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medianet

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inside your business. today.

13. Jahrgang NO. 1635

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 26.– 28. april 2013

P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien GZ: 02Z030468T Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15 Tel. 919 20-0 Fax: 919 20-2231 e-Mail: abo@medianet.at

WIEN NORD

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16.04.13 09:22


City Gardening Immer mehr Städter setzen auf Topf statt Tiefkühltruhe – bellaflora startet Kampagne für mehr Natur und Genuss

© bellaflora (6)

Jetzt zieht Gemüse in die Stadt

Der Winter ist endlich vorbei. Mit dem Frühling hat die Gartensaison begonnen. Wie man auch auf Balkonien Gemüse & Co ziehen kann, zeigt bellaflora auf. Die große Vielfalt steht in den Gartencentern bereit.

Erdbeeren im Balkonkisterl und Cherrytomaten auf der Terrasse: Was in den USA als Urban Gardening begann, schlägt auch hierzulande immer öfter Wurzeln – unterstützt von Österreichs grüner Nummer 1.

„Für uns ist Nachhaltigkeit eine Lebensweise, eine Managementphilosophie – auch in der Kommunikation.“

© bellaflora/ Stefan Huger

Leonding. Mit der Initiative „City Gardening“ und dem Slogan „Hol den Garten in die Stadt“ will bellaflora Kunden und andere Hobbygärtner davon überzeugen, dass es Spaß macht und sich lohnt, neben Pelargonien auch Paradeiser zu pflanzen, die Petersilie von der Fensterbank zu holen – und nicht aus dem Tiefkühlfach. Als grüne Nummer 1 verfolgt bellaflora eine sehr klare Nachhaltigkeitsstrategie, die jeden Bereich des Unternehmens erfasst: Bei der Auswahl der Pflanzenlieferanten wird nachhaltige Landwirtschaft bevorzugt, bei der Errichtung der eigenen Standorte auf ökologisches Bauen geachtet. Gemeinsam mit GLOBAL 2000 hat bellaflora in den letzten Monaten das Angebot bei Pflanzenschutzmitteln durchforstet, alle chemisch-synthetischen

Mag. Isabella Hollerer, Nachhaltigkeitsbeauftragte von bellaflora

Produkte ausgelistet und durch naturnahe ersetzt. Von den Kunden wird diese Umstellung sehr begrüßt: Wer sein eigenes Gemüse und seine Kräuter pflanzt, erntet

und auf den Tisch bringt, achtet natürlich besonders genau auf naturnahes Gärtnern. Dies trifft insbesondere auf Menschen zu, die in den Städten grüne Zeichen setzen.

PROMOTION

Die erste Gründemo Wiens Dass es Spaß machen kann, sich mit Gemüse zu beschäftigen, zeigte bellaflora mit der ersten Gemüsedemo Wiens. Lebende Erbsen, Karotten, Paradeiser und Chillischoten wanderten am 23. April 2013 durch die Wiener Innenstadt, besuchten Sehenswürdigkeiten und bereicherten mit ihrer Anwesenheit das Stadtbild. Bei der abschließenden Kundgebung am Schwedenplatz brachten sie gemeinsam mit bellaflora-Mitarbeitern laut skandierend ihre Forderungen zum Ausdruck: Mit „Freiheit für Fisolen“, „Wir schrei’n uns heiser für Paradei-

ser“ und „Mehr Beete in die Städte“ zauberten sie Hunderten Passanten ein Lächeln auf die Lippen. Und allein das ist schon ein großer Erfolg, an einem Dienstagabend in einer Großstadt.

Stadtbewohner, die selbst Gemüse züchten, haben ein hohes Ökobewusstsein. Sie verwenden bevorzugt Bio-Erde, natürliche Dünger und naturnahe Pflanzenschutzmittel. Schließlich landen Beeren, Kräuter und Gemüse von der eigenen Terrasse kurze Zeit später auf dem eigenen Teller – und spätestens jetzt kommt zum guten Geschmack auch der Wunsch nach gesunder Ernährung dazu.

„Nachhaltige Strategie“ „Stadtgärtner setzen voll und ganz auf ‚Bio‘; deshalb ist ‚City Gardening‘ eine logische Weiterführung unserer nachhaltigen Strategie, die wir im Frühjahr unter dem Titel ‚Flower Power‘ erstmals öffentlich vorgestellt haben“, erklärt Mag. Isabella Hollerer,

Nachhaltigkeitsbeauftragte bei bellaflora.

Umfassendes Kommunikationspaket So umfassend, wie bellaflora Nachhaltigkeit im Unternehmen lebt, so umfassend gestaltet das Unternehmen auch seine Marketing-, Kommunikations- und Werbeaktivitäten. Von Rolling-Boards bis zu viralen Kampagnen, von virtuellen Facebook-Communities bis zur Kooperation mit der City Farm Schönbrunn reicht das Spektrum der Aktivitäten, die bei aller Vielfalt sehr genau koordiniert sind. Hollerer: „Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, das Bewusstsein der Konsumenten für die große Bedeutung nachhaltigen Gärtnerns dauerhaft zu stärken.“

bellaflora – das Unternehmen Mit 26 Standorten zwischen Wien und Wörgl ist bellaflora die klare Nummer 1 unter den österreichischen Gartencentern. 2012 erwirtschafteten 500 Mitarbeiter, davon 22 Lehrlinge, mit rund 50.000 Artikeln einen Gesamtumsatz von rund 88 Mio. €. bellaflora unterstützt naturnahes Gärtnern durch zahlreiche Aktionen. So ist bellaflora Hauptpartner der City Farm Schönbrunn, Kooperationspartner von GLOBAL 2000 sowie des Vereins Arche Noah und unterstützt die Kampagne „Blühendes Zuhause“ von wohnservice wien.


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13. JG. NO. 1635

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 26.– 28. april 2013

TREVISION

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ATV-Eigentümer Herbert Kloiber über den Wechsel an der Senderspitze Seite 8

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27.10.2005

kein ende des booms

Fairtrade Österreich steigert den Umsatz: Zuwächse bei Süßem und Non-Food Seite 16

12:07 U

© Erste; Monika Klinger

wachablöse bei ATV

© Fairtrade Österreich

© ATV/Richard Tanzer

www.trevision.at grossmutters Sparbuch

Interview: Gudrun Egger (­Erste Bank) und Anlegerschützer Wilhelm Rasinger Seite 28

Finanzierung Wider die Kreditklemme: Weltweit boomen alternative Modelle der Kapitalbeschaffung

Crowdfunding: Auch Kleinvieh macht Mist

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

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© Panthermedia.net/Sergii Gnatiuk

prime news & market watch > iconvienna 2013 in Wien: Reform der Regionalpolitik 3

> Feature: Die Zukunft des Einzelhandels

4/5

retail > Alle Wege führen nach Wien Mitte: The Mall ist fertig 15 > FOC Parndorf rüstet sich für Touristen aus Nicht-EU 16

Schwarmfinanzierer Das professionelle Sammeln von Kleinbeträgen ist bereits ein Milliardenmarkt: Das Geld der breiten Masse scheint als Finanzierungsquelle immer häufiger auf – für Kinofilme, Magazine und als Kreditersatz für KMU. Seite 2

© Panthermedia.net/Nicola Del Mutolo

business weekend > Boehringer setzt auf neue Produkte aus Wien 40 > Consumer Electronics: Ohne Netz geht nichts 46

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marketing & media > Neue Etats für die Grazer Agentur peerpr 9 > 107 Einreichnungen zum „Media Award 2013“ 11

> Formulare sind größtes Hindernis für Logistik 52 > Geschäftlich reisende Frauen brauchen Extras 60

medianet erscheint jetzt vier Mal/Woche. Printausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und ­Donnerstag erhalten Sie zusätzlich unsere neue Digitalausgabe. P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien GZ: 02Z030468T Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15 Tel. 919 20-0 Fax: 919 20-2231 e-Mail: abo@medianet.at

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C OV E R

Freitag, 26. April 2013

© Conda (2)

2 – medianet

© EPA

Bei Conda.at werden KMU bei ihren Projekten unterstützt: Erstes diesbezügliches Projekt ist der „Wohnwagon“, eine neue Art des flexiblen Wohnraums.

„ cro wd of Li ber ty“

Crowdfunding Das professionelle Sammeln von Kleinbeträgen ist mittlerweile ein Milliardenmarkt geworden

Projektfinanzierung ohne Bankkredit macht Schule

Crowdfunding ist so neu nicht: 1885 wurde die Hälfte der Finanzierung für den ­Sockel der Freiheitsstatue über Crowdfunding aufgebracht. Joseph Pulitzer startete mit seiner Zeitung The World eine Finanzierungskampagne, die 120.000 Förderer zu einer Finanzierungsbeteiligung mit Kleinbeträgen motivierte.

Nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ können unterschiedliche Vorhaben realisiert werden. Wien. Das Geld der breiten Masse – neudeutsch: Crowdfunding – scheint als Finanzierungsquelle immer häufiger auf. In Deutschland wurde beispielsweise der Kinofilm „Stromberg“ der Kölner Firma Brainpool auf diese Art auf die Beine gestellt. Dass Crowdfunding aber auch für Magazine ein gangbarer Weg sein kann, beweist eine Vielzahl von Objekten aus den USA, einige davon konnten sich mittlerweile sogar als regelmäßig erscheinende Titel etablieren. Der Grundgedanke dabei: Es gibt offensichtlich einen Markt für diese Hefte, deren Potenzial aber von möglichen Geldgebern teilweise

nicht erkannt wurde. Zu diesen gehört etwa The Social Media Monthly: Das Heft der „The Cool Blue Company“, das sich rund um Social Networks dreht, wurde 2011 gelauncht – nachdem in nur 53 Tagen das nötige Kapital via Schwarmfinanzierung bei der Plattform „Kickstarter.com“ aufgebracht wurde.

Beispiel „Mood“ in Belgien Drei Wochen nach Erscheinen der ersten Printausgabe war mit der Buchhandelskette Barnes & Noble bereits ein wichtiger Distributor an Land gezogen, weitere Vertriebspartner wie Walmart folgten. Derzeit ist das Magazin in rund 20 Ländern erhältlich.

Und auch in Europa ist man diesbezüglich erfindungsreich. Neueste Idee dazu: Mood. Das in Belgien vierteljährlich geplante Hybridmagazin verbindet die Themen Musik und Food – eben „Mood“. Ende Februar erreichten die Initiatoren das Finanzierungziel, die fertige Printausgabe erschien bereits im Handel. Die Anwendungsfälle für Crowdfunding sind vielfältig und reichen von Kunst- und Politprojekten, Start-ups und KMU-Finanzierungen bis hin zu Stipendien, weiß Daniel Horak, Geschäftsführer der heimischen Plattform Conda: „Wir sind eine Crowdinvesting-Plattform und fokussiert auf Start-ups und KMU in Österreich. Investoren

„Schon mit 100 Euro kann man innovative Projekte und Start-ups mitfinanzieren; Gewinnbeteiligung ist auch keine Seltenheit.“ © Conda/Sadri Turki

erika hofbauer

daniel horak, conda

können ab 100 Euro in innovative Unternehmen investieren.“ Das erste diesbezügliche Projekt ist „Wohnwagon“, eine neue Art des flexiblen Wohnraums.

Zeitschriften Finanzierung eher über Gewinnbeteiligung

„Schwärmen“ boomt

Businessplan notwendig

Horak ist davon überzeugt, dass besonders Crowdinvesting in Österreich zunehmend an Bedeutung gewinnen wird: „Denn durch ­diese alternative Art der Finanzierung wird die Wirtschaft weiter wachsen können. Mittlerweile hat dies auch die Politik erkannt und auch die Wirtschaftskammer und die Junge Wirtschaft haben hier in den letzten Monaten sehr aktiv unterstützt.“ Die Rückmeldungen zur Conda-Plattform seien durchwegs positiv und in Kürze starte man mit dem Unternehmen „Evntogram“ bereits das zweite Investitionsprojekt, erzählt Horak.

Initiative Crowdfunding (engl. „crowd“ für Menge und „funding“ für Finanzierung) stammt ursprünglich aus der amerikanischen Musikbranche: Ein Künstler wollte ohne Plattenlabel sein nächstes Album produzieren und hat daher mittels einer Webseite Geld von Fans für die Produktion gesammelt. Im Gegenzug versprach er ihnen eine Spezialedition des produzierten Albums. Das Ergebnis: Die angestrebte Summe wurde erreicht, das Album produziert und die Fans erhielten ihre CDs. Mittlerweile gibt es schon einige erfolgreiche US-Magazinprojekte, die solcherart finanziert wurden. Gibt es einen ähnlichen Markt dafür in Österreich? Experte Horak: „Man muss zwischen ‚Crowdfunding‘ und ‚Crowdinvesting‘ unterscheiden. Bei Crowdinvesting steht stets ein konkretes Unternehmen im Mittelpunkt, an diesem kann der Investor sich mittels Substanzgenussrecht an zukünftigen Gewinnen beteiligen. Zeitschriftenprojekte müssen somit als Unternehmen ausgestaltet werden. Weiters muss ein Konzept vorliegen, wie dieses Unternehmen zukünftig Umsätze erwirtschaften wird.“ Denn schließlich erwarten sich die Investoren eine Rendite, so Horak weiter.

Bei Conda-Projekten stehe die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit der Finanzierung im Fokus. Wenn es sich eher um einmalige Projekte zu speziellen Themen handle, rät Unternehmensberater Horak eher zu einer Crowdfunding-Kampagne. In Österreich finden diese derzeit auf der Plattform „respekt.net“ („Investieren in die Zivilgesellschaft“) statt. In Deutschland gibt es sogar eine eigene JournalismusPlattform („krautreporter.de“), wo bereits ein Webdoku-Projekt des Wiener Mediengestalters Fabian Lang erfolgreich finanziert wurde. Dass ähnliche Projekte folgen werden, ist anzunehmen. Denn die Prognosen für crowdfinanzierte Projekte sind sehr optimistisch: Das weltweite Gesamtvolumen des Crowdfunding-Markts wurde 2012 mit mehr als 2,7 Mrd. USD (2,07 Mrd. €) angegeben. Und heuer sollen es rund 5,1 Mrd. USD (3,9 Mrd. €) werden.


prime news

Freitag, 26. April 2013

medianet – 3

iconvienna 2013 Ost-West-Gipfel mit Schwerpunkt Innovationen und Infrastruktur von 24.–26. April in Wien

short

Reform der Regionalpolitik

Nespresso baut drittes Produktionszentrum Lausanne/Romont. Nestlé Nespresso SA feierte am Donnerstag im schweizerischen Romont den Baubeginn seines dritten Produktionszentrums. Die Anlage ergänzt die zwei existierenden Produktionszentren in Orbe und Avenches und soll in der ersten Hälfte des Jahres 2015 in Betrieb genommen werden. Nespresso investiert mehr als 300 Mio. CHF in den Bau der neuen Anlage, die eine Gesamtfläche von rund 21.000 m� umfasst.

Johannes Hahn: „Im Fokus stehen die Schaffung von nachhaltigem Wachstum und nachhaltigen Jobs.“ Wien. Dieser Tage findet in Wien die iconvienna 2013 statt, das „9th European Business and Investment Forum“, ein exklusiver NetworkingEvent, der sich unter dem Motto „Make contacts to contracts“ auf die Förderung von Wirtschaftskontakten zwischen österreichischen und internationalen Unternehmen für Regionen aus dem CEE-Raum und Russland spezialisiert hat. Einen „wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Europa“ nannte es Wiens Bürgermeister Michael Häupl in seinem Grußwort als Schirmherr der Veranstaltung.

Energy Globe Austria Award für Solar Fidelity

„Wir bewegen uns weg vom reinen Verschieben von Budgets.“ (v.l.) Alois Steinbichler (Kommunalkredit), Klaus Schierhackl (Asfinag), BM Niki Berlakovich, René Alfons Haiden und Gerhard Hrebicek (iconvienna), Tom Reinhold (ÖBB), Christoph Leitl (WKO) und Wilhelm Molterer (European Investment Bank).

gen, sondern auch darum, „unser Wachstumsmodell dahingehend zu verändern, dass wir mit den Herausforderungen der Energiesicherheit, der Globalisierung und des Klimawandels umgehen können“.

Investments für die Regionen Die iconvienna beschäftige sich mit genau diesen Themen der Europe2020-Strategie, unterstrich der EU-Kommissar, nämlich Forschung

und Innovation, die zu unternehmerischen Aktivitäten und damit zur Schaffung von nachhaltiger Jobs und Energieeffizienz führten. Hahn: „Und das wichtigste Instrument dafür ist regionale Politik.“ Als zuständiger Kommissar habe er hart daran gearbeitet, genau diese politische Linie zu verankern, nämlich sich „wegzubewegen vom reinen Verschieben von Budgets und bedeutsame Investments für die Regionen zu schaffen“.

EU-Kommissar Johannes Hahn

© Energy Globe Foundation

„Die Finanzkrise der ver gangenen zwei Jahre ist eine dringende Erinnerung an die Notwendigkeit, den Kontinent zu transformieren“, betonte am Donnerstag Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik, der sich in einer Videobotschaft an die Teilnehmer des Kongresses richtete. Das wirtschaftliche Entwicklungsmodell, das Europa so lange gute Dienste geleistet habe, sei inzwischen veraltet und bedürfe einer Reform, hob Hahn hervor, „um den Herausforderungen gerecht zu werden, mit denen wir heute konfrontiert sind“ – gemäß „Europa 2020“, der Wachstumsstrategie der EU für das kommende Jahrzehnt. Dabei gehe es nicht nur darum, so Hahn, die Krise zu bewälti-

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

„Veraltete Modelle“

Im Fokus der Regionalpolitik stünden demgemäß im Zeitraum zwischen 2014 und 2020 die Schaffung von nachhaltigem Wachstum und nachhaltigen Jobs. Die Regionen sollten „ermuntert werden, unverkennbare Vorteile zu entwickeln, um global wettbewerbsfähig zu werden und zu bleiben“. „Wir müssen gemeinsam die Bedürfnisse der Regionen identifizieren“, appellierte Hahn an die Teilnehmer, „gleich, ob es um umweltbezogene, infrastrukturelle, soziale oder wirtschaftliche Bedürfnisse geht“.

W. Neumann (EGA), LR M. Strugl, B. Lehner (SoFi), H. Mödlhammer.

Weitere Keynotes kamen im Rahmen der iconvienna 2013 u.a. von Alois Steinbichler (Kommunalkredit), Klaus Schierhackl (Asfinag), Umweltminister Niki Berlakovich, iconvienna-Chairman René Alfons Haiden und -Präsident Gerhard Hrebicek, Tom Reinhold (ÖBB), Christoph Leitl (WKO) und Wilhelm Molterer (European Investment Bank). www.icon-vienna.net

Wien. Das Wiener Unternehmen Solar Fidelity wurde bei der „Energy Globe Austria (EGA) Award“-Verleihung am Mittwoch im Linzer Power Tower der Energie AG ausgezeichnet: für trendige Rucksäcke und Taschen, die sich über einen integrierten USB-Anschluss den Strom zum Aufladen von Mobilgeräten direkt aus der Sonne holen. (red)

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f e at u re

4 – medianet

Freitag, 26. April 2013

feature@medianet.at

Die Zukunft Alexandra Binder

D

ass in der Lebensmittelhandels-Branche wohl noch lange nicht alles gegessen ist in Sachen Herausforderungen, das weiß man spätestens nach Lektüre der GDI-Studie „Die Zukunft des Einkaufens“. Insbesondere das Non-Food-Sortiment könnte zum Problem werden. Niemand muss schließlich Fernseher oder Windeln im Supermarkt kaufen, wenn es dafür auch Online-Kanäle gibt. Naturgemäß bieten Herausforderungen durch neue Technologien und ein sich rapide wandelndes Konkurrenzumfeld aber auch neue Chancen. Und genau die hat das GDI gemeinsam mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft identifiziert und Zukunftsszenarien für den Lebensmitteleinzelhandel entworfen. Als Orientierungswert gilt dabei das Jahr 2025.

These 1: Online wird nicht Markt-Standard Der Online-Einkauf ist eine Sache der Non-Food-Branche. Dort hat er eine relevante Größe erreicht und wird prognostiziert noch wachsen. Der Online-Handel im Food Bereich wird hingegen hoher Wahrscheinlichkeit moderat bleiben. Ansatzpunkte böten sich einzig bei Sortimenten, die nicht verderben und stetig in Haushalten gebraucht werden. Eine hoch virtualisierte Handelsstruktur bietet für den LEH im Gegenteil sogar eine Chance: die nämlich, reale Menschen an realen Orten zusammenzubringen. Oder um es mit den Worten von Martin Ruppmann vom Handelsverband zu sagen: „Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, meine Lebensmittel online zu kaufen. Mir fehlt das Feeling, die Lebensmittel zu sehen und zu erleben.“

These 2: Nischenlösungen mit Umbruchspotenzial Die optimale Vorstellung der Ernährung weicht heute von der Realität ab. Das ist ein Faktum. Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Dass die Unzufriedenheit mit dem Angebot und der Wunsch nach „sicheren“ authentischen Nahrungsmitteln wächst,

ergibt einen neuen Nährboden für Nischenmodelle – allem voran im Biobereich –, die es lohnen würde, in die Breite auszurollen. Für den traditionellen LEH öffnet sich damit ein weites Feld möglicher Kombinationen zwischen Vernunft und Sehnsucht, Super- und Wochenmarkt. Beispiele: eine verstärkte Integration von Fleischhauern, Bäckern, Käsern und weiteren Experten in das Supermarktformat; bediente Theken mit Fachleuten und regionalen Spezialitäten; oder aber Exkursionen zu regionalen Herstellern zwecks Vertrauensaufbau.

These 3: Der Einkauf ums Eck gewinnt an Bedeutung Was Online nicht schafft, schafft der Laden um’s Eck: Lebensmittel in der Nähe von Wohn- und Arbeitsort zu (fast) jeder Zeit einkaufen zu können. Das gewinnt an Bedeutung. Man punktet mit einem ein Angebot an Frische und Convenience und Läden, die in Gehdistanz erreichbar sind, inklusive echtem sozialen Austausch. Nicht zuletzt werden kleinflächige Nachbarschaftsformate künftig wieder den Markt aufmischen, weil die Bevölkerung in fast allen Staaten „überaltern“ wird. Und damit geht naturgemäß irgendwann ein eingeschränkter Bewegungsradius einher.

These 4: KommunikationsKompetenz als Chance Der Ort des Einkaufs war schon immer auch gleichzeitig der für den Austausch von Nachrichten. Dass der LEH diese Funktion verloren hat, daran sind die logistische Optimierung und die starke Preisorientierung schuld. Das Ladendesign wurde auf hohen Durchsatz ausgerichtet, der Kunde sollte bestmöglich mit Waren kommunizieren, nicht mit Menschen. Die Kunden verlagerten die Verbindung von Einkauf und Kommunikation daraufhin in die Fußgängerzonen und Shopping-Malls. Weil sich das Einkaufen des Non-FoodSortiments nun aber zunehmend ins Netz verlagert, könnte der LEH hier wieder an Terrain gewinnen. Dazu braucht es aber eine neue Philosophie der Ladengestaltung: Das Geschäft (und seine direkte Umgebung) sollten zum Verweilen

einladen, etwa durch das Aufstellen von Bänken im Laden. Ebenfalls Potenzial haben neue Formen der Ladennutzung, z.B. als Veranstaltungsfläche. Und: Kommunikative Mitarbeiter sind hilfreich. Der Austausch von Begrüßung, Neuigkeiten und Klatsch ist nicht so sehr eine Störung des Ablaufs, als vielmehr ein Beitrag zur nachhaltigen Standortsicherung.

These 5: Die Schnittmenge zwischen LEH & Gastronomie In einer flexiblen Gesellschaft wird das Essen häufig zur schlichten Nahrunsaufnahme zwischendurch. Einher geht damit eine Vermischung von Gastronomie und LEH. Bestes Beispiel: Jamie’s Italian, eine vorwiegend in England vertretene Kette von Italo-Restaurants unter Leitung von Jamie Oliver, die im Restaurant Pasta, Käse, Saucen und Kräuter aus Eigenproduktion verkauft – samt Rezepten. Umgekehrt findet sich aber noch kaum ein LEH-Geschäft, das im Gastrobereich mitmischt. Eine zunehmende Flexibilisierung der Ladengestaltung könnte das ändern: sie führt zu „atmenden“ Einrichtungen: Teilflächen könnten zu bestimmten Tageszeiten als Gastro-, zu anderen als Verkaufsfläche genutzt werden. Potenzial hätte die Sache: Das gastronomische Service könnte den Erlebnischarakter stärken.

These 6: Der Hypermarkt vor dem langsamen Abstieg Die Präsenz der Online-Kanäle wird den Hypermärkten das Leben künftig schwer machen. Aber auch der Preis der individuellen Mobilität, der an die Schmerzgrenzen stoßen wird, und der Trend zum urbanen Wohnen läuft gegen die Hypermärkte mit ihrem hohen Non-Food-Anteil und ihren meist auf das Auto optimierten Standorten. In keinem Punkt waren sich die Experten so einig wie in ihrer Skepsis bezüglich der Zukunft der Hypermärkte.

These 7: Soziales Umfeld durch mischgenutzte Flächen Werden Non-Food-Flächen frei, könnte das der Türöffner für die multifunktionale Nutzung von

Han s Ey sink Sm eet s Retail Strategy Consultant

© www.eysinksmeets.com

Szenario Die Einzelhandelsbranche befindet sich in einem rasanten Umbruch. Ganze Shopgruppen verschwinden aus dem Stadtbild – wie Musikgeschäfte, Buchhandel & Elektronik. Wichtigster Treiber dieser Veränderungen ist das Internet. Der Lebensmittel­handel scheint bisher von diesen Umbrüchen unbehelligt: Online-Angreifer sind gescheitert oder haben sich in Nischen positioniert. Also Entwarnung? Nein, sagt eine neue GDI-Studie in Zusammenarbeit mit KPMG.

Großflächen werden vermehrt verschwinden, oder das Sterben der Großflächen wird vielleicht durch eine ‚Eventisierung‘ des Ladens etwas verlängert. Der Hypermarkt wie auch die Warenhäuser sind am Ende des Lifecycles.“ Handelsflächen sein. Das, was früher eine Notlösung in der Provinz war – war im Dorf nicht genügend Kaufkraft vorhanden, um einen Einzelhändler am Leben zu erhalten, wurde die Ladenfläche für weitere Dienstleistungen genutzt: Fax- und Kopiergeräte, Post, Bar, Reisebüro oder andere Services –, könnte sich auch an Handelsstandorten in Großstädten durchsetzen.

These 8: Mehr Gesundheit für Kunden und Mitarbeiter Für den LEH wird es wichtig werden, seinen eigenen Gesundheitsbegriff auch über das Angebot allgemein „gesunder“ Produkte hinaus konzeptionell auszuweiten. Gesunde Lebensmittel sind Pflicht, zum Wohlbefinden der Kunden beizutragen, ist Kür. Dafür werden neue Angebote für die Förderung und Verankerung einer nachhaltigen und gesunden Ernährung benötigt – wie z.B. die Ausarbeitung individualisierter Ernährungsmuster oder die Analyse von Warenkörben und den darin enthaltenen Produkten im Bezug auf mögliche

gesundheitliche Implikationen. Aber auch die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter wird essenzieller: „Mit depressiven Mitarbeitern kriege ich keine zufriedenen Kunden“, sagt Obi-Gründer Manfred Maus: „Körperlich, geistig und seelisch gesund müssen sie sein, das ist Führungsaufgabe.“

These 9: Emotionalität schlägt Effizienz Die Kunden wünschen sich eine Authentizität bei Lebensmitteln, finden derzeit aber weder bei Händlern noch bei Herstellern befriedigende Angebote und sehen zudem auch keine Lösung dieses Sehnsuchtsproblems. Tatsächlich hat der LEH seine Kunden mit dieser Herausforderung jahrzehntelang allein gelassen. Um sie zu lösen, braucht es eine neue Art der Emotionalisierung, an deren Beginn die Kunst des Zuhörens steht. Das dauerhafte Gespräch, das Vertrauen in Menschen und Marke schafft, ist das zweite Element. Emotion ist quasi Chance und Zwang zugleich, seinen Kunden völlig neu kennenzulernen.

These 10: Flagship-Stores – Genuss-Individualisierung Der individualisierte Konsum schickt sich an, die breiten Massen zu erreichen. Vermutlich wird das aber eher ohne den Handel geschehen. Denn die renommierten Markenartikler werden die Inszenierung nicht aus der Hand geben wollen. Bestes Beispiel: Ritter Sport, der in einem Flagship-Store in Berlin bereits die Möglichkeit zur Kreation der eigenen Schokoladentafel vor Ort bietet. Und der Rest passiert Online – Stichwort individualisierte Tee- und Müslimischungen, etc. Was der LEH aber kann, ist: Flächen für Formate freigeben, um von Natur aus individuellen Produkten wie Wein, Käse, Olivenöl oder Honig mehr Raum zu geben. Riechen und schmecken, das lässt sich nämlich in keinem Ladenregal abbilden, sondern nur im Probieren zelebrieren. Download der Studie (kostenfrei): www.gdi.ch/de/Think-Tank/ Studien/Product-Detail/140


Freitag, 26. April 2013

f e at u re

medianet – 5

feature@medianet.at

Š Panthermedia.net/Sergii Gnatiuk

des Einkaufs


the opinion

6 – medianet

Stellen Sie sich vor, es gäbe jedes Jahr eine Steuererhöhung – und kein Steuerzahler würde sich je beschweren. Eigenartig? Nein, dieses Konzept nennt sich ganz einfach „kalte Progression“ und betrifft alle Arbeitnehmer, die bei einer Erhöhung der Gehälter oder Löhne sang- und klanglos in eine höhere Steuerstufe rutschen. Ergebnis: Man zahlt einen höheren Durchschnittssteuersatz, auch wenn die Lohnsteigerung lediglich die Inflation ausgleicht und man real gar nicht mehr verdient. Die Steuerbelastung steigt somit praktischweise ohne direkte und relativ unpopuläre Steuererhöhungen seitens der Bundesregierung. In Deutschland ist die kalte Progression bereits Wahlkampfthema und sorgt für einen heftigen politischen Schlagabtausch. Bei uns ist es vergleichsweise ruhig; 500 Millionen Euro fließen in Österreich jährlich klammheimlich und zusätzlich ins Budget. Aufgerollt aus der Perspektive der Arbeitgeber, stellt es sich so dar, dass laut aktuellen OECD-Daten von jedem Euro, den die Unternehmen für ihre

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Der Staat als ­Inflationsgewinnler Die „kalte Progression“ bringt der Finanzministerin deutliche Mehreinnahmen – und kostet die Steuerzahler viel Geld. Dafür werden Wachteleier zunehmend günstig. sabine bretschneider

Mitarbeiter bezahlen, hierzulande im Schnitt 48,9 Cent an Steuern und Sozialabgaben an die Finanz abgeliefert werden müssen. Zum Vergleich: Im Durchschnitt der Industrienationen liegt dieser Wert bei 35,6 Cent. Bei der Einführung des Spitzensteuersatzes im Jahr 1989 lag die Zahl der da-

von betroffenen Steuerpflichtigen übrigens bei rund 50.000 Personen; im Jahr 2006 waren es bereits rund 250.000 Personen – und die Kurve steigt weiter. Aus einer Spitzensteuer ist längst eine Massensteuer geworden. Die Lösung des Problems läge in der automatisch an die Inflationsrate gekoppelten Anhebung

der Steuerstufen. Damit würden eben jene ungerechtfertigten Gewinne, die der Staat durch die Inflation einstreicht, an die Steuerzahler zurückfließen.

Sind wir nicht eh alle reich? Das verleiht auch der Diskussion um die Reichensteuern eine pikante Note. Denn: Reich im Sinne der fälligen Einkommenssteuern, das sind per Definition der Finanzämter irgendwann nämlich alle. Interessant ist nur, dass die damaligen Diskussionen rund um die erhöhten Mehrwerteuersätze für Wachteleier ungleich mehr Medienecho hervorgerufen haben. Und die Wachteleier, die gibt‘s – im Sinne der „Sindwir-denn-eh-nicht-alle-reich“-Thematik – übrigens schon relativ günstig im Kühlregal der Supermärkte.

Gastkommentar Thema „Immobilienertragssteuer“

Zwischenbilanz Seit 1. Jänner dieses Jahres ist die Immobilienertragsteuer (‚ImmoESt‘) Teil der Kaufvertragsabwicklung – genügend Zeit, um erste Erfahrungen aus der täglichen Praxis zu schildern. Erste Erfahrung: Die Steuer wird von Verkäufern eingepreist. Das geht – weil die Sparzinsen so niedrig sind, wollen Anleger Immobilien kaufen (‚Grundbuch statt Sparbuch‘). Wer jetzt verkauft, braucht Geld und will einen bestimmten Preis erzielen. Weil so viele kaufen wollen, bekommt er diesen auch. Wer teurer kauft, will teurer vermieten. Und die Politik fragt sich: Wieso wird Wohnen teurer? Zweite Erfahrung: Nicht nur die Börsen der Verkäufer werden strapaziert, sondern auch die Nerven der Berater; das liegt an der Qualität der Regelungen: Qualität ist offenbar das, was Gesetzgeber und Verwaltung derzeit am leichtesten einsparen können.

Natürlich will ich Erfolg, aber nicht um jeden Preis. Wenn es um Geld geht, muss man auch mal ­zufrieden sein.

Entscheidend: das Bauherrenrisiko

www.zitate . at

„Wir wollen unsere Kosten weiter eindämmen, um zurück auf die Erfolgsspur zu finden und sind zuversichtlich, dass das auch gelingt.“

© Monika Klinger

P SA P eugeot Cit r o e n - C h e f Philippe Varin, s. 2 0

„Die Alternative ist: Die Kleinen zahlen dann noch mehr – und das sind dann verdammt noch mal die kleinen Sparer!“ Wil helm Rasinge r , I VA , s. 28

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© EPA

heute im business weekend

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM

Vertragsdesign ist Teil der Steueroptimierung

zitat des ta g es FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß 2011 im Magazin Brand Eins

Freitag, 26. April 2013

„Jede Liegen-

Dritte Erfahrung: Für den privaten Haus- und Wohnungsverkäufer sind die beiden Ausnahmen für selbst schaftstransaktion hergestellte Gebäude und den Hauptwohnsitz entscheidend – beide haben Tücken. wirkt sich steuerlich ‚Selbst hergestellt‘ heißt nicht ‚mit den eigenen Händen‘ gebaut – entscheidend ist das ‚Bauherrenrisiko‘. Einaus – früher oder schränkung: Diese Befreiung gilt immer nur für das Gebäude, nie für Grund und Boden. Und: Man verliert diese später. Und: Steuer­ Befreiung, soweit das Gebäude in den letzten zehn Jahren vermietet war. vorsorge beginnt Einschränkungen bei der Hauptwohnsitzbefreiung: Bei Häusern sind nur 1.000 Quadratmeter Grund befreit. Auch bereits beim Kauf.“ müssen mindestens zwei Drittel der Immobilie privat genutzt werden: Vermietete Teile oder ‚Arbeitszimmer‘ sind notar Klaus Baumgartner da ein Problem. Vierte Erfahrung und immer wieder als überraschend empfunden: Keine der beiden genannten Befreiungen gilt für Erben – auch wenn der Verstorbene sein Haus selbst gebaut und 30 Jahre lang als Hauptwohnsitz bewohnt hat, muss ein Erbe ImmoESt zahlen, wenn er das Haus verkauft. Fünfte Erfahrung: Selbst Übergaben in der Familie sind erfasst. Beispiel: Eltern schenken einem Kind eine Liegenschaft; dieses Kind muss – wegen der gewünschten Gleichbehandlung – das andere Kind auszahlen. Auch diese Auszahlung kann ImmoESt auslösen. Klartext: Jede Liegenschaftstransaktion wirkt sich steuerlich aus – früher oder später. Und: Steuervorsorge beginnt bereits beim Kauf. Ob Projektgestaltung, Kaufpreis-Splitting, Übergabebestimmungen, Verteilung von Bauherrenrisiko – Vertragsdesign ist Teil der Steueroptimierung, vor allem, wenn auch das eigene Unternehmen ‚domiziliert‘ werden soll, oder langfristige Strategien entworfen und umgesetzt werden sollen. Bei den Beratern wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Aber: Wie immer werden das einige Kunden erst zu spät herausfinden und kräftig Lehrgeld zahlen. Seien Sie von Anfang an wählerisch!

Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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Notar Klaus Baumgartner; www.baumgartner-notar.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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medianet

inside your business. today.

freitag, 26. april 2013 – 7

Styria Multi Media bringt zwei Mal jährlich Sportmagazin-Ableger für Ladies Seite 9

Sendung

Power of people

Viva Austria und KroneHit suchen in gemein­ samer Marketingaktion Talente Seite 10

Der Arbeitsmarkt im Wandel zum Jubiläum Seite 12

© Business Circle

Magazin

© Goldbach Media

© Styria Media Group

marketing & media ATV: Weiterer Ausbau der Eigenproduktionen

www.mhoch3.at

© peerpr/Foto Fischer

short

Richard Peer, Geschäftsführer der gleichnamigen Kommunikationsagentur, begrüßt einige Neukunden im Portfolio sowie personelle Verstärkung und bezieht zudem ein neues Büro. „Wir sind stolz auf unser gesundes Wachstum“, so der Agenturchef. Seite 9

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Veränderung ATV-Eigentümer Herbert Kloiber über den Wechsel an der Senderspitze, „Markt­ geschrei“ bei privater Konkurrenz sowie notwendige Adaptionen in der Day-Time mit Fokus auf mehr originärem Programm. Seite 8

© Chapter 4

© TMG/Michael Büttner

Helmut Hanusch nennt als Juror des Media Award vor allem jene Einreichungen „beeindruckend“, bei denen „Neue Medien in das Konzert der klassischen Medien eingebunden sind“. Die Jury veröffentlichte nun die Nominierten für den Media-Preis. Seite 10

Severin Heinisch, geschäftsführender Gesellschafter der Agenturgruppe Chapter 4, erläutert im Gastbeitrag, warum Kroatien PR-Agenturen per Gesetz verbietet, mit öffentlichen Einrichtungen oder staatlichen Unternehmen Geschäfte zu machen. Seite 11

© Demner, Merlicek & Bergmann

medianet tv heute

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Demner, Merlicek & Bergmann schicken zwei Promis für Volksbank ins Rennen.

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c ov e r s t o r y

8 – medianet

Sujet Wiener Städtische

Mark & Mark

Freitag, 26. April 2013

Wachablöse ATV-Programmchef Martin Gastinger folgt auf Ludwig Bauer als Geschäftsführer beim Privatsender nach

„Mehr Eigenproduktionen“ Herbert Kloiber erklärt in medianet, welche Aufgaben auf den neuen Geschäftsführer zukommen. gleichzeitig über den Vor- in den Hauptabend hinein.

dinko fejzuli

© Mark & Mark

Die Sujets sollen zeigen, dass es ohne Sponsoring oftmals nicht geht.

Wien. Der Wiener Städtische Versicherungsverein startet mit neuen Printsujets in den Frühling, das Konzept stammt von der Wiener Agentur Mark & Mark. Die neue Anzeigenlinie, bestehend aus sieben Sujets, basiert dabei auf folgender Konzeptionsidee: Die Kernbotschaft der Kampagne fokussiert auf die Tatsache, dass in vielen kulturellen und sozialen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens privates Sponsoring nicht mehr wegzudenken ist. „Nicht ohne“ ist daher auch das Motto der Kampagne. Die visuelle Idee besteht darin, dass in jedem Sujet ein wesentliches Bildelement fehlt und damit den Betrachter zu einer Reflexion bewegt. (red)

medianet: Und was passiert mit dem Vormittag – hier verdienen Sie Ihr Geld mit Teleshopping, über das manche Programmmacher ja die Nase rümpfen. Kloiber: Man kann sich durchaus mit der Frage beschäftigen, ob man diese Formate nicht von ATV auf ATV2 übersiedelt. Das trifft weniger die Kasse und hilft den Quoten von ATV.

© ATV/Richard Tanzer

Wien. Nach fast sechs Jahren als Geschäftsführer verlässt Ludwig Bauer auf eigenen Wunsch mit Ende des Monats den heimischen Privatsender ATV. Noch bis Ende des Jahres wird er die weiteren TV-Beteiligungen der ATV-Mutter Tele München Gruppe verantworten, um sich dann neuen Aufgaben zu widmen. Als Nachfolger hat ATV-Eigentümer Herbert Kloiber den bisherigen ATV-Programmchef, Martin Gastinger, auserkoren. Die Wahl wird Branchenkenner eher nicht überrascht haben, nahm doch Kloiber vor einigen Monaten seinen Programchef Gastinger bei einer via Kurier öffentlich geäußerten Kritik an ATV explizit aus. medianet fragte bei Herbert Kloiber nach, welche Aufgaben auf den neuen Senderchef zukommen.

Herbert Kloiber: „Eine große Baustelle ist sicherlich die Day-Time auf ATV.“

medianet: Ihr Geschäftsführer verlässt nicht nur den ATV, sondern auch gleich die Tele München Gruppe. Warum der Doppelschritt? Herbert Kloiber: Ludwig Bauer, dem ich für seine Leistung zu großem Dank verpflichtet bin, wollte aus privaten Gründen wieder zurück Richtung München …

bei den Marktanteilen überholen. Kloiber: Die müssen aufpassen, dass ATV2 nicht Servus und Sixx überholt. Und selbst bei ATV liegen wir im Vorabend in der Kernzielgruppe 12–49 über fünf Prozent und Puls bei 2,5 Prozent. Hier nähern wir uns eher den anderen Sendern an. Insgesamt erklingt das Marktgeschrei von Markus Breitenecker nicht bis München, außer vielleicht bei seinen Gesellschaftern. Natürlich ist es schön, ein Fußballspiel zu haben, wie wir vor einiger Zeit oder Puls 4 am Dienstag dieser Woche, doch es geht um die Gesamtleistung.

medianet: Dafür hätte er aber nicht gleich die TMG verlassen müssen … Kloiber: Was die Beteiligungen hier betrifft, so sind wir in den Führungsebenen bereits optimal besetzt, oder ich kümmere mich bei RTL2 persönlich darum. Hätten wir jetzt zehn digitale Kanäle neu aufgemacht, wäre eine weitere Zusammenarbeit sicher sinnvoll gewesen. Aber auch so gibt es bis Jahresende noch etliche Themen zu bearbeiten.

medianet: Bleiben wir bei diesem Thema. Sie hatten sich vor einigen Monaten im Kurier – eher ungewöhnlich, da öffentlich – recht kritisch zur Entwicklung von ATV geäußert. Explizit ausgenommen haben Sie damals Ihren Programmchef Martin Gastinger, der nun die Agenden von Ludwig Bauer übernimmt. Welche Aufgaben kommen denn nun auf Gastinger zu?

medianet: In der öffentlichen Wahrnehmung hat es manchmal den Anschein, Puls 4 würde ATV

Kloiber: Ein Punkt ist die klare Positionierung von ATV2, die Ludwig Bauer ja schon angegangen war. Eine große Baustelle ist sicherlich die Day-Time auf ATV. Da, wo sich etwa RTL vor drei bis vier Jahren quasi neu erfunden hat und damit Erfolge feiert, müssen jetzt auch wir was tun. Einiges ist bereits in der Entwicklung aufgesetzt und wird sich in der kommenden Programmpräsentation widerspiegeln. medianet: Womit ist zu rechnen? RTL spielt in dieser Zeitzone Scripted-Reality-Formate wie ‚Verdachtsfälle’, ‚Familien im Brennpunkt’ und ‚Betrugsfälle’. Kommt etwas Ähnliches auch bei ATV? Kloiber: Nicht unbedingt. Es geht generell um mehr originäres Programm, für Österreich produziert, wie ‚Berlin – Tag & Nacht’ auf RTL II am Vorabend. medianet: Ein Format, das man jeden Tag spielen kann … Kloiber: … richtig, und es strahlt

medianet: Wie sieht es denn generell mit dem Image von ATV aus? Sind Sie mit der derzeitigen Positionierung zufrieden? Kloiber: Wahr ist, dass ich als Eigentümer nicht allem einen Mehrwert abgewinnen kann, aber wie heißt es so schön: Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Aber gleichzeitig halten wir an unserer attraktiven Kulturschiene zu attraktiven Sendezeiten fest – etwas, was der ORF in der Nische oder um elf Uhr nachts macht. medianet: Danke für das Stichwort ‚ORF’. Der Bundeskommunikationssenat hat diese Woche bestätigt, dass der ORF seinen öffentlichrechtlichen Kernauftrag verletzt. Erwarten Sie aus einer Entscheidung wie dieser und auf Ihre ständige Kritik eine Reaktion? Kloiber: Ich hoffe doch, dass schön langsam dem einen oder anderen Politiker nahezubringen ist, dass das viele Geld, das im ORF landet, nicht nur dazu da ist, den Privaten Mitbewerber niederzumachen. Zum aktuellen BKS-Entscheid: Die ernste Rüge der Behörde wird vom ORF gefeiert – was soll man dazu noch sagen … medianet: Generelle Frage: Schon mal die Lust gehabt, den Hut draufzuhauen? Kloiber: Mehrmals. Ich habe mich aber so weit gut im Griff (lacht).

Kein Öffentlich-rechtliches Vollprogramm? Bundeskommunikationssenat sieht beim ORF 2011 Kernauftrag nicht erfüllt

tipp des tages

Brückenschläge Hans-Dietrich Genscher und Christian Lindner im Gespräch: ein Brückenschlag zwischen den Generationen. Zwei Liberale sprechen über ihre Wege in die Politik, ihre Partei, Deutschland und Europa sowie über das, was sie beide antreibt: die Leidenschaft für die Freiheit. Heute schauen beide mit unterschiedlichen Perspektiven auf die gesellschaftlichen Herausforderungen – der eine als Elder Statesman, der andere in aktueller politischer Verantwortung. Ein politisches Buch, aber auch eine Auseinandersetzung und Verständigung zwischen den Generationen. 20,60 €, Hoffmann und Campe, ISBN13: 9783455502961.

Wien. Die Interpretationen des Bescheids des Bundeskommunikationssenats (BKS) zur Programmausgewogenheit des ORF gehen deutlich auseinander. Sowohl ORF als auch der Privatsenderverband VÖP sehen sich in ihren Argumenten bestätigt. Im Spruch selbst steht: „Der Bundeskommunikationssenat hat aufgrund einer Beschwerde privater Fernsehveranstalter festgestellt: Der ORF hat von Jänner bis August 2011 in seinem Gesamtprogramm kein angemessenes Verhältnis von Information, Kultur, Unterhaltung und Sport eingehalten, sondern überproportional viel Unterhaltung gesendet. Dadurch hat der ORF gegen seinen öffentlich-rechtlichen Kernauftrag verstoßen“, so eine der zentralen Aussagen. Besonders diese Feststellung treibt den ORF-Verantwortlichen die Zornesröte ins Gesicht, weil bei der Berechnung der Anteile in Jänner bis August 2011 weiterhin eine Gesetzesverletzung angenommen werde, „allerdings noch ohne Anrechnung des im Oktober 2011 gestarteten Kultur- und Informa-

© APA/Georg Hochmuth; VÖP

© Hoffmann und Campe

Ernste Rüge oder doch glatter Freispruch?

Erhebliche Auffassungsunterschiede gibt es zwischen A. Wrabetz und C. Drumm.

tionskanals ORF III“. Nur: Im Beobachtungszeitraum gab es den Sender ORFIII noch nicht, und so konnte er gar nicht in die Bewertung durch den BKS hineingenommen werden (ORF III startete zwei Monate später). Aber genau hier sieht der ORF Chancen für sich und kündigte an, wegen des Bescheids die Höchstgerichte anrufen zu wollen Erfreulich für den ORF hingegen war die Feststellung, dass bei der

Beurteilung der Ausgewogenheit nicht einzelne Programme, sondern das Gesamtprogramm zu betrachten sei. Dort hatte sich der VÖP ja vor allem ORF 1 als zu kommerziell ausgestalteten Sender vorgeknöpft und sieht sich damit in seiner Annahme bestätigt, dass „ein wesentlicher Teil der für den betreffenden Zeitraum vereinnahmten Gebührengelder offensichtlich gesetzeswidrig eingesetzt wurde“.

Hier wurde „der ursprünglichen Annahme, Ausgewogenheit könne anhand von Quoten und mathematischen Formeln mit der Stoppuhr berechnet werden, eine Absage erteilt“, so Alexander Wrabetz in einer Aussendung. Und was das Programm in 2010 betrifft, wo der BKS im Gegensatz zu KommAustria keinen Gesetzesverstoß sieht, meinte VÖP-GF Corinna Drumm: „Die ‚KommAustria‘ hat für 2010 und 2011 so gut wie übereinstimmende Feststellungen über das Verhältnis der Anteile der Programmkategorien zueinander getroffen. Anders als die KommAustria war der Bundeskommunikationssenat der Meinung, dass die konkrete Verpflichtung, ein ‚angemessenes Verhältnis‘ herzustellen, erst seit der Novelle des ORF-Gesetzes im Jahr 2010 gilt. Daher hat der BKS den Gesetzesverstoß für 2010 verneint, obwohl die Programmstruktur im Jahr 2010 fast identisch mit der für 2011 war. Die Wertung, dass nämlich das Verhältnis nicht angemessen ist, gilt aber inhaltlich für 2010 genauso wie für 2011.“ (fej)


M e d i e n & A g e n t u r en

Freitag, 26. April 2013

medianet – 9

peerpr Kommunikationsagentur mit neuem BĂźro und neuen Kräften; „bestätigt unsere Arbeit“

SHORT

Neue Bleibe und Etats

„Sportmagazin“ mit einer Version fĂźr Ladies

Wien. Die Styria Multi Media Men bekommen sportlichen Frauenzuwachs und gehen am 25. April mit dem ersten Sportmagazin Ladies an den Start. Das Magazin richtet sich an die sportlich-weibliche Zielgruppe, die darĂźber hinaus hohen Wert auf Lifestyle und Ă„sthetik legt. Das neue Sportmagazin Ladies erscheint ab sofort 2x jährlich in einer Auflage von 40.000 StĂźck und ist Ăśsterreichweit am Kiosk erhältlich. 8.000 Exemplare werden auĂ&#x;erdem an die Sportmagazin-Abonnentinnen und Abonnenten geschickt. Zusätzlich gibt es im nächsten Step Kooperationen mit Fiat und diversen Fitnessstudios, durch die bis zum Sommer eine Vollverteilung in der relevanten Zielgruppe angestrebt wird. Die nächste Ausgabe geht am 24. Oktober an den Start.

träge mit der Agentur. Und neben dem Juwelier Heimo Wagner (peerpr erstellt hier gerade ein umfassendes Social Media-Konzept und ist fßr dessen Umsetzung verantwortlich) hat man auch den Etat der Wirtschaftsabteilung der Stadt Graz fßr sich gewinnen kÜnnen; dazu kommen zahlreiche Kunden mit Einzelprojekten. Grund genug, die Agentur also auch personell zu erweitern: Seit 1. April verstärkt die 28-jährige Germanistin und akademische Medienfachfrau Marlene Zeintlinger das Team rund um Inhaber und Geschäftsfßhrer Richard Peer. Zeintlinger kommt von der Digital-

Agentur both interact und wird bei peerpr fĂźr den groĂ&#x;en Bereich „PR & Social Media Marketing“ verantwortlich zeichnen. GeschäftsfĂźhrer Richard Peer zu den Veränderungen: „Wir sind stolz auf das gesunde Wachstum unseres Unternehmens, das allerdings nur deshalb mĂśglich ist, weil wir auf Kunden zurĂźckgreifen kĂśnnen, die uns seit Jahren das Vertrauen aussprechen. Das bestätigt unseren Weg und unsere Arbeit als Kommunikationsagentur, die klassische PR-Arbeit und Kommunikationsberatung mit neuen und innovativen Medien verknĂźpft“, so der GeschäftsfĂźhrer. (red)

peerpr-GF Richard Peer: „Wir sind stolz auf unser gesundes Wachstum.“

Ab heute, 25. April, gibt es das Sportmagazin auch fĂźr die Damenwelt.

Graz. Seit 2009 betreut die Grazer Kommunikationsagentur peerpr zahlreiche Kunden in den Bereichen Kommunikationsberatung, Public Relations und Social Media Marketing. KĂźrzlich gelang der Agentur nun der nächste groĂ&#x;e Schritt: Neben dem Umzug in ein neues, grĂśĂ&#x;eres, BĂźro in der Brockmanngasse 108 konnte peerpr den Kundenstock erweitern. Neben der Genuss Region Ă–sterreich, die peerpr seit 2010 in sämtlichen Kommunikationsangelegenheiten berät und betreut, verlängerten auch die langjährigen Kunden Steirischer FuĂ&#x;ballverband und die Stadt Graz ihre Ver-

Š peerpr/Foto Fischer

Š Styria Multimedia

Die steirische Kommunikationsagentur Ăźbersiedelt in ein grĂśĂ&#x;eres BĂźro und gewinnt neue Kunden.

ORF: Karl Amon appelliert an das Gemeinsame

Š medianet/Szene1/Christian Mikes

7ÂˆĂ€ Â?>ĂƒĂƒi˜ `ˆi -œ˜˜i ĂƒVÂ…iˆ˜i˜° HĂśrfunkchef Karl Amon bedauert die Radio-Beschwerde der Privatsender.

Wien. Angesichts der von „KroneHit“-GeschäftsfĂźhrer Ernst Swoboda angekĂźndigten Programmbeschwerde bei der KommAustria gegen Ă–3 setzt ORF-Radiodirektor Karl Amon auf gemeinsame Ziele. „NatĂźrlich wäre es mir lieber, es wĂźrde diese Beschwerde nicht geben“, erklärte er der APA am Dienstag. Aber aus seiner Sicht gibt es keine groĂ&#x;en Unstimmigkeiten zwischen ORF und Privatsendern; vielmehr mĂźsse man an einem Strang ziehen. „Wir kommen in einem Radiomarkt wie Ă–sterreich nicht weiter, wenn wir uns gegenseitig das Leben schwer machen.“ Vielmehr mĂźsse man „die Marke Radio“ gemeinsam stärken. Gelingen kĂśnne dies laut Amon nur, wenn man auch die Werbewirtschaft mit an Bord hole; ein Projekt in diesem Zusammenhang wäre ein Ăśsterreichischer Radiopreis nach deutschem Vorbild, den der ORF-Radiodirektor gemeinsam mit den Privatradios ins Leben rufen mĂśchte. (APA)

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M e d i e n & A g e n t u re n

10 – medianet

Freitag, 26. April 2013

Gastbeitrag Severin Heinisch über einen Missstand, der auch von PRVA und ICCO kritisch beäugt wird

short

„Wie man ein Kind mit dem Bade ausschüttet“

© Demner, Merlicek & Bergmann

D,M&B und Volksbank mit Weltmeister-Hilfe

Kroatien verbietet PR-Agenturen Geschäfte mit öffentlichen Einrichtungen und staatlichen Unternehmen. Wien/Zagreb. Wer glaubt, dass in Österreich PR-Agenturen nach den Verwerfungen der letzten Jahre ein Problem in der öffentlichen Wahrnehmung haben, der sollte einmal vergleichsweise nach Kroatien schauen. In unserem südlichen Fastnachbarland, das demnächst als neues Mitglied der EU willkommen geheißen wird, hat die Regierung im letzten Sommer ein Gesetz erlassen, das PR-Agenturen schlicht verbietet, mit öffentlichen Institutionen und staatlichen Unternehmen Geschäfte zu machen.

Der neue Volksbank-Spot, realisiert von Demner, Merlicek & Bergmann.

Wien. Im neuen TV-Spot der Volksbank, umgesetzt von Demner, Merlicek & Bergmann, findet sich Ex-Skispringer Andreas Goldberger in einer misslichen Lage – mitten auf der Erzbergbrücke erleidet er eine Autopanne. Erneute „V wie Flügel“ verleiht ihm dabei Kunstflieger Hannes Arch, der ihn mit einem wagemutigen Stunt rettet. Der Spot ist ab sofort österreichweit im TV zu sehen.

gerechnet die PR-

Google Austria startet Marketing-Trainings Wien. Google Austria startet mit „Learn with Google“ ein neues Trainingsangebot im Bereich Online-Marketing. Das Programm bietet Interessierten die Möglichkeit, persönliche Trainings von Google Austria zu besuchen. In den Trainings werden die Möglichkeiten des digitalen Marketings aufgezeigt. Das erworbene Basiswissen in den Bereichen AdWords inklusive Erweiterte Kampagnen und YouTube kann danach in weiterführenden Kursen von Google vertieft werden. www.adwords-trainings.at

Severin Heinisch kritisiert das Gesetz, welches PR-Agenturen stark einschränkt.

nung bezahlen sollen,

Ausgangspunkt des umstrittenen Gesetzes war, ähnlich wie beim österreichischen Lobbying-Gesetz, ein Skandal rund um die Firma Fimi Media, der vorgeworfen wurde, dass sie seit den 1990er-Jahren in die illegale Parteienfinanzierung, Veruntreuung öffentlicher Gelder und anderer Machenschaften der HDZ des ehemaligen Premiers Ivo Sanader verwickelt war. Der Schönheitsfehler dabei: Alle Beteiligten sind sich einig, dass die mittlerweile geschlossene Fimi Media keine PR-Agentur war, sondern ihre Geschäfte vielmehr über Werbemaßnahmen, Media-

buying und andere Marketingaktivitäten abwickelte. Auch wenn alle Vorwürfe stimmen sollten, dann war Fimi Media bestenfalls ein Vehikel, dessen sich die HDZ bedient hat und dem man irgendeinen Namen geben musste. Mit PR hatte es definitiv nichts zu tun. Warum nun ausgerechnet die PR-Agenturen die Rechnung bezahlen sollen, bleibt rätselhaft. Der kroatische PR-Verband HUOJ (entspricht dem österreichischen PRVA) zeigte sich schockiert über das Gesetz und hat sehr deutlich Stellung bezogen. Er sieht eine Diskriminierung der kroatischen PRAgenturen und die Verletzung des freien Wettbewerbs. HUOJ sieht auch einen Widerspruch zum EURecht auf den freien Austausch von Waren und Dienstleistungen. Der PRVA und auch der internationale Agenturverband ICCO stoßen ins gleiche Horn. Anders sieht

Styria Digital Slowenien

Casting Sender suchen gemeinsam Nachwuchstalente

KfJ „Journalism Reloaded“

Wien/Graz. Styria Digital erweitert mit dem Kauf der Jobplattform „MojeDelo“ ihr Online-Portfolio in Slowenien, wo das Medienhaus bereits das Kleinanzeigenportal „Bolha.com“, die „Interactive Agency“, eine Verkaufsagentur für digitale Werbung, und das Newsportal „Zurnal24.si“ betreibt. MojeDelo erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von 1,3 Mio. € und verweist auf 720.000 Besucher pro Monat. (red)

Wien. Zum Serienstart von „Underemployed“, welche ab 4. Mai jeden Samstag auf Viva Austria ausgestrahlt wird, startet der TV-Sender gemeinsam mit dem Radiosender KroneHit eine Aktion: Gesucht werden überzeugende Videos, die beweisen, dass der aktuelle Job unter der Würde des jeweiligen Einreichers ist. Als Gewinn winkt die Moderation der Viva Austria Top 20 Chart Show sowie „Guten Morgen Österreich“ auf KroneHit.

Wien/Salzburg. Das Salzburger Kuratorium für Journalistenausbildung initiiert gemeinsam mit der Akademie für Publizistik, der Leipzig School of Media sowie „maz – die Schweizer Journalistenschule“ am 6. und 7. Mai im Wiener Rathaus den Weiterbildungskongress „Journalism Reloaded“. Internationale Vortragende zeigen, was Journalisten heutzutage können müssen, welche Anforderungen künftig an den Journalismus gestellt werden und wie diese Kompetenzen erreicht werden können. Alexandra Stark, Journalistin und Studienleiterin am maz, spricht über ihr Buch „Journalism Reloaded“. Auf dem Podium diskutieren anschließend Bildungsverantwortliche aus den Medienhäusern über gelungene Weiterbildung und Veränderungsprozesse; unter anderem mit George Nimeh, Chief Digital Officer des Kurier. Das Symposium findet zeitgleich mit dem internationalen European Newspaper Congress (6. und 7. Mai, Rathaus) statt. Die Kongressgebühr ermöglicht den Besuch beider Tagungen. (red) www.kfj.at

Severin Heinisch

Wien. Soeben erschienen ist das neue, vollständig aktualisierte Pressehandbuch 2013. Es liefert einen umfassenden Überblick über die Medien Österreichs samt Journalisten, Mediadaten, Anzeigentarifen und Ansprechpartnern. www.pressehandbuch.at

es jedoch die EU-Delegation, die keine Verletzung des EU-Rechts sieht, weil ja lokale wie internationale Agenturen gleichermaßen von der Gesetzgebung betroffen sind. Die internationale Agentur Ketchum wiederum ist nach eingehenden Recherchen zu dem Schluss gekommen, dass das kroatische Gesetz weltweit einzigartig ist; nirgendwo sonst gibt es ein explizites Verbot für öffentliche Stellen, externe Dienstleister für Öffentlichkeitsarbeit zu engagieren.

Kurios: Ausnahmeregelung Was bleibt, ist der Eindruck vom sprichwörtlichen Kind, das mit dem Bade ausgeschüttet wird, wenn der Staat einerseits Bildungseinrichtungen bis hin zu Fachhochschulen und Universitäten mit den entsprechenden PR-Lehrgängen ausstattet, um PR-Spezialisten auszubilden,

Jobportal gekauft­ Viva Austria und KroneHit suchen

© Havas Worldwide Wien

Havas Worldwide Wien zweifach nominiert

Nominiert für Clio und One ShowAward: Havas Worldwide Wien.

Media-Geschäftsführer verantwortlich für die Vermarktung von Viva Austria, über die Zusammenarbeit mit dem landesweiten Radiosender. „Viele junge Leute da draußen warten auf die Chance, allen zeigen zu können, was sie wirklich drauf haben. Mit unserem Aufruf laden wir alle Talente da draußen ein, uns zu beweisen, was sie können“, ergänzt Daniel Martos, Creative Director bei KroneHit. (red)

Peter Neumann, GF Styria Digital, sieht das Portal als „perfekte Ergänzung“.

„Wir freuen uns, ‚KroneHit‘ als Partner für diese Aktion gewonnen zu haben. Unsere beiden Sender passen optimal zusammen und ergänzen sich kongenial. Wir sind überzeugt, mit diesem Gewinnspiel hohe Aufmerksamkeit in der jungen Zielgruppe zu erreichen und einen wirklich attraktiven Preis für den Gewinner anzubieten. Nichts zählt heute für junge Leute mehr, als ein Highlight im Lebenslauf und wer weiß, vielleicht finden wir mit dieser Kampagne das Nachwuchstalent des Landes“, freut sich Josef Almer, hierzulande als Goldbach

© Goldbach Media

Moderation als Gewinn

© Styria Media Group

Wien. Der kunstvoll gefertigte „Zaun der Freiheit“ für Amnesty International in Österreich nahm bei zwei Awards die erste Hürde: Clio und One Show verliehen jeweils den Finalist-Status in der Kategorie „Design“. Mit den in Zusammenarbeit mit Künstler Joep Verhoeven und Havas Worldwide Zürich in einen Maschendrahtzaun eingearbeiteten Silhouetten von politisch Inhaftierten machte Amnesty International anlässlich des Tags der Menschenrechte auf deren Schicksal auf Österreichs Straßen aufmerksam.

Agenturen die Rech­ bleibt rätselhaft.“

Pressehandbuch 2013 soeben erschienen

© Chapter 4

„Warum nun aus­

und andererseits dann diesen dann untersagt, Aufträge von öffentlichen Stellen anzunehmen. Es hat auch nicht lang gedauert, bis die kroatische Regierung selbst ihre eigenen Regeln gleich wieder relativiert hat: Nur eine Woche nach dem In-Kraft-treten des Gesetzes wurde eine Ausnahmeregelung für das Gesundheitsministerium erlassen; dieses hatte argumentiert, dass die Kommunikation der aktuellen Kampagne zur Gesundheitsreform ohne Unterstützung einer externen PR-Agentur nicht zu schaffen ist. Der Etat über rund 200.000 Euro soll ohne öffentliche Ausschreibung vergeben worden sein, was wiederum Gerüchte nährt, dass das Gesetz doch nur dem Gegenteil dessen dient, wofür es gedacht ist. HUOJ hatte jedenfalls auf seiner letzten Generalversammlung am 27. Februar das Thema wieder ganz oben auf der Agenda. Angesichts des beredten öffentlichen Schweigens nicht nur der Politik, sondern auch so gut wie aller öffentlicher Einrichtungen in den letzten Monaten beschloss HUOJ, einen weiteren dringenden Appell an die Regierung zu senden, das Gesetz noch einmal zu überdenken.

Viva-Vermarkter Josef Almer sieht eine „kongeniale“ Ergänzung der Sender.

Ein Gastbeitrag von Severin Heinisch, geschäftsführender Gesellschafter der Agenturgruppe ­Chapter 4 .

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Weiterbildung


me d ie n

Freitag, 26. April 2013

medianet – 11

Top Media-Leistung Prämiert werden herausragende Media-Lösungen in zwei Kategorien – „Exzellente Media-Strategie“ & „Kreative Media-Idee“

Media Award: 107 Einreichungen „Viele handwerklich solide Arbeiten dabei“. dinko fejzuli

Wien. Das Media-Award-Jubiläumsjahr startete mit tollen Einreichzahlen. 107 Projekte wurden von Agenturen und Auftraggebern 2013 ins Rennen geschickt. Von den 60 „Exzellenten Media-Strategien“ schafften es 15 und von den 57 „Kreativen Media-Ideen“ 14 Projekte in die Hauptjury. Kürzlich tagte diese und kürte die Nominierten für den Media Award 2013.

Art der Einreichungen top „Online wird vermehrt genutzt, aber auch stärker eingebunden“, beschreibt Christian Rausch (Hutchison 3G) seinen Eindruck von den Media-Award-Einreichungen 2013. Und diesen Trend sehen auch andere Juroren. „Immer vielfältigere Medien und Möglichkeiten werden immer besser vernetzt“, ist Gerhard Valeskini (Kleine Zeitung) überzeugt. Innovative und kreativ umgesetzte Projekte sah auch Mag. Manfred Oschounig (ÖBB): „Die Medien wurden sehr spielerisch eingesetzt und es gab sehr gute Beispiele dafür, wie man Mediaplanung integriert umsetzen kann.“ „Beeindruckend sind vor allem jene Einreichungen, bei denen Neue Medien in das Konzert der klassischen Medien eingebunden sind“, sagt Helmut Hanusch (Verlagsgruppe News). Dass ein gut abgestimmter Mediamix an Bedeutung gewinnt, ist sich auch (FH) Elisabeth Plattensteiner (Omnicom Media Group) sicher: „Eine integrierte Betrachtung wird immer wichtiger und sie funktioniert auch, wenn sie gut gemacht ist.“ Joachim Feher (MediaCom) bemerkte hingegen eine „Renaissance von stark klassischen Kampagnen ohne viel Schnörkel, aber einen bewährten Mediamix, der wirkt“. Und auch Georg Gartlgruber (Aegis

„ E x z elle n te M e d ia - St r ate g ie“

Projekt Hutchison 3G – Der Ring kocht! MasterCard – Crossborder-Kampagne Nespresso – U 360° ÖBB – Pünktlichkeitskampagne Opel – Leider Geil Telering – Der Inder wird zu Inder Hood T-Mobile – Move On: Ein außergewöhnliches Filmprojekt

Media) sieht einen Trend in diese Richtung: „In den Einreichungen wurde weniger Wert auf ‚Online‘ gelegt, aber dafür mehr auf Klassik vertraut, die sich an Consumer Insights orientiert.“ „Es waren viele handwerklich sehr solide Arbeiten dabei“, betont Petra Hauser, die aber auch einen starken Trend in Richtung Kosteneffizienz in den Einreichungen sah. Vor allem die Art der Einreichungen begeisterte die Jury. „Die Qualität der Einreichungen wird von Jahr zu Jahr besser und das macht auch das Jurieren angenehmer“, so Andrea Groh (Gewista).

die Jury Sibylle Blümel MEC Brigitte Ecker Epamedia Joachim Feher MediaCom Georg Gartlgruber Aegis Media Michael Graf RMS Austria Andrea Groh Gewista Helmut Hanusch Verlagsgruppe News Petra Hauser OmniMedia Helmut Kammerzelt FH St. Pölten Manfred Oschounig ÖBB Elisabeth Plattensteiner Omnicom Media Group Christian Rausch Hutchison 3G Doris Reinsperger Raiffeisen Xavier Reynaud Initiative Media Christine Schauer Media 1 Peter Strutz ORF-Enterprise Peter Syrch Die Presse Gerhard Valeskini Kleine Zeitung.

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der award Der Media Award ist eine Initiative großer österreichischer Medienunternehmen und wurde vom Mediaconsultant Wolfgang Plasser konzipiert und veranstaltet. Der Media Award wird seit 2004, also in diesem Jahr zum zehnten Mal, ausgelobt. Prämiert werden herausragende MedialLösungen in zwei Kategorien – „Kreative Media-Idee“ und „Exzellente Media-Strategie“. Außerdem wird ein „Sonderpreis der Jury für Exzellente Media-Strategie mit Budgets bis 200.000 Euro“ vergeben. Ausgezeichnet werden Leistungen von Media-Agenturen und/oder Media-Verantwortlichen in Unternehmen. Die festliche Verleihung der Media Awards, die in diesem Jahr am 7. Juni im Wiener Konzerthaus stattfindet, hat sich als der Treff der Media-Experten Österreichs etabliert.

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12 – medianet

Freitag, 26. April 2013

experten-talk get-together

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© Maximilian Moser

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1. Michael Fleischhacker (Ex-Chefredakteur Die Presse), Gernot Schaar (Rechtsanwalt), Franz Voves (steirischer Landeshauptmann); 2. Marc Pacheco (U.S.-Senator), Andreas Eustacchio (Gastgeber), Josef Mantl (Go-Governance-Institute).

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1. Klaus P. Mörtl (meinOptimierer), Bernhard Reisner (Miba AG), Romy Faisst (Business Circle), Klaudija Cavar (Kühne + Nagel), Florens Eblinger (Eblinger & Partner); 2. Reinhard Retzl (voestalpine Edelstahl), Werner Müller (Angst+Pfister); 3. Sören Buschmann (Strametz & Partner), Michael Lehofer (LSF Graz); 4. Rund 220 Teilnehmer.

Business Circle zum Thema „Arbeitsmarkt im Wandel“

Power of People Neusiedler See Kürzlich feierte das Konferenzunternehmen „Business Circle“ das 10-Jahres Jubiläum der „PoP – Power of People“ in Rust am Neusiedler See. Das Motto der Veranstaltung lautete dieses Mal „HR now: Heute mit der Gestaltung der Zukunft beginnen“. Über die Veränderungen in der Arbeitswelt sprach Helmut Kasper (WU Wien) in seinem Vortrag. Am Ende der Veranstaltung fasste Gastgeberin Romy Faisst zusammen: „Arbeit verändert sich und wir verändern Arbeit. HR ist dabei die Schnittstelle – auch, was Dilemmata in der Führung, Asymmetrien in der Belegschaft und Paradoxien auf den Arbeitsmärkten betrifft.“ Unter den Vortragenden befanden sich auch Andreas Bierwirth (T-Mobile), Silvia Buchinger (Telekom Austria Group), Georg Jurecka (Deloitte Human Capital), Harry Gatterer (Zukunftsinstitut Österreich), Bernhard Reisner (Miba) und Volker Viechtbauer (Red Bull); sie präsentierten den Veranstaltungsteilnehmern aktuelle Trends und neue Perspektiven aus HR-Sicht. (dp)

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KeynoteSpeaker Andreas Bierwirth, CEO bei T-Mobile Austria.

Steiermarks Landeshauptmann Franz Voves zu Gast

Kamingespräch Kanzlei Eustacchio & Schaar Das kürzlich von Eustacchio & Schaar veranstaltete Kamingespräch drehte sich rund um das Thema: „Steiermark: Wirtschaft und Politik stabil bis ins Mark?“ Nachdem Gastgeber Andreas Eustacchio die zahlreich erschienenen Veranstaltungsbesucher begrüßt hatte, übernahm Michael Fleischhacker, der ehemalige Chefredakteur der Tageszeitung Die Presse, das Wort. Der gebürtige Steirer führte als Moderator durch den Abend. Als Referent konnte diesmal der steirische Landeshauptmann Franz Voves gewonnen werden. Das „Go-Governance-Institute“, ein Mitveranstalter des Abends, wurde durch Josef Mantl vertreten.

Wer alles dabei war Unter den rund 100 Gästen aus der österreichischen und steirischen Wirtschaft, Politik und Industrie befanden sich Marc Pacheco (U.S.-Senator), Ulrike Ritzinger (Öst. Präsidentschaftskanzlei), Ernst Minar (John Harris Fitness), Wolfgang Urbantschitsch (Leiter Recht e-control) und Andreas Zakostelsky (Valida Holding AG). (red)

Gastkommentar Mehr als Hier und Jetzt: die Ausweitung der Umgebung

Die nächste Antwort auf LBS

© T-Mobile Austria

Isabelle Cholette-Bachner, Senior Manager Mobile Internet, T-Mobile Austria. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

präsentiert von

Markus Deutsch, EASA © Kiepenheuer & Witsch

LBS Der Begriff Location Based Service (LBS) ist seit mittlerweile zehn Jahren bekannt, als man noch via Triangulation der Funkzellen den Standort eines WAPHandys bestimmt hat und eine Liste von Point-of-Interests am schwarz-weiß Display aufgelistet bekam. Trotzdem ist 2013 die LBS-Utopie des Marketiers noch weit entfernt: Niemand spaziert um die Ecke und wird von 43 mobilen Coupons in Echtzeit bombardiert. Und wer will das überhaupt? Die „LBS-Superstars“ – ich denke hier an Foursquare, susi.at oder Herold (in Österreich) – suchen nach wie vor nach einem nachhaltigen Business-Modell. Was, wenn LBS etwas anderes bedeuten würde? Was, wenn LBS die virtuelle Online-Welt und die reale Umgebung effizient und gezielt verbinden würde? Und warum soll LBS lediglich das Hier und das Jetzt bedienen? Mit LBS möchte ich meine Umwelt erschließen, mir relevante Information zur realen Welt holen, egal ob hier oder dort, ob heute, morgen oder nächste Woche. Hierbei sind „relevant“ und „einfach“ gleich wichtig: Für mich als Sucherin aber vor allem als Gesuchte. Genau da scheitert es momentan. Die beste 360 Grad-Antwort liefert nach wie vor Google. Aber sowohl Datenschützer als auch mein Hausverstand werden zunehmend stutzig. Soll Big-Google-Brother immer wissen, wo ich bin, sein werde und was ich dort suche? Was soll ich Google anvertrauen, um gefunden zu werden? Ich warte auf eine bessere Antwort.

Der Amadeus Austrian Music Award 2013 wird am 1. Mai um 20 Uhr im Wiener Volkstheater verliehen.

Karriere

tipp des tages

Quasikristalle Was wissen wir wirklich über uns selbst? Und was vom anderen? In dreizehn Kapiteln zerlegt Eva Menasse die Biografie einer Frau in ihre unterschiedlichen Aspekte, zeigt sie als Mutter und Tochter, als Freundin und treulose Ehefrau. Aus diesem Mosaik tritt auf magische Weise ein kühner Roman hervor, der wie nebenbei die Fragen nach Wahrnehmung und Wahrheit stellt. 19,99 €, Kiepenheuer & Witsch Verlag, ISBN: 978-3-462-04513-0.

© Fotostudio Huger

© Business Circle

1

Aufstieg Der Geschäftsführer des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation der WKO, Markus Deutsch, wurde für zwei Jahre zum neuen Vizepräsidenten der European Advertising Standard Alliance (EASA) gewählt.


retail Der deutsche Drogist Müller hat einen neuen Bankendeal

Seite 15

ausgeruht

Das sonntägliche Offenhalten bei dayli ist wohl schon bald Geschichte Seite 16

Trockene Sache

Goldeck Veltliner Sekt „Der Edle“, Trocken, Halbtrocken und Extra Trocken, American Honey und Keli Promotion. Seite 17

Sportlich

© Sport 2000

© Wikimedia

Risikobereit

Freitag, 26. April 2013 – 13

© Schlumberger

inside your business. today.

© BMWFJ/Ringhofer

medianet

Mike Hacker verstärkt das Einkaufs-Team von Sport 2000 Seite 18

Viel Süßes in der Bilanz von Fairtrade Österreich

© Andreas Lepsi

short

Flott unterwegs Das Factory Outlet Center Parndorf konnte im vergangenen Jahr flächenbereinigt neun Prozent im Umsatz zulegen. Auch für 2013 ist Center Manager Mario Schwann (Bild) zuversichtlich: Einige neue Mieter stehen ante portas, die Berliner Designmarke Liebeskind eröffnet dieser Tage ihren Shop. Seite 16

© Fairtrade Österreich

© McArthurGlen/Steve Haider

Neu im Rennen Wien Mitte The Mall hat seinen zweiten Bauteil eröffnet. Insgesamt hat das optimal an den öffentlichen Verkehr angebundene Einkaufszentrum (zwei UBahnlinien, fünf S-Bahnlinien) 500 Mio. € Investitionskosten verschlungen. Verwaltet wird das Zentrum von Ekazent Immobilienmanagement. Seite 15

Expansion Fairtrade Österreich-Geschäftsführer Hartwig Kirner (Mi.) zeigt sich mit dem Vetrieb via Handel ebenso zufrieden wie Experte Peter Schnedlitz. Bei Michaela Reitterers Hotellerieverband gibt es noch Potenzial. Seite 14

Convenience Geschäftsaktivitäten in Polen und Rumänien werden eingestellt

© Lekkerland

Lekkerland sagt Goodbye zu Osteuropa

Lekkerland-VD Michael Hoffmann rechnet mit einer Ergebnis-Verbesserung.

Wien. Der deutsche Fertigessenund Tabakgroßhändler Lekkerland hat 2012 in der Gruppe den Umsatz gesteigert und trennt sich von den Aktivitäten in Osteuropa. In Österreich sank der Umsatz auf 92 Mio. €, nach 102 Mio. €. Die Lekkerland AG & Co. KG steigerte den Umsatz um 127,2 Mio. auf 11,48 Mrd. €. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 50,8 Mio. auf 80,3 Mio. €. Zurückzuführen sei dieser Gewinn auf das gute Ergebnis in Deutschland, das von einem positiven Sondereffekt aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft Convenience Concept im vergangenen Jahr profitierte habe. Die neue Un-

ternehmensstrategie mit der Konzentration auf das Kerngeschäft erfordere auch strukturelle Neuordnungen. In den Osteuropa-Gesellschaften lasse sich das Kerngeschäft von Lekkerland „aufgrund struktureller Gegebenheiten langfristig nicht erfolgreich umsetzen“. Die Gesellschaft in Rumänien wurde per April 2013 geschlossen. In Polen und Rumänien werde man sich von den Geschäftsaktivitäten trennen. Bereinigt um den Geschäftsbereich Osteuropa, läge das KonzernjahresErgebnis 2012 bei 110,7 Mio. €, das würde gegenüber 2011 ein Plus von 44,7 Mio. € bedeuten. (APA)


t i t e l st o r y

14 – medianet retail

Freitag, 26. April 2013

Gut gemeint

© Fairtrade Österreich

Globales Netzwerk Weltweit sind über 1,24 Mio. Kleinbauernfamilien und Arbeiter in 66 Ländern im internationalen Fairtrade-Netzwerk tätig. Mit 50% Stimmanteil in allen Entscheidungsgremien gestalten die Produzentenorganisationen den Weg von Fairtrade in ihrem Sinne aktiv mit. Damit werden die Interessen der Produzentenorganisationen auf ein gleichberechtigtes Niveau angehoben. Keine Entscheidung kann ohne ihre Zustimmung getroffen werden. 2012 wurden durch den Verkauf von Fairtrade-Produkten nach Österreich Direkteinnahmen von 23,5 Mio. USD (18 Mio. €) erzielt; darunter fallen auch Fairtrade-Prämienzahlungen, die u.a. in Ausbildung, medizinische Versorgung und Infrastruktur fließen. So führen etwa Investitionen in die lokale Infrastruktur indirekt zu Verbesserungen im Bildungs- und Gesundheitswesen.

Jahresbilanz Fairtrade Österreich steigert den Umsatz um 7%; große Zuwächse gab es bei Süßem und Non-Food

Weiterhin kein Ende des Fairtrade-Booms in Sicht Die Absätze sollen mit Kooperationen in Hotellerie und Gastronomie weiter gesteigert werden. christian horvath/APA

Wien. Fair gehandelte Produkte werden bei Herrn und Frau Österreicher zunehmend beliebter. Mit den bisher verkauften 75 Mio. kg Bananen in Österreich könne man die Erde eineinhalb Mal umrunden und mit den insgesamt 12 Mio. kg verkauften Kaffee 300 Güterwaggons füllen. Diese Bilder zeichnete Fairtrade Österreich-Geschäftsführer Hartwig Kirner anlässlich der Jahresbilanz-Pressekonferenz diese Woche in Wien. Jede fünfte Banane, die inzwischen in Österreich verkauft wird, ist ein Fairtrade-Produkt. Beim

Kauf von Schokolade, Kaffee und Obst greifen die Konsumenten immer häufiger zu den Produkten mit dem fairen Siegel; 2012 legte der Umsatz der Fair­trade-Produkte insgesamt um sieben Prozent zu.

Südfrüchte und Kaffee Der Umsatz stieg damit auf rund 107 Mio. €, so Kirner. Große Zuwächse gab es bei den Süßwaren (+ 32%), aber auch im Bereich NonFood wie etwa bei den Schnittrosen (+ fünf Prozent) konnte zugelegt werden. Nachdem Fairtrade mittlerweile im Handel sehr gut

vertreten ist, sehe man in den nächsten Jahren großes Potenzial in der Hotellerie und Gastronomie, so Kirner. Den größten Umsatzanteil hatten mit 25% die frischen Früchte, gefolgt von den Süßwaren mit 22%. In beiden Bereichen wurde das Segment im vergangenen Jahr erweitert. Als große Neuerung nannte Kirner die Aufnahme der Südfrüchte Litschis, Orangen und Avocados zu den Fairtrade-Produkten. Ein großes Plus von 249% gibt es bei den Convenience-Produkten (Aufstriche, Kompott). Neben den Früchten und Süßwaren gehörte auch der Kaffee zu

den wichtigsten Wachstumstreibern. 28% der Kaffeeumsätze wurden im Außerhaus-Bereich erzielt, darunter mehr als 1.500 Cafés, Bäckereien, Hotels, Restaurants und Kantinen. Insgesamt hat der Kaffee einen Anteil von 18% am gesamten Jahresumsatz. Mit der Ausnahme von einem Minus von fünf Prozent bei den Fruchtsäften hat sich der Absatz bei allen Fairtrade-Produkten 2012 positiv entwickelt. Es wurden mit insgesamt 34,2 Mio. Rosen fünf Prozent mehr als im Vorjahr verkauft und mit 1.570 t Kaffee ein Plus von sechs Prozent erreicht. Der Rückgang bei Fruchtsäften auf 6,1 Mio. l war laut Kirner zu erwarten: „Die Steigerung im Jahr 2011 war einfach außergewöhnlich hoch.”

Bilanz In zehn Jahren wurde eine Verzehnfachung des Umsatzes registriert

Grund zum Feiern

Berlin. Auch in Deutschland stiegen die Fairtrade-Verkäufe im Jahr 2012 an. Mit einem Wachstum von 33% belief sich der Wert der mit dem Siegel versehenen Verkäufe auf 533 Mio. €, berichtete Transfair. Die Fairtrade-Produkte seien seit 2012 flächendeckend im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich, nachdem sie auch der Discounter Aldi und die Drogeriemarktkette „dm“ ins Regal genommen hätten. Zu zwei Dritteln sind die Waren inzwischen auch mit einem Biosiegel versehen. Insgesamt sind die Waren aber immer noch ein Nischenprodukt; im Schnitt gab ein Verbraucher 2012 rund sechs € für Fairtrade-Waren aus Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich der Umsatz mit Fairtrade-Produkten in Deutschland mehr als verzehnfacht, wie der Geschäftsführer des Transfair-Vereins, Dieter Overath, berichtete. Jetzt gelte es, die Sortimente weiter auszubauen und mehr Markenartikler ins Boot zu holen, insbesondere im Süßwarenbereich, betont er. Auch Tee und Textilien werden von den Verbrauchern zunehmend in der „fairen“ Variante gekauft. Ein „Wermutstropfen“ sei hingegen ein Rückgang bei Schokolade, sagte Overath; hier fehle das Engagement der großen Hersteller. „Kakao-Bauern können ihre Ernte oft nur zu einem kleinen Teil unter Faitrade-Bedingungen absetzen.“

Fairtrade feiert heuer übrigens sein 20 Jahre-Jubiläum und konnte in all den Jahren starke Umsatzzuwächse verzeichnen. „Es ist auch in den nächsten Jahren ein zweistelliges Wachstum möglich”, sagte dazu der Handelsexperte Peter Schnedlitz von der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Menschen würden sich immer bewusster überlegen, was sie genau konsumieren. Die Steigerung von Fairtrade würde Hand in Hand mit der größeren Nachfrage nach Regionalität und Bio gehen. „Fair ist fun“, bringt es Schnedlitz auf eine Kurzformel.

Auch in Deutschland steigt Fairtrade-Verkauf

Für Kirner zeigt der etwa doppelt so hohe Pro-Kopf-Umsatz in der Schweiz, dass es auch in Österreich beim Fairtrade-Umsatz nach wie vor Potenzial nach oben gibt. Neben der Hotellerie und Gastronomie werde man in nächster Zeit das Produktsortiment im Handel erweitern und wolle durch eine neue Strategie bei der Baumwolle den Verkauf steigern. Mittlerweile gibt es ein Sortiment von mehr als 800 Fairtrade-Produkten in Österreich. Rund 70% davon haben auch ein Bio-Siegel. Bei den Rosen mit Fairtrade-Siegel schätzt man den Marktanteil auf 30%, bei Kaffee auf vier Prozent und bei Orangensaft auf 6,6 Prozent. Das größte Projekt, das momentan anstehe, so Kirner, sei eine neue Strategie in Sachen Baumwolle: „Wir sind wegen der komplexen Lieferkette an eine Wachstumsgrenze gestoßen; derzeit können Bauern nur einen Teil der Baumwolle zu Fairtrade-Preisen verkaufen.“ Deshalb wird als Ergänzung zum jetzigen Modell geprüft, eine gemeinsame Verarbeitung zertifizierter und nichtzertifizierter Baumwolle zuzulassen. Diese Produkte würden dann nicht das Fairtrade-Siegel tragen, sondern auf andere Weise gekennzeichnet werden. So könne man die Absatzvolumina fair angebauter Baumwolle erhöhen. Kirner betont, dass dieses Geschäftsmodell keinen Einfluss auf die bestehenden Standards für FairtradeBaumwolle haben werde.


Freitag, 26. April 2013

r eta i l & p r o du c e r s

medianet retail – 15

Einkaufszentren Alle Wege führen nach Wien Mitte The Mall – das städtische Vorzeigezentrum hat den zweiten Bauabschnitt eröffnet

Wien Mitte The Mall ist fertig Wien. Startschuss für den dreitägigen Eröffnungsmarathon im größten innerstädtischen Shoppingcenter Wiens: Im „Wien Mitte The Mall“ genannten Einkaufstempel locken seit gestern auf 30.000 m� 50 nationale und internationale Top-Marken (H&M, Hervis, New Yorker, Deichmann, Desigual, Swarovski, s.Oliver und viele mehr) Besucher an. Bauträger Austria ImmobilienChef Thomas Jakoubek anlässlich der Eröffnung: „Ich bin überaus glücklich, dass dieses Großprojekt bei den Wienern und Wienerinnen so gut ankommt. Die Erwartungen waren groß – ich glaube aber, wir haben sie erfüllt.“ Aufsehenerregend war auch die Promotion-Aktion zur Eröffnung vor der Wiener Staatsoper: Mit einem 40 m langen, mobilen Wegweiser wurde den Wienern die Richtung zur neuen Mitte der Stadt gewiesen. Allerdings ist das

Fielmann Mission erfüllt

Gute Aussichten Hamburg. Die deutsche Optiker-Kette Fielmann hat zum Jahresauftakt dem schwachen Branchentrend getrotzt. „Unsere Erwartungen an das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2013 haben sich erfüllt“, teilte das Unternehmen gestern, Donnerstag, mit. Während branchenweit die verkauften Stückzahlen zurückgingen, hielt Fielmann den Brillenabsatz stabil und weitete damit seinen Marktanteil aus. Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten um 2,3 Prozent auf 277,8 Mio. €. Auch beim Gewinn vor Steuern legte Fielmann leicht auf 47,1 (Vorjahr 46,9) Mio. € zu. Unter dem Strich blieben 32,9 Mio. € übrig, 0,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit schnitt der Konzern etwas besser ab, als von Experten erwartet. (APA)

Drogerien Spekulationen

Krise bei Müller?

© Wikimedia/Mattes/CC Lizenz

Wien. Die deutsche Drogeriemarktkette Müller hat ihre Finanzen trotz Risiken aus Währungsgeschäften nach eigenen Angaben im Griff. „Mein Unternehmen ist besser aufgestellt denn je“, sagte Chef Erwin Müller. Die Lebensmittelzeitung hatte vor Kurzem berichtet, Müller habe seine Finanzen Ende 2012 auf Druck der Banken neu geordnet. Diese Darstellung wies Müller zurück: Das Unternehmen habe die Finanzierung auf eigenen Wunsch neu geordnet. (red)

Der deutsche Drogist Müller finanziert Immobilien durch Währungsspekulation.

neue EKZ auch mit Öffis ganz gut erreichbar: Zwei U-Bahnlinien (U3, U4), fünf S-Bahnlinien (S1, S2, S3, S7, S15), der CAT (City Airport Train) sowie die Straßenbahnlinie O und die Buslinie 74A führen zu Wien Mitte The Mall. Wer trotzdem nicht aufs Auto verzichtet, dem stehen 500 Garagenplätze (Zufahrt Gigergasse) zur Verfügung.

Großzügige Öffnungszeiten In den zurzeit gern diskutierten Öffnungszeiten spielt Wien Mitte The Mall ebenfalls eine erste Geige – etwa dank gastronomischer Konzepte wie dem Food-Corner, der am

Sonntag von 9 bis 22 Uhr geöffnet hat. Aber auch in der noch jungen Vertriebsform „Interspar Pronto“ gibt es ein Grundsortiment an Lebensmitteln zum Mitnehmen oder Vor-Ort-Genießen – täglich von 6 bis 23 Uhr. Errichtet wurde der Gebäudekomplex durch die Wien Mitte Immobilien GmbH, die jeweils zur Hälfte im Eigentum der BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH und der Bank Austria steht. Für das Centermanagement ist die Ekazent Immobilienmanagement GmbH zuständig. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei etwa 500 Mio. €. (red)

© Andreas Lepsi

500 Mio. € hat das Einkaufszentrum gekostet, verwaltet wird es von Ekazent.

Wien Mitte The Mall bildete eine 40 Meter lange Wall als Wegweiser zum Center.


r e ta i l & p r o d u c e r s

16 – medianet retail

Umsatzturbo Neun Prozent bereinigter Umsatzzuwachs im FOC Parndorf, zweistelliges Plus im FOC Salzburg

short

FOC Parndorf rüstet sich für Touristen aus Nicht-EU

PPR steigt bei Mailänder Juwelier Pomellato ein Paris. Die französische PumaMutter PPR will stärker vom wachstumsträchtigen Luxusmarkt profitieren und steigt mehrheitlich beim gewinnträchtigen Mailänder Juwelier Pomellato ein. Nach Bulgari, der vor zwei Jahren von LVMH geschluckt wurde, wandert damit ein weiterer italienischer Luxuskonzern mehrheitlich in französische Hände. Das Geschäft dürfte dem Vernehmen nach für ein Volumen von rund 350 Mio. € stehen. (APA)

Erweiterung um 3.600 Quadratmeter, dafür gibt es Investitionen in „zweistelliger Millionenhöhe“. Christian Novacek

© P&G

„In 2013 werden sich Konsumgüterriese P&G senkt bis 2015 die Kosten um 7,7 Mrd. €.

Neueröffnungen positiv auf unseren Umsatz

Cincinnati. Das laufende Sparprogramm macht sich für den weltgrößten Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) bezahlt. Im dritten Geschäftsquartal von Jänner bis März stieg der Gewinn des Herstellers von Pampers-Windeln und Ariel-Waschmittel um sechs Prozent auf unterm Strich 2,6 Mrd. USD (2 Mrd. €). Vorstandschef Bob McDonald sprach am Mittwoch am Firmensitz in Cincinnati von „anhaltenden Fortschritten“. Er hatte einen Umbau angestoßen, nachdem das Unternehmen in der Wirtschaftskrise an Schlagkraft verloren hatte. Tausende Arbeitsplätze fallen weg. Bis 2015 sollen die Kosten um 10 Mrd. USD (7,7 Mrd. €) sinken. Der Konzernumsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 20,6 Mrd. USD (15,9 Mrd. €). „Unsere Marktanteile haben durch die Bank zugenommen“, sagte McDonald. Im laufenden vierten Geschäftsquartal rechnet er mit weiterem Wachstum.

auswirken. Es kommen viele neue Marken nach Parndorf.“ centermanager mario schwann

Darunter ein Store der trendigen Berliner Designmarke Liebeskind. In puncto Geschäftseröffnungen greift Parndorf auf ein solides Portfolio zurück: Der FOC-Spezialist ist 21 Mal in Europa vertreten; Marken, die sich woanders bewähren, wagen gern auch den Step ins Burgenland, zumal Parndorf der erfolgreichste McArthurGlenStandort in Mitteleuropa ist. Insbesondere die letzten Jahre zeichnen eine deutliche Erfolgs-

© McArthurGlen/Steve Haider

Wien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 konnte das Designer Outlet Parndorf neun Prozent Umsatzzuwachs verbuchen, 17% Plus stehen in den ersten drei Monaten 2013 an – allerdings macht Betreiber McArthur Glenn keine Angaben, auf welchem Umsatzniveau das vorwiegend textile Shopping-Mekka dahingleitet. Center Manager Mario Schwann stellt in Aussicht: „Wir wollen auch in 2013 weiter zulegen, zumal sich einige Neueröffnungen positiv auswirken werden.“

Bei Procter & Gamble greift Sparprogramm

Mario Schwann, Centermanager im FOC Parndorf, freut sich über anhaltenden Kundenzustrom aus Nicht-EU-Ländern.

spur. Das findet seinen Grund unter anderem in der Zunahme der touristischen (Luxus)Shopper. In den ersten drei Monaten dieses Jahres betrug der Kundenzustrom bei Besuchern aus Nicht-EU-Ländern satte 51,3%. Im Geschäftsjahr 2012/2013 machten Nicht-EU Touristen 11,3 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Den Aufwind verstärkt überdies eine bevorstehende Flächen-Erweiterung um 3.600 m�. Die fünfte Bauphase wurde vor Kurzem zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht. Schwann dazu: „Wir sind bis dato mit diesen kleinen Step-by-step-Erweiterungen sehr gut gefahren. Das wurde von unseren Kunden immer gut angenommen.“ Inwieweit sich

McArthurGlen über diese kleine Erweiterung hinaus Expansionsflächen gesichert hat, darüber macht der Center Manager allerdings keine Angaben. Grundsätzlich dürfte aber das Standing des Outletcenter-Betreibers im Burgendland ausgezeichnet sein. Der Touristenmagnet sichert nicht zuletzt 1.400 Arbeitsplätze.

ist, als es Parndorf zu dieser Zeit war. Während Parndorf eine erste Adresse auch für jene darstellt, die Luxus um 30% günstiger erwerben wollen als etwa in der Wiener Innenstadt, waren im Designer Outlet Salzburg vor allem die Kategorien Sports Wear, Casual Wear und Designer Collections gefragt.

facts

Outperforming in Salzburg?

Designer Outlet Parndorf Im Jahr 2012 gab es ein Umsatzplus von 9% flächenbereinigt und eine Frequenz von zuletzt 4,2 Mio. Besuchern; 17% Umsatzplus in den ersten drei Monaten 2013. Designer Outlet Salzburg Im dritten, vollen, Geschäftsjahr erreichte es ein zweistelliges Umsatzwachstum.

Ähnlich prächtig soll es im Designer Outlet in Salzburg laufen, wo sich das Umsatzplus ebenfalls im „sehr guten zweistelligen Wert“ bewegt. Im Direktvergleich zu Parndorf schwärmt Schwann davon, dass das Center nach vier Jahren bereits deutlich weiter

Bierdurst sinkt in Europa, Steigerungen nur in Asien

Sonntagsöffnung Auch Wirtschaft will „Tag der Ruhe“

Amsterdam. Ein gesunkener Bierdurst im krisengeschüttelten Europa macht dem weltweit drittgrößten Brauer Heineken zu schaffen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal zwar um acht Prozent auf 4,2 Mrd. €, entwickelte sich damit aber deutlich schlechter als erwartet.

Wien/Pucking. Bis die Rechtslage eindeutig geklärt ist bzw. bis Wirtschaftminister Reinhold Mitterlehner das Sonntags(nicht)öffnungsgesetz wasserdicht gemacht hat, lässt die Drogeriekette dayli die Geschäfte am Sonntag geschlossen. Das gab der Glücksspielkonzern Novomatic, der an dayli 50% hält, bekannt. In einer Flut von Aussendungen wird diese Ankündigung von Sozialpartnern und Politik begrüßt. „Wir freuen uns im Sinne der Betroffenen, dass sich jetzt offenbar die Vernunft durchgesetzt hat“, meint Gewerkschaftschef Wolfgang Katzian. Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch sieht die Ankündigung als „wichtigen Schritt zu einer vernünftigen Lösung in der Frage der Sonntagsöffnung“.

Heineken kämpft mit Absatzproblem dayli-Rückzug einhellig begrüßt

© Panthermedia.net/Ndul

40 Prozent kaufen erst nach Online-Recherche

Nachfrage ist rückläufig Bis auf Asien war die weltweite Nachfrage nach Bier in allen Regi-

40,6% der Österreicher informieren sich online, bevor sie etwas kaufen.

onen rückläufig. Allein in Westeuropa verbuchte der niederländische Konzern, zu dem hierzulande die Brau Union Österreich gehört, ein Absatzminus von 8,7 Prozent. Der Betriebsgewinn sank im mittleren einstelligen Prozentbereich. Heineken ist das meistverkaufte Bier in Europa. Auch im weiteren Jahresverlauf sei damit zu rechnen, dass die staatlichen Sparzwänge in Europa die Nachfrage begrenzen. (APA)

zur Regel werden, so die Innenministerin. Auch ÖGB-Vizepräsident und Bundesvorsitzender der Christgewerkschafter, Norbert Schnedl, spricht sich „klar gegen alle Versuche aus, die in Öster-reich gesetzlich geregelte Sonntagsruhe zu unterlaufen“: „Es darf nicht sein, dass durch eine Hintertür, wie das angestrebte Erlangen einer Gewerbeberechtigung für Gastronomie, das Öffnungsverbot am Sonntag umgangen wird.“ (red)

Brau Union Österreich-Mutter Heineken verbucht Absatzrückgänge in Westeuropa.

Johanna Mikl-Leitner (V) lässt in ihrer Funktion als Obfrau des ÖVPArbeitnehmerbunds ÖAAB wissen, dass man alles tun werde, um den Familien die Sonntagsruhe zu erhalten. Arbeiten am Sonntag soll die Ausnahme bleiben und nicht

© BMWFJ/Hans Ringhofer

Sonntagsruhe erhalten

© EPA

Wien. Die Österreicher gehen oft erst in ein Geschäft einkaufen, nachdem sie sich online über das Produkt informiert haben. 40,6% des Umsatzes in den Geschäften lassen sich auf eine vorherige Online-Recherche zurückführen, lautet das Ergebnis einer Konsumentenbefragung des ECC Köln (E-Commerce-Center Köln). In Deutschland werden sogar 50% des Umsatzes in stationären Geschäften erst nach einer Online-Recherche gemacht. In der Schweiz sind es hingegen „nur“ 25,6%. (red)

Freitag, 26. April 2013

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will „wasserdichte“ Öffnungszeiten.


Freitag, 26. April 2013

product news

medianet retail – 17

Kultdrink aus den USA, Brause, die Kindheitserinnerungen weckt Product News Goldeck Veltliner Sekt „Der Edle“, Trocken, Halbtrocken und Extra Trocken, American Honey und Keli Promotion. „Goldeck der Veltliner Sekt“ verbindet als älteste Weinmarke Österreichs Genuss und Tradition auf unverwechselbare Weise. Nun setzte der renommierte Fotograf und Regisseur Luis Steinkellner „Goldeck der Veltliner Sekt“ in einer Printkampagne neu in Szene – ausgehend von dem Markensymbol „Die Edle von Goldeck“ und mit einer Aufhellung der grünen Flaschen werden die Sinnlichkeit, Eleganz und der ausgesprochen feine Geschmack des Sekts unmittelbar erlebbar. Seit 2009 ein reinsortiger Veltliner Sekt, ist er in diesem Segment Marktführer. Der exklusiv in der Gastronomie erhältliche Kategorie Markenrelaunch Jahrgangssekt „Die Edle Produkt Goldeck Veltliner Sekt „Der Edle“, von Goldeck – der Veltliner Halbtrocken, Trocken und Sekt“ wurde beim „Austrian Extra Trocken Sparkling Wine Award Vertrieb Schlumberger 2012“ als bester österreiDistribution LEH/Gastronomie chischer Schaumwein des Kontakt Schlumberger, Tel.: 01/3686038-0 Jahres ausgezeichnet.

© Campari; Schlumberger

Goldener Hahn 2013

kreativität (er)leben In den USA und Australien ist er schon gut bekannt, jetzt kommt das Produkt auch zu uns: American Honey. Der „great taste“ mit dem Honey-Kick kommt am besten im eiskalten Shot durch – aber auch im Mix und on the rocks ist American Honey perfekt. Gekommen, um einen kräftigen Kick in Österreichs Gastronomie zu bringen: American Honey – von Amerikas Nr.1 Kentucky Straight Bourbon Marke Wild Turkey – gibt es ab sofort auch in Österreich. Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch American Honey Campari Austria GmbH LEH/Gastro Campari, Tel.: 01/5336906

AF-Getränke Verlosung

Keli-Gewinnspiel

© ZF-Getränke

Wien. Die AF-Marke Keli ist offizieller Partner bei Konzertreihe in Gmunden: Am 17. Mai wird Reinhard Fendrich & Band den Stadtplatz in Gmunden zum Beben bringen und gleich darauf, am 18. Mai, wird die Kultgruppe EAV ihre Songs zum Besten geben. Bei beiden Konzerten ist Keli als Partner vertreten und verlost Eintrittskarten und Fanpackages. Das Getränk, das bei vielen Kindheitserinnerungen hervorruft, ist erfolgreich in den Markt wiedereingeführt worden.

Keli verlost Eintrittskarten für die kommende Konzertreihe in Gmunden.

Werbegala am 20. Juni www.goldenerhahn.or.at


s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 26. April 2013

tchibo/eduscho-auszeichnungen

© Tchibo Eduscho

1. wiener Brotpreis

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© leisure.at/Stefan Joham

Stolzes Tchibo/Eduscho Team bei der Preisverleihung: Manuela Schneider, Thomas Lendl, Harald J. Mayer, Thomas Fellner.

Gala für beste Arbeitgeber – mit dabei:Tchibo/Eduscho 2

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4

1. Heinz Hanner, Verena Pflueger, Hans Peter Spak, Frenkie Schinkels; 2. Margareta Reichsthaler, Gerald Steger; 3. Hans Staud, Peter Drobil, Peter Buchauer; 4. Leo Doppler, Ralph Vallon, Heinz Hanner.

Brot & Gebäck im Wiener Rathaus ausgezeichnet

Resch & herzhaft

Heinz Hanner beim Gustieren.

Feinspitz Zahlreiche Brotliebhaber versammelten sich bei der Verkostung zum „Wiener Brotpreis“ in der Volkshalle und testeten sich durch Brot- und Gebäcksorten heimischer Bäckereien. „Das Aussehen luftig-leicht und mittelporig, roggenbraun mit einem nussigen Geschmack nach Milchsäure oder Getreide“, beschrieb Pasteten-Boss Hans Peter Spak als echter Brotliebhaber „neben der perfekten Pastete obendrauf“ die Kriterien eines guten Brots. Der von live relations-Boss Ralph Vallon in Kooperation mit dem Wiener Bezirksblatt initiierte Award „Wiener Brotpreis“, der im Juni unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Häupl verliehen werden wird, soll die Leistungen heimischer Bäckereien ehren. Gesehen u.a.: Marmeladenhersteller Hans Staud, café+co International HoldingCEO Gerald Steger, Kulinarisches Erbe Österreich-Vorstand Sylvia Sedlnitzky, Felix Austria-GF Peter Buchauer, AMA-Qualitätsmanager Martin Gressl, Bristol-Koch Siegfried Kröpfl, Haubenkoch Heinz Hanner, Vonwiller Österreichische Qualitätsmühlen-GF Josef Dietrich, Amuse Bouche-Koordinatorin Piroska Payer. (red)

3

die finstere brille

Am Sonntag ist heilige Ruh’ Christian Novacek

© Mama Aua! Products

© Sport 2000

Besonders Im Rahmen des internationalen „Great Place to Work“ Wettbewerbs erhielt Tchibo/Eduscho von seinen Mitarbeitern Bestnoten. Neben dem 3. Platz in der Größenklasse XL – Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern und der Bundeslandauszeichnung „Bester Arbeitgeber Wiens“ wurde dem Unternehmen auch der Sonderpreis als „Bester Arbeitgeber für Lehrlinge“ übergeben. Besonders schätzen die Mitarbeiter die Glaubwürdigkeit und Teamorientierung. Darüber hinaus sind sie stolz darauf, was im Unternehmen gemeinsam geleistet wird, und weisen eine hohe Identifikation mit den erbrachten Dienstleistungen und Produkten auf. Im Bezug auf Teamorientierung schätzen sie die kollegiale Zusammenarbeit untereinander. Bei der Preiverleihung dabei: Rudolf Hundstorfer (BM für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz), Thomas Lendl (Leiter Human Resources bei Tchibo/Eduscho), Harald J. Mayer (GF Tchibo/Eduscho), Thomas Jahrestagung und AbendFellner (Lehrlingsbeauftragter gala des Österreichischen bei Human Resources Tchibo/ Franchise Verbands: 6. und 7. Eduscho), Reinhold MitterJuni im Studio 44, 1030 Wien. lehner (BM für Wirtschaft, Weitere Informationen unter: Familie und Jugend), Erich www.franchise.at Laminger (GF GPtW), Manuela Schneider. (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Mike Hacker (34) ist seit Anfang April 2013 im Einkaufs-Team von Sport 2000 Österreich als Einkäufer in der Abteilung Hartware im Einsatz. Dort zeichnet er für die Bereiche Teamsport inklusive Fußball, Tennis, Badminton, Multisport und Snowboard verantwortlich. Hacker startete seine berufliche Laufbahn 1994 mit der Lehre zum Einzelhandelskaufmann bei Intersport Asen in Vöcklabruck. 1998 wechselte er zu Sport Breneis in Gmunden. Dort weitete er seine Kompetenz im Sporteinzelhandel durch sein umfangreiches Aufgabenfeld wie den Einkauf und Verkauf von Hartware und Textilware sowie Servicetätigkeiten aus.

Der Kaffee bringt’s: Great Place to Work

Soforthilfe Der Sommer naht mit riesigen Schritten – und mit ihm die aktive Zeit der Gelsen, Bienen, Wespen und anderer Insekten. Das juckreizstillende Kräutergel Mama Aua! Pieks beruhigt, kühlt und pflegt durch Insektenstiche gereizte Hautstellen. Mit den Inhaltsstoffen Kamillenextrakt und essigsaure Tonerde wirkt es auf natürliche Art und Weise allzu starkem Juckreiz entgegen und unterstützt die Haut bei der Heilung. Es zeichnet sich durch eine sofortige Wirkung aus und sollte nur in kleiner Menge direkt auf den Stich aufgetragen werden. Aufgrund der Verwendung natürlicher Inhaltsstoffe, kann Mama Aua! Pieks auch bei Babys und Kleinkindern angewendet werden. 20 ml 7,40 € UVP, exklusiv in Apotheken. www.mama-aua.at

D

a waren plötzlich alle voll des Lobes. Nicht nur die Gewerkschafter, nein, auch seitens der Wirtschaft freute man sich prächtig: Brav, dayli, hast es verstanden, mach am Sonntag zu und eine Ruh ist! Das Argument der Wirtschaft: Am Sonntag haben die Kleinen keine Chance gegen die Großen. Die Großen tun sich leichter, am Sonntag offenzuhalten und somit geraten die armen, kleinen Kaufleute, die eh nix zu lachen haben (weil sie klein sind), noch mehr unter Druck. Aha. So weit, so falsch. Wie so oft stimmt das Gegenteil: Am Sonntag hat der kleine Selbstausbeuter nämlich echte, gute Chancen, dem großen Fremdausbeuter eine lange Nase zu drehen. Weil der muss sich die Sonntagsöffnung zehn Mal überlegen, weil er es mit seinen Personalkosten kaum schafft, sonntags positiv zu bilanzieren. Außerdem hat der Kaufmannsladen, der zu Randzeiten offen hält, die Möglichkeit, Stammkunden zu gewinnen. Wer einmal aus Verlegenheit dort einkauft und feststellt, dass hinter der Budel die schönste Kauffrau der Welt steht, der kommt vielleicht wieder. Aber statt Kaufleuten oder eben dayli reale Chancen zu eröffnen, macht die Wirtschaft schnell die Schotten dicht – bravo Wirtschaftspartei! c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Sportlich Derzeit wird im Schnitt alle drei Wochen der Gipfel des höchsten Berges der Welt, des Mount Everest, erreicht.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 26. April 2013 – 19

© Kia Motors

KMU im FOKUS

Kia konzentriert sich im Flotten-Geschäft auf Klein- und Mittelbetriebe Seite 21

© Volvo Trucks

automotivebusiness Massstäbe setzen

Volvo erhofft sich von seinem neuen ­Baustellen-Lkw FMX große Dinge Seite 25

paceman Mini cooper als SAV © Stockwerk Racing Team

Neue Studie: ­Deutsche mit meisten Neuerungen

© EPA

short

© EPA

Tokio. Mit guten Zahlen ist Honda in Europa in das Jahr 2013 gestartet. In der EU wurden im ersten Quartal 40.499 Automobile zugelassen, das entspricht einem Zuwachs von 16,3% gegenüber 2012. Unterdessen verbuchte der europäische Automarkt laut Angaben des Branchenverbands ACEA in den ersten drei Monaten ein Minus von 9,8 Prozent. Grund für das Wachstum gegen den Trend ist die gute Nachfrage nach den aktuellen Modellen wie dem Erfolgs-SUV CR-V. www.honda.com

© Panthermedia.net/Galina Peshkova

Wien. Während Autoneuzulassungen heuer im ersten Quartal um 9,8 Prozent einbrachen, haben Pkw-Tageszulassungen laut Statistik Austria gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,8 Prozent auf 6.416 Stück zugelegt. Besonders massiv war der Zuwachs im März mit Plus 13,5 Prozent. Der Anteil der Tageszulassungen erhöhte sich im Jahresabstand von 6,9 auf 8,6 Prozent, die meisten davon entfielen auf Hyundai (29,7%), Ford (18,3%) und Fiat (13,0%). www.statistik.at

Deutscher Erfindergeist Laut der aktuellen Studie „Automotive­Innovations 2013“ des Center of Automotive Management (CAM) beweisen die deutschen ­Automobilhersteller im globalen Wettkampf die höchste Innovationskraft. Seite 20 smart Limitierte Edition des smart forjeremy präsentiert

Fiat 1millionster 500 im Werk Tichy vom Band gelaufen

Haute Couture für die Straße: Der smart forjeremy mit leistungsstarken 75 kW.

Stuttgart. Der smart forjeremy geht in Serie. Auf der „Auto Shanghai“ präsentiert smart aktuell das in Zusammenarbeit mit dem renommierten Modedesigner Jeremy Scott entstandene Modell als limitierte Sonderedition mit Straßenzulassung. Mit den markanten Flügeln am Fahrzeugheck wurde ein zentrales Designelement des Showcars übernommen. Die Produktion startet dieser Tage. Erhältlich ist das Fahrzeug als Coupé mit dem lokal emissionsfreien electric drive-Antrieb, mit dem Brabus electric drive und dem leistungsstarken Brabus75 kW-Benzinmotor. www.smart.com

© Fiat

Amsterdam. Der holländische Navi-Hersteller TomTom findet angesichts des weiter sinkenden Auto-Absatzes in Europa keinen Ausweg aus der Krise. „Die Umsätze im ersten Quartal gingen erneut zurück – und das nach einem furchtbar schlechten Jahr 2012, das Leiden geht also weiter“, sagte Konzernchef Harold Goddijn diese Woche. Das Unternehmen fuhr im ersten Quartal erneut einen Verlust von zwei Mio. € ein, Analysten hatten im Vorfeld sogar ein Minus von 5,85 Mio. € vorhergesagt. www.tomtom.com

© Daimler

© TomTom

Jeremy Scott verleiht smart Flügel Jubiläum im polnischen Fiat-Werk

Der einmillionste, in Tichy gefertigte Fiat 500: ein Abarth 500 mit 99 kW/135 PS.

Tichy/Polen. Feierstunde bei Fiat: Im polnischen Werk hat der italienische Autobauer nur fünf Jahre und neun Monate nach dem Produktionsstart die Marke von einer Mio. gefertigter Fiat 500 übersprungen. Beim Jubiläumsfahrzeug handelt es sich um einen weißen Abarth 500 mit 99 kW (135 PS) starkem Turbobenziner. Das Fahrzeug mit der Fertigungsnummer 999.999 ist ein Fiat 500 1.3 16V Multijet in Rot, das direkt nach dem Jubilar gebaute Exemplar ist ein blaues Cabriolet Fiat 500C 1.2 8V. Das Kultautomobil wird außer in Tichy auch in Toluca (Mexiko) produziert. www.fiat.it


C ov e r

20 – automotivebusiness

Kommentar

Automeldungen zum Schmunzeln

Freitag, 26. April 2013

AutomotiveInnovations Laut Studie des Center of Automotive Management sind deutsche Hersteller am innovativsten

Deutsche Autohersteller beweisen Innovationskraft Demnach entfallen 307 von 791 Innovationen in 2012 auf Volkswagen, BMW, Mercedes, Audi & Co.

A

utomobile haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem gewichtigen Wirtschaftszweig und zu einem (nach wie vor) höchst emotionalen Statussymbol entwickelt. Dass es irgendwo dazwischen rund um das Auto auch viele andere Dinge zu besprechen und diskutieren gibt, ist da beinahe selbstredend. Dann und wann gibt es auch ordentlich was zu lachen – das beweisen nicht nur NaviIrrfahrten von Reisebussen auf Langlaufloipen, sondern auch ein Blick in automobile Newsmeldungen der heimischen Presseagentur APA. Da ist dieser Woche beispielsweise von einem Fahrzeug die Rede, das in Eferding selbst Startversuche unternahm; 20 Minuten nachdem ein 42Jähriger das Auto geparkt hatte, blinkten kurz die Rückleuchten und wollte sich das Auto – ohne dass der Schlüssel steckte – selbstständig machen. Ein anderes kurioses Highlight setzte ein Mann in Duisburg, der mit Cockpitspray versehentlich sein Auto in die Luft jagte. Das mag lustig klingen, war aber todernst: Der 38Jährige hatte den Innenraum seines Fahrzeugs mit einem butanhaltigen Reinigungsspray geputzt und danach nicht gelüftet. Als er kurz darauf eine Zigarette anzünden wollte, explodierte das Luftgemisch im Fahrzeug, der Mann überlebte glücklicherweise praktisch unverletzt ...

Daimler EADS-Anteile

© EPA

Anteile verkauft

Daimler will mit den EADS-Erlösen sein Kerngeschäft ankurbeln.

Stuttgart. Für Daimler ist es das Ende einer Ära: Der Autobauer hat seine verbliebenen Anteile an der Airbus-Mutter EADS verkauft. Laut eigenen Angaben erlöste der Konzern damit rund 2,2 Mrd. €. Daimler hatte bereits mehrfach angekündigt, sich auf das Kerngeschäft ‚Autos‘ konzentrieren zu wollen. „Wir werden den Erlös der Veräußerung in das globale Wachstum unserer Geschäftsfelder und den Ausbau unserer technologischen Spitzenposition investieren“, hatte Finanzvorstand Bodo Uebber erklärt. www.daimler.com

Frankfurt/Bergisch Gladbach. Neue Motoren und Antriebe, fürsorgliche Sicherheitssysteme, vernetzte Automobile und ungekannte Fahrzeugkonzepte – mit immer neuen Ideen versuchen Autobauer ihre Kundschaft zu begeistern und dabei glänzen vor allem Volkswagen, BMW, Mercedes, Audi und Co mit steten Neuerungen. Die deutschen Automobilkonzerne und Automarken erreichen laut der Studie „AutomotiveInnovations 2012/13“ des Center of Automotive Management (CAM), die zum achten Mal in Folge aufgelegt wurde, weltweit die höchste Innovationskraft.

Mercedes A-Klasse: Ein Beispiel für hohe Innovationskraft in der Kompaktklasse.

nische Hersteller, die für 23% der automobilen Neuerungen verantwortlich waren (2011: 19%), die USHersteller fielen um vier Prozentpunkte auf 15% zurück. Ohne die deutschen Autobauer konnten die restlichen europäischen Hersteller elf Prozent aller Innovationen 2012 für sich verbuchen, Südkoreas Autobauer brachten es auf sieben Prozent.

Japaner landen auf Platz 2 Demnach brachten die 18 untersuchten globalen Autokonzerne und ihre 52 Herstellermarken 2012 insgesamt 791 Innovationen hervor, wovon allein 307 Innovationen (39%, siehe Grafik) auf deutsche Konzerne entfallen. Am zweitinnovativsten zeigen sich japa-

Studienleiter Stefan Bratzel: „Die deutschen Automobilhersteller sind im globalen Innovations-Wettbewerb derzeit hervorragend aufgestellt und antworten mit enormen Innovationsanstrengungen auf neue gesellschaftliche Anforderungen und eine gestiegene Wettbewerbsintensität; neue Kundenbedürfnisse können dabei dank zunehmend flexiblerer Technologiebaukästen immer reaktionsschneller aufgegriffen werden.“ Die Innovationskraft schlägt sich – zusammen mit einer wachsenden Diversifizierung der Produktpalette nach Zahlen der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) – in weltweit überdurchschnittlicher Nachfrage nach deutschen Autos nieder. „Deutsche Hersteller begeistern Autokäufer mit ausgereiften Innovationen und einer wachsenden Modellvielfalt; so erschließen sie erfolgreich Absatzpotenziale“, kommentiert Felix Kuhnert, Leiter des Bereichs Automotive bei PwC in Deutschland und Europa, die Studie, die auch deutlich zeigt, dass die Hersteller in stärkerem Maße die zügige Ver-

marktung der Innovationen anstreben. Der Anteil an Serien-Innovationen, also solchen Neuerungen, die Kunden 2012 bereits kaufen konnten, stieg von ca. 50 auf fast 60%. Gleichzeitig geht der Anteil serienferner Studien von einem Drittel 2011 auf 17% im aktuellen Studienzeitraum zurück. Dazu Stefan Bratzel: „Immer noch geben die Hersteller mithilfe von Konzeptautos einen Ausblick in die Zukunft. Gleichzeitig spielt jedoch die Demokratisierung von Innovationen eine immer wichtigere Rolle. Viele Neuerungen, etwa in den Bereichen Vernetzung oder Fahrerassistenzsysteme, werden anders als bislang schon in kleineren Fahrzeugklassen angeboten.“

Kompaktklasse holt auf Dazu passt der deutlich gestiegene Anteil der Innovationen in der breit besetzten Unteren Mittelklasse: Waren im Vorjahr noch etwa zwölf Prozent aller Innovationen Fahrzeugen dieses Segments zuzurechnen, so wurden im aktuellen Untersuchungszeitraum mehr als 22% aller Neuerungen in Automobilen der Kompaktklasse präsentiert. Als die wichtigsten Innovationsträger sind hier der Audi A3, die Mercedes A-Klasse, der Toyota Auris, der Volvo V40 und nicht zuletzt der VW Golf zu nennen, die jeweils in 2012 umfangreich überarbeitet und als Neuausgaben vorgestellt wurden. Dabei sind Assistenzsysteme wie ein aktiver Spurhalteassistent, ein Parklenkassistent mit Bremseingriff oder ein Abstandsregeltempomat mit Stopp&Go-Funktion zum ersten Mal überhaupt in der Unteren Mittelklasse erhältlich. www.pwc.com www.auto-institut.de

PSA Peugeot Citroen Der französische Hersteller will mit einem harten Sparprogramm zurück in die Erfolgsspur finden

Umstrukturierung als Mittel zur Sanierung Paris. Der französische Automobilhersteller PSA Peugeot Citroen hat nach Gewerkschaftsangaben wegen eines ausstehenden Gerichtsurteils den Beginn seiner Umstrukturierung um mindestens eine Woche verschoben. Ein für diese Woche angesetztes Treffen mit den Betriebsräten sei abgesagt worden, sagte Franck Don von der Gewerkschaft CFTC am Montag. Auf dem Treffen sollte es um die Schließung des Werks Aulnay bei Paris und den Abbau von 8.000 Arbeitsplätzen gehen. Durch die Verschiebung dieses Treffens verzögere sich auch der gesamte Umstrukturierungsplan, der angesichts eines Nettoverlusts von gut 5 Mrd. € im vergangenen Jahr dringend umgesetzt werden muss.

eindämmen, um zurück auf die Erfolgsspur zu finden und sind zuversichtlich, dass das auch gelingt. Unsere finanzielle Situation ist robust, die Kosten sinken.“ Parallel zu seinem Sparpro-

gramm will der Automobilkonzern auch expandieren und nimmt daei vor allem China, Russland und Südamerika in den Fokus. Für den europäischen Markt sieht Varin weiter schwarz. „Ir-

gendwann wird der Markt zwar drehen, aber das wird wohl nicht mehr in diesem Jahr der Fall sein. Wir werden uns also noch mehr anstrengen müssen.“ www.psa-peugeot-citroen.com

Kosten weiter eindämmen „Dies ist ein schmerzhafter Prozess, eine Herkulesaufgabe“, kommentierte PSA-Chef Philippe Varin den geplanten Stellenabbau, „aber ein dringend notwendiger. Wir wollen unsere Kosten weiter

© EPA

Jürgen Zacharias

© Daimler

Jürgen Zacharias

PSA Peugeot Citroen-Chef Philippe Varin ist sich sicher, dass der geplante Turnaround „mit viel harter Arbeit“ gelingen kann.


H e r s t e l l e r & Zu l i e f e r e r

Freitag, 26. April 2013

automotivebusiness – 21

Kia-Flotte Kia ist in Österreich erst seit vergleichsweise kurzer Zeit im Flotten-Geschäft tätig und konzentriert sich auf Klein- und Mittelbetriebe

Flotten-Fokus auf KMU-Bereich Gregor Josel

Wien. Die Vorteile einer Firmenflotte sind vielschichtig und unbestritten. Ob Fuhrparkmanagement, Mobilitätsgarantie und Service, bis hin zur Kostenübersicht: Ein Firmenfuhrpark schafft Transparenz und Sicherheit im täglichen Geschäft. Doch oft werden gewisse Dienstleistungen und Services erst ab einer bestimmten Fuhrparkgröße angeboten; auf Einzelunternehmer und KMU wird dabei kaum Rücksicht genommen. Die großen Flottenanbieter konzentrieren sich auf das Geschäft mit Fuhrparks ab 20 bis 30 Autos. Die Marke Kia geht hier andere Wege, wie Kia-Flottenmanager Stefan Wurzinger im Gespräch erkärt: „‚Kia‘ widmet sich dem Thema ‚Flotte‘ ja erst seit vergleichsweise kurzer Zeit. Seit 2011 sind wir im Flottengeschäft und werden heuer rund zehn Prozent des Kia-Verkausvolumens im Flottenbereich umsetzen. Wir sehen uns jedoch nicht als Produktlieferant, sondern wollen unseren Kunden als

„Wir bieten unsere Flotten-Dienstleistungen bereits ab dem allerersten Fahrzeug an.“ Stefan Wurzinger, KIA

Partner zur Seite stehen; speziell im KMU-Bereich möchten wir hier eine umfangreiche Dienstleistung schon ab nur einem Firmenfahrzeug anbieten“, so Wurzinger. Ein wesentlicher Bestandteil der KiaFlottenlösungen ist die umfangreiche Siebenjahres-Garantie, die der Hersteller auf seine Fahrzeuge gibt. Die ersten drei Jahre dieser umfassenden Werksgarantie bietet Kia ohne Kilometerbegrenzung an. Damit ist eine Kia-Flottenlösung auch für Klein- und Kleinstunternehmer mit sehr hohen Kilometerleistungen sehr interessant. Zusätzlich bietet Kia für Flottenkunden nun auch ein Flotten-Service-Programm an, das dem Kunden vor allem permanente Mobilität über die gesamte Laufzeit bietet, unabhängig von der generellen Siebenjahres-Werksgarantie. „Egal ob der Kunde einen Unfall hatte, selbst oder fremdverschuldet, eine Panne oder ein Fahrzeugdefekt vorliegt, wir machen unseren Kun-

Fleet-Manager Stefan Wurzinger im Gespräch zu den Kia-Flottenangeboten.

den umgehend wieder mobil! Kundentermine können dadurch auch im Mobilitäts-Notfall eingehalten werden“, so Wurzinger weiter.

Optisch frisch Zusätzlich zu den passenden Modellen für den Fuhrpark bietet Kia seinen Flottenkunden auch ein Fuhrparkmanagement an. Das ist ebenfalls bereits ab dem allerersten Fahrzeug möglich. Dabei kann der Kunde über die gesamte Laufzeit mit fixen Kosten kalkulieren. Die monatlichen Belastungen können durch die Garantieleistung und den dadurch vernünftigen

Wiederverkaufswert ebenfalls auf niedrigem Niveau gehalten werden. Das KMU-Paket ist bei Kia ab 0,17 € pro km zu haben. Darin sind während der 36-monatigen Laufzeit Kosten für die Motorsteuer, Versicherung, das Service und die Bereifung (inklusive Depot) beinhaltet. Für die Zukunft möchte Kia seine Dienstleistung im Flottenbereich noch weiter ausbauen. Mittelfristig soll der Firmenkundenanteil bei Kia in den nächsten drei bis fünf Jahren mit diesem Konzept auf 15-20% des österreichischen Gesamtvolumens ausgebaut werden. www.kia.at

© Kia Motors (2)

Im Vordergrund stehen Dienstleistung und Support ab dem ersten Fahrzeug.

Mit dem neuen „Carens“ hat Kia wieder einen Mini-Van im Flotten-Angebot.


Der neue Toyota RAV4.

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Modell & Handel

24 – automotivebusiness

short

© Porsche Austria

Kombi-Version ist ab sofort bestellbar

Freitag, 26. April 2013

Mini Cooper Paceman SD all4 Der neue Mini Paceman in der starken Diesel-Variante und mit Allradantrieb

Sports Activity Coupé im Kompakt-Segment

Mini hat sich mit dem neuen Paceman ein Beispiel am Konzern-Verwandten BMW X6 genommen. Gregor Josel

© Jeep

Comeback für einen echten US-Klassiker

Cheef-Comeback: Der Cherokee kommt im neuen Desing 2014.

Wien.Der weltweit bekannte Name Cherokee kehrt für das Modelljahr 2014 zurück ins Jeep-Portfolio. Er wird im Segment der Mittelklasse-SUV für Aufruhr sorgen, denn er verfügt über die legendäre Jeep 4x4Leistungsfähigkeit, das erste Neungang-Automatikgetriebe im Segment, eine Verbrauchsreduzierung von bis zu 45%, ausgezeichnete Straßeneigenschaften, ein revolutionäres Design, beste Verarbeitungsqualität, im Segment einzigartige Technologien und mehr als 70 Schutz- und Sicherheitseinrichtungen. Der Jeep Cherokee tritt an, Kunden auf und abseits der Straße Spaß zu bereiten. www.jeep.at

Gar nicht mal so mini … Wie schon der Countryman, ist auch der Mini Paceman nicht mehr wirklich klein. Er reiht sich größenmäßig in die Kompakt-Konkurrenz ein und gibt sich durch seine recht bullige Form durchaus selbstbewusst. Auf knapp 1,9 m Breite und 4,1 m Länge bietet der chice Mini-SAV optisch reizvolle Ansichten. Markant ist die Frontoptik mit ihren zwar rundlichen, aber durchaus kräftigen Formen. Gestreckte Linien und kraftvoll gewölbte Flächen sorgen für sportliche Eleganz in der Seitenansicht. Das coupétypisch nach hinten abfallende Dach liegt nahezu fugenlos auf der Fahrgastzelle auf. Es weist eine charakteristische, an die Coupé-Linienführung angepasste Kontur auf. Auffälligstes Novum am Heck sind die erstmals bei einem Mini horizontal ausgerichteten Rückleuchten. Der Testwagen, ein Mini Cooper SD Paceman All4 ist zusätzlich zur Basisausstattung noch mit dem „Austrian Chili“Paket ausgestattet. Das Paket beinhaltet um 2.600 € Aufpreis ein Multifunktion-Sportlenkrad, 18“-Leichtmetallräder, beheizte Außenspiegel, HeckgepäckträgerVorbereitung, ein Ablagenpaket,

© Stockwerk Racing Team

Salzburg. Vor einigen Wochen erst feierte der neue Golf Variant seine Weltpremiere auf dem Auto Salon in Genf und ab sofort ist er bestellbar. Er besticht beispielsweise durch seinen um 100 l vergrößerten Kofferraum, ein umfangreiches Angebot an Assistenzsystemen und sein sportliches Design. Das Gepäckraumvolumen des neuen Golf Variant vergrößerte sich gegenüber dem Vorgänger von 505 auf 605 l (bis zur Rücksitzlehne beladen). Bis an die Lehnen der Vordersitze und unter das Dach beladen, bietet der neue Golf Variant sogar ein Stauvolumen von 1.620 l. Das vielseitige Modell ist wie alle neuen Golf serienmäßig mit einem Start-Stopp-System mit Bremsenergie-Rückgewinnung ausgestattet. Zudem verfügt es serienmäßig über die neue innovative Multikollisionsbremse, die das verunfallte Fahrzeug automatisch erneut abbremst, um die noch vorhandene kinetische Energie noch weiter zu reduzieren. Die vier bekannten Ausstattungslinien – Trendline, Comfortline, Highline und Sky – runden die Angebotspalette des neuen Golf Variant ab. Der neue Golf Variant ist ab sofort bestellbar. Der Einstiegspreis beträgt 20.190 € (Golf Variant Trendline 1.2 TSI 63 kW/85 PS). Die Topversion stellt der 2.0 TDI 4Motion mit 110 kW/150 PS und 6-GangSchaltung dar und ist ab 33.350 € zu bestellen. www.volkswagen.at

Wien. Mini erweitert mit dem neuen Paceman die Modellpalette um das erste „Sports Activity Vehicle“ im Kompakt-Segment. Der neue Paceman nimmt stilistisch Anleihen am BMW X6 und zeigt sich untenrum hochstelzig und mit coupéhafter Dachlinie gen Heck. Das neue Modell basiert auf dem Mini Countryman und bietet Mini-üblich eine Vielzahl an Individualisierungsmöglichkeiten.

Einzigartig: Der Mini Paceman lässt sich komplett individualisieren; der Einstiegspreis für das Mini-SAV liegt bei 24.890 Euro.

den Sport Button, Nebelscheinwerfer, Xenon-Licht, Klimaautomatik, Bordcomputer, Radio Mini Boost CD, Lichtpaket, Stoff-/Lederkombination Hot Cross Carbon Black und weiße Blinkleuchten. Hinzu kommt noch das „Wired Paket“ (Spracheingabesystem, Radio Visual Boost, erweiterte Handy-Vorbereitung Bluetooth, Mini Connected und Navigationssystem). Darüber hinaus ist das Fahrzeug auch umfangreich individualisiert und sieht durch diese Maßnahmen unerhört frech und einzigartig aus. Mit dabei ist ein John Cooper Works Sticker-Set „Championship 345“, die Sport Stripes für das Dach, Sport Stripes für die Motorhaube, seitliche Zusatzblinkleuchten Black Line, die Scheinwerfer-Zierringe

Black Line, Zusatzscheinwerfer in Schwarz und eine Sport-Antenne. Mit allen Extras und den optischen Maßnahmen kommt der Mini in der getesteten Cooper SD All4-Variante auf 40.466 €. Im Innenraum bietet der dreitürige Paceman komfortable Platzverhältnisse. In zweiter Reihe befinden sich zwei vollwertige Sitze, das Besetzten selbiger gestaltet sich jedoch etwas umständlich. Im Kofferraum finden je nach Adjustierung zwischen 330 und 1.080 l Platz.

Diesel mit Power Angetrieben wird der Mini Cooper SD Paceman von einem 2,0 lCommon-Rail-Diesel mit 143 PS. Das maximale Drehmoment von

305 Newtonmetern kann zwischen 1.750 und 2.700 Umdrehungen genutzt werden. Das ermöglicht eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 9,2 Sek. Nicht ganz ins Gesamtbild des sonst so stimmigen Paceman passt allerdings die akustische Präsenz des Diesels. Die geschmeidige und nachhaltige Kraftentfaltung wird teils durch durchaus hörbares „Dieseln“ untermauert und trübt den Gesamteindruck. Bleibt der Mini auf guten Straßen sehr komfortabel, wirkt das Heckfahrwerk auf holprigem Untergrund etwas hart. Das hat jedoch auch mit der Bereifung des Testwagens mit 18“-Reifen zu tun, die mehr Feedback durchlassen, als Reifen mit breiterer Karkasse. www.mini.at

Citroen DS3 Cabrio Citroen hat die DS-Linie um ein Open-Air-Modell erweitert; das DS3-Cabrio macht Spaß & Sinn

Neues Modell für die Open Air-Saison Wien. Citroen hat mit der DS-Linie den Nerv der Lifestyle-Kundschaft getroffen. Was bisher noch fehlte, war ein Cabrio-Modell. Mit dem neuen DS3 Cabrio schließt die französische Marke nun diese Lücke und bietet Autofahren in seiner schönsten Form an: nämlich unter freiem Himmel. Die charakteristische Haifischflosse an der B-Säule ist erhalten geblieben und sorgt auch beim DS3 Cabrio für einen schnellen Wiedererkennungseffekt. Man mag sich nun darüber alterieren, dass das DS3 Cabrio keine Cabrio im klassischen Sinn ist, denn unterm Strich wird hier das Faltdach „nur“ komplett nach hinten geschoben und bleibt in der Führung der Dachlinie; doch wer die ersten paar Kilometer mit dem offenen DS3-Modell gefahren ist, der darf sich über astreines Open AirFeeling freuen. Neben der durchaus innovativen Idee dieser Dachkonstruktion, bringt dieses System auch einige Vorteile mit sich: Zum einen öffnet und schließt das Dach bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h und in verschiedenen Stufen. Andererseits bringt das

Faltsystem auch den Vorteil eines echten Kofferraums, denn das Dach wird quasi über dem KofferraumBereich zusammengefaltet und nicht wie bei anderen Modellen im Kofferraum untergebracht. Damit bietet das DS3 Cabrio fünf vollwertige Sitzplätze und ein Kofferraumvolumen von 245 l. Doch auch ein kleiner Nachteil sei erwähnt, denn fährt man das Dach ganz zurück, ist die Sicht nach hinten nur mehr

durch die Seitenspiegel möglich, da das Dach in gefaltetem Zustand sozusagen die Position der Heckscheibe einnimmt. Modisch, stilvoll und hochwertig zeigt sich das schon bekannte Interieur des DS3 auch im Cabrio. Auf Wunsch sind trendige, abwechslungsreiche Farben für die Innenausstattung erhältlich. Individualisierungsmöglichkeiten sind reichlich vorhanden. Praktisch: Die Klimaautomatik wird über ein

© Citroen

Der neue Golf Variant ist ab sofort und ab 20.190 Euro bestellbar.

Das neue Citroen DS3 Cabrio: In der Topversion als THP155 ab 24.760 Euro habbar.

offenes Dach informiert und regelt die Temperatur dann dementsprechend.

Echtes DS3-Feeling Die Cabrio-Version des DS3 baut nicht nur optisch auf den Genen des Standard-DS3 auf, auch in Sachen Fahrbarkeit und Sportlichkeit reiht sich das offene Modell nahtlos in die DS-Linie ein. Das Topmodell THP 155 leistet 156 PS und stattet den Fahrer mit ordentlichem Fahrspaß aus. Das in Kooperation mit BMW entwickelte 1,6 l 4-Zylinder-Turbotriebwerk sorgt für ein harmonisches und durchaus sportliches Fahrerlebnis. In bestem Einklang mit dem Motor steht das sportlich-komfortable Fahrwerk des DS3 Cabrios. Das Fahrzeug lenkt präzise ein, von Verwindungen und schwammigen Attitüden ist weit und breit nichts zu bemerken. Den Durchschnittsverbrauch gibt Citroen mit 6,0 l an. In der Einstiegsversion ist das neue DS3 Cabrio ab 19.390 € zu haben. (gj) www.citroen.at


r u n d u ms Au t o

Freitag, 26. April 2013

automotivebusiness – 25

Volvo Trucks Der schwedische Nutzfahrzeughersteller präsentierte auf der Münchner Fachmesse „bauma“ seinen neuen Baustellen-Lkw Volvo FMX

FMX soll neue Maßstäbe setzen Moritz Kolar

München. Nutzfahrzeughersteller Volvo Trucks hat vor wenigen Tagen auf der Fachmesse „bauma“ seinen neuen Volvo FMX vorstellt. Das speziell für schwere Bautransporte entwickelte Fahrzeug wartet mit einer Reihe von Neuerungen auf. So etwa mit einem komplett neu gestalteten Fahrerhausinnenraum, einem neuen Luftfederungssystem, größerer Bodenfreiheit und Volvo Dynamic Steering – einer Weltneuheit, die die Wendigkeit des Lkw verbessert.

Auf den Fahrer ausgerichtet

des Fahrzeugs verbessert, die für Robustheit und Handling des Lkw verantwortlich sind.“ Bei der Entwicklung des Fahrzeugs standen die alltäglichen Arbeitsbedingungen eines Lkw-Fahrers auf Baustellen im Mittelpunkt. Das Innere des Fahrerhauses wurde deshalb vollständig neu gestaltet. So werden die Aufgaben des Fahrers durch eine Reihe von Innovationen erleichtert und können viel effizienter erledigt werden. „‚Volvo Dynamic Steering‘ ist etwa eine fantastische Verbesserung. Sie bedeutet weniger Muskelanspannung und befreit den Fahrer von Hals-, Arm- und Rü-

ckenschmerzen. Auch bei geringer Geschwindigkeit lässt sich ein schwer beladener Lkw so leicht manövrieren, dass dies mit einem Finger möglich ist“, sagt Nilsson und ergänzt: „Die meisten neuen Funktionen dienen dazu, die Produktivität und Langlebigkeit des Lkw zu steigern – diese Aspekte sind für Kunden in diesem Segment äußerst wichtig. Das neue Luftfederungssystem sorgt beispielsweise für hervorragende Fahreigenschaften.“ Laut Angaben des Unternehmens soll die Produktion des FMX für europäische Kunden im Herbst dieses Jahres anlaufen. www.volvotrucks.com

© Volvo Trucks

Das Fahrzeug kann mit zahlreichen Neuerungen in allen Bereichen aufwarten.

Claes Nilsson, President Volvo Trucks, stellt den neuen FMX auf der „bauma“ vor.

Insgesamt macht der neue FMX in allen wichtigen Leistungsdaten dieses Segments einen großen Schritt nach vorn, meint Claes Nilsson, President von Volvo Trucks, während der Enthüllung des FMX: „Wir haben alle Details

DAF 10,8 l-Motorenfamilie

Neue Generation Eindhoven. DAF hat eine neue Motorengeneration mit 10,8 l Hubraum und 290 bis 440 PS Leistung entwickelt. Der Sechszylinder wird im Herbst in Serie gehen und für die neuen Euro-6-Fahrzeuge der Baureihen CF und XF erhältlich sein. Der neue Motor besitzt ein Wartungsintervall von bis zu 125.000 km. Die Versionen mit 210 kW/290 PS, 240 kW/330 PS und 271 kW/370 PS mit maximalem Drehmoment von 1.200, 1.400 bzw. 1.600 NM bei 1.000 bis 1.650 U/min sind für den Verteilerverkehr im städtischen, ländlichen und nationalen Einsatz gedacht. Zudem gibt es noch Varianten mit 291 kW/400 PS und 320 kW/440 PS, die ein Drehmoment von 1.900 bzw. 2.100 Nm bei 1.000 bis 1.450 U/min aufweisen. www.daf.com

Sortimo Produktneuheit

Mehr Ordnung

Linz. Seit dem 15. April ist das i-Boxx Rack von Sortimo erhältlich. Bei dem Rack handelt es sich um einen Einsatz, in dem i-Boxxen und LS-Schubladen integriert und übereinandergestapelt aufbewahrt sowie transportiert werden können. Der Nutzen liegt in der Zeitersparnis bei der Zusammenstellung von Werkzeugen und Materialien, in der Flexibilität durch die schnelle Austauschbarkeit der Materialien sowie der Kompatibilität mit dem gesamten Globelyst-System von Sortimo. Das i-Boxx Rack kann sowohl als Regal in der Werkstatt als auch als mobiles Ordnungssystem genutzt werden und ist ab etwa 20 € erhältlich. www.sortimo.at

© Sortimo

Die neuen i-Boxx Racks bringen Ordnung ins Fahrzeug und in die Werkstatt.

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I n n ovat i o n & U m w e lt

26 – automotivebusiness

Freitag, 26. April 2013

Schaeffler Der deutsche Automobilzulieferer präsentiert seinen elektrischen Radnabenantrieb E-Wheel Drive

short

Antrieb für das Stadtauto von morgen im Blickfeld

© dpa/Matthias Schrader

BMW-Chef verteidigt Einstieg in E-Mobilität

Das System besteht aus zwei Radnabenantrieben, Spitzenleistung liegt bei je 40 kW (in Summe 110 PS). Herzogenaurach. Im Rahmen des „auto, motor und sport“-Kongresses stellt Schaeffler seinen elektrischen Radnabenantrieb „Schaeffler E-Wheel Drive“ vor. Gezeigt wird der innovative Elektroantrieb in einem in Kooperation mit Ford realisierten Entwicklungsfahrzeug auf Basis eines Ford Fiesta. Angetrieben wird das Kompaktfahrzeug mittels zweier in den hinteren Radhäusern verbauten Schaeffler E-Wheel Drive. Dabei handelt es sich um hochintegrierte Radnabenantriebe, bei denen sämtliche für Antrieb, Verzögerung und Fahrsicherheit notwendigen Bauelemente – wie Elektromotor, Leistungselektronik und Controller, Bremse sowie Kühlung – Platz innerhalb der Felge finden.

Norbert Reithofer setzt große Hoffnungen auf die Elektromobilität.

München. Trotz anhaltender Vorbehalte auf dem Heimatmarkt hat BMW-Chef Norbert Reithofer den teuren Einstieg in E-Autos erneut verteidigt. „Die Notwendigkeit, neue Wege zu gehen, wenn das Umfeld sich ändert, lässt sich weder hinauszögern noch aussitzen“, sagte Reithofer vor wenigen Tagen auf dem „auto motor und sport Kongress 2013“. „Wer allein den deutschen Markt zum Gradmesser für den Erfolg der Elektromobilität macht, greift zu kurz“, sagte er. www.bmwgroup.com

Erfolg bei Senkung des Wasserverbrauchs

Weitere Verbesserungen Die technischen Eckdaten liegen bei bis zu 40 kW pro Antrieb, beziehungsweise einer Dauerleistung von zweimal 33 kW (110 bzw. 90 PS). Dabei liefert der flüssigkeitsgekühlte Radnabenantrieb der zweiten Entwicklungsstufe (Beta) ein Drehmoment von bis zu 700 Nm und damit 75% mehr (bei einem Drittel mehr Leistung), als der im Jahr 2010 im Schaeffler-Ideenfahrzeug Schaeffler Hybrid (auf Basis eines Opel Corsa) gezeigte Radnabenmotor der ersten Generation (Alpha). Die elektrische Spannung des Hochvoltantriebs beträgt 360–420 Volt. Mit 53 kg beträgt das Mehrgewicht des hochintegrierten Radnabenantriebs gegenüber einem herkömmlichen Rad mit Radlager und Bremse 45 kg. Das Bauvolumen von 16 l findet Platz in einer 16“-Felge. Gegenüber dem Radnabenmotor

Detroit. Erfolgsmeldung von Ford: Der amerikanische Autohersteller konnte seit dem Jahr 2000 seinen globalen Wasserverbrauch von 64 Mrd. l auf 24 Mrd. l senken – dies entspricht einer Reduktion von 40 Mrd. l oder rund 62%. Diese Menge ist ausreichend, um 16.000 Olympia-Schwimmbecken zu füllen oder 534 Mio. Mal jeweils 15 Minuten lang zu duschen. „Die Erfolge von Ford bei der Senkung des Wasser­ verbrauchs basieren auf dem Engagement des Unter­ nehmens im Zuge einer strikten Überwachung der AnlagenVerwaltung“, kommentierte dazu Andreas Reiss, Manager ­Environmental Quality Office der Ford-Werke GmbH, die gute Nachricht. www.ford.com

Toyota: Über eine Mio. Hybridautos verkauft

der Generation Alpha, bei dem die Leistungselektronik noch im Fahrzeug verbaut war, bringt der hochintegrierte Radnabenantrieb sechs Kilogramm mehr auf die Waage. „Insgesamt konnten wir das Fahrzeuggewicht aber weiter senken“, so Raphael Fischer, der Leiter Produktgruppe Radnabenantriebe bei Schaeffler, „da neben der Flüssigkeitskühlung auch die Leistungselektronik und Controller im Rad platziert werden konnten und eine umfangreiche Verkabelung im Fahrzeug entfällt.“

Zukünftige Perspektiven „Das B-Segment-Fahrzeug dient als Erprobungsträger. Vollends ihre Stärken können Radnabenantriebe indes erst in neuen Fahrzeugkonzepten ausspielen“,

ordnet Peter Gutzmer, SchaefflerVorstand für Forschung und Entwicklung, die Antriebs-Innovation im Rahmen des „auto, motor und sport“-Kongresses ein: „Erst der hochintegrierte Radnabenantrieb ermöglicht es, das Stadtauto neu und völlig frei zu denken. Er ist zukünftig ein Schlüssel für neue Fahrzeugkonzepte und Automobilplattformen. Für urban genutzte Elektrofahrzeuge, wie sie in einigen Ballungsräumen obligatorisch werden können, schafft der Radnabenantrieb eine bislang ungekannte Raumökonomie. Bei diesen neuartigen Fahrzeugkonzepten sind alle für Vortrieb, Bremsen und Fahrsicherheit relevanten Bauteile im Rad untergebracht. In der Fahrzeugplattform bleibt damit der maximale Platz für Passagiere, Gepäck sowie Batterie, Elektronik und

Kommunikation erhalten. Und darauf können die Fahrzeughersteller dann unterschiedliche Karosserien realisieren. Das ist so, wie das Autobauen einmal angefangen hat.“

Ausgedehnte Testaktivitäten Die Premiere beim „auto, motor und sport“-Kongress ist eine Abwechslung im dichten Erprobungskalender des Entwicklungsfahrzeugs. So kommt der Fiesta E-Wheel Drive etwa gerade von ausgedehnten Testfahrten aus der skandinavischen Kälte. Die Wintererprobung ist Teil des gemeinsamen Entwicklungs-, Abstimmungs- und Testprogramms mit Ford. Die fahrdynamischen Tests nehmen dabei einen großen Raum ein. www.schaeffler-gruppe.de

EMIL Mit sechs neuen Ausleihstationen will der Salzburger E-Carsharing-Dienst noch näher an die Kunden rücken

Mehr Ausleihstationen & günstigere Preise

© Toyota

Salzburg. Das Salzburger E-Carsharing-System EMIL baut sein Netz um weitere sechs Ausleihstationen auf insgesamt 15 aus. „Wir arbeiten an einer flächendeckenden Versorgung der Stadt Salzburg mit EMIL-Stationen: Unser Ziel ist, in allen relevanten Stadtteilen zumindest eine Ausleihstation zu haben“, sagt Dietmar Emich, Geschäftsführer von EMIL. Neu ge-plant im

Die meisten Hybridfahrzeuge kann Toyota vom Modell Prius verkaufen.

ersten Halbjahr 2013 sind die Altstadt (Standorte in Planung), Lehen (Strubergasse), Riedenburg (Nico-Dostal-Straße), Nonntal (Beethovenstraße) und Josefiau (Michael-Pacher-Straße). „Vor allem mit Standorten in unmittelbarer Nähe der Universitäten möchten wir verstärkt auch Studierende ansprechen. Die Ausleihstation in der Michael-Pacher-Straße zum Beispiel

ist direkt vor der Naturwissenschaftlichen Fakultät“, sagt Franz Studeny, ebenfalls Geschäftsführer von EMIL; noch in der ersten Jahreshälfte werden die neuen Stationen stehen. Eine weitere Neuerung betrifft die Fahrzeuge: Bisher waren alle EMILs ausschließlich Modelle des japanischen Herstellers Mitsubishi, nun sollen auch neue E-Autos aufgenommen werden, wie etwa der Renault Zoe.

Tarife massiv günstiger

© EMIL

Tokio. Toyota hat im vergangenen Jahr weltweit erstmals mehr als eine Mio. Autos mit Hybridantrieb verkauft. Insgesamt 1,22 Mio. Fahrzeuge mit der Antriebstechnik habe Toyota rund um den Globus abgesetzt, teilte der Konzern diese Woche mit. Die Fahrzeuge, die zugleich von einem Verbrennungs- und einem Elektromotor angetrieben werden, hätten 2012 damit laut Toyota 14% der gesamten ­Autoverkäufe des Konzerns weltweit ausgemacht – und sogar 40% in Japan, wo der Kauf von Hybridautos staatlich bezuschusst wird. www.toyota.com

© Schaeffler/www.josekdesign.de

Moritz Kolar

Die beiden EMIL-Geschäftsführer Franz Studeny und Dietmar Emich (v.l.n.r.).

Ebenfalls neu ist die Tarifgestaltung: Ab Mitte Mai gibt es nur mehr einen Stundenpreis, alle Kilometer sind bereits inklusive. Mit speziellen Mehr-Stunden-Pauschalen spricht EMIL ab sofort auch Kunden an, die das Auto für Ausflüge nutzen möchten. So werden z.B. für fünf Stunden EMIL ab 15. Mai nur vier Stunden verrechnet. „Wir haben das Glück, dass Elektroautos immer günstiger werden: Diesen Vorteil geben wir natürlich an unsere Kunden weiter. Außerdem erzielen wir mittlerweile durch die vielen Ladestationen,

die wir beziehen, Skaleneffekte; auch das macht EMIL günstiger“, sagt Emich.

Koop mit SVV ausgebaut Um die günstigeren Preise realisieren zu können, setzt EMIL noch stärker auf die Kooperation mit dem Salzburger Verkehrsverbund (SVV). So gibt es ab Mitte Mai einen Tarif, bei dem man bereits für 3,90 € pro Stunde ein E-Mobil ausleihen kann. Dabei fällt keine Anmeldegebühr und keine Grundgebühr an. Auch alle Kilometer sind bereits inklusive. „EMIL ist die Kombination mit dem öffentlichen Verkehr sehr wichtig; darum bietet das Unternehmen auch einen Sondertarif für Jahreskarten-Besitzer des SVV an. Uns freut das natürlich, weil wir damit unseren Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten können“, so Richard Kobler, Geschäftsführer des Salzburger Verkehrsverbunds. Der Tarif gilt übrigens nicht nur für Jahreskarten-Besitzer des SVV: auch Studierende und Senioren können diesen nutzen. www.fahre-emil.at


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 26. april 2013 – 27

attraktivere aktien © Allianz

Nicole Joham-Kerschbaumer, Allianz Investmentbank: Dividendentitel Seite 31

© mn/Szene1/Langegger

financenet Branchenevent

Wiener Versicherungsmakler erörtern die Zukunft der Pensionen Seite 32

gründerhilfe aws schafft Alternativen © aws/Ludwig Rusch

EU-Kommission will die kleinen Sparer schützen

ATX 17. April–24. April 2013

ATX (24.4.)

2.413,03

Wochentop Wochenflop

RBI WOL

Top 5 ATX Prime Raiffeisen Bank International Rosenbauer International Semperit Polytec Holding Voestalpine Flop 5 ATX Prime Wolford Intercell S Immo EVN Century Casinos

2,98% 9,15% -4,61% 9,15% 6,78% 6,31% 6,28% 5,38% -4,61% -3,50% -3,27% -2,05% -1,96%

DAX 17. April–24. April 2013

Wochentop Wochenflop

DBK CBK

Top 5 DAX Deutsche Bank Continental Volkswagen Allianz Infineon Flop 5 DAX Commerzbank RWE K+S Fresenius Medical Care Linde

3,41% 7,74% -10,03% 7,74% 6,59% 6,54% 5,99% 5,37%

Aufregung Großmutters Sparbuch und alle Bankguthaben sollen im Fall einer Bankpleite bis zu 100.000 ­Euro unberührt bleiben – Beträge darüber werden abgeschöpft. Gudrun Egger (­Erste Bank) und Anlegerschützer Wilhelm Rasinger erläutern Umrisse und Auswirkungen des geplanten EU-Regulativs. Seite 28

-10,03% -8,47% -2,04% -0,49% 0,67%

Zahlen Der Bilanzgewinn liegt bei 82 Millionen Euro

inhalt

Bestes Ergebnis seit der Gründung „Prämiengeförderte“ kommt neu

Banking/Insurance:Watch > Fotografie-Kunst im Uniqa-Tower 31 > Oikocredit: Gutes Gewissen bei der Geldanlage 32

© Sparkassen Versicherung

Finance:Cover > Rekordergebnis bei Hypo NOE 28 > Erste Bank bringt 2014 die „Superfilialen“ 28 Fonds:Park > Spanische Aktien werden Kernmärkte schlagen 29 > UBS-Zertifikat für 3D-Druck-Technologie 30 > Legg Mason: Home Bias zieht jetzt nicht mehr 31

Zukunftsvorsorge Ministerratsvorlage zu Relaunch

Heinz Schuster, s Versicherung: ­Zukunftsvorsorge lief schwach.

Wien. Die s Versicherung erwirtschaftete 2012 in den Geschäftsbereichen Lebens- und Unfallversicherung 843,70 Mio. € Prämienvolumen, ein leichtes Minus von 1,1%. Der Gesamtmarkt für Lebensversicherungen brach 2012 um 6,7% ein. Als Grund ortet das Unternehmen den Einbruch des Einmalerlagsgeschäfts wegen der Mindestlaufzeit-Anhebung auf 15 Jahre. Die s Versicherung ist mit 12,52% Marktanteil Spitzenreiter in der österreichischen Lebensversicherung. Betriebswirtschaftlich betrachtet war es das beste Ergebnis in der 27jährigen Unternehmensgeschichte. (red)

© OÖ Versicherung

7.759,03

© Erste Group Bank; Monika Klinger

DAX (24.4.)

Josef Stockinger, OOE Versicherung: Wechsel nach Bindungsfrist möglich.

Linz. Die aktuelle Ministerratsvorlage zu einem Relaunch der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge bringt die von der Versicherungswirtschaft lange gewünschte Anpassung an die aktuelle Finanzmarktsituation, sagt der Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung, Josef Stockinger. Die verpflichtende Aktienquote wird von bisher zwischen 30 und 15% auf künftig fünf bis 15% je nach Lebensalter abgesenkt. Nur mehr 60% müssen an der Wiener Börse veranlagt werden. Für den Kunden sei die Kapitalgarantie entscheidend, so der Oberösterreichische-General. (red)


f i n a n c e : c ov e r

28 – financenet

Freitag, 26. April 2013

financenet@medianet.at

Sparbuch EU will offenbar alle Guthabenbesitzer – auch Sparbuchinhaber – bei einer Bankinsolvenz „abschöpfen“

kolumne

Attacke auf die heilige Kuh

Willkommen in der neuen Normalität

Konten bis 100.000 Euro bleiben unberührt – Anlegerschützer warnt vor Negativfolgen der Alternativen. le und meint, ansonsten würden Banken mit riskanten Geschäften fette Gewinne machen, aber im Fall eines Scheiterns dann die Verluste der Allgemeinheit aufbürden. „Man muss der Realität ins Auge schauen“, meint der Präsident des Interessenverbands für Anleger, Wilhelm Rasinger. „Die Staaten haben Riesenprobleme mit ihren Schulden. Und man kann nur jemandem etwas wegnehmen, der etwas hat.“

reinhard Krémer

Reinhard Krémer

J

etzt ist die Katze aus dem Sack : Was der holländische Finanzminister und Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem nach der ZypernRettung von sich gegeben hat, dass nämlich Anleger in ganz Euroland mit Haircuts rechnen müssen, war kein Ausrutscher. Es war die – wenig sensitive – Ankündigung einer neuen Normalität. Was können Anleger und Sparer, die in der glücklichen Situation sind, über mehr als 100.000 Euro am Büchl zu haben, nun aber tun? Ob die Regelung mit einer Verteilung der Gelder auf mehrere Sparbücher umgangen werden kann, ist noch nicht ganz ausgekocht, lässt Anlegerschützer Wilhelm Rasinger durchblicken. Was funktionieren dürfte, ist eine Verteilung auf mehrere Personen. Sinnvoll ist auf jeden Fall eine genaue Prüfung der Bonität der infrage kommenden Bank. Oder man legt sein Geld in Wertpapieren an. Sie gelten im Insovenzfall als ‚Sondervermögen‘ und werden nicht angetastet. Dafür nicht geeignet sind aber Aktien oder Anleihen der betreffenden Bank – die wären im Krisenfall nämlich ebenfalls perdu. Ob die EU damit am langen Ende aber Bankriesen fördert, die dann erst wieder ‚too big to fail‘ sind, wird sich noch zeigen. Und ob noch jemand Bankaktien und -anleihen kaufen wird, auch ...

Die 100.000 Euro-Grenze Schäuble verteidigte in einem Interview auch den Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem, der nach der Zypern-Rettung ins Feuer der Kritik geraten war: „Herr Dijsselbloem ist in der Substanz zu Unrecht gescholten worden. Und auch nicht von mir.“ Damit ist klar: Jeder, der mehr als 100.000 Euro - ausgenommen nur Senior Bonds der Bank und Wertpapiervermögen - auf der Bank liegen hat, kann mit seinem Geld unters Messer kommen, wenn die Bank wie In Zypern geschlossen wird. Aktuell halten die Österreicher fast ein Fünftel (19 Prozent) ihres Finanzvermögens oder rund 93 Mrd. Euro als Bargeld oder täglich

Bilanz EGT plus 49%

Die Kleinen zahlen dann noch mehr – und das sind dann verdammt noch mal die kleinen Sparer!“ Wilhelm Rasinger, IVA

Rasinger warnt vor den Alternativen: „Diese ist eine noch größere Belastung des steuerzahlenden Mittelstands, der nicht in Steueroasen flüchten kann – dann profitieren nur die ganz ganz Großen und die Kleine zahlen dann noch mehr! Das wären verdammt noch mal die kleinen Sparer!”, meint Wilhelm Rasinger emotional. Absolute Sicherheit gäbe es nicht, so der Anlegerschützer. Sparen sei eben abhängig von einer funktionierenden Volkswirtschaft: „Die Aufregung um die ganze Sache zeugt auch nicht von Sachverstand.“ Die Guthaben, so IVA-Präsident Wilhelm Rasinger, sind jedenfalls in Staaten wie Österreich oder Deutschland „unendlich sicherer als in irgendwelchen Weichwährungsländern“.

Gudrun Egger, Erste Bank: Wertpapierguthaben bleiben von Richtlinie unberührt.

fällige Einlagen, wie ein Bericht der Nationalbank zeigt. Davon entfallen an die 20 Mrd. Euro auf Gehalts- und Pensionskonten und 18,3 Mrd. Euro als Bargeld.

Nur Barguthaben? Gudrun Egger, Head of Major Markets & Credit Research der Erste Bank, erläutert, dass die EU-Kommission den Entwurf einer Richtlinie vorbereitet hat, die reiche Sparer über 100.000 Euro Barvermögen bei einer Bankpleite bluten lässt: „Alle darunter sollen verschont werden – das ist auch

jener Betrag, der in vielen Staaten auch im Rahmen der Einlagesicherung garantiert wird.“ Ebenso unberührt bleiben auch Wertpapierbesitzer: „Es geht nur um die Barguthaben.“ Dijsselbloem hat bei der Verstaatlichung der viertgrößten holländischen Bank aber auch die Junior Bonds bluten lassen. Egger rät jedenfalls zur Vorsicht bei der Auswahl der Bank: „Bei Unbekannten, die sehr hohe Zinsen versprechen, weil sie vielleicht sonst Probleme hätten, an Finanzierungen zu kommen, trennt sich die Spreu vom Weizen.“ In dieses Horn stößt auch Wolfgang Schäub-

Hypo NOE Gruppe Der Konzerngewinn 2012 wurde auf 22,8 Mio. Euro gesteigert

Generali macht mehr Gewinn

Testlauf Kommt ab 2014

Erste Bank mit „Superfilialen“

Weit über dem Durchschnitt ro) erzielt wurde“, erläutert Peter Harold, Vorstandsvorsitzender der Hypo NOE Gruppe Bank AG, Die Konzernbilanzsumme zum Bilanzstichtag erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2011 um über 12 Prozent auf 14,9 Mrd. Euro. Dies begründet der Konzern vor allem durch das Wachstum bei Forderungen an Kunden sowie an Kreditinstitute. Auch die Konzerneigenmittel liegen 2012 mit einer

Peter Harold, Hypo NOE Gruppe: Geschäftsbericht zum 125 Jahr-Jubiläum.

Kernkapitalquote von 12,3 Prozent (2011: 13,3 Prozent) und einer Eigenmittelquote von 16,3 Prozent (2011: 18,8 Prozent) erneut weit über den Basel III-Anforderungen.

Wien. Die Erste Bank Österreich, Österreich-Tochter der börsennotierten Erste Group, bastelt an einem völlig neuartigen Filialkonzept. Ein Probelauf soll 2014 beginnen. In Ballungszentren und im Umfeld neuer städtischer Großprojekte sollen große Filialen mit Dutzenden Beratern entstehen – nach bisherigem Stand zumindest in Wien eine pro Bezirk. (APA)

„Single A“-Rating von S&P Die positive Geschäftsentwicklung der Hypo NOE Gruppe sei vor allem auf den hohen Ergebnisbeitrag des Mutterinstituts Hypo NOE Gruppe Bank AG, aber auch die deutlich positiven Periodenüberschüsse der Hypo NOE Landesbank AG und dem Teilkonzern Leasing zurückzuführen, verlautet aus dem Unternehmen. Die erstmals seit dem dritten Quartal vollkonsolidierte Hypo NOE First Facility GmbH – seit Juli 2012 neue Tochtergesellschaft der Hypo NOE Gruppe – wies einen Jahresgewinn vor Steuern von 0,8 Mio. Euro aus. Unterstrichen wird das Ergebnis durch ein „Single-A“ Rating der Ratingagentur Standard & Poors. Erfreulich: Auch 64 neue Arbeitsplätze wurden im Vorjahr zusätzlich geschaffen. (ots/red)

© Erste Bank

St. Pölten. Der Konzernüberschuss der Hypo NOE für das Jahr 2012 liegt nach Steuern und Minderheiten mit einer Höhe von 22,8 Mio. Euro heuer über den Gewinnen der Jahre zwischen 2008 und 2010. Dies gelte „mit Ausnahme des Jahres 2011, wo durch den Einmaleffekt aufgrund desVerkaufs des Anteils an der Raiffeisen Zentralbank ein außergewöhnlich hoher Nettogewinn (89,5 Mio. Eu-

© Hypo NOE Gruppe

Wien. Im Geschäftsjahr 2012 hat die Generali Gruppe Österreich ihr Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) um 48,9% auf 150,8 Mio. Euro (Vorjahr: 101,3 Mio. Euro) gesteigert. Das direkte Prämienaufkommen lag bei 2,4793 Mrd. Euro. Die Combined Ratio netto verbesserte sich trotz der Unwetterereignisse auf 94,9% (2011: 95,6%). Im größten Geschäftsbereich der Generali Gruppe, der Schaden- und Unfallversicherung, erhöhte sich das direkte Prämienaufkommen um 2,1% auf 1,3527 Mrd. Euro. Auch die Krankenversicherung lag mit einem Zuwachs um 3,0% auf 237,2 Mio. Euro im Plus. Die Position der Generali als drittgrößte Versicherungsgruppe auf dem österreichischen Markt wurde erfolgreich behauptet. Der Marktanteil der Gruppe lag wie schon im Vorjahr stabil bei 15,2%. Das direkte Prämienaufkommen betrug 2012 2,4793 Mrd. Euro (-0,9%). (red)

„Die Alternative ist:

© Erste Group Bank

Wien/Brüssel. Was erst als „Einzelfall“ im Falle Zyperns dargestellt wurde, scheint nun der akkordierte Normalfall in der Euro-Zone zu werden: Guthabenbesitzer – auch Konten und Sparbücher – werden bei einer Insolvenz der betreffenden Bank nur bis 100.000 Euro unberührt bleiben. Alle anderen werden „rasiert“ - offenbar auch, wenn die internationalen Autoritäten das Institut schließen. Die Entscheidung wurde nicht sehr laut propagiert – offenbar, um Anleger, die nach dem Zypern-Debakel noch zittern, nicht völlig zu verstören. Doch ein Nebensatz, den der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble in einem Pressegespräch äußerte, zeigte die nackte Wahrheit: „Die Beteiligung von Eigentümern, nachrangigen Anleihegläubigern und dann ungesicherten Anlegern muss der Normalfall sein, wenn ein Finanzinstitut in eine Schieflage gerät“, sagte Schäuble. Ungesicherte Anleger sind solche, deren Einlagen die 100.000 EuroGrenze überschreiten.

Erste-Vorstand Peter Bosek: Ziel ist eine Million Privatkunden.


f o n d s : pa r k

Freitag, 26. April 2013

financenet â&#x20AC;&#x201C; 29

financenet@medianet.at

Fidelity Worldwide Investment Die Neuausrichtung der spanischen Wirtschaft und die Arbeitsmarktreformen sind vielversprechend

â&#x20AC;&#x17E;Spanien schlägt die Kernmärkteâ&#x20AC;&#x153; Kronberg im Taunus/Wien. Hohe Arbeitslosigkeit und anhaltende Probleme im Immobiliensektor zeichnen ein dĂźsteres Bild von Spanien. Aber die schrittweise Neuausrichtung der spanischen Wirtschaft auf den Export und Arbeitsmarktreformen beginnt zu greifen und ist ein starkes Gegengewicht. Firmino Morgado, Fondsmanager des Fidelity Iberia Fund, glaubt, dass spanische Aktien in diesem Jahr die Aktienmärkte der europäischen Kernländer schlagen werden. â&#x20AC;&#x17E;Spanien schafft gerade die Voraussetzungen fĂźr anhaltendes Wachstum; besonders hervorzuheben sind dabei die erfolgreichen Arbeitsmarktreformen, die die in den vergangenen zehn Jahren verlorene Wettbewerbsfähigkeit langsam wiederherstellenâ&#x20AC;&#x153;, so der Manager. Zudem gehĂśrten spanische Unternehmen zu den globalsten in Europa: Ă&#x153;ber die Hälfte des Umsatzes der im IBEX notierten Firmen entfalle auf das Ausland. Spanische Exporte liegen heute 20% Ăźber ihrem Spitzenwert des Jahres 2008. Dabei haben die Exporte in Länder auĂ&#x;erhalb der EU zuletzt sehr stark zugenommen. Diese positiven Entwicklungen helfen, das Vertrauen der Investoren wiederzugewinnen und langfristig Kapital in die Region zu holen.

Bei Aktien setzt der Aufwärtstrend normalerweise wesentlich frĂźher ein als bei den klassischen Konjunkturindikatoren. Der Markt rechnet schon jetzt mit einer Erholung der Volkswirtschaften auf der iberischen Halbinsel im nächsten Jahr. Positive makroĂśkonomische Anhaltspunkte gibt es auch bereits, wie etwa die RĂźckkehr Spaniens zu einem LeistungsbilanzĂźberschuss â&#x20AC;&#x201C; zum ersten Mal seit 1998. Viel traut Morgado vor allem spanischen Nebenwerten und den von internationalen Investoren gemiedenen Finanzwerten zu. Das spanische Bankensystem durchläuft gerade eine Konsoli-

dierungsphase; die damit einhergehende Reduzierung der Filialen dĂźrfte den Ăźberlebenden Instituten geringere Kosten und mehr Preismacht bescheren. Morgado hat daher zuletzt Titel wie Banco Santander, Caixabank und Banco Popular Espanol gekauft. Als Beispiel fĂźr attraktive Nebenwerte nennt Morgado Grifols, ein multinationales Pharma- und Chemieunternehmen aus Spanien. Chancen sieht er auch im Telekommunikationssektor. Morgado managt den Fidelity Iberia Fund (ISIN: LU0261948904) und den Fidelity European Aggressive Fund (ISIN: LU0251129465). (lk)

Š Fidelity

Spanien schafft gerade die Voraussetzungen fĂźr anhaltendes Wachstum.

Morgado: â&#x20AC;&#x17E;Spanische Aktien performen heuer besser als Europas Kernmärkte.â&#x20AC;&#x153;

WeltMeister Ă&#x2013;sterreich Das Jahrbuch zum Wirtschaftsstandort

Bei der Restrukturierung seiner unterkapitalisierten Banken und der Stärkung seines Finanzsektors erziele das Land ebenfalls groĂ&#x;e Fortschritte. Mit der Aufhebung des Verbots von Leerverkäufen bei Aktien und Anleihen habe die spanische FinanzmarktaufsichtsbehĂśrde ihrerseits ein deutliches Signal gesendet, dass sich das Land wieder auf einem gesunden Wachstumspfad befindet. Infolge dieser positiven Entwicklungen bieten sich aktuell ausgezeichnete Kaufgelegenheiten am Markt, meint man bei Fidelity.

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Wien/Fuschl am See. Am 13. und 14. Juni findet in Fuschl das bereits siebte â&#x20AC;&#x17E;Investmenttrends-Zukunftssymposiumâ&#x20AC;&#x153; statt, das Netzwerker Michael MĂźller organisiert. Die Teilnahme am Event ist kostenfrei, aber auf maximal 100 Personen beschränkt. Vertreten sein werden die Chefs der groĂ&#x;en Vertriebe und Maklerpools, Vorstände von Banken und Versicherungen, Rechtsanwälte und Interessensverbände. Informationen unter: http://www. muellertraining.at. (lk)

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30 – financenet

f o n d s : pa r k / z e r t i f i kat e : watc h

Freitag, 26. April 2013

financenet@medianet.at

short

Pimco-Chef macht sich selbst Konkurrenz

UBS Open End Index-Zertifikat ermöglicht Investment in die zukunftsweisende Technologie des 3D-Drucks

3D-Druck wird investierbar

Pimco-Chef Bill Gross ist mit seinem ETF sehr erfolgreich.

New York. Der Pimco Total Return ETF konnte im März 2013 mit 285 Mio. USD (219 Mio. €) deutlich mehr Neugeld einsammeln als der Pimco Total Return Fund mit 32 Mio. USD, meldet Bloomberg. Der Pimco Total Return ETF versucht als „aktiver“ ETF seine Benchmark, den Pimco Total Return Fund, zu schlagen – bislang erfolgreich: Der im Frühjahr 2012 gestartete Pimco Total Return ETF erzielte in den letzten zwölf Monaten (Stichtag: 4.4.2013) eine Rendite von 11,6%, der Pimco Total Return Fund gewann lediglich 8,5%. Fairerweise muss man hinzufügen, dass Pimco-Chef Bill Gross im Vergleich zum 289 Mrd. USD schweren Pimco Total Return Fund beim wesentlich kleineren ETF (4,6 Mrd. USD) über mehr Flexibilität in der Anlagestrategie verfügt. (red)

© Panthermedia.net/Worradirek Muksab

Neuer AXA-Fonds zum Vertrieb zugelassen

Frankfurt. UBS begibt ein Open End Index-Zertifikat (WKN UBS13D) auf den Solactive 3D Printing TR Index (EUR). Das Produkt investiert in die börsennotierten Pioniere der 3D-Drucktechnologie. Der Prozess des 3D-Drucks nutzt digitalisierte Modelle, um in der ‚echten‘ Welt Schicht für Schicht tatsächlich Objekte entstehen zu lassen. Das weckt Hoffnungen, dass in Zukunft im Idealfall jeder bei Bedarf annähernd jedes Objekt in benötigter Größe und im richtigen Maß einfach ausdrucken könnte, anstatt es sich zu kaufen. Das könnte unser heutiges Warenwirtschaftssystem komplett verändern, da in Zukunft statt Gütern nur deren Druckdaten herumgeschickt werden müssten. Neben den individuellen, passgenauen Designmöglichkeiten können Objekte per 3D-Druck auch kurzfristig und bedarfsgerecht hergestellt werden. So wurden bisher unter anderem bereits passgenaue

Schuhe, tickende Uhren, funktionsfähige Batterien sowie fahrtüchtige Autos am PC entworfen und per 3D-Druck materialisiert. Mit-hilfe von Scannern können zudem formreiche Objekte reproduziert werden. Zum 3D-Druck-Repertoire gehören ebenfalls Prothesen und Implantate. „Die Technologie könnte die Struktur unserer Wirtschaft entscheidend verändern“, erklärt Marcel Langer, Director bei UBS. Das UBS-Zertifikat biete Privatanlegern einen unkomplizierten und kosteneffizienten Zugang zu den Vorreitern in diesem Wirtschaftszweig. Die Management-Fee des UBS Open End Index-Zertifikat auf den Solactive 3D Printing TR Index (EUR beträgt 0,75% p.a. Bei Indexstart am 19.3.2013 waren sieben Aktien gleichgewichtet im Index: Autodesk, 3D Systems, Stratasys, Proto Labs, ExOne, Arcam und Cimatron. (lk)

© RedEye

© Pimco

UBS-Direktor Marcel Langer: „Verfahren könnte Warenwirtschaftssysteme komplett verändern.“

Produktion von Gütern aus Fabrikhallen direkt in die Wohnung von Verbrauchern.

M&G Investments Dividendensaison hat für M&G Global Dividend Fund gut begonnen; keine Dividendenkürzungen

„Rückgrat für laufende Erträge im Fonds“ Frankfurt/Wien. Die Dividendensaison beginnt für Stuart Rhodes, Manager des M&G Global Dividend Fund, in diesem Jahr erfreulich. 23 der 50 in seinem Portfolio gehaltenen Titel haben seit Jahresbeginn bereits Dividendenerhöhungen angekündigt. Dazu zählen vor allem sogenannte Qualitätsunternehmen – sie bezeichnet Rhodes als das „Rückgrat für laufende Erträge des Fonds und sorgen für ein kontinuierliches Dividendenwachstum”.

Tobacco (+7%) und auch Sanofi (+5%). Das Dividendenwachstum aus „schnell wachsenden Vermögenswerten“ und „zyklischen Branchen“ sei zuletzt noch beeindruckender gewesen. Viele hätten ein zweistelliges Dividendenplus vorgelegt wie z.B. die Potash Corp of Saskatchewan (+33%) oder Occidental Petroleum (+19%) und Blackrock (+12%). „Im Portfolio gab es 2013 bisher keine Dividendenkürzungen, obwohl insbesondere die Märkte in Europa zuletzt enttäuscht haben. Im Gegensatz zu vielen traditionellen Dividendenfonds konzentriert sich der M&G Global Dividend Fund auf Dividendenwachstum statt Dividendenrendite“, betont Rhodes. (lk)

Chilenischer Manager ist Weltklasse Wien. Mit seinem Fonds für Schwellenländer-Anleihen konnte der Chilene Fernando Tisne 371% über zehn Jahre erzielen – damit ist er in seiner Vergleichsgruppe weltweit unerreicht, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Fernando Tisne vom chilenischen Asset Manager Moneda verwaltet den erfolgreichsten unter weltweit 439 Schwellenländer-Anleihenfonds mit einem verwalteten Vermögen von über 100 Mio. USD. (red)

Stuart Rhodes: „Dividendenanhebungen führen häufig auch zu Kursanstiegen.“

Nachfolge Markus Kaller

Barings Ziel des Fonds: aktienähnliche Erträge bei geringer Volatilität zu schaffen

ZFA beruft neuen Vorstand

Dynamischer Multi-Asset-Fonds Frankfurt/Wien. Baring Asset Management (Barings) hat einen neuen Fonds aufgelegt, den Baring Euro Dynamic Asset Allocation (Euro DAA). Dabei wird die gleiche Strategie wie bei den anderen MultiAsset Fonds von Barings verfolgt.

Ziel: Euribor plus 3 Prozent Ziel ist es, durch eine taktische Vermögensaufteilung mittel- bis langfristig aktienähnliche Erträge für europäische Anleger, bei geringerer Volatilität als sie Aktien aufweisen, zu erwirtschaften. Als Zielrendite wird die EuriborRendite plus 3% angegeben, was laut Untersuchungen von Barings langfristigen Aktienerträgen entspreche. Dieses Ergebnis soll durch eine dynamische Aufteilung des Vermögens auf eine Reihe globaler Anlageklassen erreicht werden, wie zum Beispiel Aktien, Renten, Währungen, Kasse, und indirekt durch sorgsam ausgewählte alternative Anlagen wie Gold und Immobilien. Ein Multi-Asset-Ansatz habe sich in diesen Phasen, wo Märkte vola-

Wien. Neu in den Vorstand des Zertifikate Forum Austria (ZFA) ist Markus Kaller eingezogen. Er vertritt dort ab sofort die Erste Group Bank AG. Damit folgt Kaller auf Thomas Schaufler, der innerhalb der Erste Group neue Aufgabenbereiche übernommen hat. Der 42jährige Kaller arbeitet seit 2001 für die Erste Bank in verschiedenen Bereichen und Funktionen. (red)

„Fonds ist für ­Anleger konzipiert, für die Kapitalerhalt ebenfalls Priorität hat.“ Christopher Mahoh multi-asset team von barings

til sind und das breite wirtschaftliche Umfeld noch unsicher sei, als kluge Anlagestrategie erwiesen. Die anderen Multi-Asset- Produkte von Barings konnten bisher erfolgreich Wachstumschancen nutzen und die Volatilität steuern, und auch für diesen neuen Fonds in der Reihe sind die Erwartungen von Barings hoch. Der Fonds wird von Christopher Mahon verwaltet, Hartwig Kos agiert als Co-Manager. Insgesamt managt das Multi-Asset Team von

Barings 8,6 Mrd. £ (10,12 Mrd. €) in dynamischen Asset AllocationProdukten für private und institutionelle Anleger. Darunter ist auch das institutionelle Flaggschiffprodukt, der Baring Dynamic Asset Allocation Fund, mit einem verwalteten Vermögen von 6,5 Mrd. £ (per 28. Februar 2013). Die Produktpalette umfasst daneben den Baring Asia Dynamic Asset Allocation Fund und den Baring Dynamic Emerging Market Fund. (lk)

© Zertifikate Forum Austria

Wien. Der AXA WF Equity Volatility ist nun zum öffentlichen Vertrieb in Österreich zugelassen. Der Fonds bietet Institutionellen die Möglichkeit, kostengünstig in die erwartete (implizite) Volatilität wichtiger Aktienmärkte zu investieren. Die Aktienmarktvolatilität ist üblicherweise negativ mit der Wertentwicklung traditioneller Assetklassen wie Aktien korreliert und bietet deshalb zwei Vorteile: Diversifikation und Schutz vor Extremrisiken, heißt es. Mithilfe von Derivaten werden Long-Positionen in der erwarteten (impliziten) Volatilität des S&P 500 und/oder des EuroStoxx50 eingegangen. (red)

Die meisten Firmen aus diesem Segment haben ihre Dividende kürzlich um 5 bis 10% angehoben. Darunter sind Top Ten-Positionen wie Roche (+8%), British American

© Baring Asset Management/Robert Harper

Volatilität als Investment kann zur Diversifikation eingesetzt werden.

© M&G Investments

Anhebungen um 5 bis 10%

Kaller: Seit 2012 für den gesamten Retailvertrieb der Sparkassen zuständig.


Fonds: Pa r k / Ba n ki ng/ I Nsur a n ce : Watc h

Freitag, 26. April 2013

financenet – 31

financenet@medianet.at

Allianz Global Investors-Studie Dividendentitel sind im Portfolio attraktiver als Unternehmens- oder Staatsanleihen

short

Dividenden als Chance

Scheubrein bei D.A.S Rechtsschutzversicherer

© Allianz

Wien. „Dividendenwerte können langfristig einen Mehrwert fürs Depot bieten – nicht nur dank des zusätzlichen Einkommensstroms der Gewinnausschüttungen. Dividendenstrategien – insbesondere im Rahmen der aktuellen finanziellen Repression – sollten im Portfolio größeren Raum einnehmen“, kommentiert Martin Bruckner, Vorstandsmitglied der Allianz Investmentbank AG und CIO der Allianz Gruppe in Österreich, eine aktuelle Studie von Allianz Global Investors. Nicht nur die Renditen von Staatsanleihen höherer Bonität sind nahe ihrer Rekordtiefs, auch europäische Unternehmensanleihen werfen nicht viel ab. Die Studie zeigt auf, dass die nach Abzug der Inflation mitunter negativen Realzinsen dieser Anlageklassen kaum die langfristigen Renditeanforde-

Nicole Joham-Kerschbaumer, MBA Allianz Investmentbank AG, setzt auf Dividende.

Trierenberg Super Circuit Multimediale Ausstellung des weltgrößten Fotowettbewerbs

Fotografiekunst im Uniqa Tower Wien. Insgesamt 150 Maklerpartner hatten beim „Trierenberg Super Circuit“ – dem weltgrößten Fotowettbewerb – Gelegenheit, eine multimediale Ausstellung prämierter Fotos zu bewundern.

„Kunst lebt davon, dass sie gesehen wird. Wir machen das als größter Kunstversicherer mit Kunstsponsoring und der Unterstützung dieses Fotowettbewerbs möglich; viele dieser gelungenen Schnappschüsse geben uns die Möglichkeit, Perspektiven zu sehen, die wir normalerweise gar nicht wahrnehmen würden“, begeistert sich Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender Uniqa Österreich.

© Uniqa

Uniqa Kunstsponsoring

Trierenberg (Trierenberg Holding), Löger (Uniqa), Eibel (Uniqa Kunstversicherung).

rungen erfüllen werden. Dividendenstrategien verfügen über ein interessantes Rendite-Risiko-Profil: Sie vereinen die Qualitäten von aktuell hohen Dividendenrenditen und historisch niedrigen Kursvolatilitäten bei gleichzeitigem Inflationsschutz.

Strategie im Allianzfonds

Krise In Euro-Zone länger

Weltbank – IWF Frühjahrstagung

Veritas Investmentansatz

Frankfurt. Die jüngste aktuelle Anlegerstudie von Legg Mason bringt zum Teil unerwartete Vorlieben deutscher und internationaler Investoren ans Licht. Feste Erträge (Income-Investings) sind Trumpf und viele der befragten Deutschen legen bei diesen Produkten ihr Geld außerhalb ihres Heimatmarkts an. Die Umfrage belegt zudem, dass Chinesen lieber in den USA und Europa als in anderen Nationen investieren.

Wien. Gerold Permoser ist seit Anfang April 2013 neuer Chief Investment Officer (CIO) der Erste Asset Management und der ErsteSpar-invest. Permoser verantwortet ab sofort die gesamten Asset ManagementAktivitäten und Anlagestrategien aller Investmentfonds der Erste Asset Management Gruppe in Österreich, Deutschland, Kroatien, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. (red)

Frankfurt. Für den Anlageerfolg ist die Art und Weise, wie Investment- und Assetmanager über Kapitalanlagen denken, von großer Bedeutung. Konzeptionell begründet sollte eine überzeugende Investmentphilosophie sein und nicht durch vergangene Erfolge eines bestimmten Investmentstils oder eine hohe Nachfrage. Investoren sollten wissen, worauf sie sich einlassen. Wie lautet der Investmentansatz? Systematisch oder unsystematisch, prognosebasiert oder prognosefrei?

Abseits des Heimmarkts Zwei Drittel der befragten deutschen Anleger investieren in Income-Produkte außerhalb ihres Heimatmarkts – obwohl gerade den Deutschen häufig der Hang zum Home Bias unterstellt wird. Europa, die USA und das Vereinigte Königreich sind Regionen, in denen deutsche Anleger offenbar regelmäßige Erträge erzielen. „Der deutsche Anleger hat verstanden, dass sich abseits des sonst so bevorzugten Heimatmarkts oft bessere, laufende Erträge erzielen lassen“, erläutert Klaus Dahmann, verantwortlich für das Deutschlandgeschäft bei Legg Mason. (red)

Seit 1997 im Wertpapierbereich tätig: der gebürtige Tiroler Gerold Permoser.

Wien. First Solar und Tesla Motors ersetzen SolarWorld und Eurodrip im Öko-Aktienindex „nx-25“. Mit einem Anstieg von 337% in den letzten zehn Jahren liegt der „grüne“ nx-25Index weit vor dem „konventionellen“ Benchmark-Index MSCI-World (+72%). Durch den Ersatz der beiden europäischen Titel durch zwei US-Titel kommt die regionale Struktur des nx-25-Index wieder der des Benchmark-Index MSCI World näher. (ag/hk)

Zertifikatemarkt im März leicht rückläufig

Transparenz

Anlageerfolg vs. Transparenz

© Erste Sparinvest

© LMCM

Klaus Dahmann, Legg Mason: „Regelmäßige Erträge werden wichtiger.“

Der Trend des sogenannten Income-Investings scheint nun auch nach Deutschland überzuschwappen. Zu diesem Ergebnis kommt die von Legg Mason in Auftrag gegebene Studie des internationalen Markt- und Meinungsforschungsinstituts NorthStar, bei der insgesamt rund 3.000 Investoren zu ihrem Anlageverhalten in 13 Ländern befragt wurden.

First Solar und Tesla im Öko-Aktienindex

Washington. Im Vergleich zu den anderen Weltregionen wird die wirtschaftliche Erholung in Europa am langsamsten ausfallen, heißt es aus der Weltbank bei der laufenden gemeinsamen Frühjahrstagung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Es gebe unterschiedliche Geschwindigkeiten der Erholung in der Region, so Philippe Le Houerou, Weltbank-Vizepräsident für Europa und Zentralasien. „Als Faustregel gilt, je näher ein Land an der ‚Euro-Zone‘ und insbesondere Richtung Süden liegt, desto stärker spürt es die Auswirkungen.“ Die Region Europa und Zentralasien werde voraussichtlich um 2,9 Prozent wachsen. (red)

Erste Permoser ist CIO

Neu im Team

Wien. Stephanie Scheubrein ist ab sofort in der neu geschaffenen Abteilung Unternehmenskommunikation in der D.A.S. Rechtsschutz AG für die Koordination sämtlicher Kommunikationsaufgaben und -inhalte verantwortlich wie Pressearbeit, Social Media und die strategische Konzeption sämtlicher Kommunikationsmaßnahmen. Die Absolventin des FH-Wien Studiengangs Kommunikationswirtschaft war zuletzt als Senior Communication Manager in der Werbeagentur CIDCOM tätig. Von nun an ist die 27-Jährige die zentrale Anlaufstelle für die interne und externe Kommunikation des Rechtsschutzversicherers. (red)

„Private Anleger, die an den Chancen dieser Entwicklungen partizipieren möchten, können ihr Portfolio unter anderem mit dem in Österreich zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Fonds ‚Allianz European Equity Dividend’ entsprechend international ausrichten“, sagt Nicole Joham-Kerschbaumer, MBA, Country Head and Business Development Austria bei der Allianz Investmentbank AG. Der Fonds investiert in europäische Unternehmen, die attraktive Dividenden ausgeschüttet haben.

Anlegerstudie Deutsche haben niedrige Risikotoleranz

Home Bias zieht jetzt nicht mehr

Stephanie Scheubrein, neue Leiterin der Unternehmenskommunikation.

„Viele Manager beschreiben ihre Investmentphilosophie jedoch nicht ausdrücklich; das macht es jedoch schwer, systematische Zusammenhänge zwischen Investmentphilosophie und Anlageerfolg herzustellen“, so Dirk Söhnholz, Geschäftsführer der Veritas Investment GmbH. Für problematisch hält Söhnholz neben der fehlenden Transparenz die hohe Prognoseabhängigkeit vieler Investmentansätze. (hk)

© ZFA/Foto Wilke

Helga Krémer

© D.A.S.

Mehr Stabilität und realer Wertzuwachs – hohe Ausschüttungssummen bei europäischen Aktien.

Heike Arbter, Zertifikate Forum Austria: „Handelsvolumen geht zurück.“

Wien. Laut der jüngsten Marktstatistik des Zertifikate Forum Austria sinkt das Gesamtmarktvolumen, das bei österreichischen Privatanlegern platziert ist, per 31. März 2013 um 0,6 Prozent bzw. 86 Mio. € und hält nunmehr bei 13,4 Mrd. €. Der Rückgang im Berichtsmonat lässt sich auf Anlage- und auch auf Hebelprodukte zurückführen. Der Anteil von Anlageprodukten am Gesamtmarkt liegt per Ende März unverändert bei 99,4%, der Anteil von Hebelprodukten bei 0,6 Prozent. Strukturierte Zinsprodukte sinken um 0,7 Prozent und belaufen sich auf 4,5 Mrd. €. Das Handelsvolumen ist gegenüber dem Vormonat um 12,1 Prozent bzw. 29 Mio. € gesunken und liegt per Ende März bei 210 Mio. €. (hk)


B A N K I N G / in s u r anc e : watc h

32 – financenet

Freitag, 26. April 2013

financenet@medianet.at

Strukturbefragung Eine Umfrage ist den neuen Trends in Sachen Finanzierung und Exportpläne bei den heimischen KMU auf der Spur

Alternative Finanzierung kommt Beinahe ein Viertel der mehr als 1.900 befragten Betriebe plant, künftig noch stärker auf Risikokapital & Co zu setzen. Wien. Alljährlich erkunden Austria Wirtschaftsservice (aws), WKO und das Marktforschungsinstitut marketmind die Stimmung in den heimischen KMU. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass 44% der Unternehmen im Vorjahr ihre Investitionen vor allem über den Cashflow getätigt haben, gerade mal ein Viertel (25,5%) der KMU hat einen Bankkredit aufgenommen. Alternative Finanzierungsformen wurden 2012 von knapp 9% genutzt – Tendenz steigend, denn fast ein Viertel (24%) der Befragten plant, künftig verstärkt darauf zurückzugreifen.

dem ‚aws Gründerfonds‘ Gründern eine zusätzliche Risikokapitalfinanzierung zur Verfügung“, erklärt Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der aws. „Damit können wir die zukünftigen Eigenkapital-Bedürfnisse von jungen Unternehmen noch stärker abdecken.“ Auch die Wirtschaftskammer ortet raschen Handlungsbedarf. „Diese aktuelle Erhebung zeigt die Dringlichkeit der Forderung der WKO nach einer Forcierung alternativer Finanzierungsformen“, betont Ralf Kronberger, Leiter der Abteilung für Finanzpolitik in der WKO. Von der Kammer kommen auch konkrete Vorschläge für ein Paket an Maßnahmen, wie die Wiederbelebung der Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft, moderne Rahmenbedingungen für Crowdfunding und Bürgerbeteiligungsmodelle sowie Anreize zur Forcierung von Busi-

© aws/Ludwig Rusch

Maßnahmen sind gefragt

Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der aws, greift Gründern unter die Arme.

Ethische Anlagen Viele Österreicher setzen zunehmend auf soziale Verantwortung bei ihren Investments

short

Wien. Ethische Produkte sind im Trend, denn Österreichs Anleger investieren zunehmend mit gutem Gewissen. Ende 2012 waren es bereits mehr als 42 Mio. €, die bei der internationalen Entwicklungsgenossenschaft angelegt wurden. Das entspricht einem Plus von 34% gegenüber 2011.

Wien. Mit 29. April ist Igor Strehl neues Mitglied des Vorstandsteams der Sberbank Europe AG. Er verantwortet künftig den Bereich Corporate Business & Investment Banking. Strehl hat langjährige Erfahrung im Bankbereich, zuletzt war er Vorstandsvorsitzender der VTB Bank (Austria). Der 45-Jährige verfügt zudem über ein umfassendes Know-how im CEE-Geschäft und bringt beste Beziehungen zum russischen Wirtschaftsraum mit. (red)

Mikrokredite helfen „Die Menschen wollen wissen, wofür ihr investiertes Geld verwendet wird“, erklärt Peter Püspök, Vorstandsvorsitzender von Oikocredit Austria. Faire Darlehen an Mikrokreditprogramme und Genossenschaften hat sich Oikokredit auf die Fahnen geheftet. Das weltweite Portfolio liegt bei 530 Mio. €,

Russischer Banker in NÖ verhaftet Mostviertel. Alexander Gitelson, ehemals Inhaber und Chef der russischen Bank of East-European Finance Corp (EEFCBank), wurde vorige Woche im niederösterreichichen Mostviertel festgenommen. Grund dafür: mutmaßlicher Betrug. Dem Banker war 2011 ein Betrugsprozess der Stadt St. Petersburg gemacht worden, er soll dieser 12 Mio. € herausgelockt haben, wie die Kronen Zeitung berichtet. Da Gitelson damals vor der Verhandlung verschwand, wurde er in Abwesenheit zu fünf Jahren Haft verurteilt. (red)

gut 42,05 Mio. € kommen dabei aus Österreich. „Die Anleger sind mündiger und verantwortungsbewusster geworden; es ist ein Wunder, dass wir ohne Vertriebsnetz so viele Leute ansprechen“, erzählt Püspök. „Ich glaube, der Grund unseres Erfolgs ist ein sympathisches Produkt.“ Der durchschnittliche Oikocredit-Investor ist über 50 Jahre alt und veranlagt um die 12.000 €. Seit mittlerweile über 10 Jahren gibt jährlich eine Dividende von 2% bei Oikocredit. Mit einer Mindesteinlage von 200 € sind die Investments für viele interessant und möglich. 2013 ist übrigens sehr gut angelaufen – über 300 neue Mitglieder und mehr als 5 Mio. € Zuwachs in den ersten vier Monaten. (mst)

© Oikocredit

Ein gutes Gewissen bei der Geldanlage

Neuer Vorstand bei Sberbank Europe

Oikocredit-Vorstand Peter Püspök freut sich über das rege Interesse der Investoren.

Anlage Wohlberaten

Makler-Treffen Zahlreiche Teilnehmer beim Branchenevent der Versicherungsmakler

Vorsorge lieber längerfristig

Die Zukunft unserer Pensionen

© medianet/Szene1/Langegger

jescick, Fachgruppenobmann für Versicherungsmakler der Wiener Wirtschaftskammer, hat darum zu einem Event unter dem Motto „Die Zukunft der Pension“ eingeladen. Die aktuelle Forderung nach Provisionsoffenlegung von Maklern lässt die Wogen hochgehen, das zeigt auch die hohe Anzahl der Teilnehmer: 140 Makler lauschten den Visionen. Philipp Steiner, Vorstand der Nürnberger Versicherung: „Fix ist:

Die Teilnehmer am Branchenevent der Wiener Versicherungsmakler.

wer nicht vorsorgt, wird nichts rausbekommen!“ Dem stimmt Ralph Müller, Vorstand der Wiener Städtischen, zu: „Private Vorsorge ist ein Muss!“ Christina Götz-Tiefenbacher, Chefcontrollerin bei der Pensionsversicherungsanstalt, erzählt: „Deutschland zahlt im Vergleich zu Österreich nur halb so viel staatliche Pension aus!“

Wien. Zinsen auf Niedrigstniveau, kaum Rendite bei fest verzinsten Anlagen – derzeit sind die Aussichten für private Anleger eher trüb. „Grundsätzlich zu empfehlen ist eine längerfristige Vorsorge, um einen gewissen Lebensstandard zu halten und sich Wünsche zu erfüllen“, rät Bernhard Woldan, Vorstand der Partner Bank AG, und verweist auf den hohen Stellenwert der persönlichen Beratung. (mst)

Provisionsoffenlegung So richtig zur Sache ging es dann bei der Frage der Provisionsoffenlegung versus Produkttransparenz. Christian Prantner, AK Wien, setzte sich für die Kostenoffenlegung als Mindeststandard ein und plädierte für eine jährliche Provisionsauszahlung, wenn die Prämie zu zahlen ist. Rudolf Mittendorfer, ehemaliger Chef der Wiener Versicherungsmakler, konterte geschickt, dass bei Laufzeiten mit bis zu 50 Jahren viele der Makler die Provisionsauszahlung nicht erleben würden. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Kabarett von Klaus Eckel mit dem Titel „Alles bestens, aber ...“ (mst)

© Partner Bank

Wien. Die Zahlen sprechen für sich: Die Durchschnittspension bei Frauen lag im Vorjahr bei monatlich netto 871 €, während Männer 1.463 € im Börsel hatten. Dabei gehen Frauen im Schnitt mit 57,2 Jahren in Pension, Männer zieht es mit 59,2 Jahren in den Ruhestand. Eine prickelnde Kennzahl, die zum Nachdenken anregt: 2050 gibt es um 50% mehr Pensionsversicherte, aber nur 5% mehr Einzahler als heute. Helmut Mo-

Partnerschaft: Uniqa und bike Tulln Tulln. Von 19. bis 21 April ließ die „bike austria 2013“ die Herzen vieler Motorradfahrer wieder höher schlagen. Österreichs größte Messe für Zweiräder zeigte die Highlights und Trends rund um motorisierte Zweiräder. Mit dabei auch die Uniqa mit eigenem Messestand; dort konnten Interessierte gleich Infos eingeholen, sich individuell beraten lassen und – so sie ihr Traum-Bike gefunden haben – gleich die passende Versicherung vor Ort abschließen. (red)

Besonders für junge Unternehmen und Neugründungen sind die Rahmenbedingungen in puncto Finanzierung derzeit schwierig. „Genau aus diesem Grund stellen wir seit Jahresbeginn 2013 mit

ness Angels und Venture Capital. Dabei setzen viele Unternehmen auf Innovationen, wie auch der F & E-Anteil von 18,5% zeigt; deutlich mehr als ein Viertel (29%) der befragten KMU hat Neuheiten bei Produkten ins Leben gerufen, 27% brachten Innovationen im Dienstleistungsbereich. Die Innovationsfreude wirkt sich auf Exporte und Direktinvestitionen gleichermaßen aus: Betriebe, die in den letzten drei Jahren Neuheiten auf den Markt brachten, exportieren zu 35%. Auslandsaktivitäten stehen dennoch nicht bei allen Betrieben am Plan, für gut die Hälfte der Befragten sind sie kein Thema. KMU, die bereits im Ausland aktiv waren, planen auch weiter hier tätig zu sein. Mittelgroße Unternehmen kristallisieren sich hier als Spitzenreiter heraus, fast drei Viertel (73%) planen, von 2013 bis 2015 jenseits der Grenzen aktiv zu werden. (mst)

Partner Bank-Vorstand Bernhard Woldan empfiehlt längerfristige Vorsorge.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 26. april 2013 – 33

© Hudej GmbH

100 Millionen-Interesse

Gerhard Hudej sagt Wiener Zinshäusern wachsende Nachfrage ausländischer Investoren voraus Seite 35

www.ehl.at

ausgezeichnet

ICSC zählt Silesia Center der Immofinanz zu Europas Top-Einkaufszentren

Wir leben Immobilien.

Seite 36

Mit „Smart-Wohnungen“ am Markt reüssieren

BÜROMIETEN IN ÖSTERREICH Stadt Wien Innsbruck Eisenstadt Salzburg Graz Klagenfurt Bregenz Linz Sankt Pölten

© Immofinanz

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien

€/m² Wfl. 11,7 9,6 9,5 9,0 8,6 8,2 8,0 7,6 5,2

Quelle:

IMMO-AGS 17. April–24. April 2013

IATX (24.4.)

166,30

Wochentop ATRS Wochenflop SPI Atrium CA Immobilien Anlagen conwert Immofinanz Warimpex S Immo

2,31% 4,49% -3,27% 4,49% 4,47% 2,52% 1,79% 0,08% -3,27%

IMMO-FONDS

Monatstop ESPA Stock As.-Pa. 9,03% Monatsflop Wr. Privatb. Eur. P -6,53% Top 5 Immofonds ESPA Stock Asia-Pacific Prop. 9,03% FF - Asia Pacific Property A Dis 8,61% Morgan Stanley Asian Property 8,33% Henderson Asia-Pacific Prop. 7,98% Sarasin Real Estate Equity 7,79% Flop 5 Immofonds Wiener Privatbank Europ. Prop. -2,77% E&G Immobilienaktien Europa -1,70% DWS Immoflex Vermögensm. -1,10% ESPA Stock Europe-Prop. HUF -0,30% EasyETF EPRA Eurozone 0,14% 17. April–24. April 2013

CERX (24.4.)

425,39

© medianet; Panthermedia.net/Veronika Vasilyuk

1-Monats-Performance (per 24.4.)

Ausbau C&P Wien-Chef Herbert Malicsek punktet auf den Märkten mit „SmartWohnungen“ – klein, kompakt und mit einem „gewissen Maß an Luxus“. Neben Wien und Graz wird auch in Berlin expandiert, denn die deutsche Hauptstadt verfügt über ein recht starkes Miet-Publikum. Seite 34

0,30%

inhalt

Die Schokoladenseite des E-Commerce!

Immo:Capital > Wiener Büromarkt: Österreicher dominieren 34

Online-Payment für E- und M-Commerce

Immo:Markets > Immobilienkauf: Altersvorsorge wichtigstes Motiv 35 > Strabag baut Regierungsgebäude in Potsdam 36 >Buwog-Großeinkauf 37 Law & Order > „Medecco“ bei Wolf Theiss 38

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34 – financenetreal:estate

Freitag, 26. April 2013

financenet@medianet.at

short

© APA/DPA/Oliver Berg

Deutsche Strabag baut die Führungsspitze um

Ausbau läuft C&P Wien-Chef Herbert Malicsek: Smart heißt klein, kompakt und mit einem „gewissen Maß an Luxus“

C&P: Smart-Wohnungen punkten auf den Märkten

Neben Wien und Graz wird in Berlin expandiert: Hauptstadt hat hohe Nachfrage an Mietwohnungen.

Elbphilharmonie wird zehnmal teurer

Smart ist beliebt

Heuer hat sich C&P eine weitere Umsatzsteigerung auf bis zu 55 Mio. € vorgenommen; das aktuell rund 60 Mitarbeiter starke Unternehmen, das viel mit Vertriebspartner zusammenarbeitet, hat mehrere Projekte in der Pipeline, u.a. an der Alten Donau (40 Wohneinheiten), an der Donaufelderstraße (60 WE) und in Graz 320 Wohnungen in drei Etappen. In Wien werden für künftige Projekte verstärkt die Außenbezirke interessant. Auch die deutsche Hauptstadt Berlin ist für C&P ein ein Markt mit viel Zukunftspotenzial: Man hat hier insgesamt schon zwei Objekte mit 216 Wohnungen angekauft und davon das erste, mit 27 Wohnungen, auch bereits wieder erfolgreich verkauft – an österreichische Investoren. Die Wohnungspreise sind in Berlin noch deutlich unter dem Wiener Preisniveau, vergleichbar mit einer österreichischen Bezirksstadt, dabei hat die Stadt vier Mio. Einwohner, erinnert Malicsek. Die Bevölkerung ist im Schnitt ausgesprochen jung und Miete die gängige Wohnform (es gibt also weniger Eigentum als in Österreich). Das Problem sei vielmehr entsprechende Immobilienobjekte zu finden. (red)

Smart-Wohnungen sind klein, kompakt und trotzdem mit einem gewissen Maß an Luxus ausgestattet. Hochwertige Böden und Küchen sowie variable Möblierungslösungen und Freiflächen wie Balkon, Terrasse oder Garten gehören zum Standard. „Das ist es, was die Mieter anspricht“, so Malicsek. Der Bedarf sei nicht zu übersehen – und da sich eine gute Anlegerwohnung durch bestmögliche Vermietbarkeit auszeichne, haben die Projektentwickler von Vorsorgewohnungen diesen Wohnungstyp neu entdeckt. Die C&P als der führende Anbieter von Anlegerwohnungen im Privatkundensegment sieht sich als Vorreiter: „Die Wohnung muss über einen Grundriss verfügen, der die zukünftigen Mieter voll und ganz zufriedenstellt und gleichzeitig das Ziel der Optimierung der Mietrendite für Anleger erfüllt.“

Die neuen Ziele

Herbert Malicsek: Wachsende Ballungsräume wie Wien mit jährlich knapp 8.800 neuen Einwohnern sind attraktiv für Vermietung.

Wien, Graz, Berlin

Die Statistik Austria prognostiziert für die nächsten 20 Jahre einen jährlichen Zuwachs von 0,5 Prozent oder knapp 8.800 Personen pro Jahr. Langfristig sind Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern

Die Hamburger Elbphilharmonie soll insgesamt 789 Mio. Euro kosten.

Hamburg. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Der Neubau der Elbphilharmonie, der sich zu einem Endlosperojekt entwickelt hat (medianet/financenet berichtete), wird jetzt auch ein finanzielles Desaster. Er soll nach Aussagen des Hamburger Oberbürgermeisters Olaf Scholz um die 789 Mio. € kosten – das ist rund zehnmal so viel, wie ursprünglich geplant. In dieser Summe sollen auch sämtliche Nebenkosten enthalten sein und dem Steuerzahler keine weiteren Kosten verursachen. Vor wenigen Wochen hatte die Stadt Hamburg mit dem Baukonzern Hochtief eine Vereinbarung getroffen, wonach das Essener Unternehmen in Zukunft alle Risiken übernehmen soll und das Konzerthaus bis zum Jahr 2016 zu einem so genannten Globalpauschalfestpreis von 575 Mio. € fertig baut. Dabei wurden aber unter anderem die Finanzierungs- und Baukosten für den kommerziellen Teil und die Vorplanungskosten nicht mit einkalkuliert. Das Prestigeprojekt hätte eigentlich nur rund 77 Mio. € kosten sollen. (red)

in Lagen mit guter Infrastruktur (also u.a. öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsgelegenheiten, Parks o.Ä.) am besten vermietbar. Neben der Vermietbarkeit an sich ist für die Anleger aber auch

Wiener Büromarkt 80 Prozent kommen aus Österreich

Soravia Group Michael Baert folgt Ferdinand Lechner

Wien. Etwa 80% aller Investitionen im ersten Quartal 2013 entfielen auf inländische Investoren, während Käufer aus Deutschland für rund 13% der Immobilieninvestments verantwortlich waren. Der Rest von 7% entfällt auf Investoren aus anderen Ländern. Rund 230 Mio. € wurden von Jänner bis März 2013 in den Wiener Immobilienmarkt investiert. Dieser Wert liegt etwa 70 Mio. € unter jenem des Vergleichszeitraums 2012. Insgesamt stehen zur Zeit in Wien rund 10,69 Mio m� an Büroflächen zur Verfügung, davon wurden im ersten Quartal 2013 rund 66.000 m� fertiggestellt oder generalsaniert. Im Laufe des Jahres sollten noch weitere 100.000 m� an neuen Büroflächen hinzukommen, womit die Fertigstellungen des Jahres 2013 voraussichtlich ungefähr halb so hoch sein werden wie im Jahr 2012 (rund 338.000 m� neue Flächen), aber auf ähnlichem Niveau wie 2011. Insgesamt zeichnet Zurückhaltung zurzeit den Wiener Büromarkt – das gilt sowohl für die Vermietungen als auch für die Fertigstellungen von neuen Büroflächen. Rund 50.000 m� wurden

Linz. Michael Baert, zuletzt für die Premium tätig, ist jetzt in den Vorstand der auf Bauherrenmodelle spezialisierten „ifa“ Finanzgruppe eingezogen. Baert wird hauptsächlich für die Bereiche Projektentwicklung und -abwicklung, Organisation, Förderungen und Recht verantwortlich sein. Mit Michael Baert hat die ifa AG einen professionellen Immobilienspezialisten mit langjähriger Erfahrung gewinnen können, der die Entwicklung des Unternehmens weiter vorantreibt, heißt es aus dem Konzern. Die zur Soravia Group gehörende ifa AG holt sich damit eine professionelle Verstärkung für ihren Wachstumskurs. Er folgt ifa-Vorstand Ferdinand Lechner, der sich mit Mitte des Jahres in die Selbstständigkeit verabschiedet. Der gebürtige Belgier Baert studierte an den Universitäten Leuven, Gent, Köln und Wien, wo er 1989 seine Wahlheimat gefunden hat. Michael Baert kann eine breite berufliche Erfahrung im Immobilienentwicklungs- und Immobilienabwicklungsmanagement vorweisen.

Inländer haben die Nase weit vorn Vorstandswechsel in der ifa AG im ersten Quartal 2013 in Wien vermietet – das sind rund 15.000 m� weniger als im Vergleichszeitraum 2012. „Auch wenn davon auszugehen ist, dass der Markt in den kommenden Quartalen noch anziehen wird, so gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass 2013 knapp unter dem Niveau von 2012 bleiben wird“, meint Andreas Ridder, Geschäftsführer von CBRE Österreich. (red)

© CBRE/Christian Husar

© dpa/Marcus Brandt

Geografisch bleibt C&P nicht umsonst auf Graz (der Heimmarkt), Wien und in letzter Zeit auch Berlin fokussiert: In Wien ist der Bedarf an Wohnungen besonders hoch.

Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich: Leerstandsrate konstant.

In den letzten zwölf Jahren war er unter anderem als Vorstand für die auf Bauherrenmodelle und Vorsorgewohnungen spezialisierte Premium AG und deren nationale & internationale Tochtergesellschaften tätig. „Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben, die Position der ‚ifa AG‘ als Marktführer für Bauherrenmodelle weiter auszubauen und auf andere Produkte im Immobilienbereich zu erweitern“, sagt Baert. (red)

© Soravia Group

Wien/Köln. Die deutsche Strabag AG mit Sitz in Köln will ihren Vorstand auf der kommenden Hauptversammlung Ende Juni umbauen. Thomas Birtel, seit 1. Jänner 2013 stellvertretender CEO bei der Mehrheitsaktionärin Strabag SE und designierter Nachfolger von Strabag-SEChef Hans Peter Haselsteiner per Mitte 2014, soll in den Aufsichtsrat der Strabag AG wechseln. Weiters sollen Peter Hübner und der Geschäftsführer der Goldeck-Bergbahnen, Marcus Kaller, die beiden Vorstände Karsten Richter und Lothar Schulz ersetzen. Der Deutsche Birtel gibt sein Vorstandsmandat bei der Strabag AG im Hinblick auf seine neuen Aufgaben bei der österreichischen Muttergesellschaft Strabag SE per 28. Juni ab. Der Vorstand der deutschen Bau-Tochter soll künftig fünf Mitglieder umfassen: Neben Hübner und Kaller sind dies weiterhin Jörg Eschenbach, Peter Kern und Jörg Rösler. (APA)

der Fertigstellungstermin einer Vorsorgewohnung von großer Bedeutung: „Anleger kaufen zumeist vom Architektenplan weg; bei uns werden 95 Prozent der Wohnungen zum versprochenen Zeitpunkt fertig und können bereits vermietet an die Anleger übergeben werden“, so Malicsek. Das hauseigene Vermietungsteam findet für beinahe jede Wohnung bereits in der Bauendphase den richtigen, also langfristigen Mieter.

© Werner KRUG,www.derkrug.at

Thomas Birtel wird in den Aufsichtsrat der Strabag AG wechseln.

Wien. Die C&P AG, Spezialist für Anlegerwohnungen, ist mit dem Jahr 2012 sehr zufrieden, sagt Herbert Malicsek, Key Account Manager des C&P Branch Office Wien: Bei einem Umsatz von rund 50 Mio. € wurden 296 Wohnungen verkauft. Dabei punkten gerade die sogenannten Smart-Wohnungen, sagt Malicsek: Sie liegen als Garconniere des 21. Jahrhunderts bei Mietern und Anlegern voll im Trend. Gemeint ist damit eine Kleinwohnung mit 2-Zimmern, also mit separatem Schlafzimmer.

Michael Baert: neuer Vorstand der auf Bauherrenmodelle spezialisierten ifa AG.


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Freitag, 26. April 2013

financenetreal:estate â&#x20AC;&#x201C; 35

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Prognose Wachsende Nachfrage von ausländischen Investoren an Wiener Zinshäusern vorausgesagt

short

Das 100 Millionen-Interesse

Wien und Berlin als Anlage-Schwerpunkte Wien/Berlin. Die Premium Immobilien AG (Wien) will auch 2013 und 2014 schwerpunktmäĂ&#x;ig in Wien und Berlin investieren. Investoren wĂźrden weiterhin auf Sicherheit setzen und die wirtschaftlich starken Länder Ă&#x2013;sterreich und Deutschland bevorzugen. Zugleich gebe es in den beiden Metropolen wegen des BevĂślkerungswachstums vermehrt Bedarf an Wohnraum. Derzeit sei die Projektpipeline mit rund 200 Mio. â&#x201A;Ź â&#x20AC;&#x17E;prall gefĂźlltâ&#x20AC;&#x153;, berichtete das Unternehmen. In Deutschland wolle man die Akquisitionsleistung der seit 2004 vertretenen Tochter ausbauen, kĂźndigte PremiumImmo-EigentĂźmer Hannes SchĂśckler an. Parallel wurde mit dem Verkauf des Wohnungsbestands in Deutschland begonnen. (APA)

Auch nach dem Rekordjahr 2012 rechnet man fĂźr heuer mit weiter steigenden Transaktionszahlen. Wien. Laut Prognose der Hudej Zinshausmakler GmbH soll der Zinshausmarkt in Zukunft von groĂ&#x;en Investitionsvolumina ausländischer Käufer geprägt sein. Vorstand Gerhard Hudej verdeutlicht: â&#x20AC;&#x17E;Allein die Investoren, die wir derzeit beraten, haben Interesse an Wiener Zinshäusern im Wert von etwa 100 Millionen Euro bekundet.â&#x20AC;&#x153; Die oft gehĂśrte Meinung, das Mietrechtsgesetz (MRG) schrecke ausländische Investoren ab, sei falsch, meint Hudej. â&#x20AC;&#x17E;Unsere ausländischen Investoren sehen groĂ&#x;e Chancen fĂźr die Zukunft aufgrund der bisher kĂźnstlich niedrig gehaltenen Mieten. Die meisten gehen davon aus, dass das MRG in seiner heutigen Form ein Ablaufdatum hat.â&#x20AC;&#x153; AuĂ&#x;erdem halte die aktuelle Gesetzeslage auch Ăśsterreichische Investoren nicht davon ab, Zinshäuser zu kaufen â&#x20AC;&#x201C; weil die positiven Argumente Ăźberwiegen, z.B. langfristiger Ertrag, Werterhalt und Sicherheit. Diese Argumente seien aber nicht davon abhängig, ob man Inländer oder Ausländer ist, meint Hudej. Richtig sei jedenfalls, dass die Zusammenarbeit zwischen EigentĂźmer und Hausverwalter als Asset Manager zukĂźnftig immer wichtiger wird. Die GrĂźnde fĂźr das steigende Interesse ausländischer Investoren fĂźr Wiener Zinshäuser liegen laut Hudej auf der Hand: â&#x20AC;&#x17E;Ă&#x2013;sterreich

gilt als politisch und wirtschaftlich stabiles Land mit groĂ&#x;er Rechtssicherheit.â&#x20AC;&#x153;

... und niedrige Preise â&#x20AC;&#x17E;Unsere ausländischen Investoren verfolgen eine langfristige Anlagestrategie,â&#x20AC;&#x153; erklärt Hudej. â&#x20AC;&#x17E;Sie denken in Zeiträumen von zumindest 20 bis 30 Jahren.â&#x20AC;&#x153; Daher werde hier weniger auf die Anfangsrendite als vielmehr auf das langfristige Potenzial eines Hauses geachtet. Altmieter seien gern gesehen. Eine niedrige Durchschnittsmiete ist ein entscheidendes Ankaufskriterium, weil sie Steigerungspotenzial in der Zukunft verspricht. Jedes Objekt

Aufenthaltserlaubnis fĂźr Immobilienkäufer Gerhard Hudej: Ausländischen Investoren sehen groĂ&#x;e Chancen in Wien.

werde aber genau geprĂźft, was die Nachhaltigkeit hinsichtlich Substanz und Vermietbarkeit betrifft, erläutert Vorstand Gerhard Hudej. â&#x20AC;&#x17E;Hier zählen beispielsweise Kriterien wie Lage, Erreichbarkeit und GrĂśĂ&#x;en der einzelnen Wohnungen.â&#x20AC;&#x153; Doch auch fertigentwickelte Objekte wĂźrden gesucht, sofern kein Sanierungsbedarf besteht, der Dachboden bereits ausgebaut ist und die kurzfristigen Potenziale

schon ausgeschĂśpft sind. Je weniger unsanierte Leerflächen oder Sanierungsbedarf bestehen, desto besser. Denn, so Gerhard Hudej: â&#x20AC;&#x17E;Ein Haus muss leben, um seinen Wert zu behalten.â&#x20AC;&#x153; In diesem Zusammenhang sei es auch sehr bedauerlich, dass selbst in der Zinshaus-Boomstadt Wien Objekte leer stehen und verfallen â&#x20AC;&#x201C; anstatt wirtschaftlich sinnvoll verwertet und erhalten zu werden. (red)

Immobilienbarometer Altersvorsorge wichtigstes Motiv

LaSalle â&#x20AC;&#x17E;Holland Hausâ&#x20AC;&#x153; in Hamburg-St. Pauli erworben

Wien. Immobilieninteressenten begrĂźnden ihren Kauf zunehmend mit gĂźnstigen Finanzierungszinsen. Im aktuellen â&#x20AC;&#x17E;Immobilienbarometerâ&#x20AC;&#x153; von ImmobilienScout24 nennen 44% der Befragten (rund 3.700 Kaufinteressenten in Ă&#x2013;sterreich und Deutschland) die gĂźnstigen Zinsen zur Wohnfinanzierung als wichtigstes Kaufmotiv. Etwa jeder zweite Kaufinteressent (47%) rechnet mit einem Wertzuwachs, der die Inflation ausgleicht. 51% nannten Altersvorsorge als Motiv fĂźr den Kauf. â&#x20AC;&#x17E;Kaufinteressenten zeigen sich trotz Preissteigerungen nicht verunsichertâ&#x20AC;&#x153;, sagt Patrick Schenner, ImmobilienScout24 Ă&#x2013;sterreich. (red)

Hamburg. Die LaSalle Investment Management KAG hat das BĂźrogebäude â&#x20AC;&#x17E;Holland Hausâ&#x20AC;&#x153; im Hamburger Stadtteil St. Pauli fĂźr einen von ihr gemanagten Spezialfonds erworben. Verkäufer war ein von Morgan Stanley Real Estate Inves-ting gemanagter Fonds. Das erst 2008 auf dem Gelände der ehemaligen Bavaria Brauerei in unmittelbarer Nähe zum Empire Riverside Hotel und dem Astraturm errichtete Objekt verfĂźgt Ăźber eine Mietfläche von zirka 4.000 mďż˝ und ist fast zur Gänze vermietet. Erst vor wenigen Wochen hatte der LaSalle-Fonds ein Ă&#x201E;rzte- und Geschäftshaus am KĂślner Neumarkt gekauft. (red)

Patrick Schenner, GeschäftsfĂźhrer ImmobilienScout24 Ă&#x2013;sterreich.

Objekte fĂźr eigenen Fonds gekauft

Š panthermedia.net/Mikhail Markovskiy

Š ImmobilienScout24

Niedrigzinsen als Boomfaktor

Die LaSalle Investment Managment KAG kaufte vor Kurzem auch in KĂśln.

Š panthermedia.net/Tomas Marek

Die Wohnbedingungen sind, so Hudej, erstklassig, die Kosten des täglichen Lebens aber relativ niedrig: â&#x20AC;&#x17E;Wenn eine Stadt wie Wien weltweit an erster Stelle bei der Lebensqualität steht, aber am 58. Platz bei den Lebenshaltungskosten, dann kĂśnnen sich die Bewohner sehr glĂźcklich schätzen.â&#x20AC;&#x153; Das zeige aber auch, so der Zinshausexperte, dass noch groĂ&#x;er Spielraum nach oben besteht. Es sei also mit steigenden Preisen zu rechnen â&#x20AC;&#x201C; und diese Entwicklung sei fĂźr ausländische Investoren ausschlaggebend.

Š Hudej Zinshausmakler GmbH

Hohe Lebensqualität ...

Käufer griechischer Immobilien dßrfen fßnf Jahre bleiben.

Athen. Griechenland will seinem angeschlagenen Immobilienmarkt offenbar neuen Schwung geben. Als Anreiz dafĂźr soll eine fĂźnfjährige Aufenthaltserlaubnis fĂźr Nicht-EU-BĂźrger dienen. Sie soll gelten, wenn mehr als 250.000 â&#x201A;Ź fĂźr den Kauf oder das zehnjährige Leasing einer Immobilie im Lande investiert werden. Wie aus Kreisen des griechischen Wirtschaftsministeriums bekannt wurde, gibt es â&#x20AC;&#x17E;starkes Interesseâ&#x20AC;&#x153; aus Russland, den arabischen Staaten und China fĂźr den Kauf von Immobilien â&#x20AC;&#x201C; vor allem an Ferienhäusern auf den griechischen Inseln, aber auch an BĂźros in der Hauptstadt Athen. Die Preise im griechischen Immobilienmarkt sind in den vergangenen vier Jahren um fast 30% gefallen, wie ein Vertreter des Verbands der griechischen Immobilienbesitzer berichtete. (APA/red)

s geht um Erfahrung. 6HLW LQYHVWLHUHQ ZLU LQ ,PPRELOLHQ .QRZ KRZ VWDQGRUWVSH]LÄ&#x;VFKHV :LVVHQ HLQ VWDUNHV 1HW]ZHUN XQG GLH EUHLWH 6WUHXXQJ XQVHUHV 3RUWIROLRV HUPĂšJOLFKHQ 6WDELOLWĂ&#x192;W XQG 1DFKKDOWLJNHLW Ĺ&#x2039; VHLW Ä&#x2018;EHU -DKUHQ +LHU LQYHVWLHUHQ 6LH LQ .RQWLQXLWĂ&#x192;W Informationen Ăźber die S IMMO Aktie: www.simmoag.at


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36 – financenetreal:estate

Freitag, 26. April 2013

financenet@medianet.at

Einzelhandel 2,1 Milliarden Euro wurden im ersten Quartal 2013 in deutsche Einzelhandelsimmobilien investiert

Top-Standorte profitieren

ImmoNomade von Philipp Kaufmann 3P.zum.Glück

U

nser Ziel - Ihr Glück

großen Immobilienzentren und die angrenzenden Speckgürtel. Aber auch in den Regionalzentren und B-Standorten wurde überwiegend in sichere und langfristig vermietete Objekte investiert“, erläutert Georg Fichtinger, Head of Capital Markets bei CBRE Österreich. Dabei entfielen mit über 1,4 Mrd. € fast 70% aller Einzelhandelsinvestments in die Assetklasse High-Street-Objekte – gegen-über dem Vorjahreszeitraum eine Steigerung um 312%. Die zweitstärkste Assetklasse waren Fachmärkte und Fachmarktzentren. Shoppingcenter hingegen haben einen Rückgang um 69% auf 163 Mio. € verzeichnet. „Für den österreichischen Markt ist ein vergleichbarer Trend erkennbar, wenngleich aufgrund mangelnder High-Street-Objekte und Einkaufszentren vermehrt in Fachmarktzentren investiert wird“, bestätigt Fichtinger.

Fritz Haslinger

Glück ist ein hohes Ziel,

Wien. Laut CBRE Österreich betrugen die Investitionen in den deutschen Einzelhandelsimmobilienmarkt im 1. Quartal 2013 rund 2,1 Mrd. € und lagen damit um 43% über dem Vergleichszeitraum 2012. Die Steigerung ist räumlich gesehen auf die Top-Standorte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München begrenzt. Einzig in Hamburg wurde unter den Top Fünf ein Rückgang im Transaktionsvolumen verzeichnet.

aber schrieb nicht bereits Aristoteles: „Alle Menschen wollen glücklich sein.“ Und alle Menschen, zumindest in unseren Gesellschaften, wohnen oder arbeiten in Immobilien. Fast mehr als 92 Prozent unserer Lebenszeit verbringen wir in Gebäuden, welche die Bau- und Immobilienwirtschaft baut, bewirtschaftet, verkauft oder am Ende des Le-

Core und Core Plus punkten

benszyklus auch entsorgt.

„Trotz des guten Binnenkonsums und eines relativ stabilen Einzelhandelsumsatzes bleibt der Investitionsfokus der Investoren nach wie vor auf Handelsimmobilien im Segment Core und Core Plus. Hiervon profitierten vor allem die fünf

Gesunde Immobilien, die nicht krank machen Bei Immobilien sind uns aber oft die Faktoren abhandengekommen, welche glücklich

© Panthermedia.net/Mikhail Markovskiy

Mit 677 Mio. € tätigten Offene Immobilien- und Spezialfonds den größten Anteil an den Investments.

In Hamburg gab es heuer ein geringeres Immobilien-Transaktionsvolumen.

machen; wir haben bei vielen Objekten auf den Menschen

Grundstücke Verseucht

Neubau Für Landesregierung wird in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) realisiert

vergessen. Wir bauen und

50 Besitzer in Angern bangen

Strabag in Brandenburg aktiv

Nutzer zu denken. Viele Faktoren sind für die Gesundheit

Potsdam/Wien. Nach mehr als vierjährigem Bieterverfahren hat der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen die Strabag Real Estate GmbH (SRE) mit der Planung, dem Neubau und dem Betrieb eines Regierungsgebäudes in Potsdam beauftragt. Realisiert wird das Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) über eine Dauer von 30 Jahren, die knapp zweijährige Bauphase nicht eingeschlossen. Errichtet wird der fünfgeschossige Bürokomplex mit rund 10.000 m� Nutzfläche von der Ed. Züblin AG und die Finanzierung von der Deutschen Kreditbank AG erbracht. Die Gesamtinvestitions- und Finanzierungskosten betragen rund 57 Mio. €. (fh)

der Menschen wichtig. Im schlimmsten Fall machen diese bösen Übeltäter sogar krank; die Wissenschaft spricht von Sick-Building-Syndrom (SBS) und erste Vermutungen geben Hinweise, dass fast 20 Prozent der Krankheiten so entstehen. Was ich nicht verstehe, ist, warum wir nicht einfach glückliche Gebäude machen? Wir haben das Know-how und die Technologien dafür – wir leben in der Goldenen Zeit der Nachhaltigkeit, in der daher alles möglich ist, wenn wir wollen. Von der Stadtplanung bis

Wien. Laut ORF haben 50 Grundstücksbesitzer in Angern, Bezirk Gänserndorf, ihr Haus auf kontaminiertem Boden gebaut. Bund und Land bieten einen Lösungsvorschlag: Von den betroffenen Grundstücken sollen 50 cm Boden abgetragen und durch neues Erdreich ersetzt werden. Die Grundstücke seien aktuell mit Arsen, Blei, Quecksilber, Cadium und Zinn verunreinigt. Die Sanierung kann erst beginnen, wenn juristisch geklärt ist, wer für den Schaden aufkommt. Die ehemaligen Inhaber des Teerfabrik-Terrains lehnen eine Kostenübernahme ab und kündigten bereits an, gegen einen entsprechenden Bescheid Berufung einzulegen. (ORF/fh)

© Strabag

bewirtschaften, ohne an den

Strabag: Regierungsgebäude in Potsdam – Projektvolumen rund 57 Mio. Euro.

zum Projektentwickler können tung übernehmen. Wir müssen

Markencourtageumsatz Alle Bereiche sind im Plus

Wien. Das International Council of Shopping Centers (ICSC) vergab den diesjährigen Award in der Kategorie „Refurbishments and/or Expansion“ an das polnische Silesia City Center. „Unsere Entscheidung für die Erweiterung des ‚Silesia City Center‘ erwies sich nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten als goldrichtig. Die Auszeichnung beweist, dass wir in puncto Qualitätsstandards und Design bei-

Hamburg/Wien. Die auf fünf Kontinenten tätige Engel & Völkers Gruppe setzt ihre Aufwärtsentwicklung in 2013 weiter fort. Der Markencourtageumsatz erhöhte sich in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,7% auf 54 Mio. € und erreichte damit das beste erste Quartal in der über 35-jährigen Unternehmensgeschichte.

ICSC zeichnet Silesia Center aus

dabei nur die sozio-kulturellen Qualitäten des Objekts mitplanen. Dann sind Behaglichkeit, Innenraumluftqualität,

Immofinanz Objekt unter Europas Top-Einkaufszentren

das

Mikroklima und viele weitere Kriterien gelebte Realität. Mein Aufruf: wir brauchen Gebäude, welche die ökologische Auswirkung minimieren und gleichzeitig ökonomische und sozio-kulturelle Qualitäten maximieren; sprich einfach: Ge-

spielhaft für die gesamte Branche sind“, freut sich Immofinanz-Boss Eduard Zehetner. „Unser Schwerpunkt im Einzelhandel liegt auf dem Geschäftsfeld ‚Quality Shopping Center‘ und unser nächstes Projekt dieser Art wird derzeit mit Tarasy Zamkowe in Lublin realisiert. Durch die hohe Retail-Kompetenz ist Immofinanz in der Lage, in diesem Bereich nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu generieren“, sagt Zehetner. (fh)

bäude, die glücklich machen.

Mehr zur Nachhaltigkeit im ÖGNI Blog, wie : „Behagliches Wohnklima“

www.ogni.at

© Immofinanz

von Harald Greger

Das Silesia City Center gewinnt einen ICSC European Shopping Center Award 2013.

Engel & Völkers liegen auf Kurs

23,0 Mio. € und im Bereich Gewerbeimmobilien wurde mit 13,1 Mio. € (+22%) der höchste Zuwachs realisiert. Auch in Deutschland nimmt die Marktstärke von Engel & Völkers aufgrund der anhaltend guten Konjunktur am Wohnimmobilienmarkt weiter zu. „Wir werden im laufenden Geschäftsjahr weitere Shops und Büros in strategisch wichtigen Wachstumsmärkten eröffnen“, gibt sich Völkers zuversichtlich. (fh)

Hochwertige Immos gefragt „Wir sind mit dem ersten Quartal äußerst zufrieden und befinden uns auf dem richtigen Kurs. Im Ausland wirkt sich die große Nachfrage nach hochwertigen Wohnimmobilien positiv auf den Umsatz aus, wo in erstklassigen Top-Lagen internationaler Metropolen und bevorzugten Zweitwohnsitzmärkten der Bedarf das Angebot weiterhin deutlich übersteigt“, sagt Christian Völkers, Vorstandsvorsitzender der Engel & Völkers AG. Außerordentlich kräftig legten die Wohnimmobilien-Shops im Ausland zu. Die Wohnimmobilien-Shops in Deutschland erhöhten den Umsatz um 6,5% auf knapp

© Engel & Völkers

wir gemeinsam die Verantwor-

Christian Völkers: Expansion fortsetzen.


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Freitag, 26. April 2013

financenetreal:estate – 37

financenet@medianet.at

Buwog Portfolio umfasst 40 Objekte mit 126.233 m² Gesamtmietfläche im Bezirk Neukölln; acht Prozent Bruttorendite bei minimalem Leerstand

Großeinkauf in Berlin-Neukölln Berlin. Die Immofinanz-Tochter Buwog hat ein Wohnungsportfolio in Deutschland erworben. Das Paket umfasst 1.916 Wohnungen mit einer Mietfläche von 126.233 m� in Berlin-Neukölln. Verkäufer ist Capricornus, der deutsche Immobilienarm der Euréal Gruppe. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Akquisition steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. „Das Portfolio ist in einem sehr guten Zustand, weist eine Bruttorendite von acht Prozent und einen Leerstand von lediglich zwei Prozent auf. Somit stellt es eine ideale Ergänzung unseres Bestands in Berlin dar. Insgesamt verfügen wir damit über 4.200 Wohnungen in der deutschen Bundeshauptstadt“, sagt Alexander Hoff, Geschäftsführer der Buwog. „Es ist dies der erste von mehreren geplanten Zukäufen in Deutschland.“

Die Expansion beim deutschen Nachbarn war schon beim Verkauf des Kärntner Buwog-Portfolios an das ÖSW angekündigt worden. Das erworbene Portfolio gliedert sich in 40 Gebäude auf, welche eine große Wohnanlage bilden. Es handelt sich um großzügige, familiengerechte Wohnungen, die alle über Balkon bzw. Terrasse verfügen.

Hauptstadt noch günstig „Berlin zählt bei den Mieten und den Preisen für Eigentumswohnungen nach wie vor zu den günstigsten Großstädten Deutsch-

lands”, erklärt Hoff. Seit einigen Jahren sei allerdings ein Aufholprozess im Gange, und dieser Trend werde sich fortsetzen, erläutert der Buwog-Geschäftsführer. Die Stadt profitiert auch vom Zuzug aus Ostdeutschland und einer starken Zunahme der Anzahl der Haushalte. „Zudem ist die Wohnbautätigkeit relativ gering“, so Hoff. Der Zukauf von zumindest 10.000 Wohnungen in Deutschland war als Voraussetzung für einen möglichen Börsengang der Buwog genannt worden. Weitere Akquisitionen befinden sich bereits im Prüfungsstadium, verlautet es aus dem Unternehmen. (red)

© Buwog/Kurt Keinrath

Das Berlin-Portfolio wächst auf insgesamt mehr als 4.200 Wohnungen.

Alexander Hoff, Buwog-Geschäftsführer: Weitere Zukäufe in Deutschland geplant.

CA Immo München

Google mietet München. Google hat mit CA Immo und der E&G Financial Services einen Mietvertrag für das geplante Bürogebäude „Kontorhaus“ im Münchner Arnulfpark abgeschlossen. Der Mietvertrag beläuft sich auf insgesamt 14.000 m� Geschossfläche. Damit ist das Gebäude bereits zum Baustart zu rund 55% vermietet. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Mitte 2015 vorgesehen. Der Abschluss des Mietvertrags ist der bisher größte am Münchner Mietmarkt im Jahr 2013. Das vom Architekturbüro LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei entworfene Gebäude verfügt insgesamt über rund 25.000 m� Bruttogrundfläche (BGF) und bildet den letzten Baustein des neuen, citynahen Stadtquartiers Arnulfpark. Das Kontorhaus wird in einem Joint Venture von CA Immo und der E&G Financial Services entwickelt und realisiert. Die noch für die Vermietung zur Verfügung stehenden 11.000 m� Geschossfläche stellen in München aktuell eine der wenigen zusammenhängenden Neubauflächen dieser Größenordnung in zentraler Lage dar. „Durch den Abschluss dieses Mietvertrags ist es uns gelungen, den Startschuss für eine weitere Eigenentwicklung im ‚Arnulfpark‘ zu geben. Wir freuen uns zudem, mit Google einen langfristigen Mieter gewonnen zu haben, der wie wir für innovative Officelösungen steht“, erklärt CA Immo-CEO Bruno Ettenauer. (ots)

Klima? Schutz!

© CA Immobilien Anlagen AG/APA-Fotoservice/Rastegar

Wohnen mit Zukunft: Die Stadt Wien setzt auf energieschonende Bauweisen% Gute Aussichten für unsere Umwelt: Der sparsame Umgang mit Energiequellen und der Klimaschutz spielen im geförderten Wiener Wohnbau, aber auch im Bereich der geförderten Sanierung, eine wichtige Rolle. Der wohnfonds_wien forciert im Auftrag der Stadt Wien die Entwicklung zu umweltfreundlichen Bauweisen wie Niedrigenergieoder Passivhaustechnologie und fördert thermische Sanierungen. Das schont das Klima und entlastet die Bewohnerinnen und Bewohner.

gut für sie. schön für wien. Begrüßt Google als Langfristmieter: Bruno Ettenauer, CEO der CA-Immo.

www.wohnfonds.wien.at

fonds für wohnbau und stadterneuerung


l aw & o r d e r / p e o p l e & dat e s

38 – financenetreal:estate

Freitag, 26. April 2013

financenet@medianet.at

„Great Place to Work 2013“ Hausverwaltung Brichard Immobilien gewinnt in der Kategorie 20–49 Mitarbeiter in Wien

short

Zufriedene Mitarbeiter

IFLR-Preis für Dorda Brugger Jordis Wien. Das bri­ti­sche Fach­ma­ga­ zin Inter­na­tio­nal Finan­cial Law Review (IFLR) hat die Wiener Anwaltskanzlei Dorda Brug­ger Jor­dis im Rah­men der diesjährigen IFLR Europe Awards 2013 in Lon­don als „Aus­trian Law Firm of the Year“ ausgezeichnet. Die deut­ sche Anwaltskanz­lei Hen­ge­ler Muel­ler wurde zur „Ger­man Law Firm of the Year“ und die Anwaltssozietät Hom­bur­ger zur „Swiss Law Firm of the Year“ gewählt. (red)

Wien. Die im 19. Wiener Gemein­ debezirk beheimatete Hausver­ waltung „Brichard Immobilien” ist überraschend zu einem der „Besten Arbeitgeber Wiens” gewählt wor­ den. In der Kategorie 20–49 Mit­ arbeiter ging das Immobilienbüro mit rund 30 Mitarbeitern beim „Great Place to Work”-Award 2013 als Sieger im Bundesland Wien hervor. Auch landesweit konnte sich das Unternehmen unter den „Besten Arbeitgebern Österreichs” positionieren.

Gleichenfeier im St. Pöltner Steppenwolf

super an”, erklärt Geschäftsführer Oliver Brichard. Rund 98% der Mit­ arbeiter sind stolz auf ihre beruf­ liche Leistung bei Brichard Immo­ bilien und 96% sagen, dass es Spaß macht, dort zu arbeiten. Neben Incentives, wie gemein­ same Aktivitäten auch außerhalb des Büros (manchmal auch in fernere Destinationen) oder die tägliche Versorgung mit frischem Obst werden vor allem die Weiter­ entwicklungsmöglichkeiten unter den Mitarbeitern sehr hoch einge­ schätzt, so Brichard. Erich Laminger, Geschäftsfüh­ rer von Great Place to Work Österreich: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ‚Brichard Immobi­ lien‘ sehen vor allem die Möglich­ keit, ihre Meinung offen zu äußern als besonders wichtig an. Gleich­ zeitig werden das kollegiale Umfeld und die laufenden Maßnahmen zur Stärkung des Teamgedankens als sehr positiv beurteilt.” (red)

„Mensch im Mittelpunkt“

© AKNÖ

„Wir sind ein modern geführtes, mittelständisches Dienstleistungs­ unternehmen, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht – auch wenn wir uns thematisch um Gebäude kümmern. Wir kümmern uns sehr um die Zufriedenheit unserer Kun­ den, genauso wie um unsere Mit­ arbeiter – anscheinend kommt das

© Christoph Kerschbaum

Mitarbeiter begrüßen offenen Meinungsaustausch und Weiterentwicklungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz.

Erich Laminger (Great Place to Work) und Oliver Brichard bei der Preisverleihung.

Matthias Stadler, Hermann Haneder, Barbara Obernigg, Helmut Guth .

Re/Max lädt zur „Langen Nacht“

Wolf Theiss berät Gmeinbauer Wien. Rein­hold Gmein­bauer, ehe­ ma­li­ger CEO der öster­rei­chi­schen Tages­zei­tung Die Presse, und Horst Pir­ker, vor­mals CEO der Sty­ ria Media Group AG und nun der Sau­ber­ma­cher AG, haben die Medi­ en-Holding „Medecco“ gegrün­det. Bei den Ver­hand­lun­gen zwi­schen den beiden Medecco-Gesellschaf­ tern hat dabei die Anwaltssozietät Wolf Theiss Rein­hold Gmein­bauer ver­tre­ten.

Aktualisierter Guide von Wolf Theiss Wien. Die Anwaltssozietät Wolf Theiss hat die vierte Aus­gabe des „Wolf Theiss Guide to Gene­ ra­ting Elec­tri­city from Rene­ wable Sour­ces in CEE/SEE“ veröffentlicht. Der Guide bie­tet einen Überblick über die ge­ setzlichen Rahmenbedingungen rund um Erneuerbare Energie in Zentral- und Osteuropa. Die aktualisierte Ausgabe ­befasst sich dabei zum ersten Mal auch mit der Situation in Polen. (red)

Amstetten. Am Freitag, den 3. Mai, lädt das Immobiliennetzwerk Re/ Max zum 7. Mal zur „Langen Nacht der Immobilien”. Dabei können Im­ mobiliensuchende an einem Abend mehrere Häuser und Wohnungen besichtigen und so die Angebote miteinander vergleichen. „Auf­ grund des hervorragenden Echos veranstalten wir die ‚Lange Nacht der Immobilien‘ jetzt schon zum siebten Mal. Die Lange Nacht der Immobilien ist bereits seit Jahren ein fixer Bestandteil im Jahresab­ lauf”, erklärt Bernhard Reikersdor­ fer, Geschäftsführer von Re/Max Austria. Ab 16 Uhr sind die Tü­ ren von zahlreichen Häusern und Wohnungen in ganz Österreich geöffnet. (red)

Feder­füh­rend waren Part­ner Cle­mens Phil­ipp Schind­ler (Cor­ porate/M&A und Tax) und Seni­ or Asso­ciate Katha­rina Ber­tin­ger (eben­falls Corporate/M&A) auf Sei­ ten von Wolf Theiss tätig. (red)

© Wolf Theiss

Das Beratungsteam

Clemens Philipp Schindler, Partner bei der Anwaltssozietät Wolf Theiss in Wien.

M&A Lenzing AG verkauft Lenzing Plastics GmbH

Marke Bekanntheitsgrad

Wienwert Verstärkung

Wien. Die Anwaltssozietät Bin­der Gröss­wang hat die Lenzing AG beim Ver­kauf der Lenzing Plas­tics GmbH bera­ten. Im Rah­men eines Bie­ter­ver­fah­ rens ver­kaufte Lenzing 85% der Geschäfts­an­teile an ein öster­rei­ chi­sches Bie­ter­kon­sor­tium unter Füh­rung der Invest AG, der Betei­ li­gungs­ge­sell­schaft der Raiff­ei­sen­ ban­ken­gruppe Ober­ös­ter­reich, mit Sitz in Linz. Der Ver­kauf steht noch unter

Linz/Amstetten. „Die Österreicher kennen ihre Immobilienmakler nicht“, so Werner Beutelmeyer vom Linzer Markt- und Meinungsfor­ schungsinstitut „market“. Er hat im ersten Quartal in einer österreichweiten Untersuchung die Bekannt­ heit von Immobilienmakler-Mar­ ken erhoben. Nur insgesamt 14 Marken- und Unternehmensnamen fielen den Befragten spontan ein.

Wien. Michael Malinek (42) verstärkt als neuer Asset Manager die Wienwert Immobilien Finanz AG. Der absolvierte Bauingenieur der TU Wien und Sachverständige war zuletzt im Auftrag von Jones Lang Lasalle in Frankfurt als Transac­ tionmanager Real Estate für die Deutsche Bank und Postbank tätig. Bei Wienwert zeichnet er verant­ wortlich für die strategische und operative Optimierung des Immo­ bilienportfolios. (red)

© fwp

© Binder Grösswang

Paul Luiki und Maria Thierrichter, Fellner Wratzfeld & Partner (fwp).

dem Vor­be­halt der Zustim­mung der Organe sowie der Kartellbehör­ den, heißt es. Das von Part­ner Flo­rian Khol gelei­tete Team bei der Anwalts­ sozietät Binder Grösswang be­ stand aus Hemma Par­sché, Alex­an­der Kra­mer, Chris­toph Hofer, Andreas Hable, Chris­tian Wim­pis­sin­ger, Johan­nes Bar­bist, Horst Lukanec, Ema­nuel Wel­ten, Ste­phan Heck­en­tha­ler sowie Hell­ mut Buch­roith­ner (IP). (red)

Partner Florian Khol leitete das Beratungsteam bei Binder Grösswang.

Makler-Studie

Asset Manager

Re/Max liegt vorn „Für eine Branche, die jedes Jahr Milliarden bewegt, sind diese Wer­ te erstaunlich gering. Dazu kommt, dass die Bekanntheit der Bank­ entöchter oft in erster Linie die Bekanntheit der Bank ist“, so Beu­ telmeyer. Die Nummer eins ist laut Umfrage die Marke Re/Max mit 36% spontaner Bekanntheit. Mit 24% spontaner Nennung kommt die Raiffeisen-Gruppe (Raiffeisen-Im­ mobilien, Realtreuhand) gleichauf mit der Sparkassen-Gruppe (s-real, Realservice, Sparkasse Immobilien) auf Platz 2. Die Bank Austria Im­ mobilien kommen auf 7% und die Volksbank-Immobilien inklusive ImmoContract auf 5%. (red)

© Wienwert Immobilien

Binder Grösswang berät Lenzing

fwp berät UniCredit Bank Austria

Wien. Die Anwaltssozietät Fellner Wratzfeld & Partner (fwp) in Wien hat die UniCredit Bank Austria AG beim Verkauf von sämtlichen Aktien an der Beteiligungsgesellschaft EK Mittelstandsfinanzierungs AG (EK Fin) an die Montana Tech Components AG (MTC) beraten. EK Fin ist eine Private EquityGesellschaft mit Beteiligungen an der Forstinger Gruppe, der tschechischen Papcel und Anger Machining. Paul Luiki begleitete als federführender Partner mit Maria Thierrichter den Verkaufsprozess. (red)

Immo Besichtigungs-Tour

Neue Medien-Holding Reinhold Gmeinbauer und Horst Pirker gründen „Medecco“

St. Pölten. Der „Steppenwolf“, St. Pöltens einziges Zentrum für alle Jugendlichen, erhält eine neue Heimstätte. Übersie­ delt wird bereits kommenden Herbst. Jetzt fand in Anwe­ senheit von Bürgermeister Matthias Stadler und AKNÖPräsident Hermann Haneder die traditionelle Gleichenfeier im fertiggestellten Rohbau des „Steppenwolf“ statt. (ots)

Michael Malinek, neuer Asset Manager bei der Wienwert Immobilien Finanz AG.


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Freitag, 26. April 2013 – 39

Auszeichnung I

Auszeichnung II

Peithner vergibt Preis für Forschung im Bereich Homöopathie Seite 44

© stockxpert

© Dr. Peithner KG

healtheconomy Pfizer schreibt Preis für Forschung im Bereich Hämophilie neu aus Seite 44

Urteil Kabeg-Chefin unter Druck © Kabeg

Boehringer setzt auf neue Produkte aus Wien

© APA/Georg Hochmuth

short

© APA/Hans Klaus Techt

Pharmaverband „Unser Gesundheitssystem ist nicht fit für die Zukunft. Wir sehen die Gesundheitsreform als große Chance zur Verbesserung“ – so fasst der alte und neue Präsident des Branchenverbands Pharmig, Robin Rumler (Bild), die Situation anlässlich seiner Neuwahl am vergangenen Freitag zusammen. Sein Programm: „Wir haben den unbedingten Willen, unsere weltweite Therapie-Expertise, aber auch unsere Management- und Kommunikationserfahrung, für die Gestaltung eines qualitätsvollen Gesundheitswesens zur Verfügung zu stellen.“ Seite 41

© Boehringer Ingelheim; www.dieth.com; Montage: B. Schmid

Gesundheitsreform Die Gesundheitsreform nimmt die nächste Hürde im Nationalrat. Damit können auch die Vorbereitungen für die Umsetzung beginnen. Nach der Kassensanierung soll nun versucht werden, durch eine bessere Abstimmung von niedergelassenem und stationärem Bereich die zuletzt hohen Ausgabensteigerungen zu dämpfen. „Wir geben zu viel Geld aus und erreichen damit zu wenig. Die Lebenserwartung steigt, aber nicht die Jahre in Gesundheit“, sagt der neue Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungträger, Josef Probst. Seite 42

Erfolgsbilanz Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat 2012 den ­Umsatz um 11,5% auf 14,7 Mio. € gesteigert, sagt Konzernboss Andreas Barner. In Wien werden Krebsmittel erforscht, die künftiges Wachstum bringen sollen. Seite 40 Mietwäsche Logistik- und Wäsche-Gruppe wächst weiter

inhalt

Wozabal punktet mit Technologie

Healthcare > Kommentar: Spitäler verdienen an Fehlern 40 > Streit um neue Medizinunis geht in nächste Runde 42 > Lebenserwartung stagniert, Sparen macht krank 42

Medizintechnik und eHealth > Zentren für Brustgesundheit sollen Qualität verbessern 43 > Kontrastmittel: Eli Lilly kauft bei Siemens ein 43 > Sanofi: Neue Apps sollen Patienten helfen 43

© medianet

Pharmareport und Lifescience > GSK ist das nachhaltigste Pharmaunternehmen 41

Christian Wozabal setzt vor allem auf Nachhaltigkeit und Ökologie.

Linz. Christian Wozabal, Geschäftsführer der gleichnamigen FamilienGruppe mit Sitz in Linz, punktet derzeit unter anderem mit der Reduktion des Energieverbrauchs, neuen Produkten und Dienstleistungen und nicht zuletzt auch der Expansion in den süddeutschen Markt. „2012 war sowohl umsatzseitig, wie auch ertragsseitig ein gutes Jahr; wir erwarten auch heuer Zuwächse“, sagt Wozabal im Interview. Es zeige sich, dass Investitionen etwa in die Ausbildung der Beschäftigten, die Managementqualität oder eben in den Bereich Ökologie nachhaltig erfolgreich seien. Seite 43

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40 – healtheconomy

Freitag, 26. April 2013

Bilanz Deutscher Pharmakonzern Boehringer Ingelheim legt beim Umsatz um 11,5% auf 14,7 Mrd. € zu

Kommentar

Boehringer wächst mit neuen Produkten kräftig

Hohe Profite dank Fehlern

Rückschlag in Deutschland: Kassen erkennen Zusatznutzen für Diabetesmedikament nicht an.

E

ine spannende Studie aus den USA ließ diese Woche aufhorchen: Krankenhäuser in den USA verdienen demnach mehr Geld mit fehlerhaften Operationen als mit solchen ohne Komplikationen. „Wir haben eindeutige Beweise gefunden, dass die Reduzierung von Schäden und die Verbesserung von Qualität in unserem aktuellen Gesundheitssystem auf perverse Weise bestraft werden“, erklärte der Autor der im Journal of the American Medical Association veröffentlichten Studie. Privatversicherte bescheren den Kliniken demnach bei Komplikationen um 330 Prozent erhöhte Profite. Bei Patienten, die vom staatlichen Gesundheitsprogramm ‚Medicare‘ profitieren, ist der Wert immerhin noch um 190 Prozent erhöht. Man muss dazu allerdings nicht in die USA gehen – auch das heimische Gesundheitswesen honoriert Fehler. Mehrfachbehandlungen, die nach Komplikationen auftreten, führen auch bei uns dazu, dass die Krankenhäuser diese mehrfach abrechnen können. Und natürlich bringt das auch bei privatversicherten Patienten mehr. Die Versicherungen – sowohl öffentlich wie privat – sind hier gefordert, den Kliniken genauer auf die Finger zu schauen. Vielleicht führt der Spardruck der neuen Reform dazu – es wäre in unser aller Interesse zu hoffen.

GRAFIK DER WOCHE Alkoholkrankheit in Österreich Männer

Chronischer Alkoholismus

Problematischer Alkoholkonsum

Mittlerer Alkoholkonsum

Geringer Alkoholkonsum

Im vergangenem Jahr abstinent

Frauen 8% 2% 16% 8% 18% 12% 26% 26% 32% 52%

Zur Erklärung: Bei Männern ist als gefährdender, täglicher Alkoholgenuss eine Menge von ca. 60 Gramm, reiner Alkohol (ca. 1,5 Liter Bier oder 0,75 Liter Wein) angegeben. Bei Frauen liegen die geschätzten Werte bei: gefährdet: ca: 40 Gramm = ca. 1 Liter Bier oder 0,5 Liter Wein. Quelle: APA/European Journal of Cancer; Grafik: R. Appl

Ingelheim/Wien. Das deutsche Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim, das auch stark in Österreich vertreten ist, wächst mit neuen Produkten, die erst in den vergangenen Jahren auf den Markt gebracht worden sind. Von Patentabläufen wie bei anderen Konzernen ist man weniger betroffen. Der Umsatz ist um 11,5% im Vergleich zum Vorjahr auf 14,7 Mrd. € gestiegen (währungsbereinigt: + 6,3%). Basis des Erfolgs waren vor allem der orale Gerinnungshemmer Pradaxa mit einem Umsatz von 3,6 Mrd. € und das Typ2-Diabetes-Medikament Trajenta mit einem Umsatz von über einer Mrd. €, teilt der Konzern bei der Jahrespressekonferenz mit. Der Rückgang des Betriebsergebnisses von 2,3 Mrd. € auf 1,9 Mrd. € sei auf hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung (2,8 Mrd. €) sowie auf Einmaleffekte zurückzuführen. Boehringer Ingelheim beschäftigt weltweit mehr als 46 000 Mitarbeiter. Die stärkste Säule des Konzernumsatzes sind mit einem Anteil von 78% die verschreibungspflichtigen Medikamente, die währungsbereinigt 2012 um 7,1% zugelegt und Erlöse in der Höhe von 11,4 Mrd. € generiert haben. Der größte Absatzmarkt von Boehringer Ingelheim sind die USA mit einem Umsatzanteil von 40%. Zu den verschreibungspflichtigen Medikamenten von Boehringer Ingelheim gehören Spiriva zur Behandlung von COPD, Micardis gegen Bluthochdruck, das Asthma-Präparat Combivent sowie eben Pradaxa und Trajenta. Auch der Selbstmedikationsmarkt ist bei Boehringer Ingelheim gewachsen: Der Anstieg beträgt 7,8%

Boehringer Ingelheim-CEO Andreas Barner erwartet für heuer die Einführung eines Medikaments gegen Lungenkrebs.

(währungsbereinigt 4,7%). Dieses Segment macht inzwischen 10% der Umsätze des Unternehmens aus. Die OTC-Kernmarken von Boehringer Ingelheim sind Buscopan, Dulcolax, Mucosolvan, Pharmaton und Bisolvon. Das Animal Health-Geschäft verzeichnete erstmals Umsätze von über einer Mrd. €.

19% für Forschung Die Hauptmärkte USA, Japan und Deutschland haben für Boerhinger Ingelheim auch weiterhin große Bedeutung, da in ihnen insgesamt knapp 60% der Gesamtumsätze erzielt werden. Die Marktsituation, vor allem in Frankreich und Südeuropa, bleibt schwierig. Man erwarte nicht, dass sich dies

in den kommenden Jahren ändert. 2013 plant Boehringer Ingelheim die Einführung eines neuen Medikaments zur Behandlung von Lungenkrebs. Onkologie soll neben Diabetes das zweite neue medizinische Standbeim des Unternehmens werden. Auch Präparate zur Behandlung seltenerer Erkrankungen werden erforscht. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung: „Wir haben uns auch zur Forschung in Bereichen verpflichtet, die durch einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf gekennzeichnet sind, die schwer zu behandeln sind und wo es wenige Patienten gibt.“ Rund 19% der gesamten Umsatzerlöse des Unternehmens wurden in Forschung und Entwicklung investiert.

Ein Wermutstropfen in der Bilanz ist die Nichtanerkennung des Zusatznutzens von Trajenta durch die deutschen Krankenversicherungen: „Wir sind außerordentlich betroffen, dass ‚Trajenta‘, ein in Deutschland erforschtes und entwickeltes Medikament, ausgerechnet in Deutschland nicht für Patienten mit ‚Typ-2-Diabetes‘ erhältlich ist“, sagte Barner. „Als forschendes Pharmaunternehmen können wir aber einen neu entwickelten innovativen Wirkstoff nicht zu einem festgelegten Erstattungspreis auf dem Niveau eines Generikums verkaufen. Letztlich wird es durch diese Entscheidung unmöglich, die Forschungskosten zurückzuverdienen und Forschung in Deutschland zu betreiben.“

Hintergrund Biopharmazeutische Produkte und Tierarzneien sind Wachstumstreiber für Österreich-Tochter

Wiener Boehringer-Standort ist ein Motor Wien. Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna (RCV), die Mittel- und Osteuropaniederlassung von Boehringer Ingelheim, verzeichnet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012. Die Gesamtumsätze wuchsen um 16% auf 851,9 Mio. €. Wachstumstreiber waren vornehmlich die verschreibungspflichtigen Medikamente (+15%), die Biopharmazie (+31%) sowie Tierarzneimittel (+43%). Die Anzahl der Mitarbeiter stieg in der Region auf 3.160, auf Österreich entfallen 1.300 Mitarbeiter. Christian Schilling, CEO Boehringer Ingelheim RCV, zeigt sich erfreut über die Ergebnisse: „2012 war für unser Unternehmen ein besonderes Jahr. Neue, innovative Produkte wie ‚Pradaxa‘ und ‚Trajenta‘ werden von Ärzten und Patienten in Österreich und in der CEE-Region sehr gut angenommen. Damit ist es uns gelungen, auch die Weichen für künftiges Wachstum in der Region zu stellen.“ Im Bereich der verschreibungspflichtigen Arzneimittel steigerte man die Erlöse um 15,4% auf 541,2 Mio. € in der Gesamtregion, davon

69 Mio. in Österreich, wo man den Einfluss von Patentabläufen durch die Einführung neuer Produkte kompensieren und stärker als der Gesamtmarkt wachsen konnte. Der Bereich der rezeptfreien Medikamente machte 153,4 Mio. € aus, davon 13,2 Mio. in Österreich. Auffällig ist hier eine regionale Differenzierung: Während der Umsatz in Österreich stagnierte, konnte das Geschäft in Osteuropa (Russland, Ukraine, Kazachstan sowie

zentralasiatische Länder) stark zulegen. Wachstumstreiber waren Thomapyrin, Mucosolvan sowie Dulcolax. Auch im Bereich Animal Health verzeichnete Boehringer ein Wachstum: Die Umsätze konnten um 42,6% auf 37,5 Mio. € gesteigert werden; Russland ist hier mit einer Verdopplung der Umsätze der mit Abstand wichtigste Markt. Die erfolgreichsten Produkte waren der Schweineimpfstoff Ingelvac Circoflex sowie das entzündungs-

© Irene Schanda/Boehringer Ingelheim

Martin Rümmele

© EPA

Mathieu Völker

Wien ist Zentrum der Krebsforschung bei Boehringer Ingelheim.

hemmede Medikament Metacam für Hunde, Katzen, Pferde, Rinder und Schweine. Boehringer erwartet im Animal Health-Segment auch weiterhin gutes Wachstum.

Zentrale Krebsforschung Am Standort Wien erforscht, entwickelt und produziert Boehringer Ingelheim biopharmazeutische Arzneimittel für die eigene Forschung sowie für Autragskunden. Die Biopharmazie erreichte 2012 mit 119,8 Mio. € ein Plus von 31%. Für Forschung und klinische Forschung lagen die Bruttoausgaben inklusive sämtlicher Fremdleistungen bei rund 210 Mio. €, womit Boehringer Ingelheim RCV zu den forschungsintensivsten Unternehmen am österreichischen Life-Science-Bereich zähle. Das Wachstum der letzten Jahre zeigt Früchte für den Wiener Standort: Mitte April legte das Unternehmen den Grundstein für ein neues Gebäude in Wien-Meidling; errichtet wird ein Bürohaus mit mehr als 200 Arbeitsplätzen, dessen Eröffnung für Mitte 2014 geplant ist. (mv)


P h a r m a : r epo r t

Freitag, 26. April 2013

healtheconomy – 41

Verbandswahlen Pharmaindustrie wählte neuen Vorstand und neues Präsidium; Präsident Robin Rumler (Pfizer) will sich in Reformen einbringen

Pharmig bietet Reformhilfe an Martin Munte (Amgen) und Ingo Raimon (AbbVie) sind neu im Vorstand. Wien. „Unser Gesundheitssystem ist nicht fit für die Zukunft. Wir sehen die Gesundheitsreform als große Chance zur Verbesserung“ – so fasst der alte und neue Präsident des Branchenverbands Pharmig, Robin Rumler, die Situation anlässlich seiner Neuwahl am vergangenen Freitag zusammen. Die Handlungsfelder zur Reform seien bereits vorgegeben: Der hohe Zigaretten- und Alkoholkonsum sowie Anteil an Übergewichtigen bei den 15-Jährigen, die Zunahme chronischer Erkrankungen, die im internationalen Vergleich geringere Anzahl an gesunden Lebensjahren – all das verlangt dringend neue Ansätze. Rumler: „Das Know-how und die Expertise aller Systempartner sind gefordert.“ Die pharmazeutische Industrie habe bereits Schritte gesetzt und bewiesen, dass Kooperationen er-

folgreich sind. Als Beispiel nannte Rumler das paritätisch von Hauptverband und Pharmawirtschaft besetzte „Gremium Gesundheitsziele“. Dieses fördert Leuchtturmprojekte in den Bereichen Kindergesundheit und Prävention, mit dem Ziel, das System von innen heraus zu reformieren. Als weiteres Beispiel nannte er die gemeinsame Anschubfinanzierung von OKIDS, dem Forschungsnetzwerk für Kinderarzneimittel mit dem Bundesministerium für Gesundheit. „Wir haben“, so Rumler, „den unbedingten Willen, unsere weltweite Therapie-Expertise, aber auch unsere Management- und

Kommunikationserfahrung im Gesundheitswesen für die Gestaltung eines qualitätsvollen Gesundheitswesens transparent zur Verfügung zu stellen. Ich bin überzeugt, dass wir eine Gesundheitsreform in Österreich entscheidend und wertvoll unterstützen können.“ Es brauche klare, konkrete Ziele in der Reform, wie die Reduktion der Spitalsaufenthalte, die Senkung der Herzinfarktrate oder auch eine höhere Durchimpfungsrate. „Nur gemeinsam können wir gleichzeitig die Qualität der Gesundheitsleistungen und unser solidarisches Gesundheitswesen erhalten.“

Robin Rumler (Pfizer) steht für die kommenden drei Jahre als Präsident gemeinsam mit den folgenden wieder- bzw. neugewählten Vorstandsmitgliedern an der Verbandsspitze der Pharmig:

© Christian Husar

Ina Karin Schriebl

Vorstand

Präsident und Geschäftsführer: Robin Rumler und Jan Oliver Huber als Team.

Pascal Broschek (Vizepräsident), Gebro Pharma; Martin Hagenlocher (Vizepräsident) Bayer Austria; Roman Gamerith Sanofi; Gabriele Grom Merck Sharp & Dohme; Beat Kasper Roche Austria; Andreas Kronberger Baxter Healthcare; Johann Kwizda Kwizda Pharma; Martin Munte Amgen Martin Peithner Austroplant/Dr. Peithner; Ingo Raimon AbbVie Christian Seiwald Novartis Pharma; Martin Spatz ratiopharm Arzneimittel; Wolfgang Wacek Sanova Pharma.

act. worldwide.

Gericht Bayer verliert

Patent ungültig Washington/Leverkusen. Im Streit über den Patentschutz für seine Antibabypille „Yaz“ in den USA hatte ein Gericht in Nevada im vergangenen Jahr den Patentschutz für gültig erklärt – nun entschied ein Berufungsgericht in Washington, dass das Patent teilweise nichtig sei. Der Generika-Hersteller Actavis will sein vom Markt genommenes Nachahmerprodukt ab sofort wieder verkaufen.

Schadensersatzzahlungen Wegen der erhöhten Thrombose-Gefahren durch die AntibabyPille hatte sich Bayer bis zum 12. Februar ohne Anerkennung einer Haftung insgesamt mit 4.800 Klägerinnen verglichen und dafür rund 1 Mrd. USD gezahlt.

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Auszeichnung GSK

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Nachhaltigkeit Wien. oekom research, eine der weltweit führenden Rating-Agenturen für Nachhaltigkeit, hat GlaxoSmithKline (GSK) als nachhaltigstes Pharmaunternehmen 2012 bewertet. GSK punktete unter anderem mit Preisrabatten für dringend benötigte Medikamente und Impfstoffe in Entwicklungsländern und die freiwillige Vergabe von Lizenzen für Arzneimittel. GSK verpflichtet sich im „CSR Report 2012“ zu weitergehender Verantwortung in verschiedenen Bereichen, das Unternehmen will sich in Sachen Transparenz, Sicherheit bei Studien, Tierversuchen, Compliance-Zertifizierungen von Managern, wertebasierten Verkaufs- und Marketingpraktiken, Regelungen für die Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen und politischen Anspruchsgruppen sowie Verhaltensregeln für Dritte entsprechend der UN-Leitprinzipien für Menschenrechte weiterhin verbessern. oekom research geht davon aus, dass Unternehmen, die sich ökologisch und sozial verantwortlich verhalten, auch ökonomisch erfolgreicher sind. (um)

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H e a lt h : c a r e

42 – healtheconomy

Überfällige Kürzung der Arbeitszeiten Wien. Die Mühlen in alten Strukturen mahlen langsam: Die Bundeskurie Angestellte Ärzte fordert die längst überfällige Verkürzung der höchstzulässigen durchgehenden Dienstdauer für Spitalsärzte von 32 beziehungsweise bis zu 49 am Wochenende auf maximal 25 Stunden. Solche Dienstzeiten seien nicht nur legalisierter Raubbau an der Gesundheit der Ärzte, sondern auch eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit der Patienten. Die Arbeitsbedingungen für Spitals-ärzte seien unattraktiv, überfordernd und hielten einem internationalen Vergleich nicht stand.

© Conny de Beauclair

Bilanzierung der NÖ-Kliniken Holding

Landesrat Wolfgang Sobotka investiert weiter in Krankenhäuser.

St. Pölten. Im Zuge einer Kompetenzverschiebung in der Landesregierung resümierte Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka über die NÖ-Landeskliniken Holding. Diese ist mit 27 Standorten, mehr als 8.000 Betten und 19.900 Beschäftigten nach eigenen Angaben der größte Klinikbetreiber Österreichs. Pro Jahr werden 170.000 Operationen durchgeführt und eine Mio. Patienten ambulant behandelt. Die Steigerung im Gesamtaufwand wurde seit 2008 konsequent unter der Inflationsrate gehalten. Der Trägeranteil des Landes wurde von 240 Mio. € im Jahr 2009 auf ca 100 Mio. 2012 reduziert.

Gesundheitsreform Nationalrat beschließt bessere Abstimmung zwischen niedergelassenem und stationärem Bereich

Kassen saniert, jetzt sind die Krankenhäuser dran Nach Kassensanierung streiten Stakeholder bereits um die Verteilung der freien Mittel. Martin Rümmele

Wien. Die Gesundheitsreform hat die nächste Hürde genommen und wurde nun im Nationalrat fixiert. Damit können auch die Vorbereitungen für die Umsetzung beginnen. Nach der Kassensanierung soll nun ja versucht werden, durch eine bessere Abstimmung von niedergelassenem und stationärem Bereich die zuletzt hohen Zuwachsraten bei den Ausgaben zu dämpfen. „Wir geben zu viel Geld aus und erreichen damit zu wenig. Die Lebenserwartung steigt, aber nicht die Jahre in Gesundheit. Wir müssen von einem verwalteten System zu einem gut gesteuerten kommen“, sagt der neue Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Josef Probst. Die Chancen stünden gut, weil die Bevölkerung Reformen wünsche. „Zentrales Thema dabei ist, dass die Reformen, die derzeit laufen, bei den Menschen ankommen müssen. Sie müssen spüren, dass sich was zu ihren Gunsten verändert.“

© APA/Georg Hochmuth

short

Freitag, 26. April 2013

Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) nimmt zusammen mit den Ländern und Kassen nun den Spitalssektor ins Visier.

Auch FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein betonte, dass die Krankenkassen „kein Sparverein“ seien und forderte, die Überschüsse in Leistungen für Versicherte zu investieren. Die Übererfüllung des Finanzzieles um fast eine Milliarde Euro ist nach Ansicht der Industrie wiederum „zu einem bedeutenden Teil durch Preissenkungen bei Arzneimitteln und Solidarzahlungen seitens der pharmazeutischen Industrie ermöglicht worden“, kommentiert Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, die Gebarung der Krankenkassen. So werde die Ausgabenentwicklung allein durch die Patentabläufe auf Medikamente und der damit verbundenen Zwangspreissenkung in

Ärzte wollen mehr Geld Indes mehren sich die Stimmen, die angesichts der sanierten Krankenkassen mehr Geld für die Versorgung wollen. Differenziert beurteilt etwa die Ärztekammer die Übererfüllung der Sparziele durch die Krankenkassen. Präsident Artur Wechselberger sieht darin keinen Grund zu vorbehaltlosem Jubel, sondern vielmehr einen Anlass, das Leistungsangebot der Krankenkassen zeitgemäß zu verbessern. Darüber hinaus müsse dringend in den Ausbau der medizinischen Versorgung im niedergelassenen Bereich – etwa in Gruppenpraxen zur Entlastung der Spitäler und ihrer Ambulanzen – investiert werden.

den Jahren 2009 bis 2011 um mindestens 1,1 Mrd. € gedämpft. Eine Fokussierung von der Reparaturhin zur Präventivmedizin sei künftig wichtig. Bernd Leiter, Präsident des Generikaverbands, freut sich hingegen über die erreichte Kostendämpfung bei den Arzneimittelausgaben. „Mit preiswerten Generika kann die Qualität der Versorgung trotz steigender Verordnungen gesichert werden; 38 Prozent der Verordnungen vom Gesamtmarkt sind Generika, die nur 19 Prozent der Kosten verursachen“, betont er in einer Aussendung. Probst dazu: „Wir freuen uns alle, dass die Kassen auf einen guten Konsolidierungsweg sind. Wir nehmen auch wahr, dass die Anbieter

nun ihre Interessen bekunden bei der Verteilung. Das ist die alte Diskussion: Sobald Geld da ist, denkt man nach, wie man es schnell wieder ausgeben kann; wir müssen aber das System für die Zukunft sichern.“

Geld für Zahngesundheit Die Politik denkt deshalb über neue Leistungen für die Versicherten und Verbesserungen im Vorsorgebereich nach. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und der Vorsitzende des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, können sich mehr Investitionen in die Prävention und in die zahnmedizinische Versorgung vorstellen.

Hintergrund WHO kritisiert Sparbemühungen im Gesundheitsbereich

Streit um neue Unis

Lebenserwartung stagniert

Linz/Klagenfurt/Wien. Die Debatte über die umstrittene, vom Land Oberösterreich vehement eingeforderte Medizin-Fakultät an der Universität Linz hält an. Nun hat der Wissenschaftsrat diesen Plänen erneut eine Abfuhr erteilt. Nach Vorlage eines ersten Konzepts sieht der Rat „weiterhin keine Notwendigkeit, diese Neugründung zu forcieren“, so das Beratungsorgan von Wissenschaftsminister, Universi-

Paris/Wien. Die Lebenserwartung der Europäer steigt zwar weiter leicht an, doch werden kaum mehr Menschen bei guter Gesundheit älter als vor ein paar Jahren. Nach dem 65. Lebensjahr leben Männer im Durchschnitt noch 8,8 Jahre ohne gesundheitliche Probleme, bei den Frauen sind es 8,6 Jahre, wie nun in Paris veröffentliche Zahlen des Forschungsinstituts Inserm belegen. Das sind für die Männer

Kärntens Landeshauptmann Kaiser stoppt die Pläne für eine Meduni.

täten, Nationalrat und Landtagen in einer Aussendung. Nach wie vor fehle eine konkrete Zeit- und Finanzplanung für den Aufbau von Forschung und Lehre, es gebe keine ausgewiesenen Schwerpunkte in der medizinischen Forschung am Standort und auch das Konzept für eine künftige profilbildende Forschung sei nicht überzeugend. Die Uni argumentiere den Bedarf nach einer Medizin-Fakultät vor allem mit dem regionalen Ärztemangel. Durch zusätzliche Ausbildungsplätze allein sei dieses Problem aber nicht zu lösen. Ungünstige Ärzteverteilung sei zudem ein länderübergreifendes Problem. Während die Verhandlungen über die Medizin-Fakultät Linz weitergehen, ist das Projekt einer privaten Medizin-Uni in Kärnten – wie vom neuen Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) bei seiner Regierungserklärung angekündigt – endgültig gestorben. Der Plan der Sigmund-Freud-Privatuni (SFU) sah vor, mit Herbst 2013 den Betrieb einer Medizin-Fakultät in Klagenfurt zu starten. (iks)

gegenüber dem Jahr 2005 zwar 0,2 Jahre länger; für Frauen beginnen die Beschwerden aber 0,2 Jahre früher als vor acht Jahren. „Das bedeutet, dass die zusätzlichen Jahre mit eingeschränkter Aktivität gelebt werden“, sagte Jean-Marie Robine, Forschungsdirektor bei Inserm. Das französische Institut koordinierte die EU-weite Studie. Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg den

Forschern zufolge bei den männlichen Europäern von 2005 bis 2011 um 1,3 und bei den Frauen um 1,2 Jahre. Dabei konnte Frankreich seinen Titel als Europameister der Lebenserwartung noch ausbauen: 1,8 beziehungsweise 1,6 Jahre länger leben Französinnen und Franzosen als noch vor acht Jahren und kommen damit ab 65 noch auf 23,8 beziehungsweise 19,3 weitere Lebensjahre.

Sparen macht krank

©EPA

© APA/Gert Eggenberger

Ausbildung Medizinuni Linz weiterhin umkämpft

Nicht alle Reformen kommen gut an. Sparen macht krankt, sagt die WHO.

Indes warnt die WHO: Die Bindung der Gesundheitsausgaben an die zuletzt negative Wirtschaftsentwicklung stößt auf zunehmende Kritik internationaler Experten. Für die Regionaldirektorin der WHO, Zsuzsanna Jakab, ist die Sicherung der Gesundheitsfinanzierung in Krisenzeiten besonders wichtig, weil der Bedarf an Gesundheitsleistungen rapid steigen könnte. Die Evidenz zeige, dass problematische Kürzungen im Gesundheitsbereich die Situation potenziell verschlechtern, betonte die hochrangige Expertin. (iks)


M e d i z i n t e c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 26. April 2013

healtheconomy – 43

Mietwäsche und Reinigung Familienunternehmen ortet wachsenden Druck auf Anbieter durch Gesundheitsreform

short

Wozabal punktet mit Ökologie und Expansion

mySugr Junior App für junge Diabetiker

Oö-Unternehmen investiert in neue Chiptechnologie und bietet komplette OP-Sets an. Die Diabetes-Therapie ist eine andauernde Optimierungs­ aufgabe.

Wien. „mySugr“ bietet in Kooperation mit Sanofi Österreich eine Android-Applikation an, mit der die Diabetestherapie spielerisch erlernt und die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern erleichtert werden soll. Sanofi Österreich will Kinder und junge Menschen in ihrer Gesundheitskompetenz fördern und mit „mySugr Junior“ die Selbstständigkeit und Compliance bereits in jungen Jahren unterstützen.

Agfa HealthCare optimiert KIS Bonn/Berlin. Auf der diesjährigen Fachmesse für Gesundheits-IT in Berlin stellte Agfa HealthCare, einer der führenden Anbieter von Krankenhaus-Informations- und spezialisierten Fachabteilungssystemen, einige Neuheiten vor, unter anderem auch Orbis me!, welche den Anwendern nicht nur lesenden, sondern auch schreibenden Zugriff auf ausgewählte Daten im Krankenhaus-Informationssystem (KIS) gewährt.

© medianet

Wozabal: „Es gibt gute heimische Unternehmen, die verlässliche Partner sind; Konzerne denken hingegen nicht langfristig.“

stärkere Marktdynamik.“ Dazu benötige es meist eine langfristige Geschäftspolitik und die sei nicht immer kompatibel mit der Politik von internationalen Konzernen. Wozabal: „Einige Konzerne überlegen, was der Markt für sie noch bringt. Im Gegensatz dazu gibt es gute österreichische Unternehmen, die sich langfristig verpflichtet fühlen und verlässliche Partner am Markt sind.“

Hightech in der Wäsche Generell sei die Dynamik im Gesundheitswesen – nicht zuletzt verstärkt durch den wachsenden Kostendruck – für Wäsche- und Logistikspezialisten wie Wozabal durchaus positiv. „Es ist aber

gleichzeitig auch eine Herausforderung.“ Wozabal will die Chiptechnologie im Wäschebereich weiter vorantreiben. Man habe bereits ein kleineres Werk auf hochfrequente Chips umgestellt, die auch aus größerer Entfernung lesbar seien. „So ist es möglich, einen ganzen Container Schmutzwäsche bei der Anlieferung sofort auszulesen.“ Das spare Kunden eine aufwendige Bewirtschaftung und Logistik. Parallel bietet die Unternehmensgruppe wie berichtet nach eigenen Angaben als Erster im deutschsprachigen Raum Operations-Komplettsets mit hochwertigen Mehrwegtextilien für Spitäler an. Bisher wurde nur Wäsche geliefert, nun sind in den Paketen

bereits Medizinprodukte wie Spritzen, Kanülen, Tupfer oder Nähmaterial mitenthalten. Dafür hat der Textildienstleister zuletzt eine Mio. € in eine neue Ethylenoxid-Sterilisationsanlage im Medizinproduktezentrum am Standort Enns (Bezirk Linz-Land) investiert. Damit können auch thermolabile Materialien keimfrei gemacht werden. Ein OP-Set beschränke sich nun nicht mehr auf bewährte MehrwegOP-Abdeckungen und OP-Mäntel. Alle im OP benötigten Artikel werden in einem kundenspezifisch konfektionierten Paket verbrauchsfertig zusammengestellt. Die Nachfrage sei bereits gut, sagt Wozabal. Die Unternehmensgruppe hat im Vorjahr mit rund 800 Beschäftigten 62 Mio. € umgesetzt.

Qualität Zertifizierung soll Versorgung verbessern

Radiologie Pharmariese baut Kontrastmittelbereich aus

Wien. Zertifizierte Brustgesundheitszentren sollen künftig für Patientinnen mit einem Mammakarzinom eine bessere Rundum-Behandlungsqualität bieten. Sie müssen eine bestimmte Mindestanzahl von Betroffenen pro Jahr betreuen, vergleichen ihre Daten und sind damit auch qualitätsgesichert. In Österreich gibt es derzeit 20 solcher Zentren. Etwas mehr als 50% der Mammakarzinom-Patientinnen – pro Jahr etwa 2.700 – werden dort versorgt, hieß es bei einer Pressekonferenz in Wien. „Eine Frau, der man nach einer Mammografie sagt ‚Das sollten Sie sich anschauen lassen‘, ist in jedem Fall in einer Situation, in der sie eine Struktur braucht. Wir können nicht beurteilen, ob der Arzt gut ist, wir können nur beurteilen, ob er nett ist. Wir leben in einer Zeit, in der jede Autowerkstatt zertifiziert sein muss, um ein Pickerl ausstellen zu dürfen; für Brustkrebspatientinnen müssen die gleichen Kriterien herrschen“, sagte Miriam Doris Strauss, Sprecherin von Europa Donna als Selbsthilfeorganisation von Brustkrebs-Betroffenen. In den vergangenen vier Jahren hat

Chicago/München. Der US-Pharmakonzern Eli Lilly baut seine Alzheimer-Forschung aus: Der Pharmariese erwirbt die Rechte an zwei Kontrastmitteln vom Münchener Siemens-Konzern. Mit den zwei Substanzen sollen Ablagerungen des Tau-Proteins im Gehirn besser sichtbar gemacht werden, die bei der Krankheit eine wichtige Rolle spielen. Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarung wurden am Mittwoch nicht genannt. Der Arzneimittelhersteller aus Indianapolis gehört zu den Konzernen, die derzeit intensiv an neuen Medikamenten gegen die bisher unheilbare Krankheit arbeiten. Alzheimer ist die Hauptursache von Demenz, etwa 60% aller Demenzen gehen darauf zurück. Weltweit leiden rund 38 Mio. Menschen an Alzheimer. Die beiden Substanzen sollen vor allem bei PET-Scans eingesetzt werden. Bei der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) werden mithilfe radioaktiv markierter Kontrastmittel Schnittbilder des Gehirns erzeugt. Lilly hatte unlängst in den USA die Zulassung für sein Kontrastmittel Amyvid erhalten,

© dpa/A3542/Karl-Josef Hildenbrand

sich auch in Österreich der Trend zur Etablierung zertifizierter Brustkrebszentren durchgesetzt. Walter Neunteufel, Gynäkologe und Leiter des Dornbirner Brustgesundheitszentrums, über die Gründe dafür: „Seit 1998 wissen wir aus einer wissenschaftlichen Arbeit, dass Frauen mit Brustkrebs, die in Spitälern mit einer hohen Anzahl an Fällen behandelt werden, bessere Überlebenschancen haben.“ (iks)

Je spezialisierter Zentren sind, umso besser die Behandlungsqualität.

Eli Lilly kauft nun bei Siemens ein

mit denen sich die bei Alzheimer ebenfalls auftretenden Ablagerungen des Proteins Beta-Amyloid im Gehirn sichtbar machen lassen. Bisher gibt es noch kein zugelassenes Kontrastmittel, mit dem sich das Protein Tau bei lebenden Patienten nachweisen lässt. Die von Siemens erworbenen Substanzen sollen nun von der KontrastmittelSparte des Konzerns weiterentwickelt werden, teilte das Unternehmen mit. (iks)

Auch die Blütezeiten der Bäume werden im Allergie-Profil visualisiert.

Wien. Auf Basis der „Open Government“-Daten der Stadt Wien entwickelte Adam Kiefer eine Pollenradar-App, die sämtliche allergieerzeugenden Bäume und ihre Umgebung in Wien darstellt. Mit der App lässt sich auch ein persönliches Allergiker-Profil erstellen. Die Applikation ist für Android ab Version 3.0 oder höher konzipiert. Mit Open Government forciert die Stadt eine stärkere Zusammenarbeit mit Bevölkerung, Wirtschaft und Wissenschaft.

Suchmaschine für Vertretungsärzte

© Siemens

Neue Zentren für Brustgesundheit

Open Government Allergiker-App © Magistrat der Stadt Wien/Pollenradar Wien/Kiefer

Linz. Christian Wozabal, Geschäftsführer der gleichnamigen Unternehmensgruppe mit Sitz in Linz, punktet derzeit mit der Reduktion des Energieverbrauchs, neuen Produkten und Dienstleistungen und nicht zuletzt auch dank der Expansion in den süddeutschen Markt. „2012 war sowohl umsatzseitig, wie auch ertragsseitig ein gutes Jahr; wir erwarten auch heuer Zuwächse“, sagt Wozabal im Interview. Es zeige sich, dass Investitionen etwa in die Ausbildung der Beschäftigten, die Managementqualität oder eben in den Bereich Ökologie nachhaltig erfolgreich seien. „Oft muss man natürlich Entscheidungen treffen, die sich nicht vom ersten Jahr weg rechnen. Wir vertrauen hier einfach auf die langfristige Strategie und das zahlt sich letztendlich aus.“ Neben internen Verbesserungen arbeitet Wozabal derzeit an der Bearbeitung des süddeutschen Marktes. „Wir versorgen seit Anfang Februar der drittgrößte deutsche Unfallkrankenhaus, das in Bayern steht; es ist etwa vier bis fünfmal so groß wie die Unfallspitäler in Österreich.“ Insgesamt habe Wozabal bereits sieben Krankenhäuser in Deutschland als Kunden. Der Markt für Mehrwegtextilien im Krankenhausbereich habe gerade in Deutschland noch großes Potenzial, sagt der Firmenchef. Dazu komme, dass die Konsolidierung dort noch nicht so fortgeschritten sei wie etwa in Österreich. Wozabal rechnet allerdings in Zukunft auch mit Veränderungen des Anbietermarkts – nicht zuletzt durch den Druck der Gesundheitsreform. „Wir erwarten in den kommenden zwei bis fünf Jahren eine

© mySugr

Martin Rümmele

Mit Radiologie will Eli Lilly u.a. im Bereich der Alzheimerforschung punkten.

Wien. Die Arzt-Radar GmbH hat die erste Online-Ärzte-Vertretungs-Suchmaschine „www. arztradar.at“ entwickelt. Für einen Mitgliedbeitrag von 120 € können sich niedergelassene Kassenärzte registrieren und Vertretungsanzeigen schalten oder eine Vertretung suchen. Damit interessierte Ärzte das System testen können, wird für das Jahr 2013 eine kostenlose Registrierung angeboten.


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

44 – healtheconomy

Freitag, 26. April 2013

Debatte Pharma Marketing Club Austria diskutierte über Trend zu Parallelimporten im Arzneimittelbereich

short

Teure Parallelimporte

Sanofi schreibt erneut einen Reiss-Fonds aus

Med-Uni Innsbruck bei Leiden-Ranking voran

Auszeichnung Homöopathische Forschung gewürdigt

Wissenschaft Preis für Forschung über Bluterkrankheit

Linz. Der Dr. Peithner Preis für Forschung in der Homöopathie wurde kürzlich im Rahmen einer Feier der Österreichischen Gesellschaft für

Wien. Anlässlich des „Welthämophilietags“ bekräftigt Pfizer sein langfristiges Engagement zur Verbesserung der Versorgung für Menschen mit Hämophilie. Pfizer förderte den Welthämophilietag weltweit mit verschiedenen Veranstaltungen und setzt seine Partnerschaft mit dem Weltverband der Hämophilie-Patienten und des Europäischen HämophilieKonsortiums fort. Außerdem engagiert sich das Unternehmen stark dafür, medizinische Innovationen bei der Hämophilie zu fördern. Pfizers „Hämophilie 2013 Aspire Awards“ beispielsweise, ein wettbewerbsorientiertes, Peer-Reviewunterzogenes Förderprogramm für europäische Ärzte, zielt auf die Förderung medizinischen Wissens über die Pathogenese und Behand-

© MUI/Lackner

Peithner-Preis für Allergiestudie

© Dr. Peithner KG

Mit Platz 170 ist die Meduni Innsbruck die beste in Österreich.

Innsbruck. Im aktuellen Hochschulranking der Universität Leiden, der ältesten Uni der Niederlande, findet sich die Medizinische Universität Innsbruck auf Platz 170 und ist damit – vor der Medizinuni Wien – die bestplatzierte heimische Uni. Rektor Herbert Lochs sieht die Med-Uni Innsbruck in ihrem Weg bestätigt: „Für dieses hohe Engagement möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken.“

Konnte den Dr. Peithner Preis entgegennehmen: Christa Gründling (Mitte).

Homöopathische Medizin (ÖGHM) verliehen. Die preisgekrönte Studie zeigt deutlich die Vorteile einer homöopathischen Behandlung bei Allergiesymptomen. Eine Vielzahl weiterer Untersuchungen beweist ebenfalls die gute Wirksamkeit der Homöopathie. Christa Gründling, Allgemeinmedizinerin in Enns, Oberösterreich, zeigte in ihrer prospektiven multizentrischen Studie „Real-life effect of homeopathy in the treatment of allergies“, die im Jänner 2012 auch in der renommierten Fachzeitschrift Wiener Klinische Wochenschrift veröffentlicht wurde, dass es unter homöopathischer Therapie zu einer deutlichen Verbesserung der Allergiesymptome kommt; konventionelle Behandlungen konnten reduziert werden. (fei)

Jörg-Peter Schröder: Gesunde Frührung statt Burnout. Steinbach Sprechende Bücher, 240 Seiten, 24,99 €, ISBN 3869745002

lung sowohl von Hämophilie A als auch B ab. Anmeldeschluss ist der 31. Mai. Infos: http://europeaspire. org/haemophilia/index.html (fei)

Kampf gegen die Bluterkrankheit: Pfizer schreibt Hämophilie-Award aus.

Ines Manegold Kabeg-Chefin nach Urteil unter Druck Klagenfurt. Ines Manegold, Chefin der Kärntner Krankenanstalten Betriebsgesellschaft Kabeg, muss eine schwere Niederlage hinnehmen: Die Kabeg hat nun einen Arbeitsgerichtsprozess auch in zweiter Instanz verloren, wodurch Manegold schwer unter Druck gerät. Thomas Koperna, Leiter einer Stabsstelle zur Leistungsplanung der Kabeg-Spitäler, war im 2011 fristlos entlassen worden, und zwar wegen angeblicher Dienstverweigerung, wie Manegold beteuert hatte. Koperna ging vor Gericht und bekam recht. Nun bestätigte das Oberlandesgericht Graz das Urteil. Gegen diese Entscheidung ist kein ordentliches Rechtsmittel mehr zulässig. Wann Koperna seinen Dienst wieder antreten kann, blieb noch offen. Manegold wollte vorerst zu dem Urteil nicht Stellung nehmen. (APA/fei)

© Kabeg

Ende der bisherigen Führung Vielen Führungskräften wird bewusst, dass sie nicht mehr so weitermachen können wie bisher. Qualifizierte Mitarbeiter bevorzugen heute Unternehmen, die einen modernen Führungsstil und gesunde Unternehmenskultur aufweisen. Die bisher vorherrschende Fokussierung auf Unternehmenszahlen und -erfolg haben unter anderem zu einem rapiden Anstieg arbeitsplatzbedingter Erkrankungen wie Burnout geführt, der immer häufiger auch Führungskräfte selbst betrifft. Es ist an der Zeit, eine Veränderung einzuleiten, um einen ernstzunehmenden Schaden für Unternehmen und die Gesellschaft abzuwenden. Jörg-Peter Schröders detailliertes Acht-Phasen-Modell zum Turnaround bietet zudem Hinweise zur Diagnose, Ausgestaltung und Umsetzung von nachhaltigen Transformationsprozessen für Führungskräfte und Unternehmen. Schröder ist Arzt, Führungscoach und seit vielen Jahren im Gesundheitswesen tätig. (fei)

Pfizer launcht Hämophilie-Award

Menschen, über die man spricht

© Gourmetgroup

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de Büch © Steinbach Sprechen

Der PMCA diskutierte in Wien über die Auswirkungen von Parallelimporten.

© stockxpert

Wien. Sanofi schreibt auch heuer wieder den Gerti Reiss Schulungsfonds für mehr Kompetenz von Diabetespatienten und -patientinnen in Österreich aus. Der Betrag von 5.000 € wird jährlich an eine(n) Verein/ Organisation, der/die die Schulung von Diabetespatienten als Vereinszweck gewählt hat, vergeben. Einreichfristen und mehr Details sind auf der Stiftungsurkunde auf der Sanofi Homepage nachzulesen unter www.sanofi.at

A lo is S t ö ger , g esu n d heit s minis t er

Anlässlich seiner Arbeitsreise in die USA hielt Gesundheitsminister Alois Stöger einen Gastvortrag über das österreichische Gesundheitssystem an der School of Public Health der Harvard University. Im Rahmen eines Seminars erläuterte der Minister die Säulen und Grundlagen des österreichischen Gesundheitssystems. „Öffentliche und solidarische Gesundheitssysteme wie das österreichische versorgen die Menschen besser als rein privatwirtschaftlich organisierte.“

Mar t in Fu chs , g esch äf t s fü hrer b ei ­P remi QaM ed

Martin Fuchs verstärkt die Geschäftsführung der PremiQaMed Management GmbH. Der Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien ist für die Bereiche Personalmanagement, Recht sowie Marketing und Kommunikation verantwortlich. Der gebürtige Wiener war zuvor 17 Jahre in der Pharmabranche bei AstraZeneca tätig, zuletzt als HR-Direktor in Deutschland, als Global Talent Management Director in der Europazentrale in Belgien und als HR-Direktor in London.

© Goldenes Kreuz Privatklinik

Gertrude Reiss war eine langjährige Mitarbeiterin von Sanofi.

In Österreich liegt der Anteil der Importe bei 2,4%; diese Medikamente werden vor allem in Spitälern eingesetzt. Mit 5,7% ist der Hospital-Markt um einiges größer als der Apotheken-Markt mit 0,8%. „Der Parallelimportmarkt ist stark von Spezialtherapeutika geprägt. Die früher geltenden High Value Low Price-Produkte werden durch die teuren Produkte für Nischenmärkte abgelöst“, weiß Höfer. Wolfgang Gerold vom KAV Wien ist ein Kritiker der Direktimporte: „Ich halte Parallelimporte für absurd, weil sie viele Fragen offen lassen.“ Etwa jene der Arzneimittelsicherheit, der Lagerbedingungen und der Lieferfähigkeit. Die Lagerung bei hochsensiblen Produkten ist problematisch und eine Garantie, dass die Lagerbedingungen außerhalb Österreichs eingehalten werden, gibt es nicht. „Der KAV hat zuletzt massiv unter Problemen bei der Lieferfähigkeit gelitten.“ (cr)

© PremiQaMed Group

© Sanofi-Aventis

Wien. Der Anteil des Parallelhandels von Medikamenten wächst, zuletzt im hohen zweistelligen Prozentbereich – ein umstrittenes Wachstum. Grund genug für den Pharma Marketing Club (PMCA), eine Veranstaltung zum Thema „Parallelhandel – Import und Export“ abzuhalten. „Das ist ein sensibler Markt“, erklärt Markus Höfer von IMS Health und bezieht sich dabei auf Herkunftslandstudien. Doch der Parallelhandel zahlt sich aus, denn neben der Preisgestaltung der Konzerne bringen die Wechselkursschwankungen Gewinne. Vergangenes Jahr betrug der Wert der Parallelimporte 5,4 Mrd. € in ganz Europa. Davon hatte Deutschland mit 53% den höchsten Anteil, gefolgt von Großbritannien mit 15%, Schweden und den Niederlanden mit je 10%. Die Medikamente werden derzeit vor allem aus Staaten Osteuropas, aber auch aus Griechenland und Portugal exportiert.

© PMCA

Experten kritisieren zunehmend negative Folgen bei Lieferfähigkeit und Lagerbedingungen.

Fri tz N agele , ärztl icher ­l ei ter goldenes kre uz

In der Wiener Goldenes Kreuz Privatklinik gibt es personelle Veränderungen: Primarius Fritz Nagele wurde neuer ärztlicher Leiter. Nagele: „An meine neue Aufgabe möchte ich mit frischem Wind herangehen und meinen Beitrag zu einer innovativen Entwicklung des Hauses leisten. Eines meiner Ziele ist, das ‚Goldene Kreuz‘ weiterhin als Kompetenzzentrum vor allem im Bereich Frauenmedizin zu positionieren und die hohen Qualitätsstandards weiter zu steigern.“


medianet

inside your business. today.

Freitag, 26. April 2013 – 45

stopline-jahresbericht

220 Mitglieder auf Tuchfühlung mit der „Künstlichen Intelligenz“ Seite 47

Die Internet-Meldestelle hat ihren aktuellen Jahresbericht vorgelegt Seite 48

handfest samsung galaxy note II praxistest

© Samsung

Tech-natives-auftakt © Stopline

© tech natives austria

technology Consumer Electronics: Ohne Netz geht nichts

© ibm.com

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© LG

Wien. „Smarter Planet Comes to you“ ist eine weltweite Initiative der IBM, um Studentinnen und Studenten die IBM-Vision für einen smarteren Planeten vorzustellen, High Potentials zu identifizieren und den wissenschaftlichen Austausch mit Universitäten und Fachhochschulen zu fördern. Die Österreich-Termine der Tour: 26. April an der Johannes Kepler Universität in Linz und am 29./30. April an der FH Campus Wien. Hochkarätige Vorträge, Infostände, eine Gaming-Challange und ein Ideenwettbewerb warten. www. facebook.com/ibmskillstour

© Chris Haderer

Salzburg. Heute und morgen, am 27. April, finden die Frühjahrsordertage der drei großen Einkaufsverbände Electronic Partner, Expert und Euronics (Red Zac) im Messezentrum Salzburg statt. LG Electronics Austria wird bei der Messe in Salzburg das neue Lineup 2013 präsentieren, darunter Produkte wie der 55“ OLED-TV und der 84“ Ultra HD-TV. Im Bereich „Mobile Communication“ werden die beiden Flaggschiffe „Optimus G“ und das herausragende „Optimus G Pro“ vorgestellt. Für Nicht-Elektroniker hat LG Home Appliances im Sortiment, wie etwa den neuen „LG eco“Hybridtrockner. www.lg.com/at

Smart-TV soll für Umsätze sorgen Knapp vier Monate vor der Berliner Leit­ messe IFA stehen die Trends für heuer fest: Nicht den Smartphones soll die ­Bühne gehören, sondern dem rundum vernetzten Fernseherlebnis. Seite 46 Connecting Software Drei Monate US-Marktaufbereitung

Anecon Auszeichnung des Great Place to Work Institute

Thomas Berndorfer, Gründer und Geschäftsführer von Connecting Software.

Wien. Das österreichische Unternehmen Connecting Software erhält für sein Produkt „Connect Bridge“ die Chance, sich im Rahmen der Internationalisierungsoffensive „go-international“ für drei Monate im kalifornischen Silicon Valley aufzuhalten. „Unser Ziel ist es insbesondere, hervorragende Partner zu finden, die unser Produkt bei ihren Software-Integrationsprojekten einsetzen“, sagt Thomas Berndorfer, Gründer und Geschäftsführer von Connecting Software. Gleichzeitig wolle man allerdings die vollständige Eigenfinanzierung beibehalten. www.connecting-software.com

© Anecon

Wien. Heuer lädt VMware unter dem Motto „Virtually Unlimited“ zum „VMware Forum“ nach Wien ein. Am 7. Mai diskutieren Branchenkenner die neuesten Trends rund um Cloud Computing, Virtualisierung und Mobile Services. Zur Veranstaltungsreihe, die in den kommenden Monaten in 27 Städten der EMEA-Region stattfinden wird, werden insgesamt 16.000 Teilnehmer erwartet. Anmeldungen online. www.vmwareforum2013.com

© Connecting Software/Bernhard Schramm

© vmwareforum2013.com

Jungunternehmer im Silicon Valley Die besten Arbeitgeber Österreichs

Anecon-Geschäftsführer Hans Schmit und Karin Schmitzer, HR-Leiterin.

Wien. Der IT-Dienstleister Anecon hat die Auszeichnung „Bester Arbeitgeber Österreichs“ vom Great Place to Work Institute verliehen bekommen. In der Größenkategorie M (50–250 Mitarbeiter) nahmen insgesamt 24 Unternehmen teil und als eines von 13 qualifizierten Unternehmen darf sich Anecon bei einer erstmaligen Teilnahme auf Anhieb über einen „Stockerlplatz“ freuen. „Ich denke, dass das Geheimnis unseres Erfolgs unsere einzigartige Unternehmenskultur ist, unser ‚Anecon-Spirit‘“, kommentiert Hans Schmit, Geschäfstführer von Anecon, die Auszeichnung. www.anecon.com


C ov e r

46 – medianet technology

Freitag, 26. April 2013

IFA 2013 Knapp vier Monate vor Beginn der Messe sprechen die Veranstalter von anhaltend starker Ausstellernachfrage

Kommentar

SmartTV und jede Menge neue High-End-Gadgets

Das totale Fernsehen ist fast schon da

Laut GfK wird der Markt für Consumer Electronics und Home Appliances heuer um 1,5% wachsen. Sardinien. Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), spricht von „anhaltend starker Ausstellernachfrage“, wenn er von der herannahenden IFA 2013 spricht. In etwas mehr als vier Monaten, vom 6. bis 11. September, soll die Leitmesse für Weiß- und Braunware in Berlin über die Bühne gehen und dabei eine „überwältigende Zahl globaler Neuheiten und Produkt-Premieren“ bieten, sagte Kamp im Rahmen der IFA Global Press Conference 2013 vergangene Woche auf Sardinien. „Für den Wachstumsmarkt ‚Smart Home‘ ist die IFA in der weltweit einzigartigen Position, alle beteiligten Industrien, Handel und Konsumenten zusammenzuführen.“ Der Erfolgsfaktor der IFA sei „das klare Konzept, das die Interessen der Industrie und des Handels zusammenführt“, springt auch Christian Göke, Geschäftsführer Messe Berlin, in die Bresche. Denn nicht zuletzt ist die IFA auch ein kleiner Jahrmarkt der elektronischen Eitelkeiten, der Branchentrends recht schnell widerspiegelt. Und vieles, was sich auf der IFA als Trend ausgibt, wäre in Wahrheit nur gern einer – wie etwa das hochgejubelte 3D-TV-Segment beweist, dessen Absätze immer noch beeindruckend plastisch hinter den Erwartungen zurückliegen.

Chris Haderer

L

auscht man den Verschwörungen der Hersteller, dann handelt es sich beim Fernsehen nicht länger um die zweitschönste Nebensache der Welt, sondern um die wichtigste Hauptsache überhaupt. Wobei die von Samsung über Philips bis Loewe im Rahmen der IFA Global Press Conference 2013 ausgestellten Visionen mit dem, was wir aus den Tagen der Mattscheibe für Fernsehen halten, nicht einmal mehr die Mattscheibe gemeinsam haben. Von Norwegen bis Korea hat man sich darauf geeinigt, TV und Internet als Geschwisterpaar zu adoptieren, weshalb bei neuen Geräten der Netzwerkanschluss so sicher ist wie beim Nachwuchs der Nabel. DVB- und Satellitentuner sind in der künftigen Fernsehwelt fast schon Draufgabe, weil das eigentliche Programm aus dem Datendraht kommt, Apps-gesteuert zur Wunschzeit und nicht in ORF-Manier um halb Drei in der Früh, wo viele gute Sendungen zu jung gestorben sind. Über das Programm hinaus, woher es auch kommt, wird das Fernsehgerät zur vernetzten Hoheit im Haus, mit dem auf Wunsch auch die Heizung eingeschaltet werden kann. Fernsehen ist Leben und Wohnen in einem. Wo früher einmal der Esstisch war, stehen morgen vielleicht schon zwei Bildschirme – und ein bisschen fragt man sich, ob und wo beim totalen Fernsehen noch Zeit für Unterhaltung bleibt.

Harte Marktbedingungen Die weltweiten Rahmenbedingungen sind durchaus harsch, dennoch sollen laut Jürgen Boyny, Global Director Consumer Electronics, GfK Retail and Technology, die „globalen Märkte für Consumer

AppSense Psycho-Blick

TV im Mittelpunkt Als Epizentrum des heurigen Elektronikbebens wird vorab nicht das Smartphone-Segment geortet sondern das gute, alte Fernsehen. Geht es nach Herstellern wie ­Loewe, Philips oder Samsung, dann ist die Zeit der analogen Röhrengeräte endgültig vorbei. Das Augenmerk der Hersteller liegt dabei aber nicht vorwiegend auf großen Bildschirmdiagonalen, sondern auf dem Innenleben der Geräte, sprich den Features, die sie mitbringen. Für Loewe, mittlerweile „mehr oder weniger die einzige Entertainment Computer Company in Deutschland“, wie CEO Matthias Harsch es ausdrückt, ist die Zukunft des Fernsehens „connected; das wird alle Bereiche einschließen, vom bloßen Content bis hin zur Hausautomatisierung“, sagt er. In die gleiche Kerbe schlägt auch Wiebo Vaartjes, CEO von Philips Lifestyle Entertainment. Für die Niederländer spielt Design eine immer wichtigere Rolle, wie sie im September in Berlin unter Beweis stellen wollen. Und am Beispiel von Samsung lässt sich erkennen, wo die Industrie den nächsten Marktmotor wähnt: im 4K-Bereich, dem erhofften HD-Nachfolger. Ab 2016 soll die neue Technologie abheben, sagt Michael Zoeller, Senior Director bei Samsung Europe. Bestaunen kann man sie schon im September in Berlin. www.ifa-berlin.de

Mehr als 400 Journalisten kamen zur IFA Global Press Conference nach Sardinien.

Michael Zoeller, Senior Director, Sales & Marketing TV/AV bei Samsung Europe, führt mit Miss IFA neue Samsung Smart TV-Geräte vor.

Setzt auf SmartTV: Wiebo Vaartjes, CEO, Philips Lifestyle Entertainment.

Matthias Harsch, Chief Executive Officer, Loewe AG: Vernetztes Fernsehen.

Gartner Laut den Analysten werden die weltweiten IT-Ausgaben heuer um leichte 4,1% auf 2,9 Milliarden € ansteigen

Managertypen

Weltweite IT-Ausgaben wachsen nur mäßig

© panthermedia.net/Benis Arapovic

Wien. Wirtschaftskrisen, Rettungsschirme, Sparpläne – der weltweite Markt für Computer-Technik und IT-Dienstleistungen befindet sich trotz aller Widrigkeiten stur auf Wachstumskurs. Dieser Meinung ist zumindest das nordamerikanische Marktforschungsunternehmen Gartner, das für heuer ein Wachstum von 4,1% für den ge-

AppSense hat die IT-Manager in drei große Typengruppen eingeteilt.

samten IT-Sektor weissagt. Dementsprechend würden die weltweiten IT-Ausgaben von 2,79 Mrd. € im Jahr 2012 leicht auf 2,9 Mrd. € anwachsen. Das ist zwar nicht unbedingt eine Sensation, aber immerhin ein stabiles Wachstum (bei einem rückläufigen PC-Desktop-Markt), wobei der Großteil der IT-Ausgaben auf Telekommunikationsdienste entfällt (siehe Infografik). Dieser Trend hat sich schon vor Längerem abgezeichnet und wird sich in den nächsten Jahren laut Prognose auch fortsetzen. Die Ausgaben innerhalb des Telekommunikationssektors werden sich allerdings immer weiter weg von klassischen Telefoniediensten zu mobilen Datendiensten hin verschieben.

Die Cloud kommt © panthermedia.net/fineart

Wien. Der IT-Anbieter AppSense hat einen Blick auf die Psyche der IT-Verantwortlichen gewagt und drei verschiedene Typen skizziert. Da ist einmal der „Konservative“, dessen Berufserfahrung bis in die Ära der Großrechner zurückreicht: ein klassischer Nine-to-Five-Typ. Dann kommt der „Hipster“, der sich in Firmen wohlfühlt, wo Kreativität, Offenheit und Spontanität groß geschrieben werden. Dritter Typ ist der „Moderate“, zu finden in mittelständischen Betrieben, wo viel Wert auf einen ausgeglichenen Ansatz zwischen Innovation und dem Erhalt bewährter Prozesse gelegt wird. www.appsense.de

Electronics und Home Appliances auch 2013 wachsen“. Allerdings, so Boyny, würden nicht alle Regionen der Welt „zum Wachstum von rund vier Prozent beitragen, aber auch für den herausfordernden Markt ‚Europa‘ prognostiziert die GfK ein Wachstum von 1,5 Prozent.“

© Chris Haderer (4)

Chris Haderer

Der Telekommunikationssektor zeigt eine beständige Umsatzentwicklung.

Das größte Wachstum erwartet sich Gartner im Bereich ‚Geräte‘. Die unverändert starke Nachfrage nach hochpreisigen Smartphones sowie Tablets sorgen trotz des in den Keller übersiedelten PC-Absatzes für ein prognostiziertes

Wachstum von acht Prozent im Hardware-Geschäft. Während Datacenter-Systeme trotz oder wegen der aktuellen Cloud-Tendenzen eher geringe Zuwachszahlen zeigen, gehören auch die Bereiche ‚Enterprise Software‘ und ‚IT-Services‘ zu den Gewinnern der Gartner-Vorhersage. In Österreich wird indes gern in die Cloud investiert: Laut dem

Cloud-Report von IDC lagen die Investitionen für Cloud-Technologie in Österreich im Jahr 2011 bei 69,88 Mio. €, bei einer jährlich kulminierten Wachstumsrate von 28,3% für die nächsten fünf Jahre. Für das Jahr 2016 schätzt IDC das Investitionsvolumen für den Cloud Services-Markt auf 242,69 Mrd. €. www.idc.com www.gartner.com


I dee & str ate gie

Freitag, 26. April 2013

medianet technology – 47

Tech Natives Die Community für digitale Trends und Zukunftstechnologien veranstaltete ersten Event zu Künstlicher Intelligenz und Cognitive Computing

Special-Event für Digital-Junkies

Talent-Plattform „Das Ziel des Abends war es, unseren Mitgliedern, bestehend aus Studenten und berufstätigen Digital-Junkies, das Thema ‚Künstliche Intelligenz‘ praxisorientiert näherzubringen“, sagt Benjamin Ruschin, Partner von straberger conversations und Initiator der Tech Natives. Die Veranstaltung hat nicht zuletzt auch das Anliegen, ein Sprungbrett zu sein und zwischen jungen Talenten, die zu den Veranstaltungen kommen, und Recruitern gezielt zu vermitteln. Die Teilnahme an den fünf Jahresevents kostet laut Homepage 59,90 €, gefördert wird Tech Natives darüber hinaus von Monster Worldwide Austria (www.monster.at) und GS1 Austria (www.gs1.at). Zu den Partnern der Community zählen außerdem die Junge Wirtschaft der WKO (www.jungewirtschaft.at), icons (www.icons.at), Mobile Monday Austria (www.mobilemonday. at), TEDx Vienna (www.tedxvienna. at) sowie AIESEC (www.aiesec.at).

Viele Themen Der erste Tech Natives Event 2013 wurde von Franz Wotawa von der TU Graz eingeläutet, der die historischen Meilensteine hinter den Themen Intelligenz und künstliche Intelligenz erläuterte. Auf ihn folgte, eigens für den Abend von der ETH Zürich eingeflogen, Fumyia Iida, der Einblicke in das

Interesse besteht Speaker Nummer drei, Simon Colton vom Imperial College London, entführte das Publikum schließlich in die Zukunft: „Wie wäre es, wenn wir Nachrichten nicht mehr morgens in der Zeitung lesen müssten, sondern diese einfach in Form von Computerspielen empfangen und verstehen könnten?“ Wenn es nach dem Wissenschaftler, der bereits über 20 Jahre in der AI-Forschung

© technatives.at

Die Web-Präsenz der Digital Natives.

Die Redner (v.li.n.re.): Simon Colton, Franz Wotawa, Bart de Witte und Fumyia Iida.

BMD Gefragte Branchensoftware: Marktführer hat bereits 70.000 Arbeitsplätze ausgestattet – auch Steuerprofis

Die Lieblingssoftware der heimischen Steuerberater Aufgrund der heimischen Marktdurchdringung soll jetzt die internationale Präsenz ausgebaut werden. Steyr/Wien. In den 1970er-Jahren kaufte man Software nicht in Form von Apps in Online-Stores – Programme waren damals Magnetkernspeicherplatten, durch die Kupferdrähte gefädelt wurden. Der Beruf des Programmierers hatte fast schon handwerkliche Züge – ganz anders als heute, wo wir Software als dynamische Prozesse verstehen, die sich mit dem Unternehmen verändern müssen. Vor diesem Hintergrund wurde im März 1972 die BMD gegründet, die erst auf Basis der Hardware des französischen Herstellers Logabax und später dann auf Texas Instruments-Geräten Software von Buchhaltungs-und Lohnprogrammen bis hin zu Produktionslösungen entwickelte. „Gut 23.000 Kunden hat die BMD Systemhaus GmbH heute, die mit Töchtern auch in Ungarn, der Slowakei, der Schweiz und Deutschland präsent ist; auf über 70.000 Arbeitsplätzen ist die Business Software im Einsatz“, sagt BMD-Geschäftsführer Ferdinand Wieser. Bei den heimischen Steuerberatern ist das Unternehmen mit seinen Lösungen überhaupt Marktführer; immerhin 30,6 Mio. € Umsatz konnte die BMD im Jahr 2012 mit ihren Produkten einfahren.

Runderneuert & zeitgemäß

Volles Haus bei der ersten Veranstaltung.

aktiv ist, gehen würde, entwickelt Software bald selbst eigene Software. Als letzter Redner des Premierenabends präsentierte Bart de Witte, CEE-Verantwortlicher für den Healthcare-Bereich bei IBM, das Projekt „Watson“, das durch umfangreiches Datenmaterial bessere Diagnostik und Behandlung ermöglichen soll. Für Initiatov Benjamin Ruschin war es ein gelungener Abend „der zeigt, dass das Interesse für die Technik da ist und wir mit unseren Veranstaltungen eine neue Nische in Österreich füllen“. www.technatives.at

„Ein wesentlicher Meilenstein war sicher, dass wir uns Ende der 1990er-Jahre dazu entschlossen haben, die gesamte BMD-Software neu zu entwickeln“, erzählt Wieser. Diese Arbeiten sind nun, nach über 13 Jahren, abgeschlossen, und das Unternehmen verfügt über ein zeitgemäßes Produktportfolio an ERP-Lösungen. „Darin stecken weit mehr als eine Million Entwicklerstunden“, so der Unternehmer. Über 360 Mitarbeiter sind bei der BMD beschäftigt, davon arbeiten aber nur 65 in Verwaltung und Verkauf, der Rest verteilt sich auf die Kernbereiche Software-Entwicklung,

Ferdinand Wieser, GF der BMD Systemhaus GmbH, will die internationale Marktpräsenz des Unternehmens steigern.

Support und Technik. Mit ihrem runderneuerten Portfolio will BMD nun verstärkt internationale Präsenz zeigen. „Aufgrund der hohen

Produktportfolio auch

Insgesamt sei Österreich als Markt aber zu klein, um langfristig „die hohen Entwicklungskosten tragen zu können; Software lebt davon, möglichst oft verkauft zu werden“, weiß Wieser. Hohe Wachstumsraten hat BMD im Cloud-Bereich, in dem etwa 70 Kanzleien und 500 Unternehmen mit Lösungen versorgt werden. „Die Cloud ist aber eher ein zusätzliches Tätigkeitsgebiet für unsere Technik“, stellt der BMD-Chef klar, „das Hauptaugenmerk liegt ungebrochen auf der Software.“

auf internationalen

Schulungskapazitäten

„In Österreich sind wir bereits stark verankert. Jetzt wollen wir unser

Märkten anbieten.“ FERDINAND WIESER, BMD

Durchdringung, die wir in Österreich schon haben, ist es schwer, Marktanteile auszubauen.“ Laut Wieser verwendet jedes dritte Unternehmen mit mehr als fünf Mitarbeitern ein BMD-Produkt.

Neben der Produktentwicklung ist auch die Markteinführung eine wesentliche Komponente – und Letzteres erfordert geschulte Spezialisten. BMD ist nicht zuletzt deshalb auch im Schulungsbereich tätig, wo es beispielsweise Kooperationen mit Handelsakademien gibt. Auszubildende kommen dadurch schon früh mit der BMD-Software in Berührung und tragen diese spä-

ter – möglicherweise – auch ins eigene Unternehmen hinein.

KMU-Lösungen Mit ihren Produkten will BMD „genau in den KMU-Bereich hineinpassen“, sagt Wieser. „Unsere Lösungen sind speziell an KMU angepasst; das unterscheidet uns vom Mitbewerb, der sich diesem Bereich oft von ‚oben‘ nähert. Wir sind in diesem Segment groß geworden und kennen es genau.“

BMD BMD ist Hersteller von hochwertiger kaufmännischer Spezialsoftware und zählt zu den führenden Softwareherstellern in Österreich. Standorte: Steyr (Zentrale), Wien, Salzburg, München, Budapest, Bratislava, Prag, Frauenfeld (Schweiz) Mitarbeiter: ca. 360 Mitarbeiter (davon 105 Software-Entwickler, 170 Support, 20 Technik, 65 Verwaltung und Verkauf) Kunden: über 23.000 Kontakt und Infos unter www.bmd.at

PROMOTION

Wien. „Artificial Intelligence – Cognitive Computing“. Wenn es Ihnen bei einem Veranstaltungstitel wie diesem wohlig den Rücken hinunterschaudert, dann sind Sie wahrscheinlich ein „Tech Native“. Oder Sie haben das Potenzial dazu. „Tech Natives“ ist eine Community für digitale Trends und Zukunftstechnologien des Wiener Marketing-Beratungsunternehmens straberger conversations. Vergangenen Montag absolvierte Tech Natives den ersten von fünf im Jahr 2013 geplanten Events im Julius Raab Saal der Wirtschaftskammer. Knapp 200 Gäste setzten sich mit dem schon erwähnten Thema „Artificial Intelligence – Cognitive Computing“ auseinander und wurden von ausgewählten Speakern auf ihrem Weg in die Welt der künstlichen Intelligenz begleitet.

Thema ‚Robotics‘ bot und wie künstliche Intelligenz zunehmend auf Maschinen in unserem Alltag übertragen wird.

© BMD

Chris haderer

© tech natives austria (2)

Mit der Veranstaltungsreihe soll eine Nische in Österreich besetzt werden.


Fa c t s & f i g u r e s

48 – medianet technology

short

ACP-Übernahme durch Mitarbeiter & Manager

Freitag, 26. April 2013

Stopline Die Meldestelle für Kinderpornografie und Nationalsozialismus sorgt seit 15 Jahren für die Sperrung illegaler Inhalte

Erfolgreiche Arbeit gegen illegale Inhalte im Internet on gegründet wurde. Finanziell unterstützt wird Stopline von Mitteln des EU Safer Internet Programms und der österreichischen DomainRegistry „nic.at“. Von den insgesamt 2.615 eingegangenen Meldungen des Vorjahrs hat Stopline ein Fünftel als tatsächlich illegal beurteilt. „Da der Großteil dieser Inhalte auf ausländischen Servern gehostet wird, ist gerade hier die internationale Zusammenarbeit im Hotline-Netzwerk von Inhope extrem wichtig“, sagt Schloßbauer. „Der Großteil der Meldungen wurde an eine der 43 Partner-Hotlines in insgesamt 37 Ländern weitergeleitet, was die weitere Verfolgung in dem jeweiligen Land garantiert.“ Als „erfreulich“ beurteilt Schloßbauer die immer raschere Reaktion der Provider. So seien europaweit 90% der illegalen Inhalte innerhalb von nur 72 Stunden gelöscht worden, in allen von Inhope betreuten Ländern beinahe 95% innerhalb von elf Tagen.

chris haderer

Wien. Mitarbeiter und Management haben das seit 2006 im Mehrheitseigentum eines Schweizer Private Equity-Investors stehende Unternehmen ACP Anfang April zu 100% übernommen. Mit diesem Schritt hat sich ACP eine langfristig stabile Kapitalbasis geschaffen. „Unser Ziel ist eine langfristig stabile Kapitalstruktur, um unsere Wachstumsziele zu erreichen und für unsere Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter ein berechenbarer und verlässlicher Partner zu sein“, sagt ACP CEO Rainer Kalkbrener: „Wir haben uns für diesen in Österreich noch selten beschrittenen Weg entschieden, weil er gut zu ACP passt; alle anderen Optionen wären mit deutlichen Risiken beziehungsweise Nachteilen verbunden gewesen.“ www.acp.at

Navax erschließt sich neue Geschäftsfelder Wien. Die bislang vorwiegend als IT-Systemhaus bekannte Navax Unternehmensgruppe steigt mit der neu gegründeten Navax Productivity Consulting GmbH in das Geschäftsfeld der Prozess- und Organisationsberatung ein. Im ersten Schritt wird die Navax Productivity Consulting die Bereiche Prozessoptimierung, Produktivitäts-, Interims- und CRM-Management abdecken. Schwerpunktmäßig werden die Beratungsleistungen für den Finanzbereich und den Industriesektor angeboten. Die Übernahme eines Beratungsunternehmens ist ebenfalls geplant. www.navax.com

© Siemens

Zusammenarbeit im Smart Meter-Segment

Jan Mrosik, Geschäftsführer der Siemens-Division Smart Grid.

Wien. Die Siemens-Division Smart Grid und Teradata haben eine globale strategische Kooperation im Bereich von Big Data vereinbart. „Wir verfügen über das breiteste Portfolio an Smart-Grid-Technologie und sind Marktführer bei Energieautomatisierung und Meter Data Management“, sagt Jan Mrosik, CEO der Siemens-Division Smart Grid. „Daher wissen wir genau, welche Daten der Schlüssel für einen optimalen Betrieb von Stromnetzen sind und können unseren Kunden relevante und wertvolle Informationen zur Verfügung stellen.“ www.siemens.de

Wien. Wie die physische Welt, ist auch das Internet nicht vor Schatten gefeit – wobei im konkreten Fall Kinderpornografie und Nationalsozialismus gemeint sind. Um besser gegen beide Tatbestände vorgehen und das Netz von illegalen Inhalten zumindest ein wenig zu säubern, wurde 1998 die ISPAInitiative ins Leben gerufen, die vergangene Woche ihren aktuellen Jahresbericht veröffentlicht hat. „Über 2.600 Mal haben sich aufmerksame Internetnutzer 2012 an ‚Stopline‘, die Meldestelle gegen Kinderpornografie und Nationalsozialismus, gewandt“, fasst Barbara Schloßbauer, Leiterin der Stopline, zusammen. In 17% der Fälle wurde der gemeldete Inhalt von Stopline als tatsächlich illegal eingestuft. Der Großteil der eingegangenen und als illegal beurteilten Inhalte betraf kinderpornografische Darstellungen. „Der Anteil der illegalen Inhalte ist in den letzten Jahren im Verhältnis zum Meldungseingang weitgehend gleichbleibend“, sagt Schloßbauer. Das erfreuliche Detail am Rande: Im Jahr 2012 wurden nur zwei der illegalen Inhalte auf einem österreichischen Server lokalisiert; alle anderen Meldungen bezogen sich auf Material, das im Ausland gehostet wurde.

Barbara Schloßbauer, Leiterin von Stopline, der Meldestelle gegen illegale Inhalte.

Anstieg an Meldungen Auffällig ist der Anstieg an Meldungen im ersten Quartal 2013. Laut Barbara Schloßbauer sind bis Ende März insgesamt 1.064 Meldungen eingegangen, von denen über 330 als illegal eingestuft wurden. „Wenn diese Entwicklung anhält, zeichnet sich eines der meldungsintensivsten Jahre überhaupt ab“, sagt Schloßbauer, die sich für ihre Arbeit „die tatkräftige Unterstützung der Medien, Provider und Internetnutzer“ wünscht. „Denn je präsenter Stopline im Internet und in der Öffentlichkeit ist, desto eher melden User illegale Inhalte – und tragen somit zu deren Entfernung bei.“ www.ispa.at www.stopline.at

Erfolgreiche Arbeit Stopline ist eine von den Behörden anerkannte Meldestelle für kinderpornografische und nationalsozialistische Inhalte im Internet. Die Initiative ist in „Inhope“ eingebunden, ein weltweites Netz an Meldestellen, das 1999 im Rahmen des „Safer Internet Action“Plans der Europäischen Kommissi-

Auf der Stopline-Homepage können strafbare Webseiten einfach gemeldet werden.

Microsoft Das Unternehmen bietet gemeinsam mit HP eine Data-Warehouse-Lösung für unbegrenzte Datenmengen

Partnerschaft im Data-Warehousing-Bereich Wien. Laut dem Marktforscher Gartner gehört Microsoft zu den führenden Unternehmen im Business Intelligence-Bereich: Die Redmonder wurden erst kürzlich als Leader im Bereich „Business Intelligence und Analytics Platforms“ eingestuft. Aktuell hat der Softwarekonzern nun in Zusammenarbeit im Hewlett Packard eine gemeinsame Data WarehousingLösung vorgestellt. Der „SQL Server 2012 Parallel Data Warehouse“ (PDW) soll hohe Performance vor allem im Big Data-Bereich bringen und damit eine Grundlage für schnelle Analysen sein.

fekt aufeinander abgestimmtes Lösungspaket, bestehend aus Hardund Software, an.“ Kunden sollen von paralleler Datenverarbeitung, einfacher Integration in Hadoop und „dem gebündelten Know-how zweier Weltkonzerne“ profitieren, wie es Droschl ausdrückt. Auch in kommerzieller Hinsicht soll die

neue Data Warehouse Appliance dem Vergleich mit anderen Anbietern sorglos überstehen können: „Kunden bekommen den geringsten Preis pro verwaltetem Terabyte und erzielen dennoch Leistungssteigerungen und Performancegewinne bis zum Faktor 100 – und das alles quasi schlüsselfertig“, sagt Droschl.

Gehobene Leistung „Durch die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung von Geschäftsprozessen sehen sich Unternehmen immer größer werdenden Datenmengen gegenüber“, sagt Georg Droschl, Produkt Marketing Manager im Bereich Server bei Microsoft Österreich. „Mit dem neuen ‚SQL Server 2012 Parallel Data Warehouse‘ bieten Microsoft und HP ein gemeinsames und per-

© Microsoft/Fotostudio Hugerx

Rainer Kalkbrener, Geschäftsführer des IT-Dienstleisters ACP.

© Stopline (2)

© ACP

Im 1. Quartal 2013 sind schon 1.064 Meldungen eingegangen, davon wurden 330 als illegal eingestuft.

Georg Droschl, Produkt Marketing Manager im Bereich Server bei Microsoft Austria.

Laut technischen Daten sollen „praktisch unbegrenzte“ Datenmengen verarbeitet werden können.

Referenzkunde Supermarkt Das Parallel Data Warehouse von HP und Microsoft ist bei einigen internationalen Kunden bereits im Einsatz. Zu Referenzprojekten zählt unter anderem auch Hy-Vee Products and Services, das in den USA eine stark wachsende Kette an mitarbeitergeführten Supermärkten betreibt. „Mit der ‚SQL Server 2008 R2 Parallel Data Warehouse‘Lösung können wir Änderungen im Kaufverhalten unserer Kunden umgehend feststellen“, sagt Tom Settle, Assistant Vice President von Hy-Vee. „Das ermöglicht uns eine schnellere Reaktion im Vergleich zum Mitbewerb und stellt für uns einen entscheidenden Geschäftsvorteil dar. Zusätzlich verfügen wir mit dem Parallel Data Warehouse auch über die Flexibilität, das System maßgeschneidert zu skalieren, wenn wir es um neue Datenmengen erweitern.“ www.microsoft.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 26. April 2013

medianet technology – 49

Card eMotion Die Agentur arbeitet gemeinsam mit der TU Wien an neuer App zur Positionsbestimmung in Gebäuden

short

Entwicklungsprojekt zur Ortung in Innenräumen chris haderer

© TU Wien

Das System implementiert Augmented Reality-Elemente und wird vom Start weg gebrandet vermarktet.

Neue Antennen für die Vernetzung von Autos

Antennenforschung vom Christian Doppler-Labor an der TU Wien.

Wien. Zu den alltäglichen und dennoch wichtigsten Features eines modernen Smartphones gehört die Ortung der aktuellen Position. Zur Ermittlung des Standorts dienen neben den Daten des Global Positioning Systems (GPS) in der Regel auch lokalisierte WLAN-Netze,

Wien. Auch Autos wollen mit einander reden: Machine-toMachine-Kommunikation nennt man das dann. Gemeinsam arbeiten die BMW Forschung und Technik GmbH, PIDSO sowie die Technische Universität Wien im Christian Doppler-Modul „Integrated Vehicle Chassis Antennas“ unter der Leitung von Christoph F. Mecklenbräuker deshalb in einem Forschungsprojekt an neuartigen Entwurfsmethodiken und Fertigungsverfahren von Antennensystemen mit verbesserten Abstrahlungseigenschaften. Die Forschungsaktivitäten zielen auf die Verbesserung der Fahrzeug-Vernetzungseigenschaften zur Steigerung von Sicherheit und Effizienz im Straßenverkehr im Rahmen von Intelligent Transportation Systems ab. Die Arbeiten erfolgen auf Basis neuartiger Materialien wie z.B. Kohlefaser-Verbundwerkstoffe (CFK) und Kunststoff-Materialien im Karosserieumfang, die zukünftig im Automobilbau eingesetzt werden sollen. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Verfahren zur direkten Integration von Antennenfunktionen auf Kunststoffteile untersucht. Damit können Kunststoffbauteile funktionalisiert und Miniaturisierungen sowie Gewichtseinsparungen realisiert werden. Durch diese Technologie werden völlig neue Möglichkeiten zur Integration von Antennen in bestehende Fahrzeugstrukturen geschaffen. www.tuwien.ac.at

„Durch neue Innenraum-Lokalisierungsmethoden werden auch völlig neue ‚Augmented Reality‘-AnwenHannes Kaufmann, Tu Wien

© TU Wien

dungen ermöglicht.“ Hannes Kaufmann, Projektleiter der TU Wien, entwickelt mit Card eMotion ein neues Ortungsverfahren für Innenräume.

dennoch kommt es zu technisch bedingten Ungenauigkeiten, vor allem, wenn es um die Navigation innerhalb von Gebäuden geht, beispielsweise innerhalb von Büround Businessparks, Flughäfen und Bahnhöfen oder anderen öffentlichen Anlagen. Auch in Einkaufszentren ist eine exakte Ortung interessant, nicht zuletzt, um den abgängigen Nachwuchs schnell wiederzufinden. Und genau das soll eine neue Technologie können, die von der Gruppe für interaktive Mediensysteme der TU Wien in Kooperation mit der Agentur Card eMotion entwickelt wird. „Geplant ist die Entwicklung einer mobilen, interaktiven Navigationshilfe für Smartphones und Tablets, die unabhängig von saiso-

nal bedingten Veränderungen der Inneneinrichtung eine zuverlässige und genaue Lokalisierung des Benutzers im Raum ermöglicht“, beschreibt Hannes Kaufmann, Projektleiter TU Wien.

sondern auch zusätzliche Informationen anzeigen.” Für die Entwicklung der App verfolgt das Projektteam einen Ansatz, bei dem unterschiedliche Trackingverfahren kombiniert werden sollen.

Unterschiedliche Ansätze

Marketing mit Branding

„Sehr genaue Lokalisierung in großen Innenbereichen ist bisher ein ungelöstes Problem“, sagt Kaufmann. „Wir werden im Projekt durch die Kombination verschiedenster Lokalisierungsmethoden Lösungen entwickeln, die auf modernen Smartphones einsatzbereit sind. Dadurch wird eine Fülle von völlig neuen Augmented Reality Anwendungen möglich, die Nutzern nicht nur den Weg weisen,

Die Umsetzung der Lösung als unternehmensgebrandete App soll schon vom Start weg Vermarktungskanäle offen halten. Hannes Kaufmann gibt ein Beispiel: „Auf dem virtuell in 3D vorgegebenen Weg zum nächsten Restaurant im Einkaufszentrum werden aktuelle Angebote in den umliegenden Geschäften dargestellt, mit der Option, einen Gutschein- oder Nachlasscode auf das Smartphone zu la-

den. Eine direkte Verbindung zum Webshop lässt sich genauso in die App integrieren, wie die Schaltung von saisonalen Aktionen. Während die zusätzlichen Inhalte in Einkaufszentren dem Zweck der Verkaufssteigerung dienen, können Krankenhaus-Apps beispielsweise mit wertvollen Gesundheitstipps erweitert werden, Flughafen-Apps mit Reisetipps und so weiter.“ Card eMotion ist seit Längerem in der Entwicklung von Mobile Apps, speziell im Bereich Augmented Reality, tätig. Mit der TU Wien als Technologiepartner soll das Know-how jetzt weiter ausgebaut werden, um gemeinsam eine App zur räumlichen Erkennung mit Augmented Reality zu entwickeln. www.card-emotion.com

Auszeichnungen für New Media-Leistungen

xLink Das Salzburger Unternehmen hat mit „xFly“ ein preiswertes System für den Internetzugriff in Flugzeugen vorgestellt

Salzburg. Es sind durchaus hohe Erwartungen, die das Salzburger Unternehmen xLink – powered by Multikom Austria Telekom GmbH in ihr Vorzeigeprodukt steckt. Hebt das Projekt ab, soll es Fluggästen einfache Internetverbindungen per WLAN im Flugzeug ermöglichen. Für das nach siebenjähriger Entwicklungzeit Anfang April bei der „Aircraft Interiors“-Messe in Hamburg vorgestellte „xFly“-System soll ab sofort ein europaweites Basisnetz aufgebaut werden, das „es schon 2014 über 350 Millionen Fluggästen ermöglichen wird, das Internet auch im Flugzeug zu benutzen“, sagt xLink-Geschäftsführer Martin Herbst. Die Versorgung der Flugzeuge erfolgt vom Boden aus, wobei durch Glasfaseranbindung Breitbandgeschwindigkeiten von derzeit 1,4 GBit/s zur Verfügung stehen sollen.

liches mitbringen und problemlos und mit höchster Geschwindigkeit verwenden“, sagt Herbst. Auch das Problem mit dem Ausschalten aller elektronischen Geräte bei Start und Landung beziehungsweise dem Abschalten des GSMModuls während des Flugs sei laut Herbst elegant gelöst und in einem

Patent zementiert worden. „Die Benutzung von ‚xFly‘ ist denkbar einfach“, erklärt Herbst: „Aktivierung der WLAN Funktion des eigenes Geräts und los geht‘s. Keine weiteren Schritte sind notwendig und eine hochqualitative Verbindung in das grenzenlose Internet ist somit garantiert.“

Schnelle Marktakzeptanz

© xLink

WLAN ohne GSM „Alle Passagiere können ihr eigenes Equipment wie iPad, iPhone, Android Phones, Smartphones, Laptops, Spielkonsolen und Ähn-

Preislich ist xFly für Anwender extrem interessant: „Der Preis für die hochmoderne Verbindung wird pro Flug unter einem Euro je Fluggast liegen, egal wie viele Geräte der Kunde in Betrieb nehmen möchte“, sagt Herbst. „Da das neue System von xFly bei den Airlines auf hohes Interesse stößt und sich Verhandlungen äußerst positiv entwickeln“, geht der xLink-Geschäftsführer derzeit „von einer enormen Steigerung der Firmentätigkeit aus. In kürzester Zeit werden dadurch mehr als 300 neue Arbeitsplätze entstehen, welche im Wesentlichen ihren Stammsitz in Salzburg haben werden.“

Martin Herbst, Geschäftsführer von xLink – powered by Multikom Austria Telekom.

xLink ist seit 33 Jahren am Markt aktiv und betreibt als KabelTV- und Telefonanbieter der ersten Stunde eigene Glasfasernetze. Das rein österreichische Unternehmen erwartet sich von xFly eine relativ zügige Markt-akzeptanz, da die Airlines auf der Suche nach ­effektiven Lösungen seien. www.xlink.at

© wan-ifra.org

Startfreigabe für WLAN über den Wolken

Erstmals WAN-IFRA-Preis für die wunderbare Welt der Online-Medien.

Wien. Die Telegraph Media Group aus Großbritannien, Verdens Gang aus Norwegen, Dagens Nyheter aus Schweden und die Kleine Zeitung aus Österreich zählen zu den Preisträgern der ersten „Digital Media Awards Europe“ von WANIFRA, dem Weltverband der Zeitungen und Nachrichenmedien. Mit dem für den europäischen Raum ausgeschriebenen Preis, mit dem hervorragende Leistungen in den Bereichen Online-Medien, Crossmedia, Online-Video, Infografik, Mobile, Tablets und Social Media honoriert werden, wurden fast 20 Unternehmen und Publikationen ausgezeichnet. www.wan-ifra.org


T o o ls & se r v i c es

50 – medianet technology

Freitag, 26. April 2013

Test Das Samsung Galaxy Note II präsentiert sich als leistungsfähiger Hybrid aus Tablet und Smartphone mit Android 4.1.2

short

Handy-Koloss mit Stift und Handschriftenerkennung

Zwei neue Drucker für den Einsatz in KMUs

© Canon

Die Performance lässt kaum Wünsche offen, auch die 8MP-Kamera liefert für ein Handy gute Ergebnisse.

DesignPad mit neuen Gestaltungswerkzeugen Wien. Quark hat ein Update für DesignPad veröffentlicht. Die App wurde für Kreative entwickelt, die unterwegs ihre Design- und Layoutideen auf dem iPad umsetzen wollen. Mit einer einfach zu bedienenden, intuitiven Benutzeroberfläche können sich sowohl Designstudenten als auch Kreativprofis neben normalen Designfunktionen auch mit rasterbasierten dynamischen Layouts weiterentwickeln. Anwender können ihre fertigen Designs als Vorschau oder als QXP-Datei per EMail versenden und diese dann später in QuarkXPress 9 öffnen und dort weiterbearbeiten. www.quark.com

© Epson

Etikettendrucker für den schnellen Einsatz

Der Epson Thermoetikettendrucker TM-L90-i: Druckerteiber nicht nötig.

Wien. Epson hat den Thermoetikettendrucker TM-L90-i (ab ca. 930 €) vorgestellt. Mit dem TM-L90-i können Etiketten ohne Druckertreiber direkt aus HTML5 kompatiblen Webbrowsern heraus gedruckt werden. Dank einer MTBF des Druckers von 180.000 Stunden und einer Schneideeinrichtung, die für bis zu 2.000.000 Schnitte ausgelegt ist, soll der Epson TM-L90i hohe Zuverlässigkeit bieten. www.epson.at

Der Stift macht den Unterschied: das Samsung Galaxy Note II als kleines Büro.

Klasse jetzt genannt werden wollen) näher als einem Telefon. Das Galaxy II fühlt sich ein wenig so an, als wolle es gar nicht mit den Fingern bedient werden (was mit einer Hand ohnehin schwer ist) – stattdessen preferiert es den S Pen als Eingabeform. Dabei handelt es sich um einen drucksensitiven Stift, der tatsächlich überzeugende Ergebnisse liefert und beispielsweise bei Notizen und Skizzen gute Dienste leistet. Einige dem Smartphone beigefügte ­Apps, wie S Planner oder S Note sind für ihn optimiert und einfach zu bedienen. Lediglich bei der Handschriftenerkennung gibt es einige Mängel zu beanstanden – wobei es sich allerdings um Software-Angelegenheiten handelt, die eigentlich schnell behoben werden könnten. Die Hardware, die im Samsung Galaxy II steckt, spielt jedenfalls alle Stückerln – und wäre vor zehn

Chris haderer

Wien. Vorbei sind die Zeiten, in denen Handys handliche kleine Dinger waren, die man ohne zusätzliche Behältnisse einfach bei sich tragen konnte. In die meisten Jackentaschen passt zwar das Samsung Galaxy Note II (ca. 699 € ohne Vertrag, ca. 749 € in der LTEVersion, beide mit 16 GB Speicher) auch noch, allerdings wird es bei einem 5,5“-Display und Abmessungen von 151 x 81 x 9,45 mm schon ein bisschen eng im Sakko.

Bedienung mit Stift Mit mehr als 180 g ist das Gerät nicht unbedingt ein Leichtgewicht und in der Bedienung insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig. Optisch und leistungsmäßig ist es ohnehin einem Tablet (oder Phablet, wie Geräte in der 5,5“-

Notizen mit S Note und S Pen-Stift.

Jahren wahrscheinlich für außerirdische Technologie gehalten worden. Damit sind wir schon am Punkt: Das Galaxy Note II ist nicht nur ein Arbeitstier fürs Business, sondern macht auch Spaß.

Beste Performance Ein bisschen wirkt das Note II so, als wäre es eine Melange aus den besten Features des (kleineren) Vorgängermodells, das um einige Features des Galaxy SIII erweitert und in ein größeres Gehäuse gegossen wurde. Die ausgezeichnete Performance des Geräts liegt nicht nur am installierten Android Jelly Bean 4.1.2., das schneller als Icecream Soda werkt, sondern auch am verbauten Quad-Core-ExynosProzessor mit 1,6 GHz. Damit schlägt das Gerät beispielsweise das HTC X und ist fast doppelt so rasant unterwegs wie das Samsung

Einfache Menüs: auch NFC ist an Bord.

Galaxy Tab 10.1. Was die Ausstattung anbelangt, gibt es also keine Mängel: Das Galaxy Note II liefert hervorragende Performance bei Akkulaufzeiten von bis zu 25 Stunden (beim aktiv Telefonieren). Anders als bei einigen Mitbewerbern kann der Akku auch gewechselt werden; auch der SD-Kartenslot, mit dem der Hauptspeicher um bis zu 64GB erweitert werden kann, findet sich unter dem Gehäuse.

Multifunktions-Gerät Mit dem Galaxy Note II hat Samsung ein Gerät abgeliefert, das aufgrund seiner Größe sicher nicht jedermanns Sache ist, in dem sich aber ein Kleinbüro und ein MiniEntertainment-Center verstecken. Dank dem Stift ist es ein Gerät, auf dem man auch produktiv sein kann und nicht nur Webkonsument ist. Spannend. www.samsung.at

Test „Miles HD for iPad“ ist für eine iOS-App ungewöhnlich teuer, glänzt aber mit interessanten Features und schöner Optik

Durchdachtes Fahrtenbuch im Retro-Design Wien. Von der Aufmachung her ist das Fahrtenbuch „Miles“ in der neuen HD-Version für iOS eine Liebeserklärung ans Lenkrad – obwohl es sich eigentlich um eine handfeste Software handelt, die Führung und Export des Fahrtenbuch finanzamtkonform erledigt. Die Bedienung ist überraschend einfach, sodass die Lobeshymnen diverser Rezensenten auf der Homepage des Herstellers FFWD Fastforwardwebdesign nicht einmal übertrieben erscheinen. „Miles HD for iPad“ ist ein komplettes, intelligent aufgemachtes Fahrtenbuch, das keine Wünsche offen lässt – aber auch einen für den Apps-Markt ungewohnt hohen Preis von 39,99 € (im iTunes-Store) für sich verlangt. Erhältlich ist auch eine iPhone-Version (die laut Hersteller auch auf dem iPod touch läuft) um 17,99 €.

Eingabenkontrolle zur Vermeidung von Fehleingaben, „undo“-Funktion, umfangreiche Analysen, Statistiken und Kennzahlen für unterschiedliche Perioden und Klassifizierungen, Export des Fahrtenbuchs nach Periode und Klassifizierung als PDF, Versand per E-Mail sowie ein inkludiertes mehrsprachiges Handbuch. Ein Internet-Zugang ist

zur Aufzeichnung nicht notwendig; die Software ist außerdem in den Landessprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, und Ungarisch erhältlich.

Unsauber im Store Der Wermutstropfen: Im Test stürzte Miles HD auf einem iPad

Komplette Ausstattung Zu den Features gehören eine rasche Dateneingabe unter zehn Sekunden anhand von Favoriten und Vorschlägen, umfangreiche

© Chris Haderer

Wien. Canon Europe hat zwei neue, kompakte A4-Schwarzweiß-Multifunktionssysteme vorgestellt. Mit den Neuzugängen 400i und 500i bietet das Canon imageRunner AdvanceSortiment jetzt eine einheitliche Plattform, die mit Auszeichnungen prämierte Funktionen für die Ausgabe und Erfassung von Dokumenten mit kompaktem Design kombiniert. Zusätzlich bieten die neuen Modelle skalierbare Sicherheitseinrichtungen: Sie reichen von Standardfunktionen wie der intelligenten Benutzerauthentifizierung und der Kontrolle der Funktionsebenen bis hin zu erweiterten Sicherheitsfunktionen wie Data Loss Prevention (DLP). Die Anwendung Canon Universal Login Manager (ULM) bietet kleineren Firmen Funktionen wie eine Berichtsfunktion und eine Zugangskontrolle. www.canon.at

© Samsung; Chris Haderer (2)

Erweiterung für die Canon imageRunner Advance-Reihen.

Das Fahrtenbuch „Miles“ ist in einer neuen HD-Version für iPad-Geräte erhältlich.

der ersten Generation unter iOS 4 konsequent beim Aufruf der Grundeinstellungen ab. Die Beschreibung spricht zwar von iOS 5 als Grundvoraussetzung, da die App aus dem iTunes Store aber auch für niedrigere Systemversionen ladbar ist, stellt sich für betroffene Anwender vor der ersten Ausfahrt wohl die Reklamationsfrage – denn die ist im Apple-Store nicht unbedingt menschenfreunlich gelöst. Anders als im Android PlayStore von Google kann bei Apple-Anwendungen vor dem Kauf nicht auf korrekte Arbeitsweise getestet werden, weshalb die Besitzer älterer Geräte über die Anschaffung eher zweimal nachdenken (und in der iTunes-Beschreibung nach Stabilitäts-Updates und -hinweisen fahnden) sollten. Dieses Manko trübt leider den ansonsten soliden Gesamteindruck der App. Auf einem iPad 2 lief „Fahrtenbuch Miles HD“ wie das sprichwörtliche Lercherl, überzeugte durch großen (und durchdachten) Funktionsumfang und schmeichelte dem Auge durch das gekonnte Retro-Design. www.milesapp.at


medianet

inside your business. today.

freitag, 26. april 2013 – 51

Composite Valley wächst

Kapsch präsentiert neue Lösungssuite und richtet eigene ITS-Business Unit ein Seite 54

FACC und Techno-Z Ried errichten gemeinsam neues Engineering Test Center Seite 56

4,5 Millionen Euro Austrian Climate Research Programme

© Klimafonds/Ringhofer

Auf der Überholspur © FACC

© Kapsch/Oliver Baendl

industrialtechnology Formulare sind größtes Hindernis für Logistik

© Lanxess

short

Leverkusen. Der deutsche Spezialchemie-Konzern Lanxess hat im niederländischen SittardGeleen seinen neuen Hauptsitz für den Geschäftsbereich Keltan Elastomers eingeweiht. Von hier aus wird ab sofort das globale Geschäft mit Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (EPDM)-Hochleistungskautschuken gesteuert. Weiters werden 12 Mio. € investiert, um 50% der Produktion auf die innovative Keltan ACE-Technologie umzustellen. Der Ausbau läuft nach Zeitplan und soll Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein. www.lanxess.de

© Panthermedia.net/Nicola Del Mutolo

Wien. Die Technische Universität Wien bietet ab September die Ausbildung zum Energieeffizienzbeauftragten an. Die Inhalte der fünftägigen Ausbildung reichen von Grundlagen der Energiemanagementsysteme über Energiestrategien bis zu Energieeffizienztechniken in den einzelnen Sektoren. „Durch ein praxisorientiertes und systematisches Training können die Ursachen der Energievergeudung analysiert und technisch und wirtschaftlich günstige Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden“, so Günther Brauner, Ausbildungsleiter und emeritierter Professor am Institut für Energiesysteme und elektrische Antriebe. www.tu-wien.ac..at

© Siemens Österreich

Bürokratiehürden Einer aktuellen Untersuchung von Bain & Company zufolge sind uneinheitliche Vorschriften und Standards für den reibungslosen Warenfluss hinderlicher als Importzölle und bremsen das Wirtschaftswachstum. Seite 52 Austrian Consulting Association Fünf Kategorien

Staatspreis für Ingenieure

© APA/Helmut Fohringer

Wien. Siemens Metals Technologies hat den Auftrag erhalten, für die kasachische „Aktobe Rail and Section Works LLP“ ein Schienen- und Profilwalzwerk mit einer Jahreskapazität von 430.000 t zu liefern. Zum Lieferumfang gehört unter anderem ein 125 mKühlbett, Ausrüstungen für eine Horizontal-Vertikal-Richtmaschine, Trennsägen sowie Maschinen zur Bündelung und Handhabung der erzeugten Langprodukte, Inline-Messsysteme auf ­Ultraschall- und Wirbelstrom-Basis sowie ein Testlabor und auch eine Werkstatt. www.siemens.com

Wirtschaftminister Reinhold Mitterlehner wünscht sich rege Teilnahme.

Wien. „Mit diesem Staatspreis zeichnen wir innovative und exportorientierte Ingenieurprojekte österreichischer Unternehmen aus. Ihre Leistungen schaffen nicht nur im Inland Wachstum und Arbeitsplätze, sondern haben auch eine wichtige Türöffnerfunktion für die Erschließung neuer Märkte“, betont Minister Reinhold Mitterlehner. Bis 23. September können Projekte in den fünf Kategorien Umwelt & Energie, Infrastruktur, Stadtund Raumplanung, Forschung & Neue Technologien sowie herausragende Einzelleistungen eingereicht werden. www.aca.co.at


c ov e r

52 – industrialtechnology

kommentar

Arbeit ist sicherer als Freizeit

Freitag, 26. April 2013

Aktuelle Studie Mehr Effizienz und Durchgängigkeit nutzt Unternehmen wie Volkswirtschaften gleichermaßen

Bürokratische Hürden hemmen den Warenfluss Abbau von Hindernissen im internationalen Warenverkehr ist ein wichtiger Wachstumstreiber. über diese Länder gleichmäßiger verteilt als Gewinne aus Zollsenkungen. Positive Effekten würden sich auch für den globalen Arbeitsmarkt ergeben. Reibungslose Lieferketten könnten für ein Wachstum des globalen BIP von 4,7% und 137 Mio. Arbeitsstellen sorgen, haben die Verfasser des Berichts errechnet. Selbst bei einer weniger radikalen Vereinfachung der globalen Lieferketten und einem moderaten Wachstum von 2,6% könnten noch 23 Mio. neue Arbeitsplätze entstehen.

britta biron

DB Schenker Life Ball

© DB Schenker

Kooperation

Vertrag zwischen DB Schenker und Life Ball wurde bis 2015 verlängert.

Wien. Bereits zum sechsten Mal ist DB Schenker offizieller Logistikpartner des Life Balls. In Summe werden heuer 24 Lkw-Ladungen mit Bühnenausstattung und Dekorationen für den fulminanteb Event in der Wiener Hofburg transportiert, darunter auch die exklusiven Kreationen für die FashionShow von Stardesigner Roberto Cavalli; der Geschäftsstellenleiter Wien, Markus Aminger, MBA, meint dazu: „Besonders die Vorbereitungen in den letzten Tagen vor Start des Balls erfordern von unserem Expertenteam höchste Flexibilität.“ www.schenker.at

Globale Lösung notwendig

„Verzögerungen ver­ ursachen eine aufge­ blähte Vorratshaltung, höhere Lagerkosten und bremsen insge­

© EPA

A

uch wenn man in vielen Bereichen den Eindruck hat, dass die Unsicherheiten zunehmen, im Fall der Gefahren am Arbeitsplatz zeigt die Statistik ein anderes Bild. Von 2011 auf 2012 ging die Zahl der Arbeitsunfälle um 1.698 (-1,5%) zurück, jene der Berufskrankheiten um 76 (-5,8%). Besonders deutliche Rückgänge gab es unter anderem bei der Möbelherstellung, der Ledererzeugung und dem Maschinenbau; auch bei der Getränkeherstellung oder in der Metallverarbeitung sanken die Unfallraten. Die Gründe für diese erfreuliche Entwicklung sieht die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) vor allem in ihrer hervorragende Leistung bei der Prävention. Das mag ja durchaus auch mitverantwortlich sein, die eigentlichen Ursachen liegen aber wohl eher in den Maßnahmen, die die Unternehmen zur Verbesserung der Sicherheit setzen. Sauer stößt da der Industriellenvereinigung zu Recht auf, dass der Rückgang der Unfallzahlen nicht auch eine Senkung der Unfallversicherungsbeiträge zur Folge hat und die Mittel der zur Gänze dienstgeberfinanzierten Unfallversicherung jedoch seit Jahren in zunehmendem Ausmaß für unfallversicherungsfremde Zwecke eingesetzt werden – etwa für Freizeitunfälle, deren Zahl kontinuierlich zunimmt.

Wien. In Indien wird jeder Transport statistisch gesehen 36-mal gestoppt, in Brasilien kann die Exportverzollung von Agrarrohstoffen bis zu zwölfmal so lang dauern wie in der Europäischen Union (einen ganzen Tag statt zwei Stunden), in den USA kommt es bei fast jeder dritten AzetylChemikaliensendung zu Verzögerungen, die Standgelder von bis zu 60.000 USD pro Tag zur Folge haben und eBay könnte nach eigenen

Fehlende Standards und zu viel Bürokratie sind die größten Bremser.

samt das Wachstum.“

Weltbank die Hemmschwellen entlang der Supply Chain eruiert und in der Studie „Enabling Trade: Valuing Growth Opportunities“ zusammengefasst hat. „Werden Abläufe international reibungsloser gestaltet, setzt das enorme Potenziale frei. Es werden weniger Ressourcen verschwendet und die Handelsfirmen arbeiten effizienter – was wiederum Preissenkungen für Verbraucher und Unternehmen ermöglicht.“

armin schmiedeberg partner bei bain & company

Angaben bis zu 10 Mrd USD (rd. 7,6 Mrd. €) mehr Umsatz machen, wenn das grenzüberschreitende Geschäft weniger kompliziert und damit auch weniger kostenintensiv wäre. „Zölle sind nicht das Haupthandelshemmnis; es geht vielmehr um die Gesamtkosten der Lieferkette“, sagt Armin Schmiedeberg, Partner bei Bain & Company und Leiter der europäischen Praxisgruppe Industrial Goods & Services, die anhand von 18 Fallstudien gemeinsam mit World Economic Forum und der

Zu viele Vorschriften International agierende Unternehmen sollten daher bei der Bewertung von Investitionsentscheidungen und operativen Maßnahmen nicht nur Faktoren wie

Arbeitslöhne und Rohstoffkosten einkalkulieren, sondern ihre gesamte Lieferkette eingehend unter die Lupe nehmen „Eine Fallstudie aus der Bekleidungsindustrie zeigt, wie Verzögerungen, inkonsequente Anwendung von Vorschriften und Infrastrukturprobleme Lohnkostenvorteile regelrecht zunichtemachen“, so Schmiedeberg. „Verzögerungen verursachen wiederum eine aufgeblähte Vorratshaltung mit höheren Lagerkosten, gleichzeitig steigt auch die Gefahr von überschrittenen Verfallsdaten, Diebstahl und Lagerengpässen.“ Insbesondere Afrika und Südostasien könnten von besser organisierten, internationalen Lieferketten profitieren und ihr BIP steigern, denn positive Effekte wären

„Regeln und Sicherheitskontrollen im internationalen Handel müssen sein. Doch vielerorts sind Bürokratie, Verzögerungen, Formularwirrwarr und der Mangel an Standards viel schwerer wiegende Handelshemmnisse als Importzölle“, sagt Schmiedeberg „Diese Hindernisse abzubauen, senkt nicht nur Kosten für die Unternehmen, sondern schafft Arbeitsplätze und damit neue wirtschaftliche Chancen für Menschen in aller Welt.“ Die Politik sei daher aufgefordert, die Unternehmen beim Aufbau möglichst hindernisfreier Lieferketten zu unterstützen. Besonders im Fokus sollten Erleichterungen für kleine und mittlere Unternehmen stehen, die aufgrund ihrer Logistik und damit verbundenen Transaktionskosten verhältnismäßig größeren Hürden im internationalen Handel gegenüberstehen als Großunternehmen. Wichtig wäre zudem eine globale Initiative mit dem Ziel, bislang papierbasierte Berichtssysteme und Grenzdokumente zu digitalisieren und entsprechende IT-Systeme einzurichten. www.bain.de

WienCont Der drittgrößte trimodale Containerterminal Europas hat seine Kapazitäten weiter ausgebaut

Dritte Kranbrücke in Betrieb genommen Wien. Letzte Woche wurde im Hafen Wien eine zusätzliche Kranbrücke der neuesten Generation in Betrieb genommen. Sie ist insgesamt 24,5 m hoch und 30,5 m breit, wiegt 315 t und kann Lasten bis zu einem Höchstgewicht von 45 t bewegen. Errichtet wurde die neue Kranbrücke vom Anlagen- und Maschinenbau-Unternehmen Künz zwischen Dezember 2012 und März 2013. „Nachdem wir 2008 die ersten beiden Bahnkrane liefern durften, schenkte uns ‚WienCont‘ für den dritten Kran erneut das Vertrauen“, freut sich Günter Bischof, GF der Hans Künz GmbH.

ge 2012 auf 460.000 Containereinheiten mehr als verdoppelt; mit der neuen dritten Kranbrücke sind wir nun auch für das künftige Wachstum bestens gerüstet und können die Anzahl der Containereinheiten auf 600.000 steigern“, so Wien Holding-Direktor Peter Hanke. Pläne für eine Expansion werden derzeit ausgearbeitet und mit der ersten Phase der Landgewin-

nung am Terminal 2 – insgesamt 30.000 m� durch eine Verkleinerung des Hafenbeckens – bereits begonnen. Auch die rechtlichen Genehmigungen für die zweite Phase der Landgewinnung mit weiteren 35.000 m� Fläche liegen bereits vor. Neben der Steigerung der Gesamtkapazität verringert die dritte Kranbrücke auch das Ausfallrisiko

„Mit der dritten ­Kranbrücke sind wir rung der Kapazität auf 600.000 Container­

Weiterer Ausbau geplant Insgesamt verfügt der Containerterminal nun über drei leistungsstarke Kranbrücken, die für einen optimalen Containerumschlag sorgen. Die Errichtung dieser dritten Kranbrücke ist ein weiterer Schritt im Rahmen des Ausbauprogramms des Hafen Wien und der WienCont. „In den letzten sieben Jahren hat sich die umgeschlagene Men-

und beschleunigt die Abläufe. Damit wird der Containerumschlag insgesamt noch sicherer und effizienter. Überhaupt gilt der Containerterminal der WienCont als einer der

nun für eine Steige­

einheiten gerüstet.“ Peter Hanke direktor der wien holding

© David Bohmann/PID

britta biron

Insgesamt verfügt der Containerterminal nun über drei leistungsstarke Kranbrücken.

modernsten in Europa und verfügt als einziger über das System der „Schwungeinfahrt“, die eine verschublose Zugabfertigung ermöglicht. www.wiencont.com


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

Freitag, 26. April 2013

Übernahme Verhandlungen mit türkischer Aras Kargo

Bulgarische Beteiligung wurde ausgeweitet.

Sportliche Leistung in der Logistik

© APA/Roland Schlager

Postfuchs international

short

Sportgeräte und Sportler haben besondere Bedürfnisse beim Transport.

© Österreichische Post

Frankfurt/Auckland. Der international tätige deutsche Projektlogistiker Conceptum Sport Logistics (CSL) kann sich über einen neuen Kunden freuen. Noch im April wird der Vertrag mit dem New Zealand Olympic Committee (NZOC) über die komplette Logistik-Betreuung der olympischen Teams unterzeichnet. Kereyn Smith, Generalsekretär des NZOC: „Wir haben uns für ‚Conceptum Sport Logistics‘ aufgrund der hohen Expertise im Bereich der Sport- und kulturellen Eventlogistik entschieden.“ CSL bietet passende Lösungen für den Transport von unterschiedlichen Sportgeräten und darüber hinaus auch die Unterbringung oder den Transport des Teams bis an die Wettkampfstätten. Das Unternehmen hat Büros in Deutschland und Sport-Niederlassungen in mehr als 15 Ländern und kann auf ein Netz von 150 Partnern im internationalen Frachtverkehr zurück greifen. www.conceptum -sport-logistics.com

Österreichische Post will den ausländischen Paketbereich weiter ausbauen.

Wien. Die Österreichische Post AG, die vor wenigen Tagen mit dem Hermes.Verkehrs.Logistik-Preis für ihre Leistungen ausgezeichnet wurde, verstärkt ihre Auslandsaktivitäten und hat kürzlich mit den Gesellschaftern des türkischen Paketdienstleisters Aras Kargo eine Exklusivitätsvereinbarung über Verhandlungen zur möglichen Übernahme einer Minderheitsbeteiligung unterzeichnet. Aras Kargo steht derzeit zu 80% im Eigentum der Familie Aras, den Rest der Anteile hält die börsenotierte türkische Private EquityGesellschaft Is Girisim. Aras Kargo ist einer der führenden Paketdienstleister der Türkei, er erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 250 Mio.

€ und beförderte ca. 46 Mio. Pakete und 32 Mio. Dokumente. Das Unternehmen verfügt mit ca. 800 Shops, 28 Verteilzentren und 2.600 Zustellfahrzeugen über ein flächendeckendes Netzwerk und beschäftigt rund 9.000 Mitarbeiter.

Engagement in Bulgarien Erweitern will die Post AG auch ihre Aktivitäten in Bulgarien und hat Anfang April im Zuge der bereits im Vorjahr bei der Übernahme vereinbarten Call Option ihre Beteiligung an der M&BM Express von bisher 26% auf 51% aufgestockt. Eine weitere Option bietet die Möglichkeit, im nächsten Jahr weitere 25% an dem bulgarischen Lostikunternehmen zu übernehmen und damit den Anteil auf bis zu 76% zu erhöhen. www.post.at

Erfolgreiche Kooperation ist auf Schiene

© VTG

herbert strasser

Joint Venture zur Bündelung der Bahnverkehrsaktivitäten.

BMÖ Materialwirtschaft Einkauf & Logistik

Große Feier zum 15. Geburtstag burtstag. Als Festredner konnten neben Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, auch Otto Lindner, langjähriger Vorstandsvorsitzender von VW de Mexico, Michael Zeuch, ein international renommierter Wissenschaftler für Supply Chain Management, Johann Günther von der Donau-Universität Krems und Harald Steindl von der WKO gewonnen werden www.bmoe.at

© BMÖ

Wien. Der BMÖ – Bundesverband Materialwirtschaft Einkauf und Logistik in Österreich gilt als die Fachorganisation für Fragen des industriellen Einkaufsmanagements in Österreich und zählt führende heimische Leitbetriebe zu seinen Mitgliedern, die das umfangreiche Ausbildungs- und Infoangebot gern nutzen. Im Rahmen eines Festakts im Haus der Industrie am 27. Mai begeht der BMÖ seinen 15, Ge-

BMÖ-Präsident Christian Haring: „Bieten Unternehmen umfangreiche Unterstützung“.

Hamburg. Der Waggonvermietund Schienenlogistiker VTG AG und Kühne + Nagel dehnen ihre Zusammenarbeit weiter aus und planen die Zusammenlegung von Teilen ihrer Bahnverkehrsaktivitäten; eine entsprechende Absichtserklärung wurde kürzlich unterschrieben. Unter dem Dach des Joint Ventures wird eine erweiterte Schienenlogistikaktivität entstehen, die die bisherige Wachstumsstrategie der VTG Schienenlogistik fortsetzt und Kühne + Nagel ein erweitertes Angebot für seine Kunden ermöglicht. Ziel des gemeinsamen Unternehmen ist es, die Marktstellung in der europäischen Schienenlogistik auszubauen. Die Transaktion ermöglicht zudem die Ausweitung der Logistiklösungen für die Produktsegmente Industrie-, Agrar- und Petrochemische Güter. Geografisch dehnen sich die Marktaktivitäten über Europa bis nach Russland und in die Türkei aus, vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien sowie Kartellbehörden. Mit einer Entscheidung wird im zweiten Halbjahr 2013 gerechnet. www.kn-portal.com

industrialtechnology – 53


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

54 – industrialtechnology

short

Gratis Logistik-Quiz für Apple-Geräte

Kapsch TrafficCom Vor Kurzem wurde eine neue Unit für Intelligent Transportation Systems (ITS) gegründet

Neue, umfassende Lösung für Verkehrssicherheit

© The KLU

Aktivitäten sollen über das Kerngeschäft der elektronischen Mautsysteme ausgeweitet werden. norbert berger

Hamburg. 26 Studenten der Kühne Logistics University (KLU) haben unter Anleitung von Professor Kai Hoberg ein interaktives Logistik- und SCM-Quiz für Apple-Endgeräte entwickelt. Es umfasst Fragen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu elf Teilbereichen der Logistik, darunter etwa Humanitäre Logistik, Produktionslogistik oder Maritime Logistik. Nach dem Multiple ChoicePrinzip stehen dem Spieler verschiedene Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Im App Store „iTunes“ von Apple ist das Logistik-Quiz kostenlos erhältlich. www.kn-portal.com

Neuer Heli-Port für Zell am See

Wien. Kapsch TrafficCom hat auf der „Traffex 2013“, vom 16.–18. April, die Einrichtung einer neuen ITSBusiness Unit bekannt gegeben. Ziel der neuen Sparte ist die Ausweitung der Aktivitäten des Unternehmens über das Kerngeschäft der elektronischen Mautsysteme hinaus. Die neue Sparte wird für Lösungen auf den Gebieten Road Safety Enforcement, Traffic Management, Commercial Vehicle Operations, Electronic Vehicle Registration sowie im aufstrebenden Segment V2X Cooperative Systems verantwortlich sein.

„Die ITS-Business Unit wird auch eine Reihe von Geschäftsmodellen einschließlich komplett

© Kapsch/Oliver Baendl

Ab sofort kann man sein Logistik­ wissen per iPhone-App testen.

Mit seinen innovativen elektronischen Maustsystemen ist Kapsch mittlerweile weltweit erfolgreich.

gemanagter Services

ment während der Traffex in Birmingham bereits eine umfassende und voll integrierte Lösungssuite vorgestellt. Entwickelt wurde sie auf Grundlage des umfangreichen operativen Know-hows, das Kapsch durch den Betrieb von ETC-Systemen sowie den Einsatz und Betrieb von Road Safety Enforcement-Lösungen seiner Tochtergesellschaften in Südafrika und Italien gewonnen hat.

anbieten.“ © Wucher Helicopter

Peter ummenhofer VP business unit its

500.000 Euro investierte Wucher Helicopter in den neuen Hangar.

Ludesch/Zell am See. Das Vorarlberger Unternehmen Wucher Helicopter hat in Zusammenarbeit mit den Eignern des Flugplatzes Zell am See, den Familien Piech und Porsche, einen neuen Hangar am Flugplatzgelände Zell am See errichtet. „Wir haben uns für diesen Neubau entschieden, da wir sehr fachkundige und loyale Mitarbeiter am Standort Zell am See haben und durch deren Einsatz und die hervorragende Arbeit in den letzten Jahren im Raum Pinzgau bzw. Mittelösterreich zum Marktführer im Transport geworden sind“, so Wucher-GF Gerhard Huber. Die zentrale Lage ermöglicht kurze Anflugzeiten sowohl innerhalb Österreichs als auch in südliche Teile Bayerns Insgesamt rund 500.000 € wurden in den Bau des neuen Standorts investiert. Der Komplex umfasst Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter, Betriebsmittellagerplätze und bietet Platz für zwei Helikopter. www.wucher.at

„Kapsch TrafficCom setzt mit der Einrichtung der ITS-Business Unit einen wichtigen Schritt, um den Kunden alle Leistungen aus einer Hand zu bieten. Wir wollen ein Vorreiter der ITS-Branche werden, der den Trend zur Umwandlung der verschiedenen ITS-Lösungen vorantreibt“, so Peter Ummenhofer, VP Business Unit ITS . Mit „Kapsch Force” wurde im Segment Road Safety Enforce-

Viele Funktionen Das System unterstützt die überwiegende Mehrheit der Enforcement-Anwendungen: Rotlicht-, Punkt- und Abschnittsgeschwindigkeitskontrollen, Weigh-In-Mo-

tion (WIM) und Identifikation und Validierung von Nutzfahrzeugen. Darüber hinaus bietet „Kapsch Force” auch zusätzliche Überwachungsfunktionen für Polizei und andere Behörden.

Back-end-Lösung Im Gegensatz zu vielen Systemen anderer Anbieter ist „Kapsch Force” eine Back-end-Lösung, die berücksichtigt, dass neben dem einfachen Datenaustausch heute auch oft eine Möglichkeit der Zahlungsabwicklung benötigt wird. Mit dem System können daher Kosten für Daten- und Informationsdienste oder auch im Zusammenhang mit Verkehrsverstößen direkt

beglichen werden. Dabei ist Kapsch Force technologieunabhängig und kann mit Geräten aller Hersteller verbunden werden. Auch mit dem Angebot von operativer und organisatorischer Erfahrung unterscheidet sich Kapsch von anderen Anbietern. Dies ist ebenfalls eine Erkenntnis aus dem Mauteinhebungsbereich, wo gemanagte Services zunehmend an Bedeutung gewinnen. Im heutigen wirtschaftlichen Umfeld mit oft knappen Budgets spielt dies eine immer wichtigere Rolle. Neben den Technologieangeboten wird die ITS-Business Unit auch eine Reihe von Geschäftsmodellen einschließlich komplett gemanagter Services anbieten. www.kapsch.net

TGW Group Die britische Tochter des OÖ Intralogistikers passt Räumlichkeiten und Management dem Wachstum an

OÖ Logistik-Know-how punktet in England Wels/Market Harborough. „Die Größe und die Anzahl unserer Projekte sind in den letzten Jahren wesentlich angestiegen”, freut sich Andy Smith, Marketing Director der 2007 gegründeten britischen Niederlassung des OÖ Intralogistikers TGW Group, über die positive Entwicklung. Daher wird jetzt ein neues zweistöckige Bürogebäude errichtet, das ab Herbst Platz für 90 Mitarbeiter bieten wird. Derzeit arbeiten rund 40 Techniker, Projektmanager, Verkäufer und Mitarbeiter des Marketing und der Administration am Standort in Market Harborough, zusätzlich zu 40 On-Site-Technikern, die regelmäßig den Standort besuchen.

Das Gebäude wurde mit einem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit designed und wird aus Glaspanelen mit eigener Dämmung bestehen, die für natürliches Tageslicht sorgen; ein intelligentes Lichtsystem mit Sensortechnologie wird die Nutzung des künstlichen Lichtes optimieren – alle Lichter werden automatisch ausgeschaltet, sobald sich in einem Bereich keine Menschen befinden.

Auch optisch und hinsichtlich des Ambietens soll das Gebäude punkten und wird unter anderem einen Dachgarten, dynamische Zonen für die Zusammenarbeit von Projektteams und ein Mitarbeiter-Fitnesscenter bieten. Spezielle Ruhezonen, in der Telefone verboten sind, sind ebenso geplant, sodass sich die Mitarbeiter bei höherem Konzentrationsbedarf voll auf ihre Aufgaben einlassen können.

© TGW Group

Phil Steeds, Sales Director bei TGW Limited: „Wir freuen uns, dass uns das neue Büro genehmigt wurde. Es bedeutet, dass wir zwei der bestehenden Standorte zusammenlegen und unsere Ressourcen durch weitere Entwicklungen im Vereinigten Königreich stärken können.“

Neu im Team von TGW Limited ist Paul Tovey, der vor wenigen Wochen die Position des Projects Directors übernahm. „Aufgrund des Wachstums haben wir entschieden, unsere Managementressourcen zu erhöhen und unser Team zu verstärken“, so Smith. „Sein Tatendrang, seine Erfahrung und seine umfassende Industrieexpertise wird von großem Wert für uns sein und uns neue Einblicke und Unterstützung für die künftige Entwicklung bieten.“

Verstärktes Management

Platz für Wachstum

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Paul Tovey verfügt über langjährige Erfahrung in Automatisierund & Logistik.

Tovey über seine neue Position: „Ich habe mit TGW bereits eng zusammengearbeitet, sowohl als Kunde als auch als Berater, und ich war beeindruckt von dem, was ich von beiden Seiten gesehen habe. Ich bin dem Unternehmen aufgrund der Servicequalität beigetreten und seiner Reputation als führender Intralogistikanbieter. Ich freue mich auf die Möglichkeit, mein Team zu managen und das Geschäft voranzutreiben.“ www.tgw-group.com


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

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industrialtechnology â&#x20AC;&#x201C; 55

Witron Der Spezialist fßr FÜrdertechnik fuhr 2012 ein Rekordergebnis ein und baut seine Produktionskapazitäten heuer stark aus

Marktgerechte LĂśsungen Parkstein. â&#x20AC;&#x17E;Von 2011 auf 2012 lag die prozentuale Umsatzsteigerung bei 20 Prozentâ&#x20AC;&#x153;, sagte Witron-GF Helmut Prieschenk. â&#x20AC;&#x17E;FĂźr 2013 wird die ErhĂśhung aller Voraussicht nach auch im zweistelligen Bereich liegen, sodass wir ausgesprochen positiv in die Zukunft blicken kĂśnnen.â&#x20AC;&#x153; Sehr erfolgreich ist das Unternehmen weiterhin in seinen Kernmärkten D-A-CH, Europa und Nordamerika. â&#x20AC;&#x17E;Aber auch in Russland oder Singapur stehen demnächst interessante neue Projekte anâ&#x20AC;&#x153;, so Prieschenk. â&#x20AC;&#x17E;FĂźr uns geht es dann immer um die Frage: Begleiten wir einen bestehenden Kunden bei dessen Internationalisierungsstrategie oder engagieren wir uns selbstständig im Markt zum Beispiel durch den Aufbau einer neuen Niederlassung?â&#x20AC;&#x153; Hier gelte es, eine sinnvolle Abwägung zwischen Chancen, Risiken und vorhandenen Ressourcen vorzunehmen. Stolz ist man bei Witron auch, mit einem der marktfĂźhrenden franzĂśsischen Lebensmitteleinzelhändler E.Leclerc einen Kunden gewonnen zu haben, der innerhalb von kĂźrzester Zeit gleich zwei Projekte beauftragt hat.

sowie mit TiefkĂźhlware. An einem Spitzentag kĂśnnen mit den WitronModulen OPM (feiert heuer seinen 10. Geburtstag), DPS, ACS und CPS Ăźber 1,4 Mio. Einheiten filialgerecht kommissioniert werden. Ein Wachstumsmarkt ist der E-Commerce. Witron nimmt derzeit etwa ein hochmodernes Logistikzentrum fĂźr den Online-Versender ATP Auto-Teile PĂśllath Handels-GmbH in Betrieb. Auch befinden sich neue Multi-ChannelLĂśsungen in der Entwicklung, die anhand konkreter Kundenanforderungen konzipiert werden. Ausgezahlt hat sich fĂźr Witron die vor einigen Jahren getroffene

strategische Entscheidung, mit dem Zukauf der FAS (FĂśrderanlagen Systeme GmbH) die Herstellung mechanischer Komponenten im eigenen Haus selbst zu betreiben. â&#x20AC;&#x17E;Nur so ist es mĂśglich, unseren Anspruch an Innovationstempo, Qualität und VerfĂźgbarkeit fĂźr eine Technologie-Einsatz von 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche zu gewährleistenâ&#x20AC;&#x153;, erklärt Walter Winkler. Derzeit befindet sich in Parkstein ein Neubau in der Umsetzung, der die Fertigungs-fläche von FAS ab diesem Sommer auf in Summe 48.000 mďż˝ verdreifachen wird. www.witron.de

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Auftrag fĂźr eines der grĂśĂ&#x;ten Food-Logistik-Zentren weltweit.

Die OPM-Technologie von Witron ist seit zehn Jahren erfolgreich am Markt.

Logistik

KomplettlĂśsungen â&#x20AC;&#x17E;Unser Ziel ist es, die komplette WertschĂśpfungskette fĂźr den Handel mit logistischen KomplettlĂśsungen abzudecken â&#x20AC;&#x201C; unabhängig davon, ob Lebensmittel, Ersatzteilhandel, Drogerie, Kosmetik oder Pharmaâ&#x20AC;&#x153;, sagte Walter Winkler, GrĂźnder und Inhaber von Witron. â&#x20AC;&#x17E;FĂźr sämtliche Branchen bieten wir als Generalunternehmer Systeme mit hohem Optimierungspotenzial â&#x20AC;&#x201C; bis hin zum kompletten Anlagenbetrieb.â&#x20AC;&#x153; Wesentlich fĂźr den Erfolg sind Innovationen, wie etwa eine neue mechanisierte LĂśsung fĂźr die intelligente Zwischenpufferung leerer Paletten, Rollcontainern und IsoTainern, die komplett automatisiert den Kommissionierbereichen mengen- und zeitgerecht zur VerfĂźgung gestellt werden. Bereits drei Kunden haben sich in ihren Projekten fĂźr die Witron-Neuheit entschieden.

Wichtiger GroĂ&#x;auftrag Erst kĂźrzlich erhielt das Unternehmen den Projektauftrag Ăźber den Bau eines der grĂśĂ&#x;ten FoodRetail-Logistikzentren weltweit fĂźr den finnischen Kunden Inex Partners Oy â&#x20AC;&#x201C; sowohl fĂźr Inex als auch Witron das grĂśĂ&#x;te Einzelprojekt in der Firmengeschichte. Das 142.000 mďż˝ groĂ&#x;e Logistikzentrum in Sipoo versorgt gut 40% aller Finnen mit Lebensmitteln aus dem Trockensortiment, dem Frischebereich

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Das Unternehmen der

Witron-GF Helmut Prieschenk erwartet auch fĂźr heuer zweistelliges Wachstum. WH12_Anz_Logistik_216x288abf.indd 1

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I n n ovat i o n & U n t e r n e h m e n

56 – industrialtechnology

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Innviertel innovativ Stärkung des Composite- und Leichtbau-Schwerpunkts fördert internationale Ausrichtung

short

FACC und Techno-Z Ried gründen Test-Center

Stark erweiterte Temperaturresistenz Eggelsberg. B&R hat den Temperaturbereich seines I/O- und Steuerungssystems X20 und X67 erheblich erweitert. Möglich machen dies spezielle Industrial-Temperature-Elektronikbauteile, die in den Modulen verbaut sind. Sowohl die in Schutzart IP20 ausgeführten Module X20 als auch die in Schutzart IP67 ausgeführten Module X67 arbeiten zuverlässig bei Temperaturen von -25 bis +60°C. Gelagert werden können beide Module bei noch extremeren Temperaturen, und zwar im Bereich von -40 bis +85°C. www.br-automation.com

Wichtige Ergänzung der bestehenden Einrichtungen, engere internationale Vernetzung. herbert strasser

Ried i. Innkreis. Ziel der gemeinsamen Projektgesellschaft „etc GmbH“ von FACC und Techno-Z Ried Technologiezentrum ist ein Engineering Test Center zur Analyse, Prüfung und Zulassung von Faserverbundmaterialien und -bauteilen. Die FACC AG, die mit 91% die Mehrheit der Anteile hält, wird ihre eigenen Prüf- und Testaktivitäten in die neue Gesellschaft auslagern und damit in den ersten Jahren als Hauptauftraggeber eine Fixauslastung des Engineering Test Centers sicherstellen und dem

Engel setzt weiteren Expansionsschritt

„Wir sehen mit dem die Möglichkeit einer

Gilles Lefevre leitet die neue EngelNiederlassung in Bangkok

intensiven Kooperation

Schwertberg/Bangkok. Mit Anfang April hat der OÖ Spritzgussexperte Engel Austria seine Marktpräsenz in Thailand verstärkt. „In der Automobilindustrie gehören wir schon heute zu den führenden Anbietern in der Region. ‚Packaging‘ ist ein stark wachsender Bereich, der vor allem aus Indonesien neue Impulse erfährt“, sagt Gilles Lefevre, Leiter der neuen Niederlassung. „Mit der neuen Struktur werden wir dem aktuellen und noch zu erwartenden Wachstum noch besser gerecht und können noch flexibler auf die sich rasant entwickelnden südostasiatischen Märkte ­reagieren.“ www.engelglobal.com

der regionalen Technologiebetriebe.“ Walter Stephan, Vorstandsvorsitzender FACC AG

neuen Unternehmen damit die Zeit geben, sich am Markt zu positionieren und externe Kunden aus dem Innviertel und den angrenzenden Regionen zu akquirieren. Für das erste Jahr wird mit einem Umsatz von 6 Mio. € gerechnet. Zum Start umfasst das etc-Team 35 Mitarbeiter, GF ist Christoph Schöndorfer. „Wir haben uns neben wirtschaftlichen Überlegungen auch deshalb für die Öffnung unseres

Rosenbauer fährt Rekordergebnis ein

Walter Stephan, Vorstandsvorsitzender der FACC AG, und Landesrat Viktor Sigl.

neuen Prüf- und Testzentrums entschlossen, weil wir darin die Möglichkeit einer intensiven Kooperation der regionalen Technologiebetriebe sehen und von den daraus entstehenden Synergien im Bereich Forschung und Innovation profitieren können“, so Walter Stephan, Vorstandsvorsitzender der FACC AG.

Kompetenzen nutzen Das Innviertel ist Standort zahlreicher Unternehmen in den Bereichen Leichtbau und Composite, die vor allem für die internationale Luftfahrt- und Automotive-Branche arbeiten. Dieses globale Umfeld potenzieller Kunden des neuen Engineering Test Centers wird

daher auch zu einer intensiveren grenzüberschreitenden Vernetzung und zu einem Aufbau von Netzwerken zwischen Regionen beitragen. Der etc GmbH kommt damit eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Entwicklung der gesamten Region zu. Unterstützt und gefördert wird die Unternehmensgründung vom Land Oberösterreich. Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl hebt die Vorteile hervor: „Damit ist ein großer Schritt in Richtung ‚Composite Valley‘ gelungen, womit sich das Innviertel als Kompetenzregion für Faserverbundkomponenten- und Kunststofftechnik positionieren kann. Das gemeinsame Prüf- und Testzentrum bietet die einzigartige Chance einer intensiven Koo-

peration regionaler Betriebe – vom Industrieriesen bis zum KMU. Für den Standort Oberösterreich bedeutend ist auch die thematische Erweiterung der bestehenden, durch die Technologiezentren des Landes OÖ betriebenen, Prüf- und Testzentren.“ Die Stadt Ried war als Gesellschafter des Techno-Z ebenfalls maßgeblich an der Gründung der neuen Gesellschaft beteiligt. Bürgermeister Albert Ortig: „Die Stadt Ried sowie deren Umgebung kann auf viele erfolgreiche Unternehmen bauen – diese auch bei Unternehmensgründungen zu begleiten, ist der Stadt- und Kommunalpolitik ein wichtiges Anliegen. www.facc.com www.tzr.at

Heiße Innovation Neuer Werkstoff Sylomer FR dämmt Schwingungen und dient auch als effektiver Brandschutz

Zwei „Fliegen“ mit einer Klappe schlagen

© Rosenbauer

Bürs. „Beim Einbau schwingungsisolierender Lösungen gewinnen die Themen ‚Brandschutz‘ und ‚Nachhaltigkeit‘ in der Konstruktion zunehmend an Bedeutung, denn die Anforderungen steigen weltweit“, erklärt Andreas Augustin, Leitung Forschung & Entwicklung von Getzner Werkstoffe. Immer mehr Gebäude stehen heute aufgrund der zunehmenden

Urbanisierung auf schwingungsbelasteten Grundstücken. Störquellen sind in der Regel nahegelegene Bahnstrecken, Straßen oder angrenzende Industrieanlagen. Aber auch im Maschinenbau oder in spezialisierten Bereichen wie dem Schiffs- oder Schienenfahrzeugbau spielen Schwingungs- und Brandschutz eine immer wichtigere ­Rolle.

© Getzner Werkstoffe

Dieter Siegel, Vorstandsvorsitzender des Rosenbauer-Konzerns.

Leonding. Trotz zum Teil großer Einbrüche auf den entwickelten Feuerwehrmärkten konnte der Rosenbauer-Konzern im ablaufenenen Wirtschaftsjahr das Wachstum fortsetzen und den Konzernumsatz von 541,6 um 19% auf 645,1 Mio. € steigern. Großen Anteil am Wachstum hatte das verstärkte Geschäft im Nahen Osten, wo das Unternehmen jetzt auch eine eigene Fertigung und Serviceorganisation aufbaut. Dieter Siegel, Vorstandsvorsitzender der Rosenbauer International AG: „Unser Engagement ist die Antwort auf die große Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Einsatzgeräten in Saudi-Arabien.“ www.rosenbauer.com

© FACC

© Engel

neuen Unternehmen

Sylomer FR entspricht mehreren, international geltenden Brandschutzvorschriften.

Daher hat das Spezialunternehmen aus Vorarlberg auf Basis seines bereits am Markt bewährten Materials Sylomer eine weitere Variante entwickelt, die zusätzlich zur Schwingungsisolierung auch den Brandschutz inkludiert.

Vielfältig einsetzbar „Der neue Werkstoff ‚Sylomer FR‘ isoliert unerwünschte Schwingungen und Erschütterungen effektiv – und das selbst in brandgefährdeten Bereichen“, so Augustin über die Innovation. Sylomer FR kann vielfältig eingesetzt werden: zur elastischen Lagerung von Gebäuden und anderen Bauwerken wie etwa Tunnelröhren oder im Verbund mit Brandschutzplatten, in Wand- und Bodenaufbauten, in Fahrzeuginnenräumen (Busse, Autos), im Schiffsbau, in Waggonböden, im Transportwesen (etwa bei Seilbahnen und Liften). Weiters ist es auch für die Lagerung von Maschinen unter sensiblen Brandschutzanforderungen geeignet. Der neue Werkstoff weist ein

ausgezeichnetes Brandverhalten auf und entspricht mehreren international geltenden Brandschutznormen. Weiterer Pluspunkt ist, dass bei der Herstellung

„Bei schwingungsisolierenden Lösungen gewinnen die Themen ‚Brandschutz‘ und ‚Nachhaltigkeit‘ zunehmend an Bedeutung.“ Andreas Augustin, F&E-Leiter bei Getzner Werkstoffe

von Sylomer FR auf halogenierte Flammschutzmittel und toxische Substanzen verzichtet wird. Ein internationales Vertriebspartnernetz garantiert die weltweite Verfügbarkeit. www.getzner.com


I n n ovat io n & u n t e r n e h me n

Freitag, 26. April 2013

industrialtechnology – 57

Forschungsförderung Industrie und KMU arbeiten verstärkt mit Unis und Forschungseinrichtungen an der Weiterentwicklung ihrer Produkte

Mehr Geld für Innovationen Wien. „Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG wird immer daran gemessen, wie viel Budget sie für Forschung, Innovation und Technologie zur Verfügung stellen kann“, erklären Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, GF der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Daher könne es als echter Meilenstein gesehen werden, dass es im Vorjahr gelungen ist – trotz Konsolidierung und schwieriger Verhandlungen –, die F&E-Mittel für die nahe Zukunft stabil zu halten und in einzelnen Bereichen sogar noch weiter auszubauen.

ben ist”, so die FFG-Geschäftsführer weiter. Ein großer Erfolg des vergangenen Jahres ist es, dass sich das Förderportfolio der FFG flexibel an die Bedürfnisse der Forschungscommunity angepasst und sich insbesondere für KMU, die am Übergang von der Forschung in den Markt stehen, erweitert hat.

Forschungseinrichtungen an der Weiterentwicklung ihrer Produkte arbeiten“, erklärt Egerth und weist darauf hin, dass heuer 2.913 Projekte gefördert werden; das entspricht einem Plus von sieben Prozent. Bei der Weiterentwicklung des Förderangebots achtet die FFG insbesondere darauf, auf Schwachstellen im System und auf Notwendigkeiten zu reagieren, ohne die Komplexität des Gesamtsystems oder die Übersichtlichkeit außer Acht zu lassen. „Wir haben im Endeffekt nicht mehr Förderformate, aber wir haben spezifischere und punktgenauere. www.ffg.at

Starke Vernetzung „Unsere Statistik zeigt, dass sich die Lücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zunehmend schließt und Industrie und KMU verstärkt mit Hochschulen und

© FFG/Klaus Morgenstern

Die Effizienz der Förderung soll noch weiter ausgebaut werden.

Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, GF der Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Mechatronik Nachwuchs

Berufsinfo

Linz. Aufgrund des großen Interesses wird die Broschüre „Die Zukunft spricht für Mechatronik“ neu aufgelegt. Die Broschüre wird ab Schulbeginn 2013/2014 an Hauptschulen, allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen verteilt. Außerdem ist sie in den Bezirksstellen der Wirtschaftskammer und des AMS erhältlich (Auflage 40.000 Stück). Die Broschüre stellt alle oberösterreichischen Ausbildungswege von der Lehre bis zum Studium vor. Herausgegeben wird der Folder vom Mechatronik-Cluster in Zusammenarbeit mit der Landesinnung der Mechatroniker und der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Oberösterreich. www.mechatronik-cluster.at

Unger Steel Messe

Project Qatar Wien. Vom 6. bis 9. Mai präsentiert die Unger Steel Group – insbesondere die Unger Steel Middle East – ihre Leistungen und jahrelange Erfahrung in den Bereichen Stahlbau, Generalunternehmung und Real Estate auf der „Project Qatar 2013“. Dabei werden zahlreiche Stahlbau-Projekte in den Vereinigten Arabischen Emiraten und über die Grenzen hinaus gezeigt – wie etwa der Flughafen in Doha, das King Abdullah Petroleum Studies And Research Centre in Jeddah oder die Formel-1-Rennstrecke in Abu Dhabi. www.ungersteel.com

Paketversand Zusatzservices sorgen für den wichtigen Unterschied bei der Express-Zustellung

primetime: Die beste Zeit für Ihre Pakete

Kunden können optimalen Zustelltermin wählen – in der Früh, am Nachmittag oder auch am Samstag. Leopoldsdorf/Wien. Im B2B-Paketversand ist schnelle Zustellung extrem wichtig. Aber was bringt der schnellste Transport, wenn der Empfänger beim Eintreffen der Sendung nicht anwesend ist? Eine optimale Lösung liefern die Versandexperten von primetime. Ihr Versprechen: punktgenaue Lieferung. Bei primetime bestimmen die Kunden den optimalen Zustellungszeitpunkt – als Fixtermin unter der Woche oder auch am Samstag.

Bis 9, bis 12, bis 17 Uhr – oder nur am Nachmittag Wenn es schnell gehen soll, bietet sich die frühe Zustellung an. „Damit erreicht das Paket direkt am nächsten Morgen nach der Aufgabe den Empfänger – perfekt zum Arbeitsbeginn im Zeitraum zwischen 8 und 9 Uhr“, erklärt primetime-Geschäftsführer Rainer Schwarz. Wer es nicht ganz so eilig hat, kann die Zustellung bis 12 Uhr in Anspruch nehmen, dann ist das Paket spätestens zur Mittagspause beim Empfänger. Aber auch wenn der Empfänger nur am Nachmittag erreichbar ist, gibt es die passende Express-Zustellung. „Die Option 12 bis 17 Uhr bietet sich zum Beispiel für Empfänger an, deren Arbeitszeiten von den üblichen Bürozeiten variieren – zum Beispiel in der Gastronomie“, erläutert Schwarz. Die Zustellung bis 17 Uhr ist die richtige Variante, wenn es Versender beziehungsweise Empfänger weniger um den Zeitpunkt als vielmehr um andere Leistungen wie etwa Wertpaket oder Nachnahme geht.

© Renee del Missier/UngerSteelGroup

Exakte Uhrzeit für Zustellung

Unger Steel zeigt auf der Fachmesse Beispiele seiner Stahlbau-Kompetenz.

Was aber ist, wenn man gern noch mehr Freiheiten und Kontrolle über den Zustellungszeitpunkt hätte? Dies kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn Empfänger aufgrund von zahl-

© primetime (2)

„Erstmals seit Gründung der FFG hat die innovative Wirtschaft in einer Förderperiode 427 Mio. Euro bei der FFG abgeholt. Das heißt, dass eine hohe Investitionsdynamik von Unternehmen gege-

Kundenwünsche haben oberste Priorität. Service – auch am Samstag: primetime punktet mit flexiblem Zustellmodus.

reichen Außenterminen nur in einem engen Zeitfenster erreichbar sind. „Auch dafür gibt es eine Lösung“, so Schwarz. „Sie vereinbaren mit ‚primetime‘ einen beliebigen Zustelltermin zwischen 9 und 17 Uhr. primetime stellt Ihr Paket dann innerhalb einer Zeittoleranz von 30 Minuten pünktlich zum Fixtermin zu.“

spätestens um 12 Uhr beim Empfänger. Noch schneller geht es mit der 9 Uhr-Variante der primetimeSamstagszustellung. Weiterer Vorteil: Bei allen Zustellungen mit primetime können Versender den Empfänger per SMS- oder E-Mail-Aviso über die Ankunftszeit des Pakets informieren lassen.

Paketspezialist für Express und Zusatzleistungen

Samstagszustellung für wirklich Wichtiges Je nach Geschäftsfeld und Dringlichkeit kann es für Unternehmen auch notwendig oder zumindest von Vorteil sein, wenn eilige Pakete auch am Samstag zugestellt werden können. „Zum Beispiel, wenn spontan ein Produkt für eine Veranstaltung am Wochenende gebraucht wird und erst am Freitag bestellt oder fertiggestellt werden konnte“, nennt Schwarz ein Beispiel aus dem Geschäftsalltag des Logistikspezialisten. „primetime bietet auch hier die richtige Lösung, um Ihre Empfänger und damit auch Sie als Verkäufer glücklich zu machen.“ Bei Samstagszustellung ist das Paket

„Express-Lieferung muss nicht nur schnell ankommen, sondern auch zum für den Empfänger richtigen Zeitpunkt.“ RAINER SCHWARZ, GF PRIMETIME

Als Österreichs führender Paketspezialist bietet primetime (HVS Haus Versand System GesmbH) neben dem Expressdienst auch Zusatzleistungen wie Nachnahme, Identitätskontrolle, Abteilungsbelieferung, Retourlogistik und Verpackungsretouren. Das Unternehmen beschäftigt rund 140 Mitarbeiter und verfügt über eine Transportflotte von 90 Fahrzeugen. primetime wurde Mitte 2001 gegründet und beförderte im Jahr 2011 rund 2,9 Mio. Pakete in ganz Österreich. Mehr Informationen zu primetime finden Sie unter www.primetime.co.at

PROMOTION

Vorsprung ausbauen


energie & ressourcen

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Hightech-Material für Krisenregion in Japan Tokio. Platten aus einem leichten und robusten Hochleistungskunststoff von Bayer MaterialScience werden bei einem von Toyota initiierten Wiederaufbauprojekt in Japan für den Bau eines modernen Gewächshauses eingesetzt. Ziel ist es, die landwirtschaftliche Produktion umweltverträglicher und nachhaltiger zu gestalten. Deshalb nutzt das neue Gewächshaus, in dem Paprika angebaut wird, die Abwärme einer nahegelegenen Autofabrik von Toyota, um warmes Wasser zu gewinnen. www.materialscience.bayer.de

Klima- und Energiefonds Austrian Climate Research Programme (ACRP) geht in die bereits 6. Runde

4,5 Mio. Euro Budget

Fundierte wissenschaftliche Basis ist zentrales Instrument für Strategien gegen Klimawandel. so Ingmar Höbarth, GF des Klima- und Energiefonds. Eines der Forschungsprojekte, das im Rahmen des Förderprogrammes ACRP mit 230.000 € gefördert wurde, ist „Stophot“. In Städten sind heiße Sommer aufgrund der Bildung von Wärmeinseln besonders ausgeprägt. Darunter leidet die Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen. Eine erhöhte Sterblichkeit dieser Altersgruppe wurde bereits in mehreren Städten beobachtet. Aufgrund einer Zunahme der Hitzetage und -perioden, einer wachsenden Zahl von älteren Menschen und einer hohen Zahl von Personen, die in schlechten Wohnverhältnissen leben, wird sich die Situation in Zukunft noch verschärfen. Das Projekt „Stophot“ hat zum Ziel, die Lebensbedingungen für Personen über 65 Jahre während heißer Perioden in Wien zu verbessern. www.klimafonds.gv.at

herbert strasser

Wien. „Was die Politik für nachhaltige Entscheidungen im Sinne der Umwelt, der Wirtschaft und der Menschen braucht, ist eine fundierte Wissensbasis. Genau das liefert das Förderprogramm ‚Austrian Climate Research Programme‘ seit vielen Jahren verlässlich“, unterstreicht Umweltminister Niki Berlakovich angesichts der kürzlich angelaufenen sechsten Periode.

Wissenschaftliche Basis

„Energy Globe NÖ“ für Schul­ programm der IG Windkraft.

St. Pölten. Zum zweiten Mal wird das „Wilder Wind Team“, ein bereits seit zehn Jahren laufendes Schulprojekt für 13bis 14-jährige Schüler der IG Windkraft, mit dem „Energy Globe“ für Niederösterreich ausgezeichnet. „Es freut mich besonders, dass im heurigen Jubiläumsjahr das Kinder- und Jugendprogramm der ‚IG Windkraft‘ noch immer Vorreiter im Bildungsbereich ist“, berichtet Stefan Moidl, GF der IG Windkraft. Mehr als 2.000 Workshops wurden bereits durchgeführt und damit über 43.000 Kindern das Thema Erneuerbare Energien nähergebracht. Vom „Eurosolarpreis“ über den „Hubertus Award“ bis hin zu zwei Energy Globes und zwei Auszeichnungen als UN-Umweltbildungsdekaden-Projekt wurde die Initiative bereits mehrfach ausgezeichnet – „eine tolle Bestätigung für die Qualität unserer Arbeit“, freut sich Projektleiterin Angelika Beer. www.igwindkraft.at

„Unser Ziel ist es, die durch den Klimawandel verursachten Auswirkungen auf die Umwelt zu erforschen und wissenschaftlich fundierte Strategien zu entwickeln, um einerseits die Anpassung an den Klimawandel zu schaffen und andererseits seine Folgen erträglich und beherrschbar zu machen“,

Ingmar Höbarth, GF des Klima- und Energiefonds: Schaffen wichtige Basis.

Erema Der Weltmarktführer für Kunststoff-Recyclinganlagen steigerte auch 2012 wieder seinen Umsatz

Die Aussichten bleiben weiterhin positiv Ansfelden. Für das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2012/13 kann der österreichische Spezialist für Kunststoff-Recycling, Erema, wieder eine positive Bilanz ziehen.

rund 117 Mio. €. Grund für das erfreuliche Ergebnis sei laut Manfred Hackl, einem der beiden Erema-GF, die steigende Kunststoffproduktion in Verbindung mit dem Trend, den Einsatz von Primärrohstoffen zu senken. Dadurch gewinne Kunst-

stoff als wertvoller Sekundärrohstoff immer mehr an Bedeutung. „Der zweite Faktor ist unsere Strategie, konstant aus eigener Kraft am Standort zu wachsen. Und als dritter Faktor tragen die gelebte Kundennähe und unsere

„Erfolgsfaktoren sind Innovationen, eine konstante Wachstums­ strategie und steigende Nachfrage nach Kunst­ stoffen.“ manfred hackl, Erema-GF

Der Gruppenumsatz gemeinsam mit den Tochterunternehmen Erema North America Inc. und der 3S GmbH im oberösterreichischen Roitham beläuft sich von April 2012 bis März 2013 konsolidiert auf

© Erema

© IG Windkraft

Ausgezeichnete Nachwuchsarbeit

© Klima-und Energiefonds

short

Freitag, 26. April 2013

Vergrößerung der Zentrale in Ansfelden schafft Raum für weiteres Wachstum.

engagierten Mitarbeiter bedeutend zu der Tatsache bei, dass wir die Nr. eins im Bau von Kunststoffrecycling-Anlagen sind”, so Hackl.

Gute Chemie Eine wesentliche Rolle spielen natürlich auch Produktneuheiten. Nach der im Vorjahr präsentierten Corema-Serie wird auf der diesjährigen Fachmesse für Kunststoff und Kautschuk, der K2013, eine weitere Innovation vorgestellt. „Der Countdown in eine neue Dimension des KunststoffrecyclingAnlagenbaus läuft also bereits“, verspricht Hackl Zudem wurde bereits der Grundstein für die Fortsetzung des Wachstumskurses gelegt: Das Unternehmen baut um 4,3 Mio. € seine Zentrale um zwei neue Geschosse, die in Kürze Platz für insgesamt 100 Arbeitsplätze in den Bereichen Engineering, Vertrieb und Service schaffen, aus. Weiters wird ein neues Enterprise Resource Planning (ERP) Systems installiert. www.erema.at

3M Auszeichnung

Energy Star 100% auSlaSTung. AbER wERDEN AuCh 100% bEzAhLt? Volle Auftragsbücher – bedeuten sie auch vollen Geschäftserfolg? Nur, wenn jede Lieferung rechtzeitig und zu 100% bezahlt wird. Dass Kunden nur schleppend zahlen oder gar insolvent werden, passiert jedoch immer wieder. Deswegen muss sich Ihr Ertrag aber noch lange nicht in Luft auflösen. Vermeiden Sie dieses Risiko und informieren Sie sich jetzt über eine Kreditversicherung von Coface. CofaCe. foR SafeR TRaDe.

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Neuss. Bereits zum neunten Mal erhielt 3M 3M die höchste Auszeichnung für Energieeffizienz der USUmweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency). „Wir freuen uns sehr über den Energy Star. Er zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz auf dem richtigen Weg sind“, sagt Marion Wenge, bei 3M in Deutschland verantwortlich für den Bereich Corporate Sustainability. Gleichzeitig sei die Auszeichnung auch Ansporn für weitere Verbesserungen. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren daran, die Auswirkungen unserer Produktion und unserer Produkte auf die Umwelt überall auf der Welt zu reduzieren. Dieses Engagement ist tief in unserer Unter­ nehmens­kultur verwurzelt.“ www.3m.com


medianet

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Freitag, 26. April 2013 – 59

business travel lounge

frankreich mit dem E-BIKE

abta diskutiert mit Experten über die Rechte von Flugpassagieren in der EU Seite 61

Anbieter für Elektromobilität hat Reisen auf alten Weinstraßen im Programm Seite 63

© movelo

© abta

destinationworld doclx knechtsberger rüstet auf © DocLX Holding

Geschäftlich reisende Frauen brauchen Extras

© Luzern Tourismus

short

Zürich. Im Kanton Uri im Süden des Vierwaldstättersees gibt es 39 Seilbahnen, die touristisch genutzt werden. Auf einer Strecke von rund 54,6 km werden insgesamt 22.900 Höhenmeter mit Seilbahnen überwunden und rund 3.300 Personen pro Stunde befördert. In Zusammenarbeit mit Uri Tourismus hat Eurotrek das Angebot „Urner Seilbahnwanderungen“ lanciert: Während sieben Tagen und sechs Nächten wandert man durch die Schweizer Bergwelt und benützt dabei pro Tag eine der Seilbahnen; p.P. ab 642 €. www.eurotrek.ch

© Raimond Spekking/CC-BY-SA-3.0

Frauen unterwegs Bei großen Unternehmen organisieren TravelManager die Reisearrangements der Mitarbeiter; auf genderspezifische Bedürfnisse von allein reisenden Geschäftsfrauen wird dabei kaum Rücksicht genommen. Seite 60

© Panthermedia.net/Stefano Lunardi

Köln. Die Animod GmbH bietet Gutscheine für Hotel-Arrangements bei 800 ausgewählten Partnerhotels aus dem Premiumsegment in 26 Ländern an – zu erstklassigen Konditionen: Im Vergleich zur regulären Rezeptionsbuchung kann man hier bis zu 50% des Übernachtungspreises sparen. Und falls mal etwas dazwischenkommt: Die Hotelgutscheine des renommierten ­Hotelspezialisten sind frei übertragbar und können in der Regel über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren ­eingelöst werden – Reise­ planung ohne Risiko. www.animod.de

Lettland Airline ist weiterhin auf einem profitablen Kurs

Hamburg. Am 24. und 25. Mai wird das „Elbjazz Festival“ zum vierten Mal in Folge im Hamburger Hafen anlegen, um ihn erneut in einen Umschlagplatz für Jazz aus aller Welt zu verwandeln. Bei den mehr als 60 Konzerten sind diesmal in Koop mit dem „Copenhagen Jazz Festival“ auch fünf namhafte dänische Jazz-Musiker dabei. Und „Extra Gigs 4 Kids“ gibt‘s heuer auch. www.elbjazz.de

© Air Baltic

© Elbjazz/Imagekontor

Air Baltic übertrifft Erwartungen

Martin Gauss, CEO von Air Baltic: „2012 viel bessere Ergebnisse als gedacht.“

Riga. Martin Gauss, CEO Air Baltic: „Im vergangenen Jahr haben wir jeden Monat konsequent bessere Netto-Ergebnisse erzielt. Insgesamt hat ‚Air Baltic‘ sein KonzernNettoergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessert; 2014 wollen wir wieder in die Gewinnzone zurückkehren.“ Vom Heimatflughafen Riga bedient Air Baltic 60 Destinationen in Europa, der GUS und dem Nahen Osten. Für Sommer 2013 hat man neue Ziele vorgestellt: Prag (Tschechien), Heviz-Balaton (Ungarn), Olbia (Italien), Rijeka (Kroatien), Larnaca (Zypern) sowie Malta. www.airBaltic.com

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60 – destinationworld

Freitag, 26. April 2013

„The women’s experience“ Hyatt Hotels-Studie dokumentiert besondere Wünsche von allein reisenden Frauen

Kommentar

Businessfrauen haben im Hotel eigene Bedürfnisse

TUI-Luxusreisen sind gefragt

Sicherheit, Wohlfühlen und ausgewogene Ernährung haben einen ganz besonders hohen Stellenwert. dabei Kosten anfallen, verzichten Frauen lieber darauf und verbringen den Abend lieber am Zimmer oder gehen aus. Derzeit bleiben viele Bedürfnisse der Frauen unbefriedigt, nur selten stellt sich der Tourismus auf Geschäftsfrauen ein. Und das ist unverständlich, dokumentiert doch eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney auch starke Profitpotenziale. Würden die Anbieter mehr auf weibliche Bedürfnisse eingehen, könnte laut Studie im Jahr 2020 eine Umsatzsteigerung von bis zu 350 Mio. € möglich sein – allein bei Bahn- und Flugreisen.

alice hefner

E

ntgegen den internationalen Trends läuft es in Österreich: Luxureisen sind gefragt, die Buchungszahlen für die TUI-Luxusmarke ‚airtours‘ steigen deutlich an. Derzeit liegen die Umsatzsteigerungen für den Sommer 2013 bei satten 30%. Vor allem junge Reisende und Familien entdecken zunehmend die Annehmlichkeiten, die ein solcher Luxusurlaub bietet. Der airtours à la carte-Service bietet maßgeschneiderte Reisen z.B. in besondere Suiten außergewöhnlicher Hotels, Privatausflüge mit Chauffeur oder exklusive Schiffstouren auf Privatyachten. Bei airtours (eine Marke der TUI) gibt es für Familien einen eigenen Katalog, in dem TopHotels mit familiengerechtem Service gezeigt werden. Auf einen Blick sind die Kinderbetreuungsangebote und die Empfehlungen für verschiedene Altersgruppen sowie passende Ausflüge ersichtlich. Ein Neuzugang ist der airtours Reedereipartner ‚Compagnie du Ponant‘; der französische Yacht-Kreuzfahrtenanbieter ist mit drei Schiffen im airtours-Angebot vertreten. Und man staunt: Seit den Olympischen Spielen 2012 ist die Nachfrage nach Luxusreisen nach Großbritannien stark gestiegen; im Trend liegen dabei insbesondere London und Südengland – und dort vor allem die Kanalinsel Jersey, die als Steuerparadies gilt.

Frauen-Zimmer für Frauen Schon Mitte der 1990er-Jahre hat die US-Hotelgruppe Wyndham, zu der in Europa die Ramada-Hotels zählen, ein eigenes Programm unter dem Titel „Women on their way“ ins Leben gerufen; die Anregungen dazu kamen vom „Woman Traveler Advisory Board“, einem Netzwerk für weibliche Geschäftsreisende, die Wyndham gegründet hat. Dazu gehört viel mehr als ein Vergrößerungsspiegel im Badezimmer: Neben viel Stauraum, Kosmetikprodukten, einer Kaffeemaschine und Fitnessgeräten in den Zimmern gibt es auch eine „Women-only“-Bibliothek, zu der Männer keinen Zugang haben. Es ist vorwiegend die Vier- und Fünf Sterne-Hotellerie, die Wert auf den „kleinen Unterschied“ legt.

Lufthansa Bord-WCs

In Skandinavien oder Frankreich entfallen etwa 35 bis 40% aller Geschäftsreisen auf Frauen; bei uns sind es gerade mal 19%, allerdings ist die Tendenz steigend.

Hyatt z.B. hat in Europa das Programm „Hyatt for her“ lanciert. Dazu gehören diverse Extras wie eine Fitness-DVD und Yogamatten im Zimmer bis hin zu Spezialbehandlungen im Spa. Das Hotel „Premier Time Square“ in New York bietet eine ganze Etage nur für Frauen, auf der es eigene Sicherheitseinrichtungen gibt. Im „Crowne Plaza“ in Washington sind sogar zwei Stockwerke nur den Frauen vorbehalten. Laut einer Umfrage von „Holidaycheck.at“ liegen Hotels mit eigenen Frauen-Zimmern durchaus im Interesse der weiblichen Gäste, die besondere Ansprüche stellen. Die Minibar bedient mit Alkohol, Schokolade und gesalzenen Erd-

nüssen eher die männlichen Gäste. Frauen wünschen sich eher frische Produkte wie Joghurt oder Salatboxen.

Wellness soll gratis sein „Wir legen Wert auf frische saisonale und regionale Produkte, die wir schonend und hochwertig verarbeiten. Mit dem neuen Konzept setzen wir den Gedanken der bewussten und gesundheitsbewussten Ernährung fort“, so Thomas Cohrs, Küchendirektor des Hyatt Regency Düsseldorf. Abgesehen davon steht bei weiblichen Gästen die gratis Benutzung des Wellness- und Sportbereichs im Hotel hoch im Kurs. Sollten

Im Hyatt Regency Düsseldorf kann die allein reisende Frau auf weibliche Ansprechpartner zählen – sei es im Room Service, im Concierge-Team, im hauseigenen Rive Spa & Fitness oder im Housekeeping. Auch das trägt dazu bei, den Wohlfühlfaktor und das Vertrauen zu stärken. „Es sind die kleinen Dinge, die von allein reisenden Frauen geschätzt werden: Eine schmeichelnde Beleuchtung im Bad, ein starker Föhn zum Haaretrocknen und ein großer Gemeinschaftstisch im Haus für Alleinreisende mit Gesprächsbereitschaft – alles Dinge, die sich auch ein Mittelklassehotel leisten kann“, sagt Susanna Heim, die das Buch „Ein Hotel für jede Stimmung – ausgewählte Adressen in Europa für Frauen auf Reisen“ im Verlag Orell Füssli herausgebracht hat (19,90 €). Und noch etwas sei ganz wichtig: Der morgendliche Roomservice, der einen weiblichen Gast ungeschminkt antrifft, sollte auf alle Fälle weiblich sein. dusseldorf.regency.hyatt.com

Projekt USEmobility Verkehrsforscher zeigen, dass die Verkehrsmittelwahl von den Reisenden häufig hinterfragt wird

Innovativ mit Zitronensaft

Strategie für Personenmobilität ist gefragt Berlin. Das EU-Projekt USEmobility fand unter der Projektleitung von der „Allianz pro Schiene“ statt. Die Befragung führte das Hamburger Meinungsforschungsinstitut Quotas durch. Die Hamburger Consulting Gesellschaft BSL erarbeitete den Forschungstand und die nationalen Trends bei der Verkehrsmittelwahl von Reisenden. Die European Passengers Federation aus Belgien entwarf das

Workshop-Konzept, um mit den drei Zielgruppen (Politik, Unternehmen, Verbände) Zukunftsvisionen für den Verkehr in Europa für 2020 und 2050 zu diskutieren. Die Clean Air Action Group aus Ungarn war zuständig für Kommunikation und das Web. Verkehrsclub Österreich aus Wien und die kroatische Savez za Zeljeznicu (Allianz pro Schiene) forschten in ihren Ländern.

Ergebnis der EU-Studie: Die Menschen sind überraschend beweglich in der Wahl ihres Verkehrsmittels. Etwa die Hälfte aller Reisenden aus den sechs europäischen Ländern Deutschland, Österreich, Ungarn, Kroatien, den Niederlanden und Belgien hat im Laufe der vergangenen fünf Jahre die eigenen Mobilitäts-Routinen geändert und einen neuen Verkehrsmittel-Mix ausprobiert.

Wertewandel in Mobilität

© EPA

Frankfurt/Wien. Mitarbeiter der Austrian Technik haben eine wahrhaft revolutionäre Reinigungsmethode für Flugzeugtoiletten entwickelt, die nun auch bei Lufthansa Technik erprobt wird. Das System schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Zeit und Geld. Hierfür hat die Technik-Sparte von Austrian Airlines jüngst den „Umweltpreis der Stadt Wien“ erhalten. „Waliclean“, so der Name des neuen Reinigungssystems, arbeitet mit einem einfachen Prinzip: Eine Lösung aus Zitronensäure und warmem Wasser zirkuliert durch das Abwassersystem des Flugzeugs. Nach der Reinigung wird das Toilettensystem mit klarem Wasser gespült und entleert; das Spülwasser kann problemlos über den Abwasserkanal entsorgt werden. Das bisher verwendete Säurebad muss speziell entsorgt werden. Lufthansa Technik will das System im Sommer dieses Jahres in Betrieb nehmen. www.lufthansagroup.com

Kleine Dinge machen froh © Panthermedia.net/Yuri Arcurs

Düsseldorf. Eine weltweite Umfrage und Studie von Hyatt Hotels & Resorts in den letzten 18 Monaten hat ergeben, dass die Ansprüche und Bedürfnisse von geschäftlich reisenden Frauen nicht gleichzusetzen sind mit denen ihrer männlichen Kollegen. Neue Services unter der Marke „The women’s experience“ stellen sich bei Hyatt ab sofort weltweit auf die Wünsche der Frauen ein. „Wir können in unserem Hotel in Düsseldorf den weltweiten Trend der ‚Hyatt Hotels & Resorts‘ bestätigen, dass der Teil unserer weiblichen Geschäftsreisenden ansteigt“, so Monique Dekker, GM des Hyatt Regency Düsseldorf. „Aspekte wie Sicherheit, Wohlfühlen und ausgewogene Ernährung haben bei den Damen einen besonders hohen Stellenwert.“

georg biron

Eine EU-Studie enthüllt: Reisende in Europa sind viel beweglicher als erwartet.

Neben der individuellen Lebenssituation hat erwartungsgemäß die Qualität der Alternative einen erheblichen Einfluss auf einen Wechsel. So bestätigten die Forscher im Rahmen von USEmobility, dass „harte Faktoren“ wie leichte Haltestellenerreichbarkeit, ein günstiger Takt oder niedrige Ticketpreise entscheidende Faktoren dafür darstellen, dass Reisende vom Auto zum öffentlichen Verkehr gewechselt sind, während „weiche Faktoren“ wie Überfüllung von Zügen oder ein Mangel an Sauberkeit

häufig als Gründe genannt wurden, warum Reisende dem öffentlichen Verkehr den Rücken kehrten. Mit 36% überraschend hoch war jedoch der Anteil der Wechsler, bei deren Entscheidung für den öffentlichen Verkehr der Umweltvorteil eine Rolle gespielt hatte. „Für die Reisenden sind klare politische Signale das A und O“, sagt Andreas Geißler von der Allianz pro Schiene. „Eine echte Strategie für die Personenmobilität der Zukunft muss die Verkehrsträger besser vernetzen und Anreize zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr schaffen.“ Die Zeichen deuteten auf einen Wertewandel in der Mobilität, der das Wachstum des öffentlichen Verkehrs beschleunigen werde. Nicht nur touristische Unternehmen könnten darauf verstärkt mit Angeboten für Tür-zu-Tür-Mobilität reagieren, etwa durch Car-Sharing oder Leihfahrräder. „Dafür muss die Politik jetzt schon die Infrastruktur und die nötigen Kapazitäten bereitstellen“, so Geißler abschließend. www.usemobility.eu


Freitag, 26. April 2013

bu s i n e s s & m a rk e t s

destinationworld – 61

abta Business Travel Lounge Wer durch die Turbulenzen bei Airlines selbst in solche gerät, kann eine große finanzielle Entschädigung einfordern

Wie Reisende Recht bekommen alice hefner

Wien. Beim Fliegen gibt es manchmal viele Pannen: verunglückte Starts mit gebrochener Radaufhängung, stundenlanges Warten im Flieger und am Airport, komplizierte Umleitungsflüge wegen Schneestürmen und Unwettern, auch der eine oder andere verloren gegangene Koffer mit Geschäftsunterlagen wird vermisst.

Fliegen wird bald teurer Die vielen Unzulänglichkeiten nehmen Passagiere bislang, wenn auch verärgert, hin. Dabei würde das EU-Fluggastrecht in vielen Fällen eine finanzielle Entschädigungen vorsehen. „Da schlummert ein enormes Potenzial, da geht es um Millionen, durch die Geschäftsreisebudgets entlastet werden könnten“, so Philipp Kadelbach, der sich bei

„flightright“, einem Verbraucherportal für Fluggastrechte, für die Durchsetzung finanzieller Entschädigungen von Reisenden einsetzt. flightright agiert mittlerweile in sieben Ländern; allein in Deutschland hat man 4.500 Fälle aufgearbeitet. „In 95 Prozent der Fälle sind wir erfolgreich“, sagt der Rechtsexperte und hat damit wohl eine echte Marktlücke entdeckt – eine Marktlücke allerdings, die nach absoluten Experten im Reiserecht verlangt, denn die Sache ist komplex und facettenreich. Rechtsanwältin und Buchautorin Eike Lindinger („Fluggastrechte“,

Manz-Verlag) brachte es in ihrem Vortrag auf den Punkt: „Wir stehen immer wieder am Anfang. Jeder Fall ist Neuland für uns.“ Hannes Schwarz, GF von FCm Travel Solutions und abta-Vorstandsmitglied, referierte über die nicht ganz so rosige Zukunft im Fluggeschäft: „Fliegen mit Gepäck wird teurer; bei Billigtickets wird oft schon jetzt kein Freigepäck mehr akzeptiert.“ Und: „Nicht nur für Gepäck wird man künftig extra zahlen, auch viele Leistungen wie z.B. Check-in am Airport und diverse andere Services werden extra kosten.“ www.flightright.de

© abta

Experten brachten am 17. April im Wiener „Grand Hotel“ Licht ins Thema.

(von li): Hannes Schwarz (Vorstandsmitglied abta), Eike Lindinger, Doris Stoiser (Vizepräsidentin abta) und Thomas Birtel (stv. Vorstandsvorsitzender Strabag).

Koop Sixt-Turkish Airlines

Partnerschaft

Basel/Wien. Der Autovermieter Sixt erweitert jetzt sein Miles-and-Smiles-Programm mit Turkish Airlines, um seinen Mietwagen-Kunden folgende Vorteile zu bieten: bis zu 15% Preisnachlass für Passagiere von Turkish Airlines sowie kostenloses GPS und 500 Punkte im Miles-andMore-Programm. Die Zusammenarbeit entstand aus der steigenden Anzahl von Geschäftsleuten oder Urlaubsreisenden, die in der Türkei abfliegen und in der Schweiz oder in Österreich ein Mietauto benötigen. Im Jahr 2012 wurde Sixt von Premier Traveler zur „Besten Autovermietung der Welt“ gewählt. Im gleichen Jahr wurde der Anbieter Turkish Airlines von „Skylax“ zur „Besten Airline“ gekürt. Turkish Airlines fliegt aus drei türkischen Metropolen (Ankara, Istanbul und Samsan) nach Zürich, Genf und Basel (Schweiz) sowie Wien und Salzburg (Österreich). Mit über 70 Mio. Einwohnern ist die Türkei ein großer Markt. Istanbul, die größte Stadt, hat 16 Mio. Einwohner. Auf eine vergleichbare Einwohnerzahl kommen Österreich (circa 8 Mio.) und die Schweiz (circa 8,5 Mio.) zusammen. Sixt hat 14 Schweizer Stationen, einschließlich Zürich, Genf und Basel, sowie 15 österreichische Mietwagenstationen – davon fünf in Wien, weitere in Salzburg, Graz, Innsbruck und Linz. Neben Mietwagen und Transportern werden Leasinglösungen und ein Limousinenservice angeboten. www.sixt.at

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Warum in die Ferne schweifen? Das Hotel Beau Rivage Pineta **** in Jesolo liegt so nah!

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• Frühbucherbonus –5%* oder

• 7 Tage –10%** oder

• 14 Tage –10%*** * bei Buchung bis 30.April 2013 © Turkish Airlines

** gilt für 17. Mai bis 8.Juni 2013 und 8. bis 15. September 2013 Sixt-Kooperation mit Turkish Airlines auf Schweiz und Österreich ausgedehnt.

*** gilt für die ganze Saison außer 5. bis 24. August 2013


b u s i n e s s & m a r k et s

62 – destinationworld

Freitag, 26. April 2013

Spring Jam Von 29.5. bis 2.6. geht Europas größte Studentenreise nach einem Relaunch über die Bühne

short

Alexander Knechtsberger bietet trendige Events an

Emirates inspiriert zum weltweiten Reisen

© emirates.com

Außerdem wird für Fans elektronischer Musik das „Lighthouse Festival 2013“ in Kroatien angeboten. Buchungszahlen: 30.000 Nächtigungen werden erwartet, es gibt nur mehr wenig freie Plätze.

dino silvestre

Online-Karte ermöglicht die digitale Erkundung des Streckennetzes.

Wien. Österreichs größte Jugendund Eventmarketing-Agentur hat sich für das heurige Frühjahr so einiges einfallen lassen. Kontinuität, Innovation und Tradition, dafür steht DocLX. Spring Jam startet heuer ins neunte Jahr und ist mit dem Verkaufserfolg der letzten Jahre die Nummer eins bei den Studentenreisen in Europa.

Dubai/Wien. Das Streckennetz von Emirates umspannt den gesamten Globus. Ab sofort stellt die Airline diese weltweite Expertise den Reisenden direkt zur Verfügung. Denn sie erhalten die Möglichkeit, Urlaubsideen ganz nach ihren persönlichen Wünschen und Präferenzen auf der EmiratesHomepage zu suchen. Ob individueller Single-Urlaub, eine Familienreise oder ein Trip mit Freunden: Die „Inspire Me“-Anwendung wird den Bedürfnissen aller Urlauber gerecht. Das Programm verfügt über Bildlaufleisten, über die Reisekriterien eingestellt werden. www.emirates.at

Nur bei Spring Jam – The New Edition gibt es exklusiv für die Party-Crowd eine eigene Halbinsel sowie eine 50:50-Garantie. Die Kulisse könnte nicht schöner sein. Ein trendiger Leuchtturm, ein eigener Strand mit Blick aufs Meer und die stark frequentierte Hauptbühne bilden den Mittelpunkt des Geschehens. Die Bacardi-Partyschiff-Flotte sticht mehrmals pro Tag in See – für alle Raiffeisen Club-Mitglieder aus Wien und NÖ gibt es den Partyschiff-Bonus, der eine Gratisfahrt beinhaltet. Die DocLX-Crew sorgt für ein umfangreiches Sport- und Unterhaltungs-Programm an dieser einzigartigen Location. Gestartet wird täglich am Strand bei der Beach Party mit fließendem Übergang zu den nächtlichen ClubPartys wie zur Secret-SundownerParty im Leuchtturm und anschließender Sunrise Party. Erholung finden die Spring Jamer in der erstmals eingerichteten Chill-out Area.

Gemeinsam Party machen

Perchtoldsdorf/Wien. Aufgrund des großen Interesses an der zweiten Auflage des „ReiseSalons“, die vom 22. bis 24. November in der Hofburg Vienna stattfinden wird, wird die Ausstellungsfläche um vier Räumlichkeiten erweitert; den Besuchern bietet sich damit ein Rundgang, den Ausstellern mehr Platz. Die meisten 2012-Aussteller sind auch 2013 wieder am ReiseSalon vertreten, wie z.B. Beispiel die Adler Spa Resorts in der Toskana, das Hotel Hochschober auf der Turracher Höhe, der deutsche Reiseveranstalter Windrose Finest Travel, der seit 40 Jahren hochwertige, maßgeschneiderte Fern- und Studienreisen organisiert, oder auch die Kreuzfahrtschiffe von Hapag-Lloyd, die zu den besten ihrer Klasse zählen. www.reisesalon.at

„Sonnentanz“-Charts-Hit © DocLX Holding

Für alle Fans der elektronischen Musik wird in Zusammenarbeit mit den Betreibern der „Pratersauna“ mit dem „Lighthouse Festival 2013“ in Kroatien erstmalig eine Reise angeboten, die es in dieser Form noch nie im elektronischen Musikfestival-Sektor gab. Das „Wiener Salettl“, eine Veranstaltung zur Erhaltung und Wiederbelebung des Wiener Liedes am vergangenen Dienstag im Konzerthaus, ließ für Freunde der WienTradition keine Wünsche offen. „Spring Jam – The New Edition“ ist „The Place to be“ für Tausende Studenten Ende Mai. Gefeiert wird wie in den Jahren zuvor auf einer eigenen Halbinsel im Valamar Ressort Lanterna in Porec, Istrien. Das Erfolgsformat „Spring Break“ aus Amerika setzte Mastermind Alexander Knechtsberger mit seiner DocLX-Crew als Erster vor neun Jahren mit dem Konzept von Spring Jam in Europa um. Für heuer gibt es einen Relaunch des Reisekonzepts. Spring Jam – The New Edition ist eine Reise für Studenten, die sich für ein Wochenende eine Auszeit vom Alltag nehmen wollen. Die Spring Jamer machen zusammen Party und können gleichzeitig

Messe für einzigartige Reisen im November

Alexander Knechtsberger, Inhaber und Gründer DocLX, veranstaltet neben Springjam heuer noch zwei weitere Events.

ihre Seele baumeln lassen. Knechtsberger: „Wir haben ein unglaublich positives Feedback auf den Relaunch erhalten. Party, Party und nochmals Party – das kann heutzutage fast jeder auf die Beine stellen.

Auszeit vom Alltag – gemeinsam Party machen – ‚Time & Chill-out‘, das steht für Spring Jam 2013.“ Dass der Eventprofi das richtige Gespür für seine Neuumsetzung der Reise hatte, belegen auch die

Das neue Konzept, das sich auch im Web- und Social Media-Auftritt widerspiegelt, verlangt nach einem passenden musikalischen Act. Zum Auftakt werden die Chart-Stürmer „Klangkarussell“ begeistern. Knechtsberger: „Der Hit ‚Sonnentanz‘ passt; es freut mich, dass wir diesen coolen Act bieten können.“ www.springjam.at www.lighthousefestival.tv wienersalettl.wordpress.com

alltours flugreisen gmbh Geschäftsjahr vom 1.11.2011 bis 31.10.2012: Vorsteuergewinn von 39 Mio. € (EBT)

alltours Gruppe steigert Gewinn um 21,9%

ETI bietet Direktflüge an das Rote Meer

© Niki

Duisburg. Die Hauptumsatzbringer der alltours Gruppe sind die Veranstaltermarken alltours flugreisen und byebye. Sie haben im vergangenen Geschäftsjahr die Zahl der Gäste um rund 80.000 auf 1,75 Mio. und den Umsatz auf rund 1,4 Mrd. € gesteigert. alltours und byebye bieten Urlaubsreisen im wichtigen Kernmarkt Deutschland und in den Quellmärkten Niederlande, Öster-

reich und Schweiz an. Im laufenden Geschäftsjahr liegen alltours flugreisen und byebye über den selbst gesteckten Wachstumszielen von 5% bei Gästen und Umsatz. Unter dem Dach von alltours espana werden die 16 alltours Ferienanlagen der Hotelkette allsun geführt. Die Hotelkette wächst seit 1994 und ist im vergangenen Geschäftsjahr mit sechs neuen Ferienanlagen

© obs/Alltours Flugreisen

Exklusiv ab Innsbruck und Klagenfurt nach Hurghada (Ägypten).

Wien. Der Ägypten-Reiseveranstalter Express Travel International (ETI) bringt Urlauber ab 4. Mai mit Direktflügen von Innsbruck und Klagenfurt zu den exklusiven Red Sea Hotels von ETI. „Die Destinationen Innsbruck und Klagenfurt standen schon länger auf dem ETI Plan – heuer ließen sich mit unserem Flugpartner ‚Niki‘ die Direktflüge am Samstag umsetzen“, so ETI-GF Martin Hafner, der mit rund 5.000 Urlaubern auf diesen Flügen rechnet. www.eti.at

Nur noch wenige Plätze frei

alltours konnte in Spanien zuletzt eine hervorragende Performance hinlegen.

weiter stark expandiert. Die allsun hotels verfügen inzwischen über mehr als 10.000 Betten auf Mallorca (zehn Hotels) und den Kanaren (fünf Hotels). allsun ist die größte Hotelkette in Spanien, die sich im Besitz eines deutschen Veranstalters befindet.

alltours espana expandiert An der türkischen Riviera betreibt allsun ein Hotel in Side. allsun hotels sind innerhalb weniger Jahre zu einer bekannten Hotelmarke im Komfort- und Premiumbereich geworden. Aufgrund der starken Nachfrage lag die Auslastung der allsun hotels im vergangenen Geschäftsjahr bei über 85%. Durch die Übernahmen wurden zusätzliche Investitionen in die Immobilien und in das Personal getätigt, die sich auf das Ergebnis auswirkten. alltours espana schloss das Geschäftsjahr trotzdem mit einem Gewinn in Millionenhöhe ab. Die Zielgebietsagentur Viajes allsun wurde für den spanischen Markt 1997 gegründet und betreut

Urlauber von alltours und anderen Veranstaltern. Darüber hinaus nimmt Viajes allsun eine wichtige Rolle bei der weiteren Entwicklung des touristischen Know-hows der Unternehmensgruppe ein. Viajes allsun ist seit der Gründung gewachsen. Die IncomingAgentur von alltours steuerte einen Gewinn von rund zwei Mio. € zum Gruppen-Gesamtergebnis bei.

alltours Reisecenter im Plus Deutschlandweit verfügt alltours über 213 alltours Reisecenter. 110 Reisebüros betreibt alltours selbst, weitere 103 Reiseagenturen werden von ausgewählten Franchisepartnern geführt. Die Reisecenter alltours GmbH (ARC) ist im Geschäftsjahr 2011/2012 ebenfalls gewachsen: Der Umsatz stieg um mehr als acht Prozent auf rund 264 Mio. € an und damit deutlich stärker als der Marktdurchschnitt. ARC erzielt seit Gründung Gewinne und 2011/12 war eines der erfolgreichsten Jahre. www.alltours.de


t r av e l & v oya g e

Freitag, 26. April 2013

destinationworld – 63

Weinstraße Elsass Ab Mai 2013 lässt sich ein Stück der „Route Vins d’Alsace“ mit dem Elektrofahrrad entdecken

Urlaub mit dem E-Bike caroline nussdorfer

Bad Reichenhall. Ganz mühelos können Fahrradtouristen ab Mai 2013 ein Teilstück der „Route des Vins d’Alsace“, der ältesten Weinstraße Frankreichs, mit dem E-Bike entdecken. Das nördliche Drittel des neu angelegten Fernradwegs „Véloroute du Vignoble“ führt abseits von Autostraßen auf 140 km von Marlenheim nach Thann durch den Elsässer Weinberg.

20 Verleihstationen geplant Movelo, ein deutsches Dienstleistungsunternehmen, spezialisiert auf Elektromobilität im Tourismus, stellt dazu ab sofort E-Bikes in den beiden Weinbaugebieten „Le Vignoble de Strasbourg“ und „Coeur d’Alsace“ zur Verfügung. Für die Saison 2013 werden zwischen Molsheim und Sélestat rund 20 Verleihstationen eingerichtet,

die insgesamt etwa 40 Elektrofahrräder der Schweizer Marke „Flyer“ bereithalten bzw. als Akkuwechselstationen dienen. Das Elsass ist damit die erste französische Region, in welcher der E-Bike-Anbieter ein Netz betreibt, das sich u.a. über die Orte Barr, Châtenois, Erstein, und Ottrott erstreckt. Das Projekt, eine Initiative der Tourismusbüros „Pays de l’Alsace Centrale“ und „Bruche Mossig Piémont“, wird von der „Agence du Développement du Tourisme du Bas-Rhin“, dem französischen Energiekonzern EDF, der im Elsass 100% CO2-freien Strom u.a. mit Wasserkraft gewinnt, der Region

Elsass sowie dem EU-Programm „Leader“ unterstützt. Von Mai bis September hat Movelo auch gleich ein passendes Angebot im Programm: Zwei Übernachtungen mit Frühstück plus zwei Drei-Gänge-Menüs sind inklusive halbtägiger E-Bike-Miete für 145 € pro Person im Doppelzimmer buchbar. Wer das E-Bike einen ganzen Tag nutzen will, muss 155 € bezahlen. Ebenso inbegriffen sind der Besuch des Lebkuchenmuseums oder des Lebkuchenpalasts in Gertwiller sowie eine Weinprobe bei einem Winzer. www.elsass-weinstrasse.com www.movelo.com

© movelo

Bei Movelo, Anbieter für Elektromobilität, gibt es das passende Programm.

Die älteste Weinstraße Frankreichs kann mühelos mit dem E-Bike befahren werden.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Malaysia Airways Travel

Neue Zugreisen Frankfurt. Wer Malaysia einmal anders erkunden will, der wird bei Airways Travel fündig. Der Veranstalter für Asienreisen hat Zugreisen auf der Halbinsel neu in das Programm aufgenommen. Neben Tagesausflügen ab Kuala Lumpur umfasst das Angebot auch mehrtätige Bahnreisen. So führt beispielsweise eine siebentägige Tour von Singapur im Süden bis ins westlich gelegene Penang. Im Paket inbegriffen sind die Zugfahrten mitsamt Sitzplatzreservierung, die Übernachtungen inklusive Frühstück in Vier-Sterne-Hotels, die Transfers ab/bis Bahnhof sowie ein Tagesausflug mit englischsprachiger Reiseleitung in der Stadt Ipoh . Die Reise ist ab 428 € pro Person im Doppelzimmer buchbar. www.airwaystravel.de

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Frühbucher Frist verlängert

Rabatt bei Coco

Innsbruck. Coco Weltweit Reisen verlängert bei den geführten Rundreisen von AAT Kings die Frist für den Frühbucherrabatt und gewährt bei Buchung sowie Anzahlung bis 30. April einen fünfprozentigen Bonus. Schnellentschlossene können damit bis zu 652 € sparen. Der Großteil der Coco-AAT Kings-Touren in Australien, Neuseeland und Südafrika findet unter deutschsprachiger Führung statt. Weitere Informationen unter: www.coco-tours.at

© Coco-Tours

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Bis 30. April gibt’s fünf Prozent Nachlass auf Coco AAT-Kings-Buchungen. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


guest & service

64 – destinationworld

short

Kempinski München ist bestes Flughafenhotel

Freitag, 26. April 2013

Nachhaltig Wer auf Wäschewechsel & Zimmerreinigung verzichtet, erhält Gastro-Gutschein oder Extra-Bonuspunkte

The Westin Grand Berlin belohnt Umweltbewusste

© Kempinski

Ressourcen schonen: Das Programm „Make a green choice“ ist am 12. Februar eingeführt worden. caroline nussdorfer

München. Mit seiner Architektur, Einrichtung und seinem Service konnte das „Kempinski Hotel Airport München“ beim „Skytrax Award“ in der Kategorie „Best Airport Hotel in Europe“ überzeugen und rangiert weltweit sogar auf Platz vier. Der Preis wird anhand einer Befragung von etwa einer Mio. internationaler Gäste vergeben, die regelmäßig Hotels an Flughäfen auf der ganzen Welt besuchen und u.a. Komfort und Sauberkeit der Zimmer, das kulinarische Angebot sowie die Servicequalität beurteilen. www.kempinski.com

China Airlines bietet ­Partnerspecials ab Wien Wien. Noch bis 30. Juni bietet China Airlines Partnerspecials ab Wien. Die Flüge müssen dabei auf der gesamten Strecke zu zweit angetreten werden. Nach Süd- und Nordostasien geht es in der Nebensaison ab 796 €, in der Hochsaison ab 962 €. Flüge nach Australien, Neuseeland, Hawaii sowie Palau sind in der Nebensaison ab 1.008 € und in der Hochsaison ab 1.142 € zu haben. Reisezeitraum ist ab sofort bis 31. Dezember 2013. Die Hochsaison gilt von 29. Juni bis 15. August sowie von 19. Dezember bis 25. Dezember. www.china-airlines.at

Hertz nimmt den Süden von Afrika ins Visier

Berlin. Im „The Westin Grand Berlin“ hat der Gast die Qual der Wahl: Wer während seines Aufenthalts auf das Wechseln der Bettwäsche sowie Handtücher und eine Reinigung des Zimmers verzichtet, tut nicht nur Gutes für die Umwelt und schont Ressourcen, sondern wird auch noch belohnt.

„Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist bei Reisenden vorhanden; man muss nur einen kleinen Anreiz zum Mitmachen bieten.

© The Westin Grand Berlin

Das Businesshotel liegt zwischen Terminal 1 & 2 am Airport München.

Rainer Bangert, Hoteldirektor The Westin Grand Berlin

Das Westin Grand liegt in Berlins historischer Mitte: Unter den Linden Ecke Friedrichstraße, unweit von touristischen Highlights.

Rainer Bangert über den gelungenen Start. „Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist bei Reisenden generell vorhanden; man muss nur einen kleinen Anreiz zum Mitmachen bieten, und das Belohnungsprinzip funktioniert gut. Die Gäste wissen, dass das Hotel nicht allein Kosten sparen möchte, sondern tatsächlich die Schonung von Ressourcen im Vordergrund steht“, so Bangert weiter. Die Gäste können nicht nur selbst bestimmen, ob sie einen 5 €-Gutschein in den gastronomischen Einrichtungen des Hauses einlösen oder 500 Punkte für weitere Aufenthalte der Starwood Hotels & Resorts nutzen, sondern können darüber hinaus ihre 500Punkte-Gutschrift in Airline-Miles

Das Hotel in Berlins historischer Mitte bedankt sich bei seinen Gästen dafür entweder mit einem 5 €-Gutschein für den gastronomischen Bereich oder mit 500 Extra-Punkten des Kundenbindungsprogramms Starwood Preferred Guest (SPG), und zwar jeweils pro mitgemachtem Tag und Zimmer.

Gelungener Auftakt Das Umweltschutzprogramm „Make a green choice“ wurde am 12. Februar eingeführt. „Die Resonanz ist sehr gut: Bereits jeder fünfte unserer Geschäftsreisenden entscheidet sich inzwischen für die Umwelt”, freut sich Hoteldirektor

umtauschen oder an die UNICEF weitergeben.

wechsel signalisiert, behält natürlich weiterhin seine Gültigkeit.

Green Program weiter gültig

Zweifach ausgezeichnet

Bei der Anreise werden die Gäste über das Nachhaltigkeitsprogramm informiert und dürfen sich maximal drei Nächte in Folge bis drei Uhr nachts täglich neu – mittels entsprechendem Schild an der Zimmertür – über die Teilnahme an der Initiative entscheiden. Am vierten Tag sind Putzdienst und Wäschewechsel obligatorisch und auch An- sowie Abreisetag sind von der Aktion ausgeschlossen. Das bestehende „Green Program“, bei dem der Gast per Karte auf dem Bett oder mit Handtüchern auf dem Boden einen gewünschten Wäsche-

Das Westin Grand befindet sich im Zentrum Berlins in direkter Nähe zu touristischen Highlights, Unternehmenszentralen sowie dem Regierungsviertel. Die 400 Zimmer des Hauses wurden 2008 umfassend renoviert. Spabereich, Fitnesscenter und Pool gehören ebenso zur Ausstattung wie elf Banketträume, die Platz für bis zu 400 Personen bieten. The Westin Grand Berlin wurde mit dem World Travel Award 2010 und 2011 als Germany’s Leading Business Hotel ausgezeichnet. www.westingrandberlin.com

Kommunikation Mit Eventapp können Veranstalter ökologische Ressourcen schonen und zusätzliche Kosten sparen

Der Autovermieter unterhält ca. 8.800 Stationen in rund 150 Ländern.

Eschborn. Holiday Holdings International übernimmt als Generalvertreter das OutboundGeschäft der Hertz Autovermietung im südlichen Afrika und hat ein Reservierungsbüro in Johannesburg eingerichtet. Ziel ist eine Intensivierung der weltweiten Vermietungen aus Südafrika, Namibia, ­Swasiland, Lesotho, Simbabwe sowie ­Botswana auch nach Europa. „Das südliche Afrika ist einer der aufstrebenden Quellmärkte. Die umfangreiche Erschließung dieses Markts ist ein wichtiger Bestandteil unserer globalen Wachstumsstrategie. Die Marktkenntnis der südlichen afrikanischen Länder macht ‚Holiday Holdings International‘ zu einem idealen Partner“, so Michel Taride, Group President RAC International der Hertz Corporation. www.hertz.de

Berlin/Wien. Veranstalter von Kongressen und Tagungen profitieren im andel’s Hotel Berlin ab sofort von einem besonderen Service: Die personalisierte App der Firma „numeo“ ermöglicht eine interaktive Kommunikation in Echtzeit zwischen Veranstaltern, Teilnehmern sowie Referenten und soll sowohl Planung als auch Durchführung von großen Meetings & Co. erleichtern.

„Wir sind überzeugt, dass ‚papierlose Meetings‘ die Zukunft im Kongressgeschäft sind, gerade für nachhaltig handelnde Unternehmen“, erklärt Ralph Alsdorf, General Manager des andel’s Hotel Berlin. „Die Einführung der EventApp, die zahlreiche Funktionen bündelt und Tagungen effizient strukturiert, bestätigt ein weiteres Mal, dass das andel’s Hotel Berlin zu Recht zu den Marktführern im

Event- und Tagungsbereich in Berlin zählt“, so Alsdorf weiter.

36 flexible Konferenzräume Die Eventapp wurde von numeo neu entwickelt, basiert auf dem bewährten Tagungstool „Confact“ und ist ab 16,66 € pro Person für iOS im Hotel buchbar. Mit 557 Zimmern und Suiten, die sich auf zehn Etagen vertei-

Zahlreiche Funktionen Ein Teilnehmerverzeichnis sowie eine persönliche Agenda verhelfen dabei zu einem besseren Überblick über die Veranstaltung. Darüber hinaus sind Hintergrundinformationen, Bilder und Filme abrufbar. Eine Tweetwall für Live-Kommentare, automatische Akkreditierungen sowie individuelles Nutzertracking gehören zu den weiteren Funktionen der Anwendung. Dank der Event-App schonen die Veranstalter auch ökologische Ressourcen und sparen so zusätzliche Kosten für gedruckte Unterlagen ein.

© Vienna International

© Hertz Autovermietung

Papierlose Meetings im andel’s Hotel Berlin

Mit 3.800 m2 Eventfläche zählt das andel’s zu den größten Konferenzhotels Berlins.

len, sowie einer Eventfläche von 3.800 m� ist das andel’s Hotel Berlin als Austragungsort für große Kongresse und Tagungen besonders geeignet. Insgesamt stehen 36 flexibel gestaltbare Konferenzräume im Vier-Sterne-­SuperiorHotel im Zentrum Berlins zur Verfügung.

Unterstützung von Experten Unterstützung erhält das hauseigene Eventteam des andel’s Hotel Berlin vom Veranstaltungstechnik-Dienstleister „Ambion“, der mit eigenem Equipment und Expertenwissen in den Bereichen Licht, Ton, Video, Design, Planung sowie Statik individuelle Lösungen für Unternehmen, Tagungen und Kongresse anbietet, Ein 570 m� großer Ballsaal, eine vollverglaste „sky.bar“ im 14. Stock des 60 m hohen Turms inklusive Panoramablick auf die Stadt und ein 550 m� großer Wellnessbereich ergänzen das Angebot des Designhotels, das zur Gruppe Vienna International Hotels und Resorts ­gehört. www.andelsberlin.com


medianet

inside your business. today.

Freitag, 26. april 2013 – 65

salzburg convention

450 Kongresse und 1.200 Firmentagungen in 2012 sind bestes Ergebnis Seite 67

© www.badischl.at

© SCB/Sulzer

destinationaustria bad ischl hat viel neues

362.000 Gästenächtigungen und an die 80.000 Ankünfte sind gute Basis Seite 68

Gastlichkeit Salzburg für geniesser © SalzburgerLand Tourismus

Neu: Kreativurlaube für Körper, Geist & Seele

© A-ROSA Kitzbühel

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Wieselburg. Für besonders radfreundliche Gastgeber vergibt der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) das Gütesiegel „bett+bike“. Seit Kurzem sind etliche Gastgeber (siehe Foto) entlang des TraisentalRadwegs im Mostviertel nach diesen Kriterien zertifiziert. „Das macht uns in Deutschland bekannt“, freut sich Andreas Purt, GF von Mostviertel Tourismus. Der 111 km lange Traisental-Radweg, der von der Donau bis nach Mariazell führt, zählt zu den Top-Radrouten in NÖ. 2012 verlieh der ADFC diesem Radweg vier von fünf möglichen Sternen. www.mostviertel.info

© Kunsthotel Kristiana / Kreativ Reisen Österreich

© Mostviertel Tourismus

Kitzbühel. Das A-Rosa, direkt am Golfclub Kitzbühel und mit herrlichem Blick auf den Hahnenkamm gelegen, ist zu jeder Tageszeit ein Highlight für Genießer. Eventhighlights wie der „Tanz in den Mai“ (am 30. April) sorgen für Unterhaltung auf höchstem Niveau. Im Restaurant Monti e Mare werden Spezialitäten aus der Alpenregion bis an die Adriaküste serviert. Das Restaurant präsentiert sich mit Klassikern und feinen, von der Mittelmeerküche inspirierten Kreationen. Ein Gaumenkitzel sind die „Alpentapas“. www.a-rosa.com

Hotelier und Künstler Johann Breitfuss lädt im Kunst-Hotel Kristina zu „Aquarellness“.

Trend Ob im Kunst-Hotel Kristiana in Saalbach oder im VI Hotel Loipersdorf Spa & Conference – Urlaube mit Programmen für Kreative und Entdeckungsfreudige boomen, das Interesse an Kunst und Kunsthandwerk ist gestiegen. Seite 66 The Ring Hotel Vienna Jeden ersten Freitag im Monat begrüßt das „At Eight“ einen führenden Winzer Österreichs

Kitzbühel. Kitzbühel Country Club-Initiator Richard Hauser freut sich mit KCC-Küchenchef Reinhard Brandner (li. im Bild) über die „Goldene“ von Alexander Kablofsky (re.), der mit einem dreigängigen Menü die Fachjury in Wien überzeugte und Gold bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften errang. 79 Lehrlinge waren dabei angetreten. www.kitzbuehel.cc

Wien. Neue, grüngoldene Tapeten mit organischem Muster von StarArchitektin Zaha Hadid veredeln den Plafond und einzelne Wände; Hippe Marilyn Monroe Pop Art-Bilder by Steve Kaufmann, ausgestellt von der Galerie Gerald Hartinger, können von Gästen bewundert und auch gekauft werden. Eine besondere Veranstaltungsreihe ist der „At Eight Weinfreitag“ – das heißt: ein Tisch, großartige Weine, persönliche Anwesenheit und Erklärungen des Winzers, ein Zwei Hauben Vier Gänge Menü und viel Service zum Preis von 69 € p.P. inkl. Menü und Weine.

Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 20 Personen, eine Anmeldung bei Frau Sonja Chadim: schadim@jjwhotels.com oder telefonisch unter +43 1 515 80 1850 oder auch persönlich im Erdgeschoß des Hotels The Ring ist unbedingt erforderlich. Demnächst sind folgende Qualitätswinzer zu Gast: • Fr., 03.05. von 19.00–23.00 Uhr: Weingut Pfaffl • Fr., 07.06. von 19.00–23.00 Uhr: Weingut Wieninger • Fr., 05.07. von 19.00–23.00 Uhr: Weingut Bründlmayer www.ateight-restaurant.com

© Werner Krug

© Kitzbühel Country Club

„At Eight Weinfreitag“ in feiner Atmosphäre

Im Restaurant „At Eight“ steht die Passion für Essen und Trinken im Mittelpunkt.


c ov e r

66 – destinationaustria

Kommentar

SalzburgerLand zu Gast in der Schweiz

Freitag, 26. April 2013

VI Travel Reisebüro Vienna International Travel Management bietet kreativen Hotelgästen Urlaube mit Künstlern an

EGOart für Körper, Geist und Seele liegt im Trend

Kreativurlaub in den schönsten Regionen Österreichs steht vor allem bei den Frauen hoch im Kurs. dino silvestre

D

a werden die Schwyzer aber Augen machen: Salzburger Almsommer, Kultur, Kulinarik, Rad & Bike und eine neue Direkt-Flugverbindung – mit diesen starken Themen präsentierte sich die SalzburgerLand Tourismus GmbH (SLTG) gemeinsam mit der Tourismus Salzburg, dem Salzburg Airport, dem Salzburger Marionettentheater und der InterSky Luftfahrt zum Sommerauftakt am 23. April Schweizer Medien in Zürich. Die Salzburger Gastlichkeit unterstrichen hat Zwei Hauben Koch Vitus Winkler, der die Gäste mit einem köstlichen, frisch zubereiteten Guglhupf überrascht hat. Unter dem Motto ‚Dein Logenplatz‘ öffneten die Salzburger Partner mit spannenden Themen die Bühne für eindrucksvolle Urlaubstage – und hoffen natürlich darauf, Touristen aus der Schweiz anzulocken. Der Schweizer Gast ist sehr reisefreudig und qualitäts- bewusst. Er schätzt das, wofür das SalzburgerLand und seine Regionen stehen: qualitativ hochwertige Angebote, Gastfreundschaft, einzigartige Naturerlebnisse, ein umfangreiches Aktivprogramm, regionale Kulinarik und hochkarätige Kulturveranstaltungen. Die Voraussetzungen sind gut: Seit 1. April 2013 verbindet InterSky die Städte Salzburg und Zürich mit drei täglichen Flugverbindungen ...

pr.com Tourismus

© pr.com

PR für 2 neue Wiener Hotels

Angela Pengl-Böhm, GF Gesellschafterin von pr.com: „Neue Kunden!“

Wien. Angela Pengl-Böhm, Geschäftsführende Gesellschafterin der Agentur „pr.com PR- und Medienberatungs GmbH“, freut sich über zwei neue Kunden aus der Hotellerie. „Projektmäßig begleiten wir die Eröffnung des Hotels ‚Zeitgeist Vienna‘, dem ersten Haus rund um den neuen Wiener Hauptbahnhof, ein junges, urbanes und zeitgemäßes Hotel für moderne Traveller. Und ab Juni setzt das komplett renovierte Hotel ‚Harmonie Vienna‘ auf unser Know-how in Sachen PR und Pressearbeit“, berichtet Pengl-Böhm. www.pr.com

Wien/Straß im Straßertale. Der Trend zu Urlauben mit speziellen Programmen für Kreative und Entdeckungsfreudige nimmt zu, das Interesse von Urlaubern an regionalen Besonderheiten als Gegentrend zur Globalisierung ist gestiegen.

Altes Kräuterwissen Im Kunstatelier des Vier Sterne Hotels Kristiana in Saalbach lädt die „Aquarellness-Akademie“ zum Thema „Berg- und Almsommer“ zur Wanderung mit Hotelier und Künstler Johann Breitfuss sowie zu „Aquarellness“ im 100 m� großen Atelier mit hoteleigenem SpaBereich ein. Das Angebot ab 321 € p.P. im DZ ist gültig von 6. Juli–13. September 2013 (nähere Infos: KunstHotel Kristiana****, Tel.: + 43 (0) 6541 6253, kristiana.at) Die Schnitz- und Bildhauerschule Geisler-Moroder in Elbigenalp in Tirol bietet für Hobbykünstler ganzjährig Holzbildhauerkurse an. Der Preis für einen Schnupperkurs beträgt 250 € pro Person. Seit mehr als 70 Jahren wird im Hause Geisler-Moroder mit Schnitz-, Bildhauer-, Drechsel- oder Vergolderkursen Schnitzkunst gelebt (nähere Infos: Schnitz- und Bildhauerschule Geisler-Moroder Elbigenalp, Tel.: + 43 (0) 5634 6215, schnitzschule.com) Der Biosphärenpark Großes Walsertal lädt unter dem Motto „AlchemillaKräuter & NaturGlück“ Wissbegierige ein, vom 29. Juni– 6. Juli 2013 unter professioneller Anleitung ihr eigenes Kräuterprodukt herzustellen. Die Nächtigung erfolgt im Biosphärenpark-Partnerbetrieb Hotel*** Kreuz in Buchboden, die achttägige Reise inklusive Unter-

© Vienna International

georg biron

Selbst hergestellte Tonskulpturen machen Künstler stolz auf ihr Werk: VI Travel nimmt Kreativurlaub EGOart ins Programm auf.

kunft, Verpflegung und Aktivitäten ist ab 970 € p.P. im DZ buchbar (nähere Infos: Biosphärenpark Großes Walsertal, Tel.: + 43 (0) 5554 5150, www.walsertal.at)

VI Travel Kreativurlaube Die Themen- und Produktreihe EGOart hält für den Gast eine spannende Kombination aus Urlaub und kreativem Aktivitätenprogramm bereit. Hier werden in einem Zeitraum von zweieinhalb Tagen den Gästen unter der Regie renommierter Künstler Anleitungen und Tipps

gegeben, um die eigene Kreativität zu wecken und anschließend auch gleich umzusetzen. Die künstlerischen Aufenthalte finden dabei im steirischen Thermenland im Hotel Loipersdorf Spa & Conference statt. Zur Wahl stehen Aktivitäten wie „Malen mit Ölfarbe und Kaffee“ unter der Leitung von Silvia Hampölz, „Kopf- und Portraitmodellieren in Ton“ unter der Leitung von Julia Hanzl und „Collage – eine grenzenlose künstlerische Ausdrucksform“ unter der Leitung des fachkundigen Künstlers Philipp Heckmann.

„Ich freue mich sehr, dass wir so renommierte Künstler für die Betreuung unserer Gäste gewinnen konnten“, sagt Hans Jörg Preiss, Vertriebsleiter VI Travelmanagement: „Unser Ziel ist es, die jedem innewohnende Kreativität zu wecken und die Gäste unter der Aufsicht von etablierten Künstlern und im Ambiente ausgewählter Hotels mit den eigenen künstlerischen Fähigkeiten vertraut zu machen “ Die Angebote sind auf der Homepage oder über info@vi-travel.at oder telefonisch unter +43 3382 20 000 bereits ab 539 € erhältlich. www.vi-travel.at

ÖHV Das Pendant zu den Lohnstückkosten der Industrie ist für die österreichische Hotellerie enorm gestiegen

Kostenexplosion führt Hoteliers an Grenzen Wien. „Wenn wir den Lohnkostenanstieg nicht durch Mehreinnahmen oder Einsparungen ausgleichen können, geht sich die Rechnung bald nicht mehr aus“, hält Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), nach der Analyse von mehr als 12.000 Brutto-IstLöhnen in österreichischen Ferienhotels im vergangenen Winter fest. „Wir zahlen von Jahr zu Jahr mehr und bei den Mitarbeitern kommt das nicht an. Der Staat muss aufhören, sich bei den Gehältern unserer Mitarbeiter zu bedienen“, setzt sie sich als Branchenvertreterin neuen Stils massiv für Mitarbeiter der österreichischen Hotellerie ein. Auf die einzelne Arbeitsstunde gerechnet, sieht die Rechnung für die Mitarbeiter deutlich besser aus: Die Arbeitszeiten sinken seit Jahren, seit 2007 um 2,7 Std. pro Woche. Doch die Löhne sind im selben Zeitraum deutlich gestiegen. Dem Rückgang der Arbeitszeit seit dem ersten Lohnbenchmark im Jahr 2007 um 5,4% steht ein

Lohnanstieg von 11,5% gegenüber. Pro Stunde verdienen die Mitarbeiter um 17,9 % mehr.

Mehr Mitarbeiter als 2003 „So eine Entwicklung gibt es in keiner anderen Branche. Die Hoteliers haben selbst bei stark sinkenden Bettenpreisen die Löhne stark erhöht“, so Reitterer. Dabei hat die Branche weder staat-

Die Lohnkosten stiegen in nur sieben Jahren um 31,4% je Nächtigung. Doch bei den Mitarbeitern kommt zu wenig an – die ÖHV übt jetzt massive Kritik.

liche Förderungen in Form von Kurzarbeit bezogen noch Mitarbeiter abgebaut: „Im Gegenteil, die Hotellerie beschäftigt heute um ein Viertel mehr Mitarbeiter als noch vor zehn Jahren“, so die Branchensprecherin. Den Hilfskräften zahlten die Hoteliers im vergangenen Winter um 4% mehr als im Vorjahr, und die Löhne steigen heuer noch einmal, verweist Reitterer auf

die vereinbarte Steigerung, die ab Mai 2013 Monat für Monat ein Plus von mehr als 9% ausmacht.

Schröpfung der Arbeitgeber Noch besser entwickelten sich die Löhne für qualifizierte Mitarbeiter in Positionen, die auf dem Arbeitsmarkt heiß umkämpft sind: Chefs de partie in der Küche und Empfangsmitarbeiter mit Erfahrung verdienten im vergangenen Winter im Durchschnitt um 4,5% mehr als im Vorjahr – und zwar von deutlich höheren Löhnen aus: Sie verdienen durchwegs um dreistellige Beträge mehr als kollektivvertraglich vereinbart. Als besonders kontraproduktiv stellt sich die Auflösungsabgabe heraus: „Das ist eine Belastungsaktion, hier werden Arbeitgeber geschröpft; diese Abgabe hat keinen politischen Mehrwert, als das Füllen leerer Kassen auf Kosten der Betriebe, die nicht abwandern oder Mitarbeiter durch Maschinen ersetzen“, so die ÖHV-Präsidentin. www.oehv.at


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 26. April 2013

destinationaustria – 67

Salzburg Convention Bureau 2012 gab es im Bundesland Salzburg 450 Kongresse und 1.200 Firmentagungen

short

Rekorde bei Kongressen

„theAlps Award“: Die Suche beginnt

© Rhône Alpes Tourisme/Godin

Die Salzburger Tourismusbetriebe profitierten von 370.000 Nächtigungen zusätzlich: täglich 420 Euro. alice hefner

Salzburg. Seit zehn Jahren ist das Salzburg Convention Bureau für die Vermarktung von Stadt und Land Salzburg als Meeting-, Incentive-, Event- und Kongressdestination verantwortlich. Gestartet wurde im Jahr 2003 mit 32 Partnerbetrieben der Stadt Salzburg und einer Mitarbeiterin. Heute ist das SCB mit vier Mitarbeitern und 80 Partnerbetrieben für das gesamte Bundesland Salzburg zuständig. Zudem verfügt das SCB über eine Kundendatenbank mit 16.000 Datensätzen aus den Kernmärkten Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien und Benelux. Seit dem Jahr 2003 wurden rund 4.000 Anfragen bearbeitet und 1,5 Mio. Gäste nach Salzburg gelotst.

Um Salzburg den internationalen Veranstaltern schmackhaft zu machen, sind Heidi Strobl und Alfred Wieland in ganz Europa unterwegs. Besucht werden v.a. internationale Fachmessen, Verbände und Firmen sowie spezielle Meetings mit ausgewählten Kunden der Kongressbranche. Zusätzlich werden Kongressveranstalter auch nach Salzburg geladen, um sich vor Ort von den Vorzügen Salzburgs zu überzeugen.

Innsbruck. Herausragende Leistungen rund um das Thema „Sommerattraktionen am Berg“ können sich noch bis zum 17. Mai um den „theAlps Award“ bewerben. „Mit dem ‚theAlps Award‘ sollen Weiterentwicklungen des alpinen Sommerproduktes auszeichnet werden“, so Hubert Siller, Leiter des MCI Tourismus Innsbruck und ­Jury-­Vorsitzender des heurigen „theAlps Award“. www.the-alps.eu

© SCB/Sulzer

Flugverbindungen wichtig

„theAlps Award“ für touristische Produktinnovationen im Sommer.

ÖHV: Salzburg braucht Tourismus-Offensive

Präsentierten bei der Salzburg Convention Bureau-Generalversammlung die erfolgreiche Bilanz der letzten zehn Jahre (von li.): BM-Stv. Harry Preuner, Heidi Strobl (SCB), LH-Stv. Wilfried Haslauer, Alfred Wieland (SCB) und Georg Imlauer (Obmann SCB).

Wichtig für internationale Kongresse sind ausgezeichnete Flugverbindungen. Durch die neuen Anbindungen nach Zürich und Istanbul und den Ausbau nach London und Düsseldorf erhofft man sich zusätzliche Impulse. In den letzten Jahren wurde durch die Eröffnung neuer Hotels und durch den Bau der Kongresszentren Zell am See und Saalfelden,

des „amadeus terminal 2“ sowie dem Ausbau des Messezentrums die Attraktivität für Kongresse und Veranstaltungen in Salzburg wesentlich verbessert.

Vor New York und Istanbul „Wir sind nun in der Lage, für alle Arten von Kongressen und Veranstaltungen Angebote zu erstellen

Salzburg. „Allen Jubelmeldungen zum Trotz: Die Tourismusbilanz der vergangenen Jahre ist sehr durchwachsen. Wir stehen heute schlechter da, als vor der letzten Landtagswahl“, erklärt Walter Veit, Vizepräsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Veit sieht in Salzburg noch einiges an touristischem Potential, das genützt werden muss. www.oehv.at

und belegen nach Wien den 2. Rang in der österreichischen Kongressbranche“, so Strobl und Wieland. Ein Höhepunkt in der SCB-Geschichte ist der Erhalt des „Conga-Awards 2008“: Salzburg wurde als weltweit beste Destination für Tagungen und Kongresse auszeichnet, auf den Plätzen zwei und drei folgen New York und Istanbul. www.salzburgcb.com

Kultur und Reise Hoteliers setzen verstärkt auf die VIPs

Tourismusschulen im Zillertal zeigen Projekt

Goldegg. Immer mehr Regionen und Hotels setzen auf zeitgenössische Kultur und interessante VIPs, die Literarisches vortragen oder zu besonderen Themen Stellung nehmen – die Gäste sind von solchen Initiativen begeistert.

© Der Seehof

Den Gästen mehr geben

Gastgeber und 2-Haubenkoch Sepp Schellhorn lädt zu Salon-Gesprächen ein.

Susi und Sepp Schellhorn, die Gastgeber im Genießerhotel Seehof, leben in der Überzeugung, dass sie ihrem Hotel und den Gästen mehr geben können als „nur ein Bett und ein Essen“. Die von Jan Delhey, dem Soziologen und Glücksforscher, entwi-

ckelte Formel „Haben, Lieben, Sein“ wird im Seehof gelebt. „Es muss nicht immer eine Entdeckung der Langsamkeit sein, die uns genügsamer durchs Leben schreiten lässt“, so Schellhorn. Dazu finden zwischen 28. April und 1. Mai „Salon-Gespräche“, geleitet von Michael Fleischhacker, dem Ex-Chefredakteur der Presse, statt. Seine Gesprächspartner: Wissen­ schaftsminister Karlheinz Töchterle, Schriftsteller Doron Rabinovic, Schauspieler Tobias Moretti und der Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann. www.derseehof.at

© Zillertaler Tourismusschulen

Salon-Gespräche

Direktor Alfred Müller (ganz links) mit seinen engagierten Schülern.

Zell am Ziller. Am 16. April wurden die besten Projektarbeiten, die im Zusammenhang mit der Reife- und Diplomprüfung zu erstellen waren, präsentiert. www.zillertaler tourismusschulen.at

EinzigartigE FEstE Für EinzigartigE gästE! Ob Firmenevent, Jubiläum, Hochzeit oder Geburtstagsfest – das Schick-Cateringteam bietet für jeden Anlass für bis zu 200 Personen das passende Angebot. Ihre individuellen Wünsche liegen uns dabei ganz besonders am Herzen.

Wir FrEuEn uns auF ihrE anFragE! Schick hotelS & ReStauRantS Wien

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s ta d t & l a n d

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© WanderHotels*Tirol/Alex Gretter

Unterwegs mit Tirols Wanderspezialisten

Freitag, 26. April 2013

Bad Ischl Tourismusverband dokumentiert 2012 mehr als 362.000 Gästenächtigungen und an die 80.000 Ankünfte

Charmante Kaiserstadt rüstet sich für die Zukunft Impulse sind in Sicht: Die Vorbereitungen zur Landesgartenschau 2015 laufen schon auf Hochtouren. georg biron

Hohe Wand Wiese: Sommerrodelbahn Wien. Die Sportanlage High Hills – Hohe Wand Wiese startet in die neue Sommersaison. Heute, am 26. April, um 14 Uhr startet das prominent besetzte 24-Stunden-Rennen als Auftakt des Sommers. Prominente Starter auf den Schienen sind: Fadi Merza, Alexander List, Eva Voraberger, Claudia Kristofics-Binder, Alexander Nausner und Hans Enn. Mit der Zielflagge am Samstag startet dann das Eröffnungsfest mit Live-Musik und weiteren Attraktionen. www.highhills.at

© photo-austria.at/Steiner

Begehung des alten Dachstein-Klettersteigs

Hans und Albert Prugger zählen zu den besten Klettersteigbauern.

Ramsau. Der älteste Klettersteig der Alpen feiert 170. Geburtstag: Bergführer in historischer Kletterausrüstung begleiten am Freitag, 21. Juni, eine ausgewählte Journalistengruppe auf dem Weg zum Gipfel. Im Anschluss diskutiert eine Expertenrunde von Vertretern aus Wirtschaft, Sport und Tourismus am Biobauernhof zum Thema „Zurück zum Ursprung“ – in der Tourismusregion Ramsau am Dachstein , die diesen Weg konsequent und erfolgreich verfolgt. www.ramsau.com

„Mit Aktionen wie der ‚Winterwärme Bad Ischl‘ konnten wir auch die Auslastungen in Beherbergungs­ betrieben und der

© www.badischl.at

Innsbruck. Wer in Tirol die Wanderschuhe schnürt, hat viel zu erzählen. Geschichten von schweißtreibenden Aufstiegen, spektakulären Fernsichten, aufregenden Begegnungen und unvergesslichen Augenblicken. 28 Tiroler Betriebe der Dreiund Vier-Sterne-Kategorie machen es sich seit mehr als 15 Jahren zur Aufgabe, das Wandern zum individuellen, unvergesslichen Erlebnis auf höchstem Niveau zu machen. Das Wichtigste dabei ist die professionelle, kompetente Beratung rund um’s Thema Berg. Dafür zuständig zeigen sich die Bergwanderführer, die in den familiär geführten Hotels gleichzeitig auch die Hausherren sind. Diese Männer kennen die Tiroler Berge nicht nur wie die sprichwörtliche Westentasche, sie kennen auch alle geheimnisvollen Geschichten der imposanten Berge und erzählen sie gern weiter. www.wanderhotels.at

Bad Ischl. Die jährlich abgehaltene Vollversammlung des Tourismusverbandes brachte auch heuer wieder beeindruckende Zahlen des wichtigsten Ischler Wirtschaftszweiges: Gesamt verbuchte die Kaiserstadt im Jahr 2012 über 362.000 Gästenächtigungen und an die 80.000 Ankünfte.

Erfreut und optimistisch aufgrund der touristischen Entwicklung von Bad Ischl (von li.): Christoph Hauser (GF der Immobilien Bad Ischl GmbH und Ausrichter der Landesgartenschau 2015), Obfrau Brigitte Stumpner und Tourismusdirektor Robert Herzog.

Therme steigern.“

Zurzeit herrscht in Bad Ischl spürbare Aufbruchsstimmung. Das sieht man nicht nur an den vielen Bauvorhaben und Umbauten. Auch die Vorbereitungen zur „Landesgartenschau 2015“ laufen bereits auf Hochtouren. Diese werden im Sinne der Nachhaltigkeit schon bald das Ortsbild Bad Ischl verändern und prägen und für einen neuen Schwung im Salzkammergut sorgen. „Für die Zukunft ist eine weitere touristische Internationalisierung von Bad Ischl sehr wichtig“, so die Obfrau des Tourismusverbandes, Brigitte Stumpner. „Diese weiteren Schritte sollen zukünftig neue Gästeschichten in das Herz des Salzkammerguts bringen“, so Stumpner.

Robert Herzog Tourismusdirektor

Der Großteil der Gäste kommt aus Österreich – und hier sind die Oberösterreicher, Niederösterreicher und Wiener führend, gefolgt von den Urlaubern aus Deutschland (speziell Bayern) und England. Gesamt stehen den Gästen über 1.900 Betten in fast 100 Betrieben für einen entspannten Aufenthalt zur Verfügung. Schon 2012 wurde der Kurort zum schönsten Sommerfrischeort Österreichs gewählt. Auf diesem Fundament bauen die Ischler weiter auf.

Und dabei wird speziell der Fokus auf die Auslastung in der Nebensaison, sprich der Wintermonate, gesetzt. „Mit Aktionen wie der ‚Winterwärme Bad Ischl‘ erreichten wir schon im vergangenen Winter eine enorme mediale Aufmerksamkeit und konnten auch die Auslastungen in unseren Beherbergungsbetrieben und der Salzkammergut Therme steigern“, berichtet Tourismusdirektor Robert Herzog.

EurothermenResort-Pakete Beide Touristiker sind sich auch einig, dass nicht nur ein Anstieg der Gästenächtigungen weiterhin wichtig ist, sondern dass auch – und das vor allem anderen – der

wirtschaftliche Erfolg der ortsansässigen Unternehmen und eine solide Preisgestaltung die Basis für Erfolge schaffen muss. Das EurothermenResort in Bad Ischl bietet drei Pakete mit drei, fünf oder acht Tagen Aufenthalt an. Je nach Dauer des Aufenthalts kann man sich bis zu jeweils drei Aktivitäten aus der Erlebnis- und Wellnesswelt aussuchen. Jede Buchung beinhaltet die VerwöhnHalbpension im Hotel Royal**** mit Bio-Spezialitäten, eigenem Badeplatz am Wolfgangsee, Fitnessraum und vielem mehr. Alle Angebote sind von 1. Mai bis 30. September 2013 buchbar. www.badischl.at www.sommerfrische.at www.winterwaermebadischl.at

Seensucht Wanderhotels best-alpine bietet eine kleine Auswahl an feinen Badeseen für den nächsten Sommerurlaub

Kleine Badeseen, die noch niemand kennt Irschen. „Wer gut arbeitet, soll auch gut essen. Und wer gut wandert, soll gut baden. Schließlich gehören Spannung und Entspannung, Anstrengung und Aussicht, Erhitzen und Abkühlen beim Wanderurlaub ganz einfach dazu“, sagt Bettina Obermoser vom Servicebüro der „Wanderhotels best-alpine“, Tirol, und empfiehlt exklusive Badeseen, die kaum jemand kennt und bei denen es ein Wanderhotel gibt. Da ist z.B. der „Steirische Bodensee“, ein Kleinod eines fischreichen Bergsees, der auf fast 1200 m Seehöhe inmitten der Schladminger Tauern liegt. „Wer noch höher hinaus will, kraxelt vom 1. Natur- und Wellnesshotel Höflehner auffi zum oberen Moaralmsee, der zum einihupfen einlädt“, so Obermoser.

Baden im beheizten See Der Hotelier persönlich führt Gäste zu den schönsten Plätzen der Region. Zurück im Hotel, entspannen sie dann je nach Lust und Laune im Natur-Wellnessbereich oder beim Bierbad zu zweit.

Strandgefühle im Angesicht der Hohen Tauern verspricht die Gegend rund um das Wanderhotel Kirchner im Oberpinzgau, zwischen Kitzbühel und Zell am See. Es lockt mit einem einmaligen 450 m� Badesee, der in den Sommermonaten auf bis zu 25 Grad aufgeheizt wird. Wer sich die Seeheizung für den Nachmittag aufsparen möchte, kann vormittags zum Hintersee

wandern. Von hier aus haben Gäste einen grandiosen Ausblick zum Schleierwasserfall mit 80 m Fallhöhe und dem Tauernkogel, einem Aussichtsberg der Sonderklasse. Der Bödensee mit „ö“ ist kein Schwäbisches Meer, sondern ein Bergsee wie aus dem Bilderbuch: winzig, eiskalt und in Toplage, im Herzen der Sextner Dolomiten. Wer hinaufwandert, belohnt sich selbst mit Fernsehen im

© Wanderhotels best-alpine/Herbert Raffalt

Balthasar Lackner, Alexander Erler und Hans-Luis Gstrein (von links).

Versteckte Kostbarkeiten wie der Moaralmsee können heuer entdeckt werden.

Cinemascope-Format: im Norden die Dreischusterspitze, im Süden der Paternkofel mit seinem spektakulären Klettersteig und im Südwesten die Drei Zinnen. Bester Ausgangspunkt dabei: das Wanderhotel Sexten. „Das Berghotel liegt auf dem sicherlich schönsten Fleck im schönsten Tal der Welt“, sagte schon Luis Trenker.

Feine Adresse in Südtirol 300 Sonnentage im Jahr, mediterranes „Dolce Vita“ und Berge, die bis zu 3.000 m aus dem Talboden ragen: Meran in Südtirol ist von Mutter Natur überreich beschenkt worden. Hoch oben liegen die Spronser Seen – ein Dutzend wie zufällig in die wilde Welt der Texelgruppe hingewürfelter „Lacken“. Als bestes Basislager für qualitätsbewusste Urlauber erweist sich das Wanderhotel Golserhof hoch über den Dächern Merans. In die Altstadt hinunter fährt man dabei standesgemäß – mit der Seilbahn. www.wanderhotels.com


ga st & w i r t

Freitag, 26. April 2013

destinationaustria – 69

Bundeskongress der Österreichischen Gastronomie Siegerehrung des „Österreich Menü 2013“ unter Patronanz von internationalen Starköchen

Toni Mörwald brachte Starköche dino silvestre

Wien. Das „Forum Gastwirtschaft & Wirtschaft“ beim 57. österreichische Bundeskongress für den Erfolg mit und in der Gastronomie vom 14. bis 17. April bot die beste Gelegenheit des Jahres, um mehr über die Erfolgsrezepte zu erfahren.

BÖG-Plattform für Profis Prominent besetzt mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, ist der 57. Bundeskongress der Besten Österreichischen Gastlichkeit (BOeG) das ideale Umfeld für Erfahrungsaustausch, das Ausloten der aktuellen Entwicklungen und das Herstellen neuer und nützlicher Verbindungen. Das Schloss Fuschl war dafür der perfekte Rahmen. Nach fünfmonatigen Wettkampf standen die 21 Finalisten in den

Kollektivvertrag Festlohn

Höhere Löhne

Wien. Ab 1. Mai 2013 gilt das neue Festlohnsystem für für alle Wiener Kaffeehäuser, Kaffeerestaurants, Espressi, Kaffeekonditoreien, Stehkaffeeschenken und Teehäuser. Das neue Lohnschema unterscheidet besser zwischen gelernten und ungelernten Mitarbeitern. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne für ungelernte Kräfte werden auf 1.350 € brutto angehoben. Die besonders wichtige Lohngruppe 3 für gelernte MitarbeiterInnen liegt mit 1.525 € noch etwas unter dem Lohnniveau Niederösterreichs und der Wiener Hotellerie. Jetzt wurde vereinbart, dass mit 1. Mai 2014 die Löhne um jeweils 50 € in jeder Lohngruppe angehoben werden. Diese Umstellung bringt Rechtssicherheit gegenüber der SVA. www.vida.at

50 Jahre Parkhotel

Designerhotel

© Parkhotel Pörtschach/Christian Bauer

Pörtschach. Die Geschichte des Wörthersee-Tourismus zeigt der Bildband „50 Jahre Parkhotel am Wörthersee“, der anlässlich des 50. Jubiläums der Eröffnung des Design Hotels am 1. Juli erscheint. 1972 erwarb Hans Pruscha das Hotel. Es steht seither im Familienbesitz und ist Eigentum der List Group in Wien. Nach mehreren Umbauten bietet das Vier Sterne Hotel heute 350 Betten auf sieben Etagen. www.parkhotel-poertschach.at

sieben Kategorien fest, und die Kongressteilnehmer waren nun eingeladen, die Sieger in jeder Kategorie zu wählen.

Kreative Küchenkünstler Rund 600 hervorragende Gerichte nahmen an der Wahl zum Österreich Menü Teil. Das siebengängige Gala Österreich Menü wurde erstmals komplett gekocht und serviert. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die „Österreich MenüGala“, bei der die sieben Gewinner in den sieben Menü-Kategorien verlautbart wurden.

BOeG-Österreich Menü-Sieger: • Gerd Hammerer, Haller‘s Genuss & Spa Hotel, Mittelberg, Vorarlberg • Karlheinz Jung, Gasthof Fröhlich, Fürstenfeld, Steiermark • Christian Reisinger, Der Reisinger am Neufeldersee, Neufeld, Burgenland • Daniel Kraft, Martinjak am Ring, Wien • Reinhold Baumschlager, Landhotel Forsthof, Sierning, Ober­ österreich • Erich Mayrhofer, Landgasthof Bärenwirt, Petzenkirchen, Nieder­ österreich. www.boeg.at

© BÖG

Das Schloss Fuschl Resort & Spa und das Sheraton Fuschlsee Hotel Jagdhof boten luxuriösen Rahmen für den Gastro-Event.

Starköche (von li.): Holger Bodendorf, Jörg Wörther, Johann Lafer, Werner Matt, Toni Mörwald, Helmut Österreicher, Norbert Niederkofler sowie André Jaeger.

WENN

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gast & wirt

70 – destinationaustria

Aufgetischt

© Chantal Lamarre

Der Frankokanadier im Vierzehnten

Via Culinaria Wissensküche SalzburgerLand Tourismus lud zu einem Ideenaustausch ins Gössl Gwandhaus ein

Regionaler Genuss als ­Erfolgsrezept in Salzburg

Mit dabei waren Gastronomen, Produzenten sowie Touristiker aus dem gesamten SalzburgerLand.

François im Vierzehnten, Reinlg. 20, 1140, T: 985 51 03, reservierung@francois-14.at

www.francois-14.at Eingeschenkt

Wein mit großem Bürgerstolz Bordeaux. Mit der Klassifikation von 1855 hat das Bordeaux ein bis heute gültiges System der Qualitätsstufen geschaffen. Linkes Ufer, rechtes Ufer, Médoc und St. Éstèphe, Pomerol und St. Emilion sind fixe Größen des Weins. Die Einstufung als Premier bis Cincquième Grand Cru ist ein Wert an sich – auch finanziell. Bei so viel Grandeur sollte man die „einfachen“ Cru Bourgeois nicht unterschätzen – einige erreichen durchaus hohe Qualität. Seit 2008 tragen die Weine von Chateau Du Retout die Bezeichnung Cru Bourgois, und zwar mit großem Stolz. Neben Cabernet Sauvignon (68%), Merlot (25%) wird auch ein kleiner Anteil der seltenen Rebsorte Petit Verdot kultiviert. Die Reben sind im Durchschnitt 30 Jahre alt, die Stockdichte beträgt 6.666/ ha. Großer Bordeaux – kleiner Preis! Chateau Du Retout, Haut Médoc, Cru Bourgeois 2009; Gastropreis: 13,21 €. Erhältlich bei Kolarik & Leeb

Salzburg. „Weil Regionalität sehr gut schmeckt, sind wir mit der ‚Via Culinaria‘ seit 2009 auf dem richtigen Weg“, gibt sich Leo Bauernberger, GF der SalzburgerLand Tourismus GmbH, überzeugt und lud Interessierte zu einem kreativen Meeting.

Fachvorträge & Diskussion Beim Fachsymposium mit dem treffenden Titel „Via Culinaria Wissensküche“ wurden in Workshops kreative Ideen zur Weiterentwicklung der Via Culinaria „aufgekocht“. Inspirierende Fachvorträge und eine spannende Podiumsdiskussion boten ebenso wie der „Via Culinaria Marktplatz“ ausreichende Möglichkeiten, die Themen Qualität, Regionalität und Authentizität der Salzburger Küche zu vertiefen. Vernetzen, Verkosten und Erfolgsrezepte austauschen stand beim SLTG-Event am Programm. Rund 230 Teilnehmer zeugten von einer überaus erfolgreichen Veranstaltung und hohem Interesse an den Themen. Eingeladen waren die Partnerbetriebe der Via Culinaria (Gastronomen und Produzenten), Touristiker aus dem gesamten SalzburgerLand und jedermann, dem die Themen Mensch und Umwelt, gesunde Ernährung und Genuss ein Anliegen sind. „Aufgetischt“ wurden spannende Fachvorträge der Motivforscherin Sophie Karmasin, des Schweizer Autors Dominik Flammer („Das kulinarische Erbe der Alpen“) und des Chocolatiers Josef Zotter. Die Referenten sprachen über Ernährungstrends, historische Wurzeln und den praktischen Um-

Via Culinaria (von li.): Josef Zotter, Eckart Witzigmann, Sophie Karmasin, Leo Bauernberger und Dominik Flammer.

gang mit regionalen Produkten und stellten sich im Anschluss einer Podiumsdiskussion mit Eckart Witzigmann, Jahrhundertkoch und Schirmherr der Via Culinaria, „A la Carte“-Herausgeber Christian Grünwald, Käseproduzent Gunther Naynar und SLTG-GF Leo Bauernberger.

begrüßt werden: die Haubenköche Jörg Wörther, Vitus Winkler, Rudolf und Karl Obauer, Helmut Eggert (Porsche Austria GmbH), Oliver Kitz (Casinos Austria AG) sowie Hausherr Gerhard Gössl.

Bio-Bauern stark vertreten Das SalzburgerLand hat Wettbewerbsvorteile für die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte auf dem Feinschmeckermarkt: eine große Bio-Landwirtschaft sowie eine gelebte Küchentradition. Nirgendwo in Europa ist der Anteil an BioBauern so hoch wie hier: Über 50% der landwirtschaftlichen Fläche werden biologisch bewirtschaftet. Seit 2009 führen die sieben Genusswege der Via Culinaria zu über

Ein Guide zum Schmökern Nach einer ausgiebigen Verkostung regionaler Produkte am „Via Culinaria Marktplatz“ erhielt jeder Teilnehmer die dritte, überarbeitete Ausgabe des „Via Culinaria Guide“ zum Schmökern für daheim. Unter den prominenten Gästen im Gössl Gwandhaus konnten u.a.

200 ausgewählten Genussadressen für Feinspitze aller Art. Kaum eine Region in Europa kann so viele Spitzenrestaurants mit Topbewertungen vorweisen.

Kompetenz der Destination „Es freut uns natürlich, dass die Imagebildung der Qualitätsdestination ‚SalzburgerLand‘ besonders durch kulinarische Genüsse geprägt wird“, so Bauernberger. Das Thema Kulinarik spielt bei den Gästen im SalzburgLand eine zunehmend große Rolle: 76% Prozent aller Salzburg-Reisenden geben an, in ihrem Urlaub traditionelle Speisen konsumieren zu wollen (T-Mona 2011). www.salzburgerland.com

Kommunikationsforum der Gastronomie und Hotellerie Letzte Woche traf sich die Branchenelite in Ischgl

Ski-WM der Gastronomie ein voller Erfolg Ischgl. Neben Top-Schneebedingungen, hervorragenden Pistenverhältnissen und traumhaftem Wetter umrahmte das kulinarische Programm mit Weinverkostungen, Showdarbietungen der Barkeeper und kulinarischen Highlights auf der 2.300 m hoch gelegenen Eventbühne auf der Idalpe die Veranstaltung. Kein Wunder, dass Organisator Thomas Schreiner von Champagne Laurent-Perrier mit Andreas Steibl vom Tourismusverband Ischgl ein überaus positives Fazit ziehen kann. Waren doch im 5. Jahr der Veranstaltung mehr als 1.000 Starter bei der Ski-WM der Gastronomie zu verzeichnen.

Marc Girardelli als Trainer Hoteliers, Köche, Barkeeper, Sommeliers und Co. kämpften um den begehrten WM-Titel. Highlight war der Sieg von Christian Heinz vom Hotel Alte Goste in Olang, Südtirol, mit Laufbestzeit in der Königsklasse der Hoteliers. Dahinter: Vierfach-Weltmeister Peter Eder (Alte Post, Fieberbrunn,

Österreich) und Roland Salner (Alp Vita Piz Tasna, Ischgl, Österreich). Das Renntraining übernahm ExWeltcupsieger Marc Girardelli. Die Ski-WM der Gastronomie in der Alpen-Lifestyle Metropole Ischgl versteht sich als internationales und sportliches Kommunikationsforum der Gastronomie und Hotellerie; die diesjährige Auflage der Veranstaltung war wiederum ein voller Erfolg.

(18.4.) in zwei Durchgängen im Riesentorlauf gegeneinander an. Das Rennen auf der Idalp eröffnete an beiden Tagen Weltmeister und Weltcupsieger Marc Girardelli, einer der erfolgreichsten Skifahrer aller Zeiten. Bei den Frauen holte sich Köchin Miriam Bodmayer von den Gletscherbahnen Kaprun den Pokal. Die besten Deutschen waren – jeweils mit Platz zwei – Gastronom Wolf-

gang Bartels (Wörndlhof, Ramsau) und Gastronomin Gabi Vögele (Schanzer Rutschn, Ingolstadt). Im Teamwettbewerb siegte am ersten Wettkampftag das österreichische „Power-Team“ um Peter Eder von der Alten Post in Fieberbrunn und am zweiten Tag das „Kuhstall Racing Team“ vom bekannten Sporthotel Silvretta, Ischgl, ebenfalls Österreich. www.paznaun-ischgl.com

Internationale Teilnehmer Bei dem weltweit einzigartigen Rennen nahmen 260 Teilnehmer aus neun Nationen teil. So kamen die Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Schweden, Dänemark, Schottland, Australien und Kenia. Die Konkurrenz war groß, die Unterstützung prominent und die Stimmung ausgelassen. An zwei Wettbewerbstagen traten die Teilnehmer-Teams in den Kategorien „Hoteliers, Gastronomen, Köche und Gäste“ (17.4.) sowie „Sommeliers, Barkeeper, Kellner, Winzer und Zulieferer“

© www.foto-art-arno.de

Wien. François Laliberté landete einst in Wien, um Botschaftskoch zu werden. Was als Zwischenstation gedacht war, ist zum Lebensmittelpunkt geworden: Gemeinsam mit Immobilienentwickler Hans Jörg Ulreich eröffnete er nun das stylishe „François im Vierzehnten“. Nach heimatlichen Lehrjahren zog es Laliberté nach Frankreich, wo er bei Größen wie Alain Passard und Pascal Barbot traditionelle Küchentechniken abseits des Pacojet und Sous Vide kennenlernte. In Frankreich entstand auch seine Freude an der mediterranen Küche – Laliberté studierte nebenbei Agrarwissenschaft, Spezialgebiet Gemüsebau. Die Hauptspeisen umfassen Gerichte wie Zander und Kapern-Kebabs mit gegrillten Melanzani und Zitronenpickles oder Lammlaibchen mit Kräutern und Schafsjoghurt. Ein Mix aus arrivierten Winzern und Geheimtipps prägt die Weinkarte.

michael bÄr

© SalzburgerLand Tourismus

Hans Jörg Ulreich und François Laliberté machen François im 14.

© du Retout

Freitag, 26. April 2013

Damen der Kategorie ‚Kellner Weiblich‘ hatten Spaß bei Top-Schneebedingungen.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 26. April 2013 – 71

2013 wird beim BFI Wien zum Jahr der Kundenorientierung erkoren Seite 73

Die WU Executive Academy holte Franz Viehböck als Gastredner Seite 74

© Philips

Weltallgeschichten

Aufsteiger Thomas ­Schönen, Philips

„Alle wollen den Frühstücksdirektor mimen“ Spitzenteam Die ÖHV­Präsidenten ­Michaela ­Reitterer und Gregor Hoch wollen mit gewissen ­Vorurteilen aufräumen. Spitzenplatz Great Place to Work kürt die besten ­Arbeitgeber Öster­ reichs.

© karriere.at

Seite 72

Neue Kampagne

karriere.at lanciert seine neue Werbelinie unter dem Motto „Vielleicht liegt’s am richtigen Job“. Seite 76

Seite 76

© ÖHV

© BFI Wien

Kundenfokus

© WU Executive Academy

careernetwork

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von


Career portrait

Michaela Reitterer, Neo-Hotelière, und Gregor Hoch, junger „Alter Hase“, sind das neue Führungsteam der Österreichischen Hotelie­rvereinigung (ÖHV).

Freitag, 26. April 2013

© ÖHV (3)

72 – careernetwork

„Hoteldirektor wie Peter Alexander“ erika hofbauer

10 Fragen An Mi chaela Rei t t e r e r

Als Kind wollte ich immer … Hotelière werden. Mein Lebensmotto ist … „Energie folgt der Aufmerksamkeit.“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … wirklich gutes Essen. Darüber kann ich lachen … über fast alles. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … ein Buch über die Entstehung Chinas. In 20 Jahren werde ich … noch immer so viel lachen. Davor habe ich Angst … dass ich eines Tages Angst haben könnte. Das ist meine größte Stärke … mein objektiver Blick für Situationen und die daraus entstehende Lösungsorientierung in jeder Lebenslage. Das ist meine größte Schwäche … dass ich so gerne esse. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … mit Angela Merkel.

Wien. Die Fröhlichkeit kann man ihr nicht nehmen. Michaela Reitterer, Hoteldirektorin und Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung ÖHV, ist daher auch nicht böse, wenn der Job als Hoteldirektor in der Öffentlichkeit fast als Hobby interpretiert wird: „Darum wollen ja im Moment auch alle ein Hotel haben, weil sie den Frühstücksdirektor machen wollen. So wie in den Filmen mit Peter Alexander…“ Ihr ÖHV-Kollege Gregor Hoch (selbstverständlich ebenfalls Hoteldirektor im Brotberuf) muss schmunzeln: „Es gibt für jeden Beruf falsche Bilder, so wie der Barkeeper, dessen Leben nur aus Party besteht, oder der Industrielle, der in erster Linie jagen geht. Von außen sieht jeder Job leicht aus.“ Dabei kommt es – wie bei den meisten Berufen – auf eine Kombination einer Vielzahl von Fähigkeiten an, erklärt die Geschäftsführerin des Boutiquehotel Stadthalle: „Auf die Bereitschaft und die Freude an der Dienstleistung, auf das G’spür für Menschen und die Freude an der Kostenrechnung!“ Mit Menschen umgehen können, Prozesse verstehen und versuchen, mit den Augen des Gasts zu sehen, sind für den Eigentümer des LändleHotels Sonnenburg die wesentlichsten Aufgaben als HotelManager. Die neuen ÖHV-Präsidenten könnten dabei unterschiedlicher in ihrem „Berufseinstieg“ nicht sein. Reitterer („Ich bin kein Hotelkind“) wollte zwar immer schon Hotelière werden, kam aber als Quereinsteigerin allerdings mit

Reisebüro-Erfahrung in die Quartiersbranche: „Das Schöne war, alles neu machen zu können, das Anstrengende war, alles neu machen zu müssen.“ Und für Präsidiums-Kollege Hoch war die Hierarchie eine neue Erfahrung: „Ich habe damals die ‚Sonnenburg‘ übernommen und eine ganze Menge Mitarbeiter gehabt, die dienstälter waren als ich; das war anfangs nicht ganz leicht.“ Viel persönlicher Einsatz im Tagesgeschäft in einer sehr schwierigen Branche zeichnet beide Hotelièrs aus. Aber beide bereuen keinesfalls den Schritt ins Hotel-Geschäft. Zweifach-Mutter Reitterer: „Auf ‚mein‘ Hotel bin ich sehr stolz und auf das, was ich damit erreicht habe. Misserfolge sehe ich nicht als solche, es war viel mehr die Erfahrung, dass man manchmal einen Schritt zurück machen muss, damit man dann zwei nach vorn macht.“ Dreifach-Papa Hoch ergänzt: „Mir fällt nichts ein, was ich anders machen wollte – ich hab aber auch viel Glück gehabt!“

„Typische Frontwoman“ Weniger mit Glück, sondern mit viel Tatkraft hat die Führung von gut gehenden Häusern zu tun. Modul-Absolventin Reitterer, Jahrgang 1964, sieht sich selbst eher an der Spitze: „Ich bin eine typische Frontwoman, ich fühle mich wohl in der ersten Reihe.“ Aber sie sei auch „sehr gern“ bereit, sich in die zweite Reihe zu stellen, wenn es der Sache dient: „Ich habe einen kooperativen Führungsstil, der aber auch klar festlegt, wer der Chef ist. Ich kann manchmal fordernd und

etwas ungeduldig sein, lasse mich aber auch zurückpfeifen, wenn es gerechtfertigt ist.“ Hoch, Jahrgang 1977 und Absolvent der Internationalen Betriebswirtschaft, gibt den Positiv-Denker: „Schuldzuweisungen und kein Lösungsbewusstsein stören mich. Und Gejammer.“ Eigenschaften, die er sich bei seinen – auch internationalen – Berufserfahrungen im Tourismus nicht leisten konnte.

10 Fragen An Gre gor H oc h

Große Aufgaben Denn Aufgaben wie etwa die zunehmende Internetdurchdringung warten genug in der Beherbergungsbranche. Das Internet, so Hotelchefin Reitterer, habe die Welt verändert und auch vor der Hotellerie nicht Halt gemacht: „Das Geschäft ist um einiges schneller geworden, Hotels werden bewertet, die Preise sinken, die Ansprüche steigen – ‚Geiz ist geil‘ eben.“ Der Tourismus-Fachmann aus dem Ländle bringt die Problematik auf seine Art auf den Punkt: „EDV/Internet gut, Kostensituation schlecht, Preisverfall ganz schlecht.“ Dennoch sind die ÖHV-Präsidenten guter Dinge, was die Tourismus- und Hotelzukunft betrifft: „Ich möchte mein Haus noch erweitern, am liebsten ein grünes Tourismus-Lebensfreude-LifestyleQuartier entwickeln – mitten in der Stadt, mit allem was dazugehört, außer Kompromissen!“, freut sich Reitterer, die dennoch Zeit finden will, an ihrem Golf-Handicap zu arbeiten. Familienmensch Hoch ist zufrieden: „Wichtig ist, dass ich die nächsten zehn Jahre genug Zeit für meine Kinder habe.“

Als Kind wollte ich immer … Ritter spielen. Mein Lebensmotto ist … „Wo ein Wille, da ein Weg.“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … Bücher. Darüber kann ich lachen … mich und gute Satire. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Game of Thrones“ von George R.R. Martin. In 20 Jahren werde ich … viel skifahren. Davor habe ich Angst … Krankheit oder Unfall meiner Familie. Das ist meine größte Stärke … mit Leuten reden und Lösungen finden. Das ist meine größte Schwäche … Ich bin ein ausgesprochener Kopfmensch. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Schwierig. Ich finde mein eigenes Leben eigentlich schon sehr interessant.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 26. April 2013

careernetwork – 73

BFI Wien 2013 wird beim Berufsförderungsinstitut Wien zum Jahr der Kundenorientierung erkoren

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

„Es kann nichts funkeln, was innen nicht leuchtet“ Valerie Höllinger: „Es soll keinen Unterschied zwischen externer und interner Kundenorientierung geben.“

Highlight vs. Pflichttermin

Die BFI Wien-Geschäftsführer Franz-Josef Lackinger und Valerie Höllinger luden Führungsexperten Reinhard Sprenger nach Wien.

Dieser Zugang verlange Empathie, ist Höllinger überzeugt. „Aber Empathie ist schul- und lernbar, wenn man sie als Führungskraft zulässt“, geht es ihr darum, ihre Mitarbeiter auch dahingehend zu schulen, nonverbale Signale der Kunden – aber auch des Kollegen – richtig zu deuten. „Es soll keinen Unterschied zwischen externer und interner Kundenorientierung geben. Bei jedem Mitarbeitergespräch sollten sich

Im laufenden Jahr will Höllinger nun im BFI Wien „nachschauen, wo Optimierungspotenziale in Sachen ‚Kundenorientierung‘ schlummern“ und wie man diese bergen kann: „Es geht nicht darum, Kosten zu senken. Es geht darum, Abläufe zu strukturieren und dadurch auch bei den Mitarbeitern einen Mehrwert an Lebensqualität zu generieren“, setzt sie sich ambitionierte Ziele. „Das beginnt damit, dass man den Mitarbeitern an der Kundenschnittstelle mehr Freiraum gibt und Fehler zulässt“, so Höllinger. So sei es etwa wichtig, dass ein etwaiges Kundenproblem sofort gelöst werde. „Wenn dabei das Protokoll nicht eingehalten wird, oder gar ein vermeintlicher Fehler gemacht wird, ist das nicht so wichtig; viel wichtiger ist, dass der Kunde zufrieden mit dem Service ist.“ Man müsse Kundenorientierung eben von außen nach innen denken und vor allem die Individualität der Kunden fördern – und ehren. „Es gibt keine unterschiedlichen Kundenklassen. Ohne Wertschätzung, Information und Service geht gar nichts“, so ihr Credo.

sie als Führungskraft zulässt.“ Valerie Höllinger, bfi WIen

unmissverständlich: Wenn man nicht der Tatsache ins Auge blicke, dass man auf dem heiß umkämpften Bildungsmarkt in erster Linie den Kunden verpflichtet ist, würden die Produkte und Dienstleistungen nicht deren wahren Bedürfnissen entsprechen – und man werde weiterhin nur einer von mehreren Anbietern am Markt sein. Jeder und jede Einzelne ist gefordert, die Kunden in den Mittelpunkt des täglichen Handelns zu rücken. Denn laut Sprenger ist Arbeit immer Arbeit für andere. Für Höllinger beginnt das Thema „Kundenorientierung“ jedenfalls bereits unternehmensintern: „Der Mitarbeiter ist ein Kunde des

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

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Laut Sprenger geht es bei der Kundenorientierung um einen Überlebenskampf.

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Ivana Stürzenbaum

Ivana Stürzenbaum ist neue General Managerin des La pura women’s health resort kamptal. Zuletzt war sie bei der Gründung und Leitung des Zentrums für Medizin und Ästhetik in Salzburg involviert, bevor sie 2012 bei Vamed einstieg.

Philips

© Philips

© La Pura

La pura

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Thomas Schönen

Thomas Schönen (42) ist seit 1. April Head of Integrated Brand & Communications D-ACH für Philips. Zuletzt war er für die Beiersdorf AG in Hamburg als Vice President Corporate & Brand Communications tätig.

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Birgit Wandrak Mediatum

Birgit Wandrak (45) verstärkt ab sofort als Personalberaterin das Team des internationalen Executive Search-Unternehmens Mediatum. Wandrak war zuletzt u.a. als Head Corporate & Pharma Communications bei Novartis tätig.

Markus Gilhofer FPLP

© FPLP

und lernbar, wenn man

© Mediatum

„Empathie ist schul-

die Führungskräfte fragen, ob sie ihren besten Kunden auch so behandelt hätten“, erklärt die BFI Wien-Chefin. „Ich weiß, das ist ein hoher Anspruch, den ich habe. Aber: Dieser Zugang kann rasch etwas bewirken.“ Wie sich dieses neue Kundenverständnis in nackten Zahlen auswirken soll? „Ein neuerliches Wachstum im Privat- und Firmenkundensegment von 20 Prozent wäre fein“, sagt Höllinger abschließend. (red)

Promotion

Vorgesetzten. Und nur wenn diese Lieferanten-Kundenbeziehung funktioniert, kann das Unternehmen auch nach außen hin kundenorientiert agieren: Es kann nichts nach außen funkeln, das innen nicht leuchtet.“

Optimierungspotenziale

job

Betriebsausflug, Skitag, Firmen-Bowling: Für die einen absolute Highlights im Arbeitsjahr, für andere nur lästige Pflichttermine. Dass die Stimmung unter den österreichischen Arbeitnehmern zu diesem Thema ambivalent ist, belegt nun eine Online-Befragung mit 477 Teilnehmern von karriere.at. Exakt jeder fünfte Umfrageteilnehmer findet demnach Betriebsausflüge & Co. „spitze“ und freut sich von Mal zu Mal darauf. 30 Prozent sehen diese Events und ihre Auswirkungen aufs Teamgefüge als positiv. 22 Prozent hingegen arrangieren sich eigenen Angaben zufolge mit den Veranstaltungen und sagen: „Oft nervig, gehören aber dazu.“ Und mehr als ein Viertel (28 Prozent) spricht von „uninteressanten“ Pflichtterminen. Positiver sehen das Manager und Führungskräfte: Knapp jeder zweite befragte Unternehmensvertreter (47 Prozent) hält den Betriebsausflug für ein alljährliches Highlight. Klar, Unternehmen stehen unter dem Druck, den Mitarbeitern etwas bieten zu wollen oder zu müssen, um als attraktiver Arbeitgeber zu gelten. Ob Betriebsausflug & Co. zu einem Erfolg werden, hänge oft mit den Rahmenbedingungen zusammen. Eltern beispielsweise könnten sich Wochenenden schwerer freihalten als Kollegen ohne Kinder, betont karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid: „Betriebsausflüge, die am Wochenende stattfinden, dürfen niemals Pflichtveranstaltungen sein. Die Erfahrung zeigt, dass es teamdynamisch mehr bringt, wenn Events auf Freiwilligkeit basieren.“

© BFI Wien (2)

Wien. Dass der Kunde im Mittelpunkt zu stehen hat, ist aus der modernen Managementliteratur nicht mehr wegzudenken: Kunden generieren Umsätze, sichern Arbeitsplätze und halten die Wirtschaft am Laufen. Soweit die graue Theorie. „Leider sind einige Unternehmen dahingehend Autisten“, findet Valerie Höllinger, kaufmännische Geschäftsführerin beim BFI Wien, klare Worte. „Sie denken das Thema ‚Kundenorientierung‘ nur von innen nach außen und versuchen über eine Massenansprache alle Kunden über einen Kamm zu scheren. Das ist keine Kundenorientierung.“ Auch in ihrem eigenen Unternehmen sei man in der Vergangenheit diesem Irrtum partiell aufgesessen. Mit der Betonung auf „Vergangenheit“: „2013 wird beim BFI Wien das Jahr der Kundenorientierung“, kündigt sie im Gespräch mit medianet an. Rückendeckung holt sie sich bei diesem Thema bei einem der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands, Reinhard K. Sprenger. Bei der Kundenorientierung gehe es um einen Überlebenskampf, erklärte dieser im Rahmen einer BFI Wien-internen Veranstaltung

Markus Gilhofer (31) unterstützt seit Anfang April das Team von Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte. Seine juristische Ausbildung absolvierte er in Innsbruck, bevor er zuletzt als Rechtsanwaltsanwärter bei CHGRechtsanwälte fungierte.


W E i te r b i l d u n g

74 – careernetwork

Freitag, 26. April 2013

Gastvortrag Die WU Executive Academy konnte den Ex-Kosmonauten und Vorstand der Berndorf AG, Franz Viehböck, als Gastredner gewinnen

Führung ist keine Rocket Science

Österreichs erster und bisher auch einziger Kosmonaut: Franz Viehböck.

Wien. „Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2013. Dies sind die Abenteuer des Kosmonauten und Managers Franz Viehböck ...“ – so oder so ähnlich hätte – mit einem gewissen Augenzwinkern – eine aktuelle Lehrveranstaltung der WU Executive Academy angekündigt werden können: Im Rahmen des Moduls „Managing People and Organizations“ des aktuellen Executive MBA-Programms holte die Wiener Bildungseinrichtung Österreichs bisher einzigen Weltraumpiloten, Franz Viehböck, als Gastvortragenden in die Räumlichkeiten des „Moya“ im Palais Schönborn: Viehböck flog am

2. Oktober 1991 zur Raumstation MIR. Nach Beendigung seiner Arbeit für das Raumfahrtprogramm wechselte er zur US-Firma Rockwell und startete eine Management-Karriere, „ohne etwas über Management zu wissen“, wie er in seinem Vortrag betonte. „Ich lernte weniger aus der Theorie, sondern hauptsächlich durch das Nachahmen von anderen Managern und meine praktische Erfahrung.“

Nicht alltäglich Seit 2003 ist Viehböck Vorstand der Berndorf AG. Seine nicht alltäglichen Erfahrungen im All hät-

ten seinen Führungsstil maßgeblich beeinflusst, betont Viehböck heute. Vor allem das notwendige Teamwork auf engem Raum in der Kapsel hätten im die große Bedeutung von Kommunikation als Führungstool verdeutlicht: „Eine gute Führungskraft ist klar und präzise, selbst wenn die Botschaft eine unangenehme ist. Es ist wichtig, den Angestellten klare Ziele zu setzen und ihnen Feedback zu geben“, so der Ex-Kosmonaut. „Aktives Zuhören ist ebenso bedeutend wie den Angestellten die volle Aufmerksamkeit zu widmen – um eine Umgebung zu schaffen, in der sich Menschen wohlfühlen und gedeihen.“

Dazu gehöre auch, den Mitarbeitern Verantwortung zu übergeben „und Fehler zuzulassen und zu akzeptieren“, betont Viehböck. „Fehler müssen gemacht werden – anstatt Menschen deswegen zu verurteilen, soll man sie unterstützen und ihnen helfen, besser zu werden.“

Mit sich selbst im Reinen Viehböck ist außerdem davon überzeugt, dass es wichtig ist, mit sich selbst im Reinen zu sein, um eine Balance in sein privates und berufliches Leben bringen zu können. Sein abschließender Rat an die MBA-Studierenden aus 14 Nationen lautete daher: „Seien Sie authentisch und Sie selbst; Sie müssen keine Superhelden sein. Führung ist keine ‚Rocket Science‘! Kennen Sie Ihre Stärken und versuchen Sie, Ihren Job bestmöglich zu erledigen.“ (red)

Coaching Zertifiziert

Erste Master Innsbruck. Die Tirolerinnen Michaela Angerer und Christine MeindlEdenstrasser sind die ersten zwei österreic h ischen zertifizierten Business Coaches, die erfolgreich die „Dr. Bock Coaching Akademie“ in Berlin mit dem Master abgeschlossen haben. Petra Bock zählt zu den Top Coaches in Deutschland, ist mehrfache Bestsellerautorin („Mindfuck – wie wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können“) und Gewinnerin des „Coaching Awards 2012“.

„Mut machen“ „Coaching ist die Fähigkeit, gute Fragen zu stellen, Perspektivenwechsel anzuregen und die neuen Erkenntnisse erfolgreich einzusetzen“, meint Angerer auf die Frage, was den Business Coaching bedeutet. „Coaching führt Privatpersonen, Manager und Unternehmen in neue Lösungsräume und gesteigertes Potenzial“, ergänzt Meindl-Edenstrasser. Anregungen holen sich die beiden u.a. auch aus dem Sport – so sei die Haltung des Coaches eine, die Mut macht, die taktisch unterstützt und betreut: „Es wird für Unternehmer und Einzelpersonen immer schwieriger, mit herkömmlichen Erfolgsstrategien die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft und Wirtschaft in Europa zu bewältigen. Genau an diesem erfolgskritischen Punkt setzt innovatives, marktgerechtes Coaching an“, konkretisieren die beiden ihren Zugang. Ihre Leistungen bieten Meindl-Edenstrasser und Angerer künftig in eigenen Büros in Österreich an.

© Eichholzer

© WU Executive Academy

Viehböck: „Eine gute Führungskraft ist klar und präzise, selbst wenn die Botschaft eine unangenehme ist.“

Master Business Coaches: C. MeindlEdenstrasser (li.) und M. Angerer.


WIE MAN NUR SO STRAHLEN KANN?

Findet jemand den richtigen Job, fällt das allen auf. Denn man geht plötzlich positiver durchs Leben. Den richtigen Job findet man übrigens immer auf karriere.at.

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P e r s o n a lm a n ag e m e n t

76 – careernetwork

ÖMG Business Lounge

Die fünf Lehren aus dem Sport

Freitag, 26. April 2013

Great Place to Work Insgesamt 28 Unternehmen dürfen sich künftig „Beste Arbeitgeber Österreichs 2013“ nennen

Die Besten der Besten

Wien. Über Konzepte sowie Erfolgsfaktoren aus dem Sport und deren erfolgreichen Einsatz im Joballtag referierte Hochleistungssportler Andreas Sachs anlässlich der dritten Business Lounge der österreichischen Marketing-Gesellschaft (ÖMG) im Trainingszentrum des S.C. Hakoah. Sachs stellte im Oktober 2011 einen neuen Weltrekord auf, als er mit einem Team von drei weiteren Radfahrern in vier Tagen, 22 Stunden und 25 Minuten per Rad non stop Australien durchquerte.

Erfolgsfaktoren Die Erfahrungswerte, welche Sachs aus diesem sportlichen Großereignis gewonnen hatte, legte der ehemalige Konzernvorstand und mehrfache Buchautor auf das Arbeitsleben um und definierte fünf Erfolgsfaktoren, die sowohl im Sport als auch im (Job-)Alltag Vorteile bringen: Eine stimmige persönliche Grundausrichtung, eine die Höhenlinie festlegende mentale Verfassung, der Bewältigungsglaube als Schnittstelle zum Tun, die Fokussierung als Brennglas für den Energieschub und die Umsetzungssteuerung zum idealen Leistungszustand. „Es kommt beim Sport wie im Joballtag nicht nur auf den Erfolgsvergleich mit den Anderen an, sondern auf sein eigenes Leistungsvermögen und die Nutzung des persönlichen Handlungsspielraums“, so Sachs abschließend.

ÖMG-Vizepräsidentin G. ­Stanek (li.) und Gewinn-Verlagsleiter R. Jacoba.

2 0 – 4 9 M i ta rbe i t e r

1. 2. 3. 4. 5.

Johnson & Johnson NetApp Österreich willhaben internet service Brichard Immobilien Bacardi Österreich

Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird auch bei T-

Systems groß geschrieben. So setzt man auf Mobilitätskonzepte wie „Bring your own Device“ und Mobile Working und hat etwa im Jänner 2013 erstmals zwei bezahlte „Papawochen“ und für karenzierte Eltern das Programm „Stay in contacT“ eingeführt: „Wir freuen uns, dass schon fünf Väter die Papawochen in Anspruch genommen haben. Als Vater von zwei Kindern liegt mir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besonders am Herzen“, so T-Systems-Geschäftsführer Martin Katzer. „Als IT-Unternehmen bieten wir unseren Mitarbeitern eine Vielzahl an Möglichkeiten, um den

Arbeitsalltag effizient zu gestalten, ohne dass Privates oder Geschäftliches dabei zu kurz kommt“, so Katzer weiter. Für Sylvia Dellantonio, Chefin von willhaben.at, ist das Thema Teamgeist essenziell. So sei es die Summe der Maßnahmen und „das Zusammenspiel von Geben und Nehmen, sowohl arbeitgeber- als auch arbeitnehmerseitig“, das einen guten Arbeitgeber auszeichnet: „Schaffe Platz und die richtige Umgebung – Energie tankt man am besten zusammen“, so ihr einfacher Tipp, um das Beste aus seinen Mitarbeitern herauszuholen. Generell steht bei den Unternehmen die Wertschätzung der eigenen Mitarbeiter groß auf der Agenda: „Für uns arbeiten keine Maschinen, sondern Menschen in ihrer Gesamtheit mit einem Privatwie auch Berufsleben, also mit freudigen Ereignissen, aber auch mit Ängsten, Sorgen und Notsituationen. Dies wissen und respektieren wir und agieren entsprechend in unserer Rolle als Arbeitgeber“, so Hans Schmit, CEO von Anecon, quasi stellvertretend für alle Preisträger. (red)

5 0 – 2 5 0 M i ta rbe i t e r

251–500 Mitar b eiter

Mehr als 500 Mitar b eiter

28 Unternehmen wurden in diesem Jahr zum Great Place to Work gekürt.

Erfolg“, so der Veranstalter weiter. Wirtschaftsminister Mitterlehner hob in seiner Grußadresse die Bedeutung der Auszeichnung „Bester Arbeitgeber für Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ hervor, die an Microsoft Österreich ging: „Kinder zu haben und großzuziehen, muss mit dem Berufsleben gut vereinbar sein. Davon profitieren nicht nur die Familien, sondern gerade auch die Unternehmen“, meinte er.

Vereinbarkeit

1. 2. 3. 4. 5.

ePunkt Internet Recruiting Anecon Software Design & Beratung Sparkasse Neuhofen Bank AG Daikin Airconditioning Central Europe Amgen

1. 2. 3. 4. 5.

Microsoft Österreich Worthington Cylinders sBausparkasse SAP Österreich Trodat

1. 2. 3. 4. 5.

Philips Austria T-Systems Austria Eduscho (Austria) Mars Austria Accor Österreich

Werbeoffensive Neue, von DDFG konzipierte, Kampagne „Vielleicht liegt’s am richtigen Job“ setzt auf positive Emotionen

karriere.at lanciert neue Werbekampagne Linz. „Vielleicht liegt’s am richtigen Job?” – unter diesem Motto startet das Online-Karriereportal „karriere. at“ seine neue multimediale Werbelinie. Nach den „Karrierekillern” im Jahr 2011 setzt die aktuelle, von Dirnberger de Felice Grüber konzipierte, Werbekampagne verstärkt auf positive Emotionen: „Wir haben uns bewusst entschieden, in der Kampagne auf positive Emotionen zu setzen. Den richtigen Job zu haben, bedeutet nicht nur berufliche Erfüllung, sondern ein großes Stück Lebensqualität“, erklärt karriere.atGeschäftsführer Oliver Sonnleithner das Motiv der Kampagne. Für immer mehr Menschen definiere

HIER BILDET SICH MEHR ALS NUR WISSEN

sich eine erfolgreiche Karriere nicht nur durch Gehalt und Position. Die berufliche Tätigkeit an sich soll zu einem erfüllten Leben führen, ist Sonnleithner überzeugt. Und das soll durch die neue Kampagne ausgedrückt werden. Neben TV und Radio, für die je zwei unterschiedliche Spots gedreht wurden – „Gute Nacht”, der erste TV-Spot, läuft seit 14. April, der zweite, „SOKO Floridsdorf”, wird ab 21. Mai zu sehen sein –, gibt es im Zuge der Kampagne auch Kino-Werbung und Printinserate. Ein Schwerpunkt der Kampagne liege auf begleitenden Online-Maßnahmen, heißt es abschließend.

BILDUNG. FREUDE INKLUSIVE.

© karriere.at

Spitzensportler Andreas Sachs stellte seine Leitlinien vor.

Wien. Die besten Arbeitgeber des Landes stehen fest. Vergangene Woche erhielten insgesamt 28 Unternehmen aus den Händen der beiden Minister Rudolf Hundstorfer und Reinhold Mitterlehner die Auszeichnung zum „Great Place to Work“: Bei den Unternehmen von 20 bis 49 Mitarbeiter siegte Johnson & Johnson vor NetApp Austria und willhaben internet service. Bei den Betrieben bis 250 Beschäftigte belegte ePunkt Internet den ersten Platz vor Anecon Software Design & Beratung und der Sparkasse Neuhofen Bank. In der Kategorie bis 500 Mitarbeiter hatte Microsoft vor Worthington Cylinders und der sBausparkasse die Nase vorn. Und in der Kategorie mit mehr als 500 Mitarbeitern ging Platz 1 an Philips vor T-Systems und Eduscho. Den Ausschlag für die Auszeichnung machten laut Erich Laminger, Managing Director des international tätigen Forschungs- und Beratungsinstituts Great Place to Work, Werte wie Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist. „Die Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen ist zentral für den wirtschaftlichen

© Christoph Kerschbaum

© ÖMG/Christoph H. Breneis (2)

Johnson & Johnson, ePunkt, Microsoft und Philips konnten die jeweiligen Kategorien gewinnen.

Begleitet werden die TV- und Radiospots von Kino-Werbung und Printinseraten.

ANERKANNTE AUSBILDUNGEN FÜR MARKETING & PR Praxisorientiertes Marketing Termin: 13.05. - 17.06.2013 Unkonventionelles Marketing Termin: 13.05. - 23.05.2013 Erfolgreiche Presse- und Medienarbeit Termin: 24.05. - 25.05.2013 Journalistisches Schreiben Termin: 07.06. - 15.06.2013 Ihr Firmenauftritt auf Facebook Termin: 14.06.2013 Online-Marketing Termin: 17.06. - 10.07.2013

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J o bwatc h

Freitag, 26. April 2013

careernetwork – 77

Jobvermittlung Mit „Whizper“ kann jeder Arbeitssuchende und Unternehmen zusammenführen – und bekommt dafür zwischen 150 und 10.000 Euro

„Jeder kann Headhunter sein“ Wien. „Ich kenne da jemanden, der wäre ideal für den Job!“ Diese Empfehlung, zur richtigen Zeit an die richtige Person gerichtet, hat schon viele Jobsuchende und Arbeitgeber zusammengeführt. Mit einem neuen Online-Tool wird diese Praxis nun institutionalisiert.

Heute schon gewhizpert? Unternehmen können ihre Online-Inserate mit Empfehlungsprämien versehen. Mit einem Klick auf den „Whizper“-Button kann der Job an Freunde, Bekannte oder Familienangehörige empfohlen werden. Per Mail, Facebook, Twitter oder viele anderen Social-MediaKanäle können so potenzielle Kandidaten auf die passenden Stellen aufmerksam gemacht werden. Bei einer erfolgreichen Vermittlung wartet auf den „Kuppler“ sogar eine Erfolgsprämie: Zwischen 150 und 10.000 € kann der „Whizperer“

damit verdienen. „So kann jeder zum Headhunter werden“, erklärt Whizper-Managing Director Peter Wind. Und was haben Unternehmen davon? „Über 70 Prozent der österreichischen Unternehmen geben an, geeignete Mitarbeiter nur schwer zu finden. Das Wissen eines Freundes- und Bekanntenkreises kann hier äußerst wertvolle Hilfestellung bieten. Mittels Whizper können Unternehmen beispielsweise erstmals auch Personen erreichen, die nicht aktiv auf Jobsuche sind, einer interessanten Karrierechance aber positiv gegenüberstehen“, nennt er die Vorteile.

Die Prämie, deren Höhe neben dem Button aufscheint, steigere außerdem den Rücklauf eines Stellenangebots, so Wind. Whizper hat schon Karriere-Plattformen wie „careesma.at“, „karriere.at“ und „standard.at/karriere“ ins Boot geholt: In Online-Inserate auf diesen Plattformen können die WhizperButtons eingebaut werden.

Anonymer Vermittler Ein Tracking-System garantiert die genaue Nachvollziehbarkeit und Zuordnung jeder Empfehlung. Wenn ein Stelleninserat mehrmals weitergegeben wurde, teilen sich

der erste und der letzte „Whizperer“ in der erfolgreichen Empfehlungskette die Prämie. Von wem der entscheidende Hinweis für die Vermittlung kam, bleibt jedoch vollständig anonym. Sobald der empfohlene Kandidat seine Stelle im neuen Unternehmen angetreten und die einmonatige Probezeit beendet hat, wird die Prämie ausbezahlt. „Eine Jobweiterempfehlung mittels des ‚Whizper‘-Buttons bringt keinerlei Verpflichtungen mit sich; Ziel ist nur, die ausgeschriebenen Stellen zu den geeigneten Kandidaten zu bringen“, erklärt Peter Wind das System.

© panthermedia.net/Kasey Chesnut

Ein neues Tool ermöglicht es, per Mausklick einen Job geeigneten Personen weiterzuempfehlen.

Soziale Netzwerke spielen im WhizperSystem eine wichtige Rolle.

KMU Krisenstimmung

Fachkraft-Suche Wien. Trotz gedämpfter Nachfrage sind laut einer aktuellen Erhebung der KMU Forschung Austria 26% der Unternehmen in Gewerbe und Handwerk sehr gut ausgelastet. Nach eigenen Angaben leiden die Klein- und Mittelbetriebe aber unter Fachkräftemangel. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften wird auf 14.000 geschätzt. „Das derzeitige Lehrlingsangebot reicht nicht aus, um den Fachkräftebedarf zu decken und die Öffnung des Arbeitsmarkts hat für die Gewerbe- und Handwerksbetriebe offensichtlich auch keine nennenswerten Effekte gebracht“, so Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria. Angesichts der demografischen Entwicklung werde sich die Situation noch verschärfen, befürchtet Bornett.

Jobmarkt Deutschland

Einstellungsplus B e r l i n . Die Unternehmen in Deutschland wollen dank steigender Produktion bis Ende 2014 rund 270.000 Jobs schaffen. Wie aus einer Umfrage hervorgeht, planen 29%, bereits in diesem Jahr neue Mitarbeiter einzustellen und nur 19%, Personal zu entlassen. Noch vor wenigen Monaten hätten die Unternehmen überwiegend mit einem Jobabbau gerechnet, erklärte das arbeitgebernahe „Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW)“ am Montag. (APA)

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Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere absolventen sind aufsteiger

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Harald J. Mayer von Tchibo/Eduscho ist erfolgreicher Absolvent unseres Universitätslehrganges. Nach Beendigung seines Studiums startete er seine Karriere bei american express und war anschließend als Verkaufsdirektor bei Black & Decker tätig. als region Manager bei Duracell, mit Hauptverantwortung für Österreich, Zentraleuropa und die Türkei, sammelte er internationale erfahrung. Heute ist Harald J. Mayer Geschäftsführer von Tchibo/eduscho Österreich mit zusätzlicher Länderverantwortung für Südosteuropa.

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business promotion

78 – medianet

Freitag, 26. April 2013

Der MarkenFührungsGuide® Top-Tool: So lassen sich Marketing- und Markenführungsdaten schnell und sicher von überall abrufen

360° Brandmanagement: zentral in einem individuellen System Modulare Konstellation der SaaS-Lösung hilft Brandmanagern in allen Phasen von der Markenentwicklung bis zum Controlling. St. Valentin. Die globalisierte Welt ist geprägt von Schnelligkeit, Kosteneffizienz und Interaktivität. Noch nie haben sich die Wettbewerbsbedingungen so rasant verändert wie heute. Marken liefern hier einen langfristigen Ansatz zur strategischen Ausrichtung der Unternehmensziele. Neueste Studien bestätigen, dass Marken mit bis zu 84% zum Betriebserfolg beitragen. Deshalb kann es sich heute keine Firma – egal, ob groß oder klein – leisten, die Markenführung zu vernachlässigen: Marketingprozesse zu optimieren und effizienter zu gestalten, ist daher der Wunsch des Managements in vielen Unternehmen.

Der MarkenFührungsGuide® ist ein neues webbasierendes Tool, das vom Institut für ganzheitliche Markenbewertung – DIE MarkenWertExperten entwickelt wurde. Er bietet Marketingverantwortlichen praktisch immer und überall Zugriff auf alle markenrelevanten Informationen und Daten. Damit hilft er nachhaltig, Kommunikations- und Produktionsprozesse schlank und kosteneffizient zu halten. In der Regel besteht ein MarkenFührungsGuide® aus vier Grundmodulen: dem Markenschutz-, dem Markenplanungs-, dem Markendesign- und dem Markencontrolling-Modul. Jede Einheit beinhaltet verschiedene elektronische Werkzeuge für die tägliche Markenarbeit.

Schutzrechte verwalten

Der MarkenFührungsGuide®: Ein Web-System zur Zusammenführung markenrelevanter Daten, entwickelt vom Institut für ganzheitliche Markenbewertung.

Mit Markennamen- und Logocheck erspart man sich peinliche Überraschungen schon vor der Markenanmeldung; denn was nützt etwa die beste Slogankreation, wenn sie markenrechtlich wenig Chancen auf eine Registrierung hat? Daher bietet gerade auch dieses Tool Agenturen, Grafikern, Produktdesignern und Textern einen maßgeblichen Nutzen für die Beratung ihrer Auftraggeber. Das MarkenRadar® unterstützt Markeninhaber bei der aktiven Prävention gegen Markenpiraterie und zeigt, ob rechtliche Schritte notwendig erscheinen, wie die Dokumentation erfolgen beziehungsweise wo eine intensive Prüfung der möglichen Verstöße professionell abgewickelt werden kann.

Strategischer Markenplan Damit Strategie und Aufgabenplan auch unter wachsendem

Druck kompetent und professionell gelöst werden können, führt der MarkenFührungsGuide® die bereichsübergreifenden Planungsund Umsetzungsschritte komfortabel in einem ganzheitlichen Marketingplan zusammen. Eine am Maßnahmenplan gekoppelte Budgetkontrolle sorgt für Kostentransparenz in Echtzeit. Die zentrale BrandmanagementLeitstelle bietet zudem mit Positionierungskompass, Strategienavigator und Wettbewerbsanalyse einfach anwendbare Werkzeuge für die nachhaltige Steuerung strategischer Markenentscheidungen.

DAM und Web2Print Die zentrale Verwaltung von Bild- oder Textdaten ermöglicht der MarkenFührungsGuide® durch das vielseitige Digital Asset Managementsystem (DAM).

Die Anpassung von Prozessen und Zugriffsrechten ist beim Setup – angepasst an die speziellen Bedürfnisse eines jeden Unternehmens – möglich. Mit der Web2Print-Lösung tauschen Unternehmen ihre Bilder und Texte bei Dokumenten und Printdaten ohne grafische Vorkenntnisse perfekt für den Druck. Das spart Zeit und Geld bei Routinearbeiten, etwa bei Printmedien mit gleichbleibendem Aufbau.

Marken-Controlling Für die Erfolgsmessung berücksichtigt das MarkenControllingModul des MarkenFührungsGuide® Hardfacts, wie Markenumsatz, -kosten, und -gewinn, aber auch sogenannte Markenindikatoren, wie Bekanntheit, Händlerund Kundenloyalität. Für die Ermittlung der Soft Facts hilft der Fragebogenmana-

© www.diemarkenwertexperten.at

Gerade bei Marketing- und Kreativprozessen, wo fast täglich Bild-, Text- oder andere Schutzrechte schlagend werden können, ist eine einfache, komfortable Verwaltung von Schutzrechten das A und O, um sich vor Schaden zu bewahren. Mit dem Markenschutztool können sehr einfach Registrierungsurkunden und/oder Vereinbarungen über Nutzungsrechte von Marken, Patenten und Gebrauchsmustern hinterlegt werden. Mit nur einem Klick verschafft man sich rasch einen Überblick über deren Anmeldungs- oder Schutzstatus. Aber noch viel früher stellt sich die Frage nach der Schutzfähigkeit von Wortkreationen und Logodesigns.

© DIE MarkenWertExperten

Markenschutz, -planung, -design und -controlling

Die Einrichtung eines Marken-Erfolgskontrollsystems begleiten DIE MarkenWertexperten von der Bedarfsanalyse über die Prozessoptimierung bis hin zur Schulung.

Zentrale Terminisierung, Budgetierung und Kostenüberwachung für Marketingmaßnahmen und Aufgaben vereint das webbasierte System im Markenplanungstool.

ger bei der Vorbereitung strukturierter Fragebögen. Das Tool für die Berechnung des Marken-ROI stellt im Ergebnis die immaterielle Wertschöpfung der Marke und die daraus resultierenden finanziellen Erlöse einander gegenüber. Diese separat aufgeschlüsselte Darstellung des Markenertrags macht deutlich, wo und wie sich strategische Maßnahmen auf den Markenerfolg im Betrachtungszeitraum ausgewirkt haben.

Zur software Skalierbares System Die modulare Konzeption wird nicht nur den Anforderungen von Großbetrieben gerecht, sondern auch den Ansprüchen kleiner und mittlerer Unternehmen. Das Baukastensystem ermöglicht es, dass sich jedes Unternehmen seinen persönlichen MarkenFührungsGuide® individuell zusammenstellen und gegebenenfalls später beliebig erweitern kann. Auszug aus der Funktionsübersicht: • Verwaltung von Schutzrechten und Nutzungs- bzw. Lizenzverträgen • Erinnerungsfunktion für Erneuerungsfristen • Markenfähigkeitsprüfung • Rechteüberwachung mit MarkenRadar® • Marken-Positionierungskompass • Wettbewerbsanalyse • Strategienavigator® • Markenbildanalyse •Marketingkonzept-Tool • Markenplaner mit Maßnahmenplanung, Projektschritten, Aufgaben und Budgetplan • Media-Assetmanagement mit Lightboxund Konvertierungsfunktion für Datenweitergabe oder Bereitstellung • Web2Print-System mit Freigabe- und Bestellroutinen • Fragebogenmanager • Markenumsatz- und Marken-ROI-Analyse Weitere Informationen: www.markenfuehrungsguide.at


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