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medianet 1601

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inside your business. today.

15. JG. NO. 1907

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 16.– 18. jänner 2015

TREVISION

visual solutions visual solutions

a Trevision Holding Company

Die aktuellen ÖWA-Zahlen lassen die Onlineportal-Betreiber jubeln Seite 8

Wie geht’s Zielpunkt?

2016 soll der „Patient“ in Pfeiffers HandelsGruppe schwarze Zahlen schreiben Seite 14

urban mining © Weinfranz

ÖWA mit Wachstumsschub

© Pfeiffer Handelsgruppe

© Sabine Hoffmann

www.trevision.at

Mit der Rohstoffpreisexplosion wurde auch die Suche in Abrissgebäuden rentabel Seite 20

John Harris Zwölf gibt es schon; Mitte Februar eröffnet der neueste Fitnessclub in den Wiener Sofiensälen

www.plakativ-werbetechnik.at

Ein gutes Omen: John Harris Nr. 13 sperrt auf

www.bellutti.at

inhalt

prime news & market watch > Gute Aussichten für das digitale Marketing 2015 4/5 > Gastkommentar zum Thema „Satire & Blasphemie“ 6

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© Fotodienst/Christian Mikes

marketing & media > Neue Studie: „Heimische Medien und der Islam“

> Rocket Media baut „Brücken zum Verstehen“ 10 © John Harris Fitness/Robert Frankl

retail

© Syreta

Gesundheitstraining Das Fitness-Business sollte – nach Pharma – die Branche der nächsten 20 Jahre sein, prophezeit Ex-Pharma-Topmanager Ernst Minar. Seine John Harris-Clubs brillieren auch international regelmäßig als Testsieger. Seite 2

> Das Motto: „Einkauf erleben, online wie offline“ 15 > Einzelhandel: Shopping­ zonen als Haifischbecken 16

In eigener Sache Personalie: Bernhard Gily

business weekend

> ÖRAK-Präsident Wolff will geringere Gebühren 32 > Studie: Pharmaumsätze steigen wieder kräftig 38 P.b.b. 02Z030468 T „medianet“ Verlag AG, Brehmstraße 10/4, 1110 Wien Retouren an Postfach 100, 1350 Wien

© Philipp Hutter

© APA/ÖRAK/Julia Hammerle

Neuer Verlagsleiter für medianet

Gily ist seit 1. Jänner für Strategie und Marktpositionierung verantwortlich.

Wien. Mit 1. Jänner 2015 hat Bern­ hard Gily (32) die Verlagsleitung der „medianet“ Verlag AG über­ nommen. Damit verantwortet der Diplom-Betriebswirt die strate­ gische Ausrichtung und Marktpositionierung des Verlags. Gily, der seit dem Jahr 2007 bei der „medianet“ Verlag AG tätig ist, war zuletzt als Business Develop­ ment Manager unter anderem für die Bereiche Verkaufsressourcen, Aboservice und Onlineproduktion sowie die administrative und or­ ganisatorische Koordination zu­ ständig. Gily berichtet in dieser Funktion direkt an den Vorstand. Die Red.


C OV E R

Freitag, 16. Jänner 2015

© John Harris Fitness/Chris Singer

© John Harris Fitness (2)

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ERNST MINAR & EX- U S - PR Ä SI DE N T C L I N TON In den John Harris-Fitnessstudios trainieren Studenten neben dem Who-is-Who aus Wirtschaft, Politik und Kultur. Alle Clubs verfügen über Sauna, Dampfbad, Pool und Jacuzzi, im Bereich Group Fitness gibt‘s Pilates, Sixpack-Training, Cycling …

Ganzheitlicher Ansatz Hochwertiges Gesundheitstraining mit modernsten Geräten als Geschäftsidee

„Investionen in den Körper sind krisenfest“ Unternehmer Ernst Minar nutzt den Fitness-Trend für die Expansion der John Harris-Kette. Paul Christian Jezek

Wien. Ernst Minar hat keinerlei Bedenken bezüglich der Zahl 13. Bis Ende des Vorjahres führte der Wiener Unternehmer genau ein Dutzend Fitnessclubs, ab Mitte Februar kommt in den Wiener Sofiensälen (1030, Marxergasse 17) ein weiterer hinzu. Der Vorverkauf läuft seit Anfang Jänner, und zwar fast schon „zu gut“. Für die ersten 300 Anmeldungen gilt das Eröffnungsangebot von 79 statt 89 € pro Monat, und während des medianet-Interviews überlegt Minar laut, welche kaufmännische Strategie in diesem Fall anzuwenden ist: Maximierung der Fixanmeldungen mit der möglichen Gefahr vor Augen, dass der Club in den Sofiensälen in den ersten Tagen und Wochen völlig überfüllt ist? Minar kann als Prototyp der glücklichen Kombination aus Fitness-Fachmann und Ökonom

betrachtet werden. Er kommt aus einer Ärztefamilie und war „im ersten Leben“ nach dem Studium und einigen Consulting-Jahren bei EY (damals noch Ernst & Young) renommierter Manager in der internationalen Pharmabranche. „Es muss aber das eindeutige Ziel für die Gesellschaft sein, die Pharmabranche so wenig wie möglich zu brauchen“, hat Minar erkannt. „Es ist erwiesen, dass der Mensch umso gesünder bleibt, je mehr er sich bewegt – regelmäßiges Krafttraining ist ein wahrer Jungbrunnen und hilft, Alterungsprozesse zu verlangsamen.“ Krafttraining ist laut Minar sogar „das beste Anti-Aging-Mittel, das es gibt: Zahlreiche Studien bestätigen, dass durch regelmäßige Bewegung und Krafttraining das Risiko von Bluthochdruck, Diabetes II, Herz/ Kreislaufbeschwerden, Brust- und Darmkrebs sowie Demenz gesenkt werden kann“.

Schon während der neunziger Jahre beobachtete Minar den 1983 vom legendären Werber Armin Fehle gegründeten Fitnessclub in der Wiener Nibelungengasse, dem ein Student aus Alabama _ John Harris – den Namen gab. Harris übernahm den Club 1994, zur Jahrtausendwende wurden Location und Namensrechte von Ernst Minar gekauft. Seitdem hat er diverse neue Fitnessclubs hierzulande eröffnet (siehe unten links).

Top-Branche für 20 Jahre Besonderes Augenmerk legte er dabei auf den Aufbau der Medical Centers der Clubs. „Die dort tätigen Sportmediziner, Angiologen und Kardiologen tragen wesentlich zur erfolgreichen Neuaufnahme von Mitgliedern bei“, bestätigt Minar. Die Kombination aus Fitness und Medizin sieht er als historische Chance: „Es handelt sich schlicht

Im Überblick Die Fakten zu Wellness, Gymnastik, Jacuzzi, Sixpack & Co.

John Harris & die Branche Wien. In Österreich gibt es bereits rund eine halbe Million Mitglieder von Fitnessclubs mit jährlichen Steigerungsraten von rund fünf Prozent. Mit der Neueröffnung in den Sofiensälen in der Marxergasse (1030) gibt es zwölf John Harris Fitnessclubs, davon nun acht in Wien (u.a. im DC Tower, im Uniqa Tower und im ehemaligen Margaretenbad), zwei in Linz und je einen in Steyr und Graz, dazu einen „Fit21“-Club in der Wiener Taborstraße, „um auch dieses Segment zu beobachten“, wie Ernst Minar sagt. Weitere Expansion und sogar der Export seines Konzepts sind immer ein Thema, es kommt aber auf den Standort an: „Wichtiger als Quantität ist mir Qualität.“ So wurden in den letzten beiden Jahren in den Club Am Schillerplatz rund fünf Mio. € investiert. Jenseits der Grenzen stehen aktuell z.B. Bratislava und Budapest zur Diskussion.

um die Branche der nächsten zwei Jahrzehnte.“ Das Geheimnis seines Erfolgs sieht Minar darin, „dass ich die besten Clubs in New York, London und Paris gesehen und beobachtet habe, welche Konzepte erfolgreich sind“. Man brauche schlicht die besten Geräte, freundliche und bestens ausgebildete Mitarbeiter und ein Angebot, das

„Wir wollen uns ständig verbessern, haben die modernsten Geräte und bestens ausgebildete Fitnesstrainer.“ ERNST MINAR

die Konsumenten haben wollen. „Aufgrund der starken Nachfrage haben wir über die letzten Jahre in unseren angeschlossenen Ärztezentren die Ernährungsberatung stark ausgebaut – es ist wissenschaftlich erwiesen, dass richtige Ernährung wesentlich zur Gesundheit beiträgt.“ Als weiteres Beispiel schneller Reaktion auf Konsumentenwünsche nennt Minar die Flexibilität, innerhalb kürzester Zeit nach einer entsprechenden Kundenbefragung nun noch mehr Yoga-, Pilates- und Antara-Stunden zu offerieren. „Wir verfolgen in allen Clubs einen ganzheitlichen Ansatz, wobei stets das Ziel der Kunden im Mit-

telpunkt steht. Egal mit welchen Vorstellungen bzw. Gegebenheiten das Training begonnen wird – Muskelaufbau, Gewichtsreduktion, Rückenschmerzen, Traumfigur, etc. – gut ausgebildete Privattrainer gehen auf die jeweiligen Bedürfnisse ein und entwickeln daraufhin ein Trainingsprogramm.“ Ein Ende des Fitness-Booms ist für Ernst Minar nicht absehbar. „Ganz im Gegenteil – viele entdecken erst jetzt die Vorzüge eines guten Fitnesscenters.“ „Jetzt“ bedeutet dabei „nach der Wirtschaftskrise“ – „durch sie wurde der Trend in Richtung hochwertige Fitnessangebote noch weiter verstärkt“, hat Minar bemerkt. „Die Menschen erkennen, dass man mit Sparbüchern nur mehr verliert; mit einer Investition in den Körper und in die Gesundheit kann man dagegen nur gewinnen.“ Für seinen Top-Vorzeigeclub in der Nibelungengasse (bzw. „Am Schillerplatz“) steht aktuell ebenso wie in den Sofiensälen sogar ein Aufnahmestopp im Raum. Trainiert wird auf 7.000 m2 u.a. in der Bel Etage des Stadtpalais mit Ausblick auf die Karlskirche auf modernsten Kraft- und Ausdauergeräten mit TV, Internet, Facebook- und iPod-Anschluss, weshalb Minar vom „weltweit ersten 7-Sterne-Fitnessclub“ spricht. Und der Erfolg gibt ihm recht, denn internationale wie heimische Prominenz gibt sich hier „die Hantel in die Hand“. „Justin Bieber, Tom Cruise oder Olivia NewtonJohn waren bei ihren Wien-Besuchen vom Club Am Schillerplatz ebenso begeistert wie Bill Clinton“, schildert Minar.


Pr i m e N e ws

Freitag, 16. Jänner 2015

medianet – 3

„Cost of Inaction“ Studie zu den wirtschaftlichen Folgeschäden des Klimawandels in Österreich – in zwölf Schlüsselsektoren

Die Kosten des Klimawandels Wien. „Der Klimawandel wird zunehmend im Geldbörsel spürbar“, warnte Ingmar Höbarth, Chef des staatlichen Klima- und Energiefonds, bei der Präsentation einer Studie („COIN – Cost of Inaction: Assessing the Costs of Climate Change for Austria“) zu den wirtschaftlichen Folgeschäden des Klimawandels in Österreich. Es müsse bis zum Jahr 2050 mit bis zu 8,8 Mrd. € an jährlichen Kosten gerechnet werden – wenn die Lage nicht noch schlechter wird: „Das ist kein Horrorszenario, sondern eine sehr vorsichtige Prognose.“ Aktuell liege die Schadenssumme bei einer Mrd. € im Jahr. Kommen extreme Wetterereignisse hinzu – wie etwa ein Jahrhunderthochwasser –, können die geschätzten Kosten bis Ende des Jahrhunderts sogar um weitere 41 Mrd. € allein im Gebäudesektor ansteigen. Für Touristiker hat Höbarth eine alarmierende Botschaft: Bis 2050 werde es wegen des Klimawandels jährlich eine Mio. Nächtigungen weniger geben. „Wintertourismus wird in vielen Lagen Österreichs kürzer oder gar nicht mehr in der bekannten Form stattfinden können“, warnte auch sein Kollege Karl Steiniger am Donnerstag vor Journalisten.

Der Klima- und Energiefonds entwickelte bereits Handlungsanleitungen zur Entwicklung von individuellen Klimawandelanpassungsstrategie für Regionen und Gemeinden – „zukünftig werden auch konkrete Maßnahmen zur Anpassung auf regionaler Ebene durch uns unterstützt“, kündigte Höbarth an.

„Alternativen für die Gäste“ Von den Auswirkungen des Klimawandels sind viele Bereiche betroffen – vorrangig Energiewirtschaft, Forst- und Landwirtschaft, Tourismus, aber auch Verkehrsin-

frastruktur und Immobilien. Die Wintertourismusbetriebe seien jedenfalls, so Steininger, „gut beraten, sich schon heute Alternativen für Gäste zu überlegen“. Für die Grünen sind die präsentierten Zahlen zu den Klimaschädenkosten „in höchstem Maße alarmierend“. „Das Klimamaßnahmenprogramm des Umweltministers ist mit 31.12.2014 ausgelaufen. Neue Maßnahmen sind bislang weder vorgestellt, noch finanziert, noch beschlossen. So haben wir zwar ein Klimaschutzgesetz, aber keine Umsetzungsmaßnahmen“, kritisierte Umweltsprecher Christian Brunner. (APA/red)

© Klima- und Energiefonds/APA-Fotoservice/Preiss

Geschätzte jährliche Kosten bis 2050: mindestens 8,8 Mrd. Euro pro Jahr.

Karl Steininger, Studienautor (Karl-Franzens-Universität), Umweltminister Andrä ­Rupprechter und Ingmar Höbarth, Geschäftsführer Klima- und Energiefonds (v.l.n.r.).

ÖSTERREICH

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t t i n h c s h c r u D ! t h c i n t h c i den re

Umweltbudget sinkt „Die Begrenzung der Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius ist eine Aufgabe, die internationaler und nationaler Anstrengungen bedarf“, bekräftigte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter. Zuletzt war das Umweltbudget rückläufig: Lag es 2013 noch bei 658 Mio. €, sank es im Vorjahr auf 639 Mio. €. Rupprechter verwies auf Initiativen wie etwa die Förderschienen des Klima-und Energiefonds, den Sanierungsscheck, die Klimaschutzinitiative klima:aktiv oder das Aktionsprogramm „Hochwassersicheres Österreich“.

n u K n e r Ih s e e i . S h c n i e e g r i r e e t Z s Ö e c i v r e S p o T mit

digiDruck Michael Gitzi

: n o v e i S n rk s Profitiere Benchma

Chefwechsel

tierung nd n u ie g r n o u n g e a d nbefr g für Kun n u n h Kunde ic e tlichkeit z n s e u f f A Ö f r u a e e nung in d n Chanc e k r e n A bring t Siegel

Wien. Wechsel in der Geschäftsleitung von digiDruck: Mit 1. Jänner 2015 trat Verkaufsleiterin Marion Slavik die Nachfolge von Michael Gitzi an, der das Druck- und Crossmediaunternehmen 2003 gegründet und zu einer der bekanntesten Digitaldruckereien in Österreich entwickelt hatte. Unter seiner Ägide wurden die Bereiche Crossmedia und Directmarketing ausgebaut und in moderne Technologien investiert. Er wird dem Unternehmen noch als Konsulent zur Seite stehen.

ÖS

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ANALYTIK. BerATuNg. INNovATIves MArKeTINg.

© digiDruck

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digiDruck-Chef Gitzi hat mit Anfang Jänner die Geschäftsleitung zurückgelegt.


F E ATU R E

Freitag, 16. Jänner 2015

Gute

© Panthermedia.net/Cseh Ioan

4 – medianet


F E ATU R E

Freitag, 16. Jänner 2015

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Aussichten Digitales Marketing 2015 Wenn sieben Experten aus dem ­Digitalen Marketing eine Prognose abgeben, wohin die Reise in ihrer Branche heuer gehen wird, dann fallen Stichworte wie Auto­ matisierung in der Online-Video-Branche, Service und Kunden­ dialog beim Online-Shopping oder Social Influencer Relations. Alexandra Binder

D

as Bewegtbild wird der Treiber im Digitalen Marketing bleiben.“ So viel ist sicher. Zumindestens für clipkit-CEO Michaela Kammerbauer, eine von sieben Experten, die auf Initiative von Mashup Communications kurz vor Jahresbeginn prognostizierten, was uns im Digitalen Marketing 2015 so alles erwartet. Und: Kammerbauer sollte es wissen, schließlich ist Online Video-Distribution ihr täglich Brot. Beobachtet hat sie in jüngster Zeit allem voran einen Trend: „Sowohl Inhalte als auch Werbebudgets verschieben sich mehr und mehr von TV in Richtung Online.“ Eine immer größere Rolle spiele dabei nicht ohne Grund die Automatisierung. „Die Online-Contentsyndication mit vollautomatischer, kontextsensitiver Ausspielung bringt Video- und WebseitenInhalte schneller und einfacher zusammen und schafft so noch mehr Reichweite.“ Auf Advertiser-Seite? Da erwartet Kammerbauer eine deutliche Zunahme der Verlagerung vom Direktvertrieb auf den automatisierten Werbeeinkauf: „Studien prognostizieren, dass im Jahr 2018 schon 80 Prozent der OnlineVideos und -Werbekampagnen via Programmatic Buying gesteuert werden.“

Kampagnen werden globaler Auch für Bernd Korz, CEO der alugha GmbH, ist das Bewegtbild die Zukunft der Kommunikation. „Nicht umsonst sagt man schon seit Langem ‚Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte‘ und ein Video hat mindestens 25 Bilder in sich – jede Sekunde.“ Eine Botschaft und eine Emotion könne kaum besser als in einem Video transportiert werden. Zudem man näher zusammen sei, als je zuvor: „Gerade in Sachen Videos haben Plattformen wie YouTube dafür gesorgt, dass wir weltweit mit unserer Botschaft (jeglicher Art) gefunden, gehört und angeschaut werden können.“ Was aber tun, um auch verstanden zu werden? Korz erwartet einen Run auf multilingu-

ale Videos: „Sie sind das perfekte Werkzeug, um sehr viele Menschen zu erreichen. Kommende Generationen werden – dank eines immer schneller werden Netzes – immer mehr auf diese Art der Kommunikation setzen.“

Kundensupport in Echtzeit Kein Weg vorbei führt 2015 auch am personalisierten Kundenservice beim Online-Shopping, wenn es nach den Experten geht. Die Zahlen sprechen dafür, sagt Andreas Hertwig, Sales Live Person-Director Deutschland: „71% der Onlinekunden erwarten heutzutage Hilfe vom Verkäufer innerhalb von fünf Minuten nach ihrer Anfrage, 31% erwarten sogar sofort Support, und diese Zahlen werden steigen. Eine immer größere Rolle spielt deshalb auch das Stichwort Live Engagement, der Kundensupport in Echtzeit.“ In Online-Shops werden wir 2015 zudem auf mehr multimediale Angebote treffen, sagt Hertwig. Und das habe auch einen Hintergrund: „Webseitenbetreiber können Onlineshopping durch interaktive Medien eine persönliche Note verleihen, genau wie im stationären Laden. Mithilfe von multimedialen Angeboten wie Produkt-Demonstrationen in Echtzeit, Videos, File Sharing, Live- oder Video-Chat kann man einen Webseitenbesucher davon überzeugen, selbst stark beratungsintensive Produkte wie Hautcremes oder Produkte aus dem Telekommunikationsbereich online zu kaufen.“

Company Building Programs Was das Innovationspotenzial betrifft, so werden die Unternehmen 2015 dafür sorgen, dass es vermehrt im eigenen Haus bleibt und ihre Organsationskultur schlanker und flexibler wird. Davon ist Florian Peter, CEO Mandalah Europe, überzeugt. Der logische Schluss, den er daraus zieht: „Im Jahr 2015 wird die Bedeutung sogenannter Company Building Programs weiterhin deutlich zunehmen.“ Anders als in den vergangenen zwei Jahren, in denen von Unter-

nehmen initiierte Inkubatoren als Kooperationsplattform zwischen ihnen selbst und Start-ups fungierten, legen sie heuer einen Fokus darauf, zusammen mit Entrepreneuren, eigenen internen Experten und Intrapreneuren Innovationsthemen zu bearbeiten, als eigene Start-ups von intern aufzubauen und zur Marktreife zu bringen, sagt er. Und das führte dann eben zum erwähnten Mehrwert für Unternehmen: Einer flexiblen, schlanken Organisationskultur und dem Innovationspotenzial, das in der Firma bleibt. Abgesehen davon werde die immer kaufkräftiger werdende Generation Y ihren maßgeblichen Einfluss auf die Markenwelten 2015 zunehmend verstärken. Damit einher gehe ein gewisser Druck dieser Gruppe, der dazu führen werde, dass Unternehmen vermehrt in die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen investieren, die nachhaltig das Gesamtwohl von Menschen und Umwelt fördern. „Marken, die langfristig ihren Markenkern authentisch mit diesem Zweck verknüpfen, werden sich in der Positionierung klar absetzen und den Wettbewerb anführen.“

Multi Channeling Automation 2015 wird auch das Jahr des automatisierten Multi-ChannelMarketings. In den USA bereits gang und gäbe, wird es heuer auch im deutschsprachigen Bereich den Durchbruch schaffen. So jedenfalls schätzt RemintrexGeschäftsführer Florian Werner die Lage ein und präzisiert: „Besonders der Offline-Bereich wird hierbei zurückschlagen. Mit steigender Nachfrage sind Klickpreise auf Ad-Netzwerken wie Google lang keine Schnäppchen mehr. Anstatt 50 Cent und mehr für einen Klick auf Google zu investieren, rücken andere, personalisierte Formen der Kundenkommunikation in den Fokus. Ich sehe hier z.B. den Bereich Web-to-Print aufkommen.“ Die Evolution hin zur gezielten und personalisierten Ansprache, die sich im Stammkundenbereich bereits vollzogen habe, werde sich auch in der Neukundenkommunikation wiederholen: „Im Kampf um

Mash Up/saskiauppenkamp.com

Miriam Rupp CEO Mashup Communications www.mashup-communications.de

Das Thema Social Media Influencer Relations wird 2015 an Bedeutung gewinnen. Denn: Selbst wenn es sich um gesponserte Beiträge handelt, können Blogger und YouTuber nur mit einem überzeugenden Aufhänger für die Kampagne gewonnen werden. Die Beiträge wirken nur, wenn sie authentisch erzählt werden.“ Neukunden genügt es nicht mehr, lediglich möglichst viele Marketing-Kanäle mit einer One-fits-all Werbebotschaft zu bedienen. Im Zentrum der Marketingansprache wird zunehmend das individuelle Verhalten des Nutzers in den jeweiligen Phasen seines Kaufentscheidungsprozesses stehen.“ Das gelte im Übrigen sowohl für Online- als auch für Offline-Kanäle – idealweise sogar kombiniert, so Werner.

Online-Kundenfeedback Ein eher schwieriges Jahr könnte sich für Dienstleister anbahnen. Denn sie kommen laut Proven Expert-CEO Remo Fyda an einem Instrument nicht vorbei, das im

eCommerce und für Reiseanbieter schon lange zum nicht immer ganz beliebten Standard gehört: Online-Kundenfeedback und -Bewertungen. „Ob Facebook, Google+, Foursquare oder andere Plattformen – überall können Kunden bewerten und ihre Meinung öffentlich äußern, gefragt oder ungefragt. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss seine Online-Reputation im Blick behalten.“ Von besonderer Bedeutung sei dabei das Thema Aggregation: „Ohne zig Bewertungsportale zu checken, wollen Verbraucher bequem auf einen Blick sehen, wie zufrieden andere Kunden mit einem Dienstleister oder Unternehmen sind. Für die bedeutet das, Kundenfeedback aktiv einzuholen, zu monitoren und an einem Ort zu aggregieren, um diesem neuen Verbraucherverhalten gerecht zu werden.“

Die Grenzen verschwimmen Einen letzten Trend schließlich bringt auch die Initiatorin des Ausblicks, Miriam Rupp, CEO bei Mashup Communications, ins Spiel: Storytelling, sagt sie, wird das Bindeglied zwischen Owned, Earned und Paid Media.“ Rupp erwartet, dass 2015 die Grenzen zwischen MarketingKampagnen, Public Relations, Social Media und Content Marketing noch mehr verschwinden werden. „Im Zentrum werden emotionale Unternehmensgeschichten stehen. Storytelling als Bindeglied sorgt dafür, dass jeder Kanal eine andere Seite des gleichen Buchs ist, in dem der Nutzer gern weiterblättert.“ Das für sie aktuell deutlichste Beispiel, das ihrer Meinung nach heuer sogar noch weiter an Bedeutung gewinnen wird: „Social Media Influencer Relations.“ Denn: „Selbst wenn es sich um gesponserte Beiträge handelt, können Blogger und YouTuber nur mit einem überzeugenden Aufhänger für die Kampagne gewonnen werden.“ Und das sollten sie – aus einem einfachen Grund: „Die Beiträge wirken nur, wenn sie authentisch erzählt werden.“


th e opi n i on

6 – medianet

Sinnsuche Am Mittwoch im Handelsblatt: „Sie klebt und klebt und klebt – die Schweizer Währung schafft es kaum mehr, sich von der Kurs-Grenze von 1,20 Franken je Euro zu lösen. Nun ist eine Debatte über den Sinn dieser Koppelung an den Euro entbrannt.“ Tags darauf war die Sinnsuche beendet: Die Schweizerische Nationalbank hatte überraschend den Euro-Mindestkurs aufgehoben. Jetzt steht die Schweizer Wirtschaft unter Schock – und den österreichischen Frankenkreditnehmern der Schweiß auf der Stirn. Als „völlig unverständlich“ bezeichnete Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek die Initiative; die SNB habe ihre Glaubwürdigkeit damit stark ramponiert. Als neuerlich ramponiert gelten jedenfalls auch die Finanztitel von RBI und Erste Bank – deren ungarische Kunden hatten in den Zeiten vor der Krise gern zum Frankenkredit ­gegriffen. Warum der abrupte Kurswechsel? Der Moment sei richtig gewesen, argumentiert SNB-Chef Thomas Jordan am Donnerstagnachmittag, ohne ins De-

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Die Schweiz auf Überraschungskurs „Wenn em Hund ufe Schwanz stohsch, denn bellt er“: Die Koppelung von Franken und Euro wurde oft kritisiert; jetzt ist Schluss damit – und die Debatte geht erst recht los. sabine bretschneider

tail zu gehen. Mit „lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, übersetzte dies UBS-Chefökonom Daniel Kalt. Europa habe die Hausaufgaben aus der Schuldenkrise nicht gemacht, insofern hätte die SNB „ihre Bilanz viel weiter aufblähen müssen“, als ursprünglich gedacht.

Der prominente eidgenössische Ökonom Ernst Baltensperger hatte schon am vergangenen Wochenende in der NZZ am Sonntag der SNB empfohlen, „die Euro-Fixierung zu lockern“. „SNBChef Jordan war Ihr Assistent. Hört er noch auf Ihre Ratschläge?“, war er von der NZZ gefragt worden. „Wir tauschen

Freitag, 16. Jänner 2015

unsere Meinungen immer wieder aus“, antwortete Baltensperger. Aber er hört natürlich auch viele andere Ratschläge und bildet sich sein eigenes Urteil.“ Nun ja.

Good News Ein Gutes hat die Hauruckaktion der SNB: Hatte eine am Donnerstag publizierte Studie zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels in Österreich der Wintertourismusbranche noch ans Herz gelegt, andere Betätigungsfelder für sich (und die Gäste) zu entdecken, dürfen die Hoteliers jetzt aufatmen. Zumindest jene in „Vorarlberg und Tirol werden sich wahrscheinlich ins Fäustchen lachen“, sagt Brezinschek. Dumm nur, dass auch viele Hoteliers Kredite in Schweizer Franken laufen haben.

mail to s.bretschneider @medianet.at

Gastkommentar Die Grenzen der Medienfreiheit in Österreich

zitat des ta ge s Kurt Tucholsky, deutscher Journalist und Schriftsteller

Übertreibt die ­Satire? Die ­Satire muß über­treiben und ist ihrem ­tiefsten Wesen nach ungerecht.

IMPRESSUM

Thema Blasphemie: Darf Satire alles?

Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke Vorstand: Markus Bauer Verlagsleiter: Bernhard Gily Chefredakteurin und Leiterin des Redaktionsteams: Sabine Bretschneider, Stv.: Dinko Fejzuli

Prinzipien und Paragraphen Wer gelegentlich das deutsche Satiremagazin Titanic oder gar Charlie Hebdo liest, wird sich irgendwann die Frage stellen: Wie weit dürfen Journalisten – und insbesondere Satiriker – gehen? Ganz so wie bei Tucholsky („Satire darf alles“) ist es nicht. Aber fast. Gehen wir es ganz fundamental an: Das „liberale Prinzip“ ist ein Grundprinzip der österreichischen Verfassung. Es besagt: Was nicht explizit durch Gesetz verboten ist, „Der Anwendung des ist erlaubt. Dementsprechend darf auch jeder alles zeichnen und publizieren, was nicht ausdrücklich verboten ‚Blasphemieparaist. Die Europäische Menschenrechtskonvention, die in Österreich Gesetzesrang hat, bekräftigt dies noch einmal: graphen‘ sind durch Sie garantiert die Freiheit, sich künstlerisch zu betätigen genauso wie die Meinungs- und Pressefreiheit.

Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

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die Meinungsfreiheit und insbesondere

Der „relaxte“ Gläubige als Maßstab

Die Ausnahme sind gesetzliche Beschränkungen, etwa zur Verletzung der Ehre und zur Aufstachelung gegen bestimmte Gruppen. Unter Letzteres fällt auch der oft diskuenge Grenzen gesetzt; tierte „Blasphemieparagraph“ (§ 188 StGB). Dieser soll die „religiöse Ruhe“ im Land dadurch schützen, dass er eine wie eng, ist freilich (niedrige) Freiheitsstrafe für die Herabwürdigung oder Verspottung von Religionen vorsieht. Das klingt schon nicht definiert (…).“ nach einem recht starken Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit. Doch die Anwendung des Tatbestands ist Markus Moser schon dadurch eingeschränkt, dass dieses Verhalten „geFiebinger Polak leon Rechtsanwälte eignet sein muss, „berechtigtes Ärgernis zu erregen“. Das heißt: Extreme religiöse Ansichten sind nicht geschützt, es kommt auf die Empfindung eines gewissermaßen „relaxten“ Durchschnittschristen, -juden oder -moslems an. Der Schutz der Gefühle besonders empfindlicher Personen ist nicht die Aufgabe des Strafrechts.

durch die Kunstfreiheit

„Justitia soll blind sein, aber klar und deutlich sprechen. Nur wer verstanden wird, genießt das Vertrauen der ­Bürger.“

© Foto Werk Statt M. Hofstaetter

Ru p ert Wolff, Pr ä s i d e n t de s Öst. Rechtsa n wa lts ka mmertag es ( ÖRAK ), s . 3 2

„Die Frage, wie man es als Frau schaffen kann, ist obsolet. Wir agieren in der Wirtschaft wie Männer mit so manchem menschlichen Vorteil, aber ebenso manchem Nachteil.“ Lu dmilla Starz in ge r , ­G eschäf t sführe r i n ­S ta rz ing er , s. 6 8

Dem Journalisten hilft common sense Auch darüber hinaus sind der Anwendung des „Blasphemieparagraphen“ durch die Meinungsfreiheit und insbesondere durch die Kunstfreiheit enge Grenzen gesetzt; wie eng, ist freilich nicht definiert, der Schutz der Kunst geht aber noch weiter als jener der freien Meinung. Daraus erklärt sich, dass satirische, also kunstvoll-humoristische religionskritische Äußerungen, weitergehend geschützt sind als ernsthafte (oder gar hassgetriebene) Darstellungen. Um von der Kunstfreiheit geschützt zu sein, muss zumindest ein „aufrichtiges künstlerisches Streben“ aufseiten des Künstlers vorliegen. Dem Journalisten hilft common sense bei der Orientierung, was geht und was nicht. Wer sich nicht sicher ist, dem sei die Lektüre der Titanic als Gradmesser für das rechtlich gerade noch zulässige Maß an Gehässigkeit empfohlen.

© Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte

© APA/ÖRAK/Julia Hammerle

heute im business weekend

medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/ Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – DW 2226) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteurin: Linda Kappel (lk) medianet advisory (advisory@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate ­ ­Schmid, Berat Qelaj Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­service GMBH, ServiceHotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ Erscheinungsweise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erscheinungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. ­Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­zeitraums bei 6-wöchi­ ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­gemeinen Geschäftsbedingungen; Ge­ richts­ stand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Markus Moser ist Rechtsanwalt bei Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte; www.fplp.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

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freitag, 16. jänner 2015 – 7

© Media Affairs

mediales Bild

Wenig erfreulich ist das Bild des Islam in österreichischen Medien Seite 9

© APA/EPA/Arno Balzarini

marketing & media TV-Rechte

Award

Medienpartner Sky betritt beim Snow Polo World Cup die Welt des Skisports Seite 10

Autorevue feiert die besten Autos des Landes Seite 12 © Gerald Mayer-Rohrmoser

2014: Wachstumsschub von knapp 20 Prozent

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short

© ORF/Roman Zach-Kiesling

© Screenshots: willhaben.at; gmx.at; derstandard.at; krone.at; vol.at; diepresse.com; heute.at; oe24.at; orf.at; sportnet.at

Michael Grabner, CEO der Rocket Media, erläutert den Boom von TV- und Bewegtbildkommunikation im heiß umkämpften chinesischen Markt. Dabei setzen viele internationale Werbekunden vermehrt auf den Trend des Storytellings im TV, statt klassische TV-Kampagnen zu buchen – auch, um mit eigenen Produktionen, die die Marke beinhalten und transportieren, horrende Kosten für Schaltungen zu sparen. Rocket Media übernimmt dabei die Produktion und den Vertrieb. Seite 10

Hans Peter Trost, Sportchef des ORF, erläutert das Monsterprogramm des öffentlichrechtlichen Senders zur Snowboard- und Freestyle-Weltmeisterschaft am Kreischberg. Dabei bietet man 68 Stunden live und will wie kürzlich am Kulm spektakuläre Bilder liefern. „Das Sportjahr erlaubt kein Zurücklehnen – und das ist gut so. Denn wer rastet, rostet. Diese Binsenweisheit gilt für Sportler genau so wie für uns“, erläutert der Verantwortliche seine Ambitionen für die Übertragungen. Seite 11

Zugriffe im Jahresschnitt Von 2013 auf 2014 weist der Bruttowert über alle Online-Portale hinweg ein Wachstum von 18,1% bei den Visits auf, die Unique Clients stiegen im Zeitraum um 17,3%. Diese aktuellen ÖWA-Zahlen lassen ­verständlicherweise auch die Betreiber jubeln – ein Überblick. Seite 8

Der neue medianet Sonderthemenplan 2015 ist jetzt abrufbar!

Rückkehr Strategie- und Kommunikationsberatung

Ex-Graylings gründen „klar“

(www. medianet.at)

PKP BBDO entwickelt neue ­Wienerberger-Kampagne „So baut Österreich“.

© klar/Peter Rigaud

© PKP BBDO/Wienerberger

medianet tv heute

Gründer der neuen Beratungsfirma klar: Birgit Brandner, Bernhard Hudik, Birgit Kacerovsky und Sepp Tschernutter.

Wien. Neues Betätigungsfeld: Sepp Tschernutter und Bernhard Hudik, im Juli des Vorjahres als Geschäftsführer der PR-Agentur Grayling Austria ausgestiegen waren, gründen nun ein neues Unternehmen. Gemeinsam mit ihren ehemaligen Kolleginnen Birgit Brandner und Birgit Kacerovsky haben sie die „klar. Strategie- und Kommunikationsberatung“ gegründet. Dabei konzentriere man sich auf die Lösung anspruchsvoller Kommunikationsaufgaben für Unternehmen, Organisationen und Personen, gaben die Verantwortlichen in einer Aussendung bekannt. www.klar.net

Das größte Außenwerbenetz Österreichs:

Plakat, Citylight, Posterlight, Bigboard Quelle: EPAMEDIA, 27.441 OSA Medien Q1/2014

TEL: +43/1/534 07-0 www.epamedia.at


c ov e r

Freitag, 16. Jänner 2015

© AHVV Verlag/Helmut Graf; Sabine Hoffmann; Foto Wilke/Mediaprint

8 – medianet

Freuen sich über Zuwächse bei den Zugriffen auf ihre Online-Portale: Eva Dichand, Heute-Herausgeberin, Alexis Johann, styria digital one-Geschäftsführer, und Gerhard Riedler, Geschäftsführer Krone Multimedia.

Steigerungsraten ÖWA präsentiert Jahresschnitt-Zahlen für 2014 – diese zeigen enormes Wachstum im Vergleich zu 2013

Zugriffe schossen im Vorjahr zum Teil richtig durch die Decke Die mit dem größten prozentuellen Wachstum: Heute.at legt bei Unique Clients um 68,4% zu, sportnet.at um ganze 406,4%. Jürgen Hofer

Wien. Grund zum Jubeln garantiert einer Vielzahl der heimischen Online-Portale der Blick auf die Zugriffszahlen für das Jahr 2014, welche die Österreichische Webanalyse ÖWA mit Jahresbeginn veröffentlichte. Denn: Im Vergleich zum Jahr 2013 stiegen 2014 sowohl die Besucher als auch deren Zugriffe an. Im Detail verbuchten die Visits über alle erfassten Online-Angebote hinweg ein Plus von 18,1 Prozent (Bruttowerte), die Unique Clients stiegen von 2013 auf 2014 um 17,3 Prozent. Diese Daten veröffentlichte die ÖWA, der Verein zur Erhebung objektiver Daten im Onlinemarkt, Mitte dieser Woche.

Weg Richtung Spitze? Naturgemäß großen Jubel rufen die Zuwächse bei den Branchenteilnehmern hervor, so wie beispielsweise bei Heute.at, das bei den Dachangeboten mit 68,4% Steigerung den größten prozentuellen Zuwachs in puncto Unique Clients verbuchen konnte (siehe Tabelle). So zählt die ÖWA im Jahresschnitt 2014 knapp 3,4 Mio. unique Besucher am Heute.at-Dachangebot. „Unser Sensationserfolg zeigt, dass wir mit unserem Angebot auf dem richtigen Weg sind und mit einem Mix aus Information, Unterhaltung und Service sowohl bei den Jungen, als auch bei den mobilen Lesern punkten“, erläutert Heute. at-Chefredakteurin Maria Jelenko den Vorstoß des Portals, mit dem sich die Herausgeberin Eva

Dichand noch nicht zufrieden geben möchte: „Heute ist, gemessen am Wachstum, die erfolgreichste Digitalplattform Österreichs im Jahr 2014. Wir freuen uns sehr über diese Bestätigung von offizieller Seite. Damit sind wir unserem Ziel, ganz an die Spitze vorzudringen, ein großes Stück nähergekommen.“ Mit diesen Werten rangiert das Heute.at-Dachangebot, bezogen auf Unique Clients, auf Platz 6 aller heimischen Dachangebote. An der Spitze liegt erneut unangefochten das ORF.at-Network mit über 7,8 Mio. Unique Clients, gefolgt vom styria digital one-Dachangebot (5.995.373 UC), dem Herold.at-Network (4.232.924 UC), dem derstandard.at-Network (3.977.765 UC) und dem oe24Netzwerk (3.913.045). Bei den Visits führt ebenso das ORF.at Network (59.482.552), gefolgt von GMX Österreich (41.267.131), dem Microsoft Advertising-Netzwerk (22.903.375), dem styria digital one-Dachangebot (21.335.699) und dem derstandard.at-Network (19.565.358).

König unter Vermarktern Jubel war auch vonseiten der sd one, Styria-Vermarkter, zu hören, die in der Zählung der Vermarktungsgemeinschaften das größte prozentuelle Wachstum bei den Unique Clients verbuchte: Mit einem Plus von 43,1% in 2014 im Vergleich zum Vorjahr setzte man sich vor die Panoramabilder von feratel und das Purpur MediaPremiumnetz (siehe Tabelle). sd one-Geschäftsführer Alexis Johann

sieht die Bestätigung für den eingeschlagenen Weg: „Wir sind mit unseren Nachrichten dort, wo unsere User sind – und das ist zunehmend mobil. Die Kleine Zeitung hat etwa eine neue App entwickelt; sportnet. at hat einen WhatsApp-Broadcast eingerichtet, sodass die User die neuesten Sportnachrichten direkt auf ihr Handy bekommen.“ Bei den Visits hingegen liegt eindeutig adworx mit über 65 Mio. Zugriffen an der Spitze, gefolgt von der styria digital one und der Vermarktungsgemeinschaft austria. com/Plus.

Gewaltige Sprünge Beitragen konnten zum StyriaErfolg neben den großen Flaggschiffen wie Willhaben.at (plus 33,9% bei den Unique Clients) oder dem Tageszeitungsportal diepresse.com (plus 16,0% bei den Unique Clients) auch vergleichsweise „kleine“ Portale wie die Sportkollegen bei sportnet.at; hier stiegen die Unique Clients um 406,4%, die Visits um 428,1% – absoluter Spitzenwert bei den Einzelangeboten (siehe Tabelle). Erfolge verbuchte auch Österreichs größte Tageszeitung: Die Krone vermeldet im digitalen Geschäft das erfolgreichste Jahr der Geschichte, „der enorme Zuwachs in der Mobilnutzung und die exponentielle Steigerung der Videozugriffe bestärken uns in der Entscheidung, unser mobiles Angebot zu optimieren und den BewegtbildContent insbesondere im Sportsegment kontinuierlich auszubauen“, so Gerhard Riedler, Geschäfts-

führer der Krone Multimedia. Seit Jahresbeginn vervierfachte man laut Eigenangaben die Zugriffe auf „Krone“-Videocontent, die Unique Clients im Gesamten stiegen von 1,9 Mio. auf knapp 2,5 Mio. Wie Nachrichten mit sehr starkem Regionalbezug digital vermittelt werden können, zeigt der Weg des Russmedia-Portals VOL.at: Bei den Visits liegt man mit knapp 7,2 Mio. (plus 14,9%) im Jahresschnitt der Einzelangebote

auf Platz 6 aller österreichischen Portale, auch bei den Unique Clients (plus 24,5%) liegt man mit über einer Million in den Top 15 Österreichs. „Starker Regionalbezug und eine ausgewogene Mischung aus Nachrichten, Service und Entertainment sorgen für ungewöhnlich starkes Wachstum“, freut sich Gerold Riedmann, Geschäftsführer von Russmedia Digital. Sämtliche Daten unter www.oewa.at

T op 5 Wach st umssieger ­D ach angeb ote

Heute.at – Dachangebot Regionalmedien Austria Digital wetter.tv Netzwerk Tips.at Online Netzwerk Moserholding Tirol Netzwerk

Unique Clients Entwicklung 2014 zu 2013 3.396.102 +68,4% 1.717.653 +57,9% 659.646 +55,3% 133.489 +48,8% 991.347 +47,9%

T op 5 Wach st umssieger ­e inzel angeb ote

sportnet.at wiener-online.at autorevue.at babyforum.at profil.at

Unique Clients Entwicklung 2014 zu 2013 530.532 +406,4% 31.018 +187,5% 287.434 +178,9% 92.322 +124,5% 355.781 +102,4%

Top 5 Wachstumssieger Vermarktungsgemeinschaf ten

Unique Clients Entwicklung 2014 zu 2013 styria digital one 10.269.751 +43,1% feratel Panoramakameras 1.497.779 +26,0% Purpur Media Premiumnetz 3.399.923 +18,4% Alpenord – Vermarktungsgemeinschaft SN & OÖN 1.603.923 +18,0% adworx 9.170.771 +11,5% Quelle: ÖWA; Jahresschnitt 2014. Portale mit den prozentuell größten Zuwächsen bei den Unique Clients im Vergleich zu 2013.


Freitag, 16. Jänner 2015

fa c t s & ba c k gr ou n d s

medianet – 9

Experten Auch zwei Jahre nach Studienpräsentation sei das Bild über die Muslime, auch aufgrund der aktuellen Anschläge, nicht besser geworden

Heimische Medien und der Islam Wien. Die Berichterstattung über den Islam in österreichischen Printmedien sei überwiegend negativ. Islamismus, Islamkritik und Islamfeindlichkeit sind dominante Themen, wie damals 2012 aus der Studie „Der Islam in den Medien“ hervorging. Die Studie von Peter Hajek in Kooperation mit Media Affairs und im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds wurde 2012 veröffentlicht. Untersucht wurden die Kronen Zeitung, Österreich, Kurier, Presse und Standard im Zeitraum von 1. September bis 30. November 2011. Und: Die akutelle Berichterstattung, insbesondere nach den Angriffen auf Charlie Hebdo in Frankreich, sei nicht positiver, sagt Studienautor Hajek gegenüber der Medien-Servicestelle (MSNÖ). Unterlagen und konkrete Daten würden zwar fehlen, aber die Berichterstattung habe sich „sicher nicht verbessert“. Der Politikwis-

New York Times Anteile

Slim kauft ein

senschafter Thomas Schmidinger sieht ebenso nach wie vor eine vorwiegend negative Berichterstattung über den Islam in österreichischen Medien. Insbesondere sei diese in Bild-, Cover- und Überschriftengestaltung ersichtlich. Oft würden Medien und Akteure – bewusst oder unbewusst – die Unterschiede zwischen Islam und Islamismus verwischen und so einer undifferenzierten Diskussion Vorschub leisten, so die Studie. Aber genau die Unterscheidung zwischen Islam, politischem Islam, Salafismus und Dschihadismus sei sehr wichtig, streicht Schmidinger hervor.

Der Islam sei schlicht eine Religion; beim politischen Islam handle es sich um eine Ideologisierung einer Religion bzw. um einen Sammelbegriff für unterschiedliche Ideologien, die sich dieser Religion bedienen. Der politische Islam ist dort gegeben, wo die Religion für die Begründung einer politischen Ordnung verwendet wird, die sich auf die Scharia beruft, erklärt Schmidinger. Mehrere Studien und Umfragen zeigen, dass die Stimmung der Österreicher gegenüber dem Islam kritisch und ablehnend ist. Obwohl viele Menschen in Österreich nicht viel über den Islam wissen, fühlen

sie sich bedroht. Studienergebnisse, wonach eine Mehrheit der österreichischen Türken den Islam über das österreichische Recht stellt, betrachtet der Politikwissenschafter mit Skepsis. Er sieht ein Problem vor allem darin, wie und welche Fragen gestellt werden. „Der Islam in den Medien – Berichterstattung über den Islam, seine Vertreter und Muslime in ausgewählten österreichischen Printmedien”, 2012; durchgeführt von Peter Hajek, Alexandra Siegl, Walter Schwaiger im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds.

© Österreichischer Integrationsfond/Media Affairs

Eine Studie über das Bild des Islam in österreichischen Medien zeichnet ein wenig positives Bild.

Vor zwei Jahren erstellt, bestätigen die Autoren abermals ihre Ergebnisse.

Wäre HEROLD MDOnline ein Auto, würde es so aussehen.

NY. Der mexikanische Multimilliardär Carlos Slim steigt zum größten Aktionär der New York Times auf: Slim verdoppelte seinen Anteil an dem Medienkonzern auf 16,8%, womit dieser nun rund 341 Mio. USD (289,60 Mio. €) wert ist. Auch andere Milliardäre haben scon länger Mediengeschäft für sich entdeckt. So kaufte der Amazon-Gründer Jeff Bezos im Jahr 2013 die Washington Post, während der US-Starinvestor Warren Buffett in mehrere Zeitungen investiert hat. Slim hatte die Optionen im Jahr 2009 erhalten. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hatte er der New York Times 250 Mio. USD geliehen. Der New York Times sind durch die Ausübung der Optionen durch Slim 101,1 Mio. USD zugeflossen. (APA)

Türkei Charlie Hebdo

Internet-Sperre Ankara/Paris. Ein Gericht in der Türkei hat die Sperrung von Internetseiten angeordnet, die das Titelbild der neuen Ausgabe der französischen Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo zeigen. „Es wurde entschieden, den Zugang zu relevanten Sektionen von Internetseiten, die heute die Titelseite von Charlie Hebdo zeigen, zu blockieren“, erklärte das Gericht am Mittwoch laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Die Zeitung selbst verkauft sich nach den Anschlägen in Rekordauflagen. Die erste Ausgabe seit dem Attentat wird in einer Auflage von drei Millionen Exemplaren gedruckt; normalerweise hat die Zeitung eine Auflage von 60.000 Exemplaren. Vorgesehen sind auch digitale Ausgaben auf Englisch, Spanisch und Arabisch. Zudem soll es gedruckte Versionen auf Italienisch und Türkisch geben. In Deutschland ist das Blatt ab Samstag im Verkauf; es seien unter 10.000 Exemplare zugesagt, sagte eine Sprecherin der Vertriebsgesellschaft Saarbach – „viel zu wenig“. (APA)

Extreme Leistung – und das zum kleinen Preis: MDOnline (Marketingdaten Online) ist mit Abstand Österreichs stärkste Firmendatenbank und liefert wochenaktuell bis zu 465.000 Personen- und 350.000 Unternehmensdaten. Damit kann man seinen Außendienst effizient steuern, B2B-Zielgruppen einfach und präzise übers Web selektieren und ganz bequem mit Direct Mails beschicken. Ein Mausklick und schon kümmert sich der HEROLD um Layout, Druck und Versand. Auf Wunsch mit Geomarketing-Funktion und deutschen Daten. Mehr Infos: http://marketingdaten.herold.at, Tel. 02236/401-38161


m e di e n

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Freitag, 16. Jänner 2015

Service Rocket Media bietet Produktion, Übersetzung & Distribution Dokus & Reportagen an, die dann von TV-Sendern kostenfrei ausgestrahlt werden

Rocket: Brücken zum Verstehen

TV-Kommunikation in China boomt – der österr. Broadcaster Rocket Media bietet Ausstrahlung von TV-Dokus auf Milliardenmarkt. Wien/Peking. Der Eintritt in den chinesischen Markt ist für viele Unternehmen eine echte Herausforderung. Die unterschiedliche Kultur, die Vielfalt der Sprachen und die grundsätzlich kritische Einstellung gegenüber westlichem Know-how sind oft unüberwindliche Hürden. Gerade für Konsumprodukte stellt sich die Frage, wie diese kostenschonend, effizient und ohne Streuverlust in den gewünschten Zielgruppen bekannt gemacht werden können.

bietet Rocket Media die Produktion, Übersetzung und Distribution von informativen und unterhaltsamen Dokumentationen und Reportagen an, die dann von den TVSendern kostenfrei ausgestrahlt werden. „Das hat den Vorteil, dass man sich die hohen Kosten für klassische Werbeeinschaltungen spart“, erläutert Grabner. Insbesondere Modelabels, Pharmaindustrie und Brands aus der Food & Beverage-Segment haben diese Schiene entdeckt.

„Der Informationsund Nachrichtenkanal Fernsehen wird immer stärker nachgefragt. Das ist aber auch kein Wunder …“ michael grabner …

Denn auch die Werbeprofis sind in China mit hohen Kosten und einem schier unübersichtlichen Netz von TV-, Print- und OnlineMedien konfrontiert, dazu vielfach staatlich kontrolliert. Der österreichische TV-Broadcaster Rocket Media Communications hat mit dem chinesischen Fernsehmarkt bereits gute Erfahrungen gemacht. „Der Informations- und Nachrichtenkanal Fernsehen wird immer stärker nachgefragt“, so Rocket-CEO Michael Grabner. „Das ist aber auch kein Wunder, denn der chinesische Markt gilt – gerade in Zeiten der Krise – für viele internationale Konzerne als vielversprechender neuer Absatzkanal.“ Anders als viele klassische Advertising Networks für TV-Spots

Klassische TV-Spots im chinesischen Fernsehen bzw. klassische TV-Kampagnen sind für viele Unternehmen nicht finanzierbar, insbesondere dann, wenn sie über eine längere Zeit laufen und Effekte erzielen sollen. Hier setzt das Rocket-„Infotainment“-Konzept an. „Unterhaltsame, ungeschminkte Geschichten aus dem täglichen Leben zu erzählen, das interessiert natürlich auch die Konsumenten in China“, sagt Grabner. „Auch die großen TV-Sender in China sind begierig nach gutem Content, der sie nichts kostet.“ Rocket Media sieht sich als Brückenbauer zwischen den Kontinenten. In China, Hongkong und Taiwan arbeitet der TV-Profi mit LIC-BCBC zusammen. Dieses Network ist seit den 1990er-Jahren größter Importeur internationaler TV-Programme in China und deckt mit seinen Services rund 65% aller TV-Dokumentationen im chinesischen Fernsehen ab. Das beinhaltet Ausstrahlungsrechte, Übersetzungen, Schnitt, Untertitel, Vertonung und Vervielfältigung. Rund 200 Mitarbeiter sorgen in einem eigenen TV-Studio, vier Tonstudios und 20 Editing Suites mit voll digitalisiertem Equipment für beste Fernseh-Qualität. LIC-BCBC produziert mit SAGA seit etwa zehn Jahren einen täglichen 50-minütigen TV-Timeslot,

© Fotodienst/Christian Mikes

True Storys statt TV-Spots

„… gerade in Zeiten der Krise – für viele internationale Konzerne als vielversprechender neuer Absatzkanal.“ … ceo rocket media

ded Timeslot“, der dem Thema „Natur & Umwelt“ gewidmet ist. Die Programme werden laufend in Serienbüchern, Tageszeitungen und Magazinen beworben, sagt Grabner, aber auch auf Inlandsflügen, in Zügen, U-Bahnen und Bussen ausgestrahlt, darüber hinaus im Internet, im Interactive-TV und in Digital-TV-Networks abrufbar gemacht. Ein eigener SAGA Club kümmert sich um die wachsende SAGA Community.

Werbewert: bis zu 30 Mio. $ der von weit über 100 Fernsehsendern zur Primetime in China ausgestrahlt wird und regelmäßig Top-Bewertungen erfährt. Die vier zentralen Themenbereiche sind Human Interest, Science, History und Warfare (Kriegsgeschehen). Hinzu kommt ein unabhängiger täglicher, 30-minütiger „sub-bran-

13. Auflage Sky als Medienpartner des Schnee-Events

Dokus im TV-Timeslot von SAGA werden von insgesamt 70 TV-Sendern in China ausgestrahlt, in vielen Regionen des Landes sogar mit doppelter oder mehrfacher Coverage. Rund 4,3 Mio. Sekunden Werbung pro Jahr werden darin lt. Grabner transportiert. „Das sind 1.200 Werbestunden. Der Markt-

wert eines 5-Sekunden-Spots wird aktuell mit 8 Mio. US-Dollar beziffert, ein 30-Sekünder kommt bereits auf knapp 30 Mio. US-Dollar. In etwa diesen Werbewert kann man auch bei erfolgreicher (kostenfreier) Ausstrahlung einer TVDokumentation über das gesamte Network erwarten, rechnet Grabner vor“, so der CEO weiter.. „Unternehmen und Organisationen, die mit einer TV-Dokumentation, einem Feature oder einer Reportage auf den chinesischen Markt gehen möchten, erhalten mit Rocket Media und seinen Partnern in China Full Service-Betreuung, von der Beratung und Konzeption über die Ausarbeitung und Produktion der TV-Story bis zur Übersetzung, Vertonung und Ausstrahlung im „Reich der Mitte“. Selbstverständlich gibt es im Anschluss eine lückenlose Dokumentation, wann, wo und wie oft der TV-Beitrag ausgestrahlt wurde, sagt Grabner, samt Errechnung des Werbewerts. Der Auftraggeber trägt ausschließlich die Kosten der TV-Produktion und Distributionsdienstleistung, die Ausstrahlung selbst ist für ihn kostenfrei. Die kostenfreie Bereitstellung der TVFormate ist die Grundlage für ein Maximum an Reichweite und Sendestunden“, so Grabner. (red/bb) www.rocketmedia.at

facts Rocket media communications ist ein hochspezialisierter Produzent und Vertriebspartner für TV-Content mit Sitz in Klagenfurt Österreich und ausgezeichneten internationalen Referenzen. Die Agentur produziert maßgeschneiderte TV-Formate für Wirtschaftsstandorte, Tourismusdestinationen und gesellschaftspolitische Anliegen und stellt sicher, dass diese an bis zu 6.500 Fernsehstationen in aller Welt verteilt werden – mit hohen Reichweiten und Hunderten Sendestunden bei vergleichsweise niedrigen Kosten. Rocket Media erzählt die Storys seiner Kunden dabei frei von Werbung, immer dem Gebot entsprechend, informativ und unterhaltsam zu sein.

Weiterbildung Der Kampagnen-Slogan bringt den Kern der Ausbildung auf den Punk

Snow Polo World Cup Werbe Akademie: Kampagne neu

In Kitzbühel trifft sich am Wochenende wieder die Weltelite des Snow Polos.

Wien. Die Werbe Akademie zählt zu der führenden österreichischen Aus- und Weiterbildung für Beratung, Text und Grafikdesign; der Praxisbezug an der Werbe Akademie ist mehr als ein Schlagwort. Unter der Anleitung von renommierten Praktikern aus der Branche wird an realen Fallstudien gearbeitet. Des Weiteren wird ein englischsprachiges Bachelor-Programm in Lizenz der Staffordshire

Filmteam. Sky Sport News HD wird am Wochenende vom Snow Polo World Cup aus Kitzbühel berichten. Auch jenseits des Spielfelds ist Sky aktiv: Im Rahmen einer stillen Charity-Auktion bei der Polo Player’s Night am Samstagabend versteigert das Unternehmen ein VIP UEFA Champions League-Paket.

UEFA sponsert Hauptpreis Der von der UEFA gestiftete Preis beinhaltet nicht nur zwei Eintrittskarten für das Champions-LeagueFinale 2015 in Berlin, sondern auch ein Meet-&-Greet mit Ex-FußballNationalspieler Karl-Heinz Riedle sowie eine Stadionführung. Die Erlöse der Auktion kommen der SkyStiftung zugute, die davon Sportprojekte für Kinder und Jugendliche fördert. „Sky steht für Exklusivität und die Lust, Neues auszuprobieren. Insofern passt eine Veranstaltung wie der Snow Polo World Cup in Kitzbühel nicht nur in sportlicher Hinsicht perfekt zu Sky“, so Wolfram Winter, President Communication Sky Deutschland. (bb)

University angeboten. Die Studiengänge Bachelor of Arts in Advertising and Brand Management und Bachelor of Arts in Graphic Design fokussieren individuelle Projektarbeit und die Erarbeitung persönlicher Portfolios. „Die Werbe Akademie bietet jungen Menschen mit Interesse an Kommunikation, Grafikdesign und Text eine praxisbezogene Ausbildung und damit auch das beste Sprungbrett in die

© Werbe Akademie

© APA/EPA/Arno Balzarini

Kitzbühel. Es ist das größte Poloturnier im Schnee weltweit und das gesellschaftliche Highlight im Vorfeld des berühmten Hahnenkammrennens. Noch bis 18. Jänner findet zum 13. Mal der Valartis Bank Snow Polo World Cup in Kitzbühel statt. Sechs internationale Teams treten dabei in drei Spielen pro Tag gegeneinander an. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 12.000 Gästen aus 35 verschiedenen Nationen. Zum ersten Mal begleitet Sky Deutschland die traditionsreiche Veranstaltung als Medienpartner mit einem eigenen

Werbe Akademie-Kampagne 2015: „Mit einem Fuß in der Werbung“.

Werbebranche“, Barbara Posch, Direktorin Werbe Akademie. Der Slogan der diesjährigen Werbe Akademie-Kampagne bringt den Kern der Ausbildung auf den Punkt: Studierende der Werbe Akademie stehen dank ihrer Ausbildung bereits mit einem Fuß in der Werbung. Die Ausbildungen im Bereich Marktkommunikation und Grafikdesign zeichnen sich durch einen besonders hohen Praxisbezug und Dozenten aus der Branche aus; diese Kombination ist eine ausgezeichnete Basis für einen gelungenen Berufseinstieg. Die Jahreskampange 2015 kreierten Studierende der Werbe Akademie im Zuge des Agenturlabors, eine Lehrveranstaltung aller Studierenden. In Teams aus Strategen, Textern und Grafikern wurde unter der Anleitung von Dozenten an diversen Kampagnen gearbeitet. Die Agentur Macht setzte sich „Mit einem Fuß in der Werbung“ schließlich gegen die Konkurrenz durch. „Uns geht es bei der Kampagne vor allem um eine klare Positionierung der Werbe Akademie“, so die Agentur. (bb)


medien

Freitag, 16. Jänner 2015

medianet – 11

Live-Sporterlebnis Über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Redaktion & Technik sorgen fürs TV-Erlebnis in ORF eins & ORF Sport +

ORF mit 68 Live-Stunden von der Snowboard- & Freestyle-WM Der ORF ist beim winterlichen Groß-Sportereignis Host-Broadcaster und verspricht wie schon kürzlich am Kulm spektakuläre Bilder. Kreischberg/Wien. Kaum waren die Vierschanzentournee und das Skifliegen am Kulm absolviert, ruft schon der nächste internationale Winter-Wettbewerb. Entsprechend meinte schon Hans Peter Trost, ORF-Sportchef, bei der Präsentation des ORFSport-Jahres vergangenes Wochenende: „Das Sportjahr erlaubt kein Zurücklehnen – und das ist gut so. Denn wer rastet, rostet, diese Binsenweisheit gilt für Spitzensportlerinnen und -sportler genau so wie für uns.“ Und damit hat er nicht ganz Unrecht, denn: Wer an die jüngsten Erfolge der heimischen Snowboarder und Freestyler zurückdenkt, der kann sich leicht ausrechnen, wie wichtig die erstmals als „Doppel-WM“ ausgetragene Weltmeisterschaft am Kreischberg (die Parallelrennen der alpinen Snowboarder finden im Lachtal statt) für den heimischen Sport ist.

Neu: Super-Slomo-Kamera Bis zu 15 internationale Kameras begleiten die Sportlerinnen und Sportler, darunter eine Seilbahnkamera, eine Super-SlomoKamera pro Bewerb, bis zu vier Funkkameras, zwei Krankameras und eine Kamera, die ihr Objektiv vom Gegenhang aus auf die Strecke richtet. Die ORF-Technik produziert dabei in High Definition und DolbyMehrkanalton und setzt bei allen Produktionen neben hochqualitativer HD-Übertragungstechnik zahlreiche innovative Spezialkameras ein. Auf dem WM-Programm stehen die Freestyle-Bewerbe (jeweils Damen und Herren): Single Moguls, Dual Moguls, Halfpipe, Aerials, Ski Slopestyle und Skicross. Beim Snowboard geht es in folgenden Disziplinen bei Damen und Herren um Medaillen: Parallelriesenslalom (PGS), Parallelslalom (PSL), Halfpipe, Slopestyle und Snowboardcross; den Big Air tragen nur die Herren aus.

In zwölf spektakulären Disziplinen fahren vom 15. bis 25. Jänner rund 1.000 Athletinnen und Athleten aus 60 Nationen um insgesamt 24 Medaillenentscheidungen.

Das ORF-Team am Kreischberg bilden Hans Hengst (Sendungsverantwortlicher), die Regisseure Sepp Friedl (international) und Harald Ruzicka (national), die Kommentatoren Erwin Hujecek (FR Aerials/SNB Parallel/FR Moguls), Boris Kastner-Jirka (SBX/ SX/FR+SNB Slopestyle) und Daniel Warmuth (SNB + FR Halfpipe, SNB Big Air) mit den Kokommentatoren Christian Rijavec (Aerials), HansJörg Unterrainer (SBX), Margarita Mabler-Escande (Moguls), Rob Mathera (SS & BA Snb & HP Snb), Sigi Grabner (Snb Parallel) und Markus Wittner (SX).

Alle ORF-TV-Übertragungen zur WM werden als Live-Stream auf der ORF-TVthek und auf sport. ORF.at angeboten. Der ORF.at stellt außerdem Themencontainer mit Berichten rund um das Geschehen bereit. Auf insider.ORF.at gibts darüber hinaus Highlights der Bewerbe via on demand.

Landesstudios voll dabei Auch der ORF Teletext präsentiert im Rahmen seiner aktuellen Sportberichterstattung ab Seite 200 aktuelle News, Berichte, Tabellen, WM-Kalender und Live-Ticker

übernehmen am Kreischberg das Kommando, um über die heuer größte Wintersportveranstaltung in der Steiermark für Radio und Fernsehen zu berichten. Radio Steiermark ist mittendrin und bringt die aktuellsten Ergebnisse, Interviews, Musik, Hintergrundgeschichten – mit Wissenswertem über die Bewerbe, die Sportlerinnen und Sportler, die Fans und die Region. An vier Nachmittagen bringt Radio Steiermark mehrstündige Extrasendungen live von der WM – aus dem eigenen Radio-Steiermark-WM-Studio im Kreischberg-Zielgelände.

„Das Sportjahr erlaubt

„… diese Binsenweisheit

kein Zurücklehnen – und

gilt für Spitzensport-

das ist gut so. Denn

lerinnen und -sportler

wer rastet, rostet, …“

genau so wie für uns.“

hans peter trost …

Präsentatoren und Interviewer sind Alina Zellhofer und Boris Kastner-Jirka, als Reporter sind Thomas Weber und Daniel Warmuth unterwegs.

Live-Stream ORF Teletext Etliche Sender aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, Schweden und sogar aus Japan berichten live vom Kreischberg, zahlreiche weitere TV- und Radiostationen weltweit übernehmen das internationale Signal.

© ORF/Roman Zach-Kiesling

Aber, und vor allem auch für den ORF, der als Host-Broadcaster mit mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Redaktion und Technik rund 68 Stunden live in ORF eins und ORF Sport + aus der Steiermark berichten wird. Live-Streams via ORF-TVthek, eine umfassende Berichterstattung in ORF Steiermark und spektakuläre Sideevent-Aktionen von Hitradio Ö3 sorgen für ein zusätzliches WM-Flair. In zwölf spektakulären Disziplinen fahren vom 15. bis 25. Jänner rund 1.000 Athletinnen und Athleten aus 60 Nationen um insgesamt 24 Medaillenentscheidungen. Der ORF produziert und zeigt alle Qualifikationen (OSP) und Finale (ORF eins) live und via TVthek als Live-Stream. Eine tägliche Zusammenfassung der Highlights steht zudem im Spätabend von ORF eins auf dem Programm. Los gings gestern, Donnerstag, in ORF eins um 19:15 Uhr mit den Freestyle Ski Aerials der Damen und Herren.

© Steiermark Tourismus/ikarus.cc

ORF als Host-Broadcaster

… orf sportchef

Da mit der FIS Freestyle Ski & Snowboard-WM Kreischberg und dem Nightrace in Schladming in den nächsten Wochen gleich zwei Großereignisse ins Haus stehen, heißt es auch Großeinsatz für die Sportreporter des ORF Steiermark. Das steirische Landesstudio widmet sich mit einem besonderen Programmangebot den sportlichen Topevents und wird umfassend informieren, topaktuell berichten und für attraktive Unterhaltung sorgen. Die ORF-Steiermark-Reporter Hannes Kargl und Thomas Weber

Und auch die Regionalsendung „Steiermark heute“ bringt noch bis zum 25. Jänner Berichterstattung rund um die Doppel-WM. Das ORF-Steiermark-Team gestaltet dazu zahlreiche Beiträge und LiveBerichte rund um die FIS Freestyle Ski & Snowboard-WM, aktuelle Infos bietet auch steiermark.ORF.at. Aber auch national wird das Ereignis im Radio zu hören sein: Hitradio Ö3 sorgt nicht nur dafür, dass alle Hörerinnen und Hörer über die sportlichen Ergebnisse informiert sind, sondern sorgt da-

rüber hinaus bei zahlreichen Sideevents für Stimmung. Ein Beispiel: Am Sonntag, dem 18. Jänner, findet im Rahmen der FIS Freestyle Ski & SnowboardWM am Kreischberg ein weiterer WM-Bewerb statt: der erste Ö3Luftmatratzen-Snowcross. Hitradio Ö3 hat die beste „Idee für‘n Schnee“ gesucht, mit der man am Kreischberg eine Weltmeisterschaft veranstalten kann. Die Ö3Hörer Alex und Lukas haben mit dem Luftmatratzen-Snowcross die coolste Idee für den Funsportbewerb am Kreischberg eingesendet. Nun werden 16 Teilnehmer/innen gesucht, die auf Luftmatratzen in der Halfpipe gegeneinander antreten; Anmeldungen sind online auf oe3.ORF.at möglich. Der Ö3-Luftmatratzen-Snowcross wird zu Mittag zwischen der Qualifikation und dem Finalbewerb durchgeführt. Ö3-Moderator Thomas Filzer moderiert den Bewerb.

Zwei Ö3-WM-Partys Und passend zum Event wird‘s an den beiden WM-Wochenenden richtig laut: Am 16. und 17. Jänner sowie am 23. und 24. Jänner finden jeweils ab 19 Uhr die „Ö3WM-Partys“ in der WM-Halle Murau statt, u.a. mit dabei sind 3 Feet Smaller, Tagträumer, MashUP Germany und Virginia Ernst mit Ö3Moderator Thomas Filzer. Ö3-DJ Tobi Rudig wird beim Finalbewerb vom Snowboard-Parallelslalom im Lachtal für Stimmung sorgen – am Donnerstag, dem 22. Jänner, ab 13.00 Uhr. (cw) Alle Infos rund um das winterliche Groß-Sportereignis und zahlreiche weitere Informationen rund um die FIS Freestyle Ski & SnowboardWM gibts auf: www.kreischberg2015.at


Bi z-ta l k C LA S SI C

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Freitag, 16. Jänner 2015

Return on Communication

© Kraftkinz

gala-Abend im kursalon wien

ROC Neujahrs-Cocktail: Georg Kraft-Kinz, Birgit Kraft-Kinz, Josef Scheidl.

Optimismus und Zuversicht fürs neue Jahr

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1. Peter Lammerhuber (GroupM Österreich), Elisabeth Schaljo (Nissan), Helmut Hanusch (VGN News); 2. Gerhard Berger, Niki Lauda (ehem. F1-Fahrer); 3. Rudi Roubinek (Schauspieler), Christian Rainer (profil); 4. Peter Drobil (Bank Austria), Thomas Kralinger (Kurier), Gerald Ganzger (Rechtsanwalt).

Der beliebte Auto Award wurde wieder neu vergeben

Voll abgefahren

Kokette Erscheinung des Abends: Christian Rainer.

Verleihung Am 13. Jänner wurden in Wien Österreichs beliebteste Autos mit dem „Autorevue Award 2014“ ausgezeichnet. Die Jury bestand aus mehr als 7.500 Lesern des Automagazins. Als Gewinner konnten sich unter anderen Mini, Alfa Romeo 4C und BMW i8 durchsetzen. Auch war der 50. Geburtstag der Autorevue ein Grund zum Feiern. Größen des österreichischen Motorsports wie Niki Lauda, Gerhard Berger oder Karl Wendlinger ließen es sich nicht nehmen, mitzufeiern. Horst Pirker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe News, hielt fest: „Wir reden bei der Autorevue nicht nur über ein Magazin, sondern über Kult. Denn es ist Kult, wie die Autorevue mit dem Kultobjekt Auto umgeht.“ Niki Lauda plädierte für eine gute Zukunft der Formel 1: „Man muss wieder Rennautos bauen, vor denen die Fahrer Respekt haben und sich schrecken, wenn sie damit starten.“ Zurück in die achtziger Jahre blickte Gerhard Berger: „Mein Leben damals war ein Mix aus beinhartem Sport und sehr viel purem Leben – ich möchte das nicht missen.“ (red)

medianet Branchenkalender Jänner

22.

Presseführung Ausstellungen „techne – was Kunst und Technologie verbindet“; „35 Jahre ORF Teletext“ 10:30 Uhr, Ars Electronica Center (Linz)

Verleihung „17. Radiopreis der Erwachsenenbildung“ 18:30 Uhr, ORF RadioKulturhaus (Wien)

22.

Event #5 der Marketing Natives: Show me the money 19 Uhr, T-Center (Wien)

17.

Seminar FH Wien „From Writing it Down to Fixing it Up“ 10 Uhr, FH Wien Anmeldung erforderlich

22.

19.

Workshop Vienna Digital Academy „Social Media ­Technology Training“ 9 Uhr, The Hub Vienna Anmeldung erforderlich

Podiumsdiskussion Evangelische Akademie Wien, ­Vereinigung für Medienkultur „Machen Medien Kirche?“ 19 Uhr, Albert-Schweitzer Haus (Wien)

22.

Verleihung „17. Radiopreis der Erwachsenenbildung“ 18:30 Uhr, ORF-RadioKulturhaus (Wien)

27.

PK Focus Institut „Werbebilanz 2014 – Werbeprognose 2015“ 10 Uhr, Café Griensteidl, Michaelerplatz 2 (Wien)

28.

Vortrag Wiener Volkshochschulen „Protecting media ­pluralism at EU level – an assessment from a human rights perspective“ 19 Uhr, VHS Floridsdorf (Wien)

29.

Pressegespräch „15. Verleihung der Amadeus Austrian Music Awards“ 10 Uhr, Volkstheater (Wien)

16.

19.

Podiumsdiskussion Friedrich Funder-Institut (FFI) „Lässt sich der Journalismus von der PR instrumentalisieren?“ 18:30 Uhr, Management Club (Wien)

19.

Woche des Zeitungslesens: Podiumsdiskussion „Wie kann man junge Menschen für Zeitungen und ­Kafeehäuser begeistern?“ 19 Uhr, Café Markusplatz, Tuchlauben 16 (Wien)

22.

Auftakt Veranstaltungsreihe FH Wien „Journalismus zum Frühstück“ 8:30 Uhr, FH Wien

22.

Falknereiss, Himmelhoch und Vienna Digital laden zum Kickstart 2015 mit Keynote „Brain beats Budget“ 18 Uhr, Seminarhotel Rainers (Wien)

Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an: kalender@ medianet.at – die Veröffentlichung ist kostenlos.

Stillsand und Stagnation aufbrechen „Zu viel Stillstand und Stagnation herrschen in Österreich immer noch vor“, so Gastgeberin Birgit Kraft-Kinz (Obfrau der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien) im Schlusswort der Diskussionsrunde. „Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss man sich Mut bewahren und den Schritt ins Risiko gehen. So löst man den Stillstand und bringt Bewegung in die Wirtschaft für ein erfolgreiches 2015!“ Die zahlreichen Gäste, darunter Georg KraftKinz (Generaldirektor-Stellvertreter, Raiffeisenbank NÖ-Wien AG), Josef Scheidl (Vorstand, Leykam Lets Print AG), George Nimeh (Chief ­Digital Officer, Kurier Digital), Michael Göls (Country Manager, ­Havas Media), Bernhard Dworak (Geschäftsführung, Kutzen­dörfer und Dworak GmbH), Chris-toph Stieg (Unternehmer, perfact training), Peter Ulm (Vorstandsvorsitzender, Real Estate Investors Die Fachgruppe Werbung GmbH) und andere, diskutierund Marktkommunikation der ten ausgelassen über Themen, Wirtschaftskammer Wien lädt die sie bewegen, beschäftigen und die kommendes Jahr in am 21.1. 2015 zur Enquete Österreichs Wirtschaft eine zum Thema „Öffentliche Aus­ wichtige Rolle spielen werden. schreibungen“ um 14 Uhr. (bb) Inside Your Business. Today.

tipp des tages

Karriere

Gerhard Kürner Strobl)Kriegner Group

Wien 1814 (David King) Von Kaisern, Königen und dem Kongress, der Europa neu erfand: Napoleon hat abgedankt, das von ihm dominierte Europa muss sich neu aufstellen, doch wie? In Wien versammelt sich der bis dahin größte Kongress der Geschichte und verhandelt über die Zukunft des Kontinents. Königreiche und Fürstentümer werden vergrößert, verkleinert oder abgeschafft, die Landkarte Europas neu gezeichnet. Piper, ISBN: 978-3-492-05675-5

Umstieg Zeitgleich mit dem Umbau der Agenturstrukturen steigt bei der Strobl)Kriegner Group mit dem langjährigen voestalpineKommunikationsschef Gerhard Kürner ein neuer Gesellschafter ein. Kürner wird seine Kompetenz vor allem in den Bereichen Strategie, Content Marketing und dem digitalen Business Development einbringen.

© ms. foto.group

2

Wertsteigerung Um das neue Jahr traditionell zu beginnen, lud Birgit Kraft-Kinz zum alljährlichen ROC (Return on Communication) Neujahr Cocktail. Mit den Ehrengästen Josef Scheidl (Vorstand, Leykam Lets Print AG) und Georg Kraft-Kinz (Generaldirektor-Stellvertreter, Raiffeisenbank NÖ-Wien AG) wurde Resümee über das vergangene Jahr gezogen und ein Ausblick in das neue Jahr gegeben. Insgesamt waren mehr als 30 Meinungsträger aus Österreichs Wirtschafts- und Kommunikationsbranche anwesend. Optimismus und Zuversicht waren die Vorsätze, die sich im Laufe der Gespräche für die TopManager Österreichs herauskristallisierten.

© Piper Verlag

© Gerald Mayer-Rohrmoser (5)

Jahresauftakt


inside your business. today.

Seite 16

süsser liebling

Lila Lieblinge-Tafeledition, Leibniz Black’n White sowie Männerschokolade aus der Stieglbrauerei. Seite 17

Egger räumt AB

ZURÜCK an board

Sechs Jahre in Folge wurden Egger-Produkte von der DLG ausgezeichnet Seite 16

Marcus Schlich wird Head of Marketing & Branding bei Metro

© Metro

ASC-Zertifkat für Nachhaltigkeit und Transparenz

© Egger

© Eisvogel

Öko-Logo für Eisvogel

Freitag, 16. Jänner 2015 – 13

© Mondelez

retail medianet

Seite 18

Warum Pfeiffer das Kind schon schaukeln wird

© Syreta

short

Einzelhandel „Wachstumskaiser sind die Retail Parks“, erklärt Hannes Lindner (Bild) von Standort + Markt. Ansonsten lautet die Einzelhandelsbilanz für 2014: Die Leerstandsquote nimmt zu, Shoppingzonen werden auch immer mehr zum Treffpunkt, und das Gastronomie-Angebot in Shoppingzonen wächst. Seite 16

© Michael Hügel/Pfeiffer/picturedesk.com

© Rainer Mirau

digital retail Online ist ein harter Konkurrent für den stationären Handel. Die Syreta-GFs Christian Immitzer (li.) und Alexander Palnik (re. im Bild) möchten die Lücken zwischen Herstellern, E-Commerce und dem stationären Handel nun mit E-Business-Lösungen – die sich sämtlicher Kanäle bedienen – schließen. Seite 15

Costcutting-Reha Im Geschäftsjahr 2014 stand Zielpunkt bei 11,7 Mio. € Verlust und lag damit im vorgesehenen Sanierungsplan. Für 2016 soll der derzeitige Patient in Georg Pfeiffers Handelsgruppe schwarze Zahlen schreiben. Seite 14

© Keystone/Ti-Press/Carlo Reguzzi

Rakuten macht Sie 2015 zum

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Export Im Außenhandel mit Österreichs wichtigstem Handelspartner Deutschland ist Käse der Exportschlager. 2014 wurden 57.561 Tonnen im Wert von 289 Mio. € exportiert. Damit haben die österreichischen Käsereien ein Plus von 14% zustandegebracht. Fleischzubereitungen liegen auf Platz zwei der Ausfuhren. (APA)

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ti te l stor y

Freitag, 16. Jänner 2015

© Pfeiffer Handelsgruppe

14 – medianet retail

Spit zen-t rio

Sanieren & Investieren Erich Schönleitner, Georg Pfeiffer und Markus Böhm steuern mit der Pfeiffer Handelsgruppe einen soliden Kurs, bei dem der Gastrobereich die Erlösbresche für den zu sanierenden Zielpunkt darstellt – der ja auch mal wieder expandieren sollte.

Pfeiffer-Gruppe C+C als Ertrags- und Finanzierungsquelle, Unimarkt als Testlabor für Digital Retailing

Drei Pfeiffer-Musketiere kämpfen mit feiner Klinge

Bei Zielpunkt greift Sanierung: 30 Mio. Euro Verlust im Jahr 2012 reduzierten sich auf 11,7 Mio. Euro im GJ 2014. Hanspeter Madlberger

Linz/Traun. „Die Trauner traun sich was!“, war die einhellige Meinung der Branche, als das Familienunternehmen Pfeiffer den dahinkränkelnden Soft-Discounter Zielpunkt mit einem Umsatzvolumen von knapp 500 Mio. € per 1. März 2014 zu 100% übernahm. „Wie geht es euch mit Zielpunkt?“, wird Georg Pfeiffer, Aufsichtsratsvorsitzender der eigenen Firma, seither von Lieferanten und Geschäftsfreunden ständig gefragt. Optimismus zu verströmen, ist daher ein Dauerjob des jungen Großhändlers und seines eCommerce-ambitionierten Führungsduos Erich Schönleitner & Markus Böhm.

Zielpunkt im Umsatzwettlauf Einigermaßen plausible Befunde über die Genesungsfortschritte des Patienten Zielpunkt lieferten die drei Pfeiffer-Musketiere vergangenen Mittwoch im Linzer Gourmetrestaurant Essig, wo sie sich den Medien stellten, als erste ihrer Zunft 2014er-Umsatzzahlen präsentierten und überhaupt für den Handel Benchmarks der Transparenz im Umgang mit der Öffentlichkeit setzten. Stichwort „Essig“: Aufregend Saures muss die Neuerwerbung Zielpunkt weiterhin im Preiswettbewerb und Umsatzwettlauf auf dem heißen Wiener Ein-

zelhandelspflaster schlucken. Und Balsam(ico) auf diese Unbill ist die anhaltend gute Performance der Gastro-Großhandelssparte mit den Abholmärkten und dem Zustellservice. 150 Haubenlokale scheinen auf der Menükarte der C+C PfeifferKunden auf. Wenn Unimarkt mit seinen eCommerce-Aktivititäten neuerdings auf 4.0 Marketing setzt, so betreten die Kollegen von der C+C-Fraktion schon seit 2008 mit ihrem Cook 2.0 Exquisit-Programm Neuland im Kulinarik-Marketing. Pfeiffers Gastro-Großhandel liefert die kommerzielle Power für die Zielpunkt-Sanierung. Mit dem Gewinn-Transfer vom C+C in den Einzelhandelssektor steht und fällt der Erfolg des Abenteuers Zielpunkt. C+C Pfeiffer legte 2014 beim Umsatz um 8,4% zu, mit eingerechnet ist der Zugang von 16,6 Umsatzmillionen infolge der Akquisition der steirischen Getränkegroßhandlung Schlacher. Im Geschäftsjahr 2013/2014, das am 28. Februar 2014 endete, erwirtschaftete Pfeiffer C+C ein EGT von 9,1 Mio. €, dem in derselben Periode ein Zielpunkt-Verlust von 11,8 Mio. € gegenüberstand.

14 Filialen geschlossen Die Zielpunkt-Umsätze lagen im Kalenderjahr 2014 laut GfK konstant um 11 bis 12% unter dem Niveau von 2013. Zurückzuführen

ist dieser Rückgang auf die Schließung von 14 Filialen im Herbst 2013, die wesentlich 2014 umsatzwirksam wurde. Flächenbereinigt kam das zum Supermarkt umpositionierte Ladenformat mit seinen 247 Filialen laut Schönleitner auf ein Umsatzplus von 2,03% und wuchs laut Nielsen überproportional zum Branchenschnitt. Die Übernahme der 223 Feinkostabteilungen von Schirnhofer, die im November vergangenen Jahres vorzeitig abgeschlossen wurde, hat somit per Saldo zu keinen Umsatzeinbußen geführt; vielmehr erhöhten sich die Verkäufe in diesem Sortiment um 0,7%.

Sanierung auf Kostenseite Der entscheidende Fortschritt der Zielpunkt-Sanierung fand nicht auf der Umsatz-, sondern auf der Kostenseite statt. Im Jahr 2012 fuhr Zielpunkt noch einen Verlust von rund 30 Mio. € ein; 14 Monate später, im Geschäftsjahr, das per 28.2.2014 endete, reduzierte sich der Jahresfehlbetrag auf 11,7 Mio. €. Damit liegt man mit der Sanierung im Plan. 2016 will Zielpunkt erstmals schwarze Zahlen schreiben. Der Ausstieg aus der defizitären Schirnhofer-Allianz ist eine wesentliche Costcutting-Maßnahme, die greift. Zielpunkt braucht weiterhin Geld – nicht nur zur Verlustabdeckung,

sondern ebenso für Investitionen. Auch in dieser Hinsicht bewährt sich C+C Pfeiffer als Cashcow. Der jährliche Cashflow des Gesamtunternehmens, überdurchschnittlich vom Gastro-Großhandel gespeist, liegt bei rund 20 Mio. €; davon fließt rund die Hälfte in Zielpunkt. 2015 werden insgesamt 22 Mio. € investiert, davon entfällt die Hälfte auf die Modernisierung der Wiener Zielpunkt-Filialen. Entsprechend langsam geht der Gesamtrelaunch über die Bühne. 2014 wurden zwei Wiener Standorte auf das neue Ladenmodell umgerüstet, zwei weitere Umbauten folgen heuer, dazu ein dritter in Niederösterreich (Münchendorf). Die Hoffnung, das Zielpunkt-Wachstum durch die Akquisition von Franchisenehmern zu beschleunigen, hält sich in Grenzen. 2016 soll der erste Franchisepartner starten, mit über 20 Interessenten wird verhandelt. Bessere Wachstumschancen

tun sich weiterhin im Gastro-Großhandel auf, wo der Strukturbereinigungsprozess der Branche voll im Gange ist und Pfeiffer immer wieder Übernahmeangebote erhält. Die Liste der Projekte für 2015 ist lang; sie reicht vom Multi ChannelPrototyp bei Unimarkt, als Testlabor für Digital Retailing, über den forcierten Ausbau der Abholstationen für den Online-Verkauf und die Weiterentwicklung der Ethno-Sortimente bei Zielpunkt bis zur Trinkwerk-Offensive im Getränke-Zustellgroßhandel. Die drei Pfeiffer-Musketiere drehen an vielen Rädchen und sie kämpfen mit feiner Klinge. Sie vernetzen sich mit der Wissenschaft (Technologiepark Hagenberg), innovativen Logistikern wie der Post AG, mit Business Angels wie Werner Wutscher und Cross Channel-Praktikern wie dem Thalia-Chef Josef Pretzl, der kürzlich in den Aufsichtsrat der Unimärkte berufen wurde.

PfEiffer Umsat zb il anz 2 0 1 3 / 2 0 1 4

Umsatz Umsatz Differenz Differenz Vertriebsschiene 2014 2013 in Mio. in % Ketten-Großhandel 106,10 107,80 –1,70 –1,57 C+C Pfeiffer inkl. Akquisition Schlachter 465,40 429,40 +36,00 +8,38 davon Schlachter 16,60 – +16,60 – Unimarkt 273,60 261,00 +12,60 +4,83 Zielpunkt 493,40 – +493,40 – Pfeiffer-Gruppe gesamt 1.338,50 798,20 +540,30 +67,70 Gruppe exkl. Zielpunkt u. Schlachter 828,40 798,20 +30,30 +3,79 Quelle: Pfeiffer, Umsatzangaben in Mio. €


Di gi ta l r e ta i l

Freitag, 16. Jänner 2015

medianet retail – 15

Lückenschluss 53% informieren sich vor dem Kauf online über das Produkt, während 18% zuerst ins Geschäft gehen und dann online bestellen

Einkauf erleben, online wie offline Wels. Dass der Online-Handel für den Stationären einen immer ernsteren Konkurrenten darstellt, ist längst klar. 2014 gaben die Österreicher, laut GfK, im Schnitt 387 € für Weihnachtsgeschenke aus. Die Mehrheit kauft ihre Geschenke zwar lieber persönlich im Geschäft; doch der Vorweihnachtstrubel ist nicht für jedermann etwas, und so erwartet die KMU Forschung für 2014 einen höheren Anteil des Online-Handels am gesamten Einkaufsvolumen. Waren es 2013 9% (rd. 5,9 Mrd. €), rechnen die Experten für 2014 mit einem Anstieg auf insgesamt 11% bzw. 7 Mrd. €. ,,Der Kunde will heute ein optimales Einkaufserlebnis, online ebenso wie offline. Das veränderte Einkaufsverhalten ist für viele klassische Handelsunternehmen eine große Herausforderung“, weiß Alexander Palnik, Geschäftsführer von Syreta E-Business Solutions. Das Welser Unternehmen hat sich

Amazon Top Geschenke

Kassenschlager

© Amazon

München. Der Online-Händler Amazon hat auch heuer wieder eine Liste mit den beliebtesten Weihnachtsgeschenken 2014 veröffentlicht. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum 1. November bis 22. Dezember 2014 und auf als Geschenk bestellte Artikel. In der Kategorie „Elektronik“ standen vergangene Weihnacht der Kindle Paperwhite und Amazon Fire TV an der Spitze. Das AC/ DC Album Rock or Bust war das meistgekaufte Album, während Grand Theft Auto V und FIFA 15 die Video-Spiel-Charts anführten. Zu den Büchern, die sich am Häufigsten unter den Weihnachtsbäumen bzw. in den eReader fanden, gehören u.a. „Gregs Tagebuch 9 – Böse Falle!“ von Jeff Kinney, „Der Junge muss an die frische Luft: Meine Kindheit und ich“ von Hape Kerkeling und „Passagier 23“, ein Psychothriller von Sebastian Fitzek. Die beliebesten DVDs waren „Die Eiskönigin“, „Monsieur Claude und seine Töchter“, „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ und „Der Hobbit: Smaugs Einöde“. Kunden, die auf amazon.de bestellten, ließen ihre Geschenke in insgesamt 75 verschiedene Länder liefern. Weltweit stellte der OnlineHändler zu Weihnachten in 185 Länder zu. Damit hatte amazon.de 2014 das bisher beste Weihachtsgeschäft und verzeichnete in der letzten Woche vor Weihnachten 20% mehr Bestellungen gegenüber dem Vorjahr. Die Kategorie Beauty wuchs um 80% und damit am stärksten. (red)

amazon.de-Kunden ließen ihre Geschenke in 75 Länder ausliefern.

darauf spezialisiert, Websites, E-Commerce-Lösungen und Individualsoftwaren zu konzipieren. 53% der Österreicher informieren sich zuerst online über ein Produkt, bevor sie es anschließend im Geschäft kaufen. Umgekehrt sind es 18%, die zuerst in den Laden gehen und anschließend online bestellen. ,,Sogenannte Omni-Channel-Lösungen holen die Kunden da ab, wo sie gerade sind – egal ob im Geschäft, vor dem Laptop oder mit dem Smartphone unterwegs. Den Vertrieb über Ladengeschäft, Online-Shop und mobile Anwendungen optimal zu nutzen wird immer wichtiger, um die Lücke

zwischen Hersteller, stationärem Handel und Online-Handel zu schließen“, erklärt GF Christian Immitzer. Um diese Lücken zu schließen entwickelt Syreta individuell angepasste E-BusinessLösungen, die sämtliche Kanäle abdecken. ,,Derzeit arbeiten wir an der Umsetzung eines innovativen Omni-Channel-Konzepts, das gerade für Hersteller, die über den Fachhandel vertrieben werden, interessant ist“, kündigen die beiden Syreta-Geschäftsführer an, deren Retail Management-Software Lifecycle Tool neue Maßstäbe in der Organisation von Marketing-Kampagen setzen soll. (nn)

© Syreta

2014 gaben die Österreicher durchschnittlich 387 Euro für Geschenke aus.

Die Syreta-GF Christian Immitzer und Alexander Palnik möchten mit E-BusinessLösungen die Lücke zwischen Hersteller, Online- und stationärem Handel schließen.


r e ta i l & pr odu c e r s

16 – medianet retail

Freitag, 16. Jänner 2015

Einzelhandel Weniger Einzelhandel, zunehmende Leerstandsquoten, mehr Treffpunkt, umfassendes Gastronomie-Angebot

short

Shoppingzonen werden zum Haifischbecken

© dpa/dpa-Zentralbild/Z1018 R. Hirschberger

Schlechtes Weihnachtsgeschäft für Richemont

Im vergangenen Jahr eröffneten vor allem internationale Handelsketten in Österreichs Shoppingzonen. Wien. eCommerce, Überalterung und Expansionshunger – so steckt die Beratungsgesellschaft Standort + Markt die aktuellen Parameter der Handelsbranche ab. Antworten auf Fragen danach, was sich in der räumlichen Handelslandschaft und beim Kaufverhalten der Österreicher konkret tut, bietet das Unternehmen mittlerweile jährlich in einem detaillierten Einzelhandelsbericht. Für das Jahr 2014 analysierten die Experten die Handelszonen der 18 größten Städte Österreichs. Insgesamt rund 8.800 Shops gibt es in den begutachteten Handelszonen, die Geschäftsfläche beträgt fast 1,5 Mio. m2. „Wenn man sich nun die innerstädtischen Einzelhandelsensembles hinsichtlich ihrer Geschäftsflächenkapazitäten ansieht, dann führt dieses Ranking – und das ist keine Überraschung – die Wiener Mariahilfer Straße an“, erklärt Roman Schwarzenecker von Standort + Markt. Trotzdem hat sich die Geschäftsfläche der inneren Mariahilfer Straße aufgrund der Umkonzeptionierung von La Stafa verringert.

Bellevue. Der Schweizer Uhrenund Schmuckkonzern Richemont hatte das schwächste Weihnachtsgeschäft seit Jahren. Trotz gut laufender Geschäfte in Europa, Amerika und im Nahen Osten wurden die Gewinnzahlen durch Rückgänge in Asien, vor allem in Hongkong und Macao aufgezehrt, teilte der Konzern mit. Angeblich hielten die Protestbewegungen das Feiertagsgeschäft auf. (APA)

Einzelhändler Ahold erzielt große Gewinne Amsterdam. Der niederländische Konzern Ahold verzeichnet in den USA ein Umsatzplus von knapp 8% und übertraf damit die eigenen Erwartungen. Der Nettoumsatz des vierten Quartals liegt damit bei 8,06 Mrd. €. Auch in den Niederlanden stieg der Umsatz um 4,5%. Zum guten Geschäft trugen u.a. die Eröffnungen neuer Filialen bei. Am Heimmarkt ist Ahold Branchenführer, 60% des Erlöses erzielt der Einzelhändler mit Supermärkten in den USA. (APA)

Leerstandsquote nimmt zu Doch die Untersuchung zeigt auch, dass der Leerstand in den insgesamt 22 begutachteten City-Shoppingzonen mit 4,3% nur geringfügig höher liegt, als in Österreichs Shopping Centern (3,6%). „Ruft man sich aber die letztjährige Auswertung ins Gedächtnis, so ist eine Verschlechterung der Leerstandsquote um einen Prozentpunkt feststellbar“, so Schwarzenecker. Die geringste Leerstandsquote weist derzeit die Meidlinger Hauptstraße in Wien auf. Außerdem be-

Starker Umsatzrückgang im US-Einzelhandel Washington. Für US-Einzelhändler lief das Weihnachtsgeschäft schlechter als üblich – der Umsatz fiel wider der Prognosen um 0,9% zum Vormonat. Fast alle Branchen meldeten am Jahresende ein Minus. Trotz gesunkener Benzinpreise, so BayernLB-Ökonomin Christiane von Berg, macht der Handel wenig Profit. Der Einzelhandel macht ca. 30% des privaten Konsums in den USA aus. (APA)

Hannes Lindner ist geschäftsführender Gesellschafter von Standort + Markt bilanziert: „Retail Parks sind Wachstums-Kaiser.“

Laden-Mietpreise. Durchschnittlich liegt dieser nämlich bei 60 €/ m2 in den A-Lagen, in den B-Lagen hingegen bei lediglich 21 €.

obachtbar ist ein zunehmender Konzentrationsprozess im Handel in den Cities. Dagegen verlieren die Nebenlagen und Seitenstraßen weiter an Bedeutung. Betrachtet man die landesweiten Shop-Neueröffnungen des vergangenen Jahres, so handelt es sich überwiegend um Geschäfte und Marken internationaler Handelsketten: COS (H&M), Bershka (Inditex), Hard Rock Cafe, Vapiano und so weiter. Es kann also durchaus behauptet werden, dass eine gewisse Verdrängung kleiner Boutiquen und Fachgeschäfte aus den sogenannten A-Lagen der Shoppingzonen stattfindet. Erklären lässt sich dieses in vielen europäischen Städten beobachtbare Phänomen unter anderem mit der Höhe der

Retail Parks wachsen In den 15 größten Städten Österreichs wiederum fand (innerhalb des Beobachtungszeitraums und auf die analysierten Shoppingzonen bezogen) sogar ein Flächenwachstum statt – plus 3,2%. „Der sogenannte Wachstums-Kaiser war primär die Agglomerationsklasse Retail Parks (+8,5%). Auf dem zweiten Platz folgen die Fachmarktagglomerationen (+6,7%)“, führt Hannes Lindner von Standort + Markt aus. Auffallend ist, dass sich in diesen Agglomerationen

immer stärker Kurzfristbedarfsanbieter – also Supermärkte, Verbrauchermärkte, Drogeriemärkte und Lebensmitteldiskont – etablieren, „eine raumordnungstechnisch fragwürdige Entwicklung, bieten doch diese unkoordiniert gewachsenen Agglomerationen weder aus Konsumentensicht, noch aus der Perspektive des Einzelhandels zeitgemäßen Komfort“, so Lindner. Gesamt geschäf t sfl ächen

Rang Location 1. Wien, Mariahilfer Straße 2. Graz 3. Wien, City 4. Linz 5. Innsbruck Quelle: Standort + Markt, 2015

Fisch ASC-Zertifikat für Nachhaltigkeit und Transparenz

DLG-Medaillen Sechs Jahre hintereinander ausgezeichnet

Molln. Der öberösterreichische Fischzuchtbetrieb Eisvogel mit Standorten in Österreich und Italien erhielt im Dezember 2014 eine Zertifizierung nach den Richtlinien des „Aquaculture Stewardship Council“ (ASC). Das Siegel garantiere „dem Kunden einen transparent nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, der Fischerei und den Beschäftigten“, betont CEO Hubert Bernegger. Dabei würden unter

Unterradlberg. Für die Privatbrauerei Egger hat der kürzlich von der DLG (Deutsche LandwirtschaftsGesellschaft) durchgeführte Biertest ein erfreuliches Ergebnis gebracht: Sieben Produkte wurden „vergoldet“, darunter das Egger Märzen und das neue alkoholfreie Egger Zisch. Die Auszeichnungen der Deutschen LandwirtschaftsGesellschaft DLG zählen zu den bedeutendsten Qualitätsprämierungen der Lebensmittelbranche.

Öko-Logo für Eisvogel-Zuchtfische Egger räumt sieben Mal Gold ab

© Eisvogel

Ex-Chef von dayli, Rudolf Haberleitner, weist Betrugsvorwürfe zurück.

ASC-Zertifikate garantieren u.a. einen nachhaltigen Umgang mit der Natur.

anderem Aspekte wie die Wasserreinheit, die Fischgesundheit, die Erhaltung der Artenvielfalt und der Wildpopulation sowie die Futternanforderungen in den Fischzuchten geprüft.

Zertifizierte Aquakultur Die Fischproduktion Eisvogel gehört mithin zu den führenden Unternehmen der Branche in Europa und produziert jährlich rund 2.200 t Produkte – darunter Frischfische, Tiefkühlfische, geräucherte Fische und Meeresfrüchte. Unter dem ASC-Siegel sei die Qualität und Nachhaltigkeit der Produktionskette nun „messbar“, so Bernegger, und zwar vom Eimaterial bis zum fertigen Speisefisch. Die Firma zählt sich außerdem zu den weltweit ersten Anbietern von ASC-zertifizierten Saiblingen und Bachforellen. Die EisvogelFischzucht ist im italienischen Friaul beheimatet, die Veredelung der Frischfische findet dagegen in der Produktionsstätte Österreich/Moll statt. Der Betrieb feiert 50-jähriges Bestehen beschäftigt derzeit 92 Mitarbeiter. (red)

„Dass gleich sieben unserer Produkte mit Gold und damit mit der bestmöglichen Bewertung ausgezeichnet wurden, freut uns natürlich sehr und ist der Beleg für unsere kompromisslose Qualität“, zeigt sich Bernhard Prosser, GF für Marketing und Verkauf, stolz. „Dass unsere Biere bereits im sechsten Jahr hintereinander vergoldet wurden, beweist, dass Egger kontinuierlich zu den besten heimischen Brauereien gehört.“ (red)

© Privatbrauerei Egger

© APA/Herbert Neubauer

dayli unter Verdacht der Wirtschaftskriminalität

Pucking. Die im Juli 2013 in Insolvenz geratene Handelskette dayli steht unter Verdacht auf betrügerische Krida, fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und Betrug, teilt Thomas Haslwanter, Sprecher der Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), in einem Bericht mit. Ermittelt werde gegen den ExChef und Eigentümer Rudolf Haberleitner, der jedoch die Vorwürfe zurückweist. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Linz hätten einen Schaden von 5 Mio. € ergeben. (APA)

© Rainer Mirau

daniela prugger

Luxusmarke Richemont verzeichnet Absatzrückgang um 12% in Asien.

Egger-Chef Bernhard Prosser freut sich über den DLG-Medaillenregen für sein Bier: sieben mal Gold als Beweis, dass Egger zu den besten Brauereien gehört.


pr odu c t n e ws

Freitag, 16. Jänner 2015

medianet retail – 17

Die Süße der Schokolade in der Tafel, als Keks und im Bier Product News Lila Lieblinge-Tafeledition, Leibniz Black’n White sowie Männerschokolade aus der Stieglbrauerei.

© Mondelez (3); Bahlsen; Stieglbrauerei

Die Bio-Bierspezialität „Männerschokolade“ – veredelt mit einer Kakaomischung aus dem Hause Zotter – eröffnet 2015 den Reigen der StieglHausbiere, die Bierliebhaber das ganze Jahr über erfreuen. Die Kombination aus Stout-Bier mit Kakao offenbart sich schon beim Einschenken mit einer üppigen, cremigen Schaumkrone und versüßt den Biergenuss.

Limited Edition Lila Lieblinge-Tafeledition 100 g-Tafeln Mondelez LEH www.milka.at

Jedes Jahr erfindet sich der Leibniz Choco Keks neu und ist exklusiv unter dem Namen „Leibniz Choco des Jahres“ als Limited Edition erhältlich. Für das Jahr 2015 zeigt sich der wohl bekannteste Keks erstmals als knuspriger Kakaokeks mit weißer Schokolade in SchwarzWeiß – ein echter „Trendsetter“, sozusagen.

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Limited Edition Leibniz Choco des Jahres Black’n White 125 g Bahlsen LEH www.bahlsen.at

(c) Karelly | www.lupispuma.com

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Milka bringt zur „Lila Lieblinge Promotion“ im „Lila Lieblinge“-Design drei Sorten als limitierte Auflagen heraus: Milka à la Vanillepudding, Milka Karamell und Milka Milchcrème mit Haselnusskrokant. Beim Kauf von mindestens fünf Milka-Produkten gibt es im süß sortierten LEH einen Milka PlüschkuhSchlüsselanhänger gratis dazu.

Kategorie Limited Edition Produkt Männerschokolade Packung 0,75 l-Einwegflasche Vertrieb Stieglbrauerei Distribution Gastronomie, Stiegl-Braushop Info www.stiegl.at

DLG Grieskirchner prämiert

Gold fürs Pils

© Brauerei Grieskirchen

Grieskirchen. Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) zeichnete erneut das Grieskirchner Pils mit einer Goldmedaille aus. Das Hauptprodukt der Regionalbrauerei konnte die Expertenjury bei der DLG-Prämierung 2015 von seiner Reinheit und der hohen Qualität des Geschmacks überzeugen. Die DLG-Prämierung basiert auf internationalen wissenschaftlichen Qualitätsstandards und erstellt für jedes teilnehmende Bier ein Expertengutachten. (red)

Christoph Strasser, Weltrekordhalter und Sieger des RAAM (Race Across America) 2011, 2013, 2014

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Weltrekord mit Wiesbauer

ank Christoph Strasser, dem 3-fachen RAAM (Race Across America) Sieger und Weltrekordhalter aus Leoben. Christoph verfolgt seine Ziele mit hoher Professionalität sowie einer unglaublichen Hingabe und das gefällt uns bei Wiesbauer.

Wenn´s um die Wurst geht

Wir könnten nahezu jede Wurst vollautomatisch produzieren. Allerdings wäre es dann

keine Wiesbauer mehr. Denn eine Maschinenwurst erreicht nie den Geschmack und die Qualität echter Handarbeit. Ob Wurst oder Schinken, nur Menschen, die mit Leidenschaft und Hingabe am Werk sind, schaffen gleichbleibend hohe Qualität und das schmeckt man.

Wie aus Wasser Geschmack wird

Maschinen kennen nur Befehle, kein Engagement, keine Phantasie. Menschen schon.

Für unseren ohnehin schon ausgezeichneten Wurzelspeck etwa, haben wir ein eigenes Trocken- und Ruheprogramm entwickelt. So verliert der Speck sanft an Feuchtigkeit und das Aroma wird noch feiner. Für unsere Kunden bedeutet das: weniger Wasser, mehr Fleisch, mehr Geschmack.

Wir sagen dazu: typisch Wiesbauer.

Ein Pils mit Medaille: Grieskirchner wird von der DLG mit Gold ausgezeichnet. Anz Radmarathon_216x288.indd 1

13.01.15 11:30


sh op ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 16. Jänner 2015

Neue Lehrlingsaktion Philips neujahrscocktail 2015

© Philips Austria/APA-Fotoservice/Schedl.

© Spar

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Bewerbungen werden ab sofort entgegengenommen; auf die Jugendlichen warten viele Prämien und eventuell ein kostenloser B-Führerschein.

Engagierten Lehrlingen winken viele tolle Prämien 2

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1. Reinhard Hilgert, Bundesminister Andrä Rupprechter und Robert Körbler; 2. Norbert Kolowrat und Rudolf Koch; 3. Bernd Wachter freut sich über den Spenden-Scheck; 4. Frank Hensel und Wolfgang Anzengruber.

Philips Austria lud zum Feiern und Networken

Großes Leuchten

Robert Körbler begrüßte seine Gäste mit einer Ansprache.

Cocktail-Feier Am 13. Jänner lud der Philips Konzern zum alljährlichen Neujahrscocktail ins Euro Plaza. Generaldirektor Robert Körbler begrüßte, gemeinsam mit den beiden Geschäftsführern Reinhard Hilgert und Rudolf Koch, rund 400 gut gelaunte Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesundheitswesen. Unter ihnen Wolfgang Anzengruber (Verbund), Frank Hensel (Rewe) und Bundesminister Andrä Rupprechter, der in seiner Neujahrsansprache einen Ausblick für das bevorstehende Weltklimaabkommen in Paris gab. „Innovative Lösungen für Gesundheit und Wohlbefinden sowie Energieeffizienz und Connected Lighting werden die Leitthemen für Philips im neuen Jahr sein“, kündigte Körbler an und übergab einen Scheck in Höhe von 10.000 € an Bernd Wachter von der Caritas. Die Spende soll dem Philips Schülerfonds der Caritas zugutekommen. Die Initiative unterstützt seit elf Jahren armutsgefährdete österreichische Familien. Für Unterhaltung sorgten die Schlagzeugprofis von Drum Stars, die das Publikum mit Trommelrhythmen und großartigen Lichteffekten begeistern konnten. (nn)

2010

© Metro/Prinz Wolfgang Photography

Lehrlingsoffensive Spar nimmt auch 2015 wieder österreichweit 900 neue Lehrlinge auf. Die Jugendlichen beginnen mit der Ausbildung im August oder September. Der Ansturm auf die offenen Lehrplätze hätte, laut Spar-Lehrlingsverantwortlichem Stephan Handstanger, bereits begonnen. „Wir freuen uns auf freundliche und kommunikative Jugendliche, die gern mit Menschen zusammenarbeiten und uns zeigen wollen, was sie können“, so Handstanger. Die beliebten Ausbildungsplätze werden in 17 verschiedenen Lehrberufen angeboten. Die Bandbreite reicht vom klassischen Einzelhandel und der Feinkost bis zur Bürolehre. Neben der Lehrlingsentschädigung gibt es Prämien für gute Praxis-Leistungen und Berufsschulzeugnisse. Lehrlinge, die in beiden Bereichen erfolgreich sind, kriegen darüber hinaus den B-Führerschein bezahlt. Wie es den Jugendlichen bei Spar ergeht, kann im Lehrlingsblog nachgelesen werden; seit SepDie 66. Spielwarenmesse findet tember bloggen nämlich vier heuer vom 28.1. bis 2.2. in Lehrlinge aus Wien, Salzburg Nürnberg statt. Alle Neuheiten und der Steiermark über ihren der Spielwarenwelt werden auf Alltag beim Lebensmittel170.000 m2 vorgestellt. händler. Nähere Informationen gibt‘s unter www.spar.at/ www.spielwarenmesse.de lehre. (red) Inside

Produkt des tages

Kopf des Tages

Marcus Schlich (41) ist seit 1. Jänner neuer Head of Marketing & Branding bei Metro Cash & Carry Österreich. Der Einzelhandelskaufmann begann seine Karriere bei Karstadt und wechselte danach zum internationalen Handelshaus Watson nach Hong Kong. Von 2007 bis 2009 arbeitete er als strategischer Einkäufer für Heimtextilien und Arbeitsbekleidung erstmals bei Metro und war danach beim Real SB Warenhaus tätig. Seit 2013 mischt Schlich wieder bei Metro mit. ,,Mein Fokus in dieser Position wird darauf liegen, die Kommunikation mit unseren Kunden zu verstärken und zu beschleunigen“, kündigt der gebürtige Essner an.

Spar nimmt heuer 900 Lehrlinge auf

sines s d

die finstere brille

Ich zähle täglich meine Nüsschen Christian Novacek

V

© Heidi’s Best

Entspannung Wer seinem Vierbeiner etwas Gutes tun möchte, ist mit der neuen und bisher einzigartigen Kräuterdecke für Hund und Katze gut bedient. Das Innenkissen ist mit einer speziellen Kräutermischung für Katzen bzw. Hunde gefüllt. Baldrianwurzel, Lavendel, Hirse sollen bei der Entspannung helfen und beruhigend auf die Haustiere wirken. Himalaya-Salz hilft bei Gelenksbeschwerden, während Dinkel und Zirbenholz die Durchblutung fördern, den Herz-Kreislauf stärken und bei Schlafstörungen und Wetterfühligkeit helfen sollen. Die Kräuterdecken sind nach Öko-Tex 100 zertifiziert und je nach Größe bereits ab 39,90 € erhältlich. www.heidisbest.at

erstärkt habe ich den Eindruck, es geht nur darum, also um den Preis natürlich. Bei Rewe ist das schön nachvollziehbar, weil Kundenkartenbesitzer die Preiskeule nicht nur per Flugblatt, sondern auch per Mailings verpasst kriegen. Von Billa erhält man dieser Tage (extra) Rabatte bis zu 15 Prozent, bei Merkur gibt‘s das Nämliche für vier Einkäufe im Monat. Daraus folgert schön langsam ein Lagerungsproblem. Weil wenn‘s so günstig ist, kauft der gemeine Gierschlund mehr, und ich fühl mich schon wie ein Eichhörnchen im Nüsschenlager. Selbst daran hab ich schon gedacht: Wie wärs mit ein paar haltbaren Lebensmitteln mehr in der Wohnung und stattdessen ein bissl Elektronikschrott weniger? Das Lebensmittelhamstern lässt sich heutzutage sowieso super rechtfertigen, es gibt in den USA eigene Serien drüber, die heißen dann halt nicht „der Lebensmittelhamster“, sondern „Survival irgendwas“. Leider, wenn der Preis seine Furchen ins Sortiment schlägt, bleibt halt eins zusehends über: die Qualität. Das wird keiner zugeben, dass hier ein Problem dräuen könnte. Aber für mich grobsinnlich wahrnehmbar ist etwa, dass bei Billa im Wurstregal die Marke Ja! Natürlich aktuell deutlich reduziert scheint – oje. c.novacek@medianet.at

Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Brillant 2010 wurde eine Pizza für 10.000 Bitcoin verkauft; das entsprach damals einem Wert von etwa 30 €. Beim heutigen Wechselkurs sind es 1,7 Mio. €.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 16. jänner 2015 – 19

© Pantermedia

Pioneer Investments

Das Fondshaus lanciert ein Produkt mit halbjährlicher Ausschüttung Seite 21

© Panthermedia

financenet weltweit weniger pleiten

Der Kreditversicherer Prisma ist für heuer zuversichtlich, Österreich schert aus Seite 23

fonds retailanleger sind zurück © Erste Asset Management/Stephan Huger

Rohstoffe: Die Mine liegt mitten in der Stadt

ATX 7.1.–14.1.2015

ATX (Schluss 14.1.) 2.122,08 -2,19% Wochentop Wochenflop

FACC SBO

11,62% -11,10%

Top 5 ATX Prime FACC 11,62% Warimpex 10,53% Do&Co 7,75% AT&S 7,29% Telekom Austria 7,16% Flop 5 ATX Prime Schoeller-Bleckmann -11,10% Raiffeisen Bank International -8,88% voestalpine -8,27% OMV -3,36% Kapsch TrafficCom -3,08%

DAX

© Gesellschaft für Ökologie und Abfallwirtschaft; Panthermedia.net/Silvia Koerner

7.1.–14.1.2015

DAX (Schluss 14.1.) 9.817,08 3,10% Wochentop Wochenflop

Fresenius 8,48% RWE -8,34%

Top 5 DAX Fresenius 8,48% Continental 6,88% Daimler 6,21% Dt. Telekom 5,81% Bayer 5,79%

Urban Mining Mit der Explosion der Rohstoffpreise wurde auch ihre Suche in Abrissgebäuden und Altdeponien rentabel. Momentan leidet die Branche zwar unter einem Preisrückgang, meint Entsorger Gerhard Schauerhuber, doch der langfristige Trend zeigt nach oben – eine „Goldmine“ auch für Anleger. Seite 20

Flop 5 DAX RWE -8,34% ThyssenKrupp -6,19% E.ON -5,16% Lanxess -2,88% Commerzbank -1,35%

Aufgabe der Franken-Stützung Experten sprechen von Schock, Glaubwürdigkeit der Notenbank stehe auf dem Spiel

inhalt

Helle Aufregung nach unerwartetem Schritt

Capital:Markets > Joma hält 87% an C.A.T.oil 20 > Valneva erhöht Kapital 20 Fonds:Park >S choellerbank-Experte warnt vor High-Yield-Fonds 21

23 23

Insurance:Watch >O ÖV entwickelt neue Basisrisikovorsorge 24 > 2014 war mildes Jahr für Versicherungen weltweit 24

© APA/EPA/Peter Klaunzer

Banking >U S-Banken: Dividendenträume sind gefährdet >O berbank plant weitere sieben Filialen

Für die Schweizer Exportindustrie dürfte der SNB-Schritt ein herber Schlag sein.

Zürich. Die Aufhebung des FrankenMindestkurses durch die Schweizer Nationalbank (SNB) ist für den Chefökonomen der Schweizer Bank UBS eine große Überraschung. „Ich stehe unter Schock; das ist starke Medizin“, sagte Daniel Kalt in einer ersten Reaktion. Ein Schock ist der Schritt auch für heimische Fremdwährungskreditnehmer. Noch drastischer die Worte von Nick Hayek, Chef des Uhrenherstellers Swatch: „Ich befürchte einen ,Tsunami‘ für die ganze Schweiz; mir fehlen die Worte“ Die Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Schweizer Noten-

banker hat einen Kurssturz an der Züricher Aktienbörse ausgelöst. Der Leitindex SMI brach am Donnerstag um bis zu 14% ein – der größte Verlust seiner Geschichte. Die dort gelisteten Unternehmen büßten zusammen etwa 140 Mrd. Franken (rund 117 Mrd. Euro) an Marktkapitalisierung ein; das entspricht in etwa der Schweizer Wirtschaftsleistung eines Quartals. Da die SNB den vor mehr als drei Jahren eingeführten EuroMindestkurs (1,2 Franken je Euro) nicht mehr durch Stützungskäufe verteidigen will, brach der Kurs der Gemeinschaftswährung um bis zu

28% ein – so stark wie noch nie. Dabei markierte er mit 0,8639 Franken ein Rekordtief. In seinem Sog geriet der Euro auch zum Dollar ins Rutschen und fiel auf ein NeunJahres-Tief von 1,1665 Dollar. SNB-Chef Thomas Jordan verteidigt den Schritt und verneint, dass die SNB faktisch zu dem Schritt gezwungen war; er sei zuversichtlich, dass die Zinspolitik den FrankenAuftrieb bremsen könne. Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek rechnet damit, dass sich in zwei bis drei Wochen ein neues Kurs-Gleichgewicht bei 1,10 bis 1,13 Franken einpendeln werde. ( ag)


f i n a n c e : c ov e r

20 – financenet

Freitag, 16. Jänner 2015

Urban Mining Jahrhundertelang wurden auch wertvolle Materialien, einst Baustoffe, einfach unbeachtet gelassen

kolumne

Schatzsuche in der Stadt

Euro, Öl und Glück im Neuen Jahr

Steigende Rohstoffpreise brachten einen Trend: Urban Mining sieht die Stadt als Rohstoffquelle. schaft, Energie und Transport und rund 249.000 Mitarbeitern (ISIN: FR0000124141) sowie Séché Environnement (ISIN: FR0000039109) sehr aktiv. In Deutschland lohnt sich ein Blick auf Interseroh (ISIN: DE0006209901) und Alba (ehemals Interseroh; auf die Sekundärrohstoffe Stahl- und Metallschrott spezialisiert; ISIN: DE0006209901). In den USA ist der Kurs der Rock Tenn Co. (ISIN: US7727392075) heuer bereits stark gestiegen; man traut dem Unternehmen, das unter anderem auch im RecyclingBereich aktiv ist, aber durchaus weitere Kursgewinne zu. Die Aktie des Unternehmens lief im Vorjahr eher „mau”, hat aber Fantasie: Erst vor wenigen Tagen wurde ein Entsorgungs-Auftrag des Pharmariesen Boehringer am Standort im deutschen Biberach übernommen.

Reinhard Krémer

Wien. Über Jahrzehnte wurden Bodenschätze in die Städte verfrachtet und beispielsweise in Hochhäuser, Handys und Autos verbaut. Diese „Stillen Reserven“ will man seit einigen Jahren in den Wirtschaftskreislauf zurückholen. Die Größenordnungen sind beträchtlich, denn schon die beim Bau verwendeten Metalle machen eine beträchtliche Menge aus: In einer 100 Quadratmeter-Wohnung stecken bis zu 7,5 Tonnen davon, vor allem Stahl in den tragenden Konstruktionen. Bei Aluminium oder Kunststoffen kommt – rein statistisch gesehen – auf jeden Bewohner der Bundeshauptstadt je eine Tonne.

reinhard krémer

N

a geh“, könnte der geschätzte Leser sagen, „mit Plattitüden kommt er uns jetzt daher!“ Na ja, meint Ihr geneigter Schreiber, so einfach ist es nicht. Weil nämlich: Dass der Euro stark gesunken ist, ist wie ein warmer Sommerregen im Winter, das war hier und auch anderswo schon zu lesen. Auch die österreichische Exportwirtschaft, die zuletzt einen ordentlichen Dämpfer abbekommen hat, wird davon profitieren.

Die Preisrichtung ist klar

Im Oktober sind nämlich die heimischen Ausfuhren um satte 4,4 Prozent im Jahresabstand zurückgegangen. Einen Einbruch gab es – no na net – im Russland-Geschäft. Dort gingen sie von Jänner bis Oktober um 77 Mio. Euro oder an die acht Prozent zurück. Kumuliert ab Jahresbeginn, ergibt sich für Österreichs Exporte also gerade noch ein kaum sichtbares Wachstum von 0,6 Prozent. Für Deutschland liegen bereits neuere Zahlen vor; dort sind die Exporte im November um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen – weit stärker als von Analysten erwartet. Jedes Prozent also, das der Euro zum US-Dollar bröckelt, ist ein weiterer kräftiger Schub für die Wirtschaft.

Ölpreis geht unterirdisch

Nicht im Urban-Mining-Bereich, aber als Entsorger tätig ist die deutsche MVV Energie (ISIN: DE000A0H52F5). Der Versorger gewinnt aus Abfall Energie; die Dividendenrendite der Aktie wird heuer bei mehr als 3,5 Prozent liegen, wie Experten berechneten. Entsorger Gerhard Schauerhuber: Matte Konjunktur drückt auch auf Stadt-Mineure.

auf der Nachfrageseite in Verbindung gebracht, der eng mit der fortschreitenden Globalisierung der Weltwirtschaft in Zusammenhang steht.

urban mining

Damit rückt also alles, was an kostbaren Rohstoffe auch in den Wänden abrissreifer Gebäude, auf längst vergessenen Mülldeponien und ausgedienten elektronischen Geräten liegt, in den Fokus „urbaner Mineure”, die heuer mit der neuen Recyclingbaustoffver-

ordnung hieruzulande erstmals gesetzliche Rahmenbedingungen erhalten. Anleger können in Österreich nur indirekt über Aktien von Bauunternehmen, die in diesem Segment engagiert sind, profitieren: mit Aktien der Porr AG (ISIN: AT0000609607) oder der Strabag (ISIN: AT000000STR1). Bei beiden ist der Prozentsatz an der Konzernleistung aber nicht sehr hoch. Mehr Auswahl gibt’s im Ausland: In Frankreich sind Veolia mit den Geschäftsschwerpunkten Wasser/Abwasser, Abfallwirt-

Neutral Goldman Sachs

Agrana Zahlen wenig süß

C.A.T. oil Joma hat 87%

Valneva 45 Mio. Euro

Ternitz. Analysten von Goldman Sachs haben in einer aktuellen Branchenstudie ihr Kursziel für die Aktien des heimischen Ölfeldausrüsters Schoeller­Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) von 72 auf 46,4 Euro gekappt. Das Anlagevotum für den Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Oilfield Service-Industrie wird unverändert mit „Neutral“ angegeben. Nach unten revidiert wurden auch die Gewinnerwartungen. (APA/red)

Wien. Der börsenotierte Zucker-­, Stärke-­und Fruchtkonzern Agrana hat wie schon im ersten Halbjahr auch im 3. Geschäftsquartal 2014/15 Einbußen bei Umsatz und Gewinn erlitten. Die Erlöse sanken von 693,7 auf 629,2 Mio. Euro und der Konzern-­Periodengewinn schrumpfte auf 21,1 (33,4). In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres gingen die Umsätze im Vergleich zum letzten Berichtszeitraum um 15,3 Prozent von 2,259 auf 1,914 Mrd. Euro zurück, und das Periodenergebnis sank auf 82,0 (102,6) Mio. Euro. Das EBIT lag im 3. Quartal (September bis November) bei 37,4 (48,4) Mio. Euro und in den ersten neun Monaten mit 124,4 (152,6) Mio. Euro um 18,5% tiefer. In den Segmenten Zucker und Frucht war das EBIT durch geringere Erlöse belastet, im Segment Stärke konnte es erhöht werden. Vor allem der fortgesetzte Zuckerpreisverfall sowie Einmalkosten für Restrukturierungen am österreichischen Fruchtzubereitungs-Standort Kröllendorf belasteten die Profitabilität der Gruppe, meldet die Agrana. (APA/red)

Wien. Der neue Großaktionär Joma kontrolliert nach Ende des Übernahmeangebots für Aktien des in Frankfurt börsenotierten österreichischen Ölunternehmens C.A.T. oil 87,07% der Gesellschaft. Die Joma Industrial Source Corp steht im Alleineigentum des französischen Ölmanagers Maurice Dijols und hatte am 11. Dezember 2014 ein Pflichtangebot für Aktien der C.A.T oil mit Frist bis zum 8. Jänner 2015 gelegt. (APA/red)

Wien. Die neue börsenotierte Biotechfirma Valneva, aus dem Zusammenschluss der Wiener Intercell mit der französischen Vivalis entstanden, plant eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 45 Mio. Euro. Dabei soll es für jeweils 34 bestehende Stammaktien 11 neue Stammaktien zum Bezugspreis von 2,47 Euro pro Stück geben, wie Valneva mitteilte. Die Zeichnungsfrist begann gestern (15.1.) und läuft bis 28. Jänner. Für ein Volumen von rund 20 Mio. Euro liegen laut Valneva schon Zeichnungszusagen von einem von Athyrium Capital Management LLC verwalteten Fonds, von Bpifrance, von Capital Ventures International und von Groupe Grimaud la Corbière vor. Finanziert werden soll mit dem auf 42 Mio. Euro geschätzten Erlös aus der Bezugsrechtsemission der Kauf von Lizenzen für den Impfstoff Dukoral sowie einer Produktionsanlage im schwedischen Solna. Basierend auf dem Schlusskurs der Valneva-Aktien von Montag dieser Woche, beträgt der theoretische Wert der Bezugsrechte je 0,38 Euro. (APA/red)

SBO-Kursziel

© SBO

„Ein Glück, nicht wahr?“, könnten Sie jetzt meinen. „Ja aber...“ hält Ihr Schreiber entgegen. „Was, aber??“, meinen Sie vielleicht schon leicht entnervt. Aber was ist mit dem Ölpreis? Der wird ja in US-Dollar pro Faß abgerechnet. Und wenn der Euro zum Dollar nach Süden zieht, explodieren bei uns die Öl-Kosten. Und das ist ganz schlecht für alle. Ja, und da haben wir jetzt also doppeltes Glück, denn die in der OPEC noch immer führenden Saudis haben beschlossen, den Ölpreis einfach im freien Fall zu lassen. Riads Ölminister Ali al-Naimi hat schon beim letzten OPEC-Treffen in Wien eine Drosselung der Förderung verhindert – und hinterher von einer „weisen Entscheidung“ gesprochen. Auch das „Sentiment” der „Experten“ hat sich gedreht: War lange von einem endgültigen Aus der Ölreserven die Rede (was Ihr Schreiber schon immer für blanken Unsinn hielt; erfunden, um die Preise weiter anzutreiben), zeigt sich jetzt, dass noch genug für alle da ist und noch immer neue Felder entdeckt werden. Steigender Dollar UND sinkende Ölpreise – das ist jetzt wirklich Glück im Neuen Jahr!

Geld mit Müllverbrennung

Die Analysten von Goldman Sachs haben das Kursziel von SBO gekappt.

Als Anleger profitieren

Zucker belastet

Großaktionär

© Panthermedia.net/Scott McGill

Exporte in die Knie

© Gesellschaft für Ökologie und Abfallwirtschaft

Kein Wunder also, dass „Urban Mining“ (englisch für „Bergbau im städtischen Bereich“; siehe Kasten) eine dicht besiedelte Stadt als riesige „Rohstoffmine“ sieht. Und diese Schätze können bei den ständig steigenden Rohstoffpreisen nicht mehr einfach unbeachtet liegen gelassen werden. So hat sich der reale, inflationsbereinigte Preis für Kupfer seit 1960 vervierfacht. Der Thomson Reuters/Jefferies CRB-Index als „Benchmark“ für die Entwicklung der Rohstoffpreise hat sich im Bereich „Metalle“ seit 1947 mehr als verzehnfacht. Zwar hat die Krise der letzten Jahre die Preise gedämpft, wie auch Entsorger Gerhard Schauerhuber beklagt: „Die aktuellen Preisrückgänge bei Rohstoffen und die matte Konjunktur drücken die Branche ordentlich.“ Doch die langfristige Richtung ist klar: aufwärts. Die Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten geht nämlich nicht auf eine Verknappung der einzelnen Rohstoffe zurück, sondern wird von Experten mit einem fundamentalen Strukturwandel

C.A.T. oil steht jetzt im Mehrheitseigentum der französischen Joma Group.

Graben in der Stadt „Urban Mining“, so die Definition, umfasst die Identifizierung anthropogener Lagerstätten, die Quantifizierung der darin enthaltenen Sekundärrohstoffe, Wirtschaftlichkeitsberechnungen vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden technischen Rückgewinnungsvarianten und den derzeitig erzielbaren und zukünftig prognostizierten Erlösen, die wirtschaftliche Aufbereitung und Wiedergewinnung der identifizierten Wertstoffe sowie die integrale Bewirtschaftung anthropogener Lagerstätten. Im Juni 2014 fand der 5. Urban Mining Kongress im deutschen Essen statt; der 6. Kongress ist in Vorbereitung.

Kapitalerhöhung


f on d s: pa r k

Freitag, 16. Jänner 2015

financenet – 21

Neuer Fonds „Pioneer Funds Austria – Global Balanced Target Income” von Pioneer Investments Austria will halbjährlich ausschütten

Ab sofort wird’s amerikanisch Globale Streuung in Aktien, aber auch Anleihen und Anleihenfonds – der Erhalt des eingesetzten Kapitals wird angestrebt.

Auch High-Yields dabei Das Management des Fonds setzt dabei auf einen Mix aus Staatsanleihen mit guter Bonität und High Yield-Anleihen mit höherem Risiko, aber auch höheren Ertragschancen. Investment Grade bei Staats- und Unternehmens-

Avco KMU-Finanzierungen

Forderungen

anleihen, also eine Bonitätsstufe von mindestens BBB- oder besser bzw. vergleichbares Rating zum Zeitpunkt der Veranlagung, ist dabei Vorausetzung. Mindestens 40% des Fondsvolumens werden in diesem Bereich veranlagt. Bis zu 20% des Fondsvolumens können in globale Aktienfonds oder etwa auch in gemischte Fonds, Strategy-Fonds oder Rohstofffonds investiert werden. Der Schwerpunkt liegt auf Aktien, die eine hohe Dividendenausschüttungen erwarten lassen. Primäres Ziel des Fondsmanagements sind regelmäßige Ausschüttungen – zweimal jährlich. Darüber

hinaus wird der Erhalt des eingesetzten Kapitals angestrebt. Das kommt dem wachsenden Bedarf nach einem zusätzlichen Einkommen – zum Beispiel in der Pension – entgegen. Bis zu 100% können in andere Investmentfonds (Subfonds) investiert werden.

Zeichnungsfrist läuft noch Die Zeichnungsfrist läuft noch bis 27.1.2015; am 28.1.2015 startet der Fonds mit einem ersten Rechenwert von 100 €. Der Fonds hat keine Laufzeit. Empfohlen wird von Pioneer eine Behaltedauer von mindestens sechs Jahren. (rk)

© Pantermedia.net/Erwin Wodicka

Wien. Die US-Amerikaner lieben Wertpapiere, die mindestens zwei Mal im Jahr ausschütten – wenn möglich, wird gern auch öfter genommen. Das gilt für viele Wertpapiere wie Aktien mit Dividendenausschüttungen, Anleihen mit Koupons, aber auch für Investmentfonds. Dem Bedürfnis nach regelmäßigen Einkünften trägt jetzt Pioneer auch in Österreich mit einem neuen Fonds Rechnung: Der „Pioneer Funds Austria – Global Balanced Target Income” veranlagt schwerpunktmäßig in weltweiten Anleihen.

Was an der Wallstreet schon seit Generationen gehandelt wird – nämlich Wertpapiere mit mehrfacher jährlicher Ausschüttung –, kommt nun auch nach Österreich.

Ein Kredit, volle Flexibilität:

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Wien. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern Avco (Austrian Private Equity and Venture Capital Organisation), der Fachverband Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich, aia (Austrian Angel Investors Association), Austrian Startups und der Senat der Wirtschaft Verbesserungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen für alternative KMUFinanzierungen.

In KMU investieren Ein zentraler Punkt dabei ist der Entfall der Mindestinvestitionssumme für private Investoren in alternative Investmentfonds. Aktuell ist dies nämlich für private Anleger erst ab 100.000 € möglich. Die Grenzen gemäß § 48 Abs 8a Z 7 und Abs 8c Z 11 AIFMG sollten bei Einhaltung der anderen Anlegerschutzbestimmungen entfallen. Diese hohe Mindestinvestitionssumme hindere derzeit den Großteil der Bevölkerung an attraktiven Investitionsmöglichkeiten. Dieser Bevölkerungsteil werde nicht nur von den sich daraus ergebenden Chancen abgeschnitten, sondern habe damit auch weniger Möglichkeiten, ihr Risiko zu streuen. „Um mehr Personen die Möglichkeit zu bieten, in aufstrebende Start-ups und KMUs mittels Fonds zu investieren”, muss diese Grenze fallen, fordert die Avco. Wichtig sei auch die Wiederbelebung der Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften. Sie sollen unter flexibleren Bedingungen wieder eingeführt werden. Zur Stärkung der Risikokapitalfinanzierung soll ein modernes und attraktives Nachfolgemodell zum steuerlichen Instrument der Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft (MiFiG), das aus beihilferechtlichen Gründen ausgelaufen ist, geschaffen werden. Die steuerlichen Vorteile der MiFiG alt sollen auch für die neue Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft gelten (Steuerfreiheit der Veräußerungsgewinne, Befreiung von Gebühren, KESt-Freiheit für private Anleger bis zueinem Beteiligungsnennwert von 30.000 €), fordern die Experten. (rk)

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22 – financenet

Freitag, 16. Jänner 2015

Marktanteil gesteigert Marktführer Erste-Sparinvest beendet 2014 mit zweistelligem Zuwachs beim Fondsvolumen und Marktanteil von 19,5%

Fondsvolumen in Österreich kratzt an alten Höchstständen

Trotz bekannter Risiken und Unwägbarkeiten (Ölpreis) scheint „offensive globale Strategie für 2015 vielversprechend“. Wien. Der österreichische Fondsmarkt ist im Jahr 2014 deutlich gewachsen. Die Volumina der bei den österreichischen Kapitalanlagegesellschaften (KAG) veranlagten Gelder sind um 8,6% auf 157,8 Mrd. Euro gestiegen (Rekord: 167,3 Mrd. in 2006), zeigen die von der OeKB jüngst veröffentlichten Zahlen. Marktführer Erste-Sparinvest, zur Erste Bank- und Sparkassengruppe gehörig, legte noch fester zu: um 14,6% auf 30,8 Mrd. Euro; der Marktanteil stieg damit von 18,5% (Ultimo 2013) auf 19,5%.

Retail-Anleger wieder da „Die Retail-Investoren sind nachhaltig zurückgekehrt“, sagte Erste Sparinvest-Geschäftsführer Heinz Bednar bei der Präsentation der Zahlen. In den zentral- und osteuropäischen Staaten (CEE) gab

zwar sowohl nach oben oder unten, im jeweiligen Fall, meint Veranlagungs-Chef Gerold Permoser. Unter den großen Industrieländern seien die USA am besten aus der Finanzkrise gekommen. „Eine pragmatische Wirtschaftspolitik und flexible Strukturen machen die US-Wirtschaft anpassungsfähiger als die Wirtschaften anderer Staaten“, so Permoser.

„Erwarten kein Grexit“ Die Eurozone habe Fortschritte auf dem Weg aus der Krise gemacht, noch bleibe aber viel zu tun. Ein Wiederaufflammen der Krise sei möglich. „Die Lage Griechenlands sehe ich weniger dramatisch, als in der aktuellen politischen Diskussion dargestellt. Die implizierte Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls von Griechenland ist mit rund 15 Prozent nach wie vor da, aber gering. Ein

Austro-Fonds Mittlere Jahresperformance bei 6,7 Prozent laut VÖIG

© Erste Asset Management/Stephan Huger

es ebenfalls klare Volumenszuwächse: In Tschechien stieg das Fonds- und Portfoliomanagementvolumen um 14,5% auf 7,1 Mrd. €, in Ungarn um 17% auf 3,4 Mrd., in Rumänien gab es sogar ein Plus von 38,5% auf 1,8 Mrd., und in der Slowakei von ca. 33% auf 1,2 Mrd. „2014 war ein alles andere als einfaches Jahr. Mischfonds haben unsere Erwartungen aber übererfüllt. Besonders erfolgreich waren wir mit unserer Veranlagungsschiene ,You Invest‘, mit der wir rund 600 Mio. Euro bei Kleinanlegern abgesetzt haben“, so Bednar. Trotz der bekannten geopolitischen Krisenherde sieht die Erste-Sparinvest für das Anlagejahr 2015 eine offensive Strategie als erfolgversprechend. Der rasante Verfall des Ölpreises wirke wie eine „globale Steuersenkung“ und unterstütze das Wirtschaftswachstum. Dennoch drohe hier die Gefahr des Überschießens und

linda kappel

Bednar: „Haben volumsmäßig Ende 2014 unser ,All-time-high‘ erreicht“.

Positiv-Rendite überwiegt Wien. Die heimischen Investmentfonds haben im Jahr 2014 mit großer Mehrheit eine positive Performance erzielt, geht aus der Statistik der VÖIG (Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften) hervor: Von 1.574 Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr verbuchten 1.389 Fonds eine positive Einjahresperformance. Die durchschnittliche Performance aller Fonds lag 2014 im arithmetischen Mittel bei 6,70% (2013: 4,83%). Die beste Einjahresperformance von 52,74% erzielte im abgelaufenen Jahr der „Espa Stock Biotec“ der Erste-Fondstochter Sparinvest. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen der „Espa Stock Istanbul“ (39,19%) und der „Raiffeisen-Technologie Aktien“ (38,01%). Auf den vorderen Rängen finden sich mehrere Fonds mit Schwerpunkt Gesundheitssektor. Am meisten eingebüßt haben 2014 durch die Bank – wenig überraschend – Fonds mit Fokus auf Russland. Die schwächste Jahresperformance weist demnach laut VÖIG der Fonds „RaiffeisenRussland-Aktien“ aus (-36,82%), dicht auf den Fersen der „Espa Stock Russia“ (-36,16%) und der „PIA – Russia Stock“ (-34,59%). Auf Dreijahressicht konnten die heimischen Fonds im Mittel 6,94% p.a. zulegen; auch in diesem Zeitraum finden sich viele Healthcare-Fonds auf den Spitzenplätzen. (APA)

,Grexit‘ wäre kontraproduktiv; es wurde schon so viel erreicht und es liegt nicht im Interesse der handelnden Akteure. Wir setzen auf eine Einigung“, stellt sich Permoser klar gegen Aussagen wie zuletzt jene von Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. 2014 haben die Schwellenländer insgesamt enttäuscht. Dies liege zum Teil an deren immer größer werdenden Heterogenität. Diese Tendenz setzt sich auch 2015 fort: „Chancen sehen wir vor allem in asiatischen Ländern wie China und Korea. Russland ist zwar billig, aber vielleicht ist es dafür noch zu früh“, so Permoser. Bleibt der Öl-

preis tief, erscheint eine Rezession unausweichlich. Die Risiken allgemein an den Kapitalmärkten sind größer als in den Vorjahren. Neben dem Thema Öl und Russland gebe es ja noch „die üblichen Verdächtigen” (Rezession in China). Entscheidend für die Performance werde das richtige Timing für den Ein- und Ausstieg in Märkte und Sektoren sein. Die Devise für heuer laute deshalb „kontrollierte Offensive“: breit streuen, global anlegen. Es werden jedenfalls mehr Aktivitäten bei den Veranlagungen notwendig sein. Die Erholungsphase von Aktien dürfte sich fortsetzen.

Threadneedle Frühjahr

Schoellerbank Experte: Finger weg von Hochzins-Bonds

Fed Gross zu Zinsschritt

Pimco Fonds-Exodus

London/Boston. Im Rahmen eines strategischen Rebrandings mit der US-Schwestergesellschaft Columbia Management bekommt Threadneedle Investments ab Frühjahr einen neuen Namen. Threadneedle Investments heißt dann Columbia Threadneedle Investments, so das Fondshaus. Die neue Marke soll dazu beitragen, dass beide Unternehmen in den etablierten Märkten ein größeres Gewicht erhalten und die Gruppe ihre Präsenz auch im Asien-Pazifik-Raum, in Lateinamerika und in Nahost ausbauen kann.

Wien. „Investieren ist ein Marathon und kein Sprint“, schreibt die Schoellerbank im Kapitalmarktausblick für das 1. Quartal 2015. Die Bank warnt vor High-Yield- und Emerging-Market-Anleihen. „Wir sind nicht bereit, in diesem Bereich das Kapital unter Risiko zu setzen, um kurzfristig die Performance etwas aufzubessern“, so Robert Karas, Leiter des Asset Managements. „Von der risikolosen Rendite zum renditefreien Risiko“, benennt

New York/Washington. Ex-PimcoStarmanager Bill Gross hält es für möglich, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen in diesem Jahr nicht erhöht. Angesichts des Kursanstiegs des US-Dollar und fallender Erdölpreise sei es schwer vorstellbar, dass die Zentralbank die Zinsen vor Ende 2015 anhebe, „wenn überhaupt“, so Gross. In fast allen entwickelten Ländern würden die Zinsen weiterhin nahe Null bleiben, so der 70-Jährige. (red)

München. Ein neuer Manager soll die Flucht der Anleger aus dem „Unconstrained Bond Fund“ der Allianz-Fondstochter Pimco stoppen: Marc Seidner werde ab sofort die Investitionsentscheidungen des Anleihenfonds verantworten, so das Fondshaus. Seidner war im November nach einem kurzen Zwischenspiel beim Vermögensverwalter GMO zu Pimco zurückgekehrt. Er werde von Mohsen Fahmi und Daniel Ivascyn unterstützt, die den Fonds seit dem überraschenden Wechsel von Pimco-Starmanager Bill Gross zum Konkurrenten Janus Capital im September gemanagt haben (Gross erklärte übrigens jüngst in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg, hinausgeworfen worden zu sein). Ivascyn ist seit dem Abgang von Gross Investmentchef der Allianz-Fondstochter und damit auch Chef von Seidner. Anleger hatten im vergangenen Jahr 16 Mrd. USD (13,56 Mrd. €) aus dem Pimco Unconstrained Bond Fund abgezogen. Der Anleihenfonds verwaltete Ende 2014 noch 11,47 Mrd. USD. (ag/lk)

„Anlegen ist Marathon, kein Sprint“ Doch erst 2016? Neu besetzt

Sowohl Columbia als auch Threadneedle gehören dem US-Finanzdienstleistungsunternehmen Ameriprise Financial. Mit einem verwalteten Vermögen von umgerechnet rund 300 Mrd. Euro zählt Columbia zu den größten Fondsgesellschaften in den USA. Zusammen verwalten Threadneedle und Columbia mehr als 400 Mrd. Euro und nehmen damit unter den weltweit größten Vermögensverwaltungsgesellschaften den 30. Platz ein. (lk)

© Roland Hutter

Rund 400 Mrd. € Assets

Geiger, Credit Suisse: „Von der risiko­ losen Rendite zum renditefreien Risiko“.

Ralph Geiger von der Credit Suisse (CS) den Umstand, dass „Anleger Zeiten akzeptieren müssen, in denen Sicherheit überhaupt keine Zinsen zahlt“ (Karas). Gemeint ist die Situation im Bereich der Staatsanleihen, deutsche Zehnjährige rentieren derzeit unter 0,6%, österreichische unter 0,75%.

Inflation-linked Bonds halten Empfohlen werden vom Schoellerbank-Experten für solche konventionellen Anleihen wesentlich kürzere Laufzeiten – auch wenn die Renditen „mager bis gar nicht vorhanden sind“. Nicht zuletzt aus diesem Grund hält Karas weiterhin an inflationsgeschützten Anleihen fest, wobei er ein starkes Ansteigen der Inflation in 2015 nicht sieht. „Marktteilnehmer werden im Spannungsfeld wenig attraktiver Anlagealternativen zwischen Angst vor Kursrückgängen und Hoffnung auf Renditen hin- und hergerissen sein“, so Karas weiter. Die interessanteste Anlageklasse in diesem Umfeld seien Aktien, aber nur in entsprechender Qualität und zu einem fairen Preis. (ag/lk)

© Pimco

Umbenennung

Entgegen den Erwartungen anderer erwartet Gross keinen Zinsschritt in 2015.


banking

Freitag, 16. Jänner 2015

financenet – 23

Prognose 2015 Die Experten des Kreditversicherers Prisma erwarten für Österreich zahlenmäßig 3% mehr Fälle

short

Mehr Pleiten, aber kleinere

RBI treibt IPO-Pläne für Polbank voran Warschau/Wien. Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) erwägt Insidern zufolge neben einem Verkauf ihrer polnischen Tochter Polbank auch einen Börsengang des Instituts noch heuer. Der Börsengang könne dabei größer ausfallen als ursprünglich geplant „Das angebotene Paket würde 30 bis 40 Prozent umfassen, statt 15 bis 20“, zitiert Reuters Insider. (ag)

Global soll sich der Rückgang an Insolvenzen fortsetzen, „schlimm“ bleiben die Italiener und Spanier. Wien. Der Kreditversicherer Prisma erwartet für 2015 global einen weiteren Rückgang der Firmenpleiten um 3%. Jedoch wird es nicht mehr so rasant abwärtsgehen wie 2014, als überraschend 12% weniger Unternehmen Insolvenz angemeldet hatten. Insgesamt ist das Niveau aber noch um 12% höher als vor der Krise 2008/2009. Für Österreich rechnet Prisma heuer mit mehr, aber kleineren Pleiten. Österreich gehört laut der am Mittwoch veröffentlichten Prognose, wie auch Deutschland, zu jenen Ländern, wo grundsätzlich wenig Firmen bankrottgehen, aber die Insolvenzzahlen 2015 wieder steigen werden. Nach zwei Jahren Rückgang sollen die Pleiten hierzulande heuer um 3% zunehmen. 2014 hatten 5.423 Unternehmen Insolvenz angemeldet, um 0,7% weniger als im Jahr davor. Allerdings dürften die Pleitefälle „deutlich kleiner als in der Vergangenheit“ bleiben.

„Musterschüler“ Deutschland leidet laut Prisma zunehmend unter den globalen Krisen sowie dem verlangsamten Wachstum Chinas und auch an der schwächelnden Konjunktur im Euroraum; 2015 dürften die Insolvenzen daher um 2% zunehmen (nach -6% in 2014).

Ukraine-Krise wirkt sich aus

Regionalbanken in der Schweiz gründen Efiag Basel. Regionalbanken in der Schweiz gründen zur eigenen Refinanzierung eine Emissionszentrale – so können auch kleine Banken für die Finanzierung ihrer Unternehmens- und Hypothekarkredite Geld über Anleihen am Kapitalmarkt aufnehmen. Die neue Institution nennt sich Emissions- und Finanz AG. Laut Medien sei die Efiag nur für Geldhäuser mit einer Bilanzsumme bis etwa 4,16 Mrd. €.

© Panthermedia.net/Ronfromyork

In Russland werde der Konflikt mit der Ukraine deutliche Spuren in der Pleitestatistik hinterlassen: Prognostiziert ist eine Zunahme von 10% (Vj: +7%). Nirgends außer in Marokko und Kolumbien sollen heuer mehr Firmen in die Pleite schlittern. Die russischen Unternehmen zahlen ihre Rechnungen aber immerhin im Schnitt nach 55 Tagen. In China wird die Zahlungsmoral schlechter (nach 90 Tagen), schlecht bleibt sie auch in Italien und Spanien – dort wird traditionell erst nach 100 Tagen bezahlt.

Prisma-Experten: Russland werde heuer nur von Marokko und Kolumbien getoppt.

Bankaktien Großbank JP Morgan macht den Auftakt der Berichtssaison für das Schlussquartal 2014 in den USA

Santander: Dividende gekürzt, mehr Kapital

Dividendenhoffnungen könnten platzen

Dennoch, so Analysten, könnten Dividendenerwartungen enttäuscht werden, denn seit der Finanzkrise müssen die US-Großbanken ihre Pläne dafür und auch für Aktienrückkäufe von der Fed absegnen lassen. Kritisch ist z.B. der Verfall des Ölpreises, der Energiekonzerne in Bedrängnis bringt und daher wieder für mehr faule Kredite sorgen könnte. (ag)

Oberbank VfGH-Beschwerde gegen Bankenabgabe

Dt. Bank Ziele verfehlt

Coutts Reges Interesse

Linz/Wien. Die börsenotierte Oberbank hat Verfassungsbeschwerde gegen die Bankenabgabe eingelegt. Das gab Generaldirektor Franz Gasselsberger am Rande einer Pressekonferenz zum vorläufigen Jahresabschluss bekannt. Die Bankenabgabe für Regionalbanken wurde fast verdoppelt, kritisierte Gasselsberger. Für sein Institut bedeute dies statt 8 nunmehr 15 Mio. €. Weil die Abgabe obendrein „möglicherweise“ EU-rechtswidrig ist, sei zugleich ein Gutachten bei einem renommierten ausländischen Sachverständigen in Auftrag gegeben worden.

Frankfurt. Die renditeschwache und von Skandalen erschütterte Deutsche Bank will im Frühjahr das Geheimnis um ihre künftige strategische Ausrichtung lüften. Das kündigten die beiden Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen vor wenigen Tagen an. Die Öffentlichkeit würde im zweiten Quartal auf einem Investorentag mehr erfahren.

Zürich/Hongkong. Drei Schweizer Häuser zeigen Interesse am internationalen Geschäft der Privatbank Coutts: Credit Suisse, Julius Bär und Safra Sarasin seien in der zweiten Bieterrunde, zitiert Reuters Insider. Auch Investec (Südafrika) und ein Konsortium aus SocGen und DBS (Singapur) hätten eine vertiefte Prüfung eingeleitet. RBS hatte die Tochter Mitte August zum Verkauf gestellt, als Preis wird eine Mrd. USD erwartet. (ag)

Beständiges Ergebnisplus als Ziel Budgetiert sind weiters sieben Filialgründungen – drei in Wien, je eine in Darmstadt („um dort den Markt zu testen“), Jena und Erfurt sowie Ungarn. Mit aus Compliance-Gründen nicht näher erläuterten „Kapitalmaßnahmen“ im Ausmaß von etwa 100 Mio. € will man im Frühjahr die Kapitalbasis stärken. Angestrebt ist 2015 eine Gesamtkapitalquote von rund 16% und eine Kernkapitalquote von über 12%.

Zum Jahresüberschuss 2014 seiner Bank wollte Gasselsberger noch nichts sagen – mit dem Hinweis, dass man noch im „Aufhellungszeitraum“ sei nur so viel: „erfreulich“. 2014 sei für die Oberbank ein „Ausnahmejahr“ gewesen. Deswegen wäre er „mehr als zufrieden“, wenn 2015 ein ähnlich gutes Jahr werde. Die Oberbank peilt 2,3 Mrd. € neu vergebene Finanzierungen (zuletzt: +5%) an.

© APA/Herbert Neubauer

Sieben Filialen in Gründung

Oberbank-CEO Gasselsberger: „2014 war für uns ein Ausnahmejahr.“

Neue graue Wolken

Neues in Bälde

Zweite Runde

Verkauf der Postbank? Offiziell spricht Deutschlands größtes Geldhaus davon, dass die im Sommer 2012 ausgerufene „Strategie 2015+“ im Laufe dieses Jahres quasi natürlicherweise „zu ihrem Abschluss“ kommt. Wichtige Ziele wie eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von rund 12% gelten inzwischen allerdings wegen der zahlreichen Sonderbelastungen aus Rechtsstreitigkeiten als kaum mehr erreichbar (zuletzt: weniger als 3%). Auch die Kostenquote ist weiter zu hoch. Medien zufolge werde intern auch ein Verkauf der Postbank durchgespielt. Damit würde das Privatkundengeschäft erheblich zusammengestrichen.

Santander. Bei der spanischen Großbank Santander setzt die neue Verwaltungsratschefin Ana Botin ihren Kurswechsel mit einer Kapitalerhöhung und der Kürzung der Dividende fort. Das Kapital wird durch Ausgabe neuer Aktien um ca. 7,5 Mrd. € gestärkt. 2015 soll die Dividende um zwei Drittel auf 20 ct je Aktie gekürzt werden.

derzeit gut: Die Wirtschaft nimmt Fahrt auf, es gibt weniger Kreditausfälle, die Fed wird bald den Niedrigzinsen Ade sagen, was Schwung in den Anleihenhandel bringt. Die Banken sind zudem üppig mit Kapital ausgestattet.

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Auch die Queen hat Geld bei der im 18. Jahrhundert gegründeten Bank liegen.

Für BoE ist spätere Zinswende denkbar

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Die Federal Reserve schaut genau hin, welche Bank wie viel gedenkt auszuschütten.

New York. Nun wird Schlag auf Schlag eine große US-Bank nach der anderen Zahlen für 2014 legen. Anleger an den weltweiten Börsen hoffen auf satte Milliardengewinne – und hohe Dividenden. Goldman Sachs oder JP Morgan geben zudem einen Vorgeschmack, wie es bei den Rivalen in Europa gelaufen sein könnte. Es startete jedoch wenig verheißungsvoll mit JP Morgan, die im 4. Quartal um 6,6% weniger Reingewinn (4,93 Mrd. Dollar, 4,2 Mrd. €) auswies – die Gründe: hohe Sonderlasten für Rechtsstreitigkeiten und höhere Rückstellungen für faule Kredite. Die Einnahmen gingen um knapp 3% auf 22,51 Mrd. USD zurück. Dennoch sind die Rahmenbedingungen für die US-Geldhäuser

Beobachtern zufolge könnte die BoE die Zinsen im 2. Halbjahr anheben.

London. Angesichts immer niedrigerer Inflation zeigt die britische Notenbank BoE keine Eile mit der Zinswende, sie sind derzeit auf historisch tiefem Niveau (0,5%). Die Inflationsrate ist im Dezember auf 0,5% gefallen – der niedrigste Wert seit 14 Jahren. Damit verfehlt die Bank of England (BoE) ihr Ziel einer Jahresteuerung von zwei Prozent deutlich. (ag)

Weitere MilliardenStrafen für Banken London. Auf europäische Banken kommen wegen zahlloser Rechtsstreitigkeiten in den nächsten zwei Jahren nach Schätzungen von Morgan Stanley Kosten von 52 Mrd. USD (44, Mrd. €) zu. Die größten Summen entfielen dabei wohl auf die Royal Bank of Scotland (RBS) und Barclays, so die Analysten. In den meisten Fällen gehe es demnach um den Devisenhandel und den Verkauf von Immobilienpapieren in den USA. Die „Europäer“ haben bereits 104 Mrd. USD gezahlt.


i n su r a n c e : Watc h

24 – financenet

short

© Nürnberger Versicherung

Garanta24-Produkte bald unter Nürnberger

Freitag, 16. Jänner 2015

Neue Basisrisikovorsorge geplant Umfrage mit Linzer market-Institut zeigt Schwachstellen der Oberösterreicher

Oberösterreichische: die Vorsorge-Brennpunkte

Vor allem Menschen zwischen 18 und 40 setzen sich intensiv mit Zukunftsvorsorge auseinander.

Heidelberg. Barbara Vettel, Chief Operating Officer im Vorstand der Heidelberger Leben Gruppe, scheidet wegen unterschiedlicher Auffassungen zur strategischen Ausrichtung auf eigenen Wunsch aus: Vettel hat in den letzten Monaten wesentlich zum Aufbau einer starken Konsolidierungsplattform für Lebensversicherungsgesellschaften und -portfolios beigetragen, heißt es. Ihr Nachfolger wird Markus Deimel, Vorstand der konzernzugehörigen Skandia-Gesellschaften. (red)

© Zurich/Karl Michalski

Zurich Versicherung ab sofort auf Twitter

Nürnberger-Chef Gerhard Matschnig: Twitter für Meinungsbildner.

Wien. Mit einem eigenen Profil startet die Zurich Versicherungs-AG in Österreich auf dem Microblogging-Dienst Twitter; man will damit noch intensiver mit Vertretern der Medienlandschaft in Kontakt treten. Neben Facebook, YouTube, Xing oder Kununu setze man damit einen weiteren Fokus der Onlinepräsenz, so Gerhard Matschnig, Vorstandsvorsitzender bei Zurich: Man sei Innovationstreiber hinsichtlich Online-Services. Derzeit kommt Twitter in Österreich auf knapp 126.000 Accounts. (red)

Ein junges Thema Rund 97% der Befragten in dieser Altersgruppe gaben an, sich häufig oder zumindest hin und wieder mit der persönlichen Zukunft zu beschäftigen. Vor allem auch für mehr als die Hälfte der befragten Singles oder Menschen in Partnerschaften mit gemeinsamem Haushalt sind die vorausliegenden Lebensumstände häufig ein Thema, sagt Studienautorin Birgit Starmayr von market. Die größte Sorge gilt der eigenen Gesundheit: 78% sehen es als sehr erstrebenswert und wichtig an, gefolgt von der Versorgung der Kinder und dem finanziell abgesichert sein. Knapp 70% der jungen Menschen in Oberösterreich geben an, „regelmäßig“ – immerhin mehr als ein Fünftel – oder zumindest „ab und zu“ starke finanzielle Belastungen im Alltag zu verspüren. Dazu kommen für 56% zumindest gelegentliche Sorgen über eine Kürzung der staatlichen Pension oder durch Unfall oder Krankheit nicht mehr in der Lage zu sein, den bisherigen Beruf weiter auszuüben (46%). Persönliche Pensionsvorsorge und mögliche Kürzungen in den staatlichen Systemen – auch im

„Die junge Generation hat wenig finanziellen Spielraum für kapitalbildende Vorsorgeinstrumente.“ josef stockinger, oöv

OÖV-Vorstände Othmar Nagel und Josef Stockinger: neues Versicherungsprodukt.

Gesundheitsbereich – werden erst ab dem 35. Lebensjahr vermehrt ein Thema. Die staatliche Säule werde nach wie vor als unbedingt tragend im eigenen Vorsorgekonstrukt gesehen.

einem mittelmäßigen Dreier bewerten. Es wird vor allem auf regelmäßiges Sparen gesetzt: Im Fall der Fälle wollen 75% mit ausreichend Liquidität ausgestattet zu sein und so über die Runden kommen; immerhin 64% vertrauen auf bereits abgeschlossenen Versicherungsschirm, der Risiken wie Unfall oder Ableben abfedern soll. Obwohl das Wissen um das Risiko durchaus spürbar ist, werde die Gefahr der Berufsunfähigkeit zu wenig berücksichtigt: 81% der Befragten, die bereits ein Vorsorgeprodukt abgeschlossen haben, verfügen über eine private Unfallversicherung, 67% haben eine Erlebens-, 60% eine Ablebensversiche-

man ein Risikovorsorgeprodukt für die „Rush Hour des Lebens“. Ziel ist, gegen eine günstige monatliche Prämie die wesentlichsten Lebensrisiken junger Menschen – schwerer Unfall mit dauerhaften Folgen, vorzeitiges Ableben und damit Versorgung der eigenen Familie sowie dauerhafte Berufsunfähigkeit infolge von Krankheit oder Unfall – abzusichern. Das neue Produkt soll im Frühjahr 2015 auf den Markt kommen. Im Jahr 2014 hat die OÖV ein Plus bei den Prämieneinnahmen in der Lebenssparte von 27,2% auf 143 Mio. € hingelegt und die Sachsparte wuchs um 3% auf 280 Mio. €. (gst)

110 Mrd. Dollar Schaden Insgesamt ein mildes Jahr

Österreich Neun Monate

Neuseeland Tier-Schäden

München. Erdbeben, Flut, Stürme und andere Naturkatastrophen haben 2014 Schäden von 110 Mrd. USD (92 Mrd. €) angerichtet, so der weltgrößte Rückversicherer Munich Re in einer Studie. Die versicherten Schäden lagen bei 31 Mrd. USD. Die Summen liegen deutlich unter den Werten von 2013 und sind nur halb so hoch wie im Schnitt der letzten zehn Jahre. Insgesamt zählte das Unternehmen 980 Naturkatastrophen mit relevanten Schäden. Die höchsten Schäden verursachte mit 7 Mrd. USD (5,9 Mrd. €) Zyklon Hudhud in Indien. Die Versicherungsbranche kam ein Wintersturm in Japan am teuersten zu stehen: Er kostete die Assekuranz 3,1 Mrd. USD.

Wien. Österreichs Versicherer haben in den ersten drei Quartalen 2014 mehr Prämien eingenommen und weisen beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ein Plus auf. Das Prämienvolumen stieg um 2,25% auf 13,1 Mrd. Euro, das EGT nahm um 8,9% bzw. 102 Mio. auf 1,24 Mrd. Euro zu, so die Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA. Dabei gab es in der Schadenund Unfallversicherung einen Anstieg der Prämieneinnahmen um 1,41% auf 6,75 Mrd. Euro, in der Lebensversicherung um 3,17% auf 4,94 Mrd. Euro und in der Krankenversicherung um 3,16% auf 1,41 Mrd. Euro.

Wellington. Verblüffende Probleme mit Tieren zeigt die Statistik des neuseeländischen Unfallversicherers. So zeigte ein Versicherter eine Verletzung nach Faustschlag gegen einen Aal als Versicherungsschaden an; ein Seehund biss einen Strandgänger ins Gesäß, ein BabyHai einen Fischer in den Zeh, sogar eine Maus ist schuldig. Insgesamt zahlte die Versicherung 13 Mio. Euro wegen Tierverletzungen – meist freilich Hundebisse. (APA/dpa)

Wenig für Notfälle Für existenzielle Notfälle wie Berufsunfähigkeit (BU) infolge Krankheit oder Unfall, Jobverlust oder etwa der Absicherung der Familie im Fall eines vorzeitigen Ablebens sehen sich die Befragten nicht gut gewappnet. Nur etwa ein Drittel wäre nach eigenen Angaben einigermaßen abgesichert und würde dies auf einer Schulnotenskala mit

Naturkatastrophen: weniger teuer In Deutschland haben die Sachversicherer 2014 für Schäden aus Naturgewalten rund 2 Mrd. € gezahlt, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Am teuersten war der Sturm „Ela” im Juli 2014 mit 400 Mio. €. Insgesamt kamen die Gesellschaften aber deutlich günstiger davon als 2013. Damals hatten Hagelstürme und Hochwasser die Schadenssumme auf 5,7 Mrd. € anwachsen lassen. (ag/gst)

Tierisch teuer

Branche verdient besser

Bessere Warnsysteme Unterdessen kamen im Jahr 2014 weltweit 7.700 Menschen infolge von Naturkatastrophen zu Tode – so wenige wie zuletzt 1984. 2013 waren es 21.000. Vielerorts funktionierten Frühwarnsysteme jetzt besser, so der Munich-ReVorstand Torsten Jeworrek.

Prämienplus

Naturkatastrophen: Schäden sind heuer laut Münchener Rück deutlich niedriger.

Das versicherungstechnische Ergebnis stieg um 9,1% auf 464,2 Mio. Euro, das Finanzergebnis um 0,4% auf 2,51 Mrd. Euro. Die Summe aller Assets erhöhte sich geringfügig um 0,41% auf 107,34 Mrd. Euro. Die Kernaktienquote legte gegenüber dem Vorquartal von 3,50 auf 3,55% leicht zu. (red/APA)

© Panthermedia.net/Jiri Foltyn

Heidelberger Leben: Deimel folgt Vettel

rung. Für Berufsunfähigkeit haben nur 37% Vorkehrungen getroffen. Insgesamt hat mit 24% nur knapp ein Viertel aller Befragten einen Puffer für den Fall längerfristiger Erwerbsunfähigkeit. Die Oberösterreichische entwickelt nun eine neue Basisrisikovorsorge: „Die junge Generation hat wenig finanziellen Spielraum für kapitalbildende Vorsorgeinstrumente“, so Generaldirektor Josef Stockinger. Nicht zuletzt aufgrund der Umfrageergebnisse entwickle

© Oberösterreichische Versicherung

Wien. Die seit 2012 unter der Produktmarke Garanta24 (G24) online angebotenen Ausschnittsdeckungsprodukte werden ab 2015 auf die Dachmarke Nürnberger umgestellt. „Wir haben die Produkte ausführlich getestet und kontinuierlich weiterentwickelt. Unter der Marke Nürnberger erwarten wir uns einen noch besseren Marktauftritt, denn diese Marke steht in Österreich seit über 30 Jahren für innovative Versicherungslösungen“, so Nürnberger-Vorstandsvorsitzender Kurt Molterer. Nürnberger Versicherungsprodukte mit Ausschnittsdeckung liefern eine ganz bestimmte Lösung für ein gezieltes Problem, heißt es: Wintersportschutz, Bergschutz, Tierbetreuung, Golfschutz u.a. Die Zeitdauer der Deckung ist abhängig vom Versicherungsbedarf, abgeschlossen wird online. Risikoträger bleibt die Garanta Österreich Versicherungs-AG. (red)

Linz. Das Bewusstsein für die eigenen Vorsorgelücken ist der erste Schritt, diese zu schließen, sagt OÖ Versicherung-Chef Josef Stockinger: Gemeinsam mit dem Linzer Marktforschungsinstitut market hat die OÖV eine Umfrage unter unter 400 Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern zwischen 18 und 40 Jahren durchgeführt. Ergebnis: Insbesondere junge Menschen zwischen ihrem 18. und 29. Lebensjahr setzen sich besonders intensiv mit der Zukunft und ihren Herausforderungen auseinander.

© dpa/Tobias Hase

Nürnberger-Chef Kurt Molterer: „Besserer Markenauftritt“.

Neuseeland: Maus biss Tierfreund, der ging zur Versicherung.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 16. Jänner 2015 – 25

investoren diversifizieren

low-budget-hotel VON UBM

Bei Büroimmobilien bleibt London das teuerste Pflaster Seite 29

UBM will Munich City West bis 2042 pachten

© UBM

© Panthermedia.net

real:estate Seite 30

rekord Top-jahr für ehl investment © EHL Immobilien

Immo-Markt wird Mieterund Käuferfreundlich

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at Wir leben Immobilien.

IMMO-AGS 7.1.–14.1.2015

204,72 -0,85%

Wochentop Warimpex 10,53% Wochenflop conwert -3,02% Warimpex 10,53% s Immo 2,37% CA Immobilien Anlagen 1,97% Atrium European Real Estate -0,29% Buwog -0,83% Immofinanz -2,74% conwert -3,02%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 14.1.) Monatstop DBXT CSI300 R.E. 15,14% Monatsflop Lacuna US REIT -2,11% Top 5 Immofonds DBXT CSI300 R.E.1C 15,14% FF - Glob. Prop. Fund A Acc 13,12% ING (L) Invest Gl. R E I EUR 12,59% iShares Stoxx N. Am. 600 R E 12,48% Lyxor UCITS ETF FTSE/EPRA 12,27% Flop 5 Immofonds Lacuna US REIT -2,11% WIP Global R E Sec. A USD -0,68% DWS Immoflex Vermögensm. -0,15% ABD Gl. A Pro. Sh. S2 USD 0,09% B&I Asian Real Est. Sec. Fd. B 1,77% 7.1.–14.1.2015

© Simon Rainsborough; Mediendienst.com/Foto Wilke; RE/MAX/APA-Fotoservice/Rastegar; Panthermedia.net/Tupungato

IATX (Schluss 14.1.)

2015 Während Re/Max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer (re.) ein Minus bei den Preisen über den Gesamtmarkt von über zwei Prozent erwartet, ist für EHL-Fachfrau Sandra Bauernfeind in erster Linie der Hype vorbei. s Real-Chef Michael Pisecky sieht in den Bundesländern sehr differenzierte Märkte. Seite 26 6B47 Gesellschafter-Team um Wolfgang Reithofer, Wolfgang Kristinus, Graf Max von Moy, Marcus Kapsch erweitert

347,71 -0,66%

inhalt Immo:Markets > willhaben.at sieht 7 große Trends für Immobilien 26 > EY: D-Hype geht weiter 26 Immo:Capital > Schlagabtausch zwischen conwert und Petrus 27 People&Dates > CBRE übernimmt Asset Services für DEKA 29 > s Versicherung baut das Vertriebs-Team um 30

Projekte in Deutschland, Polen in Pipeline Wien. Die 6B47 Real Estate AG wächst weiter. Ab sofort sind Wolfgang Reithofer, Graf Max von Moy, Marcus Kapsch und Wolfgang Kristinus mit je 10% Investitionskapital beteiligt. Das vor fünf Jahren gegründete Immobilienentwicklungs-Unternehmen hat 23 Immo-Projekte in Deutschland und Österreich in Umsetzung. Mit dem neuen Kapital aus der Platzierung einer Unternehmensanleihe an der Frankfurter Börse (ISIN: DE000A1ZKC57), deren Anleihevolumen erst vor Wochen wegen der hohen Nachfrage von fünf auf zehn Mio. € erweitert wurde, geht

6B47 weitere Immobilienprojekte in Österreich und Deutschland an. Neben der Umgestaltung des Philips Hauses in Wien sind mit Palais an den Höfen, East Village und Louis am Park drei Projekte in Frankfurt vor Fertigstellung und Verkauf.

Polen-Einstieg geplant Weitere Großprojekte sind in der Pipeline, wie Vorstandsvorsitzender Peter Ulm betont: „Für uns interessant bleibt weiter der Großraum Wien, die deutschen Städte wie Frankfurt, Ingolstadt oder Stuttgart bzw. seit Neuestem auch

der Markt in Polen, wo wir Krakau, Warschau und Breslau im Fokus haben. Ich bin mit der derzeitigen Entwicklung des Unternehmens äußerst zufrieden, weise aber darauf hin, dass nicht Wachstum im Vordergrund steht, sondern eine langfristige vernünftige Rendite für unsere Kunden.“ Der 6B47 Real Estate Club habe sich als exklusive Zusammenarbeit mit immobilienaffinen Privatanlegern, die gemeinsam mit 6B47 Projekte entwickeln, etabliert. Für 2015 plane man, rund 40 bis 50 Mio. € an Eigenkapital mit dem Club in neue Projekte zu investieren. (lk)

© 6B47

CERX (Schluss 14.1.)

Das East Village in Frankfurt steht vor der Fertigstellung und dem Verkauf.


i m m o: c ov e r

26 – financenetreal:estate

short

© Panthermedia.net/Igor Saltykov

Kepler I: Kursziel für Immofinanz gesenkt

Freitag, 16. Jänner 2015

Prognosen Re/Max sieht Preisrutsch von 2,3% über den Gesamtmarkt und Preisverfall im gewerblichen Bereich

Immo-Jahr 2015 bessert sich für Käufer und Mieter ÖVI: Markt wird sich 2015 auf gesundem Niveau einpendeln; weniger Rendite für Käufer erwartet.

Wien. Die Kepler-Analysten haben das Kursziel für Immofinanz von 3,00 auf 2,75 Euro gesenkt, aber das Anlagevotum „Buy“ beibehalten. Die Kürzung des Kursziels ist – wenig überraschend – den Entwicklungen in Russland zu verdanken. Die Dividendenschätzungen belaufen sich auf jeweils 0,10 Euro für die Geschäftsjahre 2014, 2015 und 2016. (APA)

Kepler II: Buwog ist weiterhin ein Kauf Wien. Die Wertpapierexperten von Kepler Cheuvreux haben aufgrund von stärkeren Margen bei den Verkäufen das Kursziel der Buwog von 17,50 auf 18,50 Euro erhöht. Das Votum lautet weiterhin „Buy“. Es gebe weiteres Aufwärtspotenzial, da sich der österreichische Immobilienmarkt stark entwickle. Beim Gewinn je Aktie (FFO) erwarten die Kepler-Analysten 0,90 Euro für 2014 sowie 0,96 bzw. 1,01 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf jeweils 0,69 Euro für 2014 sowie für 2015 bzw. 2016. (APA)

Über alle Kategorien dürfte das Preisniveau 2015 bundesweit um mehr als zwei Prozent nach unten rauschen statt im gleichen Ausmaß nach oben zu gehen, „wie es eigentlich gesund wäre“, meinen die Re/Max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer und Managing Director Anton Nenning. Für das oberste Preissegment wird im Schnitt mit 3,8% Preisrückgang gerechnet, im mittleren mit einer stabile Nachfrage aber mit 1,8% tieferen Preisen; nur im untersten Segment dürften die Preise leicht (um 0,3%) anziehen. Alle Immo-Kategorien zusammen würden sich in Wien 2015 voraussichtlich um 2,7% verbilligen. Bei Zinshäusern, der klassischen Anlage-Immobilien in Ballungsräumen, ortet Nenning eine „konstante Lustlosigkeit“.

Gewerbesegment bricht ein

Nenning: „Wir hören immer wieder: Kreditfinanzierungen sind restriktiver geworden.”

Angeboten sei die Vermarktung schwieriger. Für eine im 15. Bezirk für 3.700 Euro pro m2 erworbene Eigentumswohnung ließen sich bei 9 Euro/m2 Miete nur 3% Rendite brutto (vor Einkommensteuer und vor Instandhaltung) erzielen; meist seien es 2 bis 4%, so Wollein.

Ost-Käufer werden weniger Wohnungen für 150.000 bis 300.000 Euro ließen sich „gut“ verkaufen, „über 350.000 Euro wird die Luft aber dünn“. In Wiens Innenstadt im 1. Bezirk seien die

„Käufer aus dem Osten“ in den letzten Monaten – wegen der UkraineKrise, mutmaßt Wollein – ausgeblieben. Das Angebot steigt, dies sieht auch Re/Max so. In zentralen Lagen und im untersten Preissegment könnten die Mieten am freien Markt dagegen wegen starker Nachfrage anziehen, teils auch die Kaufpreise. Einen Preisverfall werde man bei Geschäftslokalen, Büros, Firmenobjekten sehen. Die Prognose stützt sich auf Einschätzungen aller 500 Re/Max-Makler vom November.

© Immofinanz

Immofinanz vermietet in Ungarn an UPC

Wien. 2014 brachte einen Rekord: Das Immobilieninvestmentvolumen in Österreich erreichte laut Georg Fichtinger, Head of Capital Markets, CBRE Österreich, 2,8 Mrd. Euro – was zuletzt vor der Finanzkrise (ab 2007) gesehen wurde und ein Plus gegenüber 2013 von mehr als 1 Mrd (bzw. 60%) bedeutet. Rund drei Viertel des in Österreich investierten Volumens entfielen auf Wien. Insgesamt waren Retailimmobilien am beliebtesten. In Europa blieb nur der CEE-Raum – wegen der Russland Krise – mit einem Plus von rund 25% gegenüber 2013 hinter den Erwartungen. Bei Eigentumswohnungen ist der Preis-Hype nach jahrelangem Anstieg vorbei, glaubt der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI). Schon 2014 habe sich der Preisanstieg im Wohnsegment in Österreich verflacht, analysiert ÖVI-Maklersprecherin Sandra Bauernfeind: „Mit einem Rückgang rechnen wir aber keinesfalls.“ Der Markt werde sich wieder auf einem gesunden Preisniveau einpendeln. Bundesweit habe sich der Preisanstieg im Vorjahr in Österreich auf 2,5% abgeschwächt, in Wien auf 2,2% (Basis: OeNB-Dataen für das 3. Quartal 2014 zum 3. Quartal 2013). In Wien seien von 2010 bis 2014 die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen um fast 60% geklettert, für neu errichtete um 25%, berichtet ÖVI-Vorstand Andreas Wollein. Die von 2008 bis 2013 verzeichnete, „bis dahin unbekannt hohe Preissteigerung“ nehme heute wieder ab. Die hier erzielbaren Mieten hätten mit den Kaufpreisen freilich nicht Schritt gehalten. Die Käufer müssten sich mit weniger Rendite zufriedengeben und würden Objekte viel eingehender prüfen als früher. Speziell bei teuren

© Weinfranz

Bei 2,75 Euro Kursziel scheint das „Russland-Pech” eingepreist.

„Bei Wohnungen zeigt sich ein klares Stadt-Land-Gefälle, doch dürfte auch in den Ballungsräumen mit der starken und stetigen Preisaufwärtsentwicklung Schluss sein“, so Nenning. Lediglich für zentrale Lagen wird ein Anziehen der Preise für Eigentum um 2,5% bzw. der Mieten um 3,1% prognostiziert, während sich am Stadtrand Eigentum um 0,9% verbilligen und die freie Wohnungsmiete nur um 0,4% verteuern dürfte. Wohnen in Landgemeinden wird immer erschwinglicher: Das Burgenland gilt als Geheimtipp. Massive Preiseinbrüche im Ausmaß von 5,4 bis 7,1% zeichneten sich nach Meinung der Makler bei Gewerbe-Immobilien ab. Die Prognose für Geschäftslokale: –5,7% Miete, für Büroflächen: –5,2% Preisrutsch, für Firmengebäude und Betriebsgrundstücke: –4,7% Verbilligung. (lk/ag)

markt-trends UPC bezieht das Immofinanz-Bürogebäude Haller Gardens im Juli.

Budapest. Der MultimediaAnbieter UPC wird sich auf 6.000 m2 im Bürogebäude „Haller Gardens“ der Immofinanz einmieten. Der Vertrag wurde für einen Zeitraum von zehn Jahren fixiert. Zudem konnte Immofinanz für zwei weitere Bürogebäude mehrjährige Mietverträge im Umfang von rund 7.800 m2 verlängern; dies betrifft das Ojbket Globe 13 und den Atrium Park. (lk)

Deutschland-ImmoHype geht weiter Frankfurt. Die Preise für Immobilien in Deutschland werden weiter steigen, wie eine Umfrage der Wirtschaftsberatung Ernst & Young (EY) ergeben hat. 62% der befragten Investoren erwarten für 2015 höhere Kaufpreise für Wohngebäude in Top-Lagen (2014: 58%). Deutsche Objekte würden zudem auch beliebter: 45% der Anleger bezeichneten Deutschland als sehr attraktiven Standort (Vj: ca. 33%). (ag)

Bundesländer Experten sind für Salzburg am negativsten gestimmt

Grüne Mark am positivsten Salzburg/Graz. Die Bundesländer-Märkte präsentieren sich für 2015 teils sehr differenziert, so die s Real-Experten. Auf Stadt und Land Salzburg komme eine weitere preisliche Entspannung der Immobilien-Situation zu, anders gesagt: Die Immobilienpreise haben dort laut Re/Max die negativsten Aussichten aller neun Bundesländer. Der Angebotserweiterung von 5,7% stehe daher der Preisrückgang um –5,7% entgegen. Auch im Land zwischen Arlberg und Bodensee erwarten die Re/ Max-Experten einen starken Nachfrage-Knick. Für die s Real haben sich die Preise in Vorarlberg auf hohem Niveau stabilisiert, nur in ausgesprochenen Top-Lagen sind noch Steigerungen zu erwarten. In der Steiermark profitiert vor allem Graz und seine Umgebung von einer enormen Zuwanderung, sagen die s Real-Experten, während die Nachfrage nach Einfamilienhäusern im ländlichen Bereich rückgängig ist. In Graz sei das Angebot mittlerweile wieder ausreichend. Re/Max erwartet für die Grüne Mark für 2015 ausgeglichene Preise – das ist die positivste Sicht für die neun Bundesländer. Die Re/Max Immobilien-Experten erwarten sich für das Burgenland einen generellen Anstieg der Immobilien-Nachfrage um 2,8%, einen Anstieg des Angebots um 3,5 und Preiseinbußen von 2,8%. Eigentumswohnungen am Stadtrand sollten sich preislich nicht verhindern. Ähnlich in Niederösterreich, so die s Real, nur die „Greater Vienna Area“ profitiert von einer guten Nachfrage sowohl nach Miet- als auch Kaufimmobilien. Für das südlichste Bundesland, Kärnten, sieht Re/Max eine erhebliche Stimmungsverschlechterung: Die Nachfrage steigt zwar um 2,6%, aber das Angebot noch mehr, nämlich um 3,9%. Laut s Real ist zwar die Tätigkeit der privaten Bauträger rückläufig, viele Wohnungen stehen jedoch noch leer. Leichte Preistendenz nach oben werde es nur in den städtischen Bereichen geben. In Oberösterreich konzentrierte sich der Markt auch 2014 auf den Großraum Linz-Wels, wo die Preise stabil bis leicht steigend waren. In den ländlichen Gebieten hingegen war die Nachfrage laut s Real rückläufig und wird es wohl bleiben. Re/Max schätzt den oberösterreichischen Markt 2015 durchwachsen ein, aber trotzdem positiver als 2014. Die Preise für Baugrundstücke sollten nach einer Verschnaufpause wieder steigen (+1,6%). In Tirol sind die Stadt Innsbruck und ihre Randbezirke nur noch für einen geringen Teil der Bevölkerung leistbar, so die s Real. Die Nachfrage nach gebrauchten Häusern und Wohnungen wäre zwar vorhanden, aber es fehlt das Angebot, es könnte zu einer moderaten Preissteigerung von 2 bis 3% kommen, gesamthaft sieht Re/Max eine Preiskorrektur. (lk)

Willhaben.at Das Immobilien-Portal hat sieben Trends für 2015 identifiziert: 1. Haus im Grünen Weiterhin der Wohntraum (für 50,3% der Befragten), gefolgt vom Objekt am Wasser (17,4%), Bauernhof (5,6), Dachgeschosswohnung (5,3), Loft (3,6). 2. Angebot steigt leicht Die Preise werden stagnieren, günstigere Immobilien in mäßigen Lagen haben Aufwertungspotenzial. 3. Multifunktionalität Konsumenten suchen verstärkt nach All-In-One-Objekten, die Wohnen, Arbeiten, Wellness, Entspannung und Unterhaltung gleichermaßen ermöglichen. Das erfordert passende Grundrisse. 4. Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte Ein Trend, der anhält. Auch Ältere, insbesondere Frauen, leben immer häufiger allein. 5. Kaufen statt Mieten Dank tiefer Kreditzinsen erwägen immer mehr Personen die Anschaffung des Eigenheims statt zu mieten. 6. Green Buildings Developer setzen verstärkt auf ressourcenschonende und emissionsarme Architektur; das verbessert die Betriebskostenstruktur und steigert den Wert der Objekte über den gesamten Lebenszyklus. 7. Internet of Things Dank Digitalisierung werden in den nächsten zwölf Monaten weltweit bis zu 50 Mrd. Geräte mit dem Internet verbunden sein. Dies beeinflusst den Büromarkt. Die Nachfrage nach stationären Handelsflächen wird sinken.


i m m o: c a pi ta l

Freitag, 16. Jänner 2015

financenetreal:estate – 27

Harsche Kritik via Medieninserate Der UK-Fonds Petrus Advisers scheint eine neue Form des medialen„Anpatzens“ institutionalisieren zu wollen

Petrus gegen conwert im Ring Wien. „Oops, they did it again“ – das Management des Investmentfonds Petrus Advisers mit Sitz in London hat wie schon zuvor beim Flughafen Wien, an dem der Fonds beteiligt ist, per Zeitungsinserate seine Meinung kundgetan. Dieses Mal hat der Immobilienkonzern conwert sein Fett abbekommen. In einem offenen Brief kritisierte Fondsmanager Klaus Umek conwert-CEO Clemens Schneider dafür, dass die conwert-Aktie seit über drei Jahren 45% unter der Performance des europäischen Immobilien-Aktienindex liege und die Leerstände der conwert-Immobilien zu hoch seien. Petrus Advisers hat mit Stand November 2014 rund 6,7% der conwert-Aktien gehalten. Umek fordert medial sieben konkrete Maßnahmen, andernfalls wolle man wissen, „wie unser Geld möglichst unbeschadet ausgezahlt wird oder wie Sie die Aufgaben in fähigere Hände überge-

immobilien radikal abgewertet und dann zum Buchwert verkauft“ habe. Aus Sicht von Petrus Advisers ist das Portfolio unterbewertet (die österreichischen Objekte um bis zu 150 Mio. €, die deutschen um bis zu 145 Mio.). Der Nettoinventarwert (NAV) sei daher um bis zu 4 € „falsch wiedergegeben“. Gegenüber Reuters habe ein weiterer conwert-Aktionär ebenfalls seine Frustration kundgetan, so die Agentur.

ben werden“. Unter Schneider, der 2014 von der Westbahn zu conwert wechselte, habe sich die Finanzmarktkommunikation erneut verschlechtert. Eine strategische Neuausrichtung sei nie präsentiert worden. Schneider weist die Vorwürfe als unwahr zurück und droht mit rechtlichen Schritten, zumal „Petrus Advisers von Mitte 2010 bis April 2012 größter und einflussreichster Aktionär war“. Den österreichischen Investmentbanker Umek stören weiters „die offensichtlich aufgeblähten Kostenstrukturen“ sowie Immobilien-Verkäufe in 2014, bei denen der Vorstand „erstklassige CEE-Wohn-

IVA-Chef kommentiert Wilhelm Rasinger, Chef des Interessenverband der Anleger (IVA)

kann die Kritik teils nachvollziehen – auch wenn die Form des Konflikts, über Zeitungsinserate, wohl ungewöhnlich sei. Der Fonds thematisiere in der Tat einige lang bekannte Probleme. Die Kritik werde sich mittelfristig positiv auswirken, ist Rasinger überzeugt. Das Hauptargument sei richtig, dass sich die boomenden Immobilienmärkte im conwert-Aktienkurs nicht niedergeschlagen hätten. Es könnten Kontrakte aber auch nicht überhastet aufgelöst werden. Unrecht habe Petrus Advisers mit den Vorwürfen zu den Immo-Werten, nimmt Rasinger conwert teilweise in Schutz. (ag/lk)

© APA/Hans Klaus Techt

conwert-CEO Schneider lässt rechtliche Schritte gegen den britischen Investmentfonds überprüfen.

IVA-Chef Rasinger teilt einige der ­Kritikpunkte, aber längst nicht alle.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

UBM PIAG-Verschmelzung

5er-Vorstand

Wien. Die PIAG- und UBM-Aktionäre haben bei Sondertreffen am 14. und 15. Jänner beschlossen, den Vorstand der börsenotierten UBM Realitätenentwicklung AG von drei auf fünf Personen aufzustocken, weil die Geschäftstätigkeit durch die geplante Verschmelzung der UBM mit der PIAG Immobilien AG ausgeweitet wird. Neben Vorstandschef Karl Bier, Heribert Smole (CFO) und Martin Löcker gehören künftig auch Michael Wurzinger und Claus Stadler dem Vorstand an. Im Zuge der Schaffung der PIAG, der Abspaltung der Porr-Immobilien-Sparte und ihrer Eintragung ins Firmenbuch sind 2014 die UBM-Aktien der Porr auf die PIAG übertragen worden. Porr hält keine UBM-Aktien mehr, PIAG ist zu 79,36% an der UBM beteiligt. (lk)

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Porr Über 30% Streubesitz

Im Prime-Markt

© Porr/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

Wien. Die Porr AG wechselte am 22. Dezember 2014 vom standard in den prime market, das PremiumSegment der Wiener Börse. Damit verpflichtet sich der Konzern zur Einhaltung erhöhter Transparenz-, Qualitäts- und Publizitätskriterien. Die Specialist-Funktion übernimmt die Erste Group, die Raiffeisen Centrobank AG und Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG fungieren als Market Maker. Die Marktkapitalisierung beträgt per 19. Dezember 2014 rund 650 Mio. €. (ag)

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Porr-CEO Karl-Heinz Strauss holte 2014 rund 119 Mio. Euro frisches Kapital. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


I m m o: M a r k e ts/ I m m o: S e r v i c e

28 – financenetreal:estate

Bank Austria Immobilien Holding Das offene Bieterverfahren soll bis Herbst 2015 abgeschlossen werden

short

Verkauf in zwei Phasen

Edikte mobil abrufen und versenden Wien. Die Ediktsdatei des Bundesministeriums für Justiz mit den gerichtlichen Bekanntmachungen zu Zwangsversteigerungen ist nun zusätzlich zum Internet auch via iOS-App abrufbar, berichtet die Österreichische Immobilien Zeitung. Die App stelle die Daten auch grafisch in einer Österreichkarte dar. Die Detail-Darstellung zeige den Originaleintrag, auch das Langgutachten sei abrufbar. Die Edikte können als SMS oder Mail verschickt werden.

Wien. Nach der Evaluation des gesamten, nicht zum Kerngeschäft gehörenden Beteiligungsportfolios hat sich die UniCredit Bank Austria dazu entschlossen, mit der Verwertung des Immobilienportfolios der Immobilien Holding GmbH-/ Gruppe in einem strukturierten Verkaufsprozess zu beginnen. Das offene Bieterverfahren richtet sich an in- und ausländische Investoren und soll bis Herbst 2015 abgeschlossen werden.

ger Austria Immobilien GmbH, der Ekazent Immobilienmanagement GmbH, der Hausverwaltung Dr.W.W.Donath Immobilienverwaltung GmbH oder dem Makler BA Real Immobilientreuhand; ebenfalls dazu gehört Wien Mitte, wofür der gesonderte Verkaufsprozess bereits 2014 gestartet wurde. Der Verkaufsprozess ist zweiphasig strukturiert: Phase eins betrifft den Verkauf des Hauptbestandsportfolios, Phase zwei den Verkauf der Bauträgergesellschaft BAI Bauträger Austria Immobilien sowie der Dienstleistungsgesellschaften. Phase eins umfasst die Pakete generalvermieteter bzw. geförderter Wohnbau, Wohnobjekte in erstklassigen Lagen, Zinshausportfolio, einzelne Wohnungen, Geschäftslokale und Stellplätze sowie Bau- und Mietrechte der Ekazent Realitäten GmbH. Zusätzlich werden Objekte zum Einzelverkauf angeboten. (lk)

An ca. 80 Objekten beteiligt Die Holding hält österreichweit Beteiligungen an rund 80 Immobilienobjekten, u.a. am Donauturm, der Garage am Hof, dem Schlosshotel Lebenberg in Kitzbühel und der Wien Mitte Immobilien GmbH. Sie hält darüber hinaus diverse Beteiligungen u.a. im Projektentwicklungs- und Dienstleistungsbereich wie an der BAI Bauträ-

Wien. Die Immobilienplattform willhaben.at hat eine Vermarktungskooperation mit dem internationalen Immobiliennetzwerk ListGlobally geschlossen. Österreichische Makler und Immobilien-Inserenten können so ihre Objekte in elf weiteren Ländern vermarkten und ihre Reichweite vervielfachen, heißt es in der ÖIZ. Die Zahl der Länder soll laufend erweitert werden (derzeit: Deutschland, Schweiz, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande, UK, Irland, Spanien, Portugal und Kroatien). Die Texte würden automatisch in die jeweiligen Sprachen übersetzt. (red)

CBRE übernimmt Asset Services für DEKA

© oln.at

Das Gebäude, im Besitz von DEKA/Westinvest, ist mit ÖGNI-Gold vorzertifiziert.

Mit dem Gate 2 verwaltet CBRE nun bereits die achte Immobilie für DEKA/Westinvest, sagt Wolfgang Zeiner, der als Associate Director Asset Services bei CBRE als Key Account Manager für DEKA auch für das Gate 2 verantwortlich ist. Die CBRE Group, die an der Börse New York notiert, ist führend bei Gewerbeimmobilien (Basis: Umsatz 2013). Das in Los Angeles ansässige Unternehmen mit mehr als 44.000 Mitarbeitern in über 350 Büros weltweit (exklusive Zweigstellen und Partnerbüros) arbeitet für Immobilieneigentümer, Investoren und Mieter auf der ganzen Welt in Segmenten wie strategische Beratung, Immobilienvermietung und ‑verkauf oder Facility‑ und Projektmanagement. (lk)

Web-Service Abschlüsse im Einklang mit dem Gesetz

OÖV Mietwohnungen

Wien. Vermieter können die Kosten, die sich durch Baumpflege und Baumkontrolle ergeben, ihren Mietern weiterverrechnen. Dies legt Rudolf North, Geschäftsführer der Fachgruppe Wien der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer, dar. Besondere Aufwendungen für Gemeinschaftsanlagen sind anteilig i.d.R. nach dem Verhältnis der Nutzfläche des Mietgegenstands zur Gesamtnutzfläche überwälzbar. Grünanlagen eines Hauses haben eine Sonderstellung inne, die Beteiligung der Mieter sei nicht von der Voraussetzung abhängig, ob Benützungsrechte bestehen.

Wien. Aufgrund der auf Ebene der EU seit 13.06.2014 geänderter Konsumentenschutzbestimmungen und der neu geltenden Gesetze VRUG (Verbraucherrechte-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) und FAGG (Fernabsatz- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz) benötigt ein Maklerunternehmen mit einem Konsumenten einen Maklervertrag, um für diesen tätig werden zu können – darauf machen der Betreiber der Dienstleistungsplattform makler-

Online abschließbar

Linz. Die Oberösterreichische Versicherung investiert weiter in Immobilien, geht aus der Bilanzvorschau hervor. Mit der Wohnoase in Gramastetten – 33 Wohnungen für betreubares Wohnen – habe man einen Impuls Richtung qualitätsvolles Wohnumfeld im Alter gesetzt. Im Frühjahr werden 52 (bereits vergebene) Mietwohnungen in Linz bezugsfertig; derzeit umgesetzt wird ein weiteres Projekt mit 23 Einheiten in Ried im Innkreis.

Der Maklervertrag: Statt lästigem Ausfüllen alles online und sicher abschließbar.

Daher finden auf der Plattform Immobilientreuhänder und -makler die erforderlichen Dateien, um diese Vereinbarung mit dem Kunden einfach und sicher und für den Konsumenten kostenlos in einer Onlineversion im Einklang mit dem Gesetz abschließen zu können. Der Konsument könne diese Vereinbarung sowohl zuhause am PC, wie auch am Tablet oder via Mobiletelefon ausfüllen und abschicken. Zudem dokumentierten Unternehmen, die mit dem individuellen Link (www.maklervertrag.at/ ID/) auf die Seite verwiesen, Seriosität, da sie bei der Wirtschaftskammer gemeldet seien. (red)

vertrag.at, MCR Immobilien e.U., aufmerksam. Die seit damals geltenden Regeln sollen den Konsumenten schützen, „sodass dieser von Anfang an weiß, dass er es mit einem Immobilientreuhänder/Immobilienmakler zu tun hat und eventuell auch ein Honorar zu bezahlen hat und nicht später von einer Rechnung ,überrascht‘ wird“, heißt es.

© gramastetten.ooe.gv.at

„Betriebs“kosten Der Nutzen der Grünfläche könne auch lediglich in den Annehmlichkeiten einer gefälligen Umgebung, einer schönen Aussicht oder besseren Luft bestehen, unabhängig davon, ob die Mieter die Fläche betreten, sie zu Erholungszwecke oder gar Ertragszwecke nutzen dürfen; die sachgemäße Betreuung respektive Pflege sei hier als „Betrieb” zu verstehen. (red)

Immo-Anlagen

Für VRUG-geplagte Immo-Makler

© panthermedia.net/thodal

© The Square

Frankfurt. Das Zins-Rekordtief treibt immer mehr Anleger in den deutschen Immomarkt. Insgesamt wechselten 2014 laut großen Maklerhäusern Gewerbe- und Wohnimmobilien im Wert von mehr als 50 Mrd. Euro den Besitzer. Der größte Teil (knapp 40 Mrd. Euro) entfiel auf Büros, Ladenflächen und Hotels, wie Jones Lang LaSalle errechnete – der fünfte Anstieg in Folge und gegenüber 2013 ein Plus von 30%. Der Wohnungsmarkt sah laut CBRE Transaktionen in Höhe von 13,3 Mrd. Euro (ohne Einzelverkäufe). Vor allem börsenotierte Firmen wie Deutsche Annington, Buwog und LEG nutzten die günstigen Finanzierungsbedingungen. (ag)

Wien. Rund 32.000 m2 umfasst das Büro- und Verwaltungsgebäude Gate 2, mit dessen Asset Services CBRE von DEKA/Westinvest beauftragt wurde. Ende des Jahres 2014 wurde der Komplex in WienErdberg zur Gänze fertiggestellt, etwa zwei Drittel des Gebäudes wurden schon bezogen. Gate 2 wurde bereits mit dem Vorzertifikat der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) in Gold ausgezeichnet. Die Büros erstrecken sich in Bauteil A auf sechs und in Bauteil B auf neun Geschoße. Im Erdgeschoß befindet sich das neue zentrale Kundencenter von Wiener Wohnen, Eigentümer der Immobilie ist DEKA/ Westinvest.

Recht Mieterkosten

Baumpflege

Megadeal 2015 könnte der Verkauf des Squaire bei Frankfurt werden.

Die Immobilien Holding der Bank Austria ist sogar am Donauturm beteiligt.

Gate 2 Gebäudekomplex in Wien Erdberg wurde Ende 2014 zur Gänze fertiggestellt, zwei Drittel schon bezogen

Mieter lesen den Vertrag nur schleißig

D: Immomarkt war 2014 50 Mrd. Euro schwer

© APA/Georg Hochmuth

In einem ersten Schritt wird das Hauptbestandsportfolio mit insgesamt sechs Paketen veräußert.

willhaben.at kooperiert mit listglobally.com

Wien. Laut einer repräsentativen Umfrage von immowelt.at lesen 28% der österreichischen Mieter ihren Mietvertrag vor Abschluss nur unvollständig, bevor sie ihn unterschreiben. 31% haben ihn den Angaben zufolge ganz gelesen, 41% mehrmals. Es dürfte einen Zusammenhang zwischen Einkommen und Genaugikeit geben: Je mehr wer verdient, umso genauer lese er den Mietvertrag.

Freitag, 16. Jänner 2015

Die OÖV konzentriert sich in ihrer Immobilienstrategie auf Mietwohnungen.


i mm o: m a r k ets

Freitag, 16. Jänner 2015

financenetreal:estate – 29

Catella Office-Markt Europa auf lange Sicht solide und stabile Investitionsplattform, speziell für Büroobjekte; London laut CBRE am teuersten

Anleger peilen 2015 Werterhalt und geografische Streuung an Unter Risiko-Renditegesichtspunkten bieten aktuell Madrid und Barcelona in Europa die höchsten Ertragschancen.

Mehr Kapital nach Europa „Mehr Kapital denn je findet aktuell seinen Weg nach Europa, neue Kapitalquellen aus dem asiatischen Raum und aus dem Mittleren Osten sind mit rund zehn Prozent an den europäischen Transaktionen direkt beteiligt“, so Beyerle. Daneben würden sich auch „Nachholeffekte” seitens staatlicher Investitionsfonds (Sovereign Wealth Funds), Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften bemerkbar machen. Im Detail besagt der „Catella Market Indicator Office 2014/2015 Report“, dass sich von den 32 Märkten lediglich an einem eine steigende Rendite feststellen lässt (Oulu/Finnland); 14 Standorte stagnierten und 17 weisen fallende Renditen aus. Bei der Mietentwicklung sinkt lediglich an einem Standort die Spitzenmiete (Jyväskylä/Finnland), an 14 Standorten steigen die Spitzenmieten, und an 17 ist keine Bewegung zu orten.

deutsche Stadt unter den Top 50 befindet sich Frankfurt mit 588 € je m2 und Jahr (Rang 49). Wien ist mit 370 € nicht unter den Top 50 zu finden. Asien weist dabei nach wie vor einen Großteil der teuersten Büromärkte der Welt auf, wo sich mit Hong Kong (2.262 €/m2/Jahr), der Pekinger Finance Street (1.785 €/ m2/Jahr) und dem Pekinger Central Business District (1.709 €/m2/Jahr) allein drei Märkte unter den Top 5 befinden; dahinter folgt Moskau (1.489 €/m2/Jahr. Am amerikanischen Kontinent, wo sich die Rahmenbedingungen des Immobilienmarkts weiter verbessern, steigen die Spitzenmieten stark. © Panthermedia.net/Nick Hawkes

Wien. „Solides Wachstum, Mangel an neuen Produkten, starke und solide Mieternachfrage sowie der immer noch große Appetit der Investoren auf Core-Objekte“, so skizziert Thomas Beyerle, Managing Director bei Catella in Frankfurt, die Trends. Die meisten der 32 untersuchten Märkte verzeichnen weitere Renditekompressionen (Anm.: Wegen der anhaltend hohen Nachfrage sind höhere Preise zu zahlen, was zum Rückgang der Renditen führt) und ein stabiles Umfeld für Spitzenmieten. Allerdings besteht Unsicherheit in der Zinspolitik für das Jahr 2015, dies sollte aber kurzfristig keine Auswirkungen auf die Investitionsmärkte zeitigen, so die Catella-Analyse.

Weltweit 2,5% mehr Miete „Die Mietentwicklungen bei Premium-Büroflächen spiegeln die allmähliche und uneinheitliche Erholung der Weltwirtschaft wider“, erklärt Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich. Weltweit stiegen die Kosten an den Top-Büromärkten um 2,5% im Jahresverlauf, angeführt von der Region Nord- und Südamerika mit 4,1% sowie der Region Asien-Pazifik mit 2,8%. Währenddessen stagnierte die Entwicklung in der Region EMEA mit einem Anstieg von 0,3%. Von den Top 50 der teuersten Pflaster befinden sich 20 in der Region EMEA, 20 in der Region AsienPazifik und 10 in Nord- und Südamerika. „Wir erwarten, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft fortsetzt, wodurch sich die Lage auf den Arbeitsmärkten verbessern und die Nachfrage nach Büroflächen steigen wird“, sagt Ridder. Nationale Konjunkturprogramme sollten erst im dritten Quartal 2015 für Dynamik sorgen, Catella. (fh/lk)

CBRE: Londoner Westend ist mit 2.469 Euro je m2 p.a. teuerster Büromarkt – „mit sehr tiefer Rendite“, so die Catella-Experten.

„Wir rechnen mit einem weiteren Ausbau des Anlegerinteresses in Nebenlagen und steigendem Interesse an Sanierungsobjekten“, sagt Beyerle, der darin vordergründig eine Core-Investitionsstrategie sieht, die eindeutig auf das Segment „Value-add“ fokussiert sei, was dazu führe, dass geografisch gesehen breiter investiert werde. „Ohne Zweifel werden die Investoren auf Qualität und werterhaltende Strategien setzen.“

Höhere Erträge in Spanien Unter Risiko-Renditegesichtspunkten sind die Renditen in London, Paris, aber auch in München, in der Regel sehr niedrig im Vergleich zum übrigen Europa, wäh-

rend in Madrid und Barcelona voraussichtlich deutlich höhere Erträge in den nächsten Jahren zu erzielen sein werden.

Dynamik erst im 2. Halbjahr Diese Investmentzentren hätten derzeit ein sehr attraktives Renditeniveau, allerdings bei deutlich unterschiedlicher Größe. Im Gegensatz zu diesen „höheres Risiko, höhere Rendite“-Städten zeigten nordische Investmentzentren erneut ein sehr stabiles Umfeld für Investitionen, angeführt bei der erzielbaren Gesamtrendite von Helsinki, gefolgt von Kopenhagen und Stockholm. Das schwache Wachstum der Eurozone führte zu einer gerin-

gen Vermietungsleistung und zu stagnierenden Büromieten in den meisten europäischen Kernmärkten. Zum Mietanstieg von 0,3% im Jahresverlauf haben vor allem die günstigen Bedingungen in britischen und skandinavischen Städten beigetragen, bestätigt CBRE. Auch der Dubliner Büromarkt habe sich kräftig erholt. Die größten Rückgänge erfolgten auf CEE-Märkten wie Warschau (-1,6%).

US-Spitzenmieten steigen Das Londoner Westend bleibt laut der halbjährlich veröffentlichten CBRE-Analyse „Global Prime Office Occupance Costs“ mit 2.469 € je m2 und Jahr der teuerste Büromarkt weltweit. Als einzige

Megadeal Mellennium Tower Auch das Segment „Zinshäuser” florierte im Vorjahr

LaSalle „Sich die Immobilien-Zyklen zunutze machen“

EHL 2014 mit Rekordergebnis

Kapital fließt weiter

Wien. Die zur EHL-ImmobilienGruppe zählende EHL Investment Consulting schloss das Jahr 2014 mit einem Rekordjahr ab: Insgesamt wurden Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von fast einer Mrd. € vermittelt, wird präzisiert. Davon entfielen rund 800 Mio. € auf den Bereich gewerbliche Immobilien – gegenüber 2013 mehr als doppelt so viel. EHL habe damit die führende Marktstellung weiter ausgebaut und sei bei fast einem Drittel des Transaktionsvolumens auf Käufer- oder Verkäuferseite tätig gewesen.

München/Wien. Geld wird weiterhin aus allen Kapitalmärkten in Immobilien fließen. Investoren sollten sich jedoch zunehmend mit dem Gedanken beschäftigen, dass sie am Ende des Zyklus stehen könnten, und sollten dem nächsten zyklischen Abschwung in ein paar Jahren zuvorkommen. Zu diesem Ergebnis kommt LaSalle Investment Management („LaSalle“) in der Ausgabe 2015 seines Investment Strategy Annual (ISA) Reports. „Wo wir im Immobilienzyklus stehen, ist eine der am häufigsten gestellten Fragen von Immobilien-Investment-Managern – mit gutem Grund“, sagt Jacques Gordon, Global Head of Research and Strategy bei LaSalle. „Die Märkte rund um den Erdball befinden sich in ganz diversen Stadien im Hinblick auf ihre Grundlagen, ihre Kapitalmärkte und auf ihre künftige Performance. Daher macht es Sinn, einen Investitions-Plan zu haben, der sich die Immobilienzyklen zunutze macht.” Beispiele zyklussensibler Strategien seien das Mitnehmen von Gewinnen und der Verkauf von Immobilien

Mio. € vermittelte und in dem auf der Käuferseite neben österreichischen Privatstiftungen Entwickler und Versicherungen dominieren. „Die Kompetenz im Bereich strukturierter Bieterverfahren war für uns in diesem Segment ein wichtiger Wachstumsmotor“, erklärt Geschäftsführer Franz Pöltl. Dies habe sich speziell beim Verkauf gesamter Portfolios wie etwa jenem der OeNB gezeigt. (lk)

Im Gewerbebereich entfielen die größten Anteile auf Einzelhandelsobjekte (ca. 44%), dicht gefolgt von Büroimmobilien (ca. 42%). Dabei konnte EHL mit dem Millennium Tower/der Millennium City (320 Mio. €) den größten Deal des Jahres in Österreich vermitteln; weitere erwähnenswerte Transaktionen waren der Verkauf von vier Objekten des Warburg-Henderson Österreich Fonds Nr. 1 (gesamt ca.

© EHL Immobilien

Ausbau globaler Kontakte

Michael Ehlmaier, GF EHL Immobilien: „Decken breites Kundenspektrum ab“.

in überschäumenden Kapitalmärkten, die Wahrnehmung der Vorteile höherer Vermietungs-/MietpreisZuwächse in Wachstumsmärkten und die Konzentration auf Lagen/ Sektoren, die so positioniert seien, dass sie in einigen Jahren allgemein als „Core“-Assets gelten würden. „Weltweit wird 2015 Europa am langsamsten wachsen, obgleich es blühende und ins Stocken geratene Volkswirtschaften umfasst“.

© LaSalle

100 Mio. €) sowie die Workstation Wien West und Mariahilfer Straße 37-39 (Humanic Store). 2015 wird dem Ausbau der internationalen Geschäftskontakte und der Zusammenarbeit im Rahmen des globalen Netzwerks Savills großes Augenmerk gewidmet. Ausgezeichnet entwickelt habe sich auch das Geschäftsfeld Zinshaus, in dem EHL Investment Consulting 2014 Transaktionen um 180

Gordon: „Europa wird 2015 die am langsamsten wachsende Region sein.“


pe opl e &date s

30 – financenetreal:estate

Freitag, 16. Jänner 2015

Wertschöpfung UBM übernimmt als Pächter bis 2042 die Verantwortung für einen erfolgreichen Hotelbetrieb

short

UBM erstmals mit LB-Hotel

Revirement im Team der s Versicherung

werden. Zum Umfang gehört ein Frühstück, jedoch weder Roomservice noch Restaurant- oder Küchenbetrieb. Zielgruppe sind kostenbewusste Geschäfts- und Urlaubsreisende. „UBM errichtet das neue Hotel nicht nur, sondern wird auch für 25 Jahre die Verantwortung für das Prosperieren des Hotelbetriebs tragen“, erläutert UBM-CEO Karl Bier. Seit auch die Immobilienrenditen auf ein historisch tiefes Niveau abgesunken sind, investieren immer mehr Fonds zur Ertragsverbesserung in Hotels; diese Asset-Klasse bringt deutlich mehr Ertrag als Büros, Wohnungen oder die meisten Arten von Gewerbeimmobilien und sie ist auch inflationssicherer. Da Fonds Hotelbetriebe aber nicht selbst führen dürfen, verpachten sie diese Spezialimmobilien – wie beim Holiday Inn Express Munich City West, ist das oft gleichzeitig der Entwickler der Immobilie.

© s Versicherung/Foto Wilke

Fritz Haslinger

Wien. UBM hat von InterContinental Hotels Group (IHG) im Münchner Stadtteil Neuhausen ein baureifes Projekt für ein Low Budget-Hotel übernommen. Union Investment wird das 302 Zimmer umfassende Hotel nach Fertigstellung Ende 2016 von UBM erwerben. Um sich jedoch auch weiterhin die Wertschöpfung zu sichern, wird UBM bis 2042 als Pächter das Hotel als Holiday Inn Express betreiben, wie es heißt.

Die Vertriebsleitung der s Versicherung hat nun Christoph Oppitz inne.

Wien. Christoph Oppitz übernimmt mit 1.1.2015 die Vertriebsleitung Österreich bei der s Versicherung. Renate Vierthaler tritt als Landesdirektorin für Salzburg seine Nachfolge an. „Meine Kernaufgabe als Vertriebsleiter sehe ich darin, die s Versicherung als Marktleader in der Lebensversicherung in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft zu führen“, sagt Oppitz. „Die Qualität unserer Ziele bestimmt die Qualität unserer Zukunft“, erklärt Vierthaler; gemeinsam mit ihrem Team will sie die intensive und hochwertige Betreuung der Sparkassen in Salzburg weiter ausbauen. (fh)

Hotel Garni Mit dem Holiday Inn Express Munich City West errichtet UBM erstmals ein Low Budget-Hotel. Das 7 Ober- und 2 Untergeschosse umfassende, 12.000 m2 Bruttogeschoßfläche große Haus soll in der Kategorie „Garni“ mit einem limitierten Serviceangebot geführt

Karl Bier: „Pachtkonstruktion als ,Win-Win-Modell‘, Eigentümer erzielt sofort Erträge.“

Gutes Händchen Scheidender Deutsche Bank-Österreich-Chef und Marcel Hirscher schlugen als Immo-Anleger zu

Betongold in Wien-Döbling und Salzburg Wien/Frankfurt. Der scheidende Österreich-Chef der Deutschen Bank, Bernhard Ramsauer, war als Verkäufer bei einer teuren Villentransaktion in Wien-Döbling erfolgreich: Er kaufte von seinem Arbeitgeber eine Villa in der Himmelstraße um 9,6 Mio. € und verkaufte diese nur zwei Monate später um 23,8 Mio. an einen russischen ÖlManager, so das Magazin Gewinn. Das im August 2013 von der Deutschen Bank erworbene Anwesen mit mehr als 1.000 Quadratmeter Wohnfläche habe beim Preis laut mehreren unabhängigen Gutachten dem aktuellen Verkehrswert entsprochen. „Ich hatte Glück; der Markt für solche Immobilien hat mittlerweile vollkommen gedreht, und dieser Preis wäre heute

Oberwaltersdorf/Wien. Die Interessenvertretung und Verbandsorganisation der Styropor-Hersteller und -Rohstofflieferanten in Österreich hat einen neuen Vorsitzenden: Mario Neuwirth. Er möchte mit „den unzähligen Dämm-Mythen und lancierten Fehlinformationen rund um Styropor aufräumen“. Styropor bestehe zu 98% aus Luft. Mit 1 kg Styropor könnten im Laufe eines „Styroporlebens“ ca. 200 Liter Heizöl eingespart werden; dabei werde für 1 kg Styropor inklusive dem Materialeinsatz nur ca. 2,5 kg Öl benötigt. (fh)

C-Quadrat verstärkt Management Team

vermutlich nicht mehr erzielbar“, wird Ramsauer vom Magazin zitiert.

Auch Marcel Hirscher aktiv

Die Wiener Himmelstraße gilt als sehr begehrte Lage mitten im 19. Gemeindebezirk.

Warburg-Henderson Desinvestition wird fortgesetzt

6B47 Kauf um 26,5 Mio. €

Zumtobel Lichtforum

Wien. Die deutsche Investmentmanagementgesellschaft Warburg-Henderson Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien mbH hat das Büroobjekt am Höchstädtplatz im 20. Wiener Gemeindebezirk an einen privaten Investor verkauft. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, vermittelt wurde die Transaktion durch EHL Investment Consulting. „Das Interesse an Gewerbeimmobilien durch Privatinvestoren

Wien. Das ehemalige Telekom-Haus in der Nordbergstraße 15 in WienAlsergrund ist im Vorjahr wieder verkauft worden. Der neue Eigentümer 6B47 Real Estate Investors AG kaufte die Immobilie von einem deutschen Fonds Ende September um 26,5 Mio. Euro, bestätigte ein Sprecher einen Gewinn-Bericht. Ein früherer Deal war wegen einer Provision an Walter Meischberger jahrelang Gegenstand von Ermittlungen, die 2014 eingestellt wurden. Ursprünglich war die Immobilie im Besitz der Telekom Austria, die das Haus an ein Konsortium um den Baukonzern Porr verkaufte, das es nach nur zwei Monaten, Ende 2003, an einen deutschen Fonds deutlich teurer weiterverkaufte.

Amsterdam/Dornbirn/Wien. Der österreichische Lichtkonzern Zumtobel Group setzt ein deutliches Zeichen in einem der führenden Architektur- und Technologiestandorte Europas: Das Unternehmen wird noch im Jänner im Zentrum von Amsterdam ein neues Lichtforum eröffnen – ein „offenes Haus für den Austausch und die enge Zusammenarbeit mit führenden Architekten, Lichtplanern, Technologieexperten und Forschungspartnern”. (fh)

© C-Quadrat

EHL begleitete Büroobjektverkauf

C. Mendez de Vigo: langjährige Erfahrung in Asset Management.

Wien/London. Seit 1. Jänner verstärkt Cristobal Mendez de Vigo y zu Loewenstein das Management von C-Quadrat. Cristobal Mendez de Vigo wird die Aufgaben eines Group-CFOs wahrnehmen sowie darüber hinaus schwerpunktmäßig im Bereich Unternehmensentwicklung und M&A tätig sein. (fh)

Laut Gewinn war bei einem weiteren prominenten Immobilienverkauf Marcel Hirscher, einer der erfolgreichsten österreichischen Slalomfahrer, beteiligt. Hirscher investierte in ein zweites Salzburger Zinshaus und zahlte 2,45 Mio. € an die Uniqa-Versicherung. Das Ende September 2014 gekaufte Wohngebäude befindet sich in der Paracelsusstraße, nur wenige Hundert Meter von seinem 2013 gekauften Wohn- und Geschäftshaus in der Linzergasse entfernt. (ag/fh)

© Wikimedia/Michael Kranewitter

Mario Neuwirth folgt auf Peter Schmid

ist in den letzten Monaten kontinuierlich angestiegen, wobei dabei nicht nur die aktuelle Vermietung, sondern auch alternative Nutzungskonzepte immer mehr eine Rolle spielen“, sagt Franz Pöltl, Geschäftsführer von EHL Investment Consulting. Mit dem Verkauf des Büroobjekts setzt Warburg-Henderson die planmäßige Desinvestition des Warburg-Henderson Österreich Fonds Nr. 1 fort, heißt es. (fh)

Erste AM besetzt Rechtsabteilung neu

Telekom-Haus

In Amsterdam

Um wie viel das Bürogebäude in Wien 1200 den Besitzer wechselte, ist nicht bekannt.

Für das Gebäude hatte sich die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) interessiert, wurde aber von einem Konsortium (Porr und Kallinger) ausgebootet. Zwei Monate später, Ende 2003, wurde das Gebäude von den Käufern um 49 Mio. Euro weiterverkauft. (APA/fh)

© Zumtobel Group

BIG wurde ausgebootet

© Warburg-Henderson

Wien. Mit 1.1.2015 hat Magdalena Arnezeder (33) die Leitung der Rechtsabteilung der Erste Asset Management und der Erste-Sparinvest („Legal Services“) übernommen; sie ist seit Juli 2011 in der Rechtsabteilung des Instituts tätig. (fh)

© UBM

„Immer mehr Fonds investieren zur Ertragsverbesserung und Inflationsabsicherung in Hotels.“

UP Building Amsterdam: ZumtobelBeleuchtungslösungen auf 475 m2.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 16. JÄNNer 2015 – 31

DIE NSA IM EINKAUFSZENTRUM

Wie man Audience Measurement mit Datenschutz & Privatsphäre vereinbart Seite 33

ROCHE KAUFT DUTALYS © Schönherr

© PHH/christianwind.com

advisory Florian Kusznier (Schönherr) hat beim großen Biotech-Big Deal beraten Seite 36

EY-DIRECTOR GERHARD STEINER © Stefan Seelig

ÖRAK-Präsident Wolff will geringere Gebühren

short

© Warburg -Henderson

Baker & McKenzie berät auch feiertags

Das Objekt am Höchstädtplatz 1–3 mit mehr als 13.000 m2 Fläche.

Wien. Das Immobilienteam der Kanzlei Baker & McKenzie war auch Ende Dezember fleißig und hat die Warburg – Henderson Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien mbH beim Verkauf des Bürogebäudes Höchstädtplatz 1–3 begleitet. Die Transaktion erfolgte im Rahmen der planmäßigen Desinvestition des Warburg – Henderson Österreich Fonds Nr. 1, in dessen Portfolio sich das Objekt seit 2005 befand. Nach dieser Transaktion beinhaltet der Fonds noch sechs Immobilien, davon zwei Büround vier Retail-Objekte. (pj) www.bakermckenzie.com

To-Do-Liste Rupert Wolff wünscht sich u.a. Reformen im Strafvollzug, eine neue Diskussion über die Strafrechtsreform und eine D ­ eckelung der Gerichts­gebüh­ren bei hohen Streitwerten. Bei wirt­ schafts­relevanten Straftaten wie Untreue möchte der Präsident des Rechtsanwaltskammertages auch noch „nachschärfen“. Seite 32

Über die Erfolgsquote der Arbeiterkammern Linz. Bei rund zwei Drittel der von der AK Oberösterreich im Jahr 2014 beratenen Personen ging es um Arbeits- und Sozialrechtsfragen. In 18.300 Fällen ging die AK OÖ vor Gericht und erstritt dabei nach eigenen Angaben imerhin 120 Mio. Euro. (red)

© Trialogis

© APA/ÖRAK/Julia Hammerle

Spezialisiert auf Konfliktmanagement

Nina Schiestl steigt bei der 2007 gegründeten Trialogis ein.

Standards Export- und Wachstumspotenzial nützen

Roland Berger Mit Optimismus ins Jahr 2015

Austrian Standards-Präsident Walter Barfuß: 2,5 Mrd. € Wirtschaftsleistung

Wien. Ein exportorientiertes Land wie Österreich schafft ein Viertel seines Wirtschaftswachstums durch Normung – mit Standards werden Handelshemmnisse abgebaut und neue Märkte über Europa hinaus erschlossen. „Normen schaffen Innovation und Sicherheit und sind ein unübersehbarer Wirtschaftsfaktor – schließlich bringen sie Österreich ein Mehr an Wirtschaftsleistung von 2,5 Milliarden Euro pro Jahr“, sagt der Präsident von Austrian Standards, Walter Barfuß. Schon mehr als die Hälfte der Normungsteilnehmenden aus dem Wirtschaftsbereich sind KMU. Seite 33

© Tim Brakemeier/EPA/picturedesk.com

Normen tragen zum Wohlstand bei Fortschritt und Gründergeist

© Austrian Standards/Peter Tuma

Wien. Seit Jahresbeginn erweitert Nina Schiestl (51) das Team von Trialogis in der Würzburggasse als (vierte) geschäftsführende Gesellschafterin. Sie ist eingetragene Mediatorin und Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt auf Lösung von Teamkonflikten und war davor selbstständig tätig. Trialogis ist spezialisiert auf Wirtschaftsmediation und Organisationsentwicklung. Mit dem Einstieg von Schiestl reagiert das Unternehmen auf die gestiegene Nachfrage nach Konfliktmanagement und Mediationen in Firmen und öffentlichen Organisationen. (pj) www.trialogis.at

Roland Berger: „Wirtschaftlicher Erfolg besteht zu 80 Prozent aus Fleiß.“

München. Der renommierte Unternehmensberater Roland Berger hat zum Start ins neue Jahr vor einem übertriebenen Pessimismus in der Wirtschaft gewarnt: „Es gibt keinen Grund zum Jammern.“ Die Chancen für die Firmen sind nach Ansicht von Berger dank innovativer Technologien und hervorragend ausgebildeter, engagierter Mitarbeiter so groß wie lange nicht. Vor allem bringt es seiner Meinung nach nichts, an alten Geschäftsmodellen festzuhalten, wenn diese von technischen Neuerungen überholt werden. „Man kann die Kutsche nicht vor dem Auto bewahren.“ Seite 34


A DV I SOR Y: TOPTR E N D S

32 – advisory

gastkommentar

Strategie hollywoodgerecht verpackt

Freitag, 16. Jänner 2015

Ausblick auf 2015 (Auch) Rupert Wolff fordert eine Deckelung der Gerichtsgebühren bei hohen Streitwerten

Das ist die Wunschliste des Anwalts-Präsidenten

Z

um Kern eines Unternehmens zählt üblicherweise eine klare und verständliche Strategie. Jetzt ist es eine – durchaus große – Aufgabe, diese festzulegen und laufend anzupassen. Eine andere und zumindest genauso spannende ist es, diese Strategie in kurzer, prägnanter Form an Kunden oder davor an Interessenten zu vermitteln (um aus ihnen Kunden zu machen). Besonders herausfordernd wird das Ganze bei Coldcalls – also beim Anrufen von Menschen, die man nicht kennt und über die man relativ wenig weiß. Das Schöne an unserer Zeit ist es ja, dass es zu jedem Thema Experten gibt, die ihr Wissen gern gegen Zeit und Geld an uns weitergeben. Ich hatte kürzlich das Glück, bei einer wirklich exzellenten Schulung zum Thema Coldcalls teilnehmen zu dürfen.*

Auf den Punkt gebracht Besonders überraschend im Rahmen dieses Seminars war die Empfehlung, das eigene Anliegen doch in eine Geschichte zu verpacken – aufgebaut nach den Empfehlungen für Hollywood-Drehbücher und Kassenschlager und angelehnt an die großen Sagen und Mythen der Menschheit. Die Vorteile: Eine Geschichte regt immer die Fantasie an, lässt ein Bild im Kopf entstehen und aktiviert die emotionale Seite. Und Verkauf funktioniert nun einmal zu einem sehr großen Prozentsatz über Emotionen. Wenn Sie jetzt denken, das klingt kompliziert und übertrieben, hier das Rezept in Kurzform: 1. Vorstellung des Helden (= Ihr Kunde) 2. Alles läuft hervorragend (für Ihren Kunden) 3. Etwas ändert sich (der Markt, der Mitbewerb, die Rahmenbedingungen ...) 4. Die Änderungen nehmen bedrohliche Formen an (für Ihren Kunden) 5. Die Lösung wird gefunden (idealerweise von Ihrem Kunden und mit Ihrer Unter­stützung) 6. Alles hat sich zum Guten ­gewendet (durch Ihre Hilfe bzw. durch Ihr Produkt) Klingt naiv? Funktioniert aber überraschend gut. Hier die genauen Kochrezepte zum Nachlesen: The Writer‘s Journey von Christopher Vogler, Save the Cat! von Blake Snyder und The Hero with a Thousand Faces von Joseph Campbell (Alle nur in englischer Sprache erhätlich.) * Infos und Kontakt zum ­Seminar und zum Vortragenden sende ich Ihnen gern per E-Mail. Einfach Mail an hello@crossdesign.at

© APA/ÖRAK/Julia Hammerle

HELMUT WEITZER, CROSSDESIGN

Wien. Den offen streitenden Anwälten in der Causa Alijev empfiehlt Rupert Wolff, „wieder zu einem gemäßigten Ton zu finden“. Alles andere wäre dem Ruf der gesamten Anwaltschaft in der Öffentlichkeit abträglich“, mahnt der Präsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages (ÖRAK). Disziplinarmaßnahmen seien Sache der Wiener Kammer, darüber dürfe aber öffentlich nicht informiert werden. Eine „Traumwoche“ hätten dem Justizministerium die Hypo Alpe Adria-Klagen vor Weihnachten beschert. Von der BayernLB hat das Ministerium bereits 28,8 Mio. € an Gebühren eingenommen, dazu kommen möglicherweise noch 42 Mio. € für die Klage der Republik gegen die BayernLB. Das sind aber nur die Pauschalen für die erste Instanz: Wenn beide Verfahren (falls auch die Republik zahlen muss) über alle drei Instanzen gehen, würden letztlich mehr als 300 Mio. € Gebühren ins Justizbudget fließen.

Wolff: „Ich will den stabilsten Rechtsstaat Europas, weil das die Wirtschaft beflügelt.“

350.000 Euro sind genug

formen leisten, etwa im Strafvollzug, vor allem im Maßnahmenvollzug oder auch die Aufrüstung der EDV. Da sei ein Innovationsschub dringend geboten, um die Vorreiterreiterrolle Österreichs zu erhalten. So hielte Wolff es für sinnvoll, manche Gerichtsverfahren per Videokonferenz durchzuführen – etwa wenn nur die beiden Anwälte und ein Richter die Rechtssache besprechen. Sehr zufrieden ist Wolff mit der Zusammenarbeit mit Brandstetter – deutlich zufriedener als „in den Regierungsperioden davor“. Der seit einem Jahr amtierende Justizminister sei „ein Mann der Praxis, der beide Beine am Boden

Für den ÖRAK-Präsidenten ist das ein sehr aktueller Anlass, um eine Gebührendeckelung zu verlangen. Alle vergleichbaren EULänder hätten einen „Deckel“ – in Ungarn oder Italien sogar schon bei 2.000 €. Österreich sollte sich an Deutschland mit dem Maximum von rund 350.000 € orientieren. Zudem mahnt Rupert Wolff die im Regierungsprogramm vorgesehene Evaluierung aller Gerichtsgebühren ein – wobei er die Streichung der Gebühren für Jugendliche als „ersten Schritt“ begrüßt. Mit den Hypo-Gebühren könne sich Justizminister Wolfgang Brandstetter jetzt einige nötige Re-

und einen Sinn für realisierbare Vorhaben“ habe, aber auch ein „gewisses Frust-Toleranzniveau, wenn etwas nicht machbar ist“.

Weitere Vorschläge Für das kommende Jahr hat der ÖRAK-Präsident noch einige weitere Wünsche. So sollte die Diskussion über die Strafrechtsreform „noch einmal aufgemacht“ werden. Die Anwälte waren zwar in die Expertengruppe eingebunden, aber deren Reformvorschläge seien „nicht weltbewegend“. Nachschärfungen wären nötig, meint Wolff, etwa bei den wirtschaftsrelevanten Straftaten wie

Wirtschaftspolitik Barfuß: „Normen kosten Geld, sind aber für alle leistbar“

Normen als Strategieinstrument Wien. Österreich gehört zu den Top 10 in der internationalen Normung und bringt sich besonders aktiv in den Gremien ein, belegt das aktuelle Internationale Normungsbarometer des französischen Normungsinstituts AFNOR. Der Präsident von Austrian Standards, Walter Barfuß, appellierte deshalb in einer Pressekonferenz am 14.1. an Wirtschaft und Verwaltung, Normung noch stärker als strategisches Instrument zu nutzen, um sich damit wertvollen Zeit- und Wissensvorsprung zu verschaffen. „Wenn das Wirtschaftswachstum austrocknet, braucht es Normen als Wissensflut umso dringender“, so Barfuß.

einem leistungsorientierten Finanzierungssystem für zusätzliche Effizienz gesorgt. Der Teilnahmebeitrag von 450 € sei in etwa halb so hoch wie jener in Deutschland. „Kein vergleichbares Normungsinstitut hat einen so hohen Eigenfinanzierungsanteil wie Austrian Standards“, so Barfuß. Es sei „ein Gebot der politischen Weisheit, für Balance in der Finanzierung zu sorgen“.

„Was in weiten Teilen Europas und der Welt längst genützt wird – die Kraft von Normen und der Vorsprung durch Mitgestaltung –, ist in Österreich noch nicht von allen ausreichend erkannt“, fand Austrian Standards-Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha kritische Worte. „Teilweise dürften Vorurteile und Informationsdefizite den Blick auf das Wesentliche verstellen.“ (pj) www.austrian-standards.at

Hohe Eigenfinanzierung „80% der Top-Unternehmen des Landes nehmen bereits aktiv an der Normung teil“, bestätigte KTMVorstand Harald Plöckinger, im „Nebenberuf“ Vizepräsident von Austrian Standards. Von „Normenflut“ könne keine Rede mehr sein, Austrian Standards habe in Zeiten der Budgetkonsolidierung mit

© Austrian Standards/Peter Tuma

© privat

Mäßigung rund um den Alijev-Fall, neue Diskussionen hingegen über die Strafrechtsreform.

Austrian Standards-Führungscrew H. Plöckinger, E. Stampfl-Blaha, W. Barfuß (v.l.)

Untreue. Unverändert umgesetzt haben will er hingegen den Vorschlag der Expertengruppe zum Weisungsrecht. Zwar bräuchte man aus seiner Sicht gar keinen Weisungsrat. Aber der Kompromiss – ein beratender Beirat aus Generalprokurator und zwei Externen – sei „tragbar“, bleibe die Struktur doch schlank. Absolut in Ordnung ist für Wolff, dass der Justizminister das Weisungsrecht behält – „weil er ist politisch dem Parlament verantwortlich, wie andere Minister auch in ihrem Ressort“. „Wir wollen den Rechtsstaat entwickeln, wir wollen ihn aber auch vor Schaden behüten“, hatte Wolff zuletzt vor der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung gewarnt und eine solche als „Schadensfall“ bezeichnet. Die Grundrechte der Bürger seien zu respektieren, insbesondere von der Politik und staatlichen Behörden. Der Schutz der Daten der Bürger müsse endlich ernst genommen werden, die Wiedereinführung wäre eine Respektlosigkeit gegenüber dem EuGH und dem VfGH.

Verständlicher werden Außerdem seien viele Bürger mit der Sprache der Justiz schlicht überfordert. „Justitia soll blind sein, aber klar und deutlich sprechen. Nur wer verstanden wird, genießt das Vertrauen der Bürger. Wir Rechtsanwälte wissen das. Setzen wir uns gemeinsam dafür ein, zu einer für die Allgemeinheit verständlichen Sprache zu finden – arbeiten wir gemeinsam an verständlichen Gesetzen und Verordnungen und überarbeiten wir die Formalismen der Justiz im Zivilund Straf- sowie auch jene im Verwaltungsverfahren.“ (APA/red)

Beschluss G 186/2014-12

Managersteuer „gilt“ laut VfGH

Wien. Die Managersteuer ist nicht verfassungswidrig, hat der Verfassungsgerichtshof entschieden. Die Regelung sieht vor, dass Unternehmen Gehälter nur bis 500.000 € als Betriebsausgabe absetzen können. Das Bundesfinanzgericht hielt dies vor allem unter dem Gesichtspunkt des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes und des Sachlichkeitsgebots für verfassungswidrig. Der VfGH hat jedoch entschieden, dass die Bedenken gegen die angefochtenen Regelungen des Einkommensteuergesetzes und des Körperschaftsteuergesetzes unbegründet sind. Der VfGH ist der Ansicht, dass der Vertrauensschutz – dass Firmen auf das Weiterbestehen der für sie günstigen Rechtslage vertrauen konnten – hier nicht greift. Durch die bisherige Rechtslage wurden Unternehmen nicht geradezu angeregt, Verträge über Gehälter in bestimmter Höhe zu schließen, heißt es; die Firmen können daher insoweit keinen besonderen Schutz beanspruchen. (red) www.vfgh.gv.at


Freitag, 16. Jänner 2015

A dv i sor y: M E DIA L AW

advisory – 33

Audience Measurement-Systeme Kundenströme und Aufmerksamkeitswerte von Werbeträgern analysieren – und verwenden?

Die NSA im Einkaufszentrum MATHIAS PREUSCHL

Wien. 2013 wurden in Europa erstmals Fälle bekannt, in denen Handelsketten das Kaufverhalten der Kunden im Geschäft mittels modernster Technik analysierten. Konkret verwendet eine (britische) Kaufhauskette Gesichtserkennungstechnologie für die Anpassung von Werbung im Geschäft und (italienische) Modeketten nutzen gleichartige Systeme, wobei die Kameraobjektive pikanterweise in den Augen der Schaufensterpuppen untergebracht sind. Ziel solcher Maßnahmen ist die Anpassung der Werbung an den konkreten Kunden. Endlich muss man nicht mehr in Kauf nehmen, dass große Teile der teuren Werbemaßnahmen an der Zielgruppe vorbei wirkungslos verpuffen, sondern kann sicher sein, dass die Werbebotschaft weitestgehend punktgenau ans Ziel kommt ...

rigen Mann als solchen, nicht jedoch als Individuum und vermag ihn auch nur von der 17-jährigen Frau, nicht aber von anderen rund 40-jährigen Männern zu unterscheiden. Die Software darf nur – mehr oder weniger fein definierte – Gruppen erkennen. Diese werden beobachtet, und es werden Werte (Aufmerksamkeitsdauer, Erfolg der Werbung) abgefragt und gespeichert. Das Endprodukt ist die Verknüpfung. „60% der Gruppe etwa 40-jähriger Männer haben den Spot für den Whisky X in seiner ganzen Länge betrachtet, und 30% dieser Gruppe haben ihn dann gekauft.“ Doch sind diese Verknüp-

fungen wohl nicht als „Daten“ im Sinne des DSG zu verstehen, fehlt es ihnen doch an der Individualisierung bzw. Individualisierbarkeit, da es bei der „Gruppe der etwa 40-jährigen Männer“ bleibt und eben nicht „Max Müller, 43 Jahre alt“ erfasst wird. Darüber hinaus wird, glaubt man zumindest den Betreibern, das Bildmaterial nicht gespeichert, weshalb auch die Erfüllung des Kriteriums „Datenverwendung“ zweifelhaft ist. Übrig bleibt also, dass es sich jedenfalls um eine Videoüberwachung handelt, deren rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere die Kennzeichnungspflicht,

eingehalten werden müssen, nicht jedoch um eine Datenverarbeitung im eigentlichen Sinn. Dieser Befund gilt jedoch nur solange, als kein Abgleich des Bildmaterials mit sensiblen Daten im Sinne des DSG durchgeführt wird. Filtern nach Gruppen wie „Frauen um die 30 asiatischer Herkunft“ ist gemäß §50a Abs 7 DSG jedenfalls verboten. Somit gilt dasselbe wie bei Interneteinkäufen, Kundenkarten oder Bonusaktionen: Wer Daten und Privatsphäre schützen will, meidet Derartiges sowie den Besuch mit „Videoüberwachung und Gesichtserkennung“ gekennzeichneter Geschäfte. www.phh.at

© PHH/christianwind.com

Wie sind AM-Systeme konkret mit dem Recht auf Datenschutz und Privatsphäre vereinbar?

Mathias Preuschl ist Partner bei PHH Rechtsanwälte.

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Werbung richtig zuspitzen

„Greift“ das DSG? Die Regelungen des Datenschutzgesetzes 2000 (kurz DSG) sind auf die Verwendung von Daten gerichtet. Unter „Verwendung“ im Sinne des DSG sind u.a. das „Ermitteln, Erfassen, Speichern, Vergleichen, Verknüpfen und Überlassen“ von Daten zu verstehen, also von „Angaben über Betroffene, deren Identität bestimmt oder bestimmbar ist“. Doch sind diese Kriterien im gegenständlichen Fall erfüllt? Die Gesichtserkennungssoftware identifiziert einen rund 40-jäh-

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> Interview: Cradle-to-CradlePionier Michael Braungart 5 > Feature: Burgerking – oder doch Veganista? 6/7

> made2matter: MarkenPositionierung in Echtzeit 13 retail > Klarna untersucht das Online-Kaufverhalten

19

© Geoff Caddick/EPA/picturedesk.com

© made2matter

marketing & media > Innsbrucker Agentur P8 jetzt mit viertem Standort 11

Einer der Keynote-Speaker in Graz ist der ehemalige Londoner Bürgermeister Ken Livingstone.

© Stefan Joham

Smart Citys Die „Urban Future Global Conference“ am 18. und 19. November 2014 in Graz ist die größte Konferenz für nachhaltige Stadtentwicklung in Mitteleuropa. Die Mega-Veranstaltung wirft ein Schlaglicht auf die Zukunft der Städte. Seite 4 > Start: Solidaritätskampagne „Nimm dir ein Herz!“ 22 business weekend

© panthermedia.net/Andres Rodriguez

Erkennt die Software aufgrund des aufgenommenen Bildes, dass sich z.B. ein etwa 40-jähriger Mann der Videowand nähert, wird Werbung für Markenalkoholika, Rasurbedarf und Herrenbekleidung gezeigt; kommt eine 17jährige Frau zur selben Videowand, werden Spots für Kosmetika, Musik und Alkopops gestartet. In weiterer Folge wird gemessen, ob die gezeigte Werbung auch wirklich die Blicke der Kunden auf sich zieht und wie lange diese die Spots betrachten. In einem dritten Schritt ist es mittels der Videoüberwachung im Geschäft möglich, zu prüfen, ob sich die Werbung auch auf das Einkaufsverhalten ausgewirkt hat. Das Unternehmen erfährt, welche Werbung Sinn macht. So futuristisch-bedrohlich dieses Szenario wirkt, so real ist es längst in der Welt des Interneteinkaufs: Es existiert kein Kunde von Amazon & Co, der nicht schon längst auf ihn zugeschneiderte Werbung erhält, dessen Einkäufe nicht schon analysiert wurden und zur Erstellung eines individuellen Profils geführt haben. Genau so verständlich wie die Euphorie von Handel und PR-Branche ist jedoch auch die massive Kritik der Datenund Grundrechtsschützer, zumal hier mit Technologie gearbeitet wird, die für staatliche Sicherheitsdienste im Zuge der allgegenwärtigen Terrorismusbekämpfung entwickelt wurde. Der Vergleich mit Szenen aus dem Hollywood-Thriller „Minority Report“ wird von Datenschützern gern gezogen, und in diversen Internetforen wurde die Handelskette als „Big Brother“ gebrandmarkt. Doch verstößt Derartiges wirklich gegen geltendes Recht?

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A dv i sor y: M Ä R K TE / L AW

34 – advisory

Optimismus Lust auf Selbstständigkeit, technischer Fortschritt als Entwicklungspotenzial & harte Arbeit, die sich lohnt

short

Kein Grund zum Jammern

Plaut will Synergien besser nutzen Zürich. Mit Daniel Malt hat am 1. Jänner dieses Jahres ein erfahrener und seit 21 Jahren für die Plaut-Gruppe aktiver Berater und Projektleiter die Geschäftsführung der Plaut Management & IT Consulting AG übernommen. Das SAP-Lizenz- und Wartungsgeschäft und die Betreuung von komplexer werdenden Anwendungen und Systemlandschaften des SAP Channel Partners wird in der Plaut (Schweiz) Consulting AG fokussiert und zukünftig von Alfred Hofmann geleitet. (pts) www.plaut.com

München. Der Unternehmensberater-Doyen Roland Berger hat zum Start ins neue Jahr vor einem übertriebenen Pessimismus in der Wirtschaft gewarnt. Die Chancen für die Unternehmen sind nach Ansicht von Berger dank innovativer Technologien und hervorragend ausgebildeter, engagierter Mitarbeiter so groß wie lange nicht. „Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist“, bringt es der 77-Jährige mit einem seiner Lieblingszitate auf den Punkt.

Wien als der Treffpunkt der Rechtsanwälte

© APA/EPA/Julien Warnand

1. Längst nicht alle jungen Leute wollen nach der Uni Beamte werden oder bei einem Großkonzern wie Siemens oder der Telekom einsteigen. Der Gründergeist sei wesentlich stärker ausgeprägt als gedacht. Berger ist ja selbst prominenter Gründer: Er betrieb als junger Mann erst einen Waschsa-

Roland Berger ermutigt zu Gründungen, Innovationen und generell zu Optimismus.

Deloitte-Experte Die Firmen verzichten komplett auf Festnetzanschlüsse, Mobilität wird zum Wachstumsfaktor

Gast in Wien: Vera Jourova, EU-Kommissarin für Justiz und Verbraucher.

© Panthermedia.net/Tomas Skopal

Endlich weg mit dem Anrufbeantworter

Hinweg mit alter Technologie: kein Anrufbeantworter mehr unter dieser Nummer.

© Trigos/Richard Tanzer/www.richardtanzer.com

Ganzheitliche Corporate Social Responsibility

lon, dann einen Getränkehandel und gründete schließlich 1967 die Unternehmensberatung. 2. Man könne die Digitalisierung oder die Energiewende als Bedrohung für bestehende Geschäftsmodelle sehen – oder als Chance für neue Geschäftsideen. „Wir hatten noch nie so viele Technologien, die das Leben und Arbeiten erleichtern und schöner machen.“ 3. „Erfolg besteht zu 80 Prozent aus Fleiß.“ Die Klagen vieler Arbeitgeber über die wachsenden Wünsche der Mitarbeiter an eine ausgewogene Work-Life-Balance sind aus Bergers Sicht nicht nachvollziehbar. Durch neue Technologien könnten die Firmen den Arbeitnehmern besser entgegenkommen als noch vor zehn Jahren – und zum Beispiel Home-OfficeTage ermöglichen. „Noch nie zuvor wurden so viele anspruchsvolle, lehrreiche und befriedigende Tätigkeiten angeboten.“ (dpa/pj)

© Tim Brakemeier/EPA/picturedesk.com

Roland Berger hat immerhin drei Argumente, warum sich die Wirtschaft auf 2015 freuen kann.

Gründergeist & Arbeitslust

Wien. Vom 12. bis zum 14.2. findet die 43. Europäische Präsidentenkonferenz als Dialogforum statt, bei dem die gewählten Repräsentanten der europäischen Anwaltsorganisationen den Erfahrungsaustausch pflegen. Impulsreferate halten im Palais Ferstel u.a. EU-Justizkommissarin Vera Jourova, Manfred Nowak (Professor für Internationales Recht und Menschenrechte an der Uni Wien) sowie Eckart Ratz (Präsident des Obersten Gerichtshofes). (red)

Freitag, 16. Jänner 2015

Atlanta. Wer in der Konzernzentrale von Coca-Cola eine Nachricht auf einem Anrufbeantworter hinterlassen will, hat seit einigen Tagen Pech: Die Anrufbeantworter des Unternehmens wurden abgestellt, um die „die Art und Weise, wie wir arbeiten, zu vereinfachen und um die Produktivität zu steigern“, wie es in einem internen Rundschreiben von IT-Chef Ed Steinike hieß. Die Änderungen gelten seit Dezember. Wer nun anruft und dabei seinen Gesprächspartner nicht erreicht, bekommt eine Bandansage zu hören. Darin wird der Anrufer aufgefordert, es später noch einmal zu versuchen oder aber „eine alternative Methode zu nutzen“, um die entsprechende Person zu kontaktieren.

Smartphones übernehmen mittlerweile einen großen Teil jener Arbeit, die einst mit Festnetz und Computern erledigt worden ist. Und jüngere Leute, die mit der Kurznachricht SMS aufgewachsen sind, ignorieren ohnehin meist Anrufbeantworter – und bringen diese Einstellung mit zur Arbeit.

Zeit und Kosten sparen „Menschen über 40 sind schizophren, wenn es um Anrufbeantworter geht; Leute unter 35 Jahren nutzen diese hingegen kaum”, sagt Michael Schrage, Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology. „Viele Menschen in vielen Firmen haben ganz einfach nicht die Zeit und den Willen, sich

am Ende oder am Anfang des Tages 25 Minuten lang durch 15 bis 25 hinterlassene Nachrichten zu kämpfen.” Laut Craig Wigginton vom Beratungsunternehmen Deloitte & Touche könnten sich Unternehmen am Ende dazu entscheiden, sogar komplett auf Festnetzanschlüsse zu verzichten – während die Mitarbeiter mobiler werden. Er selbst reist die meiste Zeit und kommt nur gelegentlich ins Büro. „Die Leute können heute besser und flexibler von außerhalb arbeiten als in der Vergangenheit”, sagt Wigginton. Genauso, wie die Leute zunehmend daheim auf Festnetzanschlüsse verzichtet haben, sieht er eine ganz ähnliche Entwicklung auch in der Firmenwelt. (pj)

Rosenkrieg Fast eine Milliarde US-Dollar reicht nicht

Apple, Google, Intel & Co. Vergleich im Abwerbestreit

New York. Fast eine Milliarde Dollar hat der US-Ölmagnat Harold Hamm nach der Scheidung an seine Ex-Frau gezahlt. Doch das reicht Sue Ann Arnall nicht. Zwar löste sie den Scheck über 975 Millionen Dollar (826 Millionen €) vergangene Woche ein. Das sei aber nur ein kleiner Teil des Vermögens, das sie und Hamm in mehr als zwei Jahrzehnten Ehe aufgebaut hätten, ließ Arnall über ihre Anwälte mitteilen. Nur weil sie den

Cupertino. Im Rechtsstreit über Geheimabsprachen für ein Abwerbe-Verbot unter US-Technologiefirmen wie Apple und Google haben sich die Firmen auf einen neuen Vergleich mit den Klägern geeinigt. Sein Klient werde die neue Vereinbarung unterstützen, sagte der Anwalt eines Klägers, der den ursprünglich ausgehandelten Vergleich abgelehnt hatte. Einen ersten Vergleich in Höhe von 324,5 Millionen Dollar (275,42

Ein Rekord im Scheidungsbusiness Die US-Tech-Riesen einigen sich

Subjekt der Begierde für Scheidungsanwälte und Ex-Gattin: Harold Hamm.

Scheck einstweilig akzeptiert habe, werde sie nicht ihren Einspruch gegen das Urteil eines Gerichts in Oklahoma zurücknehmen, wonach Hamm den Großteil des ehelichen Vermögens behalten dürfe. Nach Arnalls Darstellung beträgt dieses bis zu 18 Milliarden Dollar (15,25 Milliarden €).

Viel Arbeit für die Anwälte Hamm – einer der reichsten Männer der USA – ist Chef des Ölkonzerns Continental Resources und war Energieberater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney. Er hat beantragt, Arnalls Einspruch abzuweisen. Schließlich habe seine ExFrau bereits die 975 Millionen Dollar akzeptiert. Ihr Recht auf eine Berufung gemäß der Gesetze des Staates Oklahoma habe sie somit verwirkt, argumentierte Hamms Anwalt Michael Burrage. Damit geht der Rosenkrieg in die nächste Runde. Die Summe, die Arnall im November zugesprochen bekam, ist eine der höchsten, die es je in einem US-Scheidungsverfahren gab. (Reuters/red)

Mio. Euro) hatte die zuständige Richterin Lucy Koh im vergangenen Jahr noch als zu niedrig zurückgewiesen. Apple, Google, Intel und Adobe müssten insgesamt mindestens 380 Millionen Dollar zahlen, erklärte Koh damals. Wie hoch die nun vereinbarte Summe ist, blieb zunächst offen. In einem Gerichtsdokument wurde keine Summe genannt, und der Klägeranwalt wollte sich dazu nicht äußern.

Schmidts Mail an Jobs

© Monica M. Davey/EPA/picturedesk.com

Wien. Bis zum 5.3. läuft die Einreichfrist für den Österreichischen Nachhaltigkeitspreis „Trigos“. Ausgezeichnet werden Betriebe, die Corporate Social Responsibility, verantwortungsvolles Wirtschaften, in alle Handlungsfelder integrieren und entsprechende Maßnahmen in Hinblick auf die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen, Einkauf, Mitarbeiter und im Bereich Umwelt und Gesellschaft setzen. Bewerben kann man sich in den Kategorien Ganzheitliches CSR-Engagement (nach Firmengröße unterteilt in klein, mittel und groß), Social Entrepreneurship und Beste Partnerschaft. Neben den bundesweiten Trigos-Verleihungen haben Unternehmen mit Sitz in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark 2015 auch die Möglichkeit, regional ausgezeichnet zu werden. (pj) www.trigos.at

© David Shankbone/CC BY 3.0

Die CSR-Auszeichnung Trigos wird heuer zum zwölften Mal vergeben.

Über den Tod hinaus spielt Steve Jobs eine wichtige Rolle in diesem Rechtsfall.

In einer 2011 eingereichten Sammelklage hatten etwa 64.000 Angestellte den Unternehmen vorgeworfen, auf höchster Ebene einen Verzicht auf gegenseitige Job-Angebote vereinbart zu haben. So veröffentlichte Richterin Koh eine E-Mail des ehemaligen GoogleChefs Eric Schmidt an den mittlerweile verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs, in der er verspricht, einen Angestellten der Personalabteilung zu feuern, der einen AppleMitarbeiter abgeworben hatte. Eine detaillierte Erklärung der neuen Vereinbarung soll laut Lucy Koh demnächst vorliegen. (APA/red)


a dv i sor y: M Ä R K TE / I K T

Freitag, 16. Jänner 2015

advisory – 35

Top-Trends Internet of Things kommt nicht recht voran, Kluft zwischen Stadt und Land bei Internetzugängen wächst

short

Die Evolution der Märkte – und was dabei zu tun ist

Die digitale Revolution kommt doch unverhofft

Auch den traditionellen Medien soll es auch heuer gar nicht so übel gehen: So werden z.B. 95% der Buchhandelsumsätze in Deutschland 2015 nach wie vor mit gedruckten Exemplaren gemacht, so Deloitte. E-Books würden sich als zusätzliches Angebot weiterentwickeln, das Verbreitungswachstum von E-Book-Readern habe sich aber verlangsamt. Die Buchbranche befindet sich hier in einer vergleichsweise komfortablen Situati-

Breitband für Österreichs ländliche Regionen: Deloitte sieht die Verfügbarkeit als besonders wichtiges Technologie-Thema für 2015.

gar nicht lesen, und öfters Bücher mit sich führen, ohne sie zu lesen. Mit anderen Worten: Gedruckte Bücher sind ein intellektuelles Statussymbol. Kurzvideos – also v.a. YouTube – werden das klassische Fernsehen auch 2015 nicht ersetzen, sondern „nur“ ergänzen – Short-Form-Videos machen global lediglich 3% des Bewegtbildkonsums aus. Für das Ende dieses Jahres sagt Deloitte voraus, dass weltweit 5% der NFC-fähigen Smartphones mindestens einmal pro Monat für Bezahltransaktionen verwendet werden. Als Treiber für Mobile Payment sehen die Berater neue Dienste wie Apple Pay und Fingerabdruck-Sensoren, welche die Sicherheit erhöhen und Vertrauen beim Nutzer schaffen. Beim E-Commerce prognostiziert Deloitte einen Anstieg von Click & Collect: Man kauft online ein und holt die bestellte Ware dann

on: Die Deloitte-Experten meinen, dass sich die Aversion der nach dem Jahr 2000 Geborenen gegen physische Medien wie DVDs, CDs, Zeitungen oder Zeitschriften nicht auf Bücher erstreckt. Deloitte zitiert diesbezüglich eine Studie aus Großbritannien, laut der 62% der 16- bis 24-Jährigen Print-Bücher E-Books „wegen des Geruchs“ und der Sammelleidenschaft vorziehen. Außerdem wollen sie „volle Buchregale”. Die viel gerühmten haptischen Qualitäten scheinen beim Buch also tatsächlich eine Rolle zu spielen. Einen großen Einfluss haben bei Büchern offenbar auch die Cover; in Untersuchungen habe sich gezeigt, dass die Covergestaltung einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung hat, so Deloitte. Eine Untersuchung in den USA fand heraus, dass 16- bis 34-Jährige auf ihre Buchsammlung stolzer sind als ältere Generationen, dass sie eher Bücher kaufen, die sie

Kostenfaktor Wie die Gewinne aufgefressen werden

Wien. Integrierte Telemetrie für Industrieausrüstung, neue Geräte zur Gesundheitsüberwachung, mobile Zahlungssysteme sowie eine Vielzahl neuer Sensoren bilden die nächste Welle an Daten für unternehmensrelevante Analysen. „Viele Firmen hatten bislang das Problem, dass ihre existierenden Datensammlungen keinen ausreichenden Mehrwert für die Geschäftsentwicklung boten“, sagt Jay Kidd, CTO und Senior Vice

Die Hoffnung stirbt zuletzt

© NetApp

© Andrew Gombert/ EPA/picturedesk.com

2014 Rekordhalter bei Kosten aufgrund von Rechtsstreitigkeiten.

Auf der letzten Meile An Grenzen stößt auch eine Technologie, die auch in Österreich eine bedeutende Rolle im (politischen) Alltagsleben spielt, Stichwort: „Breitband-Milliarde“. Laut Deloitte soll sich nämlich 2015 die Schere bei der BreitbandVerfügbarkeit zwischen Stadt und Land noch weiter öffnen. Die schnellsten 10% der Breitbandhaushalte nutzen 20-mal schnellere Anschlüsse als das Zehntel am unteren Ende der Geschwindigkeitsskala – und in ländlichen Regionen behindert die längere „letzte Meile” nach wie vor den Einsatz moderner Breitband-Technik. (pj)

Reale Analysen aus der Wolke

(16,9 Mrd. USD) und Citigroup Inc. verzeichneten die stärksten Einbrüche: Sie wendeten zusammen mehr als 25 Mrd. USD auf, um die größten Streitigkeiten beizulegen, darunter Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Pfandbriefen und Devisenmanipulationen.

„Bei den Rechtskosten hat nun endlich die vorletzte oder letzte Spielrunde begonnen”, hofft deshalb Paul Miller, Analyst bei FBR Capital Markets. „Ich glaube nicht, dass es noch einmal Rechtskosten von 30 Mrd. Dollar geben wird.“ Das bedeute nicht, dass nicht noch einmal zwei bis fünf Mrd. Dollar kommen könnten – aber das würde keinen großen Unterschied mehr machen. „Die Banken haben enorme Summen an Bußgeldern und für Vergleiche bezahlt”, kommentiert Anton Schutz von Mendon Capital. „Trotzdem haben die großen Institute Kapital gehortet, weil sie nicht wissen, welche Geldstrafen sie noch zahlen müssen.“ (pj)

an bestimmten Abholstellen ab. Dies ermögliche einen Anstieg von 20% im E-Commerce-Markt. Über die Zustellung nach Hause sei die Branche mittlerweile an Wachstumsgrenzen gestoßen.

Analytics Big Data 2015, Software-Defined Storage & Co.

Riesige Rechtskosten für Banken New York. 2014 wäre ein gutes Jahr für die US-Banken geworden, wären da nicht die Rechtskosten in Höhe von nicht weniger als 30 Milliarden Dollar (25,4 Mrd. Euro) gewesen. Von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen, dass die rekordhohen Rechtskosten bei den sechs größten amerikanischen Banken wohl einen Gewinnrückgang von 5% führen dürften – den ersten seit 2008. Bank of America Corp.

Wien. Die Mehrheit der Unternehmen sorgt sich aufgrund der digitalen Revolution – nach wie vor sind jedoch nur wenige darauf vorbereitet, warnt eine aktuelle KPMG-Studie. „Natürlich kann die digitale Revolution zu einer Bedrohung für das Geschäft werden – für den Umgang mit dieser Herausforderung sind eben bestimmte Fähigkeiten erforderlich“, kommentiert KPMG-Partner Alexander Lippner. „Der Erwerb dieses Know-hows gilt für zwei Drittel der befragten Unternehmen als größte Hürde.“ Es sei daher ratsam, Strategien zu entwickeln, um dringend benötigte Talente für sich zu gewinnen. Lippner: „In der Regel bedarf es einer Mischung aus internen Schulungen, strategischen Partnerschaften, Outsourcing sowie der Schaffung von Kompetenzzentren.“ Weitere Schwerpunkte der Implementierung von digitalen Strategien stellen unternehmensinterner Widerstand, fehlende Visionen und Limitationen bestehender IT-Systeme dar. (pj)

SDS-Experte Jay Kidd, CTO und Senior Vice ­President bei NetApp.

President von NetApp. „Jetzt lassen sich diese Daten aber mit Informationen aus der realen Welt bzw. dem Internet der Dinge korrelieren, um so Geschäftsprozesse zu optimieren und um das Kundenerlebnis zu verändern.“

Software-Defined Storage Noch einen Megatrend sieht Kidd: SDS (Software-Defined Storage), das auf verschiedenen Hardware-Plattformen nutzbar ist und Automationsmöglichkeiten besitzt, wird auch mit Cloud-Anwendungen einsetzbar sein. „So entsteht eine Data Fabric, die von On-Premise bis zur Public Cloud reicht.“ SDS ermöglicht es Applikationen, einheitlich auf Daten zuzugreifen, die in der Cloud liegen. Zudem erleichtert SDS das Daten-management beim Umzug von Applikationen in die Cloud. Kidd: „Die Effizienz in Software-Defined Storage-Angeboten wie z.B. bei Cloud ONTAP reduziert außerdem die Kosten der Datenübertragung in die Public Cloud sowie beim Ablegen aktiver Daten in der Public Cloud für einen längeren Zeitraum.“ (pj)

Big Data-Analytik auf iPhone und iPad

© APA/EPA/Dan Himbrechts

Das Buch stirbt nicht aus

KPMG-Partner Alexander Lippner: „Zu wenig digital vorbereitet!“

© A1 Telekom Austria

Wien. Das Beratungsunternehmen Deloitte hat bekannt gegeben, wie heuer Technologie-, Medien- und Telekommunikationsmärkte eingeschätzt werden. Hinter allzu positiven Erwartungen soll z.B. IoT (Internet of Things) bleiben – jener Trend, dass immer mehr Geräte wie Fernseher oder Eiskästen mit Netzwerk-Funktionen versehen werden. Weltweit würde 2015 „nur“ eine Milliarde vernetzter Geräte verkauft, meinen die Glaskugel-Gucker von Deloitte, und die Mehrzahl davon im B2B-Sektor. „Bislang wenig überzeugende Consumer-Anwendungen verhindern die Entwicklung hin zu einem IoTMassenmarkt“, lautet der entsprechende Kommentar dazu. Sehr beliebt bleiben jedoch Smartphones; Deloitte prognostiziert, dass 2015 über eine Milliarde Smartphones als Ersatz für Altgeräte gekauft werden – und das, obwohl die „alten“ Geräte manchmal erst 18 Monate oder noch weniger betrieben werden. Features wie Fingerabdrucksensor, NFC (Drahtlose Funk-Kommunikation im Nahbereich und Voraussetzung für mobiles Bezahlen) sowie verbesserte Kameras und Displays seien hier kaufentscheidend.

© KPMG

Deloitte hat seine jährlichen Vorhersagen für Telekommunikation, Technolgie und Medien präsentiert.

Neue Analytikfunktionalitäten – auch für den Consultingbereich verfügbar.

Wien. Apple und IBM haben im Dezember „Made-for-Business“Apps und unterstützende Cloud Services präsentiert – neue Lösungen etwa für Berater, Banken- und Versicherungsmitarbeiter, Einzelhandel, etc. wie zum Beispiel: • Advise & Grow gestattet Beratern, über eine sichere Autorisierung auf Kundenprofile und Wettbewerbsanalysen von kleineren Geschäftskunden vor Ort zuzugreifen, analytische Erkenntnisse zu sammeln, um personalisierte Empfehlungen zu geben und sichere Transaktionen durchzuführen. • Trusted Advice ermöglicht den Zugriff und die Verwaltung von Kundenportfolios sowie die Möglichkeit zur ­Gewinnung kundenspezifischer Erkenntnisse durch leistungsstarke Vorhersage­ analysen – und das in der Küche des Kunden oder im lokalen Café anstatt im Büro. Der Berater kann dadruch Empfehlungen mittels anspruchsvoller Prognosewerkzeuge abgeben und anschließend sichere Transaktionen tätigen. (pj)


A dv i sor y: ta l k

36 – advisory

short

Der Start für Müller Partner Rechtsanwälte

Freitag, 16. Jänner 2015

Meilensteine Der Kaufpreis kann im Höchstfall auf fast eine halbe Milliarde US-Dollar anwachsen

Der Biotech-Big Deal

MP Law: Manuela Maurer-Kollenz, Bernhard Kall, Katharina Müller (v.l.)

Wien. Seit gestern (15.1.) präsentiert sich MP Law mit neuem Namen und mit neuer Website. Nach der Ausgliederung des Schieds- und Energierechtsteams zählt die Wirtschaftskanzlei 3 Equity- und 4 JuniorPartner und hält bei einer Teamstärke von 28 Personen. An der forcierten Erweiterung der Corporate & CommercialPraxis hält die im Bau-, Vergabe- und Stiftungsrecht stark positionierte Sozietät fest. (pj) www.mplaw.at

Frisches Humankapital im Tourismusconsulting

Wien. Die Kanzlei Schönherr hat Roche beim Erwerb der Dutalys GmbH, eines im Privatbesitz befindlichen Biotechnologieunternehmens mit Sitz in Wien, als Lead Counsel beraten. Dutalys wurde erst im April 2010 gegründet und ist auf die Erforschung und Entwicklung bi-spezifischer menschlicher Antikörper als Wirkstoffe auf Basis ihrer proprietären DutaMabs-Technologie spezialisiert. Roche mit Hauptsitz in Basel ist eines der führenden Unternehmen im forschungsorientierten Gesundheitswesen. Es vereint die Stärken der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics und entwickelt als weltweit größtes Biotech-Unternehmen differenzierte Medikamente für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Neurowissenschaften. Gemäß der noch im Dezember bekannt gegebenen Verkaufs-

vereinbarung zahlt Roche an die Dutalys-Eigentümer sofort 133,75 Mio. USD, während bis zu weitere 355 Mio. USD von der Erreichung gewisser festgelegter Milestones abhängig sind.

Rechtsexperten unter sich Das Schönherr-Team stand unter der Federführung von Partner Florian Kusznier (Corporate/ M&A). Er wurde von den Partnern Guido Kucsko (IP), Bernd Rajal (Regulatory) und Franz Urlesberger (Competition) sowie von Maximilian Lang (Attorney; Corporate/M&A), Tamara Gaggl (Associate; Corporate/ M&A), Georg Schuh (Associate; Corporate/M&A), Mark Tuttinger (Associate; Regulatory) und Adolf Zemann (Associate; IP) unterstützt. Die Verkäufer wurden von einem Team rund um Michael Barnert (Barnert Egermann Illigasch Rechtsanwälte) beraten. (pj)

© Schönherr; Panthermedia.net/Olivier Le Queinec

© Müller Partner Rechtsanwälte/G.A.

Schönherr liefert Roche wichtiges Know-how für den Erwerb der Wiener Dutalys GmbH.

Partner Florian Kusznier führte das Team von Schönherr beim Biotech-Big Deal an.

Musikinstrumente Projektpartner Deloitte

Erscheint 6x im Jahr Eine neue Fachzeitschrift

Wien. Seit zwei Jahren nutzen Kinder und Jugendliche im SuperarOchester die Möglichkeit, im Gruppenunterricht ein Instrument zu erlernen und ihr Talent weiterzuentwickeln. Da Unterricht und Ausstattung kostenlos sind, steigt mit dem Interesse nach Plätzen auch der Bedarf an Instrumenten. Zu Weihnachten hat der langjährige Projektpartner Deloitte durch eine Spende von elf Chelli noch mehr Kindern die Teilnahme am Superar-Orchester ermöglicht.

Wien. Am Dienstag (13.1.) präsentierte der Linde Verlag im großen Festsaal des Bundesministeriums für Justiz erstmals seine neue Fachzeitschrift für Wirtschaftsund Finanzstrafrecht, die ZWF. Neben Justizminister Wolfgang Brandstetter, VfGH-Vizepräsidentin Brigitte Bierlein und dem OGHPräsidenten Eckart Ratz zählten u.a. auch der Vizepräsident des BFG Christian Lenneis, die Leitende Oberstaatsanwältin Eva Marek und KWT-Präsident Klaus Hübner zu den Gratulanten.

„Wir sehen unseren finanziellen Beitrag als wichtiges Investment für unsere Gesellschaft und den Kultur- und Wirtschaftsstandort Österreich, dem sich unser

Die „ZWF“ liegt voll im Trend

Bernhard Gröhs: „Im Superar-Orchester spielen bereits rund 60 Kinder.“

GERHARD STEINER verstärkt DAS EY-Team

Justizminister Wolfgang Brandstetter mit Linde Verlag-GF Eduard Müller (r.).

Menschen, über die man spricht

Jakob Hochgerner Ein Anwalt als Landeshauptmann-Büroleiter Linz. Jakob Hochgerner (geb. 1978) wurde zum Büroleiter im Büro des oberösterreichischen Landeshauptmanns Pühringer bestellt. Er hat an der Johannes Kepler Universität in Linz Rechtswissenschaften studiert (Abschluss 2002) und war von Juli 1999 bis Juni 2001 Vorsitzender der österreichischen Hochschülerschaft an der juridischen Fakultät der JKU Linz. Nach der Gerichtspraxis am Bezirksgericht und Landesgericht Linz (2003) begann Hochgerner in einer Linzer Anwaltskanzlei und legte im April 2007 die Rechtsanwaltsprüfung ab; anschließend trat er als Jurist in den oö. Landesdienst ein und war zunächst im Büro von WirtschaftsLandesrat Viktor Sigl tätig, ab Dezember 2009 war er in Pühringers Büro u.a. für Gesundheitsagenden verantwortlich. Hochgerner ist verheiratet und Vater von zwei Kindern (vier und zwei Jahre). (pj)

© Roland Berger

F RIS C H E R W I N D BEI R. BERGER

© Stefan Seelig

Seit Kurzem ist Gerhard Steiner als Director für das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY im Bereich Transfer Pricing tätig. Der Oberösterreicher hat mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Finanzverwaltung und war zuletzt Mitglied des Fachbereichs der Großbetriebsprüfung für internationales Steuerrecht. Als Spezialist für Verrechnungspreise hat Steiner die österreichische Finanzverwaltung in zahlreichen internationalen Gremien vertreten. Im Zuge dessen war er u.a. mit der Umsetzung des Aktionsplans der OECD zum Thema Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) beschäftigt. Der Finanzexperte hat jahrelange Praxiserfahrung im Bereich der internationalen Konfliktvermeidung, insbesondere mit dem Ablauf von Verständigungsverfahren und (bilateralen) Advance Pricing Agreements (APA). Neben seiner Tätigkeit als Fachvortragender im In- und Ausland zeichnet Gerhard Steiner auch für zahlreiche fachspezifische Publikationen verantwortlich. Bei EY Österreich wird Steiner gemeinsam mit Andreas Stefaner den Bereich Transfer Pricing leiten und am Standort Linz ein Transfer PricingTeam aufbauen. (red)

„Korruption, Bilanzfälschung, Untreue oder Steuerhinterziehung sind nur einige unserer Themen – mit der ZWF bieten wir ein Forum

© Linde Verlag/APA-Fotoservice/Preiss

Verpflichtende Töne

für dieses interdisziplinäre Thema, das Praxis und Wissenschaft gleichermaßen betrifft“, erklärte Linde Verlag-GF Eduard Müller. (pj)

Matthias Holzamer – Finanzexperte mit den Schwerpunktthemen Finanzierung, Kapitalmärkte, Private Equity und (finanzielle) Restrukturierung – verstärkt das Wiener Team von Roland Berger Strategy Consultants. Holzamer studierte Betriebswirtschaftslehre in München, London und Paris, promovierte am Institut für Kapitalmarktforschung und Finanzierung an der LMU München und stieg 2007 bei Roland Berger Strategy Consultants ein, wo er im Jänner 2014 zum Principal ernannt wurde.

H EAD OF SALES B EI B IS NOD E

Seit Jahresbeginn baut Bisnode Österreich als europäischer Anbieter von digitalen Wirtschaftsinformationen seinen Fokus im B2C-Geschäftsfeld auch auf dem deutschen Markt weiter aus, um Marktanteile hinzuzugewinnen. Als Zugpferd für diesen Geschäftsausbau hat Roland Kreutz (42) am 1.1.2015 seine Tätigkeit bei der Bisnode Austria GmbH angetreten; er verfügt über ein großes Netzwerk in den Branchen Payment Service Provider, Rechnungskaufanbieter, Factoring, Auskunfteien etc.

© Schiessel/Foto Wilke

Linz. Mit der Ernennung zur geschäftsführenden Gesellschafterin hat die auf Tourismus-Consulting spezialisierte con.os gmbH einen weiteren Expansionsschritt gesetzt. Mitarbeiterentwicklung und -führung sowie Strategien im HR-Bereich standen bereits in den letzten vier Jahren in Plonners Position als Leiterin der Trainingsabteilung im Fokus der Niederösterreicherin. (pj) www.conos.co.at

© Bisnode Austria/R. Kreutz

Martina Plonner ist seit Jahresbeginn auch con.os-Miteigentümerin.

Unternehmen verpflichtet fühlt“, kommentierte Deloitte ÖsterreichPartner Bernhard Gröhs. (pj) www2.deloitte.com/at/de.html

© Deloitte/APA-Fotoservice/Preiss

© con.os

Elf Celli für das Superar-Orchester Wirtschafts- und Finanzstrafrecht

© Land OÖ/Kraml

IT-B ERATER IM B LI CKPUNKT

Seit dem 1.1. ist Peter Niederleithner geschäftsführender Gesellschafter bei der Schiessel EDV Vertriebs.Ges.m.b.H. und leitet damit gemeinsam mit Gründer und Gesellschafter Johann Schiessel das Unternehmen. Niederleithner verfügt über umfassende IT- und Vertriebserfahrung u.a. bei BMC Software und war langjähriger Geschäftsführer der Raiffeisen Informatik Consulting. Das neue Führungsteam will völlig neue, zukunftsträchtige Softwarelösungen forcieren, die speziell für den Bildungsbereich entwickelt wurden.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 16. Jänner 2015 – 37

Impfstoffe retten 2,5 Mio Menschenleben jährlich.* * WHO, Unicef World Bank (2009). State of world’s vaccination and immunization, 3rd ed

Wie Medikamente die Welt verändern

pfizer.at/vom/impfstoffe

PPR-02-15/07.01.2015

healtheconomy Studie: Pharmaumsätze steigen wieder kräftig

© EPA

short

© APA/Herbert Pfarrhofer

Übernahme Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat die Dutalys GmbH, ein in Privatbesitz befindliches Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Wien, übernommen. Dutalys hat sich auf die Erforschung und Entwicklung von vollhumanen, bispezifischen Antikörpern, basierend auf der firmeneigenen „DutaMab TM“Technologie, spezialisiert. Die bispezifischen Antikörper, die mit dieser Plattform entwickelt wurden, zeichnen sich als neuartige, best-in-classMoleküle für verschiedene Therapiebereiche aus, teilt Roche mit. Seite 40

© panthermedia.net/Sergey Novikov

Debatte In seinem Buch „Maschinensturm“ beschreibt der Historiker Michael Spehr den Protest und Widerstand gegen technische Neuerungen am Anfang der Industrialisierung und geht der Frage nach, ob es sich dabei um blinden Hass auf neue Technologien oder um eine sozialverträgliche Technikkontrolle handelte. Ganz einfach lässt sich das auch bei der langatmigen, immer noch andauernden Debatte um die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) nicht beantworten: Elga-Geschäftsführerin Susanne Herbek verteidigt das System gegen neue Kritik. Seite 41

Arzneimittelkosten Eine aktuelle Studie von IMS Health lässt erwarten, dass die weltweiten Medikamentenausgaben 2018 nahezu 1,1 Mrd. Euro umfassen ­werden; gegenüber 2013 ist dies ein Anstieg um etwa 30 Prozent. Seite 39 Bilanz Kassen setzen auf Prävention und Reform

inhalt

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Medizintechnik und eHealth > Wozabal beschäftigt beeinträchtigte Menschen 41 > I T-SV ist ausgezeichneter Lehrlingsbetrieb 41 >K iloCoach startet eigene TV-Kampagne 41

© APA/Georg Hochmuth

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Kassenvorsitzender Peter McDonald erwartet sinkende Einnahmen.

Wien. Die gerade erst sanierten Krankenkassen werden heuer voraussichtlich wieder ins Minus rutschen. Während die Kassen für 2014 nach letzter Prognose noch ein Plus von 59 Mio. € erwarten, rechnet der Vorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald, für 2015 und 2016 rote Zahlen. Ab der Jahresmitte 2014 seien wirtschaftlich „düstere Wolken“ aufgezogen. In der zweiten Jahreshälfte seien die Medikamentenkosten wieder um 8% gestiegen, vor allem aber führen die Wirtschaftsflaute und die steigende Arbeitslosigkeit zu geringeren Einnahmen. Seite 38

Pfizer wächst mit Baxter-Werk

© Pfizer

Krankenkassen erwarten Defizit

Healthcare > Neue Gewerkschaft: Ärzte stehen vor Spaltung 38 > Impftag geht am Samstag über die Bühne 39 Pharmareport und Lifescience > Baxter ordnet sich in Österreich neu > Pfizer kauft weitere Impfstofffirma

Industrie Pfizer hat jetzt auch Produktion in Österreich

Pfizer Österreich-Chef Robin Rumler sieht Bekenntnis zum Standort.

Wien. Pfizer gehört nun auch zu den großen Pharmaproduzenten in Österreich. Nach der Übernahme der Produktpalette zugelassener Impfstoffe von Baxter International Inc. hat der Konzern auch einen Teil des Baxter-Produktionsstandorts in Orth an der Donau übernommen. Dort werden die Impfstoffe der übernommenen Produktpalette (NeisVac-C) und (FSME-Immun). Beide Impfstoffe passen perfekt zum Impfstoffgeschäft von Pfizer, sagt Pfizer ÖsterreichGeschäftsführer Robin Rumler. Mit dem Werk in Österreich gebe man ein klares Bekenntnis zum Standort ab, sagt Rumler. Seite 40


c ov e r

38 – healtheconomy

Kommentar

Neue Ideen im neuen Jahr

Freitag, 16. Jänner 2015

Sozialversicherung Wirtschaftsflaute und hohe Ausgaben für Arzneimittel erhöhen heuer wieder das Defizit

Krankenkassen sehen 2015 eher pessimistisch Sozialversicherung und Gesundheitsministerin setzen auf Steuer- und Gesundheitsreform. Martin Rümmele

Martin Rümmele

D

Wien. Die gerade erst sanierten Krankenkassen werden heuer voraussichtlich wieder ins Minus rutschen. Während die Kassen für 2014 nach letzter Prognose noch ein Plus von 59 Millionen Euro erwarten, rechnet der Vorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald, für 2015 und 2016 rote Zahlen. Ab der Jahresmitte 2014 seien wirtschaftlich „düstere Wolken“ aufgezogen. In der zweiten Jahreshälfte seien die Medikamentenkosten wieder um acht Prozent gestiegen, vor allem aber führen das geringe Wirtschaftswachstum und die steigende Arbeitslosigkeit zu geringeren Erwartungen bei den Beitragseinnahmen, die an die Löhne und Gehälter gekoppelt sind.

Hoffnung setzt McDonald in die von der Regierung angekündigte Steuerreform; wenn diese einen Impuls für die Beschäftigung und den Standort bringe, würde das auch Mehreinnahmen für die Kassen bedeuten. Bis Ende 2016 ist mit den Kassen auch noch ein „Ausgabendämpfungspfad“ vereinbart. Die Verhandlungen mit den Ländern über neue Ziele sollen dann ab der zweiten Jahreshälfte 2015 parallel mit jenen über den neuen Finanzausgleich, der ebenfalls Ende 2016 ausläuft, geführt werden. Große Erwartungen setzt McDonald in die beschlossene Gesundheitsreform, die nun umgesetzt werden muss. Obwohl die Österreicher mit ihrem Gesundheitswesen jetzt schon in einer beneidenswerten Situation seien, könne das

Reform Erstattung

Spitalsstreit Gehaltsdebatte in den Krankenhäusern lässt Ruf nach eigener Gewerkschaft laut werden

Wien. Die österreichische Sozialversicherung hat ein vitales Interesse an einer lückenlos qualitätsgesicherten Versorgung ihrer Versicherten mit entsprechenden Medikamenten, betonte gestern auf einer Pressekonferent Peter McDonald, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger. Der Hauptverband trage dem durch die Herausgabe des Erstattungskodex Rechnung, in dem sich derzeit rund 6.650 verschiedene Packungen von Arzneispezialitäten befinden. Dadurch wird die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit hochwertigen Arzneimitteln zu ökonomisch vernünftigen Preisen gesichert. Der Erstattungskodex wurde im Laufe der vergangenen zehn Jahre durch zahlreiche funktionale Tools und Applikationen wie etwa EKO2go erweitert und nun mit neuen Inhalten neu vorgestellt.

Kassenpräsident Peter McDonald will mit Bonusmodellen die Menschen zu einer gesünderen Lebensweise anspornen.

System mit Reformen fit für die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts gemacht werden. Mit der beschlossenen Reform hätten Bund, Länder und Sozialversicherung die Grundlage geschaffen, damit die Rädchen stärker ineinandergreifen. Im nächsten Schritt müssten nun in der Umsetzung alle an einem Strang ziehen, um Doppelgleisigkeiten zu beseitigen und Steuersowie Beitragsgelder effizienter einzusetzen, meint der Sozialversicherungs-Chef. Wichtig ist dem HauptverbandChef die Gesundheitsvorsorge. Deshalb hält der das von ihm bei der Gewerblichen Sozialversicherungsanstalt (SVA) eingeführte Bonus-System, mit dem Versicher-

te ihren Selbstbehalt bei Erreichen von Gesundheitszielen halbieren können, nach wie vor für ein „gutes Modell“. Er strebt an, dass alle Träger einen stärkeren Fokus auf die Vorsorge legen, will das SVAModell aber den anderen nicht „überstülpen“. Auch andere Träger hätten schon Modelle zur Gesundheitsvorsorge; deshalb sollten die Träger von den besten Beispielen lernen.

Ministerin zurückhaltend Zurückhaltend reagiert Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) auf die Ankündigung, dass die Krankenkassen 2015 und 2016 wieder ins Minus rutschen werden.

Es sei zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, um abschätzen zu können, wie sich die Kassen wirtschaftlich in den kommenden Jahren entwickeln werden. Die steigenden Medikamentenkosten seien auf jeden Fall ein wichtiger Aspekt. Dabei handelt es sich für Oberhauser allerdings um ein Problem, das nicht nur Österreich betrifft, und „wir brauchen hier gesamteuropäische Lösungen“. Grundsätzlich hielt die Gesundheitsministerin fest, es sei McDonald „hoch anzurechnen, dass er mit der Vorsicht eines ordentlichen Kaufmanns bedachte Prognosen über die finanzielle Entwicklung der Krankenkassen tätigt“.

Ärzte sind mit eigener Kammer unzufrieden Wien. Im Fahrwasser der Diskussion um das neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte will sich nun eine neue eigene Ärztegewerkschaft formieren. Unter dem Arbeitstitel „Asklepios-Gewerkschaft für angestellte Ärztinnen und Ärzte in Österreich“ sammelt Initiator Gernot Rainer derzeit Unterstützer – auf Facebook hatten am Mittwochnachmittag bereits Hunderte Nutzer auf „Gefällt mir“ geklickt. Die neue Gewerkschaft soll nach dem Vorbild des Marburger Bundes, der Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, aufgebaut werden. Auch die Forderungen sind bereits publiziert, darunter unter anderem die Verdoppelung des Bruttogrundgehalts bei 40 Wochenstunden sowie eine angemessene Bezahlung der anfallenden Überstunden. Derzeit sei ein Treffen mit dem Präsidenten der Wiener Ärztekammer, Thomas Szekeres, vorgesehen. Zudem wolle man die Einreichung als Gewerkschaft bei den Behörden in den kommenden Tagen durchführen, heißt es auf Facebook. Be-

vor noch irgendetwas fix ist, winkt die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) bereits ab: „Wir treten geeint auf und agieren in enger Kooperation mit Vertretern der Ärztekammer. Wir erwarten uns auch von der restlichen Ärzteschaft, dass sie mit uns an einem Strang zieht“, erklärte Christian Meidlinger, Vorsitzender der GdG – Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) per Aussendung.

Die GdG verhandelt aber nur für die Ärzte in den Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes. Das größte Wiener Krankenhaus, das AKH, wo die Mediziner bei der MedUni Wien angestellt und damit in der Zuständigkeit des Bundes liegen, führt eigene Gespräche. Anlass für die Debatten ist das neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte, das mit 1. Jänner 2015 in Kraft getreten ist. Es sieht u.a.

© APA/Gert Eggenberger

Kassen legen Preisliste vor

Verhandlungen mit Ländern

© APA/Georg Hochmuth

ie Menschen in Österreich gehen laut Umfragen mehrheitlich pessimistisch ins neue Jahr. Einer davon ist offenbar der neue Vorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald. Der Kassenboss erwartet für 2015 und 2016 rote Zahlen. Solche Prognosen seien nichts Neues, unkt die Pharmaindustrie – am Ende würden die Kassen immer besser dastehen, als geplant. Das sei lediglich ein Spiel, um den Preisvorstellungen der Industrie den Wind aus den Segeln zu nehmen, kritisiert die Branche. Aber wie steht es wirklich um die Kassen? Die Rahmenbedingungen sind in der Tat alles andere als rosig: Neueinführungen teurer Medikamente werden 2015 folgen, während die Zahl der Patentabläufe, von denen die Kassen zuletzt profitiert haben, zurückgeht. Die Ausgaben dürften also steigen. Gleichzeitig könnten die Einnahmen sinken, wenn sich die Gesamtwirtschaft schleppend entwickelt. Ein Ausweg könnte hier die von der Regierung angekündigte Steuerreform bringen. Nicht nur durch Beschäftigungsimpulse, sondern vielleicht auch eine Verbreiterung der Beitragsgrundlage. Anders formuliert: ein Einbeziehen anderer Einkommensarten in die Sozialversicherungspflicht und eine gleichzeitig Entlastung des Faktors Arbeit.

Ärzteproteste in Kärnten und anderen Ländern spalten auch die Ärzteschaft.

vor, dass Ärzte künftig nur noch 48 statt 72 Stunden pro Woche arbeiten dürfen – damit fallen auch gut bezahlte Überstunden und Nachtdienste weg, was die Ärztevertreter auch Gehaltseinbußen von bis zu 30% befürchten lässt.

Ärztekammer bremst Auch die Ärztekammer bremst: ÖÄK-Vizepräsident Harald Mayer erklärte in einer Aussendung, dass die Angestellten-Kurien „100 Prozent aller Spitalsärzte in Österreich“ vertreten und über ein entsprechendes Verhandlungsmandat verfügen, wenn es darum gehe, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. „Die Angestellten-Kurien können Kollektivverträge für die Spitalsärzteschaft abschließen und tun das bereits seit Jahren“, so Mayer. Insofern sei es nur logisch, dass die Vertreter der AngestelltenKurien die Verhandlungen führen. „Die Steiermark und Salzburg haben gezeigt, dass vernünftige Ergebnisse nur durch Verhandlung mit den Angestellten-Kurien zu erzielen sind.“ (APA/iks)


H E A LTH : C A R E

Freitag, 16. Jänner 2015

healtheconomy – 39

Pharmastudie Medikamentenausgaben pro Kopf werden bis 2018 in den meisten Ländern wachsen, sagt IMS Institute for Healthcare Informatics

Arzneimittelkosten steigen an Ina Schriebl

Wien. Eine aktuelle Studie des IMS Institute for Healthcare Informatics lässt erwarten, dass die weltweiten Medikamentenausgaben 2018 nahezu 1,3 Mrd. USD (umgerechnet etwa 1,1 Mrd. €) umfassen werden. Gegenüber 2013 ist dies ein Anstieg um etwa 30%. Diese Wachstumswerte – bei stabiler Währung stellt dies ein durchschnittliches jährliches Wachstum von fünf bis sieben Prozent dar – liegen über den durchschnittlichen 5,2 Prozent der vergangenen fünf Jahre. Dies sei in erster Linie auf die Einführung neuer Spezialmedikamente, den erleichterten Zugang der Patienten zu diesen sowie die geringere Bedeutung von auslaufenden Patenten in den Industrieländern zurückzuführen. Ganz im Gegensatz zum Bevölkerungswachstum werden die Aus-

Fortbildung Immunisieren

Impftag startet

Wien. Experten warnen immer öfter vor einer zunehmenden Impfmüdigkeit in Österreich. Durch die nachlassende Impfdisziplin in der Bevölkerung kehren Krankheiten vermehrt zurück, die bereits als besiegt oder eliminiert galten. Das betrifft nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Information darüber und über anderes rund um das Thema Impfen bietet der Österreichische Impftag, der morgen, Samstag, 17. Jänner, von 9 bis 17 Uhr in der Aula der Wissenschaften in Wien stattfindet.

Breiter Themenbogen

© dpa-Zentralbild-Z1018/Ralf Hirschberger

Das Motto dieses Tages lautet „Vom Wissen zum Handeln“ und umfasst neue, brisante und auch kontroversiell diskutierte Impfthemen. Es wartet ein umfangreiches Programm von Säuglingen bis Senioren, der Rolle von Aluminium in Impfstoffen oder wie man der steigenden Impfmüdigkeit besser begegnen kann. Referenten aus England, Deutschland, der Schweiz und Österreich werden sprechen und mit den Teilnehmern aktuelle Fragen diskutieren. In Workshops, Vorträgen und anderen Kommunikationsformen werden Inhalte so beleuchtet, dass sie bei der tagtäglichen Arbeit nützlich sein werden. Abgerundet wird dieser Tag mit dem Ball der Pharmacie in der Wiener Hofburg. Der Impftag ist die größte richtungsweisende Impfveranstaltung für Ärzte und Apotheker in Österreich. (iks)

Morgen, Samstag, findet der Öster­reichische Impftag statt.

gaben laut den Daten in den USA konstant steigen. Dies liege daran, dass im Vergleich zu den Vorjahren in den Industrienationen weniger Patente auslaufen und mehr Innovationen auf den Markt kommen. Auch die Preissteigerung spiele eine Rolle. Trotz steigendem Wachstum in den Schwellenländern gebe es noch starke Unterschiede zu den Medikamentenausgaben pro Kopf. Nur in Spanien und Frankreich würden die Medikamentenausgaben pro Kopf bis 2018 zurückgehen, was an Richtlinien zur Ausgabenkontrolle liege. Der höchste Anstieg wird für China erwartet, wo die Medika-

mentenausgaben pro Kopf in den kommenden fünf Jahren um mehr als 70% steigen sollen. Obwohl China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist, wird davon ausgegangen, dass dessen Ausgaben pro Kopf nur neun Prozent der Ausgaben der USA ausmachen.

Höchster Wert im Jahr 2014 Aufgrund der Tatsache, dass weniger Patente auslaufen und neue, innovative Produkte auf den Markt kommen, wird es in den Industrieländern 2014 zu einem starken Anstieg kommen. Die Ausgabensteigerung bis 2018 wird von den USA

und Japan angeführt, gefolgt von den fünf größten Wirtschaftsnationen der EU (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich), die ihre nach wie vor niedrigen Ausgabensteigerungen beibehalten werden. Der Anstieg in den Industrieländern wird jedoch zurückgehen. Auslaufende Patente und Maßnahmen zur Kontrolle von Medikamentenpreisen werden den Preisanstieg eingrenzen, sodass die Steigerung zu einem großen Teil von den verkauften Mengen abhängt. In den Schwellenländern setzt sich der Anstieg weiter fort, was am Bevölkerungswachstum liegt.

© panthermedia.net/Fabrice Michaudeau

Den weltweit höchsten Anstieg erwarten Pharma-Statistiker mit mehr als 70 Prozent in China.

Medikamentenausgaben pro Kopf werden weltweit zunehmen.


Ph a r m a : r e p or t

40 – healtheconomy

Novartis baut den Generika-Bereich aus

© EPA

Basel/Wien. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat gute Chancen, für ein Nachahmermedikament des AmgenKrebsmittels Neupogen die Zulassung in den USA zu erhalten. Ein Expertenausschuss der US-Gesundheitsbehörde FDA stimmte einstimmig für eine Genehmigung. Die Behörde folgt in der Regel den Empfehlungen des Gremiums. In diesem Fall würde die Behörde damit erstmals grünes Licht für ein nachgebautes Biotech-Produkt geben. Die Pharmabranche bemüht sich verstärkt um die Entwicklung solcher Biosimilars, um Kosten zu sparen.

Der Pharmariese Novartis setzt auf sogenannte Biosimilars.

AbbVie bezieht neues Öko-Büro in Wien Wien. „Es ist ein weiterer Schritt im Rahmen unserer langfristigen Wachstumsstrategie und zugleich eine Bestätigung unseres bisherigen Unternehmenserfolgs“, sagt Ingo Raimon, General Manager AbbVie Österreich, anlässlich des Umzugs des international tätigen biopharmazeutischen Unternehmens. Für die neuen Büroräumlichkeiten im klima:aktiv Passivbürohaus „Silo“ im 23. Wiener Gemeindebezirk erarbeitete AbbVie ein innovatives Bürokonzept mit zukunftsweisender Ausstattung. Mit dem Silo hat die Erste Group Immorent in der Lemböckgasse 61 ein Passivhaus-Konzept umgesetzt.

Impfstoffe US-Pharmakonzern übernimmt mit Impfstoffsparte auch Produktionsstandorte in Orth an der Donau

Pfizer ist mit Baxter-Deal in Österreich auch Hersteller Pfizer Österreich-Chef Robin Rumler: „Wir setzen mit insgesamt 500 Mitarbeitern klar auf Österreich.“ Martin Rümmele

Wien/Orth. Pfizer gehört nun auch zu den großen Pharmaproduzenten in Österreich. Nach der Übernahme der Produktpalette zugelassener Impfstoffe von Baxter International Inc. hat der Konzern auch einen Teil des Baxter-Produktionsstandorts in Orth an der Donau übernommen. Dort werden die Impfstoffe der übernommenen Produktpalette (NeisVac-C und FSME-Immun) produziert. Beide Impfstoffe passen perfekt zum Impfstoffgeschäft von Pfizer, sagt Pfizer ÖsterreichGeschäftsführer Robin Rumler. Pfizer hat nun zwei Unternehmen in Österreich, und in Orth an der Donau einen Produktionsstandort mit 213 Mitarbeitern. „NeisVac-C“ ist ein Impfstoff zum Schutz gegen die durch Meningokokken der Serogruppe C verur-sachte Meningitis. Diese schwere Infektion der Hirnhäute kann bei 10 bis 15 Prozent der Patienten tödlich verlaufen, bei 30 bis mehr als 50 Prozent der überlebenden Patienten kommt es zu schweren körperlichen, sozialen oder psychischen Folgeschäden.

© Pfizer

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Freitag, 16. Jänner 2015

Pfizer Österreich-Chef Robin Rumler und Produktionsmanager Martin Dallinger setzen klar auf den Standort Österreich.

einem Forschungsetat von 6,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013 zählt Pfizer zu den größten forschenden Pharmaunternehmen der Welt und setzt Standards in verschiedenen Therapiegebieten wie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Entzündungserkrankungen, Krebs, Neurologische Erkrankungen und Schmerz, Seltene Erkrankungen oder bei Impfstoffen. In Österreich gliedert sich das Unternehmen in zwei Geschäftsfelder: Rezeptpflichtige Medikamente und Rezeptfreie Produkte. Das Produktportfolio umfasst innovative Originalpräparate und patentfreie Produkte einschließlich Generika.

FSME-Impfung „FSME-Immun“ ist ein Impfstoff gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis, einer Virusinfektion des Gehirns, die durch den Biss von mit dem FSME-Virus infizierten Zecken übertragen wird. Jedes Jahr führt das FSME-Virus aufgrund von neuroinvasiven Erkrankungen in Europa und Asien zu Tausenden Todesfällen. Vor allem in Österreich ist die Impfrate traditionell hoch. Pfizer erforscht und entwickelt moderne Arzneimittel für Menschen in allen Lebensphasen. Mit

Industrie US-Pharmariese organisiert sich neu

Weitere Übernahme Pfizer meldet dieser Tage eine weitere Übernahme: Der US-amerikanische Pharmakonzern kauft einen Mehrheitsanteil an der Zürcher Biotechfirma Redvax. Damit erhalte Pfizer Zugang zur Erforschung eines Impfstoffs gegen das Humane Cytomegalievirus, teilte der US-Konzern mit. Redvax mit Sitz in Schlieren gehörte vor der Übernahme zum Zürcher Biotechunternehmen Redbiotec und wurde für den Verkauf abgespalten; ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Das Humane Cytomegalievirus (HCMV) ist ein Herpesvirus, das 50 bis 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in sich tragen, wie es in der Pfizer-Mitteilung heißt. Bei der Mehrheit der Träger zeigten sich allerdings keine Symptome.

Das Virus werde gefährlich, wenn es von schwangeren Frauen an ihr ungeborenes Kind weitergegeben werde. Jedes fünfte infizierte Kind leide an Symptomen, die von Gehörverlust bis hin zu geistigen Behinderungen reichen. Wachstum Pfizer hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren im Bereich Impfstoffe stark zu wachsen und investiert hier auch in die eigene Forschung. In Österreich hat mit Jahreswechsel Renée Gallo-Daniel die Leitung der Business Unit Vaccines übernommen. Sie ist seit mehr als 20 Jahren in der pharmazeutischen Industrie, davon mehr als 10 Jahre im Impfstoffbereich.

Übernahme Wiener Biotech-Unternehmen entwickelt Antikörper-Plattform

Baxter stellt alles um Roche kauft Biotech-Firma Wien. Vor seiner Trennung in zwei unabhängige Unternehmen ordnet das Pharma- und BioScience-Unternehmen Baxter seinen Vorstand neu. Wie Baxter-Sprecher Michael Heinrich bekannt gibt, ziehen als neue Mitglieder Simone Oremovic (Senior Director Human Resources), Karl-Heinz Hofbauer (Betriebsleiter Wien) und Karl Kogelmüller (Vice President Finance und Transition Management Office Lead) ein.

Wien. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat die Dutalys GmbH, ein in Privatbesitz befindliches Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Wien, übernommen. Dutalys hat sich auf die Erforschung und Entwicklung von vollhumanen, bispezifischen Antikörpern, basierend auf der firmeneigenen „DutaMab TM“-Technologie, spezialisiert. Die bispezifischen Antikörper, die mit dieser Plattform entwickelt

Als Geschäftsführer der Baxter Innovations GmbH wurden Roman Necina (Vice President Process Science & Technical Operations) und Karl Kogelmüller bestellt. Alexander Herget (Betriebsleiter Orth an der Donau) wurde Prokurist für Baxter AG und Baxter Innovations GmbH. Die beiden Unternehmen werden ab Mitte 2015 wie berichtet unter dem neuen Namen „Baxalta“ firmieren.

wurden, zeichnen sich als neuartige, best-in-class-Moleküle für verschiedene Therapiebereiche aus. Die Übernahme von Dutalys unterstreicht die Vorreiterrolle von Roche in der Entwicklung von therapeutischen Antikörpern und den Innovationsgrad des Forschungsstandorts Österreich, teilt das Unternehmen mit. „Die von Dutalys entwickelte Plattform ist eine bahnbrechende

Baxter wird am Mitte des Jahres „Baxalta“ heißen und teilt sich auf.

Baxter entwickelt, produziert und vertreibt Produkte, die das Leben von Menschen mit Hämophilie, Immunerkrankungen, Infektionskrankheiten, Nierenerkrankungen, Traumata und anderen chronischen und akuten Erkrankungen erhalten und bewahren. Baxter ist mit rund 4.000 Mitarbeitern eines der größten forschenden und produzierenden Pharma- und BiotechUnternehmen Österreichs. Zugleich ist Österreich der größte Standort von Baxter außerhalb der USA mit Niederlassungen in Wien, Orth an der Donau und Krems. (iks)

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Big-Player in Österreich

Roche kauft im Forschungsbereich zu und sieht in Österreich Potenzial.

Technologie. Wir freuen uns darüber, diese bei Roche integrieren zu können“, sagt John C. Reed, Head of Pharma Research and Early Development. „Die Plattform stärkt unsere Möglichkeiten in der Forschung und Entwicklung – wir können dadurch bispezifische Antikörper bereitstellen, die die potenzielle Grundlage für neue Medikamente sind.“ „Wir sind froh, einen Partner gefunden zu haben, der unsere Technologie in vollem Umfang für den maximalen Nutzen einsetzen kann“, sagt Roland Beckmann, Mitbegründer und CSO von Dutalys. „DutaMabs eignen sich für die Behandlung zahlreicher Krankheitsmechanismen und therapeutischer Ziele. Wir freuen uns sehr darauf, innerhalb des Forschungsund Entwicklungsteams von Roche vielfältige neue Wirkstoffe zu entwickeln.“ Das Unternehmen wurde im April 2010 gegründet und wird unterstützt von der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH, der FFG, der ZIT – Die Technologieagentur der Stadt Wien und des Gründerservice Wien. (iks)


M e d i z i n te c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 16. Jänner 2015

healtheconomy – 41

Vernetzung Trotz Kritik: Von der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA sollen Patienten und Ärzte profitieren

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ELGA: Sicherheit steht weiter an erster Stelle

Neue Empfehlungen für Radiologen Wien. Der Wissenschaftsrat hat neue Empfehlungen zur Nutzung der Bildgebung an den Medizinischen Universitäten vorgelegt. Investitionen in die Bildgebung haben sich für Österreich ausgezahlt: Zum wissenschaftlichen und klinischen Erfolg der Medizinischen Universitäten hat die insgesamt sehr gute Geräteausstattung zur Durchführung bildgebender Verfahren beigetragen. Thematisch sind es die großen und gesundheitspolitisch schwerwiegenden Bereiche „Neuroimaging“ und „Onkologische Bildgebung“, in denen alle drei Medizinischen Universitäten international exzellent ausgewiesen sind.

Widerstand und Kritik vonseiten des Österreichischen Hausärzteverbands lassen nicht nach. Judith Neunteufl

„Großer Nutzen“

© KiloCoach Internetportale

KiloCoach startet neue TV-Kampagne

© APA/Herbert Pfarrhofer

Wien. In seinem Buch „Maschinensturm“ beschreibt der Historiker Michael Spehr den Protest und Widerstand gegen technische Neuerungen am Anfang der Industrialisierung und geht der Frage nach, ob es sich dabei um blinden Hass auf neue Technologien oder um eine sozialverträgliche Technikkontrolle handelte. Ganz einfach lässt sich das auch bei der langatmigen, immer noch andauernden Debatte um die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) nicht beantworten. Mit der Vernetzung von Gesundheitsdaten und -informationen und der Standardisierung der elektronischen Kommunikation zwischen Gesundheitsanbietern durch ELGA erhofft sich die Regierung eine Steigerung der Qualität und der Effizienz der gesundheitlichen Versorgung.

Gratis-App informiert, wie man sich wohlfühlen und abnehmen kann.

ELGA-Geschäftsführerin Susanne Herbek verspricht, dass man alles tut, um die Elektronische Gesundheitsakte sicher zu machen.

„ELGA ist Teil der Gesundheitsreform. Sie wird sowohl für die Patienten als auch für die Ärzte anwenderfreundlich gestaltet sein und beiden großen Nutzen bringen“, verspricht ELGA-Geschäftsführerin Susanne Herbek. Vor allem für chronisch Erkrankte bringe ELGA Erleichterung, weil die behandelnden Ärzte künftig auf Befunde oder Medikamentenlisten direkt und rund um die Uhr zugreifen können. Mit ELGA sollen stufenweise niedergelassene Vertragsärzte, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Spitäler in Österreich flächendeckend vernetzt werden; bis Mitte 2016 sollen auch alle öffentlichen Spitäler mit ELGA arbeiten. Die Teilnahme an ELGA ist für die Österreicher freiwillig; wer

nicht daran teilnehmen möchte, kann sich schriftlich über die ELGA-Widerspruchstelle oder online über das ELGA-Portal abmelden; rund 194.000 Personen, das entspricht 2% der Bürger, sind dieser Option bisher nachgegangen. Widerstand und Kritik kommen wiederholt vom Österreichischen Hausärztverband (ÖHV), der Anfang 2014 mit einer Kampagne für eine Abmeldung der Patienten von ELGA auch einen großen Teil der Ausstiege motivierte und nun seine Kritik erneuert; Unterstützung erhält der ÖHV etwa von der Ärztekammer und der ARGE Daten. An oberster Stelle fürchtet der ÖHV eine mangelnde Sicherheit der Daten und einen Missbrauch dieser durch Ämter und Behörden.

Weiters sieht man die ärztliche Schweigepflicht gefährdet und befürchtet hohe Kosten und ein Chaos bei der Umsetzung. Außerdem wirft man der Regierung vor, dass die Ärzteschaft zu wenig in den Entwicklungsprozess von ELGA eingebunden worden sei.

Desinformation Die Verantwortlichen versprechen, dass Qualität und Sicherheit an oberster Stelle stehen, und verweisen auf Desinformation seitens des ÖHV. „ELGA-Gesundheitsdaten dürfen weder von Behörden noch durch Versicherungen abgefragt werden“, erklärt Herbek: „Auch Ärzte, die für Behörden oder Versicherungen tätig sind, etwa Amts-

Beschäftigte Unternehmensgruppe Wozabal setzt auf behinderte Arbeitskräfte

Wien. Kurz nach dem Relaunch des Portals mit erweitertem Inhalt und verbesserten Programmfunktionen sowie der Einführung der dazugehörigen Gratis-App lanciert KiloCoach mit einem TV-Werbespot zu Beginn des Jahres eine neue Kommunikationsoffensive. Mit der Kernbotschaft „Fühl dich wieder wohl“ soll die Kampagne darauf aufmerksam machen, dass wissenschaftlich fundiertes Abnehmen auch Spaß machen kann, unkompliziert und alltagstauglich ist. Die drei im TV-Spot vorkommenden Protagonisten stehen repräsentativ für die Bedürfnisvielfalt unterschiedlicher Zielgruppen.

oder Chefärzte, haben keinen Zugriff. Jeder Zugriff auf die Daten ist protokolliert. Für nicht befugte Zugriffe gibt es Strafen in der Höhe von mehreren 10.000 Euro bzw. bis zu einem halben Jahr Haft.“ Die Vorteile der ELGA sind etwa Zeitersparnis durch das Wegfallen von Mehrfachuntersuchungen und eine Stärkung der Patientenautonomie durch einen besseren und leichteren Zugang zu den eigenen Gesundheitsdaten. Bis zum Jahr 2017 soll die Einführung von ELGA 130 Mio. Euro kosten, danach wird mit jährlichen Kosten von 18 Mio. Euro gerechnet. Demgegenüber stehen jährlich zu erzielende Einsparungen im Gesundheitssystem von 129 Mio. Euro durch ELGA.

Auszeichnung ITSV der Kassen ist Top-Lehrbetrieb

Job für beeinträchtigte Menschen Gute SV-Lehrlinge Einbindung in Teams und Arbeitsabläufe unterstützt. Die Integration von Menschen mit Behinderung und daher am Arbeitsmarkt schwer vermittelbaren Personen ist ein wichtiger Bestandteil für das soziale Selbstverständnis des Unternehmens. Coaching für alle Teamleiter sowie interne Fortund Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen den Integrationsprozess.

Wozabal bereitet in Enns, Linz, Lenzing, Bad Hofgastein, Klagenfurt und Budweis Miettextilien auf. Die 900 Wozabal-Mitarbeiter bearbeiten täglich über 130 t Wäsche, das entspricht 19.000 Haushaltswasch­ maschinen-Ladungen. Insgesamt werden damit 61 Krankenhäuser, 250 Seniorenheime und mehr als 1.500 Betriebe in der Hotellerie und der Industrie in Österreich, Bayern und Südböhmen versorgt. (iks)

Deshalb werden immer häufiger, statt herkömmliche Leasingfirmen zu beauftragen, temporäre Mitarbeiter von Netzwerk eingesetzt. Aufgrund der guten Leistungen wurden besonders engagierte Mitarbeiter bereits ins Stammpersonal übernommen. Mithilfe kompetenter Führungskräfte wird die

© Wozabal

Erfolg mit Miettextilien

Christian Wozabal ist geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe.

Wien. Mit dem Jahreswechsel wurde erstmals an 99 vorbildliche Lehrbetriebe im Rahmen eines Festakts im Wiener Rathaus für vier Jahre das Qualitätssiegel „Top Lehrbetrieb“ verliehen. Die ausgezeichneten Betriebe entsprechen den strengen Zulassungskriterien, wie beispielsweise die entsprechende Ausstattung des Lehrbetriebs, eine schriftliche Ausbildungsplanung und die Einhaltung aller einschlägigen Bestimmungen. Die Präsidenten von Wirtschaftskammer Wien, Industriellenvereinigung Wien, Gewerkschaftsbund und Arbeiterkammer Wien sowie Vizebürgermeisterin Brauner gratulierten den Betrieben. Voller Stolz durfte Nicole Kronigl, Lehrlingsverantwortliche der ITSV GmbH, gemeinsam mit zwei IT-Technikern, Kenan Klicic und Manuel Ekinci, das Zertifikat entgegennehmen. Seit 2010 bildet die ITSV GmbH Lehrlinge in den Berufen IT-TechnikerIn, IT-InformatikerIn und Bürokaufleute aus. Derzeit sind im Unternehmen zwölf Lehrlinge in Ausbildung. Dieser wichtige „Auftrag“ war und ist auch für die ITSV

GmbH, ihres Zeichens einer der österreichischen Leitbetriebe der ITBranche, ein besonderes Anliegen. Die ITSV GmbH übernimmt nicht nur bildungs- und gesellschaftspolitische Verantwortung, sie setzt als Wegbereiter des technologischen Wandels auf Innovation und Fachexpertise. So werden den Lehrlingen Ausbildungsmaßnahmen wie Weiterbildungen, Vorbereitungskurse ermöglicht. (iks)

© z.V.g.

Linz. Die Unternehmensgruppe Wozabal nutzt das Angebot der Personalassistenz des Vereins „Netzwerk“ und setzt temporäre und fixe Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen ein. „‚Netzwerk‘ mit seiner Personalassistenz ist für Wozabal der Ansprechpartner Nummer eins, wenn es um Mitarbeiter mit Beeinträchtigung geht. Die Kooperation ist für uns sehr wichtig, da wir mit dem Netzwerk einen fairen und kompetenten Partner für die Beschäftigung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen gefunden haben und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr gute Arbeit leisten“, erklärt der Personalleiter Johannes Klopf.

Auszeichnung für die Spitzen der ­Lehrausbildung in der ITSV.


M E N SC H E N & KA R R I ER E N

42 – healtheconomy

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AUVA-Pflegepreis in Gold verliehen

Freitag, 16. Jänner 2015

Jubiläumsball Die Hofburg fungiert wieder als prachtvolle Kulisse für die Ärzteschaft und deren illustre Gäste

Wiener Ärzteschaft tanzt Radetzky Appartement II geben wird. Das monatliche „Med Clubbing“ aus der „Passage“ wird einfach in den Gartensaal im Parterre der Hofburg verlegt. Insgesamt spielen während des Balls elf Kapellen und Combos auf. Bereits zum dritten Mal gibt es ein Casino, wobei der Reinerlös dieses Jahr dem Verein „Licht für die Welt“ zugutekommt, der sich für blinde, behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen in Armutsgebieten einsetzt. Kartenbestellungen sind zwar schon länger möglich, Karten selbst sind inzwischen aber bereits rar. Das Ballbüro ist noch bis einschließlich 30. Jänner geöffnet. Die Nachfrage nach Karten und Tischen ist immens groß, eine baldige Bestellung ist daher ratsam, um sich noch Karten und Plätze zu sichern. An der Abendkasse hat man gegebenenfalls nur noch Chancen auf vereinzelte Restkarten.

Privatklinik Wehrle hat einen Geburtenrekord

Onkologie US-Legende kam zum Vortrag nach Wien

Best of Biotech Die heiße Phase zwei hat begonnen

Wien. „Wenn es einen Menschen gibt, der die Tumortherapie revolutioniert hat, dann ist es James Allison.“ Dieses Urteil stammt von Meinrad Busslinger, der als Senior Scientist eine Arbeitsgruppe am IMP leitet. Auf seine Einladung kam diese Woche der US-Immunologe James Allison nach Wien, um am Institut für Molekulare Pathologie seine neuesten Forschungsergebnisse vorzustellen. Was Allison gelang, wird von Fachleuten als Paradigmenwechsel in der Tumorbehandlung bezeichnet. Anstatt die Tumorzellen ins Visier zu nehmen und Möglichkeiten ihrer Vernichtung auszuloten, zielt seine Strategie auf eine Aktivierung des Immunsystems. Er erkannte, dass die für die Bekämpfung von körperfremdem Material

Wien. „Best of Biotech“ geht in die zweite Phase. Nun werden die Biotechnologie-Geschäftsideen zu Businessplänen ausgearbeitet. Zusätzlich stehen in dieser Phase auch wieder Coaches für One-onOne-Meetings zur Verfügung. Nach Einreichung der Businesspläne im Februar werden die zehn besten Teams ausgewählt; diese werden dann in der Coaching Session im April individuell beraten, bevor sie im Mai von der internationalen Jury evaluiert werden. Bei der Abschlussgala am 6. Mai werden die drei besten Businesspläne mit einem Geldpreis von je 15.000, 10.000 beziehungsweise 5.000 € prämiert; zusätzlich gibt es einen Preis für das beste Medtech-Projekt in der Höhe von 10.000 €. Veranstaltet wird BOB von Life Science

Salzburg. In der Geburtshilfe der neu strukturierten Salzburger Privatklinik Wehrle-Diakonissen freut man sich über ein äußerst babyreiches Jahr 2014 und einen neuen Geburtenrekord: 554 Kinder wurden im Salzburger Traditionsspital in Aigen geboren. Übrigens: Mit 1. Jänner haben sich die Salzburger Spitäler Privatklinik Wehrle und Klinik Diakonissen Salzburg zu einer neuen TopKlinik zusammengeschlossen.

Biotechnologie vor den Vorhang

wichtigen T-Zellen zwar auch im Tumorgewebe zu finden sind, dort aber durch ein Molekül namens CTLA-4 blockiert werden. (red)

© F. Carter Smith/University of Texas MD Anderson Cancer Center

© Privatklinik Wehrle-Diakonissen

James Allison referierte am IMP

Bodhi-Jackson kam 2014 als das 554. Baby in der Klinik zur Welt.

James Allison revolutionierte die ­Tumormedizin, sprach jetzt am IMP.

Zusammenschau Prostata, Nikotin und Kongressbericht

© Astellas

Stephan Madersbacher referierte über Rauchen und Prostatakrebs.

„Best of Biotech“ (BOB) tritt derzeit bereits in die Endphase ein.

Ingeborg und Erwin Hochmair erhalten Russ Prize Innsbruck. Die National Academy of Engineering (NAE) verleiht den Fritz J. und Dolores H. Russ Prize 2015 für die Entwicklung des Cochleaimplantats an die Pioniere auf dem Gebiet der Bioingenieurswissenschaften und Gründer von Med-El Medical Electronics in Innsbruck, Ingeborg und Erwin Hochmair. Mithilfe eines Cochleaimplantats kann Betroffenen von Hörverlust das Hören und damit ein besseres Leben ermöglicht werden: Das Cochleaimplantat ist der erste tatsächlich realisierte Ersatz eines Sinnesorgans. Neben der Unternehmensführung durch Ingeborg Hochmair als CEO forscht das Ehepaar Hochmair weiterhin an neuen Entwicklungen rund um das Cochlea­ implantat und weiterer Hörlösungen. (red)

© APA/EPA/Med-El/Handout © KH Schwarzach

auf das Thema „Rauchen und Prostatakrebs“. Dass Raucher, die an Prostatakrebs erkrankt sind, eine schlechtere Prognose haben als Nichtraucher, wurde in verschiedenen Studien gezeigt. Diese besagen unter anderem, dass das Prostatakarzinom bei Rauchern aggressiver wächst und respektive oder nicht optimal auf Therapie anspricht. Neben SPÖ und Grünen hat sich nun auch die ÖVP für ein generelles Rauchverbot in heimischen Gasthäusern ausgesprochen.

Austria, ein Programm der Austria Wirtschaftsservice GmbH, im Auftrag des Wirtschaftsministeriums, bereits zum siebten Mal.

Menschen, über die man spricht

Onkoforum diskutierte Rauchen Wien. Am 9. und 10. Jänner dieses Jahres rückte Wien ins Zentrum des Weltwissens der Uro-Onkologieforschung, als der Wiener Urologe Stephan Madersbacher alle Urologen Österreichs zum „Astellas Oncoforum“ einlud: Exklusiv und vor allen anderen erfuhren die Gäste von uro-onkologischen Highlights der vier größten internationalen Kongresse im vergangenen Jahr. Anlässlich der aktuellen „Raucherschutz-Debatte“ legte Madersbacher einen Schwerpunkt

Am 31. Jänner findet der bereits 65. Wiener Ärzteball in der Hofburg statt.

© panthermedia.net/matej kastelic

Wien. Mirsada Divovic ist die zweite Wienerin, die einen AUVA-Pflegepreis in Gold erhält. Sie betreut ihren komplett gelähmten Mann in der höchsten Pflegestufe nach einem Leitersturz auf einer Baustelle seit 1997 vorbildlich zu Hause und hat ihr Leben ganz dieser Aufgabe gewidmet. Mit ausschlaggebend für die Vergabe eines „Goldenen“ war die Länge der Pflegezeit – den AUVA-Pflegepreis selbst hatte sie schon 2002 bekommen.

In g o R aim o n , p r ä sid en t d er F OPI mit S i t z in W ien

Die 27 Mitglieder des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) bestätigten in ihrer Generalversammlung ihr neues und zugleich „altes“ Präsidium. Ingo Raimon, General Manager des BioPharma-Unternehmens AbbVie, wurde erneut das Vertrauen für weitere zwei Jahre ausgesprochen. Raimon: „Es muss das gemeinsame Ziel aller Akteure sein, Österreich als attraktiven Standort für Innovation erneut in eine Top-Position zu bringen.“

Al exan der Kl aus, primar am her z-jesuspital in wien

Alexander Klaus ist neuer Leiter der Abteilung für Allgemeinchirurgie im Herz-Jesu Krankenhaus in Wien. Er folgt Johannes Zacherl als Vorstand der Abteilung. Klaus ist Top-Spezialist für minimal-invasive Chirurgie. Er ist auch Vorstand der Abteilung für Chirurgie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien (einem weiteren Haus der Vinzenz Gruppe). Diese Funktion wird er behalten, die beiden Spitäler werden künftig enger zusammenarbeiten.

© AbbVie

Mirsada Divovic wurde von der AUVA ausgezeichnet.

Wien. Jeweils der letzte Samstag im Jänner gehört den tanzenden Ärztinnen und Ärzten sowie allen, die mit ihnen gemeinsam das Tanzbein schwingen. Diesmal ist es der 31. Jänner, an dem der nunmehr 65. Wiener Ärzteball in der Wiener Hofburg stattfindet. Das Ballbüro hat bereits geöffnet. Der Ball zählt mit seinen knapp 4.000 Besuchern zum Fixstern der Wiener Ballsaison. Er ist längst zu einem internationalen Ereignis geworden, kommen doch bereits mehr als 800 Ballgäste aus dem nahen und fernen Ausland. Langjährige Tradition ist die Mitternachtseinlage, die diesmal unter dem Motto „La notte italiana“ steht und die Gäste mit südlichen Klängen begeistern wird, sowie die Publikumsquadrille im Festsaal um drei Uhr früh, zu der es um 01:30 Uhr eine eigene Probe im

© KH d. Barmh. Schwestern

© AUVA/ Reichhart

Ina Schriebl

© Ärztekammer Wien-Stefan Seelig

Der 65. Wiener Ärzteball am 31. Jänner wird zu einer musikalischen Reise mit Italo-Hits.

andreas valentin, primar am kh schwarzach in salzburg

Andreas Valentin ist im Salzburger Krankenhaus Schwarzach neuer Primar der Inneren Medizin und folgt damit Reinhard Lenzhofer. Valentin absolvierte sein Medizinstudium an der Uni Wien, wo er auch habilitierte. Seine Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Innere Medizin sowie Additivfacharzt in den Bereichen Intensivmedizin und Kardiologie erfolgte an der Wiener Krankenanstalt Rudolfstiftung; dort hat er bis zu letzt als Primarius gearbeitet.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 16. Jänner 2015 – 43

LG präsentierte neue Strategien für größere Präsenz am TV-Sektor Seite 46

maritime wolken

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entertainment-visionen

Ericsson hat eine Cloud-Lösung für die Schifffahrt vorgestellt Seite 47

Praxistest office für ­ ndroid-tablets a

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technology Totales Entertainment im High-Definition-Format

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Wien. Die diamond:dogs|group baut ihr digitales Portfolio 2015 weiter aus. Nach einem erfolgreichen Sanierungsprozess und der Übernahme der Anteile vom Community-Portal Szene1 ist der Onlinemarketing-Spezialist Onlinezone Advertising GmbH aus Salzburg nunmehr Teil der Unternehmensgruppe. „Die klassische Vermarktung ist tot. Wir mussten unser ursprüngliches Geschäft deshalb in den letzten beiden Jahren völlig neu orientieren“, sagt Chris Steiner (Foto), alter und neuer Geschäftsführer der Onlinezone, der sich dadurch mehr Marktanteile in Westösterreich erwartet. www.diamonddogs.cc

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Wien. Der GebrauchtsoftwareHändler susensoftware hat im Google Play Store seine Android-App „Gebrauchte Softwarelizenzen“ veröffentlicht. Die Android-App steht als kostenloser Download zur Verfügung und erfordert mindestens Google Android 2.2 oder höher als Betriebssystem. Die im Playstore verfügbare Anwendung bietet Zugriff auf aktuelle Angebote, alle News, einen Direktkontakt zur susensoftware GmbH und viele weitere Funktionen. Nicht mehr benötigte Software kann über die App angeboten werden. www.susensoftware.de

Unterhaltung und sonst gar nichts Bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas bestimmten einmal mehr die Entertainment-Hersteller das Geschehen: Ultra-High-Definition und Audiolösungen dominierten die Show. Seite 44 Citrix Übernahme des Technologieanbieters Sanbolic

Russmedia Digital Wachstum durch ausgewogenen Mix

Wien. Citrix hat Sanbolic, einen Anbieter von Virtualisierungstechnologien, übernommen. Sanbolic ermöglicht es Anwendern, applikationsspezifische Storage-Anforderungen genau zu definieren, um Load Balancing, Verfügbarkeit und Benutzererfahrung zu optimieren. „Durch die Verbindung von Sanbolic-Technologien mit XenDesktop und XenApp kann Citrix seinen Kunden Lösungen anbieten, die die Infrastruktur vereinfachen sowie die Kosten für Inbetriebnahme und Verwaltung senken“, sagt Geir Ramleth, Senior Vice President und Chief Strategy Officer bei Citrix. www.citrix.at

Wien. Durchschnittlich 1.012.735 Unique Clients verzeichnet das Nachrichten- und Serviceportal VOL.AT im Jahresschnitt in der Österreichischen Web Analyse (ÖWA) und liegt damit konstant über der Millionengrenze. Im Vergleich zur Vorjahresperiode konnte dieser Wert um 24,76% gesteigert werden. „Starker Regionalbezug und eine ausgewogene Mischung aus Nachrichten, Service und Entertainment sorgen für ungewöhnlich starkes Wachstum“, sagt Gerold Riedmann, Geschäftsführer des in Vorarlberg beheimateten Unternehmens Russmedia Digital. www.russmedia.com

Durch die Übernahme von Sanbolic stellt sich Citrix noch breiter auf.

© APA/Georg Hochmuth

Wien. IBM hat im vergangenen Jahr 7.534 US-Patente erteilt bekommen – im Schnitt erhielten die IBM-Erfinder mehr als 20 Patente pro Tag. Das Unternehmen belegt damit zum 22. Mal in Folge den Spitzenplatz in der Rangliste des US-Patentamts. Mehr als 400 dieser Erfindungen stammen aus dem deutschen IBM-Entwicklungszentrum in Böblingen sowie dem Forschungszentrum der IBM in Rüschlikon bei Zürich. www.ibm.com

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Bündnis im Virtualisierungsumfeld Konstant über der Millionengrenze

Gerold Riedmann, Geschäftsführer der Vorarlberger Russmedia Digital.


C ov e r

44 – medianet technology

Freitag, 16. Jänner 2015

CES Die heurige Ausgabe der Consumer Electronics Show widmete sich vor allem hochwertigen Fernseh-Erlebnissen

gastkommentar

Die neuesten Gadgets der Entertainment-Industrie

Wissensmanagement und Weiterbildung

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Ultra-High-Definition und High-Definition Audio sollen 2015 den Consumer-Markt verstärkt beleben. Las Vegas/Wien. Vergangene Woche fand von 6. bis 9. Jänner in Las Vegas traditionell die Leitmesse der internationalen Elektronik-Industrie statt, die Consumer Electronics Show (CES). Höher, bunter, besser – so könnte die gemeinsame Headline lauten, unter der die meisten Hersteller bei der CES im Pulk miteinander auftraten: Qualitätssteigerung bei TV-Geräten, höhere Auflösungen im Video- und Audiobereich (UltraHD und HD-Audio) sowie kompakte Geräte für unterwegs standen vordergründig auf der Speisekarte der Messe. Die erste CES fand übrigens im Juni 1967 in New York als Ableger der Chicago Music Show statt, Veranstalter ist die Consumer Electronics Association (CEA), eine Handelsorganisation für elektronische Konsumprodukte in den USA. Wie jedes Jahr nutzten auch heuer internationale Unternehmen die Show für Produktpräsentationen und Strategie-Ankündigungen. Neben der im September in Berlin stattfindenden IFA gehört die CES damit zu den wichtigsten Veranstaltungen der Branche.

christian rupp

I

m Rahmen von OpenGovernmentData (OGD) werden von der Verwaltung gesammelte öffentliche Daten der Bevölkerung und Wirtschaft in maschinen-lesbarer Form zur Verfügung gestellt, sodass die Daten auch automatisiert verarbeitet bzw. neue Anwendungen erstellt werden können. Die EU geht von einem großen Impact mit einem jährlichen zweistelligen Milliarden Euro Marktvolumen für die Wirtschaft aus. Zur Förderung der Weiterverwendung von offenen Daten und zur Bereitstellung für Innovationen sowie zur Wirtschaftsförderung werden im ganzen Land Wettbewerbe gestartet. Das Land Tirol lädt kreative Köpfe ein, unter Verwendung seiner offenen Tiroler Verwaltungsdaten (80 Datensätze) in den Kategorien Konzepte und Ideen sowie Web-Anwendungen und mobile Applikationen (Apps) kreative Beiträge bis 28. 2. einzureichen. Es gibt insgesamt 15.000 € an Geld- und Sachpreisen bzw. Sonderpreise für Start-ups und von der Tirol Werbung. Bis zum 31.1. läuft übrigens auch noch die OpenDataChallenge Kärnten. Weiterführende Informationen über die Wettbewerbe finden Sie hier: data.tirol.gv.at und data.ktn.gv.at

Hochauflösendes Fernsehen

© Samsung; Sony; Toshiba

Chris haderer

Neue TV-Erlebnisse, perfektionierte Tablets und andere Hightech-Gadgets standen im Zentrum der heurigen CES.

eingebaut. Wer also sein TV-Gerät per Sprachsteuerung kontrollieren möchte, bekommt jetzt die Gelegenheit; auf Wunsch soll der Fernseher auch direkt auf Fragen antworten. Mit der Einführung des SoftwareDevelopment-Kits stellt Sony neue Anwendungen für einen aktuellen Prototypen seiner Daten-Brille zur Verfügung: die Developer Edition des SmartEyeglass sowie das Einzellinsen-Anzeigemodul „SmartEyeglass Attach!“, das sich an einer herkömmlichen Brille befestigen lässt; hiermit können Entwickler neue Anwendungen für Sport und persönliche Leistung kreieren. Auch Samsung setzte bei der CES auf qualitativ hochwertige TVGeräte: „Dank der neuen Samsung Smart TV-Plattform auf Basis des Betriebssystems Tizen können Zuschauer ihre Lieblingsinhalte aus dem Internet oder von anderen Geräten nun noch einfacher erreichen und aus einem größeren Angebot auswählen“, sagt HS Kim, President

Visual Display Business Samsung Electronics. „SUHD TV ist ein weiterer Schritt auf unserer Mission, Samsung-Kunden immer das bestmögliche Bilderlebnis unabhängig von der jeweiligen Bildquelle auf ihrem Fernseher zu bieten.“

Tablets und Drucker Toshiba wiederum stellte im Rahmen der CES ein neues Duo leistungsstarker Tablets, basierend auf Windows 8.1 Update mit Bing, vor. Zentrales Ausstattungsmerkmal der Encore 2 Write-Modelle WT10PE-A (10,1 Zoll/25,7 cm) und WT8PE-B (8 Zoll/20,3 cm) ist der TruPen Digitizer-Stift. Anwender können damit Notizen oder Skizzen anfertigen, Fotos bearbeiten und Eingaben präziser als per Fingerzeig machen. Die neuen Encore 2 Write-Tablets liefern dank Intel Atom Z3735F-Prozessor eine solide Performance. Beide Modelle verfügen zudem über eine Ein-Jahres-

Lizenz für Microsoft Officel 365 Personal. Mithilfe der OneNote App synchronisieren sich Daten automatisch geräteübergreifend in der Cloud von Microsoft. Dem Druck-Bereich widmete sich Mcor Technologies Ltd. mit der weltweit einzigen Produktlinie von 3D-Papierdruckern für Endanwender; dafür erhielt das Unternehmen vorige Woche von GeekBeat.TV die Auszeichnung „Best of CES 2015 Award“ in der Kategorie 3D-Drucker. Die 3D-Drucker von Mcor produzieren komplexe, haltbare und stabile physische 3D-Modelle aus gewöhnlichem Kopierpapier. Die mit Mcor-Technologie gedruckten 3D-Modelle können auf verschiedene Art verbunden sein (aufgefädelt, mit Gelenken oder Gewinden) sowie wasserfest und flexibel gemacht werden. www.cesweb.org www.sony.com www.samsung.com www.toshiba.com www.mcortechnologies.com

Christian Rupp ist Sprecher der Plattform Digitales ­Österreich und Experte für New Media ­Information Management.

Gleich zwölf neue 4K Ultra HD Fernseher will Sony in den nächsten Monaten auf den Markt bringen: Erneut liegen die Stärken der neuen, im Rahmen der CES gezeigten Bravia TV-Geräte in der Bild- und Tonqualität. Alles, was bislang auf das Android Tablet oder Smartphone beschränkt war, kann man jetzt mit Android TV, der neuen Smart TV-Plattform, auch auf dem Fernseher wiedergeben. Als Extra hat Sony ein Touchpad plus Mikrofon in die Fernbedienung

durchblicker.at Plattform

Nokia Obwohl es den Brand genau genommen nicht mehr gibt, liegt das Unternehmen weltweit hinter Samsung

Tarifvergleiche

Dank „FeaturePhones“ auf Platz 2 am Markt

© durchblicker.at

Wien. Mobiltelefon ist nicht gleich Mobiltelefon. Seit Apple das iPhone vorgestellt hat, und Samsung mit dem ersten Galaxy-Gerät nachzog, unterscheidet die Welt zwischen Smartphones (eigentlich kleine Computer mit Touchscreen und Telefonfunktion), und sogenannten FeaturePhones. Letztere beschreiben alle Geräte vor der Smartphone-Ära, also Geräte, die mit fix einprogrammierten Funktionen aufwarten und nicht

Detaillierte Handy-Tarif-Vergleiche.

Kommende Technologien © Microsoft/Matthias Nadler

Wien. Das Tarifvergleichsportal durchblicker.at hat einen neuen Mobilfunk-Vergleichsrechner gestartet. Verglichen werden dabei über 2 Mio. Handy-TarifKombinationen. Das Ergebnis: Die Preisunterschiede zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter können 250 € und mehr pro Jahr betragen; daran ändern auch günstigere Endgerät-Preise bei teureren Tarifen kaum etwas. „Das Verkaufsargument, dass man bei teureren Tarifen Handys sogar um null Euro bekommt, hat sich in unserem Vergleich in vielen Fällen als Lockangebot erwiesen“, kommentieren Reinhold Baudisch und Michael Doberer, Gründer von durchblicker.at. www.durchblicker.at

(oder kaum) mittels Apps ausbaubar sind. Diesen FeaturePhones hat es Nokia zu danken, dass man mit 43,1 Mio. abgesetzten Geräten (Schätzung der Computerwelt, da Nokia exakte Zahlen nicht veröffentlicht) im Q3 2014 weltweit auf Platz zwei hinter Samsung liegt. Eine durchaus interessante Konstellation, da es Nokia genaugenommen nicht mehr gibt: Seit der Übernahme durch Microsoft soll der Nokia-Brand nur noch für Smartphones („Lumia“-Reihe) verwendet werden. Analysten rechnen allerdings damit, dass es noch längere Zeit Geräte mit Nokia-Label geben könnte – da die Nachfrage nach FeaturePhones immer noch nicht zum Erliegen gekommen ist.

Chris Weber, Telefonieexperte Microsoft.

Microsoft setzt bei den LumiaGeräten auf Windows 8.1 als Betriebssystem und forciert hochwertige Kameras sowie Dual-SIMKonfigurationen. Dadurch sollen die Geräte sowohl in der Freizeit als auch im Berufsleben einen Platz im Leben der Anwender finden.

„Unsere Strategie basiert darauf, Menschen zu ermöglichen, mit unseren Produkten noch mehr zu erreichen. Dazu bringen wir die besten Elemente von Microsoft im Bereich digitaler Arbeit und digitalem Lifestyle zusammen“, sagt Chris Weber, Vice President Mobile Devices Sales bei Microsoft. „Das Lumia 830, das Lumia 735 und das Lumia 730 Dual-SIM kombinieren

beliebte Microsoft-Dienste wie Skype, Microsoft Office und OneDrive mit herausragender Lumia-Innovation in Design und Fotografie. So erreichen wir eine gute Balance zwischen hohem Nutzen und erschwinglichen Preisen.“ Zu den neuen Features gehören u.a. Wireless Charging sowie die PureViewKamera-Technologie. www.microsoft.at


i dee & st r ategi e

Freitag, 16. Jänner 2015

medianet technology – 45

TU Wien Forscher arbeiten an Computerlösungen, die menschliche Psychologie beinhalten und dem Rechner „Triebe“ und Vorlieben verleihen sollen

Eine Psyche für den Computer Christoph fellmer

Wien. Computer und „Intelligenz“ sind zwei Begriffe, die nicht wirklich zusammenpassen – auch wenn das Science-Fiction-Genre viele gegenteilige Beispiele parat hat. Dann ist normalerweise von Maschinen die Rede, die über sich selbst hinauswachsen und entweder die Weltherrschaft übernehmen wollen oder sich zu „besseren“ Menschen entwickeln. Von der Realität sind diese Geschichten allerdings weit entfernt – auch wenn man seit den Fünfzigerjahren an künstlicher Intelligenz forscht. Situationen zu verstehen, intuitiv zu reagieren und vorausschauende Entscheidungen zu treffen, fällt Computern immer noch schwer. An der TU Wien kam man daher zum Schluss: Für echte Intelligenz braucht man Triebe, Emotionen, Gefühle. Viele elektronische Schaltelemente ergeben zusammen noch keine Intelligenz, man braucht übergeordnete Strukturen, wie man sie aus der menschlichen Psychologie kennt. Solche Strukturen werden nun an der TU Wien untersucht und entwickelt.

Grober Schaltplan Sigmund Freud suchte nach Strukturen im menschlichen Geist: Er unterschied Bewusstes und Unbewusstes, er führte Kategorien wie das Ich, das Über-Ich und das Es ein. „Genau solche Strukturen haben wir nun auch als Funktionen in die künstliche Intelligenz eingeführt“, sagt der Elektrotechniker Samer Schaat. Am Institut für Computertechnik der TU Wien lässt man daher seit Jahren die Psychologie in die künstliche Intelligenz miteinfließen. Durch die Verbindung von Psychologie und Computertechnik entwickelte man einen groben Schaltplan der künstlichen Entscheidungsfindung, der nun als Basis für intelligente Computerprogramme dient. Dieser grobe Strukturplan legt fest, wie Erinnerungen, neue Wahrnehmungen oder innere Triebe Einfluss auf den aktuellen emotionalen Zustand ausüben, wie dadurch die Bewertung einer Situation beeinflusst wird und wie sich daraus neue Entscheidungen ergeben. „Man kann nicht erwarten, dass solche psychologischen Strukturen bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz ganz einfach von selbst auftauchen, nur weil man immer größere Computer verwendet. Wir verfolgen einen Top-Down-Ansatz: Die grobe Funktionsstruktur muss von vornherein vorgegeben werden“, sagt Schaat. „Man beginnt mit einer Programmarchitektur, die an die Psychologie angelehnt ist, und entwickelt dann den eigentlichen Programmcode.“

Entscheidungsfindung Zunächst wurden ganz einfache Welten programmiert, in denen eine künstliche Intelligenz mit künstlicher Psyche Entscheidungen treffen muss: Sie kann beispielsweise Hunger haben, sich aber gleichzeitig in einer bedrohlichen Situation befinden. Ist es nun besser, zu essen, zu fliehen, oder die Konfrontation zu suchen? „Erst wenn man psychologische Effekte einbaut, zeigt das Programm ein Verhalten, das wir als

menschenähnlich oder intelligent bezeichnen würden“, sagt Schaat. „In den letzten Jahren haben wir viel über die psychologischen Strukturen gelernt, die wir für die Programmierung künstlicher Intelligenz brauchen; nun sind wir so weit, die Erkenntnisse auch anzuwenden.“ Dabei geht es nicht darum, einen Menschen zu simulieren. Intelligenz ist beispielsweise auch bei der Steuerung von Haustechnik gefragt. Ein Gebäude könnte den inneren Trieb haben, möglichst wenig Energie zu verbrauchen und gleichzeitig den Bewohnern ein angenehmes Raumklima zu bieten.

Sogar für die Sozialwissenschaft soll diese Art von Forschung nützlich sein: „Wir entwickeln derzeit auch ein System, das Konsumentscheidungen simuliert – ganz konkret die Wahl zwischen Ökostrom und herkömmlichem Strom“, sagt Schaat. Auch hier haben verschiedene psychologische Mechanismen einen Einfluss – etwa der Drang nach sozialer Anerkennung, wenn man eine moralisch als gut empfundene Entscheidung trifft. So könnte durch Computer-Psyche eine neue Forschungsmethode entstehen, die etwa für die Marktforschung interessante Daten liefert. www.tuwien.ac.at

© TU Wien

Die Simulation von Konsumentscheidungen ist ein mögliches Einsatzgebiet.

Samer Schaat, Elektrotechniker an der TU Wien, entwickelt intelligente Systeme.

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Fa c ts & f i gu r e s

46 – medianet technology

short

Porsche-Datenhighway führt direkt nach Wels

Freitag, 16. Jänner 2015

LG Electronics Der südkoreanische Elektronikkonzern stellte auf der CES seine Pläne für das heurige Geschäftsjahr vor

Home-Entertainment mit neuer Business-Strategie

© ITandTEL

Auf dem TV-Sektor plant das Unternehmen umfassende Aktivitäten zur Steigerung der Marktanteile. Günther Seifert, CEO Porsche Informatik, Bernhard Peham, ITandTEL, Florian Niedersüß, MBA, kaufmännischer Vorstand eww ag (v.l.n.r.).

Wels/Salzburg/Wien. Mit einem schnellen Datenhighway holte eww ITandTEL die Porsche Informatik GmbH nach Wels. Zwei unterschiedliche Trassen mit je 2x10 Gigabit-Leitungen verbinden seit Ende Oktober das Porsche-Rechenzentrum in Salzburg mit dem nunmehr erweiterten eww ITandTELDatacenter in Wels. Rund eine Mio. € hat der Kommunikations- und Informationstechnologiebetrieb in die Erweiterung investiert. Die Zusammenarbeit zwischen Porsche und eww ITandTEL habe Signalwirkung. Dass die Applikationen und Datenbanken eines globalen Automobilhandelsnetzwerks ausschließlich in Österreich gespeichert werden, unterstreiche die Leistungsfähigkeit des Standorts, betonen beide Seiten unisono. itandtel.at

Schulterschluss für neue Fitness-Anwendungen

Premium TV-Markt weiter vorantreiben.“ LG strebt eine globale OLED-Produktion für Nord-, Mittel- und Südamerika, Europa sowie Asien an. Kwon wies außerdem darauf hin, dass das Unternehmen die Investitionen im Bereich OLEDTechnologie erhöhen wird und das Schwesterunternehmen LG Display bereits 700 Mio. KRW (über 550.000 €) in die Modernisierung der Fertigungsstätten investiert hat, um größere OLED Panels zu produzieren.

christoph fellmer

Las Vegas/Wien. Derzeit lauscht die IT-Szene weltweit dem Nachhall der vorige Woche stattgefundenen Consumer Electronics Show in Las Vegas. Die Unternehmen nutzen die jährliche Leistungsschau der Branche für Ankündigungen, die im kommenden Jahr das Geschäft beeinflussen werden. Auch Brian Kwon, neuer Executive Vice President und CEO der LG Home Entertainment Company, nahm die Gelegenheit wahr, um neue TVTechnologien, Produkt- und Marketingpläne sowie aggressivere Strategien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität des Unternehmens vorzustellen. Konkret nannte Kwon vier übergreifende Strategien, um die Führungsrolle von LG im Bereich Home Entertainment weiter zu festigen: Erstens will LG „die Marktführerschaft des globalen OLED TV-Markts innehaben“, sagte Kwon. Angestrebt wird außerdem „eine verstärkte Marktdurchdringung bei 4K Ultra HD TVs sowie die Sicherstellung der führenden Rolle im Bereich User Experience“. Viertens will man die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der IT- und AV-Produkte erzielen.

Neues User-Erlebnis Auf der CES 2015 stellt LG zum ersten Mal webOS 2.0 vor, LGs aktuellste webOS Smart TV-Plattform. Diese Neuerung soll LG helfen, an der Spitze zu bleiben, indem man Usern eine überzeugende und bereichernde Experience bietet. webOS wurde unter dem Motto „Make TV Simple Again“ konzipiert, um der wachsenden Frustration der User durch zu komplexe Systeme entgegenzuwirken. LG prognostiziert in diesem Segment einen Absatz von über einer Mio. webOS-fähigen Smart TVs im ersten Halbjahr 2015. „Im Jahr 2015 wird LG die Struktur der Heimkino- und Video-Bereiche überarbeiten, um deren Rentabilität zu steigern“, sagt Kwon. „Dies umfasst eine Optimierung der Marketingaktivitäten für High End Monitore. Weiters wird LG das Wachstum bei den immer beliebter werdenden Soundplates und Multiroom-Audio-Produkten ankurbeln. Parallel dazu wird LG neue Geschäftsfelder suchen, die sich durch das technologische Know-how des Unternehmens in den Bereichen IT-Konvergenz und Internet der Dinge anbieten.“ www.lg.com/at

Zusammenschluss für neue RZ-Lösungen

Zehn Jahre Modernisierung der IT-Systeme

Berlin/Wien. Die Beta Systems Software AG und die Gesellschafter der Horizont Software GmbH, München, haben Ende Dezember einen Vertrag über den Kauf der Horizont Software GmbH geschlossen. Horizont entwickelt und vertreibt seit über 20 Jahren Software für den Betrieb großer Rechenzentren, die das Produktangebot von Beta Systems im Bereich Data Center Intelligence (DCI) ergänzt. Durch die Akquisition wird die Position beider Unternehmen in diesem Marktsegment wirtschaftlich und technologisch gestärkt. www.betasystems.de

Brian Kwon, neuer Executive Vice President und CEO der LG Home Entertainment Company, stellte auf der CES die Zukunftspläne des Unternehmens vor.

bewerbs besser positionieren werden“, sagte Kwon. „Im Jahr 2014 fokussierte sich LG auf die Steigerung der Geschäftsdynamik und positionierte sich vorausschauend über die aktive Bewerbung seines Flaggschiffs, des OLED TV Lineups. In diesem Jahr wollen wir mit unseren OLED TVs, die hervorra-

gende Bewertungen erhalten haben und bereits als nächs-te Generation des TVs bezeichnet werden, den breiten Markt erobern. LG OLED TVs stehen für perfekte Schwarzund Farbtöne sowie für ein atemberaubendes Fernseherlebnis. Unsere OLED-Technologie wird uns als Branchenleader im globalen

ITSV Das Unternehmen feiert sein Firmenjubiläum und wurde mit dem Wiener Qualitätssiegel „Top Lehrbetrieb“ gekürt

Wien. Kurz vor Weihnachten vermeldete die ITSV ihr zehnjähriges Firmenjubiläum und beging es gleichzeitig mit einem Festakt in der Sozialversicherung. Die IT-Services der Sozialversicherung GmbH (ITSV GmbH) ist eine 100%ige Tochter der österreichischen Sozialversicherungsträger. Der Projektauftrag damals lautete: Errichtung einer GmbH für die zukünftige Steuerung und Koordination der IT-Aktivitäten aller Sozialversicherungsträger. 10 Jahre später besteht das Unternehmen aus mehr als 600 Mitarbeitern. Dem Auftrag entsprechend wurden unter anderem die IT-Systeme im Sozialversicherungsbereich vereinheitlicht und Rechenzentren zusammengelegt sowie der ITSVMasterplan mit 32 Standardprodukten abgeschlossen.

rung erbrachten technologischen Leistungen, aber auch ein Ausblick auf die Herausforderungen der Zukunft, wie etwa das Projekt TEWEB, das die ITSV GmbH mitgestaltet. Dahinter verbirgt sich eine flächendeckend verfügbare Hotline, bei der man mit Ärzten, Apothekern oder Psychologen sprechen kann und wo Patienten rasch erfahren, wo sie sich hinwenden können. „Die

ITSV GmbH ist für solch zukunftsweisende Projekte bestens vorbereitet, denn wir verstehen uns als Wegbereiter des technologischen Wandels“, zeichnen die beiden Geschäftsführer Erwin Fleischhacker und Hubert Wackerle ein Bild von den zukünftigen Aufgaben des Unternehmens. Besonderes Augenmerk richtet das Unternehmen auf das Thema

Zukünftige Aktivitäten Im Mittelpunkt des JubiläumsFestakts in der Wiener Gebietskrankenkasse stand ein Rückblick auf die ersten zehn Jahre des Unternehmens, die für die Sozialversiche-

Daten- und Informationssicherheit. Seit November 2011 ist die ITSV GmbH als erstes Unternehmen in der österreichischen Sozialversicherung nach ISO 27001 zertifiziert. „Wir sind uns der übertragenen Verantwortung der Versicherungsdaten bewusst“, sagt Wackerle. „Daher arbeiten wir weiter an der Aufrechterhaltung und ständigen Verbesserung unserer Informationssicherheitsstandards, um weiterhin das Vertrauen unserer Kunden, dass ihre Versichertendaten bei uns geschützt sind, zu erhalten. Dass wir auf einem guten Weg sind, wurde uns erst kürzlich durch die ISO27001 Re-Zertifizierung ­bestätigt.“

Lehrlings-Gütesiegel

© medianet

Stefan Exner, Vorsitzender des Vorstands Beta Systems Software AG.

Wettbewerbsausbau

© LG

In Bezug auf die globalen TVMarktbedingungen wies Kwon darauf hin, dass LG seinen Schwerpunkt auf die Wettbewerbsfähigkeit von Produkten und Kosten legen wird, um sich vor steigender Konkurrenz aus China und vor den Auswirkungen des derzeit schwachen Yen zu schützen. „Wir implementieren eine Reihe von Marketing- und Produktstrategien, die LG in Anbetracht dieses starken Wett-

© Beta Systems/Kay Herschelmann

Las Vegas/Wien. HTC und Under Armour Inc. haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um Sportler weltweit zu unterstützen. HTC entwickelt derzeit eine Reihe von Produkten, in die sich UA Record nahtlos integrieren wird. UA Record ist das neueste Mitglied der Under Armour ConnectedFitness-Produktfamilie, dem weltweiten Gesundheits- und Fitnessnetzwerk. Under Armour hat ihre UA Record-Apps vergangene Woche für die Öffentlichkeit freigeschaltet. www.htc.com www.uabiz.com

Erwin Fleischhacker (li.) und Hubert Wackerle, die Geschäftsführer der ITSV Gmbh.

Im Dezember erhielt die ITSV außerdem das Qualitätssiegel „Top Lehrbetrieb“ verliehen, das von Nicole Kronigl, Lehrlingsverantwortliche der ITSV GmbH, gemeinsam mit den IT-Technikern, Kenan Klicic und Manuel Ekinci, entgegengenommen wurde. www.itsv.at


Fa c ts & fig u r e s

Freitag, 16. Jänner 2015

medianet technology – 47

Software AG CERN-Ingenieure überwachen die Support-Systeme des Large Hadron Collider mit Terracotta BigMemory

Intel Neue Technologien

Kernforscher rüstet seine IT-Systeme massiv auf

© Intel

Der „Large Hadron Collider“ soll nach einem Upgrade in Zukunft mit nahezu doppelter Leistung laufen.

Zukunftsvision

Keynote: Intel-CEO Brian Krzanich. christoph fellmer

Las Vegas/Wien. Intel hat auf der CES in Las Vegas eine Reihe neuer Technologien und Initiativen vorgestellt. Im Mittelpunkt steht das Thema Wearables. So präsentierte CEO Brian Krzanich in seiner Keynote das Intel Curie-Modul in Knopfgröße für WearableLösungen. Außerdem kündigte er die strategische Zusammenarbeit mit Oakley im Bereich Wearables an, einem führenden Hersteller von Sportbrillen und anderen Lifestyle-Produkten, sowie die Kooperation im Bereich 3D-Druck mit HP. Zu den Neuheiten zählen darüber hinaus neue Anwendungen mit Intel RealSense-­ Kameras für Roboter, Multicopter-Drohnen oder realitätsnahe 3D-Erlebnisse. Zudem stellte Krzanich mit True Key ­eine neue, plattformübergreifende App von Intel Security vor, die sicher über Gesichtserkennung und Fingerabdruck genutzt werden kann.

Fast ausfallsicher „Neben einem hochleistungsfähigen Durchsatz bietet BigMemory auch die automatische Ausfallsicherung für C2MON sowie die Möglichkeit, Systemerweiterungen oder Upgrades durchzuführen, ohne die Überwachungsaktivität unterbrechen zu müssen“, erklärt Philippe La Fornara, COO für Südund Osteuropa und Latam bei der Software AG. „Dadurch können Entwickler und Betriebsingenieure die Infrastruktursysteme ohne Unterbrechung überwachen.“ Das CERN muss dafür sorgen, dass die Leistungsfähigkeit des LHC durch nichts beeinträchtigt wird. Ein ununterbrochener Strom riesiger Datenmengen, die von mehr als 94.000 Sensoren im Laufe von über 1,5 Mio. nicht-redundanter Events pro Tag erzeugt

© CERN

Darmstadt/Genf/Wien. Am CERN in Genf, der Europäischen Organisation für Kernforschung, bereiten sich Physiker und Ingenieure gerade auf die Wiederaufnahme der Forschungsarbeiten vor. In Kürze wird ein umfangreiches Wartungs- und Aufrüstungsprogramm abgeschlossen sein, durch das der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) künftig mit fast doppelter Energie laufen kann. Seit Einführung der Steuerungsund Überwachungsplattform C2MON trägt die In-Memory Data Management Software BigMemory der Software AG zur maximalen Verfügbarkeit der Support-Systeme am CERN bei. C2MON gibt Echtzeitdaten über die zahlreichen Support-Systeme aus, die für den LHC eine reibungslose Betriebsumgebung schaffen.

Am europäischen Kern- und Teilchenforschungsinstitut CERN in Genf wird mit hohem Aufwand Grundlagenforschung betrieben.

werden, ist hierfür zu überwachen. Mit der In-Memory Data Management Platform Terracotta der Software AG und ihrer BigMemoryTechnologie können Entwickler und Betriebsingenieure Sensordaten sammeln, auswerten und als Handlungsgrundlage nutzen. Ob Stromversorgung, Temperaturen, Schleusenstatus oder Belüftungssysteme – sämtliche Aspekte und zentralen Systeme werden kontinuierlich überwacht, damit eine nahezu hundertprozentige Verfügbarkeit von C2MON sichergestellt ist (im Detail handelt es sich um 9,99984 Prozent, was einer Ausfallzeit von weniger als einer Sekunde pro Woche entspricht).

„Am CERN dürfen Fehler nur in minimalem Umfang passieren, und die Systemverfügbarkeit ist ein kritischer Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet“, erklärt Matthias Bräger, Softwareentwickler am CERN. „Wenn Entwickler und Betriebsingenieure in Echtzeit und ohne Unterbrechung aktuelle Daten bekommen, können sie bei der kleinsten Abweichung sofort handeln und verhindern, dass Dinge aus dem Ruder laufen.“

Lösungen für die Medizin Der Nutzen der Forschung am CERN für das Leben von Millionen Menschen lässt sich kaum ermes-

sen. Experimente im Bereich der Teilchenphysik haben schon viele Fortschritte in der Medizin und anderen Bereichen ermöglicht, z.B. bei der Krebsbekämpfung, bei medizinischen und anderen Bildgebungsverfahren, bei der Strahlentherapie und in der Elektronik. Jedes Jahr werden Millionen Menschen mithilfe von Radiopharmazeutika in einem immer breiteren medizinischen Spektrum behandelt. Ein bekanntes Beispiel ist die Positronen-Emissions-Tomographie (auch PET-Scanner genannt), die in den 70er-Jahren vom CERN in Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Genf entwickelt wurde. www.softwareag.com

Alltägliche Probleme „Neue Entwicklungen beim Personal Computing, intelligente und vernetzte Geräte sowie Wearables haben die Beziehung zwischen Konsumenten und Technologie neu definiert“, erläuterte Krzanich während seiner Keynote auf der Consumer Electronics Show 2015 vergangene Woche im sonnigen Las Vegas. „Unser Ziel ist es, mit Intel-Technologie zur Lösung alltäglicher Probleme beizutragen und das Leben der Menschen und die Arbeit der Unternehmen maßgeblich zu erleichtern.“ www.intel.com

Good IDC-Marktführer

Ericsson Mit der „Maritime ICT Cloud“ will das Unternehmen auch Schiffen auf hoher See Cloud-Computing ermöglichen

Mobile Lösung

die Schifffahrt, die alle Dienstleistungen von der Satellitenkommunikation bis zur Anwendungsunterstützung umfasst. Über diese Lösung werden erstmals wichtige Anwendungen in Echtzeit für die Frachtschifffahrt verfügbar. Hierdurch steigt nicht nur die Sicherheit deutlich, auch die Fahrzeit sowie die Treibstoffkosten sinken.

© panthermedia.net/Andres Rodriguez

Wien. Auf der heurigen Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas (siehe auch Story auf Seite 44) hat Ericsson eine neue IKTPlattform vorgeführt, mit der sich das Unternehmen gezielt an die Frachtschifffahrtsbranche richtet. Bei der sogenannten Maritime ICT Cloud handelt es sich um eine gemanagte Komplettlösung für

Dank Ericsson können auch Schiffe auf hoher See neue Cloud-Lösungen einsetzen.

Außerdem kommt die Schiffsbesatzung in den Genuss von modernen Informations- und Kommunikationsdiensten, wozu unter anderem auch verschiedenste TelemedizinAngebote gehören.

Ständiger Kontakt Auf dem Seeweg wurden im Jahr 2013 etwa 80% des weltweiten Frachtvolumens transportiert. Trotz ihrer Bedeutung für den Welthandel hinkt die Frachtschifffahrt beim Einsatz von Informations- und Telekommunikationstechnologie (ICT) hinter anderen Transportbranchen weit hinterher. So werden etwa Frachtschiffe häufig noch manuell und separat – je nachdem, mit welcher Behörde oder welchem Dienstleister sie kommunizieren – mit aktuellen Verkehrs-, Fracht-, Hafen-, Wetter- oder Sicherheitsinformationen versorgt. Die Informationen stehen dann aber nicht allen beteiligten Partnern und nicht zeitgleich zur Verfügung; die neue Cloud-Lösung von Ericsson sorgt hier für Abhilfe. Über sie lassen sich Frachter auf

See vernetzen, sodass wichtige Informationen ohne Zeitverlust automatisch zur Verfügung stehen. Die Maritime ICT Cloud von Ericsson ermöglicht es zudem, dass Frachter auch auf hoher See mit Geschäftspartnern, Hafenbetreibern sowie Behörden in ständigem Kontakt bleiben. Ein wichtiger Bestandteil der neuen Plattform ist auch das Flottenmanagement und die Nachverfolgung der Fracht, wozu die jeweiligen Container lediglich mit entsprechenden Funkmodulen ausgestattet werden müssen. In den letzten Jahren ist Ericsson zu einem weltweit führendern Anbieter von Kommunikationstechnologien, Software und Dienstleistungen aufgestiegen. Heute werden 40% des weltweiten Mobilfunkverkehrs über Netztechnik von Ericsson abgewickelt und unterstützen Netzwerke, die mehr als 2,5 Mrd. Teilnehmer weltweit versorgen. Das Unternehmen wurde 1876 gegründet und erwirtschaftete im Jahr 2013 einen Umsatz von 34,9 Mrd. USD (ca. 29,5 Mrd. €). www.ericsson.com

© Good Technology

Cloud-Lösungen für den Schifffahrtsbereich

Markus Schepp, Vice President bei Good Technology.

Wien. Good Technology, ein Anbieter von sicheren Mobility-Lösungen, wurde in der Erhebung „IDC MarketScape on Enterprise Mobile Management (EMM) Software“ als Marktführer positioniert. „Mobility wird für Unternehmen jeder Größe ein immer geschäftskritischeres zentrales Anliegen“, sagt Markus Schepp, Vice President und Managing Director Central Europe bei Good Technology. „Dass Good einen PlattformAnsatz verfolgt, der Unternehmen mit zukunftsorientierten, innovativen Lösungen entlang des Mobility-Zyklus unterstützt, unterscheidet Good vom Wettbewerb.“ www.good.com/de


Too l s & ser v i ces

48 – medianet technology

Canon Neues Produkt

Test Microsoft hat eine erste Preview seiner kommenden Android-Apps von MS-Word, Excel und Powerpoint vorgestellt

Ein Office-System, das in die Jackentasche passt …

© Canon

Speicherstation

Was Apple bisher nicht auf die Reihe bekommen hat: Microsoft realisiert Office-Zugriff auf allen Plattformen.

Die Connect Station CS100 von Canon: 1 TB Speicher für Visuals.

Android-Versionen von Word, Excel und Powerpoint veröffentlicht. Diese laufen ab Display-Größen von sieben Zoll und sind in den Preview-Versionen über ein spezielles Beta-Test-Programm von Microsoft erhältlich. Die generelle Verfügbarkeit wird für die nächsten Wochen datiert.

Chris haderer

Wien. Jenseits des reinen Kamera-Geschäfts hat Canon sein Imaging-Angebot ausgebaut und die Connect Station CS100 vorgestellt – ein Speichermedium für Bilder und Filme. Sie ermöglicht das einfache Speichern, Wiedergeben und Teilen von einem zentralen Ort aus. Als lokaler Datenspeicher mit einer Speicherkapazität von 1 TB soll die Connect Station CS100 ab Juni 2015 in gleich elf Sprachen verfügbar sein (der Preis steht aktuell noch nicht fest).

Wien. Als Apple vor mittlerweile fast fünf Jahren das iPad auf den Markt brachte, stellte sich recht schnell der Ruf nach einer OfficeLösung für das Touch-Brett ein. Apple lieferte zwar mit seiner „iWorks“-Linie einige bürotaugliche Apps mit (darunter die Textverarbeitung „Pages“, den ExzelVerschnitt „Numbers“ und das Präsentationsprogramm „Keynote“) – da Apple im PC-Bereich allerdings eher ein Minderheitenprogramm darstellt, fehlten (und fehlen) Lösungen, die zu den im Alltag verwendeten Datenformaten kompatibel sind. Mit anderen Worten: Die Anwender brauchten Tools, die mit der Office-Welt von Microsoft Hand in Hand gingen. Zwar lieferten einige Dritthersteller Officekompatible Produkte, Microsoft selbst ließ sich allerdings Zeit. Jetzt haben die Redmonder nicht nur Office-Apps für das iPad/iPhone veröffentlicht (bzw. auf Letztstand gebracht), sondern auch Preview-Apps für die kommenden

Zeigen und teilen

Gutes Konzept Tatsächlich machen die drei Microsoft-Apps im Test einen guten Eindruck. Das Handling entspricht im Wesentlichen den vom PC gewohnten Desktop-Anwendungen. Allerdings kann unter Android neben dem Skydrive von Microsoft auch die etablierte Dropbox als Speicherort fix eingebunden werden; das erleichtert den Datenaustausch, denn unter Android ist die Dropbox einer der verbreitetsten Cloud-Speicher, während der Skydrive dort eher ein Nischendasein führt. Was auf den ersten Blick auffällt: Es können zwar alle OfficeDokumente mit den Android-Apps

Integraler Bestandteil der Office-Apps von Microsoft ist der Skydrive. Über ihn ­erhalten Tablets ihre Daten; auch die Dropbox kann eingebunden werden.

geöffnet werden, zur Bearbeitung müssen sie allerdings im aktuellen Format vorliegen (wodurch ältere Dokumente vor der Bearbeitung konvertiert werden müssen). Insgesamt stellen die Office-Apps von Microsoft einen sehr interessanten Ansatz dar, das Office-Ökosystem über mehrere Plattformen hinweg nutzbar zu machen – etwas Der-

artiges hat Apple aufgrund seiner extrem restriktiven Firmenpolitik nicht zu bieten (weshalb es eigentlich verwundert, dass AppleGeräte überhaupt in Unternehmen verwendet werden). Mit der Plattformerweiterung versucht Microsoft seine Position auszubauen und vermutlich wird das gelingen. www.microsoft.at

© Chris Haderer (3)

Alle Bilder und Filme lassen sich ganz einfach von NFC-kompatiblen Kameras und Camcordern per PTP (Picture Transfer Protocol) auf Knopfdruck übertragen (kompatibel mit Canon Kameras und Camcordern ab Markteinführung 2010). Die Inhalte können auch von einer Reihe unterschiedlicher Geräte auf die Connect Station CS100 gespeichert werden. Aufzeichnungen von anderen Kameras lassen sich per USB-Kabel oder direkt von einer Speicherkarte übertragen, bei der die Inhalte in einem zu DCIM oder AVCHD kompatiblen Verzeichnis abgespeichert wurden. Mit einem Smartphone oder Tablet spontan festgehaltene Momente können per WLAN via InternetBrowser übertragen werden. Über Canon iMage Gateway kann die Connect Station CS100 Bilder und Filme auf Soziale Medien verteilen. Ebenso ist irista angebunden, die Cloudlösung von Canon für die mühelose Bildverwaltung. www.canon.at

Die Optik der Word-App für Android entspricht im Großen und Ganzen der Desktop-Anwendung – auch wenn kleine Displays die Übersicht nicht fördern.

Oki Multifunktional

Excel-Tabellen werden von der Android-App fehlerfrei dargestellt; auch ­eingebundene Grafiken und Formeln werden anstandslos übernommen.

Monotype „Monotype Spark“ ermöglicht die einfache Darstellung von Schriften bei Geräten mit geringer Rechenleistung

Neue Printer

Verbesserte Font-Darstellung bei Wearables Bad Homburg/Wien. Der Schriftenund Font-Technologieanbieter Monotype hat „Monotype Spark“ vorgestellt. Die kompakte Schrift- und Technologielösung erlaubt es Designern und Ingenieuren, eine hochwertige, skalierbare Textoberfläche in Produkte zu integrieren, die eine mittlere bis geringe Rechen- und Akku-Leistung aufweisen. Monotype Spark ermöglicht somit klare und gut lesbare grafische Textdisplays in Apparaturen, die bisher Texte nur in minderer Qualität abbilden konnten, zum Beispiel Wearables, Internet-of-Things-Equipment, medizinische Instrumente und Auto-Anzeigen mit einer geringen Rechenleistung.

Ingenieure in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt. Es war nicht möglich, flexible und skalierbare Textdisplays für Geräte mit geringer und mittlerer Rechenleis-tung zu entwickeln, ohne viel Arbeitszeit und höhere Kosten in zusätzliche Hardware oder Speicherkapazität zu investieren.

Unsere neue Monotype Spark-Lösung gibt nicht nur den Texten auf Displays ein besseres Aussehen, sondern sie erlaubt zudem den Geräteherstellern, ihre Entwicklungskosten gering zu halten, weil sich eine Instrumentenserie sehr leicht mit anderen Sprachen und neuen Zeichensätzen skalieren lässt.“

Entwicklungskosten „Die Kunden von heute haben einen hohen Anspruch an das UserInterface ihrer Geräte – egal, ob es dabei um Displays im Auto, auf neuen Fitnessarmbändern oder die Anzeige auf der Insulin-Pumpe geht“, sagt Geoff Greve, Vice President Type Operations bei Monotype. „Bisher waren Designer und

© Monotype

© Oki

Viele Funktionen hat Okis MB562 intus.

Wien. Oki erneuert und erweitert sein Portfolio mit sechs A4-Schwarzweiß-Druckern und Multifunktionssystemen (MFPs). Die A4-Monodrucker Oki B412dn, Oki B432dn und Oki B512dn bieten eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 45 Seiten pro Minute, hoher Medienflexibilität und Toner-Kapazitäten bis zu 12.000 Seiten. Sie eignen sich für Unternehmen oder Arbeitsgruppen. Ebenfalls neu und für Unternehmen gedacht sind die A4-Multifunktionsgeräte Oki MB472dnw, Oki MB492dn und Oki MB562dnw, die dank der 3GB Multimedia-Karte auch große Druckaufträge effizient abwickeln können. www.oki.at

Freitag, 16. Jänner 2015

Monotype Spark erlaubt die verbesserte Schriftendarstellung auf kleineren Geräten.

Monotype Spark umfasst die Software iType Spark und WorldType Shaper Spark sowie eine Reihe optimierter Schriften. iType Spark gestattet Designern und Ingenieuren, Schriftzeichen aus hochwertigen TrueType-Fonts zu skalieren und zu rendern, einschließlich Auto-Hinting in Echtzeit, um Texte einfarbig oder in 8-Bit-Graustufen auszugeben – dies alles auf der Basis von rund 20 KB RAM und einem Code-Volumen von gerade einmal 98 KB (für einen ARM-Prozessor). Die WorldType Shaper Spark Software sorgt dafür, dass auch Low- und Mid-End-Plattformen den Erwartungen eines Absatzmarkts entsprechen und zum Beispiel auch komplizierte und bidirektionale Skripte wie Arabisch, Thai oder Devanagari auf Low-End-Geräten abbilden – bei lediglich 5 KB RAM und 118 KB Programmcode. Eine skalierbare Schriftlösung dieser Qualität stand Ingenieuren, die Geräte mit wenig Speicherleistung und geringer CPU-Auslastung entwickelten, bisher nicht zur Verfügung. www.monotype.com


medianet

inside your business. today.

freitag, 16. Jänner 2015 – 49

Die Nahrungsmittelbranche setzt verstärkt auf den Einsatz von Robotern Seite 52

wachstum ist auf schiene

voestapine baut Bahnsystem-Angebot durch Akquisition in Australien aus Seite 54

fronius virtuelles schweissen

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Automatisierungs-rezept

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industrialtechnology Ein neues Rekordjahr für das PET-Recycling

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short

© Deutsche Lichtmiete

© Mark Fallander/Coca-Cola HBC

Wien. Der Klima- und Energiefonds und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) hat Anfang der Woche die 3. Ausschreibungsrunde für länderübergreifende, industrierelevante Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in den Bereichen Photovoltaik und konzentrierte Solarthermie (CSP). Der aktuelle Call ist in das Solar-Era.Net-Netzwerk integriert, an dem Projektträger aus 17 Ländern beteiligt sind. Für österreichische Projektbeteiligungen stehen ab sofort 0,5 Mio. Euro aus dem Energieforschungsprogramm des Klima- und Energiefonds bereit. www.klimafonds.gv.at

Öko-Exportoffensive Mitte März findet eine Wirtschaftsreise in zwei der wichtigsten Zukunftsmärkte statt

China und Südkorea rücken in den Fokus

© APA/EPA/Wu Hong

Oldenburg. Dass LED-Leuchten Energie und damit auch Geld sparen, ist vielen Betrieben klar, allerdings muss zuerst in die Umstellung investiert werden. Für all jene, die sich davon bisher haben abhalten lassen, bietet die Deutschle Lichtmiete die passende Lösung. Sie bietet Unternehmen maßgeschneiderte Lichtkonzepte und übernimmt sowohl Installation als auch Finanzierung der LED-Anlagen. Zum Einsatz kommen ausschließlich von Deutsche Lichtmiete selbst in Deutschland produzierte LED-Produkte. Die Kunden zahlen für die Nutzung nur eine monatliche Miete. „Bisher erreichten wir für alle Kunden eine Reduktion der Gesamtbetriebskosten inklusive Mietzahlungen von 15 und 35%”, so Marco Hahn, Direktor Marketing und Vertrieb. www.deutsche-lichtmiete.de

Wertstoff 820 Mio. Kunststoff-Flaschen wurden im Vorjahr in der Anlage von PET to PET Recycling zur Wiederverwendung aufbereitet. Für GF Christian ­Strasser ein schöner Erfolg, Ausbaupotenzial sieht er aber dennoch. Seite 50

China & Südkorea investieren verstärkt in Umweltschutz und saubere Energien.

Graz/Peking. Die chinesische Regierung will in den kommenden Jahren ca. 360 Mrd. Euro für den Schutz von Luft und Wasser ausgeben, seine Umweltgesetze verschärfen und verstärkt auf Erneuerbare Energie setzen. Damit wird das Reich der Mitte für Unternehmen aus dem Umwelttechnikbereich ein sehr interessanter Markt und damit ein wichtiger Schwerpunkt für die Exportstrategie des steirischen Umweltclusters Ecoworld Styria. Bereits für Mitte März wird gemeinsam mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasser-

wirtschaft (BMLFUW) und der Aussenwirtschaft Austria eine Chinareise organisiert.

Kontakt zu neuen Märkten Angeführt wird die Delegation von Umweltminister Andrä Rupprechter. Folgende Stationen sind zurzeit geplant: ein Austria Showcase in Shanghai sowie je ein Umwelttechnikseminar in den Industriestädten Hangzhou und Chongqing, bei denen österreichische Unternehmen die Möglichkeit haben, ihre Produkte und Dienstleistungen potenziellen chi-

nesischen Kunden zu präsentieren und erste wichtige Geschäftskontakte zu knüpfen. Auf der Reiseroute liegt weiters Südkorea, das ebenfalls ein interessantes Geschäftspotenzial bietet, vor allem in den Bereichen Abfall- und Abwassermanagement oder bei Erneuerbaren Energien, da die koreanische Regierung derzeit massiv in den Ausbau seiner „green economy“ investiert. Interessierte Unternehmen können sich beim Bundesministerium und der Wirtschaftskammer zur Teilnahme anmelden. www.eco.at www.wko.at


c ov e r

50 – industrialtechnology

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Wiederverwertung 2014 stieg die Menge der recycelten PET Flaschen auf imposante 820 Millionen Stück

kommentar

Rohstoffkarussell dreht sich mit mehr Schwung

Trennen soll trendiger werden

Trotz der hohen Recyclingquoten sieht PET to PET-GF Christian Strasser noch Potenzial nach oben. Müllendorf. Christian Strasser, GF der PET to PET Recycling Österreich GmbH, kann mit gutem Grund auf seine Arbeit und die seines Teams stolz sein. Denn 2014 war ein Rekordjahr für das Unternehmen. Insgesamt 820 Millionen PET-Flaschen wurden in der hochmodernen Anlage, die im Vorjahr um 1,5 Mio. Euro erweitert wurde, recycelt und damit rund 20.500 Tonnen Material wieder für den Rohstoffkreislauf verfügbar gemacht. „Jährlich werden in Österreich rund 40.000 Tonnen PET-Getränkeflaschen in Verkehr gesetzt. Wir haben also rund die Hälfte zu lebensmitteltauglichem Ausgangsmaterial für die Herstellung neuer PET-Flaschen verarbeitet. Das heißt aber nicht, dass nur PET-Flaschen aus Österreich zur Verarbeitung gekommen sind; wir beziehen unseren Rohstoff zu einem gewissen Teil auch auf dem internationalen Markt”, erläutert Strasser. Damit entspricht die verarbeitete Menge ziemlich genau der maximalen Kapazität von 22.000 Tonnen.

britta biron

A

Windkraft Gute Bilanz

Mehr Energie

Rund die Hälfte aller PET-Flaschen in Österreich wird bereits in der Anlage in Müllendorf zu neuem Wertstoff verarbeitet.

Ein weiterer Ausbau ist derzeit aber nicht geplant. „Die Anlage ist auf eine für Österreich sinnvolle Größe ausgelegt, unter Berücksichtigung der Transportwege sowohl rohstoff- bzw. fertigproduktseitig als auch der optimalen Verarbeitungskapazität. Kapazitätssteige-

­gerecht werden.“

Ständige Verbesserungen

­Recyclingsbewusstsein der Konsumenten können wir unserer internatio­

christian strasser, gf pet to pet

Ein wesentlicher Faktor, um die Recyclingmengen zu steigern, liegt klarerweise in der Technik.

„Gerade am Beispiel von Wertstoff-Kreisläufen sind Innovationen essenziell. Die Aufbereitungsverfahren werden laufend weiterentwickelt, um die Qualität zu verbessern und den sich ändernden Anforderungen aufgrund neuer Verpackungsmaterialen und -varianten gerecht zu werden. Oft wird die Qualität des Werkstoffs PET durch Zumischung von Additiven oder anderen Stoffen zur Erreichung von bestimmten Eigenschaften als Packstoff empfindlich gestört. Hier gilt es, auch technologisch derartige Beeinflussungen mit geeigneten Maßnahmen zu beherrschen, um langfristig eine hochwertige Qualität der Recyclate sicherzustellen. Dafür arbeiten wir sehr eng mit universitären Einrichtungen sowohl im Bereich Verfahrenstechnik als auch im Bereich der Analytik zusammen, um bestehende Potenziale bestmöglich zu erschließen.“ www.pet2pet.at

Gut verpackt Innovation von Fraunhofer macht Bio-Plastik fit für die hohen Anforderungen der Lebensmittelindustrie

Wichtige Verbesserung für Bio-Kunststoffe Würzburg. In Verpackungen wird Bio-Plastik bisher kaum eingesetzt. Der Grund: Es schützt die Ware nicht ausreichend vor Gerüchen, Sauerstoff und Wasserdampf. Im Projekt „DibbioPack” hat ein Konsortium aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen eine Lösung für dieses Problem gefunden.

In Österreich erzeugen bereits 1.016 Windräder sauberen Strom.

Neuartige Beschichtung

Wien. Zwischen 2012 und 2014 Jahren haben die heimischen Windkraftunternehmen 365 Windräder mit einer Gesamtleistung von 1.015 MW errichtet und dafür über 1,7 Mrd. Euro investiert. Insgesamt stammen bereits 4,5 Mrd. Kilowattstunden aus der Windkraft. Für heuer sind zusätzliche Anlagen mit einer Leistung von knapp 400 MW geplant, mittelfristig rechnet Stefan Moidl, GF der IG Windkraft, aber wegen steigender Ausgleichsenergiekosten und niedriger Marktpreis mit einem Rückgang bei neuen Windkraftprojekten. www.igwindkraft.at

Sie basiert auf einer vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC entwickelten bioORMOCERe-Funktionsschicht, die wie ein Lack auf die Folien aufgebracht wird. Den Forschern vom ISC half ein Blick in die Natur, um diese Lösung zu entwickeln: „Wir verwenden in unterschiedlichen Rezepturen Naturstoffe, die biologisch abbaubar sind und von sich aus eine gute Barrierewirkung entfalten”, erklärt Sabine Amberg-Schwab, Leiterin des Fachbereichs Funktionelle Barriereschichten am ISC. Für die neuartigen bioORMOCER-Stoffe modifizierten die Forscher Biopolymere wie Cellulose

und Chitosan chemisch so, dass man sie verarbeiten kann. Gebunden werden diese Stoffe durch ein anorganisches Gerüst aus Siliciumdioxid, das über gute Barriereeigenschaften verfügt. Dieses Gerüst zerfällt zwar nicht im natürlichen Abbauprozess wie alle anderen verwendeten Naturstoffe, doch bleiben beim Abbau nur kleine Reste von Siliciumdioxid, also Sand, übrig.

Dass die mit der neuen Funktionsschicht ausgestatteten Folien – ein Prototyp wird im Rahmen der „Grünen Wochen”, die von heute bis 25. Jänner in Berlin stattfinden, vorgestellt – tatsächlich verrotten, bewiesen erste Versuche im Testkompost des Würzburger Instituts: Bereits nach sechs Wochen war der Zerfall deutlich zu erkennen. Nun wird der Abbaupro-

„Wir wollen kom­ postierbare Folien so veredeln, dass nach­ haltige Verpackungen genauso funktional wie herkömmliche sind.“ Sabine Amberg-Schwab Fraunhofer ISC

© Fraunhofer ISC

© APA/Robert Jäger

nalen Vorreiter­rolle

rungen in kleinerem Umfang sind derzeit nur aus weiteren Anlagenoptimierungen vorgesehen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Kapazität der Anlage mit Optimierungsschritten anzuheben”, so Strasser weiter. Trotz der in Österreich bereits stark ausgeprägten Sammelleidenschaft der Konsumenten – laut einer aktuellen IMAS-Umfrage befürworten mehr als 90% die Mülltrennung – sieht Strasser aber noch Verbesserungspotenzial: „Vor allem in Ballungsgebieten, wo unter dem Deckmantel der Anonymität die Bequemlichkeit nur allzu oft dazu verleitet, Verpackungen gemeinsam mit dem Restmüll zu entsorgen.“

„Nur durch das hohe

© PET to PET Recycling Österreich/Eva Kelety

ltstoffe sind wichtige Rohstoffe – das weiß heute schon jedes Kind. Und so hat mich mein Sohn kürzlich ob einer Plastikflasche im Restmüll scharf gerügt. Ein sinnvolles Gegenargument ist mir natürlich nicht ein­ gefallen, liegt doch der nächste Sammelcontainer – wie eine gemeinsame Internet-­ Recherche ergab – nur ein paar Schritte von der Wohnung entfernt. Mit meiner bisherigen Nach­ lässigkeit stehe ich allerdings nicht allein da. Denn auch wenn Wien im Vergleich zu anderen europäischen Groß­städten bei den Altstoff­ sammelmengen (170 kg pro Einwohner und Jahr) und der Recyclingquote (40%) im Spitzenfeld liegt, landen im­ mer noch zu viele verwertbare Stoffe, vor allem Kunststoffe, im Restmüll. Aus diesem Grund verstärkt jetzt die Stadt Wien gemein­ sam mit der ARA die Bewusst­ seinsbildung in Sachen Müll­ trennung und verschickt wie bereits vor rund fünf Jahren eine neue Sammeltasche. Zusätzlich zum orangen Standardmodell gibt es heuer auch zwei Sondereditionen: ­Einerseits eine Tasche im ­Design eines Reisekoffers mit der Aufschrift „Der Tonne ­entgegen”, andererseits ein Modell im Design einer edlen Damenhandtasche mit der Aufschrift „Trendy kommt von Trennen”.

© Altstoff Recycling Austria/APA-Fotoservice/Hollunder

britta biron

Die innovative Funktionsschicht der Folien schützt den Inhalt und schont die Natur.

zess im Rahmen des bis März 2016 laufenden Projektes nach internationalen Normen geprüft. Im nächsten Schritt wollen die Forscher den Lack aus bioORMOCER im Pilotmaßstab per Rolle-zuRolle-Verfahren auf bioabbaubare Folien aufbringen. Zudem müssen die neuen Bio-Kunststoffe in etlichen Verpackungstests ihre Alltagstauglichkeit beweisen. www.fraunhofer.de


kon j u n k tu r ba r om e t e r

Freitag, 16. Jänner 2015

industrialtechnology – 51

Stimmungsbild Nach einem äußerst verhaltenen Jahr 2014 soll expansive Geldpolitik europäischer Wirtschaft 2015 auf die Sprünge helfen

Zarte Hoffnungen im neuen Jahr Deflations-Sorgen im Euroraum, Japan erwartet Wachstum, Lateinamerika laboriert an fallenden Rohstoffpreisen, USA weiter top. 2014 der niedrigste Inflationsanstieg seit über fünf Jahren verzeichnet. Heuer könnte das Wachstum wieder 7% erreichen.

Europa Die EZB hat zu Jahresbeginn nochmals verdeutlicht, bald mit dem Kauf von Staatsanleihen starten zu wollen. Der Euro hat daraufhin deutlich an Boden verloren und erreichte gegenüber dem Dollar den niedrigsten Stand seit 2006. Vor allem Frankreich und Italien fordern seit geraumer Zeit eine Abwertung des Euro, um so ihre Wirtschaft anzukurbeln.

USA

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Unter der Lupe: Deflation im EuroRaum

Lateinamerika Der starke Rückgang der Rohstoffpreise zieht weitreichende Folgen auf dem südamerikanischen Kontinent nach sich. In Kolumbien und Peru machen Rohstoffe zwei Drittel der Exporte aus, Leistungsbilanzdefizite in Höhe von 5% des BIP werden heuer erwartet. Monika Rosen ist Chefanalystin im Bank Austria Private Banking.

© APA/EPA/Boris Rössler

Monika Rosen

Trotz anziehender Konjunktur in einigen Krisenländern kommt die Wirtschaft in der Eurozone insgesamt vorerst nicht in Fahrt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Währungsunion legte von Juli bis September 2014 nur um 0,2% gegenüber dem Vorquartal zu. Für das Schlussquartal wird gar nur ein Wert von 0,1% erwartet. Zum schwachen Wachstum gesellte sich zuletzt auch noch Deflation. Der starke Rückgang im Ölpreis ließ die Verbraucherpreise in der Eurozone im Dezember um 0,2% fallen. Eine kurzzeitige Deflation im Zusammenspiel mit einem Rückgang des Ölpreises kann da-

bei auch durchaus positiv interpretiert werden; in Kombination wirkt dies als Steuersenkung und stärkt die Kaufkraft der Konsumenten, was in der derzeit schwachen Konjunkturphase der Euro-Zone für zumindest etwas Antrieb sorgen könnte. Was aber unter allen Umständen vermieden werden muss, wäre ein längerfristiges Kippen in die Deflationsspirale; das zeigt ja auch das Beispiel Japan ganz deutlich. Wenn man die volatilen Komponenten Energie und Nahrungsmittel herausrechnet, ist die „Kerninflation“ im Dezember mit 0,8% gegenüber November sogar leicht angestiegen.

Die US-Wirtschaft ist gegen Ende des Jahres schneller gewachsen als erwartet. So hat das Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September 2014 mit einer annualisierten Rate von 5 Prozent zugenommen. Motor der Entwicklung ist der tiefe Ölpreis und der dadurch entstandene Impuls für den Konsum.

Japan Nachdem die Anhebung der Mehrwertsteuer im vergangenen Frühjahr Japan im zweiten Halbjahr zurück in die Rezession geführt hat, wird für das nächste Fiskaljahr 2015/16 ein Wirtschaftswachs­tum von unter 1,5 Prozent erwartet.

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China China hat im Vorjahr sein eigenes Wachstumsziel von 7,5% wahrscheinlich verfehlt und „nur“ 7,3% erreicht. Am 20. Jänner werden die Ziele für heuer bekannt gegeben, man wird mit Spannung darauf schauen, welcher Wert hier angepeilt wird.

Indien

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In Indien scheinen die Reformen des im Mai gewählten Ministerpräsidenten Modi erste Früchte zu tragen. So wurde im November

Wir erwarten für heuer 0,7% Wachstum in Österreich Seit April ist Österreichs Wirtschaft im Krebsgang unterwegs und hat 2014 praktisch stagniert (0,2% real). Sie leidet unter schwachem Konsumwachstum, rückläufigen Investitionen, aber vor allem einem negativen Außenbeitrag, d.h. die Exporte laufen schlechter als die Importe. Zum einen liegen einige wichtige Exportländer im Konjunkturzyklus noch weiter zurück, zum anderen wird Osteuropa dauerhaft nicht mehr so positiv zu einem Überschuss Österreichs beitragen können. Dennoch sollte die heimische Konjunktur bis Jahresende wieder deutlich an Fahrt aufgenommen haben; Impulsgeber sollten einerseits der weiterhin schwache Euro und der tiefe Ölpreis sein. Außerdem ist die Geldpolitik in der Eurozone weiter ultraexpansiv, könnte eventuell noch expansiver werden. Natürlich gibt es auch Risiken, allen voran der Russland/Ukraine-Konflikt, einige politische Herausforderungen (Griechenland, UK, Spanien), die Unsicherheit rund um das Wachstum in China und den generell vorhandenen Pessimismus. Gerade die Stimmung könnte sich aber schon bald verbessern, darauf hat der jüngste Anstieg des Ifo Index in Deutschland schon einen ersten Hinweis geliefert. Österreichs Wirtschaft könnte also nach einem noch verhaltenen Start 2015 im Jahresdurchschnitt ein Wachstum von 0,7% bei einer Inflationsrate von 1,3% erreichen.

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I n n ovati on & U n te r n e hm e n

52 – industrialtechnology

Freitag, 16. Jänner 2015

Automatisierung Die Nahrungsmittelindustrie stellt an die Robotikhersteller viele spezielle Herausforderungen

short

Lebensmittelhersteller brauchen eigene Rezepte

Lenze präsentiert neue Gestensteuerung

© Lenze

Fast 200 der insgesamt 1.400 Anuga-Aussteller widmen sich dem Thema Industrie 4.0. britta biron

Lenze vereinfacht das Bedienen und Beobachten von Maschinen.

Köln. Die Automobilindustrie hat es vorgemacht, und immer mehr andere Branchen setzen auf verstärkte Automatisierung. So auch die Lebensmittel- und Getränkehersteller. Hauptgrund ist auch hier der wirtschaftliche Aspekt, also die Reduktion der Kosten und die Steigerung der Effizienz. Vergleichsweise breit eingesetzt werden Roboter heute bereits im Lager, allerdings stellt das Segment der Tiefkühlware besondere Herausforderungen an die Technik.

Asten. Die multitouch-Funktionalitäten und Gestensteuerung der neuen v800-Terminals machen den Weg frei für ergonomische Bedienkonzepte, die die Prozessinformationen deutlich übersichtlicher darstellen. Die Navigation ist für den Bediener wesentlich einfacher als bei klassischen menübasierten Systemen – und ist deshalb in kurzer Zeit intuitiv erlernbar. Außerdem bietet sich die Möglichkeit der sicheren Zweihandbenutzung, um eine Fehlbedienung durch eine Hand auszuschließen. Die Hardware der v800Bedienterminals wird als Panel PC in IP65 (v800 protec) wie auch als Einbaupanel (v800) angeboten. www.lenze.com

„Die Abmessungen der einzelnen Stücke dert die Feinzerlegung von Fleisch eine sehr

Neue Schulungen für das Internet der Dinge

aufwendige Sensorik.“

Linz. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, die den Austausch zwischen Informations- (IT) und Betriebstechnologie (OT) verstehen, steigt mit der zunehmenden Vernetzung von Produktions- und Unternehmenssystemen. Um das dafür notwendige Know-now zu vermitteln, hat Rockwell Automation gemeinsam mit seinem Strategic Alliance-Partner Cisco ein neues Schulungsprogramm entwickelt. www. rockwell-automation.com

knut franke, deutsches insti­ tut für lebensmitteltechnik

Auch im Verpackungsbereich haben die Roboter schon Fuß gefasst. So setzen etwa Unilever oder Coppenrath & Wiese Flexpicker von ABB ein. Dabei ist von den Robotern beim Greifen mehr als nur „Fingerspitzengefühl“ gefordert: Hygieneaspekte stehen ganz oben auf der Agenda. Die Roboter und ihre Werkzeuge dürfen keine Angriffspunkte für Schmutz und Bakterien bieten, müssen leicht zu reinigen und resistent gegenüber Desinfekti-

Mehr Power für den Festo-Stoppzylinder

© CLK

variieren, daher erfor­

In der Fleischverarbeitung oder der Backwarenindustrie ist der Automatisierungsgrad noch vergleichsweise niedrig.

onsmitteln sein; beliebt sind im Lebensmittelbereich deshalb Roboter aus Edelstahl in der Schutzklasse IP67 oder höher.

Abseits von Standards „Gebäck, Fleisch, Gemüse oder Süßwaren variieren in Qualität und Abmessung“, formuliert Knut Franke vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik die Problematik, die herkömmliche, auf fixen Standarabmessungen basierende Systeme nicht bewerkstelligen können, mithilfe neuer technischer Möglichkeiten aber gelöst werden könnte. Er gibt dazu ein Beispiel: „Die automatische Feinzerlegung von Schweinefleisch

erfordert eine sehr aufwendige Sensortechnik.“ Die Algorithmen, die Franke und sein Team für die Roboterbewegungen zurzeit erarbeiten, sollen die automatische Schnittführung bei Fleischstücken ermöglichen und damit künftig zu mehr Effizienz in der Produktion beitragen.

Thema der Fachmesse Selbst das Thema Losgröße 1 und individualisierte Produkte soll künftig Realität werden. So hat die Hochschule WeihenstephanTriesdorf im Vorjahr das erste 3DDruckverfahren für die Lebensmittelindustrie vorgestellt und der italienische Teigwarenhersteller

Barilla forscht derzeit an Teigpatronen, mit denen Restaurants individuelle Pasta für ihre Gäste produzieren können. Welche Automatisierungslösungen es bereits heute für die Lebensmittelbranche gibt und an welchen neuen gearbeitet wird, zeigt die Anuga FoodTec vom 24. bis 27. März in Köln. Auf der internationalen Leitmesse für die Zulieferer für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wird Industrie 4.0 an vielen Ständen das Schlagwort sein. Fast 200 der insgesamt mehr als 1.400 Aussteller widmen sich diesem Thema. Darunter Siemens, Rockwell, B&R, Endress + Hauser, Festo, Mitsubishi oder CSB. www.anugafoodtec.de

Austria Wirtschafts Service Angebot für KMU und Jungunternehmen wurde für heuer ausgebaut

Wien. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss Unternehmen der Weg zu günstigen Finanzierungsmöglichkeiten offen stehen. Das gilt für junge Entrepreneure wie für etablierte Betriebe, denn mit Investitionen in Innovationen schaffen sie Arbeitsplätze und sorgen für die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs”, so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

Im Vorjahr hat die Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) in diesem Bereich unterschiedliche, sehr erfolgreiche Maßnahmen gesetzt, die heuer noch weiter ausgebaut werden. Anfang 2015 startete das neue Förderprogramm „proTrans – Industrie 4.0”, das heimische Klein- und Mittelbetriebe bei der Entwicklung innovativer Ge­

schäfts­modelle sowie intelligenter Produkte und Prozesse unterstützt. „KMU, die den Ausbau eines Innovationsvorsprungs planen oder in der Wertschöpfungskette mit Industrie 4.0-Leitbetrieben ein­ gebunden sind, erhalten im Rahmen der Förderungen bis zu 300.000 Euro”, erläutert Mitter­ lehner.

Weniger Zugangsschranken

© APA/Roland Schlager

Wien. Der DFSP von Festo kann um bis zu 200% mehr Stoßkraft aufnehmen als sein Vorgänger. Er eignet sich besonders zum zuverlässigen Vereinzeln, Stoppen oder Indexieren. Mit einem optionalen Innengewinde und einer Zentrierbohrung unterstützt er optimal kundenspezifische Werkzeuge und Anbauteile. Durch ein verlängertes Kolbenstangenlager ist zudem ein noch genaueres Positionieren möglich. Die Konstruktion des DFSP basiert auf dem vielseitigen Kompaktzylinder ADN. Der 3K-Kolben und das spezielle Kolbenstangenlager sorgen für eine besonders hohe Lebensdauer. Darüber hinaus gilt der DFSP unter den Basis-Stopperzylindern als leistungsstärkster seiner Klasse und das bei einem überzeugenden Preis. www.festo.at

Mehr Geldmittel und weniger Bürokratie © Festo

Höhere Stoßfestigkeit, genaueres ­Positionieren zum günstigen Preis.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will innovative Unternehmen belohnen.

Bei neuen aws-Garantien für KMU wurde das Bearbeitungsentgelt um die Hälfte auf 0,25 Prozent des beantragten Kreditbetrags halbiert; bei einer Garantieübernahme in der Höhe von beispielsweise 500.000 Euro spart sich ein KMU dadurch rund 1.500 Euro. Zudem ist die Höhe des Bearbeitungsentgelts mit maximal 30.000 Euro gedeckelt, was bei größeren Projekten ebenfalls Ersparnisse bringt. Auch für Jungunternehmer wird der Zugang zu Förderungen leichter, denn die Alterbeschränkung wurde von drei auf fünf Jahre erhöht. Diese Ausweitung gilt sowohl

für den aws Start-up-Scheck (1.000 Euro für Investitionsprojekte von 5.000 bis 20.000 Euro) als auch für die Start-up-Prämie in der Höhe zwischen 20.000 bis 300.000 Eu-

„Investitionen in Inno­ vationen schaffen Ar­ beitsplätze und sorgen für die Wettbewerbs­ fähigkeit Österreichs.“ Reinhold Mitterlehner Wirtschaftsminister

ro. Ab einer Investitionshöhe von 300.000 Euro wird ein Zuschuss von zwölf Prozent angeboten, der bei einer erfolgreichen Entwicklung wieder zurückzuzahlen ist. Damit können dann wieder neue Start-ups unterstützt werden. www.awsg.at


i n n ovati on & u n te r n e hm e n

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industrialtechnology – 53

Aktuelle Studie Additive Fertigung gewinnt bei mittelständischen Fertigungsbetrieben immer mehr Befürworter

short

3D-Druck interessiert jetzt auch kleine Unternehmen

© IPH

Effizienzsteigerung beim Schmieden

Produktion verschiebt sich immer weiter zu dezentralen Netzwerken aus Microfactories. Kurze Wege und die Möglichkeit der Produktindividualisierung werden als wichtige Vorteile des Verfahrens gesehen.

britta biron

Weinheim. Die mittelständische Fertigungsindustrie in Deutschland erkennt das große Potenzial des 3DDrucks für die industrielle Produktion. Dies ist eines der Kernergebnisse des aktuellen „IT Innovation Readiness Index” des Münchner Marktforschungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT. Demnach stimmen 23% der befragten Fertigungsunternehmen der These zu, dass sich durch 3DDruck in der Produktion Kostenund Effizienzvorteile realisieren lassen. Werden noch die Befürworter der Aussage „stimme eher zu” hinzugezählt, sind es sogar 45%. „Die mittelständische Fertigungsindustrie hat die vielversprechenden Möglichkeiten der Produktion dreidimensionaler Werkstücke mittels Drucker erkannt. Vor dem Hintergrund, dass 3D-Druck ein reales Anwendungsszenario dafür ist, welche Vorteile eine dezentrale Produktion zukünftig bieten kann, sind diese Ergebnisse sehr interessant”, kommentiert Stefanie Naujoks, Analystin Project Services and Manufacturing Markets bei PAC.

Für das Verfahren wurde ein mehr­ dimensionales Werkzeug.entwicklt.

preiswerter realisieren“, erläutert Manfred Stein, Director Marketing & Corporate Communications bei Freudenberg IT. „Zudem ist nicht zu übersehen, dass der 3D-Druck

„3D-Druck ist ein reales Anwendungsszenario für die Vorteile, die eine dezentrale Produktion zukünftig bieten kann.“ Stefanie Naujoks Analystin bei PAC

einen direkten Bezug zu den ITMegatrends Big Data und Cloud Computing hat, da auch alle digitalen Konstruktionspläne für die 3D-Druck-Teile in Echtzeit zur Verfügung stehen.“

Dezentralisierung

Fachveranstaltung © Arburg

basieren vor allem darauf, dass sich die Wertschöpfung von den Großfabriken zunehmend in ein dezentrales Netzwerk aus Microfactories verschiebt. „Es ist längst kein futuristisches Szenario mehr, dass aktuell benö-

tigte Teile statt vom Lieferanten direkt am Montageband On-Demand aus dem 3D-Drucker kommen; dadurch lassen sich nicht nur Logistikkosten einsparen, sondern auch kleinste Losgrößen bis hin zum Einzelstück deutlich

Die steigende Bedeutung des 3DDrucks zeigt sich auch daran, dass „Inside 3D Printing“, die führende B2B-Konferenz zum Thema 3D Druck und additive Fertigung, die am 3. und 4. März in Berlin stattfindet, heuer über eine doppelt so große Ausstellungsfläche als im Vorjahr verfügt. www.freudenberg-it.com http://inside3dprinting.de

Akquisition Wintersteiger-Unternehmensgruppe wächst

Fronius Trockentraining durch Virtual Welding Robotics

Ried in Innkreis. Die Wintersteiger AG, Spezialmaschinenbauer für Skiservice, Holzdünnschnitt und Feldversuchstechnik, hat mit Anfang des Jahres die Paul Ernst Maschinenfabrik GmbH in Eschelbronn übernommen. Dies ist nach der Kohler Maschinenbau GmbH 2011 die zweite Akquisition in der Metallbearbeitung Wintersteiger-Vorstand Harold Kostka zur Konzernerweiterung: „Die Paul Ernst Maschinenfabrik

Pettenbach. Virtual Welding Robotics bietet für Aus- und Weiterbildungseinrichtungen eine effiziente Möglichkeit, angehenden Roboterprogrammierern ein grundlegendes Verständnis für die Anforderungen des robotergestützten Schweißens zu vermitteln. Mit dem System ist es möglich, Schulungen in gewohnter Seminarumgebung durchzuführen. Einzige Voraussetzung: ein funktionsfähiger Roboter. Die weiteren Bestandteile sind ein computerbasiertes Trainingsgerät mit integriertem Touchscreen, ein realitätsnaher Schweißbrenner sowie Dummy-Werkstücke für die unterschiedlichsten Nahtarten und Schweißpositionen. In der Trainingssequenz ermittelt der Schweißsimulator laufend die Position des Brenners am Roboterarm, während der Roboter die gelernte Bewegung ausführt. Der virtuelle Trainer „Ghost“ gibt ständig optische und akustische Hinweise zur Schweißgeschwindigkeit, dem Abstand zum Werkstück (Dummy) und dem einzuhaltenden Anstellwinkel des Schweißbrenners; Abweichungen von den

© Wintersteiger

ergänzt sehr gut unsere Angebote in der Metallbearbeitung: Nach dem Schneiden müssen die Bleche entgratet werden, bevor sie in die Richtmaschine kommen.” Ernst wurde 1960 gegründet und erwirtschaftet einen Umsatz von knapp 7 Mio. €, derzeit vor allem mit Kunden innerhalb Europas. Künftig soll das Unternehmen auch stärker international, etwa in China, positioniert werden. www.wintersteiger.com

Harold Kostka (CFO Wintersteiger AG), Markus Lindörfer und Martin Freudenberg (GF Paul Ernst) und Christian Rauscher (Vorstand und CEO Wintersteiger AG; v.l.n.r.).

Schweißtrainer für Programmierer Idealwerten werden nach dem Ampel­system in Gelb bzw. Rot dargestellt Die komplette Schweißsequenz inklusive der Korrekturhinweise wird aufgezeichnet und als abspielbares Playback zur Verfügung gestellt, sodass Trainees den Schweißvorgang gemeinsam mit dem Ausbilder analysieren und Wege zur Optimierung der Roboterprogrammierung erarbeiten können. www.fronius.com

Leistungen können jetzt auch den Airlines direkt angeboten werden.

© Fronius

Ein zweiter Metallbearbeiter

EASA-Zulassung für FACC Operations

© facc.com

Dass rund ein Drittel der Unternehmen das Thema Additive Fertigung als wenig bis gar nicht relevant einstuft, dürfe aber nicht als generelle Ablehnung gewertet werden, sondern liege wohl in erster Linie darin begründet, dass die Technologie für manche Unternehmen aufgrund der Produkte oder spezieller Gegebenheiten in der Fertigung nicht geeignet ist. Die Hoffnungen des Mittelstands im Zusammenhang mit den neuen Fertigungsmöglichkeiten

Hannover. Im Laufe der letzten beiden Jahren hat das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) im EU-Projekt REForCh gemeinsam mit Unternehmen aus Spanien, der Türkei ein neues Schmiedeverfahren entwickelt, mit der rund 30% Material und 20% Energie eingespart werden können. Ermöglicht wird dies durch mehrdimensionales Schmieden, wo der erwärmte Stahl nicht nur von oben umgeformt, sondern gleichzeitig auch durch Druck von den Seiten in die gewünschte Form gebracht wird. Vor Kurzem hat der türkische Projektpartner, das Schmiedeunternehmen Omtax Otomotiv Transmisyon Aksami, mit dem mehrdirektionalen Werkzeug Prototypen von Zweizylinderkurbelwellen für Quads und Schneemobile hergestellt und möchte das Verfahren jetzt auf die Herstellung weiterer Kurbelwellentypen übertragen. „Von den Forschungsergebnissen profitieren alle Schmiedeunternehmen, die Material und Energie sparen wollen. Wir geben die Erkenntnisse aus dem Projekt gern weiter und beraten Unternehmen zum mehrdirektionalen Schmieden“, so Malte Stonis vom IPH. www.iph-hannover.de

Das System zeigt dem Anwender, ob der Roboter richtig programmiert wurde.

Ried im Innkreis. Die FACC Operations GmbH, ein Tochterunternehmen der ACC AG, hat die EASA-Zulassung erfolgreich abgewickelt und erlangte vor Kurzem das EASA Part 21 – Subpart J – Design Organisation Approval (DOA). Damit ist FACC ein zugelassener Entwicklungsbetrieb der europäischen Luftfahrt und berechtigt, Design-Leistungen für Modifikationen und Reparaturen eigenständig zu entwickeln und zu zertifizieren. „Das ermöglicht uns, ein erweitertes Leistungsprogramm entlang des gesamten Flugzeuglebenszyklus – von Design und Entwicklung über die Fertigung bis hin zu Wartung und technischen Publikationen – neben unseren langjährigen OEM-Kunden nun auch den Airlines direkt anbieten zu können“, so Hermann Filsegger, Leiter der FACC Operations. www.facc.com


Tr a n spor t & Logi s t i k

54 – industrialtechnology

Freitag, 16. Jänner 2015

Knapp AG Vision Desk-Arbeitsplatz zur 100%-Kontrolle und zur Auftragssortierung wird auf der LogiMat vorgestellt

short

Null Fehler sind das Ziel

Aufruf zur Teilnahme an Logistik-Studie

ten Anbieter von KommissionierRobotern, wird jetzt auch das Lösungsportfolio für den Pharmagroßhandel erweitert. Über Apostore, eine 100%-Tochter von KHT, bietet der Intralogistiker nun ein komplettes Angebot bis zur Apotheke und ins Krankenhaus. „Apostore hat nach unserer Auffassung die beste Robotertechnologie auf dem Markt. Durch das Aufsetzen dieser Technologie auf die Knapp-Standards konnten wir den neuen Kommissionier-Roboter Knapp-Store in kürzester Zeit aus der Taufe heben und zur Marktreife bringen“, zeigt sich KnappVorstandsvorsitzender Gerald Hofer zufrieden. Erste bereits umgesetzte Projekte sind sehr erfolgreich und weitere Bestellungen in der Pipeline. Knapp unterstreicht mit diesem Schritt seine innovative Position in der Intralogistik. www.knapp.com

herbert strasser

© Amazon

Hart bei Graz. Mit dem Zero Defect Warehouse setzt Knapp auf Qualitätskontrolle und Richtigstellung direkt im Prozess. Auf der diesjährigen Logimat zeigt man den innovativen Vision Desk-Arbeitsplatz, der zur 100%-Kontrolle und zur Auftragssortierung eingesetzt wird. Vision Desk erfasst die 1D- und 2DCodes auf den einzelnen Artikeln eines Auftrags; dadurch wird jeder Auftrag auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. So unterstützt Vision Desk die Qualitätssicherung und Verfolgbarkeit entlang der Supply Chain. Vorreiter bei Zero Defect Warehouse-Lösungen ist die PharmaBranche, ein schon bisher wichtiger Kundenkreis von Knapp. Durch den Erwerb von 49% der Gesellschafteranteile an der KHTUnternehmensgruppe, dem ältes-

Forscher wollen Einsatz von Robotern in Logistik untersuchen.

Bremen. Das BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH an der Universität Bremen möchte weitere Erkenntnisse über den Einsatz von Robotern in der Logistik gewinnen und bittet daher Logistikfachleute in Wirtschaft und Wissenschaft sowie Technologieanbieter, sich an einer Online-Befragung zu beteiligen. Die Erhebung zu der Studie „RoboScan‘14“ läuft bis 31. Juli über das Internetportal www.robotik-logistik.de. www.biba.uni-bremen.de

TNT erleichtert Arbeit von Service-Technikern

Gebrüder Weiss baut Netzwerk weiter aus

Vision Desk bietet Qualitätssicherung und Verfolgbarkeit entlang der Supply Chain.

Akquisition voestalpine-Konzern baut Position in Australien sowie generell im Weichen- und Schienenbereich aus

Wichtiges Segment soll weiter wachsen Linz. Die voestalpine VAE Railway Systems Pty Ltd., ein Tochterunternehmen der voestalpine VAE GmbH, dem Weltmarktführer in der Weichentechnologie, hat jetzt den australischen BahnsystemSpezialisten BRFC übernommen. Das Unternehmen produziert Weichen und Gleiskomponenten und erwirtschaftete zuletzt mit 60 Mitarbeitern einen Umsatz von zuletzt rund 34 Mio. €.

Top in Down-Under

© voestalpine

Aigen. TNT Innight hat in enger Zusammenarbeit mit Kundendienst-Organisationen eine neue App für Service-Techniker entwickelt. Wichtigste Funktion ist die einfache Anmeldung der Retouren: Nach dem Scan oder der manuellen Eingabe des Paketcodes öffnet sich die Eingabemaske; Standard-Angaben wie der Abholort sind bereits hinterlegt und können bei Bedarf geändert werden. Zudem kann der aktuelle Status der Retoure via App verfolgt oder angemeldete Retouren wieder storniert werden.. Aktuell steht die App für die Betriebssysteme Android und iOS zur Verfügung. www.tntinnight.de

© Knapp

Der steirische Intralogistiker festigt sein Standing im Pharmabereich durch eine Beteiligung an KHT.

voestalpine-Konzern festigt Stellung im siebtgrößten Bahnnetz der Welt.

„BRFC gehört zu den fünf größten Bahnsystemanbietern in Australien. Mit dem Erwerb erweitern wir unser Produkt- und Kundenportfolio in Australien in Richtung Personen- und Nahverkehr und

bauen unsere bereits jetzt sehr gute Marktposition weiter aus. Durch das angegliederte Schweißwerk ergeben sich zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten innerhalb des voestalpine-Konzerns“, so Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Chef der Metal Engineering Division. „Wir erweitern damit auch unser Produktangebot auf den personenbezogenen Bahnverkehr und erwarten uns im städtischen Infrastrukturbereich neue Partnerschaften“, so Kainersdorfer. Schon jetzt erzielt der weltweit tätige Technologie- und Industriegüterkonzern aus Oberösterreich rund 13% des Gruppenumsatzes im Segment Weichen- und Schienentechnologie. www.voestalpine.com

TGW Group Erstes hochautomatisiertes Lager und Distributionszentrum in China stammt aus Österreich

Vojislav Jevtic, Regionalleiter für Air-Sea Asien bei Gebrüder Weiss.

Lauterach. Mit Beginn des heurigen Jahres hat Gebrüder Weiss einen eigenen Standort in M ­ oskau eröffnet. Die Nieder­ lassung umfasst drei Filialen, eine in der Innenstadt und jeweils eine an den Flughäfen Scheremetjewo und Domodedowo. „Für unsere Kunden ist Russland ein bedeutender Markt, der großes Entwicklungspotenzial hat”, so Vojislav Jevtic, Regionalleitung Air & Sea Asien bei Gebrüder Weiss. Angeboten werden in Russland derzeit Dienstleistungen in den Bereichen Luft- und Seefracht, Landtransporte und multimodale Lösungen, Logistik und Projektgeschäft. Bis zum Jahresende soll der Personalstand von derzeit neun auf 20 Mitarbeiter ausgebaut werden. www.gw-world.com

Wels. Die neue Logistikanlage des chinesischen eCommerce-Spezialisten CNSS, die vor Kurzem in Danyang in Betrieb gegangen ist, ist 7,5 Kilometer lang, umfasst fünf Stockwerke und hat eine Kapazität von bis zu 7,500 Packstücken pro Stunde. Konzipiert wurde sie vom OÖ Intralogistik-Spezialisten TGW. „CNSS ist kein Dienstleister im klassischen Sinn. Es gibt nicht nur einen fixen Kunden, der seine Waren im Lager bevorratet, alle paar Wochen kann es ein anderen Kunde sein. Deshalb wurde die Anlage auf die höchstmögliche Leistung während der Spitzenzeiten ausgelegt”, erklärt Albert Fischlmayr, Project Manager bei TGW.

Funksystem ein; deshalb haben wir uns um die nötige kundenspezifische Schnittstelle gekümmert. Man könnte die TGW-GatewaySoftware als eine Übersetzungssoftware beschreiben, die alle Abläufe in der Anlage kennt.”

Vorsprung durch Technik Für den Versand wird die Ware manuell auf die Förderstrecken

aufgesetzt – Scanner kontrollieren dabei das Fördergut und prüfen Herkunft sowie Inhalt der Behälter – und an das Pick-to-Wall-Kommissioniersystem weiterbefördert. Dort befinden sich von beiden Seiten zugängliche Regale. Auf einer Seite stellt der Kommissionierer die Ware in das vom Pick-to-LightSystem angezeigte Regal, auf der anderen Seite des Regals zeigt ein Lichtsignal dem Verpackungsmit-

„Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit der TGW-Group, nationalen Technologie unterstützt.“ Jay Wang, CEO bei CNSS

Schnell & leistungsstark Die Waren werden per Lkws angeliefert und sofort auf die TGWFördertechnik übergeben, um sie automatisch mittels Funksystem einzulagern. „Wir haben alle Ebenen über unsere Fördertechnik verbunden”, erzählt Fischlmayr. „Der Kunde setzt sein eigenes

arbeiter an, sobald ein Auftrag fertig zum Verpacken ist „Mithilfe von Technik und Innovation wollen wir neue Maßstäbe in der Branche setzen und

die uns mit ihrer inter-

© TGW Logistics Group

© Andreas Leo Wallner

Fördertechnik in großem Stil für CNSS

Insgesamt 30 Versandrutschen sorgen für die exakte Verteilung der Sendungen.

der führende Lager- und Distributionsdienstleister weltweit werden; deshalb setzen wir auf Hochleistungs-Sorter und Fördertechnik von TGW“, so Jay Wang, CEO bei CNSS. www.tgw-group.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 16. Jänner 2015 – 55

Keine Umbrüche in sicht

kein sternenreigen

KPMG-Studie zeigt: Premiumhersteller sehen keine großen Veränderungen Seite 57

Euro NCAP zieht Bilanz 2014: Fünf Sterne sind nicht selbstverständlich Seite 59

© Porsche

© panthermedia.net

automotivebusiness CitroËn ds3 Kleiner Franzose mit viel Platz © Citroen

Autoschau mit vielen Neuheiten & Premieren

© Panthermedia.net/Ambrozinio

short

© APA/dpa/Ole Spata

Wien. Die Pkw-Neuzulassungen sind 2014 zum dritten Mal in Folge zurückgegangen; ohne die Tageszulassungen durch die Autohändler zur Schönung der Verkaufsstatistik liegt das Minus bei 5,5 Prozent. Laut Peter Laimer von der Statistik Austria entfällt nur mehr ein Drittel der Auto-Neuzulassungen auf Privatpersonen; hier gingen die Neuzulassungen um 12 Prozent zurück. Elektroautos führen ein Nischendasein: 2014 gab es lediglich 1.281 Neuzulassungen. www.statistik.at

© Reed Exhibitions Wien/Andreas Kolarik

Mountain View. Google steht laut Expertenschätzung in den USA vor dem Einstieg in das Geschäft mit Autoversicherungen. Die Forrester-Analystin Ellen Carney prognostizierte in einer aktuellen Studie, der Internetgigant werde im ersten Quartal eine Webseite starten, über die Versicherungen verglichen und gekauft werden können. Der Konzern dürfe bereits in 26 US-Staaten Autoversicherungen vertreiben und arbeite mit einigen Versicherungsunternehmen zusammen. www.google.com

© Kimimasa Mayama/EPA/picturedesk.com

Vienna Autoshow 2015 Bis 18. Jänner zeigen die heimischen ­Importeure bei der Branchenschau in der Messe Wien ihre Highlights. Im Rampenlicht ­stehen vor allem 42 Österreich-, zwei Europapremieren und sogar eine Weltneuheit. Seite 56 Tesla Elektroautobauer setzt weiter voll auf Expansion

Opel Deutscher Autobauer legt 2014 um 3 Prozent zu

Tesla-Chef Elon Musk will die Produktion des Autobauers deutlich ankurbeln.

Detroit. Der Ölpreisverfall setzt die Elektroautobauer unter Druck – doch Tesla, der Pionier der Branche, sieht sich nicht betroffen. „Nur weil Sprit etwas günstiger ist, wird er nicht nachhaltiger – wir blicken nur auf die langfristigen Perspektiven“, sagte Vertriebschef Jerome Guillen auf der Automesse in Detroit. Tesla-Chef Elon Musk sprach dort gar von einer Vervielfachung der Produktion in den kommenden Jahren. Bis 2025 werde Tesla die Produktion von Elektroautos auf „mindestens einige Millionen pro Jahr“ steigern, nach weniger als 40.000 im vergangenen Jahr, sagte Musk. www.teslamotors.com

© APA/EPA/Martial Trezzini

Tokio. Der japanische Automobilhersteller Toyota rechnet dieses Jahr in China mit weiteren, wenn auch geringeren Zuwächsen als bisher. Das Absatzziel liege bei 1,1 Millionen Fahrzeugen, teilte der weltgrößte Autohersteller mit; das würde einem Plus von 6,8 Prozent entsprechen. Vergangenes Jahr verkaufte der japanische Anbieter in der Volksrepublik 1,03 Millionen Wagen, was einem Anstieg von 12,5 Prozent entsprach. Allerdings hatte der Konzern auch 2014 schon mehr als 1,1 Millionen Einheiten angepeilt. www.toyota.com

© Peter Foley/EPA/picturedesk.com

Produktions-Vervielfachung geplant Rüsselsheimer weiter im Aufwind

Im Vorjahr konnte Opel in Europa knapp 1,1 Millionen Fahrzeuge verkaufen.

Rüsselsheim. Der deutsche Autobauer Opel hat 2014 so viele Autos verkauft wie seit Jahren nicht mehr. Nach vorläufigen Daten verkauften die Rüsselsheimer in Europa fast 1,1 Mio. Fahrzeuge; das entspreche einem Zuwachs von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Opels Anteil am europäischen Automarkt ist demnach auf rund 5,7 Prozent angewachsen. Insgesamt hätten die Verkaufszahlen in „mehr als 15 Märkten“ zugelegt, erklärte Opel-Vertriebschef Peter Christian Küspert. Die größten Zuwächse verbuchte Opel in Polen (plus 42 Prozent) und in Irland (plus 33 Prozent). www.opel.de


C ov e r

56 – automotivebusiness

Freitag, 16. Jänner 2015

Vienna Autoshow Die diesjährige Auflage der Branchenschau findet noch bis 18. Jänner in der Messe Wien statt

Kommentar

Das Autojahr 2015 startet mit seinem Höhepunkt

Oh du meine Tageszulassungen!

Neben 42 Österreich- und zwei Europa-Premieren gibt es in Wien auch eine Weltpremiere zu sehen. Wien. Am Messestand von Seat auf der Vienna Autoshow herrscht derzeit dichtes Gedränge: Erstmals präsentiert die VW-Tochter dort nämlich den Leon Kombi Cupra der Weltöffentlichkeit, was für Wien – wo neben vielen Österreich-Premieren nur wenige Europa-Neuheiten und kaum Weltpremieren zum Alltag gehören – durchaus als Sensation zu werten ist. Ein Stück weiter ist bei Mini mit der Europa-Premiere des John Cooper Works 3-Türer die Aufregung ähnlich groß; eine EuropaPremiere gibt es mit dem Prius+ auch am Toyota-Stand zu sehen.

Jürgen Zacharias

O

© APA/EPA/Jeon Heon-Kyun

Mrd.-Investition

Hyundai will in den kommenden ­Jahren 61,2 Mrd. Euro investieren.

Seoul. Der südkoreanische AutoHersteller Hyundai hat gemeinsam mit seiner Schwester Kia im vergangenen Jahr einen neuen Verkaufsrekord von 8,2 Mio. Fahrzeugen erzielt. Um diese Zahl in Zukunft weiter steigern zu können, hat das Unternehmen direkt nach Bekanntwerden des Rekordabsatzes neue Investitionen von fast 81 Billionen Won (61,2 Mrd. €) angekündigt. Davon soll der Großteil in den Bau und die Erweiterung neuer und bestehender Anlagen gehen, rund ein Drittel des Geldes soll in Forschung und Entwicklung investiert werden. www.hyundai.com

Einer der ganz großen Messestars: Die VW-Tochter Seat feiert auf ihrem Messestand das Welt-Debüt des Leon Kombi Cupra.

Daneben und dazwischen sind aber auch die anderen Hersteller nicht untätig und rücken ihre jeweiligen Neuheiten ins Rampenlicht: Audi zeigt mit dem neuen Audi A1 und A1 Sportback etwa eine Österreich-Premiere, Citroën hat den C4 Cactus „Blue Lagoon“ in knalligem Türkis im Gepäck, und bei Kia gibt es mit den kom-

pakten Modellen Rio und Venga sowie dem Sorento in dritter Generation und dem Soul EV gleich vier Österreich-Debütanten. Fiat stellt mit dem neuen 500X seinen Zuwachs zur 500er-Modellreihe vor, bei Ford gibt es den neuen Mustang, den neuen Mondeo und den Focus zu sehen,

und am Stand von Hyundai feiert die neue Generation des i20 ihr Debüt in Österreich; daneben ist das i20 WRC-Showcar ein besonderes Highlight. Drei Neuvorstellungen für den heimischen Markt gibt es auch bei Honda: der HR-V Prototype, der CR-V Prototype und die Civic-Modelle mit einem Facelift

für das Modelljahr 2015. Ebenfalls zu sehen sind der neue Jaguar XE und der F-Type Roadster, der neue Land Rover Discovery Sport, der Mercedes-AMG GT, der neue Opel Corsa in seiner fünften Generation und der neue VW Passat sowie der VW Golf GTE. www.viennaautoshow.at

Am Ford-Stand ist u.a. der ab Sommer 2015 erhältliche Mustang zu sehen …

… und bei Mercedes dreht sich alles um die sportliche Eleganz des neuen AMG GT.

AutoZum 2015 Leitmesse u.a. für das Autowerkstatt- und Tankstellengeschäft, Kfz-Ersatzteile und -Zubehör in Salzburg

Mozartstadt wird Nabel der Zulieferindustrie Salzburg. Kommende Woche startet nach der Vienna Autoshow (siehe auch großen Bericht oben) mit der AutoZum im Messezentrum Salzburg (von 21. bis 24. Jänner) gleich das nächste große heimische Messehighlight. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren als überregionale Leitmesse für Autowerkstatt- und Tankstelleneinrichtung, Kfz-Ersatzteile und -Zubehör, chemische Erzeugnisse und Umwelttechnik einen Namen gemacht – rund 300 Aussteller aus dem In- und Ausland werden dort ihre Neuheiten präsentieren.

den aktuellen Stellenwert der Fachmesse. Messeleiter Andreas Wetzer hebt außerdem die Rolle der AutoZum als professionellen Marktplatz für automotive Produkte und Innovationen hervor, der maßgeschnei-

dert für die After-Sales-Sparten ist: „Der Mix aus Innovationen, repräsentativer Angebotsdarstellung, Informationen, Know-howTransfer und wertvoller Face-toFace-Kontakte macht die AutoZum zum Treffpunkt der Entscheider

und damit zum Marktkompass und Signalgeber für die gesamte Branche.“ Parallel zur Fachmesse sorgt ein attraktives, begleitendes Fachprogramm mit einer Reihe von Expertenvortragen für zusätzliche Impulse. www.autozum.at

Internationaler Stellenwert „Der Technologiewandel, neue Verkehrs- und Mobilitätskonzepte, veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen und der verstärkte Wettbewerb im Werkstättengeschäft haben vor allem in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten die Bedeutung der ‚AutoZum‘ für die Branche enorm gesteigert“, beschreibt Matthias Limbeck, Geschäftsführer von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Salzburg,

© Reed Exhibitions Salzburg/Andreas Kolarik

Hyundai Zukunftspläne

Zahlreiche Neuvorstellungen

© Reed Exhibitions Wien/Andreas Kolarik (2)

b 2015 als gutes Jahr in die rot-weiß-rote Automobilgeschichte eingehen wird, werden erst die kommenden Monate zeigen. Fest steht: Allzu hochtrabend sollten die Hoffnungen auf ein starkes Plus nicht sein, große Sprünge wird der Markt wie heuer wohl auch 2015 keine machen. Es geht vielmehr um Schadensbegrenzung. Also darum, keines oder nur ein sehr kleines Minus einzufahren. Das wäre grundsätzlich schon ein Erfolg, gingen in Österreich doch zuletzt knapp mehr als 300.000 Neuwagen über den Ladentisch, was sich in Anbetracht der Größe unseres Landes auch im internationalen Vergleich durchaus sehen lassen kann. Weniger positiv wird dieser Eindruck, wenn man die zuletzt deutlich gestiegenen Tageszulassungen betrachtet: Bei knapp 30 Prozent aller in Österreich neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeuge handelt es sich der Statistik zufolge nämlich um Autos, die schon nach wenigen Tagen oder Wochen wieder abgemeldet werden, um sie billiger an den Endkunden weiterzugeben oder ins Ausland zu verkaufen. Dass diese Praxis den Gesamteindruck verfälscht und ein vitales Bild eines eigentlich angeschlagenen Markts zeichnet, ist offensichtlich – in den Augen vieler Importeure aber trotzdem gelebte Praxis, um gute Zahlen und Verkaufserfolge an die Hersteller kommunizieren zu können.

© Christian Houdek

Moritz Kolar

In diesem Jahr werden auf der Salzburger Fachmesse insgesamt 300 Aussteller aus dem In- und Ausland erwartet.


Freitag, 16. Jänner 2015

H e r s te l l e r & Z u l i e f er e r

automotivebusiness – 57

KPMG-Studie Befragung von Führungskräften zeigt: Umbrüche sind in den kommenden Jahren in der Branche eher unwahrscheinlich

Keine Veränderungen in Sicht Moritz Kolar

Wien. Mehr als die Hälfte der Automobilfirmen glaubt nicht an einen Umbruch in den kommenden fünf Jahren; nur jeder Zehnte erwartet in der Zeit größere Veränderungen innerhalb der Branche. Trotz einer vermehrt technologiebasierten Industrie und eines hart umkämpften Markts ist nach der aktuellen KPMG-Studie „Global Automotive Executive“ davon auszugehen, dass die Premiummarken und Großanbieter auch in den kommenden zehn Jahren marktbeherrschend sein werden.

Druck von zwei Seiten Dieser Optimismus wird immerhin von drei Viertel der befragten Führungskräfte geteilt, die bis 2025 ihre Position gesichert sehen, auch wenn sich die traditionellen Unternehmen in Zukunft nicht

Premiumbauer Erfolgskurs

Hohe Zuwächse

München/Stuttgart/Ingolstadt. Die deutschen Autobauer Mercedes, Audi und BMW haben 2014 so viele Autos verkauft wie nie zuvor. BMW setzte nach eigenen Angaben rund 1,8 Millionen Fahrzeuge ab, Mercedes 1,6 Millionen und Audi 1,7 Millionen, wie die Unternehmen vor wenigen Tagen mitteilten. Für BMW und Mercedes war 2014 demnach das vierte Rekordjahr in Folge, für Audi das fünfte.

Deutliches Plus

© APA/EPA/Uli Deck

BMW steigerte seinen Absatz im Vergleich zu 2013 um 9,5 Prozent, Audi um 10,5 Prozent und Mercedes um knapp 13 Prozent. Für die Stuttgarter Autobauer sei 2014 mit dem besten Quartal der Unternehmensgeschichte geendet: Allein im vierten Quartal habe Mercedes fast 450.000 Autos verkauft. Daimler-Chef Dieter Zetsche, der zugleich Leiter von MercedesBenz-Cars ist, erklärte: „MercedesBenz ist auf Erfolgskurs. Der beste Absatz unserer Unternehmensgeschichte zeigt, dass unsere Produktoffensive Früchte trägt.“ Audi-Vertriebschef Luca de Meo hob das starke Wachstum seiner Marke in den USA hervor: „Wir wachsen in den USA fast drei Mal so schnell wie der Markt“, erklärte er. Allein im Dezember 2014 habe Audi in den USA rund 19.200 Wagen verkauft, was dem verkaufsstärksten Monat überhaupt entspreche. www.daimler.com www.audi.de www.bmw-group.com

Daimler-Chef Dieter Zetsche ist mit der Entwicklung von Mercedes zufrieden.

nur mit neuen Konkurrenten konfrontiert sehen, sondern auch mit einem zunehmenden Wandel der Mobilitätskultur. Eine bedeutende Rolle wird dabei von den Führungskräften der Technologie- und Kommunikationsbranche zugeschrieben. Hier liege es aber an den Herstellern selbst, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die auf eine Zusammenarbeit mit anderen Konzernen bauen, um innovative Technologien und Dienstleistungen anbieten zu können. Druck spüre die Automobilbranche der Studie zufolge von zwei Seiten: „Regulierungen, die eine Optimierung der traditionellen An-

triebstechniken und Investitionen in neue Technologien verlangen, werden immer höher; auf der anderen Seite stehen die Konsumenten mit zunehmend technischem Know-how, die innovative Leistungen nicht nur erwarten, sondern auch fordern“, erklärt Klaus Mittermair, Partner bei KPMG.

Wachstum weiter im Fokus Zwei Drittel der Befragten setzen in ihrer Strategie der Studie zufolge weiter auf Wachstum. An zweiter Stelle stehen der Aufbau der Wertschöpfungskette und Diversifikation (54 Prozent). Die Zu-

sammenarbeit mit Industrieunterunternehmen (49 Prozent) nimmt hinsichtlich der Marktbearbeitung einen höheren Stellenwert ein als die Partnerschaft mit anderen Automobilherstellern (45 Prozent). „Wachstum allein reicht nicht aus, um die Herausforderungen der Mobilitätskultur der Zukunft zu bewältigen. Premiummarken müssen rascher Innovationen anstreben, um neue Produkte und Dienstleistungen, die den gesamten Fahrzeuglebenszyklus begleiten, auf den Markt zu bringen; hier sollten die Hersteller ihren Fokus auch klar auf Kundenbindung setzen.“ www.kpmg.at

© panthermedia.net/toocanimages

Allerdings sehen sich etablierte Firmen mit neuen Konkurrenten und einem Mobilitätswandel konfrontiert.

Zwei Drittel der befragten Automanager setzen auch in Zukunft auf Wachstum.


M ode l l & H a n de l

58 – automotivebusiness

Freitag, 16. Jänner 2015

Citroën DS3 Citroën verpasst dem DS3 ein dezentes Facelift und packt noch ordentlich Technik mit rein

short

Frankreich als Hochburg für Stil und Individualität

© Porsche Austria

Zwei neue Boliden aus Zuffenhausen

Individualisierungen stehen im Automobilsektor hoch im Kurs; Citroën spielt dabei ganz vorn mit. Wien. Individualität ist das Schlagwort der Stunde. Heute gibt man sich nicht bloß mit dem Alltäglichen zufrieden, Herausstechen aus der Masse, ein wenig anders sein als der Rest, lautet für viele die Devise. Produkte, die uns im Alltag am häufigsten umgeben, sollten daher so individuell wie möglich gestaltbar sein, um auch möglichst viele Kunden zu erreichen. Gerade im Autobereich, wo durch diverse Normen und Vorschriften die Autos immer ähnlichere Formen und Linien annehmen, sind Ausreißer gern gesehen. Citroën hat ihren automobilen Querdenkern gleich eine eigene Namensbezeichnung gegeben. Der historische Name DS ziert seit 2010 die dynamischeren, individuelleren Modelle des französischen Konzerns. Der DS3 und das Cabrio-Derivat schlugen damals bei Markteinführung hohe Wellen und wurden weltweit über 330.000 mal verkauft.

Stuttgart/Zuffenhausen. Porsche erweitert das Sportpaket um zwei neue Modellvarianten: Zum einen wird das Kürzel GTS erstmals auf einem 911 Targa 4 zu sehen sein und zum anderen bekommt der bullige Cayenne als Turbo S noch mehr Leistung. Der halboffene 911 Targa 4 verfügt in der GTS-Version über 430 PS. Der Spurt von Null auf 100 km/h geht in Verbindung mit dem PDK-Getriebe in 4,3 Sek. vonstatten, der Verbrauch soll aber mit 9,2 l/100 km auf dem Niveau des 911 Targa 4S bleiben. Im Basispreis von 174.516 Euro ist das PASMFahrwerk mit 20-Zoll-Rädern und das Sport-Chrono-Paket bereits enthalten. Der Porsche Cayenne wird ebenfalls mit einem neuen Kürzel ausgestattet und leistet als Turbo S nun 570 PS. Dass er im Kern dennoch ein echter Zuffenhausener Racer bleibt, beweist nicht nur die Rundenzeit auf dem Nürburgring von 7:59,74 Minuten, sondern auch die Spitzengeschwindigkeit von 284 km/h und ein 0-100-Wert von 4,1 Sek. Zu haben ist der neue Bulle ab 215.561 Euro, beide Modelle stehen ab März beim Händler. www.porsche.at

Leicht aufgefrischt Ein so wichtiges Modell gehört gepflegt; deshalb wurde der DS3 nun dezent aufgewertet. Die überarbeiteten Modelle zeichnen sich optisch durch neue Scheinwerfer aus, die Xenon- mit LED-Technologie verbinden und so auch gleich für eine neue Lichtsignatur sorgen, die nicht nur stylish aussieht, sondern auch für bessere Lichtverhältnisse bei Nacht oder widrigen Verhältnissen sorgt. Die hinteren Leuchten strahlen ebenfalls mit LED-Technik. Individualität wird auch im Innenraum groß geschrieben. So können verschiedene Designs auf das Armaturenbrett und die hintere Seitenscheibe aufgetra-

© Toyota

Alle Zeichen stehen auf Brennstoffzelle

© Citroen

Gregor Josel

Porsche erweitert die 911- und die Cayenne-Reihe um einen GTS.

Den leicht aufgefrischten Citroën DS3 gibt es mit Euro 6-tauglichen Motoren in der Basisversion ab 18.990 Euro.

gen werden; neue Farben und Sitzbezüge runden das Styling-Angebot ab. Die Sicherheit bleibt dabei keineswegs auf der Strecke. Mit dem Facelift führt Citroën auch den Notbremsassistenten ins Portfolio ein: Der „Active City Brake“ hilft, Unfälle bei geringer Geschwindigkeit zu vermeiden. Bis 30 km/h aktiviert ein Laser-Sensor, der an der Windschutzscheibe angebracht ist, automatisch die Bremsen.

Motoren Euro-6-tauglich Unter der Haube werken topmoderne Aggregate, die allesamt die Euro-6-Norm erfüllen: Wahlweise drei Dieselmotoren von 90 bis 120 PS oder vier Benziner von 82

bis 165 PS sorgen für den nötigen Vortrieb. Der 120 PS-Selbstzünder mit Sechsgangschaltgetriebe und Start/Stopp-System entpuppt sich als idealer Antrieb für den DS3, der durch agiles Ansprechverhalten und dennoch sparsamen Verbrauch überzeugt. 3,6 l auf 100 km sind damit möglich, bei einer Beschleunigung von 9,3 Sek. auf 100.

Viel Platz im Innenraum Das Fahrverhalten des 3,95 m kleinen Zweitürers ist spritzig, die Lenkung direkt und das Fahrwerk sportlich, ohne dabei zu hart zu federn. Motoren- oder Fahrbahngeräusche dringen kaum in den Innenraum, da haben die Entwickler

mit zusätzlich verbauten Schalldämmungen vorgesorgt. Trotz der kompakten Größe finden im Innenraum fünf Personen genügend Platz vor, hinten wird es zwar um den Kopf herum etwas eng, für Kurztrips reicht die Beinfreiheit im Fond aber allemal. Die 285 l Basis-Kofferraumvolumen lassen sich durch Umklappen der Rücksitzbank auf üppige 980 l erweitern. So ist man weder im Alltag noch im Urlaub eingeschränkt und kann individuell entscheiden, wo und mit wie vielen es wie weit weg geht. Die Preise starten bei 15.990 Euro. Das DS3 Cabrio, das ebenfalls der Modellpflege unterzogen wurde, startet bei 18.990 Euro. www.citroen.at

Mercedes-Maybach S 600 Mercedes bringt ab Februar eine Überversion der noblen S-Klasse auf den Markt

Der König ist tot, lang lebe der König!

Toyota bringt den Mirai und gibt zahlreiche Patente frei.

Wien. Leicht hat es Maybach in den letzten Jahren nicht gehabt. 2002 belebte die Daimler AG die einstige Luxusmarke mit zwei Modellen, um sie nach kaum zehn Jahren Bauzeit mangels zufriedenstellender Verkaufszahlen im Jahr 2012 wieder einzustanzen. Ganz konnte man sich dann doch nicht trennen, ab heuer wird der Name Maybach wieder auf Autos und nicht in den Schlagzeilen stehen:

Der Mercedes-Maybach S 600 hüllt ab Februar 2015 die Reichen der Welt in feinste Qualität. Anders als beim wenig glücklichen Relaunch kurz nach der Jahrtausendwende haben sie dafür aber diesmal kein eigenes Auto gebaut und keine eigene Marke aus der Taufe gehoben, sondern halten sich nah an der S-Klasse. Trotzdem ist Maybach nicht nur eine aufgehübschte Ausstattungsvariante, die sich über

dickeres Leder, aufwendigere Nähte und weichere Polster definiert. Zwar gibt es in der über 100 Seiten starken Preisliste nur eine Handvoll Optionen wie die silbernen Champagnerkelche oder das Panorama-Dach mit der elektrochromatischen Verdunkelung aus dem SL, die nur der Topversion vorbehalten sind. Doch das Maybach-Logo auf der C-Säule verdient sich der Luxusliner schon allein mit den 20 cm mehr Radstand (gegenüber der S-Klasse-Langversion, wohlgemerkt), die bei einer Länge von 5,45 m jetzt komplett den Hinterbänklern zugute kommen.

Luxus trifft Leistung

© Daimler

Wien. Dieses Jahr bringt Toyota das erste eigens entwickelte Brennstoffzellenfahrzeug namens Mirai auf den Markt. Um die Technik in dieser frühen Phase auch anderen Herstellern schmackhaft zu machen, geht man einen großen Schritt: Nicht weniger als 5.680 Patente rund um die alternative Antriebstechnik gibt der japanische Autobauer frei und ebnet damit den Weg zur Verbreitung von Brennstoffzellenfahrzeugen. Die kostenlose Nutzung erfordert lediglich einen Vertrag mit Toyota, in dem unter anderem die beabsichtigte Verwendung und die üblichen Lizensierungsfragen geklärt werden (siehe Bericht auf Seite 60). Der Toyota Mirai verfügt über 155 PS, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 178 km/h und verbraucht einen Kilogramm Wasserstoff auf 100 Kilometer. Ob man den wasserstoffgetriebenen Mirai oft aus Österreichs Straßen sehen wird, ist fraglich, bei einem Preis von 78.540 Euro. www.toyota.com

Nobler kann man nicht Stern fahren: Mercedes-Maybach S600, ab 245.330 Euro.

Angetrieben wird der noble Zuckerguss von einem Zwölfzylinder-Kraftwerk mit 6 l Hubraum, das dem wuchtigen Eigengewicht von 2,3 t mit 530 PS und 830 Nm unter die Arme greift. So schafft man es doch noch in 5,0 Sek. auf 100 km/h. Während der Chauffeur also den Weg von der Dinnerparty nach Hause in Rekordzeit schafft, entspannt man derweil im über-

dimensionierten Fond, der serienmäßig über Executive-Sitze verfügt – die Rückenlehnen lassen sich um bis zu 43,5 Grad neigen, besser schläft man wohl auch in einem Privatjet nicht. Ob es dort silberne Champagnerkelche, beheizte Cupholder oder auch ein Panoramaglasdach mit elektrochromatischer Verdunkelung gibt, bleibt fraglich. Wer selbst das Ruder in die Hand nimmt, wird überrascht sein: Trotz der Länge und des Gewichts fährt sich der Mercedes-Maybach S 600 erstaunlich sportlich. Einlenkverhalten, Fahrwerk und Handling reichen, um auch auf der berühmtberüchtigten Nordschleife eine gute Figur zu machen. Die neue Über-SKlasse greift in Sachen Qualität und Verarbeitung die ganz Großen im Markt an, wie den Rolls-Royce Ghost oder den Bentley Flying Spur. Nur das Preisschild ist etwas kleiner: ab 245.330 Euro steht der Nobelhoblel in der eigenen Garage. Wem das nicht reicht, der kann sich mit schier unendlichen Extras so richtig austoben und den Basispreis gleich mal verdoppeln. www.daimler.com


R u n d u m s au to

Freitag, 16. Jänner 2015

automotivebusiness – 59

Autotest Euro NCAP stellte die sichersten Autos des vergangenen Jahres vor – dazu gehört u.a. die Benz C-Klasse

short

Euro NCAP: fünf Sterne nicht selbstverständlich

car2go wagt nun auch den Schritt nach China

© Daimler

Die Bestnote ist dabei nicht die Regel – bei kleinen Autos erhielt nur eines von 14 Modellen fünf Sterne. Moritz Kolar

Noch heuer sollen die Fahrzeuge in Chongqing auf die Straße kommen.

Chongqing. car2go plant die Erweiterung seiner Aktivitäten nach China. Der stationsunabhängige Carsharing-Service von Daimler wird in der Millionenmetropole Chongqing binnen Jahresfrist mit mehreren Hundert Smart Fortwo an den Start gehen, wie das Unternehmen ankündigte. Es ist der erste Schritt in den asiatischen Markt. Das Geschäftsgebiet wird voraussichtlich den erweiterten Innenstadtbereich der Metropole umfassen; die DaimlerTochter Moovel wird dazu eine eigene Tochterfirma in China gründen, die car2go zunächst in Chongqing betreiben wird. www.car2go.com

© Porsche (2)

Brüssel. Euro NCAP hat für einige Fahrzeugklassen die jeweils sichersten neuen Modelle des vergangenen Jahres ermittelt. Die höchsten Punkte in den Crashtests des European New Car Assessment Programme (europäisches Neuwagen-Bewertungs-Programm, dabei handelt es sich um eine Gesellschaft europäischer Verkehrsministerien, Automobilclubs und Versicherungsverbände) erzielten bei den Kleinwagen der Skoda Fabia, bei den kleineren Vans der Golf Sportsvan, bei den kompakten Familienautos der Nissan Qashqai und bei den größeren die Mercedes-Benz C-Klasse. Als sicherster Neuzugang bei den Kompakt-Geländewagen erwies sich der Land Rover Discovery Sport.

Familienwagen sicherer

Bei den Multi Purpose Vehicles wurde die Hälfte der Autos nur mit drei Sternen bewertet, der Golf Sportsvan erhielt die Bestnote.

Dass die Bestnote von fünf Sternen längst noch nicht selbstverständlich ist, unterstreichen zwei Zahlen: Laut Angaben von Euro NCAP erreichte bei den kleineren

Autos unter 14 getesteten Modellen nur der Fabia den Höchstwert. Bei den kleineren Multi Purpose Vehicles (MPV) erreichte die Hälfte der gecrashten Fahrzeuge sogar

ten alle Testautos fünf Sterne; sicherstes Auto mit alternativem Antrieb ist der Lexus NX, dicht gefolgt vom Tesla Model S. www.euroncap.com

Neue Avanti-Tankstellen bei Metro-Großmärkten Wien. Die Diskonttankstellenkette Avanti hat mit Jahresbeginn fünf neue Standorte auf Parkplätzen von Metro-Großmärkten in Linz, Graz, Langenzersdorf, Vösendorf und Rum bei Innsbruck eröffnet. „Durch die Errichtung der fünf neuen Tankomaten-Tankstellen ergeben sich für uns und unseren Partner Metro gute Synergieeffekte, von denen beide Seiten profitieren. Und die Kunden können nun gleich beim Einkauf schnell und zu immer günstigen Preisen auftanken“, sagt Alois Wach, Leiter des Avanti Tankstellengeschäfts. www.avanti.at

© Toyota

nur drei Sterne und nur der Golf Sportsvan den Spitzenwert. Anders sieht das bei den gehobeneren Klassen aus: Bei den „Großen Familienwagen“ erreich-

Sicherstes kleines Auto wurde unter 14 getesteten Modellen der Skoda Fabia.

Sicherstes Auto mit alternativem Antrieb wurde der Lexus NX vor dem Tesla Model S.

918 Spyder wird in Handarbeit gefertigt

VCÖ Spritpreisvergleich des Verkehrsclubs zeigt: Diesel und Benzin sind hierzulande überdurchschnittlich günstig

Wien. Österreich zählt beim Tanken zu den Diskontern in der EU. Während im EU-Schnitt 50 Liter Diesel 58,50 Euro kosten, sind es in Österreich 56 Euro, wie ein Spritpreisvergleich des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zeigt. Ähnlich ist es bei Eurosuper: Im EU-Schnitt kosten 50 Liter 61,50 Euro, in Österreich sind es 57 Euro. Grund dafür ist die in Österreich vergleichsweise niedrige Mineralölsteuer. Der

EU-weite Vergleich inklusive der Schweiz zeigt bei 50 Liter Diesel den höchsten Preis in Großbritannien mit 74,50 Euro, gefolgt von Italien mit 73,50 Euro. Dagegen ist das Tanken in Polen (48,50 Euro), Litauen (50 Euro) und Luxemburg (50 Euro) am billigsten. Allerdings wird auch das Tanken im Inland immer teurer: In den vergangenen zehn Jahren um rund 20 Prozent, die ein aktueller Ver-

gleich der APA (siehe auch Grafik unten) zeigt. Der Preisanstieg bei Treibstoffen entspricht damit in etwa der allgemeinen Teuerung. So kostete Diesel im Jahr 2005 im Schnitt 0,852 Euro, mit Stichtag 7. Jänner lag der Preis bei 1,104 Euro. Bei Benzin betrug der Literpreis vor zehn Jahren 0,903 Euro, zuletzt mussten Autofahrer dafür 1,127 Euro bezahlen. Während die Motoren sparsamer werden, stei-

gen aufgrund der Komfort- und Sicherheitseinrichtungen die Eigengewichte der Autos stetig an – befeuert vom Trend zu SUV, die aufgrund des Allradantriebs und des leicht geländefähigen Fahrwerks noch schwere als „klassische“ Pkw sind. Gleichzeitig werden die Fahrzeuge immer stärker: In Deutschland hatte ein Pkw vor 20 Jahren im Schnitt 95 PS, nun sind es 140 PS. www.vcoe.at

© Porsche

In Österreich tankt es sich deutlich billiger

918 Spyder: Die auf 918 Stück limitierte Kleinserie ist bereits verkauft.

Stuttgart. Der deutsche Sportwagenbauer Porsche geht bei der Fertigung des 918 Spyder neue Wege: Mitten im Werk 2 in Stuttgart-Zuffenhausen wird in einer 4.000 Quadratmeter großen Manufaktur das Fahrzeug von rund 100 ausgewählten Mitarbeitern in Handarbeit zusammengesetzt. Der Supersportwagen in Kleinserie verfügt dank zweier Elektroantriebe und einem V8-Sportmotor über eine Systemleistung von 652 kW/ 887 PS. Innerhalb eines Jahres ist die auf 918 Stück limitierte Auflage, die noch bis Mitte 2015 produziert wird, komplett verkauft worden. www.porsche.com


I n n ovati on & U m we lt

60 – automotivebusiness

Freitag, 16. Jänner 2015

Studie Die Boston Consulting Group hat die Marktpotenziale autonomer Fahrfunktionen unter die Lupe genommen

short

Autopilot-Systeme werden zum Milliarden-Markt

Toyota lässt Konkurrenz an Patenten teilhaben

© Toyota

Bereits 2025 soll das Marktvolumen bei 35,5 Mrd. Euro liegen, bis 2035 soll es auf 65,2 Mrd. Euro steigen. Moritz Kolar

CES 2015: Senior Vice President Bob Carter mit dem Toyota Mirai.

Düsseldorf. Die Vision vom autonomen Fahren rückt in greifbare Nähe. Bereits für 2017 sind teilweise autonome Fahrzeuge mit Autobahn- und Stau-Autopiloten geplant. Stadt-Autopiloten sollen ab 2022 auf den Markt kommen, vollständig autonome Fahrtechnologien ab 2025 verfügbar sein. Dies sind einige der wichtigsten Ergebnisse der neuen Studie „Back to the Future: The Road to Autonomous Driving“ der Boston Consulting Group (BCG). Dafür hat BCG 1.500 Verbraucher in den USA zu ihrem Fahrverhalten und ihren Wünschen bezüglich autonom fahrender Autos befragt. Zudem wurden mehr als 100 Industrieexperten in die Studie involviert.

Las Vegas. Mit einem außergewöhnlichen Schritt will Toyota die Einführung der Brennstoffzellentechnologie beschleunigen: Im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der Unterhaltungselektronikmesse CES kündigte Bob Carter, Senior Vice President of Automotive Operations bei Toyota Motor Sales USA, an, der Industrie fast 6.000 Patente, die im Zusammenhang mit wasserstoffangetriebenen Fahrzeugen stehen, bis 2020 gebührenfrei zur Verfügung zu stellen. „Wir bei Toyota sind der Meinung, dass, wenn gute Ideen geteilt werden, großartige Dinge passieren können“, begründete Carter die Initiative. www.toyota.com

„Autonome Fahrtechnologie hat ein enormes Innovations- und Marktpotenzial für die Automobilhersteller sowie deren Zulieferer. Wir erwarten 2035 eine Penetration von 25 Prozent, was massive Implikationen auf Autos, Verkehr und Infrastruktur haben wird“, sagt Nikolaus S. Lang, Senior Partner und Experte für Automotive Technology bei BCG in Deutschland und Österreich. Jeder zweite Teilnehmer an der BCG-Studie gab an, er sei an Autopilot-Funktionen stark interessiert und wolle wahrscheinlich in den kommenden fünf bis zehn Jahren ein Auto kaufen, das teilweise oder vollständig autonom fahren kann. Ein Fünftel der Konsumenten wären außerdem bereit, einen Aufpreis bis zu 5.000 USD (rund 4.200 €) für AutopilotFunktionen zu bezahlen.

VW setzt im Golf ganz auf Touchscreens Las Vegas. Volkswagen experimentiert auf der Technikmesse CES mit einem Cockpit voller Touchscreens. Im Modell Golf R Touch sind drei berührungsempfindliche Bildschirme im Armaturenbrett verbaut und ersetzen dort sämtliche Knöpfe und analoge Anzeigen. Herzstück ist ein Touchscreen zur Steuerung von Unterhaltungsanlage und Bordcomputer mit einer Bildschirmdiagonale von 12,8 Zoll. www.volkswagen.com

Honda-Tempomat sagt Spurwechsel voraus

Innovationsschub geplant

© Honda

Die breite Einführung der Autopilot-Technologie verspricht große wirtschaftliche Vorteile und wird – das zeigen die BCG-Analysen – zu einem Innovationsschub in der gesamten Automobil- und Zulieferbranche führen. Die anfänglichen Kosten für sensorbasierte autonome Fahrfunktionen werden bei den Autoherstellern – je nach Umfang der Fahrautonomie – mit etwa 1.500 bis 7.000 USD pro Fahrzeug (1.270 bis 5.930 €) zu Buche schlagen. In den ersten zehn Jahren nach Markteinführung werden diese Kosten aber laut Einschätzung der Boston Consulting Group deutlich um vier bis zehn Prozent pro Jahr zurückgehen. Bis 2025 er-

Tokio. Der japanische Automobilhersteller Honda führt das weltweit erste vorausschauende Geschwindigkeitsregelungssystem ein, das das Einscheren anderer Fahrzeuge auf die eigene Fahrspur vorhersagen kann und bei Bedarf die Geschwindigkeit entsprechend herunterregelt. Der adaptive Tempomat i-ACC (Intelligent Adaptive Cruise Control) verwendet eine Kamera und Radar, um die Position anderer Fahrzeuge zu lokalisieren und arbeitet mit einem Algorithmus, der Fahrzeugbewegungen vorhersagen soll. Dieser Algorithmus basiert auf dem typisch europäischen Fahrverhalten und soll laut Honda die Wahrscheinlichkeit eines Spurwechsels anderer Autos bis zu fünf Sekunden vorher erkennen; Premiere hat i-ACC in diesem Jahr im CR-V. www.honda.com

Daimler-Chef Dieter Zetsche präsentierte auf der CES einen selbstfahrenden Prototypen, der bald auf die Straße kommen soll.

warten die Autoren der Studie ein Marktvolumen von etwa 42 Mrd. USD (35,5 Mrd. €) für AutopilotFunktionen; im Jahr 2035 sollen es 77 Mrd. USD (65,2 Mrd. €) sein.

Automobilbauer profitieren Davon werden der Studie zufolge sowohl Automobilbauer als auch Zulieferer profitieren. „Fahrzeuge werden sich zukünftig stark durch intelligente Software unterscheiden und können individuell auf den Konsumenten zugeschnitten werden“, erläutert Nikolaus Lang. „Autohersteller, die heute in innovative Fahrerassistenzsysteme, autonome Fahrtechnologie und intelligente Vernetzung von Fahrzeugen investieren, werden in den nächsten fünf bis zehn Jahren einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung haben.“

Busse, U-Bahnen und Taxis künftig Konkurrenz durch selbstfahrende „Robo-Taxis“ erhalten werden; diese Fahrzeuge können Personen bis zu 35% günstiger befördern als herkömmliche Taxis.

Vertrauen aufbauen Die Studie prognostiziert außerdem, dass autonome Fahrzeuge bis zum Jahr 2035 großflächig im Straßenverkehr zum Einsatz kommen. In klar definierten Ver-

„Autonome Fahrtechnologie hat ein enormes Innovationsund Marktpotenzial für

Kfz-Bestand wird reduziert

die Automobilhersteller

Darüber hinaus wird das autonome Fahren den Trend zum sogenannten Car- und Ridesharing beschleunigen und dadurch die Zahl der Fahrzeuge weltweit insbesondere in den Städten deutlich reduzieren. Simulationen in New York City und Shanghai zeigen, dass öffentliche Transportmittel wie

sowie deren Zulieferer.“ Nikolas S. Lang, BCG

kehrsbereichen von Großstädten könnten selbstständig fahrende Taxis bereits in den 2020er-Jahren

Anwendung finden. „Die Technik für autonom fahrende Fahrzeuge ist schon heute weit ausgereift und einsatzfähig. Allerdings brauchen wir klare politische Rahmenbedingungen und weitere deutliche Kostensenkungen. Zudem müssen wir das allgemeine Vertrauen der Menschen in die autonome Fahrtechnologie stärken, um eine schnellere und breite Markteinführung zu erreichen“, erklärt Thomas Dauner, Senior Partner und Leiter der globalen Automotive Practice bei BCG.

Versicherer springt auf Erste Hersteller beginnen sich bereits auf dieses Zukunftsszenario einzustellen, wie ein Blick auf die Elektronikmesse CES zeigt. Und auch die Allianz ließ zuletzt mit einem Vorstoß in diese Richtung aufhorchen; demnach will der Versicherer schon bald einen Versicherungsschutz für selbstfahrende Autos anbieten. Das sagte Allianz-Manager Alexander Vollert dem Focus. „Für uns wird sich dabei allerdings die Risikoeinschätzung ändern. Das Risiko verlagert sich vom menschlichen Fehler seitens des Fahrers zum Entwickler“, so Vollert. www.bcg.at

© APA/EPA/Jens Wolf; dpa/Bernd Thissen

Das neue System wird noch dieses Jahr erstmals im CR-V verbaut.

© APA/EPA/Larry W. Smith

Wachstumsperspektiven

Autopassagiere könnten mit der Autopilot-Funktion die Wegzeiten besser nutzen …

… zudem würde – so das Ziel – die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer steigen.


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inside your business. today.

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Congress Casino Baden

Casino arbeitet auf Hochtouren an der Zertifizierung als „Green Location“ Seite 62

© Panthermedia.net

© Congr. Casino Baden

destination tourismus report 2015

Reise-Profis erklären, wie Reisende ticken und was im Marketing zählt Seite 63

eurotours koop mit der deutschen post © Roland Mühlanger

Ferien-Messe Wien als Treffpunkt für die Profis

© Miguel Dieterich

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Schladming. Die steirische Urlaubsregion SchladmingDachstein präsentiert sich auch neben den Pisten als TopDestination. Hier kehren Gäste bei Hüttenwirten ein, deren Angebot zu den besten aller europäischen Skigebiete zählt. Das ergab die Studie „Best Ski Resort 2014“. Vom 7. bis 14. März dreht sich unter dem Titel „Snow & Beef“ kulinarisch alles um das Beste vom Rind. Auf der Krummholzhütte am Hauser Kaibling, der Schafalm auf der Planai und auf der HochalmReiteralm finden winterliche Grillfeste statt. schladming-dachstein.at

© Reed Exhibitions Messe Wien / www.christian-husar.com

© Schladming-Dachstein/Tom Lamm/ikarus.cc

Wien. Der Verband der österreichischen Geschäftsreise-Industrie, die austrian business travel association (abta), zeichnet mit dem symbolischen „Kaktus des Jahres“ ein Ärgernis aus, das die Businessreisenden im abgelaufenen Jahr am meisten belastet hat. „Für 2014 war das Ergebnis eindeutig: Für 54% waren die Pilotenstreiks die größte Zumutung im abgelaufenen Jahr, gefolgt von Extragebühren für Gepäck, Roaminggebühren im Ausland und große Flugpreisunterschiede“, so abta-Präsident Hanno Kirsch (Bild oben). www.abta.at

Österreichs größte Tourismus-Messe Die Ferien-Messe Wien überzeugt mit rund 700 Ausstellern aus mehr als 70 Ländern als Branchenplattform und lockt seit Jahren immer mehr Fachbesucher aus dem In- und Ausland an. Seite 62 ÖRV Individualität, Erlebnis und Sicherheit stehen bei den Österreichern beim Urlaub im Sommer 2015 im Mittelpunkt

Kitzbühel. Die „Gamsstadt“ hat sich mittlerweile als Gastgeber internationaler Kongresse etabliert. „Bei uns verbinden sich eine wunderbare Landschaft und Lifestyle mit Tradition und sportlichen Hochleistungen. Teilnehmer finden hier die Ruhe, um neue Gedanken zu fassen und die Motivation, ihr Bestes zu geben“, so Signe Reisch, Präsidentin Kitzbühel Tourismus. kitzbuehel.com

Wien. Mit Beginn der Ferien-Messe startet der Österreichische ReiseVerband (ÖRV) auf allen wichtigen Radiosendern österreichweit mit neuen Spots die Imagekampagne „Wir machen Urlaub – perfekt“. „Im Mittelpunkt stehen humorvolle Geschichten im Zusammenhang mit Reisen, die aufmerksam machen, dass es sich lohnt, im Reisebüro zu buchen“, so Josef Peterleithner, ÖRV Präsident. Erste Prognosen für den Sommer 2015 können bereits abgegeben werden. „Nach wie vor liegt die Veranstalterreise als die komfortabelste

Möglichkeit, einen sorglosen Urlaub zu verbringen, voll im Trend“, so Peterleithner.

Griechenland und Spanien Als Lieblingsdestinationen der Österreicher zeichnen sich vor allem Griechenland und Spanien ab; auch die Türkei und Ägypten werden wieder Top-Destinationen sein. Bei den kleineren Zielen punkten Zypern, Portugal und Marokko. Im Fernreisebereich geht der Trend in Richtung Dominikanischen Republik, Malediven, Thailand, Karibik, V.A.E. und Nordamerika.

Im Kreuzfahrtenbereich wird die starke Nachfrage vom Vorjahr auch 2015 fortgesetzt. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass 2015 an die 150.000 Österreicher eine Kreuzfahrt machen werden; dieser touristische Bereich punktet auch durch neue, moderne Schiffe und neue Preisgestaltungssysteme. Gemäß dem Trend „Erfüllung eines Lebenstraums“ boomen daher neben Kreuzfahrten im Mittelmeer oder in der Karibik auch entlegene Ziele wie Arktis oder Antarktis. Auch bei Familien sind Kreuzfahrten jetzt sehr gefragt. www.oerv.at

© Costa Kreuzfahrten

© Kitzbühel Tourismus/Medialounge

Österreicher setzen auf Veranstalterreisen

Im Kreuzfahrtenbereich wird die starke Nachfrage auch 2015 fortgesetzt.


c ov e r

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Kommentar

4,5 Mio. Deutsche sind Diebe im Hotel

Freitag, 16. Jänner 2015

Ferien-Messe 2015 An diesem Wochenende zeigen 700 Aussteller aus 70 Ländern in der Messe Wien ihre Angebote

Starke Fachbesuchertage für die Tourismus-Profis

Das Partnerland Thailand, die Partnerregion Tirol & die Partnerairline Austrian Airlines stellen sich vor. dino silvestre

georg biron

N

Wien. Die Ferien-Messe Wien in der Messe Wien und die zeit- und ortsgleich stattfindende Vienna Autoshow bilden gemeinsam den mit Abstand besucherstärksten Messeevent in der Messe Wien und im Portfolio von Organisator Reed Exhibitions Messe Wien. So frequentierten mehr als 151.000 Besucher die vergangene Ausgabe der beiden Messen im Jänner 2014. Die Ferien-Messe Wien fungiert zugleich als Österreichs größte Tourismus-Publikumsmesse und lockt immer mehr Fachbesucher aus dem In- und Ausland an. Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien hat aus dieser Entwicklung nun die Konsequenzen gezogen und die bisherigen CSR-Tage bei der aktuellen Ferien-Messe Wien vom 15. bis 18. Jänner 2015 als eigene Fachbesuchertage deklariert.

„Aufgrund der Präsenz von Hunderten Ausstellern sind viele Branchenprofis aus Tourismus, Hotellerie und Gastronomie anwesend“, erklärt Matthias Limbeck, Geschäftsführer von Organisator Reed Exhibitions. „Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, aufbauend auf den Erfahrungen mit den bisherigen ‚CSR‘-Tagen, diesen Zielgruppen ein speziell maßgeschneidertes Fachprogramm zu bieten, das tiefer in die Materie und in die für die Branche relevanten Themen eintaucht; damit wird den Branchenprofis ein substanzieller Mehrwert vermittelt.“ „Ausgehend von der Aufgabe, Brücken zwischen touristischer Forschung und Praxis zu schaffen, den Wissensaustausch zwischen diesen Bereichen zu fördern, sehen

Partnerland Ungarn

Congress Casino Baden Historisches Gebäude muss sich für Umwelt neu aufstellen

Linz. Die Ferien-Messe Linz, der Event für Urlaub, Reisen, Freizeit, Genuss und gesundes Leben, findet heuer vom 22. bis 24. Jänner im Design Center statt. Partnerland der Ferien-Messe Linz ist Ungarn, das seine touristischen Highlights am Messestand vorstellt und gleichzeitig nebenan bei der Spirit Lounge zum Verkosten ungarischer Köstlichkeiten einlädt. Das Beste aus Küche & Keller bietet die zeitgleich stattfindende Messe GeschmackSache2015; die Kulinarik-Show hat sich dem Bereich PremiumClass-Ernährung verschrieben. Qualitativ hochwertige Lebens& Nahrungsmittel werden von Gastronomen, Produzenten und Landwirten präsentiert. Bekannte Winzer, Bierbrauer aber auch Destillateure servieren edle Tropfen. Best Ager, also Messebesucher der Generation 60+, sind in der neuen Themenwelt „Senior aktiv“ bestens aufgehoben. www.ferien-linz.at

Österreichs größte Tourismus-Messe: Der Fokus liegt auf Innovationen, Know-how-Transfer, Weiterbildung und Networking.

wir in den Fachbesuchertagen eine großartige Möglichkeit für alle Interessierten, sich zu vernetzen und Inputs zu aktuellen Themen zu bekommen“, so Mira Oberkofler, Mitglied im Organisationskomitee von Reed Exhibitions und Generalsekretärin der Österreichischen Gesellschaft für angewandte Forschung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft (ÖGAF). Sie erhofft sich „spannende Dialoge und Meinungen, die neue Denk- und Forschungsrichtungen anstoßen“. Als Rückzugsort vom geschäftigen Treiben auf der „Ferien-Messe Wien“ für Experten, Aussteller und Fachbesucher gibt es eine Tourismus-Lounge, die Gelegenheit zum Gedankenaustausch und zur Kontaktpflege bieten soll.

Die Ferndestination Thailand ist das Partnerland der Ferien-Messe. Dazu Kathrin Jindra, Marketing Managerin der österreichischen Repräsentanz des Thailändischen Fremdenverkehrsamts: „Thailand punktet mit einem einzigartigen Preis-Leistungsverhältnis. Wir werden die Vielfalt des Landes mithilfe seiner Kulinarik, Kultur und Wellnessangeboten den Messebesuchern vorstellen.“

Günstiges Kombi-Ticket Als Partnerregion konnte das drittgrößte Bundesland, Tirol, gewonnen werden. „Wir stellen hier den Tiroler Bergsommer mit seinen Aushängeschildern Adlerweg und Bike-

Tagungen mit gutem Gewissen Baden bei Wien. Ein großer Anteil der Veranstaltungen im Congress Casino Baden sind mehrtägige Kongresse und Konferenzen. Sie sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Baden. Diese Veranstaltungen hinterlassen aber auch einen nicht unerheblichen „ökologischen Fußabdruck“. Es gibt aber Möglichkeiten, die problematische Öko-Bilanz zu verbessern.

- Abfallvermeidung und umweltfreundliche Abfallentsorgung - Der gastronomische Partner (im Congress Casino Baden ist das der Caterer Cuisino) achtet auf hohe Qualität, Saisonaliät und Regionalität der Lebensmittel und bietet ein die Ressourcen schonendes Management. Das Congress Casino Baden will als „Green Location“ zertifiziert werden. Allerdings ist es in

einem historischen Gebäude sehr schwierig, die Anforderungen des Umweltministeriums zu erfüllen, wie Ursula Winter, Sales & Marketing, weiß: „Derzeit können wir für ‚Green Meetings‘ und ‚Green Events‘ vieles beitragen, sodass schon etliche Kongresse ‚green‘ durchgeführt werden konnten, wie z.B. der Österreichische Chirurgentag oder die Convention4U.“ www.ccb.at

Die Ressourcen schonen Viele Menschen, die privat verantwortungsvoll mit der Umwelt und ihren Ressourcen umgehen, haben als Gäste bei Veranstaltungen darauf keinen Einfluss. Außer sie können an Veranstaltungen mit dem Umweltzeichen unter dem Titel „Green Meeting“ oder „Green Event“ teilnehmen. Denn dabei gehen die Veranstalter und Eventlocations mit folgenden Bereichen nachhaltig und verantwortungsvoll um: - Regionale Wertschöpfung und Sozialverträglichkeit - Umweltschonende An- und Abreise statt Verkehrslawinen

© Congress Casino Baden

Ferien-Messe auch in Linz

Aktuelle Inputs nützen

© Reed Exhibitions Messe Wien/www.christian-husar.com

och nie war Reisen so günstig wie heute. Dennoch scheinen viele Touristen der Meinung zu sein, dass ihnen vor allem im Hotel mehr zusteht, als auf der Rechnung ausgewiesen wird. Geahnt hat man es schon lange, jetzt haben wir’s Schwarz auf Weiß: Der Diebstahl aus Hotelzimmern ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern längst ein Massendelikt; das belegt eine Umfrage des Online-Reiseportals Travel24.com. Das Ergebnis: 4,5 Mio. deutsche Reisende sind Diebe, der Gesamtschaden beziffert sich auf rund 37 Mio. Euro. Laut Umfrageergebnis finden sich zwei Drittel (65%) der befragten deutschen Hoteldiebe in der Altersgruppe der 14- bis 44-Jährigen. Beim Bildungsgrad überrascht, dass die Hotelgäste mitnahmefreudiger sind, wenn sie höher gebildet sind. Über die Hälfte der in der Umfrage geständigen Hoteldiebe gab an, sie hätten einen hohen deutschen Bildungsabschluss – nämlich die Hochschulreife. Deutsche mit niedrigerem Bildungsabschluss stehlen hingegen am wenigsten; hier sagten nur neun Prozent, sie hätten in den vergangenen zwei Jahren in Hotels gestohlen. Besonders beliebt sind Vier Sterne-Hotels (47%), rund 35% wählen die Drei Sterne-Kategorie. In den Fünf- und Sechs Sterne-Häusern schlagen zusammen „nur“ 10% zu.

Das Congress Casino Baden arbeitet an der Zertifizierung als „Green Location“.

schaukel Tirol in die Auslage“, erklärt Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung. Ebenfalls unterstützt wird die Ferien-Messe Wien durch Österreichs National Carrier Austrian Airlines, der die Fachbesuchertage „powered“ und sich als Flugverbindung nach Bangkok empfiehlt. Wie in den Vorjahren sind auch heuer wieder die Ferien-Messe Wien (in den Hallen A und B der Messe Wien beim Prater), die Vienna Autoshow (in den Hallen C und D) sowie die Cook & Look (in Halle B) mit einem gemeinsamen KombiTicket zwischen 9:00 und 18:00 Uhr zugänglich. Das Online-Ticket um 10 € ist unter www.ferien-messe.at/besucher/ticket/ erhältlich. www.ferien-messe.at

Umweltzeichen Herrenhof

Steigenberger: Green Meetings

Wien. „Umweltschutz beginnt bei jedem einzelnen!“ Gemäß der Devise, dass jeder Mensch in der Lage ist, etwas Sinnvolles für die Umwelt zu tun, hat sich das Wiener Steigenberger Hotel Herrenhof entschlossen, ab sofort alle Tagungen, Konferenzen und Veranstaltungen im Hotel „grün“ und CO2-kompensiert durchzuführen. Als Träger des Österreichischen Umweltzeichens und mit dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 zertifiziert, setzt das Innenstadthotel Maßnahmen, um einen Beitrag zum Erhalt natürlicher Ressourcen zu leisten. Ausgeklügelte Gebäudetechnik (HeizungKühlung, 100% Strom aus Wasserkraft, Wasserspartechnik), Verwendung von Bio- & regionalen Produkten, eigene Honigproduktion, Filtrationsanlage für Wiener Hochquellwasser, Mülltrennung sowie Abfallreduzierung sind nur einige Beispiele für die Nachhaltigkeit von Meetings & Incentives im Herrenhof, das als erstes Hotel in Wien „Green Meetings“ anbietet. de.steigenberger.com/Wien


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Tourismus Report 2015 Deutsches Zukunftsinstitut untersucht in aktueller Publikation die neuesten Entwicklungen auf den globalen Reisemärkten

Sehnsucht nach Individualität alice hefner

Frankfurt/Main. „Ob HD oder 3D, Smartphone oder YouTube – wir leben im Zeitalter von Bildern statt Text. Erfolgreiche Werbung und Kundenansprache funktioniert heute zunehmend über visuelles Storytelling statt mit langen Textblöcken. Die visuelle Kommunikation muss auch über mobile Endgeräte angeboten werden. Denn mehr als je zuvor wird situativ, ad hoc und im Ist-Zeit-Zustand entschieden“, so Tourismusexpertin Susanne Eckes über nötige Marketingmaßnahmen.

den. Etwa auf Festivals. Oder beim Meditieren auf Geschäftsreisen, wie es das Jivamukti Yoga Center in Schloss Elmau ermöglicht. „Touristiker, die immer noch auf statische Webseiten setzten, verpassen die Chance, die boomende Reisegruppe der Millennials für sich zu gewinnen, da ihr Entscheidungs-, Buchungs- und Bewertungsverhalten sich stark von dem vergangener Reisegenerationen unterscheidet“, so Anja Kirig im aktuellen „Tourismus Report 2015“ (120 Seiten, 160,50 €). Der Tourismus Report stellt außerdem Trendphänomene vor, die branchenübergreifend Gewicht

haben: „Dronism“ beschreibt die Einsatzfelder von Drohnen im Tourismus, „De-Curating“ die Lust der Verbraucher an Listen und Bewertungsportalen, der Trend „Sportivity“ zeigt das Grundbedürfnis nach Bewegung, und „Quinoa-Tours“ ist die vielversprechende Mischung aus neuen Werten und Innovationen in den Anden-Ländern.

Stiefkind der Reiseindustrie Trotz des Megatrends Gesundheit kam der Medizintourismus bisher nicht aus seiner Nische heraus, er war entweder im Gesundheitssektor zu Hause oder hat sich

als „Wellness für Fortgeschrittene“ offenbar selbst nicht ganz ernst genommen und blieb ein Stiefkind der Reiseveranstalter. Dabei ermöglicht die fortschreitende Globalisierung eine länderübergreifende Inanspruchnahme umfangreicher ärztlicher Behandlungen auf hohem Niveau. Für die Tourismusbranche ist das ein Zukunftsmarkt, kann sie doch als Expertin künftig die Rolle des Strategen einnehmen, an den sich die Reisenden zuerst wenden, wenn es um die Wahl der medizinischen Reisedestination geht. www.zukunftsinstitut.de/ artikel/tourismusreport2015

© Panthermedia.net/Hongqi Zhang

Susanne Eckes und Anja Kirig erklären, wie Reisende von morgen ticken und was im Marketing zählt.

Medizintourismus: Die Nachfrage wächst und bringt neue Herausforderungen.

Erlebnisse sind wichtig Individualität ist zum Normalzustand geworden. Mehr als das individuelle Setting zählt für den Reisenden der Zukunft das individuelle Erlebnis – und das kann auch in der Gruppe gewonnen wer-

MeinFernbus FlixBus

Kurs auf Europa Berlin/München. Die beiden deutschen Fernbus-Reiseanbieter MeinFernbus und FlixBus schließen sich zusammen und verbinden ihre Streckennetze. Die beiden Unternehmen decken schon jetzt die Hälfte des Marktes ab und wollen mit der Fusion künftig noch schlagkräftiger werden. Ziel ist v.a. der Ausbau von internationalen Fahrten. „Wir bündeln unsere Stärken zu einem gemeinsamen Ziel und nehmen jetzt Kurs auf Europa“, zeigt sich FlixBus-Gründer Jochen Engert zuversichtlich. MeinFernbus-Gründer Torben Greve strebt unterdessen eine dichtere Taktung der Fahrten und mehr Expressverbindungen an. Die Liberalisierung des Fernbusmarkts hat die Beförderungszahlen stark in die Höhe geschraubt. MeinFernbus hat 2014 rund 7,2 Mio. Fahrgäste befördert, FlixBus immerhin 3,5 Mio. Im Rahmen der angebotenen Fahrten in Kilometern hatte MeinFernbus laut IGES Institut Anfang Dezember einen Marktanteil von 46%, Flixbus lag mit 29% auf Platz zwei vor den Busmarken der Deutschen Bahn, die mit Berlinlinienbus und IC Bus zehn Prozent erreicht haben. Kartellrechtliche Bedenken gibt es vonseiten der Behörde nicht – aus gutem Grund: Verglichen mit Flugzeug, Auto und Bahn, deckt der Bus nur einen kleinen Teil des Fernverkehrsmarkts ab. www.meinfernbus.de www.flixbus.de

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In Deutschland verreisten im Jahr 2014 etwa 20 Mio. Menschen mit dem Bus.

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Hotel Baur au Lac Die neu gestaltete Halle erinnert wieder an ihre glanzvollen Ursprünge um die Jahrhundertwende

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Hotelhalle als Treffpunkt

Karibikkreuzfahrten mit modernem Katamaran

Kunsthandwerker & Lichtspezialisten mit rund 130 Mitarbeitern waren mit Renovierung beschäftigt. © Meier’s Weltreisen

Zürich. Die geschichtsträchtige Hotelhalle „Le Hall“ des Baur au Lac, das Herzstück des Hauses, war seit der Hoteleröffnung 1844 die Bühne für viele Begegnungen: Die Friedensforscherin Bertha von Suttner überzeugte den schwedischen Industriellen Alfred Nobel von der Notwendigkeit des Friedensnobelpreises. Kaiserin Sisi trank ihren Nachmittagstee, Walt Disney holte sich Inspirationen für einen Comic, und Marc Chagall machte Skizzen. Jetzt erstrahlt die Halle nach Neugestaltungen und Restaurationen in neuem „Retro“-Glanz. Das Designkonzept ist eine Hommage an die verschiedenen Stilepochen, die das Hotel durchlebte. „Beim Eintritt in ‚Le Hall‘ wird das Auge wie von einem Magneten auf zwei neue Werke der amerikanischen Künstlerin Pat Steir gezogen. Ihr von freier Hand geführter

Mit Meier’s Weltreisen lässt sich die karibische Inselwelt entdecken.

Salzburg. Pures Karibikfeeling genießen die Gäste von Meier’s Weltreisen auf der neuen Katamarankreuzfahrt „Inselträume al Gusto“. Einsame Buchten, azurblaues Wasser und jeden Tag eine neue Insel, die es zu entdecken gilt. Das Paket „Inselträume al Gusto“, eine Katamarankreuzfahrt ab/bis St. Martin mit sieben Übernachtungen in der Doppelkabine, Vollpension und lokale Getränke, Kajaks, Angelund Schnorchelausrüstung ist ab 1.299 € p.P. buchbar - als neuntägige Pauschalreise inkl. Flug ab/bis Deutschland kostet die Tour ab 2.479 € p. P. www.meiers-weltreisen.at

Silvia und Horst Leibacher bieten bunte Authentizität und Reiselust.

München. Pünktlich zum 20-Jahre-Jubiläum bringt der Reiseanbieter das Magazin ReiseWelten heraus, das einen Blick hinter die Kulissen gewährt und Lust auf die nächste Urlaubsreise machen soll. Gezeigt werden Reisen aus dem Portfolio von Lotus Travel Service. Doch auch Nachhaltigkeit und kulturell sensitives Reisen sind ein Thema. So setzt man sich für in Armut lebende Kinder, geistig behinderte Menschen und unterdrückte Frauen in Indien ein. www.lotus-travel.com

„Le Hall“ des Hotels Baur au Lac wird zum Treffpunkt der kosmopolitischen Boheme.

tung an einen lichtdurchfluteten Wintergarten. Verschiedene Renovierungen hatten den Raum verändert, um sich den Bedürfnissen der jeweiligen Zeit anzupassen. Das ursprüngliche helle Ambiente ging beispielsweise durch den

Einbau von dunklen Holzvertäfelungen verloren. Als Dekorelemente unterstreichen deckenhohe Bäume die Erinnerung an das frühere Wintergartenflair. Kunstgegenstände unterstreichen das wohnliche Ambiente. www.bauraulac.ch

Betreutes Wohnen und Pflege in der Ferne

© Panthermedia.net/Chantal Ringuette

Monte Plata. Nach aktuellen Zahlen der deutschen Rentenversicherung leben von 25 Mio. deutschen Rentnern mehr als 200.000 dauerhaft im Ausland. Viele Senioren reisen auch über die Wintermonate in das warme Ausland und entfliehen auf diese Weise der Kälte in Deutschland. Die beliebtesten Ziele sind neben Spanien und den USA auch exotische Ziele wie die Dominikanische Republik.

Rancho Taino Bungalows

Wohnen im Alter in der Karibik: Immer mehr Rentner zieht es ins Ausland.

Aber auch im Pflegefall kann das Ausland eine Alternative sein. Die Nachfrage nach betreutem Wohnen und Pflegeangeboten in den „paradiesischen Regionen“ wie z.B. der Dominikanischen Republik ist

in den letzten Jahren enorm gestiegen. Grund dafür sind die in Europa für manche unbezahlbaren Pflegeheime. Dazu Mustafa Cesmeci, GF und Initiator der Einrichtung Rancho Taino in Monte Plata in der Dominikanischen Republik: „Im Ausland zahlt die Pflegeversicherung zwar nicht die volle Leistung wie in Deutschland, sondern nur das deutlich geringere Pflegegeld, aber dieser Betrag ist im Vergleich zu den Aufenthaltskosten, die bereits mit 990 € im Monat zu decken sind, deutlich weniger. Der Patient spart bei Belegung der 30 m2 großen Bungalows und 365 Tage Sonne etwa 50% der Kosten.“ www.ranchotaino.com www.wohnen-im-alter.de

Sommer 2015 Neue Rundreisen für die Destinationen Mexiko, Thailand, Kuba, Sri Lanka und Bali als Buchungsanreiz

alltours baut Rundreisen in der Ferne aus Düsseldorf. „Unsere Gäste möchten gerade exotische und weit entfernte Länder sehr intensiv kennenlernen“, so alltours-Chef Willi Verhuven. „Diesen Trend unterstützen wir mit unserem Rundreisen-Angebot. So können die Teilnehmer tief in das jeweilige Land mit seiner Kultur, Geschichte und seinen Menschen eintauchen.“

Auf der fünftägigen Tour „Faszinierendes Bali“ erleben alltoursGäste Kultur und Natur; auf dem Programm stehen u.a. ein Besuch des Mengwi Tempels, ein Inselausflug, Ubud und der Affenwald. Der letzte Abend endet mit einem unvergesslichen Sonnenuntergang am Tanah Lot Tempel. Für Entdecker, die es etwas kürzer mögen, bietet alltours die Rundreise „Bali-Impressions“.

Sehr viel Abwechslung Auf Kuba können Aktivurlauber im Sommer 2015 bei alltours zwischen zwei Rundreisen wählen. Neu dabei ist die Jeep Safari: In Geländewagen geht es durch das Hinterland Kubas zu den schönsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Die achttägige Rundreise ist mit Strand- und Stadthotels kombinierbar. Damit können Gäste zuerst Havanna entdecken und anschließend auf Rundreise gehen – oder das Landesinnere erleben und danach einen Badeurlaub an einem der Traumstrände Varaderos genießen. Diese Rundreise ist ab 893 € pro Person verfügbar.

Trotz der kürzeren Reisedauer müssen Gäste auf nichts verzichten. Königsgräber, Vulkane, Wasserfälle – das Beste von Bali innerhalb von drei Tagen. Die Rundreisen in Asien bestechen durch kilometerlange Strände, traumhafte Blicke über Reisfelder und Teeplantagen und eine faszinierende Kultur. In Thailand werden im Sommer zwei Rundreisen durch den

© Panthermedia.net/Mihtiander

© Lotus Travel Service

Lotus Travel Service mit neuem Magazin

Kracht weiter: „Seit der Eröffnung des Baur au Lac ist die Hotelhalle ein Forum der Zürcher Gesellschaft, quasi der Treffpunkt sowohl für Einheimische als auch für kosmopolitische Gäste des Traditionshauses. Die neue ‚Le Hall‘ wird diese Tradition fortsetzen, indem sie jetzt auch die heutige, weniger formale Generation anspricht.“ Die 170-jährige Geschichte des Baur au Lac geht weiter. Die neu gestaltete Halle erinnert wieder an ihre Ursprünge um die Jahrhundertwende, mit der Anmu-

Dominikanische Republik Tourismusinitiative konzentriert sich auf Rentner und Pflegebedürftige aus EU-Ländern

Frühbuchen lohnt sich: Rundreisen günstiger Salzburg. Wer Urlaub in Asien machen und dabei Geld sparen will, kann sich über das neue Frühbucher-Angebot von Dertour freuen. Der Reiseveranstalter bietet bei Rundreisen in Vietnam, Laos und Kambodscha eine Ermäßigung bis zu 241 € p.P.. Der Frühbucherbonus gilt auf die Rundreise oder Privatreise, jeweils ohne Langstreckenflug. Preisbeispiel aus dem Dertour-Katalog Asien China Sommer 2015: „Im Herzen Indochinas“, Rundreise mit elf Übernachtungen im DZ, diverse Mahlzeiten, innerasiatische Flüge, Eintrittsgelder und Besichtigungen, Reiseleitung ab 1.485 € p.P. bei Buchung bis 45 Tage vor Anreise. Die Ersparnis zum regulären Katalogpreis beträgt in diesem Fall 165 € p.P. www.dertour.at

Hotelhalle im Art-Déco-Stil

© Baur au Lac/Merlin Photography

Pinselstrich erzeugte ein Strichgitter und Farbdiagramme, welche die harmonische Komposition dieses mondänen, eleganten und zeitgenössischen ‚home away from home‘ im Herzen von Zürich perfekt ergänzen“, sagt der Hotelier Andrea Kracht.

dino silvestre

Auch die Insel Bali lässt sich auf ganz besondere Weise individuell entdecken.

Norden des Landes ab/bis Bangkok angeboten. Auch in Thailand können alle Produkte miteinander kombiniert werden. So können alltours-Gäste im Anschluss an eine Rundreise in Bangkok shoppen oder einen Badeaufenthalt auf Koh Samui oder in Khao Lak buchen.

Faszinierendes Mexiko In Mexiko warten zwei Rundreisen: Die zwei- bzw. viertägigen Entdeckungstouren lassen sich unkompliziert an einen Strandurlaub anhängen und sind die ideale Gelegenheit, Land und Leute etwas besser kennenzulernen. Die zweitägige Rundreise „Mini Yucatán“ führt zur archäologischen Zone von Cichén Itzá, dem ehemaligen Zentrum der Maya. Außerdem geht es in die Kolonialstadt Izamal sowie in die Bundeshauptstadt Merida, die einen eindrucksvollen Einblick in die mexikanische Kultur bietet. Diese Reise ist bereits ab 214 € pro Person buchbar. www.alltours.de/ land-reiseinfos/rundreisen


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Kooperation Eurotours und Deutsche Post starten gemeinsames Reiseangebot mit vielen Österreich-Destinationen

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Vielfältige Urlaubspakete

Steiermark Tourismus erfolgreich bei YouTube © Steiermark Tourismus/Starelation

Österreichs größter Direkt-Reiseveranstalter konnte die Deutsche Post als neuen Partner gewinnen. michael bär

Kitzbühel. Eurotours International startet mit einer Erfolgsmeldung ins neue Jahr: Österreichs größter Direkt-Reiseveranstalter konnte die Deutsche Post als neuen Kooperationspartner gewinnen. Unter dem gemeinsamen Markenauftritt „Post Reisen – Deutschland macht Urlaub“ bietet die Deutsche Post ihren Kunden zusammen mit Eurotours, das in der Kooperation als Reiseveranstalter fungiert, ab sofort ein vielfältiges Angebot an Urlaubsreisen.

Snowboarder und Freestyler geben Einblicke in die WM-Vorbereitungen.

Graz. Vier Videos, die Steiermark Tourismus im Rahmen der Kampagne rund um die Freestyle Ski und Snowboard WM in Zusammenarbeit mit dem Kreischberg produzieren ließ, sorgen für großes Interesse im Web und wurden bis dato fast 100.000 Mal aufgerufen. Die Idee, elf sympathische Snowboarder und FreestyleSportler bei den Vorbereitungen in der Steiermark zu zeigen, kommt in der „Szene“ offensichtlich besonders gut an. Zusätzlich dazu plant nun der ORF als offizieller Ausstrahlungspartner der WM, ein Video vor den Austragungen zu zeigen. Der Bewerb läuft noch bis zum 25. Jänner. www.youtube.com/ steiermarkCOM

Hans-Dieter Toth, CEO von Eurotours: „Kunden wünschen sich auch im Online-Vertrieb einen zuverlässigen Reiseveranstalter.“

„Zum einen nimmt die Reiselaune der Deutschen auf hohem Niveau weiter zu, wobei der Trend hin zu kurzfristigeren Buchungen geht. Zum anderen ist die Zahl der Direktbuchungen nach wie vor im Steigen begriffen. Dazu kommt, dass sich der Kunde auch im Online-Vertrieb einen Reiseveranstalter wünscht, der Top-Qualität und besten Service zu attraktiven Preisen bietet“, so Toth.

Achim Dünnwald, CEO Brief Kommunikation der Deutschen Post: „Wir erweitern das Angebot um Pauschalreisen und sind überzeugt, dass dieses Reisesegment großes Wachstumspotenzial hat.“

Online-Buchungen wachsen Nach Angaben des Deutschen ReiseVerbands sind die Deutschen Reiseweltmeister; für Auslandsrei-

sen geben sie pro Jahr rund 64,9 Mrd. € aus. Der Anteil der OnlineBuchungen von Pauschalreisen am Gesamtreisevolumen beläuft sich auf rund 15%, mit stark wachsender Tendenz. Laut der 44. Reiseanalyse zur ITB 2014 organisierten 42% der Deutschen ihre Reise im Jahr 2013 als Pauschal- oder Bausteinreise. www.postreisen.de www.eurotours.at

Tourismusmarkt Russland Sölden setzt auf Skiläufer

© Ötztal Tourimus

Signal nach Moskau

Der russische Spitzensportler Alexander Khoroshilov besiegelt im Beisein von Oliver Schwarz, Direktor von Ötztal Tourismus, die vielversprechende Zusammenarbeit.

Sölden. Als Kopfsponsor unterstützt die Tiroler Top-Destination Sölden den russischen Sportler Alexander Khoroshilov, die derzeitige Nr. 4 im Slalom-Weltcup. Die Ötztaler betreiben damit aktiv SympathieWerbung bei russischen Gästen. Russland zählt seit Jahren zu den wichtigsten Herkunftsmärkten in der nächtigungsstärksten Tourismusgemeinde Tirols. „Mit diesem Sponsoring gehen wir eine Partnerschaft mit einem aufstrebenden Weltklasse-Slalomläufer ein. Khoroshilov ist für uns ein ideales Testimonial. Es geht aber auch darum, ein Zeichen zu setzen und unsere Wertschätzung,

Neue Reisegutscheine von ÖBB Rail Tours

© Rail Tours

Neben dem Reiseland Deutschland bilden die angrenzenden Alpenregionen dabei einen besonderen Produktschwerpunkt, was auch im österreichischen Tourismus für spürbar positive Impulse sorgen wird. „Post Reisen“ setzt auf den Reise-Direktvertrieb, d.h. die Urlaubsangebote können von zu Hause via Internet bzw. telefonisch über ein Callcenter gebucht werden. Hans-Dieter Toth, CEO Eurotours, sieht in der neuen Zusammenarbeit großes Potenzial: „Wir freuen uns, dass die Deutsche Post auf unser Know-how setzt, um ihr Reisegeschäft aufzubauen.“ Aus Sicht von Eurotours sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um mit diesem neuen Angebot zu starten.

© Roland Mühlanger

Produkte auch in Österreich

Verbundenheit und Gastfreundschaft gegenüber russischen Gästen zum Ausdruck zu bringen“, so Oliver Schwarz, Direktor von Ötztal Tourismus.

Sympathie für die Russen Im Winter 2013/2014 verzeichneten die Gastgeber der Tiroler Skihochburg 133.614 Nächtigungen russischer Urlauber. Schon in der Vergangenheit hat sich die Ötztaler Destination mit pointierten Werbeaktivitäten – z.B. beim FISNachtslalom in Moskau – am wichtigsten Ost-Markt präsentiert. www.oetztal.com

Eva Buzzi, Geschäftsführerin ÖBB Rail Tours: „Ein neuer Service.“.

Wien. Incert eTourismus realisierte mit den ÖBB Rail Tours, die ihr Angebot um professionellen Gutscheinverkauf erweitern, ein Gutscheinsystem: Wann der Urlaub beginnt und wo es hingeht, kann der Beschenkte selbst entscheiden. „Mit nur wenigen Klicks können Kunden ein sinnvolles Geschenk, einen flexiblen Wertgutschein der ÖBB Rail Tours, bequem von zu Hause aus erwerben und auch ausdrucken“, so Rail Tours-Geschäftsführerin Eva Buzzi. www.railtours.at/oebb rail-tours-gutscheinwelt.html

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66 – medianet destination

Freitag, 16. Jänner 2015

ÖHV-Hotelierkongress 2015 Start der größten Qualitäts- und Qualifikationsoffensive im österreichischen Tourismus

Gourmet-Corner

Mit Know-how zur Bonität

Wettbewerbsvorteil Wissen: Eine Koop intensiviert den Know-how-Transfer zwischen FHs und Hotels. Alexander Jakabb

Wien. Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) hat ihre bewährten Säulen, die Unternehmer-Akademie (UNA) und die Abteilungsleiter-Akademie (AKA), von den Teilnehmern evaluieren lassen – mit einem überzeugenden Ergebnis: 90% der AKA-Absolventen, 95% der AKA-Arbeitgeber und 97% der UNA-Absolventen empfehlen das gewählte Ausbildungsangebot weiter. „Bessere Werte kann man sich nicht wünschen“, so die ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch. Das ist nicht nur für die ÖHV eine gute Nachricht, sondern auch für die Branche, denn Banken legen bei der Kreditvergabe großen Wert darauf: „Knowhow ist in den Top-Betrieben maßgeblich für die Bonität. Wer mehr weiß, reduziert sein Risiko und erhöht seinen Profit“, so Hoch.

© Liebsteinsky

Aufgetischt

Im Liebsteinsky wartet ein breit gefächertes Speisenangebot.

Bewertung (1–10; 10 = top): Genuss: Business Küche: 7 Kommunikation: 8 Service: 8 Lage/Parkplatz: 8 Getränke: 7 Image/Publikum: 8 Ambiente: 7 Webinfos: 9

Eingeschenkt

© Heinrich

Heinrich Neuburger Freyheit 2013 Unter den Weißweinen aus dem Hause Heinrich spielt die Neuburger Freyheit eine besondere Rolle. Mit Putz und Stingl bleibt der Neuburger über Nacht auf der Maische, bevor sanft abgepresst und spontan vergoren wird. Die Reifung erfolgt dann im großen Holz. Ohne Schwefelgabe wird unfiltriert abgefüllt. Die selten gewordene Rebsorte Neuburger fühlt sich auf den lehmig-sandigen Böden des Leithabergs besonders wohl. Aufgrund der ungewöhnlichen Weinbereitung wird der Neuburger Freyheit „nur“ als Landwein vermarktet. Neugierige Genießer wird das nicht weiter stören. Grapefruit, Heu, Estragon, komplexe Nase. Würzig, dicht und salzig am Gaumen, üppige Kräuteraromen, feste Säure schafft Spannung, top strukturiert. Mineralisches Finale, macht richtig Spaß. 12,5% vol. / trocken / Glasverschluss / 18 € ab Hof. www.heinrich.at

überschuss und 70% der Wertschöpfung kommen aus der Dienstleistung – Tendenz steigend. „Wir entwickeln auf Basis hochqualitativer Produkte eine nie gekannte Servicequalität“, so Hoch. www.oehv.at/kongress

ÖHV-Präsident Gregor Hoch: „Die ­Tourismusschulen starten jetzt durch.“

McDonald’s Österreich Vor offiziellem Launch-Termin des Grand Royal waren heimische VIPs zum Tasting geladen

Burger vom österreichischen Alpenrind Wien. Zahlreiche Gäste, darunter Wini Brugger, Bianca Schwarzjirg, Daniel Serafin, die beiden Austria‘s Next Topmodel-Kandidaten Miro und Damir, Ulrike Kriegler, Ali Rahimi sowie Moderator Tom Walek waren die ersten, die sich vom Geschmack des neuen Grand Royal überzeugen konnten.

Feedback ist sehr positiv

Mit dem Grand Royal ist ein neuer Fixstarter in die österreichischen McDonald’sRestaurants gekommen, der mit perfekt abgestimmten Zutaten punktet.

Im McDonald’s-Restaurant in der Rotenturmstraße wurde am 7. Jänner gefeiert und verkostet, während die österreichischen Newcomer FlowRag für musikalische Unterhaltung sorgten. „Unser Anspruch war es, den Gästen den perfekten Burger anzubieten, den es so noch in kei-

nem McDonald’s Restaurant weltweit gibt; das erste Feedback ist sehr positiv, den Gästen hat‘s geschmeckt“, so Andreas Schmidlechner, Managing Director McDonald’s Österreich, über den gelungenen Auftakt des Grand Royal. Das für den Grand Royal verwendete Fleisch stammt von Rinderbauern aus dem österreichischen Teil der Alpenregion; ihre Betriebe liegen in den Hochalpen, Voralpen sowie am Alpenostrand. „Damit können wir den Gästen nicht nur – wie bisher – österreichische Herkunft zusichern, sondern noch einen Schritt weiter gehen und dem immer stärker werdenden Interesse nach Regionalität nachkommen“, so Schmidlechner. www.mcdonalds.at

Hotel Goldener Hirsch „Valentinstag-Package“ mit Vier-Gänge-Candle-Light-Dinner & Frühstücksbuffet für Verliebte

Ein Valentinstag im romantischen Salzburg Salzburg. Salzburg gilt vielen als Österreichs heimliche Hauptstadt der Liebe: Während die SalzachPromenade zu verträumten Spaziergängen, vorbei an prachtvollen Villen und zauberhaften Cafés, einlädt, verlocken die malerischen Gassen und Plätze zu verliebten Küssen und Umarmungen im Herzen der Mozartstadt.

schen-Suiten winkt am nächsten Morgen ein köstliches Salzburger Frühstücksbuffet, bevor es wieder Abschied nehmen heißt. Das Hotel Goldener Hirsch in Salzburg birgt eine urbane Oase mitten im geschäftigen Treiben. Sehr persönlich geführt, lebt das Hotel den romantischen Zauber des 15. Jh. und überzeugt die Hotelgäste durch gepflegten Luxus mit Service von heute.

Carpaccio mit Dijon-Sauce Romantisch geht es auch am Abend mit den „ValentinstagPackages“ des Hotels Goldener Hirsch weiter, wenn ein exquisites Candle-Light-Dinner auf dem eigenen Zimmer mit Leckereien wie „Carpaccio und Tartar vom Jungstier mit Dijon-Sauce“, „Wolfsbarschfilet mit Miesmuscheln, Champagner und geschmolzenen Tomaten auf Spinat-Safranrisotto“, einem kleinem schokoladigen Erdbeertraum und einer Flasche besten Laurent Perrier Rosé Champagners die Gaumen verzückt. Nach einer romantischen Nacht in einem der kuscheligen Exclusive-Zimmer oder in einer der Hir-

Im Jahr 1407 wurde das Haus, in dem später der Goldene Hirsch seine Heimat finden sollte, erstmals urkundlich erwähnt.

Gehobener Landhaus-Stil Bereits die antike Eingangstür zeugt von langer Tradition, die in unzähligen Details spürbar wird. Höchst individuell möbliert zeigen sich die gemütlichen Gästezimmer:

© Hotel Goldener Hirsch

Liebsteinsky Schubertring 6, 1010 Wien Tel.: 01/2088976, www.liebsteinsky.at

Tourismusschüler haben Ideen entwickelt und evaluiert, Drehbücher geschrieben, gecastet, Regie geführt und Web 2.0-taugliche Filme unter dem Motto „Durchstarten im Hotel“ gedreht. „Hut ab, die Filme sind großartig. Niemand wusste, dass wie viel Kreativität und Kompetenz im Tourismusnachwuchs steckt“, gratuliert Reitterer. Am ÖHV-Hotelierkongress werden die besten Filme präsentiert und die Sieger ausgezeichnet; zu sehen sind sie auf der Homepage www.durchstarten-im-hotel.at.

© McDonald‘s Österreich

Wien. Andreas Mikulits, vielen Wienern als charmanter Gastgeber des Novelli bekannt, übernahm das cal(l) las am Stubenring und eröffnete es nach gelungenem Umbau letzten Oktober als Liebsteinsky neu. Das Speiseangebot ist ein buntes Potpourri aus Mikulits’ Lieblingsgerichten und stellt einen Streifzug durch die Kochtöpfe verschiedener Länder dar – nur Asien bleibt ausgeklammert. Im Liebsteinsky kommt nicht nur die Salat-Fraktion auf ihre Kosten (Nicoise-, Caesar-, ChevreSalat), auch Fleischtiger werden hier mit fair kalkulierten Steak Frites vom Lavasteingrill glücklich. Die Gerichte von Küchenchef Christian Schöpf sind durchdacht, perfekt abgeschmeckt und von guter Qualität. Wirklich günstig sind wöchentlich wechselnden Tagesgerichte (wie Schinkenfleckerl, Schopfbraten, Risotto & Co.) und auch das dreigängige Business-Menü für 19 €. Es gibt ein überschaubares Angebot interessanter Weine aus Nah & Fern, aktuelle und reifere Jahrgänge. Dass man sich aufgrund der riesigen Glasfront quasi in der Auslage befindet, kann man ja auch umgekehrt betrachten: Man sieht den stockenden Verkehr auf der Ringstraße erste Reihe fußfrei; das ist im Zweifelsfall die deutlich angenehmere Perspektive.

durchstarten-im-hotel.at

„Wir wissen: Die Karriere des Einzelnen und der Erfolg der Branche beginnen im Kleinen. Unsere Tourismusschüler haben uns eines Besseren belehrt und hier etwas ganz Großes auf die Beine gestellt. Wir ziehen den Hut vor der Leistung“, freut sich Hoch. Die ÖHV geht als Antreiber in Sachen Innovation noch weiter und setzt mit den Fachhochschulen neue Maßstäbe in der Know-howVermittlung: „Österreichs Fachhochschulen leisten hervorragende Arbeit. Für die Unternehmen ist es im daily business allerdings alles andere als einfach, die Ergebnisse zu erfassen, geschweige denn im Betrieb umzusetzen“, so Hoch. Dieses Engagement und die Kompetenz mit Schwerpunkt auf Innovation und Qualität ist die Grundlage der Tourismusausbildung in Österreich – und ein Eckpfeiler des Wohlstands: Nicht nur neue Arbeitsplätze, auch Export-

© ÖHV

Arbeit soll Spaß machen. Kompetenz spielerisch aufzubauen, ist ein Erfolgskonzept. Die ÖHV hat in Kooperation mit den Tourismusschulen einen Wettbewerb für moderne Kommunikation, Teamwork und Motivation entwickelt.

michael bär

Das Luxushotel in der berühmten Salzburger Getreidegasse bietet feines Special.

Jahrhundertealte Bauernmöbel spiegeln den gehobenen Salzburger Landhaus-Stil wider. Die berühmte Hirschen-Bar ist nicht nur zu den Festspielen beliebter Treffpunkt der Gesellschaft, während das exquisit bodenständige Restaurant Goldener Hirsch und das gemütliche „Herzl“ zur kulinarischen Einkehr laden.

Champagner ist inklusive Das „Valentinstag-Package“ im Exclusive-Zimmer ist ab 370 € pro Nacht buchbar. Darin enthalten sind neben der Übernachtung im Exclusive-Doppelzimmer oder in einer der Hirschen-Suiten ein romantisches Candle-Light-Dinner auf dem Zimmer – inklusive VierGänge-Menü, einer Flasche Laurent Perrier Rosé Champagner und Valentinstags-Dekoration sowie ein Frühstücksbuffet für Verliebte. Das Angebot für dieses Special ist für den Reisezeitraum 11. bis 16. Februar 2015 gültig. Weitere Informationen und Buchungen online unter: www.goldenerhirsch.com


medianet

inside your business. today.

freitag, 16. JÄNNER 2015 – 67

Knapp lädt unter dem Motto „Meet the Challenge“ nach Hart bei Graz ein Seite 70

VEIT SALENTINIG FLORISSA

WEITERBILDUNG MUSS SEIN

Wie die Zahl der Berufsjahre ohne Arbeitslo­sig­keit erhöht werden kann Seite 71

© Florissa

© Knapp

IT-TALENTE WERDEN GESUCHT

© BFI Wien/M. Zlousic

careernetwork Ein Prosit auf ein vorbildliches Familienunternehmen Profil ­Ludmilla Starzinger setzt auf Kommunikation und fördert Eigenverantwortlichkeit. Führungskräfte Österreichs Arbeit­nehmer sind mit ihren Chefs ziemlich zufrieden.

© willhaben.at

Seite 68

TOP-JOB-TRENDS

Welche Entwicklungen Arbeitnehmer und Arbeitgeber 2015 besonders intensiv beschäftigen werden. Seite 70

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© Karin Lohberger

Auch Verbrauchssteuern berücksichtigt Verdienen Sie, was Sie verdienen?

Kollektivvertrag Garagen, Tankstellen, Servicestationen

„Bruttomat“ für Dienstnehmer

Start für KV-Deal Wien. Der WKO-Fachverband der Garagen, Tankstellen und Servicestationen und die Gewerkschaften vida und GPA-djp haben die Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag für rund 10.000 Beschäftigte gestartet.

welchen Prozentsatz Sie davon für Steuern und Abgaben bezahlen.“

Wo Ihre Steuern hinfließen

Franz Schellhorn ist Direktor der „unabhängigen Denkfabrik“ Agenda Austria.

Dabei sind nicht nur Lohnsteuer und Sozialabgaben berücksichtigt, sondern ebenso, wie viel typischerweise an Mehrwert- oder Mineralölsteuer, etc. („Verbrauchssteuern“) bezahlt wird. Schellhorn: „In Form eines Kassenzettels, also der Rechnung, die Ihnen der Staat für seine Leistungen stellt, sehen Sie auch, wie viel von Ihren Abgaben wofür verwendet wird.“ (pj) www.bruttomat.at

Die „richtige“ Abgrenzung © Panthermedia.net/Emevil

© Agenda Austria/Rössle

Wien. „Mit unserem Bruttomaten sehen Sie, wie viel Sie im Jahr erwirtschaften – wie hoch der Wert Ihrer Arbeitsleistung ist, wie viel Sie zur Finanzierung staatlicher Aufgaben beitragen und wofür das von Ihnen bereitgestellte Geld ausgegeben wird“, sagt der Chef der „Denkfabrik“ Agenda Austria, Franz Schellhorn. „Dafür brauchen Sie nur Ihr monatliches Brutto- oder Nettoeinkommen einzugeben und erfahren sofort, wie hoch ihr ‚brutto brutto‘-Gehalt ist (inklusive dem Anteil, den Ihr Arbeitgeber in Ihrem Namen an den Staat abführt) und

Der neue KV soll „für Rechtssicherheit und Transparenz sorgen“.

Die Verhandlungsleiter wollen „in absehbarer Zeit einen zukunftsorientierten Verhandlungsabschluss präsentieren“, wobei der erste wesentliche Schritt auch eine Abgrenzung im Sinne der Gewerbeordnung beinhalten wird. (red)


C a r e e r por tr a i t

68 – careernetwork

Freitag, 16. Jänner 2015

„Ich habe alle Chancen genutzt“ Für Ludmilla Starzinger (50) waren und sind erlebte Krisen „immer Chancen“. Sie fördert Eigenverantwortlichkeit und führt durch konzentriertes Einbinden der Mitarbeiter in die Struktur des Familienunternehmens.

10 Fragen AN LUDMIL L A STARZINGER

Als Kind wollte ich immer schon … … etwas mit Menschenführung machen, wenn auch in einem ganz anderen Bereich. Erfolg ist … … ein erfülltes Leben zu führen, es zu schaffen, einen Beruf zu haben, der einem Spaß macht! Für die Karriere ist wichtig … … von sich selber überzeugt sein und Familie und Beruf in Einklang bringen. Nur wenn es gelingt, dass sich die Menschen in deiner unmittelbaren Umgebung wohlfühlen, kann man sein Ziel zielstrebig verfolgen. Mein Lebensmotto: Es gibt keine Probleme, sondern immer nur Aufgabenstellungen! Jungen Menschen würde ich raten … … an sich selber zu glauben, sich von der Umwelt nicht beirren zu lassen. Wenn man ein Ziel überzeugt verfolgt, kann man nahezu alles erreichen. Die Bedeutung von Geld ist: … Geld stinkt nicht und erleichtert das Leben enorm, aber es bringt keine Erfüllung und kein wahres Glück.

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Frankenmarkt. Ludmilla Starzinger hat es geschafft, dank innovativer Werbestrategien den Familienbetrieb, den sie vom Vater übernommen hat, in wenigen Jahren erfolgreich auszubauen – und das in Zeiten wie diesen, wenn der Getränkemarkt von internationalen Markenartikelkonzernen dominiert wird.

zum unternehmen Schon im Jahr 1906 begann der Gastwirt Johann Starzinger mit der Abfüllung von Getränken und legte damit den Grundstein für ein solide wachsendes Unternehmen. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Firma vermehrt auf Lohnabfüllung und punktet damit bis heute. Das starke Wachstum verdankt das Unternehmen dem bald 72jährigen August Starzinger, der den Betrieb in den 1970er-Jahren übernommen hat. Inzwischen rangiert die Gruppe auf dem dritten Platz als drittgrößter Produzent von alkoholfreien Getränken. Das Familienunternehmen füllt heute mit 230 Mitarbeitern an fünf Standorten in Österreich mit vier PET- und drei GlasAbfüllanlagen sowie drei Dosenanlagen ca. 170.000 Einheiten pro Stunde ab. Neben den drei hochwertigen Mineralwasserquellen – als Frankenmarkter, Juvina und Long Life Mineralwasser im Handel positioniert – hat das Unternehmen 1995 auch die österreichische Traditionslimonade Schartner Bombe erworben und erneut zu einer starken Marke aufgebaut. Weiters ist die Gruppe mit zwei eigenen Brauereien mit einem vielfältigen Sortiment an firmeneigenen Markenprodukten im Handel vertreten. Heute werden neben den Eigenmarken in Summe rund 1.000 Fremdmarken im Hause Starzinger abgefüllt und weltweit vertrieben. Starzinger ist ein österreichischer Leitbetrieb.

© Karin Lohberger

Ludmilla ­Starzinger mit ­ihren Söhnen Victor und August jun.

Das Kultgetränk „Schartner Bombe“ beispielsweise lebte als Marke Mitte der neunziger Jahre nur noch von den Kindheitserinnerungen und war aus den Regalen praktisch zur Gänze verschwunden. „Es war harte Arbeit und ein hoher finanzieller Einsatz notwendig, um die Schartner Bombe neu zu positionieren“, erklärt Ludmilla Starzinger. Heute „lebt“ das Getränk in der Konsumwelt des Jahres 2015 bestens ohne künstliche Zusatzstoffe und ist für Schlankheitsbewusste auch zuckerfrei erhältlich. Oder Frankenmarkter Mineral mit Zitrone – ebenfalls ohne Zucker, Aromen und Konservierungsstoffe –, das sich in den vergangenen zwei Jahren als „Renner“ herausgestellt hat und inzwischen auch in der Geschmacksrichtung Holunder-Birne zu haben ist.

allen sportlichen Leistungen, kulturellen Werten und sozialen Brücken.“ Die Unternehmensgruppe Starzinger ist in zwei Geschäftsfeldern aktiv. Mit der Produktion von alkoholfreien Getränken und Bier (Schartner Bombe, Frankenmarkter, Juvina, Long Life, Bräu am Berg) bietet Starzinger der Konkurrenz erfolgreich die Stirn. Um die Po-

„Mitarbeiter als ­Menschen betrachten und dort einsetzen, wo ihre Stärken liegen.“ LUDMILLA STARZInGER

Mit nachhaltigem Weitblick „Als rein österreichisches Familienunternehmen mit einer über 100-jährigen Geschichte legen wir großen Wert auf verantwortungsvolles Handeln mit Weitblick“, erklärt Starzinger. Dies manifestiert sich in den drei Nachhaltigkeitssäulen, nach denen sich das unternehmerische Handeln ausrichtet, nämlich der ökonomischen, der ökologischen und der sozialen Säule. „Dieser Verantwortung möchte ich gerecht werden“, sagt Starzinger. „Eine gut gehende Wirtschaft sorgt für Arbeitsplätze, für Kaufkraft und kann ein gut funktionierendes Sozialsystem finanzieren. Die Wirtschaft ist der Motor der Gesellschaft – ohne diesen Motor stirbt das bestehende System mit

sitionierung zu festigen, setzt das Unternehmen auf innovative Werbeformen in Web, Print, Hörfunk und TV und bringt regelmäßig neue Produkte auf den Markt. Im Geschäftsfeld „Private Labelling/Lohnfüllservice“ konnte sich Starzinger weltweit als einer der führenden Getränkeabfüller etablieren und versorgt Konsumenten in Europa, Afrika, Nord- und Südamerika und dem Mittleren Osten mit Getränken „made in Austria“. Hier punktet das Unternehmen vor allem mit modernsten Abfülltechniken, Fachwissen in allen Bereichen wie Rohstoff, Verpackung oder Transport, Flexibilität der Dienstleistungen und der familiären Betreuungskultur.

In Sachen Ökologie reüssiert Starzinger u.a. mit einem eigenen Wasserkraftwerk und ist Hauptgesellschafter am Biomassekraftwerk Frankenmarkt. „Wir investieren jährlich rund drei Mio. Euro in den Bereich Nachhaltigkeit und wollen bei der Energieversorgung immer noch besser aufgestellt sein.“ Ende 2012 erhielten die Starzinger GmbH & Co KG sowie die dazugehörige Brauerei Aspach die IFS-Zertifizierung – beide Betriebe bestanden auf Anhieb im Higher Level-Niveau. Im Stammbetrieb in Frankenmarkt wurde schon in den letzten Jahren laufend in diese Richtung investiert, die Brauerei Aspach wurde vom Fundament bis zum Dachgiebel auf den neuesten technischen Stand gebracht.

Ein echter Familienbetrieb Victor als der ältere der beiden Söhne von Ludmilla Starzinger ist bereits bestens ins Unternehmen integriert. (August jun. leistet gerade seinen Dienst beim Bundesheer.) „Es gab aber sehr wohl Zeiten, da war es nicht immer einfach; straffes Zeitmanagement war gefragt“, wünscht sich Starzinger flexiblere Kinderbetreuungsplätze und insgesamt ein effizienteres Schul- und Ausbildungssystem sowie für die Unternehmen allgemein weniger Bürokratie und weniger Auflagen in allen Bereichen. „Mein Vater hat mir ein gesundes Unternehmen übergeben. Es wird meine größte Herausforderung sein, auch meinen Söhnen einmal ein Unternehmen zu übergeben, das auf ökonomisch und ökologisch gesunden Beinen steht.“ www.starzinger.at

Ein Buch, das mich berührt hat: … „Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen“ von Hannah Green. Wohin ich unbedingt reisen möchte … Ich reise sehr gern und am liebsten nach Südafrika bzw. Botswana in die Nationalparks. Diese unberührte Natur, mit einer Stille, die wir hier nicht kennen, lässt mich innerlich zur absoluten Ruhe kommen. Woran ich glaube … An das Gute im Menschen und an die alte Weisheit „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Dabei ist mir natürlich bewusst, dass mich das Leben reichlich beschenkt hat und dafür bin ich auch sehr dankbar. In 20 Jahren werde ich … … hoffentlich gesund sein und meinen Söhnen ein gesundes Unternehmen übergeben haben. Das wird davon abhängen, ob wir den Trend der Zeit erkannt und uns mit unserem Unternehmen entsprechend orientiert haben.

zur person Ludmilla Starzingers „Kraftquelle“ ist die Natur: „Mein Garten ist mein Paradies, ihn zu hegen und zu pflegen meine Meditation.“ Emanzipation ist für Starzinger „schon lange kein Thema“ mehr: „Die Frage, wie man es als Frau schaffen kann, ist obsolet. Wir agieren in der Wirtschaft wie Männer mit so manchem menschlichen Vorteil, aber ebenso manchem Nachteil.“ Schon als Kind war Ludmilla Starzinger voll in den Betrieb eingebunden. „Es war für mich ganz klar, in den Ferien mitzuarbeiten. Ich kann mich genau erinnern, dass mein Ferienlohn zehn Schilling in der Stunde war. Wir haben viel gearbeitet und literweise Limonade getrunken – es hat uns nicht geschadet.“ Nach der Matura ist Ludmilla Starzinger mit 21 Jahren „eingestiegen“ und hat im Jahr 2010 von ihrem Vater August 75% der Unternehmensgruppe übernommen.


Freitag, 16. Jänner 2015

personal & m a n a ge m e n T/ AU S - & W E IT ER B I L D U NG

careernetwork – 69

Jobwechsler-Studie Rund ein Fünftel der unselbstständig Erwerbstätigen denkt über einen neuen Arbeitsplatz nach

short

Bestnoten für die Chefs

Ein Meister soll ein Bachelor werden

Die österreichischen Arbeitnehmer sind mit „ihren“ Führungskräften durchaus zufrieden.

© WKNÖ

glichen, so besteht besonderer Verbesserungsbedarf bei „Einsatz für die Mitarbeiter“, „Interesse am beruflichen Weiterkommen der Mitarbeiter“, „gerecht sein“, „gleiche Behandlung der Mitarbeiter“ sowie „ein offenes Ohr für Probleme“.

R. Scheichelbauer-Schuster: „Österreich hinkt wieder einmal nach.“

Frauen oder Männer?

Romana Hausleitner (BMD Systemhaus), Paul Eiselsberg (IMAS), Barbara Riedl (v.l.).

Arbeitnehmer besonders von ihren Führungskräften: Gerechtigkeitssinn (74%) und den Einsatz für die Mitarbeiter (73%). Insgesamt scheint eine Reihe von Eigenschaften nötig zu sein, um als „idealer“ Chef zu gelten: Elf der 20 vorgelegten Aspekte werden von mehr als der Hälfte der Befragten als Charakteristikum des Idealbilds angesehen.

ben (42%), sich für die Mitarbeiter einzusetzen (41%), stets sachlich zu bleiben und eine gute Übersicht zu haben (41%). „Diese Ergebnisse entsprechen den Resultaten unserer aktuellen Mitarbeiterbefragung“, bestätigt Romana Hausleitner, Leiterin Human Resources der BMD Systemhaus GmbH. Sie meint, dass Mitarbeiter „gerecht zu behandeln“ bedeutet, sie „ungleich“ zu behandeln. „Denn unterschiedliche Mitarbeiter benötigen ein unterschiedliches Fordern und Fördern, und eine gute Führungskraft muss genau das können.“ Zwei Aspekte wünschen sich

Know-how und Sachlichkeit

„Das ist mein Traum-Chef“ Werden die Eigenschaften der Vorgesetzten mit den Wunschvorstellungen der Arbeitnehmer ver-

Logopädie-Studium an der FH Wr. Neustadt

© fhwn

Für Arbeitnehmer zeichnet sich ihr aktueller Vorgesetzter durch gute Fachkenntnisse (55%) und Gerechtigkeitssinn (46%) aus. Darüber hinaus bestehen die Eigenschaften der aktuellen Führungskräfte darin, gute, klare Anleitungen zu ge-

Wien. In Deutschland wird die Meisterqualifikation im Qualifikationsrahmen der gleichen Niveaustufe 6 zugeordnet wie der Bachelorabschluss. „Ich appelliere an die Frau Bildungsministerin, umgehend den österreichischen Qualifikationsrahmen mit Level 6 für die österreichische Meisterprüfung zu verankern“, fordert Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer. „Wir können nicht akzeptieren, dass österreichische Arbeitnehmer mit Zeugnissen von Meister- und Befähigungsprüfungen bei Bewerbungen gegenüber anderen EU-Bürgern benachteiligt werden.“ (red)

Der Großteil der Arbeitnehmer (63%) ist klar der Meinung, dass Führungsqualitäten unabhängig vom Geschlecht sind. Im direkten Vergleich aber gehen die Männer klar als Sieger im Verhältnis 25:4 hervor. Interessantes Detail: Während Männer überdurchschnittlich häufig ihrem eigenen Geschlecht bessere Führungskompetenzen zuschreiben, tendieren Frauen überdurchschnittlich stark dazu, die Qualitäten als Führungskraft unabhängig vom Geschlecht anzusehen. Nur Frauen, die selbst für eine weibliche Vorgesetzte arbeiten, sehen Frauen deutlich stärker als die besseren Chefs an. Last but not least: Immerhin knapp ein Fünftel der unselbstständig Erwerbstätigen in Österreich (19%) hat in den letzten Monaten schon einmal daran gedacht, den aktuellen Arbeitgeber zu wechseln. Im Vergleich zur letzten Jobwechslerstudie ist die Anzahl der Arbeitnehmer mit Wechselgedanken um 5% zurückgegangen. Und: Erstmals liegt die Hauptursache für einen Jobwechsel nicht im Gehalt (39%), sondern im Betriebsklima (45%). (pj) www.monster.at

© Monster Worldwide Austria/APA-Fotoservice/Schedl

Wien. Wer hierzulande einen Vorgesetzten hat, kann in aller Regel durchaus mit ihm leben. „Gleich 47% vergeben die Bestnote für ihre Führungskraft und weitere 44% sind immerhin einigermaßen zufrieden mit ihrem Boss“, fasst Barbara Riedl-Wiesinger, Country Manager & Sales Director Monster Worldwide Austria GmbH, das wichtigste Resultat einer aktuellen Studie zusammen. „Knapp 9% äußern hingegen Unzufriedenheit – und das entspricht genau der Anzahl, die auch Unmut über ihre aktuelle berufliche Situation äußern.“ Höchst zufrieden mit dem Chef sind Personen mittleren Alters, während ältere Arbeitnehmer überdurchschnittlich häufig Skepsis zeigen. Nur 14% meinen, selbst den besseren Chef abzugeben, als dies der aktuelle Vorgesetzte tut. „44% der Befragten erklären, sie selbst könnten die Arbeit ihres Chefs nicht besser verrichten“, sagt Paul Eiselsberg von IMAS International. In der Analyse zeigt sich, dass Ältere und Wechselwillige überdurchschnittlich häufig der Meinung sind, selbst den besseren Chef abzugeben.

Übungsraum für Logopädie-Studierende an der FH Wiener Neustadt.

Universitäten Am liebsten studiert man in Österreich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Ein neuer Rekord an den Hochschulen

Durch den kontinuierlichen Ausbau der FH-Plätze konnte die

Zahl der Studienanfänger gegenüber dem Vorjahr um 3,3% gesteigert werden. Im Wintersemester 2014/15 haben 18.438 Personen ein Studium an einer Fachhochschule begonnen (17.842 im WS 2013/14). An den Universitäten sind die Neuinskriptionen ordentlicher Studierender im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1% gestiegen, 43.783 Personen wurden erstmalig zum Studium zugelassen (42.477 im WS 2013/14). Die beliebtesten Universitätsstudien sind aktuell Rechtswissenschaften (5.201 ordentliche Studierende), Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (3.402), Pädagogik (2.895), Wirtschaftsrecht (2.365) sowie Anglistik und Amerikanistik (2.244). (pj)

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Mehr Fachhochschulplätze

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Mit Susanne Pfalzer (36) holt Nordsee Österreich eine erfahrene Spezialistin des SystemgastronomieMarketings an Bord. Zuvor war die Diplom-Wirtschaftsingenieurin (FH) fünf Jahre in zentraler Position für McDonald’s Österreich tätig.

© www.fotostudio-staudigl.at

Susanne Pfalzer Nordsee Österreich

© privat

job

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Alfred Reinprecht Omega

Der Niederösterreicher Alfred Reinprecht (46) leitet als Director Product Management & Distribution Sales beim IT-Distributor Omega ein rund 20-köpfiges Team und ist für den Verkauf im gesamten Großhandelsbereich verantwortlich.

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Veit Salentinig Florissa

© Florissa

Die Zahl der Studienanfänger ist im aktuellen Wintersemester weiter angestiegen.

Seit Jahresanfang agiert Veit Salentinig (41) als Geschäftsführer der 2002 gegründeten Bergheimer Florissa Handels- und Produktions-GmbH. Zuvor war Salentinig bei Sirona Dental, Coca-Cola und L‘Oréal Paris in leitenden Positionen tätig.

Renate Vierthaler s Versicherung

© Foto Sulzer

© APA/Helmut Fohringer

Wien. Die Zahl der Studierenden an den öffentlichen Universitäten und den Fachhochschulen ist mit rund 349.000 Personen auf einen historischen Höchstwert gestiegen. Im Wintersemester 2014/15 sind an den 22 öffentlichen Universitäten 303.293 ordentliche und außerordentliche Studierende inskribiert – im Vergleich zum Wintersemester 2013/14 (298.527) ein Anstieg um 1,6%. Bei den 21 Fachhochschulen hat sich die Zahl der Studierenden im selben Zeitraum von 43.595 auf 45.660 erhöht, was einem Plus von 4,7% entspricht.

Wiener Neustadt. Noch bis Ende Jänner läuft die Anmeldefrist für das Bachelor-Studium „Logopädie“ an der FH. Vom Kleinkind mit einer Sprachentwicklungsproblematik über den heiseren Priester bis hin zu Tumorpatienten, die Stimmgebung und Schlucken wieder erlernen müssen – diese Patienten- und Störungsbildervielfalt bewältigen Logopäden in ihrem Berufsalltag; auch das Erarbeiten der Sprache und des Sprechens nach einem Schlaganfall sowie das Erstellen ausführlicher Hörbefunde gehören dazu. Mit dem Abschluss dieses Bachelorstudiums erwirbt man zusätzlich die Berufs­ berechtigung in einem gesetzlich anerkannten Gesundheitsberuf. (pj) www.fhwn.ac.at

Als Nachfolgerin von Christoph Oppitz ist Renate Vierthaler (47) neue Landesdirektorin für Salzburg bei der Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group. Vierthaler war seit 2008 als Gebietsbetreuerin für die s Versicherung tätig.


70 – careernetwork

short

© WU Executive Academy

MBA Info-Session der WU Executive Academy

PERSON A L & M A N A GE M E N T/ AU S - & W E IT E R B I L D U N G

Freitag, 16. Jänner 2015

2015 im Blick Talent Branding, mobile Jobsuche, Abschied von traditionellen Karrierewegen

Die sieben wichtigsten Job-Trends für heuer Der Arbeitsmarkt verlangt mehr Flexibilität & Teilzeitjobs, neue Rekorde bei der Wechselbereitschaft. PAUL CHRISTIAN JEZEK

Höherqualifizierung in der Landwirtschaft Waizenkirchen. Ab dem kommenden Schuljahr wird in Oberösterreich ein verschulter Vorbereitungslehrgang für die Ablegung der Berufsreifeprüfung speziell für Absolventen Landwirtschaftlicher Fachschulen angeboten, denen damit der Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen ermöglicht wird. „Das ist ein großer Schritt und ergänzt die bestehenden Ausbildungen an den HLBLAs Elmberg und St. Florian optimal“, ist Bildungs-Landesrätin Doris Hummer überzeugt. (red)

Neuer Studiengang Cloud Computing

Schwierig zu finden Die Suche nach gefragten Spezialisten stellt Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. „2015 wird die Schere zwischen hoch und niedrig qualifizierten Arbeitnehmern noch weiter aufgehen“, sagt willhaben.at-Chef Markus Zink. „Die demografische Entwicklung sorgt für zusätzlichen Druck, die eigene Arbeitgeber-Attraktivität zu steigern. Die Firmen müssen deshalb mit neuen RecruitingAnsätzen und der Weiterentwicklung des Unternehmensauftritts als Arbeitgeber dagegenhalten.“ Wechselbereitschaft steigt Für wechselwillige Arbeitnehmer sind vor allem ihre Karrierechancen und ihre eigene Weiterentwicklung entscheidende Faktoren dafür, ob sie bei einem Arbeitgeber bleiben oder nicht. Ein gutes Verhältnis zu den Vorgesetzten und ein kollegiales Arbeitsklima sind längst kein Garant mehr für loyale Mitarbeiter. Die logische Folge: Die Arbeitgeber müssen sich auf steigende Fluktuationen einstellen.

Markus Zink, Leiter der Job-Plattform willhaben.at, erklärt die aktuellen Jobtrends, die uns heuer erwarten.

rücken. Der Managementberater Reinhard K. Sprenger empfiehlt in seiner pointierten Art Sorgfalt bei der Einstellung neuer Mitarbeiter: „Hire slow, fire fast.“ Mobile Jobsuche boomt „Wir sehen eine starke Verlagerung der Jobsuche in den mobilen Bereich“, berichtet Markus Zink. „Mittagspausen, Wartezeiten und Wochenenden werden aktiv genutzt, um am Handy oder Tablet nach neuen Job-Alternativen zu suchen.“

Strengere Auswahlchecks Vice versa investieren die Unternehmen wieder in umfangreichere Auswahlverfahren, da die Kosten schlechter oder falscher Recruiting-Entscheidungen in einem angespannten Konjunkturumfeld stärker in das Bewusstsein der Entscheider

Neue Karrierewege Was die Generation Y nicht anders kennt, erfahren vermehrt auch ältere Arbeitneh-

Mehr Talent Branding Eine starke Talent Brand führt nachweislich zu besseren Geschäftsergebnissen, geringeren Rekrutierungskosten, mehr Bewerbungen und einem besseren Gesamtimage. Unternehmen werden nicht mehr, sondern gezieltere Maßnahmen setzen

Knapp Programmierwettbewerb für Logistiksoftware

Wien. Der Kabelnetzbetreiber UPC Austria ist offiziell mit dem neuen Qualitätssiegel „Top-Lehrbetrieb“ ausgezeichnet worden. Das Zertifikat wurde erstmals an vorbildliche Lehrbetriebe verliehen, die bei der Nachwuchsausbildung besonders auf Qualität achten. Beim Multimediaprovider UPC hat die Nachwuchsförderung Tradition, seit vielen Jahren werden Lehrlinge in drei verschiedenen Berufen erfolgreich ausgebildet. Derzeit arbeiten bei UPC in Wien elf Lehrlinge in den Lehrberufen Elektronik mit Schwerpunkt Telekommunikation, Informationstechnologie und Bürokauffrau/-mann. Jedes Jahr werden im Durchschnitt vier neue Lehrlinge aufgenommen.

Graz. „Meet the challenge“ – unter diesem Motto lädt die Firma Knapp am 6. März erneut zum Coding Contest in die Konzern- und Entwicklungszentrale nach Hart bei Graz ein. Jedes Jahr stellt Knapp Schüler und Studenten vor eine Aufgabe aus der Praxis. Als Spezialist für Lagerautomation und Lagerlogistik-Software zählt Knapp mit weltweit 2.500 Mitarbeitern – davon mehr als 600 im Bereich Software – zu den größten ITArbeitgebern in der Steiermark.

UPC ist dadurch berechtigt, bis Ende 2018 die Bezeichnung „Wiener Top-Lehrbetrieb“ und das Qualitätssiegel öffentlich zu führen. „Die Auszeichnung ist eine Bestätigung für das hohe Niveau unserer Lehrlingsausbildung“, sagt Gerhard Feimer, Director People Operations. „Mit einer fundierten, praxisorientierten Berufsausbildung bieten wir den Jugendlichen vielfältige Karrierechancen.“ (pj) www.upc.at

Zertifikat gilt bis Ende 2018 Das Gütesiegel wurde von der Stadt Wien gemeinsam mit den Sozialpartnern Wirtschaftskammer Wien, Arbeiterkammer Wien, Österreichischer Gewerkschaftsbund und Industriellenvereinigung Wien initiiert. Die Auszeichnung gilt für jeweils vier Jahre.

Auf der Suche nach IT-Talenten

Jahren haben wir durch den Wettbewerb einige Projektarbeiten und Ferialjobs vergeben und halten zu vielen Teilnehmern guten Kontakt“, sagt Knapp-Personalleiter Ingo Spörk. „Im Softwarebereich gibt es vielfältige Karrieren von der Planung über die Entwicklung bis zur Inbetriebnahme.“ Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt, Anmeldeschluss ist der 22. Februar. (pj) www.coding-contest.at

Verschiedene Anreize

© Alexandra Kromus

© FH Burgenland

Eisenstadt. „Cloud Computing ist weder Trend noch Hype, sondern gelebte Realität“, sagt der Leiter des Entwicklungsteams, Christian Büll, zur Praxisrelevanz des neuen FH-Masterstudiengangs „Cloud Computing Engineering“ am Dep. Informationstechnologie und -management der FH Burgenland. Gelehrt werden auch BusinessModelle und Strategien, gesetzliche Rahmenbedingungen und Changemanagement-Methoden. Für Cloud Computing Engineering werden jährlich 24 Studienwerber aufgenommen; die Anmeldefrist endet am 31. Mai. Von der FH Burgenland werden keine Studiengebühren eingehoben. (pj) www.fh-burgenland.at

Geld ist nicht mehr alles Selbstbewusste Arbeitnehmer fordern frei definierte Gestaltungsspielräume für Familie, Freizeit und Gesundheitsförderung. Die Höhe des Gehalts ist längst nicht mehr das Maß aller Dinge. Firmen, die attraktive Zusatzpakete mit z.B. Versicherungsleistungen, Gesundheitsförderungen, Weiterbildungsbildungs-Budgets und Kinderbetreuung schnüren, werden die besten Talente binden können. www.willhaben.at

Gütesiegel Auszeichnung für Ausbildungsqualität

UPC ist Wiener „Top-Lehrbetrieb“

Praxisnahe Ausbildung dank hohem Anteil an flexiblen Themen.

müssen, um die passenden Talente anzusprechen und für sich zu gewinnen.

mer beim Jobwechsel: Fixe Anstellungen weichen Werkverträgen und Projektarbeiten. Der Weg in die Selbstständigkeit wird für immer mehr Menschen unumgänglich; hohe Lohnnebenkosten und immer kürzere Planungszeiträume der Unternehmen verstärken diesen Trend.

Martin Schneller (UPC), Renate Brauner, Thomas Hintze, Lukas Permoser (UPC).

Zunächst lockt das Preisgeld von 1.500 € für den ersten, 1.250 € für den zweiten und 1.000 € für Platz 3. Rund zwei Stunden tüfteln die Teilnehmer wahlweise in den Programmiersprachen C# oder Java an der Aufgabe, die sich aus dem logistischen Umfeld von Knapp ergibt. Dazu kann man mit SoftwareExperten über die Aufgabe fachsimpeln oder sich bei Karrierepfad-Stationen über verschiedene Berufsfelder, Ferialjobs, Maturaprojekte und Diplomarbeiten informieren. „In den vergangenen

© Knapp

Wien. Die WU Executive Academy lädt am 27. Jänner ab 19 Uhr zur MBA Info-Session an den neuen Campus der WU (1020, Welthandelsplatz 1, Gebäude EA). Bei dieser Veranstaltung kann man sich über das umfangreiche MBA-Angebot informieren. Dabei stehen der Dean der WU Executive Academy, Prof. Bodo B. Schlegelmilch, und die Verantwortlichen des Executive MBA und Professional MBA für persönliche Gespräche und individuelle Auskünfte zur Verfügung. Im Anschluss an die Präsentation sprechen Alumni der WU Executive Academy in einer Q&A-Session über ihre Erfahrungen während und nach dem MBA-Studium. (pj) www.executiveacademy.at

Wien. Beim Jobportal willhaben.at hat man sich über die wichtigsten Entwicklungen, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber dieses Jahr maßgeblich beschäftigen werden, Gedanken gemacht.

© willhaben.at

Umfangreiche Infos zum Curriculum und den Zugangsvoraussetzungen.

Beim Knapp Coding am 6. März kann jeder ab 16 teilnehmen.


AU S - & WE I TE R BI L D U N G

Freitag, 16. Jänner 2015

careernetwork – 71

BFI-Wien-Studie Weiterbildung erhöht innerhalb der Erwerbskarriere die Zahl der Berufsjahre ohne Arbeitslosigkeit

Franz-Josef Lackinger: „Bewusstsein für Weiterbildung schaffen statt über die Matura diskutieren.“ lubomir polach

Wien. Im Schnitt wechselt jeder Österreicher während seines Lebens 3,4-mal das Berufsfeld. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag des BFI Wien von FAS Research durchgeführte Studie, bei der über 3.800 Absolventen des BFI Wien befragt wurden. Dabei zeigt sich ein klarer Trend: „Wir erleben eine Zunahme an Diskontinuitäten im Karriereleben“, meint Harald Katzmair, Geschäftsführer von FAS Research. Denn: Ein 38-jähriger Angestellter hat heute bereits genauso viele Jobwechsel hinter sich wie der durchschnittliche österreichische Pensionist.

Förderung weiblicher Führungskräfte – 1. © Panthermedia.net/Wolfgang Zwanzger

Weiterbildung sorgt für Balance in der Karriere

short

Das NHR-Cross-Mentoring-Programm startet in die 12. Runde.

Linz. Am 26.1. lädt das Netzwerk Humanressourcen (NHR) ab 18:30 Uhr zur Info-Veranstaltung über das neue CrossMentoring-Programm ins VKB Kundenforum ein, das Frauen in Führungspositionen fördert und stärkt. Insgesamt 138 Teilnehmer haben bereits seit dem Start 2003 am Cross-MentoringProgramm teilgenommen und damit ihre persönlichen Kompetenzen ausgebaut und erweitert. Die (Nachwuchs)Führungskräfte erhalten Einblicke in die Verhaltensmuster von Managern anderer Firmen und entwickeln ein besseres Entscheidungsverhalten. Das Programm wird vom NHR (einer branchenübergreifenden Personalmanagement-Plattform) unterstützt und betreut. Der nächste Durchgang startet Mitte März, Anmeldungen sind bis 20.2. möglich. Anmeldung zur Info-Veranstaltung unter: netzwerk-hr@clusterland.at oder (+43 732) 79810-5168. (red) www.netzwerk-hr.at

Harald Katzmair (l.), Franz-Josef Lackinger: „Ein gelungenes Berufsleben sollte eine Mischung aus Stabilität und Flexibilität sein.“

Weiterbildung als Navigator In beiden Fällen hat laut Katzmair Weiterbildung eine positive Auswirkung auf den Berufsverlauf: „Ein Zuviel an Flexibilität führt dazu, dass die Leute verheizt werden, zu viel Stabilität lässt die Leute erstarren. Den ‚Idealzustand des Equilibriums‘ erreicht man jedenfalls leichter durch berufsbezogene Aus- und Weiterbildung.“ Zudem verkürzt berufliche Weiterbildung den Zeitraum der Arbeitslosigkeit, erhöht die Loyalität zum Arbeitgeber und die Zufriedenheit im Beruf. „Entgegen den Gerüch-

Bildungsexport Fachkräftemangel auch beim Nachbarn

Duale Ausbildung in der Slowakei Bratislava. Die slowakische Regierung hat erneut ihren Willen bekundet, wieder flächendeckend das Duale Bildungssystem einzuführen. Schulminister Juraj Draxler dankte dabei der oberösterreichischen Firma Miba für ihr Engagement beim Pilotprojekt „Young Stars“, welches das Duale Bildungssystem in Kooperation mit Schulen und Unternehmen regional wieder etabliert. Neben Miba Steeltec Slovakia beteiligen sich auch die österreichischen Niederlassungen ZKW, Pankl Automotive und HTP Slovakia.

kann in Zukunft als Modell für die Etablierung von Elementen der dualen Ausbildung in weiteren Mitgliedsstaaten dienen.“ Die slowakische Wirtschaft und insbesondere die Industrie leidet unter einem akuten Fachkräftemangel. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Slowakei allein heuer 43.000 Fachkräfte benötigt werden, jedoch mit nur 18.500 Absolventen gerechnet werden kann. (pj)

Exportfähiges Pilotprojekt

fentlichen Hand zu schaffen, denn das würde sich am Ende für alle rechnen. Laut Daten der Arbeiterkammer bringt eine Verdopplung der durchschnittlich investierten Kurskosten pro Person und Jahr von 145 auf 290 € einen durchschnittlichen jährlichen Produktivitätszuwachs von 1.900 € pro Beschäftigtem für das Unternehmen. Das heißt: Jeder Euro, den Unternehmen in Weiterbildung investieren, bringt 13 € zusätzlichen Ertrag. „Anstatt über die Matura zu diskutieren, die ohnehin immer weniger wert wird, sollte ein Bewusstsein für berufliche Weiterbildung geschaffen und gefördert werden; Weiterbildung sollte immer ein Teil des Berufslebens sein“, fordert der BFI-GF. www.bfi-wien.at

Anreizsysteme gefordert Trotz der positiven Effekte von Bildung auf die Karrierelaufbahn geht etwa die Hälfte der Berufstätigen keinen beruflichen Weiterbildungsaktivitäten nach – ein hohes Risiko für die Betroffenen, findet Lackinger. Er fordert daher, Anreizsysteme zur Weiterbildung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam mit Unterstützung der öf-

Arbeitgeber Finanzbranche mit weniger „Sex-Appeal“

Banken verlieren an Attraktivität Wien. Sowohl international als auch in Österreich haben Banken und Versicherungen kontinuierlich an Attraktivität als Arbeitgeber verloren. Dies ist das zentrale Ergebnis der beiden Deloitte-Studien Talent in Banking und Talent in Insurance, für die Wirtschaftsabsolventen aus den für die Bankenbranche 28 wichtigsten Ländern befragt wurden. Zu den Gewinnern zählen international die Konsumgüterindustrie und die Automobilbranche; auf Platz drei befindet sich die Software- und Computerindustrie. Ähnlich das Bild auch in Österreich: Banken belegen hier nur den neunten Platz, während die Konsumgüterindustrie und der Automotiv-Bereich vorn liegen.

persönlichen Weiterentwicklung und -bildung sowie LeadershipKompetenzen bei Führungskräften am häufigsten genannt. „Banken müssen so rasch wie möglich mit konkreten Angeboten und Anreizsystemen deutliche Akzente am Beschaffungsmarkt setzen, möchten sie nicht eine ganze Generation an Talenten verlieren“, warnt Gundi Wentner, Human Capital Expertin und Partnerin bei Deloitte Österreich. (pj)

Geld ist längst nicht alles

© Petra Spiola

„Ähnliche Pilotprojekte betreuen wir in Bulgarien, Rumänien oder China – auch deshalb, weil sie den dort niedergelassenen heimischen Unternehmen helfen und somit auch zur Sicherung ihrer Standorte in Österreich beitragen“, betont Michael Landertshammer, Institutsleiter Wifi Österreich und Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der WKO. „Das Pilotprojekt in der Slowakei wird auf europäischer Ebene wahrgenommen und

ten, dass Weiterbildung zum Berufswechsel führt, verringert sich in den meisten Fällen der Wechselwunsch“, streicht Lackinger hervor und fasst zusammen: „Auf dem Weg durch den Dschungel der Berufslandkarte ist Weiterbildung der Navigator.“

M. Landertshammer: „WKÖ hilft bei der Dualen Ausbildung in der Slowakei.“

Ein hohes Gehalt steht bei den Wünschen der Absolventen dabei nicht mehr an erster Stelle; als Top-Karriereziel hält sich seit Jahren sowohl international als auch in Österreich eine ausgewogene Work-Life-Balance. Weiters werden Möglichkeiten zur

Gundi Wentner: „Finanzbranche muss Generation Y stärker ansprechen.“

Förderung weiblicher Führungskräfte – 2.

© J. Zinner

schaulicht Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien, die Situation.

© Deloitte/picco.at

Schwierig wird die Situation nach Meinung des Sozialforschers besonders dann, wenn viele Berufsund Arbeitgeberwechsel in einem kurzen Zeitraum stattfinden. „Die durchschnittliche Verweildauer im Beruf nimmt mit jeder zusätzlichen Station ab. Die Menschen verheizen sich förmlich selbst im Versuch, ihr Berufsleben in geordnete Bahnen zu lenken“, erklärt Katzmair. Besonders für Hilfsarbeiter ohne eine formale Berufsausbildung, aber auch für bestimmte Berufsgruppen wie z.B. Kellner, Maurer oder Reinigungskräfte sei die Gefahr des „Sich-Verheizens“ besonders groß. Aber auch ein zu langer Verbleib im selben Berufsfeld kann zum Problem werden. „Stellen Sie sich vor, Sie haben nach Ihrer Bankkaufmannlehre 30 Jahre am Schalter die Kunden betreut. Dann kommt die Bankenkrise, die Institute setzen auf Onlinebanking und Sie vor die Tür. In dem Alter neu anfangen – nicht unbedingt jedermanns Traumvorstellung“, veran-

© BFI Wien/Marko Zlousic

„Verheizen“ und „erstarren“

Anna Steiger, Vizerektorin für Per­ sonal und Gender an der TU Wien.

Wien. Das Rektorat der Technischen Universität hat gemeinsam mit dem Senat den aktuellen Frauenförderungsplan beschlossen. Er gilt für alle Angehörigen der Universität und bildet die Weiterentwicklung der 2012 definierten Grundsätze und Aufgaben ab. Ganz neu ist z.B. die Änderung im §6 Abs 3: Zur Steigerung der Frauenquote bei Professuren und im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses trifft die TU besondere Maßnahmen wie z.B. die Einrichtung von Laufbahnstellen sowie die Ausschreibung von Professuren für Frauen. „Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, erklärt die Vizerektorin für Personal und Gender, Anna Steiger. Auch der Themenbereich Vereinbarkeit von familiären Betreuungsaufgaben und Beruf/Studium wird weiter ausgebaut. „Es ist erfreulich und wichtig, dass Maßnahmen nicht nur diskutiert, sondern konkret ergriffen werden“, kommentiert die stellvertretende Senatsvorsitzende Simone Knaus. (pj) www.tuwien.ac.at


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