22. Jahrgang
No. 2293
Freitag, 15. April 2022
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22. Jahrgang
No. 2293
Freitag, 15. April 2022
Neue Definition People first, digital second (Tunnel23): Auch hinter digitaler Kreation stehen Menschen 12
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Engerer Fokus Conrad schließt fast alle deutschen Standorte und konzentriert sich auf B2B 36
Unendliche Weiten Michael Zettel, Accenture: Technology Vision 2022 72
© Rene Brunhölzl
Mit 22 Seiten retail ab Seite 35 WKÖ: Maskenpause für LEH-Mitarbeiter Riedhart schließt sich Transgourmet an
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© Helmuth Weichselbraun/Kleine Zeitung
Special obst & gemüse Ja Natürlich! setzt auf Geothermie 54
„PUROSANGUE“
Der Ferrari-SUV kommt noch heuer
Mehr Wachstum durch neue Marktzugänge Kleine Zeitung-Geschäftsführer Thomas Spann und Kleine Zeitung-Werbemarktleiter Oliver Bergauer im Talk. 6
MARANELLO. Ferrari setzt auf Diversifizierung und bringt noch heuer seinen ersten SUV auf den Markt. „Purosangue“ (Vollblut) heißt das neue Modell, das in den kommenden Monaten in den Handel kommt. „‚Purosangue‘ wird sicher die Erwartungen unserer Kunden übertreffen“, erklärte Ferrari-Chef Benedetto Vigna.
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Freitag, 15. April 2022
Wenn es im Juli keine neuen Wertpapierkäufe mehr geben wird, könnte man im September den ersten Zinsschritt setzen.“ Zitat der Woche OeNB-Gouverneur Robert Holzmann
Impressum Medieninhaber: medianet Verlag GmbH 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke Geschäftsführer: Markus Bauer Verlagsleiter: Bernhard Gily Chefredaktion/Leitung Redaktionsteam: Mag. Sabine Bretschneider (sb – DW 2173; s.bretschneider@medianet.at), Stellvertreter der Chefredakteurin: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175; d.fejzuli@medianet.at)
EDITORIAL / INHALT
Die EZB am langen Scheideweg Die Teuerung liegt meilenweit über dem Zielwert; die Währungshüter zieren sich mit der Zinswende. Leitartikel ••• Von Sabine Bretschneider WANKELMUT. Die Europäische Zentralbank (EZB) beriet am Donnerstag über den Zinskurs. Rekordinflation und Rezessionssorgen drängen. Während die US-Notenbank die Zinswende vollzogen hat, schiebt die EZB die Entscheidung vor sich hin. Die Währungshüter in Frankfurt beschlossen denn auch wie erwartet, den geldpolitischen Schlüsselsatz von 0,0 Prozent beizubehalten. Zuerst müssen die Anleihenkäufe auslaufen. Es könnte somit Sommer werden. Oder Herbst. 2022, falls Sie sich diese Frage stellen. Währenddessen warnen Experten bereits vor einer Chronifizierung der hohen Preissteigerungsraten. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, sie ist auch eine renommierte geldpolitische Denkfabrik, mahnt zu höheren Zinsen. BIZ-Generaldirektor Agustin Carstens sieht die Welt an der Schwelle einer neuen Inflations-Ära. Die Zentralbanken müssten sich „neu ausrichten“. Kurz: Gewöhnen wir uns einstweilen dran.
Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at Redaktion: Christian Novacek (stv. CR; nov – DW 2161), Paul Hafner (haf – DW 2174), Helga Krémer (hk), Reinhard Krémer (rk), Martin Rümmele (rüm), Jürgen Zacharias (jz) Zuschriften an die Redaktion: redaktion@medianet.at Lektorat: Mag. Christoph Strolz Grafisches Konzept: Verena Govoni Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Fotoredaktion: Jürgen Kretten Fotoredaktion/Lithografie: Beate Schmid Druck: Herold Druck und Verlag AG, 1030 Wien Vertrieb: Post.at Erscheinungsweise: wöchentlich (Fr) Erscheinungsort: Wien Einzelpreis: 4,– ¤ Abo: 179,– € (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 229,– € (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungszeitraums bei 6-wöchiger Kündigungsfrist; es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. §25 Mediengesetz: https://medianet.at/news/page/offenlegung/
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Die angestrebte Ideal-Inflationsrate beträgt 2,0 Prozent. In Österreich dürfte sie im März laut Schnellschätzung der Statistik Austria mit 6,8 Prozent den höchsten Wert seit November 1981 erreicht haben. Die Sparzinsen bewegen sich knapp über null Prozent; im Inflationsvergleichsjahr 1981 durfte man immerhin mit acht bis neun Prozent für das Guthaben am Sparbüchl rechnen. The times they are a-changing. Wer sich an die Hausbank wendet – auf der Suche nach einem Wegbegleiter für den ungewohnten Spaziergang am Börsenparkett –, wird für diese Dienstleistung kräftig zur Kasse gebeten. „Mündelsicheres“ Anlegen bringt kaum Rendite. Risiko muss man sich leisten könnten. Wer auf Betongeld spekuliert hat, steigt einstweilen recht gut aus. Wer eine Wohnung für den Eigenbedarf sucht, kann ein misstönendes Lied davon singen. Aber nicht nur die Sparer, auch Banken und Versicherer wettern gegen die lockere EZB-Linie. Geduld ist gefragt. Die Schokobranche rechnet übrigens auch mit stark steigenden Preisen – in diesem Sinne: Genießen Sie Ihre Osterhasen!
Inhalt COVERSTORY
RETAIL
FINANCENET & REAL:ESTATE
Mehr Wert schöpfen ................ 6 Die Kleine Zeitung hat ihren Verkauf neu organisiert
Fokus auf Geschäftskunden.... 36 Conrad Electronic schließt fast alle B2C-Filialen in Deutschland
Getrübte Konjunktur ................ 58 Analyse der Experten von Erste Group Research
MARKETING & MEDIA
„Nicht mehr argumentierbar“ . 38 WKÖ fordert Abschaffung der Maskenpflicht für LEH-Mitarbeiter
Clever & smarter ...................... 64 ABB und Samsung Electronics
Mensch im Mittelpunkt ............ 12 Die Agentur Tunnel23 verpasst sich neuen Claim Marke in in Bewegung ............. 18 Kongress Sport & Marke
HEALTH ECONOMY Das Ja-Wort gegeben .............. 40 Ceconomy-Aktionäre stimmten für Media-Saturn-Übernahme
Hauptsache keine Würmer ...... 66 Studie: Coronaleugner griffen vermehrt zu gefälschten Pillen
Programmpräsentation ............ 22 Canal+ lud zur Launchparty
Anschluss gefunden ................ 44 Transgourmet übernimmt den Tiroler Großhändler Riedhart
Daten-Debatte ........................... 70 Industrie fordert Infrastruktur
SPECIAL GREEN MARKETING
SPECIAL OBST & GEMÜSE
INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Querschnittsmaterie ................ 26 Green Marketing geht uns alle an
Gurkenhauptstadt Simmering . 52 LGV-Vorstand Josef Peck im Talk
Meeting im Metaverse ............. 72 Wenn Digitalisierung und Mensch zusammentreffen
ÖMG-Talk ................................... 32 Wer nachhaltig handelt, sorgt auch für mehr Profitabilität
Das Potenzial der Geothermie . 54 Bio-Pionier Ja! Natürlich entdeckt das Gewächshaus neu
Grün und geprüft ...................... 74 Elektrolyse-Anlage von MPreis
COVERSTORY
Freitag, 15. April 2022
medianet.at
© Markus Traussnig/Kleine Zeitung
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„Wir verbinden Marken mit Communitys“ Die Kleine Zeitung bietet ihren rund 700 Kunden künftig Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette an.
••• Von Dinko Fejzuli
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ie vor wenigen Tagen publizierten Zahlen der Media-Analyse belegen es: Die Kleine Zeitung ist nicht nur national die zweitgrößte Tageszeitung des Landes, sondern und vor allem in ihrem Stammgebiet Steiermark und Kärnten die unangefochtene Nummer eins am Markt mit einem mehr als deut-
lichen Abstand zu allen anderen regionalen Mitbewerbern. Diese Print-Relevanz findet mit eindrucksvollen Userzahlen auch digital ihren Widerhall, und diese Stärke am digitalen Markt soll sich in den nächsten Jahren auch durch stark steigende Werbemarkt-Umsätze im digitalen Sektor widerspiegeln. Dazu hat man sich in den vergangenen zwei Jahren intensiv mit der eigenen Strategie und
der Neuaufstellung der Organisation beschäftigt und diese auch zu Jahresbeginn 2022 an den Start gebracht. Im Gespräch mit medianet erklären Kleine ZeitungGeschäftsführer Thomas Spann und Kleine Zeitung-Werbemarkt-Leiter Oliver Bergauer, wie diese Aufstellung funktioniert und welche Rolle dabei etwa die neu gegründete Agentur „Neunzehn-Null-Vier-“ spielt.
(„Neunzehn-Null-Vier-“ als Referenz für das Gründungsjahr der Kleinen Zeitung). So soll etwa neues Wachstum durch neue Marktzugänge kommen – eben via neue Aktivitäten und Erlöse über die Agentur NeunzehnNull-Vier- –, und wachsen möchte man auch, indem man bisher brachliegendes Potenzial in den regionalen Märkten hebt. Im Grunde gehe es um „Lösungsverkauf“, so Thomas Spann.
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Freitag, 15. April 2022
COVERSTORY
Teamarbeit 1. Reihe Pierre Bechler, Nina Prehofer, Robert Nebel, Oliver Bergauer, Ingo Matschnig, Veronika FruhwirthReisinger; 2. Reihe Christoph Frohnwieser, Harald Käfer, Andreas Janzek, Natalie Hofer, Harald Reichmann, Mario Weinzettl.
Bei unserer Neuausrichtung im Werbemarkt geht es uns nicht d arum, eine bestimmte Markenposition zu verteidigen, sondern um das Wachstum in den digitalen Zukunftssegmenten. Thomas Spann GF Kleine Zeitung
Solche Buzzwords sind leichter ausgesprochen als umgesetzt, und deshalb haben wir die gesamte Organisation verändert und angepasst, wobei wir eben genau dieses Thema in den Mittelpunkt gestellt haben.“ Das Resultat, so Spann: „Wenn wir unser Wettbewerbsumfeld ansehen, sind dies neben anderen klassischen Printtiteln vor allem die Sozialen Medien oder Community-Portale. Mit diesen müssen wir bei unserer Kompetenz auf Augenhöhe sein. Denn Gespräche mit Kunden haben zu 90 Prozent digitale Inhalte.
© Helmuth Weichselbraun/Kleine Zeitung
Wir kennen unsere Communitys und Zielgruppen auf kleinezeitung.at und können sie mit den Produkten/Services unserer B2B-Kunden bestmöglich in Verbindung bringen. Oliver Bergauer Leitung Werbemarkt Kleine Zeitung
Consulting haben wir erhoben, bei welchen Kunden wir künftig Wachstumspotenzial ausmachen, und erkannt, dass dies vor allem bei größeren Regionalkunden beziehungsweise Großkunden der Fall ist.“
© Ballguide/Gregor Hiebl
Das bedeute, dass man den rund 700 Kunden der Kleinen Zeitung künftig Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette anbieten werde.
Einige andere Medienhäuser hätten das Thema „aufgegeben“ und würden sich mit einem schrumpfenden Werbemarkt begnügen, so Bergauer. „Wir aber sind in unseren Heimmärkten so stark, dass wir darin eine echte Chance für die Zukunft sehen“, so Spann. „Unser Vorteil ist, dass die Kleine Zeitung als erstes Medienhaus Österreichs das digitale Bezahl-Abo eingeführt hat – auch, weil wir uns klar dazu bekennen, dass Qualitätsjournalismus nicht gratis ist, sondern etwas kosten darf, und als Ergebnis dieser Strategie wir nun über eine starke CommunityDatenbank verfügen, die wir nun zum Nutzen unserer Kunden für weiteres Neugeschäft verwerten können“, so Bergauer.
Gefragt nach dem Volumen dieses ungehobenen Schatzes, geht Bergauer davon aus, dass man bisher erst gut ein Drittel des möglichen Werbegeschäfts quasi gehoben habe. Nun gelte es, die restlichen zwei Drittel auszuschöpfen. Parallel dazu habe man sich angesehen, in welchen Segmenten es sich vor allem lohne, das Neugeschäft anzugehen. Thomas Spann dazu: „Wir waren bisher breit aufgestellt und haben Kunden jeglicher Größe betreut. Mithilfe des Beratungsunternehmens Schickler
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Fokus auf bestimmte Kunden Oliver Bergauer ergänzt: „Wichtig ist die Frage, welche Kunden man künftig bearbeiten möchte. Dieses Fokussieren ist wichtig, um in der Region bei bestehenden und künftig potenziellen Kunden digitale Relevanz zu erlangen. Ich sage bewusst ‚Relevanz‘ und nicht ‚Dominanz‘: Relevanz bedeutet, mit den Kunden wirklich über digitale Kommunikation zu reden und Daten in den Vordergrund zu stellen.
Entsprechend haben wir auch intern unsere Mitarbeiter in einem Transformationsprozess darauf ausgerichtet.“ Übrigens: Der Umstand, dass man sich nun eher auf große und größere Kunden fokussiert, bedeute aber nicht, dass man die Kleineren gänzlich vernachlässige. Auch diesen bietet man künftig etwas an, so Bergauer: „Wir haben ein Abo-Modell für KMUKunden entwickelt, was sehr gut auf dem Markt ankommt. Außerdem haben wir die Online-Auktion, die seit 17 Jahren erfolgreich umgesetzt wird und unseren Kunden entsprechende Wertguthaben zur Verfügung stellt. Diese Produkte können wir gegebenenfalls der Markt situation anpassen.“
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AKTUELL
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medianet.at
Ein gallisches Dorf in stürmischen Zeiten Während andere Medien Leser verlieren, hat das Weekend Magazin im vergangenen Jahr laut MA 203.000 Leserinnen und Leser dazugewonnen.
••• Von Dinko Fejzuli
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Es ist die Q ualität, gepaart mit der Masse und der Klasse in den Zielgruppen medien, die uns erfolgreich macht. Christian Lengauer Weekend Verlag
ten 203.000 Leserinnen und Leser dazugewonnen – ein Erfolg, der laut Weekend-Herausgeber Christian Lengauer nicht von ungefähr kommt. „Die Grundlage unserer Popularität beruht auf einem jahrelangen, konsequenten Feintuning. In Zeiten stark steigender Smartphonenutzung haben wir
© Weekend Verlag (2)
ürzlich erschien die aktuelle Media-Analyse für das Jahr 2021. Die Ergebnisse waren eher ernüchternd. Für viele Medienhäuser setzte es zum Teil ein signifikantes Minus. Anders, quasi einem verlegerischen gallischen Dorf ähnlich, entwickelten sich die Zahlen des Weekend Magazin. Die aktuelle Media-Analyse weist für das Monatsmagazin eine Reichweite von 12,7% bzw. 965.000 Leserinnen und Lesern aus. Damit hat Weekend binnen zwölf Mona-
Weg zum Erfolg Lesestoff für die breite Masse, aber auch zielgruppenspezifische Magazine.
uns zu einer Neuausrichtung entschlossen und passen unsere Printprodukte immer wieder an die Bedürfnisse unserer Leserschaft an. Wir positionieren uns nicht nur als ‚Entertainment- und Entspannungsmedium‘, sondern bieten auch online tagesaktuellen, kritischen Journalismus“, so Lengauer über die MA-Zahlen. Das Motto „Menschen, Fakten, Emotionen“ spiegle sich auch im Layout und in der Reichweite wider: „Klarer, lesbarer, aufgeräumter.“ Grundsätzlich identifiziert Lengauer im medianet-Gespräch mehrere Faktoren als maßgeblich für den Erfolg seines Magazins.
Zum einen zahle sich die Investition in die Redaktion aus; Weekend greife mittlerweile auch kritische Themen auf und das werde von den Leserinnen und Lesern honoriert. Auch sorge die schiere Masse von einer Mio. gedruckter und verbreiteter Exemplare pro Ausgabe auch für eine deutliche Sichtbarkeit in ganz Österreich. Breit aufgestellt Und, so Lengauer weiter, es seien auch die vielen weiteren Zielgruppenmedien für den Erfolg mitverantwortlich; die Themen reichen hier von Wohnen, über Gesundheit bis hin zur aktuellen Produktion Weekend Style
speziell für die weibliche Zielgruppe. „Es ist die Qualität, gepaart mit der Masse und der Klasse in den Zielgruppenmedien, die uns erfolgreich macht. Allein vom Weekend Style verbreiten wir 120.000 Exemplare in ganz Österreich. So etwas gefällt der Werbewirtschaft, weil man hier Premiummarken präsentieren kann und mit dem Weekend Magazin gleichzeitig den MassMarket abdecken kann“. Doch man investiert nicht nur in die gedruckten Ausgaben, sondern baut auch die digitalen Aktivitäten weiter aus. Weekend hatte hier den Nachteil, dass die eigene Domain zunächst von
medianet.at
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jemand anderem blockiert war, und man nach dem Erwerb der Domain-Namensrechte erst später in diesen Markt ein steigen konnte. „Aktuell halten wir hier aber bereits bei einer Million Visits pro Monat und können unseren Kunden zusätzlich eine schlagkräftige Präsenz in Print und online bieten“, so Lengauer. Thema Papierpreise Apropos Print: Die Papierpreisentwicklung macht wie allen anderen Verlegern im Land auch Lengauer Sorgen; trotzdem wolle man an dieser Front, für die Leserinnen und Leser sichtbar, sicherlich nicht sparen. „Das ist für uns als Verleger eine herausfordernde Zeit, aber die Menschen halten trotzdem
© Weekend Verlag
Wir positionieren uns nicht nur als ‚Entertainment- und Entspannungsmedi um‘, sondern bieten auch online tages aktuellen, kritischen Journalismus. Christian Lengauer Weekend Verlag
das haptische Produkt gerne in der Hand und dem muss man gerecht werden. Das Motto, es muss gespart werden, egal was es kostet, wäre das falsche Signal.“ Lengauer hofft, dass sich die Situation bezüglich Papierpreise im Herbst auf einem für alle erträglichem Niveau wieder einpendelt. Neben den verlegerischen Aktivitäten betreibt Lengauer mit Partnern und Investoren seit 2017 auch den „go2marketSupermarkt“: Für einen Monatsbeitrag von 13 bis 17 € können registrierte Kunden hier eine bestimmte Anzahl von Waren
im Gegenwert von 50 bis 60 € abholen. Das Geschäft fungiert als eine Art Marktforschungs-TestStore, und die Waren sind neue oder demnächst im Handel erhältliche Produkte bekannter Markenhersteller, die bereits vorab Marktforschungsdaten in Echtzeit über die Akzeptanz ihrer neuen Produkte erhalten. go2market-Supermarkt Aktuell betreibt man einen Store in Wien und einen in Köln, weitere Testgeschäfte sind in den Niederlanden oder auch in UK geplant. In der Endaus-
baustufe möchte man gut zehn Shops betreiben und „Europas größter Marktforscher für den Lebensmittelhandel werden“, so Lengauer. „Für die Markenartikelindustrie, aber auch für Start-ups und Online-Händler ist der go2market-Supermarkt eine Testplattform, um Erkenntnisse über die Marktfähigkeit von Produktinnovationen zu gewinnen“, so Lengauer über den Vorteil, den man der Industrie mit diesem einzigartigen Konzept bieten könne. „Unsere Vision ist es, mit dem Supermarkt ein erfolgreiches, digitales Marktforschungsinstitut zu betreiben, welches der Indus trie Daten über ihre Produkte und deren Akzeptanz bei den Kunden in real time zuliefern kann“, so Lengauer abschließend.
© Franz Michael Moser
Für die Marken artikelindustrie, aber auch für Start-ups und Online-Händler ist der ‚go2market‘Supermarkt eine Testplattform, um Er kenntnisse über die Marktfähigkeit von Produktinnovationen zu gewinnen.
Echtzeit-Marktforschung Der go2market-Supermarkt als Marktforschungs-Test-Store wird weiter ausgerollt.
Verwenden statt vers chwenden. Viel zu viel an genießbaren Lebensmitteln landet in Österreichs Müll. Um die Lebensmittelverschwendung zu verringern tut SPAR viel: An den Bedientheken und bei unverpacktem Obst und Gemüse können Sie genau die benötigten Mengen einkaufen. Was am Tagesende übrig bleibt, können Sie um 1/3 des Preises in den Überraschungssackerl von Too Good To Go retten. Neu ist das vegetarische Sackerl bei SPAR und das Obst- und Gemüsesackerl bei INTERSPAR. Unverkäufliche aber noch gute Lebensmittel spendet SPAR an über 200 Sozialorganisationen in ganz Österreich. So können wir gemeinsam Lebensmittel verwenden statt verschwenden.
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COVER
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marketing & media Land aufs Herz Wien Nord Serviceplan kreiert neue Kampagne für Adeg 16
Visuelles Housewarming Canal+ lud zum Launch des neuen Angebots 22
Meet & Talk IAA Austrian Chapter lud wieder zum Frühjahrscocktail 23
© Sigrid Mayer/Look Magazin
© Katharina Schiffl
Uschi Pöttler-Fellner © Tunnel23
W24 Der Wiener Stadtsender W24 zeigt ab Mitte April immer samstags um 18:45 Uhr „Uschi! Menschen, über die man spricht“. Mit ihren Gästen spricht Look-Herausgeberin und Medienmacherin Uschi Pöttler-Fellner über außergewöhnliche Lebenswege.
„Menschen sind weder analog noch digital“ Tunnel23: Digitalisierung in der Kreativbranche bedeutet nicht, ein technisches Problem lösen zu müssen. 12
IS
© Grießenböck
IS POWER Whatever comes next: We stand for the power to realize dreams. This is PPMNEXT.
Sport & Marke Am 3. Mai findet der Fachkongress wieder in Wien statt. 18
FILM
FOTO
HYPE
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MARKETING & MEDIA
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„People first, digital second“ bei Tunnel23 Der neue Agenturclaim soll zeigen, dass es gerade in der digitalen Kreation auf die Menschen dahinter ankommt.
••• Von Sascha Harold
Auf Augenhöhe begegnen Als Agentur, die ihre Wurzeln im Digitalen hat, ist es Tunnel23 einfach gefallen, digitale Denkweisen mit klassischer Kreation zu verknüpfen. Das Know-how war bereits da, eine im Nachhinein vorgenommene, strikte Trennung zwischen digital und analog hätte wenig Sinn gemacht. Dass Kommunikation ganzheitlich gedacht werden muss, ist in der Branche mittlerweile zum geflügelten Wort geworden. Aber dass dieser Gedanke auch Konsequenzen für die interne Struktur einer Agentur haben sollte, ist noch nicht bei allen sichtbar. „Wenn ich gesamtheit-
Die Menschen, die wir mit unserer Kommunikation ansprechen, sind nicht ‚analog‘ oder ‚digital‘ – sondern einfach ‚normal‘. Diego del Pozo Geschäftsführer Tunnel23
© Tunnel23
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eit zwei Jahrzehnten versucht die Kreativbranche Kreation und Digital unter einen Hut zu bringen. „Digital first“ ist ein Claim, der im Zusammenhang damit oft ins Feld geführt wird. Warum das am Kern der Sache vorbeigeht, erklärt Tunnel23-Geschäftsführer Diego del Pozo im Gespräch mit medianet. „Die Trennung zwischen analog und digital haben wir in unseren Teams nicht. Schließlich sind die Menschen, die wir mit unserer Kommunikation ansprechen, nicht ‚analog‘ oder ‚digital‘ – sondern einfach ‚normal‘. Bei der Kreation darf daher nicht in ‚entweder analog oder digital‘ gedacht werden, sondern vielmehr ‚sowohl als auch‘. Für unsere Kreation ist das selbstverständlich – oder eben auch ganz einfach: normal“, erläutert del Pozo mit einem Schmunzeln.
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MARKETING & MEDIA
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Diego del Pozo
lich denken will, müssen sich auch die Leute auf Augenhöhe begegnen. Es braucht gegenseitiges Verständnis von Kreation und digitaler Umsetzung“, so del Pozo. Man muss weg vom Gedanken, dass Digitalisierung eine rein technische Angelegenheit ist. Gerade in der Kreativbranche braucht es mehr. „Unser neuer Agentur-Claim lautet daher auch ‚People first, digital second.‘, mit dem wir den Menschen ganz klar in den Vordergrund stellen. Denn Digitalisierung in der Kreativbranche bedeutet nicht, dass ich ein technisches Problem lösen muss, sondern dass ich digital denken muss – und daher auch in der Kreation Menschen brauche, die etwas vom Thema digital verstehen“, führt del Pozo aus. Talente in der Agentur halten Der Weg von der Digitalagentur hin zu einer Kreativagentur mit digitalem Schwerpunkt brachte für Tunnel23 auch Veränderungen und Herausforderungen. „Den wichtigsten Grundstein haben wir damit gelegt, dass wir vor einigen Jahren entschieden haben, Dinge nur noch dann umzusetzen, wenn auch das Konzept von uns kommt. Das ist zwar nicht immer einfach in der Handhabung, wenn zum Beispiel mehrere Agenturen auf demselben Kunden arbeiten, oder ein Kunde schon mit einer sehr konkreten Anfrage kommt, bringt aber zwei wesentliche Vorteile: Die Sachen funktionie-
ren besser, weil sie von Anfang an ganzheitlich gedacht sind, und die Leute bleiben länger bei uns, weil sie mehr Freude am Ergebnis ihrer Arbeit haben.“ Das ist wichtig, gerade wenn man auf den „War for talents“ blickt, der bei Fachkräften mit digitalem Know-how besonders stark spürbar ist. Während viele Unternehmen beklagen, dass es schwer sei, die richtigen Leute zu finden, geht unter, dass es mindestens ebenso wichtig ist, die richtigen Leute dann auch zu halten. „Es genügt heute nicht mehr, Benefits wie kostenloses Essen, gute Hardware und flexible Arbeitszeiten zu bieten. Es braucht Wertschätzung und fairen Umgang miteinander. Mit ‚People first, digital second.‘ haben wir uns genau diesen Anspruch an uns selbst sowie an die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern auf die Fahnen geheftet“, führt del Pozo aus und ergänzt: „Diese Haltung
Benefits wie kosten loses Essen, gute Hardware und flexible Arbeitszeiten genügen nicht. Es braucht Wertschät zung und fairen Um gang miteinander.
© Tunnel23
Wenn ich gesamt heitlich denken will, müssen sich auch die Leute auf Augenhöhe begegnen. Es braucht gegenseitiges Ver ständnis von Kreati on und Umsetzung.
Die Verbinderin Astrid Walter sorgt als People & Culture Managerin bei Tunnel23 dafür, dass die Leute gut und gern miteinander arbeiten.
macht sich auch bezahlt. Wir haben trotz Pandemie und Konkurrenz am Agenturmarkt die richtigen Leute gefunden und die Stimmung im Team ist super.“ Um das Thema weiter voranzutreiben, hat die Agentur eine „People & Culture Managerin“ eingestellt. „Wir haben 25 Mitarbeiter, in dieser Größenordnung haben wenige Unternehmen eine Mitarbeiterin, deren Aufgabe es ist, dafür zu sorgen, dass die Leute einen Ort haben, an dem sie gut und gern mit anderen arbeiten. In der Werbe- und Digitalbranche herrscht absolute Personalknappheit – wir glauben daher, dass es umso wichtiger ist, dass eine Agentur ein leiwander Ort zu arbeiten ist“, fasst del Pozo zusammen Die Strategie geht auf Der eingeschlagene Weg scheint sich mit Blick auf das laufende Geschäft jedenfalls auszuzahlen. Mit Billa und Magenta betreut die Agentur zwei Kunden, die auch in der Pandemie immer großen Kommunikationsbedarf gehabt haben. Für kununu
Wir haben trotz Pan demie und Konkur renz am Agentur markt die richtigen Leute gefunden, und die Stimmung im Team ist super.
Diego del Pozo
konnte Tunnel23 eine deutschlandweite Kampagne zum Thema Gehaltstransparenz umsetzen. Das größte Einzelprojekt im vergangenen Jahr war der Markteintritt der Österreichischen Glasfaser-Infrastruktur Gesellschaft (öGIG), für den Tunnel23 sowohl das gesamte Branding als auch die Produktmarke öFiber kreiert und alle begleitenden Maßnahmen zum Verkaufsstart umgesetzt hat.
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Freitag, 15. April 2022
medianet.at
Regio-Impact-Sieger Werbung für „0,0%“: Mit einer breit angelegten OOH-Kampagne holten Stiegl-Bier und die Media1 den Epamedia Impact-Sieg. WIEN. Pünktlich zum Jahreswechsel startete die Stieglbrauerei eine Außenwerbekampagne in Salzburg, um auf zwei alkoholfreie Stiegl-Produkte aufmerksam zu machen. Mit dem Claim „0,0% Bock auf Kater“ blieb die Kampagne nachhaltig in Erinnerung und sicherte so den Regio-Impact für Jänner.
© Epamedia (2)
Plakat, Citylight, Posterlight, … Die Neujahresvorsätze noch frisch im Kopf, rührte Stiegl mit einer breit angelegten Out-ofHome-Kampagne im Bundesland Salzburg die Werbetrom-
Siegerehrung Marcus Zinn (Director Sales Epamedia), Inez Czerny (Agenturleitung Media1), Janette Horner (MediaTeamleiterin Stiegl), Sandra Portugal (Client Service Director Media1), Stefan Bauda (Senior Key Account Manager Epamedia).
mel für das „Stiegl 0,0% Freibier“ und das „Stiegl 0,0% Zitrone“. Plakate, Posterlights, analoge Citylights und die innovativen digitalen Citylights kamen dabei zum Zug. So konnte die regionale Zielgruppe sowohl im innerstädtischen Bereich als auch außerhalb des urbanen Zentrums optimal erreicht werden. Regie führte bei der Kampagne die Agentur Media1.
No. 1 Der Verzicht auf Alkohol mit vollem Stiegl-Geschmack wurde auf verschiedenen OOHWerbeträgern von Epamedia inszeniert.
„Der Gewinn des Regio-Impact zeigt, dass wir mit der Außenwerbekampagne nachhaltig in den Köpfen der Salzburgerinnen und Salzburger gelandet sind“, kommentiert Janette Horner, Teamleitung Media Stieglbrauerei zu Salzburg. Und Inez Czerny, Agenturleitung bei Media1, ergänzt: „Der Gewinn des Regio-Impact ist eine schöne Bestätigung unserer gemeinsamen Arbeit.“ (red)
Was ist wo los – schau mal rein!
Neue adverserve-Führung WIEN. Sabine Auer-Germann, zuletzt COO bei der Mediaagentur Mindshare, übernahm mit 1. April die Geschäftsführung der adverserve Holding GmbH. Gemeinsam mit Isabel Tausendschön, die bereits seit 2020 als Geschäftsführerin den Finanzbereich des Unternehmens verantwortet, soll Sabine AuerGermann die eingeschlagene Unternehmensmission bestän-
dig fortführen. Auer Germann über die neue Aufgabe: „Ich habe adverserve bereits vor mehr als 15 Jahren als sehr innovatives Unternehmen kennengelernt, das schon sehr früh erkannt hat, worauf es im digitalen Business eigentlich ankommt. Ich freue mich sehr, mit einem starken Team ein renommiertes Unternehmen weiterentwickeln zu dürfen.“ (red)
© Thomas Unterberger
Sabine Auer-German neue Geschäftsführerin.
Sabine Auer-Germann & Thomas Auböck, GF Brief & Werbepost, Österr. Post.
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MARKETING & MEDIA
Freitag, 15. April 2022
medianet.at
„Es geht um das ‚Jetzt‘ – das Momentum nutzen“ „Land aufs Herz“ heißt der neue Claim von Adeg. Marketingleiterin Carina Budgen erklärt, warum man der Authentischste sein muss.
••• Von Georg Sander
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Eine Marke weiterzuentwickeln, ist eine Herausforderung. Das Momentum nutzen heißt, dass wir uns auf die Situation und die Kunden beziehen möchten.
Carina Budgen
© Adeg
deg ist eine Marke, die bekannt und präsent ist. Nun gibt es eine neue Imagekampagne, die gemeinsam mit der Agentur Wien Nord Serviceplan umgesetzt wird: „Land aufs Herz“. medianet bat Carina Budgen, Leiterin des Marketings bei Adeg, zum Interview, um zu ergründen, was es mit dem erneuerten Auftritt auf sich hat. „Es geht um das ‚Jetzt‘ – das Momentum nutzen“, sagt sie. „In den letzten Jahren hat das Team einen tollen Job gemacht, mit einer Kommunikationsform, die die Sympathiewerte extrem nach oben getrieben hat.“ Jetzt gibt es einen neuen Claim, ein um Herzen adaptiertes Logo und einen anderen Ansatz. Lächeln, tanzen und singen – das war bislang Teil der Kommunikation und nun mache das fast jeder. Doch einfach ist das nicht: „Eine gut situierte Marke weiterzuentwickeln, ist eine Herausforderung, aber wir woll-
ten das. Das Momentum nutzen heißt, dass wir uns auf die aktuelle Situation und die Kunden beziehen möchte“, so Budgen. Die geänderten Rahmenbedingungen – in vielerlei Hinsicht – würden das bedingen. Grundbedürfnis Sicherheit Die letzten Jahre – und auch die aktuelle Situation mit Krieg in Europa – haben das Grundbedürfnis nach Sicherheit in die Höhe getrieben. Dem möchte der Nahversorger Rechnung tragen:
Neuer Auftritt Die neue AdegKampagne stammt von Wien Nord Serviceplan.
„Die letzten zwei Jahre haben etwas mit uns gemacht. Wir sehen bei Kundschaft und Kaufleuten, dass es ein Bedürfnis nach Sicherheit, Regionalität, Transparenz gibt.“ Klare Aussagen, Botschaften und Haltung brauche es dementsprechend – die Entwicklungen haben zu einem „Revival alter Werte“ geführt, formuliert sie es. Das passe zu Adeg, schließlich sind die Kaufleute mit der Region verbunden, man kennt sich, es gibt Handschlagqualität, faire Preise, individuelle Sortimente, aber auch die Möglichkeit, viele Produkte aus der Region anzubieten. Daraus ergebe sich eine moderne Grundversorgung. „Und genau diese Werte wollen wir jetzt auch nach außen tragen“, erklärt Budgen. Schöne Heimatbilder, regionale Produkte und Co. bieten viele andere mittlerweile auch, „da wollten wir uns auch unterscheiden“. Nur wie: mehr Tanz, mehr singen, lauter schreien? „Da haben wir gesagt, dass das keinen Sinn für uns macht. Es geht nicht darum, der Schönste zu sein, sondern der Beste, indem was man macht – und das heißt für uns, dass wir echt sein müssen.“ Glaubwürdigkeit Und das heißt eben, zu zeigen, dass Adeg schon immer nah an den Kunden war und regionalen Einkauf in großem Ausmaß ermöglicht – das soll authentisch transportiert werden. „Klar haben wir die Eigenmarken durch den Rewe-Konzern, aber die Kartoffeln kommen vom Produzenten um’s Eck.“ Darüber hinaus kommen Kaufleute und deren
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Es geht nicht darum, der Schönste zu sein, sondern der Beste, in dem, was man macht – und das heißt für uns, dass wir echt sein müssen.
© Adeg
Carina Budgen Marketingleitung Adeg
Der Sweet Spot Die Agentur hatte zuvor den Pitch gewonnen und setzte den Adegschen „Sweet Spot“ um. Das bedeutet, dass die illustrierte USP des Unternehmens in einer glaubhaften Kampagne gezeigt wird. Dazu brauchte es diese neue Kommunikationsstrategie, den neuen Frame. Nicht, weil man mit den Vorgängern unzu-
frieden war, sondern, um eben etwas Neues zu machen. Eines wollte man aber keinesfalls: Schöne Sager, die auch von einer Bank oder eine Versicherung stammen könnten. Somit ergab sich die Kampagne aus den Stories, die die Kaufleute erzählen und dann die Gesamtausgabe ergeben. In den TV-Spots sind diese echten AdegKaufleute mit ihren lokalen Partnern und Lieferanten zu sehen. „Die Protagonisten werden in ihrem tatsächlichen Arbeitsalltag gezeigt werden – fernab von Klischeebildern oder verklärter
Landidylle. Ihre authentische Herzlichkeit, Haltung und Persönlichkeit werden dabei zum besten Botschafter des tiefen regionalen Verständnisses von Adeg“, erläutert Christian Hellinger, Kreativgeschäftsführer von Wien Nord Serviceplan, den Anspruch der neuen TV-Kampagne in einer Stellungnahme. Dazu passt noch das neue Logo: Gemeinsam mit der Entwicklung des neuen Claims wurde auch eine Überarbeitung des Corporate Designs vorgenommen: Die Kleeblätter des beliebten und bekannten Logos
Die Erfolgsmessung Natürlich geht es am Ende des Tages darum, mit der neuen Kampagne für neue Kunden noch attraktiver zu sein. An der Bekanntheit landauf, landab muss man nicht mehr drehen. „Natürlich wollen wir am Ende mehr Umsatz generieren“, stellt Carina Budgen klar, „aber es hat sich auch das Landleben verändert. Nun geht es darum, sich der neuen Generation vorzustellen und sie für uns zu begeistern.“ Diese kämen oftmals zurück aus der Stadt und setzen auf Regionalität, Bio und Co. – genau das, was Adeg sein will und nun auch herzeigt.
Die Protagonisten werden in i hrem tatsächlichen Arbeitsalltag gezeigt werden – fernab von Klischeebildern oder verklärter Landidylle. Christian Hellinger Kreativ-GF Wien Nord Serviceplan
© Julie Brass
Angestellte zumeist aus dem Ort oder dem Nachbardorf. Insofern geht Regionalität weiter als lokale Produktion, es geht um die Wirtschaft direkt vor den Türen der Kunden. Genau das sollte mit dem neuen Claim erreicht werden. „Land aufs Herz“ zeigt demzufolge eine Wertehaltung und ein Versprechen für persönliches Involvement: „Es geht darum, die Bedürfnisse der Menschen glaubwürdig wahrzunehmen und abzubilden.“ Das Land, das sind die Menschen, das Herz die Werte. Im Fokus der Kampagne stehen deshalb nun auch die Kaufleute, weil „sie die sind, die Adeg ausmachen, die die Geschichten erzählen“. Der neue Agenturpartner Wien Nord Serviceplan kam nach dieser grundsätzlichen Idee hinzu und machte zunächst Folgendes: „Sie sind mit der ganzen Kreationstruppe durch ganz Österreich gefahren und haben im Shop oder am Parkplatz mit den Menschen geredet.“
sind modernisiert und wurden in vier Herzen verwandelt, ein neues, natürlicheres Grün unterstreicht die Bedeutung der Nachhaltigkeit.
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TikTok, Krypto, NFT & Co: Sportbusiness im Wandel Am 3. Mai findet der Fachkongress Sport & Marke im Hilton Vienna Danube Waterfront statt. Im Fokus stehen neue Entwicklungen in der Branche.
••• Von Georg Sander
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ei der kommenden Auflage des Branchentreffs „Sport & Marke“ am 3. Mai im Hilton Vienna Danube Waterfront treffen rund 500 Interessierte auf 50 Speakerinnen und Speaker, die mit spannenden Vorträgen einen Einblick in die Branche geben. Im Mittelpunkt
von Österreichs größtem Sportbusiness-Kongresses stehen Strategien von Sponsoren, neue Finanzierungsmöglichkeiten für Vereine sowie die Zusammenarbeit von Athleten, Marken und Medien. Patrick Achberger, bei Veranstalter ESB Marketing Netzwerk für die Programmgestaltung und Organisation von Sport & Marke zuständig, fasst die großen Trends zusammen:
„Corona wirkt als Brennglas auf die Entwicklungen im Sportmarkt. Technologien wie Blockchain und NFTs oder auch das Metaverse bringen neue Möglichkeiten der Fanintegration für Marken und Clubs.“ Durch die Pandemie habe eine Entfremdung der Fans vom Sport hin zu anderen Content-Formaten stattgefunden: „Bei Sport & Marke werden wir mit Vertretern
von Sport Austria, dem Sportministerium und verschiedenen Ligenvertretern diskutieren, welche Strategien für die Rückgewinnung von Vereinssportlern und Fans entwickelt wurden.“ Zahlreiche Entscheidungsträger werden die neuesten Trends und bedeutendsten Entwicklungen im Sportbusiness vorstellen. Aus der Reihe der aktiven Athleten sind unter anderem Mar-
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kus Salcher, paralympischer Sportler im Ski Alpin, Biathlet Simon Eder und die Rad-Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer als Speaker vor Ort. Nach ihren Erfolgen stehen sie im Fokus der Sponsorenwelt. Sie werden über ihre Erfahrungen als Markenbotschafter berichten. Mit großem Interesse wird auch der Beitrag der Teamchefin des Frauen-Nationalteams, Irene Fuhrmann, erwartet, die über die bevorstehende Fußball-EM 2022 der Frauen berichten wird. Die Schwerpunkte Allgemein geht es um die Veränderung der Sponsorenlandschaft in den letzten beiden Jahren der Pandemie. Vereine, Verbände und Sportler suchen neue Wege, um ausgefallene Zuschauereinnahmen zu kompensieren und neue Erlösmöglichkeiten zu generieren. Eine neue Entwicklung ist dabei alles, was Krypto ist, sei es im Fußball, der Formel 1 oder anderswo. Non-Fungible Tokens oder auch das Metaverse bieten eben neue Möglichkeiten für Sportrechtehalter und Marken, um in Interaktion mit den Fans zu treten, und zugleich eine Möglichkeit, neue Erlöse zu generieren. Fan Collectibles, digitale Sammelkarten oder Mitbestimmungsrechte von Fans bei Vereinsentscheidungen sind nur einige der neuen Anwendungsmöglichkeiten, welche durch die Blockchaintechnologie entstehen. Bei Sport & Marke wird diskutiert, wie aus dem „Blockchain-KryptoHype“ ein gesundes Ökosystem wird, in welchem Fans, Rechtehalter und Sponsoren nachhaltig profitieren. Zu diesem Thema sprechen etwa Alexander Schlicher (Founder Fansea), Ante Kristo (CEO & Co-Founder The Football Company), Christian Ebenbauer (Vorstandsvorsitzender Österreichische Fußball-Bun-
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Corona wirkt als Brennglas. Technologien wie Blockchain, NFTs oder das Metaverse bringen neue Möglichkeiten der Fanintegration für Marken und Clubs. Patrick Achberger ESB
desliga), Denis Horvat (Co-CEO Kickz) und Robert Kosinski (Head Of Digital & Innovation, Jung von Matt Sports). Horvat wird zudem eine Keynote über NFTs halten; dabei geht es dem Sneaker- und Streetwear-Retailer Kickz vor allem um die Strategie im Metaverse, den Wert von NFTs für Retailer und den Mehrwert für die Community. Auch Nachhaltigkeit ist ein Thema. Ein Beispiel dafür ist Waterdrop, das beim Hahnenkammrennen als Partner auftrat. Achberger: „Nachhaltigkeit ist auch im Sportbusiness eines der Schlagworte der Stunde. Waterdrop gibt Einblicke, wie sie ihre Mission, ein gesünderes und nachhaltigeres Leben zu führen, über das Sponsoring der Hahnenkammrennen kommunizieren.“ Highlights: eSport bis TikTok eSport ist ebenfalls nach wie vor im Kommen. Die digitalen Wettkämpfe haben nicht zuletzt wegen der Coronapandemie an Bedeutung gewonnen – auch für Sponsoren. Doris Wendler, Vorstandsdirektorin Wiener Städtische Versicherung, erklärt, warum das Unternehmen im eSports als Sponsor der eBundesliga
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Manager Switzerland, spricht im Vortrag über die EHF Euro 2022 – so konnten für den Sport durch TikTok über 100 Mio. Impressions generiert werden. Der heimische Creator Christian Bruckner aka Condsty von diego5 Studios ist bei der Diskussion ebenso vertreten wie Lisa Sophie Thoma, Managing Director, diego5.
© ESB Marketing Netzwerk
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auftritt und wie die Marke über das Sponsoring aktiviert wird. Über die „Digitale Arena als Service“ wird u.a. Daniele G. Kohler referieren. Er ist Enterprise Business Architect Edge & IOT, Hewlett Packard Enterprise. Digitalisierung-as-a-service Das Unternehmen stellt für den Fußballverein Tottenham Hotspur, den Hockey Club FribourgGottéron und seit Kurzem auch für Werder Bremen „Digitalisierung-as-a-Service“ von HPE bereit. Der Serviceprovider Klein Computer System AG (KCS) stellt in der Schweiz – und eventuell bald international – den 24/7-Betrieb sicher und verantwortet die Integration der unterschiedlichen Systeme. Wie können mit dem Modell bestehende und neue Arenen kostengünstig und flexibel digitalisiert werden? Dies wird diskutiert; generell hält Achberger fest: „Das ArenaErlebnis der Zukunft wird digital. Bei Sport & Marke werfen wir einen Blick in die Zukunft des Arena-Erlebnisses und welche neue Möglichkeiten Fan Experience entstehen.“ Neue Medien gehören freilich auch dazu, etwa TikTok. Max Schickler, Brand Partnership
Gesucht: neue Kanäle „Die Generationen Z & Co sind über klassische Kanäle nicht mehr zu erreichen“, meint Achberger. „Der Kongress zeigt auf, wie Marken und Clubs diese Zielgruppen über Kanäle wie TikTok oder neue Content-Formate auf Dazn erreichen können.“ Generell gilt: Authentische und glaubwürdige Partnerschaften gewinnen in einer ano nymeren und schnelllebigen Welt noch mehr an Bedeutung.
Generation Z & Co sind über klassische Kanäle nicht mehr zu erreichen. Wir zeigen auf, wie Marken und Clubs sie über Kanäle wie TikTok erreichen können.
Langjährige Partner des österreichischen Sports wie die Raiffeisenbank International, die Wiener Städtische Versicherung oder Audi zeigen auf, wie sie ihre Marke über Sponsoringpartnerschaften aktivieren. Tickets sind nach wie vor erhältlich.
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Cyberattacken nehmen rasant zu Viele Unternehmen sind erstaunlich unvorbereitet. Mangelndes Risikobewusstsein kann jedoch das beste Marketing ruinieren. Gastkommentar ••• Von Joe Kaltschmid
60 Prozent der befragten Unter nehmen waren in den letzten zwölf Monaten Opfer eines Cyber- Angriffs aber nur knapp ein Drittel war dagegen abgesichert.
ins Internet oder mangelhafte Datensicherung. Zudem wird auch der Schutz sensibler Daten häufig zu wenig ernst genommen. Zwar waren laut einer Cybersecurity-Studie von KPMG (2021) 60 Prozent der befragten Unternehmen in den letzten zwölf Monaten Opfer eines Cyberangriffs, aber nur knapp ein Drittel war dagegen abgesichert. Das ist ein Spiel mit dem Feuer, denn irgendwann trifft es jeden. Alle, die IT-Systeme benützen oder damit arbeiten, sind potenziell gefährdet.
Der Autor Joe Kaltschmid ist Experte für Cyberversicherungen und Geschäftsführer des Versicherungsmaklerhaus Infinco.
Das Social Media-Tool für alle Branchen-Experten
© Stefan Reinberger
Bewusstseinsänderung Seit Umsetzung der DSGVO setzen sich auch kleine und mittlere Unternehmen verstärkt mit dem Thema IT-Sicherheit auseinander. Denn mangelndes Risikobewusstsein kann das beste Marketing kaputt machen. Viele Unternehmen sind oft erstaunlich unvorbereitet. Das beginnt schon bei einfachsten Schutzmaßnahmen: keine Firewalls an allen Übergängen
© PantherMedia/sdecoret
WIEN. Mit der zunehmenden Digitalisierung verändern sich die Cyberrisiken und damit die Schadenszenarien immer schneller. Ziel von Cyberangriffen sind große Unternehmen genauso wie EPUs oder Privatpersonen. Wer dagegen versichert ist, der hat die Nase vorn. Zeigt ein Unternehmen doch damit, dass es mithilft, die Daten der Kunden sicher zu bewahren.
Gut beraten: Grundsätzlich federt eine passende Versicherung das Cyber-Schadenrisiko ab. Das entsprechende Schutzpaket wächst mit der Größe des Unternehmens, internen Sicherheitsanforderungen und Sicherheitsstandards. So wie Cyberattacken auf dem Vormarsch sind, so ist auch der Bereich der Cyberversicherung ein stark wachsendes Segment. Umfassendes Spezial-Know-how ist gefragt – das ist mit ein Grund, warum sich unter den Maklern eigene Cyberspezialisten entwickelt haben.
In der Ukraine droht eine humanitäre Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Die Caritas bleibt vor Ort im Einsatz und versorgt die Menschen mit dem Nötigsten. Mit 25 Euro spenden Sie ein Nothilfepaket. Ihre Spende sichert Überleben! Caritas-Konto Erste Bank | Kennwort: Soforthilfe Ukraine IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560 | BIC: GIBAATWWXXX Mehr Informationen auf www.caritas.at/ukraine 110796_Nothilffe_Ukraine_Konflikt_Inserat_2022_104.indd 8
Foto: Andriy Dubchak / APA.HR
Die Menschen in der Ukraine brauchen jetzt dringend Hilfe!
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Gekommen, um zu bleiben In der Alpenrepublik möchte der europäische Content-Anbieter Canal+ vor allem – aber nicht nur – mit österreichischem Content punkten. ••• Von Dinko Fejzuli
Erster Blick ins Programm Gemeinsam mit Jacques du Puy und Marcus Grausam eröffnete Philipp Böchheimer den Abend, durch den die Bloggerin und Autorin Christl Clear führte. Neben Food, Drinks, guter Musik und angeregten Unterhaltungen waren exklusive Führungen durch die Sternwarte der Urania die weiteren Highlights für die Gäste. Ein besonderer Höhepunkt für die anwesenden
© Aaron Jiang (2)
WIEN. Der europäische TVContent-Player Canal+ ist in Zusammenarbeit mit A1 erfolgreich in Österreich angekommen und hat kürzlich zum feierlichen Launch-Event in die Wiener Urania eingeladen. Gemeinsam stellten Jacques du Puy (CEO Canal+ International), Philipp Böchheimer (Managing Director of Canal+ Austria) und Marcus Grausam (CEO A1 Telekom Austria Group) bei einem großen Abendevent in Wien den zahlreichen Gästen und Medienvertretern u.a. exklusiv die erste Folge der britischen Erfolgsserie „The Responder“ vor, die ab 13. April in der Canal+ App und im neuen österreichischen TV-Sender Canal+ First zu sehen sein wird.
in Europa, Afrika und Asien tätig. Die erfolgreiche Einführung der Marke in Österreich ist das Ergebnis einer sehr gelungenen Zusammenarbeit mit A1“, erklärte du Puy. Punkten will man in Österreich vor allem mit Fokus auf lokalen Content – so bietet Canal+ viele europäische Inhalte an, was den Anbieter von seinen amerikanischen Konkurrenten deutlich unterscheidet.
Teamarbeit Marcus Grausam (CEO A1 Telekom Austria Group), Jacques du Puy (CEO Canal+ International), Bloggerin Christl Clear, Philipp Böchheimer (Managing Director of Canal+ Austria).
Wir wollen ein relevanter Player am österreichischen Streamingmarkt werden und unter die Top Drei in den kommenden fünf Jahren kommen. Marcus Grausam CEO A1 Telekom Austria Group
Gäste war ein erster Einblick in die britische Erfolgsserie „The Responder“ mit Emmy Award Winner Martin Freeman – eine Serie, die von Canal+ und Canal+ First ab 13. April exklusiv in deutschsprachiger Fassung in Österreich ausgestrahlt wird und bereits in britischen Medien für Furore sorgte. Ein kräftiges „Grüß Gott“ Obwohl an dem Abend vorwiegend Englisch gesprochen wurde, begrüßte Jacques du Puy die illustren Gäste mit einem herzlichen „Grüß Gott“ – und unterstrich damit die besondere Bedeutung, die Österreich im Rahmen der internationalen Canal+ Familie zugeschrieben wird. „Wir wollen heute Abend mit euch den Start von Canal+ als Fernsehsender und StreamingPlattform in Österreich feiern. Wir sind einer der weltweit führenden TV- und Entertainment-Anbieter. Canal+ wurde in Frankreich gegründet und ist mittlerweile in über 40 Ländern
Kinostimmung für zu Hause In Österreich ist Canal+ mit einem Live-Sender und einem On Demand-Angebot präsent.
Heimische Highlights Canal+ ist das erste österreichische Streaming-Service mit eigenem TV-Sender Canal+ First und setzt seine Schwerpunkte auf europäische und heimische Content-Highlights sowie Eigenproduktionen. Das in Wien ansässige Content-Team adaptiert laufend das Programm an den Geschmack des heimischen Publikums, während gleichzeitig aus dem weltweiten Pool an exklusiven Inhalten von Canal+ geschöpft wird. Das unterscheide Canal+ von anderen Anbietern am Markt und sei ein starkes Bekenntnis zum österreichischen Publikum. „Wir wollen ein relevanter Player am österreichischen Strea mingmarkt werden und unter die Top Drei in den kommenden fünf Jahren kommen“, meinte Marcus Grausam schon kurz vor der Begrüßung in Richtung anwesende Gäste.
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MEDIENJAHR 2022
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IAA-Frühjahrscocktail
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© Katharina Schiffl (9)
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MITBEWERB. 2022 wird ein herausforderndes Jahr für den Medienstandort Österreich und für die heimische Kommunikationswirtschaft. Besonders die TVVermarkter – sowohl öffentliche als auch private – stehen nicht nur untereinander im Wettbewerb, sondern auch in direkter Konkurrenz zu den globalen Digitalgiganten. Moderiert von Anna-Maria Wallner (Die Presse), diskutierten Markus Breitenecker (ProSiebenSat.1 Puls 4), Thomas Prantner (ORF) und Walter Zinggl (IP Österreich) über die Bedeutung von Kooperationsmöglichkeiten, Chancen, Risiken, Herausforderungen und gemeinsame Strategien. (red) Gäste des Abends 1. Markus Breitenecker (ProSiebenSat.1 Puls 4), Walter Zinggl (IP Österreich), Ursula Arnold (Mindshare), Moderatorin AnnaMaria Wallner (Die Presse), Thomas Prantner (IAA-Vizepräsident, ORF); 2. Gabriela Stimpfl-Abele (Executive Director IAA Austrian Chapter), Joachim Feher (RMS), Michaela Asteriou (IAA); 3. Kathrin Feher (ORF-Enterprise), Peter Strutz (ProSiebenSat.1 Puls 4); 4. Markus Gstöttner (Manstein Verlag), John Oakley, Franz Solta (Gewista); 5. Michael Stix (ProSiebenSat.1 Puls 4), Magdalena Hankus (Hankus3Sixty); 6. IAAPräsident Sebastian Bayer (VMLY&R), Matthias Seiringer (ORF); 7. Dagmar Grimus-Leitgeb (Elephants Jump), Markus Mazuran (Wien Nord Serviceplan); 8. Hans Böck (zitate.at), Ingrid Thurnher (ORF).
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Ein Ex-„Bild“-Chef als Putin-Verbinder
Ich sehe weder einen erkennbaren noch einen vermutbaren Effekt auf die Handlungsweisen des Wladimir Putin.“
Kai Diekmann begleitete den Bundeskanzler auf seiner Moskau-Reise. Warum, bleibt offen.
POLITBERATER. Er habe den russischen Staatschef schön öfters getroffen und sei sehr hilfreich bei den Vorbereitungen gewesen, so die halboffizielle Begründung dafür, warum Bundeskanzler Nehammer ausgerechnet Kai Diekmann, den ehemaligen Bild-Chefredakteur, zu seiner diplomatisch mäßig erfolgreichen Moskau-Reise zu Wladimir Putin mitgenommen haben. Diekmann besitzt eine PR-Agentur, die wiederum hat einen Vertrag mit dem ÖVP-Klub – man kennt sich also. Warum ein österreichischer Kanzler zu einer ohnedies höchst umstrittenen Reise einen ehemaligen Bild-Chefredakteur als Aufbereiter des Trips braucht, wird sich uns Normalsterblichen, die die heimlichen Kanäle der großen Politik offensichtlich weder kennen noch mit unserem Plebs-Gen vermutlich auch verstehen würden, ist trotzdem fraglich. Denn: Die Gesandtschaft in Moskau ist sicher mit ausgezeichneten Leuten besetzt, und auch
im österreichischen Außenministerium werden Menschen sitzen, die beste Kontakte in den Kreml haben; warum es da die Hilfe einer PR-Agentur braucht, müsste der Kanzler selbst beantworten – weniger uns, aber vielleicht seinen Diplomaten oder auch Außenpolitik-Experten in der eigenen Partei. Zur ganzen Posse passt übrigens auch, dass es die Bild war, die als erste über die Moskaureise berichtet hat. Aber das nur nebenbei
Zitat des Tages Gerhard Mangott über Karl Nehammer in Moskau
Money makes the Jahreszeiten go around Noch ein kurzer Themenwechsel: In gut sechs Wochen würde normalerweise die Männer-Fußball WM beginnen. Doch da es im Austragungsland Katar um diese Zeit zu heiß wäre (warum hat man es überhaupt dorthin vergeben), wurde die WM in einem einmaligen Vorgang auf November verlegt. Sie erinnern sich: Katar, jene WM, bei der beim Bau der Stadien laut Amnesty International zahllose Migranten ums Leben gekommen sind, wie „Sklaven beim Bau der Pyramiden“. Aber dafür werden die Bilder aus den fertigen Stadien dann bestimmt um so schöner …
© Amalthea Verlag
Kommentar ••• Von Dinko Fejzuli
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BUCHTIPP
Eventkalender anderer Art
Tu Gutes und schweige auch manchmal Kommunikativer Spagat: Tun und reden, beraten und schweigen.
WIEN. Dass ökosozial verantwortliches Unternehmertum schon lange kein Trend mehr ist, haben bereits die meisten verstanden. Dennoch ist der Grat zwischen Tun und Reden ein schmaler. Bevor kein stabiles CSR-Fundament verankert ist, sollte die Devise „Understatement“ lauten. Wir als Kommunikatorinnen und Kommunikatoren tragen hierbei genauso Verantwortung wie die Unternehmen selbst. Wir haben den Job der strengsten Kritiker. Wir müssen hinterfragen und challengen. Wo ist das „Warum“? Welchen sozialen Wert hat unser Tun? Was ist unsere Haltung und wo ist noch Handlungsbedarf? Verantwortungsvolle und erfolgreich nachhaltige Kommunikation bedeutet, sich laufend mit der unternehmerischen Haltung, aber auch den Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.
© Julia Dragosits
Gastkommentar ••• Von Ilona Szalachy
Ilona Szalachy, Consultant, Purtscher Relations PR.
damit verbundenen Taten auseinanderzusetzen, Defizite aufzudecken und zu ihnen zu stehen. Dies treibt das Bestreben voran, Potenziale zu nutzen und besser zu werden. Dabei kann es auch mal vorkommen, Gutes zu tun und einfach zu schweigen.
ORIENTIERUNG. Warum das jüdische Neujahr schon im Herbst gefeiert wird, Gläubige zu Sukkot in eine Laubhütte ziehen oder an einem bestimmten Feiertag in der Synagoge laut mit den Füßen gestampft wird, erzählt Danielle Spera, die ehemalige ORF-Journalistin und derzeitige Leiterin des Jüdischen Museums Wien, in dieser sehr persönlich bebilderten Reise durch das jüdische Jahr, angereichert mit besonderen Feiertags erlebnissen ihrer Familie und ihren Lieblingsrezepten. Amalthea Verlag;224 Seiten; ISBN: 978-3-99050-222-8
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COVER
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Ratgeber Dos and Don’ts in der Kommunikation zum Thema Sustainability 28
Megatrend Nachhaltigkeit steht für heimische CMOs hoch im Kurs 30
ÖMG-Talk Nachhaltigkeit bedeutet künftig vor allem Profitabilität 32 © ÖMG/APA-Fotoservice/Schedl
Zahl der Woche
© Panthermedia.net/Hay Dmitriy
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„Grün“ wird demnächst die dominierende Farbe
Themen-Jubiläum Das Konzept der Green Economy als ein Wirtschaftsmodell, das darauf abzielt, die vorhandenen natürlichen Ressourcen zu schonen und auch für die nachfolgenden Generationen zu sichern, wird heuer zehn Jahre alt. Die Staatengemeinschaft bekannte sich auf der Rio+20 Konferenz der Vereinten Nationen im Jahr 2012 erstmalig zu diesem Konzept.
© Hirschen Group
© Anzenberger-Fink
Nachhaltigkeit betrifft alle – ob Unternehmen, Marke oder Mensch, so Fachgruppenobmann Jürgen Bauer. 26
Ökologisch nachhaltig Die Hirschen Group holt sich die EMAS-Validierung.
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Kommentar Green Marketing – mehr als nur ein Kommunikationsthema. 34
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In der Marken führung ist es ein schmaler Grat zwischen Green washing und Aware ness schaffen. Die Verantwortlichen müssen hier die rich tigen Entscheidun gen treffen – in ihrem eigenen Interesse. Jürgen Bauer WKO-Fachgruppen obmann
© Florian Wiese
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„Man kann gar nicht mehr nicht nachhaltig denken“ Wer sich mit dem Thema Nachhaltigkeit nicht beschäftigt, wird von der Bühne verschwinden, so WKO-Fachgruppenobmann Jürgen Bauer im Interview.
(SDGs) der Vereinten Nationen reicht aus, um zu erkennen, wie breit Nachhaltigkeit zu verstehen ist. Da sind völlig zu Recht auch soziale Aspekte wie etwa Gleichberechtigung, Bildung und Gesundheit abgebildet. medianet: Abseits Ihrer Erfahrungen als Geschäftsführer einer Werbeagentur – wie ist Ihre Sichtweise auf das Thema Green Marketing als Fachgruppenobmann? Wie virulent ist
Ein Blick auf die zunehmende Bedeutung der Farbe Grün in diversen Sujets und Logos reicht aus, …
Jürgen Bauer
medianet: Herr Bauer, das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Sie kritisieren, dass es von vielen zu eng gefasst bzw. zu einseitig interpretiert wird. Aus Ihrer Sicht als Werber, was ist das Problem und wie müsste man es denn deuten? Jürgen Bauer: Nachhaltigkeit ist ein extrem vielschichtiger Begriff. Er geht weit über die ökologische Komponente hinaus. Ein Blick auf die 17 Felder der Sustainable Development Goals
Bauer: In der Markenführung ist es ein schmaler Grat zwischen Greenwashing und Awareness schaffen. Die Verantwortlichen müssen hier die richtigen Entscheidungen treffen – in ihrem eigenen Interesse. Denn eines ist klar: Green washing aktiv zu betreiben, wird in einer Zeit von kritischen Konsumenten und großer Awareness auf Social Media immer schwieriger und das ist gut so.
medianet: In anderen Branchen schon längst üblich, wird das Thema auch beim Markenaufbau immer wichtiger. Aus Ihrer Sicht – wie wichtig ist Nachhaltigkeit im Brandingrozess? Bauer: Ein Blick auf die zunehmende Bedeutung der Farbe Grün in diversen Sujets und Logos reicht aus, um zu erkennen, welchen Stellenwert das Thema Nachhaltigkeit im Branding prozess eingenommen hat. Dabei ist mir auch wichtig, fest
© Österreichische Marketing-Gesellschaft/APA-Fotoservice/Schedl
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as Thema Nachhaltigkeit sei keines, das sich rein nur auf den Bereich Ökologie beziehen darf, so Jürgen Bauer, WKO-Fachgruppenobmann Werbung und Marktkommunikation, Fachgruppe Wien, und in seinem Brotberuf Eigentümer und Geschäftsführer der Werbeagentur Omnes, im Interview mit medianet über die Bedeutung auch des Themas Green Marketing.
das Thema aus Sicht Ihrer standespolitischen Arbeit? Bauer: Um es auf den Punkt zu bringen: Man kann gar nicht mehr nicht nachhaltig denken. Als Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in Wien bin ich in regelmäßigen Austausch mit unseren Mitgliedern. In all diesen Gesprächen stelle ich fest, dass das Thema Nachhaltigkeit in der ein oder andere Form mittlerweile allgegenwärtig ist.
zustellen, dass die Werbung und die Kommunikation eine zentrale Rolle beim Mindset der Bevölkerung einnehmen. Denn Werbung spricht nicht nur spezifische Branchen an, sondern uns alle. medianet: Wo das Thema Nachhaltigkeit auftaucht, ist leider auch das Thema Greenwashing oft nicht weit. Welche Möglichkeiten sehen Sie, hier diese Problematik zurückzudrängen?
… um zu erkennen, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit im Brandingprozess eingenommen hat. … über die Bedeutung des Themas in allen Branchen
medianet: Frage zum Schluss: Welche Folgen könnte es für U nternehmen und Marken haben, wenn sie sich des Themas Nachhaltigkeit – egal auf welcher Ebene – nicht annehmen? Bauer: Das kann sich keine Marke und auch kein Unternehmen leisten. Nachhaltigkeit betrifft alle: Ob Unternehmen, Marke oder Mensch. Wer sich damit nicht beschäftigt, wird von der Bühne verschwinden. (mab/fej)
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Glaubwürdigkeit zählt Sebastian Bauer, Account Director Ketchum, über die Dos and Don’ts, auf die es in der Nachhaltigkeitskommunikation ankommt.
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medianet: Herr Bauer, das Thema Nachhaltigkeit ist auch in der Kommunikationsbranche angekommen – welche Motivation machen Sie bei Ihren Kunden aus, sich diesem Thema zu widmen, gerade dort, wo das Thema nicht unbedingt im Geschäftsmodell verankert ist? Sebastian Bauer: Konsumentinnen und Konsumenten fordern von Unternehmen und Marken geradezu ein, nachhaltig zu agieren. Das geht über ein freiwilliges Engagement hinaus und betrifft auch das Geschäftsmodell an sich: Unternehmen und Marken, die ihre Prozesse nicht nachhaltig gestalten, haben es jetzt schon schwer, und das wird sich in den kommenden Jahren noch weiter zuspitzen. Nachhaltigkeit wird daher eine immer zentralere Rolle in der Unternehmensausrichtung einnehmen – nicht nur der Umweltaspekt, sondern auch soziale Faktoren und die Unternehmensführung insgesamt. Damit ein Unternehmen von der Öffentlichkeit auch als nachhaltig wahrgenommen wird, ist es essenziell, seine Botschaften zur richtigen Zeit in der richtigen Dosis nach außen zu tragen, natürlich immer mit Blick auf die Zielgruppe, die man damit erreichen möchte.
© APA/AFP/Raul Arboleda
achhaltigkeit ist nicht nur, aber durchaus auch ein Thema der jüngeren Generation. Sebastian Bauer, Account Director Ketchum Publico, im Interview mit medianet über die Frage der Glaubwürdigkeit in der Nachhaltigkeits-Kommunikation. Diese könne man auf lange Sicht nur erreichen, wenn sich die Dinge, über die man spricht, auch faktisch belegen ließen.
Beispiel Nespresso: Nachhaltigkeitsbestrebungen müssen entsprechend argumentiert und kommuniziert werden.
medianet: Wie verhindert man dabei, nicht ins Greenwashing abzugleiten bzw. dass es nicht zu einem Marketing-Gag verkommt? Bauer: Glaubwürdigkeit ist in der Nachhaltigkeits-Kommunikation enorm wichtig. Diese kann man auf lange Sicht nur erreichen, wenn sich die Dinge,
über die man spricht, auch faktisch belegen lassen. Sobald hier ein Gap entsteht, steigt das Risiko, mit Greenwashing assoziiert zu werden. Daher schrecken viele Unternehmen noch davor zurück, über ihr NachhaltigkeitsEngagement zu sprechen, und befinden sich einem Dilemma. Denn wer nicht darüber spricht,
was er tut, kann auch nicht erwarten, dass die Konsumenten darüber Bescheid wissen. medianet: Eines jener Unternehmen, die wegen ihrem Produkt in der Kritik standen, nämlich Nespresso, engagiert sich hier besonders. Wie sieht das konkret aus?
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Vor allem Unter nehmen, die jüngere Menschen ansprechen, müssen einen besonderen Fokus auf Nach haltigkeit setzen.
Bauer: Nespresso hat sich bereits vor langer Zeit dazu verpflichtet, entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig zu handeln. Das Unternehmen beginnt sein Engagement schon beim Kaffeeanbau, wo es die Kaffeefarmerinnen und -farmer dabei unterstützt, nachhaltige Anbaumethoden einzuführen. Das Kapselsystem geht auch sparsam mit Ressourcen um, da es genau die Menge Kaffee verwendet, die man für eine Tasse braucht. Das ist relevant, weil laut einer Studie der größte Teil der Umweltauswirkungen einer Tasse Kaffee schon beim Anbau entsteht und deshalb direkt mit der verbrauchten Kaffeemenge zusammenhängt. medianet: Was für viele Kundinnen und Kunden aber am sichtbarsten ist, ist die Kaffeekapsel: Für den Großteil der Kapseln verwendet Nespresso mittlerweile recyceltes Aluminium, und die gebrauchten Kapseln selbst können über ein eigens ins Leben gerufenes Recyclingsystem wieder in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden … Bauer: All diese Dinge müssen aber auch kommuniziert werden. Das macht Nespresso seit einigen Jahren sehr umfassend, und mittlerweile lässt sich schon ein Shift in der Wahrnehmung feststellen. medianet: Gibt es Unternehmen, die aufgrund ihrer Zielgruppen besonders gefordert
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sind, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen? Bauer: Vor allem Unternehmen, die jüngere Menschen ansprechen, müssen einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit setzen, und zwar auf allen Ebenen. Im Vergleich zu älteren Generationen beschäftigt sich beispielsweise die Gen Z deutlich intensiver mit Themen wie Umweltschutz und Klimawandel. Die jungen Leute sind bereit, ihren Lebensstil entsprechend anzupassen und auf bestimmte Produkte zu verzichten. Oder sie greifen zu einem nachhaltigen Produkt und sind auch bereit, dafür mehr zu bezahlen. Ein
entsprechen, lieber ablehnen. Um diese Generation von einem Unternehmen oder Produkt zu überzeugen, reicht oberflächliche Nachhaltigkeit nicht aus. medianet: Ihrer Erfahrung nach – in welcher Phase des Kommunikationsprozesses sollte man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit bereits beschäftigen? Bauer: Es geht vor allem darum, immer das große Ganze im Blick zu behalten: Bei welchen Themen kann ich nachhaltiges Engagement glaubwürdig mittransportieren? Und wie schaffe ich zusätzlich Anlässe, um über das Thema zu
Agentur selbst tun, um dem Thema Nachhaltigkeit nach innen künftig ebenfalls mehr Raum zu geben? Bauer: Intern beschäftigen wir uns insbesondere mit sozialen Faktoren und der Unternehmensführung. Wir treiben das Thema Diversität sehr stark voran, hier ist meine Kollegin Manisha Joshi federführend. Aktuell haben wir beispielsweise offene Stellen über Jobs for Ukraine ausgeschrieben. Mit WEconomy haben wir kürzlich gemeinsam mit weiteren Unternehmen auch eine Initiative für mehr Diversity und Gender Equality in der Arbeitswelt gestartet.
Mit WEconomy haben wir kürzlich gemein sam mit weiteren Un ternehmen auch eine Initiative für mehr Diversity und Gender Equality in der Arbeitswelt gestartet. © Christina Häusler
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nachhaltiger Zugang kann sich für Unternehmen also durchaus auch wirtschaftlich auszahlen. Die Entschlossenheit der Gen Z macht sich auch in der Arbeitswelt bemerkbar, in der Berufseinsteiger mittlerweile sehr selbstbewusst auftreten und Jobs mit Arbeitsbedingungen, die nicht ihren Vorstellungen
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sprechen? Dabei muss einem bewusst sein, dass es nicht von heute auf morgen geht, die Wahrnehmung eines Unternehmens oder einer Marke zu verändern. Dafür benötigt es eine klare Strategie und einen langen Atem. medianet: Frage zum Schluss – was kann man denn auch als
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können außerdem verschiedenste Fortbildungen und Coachings machen und ein kostenloses Fitnessangebot nutzen. Wir befassen uns als Agentur also nicht nur für unsere Kunden mit dem Thema Nachhaltigkeit, sondern versuchen, diese selbst auch zu leben. (mab/fej)
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Sonja Schaub (Group Director Corporate Communications & Sustainability), Klaus Sielker (Gesellschafter und Konzernumweltbeauftrager Hirschen Group), Birgit Schweeberg (Leiterin Geschäftsbereich Mitgliederdialog & Prüfungen) und Frank Tießen (Energie- und Umweltberatung), beide Handelskammer Hamburg.
Zertifizierte Hirschen EMAS-Siegel: Tue Gutes und lass dich für dein nachhaltiges Handeln auch zertifizieren. So könnte das Motto bei der Hirschen Group lauten. HAMBURG/WIEN. Ende 2020 fiel die Entscheidung, im Zuge der Nachhaltigkeitsbemühungen der Hirschen Group ein ökologisches Nachhaltigkeitsmanagement nach dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) der EU einzuführen. Die Einführung des Systems wurde mittlerweile validiert, und Mitte März
„Nachhaltigkeit ist ein persönliches Herzensthema, unter anderem aufgrund der Tatsache, dass ich vier Kinder habe“, so Herbert Rohrmair-Lewis, Geschäftsführender Gesellschafter Zum goldenen Hirschen, gegenüber medianet. „Ich fahre ein Elektro auto, welches ich mit meiner Photovoltaikanlage tan-
fand die offizielle Übergabe der Urkunde durch Vertreter der IHK Hamburg an Klaus Sielker, Gesellschafter & Konzernumweltbeauftragter, und Sonja Schaub, Group Director Corporate Communications and Sustainability der Hirschen Group, statt. In der Alpenrepublik zeigt man sich über diesen Schritt erfreut.
ke. Ich finde die Initiative der Group großartig, auch wenn wir den Wiener Standort noch nicht zertifizieren konnten. Ich bin sicher, dass wir in der nahen Zukunft Ausschreibungen sehen werden, welche die Bemühungen der Dienstleister in diesem Bereich berücksichtigen werden.“ (red)
Megatrend Nachhaltigkeit WIEN. Was bewegt Österreichs Marketing-Elite? Dieser Frage stellte man sich bei der Serviceplan Consulting Group und hat dafür die Top-Marketer heimischer Unternehmen befragt. Und eines zeigt sich ganz eindeutig: Neben den Themen Data Driven Marketing (Platz 5), Customer Experience (Platz 4), Online/eCommerce (Platz 3) und Digitale Transformation
(Platz 2) war und ist das Thema Nachhaltigkeit für 96,9% der Befragen das Thema Nummer eins, welches sie als Marketing-Trend für das Jahr 2022 ausgemacht haben. Beim Thema, welche Veränderungen nach Corona in ihrem Alltag als CMO zu erwarten sind, gaben die meisten der Befragten die Frage nach „Remote Work“ als die wichtigste an. (red)
© Panthermedia.net/Andriy Popov
Serviceplan präsentiert CMO-Barometer.
Neben Nachhaltigkeit beschäftigt das Thema Remote Work die CMOs.
Grazer Öffis: Der Umwelt zuliebe Auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, das Klima schonen und dabei Geld sparen: Die Holding Graz startet in die Öffi-Offensive.
Fakten 86 Cent pro Tag kostet die Jahreskarte Graz – im Bundes ländervergleich eine der günstigsten Öffi-Karten 12 Mobilitätsknoten umfasst das (e-)Carsharingmodell tim 200 Haltepunkte fährt das Sammeltaxi GUSTmobil an Ca. 1 Mio Tickets wurden seit Einführung 2018 mit der GrazMobil-App gekauft
Besuchern anzupassen. Der erste Schritt hierzu ist die Leistbarkeit: Die Stadt Graz fördert die Jahreskarte Graz sowie seit heuer auch das Klimaticket Steiermark Classic Graz. Beide Tickets können vergünstigt von Bürgern mit Hauptwohnsitz in Graz erworben werden. Im Bundesländervergleich zählt die Jahreskarte Graz zu einer der günstigsten ÖffiKarten: Mit 86 Cent pro Tag ist der Preis von 315 Euro im Jahr herausragend. Vorteile on Top Zusätzlich zur Förderung genießt man mit dem Erwerb der Jahreskarte Graz noch zahlreiche weitere Vorteile, beispielsweise die kostenlose Jahresmitgliedschaft bei tim, dem (e)-Carsharing- und Mietautoangebot der Holding Graz, eine Ersparnis in Höhe von 50 Prozent beim Sammeltaxi GUSTmobil Graz, 20 Euro GrazGutscheine geschenkt sowie
BusBahnBim for Two, die Mitnahmeaktion für eine Begleitperson gratis. Somit kann man durch den Erwerb der Jahreskarte Graz nicht nur die Grazer Öffis unbegrenzt nutzen, sondern auch individuelle Mobilitätsangebote kostengünstig in Anspruch nehmen sowie lokale Händler unterstützen. Onlinekauf möglich Die Zeitkarten können im Mobilitäts- und Vertriebscenter erworben werden, die Jahreskarte Graz ist sogar online erhältlich. Derzeit wird auch an einer Kaufoption in der Grazer Öffi-App „GrazMobil“ gearbeitet, die voraussichtlich noch dieses Jahr zur Verfügung stehen soll. Die beliebte App, mit der derzeit gängige Tickets wie beispielsweise Stunden-, 24-Stunden-, Wochen- sowie Monatstickets gekauft werden können, verzeichnete im Vorjahr
© iStock/shapecharge
Leistbar durch Förderung Prognosen zeigen, dass die Grazer Bevölkerung von derzeit rund 295.000 Personen bis 2030 auf rund 320.000 Personen wächst – die Anzahl der Pkws wird sich demnach um rund 2.500 Fahrzeuge erhöhen. Umso wichtiger ist es, den öffentlichen Verkehr in Graz weiter auszubauen, alternative Antriebsmodelle einzusetzen und das Angebot an die Bedürfnisse von Grazern sowie
ihr stärkstes Verkaufsjahr mit 580.000 verkauften Tickets. Zum Vergleich: 2020 waren es 252.531 verkaufte Tickets, 2019 knapp 95.000 und 2018 noch 10.901. Somit wissen Öffi-Nutzer der steirischen Landeshauptstadt die App durchaus zu schätzen. Alle Infos zur aktuellen Kampagne unter: holding-graz.at/linien Jetzt gleich GrazMobil-App kostenlos downloaden: holding-graz.at/grazmobil PROMOTION
Klima schonen Bei einer Fahrt mit einem Kleinwagen fallen pro Personenkilometer 160 g CO2 an. Im Vergleich dazu produziert ein Bus dank modernster Motorentechnik 36 g CO2, eine elektrisch betriebene Straßenbahn sogar nur 16 g CO2. Somit kann eine Person pro Jahr durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bis zu 1.500 kg CO2 im Vergleich zum eigenen Pkw sparen.
© achtzigzehn/hinterleitner
GRAZ. Die Erreichung europäischer Klimaziele sowie derzeit schwankende Treibstoffpreise heben die Wichtigkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln immer stärker hervor. Die aktuelle Kampagne der Holding Graz soll den Umstieg vom Individualverkehr auf öffentliche Verkehrsmittel attraktivieren.
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GREEN MARKETING
Freitag, 15. April 2022
medianet.at
Nachhaltigkeit bedeutet auch Profitabilität
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Wo fängt man als Marke an, wenn man wirklich alle Aspekte der Nachhaltigkeit – ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung – erfassen will?
••• Von Martina Berger
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urch Corona und Klimawandel haben sich unser Konsumverhalten und die Präferenzen fundamental verändert. Nachhaltigkeit, Ökologie, Regionalität sind zu einem wesentlichen Faktor für Marken und Unternehmen geworden. Das stellt beide, Marken und Unternehmen, vor die Herausforderung, ökologischen Nutzen zu stiften. Doch gilt es dabei, un-
ser Handeln in allen Aspekten zu hinterfragen, soll es tatsächlich nachhaltig sein. Was ist „richtig“ nachhaltig und wie identifiziert man die nicht-grünen aka schwarzen Schafe? Alexander Oswald, Präsident der ÖMG, eröffnete die Diskussion mit einer der schwierigsten Fragen, nämlich mit dem Beginn: Wo fängt man als Marke an, wenn man alle Aspekte – ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung – der Nachhaltigkeit erfassen möchte?
Geballtes Wissen Andreas Tschas (CEO/CoFounder Glacier), Andreas Perotti (CMO FACC), Elisabeth Müller (GF sgreening), Jürgen Bauer (Obmann FG Werbung und Marktkommunikation Wien), Alexander Oswald (ÖMG-Präsident), Astrid Salmhofer (Head of Communications Wien Energie), Martin Rohla (Unternehmer, Investor, Biolandwirt, v.l.).
Elisabeth Müller, Geschäftsführerin der Agentur sgreening, empfahl in ihrem Statement, beim Kerngeschäft zu starten. „Es ist bei Nachhaltigkeitsprojekten extrem wichtig, sich das Committment des Managements zu holen. Sonst läuft man Gefahr, mit ‚netten Zusatzprojekten‘ anzufangen. Und Nachhaltigkeit muss immer beim Kerngeschäft beginnen.“ Dort hätte man den größten Hebel und läuft weniger Gefahr, dem Greenwashing zu erliegen, so Müller.
Freitag, 15. April 2022
Astrid Salmhofer, Head of Communications bei Wien Energie, stößt beim Thema Greenwashing ins selbe Horn: „Kunden sind extrem kritisch. Man muss als Unternehmen zeigen, was man tut und nicht bloß ‚verkaufen‘, man sei ein Green Brand.“ Wien Energie hat als Energiekonzern als oberste Priorität die Versorgungssicherheit. Strom muss also fließen, „aber wir wollen die Energie grüner machen“, so Salmhofer. Dieses Vorhaben wird nicht einfacher, wenn man den Aspekt der Leistbarkeit hinzufügt. Gerade in Zeiten der K risen, der steigenden Inflation ist ein Energieversorger gefordert. Kunden zuverlässig versorgen „Wichtig ist, dass der Strom leistbar bleibt, dass wir sicherstellen, dass wir unsere Kunden zuverlässig versorgen. Und das alles mit möglichst wenig CO2Ausstoß. Das funktioniert am besten, wenn man erwirtschaftete Gewinne in Nachhaltigkeit investiert“, erläutert Salmhofer. Als CMO der FACC AG, einem als Zulieferer der Luftfahrtindustrie bekannten Unternehmen, hat auch Andreas Perotti mit dem Thema Nachhaltigkeit eine Herausforderung: „Die Luftfahrt hat die Automobilindustrie als Underdog abgelöst.
Bei Nachhaltigkeitsprojekten braucht man das Committment des Managements. Elisabeth Müller GF sgreening
GREEN MARKETING 33
Nachhaltigkeit in der Markenführung ist Schritt eins. Green KPIs für Marketing der nächste. Alexander Oswald Präsident ÖMG
man profitabel ist, kann man die anderen Kriterien erfüllen.“ Sein Beispiel eines von Landwirtschaft geprägten Dorfs bringt es auf den Punkt, wie Nachhaltigkeit zu Überzeugung wird. „Ein Bauer in diesem Dorf hat begonnen, auf biologische Landwirtschaft umzustellen. Am Anfang hat er investiert, seine Böden verbessert – und nach einigen Jahren höhere Erträge erzielt als die anderen Bauern, die konventionelle Landwirtschaft
Und es gibt viel zu tun. Denn Bedingung für große Investments ist die Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien. Das Thema ist aber nicht in der DNA eines Unternehmens wie des unseren. Das ist nicht ganz leicht, diesen Switch zu schaffen.“ Dennoch ist das Thema ein großes, ist doch das Fliegen mittendrin in der Mobilitätsdebatte. „Wir brauchen dazu eine faktenbasierte Diskussion; es macht keinen Sinn, die Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen. Es geht nicht um ‚fliegen oder nicht fliegen‘, sondern um ‚anders fliegen‘“, ist Perotti überzeugt. FACC arbeitet jedenfalls an dieser Trendwende, auch wenn hier natürlich Profitabilität weiterhin an erster Stelle steht. Martin Rohla, Unternehmer, Investor und Biolandwirt, ist überzeugt – und überraschte damit einige im Publikum –, dass Nachhaltigkeit nur erreicht werden kann, wenn die Unternehmen auch profitabel sind: „Man ist nicht nachhaltig, wenn man nicht profitabel ist. Erst wenn
„Wir stecken noch tief in der Digitalisierungsdebatte und müssen gleichzeitig tief in die Klimaschutzdebatte einsteigen“, so Tschas. Gemäß seinem Credo „Every job will be a climate job“ sei es ganz wichtig, das Thema Klima-Intuition bei allen Mitarbeitern zu verankern – vom Kantinenpersonal bis zu den Marketeers. Seine „Climate Ranger Academy“ bildet Mitarbeiter aus, erhöht die Sensibilität und hilft, gefährliches Halbwissen loszuwerden. Denn Nachhaltigkeit kann schlecht verordnet werden, sie muss von allen gelebt werden. Das Thema „richtiges Mindset“ ist auch für Jürgen Bauer, Obmann Fachgruppe Werbung und Marktkommuni-
Man muss als Unternehmen zeigen, was man tut und nicht bloß ‚verkaufen‘, man sei ein Green Brand. Astrid Salmhofer Wien Energie
© Österreichische Marketing-Gesellschaft/APA-Fotoservice/Schedl (3)
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betrieben haben. Heute ist das ganze Dorf auf Bio umgestiegen.“ Relevant für Unternehmen ist auch immer die Frage, wo denn das Thema Nachhaltigkeit angesiedelt werden soll, wenn man denn endlich den Einstieg gefunden hat. Andreas Tschas, CEO und Founder der KlimaschutzCommunity Glacier, ist überzeugt, dass sogenannte Nachhaltigkeitsabteilungen wenig Sinn haben und es daher auch wenig geben wird. Denn Nachhaltigkeit betrifft alle Bereiche.
kation Wien, ein wichtiger Baustein in der Nachhaltigkeitsdebatte. „Es ist extrem wichtig, das richtige Mindset zu schaffen auf diesem Weg der Transformation. Man muss die Mitarbeiter auf die gemeinsame Reise mitnehmen. Und es wird im War for Talents künftig eine große Rolle spielen, ob ein Unternehmen nachhaltig agiert“, meint Bauer. Denn viele würden ohne diese Aspekte einfach gar keinen Job annehmen wollen.
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GREEN MARKETING
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Querschnittsmaterie „Grünes Marketing“ nur auf die kommunikative Ebene zu reduzieren, wäre viel zu kurz gegriffen, so Kommunikationsexpertin Beatrix Skias. Gastkommentar ••• Von Beatrix Skias
der Optimierung von Prozessen, über die Produktions- und Lieferkette bis hin zu Vertrieb und Kommunikation – sämtliche Maßnahmen also, die auf eine Optimierung der Umweltbilanz eines Unternehmens abzielen.
WIEN. Der Klimawandel stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Das ambitionierte EU-Ziel einer klimaneutralen Gesellschaft bis 2050, zu dem sich Österreich bereits für 2040 bekannt hat, erfordert radikale Veränderungen seitens Industrie, Wirtschaft und Bevölkerung. Bei den heranwachsenden Generationen ist das Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensweise bereits stark ausge-
© Anzenberger-Fink
Green Marketing kann einen wesent lichen Beitrag zur Bewusstseins schärfung und zur Steigerung des nach haltigen Konsums in der Gesellschaft leisten. Beatrix Skias Skias strategy + relations
prägt. Etliche Wirtschafts- und Industriezweige nehmen ihre Verantwortung ernst und arbeiten intensiv daran, den Konsumentinnen und Konsumenten ökologische Antworten und Produkte anbieten zu können. Green Marketing kann dabei einen wesentlichen Beitrag zur Bewusstseinsschärfung und
zur Steigerung des nachhaltigen Konsums in der Gesellschaft leisten. Die glaubhafte Vermittlung der ökologischen Vorteile von Produkten und Services sowie deren positive Auswirkungen auf den Klimawandel unterstützt die Konsumenten dabei, nachhaltige Kaufentscheidungen treffen zu können.
„Grünes Marketing“ nur auf die kommunikative Ebene zu reduzieren, ist natürlich zu kurz gegriffen. Es geht vielmehr darum, ein ganzheitliches Konzept zu verfolgen und die Unternehmensstrategie sowie alle Bereiche des Marketings umweltfreundlich und nachhaltig auszurichten. Das beginnt bei
Hier findest du die Menschen hinter den Unternehmen
Nachhaltig entscheiden Neben der Energie- und Automobilbranche ist hier der Bau- und Immobiliensektor besonders gefordert. Denn energieeffiziente Gebäude sowie innovative Bau- und Wohnkonzepte sind wesentliche Faktoren zur Erreichung des Green Deals. So investiert beispielsweise die Massivbaubranche seit Jahren in Forschungsprojekte und Studien, um mit den Ergebnissen Antworten und Lösungen für dringende Fragen bieten zu können. Im Gebäudesektor sind Recycling, Upcycling und die „Stadt als Rohstofftresor“ optimal zu nutzen das Gebot der Stunde. Ebenso wie sämtliche Anstrengungen, Wohnprojekte und Gewerbeimmobilien energieeffizient zu gestalten. Glaubhaft und authentisch kann die Kommunikationsarbeit in Richtung Konsumentinnen und Konsumenten sowie Entscheidungsträger nur dann sein, wenn die Beweisführungsebene dahinter stimmig und schlüssig ist. Es werden ehrliche Konzepte, Produkte und Services überzeugen, mit denen es gelingt, wirtschaftliche Erfolge mit den ökologischen und sozialen Vorteilen zu vereinen. Und das setzt eine Kraftanstrengung und absolute Willensbekundung der gesamten Gesellschaft voraus. Beatrix Skias ist Gründerin und Eigentümerin von Skias strategy + relations.
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COVER
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retail Maskenpflicht Die WKÖ fordert die Abschaffung für LEH-Mitarbeiter 38
Fachmarkt Let’s Doit setzt in Kapfenberg auf haptische „Erlebniswelten“ 42
Colomba Billa nimmt Osterklassiker in sein Festtagssortiment auf 50
© Conrad Electronic/CC BY-SA 4.0
© Mondelez International
© Billa
Livia Kolmitz
Conrad schließt fast alle Filialen in Deutschland Megastores in Österreich sind vorerst nicht betroffen, doch die Zeichen stehen klar auf „B2B first“. 36
Mondelez International Nach fast fünf Jahren im Corporate & Government Affairs Management bei Mondelez International ist Livia Kolmitz (43) nun zur Leiterin der Unternehmenskommunikation und Public Affairs aufgestiegen. Kolmitz studierte Soziologie in Wien und kam im Juni 2017 zu Mondelez; davor war sie fast acht Jahre lang bei Imperial Tobacco Austria und davor dreieinhalb Jahre bei TNS Info Research Austria.
© Christina Häusler
GÄSTE BEGEISTERN IST CHEFSACHE!
Vier gewinnt Walter Lukner präsentiert Zahlen zum Payback Österreich-Jubiläum.
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© Conrad Electronic
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Conrad richtet den Fokus auf B2B Mit dem Rückzug aus dem stationären Endkundengeschäft in Deutschland bekräftigt der Händler seinen Strategiewandel.
••• Von Paul Hafner
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ie Bekanntgabe kam nicht völlig überraschend, doch geht mit ihr eine fast 100jährige Geschichte zu Ende: Conrad Electronic, im Jahr 1923 in Berlin gegründet, zieht sich fast vollständig aus dem stationären Endkundengeschäft zurück – zumindest in Deutschland, wo „im bisherigen Format“ lediglich die Filiale in Wernberg-Köblitz (wo auch ein Logistikzentrum des Unternehmens angesiedelt ist) weiter betrieben werde.
Im Allgemeinen sind leider auch in Österreich der Trend hin zum Online-Handel und die schwindende Relevanz des stationären Handels zu erkennen. Benjamin Steckbauer Pressesprecher Conrad Österreich
Schon im Laufe der vergangenen fünf Jahre hatte sich die Zahl der B2C-Standorte des Elektronikfachhändlers in Deutschland von mehr als 20 Geschäften auf rund zehn mehr als halbiert, die übrigen „werden im Laufe des Jahres geschlossen“, wie es in der Aussendung heißt. „Nachdem die Conrad SE (DE) und die Conrad Electronic GmbH & Co KG (AT) rechtlich voneinander getrennte Gesellschaften sind, wird über die Me-
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che nach weiteren Standorten für Geschäftskunden. Erklärtes Ziel: Zu Europas „führender B2B-Beschaffungsplattform für technischen Betriebsbedarf“ zu werden.
© Alois Köppl, Gleiritsch/CC BY 3.0
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Die Filiale in Wernberg-Köblitz ist die einzige in Deutschland, die nicht geschlossen werden soll; dort ist auch das Logistikzentrum angesiedelt.
gastores in Österreich separat entschieden“, erklärt Benjamin Steckbauer, Specialist Marketing Communication bei Conrad Österreich, auf medianet-Nachfrage. Im Allgemeinen seien „leider auch in Österreich der Trend hin zum Online-Handel und die schwindende Relevanz des stationären Handels zu erkennen“; aktuell werde „intern über Maßnahmen beraten, um den steigenden Herausforderungen zu begegnen“. Dass die Zeichen auch in Österreich bald auf Schließung stehen könnten, wo man bundesweit sechs Mal vertreten ist (Wien-Stadlau, Wien-Meisl markt, Vösendorf, Linz, Graz und Salzburg), legt zumindest ein Blick zum Nachbarland Schweiz nahe: Der im Herbst 2020 angekündigte Rückzug aus dem Filialgeschäft wurde im Folgejahr mit dem Auslaufen der Mietverträge der Filialen in Emmenbrücke und Dietlikon Realität, übrig geblieben ist der Onlineshop für Privat- und Business-Kunden. Strategiewechsel 2017 Der nunmehrige weitgehende Abschied vom stationären B2CGeschäft in Deutschland – der Onlineshop bleibt wie in der Schweiz in der gewohnten Form bestehen – geht indes nicht mit
einem Komplettrückzug einher, im Gegenteil: Hieß es seitens des Unternehmens schon anlässlich der Schließungen in der Schweiz, dass man sich „nun noch stärker auf unser Online-Geschäft und die persönliche Betreuung unserer B2B-Kunden im Innenund Außendienst konzentrieren“ wolle, so gilt Selbiges auch für den deutschen Markt. Schon Mitte 2017 hatte Conrad Electronic in Deutschland seinen Online-Marktplatz für Geschäftskunden gestartet – ein Schritt, der sich laut dem damaligen Chief Sales Officer und nunmehrigen CEO der Conrad SE, Ralf Bühler, gelohnt hat: „Da sich auch auf der Seite unserer B2B-Kunden eine Veränderung des Beschaffungsverhaltens hin zu Online-Beschaffungskanälen zeigt, haben wir uns frühzeitig darauf eingestellt, um den Ansprüchen unserer B2B-Kunden gerecht zu werden, und haben uns im Rahmen unserer B2BFirst-Strategie für den Auf- und Ausbau des Conrad Marketplace für Businesskunden entschieden.“ Am Standort im nordrheinwestfälischen Hürth hat Conrad Deutschland bereits vor knapp zwei Jahren eine erste B2B-Filiale in Betrieb genommen, nun ist man auf der Su-
Betroffene „zeitig informiert“ Keine Angaben machte Conrad zu der Frage, wie viele Mitarbeiter von den Schließungen betroffen sind; diese seien jedenfalls „frühzeitig informiert“ worden und man befinde sich „in Gesprächen, um sozialverträgliche Regelungen zu finden und unserer sozialen Verantwortung gerecht zu werden“, so Bühler. Mitarbeiter aus den Filialen hätten „selbstverständlich die Möglichkeit, sich auf offene Stellen innerhalb der Conrad Gruppe zu bewerben“.
Wir haben unsere Beschäftigten daher frühzeitig informiert und sind in Gesprächen, um sozialverträgliche Regelungen zu finden. Ralf Bühler CEO Conrad SE
Die Conrad Electronic SE ist inhabergeführt (Werner Conrad ist Vorsitzender des Verwaltungsrats), erwirtschaftete vor dem Pandemieausbruch 946 Mio. € und beschäftigte damals 1.400 Mitarbeiter; der Markteintritt in Österreich erfolgte 1996.
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Maskenpflicht muss fallen
VERTRIEBSLINIEN
Aus für die Billa Regionalbox
WKÖ-Obmann Christian Prauchner: Nachdem die Zahl der Neuinfektionen rasch sinkt, sei nun Eigenverantwortung gefragt.
WIENER NEUDORF. Im Vorjahr war sie noch ein Hoffnungsträger für die Nahversorgung, jetzt kam das Aus für die Billa-Box. Sie folgte dem Vorbild von Unimarkt, wo das System des autarken Ladens ohne Mitarbeiterunterstützung v.a. im ländlichen Bereich reüssiert. Billa hat das ähnliche System mit vier Standorten in Kärnten getestet, kam nun aber zum Schluss, dass die Filialdichte auch ohne Box ausreichend ist. Ein weiterer Grund für die Einstellung des Konzepts sind die bestehenden Ladenöffnungszeiten – die Box wäre speziell außerhalb des erlaubten Rahmens interessant gewesen. (red)
© Billa/Patrick Sommeregger-Baurecht
WIEN. Angesichts des mittlerweile doch auch grob sinnlich wahrnehmbaren Rückgangs der Corona-Neuinfektionen in Österreich sowie dem bevorstehenden Auslaufen der aktuellen Corona-Regeln am 16. April fordert Christian Prauchner, Obmann des Lebensmittelhandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), ein sofortiges Ende der Maskenpflicht für Beschäftigte im Lebensmittelhandel. Erleichterung verdient „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Lebensmittelhandel leisten seit Beginn der Pandemie tagtäglich Außergewöhnliches und tragen seit mehr als 24 Monaten durchgehend Maske. Da die Neuinfektionen nun stark sinken und das Infektionsrisiko beim Lebensmitteleinkauf äußerst gering ist, ist eine Fortführung der Maskenpflicht unseren Mitarbeitern nicht mehr zumutbar. Es braucht jetzt endlich eine Gleichstellung der Mitarbeiter im Lebensmittelhandel
© APA/Roland Schlager
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Die Maskenpflicht der Mitarbeiter im LEH ist laut WKÖ nicht mehr gerechtfertigt.
mit jenen im übrigen Handel“, so Prauchner. Instrumentarien zur Pandemiebekämpfung im LEH seien ausgereift – und im Einsatz: Plexiglasscheiben im Kassenbereich bieten Schutz, und in den Feinkostabteilungen gibt es einen ausreichenden Abstand zwischen Kunden und Mitarbeitern
hinter der Theke. „Zwei Jahre Pandemie haben bewiesen, dass vom LEH kein erhöhtes Infektionsrisiko ausgeht. Dies ergibt sich bereits aus der geringen Verweildauer beim Lebensmitteleinkauf“, so Prauchner. Die Fortführung der Diskriminierung der Mitarbeiter im LEH sei nicht mehr argumentierbar. (red)
Best of – fair & transparent
Euphorie und Apathie Ich freu mich, wenn die Stones nach Wien kommen, aber wegen Corona fürchten tu ich mich auch.
Die Finstere Brille ••• Von Christian Novacek LOTTERIE. Statt der Impflotterie kommt mir das Leben derzeit mehr nach CovidLotterie vor. Mein Nachbar fährt regelmäßig mit den Öffis und kriegts nicht, die dicke Tante Gerti kommt nach einer OP zwei Monate nicht aus dem Häuschen raus und ist positiv. Die einen sagen, das Virus
kommt im Wohnzimmer aus dem Kamin, die anderen meinen, vorher hat es im LEH nach einer Mitfahrgelegenheit gesucht. Wer weiß da was? Strategien gegen die Verbreitung als sinnlos abzutun, ist somit irgendwie naheliegend und scheint fast als segensvoller Ausweg. Aber ein bissel fürchten tu ich mich doch, wenn das Virus quasi freie Fahrt bekommt. Weil vulnerabel bin ich auch, wiewohl es sicher Vulnerablere gibt. Und ganz gewiss rettet einen nicht die Apa-
thie vor einem schweren Verlauf. Trotzdem meine ich, dass man den Mitarbeitern im LEH die Maske wegnehmen kann. Die sind lang genug leidgeprüft und haben ihrem Leid entsprechend die Maske eh schon recht traurig aufgehabt. Griffiger wäre, die Mitarbeiter regelmäßig zu testen. Hingegen betrachte ich die Maskenpflicht für Kunden im Lebensmittelgeschäft als zumutbar – nicht nur wegen der Kürze des Einkaufs, sondern auch, um die Mitarbeiter im LEH zu schützen.
La dolce vita im Hotel Beau Rivage Pineta**** La vita é bella! Die Gäste des Beau Rivage Pineta fühlen sich in diesem traditionsreichen, seit vielen Jahren familiengeführten Hotel gleich bei ihrer Ankunft schon zuhause. Für viele ist es ein magischer Ort, nicht zuletzt weil er in der ruhigsten und grünsten Gegend von Lido di Jesolo liegt, im Herzen der verträumten Pineta. Hier, direkt am Meer, in einem Pinienwald mit 13.000 m2 , haben einige Stammgäste ihre persönliche Oase gefunden.
buchungen
Hotel Beau Rivage Pineta **** Piazza Europa 6 – 30016 – Jesolo – Italia www.beaurivagepineta.com info@beaurivagepineta.com www.facebook.com/hotelbeaurivagejesolo Tel. 0039 0421 961074
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Hürde genommen
BILLA
Neueröffnung in Magdalensberg
Die Aktionäre des Elektronikhändlers Ceconomy stimmten für eine Komplettübernahme der Tochter Media-Saturn-Holding.
MAGDALENSBERG. Nach rund fünf Monaten Bauzeit eröffnete in der Görschitztal Straße 237 in Magdalensburg in Kärnten eine neue Billa-Filiale. Der 800 m² große Standort ist Nummer 106 in Kärnten und Nummer 12 im Bezirk Klagenfurt-Land. Beim neuen Standort kommt ausschließlich Grünstrom aus Österreich zum Einsatz, zudem wird das gesamte Gebäude innen sowie außen mittels LED beleuchtet, und der Markt mit der Abwärme der energieeffizienten Kälteanlage beheizt.
© Eon
Delikates aus der Region Sortimenttechnisch liegt der Schwerpunkt auf regionalen Produkten: „Unsere Kundinnen und Kunden greifen gern zu Lebensmitteln aus der Umgebung, die von Betrieben aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft stammen. Umgekehrt freut es uns natürlich, wenn wir kleine Lieferanten unterstützen und ihnen eine Bühne für die Präsentation ihrer Produkte bieten können. So gibt es hier bei uns im Markt Kaspressknödel, Lungenstrudel oder Ritschert vom Veildhof aus Brückl, Wimitz Bio Märzen vom Wimitzbräu und Eier vom Geflügelhof Thalhof“, so Lisa Posch, Billa-Marktmanagerin in Magdalensberg. (red)
„Die Transaktion schafft in jeder Hinsicht Wert“: Konzernchef Karsten Wildberger warb für die Übernahme.
© Billa/P. Sommeregger-Baurecht
DÜSSELDORF/WIEN. Die deutsche Elektronikhandelsholding Ceconomy kann mit dem Segen ihrer Aktionäre einen endgültigen Schlussstrich unter den Streit mit dem Media-SaturnMinderheitseigner Kellerhals ziehen und sich eine einfachere Konzernstruktur geben. Die Inhaber der Stamm- und Vorzugsaktien stellten sich bei außerordentlichen Hauptversammlungen in Düsseldorf deutlich hinter die Pläne und
schlag für Ceconomy und MediaMarktSaturn“, so CeconomyCEO Karsten Wildberger. Die Transaktion soll nun „bis spätestens Ende September“ umgesetzt werden. Noch keine Lösung gibt es für die russische Beteiligung M.Video, auf deren Anteile man durch die Russland-Sanktionen nur eingeschränkten Zugriff hat. Die Holding prüfe „verschiedene Optionen, um eine Lösung zu finden“, so Wildberger. (red)
stimmten mit Mehrheiten von fast 100% einer komplexen Transaktion zu, die zur kompletten Übernahme der Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn durch Ceconomy führt. Gleichzeitig steigt die Kellerhals-Holding Convergenta direkt bei Ceconomy ein. Umsetzung bis Herbst Die Pläne für eine vereinfachte Gesellschafterstruktur seien „ein struktureller Befreiungs-
Vierstellige Manpower gurkerl.at hat die 1.000-Mitarbeiter-Marke geknackt. WIEN. Knapp 1,5 Jahre nach dem Markteintritt von gurkerl. at hat der Online-Supermarkt seinen 1.000. Mitarbeiter eingestellt – und sein Team damit gegenüber den Anfängen verfünffacht. Rund zwei Drittel sind Vollzeit angestellt; im Laufe des Jahres sollen noch 250 weitere offene Stellen besetzt werden. „Jeder unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist
mit Herzblut bei der Sache. In unserem dreistufigen Bewerbungsprozess ist der ,Cultural Fit‘ wichtiger als der bisherige Lebenslauf. Bei uns steht die Leidenschaft für unsere Kundinnen und Kunden im Vordergrund. Jedes unserer Teams geht die Extrameile. Ist man dazu nicht bereit, ist es kein ,Fit‘“, erklärt gurkerl.at-CEO Maurice Beurskens. (red)
© gurkerl.at
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KAUFLEUTE
Adeg sichert die Nahversorgung WR. NEUDORF/GASEN. Es war ein Thema, das den Bewohnern im idyllischen Gasen im steirischen Bezirk Weiz Kopfschmerzen bereitete: Der einzige Nahversorger im Ort machte seine Läden dicht und trotz großem Bemühen konnte kein Nachfolger gefunden werden. Dementsprechend groß war die Erleichterung, als sich schlussendlich Roland Wurm (Versicherungsmakler in Anger) und Christian Unterberger (Gastronom in Birkfeld) dazu bereit erklärten, einen Adeg-Markt zu eröffnen und somit die lokale Komplettversorgung zu sichern: „Ein Ort, in dem es keinen Nahversorger gibt, ist für den Zuzug uninteressant. Für die Zukunft von Gasen ist es natürlich gut, wenn die Leute zum Einkaufen nicht in die Nachbargemeinde fahren müssen. Außerdem erhalten wir mit unserem Markt die lokale Wertschöpfung“, so Unterberger.
© Spar (2)
Eröffnung Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk, freut sich mit Spar-Kaufmann Alexander Feurhuber sowie Johann Dittlbacher, Bürgermeister der Gemeinde Tiefgraben, über die Eröffnung des neuen Eurospar (v.r.).
Eurospar-Pionier Feurhuber baut aus Spar-Kaufmannsfamilie Feurhuber eröffnete an ihrem Standort in Mondsee einen neu gebauten Eurospar. der neue Eurospar für Mondsee – und dabei blieb kein Stein auf dem anderen. Mit seiner Verkaufsfläche von rund 1.250 m² ist der neue Markt um 200 m² größer als der in die Jahre gekommene Eurospar zuvor. „Unser alter Eurospar war der erste eines selbstständigen Einzelhändlers in Oberösterreich und bereits über 18 Jahre
Team der Spar-Kaufmannsfamilie Feurhuber vor dem Markt in Mondsee.
Die „echten Macher“ Adeg-Vorstand Jürgen Öllinger ist von diesem Tatendrang begeistert: „Roland Wurm und Christian Unterberger sind echte Macher, die der Gemeinde Gasen und ihren Bewohnern mit vollem Einsatz unter die Arme greifen. Dadurch beweisen sie, dass sie die Werte von Adeg zu 100 Prozent verstanden haben.“ (red)
alt. Mit dem Neubau haben wir uns für unsere Kundinnen und Kunden neu aufgestellt und sorgen damit für eine zeitgemäße Nahversorgung für die nächsten Jahre“, freut sich Alexander Feurhuber. Effizienz & Sortimentstiefe Neben dem modernen Erscheinungsbild des Outlets wurde auch das Ladenbaukonzept des Nahversorgers überarbeitet. Nicht nur die Sortimentsbreite wurde erhöht, auch der Betrieb konnte effizienter gestaltet werden – etwa wird mittels Wärmerückgewinnung die Energie aus den Kühlgeräten zum Heizen und Kühlen des Outlets verwendet. „Der neue Markt ist nun nicht nur der modernste Nahversorger der Marktgemeinde, er ist auch ein sicherer Arbeitgeber für die Region“, sagt Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk, mit Blick auf 38 Mitarbeiter. (red)
© Adeg/Ibex.agency/Klaus Pressberger
MONDSEE. Alexander Feurhuber hat das Spar-Kaufmannstum in die Wiege gelegt bekommen: Schon sein Vater führte seit den Achtzigerjahren einen SparSupermarkt in Mondsee. Seither hat die Kaufmannsfamilie Feurhuber ihren Standort im Seengebiet immer wieder weiterentwickelt. Nach siebenmonatiger Bauphase eröffnete nun
Bestens motiviert Marktleiterin Sophia Elmleitner schupft den Laden bei Adeg Unterberger-Wurm.
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Let’s Doit machts jetzt auch in Kapfenberg Der neue Fachmarkt punktet mit Omnichannel-Konzept, ausgefeiltem Produkt- und Serviceangebot sowie einem einzigartigen Testcenter.
••• Von Christian Novacek
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er Do-it-yourselfSektor in Österreich ist drei Mrd. Euro schwer, und die Pandemie hat die Kunden stärker ins Cocooning getrieben – somit also die richtigen Rahmenbedingungen für einen neuen Let’s Doit-Markt im steirischen Kapfenberg. Dieser eröffnete in der Vorwoche auf 1.200 m² und bietet neben der kompetenten Fachberatung eine intelligente digitale Verzahnung: Viele Elemente des Onlinehandels können am POS sinnvoll genutzt werden und bieten den Kunden damit einen echten Mehrwert.
Sägemeister Vor dem Eingangsportal des neuen Let’s Doit in Kapfenberg: Bürgermeister Friedrich Kratzer (m.), 3e-Vorstand Markus Dulle (r.) und Marktleiter Matthias Schuster.
© 3e/MTMedien (2)
Tatkräftig bei der Eröffnung Mit einem spektakulären Kettensägen-Wettbewerb zwischen dem Kapfenberger Bürgermeister Friedrich Kratzer und 3e-Mastermind Markus Dulle sowie Marktleiter Matthias Schuster wurde der Weg in den komplett umgebauten Let’s Doit-Fachmarkt Kapfenberg freigegeben. Let’s Doit ist eine Vertriebsschiene unter dem Dach der 3e, die zusehends expansiv am Markt agiert – mit einem durchschnittlichen Wachstum von zehn Prozent in den letzten drei Jahren, was klar über dem Branchenschnitt von 3,6% lag. Im frisch modernisierten Kapfenberger Fachmarkt spielt zeitgemäß das Thema Omnichannel eine Hauptrolle. Das kombiniert sich perfekt mit der Beratungskompetenz der Mitarbeiter, mithin das Herzstück von Let’s Doit. Den adäquaten Eindruck dazu bekommt man schon beim Betreten des Marktes vermittelt.
Der Praxistest vor dem Kauf in der Anpackzone stellt das haptische Erleben in den Vordergrund.
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Ansturm Am 7. April eröffnete der neu gestaltete Let’s Doit-Fachmarkt im steirischen Kapfenberg auf 1.200 m² seine Pforten.
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Das einsatz bereite Team vor dem Markt.
Kompetenz gelebt Das Beratungspult (= die „Klartextzone“) liegt im Zentrum des Geschäfts und ist von jedem Punkt aus gut sichtbar und ebenso gut erreichbar.
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Dort ist das Beratungspult (= die „Klartextzone“) im Zentrum angesiedelt und von jedem Punkt aus gut sichtbar und kurzen Weges erreichbar. Jeder der zwölf Fachberater hat mit digitalen Devices, etwa dem Virtual Shelf (= verlängerte Ladentheke mit mehr als 30.000 Produkten), der „Vergleichszone“ für den direkten Produktvergleich und vielen Screens zur individuell abgestimmten Informationsvermittlung, wertvolle Verkaufshilfen an der Hand. „Das unterstreicht sowohl den modernen Touch des innovativen Werkzeugfachmarkts und wird den Kundenbedürfnissen nach Einkaufs-Erlebniswelten gerecht und bedeutet andererseits eine gelungene Verzahnung des stationären Handels mit der digitalen Welt“, erklärt 3e-Vorstand Markus Dulle das neue Konzept des Let’s Doit Fachmarkts. Erlebniswelten Neben der digitalen kommt die angreifbare Erlebniswelt nicht zu kurz. Beispielsweise halten die „Akkuwelten“ bei Werkzeug und Garten mehr als 350 Geräte bereit. Ein Erlebnis mit hohem Servicecharakter sind sogenannte Vergleichszonen, zum Beispiel in der Werkzeugabteilung. Da werden Artikel zum Produktvergleich gescannt und die dazu passenden Informationen auf einem Screen angezeigt. Weiters: „Das Testcenter im Let’s Doit-Fachmarkt sorgt für das haptische Erleben der Produkte. Damit greifen wir eines der zentralsten Argumente für den Einkauf im stationären Handel auf“, weiß Dulle. Die Kunden können im Store eine Vielzahl an Geräten direkt ausprobieren, sich von deren Leistungsfähigkeit überzeugen und ihre Produktauswahl im Live-Betrieb noch vor der Kaufentscheidung dem Härtetest unterziehen.
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RETAIL
Freitag, 15. April 2022
Der nächste Coup für Transgourmet Nach der AGM Zeller-Gruppe schließt sich auch der Gastro-Großhändler Riedhart der Coop-Tochter an.
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Übernahme Die beiden Transgourmet-Geschäftsführer Manfred Hayböck (l.) und Thomas Panholzer (r.) mit Armin Riedhart, Eigentümer des gleichnamigen Tiroler GastronomieGroßhändlers.
Nach unserem Ausstieg aus der Eurogast-Gruppe war das Interesse der Marktteilnehmer groß. Transgourmet war unser absoluter Wunschpartner. Armin Riedhart Eigentümer Riedhart
„Um in einem hochkompetitiven Markt wie dem Gastronomie-Großhandel den Erfolg des Unternehmens Riedhart mit allen seinen Mitarbeitenden langfristig sicherzustellen, ist eine Verbindung mit Transgourmet als starkem Partner die beste Entscheidung“, erklärt Armin Riedhart in einer Stellungnahme über den Zusammenschluss, von dem „sowohl die Mitarbeitenden als auch die Kunden“ profitieren würden.
© Clemens Joast/Transgourmet Österreich
WIEN. Die Riedhart Handels GmbH mit Sitz in Wörgl ist einer der führenden GastronomieGroßhändler Tirols; nun soll das 1888 gegründete Unternehmen, vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung, Teil von Transgourmet Österreich werden – Riedhart als Name und als eigenständiges Unternehmen bleibt bestehen, das 162-köpfige Team wird ebenso wie das 22.000 Artikel umfassende Sortiment übernommen.
„Nach unserem Ausstieg aus der Eurogast-Gruppe war das Interesse der Marktteilnehmer an uns sehr groß. Transgourmet war unser absoluter Wunschpartner – wir haben das gleiche Verständnis des Marktes und ähneln einander in Unternehmenskultur, Handschlagqualität und Arbeitsklima“, so Riedhart zufrieden. Neue Arbeitsplätze Die beiden Transgourmet-Geschäftsführer Thomas Panholzer und Manfred Hayböck sprechen sich für Kontinuität aus: Riedhart bediene weiterhin seine Kunden mit dem eigenen Fuhrpark, profitiere aber „vom Know-how, das wir einbringen, und den Synergien, die durch die Zusammenarbeit geschaffen werden.“ Umgekehrt könne Transgourmet durch den Zusammenschluss sein Sortiment
und das Liefergebiet vergrößern und damit das Angebot für Kunden verbessern. Langfristig sollen so neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. „Das Führungsteam und die Mitarbeitenden sind perfekt aufeinander eingespielt und kennen den Markt wie ihre Westentasche. Wir heißen sie herzlich willkommen in der Transgourmet-Familie“, freut sich Hayböck. Auf Wunsch von Transgourmet wird Armin Riedhart Teil des neu geschaffenen Aufsichtsrats, sein langjähriger Wegbegleiter und bisheriger Prokurist Hubert Schellhorn wird Geschäftsführer der Riedhart Handels GmbH. Expansion gen Westen Transgourmet Österreich wurde vor 60 Jahren als C+C Pfeiffer in Oberösterreich gegründet und gehört seit 2015 zur schweize-
rischen Coop-Gruppe, die als Genossenschaft geführt wird. Gewinne werden nicht ausbezahlt, sondern dort, wo sie erwirtschaftet wurden, wieder investiert. „Das war meiner Familie und mir sehr wichtig“, erklärt Riedhart. „Ich weiß unser Unternehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unseren Kundenstock in den besten Händen. Wir kennen uns als Unternehmer lange – wir passen menschlich und kulturell großartig zusammen. Der USP von Transgourmet – und das war entscheidend für den Zuschlag – ist der genossenschaftliche familiäre Gedanke.“ Transgourmet betreibt ab Mai zehn Abhol- und Zustellstandorte und weitere vier reine Abholmärkte in Österreich; mittelfristiges Ziel sei es, „im gesamten Bundesgebiet vertreten zu sein“, betont Panholzer. (red)
MARKE
03. Mai 2022 // Wien
MARKE DIGITALISIERUNG VON SPORTEVENTS KRYPTO, NFT & METAVERSE MARKENSTRATEGIEN ARENA ERLEBNIS SPONSORING
© SWpix
U.A. AUF DER BÜHNE: DI Doris Wendler Vorstandsdirektorin
Christian Ebenbauer Vorstandsvorsitzender
PREMIUM PARTNER
Haruka Gruber Vice President Media
VERANSTALTER
Max Schickler Brand Partnership Manager Switzerland
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RETAIL
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Loyalität kennt keinen Lockdown
LIDL SCHULLAUF
Laufen für den guten Zwecck GRAZ/SALZBURG. Rund 1.200 junge Läufer gingen beim ersten Lidl Österreich Schullauf 2022 im ASKÖ Stadion in Graz Eggenberg an den Start – und leiteten bei idealem Laufwetter die gemäß Plan sechsteilige Bewerbsserie mit karitativem Zweck ein: Die nächsten Stationen heißen Klagenfurt, Hallein-Rif, Bregenz und Schwaz. Am Ende qualifizieren sich die besten 30 Läufer jeder Altersklasse für das „große Finale“ im Juni in Salzburg. Mitmachen können alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 19 Jahren.
Payback Österreich feiert seinen vierten Geburtstag – mit 3,2 Mio. Nutzern und mehr als 260 Partnerunternehmen.
Für Sammler Rund um den vierten Geburtstag von Payback Österreich winken Punktevervielfachungen via eCoupons in der App – die Jubiläumsaktion mit täglichen Angeboten läuft bis 1. Mai.
© Lidl Österreich
© Payback
2018 vor dem Aus gerettet Auch in diesem Jahr geht es neben dem sportlichen Erfolg wieder um die gute Sache: Pro gelaufenem Kilometer spendet Lidl Österreich einen Euro an „Licht ins Dunkel“. Abseits der Bewerbe wartet wieder ein buntes Rahmenprogramm, das u.a. Lidl Spiele Corner, SoccerDart, Verpflegungsstände und ein Startersackerl für alle Teilnehmer umfasst. Nach 19 Jahren als „Nestlé Austria Schulläufe“ stand die Schullauf-Serie 2018 vor ihrem Aus, ehe Lidl Österreich als neuer Hauptsponsor übernahm. Alle Infos zu den Austragungsorten und zur Anmeldung finden sich unter www.schullauf.at. (red)
WIEN. Die Erwartungen waren groß, als Payback als erstes Multipartner-Bonusprogramm den österreichischen Markt betrat. „Wir sind davon überzeugt, dass auch die österreichischen Konsumenten Payback lieben werden“, prophezeite dm-Österreich-Geschäftsführer Harald Bauer. Neben dem Marktführer im Drogeriefachhandel, der auch in Deutschland von Beginn an zu den größten und wichtigsten Teilnehmern des Bonusprogramms zählte, waren hierzulande zum Start knapp unter 50 Partner mit an Bord – jetzt, vier Jahre später sind es bereits über 260. Tägliche Nutzungen legen zu Während die Zahl der Nutzer wie 2020 und 2021 mit beachtlichen 3,2 Mio. angegeben wird, was mehr als einem Drittel der heimischen Bevölkerung entsprechen würde, zeigt sich sowohl bei den App-Downloads
als auch bei den täglichen Nutzungen eine Aufwärtstendenz: Mittlerweile wird österreichweit täglich 150.000 Mal gepunktet (2021: 100.000 mal), 2,1 Mio. Downloads (+600.000 in den letzten zwölf Monaten) bedeuten eine Top-Platzierung unter den meistverbreiteten Anwendungen in Österreich. Keine Krisenstimmung „Es gibt keinen Lockdown für Loyalty – für uns war Corona einmal mehr ein Proof of Concept. Denn wer mit den Kundinnen und Kunden über alle Kanäle hinweg immer in Kontakt bleiben konnte, startete am Ende der Lockdowns viel stärker in den Normalbetrieb“, so Walter Lukner, Geschäftsführer von Payback Österreich. Auch die Partnerunternehmen ziehen eine positive Zwischenbilanz: „Mit Payback bekommen unsere Kundinnen und Kunden die richtigen Angebote zur rich-
tigen Zeit und über den richtigen Kanal. Das stellt für alle Seiten einen echten Mehrwert dar – das sehen wir auch in den Zahlen“, so Andreas Haider, Geschäftsführer von Unimarkt. Neuer Partner: Depot Die Zahl der Partner wächst indes unentwegt weiter Richtung 300: Anfang der Woche gab der Deko- und Einrichtungsspezialist Depot bekannt, mit Herbst 2022 Teil des Partnerverbunds zu werden. Lukner: „Über unsere Multichannel-Marketingplattform kann Depot Payback als intelligentes und effizientes Instrument zur Kundenansprache nutzen und damit seine Kunden – zum Beispiel über zielgerichtete Coupons – mit vielen Vorteilen belohnen und so Neukunden gewinnen. Wir freuen uns über diese neue Kooperation und sind vom Erfolg der Zusammenarbeit überzeugt.“ (red)
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RETAIL
© Werksfotos Schachinger
Vorzeigeobjekt Das zu 100% energieautarke Lager wird per Juni zum neuen Zentrallager von Nestlé in Österreich – ausgenommen Tiernahrung.
Energieautark Nestlé Österreich und Schachinger Logistik geben Zusammenarbeit für neues Nestlé-Zentrallager bekannt. WIEN/HÖRSCHING. Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé fasst ein neues Zentrallager ins Auge, das zu 100% energieautark sein soll. Es befindet sich in Hörsching bei Linz und repräsentiert eine Kooperation mit Schachinger Logistik. Ausschlaggebend dafür, dem oberösterreichischen Familienunternehmen den Zuschlag zu geben, war, dass Schachinger
Wärmepumpe und Photovoltaik zu 100 Prozent energieautark ist. Wir bleiben damit in der Region und profitieren darüber hinaus von einem in der Lebensmittelbranche erfahrenen Partner.“ Schachinger Logistik überzeugt vor allem mit einem richtungsweisenden Leuchtturmprojekt – dem sogenannten LT1. Der rund 12.000 m² große Massivholzbau bietet 20.000
die ökonomischen, ökologischen aber auch die sozialen Aspekte vereint. „Es ist Teil unseres Nestlé-Klima-Fahrplans, unsere operativen Arbeitsschritte neu zu denken. Dies umfasst auch die Wahl unserer Partner“, sagt dazu Petra Dörr, Head of Operations bei Nestlé Österreich. „Schachinger verfügt über eines der umweltfreundlichsten Lagersysteme Europas, das durch
Palettenplätze in einem Temperaturbereich von 14°C bis 18°C, wobei der Strombedarf für die Kühlung bzw. Heizung zur Gänze durch Eigenproduktion abgedeckt wird. Das Projekt gilt als europäischer Meilenstein im Bereich der Logistik. Die Energiekennzahl, die mit dieser Halle erzielt wird, ist so gering, dass sie dem Passivhaus-Niveau von Eigenheimen entspricht. Die Zusammenarbeit beginnt schrittweise ab Ende Mai, bis Ende Juni soll die Übersiedelung ins neue Zentrallager abgeschlossen sein. (red)
Es ist ein Teil unseres Nestlé-KlimaFahrplans, unsere operativen Arbeitsschritte neu zu denken. Dies umfasst auch die Wahl unserer Partner. Petra Dörr Head of Operations Nestlé Österreich
Too Good To Go für Vegetarier Die optimierte Sortierung macht die Sackerl für Vegetarier zur Option. Hinein kommen gute, aber unverkaufte Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Backwaren oder Trocken- und Milchprodukte. Der Inhalt der Sackerl ist wie auch in der nicht vegetarischen Version eine Überraschung, da nicht vorhergesehen werden kann, welche Lebensmittel übrig bleiben. (red)
© Spar/evatrifft
Vegetarische Überraschungssackerl jetzt bei Spar. SALZBURG/WIEN. Bereits seit einem Jahr arbeiten Spar und Too Good To Go zusammen und bewahren Lebensmittel via App vor der Verschwendung. Ab sofort gibt es die Sackerl mit geretteten Lebensmitteln auch in einer rein vegetarischen Variante: Das Veggie-Sackerl kostet 4,99 € und entspricht dem ursprünglichen Verkaufswert von mindestens 15 €.
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Das Überraschungssackerl überrascht auch ohne Fisch, Wurst oder Fleisch.
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RETAIL
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Schwein gehabt?
SALMONELLEN
Ferrero mächtig unter Druck LUXEMBURG/WIEN. Schon seit Monaten wusste Ferrero von einem Problem in einer belgischen Fabrik – das Stichwort dazu lautet auf Salmonellen. Entsprechend zog die dortige Behörde nun die Notbremse, dem Werk infolge der Aufnahme von Ermittlungen die Lizenz entzogen.
Greenpeace und die Tierschutzombudsstelle Wien haben den Gütesiegel-Guide publiziert – mit erschreckendem Ergebnis.
© PantherMedia/talsen (YAYMicro)
Rückrufe verzögert Auch in Österreich werden ausgewählte Chargen von Kinderprodukten vorsorglich zurückgerufen bzw. aus den Regalen in den Supermärkten entfernt. Die Liste der Produkte befindet sich auf der AGES-Homepage. Die Gemeinwohlstiftung Común mit ihren beiden Bürgerinitiativen oekoreich und Lieferkettengesetz fordert nun rechtliche Folgen: „Es kann doch nicht sein, dass ein milliardenschwerer Konzern mutmaßlich über Monate hinweg ein ernsthaftes Problem verschweigt und damit durchkommt. Dieser Fall zeigt auf, wieso es endlich Haftungsmöglichkeiten geben muss“, sagt sagt Veronika Bohrn Mena von Común. (APA/red)
Idylle in der Schweinehaltung ist hierzulande rar, wird aber in der Werbung gerne vorgezeigt.
© APA/AFP/dpa/Ole Spata
Kinder Surprise Die Ferrero Kinder-Überraschung könnte, sofern aus Belgien kommend, auch böse überraschen.
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WIEN. Über 90% des Schweinefleischs in Österreich erfüllen keine der untersuchten Tierschutz- und Umweltkriterien – zu diesem Negativ-Ergebnis kommt der von der Umweltschutzorganisation Greenpeace und der Tierschutzombudsstelle Wien (TOW) veröffentlichte Gütezeichen-Guide mit Einkaufsratgeber zu Schweinefleisch in Österreichs Supermärkten. Fazit laut Greenpeace: „Das „arme Schwein“ ist in Österreich weiterhin Realität. Auf Nummer sicher mit Bio Beim Kauf von Osterschinken sollten Konsumenten mithin zu Bio-Produkten oder Produkten aus Tierwohl-Projekten greifen. Von der österreichischen Bundesregierung fordern Greenpeace und TOW eine Anhebung der Mindeststandards für die Haltung von Schweinen sowie eine gesetzliche Kennzeichnung der Haltungsbedingungen am Produkt. „Bereits im Jahr 2020 haben wir mit dem Gütezeichen-
Guide diese Misere aufgezeigt, seither wurden die dringend nötigen Reformen komplett verschlafen. Weiterhin stecken im Großteil des österreichischen Schweinefleischs Tierleid und Umweltzerstörung – die Idylle, die uns die Werbung vorgaukelt, gibt es in kaum einem Mastbetrieb in Österreich. Auch nicht in jenen mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel“, kritisiert Greenpeace-Landwirtschafts
Weiterhin stecken im Großteil des österreichischen Schweinefleischs Tierleid und Umweltzerstörung. Sebastian Theissing-Matei Greenpeace
experte Sebastian TheissingMatei. Und: Die gesetzlichen Mindeststandards für die Haltung seien ein Armutszeugnis für ein Land, das sich gerne als Vorreiter im Tierschutz präsentiert. 26 Siegel gecheckt Der Einkaufsratgeber nimmt 26 gängige Siegel und Gütezeichen für Schweinefleisch im Supermarkt unter die Lupe und bewertet diese nach zwölf Tierschutz- und Umweltschutzkriterien. So wurde etwa überprüft, ob tierquälerische Vollspaltenböden verboten sind oder ob die Tiere ohne Gentechnik-Futtermittel gefüttert werden. Konventionelles Schweinefleisch erfüllt keines der zwölf Kriterien. Die konventionellen TierwohlProjekte der österreichischen Supermärkte erfüllen demgegenüber acht bis neun der Kriterien, Bio-Marken erfüllen zehn bis zwölf. Allerdings: BioSchweine machen weiterhin nur rund drei Prozent aller Schweine in Österreich aus. (APA/red)
RETAIL
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© Chiquita
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Geplant: Reduktion der CO2-Emissionen von 12 kg pro Kiste Bananen um 30% bis 2030, im Rahmen der Initiative 30BY30.
Umweltfitte Banane Von der Farm bis zum Einzelhandel reduziert Chiquita die CO2-Emissionen; belegt ist das im Nachhaltigkeitsbericht. HAMBURG/WIEN. „Chiquita setzt sich für langfristige Veränderungen in den lokalen Gemeinschaften in den Anbaugebieten und für den Planeten als Ganzes ein“, erklärt Peter Stedman, Director of Sustainability bei Chiquita. Er verweist auf den aktuellen Chiquita-Nachhal-
tigkeitsbericht: „Wir setzen auf eine vielfältige Strategie – vor allem auf einen detaillierten Leitfaden zur Reduzierung unserer CO2-Emissionen, um eine nachhaltigere Zukunft für die Banane und uns alle zu erreichen.“ Der Nachhaltigkeitsbericht listet den langjährigen Fort-
schritt sowie jüngste Initiativen zur Förderung der Nachhaltigkeit vom Erzeuger bis zum Verbraucher auf. Wichtigster Punkt darin ist das „30BY30“ genannte Programm zur CO2-Reduzierung (bis 2030 um 30% weniger CO2), in dem es darum geht, die Banane fit für die Zukunft zu ma-
chen. „Seit dem Jahr 2012 haben wir die Gesamtemissionen von der Farm bis zum Einzelhandel um 29 Prozent reduziert, indem wir unsere Lieferkette so effizient wie möglich gestalten, die besten landwirtschaftlichen Praktiken anwenden und in umweltfreundlichere Technologien investieren. Aber wir haben erkannt, dass wir weiter gehen müssen – und dies nicht allein“, so Stedman. Klimawandel trifft hart Chiquita produziert Bananen in vier Ländern, die in den letzten Jahren stark vom Klimawandel betroffen waren. Das führte auch dazu, dass zum ersten Mal Farmen in Costa Rica und Panama seit Beginn der Landwirtschaft durch Chiquita bewässert werden mussten. So ist in den letzten 20 Jahren die Temperatur durchschnittlich um 1,7 Grad gestiegen, während sich die Regenmenge um 16% reduzierte. Gleichzeitig erlebte Mittelamerika 2020 die aktivste Hurrikan-Saison im Atlantik, mit 30 Stürmen, die innerhalb weniger Wochen verheerende Schäden anrichteten. (red)
Connections abseits des Mailverkehrs
Russischer Obi verschenkt Kaufpreis. Der Name des Investors wurde nicht genannt. Obi habe „den letzten Schritt vollzogen, um den russischen Markt endgültig zu verlassen“, heißt es nun. Schon Mitte März waren alle Märkte in Russland wegen des Ukraine-Kriegs geschlossen worden, nun sei die Obi-Gruppe nach der jüngsten Transaktion „weder direkt noch indirekt in Russland tätig“. (APA)
© APA/AFP
Unternehmen betrieb in Russland 27 Baumärkte. MOSKAU/MÜLHEIM. Die Marke Obi ist auf dem russischen Markt Geschichte: Alle juristischen Einheiten in Russland seien „ohne Kaufpreiszahlung an einen Investor übertragen“ worden, teilte die Baumarktkette am Mittwoch mit. Damit bestätigte Obi russische Medienberichte, allerdings war darin von einem Verkauf die Rede, nicht von einer Abgabe der Filialen ohne jeden
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Baumarktkette Obi gibt Filialen in Russland kostenfrei an Investor ab.
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© Teekanne/GEPA-Pictures
© Schlumberger
KARRIERE
Stephan Dubach Seit Jahresbeginn obliegt die Finanzleitung der Sektkellerei Schlumberger Stephan Dubach (51). Der Schweizer war bereits im Mai 2021 als Bereichsleiter Controlling zu Schlumberger gestoßen, ehe er mit 1. Jänner 2022 als neuer Finanzdirektor in die Geschäfts leitung eintrat. Zuvor war der Betriebswirt u.a. bei Worldzap, UPC Austria und Magenta Telekom tätig.
© Philipp Lipiarski (4)
Die beiden Vorarlberger Katharina Liensberger und Johannes Strolz sind zwei der vier ausgezeichneten Publikumslieblinge unter den Wintersportlern.
EIN HERZ FÜR SPORTLER
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PUBLIKUMSLIEBLINGE. Seit mittlerweile über 40 Jahren kürt der Salzburger Teehändler Teekanne gemeinsam mit dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) die beliebtesten Wintersportler. Im Mittelpunkt stehen Sympathiewerte, die sich aus Sportgeist, persönlichem Umgang mit Erfolgen und Misserfolgen sowie authentischem Auftreten zusammensetzen. In diesem Jahr ging die „Goldene Teekanne“ an SlalomSpezialistin Katharina Liensberger, Olympiasieger Johannes Strolz, SkisprungWeltcupsiegerin Sara Marita Kramer sowie Kombinations-Weltmeister Johannes Lamparter. „In dieser außergewöhnlichen Saison gab es zahlreiche spannende und vor allem auch hochemotionale Momente, in denen das Publikum mit den Sportlern mitgefiebert hat“, betont Teekanne-Geschäftsführer Thomas Göbel. „Es hat schon Tradition, dass wir mit der Goldenen Teekanne Leistungen abseits der Pisten, Schanzen und Loipen würdigen und jene Skisportler ins Scheinwerferlicht bringen, die durch ihren besonderen Sportgeist und ihre Persönlichkeit beeindruckt haben.“ (red)
HASENJAGD
Das goldene Häschen COMEBACK. Zum nunmehr zehnten Mal lud Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli zum Goldhasenfest nach Schönbrunn. Nach coronabedingter, zweijähriger Pause war das Publikumsinteresse groß – und auch heimische Prominenz reichlich vertreten: Von Ski-Legende Rainer Schönfelder, Startenor Clemens Unterreiner und Entertainer Dieter Chmelar, über die Models Kathi Steininger und Cyril Radher bis hin zu DJane Martina Kaiser und Schauspielerin Adriana Zartl. Insgesamt 13.000 Lindt-Produkte wurden für die Goldhasensuche, an der über 500 Kinder und ihre Familien teilnahmen, versteckt; durch das Rahmenprogramm führte Moderatorin Kati Bellowitsch. (red)
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1. Conny Kreuter, Dieter Chmelar, Chocolatier Toni, Amande Belfor mit Gattin Ianara (v.l.); 2. Rainer Schönfelder mit seiner Familie; 3. Clemens Unterreiner und Silvia Schneider; 4. Chiara Pisati.
TERMINE Wine Affairs Spring Edition Bei der Weinmesse präsentieren 70 Weingüter aus dem In- und Ausland ihre Produkte; umrahmt wird das vinophile „Frühlingserwachen“ von einer Charity-Tombola. 19. April, 17–22 Uhr, Vienna Marriott Hotel, Parkring 12A, 1010 Wien Sicherheitsgipfel Der Handelsverband lädt zum dreistündigen Branchentreff samt Podiumsdiskussionen und Keynotes zum Thema Cyberkriminalität im Handel. 24. Mai, 17 Uhr, Festsaal des Bundeskriminalamts, Josef-Holaubek-Platz 1, 1090 Wien
PRODUKT DER WOCHE
Österliche Schmankerl JAUSENZEIT. Um die unterschiedlichen Vorlieben seiner Kundschaft zu bedienen, zählt das Billa Festtagssortiment heuer zu Ostern mehr als 40 Artikel. Zu ganzjährlichen Delikatessen wie Lachstatar, Thaicurry und Trüffel Burratina gesellen sich Osterspezialitäten wie Osterpinze (klassisch oder zu 100% aus Dinkel), Krenschinken Eierlikör – und nicht zuletzt das italienische Ostergebäck Colomba Classica, das im Ursprungsland zum Osterfest gehört wie der Panettone zu Weihnachten.
© Billa
© GdB
Das goldene Kännchen
Annika Henkel Die neue Pressesprecherin von Griesson – de Beukelaer heißt Annika Henkel (34). Seit 2017 im Unternehmen tätig (u.a. für die Marken-Website und als Content-Managerin), übernahm sie mit 1. April die Agenden von Peter Gries, der weiterhin Geschäftsführer von GdB Österreich bleibt, sich aber künftig stärker auf seine Aufgaben in der Gottlieb-AntonStiftung konzentrieren will.
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COVER
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retail
obst & gemüse
152.171 So viele Äpfel (in Tonnen) kamen 2021 aus Erwerbsobstanlagen
4.392 So viele Tonnen wog die Marillenernte – wie viele werden es diesmal?
Cremig SanLucar bringt veganes Eis mit saisonalem Obst auf den Markt 56 © SanLucar
GESICHERT
In gewohnter Qualität
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WIEN. „Die Versorgung mit Lebensmitteln ist gesichert. Den Konsumenten steht das breite heimische Lebensmittelangebot in gewohnter Menge und Qualität zur Verfügung“, erklärt Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbands der Lebensmittelindustrie, anlässlich der Präsentation der Exportbilanz 2021. Die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine werden aber spürbar sein. Einige Betriebe sind direkt vor Ort betroffen. Die gesamte Branche hat nun mit zusätzlichen Effekten bei Energie, Rohstoffen, Verpackung, Arbeitskräften oder Logistik zu kämpfen. (red)
„Dann kauft niemand Gemüse aus Spanien“ LGV Sonnengemüse-Vorstand Josef Peck über Nachhaltigkeit und Patriotismus beim Gemüsekauf.
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© Ja“ Natürlich/Christian Dusek
Lust auf Gemüse aus der Region ? Neuer Ansatz So gibt es das Biogemüse von Ja! Natürlich klimaschonender. 54
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SOnnengemÜSe
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SOnnengemÜSe
OBST & GEMÜSE
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„Lang hieß es, Hightech wäre die Zukunft“ Josef Peck, Vorstand von LGV Sonnengemüse, sieht in der gegenwärtigen Krise Regionalität und Familienbetriebe gestärkt.
••• Von Georg Sander
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GV Sonnengemüse hat wie die meisten Produzenten mit den Auswirkungen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine zu kämpfen. „Die Kosten für Strom und Gas sind bis um das Fünffache angestiegen“, erklärt Vorstand Josef Peck im Interview mit medianet. „Man geht davon aus, abhängig vom Zeitpunkt des Endes des Krieges, dass sich die Preise wieder stabilisieren werden – aber sicher auf einem höheren Niveau.“ Die Steigerungen müssten weiter-
Was die Versorgungs sicherheit betrifft, wirkt sich die Ukrainekrise im Gemüsesegment auch nicht aus. Josef Peck LGV Sonnengemüse
gegeben werden, auch wenn es von Produkt zu Produkt Unterschiede gebe, bis zu 20 oder 30% könnten es mehr werden. Doch welche weiteren Herausforderungen gibt es? Spätestens Mitte des Jahres müsse nun entschieden werden, wie die Produktion für die zweite Jahreshälfte, aber auch für 2023, gestaltet wird. Bleiben die Energiepreise so hoch, werde die Gemüseproduktion reduziert, die Saison früher beendet, 2023 später ausgepflanzt und die Winterproduktion mit Belichtung ausgesetzt. „Das könnte im Extremfall passieren,
OBST & GEMÜSE
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wenn wir am gegenwärtigen Niveau bleiben. Es könnte zu Verschiebungen kommen, weil energieintensive Produktionen nicht so lange laufen können, die Anpflanzungen für 2023 später getätigt werden. Das heißt, dass die Winterpause länger wird.“ Schnelle Alternative? Freilich beschäftigt man sich in puncto Energie schon länger mit Alternativen, in so kurzer Zeit könne aber nichts ausgerollt werden. „Wir befassen uns mit Hackschnitzelanlagen oder Photovoltaik“, so Peck, „wir wollen zwar sowieso versuchen, energieautarker und klimaschonender zu werden. Aber das ist noch nicht in einem Ausmaß in der Schublade, dass ich einfach Mitte des Jahres auf beispielsweise Hackschnitzel umschalten kann.“ Schließlich brauche es Investitionen und die entsprechende Bauzeit. Außerdem würden sich derzeit viele damit befassen, was eine rasche Umstellung nicht einfacher mache. Aber: „Wir erhöhen unsere Geschwindigkeit, wir intensivieren unsere Bestrebungen.“ Ungeachtet dessen denkt der Kunde nachhaltig. Was aus Österreich angeboten werde, werde auch gekauft. „Da gibt es großen Patriotismus. Wenn es österreichisches Gemüse gibt, kauft niemand Gemüse aus den Niederlanden oder Spanien“, meint Peck. „Was die Versorgungssicherheit betrifft, wirkt sich die Ukrainekrise im Feinund Frischgemüsesegment auch nicht aus.“ Käufer- und Anbietermarkt Mit ein Grund ist eine Entwicklung in den letzten fünf Jahren, weg vom Käufer- hin zum Anbietermarkt. Was heißt das? „Vor zehn, fünfzehn Jahren hat es kurzfristig viel Gemüse gegeben, man musste es irgendwie
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Simmering – die Gurkenhauptstadt Millioneninvestition In Wien-Simmering wurden drei Mio. € in die modernste Gurkensortieranlage Europas investiert. Die Gurke ist bekanntlich das Hauptprodukt Wiens, vor allem im elften Bezirk. Die Kapazität der neuen Anlage beträgt 40.000 Stück Gurken pro Stunde, die besonders schonend mittels Saugknöpfen sortiert werden.
Generationenarbeit Die Produzenten arbeiten teilweise in der fünften Generation und liegen alle rund um die LGV-Zentrale in Simmering. „Im Jahr werden 35 Millionen Gurken angeliefert, bis zu zehn, fünfzehn Lkw am Tag“, erklärt Josef Peck. Regional ist das sowieso: „Alles ist effizient und komplett rückverfolgbar, nicht nur in Bezug auf den Gärtner, sondern sogar auf das genaue Feld.“
anbringen“, erklärt er. „Durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft und den gestiegenen Bedarf hat sich das gedreht.“ Die Anforderungen an die Produktionen seien hoch, auf dieser Basis müssten Angebote geschaffen werden. „Wir haben kein Problem beim Absatz, die Nachfrage ist groß, die verbliebenen Produzenten müssen die berechtigt anspruchsvollen Kunden beliefern.“ Wer eine Gurke will, bekommt eine – die Versorgungssicherheit von März bis Oktober ist bei den allermeisten, wichtigsten Gemüsesorten gegeben. Tritt ein, was eingangs erwähnt wurde, „könnte es sein, dass es weniger gibt, da wir später starten“. Allerdings: Gibt es kein Sommergemüse, dann eben mehr Win-
tergemüse. Schon in den letzten beiden Jahren gab es saisonale Produkte wie Rüben und Co.: „Das hat funktioniert, aber es ist herausfordernder, Gemüse nicht in geschützten Kulturräumen herzustellen. Wenn es tagelang minus zehn Grad hat, dann gibt es gar nichts.“ Außer Acht gelassen habe man das sowieso nicht, die breite Verteilung der Anbauflächen innerhalb der GemüseErzeugergemeinschaft wird auf einmal wieder sehr wichtig. Man suche zudem mit Blick auf die Zukunft Freiland- und Bioproduzenten: „Die Vielfalt der Produktionsformen ist bedeutender geworden. Lange hieß es, nur Hightech wäre die Zukunft. Wir sehen, dass unsere Familienbetriebe gut aufgestellt sind und das Know-how haben.“
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Klimaschonend
WICHTIGE HELFER
Zugang zum Arbeitsmarkt WIEN. Österreichs Land wirtschaft braucht Ernte helfer, nicht wenige kom men traditionell aus der Ukraine. Der „Normalfall“ in Sachen Erntehelfer wur de beispielsweise kürzlich in der ORF-Sendung „Am Schauplatz“ illustriert. Nina etwa ist studierte Agrarwissenschafterin und eine von 3.000 ukrainischen Saisonarbeiterarbeitern in Österreich. Seit mehr als zehn Jahren fährt sie im Frühjahr nach Österreich, um hier Salat, Erdbeeren oder Mais zu ernten. Heuer kommt sie früher, nicht zum Geld verdienen, sondern wegen des Kriegs in ihrer Heimat.
Ein neues Gewächshaus ermöglicht es Ja! Natürlich, Bio-Gemüse aus Österreich auch ganzjährig anzubieten. ••• Von Georg Sander WR. NEUDORF/GEINBERG. Bisher hat Ja! Natürlich wegen des hohen Energiebedarfs, den die Beheizung und Beleuchtung verursacht, auf Bio-Gemüse aus einem Gewächshaus gänzlich verzichtet. Aufgrund des gerin geren CO2-Abdrucks setzte das Unternehmen mit dem Import
Wichtige Arbeitskräfte Am 3. März wurde die EUMassenzustromrichtlinie aktiviert, um den ukraini schen Geflüchteten einen offiziellen Aufenthaltstitel in der EU zu ermöglichen und so auch Zugang zum Arbeitsmarkt zu gewäh ren. Eine Initiative von Wirtschafts- und Hilfs organisationen will mit der Plattform „Austrian Jobs for Ukraine“ helfen. (red)
Dieses Gewächshaus ist nicht mit herkömmlichen Glashäusern zu vergleichen. Andreas Steidl Ja! Natürlich
© APA/dpa
aus dem nahen Ausland auf eine klimafreundlichere Varian te. Das ist nun vorbei, und man kann dem Wunsch der Kunden, Bio-Gemüse zu bekommen, auch in den kälteren Monaten nach kommen. Geothermie als Schlüssel Im neuen Gewächshaus im ober österreichischen Geinberg wird die bereits im Ort vorhandene Geothermie zur CO2-neutralen Beheizung genutzt. So sei es möglich, Ja! Natürlich -Tomaten, -Gurken und -Spitzpaprika auch über die kälteren Monate von Anfang März bis Anfang Novem ber regional zu ernten. Das gin ge dann ohne Mehrbelastung für das Klima. Und die höchsten Ja!
© Rewe
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Natürlich-Standards wie Boden gesundheit durch Fruchtfolge und pflanzliche Kompostierung wären auch im Gewächshaus durchgehend sichergestellt. „Dieses Gewächshaus ist nicht mit herkömmlichen Glashäu sern zu vergleichen“, erklärt Ja! Natürlich-Geschäftsführer und Agrarexperte Andreas Steidl. „Zum einen, weil die Wärme zur Beheizung CO 2-neutral aus der Erde gewonnen wer den kann und dafür keine neue Bohrung notwendig ist Zum anderen werden die Pflanzen in Geinberg in der fruchtbaren Erde der Region angebaut – im Gegensatz zu konventionel len Gewächshäusern, in denen die Wurzeln über ein nähr
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stoffreiches Substrat versorgt werden.“ Das ist aber noch nicht alles, denn es gibt noch eine Photo voltaikanlage auf dem Dach. In groß angelegten Becken wird das Regenwasser für die Bewäs serung der Pflanzen gesammelt und so die autarke Bewässerung des neuen Standorts sicherge stellt. Vom Frühjahr bis in den Herbst finden sich nun die er wähnten Ja! Natürlich-Produkte vom Biohof in Oberösterreich in den Regalen von Billa, Billa Plus und Adeg. Geschäftsführerin Klaudia Atzmüller stellt noch klar, dass das ginge, „ohne bei den hohen Ja! Natürlich Bio-Standards Ab striche machen zu müssen“.
OHNE DICH WÄR ICH NICHT HIER, BERNHARD! DENN BERNHARD G. UNTERSTÜTZT ÖSTERREICHISCHE SPORTLERINNEN UND SPORTLER WIE DIE GEWICHTHEBERIN SARAH FISCHER.
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Viele verschiedene Varianten © Staud’s
Obst & Gemüse „verstecken“ sich oft ••• Von Georg Sander
iglo im Anker
Weniger Zucker!
Die Zusammenarbeit zwischen iglo und Anker (medianet berichtete) hat bereits die ersten Kooperationsprodukte hervorgebracht: Marchfelder SpinatSchnecke mit Feta und ein Proteinriegel mit iglo Sojabohnen und Erbsen aus dem Marchfeld sind seit Kurzem in den AnkerFilialen erhältlich. Anfang Mai wird das dritte Produkt folgen: ein Marchfelder Gemüseweckerl mit iglo Zarte Mischung.
Viele ernährungsbewusste Menschen verzichten gern auf Zucker, wollen aber dennoch gelegentlich etwas Süßes. Staud’s bringt beim zuckerreduzierten Fruchtaufstrich die Geschmacksrichtungen Erdbeere, Kiwi und Haskap neu auf den Markt – mit einem Drittel weniger Zucker. Weiterhin erhältlich sind die Aufstriche mit 80% Fruchtanteil in Pfirsich, Marille, Mango, Kirsche, Brombeere, Himbeere und Orange.
www.ankerbrot.at
© Panthermedia.net/Brian Chase
www.stauds.com
Frisches Obst und Gemüse ist immer und überall ein idealer Begleiter.
© SanLucar
Eis, vegan und saisonal SanLucar schickt mit „Farmers Ice Cream“ ein Eis auf den Markt, das vegan ist, mit saisonalem Obst gemacht wird und noch dazu ohne Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Farbstoffe auskommt. Insgesamt gibt es fünf Geschmacksrichtungen: Erdbeere, Granatapfel, Haselnuss, Himbeere und Mango – erhältlich bei Billa und Billa Plus. Weitere Geschmacksrichtungen sind bereits in Planung. „Wunderbar cremig, fantastisch aromatisch“, verspricht Alexander Thaller, Geschäftsführer SanLucar Österreich. www.sanlucar.com
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Freitag, 15. April 2022
COVER
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financenet & real:estate Grundstücke Steigerung beim Wert in laufende Einnahmen umwandeln 63
Coop ABB und Samsung wollen Smart Buildings noch smarter machen 64
Payone Integration von Worldline/SIX Payment Services abgeschlossen 62 © Payone/Christian Kasper
WELTFONDSTAG
© APA/AFP/Ina Fassbender
Vermögen ständig angewachsen
Krieg und Inflation trüben die Konjunktur
WIEN. Am 19. April 2022 – zum Geburtstag des Vaters des Fondsgedankens, des Niederländers Abraham van Ketwich im Jahr 1744 – begeht die österreichische Fondsbranche zum zehnten Mal den Weltfondstag. Seit die Finanzmarktaufsicht im Jahr 2014 begann, das Fondsvermögen zu erfassen, stieg es kontinuierlich an. Im Vorjahr betrugen die Zuwächse netto fast sieben Prozent, mit Kursgewinnen ergibt sich sogar ein Plus von fast 14%. (red)
© Marija Kanizaj
© Auris Immo Solutions
Höhere Preise könnten den privaten Konsum dämpfen, meinen die Experten des Erste Group Researchs. 58
Übernahme Merkur Versicherung unter Ingo Hofmann übernimmt die Nürnberger.
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Auris Strom statt Lärm – innovative Wege bei Stromversorgung in Grasbergergasse.
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FINANCENET
Freitag, 8. April 2022
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© APA/Harald Schneider
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Gemischte Gefühle bei der Konjunktur Verunsicherung durch den Krieg in der Ukraine, stark gestiegene Rohstoffkosten und Verschärfung der Lieferkettenprobleme belasten.
••• Von Reinhard Krémer
D
ieser Krieg lässt niemanden kalt – alle, die unvorstellbare Gräueltaten zu den Hauptnachrichten präsentiert bekommen; alle, die Einkaufen gehen und denen dabei der Euro in der Hand da-
hinschmilzt – und auch Wirtschaftsexperten wie jene des Erste Group Research, die düstere Wolken am Konjunkturhimmel orten. Eigentlich waren ja die Aussichten beim Abflauen der schier endlosen Coronakrise nicht schlecht. Eigentlich.
Denn der imperialistische Größenwahn des russischen postkommunistischen Zaren zerstört das Bild. Abwärtsrisiken gestiegen „Durch nachhaltige Öffnungsschritte sollte sich das Wachstum in der Eurozone im ersten Quartal wieder beschleunigt
haben. Allerdings verursacht der Krieg in der Ukraine nun wirtschaftliche Abwärtsrisiken. Die globalen Rohstoffpreise sind gestiegen, da Russland und die Ukraine global wichtige Exporteure von fossilen Energieträgern, Metallen und Nahrungsmitteln sind“, sagen also die Analysten des Erste Group Research.
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Freitag, 8. April 2022
FINANCENET
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80% Inflation zieht nach Norden … Gestiegene Rohstoffkosten und die Verschärfung der Lieferkettenprobleme haben zu einer Aufwärtsrevision der Inflationsprognosen 2022 geführt. Für 2023 und 2024 erwartet die Europäische Zentralbank EZB Inflationsraten nahe ihrem Ziel. Wenn sich der mittelfristige Inflationsausblick durch die wirtschaftlichen Abwärtsrisiken bis zur Sitzung im Juni nicht verschlechtert, beabsichtigt die EZB, das Anleiheankaufprogramm (APP) im dritten Quartal zu beenden. „Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Energiepreise haben wir unsere Inflationsprognose 2022 auf 6,1 Prozent angehoben. Für das Anheben unserer Prognose spielte auch die Erwartung eines rascheren Lohnwachstums als bisher eine wesentliche Rolle. Unsere Prognose für 2023 mit 2,2 Prozent ist im aktuellen Umfeld mit Aufwärtsrisiken behaftet“, so die Experten.
Die höheren Preise könnten den privaten Konsum dämpfen, und eine neuerliche Verschärfung von Lieferkettenproblemen trifft den produzierenden Bereich. Gleichzeitig sind die Aufwärtsrisiken für die Inflation in diesem Jahr gestiegen. Die weitere Entwicklung der Konjunktur und Inflation wird vom Fortgang des Kriegs bzw. der Spannungen zwischen Russland und dem Westen abhängen, so die Erste Group-Experten. In den USA war die wirtschaftliche Erholung bereits weit fortgeschritten und der Arbeitsmarkt sorgt für starkes Beschäftigungswachstum. „Wir rechnen auch hier mit einer Belastung der Wirtschaft durch die hohe Inflation und steigende Zinsen. Auch eine Abkühlung des Immobilienmarkts ist wahrscheinlich“, meinen die Analysten.
Abgrund Die russische Wirtschaft wird 2022 wegen des Krieges mit der Ukraine und wegen der Sanktionen einen sehr starken Rückgang erleiden. Prognosenmittelwert: Schrumpfung um ca. –10% im Vorjahres vergleich.
–10%
… aber es gibt noch Hoffnung Doch die Berechnungen lassen hoffen: „Wir gehen von März oder April aus, und danach sollte ein kontinuierlicher Rückgang der Inflationsrate einsetzen. Denn starke Preissteigerungen aus dem Vorjahr, unter anderem bei Fahrzeugen aber auch bei Energie, werden schrittweise aus der Berechnung herausfallen.“ „Wir rechnen danach mit einer Anhebung des Einlagezinssatzes im Dezember. Durch die starke Inflationsdynamik sind die Renditen deutscher Bundesanleihen über alle Laufzeiten gestiegen. Sobald ein gradueller Zinsanhebungspfad erkennbar wird, sollte sich die Zinskurve vom kurzen Ende aus verflachen“, heißt es beim Erste Group-Research. Die US Fed hat eine schnellere geldpolitische Straffung – mit mehreren Zinsschritten bis Jahresende – in Aussicht gestellt. Allerdings geht sie dabei von ei-
Gasimporte CEE ist in hohem Maße von russischen Gasund Ölimporten abhängig. In Polen, der Slowakei und Serbien entfallen über 80% aller Gaseinfuhren auf Russland. In Slowenien und Ungarn liegt der Anteil nur geringfügig darunter.
ner weiterhin starken Konjunktur und hoher Inflation aus. „Der Anleihemarkt preist jedoch bereits eine schwächere Konjunktur ein, die Zinskurve hat sich verflacht, und eine inverse Kurve ist wohl nur mehr eine Frage der Zeit“, sagen die Analysten des Erste Group Research. Der Krieg führte auf der Währungsseite zu sicheren HafenFlüssen und einer Befestigung des US-Dollar und Schweizer Franken gegenüber dem Euro. „Fundamentale Gründe sprechen allerdings für einen etwas schwächeren US-Dollar und Schweizer Franken in den nächsten Quartalen. Der Goldpreis ist gestiegen, er profitiert von anhaltend negativen realen Renditen“, sind die Analysten überzeugt.
Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Energiepreise haben wir unsere Inflationsprognose 2022 auf 6,1 Prozent angehoben. Analysten Erste Group Research
Flaues Aktienklima Positives Umsatz- und Gewinnwachstum sollte den globalen Aktienmarkt unterstützen: „Wir erwarten eine Performance in einer Bandbreite von 0 bis +5 Prozent, allerdings bei höherer Volatilität. Europäische Unternehmen sind von steigenden Energiepreisen und der Verschärfung der Lieferkettenprobleme stärker betroffen als amerikanische. Europäische Indizes sollten daher stärker unter der Unsicherheit und geringeren Wachstumsdynamik leiden“, sagen die Erste-Group-Analysten.
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FINANCENET
Freitag, 15. April 2022
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© Nürnberger Versicherung
Deal komplett Nach behördlicher Zustimmung gehen 100% der Anteile an der Nürnberger Versicherung AG Österreich an die Grazer Merkur Versicherung AG.
Merkur übernimmt die Nürnberger
cherung Österreich bedeutet dies unmittelbar keine Änderungen. Garanta enger Partner Die Garanta Versicherungs-AG Österreich ist nicht Teil des Erwerbs durch die Merkur Versicherung, sondern verbleibt im Konzernverbund der Nürnberger Deutschland. Als Spezialist für individuelle Versicherungslösungen im Bereich der Kfz-, Schaden- und Haftpflichtversicherungen am Standort in Salzburg wird die Garanta Versicherungs-AG Österreich künftig enger Kooperationspartner der Merkur Gruppe sein.
••• Von Reinhard Krémer GRAZ/SALZBURG. Nächster Meilenstein bei der Merkur Versicherung: Das Unternehmen schließt den Erwerb der Anteile an der Nürnberger Versicherung Österreich erfolgreich ab. Mit Vorliegen der behördlichen Genehmigung geht der Kauf der Nürnberger Versicherung Österreich erfolgreich zu Ende. „Das ist ein historischer Moment in unserer Unternehmensgeschichte. Mit diesem Meilenstein verbinden sich nicht nur Erfahrung und Expertise, sondern vor allem Gemeinsamkeiten und Stärken, die zusammen viel bewirken – und zwar einen spürbaren Mehrwert für unsere Kunden und Partner“, sagt Ingo Hofmann, CEO der Merkur Ver-
sicherung. Die Nürnberger Versicherung Österreich, die das Jahr 2021 mit einem Prämienvolumen in der Höhe von 110 Mio. € abgeschlossen hat, zeichnet sich durch langjährige Expertise und Erfahrung im Lebensversicherungsbereich aus. Neue Pläne für Salzburg Der Standort in Salzburg mit seinen 123 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird übernommen und soll innerhalb der Merkur Gruppe zum Lebensversicherungs-Hub ausgebaut werden. Mit dem dazugewonnenen Know-how, vor allem im Bereich der privaten Alters- und Risikovorsorge, will die Merkur Versicherung nicht nur die strategischen Weichen für die Zukunft stellen, sondern den
ganzheitlichen Blick, als Personenversicherung die erste Wahl bei der Absicherung Mensch zu sein, betonen. „Mit der Übernahme der Nürnberger Versicherung Österreich ergänzen wir als Merkur Versicherung das letzte fehlende Puzzleteil, um unsere Position im Bereich der Personenversicherung weiter auszubauen“, so Hofmann. „Wir werden das Beste aus beiden Welten zusammenführen, damit ein Maximum an Convenience für alle spürbar wird“, sagt der Merkur-CEO. Es wird mit großem Tempo an der Integration der Nürnberger Versicherung Österreich in die Merkur Gruppe gearbeitet. Für bisherige Kunden und Partner der Nürnberger Versi-
© Marija Kanizaj
Standort in Salzburg bleibt samt Mitarbeitern erhalten und wird Lebensversicherungs-Hub der Merkur Gruppe.
Ingo Hofmann, CEO Merkur Versicherung: Nächster Meilenstein erreicht.
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Freitag, 15. April 2022
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INTEGRATION GELUNGEN
FRANKFURT/WIEN. Payone, Joint Venture von Worldline, dem europäischen Marktführer im Bereich Zahlungsverkehrs- und Transaktionsdienstleistungen, sowie der DSV-Gruppe, Kompetenzcenter Payment der Sparkassen-Finanzgruppe, hat die Integration des ehemaligen österreichischen Händlergeschäfts von Worldline/SIX Payment Services vollumfänglich abgeschlossen. Dieses wurde zum 1. März 2021 im Rahmen des erfolgreichen Zusammenschlusses von Worldline und der Ingenico Group am 28. Oktober 2020 als Teilfusion in Payone eingebracht. Der Payone-Markenauftritt, der im Händlergeschäft denjenigen von Worldline/SIX Payment Services ablöst, wird ab sofort österreichweit schrittweise über alle Kunden-Markenkontaktpunkte ausgerollt.
© Die Vogelperspektive
SIX Payment wird zu Payone
Claudia Strohmaier, WK Wien: Knapp 40% sehen Zeitersparnis durch digitale Beratung durchschnittlich bei 10 bis 25%.
Optimismus ist Trumpf Mehrheit der Wiener Unternehmensberater sieht aufgrund der Auftragslage die Zukunft rosig – neue Beratungswege beliebt. WIEN. Bei den Wiener Unternehmensberatern ist nicht nur der Optimismus zurück-, sondern auch breitflächig die Digitalisierung eingekehrt, wie die Daten einer aktuellen Blitzumfrage zeigen. Demnach gaben 36% der Befragten an, dass bei ihnen derzeit pro Monat durchschnittlich mehr als 75% der Beratungszeit auf digitale Betreuung wie Video-Tools, Anrufe oder E-Mails entfällt, der Rest erfolgt per-
Dank an Österreicher Niklaus Santschi, CEO Pay one, bedankt sich bei allen österreichischen Händlern für ihre bisherige Treue und Verbundenheit: „Wir sind stolz darauf, dass uns schon heute die Mehrheit aller Händlerkunden in Österreich vertraut. Dabei hat unser – erstmals 2020 in Deutschland gelaunchtes – Branding die Kraft, die Markenattribute, denen wir uns im Sinne unserer Kunden verschrieben haben, zu transportieren: Effizienz & Schnelligkeit, Zuverlässigkeit & Sorgfalt und nicht zu vergessen Innovationskraft, die unsere Triebfeder für heutige und kommende Entwicklungen rund um das bargeldlose Bezahlen ist.“
sönlich. Bei 26% liegt der digitale Beratungsanteil zwischen 50 bis 75%, nur zwölf Prozent bezifferten den digitalen Anteil zwischen null und zehn Prozent. Digital spart viel Zeit „Die Zeitersparnis durch die Umstellung auf digitale Kommunikation gehört sicher zu den positiven Aspekten der vielfältigen Auswirkungen durch die Pandemie auf unsere Arbeit“, sagt die Berufsgruppensprecherin in der
Wirtschaftskammer Wien, Claudia Strohmaier. Der starke Fokus auf die Zukunftsplanung in den Unternehmen macht sich offenbar auch in den Unternehmensberatungen selbst bemerkbar, die derzeit mehrheitlich positiv nach vorne blicken. Mehr als 41% sind laut Umfrage optimistisch und mehr als elf Prozent sogar sehr optimistisch. Rund 32% sind neutral, je acht Prozent sind pessimistisch oder sogar sehr pessimistisch. (rk)
Sabrina Gangl übernimmt
© Bankhaus Spängler
Leitet nun PR und Events im Bankhaus Spängler. SALZBURG/WIEN. Sabrina Gangl (27) hat im Salzburger Bankhaus Spängler die Bereiche PR und Eventmanagement innerhalb der Marketing-Abteilung übernommen. Sie ist für sämtliche Presseaktivitäten, die Organisation von Veranstaltungen, Corporate-Communications-Maßnahmen sowie die Betreuung der Social MediaPlattformen verantwortlich.
Gangl verfügt über viel Erfahrung in den Bereichen Marketing und Public Relations. Die gebürtige Flachgauerin absolvierte die Fachhochschulen in Salzburg und Kufstein, letztere schloss sie mit dem Titel „Master of Arts in Business“ ab. Ab 2018 war sie in der Abteilung PR und Medienmanagement bei der SalzburgerLand Tourismus GmbH tätig. (rk)
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Freitag, 15. April 2022
REAL:ESTATE
Baurecht rechnet sich
IMMOBILIENMARKT
Immokalkulator in Businessversion
Win-win für alle Beteiligten Der Verkehrswert wird in einem Vergleichsverfahren durch den Bauträger in Abstimmung mit den Grundeigentümern ermittelt oder im Bedarfsfall durch einen gemeinsam bestimmten Sachverständigen. Die wert.bau Errichtungs Gmbh hat ein „all-in99“-Konzept für Vorsorgewohnungen in Massivholz-Bauweise in Kombination mit der Grundstücks
© wert.bau
Oder: Wie die Wertsteigerung eines Grundstücks in laufende und wertangepasste Einnahmen umgewandelt werden kann. LINZ. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Wohnraum steigen auch Grundstücke im Wert. Aber deswegen gleich verkaufen? Auf Basis des Baurechts bietet sich die Möglichkeit – zusätzlich zur Wertsteigerung –, laufend mit dem Grundstück Geld zu verdienen, ohne es zu veräußern: die Verpachtung. „Bei einem Grundstück lässt sich ein Bauzins von jährlich rund 3,5 Prozent des Grundstückwerts generieren. Festzuhalten ist, dass der Bauzins wertgesichert auf Basis des Verbraucherpreisindex laufend indiziert wird“, sagt Mario Deuschl, Geschäftsführer der wert.bau Errichtungs Gmbh.
Fachmann „Verpachtete Grundstücke können belastet, veräußert, verschenkt oder vererbt werden“, so Mario Deuschl, GF wert.bau Errichtungs Gmbh.
pacht auf Baurecht entwickelt. „Der Vertrag mit einem all-in99 Wohnbau wird – wie es schon der Name vermittelt – auf 99 Jahre abgeschlossen“, erläutert Deuschl. Die gesetzliche Grundlage bildet das Baurechtsgesetz; es sieht eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren bis maximal 100 Jahre vor. Dem Eigentümer bleibt grundsätzlich das Recht,
das Grundstück zu belasten, veräußern, verschenken oder zu vererben. Die Verpachtung sei aber auch für Bauträger interessant, erklärt Wolfgang P. Stabauer, geschäftsführender Gesellschafter der Öko-Wohnbau SAW GmbH. Da der Grund bei all-in99 nicht gekauft, sondern gepachtet werde, seien die Herstellungskosten um bis zu 20% günstiger als bei klassischen Bauvorhaben. (hk)
Mehr Verkäufe, höhere Preise AMSTETTEN. Von 2017 bis 2020 pendelten die verkauften Wohnungsmengen zwischen 49.584 und 50.386 Einheiten. 2021 kam der große Sprung – 56.119 Verbücherungen, also +11,4% gegenüber 2020. „Das Mengenwachstum am Wohnungsmarkt 2021 ist damit doppelt so hoch wie der Durchschnitt in den letzten zehn Jahren davor, da lag die Steigerung bei 4,4 Prozent – offensichtlich ein Nachholeffekt, da in den letzten vier Jahren mengenmäßig beinahe Stillstand herrschte“, sagt Anton Nenning, Head of Research & Communication von Re/ Max Austria. Die Quadratmeterpreise stiegen durchschnittlich um 8,1%.
Lärmschutz mit Photovoltaik
© Auris Immo Solutions
Auris’ innovative Wege bei der Stromversorgung. zum Abstellen von insgesamt bis zu ca. 300 Fahrrädern, ausgestattet mit Lademöglichkeiten für Elektrofahrräder. Neue Wege wurden auch bei der Stromversorgung beschritten. Diese erfolgt über das öffentliche Netz, und zusätzlich versorgen die an der Lärmschutzwand installierten Photovoltaik-Elemente die haustechnischen Anlagen mit Strom. (hk)
WIEN. Nach dem erfolgreichen Launch des kostenlos nutzbaren Immokalkulators Ende 2021 bringt Immo Analytics nun die Businessversion mit zusätzlichen Features auf den Markt, etwa Zeitreihen auf Wochen-, Monats- und Quartalsbasis, um Aussagen über die Entwicklung des Immobilienpreises eines konkreten Objekts oder auch des Gesamtmarkts ohne Angebotsveränderung treffen zu können. Die treffsichere Ermittlung der Immobilienpreise erfolgt durch Regressionsanalyse über 35 Kriterien wie etwa Bezirksteil, Nähe zum öffentlichen Personennahverkehr, Zimmeranzahl, Raumhöhe, Befristung des Mietvertrags oder Zimmergröße. WOHNUNGSMARKT
Psssst – hier sind wir unter uns!
WIEN. Ein weiteres energieeffizientes Wohnobjekt konnte Auris Immo Solutions für seinen „Nachhaltigen Immobilienfonds Österreich“ fertigstellen. Die Grasbergergasse 9–11, 1030 Wien, bietet auf vier Stiegen 224 frei finanzierte Mietwohnungen mit rd. 11.560 m² Wohnnutzfläche sowie einem Kindergarten. Die Baukörper verfügen über Fahrradräume
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REAL:ESTATE
Freitag, 15. April 2022
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© ABB
und steuern können, wenn sie die Samsung-App SmartThings mit den Gebäudeautomationslösungen von ABB verbinden. Unter anderem können Geräte wie Spül- und Waschmaschinen gezielt in Schwachlastzeiten genutzt werden. So können das Netz optimiert und die Energiekosten gesenkt werden.
Mike Mustapha, Leiter der Division ABB Smart Buildings, ist vom Einsparungspotenzial bei CO2 und Energie überzeugt.
Clever & smarter ABB und Samsung Electronics treiben ganzheitliche Technologie für intelligente Gebäude gemeinsam voran. WIEN. Smart Homes und intelligente Gebäude an sich liegen in der Immobilienwelt schon länger im Trend. Der Fokus lag aber öfter auf den technischen Möglichkeiten und dem sich damit bietenden zusätzlichen Komfort. ABB und Samsung Electronics adressieren nun im Rahmen einer globalen Partnerschaft die Reduktion von CO2 und bieten gemeinsam entwickelte Tech-
nologien an, die in Wohn- und Zweckbauten Energieeinsparungen, das Energiemanagement und die Anbindung an das intelligente Internet der Dinge (IoT) ermöglichen. Denn auf Gebäude entfallen laut Global Status Report for Buildings and Construction des UN Environment-Programms fast 40% der weltweiten jährlichen CO2-Emissionen
Mittels breiterem Zugang zur Gebäudeautomation und besserem Gerätemanagement wollen die beiden Unternehmen auch die Stromlastverlagerung erleichtern. Beispielsweise werden Anwender mit ihren persönlichen Geräten zahlreiche Haushaltsgeräte, Gas- und Rauchmelder, Energie-, Sicherheits- und Komfortsysteme über eine einzige Anwendung überwachen
St. Gotthard in Penzing WIEN. Im Dezember 2021 hat Immobilienentwickler Avoris den Verkauf von „Wohnen in St. Gotthard“ an Catella Wohnen Europa (CWE) fixiert. Im Sommer 2024 will Avoris das Projekt als Totalunternehmer schlüsselfertig an den von der Berliner Catella Residential Investment Management GmbH verwalteten Immobilienfonds CWE übergeben. Nun erfolgte mit Dominik
Peherstorfer, Avoris, Emine Gül, Bezirksrätin und BauausschussVorsitzende Penzing, Jaqueline Kleedorfer, Catella, Christian Chini, Convic, Christian Ditz, Avoris turquoise, Daniel Balla, iC Consulenten ZT GmbH, und Christoph Schuh, Catella, der Spatenstich für die Errichtung von rd. 6.000 m² Gewerbe- und Wohnfläche mit Terrassen, Balkonen und Eigengärten (v.l.). (hk)
© Avoris
Avoris übergibt Projekt bis Mitte 2024 an Catella.
Energieeinsparungen als Ziel „Wir stellen uns eine Zukunft vor, in der unsere Kunden Zugang zu vollständig integrierter und ganzheitlicher Smart-BuildingTechnologie haben und dadurch deutliche CO2- und Energieeinsparungen erzielen“, sagt Mike Mustapha, Leiter der Division ABB Smart Buildings. Die Zusammenarbeit mit einem bedeutenden Innovationsführer wie Samsung Electronics erweitere das Portfolio von ABB und unterstütze die Vision des Unternehmens, ganze Gebäude mit offenen und plattformunabhängigen Lösungen zu verbinden und Einblick in den Gesamtenergieverbrauch einschließlich Komponenten wie der Ladung von Elektrofahrzeugen zu liefern. „Das verbessert nicht nur den CO2-Fußabdruck der gebauten Umwelt, sondern sorgt auch für ein angenehmes, nahtloses Nutzererlebnis.“ (hk)
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Freitag, 15. April 2022
COVER
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health economy Medienpreis Kompetenz in Sachen Gesundheit soll gefördert werden 66
Medizinprodukte Wiener Technikum bildet Fachleute für Tech-Branche aus 68
Forschung Uni Graz hilft Pharmaindustrie, Abfälle zu vermeiden 68
© Ulrik Hölzel
© Uni Graz/Tzivanopoulos
© BMF/Schrötter
Neues Buch gibt Einblicke Rudolf Anschober Gut ein Jahr nach seinem Rücktritt als Gesundheitsminister hat Rudolf Anschober (Grüne) am Montag ein Buch über Corona veröffentlicht. Das Werk „Pandemia – Einblicke und Aussichten“ sei „die Summe meiner subjektiven Erfahrungen mit der Pandemie“, so Anschober im Vorwort.
Gefälschte Pillen für Corona-Impfgegner 66
© Pluz Care
© PantherMedia/BiancoBlue
Fälschungsbericht zeigt: Coronaleugner sorgen sich wegen Impfstoffen und greifen zu gefälschten Pillen.
Start-up für Apotheken Radboten bringen Medikamente zu Apothekenkunden. 67
Datendebatte Fachleute diskutieren über Vernetzung von Daten und die Risiken. 70
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HEALTH ECONOMY
Freitag, 15. April 2022
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KOMMUNIKATION
Gesundheit verstehen WIEN. Die Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) möchte das Thema Gesundheitskompetenz verstärkt sichtbar machen und in der Öffentlichkeit verankern. Mit dem erstmals ausgeschriebenen Österreichischen Gesundheitskompetenz-Preis sollen innovative Projekte und Aktivitäten ausgezeichnet und ein Qualitätsverständnis für Maßnahmen in diesem Bereich gesetzt werden. © BMF/Schrötter
Journalisten-Preis Die mit jeweils 2.000 € dotierten Preise werden in drei Kategorien vergeben: Praxisbezogene Projekte oder Initiativen, die 2021 implementiert wurden, sind ebenso preiswürdig wie Beiträge aus der Forschung; in der dritten Kategorie werden journalistische Leistungen honoriert, die in österreichischen Medien (Print, TV, Hörfunk, Websites der entsprechenden Medien) publiziert wurden und die einen Beitrag zur Stärkung der Gesundheitskompetenz in der österreichischen Bevölkerung leisten. (red)
Mehr Fälschungen Nicht zuletzt wegen der Pandemie und der von Impfgegnern forcierten Medikamente ist die Zahl der Fälschungen gestiegen. ••• Von Katrin Grabner
© PantherMedia/FamVeldman
Gesundheitskompetenz Oft gehen im Gespräch zwischen Arzt und Patient viele Informationen verloren.
Pirateriebericht Finanzminister Magnus Brunner (r.) präsentierte mit Gerhard Marosi, Experte im Finanzministerium, den neuen Produktpirateriebericht – mit überraschenden Zahlen.
WIEN. Die Menge an illegalen und gefälschten Medikamenten bei Zollkontrollen erlebte 2021 ein Rekordhoch: 2,62 Mio. Stück Medikamente wurden im vergangenen Jahr aufgegriffen – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 650%. Diese Steigerung ist vor allem auf einen Medikamentenschmuggelfall mit 2,16 Mio. Pseudoephedrin-Tabletten zurückzuführen – eine Chemikalie, die zur Herstellung der Droge Methamphetamin („Crystal Meth“) benötigt wird. Wurmmittel besonders beliebt Bei den gefälschten Medikamenten handelt es sich in erster Linie um Fälschungen bekannter Wirkstoffe beziehungsweise Marken von Potenzmitteln. Besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass 2021 die Aufgriffe des Wurmmittels Ivermectin förmlich explodiert sind. Bei Schwerpunktkontrollen des österreichischen Zolls – vor al-
lem in den Postverteilerzentren – wurden 2021 bei 837 Aufgriffen insgesamt 41.719 Tabletten dieses Arzneimittels beschlagnahmt, davon alleine 743 Sendungen mit 33.394 Tabletten zwischen September und Dezember 2021. „Die Bedingungen, unter denen gefälschte Medikamente produziert, gelagert und transportiert werden, entsprechen nicht annähernd den geltenden Standards der Pharmaindus
Sicherheit beim Kauf eines Medikaments bietet nur die legale Lieferkette. Alexander Herzog Pharmig
trie. Das Ergebnis sind oft mit Schadstoffen verunreinigte Medikamente oder Medikamente, die über-oder unterdosiert sind, oder solche, die überhaupt wirkungslos sind“, erklärt Gerhard Marosi, Produktpiraterie-Experte im Finanzministerium. Vertrieben werden diese Fälschungen über Online-Portale, die den Konsumentinnen und Konsumenten Echtheit und Seriosität vortäuschen. Dahinter steckt meist die organisierte Kriminalität, die keinerlei Rücksicht auf den gesundheitlichen oder finanziellen Schaden für die betrogenen Kundinnen und Kunden oder die Folgekosten für die Gesellschaft nimmt. Für Pharmig-Generalsekretär Alexander Herzog ist klar: „Sicherheit beim Kauf eines Medikaments bietet nur die legale Lieferkette, bestehend aus Hersteller, Großhandel und Apotheke, wo es strenge Sicherheitsvorkehrungen gibt. Rezeptfreie Arzneimittel kann man zudem sicher bei zertifizierten Internet-Apotheken einkaufen.“
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HEALTH ECONOMY
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Pillen per Fahrrad Auch in Wien startet nun ein Apothekenlieferdienst. Das Start-up „Pluz Care“ kooperiert mit Apotheken in der Bundeshauptstadt. ••• Von Katrin Grabner
die wachsende Dominanz der Online-Giganten“, meint Hödl. Der Online-Handel sei generell während der Pandemie durch die Decke gegangen; vor allem der sogenannte Quick Commerce – die zeitnahe Lieferung von im Internet bestellen Produkten – habe überdurchschnittlich stark zugelegt. Für Konsumentinnen und Konsumenten biete man „eine schnelle Lieferung zu regulären Apothekenpreisen“, für die Apotheken eine Lösung, die von Online-Giganten wie Shop Apotheke schwer kopierbar sei, da sie die örtliche Nähe voraussetzt.
den nächsten Monaten will der Lieferdienst schrittweise weitere Apotheken in Wien an Bord holen. Gespräche mit anderen Versandapotheken in Wien laufen bereits, es habe viel positives Feedback gegeben. Ziel seien zumindest sieben weitere Apothekenpartner in der Hauptstadt, um einerseits die Logistik zu optimieren und andererseits die verbleibenden Bezirke Floridsdorf und Donaustadt zu erschließen. Mittelfristig will Pluz Care auch in anderen Städten in Österreich an den Start gehen – geplant ist, spätestens Mitte dieses Jahres zu entscheiden, wann welche Städte dazukommen sollen. Erweiterung des Angebots Im Fokus steht für das Team von Pluz Care Kooperation anstatt Wettbewerb mit den niedergelassenen Apotheken. „Den Apotheken bringen wir Zusatzgeschäft und eine Antwort auf
Versandhandel Apotheken stehen unter wachsendem Druck des Versandhandels, der zunehmend Marktanteile gewinnt. Pharmazeuten suchen deshalb neue Wege.
© PantherMedia/william87
Start-up Pluz Care kooperiert bereits mit dem Apotheker Viktor Hafner, weitere sollen folgen. © Ö. Apothekerk./APA-Fotos./Juhasz
„Testlauf“ in Wien „Wir haben unser Produkt gemeinsam mit Apotheken erarbeitet und planen, dieses auch weiter mit Apothekern zu verbessern. Es geht uns darum, eine faire und spannende Lösung zu schaffen, die für alle einen Vorteil bringt“, erklärt Lena Hödl, Geschäftsführerin und Gründerin von Pluz Care. Erster Partner von Pluz Care ist die Linden-Apotheke im 17. Wiener Gemeindebezirk Hernals, die über die notwendige Medikamente-Versandlizenz verfügt. Sie bietet nicht nur die Lieferung ihrer Produkte an, sondern auch telefonische oder schriftliche Beratung über WhatsApp. Viktor Hafner, Konzessionär der Linden-Apotheke, sieht in dem Service eine „große Chance“ für die Apotheken, am Markt bleiben zu können und weiterhin für die Kunden da zu sein. Er ortet außerdem einen Vorteil darin, dass auch die Apotheke selbst den Kunden und Kundinnen ein Botenservice anbieten kann. Es kann also nicht nur über die Webseite von Pluz Care, sondern auch direkt über die Apotheke bestellt werden. In
© Pluz Care
WIEN. Der neue Express-Zustelldienst für Apothekenprodukte, Pluz Care, hat ein Service in Wien gestartet. Über eine Webseite können rezeptfreie Medikamente, Pflegeprodukte und Nahrungsergänzungsmittel bestellt werden, welche dann innerhalb von 60 min via Fahrradboten geliefert werden. Im Sortiment befinden sich derzeit 700 Waren, welche zu den regulären Öffnungszeiten der Apotheken bestellt werden können, ab einem Bestellwert von 35 € sogar versandkostenfrei. Das Angebot gibt es derzeit für alle Wiener Bezirke westlich der Donau.
Weitere Partner gesucht Hinter dem Lieferdienst Pluz Care steckt das Start-up-Studio „trive studio“, welches Start-ups gründet und auch ausbaut. Eines davon ist der Liederdienst Pluz Care, wo trive studio anfangs das Kernteam stellt, wie Lena Hödl als CEO, die sich zuversichtlich zeigt: „Wir haben mit trive studio bereits Investorinnen und Investoren im Hintergrund, die an das Projekt glauben. Jetzt sind wir auf der Suche nach strategischen Partnerschaften aus den für uns relevanten Bereichen Gesundheits- und Pflegeprodukte sowie der Pharmabranche.“
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HEALTH ECONOMY
Freitag, 15. April 2022
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AUSBILDUNG
Neuer MBA für „Health Tech“
© Uni Graz/Tzivanopoulos
WIEN. Digitalisierung und Technologiewandel erzeugen auch in der Medizintechnik einen hohen Innovationsdruck. Die Branche unterliegt starken Veränderungen, die von wirtschaftlichen und rechtlichen Einflüssen geprägt sind. Die Medical Device Regulation stellt die MedizintechnikBranche immer wieder vor große Herausforderungen. In der Realität fehlt es nicht an Ideen für innovative Medizinprodukte, sondern an Wissen, diese nach den gesetzlichen Vorgaben umzusetzen.
Silvia Glück und Wolfgang Kroutil (beide Uni Graz) verbessern mit einem neuen Verfahren die Pharmaproduktion.
Forscher reduzieren Abfall
Vier Semester als Basis Die Technikum Wien Academy und das Beratungsunternehmen en.co.tec kooperieren bei einem innovativen Weiterbildungsangebot für die MedizintechnikBranche. Der viersemestrige MBA ist berufsbegleitend organisiert und startet im Oktober, die Bewerbungsfrist läuft noch bis Ende Juni. Der neue Master-Lehrgang vermittelt Grundlagen für Changemaker, die im globalen Wettbewerb mit innovativen und rechtlich konformen Strategien erfolgreiche Medizinprodukte entwickeln wollen, erklärt Matthias Scherer, Lehrgangsleiter des MBA Health Tech Management. (red)
Weniger Pharma-Abfälle durch ein Grazer Verfahren: Sonnenlicht aktiviert Sauerstoff und verbessert die Produktionskette. ••• Von Martin Rümmele GRAZ. Bei der Herstellung von Medikamenten fällt oft viel Abfall an. Das liegt unter anderem daran, dass in manchen Fällen die Hälfte des Ausgangsmaterials für bestimmte Herstellungsschritte unbrauchbar ist. Mit Sonnenlicht sollen die bisher für den Müll vorgesehenen Moleküle nun in die gewünschte Form umgewandelt werden, teilt die Universität Graz mit.
Chemikern die Moleküle in eine Art Zwischenstufe umgewandelt und zwar von Biokatalysatoren. Dann wird in einem zweiten Schritt mit der Energie des Sonnenlichts Sauerstoff aktiviert. Dadurch kann die unerwünschte Molekül-Form gänzlich in die gewünschte umgewandelt werden. „Das Ergebnis ist zu 100 Prozent brauchbares Material bei einer völlig schadstofffreien, natürlichen Produktionskette“, sagt Glück.
Das Team rund um Silvia Glück und Wolfgang Kroutil hat ein Verfahren entwickelt, mit dem die Effizienz in der Produktion bestimmter Pharmazeutika nun um 100% gesteigert werden kann. Ihre Ergebnisse haben sie im Fachjournal Angewandte Chemie veröffentlicht. Recycling von Molekülen Die Wissenschaft suchte nach Wegen, um den Abfall nutzbar zu machen. Nun werden von den
Masterstudium „Pharmaceutical Sciences“ in Tirol. INNSBRUCK. In Tirol wird ab dem kommenden Wintersemester ein neues pharmazeutisches Studium angeboten. Das Masterstudium „Pharmaceutical Sciences – Drug Development and Regulatory Affairs“ wird in Zusammenarbeit der Universität und der Medizinischen Universität Innsbruck eingerichtet. Im Fokus dieses internationalen, englischsprachigen Studiums
stehen die Entwicklung und Zulassung von Arzneimitteln. Neben Lehrenden beider Unis sollen Experten aus der pharmazeutischen Industrie und der Zulassungsbehörden „maßgeblich“ beitragen. Die Absolventen sollen „in der Lage sein, komplexe Projekte im Rahmen der modernen Arzneimittelentwicklung zu planen und bis zur Marktzulassung zu begleiten“. (red)
© Universität Innsbruck
© Technikum Wien Academy
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HEALTH ECONOMY
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Debatte über Daten
DIGITALISIERUNG
Registrierung für Medizinprodukte WIEN. Von der bereits seit mehr als zehn Jahren erfolgreichen Partnerschaft zwischen atrify und GS1 Austria profitieren künftig auch Hersteller von Medizinprodukten: Eine von atrify entwickelte und von GS1 Austria servicierte Lösung – die atrify UDI Solution – ermöglicht einen konformen, schnellen und einfachen Transfer von UDI (Unique Device Identification)-Daten an die EUDAMED, die Europäische Datenbank für Medizinprodukte. Damit erhalten Hersteller von Medizinprodukten nicht nur die UDIs für ihre Produkte, sondern können ihre Produktdaten für EUDAMED auch validiert verwalten und registrieren.
© PantherMedia/BiancoBlue
Industrie fordert klar geregelte Dateninfrastrukturen, digitale Kompetenzen und Offenheit für Datenbereitstellung.
Abstimmung mit Behörden Während der Entwicklung des UDI-Moduls von EUDAMED hat atrify eng mit der Europäischen Kommission sowie den Wirtschaftsverbänden der Industrie zusammengearbeitet, teilten die beiden Unternehmen mit. (red)
Die bessere Vernetzung von Gesundheitsdaten soll die Forschung an neuen Therapien erleichtern, sagen Experten.
••• Von Martin Rümmele
© atrify
Neue Lösung atrify und GS1 Austria bieten neue Möglichkeiten für Medizinprodukteunternehmen.
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WIEN. Die SARS-CoV-2-Pandemie habe gezeigt, dass ein besserer Zugang zu Gesundheitsdaten für Forschung und öffentliche Gesundheit nötig ist, waren sich Experten bei einer virtuellen Veranstaltung der Pharmig Academy einig. „Der medizinische Fortschritt ist unaufhaltsam. Daten, ihre Nutzung sowie die Digitalisierung spielen dabei eine ganz wesentliche Rolle. Aber wo wir in dieser Entwicklung stehen, wie die Zukunft der Datennutzung aussieht und wie wir es schaffen, die daraus gewonnenen Erkenntnisse auf unser Leben und unsere Zukunft zu übertragen, das sind Fragen, die noch unbeantwortet sind“, sagte Robin Rumler, Präsident der Pharmig Academy. Digitale Datennutzung trage dazu bei, den medizinischen
Fortschritt zu beschleunigen und könne Antworten bei schweren und unheilbaren Erkrankungen geben. Das ist aber nur dann möglich, wenn die dafür erforderlichen Daten entsprechend vernetzt und genutzt werden. Die EU-Kommission möchte daher den sogenannten European
Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten und wertvollsten Daten, die es gibt. Johannes Steinhart Vizepräsident Ärztekammer
Marketing & Media – hier findest du alle Experten
Health Data Space umsetzen, der eine grenzüberschreitende Analyse von Gesundheitsdaten nach einheitlichen Standards ermöglichen soll. Traditionell sei der Gesundheitssektor zwar reich an Daten, da diese aber in ihren eigenen Silos brachliegen, sind sie damit nur bedingt interpretierbar. Ärzte warnen vor Gefahren Skepsis kommt von Ärzten: „Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten und wertvollsten Daten, die es gibt“, betont Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte: „Daher kann man im Umgang mit ihnen gar nicht vorsichtig genug vorgehen, besonders, wenn verschiedene Datenbanken miteinander verschnitten werden“, sagt Steinhart.
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COVER
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industrial technology IT & telecom Feurig RHI Magnesita setzt bei Feuerfestmaterialien auf Kreislaufwirtschaft 76
Findig Neuer Branchentreff des Fortschritts mit Robotik, Automation, IoT & Co 77
Fruchtig Apple-Doyenne Berenice Kuntner, CEO Tools at Work, im Interview 78 Experten Michael Zettel und Christian Winkelhofer von Accenture Österreich gaben Einblicke in die Welt von morgen.
© FV UBIT/Strasnik
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Ursula Simacek © Rene Brunhölzl
Simacek Gruppe Ursula Simacek, CEO der Simacek Gruppe, folgt auf Stefan Krauter, CEO der cargo-partner Gruppe, als Ehrenpräsidentin beim 20. Jubiläum des Constantinus Awards, Österreichs renommiertem Beratungs-, Buchhaltungs- und IT-Preis. „Als CEO eines Multidienstleistungsunternehmens weiß ich, wie wichtig die professionelle Kooperation zwischen Unternehmen und Beratung ist“, betonte Simacek bei ihrer „Angelobung“.
Das Metaverse, unendliche Weiten 72
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Accenture zeigt in ihrer Technology-Vision 2022 Schlüsseltrends im virtuell-realen Zusammenspiel auf.
Projektende I MPreis nimmt TÜV-geprüften Elektrolyseur für grünes H2 in Betrieb. 74
Projektende II iDev40 brachte Spannendes in der Mikroelektronik zutage. 76
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Let’s meet in the Metaverse! Unsere heutige Welt kennt nicht nur eine W elt. Wenn Mensch und Digitalisierung zusammentreffen, entstehen unendliche Möglichkeiten.
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••• Von Helga Krémer
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eit über 20 Jahre beobachtet Accenture mit der „Technology Vision“ systematisch die Unternehmenslandschaft, um aufkommende Technologietrends zu identifizieren. Die „Technology Vision 2022“ integriert Erkenntnisse des „Technology Vision External Advisory Board“, das sich aus mehr als zwei Dutzend erfahrenen Experten aus öffentlichen und privatwirtschaftlichen Institutionen, aus Bildung und Forschung, aus Risikokapitalgebern und aufstrebenden Jungunternehmen zusammensetzt. Zudem hat das Technology Vision-Team Interviews mit IT-Koryphäen und Branchenexperten geführt und zudem mit 100 AccentureGeschäftsführern gesprochen. Mittels einer weltweiten Online-Umfrage unter 4.650 Geschäfts- und IT-Führungskräften und 24.000 Konsumenten konnte Accenture Research weitere Erkenntnisse über die Akzeptanz neuer Technologien gewinnen. Die Umfrage lieferte Daten, um die wichtigsten Themen und Prioritäten für die Implementierung von Technologien und Investitionen zu identifizieren. Die Befragten waren Führungskräfte des C-Levels und leitende Angestellte in Unternehmen aus 35 Ländern und 23 Branchen. Technologische Entwicklung Weltweit sehen 98% der Führungskräfte technologische Entwicklungen als wichtige Quelle für die eigene Unternehmensstrategie. Mit der Technology Vision 2022 „Meet me in the Metaverse“ zeigt Accenture, wie das Metaverse als technologische Entwicklung die nächsten Jahre bestimmen wird. „Die Einsatzmöglichkeiten des Metaverse sind äußerst vielfäl-
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tig. Die Interaktion mit Kunden, unsere Arbeitsweisen, die Art der Produkte und Dienstleistungen, der Vertrieb, die Gestaltung des Betriebs, das unternehmerische Denken und Handeln werden sich grundlegend verändern“, sagt Christian Winkelhofer, Managing Director Neue Technologien Accenture Österreich. Das Metaverse stelle eine neue Realität dar, in der die physische und digitale Welt zusammenwachsen. „Das eine Metaverse gibt es jedoch nicht, vielmehr ist es ein Kontinuum an Möglichkei-
verse in den kommenden Jahren maßgeblich prägen werden. Die vier Trends • Das „virtuelle Ich“: Die digitale Identität wird wichtiger denn je. Unternehmen müssen ihre Online-Präsenz radikal verändern und sich auf neue Art und Weise mit Kunden, Partnern und einer zunehmend digitalen Belegschaft verbinden. • Die programmierbare Welt: Physische und digitale Welt wachsen zusammen. Neue Technologien, wie Ambient
© Rene Brunhölzl
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Accenture-Metaverse-Experten Michael Zettel und Christian Winkelhofer.
ten, in dem Mensch und Künstlichen Intelligenz aufeinandertreffen“, betont Winkelhofer. „Wir kennen die Technologien, die bestimmend sein werden. Diese Technologien geben die künftigen Entwicklungen vor. So können wir die Trends, die in den nächsten Jahren dominierend sein werden, aus den Zukunftstechnologien ableiten“, ergänzt Michael Zettel, Country Managing Director Accenture Österreich. In der Technology Vision 2022 identifizierte Accenture nun vier Schlüsseltrends, die das Meta-
Computing oder Augmented Reality, werden in die physische Umwelt eingebunden und ein noch nie da gewesenes Potenzial an Kontrolle, Automatisierung und Personalisierung ermöglichen. • Die unwirkliche Wirklichkeit: Menschliches Verhalten wird zu einer Kerneigenschaft der Künstlichen Intelligenz, ebenso wie die Daten, die Unternehmen in ihre Prozesse einbinden. Unternehmen sind in den Mittelpunkt einer Welt gerückt, in der es um die Frage geht, was real ist und was
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nicht. Und: Inwiefern die Grenze zwischen diesen beiden überhaupt noch relevant ist. • Die Berechnung des Undenkbaren: Die Grenzen des Berechenbaren ändern sich. Quantencomputer und andere technologische Entwicklungen ermöglichen es, bisherige Hürden zu überspringen. Führungskräfte müssen in Zukunft grundlegende Annahmen über ihre Unternehmen infrage stellen und gegenüber neuen Perspektiven offen sein. Die große Unbekannte „Die Möglichkeiten des Metaverse sind geradezu unbegrenzt. Für viele ist das Metaverse allerdings noch eine große Unbekannte“, betont Christian Winkelhofer. 73% der befragten Östereicherinnen und Österreicher kennen den Begriff Metaverse entweder gar nicht oder wissen nicht, was er bedeutet. Doch die Erwartungen an technologische Entwicklungen sind groß, bei Unternehmen und Konsumenten. So sind 71% der Führungskräfte weltweit und 43% der Führungskräfte in Österreich überzeugt, dass das Metaverse einen positiven Einfluss auf ihr Unternehmen haben wird. 57% der österreichischen Konsumenten erwarten, dass Unternehmen die technologischen Möglichkeiten nutzen, um große gesellschaftliche Herausforderungen zu adressieren. „Das Metaverse bietet viele Möglichkeiten, bedeutet aber auch viel Verantwortung. Nur 18 Prozent der österreichischen Konsumenten vertrauen den Unternehmen beim Einsatz von KI. Das ist ein deutlicher Auftrag an die österreichischen Unternehmen, Vertrauen zu schaffen, um den Weg in eine digitale Zukunft zu ebnen“, ordnet Winkelhofer die Ergebnisse der Technology Vision 2022 ein.
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Grün und geprüft Der Tiroler Lebensmitteleinzelhändler MPreis nimmt seine Elektrolyse-Anlage zur Produktion von grünem H2 in Betrieb.
Zertifizierte Sicherheit Für die technische Umsetzung der Elektrolyseanlage griff MPreis auf heimische Expertise zurück und setzte unter anderem bei der Installation des Elektrolyseurs auf die Unterstützung von TÜV Austria. Der Fokus wurde hier auf sicherheitsrelevante Prozesse gelegt. „Wichtige sicherheitstechnische Einrichtungen konnten bereits im Zuge der Projektierungs- und Errichtungsphase umgesetzt werden, wodurch die Inbetriebnahme der Elektrolyseanlage planmäßig stattfinden konnte“, sagt Peter Gredler, Projektverantwortlicher und Leiter der TÜV Austria Geschäftsstelle in Innsbruck. „Die Prüfung erfolgte aufgrund optimaler Vorbereitung vor Ort ohne Probleme und konnte rasch abgeschlossen werden.“
© MPreis/Franz Oss (2)
CO2-neutral und emissionsfrei zu beliefern.“ Für die neue Elektrolyseanlage am eigenen Betriebsstandort setzt MPreis auf die PAE-Elektrolyse (Pressurized Alkaline Electrolysis, alkalische Druckelektrolyse). „Diese hat sich schon lange bewährt und ist sehr zuverlässig. Wir brauchen verlässliche Lösungen, weil unsere Lkw immer fahren und die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff also laufend gewährleistet werden muss“, erklärt der Projektinitiator und Leiter von MPreis Sustainable Energy Solutions, Ewald Perwög.
Startschuss Peter Gredler, Leiter der TÜV Austria Geschäftsstelle in Innsbruck, freut sich, „dass die Produktion von grünem Wasserstoff nun also beginnen kann, womit der Tiroler Nahversorger einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft leisten wird“.
© TÜV Austria
WIEN/INNSBRUCK. Seit 2016 wurde geforscht und entwickelt, im März 2020 fand der Spatenstich statt, Ende März ging am Produktionsstandort des Tiroler Familienunternehmens MPreis in Völs bei Innsbruck Europas größte Single-Stack-Elektrolyseanlage in Betrieb. Sie produziert mithilfe von Ökostrom „grünen Wasserstoff“. Für die Technologie der neuen Anlage wurde auf einen „Big Player“ gesetzt, Sunfire Switzerland, einer der weltweit führenden Elektrolyseanbieter. „Wir haben bei MPreis einen 3,2 MW Druck-Alkali-Elektrolyseur installiert. Dieser stellt eine technologische Weiterentwicklung unserer bisherigen Elektrolyseure dar, die wir in industriellen Projekten auf der ganzen Welt im Einsatz haben“, sagt Sunfire-CEO Nils Aldag. „Der Elektrolyseur verfügt über einen Betriebsdruck von bis zu 30 bar und ist besonders gut für industrielle Anwendungen geeignet.“
Pro Tag können am Standort Völs 1.300 kg Wasserstoff produziert und 700 kg vor Ort in drei Spezialtanks gelagert werden. Drei Tanks, drei Ziele „Der selbst erzeugte grüne Wasserstoff wird in einem ersten Schritt zum Ausgleich von Stromschwankungen im österreichischen Stromnetz beitragen“, erläutern MPreisGeschäftsführer Peter Paul und David Mölk und verraten weitere Details zum Projekt. Denn in weiterer Folge werde der grüne Wasserstoff auch zur Beheizung der Backöfen der Bäckerei Therese Mölk in Völs verwendet. „Ein echter Meilenstein wird die sukzessive Umstellung unserer gesamten Lkw-Flotte auf Brennstoffzellen-Fahrzeuge sein, die an unserer eigenen Tankstelle in Völs mit grünem Wasserstoff betankt werden. Damit werden wir als erstes mittelständisches Unternehmen Österreichs damit beginnen, unsere Tiroler Lebensmittelmärkte
Einer von drei David Mölk, Ewald Perwög, Julia Mölk und Peter Paul Mölk von MPreis mit Mathias Mölk, Bäckerei Therese Mölk, vor einem ihrer Spezialtanks der Tiroler Firma APL Apparatebau (v.l.).
Speerspitze der Entwicklung Das Investitionsvolumen für die neue Anlage in Völs beläuft sich auf 13 Mio. €. Die Hälfte davon wurde durch Fördermittel aufgebracht. Die Wasserstoffanlage MPreis ist ein Ergebnis des EU-Projekts Demo4Grid sowie der WIVA P&G (Wasserstoff initiative Vorzeigeregion Austria Power & Gas) HyWest und die Speerspitze der Entwicklung einer regionalen grünen Wasserstoffwirtschaft in Mitteleuropa. Diese wird seit Jahren am Wasserstoffforschungszentrum HyWest systematisch entwickelt und im Rahmen der Codex Partnership des Green Energy Center Europe Schritt für Schritt auf- und ausgebaut. (hk)
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KAPSCH BUSINESSCOM
Neuer Name, neue Vice President
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WIEN. Die Mitte 2021 aus der Kapsch Gruppe ausgegliederte Kapsch BusinessCom AG heißt ab 1. April K-Businesscom AG. Neu in der Führungsriege ist Cornelia Nussbaumer als Vice President People. Sie verantwortet nun das PersonalManagement für mehr als 1.500 Mitarbeitende in der D-A-CH-Region, Rumänien und Tschechien. CIRCULAR GLOBE LABEL
Beck überzeugt mit Holznägeln
Das Projekt „iDev40“ lief drei Jahre lang und beteiligte 39 Partner aus sechs Ländern, davon zwölf Partner aus Österreich.
MAUERKIRCHEN. Der 118 Jahre alte Befestigungsspezialist Raimund Beck KG aus Mauerkirchen (OÖ) erhält als weltweit erstes Unternehmen das Circular Globe Label für Kreislaufwirtschaft. Das Label wurde von der Quality Austria in Kooperation mit der Schweizer SQS entwickelt und bewertet das gesamte System eines Unternehmens auf ihre Kreislauffähigkeit. Auf der Produktebene konnte Beck besonders mit „Lignoloc“, dem ersten magazinierten Nagel aus Holz (siehe Bild), überzeugen sowie mit Nagelschrauben namens „Scrail“, die die Vorteile von Nägeln und Schrauben unter einen Hut bringen.
Innovationen in der Mikroelektronik lassen sich durch Künstliche Intelligenz und digitale Vernetzung noch besser beschleunigen. VILLACH. Wie es gelingt, Innovationen in der Mikroelektronik über Standorte hinweg effizienter, sicherer und schneller umzusetzen und die Menschen und ihre Kompetenzen für die Arbeitsplätze der Zukunft mitzunehmen, dem ging das von Infineon Austria geleitete europäische Projekt iDev40 (Integrated Development 4.0) auf den Grund. „Das Projekt ‚iDev40‘ hat es ermöglicht, dass nun nach Projektende Methoden und Werk-
und flexibel Anpassungen in der Fertigung vorgenommen werden können. Was bisher nur durch umfangreiche und aufwendige Versuche und Tests machbar war, wird nun durch einen „Digitalen Zwilling“ umgesetzt; umgelegt auf Zeit: Drei Monate vs. eine Woche. Außerdem kann die Software länderübergreifend in mehreren Fertigungsstandorten – etwa in Österreich, Deutschland oder Malaysia – genutzt werden. (hk)
zeuge vorliegen, um die Mikroelektronik-Wertschöpfungskette durchgehend digital zu verbinden“, so Sabine Herlitschka, CEO Infineon Technologies Austria. Das Ergebnis Beim „Enhanced Experiment Management System“ handelt es sich um ein maßgeschneidertes Software-Programm, mit dem durch mathematisch Simulationsmodelle reale Entwicklungsabläufe digital dargestellt
Grünes Etappenziel RHI Magnesita setzt auf Kreislaufwirtschaft. WIEN/MITTERDORF. RHI Magnesita hat sein neues Recycling Center in St. Barbara im Mürztal/Mitterdorf eingeweiht. Damit werden in der Steiermark bis 2025 ca. 25.000 t gebrauchte Feuerfestmaterialien pro Jahr zur Wiederverwendung aufbereitet werden. Das spare nicht nur große Mengen an Rohstoffen ein, sondern bedeute auch 45.000 t weniger CO2-Emissi-
onen pro Jahr, hieß es bei Einweihungsfeier. Das neue Recycling Center in Mitterdorf ermöglicht es, die gebrauchten Feuerfestprodukte in eine Kreislaufwirtschaft einzubringen. Dabei werden die Steine gereinigt, sortiert, aufbereitet, recycelt und im Anschluss wiederverwertet. Rd. 7 Mio. € nahm RHI Magnesita für das neue Center in die Hand. (hk)
© RHI Magnesita/Harson
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Integrated Development
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Wertvoller Rohstoff
HANDELSKRAFT
„Grünes Gas“ bekommt Börse
© Zoltán Kalmár/Pixabay
„Mit Holz eine nachhaltige Zukunft bauen“, ist das Motto des Forst- und Holz-Gipfels. Für Experten ein wichtiger Impuls.
In den vergangenen zehn Jahren ist Österreichs Wald durchschnittlich um 3.400 Hektar pro Jahr gewachsen.
WIEN. Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, beriet Anfang April mit Vertreterinnen und Vertretern des Forst- und Holzsektors über die Zukunft der holzbasierten Wertschöpfungskette – sehr zur Freude des Fachverbands der Holzindustrie. Im Rahmen des Gipfels wurde auch die Österreichische Holzinitiative vorgestellt – sie enthält konkrete Maßnahmen,
die den Rohstoff Holz als Bauund Werkstoff sowie als Energieträger effizient und innovativ nutzen – und der Startschuss für den Think-Tank Holz (wood Circle) gegeben. Holzpotenzial heben Für Herbert Jöbstl, Obmann des Fachverbands der Holzindustrie Österreichs, stellte der Forstund Holz-Gipfel einen wichtigen Impuls für die Branche dar. Nun sei es wichtig „die Kräfte zu bün-
deln und das große Potenzial unserer Holzwirtschaft zu nutzen.“ Holz ist in Europa reichlich vorhanden. Die Waldfläche in der EU hat im Zeitraum 1990– 2020 um fast zehn Prozent zugenommen, und nur schätzungsweise 63% des jährlichen Holzuwachses werden geerntet. Die Holzvorräte in der EU sind seit 1990 um 8 Mrd. Festmeter gewachsen. „Wir könnten in Europa problemlos und nachhaltig mehr Holz ernten“, so Jöbstl. (hk)
WASSERKRAFT
Steirer Strom mit Laufkraftwerk
GEISTESKRAFT
Borealis ist Patentekaiser WIEN. Borealis verzeichnete im Jahr 2021 insgesamt 210 Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt, brach damit erneut seinen eigenen Rekord von 182 Patentanmeldungen aus dem Vorjahr und liegt in Österreich damit auf Platz 1. Auf Platz 2 liegt die ZKW Group mit 74 Patentanmeldungen.
Neuer Branchentreff
© Walter Eichner
Fortschritt mit Automation, Robotik, IoT & Co. gressveranstaltung „Automation Forum 2022“. Das Forum will man mit möglichst breiter Unterstützung der heimischen Automatisierungsanbieter ausrichten. „Wir verstehen uns als Branchenplattform und sind daher offen für weitere Partner und Sponsoren“, erklärt Walter Eichner, Business Development Manager von Beckhoff Automation. (hk)
WIEN. Central European Gas Hub (CEGH) ein Unternehmen der OMV, der Wiener Börse sowie dem slowakischen Gasnetzbetreiber Eustream und der größte Gashandelsplatz in Zentral- und Osteuropa mit einem Gesamthandelsvolumen von 749 TWh in 2021, hat einen neuen Handelsplatz für „grünes Gas“ aus der Taufe gehoben. Mit der CEGH GreenGas Platform wird erstmalig eine Handelsplattform zur Verfügung stehen, um die Dekarbonisierung der Gasmärkte zu unterstützen.
GRATKORN. Offizieller Baustart für das Murkraftwerk Gratkorn: Das neueste Gemeinschaftskraftwerk von Verbund und Energie Steiermark entsteht nördlich von Graz und wird ab 2024 mit einer Leistung von 11 MW jährlich etwa 54 Mio. kWh grünen, CO2-freien Strom erzeugen. Die Investitionssumme beläuft sich auf rd. 80 Mio. €.
Gehörst du dazu?
WIEN. Die durch die Absage der Smart Automation Austria entstandene Informationslücke wird nun von einer Gruppe „beherzter Automatisierungsanbieter“, Beckhoff Automation, Festo, K -Businesscom, Phoenix Contact, Rittal, Smart Automation Austria gemeinsam mit dem TÜV Austria als Veranstalter geschlossen: Am 29. und 30. Juni in Vösendorf bei Wien als Kon-
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Apple-Doyenne „iKuntner“ Berenice Kuntner, CEO Tools at Work, über Innovationen, die Zukunft von Apple und was Blattschneiderameisen mit ihrem Team gemein haben.
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medianet: Seit dem ersten Mac intosh in Wien in den Achtzigern ist viel Zeit vergangen – Mac, iPad, iPhone – wie wird sich nach Ihrer Einschätzung Apple weiterentwickeln? Und wie soll te sich Apple weiterentwickeln? Berenice Kuntner: Klarerweise wird Apple bestehende Produkte weiterentwickeln, um Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit weiter auszubauen. Dabei ist es meiner Meinung nach gar nicht nötig, dass alles immer schneller und stärker wird – das ist für die User manchmal sogar ein Nachteil. Was soll noch alles beschleunigt werden? Sind wir doch ehrlich: Viele Menschen, natürlich auch jüngere, sind mit Multitasking einfach überfordert und kämpfen zum Teil mit den gesundheitlichen Auswirkungen. Was natürlich Sinn macht, sind die Bemühungen von Apple, die Produkte möglichst umweltverträglich und nachhaltig zu produzieren.
© Tools at Work
m Jahr 1996 gründeten Walter Kuntner und seine Frau Berenice Tools at Work in der Wiener Zirkusgasse 40 – damals bereits mit zehn Jahren Erfahrung als Mitgründer von Hard+Soft, die die Vermarktung des damals neuen Apple-Computers (Macintosh Plus) im Fokus hatte. Den Kern von Tools at Work bildet heute ein Stab von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Mac seit mehr als 30 Jahren kennen – ergänzt um junge Kolleginnen und Kollegen der neuen Technikergeneration. Viele von ihnen sind von Apple zertifizierte Spezialisten. Ihnen voran geht seit Jahren Berenice Kuntner, Österreichs Apple- Doyenne und Innovationstreiberin. medianet bat zum Interview.
Ich finde, Apple sollte wieder mehr in die Langlebigkeit der Geräte investieren und weggehen von geschlossenen Systemen. Wenn wieder mehr Komponenten austauschbar wären, wie noch vor einigen Jahren, könnten wir mehr reparieren und damit zur Nachhaltigkeit beitragen. Warum muss ich bei einer defekten Festplatte ein ganzes Motherboard tauschen? Man sollte Apple-Geräte wieder ordentlich reparieren und updaten können und ein MacBook nicht wegschmeißen müssen, weil zum Beispiel die Festplatte für ein Update zu klein ist. Das wäre mein Wunsch an Apple.
medianet: Ihr seid zwar die ers te Adresse für Apple-Angelegen heiten, Tools at Work hat aber noch viel mehr zu bieten, das jetzt nicht zwingend mit dem angebissenen Apferl zu tun hat. Wie kam es dazu? Kuntner: Das hat sich über die Jahre so entwickelt. Wir haben uns immer den Kundenwünschen entsprechend spezialisiert, zugehört, was unsere Kunden brauchen, und überlegt, wie wir ihnen dabei helfen können. Deshalb gibt’s zum Beispiel unseren Video/Audio-Bereich, in dem wir zahlreiche Kunden aus der Film- und Medienbranche betreuen. Oder auch Tools4Safe,
unsere Abteilung für Gebäude-, Sicherheits- und Elektrotechnik, die wir gerade weiter ausbauen – mit Schwerpunkt auf die Errichtung von E-Ladestationen. Es gibt laufend interessante Entwicklungen, bei denen wir einfach am Ball bleiben. Zum Beispiel wird Smart Home immer komplexer: Heute kann man nicht einmal sein Schlafzimmerlicht ohne iPhone ausschalten! Oder Stichwort MDM, Mobile Device Management – das betrifft die Verwaltung der vielen mobilen Geräte in Firmen, wo wir den Kunden ein Tool in die Hand geben, um die Funktionstüchtigkeit und Güte der Batte-
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rien zu überprüfen oder festzustellen, ob das System aktuell ist, ohne ein Gerät in die Hand nehmen zu müssen. So kann man Geräte auch sperren, damit Daten nicht in die falschen Hände geraten. medianet: Und dann auch noch Photovoltaik? Welche Rolle spielt ihr da? Kuntner: Gerade in Zeiten wie diesen, wo wir feststellen, wie abhängig wir von fossiler Energie sind, bestätigt sich unser Weg, uns um nachhaltige Energiequellen im kleinen Bereich zu kümmern. Zielgruppe sind Leute, die sich energiemäßig so weit autark machen wollen, um ihre Kommunikation am Laufen zu halten. Hier bieten wir zum Beispiel in Zusammenarbeit mit einer innovativen Grazer Firma Photovoltaik-Module für Balkon und Garten an. medianet: Ich habe den Ein druck, der innovative AppleEsprit längst vergangener Tage schlägt bei euch auf Bereiche durch, mit denen man Apple
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© Tools at Work (2)
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Sneek Peek Ein „Tulser“ (Mitarbeiter von Tools at Work, Anm.) bei der Arbeit in der hauseigenen Apple-Werkstatt, Zirkusgasse 39, schräg vis-à-vis vom Tools at Work Apple Shop.
jetzt nicht gleich in Zusammen hang bringen würde? Zufall? Kuntner: Nein, wenn man über 35 Jahre lang versucht, diesen Spirit zu tragen, bleibt das natürlich nicht aus. Gerade bei innovativen Energiekonzepten spielt die Steuerung eine große Rolle. Da bieten sich iPhone und iPad an. Diese Steuerungstechniken sind leider nicht ganz so einfach wie immer gedacht. Auch hier braucht man Spezialisten, die wir schon seit Langem ausbilden. Ein Zukunftsthema ist für uns zum Beispiel Urban Gardening. Die Leute wollen etwas für die Umwelt tun und unabhängiger werden, aber das ist sehr aufwendig. Mit Steuerungstechnik via iPhone wird das Gemüsebeet am Balkon auch gegossen, während man auf Urlaub ist. medianet: Sie haben zweifellos im Bereich Hard- und Software einiges kommen und gehen ge sehen. Was war für Sie das Inno vativste – das mit dem größten Wow-Effekt? Und was das Selt samste bzw. Entbehrlichste? Kuntner: Das Seltsamste war etwas, was die meisten Menschen gar nicht kennen, und zwar der Pippin, eine Spielkonsole von Apple. Ehrlich gesagt wissen wir gar nicht, ob die jemals wirklich geliefert wurde. Wir haben ein amerikanisches Einzelstück in unserem Archiv … Das Coolste war sicher das erste iPhone. Mein Mann und ich sind damals bei der Vorstellung durch Steve Jobs im Auditorium in San Francisco in der zweiten
Teamplayer In Berenice Kuntners Team finden sich nicht nur Expertinnen und Experten für Apple – auch die Bereiche Video/ Audio und Elektrotechnik sind abgedeckt.
N715 Viva Las Vegas Tools at Work nimmt von 23. bis 27. April an der NAB Show, der weltgrößten BroadcastKongressmesse, teil. Zu finden am Stand N715 im Las Vegas Convention Center.
Reihe gesessen und haben das Ganze live miterlebt. medianet: Was planen die ‚Tul ser‘ at für 2022? Kuntner: Wie bereits erwähnt, planen wir den Ausbau unserer Elektrotechnik-Abteilung. Außerdem bietet uns der neue Mac Studio jetzt im Profibereich die Basis für neue, interessante Projekte. Auch unsere Schwesterfirma ToolsOnAir, die seit 2008 Software für Fernsehstationen entwickelt und weltweit vertreibt, sieht hier neues Potenzial. medianet: Tools at Work hat vor Kurzem die Patenschaft für die Blattschneiderameisen im Haus des Meeres übernommen. Was steckt da dahinter? Kuntner: Wir sind relativ gut durch die Krise gekommen, das Haus des Meeres dagegen braucht Unterstützung. Daher haben wir uns entschlossen, die Patenschaft der Blattschneiderameisen zu übernehmen. Diese kleinen Tierchen sind wie wir: sehr fleißig, perfekt organisiert und echte Teamplayer. Das entspricht auch unserer Philosophie: Die wirklich gute Zusammenarbeit eines Teams funktioniert nur, wenn Menschen auch lange zusammenarbeiten. Sie basiert auf Vertrauen zu und zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und auf gegenseitiger Unterstützung. Die Kundin bzw. der Kunde ist Teil dieses Ganzen, viele von ihnen werden zu Freunden. Kurz und gut: Im ‚Tulser Dorf‘ in der Zirkusgasse hat man Familienanschluss! (hk)
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