22. Jahrgang
No. 2292
Irrelevant Thomas Kralinger und Hans Metzger mahnen eine Reform der Media-Analyse ein 10
Freitag, 8. April 2022
Euro 4,–
Revolutionär EHI Retail Institute prognostiziert Self-Checkout und kassenfreie Supermärkte 34
Aufgewertet Harald Kilzer, Apollo Vredestein Austria, über Standortfragen 72
© Apollo Vredestein
Mit 24 Seiten marketing & media ab Seite 9 Pirker kritisiert MA 4Gamechanger-Koop PR für Kultur; wie? Staatspreis Marketing
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MONDI © 3e/MTmedien
Österreichische Post AG,WZ 20Z042164 W ••• medianet Verlag GmbH, Brehmstraße 10/4, 1110 Wien ••• Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
Special media-analyse Etliche Rückgänge 22 Kleine: Stark im Süden 26
Mit Omnichannel ins digitale Zeitalter 3e-CEO Markus Dulle über seinen „Store 4.0“, den modernsten Omnichannelfachmarkt Europas.
Thomas Ott auf Chefposten berufen WIEN. Der Wiener Thomas Ott ist neuer Chef für die Geschäftsbereiche Flexible Packaging und Engineered Materials des int. Verpackungs- und Papierherstellers Mondi. Er ist dort für 12.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von rund 4 Mrd. € in 29 Ländern verantwortlich.
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Freitag, 8. April 2022
Österreich war neutral, Österreich ist neutral, Österreich wird auch neutral bleiben. Für meinen Teil ist damit die Diskussion beendet.“ Zitat der Woche Bundeskanzler Nehammer beendet eine nicht vorhandene Debatte
Impressum Medieninhaber: medianet Verlag GmbH 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke Geschäftsführer: Markus Bauer Verlagsleiter: Bernhard Gily Chefredaktion/Leitung Redaktionsteam: Mag. Sabine Bretschneider (sb – DW 2173; s.bretschneider@medianet.at), Stellvertreter der Chefredakteurin: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175; d.fejzuli@medianet.at)
EDITORIAL / INHALT
Immerwährende Bequemlichkeit Über Österreichs Sicherheitspolitik ziehen Wolken auf. Man kann den Wetterbericht auch ignorieren. Leitartikel ••• Von Sabine Bretschneider ZWISCHENBILANZ. Sechs Wochen dauert der russische Angriffskrieg in der Ukraine mitt lerweile. Die Prognosen sind so ungünstig wie ambivalent. Selbst jene, die im Regelfall mit einfachen Lösungen glänzen, wissen diesmal nicht recht, woher der Wind of Populism weht. Ein Gefangenendilemma ohne die Option, durch geschickte Kooperation oder durchtriebenen Verrat den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Seit im Juli 1945 in New Mexico erstmals ei ne Atombombe gezündet wurde, sind die Optio nen kriegführender Nationen so unbegrenzt wie eingeschränkt. Wer in den gefährdeten Nach barstaaten Russlands auf die Beistandspflicht der NATO zählt, der könnte auf Sand bauen. Dass die NATO in einen Atomkrieg mit verhee renden Folgen einsteigt, ist schwer vorstellbar. Andererseits, an Österreich perlt das Desas ter ohnehin relativ rückstandsfrei ab. Pochen wir doch auf die „immerwährende Neutralität“, deren sicherheitspolitische Bedeutung inzwi
Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at Redaktion: Christian Novacek (stv. CR; nov – DW 2161), Paul Hafner (haf – DW 2174), Helga Krémer (hk), Reinhard Krémer (rk), Martin Rümmele (rüm), Josephine Wolfram (jw), Jürgen Zacharias (jz) Zuschriften an die Redaktion: redaktion@medianet.at Lektorat: Mag. Christoph Strolz Grafisches Konzept: Verena Govoni Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Fotoredaktion: Jürgen Kretten Fotoredaktion/Lithografie: Beate Schmid Druck: Herold Druck und Verlag AG, 1030 Wien Vertrieb: Post.at Erscheinungsweise: wöchentlich (Fr) Erscheinungsort: Wien Einzelpreis: 4,– ¤ Abo: 179,– € (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 229,– € (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungszeitraums bei 6-wöchiger Kündigungsfrist; es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. §25 Mediengesetz: https://medianet.at/news/page/offenlegung/
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schen sogar Israels Iron Dome in den Schatten stellt. Militärische Sicherheit ohne die damit verbundenen Kosten einer funktionierenden Landesverteidigung. Die Möglichkeit völliger Flexibilität in geostrategischen und ethischen Kalamitäten. Bequeme Sorglosigkeit, die sich als Pazifismus tarnt. Österreich sei im Ukraine krieg zwar „militärisch neutral“, aber nicht „politisch“, interpretierte es kürzlich der Bun deskanzler. Eben. Das Verteidigungsministerium hat am Don nerstag den sicherheitspolitischen Bericht „Risikolandschaft Österreich 2022“ präsentiert und darin die „zentralen sicherheitspolitischen Herausforderungen“ herausgearbeitet. Ein Zitat: „Die Europäische Union (steht) vor der doppelten Herausforderung, sich einerseits auf internationaler Ebene gegenüber anderen Großmächten als eigenständiger Akteur zu be haupten. Gleichzeitig ist die EU gefordert, den inneren Zusammenhalt zu wahren, der (…) von seiten Russlands mit militärischen Drohungen und Cyberattacken auf die Probe gestellt wird.“ „Die EU“. Ohne Österreich halt. Wir sind neutral.
Inhalt COVERSTORY
RETAIL
HEALTH ECONOMY
„Wir wollen Gas geben“ .......... 4 3e-CEO Markus Dulle über den weiten Weg der Digitalisierung
Nur eine Frage der Zeit? .......... 34 Der LEH denkt laut über kassafreie Supermärkte nach
Gaskrise trifft Industrie ............ 58 Importstopp von Gas gefährdet systemrelevante Prozesse
MARKETING & MEDIA
Billa Plus, Penny Minus ........... 36 Rewe-Bilanz fällt gemischt aus
Pharma denkt um ..................... 60 Novartis richtet sich neu aus
Kritik an Media-Analyse .......... 10 Befragungsmethode sei dringend „reformbedürftig“
Lidl legt leicht zu ...................... 38 Diskonter forciert vegan und bio
DESTINATION
ORF und Private kooperieren . 14 4Gamechanger Festival
Wieder im Aufwind ................... 39 Unito auf der Erfolgsspur
Staatspreis Marketing .............. 18 Tenor: Einreichen zahlt sich aus
Fünf Jahre shöpping ................ 41 Online-Marktplatz kündigt Qualitätsoffensive an
SPECIAL MEDIA-ANALYSE
Es wird heftig ............................ 64 Interview mit WienTourismusChef Norbert Kettner Drei unter einem Dach ............. 70 Sommerkampagne der ÖW AUTOMOTIVE BUSINESS
FINANCENET & REAL:ESTATE MA verzeichnet Rückgänge .... 22 Minus fällt zum Teil deutlich aus Regionalität zählt ..................... 26 Bedarf nach Informationen aus der Region bleibt ungebrochen
Eine Chance für Europa .......... 50 Wifo-Direktor Gabriel Felbermayr
Wien ist anders ......................... 72 Harald Kilzer, Geschäftsführer von Apollo Vredestein Austria
Mission: Possible ..................... 56 Das Familienunternehmen Haka
Marcus-Gewinner 2022 ............ 79 Österreichischer Automobilpreis
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Pläne Nach der Modernisierung der Märkte steht für 3e-CEO Markus Dulle die Digitalisierung im Vordergrund.
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„Digitalisierung ist der Masterplan für uns“ 3e AG auf gutem Kurs: Die Verbundgruppe im Bereich Werkzeughandel fokussiert unter CEO Markus Dulle auf die Digitalisierung.
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er Store 4.0 ist die Benchmark für die 3e Handels- und Dienstleistungs AG, und das Projekt Digitalisierung ist für CEO Markus Dulle noch nicht abgeschlossen. Was der Store 4.0 genau ist, wie es zu dieser Vorreiterrolle im Bereich des Werkzeughandels kam, wie die 3e funktioniert – all das erzählte Dulle bei medianet.tv. Klar ist: Der Weg zur Digitalisierung hat gerade erst begonnen. 3e ist allerdings kein einheitliches Gebilde mit einem Mutterunternehmen und Filialen, sondern besteht aus zwölf GmbH und zwei Aktiengesellschaften, denen aktuell 311 Mitglieder in Österreich und Südosteuropa angeschlossen sind. Wurzeln in den 80ern Entstanden ist die „Einkaufsgenossenschaft“ aus den Vorgängern Eisenring Ost, Eisenring Süd und der EDE im Jahr 1989. Die Eigentümer der AG sind selbstständig agierende Fachhändler im Bereich Werkzeug sowie Garten. Der Vorteil dieses Unternehmensaufbaus ist einerseits die Freiheit der einzelnen Mitglieder und klarerweise die gebündelte Einkaufskraft von über 300 verschiedenen Einzelhändlern, die somit bessere Konditionen für ihre Kunden aushandeln können. Mit der Zeit kamen gemeinsame EDV-/Dienstleistungs- und Präsentationskonzepte hinzu. Die Vermarktung läuft gebündelt ab. Unter dem Stichwort Agenda 2022 entstand ein Vertriebskonzept („Let’s Doit“), das von mehr
Ich habe das Thema Digitalisierung mit der Agenda 2020 fortgeführt; das ist der Kern der Next Generation, wir wollen ein bisschen Gas geben. Markus Dulle CEO 3e AG
und mehr Fachhändlern übernommen und ausgerollt wird; es ist eine Dachmarke, und dann sollen auch die Marken Let’s Doit, Let’s Doit Holzprofi und Bad&Co hinzukommen. In den letzten Jahren ging es vor allem um die Transformation des klassischen Werkzeugfachhandels hin zu Omnichannel-Handelskonzept im Sortimentsbereich „Werkzeug+“. Verantwortlich zeichnet dafür Markus Dulle. Zwei Jahrzehnte Erfahrung Der CEO ist 48 Jahre alt und hat reichlich Erfahrung im Bereich des Handels. Diese Erfahrung kann er nun anwenden. 1999 begann er als Store Manager bei IMO Heimwerkermärkten, einem Franchisenehmer von Obi. Er stieg auf zum Vertriebsleiter und begann 2006, international zu arbeiten. Ab 2010 war er schließlich bei bauMax für die Expansion in der Slowakei und Tschechien sowie Bulgarien zu-
ständig. Zuletzt war er Managing Director, ehe er 2016 bei 3e zum Vorstand bestellt wurde. Im Fokus steht für ihn bis 2025 die „3e next generation 2025“. „Die 3e ist von ihren Wurzeln her ein Einkaufsverband, darum haben wir versucht, die Produkte zu bündeln und bessere Konditionen für die Mitglieder zu verwirklichen“, erzählt Markus Dulle über seine ersten Jahre und den bisherigen Voteil der Einkaufsgemeinschaft. „Zusätzlich gibt es ein Zentrallager, da können die Mitglieder stückweise bestellen und eben nicht einzeln von Lieferanten.“ Mit Let’s Doit wurde bereits im Jahr 2004 eine starke Dachmarke geschaffen, die mit dem konzeptionellen Relaunch zum OmnichannelFachmarkt ins digitale Zeitalter geführt wurde, indem nun der stationäre Handel ideal mit der Onlinewelt verknüpft wird.
Die Digitalisierung stand aber schon unter seinen Vorgängern im Fokus, denn schon damals gab es das in der breiten Masse erst später eingeführte Click & Collect: „Ich habe das Thema Digitalisierung mit der Agenda 2020 fortgeführt, das ist der Kern der Next Generation; wenn man so will, wollen wir ein bisschen Gas geben.“ Digitaler werden Denn eines liegt auf der Hand: Die Menschen wollen nicht erst seit Ausbruch der Coronapandemie mehr digitalen Einkauf. Dabei ist das für eine Verbundgruppe gar nicht so einfach. Während ein großer Retailer mit Filialen ein eigenes Warenwirtschaftssystem mit Stammdaten hat, muss dieses erst sinnvoll entwickelt werden, durchaus auch unter dem externen Druck, dass man es am Markt braucht.
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••• Von Georg Sander
Die Digitalisierung verbindet die On- und die Offline-Welt.
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Wenn wir einen Markt umbauen, sieht man auch, dass das so funktioniert: Je moderner, desto mehr Jüngere kommen her.
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Allerdings kennt nicht jeder Endkunde die Unternehmensstruktur und die Herausforderungen. Also ging es um die relevanten Verknüpfungen, um einheitlich aufzutreten. „Uns ist es gelungen, diese Schnittstellen hinzukriegen, damit die Kunden online kaufen können; auch eine Kundenkarte gibt es mittlerweile“, so Dulle. Im heute erwarteten Omnichannel-Handel gibt es aus Sicht des Geschäftsführers eben drei wesentliche Umsetzungen im Bereich Digitalisierung: Das wäre zunächst der einheitliche Webshop, die Kundenkarte und ein moderner Omnichannelfachmarkt. „Der erste-Webshop hatte zwar Click & Collect, aber die Warenwirtschaft war noch unterschiedlich“, führt er aus. „Die Kundenkarte war deshalb wichtig, weil wir so On- und OfflineWelt verbinden können. Und der Store 4.0, der in seiner Umset-
zung 18 Monate dauerte, ist der modernste Omnichannelfachmarkt Europas – wir haben da etwas Einzigartiges geschaffen.“ Store 4.0 mit … Und was macht den Store 4.0 nun so einzigartig und führt dazu, dass „alle herkommen und sich das ansehen wollen“? Eine USP ist die sogenannte Klartextzone, die in der Mitte des Shops befindliche Info für Kundenanfragen. Links und rechts davon befinden sich die Akkuwelten mit den Profilierungsmarken wie Milwaukee, Makita oder Bosch auf der einen Seite und der Gartenwelt mit Marken wie Husqvarna oder Stihl auf der anderen. Es gibt von Einsteigermodellen bis zu High-End-Geräten alles, vor allem mit Fokus auf Akkugeräte. 3e sieht sich eher im Bereich von fortgeschrittenen und Profihandwerkern, insofern
Markus Dulle
setzt man neben der digitalen Aufbereitung auf Fachberatung. In der Klartextzone sagt der Kunde nun, was er braucht. Und dann geht es in die „Anpackzone“, das Testcenter, wo die vorhandenen Produkte unter Hilfe eines Fachmitarbeiters getestet werden können: „Dort kann der Kunde alles live ausprobieren. In der Vergleichszone bekommt man dann drei, vier Produkte und – wie im Onlineshop – auf einem Screen den Produktvergleich, wie viel Volt, Ampere und so weiter gegeben sind.“ Das komme gut an: „Wenn gewünscht, kann man in der digitalen Welt suchen und es hinzufügen und mit den bestehenden Modellen vergleichen.“ … den Markenwelten Zusätzlich gibt es zwei Markenwelten (Milwaukee, Husqvarna) mit einem selbst entwickelten System, das aus NFC-Würfeln und Bildschirmen besteht, welches mit Content unterstützt: „Es gibt einen Würfel mit NFCChips; man stellt es hin und die Screens spielen, etwa, was bei Milwaukee ein One-Key ist. Die Kunden befassen sich damit und nehmen es voll an.“ Zusätzlich gibt es noch eine verlängerte Ladentheke mit dem kompletten Webshop, es sieht aus wie ein großes Smartphone: Der Mitarbeiter kann mit dem Kunden die nicht lagernden Artikel finden und sofort bestellen: „Wenn wir das noch dazu im Zentrallager haben, ist es am nächsten Tag im Markt oder
direkt beim Kunden.“ Dadurch wirke der Markt moderner. Hintergrund ist auch, dass man so eine jüngere Zielgruppe ansprechen kann. Die war bislang eher 55 und älter; so wollen auch Jüngere angesprochen werden: „Wenn wir einen Markt umbauen, sieht man auch, dass das so funktioniert: Je moderner, desto mehr Jüngere kommen her.“ Steigende Frequenz Das zahlt sich insgesamt aus. 3e ist in den letzten drei Jahren stärker gewachsen als der Markt. Die Kennzahl für Österreich beträgt 3,6 Prozent, das Unternehmen ist um mehr als zehn Prozent gewachsen. Das liegt einerseits am modernen Markt – die Zahlen belegen, dass die Kunden pro Aufenthalt länger bleiben, man kauft hochwertigere Produkte: „Mit einer leicht steigenden Frequenz konnten wir den Umsatz stärker steigen lassen.“ Der Markt ist im Übrigen riesig. Der Do-it-Yourself-Sektor ist 600 Mrd. € schwer, im D-ACH-Raum 51 Mrd., in Österreich drei Mrd. Die schiere Größe des Marktes und die Pandemie spielten eine Rolle. „Wir sehen, dass die Kunden ins Cocooning gehen, den Garten schön machen oder hochwertige Griller kauften“, so Dulle. „Die Sparquoten sind zwar so hoch wie nie, aber ein Teil des Geldes wurde eben ausgegeben, weil man nicht essen gehen oder reisen konnte. Es gibt zudem einerseits keine Zinsen, andererseits eine hohe Inflation, somit investierten viele zu Hause.“ Da spielt wieder der Fachmarkt eine Rolle. Denn viele Themen – PV-Anlagen, neue Heizung, Renovierungen – mussten
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letztlich auch von Handwerkern durchgeführt werden – 3e beliefert wie erwähnt beide Segmente, Heim- und Handwerker. Allerdings gibt es auch Schattenseiten. Die globale Gesundheitskrise brachte es mit sich, dass auch Lieferketten unterbrochen wurden: „Der Chipmangel war evident, die Logistikkosten haben sich verzehn- bis verfünfzehnfacht, das haben wir schon gespürt. Nicht nur wir, aber auch unsere Marktbegleiter haben sich eingedeckt. Die Lager sind gut gefüllt, aber ich glaube, dass nun wieder Lieferschwierigkeiten hinzukommen werden aufgrund der momenta-
Wachstum Der Markt in Österreich ist Milliarden schwer. 3e wuchs in den letzten Jahren um mehr als zehn Prozent, der Markt um 3,6.
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Regionale Fachmärkte Fachmitarbeiter gesucht Fachberatung ist eine USP der 3e, gepaart mit Regionalität. Das fängt bei der Eröffnung neuer Märkte an, anwesend sind Markus Dulle, Bürgermeister und Filialleiter. Dann wird mit der Akkukreissäge eröffnet, ein Event für die gesamte Region. Das betrifft auch die Fachkräfte, die man übrigens auch sucht. Um die Märkte stärker zu verwurzeln, wurden die eigenen Mitarbeiter fotografiert und auf Billboards, Plakatwänden, im Flugblatt und im gesamten digitalen Marketingmix in den Regionen hergezeigt – so treffen die Kunden im Store auf genau die Menschen, die auf Billboards werblich überall abgebildet sind. Doch es geht – Stichwort Digitalisierung – noch weiter: „Wir machen Newsletter; das ist so eingestellt, dass man den Mitarbeiter vom jeweiligen Shop sehen kann. Wenn sie im Online-Shop ihren lokalen Store ausgewählt haben, sind genau diese zu sehen. Es ist faszinierend, wenn die Kunden dann sehen, dass die Abgebildeten wirklich dort arbeiten.“
nen Krise.“ Diese sei noch nicht einzuschätzen, Vergleichswerte gebe es eigentlich nicht allzu viele. Dulle rechnet eher mit einer steigenden Inflation und vermehrtem Cocooning. Die Zukunft ist jetzt Unabhängig davon müssen die Verbundgruppe und der CEO die Zukunft planen. Ein Teil davon ist Schilowsky, ein neuer, großer Partner. Das kann übrigens jeder werden, wenn die Anforderungen erfüllt werden. Die Zukunft ist aber eben digital, in der Vergangenheit war das Asset die Kooperation beim Einkauf, nun geht es um die Bündelung hinsichtlich der digitalen Welt: „Wir implementieren die Software und skalieren sie auf die Mitglieder. Das ist die Zukunft von Verbundgruppen. Digitalisierung ist der Masterplan für uns.“ Man habe einiges investiert, es müsse aber noch mehr kommen, denn die Digitalisierung ist eine Herausforderung: „Wir wollen die Daten bei den OnlineSuchen und -Käufen mit den Offline-Daten so verknüpfen. Wenn jemand Milwaukee im Geschäft gekauft hat, dann wird er sich bei weiteren Produkten auch für diese Marke interessieren. Derzeit ist das noch halbautomatisch.“ Das ist eines der Zukunftsthemen, damit man mit KI Effizienz bekommt: „So wollen wir zielgerichtet den Customer
in den Mittelpunkt stellen. Wer beispielsweise Milwaukee-Geräte hat, den interessieren die Marketingaktivitäten der anderen Hersteller nicht.“ Ein weiterer Punkt betrifft das Ausland, wo man für Mitglieder in Tschechien und der Slowakei in erster Linie das Zentrallager anbietet, in Ungarn, Bosnien, Montenegro und Serbien mit der
Wir implementieren die Software und skalieren sie auf die Mit glieder. Das ist die Zukunft von Verbundgruppen. Digitalisierung ist der Masterplan für uns.
eigenen Marke Let’s Doit auftritt und expandiert. Derzeit liegt man bei 200 Mio. €, die im Ausland erwirtschaftet werden. Ein Traum wäre es, mit all den genannten Maßnahmen die Umsatzmilliarde zu knacken. Aber ist das ein Traum? „Das ist ein Ziel.“ https://tv.medianet.at/video/ retail-der-herr-der-eisenringe
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marketing & media Gastkommentar Bedeutung und Wirkungsentfaltung des Marketings 16
Mehr als nur ein Preis Staatspreis Marketing: Einreichen zahlt sich aus 18
Kritik Die Befragung zur Media-Analyse braucht eine Reform 12
© Panthermedia.net/Chris DeSilver
© Brainbirds
© Matt Observe
Petra Hauser Brainbirds Ab April ist die erfahrene Geschäftsführerin und Unternehmerin für den Ausbau der neuen Österreich-Tochter verantwortlich. Die Münchner Muttergesellschaft bietet seit 2013 Trainings, Workshops und TransformationsProjekte für Unternehmen und Einzelpersonen in allen relevanten Bereichen von New Work und New Leadership an.
„Der Medienkonsum hat sich deutlich verändert“ Thomas Kralinger, Hans Metzger und Horst Pirker über den Reformbedarf der österreichischen Media-Analyse. 10
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IS NOW 4Gamechangers Festival ORF und ProSiebenSat.1 Puls 4 kooperieren. 14
Film, Photo, Social, Viral, Hype… Whatever comes next for our industry. We are ready. This is PPMNEXT.
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„Fragebogen ist schlicht und einfach zu lang“ Im Interview: Thomas Kralinger und Hans Metzger mahnen eine Reform der Media-Analyse ein – „bekommen keine relevanten Ergebnisse mehr“.
••• Interview: Dinko Fejzuli Text: Martina Berger
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s muss die Aufgabe der Media-Analyse sein, der Werbewirtschaft darüber Auskunft zu geben, wie viele Kontakte sie mit welcher Zielgruppe erreichen kann, also einen Leistungsbeweis für eingesetztes Werbegeld“, sagt Thomas Kralinger, Geschäftsführer Kurier Medienhaus. „Durch die Medienkonvergenz sprechen wir alle unsere
Leserinnen und Leser sowie Userinnen und User nicht nur in einem Printprodukt, sondern auch in digitalen Erscheinungsformen in allen Medienkanälen und auch im öffentlichen Raum an. Wir bilden also eine für die Werbewirtschaft interessante und vielfältig ansprechbare Community. Ziel einer neuen Media-Analyse muss es daher sein, hier klare und transparente Daten für Zielgruppensegmentierungen für die Werbewirtschaft zu liefern.“
Seine Kritik am aktuellen Zustand der Erhebungsmethode für die Media-Analyse, die aus seiner Sicht einen „dringenden Reformbedarf“ hat, fasst der Medienmanager folgendermaßen zusammen: „Unser aller wesentlicher Kritikpunkt ist, dass wir in vielen Bereichen nicht mehr die Repräsentanz in der Bevölkerung erreichen, der Fragebogen zu lang ist, die entsprechende Altersgruppen nicht erreicht werden und wir somit keine relevanten Ergebnisse mehr be-
kommen. Hinzu kommt, dass wir, je nachdem, wie die einzelne Medienhäuser ihre Print- beziehungsweise Digitalprodukte aufstellen, ganz unterschiedliche Resultate einer in Wahrheit Marken-Reichweite erhalten.“ Print oder online gelesen? Kralinger ortet hier vor allem das Problem, dass zum einen die Befragten, trotz konkreter Fragen im MA-Fragebogen, nicht mehr unterscheiden, ob sie einen Artikel in Print, online
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Wir verkaufen immer mehr Kombiprodukte, und da muss sich diese Art des Medienkonsums in den Ergebnissen wiederfinden.
oder auf einem der vielen Social Media-Kanäle konsumiert haben.Deshalb fordert er auch, die Frage, was erhoben wird, anzupassen: „Wir verkaufen immer mehr Kombiprodukte und da ist es für mich völlig selbstverständlich, dass sich diese Art des Medienkonsums in der Erhebung und den Ergebnissen wiederfinden muss.“ Kritik am Fragebogen übt auch tele-Geschäftsführer Hans Metzger: „Dieser Fragebogen ist schlicht und einfach viel zu lang
Relevant sind in Wirklichkeit die Fragen ‚Haben Sie diese Zeitung gelesen und wann haben Sie sie zuletzt gelesen?‘ Hans Metzger Geschäftsführer tele
© Martina Berger
Problem: Fülle an Fragen Anders als Kralinger glaubt Metzger nicht, dass die Befragten die einzelnen Medien nicht unterscheiden könnten – also wo sie Inhalte konsumiert haben: „Das Problem ist diese unglaubliche Fülle an Fragen, die auf die Menschen einprasseln. Ich glaube nicht, dass ein Abonnent des Standard nicht weiß, ob er die Zeitung in der Hand hat oder sie am Bildschirm liest.“ Mit dem aktuellen Fragebogen geht Metzger dennoch hart ins Gericht: „Ich behaupte, dass kein einziger dieser 15.000 Fragebögen ernsthaft ausgefüllt wird. Sie werden schon ausgefüllt sein, damit die Marktforscher sagen können, es sei alles valide und technisch in Ordnung. Aber es geht um die Inhalte und so viel Zeit nimmt sich kein Mensch.“ Wie auch Kralinger kritisiert Metzger den Umstand, dass vor allem bei den Jungen und der älteren Zielgruppe nicht genug Menschen mit der aktuellen Erhebungsmethode erreicht würden. Der tele-Geschäftsführer
Thomas Kralinger Geschäftsführer Kurier Medienhaus
zweifelt nicht an, dass wissenschaftlich sauber gearbeitet werde, aber er ist aufgrund der Art, was und wie abgefragt würde sicher, dass „ein falsches Ergebnis herauskommt“. Wie man es lösen könnte? Metger verweist auf Deutschland: Dort würden Kunden dazu übergehen, vom TKP auf den TAP überzugehen, also den Tausender-Auflage-Preis als Parameter für die eigene Mediaplanung zu verwenden. Ob die Auflage bezahlt oder gratis unters Lesevolk gebracht wurde, ist für Metzger dabei weniger relevant: „Das müssen die Exemplare sein, die im Markt sind. Ob unentgeltlich oder bezahlt, ist für eine MediaAnalyse letztlich egal. Diese Unterscheidung ist heutzutage irrelevant und eine tradierte Sichtweise.“
© Kurier Medienhaus/Martin Steiger
und über die Zeit viel zu überfrachtet ausgebaut worden.“ Metzger empfiehlt die Kürzung „auf ein Drittel“, und zwar auf jenen Bereich, bei dem es tatsächlich um die Print-Nutzung gehe. „Kunden investieren ihr Budget in verschiedene Gattungen und wenn sie bei uns inserieren, dann wollen sie auch wissen, welchen Effekt das eben genau im Print-Produkt hat. Das sind oft unterschiedliche Mittel und auf diese Unterscheidung muss auch in der Erhebung Rücksicht nehmen.“ Metzger: „Relevant sind in Wirklichkeit die Fragen ‚Haben Sie diese Zeitung gelesen und wann haben Sie sie zuletzt gelesen?‘“ Ganz viele Details könne man extra abfragen, genau wie Informationen zur Konsumanalyse anderer Medien.
15.117 Mega-Sample Die MediaAnalyse basiert auf 15.117 Interviews, die im Erhebungs zeitraum Jänner 2021 bis Dezember 2021 durchgeführt wurden.
Arbeitsgruppe tagt In der Tatsache, dass aktuell eine Arbeitsgruppe in der MA damit beschäftigt sei, Reformvorschläge zu erarbeiten, sieht Kralinger eine Möglichkeit, dass jene MA, die kommendes Jahr ins Feld geht, schon mit reformierten Fragebögen starten könnte. Hans Metzger sieht es ähnlich und meint zusammenfassend: „Ich glaube, dass der Druck zunimmt. Wir haben bei der ÖWA gesehen, dass irgendwann die Fliehkräfte größer sind. Es wird notwendig sein, hier etwas Subs tanzielles zu verändern. Wenn man sich sehr beeilt, schafft man es vielleicht, für das Jahr 2023 eine deutliche Veränderung vorzunehmen“, so seine Prognose. Lesen Sie dazu auch das Gespräch mit VGN-Chef Horst Pirker auf Seite 12.
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„Die MA misst irgendetwas“ Zu überfrachtet, zu ungenau und nicht mehr den derzeitigen Anforderungen der Medienhäuser gewachsen – Horst Pirker geht mit der MA hart ins Gericht.
WIEN. Vergangene Woche wurden die Zahlen der aktuellen Media-Analyse veröffentlicht. Für die meisten Medien setzte es ein Minus. Unzufriedenheit herrscht bei manchen aber nicht ob der Ergebnisse, sondern ob der aktuellen, wie Kritiker meinen, nicht treffsicheren Erhebungsmethoden. medianet bat neben Thomas Kralinger und Hans Metzger auch VGN-Chef Horst Pirker zum Interview.
Die Media-Analyse misst, mit weit überschießendem Aufwand, irgendetwas. Was genau, weiß längst niemand mehr. Horst Pirker Eigentümer VGN
medianet: Herr Pirker, seit geraumer Zeit gibt es Kritik an den Erhebungsmethoden der MA, aber auch an diversen Ergebnissen, wie etwa dem Mit-lesefaktor – bzw. auch von Ihnen, dass wie bei der VGN Ihr Community-Ansatz nicht berücksichtigt werden könne. Welche Aussagekraft hat dann die MA nun für die Printtitel der VGN? Horst Pirker: Dazu zwei Vorbemerkungen. Erstens: Für die VGN Medien Holding, die sich
strategisch dem Communitybased-Publishing verschrieben hat, kann die Media-Analyse – so wie sie ist – nichts beitragen. Im Gegenteil. Und zweitens: Die Verantwortlichen der Media-Analyse sind gescheite und kompetente Menschen. Keine(r) von ihnen ist bösartig. Aber, sie stecken – aus welchen Gründen auch immer – in der Tradition der MediaAnalyse fest. Und zur Sache an sich: Die Media-Analyse misst, mit weit überschießendem Aufwand, irgendetwas. Was genau, weiß längst niemand mehr. Die Media-Analyse reicht weit zurück ins vorige Jahrhundert und stammt damit aus einer Welt, deren Mediennutzung mit der Mediennutzung heute ungefähr nichts mehr gemeinsam hat. So können wir heute nur kopfschüttelnd vor den sogenannten Ergebnissen stehen. medianet: Kritisiert wird auch, dass der Fragebogen viel zu lang und überfrachtet sei. Sehen Sie hier Änderungsbedarf? Pirker: Das ist sicher nicht das bestimmende Problem. Die Methode der Messung ist einfach ungeeignet, die Mediennutzung im fortgeschrittenen 21. Jahrhundert abzubilden.
medianet: Hans Metzger, Geschäftsführer von tele, kritisiert, dass die MA in Wahrheit gewisse Zielgruppen, vor allem die Jungen, gar nicht mehr ausreichend erreiche. Teilen Sie diese Kritik? Pirker: Hans Metzger hat sicher recht mit seiner Kritik, aber das zentrale Problem ist und bleibt, dass die Media-Analyse eben mit irrem finanziellen Aufwand irgendetwas misst. Fragen Sie mich nicht, was. Sie ‚schwurbelt‘ in bester Absicht i r g e n de t w a s daher.
© Matt Observe
••• Von Dinko Fejzuli
Hier findest du die Menschen hinter den Unternehmen
medianet: Kritisiert wird auch eine vermutete Vermischung bei den Befragten auf die Frage, wo sie gewisse Inhalte eines ganz bestimmten Mediums gelesen haben (Print, online, mobile,…). Welche Folgen könnte diese Vermischung für die ausgewiesenen Resultate explizit für die Printtitel haben? Pirker: Die Vermischung geht noch weiter. Es vermischen sich nicht nur die Plattformen (Papier, Screens, etc.), sondern unter anderem etwa auch persönliche Werte. Ein Beispiel: Der umtriebige Falter-Chefredakteur Florian Klenk, der auf vielen Plattformen, die mit dem Falter gar nichts zu tun haben, präsent ist, zieht damit die Media-Analysenwerte vom Falter hoch. Ein anderes Beispiel: Der von mir sehr geschätzte Standard kommt laut Media-Analyse auf plus minus sieben (!) Leser pro verbreitetem Exemplar. Wie soll man sich das vorstellen? Dass das alles Großfamilien sind? Oder, dass jedes einzelne Exemplar des Standard wie ein Wanderpokal im Durchschnitt (!) zwischen sieben Personen zirkuliert? medianet: Wie sieht eine treff sicherere MA überhaupt aus? Pirker: Ich glaube, da muss man auf der grünen Wiese beginnen, mit einer Transparenzoffensive der Medien, die ganz breit angelegt ist und sich nicht in einer Media-Analyse und vielleicht ÖAK und ÖWA erschöpft. Wir in der VGN Medien Holding arbeiten an einer umfassenden Datenbank für unsere Medien und werden sie spätestens im nächsten Jahr für unsere Kunden, die Wirtschaft und die Agenturen öffnen.
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Heuer gibt es die ganz große Bühne Für das 4Gamechangers Festival kooperieren der ORF und die private ProSiebenSat.1 Puls 4-Gruppe im Sinne eines Mehrwerts für die Zukunft.
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eit 2016 veranstaltet ProSiebenSat.1 Puls 4 das 4Gamechangers Festival. 2022 wird das Festival gemeinsam mit dem neuen Co-Presenting durch den ORF über die ganz große Bühne gehen. Der ORF
wird in den kommenden drei Jahren auch abseits des Festivals als Partner fungieren. Das 4Gamechangers Festival findet heuer vom 28. bis 30. Juni in den Studios und in der Marx Halle statt. Man kooperiere in „gleichberechtigtem, großem Stil“, so
der ORF und ProSiebenSat.1 Puls 4 ein einer gemeinsamen Aussendung. Digital und live Zuletzt hat das internationale Digitalfestival im April 2019 mit rund 15.000 Gästen in der
Marx Halle stattgefunden. 2022 wird es erstmals wieder zu einer Festival-Woche kommen – unter Einhaltung aller Covid-19-Maßnahmen und ganz im Zeichen der Hilfe für die Menschen in der Ukraine. Von Dienstag, den 28. Juni, bis Donnerstag, den 30. Juni,
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dass wir nach unserer Zusammenarbeit im Rahmen der ‚ORFNachbar in Not‘-Ukraine-Hilfe nun mit der 4Gamechangers-Kooperation den nächsten Schritt setzen können. Die Schaffung von gesellschaftlichem Mehrwert gehört zur DNA des ORF. Diese Partnerschaft wird einen weiteren Beitrag dazu leisten.“
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Dieser Schritt der Co-Partnerschaft des ORF mit 4Game changers ist ein Meilenstein in der österreichischen Mediengeschichte. Markus Breitenecker Puls 24-Gründer
SiebenSat.1 Puls 4 ein virtuelles Festival aus den Puls 24-Studios in St. Marx und am Donnerstag, den 30. Juni, kommt es in der Wiener Marx Halle zum großen Finale. Erwartet werden bei spannenden Keynotes, Panels und Live-Performances rund 4.000 Gäste vor Ort, viele Tausende Zuseherinnen und Zuseher im TV und Livestream, bis zu 100 Speaker und viele Live-Acts. wird Wien wieder der Dreh- und Angelpunkt der internationalen Digital- und Medienszene. Zunächst präsentieren am 28. und 29. Juni der ORF und Pro-
Facts Festival on TV Mit dem 4Gamechangers Studio gibt es seit April 2021 das internationale Digitalfestival auch on Air auf Puls 24 und online auf 4Gamechangers. io. Das wöchentliche Puls 24-Format bietet den Zusehern inspirierende Stunden und Talk-Runden mit gamechanging personalities, internationalen Speakern, frischen Stimmen der neuen Generation und Live Acts. Durch das erweiterte Konzept und die Verlängerung im TV bieten sich durch die vereinten Kräfte mit dem ORF noch mehr Integrationsmöglichkeiten und Reichweite, um Public Value zu schaffen. 4Gamechangers.io
Größere Kooperation Die Co-Presenting-Partnerschaft zwischen 4Gamechangers und dem ORF umfasst neben dem Festival auch alle unterjährigen Maßnahmen und Formate, die 4Gamechangers ab sofort gemeinsam mit dem ORF initiiert und präsentiert. Mit vereinten Kräften verfolge die neue Zusammenarbeit neben dem Festival „einen gemeinsamen Beitrag für einen starken Medienstandort Österreich und einen maximalen Output an Public Value-Content für die österreichische Gesellschaft. Gemeinsam wollen das öffentlich-rechtliche und private Medienhaus eine Plattform für Opinion Leader & gamechanging personalities schaffen, um gemeinsam unter dem
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Motto ‚The Power of Cooperation‘ umfassend und intensiv die 17-Sustainable-DevelopementGoals der Vereinten Nationen zu verfolgen“, so die beiden über die neue Kooperation. ORF-Generaldirektor Roland Weißmann: „Gemeinsam erreichen wir mehr – davon bin ich als erklärter Teamplayer zutiefst überzeugt. Und gerade in Anbetracht der schwierigen weltpolitischen Situation ist es besonders wichtig, die Kräfte zu bündeln. Darum freut es mich,
„Vereinte Kräfte“ Puls 24-Gründer Markus Breitenecker: „Dieser Schritt der CoPartnerschaft des ORF mit 4Gamechangers ist ein Meilenstein in der österreichischen Mediengeschichte. Die aktuelle Weltlage ist dramatisch und zeigt uns, was wirklich zählt: Zusammenhalt, Einheit und vereinte Kräfte. Ein starker Medienstandort ist absolut maßgeblich, um die Gesellschaft weiterhin unabhängig zu informieren, wichtige Themen voranzutreiben und gemeinsam noch mehr helfen zu können als allein. Mit diesem Schulterschluss und unserer geballten Medienkraft schaffen wir mit 4Gamechangers mehr. Neben Themen wie Klima, Umwelt und Digitalisierung steht vor allem die absolut maßgebliche Hilfe im Ukrainekrieg im Fokus.“ (mab)
Gemeinsam erreichen wir mehr und gerade in Anbetracht der schwierigen weltpolitischen Situation ist es besonders wichtig, die Kräfte zu bündeln. Roland Weißmann ORF-General direktor
© Martina Berger
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MARKETING & MEDIA
Freitag, 8. April 2022
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In Bewegung bringen Die Bedeutung und Wirkungsentfaltung des Marketings für die heimische Kultur- und Kunstszene in postpandemischen Zeiten. Gastkommentar ••• Von Alexander Hauer
es im Laufe der Menschheitsgeschichte immer wieder diesen Diktator-Typus gab. Anfangs vollbrachten sie möglicherweise durchaus sinnvolle Taten, doch später veränderte sich Zug um Zug die Persönlichkeit, zuerst kaum sichtbar, dann deutlicher, bis es plötzlich zu spät war und das schier Unvorstellbare eintrat. Sie meinen, ich
Alte Währung des Marketing Die Ursache für das spürbare Ausbleiben der Besucherströme einzig in der Pandemie zu suchen, wäre zu einfach und würde das Marketingproblem auch nicht annähernd im Kern treffen. Denn wir stecken mitten in einem völligen Umbruch der Freizeitgewohnheiten. Wir sind verwöhnt, alles und jedes Thema mittels Playtaste zu streamen. Waren unsere Terminkalender vor zwei Jahren oft übervoll, haben wir in Zeiten des Homeoffice nahezu verlernt, aufzubrechen, um an einen Ort zu gelangen, wo wir uns etwas ansehen. Die alte Währung des Marketings war die Aufmerksamkeit, die neue ist die pure Emotion. Und damit wird Marketing zum Heimspiel für die Kultur – die Bühnen und das Theater sind die ursprünglichen Brutstätten der Emotion des Lebens: Liebe, Tod, Verrat, Sinnlichkeit, Missbrauch, Krieg und Frieden, totale Niederlage oder absoluter Sieg. All das findet seinen imposanten
© Daniela Matejschek
WIEN. Kulturschaffende und Kulturvermarktende stehen vor einer veritablen Herausforderung. Wir verstehen unser Tun als einen Schnittpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Nach beinahe zwei Jahren der pandemischen Unsicherheiten und einem spürbaren Generationswechsel der Besucher gibt es die einen, die sich nach dem Kulturleben sehnen, andere haben sich entwöhnt. So reicht es nicht mehr aus, ein Kulturplakat zur Ankündigung zu affichieren und sich über prallvolle Säle zu freuen.
Niederschlag auf den Bühnen dieser Welt. Aber wir müssen es den Menschen wieder erzählen, sie begeistern. Kulturmarketing hat die Aufgabe, zu verführen, die Distanz zum Publikum zu pulverisieren, den einzelnen ins Zentrum des Geschehens zu setzen, noch lange bevor er oder sie im Saal selbst sitzt. Wir leben von einer einfachen Geschichte: Das Theater kommt direkt zu dir, es berührt unmittelbar: Es atmet, es lebt, es riecht, findet direkt unter deinen Augen statt und mitunter spuckt es dir sogar ins Gesicht. Aber es gibt noch einen wichtigen Aspekt, auf den wir im Kulturmarketing setzen: Bühnenstücke sind kein toter Stoff,
sondern lebende Materie, die sich im Laufe der Jahrtausende immer wieder selbst auf die Welt bringen, allerdings dann in neuem Rahmen und anderen Darstellern in immer wieder gültigen Rollen. Kraftvoll und direkt Wenn wir demnächst „Nero – Er wollte doch nur spielen“ auf die Bühne bringen, dann spielen wir natürlich eine historische Geschichte mit antiken Playern. Aber das Thema des Alleinherrschers und seiner absurden Handlungen ist heute traurigerweise aktuell wie eh und je. Und nun können wir, anhand einer Geschichte und eines Schicksals vor 2.000 Jahren aufzeigen, dass
Marketing & Media – hier findest du alle Experten
Waren unsere Terminkalender vor zwei Jahren oft übervoll, haben wir in Zeiten des Home office nahezu ver lernt, aufzubrechen, um an einen Ort zu gelangen, wo wir uns etwas ansehen.
spreche von heute? Nein, das ist exakt die Geschichte von Nero. So treffen wir auch das Interesse der digitalen Natives und einer Generation mit einem neuen Bewusstsein um Verantwortung. Diese Kraft, Direktheit und Naturgewalt einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen, ist die Aufgabe des Marketings. Alexander Hauer ist Künstlerischer Leiter der Sommerspiele Melk.
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MARKETING & MEDIA
Freitag, 8. April 2022
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Staatspreis Marketing: Einreichen zahlt sich aus Bis zum 22. April kann man noch für den Staatspreis Marketing einreichen. Der Event am 20. Juni bietet aber viel mehr als nur Preise.
••• Von Georg Sander
I
m Juni trifft sich die Marketingbranche nach drei Jahren Pause endlich wieder im Rahmen des Staatspreis Marketing. „Wir freuen uns, dass wir die Branche wieder auf die Bühne holen können“, erklärt Niko Pabst vom mitveranstaltenden Marketing Club Österreich (MCÖ) im Gespräch mit medianet. Und er verrät Neu-
erungen: „Es gibt eine Marketing-Expo, und das vorgelagerte Fachprogramm wird auf vier Stunden und zwei thematische Räume ausgeweitet; es wird somit zu einem ganztägigen Marketing-Happening, das mit der Preisverleihung gekrönt wird.“ Wer noch immer nicht genug hat, kann am nächsten Tag noch den Vamp-Award, der vom Marketing Club Österreich verliehen wird, besuchen. Auch hier kann
unter vamp-award.at noch eingereicht werden. Vom Ablauf her orientiert man sich an den Bedürfnissen der Branche. Neu: „Industrie Lounge“ „Neben dem Award und der Expo finden am Nachmittag die Fachkonferenz ‚Marketing Impulse‘ sowie ein neues Format, die ‚Industrie Lounge‘, statt“, erklärt Georg Wiedenhofer, Präsident der Austrian Marketing Confederati-
on (AMC) und Veranstalter des Events. „In der Industrie Lounge bereiten wir das Thema ‚Marke‘ in Kombination mit Employer Branding im Industriebereich auf und fokussieren uns auch auf das Thema Leadgenerierung, wo aufgrund wegfallender Messen in der Pandemie alternative Wege gesucht werden und wurden.“ Darüber hinaus wird man sich auch dem Thema Digitalisierung in genau diesem Bereich widmen.
Freitag, 8. April 2022
Aber wie geht es der Branche aktuell überhaupt? „Der Fokus hat sich vor allem zu Beginn der Pandemie verschoben“, meint Pabst, „hin zum effizienteren Mitteleinsatz, dem Return on Marketing Investment, und der Dauerbrenner ‚Digitalmarketing‘ hat zusätzlich Aufwind erhalten.“ Sprich: Die Unternehmen wollen Effizienz und messbare Ergebnisse haben. Der MCÖ kann das auch mit Studien belegen: „Zumindest zu Beginn der Krise wurde weniger auf Markenaufbau und Image geachtet, mehr auf den Verkauf. Man will ja nicht in Schönheit sterben, sondern Erfolge sehen.“ Sustainability Marketing Laut dem MCÖ-Geschäftsführer würde nun auch nicht mehr alles wieder zurückkommen. Die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung hätten die Entwicklung noch befeuert, dass alte Wege verlassen würden, neue kommen. Damit soll der Blick nach hinten abgeschlossen sein,
MARKETING & MEDIA
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Teamarbeit Georg Wiedenhofer, Präsident der Austrian Marketing Confederation (AMC), und Niko Pabst, Marketing Club Österreich.
Fakten zur großen Awardshow Staatspreis – mehr als ein Award Neben dem Award gibt es am 20. Juni im Oberen Belvedere 21 eine erweiterte Fachkonferenz, eine Keynote von Frank Dopheide, Gründer der Purpose-Agentur human unlimited, vier Stunden Fachprogramm, Impulsreferate zu Marketingthemen, Talks und einen zweiten Raum zum Thema Industriemarketing sowie eine Aussteller-Expo. Der Staatspreis Marketing wird für die erfolgreichste, innovativste Marketingleistung vergeben. Diese wird aus den von der Jury zu vergebenden, maximal sechs Nominierungen in folgenden Kategorien ausgewählt:
Die Kategorien • Public Services & NPO • Private Services • Retailing • Manufacturing Industry • Digital Business • Employer Branding Sonderpreise • Livemarketing • Young Businesses • Sustainability Einreichungen sind noch bis zum 22. April möglich unter: www. staatspreis-marketing.at
beim Staatspreis am 20. Juni geht es um die Zukunft. Es wird ein großes Get-together der Branche, man freut sich einfach darauf, dass man sich wieder persönlich treffen kann. „Das hat den Leuten gefehlt, das hören wir auch, wenn wir uns im MCÖ umhören“, meint er. Insofern soll diese Zeit in der Vergangenheit bleiben. Neben dem Dauerbrenner Digitalmarketing wird auch das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger. Es wird, um dem Rechnung zu tragen, auch eine neue Sonderkategorie „Sustainability Marketing“ geben: „Wir wollen Kampagnen auszeichnen, in welchen Marketing die Zukunft mitgestaltet und nicht das Greenwashing im Vordergrund steht.“ Die Veranstalter hoffen auf viele Einreichungen aus diesem Bereich, um zu zeigen, dass Marketing auch ein Gamechanger ist und Gutes bewirken kann. Digital, Marke, Branding Anfang des Jahres wurde in sieben Ländern in Europa erhoben, welche Themen das Marketing bewegen und welche Herausforderungen die Branche meistern muss. Die Studie wird in Kürze von der Austrian Marketing Confederation (AMC) in Österreich veröffentlicht, und die Ergebnisse sollen auch thematisch im Vorprogramm des Staatspreis Marketing einfließen. Für die
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gesamte Branche in Österreich, so Wiedenhofer, steht wie auch schon 2021 das Thema Digitalisierung stark im Fokus. Weitere Themen sind Brand Strategy- und Management, Employer Branding, Lead Generation und Content Marketing Optimization. Bemerkenswert ist: „In Österreich ist Employer Branding viel stärker ausgeprägt als im Rest von Europa. Das beruht sicher auch darauf, dass als größtes Hindernis im Erreichen von Zielen, laut Studie, das Recruiting von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht.“ Weitere Hindernisse, ergänzt Wiedenhofer, werden laut Ergebnissen in einer konsistenten Customer Experience über alle Touchpoints hinweg gesehen, und drittens wird die Herausforderung gesehen, „die
Der Fokus hat sich vor allem zu Beginn der Pandemie verschoben, hin zum effizienteren Mitteleinsatz, dem Return on Marketing Investment. Niko Pabst Marketing Club Österreich
Datenmengen, die es gibt, in praktische Aktionen umzumünzen“. Wer all das und noch mehr am besten umsetzen konnte, wird im Juni ausgezeichnet, beziehungsweise man erfährt von Expertinnen und Experten am Nachmittag vor der Awardshow Tipps und Anregungen. Die Veranstalter freuen sich nun auf zahlreiche Einreichungen und einen spannenden Marketing-Event von der Fachkonferenz bis zur Aftershow-Party.
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MARKETING & MEDIA
Freitag, 8. April 2022
Print, digital, social, mobile – völlig egal
Der Fokus hat sich verschoben, hin zum effizienteren Mitteleinsatz, dem Return on Marketing Investment.“
Die Media-Analyse wird reformiert – soll sie künftig Marken- statt Printreichweite abfragen?
QUELLENNACHWEIS. Jährlich versuchen jene, die sich mit der österreichischen Media-Analyse beschäftigen, mit insgesamt 15.000 Interviews mit Menschen aller Altersklassen herauszufinden, welche Zeitung – und zwar in gedruckter Form – diese kürzlich gelesen haben. Ob das dann auch so ist, darüber sind sich jene, deren Medien abgefragt werden, nicht wirklich sicher. Denn: Während etwa die ÖAK für den Standard 52.304 verkaufte Exemplare täglich ausweist und für die Presse die Zahl der verkauften Auflage bei 67.681 – also mehr –, weist die MA dem Standard mit 7,2 Prozent Nettoreichweite mehr aus als der Presse mit nur 3,8 Prozent Nettoreichweite. Besonders stoßen sich manche am für den Standard ausgewiesenen Mitlesefaktor. Denn jede gedruckte Ausgabe soll von sieben verschiedenen Menschen in einem Haushalt gelesen worden sein. Dass da etwas nicht stimmt und es Reformbedarf gibt, ist klar.
Nur: Die Frage, wie man zu valideren Ergebnissen kommt, ist auch nicht leicht zu beantworten. Die MA ist mehr als bemüht, wissenschaftlich und nach den höchsten Standards der Marktforschung entsprechende Ergebnisse zu liefern, aber sie fragt auch nur das ab, was die eigenen Mitglieder und die Agenturen wissen wollen bzw. beschlossen haben. Es liegt an den Medien selbst, eine neue Art der Befragung – Pirker spricht im medianet-Interview in dieser Ausgabe von der „grünen Wiese“ – zu erfinden, um künftig vielleicht nicht lediglich den Konsum des gedruckten Exemplars, sondern den publizierten redaktionellen Content – egal auf welcher Plattform – abzufragen. In der MA arbeitet auch gerade eine Arbeitsgruppe daran, die Befragung zu reformieren. Und wie gesagt: Die Abfrage einer MarkenReichweite hat absolut etwas Reizvolles an sich, denn dann würde man sehen, wo überall teuer produzierter, qualitativer Content klassischer Medien zu finden ist und von den Zielgruppen jeglichen Alters konsumiert wird. Schaden würde das sicher nicht.
Zitat des Tages Niko Pabst, Marketing Club Österreich
© Styria Verlag
Kommentar ••• Von Dinko Fejzuli
BUCHTIPP
Grado trifft Altösterreich
Heimat Wien: Simon Pointner neuer ECD Pointner leitet als Executive Creative Director Geschicke der Agentur.
© Heimat Wien
WIEN. „Die Frage ist nicht, warum, sondern warum erst jetzt?“, so Agenturchef Markus Wieser zur Berufung von Simon Pointner zum ECD von Heimat Wien. „Simon hat in seinen sechs Jahren bei uns eine unvergleichliche Entwicklung hingelegt, hat Preise über Preise gewonnen, jede Menge Pitches mitentschieden und vor allem: Simon hat das kreative Gesicht unserer Agentur entscheidend geprägt. Seine Beförderung zum Executive Creative Director ist da nur mehr als konsequent.“ Erfahrener Kommunikationsprofi Simon Pointer begann seine Karriere 2012 nach Studium an der Wiener Medienschule Die Graphische als Grafiker bei der Agentur Zum goldenen Hirschen. Schon bald wurde man bei Heimat Wien auf ihn aufmerksam, wo er ab 2016 zuerst als AD, ab 2019 dann auch als CD Zeichen setzte und die kreative Qualität der Agentur konstant ausbaute. In dieser Zeit konnte Simon Pointner mehr als 70 nationale und internationale Awards gewinnen und war Mitglied in zahlreichen Juries. So ist Heimat Wien in diesem Jahr die erfolgreichste
Simon Pointner, Executive Creative Director Heimat Wien.
österreichische Agentur beim ADC Europe. Nicht ohne Grund rankt ihn das renommierte Magazin Lürzers Archiv augenblicklich unter den Top 3-Kreativen – weltweit. Simon ist Mitglied des Creativ Club Austria, wo er dieses Jahr einen Juryvorsitz übernimmt. (red)
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RÜCKREISE. Wer „Grado“ sagt, spürt sogleich die warme Sonne und goldenen Sand zwischen den Zehen. Eine Stadt zum „Immerwieder-Kommen“, zwischen gestern und heute, Italienliebe und k.u.k. Charme – ideal für alle, die Lust auf Urlaubsfeeling, Erkundungen und immer neue Streifzüge haben. Mit Claudia Lux’ StyriaBestseller – nun aktualisiert und neu aufgelegt – wird der Charme des facettenreichen Städtchens für die Leser wieder fühl- und entdeckbar. Styria Verlag;176 Seiten; ISBN: 78-3-222-13694-8
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COVER
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marketing & media media-analyse
Pole Die Kleine ist in der Steiermark und Kärnten weiter Nummer eins 26
Stabil Salzburger Nachrichten bleiben im eigenen Stamm gebiet weiter auf Kurs 30
Regional-Kaiser Medien der Moser-Holding in Tirol weiter deutlich vorne 28 © Moser Holding/Franz Oss
Zahl der Woche 2021 4,2 Mio.
© Panthermedia.net/GaudiLab
Rückwärtsbewegung Die österreichischen Tageszeitungen haben 2021 täglich rund 4,2 Mio. Leserinnen und Leser erreicht. Das entspricht einer Reichweite von 55,4%. Damit liegt ein signifikanter Rückgang – also eine Veränderung außerhalb der Schwankungsbreite – gegenüber 2020 vor. Damals kamen noch 58,3% der Bevölkerung ab 14 Jahren mit einer Tageszeitung in Kontakt.
Der Zeitungskonsum verändert sich stetig
SPITZE!
© Pantheremedia.net/Tykhyi
Tips ist die klare Nr. 1 in OÖ* Medialer Hotspot In Wien ist die Konkurrenz am Medienmarkt ganz besonders groß. 24
*Quelle: ARGE Media Analysen
Die Zahlen der Media-Analyse für 2021 waren – mit Ausnahmen – eher kein Grund zur Freude. 22
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MEDIA-ANALYSE
Freitag, 8. April 2022
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Standortbestimmung In der Gesamtbevölkerung geht die Zahl der Zeitungsleserinnen und -leser signifikant zurück – so die Zahlen der Media-Analyse.
••• Von Martina Berger und Dinko Fejzuli
Nationale Nummer zwei bei den Kauftiteln bleibt weiterhin die Kleine Zeitung mit 9,3%, was einen Rückgang von 0,9 Prozentpunkten bedeutet und aktuell 708.000 Leserinnen und Leser. Als eine der wenigen Tageszeitungen konnte Der Standard mit 0,2 Prozentpunkten ein ganz leichtes Plus verzeichnen; er kommt aktuell auf 7,2 Prozent Tagesreichweite, was einer Leserschaft von 542.000 entspricht.
D
ie heimischen Tageszeitungen erreichen 2021 täglich rund 4,2 Mio. Leserinnen und Leser. Das entspricht einer Reichweite von 55,4% , wie aus der aktuellen Media-Analyse (MA) hervorgeht. Damit liegt ein signifikanter Rückgang – also eine Veränderung außerhalb der Schwankungsbreite – gegenüber 2020 vor. Damals kamen noch 58,3% der Bevölkerung ab 14 Jahren mit einer Tageszeitung in Kontakt. Die Reichweiten be-
© APA/AFP/Joe Klamar
Die ‚Krone‘ informiert und unterhält die Menschen in Österreich und gibt ihnen Orientierung. Gerhard Valeskini Geschäftsführer Kronen Zeitung
Die größte Tageszeitung des Landes – trotz Verlusten – bleibt die Krone.
ziehen sich sowohl auf die Printals auch die E-Paper-Ausgaben der jeweiligen Titel. Die Kronen Zeitung ist mit 23,3% bzw. rund 1,8 Mio. Leserinnen und Lesern weiterhin die reichweitenstärkste Tageszeitung des Landes. Allerdings verlor sie signifikant gegenüber 2020, als sie noch 25% Tagesreichweite aufweisen konnte. Trotz des Rückgangs zeigt sich die Dominanz der Krone als Einzeltitel in ihrer Sonntagsausgabe. Hier weist die MA insgesamt fast 2,3 Mio. Leserinnen und Le-
ser aus. Krone-Geschäftsführer Gerhard Valeskini zu den Zahlen: „Die Krone informiert und unterhält die Menschen in Österreich und gibt ihnen Orientierung. Das tun wir verantwortungsvoll, unabhängig und mutig – immer mit und für unsere Leserinnen und Leser. Die Top-Reichweiten, Glaubwürdigkeit und ein hohes Maß an Interaktionsbereitschaft sind wesentliche Eckpfeiler, um Kommunikationsleistungen für unsere Werbepartner effizient und effektiv erbringen zu können.“
Gratis die Nummer eins Heute bleibt mit 9,3 Prozent und 706.000 Leserinnen und Lesern nicht nur weitgehend stabil, sondern auch als GratisTageszeitung weiterhin die Nummer eins. Entsprechend erfreut zeigt sich auch HeuteSales-Geschäftsführer Gernot Fischer: „Mit täglich 706.000 Leserinnen und Lesern national und mit 352.000 Lesern in Wien bestätigt sich auch 2021 eindrucksvoll, welche Werbekraft unsere Kunden von Heute erwarten dürfen.“
Vielfältige Marken & Formate Für die Kauf-/Gratis-Kombi Österreich/oe24 wies die MediaAnalyse eine Reichweite von 6,8 Prozent aus (515.000 Leser). Der Kurier erzielte 6,3 Prozent und 476.000 Leserinnen und Leser und konnte vor allem im Osten des Landes punkten; hier punktet die Zeitung mit einer überdurchschnittlichen Performance als Kauf-Tageszeitung; 382.000 Wiener, Niederösterreicher und Burgenländer informieren sich täglich im Kurier. Am Sonntag wird der Kurier in seiner Stammregion von 464.000 Personen gelesen. Thomas Kralinger, Geschäftsführer Kurier Medienhaus und MediaPrint: „Im Kurier Medienhaus ist gut recherchierter Journalismus fest in der DNA verankert – faktenbasiert, relevant und hochwertig sind dabei keine Worthülsen, sondern gelebte Realität. Unsere vielfältigen Marken und Formate – von Print, über Digital bis hin zu TV – finden deshalb großen Anklang bei den Rezipienten. Das untermauert einmal mehr die aktuelle Media-Analyse.“ „OÖN“ legen zart zu Und wie haben die restlichen Medien abgeschnitten? Die Oberösterreichischen Nachrichten hatten 5,4 Prozent Reich-
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MEDIA-ANALYSE
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Tageszeitungen
weite (407.000 Leser) und legten damit etwas zu – wenngleich nicht statistisch signifikant. Die Presse folgte mit 3,8 Prozent (291.000 Leser) und baute damit signifikant ab (minus 0,5 Prozentpunkte). Die Tiroler Tageszeitung verbuchte mit 3,1 Prozent Tagesreichweite (237.000 Leser) ebenfalls ein signifikantes Minus (0,8 Prozentpunkte), während die Salzburger Nachrichten mit 3,1 Prozent (233.000 Leser) weitgehend stabil blieben. Keine markanten Veränderungen gab es bei den Vorarlberger Nachrichten (2,1 Prozent bzw. 162.000 Leser) und bei der Neuen Vorarlberger Tageszeitung (0,4 Prozent bzw. 33.000 Leser). RMA dominiert die Region Die regionalen Wochentitel dominierten weiterhin die Regionalmedien Austria (RMA) mit 41,9% (ca. 3,2 Mio. Leser), wobei ein signifikantes Minus von 2,4 Prozentpunkten vorlag. Ob der noch immer vorliegenden Marktgröße zeigt man sich auch hier zufrieden: „Wir sind durch unseren nationalen Erfolg breit
Mit täglich 706.000 Leserinnen und Lesern national bestätigt sich auch 2021 eindrucksvoll, welche Werbekraft unsere Kunden von ‚Heute‘ erwarten dürfen. Gernot Fischer GF Sales Heute
in 1.000 % Leser pro Ausgabe 2021 2020 2021 2020 Nettoreichweite Tageszeitungen 4.200 4.392 58,3 4.200 Kronen Zeitung 1.762 1.885 23,3 25,0 Kleine Zeitung gesamt 708 772 9,3 10,2 Heute (gratis) 706 714 9,3 9,5 Der Standard 542 526 7,2 7,0 Österreich/oe24 (Kauf/gratis)* 515 6,8 Kleine Zeitung (Graz) 488 536 6,4 7,1 Kurier 476 509 6,3 6,7 OÖN – OÖ Nachrichten 407 389 5,4 5,2 Die Presse 291 323 3,8 4,3 Kombi TT/TT Kompakt (Kauf/gratis) 247 309 3,3 4,1 TT – Tiroler Tageszeitung 237 293 3,1 3,9 SN – Salzburger Nachrichten 233 230 3,1 3,0 Top Vorarlberg 172 159 2,3 2,1 VN – Vorarlberger Nachrichten 162 150 2,1 2,0 Neue Vorarlberger Tageszeitung 33 28 0,4 0,4
± −2,9 −1,7 −0,9 −0,2 +0,2 −0,7 −0,4 +0,2 −0,5 −0,8 −0,8 +0,1 +0,2 +0,1 ±0,0
Quelle: Media-Analyse 2020 und 2021; * erstmalige gemeinsame Erhebung
positioniert und erreichen mit unseren Zeitungen alle Altersgruppen, insbesondere auch jüngere Zielgruppen. In der Altersgruppe von 20 bis 29 Jahren können die Zeitungen der RegionalMedien Austria gesamt eine Reichweite von aktuell 19,8 Prozent für sich verbuchen. Kein anderes in der MA erhobenes Printprodukt hat österreichweit in diesem jungen Publikum mehr Leserinnen und Leser“, so RMA-Vorstand Gerhard Fontan. Und: Durch den neuen einheitlichen Marktauftritt der RegionalMedien Austria und ihrer Produkte sei die Wiedererkennbarkeit unter der Bevölkerung Österreichs gesichert, so die RMA via Aussendung. Die Niederösterreichischen Nachrichten kamen auf 5,9 Prozent (448.000 Leser) und waren damit wie Die ganze Woche mit 9,4 Prozent (711.000 Leser) nicht von statistisch signifikanten Rückgängen oder von Zuwächsen betroffen. Minus für Magazine Auch bei den Magazinen gab es Rückgänge: tv-media erzielte 6,3 Prozent Reichweite (478.000 Leser) und verlor damit signifikant gegenüber 2020 (minus 0,5 Prozentpunkte). Der Falter legte entgegen dem Trend signifikant auf 3,6 Prozent (plus 0,4 Prozentpunkte) zu und erreichte damit 271.000 Leserin-
nen und Leser. Das Nachrichtenmagazin profil war dagegen mit einem signifikanten Minus von 0,5 Prozentpunkten auf nunmehr 3,2 Prozent Reichweite (245.000 Leser) konfrontiert. News hatte im Vorjahr eine Reichweite von 2,3 Prozent (173.000 Leser). Das Red Bull Media House kam mit seinen Publikationen auf insgesamt 21% Reichweite und damit rund 1,6 Mio. Leserinnen und Leser; stärkster Titel war dabei Servus in Stadt & Land mit 10,3 Prozent bzw. 782.000 erreichten Personen. Doch auch hier scheint der Höhenflug gebremst: Gegenüber 2020 baute das Magazin dennoch signifikant (minus 1,0 Prozentpunkte) ab. The Red Bulletin erreichte 7,6 Prozent (578.000 Leser), Bergwelten 3,8 Prozent (287.000 Leser), Carpe Diem 2,0 Prozent (148.000 Leser) und Terra Mater 1,8 Prozent (139.000 Leser). „Weekend“ als Gewinner Als echter Reichweitenbomber unter den Mitgliedertiteln kann sich noch immer das ÖAMTCMagazin auto touring sehen. Chefredakteur Peter Pisecker: „Viele Verlierer, nur wenige Gewinner. Auch auto touring hat leicht an Leserinnen und Lesern verloren, behauptet aber seine Nummer-1-Position auf dem Printmarkt und konnte sie sogar noch weiter ausbauen.“
Entgegen dem Trend deutlich zulegen konnte das Weekend Magazin: Die aktuelle MediaAnalyse weist für die Zeitschrift eine Reichweite von 12,7% bzw. 965.000 Leserinnen und Lesern aus. Damit hat Weekend binnen zwölf Monaten 203.000 Leserinnen und Leser dazugewonnen – ein Erfolg, der laut WeekendHerausgeber Christian Lengauer nicht von ungefähr kommt: „Die Grundlage unserer Popularität beruht auf einem jahrelangen konsequenten Feintuning. In
Das Motto ‚Menschen, Fakten, Emotionen‘ spiegelt sich auch im Layout und in der Reichweite wider. Klarer, lesbarer, aufgeräumter. Christian Lengauer Geschäftsführer Weekend Verlag
Zeiten stark steigender Smartphone-Nutzung haben wir uns zu einer Neuausrichtung entschlossen und passen unsere Printprodukte immer wieder an die Bedürfnisse unserer Leserschaft an. Wir positionieren uns als ‚Entertainment- und Entspannungsmedium‘ – im Gegensatz zur weit verbreiteten Negativwelt vieler Medien. Das Motto ‚Menschen, Fakten, Emotionen‘ spiegelt sich auch im Layout und in der Reichweite wider: Klarer, lesbarer, aufgeräumter“, so Christian Lengauer.
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MEDIA-ANALYSE
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Hart umkämpft
„NÖN“
Regionale Reichweitenmacht ST. PÖLTEN. Was die Kronen Zeitung auf nationaler Ebene ist, sind im Bundesland Niederösterreich die Bezirksblätter Niederösterreich. Mit einer Reichweite von 41% sind sie sowohl bei den Leserinnen und Lesern als auch bei der Werbewirtschaft beliebt. In den anderen Gattungen kommen die Krone auf 26,5% und die NÖN auf mit 27,8% sogar auf etwas mehr Reichweite.
In der Bundeshauptstadt haben sich die Medien und vor allem die Tageszeitungen immer schon ein ambitioniertes Match geliefert.
Tageszeitungen % 2021 Kronen Zeitung 26,5 Heute (gratis) 13,1 Kurier 13,1 Österreich/oe24 9,0 (Kauf/gratis) Der Standard 6,2 Die Presse 4,7 OÖN – OÖ Nachrichten 1,2 SN – Salzburger Nachr. 0,9 Kleine Zeitung gesamt 0,8 TT – Tiroler Tageszeitung 0,1 Kombi TT/TT Kompakt 0,1 (Kauf/gratis) Neue Vbg. Tageszeitung 0,1 VN – Vorarlberger Nachr. 0,1 Top Vorarlberg 0,1 Regionale Wochenzeitungen Regionalmedien Austria 41,4 gesamt (gratis) NÖN 27,8 Illustrierte/Magazine wöchentl. Die ganze Woche 10,4 BVZ 0,8 Regionalmedien gratis Bezirksblätter NÖ 41,0 Tips NÖ West (monatlich) 10,9 Niederösterreicherin 2,1 (monatlich)
© Pantheremedia.net/Tykhyi
Niederösterreich
Wien ist nicht nur der Sitz vieler heimischer Medienhäuser, sondern auch ein Lesermarkt, um den gerungen wird.
WIEN. Damals, als die Gratiszeitung Heute den ewigen Ersten, die Kronen Zeitung, in Wien überholt hatte, war das noch eine handfeste Überraschung. Heute hat das Gratismedium seine Spitzenposition einzementiert und konnte entgegen dem Trend, dem die anderen Medien folgen mussten, in der Bundeshauptstadt sogar um 0,5 Prozentpunkte zulegen.
Mit 21,8% Marktanteil steht Heute nun bei 352.000 Leserinnen und Lesern täglich. Die Krone liegt mit 18,9% auf Platz zwei, was einen Rückgang um einen Prozentpunkt zum Vergleichszeitraum 2020 bedeutet. Entsprechend erfreut ist man bei Heute: „Die Media-Analyse zeigt sehr deutlich, dass die zuletzt durch die Österreichische Auflagenkontrolle bestätigte
Auflagensteigerung zielgerichtet und damit genau an den richtigen Stellen durchgeführt wurde“, freuen sich Herausgeberin Eva Dichand und Geschäftsführer Wolfgang Jansky. Wirft man einen Blick in das Burgenland, so dominieren, regional betrachtet, die Bezirksblätter Burgenland mit 58,3% das östliche Bundesland Österreichs. (red)
Wien
© Bezirksblätter
Quelle: MA 2021
Im Burgenland stark: Bezirksblätter Burgenland mit insgesamt 58,3%.
% Tageszeitungen 2021 2020 Heute (gratis) 21,8 21,3 Kronen Zeitung 18,9 19,9 Österreich/oe24-Kombi (Kauf/gratis) 14,6 16,8 Der Standard 12,5 13,0 Kurier 10,0 12,5 Die Presse 6,1 6,3 Kleine Zeitung gesamt 1,9 1,9 SN – Salzburger Nachrichten 1,2 1,2 OÖN – OÖ Nachrichten 0,9 0,7 TT – Tiroler Tageszeitung 0,3 0,1 Kombi TT/TT Kompakt (Kauf/gratis) 0,3 0,1 VN – Vorarlberger Nachrichten 0,2 0,1 Top Vorarlberg 0,2 0,1 Quelle: MA 2021
± +0,5 −1,0 −2,2 −0,5 −2,5 −0,2 ±0,0 ±0,0 +0,2 +0,2 +0,2 +0,1 +0,1
41,9% PRINTREICHWEITE*
3,17 MI*O* TREUE LESER. *Quelle: MA 2021 (Erhebungszeitraum 01-12/2021), 3,173 Mio. Leserinnen und Leser, 41,9% Nettoreichweite für RegionalMedien Austria gesamt (BezirksZeitung Wien; BezirksBlätter BGLD, NÖ, SBG, TIR; Woche KTN, STMK; Kooperationspartner: BezirksRundSchau OÖ; RegionalZeitungen VBG) in Leser pro Ausgabe in Ö 14+, Schwankungsbreite ±0,8%, wöchentlich, kostenlos.
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MEDIA-ANALYSE
Freitag, 8. April 2022
medianet.at
Die weiterhin Relevante In ihrem Hauptverbreitungsgebiet, den Bundesländern Steiermark und Kärnten, gibt es an der Kleinen Zeitung auch weiter kein Vorbeikommen.
© Kleine Zeitung
Wirft man einen Blick auf andere, rein steirische Publikationen, so kommt laut Media-Analyse das Magazin die Steirerin auf 3,9% für (4,2% in 2020) die Woche Steiermark auf 42,0%. Hier musste man einen deutlichen Rückgang der Leserzahlen hinnehmen, denn im Vergleich zu 2020 weist die Media-Analyse für die Woche Steiermark damals noch einen Wert von 49,1%, also jetzt einen Rückgang von 7,1 Prozentpunkten, aus. (mab)
Steiermark In der Grazer Styria-Zentrale zeigt man sich vor allem mit dem Abschneiden der Kleinen Zeitung bei der MA zufrieden.
GRAZ. „Einmal mehr bestätigt die Media-Analyse die Spitzenposition der Kleinen Zeitung als größte Bundesländerzeitung. 708.000 tägliche Leser entsprechen einer nationalen Reichweite von 9,3 Prozent und machen die Kleine Zeitung zur zweitgrößten Kauftageszeitung in Österreich“, so die Styria in einer Aussendung über die nationale Platzierung ihres Mediums in der aktuellen Media-Analyse. In ihrem Hauptverbreitungsgebiet, den Bundesländern
Kärnten und Steiermark, ist die Kleine Zeitung laut Media-Analyse auch weiterhin die klare Nummer eins. Rückgang von 2020 auf 2021 Trotzdem dürften die aktuellen Ergebnisse durchaus ein kleiner Dämpfer gewesen sein, denn im Vergleich zum Jahr 2020, wo für die Kleine Zeitung Gesamt noch ein Wert von 44% ausgewiesen waren, sind es diese Mal für das Verbreitungsgebiet Steiermark lediglich 38,9%.
Akademiker-Medium Kluft zwischen Krone und Kleine fällt deutlich aus. KLAGENFURT. Auch im südlichsten Bundesland der Republik führt die Kleine Zeitung mit 43,4% – betrachtet nach ihrem Kernverbreitungsgebiet – unangefochten vor dem ewigen Rivalen Kronen Zeitung, die auf 30,2% kommt. Sieht man sich die Zahlen etwa nach der Kategorie Matura- oder gar Hochschulabschluss an, tut sich zwischen den beiden Kon-
kurrenten eine noch deutlichere Lücke auf. Während in der Kategorie Hochschule bei der Kleinen die Zahl sogar auf 48,6% hochgeht, fällt sie bei der Kronen Zeitung von den genannten 30,2% auf lediglich 13,5% ab. Bei den restlichen Medien liefern sich die Woche und Regionalmedien Kärnten – Leben weiter ein Rennen um den Spitzenplatz in Kärnten. (red)
Im Hauptverbreitungsgebiet Kärnten und der Steiermark holte man dieses Mal eine Reichweite von 40,3%; das entspricht 627.000 Personen, die täglich die Nachrichten der Kleine ZeitungRedaktion lesen und bedeutet einen täglichen Vorsprung von 204.000 Lesern gegenüber der zweitplatzierten Kronen Zeitung. Diese musste übrigens mit ihrer Steirer Krone ebenfalls von 27,1% in 2020 auf 25,8% im Jahr 2021 ein Minus einstecken.
Tageszeitungen % Kleine Zeitung gesamt 38,9 Kronen Zeitung 25,8 Der Standard 5,3 Die Presse 3,5 Österreich/oe24 (Kauf/gratis) 2,5 Kurier 2,3 Heute (gratis) 1,3 SN – Salzburger Nachrichten 0,6 OÖN – OÖ Nachrichten 0,5 VN – Vorarlberger Nachr. 0,1 Top Vorarlberg 0,1 Regionalmedien Woche Steiermark 42,0 Steirerin (monatlich) 3,9 Quelle: MA 2021
Kärnten – was Maturanten & Co lesen HochTageszeitungen % gesamt Matura schule Kleine Zeitung gesamt 43,4 51,4 48,6 Kronen Zeitung 30,2 23,8 13,5 Der Standard 4,4 7,9 11,4 Österreich/oe24 (Kauf/gratis) 3,0 2,2 1,6 Die Presse 2,7 3,5 7,8 Kurier 2,6 3,8 2,9 Regionalmedien Kärntner Woche (RMA) Regionalmedien Ktn. – Leben (monatlich) Kärntner Monat (monatlich) Quelle: MA 2021
45,7 41,1 11,1
40,4 34,7 41,9 32,2 12,9 8,1
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MEDIA-ANALYSE
Freitag, 8. April 2022
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© Jürgen Fuchs
Tirol
Gedruckte Zeitung bleibt wichtig Auch in Tirol und Vorarlberg dominieren, betrachtet nach dem Stammmarkt, die Bundesländermedien.
Tageszeitungen % TT – Tiroler Tageszeitung 34,8 Kronen Zeitung 19,3 Der Standard 6,3 Die Presse 2,4 Österreich/oe24 (Kauf/gratis) 2,0 Kurier 1,9 Kleine Zeitung gesamt 1,9 SN – Salzburger Nachrichten 0,8 Heute (gratis) 0,5 Kleine Zeitung (Graz) 0,4 OÖN – OÖ Nachrichten 0,3 VN – Vorarlberger Nachr. 0,3 Top Vorarlberg 0,3 Regionalmedien gratis Bezirksblätter Tirol 54,9 Tirolerin (monatlich) 8,3 TT Kompakt 4,3 Quelle: MA 2021
Vorarlberg INNSBRUCK/BREGENZ. So wie auch in den anderen Bundesländern dominieren, betrachtet man lediglich das Ergebnis im Stammbundesland, die jeweiligen Bundesländermedien. Im Ländle deutlich vorne Vor allem auffällig ist, dass in den beiden westlichen Bundesländern Tirol und Vorarlberg die Medien der Moser Holding und jene der Russ Media in ihrem Stadtgebiet die Kronen Zeitung seit jeher deutlich auf Abstand halten können. So kommt die Krone in Tirol auf 19,3%, während die Marktführerin, die Tiroler Tageszeitung, auf eine Nettoreichweite von 34,8% kommt.
In Vorarlberg ist der Abstand noch deutlicher; hier weist die MA für die Kronen Zeitung überhaupt nur 4,8% aus, während die beiden marktführenden Medien Top Vorarlberg auf 49% beziehungsweise die Vorarlberger Nachrichten auf 46,5% kommen. Steigende Online-Reichweiten Moser Holding-Vorstandsvorsitzender Hermann Petz über die aktuellen Zahlen der MA für sein Haus: „Die Media-Analyse beweist, dass neben den steigenden Online-Reichweiten auch die gedruckte Zeitung eine unverzichtbare Informationsquelle für viele Tirolerinnen und Tiroler bleibt. Der TT ist es in den letzten Jahren gelungen, sich zu
einer Gesamt-Medienmarke mit starken Standbeinen im Digitalbereich zu entwickeln.“ Erfreut zeigt man sich bei der Moser Holding beim mit der Styria gemeinschaftlich betriebenen Projekt „Bundesländerinnen“, denn: Laut aktueller MA dürfen sich die Magazine der Bundesländerinnen über 343.000 Leserinnen pro Ausgabe freuen. Die „Bundesländerinnen“, zu denen die Titel Tirolerin, Oberösterreicherin, Steirerin, Kärntner Monat, Burgenländerin, Niederösterreicherin, Vorarlbergerin (Kooperation), Look! wienlive und Unser Salzburg gehören, gewinnen im Vergleich zum 2020 um 14.000 Leserinnen dazu. (mab)
Alle Druckhäuser auf einen Blick
Tageszeitungen % VN – Vorarlberger Nachr. 46,5 Neue Vbg. Tageszeitung 9,2 Der Standard 5,6 Kronen Zeitung 4,8 Kurier 2,5 Heute (gratis) 1,9 Die Presse 1,3 Österreich/oe24 (Kauf/gratis) 1,2 Kleine Zeitung gesamt 0,9 SN – Salzburger Nachrichten 0,6 TT – Tiroler Tageszeitung 0,2 Kombi TT/TT Kompakt 0,2 Regionalmedien gratis Wann & Wo 36,9 Regionalzeitungen Vbg. 33,8 Vorarlbergerin (monatlich) 8,4 Quelle: MA 2021
Tägliche Reichweite Wien % 21,8 % 18,9 % 14,6
Seriensieger * – seit 2010 –
Media-Analyse 2021; hinsichtlich Leser pro Ausgabe. * In Wien 2010, 2020 Nr.-1-Tageszeitung ex aequo mit der „Kronen Zeitung“; Diagramm: LpA Wien 14+: n = 2.555, Schwankungsbreiten: Heute +/–1,6%; Krone +/–1,5%; Österreich/oe24 +/–1,4%. Neben der MA steht auch die ÖAK zur Medienforschung zu Verfügung.
„Heute“ ist auch 2021 die klare Nummer-1Tageszeitung in Wien – und die meistgelesene Gratis-Tageszeitung in Österreich
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MEDIA-ANALYSE
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© Tips; BRS/Andreas Maringer; APA/OÖ Nachrichten/Voker Weihbold
Josef Gruber (CR BezirksRundschau), Martina Holl (GF RMA OÖ), Susanne Dickstein (neue Chefredakteurin OÖN).
Regionalität zählt Das Interesse der Leserinnen und Leser an Content aus der eigenen Umgebung ist weiter ungebrochen. LINZ. Die Reichweite von 57,6% und damit 724.000 Leserinnen und Leser bestätigen die Spitzenposition von Tips in Oberösterreich. Das Interesse der Leser an ausführlich recherchierten, regionalen Nachrichten ist ungebrochen: von Berichten, über Persönlichkeiten aus der Region über regionale Wirtschafts- und Politikthemen bis zu kulturellen Angeboten und Veranstaltungen. „Wir stärken mit unseren Berichten die regionale Wertschöpfung“, so Chefredakteur Josef Gruber, „und unsere gelebte und ehrliche Regionalität wird so-
wohl von Lesern, über Kunden bis zu Kulturschaffenden und Funktionären von Vereinen und anderen Organisationen besonders geschätzt.“ Mit 49,3% hinter Tips liegt die BezirksRundschau laut aktuellen Zahlen auf Platz zwei hinter Tips. Digitale Fangemeinde wächst Mit wöchentlich 620.000 Leserinnen und Lesern greift fast jeder zweite im Land zur BezirksRundschau. Darüber hinaus kann die regionale Medienmarke mit meinbezirk.at auf
eine ständig wachsende digitale Fangemeinde zählen. Entsprechend erfreut ist die Reaktion der Verantwortlichen: „Wir sind mit unseren digitalen und gedruckten Produkten eine wichtige regionale Informationsquelle und sehen uns ganz klar als multimedialer Nahversorger und Mitgestalter in den Regionen“, so die RegionalMedien Oberösterreich-Geschäftsführer Thomas Reiter und Martina Holl. Über die MA-Zahlen erfreut zeigt man sich auch bei den Oberösterreichischen Nachrichten: Gut 361.000 Oberösterrei-
Stabile Werte für die „SN“
© SN/Schnabler
Im Stammgebiet weiter deutlich vor der Krone.
Christian Lassner, Marketing SN.
WIEN. Mit 30,8% Reichweite liest knapp ein Drittel der Salzburgerinnen und Salzburger täglich eine Ausgabe der SN. „Besonders hervorzuheben ist der Abstand zu den Mitbewerbern im Bundesland. Die SN liegen mit 30,8 Prozent nun klar vor der Krone Salzburg. Der Abstand von 5,7 Prozent liegt sogar außerhalb der Schwankungsbreiten“, so Christian Lassner.
Alle weiteren Tageszeitungen spielen im Bundesland Salzburg eine eher untergeordnete Rolle – auf Platz drei liegt der Standard mit 5,6%, gefolgt von der Presse mit 2,5%. Betrachtet man das Abschneiden der Regionalmedien, so liegen die Bezirksblätter Salzburg mit 48,1% Reichweite vor der Salzburger Woche und Unser Salzburg. (red)
cherinnen und Oberösterreicher greifen zur beliebtesten Kaufzeitung des Landes. „Die Media-Analyse zeigt erneut, dass Qualität und Seriosität in der Berichterstattung für die Menschen in diesem Land von sehr hohem Wert sind“, sagt die neue OÖN-Chefredakteurin Susanne Dickstein. „Diesem Anspruch wollen wir weiterhin gerecht werden und mit fundierter Lokalberichterstattung noch näher an die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher heranrücken.“ (mab)
Oberösterreich Tageszeitungen % OÖN – OÖ Nachrichten 28,7 Kronen Zeitung 24,0 Heute (gratis) 8,6 Der Standard 6,0 Österreich/oe24 5,2 Die Presse 2,7 SN – Salzburger Nachrichten 2,6 Kurier 2,3 TT – Tiroler Tageszeitung 0,2 TT/TT Kompakt 0,2 Regionalmedien Tips 57,6 BezirksRundschau 49,3 Oberösterreicherin 6,6 Quelle: MA 2021
Salzburg Tageszeitungen % SN – Salzburger Nachrichten 30,8 Kronen Zeitung 25,1 Der Standard 5,6 Die Presse 2,5 Österreich/oe24 2,1 Regionalmedien Bezirksblätter Salzburg 48,1 Salzburger Woche 43,2 Unser Salzburg (monatlich) 2,0 Quelle: MA 2021
WIR SIND DIE NUMMER EINS! 234.000 Tiroler greifen täglich zur Tiroler Tageszeitung oder zur TT Kompakt.
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Quelle: Media-Analyse 2021 (Jän. – Dez. 2021), Leser pro Ausgabe in Tirol, max. Schwankungsbreite +/- 17 TSD, Tiroler Tageszeitung: täglich, Kauf; TT Kompakt: täglich, gratis. Die ausgewiesene Reichweite liegt mit 95 % Wahrscheinlichkeit in der angegebenen Schwankungsbreite, kann aber mit 5 % Wahrscheinlichkeit auch außerhalb liegen.
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COVER
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retail Bilanz Lidl Österreich legte 2021 um zwei Prozent auf 1,5 Mrd. Euro zu 38
Versandhandel Unito hat Zuversicht und p rognostiziert ein expansives 2022 39
Snack Wiesbauer verpasst der Bergsteiger Junior eine Designoptimierung 48
© Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann
© Spar/Foto Velchev
© Wiesbauer
Mario Strohmayer Spar Graz Mit Anfang April trat Mario Strohmayer (33) die Position als Leiter im Bereich Expansion und Projektentwicklung der Spar-Zentrale Graz an. Damit verantwortet er die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung bestehender Standorte im Raum Steiermark und Südburgenland. Strohmayer ist seit über fünf Jahren für Spar tätig. Er folgt Helmut Ecker nach, der nach über 36 Jahren im Unternehmen seinen wohlverdienten Ruhestand antritt.
Handlungsbedarf bei der Digitalisierung im LEH EuroCis und EHI zeigen, wohin die Digitalisierung den Handel bringt und welche Trends man mitmachen muss.
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© Rewe International/Gergely
GÄSTE BEGEISTERN IST CHEFSACHE!
Gewichtig Marcel Haraszti schafft mit Rewe Group Österreich 9,21 Mrd. Euro im Erlös. 36
RETAIL
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© Amazon
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Kommt die Revolution mit Amazon Go & Co? Zur EuroCis hat das EHI Retail Institute eine Studie im Gepäck, die sagt: Self-Checkout und kassenfreie Supermärkte kommen auch bei uns.
••• Von Christian Novacek
D
er erste kassenlose „Amazon Go“-Store eröffnete in 2018. Die Experten waren sich einig: ein hochspannendes, technologisch sehr ambitioniertes Projekt. Ein Unternehmen wie Amazon kann sich so was leisten. Aber: Für die
klassischen Food-Retailer wird das in absehbarer Zeit sicher nicht umsetzbar sein. Die Gründe fürs potenzielle Kleinreden der Innovation waren schnell an der Hand: angeführt wurden die hohen Kosten, mangelndes technologisches Know-how und auch fehlendes Vertrauen der Verbraucher in ein derartiges, gegebenenfalls leicht
suspektes, Hightech-Konzept. Infolgedessen gab es bis 2020 bis auf wenige kleine Projekte tatsächlich kaum Ambitionen, in größerem Stil in kassenlose Stores zu investieren. Dann aber kam die Coronapandemie und mit ihr der Innovationsturbo. Das Thema nahm – wie viele andere Digitalisierungsaktivitäten – in kurzer Zeit an Fahrt auf.
Amazon Go Die Pionierleistung des Handelsriesen ist schon vier Jahre her – nun dürfte der kassenlose Supermarkt langsam auch bei den Mitbewerbern in die Gänge kommen.
Wie ernst es der LEH auch im D-A-CH-Raum mit der Umsetzung meint, darauf weisen zum einen zahlreiche unterschiedliche Pilotprojekte hin. Zum anderen untermauern das die Ergebnisse der Studie „Technologie-Trends im Handel 2021“ des EHI Retail Institute, an der knapp 100 Händler teilgenommen haben, darunter auch na-
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RETAIL
hezu alle großen Food-Retailer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (insgesamt 32 Unternehmen des LEH). Variationen von Amazon Go Erstmals taucht das Thema sowohl bei den Top-Zukunfts trends (29% Nennungen der Befragten) als auch bei den strategisch wichtigsten Projekten der nächsten Jahre (25%) auf. Dabei handelt es sich nicht zwingend um 1:1-Abbildungen des Amazon Go-Konzepts; vielmehr gibt es vielfältige Varianten bzw. Umsetzungsoptionen. Allerdings sind noch Fragen offen: Welche Mutationen werden in der Gunst der Kunden vorne sein? Ab welcher Skalierung trägt sich eine solche Strategie wirtschaftlich? Gibt es nachhaltige Limitierungen bezüglich Sortimentsbreite und -tiefe sowie der Filialgröße? Sind alle Privacy-Aspekte (Datenschutz) bedacht worden? Eine Menge Fragen, die gewisslich in den nächsten ein bis drei Jahren reichlich Antworten finden.
Top-Trend lautet auf KI Ein weiteres Kernergebnis der Studie ist die ungebrochen positive Einschätzung der Entscheider bezüglich der Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die Branche: 63% der befragten Unternehmen sehen diese als wichtigsten Zukunftstrend an. 54% gaben dabei an, KI bereits im Einsatz zu haben, weitere
25% haben konkrete Projekte für die kommenden Jahre. Haupteinsatzgebiet der KI ist und bleibt das Themenspektrum „Analytics“. Hier dominiert der Bereich Forecasting & Replenishment (Efficient Replenishment: auch Dauernachschub via automatisiertem Wiederbestellsystem) im Zentrum; 71% aller KI-Projekte im LEH beziehen sich darauf. Self-Checkout vor Rollout? Ebenso gewinnt das Thema SelfScanning und Self-Checkout im LEH in den Pandemiejahren an Popularität. War das Thema in der Vergleichsstudie 2019 nicht als eigener Top-Zukunftstrend erfasst, so steht es 2021 wieder weit oben auf der Trendliste. Das ist wesentlich auf zwei Effekte zurückzuführen: auf die sehr schnelle Umsetzung von Scan & Go-Projekten (sowohl per Kunden-Smartphone als auch mit Handhelds) einerseits und andererseits die zunehmende Bedeutung für die Food-Discounter – genau die hatten sich dem Thema SCO und Self-Scanning lange Zeit verschlossen. „Dauerbrenner“ bei den TopProjekten der kommenden Jahre bleibt im LEH die Erneuerung und Optimierung von ERP-Sys-
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temen (Enterprise-ResourcePlan ning). Anders als in der Handelsbranche insgesamt (dort ist Analytics auf Position eins) gibt es im LEH offensichtlich noch viel Handlungsbedarf beim Thema ERP. Ein Thema, welches nicht in den Rankings der wichtigsten Zukunftstechnologien auftaucht, aber eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat, ist Electronic Shelf Label (ESL). Lange als unwirtschaftlich und nicht ausreichend funktional verschrien, hat es sich mittlerweile fix etabliert: In 79% der im EHI-Panel vertretenen LEH-Unternehmen ist ESL bereits heute im Einsatz. Zwar handelt es sich im LEH-Discount noch um Pilotprojekte, 54% der Firmen geben allerdings an, den Einsatz des ESL in den kommenden Jahren klar ausweiten zu wollen. Die Gründe: Preisrückgang bei den Tags und stark verbesserte Technologien. Überschaubares IT-Budget Abschließend ein Blick auf das durchschnittliche IT-Budget im LEH: Es liegt aktuell bei 1,2% vom Nettoumsatz. Dieser Wert liegt nach wie vor deutlich unter dem Gesamtschnitt des Handels in Summe (1,47%), aber auch klar über dem Wert von 2019 (1,06%).
Messe und EHI EuroCis Die EuroCis 2022 findet in den Hallen 9 und 10 des Düsseldorfer Messegeländes von 31. Mai bis 2. Juni statt. Die Tageskarte kostet 25 €. Eintrittskarten online oder im Ticketshop gibt’s unter: eurocis.com
EHI Das EHI Retail Institute bietet regelmäßig Studien zu verschiedenen Themen aus den EHI-Forschungsbereichen an. Als Partner der EuroCis stehen alle zwei Jahre die Technologietrends im Handel im Fokus.
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RETAIL
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© Rewe International
Bilanz Billa (Billa/Billa Plus) konnte den Umsatz 2021 um 1,58% steigern, beschäftigte 31.198 Mitarbeiter und erhöhte die Zahl der Märkte um 17 auf 1.270.
Billa legt wieder zu, Penny verliert Mit Billa, Penny und Adeg absolvierte die Rewe Group Österreich 2021 einen Umsatzzuwachs von 1,25 Prozent. den. Wir haben mit der größten Preissenkung in der Geschichte des Unternehmens und unserer Regionalitätsoffensive im Sortiment gepunktet. Und das wird
zu. Die Rewe Austria Touristik verzeichnete nach dem coronabedingten Umsatzeinbruch 2020 ein Umsatzplus von 44,25%. Das Rewe-Investitionsvolumen hierzulande belief sich auf 224 Mio. €, die Zahl der Mitarbeiter auf 45.338, rd. 2.200 davon Lehrlinge (200 mehr als 2020). Fokus auf Regionalität „Wir wollen die Nummer eins bei den Kunden werden. Dieses Ziel haben wir auch 2021 mit vollem Einsatz weiterverfolgt, den nächsten und wichtigsten Schritt konsequent umgesetzt: die Zusammenführung unserer beiden erfolgreichen Vertriebsformate Billa und Merkur unter der Dachmarke Billa. Mit diesem Meilenstein sind wir für unsere Kunden einfacher und noch schlagkräftiger gewor-
© Rewe International/Gergely
WIENER NEUDORF. Das Jahr 2020 war ein waschechtes Ausnahmejahr – 2021 wurden die Umsatzsteigerungen im LEH großteils wieder auf ein normales Maß raufgefahren; im Fall der Rewe Group in Österreich mit Billa, Penny, Bipa, Adeg und der Rewe Austria Touristik mit einem Zuwachs von 1,54% auf 9,21 Mrd. € (2020: 9,07 Mrd. €). „Wir konnten nach dem CoronaAusnahmejahr 2020 nicht nur weiter zulegen, sondern haben sogar unsere Ziele übertroffen“, geben sich die Rewe International AG-Vorstände Marcel Haraszti und Christoph Matschke zufrieden. Das Geschäftsfeld Lebensmittelhandel (Billa, Penny, Adeg) hat ein Umsatzplus von 1,25% eingefahren, der Drogeriefachhandel (Bipa) legte um 2,99%
Die neuesten Kampagnen
von den Kundinnen und Kunden honoriert, wir konnten unsere Ziele übertreffen“, blickt Haraszti auf das aus seiner Sicht erfolgreiche Geschäftsjahr zurück. Als Vorzeigeformat konnte Billa den Umsatz 2021 um 1,58% steigern. Hingegen lief es im Diskontbereich weniger gut: Penny musste ein Umsatzminus von 2,69% hinnehmen. Seitens Rewe weist man darauf hin, dass Penny im massiv umkämpften österreichischen Diskontmarkt, dessen Umsatzanteil am Gesamtmarkt von 24,9 auf 23,1% gesunken sein soll, besser unterwegs war als der DiskontBranchenschnitt. (red)
Wir haben mit der größten Preissenkung in der Geschichte des Unternehmens bei unseren Kunden gepunktet. Marcel Haraszti Vorstand Rewe International
Microgreens: Grüne Frische für Sushi Anregungen in die Küche geholt und das Angebot den Kundenbedürfnissen anpasst wird. „Microgreens geben dem Sushi einen tollen Zusatzgeschmack. Gleichzeitig ist das Aroma der Microgreens nicht zu dominant, sodass man ein köstliches Geschmackserlebnis hat“, erzählt Florian Bell, CEO Eat Happy.
Sushi mit dem gewissen Extra Als Anbieter für individuelle und abwechslungsreiche SushiKompositionen ist es Eat Happy wichtig, dass immer wieder neue
Jetzt probieren: Freshly made Smiles In den Eat Happy Shop-in-Shops finden die Gäste drei Sorten zur Auswahl: California Microgreen Radieschen, California Micro-
Taste green happiness: Das neue Superfood Schon eine kleine Menge der Powerpflänzchen reicht aus, um den Körper mit vielen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen. Eat Happy verfeinert mit den heimischen Kräutern das handgerollte und frische Sushi in den Shop-inShop-Standorten und Vitrinen.
green Koriander und California Microgreen Vegan. „Unsere Erwartungen an Ernährung sind heute um vieles anders, als sie es früher waren. Essen soll nicht nur satt machen, sondern auch gut
Microgreens geben dem Sushi einen tollen Zusatzgeschmack. Gleichzeitig ist das Aroma der Microgreens nicht zu dominant.
aussehen, duften und schmecken und natürlich auch unserer Gesundheit guttun. Wir beobachten einen deutlich zunehmenden Trend der vegetarisch und vegan lebenden Menschen – um diesem Rechnung zu tragen, haben wir die vegane Microgreen-Sorte auf den Markt gebracht“, sagt Florian Bell. „Die beliebteste MicrogreenSushi-Sorte ist die California Microgreen Vegan – wir verkaufen pro Woche rund 3.500 Boxen mit dem beliebten Topping“, so Bell weiter. Freshly made smiles: In diesen drei Worten steckt die ganze Philosophy von Eat Happy.
Florian Bell CEO Eat Happy
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WIEN. Eat Happy steht für handgemachtes, täglich frisches Sushi und immer wieder neue asiatische Köstlichkeiten im österreichischen Lebensmittelhandel. Herbeus Greens ist Pionier im Anbau von Microgreens (Sprossen und Babyleaves) im “Vertical Indoor Farming“ in Österreich. In Raasdorf bei Wien werden die Produkte von Herbeus derzeit auf kontrollierter Umgebung auf vertikalen Ebenen angebaut. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass es hier nicht allzu viele Gemeinsamkeiten gibt. Aber gerade beim Sushi von Eat Happy spielen Nachhaltigkeit und Regionalität eine immer größere Rolle. Deshalb kooperieren Eat Happy und Herbeus Greens seit gut einem Jahr eng miteinander.
© Eat Happy (3)
Ob zur Brotzeit, im Smoothie oder am Eat Happy Sushi: Microgreens sind super lecker, gesund und runden den Sushi-Geschmack ab.
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Leichtes Plus für Lidl Österreich
AUSBILDUNG
Lehrlingsoffensive im Endspurt SALZBURG. Für den Ausbildungsstart 2022 nimmt Lidl Österreich heuer wieder bundesweit 100 Lehrlinge auf – zur Auswahl stehen Ausbildungen zum Einzelhandelskaufmann, Bürokaufmann, Finanz- und Rechnungswesenassistent sowie zum IT-Systemtechniker. Starttermin der Lehre ist im September, doch schon jetzt sind nur noch wenige Stellen frei.
Der Diskonter konnte seinen Nettoumsatz 2021 um rund zwei Prozent auf 1,5 Mrd. Euro steigern.
Strategie Mitte 2023 soll die Modernisierung des Filialnetzes abgeschlossen sein; punkto Sortiment will sich Lidl langfristig mit dem größten veganen Angebot von der Diskont-Konkurrenz abheben.
© Lidl Österreich
1.000 Euro im 1. Lehrjahr „Wir freuen uns auf die vielen jungen, motivierten Menschen, die im September 2022 ihre Lehre bei uns starten. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind heuer schon sehr früh viele Lehrstellen besetzt. Es heißt also schnell sein: Wer heuer noch eine der Lehrstellen ergattern möchte, muss sich beeilen“, betont Stefan Lais, Aus- und Weiterbildung bei Lidl Österreich. Mitverantwortlich für die starke Nachfrage dürfte u.a. das verhältnismäßig hohe Lehrlingseinkommen sein: Bereits im ersten Jahr zahlt Lidl Österreich 1.000 € Lehrlingseinkommen – und damit deutlich mehr als einige Mitbewerber. Weitere Benefits sind FührerscheinZuschüsse, Lehre mit Matura und Teamevents. Mehr Infos unter: karriere.lidl.at/ lehre (red)
© Lidl Österreich
SALZBURG. Nach einem Umsatzplus von sieben Prozent im ersten Corona-Jahr 2020 konnte Lidl Österreich 2021 noch einmal zulegen – wenngleich in deutlich geringerem Ausmaß: Ein Umsatz von 1,5 Mrd. € steht für ein Wachstum von rund zwei Prozent. „Die Pandemie hat die Wettbewerbssituation in Österreich weiter verschärft. Wir mussten uns ordentlich anstrengen“, so Alessandro Wolf, CEO von Lidl Österreich, in einer ersten Stellungnahme. Ausbau des Vegan-Sortiments Deutliche Zugewinne zeigen sich im Bio-Sortiment, welches Lidl zufolge ein Wachstum von fast 20% vorweist; der Anteil am Gesamtumsatz wurde nicht genannt. Fix ist jedenfalls, dass Lidl sein Bio-Sortiment bis 2023 von aktuell 280 Produkten auf 350 ausbauen will; das vegane Sortiment soll bis 2025 auf über 400 Produkte wachsen. Wolf:
„Unser Ziel ist klar, im Diskontbereich beim veganen Angebot die Nummer eins zu sein.“ Mehr als die Hälfte der verkauften Lebensmittel in den österreichischen Filialen stammen von heimischen Lieferan-
Die Pandemie hat die Wettbewerbssituation in Österreich weiter verschärft. Für das neuerliche Umsatzplus 2021 mussten wir uns ordentlich anstrengen. Alessandro Wolf CEO Lidl Österreich
ten: 2021 waren das in Summe über 400 Artikel, die einer Wertschöpfung von 870 Mio. € entsprechen. Über den Export zu anderen Lidl-Landesgesellschaften hätten österreichische Lebensmittellieferanten darüber hinaus weitere 370 Mio. € erwirtschaftet. Modernisierung im Zeitplan Beständig voran schreitet die Modernisierungsoffensive: 180 der insgesamt 255 Standorte sind auf das neue Shop-Design umgestellt. Damit liegt man im Zeitplan, wonach man bis Mitte 2023 das komplette Filialnetz auf Vordermann gebracht haben will. Neueröffnung ist im laufenden Jahr indes nur eine einzige geplant. Keine Angaben machte Lidl auf APA-Nachfrage zum Thema steigende Lebensmittelpreise; man mache „grundsätzlich keine Angaben zur Preisentwicklung“, so Wolf. (APA/red)
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RETAIL
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© Unito/Simon Möstl/ONLOPH
Krisenfest Die beiden Unito-Geschäfts führer Achim Güllmann (l.) und Harald Gutschi sind allen Krisen zum Trotz zuversichtlich. Wachstum sei quasi garantiert, sogar, wenn man nicht die gesamte Inflationsrate von derzeit 6,8% an den Kunden weitergeben will.
Im Vorjahr weniger, heuer wieder mehr Trotz klar eingeschränkter Warenverfügbarkeit: Der Rückgang des Unito-Umsatzes war temporär. GRAZ. Die Unito-Gruppe liegt allen Krisen zum Trotz auf Kurs. Zwar musste man in 2021 eine Umsatzdelle von 6,3% auf 395 Mio. € in Kauf nehmen, allerdings war 2020 auch ein Aus nahmejahr, in dem der E-Com merce boomte wie nie zuvor – während es nun um „normales“ Wachstum auf hohem Niveau geht. Eine Frage des Vergleichs „Wir sind mit dem Geschäftsverlauf 2021 zufrieden“, kommentiert Harald Gutschi, Sprecher der Unito-Geschäftsführung. „Verglichen mit dem Vor-Pandemie-Niveau des Geschäftsjahres 2019, sind wir mit 12,5 Prozent in einem soliden Plus beim Umsatz. Außerdem stammt der überwiegende Teil unseres aktuellen Umsatzrückgangs aus dem Technik-Bereich. Wenn aufgrund des Chipmangels viele Technik-Artikel nicht lieferbar sind, können wir sie schließlich auch nicht verkaufen.“
Positiv mutet auch die Umsatzentwicklung der letzten zwölf Jahre an – das waren durchschnittlich pro Jahr acht Prozent Zuwachs. „Die Rendite lag in diesen Jahren immer zwischen zwei und vier Prozent“, führt Geschäftsführungskollege Achim Güllmann aus – und ergänzt: „2021 lag das EBT sogar leicht über vier Prozent und da sind die Investitionen schon abgezogen. Das ist das, was wir unseren glücklichen Eigentümern überweisen.“ Was nun wieder den Erlös betrifft, kommt auch die Prognose für 2022 mit Zuversicht: „Derzeit, also vom 1. März bis 4. April, liegen wir im Umsatz sogar um 30 Prozent über dem Vorjahr“, freut sich Gutschi, zumal die Planung eigentlich nur auf zehn Prozent Wachstum abzielte. Selbstredend hat man für 2022 die Hausaufgaben gemacht – was in bewegten Zeiten etwas heißen will: „Wir haben im Vorjahr die Läger vollgemacht“, so Gutschi, „da-
her können wir es uns erlauben, heuer die Preiserhöhungen nur moderat weiterzugeben.“ Sprich: Die aktuell mit 6,8% hohe Inflationsrate bekommen Otto-Kunden zum 30. Jubiläumsjahr abgesoftet zu spüren, nämlich in Form einer Preiserhöhung um voraussichtlich rund drei Prozent. Preiswürdig bleiben Eine Rahmenbedingung dazu lautet auf adäquaten Druck auf Vorlieferanten, die „nicht alle Verteuerungen weitergeben können“, zumal die Positionierung von Otto (Umsatzanteil an Unito 2021: 100 Mio. €) die Preiswürdigkeit inkludiere. Um die zu erhalten, gebe es weitere Einsparungsbereiche, etwa wirkt sich die verminderte Retourenquote von 35,5 auf 26,1% positiv aus. Was die Top 3-Themen im Retail der nahen Zukunft betrifft, so sind das der weiter stark steigende Anteil der mobilen Einkäufe via App am Smartphone, das erwähnte und anhaltende
Sinken der Retourenquote sowie der Umstand, dass die Kunden mit Nachdruck nachhaltig einkaufen. Im Dreijahresvergleich wächst die Unito in Österreich bei nachhaltigen Artikeln um 164% (!). Auswirkungen des Kriegs Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine wird das Jahr 2022 ebenfalls prägen und dementsprechend Auswirkungen auf Unito haben. „Diese humanitäre Katastrophe führt zu kurzfristiger Konsumunlust und Kaufzurückhaltung“, erläutert Gutschi. Die eingeschränkte Warenverfügbarkeit und der Chipmangel, die bereits das Geschäftsjahr 2021 stark beeinflussten, werden auch 2022 bleiben. Allerdings, so Gutschi: „Wir können mittlerweile Krise!“ (nov)
Unitos Bilanz Erlös 2021 Die Unito-Gruppe realisiert mit ihren OnlineMarken Otto, Universal, Quelle, Ackermann und Lascana im Geschäftsjahr 2021 (1. März 2021 bis 28. Februar 2022) einen Gesamtumsatz von 395 Mio. € (–6,3%).
Ausblick Aktuell ziehen die Erlöse kräftig an und liegen sogar deutlich über der Zielvorgabe von zehn Prozent in 2022. Besonderes Augenmerk gilt den nachhaltigen Produkten; 300.000 werden heuer ins Sortiment aufgenommen.
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Preis zur Rettung der Artenvielfalt
© Manner/Noll
KARRIERE
Die Spar-Initiative „Gemeinsam die Vielfalt retten“ zeichnet vorwissenschaftliche Arbeiten von Maturanten aus.
Sabine Brandl
Bernhard Bruckner Vandemoortele Zuletzt Key-Account-Manager bei Recheis und davor Regionalverkaufsleiter bei Hofer, zeichnet Bernhard Bruckner (33) seit Anfang März als neuer Sales Manager Backery Products Austria bei der Vandemoortele Gruppe für die Vertriebsaktivitäten, die Kundenbetreuung und die Weiterentwicklung im Bereich TK-Backwaren für den LEH und Discount in Österreich verantwortlich. Er folgt in dieser Funktion auf Ingo Heuer.
Wettbewerb Der „VielfaltsPreis zur Rettung der Artenvielfalt“ wird künftig jährlich vergeben – prämiert werden die besten drei vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) pro Bundesland zum Thema Artenschutz und Biodiversität.
© Spar/evatrifft
© Vandemoortele/Christian Vorhofer
Manner Sabine Brandl (55) übernimmt ab April die neu geschaffene Position Chief Sales Officer (CSO) beim Wiener Süßwarenfabrikanten Manner. Brandl bringt über 30 Jahre Vertriebserfahrung im Food- und Non-Food-Bereich (u.a. Eduscho, Ankerbrot, Bahlsen) mit; als CSO steht sie den nationalen und internationalen Vertriebsbereichen vor und berichtet in dieser Funktion direkt an Manner-CEO Andreas Kutil. Brandl erhält auch die Prokura des Unternehmens.
SALZBURG. Vor knapp über einem Jahr startet Spar das SechsPunkte-Programm „Gemeinsam die Vielfalt retten“. Nun hat die Initiative den „Vielfalts-Preis zur Rettung der Artenvielfalt“ ausgerufen – und lädt damit ab sofort Österreichs Maturantinnen und Maturanten dazu ein, ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten (VWA) zum Thema Biodiversität und Artenschutz einzureichen. Die drei besten Arbeiten pro Bundesland werden prämiert, als Jury fungiert der im Zuge der Initiativengründung aufgestellte Spar-Bienenrat, der sich aus Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammensetzt. Bienenrat fungiert als Jury „Es ist die Welt unserer Kinder, auf die wir aufpassen müssen. Es ist unsere Aufgabe, die Biodiversität und Artenvielfalt in Österreich zu schützen. Daher freut es mich besonders, dass mit der Ausschreibung des Viel-
falts-Preises jetzt auch junge Menschen Teil dieser Initiative werden“, erklärt Spar-Vorstand Markus Kaser. „Denn es geht um die Welt von morgen, und gerade unsere Jugend ist es, die in den letzten Jahren klar und deutlich für unser Ökosystem eintritt. Ich
Es freut mich besonders, dass mit der Ausschreibung des Vielfalts-Preises jetzt auch junge Menschen Teil unserer Initiative werden. Markus Kaser Spar-Vorstand
bin schon gespannt auf die Ideen und Ansätze der Maturantinnen und Maturanten.“ Nachwuchsforscher des Maturajahrgangs 2021/22 können ihre bereits verfassten Arbeiten ab sofort unter www.ahs-vwa. at einreichen. Der Wettbewerb findet jährlich statt. Es winken 300 Euro Pro Bundesland werden die drei besten Arbeiten ausgezeichnet; den ersten Plätzen winken je 300 € und ein Urban-Gardening-Package, die Zweit- und Drittplatzierten erwarten je 100 € und ein Spar-Markenprodukte-Package. Die VWA ist die erste von drei Säulen der seit dem Schuljahr 2014/15 geltenden Reifeprüfung an allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen; im Zuge dieser Arbeit (Ausmaß: 15-20 Seiten bzw. rd. 50.000 Zeichen) beschäftigen sich die Maturanten systematisch mit einem Thema ihrer Wahl. (red)
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© Österreichische Post AG
Update Im Sommer launchte shöpping eine neue Oberfläche, die die Bedienung bei allen Geräte typen ver bessern soll.
Fünfter Geburtstag Der Online-Marktplatz shöpping feiert die ersten fünf Jahre – und präsentiert dazu Zahlen und Pläne. WIEN. Am 5. April 2017 startete die Österreichische Post ihren Online-Marktplatz shöpping. Breitem medialen Interesse standen damals vergleichbar überschaubare 60 Händler mit immerhin 500.000 Produkten gegenüber. Fünf Jahre später zählt shöpping 2.000 Händler und über drei Mio. Produkte – und ist der bekannteste OnlineMarktplatz Österreichs. Die
erkannt und daher erfolgreich einen rot-weiß-roten OnlineMarktplatz für heimische Händler gegründet“, so Robert Hadzetovic, Geschäftsführer shöpping.
Zugriffszahlen bewegen sich längst im sechsstelligen Bereich. „In Österreich kommen 70 bis 80 Prozent aller E-CommercePakete aus dem Ausland, damit stehen wir in Europa an der Spitze. Andere Länder zeigen, dass der nationale Handel sehr wohl konkurrenzfähig ist und selbst zu einem starken Player werden kann. Diesen Trend haben wir bereits vor fünf Jahren
Kostenloses Setup für Händler Der Wert eines heimischen Online-Marktplatzes hat sich für manchen Händler gerade in der Pandemie offenbart: „Zur Spielwaren-Hochsaison an Os-
Überraschungen, eingesackt WIENER NEUDORF. Der Lebensmittelhändler Billa und Too Good To Go weiten ihre Kooperation auf insgesamt 90 Billaund Billa Plus-Märkte in Wien und Niederösterreich aus: „Wir sind davon überzeugt, dass den Österreichern ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln sehr am Herzen liegt und viele von ihnen gerne dazu beitragen möchten, wertvollen
Produkten eine zweite Chance zu geben“, so Billa-Vertriebsdirektor Hamed Mohseni (am Bild mit einer Billa-Mitarbeiterin). Die Überraschungssackerl, (Obst, Gemüse, Backwaren, Schmankerl, etc.), deren Preis sich standardmäßig auf 4,99 € beläuft, werden zuvor via Too Good To Go-App reserviert und später in einem vorab festgelegten Zeitfenster abgeholt. (red)
© Billa/Robert Harson
Billa und Too Good To Go weiten Kooperation aus.
tern und Weihnachten habe ich bis zu 450 Pakete am Tag verschickt. So konnte ich die Waren aus meinem Geschäftslager abverkaufen, als ich wegen Corona mein Geschäft schließen musste. Ohne die Möglichkeit, über shöpping zu verkaufen, gäbe es unsere Firma heute nicht mehr“, erklärt etwa Gerhard Nitzlnader, Geschäftsführer der Spielzeugwelt Graz-Weiz. shöpping-Händlern wird ein kostenloses Setup geboten, eine Provision wird erst bei einem konkreten Verkauf fällig. Kunden werden regionale Anbieter mit kurzen Lieferwegen innerhalb Österreichs angeboten, die Pakete werden CO2-neutral mit der Post verschickt, ab einem Bestellwert von 33 € pro Händler ist der Versand kostenlos. Zahlungsprozess optimiert Erst im vergangenen Sommer wurde eine neue Oberfläche gelauncht, welche die Bedienung sowohl mobil als auch am Desktop nutzerfreundlicher machen soll; außerdem wurden Servicekapazitäten ausgebaut und der Zahlungsprozess optimiert. 2022 hat shöpping die Servicequalität der Händler im Blick; konkret will man diese u.a. in puncto Produktdarstellung und Lieferzeiten unterstützen. (red)
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Der Sprung in die Selbstständigkeit
STREET ART
dm setzt auf Fassadenkunst SALZBURG/WIEN. Die dies jährige Markenkampagne von dm drogerie markt steht unter dem Motto „Spür die Kraft der Inspira tion“. Im Frühjahr soll der Schwerpunkt auf der Inspi rationsquelle Kunst liegen – zu finden ist diese in WienLandstraße: Die Fassade der dm-Filiale in der Landstra ßer Hauptstraße 2a wurde kürzlich dem Künstlerin nen-Trio „Rip Off Crew“ als Leinwand zur Verfügung ge stellt, welches den Standort mithilfe von Spraydosen hat in ein Street-Art-Kunstwerk verwandelt hat.
Der 28-jährige Gastro-Fachmann Kevin Huber wagte ihn – und übernahm kürzlich den Adeg Gmünd in Kärnten.
Neuübernahme Kevin Huber, langjähriger Osttiroler Restaurantleiter und Sommelier, mit seinem Team, das er komplett von Vorgänger Gerhard Pleschberger übernahm.
© Adeg/Karlheinz Fessl
Europaweites Projekt Rund um die zweitägige Fassadengestaltung gab es im örtlichen dm-friseur studio in der Umsetzungs woche kostenlose Typbera tungen im Zuge einer Colo rationsbehandlung. Zudem wurden Vorteilsgutscheine und nachhaltige Klebe-Tat toos verteilt. Die künstlerische Gestal tung von Filialfassaden und Hauswänden findet auch in zehn weiteren dm-Ländern statt: In Ungarn, Tschechi en, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien, BosnienHerzegowina, Rumänien, Bulgarien und Nordmaze donien verwandeln jeweils heimische Künstler dm-Fili alen mittels Street-Art in bunte Highlights. (red)
© dm/Hinterramskogler
GMÜND/KÄRNTEN. Die Vielfalt des Nahversorgungsangebots in der Landstadt Gmünd in Kärn ten (Bezirk Spittal a. d. Drau) ist gesichert: Der langjährige Adeg Pleschberger fand mit dem ge lernten Gastronomiefachmann Kevin Huber einen Nachfolger; der 28-Jährige, der zwölf Jahre Erfahrung als Restaurantleiter in der gehobenen Gastronomie vorweisen kann, übernahm Ende März den Markt am Hauptplatz 5 – und mit ihm sämtliche Mit arbeiter. Kaspressknödel und Ragout „Ich habe eine gute persönliche Beziehung zu Adeg, da meine Eltern einen eigenen Markt in Osttirol betreiben. Der Fokus auf Lokalität und die Verbundenheit mit den Menschen gefällt mir sehr, was mich auch in meiner Entscheidung bestärkt hat“, er klärt Huber, der getreu seiner Expertise ausgewählte Gerichte bereitstellt, um berufstätigen
Menschen einen zusätzlichen Service zu bieten – das Angebot reicht von lokalen bis internati onalen Spezialitäten wie frisch gemachte Suppen und Salate, Kaspressknödel, Ragout, Lasag ne und Pizza, die sein Team täg
Der Fokus auf Lokalität und die Verbundenheit mit den Menschen gefällt mir sehr, was mich auch darin bestärkt hat, den Markt übernehmen zu wollen. Kevin Huber Adeg Gmünd/Ktn.
lich frisch im Markt zubereitet. Anschließend werden die Spei sen eingefroren und lassen sich unkompliziert aufwärmen. Adeg-Vorstand Jürgen Öl linger streut dem Neuzugang Rosen: „Es beeindruckt mich immer wieder, wenn Menschen aus eigenem Antrieb heraus die Branche wechseln und ihren Lebensweg konsequent verfol gen. Dementsprechend freue ich mich schon sehr auf die gemein same Zusammenarbeit mit Adeg Huber und wünsche nur das Beste für die Zukunft.“ Regionales Sortiment Um Produzenten und Betriebe aus der unmittelbaren Umge bung zu unterstützen, finden sich im Sortiment von Adeg Hu ber zahlreiche Waren von an sässigen Lieferant – angefangen von Eiern und Milchprodukten, über Obst, Gemüse und Fleisch bis hin zu Kärntner Weinen und Säften. (red)
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Auf die Haltung kommt es an
INFOTAFELN
Dem Ottakringer auf der Spur WIEN. Seit 2014 braut Ottakringer das „Wiener Original“, seit 2020 wird dafür im Rahmen einer Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Wien Braugerste aus der Bundeshauptstadt bezogen. Seit Kurzem ist nun durch Informationstafeln – versehen mit dem Slogan „Wiens bestes Bier kommt von hier“ – sichtbar, auf welchen Feldern die Braugerste konkret wächst: Nämlich auf rund 105 ha Ackerflächen in Floridsdorf, Donaustadt und Oberlaa. Die Ernte bringt pro Jahr einen Ertrag von rd. 525 t und wird ebenfalls in Wien, nämlich in der Stadlauer Malzfabrik, zu 420 t Braumalz weiterarbeitet.
Haltungsform und Herkunft sind den Konsumenten bei Legehennen laut AMA-Motivanalyse am wichtigsten.
© AMA/APA-Fotoservice/Jacqueline Godany
Zahlen und Fakten Martin Greßl, Leiter des Qualitätsmanagements der AMAMarketing, bei der Präsentation der Motivanalyse im Rahmen der AMA-Pressekonferenz zum Thema Ostereier.
Gut für den Standort „Die kurzen Transportwege für die Wiener Gerste sorgen für eine perfekte Öko-Bilanz. Darüber hinaus profitiert auch die Wiener Wirtschaft: Die Arbeitsplätze sind in Wien, die Wertschöpfung bleibt in Wien – und beides ist ein wichtiger Beitrag zur Standortsicherung“, so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (am Bild r. mit den OttakringerGeschäftsführern Harald Mayer, 1. v.l., und Tobias Frank, 2. v.l., und Franz Windisch, Präsident der Wiener Landwirtschaftskammer) im Rahmen der Präsentation der neuen Infotafeln in Oberlaa. (red)
© Theresa Wey
WIEN. Im vergangenen Jahr wurden von den heimischen Haushalten laut RollAMA-Daten in Summe 817 Mio. Frischeier im Wert von 210 Mio. € gekauft, der Pro-Kopf-Konsum der Österreicher beläuft sich auf 236 Eier pro Jahr. Doch während die Haltungsform neben der Herkunft gemäß AMA-Motivanalyse das wichtigste Kriterium beim Einkauf ist, nimmt die Bodenhaltung mit 52% weiterhin den Löwenanteil bei den verkauften Eiern ein – während 33% auf Freiland- und 15% auf Bio-Haltung entfallen. Preis nicht entscheidend Geht es nach der Motivanalyse, landet der Preis im PrioritätenRanking erst auf Platz 7 – Frische, besondere Regionalität, der Bezug direkt beim Bauern und das Tierwohl der Legehennen werden allesamt als wichtiger als der Preis eingestuft. Während Eier am häufigsten im
Supermarkt oder Diskonter gekauft werden, gibt immerhin jeder Vierte an, regelmäßig direkt beim Bauern zu kaufen. Hauptargument für den Bezug ab Hof ist, dass sich die Konsumenten anschauen können, wie die Tiere gehalten werden. Eine persönliche Bekanntschaft zum Bauern und eine höhere Qualitätsanmutung werden als weitere Argumente genannt. Code als Orientierungshilfe Eier tragen seit 2004 einen Code, bestehend aus Ziffern und Buchstaben: dem Kürzel für die Haltungsform, dem Ländercode und der eindeutig zuordenbaren Betriebsnummer des Legehennenhalters. „Das gibt den Konsumenten eine einfache, schnelle und verlässliche Orientierung beim Einkauf. Die Kennzeichnung am Ei nehmen wir uns zum Vorbild und arbeiten gerade an einem ähnlich simplen Modell bei anderen tierischen Produk-
ten“, erklärt Martin Greßl, Leiter des Qualitätsmanagements der AMA-Marketing. Die österreichweite Branchenlösung der Kennzeichnung der Tierhaltung stellt die AMA für den Frühsommer in Aussicht. Die Eierdatenbank Im AMA-Gütesiegel-Programm wird jedes Ei mit einem entsprechenden Code gestempelt, ehe es den Bauernhof verlassen darf. In der seit 2012 im Vollbetrieb befindlichen Eierdatenbank werden die Warenströme tagesaktuell dokumentiert; rund 90% der Frischeier am Markt sind in der Datenbank erfasst und können seit 2013 unter www.eierdatenbank.at von Kunden überprüft werden. Dabei handelt es sich um ein grundsätzlich freiwilliges System; für Teilnehmer am AMA-Gütesiegel und AMA-Biosiegel und „tierschutzgeprüft“Betriebe ist die Meldung allerdings verpflichtend. (red)
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© APA/Robert Jäger
abfallvermeidung setzt man in beiden Ländern vor allem darauf, Produkte mit Plastikverpackung zu kaufen oder Plastikverpackungen mehr als ein Mal zu verwenden.
Die Mehrheit findet Recycling wichtig Unterschiede zwischen Österreichern und Deutschen zeigen sich bei der Beurteilung der Abfallwirtschaft. WIEN. Eine aktuelle FocusStudie mit über 1.500 Teilnehmern zeigt, dass Recycling von Konsumenten in Österreich und Deutschland als wichtige Komponente des Umweltschutzes erlebt wird. Konkret geben 50% der befragten, in Österreich lebenden Personen (n=506) an, dass Recycling ein entscheidender Weg sei, um Rohstoffe zu schonen; für das deutsche Publikum (n=1.003) liegt der Wert auf einem ähnlichen Niveau, nämlich bei 52%. 37% der Österreicher und 32% der Deutschen sind der Auffassung, dass Recycling wichtig für den Umweltschutz ist, auch wenn es
weitere Aspekte von größerer Relevanz gebe (zum Beispiel Energieverschwendung). Skeptisch gegenüber Recycling ist in jeweiligen Land eine Minderheit von 14% (Österreich) bzw. 17% (Deutschland). Österreicher geeint Die Analyse nach soziodemografischen Merkmalen deutet darauf hin, dass es in Österreich keine signifikanten Unterschiede zwischen den hauptdemografischen Merkmalen wie Geschlecht, Alter und Region betreffend die Ansichten zum Recycling gibt. Dadurch wird eine Einstimmigkeit zwischen
Geschlechtern, Altersgruppen und Regionen zum vorliegenden Thema impliziert. Ein anderes Bild ergibt sich in Deutschland: Die Meinung zum Recycling wird hier von Geschlecht und Alter geprägt. In Deutschland sind mehr Frauen und ältere Personen positiv gegenüber Recycling eingestellt als Männer und Personen unter 50 Jahren. Verhalten und Verbrauchergewohnheiten folgen in beiden untersuchten Ländern einem ähnlichen Muster: Von den neun abgefragten Stoffen werden vor allem Papier, Glas und Batterien recycelt. Punkto Kunststoff-
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Positive Einstellung Was die Einstellung zur Abfallwirtschaft im eigenen Land betrifft, ist diese in Österreich positiver als beim großen Nachbarn: 35% der Befragten in Deutschland stimmen zu, dass die Abfallwirtschaft im eigenen Land nicht besonders effektiv oder sogar belastend für andere Länder ist; in Österreich sind es nur 24%. (red)
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Ostern ist nicht Weihnachten
MEDIENPRÄSENZ
Manner und Lindt in aller Munde WIEN. Laut aktueller Observer-Analyse (Zeitraum 7. März bis 5. April) dominiert der Wiener Süßwarenhersteller Manner die Online-Präsenz der Schokoladenhersteller in Österreich: Mit 59% der Gesamt resultate hat das heimische Unternehmen in den letzten 30 Tagen fast dreimal so viele Erwähnungen wie sein Schweizer Konkurrent Lindt (21,7%). Milka kommt auf 13,9%, Casali auf 4,3% und die Marke Kinder auf 1,1%. Besonders auf Facebook weist Manner ein sehr hohes Engagement (11.100) vor; nur Kinder kann mit einem Interaktionswert von 9.200 auf der Social Media-Plattform mithalten. Auf dem dritten Platz reiht sich Lindt mit 6.300 ein, vor Casali mit 2.400 und Milka mit 480.
Nur 56% der Österreicher und bloß 29% der Deutschen wollen heuer Geld für Ostergeschenke ausgeben.
© Offerista Group Austria
Obligatorisch Wie auch immer das Osternest aussehen mag, für 43% der Befragten darf ein Schokohase nicht fehlen. Gekauft wird er bevorzugt im Supermarkt (67%) oder beim Diskonter (55%).
© APA/AFP/Fabrice Coffrini
Lindt: Nummer 1 in Print In Österreichs Printmedien ist die Verteilung der medialen Präsenz zur Osterzeit eine gänzlich andere: Lindt erzielt hier mit 60% der Gesamtresultate dreimal so viele Erwähnungen wie Milka mit 20%, gefolgt von Casali (13,3%), Kinder (6,7%) und Manner (ein Prozent). Im Online-D-A-CH-Raum dominiert Lindt aufgrund seiner starken Präsenz in Deutschland und Schweiz mit 43,4%, Manner reiht sich länderübergreifend mit 32,3% auf dem zweiten Platz ein, noch vor Milka (13,9%), Casali (6,1%) und Kinder (4,3%).
WIEN. Die Zahl der Schenkwilligen rund um Ostern nimmt hierzulande ab – zumindest, wenn es nach einer im März abgehaltenen Offerista-Umfrage mit 1.266 Teilnehmern in Österreich geht. Konkret sei die Zahl der „Osterhasen“ im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 56% zurückgegangen. Im Vergleich zu Deutschland, wo im selben Zeitraum die gleiche Umfrage abgehalten wurde, sind das noch vergleichsweise viele. Die Zahl der schenkfreudigen „Osterhasen“ beläuft sich dort mit 29% auf nicht einmal ein Drittel der Befragten – ein auch durch Inflation und Rohstoffkrise schwer erklärbarer Rückgang von 19% gegenüber dem Jahr 2021. Wer wen beschenkt In Österreich sind Frauen zu Ostern etwas schenkfreudiger als Männer: Während 54% der Frauen etwas verschenken möchten,
geben dies im Vergleich dazu nur 39% der Männer an. Beschenkt werden in erster Linie Kinder (73%) und mit Respektabstand der Partner (40%), aber auch einige Eltern (28%) dürfen sich auf ein Osterpräsent freuen. Was im Osternest landet Unter den Geschenken gibt es einen klaren und wenig überraschenden Favoriten: 74% der Schenkwilligen werden Süßigkeiten wie Schokolade oder Pralinen verschenken. Die Reihenfolge der ersten vier Plätze hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert: Der zweite Platz geht an das Ei (58%), dann folgen Bücher und Spiele (30%) sowie Kleidung, Schuhe und Accessoires (27%). Davon abgesehen, werden noch Sportartikel, Selbstgekochtes und Gebackenes, Gutscheine, Haus- und Gartenartikel, elektronische Geräte, Selbstgebasteltes und Einrichtungsgegenstände verschenkt.
Auf die Frage, was „unbedingt“ ins Osternest muss, sprechen sich 43% für den Schokohasen aus. Wo der Hase herkommt In Sachen Osterhasenkauf hat der stationäre Handel die Nase vorne: Zwei Drittel (67%) wollen ihre Hasen bei Supermärkten einkaufen; auf Platz zwei (55%) landen die Diskonter. Auch der E-Commerce wird immer beliebter: Die Zahl der Onlinekäufer ist gegenüber 2021 um neun Prozent auf 26% gestiegen. „Damit der Handel auf seine Produkte entsprechend aufmerksam machen kann, bieten wir mit wogibtswas.at nicht nur ein digitales Flugblattportal samt App, sondern setzen als Offerista Group Austria auch verschiedene kanalübergreifende Kampagnen für den Einzelhandel um“, so Oliver Olschewski, Geschäftsführer der Offerista Group Austria. (red)
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DANONE ÖSTERREICH
Ein Unternehmen, eine Stimme WIEN. Danone legt in Österreich zwei bisher unabhängige Geschäftsbereiche zusammen. Unter der neuen Geschäftsführerin Nichole Duttine (Bild) sollen Kräfte gebündelt und die jeweiligen Stärken der Bereiche effizienter genutzt werden. Erstmals wird somit Danone Österreich von einer Geschäftsführung geleitet. Das Österreichische Geschäft gehört zum Danone D-A-CHVerbund und erwirtschaftet mit rund 2.300 Mitarbeitern jährlich über 1 Mrd. €.
© ÖFV
Vorfreude ÖFV-Präsident Andreas Haider und General sekretärin Barbara Steiner freuen sich auf die Verleihung der FranchiseAwards im Juni auf der niederösterreichischen Burg Perchtoldsdorf.
Franchise-Awards kommen im Juni
Synergien schöpfen Die bisher unabhängig agierenden Unternehmen Danone mit Sitz in Wien und Nutricia Milupa mit Sitz in Puch bei Hallein, werden ein Unternehmen – unter Führung der gebürtigen US-Amerikanerin Nichole Duttine. Sie war bereits seit 2019 Geschäftsführerin von Nutricia Milupa in Österreich. Duttine startete ihre Karriere bei Procter & Gamble in Deutschland. 2013 wechselte sie als Head of Channel Development zu Milupa Deutschland; 2015 übernahm sie hier die Rolle der Vertriebsdirektorin, bevor 2019 der Wechsel nach Österreich erfolgte. In Österreich ist Danone seit 1972 mit Marken wie Actimel, Activia, FruchtZwerge, Obstgarten sowie in der Babynahrungssparte mit Milupa und Aptamil vertreten. (red)
Die Nominierten des Franchise-Awards 2022 wurden bekannt gegeben, darunter Re/Max und Storebox.
Awards in fünf Kategorien In Österreich sind aktuell circa 500 Franchise-Systeme mit insgesamt 9.600 FranchiseNehmern an 12.000 Standorten tätig. Um besondere Leistungen des Wirtschaftsfaktors Franchising hervorzuheben, vergibt der Österreichische Franchise-Verband (ÖFV) jährlich Awards in fünf Kategorien. „Die vielen Einreichungen und die nun präsen-
tierte Shortlist zeigen die hohe Qualität der österreichischen Franchise-Szene“, ist ÖFV-Präsident Andreas Haider überzeugt. Entscheidend bei der Vergabe der Franchise-Awards sind unternehmerische Leistung, Geschäftsentwicklung, Innovationskraft und die Führung von
Franchise-Awards Die Nominierten für 2022 • Franchise-System des Jahres Re/Max | Soluto | Storebox • Franchise-Partner des Jahres A1 – Yousif Wail | Storebox – Paul Langeder & Raphael Reifelts hammer| Viterma – Ing. Roland Schättle GmbH • Franchise-System Newcomer des Jahres Kobl | Piyoma | Vitamin Lounge • Franchise-Partner Newcomer des Jahres A1 – René Klaura | Storebox – Helmut Friedl | Zaunteam – René Posautz • Social & Green Award Biogena | R.U.S.Z. | Storebox | VomFass1
Mitarbeitern und Partnern. Auch der Zusammenhalt im System, soziales Engagement und Nachhaltigkeit fließen in die Bewertung ein. Newcomer & Big Player ÖFV-Generalsekretärin Barbara Steiner freut sich über die Vielfalt unter den ausgewählten Systemen: „Die Nominierungen spiegeln die Franchise-Community wider: Große, internationale Systeme und Newcomer mit wenigen Standorten sind vertreten, bei den Branchen reicht die Bandbreite vom Fachhandel, über Fitness bis zu handwerklichen Angeboten.“ Der ÖFV ist die Interessensvertretung der österreichischen Franchise-Wirtschaft und zählt rd. 135 Franchise-Systeme und deren Partner zu den Mitgliedern. Vorrangiges Ziel ist, die nachhaltige Qualitätssicherung im Franchising zu fördern – etwa mittels ÖFV System-Check. (red)
© Danone Österreich
BRUNN. Alljährlich kürt der Österreichische Franchise-Verband die Besten der FranchiseCommunity: Welches ist das leistungsfähigste System in Österreich? Wer sind die innovativsten Partner? Die Fragen finden ihre feierliche Beantwortung auf der Franchise-Gala in der niederösterreichischen Burg Perchtoldsdorf am 2. Juni. Damit die Antworten nicht allzu überraschend ausfallen, hat eine Experten-Jury die gediegene Vorauswahl getroffen.
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will haben © Mautner Markhof (2)
Knusprige Ostern, Berggang mit Wurst ••• Von Christian Novacek
© Wiesbauer
Dazu eine spritzige Zitrone von Mautner
Spritzige Zitrone
Der Berg ruft
Mautner Markhof startet spritzig in die warme Jahreszeit und launcht mit den Soda-Sirupen sommerliche Produktneuheiten. Erhältlich sind die Sirupe ab Mai als limitierte Sommeredition in den Geschmacksrichtungen Zitrone und Birne Melisse. Beide Sorten eignen sich ideal für sprudelnde Getränke und wurden extra für das Aufgießen mit Soda aus dem Sprudler oder mit Mineralwasser entwickelt. Das Mischverhältnis von 1:8 ergibt rund 6,3 l Fertig getränk pro Flasche.
Wiesbauers jüngste SnackInnovation Bergsteiger Junior punktet mit einer Designoptimierung: Neben der schrägen Schleife und dem Sichtfenster in Bergsteiger-Form dient auf den 80 g-Beuteln ein roter Button mit dem Hinweis „neu“ als Eyecatcher und soll verstärkt zu Probierkäufen anregen. Dank der speziell entwickelten, extra dünnen Beschichtung der Folie wird im großen Umfang Verpackungsmaterial eingespart. Erhältlich ist die Bergsteiger Junior auch im Single-Pack – passend als Pausen-Snack in der Schule oder als Belohnung beim Radfahren und Wandern.
www.mautner.at
© Martini
www.wiesbauer.at Ein erster Sommergruß kommt von Martini: Rechtzeitig zur wärmer werdenden Jahreszeit wird der Martini Fiero & Tonic, ein fertig gemixter Aperitivo, gelauncht.
Rascheln im Osternest
© Kelly
In den österreichischen Osternestern soll es heuer mal richtig rascheln, zumindest wenn es nach der Kelly GmbH geht: Kelly’s Osterdonuts und Soletti Osterhasen heißen die Hauptdarsteller im Osternest. Die Osterhasen bieten die Original-SolettiQualität, diesmal in herziger Hasenform, wie immer nicht frittiert, sondern im Ofen gebacken, also mit wenig Fett. Die Kelly’s Osterdonuts wiederum sind sweet, salty, crunchy – eine Kombination, die begeistern soll. Ihr Hauptbestandteil ist österreichischer Maisgries, produziert werden sie in Wien. Sie sind zur Osterzeit in gewohnt knuspriger und runder Form im Osterdesign erhältlich. www.kelly.at
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COVER
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financenet & real:estate IPO-Markt Geopolitische Spannungen bringen globalen Einbruch 52
Lohnverhandlungen Der Gewinner dabei ist immer der Staat 54
EHL Ehemaliges TlapaKaufhaus an LLB Fonds vermittelt 55 © Lichtpunkt Fotografie
ERSTE RESEARCH
© APA/AFP/Tobias Schwarz
Aktuelle KaufEmpfehlungen
In dieser Krise liegt auch eine neue Chance Gabriel Felbermayr, Wifo: Entkopplung der Weltwirtschaft fordert und fördert innereuropäische Kooperationen. 50
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WIEN. Das Erste Group Research hat unter anderen folgende Aktien zum Kauf empfohlen: L’Oréal zeichnet sich durch eine hohe operative Marge aus. Die Marge sollte in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Man erwartet, dass sich die Aktie aufgrund der guten Wachstumsperspektiven besser entwickeln wird als der Sektor und auch besser als der Gesamtmarkt. Der Luxusgüterkonzern LVMH überzeugt mit hohem Wachstum durch seine starken Marken. Überdurchschnittlichen Margen sowie die Steigerungsraten in den USA und Asien machen LVMH attraktiv. (red)
FINANCENET
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Ganz neue Chancen für die „Alte Welt“ Ein „Decoupling“ der Weltwirtschaft könnte Europa interessante Möglichkeiten bieten, meint Wifo-Direktor Gabriel Felbermayr.
••• Von Reinhard Krémer
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ie Ukraine wird wirtschaftlich gerade ausradiert: Viele Industrien und Wirtschaftszweige werden komplett zerstört, die Agrarwirtschaft kommt zum Erliegen. Dazu kommen die
Sanktionen gegen Russland, die den Finanzmarkt, die Lieferketten und langfristig auch den Fachkräftemangel nachhaltig beeinflussen werden“, sagte Gabriel Felbermayr, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), beim Internationalen Forum für Wirtschaftskommunikation (IFWk) in Wien.
Es wird eine starke Entkoppelung der Weltwirtschaft mit China und Russland geben, und dafür braucht es innereuropäische Kompensation, so Felbermayr. Europa hat nun regional riesige Chancen, eine Wende gegen die Abhängigkeiten von diesen Staaten herbeizuführen. Und
weiter: „Die Zeiten der Überglobalisierung, in denen der Warenhandel schneller wächst als die Industrieproduktion, sind schon lange vorbei.“ Vor Eiszeit mit Russland „China macht sich mehr und mehr unabhängig von westlichen Produkten, Trump hat die-
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6,8% Fachkräften nicht noch schwerer zu machen, innerhalb Europas in verschiedenen Ländern zu arbeiten. Auf die Technik kommt’s an Die aktuelle Lage zeige deutlich, dass es durchaus österreichische und europäische Unternehmen, vor allem im Energiebereich, gibt, die sich die Krise zu Nutzen machen: „Es ist gut, dass jene Unternehmen, die schon vor der Krise in erneuerbare Energien und die damit verbundenen Technologien investiert haben, jetzt damit Geld verdienen. Und mit diesem Geld können diese Firmen die Technologien wiederum skalieren. In diesem Sinne sind die hohen Preise bei Öl und Gas nicht nur schlecht, denn es kommt jetzt auf die Alternativen an und die können auch innereuropäisch hergestellt werden“, sagt der Wifo-Chef.
sen Trend auch in den USA eingeführt. Jetzt stehen wir vor einer längeren Eiszeit mit Russland“, ist der Wifo-Chef überzeugt. Durch dieses Decoupling sind auch neu entstandene und gut funktionierende Importwege nach Europa nicht mehr zugänglich, erklärte Felbermayr: „Zum Beispiel die neue Seidenstraße von China nach Europa, die ein großes Entwicklungspotenzial hatte, ist aktuell über den Landweg durch Russland nicht mehr betreibbar. Dadurch verlieren wir die dringend notwendigen Produktivitätsgewinne. Die Hoffnung ist allerdings, dass wir die Verluste jetzt innereuropäisch kompensieren können.“ Denn es gebe in Europa großes Potenzial, vor allem die Energiemärkte betreffend. Und es wäre dringend an der Zeit, einen europäischen Arbeitsmarkt zu schaffen und es
Wifo-Chef Der gebürtige Steirer Gabriel Felbermayr war seit März 2019 Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Am 1. Oktober 2021 wurde er Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo).
Die Sanktionen wirken gut Man dürfe nämlich bei dem ganzen Grauen, das momentan passiert, nicht vergessen, dass Russland eigentlich relativ unwichtig im Außenhandel sei. „Die Sanktionen gegen Russland wirken überraschend gut“, so Felbermayr. „Alle jene, die sagen, es störe den Kreml nicht, wenn Europa kein Erdöl und Gas mehr kauft, liegen falsch. Wenn ein Staat Exporteinnahmen im Ausmaß von zehn Prozent seiner Wirtschaftskraft verliert, schmerzt das sehr.“ Die Abhängigkeit sei aber natürlich eine beidseitige: „Zum einen fehlen uns die Alternativen zu vielen Rohstoffen, die wir aus Russland beziehen, und zum anderen braucht Russland Europa für seine Pipelines. Denn die einfach so zu schließen und über andere Wege Gas zu exportieren, ist zeitlich und finanziell nicht möglich.“
Inflation Der Ukrainekrieg befeuert die hohe Inflation weiter: In Deutschland lag sie im März bei 7,3%, der höchste Stand seit rund 40 Jahren, in Österreich bei 6,8%.
Russland reagiere auf die westlichen Sanktionen durchaus geschickt, denn die russischen Gas- und Ölexporteure müssen den Zahlungsverkehr auf Rubel umstellen: „Das ist ein Problem für Europa.“ In Sackgasse manövriert? Denn das Beschaffen von Rubel ist nicht einfach, nachdem die russische Zentralbank mit Sanktionen belegt wurde, sagt Felbermayr. „Außerdem ist der Rubel keine Reservewährung, die wir in anderen Ländern und Banken vorrätig haben, und wir brauchen große Mengen“, so der Wirtschaftsforscher. „Da haben wir uns möglicherweise in eine Sackgasse manövriert.“ Die kurzfristige Folge ist, dass der Rubel deutlich aufgewertet hat und der Gaspreis wieder zulegt.
Wir sind gerade mitten in einem massiven Decoupling. Jetzt s tehen wir vor einer längeren Eiszeit mit Russland. Gabriel Felbermayr Wifo
Ob Russland und auch die Gazprom diesen erwarteten, 100%igen Rubelzwang durchziehen kann, ist fraglich (Zuletzt ruderte der Kreml zurück; Anm.). Es müssten dafür auch bestehende Verträge mit Käufern gebrochen werden, denn die Währung sei ein wesentliches Detail in den Vereinbarungen mit den Unternehmen, ergänzte Felbermayr.
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Die Börsengänge sind abgeschossen Geopolitische Spannungen lassen den weltweiten IPO-Markt einbrechen. Die Zahl der Börsengänge hat sich halbiert.
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Kriegsopfer Börsengänge oder IPOs für Initial Public Offerings sind seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine Mangelware.
WIEN. Nach einem sehr lebhaften Jahresauftakt im Jänner ist die Zahl der Börsengänge im Februar und März angesichts sich zuspitzender geopolitischer Spannungen weltweit eingebrochen: Insgesamt wagten im ersten Quartal weltweit lediglich 321 Unternehmen den Sprung aufs Parkett – das waren gleich 37% weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Emissionsvolumen sank um 51% auf 54 Mrd. USD, zeigt das aktuelle Global IPO Update des Beratungsunternehmens EY. Damit fanden der Aufwärtstrend der Vorquartale und das positive Momentum aus dem Rekord-IPO-Jahr 2021 ein jähes Ende. Im Jänner hatte das weltweite Emissionsvolumen mit 32 Mrd. USD noch auf dem höchsten Stand seit 21 Jahren gelegen, im Februar brach es angesichts einer Verdoppelung der Volatilität infolge der geopolitischen Spannungen – im Vergleich zum Vorjahresmonat – von 36 auf zehn Mrd. ein, im März sogar von 47 auf zwölf Mrd. USA und Europa voll getroffen Der stärkste Einbruch wurde in den USA registriert: Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres sank in den Vereinigten Staaten die Zahl der Börsengänge von 100 auf 25, das Emissionsvolumen schrumpfte sogar um 94% von 42 auf gut zwei Mrd. USD. Auch in Europa waren hohe Einbußen zu verzeichnen: Die Zahl der Börsengänge hat sich von 89 auf 47 fast halbiert, das Emissionsvolumen ist von 26 auf knapp drei Mrd. USD zurückgegangen.
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Am wenigsten beeindruckt zeigte sich der chinesische Markt: In China (einschließlich Hongkong) wagten im ersten Quartal 97 Unternehmen den Schritt an die Börse, das waren 28% weniger als im Vorjahr. Tech runter, Rohstoffe rauf Das Emissionsvolumen stieg hingegen leicht um zwei Prozent auf 30 Mrd. USD. Die meisten IPOs wurden im ersten Quartal in den Segmenten Technologie und Rohstoffe durchgeführt. Im Technologiesegment schrumpfte das Emissionsvolumen von 48,1 auf 9,9 Mrd. USD, die Zahl der Börsengänge sank um 57% von 136 auf 58. Anders war die Entwicklung im Bereich Rohstoffe: Die Zahl der Börsengänge kletterte von 50 auf 58, das Emissionsvolumen von 4,4 auf 5,9 Mrd. USD.
Pierer Mobility zeigte auf Auf den Rängen drei und vier lagen IPOs von Industrieunternehmen (Rückgang von 67 auf 57 IPOs) und Unternehmen aus dem Gesundheitssektor (Rückgang von 84 auf 49 IPOs). In Österreich gab es im ersten Quartal Aktivitäten im Top-Segment: Mit 1. März 2022 startete die Pierer Mobility AG im prime market. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 2,7 Mrd. € reiht sich das österreichische Unternehmen unter den Top-20-Emittenten nach Kapitalisierung im prime market ein. Wien Nummer 1 bei Anleihen Im Einstiegssegment „direct market plus“ an der Wiener Börse gab es im Jänner ebenfalls einen Neuzugang – das Unternehmen Lekta Therapy Ltd. Der direct market plus richtet sich
seit 2019 als Möglichkeit zum einfachen Kapitalmarkteinstieg an Klein- und Mittelbetriebe sowie expandierende Jungunternehmen. Mit mehr als 1.800 neuen Notierungen ist der Vienna MTF der Wiener Börse im ersten Quartal 2022 die Nummer 1 unter den europäischen Anleihenlistingplätzen. Asien fast unbeeindruckt Der weltweit größte Börsengang des bisherigen Jahresverlaufs Jahres fand in Südkorea statt: Der Batteriehersteller LG Energy Solution erlöste bei seinem IPO im Januar insgesamt 10,7 Mrd. US-Dollar. Der chinesische Mobilfunkanbieter China Mobile kam bei seinem Börsengang, der ebenfalls im Jänner stattfand, auf 8,2 Mrd. US-Dollar.
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EUSIPA AUSGEZEICHNET
Pionierarbeit geleistet Die Auszeichnung wurde verliehen für „die pionierhafte Arbeit, strukturierte Produkte in die FindatexPlattform zu integrieren und den grenzüberschreitenden Informationsfluss zwischen Emittenten und Vertrieb strukturierter Produkte einerseits und den EU-Behörden andererseits zu standardisieren, um den regulatorischen Dialog gesamthaft zu entwickeln.“ Heike Arbter, Vorständin der Raiffeisen Centrobank und Präsidentin der Eusipa: „Unsere großen Herausforderungen der vergangenen Jahre waren einerseits die zunehmende Regulierung, andererseits die steigende Nachfrage nach ESGkonformen Produkten und drittens die zunehmenden Cross-Border-Aktivitäten der Marktteilnehmer.“ Vor den Vorhang „Wir haben es geschafft, die zentrale Kontaktstelle für Regulatoren, politische Entscheider und Marktteilnehmer gleichermaßen zu werden; darauf sind wir stolz und dafür gebührt vor allem unserem Generalsekretär Thomas Wulf höchste Anerkennung“, so Arbter.
Egal, wie die Frühjahrs-KV-Runde ausgeht – der Fiskus hält immer die Hand auf und gewinnt am meisten.
Teuerungsausgleich? Der Hauptgewinner der Lohnverhandlungen steht schon jetzt fest. Es ist der Staat, meint der Think-Tank Agenda Austria. WIEN. Im Zuge der steigenden Preise pocht die Elektro- und Elektronikindustrie auf eine spürbare Erhöhung der Löhne und Gehälter zum Auftakt der diesjährigen Frühjahrs-KVRunde. Die Bruttoeinkommen sollen um sechs Prozent steigen, wie die Arbeitnehmervertreter fordern. Selbst wenn sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber darauf einigen könnten, würde nur ein
Teil davon bei den Beschäftigten ankommen. Der große Gewinner der nächsten Lohnrunde steht bereits fest: Es ist der Staat, lässt der Think-Tank Agenda Austria verlauten. Der Fiskus jubelt immer Ein durchschnittlicher vollzeitbeschäftigter Arbeiter würden bei einer Lohnerhöhung von sechs Prozent um 4,7% oder 92 € mehr netto pro Monat auf dem Konto haben. Die Steuer- und
Abgabenlast würde dagegen um 7,5% oder knapp 124 € monatlich steigen. Win-win-Szenario für Staat Ähnlich sieht es bei den Angestellten aus: Gibt es 136 € für die Arbeitnehmer, gehen gleich 236 € an den Staat. „Der Staat bekommt immer mehr als die Beschäftigten, egal wie hoch der Abschluss ausfällt“, sagt Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera. (rk)
CMS berät Siemens Verkauf von Facility Management-Tochter.
© APA/Georg Hochmuth
BRÜSSEL/LONDON//WIEN. Die EUSIPA (= European Structured Investment Products Association), der europäische Dachverband der nationalen Verbände von Emittenten von Zertifikaten und strukturierten Produkten, wurde in London als beste Branchenvertretung im Finanzbereich von SRP, einer Tochtergesellschaft von Euromoney Institutional Investor plc., ausgezeichnet.
© PantherMedia/Kanghyejin
Beste Vertretung aller Branchen
WIEN. Siemens Österreich hat den Verkauf der Siemens Gebäudemanagement & -Services G.m.b.H. (SGS) an Apleona vereinbart. Das Closing der Transaktion wird im Laufe des dritten Quartals des Geschäftsjahres erwartet und steht unter den üblichen kartellrechtlichen Vorbehalten. Siemens Österreich wird von der Wiener Anwaltskanzlei CMS Reich-Rohrwig
Hainz unter der Führung von Alexander Rakosi, Partner im Corporate/M&A, rechtlich beraten und begleitet. Für CMS im Einsatz waren unter anderen Florian Mayer, Marie-Christine Lidl, Anna Hiegelsperger und Matthias Emich sowie Sibylle Novak und Alexander Hiermann (Steuer), Andrea Potz, Jens Winter (Arbeitsrecht) und Marlene Wimmer-Nistelberger. (rk)
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REAL:ESTATE
Tlapas Nachfolger
IMMOBILIENTAG
Herbergssuche in Deluxe-Version
Das ehemalige Kaufhaus in Wien erfährt eine Neuentwicklung – EHL vermittelt zwischen LLB Fonds und der Vermehrt-Gruppe.
Office, Gewerbe & Wohnen Bei dem bereits im Bau befindlichen Objekt handelt es sich um ein gemischt genutztes Büround Geschäftshaus, das nach der geplanten Fertigstellung im 3. Quartal 2024 neben hochwertigen Einzelhandels- und Büroflächen auch ca. 130 Serviced Apartments sowie eine Tiefga-
rage mit 110 Stellplätzen bieten wird. „Die Transaktion belegt die weiterhin hohe Attraktivität des Wiener Marktes für Investoren. In Zeiten, in denen viel Kapital auf dem Markt ist und gute Investmentprodukte Mangelware sind, ist es für die Investoren nicht leicht, die Mittelzuflüsse anzulegen“, sagt Markus Mendel, Geschäftsführer der EHL Investment Consulting, über die erfolgreiche Vermittlung. (hk)
Schulterschluss erreichen Lebenszyklus Bau präsentiert Arbeitsprogramm. WIEN. „Aktueller denn je“ – unter diesem Motto startete die 2012 gegründete IG Lebenszyklus Bau ins aktuelle Arbeitsjahr mit dem Fokus auf die Herausforderugen der Branche. Dazu wurden nun kurz- und mittelfristige Maßnahmen formuliert, die einen nationalen und partnerschaftlichen Schulterschluss der gesamten Bau- und Immobilienbranche Österreichs
ermöglichen sollen. Darunter etwa angemessene Vorhaltekosten bei Bauunterbrechungen, Einräumen von alternativen Bau- und Bauproduktlösungen, ein sofortiger Stopp der Umwidmungen von Agrar- in Bauflächen und die Erarbeitung von Beschäftigungsgarantien für die Arbeitnehmer der Bau- und Immobilienbranche für die kommenden Monate. (hk)
Immo-Rundreise Vor Ort warteten die versierten Maklerinnen und Makler von Raiffeisen Immobilien Salzburg, um den Gästen die Objekte näherzubringen. Mit den hochwertigen Fahrzeugen der AudiFlotte wurden die Gäste elegant und komfortabel auf eine Rundreise zu neun Stationen geschickt. So wurde ein Überblick über das Immobilienportfolio geboten, der die Salzburger Stadtteile Aigen, Parsch, Gneis, Liefering, Taxham und das Andräviertel umfasste. Fast überflüssig zu erwähnen: Die Veranstaltung war im Nu und restlos ausgebucht. (hk)
© Raiffeisen Immobilien Salzburg eGen
© Vermehrt Gruppe
über den Kaufpreis wurde zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.
first pitch goes digital
© PantherMedia/Andreas Karelias
SALZBURG. Raiffeisen Immobilien Salzburg brachte mit seinen Partnern Audi und Salzburger Nachrichten (SN) das Erfolgsformat „Immobilientag“ zurück. Auf die Gäste warteten hochkarätige Fahrzeuge von Audi inklusive eigenen Chauffeuren, die diese zu ausgewählten Immobilien in der Mozartstadt beförderten.
Traditionshaus Das Objekt soll eine ÖGNI-Platin-Zertifizierung erreichen und so den hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Sinne der EU-Taxonomie und der ESG-Richtlinien genügen.
WIEN. Der offene Immobilienfonds LLB Semper Real Estate hat die Neuentwicklung des ehemaligen, traditionsreichen Tlapa-Kaufhauses in der Favoritenstraße 73–75 im 10. Wiener Gemeindebezirk erworben. Entwickler und Verkäufer des in Errichtung befindlichen Büround Geschäftshauses ist die Vermehrt Gruppe. Vermittelt hat die Transaktion die zur EHL Gruppe zählende EHL Investment Consulting,
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Patronanz Bernd Ellmauer, Leiter immo.SN, Peter Mayr, GF Raiffeisen Immobilien Salzburg, und Bernhard Loos, Head of Marketing & Sales Audi Österreich (v.l.).
REAL:ESTATE
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Mission: Possible
WOHNUNGSÜBERGABE
Entspannt im Grünen wohnen
Das Familienunternehmen Haka setzt seit jeher auf regionale Partner und bleibt so immun gegen aktuelle Widrigkeiten.
WIEN. Das ÖSW hat mit „reLAX 151“ 159 geförderte Mietwohnungen erfolgreich fertiggestellt und an die Mieter übergeben. Das neue Wohnquartier auf dem ehemaligen Beiersdorf-Indus trieareal in Wien Favoriten, Laxenburger Straße 151, liegt inmitten einer gewachsenen Wohnsiedlung mit Schrebergärten und umfasst insgesamt rund 300 Einheiten, von Single- bis Familienwohnungen. Für die durchdachte Bauweise zeichnen die Wiener Architekturbüros ss | plus architektur und u.m.a. architektur verantwortlich.
TRAUN. „Dieses Produkt ist momentan leider nicht verfügbar“ – „Lieferdatum ungewiss“ – „Eventuelle Preisänderung vorbehalten“. Wer ein Eigenheim schafft oder selbigem eine Sanierung oder möbeltechnische Aufwertung angedeihen lässt, braucht ohnehin gute Nerven, aber derzeit ist wirklich keine einfache Zeit für Häuslbauer und all jene, die ihr Zuhause verschönern wollen: Preissteigerungen, Lieferengpässe und lange Wartezeiten machen vielen zu schaffen.
© Manfred Seidl, Wien
Regionalität macht’s aus „Das spüren auch wir in Gesprächen mit unseren Kundinnen und Kunden“, erklärt Mario Stifter, Geschäftsführer von Haka Küchen. Es werde oft nachgefragt, wann die Küche oder das Möbel spätestens bestellt werden muss bzw. was passiere, wenn die Vorarbeiten noch nicht fertiggestellt sind. „Unsererseits können wir beruhigen, denn aufgrund unserer jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten sind wir äußerst flexibel und können trotz der angespannten Marktlage einerseits eine Preisstabilität und andererseits unsere Neun-Tage-Maßanfertigung garantieren“, betont Stifter.
MESSEANKÜNDIGUNG
Brandaktuelles auf Tullner Messe TULLN. 250 Fachaussteller präsentieren auf der HausBau+EnergieSparen Tulln von Freitag, 22. bis Sonntag, 24. April das komplette Angebot aus allen Bereichen des privaten Hausbaus: Bauen und Umbauen, Wohnen und Einrichten sowie dem brandaktuellen Thema Energiesparen und Heiztechnik. Führende Hersteller zeigen die aktuellen Technologien, gleichzeitig sind die lokalen Fachpartner stark vertreten. Ein Rahmenprogramm mit 60 Fachvorträgen auf zwei Bühnen rundet das Messeangebot ab.
© Haka Küche
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Flotte Möbel „Alle Küchen werden bei Haka in neun Tagen maßgetischlert, gerechnet ab Bestellung“, so Mario Stifter, Geschäftsführer von Haka Küchen.
Das liege auch daran, dass Haka ausschließlich am Standort im oberösterreichischen Traun fertigt. Seit jeher setzt der Traditionsbetrieb auf regionale Zulieferer, kurze Lieferketten und damit höchste Flexibilität. „Das ist nicht branchenüblich,
aber für uns war das immer selbstverständlich. Das schafft und sichert auch viele Arbeitsplätze in der Region. Davon profitierten wir, viele Unternehmen aus Österreich und letztendlich unsere Kundinnen und Kunden“, so Stifter. (hk)
Von Delta zu Delta
© Delta/Markus Sinzinger
Hiden neuer Geschäftsführer der Delta Pods. WIEN. Ehemals Prokurist und Gesellschafter innerhalb der internationalen Delta Gruppe, ist Markus Hiden nun Geschäftsführer der Delta Podsedensek Architekten ZT GmbH (Delta Pods). Seine Aufgaben als neuer Geschäftsführer des Architekturbüros teilt er sich mit dem bestehenden Geschäftsführer Rudolf Stürzlinger. Hiden werde sich in seiner Rolle vor allem für
die Themen Nachhaltigkeit und Architektur engagieren, heißt es. Der Architekt hat in den letzten 15 Jahren namhafte Projekte wie den Umbau der SCS und des Kaufhauses Gerngroß umgesetzt. Als Gesamtprojektleiter betreut Hiden aktuell die Projekte Franziskusspital und Malteser Ordenshaus in Wien, das Ende 2022 fertiggestellt wird. (hk)
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COVER
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health economy Transparenz Fachleute fordern mehr Offenheit im Gesundheitssystem 61
Werbeklage Apotheker verlieren den Streit mit der Ärztekammer 62
Podcast ORF-Star Mari Lang im Talk für das Austria Center Vienna 62
© APA/Helmut Fohringer
© acv.at/Ludwig Schedl
© APA/Harald Schneider
Nachfolge wird aufgeschoben
Versorgungskrise in Pharma und Reinigung
© Boehringer Ingelheim
© APA/EXPA/Johann Groder
Ein Gasstopp könnte sich für den Gesundheitsbereich „katastrophal“ auswirken, warnen mehrere Branchen. 58
Christa Wirthumer-Hoche Eigentlich wollte die Leiterin der AGES-Medizinmarktaufsicht in Pension gehen. Und eigentlich war mit Helga Thieben auch eine Nachfolgerin bestellt. Weil sie allerdings aus dem Pharmaverband Pharmig kam, gab es Kritik an der Bestellung. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) will nun neu ausschreiben. Die Pharmig ortet eine „Pauschalverurteilung einer gesamten Branche“.
„Green Factory“ Boehringer Ingelheim stellt neues Werk und Ergebnisse vor. 59
Neuer Fokus Novartis baut Vertrieb um und rückt Länder wieder ins Zentrum. 60
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HEALTH ECONOMY
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Gaskrise trifft Industrie Möglicher Importstopp von Erdgas gefährdet systemrelevante Prozesse und Produktion von chemischer Industrie und Wäschereien. ••• Von Katrin Grabner
Ukrainekrieg Die Indus trie warnt vor „katastrophalen Auswirkungen“ eines komplet ten Stopps von Gaslieferungen.
me, Engpässe sowie hohe Preise in der Logistik – sowohl bei der chemischen Industrie als auch bei den österreichischen Wäschereibetrieben. Betroffen waren unter anderem die Lieferung wichtiger Grundstoffe und Vorprodukte für die Herstellung von Medikamenten, aber auch die Reinigung von Kleidung und Bettwäsche. Problem bei OP-Textilien „Österreichische Wäschereibetriebe haben derzeit keine technologische Alternative für die Dampferzeugung, für den Betrieb ihrer Dampfkessel sind sie von Erdgas abhängig“, sagt Thomas Krautschneider, Vorsitzender der industriellen Wäschereien und Geschäftsführender Gesellschafter von Salesianer Miettex. Die Belieferung der systemerhaltenden Wäschereien mit Erdgas müsse sichergestellt sein, damit die Versorgung der kritischen Infrastruktur aufrechterhalten werden kann. Wäschereien liefern etwa laufend
Wäschereien Stark abhängig von Gas sind auch Wäsche reien, die etwa Krankenhäuser, Pharmabranche und Pflege einrichtungen beliefern.
© PantherMedia/Monkeybusiness Images
Sorge vor Produktionsstopps Ein kompletter Stopp der Gasversorgung hätte laut Hubert Culik, Obmann des Fachverbands der Chemischen Indus trie Österreichs (FCIO), „katas trophale Auswirkungen“. Wo Gas als Rohstoff verwendet wird, könnte es zu Produktionsstillständen kommen. Das würde nicht nur die chemische Industrie, sondern ebenso die teils von ihr abhängigen Branchen wie Automobil-, Bau- und Pharmaindustrie sowie die Landwirtschaft betreffen. In weiterer Folge werden durch die geopolitische Lage und die damit verbundenen wirtschaftlichen Entwicklungen Zigtausende Arbeitsplätze gefährdet. Die erhöhten Gaspreise der vergangenen Monate sorgten bereits für Lieferkettenproble-
© APA/Harald Schneider
WIEN/KIEW/BRÜSSEL. Sowohl die chemische Industrie als auch die österreichischen Wäschereibetriebe warnen vor Versorgungsproblemen durch die Gaskrise. Sollte es aufgrund des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine zu einem Importstopp von Erdgas aus Russland kommen, wäre die Bereitstellung lebenswichtiger Waren wie Medikamenten oder Düngemittel laut chemischer Industrie nicht garantiert. Auch für die heimischen Krankenhäuser kann eine Gaskrise massive Auswirkungen haben – von der Pflege bis hin zu Operationen. Denn die österreichischen Wäschereiunternehmen warnen: Derzeit fehlt es an einer technologischen Alternative für die durch Erdgas betriebene Dampferzeugung, die für die Textilreinigung für systemrelevante Sektoren wie Gesundheitswesen, Rettung sowie Pharma- und Lebensmittelindustrie und Bundesheer benötigt wird.
OP-Textilien für Krankenhäuser. „Kurzfristig müssen wir die Gasspeicher in Österreich und Europa so schnell wie möglich füllen. Die notwendigen Schritte für die Diversifizierung und Sicherstellung der Transportlogistik müssen so rasch wie möglich gesetzt werden“, fordert Culik. Umsatzrückgänge Laut einer Umfrage des FCIO rechnet ein Großteil seiner Mitglieder ab dem zweiten Halbjahr mit einem Rückgang bei Aufträgen und Umsätzen. „In einigen Unternehmen der chemischen Industrie stellt sich bereits die Frage, ob überhaupt noch kostendeckend produziert werden kann“, warnt Culik. Das läge vor allem an den erhöhten Beschaffungs- und Herstellungskosten, die nur zu einem Teil an die Kunden weitergegeben werden könnten. Als mögliche Lösung sieht Culik die bereits von ihm geforderte Strompreiskompensation oder Einführung des Dekarbonisierungsfonds und eine Verschiebung der CO2-Bepreisung. Mittel- und langfristig geht es um die Entwicklung von neuen Technologien zur Reduktion von Energieimportabhängigkeiten. Von Materialien für erneuerbare Energien und dem Einsatz erneuerbaren Wasserstoffs bis hin zu Kreislaufwirtschaft arbeite die Branche an Lösungen.
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HEALTH ECONOMY
Boehringer Ingelheim präsentierte am Dienstag das Jahresergebnis für 2021 und einen Ausblick für 2022.
Forschung im Fokus Pharmakonzern Boehringer Ingelheim erwartet leichten Gewinnrückgang aufgrund hoher Forschungsausgaben. ••• Von Katrin Grabner WIEN/INGELHEIM. Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will seine Forschungsausgaben auf ein neues Rekordniveau steigern und auch Investitionen erhöhen. Insgesamt sollen in den nächsten fünf Jahren weit über 7 Mrd. € in die Produktion investiert werden, in die Forschungspipeline sol-
len im gleichen Zeitraum mehr als 25 Mrd. € fließen. Für die geplante neue Anlage in Bruck an der Leitha werden 1,2 Mrd. € investiert (siehe unten). Sorge wegen Corona und Krieg Aufgrund der verstärkten Investitionen in Forschung und Entwicklung rechnet Boehringer für 2022 mit einem leicht geringeren Betriebsergebnis. Die Erlöse des
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Prozent auf 20,4 Mrd. €. 2021 gab Boehringer mit 4,1 Mrd. € – im Vorjahr waren es 3,7 Mrd. € – so viel Geld wie noch nie für Forschung und Entwicklung in seiner 137-jährigen Firmengeschichte aus. Dabei kamen Boehringer Ingelheim deutliche Zuwächse bei seinem Diabetesmittel Jardiance und dem Lungenmedikament Ofev zugute. Aber auch die Umsätze mit Tierarzneien zogen deutlich an – vor allem im Haustierbereich –, während das Nutztiergeschäft wegen der Afrikanischen Schweinepest nur mäßig wuchs. Dank starker Nachfrage baute Boehringer Ingelheim auch den Umsatz im biopharmazeutischen Auftragskundengeschäft kräftig aus. Unter dem Strich verdiente der Konzern im vergangenen Jahr 3,4 Mrd. €, ein Plus von gut elf Prozent.
© Boehringer Ingelheim
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Starkes Plus in Wien In der von Wien aus gesteuerten RCV-Region (Regional Center Vienna) hat der Konzern ein deutliches Wachstum sowohl im Bereich Humanpharma als auch in der Tiergesundheit erzielt. Die Gesamterlöse stiegen um 6,0% auf 1,15 Mrd. €. Ende Dezember hatte das Unternehmen in der Region insgesamt 5.019 Beschäftigte, 3.088 davon in Österreich.
Konzerns dürften, bereinigt um Währungs- und Sondereffekte, leicht zulegen. Für Unsicherheit sorgen die anhaltende Coronapandemie, die Unterbrechungen der weltweiten Lieferketten, die geopolitischen Spannungen in Europa und ein schwieriger werdendes Industrieumfeld. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz des Familienunternehmens um mehr als fünf
„Green Factory“ in Bruck an der Leitha WIEN/INGELHEIM/BRUCK. Die vom deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim geplante Produktionsanlage in Bruck an der Leitha soll klimaneutral werden. Für den Bau der biopharmazeutischen Anlage im Wirtschaftspark „ecoplus“ an der Ostautobahn A4 investiert der Konzern wie berichtet 1,2 Mrd. €. Dank nahegelegener Windräder, Photovoltaik-Anlagen auf
den Dächern und Energie aus einer Hackschnitzelanlage am Gelände soll der CO2-Ausstoß so gering wie möglich gehalten werden. Ziel ist CO2-Neutralität Laut Torsten Mau, Manager der Biotech-Anlagen, sei das langfristige Ziel, gänzlich CO2neutral zu produzieren. Details soll eine Machbarkeitsstudie
zeigen. Der Baubeginn ist für 2023 geplant, die Arbeitsstätte mit 800 Arbeitsplätzen soll 2026 in Betrieb gehen. Am „BioNex“ genannten Standort sollen Medikamente gegen Krebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle hergestellt werden. Erst im Vorjahr hatte Boehringer Ingelheim einen 500 Mio. € teuren Ausbau des Standorts in Wien in Betrieb genommen. (kagr)
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Boehringer Ingelheim konkretisiert Pläne für Mega-Investition in Niederösterreich.
Pharmakonzern investiert in Niederösterreich 1,2 Mrd. € in neues Werk.
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HEALTH ECONOMY
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Neue Strukturen
FORSCHUNG
Bayer will neue Wege gehen WIEN/LEVERKUSEN. In einem neuen „Breakthrough Innovation Forum“ hat der Pharmariese Bayer langfristige Chancen für das Gesundheitswesen und die Landwirtschaft durch den Einsatz neuer Technologien vorgestellt. Das Unternehmen gab Einblicke in die Fortschritte bei Innovationen in den Life Sciences. Bayer will Investitionen in die Impact-InvestmentEinheit Leaps by Bayer bis Ende 2024 auf mehr als 1,3 Mrd. € erhöhen.
Novartis richtet das Pharmageschäft neu aus und stellt sich künftig nach geografischen Gesichtspunkten auf.
© APA/EXPA/Johann Groder
„Innvoationszeitalter“ „Wir stehen am Anfang eines neuen Innovationszeitalters in den Life Sciences“, sagte Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. „Wir sind in der Lage, in Zukunft einige der größten Herausforderungen zu bewältigen. Das gilt für die Suche nach Behandlungsmöglichkeiten für unheilbare Krankheiten und die Bereitstellung vorbeugender Lösungen für ein gesünderes, besseres und längeres Leben.“ (red)
Novartis stellt die Strukturen um. Das Geschäft mit Innovationen wird gestärkt, Sandoz mit Werk in Tirol steht am Prüfstand.
••• Von Martin Rümmele
© Bayer
Investitionen Bayer baut Impact-InvestmentEinheit mit 1,3 Mrd. Euro auf.
medianet.at
BASEL/NEW YORK/WIEN. Der Schweizer Pharmariese Novartis stellt seine Hauptsparte künftig geografisch statt nach Therapiegebieten auf und richtet sie stärker auf den amerikanischen Markt aus. Im Geschäft mit patentgeschützten Medikamenten – genannt Innovative Medicines – fällt die Unterscheidung in die Bereiche Pharmaceuticals und Oncology weg, wie der Arzneimittelhersteller am Montag mitteilte. Stattdessen gibt es künftig zwei eigenständige Vertriebsorganisationen – eine für die USA und eine für den Rest der Welt. „Agiler, wettbewerbsfähiger“ Die beiden Einheiten werden Novartis zufolge über alle Therapiebereiche hinweg eigenverantwortlich für Erträge, Kundenbetreuung und Vertrieb operieren.
Die eigene US-Geschäftseinheit solle dabei helfen, in den USA unter die fünf umsatzstärksten Pharmakonzerne vorzustoßen. Im weltgrößten Gesundheitsmarkt erzielte Innovative Medicines im vergangenen Jahr mehr als ein Drittel seines Gesamtumsatzes von 42 Mrd. USD. „Das
Das vereinfachte Organisationsmodell (…) ist zentraler Bestandteil unserer Wachstumsstrategie. Vasant Narasimhan CEO Novartis
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vereinfachte Organisationsmodell (…) ist zentraler Bestandteil unserer Wachstumsstrategie“, erklärte Konzernchef Vasant Narasimhan. „Es macht uns agiler und wettbewerbsfähiger.“ In den vergangenen Jahren hatte die Pharmaindustrie vor allem auf horizontale Strukturen gesetzt und die jeweiligen Länderverantwortlichkeiten reduziert. Durch die Neuordnung des dominierenden Pharmageschäfts will Novartis die allgemeinen Vertriebskosten bis 2024 um mindestens eine Mrd. USD senken. Der Schweizer Konzern erzielte 2021 mehr als 80% des Umsatzes und mehr als 90% des operativen Gewinns im Geschäft mit patentgeschützten Arzneien. Das zweite Standbein Sandoz, das Geschäft mit Nachahmermedikamenten, hat der Konzern im vergangenen Jahr auf den Prüfstand gestellt.
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HEALTH ECONOMY
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MEDIEN
Ärzte zeichnen Journalisten aus
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WIEN. Die Wiener Ärztekammer hat an die ORFRedakteurinnen Birgit Pointner (Radio Innenpolitikredaktion, Bild re.) sowie an Magdalena Pichler (ORF III, Kultur und Information, Bild li.) und Andrea Posch maier („Thema“) für ihre hervorragenden medizinischen beziehungsweise gesundheitspolitischen Berichterstattungen im vergangenen Jahr zu geteilten Handen den „Pressepreis 2021 der Ärztekammer für Wien“ verliehen.
Die Ratschläge der Organisation in vier Bereichen sollen als „konstruktive Anregungen“ gesehen werden.
Berichte über Covid-19 Den „Pressepreis der Ärztekammer für Wien 2021“ erhielt Pointner für ein Interview mit einer Stationsleiterin einer Covid19-Intensivstation. Pichler und Poschmaier haben die Auszeichnung für das im Rahmen eines Lehrgangs des Forum Journalismus und Medien umgesetzte Medienprojekt „Alternative: Wahrheit“ erhalten. Dabei versuchten die beiden Journalistinnen, Menschen, die etwa an der Wirkung der Covid-19-Impfung zweifeln oder an Verschwörungsmythen vor allem rund um das Coronavirus glauben, medial zu erreichen. (red)
„Fehlende Transparenz“ ••• Von Martin Rümmele
und freier Zugang zu Informationen, Studien und Expertenempfehlungen eine demokratische Notwendigkeit. Österreich hat hier großen Nachholbedarf.“
WIEN. Das österreichische Gesundheitswesen ist sehr fragmentiert und schwer zu durchschauen. „Die fehlende Transparenz hat unmittelbare Auswirkungen auf politische Entscheidungen und die Gesundheit jedes einzelnen Menschen in diesem Land“, sagt Andrea Fried, Leiterin der Arbeitsgruppe Gesundheit bei TIAustria. „Darum ist ein offener
Neue Studie In einer neuen Publikation werden deshalb konkrete Empfehlungen skizziert, wie die Informationstransparenz im Gesundheitswesen gefördert werden kann. „Informationstransparenz hat eine korrup-
tionspräventive Wirkung. Dies gilt insbesondere für den Gesundheitssektor“, betont Eva Geiblinger, Vorstandsvorsitzende von TI-Austria. Die Empfehlungen fokussieren auf vier Bereiche des Gesundheitssystems: Beratungs- und Entscheidungsgremien; Daten, Studien und Empfehlungen; Klinische Studien sowie Öffentliche Aufträge im Gesundheitswesen. Die Empfehlungen sollen als konstruktive Anregungen gesehen werden.
Rotes Kreuz bringt App
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Bestell-App „Vengolino“ für Speisenzustellung. WIEN. Der Speisenzusteller des Wiener Roten Kreuzes erweitert die Bestellmöglichkeiten mit einer eigenen App. Das Angebot erstreckt sich über 250 Speisen, Getränke und Haushaltsartikel sowie Medizinprodukte. Aus dem breiten Sortiment kann seit Kurzem auch mit der ersten App des Wiener Roten Kreuzes „Vengolino“ direkt per Smartphone oder Tablet bestellt werden.
Vengolino bedeutet frei übersetzt „der Löwenstarke liefert“ und kann seit Anfang März kostenlos aus dem App-Store oder bei Google Play heruntergeladen werden. Die gewünschten Produkte können online ausgewählt und bestellt werden. Durch Suchfilter kann die Auswahl der Speisen den persönlichen Bedürfnissen und Wünschen der Kunden angepasst werden. (red)
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Transparency International Austria präsentiert Empfehlungen für bessere Informationen im Gesundheitswesen.
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HEALTH ECONOMY
Freitag, 8. April 2022
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PODCAST
ACV informiert über Forschung
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WIEN. Ab sofort starten das Austria Center Vienna und die ORF-Journalistin Mari Lang mit „Verstehe! Der Wissenschaftstalk aus dem Austria Center Vienna“ den europaweit ersten Wissenschaftspodcast direkt aus einem Kongresszentrum. Alle 14 Tage werden Folgen mit Experten und Betroffenen zu wissenschaftlichen Themen veröffentlicht. Sie zeigen nicht nur, welche Inhalte auf den Kongressen im Austria Center Vienna diskutiert werden, sondern auch deren Bedeutung im Alltag.
Ärzte und Apotheker haben sich wieder einmal vor dem Handelsgericht getroffen. Anlass war eine Werbekampagne.
Verlorene Werbeklage
Infos über Pandemie Damit soll einerseits der zunehmenden Wissenschaftsskepsis entgegengewirkt werden; andererseits ziele der Podcast darauf ab, „mit Fach- und Lebensexpertise zu berühren“, erklärt Lang das Podcast-Konzept. In der ersten Folge spricht Mari Lang mit Siegfried Kasper, Professor und emeritierender Ordinarius für Psychiatrie an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien, über die direkten Auswirkungen der Coronapandemie auf die Bevölkerung. (kagr)
Handelsgericht ortete irreführende Werbung in Kampagne der Apothekerkammer. Oö. Ärztekammer hatte geklagt. ••• Von Katrin Grabner
einfach lösen – besonders am Wochenende und in der Nacht.“ Das Gericht entschied, dass diese Tätigkeiten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten sind. Es dürfe nicht der Eindruck vermittelt werden, dass Apotheker und Apothekerinnen diese Tätigkeiten durchführen dürfen. In weiterer Folge untersagte das Gericht weitere derartige Werbung. Eine Strafe müsse die Apothekerkammer laut Kronen Zeitung aber nicht zahlen.
Gericht für Ärztevorbehalt Die Apothekerkammer hatte in einem Werbespot erklärt, dass bei kleineren Erkrankungen der Besuch in der Apotheke reiche. Wortwörtlich heißt es: „(…) Kleinere Erkrankungen lassen sich mit der dortigen Beratung
MediaPrint kauft Fachmedium Ärzte Krone GmbH startet mit neuem Konzept. WIEN. Da die Ärzte Krone GmbH in Zukunft eine noch wichtigere Rolle im Hause MediaPrint spielen soll, wurden die Anteile der bisherigen Gesellschafter Pract Consult, Wolfgang Maierhofer Privatstiftung und B&M Privatstiftung zu 100% übernommen. Der bisherige Geschäftsführer Wolfgang Maierhofer wird diese Aufgabe gemeinsam mit Gerhard Valeskini (MediaPrint) wei-
terhin ausüben. Die Ärzte Krone GmbH wird gemeinsam mit der Medmedia-UniversimedGruppe einen Gesundheitsinformationscluster rund um die Themen Therapie und Prophylaxe von Krankheiten, Gesundheitsbildung und Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsberufen und den Patientinnen und Patienten aufbauen. (red)
© Ärzte Krone
© acv.at/Ludwig Schedl
WIEN/LINZ. Die oberösterreichische Ärztekammer hat gegen eine ihrer Meinung nach irreführende und unlautere Werbeeinschaltung der Apothekerkammer vor dem Handelsgericht Wien Klage erhoben und in erster Instanz Recht bekommen. Ein Posting der Ärztekammer Oberösterreich auf ihrer Facebook-Seite bestätigt einen diesbezüglichen Bericht der Kronen
Zeitung. Hintergrund des Streits ist die Frage, wer kranke Menschen behandeln darf. Die Ärzte haben hier quasi ein rechtliches Monopol.
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COVER
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destination Aufgesperrt Das Viersterne„Hotel Erzherzog Rainer“ steht für die Gäste bereit 68
Angesagt Kultur und Mobilität mit der neuen, grünen „Graz Card“ 68
Angelaufen Große SommerKampagne der Österreich Werbung startet 70
© Lebensraum Tirol Holding/Franz Oss
© Österreich Werbung/Christian Lendl
© WienTourismus/Peter Rigaud
Karin Seiler
„Kampf um den Gast wird heftig geführt werden“
Tirol Werbung Die bisherige Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, Karin Seiler, steht nach einem Hearing zur Neubestellung der Geschäftsführung der Tirol Werbung Mitte März als Erstgereihte fest. Mit der gebürtigen Tirolerin rückt damit ab 1. Mai 2022 erstmals eine Frau an die Spitze der Landestourismusorganisation.
© Günter Fritz
© WienTourismus/Christian Stemper
WienTourismus-Chef Norbert Kettner rechnet nach der Pandemie mit starker Rückkehr des Städtetourismus. 64
Saisonstart Niederösterreich-Card mit zwölf neuen Ausflugszielen aufgepeppt.
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Ski Guide Awards 2022 Preise für Snow Space Salzburg und Franz Schenner. 67
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„Letztes Kapitel nicht geschrieben“ Von der Pandemie gebeutelt, doch gestärkt aus der Krise: WienTourismus-Direktor Norbert Kettner im Interview.
••• Von Alexander Haide
2023
© Wien Tourismus/Peter Rigaud
Vorschau Norbert Kettner: „Ende 2023 werden wir wieder das Bettenniveau von 2019 vorfinden, aber mit deutlich besserem Inventar.“
A
nni horribiles“ – auf diese beiden Worte könnte man die Jahre 2020 bis heute reduzieren. Lockdowns, Infektionswellen … Als sich erste Hoffnungsschimmer zeigten, begann der Krieg in der Ukraine. Der Wiener Tourismusdirektor Norbert Kettner sieht die Zukunft dennoch durchaus positiv. medianet: Herr Kettner, wie geht es dem WienTourismus? Norbert Kettner: Es ist kein Geheimnis, dass die Auswirkungen
der Coronapandemie den Städtetourismus härter getroffen haben als die Feriendestinationen. Wenn man wie im Fall von Wien global aufgestellt ist, ist man in Krisenzeiten natürlich auch verletzlicher. Zugleich bin ich überzeugt davon – und ich weiß, dass viele Branchenvertreter meine Meinung teilen –, dass wir besser aus der Krise rausgehen werden als wir reingegangen sind. Die Wiener Hotellerie hat die Zeit für ein Qualitätsupgrade genutzt.
Zugleich haben wir es geschafft, Wiens Angebot, etwa im Kulturbereich, gut durch die Krise zu bringen. Selbst während der Pandemie kam es zu Neueröffnungen, wenn ich etwa an die ‚Albertina modern‘ oder auch die in Kürze öffnende ‚Heidi Horten Collection‘ denke. medianet: Ist es schon an der Zeit, eine Pandemie-Krisenbilanz zu ziehen? Kettner: Dafür ist es zu früh, denn das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben.
medianet: Das Hotelangebot in Wien hat sich um 16 Prozent verringert, 64 Betriebe haben zusperren müssen. Kommen diese Hotels wieder zurück? Kettner: Zum Ausbruch der Pandemie 2020 schätzten wir, dass wir rund 20 Prozent der Betriebe, wohlgemerkt interimistisch, verlieren würden. Tatsächlich sind es nun 16 Prozent, das Bettenangebot hat sich insgesamt um acht Prozent verringert, das sind minus 5.100 Betten absolut. Rückgänge werden hauptsächlich in kleineren 4-Stern- und
3-Stern-Hotels bzw. Pensionen verzeichnet, wie die Diskrepanz zwischen Betten und Betrieben ergibt. Das Angebot der 5-SternHotels blieb unverändert. Wir haben schon vor der Pandemie eine Tendenz zu weniger Betrieben mit mehr Betten beobachtet, was betriebswirtschaftlich sinnvoll ist. Wichtig ist mir, zu betonen: Es gibt gleichzeitig einen großen Investitionsboom – Ende 2023 werden wir wieder das Bettenniveau von 2019 vorfinden, aber mit deutlich besserem Inventar. medianet: Es scheint einen wahren Boom an erfolgten und bevorstehenden Hoteleröffnungen zu geben. Ist das nicht zu optimistisch? Kettner: Diesen großen Investitionsschub brauchen wir, denn geben wir uns keinen Illusionen hin: Nach der Pandemie wird der Kampf um den Gast heftig geführt. Aus der Marktforschung wissen wir außerdem, dass Städtereisende ihr Verhalten nicht ändern werden. Ich rechne mit einer starken Rückkehr des Städtetourismus, sobald die Pandemie überwunden ist. medianet: Bei den Neueröffnungen sticht ins Auge, dass sich sehr viele im oberen Luxussegment befinden. Wird der Konsument angesichts der aktuellen Krisen nicht weniger tief ins Börsel greifen wollen? Kettner: Wien hat sich auch vor der Krise niemals als Billigdestination vermarktet, das passt nicht zum Angebot und schon gar nicht zur DNA dieser Stadt. Marketingseitig haben wir auch vor der Krise schon die kaufkräftige Zielgruppe angesprochen. Aber machen wir uns nichts vor: Reisen wird in Zukunft generell teurer werden. Die Energiekos ten steigen, nochmals verstärkt durch die Ukrainekrise, und der Fachkräftemangel wird dazu führen müssen, dass die Mitar-
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Wenn man wie im Fall von Wien global aufgestellt ist, ist man in Krisenzeiten natürlich auch verletzlicher. Norbert Kettner WienTourismus
beiter entsprechende Angebote erhalten, auch finanzieller Natur. Während der Pandemie war das 5-Stern-Segment in Wien so stabil, dass andere Kategorien nicht unter Zugzwang kamen. Die Preise in Wien haben kaum nachgelassen. Die Average Daily Rate blieb im europäischen Vergleich stabil – die frühere Wiener Krankheit, dass die Preise unmittelbar runtergehen, sobald etwas passiert, ist ausgeblieben. Es gibt eine Besinnung auf die Qualität des Produkts und dass man nicht unter ein gewisses Niveau geht. medianet: Wie sehen Ihre Strategien aus, in einem seit länger als zwei Jahren de facto unplanbaren Umfeld zu arbeiten? Kettner: Wenn eine Ausnahmesituation anhält, wird auch sie irgendwann zur Routine. Wir haben nie aufgehört, unsere Partner aus der internationalen Reiseindustrie zu versorgen oder mit unserem globalen Publikum Kontakt zu halten, wenngleich es eine Zeit lang nur auf digitalem Wege möglich war. Unser Credo ist: Wir arbeiten weiter. Das tun wir zusammen mit der Wiener Branche, die, denke ich, durch die Pandemie noch enger zusammengerückt ist. Die an Qualität orientierten Ziele unsere Visitor Economy-Strategie 2025 haben nach wie vor Gültigkeit. Einige der Kennzahlen, die wir erreichen wollen, mussten wir allerdings adaptieren. In Sachen Wertschöpfung und Beherbergungsumsatz wollen wir uns bis 2025 wieder an das Vor krisenniveau heranarbeiten.
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© Franzi Schädel
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medianet: Wird man versuchen, vermehrt Touristen aus dem Inland nach Wien zu bekommen? Kettner: Wie so ziemlich jedes Tourist Board haben auch wir während der Pandemie verstärkt Inlandsgäste angesprochen, doch in einem kleinen Land wie Österreich mit einem ebenso kleinen Domestic-Markt geht die Rechnung langfristig so nicht auf. Wien ist nach Tirol, gemessen an Wertschöpfung und Tourismusausgaben, das zweitwichtigste Bundesland. Wir brauchen kaufkräftige internationale Gäste, wir brauchen das globale Kongressgeschäft und starke Konnektivität auf dem Luftweg und auf der Schiene, um reüssieren zu können. medianet: Können Sie eine Einschätzung wagen, wann sich der Tourismus wieder auf dem 2019er-Niveau befindet? Kettner: Tourism Economics, ein Unternehmen von Oxford Economics, rechnet für den globalen Städtetourismus mit erstmaligen höheren Wachstumsraten im Jahr 2022. Erst 2024 würden die meisten Städte in puncto internationale Ankünfte wieder das Niveau von 2019 erreicht haben. Zuerst erholt sich der Freizeittourismus, internationaler Tourismus und Geschäftstourismus würden bis 2024 brauchen. Die Auswirkungen des UkraineKriegs haben in diese Prognose noch keinen Eingang gefunden.
© APA/Hans Punz
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Nicht beim Preis nachlassen! Michaela Reitterer Boutiquehotel Stadthalle „Wenn die Stadt leer ist, dann versuchen natürlich andere Hotels, meine Gäste zu bekommen. Ich hoffe, dass man in Wien nicht den Fehler macht und beim Preis zu sehr nachlässt. Noch ist alles im Bereich des Erträglichen. Wien hatte vor Corona ein gutes Image und hat viel dafür getan. Es ist besser, ein Zimmer um 100 Euro zu verkaufen, als drei Zimmer um 30 Euro. Doch weder Krieg noch Pandemie machen es einfacher. Ich hoffe, dass wir in meinem Hotel im kommenden Jahr eine schwarze Null schaffen. Um Ergebnisse wie vor der Pandemie zu erreichen, wird es wohl bis 2024 oder 2025 dauern.
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Jetzt auch mit der Wiener Staatsoper Burgen, Schlösser, Wien-Sights: Zwölf neue Ausflugsziele erhöhen das Spar-Potenzial der Niederösterreich-Card.
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NÖ-Card Ob gratis oder vergünstigt: Die Niederösterreich-Card hat 338 Ausflugsziele in sechs Bundesländern im Programm. Heuer kamen zwölf neue Attraktionen hinzu.
ST. PÖLTEN. Zahlen, die beeindrucken: Trotz Pandemie-Jahr wurde die NiederösterreichCard in der Saison 2021/2022 bei knapp 700.000 Ausflügen eingesetzt. Kartenbesitzer kamen in den Genuss von kostenfreiem Eintritt oder vergünstigtem Zutritt bei beliebten Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten. Aufgrund des Erfolgs der NÖ-Card wurde das Portfolio auf nun 338 Ziele erweitert, von denen zudem 250 mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.
wahl wurde darauf Wert gelegt, dass für alle Altersgruppen und Geschmäcker etwas dabei ist, unterstreicht Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung: „Die Vielfalt Niederösterreichs spiegelt sich auch in den neuen Ausflugszielen wider, von der Kultur im
© NLK/Burchhart
Einige Newcomer Die Newcomer in der laufenden Saison 2022/23 können sich sehen lassen: Die Bio-Imkerei Stögerer, die Schlösser Grafenegg und Traismauer, der „SKN St. Pölten Frauen“, das Haus der Wildnis am Lunzer See, das Kaiserhaus Baden, die AFC Rangers Mödling, die Wiener Staatsoper und die Höllenbahn. Bei der Aus-
© Alexander Haiden
••• Von Alexander Haide
Michael Duscher, GF Niederösterreich Werbung, Tourismuslandesrat Jochen Danninger, Klemens Wögerer, GF Niederösterreich-Card.
Schloss Grafenegg, den Natur erlebnisräumen, wie dem Haus der Wildnis bis hin zu den zahlreichen Angeboten im Sportland Niederösterreich.“ Überregionale Angebote Die NÖ-Card beschränkt sich längst nicht mehr auf attraktive Ausflugsziele in Niederösterreich und Wien; auch im Burgenland, in Oberösterreich, der Steiermark und Salzburg können sich Kartenbesitzer über Goodies freuen. Bares Geld gespart wird u.a. im Schloss Esterházy und auf der Burg Forchtenstein, im Freilichtmuseum Keltendorf oder im Lipizzanergestüt Piber. Der neue Geschäftsführer der NÖ-Card, Klemens Wögerer, definiert zudem neue Ziele und Projekte, wie etwa bei der Kundensegmentierung und der Digitalisierung. Damit soll die blaugelbe Karte zukunftsfit gemacht werden.
Die Kommunikationsbranche unter sich
In Workshops gemeinsam mit den Ausflugszielen geht es um die Schärfung der Marken-identität. „Nach einer detaillierten Analyse wollen wir in Zukunft neue Kundenschichten ansprechen und diese mit neuen Vertriebskanälen bedienen“, so Wögerer. Dazu zählen Zusatzfunktionen der NÖ-Card-App und ein Ausflugsplaner. Beides soll im Laufe der Saison umgesetzt werden. Saisonstart Die Niederösterreich-Card kostet für Erwachsene 63 €, bei der Verlängerung 58 €. Für Kinder (sechs bis 16 Jahre) gibt es die Karte um 32 € (29 € bei Verlängerung). Die Saison beginnt am 1. April und endet am 31. März des darauffolgenden Jahres. Werden sämtliche Vergünstigungen ausgereizt und alle Ausflugsziele besucht, so ergäbe sich eine mögliche Ersparnis von bis zu 3.300 €.
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© Günter Fritz
Preise Günter Fritz (Ski Guide), GF Wolfgang Hettegger, Finanzvorständin Christina König (beide: Snow Space Salzburg), Franz Schenner (Allianz Zukunft Winter), Fred Fettner (Ski Guide, v.l.).
Ski Guide Awards 2022 verliehen Auszeichnung für besondere Leistungen an Snow Space Salzburg und Franz Schenner. ST. JOHANN. Dieser Tage wurden die Ski Guide Austria Awards 2022 für kreative Ideen, herausragende Innovationen und Engagement für Österreichs Winter(sport)tourismus an Snow Space Salzburg und Franz Schenner übergeben. Auf der Oberforsthofalm im Skigebiet St. Johann–Alpendorf nahmen der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Hettegger und Finanzvorständin Christina König die Ehrung für Snow Space Salzburg in Empfang. Die zwölf Gipfel im Snow Space Salzburg werden erstmals seit diesem Winter als neue Skirunde im Salzburger Land unter „12 Peaks“ vermarktet – das Resultat der Skiverbindung vom Snow Space Salzburg mit dem Shuttleberg Flachauwinkl-Kleinarl und dem Skiparadies ZauchenseeFlachauwinkl. Für die 12 Peaks Trophy meldet man sich auf skiline.cc an, hinterlegt die Skipassnummer – und schon kann es losgehen.
Dass sich die Runde in einem Tag bewältigen lässt, dabei ist eine Großinvestition hilfreich, die mitten in der harten Coronazeit über die Bühne gebracht wurde: Die neue Flying Mozart Gondelbahn bewältigt in w eniger als elf Minuten 970 Höhenmeter. Kulinarischer Snow Space Doch sowohl den Autoren des Ski Guide Austria, Günter Fritz und Fred Fettner, als auch den Vorständen von Snow Space Salzburg ist es wichtig, die Qualität von Skigebieten nicht auf Pistenkilometer zu reduzieren. Deshalb freute Gourmet und Weinkenner Hettegger besonders, dass in der Laudatio auch die kulinarischen Qualitäten der Region erwähnt wurden – etwa die Genussroute „Die süße Versuchung“, die mit Pongauer Kersch muas, Moosbeerschmarrn oder Apfelstrudel den Einkehrschwung regional versüßt. Wolfgang Hettegger steht für die Innovationen im 70 Seil-
bahnen und 210 Pistenkilometer umfassenden Gebiet; Snow Space Salzburg bildet dabei das Herzstück des Marketingverbunds Ski amadé, dessen Präsident Hettegger seit diesem Winter ebenfalls ist. Er wurde 2017 zum Geschäftsführer der Bergbahnen Flachau bestellt und im Februar 2018 zum Vorstand des 2017 fusionierten Mutterunternehmens Bergbahnen AG Wagrain, die gemeinsam als Snow Space Salzburg firmieren. Unermüdlicher Netzwerker Ebenfalls ausgezeichnet wurde bei dieser Gelegenheit Franz Schenner, Sprecher und treibende Kraft der „Allianz Zukunft Winter“ – für seinen konsequenten, leidenschaftlichen und unerschütterlichen Einsatz als innovativer Netzwerker für den Skisport und die Winterurlaubsdestination Österreich. Schenner ist auch langjähriger Unterstützer des Ski Guide Austria, des Weißbuchs des hei-
mischen Skisports. Er begann seine Karriere 1973 bei Blizzard, ab 1986 war er Geschäftsführer. 1993 wurde er Geschäftsführender Gesellschafter einer Blizzard Beteiligungs- und Sanierungsgesellschaft und startete 1997 nach gelungener Entschuldung von Blizzard neu als Unternehmer und Unternehmensberater mit Schenner & Partner in Salzburg. 1992 wurde Schenner Präsident der Ausrüster (International Racing Team, IRT) im Weltcup. 2006 folgte die Gründung von Netzwerk Winter (www. netzwerk-winter.at) als Pilotregion zur Realisierung branchenübergreifender Interessen, 2008 die Gründung der nationalen Allianz Zukunft Winter (www.allianz-zukunft.winter.at). Als deren Sprecher ist Schenner, seit 2018 auch Mitglied des Vorstands Verein VitAlpin, unermüdlicher Kämpfer für die Interessen des Skisports und Wintertourismus. Sein Motto: „Schnee ist nicht alles, aber ohne Schnee ist alles nichts!“ (red) Ski Guide Austria 2022 Der neue Guide ist um 14,90 € im gut sortierten Buchhandel, auf derskiguide.at und auf medianet.at erhältlich. ISBN: 978-3-903254-40-4, Auflage: 35.500 Exemplare, Umfang: 452 Seiten.
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© Stephan Huger
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Hotel Erzherzog Rainer Für Privat- oder Firmenfeiern stehen wieder der „Salon“ und der Raum „Serviette“ offen.
Es geht wieder los Die Schick Hotels sind wieder bereit für Gäste. Auch die Restaurants haben einiges in petto. WIEN. Zuerst die Pandemie, jetzt der Ukrainekrieg – der heimische Tourismus hofft jetzt dennoch auf gute Reisestimmung im Frühjahr und Sommer. Auch in Wien tut sich wieder einiges: Am 1. April öffnete das Viersterne„Hotel Erzherzog Rainer“ im 4. Bezirk in Wien wieder seine Pforten. „Servus und Grüß Gott“ heißt es seit 4. April auch wieder im Restaurant „Wiener Wirtschaft“:
Der Einbau der Klimaanlage erforderte einen massiven Eingriff in das Gebäude und wurde als Anlass genutzt, das Konzept der Zimmer zu überdenken. Wände wurden versetzt, und dadurch entstanden 23 komplett neu eingerichtete Doppelzimmer in einem frischen Design. In den 56 bereits vorhandenen Zimmern wurde einiges adaptiert und modernisiert.
Das „Hotel Erzherzog Rainer“ wurde vom Inhaber Schick Hotels von Jänner bis März 2019 umgebaut; vom Keller bis ins Dachgeschoß wurde renoviert und eine energieeffiziente und umweltschonende Klimaanlage mit Frischluftzufuhr installiert. Waren bisher nur die öffentlichen Räume mit einer Klimaanlage ausgestattet, sind ab sofort alle Gästezimmer temperiert.
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Auch das 3-Hauben-Restaurant „Das Schick“ in der Wiener City ist seit einiger Zeit wieder offen – mit österreichisch-mediterraner Gourmetküche, elegantem Ambiente und traumhaftem Ausblick. „Das Schick“ ist von Donnerstag bis Samstag jeweils von 18 bis 23 Uhr geöffnet. Küchenchef Gerasimos Kavalieris beschreibt die neue Speisekarte als „Eindrücke aus Österreich mit Ausdrücken des Mittelmeerraums“. Events und Gourmetküche Auch für Veranstaltungen und Events jeglicher Art ist „Das Schick“ ein gar nicht so geheimer Tipp: Nach dem Empfang im 13. Stock – auf der Terrasse mit Weitblick, einem Glas Champagner und Aperós – geht es weiter in den 11. Stock, in den festlich geschmückten Veranstaltungsraum „El Panorama“ mit ebenso unglaublichem Ausblick, zu einem österreichischmediterranen Menü. Zudem besteht die Möglichkeit, das Restaurant im 12. Stock exklusiv für geschlossene Gesellschaften zu buchen, etwa für Feiern, Hochzeiten oder sonstige Events. Das Team des „Schick“ unterstützt natürlich bei der Planung, Organisation und Umsetzung der Veranstaltung. (red)
„Grüne“ Gästekarte für Graz GRAZ. „Viel Kultur und volle Mobilität“: Nach diesem Motto brachte Graz Tourismus in Kooperation mit der ÖBB Personenverkehr AG mit 1. April eine neue Gästekarte auf den Markt. Die neue Graz Card (www.grazcard.com) soll den Besuch in Graz nachhaltiger, bequemer und günstiger machen. Die wichtigsten Attraktionen der Stadt können beliebig oft be-
sucht bzw. benutzt werden. Die Karte inkludiert den öffentlichen Verkehr innerhalb der Tarifzone 101 (inkl. u.a. Flughafen, Schlossbergbahn und Schlossberglift). Bei den Museen sind alle Standorte des Universalmuseums Joanneum in Graz, das Freilichtmuseum Stübing, das Graz Museum in der Sackstraße und das Graz Museum Schlossberg enthalten. (red)
© Panthermedia.net/Faabi
Kultur und Mobilität mit der neuen „Graz Card“.
Die Graz Card macht den Besuch nachhaltiger, bequemer und günstiger.
Reif für den Platz? Starten Sie Ihren Urlaub mit Schwung und genießen Sie in den Falkensteiner Hotels & Residences die einzigartige Kombination aus Golf, Wellness und Kulinarik.
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HUNDEHOTEL.INFO
Infos für Urlaub mit dem Hund
© Österreich Werbung/Christian Lendl
FRIEDBURG. Das österreichische Urlaubsportal www. hundehotel.info hat die beliebtesten Hotels für Urlaube mit dem Hund prämiert. Im Rahmen des hundehotel. info Awards 2022 standen 645 Beherbergungsbetriebe aus zehn europäischen Ländern zur Auswahl. Das Top 50-Ranking: www. hundehotel.info/award. (red) VORSTANDSWAHL
Neuer Präsident für die ABTA
„Wir sind für die Sommersaison optimistisch“, sagt Lisa Weddig, Geschäftsführerin der Österreich Werbung.
WIEN. Bei der Generalversammlung der ABTA wurde ein neuer Vorstand gewählt. Neuer Präsident ist Roman Neumeister, Travel Officer der OSCE (Organization for Security and Cooperation in Europe). Er folgt Andreas Gruber nach, der die Präsidentschaft nach vier Jahren pensionsbedingt zurück legte. (red) MONDIAL
B2B-Messe „KnoWhere!“ WIEN. Das Mondial Location Finder Team lädt am 28. April zur KnoWhere!. Bei der führenden B2B-Messe für den Event- und Seminarbereich treffen Besucher auf Repräsentanten von mehr als 40 Event-Locations, Individualhotels und renommierten Hotelketten. Veranstaltungsort ist heuer die Allianz Arena. (red)
Die Sommerkampagne der Österreich Werbung startete am 4. April in Deutschland, Schweiz, Niederlande, Belgien, Italien, Tschechien. WIEN. Die Vorzeichen für die dritte Sommersaison seit Pandemiebeginn sind gut. Laut einer Umfrage der Österreich Werbung (ÖW) planen drei Viertel der Befragten in Österreichs wichtigsten Herkunftsmärkten einen Sommerurlaub. Unsicherheitsfaktoren bleiben Inflation, Ukrainekrieg und Pandemie. „Wir sind für die Sommersaison optimistisch“, sagt Lisa Weddig, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. „Nach zwei Jah-
samt ein Budget von 9 Mio. € zur Verfügung: 6 Mio. € für die Sommerkampagne, 1,6 Mio. € für die Städtekampagne und 1,4 Mio. für die Radkampagne. Weddig: „Die Österreich Werbung leistet erneut einen entscheidenden Beitrag zur Unterstützung der Branche und zur touristischen Erholung.“ Möglich machen dies auch das Sonderbudget des Bundes aus 2020 sowie die letztjährige Budgeterhöhung von 4 Mio. € für 2022. (red)
ren Pandemie ist das Bedürfnis nach Reisen hoch. Die Menschen sehnen sich nach einer Auszeit in der Natur, und Österreich hat darauf die richtigen Antworten.“ Drei Kampagnen, ein Dach Die Kommunikation zum Sommer 2022 besteht aus drei Kampagnen unter dem gemeinsamen Dach #realAustria. Inhaltlich dreht sich alles um die Themen Sommer, Städte und Rad. Für die Kampagnen steht heuer insge-
Marketingnetzwerk „Wirtschaftsclub Baden“ Casinos Austria: Initiative zur Stärkung des Standorts Baden als „Hotspot“. BADEN. Casinos Austria starten eine Initiative zur Aktivierung des Kongressgeschäfts und des Wirtschaftstourismus. Baden soll als niederösterreichischer Hotspot für Meetings, Incentives, Kongresse und Events erhalten bleiben. Unter dem Motto „Unser Congress Center“ wird ein Marketingnetzwerk namens „Wirtschaftsclub Baden“ gegründet. Im Wirtschaftsclub
© Casinos Austria
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Auftakt für den Sommer
Baden versammeln sich unabhängige Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte und wirtschaftsnahe Personen, denen Baden am Herzen liegt. Mit dabei ist auch die regionale Politik. Ziel ist es, das Congress Center Baden in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Für die Umsetzung wurde Paul Leitenmüller, CEO Opinion Leaders Network, engagiert. (red)
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automotive business Verkaufslücke geschlossen Toyota hat neue Standorte in Weiz und Liezen 76
Elfte Civic-Generation Neuer e:HEV rollt im Herbst zu den Händlern 79 © Honda
KONSORTIUM
© Apollo Vredestein
Zweites Leben für E-Batterien
„Der Standort Wien wird massiv aufgewertet“
GRAZ. Batterien in Elektroautos werden meist aussortiert, wenn sie nur mehr 80% ihrer Leistung erbringen. Bisher mussten sie entsorgt und recycelt werden, doch ein Grazer Konsortium will ihnen ein zweites Leben einhauchen. AVL List, AVL DiTest, Energie Steiermark, Grazer Energieagentur, Saubermacher sowie Smart Power haben mit den Batterien einen von Originalausrüstungsherstellern (OEM) unabhängigen, großtechnischen Stromspeicher gebaut. Das Projekt wurde am Dienstag abgeschlossen. (APA)
© Porsche Inter Auto
© Panthermedia.net/Eduard Goričev
Apollo Vredestein Austria-Geschäftsführer Harald Kilzer über den neuen „Central Europe Cluster“. 72
Wirtschaftsraum Porsche Inter Auto bündelt seine Wiener Einzelhandelsstandorte. 74
Stellenwert Eigenes Auto ist für Österreicher nach wie vor das wichtigste Statusobjekt. 78
AUTOMOTIVE BUSINESS
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„Wien ist auch bei Apollo Vredestein anders“ medianet automotive-Interview mit Harald Kilzer, Geschäftsführer und Cluster Director von Apollo Vredestein Austria.
••• Von Oliver Jonke und Jürgen Zacharias
S
eit Kurzem ist Harald Kilzer neuer Cluster Director „South East“ bei Apollo Vredestein. Wir haben mit dem Manager über seinen neuen Aufgabenbereich, den Standort Wien und die Bedeutung des Onlinebereichs für den Reifenhandel gesprochen. medianet: Herr Kilzer, Apollo Vredestein hat sich in den ver-
gangenen Jahren hierzulande gut entwickelt; nun gab es den nächsten Wachstumsschritt. Harald Kilzer: Stimmt. Der Standort Wien hat mit 1. April eine Aufwertung erfahren, weil wir unsere internationalen Cluster neu strukturiert haben. Österreich war ja bislang gemeinsam mit der Schweiz und Ungarn inklusive Slowenien, Kroatien, Tschechien und der Slowakei im sogenannten ‚Central E urope Cluster‘ . Anstatt sich künftig mit Deutschland in ein D-A-CH-Cluster zu orientieren, entschied man
sich, den Standort Wien als neue Cluster-Zentrale für Südosteuropa zu installieren. Der neue Cluster beinhaltet nun neben Österreich die Länder Ungarn, Kroatien, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien. medianet: Österreich ist also nun selbst Kopf eines Clusters geworden? Kilzer: Wien ist eben auch bei Apollo Vredestein anders (lacht). Die neue Struktur der europäischen Cluster hat ergeben, dass
die Schweiz zusammen mit Dänemark und Deutschland das neue ‚Central Europe Cluster‘ bildet, und wir von Österreich aus die Verantwortung für die südöstlichen Länder in Europa tragen werden. Wien ist somit die neue Cluster-Zentrale für Südosteuropa im ‚Cluster South East‘, was den Standort natürlich massiv aufwertet. Dazu kommt, dass in unserem Verantwortungsgebiet gerade ein neues Central Warehouse für ganz Europa errichtet wird, was unseren Kunden einen groß-
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Freitag, 8. April 2022
AUTOMOTIVE BUSINESS
schaffenen Positionen des Cluster Finance Managers und eine zentrale Marketing-Position. Roland Petz, vorher seit vielen Jahren Office Manager und Prokurist in Wien, wird Cluster Customer Care Manager, Martin Korn wurde neuer Country Sales Manager, der für den Verkauf aller Produktgruppen im gesamten Gebiet außer Tschechien, der Slowakei und Ungarn zuständig ist. Dazu kommt noch Bernhard Schmolz, der den Regional Sales Manager für OHT-Reifen (Anm.: Off Highway Tyres/Landwirtschaft & Industrie) besetzt und diesen Bereich verantwortet. Er ist neben dem ‚Cluster South East‘ nun auch für den ‚Cluster Central‘ mit Dänemark, Deutschland und der Schweiz zuständig.
Produktion In seinem ungarischen Werk produziert Apollo Vredestein Lkw-Reifen und verteilt sie von dort aus in ganz Europa.
medianet: Die Bündelung der Kräfte in Wien sorgt für kurze Entscheidungswege? Kilzer: Definitiv, aber eine derartige Struktur ist für große Konzerne heute nicht selbstverständlich. Wir sind daher schon ein wenig stolz darauf, dass uns das so gelungen ist. Eine gute Sache ist auch die neue Matrixorganisation, die wir uns verpasst haben und die viele Vorteile mit sich bringt. Meine Homebase bleibt Wien, und ich darf weiter ein großartiges
artigen Mehrwert bietet, und für uns natürlich alleine schon aus geografischen Gründen eine tolle Sache ist.
medianet: Wie wirkt sich der neue ‚Cluster South East‘ auf die personelle Struktur von Apollo Vredestein in den genannten Ländern aus? Kilzer: Wir haben neben Wien auch in Budapest eine Niederlassung im Cluster und nun insgesamt 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei war mir wichtig, dass wir alle ‚Clusterheads‘ hier in Wien haben. Wir besetzen gerade die neu ge-
Management-Team verantworten, das zusätzlich jeweils einen fachlichen Vorgesetzten auf internationaler Ebene hat, was die Lösung vieler Probleme wesentlich erleichtert. medianet: Kommen wir zu einem anderen Thema: Seit zwei Jahren beschäftigen uns die Folgen der Coronapandemie, im vergangenen Jahr brachte der festgesteckte Frachter ‚Ever Given‘ im Suezkanal die globalen Lieferketten durcheinander, und nun sorgt der Krieg in der Ukraine für steigende Preise und knappe Rohstoffe. Haben diese Krisen Einfluss auf das Geschäft von Apollo Vredestein und wie schwer ist es, damit umzugehen? Kilzer: Die Auswirkungen sind natürlich da, und ja, momentan fließen sicher 50 Prozent meiner Zeit in Diskussionen zu diesen Themen, in Neu- und Umplanungen. Das ist nicht immer einfach, und was heute gilt, kann morgen schon anders sein. Wie sich die aktuellen Entwicklungen auf unsere Liefersituation und die Verfügbarkeit von Reifen auswirken wird, ist jetzt noch nicht im Detail abschätzbar. Es wird aber definitiv zu einem Engpass kommen, und daher appellieren wir auch jetzt schon an alle un-
© Apollo Vredestein (2)
medianet: Wann ist mit der Eröffnung des Zentrallagers zu rechnen? Kilzer: Läuft alles glatt, wird es noch im Spätsommer in Betrieb gehen. Ab dann sollen dort alle Pkw-Reifen von Apollo Vredestein für den europäischen Markt zwischengelagert und weiterverteilt werden. Die Lkw-Reifen werden wie bisher in Ungarn produziert und direkt von dort ausgeliefert.
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Neues Führungsteam Harald Kilzer (GF und Cluster Director von Apollo Vredestein Austria, Bildmitte) gemeinsam mit Martin Korn (Country Sales Manager, l.) und Bernhard Schmolz (Manager für OHT-Reifen).
Roland Petz ist neuer Cluster Customer Care Manager.
sere Kunden, möglichst früh und möglichst detailliert bekannt zu geben, welche Ware sie in den kommenden Monaten benötigen. Nur wenn uns diese Zusammenarbeit gemeinsam gelingt, können wir bestmöglich liefern. medianet: Es könnte also sein, dass die Nachfrage bald das Angebot übersteigt? Kilzer: Dass ist jedenfalls für den nächsten Winter nicht auszuschließen. Natürlich setzen wir aktuell alle Hebel in Bewegung, um ausreichend Reifen auf den Markt zu bringen. Aber die Verfügbarkeit dieser Produkte ist ja nicht das einzige Problem. Es gibt nach wie vor große Probleme in der globalen Logistik, viele benötigte Rohstoffe werden gerade teurer, die Energiepreise steigen und bei all diesen Entwicklungen sind wir noch lange nicht am Zenit. medianet: Könnte von dieser Entwicklung der Online-Handel profitieren? Kilzer: Bei Reifen ist das Thema Sicherheit wichtiger als bei anderen Produkten; nur der Fachhandel gewährleistet eine hochwertige Bedarfserhebung und Beratung. Deshalb stagniert der Online-Reifenhandel auch seit zehn Jahren bei hierzulande rund zehn Prozent Marktanteil. Ich glaube nicht, dass sich das signifikant ändern wird, aber einen klaren Vorteil werden die Reifenfachhändler haben, die mit den richtigen Lieferanten zusammenarbeiten und sich mehr und konkretere Gedanken zum Thema Bevorratung machen.
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Freitag, 8. April 2022
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Neue Organisation
TESLA
Erstes Quartal brachte Rekord PALO ALTO. Tesla hat im abgelaufenen Quartal einen Auslieferungsrekord erzielt. Insgesamt seien in den ersten drei Monaten des Jahres 310.048 Fahrzeuge ausgeliefert worden, wie der US-Konzern mitteilte. Im Schlussquartal 2021 hatte Tesla 308.600 Autos ausgeliefert. Das war der sechste Auslieferungsrekord in Folge. (APA)
© APA/AFP/Pool/Patrick Pleul
Porsche Inter Auto hat seine elf Einzelhandelsstandorte in Wien in einem „Wirtschaftsraum“ gebündelt.
BMW
SUV-Nachfrage weiterhin hoch
WIEN. Die Automobilbranche durchläuft aktuell einen der größten Wandel ihrer Geschichte. Die Transformation in die Welt der Elektromobilität, die schnell voranschreitende Digitalisierung sowie neue Mobilitätsangebote verändern auch den Automobilhandel in allen Bereichen fundamental. Als Reaktion darauf hat Porsche Inter Auto (PIA) seine elf Wiener Einzelhandelsstandorte (Wien Liesing, Maria Enzersdorf, Simmering, Oberlaa, Hietzing, Tigergasse, Muthgasse, Donaustadt, Erdberg, Leopoldauerstraße und Pragerstraße) im Verbund Porsche Wien gebündelt. Modern ausgerichtet „Gerade in herausfordernden und sich rasch verändernden Zeiten wie wir sie aktuell in der Autobranche erleben, ist es als Organisation besonders wichtig, mit einer klaren Ausrichtung in die Zukunft zu blicken, die Kräfte zu bündeln und Synergien sinnvoll einzusetzen“, sagt Harald Feilhauer, GF PIA Österreich. „Mit dem neu geschaffenen Verbund legen wir die Basis, um gemeinsam in eine prosperierende Zukunft zu gehen und unsere Kunden in bislang gewohnter Qualität servicieren zu können“, führt Feilhauer weiter aus.
© Autoren-Union Mobilität/BMW
MÜNCHEN. Die deutschen Autobauer haben in den USA im ersten Quartal unterschiedlich abgeschnitten. BMW erzielte ein Absatzplus bei seiner Kernmarke von 3,2 Prozent auf 73.714 Fahrzeuge. Vom Mini wurden mit 6.876 Fahrzeugen sogar 9,4 Prozent mehr Autos verkauft als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Porsche hingegen verzeichnete ein Minus von knapp einem Viertel auf 13.042 Fahrzeuge. (APA)
Neue Köpfe an der Spitze Seit dem offiziellen Startschuss des neuen Verbunds Porsche Wien am 1. April erfolgt die übergeordnete Leitung durch die beiden Verbundsgeschäftsführer Peter Herget und Martin Märkl. Sie werden unterstützt von Alfred Rotter, Gordon Vrubel und Wolfgang Zowa, die als Geschäftsführer verbundweite Vertriebsaufgaben übernehmen.
© Porsche Inter Auto
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PIA-GF Harald Feilhauer: „Wir bündeln mit der Neuorganisation unsere Kräfte.“
Zudem wurden innerhalb des Verbunds Spartenleiter für die einzelnen Volkswagen Konzernmarken eingesetzt. Peter Herget, Verbundsgeschäftsführer Porsche Wien, sagt zur Neuausrichtung: „Mit der organisatorischen Neuaufstellung gehören wir zum größten Automobildienstleister in Wien und Umgebung. So können wir unseren Kunden das innovative und breit gefächerte Produktportfolio unserer Marken noch zielorientierter näherbringen. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass die Kunden von der Information, über den Autokauf
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und der Finanzierung bis hin zur Servicierung alles digital abwickeln und vereinbaren können.“ Höheres Servicelevel als Ziel Martin Märkl, Verbundsgeschäftsführer Porsche Wien, ergänzt: „Mit der gebündelten Erfahrung und dem Können unserer Mitarbeiter wollen wir die bereits hohe Servicequalität in Wien noch weiter steigern. So können wir nicht nur unseren Privatkunden, sondern auch unseren Großkunden ein noch besseres Servicelevel und eine individuelle Betreuung im ganzen Raum Wien garantieren.“ (red)
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Freitag, 8. April 2022
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GENFER AUTOSALON
Neustart im kommenden Jahr?
© Panthermedia.net/Sasha Khalabuzar
GENF. Der wegen der Coronapandemie drei Mal in Folge abgesagte Genfer Autosalon soll nun vom 14. bis 19. Februar nächsten Jahres seine Tore wieder öffnen. Dass die Großmesse auch durchgeführt werden kann, ist allerdings noch nicht gesichert. Es gebe keine Garantien, dass der Neustart des Autosalons gelinge, sagte Sandro Mesquita, Chef des Veranstalters Geneva International Motor Show, in einem Interview mit „Radio Lac“. (APA)
Bewertungen anderer Kunden sind für viele Autokäufer eine wichtige Entscheidungshilfe.
SIXT
Österreichs beste Händler
Starker Start ins neue Jahr
MÜNCHEN. Der deutsche Autovermieter Sixt hat im ersten Quartal den Umsatz kräftig gesteigert. Die Erlöse seien von 330 Mio. € im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 580 Mio. € gestiegen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liege voraussichtlich zwischen 80 und 95 Mio. €. Im ersten Quartal 2021 war noch ein Verlust von 14 Mio. € aufgelaufen. (APA)
WIEN. In einer aktuellen Umfrage unter ihren Nutzern haben AutoScout24 und gebrauchtwagen.at wieder die besten Autohändler Österreichs ermittelt. Das Ranking berücksichtigt den Durchschnitt der Bewertungen („Sterne“), deren Anzahl und die Händlergröße. Kundenservice im Fokus Mit der höchsten durchschnittlichen Kundenbewertung schaffte Kfz Hödl aus Ludersdorf
ermark mit der ausgezeichneten zweiten Platzierung. Tirol Cars MP konnte das Rennen um den dritten Platz in der Kundenzufriedenheit für sich entscheiden.
in der Steiermark dieses Jahr den Sprung von Platz zwei an die Spitze. „Auch wenn der Gebrauchtwagenmarkt unter sinkendem Angebot leidet, können wir dank unseres großen Netzwerks unseren Kunden aktuell gleich viele Autos anbieten wie vor der Pandemie und Chipkrise. Kundenservice steht bei uns an erster Stelle“, so Chef Josef Hödl. Ebenfalls auf der Siegertreppe steht das Autohaus Herbert Seidl aus Gleisdorf in der Stei-
NÖ und Steiermark top Sowohl Niederösterreich als auch die Steiermark stellen heuer jeweils vier der Top 15-Autohäuser in Österreich. Mit Dasto Kfz aus Waidring landete ein Tiroler Autohaus auf dem guten zweiten Gesamtplatz. (red)
Zwei neue Toyota-Standorte Toyota arbeitet mit Jagersberger-Gruppe zusammen. WIEN. Toyota schließt gemeinsam mit der Jagersberger-Gruppe zwei offene Verkaufsgebiete in Weiz und Liezen. Das Familienunternehmen mit insgesamt sechs Standorten in der Steiermark und in Kärnten wurde 1972 gegründet und erwirtschaftet mit seinen rund 170 Mitarbeitern bei jährlich etwa 2.000 verkauften Neu- und Gebrauchtwagen mehr als 85 Mio. € Umsatz.
Das Unternehmen beginnt ab sofort am Standort Weiz mit dem Vertrieb und Service von ToyotaFahrzeugen, in Liezen geht es Mitte des Jahres los. „Die Jagersberger-Gruppe ist ein starker regionaler Partner in der Steiermark, und wir freuen uns, dass wir sie für die Marke Toyota gewinnen konnten“, sagt Holger Nelsbach, Geschäftsführer Toyota Austria (Bild). (red)
© Toyota
© Sixt SE
AutoScout24 und gebrauchtwagen.at haben die Autohändler mit den besten Kunden-Bewertungen ausgezeichnet.
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Freitag, 8. April 2022
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Auto bleibt wichtig
PIERER MOBILITY
Nettogewinn 2021 verdoppelt MATTIGHOFEN. Die Pierer Mobility (KTM, Husqvarna, GasGas) hat ihren Nettogewinn 2021 gegenüber 2020 auf 142,9 Mio. € verdoppelt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Motorradhersteller weiterhin mit Lieferengpässen. Vom Ukrainekrieg sei man zwar nicht unmittelbar betroffen, es bestehe aber die Gefahr steigender Rohstoff- und Energiekosten, so das Unternehmen in einer Aussendung.
Aktuelle Umfrage der Wiener Städtischen zeigt: Das Auto hat weiterhin einen hohen Stellenwert für die Österreicher.
© PantherMedia/pressmaster
Ziel Emissionsneutralität Im Vorkrisenjahr 2019 lag das Ergebnis nach Steuern bei rund 96 Mio. €. Der Umsatz stieg 2021 um 33% auf 2,042 Mrd. €, beim EBITDA ergab sich ein Plus von 42% auf 332 Mio. €, und das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 80% auf 194 Mio. €. Strategisch will sich das Unternehmen 2022 auf die Elektromobilität und die Weiterentwicklung von EFuel betriebenen Fahrzeugen konzentrieren, um eine Emissionsneutralität bei Motorrädern zu erreichen. Konkret gehe es darum, die Entwicklung alternativer Antriebe mit einer Leistung bis 15 kW voranzutreiben. Für stärkere Maschinen will sich Pierer auf konventionelle Antriebe, die mit synthetischen Treibstoffen fahren, konzentrieren. (APA)
Überraschend: Jüngere wollen künftig eher zu Verbrennungsmotoren greifen, während Ältere und Frauen zu E-Autos tendieren.
© KTM
WIEN. Geht es nach einer aktuellen Umfrage des Gallup Instituts im Auftrag der Wiener Städtischen, dann ist das eigene Auto nach wie vor das Statusobjekt Nummer eins der Österreicher. Für zwei Drittel der 1.000 befragten Österreicher hat das Auto demnach einen sehr hohen bis hohen Stellenwert, 74% der befragten Führerscheinbesitzer verfügen auch über ein eigenes Auto. Junge eher E-Auto-skeptisch „Für viele Österreicherinnen und Österreicher hat das Auto im Balanceakt zwischen Beruf, Familie und Freizeit eine hohe Bedeutung. Wenig überraschend spielt das Auto für die ländliche Bevölkerung eine zentralere Rolle als im urbanen Bereich“, erläutert Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung. Mit großer Mehrheit werden in Österreich traditionelle Verbrennungsmotoren wie Benziner
(56%) oder Diesel (46%) gefahren. Hybrid- oder Elektroautos werden nur zu drei und zwei Prozent verwendet, geben die Befragten mit der Möglichkeit von Mehrfachnennung an. Bei der Frage, ob sie ihr Mobilitätsverhalten künftig ändern wollen, erklären lediglich 22%, dass das der Fall ist. 40% der Veränderungswilligen wollen ein neues Auto kaufen, knapp ein Viertel will auf ein umweltfreundlicheres Hybrid- oder Elektroauto umsteigen. Interessant dabei ist, dass vor allem unter 30-Jährige kein E-Auto kaufen wollen, sondern zu zwei Drittel zu klassischen Verbrennungsmotoren tendieren. Alternative Antriebsarten wie Hybrid oder Elektro werden eher von der Generation 51+ bevorzugt. Frauen stehen auf Elektro „Die Umfragezahlen spiegeln auch die Zulassungsstatistiken 2021 wider, wo die traditionellen Kraftstoffarten wie Benzin und
Diesel knapp 80 Prozent ausmachen. Alternative Antriebsarten sind bei den Neuzulassungen im Steigen, doch auf eher niedrigerem Niveau“, sagt Wendler. Nicht nur Ältere denken an umweltfreundlicheren Antriebe, sondern auch Frauen: 22% der weiblichen Bevölkerung wollen sich künftig ein E-Auto anschaffen, aber nur 17% der Männer. Eine wichtige Frage bei E-Autos ist die Reichweite: Knapp 80% wünschen sich eine Reichweite von mindestens 300 km. Umweltgedanke im Fokus Trotz des geringen Veränderungswillens hat für 60% der Umweltgedanke beim Autofahren eine Relevanz. Auf die Frage, ob sich das Umweltbewusstsein in Sachen Auto in den letzten zwei Jahren verändert hat, antwortet die Mehrheit, dass dieser schon immer einen hohen Stellenwert hatte. Für rund ein Drittel ist der Umweltaspekt bedeutsamer geworden. (red)
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HONDA
Civic e:HEV vorgestellt
© Erich Reismann
WIEN. Seit seiner Markteinführung im Jahr 1972 sind vom Honda Civic bereits 27,5 Mio. Stück in über 170 Ländern verkauft worden. Nun hat der japanische Autobauer mit dem Civic e:HEV die bereits elfte Generation des Volumenmodells enthüllt. Der Hybridantrieb verfügt über eine maximale Leistung von 135 kW (184 PS) und ein Drehmoment von 315 Nm. Die beiden Elektromotoren werden von einem neu entwickelten 2,0 l Atkinson-Motor mit Direkteinspritzung kombiniert, zudem kommt eine neue 72-Zellen Lithium-IonenBatterie zum Einsatz.
Auszeichnung Oliver Schmerold (ÖAMTC-Direktor, l.) mit Thomas J. Hörmann (Managing Director Polestar Austria).
Marcus-Gewinner
Marktstart im Herbst Eine neue 100 Grad Weitwinkel-Frontkamera und optimierte Erkennungstechnologien gehören ebenso zur Ausstattung wie ein verbessertes Kollisionswarnsystem (Collision Mitigation Braking System), ein aktiver Spurhalteassistent (Lane Keep Assist), die adaptive Geschwindigkeitsregelung i-ACC und ein intuitives Infotainment-Paket. Dabei wurde der zentral positionierte Touchscreen auf 9 Zoll vergrößert. Der neue Civic wird ab Herbst in Europa auf den Markt kommen. Interessierte Kunden können sich bereits auf der Honda-Website registrieren, um mehr Informationen zu erhalten.
Österreichischer Automobilpreis vom ÖAMTC zum zehnten Mal vergeben, „Wegweiser“ für Gesamtsystem Mercedes EQS.
Publikum durfte auch wählen Die 36 Automodelle wurden nach den Kriterien Klimafreundlichkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit bewertet, daraus wurden die Gesamtsieger errechnet – heuer in vier statt bisher fünf unterschiedlichen Fahrzeugkategorien: Da das Angebot bei den
Kleinwagen und in der Kompaktklasse geringer war, wurden die Kategorien zusammengefasst. Ein zweiter Marcus in jeder dieser Fahrzeugkategorien wurde von den ÖAMTC-Mitgliedern vergeben. Zusätzlich wurde von einer Fachjury eine zukunftsweisende Technologie als „Wegweiser“ ausgezeichnet. Sonderfall beim Marcus 2022 In der Kategorie „Mittelklasse“ ging die Auszeichnung an den Polestar 2, in der Kategorie „SUV & Crossover“ hatte der Audi Q4 e-tron die Nase vorne und in der „Luxusklasse“ der BMW iX. In der Kategorie „Kleinwagen & Kompaktklasse“ gab es heuer einen Sonderfall – der Dacia Spring erhielt zwar Bestnoten in den Wertungen Wirtschaftlichkeit und Klimafreundlichkeit, aber die schlechteste Bewertung für seine Sicherheitsausstattung. Auch beim EuroNCAP schnitt der Dacia Spring beim Thema Sicherheit mangelhaft ab
und erhielt nur einen von fünf möglichen Sternen. Die gute Benotung in Wirtschaftlichkeit und Klimafreundlichkeit reicht zwar aus, die deutlich schlechtere in puncto Sicherheit rechnerisch zu kompensieren und in seiner Kategorie insgesamt die höchste Punktezahl zu erreichen. Sie rechtfertigt aber aus Sicht des ÖAMTC keine Auszeichnung. In der Kategorie Kleinwagen- & Kompaktklasse wurde daher kein Marcus vergeben. „Wegweiser“ von Mercedes Beim Voting der ÖAMTC-Mitglieder wurde in der Kategorie „Kleinwagen & Kompaktklasse“ der Skoda Fabia ausgezeichnet, in der „Mittelklasse“ der VW Multivan, in der Kategorie „SUV & Crossover“ der Skoda Enyaq iV und in der „Luxusklasse“ der Audi e-tron GT quattro. Als „Wegweiser“ wurde dieses Jahr von der Fachjury einstimmig das Gesamtsystem Mercedes EQS ausgezeichnet. (red)
© Honda
WIEN. Vor wenigen Tagen wurde vom ÖAMTC bereits zum 10. Mal der Marcus vergeben. 36 Automodelle, die 2021 auf den österreichischen Markt gekommen sind, wurden dafür von Fachleuten des Automobilclubs geprüft und bewertet. „Ziel des Marcus war es von Anfang an, jene Eigenschaften auszuzeichnen, die Autokäufern am wichtigsten sind. Gerade bei der immer größer werdenden Vielfalt an Antriebs- und Ausstattungskonzepten bietet der Marcus Orientierung durch eine transparente und objektive Bewertung“, erklärt ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold.
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Krisenfest Vom Corona-Schock hat sich die Diamantenbranche rascher als ursprünglich prognostiziert erholt und im Vorjahr wieder blendende Geschäfte gemacht. Doch der Krieg in der Ukraine könnte den Aufschwung auch rasch wieder bremsen. Seite 4
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Freitag, 8. April 2022
luxury brands&retail – 3
EDITORIAL
© Kiprov
Beneidenswerte Situation
Der Blick hat sich auf das ‚Zoom-Bild‘ verlagert, das oft gar nicht der Realität entspricht. Aufklärung und Beratung sind daher besonders wichtig.“
BRITTA BIRON
H
© PantherMedia/distribution@arcurs.com
öhere Kosten für Rohmaterial, Energie und Logistik treffen auch die Hersteller und Händler von Luxusgütern. Aber im Gegensatz zu ihren Kollegen aus dem 08/15-Segment haben sie eher kein Problem, den Preisdruck an ihre Kunden weiterzugeben. Kostet die It-Bag einer Nobelmarke plötzlich ein paar Hundert Euro mehr –die Preise für Modelle von Chanel zum Beispiel liegen derzeit rund 60% über jenen vor der Pandemie –, wird das achselzuckend zur Kenntnis genommen und das gute Stück trotzdem gekauft. Erst kürzlich hat Louis Vuitton als eine der ersten Luxusmarken die Preise wieder ein Stück nach oben gesetzt, weitere werden sicher diesem Beispiel folgen. Wütende Kommentare in den Sozialen Netzwerken oder Demonstrationen vor den chicen Boutiquen wider die freche Preistreiberei (immerhin haben die Unternehmen im Vorjahr gute Gewinne gemacht und könnten die höheren Kosten verkraften): Fehlanzeige. Luxus muss teuer und darf nicht für alle leistbar sein, sonst wär’s nämlich keiner. So lange es die Marken mit geschickter Werbung schaffen, den Mythos und die Begehrlichkeit hochzuhalten, können sie mehr oder weniger ungeniert an der Preisschraube drehen.
Bin ich schön? Der Blick in die Sozialen Netzwerke, das Selfie oder die Zoom-Kamera zeigen oft Verbesserungsbedarf.
Schönheit im Wandel
Gastkommentar Durch die Pandemie hat der Wunsch, das Aussehen zu optimieren, zugenommen. ANNA-MARIA KIPROV
Wien. Die Schönheit ist ein Phänomen, das Poeten, Philosophen und Wissenschaftler seit Langem fasziniert und vor viele Fragen gestellt hat. Die Definition von Schönheit ist dabei nicht eindeutig, sie befindet sich im stetem Wandel, ist modischen Trends unterworfen und wird auch individuell wahrgenommen. Schönheit liegt im Auge des Betrachters!
Schönheit bringt Vorteile
© Rolex
TOP 10
HIGHEND TICK Welche Uhrenmarken standen bei den chinesischen Luxus-Shoppern 2021 hoch im Kurs und welche sind heuer in? Ein Ranking von Morgan Stanley hat die Antwort.
Rang 2022
Rang 2021
1. Rolex 2. Patek Philippe
Patek Philippe Rolex Vacheron Constantin Jaeger-LeC. Cartier Bulgari Audemars Piguet VC&A Piaget Omega
3. Bulgari 4. Hermès 5. Cartier 6. Omega 7. Vacheron Constantin 8. Piaget 9. Jaeger-LeC. 10. VC&A
Quelle: Morgan Stanley, 2022
ANNA-MARIA KIPROV PRIVATKLINIK KIPROV
Tendenziell neigt der Mensch aber dazu, anderen zuerst ins Gesicht zu sehen. Dabei wird das erste Urteil über die Attraktivität eines anderen in weniger als einer Stunde gefällt. Laut Evolutionsbiologie werden kindliche oder möglichst symmetrische Gesichtszüge für optisch attraktiv befunden, aber auch solche, die dem statistischen Durchschnitt dessen entsprechen, was man kennt. Verschiedene Studien legen nahe, dass schöne Menschen sympathischer wirken, kompetenter eingeschätzt werden und mehr als ihre weniger attraktiven Kollegen verdienen, was sie selbstbewusster und mutiger macht. Laut dem Psychologieprofessor und Kommunikationsexperten Albert
VILLEROY & BOCH
Mehrabian von der University of California in Los Angeles hängt die Entscheidung, ob man eine Person sympathisch findet, zu 55% vom äußeren Erscheinungsbild ab; was das Gegenüber sagt, spielt dagegen mit nur sieben Prozent kaum eine Rolle.
Unrealistische Bilder Wer schön sein will, strebt vor allem danach, „schöner“ zu sein als die Konkurrenz. Schönheitsideale gab und gibt es in allen Kulturen und zu allen Zeiten, und Bilder und Kunstwerke spiegeln die jeweiligen
Für viele Menschen sind das Spiegelbild und besonders das Selfie Gradmesser für das eigene Wohlbefinden und damit entscheidend für eine positive Ausstrahlung und Selbstzufriedenheit. So hat die Selbstwahrnehmung über die oft wenig schmeichelnde Laptop-Kamera bei Videokonferenzen das Interesse an Gesichtskorrekturen weiter steigen lassen. Vor allem Botox-Behandlungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit und haben im Segment der minimal-invasiven ästhetischen Medizin einen Marktanteil von fast 50%.
Zoom bringt Botox-Boom
„Mein BeautyCredo heißt: frischer Look statt starrer Blick.“ ANNA-MARIA KIPROV
Ideale wider. Auf den bildlastigen und von (vermeintlicher) Perfektion überfluteten Social Media-Plattformen wird Schönheit und deren Bewertung auf einem noch die dagewesenen Level zelebriert.
Einige Studien bescheinigen Botox sogar eine positive Wirkung bei Depressionen, und zwar solchen, die unter anderem durch unseren derzeitigen Lebensstil hervorgerufen werden und oft mit Anspannung einhergehen, was sich wiederum in unserem Gesicht widerspiegelt. Da kann Botox als unterstützendes Mittel helfen – denn wenn man besser bzw. entspannter aussieht, hat das durchaus eine stimmungsaufhellende Wirkung. Auch wenn Botox mittlerweile sehr gut erforscht und eine „Mainstream-Behandlung“ im non-invasiven Bereich und allgemein
SAMSONITE S.A.
Villeroy & Boch erscheint überkauft, Analysten trauen der Aktie auf Jahressicht dennoch den Kurs von 37 Euro zu. Gleich drei Experten raten dazu, Samsonite überzugewichten, für sechs ist das Papier ein Kauf.
gut verträglich ist, darf man es nicht mit einem harmlosen Beauty-Treatment verwechseln. Eine Botox-Behandlung erfordert große medizinische Expertise und gehört daher nur in die Hände erfahrener Experten.
Mehr Gelassenheit Langsam setzt aber auch ein Umdenken in Sachen Schönheit ein. Stereotypen wie das immer gleiche makellose Gesicht verlieren alleine durch ihre Omnipräsenz an Reiz; alternative Schönheitsideale, Diversität, No-Photoshop, Authentizität, Individualität und Natürlichkeit werden wichtiger. Generell sollte man sein Selbstwertgefühl aber nicht nur von oberflächlichen Schönheitsidealen abhängig machen. Denn letztendlich hat Schönheit auch viel mit der inneren Einstellung zu tun.
ZUR PERSON Anna-Maria Kiprov ist Ärztin aus Leidenschaft und leitet gemeinsam mit Ehemann und Manager Boris die Privatklinik Kiprov in zweiter Generation. Ihre Begeisterung für die ästhetische Medizin und den Umgang mit Patienten lebt die zweifache Working Mum unter dem Motto „Natürlich, sanft und sicher“ aus. www.kiprov.com
HART IM NEHMEN Krisenfest Der deutsche Keramikhersteller Villeroy & Boch (ISIN DE0007657231) erzielte 2021 den höchsten Gewinn vor Zinsen und Steuern seit dem IPO in 1990. Explizit durch den Ukrainekrieg verursachte Versorgungslücken sehe man nicht, beruhigt der Konzern. Gut läuft es – trotz des schwächelnden Tourismus – auch beim Kofferhersteller Samsonite (ISIN LU0633102719). Für 2021 hatten Analysten mit einem Verlust je Aktie gerechnet, tatsächlich gab es mit 2,02 Mrd. USD ein Umsatzplus von fast 32% und unterm Strich einen Gewinn.
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4 – luxury brands&retail
Freitag, 8. April 2022
Die Diamanten -Branche gab 2021 ihr großes Comeback Corona ist weitgehend überwunden, die Nachfrage brummt, aber schon ziehen wieder schwarze Wolken am Horizont auf. und Buccellati besteht – Piaget ressortiert zur Uhrensparte – einen Umsatz von 3,343 Mrd. € aus, ein Plus gegenüber den Vergleichsperioden von 2020 und 2019 von 38% bzw. 57%.
BRITTA BIRON
Antwerpen/London/Moskau. 2021 ist für die Diamanten- und Schmuckbranche ebenso wie für die gesamte Luxusgüterindustrie glänzend gelaufen. Laut dem The Global Diamond Industry-Report – einer von der internationalen Unternehmensberatung Bain & Company gemeinsam mit dem Antwerp World Diamond Center (AWDC) alljährlich erstellten Marktanalyse – wurde im Vorjahr weltweit Diamantschmuck im Wert von insgesamt 84 Mrd. USD verkauft. Gegenüber 2020 entspricht das einem Plus von 29% und ist zudem auch ein neuer Rekord. Überraschend kam das gute Ergebnis nicht. Bereits im zweiten Halbjahr 2020 hatte sich in den USA und China, den beiden größten Märkten, das Geschäft nach dem Corona-Knick wieder gebessert. Nach dem Jahreswechsel ist rund um das chinesische Neujahrsfest sowie den Valentinstag die Nachfrage nach edlen Schmuckstücken weiter gestiegen, und der Trend hat sich – nicht nur in den USA und China, sondern in vielen anderen Ländern – über das Jahr fortgesetzt. Kein Wunder – Geld für teure Schmuckstücke stand im Vorjahr ausreichend zur Verfügung, weil Konkurrenten wie kostspielige Urlaube oder Restaurantbesuche aufgrund der Corona-Regeln nur sehr eingeschränkt möglich waren. Dass in unsicheren Zeiten und angesichts magerer Zinsen die Menschen vermehrt dazu tendieren, ihr Geld in bleibende Werte – und Diamanten gelten ja als unvergänglich – zu investieren, spielt dabei aber sicher auch eine nicht unwesentliche Rolle.
Rohdiamanten sind … Von der weltweit wieder steigenden Lust, sich mit Diamanten zu schmücken bzw. sein Geld (teilweise) in sicheren und greifbaren Werten anzulegen, profitierten nicht nur Händler und Hersteller der edlen Geschmeide, sondern auch die anderen Unternehmen entlang der hochkarätigen Supply Chain. Allen voran jene, die die kostbaren Steine aus den Tiefen der Erde holen. Insgesamt 116 Mio. ct. Rohdiamanten haben die Minengesellschaften im Vorjahr gefördert, um fünf Prozent mehr als 2020. De Beers, eine Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Bergbaukonzerns Anglo American, die Diamantenminen in Südafrika, Kanada, Namibia und Botswana betreibt, meldete für das 2021 einen Umsatz von 5,602 Mrd. USD gegenüber 3,378 Mrd. USD im Jahr davor, ein Zuwachs von mehr als 65%. Der Löwenanteil von 4,9 Mrd. USD entfiel auf den Verkauf von Rohdiamanten, insgesamt 33,357 Mio. ct. 2020 hatte man „nur“ 21,380 Mio. ct Edelsteine im Wert von 2,8 Mrd. USD verkaufen können. Starke Zuwächse verzeichnete auch der russische Alrosa-Konzern: Die Menge der verkauften Rohdiamanten stieg gegenüber 2020 um knapp 42% auf 45,5 Mio. ct, der Umsatz um fast 50% auf 332 Mrd. Rubel.
… wieder hoch im Kurs
tiken von Wirtschaftskammer und Handelsverband gibt es auch keine konkreten Daten zum Umsatz mit Diamantschmuck; eine Umfrage des Branchenfachmagazins Der Juwelier lässt aber vermuten, dass die edlen Produkte auch bei den Kunden hierzulande hoch im Kurs stehen. Die teilnehmenden Juweliere gaben an, im Vorjahr mit Diamantschmuck um 20% mehr Umsatz gemacht zu haben als im Jahr davor. Und es zeigt sich, dass die
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Am besten lief es für die Juweliere in den USA, sie verzeichneten ein Plus von 38% gegenüber 2020 und konnte das Vor CoronaNiveau um satte 23% übertreffen. Ihre Kollegen in China setzten um 19% mehr 2020 um (+6% vs. 2019), Deutliche Zuwächse verzeichnete der Schmuckhandel auch in Indien (+16%) und Europa (+18%), allerdings blieben die Umsätze damit noch um 13 bzw. fünf Prozent unter jenen vor der Krise. Details zum vergleichsweise kleinen Markt Österreich bleibt der Report von Bain und dem AWDC zwar schuldig, und in den Statis-
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Starkes Wachstum …
Die sibirische Mir-Mine ist eine der größten Förderstätten des Alrosa-Konzerns.
heimischen Schmuckkäufer gerne tiefer als früher in die Tasche greifen, denn bei Premiumjuwelieren fiel das Plus mit 24% überdurchschnittlich aus. Die hohe Nachfrage nach edlem Geschmeide spiegelt sich auch in den Zahlen der großen Schmuckhäuser wider. Die Schmuck- und Uhrensparte des LVMH-Konzern verzeichnete im Vorjahr einen Umsatz von 8,964 gegenüber 3,356 Mrd. € im Jahr davor. Allerdings muss man bedenken, dass in den 2021er-Zahlen erstmals auch Tiffany & Co enthalten ist. Nachdem der US-Nobeljuwelier vor der Pandemie mit stagnierenden Zahlen zu kämpfen hatte, konnte er unter dem LVMH-Dach rasch an frühere Glanzzeiten anknüpfen und ganz wesentlich zum exzellenten Ergebnis beitragen. Vor allem hochpreisige Stücke wie jene der Blue Book Collection verkauften sich wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, und die äußerst erfolgreiche About Love-Kampagne mit Beyoncé and Jay-Z kurbelte die Nachfrage nach Diamanten als Symbol der Liebe ordentlich an. Bulgari konnte dank der Strahlkraft seiner ikonischen Serien so-
wohl in den eigenen Boutiquen als auch beim Geschäft über die Handelspartner zulegen, und auch die Marken Chaumet und Fred entwickelten sich erfreulich.
… in allen Märkten Bei Richemont ist es ebenfalls gut gelaufen. In den ersten drei Quartalen (per 31.12.) wies der Schmucksektor, der aus den drei Marken Cartier, Van Cleef & Arples
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den kleineren Minengesellschaften. Die kanadischen Lucara erzielte im Vorjahr einen Umsatz von 230,1 Mio. USD, ein Plus von satten 84%. Die Menge der verkauften Rohdiamanten lag bei 381.681 ct. Der südafrikanische Diamantenförderer Petra beendete am 31.12.2021 die erste Hälfte seines laufenden Geschäftsjahres mit einem Umsatz von 264,7 Mio. USD (VJ 178,1 Mio. USD). Bei der abgesetzten Menge war man mit knapp 1,6 Mio. ct zwar rund sieben Prozent unter der Vergleichsperiode ein Jahr davor geblieben, allerdings machten das die stark steigenden Preise – von durchschnittlich 120 auf 192 USD pro ct. – mehr als wett.
Schon bald ein Ladenhüter? Russische Diamanten haben jetzt ein Imageproblem.
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Generell mussten die Käufer von Rohdiamanten im Vorjahr tiefer in die Tasche greifen, selbst kleine und qualitativ schlechtere Steine verkauften sich gut. Bei DeBeers stieg der Durchschnittspreis pro Carat über alle Minen der Gruppe gerechnet von 133 auf 146 USD, bei Alrosa betrug die Teuerungsrate 33%. Insgesamt weisen die Analysten von Bains und dem AWDC für 2021 eine Preissteigerung bei Rohdiamanten von 20% aus. Mit neun Prozent vergleichsweise gering fällt dagegen die Teuerungsrate bei geschliffenen Diamanten aus, allerdings liegen Preise damit schon fast wieder auf dem Vor-Corona-Niveau.
Die Preise für Rohdiamanten haben im Vorjahr kräftig angezogen – und der Trend wird vermutlich noch weiter anhalten.
Unternehmen und
Die Folgen …
Händler konnten
Aber das künftige Wachstumspotenzial hängt auch ganz entscheidend davon ab, ob ausreichend Nachschub für neue Schmuckstücke zur Verfügung steht. Und da könnte der Ukrainekrieg und seine Folgen wesentlich stärker ins Gewicht fallen. Für heuer prognostizieren Bain und AWDC zwar eine Steigerung der Diamantenfördermenge auf 120 Mio. ct., aber mittelfristig sind keine großen Sprünge zu erwarten,
Sattes Plus beim Gewinn Die guten Geschäfte haben zudem allen Beteiligten steigende Profite beschert. Die Minenbetreiber konnten ihre Margen um neun bis elf Prozentpunkte verbessern, die verarbeitenden Unternehmen einen Anstieg zwischen drei und fünf Prozentpunkte sowie der Handel zwischen sechs und acht Prozentpunkten verzeichnen. In Summe hat sich der Gewinn aller Player 2021 um rund 7 Mrd. USD erhöht. „Die Diamantenindustrie hat sich viel schneller erholt als erwartet“, konstatiert Marie-Therese Marek, Associate Partner bei Bain und Luxusmarktexpertin. „Sowohl die Minenbetreiber als auch die verarbeitenden Unternehmen und
„Die Diamanten industrie hat sich viel schneller erholt als erwartet. Minenbetreiber,
kontinuierlich Zuwächse bei Umsatz und Gewinn erzielen.“ MARIE-THERESE MAREK BAIN & COMPANY
Händler erzielten im zweiten Corona-Jahr kontinuierlich Zuwächse bei Umsatz und Gewinn.“ Dabei hätten sie aber nicht nur von den guten Marktbedingungen profitiert. „Zugutegekommen ist ihnen auch, dass sie ihre Effizienzprogramme konsequent umgesetzt haben“, so Marek.
© Lucara
Unsichere Zukunft
813 ct. brachte der 2021 gefundene Constellation im Rohzustand auf die Waage.
sondern im besten Fall ein jährliches Plus von ein bis zwei Prozent. Etliche Minen sind schon lange in Betrieb und weitgehend erschöpft – Ende 2020 hat Rio Tinto die ArgyleMine, eine Quelle besonders hochwertiger Steine wie der äußerst seltenen Farbdiamanten, nach 37 Jahren aus wirtschaftlichen Gründen schließen müssen – und ergiebige neue Vorkommen sind vorerst nicht in Sicht.
in Antwerpen schon einen Tag vor dem Einmarsch Putins Truppen in die Ukraine auf die mangelnde Treffsicherheit solcher Sanktionen hingewiesen. Auch die indische Diamantenindustrie wird es sich aus wirtschaftlichen Gründen nicht leisten können, auf die neuen „Konfliktdiamanten“ zu verzichten.
… aus Russland Aber welche Edelsteine in den Handel kommen, ist nicht allein eine Frage der Politik. Der amerikanisch-britische Schmuckkonzern Signet Jewelers hat bereits strengere Regeln aufgestellt und seine Lieferanten Mitte März darüber informiert, dass man bis auf Weiteres keine Diamanten aus russischen Quellen ankaufen werde. Das gelte für Steine, die nach dem 24. Februar, dem Tag des Einmarsches in der Ukraine, gefördert wurden. Auch Tiffany hat sich entschieden auf russische Diamanten zu verzichten, und zwar jene, die nach dem 21. März aus der Erde geholt wurden. Gut möglich, dass diesem Beispiel weitere Schmuck-, aber auch Uhrenmarken folgen werden. Und last but not least haben auch die Endverbraucher ein recht
… des Ukrainekrieges Rund 27% der Rohdiamanten kommen von Alrosa und abgesehen von der Catoca-Mine in Angola, an der russische Konzern zu 32,8% beteiligt ist, liegen alle anderen in Russland. Fallen die weg, hat der globale Diamantenmarkt massive Nachschubprobleme, und die Preise könnten durch die Decke gehen. Aber wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? Die USA, der weltweit größte Abnehmer von Diamanten, haben bereits ein Embargo für russische Steine ausgesprochen. Betroffen sind sowohl rohe als auch geschliffene Edelsteine. Allerdings werden so gut wie keine Diamanten direkt aus Russland importiert. Der Großteil der Edelsteine aus Russland geht davor erst durch die Hände von Händlern, Cuttern und Schleifern in Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, China oder Israel. Und dabei ändern die Steine ihre Nationalität, denn entscheidend für die Herkunftsbezeichnung eines Diamanten ist, in welchem Land der wesentlichste Bearbeitungsschritt vom Roh- zum Edelstein stattgefunden hat.
gewichtiges Wort mitzureden. Fragen der Nachhaltigkeit und Ethik spielen bei der Kaufentscheidung laut dem Bain-Diamantenreport eine zunehmend wichtige Rolle. Wer teure Preziosen kauft, will ein in jeder Hinsicht tadelloses Produkt und sich keine Sorgen machen müssen, dass der Glanz möglicherweise mit Umweltschäden, miesen Arbeitsbedingungen und Blut bezahlt wird. „Eine ökologisch sowie sozial nachhaltige Produktion und Wertschöpfung steht bei den Minenbetreibern und Schmuckherstellern mittlerweile ganz oben auf der Agenda“, konstatierte Bain-Expertin Marek schon zu einem Zeitpunkt, als vom Ukrainekrieg noch keine Rede war. Ob und wie sensibel die Schmuckkäufer künftig auf Diamanten russischer Herkunft reagieren, bleibt noch abzuwarten. Klar ist aber, dass möglicher Ersatz dafür begrenzt ist. Zwar haben schon etliche Minenbetreiber, darunter deBeers und Zimbabwe Consolidated Diamond, angekündigt, ihre Fördermengen steigern zu wollen, kurzfristig ließen sich die fehlenden Mengen aber mit Sicherheit nicht kompensieren. Logische Konsequenz aus dem geringeren Angebot, der nach wie vor hohen Nachfrage und den knappen Lagerbeständen sind satte Preissteigerungen. Die würden – wenn auch nicht im Highend-Segment – die Kauflaune drücken und die Erholung der Diamantenbranche wieder einbremsen. Dass Schmuck- und Uhrenmarken verstärkt Labordiamanten verwenden könnten, darf man zumindest für das Luxussegment ausschließen. Zur Not wird der Edelsteinbesatz weniger üppig ausfallen. Insgesamt stehen der Edelstein- und Schmuckindustrie turbulente Zeiten bevor.
Konfliktdiamanten … Insofern ist der US-Bann eher symbolisch, und vorerst können Edelsteine von Alrosa am Markt bleiben. Die großen Verarbeiternationen machen bis jetzt noch keine Anstalten, die Geschäfte mit dem russischen Lieferanten zu stoppen. Laut dem Antwerp World Diamond Centre, das seinen Vertrag mit Alrosa erst Ende 2021 verlängert hat, kommt ein Viertel der Edelsteine, die in der europäischen Diamantenmetropole bearbeitet und gehandelt werden, aus Russland. Müsste man darauf verzichten, wäre das ein herber Cut für die Branche, an der immerhin 30.000 Arbeitsplätze direkt hängen. „Wenn Europa den Handel mit russischen Diamanten verbietet, dann trifft das unsere Wirtschaft und nicht die von Russland“, hatte AWDC-Sprecher Tom Neys in einem Interview mit dem Sender Radio2
© Petra Diamonds
verarbeitende
die Nachfrage entlang der gesamten Supply Chain auf dem hohen Niveau bleiben wird, wobei der weitere Verlauf der Coronapandemie mit eventuellen Produktionsausfällen und Einschränkungen im Handel oder auch einem Anspringen des internationalen Shoppingtourismus Prognosen schwierig bis unmöglich machen. Auch hängt die weitere Entwicklung von der allgemeinen Konjunktur ab und wie gut es den Schmuckherstellern und Händlern künftig gelingt, auf die speziellen Wünsche der verschiedenen Käufergruppen einzugehen Dass bis auf Weiteres zwei davon, die bisher recht kauffreudig waren, ausfallen werden – die Ukrainer, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes andere Sorgen haben, und die Russen, denen der Zugang zum Luxusmarkt sukzessive versperrt wurde –, wird dabei nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Das US-amerikanische Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen Morgan Stanley schätzt, dass auf den russischen Markt inklusive der Einkäufe, die Russen auf Reisen tätigen, nur zwei Prozent des Umsatzes mit persönlichen Luxusgütern wie Schmuck, Designerkleidung, teure Uhren oder Nobelkosmetik entfallen; im Vergleich dazu liegt der Anteil Kunden aus dem kleinen Südkorea bei rund fünf Prozent.
Bei der Frage, ob es auch künftig für die Produzenten, Verarbeiter und Händler von Diamanten und Diamantschmuck glänzend laufen wird, sind die Experten von Bain und AWDC vorsichtig optimistisch. Für heuer rechnen sie, dass
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Petra Diamonds zählt zu den wenigen Anbietern besonders seltener Farbdiamanten.
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Hot & Cool BoHo
Chic
Liebe
LOUIS VUITTON
CHOPARD
B Blossom Das Produkt Aufgedruckt, eingewebt, geprägt oder ge stickt, prangt die vierblättrige Blüte als Teil des Mo nogram Canvas-Musters auf vielen Taschen, Acces soires und Kleidungsstücken von Louis Vuitton. 2019 schließlich bekam das legendäre Motiv, das bereits seit 1896 existiert, eine eigene Schmuckkollektion. Sie umfasst Ringe, Armbänder, Anhänger, Ketten und Ohrschmuck aus 18ka rätigem Gold, Diamanten und Farbedelsteinen, wie Onyx, Malachit oder Opal. Fazit Ein Beweis, dass Logomania auch ziemlich schmuck sein kann.
TAMARA COMOLLI
India Leaf Happy Hearts Flowers
Das Produkt Hippie-Chic, aber mit feinsten Materialien, das ist das Motto bei der deutschen Edel marke Tamara Comolli. Zu den Klassikern im Sortiment zählt neben den kunterbunten Bou ton-Ringen und Mikado-Charms das India Leaf. In verschiedenen Größen und aus Perlmutt, Rauch quarz, verschieden farbigem Onyx, Chalcedon, Edelhölzern und – in der Luxusversion – aus Weiß- oder Gelbgold und mit Diamanten oder Farbedelsteinen besetzt, setzt der Anhänger schmucke Akzente.
Das Produkt Das Herz ist das Lieblingsmotiv bei Chopard, und spielt ebenso wie die frei beweglichen Diamanten im Design der Schweizer Nobelmarke eine zentrale Rolle. Für die im Vorjahr gelaunchte Serie wurden fünf in Roségold gefasste Herzen aus Perl mutt rund um einen Happy Diamond arrangiert. Voilà, fertig ist eine dekora tive Blüte, die F inger, Dekolleté, Handgelenk oder Ohr ziert.
Fazit Hippie-Style in der Nobel version.
Fazit Blumen, die von Herzen kommen.
Design
Glück
NIESSING
AENEA
Quadrifoglia
Blütenscheibe Das Produkt Mit floralem Design verbindet man meist romantische Looks. Wie gut das auch im puristischen Stil funktioniert, zeigt Niessing. Ganz nach dem Credo des Weimarer Bauhauses, das seit den 1970er-Jahren prägend für den Stil der Marke ist, wurde die Blüte auf ihre Quintessenz reduziert. Die Blütenscheibe gibt es in zahlreichen Goldlegierungen oder Platin und in verschiedenen Größen. Fazit Minimalistische Form mit maximaler Wirkung.
Das Produkt Glück kann man (leider) nicht kaufen, Glücksbringer dagegen schon, wenn auch fraglich ist, ob sich Madame F ortuna davon tatsächlich positiv beeinflussen lässt. Welches Glücks symbol man wählt, ist Geschmackssache und auch eine Frage des Kulturkreises. Zu den bekanntesten und beliebtesten in der westlichen Welt gehört der Glücksklee und dem hat die in Salzburg beheimatete Schmuckmarke Aenea eine ganze Kollektion gewidmet. Die edlen Pretiosen gibt es – farblich dem natürlichen Vorbild entspre chend – mit Smaragden besetzt, aber auch mit Diamanten, Amethysten sowie gelben, orangen und pinken Saphiren. Fazit Hochkarätiger Glücksbringer.
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Von der Natur – und hier vor allem von der Welt der Flora – lassen sich Goldschmiede und SchmuckDesigner seit jeher gerne inspirieren. Entsprechend üppig ist das Angebot an Pretiosen im floralen Design. Detailgetreue Nachbildungen von Blüten, Blättern, Ästen und Zweigen gibt es ebenso wie stilisierte Formen, die das natürliche Vorbild nur noch vage erahnen lassen, oder Designs, die allein aus der Fantasie ihres Schöpfers erwachsen sind. medianet hat sich durch den dichten SchmuckDschungel gekämpft und zehn besonders schöne Exemplare gepflückt.
Blumig
Frühling
ANNAMARIA CAMMILLI
HELDWEIN
Palmkatzerl Das Produkt Die Salweide mit ihren pelzigen Blüten ist in unseren Breiten einer der ersten floralen Frühlingsboten. Da war es für das fromme Volk im Mittelalter nahe liegend, diese Zweige bei den Osterprozessionen als Ersatz für exotische Palmwedel zu schwenken. Die religiöse Symbolik spielt heute kaum mehr eine Rolle, als Osterdekora tion sind Palmzweige aber nach wie vor beliebt – oder auch als Zierde am Revers. Die Palmkatzerl-Brosche wurde in den 1960er-Jahren von Hans Heldwein entworfen und ist seither in verschiedenen Ausführungen im Programm des Wiener Nobeljuweliers. Fazit Ein Frühlingsbote, der garantiert nie verblüht.
Rein OLE LYNGGAARD
Fotos: © Tamara Comolli; Louis Vuitton; Chopard (2); Niessing; Aenea (2); Annamaria Cammilli; Heldwein; Ole Lynggaard; Chanel; Piaget
Lotus Das Produkt Die Lotusblume steht – wegen ihrer wasser- und schmutzabweisenden Blätter – in weiten Teilen Asiens für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung, in China ist sie außerdem das Sinnbild einer glücklichen Ehe. Für Verbundenheit und Liebe steht in der westlichen Welt der Ring und damit verbinden sich in den Lotus-Rin gen asiatische und europäische Symbolik in perfekter Weise. Wer mit solchem Aber glauben nichts am Hut hat, erfreut sich einfach „nur“ an seiner Schönheit. Erhältlich ist der Lotus-Ring mit verschiedenen Farbedel steinen in drei verschiede nen Größen.
Bouquet Das Produkt Die Inspiration für ihre Kreationen holt sich Annamaria Cammilli immer wieder aus der Natur. So finden sich im Sortiment naturalistische Nachbildungen aus 18karätigem Gold von Calla, Tulpe, Gänseblümchen und Bego nie ebenso wie Blätter und Blüten, die sich botanisch nicht so exakt zuordnen lassen oder gar kein na türliches Pendant haben, sondern der kreativen Fantasie der Desig nerin entstammen. In die letzte Kategorie fällt die Bouquet-Serie, die aber trotzdem eine schmucke Hommage an die Schönheit der Natur ist. Fazit Eine besonders kostbare Ver sion der Blütengirlande.
Fazit Ein Schmuckstück mit starker Symbolkraft.
Luxus CHANEL
Camélia Das Produkt Rosen, Tulpen, Nelken? Nein, Coco Chanels Lieblingsblume war die Kamelie. Ihren ersten modischen Auftritt hatte sie 1923 auf einer Chiffon-Robe und seither ist sie aus den Kreationen der Nobel marke nicht mehr wegzudenken. Besonders prächtig entfaltet sich die Blüte in der Camélia-Schmuckkollektion, etwa auf einem neuen Sau toir-Modell. Die zierliche, mit neun Blüten und Diamant-Solitären be setzte Kette kann einfach, zweifach oder als Y-Collier getragen werden. Fazit Blumengruß in der Deluxe-Variante.
Pracht PIAGET
Rose Das Produkt Yves Piaget hatte nicht nur ein Faible für kostbare Uhren und Schmuckstücke, sondern auch für Rosen und stiftete Ende der 1970er-Jahre einen internationalen Wettbe werb für neue Rosensorten in Genf. Drei Jahre später wurde die Siegerin, eine Centifolia mit 80 gezackten Blütenblättern, nach ihm benannt. Seit 2012 hat die prächtige Edelrose eine eigene Kollektion, die viele verschiedene Ringe, Anhänger, Colliers, Armbänder und Ohr ringe umfasst. Zu den Highlights zählt der Bouquet-Ring aus Roségold und 72 Brillanten. Fazit Blumenpracht ganz ohne grünen Daumen.
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SHORT
© Screenshot vestiairecollective.com
© Paul Harris
Neuer Big Player im Luxus-Resale
Die Geschäfte mit Luxusartikeln aus zweiter Hand laufen glänzend.
Paris/Los Angeles. Die französische Luxus Secondhand-Plattform Vestiaire Collective, an der seit gut einem Jahr der Kering-Konzern beteiligt ist, verzeichnete in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum, vor allem in den USA, dem mittlerweile größten Markt. Um diese Position weiter auszubauen, wurde kürzlich der US-Mitbewerber Tradesy übernommen. In Summe kommt das Unternehmen damit auf 23 Mio. registrierte User, ein Sortiment von fünf Mio. Artikeln und ein Bruttowarenvolumen von mehr als einer Mrd. USD.
Der Schwerpunkt stationärer Shopkonzepte wird so wie in der virtuellen Welt mehr auf Unter haltung und Beratung fokussiert sein und nicht mehr ausschließlich auf dem Verkauf liegen.“ IRMIE SCHÜCH-SCHAMBUREK AGENTUR TRENDVISION
© Breitling
Echtheit garantiert Im Zuge der Expansion in den USA wird in Los Angeles ein Authentifizierungs-Zentrum – das mittlerweile fünfte weltweit und zweite in den USA – eröffnet. Maximilian Bittner, CEO von Vestiaire Collective, and Fanny Moizant, Gründerin und Präsidentin, behalten ihre Positionen im vergrößerten Unternehmen, Tracy DiNunzio, Gründerin und CEO Tradesy, wird das gesamte US-Geschäft von Vestiaire Collective als CEO leiten. (red)
Mehr als Warenpräsentation: Der neue Breitling-Flagshipstore in Seoul bietet ein eigenes Café und erstmals auch ein Restaurant.
Kein
Trendexpertin Irmie Schüch-Schamburek wagt einen Blick in die Zukunft des stationären Handels. auf Unterhaltung und Beratung fokussiert sein und nicht mehr ausschließlich im reinen Verkauf von Produkten liegen. Einerseits geht es darum, soziale Kontakte zu pflegen, andererseits, da die Verkaufsberater vertrauensvolle Experten sind, die im Waren-Dschungel den Überblick haben, eine auf den Kunden genau zugeschnittene Vorauswahl zu treffen.
© Vestiaire Collective
BRITTA BIRON
Maximilian Bittner, Vestiaire Collec tive-CEO, forciert das US-Geschäft.
Kleidsame KreislaufWirtschaft
Wien. Ob kleine Edelboutique, pompöser Luxus-Flagship oder eleganter Department Store – das Grundkonzept stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die industrielle Massenfertigung ihren Anfang nahm. Mit dem Aufkommen der vierten industriellen Revolution – Stichwort Digitalisierung – begann der traditionelle Handel zu schwächeln. Ob er tatsächlich ein Auslaufmodell ist oder „nur“ neu erfunden werden muss, hat medianet mit Irmie Schüch-Schamburek, Inhaberin der Agentur Trendvision, besprochen.
medianet: Wie genau könnte das aussehen? Schüch-Schamburek: Der Shopping-Coach stellt für seine Kundinnen und Kunden, beispielsweise nach einem virtuellem Beratungsgespräch, eine Auswahl zusammen. Die muss nicht nur aus Artikeln des jeweiligen Shops bestehen, sondern wird durchaus auch um passende Artikel anderer Anbieter ergänzt. Softfacts der Produkte wie zum Beispiel Transparenz, Authentizität, Nachhaltigkeit oder ökologischer Fußabdruck, die die Kaufentscheidung immer stärker bestimmen, werden dabei natürlich berücksichtigt. Dank Body ScanDaten haben die vom Coach ausgewählten Teile, die man dann vor
medianet: Bisher hat das alte Konzept ja noch ganz gut funktioniert. Ist jetzt ein Ende in Sicht? Irmie Schüch-Schamburek: Im engeren Sinne ja. Unser Konsumverhalten, das die Basis dieser Verkaufskonzepte war, wird sich in den nächsten Jahren massiv verändern. Die Umstrukturierung der Lebens- und Arbeitswelt, angefeuert unter anderem durch Digitalisierung, Klimadebatte und Pandemie, bedingt eine Neuorientierung der Marken und des Handels.
Mailand. Der Online-Modehändler Yoox Net-a-Porter verstärkt mit dem neuen Upcycling-Projekt „Rethink with <3“ sein Ziel, für mehr Nachhaltigkeit in der Mode zu sorgen. Die Kleidungsstücke werden aus Stoffresten hergestellt, die in der Modeproduktion anfallen und bisher meist im Abfall bzw. Müllverbrennungsanlagen gelandet sind. Die erste „Rethink with <3“-Kollektion wurde von der italienischen Designerin Caterina Gatta entworfen und umfasst Röcke und Oberteile. (red)
Ort probiert, eine perfekte Passform – ein weiterer Pluspunkt. Eine kompetente Beratung ist auch bei Goods on demand, die erst nach individuellen Bestellungen gefertigt werden, ausgesprochen wichtig. medianet: Wird es auch noch Shoppen ohne Termin geben? Schüch-Schamburek: Es gibt etliche Konzepte für neuartige Hybridläden, die unterschiedlichste Sortimente sowie Dienstleistungen vereinen, die auch spontane Shoppingerlebnisse ermöglichen. Sei es, dass im Shop ein kleines Atelier integriert ist, in dem die angebotene Kleidung individualisiert, angepasst oder umgeändert werden kann, oder ein Concept Store, der zusätzlich einen Secondhand- oder Mietkleidungscorner beinhaltet. Auch branchenfremde Sortimente wie Kunst, Bücher, Beauty und eventuell sogar ein Café eignen sich zur Integration, ebenso Kooperationsvarianten mit Kunsthandwerk oder Manufakturen. Ganz nach dem Motto ‚Nur gemeinsam sind wir stark‘ prophezeien etliche große Trendagenturen den Megatrend, dass künftig mehr solcher
medianet: Weshalb sollte man weiter ‚real‘ in ein Geschäft shoppen gehen? Schüch-Schamburek: Der Schwerpunkt der Shop-Konzepte wird – so wie in der virtuellen Welt – mehr
© APA/Herbert Neubauer
medianet: Welche Rolle spielt dabei der technische Fortschritt? Schüch-Schamburek: Die Verschränkung von Online und Offline entwickelt sich rasant weiter. Sensorisch raffinierte, virtuelle Shoppingerlebnisse mit personalisierter Onlineberatung und Avataren werden schon in den nächsten Jahren die Notwendigkeit, ein Geschäft real zu besuchen, weiter minimieren.
© Yoox
Übrig gebliebene Stoffe werden zu neuen Kleidungsstücken.
Auslauf-Modell
Die eleganten Einkaufsstraßen mit ihren Luxusstores werden nicht verwaisen.
Gemeinschaftsprojekte entstehen werden. medianet: Bedeutet das, dass der Entertainmentfaktor beim Shoppen künftig noch wichtiger werden wird? Schüch-Schamburek: Es könnten sich zum Beispiel mehrere Geschäfte zu besonderen Event Locations zusammenschließen – mit Pop-upKollektionen von lokalen Designern oder ‚Roadshow‘-Modellen einer ‚Community‘. Wichtig dabei sind auch die Designer-Persönlichkeiten hinter den Kreationen, die bei diversen Shopping-Events, in Präsenz oder aber auch virtuell ihre Modelle mit den Kunden austauschen. medianet: Der stationäre Laden ist also kein Auslaufmodell. Schüch-Schamburek: Genau. Und dafür sprechen im Wesentlichen drei Gründe. Erstens ist die Suche nach einem bestimmten Artikel, trotz entsprechender Algorithmen, immer noch sehr zeitaufwendig, insbesondere wenn man etwas Besonderes, Ausgefallenes oder Einzigartiges sucht. Zweitens ist es für Laien fast unmöglich, Produkteigenschaften rund um Themen wie Nachhaltigkeit, soziale Fairness oder dem ökologischen Fußabdruck umfassend zu recherchieren. Und drittens wird es trotz des raschen technischen Fortschritts so bald kein Computerprogramm schaffen, den persönliche Austausch und das sinnliche Erlebnis, die Waren zu spüren, zu sehen das Einkaufserlebnis mit allen Sinnen zu genießen, ersetzen können. Der stationäre Shop ist nicht nur ein Ort des Konsums, sondern auch der Begegnung, des Austauschs, wo man gerne bewusst Zeit verbringt. Und diese Funktion wird er behalten, wie in den guten, alten Zeiten. Für schnelles, funktionales Shoppen gibt es Online-Shopping.
SPAR K L I NG SP RI NG JETZT GRATIS GLAS ROSÉ HOLEN
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Zeitnehmung im
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Omega treibt’s heuer bunt
Fokus
Nach fast vier Jahren Entwicklungszeit bringt Leica die ersten beiden Uhrenmodelle auf den Markt.
Die Farbpalette der Aqua TerraZifferblätter wurde kräftig erweitert.
Biel. Gegen den grauen Alltag und trübe Aussichten hilft nicht nur die rosarote Brille, sondern auch eine farbige Uhr. Wie schön, dass Omega bei den diesjährigen Neuheiten besonders tief in den Farbtopf gegriffen hat. So präsentiert sich die Aqua Terra 38 mm jetzt mit Zifferblättern in Ozeanblau, Meergrün, Sandstein, Safrangelb und Terrakotta, ihre 34 mm-Schwester trägt wahlweise Seeblau, Lagunengrün, Sandstein, Muschelrosa oder Lavendel, und bei der 28 mm großen Constellation fiel die Wahl auf Rosa, Patschuli, Himmelblau und Hellgrün.
Im Farbrausch Die Seamaster Professional Diver 300M zeigt sich heuer erstmals mit einem leuchtend grünen Zifferblatt im Wellenmuster und mit farblich passender Keramik-Lünette. Bei den neuen Speedmaster ’57-Modellen gibt es gleich vier Zifferblattversionen – schwarz, grün, blau und burgunderrot – mit darauf abgestimmten Lederbändern. (red)
Wetzlar/Wien. Konzentration auf die Kernkompetenz oder auch einmal etwas Neues wagen? Der Kamerahersteller Leica macht beides. Die Anfang des Jahres gelaunchte M11, die traditionelle Messsucher-Fotografie mit modernster Kameratechnik vereint, fällt klar in die erste Rubrik, mit der L1 und der L2 betritt Leica dagegen ein neues Terrain. Den Plan, eine eigene Uhr zu entwickeln, hatte man schon im Juni 2018 präsentiert; bis die beiden Zeitmesser marktreif waren, hat es dann fast vier Jahre gedauert. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sie lupenreine Manufaktur-Produkte sind. Als Partner hatte man sich die Lehmann Präzision GmbH an Bord geholt, die für Leica bereits Präzisionsmaschinen gebaut hat und seit 2011 eine eigene Uhrenmanufaktur betreibt. „Es war natürlich sehr interessant, in zwei so unterschiedlichen Bereichen mit Leica zu tun zu haben, wobei das ‚Projekt Uhr‘ für mich wirklich eine Herzensangelegenheit war und ist“, sagt Firmenchef Markus Lehmann.
Hohe Uhrmacherkunst „Eine große Herausforderung für das Entwicklerteam war die patentierte Drückerkrone. Bei herkömmlichen Uhren zieht man normalerweise die Krone um eine oder zwei Positionen heraus, um die Zeit oder das Datum zu stellen. Bei uns wird die Krone gedrückt – analog zu unserem Kameraauslöser“, erklärt Stefan Ebner-Kaufmann, Global
© Leica (3) (wahlweise)
© Omega (3)
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Director Accessoires bei Leica und Leiter des Uhrenprojekts. „Auch die Realisierung der zweiten Zeitzone bei der Leica L2 verlangte Kreativität. Wir konnten die Gleichschaltung über das Window of Light findig lösen – ein weiteres, gelungenes und eigenständiges Merkmal dieses Zeitmessers.“ Warum die Entscheidung zugunsten von Handaufzugskalibern gefallen ist, hat mehrere Gründe. Einerseits sieht man diese ursprüngliche Form der Mechanik als Hommage an den Leica-Gründer Ernst Leitz I., der einige Jahre bei einem Uhrenhersteller in der Schweiz gearbeitet hatte, andererseits gab es aber natürlich auch einen technischen Grund, wie Kaufmann erklärt: „Die Komplexität der Leica-Uhr – zum Beispiel die gleichmäßig aufgehenden Schieber der Gangreserve – benötigten eine gewisse Bauhöhe. Der Rotor eines Automatik-Werks hätte zusätzlich Höhe hinzugefügt, und diesen
Zeit im Bild Erhältlich sind die L1 und L2 um 9.500 bzw. 13.500 € in ausgewählten Leica-Stores, auch in jenem in Wien, der Ende 2021 in die Seilergasse 14 übersiedelt ist.
Farbe bekennen auch neue Sea master- und Speedmaster-Modelle.
Nachhaltigkeit ist bei Zenith en vogue LeLocle. Zenith hat seinen Defy Midnight-Damenmodellen eine neue Uhrbandgarderobe schneidern lassen. Entstanden sind die insgesamt sieben, mit dem praktischen Wechselsystem ausgestatteten Accessoires in Kooperation mit dem Start-up Nona Source, einer vom LVMH-Konzern unterstützten Wiederverkaufsplattform für überschüssige Materialen von Luxusmodemarken. Weitere Upcycling-Projekte von Zenith und Nona Source sind bereits in Planung. (red)
Erweiterung geplant Damit der Anblick auch abgesehen von den technischen Finessen Spaß macht und die Uhren sich formal perfekt ins Gesamtsortiment eingliedern, hat man auf Achim Heine gesetzt, der bereits eine Reihe von Leica-Produkten gestaltet hat und die Design-Grundsätze der Marke aus dem Effeff kennt. Mit der L1 und L2 ist das Uhrenprojekt von Leica aber noch nicht abgeschlossen: „Wir haben uns langfristig ausgerichtet und in eine entsprechende Infrastruktur investiert. Wir arbeiten schon mit Hochdruck an den nächsten Produkten“, sagt Kaufmann und will dazu bald mehr verraten.
Wempe Glashütte Neuzugang für die Iron Walker-Linie
The bigger, the better Glashütte. Schon der erste Automatik Chronograph der Iron Walker-Linie überzeugt mit einer leistungsstarken Kombination aus Funktionalität, Chronometer-Präzision und sportivem Equipment. Heuer legt Wempe Glashütte I/SA mit einem neuen Modell im Großformat nach. Der Chronograph XL hat ein 44 mm großes, bis 10 Bar wasserdichtes Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl, in dem ein Schweizer Chronographen-Automatikkaliber tickt – im Wempe-Atelier montiert und mit einer exzentrischen Feinregulierung optimiert. Das Zifferblatt – wahlweise in mattem Schwarz oder Nordisch-
Blau – ist übersichtlich gestaltet, und die Totalisatoren sind zur besseren Ablesbarkeit mit Edelstahl umrandet.
Sportives Design Die farblich zum Zifferblatt passende Kautschukbeschichtung von Lünette und Chronographendrücker ist nicht nur ein Designelement, sondern fungiert auch als Stoßdämpfer. Ums Handgelenk legen kann man sich den XL-Chronographen – ganz typisch für die Serie – am Edelstahlarmband oder auch an einem aus geschmeidigem und robustem Kautschuk. (red)
© Wempe Glashütte
© Zenith (2)
Die neuen Uhrbänder bestehen aus Reststoffen von Luxusmodemarken.
Kompromiss wollten wir nicht eingehen. Gleichzeitig wächst einem die Handaufzugsuhr so richtig ans Herz. Man will mit ihr jeden Tag interagieren, sie aufziehen und nach ihr schauen.“
Den Iron Walker Chronograph XL gibt es exklusiv in den Wempe-Stores und online.
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© Soravia
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© Austria Sotheby’s International Realty (2)
Durch die Zusammenarbeit können wir nun auch ausgewählte Villen, luxuriöse Wohnungen im Altbau, Penthouses sowie exklusive Eigenprojekte über das Netzwerk von Sothe by’s International Realty vermarkten.“ SASCHA HAIMOVICI GESCHÄFTSFÜHRER AUSTRIA SOTHEBY’S INTERNATIONAL REALTY
Stilvolle Villen im Grünen oder exklusive Penthouses in der Wiener Innenstadt stehen aktuell bei heimischen und internationalen Kunden besonders hoch im Kurs.
Ausbau in der Königsklasse
Die Soravia Gruppe stärkt die Luxusimmobilien-Sparte durch die Lizenz von Austria Sotheby’s International Realty. BRITTA BIRON
Wien. Die Expansionsstrategie der Soravia Gruppe ist einfach: Nur mit den prominentesten Marken zusammenarbeiten. Und Sotheby’s International Realty, die 1976 gegründete Luxusimmobiliensparte des britischen Auktionshauses, ist zweifellos eine der ersten Adressen. Mit der Lizenz für Österreich hat man jetzt Zugang zu dem Netzwerk mit rund 1.000 Büros in 74 Ländern und beste Voraussetzungen, seine Stellung auszubauen. medianet hat mit Sascha Haimovici, Geschäftsführer von Austria Sotheby’s International Realty, gesprochen. medianet: Was ist – abgesehen von Qualität und Umfang des Angebots – die USP der Marke? Sascha Haimovici: Strategische Platzierung und einzigartige Positionierung der herausragendsten Merkmale eines Objekts sind entscheidend, um das richtige Pu-
blikum zu gewinnen. Sotheby’s International Realty ist daher eine Partnerschaft mit den weltweit bedeutendsten Medienunternehmen und Websites mit Schwerpunkt Immobilien eingegangen, um die Sichtbarkeit der Objekte zu erhöhen. Alles ist sehr hochwertig und bietet ein ganz anderes Level an Produktpräsentation und Vermarktungsstandards. Darüber hinaus nutzt die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsbereichen Immobilien und Kunst einzigartige und exklusive Marketingkanäle, die gezielten Zugang zu der begehrten Klientel ermöglichen. Wir können nun auch ausgewählte Villen, luxuriöse Wohnungen im Altbau, Penthouses sowie exklusive Eigenprojekte über das Netzwerk von Sotheby’s International Realty vermarkten. medianet: Wie schätzen Sie den österreichischen Markt für Luxusimmobilien ein?
Haimovici: Er ist im internationalen Vergleich natürlich kleiner, holt aber seit Jahren stetig auf. medianet: Welche Immobilien sind derzeit besonders gefragt und mit welchen Trends rechnen Sie? Haimovici: In Wien Wohnungen mit (Hotel-)Service im 1. Bezirk, der klassische Altbau sowie Penthäuser mit Terrassen auf Wohnebene, Wohntürme, die für Eigennutzung
geeignet sind, und zusätzlichen Komfort wie Wellnessanlagen, Spa, Concierge-Service oder OutdoorPools bieten, erfreuen sich auch großer Beliebtheit, ebenso stilvolle Villen, bevorzugt in den Cottage lagen des 18. und 19. Bezirks bzw. in Sievering und Grinzing.
Pandemie gebremst worden, da sie ihre Gärten weiter selbst nutzen wollten; umgekehrt ist die Nachfrage gestiegen. Der Trend zum Wohnen in der Stadt mit Mehrwert wird bleiben, ebenso der zum Ferienwohnsitz im Grünen bzw. an einem See.
medianet: Und außerhalb Wiens? Haimovici: Zweit- oder Drittwohnsitze im In- und Ausland boomen, sowohl bei Österreichern als auch internationalen Kunden. Sehr gefragt sind Objekte an Seen sowie im Semmering- und Raxgebiet, international vor allem Lagen am Meer. Bei österreichischen Kunden sind hier vor allem Marbella, Mallorca, Ibiza und Südfrankreich sehr gefragt.
medianet: Wie wichtig sind Online-Plattformen und Social Media? Haimovici: Social Media, und da vor allem Instagram, wird immer wichtiger. Der gezielte Einsatz von Online-Plattformen spielt durchaus eine große Rolle. Dennoch ist der persönliche Kontakt nach wie vor der wichtigste Faktor in der Vermarktung von Luxusimmobilien, denn hier haben sowohl Verkäufer als auch Käufer sehr hohe Ansprüche. Gerade das Vertrauen in die Kompetenz des Maklers, die richtige Immobilie zu finden, ist nicht durch neue Medien zu ersetzen.
medianet: Wie hat Corona den Markt beeinflusst und welche Effekte werden langfristig bleiben? Haimovici: Das Verkaufsinteresse bei Villeneigentümern ist in der
Bijoux de Diamants Chanels legendäre Haute Joaillerie-Serie feiert 90. Geburtstag
Paris. Als die London Diamond Corporation 1932 mit Coco Chanel einer „Quereinsteigerin“ den Auftrag für eine hochkarätige Diamantschmuck-Kollektion erteilte, waren die etablierten Juweliere in Paris empört. Die Präsentation von Bijoux de Diamants in Chanels Stadthaus in der Rue du Faubourg Saint-Honoré konnten sie nicht verhindern, allerdings wurde die Kollektion – bis auf einige Stücke, die schon auf der Ausstellung verkauft wurden – kurz danach aufgelöst und die Edelsteine an den Auftraggeber retourniert. Trotz ihrer Kurzlebigkeit hatte die außergewöhnliche Juwelen-Li-
nie weitreichende Auswirkungen sowohl auf den Status von Chanel als auch auf die Schmuckbranche. Denn wie in der Mode hatte die Designerin geltende Konventionen ungeniert ignoriert und neue Maßstäbe in der Gestaltung gesetzt.
Wertvolles Erbe Längst gehört Chanel nicht „nur“ in der Mode zur Crème de la Crème, sondern auch bei hochkarätigen Pretiosen, und die schmucken Visionen der Firmengründerin aus dem Jahr 1932 inspirieren das Team rund um Kreativchef Patrice Leguéreau im Atelier de Haute Joaillerie de Chanel bis heute.
Glanzstück der Kollektion zum 90 Jahres-Jubiläum von Bijoux de Diamants, die im Mai präsentiert wird, ist das Collier Allure Céleste. In seinem Zentrum markiert ein tiefblauer, 55,55 Karat großer Saphir, umgeben von zahlreichen Diamanten, den Mond, darüber thront die Sonne, darunter baumelt ein Anhänger in Form eines Kometen, und die Schließe ist als kleiner Stern gestaltet. Abgesehen von der außergewöhnlich luxuriösen Optik wartet das Design mit einer Besonderheit auf: Das Collier ist multifunktional und lässt sich in mehrere Broschen, ein Armband sowie eine kurze Kette zerlegen. (red)
© Chanel
Eine himmlische Hommage
Sonne, Mond und Sterne glänzen auf dem prachtvollen Allure Céleste-Collier.
LU XU R Y BR A N D
12 – luxury brands&retail
Freitag, 8. April 2022
© Wittmann/Lukas Ilgner
SHORT
© H. Moser & Cie. (2)
H. Moser & Cie. bietet Nachhilfe
Im gewohnt puristischen Stil für Kenner, oder als limitiertes …
2021 war trotz vieler Herausforderungen zufriedenstellend. Wir investieren weiter in die Transformation von Wittmann und sind überzeugt, damit gestärkt aus der Krise zu kommen.“ ALEXANDER SOVA GESCHÄFTSFÜHRER WITTMANN MÖBELWERKSTÄTTE
© Wittmann Möbelwerkstätten
Neuhausen. Praktisch alle Ewigen Kalender erfordern eine sorgfältige Bedienung, und viele Kunden schrecken davor zurück, das Datum zu verstellen. Mit der Endeavour Perpetual Calendar hat H. Moser & Cie. 2005 die anspruchsvolle Komplikation in eine Uhr verwandelt, die selbst ein Kind bedienen kann. 2015 wurde die Endeavour Perpetual Calendar Funky Blue vorgestellt, und heuer folgt eine neue 42 mmVersion mit einem Logo aus transparentem Lack auf dem edlen Fumé-Zifferblatt.
Komplex, aber einfach Als Nachhilfe für all jene, die sich fragen, wie der Ewige Kalender eigentlich genau funktioniert, gibt es zudem die limitierte Endeavour Perpetual Calendar Tutorial, quasi den „Ewigen Kalender für Dummies“. Er ist der Gegenentwurf zur gewohnten Minimalismus-Philosophie der Marke und Ausdruck eines erfrischenden Humors, der in der Uhrenszene selten ist. Das Zifferblatt ist mit Notizen und Zeichnungen versehen, mit denen die Merkmale des Uhrwerks zusammengefasst und anschaulich erklärt werden. (red)
Roadshow statt Messe: Die aktuellen Neuheiten wurden bei ausgewählten Premiumpartnern und online vorgestellt.
Bestens eingerichtet
Wittmann ist ein Paradebeispiel für die Krisenfestigkeit hochwertigen österreichischen Möbeldesigns. BRITTA BIRON
Etsdorf/Kamp. Wenn Arbeit, Unterricht und Freizeit vermehrt im privaten Bereich stattfinden, dann profitieren nicht nur Lieferdienste, Streamingplattformen und Onlinehändler, sondern auch der Einrichtungssektor. Dass die (Neu-) Gestaltung der eigenen vier Wände stärker in den Fokus der Konsumenten gerückt ist, zeigt sich in der Bilanz der österreichischen Möbelindustrie. Laut der bisher vorliegenden Zahlen für die ersten drei Quartale 2021 stieg der Produktionswert um 16% auf 1.847,3 Mio. €, und auch die Umsätze legten sowohl am Heimmarkt als auch im Export zu. „Es hat durch die Pandemie eine Rückbesinnung auf die Qualität des Wohnens sowie auf die Themen Regionalität, Nachhaltigkeit und
… Sondermodell mit anschaulichen Erklärungen am Zifferblatt.
Ein handliches Raubtier Paris. Als kreative Leiterin schuf Jeanne Toussaint mit dem Panther in den 1940er-Jahren das Wappen- und Haustier von Cartier. Jetzt wurde ihm eine Handtaschenkollektion gewidmet. So kann frau das Raubtier gefahrlos spazierenführen. Das Design ist klassisch-elegant, ein schlichtes Trapez, damit die prägnante Schmuckschließe in Form eines stilisierten Panthers perfekt zur Geltung kommen kann. (red)
gen, Neueinstellungen in Schlüsselbereichen oder eine Schärfung der Design-Strategie“, erläutert der Wittmann-Chef. Auch in Sachen Produktpräsentation hat man sich neu aufgestellt. „Abgesagte bzw. verschobene Messen und eingeschränkte Möglichkeiten, die Vertriebspartner persönlich zu besuchen, sind beim Launch neuer Produkte eine der größten Herausforderungen“, erläutert Sova. Darauf, dass heuer die Internationale Möbelmesse in Köln der Pandemie zum Opfer gefallen ist, hat man sich schon im Spätherbst eingestellt und eine Alternative entwickelt. „Wir haben das Konzept der Hausmessen bei Premiumpartnern in der Pandemie erfolgreich wieder aufgelegt und mit einer digitalen Schiene, bestehend aus Live-Präsentationen aus unserem Show-
Neue Konzepte Von ungefähr kommt der Erfolg nicht. „Wir haben die Corona-Zeit und insbesondere das Jahr 2021 intensiv zur Weichenstellung für die New Reality genutzt. Dazu zählen Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung, Mitarbeiterschulun-
room in Wien für unsere internationalen Partner in Asien, Australien, den USA und Kanada, sowie LiveEvents auf Instagram ergänzt.“ Sowohl vonseiten der Händler als auch deren Kunden ist das erste Feedback zu der Roadshow durch die D-A-CH-Region und die Niederlande durchwegs positiv. „Wir werden das Konzept beibehalten und weiterentwickeln“, so Sova. Die klassische Messe, über die vor Corona zwischen einem Viertel und einem Drittel der Platzierungen erzielt wurde, werde aber weiter relevant bleiben. Allerdings rechnet Sova damit, dass die Messen der Zukunft anders aussehen werden: „Gefragt sind neue Formate, die Ausstellern und Besuchern einen Mehrwert bieten, wie die Verbindung mit Kunst, Preisverleihungen oder ein stärkerer Fokus auf das Networking.“
Michel Mayer Vielseitigkeit und Flexibilität im Trend
Wien. Mit dem 5-in-one Kleid, das im Jahr 2008 erstmals präsentiert wurde und das seitdem ein fixer Bestandteil aller Kollektionen ist, hat Michel Mayer unter Beweis gestellt, dass ihre Kreationen nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern auch vielfältig tragbar sind. In der aktuellen Frühjahrs-Sommer-Kollektion hat sich die Wiener Designerin noch intensiver mit dem Thema Versatility auseinandergesetzt.
© Cartier
Unter anderem hat sie einen oversized Sweater/Hoodie entworfen, der entweder langarm und lose oder aber auch kurzarm und vorne
geknotet getragen werden kann, und dadurch einen komplett neuen Look kreiert. Erhältlich ist das wandlungsfähige Oberteil in der sportlichen Variante, aus leichter Viskose und transparenter Baumwolle sowie in einer eleganten Ausführung aus feiner Seide – mal mit, mal ohne Kapuze. Darüber hinaus gibt es noch den Blouson, der sich durch einen raffinierten Schlitz im Ärmel in ein Gilet verwandeln lässt, sowie einen leichten Sommer-Parka, der sich ebenfalls kurz- und langarm tragen lässt. Produziert werden alle Teile in kleiner Auflage bzw. auf Anfrage. (red)
© Michel Mayer (2)
Mode mit Mehrwert
Über kurz oder lang
Die Panthère de Cartier gibt es in vier Farben und zwei Größen.
Individualität stattgefunden. Die Verbraucher suchen verstärkt das Besondere und Wertige “, bestätigt Alexander Sova, Geschäftsführer der Wittmann Möbelwerkstätten. „Wir verzeichnen eine steigende Nachfrage und sind mit dem Plus gegenüber 2020 durchaus zufrieden. In manchen Regionen liegen wir bereits wieder auf oder sogar leicht über dem Vor-Pandemie-Niveau. Besonders erfreulich ist, dass auch das Projektgeschäft wieder zunimmt.“
Der raffinierte Schnitt des Sweaters ermöglicht verschiedene Tragemöglichkeiten.
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14 – luxury brands&retail
Freitag, 8. April 2022
SHORT
© Alexander Ch. Wulz
Breguet-Boutique in neuem Glanz
Traditionelles Handwerk, modernes Design in perfekter Symbiose.
© Design Days/Roland Rudolph (3)
Wien. Fast 20 Jahre nach der Eröffnung der ersten Boutique in der Wiener City Wien ist Breguet im vergangenen Winter in neue Räumlichkeiten übersiedelt. Das edle Interieur der umgestalteten Boutique verbindet auf elegante Weise die traditionellen Elemente der Marke mit modernem Design. Highlight und Herzstück ist eine historische Guillochiermaschine, welche die traditionelle Handwerkskunst aus der Nähe betrachten lässt. (red)
Wohnkultur und Lebensgefühl werden mehr wertgeschätzt denn je. Dazu kommt, dass die Menschen es genießen, Materialien zu spüren, Dinge auszuprobieren, mit Designstücken und den Menschen dahinter in Kontakt zu treten.“
Fein auf die Hörner genommen
SABINE JÄGER & PETER SYRCH ORGANISATOREN DER DESIGN DAYS GRAFENEGG
© Petz Hornmanufaktur
Die zwei Jahre Pandemiepause haben die Veranstalter genutzt, um das Format weiterzuentwickeln und auszubauen.
In der Westbahnstraße im 7. Bezirk eröffnete Petz einen neuen Store.
My Home is my Castle
Von 6. bis 8. Mai regieren auf Schloss Grafenegg wieder gehobene Wohnkultur und edles Handwerk. BRITTA BIRON
Graz/Wien. Altes bewahren und Neues schaffen – das ist das Motto von Thomas Petz, Inhaber der 1862 von seinem Urgroßvater gegründeten Petz Hornmanufaktur. Kämme gehören noch immer zum Sortiment, aber auch Schmuck, InterieurAccessoires und Gebrauchsgegenstände. Neben dem Store in der Grazer Altstadt und dem Online-Shop sind die edlen Hornkreationen jetzt auch in einer Monobrand-Boutique in Wien erhältlich. (red)
© Lobmeyr
Ein Klassiker der Tischkultur
Grafenegg. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause kehren die Design Days auf Schloss Grafenegg zurück, und zwar spektakulärer denn je. Einen Wow-Effekt versprechen die beiden Veranstalter Peter Syrch und Sabine Jäger: „Wir haben die letzten zwei Jahre genutzt, um das Format weiterzuentwickeln und auszubauen, denn nie zuvor waren die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit, Handwerk, Qualität und Regionalität, Outdoor, Familie und Freizeitgestaltung so präsent.“ Bestätigt sieht man das auch durch den großen Erfolg, den die Schwestermesse Design District im letzten Herbst verbuchen konnte: Trotz strenger 2G-Regel pilgerten rund 27.000 Menschen in die Wiener Hofburg, um Design hautnah zu erleben.
Das prachtvolle Barockschloss, die ehemalige Reitschule sowie der weitläufige Park bilden eine perfekte Kulisse. In liebevoll arrangierten Designlandschaften werden auf insgesamt 15.000 m2 zahlreiche Highlights aus den Bereichen Möbel, Gartengestaltung, Pool, Smart Living und Beleuchtung, aber auch heimisches Handwerk rund um Kulinarik, Mode, Kosmetik, Schmuck, Wein, Spirituosen und Accessoires geboten.
gebot angeht, aufrechterhalten“, erklären die Veranstalter. Dafür soll auch eine Vielfalt an hochwertigen Side-Events sorgen. „2022 soll ein Jahr des Aufbruchs werden. Unser erklärtes Ziel ist, aus Tagesausflügen Übernachtungen zu machen. Ein Anziehungspunkt wie die Design Days, die über mehrere Tage ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie schaffen, ist für die Wertschöpfung ein wertvoller Impuls“, ist Tourismus-Landesrat Jochen Danninger überzeugt und rechnet mit 3.000 Nächtigungen rund um die Design Days.
Design & Lifestyle „Unser Ziel ist es, Grafenegg als führende Location für Architektur, Design und hochwertigen Lifestyle international zu etablieren. Wir wollen uns nochmals deutlich Richtung 40.000 Besucher steigern und gleichzeitig unseren hohen Anspruch, was Stil, Qualität und An-
Networking-Angebot Die Design Days in Grafenegg wenden sich aber nicht nur an anspruchsvolle und kunstaffine Endverbraucher, sondern bieten auch
Brancheninsidern die Möglichkeit zum Networking, Meinungsaustausch und Finden neuer Zugänge und Ideen: Im Rahmen der Design Days findet wieder der Design Dialog statt, wo internationale TopSpeaker, wie z.B. Trendforscherin Oona Horx-Strathern, neue Sichtweisen und Zukunftsaspekte zu Design, Architektur und Wohnen präsentieren. Nachdem in vielen Branchen rund ums Wohnen und Einrichten gut ausgebildete Fachkräfte derzeit Mangelware sind, widmen sich die Veranstalter der Design Days auch diesem Problem; in Kooperation mit der Niederösterreichischen Landesregierung wurde eine Fachkräftebörse organisiert, auf der sich Arbeitgeber und Interessierte direkt und in einem besonders entspannten Rahmen vernetzen können.
Luce Guillermo Mariotto Dekorativ und smart
Exquisite Lichtspiele Wien. Die Herstellung von hauchzartem Musselinglas erfordert von Glasbläsern viel Können und Erfahrung. Jene von J. & L. Lobmeyr haben sie, und viele klassische Entwürfe sind bis heute im Programm. So etwa das Trinkservice No. 267 Alpha, das 1952 von Hans Harald Rath entworfen wurde und in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist. Perfekt in den Frühling passt etwa die Version „Paradiesgarten“ von der Illustratorin Tatiana de Nicolay. (red)
Castellarano. Licht ist ein wesentliches Gestaltungselement in der Innenarchitektur. In Luce (ital. für Licht), einem neuen Design, das Guillermo Mariotto für Fiandre entworfen hat, spiegelt sich das wider. Je nach Lichteinfall verändert sich das feine Wellenmuster und setzt durch das Spiel mit Hell-Dunkel-Kontrasten interessante Blickpunkte im Raum. In der Variante Perlweiß bietet Luce auch die Vorteile der Active Surface-Technologie, die im wahrsten Sinne des Wortes für gutes Raumklima sorgen. In Verbindung mit Licht (natürlichem ebenso wie künstlichem) wirkt die Beschichtung aus Titan-
oxid und Silber antibakteriell, antiviral, schmutzabweisend und bindet Gerüche.
Neue Website Alles Wissenswerte zu den smarten Oberflächen hat Fiandre jetzt auf der komplett neu gestalteten Active Surfaces-Website zusammengefasst. Präsentiert werden alle verfügbaren Produkte, eine Reihe von konkreten Anwendungsbeispielen – ob in Privatwohnungen, Unternehmen oder in öffentlichen Gebäuden –, Berichte zu wissenschaftlichen Untersuchungen sowie die Zertifizierungen von Active Surfaces. (red)
© Fiandre
Alpha feiert heuer 70. Geburtstag und ist frisch wie eh und je.
Die Active Surfaces wirken gegen Viren, Bakterien, Schmutz und Gerüche.
LU XU R Y N E TWOR K I N G
Freitag, 8. April 2022
luxury brands&retail – 15
Erfolgs- Rezept
Maximilian Gössl setzt beim Premium-Trachtenhersteller auf Expansion. BRITTA BIRON
© Gössl
Salzburg. Viele der klassischen Anlässe, zu denen gerne Dirndl, Lederhose, Pfoad und Janker getragen werden, konnten in den vergangenen zwei Jahren durch die Corona-Regeln nicht oder nur sehr eingeschränkt stattfinden. Für Maximilian Gössl, der die Premiummarke, die heuer ihr 75jähriges Bestehen feiert, in dritter Generation leitet, ist das aber kein Grund zur Sorge: „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfreut sich das Gössl-Gwand nach wie vor großer Beliebtheit.“ Ein Auf und Ab in der Nachfrage gab es in dieser Branche schon immer, aber
Maximilian Gössl sieht noch viel Potenzial für neue Stores im Alpenraum.
Zürich. Die La Prairie Group AG, eine Tochter des Beiersdorf-Konzerns, hat Philippe Lamy zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt. Er folgt damit auf Patrick Rasquinet, der die Luxusmarke seit 2010 leitete. https://www.laprairie.com/
London. Gianfilippo Testa wird ab Mai CEO bei Alexander McQueen. Im Kering-Konzern ist der Italiener seit 2016 tätig und war in verschiedenen leitenden Funktionen für dessen Topmarke Gucci zuständig. www.alexandermcqueen.com
© Schlumberger/Mila Zytka
Benedikt Zacherl Schlumberger AG Wien. Benedikt Zacherl, CEO der Schlumberger AG, ist neuer Vorsitzer des Österreichischen Sektkomitees. Von 2013 bis 2019 hat er bereits als Geschäftsführer des Lobbyverbandes fungiert. https://www.oesterreichsekt.at/
„Als Familienunternehmen planen wir in größeren Zyklen und blicken zuversichtlich in die Zukunft“, sagt der Gössl-Chef und hält an den Expansionsplänen fest. Im Dezember wurde ein neuer Store in Obertauern eröffnet, diesen Frühling folgen zwei weitere in Mühldorf am Inn und Bad Reichenhall in Bayern, und es wird laufend nach zusätzlichen Standorten gefahndet. „Es gibt noch etliche Städ-
Häppchenweise Must-eats Das neue, grüne Normal: Gemüse als Star am Teller, nährende Heimatgefühle und lokale Exoten. An diesen Foodtrends kommen wir 2022 in der ShoppingCity Seiersberg nicht vorbei. Wenn sich eine Sache in den vergangenen Jahren verändert hat, dann ist das unser Mindset bezugnehmend auf Ernährung und Genuss. Längst fristet das gute „Veggie“-Gericht nicht mehr sein Dasein in der hintersten Rubrik der Speisekarten. Pflanzliche Ernährung ist 2022 ein Must-eat und avanciert zunehmend zum entscheidenden Faktor für den ökonomischen Erfolg jedes Restaurants.
Local Exotics Neben dem Augenmerk auf regionale Zutaten mischt sich bei der Zubereitung von Speisen eine große Portion Kreativität. So entführt in der ShoppingCity Seiersberg das Lokal „Chutney Indian Food“ nach Indien und sorgt für würziges Bollywood am Teller. Fleischloser Genuss von Samosas, über Naan-Brot aus dem TandoorOfen bis hin zu veganen und vegetarischen Curries ist garantiert. Wer Lust auf Beef hat: Alle Fleischgerichte bei „Chutney“ sind Halal. Auch das neue Restaurant „Kennys“ im größten Einkaufszentrum im Süden Österreichs setzt auf ausgefallene Mahlzeiten: Gesunde, frische, hawaiianische Küche mit Poke und Porridge Bowls, Suppen, fruchtigen Shakes und Smoothies liefern jede Menge Lebensenergie. Übrigens: Wussten Sie, dass die Zahl innovativer Betriebe in Österreich, die sich auf
Silvia Schneider Neue Frühstücks-Highlights bei SO\SO wie gesunde Chia-Bowls und Acai-Bowls sind im Trend.
exotische Lebensmittel wie Kurkuma, Reis, Garnelen, Wasabi bis hin zu Zitrusfrüchten spezialisiert haben, stetig wächst? Getreu der Nachhaltigkeit erkennen wir: Die Vielfalt der Welt ist noch schmackhafter, wenn sie nachhaltig im nahen Umkreis gedeiht.
Kulinarik den ganzen Tag Die Sehnsucht nach innovativen Geschmackserlebnissen setzt sich in der Granola Company fort. Angefangen bei Pancakes, Omelette und anderen Frühstücksva-
riationen bis hin zu einer großen Auswahl an angesagten Burgern für Fleischtiger und Veganer, knackigen Salaten und Tacos bietet Granola ansprechende Kulinarik ab den Morgenstunden. In den über 30 Restaurants und Cafés der ShoppingCity Seiersberg genießt man ohnedies von morgens bis abends, vom Frühstück bis zum Dinner internationale Foodtrends. Abwechslung stärkt den Appetit. Ob Yuzu-Cheesecake, Sonnenblumenkern-Pasta oder Riesenwienerschnitzel – die Geschmacksexplosionen während eines Shop-
pingtags fallen gesund bis deftig aus. Neue Kulinarikkonzepte wie SO\SO für Frühstückfans oder Vapiano bzw. Le Burger (beide Lokale haben erweiterte Öffnungszeiten) reihen sich in den bestehenden Feinschmecker-Reigen der ShoppingCity Seiersberg ein. Wussten Sie, dass das La Piazza als gastronomisches Urgestein in der Mall bereits seit 2003 besteht? Für uns steht fest: Die Foodtrends 2022 sind zu bunt und vielfältig, um langweilig zu essen. https:// www.shoppingcityseiersberg.at/ shops-gastro/
IMPRESSUM Medieninhaber: medianet Verlag GmbH 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke Geschäftsführer: Markus Bauer Verlagsleiter: Bernhard Gily medianet luxury brands&retail Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb) Leitende Redakteurin: Britta Biron (bb) Consulting: Monika Athanasiadis Lektorat: Christoph Strolz Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Fotoredaktion/ Lithografie: Beate Schmid Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., 3580 Horn. Es gelten unsere All gemeinen Geschäfts bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbei träge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz: medianet.at/news/page/offenlegung
Granola Das Frühstücks- und Burgerlokal für die ganze Familie.
La Piazza Das italienische Urgestein in der ShoppingCity Seiersberg.
Le Burger Die Le Burger Manufaktur steht für pure Leidenschaft an Burgern.
Vapiano Unwiderstehliche Pasta, Pizza, Salate, Suppen, Antipasti und Dolci.
Chutney Modernes Indian Food.
Kennys Hawaiianische Poke Bowls, Smoothies u.v.m.
PROMOTION
© Kering
Gianfilippo Testa Alexander McQueen
Ambitionierte Ziele
te ohne schönes Trachtengeschäft, aber mit genügend Klientel“, ist Gössl überzeugt. „Wir wollen ein Potenzial von rund 100 Standorten im gesamten deutschsprachigen Alpenraum ausschöpfen.“ Dafür braucht es auch zusätzliches Personal in verschiedenen Unternehmensbereichen. Gesucht werden aber auch Franchisepartner. „Gössl bietet eine bestens etablierte Premium-Marke mit hohen Standards, zahlreiche Services, eine eigene Gössl-Akademie zur Fortbildung und die individuelle Betreuung durch einen Coach“, erklärt Gössl die Vorteile einer Zusammenarbeit mit seinem Unternehmen.
© PRONTOLUX/Lizz Krobath (7)
© Beiersdorf
Philippe Lamy La Prairie Group
auch ein starkes Fundament von passionierten Trachtenliebhabern, die sich auch ohne besonderen Anlass ein neues Stück zulegen.