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Cards & Systems Dienstleister treibt die Optimierung der Kundenbeziehungen voran. Die Kundenkarte wird zum integrativen Kommunikationsmedium
Karten vom Komplettanbieter: „Alle Vorteile aus einer Hand“
Monika Duchatczek lässt sich in die Karten schauen. Ihr Credo: Kundenorientierte Servicequalität und sehr viel Know-how. Wien. Kundenbindung 2.0: Neben dem individuellen Kartendesign und dem jeweiligen CI-Auftritt stehen die Leistungen hinter der Karte im Vordergrund. Der Besitz einer Kundenkarte allein ist heute nicht mehr ausreichend, der Kunde hinterfragt ihre Vorteile sehr genau. Wie Unternehmen darauf reagieren können und sollen? Die Expertin spricht Klartext.
„Sicher & effizient“ medianet: Warum setzt man alles auf Ihre Karte? Duchatczek: Als Tochterfirma österreichischer Banken sind wir in der Lage, Kundenkarten auch in Kooperation mit Banken zu betreiben, sodass auch erforderliche Clearingfunktionen unter Nutzung ihrer Dienstleistungen effizient und sicher umgesetzt werden können. Durch Kooperation mit den jeweils wichtigsten Partnern in der Branche kann Cards & Systems auf vorhandene Infrastrukturen der Businesskunden Rücksicht nehmen und beispielsweise auch Kundenkarten und Gutscheine über vorhandene Bankomat-Kassen akzeptieren und abwickeln.
nen Partnern werden nach den aktuellen Sicherheitsbestimmungen gestaltet, wobei alle Übertragungen immer verschlüsselt erfolgen.
„Business-Partnerschaft“ medianet: Service aus einer Hand ist das Schlagwort der Stunde – vor allem im B2B-Bereich: Ihr Konzept? Duchatczek: Cards & Systems bietet schlüsselfertige Systeme an und betreibt diese im Namen des Kunden fast völlig autonom. Am Beginn eines geplanten Sys-
tems wird mit dem Businesskunden evaluiert, welche Teile dieser selbst leisten will und technisch und administrativ erbringen kann. Daraus ergibt sich meist eine Aufteilung der Leistungsbereiche, wobei über Schnittstellen der entsprechende Datenaustausch erfolgt. Die Kundendatenerfassung, die Kartenausstellung, die Speicherung der Stammdaten, das Bonussystem, der Kundensupport – etwa über eine Hotline – und der Datenexport erfolgt meist durch Cards & Systems. Die Erfassung der Umsätze kann in den Betrieben durch die entsprechenden Kassensysteme erfolgen – oder auch in unserer Verantwortung liegen. medianet: Welche Branchen sind bereits im Boot? Wo muss noch Überzeugungsarbeit geleistet werden? Duchatczek: Die Umsetzung von Kundenkartensystemen ist unserer Meinung nach branchenunabhängig. Es gibt fast in jeder Handels- und Dienstleistungsbranche Beispiele für erfolgreiche Kundenbindungssysteme. Bei Cards & Systems werden aktuell unterschiedliche Wirtschaftszweige, etwa Bau- und Drogeriemärkte, Autohäuser, Veranstaltungsbetriebe, Taxiunternehmungen und Freizeitregionen mit Kundenbindungssystemen betreut. Überzeugungsarbeit muss noch bei kleineren Betrieben geleistet werden. Auch in betriebsübergreifenden Projekten liegt noch viel Potenzial. Dabei könnten sich größere Firmen oder auch Regionen zusammenschließen und ein übergreifend gültiges Kartensystem etablieren. Wir bieten dazu die entsprechenden Programme zur Auswertung und für den buchhalterischen Ausgleich der einzelnen Partner an – inklusive der erforderlichen Clearingdienstleistungen. Die Schwierigkeit liegt folglich nicht in der Machbarkeit oder der Technik, sondern immer noch in der Auswahl interessanter Partner und deren Kooperationsbereitschaft.
„Auch KMU profitieren“ medianet: Wie und vor allem wo will man weiter wachsen? Duchatczek: Es scheint zwar, dass heute fast jedes Unternehmen eine Kundenkarte anbietet, aber
beim genaueren Hinsehen stehen meist keine zielführenden und interessanten Kundenbindungsprogramme dahinter. Sowohl bei großen Filialbetrieben als auch in kleinen Geschäften, im Handel oder im Dienstleistungssektor, ist die Decke noch nicht erreicht. Es
Millionen von Karten, wie auch kleine, elitäre (VIP-)Karten mit geringer Stückzahl wirtschaftlich zu betreiben. Unser Kunde dm drogerie markt hat sehr erfolgreich gezeigt, dass Kundenbindungssysteme auch in den ehemaligen Ost- und Balkanlän-
„Ziel: Wir wollen für unsere Businesspartner in den Geldbörsen aller Kunden präsent sein.“ mONIKA dUCHATCZEK, cards & Systems
müssen aber Systeme etabliert werden, die bei treuen Stammkunden auf Interesse stoßen. Die Erfolge der bekannten österreichischen Kundenkarten beweisen, dass Konsumenten die Vorteile der Karten nach wie vor begeistert aufgreifen und nutzen. Mit der heutigen Technik ist es möglich, sowohl große Systeme mit
dern erfolgreich laufen können und von den Konsumenten meist noch intensiver genutzt werden als in Österreich. Da der Kartensättigungsgrad in der Börse der Käufer dort noch nicht erreicht wurde, sehen wir auch in diesen Ländern durchaus großes Potenzial für die Einführung neuer Projekte.
CARDS & SYSTEMS EDV-DIENSTLEISTUNGS GMBH Kerngeschäft der Bankentochter ist die Konzeption und laufende Betreuung unterschiedlicher, individuell umgesetzter Kundenkartenprodukte für alle Branchen und Wirtschaftsbereiche. Dies reicht von einfachen Ausweis- und Mitgliedskarten über Gutschein- und Bonuskarten bis hin zu komplexen Kundenkarten mit Bonusfunktionen und Zahlungsfunktion – in Kooperation mit renommierten Bankinstituten. Cards & Systems bietet dazu schlüsselfertige Kundenkartensysteme. Das Dienstleistungsportfolio umfasst u.a. die Konzeption des Kartensystems, den laufenden Betrieb, die Kundenbetreuung und die Erfolgskontrolle (Statistiken, Reports, Auswertungen) sowie die Durchführung verschiedenster Kommunikationswege (traditionelle Mailings, Newsletterversand, SMS-Versand, etc.).
Cards & Systems kann Standardprojekte, etwa Gutscheinkarten oder einfache Bonuskarten, schnell und unkompliziert umsetzen. Mit dem internen Rechenzentrum und der Entwicklermannschaft werden auch große, umfangreiche und individuelle Kundenbindungsprojekte entwickelt und betrieben. Ebenfalls auf der Agenda: die Entwicklung und der Betrieb von Online-Shops sowie Kundenkarten-Apps.
Kontakt: Monika Duchatczek (Geschäftsführerin) Ing. Helmut Luxbacher (Vertrieb) Tel: ++43 1 79033 – 0 Fax: ++43 1 79033 – 900 E-Mail: service@cardsys.at Homepage: www.cardsys.at
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medianet: Datensicherheit wird ein immer wichtigeres Thema. Was raten Sie potenziellen Kunden? Duchatczek: Als Bankentochter bedienen wir uns der gesicherten Einrichtungen der Banken. Wir können in Kooperation mit Bankinstituten Kundenkarten mit Zahlungsfunktion und Gutscheinkarten entwickeln sowie Transaktionen in gesichertem Umfeld verarbeiten. Abgesehen davon gewinnt die Sicherheit bei der Erfassung und Speicherung von Stammdaten der Kartenbesitzer sowie deren Bewegungsdaten vermehrt an Bedeutung. Immer mehr Betriebe verzichten daher darauf, solche Daten bei sich im Unternehmen zu speichern und bedienen sich eines Dienstleisters. Cards & Systems ist dafür ausgelegt, die Datensicherheit in hohem Maße zu gewährleisten. Einerseits werden die Mitarbeiter entsprechend ausgewählt und instruiert, andererseits erfüllt die eingesetzte IT die höchsten Anforderungen an die Datensicherheit. Das Rechenzentrum der Cards & Systems wird dahingehend laufend auf dem aktuellen Stand gehalten und regelmäßigen externen Prüfungen unterzogen. Schnittstellen zum Unternehmen oder zu exter-
© Cards & Systems (3)
medianet: Frau Duchatczek, die Kundenkarte sticht im Kundenbindungsgeschäft. Was verlangen Handel & Co vom neuen Alleskönner? Monika Duchatczek, GF Cards & Systems: Für den Businesskunden ist ganz generell die transparente und rasche Abwicklung – Stichwort: Echtzeit! – von Bedeutung. In Zeiten, wo alle Systeme – also Kassen, Kartenterminals und InfoPoints – vernetzt sind, setzt der Markt voraus, dass alle Informationen des Kundenbindungssystems unmittelbar abgerufen und zu jedem Zeitpunkt aktuell eingesehen werden können. Cards & Systems trägt dem mit seinem Rechenzentrum und den unterschiedlichen Internet-Dienstleistungen Rechnung. Wir stellen dazu ein in sich geschlossenes, individuell zugeschnittenes System bereit. Zudem verfügen wir über die erforderliche technische und personelle Infrastruktur sowie die entsprechenden Partner: erprobte Terminalbetreiber, Kartenhersteller, Druckereien, Hardware-Hersteller und Softwarepartner. Die Grenzen zwischen den einzelnen Systemen unserer Businesskunden verschwimmen immer mehr: DirectMarketing, E-Mail-Newsletter, Gutscheinkarten, Online-Shops, Kundenkarten, Bonussysteme, Rabattmarken und Co greifen ineinander und verlangen daher immer mehr nach gemeinsamer organisatorischer Abwicklung. So wurde zuletzt zusätzlich zur dmKundenkarte der dm-Onlineshop als integratives Kommunikationsmedium zum Kundenkartensystem erfolgreich am Markt etabliert. Auch die Einbindung von Social Media und interaktiver Plattformen wird in unserem Geschäft immer beliebter und aktueller; hier arbeiten wir für unsere Partner an neuen Ideen.
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Konferenz in Graz 1.000 Delegierte, 170 Speaker, Regierungsvertreter und Experten aus 50 Ländern
Können die Städte den Planeten retten? inhalt
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> Interview: Cradle-to-CradlePionier Michael Braungart 5 > Feature: Burgerking – oder doch Veganista? 6/7
> made2matter: Marken- Positionierung in Echtzeit 13 retail > Klarna untersucht das Online-Kaufverhalten
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Einer der Keynote-Speaker in Graz ist der ehemalige Londoner Bürgermeister Ken Livingstone.
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Smart Citys Die „Urban Future Global Conference“ am 18. und 19. November 2014 in Graz ist die größte Konferenz für nachhaltige Stadtentwicklung in Mitteleuropa. Die Mega-Veranstaltung wirft ein Schlaglicht auf die Zukunft der Städte. Seite 4 > Start: Solidaritätskampagne „Nimm dir ein Herz!“ 22
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Freitag, 7. November 2014
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Auch die Wiener Seestadt Aspern – mit dem „Aspern Smart Urban Lab“ – gilt als innovatives Smart City“-Projekt.
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Urban Future Global Conference Am 18./19. November wird in Graz die Entwicklung urbaner Lebensräume diskutiert
Die Landkarte einer „smarten“ Stadt-Zukunft
Autor, Keynote-Speaker: „Städte sind die Antwort auf Klimawandel, die Herausforderungen der Energieversorgung sowie Ressourcenknappheit.“
„Smarte“ Technologien sollen unsere Städte in nachhaltige Lebensräume verwandeln. chris haderer
Graz/Wien. Er sei der „wohl kühnste und innovativste Denker im Bereich zukunftsfähiger Städte“, sagt Denis Hayes über den nordamerikanischen Bestsellerautor Alex Steffen. Hayes ist Vorsitzender des „Earth Day Networks“, das die Wertschätzung für unsere natürliche Umgebung fördern soll – und Steffen, der als Nachhaltigkeitsexperte bekannt ist, wird am 18. November mit einer Keynote die „Urban Future Global Conference“ in Graz eröffnen. In seinem aktu-
ellen Projekt „Carbon Zero: Imagining cities that can save the planet“ untersucht Alex Steffen „Konzepte sowie technologische und politische Innovationen, die unsere Städte in Wohlstandsmotoren mit geringstmöglichen Kohlendioxid-emissionen verwandeln könnten.“ Damit ist Steffen eine recht gute Leitfigur für die geplante Mega-Konferenz, die ein intensives Schlaglicht auf die Zukunft der Städte werfen soll. Immerhin 1.000 Delegierte haben sich angekündigt, mehr als 300 Städte werden vertreten sein und 170 Speaker aus 50 Ländern wer-
den in 46 Sessions in Graz zwei Tage lang Konzepte und Fallbeispiele über ein „smartes“ Großstadtleben vorstellen. Die Konferenz wird in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen veranstaltet und hat nicht unbedingt die ferne Zukunft im Auge, sondern das Hier und Jetzt.
Renommierte Gäste Im Jahr 2005 wollte Ken Livingstone „etwas in Gang setzen, das die Regierungen nicht angreifen würden“ – und brachte durch das C40-Klimaschutznetzwerk Bür-
germeister aus aller Welt an einen Tisch. Neben Alex Steffen und dem Politwissenschaftler Benjamin Barber (dessen 1995 veröffentlichtes Buch „Jihad vs. McWorld“ in über 30 Sprachen übersetzt wurde) ist Livingstone der dritte Keynote-Speaker der Urban Future Global Conference. Sein Credo: „Nachhaltige Städte brauchen ein
„Man verändert die Welt nicht mit dem Kauf von ‚Save the Earth‘Stickern, sondern mit
Highlights 170 Speaker aus vier Kontinenten kommen nach Graz
Programm im Überblick Graz. Die „Urban Future Global Conference“ ist die größte Konferenz für nachhaltige Stadt entwicklung in Mitteleuropa. Veranstaltet wird sie in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und über 40 internationalen Partnerorganisationen. Dementsprechend lang ist die Liste der Teilnehmer: Mehr als 1.000 Delegierte aus 50 Ländern werden die ehemalige Kultur hauptstadt bereisen und Graz zu einem der „international bedeutendsten Treffpunkte für Entscheider aus Städten, Gemeinden und Regionen, Smart City-Experten, Regierungsvertretern, Infrastrukturmanagern und Vertretern von Technologieunternehmen machen“, wie es die Veranstalter ausdrücken. Der Fokus liegt dabei vor allem auf dem Erfahrungsaustausch der Teilnehmer. Der Begriff, um den sich die Themen zentrieren, lautet „Smart“: Es geht um Smart Mobility, Smart Energy, Smart Communication sowie Smart Living & City Planing. Die Urban Future Global Conference findet am 18. und 19. November im Messecongress Graz statt. Direkt in den Konferenzbereich integriert sind zudem bis zu 2.000 m2 Ausstellungsflächen. Ein 2-Tages-Konferenzpass kostet bis zum 10. November 650 €, danach 750 (1-TagesPass: 590/650 €); Universitätsanbieter zahlen 375 €, Studenten 250 €. Infos bietet die Website: www.urban-future.at
Visionen, die man einfallsreich umsetzt.“ Alex Steffen, Autor („carbon zero“)
starkes Leadership.“ Ken Livingstone war von 2000 bis 2008 Bürgermeister von London. Während seiner Amtszeit erhielt er viel öffentliches Lob für die Modernisierung des alternden städtischen Transportsystems und die Einführung von Bus- und Fahrradspuren. Er war auch für die Bewerbung Londons für die Olympischen Sommerspiele 2012 verantwortlich
und initiierte dabei gleich Verbesserungen bei Energieeinsparungen und Recycling und setzte Umweltschutz- und Bürgerrechtsgrundsätze durch. Im Jahr 2013 erregte er Aufsehen mit einer Rede über die Möglichkeiten, London in eine nachhaltige Stadt zu verwandeln. „Smart Mobility“, eines seiner Kernthemen, ist auch eines beim Kongress, bei dem die Zukunft des öffentlichen Verkehrs, Elektromobilität, integrierte Mobilitätslösungen für Städte, Optimieren des Verkehrsflusses und Strategien zur Reduktion des Individualverkehrs auf der Agenda stehen. Ein spezialisierter Technik-Stream soll außerdem aktuelle TechnologieAusblicke im Bereich Automobil und Mobilität liefern.
Keine Fördermittel Ein interessantes Kongressdetail ist die „Urban Future Expo“, eine Fachausstellung, die auf bis zu 2.000 m2 eine stark in die Veranstaltung integrierte Präsentation von Unternehmen, technischen Lösungen und Showcases umfasst. Hier präsentieren Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Städte die effektivsten Lösungen und Projekte direkt an städtische Entscheider aus Europa und darüber hinaus. Wer sich ein Bild darüber machen will, wie „smart“ unsere Städte sein könnten, der ist im November in Graz gut aufgehoben.
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Freitag, 7. November 2014
medianet – 5
Innovationskongress Nächste Woche findet in Villach wieder der Innovationskongress statt; im Mittelpunkt steht „The Spirit of Innovation“
„Wir müssen alles neu erfinden“ Michael Braungart: „Cradle-to-Cradle-Design macht den heutigen Abfallbegriff überflüssig.“
medianet: Herr Prof. Braungart, können Sie das Cradle-toCradle-Konzept in wenigen Sätzen erklären? Michael Braungart: Cradle-toCradle bedeutet ‚Von der Wiege bis zur Wiege‘. Dieses Konzept eröffnet uns allen eine neue Welt, indem es öko-effektiv anstatt ökoeffizient ist. Diese Begriffe werden häufig fälschlicherweise synonym benutzt, es gibt jedoch einen
„Klimaneutralität ist dumm. Kein Baum ist klimaneutral.“ michael Braungart
großen Unterschied: Im Gegensatz zur Minimierung der Stoffströme – Öko-Effizienz – bedeutet ÖkoEffektivität die Neuerfindung von Produkten, sodass zyklische Stoffwechselkreisläufe erzeugt werden. Diese naturnahe Produktionsweise ermöglicht es, Materialien immer wieder neu zu nutzen, ohne dass ein Qualitätsverlust stattfindet. Cradle-to-Cradle-Design macht den heutigen Abfallbegriff überflüssig: Alle Gegenstände, mit denen wir tagtäglich zu tun haben, können als Nährstoffe für biologische oder technische Kreisläufe dienen. Dieses Designkonzept soll den Weg zu einem neuen Wirtschaftssystem bereiten, in dem Produkte und Prozesse nicht reglementiert werden müssen, um die Umwelt weniger zu schädigen. Im Gegenteil, mit ihrer positiven Wirkung auf Mensch und Umwelt sollen Cradle-to-Cradle-Produkte sogar einen möglichst großen ökologischen Fußabdruck hinterlassen.
große Umweltschäden anrichtete. Daraufhin starteten wir ein Forschungsprojekt, das von einem anderen Pharmakonzern mit umfassenden Mitteln ausgestattet wurde.
Verbote sind sinnlos medianet: In welchem Zeitraum halten Sie eine Realisierung bzw. weite Verbreitung dieses Konzepts für realistisch? Braungart: Anfangs hatten wir mit massivem Gegenwind zu kämpfen. Aber die Gesellschaft und die öffentliche Meinung haben sich geändert. Nun geht es wesentlich rascher, als wir es erhofft hatten.
So wird Eigentum nicht mehr wie eine Religion gesehen, sind Teilen und Nutzen stärker in den Vordergrund gerückt. Wichtig ist, dass die Menschen verstehen, dass alles, was derzeit unter ‚Nachhaltigkeit‘ läuft, nur das Bestehende optimiert. Echte Innovation hingegen versucht, wirklich gut zu sein und nicht bloß weniger schlecht. medianet: Können Sie uns Beispiele für Produkte nennen, die dem Cradle-to-Cradle-Gedanken entsprechen und die schon am Markt sind? Braungart: Was die Produkte anbelangt, ist die Palette schon recht
breit. Sie reicht vom kompostierbaren Papier über Wandfarbe, die dank spezieller Bakterien die Luft reinigt, bis zu Teppichböden, die Feinstaub binden oder Beton, der Stickoxide aufnimmt. Entscheiden ist, dass man den Menschen die Möglichkeiten und den Nutzen aufzeigt und sie nicht durch Verbote zu etwas zwingt. Am Innovationskongress in Villach (13./14. November 2014) spricht Michael Braungart über Cradle-toCradle als Innovationsmotor für Systemänderungen. (red) www.innovationskongress.at
© M. Braungart
Wien/Villach. „Bestehende Dinge weiterzuführen und etwas weniger schädlich zu machen, reicht nicht aus“, sagt Michael Braungart, Mitbegründer des „Cradle-to-Cradle“Konzepts. „Wir müssen wirklich alles neu erfinden.“ Braungart referiert beim Innovationskongress am 13. und 14. November im Congress Center Villach. Im medianetInterview erzählt er über innovative Formen sinnhafter Produktkreisläufe.
M. Braungart, EPEA Internationale Umweltforschung, Erasmus Uni Rotterdam.
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Der Anlass: Muttermilch medianet: Was war der Auslöser, der Sie dazu veranlasste, an einem derartigen Konzept zu arbeiten? Braungart: Da muss ich etwas ausholen. An und für sich gibt es die derzeit herrschende ‚Weltuntergangsdiskussion‘ bereits seit 40 Jahren. Und die Auswirkungen der Umwelteinflüsse sind schon lange nicht wegzudiskutieren. Als ausgebildeter Chemiker und Verfahrenstechniker war und bin ich immer wieder mit verschiedensten Analysen beschäftigt. Ein Beispiel für die Tatsache, dass wir keinesfalls wie bisher weitermachen können, ist die Muttermilch. Ich habe in 25 Jahren keine einzige MuttermilchProbe analysiert, die aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als Trinkmilch zugelassen würde. Handlungsbedarf war also schon länger gegeben. Der letzte Stein des Anstoßes war die Sandoz-Katastrophe 1986, bei der ein Chemie-Unfall bei Basel
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Freitag, 7. November 2014
Burgerking & Alexandra Binder
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ifestylig: Genau das ist Ernährung für Teenager. Nicht mehr und nicht weniger. Gesundheitsbewusstes Leben? Im Zweifelsfall eher nein. So wünschenswert das auch wäre, der Gedanke daran spielt in diesem Alter kaum eine Rolle. Eltern können sich allerdings trösten. Denn: „Jugendliche suchen gerade auf der Lifestyle-Ebene Abgrenzung gegenüber den Eltern“, sagt die Wiener Jugendkulturforscherin Beate Großegger, die die Möglichkeiten der elterliche Einflussnahme „oder, um es ins Positive zu wenden, der elterlichen Vorbildwirkung“ eher schwach ausgeprägt sieht. Großegger fand sich neben weiteren Experten beim diesjährigen Heidelberger Ernährungforum ein, um das Thema „Jugend und Ernährung zwischen Fremd- und Selbstbestimmung“ zu diskutieren.
(Zu) viele Lebenswelten? Teenies leben heute im Zeitalter der Digitalisierung. Das bringt es mit sich, dass ihre Welt sich heute deutlich differenzierter zeigt als noch vor 20 Jahren. Deshalb funktionieren Einteilungen nach Alter und Geschlecht nicht mehr, sagt Marktforscher Manfred Tautscher. Heute seien soziale Lage – sprich Bildung und Wohnumfeld, Lebensstile, Gewohnheiten, Rituale und Werte – aussagekräftig. Sein Unernehmen, die Sinus Markt- und Sozialforschung, definierte jüngst gleich sieben Lebenswelten der heutigen 14- bis 17-Jährigen. Da gibt es neben der konservativ-bürgerlichen mit geringer Lifestyle-Affinität die materialistisch-hedonistische, die sich durch Spaß und Markenbewusstsein definiert; die sozial-ökologische, in der Nachhaltigkeit und Gemeinwohl präsent sind und die Überflussgesellschaft abgelehnt wird; die prekäre Lebenswelt, in der sich Jugendliche mit schwierigen Startvoraussetzungen und Durchbeißermentalität angesiedelt sind; die adaptiv-pragmatische, in der sich der leistungs- und familienorientierte moderne Mainstream mit hoher Anpassungsbereitschaft findet; die experimentalistisch-hedonistische Lebenswelt, die spaßund szeneorientiert, nonkonformistisch und mit Fokus auf Leben im Hier und Jetzt ist, und schließlich die expeditive Lebenswelt, in der sich erfolgs- und lifestyleorientierte Networker finden, die auf der Suche nach neuen Grenzen und unkonventionellen Erfahrungen
sind. Für Tautscher ist klar, dass sich die unterschiedlichen Werte und Lebensstile der Jugendlichen auch in ihrem Konsum- und Ernährungsverhalten widerspiegeln. Ansprechen und motivieren könne die Jugendlichen ergo nur, wer versteht, was sie bewegt.
Fünf Mrd. Euro-Markt Verstehen wollen die Teenies viele. Denn immerhin gibt diese Gruppe satte fünf Mrd. Euro für Essen und Trinken aus. „Deutlich mehr als für Spiele“, so Ingo Barlovic von der iconkids & youth international research GmbH. Doch schon die Frage, welche Produkte sie kaufen, was sie essen, ist schwierig zu beantworten. Denn es gibt viele Einflussfaktoren: beispielsweise die Peergroup, die Eltern, der Lebensstil, die (mediale) Umwelt und die Polysensualität. Nie gehört? Polysensualität heißt, dass ein Produkt neben den Attributen praktisch und günstig noch mehr in sich vereinen muss: mehrere (Geschmacks-)Komponenten etwa und eine anregende Form. Es soll ein angenehmes Mundgefühl hervorrufen und einen ansprechenden Namen haben. Nur wer diese Ansprüche erfüllt, darf dann auch die Gesundheit mit ins Spiel bringen. Denn die fällt nicht unter Grundbedürfnisse, sondern wird von Barlovic als „Mittel zum Zweck“ umrissen. Etwa als Grundlage für gutes Aussehen und Fitness, die dann wiederum zum Spaß am Leben beitragen und zu zahlreichen Freunden führen. Was erstaunt: Offenbar ist das gemeinsame Kochen beliebter denn je. Barlovic erklärt sich das so: „Beim Kochen können Jugendliche mit den Eltern Zeit verbringen, ohne lächerlich zu wirken, sie können zeigen, was in ihnen steckt, etwas Neues erschaffen oder auch in der Schulküche flirten.“ Letztendlich, so Barlovic, sei der Reiter – die gesunde Ernährung – immer nur so gut wie sein Pferd – das Grundbedürfnis, etwa Spaß.
Verführen statt überzeugen „Junge Menschen wollen nicht überzeugt, sie wollen verführt werden“: So lautet ein Zitat von Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier. Wie es gelingt, junge Menschen zu einem gesunden Lebensstil zu „verführen“?, das hat seine Kollegin Großegger anlässlich des Forums beantwortet: „Indem man sie nicht mit moralischen Appellen und langweiligen Vernunftargumenten bombardiert, sondern die
diversen Optionen eines bewussten Ernährungsverhaltens in LifestyleSzenarien eingebettet präsentiert.“ Für die Zielgruppenkommunikation heiße das: „Jugendkulturrelevante Lebenswelten zeigen, Geschichten erzählen, in denen sich die Jugendlichen mit ihren Alltagserfahrungen und Wünschen wiederfinden, mit viel Bildmaterial und eher wenig Text arbeiten, die jugendkulturellen Sprachcodes kennen und ganz bewusst ab und zu auch einmal mit schräger Ironie spielen.“ Ironie sei im Übrigen in einer informationsüberlasteten Welt ein erprobtes Mittel, um bei jungen Menschen überhaupt Aufmerksamkeit für die eigene Botschaft zu bekommen.
„Yes VeGan!“ Als „Seismografen der Gesellschaft“ sieht Bernd-Udo Rinas vom Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Jugendliche gar. Und weil sie das für ihn sind, ist mit ihnen der vegane Lebensstil in der Gesellschaft angekommen, samt zugehörigen Lebensmitteln, Kleidung, Kosmetikprodukten oder auch veganer Energie. Und hier schließt sich auch schon wieder der Kreis zur eingangs erwähnten Erwachsenenwelt. Denn vegan zu leben, das sei ein ganz persönliches, schnell umzusetzendes Lebenskonzept, das sich klar von der Erwachsenenwelt abgrenzt, sagt Rinas, allem voran in gesellschaftlichen Umbruchszeiten und Zeiten der Unsicherheit. Einher geht die Entscheidung für den Veganismus bei Teenies mit besserer Information über das Essen und einer Auseinandersetzung mit Lebensmitteln, deren Inhaltsstoffen und Produktionsbedingungen. Zu Verbreitung braucht es das Internet: Junge Veganer informieren und vernetzen sich und bauen eine eigene soziale Infrastruktur auf. Und weil die Teenies für ihn Seismografen der Gesellschaft sind, geht Rinas davon aus, dass Fleisch essen einmal genauso uncool sein wird wie heute das Rauchen. Auch Großegger glaubt daran, dass Jugendliche die Gesellschaft verändern: „In einer juvenilen Gesellschaft wie der unseren, in der sich alle, vor allem aber Ältere am Wert der ,Jugendlichkeit‘ orientieren, dienen die Lifestyles, die Jugendliche pflegen, Erwachsenen häufig als Vorbild. Das heißt, vieles, was Jugendliche machen und womit sie ihr Leben gestalten, wird von den älteren Generationen kopiert.“ Sehr gut lasse sich das
B eate Gros segger Wiss. Leiterin des Insituts für Jugendkultur, Wien www.jugendkultur.at
© BFI Wien/APA-OTS/Schedl
Eine Frage des Lifestyles Durch ihren Ernährungsstil grenzen sich Teenager von anderen Altersgruppen ab. Sie sind hin- und h ergerissen zwischen Eigenverantwortung, Peergroup und dem Wunsch, in Schule und Familie versorgt zu werden. Zugleich prägen Jugend(ess) kulturen aber immer mehr die Welt der Erwachsenen. Doch wie sieht die Ernährungswirklichkeit von Jugendlichen genau aus? Und kann man überhaupt von den Teenagern als Zielgruppe sprechen?
In einer juvenilen Gesellschaft, in der sich Ältere am Wert der ,Jugendlichkeit‘ orientieren, dienen die Lifestyles, die Jugendliche pflegen, Erwachsenen häufig als Vorbild. Vieles, was sie machen und womit sie ihr Leben gestalten, wird von den älteren Generationen kopiert. Das funktioniert auch bei der Ernährung: Wenn sie als LifestyleElement in Erscheinung tritt und mit jungem Zeitgeist assoziiert wird.“ etwa im Bereich der Mode oder bei der Technologie-Nutzung beobachten. „Prinzipiell funktioniert das aber auch mit Ernährungsverhalten, zumindest dann, wenn Ernährung als Lifestyle-Element in Erscheinung tritt und mit jungem Zeitgeist assoziiert wird.“ Davon abgesehen müsse man natürlich auch sehen, dass viele der heute Jungen ihre Ernährungsgewohnheiten ins Erwachsenenleben mitnehmen werden. „So gesehen werden die Ernährungsstile der Jugendlichen unsere Gesellschaft auch morgen und übermorgen prägen.“
Let me entertain you Für Großegger sind jugend-kulturelle Trends nicht nur Modeerscheinungen, sondern eingebettet
in gesellschaftliche Veränderungen. Wobei gesunde Ernährung nur in wenigen ausgewählten Szenen Thema sei, eben etwa bei den bei Vegetariern oder Veganern. Im großen Rest der Jugendkulturen schwingt die Ernährung ihrer Meinung nach eher als Hintergrundgeräusch mit. Das Freizeitprinzip übertrage sich dabei auf die Ernährung: „Essen sollte allzeit verfügbar sein, spontan Bedürfnisse befriedigen und zum jeweiligen Lifestyle passen.“ Sich gesund zu ernähren: Dabei gibt es aber auch Diskrepanzen. Während nämlich das Gros der Teenager es etwa langweilig findet, sich gesund zu ernähren, passt Bio dagegen durchaus in ihre Lebenswelt, nicht in die von Fast FoodFreaks, aber zumindest in die von bildungsnahen Jugendlichen. Ernährung muss als „Stilelement“ in das persönliche Lebenskonzept passen. Und damit sind wir wieder am Beginn: Bei den gesunden Lifestyles der Eltern- und Großelterngeneration, die für Jugendliche kaum Leitbildfunktion hat. Je nach Grundmentalität – Genussmensch, Körperkapitalist oder Wohfühltyp – sind andere Ansätze notwendig. Und klar sein müsse auch: „Manche Jugendliche, wie die resignierten und sozial abgehängten, werden sich nie für Gesundheitsthemen interessieren, da für sie andere Probleme im Vordergrund stehen“, so Großegger.
Den Kühlschrank gut füllen Doch was kann man tun, um ein gesundes Ernährungsverhalten generell zu fördern? Großegger plädiert für neue Strategien: „Und zwar solche, die verstärkt auf Peers und peer-relevante Freizeitumgebungen setzen. Und es braucht zweifelsohne auch Initiativen, die außerfamiliär ansetzen, beispielsweise in Schulen und Ausbildungsstätten, und die es jungen Leuten ermöglichen, sich trotz des vielfach vorherrschenden Zeitdrucks und trotz ihrer schmalen Geldbörsen gesunde Ernährung zu leisten.“ Genervten Eltern blieben dagegen wenige Interventions-Möglichkeiten: „Meines Erachtens lediglich, den Kühlschrank mit hochwertigen Lebensmitteln zu füllen und darauf zu setzen, dass ihre Kinder aus Gewohnheit und auch aus Bequemlichkeit zugreifen werden“, sagt die Jugendforscherin. Ein Tagungsband mit den über arbeiteten Vorträgen der Experten ist für Herbst 2015 geplant. www.gesunde-ernaehrung.org
Freitag, 7. November 2014
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Zug fährt ab Bahnstreik in Deutschland: Der bisher längste Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn hat am Mittwoch im Güterverkehr begonnen. Um zwei Uhr nachts weitete die Gewerkschaft GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) den Ausstand auf den Personenverkehr aus. Viele Pendler und sonstige Leidtragende dieses Mobilitätsnotstands zeigen wenig Verständnis für die Kampfmaßnahmen – insbesondere, weil auch schon im September und im Oktober die Gleise leergeblieben waren. Was steckt dahinter? Die GDL will – um jetzt nicht unnötig ins Detail zu gehen – nicht nur für die ihr anvertrauten Lokomotivführer, sondern auch für weiteres Zugpersonal Tarifverträge abschließen. Und die Deutsche Bahn will das dezidiert nicht. Die GDL agiert für ihren Geschmack zu rabiat. Jetzt gehen die Diskussionen los – und drehen sich längst nicht mehr nur um das eigentliche Thema, sondern um das dem Ausstand zugrundeliegende Grundrecht. Jetzt ist es zwar so, dass, wer mit Genehmigung der Gewerkschaft seine Arbeit niederlegt, um Druck auf den Ar-
m a ke r S n e t w o r k
medianet Leitartikel
Alle Räder stehen still … Die Deutsche Bahn streikt. Ein willkommener Anlass, um über das Grundrecht auf Arbeitsniederlegung zu sinnieren. sabine bretschneider
beitgeber auszuüben, nach Auffassung des deutschen Bundesarbeitsgerichts „nicht pflichtwidrig handelt“. Jedoch soll er „das letzte Mittel und verhältnismäßig“ sein. Alle vorausgegangenen Verhandlungen müssen ausgeschöpft und gescheitert sein. Und dieser Passus löst Diskussionen aus. Wann sind
alle Verhandlungen ausgeschöpft, wann sind sie endgültig gescheitert? Und: Ist es moralisch vertretbar, die einen Arbeitnehmer (die der Bahn) gegen die anderen Arbeitnehmer (jene, die nicht wissen, wie sie an ihren Arbeitsplatz kommen) auszuspielen? Andererseits: Welchen Sinn hätte ein Streik – und
wie sollte man Druck ausüben –, wenn niemand dabei zu Schaden kommt? Und wie weit darf man dabei gehen? In Österreich ist die Rechtslage ohnehin anders: Hier werden Streiks im Unterschied zu Deutschland nicht gesetzlich geregelt. Interessanterweise wollen auch die heimischen Gewerkschaften kein gesetzlich geregeltes Streikrecht. Es dürfe, heißt es, nicht sein, dass ein Gesetz den Beschäftigten vorschreibt, wann sie für ihre Interessen kämpfen … Besonders streikfreudig sind übrigens weder wir noch unsere deutschen Nachbarn: Eine Statistik der Wirtschaftskammer wies etwa für das Jahr 2008 für Deutschland acht Arbeitstage jährlich pro Tausend Beschäftigte aus. In Frankreich lag dieser Wert bei 128 Arbeitstagen, in der Türkei bei 502. Null waren es in Österreich.
Gastkommentar Russland braucht Handelskrieg nicht zu fürchten
Für EU schmerzhafter als für Russland
zitat des ta ge s Daimler-Chef Dieter Zetsche
Handelskrieg Die gegenseitigen Sanktionen der USA, EU und Russlands werden vor allem die EU treffen. Die Handels- und Kapitalmarktbeschränkungen in einzelnen Industriezweigen wurden bereits verhängt und schwächten die Wirtschaft Russlands und der EU, wobei die EU-Unternehmen bisher stärkere Verluste in Kauf nehmen mussten als die russischen. Die USA haben im Übrigen aufgrund minimaler Wirtschaftsbeziehungen zu Russland keine nennenswerten Folgen zu fürchten. Insbesondere der russische Bankensektor, dessen Zugang zu den westlichen Kapitalmärkten eingeschränkt wurde, wird demnach mit den Herausforderungen besser zurechtkommen, als es dem Westen lieb sein kann: Russische Banken sind zunächst relativ unabhängig vom Wholesale Funding, da die Einlagen der Banken 60 Prozent ihrer Bilanzsumme ausmachen. Darüber hinaus macht das Internationale Funding nur einen sehr geringen Teil der gesamten Finanzierungsstruktur aus, und hinsichtlich der „Insbesondere der rus benötigten Refinanzierung besteht für die russischen Banken bis 2016 kein Grund zur Beunruhigung. Die gesamten sische Bankensektor Fälligkeiten dieser Emissionen bei den jeweiligen Banken sind, allein durch ihre liquiden Mittel, mehr als gedeckt. (…) wird demnach mit Abgesehen davon können die Banken auf die staatliche Unterstützung durch die Zentralbank zählen, die sich hisden Herausforderungen torisch gesehen immer für die Banken eingesetzt hat.
Ein offenes Ohr und klare Ansagen sind für mich kein Widerspruch.
Eigenkapital als Schutzschild
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heute im business weekend
„Mit einem effizienten Marketing schaffen Sie sich einen Ruf, der dazu führt, dass die Liegenschaft als Marke wahrgenommen wird.“
„Die Toleranz der Kunden gegenüber schlechten Services sinkt rapide.“ Klaus Schmid, CEO Capg emini Öster r e i c h , s. 58
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Ec k hard Horst m e i e r , Miles Group, s. 4 6
Freitag, 7. November 2014
besser zurechtkom men, als es dem Wes
Ähnliches gilt für den Industriesektor. So ist etwa die hohe Eigenkapitalquote der meisten Ölkonzerne ein siten lieb sein kann.“ cheres Schutzschild gegen die verhängten Kapitalmarkt-BeschränNina Nedialkova kungen. Der Rüstungsbereich ist Fixed Income Analyst Hypo Capital Management zwar in höherem Maße fremdfinanziert, doch werden zur Finanzierung kaum die Kapitalmärkte herangezogen. Im Lebensmittelsektor ist zu erwarten, dass Russland über kurz oder lang Handelsbeziehungen mit neuen Lieferanten in China, Südamerika, Ägypten und Nicht-EU-Ländern wie der Türkei und Serbien aufnimmt. 2013 hat die Europäische Union Waren im Wert von knapp 120 Milliarden Euro, hauptsächlich Maschinen und Fahrzeuge, nach Russland exportiert. Im Gegenzug beliefen sich die Importe aus Russland in die EU auf einen Warenwert von rund 206 Milliarden Euro, wobei das Hauptexportprodukt Öl/Gas war. Wegen der Abhängigkeit von den russischen Gaslieferungen kann Europa diese Güter nur bedingt sanktionieren. In Relation zur gesamten Wirtschaftsleistung ist innerhalb der EU der größte Verlierer Litauen: Das baltische Land hat im vergangenen Jahr den russischen Nachbarn Produkte, die nun sanktioniert sind, im Wert von 900 Millionen Euro geliefert, was mehr als zehn Prozent des BIP ausmacht. Ebenso sind Estland, Lettland und Finnland von den Sanktionen stark betroffen.
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Nina Nedialkova, Fixed Income Analyst, Hypo Capital Management; https://www.hypocapital.at/ Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.
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medianet
inside your business. today.
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Digitale performance
ATV setzt auf seiner Website auf eine überdurchschnittliche Ad-Visibility Seite 11
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marketing & media Magazinkonsum
Filmvorführung
Kundenmagazine stoßen auf Anerkennung, so eine Marketagent.com-Studie Seite 15
Infoscreen lud zu „Das blaue Zimmer“ in die Urania Seite 16 © Christoph H. Breneis
Welche Rendite bringen Marketinginvestitionen?
© Agentur P8
short
© made2matter
Georg Hofherr, Chef der Agentur P8, verzeichnet ein zehnprozentiges Wachstum und eröffnete einen neuen Standort in Linz. Inhaltlich sieht der Agenturchef „eine ganz klare Renaissance der Medienarbeit, des guten alten Journalismus“, wie er gegenüber medianet erläutert. Seite 11
© Christopher Ohmeyer
Grace Pardy, Gründerin von made2matter, erläutert mit ihren Kollegen Thomas Schmid und Peter Gheneff das Konzept als erstes „Real-Time Marketing Bureau“. Dabei setzt man auf nachhaltige Positionierung von Marken mit permanenter, interaktiver Markensteuerung in Echtzeit. Seite 13
© NarComm DACH
Bergler: „Helfen Unternehmen, die Möglichkeiten ihrer Marktpotenziale effizient zu nutzen und in Zeiten enger werdenden Wettbewerbs erfolgreich zu bestehen.“
Michael Narrenhofer, Geschäftsführer NarComm, bietet Lösungen im Bereich Digital Signage. Auf die interaktiven Anzeigen baut aktuell vor allem die Systemgastronomie, wo über die Bewerbung und Information von Produkten das Verlangen beim Konsumenten geweckt wird. Seite 14
medianet tv heute
Unternehmenssteuerung „Nur messbare, berechenbare – und bilanzwirksame – Marktbearbeitung bringt die geforderte Erfolgssicherheit“, ist das Motto der Triple-A Marketing AG (Bild: Geschäftsführer Martin Bergler). Seite 10
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Freitag, 7. November 2014
Triple-A Marketing In vielen Unternehmen werden hohe Summen für Marketing ausgegeben – ohne valide Erfolgskontrolle
Marketing ist ab sofort messbar, berechenbar und bilanzwirksam Wien. Der ökonomische Gegenwind bleibt rau – und damit nimmt auch der Druck auf vermeintlich verzichtbare, weil schlecht kontrollierbare, Kommunikations- und Marketingbudgets zu. „50 Prozent meines Werbebudgets sind hinausgeworfenes Geld. Niemand kann mir allerdings sagen, welche 50 Prozent“, damit wird AutomobilPionier Henry Ford gern zitiert. „Marketing“, postuliert Georg
„Marketing hat eine einzige Aufgabe: bessere Betriebsergebnisse zu erbringen.“ triple-A-Gründer Georg Kolm
Kolm, Gründer der Triple-A Marketing AG, habe „eine einzige Aufgabe: für das Unternehmen messbar bessere Bilanzergebnisse zu bringen. Sonst ist jedes Marketingbudget nur sinnlose Geldvernichtung.“ Dieser Ansatz bewegte Kolm dazu, eine Methode zu entwickeln, die Marketing zum betriebswirtschaftlich anerkannten Investitionsgut macht – ebenso wie Produktionsanlagen oder Maschinen es sind.
Pauschalangebot für KMU „Nur messbare, berechenbare und bilanzwirksame Marktbearbeitung bringt die geforderte Erfolgssicherheit“, ist das Motto, das man sich bei Triple-A auf die Fahnen geschrieben hat. „Jedes Unternehmen, gleichgültig welcher Größe, kann Marketing als ein Instrument der marktorien-
tierten Unternehmenssteuerung nutzen“, präzisiert Geschäftsführer Martin Bergler. Neuerdings wurde diese Triple-A Methode insofern ergänzt, als kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine „Marketing-Betreuung zum Fixpreis“ angeboten wird. Dieses Pauschalangebot bietet Unternehmen die Möglichkeit, einerseits das für die gesamte Marktbearbeitung eingesetzte Kapital präzise zu berechnen und andererseits einen Return on Investment zu ermitteln. Bergler: „Die Messung – und somit die objektive Beurteilung der Wirksamkeit der Maßnahmen – von Kreativleistungen bis zur Produktion ist insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit von zunehmender Bedeutung.“ Grundsätzlich sei „nicht einzusehen“, warum Unternehmer zwar ihre Vergangenheit mittels der Bilanzzahlen im Detail beschreiben, nicht aber ähnliche Überlegungen für die Zukunft anstellen – nämlich das für Investitionen, Innovationen und Finanzierungsfragen ausschlaggebende Potenzial der Firma.
Das Potenzialgutachten Das sogenannte Potenzialgutachten von Triple-A erfasst in einer ganzheitlichen Analyse die Marktseite und reicht bis zu konkreten Handlungsempfehlungen an das Unternehmen – „mit geringem Eigenaufwand“, wie Bergler versichert. Die Erhebung der Rahmenbedingungen und des Selbstbilds erfolgt per Fragebogen, der vom Unternehmen ausgefüllt wird; vom Fragebogen über dessen Aus-
© Christopher Ohmeyer; Triple-A Analytics
Geschäftsführer Martin Bergler: „Messbares Marketing ist für jedes Unternehmen leistbar, auch für kleine und mittlere Betriebe.“
„Was sich Unternehmer immer gewünscht haben, das ist mit Triple-A erstmals möglich: Marketing ist erstmals messbar geworden“, erklärt Chantal Beier. Beier ist Geschäftsführerin der Triple-A Projects Marketing GmbH.
wertung, eine Branchenanalyse, zusätzliche Recherchen und Befragungen bis zur Erstellung des Gutachtens vergehen im Schnitt nur 19 Tage. Das Potenzialgutachten soll einerseits den Jahresabschluss eines Unternehmens ergänzen, um die Zukunftsdimension abzubilden. Andererseits soll es die erforderlichen Soft Facts wie Marktposition, Strategie, CI und CD bis hin zur Position im Vergleich zum
Mitbewerb und der Umsetzung der Marketingaktivitäten darstellen. Auf diesen Werten und Fakten aufbauend, werden in der Folge Ertragstreiber analysiert, Ziele festgemacht und letztendlich die Ertragsstrategie vereinbart. „Dies ermöglicht“, sagt Chantal Beier, Geschäftsführerin von Triple-A Projects, „den Prozess zu managen und so einen präzisen Marketingplan mit klar definierten Projekten zu erstellen.“ So werde das Marketingbudget zum Investitionsbudget. Die Umsetzung und Überwachung der einzelnen Projekte erfolgt durch das jeweilige Unternehmen selbst oder durch Triple-A im Rahmen einer individuellen Vereinbarung – so seien „sowohl die Einhaltung des Plans und des Erfolgs sichergestellt als auch die individuellen Unternehmensgegebenheiten und -wünsche berücksichtigt“.
Angebot an Beraterbranche
Jedes Unternehmen, gleichgültig welcher Größe, kann Marketing als ein Instrument der markt orientierten Unternehmens steuerung nutzen.
Ursprünglich „nur“ für die Triple-A Methode entwickelt, erzählen die beiden Triple-A-Geschäftsführer, habe sich „rasch herausgestellt, wie vielseitig die Ergebnisse des Potenzialgutachtens anwendbar sind“. Dieser Blick in die Zukunft helfe bei allen Aspekten der Unternehmensbewertung, „gleich ob es um die Kreditvergabe, Finanzierung oder Sanierung eines Unternehmens geht, oder ob es sich um Unternehmensübergaben, einen Managementwechsel, den Einstieg von Investoren oder auch um eine präzise Lageberichterstattung an Stakeholder handelt“. Dieses breite Einsatzspektrum eröffne etwa Unternehmensberatern in einer Kooperation mit Triple-A, ihre Dienstleistung am Kunden zu verbessern und durch Mitarbeit in der Analyse Wert-
schöpfung und Kundenwissen zu erhöhen. Bergler abschließend: „Wir sind überzeugt, dass unsere Investition in ausgewählte Unternehmensberater ein Partnernetzwerk schafft, durch das viele Kunden rasch die Vorteile unserer Methode nutzen können.“ Die Triple-A Marketing AG ist mit ihren 100%-Tochterunternehmen Triple-A Analytics Institut für wirtschaftswissenschaftliche Studien GmbH und Triple-A Projects Marketing GmbH seit 39 Jahren in Österreich, dem deutschsprachigen Raum und Osteuropa tätig. (sb)
Triple-A Das Geschäftsmodell von Triple-A basiert auf diesen Produkten: Dem Triple-A Potenzialgutachten für die Ermittlung der Ertragspotenziale eines Unternehmens oder einer Organisation. So wird laut Angaben des Unternehmens „die Zukunft messbar“: „Die Vergangenheit steht in der Bilanz, die Zukunftspotenziale im Triple-A Potenzialgutachten. Beides zusammen birgt eine valide Betrachtung für jedes Unternehmen.“ Es bietet vielen Branchen neue Geschäftsmodelle sowie eine erweiterte Grundlage für Basel III-konforme Beurteilung. Die Triple-A Methode ist ein vom Triple-A Team begleiteter marktorientierter Managementzyklus, der Marketing berechenbar und bilanzwirksam macht. Der Return on Investment im Marketing wird so messbar. Triple-A Projects setzt Marketingprojekte auf Basis der Methode professionell für Kunden um und sorgt nach so für die Zielerreichung. Das Geschäftsmodell basiert nach Angaben von Triple-A darauf, „Menschen in den Unternehmen zu helfen, freier, unabhängiger und selbstbewusster anleiten zu können“. Darüber hinaus kooperiert Triple-A mit ausgewählten Unternehmensberatern, um mit den Wirkungsprinzipien der Triple-A Methode „mehr Erfolg in allen Bereichen zu erreichen“. www.triple-a.ag
Freitag, 7. November 2014
fa c ts & ba c k gr ou n d s
medianet – 11
Standort-Erweiterung P8 Agentur rechnet mit über zehnprozentigem Wachstum – neuer Standort in Linz am 1. Oktober eröffnet
Agentur P8 mit viertem Standort Innsbruck. „Respektvoll zufrieden“. So bezeichnet Agenturchef Georg Hofherr die Entwicklung der eigenen Agentur P8 in 2014. In Zahlen ausgedrückt: „Wir wachsen über zehn Prozent. Das ist organisches Wachstum, vor allem durch unsere jüngeren Standorte in Wien und Salzburg; Innsbruck betreut auch Projekte in Deutschland“, so Hofherr. Seit 1. Oktober ist mit Linz ein vierter Standort dazugekommen. „Die Strategie ist einfach: Wir wollen die erste Agentur sein, die an die alte Publico-Philosophie andockt und österreichweit tätig ist – und das sind wir mit dem neuen Standort in Linz ab 1. Oktober. Was uns noch fehlt, ist Graz, aber zunächst müssen wir unsere Hausaufgaben in Linz machen.“ „Es gibt eine ganz klare Renaissance der Medienarbeit, eine Renaissance des guten alten Journalismus, weil nach dem OnlineHype die Kunden erkennen, dass
man einen Kommunikationsträger braucht, der bei den Konsumenten Vertrauen auslöst. Da ist die haptische Zeitung wichtig, da ist auch das Fernsehen wichtig. Natürlich ist auch Online und Social Media wichtig, aber im Vertrauensindex ist das, was in der Zeitung steht, viel höher zu bewerten.“ Als professionelle Kommunikationsagentur geht es P8 daher darum, „mich mit jenen Medien auseinanderzusetzen, die das Vertrauen der Konsumenten haben“. Hofherr rechnet vor: „Was nützen mir 100.000 Facebook-Freunde, von denen 6,5 Prozent meine Meldung sehen können. Dann vergleiche ich eine Bun-
desländer-Zeitung, wo die Zeitung von 250.000 Leuten gelesen wird, die noch dazu Vertrauen bildet.“ Hofherr ist auch davon überzeugt, das sich der Markt vom Angebotsmarkt in den 1970ern und dem Nachfragemarkt in den 1990ern jetzt hin zu einem Bewertungsmarkt entwickelt. „Man nützt zwar Online, aber die Beurteilung der Information ist das Problem. Wer sich mit dieser Thematik auseinandersetzt, kann am Markt erfolgreich sein“, folgert der Agenturchef. Während Journalisten vor einigen Jahrzehnten um die Meinungsfreiheit gekämpft haben, „kämpfen sie nun um die Be-
wertungsfreiheit. Wenn ich Medien konsumiere, brauche ich keinen Informationsgewinn mehr, sondern einen Erkenntnisgewinn. Das ist der große Unterschied zu früher.“ „Früher haben in Deutschland fünf Mio. Euro Werbegeld gereicht, und das neue Produkt wurde widerspruchslos von den Konsumenten gekauft; das ist vorbei“, bilanziert Hofherr. „Unternehmen, die sich verantwortungsvollen Regeln widersetzen, werden wie die Dinosaurier sterben. Das ist die große Chancen für Europa im Gegensatz zu den rein kapitalorientierten Märkten in China, USA und Indien.“ (mf)
© Agentur P8
Hofherr: „Es gibt eine ganz klare Renaissance der Medienarbeit, des guten alten Journalismus.“
„Respektvoll zufrieden“ ist Agenturchef Georg Hofherr mit dem Verlauf in 2014.
Website Steigerung
ATV: Ad-Visibility Wien. „ATV.at bildet die wichtige dritte Säule der ATV-Senderfamilie und bietet der werbetreibenden Wirtschaft durchschlagende Argumente, um Kampagnen einzubuchen“, so die Verantwortlichen bei ATV über die tragende Funktion der ATV-Website. Eine Ad-Visibility bis zu 15% über dem österreichischen Durchschnitt, View-Through-Rate der Werbespots von fast 90% und mit durchschnittlich 18:22 Minuten Usetime bei ATV.at das höchste Ergebnis aller Einzelangebote in der ÖWA; daneben, dank der ATVEigenproduktionen, einen höchst erfolgreiche Mediathek sind die wichtigsten Argumte hin zu den Werbekunden.
Visibility über dem Schnitt Um die Entwicklung voranzutreiben, präsentiert ATV.at in einem modernen Design und punktet mit jeder Menge verbesserter und neuer Features. Außerdem bietet die Seite der werbetreibenden Wirtschaft jetzt noch bessere Möglichkeiten, um ihre Kundschaft optimal zu erreichen. Meetrics hat die Ad-Visibility von ATV.at unter die Lupe genommen und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Alle ATV.at-Werbemittel von Billboard über Sitebar bis Bigsize Banner liegen in puncto Sichtbarkeit deutlich über dem österreichischen Schnitt, Skyscraper sogar um ganze 15%. Felix Badura von Meetrics zum Ergebnis von ATV.at: „Webseiten mit spannendem Content können den Besucher lange binden, was sich bei guter Seitengestaltung auch positiv auf die Sichtbarkeitsdauer auswirkt.“ (red)
Erleben Sie mit dem Sky+ HD-Festplattenreceiver die neuesten Hollywoodfilme im Fernsehen und versäumen Sie nie wieder eine Folge der aktuellsten US-Serien, denn wir haben sie alle! Natürlich in brillantem HD und wahlweise im Originalton – wann immer Sie wollen.
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Freitag, 7. November 2014
Publikumspreis Abwechslungsreich, impactstark, „awardwürdig“ – das Flugblatt überzeugt; die beliebtesten Beispiele wurden jetzt gewählt und prämiert
Post Prospekt Award 2014: Alle Sieger aus neun Kategorien Die beliebtesten Flugblätter: Am 4. November verlieh die Österreichische Post AG im Semperdepot die Publikumspreise. Wien. Österreich hat entschieden: Roter Teppich für den „Goldenen Poldi“ und ein großes Fest für das Flugblatt im Prospekthof des Wiener Semperdepots. Diesen Dienstag traf sich die heimische Wirtschaft beim Post Prospekt Award 2014 zum alljährlichen Event im Scheinwerferlicht. Mit dabei: Die kreativen Köpfe hinter den Werbemitteln, die bei den Konsumenten die größte Awareness erzielen konnten.
Kategorien 2014 UND IHRE GEWINNER Sechs branchenspezifische Kategorien: Lebensmitteleinzelhandel: Kunde: Hofer, Agentur: Strobl+Strobl Auto/Freizeit/Schönheit: Kunde: dm drogerie markt, Agentur: Young & Rubicam Vienna Elektrohandel: Kunde: Media Markt, Agentur: redblue Marketing
Alle Sieger des Jahres
Textil/Schuhhandel: Kunde: Deichmann, Agentur: MediaCom Baumärkte/Gartencenter: Kunde: Lagerhaus, Agentur: Reichl und Partner Österreich
© Österreichische Post AG
Die Österreichische Post AG, Veranstalter des Post Prospekt Awards, holte die Sieger aus insgesamt neun Kategorien auf die Bühne. Vor den versammelten Branchengrößen aus Wirtschaft und Werbung wurden die strahlenden Gewinner gefeiert. An diesem Abend, ganz im Zeichen des ewig aktuellen Werbeträgers, wurde einmal mehr bewusst: Der Prospekt bewegt – und hat Power.
Möbelhandel: Kunde: XXXLutz, Agentur: XXXLutz Marketing
Impact- und Image-Sieger
Die Gewinner des „Post Prospekt Award 2014“.
Harte Fakten bestätigen die Dominanz am Werbemarkt: Der heimische Konsument greift mit Vorliebe zur Infoquelle aus dem Briefkasten. Mit 79%* Werbeerinnerung zählt das Flugblatt zu den beliebtesten Werbemedien des Landes und erreicht zweimal wöchentlich bis zu 3,1 Mio. Haushalte – ein absoluter Rekord!
Erst dahinter rangieren Fernsehen, Radio, aber auch moderne Werbeformen wie Web und Co. Ein Zuspruch, der sich in diesem Jahr auch in den zahlreichen Award-Einreichungen widerspiegelte und in einer regen Wahlbeteiligung der Bevölkerung seinen Widerhall fand.
LEH
Starke Beteiligung Diesen Herbst wurden in drei Wochen rund 300.000 Votes abgegeben – online oder über die im KUVERT beigelegten Antwortkarten.
Drei branchenübergreifende Kategorien:
Insgesamt konnte das prospektaffine Publikum aus einer 80 Sujets umfassenden Shortlist ihre jeweiligen Kategorie-Favoriten nennen.
Neue Kategorie Die branchenübergreifenden Kategorien wurden heuer um die Rubrik „Regionale Anbieter“ verstärkt und damit die Wandelbarkeit und die kreative Breite des Prospekts eindrucksvoll bestätigt. Das Resultat überzeugte schlussendlich in allen neun Leistungsdisziplinen.
AUTO/FREIZEIT/SCHÖNHEIT
Unter großem Applaus wurden die Vertreter der vergoldeten Flugblätter von Moderatorin Daniela Philipp-Sabelko und Post-Vorstand Walter Hitziger begrüßt. Prominente Vertreter der heimischen Wirtschaft überreichten die begehrten Preise. Beim anschließenden Dinner wurde weiter gefachsimpelt. Mit Musik feierten die Gäste noch bis spät in die Nacht. Fazit: Ein gelungener Award-Abend mit vielen goldenen Momenten! * Quelle: Gallup Branchenmonitor LEH, April 2014.
Kreative Flugblattseiten: Kunde: Billa, Agentur: DDFG – Dirnberger de Felice Grüber Werbeagentur Nachhaltigkeit: Kunde: Hofer, Agentur: Strobl+Strobl NEU 2014: Regionale Anbieter: Kunde: Unimarkt, Agentur: Christian Zwittag/Pfeiffer Grafik
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NEU: REGIONALE ANBIETER
And the „Golden Poldi“ goes to ...
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KREATIVE FLUGBLATTSEITEN
Freitag, 7. November 2014
M a r k e ti n g & a ge n tu r e n
medianet – 13
made2matter Erstes „Real-Time Marketing Bureau“ Österreichs gegründet: ganzheitlicher Business Approach zur Markensteuerung
Markenpositionierung in Echtzeit Michael Fiala
Wien. „Uns geht es mit made2matter um einen essenziellen Beitrag, wie man in der komplexen Welt, in der sich das Konsumverhalten drastisch verändert hat, Marken stärker positionieren kann“, erklärt Grace Pardy – bis vor Kurzem maßgeblich am erfolgreichen Aufbau der Marke Neos beteiligt – im Gespräch. „Man kann nicht mehr so wie früher einfach linear seine Aufgabe abarbeiten, die ganze Thematik ist sehr komplex geworden. Die Erfolgsformel lautet: Nachhaltige Positionierung und eine permanente, interaktive Markensteuerung in Echtzeit“, so Pardy im Gespräch mit medianet.
„Die Erfolgsformel lautet: Nachhaltige Positionierung und eine permanente, interaktive Marken steuerung in Echtzeit.“ Grace Pardy, made2matter
Gelingen soll dies mit dem neu gegründeten „Real Time Marketing Bureau“ namens „made2matter“, das am 24. Oktober das Licht der Welt erblickt hat. Gemeinsam mit Peter Gheneff und Thomas Schmid sowie Kooperationspartner Herbert Kling von meinungsraum. at will made2matter seinen Kunden einen ganzheitlichen Business Approach zur Markensteuerung anbieten. „Damit werden Marken relevant für Communities gemacht und Wachstum und Effizienz der Kunden nachhaltig gesteigert“, so Pardy.
Handlungsbedarf Menschen leben und kommunizieren in Echtzeit; Markenbildungsprozesse werden dadurch immer dynamischer, die Berührungspunkte mit Marken immer vielfältiger. Pardy: „Unternehmen können sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Es besteht Handlungsbedarf.“ Wie wichtig das für Unternehmen ist, verdeutlicht eine 2013 veröffentlichte Umfrage unter 134.000 Konsumenten in 23 Ländern im Auftrag von Havas Worldwide: 73 Prozent wäre es egal, wenn auf einen Schlag alle Marken verschwinden würden. Die Befragten gaben außerdem an, dass nur ein Fünftel der Marken überhaupt einen signifikanten und positiven
Facts made2matter will „das Beste aus zwei Welten“ verbinden: das Know-how von Senior-Marketing-Verantwortlichen und die Kompetenzen einer HotShop-Agentur. Die Gründer Grace Pardy und Peter Gheneff bringen langjährige Erfahrung in der Markensteuerung – u.a. für Coca-Cola, Swarovski oder Neos – in Unternehmen und Agenturen mit. Thomas Schmid steuert als Gründer von page 84 das Know-how einer digitalen Kreativ-Agentur bei.
Einfluss auf ihr Leben hat. Peter Gheneff, Mitgründer von made2matter: „Diese Zahlen verdeutlichen eines ganz klar: Handlungsbedarf und Fokus auf Relevanz. Das zeigt, dass wir mit unserem Real-Time-Business Approach eine wichtige Marktlücke besetzen und viel Potenzial – nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa – haben.“
Marke ist der Newsroom Mit Sorge blickt Pardy dabei auf das Top 500-Ranking der Marken: „Mich trifft es, wenn man im Top 500-Markenranking nur Red Bull
findet. Ich möchte österreichische Marken dabei unterstützen, dass sie ihr jedenfalls vorhandenes Potenzial auch international ausschöpfen und sich stärker etablieren können.“, so Pardy. Die Digitalisierung der Gesellschaft hat die Kommunikation und damit die Markensteuerung nachhaltig verändert. Pardy: „Es ist heute nicht mehr zeitgemäß, Marken quasi aus dem ‚Cockpit’ mit Autopiloten zu lenken. Die Schnelligkeit der technologischen und produktbezogenen Entwicklungen erfordert einen Umstieg: Die Marke ist der Newsroom des 21. Jahrhunderts.“
© made2matter
Der Fokus liegt auf nachhaltiger Positionierung und einer permanenten, interaktiven Markensteuerung in Echtzeit.
made2matter-Crew: Thomas Schmid, Grace Pardy und Peter Gheneff (v.l.n.r.).
m a r k e ti n g
14 – medianet
Freitag, 7. November 2014
Zukunftsorientiert Digitale, interaktive Anzeigen bringen Kunden ein Zusatzwissen und verkürzen die gefühlte Wartezeit am Point of Sale
Menuboard: digital & dynamisch Vielfältige Verwendung: Der Digital Signage-Spezialist NarComm bietet seit Kurzem sogenannte digitale Menuboards an. Burcu Koc
facts NarComm ist ein international tätiges Unternehmen mit Sitz in Wien und im Bereich multimedialer Medien, Digital Signage bzw. Apps, Website und Social Media-Lösungen tätig. Dabei bieten man ein komplettes Dienstleistungspaket – vom Konzept über die Entwicklung bis hin zum Betrieb des Systems. Für Kunden aus dem Handel, der Markenartikelindustrie und dem öffentlichen Bereich konzipiert und maßschneidert NarComm multimediale Lösungen für den Einsatz am Point-of-Sale, auf Messen, Events oder zur internen Kommunikation.
Michael Narrenhofer, GF NarComm: „Mit interaktiven digitalen Lösungen punkten“.
Anklang. Die Rede ist von Menuboards. Wir alle kennen die Überkopfbeschilderungen in diversen Restaurants oder Gaststätten. Mit digitalen Menuboards kann man Speisen so effektvoll in Szene setzen, damit beim Kunden ein ‚Verlangen‘ nach den beworbenen Produkten entsteht“, so Michael Narrenhofer, Geschäftsführer NarComm. Die innovativen Menu-Anzeigetafeln sollen das Produktangebot durch digitale Screens und visuelle Videos an Gäste kommunizieren und zugleich eine zielgerichtete Steuerung des Nutzerverhaltens erreichen. Und: Digitale Menuboards sollen somit eine Steigerung der Pro-Kunden-Umsätze durch CrossSelling und Zusatzverkäufe ermöglichen. Ein weiterer Nutzen: Preise und Menüangebote lassen sich ohne Weiteres in realtime online zentral-
© NarComm DACH (2)
Wien. Freude herrscht derzeit bei NarComm, dem heimischen Kommunikationsspezialisten, der im Bereich multimedialer Medien, Digital Signage und Social Media Lösungen erneut punkten kann. Grund dafür ist der Erfolg Digital Signage Best Practice Award für ihr Vorzeigeprojekt für den Kunden Maximarkt Anif. Doch lange ruht sich das international tätige Unternehmen nicht auf seinen Lorbeeren aus, denn NarComm arbeitet bereits an neuen, innovativen Kommuniaktionskonzepten am PoS. Das neueste Projekt sind sogenannte digitale Menuboards. „Im Moment finden dynamische Menüanzeigen zum Beispiel in der Systemgastronomie enormen
steuern. Zudem lassen sich Angebote zu verschiedenen Tageszeiten automatisch umstellen, sodass Sonderangebote täglich und gezielt angepreisen werden können.
Digitale Screens am PoS Im Gegensatz zu „alten“, statischen Präsentationen am PoS lässt sich die optische Gestaltung der Menüanzeigen beliebig nach Kundenwunsh abändern und visualisieren. Ziel ist es weiters, durch den Einsatz dynamischer Bildschirme die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich zu ziehen und dadurch die gefühlte Wartezeit dieser zu verkürzen.
Zudem können auch Zusatzinformationen wie Nährwerttabellen der Gerichte eingeblendet werden, welches dem Gast zusätzliches Wissen gewährleistet. Die Aktualität der Inhalte wird mittels Content-Templates aufrecht erhalten, womit sich Neuerungen in kürzester Zeit adaptieren lassen. Laut Narrenhofer nehmen Kunden interaktive Lösungen erst dann an, wenn ein echter Mehrwert zu erkennen ist: „Man lehrt Kunden den Umgang mit Produkten bzw. Leistungen. Dieses neu gewonnene Wissen entlastet Mitarbeiter in unterschiedlichen Bereichen; man denke an den Baumarkt und an die
Suche nach einem speziellen Dübel oder Werkzeug. Ist ein interaktives System bereits im Verkaufsregal verbaut, das einen zum richtigen Produkt führt, ist allen geholfen, und der Kunde wird zufrieden den Markt verlassen.“ Zeitgleich bietet NarComm ebenfalls Systeme für die interne Kommunikation an, mit denen Informationen effektiver vermittelt werden. So können Unternehmensprozesse optimiert, Abläufe erklärt und Produkte vorgestellt werden. Aus diesem Grund ist Digital Signage für alle Kunden relevant, die ihre Kundenansprachen innovativ und dynamisch gestalten möchten. www.narcomm.info
Neu: Social Look-Up startet mit Promotion
TVTHEK
FERNSEHEN WANN UND
Optimierte Kommunikation
WO SIE WOLLEN. PEACH
TVthek.ORF.at
ORF. WIE WIR.
Auch auf HbbTV
Als Basis für die Suche werden eindeutige Kontaktparameter wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder bestehende SocialMedia-Profile herangezogen. Diese Datensätze kann man anschließend über den Social Look-Up nicht nur mit den gängigsten Plattformen wie Facebook, Twitter, LinkedIn, Xing und Google+ abgleichen, sondern auch mit sogenannten specialinterest-Netzwerken wie Behance oder Tumblr. Als ersten Schritt erhält man eine Aufstellung, wie die Kontakte über die jeweiligen Netzwerke aufgeteilt sind. Diese Informationen kann man dazu nutzen, um die eigene Kommunikationsstrategie zu optimieren oder überhaupt einmal richtig auszurichten. Um die bestehende Community auf einer Plattform nun mit den ver-
Startklar: das Team der New-Media und Social-Media-Agentur CREVO.
fügbaren Profilen zu erweitern oder gar eine neue Plattform in die Kommunikation zu integrieren, bietet der Social Look-Up auch die Möglichkeit, auf die Daten der Auswertung direkt zuzugreifen. Dies kann man per Download manuell oder mittels einer Schnittstelle automatisiert durchführen. „Wir haben jetzt mit Ende Oktober die Promotion gestartet“, führt Zahradnik weiter aus, „und bieten jedem User, der sich registriert, einen Early Access Code an – inklusive Promo-Gutschein. Das Service wird dann mit erstem Quartal 2015 live gehen und im Laufe des Jahres auch in französischer, spanischer und italienischer Sprache zur Verfügung stehen. Mittelfristig soll es auch eine API geben, um unseren Service in andere Systeme integrieren zu können.“ Weitere Infos zum Social Look-Up und die Anmeldung gibt es unter www.social-lookup.com
PROMOTION
Wien. Die New-Media und Social-MediaAgentur CREVO startet mit dem Social Look-Up ein Web-Service in deutscher und englischer Sprache, das es jedem User möglich macht, seine Kontaktdaten mit über 100 Sozialen Netzwerken abzugleichen. „Die Idee ist eigentlich aus ganz pragmatischen Gründen entstanden“, sagt Milan Zahradnik, Geschäftsführer von CREVO Marketing & Media. „Im Zuge der Social-Media-Strategie-Entwicklung oder -Optimierung für unsere Kunden war es immer ein Hauptkriterium, zu erfahren, wo bestehende Kontakte in Social Media anzutreffen wären. Im Endeffekt gab es aber nie eine zufriedenstellende Möglichkeit, diese Informationen relativ unkompliziert und vor allem aussagekräftig in Erfahrung zu bringen. Deshalb haben wir das Ganze für uns dann selbst in die Hand genommen.“
© crevo.net
Launch für Web-Service in deutscher und englischer Sprache.
M a r k e ti n g & M E di e n
Freitag, 7. November 2014
medianet – 15
Wirkung Marketagent.com erhebt in einer Studie die Einstellung und Wahrnehmung der Österreicher zu heimischen Kundenmagazinen
Magazine mit echtem Mehrwert Wien. Eine stärkere Kundenbeziehung aufgrund von Kundenzeitungen empfinden 41,5% der Leser. Die Hälfte der österreichischen Leser hat schon mal ein Produkt gekauft, weil es in einer Kundenzeitschrift vorgestellt oder erwähnt wurde. Jeweils ein Drittel der Leser hätte gern mehr Kundenmagazine aus den Bereichen Reisen, Lebensmittel und Gesundheit. So die markantesten Ergebnisse einer aktuellen Studie des Online Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com, welches Österreichs Kundenmagazine unter die Lupe genommen hat. Dafür wurden 1.062 Personen zwischen 14 und 69 Jahren im Laufe des Oktobers zu ihrer persönlichen Einstellung und Wahrnehmung zu den bekanntesten Kundenmagazinen befragt. Die bekanntesten Mitgliederzeitungen sind Auto touring von ÖAMTC (53,5% gestützte Bekann-
Workshop Ab Jänner
SEO-Training
© Katharina Schiffl
Wien. Suchmaschinenoptimierung gilt als effizientes Werkzeug in der Online-Kommunikation. Dennoch herrsche teilweis noch immer Nachholbedarf im Bereich SEO: Dem will die Vienna Digital Academy nun Abhilfe schaffen. Im Jänner 2015 starten SEOCrashkurse für Marketiers und Vertriebs-Experten. Die von Harald Grabner (123Consulting) präsentierten Suchmaschinenoptimierungs-Maßnahmen bieten das nötige Rüstzeug für den Arbeitsalltag. Neben Grundlagen zur Funktionsweise von Suchmaschinen werden in eintägigen Kursen Wissen um Ranking-Faktoren, Rolle von Suchmaschinenoptimierung im OnlineMarketing und Sales-Prozess und technische Basic-Skills wie Onund Off-Page-Optimierung vermittelt. Außerdem stehen die Möglichkeiten der Erfolgsmessung sowie die SEO-Trends der Zukunft auf dem Programm. „Da SEO ein immer wichtigeres Thema in der Kommunikationsbranche wird und in vielen Unternehmen noch Nachholbedarf in diesem Bereich besteht, verfolgen wir mit unserem maßgeschneiderten Training das Ziel, ein perfektes Zusammenspiel von theoretischem Hintergrundwissen – wie beispielsweise dem richtigen Einsatz von Keywords – und praktischen Kenntnissen zu vermitteln“, so die Vienna Digital-GF Benjamin Ruschin und Sead Ahmetovic über den Workshop. http://academy.viennadigital. com/seo-training/
SEO-Profi Harald Grabner (123Con sulting) leitet die neuen Workshops.
heit) und Frisch gekocht von Billa (51,9%). In puncto Unterhaltung liegt das Kundenmagazin The Red Bulletin von Red Bull an der Spitze (Top-Box-Wert „sehr unterhaltsam“: 44,0). Als glaubwürdigste Mitgliederzeitschrift wird Konsument vom VKI wahrgenommen – 63% erachten es für „sehr glaubwürdig“.
„Mehr als Information“ „Bei Kundenmagazinen oder Mitgliederzeitschriften handelt es sich um mehr als die schlichte Information“, so Dominique Ertl, Studienleiterin von Marketagent.com.
Es sei ein hervorragendes Mittel zum Aufbau der Kundenbeziehung und der weiteren Pflege. Denn 41,5% der Österreicher empfinden eine stärkere Bindung zum Unternehmen, von dem sie regelmäßig Kundenmagazine bzw. Mitgliederzeitschriften lesen. Ein knappes Drittel (29,5%) stimmt dem nicht zu und weitere 29,0% sind unentschlossen. Die Mehrheit der Kundenmagazin-Leser, nämlich 49,3%, hat schon mal ein Produkt gekauft, weil es in einem Kundenmagazin bzw. einer Mitgliederzeitschrift vorgestellt oder erwähnt wurde. Während dieser Wert bei Frauen
auf 56,4% steigt, sinkt er bei den Männern auf 41,6%, so die Ergebnisse dieser aktuellen Studie von Marketagent.com. Lediglich ein Viertel der Leser (24,6%) hat bisher kein Produkt aufgrund eines Artikels gekauft. Weitere 26,2% wissen es einfach nicht mehr. Trotz erheblicher Kundenmagazinanzahl scheint der Markt noch nicht vollständig abgedeckt zu sein. Jeweils ein Drittel der Kundenmagazin-Leser hätte gern mehr Lesestoff aus dem Bereich Reisen (34,7%), Lebensmittel (33,1%) und Gesundheit (31,4%). Weitere Infos können unter d.ertl@marketagent. com angefordert werden. (mf)
© Panthermedia.net/JCB Prod.
Magazine Auto touring, Frisch gekocht, The Red Bulletin sowie Konsument setzen sich an die Spitze.
Kundenmagazine erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Lesern.
Bi z-ta l k C LA S SI C
16 – medianet
Freitag, 7. November 2014
jungunternehmertag 2014 film-premiere
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3 © Jungunternehmertag/O. Schaller (2)
© Christoph H. Breneis (7)
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Die Veranstalter Martin Puaschitz, Landesvorsitzender Junge Wirtschaft Wien, Florian Mückstein, Landesvorstands-Mitglied Junge Wirtschaft Wien, und Veronika Klimaschewski, Landesgeschäftsführerin Junge Wirtschaft Wien, können mit rund 2.000 Besuchern eine erfolgreiche Bilanz des diesjährigen Jungunternehmertags im Messe Wien Congress Center ziehen.
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1. Hans Hurch (Viennale-Direktor), Franz Solta (GF Infoscreen); 2. Christian Kluger (UM PanMedia Client Service Manager), Roman Egelhof (Infoscreen Key Account Manager); 3. Heilwig Pfanzelter, Tilo Starke (JCDecaux in Central Eastern Europe Co-CEO); 4. Sheela Rapf (Infoscreen-Marketingleiterin), Nina Kettl (Infoscreen Key Account Managerin); 5. Martina Kuso (Stadthalle Wien Marketingleiterin), Harald Kuso, Edith Frauscher (Infoscreen Kultur Kooperationen); 6. Elisabeth Plattensteiner (OMD Managing Director), Heimo-Ralph Fuchs (OMD CFO).
Infoscreen lud in „Das blaue Zimmer“ in der Urania
Film-Vorstellung
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Positive Zwischenbilanz am Jungunternehmertag 2014
Genieße den Erfolg
Jürgen Colombini (GF Unique).
Veranstaltung „Genieße den Erfolg“ – der Jungunternehmertag 2014 liegt mit seinem diesjährigen Motto voll im Trend. Zahlreiche Interessenten fanden dann auch ihren Weg zum Top Event in das Messe Wien Congress Center. Der Jungunternehmertag bietet mit seinen Vorträgen, Workshops und der begleitenden Fachausstellung die richtigen Werkzeuge und Hilfsmittel, um den Erfolg so gut vorzubereiten, dass er auch so richtig genossen werden kann. ‚Genieße den Erfolg‘ – denn bei allen Anstrengungen sollte man nicht darauf vergessen, auch die richtige Work-Life-Balance zu bekommen. Nur mit gezielter Planung und Einsatzfreude wird eine Unternehmensgründung mit Erfolg gekrönt. „Jungunternehmer und Start-ups bieten mit ihren neuen, jungen und dynamischen Ideen und Lösungen ein riesiges Potenzial für Wachstum, Innovation und Beschäftigung“, erklärt Wirtschaftskammer-Wien Präsident Walter Ruck. „Dafür Am Mittwoch, den 12. Novemmüssen ihnen aber auch die ber, findet um 19 Uhr die „Effieentsprechenden Möglichkeiten Gala – IAA effie awards 2014“ geboten und Hürden aus dem im MuseumsQuartier (Halle E) Weg geräumt werden, damit Museumsplatz 1 im 7. Wiener sie die optimalen VoraussetGemeindebezirk statt. zungen für Gründung und Wachstum haben.“ (red)
Präsentation Am Sonntagvormittag hatte Infoscreen zur exklusiven Österreich-Premiere von „Das blaue Zimmer“ von Mathieu Amalric geladen. Rund 150 Freunde und Partner waren der Einladung des Viennale-Medienpartners gefolgt, um in der Urania ein „soziales Lagerfeuer“ zu erleben. Der auf einem Kriminalroman von Altmeister Georges Simenon basierende Film „Das blaue Zimmer“ erwies sich als echter Muntermacher. Der vom ehemaligen Bond-Bösewicht Mathieu Amalric inszenierte Krimi forderte von Anfang an die volle Konzentration der Zuseher. Regisseur Amalric, der sich selbst als fremdgehenden Hauptdarsteller an der Seite seiner Ehefrau und Film-Affäre Stéphanie Cléau besetzte, hat ein interessantes Verwirrspiel aus Polizeiverhören und Rückblenden gesponnen. Gesichtet wurden unter anderem: Patrick Quatember (Tiergarten Schönbrunn), Teresa Mitterlehner-Marchesani (Wien Museum), Tina Reithofer (Theater an der Wien), Stefan Strohofer (OmniMedia), Martina Gruber (Schloss Hof) und Jürgen Walter (Eumedia). (red)
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Wem gehört die Zukunft? „Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt.“ Spätestens seit den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ist klar: Die schöne neue Welt nimmt Gestalt an, und es wird höchste Zeit, ihr etwas entgegenzusetzen. Jaron Lanier liefert eine profunde Analyse der aktuellen Trends in der Netzwerkökonomie, die sich in Richtung Totalüberwachung bewegt. Hoffmann und Campe Verlag, ISBN: 978-3-455-50318-0
© Cayenne Marketingagentur
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Teamzuwachs Seit Anfang November verstärkt Andreas Wölfler als Junior Creative Director Text/ Konzept das Kreativteam von Cayenne und übernimmt damit gemeinsam mit der CD Art von Cayenne, Doris Augustin, die Leitung der Kreation. Wölfler war zuletzt bei Reichl & Partner und bereits bei JWT, Y&R, Baschnegger, sowie Puls 4 tätig.
© Panthermedia.net/Novintito
Andreas Wölfler, Cayenne
Öffentliche Meinung im Netz Am Montag, den 10. November 2014, findet von 17 bis 20 Uhr eine Diskussion der Fachgruppe Werbung Wien zum Thema „Öffentliche Meinung im Netz steuern: die Social Media Matrix mit PRRelevanz“ im Media-Tower statt. An der Diskussion nehmen unter anderem Florian Laszlo (Observer GmbH), Andreas Habicher, (Point of Origin) und Gabriele Brandner (match PR) teil. Anmeldung unter werbungwien@wkw.at
Seit 6. November ist die neue Kollektion in ausgewählten Filialen erhältlich Seite 20
CCC in Wels
Seit gestern, Donnerstag, gibt es in Ober österreich die dritte CCC-Filiale Seite 20
© Pernod Ricard
H&M Goes Alexander Wang
© CCC/Oliver Wolf
© Peter Foley/EPA
Freitag, 7. November 2014 – 17
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Barbara Sprick übernimmt die Marketingleitung bei Pernod Ricard Austria Seite 22
Unibail Rodamco bringt neue Retailer ins Land
© Panthermedia.net/Phovoi R.
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© LGV/Emmerich Maedl
© Toni Rappersberger; Unibail-Rodamco/Marcel Koehler
Studie Eine Analyse des Payment-Unternehmens Klarna zeigt die Unterschiede im Online-Einkaufsverhalten zwischen Frauen und Männern auf; demnach kaufen Männer Kinderspielzeug gern frühmorgens und Frauen zeigen sich bildungsaffiner – sie kaufen deutlich mehr Bücher und Zeitschriften. Seite 19
Turbulent LGV-Frischgemüse, Österreichs größter Frischgemüseproduzent, beendet 2014 ein herausforderndes Anbaujahr u.a. mit einer komplexen europäischen Marktsituation aufgrund der Russland-Sanktionen. Mit prognostizierten 62,5 Mio. € blieb der Umsatz nur vier Prozent hinter dem Vorjahresergebnis. Seite 20
Interview Thomas Heidenhofer, Country Manager Austria bei Unibail-Rodamco, erzählt von der Magnetwirkung internationaler Player à la GAP und Hollister und von der Handelsstrategie in der SCS und dem Donau Zentrum. Seite 18
Mode Trotz Umsatz- und Gewinnplus macht sich bei Tom Tailor wachsende Vorsicht breit
Düsseldorf. Die Tom Tailor Group steigerte ihre Profitabilität und den Cashflow deutlich. Trotz Umsatzplus macht sich aber auch bei Vorstandschef Dieter Holzer wachsende Vorsicht breit. Die ungewöhnlich milden Temperaturen im Herbst könnten zu einer anhaltend schwachen Nachfrage nach warmer Kleidung führen. Holzer geht davon aus, dass die witterungsbedingt starken Beeinträchtigungen des dritten Quartals und der verhaltene Start ins vierte Quartal nicht vollständig ausgeglichen werden können. Für das Geschäftsjahr 2014 erwarte
© APA/EPA/Ulrich Perrey
Tom Tailor zieht sich warm an
Die warmen Temperaturen im Herbst beunruhigen Vorstandschef Dieter Holzer.
er einen Umsatz von 925 bis 935 Mio. € statt der zuvor angepeilten 950 Mio. € und eine bereinigte Umsatzrendite (EBITDA-Marge) von 9,2 bis 9,7 Prozent statt rund zehn Prozent. Im dritten Quartal setzte die Hamburger Firma mit ihren Marken Tom Tailor und Bonita 254 Mio. € um und verdiente netto 9,8 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um rund ein Drittel auf 25,6 Mio. € zu. Die Gewinnsteigerungen seien vor allem den Kostensenkungen zu verdanken, erklärte die Firma. (red)
ti te l s tor y
Freitag, 7. November 2014
© SCS/Hans Leitner, SCS/Faruk Pinjo
18 – medianet retail
Die neue SC S …
Shopping Center Die SCS und das Donau Zentrum haben sich auf den Weihnachtsansturm vorbereitet
„Wir werden mehr vom Kuchen abbekommen“
… feiert ihr Einjähriges und verbucht seit der Modernisierung einen Besucherzustrom und ein Umsatzplus von rund zehn Prozent. Vor allem neu aufgesperrte Handelsmarken wie Primark und Michael Kors ziehen die Massen an. Auch die US-Kette GAP wird nach der Austro-Premiere im Donau Zentrum in der SCS einen weiteren Standort aufsperren.
Junge Magnetbetriebe wie Primark, das Italo-Label Alcott und GAP sorgen für schöne Zuwächse. Heidenhofer: Das sind vor allem die neuen Marken; von Primark im Niedrigpreis-Segment bis hin zu Michael Kors im Luxusbereich. Michael Kors läuft sehr, sehr gut. Als wir ihn eröffnet haben, gabs einen enormen Ansturm auf die Handtaschen. Es war fast so, dass wir uns gedacht haben, unsere Kundinnen hatten vorher keine, so gut lief das.
natalie oberhollenzer
medianet retail: Herr Heidenhofer, der Umbau der SCS wurde vor einem Jahr abgeschlossen, der im Donau Zentrum schon 2010. Inwiefern zeigen die Maßnahmen Wirkung? Thomas Heidenhofer: Wir können zufrieden sein. In der SCS feiern wir genau an diesem Wochenende eine Geburtstagsparty ‚1 Jahr SCS neu‘ und können in dieser Zeit ein Besucherplus von rund zehn Prozent verbuchen. In der Zahl spiegelt sich in etwa auch der Umsatzzuwachs. medianet: Welches sind die bestgehendsten Shops in Ihren Häusern?
„Das Design unserer Häuser haben wir schon upgegradet; jetzt folgen Verbesserungen © Unibail-Rodamco/Marcel Koehler
Wien. Mit Anfang Mai hat Thomas Heidenhofer seinen Posten als Österreich-Chef des börsenotierten Immobilienkonzerns UnibailRodamco angetreten. Seitdem verantwortet er die Geschäfte vom landesweit größten Einkaufszentrum SCS und dem größten Wiener Shopping Center, dem Donau Zentrum. Der Aupark in Bratislava, früher auch von Wien aus mitbetreut, ist zu den Konzern-Kollegen in Prag gewandert, die sich nun um den Umbau des Zentrums kümmern werden. Die beiden österreichischen Standorte haben ihre Kosmetierung indes bereits hinter sich. Mit welcher Strategie man von nun an am Markt auftritt und mit welchen Mitteln man im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft reüssieren möchte, verrät Heidenhofer im Interview.
Heidenhofer: Wir werden den schon eingeschlagenen Weg fortsetzen. Der beinhaltet zwei wichtige Dinge. Erstens arbeiten wir weiterhin daran, internationale Premium-Retailer nach Österreich zu bringen, sprich die Innovativsten zu sein, indem wir neue Marktplayer ins Land bringen. Wir haben im Oktober den ersten GAP-
in Sachen Sauberkeit und Service.“ Thomas Heidenhofer
medianet: Einen Store von Michael Kors hätte man früher nicht in der SCS vermutet. Setzen Sie neuerdings auf das High EndSegment? Heidenhofer: Ein Goldenes Quartier im Süden von Wien wollen wir nicht werden. Ein Gucci-Geschäft beispielsweise gedenken wir nicht aufzusperren. Aber wir forcieren den affordable luxury-Bereich. medianet: Wie würden Sie die Handelsstrategie von Unibail-Rodamco in Österreich beschreiben?
Shop hierher ins Donauzentrum gebracht. In der SCS hat das italienische Label Alcott ein 400 Quadratmeter großes Geschäft aufgesperrt. Zweitens haben wir eine Qualitätsoffensive gestartet, in der es in erster Linie darum gehen soll, die Aufenthaltsqualität in den Zentren zu steigern. Das Design haben wir schon upgegradet, die Umbauten sind an beiden Standorten vorerst abgeschlossen. Verbesserungen wird es nun auch in Sachen Sauberkeit, Freundlichkeit und Service geben. Da geht es beispielsweise
um die Bereitstellung von Regenschirmen am Infoschalter, darum, dass das Personal dort den Kunden ein Taxi bestellt, oder um kostenlose Leihkinderwägen. medianet: Ist anzunehmen, dass Sie GAP auch in die SCS bringen werden? Heidenhofer: Das ist anzunehmen. Wir sind offen für alle gut laufenden Formate. Und wir sind in der Lage, internationalen Marken gute Einstiegspakete anzubieten. Viele Labels sind bei uns gestartet, darunter Hollister oder Desigual. medianet: Was halten Sie von diesen in einer immer größer auftreden Zahl von Handelsformaten, die dem Gedanken der sharing economy entspringen? Geschäfte, in denen geteilt, getauscht, recycelt und gemeinsam repariert wird? Gibt es für die ein Plätzchen in der SCS? Heidenhofer: Warum nicht? Davor wollen wir uns auf keinen Fall verschließen. Ich glaube, dass sich dieser Bereich stärker entwickeln wird, aber auch, dass er nicht riesengroß werden wird. Denn dazu bedarf es eines Guts, das viele unserer Kunden nur in knapper Form zur Verfügung haben, nämlich Zeit. Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich diese Konzepte im Umfeld einer harten Konkurrenz erst einmal behaupten müssen. Für viele sind schon die hohen Anlaufkosten eine Schwierigkeit. medianet: Wie schätzen Sie die Geschäftsentwicklung in der für den
Handel wichtigsten Zeit in den kommenden Monaten ein? Heidenhofer: Marktstudien haben ergeben, dass heuer zu Weihnachten etwas weniger ausgegeben wird – im Schnitt werden 307 Euro pro Kopf prognostiziert. Von 20 Prozent der Bevölkerung heißt es, sie gebe bis zu 500 Euro aus. Wir haben es also auch mit einer großen Spanne zu tun. Außerdem glaube ich, dass wir überproportional mehr vom Kuchen abbekommen werden. Was bei unseren Kunden sehr gut ankommt, ist die Shoppingcard Deluxe; dieser sehr hochwertig verpackte Geschenkgutschein in Kreditkartenformat gilt für beide Einkaufszentren und verzeichnet enorme Zuwachsraten. Wir verkaufen mittlerweile über 200.000 davon im Jahr.
facts Das 1968 gegründete, französisch-niederländische Immobilienunternehmen UnibailRodamco führt 83 Shopping Center in zwölf Ländern Europas. Die Standorte erwirtschaften pro Jahr auf einen Umsatz von 33,6 Mrd. €. In Österreich zählt der Konzern mit der Shopping City Süd (SCS) und dem Donau Zentrum zu den Marktführern unter den Einkaufszentrenbetreibern. Die SCS ist mit einer Verkaufsfläche von 192.500 m² das größte Einkaufszentrum Österreichs; die Zahl der Mitarbeiter beträgt 4.500, die Besucherzahl rund 23,2 Mio. im Jahr. Das Donau Zentrum ist mit einer Verkaufsfläche von rd. 133.000 m², 260 Shops, 3.000 Mitarbeitern und über 18 Mio. Besuchern im Jahr das größte EKZ Wiens.
Di gi ta l r e ta i l
Freitag, 7. November 2014
medianet retail – 19
Klarna-Studie Der Anbieter von Zahlungslösungen für Onlineshopbetreiber hat Kaufverhalten in Online-Shops analysiert
short
Frauen mögen Bücher … Köln. Laut Analyse des PaymentUnternehmens Klarna gibt es zwischen Frauen und Männern große Unterschiede im Einkaufsverhalten – insbesonders in Sachen digital retail. Beim Kauf von Büchern und Zeitschriften ist dieser Unterschied manifest: Fast drei Viertel (74,1 Prozent) der Frauen unter 56 Jahren erwerben online Bücher und Zeitschriften; bei den Männern ist es hingegen nur etwas mehr als die Hälfte (55,8 Prozent).
nur 7,1 bzw. 6,4 Prozent. Zudem gibt es präferierte Tage: Mehr als ein Drittel der Onlineshopper kauft Alkohol montags und dienstags (Frauen: 34,2 Prozent, Männer: 32,9 Prozent). Während über die Hälfte der Frauen (56,7 Prozent) im Alter von 36 Jahren bis 55 Jahren online Bier, Wein & Co. kauft, sind es bei den Männern nur 45 Prozent. Dieses Verhältnis ändert sich jedoch mit zunehmendem Alter, wo die Männer dann etwas mehr Alkohol wollen. (nov)
Lesen ist „in“ facts
© Panthermedia.net/Phovoi R.
In der Gruppe der 56- bis über 85-Jährigen kaufen 44,2 Prozent der Männer online Lesestoff, bei den Frauen sind es nur noch 25,9 Prozent. Einig sind sich Frauen und Männer aber darin, dass sie am liebsten abends zwischen 20 Uhr und 21 Uhr Bücher oder Zeitschriften im Internet ordern. Bei den Frauen sind es um diese Uhrzeit 10,8 Prozent, bei den Männern 8,6 – zum Vergleich: Zwischen 8 Uhr und 9 Uhr morgens bestellen fünfmal weniger Frauen (2,8 Prozent) und siebenmal weniger Männer (1,2 Prozent). Weiters auffallend: Bücher und Zeitschriften werden hauptsächlich an den ersten drei Wochentagen bestellt, nämlich von Frauen zu 51,5 Prozent und von Männern zu 49,7 Prozent. Auch beim Kauf von Kinderspielzeug sind Frauen in der Altersgruppe bis 46 Jahre eifrig dabei: Drei Vier-
Beim Onlinekauf unterscheidet sich das weibliche vom männlichen Einkaufsverhalten.
tel (75,0 Prozent der Frauen in dieser Altersklasse kaufen Spielzeug online, bei den gleichaltrigen Männer sind es mit 40,7 Prozent nicht einmal die Hälfte aller Männer. Überraschend ist hier, dass Männer echte Frühaufsteher beim Kinderspielzeugeinkauf sind. Mehr als drei Viertel (79,1 Prozent) erledigen dies zwischen 7 Uhr und 8 Uhr; zu dieser Zeit scheint der Großteil der Frauen keine Gedanken an Spielzeugautos zu verschwenden – we-
niger als ein Drittel (29,5 Prozent) kauft zu dieser Zeit ein.
Alkohol nur abends Bei der Bestellung von Alkohol im Internet gibt es eine nette Gemeinsamkeit im Online-Einkaufsverhalten: Hauptsächlich wird zwischen 20 Uhr und 22 Uhr gekauft (Frauen: 15,6 Prozent und Männer: 17,5 Prozent). Zwischen 8 Uhr und 10 Uhr morgens sind es hingegen
Onlinekauf Bücher & Zeitschriften 74,1% der Frauen unter 56 Jahren, aber nur 55,8% bei den Männern erwerben Bücher und Zeitschriften online. Mit zunehmendem Alter (56- bis 85-Jährige) sind es dann aber mit 44,2% mehr Männer als Frauen (25,9%), die sich im Online-Kiosk umsehen. Onlinekauf Spielzeug Drei Viertel der Frauen bis 46 Jahre kaufen Spielzeug online – aber nur 40,7% der Männer machen dasselbe. Während die Männer beim Spielzeugkauf echte Frühaufsteher sind, denken Frauen zwischen 7 und 8 Uhr morgens offenbar weniger häufig an Spielzeugautos. Onlinekauf Alkohol Gleichermaßen bevorzugen hier Männer (17,5%) und Frauen (15,5%) die Abendstunde für den Kauf von Bier, Wein & Co. Mehr als ein Drittel der Onlineshopper kauft Alkohol montags und dienstags – Frauen zu 34,3 und Männer zu 32,9%.
© Panthermedia.net/Maren Wischnewski
… und Männer kaufen Spielzeugautos schon morgens: Studie über geschlechtsspezifische Internetkäufe.
100 Tage nach der Onlinehandelsreform
Wem hat das neue Verbraucherrecht im Onlinehandel genutzt?
Köln. Die Einführung der neuen Verbraucherrechte in Deutschland am 13. Juni 2014 war die umfassendste Gesetzesreform im Online-Handel seit Einführung des Fernabsatzrechts im Jahr 2000. Die 100 Tage-Bilanz seitdem bringt u.a. folgende Erkenntnis: Zwei Drittel der kleinen und mittleren OnlineHändler in Deutschland nutzen die neuen Regelungen und übernehmen keine Rücksendekosten für ihre Kunden. Von diesen stellten 26 Prozent einen Rückgang bei den Rücksendungen fest und machen dafür die neuen Verbraucherrechte verantwortlich. Stimmungsmäßig sind 23 Prozent der Meinung, dass das neue Verbraucherrecht den Online-Käufer bevorzugt und den Online-Händler schlechter stellt; 42 Prozent glauben, dass Kunden und Händler profitieren, und 34 Prozent meinen, dass jetzt die Rechte der Online-Händler gegenüber den Online-Shoppern gestärkt wurden. (red)
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20 – medianet retail
short
Drogerieartikel in Wien teurer als in München
Freitag, 7. November 2014
Bilanz 2014 Ein milder Winter, ein verregneter Sommer und die Russlandkrise schadeten den LGV-Gemüsegärtnern
Premium-Linie rettet LGV vor dem totalen Verlust
© Lisi Specht
Zu wenig Ware wurde im Handel am PoS verkauft; große Menge an karitative Projekte verschenkt.
BayWa bleibt hinter den Erwartungen München. Der Preisverfall bei Getreide und Obst drückt die Ergebnisse beim deutschen Agrarkonzern BayWa: In den ersten neun Monaten des Jahres schrumpfte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um mehr als die Hälfte auf 74,5 Mio. €. Der operative Gewinn der Segmente ging von Jänner bis Ende September 2014 um fast 17 Prozent zurück auf 111,4 Mio. €. Der Umsatz gab um sechs Prozent auf 11,4 Mrd. € nach. (APA)
© APA/EPA/Jens Büttner
Kleiner Auftragszuwachs für deutsche Industrie
Gerald König, Vorstand LGV, und Robert Fitzthum, Aufsichtsratsvorsitzender der LGV, hoffen auf einen wärmeren Sommer 2015.
ken verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, bei Paradeiser lag die Quote noch bei immerhin 8,7 Prozent Menge und 4 Prozent Umsatz. Die Russlandkrise setzte nur noch eines drauf. „Niemand in Moskau braucht Gemüse aus Wien“, meint König noch etwas sarkastisch. Das Problem war vielmehr, dass zu viel Gemüse am europäischen Markt war und der Absatz damit äußerst schwierig. Die LGV spendete in der Konsequenz etwa 150.000 Tonnen Gemüse an karitative Einrichtungen, um die Ware nicht einfach wegzuwerfen. Und: LGV-Frischgemüse, stolz auf die regionale Verankerung, musste plötzlich exportieren. „Wenn sich heuer unser Exportanteil von 3,5 Prozent deutlich auf
LEH verkauft wenig Gurken Es mag für die LGV-Gärtner wenig Trost sein, aber der Branche ging es insgesamt nicht viel besser, wie die Roll-AMA zeigt, die den Absatz im LEH untersucht. So wurden in den Monaten Mai bis August 19,9 Prozent weniger Gur-
Mit Qualität punkten Trotzdem sollte es einen versöhnlichen Ausklang geben. Schon in den relativ warmen Monaten September und Oktober konnte einiges gut gemacht werden, nur kann in diesen Monaten nicht mehr jene Menge an Gemüse geerntet werden wie im Sommer, daher war auch nur auf niedrigem Niveau ein Plus möglich. Wirklich umsatztreibend war die Premiumlinie: In den Jahren 2012 bis 2014 erhöhte sich der Umsatz
Schuhmode Umsatzplus für CCC im 1. Halbjahr 2014
Wien. Seit gestern, Donnerstag, ist sie erhältlich, die neue Kollektion „Alexander Wang x H&M“. „Ich fand schon immer, dass Sportbekleidung nicht nur ins Fitnessstudio gehört“, kommentiert Wang. Die Textilien sind experimentell, die Schnitte gewagt, aber laut H&M sowohl club- als auch fitnessstudiotauglich.
Wien. Und wieder eröffnete CCC eine Filiale – diesmal in der Shoppingcity Wels. Das 900 Quadratmeter große Familien-Schuhfachgeschäft wurde gestern, Donnerstag, als dritter Standort in Oberösterreich nach dem SEP in Gmunden und der PlusCity in Pasching aufgesperrt. „Mit unserem neuen FamilienSchuhfachgeschäft in der Shoppingcity Wels bieten wir nicht nur das größte Angebot an Damen-, Herren- und Kinderschuhen sowie Taschen im Großraum Wels, sondern verbreitern auch unsere Marktpräsenz in Oberösterreich ganz entscheidend“, erklärt General Manager Gerald Zimmermann.
Alexander Wang is in the House
weltweit und online. Schon seit einigen Jahren arbeitet H&M immer wieder mit berühmten Designern zusammen. Die High FashionKollektionen übersteigen meist die sonst übliche H&M-Preiskategorie und sind erfahrungsgemäß schnell ausverkauft. Unter anderem arbeitete das Modehaus bereits mit Karl Lagerfeld, Stella McCartney, Viktor & Rolf, Roberto Cavalli, Versace, Matthew Williamson und Jimmy Choo zusammen. (dp)
Der amerikanische Designer Alexander Wang arbeitet damit zum ersten Mal mit der schwedischen Modekette. „,Die Alexander x H&M Kollektion‘ umfasst exklusiv entworfene Kleidungsstücke und Accessoires für Damen und Herren“, beschreibt H&M auf der hauseigenen Homepage. Die technischen Details und innovativen Stoffe seien sowohl modisch als auch funktional. Auch in der H&M-Filiale in der Wiener Mariahilfer Straße wurde das Erscheinen der Kollektion mit etwa 500 Gästen gefeiert. Kaufen kann man die extravaganten, betont sportlichen Kleidungsstücke in 250 ausgewählten H&M-Filialen
CCC öffnet in der Shoppingcity Wels Prozent auf circa 22 Mio. €, und die Netto-Umsatzrendite stieg von 4,6 Prozent auf 8,2 Prozent. Die Verkaufsfläche wuchs gleichzeitig auf 267.000 m2, der flächenbereinigte Umsatz um knapp 17 Prozent. Ein gutes Viertel des Sortiments komme aus eigenen Fabriken in Polen, der Rest überwiegend aus Werken, die ausschließlich für CCC produzieren und von CCC gesteuert und kontrolliert würden, so Zimmermann. (red)
Teil des Sortiments aus Polen © Peter Foley/EPA/picturedesk.com
Berlin. Die deutsche Industrie hat sich vom Auftragseinbruch seit der Finanzkrise nur leicht erholt: Die Bestellungen stiegen im September nur um 0,8 Prozent zum Vormonat. Zwar legten die Bestellungen aus dem Ausland im September um 3,7 Prozent zu. Die Inlandsaufträge schrumpften dagegen um 2,8 Prozent. Besonders deutlich gingen die Bestellungen von Konsumgütern zurück – sie nahmen um 1,4 Prozent ab, während die für Vorleistungsgüter wie Chemikalien um 0,8 Prozent wuchsen. (APA)
bei den Minigurken um 75 Prozent – heuer werde damit rund 1,3 Millionen Euro Umsatz gemacht. Die Spezialitäten erwirtschaften bereits 60 Prozent des Umsatzes von Tomaten, aber nur 38 Prozent der Menge. Damit 2015 erfolgreich wird, möchte die LGV jedenfalls den Spezialitäten-Bereich forcieren. und ebenso die Convenience-Linie ausbauen: Gerade das Winterprodukt Vogerlsalat ist hierbei ein besonderer Verkaufsschlager. Letztlich soll 2015 verstärkt auf Online-Aktivitäten geachtet werden. „Da Gemüse nur gemeinsam mit Obst verkauft werden kann, planen wir, uns diesbezüglich mit einem Partner aus der Obstbranche zu koordinieren“, so König.
H&M Seit 6. November ist die neue Kollektion erhältlich
Sportliche High Fashion Die Bestellungen von Konsumgütern gingen um 1,4 Prozent zurück.
fünf Prozent erhöht, ist das viel“, so König, der weiter ausführt: „Sobald wir am internationalen Markt sind, ist die Konkurrenz höher und die Preise sinken.“
Wang experimentierte in seiner SpezialKollektion mit Schnitten und Textilien.
In den nächsten Monaten werde CCC sieben weitere Filialen in Österreich eröffnen und je eine in Slowenien und Kroatien, sagt Zimmermann. Der Umsatz des an der Warschauer Börse notierten Unternehmens stieg im 1. Halbjahr 2014 um ein Drittel auf ca. 205 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das EBIT erhöhte sich um 135,4
© CCC/Oliver Wolf
Wien. In Wien sind Drogeriewaren im Schnitt um die Hälfte teurer als in München, das berichtet die Arbeiterkammer (AK). In Wiener Supermärkten würden Drogeriewaren durchschnittlich um elf Prozent mehr kosten als in Münchner Drogerien, so der aktuelle AKPreismonitor. Demnach würden Konsumenten für den Warenkorb von 165 gleichen Drogeriewaren in Wien 701,40 € bezahlen, währen der Preis in München bei durchschnittlich 457,79 € liege. „Der Österreich-Aufschlag lässt sich nicht wegleugnen“, sagt Gabriele Zgubic von der AK. „Unfassbar, alle verglichenen Drogeriewaren sind in Wien im Schnitt teurer als in München“, so Zgubic. Die AK hat sich nun an die EU gewandt. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Drogeriewaren seien in Supermärkten aber generell teurer als in Drogerien. In Wien bezahle man in Supermärkten durchschnittlich fast elf Prozent mehr. (APA)
Wien. 2014 war kein gutes Jahr für LGV-Frischgemüse. Aber vor allem dank der Spezialisierung auf Premiumsorten liegt der prognostizierte Umsatz doch nur 4 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis. Es hätte schlimmer kommen können, und viele Gründe würden auch dafür sprechen. Zunächst gab es einen langen, milden Winter. Die Kunden realiserten zu spät, dass es eigentlich schon Frühjahr war und damit Gemüsesaison. „Normalerweise fängt Gemüse essen für die Konsumenten mit Ostern an, egal auf wann Ostern fällt – daran können wir nichts ändern“, sagt Robert Fitzthum, Aufsichtsratsvorsitzender der LGV-Frischgemüse. Und was dazukam: Es war genau wegen dieser milden Temperaturen zu viel Ware aus den südlichen Ländern, vor allem aus Spanien, in den Gemüseregalen vorhanden, und damit musste die heimische Ware auch damit verstärkt konkurrieren. Das Drama setzte sich in den eigentlichen Sommermonaten fort, die von Regen und Kälte geprägt waren. Die Konsequenz: Der Umsatz der LGV-Gärtner fiel im Juli auf 13 Prozent unter dem Schnitt, im August sogar um 17 Prozent. „Im August hatten wir noch ein prognostiziertes Jahresminus von sieben Prozent“, so Gerald König, Vorstand der LGV-Gemüse.
© LGV/Emmerich Maedl
Jutta Maucher
Gabriele Zgubic (AK): Wien ist bei Drogerieartikeln teurer als München.
Es gibt bald weitere Eröffnungen, so CCC-Manager Gerald Zimmermann.
pr odu c t n e ws
Freitag, 7. November 2014
medianet retail – 21
Ein Süppchen für die Winterzeit und Alpros Joghurt-Alternative Product News Alpro Cremoso Apfelstrudel und Zitronenkuchen, Spar Premium Edition Johanna Maier Suppen, Vier Diamanten Salatsnacks. Winterzeit ist Suppenzeit – das hat sich Spitzenköchin Johanna Maier gedacht und flugs fünf extravagante Suppenrezepte für die Eigenmarke Spar Premium Edition Johanna Maier kreiert. Alle Suppen sind frei von Konservierungsstoffen und enthalten keinerlei Geschmacksverstärker. Die Zubereitung dauert nur rund 5 Minuten und erfolgt praktisch im Kochtopf oder per Mikrowelle. Launch Spar Premium Edition Johanna Maier Suppen (5 Sorten) 2,99 € 400 ml Spar Spar, Eurospar, Interspar www.spar.at
Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info
Launch Alpro Cremoso Apfelstrudel; Alpro Cremoso Zitronenkuchen UVP 2,29 € 400 g-Becher Alpro GmbH Merkur, Metro, Pro, Tabor, Welas www.alpro.com
JTI Austria ist überzeugt: Österreicherinnen und Österreicher müssen als mündige Individuen wahrgenommen werden
Vier Diamanten bringt im Herbst 2014 seine neuen Salatsnacks mit Thunfisch in der vertrauten Qualität in den Varianten „mediterran“, „asiatisch“ oder „mexikanisch“. Die genussfertigen Salatsnacks kommen in der innovativen und praktischen 220 g- oder 210 g-Schale gleich mit Gabel und eignen sich daher besonders als schnelle Jause für zwischendurch. Kategorie Launch Produkt Vier Diamanten Salatsnack Thunfisch Mexikanisch/ Asiatisch/Mediterran Packung 220- und 210 g-Schale Distribution Billa, Merkur, Spar, Interspar, Eurospar Info www.vierdiamanten.com
Pfanner Range erweitert
Bio-Cranberry
© Pfanner
Lauterach. Pfanner setzt fruchtige Akzente im Bio-Segment: Mit Pfanner Bio Cranberry erweitert der Fruchtsaft- und Eisteehersteller seine Bio-Range in der 0,5 l-Glasflasche um einen feinherben Cranberry-Nektar. Cranberries – Verwandte der Preiselbeere – sind gemeinhin wegen ihrer gesundheitsfördernden Wirkung bekannt. Die Cranberry ist bereits die siebte Geschmacksrichtung, die Einzug in die Pfanner Bio-Range in der 0,5-lGlasflasche hält. (red)
Pfanners Bio-Cranberry führt eine 7 Sorten-Range in der 0,5 l-Glasflasche an.
Müssen wir wirklich vorm Leben geschützt werden? Wie viel Schutz braucht der Bürger? Wo liegt die Grenze zwischen selbstbestimmtem Leben und Bevormundung? Wie weit soll der Staat ins Privatleben hineinreglementieren – und wie weit soll er es dürfen? Essenzielle Fragestellungen für uns als Gesellschaft, aber auch für jedes Unternehmen, das Verantwortung in vielerlei Hinsicht trägt. Wir leben in einer Zeit des ambivalenten Umgangs mit Eigenverantwortung und Selbstbestimmung. Individualität wird großgeschrieben und als große Errungenschaft des 21. Jahrhunderts gefeiert. Konventionen fallen, gesellschaftliche Zwänge und Diskriminierungen – darauf können wir zu Recht stolz sein. Gleichzeitig setzt eine staatliche Reglementierungswut ein, die den Bürger im Streben nach größtmöglichem Schutz sprichwörtlich entmündigt. Alles, wofür Generationen vor uns leidenschaftlich gekämpft haben, erscheint in diesen Tagen weniger wichtig, als ein diffuses Gefühl der Sicherheit inmitten des permanenten und globalen Wandels.
Vorsicht: Fische haben Gräten Die Politik hat in dieser Situation deutlich an Gestaltungsmöglichkeiten verloren. Sie bewegt sich weiterhin innerhalb von Landes- und Staatsgrenzen, während die Revolutionen in Kommunikation, Arbeitswelt, dem Zusammenleben und der Art, wie wir Konflikte austragen, längst auf internationaler Ebene stattfinden. Dieser drohende Legitimationsverlust führt zu einer Umorientierung, die man als „staatliche Gestaltung des Privatlebens“ interpretieren könnte. Der Gesetzgeber zieht die Verantwortung für Entscheidungen an sich, die lange Zeit von selbstständigen Menschen, Familien, Gesellschaften getroffen wurden. Der gesunde Menschenverstand wird ausgehebelt, um dessen Träger vor allerlei Gefahren zu schützen – vor Staubsaugern mit mehr als 1.600 Watt beispielsweise, vor Fischen, die Gräten enthalten oder vor Feuerzeugen, die Feuer machen. Als Tabakhersteller übernehmen wir eine ganz besonders hohe Verantwortung und auch als österreichisches Traditionsunternehmen und globaler Konzern. Wir sind vielen Menschen im Wort – als Arbeitgeber, Unter-
© Andi Bruckner, www.andibruckner.com
© Alpro; Spar; Vier Diamanten
Schutz vor Verantwortung
Iris Perz, Corporate Affairs & Communications Manager; Ralf-Wolfgang Lothert, Head of Corporate Affairs & Communication JTI.
stützer, Steuerzahler, Teil des sozialen und kulturellen Gefüges. Wir sehen dies als Selbstverständlichkeit – wie viele andere heimische Unternehmen auch. Und wir sind überzeugt davon, dass auch die Österreicherinnen und Österreicher weiterhin als mündige Individuen und Konsumenten wahrgenommen werden müssen.
Verbraucher kann selbst entscheiden Während die deutsche Bundesregierung neuerdings vom „vulnerablen“ – dem verletzlichen – Konsumenten spricht, der sich nicht selbst schützen könne und überfordert sei, glauben wir daran, dass der Verbraucher selbst entscheiden kann und will. Was das
für die Politik heißt? Es bedeutet, dass der Staat dort klare Rahmen vorgeben muss, wo der einzelne Bürger dies braucht. Und sich dort zurücknimmt, wo Eigenverantwortung der richtige Maßstab ist. Beide Richtungen verlangen von der Politik klare Entscheidungen und ein Gestalten mit Augenmaß. Um uns herum ist alles in Bewegung – große Chancen, riesige Herausforderungen, hohe Risiken. Vor allem ist diese Zeit der „Elchtest“ für unser Gesellschaftssystem und die Art, wie wir den Staat als Rahmen unseres Handelns begreifen. Und für jeden Einzelnen, der Verantwortung für sich selbst übernimmt. Wir alle haben es in der Hand, wie unsere Gesellschaft künftig aussieht, ob wir Gestalter oder Passagiere sein wollen.
JTI IN ZAHLEN • 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 69 Ländern • 364 Büros • 25 Fabriken • 8 Forschungs- und Entwicklungszentren • 5 Tabakverarbeitungsanlagen Das umfassende Marken-Portfolio von JTI wird in 120 Ländern vertrieben. In Österreich sind rund 380 Angestellte im Central Office, im Großhandel und in der eigenen F&E-Abteilung beschäftigt. Weitere Infos unter: www.jti.com
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Die milden Soja-Joghurtalternativen von Alpro schreiben mit über 30% Wachstum in der Kategorie eine Erfolgsgeschichte. Nun erweitert der pflanzliche Spezialist die Produktrange um ein Genuss-Konzept. Alpro Cremoso ist eine cremige Joghurtalternative in zwei Dessert-Variationen – Apfelstrudel und Zitronenkuchen.
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22 – medianet retail
Freitag, 7. November 2014
bäckerei mann Stiegl Jahrgangspräsentation
© Stefan Joham
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© Stiegl
Kurt Mann setzt sich mit seinen Mitarbeitern für die Blue Heart-Kampagne ein.
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Bäckermeister Kurt Mann unterstützt Blue Heart
Brötchen gegen den Menschenhandel
1. Heinz und Susanne Pollischansky, Stiegl-Braumeister Christian Pöpperl und Andrea Jöbstl; 2. Torsten Pedit, Daniela Berlini, Adolf Pernsteiner; 3. Helmut Heiss, Eva Rosner, Peter Jöbstl, Valerie und Josef Philipp; 4. Christian Pöpperl mit den Gerstenbauern Franz (li.) und Gottfried Bauer (re).
„Ferdinand“ wurde in der Stiegl-Ambulanz präsentiert
Königliches Bier Ausgereift Das Jahrgangsbier aus dem Hause Stiegl ist besonders edel. „Man könnte sagen, ein Bier, das der Braukunst die Krone aufsetzt“, schmunzelt Stiegl-Braumeister Christian Pöpperl. „Und darum haben wir diesem Bier auch den royalen Namen ‚Ferdinand‘ gegeben“, ergänzt Markus Trinker, Kreativbraumeister bei Stiegl und seines Zeichens ständiger Begleiter des Reifeprozesses. Das schon vor fünf Monaten eingebraute Imperial Alt Barrel Aged* tritt in einer kräftigen Kupferfarbe auf und verzaubert mit einem Hauch von Karamell sowie Kokos, Vanille und Toffee. Es sind nur 5.000 Flaschen abgefüllt worden, die ersten wurden bei der Präsentation in der Stiegl-Ambulanz geöffnet und verkostet. Genießen durften diese Spezialität u.a: Susanne und Heinz Pollischansky (Stiegl Ambulanz), Stiegl-Marketingleiter Torsten Pedit, Stiegl-Verkaufsleiter Handel Adolf Pernsteiner, Daniela Berlini (Demner, Merlicek & Bergmann), der amtierende Biersommelier-Staatsmeister Clemens Kainradl (bierfracht.at), Helmut Heiss (Stiegl-Niederlassungsleiter Wien). (jm)
Barbara Sprick (35) hat die Führung der Marketingabteilung von Pernod Ricard Austria übernommen. Somit steigt sie nach mittlerweile drei Jahren im Unternehmen mit viel Know-how in die Position „Head of Marketing“ auf. Die gebürtige Tirolerin wird sich in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer Axel Herpin und dem bestehenden Brand-Management-Team mit der weiteren Verankerung des Premium-Sortiments und dem Ausbau der Prestige-Marken des Unternehmens beschäftigen. Aber nicht nur ihre Marketingerfahrung, sondern auch ihre Liebe zum Genuss sind eine Bereicherung für das Team.
Produkt des tages
die finstere brille
Fleischfressende Pflanzen Christian Novacek
© Sandberg
© Pernod Ricard Austria/sebastianphilipp.com
Kopf des Tages
Clemens Kainradl und Markus Trinker..
International „Menschenhandel ist ein Verbrechen, das uns alle angeht“, bringt es Bäckermeister Kurt Mann zum Start der Solidaritätskampagne „Nimm dir ein Herz!“ auf den Punkt. „Kein Land dieser Erde kann die Augen verschließen – auch nicht Österreich.“ Ab sofort wird in allen Der Mann-Filialen auf das Schicksal von Millionen Opfern des weltweiten Menschenhandels aufmerksam gemacht. Zusätzlich wird ein Betrag von 10.000 Euro für die Betreuung der Opfer zur Verfügung gestellt. Speziell Kinder und Frauen sind von dieser modernen Form der Sklaverei betroffen und werden verschleppt oder gefangen gehalten. Ziel der internationalen Blue Heart-Kampagne – initiiert vom United Nations Office on Drugs and Crime mit ihrem weltweiten Hauptsitz in Wien – ist es, möglichst viele Menschen mit den Fakten und gesellschaftlichen Auswirkungen zu konfrontieren und für die ECR Austria Infotag am Bekämpfung dieses Verbre13. November von 9 bis chen zu mobilisieren; das 17 Uhr im Austria Trend Hotel blaue Herz steht dabei für den Savoyen Wien. internationalen Kampf gegen Thema: Marketing 4.0. Menschenhandel und dient als www.ecr-austria.at sichtbares Zeichen der Solidarität. (red)
Immer dabei Sandberg schwimmt mit der neuen Credit Card Power Bank gegen den Strom. Während der restliche Markt alles daransetzt, Ersatzakkus mit der größtmöglichen Speicherkapazität auszustatten, hat Sandberg eine kleine, leichte Lösung konzipiert, die wie eine Kreditkarte in Ihre Tasche passt. Mit einer Kapazität von 850 mAh ist diese Powerbank nicht für fünftägige Musikfestivals oder eine Trekkingtour durch Alaska gedacht. Aber für all diejenigen unter uns, die schon einmal mit einem Handy ohne Power im Bus nach Hause gestanden haben, auf einem langweiligen Konzert waren oder ein Fußballspiel filmen wollten, ist dies mehr als ausreichend und kann Ihrem Mobiltelefon 50% extra Leistung bringen. Genug für den Heimweg oder bis zum nächsten Ladegerät im Auto. Die Powerbank hat auch ein kleines integriertes Ladekabel (Micro USB). UVP inkl. MwSt.: 25,99 €. www.sandberg.it
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ei Holland Blumen Mark blüht der Fortführungsgedanke. Geld vom Eigentümer sei bereits geflossen. Ob das Unternehmen letztlich zukunftsfit ist, ist die andere, offene Frage. Weil vom Konzept hat das sicher mal gepasst – nur hat der Supermarkt ums Eck dieses konterkariert. Blumen kauft man heute im Supermarkt, ebenso Blumenerde, und von Ja! Natürlich gibt‘s mittlerweile bereits die supereinwandfreien Samenkörner. Die Saat, die Billa & Co gepflanzt haben, ist in bewährter Weise aufgegangen: Der Supermarkt hat dem Fleischhauer die Wurstsemmel gestohlen, dem Bäcker das Kipferl und zuletzt dem Blumenhändler die Blumen. Zwar ist ein Supermarkt mit seiner Fleischtheke vielleicht nicht so gut wie der Fleischhauer alten, blutigen Formats – wiewohl: Wer heute Fleischhauer denkt, denkt eh gleichzeitig Hofstädter, oder? Jo, und der eine oder andere Bäcker macht sicher die größeren Kipferl, und die Blumenkompetenz sprießt auch nicht gerade übermächtig aus dem Regal – aber es ist halt praktisch, wenns die Wurstsemmel, das Kipferl und die Blümchen unter einem Dach zu kaufen gibt. Sozusagen eine Blümchenwurstkipferlkompetenz. Wettbewerbsmäßig ist das alles okay. Gut ist es aber nicht. c.novacek@medianet.at
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Freitag, 7. November 2014 – 23
Neuer Chef im amt
Chefin tritt ab
Wiens Spitäler haben mit Udo Janßen nun einen neuen Generaldirektor Seite 25
AUVA-Obfrau Renate Römer gibt nach Kritik Führung der Unfallversicherung ab Seite 25
© AUVA
© APA/KAV/B. Noll
healtheconomy CEO gefeuert Sanofi-Boss Abgelöst © APA/EPA/Christophe Karaba
Allergieverordnung: Wirte wenig vorbereitet
© APA/Herbert Pfarrhofer
short
Zwischenbilanz Mehr Schein, als Sein. So lässt sich derzeit die Situation der Pharmabranche beschreiben. Die Berichtssaison zum dritten Quartal zeigt deutliche Umbrüche, aber nur wenige Unternehmen, die kräftig zulegen können wie Novartis oder zumindest teilweise Pfizer, GSK und Bayer. Andere wie Sanofi enttäuschten die Analysten, MSD (Merck & Co.) und Eli Lilly meldeten Rückgänge. Der Branchenführer, der Schweizer Pharmakonzern Novartis, hat auch im dritten Quartal 2014 kräftig zugelegt: Der Umsatz stieg um 4% auf 11,6 Mrd. €, das operative Ergebnis um 14%. Seite 28
© panthermedia.net/Andres Rodriguez
© panthermedia.net/kurhan
Unterstützung Das Grazer Unternehmen Institut Allergosan ist eine Kooperation mit dem Traditionsfußballclub FK Austria Wien eingegangen. Allergosan ist ab sofort offizieller Gesundheitspartner des Wiener Fußballclubs und unterstützt die Profimannschaft mit „Omni-Biotic Power“. Bei der FK Austria Wien hat man sich nach schlechten Ergebnissen zu Saisonbeginn keinen neuen Trainer gesucht, sondern einen neuen Gesundheitspartner: für verbesserte Möglichkeiten und um das Potenzial der Spieler optimal ausschöpfen zu können. Seite 27
Hintergrund Ab 13. Dezember müssen Gastronomen 14 Allergene in Speisen ausweisen. Während Gemeinschaftsverpfleger für Großküchen gut vorbereitet sind, hängt die Gastronomie noch nach, sagt Berater Manfred Ronge. Seite 24
inhalt
Healthcare > Apotheker diskutieren über Infektionskrankheiten 26 > Grippe-Masken: kein Prozess gegen Rauch-Kallat 26 > Neuer Standort für GKK im Burgenland 26
myOrgan DIE
Pharmareport und Lifescience > Neue Kampagne gegen Diabetes läuft an 27 >G razer Forscher kooperieren mit der Pharmabranche 28 Medizintechnik und eHealth >S teirische Spitäler bieten Radiologie-Überblick 29 >N intendo spielt jetzt auch in Gesundheitsbranche mit 29
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24 – healtheconomy
Kommentar
Alterung wird zum Problem
Freitag, 7. November 2014
Interview Ab 13. Dezember gilt für die Gastwirtschaft eine Auszeichnungspflicht für insgesamt 14 Allergene
Allergieverordnung: „Wirte sind kaum vorbereitet“ Gemeinschaftsverpfleger und Berater Manfred Ronge rät zu detaillierten Warenwirtschaftssystemen. Martin Rümmele
I
mmer mehr Menschen werden immer älter. Im Jahr 2020 wird erstmals in der Geschichte der Menschheit die Anzahl der über 60-Jährigen größer sein als die der Kinder unter fünf Jahren. Darauf verweist die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf. Der Anteil der kranken und gebrechlichen Alten werde gleichzeitig weltweit steigen. Bis 2050 wird die Zahl der über 60-Jährigen von heute 841 Millionen auf über zwei Milliarden klettern. 80 Prozent von ihnen werden außerhalb der reichen Staaten leben. Bisher beruhe der Anstieg der Älteren unter anderem auf dem Rückgang der Todesfälle an Herz-und Kreislauferkrankungen in den Industrieländern, meint das Fachjournal The Lancet. Die Autoren befürchten nun, dass die über 60-Jährigen weltweit künftig nicht gesünder sein werden als ihre heutigen Altersgenossen und viele Krebs sowie Lungen-, Herz- und Muskelkrankheiten bekommen. Hinzu kämen Nervenleiden. Allein die Anzahl dementer Patienten werde sich bis 2050 verdreifachen – von heute 55 Millionen auf etwa 135 Millionen. Das freut all jene, die medizinische Leistungen und Produkte bereitstellen. Aber es wird die öffentlichen Gesundheitssysteme auch vor enorme Herausforderungen stellen. Nicht nur wirtschaftlich, auch organisatorisch.
Baden/Wien. Ab dem 13. Dezember gilt die EU-Allergenverordnung mit strikten Vorschriften für Speisen. Die Ausweisung von Stoffen, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können, ist für Gastronomen Pflicht, auch in Großküchen und Kantinen. healtheconomy sprach mit dem Vorsitzenden der Gemeinschaftsverpfleger, dem Berater Manfred Ronge. Medianet: In gut einem Monat tritt die Allergen-Verodnung in Kraft. Was bedeutet das für Wirte? Manfred Ronge: Hier muss man zwischen Gemeinschaftsverpflegern wie Kantinen oder Spitalsküchen und einfachen Restaurants unterscheiden. Bei Gemeinschaftsverpfleger läuft die Umsetzung schon länger. Da ist aber auch die Ausgangsbasis anders. In der Gastronomie wird es schwieriger, weil die Dokumentation fehlt. Es sind ja 14 Allergene auszuzeichnen. Das erfolgt in der Speisekarte mit Buchstaben und einer Legende dazu. Wenn man nun Zutaten ändert, braucht es eine neue Auszeichnung. Medianet: Wie komplex ist das Thema wirklich? Ronge: Kompliziert wird es bei Produkten, wo eben auch die Allergiker nicht wissen, was drin ist, und die Wirte das auszeichnen müssen. Ein Fischallergiker darf etwa keine Bloody Mary trinken. Da ist Worchestersouce drin und in deren Zubereitung werden Sardellen verwendet. Es gibt Ausnahmen für die Wirte. Sie dürfen etwa auch auf Anfrage beraten. Dazu muss sich das Personal auskennen. Medianet: Die Gemeinschaftsverpfleger sind weiter?
© Fotoatelier Christian Schörg
Martin Rümmele
Manfred Ronge empfiehlt Gemeinschaftsverpflegern und Gastronomen, ihre Mitarbeiter für die Allergen-Verordnung zu schulen.
Ronge: Unsere Kunden haben Warenwirtschaftssysteme und etwa in Spitälern über die Diätologie viel Erfahrung. In Schulkantinen sind Allergiker-Kinder nichts Neues. Das wird am ersten Schultag auch abgefragt.
Ronge & Partner Die Beratungsgruppe Ronge & Partner, zu der auch die Arbeitsgemeinschaft moderne Ernährung (AGmE) sowie das Küchenplanungsunternehmen Stria gehören, bietet ihren Kunden „ein kulinarisches Beratungsmanagement von erfahrenen und führenden Fachleuten, die sich auf die vielfältigen Arten der Gastlichkeit sowie die professionelle Speisenzubereitung und -produktion spezialisiert haben“, sagt Firmenchef Mafred Ronge. Das Spektrum reiche von der Managementbegleitung bis zur Qualitätssicherung und -verbesserung sowie Ausschreibung, Planung, Marketing, Beratung, Schulung.
Medianet: Was empfehlen Sie den Gastwirten? Ronge: Wichtig ist eine systemisierte, vorgelagerte Information über die Lieferanten und die Rohware. Man muss Ramenbedingungen schaffen und Warenwirtschaft im Griff haben und die Mitarbeiter schulen. Die Verordnung kommt über Konsumentenschützer. Ich sehe aber die Gefahr, dass Allergiker nun die Verantwortung an die Gastronomen abgeben.
Die – auch internationalen – Kunden finden sich in der Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung, im Catering und
im öffentlichen Bereich, in der kommunalen Versorgung sowie auch in der Lebensmittelindustrie und im österreichischen LebensmittelEinzelhandel. Dazu gehören auch Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime. Im heurigen Jahr wurde zusammen mit Betreibern von Großküchen der Dachverband der österreichischen Gemeinschaftsverpflegung geründet: „Nicht für die Köche, sondern für die Betreiber der Küchen“, sagt deren Obmann Manfred Ronge. Rund zwei Mio. Menschen werden täglich von Gemeinschaftsverpflegern verköstigt, die ihrerseits mehr als 20.000 Menschen beschäftigen. Der Dachverband engagiert sich in der Lehrlingsausbildung, Mitarbeiterschulungen und bringt sich bei Gesetzesentwicklungen ein.
EU-Verordnung I WKO will keine Ausnahmen für Zeltfeste
EU-Verordnung II Wirtschaftskammer befürchtet Belastungen für Unternehmen
Kampf gegen Feste
Die Uhr tickt für Gastronomen
Wien. Die Wirtschaftskammer wehrt sich gegen Ausnahmen für die Allergieverodnung. Die Ausweisung von Stoffen, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können (siehe Text rechts), betrifft nicht den gelegentlichen Verkauf durch Privatpersonen, erklärte die EU-Kommission nun. Unklar ist jedoch, wie in Österreich die Anwendung bei Großveranstaltungen vorgenommen wird.
Wien. „Die Uhr für die österreichische Gastronomie tickt“, warnte der Obmann des Fachverbands Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Helmut Hinterleitner, im Hinblick auf die mit 13. Dezember 2014 in Kraft tretende EU-Lebensmittelinformationsverordnung, bereits vor dem Sommer. In einem Monat müssen in Restaurants und Hotels bei allen Gerichten jene Zutaten dokumentiert werden, die Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten auslösen können. „Die gesetzliche Informationspflicht ist für uns ein überbordender bürokratischer Angriff auf den Wirtschaft- und Gastronomiestandort Österreich und stellt unsere 90.000 Betriebe vor gewaltige Herausforderungen – vor allem jene Betriebe, die sich um ein umfangreiches und abwechslungsreiches Speisenangebot bemühen und ihre Gerichte soweit als möglich aus frischen Zutaten der regionalen Landwirtschaft zubereiten“, zeigte sich Hinterleitner überzeugt. Unzumutbar für Hinterleitner sind auch die bis dato geplanten
© WKO
„Schutz für alle wichtig“
WKO-Fachverbandsgeschäftsführer Wolf will auch Zeltfeste einbeziehen.
Der Fachverbands-Geschäftsführer der WKO, Thomas Wolf, sagt, dass der Unternehmerbegriff im EU-Lebensmittelrecht nun einmal weit gefasst sei. Wolf betonte, dass die Verordnung daher auch für Großveranstaltungen gelten muss – die wäre sowohl im Sinne der Konsumenten wie auch der Gastronomen. (APA/iks)
Strafrahmen. „Es drohen im Übertretungsfall drakonische Strafen, die unzumutbar sind und in keinem Verhältnis stehen“, kritisiert die WKO. Österreich verdanke seinen Ruf als Gastgeberland und Tourismushochburg auch der hohen Qualität seiner Gastronomiebetriebe. Die neue EU-Verordnung droht nun diesen Vorzeigebetrieben mit überzogenen Strafen, die in vielen Fällen sogar das wirt-
© panthermedia.net/Benis Arapovic
So hieß es auf der Webseite des Gesundheitsministeriums unter „FAQ zur Anwendung der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011“, dass bei der Anwendung der EU-Verordnung „Feuerwehrfeste oder Zeltfeste, die eine entsprechende Organisation erfordern“, nicht unter die Ausnahme fallen. Inzwischen wurde der Passus entfernt und durch „Für Feuerwehrfeste gilt, dass jene Lebensmittel, die von Privatpersonen hergestellt und verkauft werden, wie Mehlspeisen, ebenfalls von der Ausnahme umfasst sind“ ersetzt. Ein Vorgehen, das die WKO „im Sinne der Rechtsstaatlichkeit als bedenklich“ einstuft.
In der Gastronomie müssen Inhaltsstoffe genau deklariert werden.
schaftliche Überleben gefährden können. Die Beträge – die Rede ist von bis zu 50.000 € – seien vor allem angesichts der extrem kurzen Vorbereitungszeit auf die Umsetzung der EU-Vorgabe ein Schlag ins Gesicht der heimischen Gastronomie.
Erleichterungen erreicht Positiv wertet die WKO, dass durch Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium einige Erleichterungen bei der innerstaatlichen Umsetzung der EUVerordnung durchgesetzt werden konnten. So kann die Information über die Inhaltsstoffe bei entsprechender Kenntnis durch nachweislich geschulte Mitarbeiter auch mündlich – und nicht nur, wie ursprünglich von der EU, schriftlich – erfolgen. „Zudem konnten wir erreichen, dass die Übergangsfristen für die notwendigen Schulungen für unsere Betriebe auf rund ein Jahr ausgeweitet werden“, erklärte Hinterleitner im Sommer vor Journalisten. (iks)
H E A LTH : C A R E
Freitag, 7. November 2014
healtheconomy – 25
Sozialversicherung Nach Debatte über Prüfbericht und Kritik an Auftragsvergaben wechselt Renate Römer aus AUVA als Sonderbeauftragte in die WKO
Unfallversicherung: Obfrau geht Ina Schriebl
Wien. Die Debatten um unklare Auftragsvergaben in der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt AUVA haben nun scheinbar doch zu personellen Konsequenzen geführt: Obfrau Renate Römer gibt ihr Amt ab und ist mit Anfang November neue Sonderbeauftragte der Wirtschaftskammer Österreich für die Berufsmeisterschaften, teilte WKO-Präsident Christoph Leitl am Rande bei eines Pressegespräch. Jüngste Vorwürfe über angebliche Ungereimtheiten in der AUVA hätten damit nichts zu tun, versicherte er. Römer selbst bestätigte ihren Abgang kurz danach per Presseaussendung. Sie wolle sich der neuen Aufgabe „mit meiner ganzen Kraft“ widmen und habe Leitl daher gebeten, „mich von meinen bisherigen Aufgaben zu entbinden“. Dies betrifft neben dem AUVA-Job
Spitäler Wechsel in Wien
KAV-Chef legt los Wien. Im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) hat mit Anfang November Udo Janßen seinen neuen Job als Generaldirektor angetreten. Der KAV ist mit über 30.000 Beschäftigten und einem Gesamtbudget von über 3,7 Mrd. € europaweit einer der größten Spitalsträger. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hob in seiner Rede zu Janßens Antritt die Bedeutung der öffentlichen Gesundheitsversorgung hervor: „Die Wienerinnen und Wiener profitieren von einer medizinischen Versorgung auf Spitzenniveau in ihren Gemeindespitälern, Geriatriezentren und Pflegewohnhäusern. Dies ist seit Jahrzehnten eine große Stärke Wiens und das Ergebnis einer bewussten politischen Entscheidung für eine starke öffentliche Gesundheitsversorgung.“
„Neue Herausforderungen“ Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) betonte, dass das öffentliche Gesundheitswesen für die Zukunft gut aufgestellt werden müsse. „Die Gemeindespitäler sollen auch langfristig Teil der öffentlichen Hand bleiben, obwohl sich laufend Rahmenbedingungen ändern und neue Herausforderungen entstehen. Auf diese muss der KAV mit Reformen und Veränderungen reagieren, um auch in Zukunft so erfolgreich wie heute bestehen zu können. Udo Janßen wird diese notwendige Weiterentwicklung vorantreiben.“ (iks)
auch ihre Position als Vizepräsidentin der WKO. Römer stand der AUVA ab 2009 vor, 2011 wurde sie für weitere fünf Jahre wiedergewählt. Zuletzt waren medial Vorwürfe kolportiert worden, wonach Aufträge ohne Ausschreibungen vergeben worden seien, auch ein Auftrag an ihren Lebensgefährten wurde kritisiert. Römer hatte die Vorwürfe als „unberechtigt“ zurückgewiesen. Auch Leitl hielt fest, dass „klargestellt wurde, dass rechtlich alles in jeder Hinsicht korrekt“ abgelaufen sei. Es gebe keinerlei Zusammenhänge zwischen Römers Abgang und den Vorwürfen, ergo sei auch „schlech-
tes Gewissen“ nicht der Grund. An der AUVA sei „nächstes Jahr eh ein Wechsel“ angestanden, der werde nun eben früher vollzogen.
Nachfolger steht fest Der Nachfolger für Römer scheint jedenfalls schon gefunden: Der stellvertretende Obmann der steirischen Gebietskrankenkasse, Thomas Gebell, wird neuer Obmann der AUVA. Das Präsidium des ÖVP-Wirtschaftsbunds hat den 48-jährigen Unternehmer zum Nachfolger von Römer designiert. Dass die AUVA von einem Dienstgeber-Vertreter zu führen ist, ist
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© APA/KAV/Bernhard Noll
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KAV-Chef Udo Janßen soll auch sicherstellen, dass Spitäler öffentlich bleiben.
gesetzlich geregelt. Die AUVA ist eine Art solidarische Haftpflichtversicherung aller Unternehmen für Unfälle von Beschäftigten. Formal muss Römer um ihre Enthebung bei Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) ansuchen. Die Wirtschaftskammer, in der der Wirtschaftsbund die Mehrheit hat, nominiert dann den Kandidaten für die AUVA-Führung. Gebell muss nun noch in den Vorstand der AUVA gewählt werden, damit er am 25. November aus dem Kreis der Vorstandsmitglieder zum Obmann gewählt werden kann, bis dahin soll Römer die Geschäfte weiterführen.
© AUVA
WKO-Präsident Leitl und Römer weisen jeglichen Zusammenhang mit Kritik zurück.
Renate Römer räumt offenbar mit Hinblick auf die Kammerwahlen das Feld.
Ph a r m a r e p or t: L i f e sc i e n c e
26 – healtheconomy
Freitag, 7. November 2014
Arzneimittelhandel Ebola, Grippe und Co stehen im Zentrum der diesjährigen Apotheker-Fortbildungsreihe
short
Apotheker: Infos zu Viren
Reformierung des Mutter-Kind-Passes Wien. Ursprüngliches Ziel des vor 40 Jahren eingeführten Mutter-Kind-Pass-Programms war es, durch ein medizinisches Vorsorgeprogramm die Säuglings- und Müttersterblichkeit massiv zu senken. Der Mutter-Kind-Pass soll nun modernisiert werden. Der Fokus der interdisziplinären Arbeitsgruppe liegt auf einer Qualitätssteigerung und einer verstärkten Nutzung der Frühförderung von Kindern. Das Programm für Schwangere, Babys und Kinder wird aus dem Familienlastenausgleichsfonds des Familienministerium, vom Gesundheitsministerium und von den Krankenversicherungsträgern finanziert.
grippale Infekte, HPV und Tropenerkrankungen, deren Therapien und Prophylaxemöglichkeiten präsentiert und diskutiert. Die größten Erfolge gegen Viruskrankheiten habe die Medizin mit Schutzimpfungen erzielt. Pocken und Kinderlähmung seien durch die Immunisierung kein Thema mehr, zahlreiche Krankheiten, die vor wenigen Generationen bei uns noch weit verbreitet und gefürchtet waren, hätten ihren Schrecken verloren. „Zu den wichtigsten Impfungen zählen FSME, Influenza, Masern-Mumps-Röteln, HPV, Hepatitis und die Polio“, erklärt Kammerpräsident Max Wellan.
judith neunteufl
Wien. Das Spektrum bei Viruserkrankungen reicht von unangenehm – etwa grippale Infekte – bis lebensbedrohend – wie Ebola – und beschäftigt Apotheker in ihrer alltäglichen Arbeit.Die Österreichische Apothekerkammer widmet deshalb die größte jährliche Fortbildungsreihe für Apotheker den Viruserkrankungen (8. bis 9. November in Salzburg und 15. bis 16. November in Wien). „Eine Hauptmotivation für unser Tagungsthema ist die Tatsache, dass viele wichtige Infektionskrankheiten, mit denen wir täglich in der Apotheke konfrontiert sind, von Viren verursacht werden“, sagt Franz Biba, Leiter der Informations- und Fortbildungsabteilung der Österreichischen Apothekerkammer. In Vorträgen, Diskussionsforen und Praxisworkshops werden virale Erkrankungen wie
© Nikolaus Walter
Erstes stationäres Hospiz in Vorarlberg
Beratung und Versorgung Insgesamt beraten 5.800 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.340 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen.
© Österreichische Apothekerkammer
Als ideale Vorbeugungsmaßnahme verweisen Pharmazeuten auf Schutzimpfungen.
Die Apotheken empfehlen Grundimmunisierungen und Auffrischimpfungen.
Justiz Ermittlungen gegen die frühere Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) wurden nun eingestellt
Beschaffung von Grippemasken war okay
Das Sanatorium Mehrerau soll zu einem Hospiz umgebaut werden.
Wien. In den vergangenen Jahren hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen vier Verdächtige, darunter die frühere Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) sowie ihren Ehemann, den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly, ermittelt. Die Ankläger untersuchten nach einer anonymen Anzeige die Vorgänge um die umstrittene Beschaffung von Grippemasken im Zuge der Vogelgrippe-Hysterie im Jahr 2006. Die Untersuchungen wurden nun eingestellt.
Vorwürfe und Schlüsse © APA
Bregenz. Bis 2016 soll das Sanatorium Mehrerau um zwei Mio. € zu einer stationären Hospizeinrichtung mit zehn Betten umgebaut werden. Damit wird das Versorgungsnetz für schwerkranke und sterbende Menschen in Vorarlberg erweitert; erste Umbaumaßnahmen sollen Mitte 2015 starten. Die aktuellen 8,5% der 2.500 Eingriffe, die im Sanatorium stationär durchgeführt werden müssen, sollen in die Landeskrankenhäuser verlagert werden. „Der Betrieb des Sanatoriums war nicht mehr medizinisch zweckmäßig und auch nicht zeitgemäß“, erklärt Gesundheitslandesrat Christian Bernhard.
Die Justiz ermittelte gegen Ex-Ministerin Rauch-Kallat wegen Interventionen.
Den Beschuldigten wurde vorgeworfen, dass es kein Vergabeverfahren gegeben hätte und die
Masken zu teuer eingekauft worden seien. Außerdem wurde die Zusicherung des Bundes kritisiert, nicht verkaufte Masken aufzukaufen: Nach Abflauen der Vogelgrippe-Hysterie kaufte das Ministerium von den beiden Herstellern 7,7 Mio. Masken für 4,2 Mio. € zurück, die bis zur ihrem Ablaufdatum 2016 eingelagert werden. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass weder Maria Rauch-Kallat noch Mensdorff-Pouilly durch die Aktion einen wie immer gearteten Vorteil erlangt haben. Die ehemalige Gesundheitsministerin hätte sich korrekt verhalten. Wegen der drohenden PandemieGefahr hätte keine Verpflichtung zur Durchführung eines Vergabeverfahrens bestanden. (neu)
Innovation Besichtigungen im Krankenhaus Nord
Sozialversicherung Gemeinsame Anlaufstelle zweier Kassen als Vorzeigemodell
Vorzeigeprojekt
Neuer Standort für die BGKK
Wien. Das Krankenhaus Nord lockt mit seinen zahlreichen Innovationen in den Bereichen Architektur, Medizin, Betriebsorganisation und Technik schon während der Bauphase zahlreiche Interessierte an. Die aktuellsten Besucher waren eine chinesische Delegation, die sich mit Verantwortlichen aus dem Krankenhaus Nord-Projekt zur Besichtigung und zum Gedankenaustausch trafen, sowie Delegierte aus
Eisenstadt. Ab Herbst 2016 sollen die Burgenländische Gebietskrankenkasse (BGKK) und die Sozialversicherungsanstalt (SVB) der Bauern gemeinsam das neue Büro- und Therapiegebäude am Stadtrand von Eisenstadt in der Siegfried Marcus-Straße beziehen und sich eine Nutzfläche von 12.000 m2 auf mehreren Ebenen teilen. Der Spatenstich für den Neubau fand Ende Oktober statt.
dem japanischen Tokyo und aus dem Partnerbezirk von Floridsdorf, Katsushika. Zu den wichtigsten Innovationen im „Spital für das 21. Jahrhundert“ zählt Projektleiterin Susanne Lettner die Terminambulanzen, ein modernes Notfall-Zentrum, den Healing Garden, einen eigens entwickelten mobilen Schrank für Patienten und modernste und wohnliche Ein- und Zweibettzimmer. Für sein Architektur-Konzept erhielt das Spital 2013 den „Design and Health“-Award.
Zurzeit ist die BGKK am Esterhazyplatz untergebracht. Aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen und technischer Notwendigkeiten sei allerdings ein erheblicher Sanierungsbedarf entstanden, und die Gebietskrankenkasse sei durch das Behindertengleichstellungsgesetz verpflichtet, ab 2016 ihr Büro- und Therapiegebäude barrierefrei zu gestalten, teilt die GKK mit. Durch die „öster-
Modell für Österreich
Das Vorzeigeprojekt findet mit seinen Innovationen internationale Beachtung.
© Bgld. Landesmedienservice
© KAV/Health Team KHN/Albert Wimmer ZT GmbH
Zahlreiche Interessierte Seit 2011 hat das Krankenhaus Nord-Infocenter gegenüber der Baustelle als Informationsdrehscheibe rund 7.000 Besuche koordiniert. Zu den Besuchern zählen junge Leute in Ausbildung wie etwa Architekturstudenten, Absolventen von Fachhochschulen, Lehrgängen oder HTL-Klassen ebenso wie angehende Bauingenieure, Gruppen von Jugend am Werk und Interessierte aus der IT- oder Pharmabranche. (neu)
reichweit einzigartige Zusammenarbeit“ von BGKK und SVB können eine Reihe von Gebäudefunktionen gemeinsam genutzt und dadurch Kosten im laufenden Betrieb reduziert werden. Enorme Vorteile soll der Neubau durch die Niedrigenergie-Bauweise mit sich bringen. Die Errichtungskosten des neuen Gebäudes werden auf 29,3 Mio. € geschätzt.
Erstmals finden sich unterschiedliche Sozialversicherungsträger unter einem Dach.
Der Obmann der BGKK, Hartwig Roth, und der Vorsitzende des Regionalbüros Burgenland der SVA der Bauern, Paul Fasching, sehen die gewählte Lösung einer gemeinsame Anlaufstelle für die Versicherten beider Träger als richtungsweisendes Modell für Österreich. Zu den Leistungen der BGKK gehören unter anderem auch individuelle, auf die jeweilige Person zugeschnittene Einzelberatungen und Unterstützung für Menschen, die wegen einer schweren Krankheit oder eines Unfalls in eine schwierige Lebenssituation geraten sind. (neu)
L i f e : sc i e n c e
Freitag, 7. November 2014
healtheconomy – 27
Kooperation Grazer Institut Allergosan unterstützt die Profimannschaft des Fußballclubs Austria Wien mit „Omni-Biotic Power“
Gesundheit für Austria-Kicker Graz/Wien. Das Grazer Gesundheitsunternehmen Institut Allergosan ist eine Kooperation mit dem Traditionsfußballclub FK Austria Wien eingegangen. Allergosan ist ab sofort offizieller Gesundheitspartner des Wiener Fußballclubs und unterstützt die Kampfmannschaft mit „Omni-Biotic Power“. Bei der FK Austria Wien hat man sich nach den schlechten Ergebnissen zu Saisonbeginn nicht etwa einen neuen Trainer gesucht, sondern einen neuen Gesundheitspartner: für verbesserte Möglichkeiten und um das Potenzial der Spieler optimal ausschöpfen zu können. Gerade Leistungssportler sind Tag für Tag besonderen Anforderungen ausgesetzt. Stundenlanges Training und aufreibende Wettkampfsituationen können sich da nicht nur auf die Nerven, sondern infolgedessen auch auf die Verdau-
Kampagne Welttag
Diabetes-Kampf Wien. Mit der im Volksmund sogenannten Zuckerkrankheit ist nicht zu spaßen. Mit schätzungsweise 600.000 Betroffenen in Österreich ist Diabetes eine Volkskrankheit, die zu Erblindung, Infarkten, Nierenversagen und Beinamputationen führen kann. Eine Kampagne unter dem Motto „Face Diabetes“ im November soll in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Erkrankung und deren Prävention schärfen. Bei der Kampagne handelt es sich um eine Initiative der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG). In ihrem Rahmen gibt es unter anderem TV-Spots, blau beleuchtete öffentliche Gebäude rund um den Welt-Diabetes-Tag am 14. November und das „Face Diabetes“-Logo auf öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien und mehreren Landeshauptstädten.
1,7 Mrd. Euro an Kosten
© www.facediabetes.at
Die ÖDG möchte auf die gesundheitspolitische und gesellschaftliche Dimension der Volkskrankheit aufmerksam machen. Laut dem Diabetes-Bericht 2013 machten im Jahr 2010 die Behandlungskosten für Typ-2-Diabetiker 1,7 Mrd. € aus; das waren 8,4% aller Gesundheitsausgaben. Um Kostenwahrheit zu erlangen, müssten auch Aufwendungen dazugerechnet werden, die durch chronisch Kranke entstehen, die frühzeitig aus dem Arbeitsprozess ausscheiden, erklärt die Fachärztin Claudia Francesconi. (red)
Zum Welt-Diabetes-Tag gibt es eine neue Awareness-Kampagne.
ung schlagen, sagt der Sport- und Medizinwissenschafter Manfred Lamprecht von der Medizinischen Universität Graz. „Vor allem im Ausdauersport kommt es zu einer recht langandauernden Blutunterversorgung im Magen-Darm-Trakt, weil das Blut von der arbeitenden Skelettmuskulatur benötigt wird“, erklärt der Experte. Das führe zu Sauerstoffmangel, Hyperthermie und Übersäuerung im Verdauungstrakt. Die Folge sind oxidativer Stress und Entzündungen. Dadurch wird die Darmwand durchlässiger, Mediziner sprechen von einem „Leaky Gut“. „Folglich treten Verdauungs-
beschwerden, Schmerzen und erhöhte Infektanfälligkeit auf, weil toxische Substanzen über das Blut die Organe erreichen können.“ Grundsätzlich seien dann erhöhte Infekt- und Entzündungsanfälligkeit, Gelenksbeschwerden und gastrointestinale Beschwerden wie Bauchkrämpfe oder Durchfall die Hauptthemen, schildert Institut Allergosan-Geschäftsführerin Anita Frauwallner die Erfahrungen. Das Grazer Institut Allergosan beschäftigt sich seit 20 Jahren mit der Erforschung des menschlichen Mikrobioms und mit der Entwicklung von medizinisch relevanten Probiotika. Von Beginn an war es
wichtig, humane und damit natürlich im menschlichen Darm aufzufindende Bakterienstämme einzusetzen. Haupterfolgsfaktor des Unternehmens ist es jedoch, dass die Wirkmechanismen durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt werden. Durch die intensive Zusammenarbeit mit weltweit anerkannten Forschern aus Medizin, Pharmazie und Biochemie gelang es, in Graz ein naturheilkundliches Forschungs- und Kompetenzzentrum aufzubauen, das auch intensive Studienkooperationen mit der Medizinischen Universität Graz aufrecht erhält.
Die Austria Wien setzt auf Gesundheitsprodukte aus Grazer Forschung. PROMOTION
Martin RÜmmele
© APA/Herbert Pfarrhofer
Probiotika sollen helfen, im Ausdauersport einer erhöhten Infektionsanfälligkeit vorzubeugen.
IMS HEALTH Analyse: Versandhandelsapotheken versus öffentliche Apotheken
Erste Verkaufstrends für den Österreich-Markt Der Anteil des Versandhandels steigt – auch hierzulande. IMS HEALTH präsentiert relevante Trenddaten. Blick auf das Zahlenmaterial: IMS HEALTH schätzt den Anteil des Versandhandels aufgrund erster vorliegender Abverkaufsdaten auf derzeit rund 4% – Tendenz steigend (Quelle: IMS Wien und IMS Frankfurt, Schätzung auf Basis IMS Austria OTC Offtake & IMS Versandhandelsdaten). Das Wachstum für 2014 wird in Summe auf 6% bis 8% bei rezeptfreien Produkten (OTC-Arzneimittel), Nahrungsergänzungen sowie im Bereich Patient und Personal Care (Medizinalbedarf, Kosmetik und Körperpflege) geschätzt. Der Versandhandelsanteil wird sich somit bei 4% bis 6% einpendeln.
IMS HEALTH: Aktivitäten Bisher ist das für Österreich vorhandene Datenmaterial noch eingeschränkt, erste interessante Ergebnisse liegen aber bereits vor. Ziel ist es, die Daten mit dem Offizin-Bereich vergleichbar zu machen, damit seitens der Industrie die notwendigen Schlüsse gezogen werden können. Für das Q1 ’14 gibt es bereits vorläufige – als Trendzahlen zu interpretierende – Daten über Verkäufe von deutschen Versandhandelsapotheken nach Österreich. Betrachtet man diese Daten hinsichtlich der Top 10 auf OTC1Level (nach AVP), zeigt sich, dass die Top 10 OTC-Klassen bei Versandhandelsapotheken und öffentlichen Apotheken fast ident sind, lediglich die Rangfolge ändert sich (vgl. Tabelle rechts oben). Ausreißer ist dabei die Klasse OTC 14 „Produkte zur Gewichtsabnahme“, die es bei den Versandhandelsapotheken, aber nicht bei den öffentlichen Apotheken unter die Top 10 geschafft hat. Betrachtet man die Durchschnittspreise auf OTC2-Level, zeigt sich das zu erwartende und bereits beschriebene Bild – die Versandhandelsapotheken sind deutlich günstiger als die „stationäre“, öffentliche Apotheke (vgl. Tabelle rechts unten).
T O P 1 0 O TC 1 -KL A S S E N D E R V E R S A NDH ANDEL S - SOW IE ÖFFENT L ICH EN APOT H EKEN IM Q1 / 2 0 1 4
Versandhandelsapotheken
Öffentliche Apotheken
OTC1
El
EUR
OTC1
El
EUR
01. Husten- und Erkältungsmittel
55.571
315.802 01. Husten- und Erkältungsmittel
6.623.599 49.639.196
02. Schmerz- und Rheumamittel
34.407
242.335 02. Schmerz- und Rheumamittel
2.902.700 24.672.798
04. Vitamine/Mineralstoffe/Nahrungserg.
10.383
167.078 03. Magen- und Verdauungsmittel
2.305.400 23.263.598
03. Magen- und Verdauungsmittel
19.878
143.384 04. Vitamine/Mineralstoffe/Nahrungserg.
1.104.500 22.945.998
06. Haut- und Schleimhautmittel
18.757
123.504 06. Haut- und Schleimhautmittel
2.025.000 17.662.398
3.647
101.256 05. Tonika/Geriatrie/Meliss/Imm
617.700 10.965.699
14. Produkte zur Gewichtsabnahme 12. Mittel f. Blase und Fortpflanzungsorgane
6.453
96.674 12. Mittel f. Blase und Fortpflanzungsorgane
757.900 10.463.699
05. Tonika/Geriatrie/Meliss/Imm
6.485
81.338 07. Augenpräparate
859.500
9.690.899
13. Beruhigungsm., Schlafm., Stimm.aufh.
9.505
71.662 10. Herz- und Kreislaufmittel
917.800
9.400.099
10. Herz- und Kreislaufmittel
7.998
56.750 13. Beruhigungsm., Schlafm., Stimm.aufh
617.800
6.600.399
EI=Absatz im Q1/2014; EUR=Umsatz im Q1/2014 (AVP); Quelle: Daten deutscher Versandhandelsapotheken sowie IMS Combined Offtake Q1/2014
P R E I S U N T E R S C H IE D E Z W IS C H E N V ERSANDH ANDEL S - UND ÖFFENT L ICH EN APOT H EKEN AU F B A S IS D E R D U R C HS C H N I T T S P REISE PRO OTC 2 -KL AS SE (EUR PRO PACKUNG)
Versandhandel*
OTC-Klasse
öffentliche Apotheke*
Preisunterschied
01 Husten- und Erkältungsmittel 01B Grippe- und Erkältungsmittel
6,06
8,26
–26,59%
01A Hustenmittel
5,53
7,04
–21,49%
01C Halsschmerzmittel
4,82
6,45
–25,27%
02 Schmerz- und Rheumamittel 02A Schmerzmittel
5,25
5,75
–8,73%
02E Rheuma- und Muskelschmerzmittel
8,22
11,50
–28,53%
30,43
33,10
–8,06%
22,53
26,29
–14,30%
02G Produkte zur gesunden Gelenkfunktion 04 Vitamine | Mineralstoffe | Nahrungsergänzungsmittel 04A Multivitaminpräparate mit Mineralstoffen 04F Mineralstoffe
9,51
16,11
–40,95%
04D Vitamin C-Produkte
8,86
13,19
–32,84%
03A Magenmittel
8,45
10,28
–17,84%
03C Abführmittel
6,52
8,28
–21,25%
03G Produkte gegen Sodbrennen und Säure
5,89
8,92
–33,91%
6,29
7,92
–20,51%
10,36
13,36
–22,42%
5,64
7,24
–22,11%
03 Magen- und Verdauungsmittel
06 Haut- und Schleimhautmittel 06F Wundheilmittel 06G Mittel gegen Hautpilz 06P Hautschutzmittel u. Emoll. * Durchschnittspreise; Quelle: Daten deutscher Versandhandelsapotheken sowie IMS Combined Offtake Q1/2014
IMS HEALTH Mag. Stefan Baumgartner Europaplatz 3/Stg. 4/6. Stock A-1150 Wien
Tel. +43 1 78002 500 Fax +43 1 78002 9 Mail: sbaumgartner@at.imshealth.com www.imshealth.com
Ph a r m a : r e p or t
28 – healtheconomy
Bayer entwickelt sich zum Börseliebling
© dpa/Julian Stratenschulte
Leverkusen. Bayer-Chef Marijn Dekkers hat derzeit einen Lauf: Der Pharmariese entwickelte sich unter seiner Führung nicht nur zum wertvollsten DAX-Konzern und einem Börsenliebling. In den Sparten Gesundheit und Agrar erntet das Unternehmen derzeit auch die Früchte langjähriger Forschungsarbeit. Gesundheit für Mensch, Tier und Pflanze, lautet der Slogan von Dekkers – und es ist der Kern seiner Strategie. Vor wenigen Wochen kündigte Bayer an, die Kunststoffsparte abzutrennen und an die Börse zu bringen; davor hatten seine Vorgänger bisher zurückgeschreckt.
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer übertrifft die Erwartungen.
Niedrigere Strafe für Takeda und Eli Lilly Tokio. Die Pharmakonzerne Takeda und Eli Lilly kommen im Rechtsstreit um verschwiegene Krebsrisiken beim DiabetesMedikament Actos erheblich günstiger davon als zunächst angenommen. Ein Bezirksgericht in Louisiana habe die im April verhängte Strafe von neun Mrd. auf 29 Mio. € gesenkt. Die Richterin bewertete die ursprüngliche Summe als unverhältnismäßig hoch. Die Schuld der Unternehmen sah sie hingegen als erwiesen an. Das Medikament Actos, von Takeda entwickelt und von Eli Lilly in den USA vermarktet, soll Krebs verursacht haben. Takeda soll deshalb den Hauptteil der Strafe stemmen
Quartalsberichte Branche steht mitten in Umstrukturierungsprozess hin zu neuen Produkten und Schwerpunkten
Krebs und Übernahmen pushen Pharmabranche
Novartis, Pfizer, GSK, Sanofi und Bayer melden im 3. Quartal höhere Gewinne; Eli Lilly schwächelt. Martin RÜmmele
Wien/NewYork/London. Mehr Schein, als Sein. So lässt sich derzeit die Situation der Pharmabranche beschreiben. Die Berichtssaison zum dritten Quartal zeigt deutliche Umbrüche, aber nur wenige Unternehmen, die kräftig zulegen können wie Novartis oder zumindest teilweise Pfizer, GSK und Bayer. Andere wie Sanofi enttäuschten die Analysten, MSD (Merck & Co.) und Eli Lilly meldeten Rückgänge. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat auch im dritten Quartal 2014 kräftig zugelegt: Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 11,6 Mrd. €, das operative Ergebnis um 14 Prozent. Unter dem Strich verbuchte Novartis einen Gewinn von 3,2 Mrd. USD. Damit erzielte Novartis ein Gewinnplus von 45%. Zu der starken Steigerung des Reingewinns trug auch ein Vorsteuergewinn von 800 Mio. USD bei, den Novartis durch den Verkauf von Aktien des US-Konzerns Idenix an den amerikanischen Konkurrenten Merck erzielte.
© panthermedia.net/kurhan
short
Freitag, 7. November 2014
Die Pharmaindustrie fokussiert sich in der Forschung auf gewinnbringende Bereiche. Oder man kauft ganze Sparten zu.
Kerngeschäft stieg unterm Strich um vier Prozent auf gut 1,65 Mrd. €. Der Umsatz sank hingegen um 10%. Einbußen wegen abgelaufener Patente und rückläufige Geschäfte mit einem wichtigen Krebsimpfstoff zehren am Gewinn des amerikanischen Pharmakonzerns Merck & Co (MSD). Der Überschuss sank im dritten Quartal um ein Fünftel auf 707,01 Mio. €, der Umsatz ging um 4% zurück. Dennoch schnitt Merck & Co besser ab, als von Analysten erwartet. Konzernchef Kenneth Frazier ist dabei, das Unternehmen neu aufzustellen und auf wenige Kernsparten auszurichten. So verkaufte Merck & Co zuletzt wie berichtet sein Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitspräparaten wie Dr.-Scholl‘s-Fußpflegeprodukte und Coppertone-Sonnen-
Generikakonkurrenz Das Geschäft mit Krebsmedikamenten und eine kräftige Nachfrage aus den Schwellenländern verhelfen auch dem US-Pharmakonzern Pfizer zu mehr Gewinn. Der größte Arzneimittelhersteller der USA erhöhte im dritten Quartal sein Ergebnis um drei Prozent 2,11 Mrd. €. Ab Dezember droht aber in den USA scharfer Wettbewerb durch Generikafirmen für das lukrative Schmerzmittel Celebrex. Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat im dritten Quartal vor allem dank seines strikten Sparkurses mehr verdient als ein Jahr zuvor. Der Gewinn im
creme für umgerechnet 10,4 Mrd. € an Bayer. Dort haben diese Produkte sowie neue Medikamente und starke Pflanzenschutzgeschäfte Auftrieb gegeben; Bayer hob sogar seine Jahresprognose an. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (EBITDA) nahm im dritten Quartal um 1,4% auf 2,01 Mrd. € zu; Analysten hatten im Schnitt mit 1,96 Mrd. € gerechnet. Der Gewinn kletterte um 12,7 % auf 826 Mio. €.
Patentabläufe Ohne den Patentschutz für wichtige Arzneimittel ist hingegen der Gewinn beim US-Pharmakonzern Eli Lilly eingebrochen. Der Überschuss fiel im dritten Quartal um 58% auf 394,71 Mio. €, wie das Un-
ternehmen mitteilte. Zudem drückten Sonderkosten in der Forschung auf den Gewinn. Die schärfere Konkurrenz durch NachahmerProdukte spürte Eli Lilly vor allem beim Mittel Cymbalta gegen Depressionen. Insgesamt brach der Quartalsumsatz um 16% ein. Inmitten von Spekulationen über einen Chefwechsel stottert auch der Wachstumsmotor des französischen Pharmariesen Sanofi. Gegenwind im wichtigen DiabetesGeschäft führte im dritten Quartal zu einem Umsatzanstieg unter den Erwartungen. Im dritten Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz um gut 5 % auf 8,78 Mrd. €. Nach einem Gewinnplus von mehr als neun Prozent auf 1,9 Mrd. € bekräftigte die Konzernleitung aber ihre Prognose für das Gesamtjahr.
Produktion Kompetenzzentrum RCPE kooperiert mit UCB, Bayer und AstraZeneca
Neue Kooperation
Hilfe für die Industrie aus Graz
Wien/Tokio/NewYork. Die Pharmaunternehmen Qiagen und Astellas Pharma schließen eine Rahmenvereinbarung zur Entwicklung therapiebegleitender Diagnostika. Gegenstand der Vereinbarung ist die Entwicklung und Vermarktung therapiebegleitender Diagnostika für Medikamente von Astellas zur Behandlung von Krebs und anderen Krankheiten. Die Zusammenarbeit ist nicht auf bestimmte Pro-
Graz. Am Kompetenzzentrum Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH (RCPE) freut man sich über den gelungenen Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit den europäischen Pharmariesen UCB, Bayer und AstraZeneca sowie drei internationalen Universitäten; zentrales Thema: Kontinuierliche Fertigung in der pharmazeutischen Industrie. Das Thema ist top-aktuell und
Astellas arbeitet in der Entwicklung enger mit Qiagen zusammen.
bentypen, Testplattformen, Indikationen oder Biomarker limitiert. Astellas kann damit auf Qiagens gesamte Entwicklungskompetenz zurückgreifen, die Testmethoden auf Basis der PCR-, NGS- sowie multimodaler Technologien in Kombination mit Gewebe- und Flüssigbiopsien umfasst. Die ers-ten beiden gemeinsamen Projekte dienen der Entwicklung neuer Qiagen-Diagnostika für zwei Krebswirkstoffe von Astellas, die sich in frühen klinischen Studien befinden. „Mit der Rahmenvereinbarung und der Initiierung der ersten beiden Projekte baut Qiagen seine führende Position in der personalisierten Medizin weiter aus – auch in Japan, einem der weltweit größten Märkte für therapiebegleitende Diagnostika“, erklärte Peer M. Schatz, CEO von Qiagen. Die Zusammenarbeit mit Astellas markiere Qiagens achte Rahmenvereinbarung über die Entwicklung von Begleitdiagnostika und unterstreicht die Stellung des Unternehmens als bevorzugter Partner auf dem Gebiet der personalisierten Medizin. (iks)
wird als eines der derzeit wichtigsten Themen in der Branche gehandhabt – geht doch mit dem Einsatz der kontinuierlichen Fertigung ein kompletter Umbruch in der pharmazeutischen Welt einher. Konkret soll im Projekt die Implementierung fortgeschrittener Fertigungstechnologien forciert und die Einführung von kontinuierlichen Fertigungsprozessen im Bereich fester Darreichungs-
© RCPE/Otmar Winterleitner
© Astellas
Forschung Astellas und Qiagen forschen gemeinsam
RCPE-Chefs Khinast und Klein (v.li.n.re.) melden neue Kooperationsaufträge.
formen vorangetrieben werden. In der kontinuierlichen Fertigung werden aufgeteilte Prozessschritte in einem einzigen Prozess zusammengeführt. Schnittstellen der einzelnen Produktionsstufen werden minimiert, wodurch Zeit und Kosten eingespart werden können.
Produktionskosten senken „Was auf den ersten Blick simpel klingt, bedeutet für die Pharmabranche einen gewaltigen Umbruch. Denn ein Wechsel von abgeschlossenen Prozessschritten zu nahtlos integrierten Prozessketten würde das gesamte System von der Entwicklung der aktiven Substanzen bis zum finalen Produkt revolutionieren“, zeigen sich die beiden RCPE-Geschäftsführer Thomas Klein und Johannes Khinast stolz. Durch den Einsatz von effektiveren Anlagen wird eine höhere Produktqualität, geringerer Ausschuss und geringere Kosten möglich. Die Vorteile für die pharmazeutische Industrie, aber auch für den Endkunden seien enorm, sagen die beiden Manager. (iks)
M e d i z i n te c h n i k : E- H e a lt h
Freitag, 7. November 2014
healtheconomy – 29
Radiologie Steirische Spitalsgesellschaft macht Untersuchungen und Strahlendosis für Patienten zugänglich
short
Besserer Durchblick
App soll Schlaganfall erkennen helfen Bregenz. Laien das Erkennen von Schlaganfällen erleichtern wollen der Vorarlberger Selbsthilfeverein und die Interessensvertretung „Net Lugg lo“ („Nicht locker lassen“) mit einer Handy-App, die bereits in den kommenden Wochen auf den Markt kommen soll. Entwickelt wird die App vom Vorarlberger Unternehmen Gantner Instruments. Der Download soll kostenlos sein. „Wird ein Schlaganfallpatient innerhalb von drei bis vier Stunden behandelt, kann man in der Regel große Folgeschäden und damit auch hohe Kosten vermeiden“, erklärte Kurt Gerszi, Obmann des Selbsthilfevereins. Drei simple Fragen würden bereits ausreichen, erste Anzeichen zu erkennen, so Gerszi, der selbst Betroffener ist.
Röntgenuntersuchungen sollen dosierter eingesetzt und Eigenverantwortung gestärkt werden. halten, ohne die Qualität des Untersuchungsergebnisses zu gefährden. In der Steiermark wurde ein „eRöntgenpass“ von der Krankenanstaltengesellschaft KAGES, der Fachhochschule Joanneum und dem Gesundheitsfonds Steiermark entwickelt. Das Projekt gibt allen Steirern online eine Übersicht über alle Röntgenuntersuchungen, die im Laufe der Zeit in einem der steirischen Landeskrankenhäuser durchgeführt wurden und die Dosis an verabreichten Röntgenstrahlen.
Ina Schriebl
Wien. Röntgenuntersuchungen sind in der Medizin ein unentbehrliches Mittel, um Verletzungen oder Erkrankungen festzustellen, operative Eingriffe zu planen und um den Heilungsprozess zu kontrollieren. In der Röntgendiagnostik wird eine bestimmte Strahlendosis benötigt, um eine aussagekräftige Bildqualität für die Befundung zu erreichen. Allerdings kann das auch wiederum Krankheiten auslösen, wenn die Dosis zu stark ist oder zu viele Untersuchungen gemacht werden. Daher wird stets darauf geachtet, Röntgenuntersuchungen nur im medizinisch notwendigen Ausmaß durchzuführen und Mehrfachuntersuchungen zu vermeiden. Alle beteiligten Berufsgruppen sind deshalb verpflichtet, die Strahlendosis für Patientinnen und Patienten so niedrig wie möglich zu
Steirische Gesundheitsakteure haben gemeinsam „eRöntgenpass“ entwickelt.
E-Health I Spieleentwickler bringt Schlafhilfe
E-Health II Tagung in Salzburg zu Selbstmanagement
Kyoto. Der Videospiele-Spezialist Nintendo will mit Technik zur Auswertung von Gesundheitsdaten in einen neuen Geschäftsbereich vorstoßen. Als erstes Produkt kündigte Nintendo-Chef Satoru Iwata ein Gerät an, das Informationen über den Schlaf auswerten soll. Das kleine Kästchen solle neben dem Bett platziert werden und mithilfe von Mikrowellen-Sensoren Körperbewegungen, Atem-Rhythmus und Herzfrequenz aufzeichnen. Die Daten sollen auf Nintendo-Servern ausgewertet werden, die Nutzer können dann etwa Empfehlungen zu Ernährung oder Schlafzeiten bekommen.
Salzburg. Im Gesundheitssystem von heute treten immer mehr innovative Lösungen, die Patientinnen und Patienten in ihrem Alltag unterstützen, in den Vordergrund. Das europäische Forschungsprojekt Empower unter der Leitung der Salzburg Research Forschungsgesellschaft unterstützt Betroffene mit einer innovativen Softwarelösung beim eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Erkrankung. Der 6. E-Health Day Salzburg am Mittwoch widmete sich dem Thema Diabetes-Selbstmanagement. Das Empower-System sowie weitere innovative Strategien und Hilfsmittel, die künftig bei den täglichen Herausforderungen mit Diabetes unterstützen sollen, werden vorgestellt.
Nintendo sammelt gesunde Daten sieht im Gesundheitsbereich enormes Wachstumspotenzial. (Apple will über seine Uhr Daten sammeln.) Nintendo meldete für das vergangene Quartal zwar einen überraschenden Gewinn, kämpft aber weiter mit Problemen im Kerngeschäft. So verkaufte sich die Spielekonsole Wii U zuletzt zwar etwas besser, aber die Playstation 4 von Sony und die Xbox One von Microsoft liegen immer noch vorn.
„Quality of Life“
und beim eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Krankheit unterstützt.“ Selbstmanagement unterstützt nicht nur den eigenen Behandlungsprozess, es ermöglicht, die Erkrankung besser im Griff zu haben. „Patient Empowerment“ ist dabei ein wichtiger Aspekt und gilt als ein wesentliches Element für eine verbesserte, patientenzentrierte Versorgung und mehr Einbeziehung und Mitbestimmung für die Betroffenen. (iks)
Nintendo will Schlaf analysieren und Ernährungstipps geben.
„Gerade bei Diabetes kann Informationstechnologie (IT) sinnvoll unterstützend eingesetzt werden“, erklärt Projektleiterin Manuela Plößnig von der Salzburg Research Forschungsgesellschaft, „Betroffene werden aktiv in ihren eigenen Behandlungsprozess eingebunden
© evgenyb/Fotolia
Hilfe bei Erkrankung
© panthermedia.net/Mikhail Lavrenov
Der Service soll mit einem AboModell finanziert werden und voraussichtlich 2016 starten. Die Schlaf-Kontrolle soll ein Teil der neuen Angebote unter dem Schlagwort „Quality of Life“ sein. Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass Nintendo neue Erlösquellen außerhalb des Spielegeschäfts sucht. Und es geht dabei einen Weg, den auch schon andere Unternehmen wie Apple gehen und
Software soll Diabetikern helfen
Diabetiker sollen künftig mehr für die eigene Gesundheit tun können.
© panthermedia/rangizzz
„eHealth ist eines der zentralen Zukunftsthemen in der medizinischen Versorgung. Damit erhalten die Bürgerinnen und Bürger mehr Eigenverantwortung über ihre Gesundheit und können medizinische Informationen auch selbst verwalten“, freut sich Gesundheitslandesrat Christopher Drexler.
© Gesundheitsfonds Steiermark/Loske
Hilfe für Patienten
Eine neue App soll Laien bei der Ersten Hilfe unterstützen.
Italienische Firma gewinnt gegen Ottobock Mailand/Wien. Das italienische Unternehmen Roadrunnerfoot hat sich das Recht gesichert, seine künstliche „untere Extremität“ herzustellen, auszustellen und zu verkaufen, nachdem der deutsche Konkurrent Ottobock versucht hatte, das Patent für nichtig erklären zu lassen. Nach vier Jahren des Kampfes wurde nun ein endgültiges Urteil gefällt: Roadrunnerfoot, ein kleines italienisches Unternehmen, das innovative und zugängliche Hightech-Prothesen aus Verbundmaterialien entwirft und herstellt, hat gegen den globalen deutschen Giganten und Wettbewerber Ottobock gewonnen. Jetzt kann Roadrunnerfoot den Verkauf von Roadwalking, dem Glanzstück seiner Fußprothesenpalette, wieder aufnehmen, teilt die Firma mit.
www.janssen.at
M E N SC H E N & KA R R I ER E N
30 – healtheconomy
short
Roncalli rettet jetzt auch Leben
Freitag, 7. November 2014
Branchenevent IMS Health Austria feierte in Wien den 60. Geburtstag des Marktforschungskonzerns
Besonderes Jubiläum
Harry Kopietz (r.) begeisterte Roncalli-Chef Bernhard Paul für Erste Hilfe.
Wien. Herzdruckmassage und ein Defi können bei einem plötzlichen Herzstillstand Leben retten. Der „Puls – Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein flächendeckendes Netz an Defis zu propagieren. Dabei hat der Wiener Landtagspräsident Harry Kopietz – auch Puls-Präsident – Circus Roncalli Direktor Bernhard Paul ins Boot geholt: Er hat einen neuen Defi für den Circus Roncalli angeschafft.
Gesunde Ernährung in Kindergärten
Wien. 1954 war für die Pharmaindustrie in mehrfacher Hinsicht ein bedeutsames: Die bis dahin größte Impfaktion der Geschichte begann im April dieses Jahres: Rund 1,8 Mio. Kinder wurden in den USA geimpft. Das Ergebnis war positiv, der Feldversuch belegte die Wirksamkeit einer Impfung gegen Polio. Firmen wie Servier, Krka Pharma und Omega Bittner wurden gegründet, ebenso die Pharmig als freiwilliger Verband der österreichischen Pharmabranche. In den USA gründete wiederum Wilhelm Ludwig Fröhlich, ein deutscher Immigrant und früherer Mitarbeiter am Frankfurter Institut für Sozialforschung, zusammen mit David Dubow das Unternehmen Intercontinental Marketing Services als IMS Health, dessen Leitung Dubow übernahm. Fröhlich hatte bereits 1941 eine Werbeagentur gegründet; sie entwickelte sich zu einer der führenden Agen-
turen in New York, die auch Kampagnen für die pharmazeutische Industrie machte. Doch Fröhlich war frustriert, dass es keine Daten über den Markt und die Entwicklung der damaligen neuen „Wundermedikamente“ gab. IMS Health war das erste auf die pharmazeutische Industrie ausgerichtete Marktforschungsinstitut, das eine nie dagewesene Breite und Fülle von Informationen liefern sollte; 1961 folgte eine österreichische Niederlassung. Vor einigen Tagen feierte die österreichische Niederlassung in Wien zusammen mit rund 150 Vertretern der Industrie und des heimischen Gesundheitswesens den 60. Geburtstag des Konzerns. Es ist heute auch in Österreich der führende Anbieter von Informations-, Beratungs- und Technologiedienstleistungen für das Gesundheitssystem und die Healthcare-Branche. (red)
© Katharina Schiffl
© Schaub-Walzer/PID
Beratungs- und Informationsunternehmen will Gesundheitswirtschaft einen added Value bieten.
IMS Health Austria-Manager Erika Sander und Frank Wartenberg feierten mit Gästen.
Jubiläum Traditionsapotheke von 4. Generation geführt
Forschung Johnson & Johnson prämiert FH-Arbeiten
Wien. Die Maria Schutz Apotheke am Wiener Matzleinsdorferplatz feierte im Oktober ein nicht alltägliches Jubiläum: Seit 100 Jahren und in 4. Generation präsentiert sich die Apotheke von Gabriela Niederkofler als Anlaufstelle für Gesundheit und Lebenskraft.
Wien. Vor einigen Tagen wurde von der Johnson & Johnson GmbH zum dritten Mal der „Penaten FH-Hebammen Award“ verliehen. Dabei ausgezeichnet wurden Bachelorarbeiten von Absolventinnen des Studiengangs „Hebammen“ an österreichischen Fachhochschulen. Die Prämierten erhielten Preisgelder und Urkunden; die Siegerin Marlene Maier zusätzlich die traditionelle Penaten-Award-Trophäe „Mutter mit Kind“, und der Hebammen-Studiengang der IMC FH Krems, an dem die Siegerarbeit erstellt wurde, erhielt eine einmalige finanzielle Unterstützung. Die Johnson & Johnson GmbH, eine Tochter des gleichnamigen globalen Konzerns, verleiht den Penaten FH-Hebammen Award im Zwei-Jahres-Rhythmus, um junge
Wien. Seit 2011 sorgt das Wiener Netzwerk Kindergartenverpflegung – WiNKi für gesündere Ernährung in Wiens Kindergärten. Ende Oktober blickte die Wiener Gesundheitsförderung – mit ihren Projektpartnern und allen am Projekt Beteiligten – auf vier Jahre intensiver Arbeit zurück und zeichnete noch einmal zehn herausragende Verpflegungsanbieter mit dem WiNKi-Zertifikat für kindgerechte Verpflegung aus.
Viel Prominenz Beim Geburtstags-Empfang waren zahlreiche namhafte Vertreter der Gesundheitsbranche anwesend und gratulierten, darunter auch Apothekerkammer-Präsident Max Wellan, Lorenz Linsmayer (Vorstand Rat & Tat Apothekengruppe) und Christopher Tedd (Vichy Österreich). Anwesend waren auch Roman Lehnert (Neue Mittelschule Viktor Christgasse) und
Apothekerpräsident Max Wellan gratulierte Gabriela Niederkofler zu Jubiläum.
Diskussion Experten analysierten Potenzial von Stiftungen
FH-Hebammen für ihre wissenschaftliche Arbeit zu würdigen und sie zu weiteren Forschungsarbeiten anzuspornen. (red)
© egmontkap-herr
Wiener Kindergärten wurden für gesunde Ernährung ausgezeichnet.
Tamara Palkovich (Sozial Global), die auf Initiative von Niederkofler ein richtungweisendes Projekt zum Thema Demenz starten. (red)
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© Wiener Gesundheitsförderung
100 Jahre im Schutz der Apotheke Auszeichnung für Hebammen
Marlene Maier von der IMC FH Krems erhielt Hebammen-Auszeichnung.
Menschen, über die man spricht
„Gemeinnützigkeit ist die Zukunft“
Chris Viehbacher überraschend bei Sanofi abgelöst
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Diskutierten Gemeinnützigkeit im Gesundheitsbereich: Heinisch (2.v.li.) und Gäste.
C l au d ia Kl ier / Unik l inik f ü r Kin d er - u n d J u g en d hei l ku n d e
Im Rahmen der Tagung „Pädiatrische Psychosomatik – quo vadis?“ hat Claudia Klier die Leitung der Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik an der Uni-Klinik für Kinder- und Jungenheilkunde übernommen. Diese wurde 1911 gegründet und von ihrer Vorgängerin Brigitte Hackenberg in eine moderne Psychosomatik umgewandelt. Kliers Schwerpunkte sind kindlicher Autismus und ADHS und die Prävention von Depressionen bei Kindern mit körperlichen Erkrankungen.
Erich W egschei der , Geschäf t s führer Pri vat kl inik Leech
Vor einem Jahr wurde die Grazer Privatklinik Leech durch Einrichtung einer Tagesklinik für Augenoperationen neu belebt. Nun zogen die Betreiber eine sehr positive erste Bilanz. In der auf die operative Behandlung von „Grauem Star“ spezialisierten Tagesklinik wurden mehr als 500 Eingriffe erfolgreich durchgeführt. Das Erfolgsrezept: Die perfekte technische Infrastruktur sowie das ständig fix zusammenarbeitende OP-Team, sagt GF Erich Wegscheider.
© www.goldenes-kreuz.at
Paris. Der französische Pharmakonzern Sanofi hat eine Notbremse gezogen: Mit sofortiger Wirkung trennte sich das Unternehmen von seinem CEO Christopher Viehbacher, wie das Unternehmen nach einer Sitzung des Verwaltungsrates mitteilte. Als Übergangschef kümmert sich nun Verwaltungsratschef Serge Weinberg um die Geschäfte. Gerüchte um die Zukunft von Viehbacher bei Sanofi gab es schon seit einiger Zeit. Der Stein des Anstoßes: Viehbacher soll im Sommer ohne Absprache eine Initiative gestartet haben, ein acht Mrd. USD (6,28 Mrd. €) schweres Paket verschiedener Arzneimittelbereiche zu verkaufen. Zudem seien Mitglieder des Verwaltungsrates verstimmt, dass Viehbacher nach Boston gezogen ist. Er war seit 2008 im Amt. (APA/red)
© Grazer Privatklinik Leech
© APA/EPA/Christophe Karaba
Während gemeinnützige Stiftungen in Deutschland jährlich 15 Mrd. € und in der Schweiz 1,5 Mrd. € für gemeinnützige Zwecke ausschütten, sind es in Österreich erst 50 Mio. €. „Hier gibt es also noch ein großes Potenzial“, sagte Mahrer. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe, sieht in Gemeinnützigen „Inkubatoren“, die Probleme erkennen, dazu professionelle Lösungen entwickeln und gemeinsam mit staatlichen Einrichtungen breit abdecken. (red)
© www.petermayr.com
Wien. „Wie im Koalitionsübereinkommen fixiert, wollen wir für Österreich die Rahmenbedingungen für das gemeinnützige Stiftungswesen deutlich verbessern“, sagte Harald Mahrer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, bei der Präsentation der Zukunftsinstitut-Trendstudie „Die Zukunft der Gemeinnützigkeit“. Sie fand am Montag auf Einladung der Vinzenz Gruppe im TechGate in Wien statt. Dass Österreich hier noch Aufholbedarf hat, zeige ein Vergleich.
Andreas B rezina , B rustges undhei t s zent rum – GoldeNes Kre uz
Die Goldenes Kreuz Privatklinik und der Leiter des dortigen Brustgesundheitszentrums, Andreas Brezina, laden am kommenden Freitag, 14. November, von 16 bis 22 Uhr zur ‚Langen Nacht der Brustgesundheit‘. Freunde und Patienten seien herzlich willkommen, sich bei Vorträgen zu informieren, beim Round Table mitzudiskutieren, sich persönlich beraten zu lassen sowie komplementärmedizinische Methoden auszuprobieren.
medianet
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Freitag, 7. november 2014 – 31
Winterstart in Salzburg
250.000 € Investition in Beschneiung und Infrastruktur zum Saisonstart Seite 33
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destination extra: alles für den gast
Die Fachmesse für Gastronomie, Hotellerie und Nahrungsmittelindustrie Seite 36
air berlin prock-schauer in Turbulenzen © Paul Zinken/EPA/picturedesk.com
Vorarlberg möchte im Winter wieder punkten
© Robinconsult/Lepsifoto
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Wien. „Die Idee, eine Megaparty mit einer Luxuskreuzfahrt zu verbinden, ist in Europa völlig neu. Wir sind stolz, dass wir so einen Event als erster Reiseveranstalter im Mittelmeer anbieten können“, so Splashline-Boss Didi Tunkel (oben im Bild). „Unser schwimmender Fünf Sterne Party-Tempel wird die ‚Splendour of the Seas‘ der Royal Caribbean Flotte werden. Für unsere Gäste wird es für die Luxus-Party-Kreuzfahrt gute All-Inclusive-Angebote ab 749 € für sechs Tage und fünf Nächte geben“, so Tunkel. www.soundcruise.eu
Salzburg. Auf der 17-tägigen Rundreise „Myanmar Kaleidoskop“ lernen Meier’s Weltreisen-Gäste u.a. Yangon, die größte Stadt Myanmars, kennen. Bei einer Ballonfahrt über Bagan kann man einen atemberaubenden Panoramablick über mehr als 2.000 Pagoden und goldene Tempel genießen. Vorbei an Reisfeldern geht es zu den Pindaya-Höhlen mit ihren 8.000 Buddha-Statuen. Der viertägige Badeaufenthalt am malerischen Sandstrand von Ngapali ist der entspannte Abschluss einer erlebnisreichen und beeindruckenden Reise – ab 3.185 € p.P. www.meiers-weltreisen.at
© Josef Mallaun/Vorarlberg Tourismus
© Meier´s Weltreisen
Saisonstart Der Markt ist heiß umkämpft: In der Wintersaison 2013/2014 haben die Vorarlberger Tourismusbetriebe ein Minus bei Ankünften und Nächtigungen verbuchen müssen. Neue Services sollen heuer für ein Plus sorgen. Seite 32
Steiermark Tourismus Ungarn ist wichtiger Quellmarkt für die Steirer, deswegen erhielt die Hauptstadt ein Geschenk
Pörtschach. Mit Franziska Ehgartner (Foto) hat das Parkhotel Pörtschach eine weitere Staatsmeisterin im Team, denn die Restaurantfachfrau holte bei den Juniorenstaatsmeisterschaften für Tourismusberufe die höchste Auszeichnung in ihrer Kategorie. Damit hat sie sich auch für die „World Skills 2015“ in Sao Paulo (Brasilien) qualifiziert. parkhotel-poertschach.at
Graz/Budapest. Eine herzhafte und langjährige Beziehung muss immer wieder liebevoll gepflegt werden: Schon seit Jahrhunderten gibt es eine sehr enge Beziehung zwischen der Steiermark und Ungarn, deshalb wurde jetzt vor der WinterPressekonferenz von Steiermark Tourismus in Budapest als Symbol für die Treue der ungarischen Gäste die „Steiermark-Herzbank“ von ST-GF Erich Neuhold an Balázs Szeneczey aus dem Büro des Bürgermeisters im Beisein des österreichischen Botschafters Wolfgang Waldner auf der Margareteninsel übergeben und aufgestellt.
„Wenn ungarische Passanten zur Entspannung auf der hölzernen Parkbank in Herz-Form Platz nehmen, dann bekommen sie einen Vorgeschmack auf einen herzlichen Steiermark-Urlaub, denn die Steiermark ist winters wie sommers das beliebteste Urlaubsland der Ungarn in Österreich“, so Neuhold bei der feierlichen Enthüllung der Bank. Ein Schild auf der Bank trägt den Schriftzug „Szívélyes üdvözlettel Stájerországból!“, was übersetzt so viel heißt wie: „Herzliche Urlaubsgrüße aus der Steiermark!“ www.steiermark.com
© Österreich Werbung/Ancsin Gábor
© Parkhotel Pörtschach
Eine Steiermark-Herzbank für Budapest
Herzbank-Enthüllung (von li.): Botschafter Wolfgang Waldner, Erich Neuhold (GF Steiermark Tourismus), Balázs Szeneczey (Büro des Budapester Bürgermeisters).
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32 – medianet destination
Kommentar
Starke Forderungen für den Tourismus
Freitag, 7. November 2014
Vorarlberg im Winter Mit attraktiven Packages, ungewöhnlichen Events & viel Service hofft man auf deutliches Plus
Österreichs exklusivstes Skigebiet ist startbereit
Vorarlberger Tourismusbetriebe hatten im letzten Winter 1,14 Mio. Ankünfte, 2,6% weniger als 2013. dino silvestre
georg biron
D
Bregenz. Am 5. Dezember 2014 ist es endlich wieder einmal so weit: Vorarlberg startet in die Wintersaison. Dann nehmen die 97 Lifte und Bahnen auf dem Arlberg wieder ihren winterlichen Betrieb auf – 340 km bestpräparierte Skiabfahrten und 200 km hochalpine Tiefschneeabfahrten bieten bei erhoffter guter Schneelage ein unbegrenztes Ski- und Snowboardvergnügen im „Ländle“.
Wie sich Skifahrer und Freerider sicher im Schnee verhalten, wie Off-Piste-Fahrer vermeiden können, Lawinen auszulösen oder sich bei Lawinenabgängen lebensrettend in Sicherheit bringen, erfahren die Teilnehmer der „3. Snow & Safety-Conference“ vom 5. bis 7. Dezember 2014 in Zürs. Beim „Cineastic Gondolas Animated Shortfilmfestival Visual Art & Music“ hingegen geht es am 13. Dezember ab 21.00 Uhr künstlerisch zu: Da werden für eine Nacht die Gondeln der Rüfikopf-Seilbahn zum Kino, die verschneiten Berge zur Projektionsfläche und Bergund Talstation zum Schauplatz eines noch nie da gewesenen Festival-Events. Am 5. und 6. Dezember gehen auch die Skilifte in Au-Schoppernau, Damüls-Mellau und WarthSchröcken in Betrieb. Bis zum 6. bzw. 12. April 2015 dauert die Skisaison in den höher gelegen Skigebieten. Skifahrer dürfen sich auf einige Komfortverbesserungen freuen. In Warth-Schröcken schafft der „Auenfeldjet“ seit letztem Winter die Verbindung nach Lech Zürs am Arlberg. In Damüls-Mellau ersetzt
Vorarlberg Personalia
Convention Partner Vorarlberg Agentur zertifiziert Veranstaltungen als Green Meetings und Green Events
Schweizer GF am Bodensee
Bregenz. Ohne Gegenstimme ist der Schweizer Tourismus-Profi Urs Treuhardt (30), Leiter des Convention Bureaus St. GallenBodensee, zum neuen GF der Bodensee-Vorarlberg Tourismus GmbH gewählt worden. Er übernimmt die Agenden ab dem 1. Jänner 2015. bodensee-vorarlberg.com
Attraktive Saison-Starts
© young mountain marketing gmbh/Vorarlberg Tourismus
ie Vorarlberger Tourismuswirtschaft fordert im Rahmen der Tourismusstrategie 2020 Unterstützung von der Landespolitik. Der Tourismus im „Ländle“ hat sich auf den Weg gemacht, seine Zukunft auf eigene Art zu gestalten. Die Branche will jetzt Nummer eins in Sachen Gastfreundschaft, Regionalität und Nachhaltigkeit werden. Von der Politik gefordert wird konkret die Einrichtung einer Kommission für Deregulierung und Bürokratieabbau. Eine Kommission soll landesund bundesgesetzliche Bestimmungen auf Sinnhaftigkeit, Einfachheit und Widersprüchlichkeiten überprüfen, sich aber auch der Behandlung von Problemfällen in der Tourismusbranche widmen. Bei der Tourismusausbildung will man völlig neue Wege gehen. Ein zusätzliches viertes Ausbildungsjahr der bislang drei Jahre dauernden Fachkräfteausbildung soll hinzugefügt werden. Professionelle Bildungscoaches sollen dabei gemeinsam mit den Jugendlichen und deren Eltern einen den Stärken des Jugendlichen entsprechenden individuellen Bildungspfad erarbeiten. Zudem soll die Ausbildung internationaler werden und vermehrt einen Fokus auf persönlichkeitsbildende Maßnahmen legen. Alles in allem sind das sehr sinnvolle Anliegen – nicht nur für Vorarlbergs Tourismus ...
Mit einer Reihe von Komfortverbesserungen abseits der bestens präparierten Skipisten startet der Bregenzerwald in den Winter.
die neue Sunnegg-Bahn, nun ein Sechser-Sessellift, den bisherigen Zweier-Sessellift und den anschließenden Gratlift. So kommen Skifahrer schneller bergan und direkt zum Ausgangspunkt einer attraktiven Skiroute. Drei Tage lang in der verschneiten Landschaft unterwegs sein und sich anschließend in gepflegten Hotels verwöhnen lassen: Das macht ein neues Winterweitwandern-Package möglich. Im Preis ab 429 € inkludiert sind vier Übernachtungen mit Halbpension in ausgewählten Drei- und Vier-Sterne-Hotels, Streckenbeschreibungen, der Gepäcktransport sowie die Transfers vom/zum Bahnhof. Eine kurzweilige Wanderung und genussvolle Stopps
Die Tageswanderungen kosten ab 33 € p.P. und sind bei Bregenzerwald Tourismus (Telefon: +43 5512 2365) buchbar. Auch die Gastgeber rüsten auf: Über 44 neue Zimmer und großzügige Freigeist-Loft-Zimmer verfügt das Gesundhotel Bad Reuthe. Nach einem Umbau ist das Hotel Engel in Mellau barrierefrei zugänglich. In Damüls wurde das Hotel Walliserstube zu einem Vier
Bregenz. Der Weg zur Green Meetings-Region Vorarlberg ist 2013 geebnet worden. Als Lizenznehmer für das Österreichische Umweltzeichen „Green Meetings und Green Events“ beschritt das Vorarlberger Convention Büro „Convention Partner Vorarlberg“ (CPV) im Bereich des nachhaltigen Kongresstourismus neue Wege.
Zu den Partnern zählen Veranstaltungshäuser, Hotels, Gastronomie-, Tourismus- und Freizeitbetriebe. Zur Beteiligung aufgerufen sind jedoch auch Leistungsträger aus der Branche, z.B. Cateringunternehmen. Gefördert wird der Prozess vom Land Vorarlberg, inhaltlich begleitet vom Ökologie Institut Vorarlberg. Nachhaltige Veranstaltungen werden immer wichtiger, und der
CPV hat damit begonnen, den eigenen Betrieb nach den strengen Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens auszurichten. Die Anforderungen dafür sind umfassend. Ausgehend vom nachhaltigen Unternehmensleitbild, verpflichtet sich CPV etwa, energiesparende Geräte anzuschaffen, Abfall zu trennen, Mitarbeiter zu schulen und Green Meetings-Beauftragte im Unternehmen zu ernennen. Im Laufe des Nachhaltigkeitsprozesses (der 2015 abgeschlossen sein soll) werden auch die 47 CPV-Partner nachziehen und ihre Abläufe den Kriterien des Umweltzeichens anpassen.
steigenden Nachfrage will man beim CPV mit einem gut ausgebauten Netz an nachhaltigen Betrieben begegnen.
Komplette Angebote CPV vertritt Partner in ganz Vorarlberg – von Kongresshäusern über Tagungs- und Eventlocations bis zu Hotels und Anbietern von Rahmenprogrammen.
© Marco Mathis/Vorarlberg Tourismus
© Bodensee-Vorarlberg Tourismus/Alexandra Serra
Wandern und Schlemmen
Sterne-Hotel ausgebaut. Ganz neu sind zwei Unterkünfte für Familien oder kleine Gruppen: Die Schneiderei Schoppernau beherbergt fünf feinst ausgestattete Schlafzimmer, Küche, Wohnraum und Bad auf drei Etagen. Doch der Markt ist heiß umkämpft: Die Tourismusbetriebe haben in der Wintersaison 2013/14 einen Rückgang bei Ankünften und Nächtigungen verbuchen müssen. 1,14 Mio. Gäste sind „aber die zweithöchste Besucherzahl, die je erreicht wurde“, so der zuständige LR Karlheinz Rüdisser. Heuer möchten die Touristiker unbedingt wieder ein großes Plus in die Bilanzen eintragen. www.vorarlberg.travel www.bregenzerwald.at
Vorarlberger Convention Büro ist „grün“
Umweltzeichen-Kriterien
Schweizer Tourismusexperte Urs Treuhardt ist neuer GF der Bodensee-Vorarlberg Tourismus GmbH.
vereinen kulinarische Winterwanderungen. Nach einem rustikalen Frühstück geht es weiter zum Mittagessen und zum Dessert, gespeist wird jeweils in einem anderen Berggasthaus oder Restaurant.
Das Festspielhaus Bregenz hat sich Namen in der Veranstaltungsbranche gemacht.
Die Palette reicht von der Auswahl der passenden Locations und Hotels bis zur kompletten Organisation: vom Einholen der Angebote über die Buchungsabwicklung bis zur Gestaltung der Rahmenprogramme und selbstverständlich der Betreuung der Veranstaltung.
Festspielhaus Bregenz Mit dem MICE Award für das „Beste Kongresszentrum Österreichs in seiner Größe“ hat das Festspielhaus Bregenz bereits im Jahr 2012 eine Auszeichnung für den Veranstaltungsbetrieb außerhalb der Festspielzeit erhalten. Bereits 2004 und 2010 wählte der internationale Verband der Kongresszentren (AIPC) das Festspielhaus zu einem der drei besten Kongresszentren der Welt. Im Jahr 2009 kürte der Europäische Verband der VeranstaltungsCentren das Kongresshaus am Bodensee zu einem der besten Veranstaltungszentren in seiner Kategorie in Europa. www.convention.cc www.kongresskultur.com
kom m & bl e i b
Freitag, 7. November 2014
medianet destination – 33
Bergbahnen Stuhleck Das modernste Skigebiet im Osten Österreichs hat sich für Wintersaison 2014/2015 gerüstet
short
250.000 € für Infrastruktur
Kongresse, Meetings, Seminare und Events
ÖBB Rail Tours und Stuhleck laden am 12. Dezember zum Ski-Opening-Sonderpreis ab 38 € p.P. ein. alice hefner
© SCB
Spital am Semmering. Das Stuhleck ist nicht nur der höchste Berg der Fischbacher Alpen, es ist auch das größte Skigebiet im Osten des Landes. Wintersportler aus Niederösterreich, Wien, dem Burgenland und der Steiermark sind in rund einer Stunde im modernsten Skigebiet der Ostalpen, in das dieses Jahr 250.000 € in den weiteren Ausbau von Schneeanlagen und Infrastruktur investiert worden sind. Sobald es die Temperaturen zulassen, wird mit der Beschneiung der Skipisten begonnen.
Andreas Salcher spricht am „Destinationsforum“ über das Lernen.
Wien/Salzburg/Innsbruck. Das Convention Bureau Salzburg und Tirol starten eine Veranstaltungsreihe und bieten erstmals ein gemeinsames Format für Personal-, Marketing- und Eventprofis. Am 13. November findet im Architekturzentrum im Wiener MuseumsQuartier zum ersten Mal das „Destinationsforum“ statt. „Mit dem innovativen Format setzen wir die Vorzüge unserer beiden Bundesländer als TopDestinationen für Kongresse, Meetings, Seminare und Events in Szene“, so Gernot Marx und Christine Stelzer, Leiter der Convention Bureaux Salzburg und Tirol. „Es haben sich mehr als 200 Gäste angemeldet.“ www.destinationsforum.at
VIP-Opening am Freitag, dem 12. Dezember 2014: Partyspaß mit vielen VIPs und Medienvertretern soll das Gebiet bewerben.
ÖBB Postbus + 1-Tages-Skipass) beim Ski-Opening zum Sonderpreis ab 38 € (statt 48 € Vollpreis). Für alle, die den Daheimgebliebenen Fotos per Mail schicken oder auf Social Media-Plattformen posten wollen, gibt es kostenlosen Internetzugang über die WLANHotspots bei den Liftstationen und im Panoramarestaurant W11. Das Skigebiet Stuhleck zählt schon viele Jahre zu den Trägern
des „Steirischen Pistengütesiegels“; 2013 wurde es zum fünften Mal in Folge verliehen. Dieses steht für Qualität, Sicherheit, Kundenorientierung sowie die Vermeidung von Unfällen und wird nur für jeweils drei Jahre vergeben. Ein länderübergreifender Vergleich hat gezeigt, dass Österreichs Skigebiete, was die Quote von Verletzten pro 1.000 Skifahrertagen anbelangt, am sichersten sind.
Speziell steirische Skipisten, die zu 85% mit dem Steirischen Pistengütesiegel ausgezeichnet sind, zeigen eine noch geringere Zahl an Verletzten. Da die Pisten am Stuhleck täglich, zum Teil auch mit Seilwindenunterstützung, präpariert werden, sind alle Abfahrten mit Ausnahme der „Night Rider“ Flutlicht-Nachtpiste von 17 bis 8 Uhr gesperrt. www.stuhleck.com
Stift Klosterneuburg Kultur, Spiritualität und Glauben
Schöne Adventzeit Klosterneuburg. Im bei der Stiftskirche gelegenen „Binderstadl“ findet heuer an zwei Wochenenden (29. und 30. November sowie 6. bis 8. Dezember) jeweils samstags von 14 bis 20 Uhr und am Sonn- und Feiertag von 9 bis 20 Uhr ein Adventmarkt statt, der von der Stiftspfarre organisiert wird.
© Stift Klosterneuburg
Das Stift kann man mieten
Klosterneuburger Stiftspfarrer Reinhard Schandl freut sich über Adventmarkt.
Rund 80% der Stände werden von Pfarrmitgliedern ehrenamtlich betrieben, der Erlös geht zur Gänze an karitative Einrichtungen. Kinder können Geschenke basteln, sich die Krippenausstellung
Ab jetzt in Schloss Hof: erstmals Winteröffnung
© Schloss Hof
Das VIP-Opening mit Prominenten aus Kunst, Kultur und Sport – darunter die Kabarettisten Christoph Fälbl und Edith Leyrer, der Kickboxweltmeister Fadi Merza, „Opus“-Gitarrist Ewald Pfleger sowie Haubenkoch Robert Letz – findet dieses Jahr am Freitag, dem 12. Dezember, statt. Stars und Sternchen werden beim VIP-Riesen-Slalom die Pisten runterwedeln – aber auch für Zuschauer gibt es einen Bonus: Für alle Neugierigen ist die BergbahnAuffahrt ohne Sportgeräte an diesem Tag gratis. Außerdem bieten ÖBB Rail Tours und das Stuhleck allen Erwachsenen und Jugendlichen das Kombiticket Wintersport (Bahnfahrt +
© Bergbahnen Stuhleck
ÖBB Rail Tours-Package
ansehen und am Samstag, den 6. Dezember, vor Ort sogar den Heiligen Nikolaus treffen. Außerdem: Wer einen außergewöhnlichen Rahmen für eine Weihnachtsfeier sucht, ist im Stift richtig. Historische, geschmackvoll renovierte Veranstaltungsräume für jede Gruppengröße können gemietet werden: vom Augustinussaal, dem ehemaligen barocken Refektorium, bis zur modernen Vinothek. Natürlich können zu allen Events Führungen durch das Stift und Verkostungen der Weine aus dem ältesten Weingut Österreichs organisiert werden. www.stift-klosterneuburg.at
Schloss des Prinzen Eugen kann man in Winter-Stimmung erkunden.
Schlosshof. Erstmals öffnet Schloss Hof auch in der kalten Jahreszeit seine Tore. Interessierte haben die Möglichkeit, an den Wochenenden und Feiertagen von 8. bis 16. November 2014 sowie von 1. Jänner bis 15. März 2015 das Landschloss des Prinzen Eugen von Savoyen in winterlicher Stimmung zu erleben. Dabei gewähren Schlossführungen spannende Einblicke hinter die Kulissen des barocken Gesamtkunstwerks, während der Gutshof mit seltenen Haustierrassen lockt. www.schlosshof.at
EinzigartigE FEstE Für EinzigartigE gästE! Ob Firmenevent, Jubiläum, Hochzeit oder Geburtstagsfest – das Schick-Cateringteam bietet für jeden Anlass für bis zu 200 Personen das passende Angebot. Ihre individuellen Wünsche liegen uns dabei ganz besonders am Herzen.
Wir FrEuEn uns auF ihrE anFragE! Schick hotelS & ReStauRantS Wien
Taborstr. 12, 1020 Wien, Tel: +43 1 211 50 520, bankett@schick-hotels.com
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au f & dav on
34 – medianet destination
Freitag, 7. November 2014
Costa Kreuzfahrten Passagiere der neuen Costa Diadema können ab sofort ganz flexibel ihre Landausflüge wählen
short
Königin des Mittelmeeres
Flugverbindung von Wien in die Schweiz
Erstmals gibt es für österreichische Gäste mit NIKI einen wöchentlichen Flug von Wien nach Genua. Wien/Genua. Ab sofort begibt sich die „Regina del Mediterraneo – die Königin des Mittelmeeres“ auf Rei sen zu den schönsten Destinatio nen des westlichen Mittelmeers. Die Gäste der Costa Diadema ha ben bei den Landausflügen die Qual der Wahl zwischen drei neu en Paketen: „Easy“ Tagesausflüge, „Scoperta e Sapori”-Degustationen („Entdecken und Verkosten”) sowie entspannte Fahrradtouren.
easyJet fliegt jetzt bis zu vier Mal wöchentlich von Wien nach Genf.
Wien/Genf. Bis zu vier Mal wö chentlich verbindet easyJet ab sofort Wien mit der Metropole am Genfersee. Ob Geschäfts reise, Wochenendtrip, Urlaub in den Schweizer Bergen oder den französischen Alpen: Die neue Flugstrecke bringt Pas sagiere bequem und preiswert nach Genf – ab 52,49 € pro Strecke. Der Flughafen Genf ist direkt an das Schweizer Eisenbahn netz angebunden, die Weiter reise gestaltet sich deshalb problemlos. www.easyjet.com
Kultur und Kulinarik
reißen lassen wollen. Die Ausflüge sind die perfekte Mischung aus Kultur und Genuss: Z.B. in Nea pel genießen die Gäste neben der traditionellen Pizza u.a. die histo rischen Highlights von Pompei. Auch Abenteuerlustige kommen bei den „Scoperta e Sapori“-Touren
nicht zu kurz: Mit dem Jeep geht es durch die Apuanischen Alpen in der Toskana, wo die Ausflüg ler während des Zwischenstopps in den Marmorsteinbrüchen von Carrara bei leckeren Croutons in die Geheimnisse der Gräber einge weiht werden.
Um auch den Wünschen der ak tiven Gäste nachzukommen, bie tet die Costa Diadema ausgiebige Fahrradtouren an – die perfekte Alternative für Radliebhaber und vergnügungslustige Gäste, die Destinationen gern auf eine andere Art und Weise erkunden. Begleitet von einem Costa Guide, werden die schönsten Plätze in Städten wie Palma de Mallorca, Savona oder Barcelona entdeckt. Erstmals bietet die italienische Traditionsreederei für österrei chische Gäste mit NIKI einen wö chentlichen Direktflug von Wien nach Genua an. Starttermin ist der 27. Dezember 2014; dieser Direkt flug wird ganzjährig angeboten. Reisende können damit ihre Mit telmeerkreuzfahrt gleich inklusive Flugpaket buchen. Von Genua zum Kreuzfahrtterminal nach Savona (und retour) steht den Reisenden ein Transferservice zur Verfügung. www.costakreuzfahrten.at
Airline unter Druck CEO Wolfgang Prock-Schauer räumt Chefsessel, Fiji Airways Ex-GF Stefan Pichler übernimmt
© APA/EPA/Kay Nietfeld
Air Berlin setzt 200 Mitarbeiter vor die Tür
Air Berlin: Das Sparprogramm reicht nicht aus, ein radikaler Umbau ist nicht in Sicht.
Berlin. Weitere 200 Stellen will die zweitgrößte deutsche Flugge sellschaft Air Berlin im Zuge des Sparprogramms streichen. Wie das Unternehmen bekannt gege ben hat, soll die „punktuelle Perso nalanpassung“ in der Verwaltung und auf dem Boden erfolgen, so Wolfgang Prock-Schauer (57), der nach nur zwei Jahren als CEO bei Air Berlin abtritt, als Strategiechef aber weiterhin tätig sein möchte. Die angeschlagenen Berliner hatten in den vergangenen Mona ten bereits 900 Jobs gestrichen, Prock-Schauer musste öffentlich eingestehen, dass die Sparanstren gungen nicht ausreichen, um die Airline (Verlust 2013: 232 Mio. €) zurück in die Gewinnzone zu brin gen. Obwohl die drei Segmente
Europa, Touristik und Langstrecke beibehalten werden sollen, müsse die Fluggesellschaft deutlich effi zienter werden. „Wir haben versucht, einzuspa ren, aber es gibt jede Menge Ge genläufer“, so Prock-Schauer. Die Zukunft sieht der Ex-Konzernchef u.a. bei Geschäftsreisen und ande rem „höherwertigen Verkehr“, pro blematisch sei generell die Politik, die echte Sanierungsarbeit durch hinderliche Gesetze erschwere. Prock-Schauers Nachfolger wird der ehemalige Lufthansa-Manager Stefan Pichler (57), der zuletzt Fiji Airways geführt hat. Ebenfalls neu im Air Berlin Management ist jetzt der ehemalige Lufthansa-Manager Götz Ahmelmann (43). www.airberlin.com
Jumeirah Group Das architektonische Wahrzeichen Dubais feiert am 1. Dezember 2014 sein 15-jähriges Bestehen
Jubiläum: 15 Jahre Burj Al Arab Jumeirah Dubai. Am 1. Dezember 1999 eröff nete das Burj Al Arab Jumeirah. Medien und Besucher bezeichne ten es vom ersten Moment an als das luxuriöseste Hotel der Welt. 15 Jahre später ist es eines der be kanntesten Gebäude weltweit, es ist zum Symbol für Luxushoteler lebnisse geworden – und seit der Eröffnung mit mehr als 100 Prei sen ausgezeichnet worden.
Kinofilme auf eigenem Notebook, Tablet oder Smartphone anschauen.
Ein Symbol für den Scheich
Frankfurt. Ein umfangreiches Angebot von Hollywood-Fil men, Fernsehprogrammen, Mu sik und digitaler Presse bietet Lufthansa auf ausgewählten Mittelstreckenflugzeugen. Zur Auswahl zählen Spielfilme in bis zu acht Sprachfassungen, Fernsehserien, sehr viel Musik und sogar Hörbücher. Zunächst sind 20 Flugzeuge des Typs Airbus A321 mit dem System ausgestattet. Zu den geplanten Zielen gehören u.a. Tel Aviv, Aschgabat, Baku und Gran Canaria. LH.com/entertainment-app
Gerald Lawless, President und Group CEO der Jumeirah Group, zum Jubiläum des Hotels: „Ich freue mich, dass wir das fünfzehn jährige Jubiläum von Burj Al Arab Jumeirah feiern. Die ursprüngliche Vision des Vizepräsidenten, Pre mierministers und Herrschers von Dubai, Seiner Königlichen Hoheit Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, das Burj Al Arab zum international anerkannten Sym bol von Dubai zu machen, wurde erreicht. Bei einem heutigen Blick auf die symbolträchtigen Gebäu de auf der ganzen Welt kommen einem die Oper von Sydney, der
Eiffelturm, das Taj Mahal und selbstverständlich das Burj Al Arab in den Sinn, das die Stadt Dubai und die Ziele und Ambiti onen Seiner Hoheit symbolisiert.“ Die Feierlichkeiten beginnen am 1. Dezember 2014 mit einem spek takulären Feuerwerk in Verbin dung mit einer 3D-Projektion auf das berühmte Segel des Hotels. Urlauber können das Jubiläum im nächsten Jahr mit dem Paket
„Best of the Burj“ feiern, das die besten Erlebnisse enthält, die das Hotel zu bieten hat: Der Transfer vom Flughafen im Rolls-Royce, wohnen in einer Luxus-Suite, ein Sechs Gänge-Menü in einem der Restaurants und ein Spa-Erlebnis gehören zum Paket, das ab rund 1.300 € pro Nacht buchbar ist. Weitere Veranstaltungen werden über Social-Media-Kampagnen be kanntgegeben.
© Jumeirah Hotels&Sports
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Lufthansa mit Filmen auf der Mittelstrecke
Die Costa Diadema überrascht mit Ausflügen, Degustationen und Fahrradtouren.
„Easy“-Tagesausflüge richten sich an Kreuzfahrtpassagiere, die Destinationen gern in aller Ruhe und in Eigenregie entdecken – in Genua, Marseille, La Spezia, Flo renz, Pisa und Lucca. Die „Scoperta e Sapori”-Degustationstouren begeistern alle, die sich von lokalen Traditionen mit
Kopenhagen ist bestes Gay-Lesbian-Reiseziel Kopenhagen. Der australische Reiseführer Lonely Planet kürte die dänische Hauptstadt Kopenhagen jetzt zur schwu lenfreundlichsten Destination weltweit – vor Reisezielen wie Neuseeland und dem kana dischen Toronto. Kopenhagen besitze eine schwul-lesbische Szene, zu der auch Europas älteste bestehen de Schwulenbar gehört, das Centralhjørnet, das seit 1917 besteht und seit den 1950erJahren auch öffentlich ist. Wei tere Pluspunkte: der angesagte Trend- und Designerstadtteil Vesterbro, in dem auch Kopen hagens Rotlichtviertel liegt. Als offene Hauptstadt zeich ne sich die Millionenstadt am Øresund laut Lonely Planet durch eine schillernde Mo deszene, zahlreiche angesagte Cocktailbars, eine große Aus wahl an schwulen- und les benfreundlichen Unterkünften sowie einen randvollen EventKalender aus. www.lonelyplanet.com
© Costa Kreuzfahrten
© easyJet/Pepo Schuster
michael bär
Das Burj Al Arab Jumeirah setzte neue Standards für Gastfreundschaft und Service.
Die 1997 gegründete Hotelgrup pe Jumeirah hat ihre Wurzeln in Dubai, wo sie heute mit sechs sehr unterschiedlichen Hotels vertreten ist, darunter das Burj Al Arab. Seit 2004 befindet sich die Ju meirah Group auf Wachstumskurs und hat 22 Hotels in zehn Ländern.
Unterschiedliche Konzepte In Europa gehören die Jumeirah Hotels in Frankfurt und Mallorca zu den Aushängeschildern. Das Haus in Frankfurt zeigt, wie Ju meirah Businesshotellerie definiert und umsetzt. Das Ressorthotel Jumeirah Port Soller Hotel & Spa auf Mallorca wiederum setzt klare Akzente durch Lage, Design und kulturelle Einbindung der Insel. Die Expansionspläne konzentrie ren sich auf den Mittleren Osten, Afrika und Asien; die nächste Neu eröffnung wird 2015 das Jumeirah Guangzhou in China sein. Die Luxus-Appartements der Marke Jumeirah Living und die Lifestyle-Marke Venu sind eben falls Teil der Jumeirah Group. www.jumeirah.com
au f & dav on
Freitag, 7. November 2014
medianet destination – 35
Dänemark Familienpark Djurs Sommerland investiert für Saison 2015 rund 6 Mio. Euro in neues Themenland: Fårup Sommerland baut neues Hotel
Ein Bauernhof mit Achterbahn dino silvestre
Kopenhagen. Dänemarks Sommerländer investieren in die Saison 2015: Einer der beliebtesten dänischen Vergnügungsparks, das Djurs Sommerland an der Ostsee, erhält einen neuen Themenbereich. Das „Bauernhofland“ (dän. Bondegårdsland) unterhält kleine und große Parkbesucher mit zehn neuen, rasanten Fahrattraktionen, darunter eine Familien-Achterbahn, zwei Falltürme für kleine und große Mutige sowie ein interaktives Karussell.
Dänische Land-Idylle Mit strohgedeckten Fachwerkhäusern, Wassermühle, bunten Traktoren und Gemüse im XXL-Format entführt das „Bauernhofland“ in ein Stück typisch dänischer Land-Idylle. Mit dem neuen Themenland besitzt Djurs
Wintersport Top-Ranking
Skigebiete-Test
Passau. Seit mittlerweile zehn Jahren bereist das Team von Skigebiete-Test.de – dem größten Wintersportportal Deutschlands – weltweit Skiregionen und testet sie nach einem festgelegten Kriterienkatalog. Für das Ranking der besten Skigebiete weltweit wurden auch in diesem Jahr die Testberichte ausgewertet. Sieger ist das Schweizer Skigebiet Zermatt; im Angesicht des Matterhorns und zahlreicher Viertausender Ski zu fahren, das ist ein Erlebnis, das kein anderes Skigebiet der Welt bieten kann. „Zermatt ist für uns unübertroffen; dank des Gletscherskigebiets kommen Wintersportler sogar das ganze Jahr über in den Genuss“, so Skigebiete-Tester Florian Weis. Platz zwei sichert sich die österreichische Ski Arlberg-Region, Platz drei geht mit Serfaus Fiss Ladis an eines der größten Skigebiete Tirols. Die übrigen Platzierungen zeigen sich international. Platz vier geht an das größte Skigebiet der Welt, das französische Les 3 Vallées. Danach folgen Whistler Blackcomb, das sich unweit der Metropole Vancouver befindet, Gröden in Südtirol und die Silvretta Arena, die das österreichische Ischgl mit dem Schweizer Samnaun verbindet. Rang acht und neun belegen das Schweizer Engadin St. Moritz und das USamerikanische Vail. Abgeschlossen wird das Ranking von einem weiteren schweizerischen Skigebiet, Arosa Lenzerheide. www.Skigebiete-Test.de
Sommerland ab 2015 insgesamt acht Erlebnisbereiche, darunter Wikingerland und Piratenland, mit insgesamt 60 Attraktionen. Seit 2008 hat der Familienpark bereits mehr als 40 Mio. € in neue Attraktionen gesteckt. Mit 750.000 Gästen im Jahr ist Djurs Sommerland, das im ostjütländischen Nimtofte an der dänischen Ostsee liegt, Dänemarks zweitgrößte Familienattraktion außerhalb von Kopenhagen. Die Saison in Djurs Sommerland dauert von Mai bis Oktober 2015. Auch das im nördlichen Jütland liegende Fårup Sommerland an der dänischen Nordsee erweitert
sein Angebot: Ab der Hauptsaison 2016 können Besucher direkt im Sommerland übernachten – Blick auf den Park, den See und die zahlreichen Attraktionen inklusive.
An Erlebnissen orientiert Das geplante Vier Sterne-Hotel wird über 51 Zimmer verfügen, die alle die Themenwelt „Wald“ widerspiegeln und sich insbesondere an Familien richten. Das Projekt umfasst Investitionen von mehr als sechs Mio. €. Das Fårup Sommerland, das populär ist wie nie zuvor, erweitert damit das Übernachtungsangebot der
bisher vorhandenen Ferienhäuser und Campingplätze der nahen Umgebung. Das Hotel Fårup soll den Tourismus der gesamten Region stärken und weitere Touristen nach Nordjütland locken. „Wir legen Wert auf erlebnisorientierte Konzepte“, so Markus Diefenbach, Business Development Manager bei VisitDenmark. Dänemark gehört zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen: Neben seiner vielfältigen Natur punktet Dänemark mit Unkompliziertheit, Sicherheit, Gemütlichkeit sowie Gastfreundschaft. www.djurssommerland.dk/en www.visitdenmark.de
© VisitDenmark
Touristische Regionen an der dänischen Ostsee und der dänischen Nordsee sollen gestärkt werden.
Dänemarks großer Familienpark Djurs Sommerland erhält Kapitalspritze.
KOMPETENZ BEGINNT AM
URSPRUNG ÜBERZ 8.-12. EUGEN SI E SICH N OV E M B ER 201 MESSE S ALZBU 4, KAFFE E & KA RG FFEEM N AC AS
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© Skigebiete-Test.de/TouriSpo
ALEXANDER SCHÄRF & SÖHNE GMBH DR. ALEXANDER SCHÄRF PLATZ 1 7100 NEUSIEDL AM SEE TEL.: +43/5/9010 430 KAFFEEMASCHINEN@SCHAERF.AT WWW.SCHAERF.AT I SHOP.SCHAERF.AT Das Schweizer Skigebiet Zermatt sicherte sich im Test den ersten Platz. sc_INS_medianet_09_2014.indd 1
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Gerolsteiner Brunnen auf der Fachmesse
Freitag, 7. November 2014
Messezentrum Salzburg Vom 8. bis 12. November 2014 findet wieder die Präsentation der neuesten Trends statt
Diese B2B-Fachmesse hat Kultstatus im Alpenraum
© Gerolsteiner
Reed Exhibitions bietet App, die alle Infos rund um Messe, Aussteller und Programm mobil serviert. alice hefner
MP3 Musikcomputer für Gastro und Hotel Innsbruck. Wozu man früher einen ganzen PC samt Bildschirm, Tastatur und Maus brauchte, lässt sich jetzt mit einem extrem handlichen und leistungsstarken Touch-Screen mit integriertem Hochleistungsrechner bewältigen. Das Eartunes MP3-System für Bar, Hotel, Shop, Handel und Gastronomie ist die modernste Lösung auf dem Markt und wird auf der Alles für den Gast präsentiert. www.eartunes.at
© goin.de
Trendige bunte Sessel für die Gastronomie
Retro Design in klassischer BugholzOptik gibt‘s in Halle 04, Stand 210.
Brunn am Gebirge. Das neue Stuhlsystem Ypsilon von Go In liefert mit seinen nahezu unbegrenzten Möglichkeiten das passende Design für jedes Gastronomieambiente. Ob in der schmalen oder breiten Version – diese schlichten Holzstühle haben die Voraussetzung zum GastronomieBestseller. Mit den pflegeleichten Echtholzmöbeln lassen sich Cafés, Restaurants und Wirtshäuser optimal einrichten. Die Grand Bistro-Modelle sind in zwölf Farbtönen erhältlich. www.go-in.at
Salzburg liegt sehr zentral Mit rund 700 Ausstellern aus dem In- und Ausland ist die „Alles für den Gast Herbst“ der größte Branchen-Marktplatz für Tausende Fachbesucher aus Österreich und den Nachbarländern. Neben Nahrungs- und Genussmitteln, Küchen-, Großküchen- und Gastrotechnik, Einrichtung und Ausstattung für Restaurant und Hotel dreht sich an den fünf Messetagen alles um Kommunikation und Information, Berufsbekleidung, Betriebshygiene, Convenience, Franchisesysteme, Gastgärten/Wintergärten, Getränke, Hotelorganisation & EDV, Hoteltextilien, Kinderspielplatzgeräte, Porzellan und Glas, Sanitär, Unterhaltung, Wellness u.v.m. „Auf keiner anderen BranchenFachmesse im Alpen-Adria-DonauRaum kann der Unternehmer aus einem so dichten Angebot aus Gastronomie-, Hotellerie- und Nahrungsmittelanbietern schöpfen“, sagt Johann Jungreithmair, CEO von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Salzburg. „Der Titel ‚Alles für den Gast’ ist definitiv wörtlich zu nehmen.“ Und Gernot Blaikner, Leiter des Geschäftsbereichs Messen bei
© Reed Exhibitions/Andreas Kolarik
Salzburg. Bei Alles für den Gast präsentiert sich der Mineralwasserlieferant Gerolsteiner mit seinem Gastronomiesortiment. Der Fokus liegt auf den drei Mineralwässern Sprudel, Medium und Naturell. In der Gastronomie werden die Produkte in einem eigens für diesen Vertriebskanal entwickelten Gourmet-Gebinde angeboten. Es umfasst alle gängigen Gebindegrößen, nämlich 0,25 l, 0,5 l und 0,75 l. Gerolsteiner hat heuer außerdem sein Engagement rund um das Thema Wasser und Wein um ein neues Projekt erweitert – die Gerolsteiner Wein Places. Dieses Jahr wurden erstmals zwölf deutsche Weinbars, Vinotheken und Weinlounges als Gerolsteiner WeinPlaces (www. weinplaces.de) ausgezeichnet. Das Prädikat steht für außergewöhnlich gastliche, weinkompetente Orte, die man jedem Weinliebhaber von ganzem Herzen empfehlen kann. www.gerolsteiner.de
Salzburg. Wenn in Salzburg vom 8. bis 12. November 2014 die mit Abstand umfassendste, repräsentativste, hochkarätigste und damit bedeutendste Fachmesse für die Gastronomie und Hotellerie im Alpen-Donau-Adria-Raum auf dem Programm steht, füllt die Veranstaltung bei ihrer 45. Ausgabe das Messezentrum Salzburg inklusive Salzburg-Arena einmal mehr bis auf den letzten Quadratmeter.
Die Fachmesse Alles für den Gast Herbst 2014 in Salzburg ist eine internationale Plattform für die gesamte Gastronomie, Hotel lerie und Nahrungsmittelindustrie im alpenländischen Raum – mit rund 700 Ausstellern und 46.000 erwarteten Fachbesuchern.
Reed Exhibitions Messe Salzburg, bestätigt: „Das hat mit der Erfolgsstory der ‚Alles für den Gast‘ zu tun, aber auch mit der wichtigen Rolle, die Tourismus, Gastronomie und Hotellerie in Österreich spielen und – keinesfalls zu vernachlässigen – mit der zentralen Lage des Messestandorts Salzburgs.“ Die Messe stellt aufgrund ihrer Dimensionen jeden Gast vor die Herausforderung, den Besuch so effizient wie möglich zu planen, um innerhalb kürzester Zeit den größten Nutzen daraus zu ziehen. Veranstalter Reed Exhibitions Messe Salzburg bietet dafür eine eigene App an, die alle topaktuellen Infos rund um Messe, Aussteller und Rahmenprogramm
mobil mit auf den Weg gibt und einen interaktiven Hallenplan mit Positionsangabe und Quickfinder, Ausstellerliste mit Such-, Memoryund Notizfunktion, Produktliste, Kongressprogramm, News aus der Branche sowie Infos und Fakten zur Messe beinhaltet.
Besuch im Vorfeld planen „Mit der ‚Alles für den Gast Herbst’-App bekommen Fachbesucher ein individuell konfigurierbares Instrument zur optimalen Messebesuchsplanung in die Hand. Schon im Vorfeld kann sich jeder ein Paket zusammenstellen, welche Produkte für ihn interessant sind, welche Aussteller er be-
suchen möchte oder welche Punkte aus dem Rahmenprogramm für ihn lohnenswert sind“, hebt Messeleiter Eduard Pöllitzer die Vorteile hervor. „Aber auch für den Aussteller bietet die App perfekte Präsentationsmöglichkeiten für sein Angebot, auf das er Fachbesucher gezielt hinweisen kann“, führt Pöllitzer weiter aus. Die „Alles für den Gast Herbst“ ist von Samstag bis Dienstag von 9 bis 18 Uhr und am Mittwoch von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Für Details zu Eintrittspreisen, Tickets, etc. sowie Infos zu Anreise und Aufenthalt steht das Besucher Service Center (Tel. +43 (0)662 4477 2600) zur Verfügung. www.gastmesse.at
Alles für den Gast Die besucherstärkste B2B-Fachmesse Österreichs bietet abseits der Produkt-Infos viel Neues
Ein Rahmenprogramm mit vielen Highlights Salzburg. Neben der umfassenden Neuheitenpräsentation der rund 700 Aussteller dürfen sich die Fachbesucher über zusätzliche Gustostückerl des hochkarätigen Rahmenprogramms freuen. Der „Craft Beer Summit for Professionals“ von Samstag bis Mittwoch bietet einen Einblick in die Welt des handwerklich gebrauten Biers, der Verband der Köche Österreichs lässt am Sonntag die Österreichische Jungendnationalmannschaft an die Kochtöpfe, und auch die Karrierelounge von Rolling Pin wird es wieder geben.
alevents rund um das Thema Craft Beer. Neu ist jedoch ein reines B2B-Format, bei dem Brauer, Gastronomen und Distributoren eine gemeinsame Plattform erhalten. „Der ‚Craft Beer Summit‘ im Rahmen der ‚Alles für den Gast-Herbst 2014‘ bietet genau diesen Rahmen, Produzenten neue Absatzmärkte zu eröffnen und Gastromomen auf die Anbieter in diesem Bereich aufmerksam zu machen“, so Messe-
leiter Eduard Pöllitzer. Mit einem Standkonzept, das in der Ausführung an das „Handwerkliche“ der Craft Beer-Erzeugung angelehnt ist, wird im Kongressbereich im Obergeschoss der Halle 10 im Messezentrum Salzburg ein „bieriger“ Themenschwerpunkt entstehen. Beim Verband der Köche Österreichs in der Halle 5, Stand 114, ist am Sonntag Tag der Jugend. Hier wird die Österreichische Jugend-
Craft Beer Summit Bier abseits des Mainstreams, ausgefallene Hopfenaromen, kultige Jahrgangsböcke: Das sogenannte Craft Beer ist im Trend. Handwerklich hergestellte Bierkreationen – hier tun sich ganz besonders kleine Privatbrauereien hervor, aber auch die renommierten Brauereien haben sie mittlerweile im Sortiment – haben ihre Fans bereits gefunden. Das beweisen zahlreiche Festivals und Spezi-
© Reed Exhibitions/Andreas Kolarik
Gerolsteiner, das Mineralwasser aus der Vulkaneifel, ist in Deutschland schon seit vielen Jahren die Nr. 1.
Rund 30 Aussteller aus der Craft Beer-Szene werden hier ihre Produkte vorstellen.
nationalmannschaft der Köche von 10 bis 16 Uhr den Kochlöffel schwingen – eine perfekte Vorbereitung für den Kochnachwuchs „Mad in Austria“, der zwei Wochen später in Luxemburg bei der Weltmeisterschaft im kulinarischen Einsatz sein wird.
Die Karrierelounge Engagierte Mitarbeiter treffen auf großartige Arbeitgeber – das ist die Idee hinter der „Karrierelounge“, die im Rahmen der „Alles für den Gast Herbst“ im 1. Stock der Salzburg-Arena von Rolling Pin veranstaltet wird. Die besten und renommiertesten Unternehmen der Branche wie Tian, Schloss Fuschl, CSM und viele weitere Top-Aussteller sind direkt vor Ort und auf der Suche nach den Besten der Besten. Ab 10 Uhr können sich Bewerber bei den internationalen Entscheidungsträgern persönlich vorstellen. Alle weiteren Infos sind unter www.karrierelounge.euaktuell abrufbar. www.gastmesse.at/programm
Freitag, 7. November 2014
a l l e s f ü r d e n gast
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Adeg Groß Markt AGM Der flächendeckende Vollsortimenter präsentiert bei der Branchen-Leitfachmesse sein gesamtes Leistungsspektrum
Sortiment mit 25.000 Produkten dino silvestre
Wiener Neudorf. AGM bietet auf der Alles für den Gast 2014 umfassende Informationen zu allen aktuellen Services – sowohl für bestehende Kunden als auch für potenzielle Neukunden. Unter dem Stichwort „Stärke“ legt AGM seinen Fokus auf das 25.000 Produkte starke Vollsortiment und das Alles-aus-einer-Hand-Prinzip, das es Gastronomen, Hoteliers und Großverbrauchern einfach macht, ihre Einkäufe schnell und bequem bei nur einem Anbieter zu erledigen.
Umfassender Zustellservice
umfassenden Sortiment, das von den Eigenmarken im Preiseinstieg bis hin zu exquisiten PremiumProdukten für jeden Wunsch etwas bereithält. Rindfleisch-Fans sind herzlich eingeladen, die neuesten BeefTrends beim AGM-Stand kennenzulernen. Dieses Jahr stehen Burger ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala der Gäste und damit auch bei AGM, der diesen Trend forciert hat. Hochwertiges und schmackhaftes Beef – empfohlen vom Rindfleisch-Experten der C+C Branche – lässt das vermeintliche „Fast Food“ auch in der Spitzengastro-
nomie und bei Gourmets punkten. Mit ausgesuchten Kostproben dürfen sich Messebesucher selbst von der hohen Qualität überzeugen, die das Rindfleisch-Sortiment von AGM auszeichnet.
Rindfleisch-Spezialitäten Die Palette reicht dabei von zertifiziertem, österreichischem Alpenvorland-Rind über US Beef und französisches Charolais bis hin zu irischem Rindfleisch. Ein weiteres Highlight stellt die Neuauflage des AGM Non FoodKatalogs dar, über den AGM beim Messestand informiert.
Mehr als 3.400 Produkte, vom Dessertlöffel bis zur personalisierten Arbeitsbekleidung, machen es Profis leicht, im Betrieb eine individuelle Ausstattung zu haben. „Tagtäglich setzen 900 kompetente AGM-Mitarbeiter in 19 AGMMärkten österreichweit alles daran, Gastronomie, Hotellerie und Großverbraucher das Leben gemäß unseres AGM-Mottos leichter zu machen“, so Ines Schurin, Pressesprecherin und Leiterin Media Relations Rewe International AG. Das Sortiment ist auf die Bedürfnisse von Gastronomen und Hoteliers zugeschnitten. www.agm.at
Interessierte Besucher erwartet beim AGM-Messestand das gesamte Leistungsspektrum – vom flächendeckenden, österreichweiten Zustellservice über die 19 speziell auf die Gastronomie abgestimmten Märkte bis hin zum
Klafs Entschleunigung
Wellness-News Hopfgarten. Die Tiroler WellnessSpezialisten von Klafs präsentieren in Salzburg (Halle 10 – Stand 0513) ihre neuen Produkte. Dazu Jürgen Klingenschmid, Geschäftsführer bei Klafs: „Der Trend zur Erholung und Entspannung ist aufgrund der hohen Geschwindigkeit, die unser Zeitalter prägt, ungebrochen; Innovationen zur Entschleunigung, Tiefenentspannung und Balancefindung sind die Antwort darauf. Klafs bietet dazu wieder großartige Ideen mit dem bekannten hohen Anspruch an Qualität, Nachhaltigkeit und Design.“ Mit Microsalt bringt man einen Micronizer zur Trockensalz-Inhalation auf den Markt. Dabei wird Salz in mikroskopisch kleine Partikel zermahlen und in einen Raum eingeleitet; besonders Menschen mit Atemwegsbeschwerden profitieren von dieser Anwendung, die mit dem European Health & Spa Award ausgezeichnet wurde. Revolutionär und entspannend ist auch die neue Infrarotwärmeanwendung InfraPlus. Egal ob als Infrarotkabine oder als Zusatz in der Sauna, die vollautomatische Regelung mittels Personenerkennung bietet optimale Tiefenwärme; Sensoren im Infrarotstrahler, die die Hauttemperatur messen und die Intensität der Strahlung individuell anpassen, sorgen für Komfort. Ein weiteres Spa-Highlight ist die Entspannungsliege Sway, die Tiefenentspannung und Revitalisierung ermöglicht, ohne dass man sich der Kleidung entledigen muss. www.klafs.at
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© Klafs
Ä Die Tiroler Firma Klafs präsentiert ihre Spa-News im Rahmen vieler Events.
© panthermedia.net/Whitetag
Mit 20 Märkten österreichweit ist AGM in jedem Bundesland vertreten und in der Nähe der Kunden.
Rindfleisch-Fans finden die neuen Trends beim AGM Messe-Stand.
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Henkell & Co. Exporte
Marktführer für Sekt & Wein
Freitag, 7. November 2014
C+C Pfeiffer Heuer steht die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) im Fokus der Alles für den Gast Herbst
Allergene in Gastronomie GF Thomas Panholzer: „Wir stellen Software-System für unkomplizierte Allergieauszeichnung vor.“ Artikel, die Gastronomie-Ansprüchen gerecht werden. Die Eigenmarke „Topseller“ überzeugt durch preiswerte Produkte. Um den hohen Standard zu halten, werden bei C+C Pfeiffer laufend neue (Produkt-)Innovationen entwickelt, umgesetzt oder verfeinert. Von den Vorteilen profitieren Gastronomen beim Einkaufen in den eigenen Märkten ebenso wie in der Zustellung, die seit Herbst 2013 auch auf Tirol (Innsbruck Umgebung) ausgedehnt wurde.
Das Henkell & Co.-Portfolio deckt alle Facetten des Sektmarkts ab.
Wiesbaden. In der Halle 9 beim Stand 213 präsentiert sich die deutsche Henkell & Co. Gruppe auf der Messe Alles für den Gast 2014 in Salzburg mit einer eigenen VIP-Lounge. Henkell zählt zu den führenden Anbietern von Sekt, Wein und Spirituosen in Europa, ist in 20 Ländern mit eigenen Unternehmen vertreten und exportiert seine Qualitätswaren weltweit in mehr als 100 Staaten. In zehn Ländern ist die Henkell & Co. Gruppe Marktführer für Sekt oder Prosecco und in drei Ländern für Wein. Auch im Spirituosensegment ist die Gruppe Marktführer – für Wodka in Deutschland, für Gin in Polen und in der Slowakei für Weinbrand. Im Geschäftsjahr 2013 setzte die Henkell & Co.-Gruppe insgesamt 242,6 Mio. 1 1-Flaschen Sekt, Wein und Spirituosen ab und erzielte einen Umsatz von 689,9 Mio. €. Im Henkell-Stammhaus in Wiesbaden-Biebrich befindet sich die Zentrale. www.henkell-sektkellerei.de
Traun. Am 13. Dezember 2014 tritt die neue Lebensmittelinformationsverordnung in Kraft: Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt alle Inhaltsstoffe, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen können, auch auf nicht verpackten Lebensmitteln in Gaststätten, Restaurants und Kantinen verpflichtet ausgewiesen werden müssen. Ab Mitte Dezember müssen Gäste über die Zutaten der Speisen – im Speziellen über 14 definierte Allergene – informiert werden.
1.244 Mitarbeiter im Einsatz
„Solutions for Chefs“ C+C Pfeiffer präsentiert auf der Gastmesse in Salzburg einen praktikablen Lösungsansatz für Gastronomen. Dazu Thomas Panholzer, GF von C+C Pfeiffer: „Wir stellen ein Software-System vor, mit dessen Hilfe es Gastronomen unkompliziert möglich sein wird, die vorgeschriebene Allergieauszeichnung vorzunehmen. Die Lösung wurde gemeinsam mit unserem Partner ‚Solutions for Chefs‘ erarbeitet und steht exklusiv C+C Pfeiffer-Kunden zur Verfügung.“ Alle bei C+C Pfeiffer erhältlichen Produkte wurden in einer Datenbank erfasst. Künftig werden alle notwendigen Informationen zu enthaltenen Allergenen in den Produkten den Gastronomen im Web-
© EOS Werbefotografie OEG
© Alfred Gratien S.A.S
dino silvestre
C+C Pfeiffer GF Thomas Panholzer ist in Halle 10 beim Stand 118 zu finden.
shop zur Verfügung stehen – einfaches Implementieren der neuen Kennzeichnung in Speisekarten inklusive.
Datenbank für Allergene Panholzer erklärt: „Wir nehmen den Kunden die mühsame Arbeit ab, alle Rezepte zu erfassen und auf potenzielle Allergiequellen zu kontrollieren. Unsere GastroKunden können auf mehr als 2.000
Rezepte zurückgreifen und diese auch individuell abändern.“ Robert Bodenstein, GF beim SoftwareUnternehmen Solutions for Chefs, ergänzt: „Unser Service an die Gastronomen besteht darin, laufend Komponenten und Rezepte zu erweitern, damit sich der Gastwirt ganz auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann.“ Das umfangreiche Vollsortiment des österreichischen Familienunternehmens enthält ausschließlich
Bei der Verpackung zu sparen ist völliger Käse ... ... also betrachten wir bei Bösmüller Verpackungen nicht als bloße Notwendigkeit, sondern als formgebende Basis für Markenbotschaften. Ihre Ideen, perfekt in Szene gesetzt, machen am Markt den Eindruck, der Menschen für Ihr Produkt begeistert. Lassen Sie sich unsere vielfältigen Möglichkeiten präsentieren, wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch. Druckerei Bösmüller. Kompetenz, die überzeugt.
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C+C Pfeiffer ist ein Großhandelspartner für Gastronomie, Hotellerie und Gewerbetreibende. Der Gastronomie-Großhändler ist Teil der Pfeiffer Handelsgruppe und bietet seit mehr als 50 Jahren Services für die Gastronomie. Die Gruppe verfügt über acht C+C Pfeiffer- und vier Mein C+CMärkte und bietet die Kombination aus Abholmarkt und Zustellservice an. Die Kunden können aus einem 25.000 Artikel umfassenden Foodund Nonfood-Sortiment wählen. Mit 1.244 Mitarbeitern erwirtschaftete C+C Pfeiffer 2013 einen Jahresumsatz von rund 429 Mio. €. Neben den zwölf Standorten betreibt der Gastro-Großhändler die Premium Kaffeerösterei Javarei sowie den Wein- und Getränkefachgroßhandel Trinkwerk. www.ccpfeiffer.at
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
freitag, 7. november 2014 – 39
risiko smart eingehen © Allianz GI
Gezieltes Risiko wird belohnt, ist Georg Elsaesser von Allianz GI überzeugt Seite 41
© Ricardo Hergott
financenet klassische im neuen kleid
Peter Eichler, Uniqa, macht die klassische Lebensversicherung flexibler Seite 44
prämiiert auszeichnung für erste bank © Erste Bank
Zinsschritt in USA rückt näher, anders in Europa
ATX 29. Oktober–5. November 2014
ATX (Schluss 5.11.) Wochentop Wochenflop
2.196,09 1,35% VLA RHI
15,18% -10,12%
Top 5 ATX Prime Valneva 15,18% AMAG Austria Metall 12,42% FACC 8,46% Immofinanz 5,17% Verbund 4,84% Flop 5 ATX Prime RHI -10,12% SchoellerBleckmann -3,90% Telekom Austria -2,14% Voestalpine -1,34% Do & Co -0,91%
DAX
DAX (Schluss 5.11.) Wochentop Wochenflop
© Franklin Templeton; APA/EPA/Jim Lo Scalzo; Deutsche Asset & Wealth Management; APA/dpa
29. Oktober–5. November 2014
9.315,48 2,56%
IFX LIN
6,32% -6,08%
Top 5 DAX Infineon 6,32% Bayer 6,31% Volkswagen 5,43% Deutsche Post 4,00% RWE 3,86%
Schere Eine zunehmende geldpolitische Divergenz zwischen USA und Europa ortet Asoka Wöhrmann (li.), CIO bei der DeAWM. Dafür sieht Michael Hasenstab von Franklin Templeton Investments handfeste Gründe, etwa die Arbeitslosenzahlen. IWF-Chefin Christine Lagarde beklagt die „neue Mittelmäßigkeit“. Seite 40
Flop 5 DAX Linde -6,08% Adidas -1,54% ThyssenKrupp -0,53% Deutsche Bank 0,30% Beiersdorf 0,39%
Heta Asset Resolution 168 Millionen Euro-Deal
inhalt
Finance:Cover > voestalpine steigert das Ergebnis
Teil der faulen Kredite jetzt verkauft 40
Banking/Insurance:Watch > Hypo-Reste werden jetzt abgetragen >S chweizer UBS ist die beste Privatbank > Ergo Versicherung mit neuer Schadens-App
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© APA/Herbert Pfarrhofer
Fonds:Park > GAM sieht Stütze für Emerging Markets 41 > Nikkei-Kursfeuerwerk nach BoJ-Ankündigung 42 > Invesco: Aktienrückkäufe als Anlagestrategie 42
Die Abbaugesellschaft im Eigentum der Republik hat nun Geld eingenommen.
Klagenfurt. Heta Asset Resolution AG (Heta), die Abbaubank der Hypo Alpe Adria, hat jetzt ein NonPerforming Loans-Portfolio, sprich faule Kredite, in der Höhe von 168 Mio. € erfolgreich an die B2Holding verkauft. Das Portfolio umfasst Retail-Kredite in Slowenien, Kroatien, Serbien und Montenegro. Nach dem Signing im August 2014 erfolgte nun auch die Zustimmung der relevanten regionalen Aufsichtsbehörden. Die B2Holding ist ein norwegisches Unternehmen mit starker Präsenz in Skandinavien und dem Baltikum, das die Verwertung von Non-Performing Loans betreibt. (red)
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Freitag, 7. November 2014
Schere weitet sich aus Während Zinserhöhungen in den USA in die Nähe rücken, bleibt es für Europa äußerst zäh
kolumne
Zinstiefebene statt Zinstal
Der EZB-Boß als Hürdenläufer
Wien. Nicht erst seit OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny offiziell ein „Japan-Szenario“ auch im Euroraum heraufbeschworen hat, lohnt es sich, dieses tatsächlich auch für wahrscheinlich zu erachten. Doch zunächst, was ist darunter zu verstehen? Der Nikkei brach 1990 um 40% ein, die Immobilienpreisblase platzte, es setzte eine beispiellose Rezession und Deflationsspirale ein, von der sich die einstige Wachstumslokomotive Asiens immer noch nicht erholt hat. Bester Beleg dafür ist die überraschende weitere Lockerung der japanischen Geldpolitik, die den Kurs des Yen vor einer Woche auf ein Sechsjahrestief zum US-Dollar gedrückt hat. Japans Zentralbank wird die Geldbasis um jährlich 80 Billionen Yen ausweiten – das sind 582 Mrd. Euro. Bislang hatte sie das im Umfang von 60 bis 70 Billionen Yen getan.
LINDA KAPPEL
M
it Spannung wurde die EZB-Ratssitzung vom Donnerstag erwartet, EZB-Präsident Mario Draghi steht zusehends unter Druck (siehe Artikel daneben). Jedoch: Die geldpolitische Instanz zieht wohl noch keine neuen Pfeile aus dem Köcher. Man will offenbar sehen, ob das im Sommer beschlossene Paket nicht doch noch greift. Dazu gehören, wie berichtet, eine zweite Geldspritze für die Banken im Dezember und der Kauf von Kreditverbriefungen, womit Draghi noch vor Ende des Jahres starten wollte. Möge die Übung gelingen, denn die politischen Hürden für die nächste Option – der Kauf von Staatsanleihen – sind sehr hoch. Laut Nachrichtenagentur Reuters könnte die Zahl der Gegner dieser Maßnahme sieben bis zehn EZBRäte umfassen (von 24); der Dezember wird also spannend. Schützenhilfe erhält die EZB allerdings seitens der OECD. Die Industriestaaten-Organisation fordert die EZB vehement zum Kauf von Staatsanleihen auf. „Angesichts der sehr schwachen Konjunktur und der Deflationsgefahr sollte die EZB ihre geldpolitischen Maßnahmen erweitern“, hieß es im am Donnerstag veröffentlichten Ausblick für die G-20, also mit der „Verpflichtung zu umfangreichen Wertpapierkäufen, inklusive Staatsanleihen, – und zwar so lange, bis die Inflation wieder auf Kurs ist.“
Ein Grund für das Zünden der nächsten Billiggeldkanone sind die Preise in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt, die nicht wie erwartet steigen. Der zuletzt deutliche Rückgang der Ölpreise sowie die Folgen einer Erhöhung der Verbrauchssteuer im Frühjahr drücken auf die Inflationsrate. Devisenexperte Lutz Karpowitz von der Commerzbank bewertet den Schritt Japans nächste „Verzweiflungstat“. Es sei alles andere als sicher, dass die Beschlüsse die Teuerung wirklich in Schwung bringen würden. Auch bisher hätten die Käufe von Staatsanleihen – vor allem so will man die Geldbasis ausweiten – nicht den gewünschten Effekt gehabt. Konträr dazu die Entwicklung in den USA: Am Mittwoch der Vorwoche gab die US-Notenbank das Ende ihrer Anleihenkäufe bekannt. „Trotz der bisweilen enttäuschenden Datenlage gilt die Wachstumsdynamik in den USA im drit-
OeKB Abkühlung
Wien. Der Geschäftsklima-Index der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) Mittelosteuropa (MOE) sank im Oktober 2014, nach einer leichten Aufhellung im Juli, um 1,9 Punkte auf 82,6. Dies ist sowohl auf eine verhaltenere Einschätzung der aktuellen Geschäftslage in der Gesamtregion zurückzuführen (–1,9 Punkte gegenüber Juli), als auch – und dies noch markanter – auf deutlich weniger optimistische Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate. Mit einem Wert von 81,7 erreicht der Index der Geschäftserwartungen für MOE insgesamt den tiefsten Stand seit Ende 2012. Ein Blick auf die länderweisen Ergebnisse der Geschäftsklima-Erhebung zeigt, dass die Indikatoren für nahezu alle Märkte der Region nach unten zeigen. Nur für Slowenien sehen die Unternehmen Zeichen einer leichten Konjunkturaufhellung im ersten Halbjahr 2015. Bezüglich Geschäftsperspektiven gebe es nur für Bosnien-Herzegowina leicht positive Signale. (ag)
Zweifelhafte Wirkung: Japan (im Bild die Hauptstadt Tokio) bringt die Teuerung nicht und nicht wieder in Schwung.
opa? Nicht einmal daran denken, denn Anfang Oktober prognostizierte der IWF trotz der Erholung in den USA das weltweite Wachstum für 2014 bei nur 3,3% und hat für 2015 die Erwartung ebenfalls gesenkt, auf 3,8%. Diese Werte liegen unter den Niveaus in 2010 und 2011, als die Länder sich noch von der Finanzkrise erholten und sie scheinen das darzustellen, was IWF-Chefin Christine Lagarde als „neue Mittelmäßigkeit“ der Weltwirtschaft bezeichnet.
ten Quartal 2014, nachdem das aufs Jahr gerechnete BIP für das zweite Quartal auf 4,6% nach oben korrigiert wurde, immer noch als solide“, sagt das Team von Franklin Templeton Investments rund um Fixzinsexperte Michael Hasenstab. Die Beschäftigtenzahlen ohne Landwirtschaft für September seien besonders gut gewesen, die Gesamtzahlen für Produktion und Beschäftigung hätten nun die Höchststände von vor der Rezession überschritten. Insbesondere der Rückgang der Arbeitslosigkeit in den USA auf unter 6% – das erste Mal seit Juli 2008 – führt wieder zu Debatten über den Zeitpunkt einer geldpolitischen Straffung. „In den USA erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres eine Leitzinserhöhung“, macht Asoka Wöhrmann, Chief Investment Officer bei der Deutschen Asset & Wealth Management (DeAWM), Nägel mit Köpfen bezüglich der terminlichen Einschätzung. Nach dem Auslaufen von Tapering finde damit dort eine weitere Normalisierung der Notenbankpolitik statt. Und Eur-
„Die Wachstumsdynamik in Europa bleibt einfach zu gering, die Inflation springt nicht an“, so Wöhrmann. Daher sei jeder kleine Rückschlag sofort spürbar. Der politische Druck auf die EZB, die Zinsen niedrig zu halten und auch Wertpapierkäufe zu starten, steige. „Im Euroraum sehe ich eher eine Zinstiefebene als ein Zinstal. Die Zinsen werden hier noch sehr lange tief bleiben.” Daher wandere viel Kapital aus dem Euroraum in die USA ab. Was bedeutet dies in der Folge konkret? Steigende
Zinsen führen naturgemäß zu Kursrückgängen bei US-Anleihen. Wöhrmann sieht daher eine nur „begrenzte Kapitalwanderung”. Allerdings würde mit steigendem Zinsspread die Umschichtung von Kapital in die USA für Investoren wiederum attraktiver. „Das führt dann zu einem Zinsanstieg im Euroraum, der von der EZB und der Politik als Hemmnis für den Aufschwung gesehen werden dürfte“, führt Wöhrmann weiter aus. Hinzu komme die zunehmende Regulierung des Bankensektors, die eine Kreditausweitung ver- und den Aufschwung behindere. Die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB Staatsanleihen aufkauft, schätzt Wöhrmann daher mittlerweile auf über 50%. Eine Spaltung in der Eurozone sehen die Experten des Kreditversicherers Coface: Die Prognose insbesondere für Deutschland (1,6% BIP-Plus in 2014), Frankreich (0,4%) und Italien (–0,2%) ist alles andere als rosig. Immerhin: „Auf die positive Watchlist gesetzt wurden Spanien, die Niederlande und Belgien”, so Christian Berger, Country Manager Coface Austria. (lk/ag)
Halbjahr Auch ohne außerordentliche Effekte im Plus
Mit 101 Banker-Legende
Eurozone EZB-Kuratel
Wien. Der voestalpine-Konzern setzte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2014/15 (1. April 2014 bis 31. März 2015) gegenüber der Vorjahresperiode mit 5,64 Mrd. Euro geringfügig weniger um (–1,5%). Die Ergebnisentwicklung habe sich solide – durch Portfoliobereinigungen unterstützt – gezeigt, so das Unternehmen bei der Bekanntgabe der Zahlen am Mittwoch. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte um 12,2% auf 445 Mio. Euro
Wien. Heinrich Treichl ist gestorben. Der Vater von Erste GroupChef Andreas Treichl sei am Sonntag im 102. Lebensjahr „sanft entschlafen“, teilte seine Familie mit. Als er von 1970 bis 1981 die damals noch verstaatlichte CA leitete, war er einer der mächtigsten Banker Österreichs. Die CA ging ja später in der Bank Austria auf. Bis zu seinem Tod war Heinrich Treichl Ehrenpräsident des Österreichischen Roten Kreuzes. (ag)
Wien/Frankfurt. Die neue europäische Bankenaufsicht ist operativ geworden. Seit 4. November überwacht die Europäische Zentralbank (EZB) mit direkter Zuständigkeit die 120 bedeutendsten Banken bzw. Bankengruppen in den Ländern der Eurozone. Für die Beaufsichtigung der Großen wurden „Joint Supervisory Teams“ eingerichtet, das sind gemeinsame Aufsichtsteams von EZB und nationalen Aufsehern. Rund 1.000 Aufseher tummeln sich unter dem Dach der EZB, die heimischen Finanzmarktaufsicht hat die direkten Aufsicht über kleinere, regional bedeutende Banken. Als eine Art „Eingangskontrolle“ fungierte der umfassende Stresstest, dem die EZB die ihr unterstellten Institute seit Ende 2013 unterzogen hat. Experten sind überzeugt, dass die EZB die Banken auch künftig härter rannehmen wird: Die neue Aufsicht sammle mehr Daten als die bisher zuständigen nationalen Aufseher. Kritisch bleiben indes Globalisierungskritiker von Attac. Die neue Aufsicht werde „nicht ausreichen, um weitere teure Bankenrettungen zu vermeiden“, heißt es. (APA)
Billiggeldkanone gezündet
Mitteleuropa
© APA/EPA/Kimimasa Mayama
DeAWM-Experte Wöhrmann: „Die Zinsen in Europa bleiben noch lange tief, Kapital wird abwandern.“
Inflation springt nicht an
Treichl sen. tot
Eder: „Sind geografisch und branchenmäßig breit gefächert aufgestellt“.
zu – und das „trotz anhaltend herausfordernder Konjunkturlage”. Einen wesentlichen Grund dafür sieht Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder in der breiten geografischen und branchenmäßigen Aufstellung des Konzerns. Den leicht rückläufigen Umsatz erklärt Eder mit der Schließung der Standardschienenproduktion in Duisburg mit Jahresende 2013 und dem damit geringeren Auslieferungsvolumen der Metal Engineering Division sowie auf ein neuerlich schwächeres Preisniveau in einer Reihe von Geschäftsbereichen aufgrund weiter rückläufiger Rohstoff- bzw. Vormaterialkosten. Das operative Ergebnis beinhaltet Einmaleffekte der Metal Forming Division im Gesamtausmaß von 66,5 Mio. Euro (u.a. in Verbindung mit dem Verkauf der FlamcoGruppe und der Vereinbarung zum Verkauf des Geschäftsbereichs Plastics Solutions). Korrigiert um die außerordentlichen Effekte, verbesserte sich das EBITDA um 1,5% auf 690 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie beläuft sich auf 1,65 Euro (+43,5%). (ag/lk)
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voestalpine steigert Ergebnis
Bis vor Kurzem gab der engagierte Bankier von Format noch Interviews.
Viele Bankdaten
f on d s: pa r k
Freitag, 7. November 2014
financenet – 41
Allianz Global Investors Intelligente Streuung auf diverse Investmentstile, wobei auf die Risikoprämien besonderes Augenmerk gelegt wird
Allianz GI: Risiko smart eingehen Wien. „Wir befinden uns in einem strukturellen Tiefzinsumfeld“, sagt Georg Elsaesser, Produktspezialist bei Allianz Global Investors (AGI). Das ist eine Zwickmühle, nicht nur für Privatanleger. Was zuvor als „sichere Anlage“ galt, ist es heute nicht mehr. Und es sickert langsam durch, dass – will man halbwegs Ertrag einfahren – das größte Risiko darin besteht, kein Risiko einzugehen. Heißt dies automatisch, dass, wer mehr Risiko bei der Veranlagung eingeht, mehr Chance auf Mehrertrag hat? Üblicherweise belohnt einen „der Markt” für das eingegangene Risiko höherer Kursschwankungen mit einer Risikoprämie. Darüber hinaus bieten Investmentstile langfristig zusätzliche Risikoprämien. Investmentstile sind Gruppen von Aktien, die beispielsweise günstig bewertet sind (Value), einen poisitiven Trend (Momentum) oder steigende Gewinne (Growth) aufweisen. Diese Investmentstile haben ein über das Marktrisiko hinausgehendes Risikoprofil, mit dem sich langfristig Prämien verdienen lassen.
Auf diese Weise ließen sich langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit die Risikoprämien der Investmentstile verdienen, meint Elsaesser. Allerdings könnten einzelne Faktor-Strategien oder „Smart Betas“ auch mehrere Jahre deutlich schlechter als der Markt performen. Abhilfe kann eine diversifizierte Mischung von Investmentstilen schaffen, eine Mischung verschiedener Risikoprämien, die die hohe Schwankungsanfälligkeit der einzelnen Strategien ausgleicht. Das sei aber nicht einfach mit der Kombination verschiedener SmartBeta Indizes zu erreichen, sagt
Elsaesser. Vielmehr ließe sich volle Diversifikation am besten durch einen integrierten Ansatz mit Risikomanagement auf der Einzeltitelebene darstellen. Dies setzt der Allianz Strategiefonds Wachstum Plus (ISIN DE0009797274) um. Jahres- Performance: fast 20% ; auf drei Jahre knapp über 60% (kumuliert). Ziel dieser Strategie sei es, führt Elsaesser aus, über die unterschiedlichen Zyklen hinweg in allen Marktphasen stabile Zusatzerträge zu erhalten. Moderate, aber stabile Überrenditen würden von Investoren zunehmend als attraktiv angesehen. (lk)
© Allianz Global Investors
Die Entwicklung von Risikoprämien verläuft nicht immer und überall gleich.
Georg Elsaesser, Allianz Global Investors: „Wir wollen Risiko managen.“
Neue Indices geschaffen Für einfache Aktieninvestments griffen manche Investoren heute häufig auf sogenannte passive Strategien zurück, so Elsaesser, weil sie den Eindruck hätten, aktives Management schaffe keinen Mehrwert mehr. Dies aber um den Preis, keinen Mehrertrag zum breiten Aktienmarkt zu schaffen oder nach Kosten sogar schwächer als die Benchmark abzuschneiden. Um am Aktienmarkt mehr zu verdienen, bekommen RisikoprämienStrategien immer höhere Aufmerksamkeit, etwa unter den Namen „Factor Investing“ oder „Smart Beta“. Dahinter verbirgt sich die Idee, neue Indizes – etwa einen Valueoder einen Momentum-Index – zu schaffen, um den breiten Markt schlagen zu können.
GAM Gut für Währungen
Walter Ruck
walter.ruck@wkw.at wko.at/wien
Stütze für EM
London. Das stärkere Wachstum in den USA und Europa dürfte Schwellenländeranleihen stützen, ist GAM-Fondsmanager Michael Biggs überzeugt. Die europäische Konjunktur dürfte sich stärker als erwartet entwickeln und den Schwellenländern einen Nachfrageschub bescheren. Steigende Exporte der Emerging Markets (EM) dürften dann auch deren Währungen unterstützen. Vorsicht sei allerdings bei rohstoffexportierenden Ländern geboten. (lk)
02.09.2014 | 10.35 6.11.2014 | 17:50
Touristen wollen bei uns Geld ausgeben. Wie lange leisten wir uns noch den Luxus, sie davon abzuhalten? #ChancenSchaffen
N E F F O
! t f ä h c s e G fürs
© sxc/Dj Alemao
FLEXIBLE ÖFFNUNGSZEITEN IN TOURISMUSZONEN!
Währungen von Brasilien, Kolumbien oder Peru bleiben wohl noch anfällig. WKW Flexible Öffnungszeiten_financenet_Heft 7.11..indd 1
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Spängler holt sich Erfahrung ins Haus
Freitag, 7. November 2014
Geldpolitik Staatlicher Pensionsfonds im „Land der aufgehenden Sonne“ will japanische Aktien stärker gewichten
Nikkei-Kursfeuerwerk nach BoJ-Ankündigung
Peter Pavlicek Spängler IQAM Invest-Neuzugang im Vertriebsteam.
Salzburg. Das Vertriebsteam der Spängler IQAM Invest hat Verstärkung erhalten: Mit Peter Pavlicek holt sich Spängler IQAM Invest einen erfahrenen Finanzexperten ins Haus. Er bringt in die aktuelle Funktion Relationship Manager Wholesale über 20 Jahre Berufserfahrung in der Finanzbranche mit. Pavlicek war bereits als Relationship Manager, Portfolioverwalter und Fondsmanager tätig. Außerdem ist er allgemein beeideter und zertifizierter Sachverständiger unter anderem für das Wertpapier- und Fondsgeschäft. Zuletzt war Pavlicek Geschäftsführer der Merito Financial Solutions. (ag)
SSGA arbeitet für ABS mit EZB zusammen Frankfurt. State Street Global Advisors bestätigte ihre Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank im Rahmen ihres Kaufprogramms von Asset Backed Securities. „Wir sehen dieses Mandat als eine Bestätigung und Anerkennung unserer Expertise im europäischen Rentenmarkt. Weiterhin unterstreicht unsere enge Zusammenarbeit mit der EZB, dass wir uns aktiv für das europäische Wirtschaftswachstum einsetzen“, sagt Mike Karpik, Head of State Street Global Advisors EMEA. (ag)/hk
Private werden wie Professionelle beraten
Tokio. Vor einer Woche zündete der japanische Aktienindex Nikkei ein Kursfeuerwerk und schoss auf den höchsten Wert seit sieben Jahren. „Der wesentliche Grund für den rasanten Anstieg war die Meldung, dass der staatliche Pensionsfonds eine Re-Allokation plant und japanische Aktien deutlich stärker gewichten will“, so Alex Treves, Head of Japanese Equities bei Fidelity Worldwide Investment. Das sei aber nicht der einzige Auslöser gewesen, meinen Experten. „Ein weiterer Impuls für die Rallye war die unerwartete Ankündigung der japanischen Zentralbank (BoJ), ihr quantitatives und qualitatives Lockerungsprogramm auszuweiten“, meint Treves. Diese Ankündigung der Bank of Japan hatte zudem einen durchaus erwünschten Yen-Kurseinbruch zur Folge. Bewegte sich die japanische Währung in der letzten Oktoberwoche noch in einer Range von 137 bis 138 Yen pro Euro, so sprang er nach Bekanntwerden der Lockerungen auf über 143 EUR/ JPY. Bezogen auf den US-Dollar, fiel der Yen auf ein Sechsjahrestief von 114 Yen pro US-Dollar.
Angst vor Inflationsrate Laut dem Fidelity-Experten geht die Bank of Japan grundsätzlich weiterhin davon aus, dass sich die Wirtschaft auf einem moderaten Wachstumspfad befinde. Doch scheint die Angst vor einer sinkenden Inflationsrate zugenommen zu haben. Seit dem Höhepunkt im April sei die Inflationsrate – ohne Einfluss der erhöhten Mehrwertsteuer – auf 1 Prozent gesunken. Zudem würden sich die sinkenden Ölpreise, die für die Wirtschaft grundsätzlich positiv seien, bremsend auf die Teuerung auswirken.
Für Alex Treves, Head of Japanese Equities bei Fidelity Worldwide Investment, ist der japanische Markt relativ günstig bewertet.
banker davor gewarnt, das Vertrauen in die finanzielle Stabilität des Landes zu schädigen. Die erneute Ausweitung des quantitativen und qualitativen Lockerungsprogramms lässt für Experten den Schluss zu, dass die Bank of Japan zwar entschlossen ist, die nächste Mehrwertsteuererhöhung umzusetzen, jedoch die damit verbundenen Risiken abmildern will.
Kritische Kommentare In einem Kommentar stand Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz der weiteren Lockerung der Geldpolitik mehr als skeptisch gegenüber: „Auch bisher haben die Käufe nicht die gewünschte Wirkung gehabt. Die Entscheidung war mehr eine Verzweiflungstat, als eine neue Strategie.“ Japanische Analysten stoßen in dasselbe Horn – sie befürchten ein Strohfeuer. Der Kurs von BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda sei Insidern zufolge umstritten, sie verweisen auf das denkbar knappe Abstimmungsergebnis im Lenkungsrat der Notenbank von 5 zu 4. Auch der Head of Japanese Equities Treves sieht Risiken, beurteilt den mittelfristigen Ausblick für japanische Aktien dennoch durchwegs positiv: „Die politische Reformagenda des Landes ist ambitioniert, und es ist spannend zu sehen, welche Früchte sie tragen wird – wenn man zusätzlich berücksichtigt, dass auch die Unternehmen Reformen anstoßen und Japan zudem als einer der wenigen großen Märkte noch relativ günstig bewertet ist.“ (hk)
© Fidelity Worldwide Investment
© IQAM Invest
Bank of Japan weitet überraschenderweise quantitatives und qualitatives Lockerungsprogramm aus.
Alex Treves ist der Meinung, dass dieser Schritt den Willen der japanischen Zentralbank verdeutlicht, ihr mittelfristiges Inflationsziel von zwei Prozent auch wirklich zu erreichen: „Aktuell liegt die Teuerungsrate unter der Schwelle, die für die Zentralbank akzeptabel ist. Daher hat sie nun
– genau wie im vergangenen April – die Initiative übernommen und aktiv eingegriffen.“ Aber es gibt möglicherweise noch einen Faktor, den die Japanischen Zentralbanker vor ihrem Schritt wohl erwogen haben – die zweite Stufe der Mehrwertsteuererhöhung. Für Oktober 2015 geplant, hatten die Zentral-
ETFs Invesco macht sich „Buy-Backs“ zunutze
Vortrag Top-Executives der Finanzberatung Österreichs
Frankfurt. Invesco PowerShares hat einen neuen Exchange-Traded Funds, den PowerShares Global Buyback Achievers UCITS ETF (ISIN: IE00BLSNMW37 und WKN A114UD) auf den Markt gebracht. Der neue ETF investiert in Unternehmen, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens 5% ihrer Aktien zurückgekauft und damit die Zahl der umlaufenden Aktien reduziert haben. Der PowerShares Global Buyback Achievers UCITS ETF ist der erste und derzeit einzige in Europa erhältliche ETF mit einer Aktienrückkaufstrategie.
Wien. Beim „Institutional Advisors Congress“, dem Fach-Kongress für Banker, Vermögensverwalter & Financial Planner, wechselte sich das Who-is-who der Top-Executives der Finanzberatung Österreichs bei den Vorträgen ab. Also sprach Comgest-Fondsmanager Peter Shapiro über das Langfristige Investieren in einer schnelllebigen Welt und über den Umgang mit Zufälligkeiten, der die Konzentration auf den Investmentprozess statt auf das Ergebnis verlange.
Luxemburg. Anlagenexperten der Vermögensverwaltung Genève Invest bekritteln den Umstand, dass Privatanleger nicht so einfach in lukrative Unternehmensanleihen aufgrund der hohen Stückelungen investieren können. Zwar steige das Emissionsvolumen von Firmenbonds stetig an, der Anteil derer mit einer Stückelung von unter 50.000 € dagegen sinke, so die Experten. Bereits ab einem Investitionsvolumen von 50.000 € können Kunden der Genève Invest von Anlageideen profitieren, wie es sonst nur professionellen Anlegern möglich ist. Zudem nutzt die Vermögensverwaltung die Möglichkeit, Anleihen außerhalb der Börsen zu handeln. (ag)
Risiko als beliebtes Thema
Kursplus mit Rückkäufen Ein Aktienrückkaufprogramm, eine von zwei Möglichkeiten Liquidität an die Aktionäre zurückzuführen, hat häufig höhere KursUmsatz-, Kurs-Gewinn- und KursCashflow-Relationen der Titel zur Folge. Ein Rückkaufprogramm kann einen Kursanstieg auslösen und entsprechend die Performance der Aktie verbessern. „Dieses neue Produkt bietet einen innovativen und zugleich simplen faktorbasier-
Hoppe erlaubte in seinem Vortrag „Risikomanagement und Vermögensaufbau“ einen Einblick in solides Ertragsmanagement und Strategien internationaler Versicherungskonzerne. Semper Constantia Immo-GF Louis Obrowsky gab mit „Sind Immobilien noch immer ein sicherer Hafen?“ einen Überblick über die Immobilienmärkte und die Angebote von Immo-Fonds, Vorsorgewohnungen und Bauherrenmodelle. (hk)
Bryon Lake, Head of Invesco Power Shares-EMEA: „Innovativer Ansatz“.
Fondsmanager Tom Stubbe Olsen referierte über Europäische Value-Aktien, die den Wachstumstrend sichern. „Nur eine disziplinierte Value-Anlagestrategie kann Ertrag bei gleichzeitig begrenztem Rückschlagrisiko bieten“, so der Fondsmanager. Wunsch & Wirklichkeit war das Thema des FTC-Experten Jörg Hamm – was wünschen sich Menschen, wie schaut die Realität aus und wie kommt man mit System und Risikobegrenzung zum Erfolg. Standard Life-Experte Stephan
© Standard Life/Frank Seifert
Der hohen Firmenbonds-Stückelung lohnend ein Schnippchen schlagen.
ten Ansatz zur Anlage in globale Aktien“, meint Bryon Lake, Head of Invesco PowerShares-EMEA. „Rückkäufe können steuereffizienter als Dividenden sein, und dieser neue ETF bietet ein günstiges, transparentes und liquides Instrument für diese Strategie“, so Lake. Am Handelsplatz XETRA soll der PowerShares Global Buyback Achievers UCITS ETF ab 24. November gelistet sein auf der Euronext Paris ab 3. November. (red)
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Aktienrückkäufe als Anlagestrategie Creme de la Creme auf Kongress
Standard Life-Experte Stephan Hoppe: Einblick in solides Ertragsmanagement.
ban k i n g
Freitag, 7. November 2014
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Private Banking in Zentraleuropa Geldhaus sieht sich durch starke CEE-Präsenz in weiteren Ländern punkten
short
Erste Bank ausgezeichnet
Monte dei Paschi plant jetzt Kapitalerhöhung
delnden Bedürfnissen und Verhaltensweisen der Kunden bestens vertraut“, sagt Peter Ipkovich, Leiter Private Banking CEE bei der Erste Group. Das Erste Private Banking decke durch starke regionale Präsenz in sechs CEE-Ländern (Kroatien, Österreich, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn) das gesamte Leistungsspektrum der Vermögensverwaltung ab. Erste Private Banking ist in CEE und weltweit für 13.000 Kunden in den Bereichen Kreditvergabe, Kapitalanlage und Vermögensabsicherung tätig. Man wurde in den vergangenen Jahren mehrfach durch internationale Magazine ausgezeichnet. Dazu zählen u.a.: The Banker: Bestes Private Banking in Zentralund Osteuropa (2012) und Österreich (2013) sowie: Euromoney: Bestes Private Banking in Österreich (2010, 2011, 2012), Ungarn, Rumänien (2012) und Kroatien. (red)
Aufwärts in Zentraleuropa „Unser Private Banking hat bereits eine langjährige Tradition in Österreich, wo wir Marktführer sind. Die Auszeichnung bestätigt, dass wir auf dem besten Weg sind, auch in Zentral- und Osteuropa die Marktführerschaft zu übernehmen. Unsere rund 200 in der Region tätigen Experten verfügen über profunde Kenntnisse der lokalen Märkte und sind mit den sich wan-
Italiens Montei de Paschi schnitt bei EZB-Test am schlechtesten ab.
Rom. Die beim EZB-Stresstest durchgefallene Krisenbank Monte dei Paschi di Siena will mit der Ausgabe neuer Aktien ihre Kapitallücke verkleinern, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Geplant sei eine Bezugsrechtsemission von mindestens einer Mrd. €. Beim jüngsten EZB-Stresstest hatte das 1472 gegründete Geldhaus aus der Toskana von allen 130 europäischen Instituten am schlechtesten abgeschnitten. Kurzfristig muss es eine Kapitallücke von 2,1 Mrd. € schließen. Die drittgrößte Bank Italiens hat bereits die US-Bank Citigroup und die Schweizer UBS beauftragt, strategische Optionen zu erarbeiten. (APA)
© Erste Bank
Wien. Laut internationalem Finanzmagazin The Banker zählt die Erste Group im Private Banking zu den global erfolgreichsten Bankengruppen. Die Erste Group erhielt die prestigeträchtige Auszeichnung für das Jahr 2014 in den Kategorien „Bestes Private Banking in Zentral- und Osteuropa“, „Bestes Private Banking in Kroatien“ und, wie bereits im Vorjahr, „Bestes Private Banking in Österreich“.
© APA/EPA/Carlo Ferraro
Auszeichnung für „Bestes Private Banking in Zentral- und Osteuropa“ von The Banker für 2014.
Peter Ipkovich, Private Banking CEE Erste Group: Marktführerschaft angestrebt.
Abbaueinheit statt Bank Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die letzte Phase des Hypo-Trauerspiels stehen
Hypo Alpe Adria-Reste werden abgetragen Kärnten. Die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG (HBInt.) gibt bekannt, dass ihre gemäß Bankwesengesetz (BWG) erteilte Konzession zum Betrieb von Bankgeschäften endet und die HBInt als Abbaueinheit gemäß §3 des Bundesgesetzes zur Schaffung einer Abbaueinheit (GSA) fortgeführt wird.
Aufsichtsrats-Vorsitzender Herbert Walter dazu: „Mit der Beendigung der Banklizenz ist ein zentraler Meilenstein im Abbauprozess erreicht worden. Die Abbaueinheit wird künftig unter dem Namen Heta Asset Resolution firmieren. Unter diesem Dach soll die Verwertung der verbliebenen Vermögenswerte über die kommenden Jahre professionell und zügig erfolgen.“ (red)
© APA/Barbara Gindl
Überreste der Hypo Alpe-Adria Bank International sollen verwertet werden.
Vermögensverwaltung Auf Spareinlagen bald häufig
UBS ist die beste Privatbank
Deutsche Bank zu Strafzinsen
Zürich/Basel. Zum zweiten Mal in Folge wurde UBS bei den Global Banking Awards 2014 von The Banker als Best Global Private Bank, Best Private Bank in Asia und Best Global Brand in Private Banking ausgezeichnet.
Frankfurt. Laut oberstem Vermögensverwalter der Deutschen Bank gehören Strafzinsen auf Spareinlagen und Girokonten bald zum Alltag. „Einige wenige Banken berechnen ihren Kunden jetzt schon negative Zinsen”, sagte Asoka Wöhrmann, Chefanlagestratege der Deutschen Asset & Wealth Management, der Welt am Sonntag. Angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) werde eine solche Vorgangsweise schon bald keine Seltenheit mehr sein, heißt es weiter.
Zudem wurde UBS als Best Private Bank for Philanthropy Services geehrt. Diese Auszeichnungen
folgen u.a. dem Titel „Best Global Private Bank 2014“ von Euromoney. Jürg Zeltner, CEO von UBS Wealth Management: „Diese Reihe von Auszeichnungen zeigt zum einen, dass die Fähigkeiten von UBS von der Finanzindustrie anerkannt werden und zum anderen, dass unser Fokus auf qualitativ hochwertige Beratungen und Qualitätslösungen der richtige Ansatz ist, das Vermögen unserer Kunden zu wahren und zu vermehren.“ (red)
tive Zinssätze aus. In Deutschland sei der Wettbewerb ohnehin so intensiv, dass er Strafzinsen nicht zulasse, so der DSGV. Deutschbanker Wöhrmann teilt diese Einschätzung nicht: Strafzinsen, die bisher höchstens für Geschäftskunden üblich seien, träfen bald auch Privatkunden, meint er. Die EZB verlangt Strafzinsen nur von Banken, die Geld bei ihr kurzfristig parken. Damit soll das Kreditvolumen gesteigert werden. (red/ag)
Seit vergangenem Samstag verlangt beispielsweise die Skatbank, eine kleine Direktbank aus dem ostdeutschen Bundesland Thüringen, von Kunden, die große Summen auf Tagesgeld- oder Girokonten parken, einen Strafzins in Höhe von 0,25 Prozent. Dieser Tabubruch soll laut deutschem Raiffeisen- und Volksbanken-Verband BVR und Sparkassenverband DSGV allerdings zumindest vorläufig ein Einzelfall bleiben. Der BVR spreche sich weiterhin gegen nega-
© APA/EPA/Frank Rumpenhorst
© APA/EPA/STR
Die ersten preschen vor
Schweizer Bank UBS: Erneut Auszeichnung bei internationalem Ranking erhalten.
BayernLB räumt bei faulen Krediten auf
Die Strafzinspolitik der EZB könnte bald auf die Sparer durchschlagen, heißt es.
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Laut The Banker In Asien und im globalen Ranking
Preisträger froh
Wien. Mit Jahresbeginn 2015 unterstützt das neue aws Förderprogramm „proTrans – Industrie 4.0“ heimische KMU bei der Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle sowie intelligenter Produkte und Prozesse. Bereits jetzt können sich Unternehmen für die Pilotaktion des Programms bewerben: Projektanträge können noch bis zum 14. November bei der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) eingereicht werden. Im Rahmen der Pilotaktion können Projekte mit Zuschüssen von bis zu 300.000 € gefördert werden. (red)
„Zügig beenden“
Nur noch abbauen Voraussetzung dafür war, dass die HBInt. kein Einlagengeschäft mehr betreibt und keine qualifizierte Beteiligung an einem Kreditinstitut oder an einer Wertpapierfirma hält. Diese Voraussetzungen wurden durch die vorangegangene Umstrukturierung der HBInt. erfüllt, heißt es weiter.
Neue Förderung für KMU bei der aws
Ein positiver Bescheid der Finanzmarktaufsicht (FMA) über die Erfüllung der Voraussetzungen für die Deregulierung wurde erlassen und ist nun in Rechtskraft erwachsen.
BayernLB-Chef Johannes-Jörg Riegler: Hilfen zurückzahlen.
München. Die BayernLB kommt durch den Verkauf ihres Milliarden-Portfolios fauler Hypothekenpapiere bei ihren Aufräumarbeiten voran. Damit könnten vorzeitig rund 1,1 Mrd. € an den Freistaat Bayern zurückgezahlt werden, teilte die Bank mit. Die Summe umfasst die letzte Rate aus der Garantievereinbarung mit dem Freistaat in Höhe von rund 1,03 Mrd. € sowie 80 Mio. € an Garantieprämie für das laufende Jahr. Beim Verkauf des Portfolios habe man das „optimale Marktumfeld“ genutzt, so BayernLB-Chef Johannes-Jörg Riegler. Insgesamt summieren sich die Beihilferückzahlungen damit auf 2 Mrd. €. (APA)
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Freitag, 7. November 2014
Uniqa Bei der „Klassik Neu“ wird nicht mehr mit dem Rechnungszins gearbeitet, die Rückkaufswerte werden von Anfang an hoch sein, wird betont
Klassische LV im neuen Kleid Wien. Uniqa Österreich und die Raiffeisen Versicherung nehmen die neuerliche Herabsetzung des Rechnungszinses als Anlass dafür, die klassische Lebensversicherung flexibler und transparenter zu gestalten und die Kosten fairer zu verteilen, wie es heißt. Mit der „Klassik Neu“ bieten die beiden Assekuranzen ihren Kunden eine 100%ige Kapitalgarantie auf die Nettoprämie, hohe Rückkaufswerte von Beginn an sowie variable Zuzahlungen und Behebungen während der Laufzeit. „Zudem werden die Kosten und Gebühren aliquot auf die gesamte Laufzeit aufgeteilt und nicht mehr der Prämie, sondern dem Ertrag entnommen“, erklärt Peter Eichler, Vorstand Uniqa Österreich und Raiffeisen Versicherung. 100% der Prämie (exkl. Versicherungssteuer) fließen daher direkt in die Veranlagung. Die „Klassik Neu”-Kunden erhielten von Anfang an eine wesentlich hö-
here Sparprämie als bei der herkömmlichen Lebensversicherung.
Gesamtverszinsung 3% Um die Flexibilität des Produkts zu erhöhen und auch während der Laufzeit Ein- und Auszahlungen möglich zu machen, arbeiten Uniqa Österreich und die Raiffeisen Versicherung beim neuen Produkt ohne den seit Jahren sinkenden Rechnungszins. Eichler: „Für die Kapitalveranlagung spielt das aber keine Rolle. Auch die neue Lebensversicherung wird im gleichen Deckungsstock wie die Gelder aus der alten Lebensversicherungswelt veranlagt.“ Somit gebe es auch für das neue Produkt derzeit eine Gesamtverzinsung von rund 3%. Das soll so funktionieren: „Der Deckungsstock besteht aus Veranlagungsprodukten, die noch eine sehr hohe Verzinsung haben, und solchen, die aktuell investiert wur-
Wenn die Garantiefalle zuschnappt …
Stöckl: „Die Garantiefalle im Tilgungsträger schnappt vom Kunden oft unbemerkt zu.“
Saalfelden. Die Entwicklung an den globalen Börsen, die Krise der Staatsanleihen und die Tiefzinsphase bringt viele der bei Investoren und Kreditnehmern beliebten Garantiemodelle ins Wanken. Bei einigen hat die Garantiefalle bereits zugeschnappt. Wer im Rahmen einer Lebensversicherung auf eine Garantiezusage gesetzt hat, sollte einen Blick darauf werfen, bevor es zu spät ist, rät Hermann Stöckl, Geschäftsführer des Finanzberaters VPI. Vor allem fondsgebundene Versicherungslösungen mit unterschiedlichen Garantiezusagen waren heiß begehrt. Stöckl rät zu einer regelmäßigen Überprüfung der Wertentwicklung. „Bei einigen dieser Modelle hat die Garantiefalle zugeschnappt, ohne
Ergo Versicherung Mobile Anwendung von adesso
Naturkatastrophen Erneut Ruf nach einer Lösung
Wien. Eine stressfreie Schadensmeldung per Smartphone oder Tablet durch vorkonfigurierte Versicherungsdaten sowie die effiziente und verzögerungsfreie Schadensabwicklung in einem durchgängig digitalen Workflow – das verspricht die Ergo Versicherung mit ihrer neuen App. Durch mobile Mehrwert-Services stelle sich zudem eine erhöhte Kundenzufriedenheit und -bindung ein, heißt es.
Wien. Die gefühlte Bedrohung durch Naturkatastrophen ist hoch: 45% der EU-Bürger sehen sich durch Überschwemmungen gefährdet, 40% sehen sich durch Stürme und Orkane gefährdet, 22% fürchten Schäden durch ein Erdbeben. Europäische Elementarereignisse, die auch Österreich stark in Mitleidenschaft ziehen, belegen regelmäßig Spitzenplätze in den weltweiten Schadensstatistiken. Auch weniger beachtete Ereignisse richten erhebliche Zerstörungen an, etwa gebe es in Österreich jährlich 250 bis 300 Lawinenabgänge.
© Foto Weinwurm
Polizzen ohne GarantieZins: Viele warten ab
Donau mit neuem Pressesprecher
Eichler: „Klassische wird mit den neuen Aspekten wieder an Beliebtheit gewinnen.“
VPI Regelmäßige Überprüfung der Wertentwicklung von Garantiezusagen ratsam; Alternativen überdenken
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Wien. Während die Uniqa und Raiffeisen ein Produkt ohne Rechnungszins lancieren (siehe Artikel ganz oben), warten andere große Assekuranzen noch zu. Die s Versicherung sieht erst ab 2016 den Zeitpunkt, zu überlegen. Dann tritt das neue Versicherungsaufsichtsgesetz in Kraft. Die Wiener Städtische Versicherung plant derzeit, kein Produkt ohne Garantiezins auf den Markt zu bringen. Die Ergo beschäftige sich mit dem Thema, man evaluiere aktuell unterschiedliche Varianten. Die Allianz bleibt bei der bisherigen Angebotspalette in der Klassischen. (APA)
den – mit niedrigerer Verzinsung. In der Versicherungsgemeinschaft ist es möglich, durch diese Durchmischung für alle Kunden eine passable Verzinsung zu erwirtschaften“, erklärt Klaus Pekarek, Chef der Raiffeisen Versicherung. Uniqa Österreich und die Raiffeisen Versicherung seien damit die ersten Assekuranzen, die sich für diesen neuen Weg entschieden hätten. „Seit klar war, dass die Finanzmarktaufsicht den Rechnungszins weiter absenken wird, haben wir uns die Frage gestellt, was ein Rechnungszins von 1,5 Prozent für den Kunden überhaupt noch wert ist. Denn im Schnitt wird ein Kunde dann etwa 24 Jahre benötigen, um das einbezahlte Kapital wieder garantiert herauszubekommen“, so Pekarek. Damit werde auch den künftigen gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf Transparenz und Eigenkapitalerfordernis entsprochen, wird betont. (lk)
© Ricardo Hergott
Die Kosten und Gebühren werden dem Ertrag statt der Prämie entnommen und auf die gesamte Laufzeit aufgeteilt.
dass die Kunden dies bemerkt haben“, macht er aufmerksam. Wenn sich das angesparte Kapital in einer Lebensversicherung von einem zum nächsten Jahr kaum verändert, obwohl die Beiträge normal weiterbezahlt wurden, wenn also die zukünftigen Beitragszahlungen nur noch zur Abdeckung der Garantiekosten verwendet werden, besteht Handlungsbedarf. Es wäre möglicherweise vernünftiger, die Polizze beitragsfrei zu stellen und den Kredit vorzeitig zu tilgen; eine Kündigung der Versicherung wäre in diesem Fall die schlechteste aller Lösungen. Betroffene sollten sich an ihren Finanzberater wenden, um mit ihm die beste Lösung bzw. das Ausstiegsszenario zu besprechen. (lk)
Wien. Mit 1. November ist Wolfgang Haas, MSc (49) als Pressesprecher für die Donau Versicherung AG tätig. Der gebürtige Wiener steht ab sofort als zentrale Stelle für Presseanfragen zur Verfügung. Er leitet die neue Stabsstelle Unternehmenskommunikation mit den Agenden für Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation, Sponsoring und Beschwerdemanagement. Der studierte Kommunikationsexperte ist seit knapp 29 Jahren in der Versicherungsbranche tätig, 24 Jahre davon im Bereich Kommunikation und Marketing. Haas untersteht direkt Generaldirektorin Elisabeth Stadler, die seit dem 1. September 2014 die Donau Versicherung leitet. (lk)
Kein lästiges Kramen Die neue App wurde zum Großteil von der adesso Austria GmbH programmiert und hört auf den Namen „ERGO Alles klar!“ Kernelement der Lösung ist die Schadensmeldefunktion, in der der Kunde seine Führerscheindaten und die Versicherungsprofile für bis zu drei Fahrzeuge bereits vorkonfigurieren kann. Im Schadensfall sind dann nur mehr die Daten des Unfallgegners sowie Schadensart und -hergang auf einer benutzerfreundlichen Oberfläche in klar strukturierten Masken zu erfassen. Zur Schadensdokumentation haben Ergo-Kunden auch die Möglichkeit,
geändert werden, hier ist der Gesetzgeber gefordert.“ Für ein flächendeckendes und effizientes Angebot einer Präventivversicherung für Naturkatastrophen sei eine große Versichertengemeinschaft erforderlich – mit einer gesetzlichen Verankerung kein Problem. Derzeit seien Betroffene nach wie vor auf Almosen angewiesen; Zuwendungen aus Fonds, etc. würden auf freiwilliger Basis verteilt, es gebe es keinen Rechtsanspruch. (lk)
Mehr als 10 Jahre Debatten
Weiteres Feature: direkt in der App Fotos mit der Handy-Kamera aufnehmen.
VAV-General Norbert Griesmayr: „Schäden aus Naturkatastrophen sind in Österreich noch immer kaum versichert. Die Umsetzung einer effizienten Präventivversicherung wird nunmehr seit über zehn Jahren diskutiert und scheitert am Widerstand einzelner Lobbys. Dabei ist die Verankerung eines gesetzlichen Anspruchs auf Entschädigung dringend notwendig. Dafür muss lediglich ein Satz im Versicherungsvertragsgesetz
© Foto Wilke
Wolfgang Haas ist bereits 29 Jahre in der Versicherungsbranche.
direkt in der App Fotos mit der Handy-Kamera aufzunehmen sowie die Schäden in einer Fahrzeugskizze zu markieren. Per Fingertipp wird die Schadensmeldung dann ohne „Medienbruch” in das Schadensmeldesystem der Ergo übertragen. Durch die Eingabe der Mail-Adresse des Unfallgegners erhält auch dieser automatisch ein pdf des Berichts; damit hielten sich Verzögerungen und Fehlerquellen in Grenzen. (lk)
© MelzerPr
© Donau Versicherung
Neue App ersetzt den Unfallbericht VAV: Schäden kaum versichert
Griesmayr: „NatKat-Tarif problemlos in die Feuerversicherung inkludieren”.
medianet
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Freitag, 7. november 2014 – 45
leitfaden und Trickfilm
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Für IG Lebenszyklus präsentierten W. Kradischnig, St. Heid, K. Friedl und Chr. M. Achammer Seite 48
EHL Investment Consulting: Beim Verkauf des Fachmarktzentrums Telfspark in Tirol federführend Seite 49
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Stratege In nur vier Jahren hat Eckhard Horstmeier den Verwertungsgrad des campus21 in Brunn am Gebirge von unter 60 auf knapp 90 Prozent gesteigert. Im Gespräch mit real:estate erzählt der Immo-Profi, wie man die Auslastung heben kann und warum glückliche Mieter ein wichtiges Asset sind. Seite 46
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46 – financenetreal:estate
short
Baader Bank erhöht Wienerberger-Kursziel
Freitag, 7. November 2014
campus 21 Der Verwertungsgrad wurde in nur vier Jahren von unter 60 auf fast 90 Prozent gesteigert
„Zufriedener Mieter bleibt“ Experte: Neue Nutzungskonzepte können Mieter bringen, an die man zuvor nicht gedacht hat. effizienten Marketing schaffen Sie sich einen Ruf, der dazu führt, dass die Liegenschaft als Marke wahrgenommen wird.“ Horstmeier beschäftigt sich derzeit mit der Errichtung von vier Budgethotels, die das Unternehmen im Rahmen der Holding auch selbst betreibt: „Zwei Häuser bewirtschaften wir seit drei Jahren, eines jeweils am Stadtrand von Salzburg und Linz, dazu kommen temporäre Aufträge im Bereich Centeroptimierung sowie die Planung eines Fachmarktzentrums.“
Investoren setzen auf Immobilienaktien Hamburg. In Deutschland nimmt die Zahl der Immobilien-Aktionäre zu, meldet das Manager Magazin: Beim Büroimmobilieninvestor DIC Asset waren es plus fünf Prozent seit Sommer 2013, beim Duisburger Gewerbeimmobilienunternehmen Hamborner plus 12 Prozent und bei Gagfah plus 3,3 Prozent in fünf Monaten. (red)
© dpa/Angelika Warmuth
Die Getreidegasse wird zur Großbaustelle
Die Salzburger Getreidegasse wird neu gestaltet, auch mit Granit.
Salzburg. Das Herz der Stadt Salzburg wird in den nächsten drei Jahren eine Baustelle. Die heißeste Phase wird von Februar bis Juli kommenden Jahres dauern. Adaptiert werden Leitungen, Fernwärme und Kanal. Nach der Neugestaltung gibt es statt Gehsteig auf beiden Seiten nur mehr ein Niveau, die Pflastersteine selbst werden in unterschiedlichen Größen verlegt. Während der Festspielzeit im Sommer werden die Arbeiten unterbrochen. 2017 erhält das letzte Stück das neue Pflaster. Die Stadt wird für die KanalErneuerung 900.000 und für die Pflasterung 2,3 Mio. Euro ausgeben. (APA/red)
Die Stärken betonen
Interessenten im Vorteil Der Büromarkt in Wien ist zurzeit für Mietinteressenten besser als für Eigentümer, meint der Manager des campus 21: „Im Büromarkt ist das Angebot derzeit breit angelegt. Objekte mit guter Lage und Markenpräsenz laufen. Objekte, die sich kein Profil erarbeitet haben, bleiben zweite Wahl und haben ein Auslastungsproblem. Es hilft auch nichts, große Summen in die Verbesserung der Infrastruktur zu stecken, wenn man das nicht am Markt kommuniziert. In der Hotelbranche gibt es derzeit zu viele konkurrierende 4*-Häuser, die sich auf Dauer nicht alle rechnen können“, ist Eckhard Horstmeier überzeugt.
Hilfreich ist natürlich bei einer erfolgreichen Verwertung auch eine moderne, also kosteneffiziente und funktionierende Gebäudeleittechnik und das reibungslose Zusammenspiel von Centermanagement, Facility Management und der Hausverwaltung, so der erfolgreiche Manager. Infrastruktur, Lage und Umgebung sind sicher wichtige Aspekte für den Mieterfolg, aber es gibt Liegenschaften, bei dem diese Faktoren nicht alle erfüllt werden, die trotzdem eine hohe Auslastung haben, ist Horstmeier überzeugt: „Man muss die Stärken eines Gebäudes betonen und die Schwächen, soweit das möglich ist, kompensieren. Es gibt letztlich für fast
Für Eigentümer eines Büro- oder Fachmarktzentrums, das einen hohen und finanziell erfolgreichen Verwertungsgrad erreichen soll, hat Eckhard Horstmeier Tipps bereit: „Was kann ich dem Mieter bie-
Mit einem homogenen Team aus Leitung, Facility Management und Hausverwaltung können viele Mieterprobleme schnell und unkompliziert gelöst werden, sagt Horstmeier: „Ein zufriedener Mieter bleibt! Damit und mit einem
Bauriese Verlust erwartet
Salzburg Eröffnung
Zementriesen Lafarge
Deutschland Baugewerbe
Mannheim. Der deutsche Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger hat zum vierten Mal innerhalb von wenigen Monaten seine Jahresziele kassiert und erwartet nun einen Verlust. Als Grund nannte der Vorstand am Mittwoch die „erheblich” verschlechterte Nachfrage im Geschäft mit der Energiewirtschaft vor allem in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Doch nicht nur in diesem Jahr werde die bereits reduzierten Ergebniserwartung verfehlt, so die Geschäftsleitung. Auch für die folgenden Geschäftsjahre müssten die Ergebnisprognosen angepasst werden. Im Zuge der Überprüfung würden im Geschäftsfeld Power Wertminderungen von 148 Mio. Euro anfallen. Insgesamt summierten sich die negativen Sondereinflüsse 2014 auf rund 230 Mio. Euro, was zu einem Konzernverlust führen werde. In den ersten neun Monaten fiel bereits ein Verlust von 125 Mio. Euro an nach einem Gewinn von 116 Mio. Euro im Vorjahr. (APA)
Wien/Salzburg. Nicht nur Wien hat einen neuen, auch Salzburg hat den Hauptbahnhof umgemodelt: Nach exakt sechs Jahren Bauzeit und Investitionen in der Höhe von 250 Mio. Euro wurde er heute, Freitag, offiziell eröffnet. Letzte Etappe war der Zugang im Stadtteil Schallmoos mit „Kiss & Ride“Zone, Flugdach und einer Garage für 600 Fahrräder. (red/APA)
Paris/Rapperswil. Der französische Zementhersteller Lafarge ist zuversichtlich, den geplanten Zusammenschluss mit dem Schweizer Konkurrenten Holcim im ersten Halbjahr 2015 abschließen zu können. Zugleich bestätigte der Baustoffkonzern, dass er im kommenden Jahr die Kosten um 550 Mio. Euro senken wolle. Im abgelaufenen Quartal stiegen die Umsätze auf vergleichbarer Basis um zwei Prozent auf 3,64 Mrd. Euro und lagen damit über den Erwartungen. Im Gesamtjahr rechnen die Franzosen mit einer um zwei bis fünf Prozent höheren Nachfrage für Zement. Der Konzern rechnet in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Abbau seines Schuldenbergs. Allerdings seien alle Beteiligungsverkäufe, die nicht in Zusammenhang mit der HolcimFusion stünden, ausgesetzt, sagte Lafarge-Chef Bruno Lafont. Dem früheren Ziel, die Schulden bis Jahresende unter 9 Mrd. Euro zu drücken, werde sich der Konzern dennoch nähern. (APA)
Berlin. Die deutsche Bauwirtschaft hat ihre Erwartungen für 2014 gesenkt. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe geht nur noch von einem Umsatz von 98,1 Mrd. Euro aus. Für 2015 rechnet man nur noch mit einem Plus von 2 Prozent. Während die Zahl der Baugenehmigungen für Bürogebäude im Keller sei, bleibe der Wohnungsbau Impulsgeber. (red)
Hohe Auslastung: Eckhard Horstmeier managt den campus21 in Brunn am Gebirge.
jedes Objekt eine Nutzung. Wenn der Eigentümer nicht bereit ist, auf den aus seiner Sicht optimalen Mieter, der aber nicht kommt, zu warten, kann man neue Nutzungskonzepte etablieren, mit denen man Mieter bekommt, an die man zuvor nicht gedacht hat und die dann die Auslastung bringen.“
Tipps für Eigentümer
Bilfinger streicht Hauptbahnhof das Jahresziel wurde eröffnet
Neuer Salzburger Hauptbahnhof: barrierefrei und mit Erdwärmeanlage.
ten? Habe ich die Voraussetzungen geschaffen, dass der Mieter erfolgreich an diesem Standort arbeiten kann? Was kann ich tun, damit der Verwertungsgrad in fünf Jahren noch immer hoch ist? Ab einer bestimmten Größe macht ein Centermanagement vor Ort Sinn.“
miles-group Kerngeschäft Projektentwickler Das Unternehmen gibt es in dieser Konstellation seit sechs Jahren. Das Kerngeschäft ist die Projektentwicklung. Daraus hat sich die erfolgreiche Bewirtschaftung von BudgetHotels ergeben, es wird neben den adeo Business-Hotels im kommenden Jahr eine Zweitmarke im Wintertourismus platziert, die nach ähnlichem Muster funktioniert. Zudem bietet man Facility- und Centermanagementleistungen an. Zur Holding gehört auch eine IT-Consulting-Firma, die sich mit u.a. auch mit Hotelsoftware beschäftigt.
Liegenschaft als Marke
Holcim-Fusion: Umsätze steigen Schulden sinken langsamer
© dpa/Daniel Karmann
Wien. Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben das Kursziel für WienerbergerAktien von 8,30 Euro auf 8,70 Euro erhöht. Die Empfehlung „Sell“ behielten sie weiterhin bei. Weiters rechnen die Baader-Experten damit, dass Wienerberger den EBITDAAusblick von 315 Millionen Euro im Zuge seiner Zahlenvorlage bestätigen wird. Die rückläufige makroökonomische Entwicklung führt zu einen Abschwung des organischen Wachstums; die Analysten rechnen hier für 2015 mit einem Zuwachs von nur noch 4,6 bis 4,8 Prozent; zuvor hatten die Experten mit einem Wert von 6,5 Prozent gerechnet. Beim Ergebnis je Aktie erwarten die Baader-Bank-Analysten 0,27 Euro für 2014 sowie plus 0,36 Euro bzw. plus 0,62 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,12 Euro für 2014 sowie 0,18 bzw. 0,28 Euro für 2015 bzw. 2016. (APA)
© Privat
Die Experten der Baader Bank sehen Wienerberger-Dividende im Aufwind.
Wien. Vor vier Jahren hat Eckhard Horstmeier im Rahmen der Tätigkeit für die miles-group das Centermanagement des campus 21 (die Immobilie gehört der ECO Business-Immobilien AG die zur conwert gehört; Anm.) in Brunn am Gebirge übernommen. Damals lag der Verwertungsgrad unter 60%. Nun liegt die Auslastung bei knapp 90%; am Standort gibt es derzeit ca. 180 Firmen. Was muss man also mit einer Liegenschaft machen, damit die Vermietung funktioniert? „Zunächst muss dafür gesorgt werden, dass die Infrastruktur die Bedürfnisse der Mieter erfüllt”, sagt Horstmeier. „Kennt man diese Anforderungen, kann man die Flächen entsprechend optimieren, und dann ist die Suche nach Interessenten natürlich leichter. Wichtig ist: Passt die Flächenaufteilung, also z.B. die Größe der Büros und der Lager, wie ist die Zufahrbarkeit, gibt es Parkplätze, sind Besprechungsräume notwendig, ist eine funktionierende Gastronomie und Nahversorgung gegeben?”
© APA/Barbara Gindl
© Wienerberger
Reinhard Krémer
Weniger Wachstum: Die Baugenehmigungen in Deutschland gehen zurück.
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Freitag, 7. November 2014
financenetreal:estate – 47
Flughafen Berlin Die unendliche Geschichte des Großflughafens Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“ geht in die nächste Runde
Jetzt wird’s noch viel teurer! Berlin. Dem österreichischen Steuerzahler sagt man eine schier unendliche Geduld zu – aufgrund aktueller Berichte könnte man vermuten, dass jene des deutschen Fiskalbürgers noch ungleich größer sein muss. Denn die Bild am Sonntag berichtet auf Basis vertraulicher Informationen, dass der Großflughafen Berlin-Brandenburg mit dem offiziellen Namen „Willy Brandt“ noch weit mehr Geld benötigt, als bisher angenommen.
Mehdorns Wunschzettel? Internen Dokumenten zufolge könnten nämlich die Kosten für den weiteren Ausbau des Berliner Pannenflughafens mit dem Kürzel „BER“ nach dessen Fertigstellung bis zu 3,2 Milliarden Euro betragen – bei geschätzten Gesamtkosten von 5,4 Milliarden Euro. Hauptgrund für die neuerliche Geldfor-
Esterhazy Kurz vor Tod
Immo-Verkäufe
derung: Der Hauptstadtflughafen könnte schon bei seinem Start zu klein sein und muss ausgebaut werden. In den Dokumenten hat offenbar Hartmut Mehdorn, Vorsitzender Geschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), seine Wünsche für den Flughafen dargelegt.
Statue und Fahnenmast Mit auf der Liste unter anderem: Eine Erweiterung des Hauptterminals, eine dritte Start- und Landebahn, Umbau der bereits fertiggebauten Eingangshalle des Flughafens, VIP-Bereich für Air-
Berlin-Passagiere (Mehdorn war vor seinem Flughafen-Engagement Air Berlin-Chef) und für jeweils 500.000 Euro ein 60 Meter hoher Fahnenmast sowie eine WillyBrandt-Statue. Die Liste stößt nicht nur wegen ihrer teilweise abstrusen Forderungen, sondern auch im Lichte der Tatsache, dass der Flughafen noch immer nicht in Betrieb ist, sauer auf: Als frühestmögliches Eröffnungszeitraum gilt – nach mehrfachen Verschiebungen – der Jahreswechsel 2015/2016; also mehr als vier Jahre später als geplant. Der Termin ist laut Flughafen-Chef Mehdorn aber lediglich „eine Planungsannahme“. (rk)
© dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
Extrakosten der Baustelle laut Bild am Sonntag bei 3,2 Milliarden Euro.
Milliarden in den märkischen Sand gesetzt: Wenn der Berliner Flughafen in Betrieb geht, könnte er noch um einiges teurer werden, als befürchtet.
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Raus aus der Arbeit. Und rein ins Vergnügen.
Eisenstadt. Melinda Esterhazy hat sich offenbar rund zwei Monate vor ihrem Tod noch von privaten Immobilien getrennt. Diese gingen an ihre Stiftung und an ihren Neffen. Es handelt sich um 4.800 Quadratmeter große Grundstücke in Bad Sauerbrunn im Wert von 622.830 Euro. Unterzeichnet wurde der Vertrag nicht von Melinda selbst, sondern von ihrem Bevollmächtigten und Neffen, Stephan Ottrubay. Dazu gibt es, wie kolportiert wird, einen Schenkungsvertrag, demzufolge Ottrubay rund 184.000 Quadratmeter Wald und Felder in Eisenstadt sowie 4.000 Quadratmeter Grund in Bad Sauerbrunn erhielt. Bei der EsterhazyStiftung heißt es „No Comment“ zu privaten Transaktionen zwischen Familienmitgliedern. (APA/red)
Gagfah 1.152 Wohnungen
Patricia verkauft
© Panthermedia.net/Mikhail Markovskiy
Wien. Der Immobilienkonzern Gagfah kauft vom Konkurrenten Patrizia Immobilien exakt 1.152 Wohnungen. Sie liegen in westdeutschen Großstädten, nämlich in den Großräumen Frankfurt am Main, Hamburg, Düsseldorf und Köln. Der Kaufpreis blieb unter Verschluss. Das Portfolio passe zu den vorhandenen Beständen und könne schnell integriert werden, ließ Gagfah verlauten. Den Kauf will man vor Jahresende finalisieren. (APA/rk)
Immobilienkonzern Gagfah kauft vom Konkurrenten Wohnungen auch in Köln. 009490T3_WL_Fitnesscenter_216x288_Medianet_MN.indd 1
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48 – financenetreal:estate
Freitag, 7. November 2014
Arbeitsjahr 2014 Schwerpunkt lag auf Bestandsgebäuden beziehungsweise der Thematik Revitalisierungskriterien
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IG Lebenszyklus Hochbau veröffentlicht Leitfäden
Porr-Kursziel 65 € und Votum bleibt auf „Buy“ Wien. Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben das Kursziel der Porr bei 65 € bestätigt und am Votum „Buy“ nichts verändert. Dank des Deals bezüglich der UBM Realitätenentwicklung PLC konnte Porr sich einerseits auf die Bauaktivitäten konzentrieren und andererseits alle Immobilien-Aktivitäten und Strauss & Partner unter einer Einheit mit UBM zusammenführen, so die Experten. Beim Gewinn je Aktie erwarten die Analysten der Baader Bank 4,29 € für 2014 und 4,96 bzw. 6,04 € für die beiden Folgejahre (APA/fh)
Verein zählt mittlerweile 60 Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche zu seinen Mitgliedern. Fritz Haslinger
Wien. Vor rund drei Jahren ist die IG Lebenszyklus Hochbau in Österreich angetreten, um die Prozesse bei der Planung, Errichtung, Finanzierung und Bewirtschaftung von Hochbauten im Sinne ganzheitlich optimierter Gebäude zu optimieren.
© APA/dpa
Im Rahmen des Herbstkongresses, der unter dem Motto „Bestand hat Zukunft“ stand, ließ der Verein, dem mittlerweile 60 Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche angehören, mit zahlreichen Neupublikationen und einer neuen Initiative zur Sensibilisierung von Bauherren aufhorchen. „Der Schwerpunkt des Arbeitsjahres 2014 lag auf Bestandsgebäuden bzw. der Berücksichtigung aller Kriterien, die für lebenszyklusorientierte Revitalisierungen notwendig sind“, sagte Karl Friedl, IG Lebenszyklus Hochbau, M.O.O.CON.
Ungeliebte Windkraftwerke: Verbund stößt an der Schwarzmeerküste ab.
Wien/Sofia. Österreichs führendes Stromunternehmen verkauft seinen Windpark an der bulgarischen Schwarzmeerküste mit einer installierten Leistung von 16 MW an Inwind SpLtd, eine Tochtergesellschaft des bulgarischen Finanzunternehmens Inovent Holding AD. Das Closing der Transaktion ist bis Jahresende geplant, über den Kaufpreis wurde zwischen den Vertragspartnern Stillschweigen vereinbart. Mit dem Verkauf des bulgarischen Windparks setzt Verbund einen weiterer Schritt zur konsequenten Umsetzung seiner Strategie und richtet künftig seinen Fokus auf seine Kernmärkte Österreich und Deutschland, heißt es seitens des Untermehmens. (fh)
99% sind Bestandsgebäude In Österreich wird jährlich rund 1% des Gebäudebestandes neu gebaut; 99% sind Bestandsgebäude, die in regelmäßigen Zyklen instandgesetzt bzw. revitalisiert werden müssen. Wie entscheide ich, ob ein vorhandenes Gebäude wirtschaftlich sinnvoll zu revitalisieren ist oder ob es besser ist, den Bestand abzureißen und ein neues Gebäude zu errichten? Dieser Frage ging Wolfgang Kradischnig, IG Lebenszyklus Hochbau, Delta, in einer der von ihm geleiteten Arbeitsgruppe nach. Damit Entscheidungen in Zukunft weniger aus dem Bauch heraus, sondern aufgrund von fun-
© IG Lebenszyklus/Leo Hagen
Zahlreiche neue Leitfäden
Verbund verkauft bulgarischen Windpark
Wolfgang Kradischnig, Stephan Heid, Karl Friedl und Christoph M. Achammer präsentieren Trickfilm „Bauen mit Zukunft“.
dierten Informationen getroffen werden, gibt der entsprechende Fachleitfaden Anleitung, wie das erforderliche Wissen über Ausgangssituation, Bedarf und Ziele, über die Bestandsimmobilie und ihre Möglichkeiten sowie deren Kosten aufgebaut werden kann.
und alle Rollen des Projektmanagements auf Bauherren-Seite. Dabei wurde die inhaltliche und organisatorische Führung des gesamten Planungsprozesses unter einem eigenen Leistungsbild „Prozessführung/Planung“ zusammengefasst. „So soll es möglich sein, dass der integrale Planungsprozess, der in allen anderen Branchen seit Jahren Standard ist, auch im Hochbau angewendet wird“, erklärt Christoph Achammer, IG Lebenszyklus Hochbau, ATP architekten ingenieure.
Neue Leistungsbilder 2014 In dem 2013 veröffentlichten und jetzt in 2. Auflage erschienenen Leitfaden „Der Weg zum lebenszyklusorientierten Hochbau“ listet der Verein erstmals alle Leistungen sämtlicher Projektbeteiligten über alle Phasen des Lebenszyklus auf. 2014 ging man einen Schritt weiter und entwickelte detaillierte Leistungsbilder für Integrale Planung
Lebenszykluskosten Parallel zum Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über die öffentliche Auf-
25 Mio. Euro Investition für Umweltschutzmaßnahmen an Kraftwerken in Kärnten
tragsvergabe rief die IG Lebenszyklus Hochbau die Arbeitsgruppe „Lebenszykluskostenrechnung in der Vergabe“ ins Leben. Der Fachleitfaden „Lebenszykluskostenrechnung in der Vergabe“ richtet sich somit an alle Beteiligten in der öffentlichen Vergabe von Liefer-, Dienstleistungen und Bauaufträgen für die Planung, Finanzierung, Errichtung, Sanierung und den Betrieb von Gebäuden, Gebäudeteilen sowie Bauelementen, kommentiert Stephan Heid, IG Lebenszyklus Hochbau, Heid Schiefer Rechtsanwälte, der die Arbeitsgruppe gemeinsam mit Helmut Floegl von der DonauUniversität Krems leitete, die Relevanz des Themas für öffentliche Auftraggeber.
„The Squaire“ Für rund 700 Mio. Euro aufgerufen
Kärnten startet Fischwanderhilfe Abspeckkur für IVG
Über eine Länge von 500 m wird der Wasserlauf der natürlichen Drau im Bereich der Wehranlage St. Martin mit dem 16,9 m höher liegenden Oberwasserkanal des Kraftwerks verbunden und ist als längste technische Umgehungs-
© Verbund Hydro Power/Johannes Wiedl
Wander- und Ruhezonen
strecke in Kärnten eine technische und ökologische Meisterleistung. Nach rund einem Jahr Bauzeit entstanden in dem beeindruckenden Bauwerk insgesamt 130 Pools mit 17 Ruhe- und Laichzonen. Durch spezielle Schlitze in den Pools wird die Wasserbewegung konstant ruhig gehalten und die Strömung s-förmig gelenkt; dies entspricht dem Druckverhalten natürlicher Gewässer.
17 m Höhenunterschied zu überwinden.
Frankfurt/Wien. Der frisch sanierte deutsche Immobilienkonzern IVG geht den Ausverkauf nun doch früher als gedacht an. Parallel zum laufenden Bieterverfahren für den Geschäftskomplex „The Squaire“ wolle das Unternehmen auch das Geschäft mit Spezialfonds („Institutional Funds“) ins Schaufenster stellen, so zwei mit der Sache vertraute Personen gegenüber Reuters.
Ausgerichtet ist die Wanderhilfe für die 17 in diesem Abschnitt nachgewiesenen Fischarten der Drau.
Bauwerk ausgezeichnet Die Fischwanderhilfe am Wehr St. Martin wurde von Fachreferent Reinhard Schinner in Vertretung von Landesrat Rolf Holub mit dem „Lebensraum-Wasser-Zeichen“ des Wasserreferats des Landes Kärnten ausgezeichnet. Das Bauwerk selbst ist nach der Eröffnung für die Öffentlichkeit nicht direkt zugänglich; neue, überaus interessant gestaltete Schautafeln unmittelbar beim R1Drauradweg nordseitig des Flusses informieren aber in Sichtweite die Vorbeikommenden über Fakten und Funktion der neuen Fischwanderhilfe. Über ein fischökologisches Reusen- und Video-Monitoring wird in den kommenden Monaten beobachtet, wie und in welchem Ausmaß die neue „Kraftwerk-Umfahrung“ von den Flossenträgern angenommen wird. (fh)
Investmentbanken seien eingeladen worden, sich für diesen Prozess zu bewerben. Für Squaire werde ein Preis von 700 Mio. € aufgerufen, das Fondsgeschäft bewerten Branchenkenner mit 200 Mio. €. Weil es inzwischen allerdings strenger reguliert wird, hätte hier bei einem Verkauf auch die Finanzaufsicht BaFin mitzureden. Die IVG hat eine Stellungnahme zu den Informationen abgelehnt.
Sorgenkind Squaire
© IVG
Rosegg/Wien. „In einer fachübergreifenden engen Zusammenarbeit mit Experten, Behörden, Fischerei und Anrainern wird Verbund im Rahmen des 1. und 2. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplanes allein in Kärnten rund 25 Millionen Euro in Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen investieren“, betont Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer der Verbund Hydro Power GmbH. „Dazu zählt die Herstellung der Durchgängigkeit bei unseren zehn Drau-Kraftwerken ebenso wie die naturnahe Strukturierung und Gestaltung der Stauräume und Fließstrecken.“ Vor diesem Hintergrund entstand in den vergangenen Monaten beim Draukraftwerk Rosegg-St. Jakob eine neue Fischwanderhilfe.
Der deutsche Immobilienkonzern IVG beginnt den Abverkauf von Immobilien.
Dass die IVG einen neuen Anlauf nimmt, das Sorgenkind Squaire zu verkaufen, hatte der neue Vorstandschef Ralf Jung Anfang Oktober in einem Reuters-Interview erstmals bestätigt. Damals hatte er aber auch erklärt, sich mit den Spezialfonds, die nicht mehr zum Kerngeschäft der „neuen“ IVG gehören, Zeit zu lassen; allein schon deshalb, weil der Konzern nach dem jüngsten Jobabbau gar nicht die Kapazitäten habe, beide Projekte gleichzeitig zu stemmen. Inzwischen hätten aber etliche Interessenten angeklopft. (APA/fh)
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Freitag, 7. November 2014
financenetreal:estate – 49
Statistik Austria Seit 2009 überdurchschnittlich starker Anstieg bei den Wohnungsmieten im privaten Mietsektor
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Ein Viertel fürs Wohnen
Bau-Ausgaben in den USA sinken weiter
Miethaushalte geben insgesamt ein Viertel des verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnen aus. Wien. Die Mieten inklusive Betriebskosten stiegen laut Statistik Austria zwischen 2009 und 2013 um durchschnittlich 13,0%. Am höchsten war der Anstieg mit 17,2% bei privaten Mietwohnungen – die durchschnittliche monatliche Miete inklusiveBetriebskosten lag hier im Jahr 2013 bei 7,8 € pro Quadratmeter.
© panthermedia.net/Jcbprod
Für Gemeindewohnungen musste im Jahr 2013 um 8,3% mehr bezahlt werden als noch 2009.
Neuverträge sind teurer
Differenziertes Bild Die Mieten für Hauptmietwohnungen stiegen seit 2009 in den einzelnen Mietsegmenten unterschiedlich stark. Während die Kostensteigerung zwischen 2009 und 2013 insgesamt bei 13,0% lag, stiegen die Wohnungsmieten im privaten Mietsektor um 17,2%, nämlich von 6,6 auf 7,8 Euro pro Quadratmeter. Die Steigerungen bei Genossenschaftswohnungen waren mit 10,0% im selben Vergleichszeitraum deutlich geringer.
USA: Bauausgaben sind den zweiten Monat in Folge gesunken.
Washington. Die Bauausgaben in den USA sind im September den zweiten Monat in Folge gesunken: Sie fielen um 0,4 Prozent auf einen auf das Jahr hochgerechneten Wert von 950,9 Mrd. USD (759,26 Mrd. €), wie das US-Handelsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet. Im August 2014 hatte es einen Rückgang von 0,5 Prozent gegeben. (APA/Reuters)
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Bei Neuverträgen werden im Durchschnitt 7,6 € pro Quadratmeter bezahlt. Haushalte, die langfristige Mietverträge mit mehr als 30-jähriger Vertragsdauer haben, wenden im Durchschnitt 4,8 € inklusive Betriebskosten auf. Haushalte mit befristeten Mietverträgen haben gegenüber unbefristeten Hauptmiethaushalten ebenfalls höhere Mietkosten zu tragen. Während in befristeten Mietverhältnissen durchschnittlich 8,7 € Miete inklusive Betriebskosten pro Quadratmeter zu bezahlen sind, belaufen sich die Kosten bei den unbefristeten auf 6,2 €. 2013 wendeten Miethaushalte ein Viertel ihres Haushaltseinkommens für das Wohnen auf. (red)
UVP-Verhandlung für Kraftwerk beendet
Wohnungsmarkt Österreich: Private Mieten stiegen seit 2009 um 17,2 Prozent.
Innsbruck. Die mündliche UVPVerhandlung für die geplante Erweiterung der PumpspeicherKraftwerksgruppe Sellrain-Silz ist Montagabend zu Ende gegangen. Jetzt ist die Umweltabteilung des Landes an der Reihe. Der Bescheid soll laut Land bis Sommer 2015 vorliegen. Die Tiwag ist zuversichtlich, dass der Bescheid in erster Instanz in „einigen Monaten” vorliegt. Der Baubeginn für das 520 Mio. €-Projekt ist für 2018 geplant. (APA)
Immobilien-Transaktionen Deutscher Investor erwirbt Fachmarktzentrum in Telfs von Warburg-Henderson
EHL vermittelt Verkauf des FMZ Telfspark des Telfsparks und der DOC Galerien in Parndorf im Frühjahr 2014 enthält das Portfolio noch drei Bürogebäude und fünf Einzelhandelsimmobilien.
Starkes Investoreninteresse „Einzelhandelsobjekte sind auf der Beliebtheitsskala der Investoren weit nach oben gerückt“, so Franz Pöltl, Geschäftsführer von EHL Investment Consulting. Im ersten Halbjahr 2014 entfiel mehr als die Hälfte des gesamten Transaktionsvolumens in Österreich auf den Retailbereich. „Fachmärkte werden als wenig riskantes Investment gesehen; aktuell liegen die Spitzenrenditen für Fachmarktzentren bei 6,25 Prozent“, so Pöltl. (red)
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Franz Pöltl, EHL: Einzelhandelsobjekte sind auf Beliebtheitsskala nach oben gerückt.
Motel One Austria Am Hauptbahnhof größtes der Kette
Metro dementiert Kaufhof-Gerücht
Wien. Auf der Baustelle des Motel One beim neuen Wiener Hauptbahnhof fand diesen Dienstag die Gleichenfeier statt. Mit 60 m Höhe und 530 Zimmern ist es das größte Hotel der Motel One-Gruppe in Österreich.
Wien. Der Kaufhof-Mutterkonzern Metro sieht nach losen Gesprächen mit dem Karstadt-Eigentümer René Benko aktuell keinen Handlungsbedarf. „Es gab lose Gespräche. Mehr gab es nicht und wird es in nächster Zukunft auch nicht geben”, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Konzerns der Nachrichtenagentur dpa. Galeria Kaufhof sei ein erfolgreiches Warenhausgeschäft, mit dem die Metro sehr zufrieden sei. „Wir sehen keinen Handlungsbedarf oder irgendeine Veranlassung, aktuell etwas zu unternehmen”, heißt es.
17.500 Quadratmeter Das neue Hotelgebäude liegt am südlichen Bahnhofsvorplatz unmittelbar neben der neuen Kon-
solle bei 2,5 bis 2,7 Mrd. € liegen. Konkrete Verhandlungen hätten jedoch noch nicht begonnen. Ein Sprecher des Benko-Unternehmens Signa wies den Bericht damals zurück. Seit Jahren wird in der Handelsbranche über eine Fusion der beiden großen deutschen Warenhausketten spekuliert, mit der umfangreiche Kosteneinsparungen etwa durch den Abbau einer Zentrale erzielt werden könnten. (dpa)
Anlass für die Äußerungen war ein Bericht des Nachrichtenmagazins Focus, wonach sich Benko mit Metro-Manager Christian Baier getroffen haben soll. Dabei sei sehr wahrscheinlich die mögliche Fusion beider WarenhausKetten zentrales Gesprächsthema gewesen, so der Focus. Zuvor hatte Ende Oktober die Lebensmittel Zeitung berichtet, Benko habe erneut Interesse an einer Übernahme von Kaufhof signalisiert. Der Kaufpreis
© dpa/Harald Tittel
© Motel One/ECE
Spekulation über Treffen
Gleichenfeier auf der Baustelle des neuen Motel One (Visualisierung fertiger Bau).
Prag. Die Baubranche in Tschechien setzt laut einem Bericht der Wirtschaftsauskunftei Bisnode ihren Abwärtstrend weiter fort. Bisnode analysierte die Ergebnisse der 133 wichtigsten Bau- und Immobilienentwicklungsfirmen. In den Jahren 2011 bis 2013 sind die Erlöse dieser Unternehmen um 13,7 Prozent auf 157,8 Mrd. Kronen (5,7 Mrd. €) gesunken. (APA)
Medien Vermeintliche Fusion von Kaufhof und Karstadt
Gleichenfeier beim Flaggschiff
zernzentrale der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und umfasst 18 Stockwerke mit einer oberirdischen Bruttogrundfläche von rund 17.500 m 2. Dazu kommen zwei Untergeschosse. Realisiert wird das neue Motel One von dem Hamburger Projektentwickler ECE. Motel One mietet das Gebäude und wird das Hotel über die Motel One Austria, ein Joint Venture mit der Verkehrsbüro Group, 25 Jahre betreiben. (red)
Tschechien: Baubranche weiter im Abwärtstrend
Kaufhof soll laut Metro doch nicht mit Karstadt fusioniert werden.
Vor 45 Jahren startete Bau der Wiener U-Bahn
© APA/Roland Schlager
Wien/Telfs. Der deutsche Immobilien-Investment-Manager Warburg-Henderson Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien mbH mit Sitz in Hamburg hat das Fachmarktzentrum Telfspark in Tirol an einen europäischen Investor verkauft. Der 2008 errichtete Telfspark umfasst cirka 9.430 m2 Mietfläche und ist zu 96% vermietet. Zu den Mietern zählen Unternehmen wie M-Preis, Billa, dm und Libro. Der Kaufpreis beträgt 18,5 Mio. €. EHL Investment Consulting hat den Verkaufsprozess strukturiert und den Käufer vermittelt. Das Unternehmen wurde exklusiv mit der Vermarktung der zehn Objekte des WarburgHenderson Österreich Fonds Nr. 1 beauftragt. Nach dem Verkauf
Der Wiener U-Bahn-Bau feiert dieses Jahr einen „halbrunden“ Geburtstag.
Wien. Die Wiener U-Bahn feiert Geburtstag: Vor 45 Jahren, also deutlich später als in anderen Großstädten, erfolgte am Karlsplatz der Baubeginn für die ersten Teilstücke. Wobei sogleich an drei Linien gearbeitet wurde, nämlich an der U1, der U2 und der U4. Inzwischen ist das Netz rund 80 Kilometer lang. Die U5 bzw. die Verlängerung der U2 sind bereits projektiert. Die U5 wird im ersten Bauabschnitt vom Karlsplatz bis zur Frankhgasse/Altes AKH fahren; die Arbeiten sollen 2018 beginnen. (APA)
pe opl e &date s
50 – financenetreal:estate
Freitag, 7. November 2014
Deloitte Art&Finance Report „Bedarf an professionellen Dienstleistungen rund um den Erwerb von Kunst und Sammlerobjekten wird steigen“
Weltweit 50 Mrd. Euro Umsatz Wien. Laut dem dritten Art & Finance Report von Deloitte und ArtTactic wird Kunst als Anlageklasse immer stärker aus strategischer Sicht betrachtet. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung seien die Rekordergebnisse von rund 50 Mrd. €, die 2013 auf dem weltweiten Kunstmarkt umgesetzt wurden. Auch neue Tools und Online-Auktionen spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Der Bericht zeigt, dass der Anteil der Kunstsammler und -käufer, welche die Objekte zwar aus persönlicher Leidenschaft erwerben, diese aber zunehmend als wertvolle Investition in eine anerkannte Asset-Klasse verstehen, gestiegen ist (76% gegenüber 53% in 2012). „Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass auch der Bedarf an professionellen Beratungsdiensten im Zusammenhang mit dem Erwerb und dem Management von Vermögen in Form von Kunst
und Sammlerobjekten steigt“, sagt Gernot Schuster, Partner und Leader des Bereichs Art & Finance bei Deloitte Österreich. Die Mehrheit der befragten Familienbetriebe und Privatbanken gab an, dass die Vermögensplanung im Zusammenhang mit Kunst- und Sammlerobjekten in den nächsten 12 Monaten einen strategischen Schwerpunkt bilden wird; dementsprechend werden sich Fragen zu Steuern, Vermögen und Nachfolgeplanung auftun.
Suspekte Kunstfondsbranche Das Vertrauen in die Kunstfondsbranche sei durchwachsen, heißt es im Report weiter. Die meisten der befragten Kunstfachleute und Kunstsammler rechnen mit einem Wachstum der Kunstfondsbranche in den kommenden zwei bis drei Jahren. Vermögensverwalter sind jedoch nach wie vor sehr zurück-
Herbst bringt Wohnmessen in Wien und Ried Wien/Ried. Am 9. November findet im MAK, Museum für angewandte Kunst (Weiskirchnerstraße 3, Untere Ausstellungshalle), im ersten Wiener Gemeindebezirk die Erste Wohnmesse statt. Erste Bank mit ihren Partnern s Bausparkasse, s Real und der Wr. Städtischen Versicherung sowie gewerbliche Bauträger, Immobilienmakler und -plattformen stellen aus, in Summe sind es mehr als 25. Sie geben bei freiem Eintritt einen Überblick über aktuelle Immobilienangebote aus Wien und Wien-Umgebung. Zur Sprache kommen etwa Finanzierungsformen oder Versicherungsfragen. Im „Erste Wohnzimmer“ werden stündlich Talk-Shows abgehalten, an die Kleinen wurde benfalls gedacht: Sie können sich
© panthermedia.net/Krsmanovic
conwert gewinnt Nachhaltigkeitspreis
Ob Wärmepumpe, neue Küche, neue Schlafzimmermöbel – in Ried gibt‘s das alles.
voestalpine: Felsbach wird Konzernsprecher © voestalpine/www.fotostudio-eder.at
im „Erste Kinderzimmer“ austoben. Eine weitere interessante Messe findet in Ried im Innkreis statt, die Haus & Bau. Sie beginnt am 7. November, geht bis einschließlich 9. November und gilt als Startschuss für die Bausaison im kommenden Jahr. Um den Vollpreis von 9 € kann man sich ansehen, was die rund 300 Aussteller zu bieten haben. Auf nicht weniger als 13.000 m2 erhalten die Besucher einen Rundum-Eindruck über Neues zu den Themen Häuser (36 Anbieter), Bauen, Wohnen mit 19 Ausstellern für Türen und 15 Anbietern von Fenstern, Sanieren, Heizung & Energie mit u.a. 17 Anbietern zum Bereich Wärmepumpen, Einrichtung, Erneuerbare Energie und Solar (20 Anbieter). (lk)
Allianz Kindergarten offen
voestalpine Fast 40.000 NS-Personalakten aurgearbeitet
Strabag Als Lehrbetrieb
Wien. Mit einer neu geschaffenen Kinderbetreuungseinrichtung baut die Allianz in Wien (Generaldirektion) ihr Angebot für berufstätige Eltern weiter aus. Die Räumlichkeiten bieten für 39 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren Platz. „Wir sind überzeugt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so Familie und Beruf besser vereinbaren können, eine der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere“, so Personalchefin Inge Schulz. (red)
Wien. Die voestalpine setzt sich in einer neuen Dauerausstellung mit dem Schicksal der NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter der ehemaligen Reichswerke Hermann Göring in Linz auseinander – dem heutigen Standort ihrer Konzernzentrale und der Division Stahl. Grundlage der Ausstellung bildet neben aktuellen Forschungsergebnissen die Aufarbeitung von 38.000 NS-Personalakten und Lohnbögen. Für das Unternehmen markiert die Zeitgeschichteausstellung einen weiteren wesentlichen Schritt in der Bewältigung des sowohl politisch und historisch als auch menschlich und emotional herausforderndsten Teils seiner Geschichte.
Wien. Die Strabag erhielt zwei Auszeichnungen für ihre Lehrlingsausbildung: Einerseits das Staatswappen „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“, überreicht im Wirtschaftsministerium an Franz Urban in seiner Funktion als Vorstandsmitglied und an die Lehrlingsbeauftragten Thomas Huber und Wolfgang Simoner. Andererseits verlieh das Land Tirol das Prädikat „Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb“. (red)
Familienaffin
Felsbach war bereits seit 2011 für die externe PR-Arbeit zuständig.
Wichtige Zeitgeschichteausstellung Ausgezeichnet auch noch als jene Zeit begreifen zu lernen, in der die Wurzeln unseres Unternehmens begründet wurden“, sagt CEO Wolfgang Eder. Den Anstoß zur Ausstellung lieferte der größte archivarische Nachkriegsfund Österreichs aus dem Jahr 1998 mit mehr als 38.000 NS-Personalakten und Lohnbögen; betraut wurde damals ein unabhängiges Wissenschaftlerteam unter der Leitung des Historikers Oliver Rathkolb. (lk)
Am Standort der Generaldirektion in Wien werden bis zu 39 Kinder betreut.
© Voestalpine
In der Vorwoche fand die Eröffnung für die auf Dauer angelegte Zeitgeschichteausstellung 19381945 in der Linzer Konzernzentrale der voestalpine statt. „Es war ein schmerzhafter Prozess, sich mit den Jahren des Nationalsozialismus in unserem Konzern auseinanderzusetzen und diese Periode
© Carina Karlovits
Ort der Erinnerung
© Breneis
Wien. Mit 1. Jänner 2015 übernimmt der bisherige Pressesprecher Peter Felsbach (37) die Bereichsleitung Corporate Communications des voestalpine-Konzerns. Er folgt in dieser Funktion Gerhard Kürner (44) nach. Bereits seit 2011 ist Felsbach für die externe PRArbeit des Konzerns zuständig. Er übernimmt dann den gesamten Bereich Corporate Communications mit derzeit 18 Mitarbeitern und den Schwerpunkten Brand Management, Internal Communications, Media Relations, Online & Social Media Management, Sponsoring & Event Management, Corporate History & Documentation und Strategic Corporate Communications. (lk)
Vermögensverwalter sind bezüglich der kaum regulierten Kunstfonds zurückhaltend.
Alles rund um Bauen und Wohnen In Ried im Innkreis findet am Wochenende die österreichweit größte Messe statt
short
Wien. Die börsenotierte conwert Immobilien Invest SE wurde bereits zum zweiten Mal in Folge von CDP mit dem Preis für „Best Improver“ ausgezeichnet. Das „Carbon Disclosure Project“ ist eine internationale Non-ProfitOrganisation, die jedes Jahr den Status quo im Klimaschutz der größten 350 börsenotierten Betriebe der D-A-CH-Region erhebt und die Besten und die größten Schritte bei der Verbesserung im nachhaltigen Wirtschaften auszeichnet. conwert hat sich in der Wertung seit der Auszeichnung 2013 um 33 Punkte auf 77 von 100 Punkten verbessert. (lk)
haltend, da Aspekte wie Due Diligence, mangelnde Liquidität, Bewertung, fehlende Track Records und ein nicht regulierter Markt diese Art von Anlageprodukten belasten. Die Kunstfondsbranche steht vor der Herausforderung, ihr aktuelles Modell zu überdenken, um die Gründe zu berücksichtigen, aus denen Kunstanleger in erster Linie Kunst kaufen. „Eine erhöhte Transparenz etwa durch einheitliche Bewertungsstandards würde sich positiv auf eine nachhaltige Entwicklung der Branche auswirken“, erläutert Schuster. Neue Tools und Online-Märkte werden laut den befragten Kunstund Finanz-Experten eine immer wichtigere Rolle spielen. Vor allem Online-Auktionen würden sich zu einem der erfolgreichsten Geschäftsmodelle entwickeln. Hauptantriebsfedern sind höhere Liquidität, geringere Transaktionskosten und mehr Transparenz. (lk)
© APA/Herbert Pfarrhofer
Kunst als Anlageklasse wird zusehends zentrales Element bei der Diversifikation; Online-Kunstmärkte und -Auktionen boomen.
Größter archivarischer Nachkriegsfund Österreichs aus 1998 wurde bearbeitet.
Lehrlingsbeauftragte Huber, Simoner (v.l.) erhielten das Staatswappen.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
Freitag, 7. NOVEMBER 2014 – 51
UNTERNEHMER? MANAGER?
Fast alle Firmen brauchen unternehmerisch denkende & agierende Mitarbeiter Seite 54
© TaylorWessing e|n|w|c
© Panthermedia
advisory EIN STARKES COMEBACK
2002 ging Brigitte Sammer von e|n|w|c – jetzt kommt sie als Partnerin zurück Seite 56
IMTECH ICT RAIMUND JURIGA © Imtech
Große Vorsicht bei Internet-Links vonnöten
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© DLA Piper
DLA Piper: „Pro Bono Law Firm of the Year“
Claudine Vartian, Country Managing Partnerin DLA Piper Weiss-Tessbach.
London/Wien. DLA Piper wurde von Who‘s Who Legal als „Pro Bono Law Firm of the Year“ ausgezeichnet. Besonders gewürdigt wurde das Bekenntnis der Sozietät zu einer weltweiten Pro Bono-Praxis: Rund 207.000 Stunden habe die Kanzlei im vergangenen Jahr weltweit für die ehrenamtliche Beratung von internationalen Wohltätigkeitsorganisationen, Einzelpersonen, sozial engagierten Firmen sowie UN- und nicht staatlichen Organisationen geleistet, sagt Claudine Vartian, Country Managing Partnerin bei DLA Piper Weiss-Tessbach.
Wem gehört derzeit die C.A.T. oil AG?
© Foto Wilke; Panthermedia.net/Günther Hold
Wien. Freshfields berät aktuell die österreichische C.A.T. oil bei der interessanten Frage, ob sie einen neuen Haupteigentümer hat – nämlich die Joma Industrial Source Corp, hinter der der französische Ölmanager Maurice Dijols steht. www.joma-offer.de
Insolvency Guide von Christian Hoenig
Ingo Kaufmann, Vorstand D.A.S. Rechtsschutz AG: „Unternehmen und Private sollten sich genau erkundigen, welche Inhalte verlinkte Webseiten aufweisen!“
© Wolf Theiss
Aktuelles Urteil Das Landesgericht Linz hat kürzlich einen Internet-User schuldig gesprochen, da dieser in Google+ eine Verlinkung zu einer kreditschädigenden Webseite gesetzt und sich damit „deren Inhalt zu eigen“ gemacht hat. Anonymes Auftreten im Internet verhindert also nicht eine mögliche Strafverfolgung. Seite 52 Der „Wolf Theiss Insolvency Guide“ ist vor Kurzem bei Linde erschienen.
IT-Sicherheit Gesamtstaatlicher Ansatz wird gebraucht
Fortsetzung der Digitalen Agenda
© WKÖ
Wien. Wolf Theiss Corporate und M&A Partner Christian Hoenig hat am 29.10. im Steigenberger Hotel in der Wiener Herrengasse ein neues Buch präsentiert, das er zusammen mit Counsel Christian Hammerl herausgegeben hat. In „Insolvency and Restructuring Law in Central & Eastern Europe“ (Linde, 78 €) werden auf 544 Seiten die Insolvenzfakten in Albanien, Bosnien, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine und Ungarn dargestellt – alle Autoren sind Anwälte aus Wolf Theiss Offices. (pj) www.wolftheiss.com
5. LAB/IC-Kongress mit zahlreichen praxisrelevanten Fachdiskussionen.
Wien. Am 29.10. fand der Datenschutz-Kongress der Bundessparte Information & Consulting in der Wirtschaftskammer Österr. statt. „Die Abwägung von Informationsfreiheit und Datensicherheit ist ein immer wichtigeres Thema für die Zukunft“, sagte Staatssekretär Harald Mahrer. Neben der politischen Spionage habe die Wirtschaftsspionage mittlerweile einen ebenso großen Stellenwert. Damit die Unternehmen – speziell KMU – IT-resilient werden, ist ein gesamtstaatlicher Ansatz anzustrebe. Zu diesem Zweck müsse der Dialog zwischen Staat und Wirtschaft forciert werden. Seite 53
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Liebe(r) LeserIn, auch Anwälte haben Gefühle! Genau gesagt verspüren wir seit Tagen ein Hochgefühl. Denn für unsere Arbeit wurden wir kürzlich mit dem JUVE Award „Kanzlei des Jahres Österreich“ ausgezeichnet. Zeit, uns an dieser Stelle auch zu bedanken: Danke an unsere KlientInnen für das Vertrauen, das sie in uns setzen. Und danke an alle unsere MitarbeiterInnen für den täglichen tollen Einsatz.
A DV I SOR Y: TOPTR E N D S
52 – advisory
gastkommentar
Werbung ist besser als Sie denken
Freitag, 7. November 2014
Aktuelles Gerichtsurteil Anonymität bedeutet nicht Straffreiheit – „man darf nicht alles im Internet posten“
Verlinkungen im Internet: Vorsicht ist erstes Gebot
H
aben Sie heute schon eine Tageszeitung durchgeblättert? Steht nicht viel Positives drin. Versuchen Sie es noch einmal und achten Sie auf die Inserate. Fällt Ihnen auf, dass diese wie Glücksinseln aus dem restlichen, negativen Inhalt hervorragen? Hier gibt es einen vielversprechenden Traumurlaub, dort ein neues, besseres oder sparsameres Auto. Ein paar Seiten weiter die neuen Möbel, die Sie sich schon lange wünschen und noch vieles mehr, das Ihr Leben schöner, angenehmer und erträglicher machen kann. Während Journalisten ihre Quoten anscheinend nur mit erschreckenden Sensationen erreichen, sind wir Werber nur erfolgreich, wenn wir mit positiven Assoziationen Ihre Sympathie gewinnen.
Wir sind die Guten Werbung und Kommunikation kann nur positiv funktionieren, von Spendenaufrufen, Tierschutz- und Umweltaktionen einmal abgesehen. Das bedeutet für uns Werber, dass wir ständig angehalten sind, in positiven Bildern zu denken. Stets müssen wir den Glücksaspekt am neuen Produkt, am neuen Angebot herausfinden. Immer geht es darum, wie wir Menschen aufs Neue positiv überraschen können. Überraschung muss sein, weil uns sonst die Aufmerksamkeit fehlt. Aber diese Überraschung kann kein abgeschlagener Kopf oder 1.000 Leichen am Strand sein. Diese Überraschung muss etwas sein, das Sie vielleicht zum Schmunzeln bringt, Ihnen ein gutes Gefühl vermittelt. Natürlich ist das auch für uns nicht immer leicht. Auch uns passieren täglich Missgeschicke in unserem normalen Leben. Dennoch ist es faszinierend, laufend über neue Produkte zu grübeln und sich zu konditionieren, ständig über Positives nachzudenken. Von mir kann ich behaupten, dass mir das bis heute noch Spaß macht. Vielleicht ist es ja auch nur eine Disziplin, sich nicht von schlechten Nachrichten ins Bockshorn jagen zu lassen. Jeder, der etwas verkaufen will, muss positiv argumentieren und auch positiv auftreten. Wenn Ihnen heute Abend bei den Nachrichten oder morgen beim Zeitungslesen die vielen schlechten Meldungen wieder einmal auf die Nerven gehen, dann denken Sie daran. Schauen Sie sich vielleicht noch den Werbeblock an oder die Inserate; könnte sein, dass Ihre Stimmung besser wird. Vielleicht werden neue Wünsche geweckt. Das ist besser, als Sie denken. Denn unsere Wünsche sind der Treibstoff unserer Hoffnung.
Inhalte „zu eigen machen“ Nicht die Kritik von B. C. selbst führte letztlich zur Verurteilung, sondern die Tatsache, dass er zu einer anderen Webseite verlinkte und sich damit deren „Inhalt zu eigen machte“. Darüber hinaus hat die Sparkasse Oberösterreich vom Betreiber der Seite backtofairness. at eine Gegendarstellung bewirkt, da auf dieser Seite unrichtige Tat-
D.A.S.-Vorstand Ingo Kaufmann: „Kein generelles Verbot, Verlinkungen zu teilen – aber trotzdem vorher die Inhalte prüfen.“
sachenbehauptungen standen. (Die klagende Partei wurde von Sattlegger Dorninger Steiner & Partner vertreten, die beklagte Partei durch Dorda Brugger Jordis/Sven Thorstensen.) „Selbst wenn man sich mit Äußerungen von anderen Webseiten nicht identifiziert, reicht laut diesem Urteil also bereits das technische Verbreiten von diesen“, verdeutlicht Ingo Kaufmann, Vorstand der D.A.S. Rechtsschutz AG, die Brisanz dieser Entscheidung. Sollte das Urteil standhalten und durch den OGH bestätigt werden, würde das beispielsweise Soziale Netzwerke sehr stark beeinflussen. Denn in Folge könnte man nicht nur wegen des Postens „verbotener“ Inhalte zur Verantwortung gezogen werden, sondern auch dann, wenn man nur Verlinkungen
setzt. Dabei ist es egal, ob man den Inhalt des Links kennt oder nicht. „Ein generelles Verbot, Links zu teilen, kann daraus nicht abgeleitet werden – trotzdem sollte man sich vorher genau erkundigen, welche Inhalte die verlinkte Webseite aufweist“, rät Jurist Kaufmann.
Kein rechtsfreier Raum Nur wenn man sich vergewissert habe, dass keine „verbotenen“ Aussagen getroffen werden, sei man auf der sicheren Seite. Postet man trotzdem Links zu „Verbotenem“, muss man sich zumindest über die möglichen rechtlichen Konsequenzen bewusst sein. Im Zweifel sollte man klarstellen, dass man den Link nur zwecks Information teilt, aber dass man selbst nicht die jeweilige Ansicht vertritt. Viele Nutzer, die
Buch-Tipp Accenture, A.T. Kearney, Capgemini, Steria Mummert Consulting & Co.
Geheimnisse der Markenberater Freiburg. Wie funktioniert Branding, welchen Beitrag liefert das Marketing zur Unternehmensentwicklung, und wie werden aus Mitarbeitern Markenbotschafter? Wie erfolgreiches B2B-Marketing funktioniert, lernt man am besten aus der Praxis. Die Autoren der Neuerscheinung „Reality Bites“ sind Mitglieder des deutschen Marketing Benchmark Circles (MBC), einem Netzwerk von Marketingverantwortlichen aus der Unternehmensberater- und ITBranche. Sie bieten tiefe Einblicke in ihre Best-Practice-Fälle, und die Leser profitieren von geballtem Know-how und einer Sammlung an Expertenwissen, die es in dieser Form noch nicht gab.
die gewünschten Talente richtig ansprechen, sondern auch langjährig unsere Mitarbeiter zu selbstbewussten Markenbotschaftern machen“, erklärt Thomas Becker, Dir. Marketing & Communications bei A.T. Kearney, seine Aufgabe. Dieser und anderer Fragen gehen die Autoren, allesamt gestandene Marketingexperten mit über 15-jähriger Erfahrung, schnörkellos und praxisorientiert nach. Auf theoretisches Beiwerk wird zugunsten möglichst
Ohne theoretisches Beiwerk Ein Beispiel aus dem Buch ist die neue Employer Branding-Strategie bei einer Unternehmensberatung. „Als A.T. Kearney 2012 seine Employer-Branding-Initiative startete, mit dem Ziel, sich vom Wettbewerb besser abzugrenzen und stärker aufzufallen, wollten wir nicht nur
© Haufe
Willi hamburger, mms
Linz. Das Landesgericht Linz hat kürzlich einen Internetnutzer schuldig gesprochen, da dieser im Sozialen Netzwerk Google+ eine Verlinkung zu einer kreditschädigenden Webseite gesetzt hat. Laut dem Urteil wurde dadurch der Inhalt der Webseite zum „eigenen“ Inhalt gemacht und folglich kreditschädigende Aussagen bewusst verbreitet. Konkret hatte die Sparkasse Oberösterreich den Anlageberater B. C. verklagt, weil dieser eine kreditschädigende Äußerung in Googles Social Network Google+ veröffentlicht hat und sich durch die Verlinkung auf die Webseite „backtofairness.at“ – die kreditschädigende Inhalte beinhalten soll – „deren Inhalte zu eigen gemacht“ haben soll. Dieses Posting bestand aus dem von B. C. selbst verfassten Text „Bank vs. Endkunde: 150.000 € Schaden bei einem kleinen Bürger – und die Bank kommt damit durch?” sowie einem sogenannten Snippet (Textauszug einer Website), das von Google+ beim Teilen eines Links vollautomatisch generiert wird und vom Autor auch nicht abgeändert werden kann. Das Snippet besteht aus einem Vorschaubild der Webseite www.backtofairness. at sowie dem Anrisstext „Wie die Sparkasse OÖ den kleinen Bürger nachhaltig schädigt!”
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Im Zweifel sollte man klarstellen, dass man nicht die Ansicht teilt, die im Link vertreten wird.
direkter Übersetzbarkeit der Erfahrungen in die tägliche Berufspraxis weitgehend verzichtet. So entsteht durch anschaulich beschriebene Fälle ein tiefer Einblick in den Erfahrungsschatz der Experten. Anwendungs- und Umsetzungsfehler können so vermieden und die Wirkung im eigenen Unternehmen nachhaltig gesteigert werden.
Ein konkretes Instrument Die Liste der Unternehmen, die zu Wort kommen, ist erstaunlich: Accenture, Adobe, A.T.Kearney, Capgemini, goetzpartners, HP, IBM, Microsoft, Salesforce, SAP, Spotlight, Steria Mummert Consulting und T-Systems etc. Auf 236 Seiten wird in Wort und Bild gezeigt, dass Marketing eine Wissenschaft für sich ist, deren Handwerker hier mit vielen Ideen und Strategie ihre Produkte und Services im Markt erfolgreich bewerben. Dadurch wird „Reality Bites“ zu einem echten Arbeitsinstrument. Sonja Sulzmaier, Thomas Siegner, „Reality Bites“, Haufe Verlag, ISBN 978-3-648-05695-0, 39,95 € (red)
im Internet nicht unter eigenem Namen auftreten, fühlen sich bei negativen Kommentaren unerkannt und deshalb sicher. „Selbst wenn es für Polizei und Staatsanwaltschaft schwieriger nachzuvollziehen ist, wer der Urheber des Geschriebenen ist, bedeutet diese Anonymität nicht Straffreiheit“, warnt Kaufmann. „Viele glauben, im Netz bewegt man sich im rechtsfreien Raum. Auch wenn das subjektive Recht auf freie Rede, Äußerung und Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift und Bild besteht, darf man es jedoch nicht überstrapazieren – man darf nicht alles im Internet posten. Bedrohliche, verhetzende oder gehässige Äußerungen können stets ein rechtliches Nachspiel zur Folge haben; auch im virtuellen Raum.“ pj) www.das.at
Neuer GF Michael Mall
CFS Consulting strukturiert um Dornbirn. Michael Mall wurde per 1.11.2014 neben Franz Meusburger als neuer Geschäftsführer bei CFS Consulting berufen. Mall verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Industrieerfahrung als Personal- und Werkleiter. Ab 2007 hat er für die Wiener Bereuter Consulting Effizienz- und Produktivitätssteigerungsprojekte im gesamten deutschsprachigen Bereich verantwortet; seit 2013 verstärkt Michael Mall das CFS-Team. Damit verbreitert sich das Portfolio der CFS Consulting neben dem Bereich des Compensation Management um die Themen der messbaren Prozess- und Organisationsentwicklung. Die CFS hat sich gut entwickelt und konnte neben der Betreuung von Großkunden im (halb-)öffentlichen Bereich zunehmend in mittelständischen Organisationen Fuß fassen – soeben haben die LändleConsulter einen Großauftrag zur Entwicklung eines neuen Entgeltsystems von einem der größten Arbeitgeber Österreichs erhalten. (pj) www.cfs-consulting.at
A dv i sor y: E- GOV E R N M E N T
Freitag, 7. November 2014
advisory – 53
Information und Consulting 5. LAB/IC-Kongress am 29.10. in Wien – IT-Sicherheit braucht einen gesamtstaatlichen Ansatz
Kein Ende der Digitalen Agenda PAUL CHRISTIAN JEZEK
Wien. Am 29. Oktober fand im Rahmen des 3. European Cyber Security Month ein Kongress des LAB/ IC der Bundessparte Information und Consulting zum Thema: „Wie (IT-)sicher sind wir?“ in der Wirtschaftskammer Österreich statt. Staatssekretär Harald Mahrer betonte die Wichtigkeit von CyberSecurity: „Die Abwägung von Informationsfreiheit und Datensicherheit ist ein immer wichtigeres Thema für die Zukunft.“ Mahrer strich die Chancen der Digitalen Revolution hervor: „Digitale Entwicklungen wie etwa Industrie 4.0 werden jedenfalls zu einem Strukturwandel mit vielen neuen Geschäftsmodellen führen, und dafür werden wir uns auch seitens der Bundesregierung mit aller Kraft einsetzen.“ Der Staatssekretär will demnächst mit einer neuen Digitalen Agenda Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen der Digitalen Revolution definieren.
IT-Sicherheitsstrategien
tere strategisch wichtige Schritte einleiten bzw. umsetzen können. Dass eine derartige Strategieentwicklung zur Erhöhung der ITSicherheit erforderlich ist, betonte Bernhard Schuster von der Firma Infotech EDV-Systeme. Das Thema IT-Sicherheit und Datenschutz besitzt seit der Snowden-Affäre einen hohen Aufmerksamkeitsgrad, betonte Judith Leschanz, Leiterin der National Data Privacy der A1 Telekom Austria. Sie berichtete, dass immer mehr Anfragen bezüglich des Datenschutzes und der Datensicherheit von den Kunden gestellt werden, die auch nach konkreten Schutzmaßnahmen fragen.
Einen Einblick in die Tätigkeit eines IT-Sicherheitsexperten bot Alexander Graf von der Firma IQSol. Er berichtete von Blackoutbzw. Notfallslösungen, wenn die eigentlichen Notfallmaßnahmen nicht mehr greifen. IT-Experte Markus Angermann zeigte viele praktische Anregungen für ein gutes Listing in Suchmaschinen. Jürgen Stöger illustrierte die vielen Risken im Umgang mit Smartphones, und Bundesspartenobmann-Stv. Hans-Jürgen Pollirer lieferte einen aktuellen Überblick über den Stand der politischen Diskussion zur Datenschutz-Grundverordnung. http://wko.at/ic
© WKÖ
Zahlreiche spannende praxisrelevante und rechtliche Fachdiskussionen.
Philipp Miller, Erich Möchel, Staatssekretär Harald Mahrer, Roland Ledinger, Gert-René Polli und Josef Moser (BS Information und Consulting, v.l.).
WeltMeister Österreich Das Jahrbuch zum Wirtschaftsstandort
Gert-René Polli, ehemaliger Leiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVD), erläuterte die internationale Bedrohungslage für Unternehmen: „Neben der politischen Spionage hat die Wirtschaftsspionage mittlerweile einen ebenso großen Stellenwert.“ Zusätzlich strich Polli die Notwendigkeit hervor, dass geschulte Mitarbeiter ein Hauptpunkt einer funktionierenden IT-Sicherheitsstrategie sind. Damit die Unternehmen, speziell KMU, allerdings IT-resilient werden, ist ein gesamtstaatlicher Ansatz anzustreben. Zu diesem Zweck muss der Dialog zwischen Staat und Wirtschaft weiter forciert werden. Roland Ledinger vom Bundeskanzleramt erläuterte die IKT-CyberSecurity-Strategie des Bundes. Ein Ergebnis dieser Strategie ist das Online-Sicherheitsportal, für das die Wirtschaft in Form des von der Bundessparte Information und Consulting betriebenen it-safe.at-Projekts einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Ledinger betonte, dass der Staat zwar passende Rahmenbedingungen schaffen kann, die Umsetzung von IT-Sicherheit aber in der Eigenverantwortung der Bürger und der Unternehmen liege.
ionen t a m r o f n Weiter I unter n e g n u l l e und Best
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So „läuft“ it-safe.at Dieser Gedanke wurde vom Vertreter der Bundessparte Information und Consulting, René Bogendorfer, aufgenommen, der auf die mittlerweile seit einem Jahrzehnt existierende Unterstützungsaktion it-safe.at verwies. Neben der Bewusstseinsbildung für das Thema, das in letzter Zeit durch die internationalen Vorkommnisse immer aktueller wird, geht es nun darum, diese Awareness in konkrete Handlungen umzusetzen. Eine Vielzahl an Ratgebern für spezielle Zielgruppen wie (Mitarbeiter von) KMU sowie EPU helfen, eine erste Risikoeinschätzung und konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der ITSicherheit zu treffen. Darauf aufbauend, empfiehlt die Wirtschaftskammer aber die Heranziehung von IT-Sicherheitsexperten, die das IT-System im Unternehmen analysieren und wei-
das erste umfassende Jahrbuch zu folgenden Themen: • Österreichs Exportwirtschaft – Österreichs Weltmarktführer auf einen Blick • Industriestandort Österreich – was Weltmarktführer für Rahmenbedingungen brauchen • Hochtechnologie und Forschungsstandort – wo finden sich die Weltmeister der Zukunft
Projektleitung: Mag. Erich Danneberg, MAS | Tel: 01 / 919 20 2224 | e.danneberg@medianet.at
medianet Inside Your Business. Today.
A DV I SOR Y: R E POR T
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Freitag, 7. November 2014
Entrepreneurship „Wir brauchen unternehmerisch denkende und handelnde Mitarbeiter“ – das betonen fast alle Firmen
Unternehmer oder Manager? Können gute Manager zugleich auch gute Unternehmer sein – und vice versa? „Entrepreneurial Managements“ unter der Lupe.
Gestalter und Verwalter Drucker unterscheidet den Manager-Angestellten vom Unternehmer-Angestellten mit folgendem typologischen Ansatz: • Ein Manager befasst sich mit dem Bestehenden. Er verbessert und optimiert – die Produkte, Prozesse, Beziehungen, Organisation. Dabei wirkt er nicht nur als „passiver“ Verwalter. Er ist aktiv, verantwortungsvoll und initiativ – jedoch stets im Rahmen des gegebenen Geschäfts. • Ein Unternehmer betreibt das, was Schumpeter „die kreative Zerstörung“ nannte. Er stellt alles dauernd infrage, macht den Grüne-Wiese-Ansatz und kennt das Argument „Bisher hat man es immer so gemacht“ nicht. Er stellt das bestehende Geschäftsmodell auf den Kopf und kennt keine Tabus. Er passt auch nicht in Routinearbeiten. Sobald etwas funktioniert, verliert er das Interesse und sucht neue Herausforderungen. Druckers Definition des Entrepreneurs sprengt die gängige Vorstellung vom Unternehmer, der selbstständig ein kleines Geschäft führt. Entrepreneurship macht Drucker auch in großen etablierten Unter-
nehmen und in der öffentlichen Verwaltung aus. „Größe“ ist für ihn kein Hindernis für unternehmerisches und innovatives Denken und Handeln. Für Drucker ist Entrepreurship primär der Ausdruck einer bestimmten Haltung. Für einen Entrepreneur ist Veränderung das Normale, und im Wandel sieht er die Chance für Innovation. Und: Jeder fähige Manager kann auch als Entrepreneur wirken.
Systematische Innovation Drucker will nicht Unternehmer gegen Manager ausspielen. Im Gegenteil: Beide Funktionen ergänzen sich für ihn zwingend. Ein Unternehmen, das nur Manager hat, verändert sich zu wenig. Es verpasst Technologiesprünge oder Umwälzungen im Kundenverhalten. Und ein Betrieb mit lauter Unternehmern? Es kommt auf keinen grünen Zweig, weil immer etwas Neues versucht wird und Managementkenntnisse fehlen.
„Ein Betrieb mit lauter Unternehmern kommt auf keinen grünen Zweig, weil immer etwas Neues versucht wird und Managementkenntnisse fehlen.“
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Zürich. Zwischen Unternehmern und Managern besteht ein gravierender Unterschied: Der klassische Unternehmer ist auf sich gestellt. Er trägt die Verantwortung und Risiken für sein Unternehmen und sein Handeln. Ein Manager hingegen ist in erster Linie ein Angestellter. Er bezieht jeden Monat sein Gehalt. Er trägt das Risiko für seinen eigenen Marktwert, nie aber die volle Verantwortung für die Risiken, die er für das Unternehmen eingeht. Was ist angesichts dieses Befunds vom Unternehmertum im Unternehmen zu halten? Alles nur Wunschdenken, ein Thema für theoretische Abhandlungen? Um diese Fragen zu beantworten, lohnt es sich, den 1985 erschienenen Klassiker „Innovation and Entrepreneurship“ von Peter F. Drucker zu Rate zu ziehen.
© Panthermedia.net/Arne Trautmann
IGNAZ FURGER
IGNAZ FURGER
Auf Basis dieser Erkenntnis entwickelte Drucker sein Konzept des „Entrepreneurial Managements“. So wie der Manager mit Methoden und Tools arbeitet, soll auch der Entrepreneur systematisch vorgehen und bewährte Prinzipien und Methoden anwenden. Entrepreneurial Management bedeutet demnach, systematisch Innovation
Intrapreneurship ist für die Firmen von wachsender Bedeutung
Unternehmerisch denken Wien. Die Hälfte der österreichischen Arbeitnehmer (50%) ist überzeugt: Flexibilität im Alltag ist der Schlüssel zum Erfolg. Sie motiviert, schafft mehr Raum für eine gesunde Work-LifeBalance und gibt Angestellten Energie für neue Projekte. Gerade der letzte Punkt ist interessant, fördert er doch das unternehmerische Denken in der eigenen Firma. Dieses sogenannte Intrapreneurship ist für Organisationen von wachsender Bedeutung: Angestellte sollten mehr dazu ermutigt werden, an der Gestaltung des Unternehmens aktiv teilzunehmen. So sind sie ein Motor für Innovation. In einer Regus-Studie gaben vor Kurzem weltweit 19.000 Geschäftsinhaber und Führungskräfte in 98 Ländern an, welche Maßnahmen ein unternehmerisches Denken und Handeln bei Angestellten am meisten fördern und was bereits umgesetzt wird. Die wichtigsten Studienergebnisse im Überblick: • Vernetzung hilft: 27% der Befragten gaben an, dass Networking über das firmeneigene Intranet ein treibender Faktor für Innovation ist. • Unternehmertum ist männlich: Nur 12% sind der Meinung, dass das Entrepreneurship unter Frauen steigt. • Viel zögern und zaudern: Gerade einmal 5% sagen, dass Mitarbeiter ihrer Firma wiederholt neue Projekte anstießen. • Aufbruchsstimmung: 80% der Befragten haben in den vergangenen fünf Jahren ein vermehrtes unternehmerisches Denken und Handeln beobachtet. Zu den ersten Schritten, die in österreichischen Unternehmen bereits unternommen werden, zählen Weiterbildungsprogramme für Mitarbeiter (40%). Ferner stellen 51% der Firmen Teams zusammen, deren Mitglieder über ganz unterschiedliche Funktionen und Fähigkeiten verfügen. Ein weiterer Anreiz für unternehmerisches Denken und Handeln ist der leichtere Austausch mit der Geschäftsleitung, wie er in 30% der Fälle schon realisiert wird.
zu betreiben. Denn Innovationen ergeben sich nur selten spontan aus genialen Ideen; sie beruhen zu über 90% auf gezielter, organisierter Innovationsarbeit. Für Drucker ist „unternehmerisches Management“ einerseits eine Disziplin, die spezifische Konzepte und Methoden anwendet und sich erlernen lässt. Andererseits erfordert Entrepreneurial Management, dass die organisatorischen Voraussetzungen für erfolgreiche Innovationsarbeit geschaffen werden. Und die Unternehmenslei-tung? Sie hat dafür zu sorgen, dass ein Betrieb für Innovation offen ist und muss hierfür die nötigen Strukturen schaffen. Für das Top-Management von Unternehmen bedeutet Druckers Konzept des Entrepreneurial Managements vor allem: Das Innovationsmanagement ist im Unternehmen als Handwerk zu etablieren, damit Innovation auch praktisch realisierbar wird. Das hat weitreichende Konsequenzen für die Unternehmensführung. Strategieentwicklung: Es muss klar aufgezeigt werden, wie viel Wachstum das bestehende Geschäft noch hergibt, um danach das strategische Innovations-Gap zu schließen. Dabei sollten das bestehende und das neue Geschäft getrennt werden. Während das Bestehende zur Umsetzung in die Linie gegeben wird, benötigt das neue Geschäft besondere Sorgfalt; hier können die unternehmerischen Mitarbeiter sich entfalten.
Organisation: In der Organisation müssen Freiräume für unternehmerisches Denken und Handeln geschaffen werden. Aber auch Abgrenzungen sind nötig, damit das bestehende Geschäft nicht dauernd infrage gestellt wird. Ein erfolgreiches Unternehmen schöpft das bestehende Geschäft aus und schafft zugleich Neues. Personalentwicklung: Mitarbeiter haben unterschiedliche Fähigkeiten. Für deren Nutzung gilt das Prinzip „auf Stärken aufbauen“. Eine Evaluation der Denkstile und Verhaltenspräferenzen sowie Kompetenzen und Stärken der Mitarbeiter hilft, diese richtig einzusetzen. Controlling: Für Start-ups sind der Kundennutzen und die relative Qualität wichtiger als Umsatz und Ergebnis. Während 2% Umsatzzuwachs in einem stagnierenden Markt ein gutes Ergebnis sein kann, muss die gleiche Kennzahl für ein neues Geschäft viel höher liegen. Innovationscontrolling unterscheidet sich deshalb grundsätzlich vom klassischen Controlling und muss getrennt geführt werden.
Start-ups inside realisieren Bei seinen Planungen muss das Top-Management zudem bedenken: Unternehmerisch denkende und handelnde Mitarbeiter fallen, ebenso wie Top-Manager, nicht vom Himmel. Sie müssen entwickelt werden – zum Beispiel, indem die Unternehmens- oder Bereichsleitung Mitarbeiter mit dem nötigen Potenzial gezielt in die Strategieentwicklung integriert. Oder indem sie im Unternehmen Start-ups schafft, in denen der Führungsnachwuchs seine unternehmerischen Fähigkeiten und Fertigkeiten austesten und entfalten kann. www.furger-partner.com
der autor Ignaz Furger ist Inhaber des Beratungsunternehmens Furger und Partner AG Strategieentwicklung, Zürich, sowie Autor des Hand- und Arbeitsbuchs „Leitfaden Strategie“, das eine praktische Anleitung für das eigenständige Entwickeln und Umsetzen von Unternehmensstrategien gibt.
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Freitag, 7. November 2014
advisory – 55
Top-Trend ECM-Systeme zur Dokumenten- und Prozessverwaltung entwickeln sich immer mehr zum Standard
ECM-Systeme werden von den Firmen inzwischen beinahe ebenso häufig eingesetzt wie ERP-Systeme.
• Zentralisieren Sie Ihre Lösung! Bei der Frage nach den Gründen für die Einführung eines ECMSystems wird an erster Stelle das Bedürfnis nach einer zentralen Lösung genannt (69%). Die Systemkonsolidierung gewährleistet in der Regel eine bessere Verfügbarkeit von Daten, höhere Sicherheit und niedrigere Wartungskosten. • Vergrößern Sie Ihren Geschäftsradius! 61% der Unternehmen haben sich
Arbeitsschritte entfallen. Daten, die bei der Bearbeitung von Dokumenten entstehen, werden direkt in andere Systeme übernommen, ohne dass sie manuell übertragen werden müssen. Zugang zu Geschäftswörterbüchern innerhalb dieser Systeme gewährleistet zudem eine höhere Datenqualität und -kohärenz. • Ü berzeugen Sie die System benutzer! Die eindeutig größte Hürde für Implementierungsprojekte, die zweimal häufiger genannt wird als andere Faktoren, ist die Hemmschwelle der Systembenutzer und Unternehmen (52%) gegenüber der Neueinführung eines Systems. Durch klare Ansagen der Führungskräfte, die Einbeziehung von Vertretern wichtiger Unterneh-
entschlossen, die Lösung in mehreren Geschäftsbereichen einzusetzen bzw. haben die umgesetzte Implementierung zu einem späteren Zeitpunkt erweitert. Aus einem größer angelegten Einsatzgebiet resultierte in den meisten Fällen eine höhere Rendite (ROI). • Integrieren Sie mit bestehenden Systemen! Die Integration eines ECM-Systems mit anderen im Unternehmen eingesetzten Kernsystemen (ERP, CRM, HRM) trägt zu niedrigeren Lizenzkosten bei, was von 62% der Befragten bestätigt wurde. Ein weiterer Vorteil ist die Optimierung von Prozessen rund um die Erfassung und Aufbereitung von Daten für die Weiterverarbeitung in anderen IT-Systemen eines Unternehmens, wodurch unnötige
Unterm Strich Die Ergebnisse aus der IDC-Befragung belegen eindeutig, dass sich die Einführung eines ECMSystems bei der großen Mehrheit der Unternehmen (74%) positiv auf den ROI ausgewirkt hat. Die Erfahrungen der befragten Unternehmen und die Schlussfolgerungen, die sich daraus ableiten lassen, können bei zukünftigen Entscheidungen zum Thema ECM als Grundlage dienen. Etwas fällt dabei besonders auf: ECM wird immer mehr zu einem rentablen Standardtool, das die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens stärkt und dabei nicht „nur“ Dokumente verwaltet, sondern unternehmenswichtige Prozesse steuert. (pj) www.comarch.de
Service Was man rund ums Fluggepäck beachten muss
München. Infor baut die Geschäfte mit Ferrari aus: Die Kultmarke unter den Automobilherstellern schafft nach Infor LN jetzt auch Infor Sales & Operations Planning an, um eine schnellere Entscheidungsfindung im Planungsprozess der Supply Chain zu realisieren. S&OP bietet automatisierte Workflows, die Ferrari helfen, den Informationsfluss von der Nachfrage bei rund 200 Händlern bis in die Produktion sicherzustellen.
Wien. Eine Flugreise verläuft nicht immer nach Plan: Das Gepäck kann verloren gehen, beschädigt werden oder kommt verspätet an. „Zuerst muss man den Vorfall melden, indem man noch am Flughafen das PIR–Formular (Property Irregularity Report) ausfüllt“, rät ÖAMTCJuristin Eva Unger. „Erhältlich ist dieses meist am Schalter des Gepäckdienstes. Eine Kopie sollte aufbewahrt werden. Die anschließende Anzeige bei der Fluglinie er-
Infor beschleunigt Ferrari
Schadenersatz bis 1.300 € möglich
Mit verbesserter Datengenauigkeit, standardisierten Planungsund Kommunikationsprozessen sowie weiterentwickelter Funktionalität ermöglicht es Infor S&OP Ferrari, Veränderungen in der Nachfrage bei Händlern nachzuverfolgen und den Produktionsplan entsprechend anzupassen. Gleichzeitig hilft die Lösung, die Steuerung, Freigabeprozesse und Regelkonformität zu verbessern. Unter dem Strich kann Ferrari so schneller auf neue Kundenanforderungen reagieren.
„Für solch eine renommierte Marke ist es wichtig, dass jeder Teilprozess zur höchsten Qualität beiträgt“, erklärt Michael Weidel, Director Strategic Solutions bei Infor. „Angesichts der internationalen Nachfrage nach den Sportwagen von Ferrari ist es zwingend notwendig, dass das Werk in Maranello akkurate Informationen darüber bekommt, was die Händler an individuellen, personalisierten Autos anbieten.“ (pj) www.infor.de
© APA/Barbara Gindl
Die Abläufe in Maranello
© dpa/A3399 Arne Dedert
Wien. Der durchschnittliche Chief Executive Officer (CEO) von heute ist ein 54-Jähriger Mann, der in Harvard, Oxford oder Cambridge studiert hat – das ist das Ergebnis einer umfassenden Datenauswertung durch Qlik, einen Anbieter anwendergesteuerter Business Intelligence (BI). Die Datenanalyse ergab u.a., dass • 96% der weltweiten CEOs männlich sind, • Indien mit 8% (vor UK und Australien) den höchsten Anteil weiblicher CEOs hat, während sämtliche CEOs in Japan und Hongkong Männer sind, • 92% der CEOs einen Universitätsabschluss besitzen, • ein Drittel der CEOs in der Schweiz nicht die Schweizer Nationalität haben, während z.B. 80% der CEOs in Deutschland dort auch geboren sind. „Where Do CEOs Come From“ ist eine interaktive QlikViewApplikation, die online – auch für Smartphone und Tablet – zur Verfügung steht. (pj) wheredoceoscomefrom.com
Enterprise Content Management – hier die 6 wichtigsten Tipps für den ECM-Einsatz.
Supply Chain In Maranello wird der Speed gesteigert
Die Supply-Chain-Performance bei Ferrari wird um bis zu 40% verbessert.
Neue Anwendung von Qlik analysiert global den Hintergrund von CEOs.
Verspätetes Gepäck: „Overnight-Kit“ hilft, Wichtiges gehört ins Handgepäck.
folgt am besten schriftlich und so schnell wie möglich.“ Verspätetes Gepäck muss innerhalb von 21 Tagen ab Übergabe gemeldet werden, bei einer Beschädigung hat man bis zu sieben Tage nach Erhalt des Gepäcks Zeit. Für einen verlorenen, beschädigten oder verspätet gelieferten Koffer haften Fluglinien höchstens mit etwa 1.300 €. Unger: „Bei Gepäckverlust besteht Anspruch auf Schadenersatz nur auf den jeweiligen Zeitwert der Gegenstände, nicht auf den Wert bei Neuanschaffung.“ Kommt der Koffer verspätet an, geben die Fluglinien in der Zwischenzeit entweder ein „Overnight-Kit“ aus oder sie bieten teilweise Ersatz für die Anschaffung der notwendigsten Dinge, wie Toiletteartikel und Kleidung. Grundsätzlich haftet das Luftfahrtunternehmen für Schäden durch Verspätung bei der Beförderung von Reisegepäck. Kann die Airline aber beweisen, dass sie alles Zumutbare getan hat, um den Schaden zu vermeiden oder die Ergreifung dieser Maßnahmen unmöglich war, geht der Passagier möglicherweise leer aus. www.oeamtc.at/rechtsberatung
update forciert Customer Experience
© update software AG/Friesenegger
Zentralisierung angeraten
mensbereiche in das Implementierungsprojekt sowie die Umsetzung von Pilotprojekten lassen sich derartige Hemmschwellen abbauen. • Suchen Sie sich einen kompetenten IT-Anbieter! Für die erfolgreiche Projektumsetzung ist ein kompetenter und erfahrener IT-Anbieter von großer Bedeutung. Der IT-Anbieter berät u.a. bei der Auswahl geeigneter Systemkomponenten und bei der Modellierung von Geschäftsprozessen, erarbeitet Integrationsvorschläge, organisiert Systemschulungen für die Benutzer, bietet Unterstützung während der Stabilisierungsphase und trägt die Verantwortung für die Systemwartung und die weitere Systementwicklung. Aus diesem Grund spielen die Erfahrung und Stabilität des ITAnbieters sowie die Möglichkeit einer langfristigen Zusammenarbeit bei der Entscheidung eine übergeordnete Rolle.
© Panthermedia.net/Kheng Ho Toh
Dresden. ECM-Systeme werden mittlerweile beinahe ebenso häufig eingesetzt wie ERP-Systeme. Zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen IDC befragte Comarch die Führungskräfte von 150 mittelständischen und Großunternehmen in Europa zu ihren Erfahrungen mit der Implementierung von ECM-Systemen: • F okussieren Sie sich auf Prozesse! Bisher wurden ECM-Systeme vorrangig zur Digitalisierung und Archivierung von Dokumenten genutzt. ECM-Komponenten zur Digitalisierung von Dokumenten befinden sich bei 79% der befragten Unternehmen im Einsatz, 57% nutzen ECM-Tools zur Archivierung von Dokumenten. Diese beiden Aspekte sind zwar sehr wichtig, verlieren in der Praxis aber immer mehr an Bedeutung. In den Fokus rücken zunehmend dokumentenbasierte Prozesse (49%), da diese im Gegensatz zur reinen elektronischen Archivierung eine deutliche Steigerung der Mitarbeitereffizienz bewirken und den ROI positiv beeinflussen. Diese beiden Vorteile waren bei 53% der Unternehmen für die Einführung einer ECM-Lösung ausschlaggebend.
Die CEOs der Welt auf einen Blick
© Panthermedia.net/Dennis Reum
Wie Enterprise Content Management richtig „läuft“
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Christian Stadlmann, Chief Sales Officer und Vorstand bei update.
Wien. Die an der Frankfurter Börse gelistete update software AG passt die Unternehmensstrategie in Richtung Customer Experience (CX) an. Wie von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, sollen für diese Strategie die Vorteile genutzt werden, die sich durch den neuen Mehrheitseigentümer Aurea ergeben. update will sich somit künftig stärker auf Beratungs- und Serviceleistungen für Bestandskunden rund um CX konzentrieren. Dieser Ansatz verfolgt das Ziel, möglichst innovative und unkonventionelle Kundenerfahrungen an allen Kontaktpunkten mit den Endkunden umzusetzen. Dazu bedürfe es mehr als „nur“ CRM: Es sei notwendig, die generierten Kundendaten intelligent zu analysieren, um daraus Maßnahmen abzuleiten, die einen unmittelbaren Mehrwert für die Kunden darstellen, erklärt CSO und Vorstand Christian Stadlmann. „Für unsere Kunden und Partner ergeben sich durch unsere erweiterte Strategie viele Vorteile.“ (pj) www.update.com
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56 – advisory
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Linde offeriert Bankund Kapitalmarktrecht
Freitag, 7. November 2014
Beratung Alternativen zum klassischen Bankkredit wie Crowdfunding, Venture Capital, Business Angels, etc.
Wo sind die Alternativen?
Danach diskutieren Ralf Kunzmann, Chef des austria wirtschaftsservice (aws) Gründerfonds, Werner Wutscher, Gründer und Chef von New Venture Scouting, die Investment-Managerin der
Performance-Marketing Mobile Werbeplattform
Generationswechsel Nachfolger von Walter Hintringer
Wien. Herbst Kinsky hat die Matomy Media Group Ltd beim Erwerb der Mobfox Mobile Advertising GmbH vertreten. Die Transaktion hatte ein Volumen von 17,6 Mio. USD (mehr als 14 Mio. €). Mobfox wurde 2010 vom Jungunternehmer Julian Zehetmayr in Wien gegründet und gilt als führende europäische mobile „programmatic advertising platform“.
Innsbruck. Nach zwei Jahrzehnten bei der KSV1870-Niederlassung Innsbruck hat sich Walter Hintringer in den Ruhestand verabschiedet und an Klaus Schaller (37) übergeben, der nun die Interessen der KSV-Mitglieder in Tirol vertritt, Insolvenzfälle verhandelt und als zentraler Ansprechpartner für Medien in Bezug auf Gläubigerschutzthemen agiert. Nach zwei Studien (Betriebswirtschaft und Rechtswissenschaften) startete Schaller seine berufliche Laufbahn als Rechtsanwaltsanwärter in der Kanzlei Hochstaffl & Rupprechter Rechtsanwälte GmbH in Wörgl, wo er u.a. im Rahmen von Masseverwaltungen eine Vielzahl von Insolvenzen bearbeitet hat. 2008 ging Schaller als leitender Insolvenzreferent für Tirol und
Wien. Am 19.11. von 9 bis 17 Uhr wird Katharina Müller im Hotel Mercure Wien Westbahnhof u.a. auf das Leistungsänderungsrecht im Zusammenhang mit Bauzeit-Forcierung, Dokumentation und Preisgrundlagen des Vertrags eingehen. Gerald Goger (Swietelsky) beleuchtet die Gründe für gestörte Bauabläufe und Produktivitätsverluste sowie das Ursachen-Wirkungs-Prinzip. (red) www.wmlaw.at
Kinsky wurde bei der Transaktion von Phillip Dubsky geleitet; weitere Mitglieder waren Alina Regal und Alexander Weber. (red)
60 Milliarden Werbeflächen Die Matomy Media Group wurde 2007 gegründet und liefert mit neun Niederlassungen und mehr als 400 Mitarbeitern weltweit jeden Monat 60 Mrd. Werbeflächen für rund 500 der weltweit führenden Werbetreibenden. Das Beratungsteam von Herbst
© DLA Piper
© Willheim Müller Rechtsanwälte
Herbst Kinsky & der Mobfox-Deal
Baurechtsexpertin Katharina Müller, Rechtsanwältin Willheim Müller RA.
Kunzmann: „Alternative Unternehmensfinanzierungen – gibt’s die und wo sind sie?“
Anwalt Phillip Dubsky ist seit einem Jahr Equity Partner bei Herbst Kinsky.
STARKES COMEBACK FÜR BRIGITTE SAMMER
Vorarlberg zum Österreichischen Verband Creditreform. 2014 wechselte er nun als neuer Niederlassungsleiter zum KSV1870. (pj)
Klaus Schaller ist neuer Leiter der KSV1870-Niederlassung Innsbruck.
Menschen, über die man spricht
Raimund Juriga Enterprise-IT vom Feinsten Wien. Ab 10.11.2014 verstärkt Raimund Juriga (54) den Geschäftsbereich lbase von Imtech ICT Austria als Leiter Kundenprojekte. In dieser Rolle trägt er die Ergebnisverantwortung für das gesamte Projektgeschäft der Transport- und Warehouse-Management-Software, von der Neueinführung bis zu Projekterweiterungen bei Bestandskunden. Juriga verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bereich IT und Logistik, u.a. bei Porsche Informatik und IBM. Zudem hatte er mehrere Management-Funktionen bei Quehenberger Logistics inne und übernahm nach der Restrukturierung die Verantwortung über die IT-Infrastruktur. In seiner letzten Position fungierte er als Director IT für das Geschäftsfeld Solutions der Logwin AG, bevor er zu Imtech ICT Austria wechselte. (red)
© SparxSystems
EIN NEUER V Ö SI -P R Ä SID E N T
© TaylorWessing e|n|w|c Rechtsanwälte
2002 hat sie die Sozietät als Konzipientin verlassen, nun ist Brigitte Sammer (44) als Partnerin zu TaylorWessing e|n|w|c Rechtsanwälte zurückgekehrt. Die Juristin verstärkt das CEE Corporate/M&A Team und wird darüber hinaus ihr Spezialgebiet, das Vereinsrecht, als weiteres Geschäftsfeld innerhalb der Sozietät aufbauen. Aufgrund ihrer Erfahrung unterstützt die gebürtige Wienerin zudem das Employment-Team in Corporate Employment-Fragen. „Die Anzahl der Vereine hat sich in den letzten 50 Jahren fast verdreifacht. Derzeit gibt es in Österreich weit mehr als 100.000 eingetragene Vereine und das nicht nur in Sport und Kultur. Branchenübergreifend wird der Verein als Instrument in Unternehmensstrukturen künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen“, ist TaylorWessing e|n|w|c Managing Partner und Head of Corporate, Raimund Cancola, überzeugt. „Wir freuen uns daher besonders, mit Brigitte Sammer eine absolute Expertin auf dem Gebiet bei uns zu haben.“ (red)
Karriere bei den Kreditschützern
© Tom Bause
Seminar „Der gestörte Bauablauf“ am 19.11.
Tipps & Tricks für die Praxis
Bei der 28. ordentlichen Generalversammlung des Verband Österreichischer Software Industrie (VÖSI) wurde ein neues Führungsteam gewählt und dabei Peter Lieber (SparxSystems Software GmbH) zum neuen Präsidenten bestimmt. Lieber ist mehrfacher Unternehmensgründer in der Softwarebranche und kennt daher die Herausforderungen in diesem Umfeld sehr gut aus eigener Erfahrung. Er wird von den Vizepräsidenten Andreas Rosenthal (TechTalk) und Klaus Veselko (Software Quality Lab) unterstützt.
PART NER B EI TPA H OR WATH
Wolfgang Piribauer (43) hat einen bedeutenden Karriereschritt getan und unterstützt TPA Horwath Austria mit seiner Expertise ab sofort als Partner. Der Steuerberater hat sich auf die Rechtsformoptimierung, die Sozialversicherungsberatung und die Beratung von KMUs spezialisiert. Der gebürtige Niederösterreicher agiert auch als kooptiertes Mitglied des Fachsenats für Steuerrecht der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, ist Autor von Fachbeiträgen und Vortragender.
© Imtech
AUFSTI EG B EI GEKKO © Daniela Zidek
Wien. Am 4. November hat der Linde Verlag gemeinsam mit der Österreichischen Bankwissenschaftlichen Gesellschaft (BWG) im Rahmen des diesjährigen Forums für Bankrecht das neue Lindeonline-Themenpaket für Bank- und Kapitalmarktrecht präsentiert. Das Startpaket beinhaltet neben der renommierten Fachzeitschrift BankArchiv rund 30 Fachbücher und Kommentare anerkannter Experten. (red) www.lindeverlag.at
Crowdinvesting-Plattform Conda, Karin Brauneis-Ryan, und Unternehmensberater Michael Horvath darüber, welche Netzwerke und Plattformen zurzeit besonders zielführend sind. „Die Zukunft der Unternehmensfinanzierung für Start-ups liegt in der Eigenkapitalfinanzierung; Crowd Investing ist dabei für Endverbraucher-Geschäftsmodelle ein geeignetes, innovatives Finanzierungsinstrument“, sagt BrauneisRyan. „Wir unterstützen Unternehmen schnell und unkompliziert, gerade in der Gründungs- und ersten Wachstumsphase, in der Start-ups dringend auf eine Finanzierung und rasches Handeln angewiesen sind“, verspricht Kunzmann. Die Veranstaltung findet am 12.11. ab 18 Uhr im Wifi der WK Wien am wko campus, 1180 Wien, Währinger Gürtel, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. (pj) www.wifiwien.at/32157014
© Mediendienst.com/Foto Wilke
Linde-GF Eduard Müller (l.), Markus Bunk, designierter GF der BWG.
Wien. Der Consulter Anton Nord (h&n Unternehmensberatung, Sprecher der Experts Group Bonitätsmanagement und Controlling der Fachgruppe UBIT der WKO) wird über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten referieren und den Unternehmern den Weg zu der für sie passenden Variante ebnen. „Vor allem für KMUs ist eine gute Vorbereitung wegweisend, um die Finanzierungspartner anzusprechen, die zum jeweiligen Konzept passen. Der erste Eindruck ist entscheidend, eine zweite Chance gibt es oft nicht mehr“, rät Nord.
© TPA Horwath/St. Huger
© Daniel Hinterramskogler
Kostenlose Wifi-Veranstaltung über alternative Unternehmensfinanzierungen am 12. November.
Daniela Zidek (30) avanciert beim Wiener IT-Dienstleister Gekko itsolutions zur Marketingchefin. Ihr Fachwissen erwarb Zidek in mehreren Studiengängen: Den Lehrgang „Executive Management“ schloss sie an der Uni Wien mit „Master of Science“ ab. Ebenfalls 2009 absolvierte sie den Lehrgang für Werbung und Verkauf an der Wiener WU. Neben Fortbildungen an der Werbe Akademie und am Wifi Wien wurde ihr auch der Bachelor of Arts in „Graphic and Textile Design“ an der University of Derby verliehen.
medianet
inside your business. today.
Freitag, 7. November 2014 – 57
Konica Minolta stellt 10 Millionen € für europäische Startups zur Verfügung Seite 60
Elektronische Rechnung
Heuer wurden mehr als 600.000 E-Rechnungen an den Bund gestellt Seite 61
Business tauglich Fujitsu Lifebook E554 im Test
© Fujitsu
Startup-Förderung
© BMF/citronenrot.at
© Konica Minolta
technology Steigende Budgets für IT-Qualitätssicherung
© Microsoft
short
© Intel
Wien. Infolge der kürzlichen Markenänderungen (bedingt durch den Kauf von Nokia durch Microsoft) wurde diese Woche die „Nokia Kamera App“ in „Lumia Camera“ umbenannt. Dabei handelt es sich um einen reinen Namenswechsel, der keine neuen oder erweiterten Funktionen mit sich bringt. Das angekündigte Lumia Camera Update mit den Funktionen Moment Capture und Rich Capture wird später in diesem Jahr im Rahmen des Lumia Denim Updates für das Lumia 830, Lumia 930 und Lumia 1520 ausgerollt. www.nokia.com
© panthermedia.net/Rawpixel
San Francisco/Wien. Intel hat die Gewinner der Intel „Make It Wearable“ Challenge bekannt gegeben. Hauptpreisträger ist das Team „Nixie“ unter Leitung des deutschen Tüftlers Christoph Kohstall (Bild). Nixie ist die erste fliegende Kamera, die um das Handgelenk getragen werden kann. Das auf Intel Edison basierende Armband kann in die Luft fliegen und von dort aus verschiedenen Perspektiven Fotos machen, die sich sonst mit keiner anderen Kamera einfangen lassen. Mit dem Preisgeld von einer halben Mio. USD will das Team sein Produkt erfolgreich zur Marktreife bringen. flynixie.com
Erst der Test, dann die Implementierung Laut Capgemini und Sogeti wenden die Unternehmen erstmals mehr Mittel für die Qualitätssicherung neuer Software auf als für die Erhaltung ihrer bereits etablierten IT-Infrastrukturen. Seite 58 Wooderoo Partner im deutschsprachigen Raum gesucht
Oracle Kommende Woche findet der Oracle Day 2014 statt
Wien. Woodero, der Hersteller von Vollholz-Schutzhüllen für Smartphones und Tablets, erweitert sein Vertriebsnetz im deutschsprachigen Raum und ist auf der Suche nach selbstständigen Vertriebspartnern sowie Einzel- und Großhändlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „WooderoCovers und Cases kann man mit dem Namen der Firma oder der Person individuell branden lassen“, sagt Woodero-CEO Andreas Brandner, der Verkaufstalente, Shops, Boutiquen und Elektronik-Fachhändler sucht, die den Markenaufbau „Woodero“ mit vorantreiben wollen. www.woodero.at
Wien. Am 11. November lädt der Softwarekonzern Oracle zum Oracle Day 2014 ins Austria Trend Hotel Park Royal Palace Wien. Die kostenlose Veranstaltung (eine Registrierung ist notwendig) wird mit einer Keynote zu den Auswirkungen der Digitalen Disruption von Senior Vice President Andrew Sutherland eröffnet. ÖsterreichGeschäftsführer Martin Winkler gibt ein Update zur Oracle Open World 2014, in zwei Parallel-Sessions werden Oracle-Technologien und Cloud-Applikationen erläutert. Das Tagesprogramm dauert von 9 bis 17 Uhr. oracle.com/ goto/oracleday/vienna2014
Bietet „Holzschuhe“ für Tablets: Woodero-CEO Andreas Brandner.
© Oracle
Wien. Laut einer aktuellen Kaspersky-Analyse hat sich die Anzahl mobiler Schadprogramme seit Jänner 2014 verdoppelt. Die Mehrzahl der Angriffe richtet sich fast ausschließlich gegen Geräte mit Android-Betriebssystem. Insgesamt kennt Kaspersky Lab derzeit 429.830 einzelne mobile Schädlinge, Anfang des Jahres 2014 waren es noch 200.000, die sich auf über 900 Schädlingsfamilien verteilen. www.kaspersky.de
© Woodero/Clemens Fabry
© kaspersky.de
Erweiterung des Vertriebsnetzwerks Konvergenz und digitaler Wandel
Bereitet den Oracle Day vor: Österreich Geschäftsführer Martin Winkler.
C ov e r
58 – medianet technology
Freitag, 7. November 2014
World Quality Report Testen neuer IT-Landschaften wird für Unternehmen wichtiger als die Sicherung von Altsystemen
gastkommentar
IT-Qualitätssicherung wird zur Unternehmensfunktion
Preisträger aus Österreich
© BKA
Die Qualität von Big Data- und Cloud-Initiativen spielt in den IT-Budgets eine immer wichtigere Rolle. mensreputation und Markenwert haben, angefeuert durch direktes Feedback der Endnutzer online und via Social Media“, kommentiert Schmid.
chris haderer
D
er UN World Summit mobile content Award: 500 Einreichungen aus fast 100 UN-Mitgliedsstaaten, acht Kategorien, sechs „short listed“-Kandidaten aus Österreich und ein Gewinner: „Cure Runners“ vom Wiener Startup Three Coins. Ein vergessenes Paradies mitten im Pazifik. Die Insel birgt ein Geheimnis, das die ganze Welt verändern könnte: Cure, das ultimative Heilmittel? Vor den Augen der Welt verborgen, schmiedet William Rayne an seinem Vermächtnis. Der Gründer von Raynebow Island will allen Menschen Zugang zu Cure verschaffen. Sein Konzern, die Raynecoat Corporation, sorgt auf der Insel für Arbeit, Sicherheit und Ordnung – doch der Abbau von Cure fordert seine Opfer. Ein buntes Abenteuer, das Jugendlichen etwas ganz Wichtiges unbewusst, spielerisch beibringt – den Umgang mit Geld. Und ein Beispiel dafür, dass die MultimediaSzene in Österreich lebt. Das innovative Apps, effizientes eGovernment, kundenorientiertes eCommerce, lebendige eCulture, nachhaltige Computerspiele und eLearning in der Alpenrepublik nicht nur beheimatet sind, sondern international „made in digital austria“ ein erfolgreicher Markenname ist. Infos: www.wsa-mobile.org
Kundentoleranz sinkt
Neue Anwendungen
© Capgemini Österreich
Berlin/Wien. Der Aufbau und die Integration neuer IT-Infrastrukturen gehören zu den sensiblen Bereichen in Unternehmen. Von ihrer Funktionalität hängt nicht zuletzt der reibungslose Ablauf von Geschäftsprozessen ab – und diese wiederum sind essenziell für das Kerngeschäft des jeweiligen Betriebs. IT-Landschaften werden in der Regel daher nicht einfach in Betrieb genommen, sondern müssen zuvor umfangreichen Tests unterzogen werden, um spätere Fehler auszuschließen. Diese Testphase kann durchaus zum Kostenfaktor werden – ist aber notwendig. Diese Botschaft scheint in den Unternehmen angekommen zu sein, denn laut der sechsten Ausgabe des „World Quality Reports“ von Capgemini und Sogeti, der in Kooperation mit HP herausgegeben wurde, geben Unternehmen zum ersten Mal mehr für das Testen neuer IT-Landschaften aus (52 Prozent) als für die Sicherung und Modernisierung von Altsystemen. Ein weiteres Fazit der Studie: Mit der wachsenden Bedeutung der Qualität der Anwendungen und einer komplexeren IT aufgrund neuer Anforderungen wie Social, Mobile, Analytics, Cloud und dem Internet of Things werden Software-Testing und Qualitätssicherung zur zentralen Unternehmensfunktion.
christian rupp
Analysiert Testbudgets: Klaus Schmid, Geschäftsführer von Capgemini Österreich.
„Externe Einflüsse, wie der aggressive globale Wettbewerb, neues Nutzerverhalten, immer größeres Datenvolumen und neue Technologien, machen Qualitätssicherung zu einem strategischen Voroder auch Nachteil“, sagt Klaus Schmid, CEO von Capgemini in Österreich. „Die Toleranz der Kunden gegenüber schlechten Services sinkt rapide. In einer Welt, in der die ‚Customer Experience‘ an Ein-
fluss gewinnt, steigt der Druck auf den CIO, eine sichere und stabile Anwendung zu garantieren. Das wertet sowohl die Qualitätssicherung über den kompletten Application Lifecycle hinweg auf, als auch das Testen an sich.“ Social Media spielt dabei eine wesentliche Rolle: „Unternehmen spüren immer deutlicher, welch schlechten Einfluss Programmfehler und mangelnde Benutzerführung auf Unterneh-
Der Großteil des Budgets (52 Prozent; 2012 noch 41 Prozent) ist für das Testen neuer Anwendungen eingeplant. Das spiegelt sich auch in der Unterteilung des Budgets auf Entwicklungen im Bereich Big Data (40 Prozent) und neue Cloud-Initiativen (27 Prozent) – dafür sind sowohl spezielle Methoden als auch besondere Fähigkeiten gefragt, wie die steigenden Personalausgaben (von 23 Prozent auf 35 Prozent in diesem Jahr) bestätigen. Mit dem steigenden Druck zur schnelleren Marktreife werden agile Methoden bei CIOs immer beliebter: Neun von zehn Unternehmen nutzen sie inzwischen (um 10 Prozentpunkte auf 93 Prozent gestiegen). Dennoch stehen viele Firmen in diesem Zusammenhang vor großen Herausforderungen: Einigen fehlt der richtige Agile Testing-Ansatz (61 Prozent), andere tun sich schwer mit der Testautomatisierung (55 Prozent), auch die Identifikation der richtigen Werkzeuge bleibt eine Herausforderung (42 Prozent). Noch immer genießen Kosteneinsparungen bei der Test-Infrastruktur eine hohe Priorität, im Gegenzug finden Virtualisierung und Software-as-a-Service (Saas) immer mehr Anhänger. Nach einem kurzen Rückgang im letzten Jahr stieg die Akzeptanz von Cloudlösungen für Hosting und TestingAnwendungen heuer auf 32 Prozent; bis zum Jahr 2017 sollen es ganze 40 Prozent werden. www.sogeti.de www.at.capgemini.com
Christian Rupp ist Sprecher der Plattform Digitales Österreich und Experte für New Media Information Management.
Der durchschnittliche Anteil am IT-Budget ist nach einem kontinuierlichen Anstieg über die vergangenen Jahre 2014 auf ein Rekordhoch von 26 Prozent gestiegen (2012 noch 18 Prozent, 2013 bereits 23 Prozent); bis 2017 soll es knapp ein Drittel werden (29 Prozent).
Samsung Gutes Ranking
AVG 57 Prozent der KMU glauben an langfristig positive Geschäftsauswirkungen durch das „Internet of Things“ (IoT)
Globale Marke
Internet der Dinge: Gewinnbringer für KMUs
© Samsung
Wien. Das Internet der Dinge: Ein Netzwerk, in dem nicht mehr der klassische Personal Computer dominiert, sondern eine Vielzahl von Mikrocomputern miteinander vernetzt ist. Alles steht miteinander in Kontakt: vom Wearable bis zum Kühlschrank. Als Vision wurde das Internet der Dinge bereits 1991 im Aufsatz „The Computer for the 21st Century“ des 1999 verstorbenen Informatik-Wissenschaftlers Mark Weiser erwähnt – jetzt
Wien. Samsung Electronics ist auf Platz 7 des jährlichen „Best Global Brands“ Rankings von Interbrand vorgerückt. Der Report würdigt das globale Wachstum von Samsungs Markenwert, resultierend aus MarketingInitiativen und kontinuierlicher Marktführerschaft in vielen Produktkategorien – z.B. Smartphones, Fernseher und Haushaltsgeräte. „Wir setzen unsere Bestrebungen, eine richtungsweisende Marke zu werden weiter fort, und zwar durch innovative Ideen und Technologien, die das Leben der Menschen bereichern und ihnen neue Möglichkeiten bieten“, sagt SP Kim, Chief Marketing Officer von Samsung Electronics. www.samsung.at
© AVG
SP Kim, CMO Samsung Electronics.
Mike Foreman, General Manager SMB bei AVG Technologies.
gilt es in der IT-Branche als neuer Umsatzbringer. Laut einer Studie des Online-Security-Anbieters AVG sehen nicht zuletzt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Managed-Service-Anbieter (MSP) im Internet der Dinge eine zukünftige Einnahmequelle.
Gewinnbringender Trend Laut der Studie gehen 26 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, durch das Internet der Dinge mehr zu verdienen, als durch jeden anderen aktuellen, großen IT-Trend. 57 Prozent der Mittelständler sind der Ansicht, dass das Internet der Dinge mit seinen zahlreichen Geräten, Wearables und cloudbasierten Services die Umsätze erhöht – eine Einschätzung, die zwei Drittel der befragten MSP teilen. Fast die Hälfte (46 Prozent) der KMU geht außerdem davon aus, dass das Internet der Dinge der ITTrend ist, der über die kommenden fünf Jahre den größten Einfluss auf ihre Organisation nehmen wird. Dagegen sind lediglich 18 Prozent der KMU der Meinung, dass ihr IT-
Dienstleister in Bezug auf das Management des Internet der Dinge seiner Zeit voraus ist. „Über unsere Service-Partner wissen wir, dass sie im Internet der Dinge den ITTrend sehen, der ihre Gewinnmargen unmittelbar beeinflusst – ebenso wie den ihrer Geschäftskunden“, sagt Mike Foreman, General Manager SMB bei AVG Technologies. Immerhin 70 Prozent der MSPs geben zu, dass sie ihre Angebote noch bearbeiten und anpassen müssen, um den Erwartungen der Kunden zu entsprechen. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der ITService-Anbieter gibt an, dass ihre Kunden Dienstleistungen für das Internet der Dinge verstärkt nachfragen. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) planen, ihr Service- und Produktportfolio zu erweitern. „Die Studie zeigt deutlich, dass Geschäftswachstum und Umsatzsteigerung immer stärker auf das Internet der Dinge und cloudbasierte Services angewiesen sind“, kommentiert Foreman. „Gleichzeitig sind die meisten IT-Dienstleister noch ein gutes Stück davon entfernt, ihre Kunden dabei zu un-
terstützen, diese Ziele umzusetzen. Die Umfrage weist deutlich darauf hin, dass sie dringend schwerere Geschütze auffahren müssen und Sicherheitsangebote und Steuerungsmöglichkeiten für die sich stets ändernden Daten- und Geräteanforderungen der Kunden verbessern müssen.“ www.avg.com
i dee & str ategie
Freitag, 7. November 2014
medianet technology – 59
Game Connection Europe Die österreichische Spiele-Schmiede Zeppelin Studio war in drei Kategorien für ihre PC Game-Kreation „Shine“ nominiert
Internationale Entwickler-Awards Alfred Unegg
Paris/Wien. Erfolg für die französische Gaming-Fachmesse „Game Connection Europe“: Über 1.700 Teilnehmer kamen bereits am 29. Oktober, dem Eröffnungstag. Ein Highlight des ersten Tages war die Verleihung der Development Awards, für die auch die österreichischen Zeppelin Studios in drei Kategorien für ihr Game „Shine“ nominiert waren (siehe Infokasten). Einen Award konnte Zeppelin, die von der Wiener Wirtschaftsagentur gefördert werden und beim Pioneers Festival 2012 zu den Finalisten gehörten, dann allerdings doch nicht mit nach Hause nehmen. „Shine“ hat allerdings schon eine Reihe von Preisen erhalten, darunter den „Imagine Cup“ im Jahr 2013, und war außerdem für den heurigen FuturezoneAward nominiert. Das Spiel, das insgesamt drei Jahre Umsetzungszeit hinter sich hat, ist seit Juli 2014 im Handel erhältlich.
Desktop Downloadable“. Darüber hinaus gewannen sie den European Game Booster Award in der Kategorie „Best Hardcore Game“. Der Development Award in dieser Kategorie ging an das Russische Studio HeroCraft mit „Warhammer 40.000: Space Wolf“.
Große Plattform An den Development Awards (früher „Selected Projects“) können Projekte aus den Bereichen Konsolen-, Mobile-, Social-, Casual- und Onlinespiele teilnehmen. Diese können zu jeder Phase der Entwicklung eingereicht werden, ohne
jegliche Einschränkungen hinsichtlich Genre, Plattform oder Art der Veröffentlichung. Alle F inalisten, die von einem Jury-Komitee aus internationalen Experten der Spieleindustrie ausgewählt w urden, hatten im Rahmen der Game Connection Europe die Gelegenheit, ihr Projekt potenziellen Partnern sowie Händlern, Verlegern, Käufern und der Presse vorzustellen. Die Awards wurden in Partnerschaft mit Microsoft Games, Bandai Namco Games und Focus Home Interactive verliehen. www.game-connection.com zeppelinstudio.net
© Zeppelin Studio
Fünf Awards gingen an das französische Entwicklungsstudio Area Effect.
„Shine“ aus Österreich: dreimal nominiert, aber leider mit keinem Award bedacht.
Französischer Abräumer Der große Gewinner der Game Connection Europe war hingegen das französische Studio Area Effect, das insgesamt fünf Trophäen für das Action-Exploration Spiel „Izle“ abräumen könnte. Area Effect gewann neben dem Development Award auch den European Games Booster Award in der Hauptkategorie „Most Creative & Original Project“ sowie „Best
Facts & figures Die Game Connection Europe: Development Award-Kategorien mit österreichischen Nominierten: Sparte: Originalität Development Award and European Games Booster Award: Izle – Area Effect, Frankreich (PC; PSN; Xbox Live Arcade Nominiert: Remembering – Monobanda, Niederlande (PC; PSN; Wii U) Nominiert: Darklings – Mild Mania Ltd., Türkei (Smartphones; Tablets) Nominiert: Perfect Circles – Illusion Group&Riccardo Boccuzzi, Italien (Smartphones; Tablets) Nominiert: Shine – Zeppelin Studio, Österreich (PC) Sparte: Desktop/Download Development Award & European Games Booster Award: Izle – Area Effect, Frankreich (PC; PSN; Xbox Live Arcade) Nominiert: Imperia Online Ltd., Bulgarien (Web Browsers; Smartphones; Social Networks) Nominiert: Guns and Robots – Masthead Studios, Bulgarien (PC; Web Browser) Nominiert: Whispering Willows – Night Light Interactive, USA (PC; Ouya) Nominiert: Shine – Zeppelin Studio, Österreich (PC) Sparte: Hardcore Game European Games Booster Award: Izle – Area Effect, Frankreich (PC; PSN; Xbox Live Arcade) Nominiert: Imperia Online Ltd., Bulgarien (Web Browsers; Smartphones; Social Networks) Development Award: Warhammer 40.000: Space Wolf – HeroCraft, Russland (Tablets; Smarthphones; PC) Nominiert: Shine – Zeppelin Studio, Österreich (PC) Nominiert: Perfect Circles – Illusion Group&Riccardo Boccuzzi, Italien (Tablets; Smartphones) www.game-connection.com
Bereits zum 18. Mal wird heuer der renommierte Preis der österreichischen Eventbranche verliehen. Der Award präsentiert sich in einem neuen und sehr modernen Gewand. Beginnend vom Logo, über das erstmalige Online Einreichtool (presented by screenteam) bis hin zur Location und dem Galaprogramm wurde einiges überarbeitet und neu gestaltet. Außerdem wird der Pokal heuer in
GOLD, SILBER und BRONZE vergeben!
Kategorien: • • • • • • • • • • •
Gesamtkommunikation Kongresse Corporate Events Corporate Public Events Corporate Efficiency Events Mitarbeiter Events Consumer Events Exhibition Events Public Events Charity / Social / Cultural Public Events Sports Sonderpreis Green Events
Verleihung:
04. Dezember 2014 Nordlicht, Wien
Online-Anmeldung: www.eventaward.at
Tickets
ab sofort erhältlich
Fa c ts & f i gu r e s
60 – medianet technology
Freitag, 7. November 2014
Konica Minolta Das Unternehmen will in den nächsten zwei bis drei Jahren zehn Millionen € zur Verfügung stellen
short
Geldspritze für Startups im europäischen Raum
Eset ist Testsieger bei Mac-Sicherheitlösungen
© Eset
Erster strategischer Partner ist das österreichische Unternehmen Wikitude mit seinen AR-Lösungen. Wien. Konica Minolta, mit einem Marktanteil von 25% die Nummer eins im Production Printing-Segment in Österreich, hat vergangene Woche beim Pioneers Festival in der Wiener Hofburg seine neue Startup-Initiative vorgestellt. Diese besteht vordergründig aus der stolzen Summe von zehn Mio. € für Gründer, Zugang zu Research & Development, Know-how und Netzwerk. Vernetzung und Kollaboration finden über die neue Online-Plattform „Leading Edge Partner Community“ statt. Ziel ist eine Win-Win-Situation, da Jungunternehmen sowie etablierte Enterprises gleichermaßen vom Austausch profitieren sollen. Damit verfolgt Konica Minolta einen Strategiewechsel hin zur Co-Innovation. Gemeinsam mit Startups und der Community werden Produkte und Dienstleistungen entwickelt; das dahinterstehende Motto: „Innovation and the power of many“. Konica Minolta unterstützt das Pioneers Festival, an dem rund 2.500 Entrepreneure, Investoren und Startup-Begeisterte teilnehmen, bereits im dritten Jahr. Die Summe von zehn Mio. € soll europäischen Startups in den nächsten zwei bis drei Jahren zur Verfügung gestellt werden.
Innsbruck. Eset Cyber Security Pro, die Internet-SecuritySoftware für den Mac, wurde im Rahmen der „Mac Security Test and Review“ durch das Innsbrucker Testlabor AVComparatives als herausragend bewertet. Eset hat in den Malware-Tests alle Beispiele von Mac- und Windows-Malware erkannt. „Wir freuen uns sehr, dass die ‚Eset Cyber Security Pro‘ 100 Prozent im neusten Test von AV-Comparatives erreicht hat“, sagt Ignacio Sbampato, Eset Chief Sales und Marketing Officer. „Die bewährte Technologie, die in allen Eset-Produkten steckt, bietet Mac-Nutzern einen umfassenden Schutz gegen alle bekannten und unbekannten Bedrohungen.“ www.eset.com
Always On-Plattform für die Publicis Groupe Wien. Publicis Groupe und Adobe haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um die Publicis Groupe AlwaysOn-Plattform zur Verfügung zu stellen. Das ist die weltweit erste End-to-End-Marketing Management-Plattform, die alle Marketing-Komponenten der Kunden automatisiert und miteinander verbindet. Auf Basis der Adobe Marketing Cloud soll sie den Agenturen der Publicis Groupe u.a. die Möglichkeit geben, Content zu kreieren, direkt auf Marketing Intelligence-Lösungen zuzugreifen, Zielgruppen zu identifizieren und zu segmentieren, Kampagnen auszuspielen und die MarketingPerformance zu tracken und zu messen. www.adobe.at
Strategische Partner „Unsere Vision ist es, innovative Produkte zu entwickeln, die den Markt revolutionieren“, sagt Dennis Curry, der das neu geschaffene Konica Minolta Business Innovation Centre (BIC) im London leitet, das auch die Startup-Initiative verantwortet. „Bei Konica Minolta vollziehen wir gerade einen außergewöhnlichen Wandel. Ein Unter-
© Konica Minolta/www.scenicdesign.org
christoph fellmer
Ignacio Sbampato, Eset Chief Sales und Marketing Officer.
Zehn Millionen Euro für Startups (vlnr.): Andreas Tschas (Pioneers Festival), Dennis Curry (Leiter Konica Minolta BIC London), Martin Herdina (Geschäftsführer Wikitude) und Johannes Bischof (Geschäftsführer Konica Minolta Österreich).
nehmen, das seine Wurzeln in der Druckerherstellung hat, setzt nun auf die Community und Startups, um gemeinsam Innovationen zu schaffen. Das ist ein unglaublicher Wechsel von einem extrem proprietären Produkt hin zur kollaborativen Innovation und Co-Innovation. Dem Motto ‚Innovation and the power of many’ entsprechend, sehen wir Co-Innovation als Strategie und Modell der Zukunft.“ Insgesamt wurden bereits vier BICs in den Regionen Nord Amerika, Europa, Asien & Pazifik sowie Japan geschaffen. Ziel der BICs ist es, die regionalen Bedürfnisse von Kunden und Markt zu erkennen und entsprechend neuen Lösungen, Produkte und Dienstleistungen zu
Co-Innovation ist auch der Leitgedanke der „Leading Edge Partner Community“. Hier können Partnerschaften geschlossen und gemeinsam Innovationen entwickelt werden. Die gemeinsame Entwicklung von Innovationen finden entweder online, zum Beispiel in Form von Leading Edge Networking Sessions (LENS), und bei Partner-Events oder Startup-Veranstaltungen wie dem Pioneers Festival statt. So findet Wissenstransfer statt, und die Kommerzialisierung von Ideen und Prototypen wird vorangetrieben. In einem fünfstufigen Begutachtungsprozess werden die Vorschläge dann eingehend geprüft. www.konicaminolta.at bic.konicaminolta.eu
Protected Networks GmbH Bis zu sechs Milliarden € Verlust durch schlechtes Daten-Berechtigungsmanagement
Wirtschaftliche Verluste durch Schlamperei
Avnet Technology wird Lenovo-Distributor
© ats.avnet.com
Berlin/Wien. Dass mit sensiblen Daten nicht immer sorgsam umgegangen wird, ist so etwas wie ein offenes Geheimnis. Jetzt gibt es auch eine dazu passende Analyse: In Deutschland entsteht laut der aktuellen Corporate Trust-Studie „Cybergeddon“ jährlich ein wirtschaftlicher Schaden von etwa 12 Mrd. € durch Industriespionage.
Etwa die Hälfte davon resultiert aus schlechtem Berechtigungsmanagement. Das ist die Meinung von 38% der für den „Trendreport: Berechtigungsmanagement im Mittelstand“ befragten Fach- und Führungskräfte der IT und Sicherheit. Die Umfrage wurde vom Berliner Unternehmen Protected Networks GmbH im Rahmen der
© Protected Networks
Avnet vertreibt jetzt weltweit System x Server (c84) von Lenovo.
Wien. Avnet Technology Solutions wurde weltweit als Lenovo-Distributor autorisiert. Im Zuge des wirksam gewordenen Übergangs des System x ServerGeschäfts von IBM auf Lenovo vertreibt Avnet jetzt System x Server (x86) von Lenovo sowie damit verwandte Lösungen. Als weltweit größter x86-Distributor von IBM wird Avnet seine Vertriebspartner im asiatischpazifischen Raum, Europa, dem Nahen Osten und Afrika, Lateinamerika, der Karibik sowie Nordamerika bei ihrem Unternehmensgeschäft unterstützen. www.ats.avnet.com
entwickeln. Der erste strategische Partner von Konica Minolta ist das österreichische Unternehmen Wikitude. Wikitude ist ein Pionier im Bereich der mobilen Augmented Reality (AR)-Technologie und hat bereits zahlreiche Awards für AR-Lösungen auf Smartphones, Tablets oder tragbaren Displays gewonnen. „Während wir von Wikitude unsere ausgezeichnete Technologie, Fachwissen und Vision zur Verfügung stellen, wird es die Markenpräsenz und das Business Network von Konica Minolta sein, die den nächsten Meilenstein unserer Mission zur Augmentation der Unternehmenswelt kennzeichnen“, sagt Martin Herdina, CEO von Wikitude.
Stephan Brack, Geschäftsführer der Berliner Firma Protected Networks GmbH.
Sicherheitsmesse it-sa 2014 durchgeführt. Protected Networks vertreibt unter anderem die Berechtigungsmanagement-Technologie „8MAN.“
Wirtschaftliche Schäden „Das ist ein unhaltbarer Zustand“, sagt Stephan Brack, CEO der Protected Networks GmbH. „Unternehmen müssen sich dringend den Bedrohungen in der Datenwelt bewusst werden und jeden einzelnen Arbeitnehmer unbedingt zu den möglichen Gefahren sensibilisieren. Nur wenn Daten strukturiert, Zugriffe auf Interna bei Bedarf beschränkt und Mitarbeiter geschult werden, können wirtschaftliche Milliardenverluste langfristig minimiert werden.“ Viele wirtschaftliche Schäden werden tatsächlich unbewusst durch den Mitarbeiter verursacht. „Die momentan wahrscheinlich größte Gefahr liegt dabei im sogenannten Social Engineering“, sagt Brack; hierbei entwenden Trickbetrüger Unternehmensdaten, indem sie menschliche Eigenschaf-
ten wie Mitleid oder Höflichkeit ausnutzen. „Datenjäger täuschen beispielsweise bei Anrufen eine falsche Identität vor und fragen ganz simpel nach den gewünschten Informationen. Logindaten werden gern über Phishing-Mails abgefragt. Mit solchen Attacken war Social Engineering in Deutschland laut der aktuellen Corporate Trust-Studie mit 38,4 Prozent im vergangenen Jahr sogar schon die dritthäufigste Angriffsform auf Firmengeheimnisse.“ Und das Potenzial für die Angreifer scheint noch lange nicht ausgeschöpft: Laut dem „Trendreport: Berechtigungsmanagement im Mittelstand“ führen weitere 38% der befragten Experten immer noch drei Mrd. € wirtschaftlicher Verluste auf schlechte oder zumindest unglückliche Datenstrukturen und falsch vergebene Zugriffsrechte zurück. „Jeder Fünfte der IT- und Sicherheitsexperten vermutet sogar Schäden von über sechs Milliarden Euro durch fehlende Daten- oder Berechtigungsstrukturen“, kommentiert Stephan Brack. www.protected-networks.com
Fac ts & figu r e s
Freitag, 7. November 2014
medianet technology – 61
E-Rechnungs-Kongress Seit Beginn des Jahres wurden bereits 600.000 E-Rechnungen an den Bund übermittelt
Derzeit wird an einem europäischen Standard gearbeitet, der auch die aktuellen Formate berücksichtigt.
Neuer Ausweis
© Austria Card
E-Rechnung an den Bund hatte erfolgreichen Start
Austria Card Nigeria
Jochen Hense, Geschäftsführer von Austria Card (Lykos Group).
christoph fellmer
Wien. Das Unternehmen Austria Card (Lykos Group) lieferte für die nigerianische Regierung eine Weltneuheit auf dem Kartenmarkt, nämlich Personalausweise mit zahlreichen ZusatzAnwendungen. Dazu gehören eID, biometrische Merkmale, eHealth, Wähler-ID, PensionsID sowie eine Kreditkarten-Zahlungsfunktion (EMV). Nigeria ist mit einer Bevölkerung von fast 170 Mio. Menschen ein wesentlicher Markt mit einem entscheidenden Einfluss auf den gesamten Kontinent.
14 Anwendungen möglich © BMF/www.citronenrot.at
Wien. Nach fast einem Jahr E-Rechnung an den Bund wurde im Rahmen des von der Wirtschaftskammer Österreich und dem Bundesministerium für Finanzen Ende Oktober veranstalteten E-Rechnungs-Kongress eine erste Zwischenbilanz gezogen. Fazit der Veranstalter: Die Umstellungsschwierigkeiten sind weitgehend behoben. So wurde die Registrierung am Unternehmensserviceportal vor allem für Jung- und Einzelunternehmen vereinfacht und es wird weiter optimiert. „Manche Unternehmen nutzen mittlerweile auch die ebenfalls bestehende Möglichkeit, ihre E-Rechnung über Dienstleister ohne vorherige Registrierung am USP einzubringen, was mit überschaubaren Nebenkosten bzw. bei manchen Anbietern sogar gratis möglich ist“, sagt Herwig Höllinger, der stellvertretende Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKO).
„Bei Nigerias neuem staatlichen Personalausweis handelt es sich um ein zukunftsträchtiges Projekt, da hochmoderne Personal-/Reiseausweise mit einer Vielzahl von Funktionen, einschließlich einer Kreditkartenanwendung, ausgestattet werden“, erklärt Jochen Hense, Geschäftsführer von Austria Card. „Die neuen Ausweisdokumente sind multifunktionale Chipkarten, die der Verbesserung der Sicherheit und des öffentlichen Dienstes dienen.“ Sie bieten Platz für 14 Anwendungen, die unter anderem eine EMV-konforme Zahlungsfunktion, biometrische Merkmale mit MOC (Match On Card), eine sichere Signatur und eine eID-Applikation beinhalten. „Die Karte kann sogar als Reisedokument für bestimmte Länder verwendet werden, jedoch stellt vor allem die Kombination eines Personal-/Reiseausweises mit Kreditkartenfunktionen weltweit eine Neuheit dar.“ www.austriacard.at
Gerhard Popp, für die elektronische Rechnung an den Bund zuständiger Sektionschef im österreichischen Finanzministerium.
pflichtet“. Allerdings ist die strukturierte elektronische Rechnung an den Bund erst der Anfang: Spätestens ab 2019 müssen laut EUVorgaben neben dem Bund auch Länder und Gemeinden sowie alle dem Vergaberecht unterliegende Institutionen in der Lage sein, strukturierte E-Rechnungen anzunehmen und weiterzuverarbeiten. An einem europäischen Standard für E-Rechnungen, der auch bereits bestehende Formate berücksichtigen soll, wird derzeit gearbeitet. In Österreich sind strukturierte elektronische Rechnungen durch die seit Jänner 2014 verpflichtenden E-Rechnung an den Bund in vielen Unternehmen bereits angekommen. e-rechnung.gv.at www.usp.gv.at wko.at/e-rechnung
Wirksame Einsparungen „Seit Jahresbeginn 2014 sind rund 600.000 E-Rechnungen von knapp 35.000 Vertragspartnern beim Bund eingelangt“, sagt Gerhard Popp, der zuständige Sektionschef im Finanzministerium. „Allein der Bund schätzt die Einsparungen auf knapp sieben Mrd. Euro jährlich. Diese Ersparnisse ergeben sich durch den Wegfall von Papier, Druck, Porto und die einfache Weiterverarbeitung.“ Österreich gehe in Sachen strukturierte E-Rechnung mit gutem Beispiel voran, denn „mit der in Ausarbeitung befindlichen EU-Richtlinie werden alle öffentlichen Körperschaften der Mitgliedsländer zur Annahme von E-Rechnungen ver-
Handy-signatur wird international Im Rahmen des A-Trust Infodays versammelten sich Ende Oktober zahlreiche Branchenexperten im Palais Ferstel, um aktuelle Entwicklungen rund um die elektronische Identität zu diskutieren. Im Fokus standen die Zukunft und Sicherheit der digitalen Signatur sowie ihre umfassenden Anwendungsgebiete im nationalen und grenzüberschreitenden Bereich. „Wir freuen uns sehr, dass die HandySignatur mit mehr als 25.000 Neuaktivierungen pro Monat sowohl im privaten Umfeld als auch im Geschäftsalltag zusehends an Bedeutung gewinnt“, sagt Michael Butz, Geschäftsführer von A-Trust. „Wir forcieren mit unseren Produkten und Services die rechtssichere, digitale Abwicklung von Amtswegen und des Geschäftsverkehrs von Unternehmen. Dabei steht der Sicherheitsaspekt bei all unseren Lösungen im Mittelpunkt.“
Vor Kurzem wurde die „Verordnung für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt (eIDAS-VO)“ beschlossen, die mit Mitte 2016 schrittweise umgesetzt werden muss. EU-Mitgliedsstaaten sind auf dieser Basis verpflichtet, Systeme zur elektronischen Identifizierung anderer EU-Länder offiziell anzuerkennen. Für Bürger und Unternehmen bedeutet dies, dass sie sich künftig mit der Handy-Signatur bei allen Behörden EU-weit elektronisch identifizieren können. „Damit wird der elektronischen Identität nun auch auf europäischer Ebene eine wichtige Rolle zugeschrieben. Österreich ist mit der Handy-Signatur Vorreiter im Bereich der digitalen Signatur und für das Inkrafttreten der Verordnung bestens vorbereitet“, meint Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich. www.a-trust.at
Intel Neue Technologie
ViS!T Ende Oktober diskutierten IT-Experten der Verwaltung die Security-Herausforderungen für den öffentlichen Bereich
Sicherer PoS
Wien. Unter dem Leitthema „Ist IKTSicherheit grenzenlos?“ fand Ende Oktober die diesjährige ViS!T (Verwaltung integriert sichere Informationstechnologie) in Wien statt. Sicherheitsexperten der Verwaltung aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg diskutierten die Herausforderungen, die neue Technologien und Angriffsszenarien für öffentliche Einrichtungen in technischer, rechtlicher und organisatorischer Sicht mit sich bringen. Als Gastgeber des alle zwei Jahre stattfindenden Symposiums fungierte das Zentrum für sichere Informationstechnologie – Austria (A-SIT), das heuer sein 15-jähriges Bestehen feiert.
sehr wichtig für behördenübergreifendes Zusammenarbeiten und bringt einen enormen Mehrwert und viele wichtige Impulse für die IT-Sicherheit. Sie ist die Basis für das Vertrauen der Bevölkerung und der Wirtschaft in modernes E-Government, ohne das es keinen weiteren Fortschritt in Richtung einer schlanken und effizienten
Verwaltung durch Ausbau der Digitalisierung geben kann.“ Die auf der ViS!T vorgestellten Projekte widmeten sich zum Beispiel der nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken, Luxemburgs Informationssicherheits-Ansatz und dem österreichischen IKT-Sicherheitsportal. Dieses Portal informiert über alle rele-
„Das Thema Sicherheit in der IT wird durch eine europäische Allianz im deutschsprachigen Raum, durch die Länder Deutschland, Schweiz, Luxemburg und Österreich ganz wesentlich vorangetrieben“, sagt Sektionschef und A-SIT-Präsident Gerhard Popp. „Informeller Austausch ist dabei
© Yolande Roller
Europäische Allianzen
Reinhard Posch, CIO des Bundes und wissenschaftlicher Gesamtleister von A-SIT.
vanten Zielgruppen über Gefahren im IT-Bereich und verfolgt unter anderem das Ziel, das Bewusstsein der Bevölkerung hinsichtlich Cyberrisiken zu stärken. „Nationale und internationale Zusammenarbeit ist die wesentliche Grundlage für Fortschritte im Bereich IT-Sicherheit in Europa“, sagt Reinhard Posch, CIO des Bundes und wissenschaftlicher Gesamtleiter von A-SIT. „Dies ist im Jahr der Neuregulierung der EU-Richtlinien für Netzwerk- und Informationssicherheit sowie Datenschutz von besonderer Bedeutung, und dabei kann im Sinne eines Schalenmodells die Kooperation auf der Basis der deutschsprachigen Länder, wie sie auch durch die ViS!T gepflegt wird, einen bedeutenden Kern bilden.“ A-SIT wurde 1999 vom Bundesministerium für Finanzen (BMF), der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und der Technischen Universität Graz (TU Graz) als gemeinnütziger Verein gegründet; heute ist auch das Bundesrechenzentrum (BRZ) Mitglied. www.a-sit.at www.onlinesicherheit.gv.at
© intel.com
Grenzüberschreitende Sicherheitskonzepte
Technologie für den Point of Sale.
Wien. Intel hat die Intel Data Protection Technology for Transactions vorgestellt. Diese Lösung verschlüsselt die persönlichen Daten der Kunden vollständig zwischen dem Point-of-Sale (PoS) und dem Endpunkt der Transaktionsabwicklung. Sie wurde zusammen mit NCR entwickelt. Die Technologie vereint speziell für den Handel optimierte Software mit Intel Hardware, darunter Intel Core und ausgewählte Intel Atom-Prozessoren. Diese Kombination erhöht die Sicherheit vom Anfang bis zum Ende der Transaktion, wenn die Daten auf einem Server der Bank gespeichert werden. www.intel.com
Tool s & se r v i c e s
62 – medianet technology
Freitag, 7. November 2014
Test Das „Lifebook E554“ von Fujitsu überzeugt durch Ausstattung und Kompatibilität mit anderen Geräten der E-Serie
short
Business-Arbeitstier mit gehobener Ausstattung
Desktop-Anwendung für sicheren IT-Betrieb
Die Securebox eignet sich auch für Point of Sale-Systeme.
Chris haderer
Wien. Der IT-Security-Experte Comodo hat die Desktop-Applikation SecureBox vorgestellt. Sie ermöglicht die sichere Ausführung geschäftskritischer Anwendungen auf infizierten Systemen durch spezielle Kapselung (Containerization). Dabei überwacht SecureBox permanent jeden Prozess und wehrt Manipulationen sowie ungewollte Datenabflüsse ab. Die Comodo-Applikation SecureBox eignet sich nicht nur für Firmen-PCs, sondern auch für Point-of-Sale (PoS)-Systeme und Geldautomaten. Im Gegensatz zu anderen Endpoint Security-Lösungen, die auf den Schutz des Endgeräts ausgelegt sind, ist die Comodo-Technologie darauf ausgerichtet, ausschließlich vertrauenswürdige Applikationen auszuführen. securebox.comodo.com
Migrations-Kit zur schnellen PC-Installation Wien. Laplink Software hat ein Migrations-Kit vorgestellt, mit dem sich die benötigte Zeit für eine komplette Übertragung von Benutzerprofilen, Daten, Anwendungen, Einstellungen und vielem mehr von einem alten PC auf einen neuen PC von Stunden auf Minuten reduzieren lässt. Durch das Zusammenbringen von PCmover Image & Drive Assistant mit dem SATA /IDE zu USB 3.0 Transferkabel bietet Laplink die schnellste Übertragungslösung, die derzeit denkbar ist (46,95 €). www.laplink.com
Wien. Windows 8.x ohne Touchscreen ist ein Betriebssystem ohne Gliedmaßen, das seine Existenzberechtigung im Business-Umfeld nur durch den Desktop-Modus erlangt. Das ist vermutlich auch der Grund, warum das Fujitsu „Lifebook E554“ auch in einer Konfiguration mit Windows 7 erhältlich ist. Mit einem Anschaffungspreis von knapp über 700 € ist das Notebook im durchaus gehobenen Segment zu Hause – bietet allerdings von der Performance bis zur Ausstattung auch gehobene Leistung.
Gute Desktop-Alternative Das Lifebook E554 gehört zur für die Geschäftswelt konzipierten E-Serie (bestehend aus insgesamt fünf Modellen), die alle mit demselben Portreplikator kompatibel sind. BIOS und Mainboard sind identisch, weshalb Komponenten und Zubehör beliebig ausgetauscht werden können. Dadurch können Notebooks unterschiedlicher Größe verwendet werden, ohne viele verschiedene Softwareimages pflegen oder unterschiedliche Treibersoftware bereitstellen zu müssen. Fujitsu hat mit diesem Konzept durchaus auch Unternehmen im
Das Lifebook E554 von Fujitsu ist knapp 24mm dick und durch einen auf der Unterseite aufsetzbaren Portreplikator zum DesktopErsatz um funktionierbar. © Fujitsu (3)
© Comodo
Schnittstellen und umfassende Konfigurationsoptionen machen das Notebook als Desktop-Ersatz attraktiv.
Auge, die Hunderte oder Tausende Notebooks im Einsatz haben. Verdeutlicht wird das nicht zuletzt durch den Portreplikator, der die E-Serie um eine Fülle von Schnittstellen erweitert und die Geräte damit durchaus als Ersatz für klassische Desktop-Rechner attraktiv macht. Dementsprechend ist auch die Auswahl an Prozessorkonfigurationen recht groß und reicht vom Intel Core i3-4000M mit 2.4 GHz bis zum Intel Core i7-4712MQ-Prozessor mit 2.3 bis zu 3,3 GHz. Auch die Festplattenkonfiguration ist von SATA-Platten von 320/500GB bis SSD SATA III mit 254GB (alle im 2,5“-Format) recht umfassend. Für den Unternehmenseinsatz am interessantesten dürften das 14 Zoll-Lifebook E544 und das getestete 15,6 ZollLifebook E554 sein.
Privater Fun-Faktor
Gute Bestückung mit Schnittstellen macht das Lifebook E554 interessant.
Um es auf den Punkt zu bringen: Ein robustes Outdoor-Gerät ist das E554 nicht; dazu wirken Oberfläche und Fertigung ein wenig zu fragil, wenngleich auch die
Optik für den Business-Einsatz stimmt. Das E554 ist ein Arbeitstier, das mit einer gut bedienbaren Tastatur mit Zehnerblock und einem Touchpad eine gute Figur macht. Die Leistungsdaten stimmen ebenfalls: Office-Anwendungen führen zu keinen PerformanceProblemen, auch die Arbeit mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop von Adobe geht zü-
gig vor sich. Beim Videoschnitt stößt das Gerät im HD-Bereich allerdings bald an seine Grenzen, da die Renderzeiten durchaus länger ausfallen können. Die Wiedergabe von Videos (sowohl online via Portalen wie Netflix) als auch per DVD ist aber flüssig. Insgesamt ist das Lifebook E554 ein gelungenes Business-Notebook, das durch umfassende Schnittstellenausstattung glänzt und auch im Privatleben seinen Fun-Faktor nicht verleugnet.
Facts & figures Die Key-Features des getesteten Lifebook E554 von Fujitsu im schnellen Vorlauf: Betriebssystem(e) Windows 7 Professional 64-bit, Windows 8.1 64-bit, Windows 8.1 Pro 64-bit Prozessor Intel Core i5-4310M-Prozessor, 3 MB, 2.7 GHz, bis zu 3,4 GHz Chipset Intel HM86 Grafikkarte Intel HD Graphics 4600 Kamera Integrierte Webcam, HD Schnittstellen 1 x DC-Eingang, 1 x Audio: Line-Eingang/Mikrofon,1 x Audio: Line-Ausgang/Kopfhörer, 2 x digitale Mikrofone (Array) x Internes Mikrofone, 3 (1 mit Anytime USBCharge-Funktionalität) x USB 3.0 gesamt, 1 x VGA, 1 x DisplayPort, 1 x Ethernet (RJ-45), 1 x Docking-Anschluss für Port-Replikator, 1 x Kensington-Schloss-Unterstützung, 1 (optional) x SmartCard-Steckplatz, 1 x SIM-
Kartensteckplatz (nur für Modelle mit integriertem 3G/UMTS- oder 4G/LTE-Modul), 1 x Speicherkarten-Steckplatz Display 39,6 cm (15,6 Zoll), LED-Hintergrundbeleuchtung (Full HD), Anti-Glare-Display, zusammengesetzt, 1.920 x 1.080 Pixel, 700:1, 220 cd/m² Audiofunktionen Stereolautsprecher, DTS Boost – maximiert die akustische Leistung Ihres Notebooks durch Anhebung der wahrgenommenen Gesamtlautstärke Gewicht 2.2 kg – einschl. Leereinschub Maße 374 x 250 x 24,2 – 31,4 mm Laufzeit Akku bis zu 11 Std. 20 Min. Netzwerk(e) Intel Wireless-N 7260 2x2 b/g/n mit integriertem Bluetooth 4.0; LAN (10/100/1.000 MBit/s Realtek RTL8111G) Preis ab ca. 710 € www.fujitsu.at
AR Creator Plug-In für Adobe Layoutsoftware
Canon Die „Eos C100 Mark II“ bietet alle Funktionen, die man als professionelles Ein-Mann-Filmteam im Alltag braucht
AR-Anwendungen können in Adobe InDesign entworfen werden.
Wien. Qualität hat ihren Preis – und der ist mit 5.220 € für die zweite Generation der Canon Eos C100 Cinema-Kamera nicht gerade gering. Dafür bekommt man aber auch einiges geboten – nämlich eine mehr oder weniger komplette Ausstattung für ein Ein-Mann-Filmteam in Form der Canon „Eos C100 Mark II“. Ein Canon Super-35-mmCMOS-Sensor mit 8,3 Megapixeln sorgt in Verbindung mit einem Digic DV4 Bildprozessor für die gute Farbwiedergabe und den erwei-
Wien. Der Augmented RealityLösungsanbieter Metaio hat das erste AR Plug-in für Adobe InDesign vorgestellt. Das Plugin erlaubt es Nutzern, schnell und einfach AR-Anwendungen innerhalb von Adobe InDesign zu erstellen und anzuwenden. Designer können nun Tracking Marker kreieren und Seiten um virtuelle Inhalte erweitern, ohne InDesign verlassen zu müssen. Ein 3-Sterne-Rating-System lässt den Nutzer erkennen, ob das Seitenlayout für AR-Inhalte geeignet ist. Sobald die Seite optimiert wurde, können Bilder, eingebettete Videos und Hyperlinks auf eine AR-Ebene eingefügt werden. Das Tool ist auf der Creative Cloud-Plattform erhältlich. www.metaio.com
Facts & figures Die Key-Features der Eos C100 Mark II Kamera von Canon im schnellen Vorlauf: • 8,3 Megapixel, Super-35-mm-CMOSSensor; bis ISO 102.400 • Dual Pixel CMOS AF; Gesichtserkennungs-Autofocus • Dual Format AVCHD/MP4 Aufnahme mit bis zu 1.080p (bis zu 60 B/s) • OLED-Display; optimierter elektronischer Sucher (EVF) • Integriertes WLAN und Optionen zur Fernsteuerung • Preis: 5.220 € www.canon.at
terten Dynamikumfang, für den die Cinema Eos-Serie bekannt ist. Der neue erweiterte ISO-Bereich von 320 bis 102.400 ermöglicht dabei selbst in extremen LowLight-Situationen gelungene Aufnahmen. Das neue Videosystem dieser Filmkamera steigert die Bildqualität – Moiré- und Aliasing-Störeffekte werden weiter reduziert, die Aufnahmen sind dadurch noch schärfer und deutlicher.
Duale Aufzeichnung Die Eos C100 Mark II erlaubt die Aufzeichnung in zwei unterschiedlichen Dateiformaten. Dabei ermöglicht die Funktion Dual Format die gleichzeitige Aufzeichnung von Full-HD-Filmmaterial in MP4 (mit bis zu 35 Mbps) und in AVCHD (mit bis zu 28 Mbps) mit bis zu 60 B/s auf jeweils eine der
beiden Speicherkarten. Alternativ kann auch parallel in HD und SD auf beiden SD-Speicherkarten aufgezeichnet werden. Das integrierte WLAN – erstmal bei einer Kamera der Cinema Eos Serie verfügbar – vereinfacht per FTP die Weitergabe der Dateien von der Kamera.
© Canon
© Metaio
Cinema-Kamera in umfassender Neuauflage Dabei lässt sich mit Dual Format das Filmmaterial auch in SD-Auflösung speichern und dieses dann schnell übertragen; die HD-Version bleibt unverändert bestehen. Das Display der Eos C100 Mark II wurde neu entwickelt und ist nun dreh- und schwenkbar. Die Kamera verfügt auch über einen optimierten, klappbaren elektronischen Sucher (EVF) mit einer größeren Augenmuschel, der mehr Flexibilität und Präzision bei der Aufnahme ermöglicht. Die umfassenden Audiofunktionen der professionellen Cinema-Kamera werden vom Mikrofon im Handgriff und einem neuen, in das Kameragehäuse integrierten Mikrofon unterstützt. Canons Eos 100 Mk. II erlaubt die Aufzeichnung in zwei unter schiedlichen Dateiformaten.
medianet
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Freitag, 7. November 2014 – 63
Kooperation geschlossen
Der steirische Intralogistiker baut seine Stellung in China weiter aus Seite 66
Neuer Kollektor aus Wien wird für Praxis einsatz in Ägypten weiterentwickelt Seite 68
Öko-technik alles im grünen bereich
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industrialtechnology Innovationsindikator ’14: Österreich fällt zurück
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Espelkamp. Nach acht Jahren als Geschäftsführer und zuletzt als Vorstand für Produktion und Logistik wird Torsten Ratzmann die Harting Technologiegruppe spätestens zum 31.12.2015 auf eigenen Wunsch verlassen und die Führung eines Unternehmens der Automobilzuliefer- und Konsumgüterindustrie übernehmen. Bis zur Bestellung des neuen Vorstands wird sich Ratzmann auf die Wachstumsstrategie „Route 2020“ fokussieren und zum 1.1.2015 die Verantwortung für den Geschäftsbereichen Electronics und Electric an den neuen Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und Entwicklung, Uwe Gräff, abgeben. www.harting.com
© Engel
Ranking Im aktuellen Innnovationsindikator baut die Schweiz ihre Führungsstellung weiter aus, Deutschland hält trotz Punkteverlust den 6. Platz, Österreich verliert wie die USA oder Frankreich an Terrain und fällt auf Platz 14 zurück. Seite 64 VDI Vom Stand der Technik bis zu rechtlichen Fragen
Wirtschaftsagentur Wien Mehr Industrie-Innovationen
Additive Fertigung wird in Zukunft eine wichtige Rolle in der Fertigung spielen.
Düsseldorf. Der 3-D-Druck bzw. die Additive-Fertigung stößt bei immer mehr Unternehmen auf Interesse. Allerdings herrscht noch großer Informationsbedarf. Daher hat der VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. jetzt einen Bericht veröffentlicht, der zeigt, wo die Technik derzeit steht, welche Branchen davon schon heute profitieren können, welche Fortschritte noch zu erwarten sind und welche F&E-Aktivitäten weltweit laufen. Weiters widmet sich der Statusreport auch juristischen Fragen, wie etwa den Themen Haftungs- und Urheberrecht. www.vdi.de/statusadditiv
Zwei neue Förderwettbewerbe
© Krischanz/PID
Statusbericht zum 3D-Druck
© Makerbot
Schwertberg. Gerd Liebig, Group Marketing Director von Engel Austria (Bild), verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch, um sich einer Aufgaben (ebenfalls in der Kunststoffindus-trie) zu stellen. „Gerd Liebig hat in den vergangenen neun Jahren unsere weltweite Vertriebs- und Marketingstruktur maßgeblich weiterentwickelt und mit seinem großen Engagement und seinem Gespür für Menschen und unsere Märkte zum Erfolg der Unternehmensgruppe beigetragen; hierfür danken wir ihm ausdrücklich”, kommentiert Peter Neumann, CEO der Engel Holding. www.engelglobal.at
Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien.
Wien. Pro Industry 2015 hat die besten F&E-Projekte mit Industriebezug zum Thema. Wiener Unternehmen aller Größen können Projekte von 4.12.2014 bis 12.3.2015 einreichen; die maximale Förderung beträgt 500.000 €. Shared Research Facilities 2015 unterstützt den Aus- und Aufbau von Forschungsinfrastruktur und -dienstleistungen für die gemeinsame Nutzung durch Wissenschaft und Wirtschaft. Antragsberechtigt sind Konsortien, die den Aufbau und den Betrieb eines SRF-Centers durchführen. Die maximale Förderung beträgt 1,5 Mio. €. www.wirtschaftsagentur.at
c ov e r
64 – industrialtechnology
kommentar
Es gibt keine Patentrezepte
Freitag, 7. November 2014
Nationenranking Umfassende Untersuchung zeigt Stärken und Schwächen von 38 Ländern weltweit auf
Die Mehrheit der Top 20 kommt aus Europa Trotz einiger Verschiebungen behauptet sich die Alte Welt als wichtiger Innovationsstandort. sind die nationalen Champions selten ausreichend innovativ, um die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Die Grand Nation ist vom 16. auf den 17. Platz gerutscht und rangiert damit zwei Plätze hinter Österreich, das ebenfalls Terrain verloren hat.
britta biron
britta biron
W
Bonn/Berlin/Maastricht. Wie schon in den vergangenen Jahren haben auch heuer wieder das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und das Maastricht Economic and Social Research Institute on Innovation and Technology der Universität Maastricht (MERIT) ihren Innovationsindikator berechnet. Heuer wurde der Kreis der untersuchten Nationen erweitert. Denn immer mehr Länder setzen auf Innovationen und technologische Wettbewerbsfähigkeit, um ihr Bruttoinlandsprodukt zu steigern. Damit treten auch neue potenzielle Konkurrenten in Technologiemärkte ein. Außerdem werden nicht nur die Produktion, sondern zusehends auch Forschung und Innovation in neu entstehende Märkte verlagert.
ie kann man Innovationen, die ja unbestreitbar ein wesentlicher Faktor für den Erfolg von Unternehmen und ganzen Volkswirtschaften sind, fördern? Dass es ob der Komplexität der Materie keine allgemeingültige Antwort gibt, liegt auf der Hand und wird durch den aktuellen Innovationsindikator auch mit harten Fakten belegt. Die Größe eines Landes spielt eindeutig eine untergeordnete Rolle, was Musterschüler in Sachen Innovationskraft wie etwa die Schweiz oder Belgien, aber auch das weitere Abrutschen der USA zeigen. Eine Bündelung und Zentralisierung der staatlichen Fördermittel kann ein gutes Instrument sein, um den Innovationsmotor anzutreiben (siehe Finnland), oder außer Kosten wenig bringen (Beispiel Frankreich). Denn wichtiger als die Frage, ob die Mittel zentral gebündelt werden oder nicht, ist jene, welche Unternehmen sich aus den Fördertöpfen bedienen dürfen. Und dabei trifft die Grand Nation offenbar nicht die richtigen Entscheidungen. Interessant ist auch, dass selbst Krisenländer in Summe nicht so schlecht abschneiden müssen, wie man erwarten würde. So liegt Portugal, eines der wirtschaftlichen Sorgenkinder Europas, immerhin auf Platz 23 und damit knapp vor China und mit recht deutlichem Abstand zu Russland.
Auf den ersten Blick hält die aktuelle Untersuchung, die auf insgesamt 38 Einzelindikatoren (darunter PISA-Index, Wertschöpfung pro Arbeitsstunde, Interne FuE-Ausgaben der Unternehmen oder Intensität des einheimischen Wettbewerbs) keine besonderen Überraschungen parat. Die Schweiz liegt wie schon in den letzten Jahren mit deutlichem Abstand in Führung und konnte sich gegenüber dem Vorjahr um einen Wertungspunkt verbessern. Singapur hat gegenüber dem Vorjahr um acht Punkte verloren, kann aber mit 65 Zählern seinen 2. Platz halten; Grund für die schlechtere Wertung sind zwar zum Teil die neu verwendeten Indikatoren im
Wozabal Investition
TU Wien Auf der SPS IPC Drives in Nürnberg wird man einen praktisch geräuschlosen Motor vorstellen
Bei Wozabal entsteht eine der modernsten Wäschereien Europas.
Enns. Wozabal, Spezialist für die Reinigung und Aufbereitung von Arbeitskleidung für Kunden aus verschiedenen Branchen, investiert derzeit 14 Mio. € in den Ausbau seines Werks in Enns. Kürzlich konnte Dachgleiche gefeiert werden. Die letzten großen Bauarbeiten werden noch im November beendet, danach beginnen die Elektroinstallationen. „Ich gehe davon aus, dass die geplante Inbetriebnahme Ende März trotz des sehr ambitionierten Fertigstellungstermins eingehalten werden kann“, erklärt Christian Fürnkranz, Projektleiter von Wozabal. www.wozabal.com
Viel Luft nach oben: Österreich liegt trotz Punkteverlust im Mittelfeld.
Bekannte Sieger
Gesellschaftsbereich, allerdings wäre Singapur auch innerhalb der alten Methodik nur auf 68 Punkte gekommen.
Finnland gewinnt Finnland hat seinen positiven Trend fortgesetzt und ist auf Platz 3 vorgerückt; das gute Ergebnis beruht laut Ansicht der Studienautoren unter anderem auf der innovationsorientierten Politik.
So werden etwa über die Innovationsagentur Tekes die relevanten Förderungen zentral gebündelt. Ähnliche Pläne hatte auch Frankreich, allerdings zeigt sich dabei immer deutlicher, dass der Ansatz, die Förderungen hauptsächlich auf große, etablierte Konzerne, die sogenannten nationalen Champions, zu konzentrieren, die Innovationskraft des Landes nicht nur nicht steigern kann, sondern sogar schwächt, denn trotz ihrer Größe
Auch Deutschland, die größte europäische Volkswirtschaft, hat schlechter als im Vorjahr abgeschnitten und ist vom 3. auf den 5. Rang zurückgefallen. „Eine hohe Innovationsleistung der Unternehmen ist kein Selbstläufer. Wir brauchen stärkere staatliche Unterstützung privater Investitionen in F&E“, fordert Dieter Schweer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI. „Dazu gehören eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung und eine Verbesserung der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für Risikokapital.“ Ein Schwerpunkt der aktuellen Untersuchung ist ein Vergleich der drei großen Wirtschaftsräume Nordamerika, Asien und Europa. Hier konnte sich Europa kontinuierlich verbessern – vor allem im Bereich Wissenschaft – und stellt mittlerweile zwölf der 20 innovationsstärksten Länder der Welt. Die USA, die 2005 noch unter den Top 3 lagen, haben dagegen weiter an Boden verloren und erreichen heuer nur den 13. Platz. Asien konnte ebenfalls aufholen, liegt aber noch merklich hinter den beiden anderen Regionen. Dies liegt nicht nur an den großen Schwellenländern China, Indien und Indonesien, sondern auch an der insgesamt schwachen Leistung von Japan und Südkorea. www.innovationsindikator.de
Auch ohne Sensor immer im richtigen Takt Wien. Häufig benötigt man in Elektromotoren eigens eingebaute Sensoren, um laufend die Position des Magnet-Rotors im Inneren des Motors zu messen. „Solche Sensoren bringen aber immer wieder dieselben Probleme mit sich“, erklärt Manfred Schrödl, Professor an der TU Wien. So können die dünnen Drähte und feinen Lötstellen der Sensoren leicht kaputt gehen, was dann zu Ausfällen führt. „Zudem verursache die Sensortechnik Kosten und benötigt Platz.“
Kabel statt Sensor Allerdings hat Schrödl bereits eine alternative Antriebsmethode entwickelt, ein Synchronmaschinen-System, das ganz ohne sensible Senorik auskommt. „Wir verwenden die Kabel, die wir ohnehin immer haben: die Stromzufuhr zum Elektromagneten“, erklärt Schrödl. Kurze elektrische Testimpulse werden durch die Leitungen geschickt, und aus der elektrischen Reaktion darauf lässt sich die aktuelle Stellung des
„Gerade für geräuschsensible Anwendungen, etwa bei Lüftungen oder bei Elektroautos, bringt unsere Neuentwicklung große Vorteile“, ist Schrödl überzeugt.
„Für geräuschsensible Anwendungen, etwa bei Lüftungen oder bei Elektroautos, bringt © TU Wien
© Wozabal
14 Mio. Euro
Deutschland verliert
unsere Neuentwicklung Anwendungsmöglichkeiten reichen von Haushaltsgeräten bis hin zu Eisenbahnen.
Rotors ableiten. Die elektrischen Pulse, die dafür nötig sind, dauern nur einige Millionstelsekunden. Eine klug angelegte Elektronik stellt sich auf die Drehzahl des Motors ein und steuert die Elektromagnete.
In der Praxis erprobt Die neue Technik wird bereits mit großem Erfolg in verschie-
denen Industrie- und Medizinapplikationen eingesetzt und laufend weiterentwickelt. So gelang es Schrödl und seinem Team, die Motoren deutlich leiser zu machen, indem die Pulse so angepasst wurden, dass die dabei entstehenden Schwingungen nur noch in einem für den Menschen unhörbaren Frequenzbereich auftreten.
große Vorteile.“ manfred schrödl professor an der tu wien
Vorgestellt wird der geräuschlose Motor neben einer Reihe weiterer Innovationen der TU dem Fachpublikum bei der Fachmesse SPS IPC Drives, vom 25. bis 27. November in Nürnberg. www.tu-wien.ac.at
kon ju n k tu r ba r om e t e r
Freitag, 7. November 2014
industrialtechnology – 65
Stimmungsbild Europäischer Optimismus vom Jahresbeginn macht nun Sorgen Platz
Europa und Ölpreis schwächeln weiter
© dpa/Christian Charisius
Moderate Konjunkturentwicklung in Österreich dürfte sich weiter verlangsamen.
Europäische und österreichische Wirtschaft warten weiter auf Impulse, die Nachfrage und damit Produktion auf Touren bringen. Monika Rosen
österreich spezial
Europa In Europa schwinden die Hoffnungen, dass die durchaus optimistischen Wachstumserwartungen vom Jahresbeginn 2014 tatsächlich erreicht werden können. Vor allem in den großen Ländern Deutschland und Frankreich stagniert das Wachstum weiterhin.
USA
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Die US Notenbank hat ihr Anleihenkaufprogramm beendet und in ihrem jüngsten Statement die wirtschaftliche Lage – insbesondere am Arbeitsmarkt – positiver beurteilt als vielfach erwartet. Das hat einerseits den Dollar befestigt, andererseits Spekulationen genährt, wonach die erste Zinsanhebung in den USA schneller kommen könnte als derzeit vielleicht vermutet.
Japan Die japanische Notenbank hat Ende Oktober völlig überraschend nochmals die Geldpolitik gelockert, da das Inflationsziel von 2% derzeit völlig außer Reichweite erscheint. Der Ankauf von Staatsanleihen soll um ein Volumen von 30 Billionen Yen im Jahr erhöht und die Haltedauer der Papiere auf bis
Konjunkturdelle zum Jahresende Die Wachstumsaussichten für die österreichische Wirtschaft trüben sich derzeit deutlich ein. Die bis dato ohnehin eher moderate Konjunkturentwicklung dürfte sich in den kommenden Monaten weiter verlangsamen. Krisenherde in Osteuropa sowie im Nahen Osten verunsichern die Marktteilnehmer nach wie vor und belasten die Stimmung der heimischen Konsumenten. Diese sind in den vergangenen Monaten deutlich skeptischer geworden. Die Konsumlaune der österreichischen Verbraucher ist außerdem verhaltener als die der Konsumenten im Euroraum insgesamt. zu zehn Jahre (!) verlängert werden.
China Die chinesische Volkswirtschaft ist im dritten Quartal mit 7,5 Prozent so langsam gewachsen wie zuletzt im Jahr 2009. Diese Verlangsamung wird von der Regierung jedoch in Kauf genommen, um grundlegende Änderungen in der Wirtschaft anzustoßen.
Indien
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Die Inflation hat sich in Indien im September deutlich entspannt. So sind die Verbraucherpreise mit
Die derzeitig belastete Stimmung der Marktteilnehmer spiegelt sich in den Konjunkturdaten des dritten Quartals wider. So ist der Industrieaufschwung mittlerweile fast unterbrochen, der Handel ins Minus gerutscht, und die Dienstleistungskonjunktur hat deutlich an Schwung eingebüßt. Im dritten Quartal konnte im Vergleich zur ersten Jahreshälfte das Erholungstempo nicht gesteigert werden, auch wenn ein leichtes Wirtschaftswachstum erreicht worden sein dürfte. Unsere Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2014 von 0,6% sehen wir im derzeitigen Umfeld aber gut abgesichert; für nächstes Jahr erwarten wir dann 1,6%. rund 6,4 Prozent langsamer gestiegen als erwartet; die Reformen von Ministerpräsident Modi scheinen damit langsam zu greifen.
Lateinamerika Die Wiederwahl von Präsidentin Dilma Rousseff, die nicht unbedingt als marktfreundlich gilt, hat zu starken Kurseinbrüchen an den brasilianischen Märkten geführt. Zuletzt hat die Notenbank mit einer Zinsanhebung überrascht, das wurde als Ölzweig an die Investoren gewertet. Monika Rosen ist Chefanalystin im Bank Austria Private Banking.
© EPA/Larry W. Smith
Unter der Lupe: Zu viel Öl, zu wenig Nachfrage Die zuletzt bereits beobachtete Abwärtsentwicklung des Ölpreises setzt sich weiter fort. Obwohl die geopolitischen Unsicherheiten in Osteuropa sowie die momentanen Krisenherde im Nahen Osten eigentlich einen Anstieg oder zumindest eine Seitwärtsbewegung des Ölpreises zur Folge haben müssten, wurde zuletzt ein weiterer Preisrückgang verzeichnet. Zuletzt fiel der Preis der Sorte Brent auf den tiefsten Stand seit November 2010. Für Druck sorgt dabei sowohl die Angebotsals auch die Nachfrageseite. Die weiterhin schwächelnde Konjunktur in vielen Ländern (Europa, aber auch China) lässt die Nachfrage nach Rohöl sinken. Zwar wurde in der Volks-
republik im September wieder ein leichter Bedarfsanstieg verzeichnet, allerdings bleibt die Nachfrage weiterhin auf niedrigem Niveau. Diese geringe Nachfrage, gepaart mit einem globalen Überangebot, führt zu dem derzeitigen Preisverfall von Rohöl. Unterstützt durch den nach wie vor vorherrschenden FrackingBoom in den USA, werden derzeit rund 1,4 Mio. Fass pro Tag mehr produziert, als der Markt eigentlich benötigt. Wegweisend für den weiteren Verlauf der Rohölpreisentwicklung wird das am 27. November in Wien stattfindende OPEC-Meeting sein, wo unter anderem eine Förderkürzung beschlossen werden könnte.
Mehr erfahren Sie unter 01 616 21 21 – 0 oder mailen Sie an at@HARTING.com www.HARTING.at
tr a n spor t & logi s t i k
66 – industrialtechnology
Freitag, 7. November 2014
Knapp AG Der erfolgreiche Intralogistiker treibt seine Expansionsbestrebungen in Asien weiter voran
short
Produktionsstandort in Shanghai startet 2015
Infotag zum neuen Gesamtverkehrsplan Wien. Mit dem 2013 vom bmvit präsentierten Gesamtverkehrsplan soll die Stellung des Logistikstandorts Österreich verbessert werden. Im Rahmen einer Veranstaltung am 28. November informiert der WKO-Fachverband Güterbeförderungsgewerbe über den aktuellen Stand des Projekts und die erste Ergebnisse. Das detaillierte Veranstaltungsprogramm wird in Kürze bekannt gegeben. www.dietransporteure.at
In den nächsten Jahren soll auch Peking zu einer Full-Service-Niederlassung ausgebaut werden. britta biron
Hart bei Graz. Für Bernhard Psonder, Geschäftsführer der Knapp Asia Pacific Automation Systems, stellt der neue Produktionsstandort in der Wirtschaftsmetropole Shanghai eine klare und konsequente Fortführung der Unterneh-
Österreich & Bulgarien in enger Kooperation
„Wir rücken näher an die Kunden, können © bmvit/Milan Martinov
Importe nach Asien einfacher abwickeln und Systeme marktDie Verkehrsminister Alois Stöger und Nikolina Angelkova in Sofia.
Sofia. Vor Kurzem trafen einander der österreichischen Verkehrsminister Alois Stöger und seine bulgarische Amtskollegin Nikolina Angelkova in Sofia, um gemeinsame Strategie- und Infrastrukturprojekte zu besprechen, unter anderem große Tunnel- und Brückenbauten, die Bulgarien auch mit Unterstützung österreichischer Firmen realisieren möchte. Ein weiteres Thema war die Einführung einer Lkw-Maut, bei der die bulgariche Verkehrsministerin auf die Expertise der Asfinag zurückgreifen möchte. Diese sieht sie als „Vorbild für die Organisation des Straßenbaus und -erhalts”. www.bmvit.gv.at.at
Bernhard Psonder Knapp Asia Pacific Automation Systems
© Knapp
konform anbieten.“
Zurzeit werden die geeigneten Maschinen für das neue Werk ausgewählt, Produktionsstart soll im nächsten Jahr sein.
mensstrategie dar: „Mit diesem Schritt kommen wir den Bedürfnissen unserer Kunden in und aus China entgegen. Wir agieren bei Vertrieb, Projektierung, Einkauf und Service näher am Kunden, Importe nach Asien können einfacher abgewickelt und Systeme marktkonform angeboten werden.“
Start im nächsten Jahr Das neue Werk befindet sich in einem Technologiepark, wo eine bestehende Halle sowie ein Bürogebäude angemietet wurden. Derzeit werden die benötigen Installationen fertiggestellt und geeignete Maschinen ausgewählt. Bereits Mitte des nächsten Jahres soll die Produktion anlaufen. Die
Jungheinrich erreicht sattes Plus in China
Belegschaft wird sich einerseits aus lokalen Mitarbeitern – derzeit werden über eine in Shanghai ansässige Personalagentur schon Fachkräfte gesucht – als auch Personal aus Österreich zusammensetzen.
Kontinuierlicher Ausbau Knapp hat sein Marktpräsenz bereits seit 2008 durch den Aufbau der Vertriebsniederlassung in Peking vorbereitet und ausgebaut. „Die Errichtung eines Produktionsstandorts ist ein weiterer logischer Schritt in dieser Entwicklung. Wir möchten insbesondere unsere Vertriebsaktivitäten in der Pharma- und Retail-Branche ausbauen. Das stark wach-
sende eCommerce-Geschäft ist hier Wachstumsmotor und weckt den Bedarf für moderne, automatisierte Distributionszentren“, so Zhentian Chen, General Manager der Knapp Logistics Automation in Peking. In der Entwicklung für die nächsten Jahre ist ein weiterer Ausbau des Standorts zu einer Full Service-Niederlassung vorgesehen.
Internationale Kompetenz Die Investition in China fügt sich nahtlos in den bestehenden Produktionsverbund der KnappGruppe ein. Gesteuert und koordiniert über das Headquarter in Hart bei Graz, mit 1.500 Mitarbeitern zugleich der bei Weitem größte Produkti-
onsstandort der Knapp-Gruppe, werden Kunden in Nord- und Lateinamerika bereits aus lokalen Produktionseinheiten versorgt. Darüber hinaus verfügt der Intralogistik-Spezialist über lokale Kompetenzzentren, zum Beispiel eines für Fashion-Logistik beim Tochterunternehmen Dürkopp in Deutschland und eines für Lebensmittel-Logistik bei Knapp Systemintegration und Produktionslogistik bei YLOG Industry Solutions in Österreich. Der neue Standort in Shanghai ist ein wesentlicher Faktor für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, sowohl für die Unternehmensgruppe als auch für die einzelnen Standorte. www.knapp.com
Container Terminal Enns Neu gegründete Betreiberfirma setzt künftigen Fokus auf europäische Seehäfen © Jungheinrich
Modernisierung und Erweiterung geplant Enns. Nach dem Zuschlag durch das Land Oberösterreich bereitet die Container Terminal Enns GmbH (CTE) nun die Modernisierung im Ennshafen vor. „Die Anlage wird auf 320.000 20-Fuß-Container-Einheiten pro Jahr ausgelegt, das bedeutet einen Zuwachs von rund 30 Prozent gegenüber den aktuellen Kapazitäten”, erläuterte Konrad Grün-
Die erfolgreiche chinesische Vertriebsmannschaft von Jungheinrich.
„Der Erweiterungsbau des Container Terminals Enns schließt direkt an die bestehenden Gleisanlagen an“, so der von Kaindl entsandte CTE-GF Otto Hawlicek. Es werden zwei zusätzliche Portalkräne sowie fünf neue Gleise errichtet, womit für das Handling der Container dann 6.300 m Gleise zur Verfügung stehen. Die Anlagen werden auch technisch auf den neuesten Stand gebracht, etwa durch eine moderne Fernsteuerung der Weichen oder eine vollständige elektrische Überspannung der Zuführungsgleise, die den Betrieb mit E-Loks ermöglicht.
Internationaler Knoten
© CTE/David Lahnsteiner
Hamburg. Seit seinem Markteintritt in China verzeichnet Jungheinrich durchschnittlich jährliche Zuwachsraten im zweistelligen Bereich. Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Auftragseingang rund 20% über dem Wert im Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Der Markt in China ist für uns von immenser Bedeutung“, sagt Alexander Özbahadir, Sprecher der Geschäftsführung der chinesischen JungheinrichOrganisation. Heuer wurden knapp 4.000 Elektrostapler verkauft, davon stammen etwa 2.500 Fahrzeuge aus der eigenen Produktion in Qingpu. „Im kommenden Jahr peilen wir bereits die 5.000er-Marke an”, so Özbahadir weiter. Das entspräche dann immerhin knapp 10% des gesamten Markt volumens von 55.000 Fahr zeugen pro Jahr. www.jungheinrich.de
wald, CEO der M. Kaindl KG, die mit der DB Mobility Logistics die CTE GmbH als neue Betreibergesellschaft gegründet hat. „Wir sind stolz darauf, die DB als Partner für dieses Projekt gewonnen zu haben. Immerhin ist sie der europäische Marktführer im intermodalen Verkehr und damit in einem der Zukunftsfelder für einen leistungsfähigen Fernverkehr ohne Lkw.“
Konrad Grünwald, CEO der M. Kaindl KG, und die Geschäftsführer der neu gegründeten Betreibergesellschaft CTE GmbH, Michael Heinemann und Otto Hawlicek.
„Der CTE soll ein attraktives Gateway für die Seehäfen und Industriezentren Europas werden und alle Voraussetzungen erfüllen, um als Extended Port für europäische Seehäfen dienen zu können. Denn dorthin lagern die großen Häfen jene Aufgaben aus, die sie nicht mehr zeitnah bewältigen können und die deshalb besser im
Hinterland erfüllt werden; Enns hat dabei großes Potenzial als intermodale Drehscheibe”, ergänzt Michael Heinemann, der von der DB Mobility Logistics AG gestellte
„CTE soll alle Voraussetzungen erfüllen, um in Zukunft als Extended Port für europäische Seehäfen dienen zu können.“ Michael Heinemann, GF CTE
CTE-GF. „Das Lösungskonzept der Zukunft heißt ‚Extended Port‘.” Damit würde eine völlig neue Qualität im Ennshafen und – aus heutiger Sicht – auch eine österreichweite Alleinstellung erreicht werden. www.ennshafen.at
tr a n spor t & logi st i k
SSI Schäfer Zwei neue Aufträge an Land gezogen
Alles perfekt gelagert Logistikzentren für Möbel und Schleifmittel.
industrialtechnology – 67
| BS12-02G |
Freitag, 7. November 2014
Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.
© SSI Schäfer (2)
Motion Servoverstärker Servomotoren
IPC Modell vom geplanten Shuttlelager für den Schleifmittelhertsteller Klingspor AG. herbert strasser
Wels. Nach erfolgreicher Realisierung des Großprojekts für den Möbelhändler JYSK im dänischen Uldum – einem der größten Logistikzentren Nordeuropas mit drei Hochregallagern für 134.700 Paletten und einem automatischen Kleinteilelager für Platz für 30.000 Trays – sowie einem Logistikzentrum in Polen konnte sich SSI Schäfer jetzt einen Folgeauftrag von JYSK sichern. Dieser betrifft das Distributionszentrum im schwedischen Nässjö, das um 75.000 zusätzliche Stellplätze auf insgesamt 165.000 Palettenstellplätze erweitert wird.
Fertigstellung 2015 Annika Löfgren, Logistikmanager bei JYSK, dazu: „Mit den Projekten in Dänemark und Polen hat SSI Schäfer mehr als 300.000 Palettenstellplätze für uns realisiert und seine hohe Lösungskompetenz und Erfahrung unter Beweis gestellt. Das überzeugende Konzept für die Erweiterung und die Erfolge unserer vorhergehenden Zusammenarbeit waren die Hauptgründe für die Auswahl von SSI Schäfer als Systemlieferant in Nässjö.” Die Bauarbeiten laufen bereits, die Fertigstellung ist für Herbst 2015 geplant. Dann werden die zusätzlichen 75.000 doppeltiefen Palettenstellplätze in dem neuen, 40 m hohen und 155 m langen Lager
verfügbar sein, die von zehn energieeffizienten Regalbediengeräten vom Typ Exyz bedient werden. Im Liefer- und Leistungsumfang enthalten ist zudem ein neuer Versandbereich, die Fördertechnik und die maßgeschneiderte WamasLogistiksoftware.
Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards
I/O
Automation
EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module
Software-SPS Software-NC/CNC Safety
Gerüstet für die Zukunft Auf das Know-how des Intralogistik-Spezialisten setzt auch der international agierende Schleifmittelhersteller Klingspor, der ein Sortiment von 50.000 Produkten hat und täglich rund über 200 t Schleifmittel in 80 Länder weltweit liefert. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden hat SSI Schäfer eine Lageranlage geplant, die nicht nur den heutigen logistischen Anforderungen entspricht, sondern auch in Zukunft einen optimalen Materialfluss garantiert. Der Komplex, dessen Fertigstellung für 2016 geplant ist, umfasst ein dreigassiges, doppeltiefes Palettenregalanlage mit rund 13.400 Gesamtstellplätzen sowie ein ShuttleLager mit über 36.000 Stellplätzen für Behälter. Verbunden werden die beiden Einheiten durch eine zwischengeschaltete Kommissionier- und Verpackungszone. Der Liefer- und Leistungsumfang von SSI Schäfer umfasst sowohl die Generalplanung, den Stahlbau für die Regale als auch die Regal-, Förder- und Kommissionieranlagen. www.ssi-schaefer.at
www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.
IPC I/O Motion Automation
SSI Schäfer errichtet für den Möbelhändler JYSK ein neues Distributionszentrum.
e n e r gi e & r e s sou r c e n
68 – industrialtechnology
Freitag, 7. November 2014
Solabolic Österreichisches Start-up schließt Kooperation mit ägyptischem Ministerium für Höhere Bildung
short
Innovation aus Österreich geht jetzt in die Wüste
Deutsche Bundeswehr will grüner werden
© Wehrtechnische Dienststelle der Bundeswehr Trier
Neue Technologie für Parabolrinnen-Kollektoren wird für den Praxiseinsatz weiterentwickelt. britta biron
Wien. Hohe Effizienz, geringer Materialaufwand und einfache Herstellung – die im Vorjahr vom österreichischen Start-up-Unternehmen Solabolic entwickelte und patentierte neue Technologie für Parabolrinnen-Kollektoren punktet aber noch mit einem weiteren wichtigen Vorteil.
Mobile Windkraftwerke sollen Dieselaggregate im Feldlager ersetzen.
Trier. Um ihre Feldlager mit Energie zu versorgen, nutzt die Bundeswehr derzeit noch Dieselgeneratoren. Dies soll sich ändern: Künftig möchte sie auf erneuerbare Energien setzen. Dafür arbeitet die Wehrtechnische Dienststelle 41 mit dem Forscherteam um Professor Georg Frey an der Saar-Uni zusammen. So will man etwa mobile Möglichkeiten finden, um Windkraftanlagen effizient in regional begrenzte, intelligente Energienetzwerke, sogenannte Micro-Grids, zu integrieren. Dafür wird jetzt eine mobile Windkraftanlage auf dem Dach des 13 Stockwerke hohen Physikturms auf dem Saarbrücker Campus installiert, um „Daten zu sammeln, die Aufschluss darüber geben, wie der Ertrag einer solchen Anlage zuverlässig prognostiziert und in ein Smart Micro Grid eingespeist werden kann“, so Frey. Die Abwärme von Dieselgeneratoren soll zum Heizen der Feldlager genutzt werden. www.uni-saarland.de
„Statt teurer und schwerer Glaselemente zur Reflexion der Sonne können flexible Elemente aus Alublech Achmed Adel, Solabolic
© Solabolic
verwendet werden.“ Berechnungen der TU Wien bestätigen, dass mit der neuen Technik Kollektoren mit einer Breite von 10 Metern möglich sind.
In der herkömmlichen Bauweise sind Parabolrinnen-Kollektoren auf eine Breite von rund 7,5 m limitiert. „Werden die Spiegelelemente zu groß, können sie bei herkömmlicher Bauweise dem Wind zu wenig Stabilität entgegensetzen. Das Ergebnis ist, dass das Sonnenlicht nicht mehr optimal gebündelt wird”, erläutert Achmed Adel, Geschäftsführer von Solabolic, den Grund dafür. Zwar könne das durch eine stabilere Bauweise gemindert werden, allerdings treibt der höhere Materialeinsatz dann wieder die Kosten nach oben. Der Ansatz von Solabolic basiert dagegen auf einer seit gut 100 Jahren bei Brücken verwendeten Konstruktionsweise. Dazu Adel:
© APA/Robert Schlager
Einsatz von Erdgas wird weiter steigen
„Wir nutzen Prinzipien der Hängebrücken; deren Statik beruht auf speziellen Spannungsverhältnissen von Tragseilen statt starren Bauelementen. Gleichzeitig kann die Spannung auf flexible Reflexionselemente übertragen werden, die so eine optimal para-bolische Form annehmen. Statt teurer und schwerer vorgeformter Glaselemente zur Reflexion der Sonne können nun flexible Elemente aus Alublech eingesetzt werden.“ Vor Kurzem hat Solabolic mit dem ägyptischen Ministerium für Höhere Bildung ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, dessen Gegenstand die Weiterentwicklung der neuen Kollektor-Bauweise ist.
Diese wird in den nächsten ein bis zwei Jahren in drei Stufen erfolgen. Einer Phase der technischen Spezifikation und der Definierung von Testparametern folgt die Installation einer Pilotanlage an einem geeigneten Standort in Ägypten, die dann in einer dritten Phase getestet wird.
Erfinderrechte wahren Ahmed Shahin, österreichischer Vertreter des ägyptischen Ministeriums für Höhere Bildung, bestätigt: „Das Know-how ägyptischer Universitäten gemeinsam mit der Verfügbarkeit geeigneter Standorte für Pilotanlagen werden einen signifikanten Beitrag leisten,
um die von Solabolic entwickelte Technologie weiter zu optimieren; wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“ Bei den Verhandlungen beraten wurde Solabolic von INiTS, der Technologieagentur der Stadt Wien, der Universität Wien und der Technischen Universität Wien. „Die Rechte von Solabolic an Weiterentwicklungen seiner patentgeschützten Technologie zu wahren und gleichzeitig den Partnern volle Aktionsfreiheit zu geben, war uns in den Verhandlungen ein wichtiges Anliegen. Wir freuen uns, dass alle Partner mit dem Ergebnis zufrieden sind”, so Irene Fialka, INiTS-GF. www.solabolic.com
Cleantech Innovators Club Ende der erfolgreichen Veranstaltungsreihe, 2015 beginnt aber schon eine neue
Fokus wird auf grüne Innovationen gelegt
Marc H. Hall, Vorstandsdirektor der Wiener Stadtwerke.
Graz. In den Räumen der Karl-Franzens-Universität trafen sich Ende Oktober über 100 Forschende aus Wirtschaft und Industrie zum achten und letzten Cleantech Innovators Club. Damit ist die Initiative für die Forcierung grüner Technologien aber nicht beendet. „Es ist der letzte Cleantech Innovators Club, aber nächstes Jahr geht es mit dem Green Tech Inno-
vators Club weiter. Und damit wird der Fokus noch stärker auf grüne Innovationen gelegt“, so Moderator Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des steirischen Umwelttechnik Clusters ecoworld Styria.
Internationales Interesse Und die Veranstaltungsreihe wird auch immer internationaler.
Delegationen aus Russland, Polen und Australien waren vor Ort, um sich über die Entwicklungen aus dem Green Tech Valley zu informieren. „Besonderes Interesse haben wir an dezentralen Energien aus Biomasse“, so Carolyn Abela Rebiscoul, Vertreterin der Australian Trade Commission. Alexey Stukanov vom Department for International and Regional Relations aus Tomsk zeigte sich dagegen besonders von Neuheiten aus der Materialforschung und vor allem vom Thema Recycling begeistert, das in seiner Heimat bisher noch nicht stark ausgeprägt ist.
Innovation präsentiert
© Eco World Styria
Wien. Der Einsatz von Erdgas werde in Europa in den nächsten Jahren weiter wachsen, und das trotz der rückläufigen europäischen Produktion, so die zentrale Aussage von Wiener Stadtwerke-Vorstandsdirektor Marc H. Hall bei der 20. Euroforum-Jahrestagung „erdgas 2014”. Der höheren Importabhängigkeit müsse mit einer Stabilisierung der bestehenden Bezugsquellen und einer weiteren Diversifikation von Quellen und Transportrouten entgegengewirkt werden. Insgesamt werde Österreich dank der zentralen Lage und der großen Gasspeicher, aber auch wegen des geplanten South Stream-Projekts auch weiterhin eine zentrale Rolle für die europäische Gasversorgung spielen. Die Potenziale von Schiefergas seien eindeutig begrenzt, meint Hall, unabhängig von weiteren Fortschritten in der Umweltverträglichkeit der Fördertechnologien. www.wienerstadtwerke.at
Bernhard Puttinger (ecoworld Styria), Werner Färber (EcoCan) und Paul Hartmann (Joanneum Research) präsentierten die innovative LED-Lichtlenkungsfolie.
Eine Premiere feierte bei der Veranstaltung ein Produkt, dessen Entstehung beim Cleantech Innovators Club vor zwei Jahren ihren Anfang genommen hatte: EcoCan entwickelte in Zusammenarbeit mit Joanneum Research und der Montanuniversität Leoben eine spezielle Lichtlenkungsfolie für die LED-Beleuchtungstechnik – ein
Beispiel nicht nur für den Innovationsgeist steirischer Unternehmen, sondern auch dafür, für gut die Vernetzung funktioniert. Aus spannenden Gesprächen entsteht
„Der Innovators Club wird weiterhin Forscher und Unternehmen mit guten Ideen vernetzen und die Grundlage für Neues schaffen.“ bernhard puttinger gf ecoworld styria
ein innovatives Produkt, das auf den Markt und die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt ist. „Dafür ist der Cleantech Innovators Club die perfekte Bühne“, sagt Vizerektor Peter Riedler. www.eco.at
medianet
inside your business. today.
Freitag, 7. NOVEMBER 2014 – 69
© ARBÖ
Preisverleihung
Der Automobil-Preis des ARBÖ bringt heuer einige Neuerungen mit sich Seite 71
© APA/EPA/Vennenbernd
automotivebusiness Wahrnehmung vs. realität
Wie innovativ sind Autohersteller wirklich? Zwei aktuelle Studien im Vergleich Seite 74
Land cruiser Toyotas xxxl-suv in neuem gewand © Toyota/Sebastien Mauroy
„Wir liegen zehn Prozent über unserem Vorjahr“
© AMZ Racing
short
Dübendorf. Laut Angaben des ETH Zürich hat der von Studenten der ETH und der Hochschule Luzern entwickelte Elektrorennwagen „Grimsel“ am Militärflugplatz in Dübendorf den bisherigen Beschleunigungsweltrekord für Elektroautos gebrochen. In 1,785 Sekunden und in weniger als 30 Metern beschleunigte das Fahrzeug von 0 auf 100 km/h. Der bisherige Rekord lag bei 2,13 Sekunden und wurde von einem Elektrofahrzeug der Technischen Universität Delft gehalten. www.ethz.ch
© Fiat
medianet-Interview Während der öster reichische Neufahrzeugmarkt derzeit seinen Ansprüchen hinterherhängt, konnte Autohändler Willibald Keusch dank der HybridStärke seiner Marken Toyota und Lexus sogar Zuwächse erzielen. Seite 70
© Larry W. Smith/EPA/picturedesk.com
© Keusch/Martin Moravek
Wien. Fiat Professional kann für die ersten neun Monate 2014 auf eine sehr erfolgreiche Bilanz ihrer Vertriebsaktivitäten in Österreich verweisen. Die Zahl der im österreichischen Markt abgesetzten und zugelassenen Fahrzeuge übertrifft heuer die Vergleichsperiode des Vorjahres um 26% oder 670 Einheiten und Fiat Professional. Diesem deutlichen Wachstum steht ein Plus des Gesamtmarkts für leichte Nutzfahrzeuge von 4,5 Prozent gegenüber. www.fiatprofessional.at
Daimler Tablet Konfigurator erhält Red Dot-Designpreis
Washington. Der südkoreanische Hersteller Hyundai und seine Schwesterfirma Kia müssen wegen falscher Verbrauchsangaben 100 Mio. USD (80 Mio. €) Strafe zahlen. Die US-Umweltbehörde EPA hatte 2012 bei Tests herausgefunden, dass einzelne Modelle beider Autobauer mehr Sprit verbrauchen als versprochen wurde. Es sei um rund 1,2 Mio. Autos gegangen, teilte das USJustizministerium mit. Beide Unternehmen akzeptierten die Strafe, die die bisher höchste unter dem Emissionsschutzgesetz sei. www.hyundai.com
© Daimler
Auszeichnung für Benz-Programm
Schritt für Schritt können sich Nutzer ihr Wunschfahrzeug zusammenstellen.
Stuttgart. Mercedes erhält den Designpreis „Red Dot“ in der Kategorie „Graphical User Interface“ für seinen neu konzipierten Tablet Konfigurator. Das Programm funktioniert wie eine App, jedoch ohne Download direkt im Browser. Die Navigation stellt dem Nutzer alle nötigen Informationen zur Verfügung, um sein Wunschfahrzeug nach seinen individuellen Vorstellungen und mit seiner gewünschten Ausstattung zu gestalten, zeigt sie aber nur an, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Anschließend kann das Fahrzeug in der 360°Ansicht betrachtet werden. www.daimler.com
ner to t r a P Ihr ums Au r und
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C ov e r
70 – automotivebusiness
Freitag, 7. November 2014
medianet-Interview Autohändler Willibald Keusch kann sich derzeit nicht über schlecht laufende Geschäfte beklagen
Kommentar
„Hybrid-Fahrzeuge werden immer mehr nachgefragt“
Jetzt gehen wir dann alle in die Luft
Während der Gesamtmarkt im Minus liegt, profitiert Keusch vom Hybrid-Nachfrageboom und legt zu. tohändler forciert würden. Aber noch einmal: Von einer derartigen Prämie würde zwar die Händler profitieren, aber auch der Staat. Das wäre also ein klassisches WinWin-Geschäft. Vielleicht denkt man über die Prämie intensiver nach, wenn am Jahresende die aktuellen Neuzulassungszahlen auf dem Tisch liegen.
Wien. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Firma Keusch mit Toyota- und Lexus-Neuwagen, seinem Gebrauchtwagenverkauf und seiner Service- und Reparaturwerkstätte für alle Marken in und um Wien einen guten Ruf erarbeitet. Wir haben mit Unternehmensgründer und Geschäftsführer Willibald Keusch über die aktuelle Geschäftsentwicklung, Vorbehalte der Kunden gegenüber Hybridautos und die Notwendigkeit einer neuen Umweltprämie gesprochen.
Jürgen Zacharias
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er britische Schriftsteller Ian Fleming ist der breiten Masse vor allem dank seiner James-BondRomane ein Begriff. Heute weniger bekannt ist das von ihm geschriebene Kinderbuch „Chitty Chitty Bang Bang“, das 1968 von Ken Hughes als Musical-Fantasiefilm auf die Leinwand gebracht und zu einem überraschenden Welterfolg wurde. Knapp 50 Jahre später könnte der darin beschriebene, märchenhafte Traum eines fliegenden Autos tatsächlich Wirklichkeit werden: Das slowakische Unternehmen AeroMobil hat in Wien vor wenigen Tagen jedenfalls unter der wenig verheissungsvollen Bezeichnung „AeroMobil 3.0“ ein futuristisches Flugauto vorgestellt, das dem cineastischen Vorbild bald den Rang ablaufen soll. Das knapp sechs Meter lange Gefährt soll zwei Passagieren Platz bieten, rund 200 km/h auf die Straße bringen und über eine Reichweite von 870 Kilometern verfügen. Bevor es dann in die Lüfte geht, müssen die Flügel ausgeklappt werden, für den Startvorgang soll nach Herstellerangaben eine Strecke von 200 Metern genügen, für die Landung sollen gar 50 Meter ausreichen. Das klingt nach wenig und ist es auch, ist aber immer noch zu viel, um etwa im Stau dem dichten Verkehr zu entfliegen. Diesen Traum werden wir also wohl trotz AeroMobil weiterträumen müssen ...
medianet: Herr Keusch, wie laufen aktuell die Geschäfte? Willibald Keusch: Wir liegen deutlich über dem Vorjahr. Toyota hat 2010 geschwächelt, aber jetzt holen wir auf und sehen uns mit den Marken Toyota und Lexus und unseren vielen Hybridmodellen auch sehr gut aufgestellt. Bei Hybrid handelt es sich um eine mittlerweile ausgereifte Technologie, die immer stärker nachgefragt wird und für Kunden viele Vorteile bringt. Für uns nicht unbedingt … medianet: Inwiefern? Keusch: Weil bei den Fahrzeugen nichts kaputt wird und daher unsere Werkstätten keine Arbeit bekommen. (lacht) All die Dinge, die normal bei Autos nach 80.000 bis 100.000 Kilometer zu tauschen sind, wie Bremsen, Kupplung oder Lichtmaschine, halten bei diesen Autos 300.000 Kilometer oder mehr oder fehlen systembedingt völlig. Manche Taxis haben sogar schon eine Million Kilometer drauf, was eigentlich schon alles über ihre Qualität aussagt. medianet: Kommt diese Qualität auch beim Kunden an? Sprich, ist
© Keusch/Martin Moravek
Jürgen Zacharias
Besonders gefragt sind bei Keusch derzeit die Toyota- und Lexus-Hybridmodelle.
medianet: Welche Maßnahmen sind dabei aus Ihrer Sicht zu überlegen? Keusch: Man könnte etwa wieder eine Umweltprämie anregen, wie es sie schon vor einigen Jahren gab. Wir haben in Österreich immer noch 500.000 bis 600.000 zugelassene Fahrzeuge auf den Straßen, die dort nichts mehr zu suchen haben. Mit einer Umweltprämie könnte es gelingen, diese Stinker von den Straßen zu bekommen und gleichzeitig den Fahrzeughandel anzukurbeln und auch Steuern für den Staat zu lukrieren. Das wäre für Österreich ein gutes Geschäft und für die Branche ein wichtiger Schub.
eine entsprechend hohe Nachfrage nach Hybridfahrzeugen gegeben? Keusch: Ja, in jedem Fall, wobei wir uns immer noch mit Vorbehalten der Kunden der Technologie gegenüber konfrontiert sehen, die wir erstmal aus dem Weg räumen müssen. Am besten funktioniert das, indem wir die Kunden einfach in ein Hybrid-Auto setzen und sie die Vorteile des Fahrzeugs selbst erfahren können. Die Überraschung ist dann meist ebenso groß wie der Wunsch, ein Hybridauto zu kaufen, und daher dürfen wir uns aktuell auch über eine Steigerung unserer Verkaufszahlen freuen. medianet: In welchem Bereich bewegt sich dieses Plus? Keusch: Wir liegen 10 Prozent über dem Vorjahr, was gegenüber der schwächelnden Branche noch stärker zu bewerten ist. Es ist abzuwarten, wie die Bilanz am Ende aussfällt, klar scheint, dass es markenübergreifend in Österreich heuer ein klares Minus geben wird, und wenn man dann die Tageszulassungen abzählt, ist der Handlungsbedarf augenscheinlich.
medianet: Ist die Einführung einer derartigen Prämie absehbar? Keusch: Schwer zu sagen, vor einigen Jahren ist es uns in Verhandlungen mit Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner gelungen, eine derartige Prämie umzusetzen. Heute traut sich scheinbar keiner das Thema anzugreifen, weil in den Medien sofort die Rede davon wäre, dass schon wieder die Au-
medianet: Wir haben zuvor von der steigenden Nachfrage nach Hybriden gesprochen. Ist ein ähnliches Nachfrageplus auch beim Thema Elektroautos zu spüren? Keusch: Nein, überhaupt nicht. Elektroautos werden aus meiner Sicht auch ein Nischenprodukt bleiben. Alleine schon die Frage, wie wir entsprechend viele Steckdosen zur Verfügung stellen sollen, um eine Markteinführung auf breiterer Front zu realisieren, ist schwer zu beantworten. Sollte bei der Batterietechnik ein Quantensprung gelingen, könnte das der Technologie Auftrieb verleihen; wenn wir ansonsten in zehn Jahren fünf Prozent Marktanteil erreichen, wäre das aber schon ein großer Erfolg. medianet: Welcher anderen Technologie geben Sie dann in den kommenden Jahren Chancen? Keusch: Technische Entwicklungen und Fortschritte sind nur schwer vorauszusagen. Möglicherweise steckt in Wasserstofffahrzeugen großes Potenzial, da bekommen wir im nächsten Jahr ein erstes Toyota-Modell. Das wird anfangs natürlich ebenso ein Nischenprodukt sein wie Mitte der 1990er-Jahre der Prius, aber das schließt natürlich nicht aus, dass sich daraus irgendwann ein Massenprodukt entwickeln könnte. www.keusch.com
Daimler Modellstrategie
ZKW Zulieferer produziert in Zukunft auch in Mexiko
Peugeot Französischer Autobauer findet nicht in die Spur
Daimler-Chef Dieter Zetsche will mehr Kompaktautos auf den Markt bringen.
Silao. Vor wenigen Tagen legten Hubert Schuhleitner, CEO der ZKW Group, und Miguel Marquez Marquez, Gouverneur von Guanajuato, den Grundstein für das neue ZKW-Produktionswerk im mexikanischen Silao. Die erste Bauphase soll bis 2015 abgeschlossen sein und rund 350 Arbeitsplätze bieten. Gefertigt werden sollen in Silao dann hochwertige Hauptscheinwerfer für Premium-Automobilhersteller im gesamten NAFTA-
Paris. Trotz eines anziehenden Automarkts in Europa fehlt dem französischen Hersteller Peugeot noch immer der Schwung. Der Umsatz in der Auto-Sparte fiel im dritten Quartal um knapp ein Prozent auf 7,97 Mrd. Euro, wie das angeschlagene Unternehmen mitteilte. Der Gesamtmarkt wird nach Peugeot-Einschätzung dieses Jahr in Europa um vier bis fünf Prozent zulegen, nachdem zuvor nur ein Plus von drei Prozent erwartet
Kompakt-Welle
worden war. Die Marktprognosen für Lateinamerika und Russland senkte der französische Hersteller dagegen. Chancen sieht das Unternehmen hingegen in Asien, wo Peugeot sein Geschäft in den kommenden Jahren ausbauen möchte. „Wir wollen in südasiatischen Ländern wie Malaysia, Indonesien und Vietnam expandieren“, kündigte der für die Region zuständige Manager Gregoire Olivier an. www.psa-peugeot-citroen.com
© Ian Langsdon/EPA/picturedesk.com
Stuttgart. Geht es nach Dieter Zetsche, wird Daimler in den kommenden Jahren seine Kompaktwagenfamilie weiter ausbauen. Bei der Fahrvorstellung der neuen B-Klasse in Port Adriano auf Mallorca kündigte der DaimlerChef jedenfalls entsprechende Absichten an: „Für die nächste Generation haben wir noch mehr geplant.“ Ursprünglich hatte Daimler fünf Kompaktmodelle in Aussicht gestellt. Aufgrund der hohen Nachfrage sei es nun aber „wahrscheinlich, dass wir da noch weitergehen werden“, sagte Zetsche. www.daimler.com
Umsatz im dritten Quartal rückläufig
Raum. Insgesamt investiert ZKW 40 Millionen US-Dollar (32 Mio. Euro) am neuen Standort. „Dieser Tag markiert einen großen Schritt für ZKW. Erstmals erschließen wir einen für uns neuen Kontinent für unser Geschäft; damit vergrößern wir nicht nur unseren global footprint, sondern gehen auch mit den Kunden in einen Markt mit neuen Anforderungen“, so ZKW-CEO Schuhleitner. www.zkw-group.com
© Press’n’Relations
© APA/EPA/Ian Langsdon
Grundsteinlegung für neues Werk
So soll das aktuell im Bau befindliche, neue ZKW-Werk in Silao/Mexiko aussehen.
Peugeot musste im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 1 Prozent hinnehmen.
Freitag, 7. November 2014
H e r ste l l e r & Z u l i e f er e r
automotivebusiness – 71
ARBÖ Am 6. November verleiht der Autofahrerclub im Rahmen einer großen Gala zum bereits 31. Mal den „Großen Österreichischen Automobil-Preis“
Automobil-Preis mit Neuerungen Moritz kolar
Wien. Die wohl beliebteste heimische Autowahl startet in die nächste Runde. Der „Große Österreichische Automobilpreis“ des ARBÖ und seines Klubjournals „Freie Fahrt“ hat sich in den 30 Jahren seines Bestehens als einer der bekanntesten und wichtigsten Branchen-Awards des Landes etabliert. Mit Lukoil Lubricants und der Santander Consumer Bank Österreich konnte der ARBÖ dabei für das heurige Jahr zwei wichtige Sponsoren gewinnen, daneben sind auch die Wiener Städtischen Versicherung und der ARBÖ Fahrsicherheit als Partner mit an Bord.
des Autos über die vielen Jahre hinweg. Das Thema Sicherheit hat in diesem Zusammenhang über die Jahre enorm an Stellenwert gewonnen. Dank innovativer Technologien sind Autos heutzutage um ein Vielfaches sicherer, als sie es noch vor über 30 Jahren waren.“
Wichtige Auszeichnung Felix Clary und Aldringen, Vorsitzender des Arbeitskreis der Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung, ergänzt: „In einer Zeit, in der dem Auto Gegenwind entgegenschlägt, ist es umso wichtiger, deutlich zu zeigen, dass
es ohne Auto nicht geht. Wie wichtig die Autobranche für Österreich auch volkswirtschaftlich ist, verdeutlicht die IV-Studie ‚Leitbranche Automobilwirtschaft in Österreich‘. Laut dieser erwirtschaftet die Automobilwirtschaft hierzulande direkt und indirekt einen Umsatz von rund 43 Mrd. Euro und eine direkte Bruttowertschöpfung von 15 Mrd. Euro. Daher ist auch die ARBÖ-Preisverleihung für alle Hersteller und -importeure eine wichtige Auszeichnung für unsere tollen Produkte, deren Bedeutung sich in der langjährigen Tradition des Preises widerspiegelt.“ www.arboe.at
© ARBÖ
Erstmals werden Sicherheitspreis und Lebenswerk-Auszeichnung vergeben.
ARBÖ-Generalsekretär Gerald Kumnig freut sich schon jetzt auf die Preisverleihung.
Gewinner in drei Klassen ARBÖ-Generalsekretär Gerald Kumnig präsentierte für die diesjährige Auflage einige Neuerungen: „Die Ermittlung der Gewinner in den drei Klassen Start, Medium und Premium erfolgte durch eine kompetente und prominente, 61köpfige Jury. Neu ist heuer auch die Erweiterung der ARBÖ-Auszeichnungen. Neben dem traditionellen Umweltpreis vergibt der ARBÖ auch einen Sicherheitspreis
EXTREME WINTER PERFORMANCE
„Die Ermittlung der Gewinner in den drei Klassen erfolgte durch eine kompetente und prominente 61-köpfige Jury.“ Gerald Kumnig, ARBÖ
und die Auszeichnung für das Lebenswerk im automotiven- und Mobilitäts-Bereich.“ Integrität und Transparenz im gesamten Ablauf wird laut Kumnig „durch die notarielle Aufsicht und Begleitung aller Schritte gewährleistet. Erstmalig in der Geschichte des Großen Österreichischen Automobil-Preises werden die Sieger erst im Rahmen einer großen Gala am 6. November bekannt gegeben. Bis dahin bleibt das Ergebnis der Jurywertung streng geheim und unter notariellem Verschluss.“
Große Bedeutung des Preises Für Olaf Peter Poenisch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Santander Consumer Bank Österreich, ist der „Große Österreichische Automobil-Preis“ eine wichtige Auszeichnung für die gesamte Kfz-Wirtschaft. „Dass der Preis heuer bereits zum 31. Mal vergeben wird, zeigt die Bedeutung
Wintrac xtreme S. EIN REIFEN, DER SICHERHEIT AUF EINEM BISLANG UNERREICHTEN NIVEAU BIETET – GANZ GLEICH OB AUF SCHNEE UND EIS, TROCKENER ODER NASSER FAHRBAHN. IN
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M ode l l & H a n de l
72 – automotivebusiness
short
Hyundai ix35 FCEV: Brennstoffzelle kaufen
Freitag, 7. November 2014
Toyota Land Cruiser 300 Nach 60 Jahren läuft der japanische Geländeklassiker zu ungetümer Größe auf
Neuer, alter XXXL-SUV: groß, größer, Land Cruiser
© Hyundai
Die Gelände-Fahreigenschaften wurden verbessert und auch am Komfort wurde geschraubt.
© Daimler
Verkaufsstart für die neue Elektro-B-Klasse
Die Mercedes-B-Klasse Electric Drive kostet ab 399 Euro monatlich.
Stuttgart. Mercedes-Benz macht ernst und geht mit seiner BKlasse Electric Drive in den Verkauf. Das Fahrzeug kann ab sofort zum Preis von ab 39.151 Euro (oder monatlich zum Leasingpreis von 399 Euro bei der Mercedes-Benz Bank) bestellt werden, die Auslieferung soll noch in diesem Jahr beginnen. Das Fahrzeug kommt mit einem 132 kW starken Elektromotor daher, der – für Elektroantriebe typisch – vom Start an sein maximales Drehmoment von 340 Newtonmetern bereitstellt. An Ausstattungslinien stehen die Varianten „Style“, „Urban“ sowie exklusiv „Electric Art“ zur Verfügung. www.mercedes.at
Der Toyota Land Cruiser 300 ist als Diesel-Dreitürer in der Basisausführung schon ab 46.333 Euro zu haben.
ten, denen man ein paar Extrafalze ins Plastik schnitzte, um sie noch ein alzerl weiter aus dem Karosserieverbund herausstehen zu lassen, und endet bei einem Kühlergrill von Lkw-Ausmaßen, der an den oberen Ecken auch noch weit auseinanderläuft (und nicht allein dadurch gewisse SchneepflugAssoziationen weckt).
Generation XXXL Und somit eigentlich zu einer Größe auflief, die eine Unterscheidung zum aktuellen großen Landy namens J20 schwer macht. Der aktuelle 300er ist riesig – in echt und auch optisch. Und es wurde offensichtlich auch mit Hochdruck daran designt, jedes Detail des Fahrzeugs zusätzlich noch optisch aufzublasen. Das beginnt bei den ausladenden Leuch-
Groß bis klobig Freilich wirkt sich das Feudale der Außenmaße auch im Innenraum aus. Die Sitzlandschaft im neuen, kleinen (hüstel!) Landy ist bequem und geräumig. Dass das Lenkrad in manchen Ausstattungsvarianten theatralisch-elektrisch nach vorn-unten wegkippt, um
den Fahrer leichter aussteigen zu lassen, wäre wirklich nicht nötig gewesen. Die Armaturenlandschaft schließlich wirkt wie von Playmobil konstruiert, wir finden hier die definitiv größten Bedienelemente des aktuellen Automobilbaus. In puncto Klobigkeit matcht sich das Mega-Drehrad für den Allradantrieb mit dem von oben reingecrashten HiFi-Telematik-Entertainment-Block, der aussieht wie eine Kompakt-HiFi-Anlage von Fisher aus den Achtzigerjahren.
Solide Technik Ein wahrer Klettermax ist das Riesen-SUV sicherlich auch, aber: Wer probiert derlei heutzutage schon aus? Etwas gewöhnungs-
bedürftig präsentiert sich die Einparkhilfe (was, bitte, soll in diesem Zusammenhang der Display-Befehl „Lenkradeinschlag zu groß“ bedeuten?), durchzugsstark und verlässlich nagelt der 190 PS starke Vierzylinder-Diesel sein Lied vom ewigen Leben. Erstaunlich, wie behende sich das große Auto derart durchs Geläuf schieben lässt, fürs geschmeidige Absurfen der Drehmomentwelle (420Nm) reicht auch die heutzutage zahlenmäßig mickrige Fünfgang-Automatik. Unverständlich bleibt aber weiterhin, warum Toyota die Hecktüre beim Land Cruiser weiterhin links und nicht oben anschlägt; es gibt hierfür sicherlich Gründe, nachvollziehbar sind sie nicht. www.toyota.at
Opel Adam Rocks Opel pimpt seinen noblen Kleinen weiter auf und macht ihn zum attraktiven Pfadfinder
Frecher Innenstadt-Lifestyler mit Witz Spielberg. Adam „Rocks“ heißt die neue Modellvariante des frechen, kleinen Rüsselsheimers, mit der man der unterhalb des Corsa angesiedelten, spannende Baureihe sozusagen ein Luxusmodell im trendigen Offroad-Look verpasst. Rund 1.400 Euro mehr als der konventionelle Adam in der teuersten Ausstattungsvariante, das bedeutet dann letztlich doch einen hübsch über der 15.000 Euro-Marke (Einstieg ab 16.190 Euro) angesiedelten Kleinstwagen im trendigen Outfit, aber doch mit etwas weniger Nutzwert als ein mittelgroßes Liebeskind-Täschchen.
nicht ganz neu ist und bei den anderen Lifestyle-Flitzern schon länger angeboten wird, dreht Opel das Rad ein bisschen weiter, bringt gleich auch eine Portion Cabrio ins Spiel und rüstet den Rocks serienmäßig mit einem großen Faltdach aus: Ein Knopfdruck und fünf Sekunden Geduld genügen, dann weht buchstäblich ein frischer Wind durchs Reich der Zwerge. Auf geht das gut gefütterte und ordent-
lich gegen Windgeräusche isolierte Dach bei jedem Tempo, schließen kann man es bis 140 km/h.
Mischkulanz Halb Offroader, halb OpenAir-Modell: Die Kombination ist bislang ziemlich einzigartig und ganz schön genial. Denn oben ohne, unten hochgerüstet wird der Adam zur ultimativen Kreuzung
Pfadfinder Zwar will der „Rocks“ tatsächlich so frech und vorlaut sein wie ein Rocker und damit die braven Konkurrenten einschüchtern. Doch statt der Lederjacke trägt er eine Pfandfinderkluft und gibt so mit 15 mm mehr Bodenfreiheit, breiteren Radläufen, wuchtigeren Stoßfängern und entsprechender Beplankung den MöchtegernGeländewagen. Weil diese Idee
© Opel
Wien. Bislang war der Hyundai ix35 FCEV, Österreichs erstes Wasserstoff-BrennstoffzellenFahrzeug in Serienproduktion, bloß zu mieten – zum Preis einer mittelgroßen Eigentumswohnung: 1.816 Euro, 48 Monate lang, anzahlungslos. Echte Early-Adopters können das innovative Teil nun ab sofort auch käuflich erwerben; 65.000 Euro netto werden für das Fahrzeug, das 0 Gramm CO2 ausstößt veranschlagt, das freilich NoVA-frei. Der Wasserstoffantrieb nutzt die Vorteile des Elektroantriebs, ohne das bisherige Handicap der Reichweite in Kauf nehmen zu müssen (Reichweite ix35 FCEV von ca. 600 km). Generell hat man sich bei Hyundai die Reduktion des CO2-Ausstoßes als primäres Unternehmensziel gesetzt und ist der Überzeugung, dass der Wasserstoffantrieb die einzig tragfähige Zukunftslösung zur Erreichung der Energiewende darstellt. Zweifellos spielt der Hyundai-SUV nicht nur bei Anhängern dieser ZukunftsTheorie eine Pionier-Rolle. Ob sich die Technologie durchsetzen wird, steht mindestens ebenso noch in den Sternen wie eine verbindliche Antwort auf die Frage, wie haltbar das Antriebssystem des ix35 FCEV sein wird. Hocherfreut zeigt man sich jedenfalls seitens der Hyundai Import GmbH, als erster Importeur in Österreich ein Wasserstoff-Fahrzeug zum Kauf anzubieten. www.hyundai.at
Wien. Mit 53 Jahren auf dem Buckel ist die Land Cruiser-Baureihe die älteste solche von Toyota, eigentlich überhaupt das längst gebaute Fahrzeug aus Fernost. Freilich zunächst als Reaktion auf den Willys-Jeep gedacht (wie alles geländegängie, was in diesen Zeiten entstand), der Entwicklungs-Auftrag kam also eindeutig vom Militär. Exakt vor 60 Jahren wurde der zunächst nüchtern „BJ“ genannte in Land Cruiser umbenannt, die nämliche Baureihe wurde von 1954 bis 1967 gebaut. Parallel dazu wurde ab 1960 jener Land Cruiser vom Stapel gelassen, der ab 1977 auch hierzulande für Furore sorgte und insgesamt 24 Jahre lang weitgehend unverändert gebaut wurde. 1981 schließlich entstand mit dem J6 der erste Großraum-Geländewagen unter dem Land Cruiser-Logo, als späte Antwort auf den elf Jahre vorher präsentierten Range Rover sozusagen. Ab 1984 schließlich erschien der Land Cruiser sozusagen in Zweifaltigkeit; während das große Modell bald auch als Lexus verkauft wurde, tauchte mit dem Modell J12 ab 2002 schließlich die Modellbezeichnung Land Cruiser 300 auf, deren letzte Ausformung mit dem J15 anno 2009 erschien.
© Toyota/Sebastien Mauroy
franz j. sauer
Äußerlich unauffällig, innerlich revolutionär: Hyundai ix35 FCEV.
Der freche, kleine Opel Adam präsentiert sich als „Rocks“ im Pfadfinder-Outfit.
aus Stadtflitzer, Cabrio und Geländewagen und zum Vorschwimmer auf der Lifestyle-Welle, sondern auch zu einem Auto, mit dem man das ganze Jahr Spaß haben kann.
Dreizylinder Aber Opel belässt es nicht nur bei den Karosseriearbeiten, ein bisschen Kriegsbemalung und ein paar neuen Farbtupfern für das ohnehin schon kunterbunte Interieur. Sondern damit der Rocker tatsächlich auch ein wenig mit den Muskeln spielen kann, gibt es auch einen neuen Motor: Neben den Vierzylindern mit 70 bis 100 PS bietet Opel deshalb auch einen neuen Dreizylinder an. Der hat zwar nur einen Liter Hubraum, kommt aber mit seinem Turbo-Gebläse trotzdem auf bis zu 115 PS. Für einen Dreizylinder überraschend kultiviert und für ein sportliches Modell mit verchromtem Endrohr fast schon ein bisschen zu leise, packt das kleine Kraftpaket mit bis zu 170 Nm herzerfrischend direkt zu und sprintet in unter zehn Sekunden von 0 auf 100 km/h. www.opel.at
R u n d um s auto
Freitag, 7. November 2014
automotivebusiness – 73
TU-Dissertation Fragestellung: Wie beeinflussen bis zum Jahr 2030 einzelne Rohstoffe die Absatzentwicklung alternativer Pkw-Antriebskonzepte?
E-Motoren habens weiter schwer Moritz KOlar
Wien. Derzeit bemühen sich rund um den Globus Automobilhersteller um alternative Antriebskonzepte. Wasserstofffahrzeugen werden dabei Chancen eingeräumt, ebenso Elektroautos und anderen Technologien, wohin die Reise gehen wird, ist schwer abzuschätzen. Fest steht: Ob und wann sich ein alternatives Pkw-Antriebskonzept durchsetzen wird, hängt auch von der Verfügbarkeit einzelner Rohstoffe ab. Und genau diese Wechselwirkung bis zum Jahr 2030 war Gegenstand einer Dissertation am Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der TU Wien. Ziel der Arbeit war es, zu beantworten, ob die Herstellung und Absatzentwicklung von alternativen Pkw-Antriebskonzepten durch die Verfügbarkeit einzelner Rohstoffe bis 2030 beeinflusst wird und wenn ja, in welchem Rahmen sich
diese Beeinflussung auf die Technologie auswirkt.
Anstieg der Produktion Autor Christian Bauer konnte dabei einige wesentliche Erkenntnisse gewinnen; im Vorwort streicht Hans Peter Lenz, Vorsitzender des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK), hervor, dass der weltweite Fahrzeugbestand bis 2030 auf etwa zwei Mrd. Kfz anwachsen werde. Dazu sei allerdings ein Anstieg der Fahrzeugproduktion notwendig, von rund 90 Mio. Fahrzeugen in 2020 bis 150 Mio. Fahrzeugen in 2030. Im Zuge
dieser Produktionsausweitungen werden bei gleichbleibenden und auch bei steigenden Rohstoffpreisen die Herstellkosten alternativer Fahrzeuge bis 2030 fallen. Fallende Rohstoffpreise werden dazu führen, dass mehr alternative Fahrzeuge abgesetzt werden. Aber auch ein Fallen der Rohstoffpreise um jährlich zehn Prozent führt laut Lenz nicht dazu, dass jene Konzepte mit einer E-Maschine im Antriebsstrang die dominierenden Fahrzeugkonzepte werden. Unabhängig vom Rohstoffpreis bleiben Verbrennungsmotoren global gesehen bis 2030 die dominierenden Energiewandler. www.övk.at
© Panthermedia.net/Thierry Vialard
Verbrennungsmotoren bleiben auch weiterhin dominierende Energiewandler.
Der Untersuchung zufolge wird der Fahrzeugbestand bis 2030 auf 2 Mrd. anwachsen.
Für das Beste, was vor uns liegt.
Continental Vertriebsweg
Die neue Generation der B-Klasse. Ab 28. November bei Ihrem Mercedes-Benz Partner.
Roadshow 2014 Hannover. Seit einigen Tagen sind sie wieder auf dem Weg zu Kunden und Handelspartnern in Deutschland, der Schweiz und auch in Österreich: die sieben RoadshowTransporter der Continental Vertriebsorganisation Bus- und Lkw-Reifen. Im Mittelpunkt der mittlerweile neunten Auflage der Roadshow steht die auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Nutzfahrzeuge vor wenigen Wochen vorgestellte, multifunktionale Conti Hybrid-Reifenlinie und das neueste ReifenfülldruckKontrollsystem ContiPressureCheck (CPC). Mit an Bord befindet sich außerdem die Conti EcoPlusReifenlinie mit dem inzwischen preisgekrönten Trailer-Reifen Conti EcoPlus HT3. www.conti-online.com
Kraftstoffverbrauch (NEFZ) 3,6–6,7 l/100 km, CO2-Emission 94–156 g/km. www.mercedes-benz.at/b-klasse
Toyota Frey Neuer Partner
Schritt nach Graz
© Toyota Frey
Eine Marke der Daimler AG
Wien/Graz. Mit einer zusätzlichen Fachwerkstätte baut Toyota Frey Austria sein Kundenservice in Graz weiter aus: Die Firma Kindermann wird noch heuer im Dezember nach Abschluss diverser Umbauarbeiten einen modernen Toyota-Servicebetrieb eröffnen. Das Unternehmen ist ein seit 50 Jahren etablierter Kfz-Fachbetrieb in optimaler Lage im Norden von Graz und wird künftig speziell im Bereich Neufahrzeuge eng mit Toyota Gady Graz zusammenarbeiten. www.toyota.at
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I n n ovati on & U m we lt
74 – automotivebusiness
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Terra Motors drängt nun nach Europa
Freitag, 7. November 2014
Boston Consulting Group In einer aktuellen Innovationsstudie der Strategieberatung landen Autohersteller im Hinterfeld
Wahrnehmung vs. Realität bei Innovationsfähigkeit
© Terra Motors
Eine andere Untersuchung von Strategy& fällt für die Hersteller besser aus und wird von VW angeführt.
Bayerischer Staatspreis für E- & Hybridmobilität München. Auf der Elektroautomesse „eCarTec“ in München wurde auch der Bayerische Staatspreis für Elektro- und Hybridmobilität verliehen. Einen E-Car-Tec-Award erhielt VW für seinen E-Golf. Ausgezeichnet wurden außerdem u.a. das ElektrotaxiForschungsprojekt „EVA“, ZF für das elektrische Pkw-Achsantriebssystem EVD 1+, die Firma Intis für ihr induktives Energieübertragungssystem und Akasol für ein leichtes und serienreifes Lithiumionen-Batterie-Modul mit Flüssigkeitskühlung. www.ecartec.com
© Ford
Ford Mustang CustomVersionen debütieren
Eines der Messehighlights: Ford Mustang von Galpin Auto Sports.
Las Vegas. Ford präsentiert auf der Tuningshow SEMA über ein Dutzend einzigartiger, zum Teil in Handarbeit entstandener Custom-Versionen des neuen Mustang – in Kooperation mit namhaften US-Tuningfirmen wie „Galpin Auto Sports“ und „Petty‘s Garage“. Neben getunten MustangVarianten mit 5,0 l-V8-Motoren sind auf dem Ford-Stand auch leistungsgesteigerte MustangVersionen des brandneuen 2,3 l-Ecoboost-VierzylinderMotors zu sehen, dessen Turbo-Triebwerk den TuningSpezialisten neue Möglichkeiten bietet. Der Ford Mustang kommt 2015 erstmals offiziell nach Europa. www.ford.com
Tesla gilt in Umfragen als weltweit innovativstes Automobilunternehmen, das F&E-Budget liegt aber bei nicht einmal 0,2 Mrd. Euro.
7 liegt dann allerdings mit Toyota (F&E-Ausgaben von 7,3 Mrd. Euro im Jahr 2014) bereits der zweite Automobilhersteller. Platz 11 in diesem Ranking geht an General Motors (5,7 Mrd. Euro), Platz 12 an Daimler (5,6 Mrd. Euro), Platz 15 an Ford (5,1 Mrd. Euro) und der 17. Platz an Honda (ebenalls 5,0 Mrd. Euro). Unter den Top 20 liegen also insgesamt sechs Automobilhersteller, im BCG-Ranking sind es nur vier.
Deutliche Unterschiede So wird die BCG-Studie von Apple, Google, Samsung und Microsoft angeführt und landen Automobilhersteller eher im geschlagenen Feld (Tesla auf Platz 7, Toyota auf Platz 8, BMW auf Platz 18 und Ford auf Platz 19, Volkswagen liegt überhaupt nur auf dem 21. Platz). Bei Strategy& liegt hingegen Volkswagen mit Forschungsausgaben von 13,5 Mrd. USD (10,8 Mrd. Euro) im laufenden Jahr an erster Stelle. Auf den Plätzen folgen mit Samsung, Intel und Microsoft zwar auch Unternehmen aus der Elektronikbranche und mit Roche und Novartis Konzerne aus dem Gesundheits- & Pharma-Bereich, auf Platz
nalen Führungskräften die innovativsten Unternehmen weltweit erfragt und wiederum liegt mit Tesla nur ein Hersteller im Spitzenfeld (auf Platz 6). „Das Ergebnis dieser
Befragung zeigt“, so Strategy&, „dass das F&E-Budget mit der tatsächlichen Innovationskraft kaum korreliert.“ www.bcg.com www.strategyand.pwc.com
Tesla neuerlich unter Top-10 Noch deutlicher wird der Unterschied zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit durch ein Add-On der Strategy&-Untersuchung. Darin wurden wie bei der BCG-Studie in einer Umfrage unter internatio-
Virtual Vehicle Die Forschungseinrichtung konnte seit 2008 bereits 30 Erfindungen zur Patentanmeldung bringen
Kompetenzzentrum präsentiert Top-Bilanz Graz. Das in Graz ansässige Virtual Vehicle ist für die Forschung im Bereich der virtuellen Fahrzeugentwicklung bekannt, wird doch in zahlreichen Projekten im Rahmen des K2-Mobility-Förderprogramms mit führenden Fahrzeugherstellern an technologischen Konzepten für die Mobilität der Zukunft geforscht. Darüber hinaus wirkt das Forschungszentrum auch als Ideenwerkstatt, seit dem Jahr 2008 konnte eine Vielzahl an Erfindungen hervorgebracht werden. 30 dieser Erfindungen des Kompetenzzentrums haben es zur Patentanmeldung geschafft, mehr als die Hälfte davon sind internationale Einreichungen.
granted“. Von den 30 bisher eingereichten Anträgen sind daher noch zahlreiche Patenteinreichungen in Prüfung, jedoch wurden dem Virtual Vehicle bereits fünf Patente vom österreichischen Patentamt bzw. von internationalen Patentämtern erteilt. So wurde am Forschungszentrum beispielsweise gemeinsam mit dem Forschungspartner TU Graz ein Messsystem für die Gas-
druckmessung in Batterie-Zellen weiterentwickelt. Die zuverlässige Bestimmung des Gasdrucks „insitu“, also während des Betriebs innerhalb der Zelle und unter temperatur-kontrollierten Messbedingungen, wird mit der patentierten Technologie gelöst. In Forschung und Entwicklung erlaubt die Beobachtung des Gasdrucks direkte Rückschlüsse auf die mögliche Verwendbar-
Fünf Patente bereits erteilt Die Erteilung von Schutzrechten ist in der Regel ein sehr langwieriger Prozess und dauert zumeist mehrere Jahre. Erst wenn alle Hindernisse auf dem Weg zum Schutzrecht einer Erfindung überwunden sind und ein positives Gutachten vorliegt, gilt ein Patent als „erteilt“, bzw. international als „patent
© Virtual Vehicle
Mailand. Der japanische ElektroZweiradhersteller Terra Motors will in Europa Fuß fassen und stellt daher auf der Mailänder Motorradmesse EICMA derzeit den A 4000 i vor. Der Kleinkraftroller mit 45 km/h Spitzengeschwindigkeit (mit Overboost 60 km/h) hat eine 16 kg schwere LithiumBatterie, die transportabel im Staufach unter der Sitzbank platziert ist. Sie soll bei leerem Akku binnen viereinhalb Stunden voll aufgeladen werden können. Die Reichweite des Terra Motors A 4000 i soll bei Tempo 30 bei rund 60 Kilometer liegen. Außerdem soll der Roller die Einbindung des Smartphones ermöglichen. www.terra-motors.com
Wien. Die subjektive Wahrnehmung und die tatsächliche Realität ergeben nur in den seltensten Fällen ein und dasselbe Bild. Das lässt sich auf Wunsch mit Hunderten und Tausenden Beispielen belegen; ganz aktuell zeigen das auch zwei Studien zum Thema Innovationskraft von Unternehmen, die von der Boston Consulting Group (BCG) und dem zur PwC-Gruppe gehörenden Strategie-ExpertenTem Strategy& dieser Tage präsentiert wurden. Während die BCG für ihre Untersuchung der „The Most Innovative Companies 2014“ 1.500 Führungskräfte aus zahlreichen Ländern und Branchen zu ihrer subjektiven Wahrnehmung der Innovationskraft und Innovationsfähigkeit von Unternehmen befragt hat, listete Strategy& in „Global Innovation 1000“ die Firmen nach ihren tatsächlichen Forschungsausgaben. Und die Ergebnisse könnten unterschiedlicher kaum sein.
© APA/EPA/Rolf Vennenbernd
Moritz Kolar
Terra Motors will die A 4000 i zuerst in Italien auf den Markt bringen.
Die Gasdruckmessung von Batteriezellen ermöglicht neue Batterieentwicklungen.
keit von neuen Materialien und ist somit ein entscheidender Parameter für die Batterieentwicklung und den sicheren Betrieb von Batterien.
Viele „In-House-Lösungen“ Etwa ein Drittel der zum Patent angemeldeten Forschungsleistungen entstand in enger Kooperation mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft. Dementsprechend werden diese Innovationen nicht nur gemeinsam patentrechtlich geschützt, sondern auch zusammen mit den jeweiligen Partnern hinsichtlich (Produkt-)Verwertung weiter entwickelt. Bei 75% aller Anmeldungen konnte außerdem der gesamte Patentierungsablauf – von der Erstellung der Patentanmeldung über die Einreichung an sich bis zur IPR-Verwertung – vollständig im Haus und ohne externe Unterstützung durchgeführt werden, was einen kostengünstigen und effizienten IPR-Prozess am Grazer Forschungszentrum sicherstellt. www.v2c2.at
medianet
inside your business. today.
freitag, 7. NOVEMBEr 2014 – 75
WARNRUF FÜR DEN ARBEITSMARKT
JOBSUCHE? SCHLAG NACH IM NETZ
Österreich hat Platz 1 im EU-Vergleich der Arbeitslosenraten an Deutschland verloren Seite 77
Schon jeder dritte Internetnutzer informiert sich auf Bewertungsportalen wie kununu Seite 79
© kununu
© Sozialmin./CMCreative
careernetwork
22. OKT. > 21. NOV.
TALENTE GESUCHT? neba.at/schnuppertage
„Es ist Zeit für mehr Menschlichkeit“ Profil Elin-COO Oskar Kern setzt auf W erte wie Bodenständigkeit und Hilfs bereitschaft. Sozialer Sprengstoff Migranten sind mit ihren Jobs zunehmend unzufrieden.
Seite 78
© OskarKern.com/Elin
© Peter Rigaud
short
Aufstieg. MSD-Geschäftsführerin Gabriele Grom ist seit dem 1.11. als Associate Vice President auch mit der Leitung des Clusters Central Europe von MSD (Merck Sharp & Dohme) betraut und leitet ab sofort die Geschäfte der MSD-Region von Wien aus. (red)
© Atlas
Seite 76
INTERIM MANAGER
Österreichs Industrie braucht mehr Fachkräfte und Flexibilität. Das forderte der hochkarätige Interim-ManagementGipfel in Wien. Seite 77
C a r e e r por tr a i t
76 – careernetwork
Freitag, 7. November 2014
10 Fragen AN OSKAR KER N
Als Kind wollte ich immer schon … … Techniker und Erfinder werden. Erfolg ist: … wenn man die selbst gesteckten Ziele unter menschlichen Rahmenbedingungen erreicht und dabei die 3 F (Familie, Freunde, Firma) im Einklang hält Für die Karriere ist wichtig … … ehrlich, offen, klar und kommunikativ zu sein – seiner Berufung zu folgen und daraus einen Beruf zu kreieren. Mein Lebensmotto: Alles fügt sich!
© OskarKern.com/Elin
Jungen Menschen würde ich raten … … an sich selbst zu glauben und den eigenen Weg zu gehen. Die Bedeutung von Geld ist: … ein Zahlungsmittel und mehr nicht.
„Gib so viel du kannst, es kommt zu dir zurück“
Ein Buch, das mich berührt hat: „Briefträgerkind“ – die kleinen Weisheiten meiner Eltern und die daraus entstandene Charityaktion Schenken mit Herz zugunsten herzkranker Kinder (www.herzbuch.at).
Elin-COO Oskar Kern (demnächst 42) hat eine echte Tellerwäscherkarriere hingelegt. Dabei hat er sich mehrheitlich an die „Hausmittel“ seiner Eltern gehalten und diese sogar in einem Buch beschrieben.
In 20 Jahren werde ich … … jungen Menschen und Unternehmern dabei helfen, ihren eigenen Weg zu finden.
PAUL CHRISTIAN JEZEK
Wien. Als Sohn eines Briefträgerehepaares besuchte Oskar Kerin im oberösterreichischen Liebenau die Hauptschule. „Mit 14 musste ich von zu Hause ausziehen, um in Linz die Höhere Technische Lehranstalt für Elektrotechnik besuchen zu können“, erinnert er sich im Gespräch mit medianet. „Das war eine nicht ganz friktionsfreie Zeit für mich …“
zum unternehmen Die Elin GmbH & Co KG (4030 Linz, Emil-Rathenau-Straße 4) befasst sich mit Anlagenbau und Systemintegration für Elektrotechnik und erwirtschaftete zuletzt mit rund 1.600 Mitarbeitern etwa 250 Mio. € Umsatz. Entwicklung in der letzten Dekade: • Weltweite Integration der VA Tech in den Siemens-Konzern • VA Tech Elin EBG unter der Verantwortung von Siemens Österreich • Facility Management der Elin EBG seit 1.6.2006 in die Siemens Gebäudemanagement & Services integriert • Industriegeschäft der Elin EBG seit 1.10.2006 in die Bereiche der Siemens AG Österreich integriert • Das Gebäudeprojektgeschäft verbleibt in der Elin EBG und tritt unter dem Namen Siemens Elin Buildings and Infrastructure GmbH & Co (B&I) am Markt auf • Ab 8.8.2008 ein Unternehmen der Ortner Gruppe und der Siemens AG Österreich, seit Oktober 2008 unter dem Namen Elin GmbH & Co KG auf dem Markt • Seit 30.11.2011 ein Unternehmen der Ortner Gruppe
Nach der HTL begann Kern bei Siemens und studierte berufsbegleitend Wirtschaftsingenieurwesen. Bei Siemens verlief sein Weg zügig: vom Zeichner zum Projektleiter, vom Senior Projektleiter (verantwortlich für Großprojekte) zum Trainer für Projektmanagement. Kern baute die Projektkalkulation bei Siemens auf und studierte
„Es ist Zeit für mehr Menschlichkeit und weniger Gewinn.“ OSKAR KERN
„nebenbei“ weiter. Mit 28 Jahren wurde er Regionalmanager für Salzburg und führte „seinen“ Bereich aus schweren pekuniären Kalamitäten innerhalb von sieben Jahren als Marktführer an die Spitze. 2009 gründete er seine Unternehmensberatungsfirma Oskar Kern Development consulting und erhielt bereits im ersten Anlauf den Salzburger Landespreis für Innovation.
Weisheiten der Briefträger Im Jahr 2011 wechselte Kern an die Spitze des größten österreichischen Gebäudetechnikkonzerns Elin. „Karriere funktioniert nie über das Schielen nach Status oder wirtschaftlichen Vorteilen, sondern immer nur über die eigene
Ambition“, verrät er sein gar nicht so geheimes „Erfolgsgeheimnis“. Nicht sein Einziges. „Öffne auch manchmal eine Tür, hinter der ein Hund bellt“, lautet ein weiterer Tipp und der stammt – erraten! – vom Vater, dem Landbriefträger. Kern hat die kleinen Weisheiten seiner Eltern nämlich in einem ungewöhnlichen Motivationsbuch zusammengefasst. Und darin erzählt er eben u.a., wie sich sein Vater trotz diverser Bissattacken verärgerter Haushunde beim Zustellen von Briefen, Paketen und Prospekten nie einschüchtern ließ. Schließlich sei meist der Gedanke an das Objekt der Angst bedrohlicher als das Objekt selbst, meint Kern, oder anders ausgedrückt: Die wenigsten Hunde sind so schrecklich, wie sie klingen. Die kleinen, feinen Lebensweisheiten aus Kerns Jugend kommen in seinem Buch nicht als die neuesten Management-Tricks daher, sondern als ganzheitliche Strategien, die Menschlichkeit als Erfolgsmodell in den Mittelpunkt rücken. „Ich will vor allem dazu motivieren, wieder darauf zu vertrauen, dass Menschlichkeit im pragmatischen Sinn des Wortes funktioniert – und zwar besser als alles, was uns herkömmliche Karriereberater so empfehlen können.“ Ein weiterer guter Ratschlag lautet übrigens „Lass dich nicht ins Postamt locken.“ Damit rät Kern, sich nicht durch oberflächliche Karriereverlockungen von dem abhalten zu lassen, was man am liebsten tut. So war sein Vater Briefträger aus Überzeugung und schlug deshalb die besser dotierte und
vor allem im Winter wesentlich bequemere Option aus, im Postamt am Schalter zu arbeiten. „Mach Pause, wenn du sie brauchst (und nicht, wenn es deine Urlaubsplanung vorsieht)“, lautet ein weiterer Tipp aus der rauen Gegend im Norden Oberösterreichs. Denn Kern hat erlebt, wie sich sein Vater selbst im größten
„Alles, was ich brauche, habe ich von meinen Eltern gelernt.“ OSKAR KERN
Stress die Zeit nahm, seine Postler-Puch abzustellen und sich auf seinen Routen quer durch die Wälder und Wiesen unter einen Baum zu setzen. „So viele Menschen wollen ihre Erholung auf einen Zeitpunkt in der firmeninternen Urlaubsplanung festlegen“, sagt Kern. „So funktionieren Menschen aber nicht. Wenn jeder Mitarbeiter Pausen dann macht, wenn er sie braucht, ist das für ihn selbst und für sein Unternehmen besser, auch wenn er dafür einmal aus Zeitplänen ausschert.“
Glaube an dich, halte durch Das Kapitel „Bist du dir deiner Sache sicher, folgen dir die anderen irgendwann“ beschreibt den schwierigen Weg von Kerns
Wohin ich unbedingt reisen möchte … mit meiner Familie nach Thailand oder ins Mühlviertel. Woran ich glaube … An das Gute im Menschen und dass sich diese Kraft durchsetzen wird.
Mutter, die sich von der Putzfrau der Postfiliale zur angesehenen Briefträgerin hochgearbeitet hat. „Glaube an dich und halte durch“, fasst Kern die Essenz zusammen, die sich für Lehrlinge ebenso eignet wie für Geschäftsführer. Programmatisch laufen seine Tipps auf das sensible Wahrnehmen des jeweiligen Gegenüber und das eigene Teilsein eines größeren Ganzen hinaus. „Es geht nie um die Briefe, sondern immer nur um die Menschen“, hat Oskar Kern (u.a.) von seinen Eltern gelernt … „Wenn man sich der Sorgen seiner Mitarbeiter annimmt, wird Menschlichkeit zum Erfolgsmodell.“ „Briefträgerkind“ ist in der edition a (ISBN: 978-3-99001-102-7) erschienen und kostet 19,95 €. Der Reinerlös der Herzbuch-Sonderedition kommt den Herzkindern zugute: www.herzbuch.at Die „kleinen Weisheiten Mensch + Manager“ gibt es auch als ungewöhnlichen, lustigen und lehrreichen Impulsvortrag bei Oskar Kern zu buchen.
zur person Oskar Kern (geb. am 14.11.1972) „kämpfte sich nach oben“: Nach der Hauptschule in Liebenau ging er in die HTL für Elektrotechnik in Linz und studierte berufsbegleitend Wirtschaftsingenieurwissen. Seit vier Jahren ist er COO (Chief Operating Officer) für das gesamte operative Projektgeschäft der Elin-Gruppe, dem marktführenden Elektrotechnikspezialisten in Österreich. Kern ist verheiratet und hat zwei Kinder.
pe r son a l & m a n a ge me n t
Freitag, 7. November 2014
careernetwork – 77
Warnruf 1 Interim-Management-Gipfel in Wien: Österreichs Industrie braucht mehr Fachkräfte und Flexibilität
Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck
Gefahr für die Industrie Zur Erreichung des EU-Reindustrialisierungsziels ist Humankapital unbedingt vonnöten.
Daumentauglich?
© Atlas
Wien. Beim zweitägigen InterimManagement-Gipfel erörterten internationale Managementexperten und Wirtschaftsvertreter im Rahmen eines Executive Dinner und eines Round Table-Talks aktuelle Handlungsnotwendigkeiten des Industrie-Standorts Österreich. Zur Umsetzung des von der EUKommission formulierten Ziels, den Industrieanteil auf 20% des BIP zu steigern, sei Flexibilität auch im Humankapital-Bereich erforderlich, so der Tenor des Treffens, zu dem der InterimsManagement-Anbieter Atlas eingeladen hatte. So forderte EgstonGeschäftsführer Frank Wolfinger mit Blick auf den Fachkräftemangel eine „Vervielfachung der Technik-Absolventen“: In Deutschland, Österreich und der Schweiz fehlen derzeit rund 160.000 Absolventen, trotz der Zusammenarbeit mit Universitäten in der D-A-CH-Region könne der Bedarf nicht abgedeckt werden.
Wiener Interim-Management-Gipfel: „Mangel an Technik-Absolventen bedeutet Gefahr für den gesamten Industriestandort.“
Unternehmen hätten den Nutzen von Interims-Management bereits vor 25 Jahren verstanden, um im entscheidenden Moment Fachkräfte am richtigen Ort zu haben.
Monaten wieder im Job sind – oder nicht.“ Weiters legte er den Bedarf an qualifizierten Stellen dar: In Deutschland würden aufgrund demografischer Gegebenheiten in den nächsten zwölf Jahren 5,5 Mio. Jobs offen bleiben; eine Abwanderung aus Österreich ist daher die logische Folge. Rechtsanwalt Andreas Hable machte auf die Notwendigkeit der räumlichen Flexibilität von Arbeitskräften aufmerksam: Humankapital müsse dort verfügbar sein, wo Bedarf bestehe. Er sprach sich außerdem für ein verpflichtendes Auslandsjahr während der Ausbildung aus. Angelo Vergani, GF von ContractManager, berichtete, italienische
Bewegung wird bestraft IV-Chefökonom Christian Helmenstein verwies auf die hohe Bereitschaft zur Mobilität der Arbeitskräfte in den USA. In Europa gelte hingegen: „Wer sich bewegt, wird bestraft.“ Der IV-Chefökonom warnte vor dem Verlust von weiblichem Humankapital durch mangelnde Kinderbetreuungsplätze. Dabei gehe es aber nicht um Betreuungsplätze für drei- bis sechsjährige Kinder. Helmenstein: „Für Frauen zählt, ob sie nach sechs
auf 45 Jahre gesunken. Atlas-GF Oliver Loisel warnte, dass es unmittelbar wirkender Maßnahmen bedürfe. Die Firmen müssten sich darum kümmern, wie sie in Zukunft kreativ Ressourcen allokieren, wo sie diese brauchen. Bei den Arbeitskräften müsse laufende Weiterbildung am Programm stehen und die Politik müsse handeln. UBIT-Obmann Alfred Harl sprach sich für eine Zertifizierung aus: „Interim Management muss klare Konturen aufweisen, damit es z.B. von Projektmanagement abgegrenzt werden kann.“ Qualitätsprovider und eine öffentlich anerkannte Zertifizierung eröffnen daher neue Chancen. (pj) www.atmg.at
Plädoyer für Interimisti Atlas-GF Gert Keuschnigg verwies auf die Potenziale des Interim Managements, um richtiges Knowhow und Umsetzungskraft schnell und dort, wo benötigt verfügbar zu machen. Denn es entsteht mittlerweile ein neues Karrierebild: Die traditionelle Linienkarriere wird von einer Projektkarriere abgelöst. Die Interimsmanager werden zudem immer jünger: Im Atlas-Pool ist das Durchschnittsalter von 55
Warnruf 2 Gleitsmann: Deutsche Reformen greifen, Handlungsbedarf in Österreich – thermische Sanierung verlängern
börse
Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.
Christian Gsöll
Christian Gsöll ver stärkt als Head of Marketing and Business Development das Team des Instituts Allergosan. Er verfügt über lang jährige Marketingerfah rung und war zuletzt als Head of Marketing bei Apomedica tätig.
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Robert Klenk hart (43) ist neuer Chief Financial Officer der Aon Gruppe in Österreich und zieht auch in die Geschäfts führung von Aon Risk Solutions ein. Der stu dierte Betriebswirt war zuvor u.a. bei der Austin Powder GmbH tätig.
Promotion
Dringender Reformbedarf
Robert Klenkhart Aon Risk Solutions
© Aon/Foto Wilke
Institut Allergosan © Institut Allergosan
job
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Angesichts der jüngsten WifoDaten, die belegen, dass das Wirtschaftswachstum in Österreich zum Stillstand gekommen ist, seien Strukturreformen und Wachstumsimpulse überfällig. Erste Schritte in die richtige Richtung habe es bereits gegeben, jetzt müssten rasch weitere folgen, verweist Gleitsmann auf die dringend erforderliche Verlängerung der Thermischen Sanierung und auf die Nutzung der 180 Mio. € „liegengebliebener“ Wohnbauförderung. (red)
auf derzeit 3% zu senken. „All diese Schritte haben die Beschäftigung in Deutschland nachhaltig angekurbelt“, erklärt Gleitsmann.
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Martin Scheiber Erste-Sparinvest KAG
Martin Scheiber (36) verstärkt als Senior Sales Manager das institutio nelle Vertriebs-Team der Erste-Sparinvest KAG in Österreich. Er wird speziell Pensionskassen, Kammern und Groß unternehmen in Öster reich betreuen.
© Raiffeisen-Leasing/Foto Wilke
WKO-Experte Martin Gleitsmann: „Österreich hat seinen Spitzenplatz verloren.“
Wien. Im EU-Vergleich der Arbeitslosenraten wurde Österreich, lange Nummer 1, nun von Deutschland überholt, wie aktuelle Eurostat-Daten belegen. „Das muss alle Alarmglocken läuten lassen“, betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Österreich liege bei wichtigen Reformen hinter dem Nachbarn zurück. „In Deutschland hingegen wurden mutig Arbeitsmarktreformen durchgezogen, die nun greifen, Stichwort Hartz IV. Außerdem sind die Lohnnebenkosten in Deutschland spürbar niedriger als bei uns.“ Gleichzeitig gelang es der Politik in Deutschland, den Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung in den letzten zehn Jahren von 6,5
© Erste Asset Managem./Huger
© Michele Pauty
Alarmierendes Signal für den Arbeitsmarkt
Das Smartphone: Fast jeder hat eines – fast jeder spielt zu viel damit herum. Wofür werden die schlauen Telefone aber im Detail genutzt? Eine aktuelle, repräsentative karriere.at-Studie, durchgeführt von Marketagent.com, gießt den Mobile-Trend – auch was Jobsuche betrifft – in Zahlen: 85% der webaffinen Österreicher zwischen 18 und 55 besitzen ein Smartphone – und sie nehmen es nicht nur zum Telefonieren, Mails checken und SMS schreiben zur Hand. Knapp jeder vierte Studienteilnehmer (511 Befragte) gab an, bei einer allfälligen Jobsuche das Smartphone nutzen zu wollen, 20% würden per Tablet nach Stellenangeboten suchen. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil der Smartphone-Jobsucher – wenig überraschend – bei den Jungen: 29% der 18- bis 29-Jährigen greifen bevorzugt zum Handy, wenn es um einen neuen Job geht. Und es wird nicht nur nach Stellenangeboten gesucht! Fast jeder Zweite (45%) will auch auf dem kleinen Screen Hintergrundinfos zu Arbeitgebern aufbereitet sehen. Jürgen Smid, Geschäftsführer von karriere.at, analysiert: „Die Generation, die in den kommenden Jahren in den Arbeitsmarkt eintritt, ist mit Smartphone und Tablet aufgewachsen und geht auch bei der Jobsuche so vor, wie sie es bei einer Hotelbuchung oder dem Online-Einkauf machen würde: Alle Infos werden sofort recherchiert und nicht erst dann, wenn man wieder Laptop oder Standrechner hochfährt. Will man diese Zielgruppe ansprechen, muss man natürlich auch auf deren Erwartungshaltung eingehen und Unternehmensinfos ‚daumentauglich‘ kommunizieren.“
Alex. Schmidecker Leaseurope
Alexander Schmidecker (48), CEO der RaiffeisenLeasing, wurde zum Vor standsmitglied des euro päischen Dachverbands Leaseurope gewählt und wird ab Dezember für 2 Jahre für den Cluster Österreich-CEE verant wortlich zeichnen.
PE R SON A L & M A N A GE M E N T
78 – careernetwork
Freitag, 7. November 2014
B ENACH T EIL IGT ?
© dpa/Kay Nietfeld
Österreichs Berufstätige mit Migrationshintergrund sind mit ihrem Job weniger zufrieden als der Durchschnitt der Bevölkerung. Während Arbeitsalltag und Arbeitsumfeld durchwegs positiv bewertet werden, hapert es beim Gehalt und bei den beruflichen Karriereperspektiven.
Sozialer Sprengstoff Menschen türkischer Herkunft fühlen sich am häufigsten benachteiligt – viele Zuwanderer wollen in den öffentlichen Dienst
Die unzufriedenen Migranten
Österreichs Berufstätige mit Migrationshintergrund sind mit ihrem Job weniger zufrieden als der Durchschnitt der Bevölkerung.
gration der Personen
Pflichtschulabschluss besitzen, mit 56% doppelt so hoch ist wie bei den Österreichern. Den höchsten Anteil an Zuwanderern hat übrigens Wien mit 40%, gefolgt von Vorarlberg (23) und Salzburg (20%).
mit Migrations
Selbstbild der Migranten
PAUL CHRISTIAN JEZEK
Zu wenig Geld Derzeit sind rund 782.000 Personen mit Migrationshintergrund in Österreich berufstätig. „Für ihre volle Integration ist noch viel zu tun“, sieht Inge Schulz, Leiterin Human Resources der Allianz Gruppe in Österreich, beachtlichen Handlungsbedarf. Im Durchschnitt geben die Migranten ihrem Arbeitsplatz die Schulnote 2,2, während die Gesamtbevölkerung mit 1,8 wertet. Lücken tun sich vor allem beim Gehalt auf: Nur 47% der Befragten fühlen sich leistungsgerecht entlohnt – also nicht einmal die Hälfte! Auf der Habenseite stehen „nette Arbeitskollegen“ und eine „gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. „Deutlich zeigt die Umfrage auch, dass Berufszufriedenheit und Heimatgefühl mit guter Kenntnis der deutschen Sprache Hand in Hand gehen“, sagt Schulz. Nicht alle Herkunftsgruppen sind mit ihrem Berufsleben in Österreich gleich zufrieden. So bewerten die Menschen türkischer Abstammung, die mit 155.000 Zu-
„Für die volle Inte
hintergrund ist noch viel zu tun.“ INGE SCHULZ, ALLIANZ LEITERIN HUMAN RESOURCES © Allianz
Wien. Während Arbeitsalltag und Arbeitsumfeld durchwegs positiv bewertet werden, hapert es bei den Berufstätigen mit Migrationshintergrund hierzulande beim Gehalt und bei den beruflichen Karriereperspektiven deutlich. Derzeit arbeiten die meisten Migranten in der Sachgüterproduktion, im Handel und in der Gastronomie. Viele zieht es aber in die krisensicher scheinenden Bereiche öffentlicher Dienst, Sozialwesen und Finanzwirtschaft. Bedenklich: Nahezu ein Viertel der Zuwanderer empfindet Benachteiligung am Arbeitsplatz aufgrund der Herkunft.
wanderern die zweitgrößte Gruppe nach den Deutschen stellen, als einzige ihren hiesigen Arbeitsplatz schlechter als jenen im früheren Heimatland. Nur 42% von ihnen fühlen sich hier völlig heimisch, während dieser Wert im Schnitt aller Migranten bei 59% liegt. Und öfter als alle anderen klagen Türken über Diskriminierung am Arbeitsplatz.
Mäßige Karrierechancen Enttäuscht sind 61% der Menschen mit Migrationshintergrund von den Karriereperspektiven, die sich ihnen in Österreichs Unternehmen bieten; 33% sehen sich diesbezüglich aufgrund ihrer Herkunft zurückgesetzt. 37% klagen, dass ihnen weniger verantwortungsvolle Tätigkeiten übergeben werden als gleich qualifizierten Personen österreichischer Abstammung. „Für mehr als die Hälfte der Migranten hat die berufliche Weiterentwicklung einen hohen Stellenwert, eine Führungsposition streben allerdings nur 13 Prozent an“, berichtet Allianz-Expertin Schulz über die Umfrageergebnisse. Während 74% der erwerbstätigen
Gesamtbevölkerung in Österreich vollzeitbeschäftigt sind, sind dies bei den Berufstätigen mit Migrationshintergrund nur knapp zwei Drittel. Zuwanderer der ersten Generation finden sich vor allem als Arbeiter in Produktionsbetrieben, während bereits in Österreich Geborene mehrheitlich in Handel und Gastronomie anzutreffen sind. Wie die Allianz-Umfrage beweist, vereint viele von ihnen der Traum nach einem sicheren – und gut bezahlten – beruflichen Hafen, den man am ehesten im öffentlichen Dienst, dem Gesundheitswesen oder bei Banken und Versicherungen vermutet.
Höhere Arbeitslosigkeit Die Statistik zeigt weiters, dass Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft von Arbeitslosigkeit mit 10,7% stärker betroffen sind als der Durchschnitt der österreichischen Bevölkerung (7,0%). Im europaweiten Vergleich liegt Österreich mit seiner Ausländer-Arbeitslosenquote dennoch relativ gut. Bei den ausländischen Staatsangehörigen fällt zudem auf, dass der Anteil jener Personen, die lediglich einen
„Die Kroaten grenzen sich ganz klar von den anderen Zuwanderergruppen vom Balkan ab und sehen sich als Teil der westlichen Welt – mit den dazugehörigen Eigenschaften ‚modern‘, ‚fortschrittlich‘ und ‚weltoffen‘, fasst Migrationsforscherin Doris Kostera eine weitere Studie – durchgeführt von GfK Austria – zusammen. Hier wurde bei den größten Migrantengruppen nachgefragt, welches Bild die einheimische Bevölkerung ihrer Einschätzung nach von ihnen hat. Die Bosnier, die in Österreich leben, zeichnen wie die Kroaten ebenfalls ein sehr positives Bild von sich selbst und glauben, mit starker Familienorientierung, Gastfreundlichkeit und Genussfreude punkten zu können. Fröhlichkeit und Geselligkeit sind weitere Eigenschaften, die sie ihrer Einschätzung nach hierzulande zu einer beliebten Gruppe machen. Eher zweigeteilt ist dagegen die
Sicht der Serben auf sich selbst: Auf der positiven Seite denken sie zwar, als optimistischer und aktiver Menschenschlag geschätzt zu werden, auf der negativen Seite glauben sie aber, als fremdenfeindlich zu gelten.
Türkische Selbstzweifel Die Österreicher würden eher negativ konnotierte Eigenschaften auswählen, um sie zu beschreiben, gaben schließlich die Türkischstämmigen bei der GfK-Umfrage an. Viel häufiger als die anderen Migranten sind sie der Ansicht, von den Österreichern als „fremdenfeindlich“, „religiös“, „intolerant“, „konservativ“ und „schwach“ gesehen zu werden; ihnen werde auch am häufigsten unterstellt, das Sozialsystem ausnutzen zu wollen. Dabei ist es vor allem die jüngere zweite Türken-Generation, die schon hier geboren ist, die meint, dass die Österreicher sie für religiös und intolerant halten, während die erste Generation mehr davon ausgeht, als schwach angesehen zu werden. „Den Türken ist sehr bewusst, dass sie bei den Österreichern häufig negative Gefühle auslösen“, sagt Migrationsforscherin Kostera. http://bit.ly/1tZFNdy
„WICHTIG IST DIE SPRACHKOMPETENZ“ „Die Allianz setzt im Rahmen ihres DiversityKonzepts auf kulturelle Vielfalt“, sagt AllianzExpertin Inge Schulz. Derzeit haben 5,6% der mehr als 3.000 Angestellten der Allianz keine österreichische Staatsbürgerschaft, etwa ein Drittel arbeitet im Vertrieb. „Wir liegen damit deutlich über dem Branchendurchschnitt“, so Schulz. Insgesamt sind zurzeit nur 2% der Menschen mit Migrationshintergrund in der Finanzwirtschaft tätig. „Wichtig ist für uns die Sprachkompetenz; als individuell agierende Versicherung müssen wir
die gleiche Sprache wie unsere Kunden sprechen. Und immerhin sind knapp ein Fünftel der Bewohner unseres Landes Menschen mit Migrationshintergrund“, erklärt die HR-Chefin der Allianz. Besonders im Außendienst würden daher die Persönlichkeit und sogenannte Soft Skills oft mehr zählen als eine mögliche Vorbildung, die man im Unternehmen durchaus noch nachholen könne. Die Vertrautheit mit der Kultur einer Bevölkerungsgruppe und ein entsprechendes Kontaktnetzwerk seien von besonderem Vorteil, so Schulz.
AU S - & WE I TE R BI L D U N G
Freitag, 7. November 2014
careernetwork – 79
Bewertungsportale Arbeitgeber-Bewertungen sind eine zunehmend wichtige Informationsquelle für Bewerber sowie ein Werkzeug für Unternehmen
Jobsuche? Schlag nach im Netz! Wien. Laut einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom suchen bereits drei von zehn Internetnutzern (29%) Plattformen wie kununu.com auf und informieren sich über die Erfahrungen anderer Beschäftigter. Vor einem Jahr hatten noch 26% der Internetnutzer solche Bewertungsportale genutzt.
Völlig neue Transparenz Ergänzend wurde zuletzt erhoben, dass sich mehr als zwei Drittel (70%) durch die Bewertungen in ihrer Jobentscheidung beeinflussen lassen, und 40% aufgrund der Bewertung keinen Jobwechsel vornehmen – und so anderen Unternehmen den Vorzug geben. Florian Mann, Geschäftsführer von kununu.com, bestätigt die Erkenntnisse der Bitkom-Studie: „Das Schreiben und Lesen von Arbeitgeber-Bewertungen hat eine
völlig neue Transparenz in die Arbeitswelt gebracht, die mittlerweile fester Bestandteil der Jobsuche geworden ist. Die Erfahrungsberichte von anderen Mitarbeitern lassen authentische Einblicke zu und sind daher eine unverzichtbare Ergänzung zu offiziellen Firmeninformationen.“ Diesen Trend machen sich auch immer mehr Firmen für ihr Employer Branding zunutze: Allianz, IngDiBa oder Trenkwalder reagieren auf den Wissensdurst der Bewerber und stellen neben den Erfahrungsberichten der Mitarbeiter weitere Informationen wie Benefits, Fotos vom Arbeitsall-
tag oder Stellenangebote bereit. Mann erklärt die Zugkraft der Employer Branding-Profile: „Die Erfahrungsberichte prägen das Image eines Arbeitgebers stark mit. Je nach Performance des Unternehmens wird der Besucher zum Bewerber oder gibt einer anderen Firma den Vorzug. Aufgrund des bereits bestehenden Lehrlingsund Fachkräftemangels müssen die Unternehmen um die Gunst der Bewerber buhlen. Und dabei haben nur jene Firmen langfristig Erfolg, die offen und authentisch ihre Stärken als Arbeitgeber vermitteln können.“ (pj) www.kununu.com
© kununu
Schon jeder dritte Internetnutzer informiert sich auf Bewertungsportalen.
kununu-Geschäftsführer Florian Mann: „Jeder Dritte informiert sich auf Portalen.“
NEBA Berufliche Assistenz
Mehr Service
Auf direktem Weg zum akademischen Abschluss.
Wien. Das NEBA Netzwerk Berufliche Assistenz hat in den vergangenen Jahren seine Unterstützungsleistungen noch ausgeweitet. Damit eine Integration von Menschen mit Einschränkungen ins Berufsleben gelingt, bietet das Sozialministeriumservice eine Vielzahl von Leistungen, die vom Zuschuss zu den Lohnkosten bis zur intensiven Begleitung von Lehrlingen in deren Ausbildungszeit reichen. Besonders deutlich wurde das zuletzt bei den NEBA-Schnuppertagen für Jugendliche mit Beeinträchtigungen. Zahlreiche Firmen stellten mehr als 1.300 Schnuppertage für Jugendliche zur Verfügung, rund 300 Berufsbilder konnten vorgestellt und die eigenen Talente dabei abgetestet werden
Es geht um die Fähigkeiten
© Sozialministeriumservice/Agentur CM Creative
„Mögliche künftige Arbeitskräfte sind eine wertvolle Ressource“, begründet Ernst Wurz, Leiter Personalentwicklung bei Pollmann, die Teilnahme seines Betriebs bei den NEBA-Schnuppertagen. „Jeder Mensch hat Talente, die man nur entdecken und fördern muss, um dann auch entsprechend eingesetzt werden zu können.“ Einen weiteren Aspekt nennt Kai-Uwe Böhrnsen, Betriebsleiter bei Reiwag Facility Services: „Eine Einschränkung bedeutet doch nicht automatisch einen Hinderungsgrund. Wir setzen bei unseren Mitarbeitern auf Fähigkeiten – und nicht in erster Linie auf Lebensläufe.“ www.neba.at
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