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Start der Bilanzpolizei
Glanz für das Portfolio
ORF-General Alexander Wrabetz über das abermalige Facebook-Verbot Seite 10
Neue Prüfstelle für Rechnungslegung legt für börsenotierte AG die Latte höher Seite 52
Heute in „luxury brands&retail“: Die Renditen der Luxusbranche
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Branchenumfrage zur Nationalratswahl 2013 Teil 2 der neuen medianet-Serie zum Standort Österreich
Betriebe brauchen mehr Handlungsspielraum
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inhalt
prime news & market watch > Max-Planck-Gesellschaft: Alt schlägt Jung 4/5 > Leitartikel: Vorhang zu und alle Fragen offen ... 6
> Szene1: „Sind das größte Jugend-Online-Portal“
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retail > Spar: Spioniert die Bundeswettbewerbsbehörde? 19 > „Simply the Best“: 15 Jahre Goldene Kaffeebohne 22
© EPA/Michel Euler/Pool
business weekend > Autohersteller sehen Licht am Ende des Tunnels 24 > Lifestylehotel Gradonna ist Architektur-Highlight 32
© FMTG; ÖHV/Flo Lechner; MRP-Hotels; Foto Wilke/Cube Hotels
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marketing & media > Agentur Ecker & Partner verstärkt ihre Aktivitäten 9
(v.l.:) Otmar Michaeler (FMTG), Michaela Reitterer (Österreichische Hoteliervereinigung), Martin Schaffer (MRP hotels) und Rudolf Tucek (Cube Hotels).
Tourismus Die heimische Tourismusbranche spart nicht mit Forderungen an eine neue Regierung. Der Themenkatalog reicht von der Arbeitskostensenkung bis zur überfälligen Entbürokratisierung. Motto: „Entfesseln – ja, aber richtig!“ Seite 2
MY LIFE DESIGN STORIES
> Ungarn: Bankenabgabe, Landreform – was folgt? 40 > Immo-Preise am Plafond, die Wahl bringt Reformen 46
medianet erscheint jetzt vier Mal/Woche. Printausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und Donnerstag erhalten Sie zusätzlich unsere neue Digitalausgabe. P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien GZ: 02Z030468T Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15 Tel. 919 20-0 Fax: 919 20-2231 e-Mail: abo@medianet.at
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Freitag, 20. September 2013
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Wun sc hli ste Auch die heimische Tourismusbranche spart nicht mit Forderungen an eine neue Regierung: „Wenn sich die Entwicklung der vergangenen Jahre ungebremst fortsetzt“, sagt etwa ÖHV-Chefin Michaela Reitterer, „bekommen wir ernsthafte Probleme. Die Kaufkraft sinkt, die Belastungen steigen. Den Betrieben fehlt das Geld für Investitionen und Arbeitsplätze.“ Allein im vergangenen Jahr trug die Tourismus- und Freizeitwirtschaft – nach dem sogenannten Tourismussatellitenkonto (TSA) – mit rund 46 Mrd. € etwa 15% des BIP bei.
Serie/Teil 2 Wir befragen führende Proponenten wichtiger Branchen zum Standort Österreich. Heute: Tourismus
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Wien. Wir haben uns im Vorfeld der Nationalratswahlen 2013 in verschiedenen Branchen umgehört – und nachgefragt: Wie ist es tatsächlich um den Wirtschaftsstandort bestellt – und wo sollte seitens der Politik unbedingt nachjustiert werden? Heute lesen Sie in Teil 2 die Stellungnahmen aus der Tourismuswirtschaft.
„Die Prioritäten müssen geändert werden: die Nachfrage ankurbeln, den Betrieben den notwendigen Spielraum lassen.“ ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer
Tourismus ist in Österreich ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Allein im vergangenen Jahr trug die Tourismus- und Freizeitwirtschaft – nach dem sogenannten Tourismus-Satellitenkonto (TSA) mit rund 46 Mrd. € etwa 15% des BIP bei. Die Nächtigungszahlen steigen im Land jährlich deutlich an: 2012 wurden 36,1 Mio. Ankünfte (+4,4%) und 131 Mio. Nächtigungen (+4,0%) erzielt. Das schlägt sich auch in einer anderen Statistik nieder: Die Einnahmen aus dem Tourismus von Gästen aus dem Ausland betrugen im Jahr 2012 rund 14,7 Mrd.
„Arbeitskosten runter, hemmende Faktoren weg“ Wichtigste Forderungen der Touristiker: Kaufkraft stärken und mehr Handlungsspielraum für Betriebe. €. Im Vorjahr haben nach dem TSA die Gesamtausgaben der Urlaubsgäste, Geschäftsreisenden und Tagesbesucher 31,5 Mrd. € ausgemacht. Kein Wunder, dass auch die heimische Tourismusbranche mit Forderungen an eine neue Regierung nicht spart ...
„Österreich wird von vielen Nicht-Österreichern international als attraktiver Wirtschaftsstandort eingeschätzt“, hebt Martin Schaffer, Managing Partner von Hotel-Berater MRP hotels, hervor. Das sei teilweise sicher richtig, „aber selbstkritisch betrachtet gibt
„Arbeitskosten verbilligen“ Wie beurteilen Sie den „Wirtschaftsstandort Österreich“, fragten wir Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung und Eigentümerin des Boutique-Hotels Stadthalle: „Die Bezeichnung ‚abgesandelt‘ (© Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, Anm.) erweckt einen falschen Eindruck“, relativiert Reitterer. „Gerade im Tourismus kann so eine Wortwahl schnell schaden. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass hinter den Kulissen massiver Handlungsbedarf besteht.“ „Wenn sich die Entwicklung der vergangenen Jahre ungebremst fortsetzt“, sagt die ÖHV-Chefin, „bekommen wir ernsthafte Probleme. Die Kaufkraft sinkt, die Belastungen steigen. Den Betrieben fehlt das Geld für Investitionen und Arbeitsplätze.“ Von einem „abgesandelten“ Standort Österreich könne keine Rede sein, das hält auch der Hotelier und Touristiker Rudolf Tucek, Chef der Cube Hotels, fest. Aber: „Die Arbeitskosten müssen billiger werden“, sagt Tucek, „und die Arbeitskostenreduktion muss zu zwei Dritteln den Arbeitnehmern zugutekommen und zu einem Drittel den Unternehmen.“ Hauptziel müsse sein, „die Kaufkraft der Menschen zu erhöhen“. Das stärke auch die Unternehmen.
„Die realen Konsequenzen des ESM, der ‚Six-Pack‘- und ‚Two-Pack‘-Regeln und demnächst der Bankenunion werden verheimlicht oder verharmlost.“ Cube Hotels-Eigentümer Rudolf Tucek
es keinen Grund, sich auszuruhen. Die internationale Konkurrenz schläft nicht, neue Impulse müssen her, der Wirtschafts- beziehungsweise Forschungsstandort Österreich muss weitere kraftvolle Schritte in die Zukunft setzen.“ „Die Bürokratie nimmt jährlich zu und die Entscheidungsfreudigkeit im Gegenzug ab“, moniert Otmar Michaeler, CEO der Falkensteiner Hotels (FMTG). „Das ‚Unternehmen Österreich‘ verliert an Dynamik sowie an Power, sich ständig in allen wirtschaftlichen und sozialen Bereichen zu ver-
bessern. Wir werden hier etwas zu träge.“ Hinsichtlich der größten „Baustellen“ der heimischen Politik scheiden sich die Geister: „Das wenige Geld wird falsch investiert“, sagt Reitterer, „die Prioritäten müssen geändert werden: die Nachfrage ankurbeln, den Betrieben den notwendigen Spielraum lassen.“ „Die Wirtschaft zu ‚entfesseln‘ wäre schon wichtig“, bezieht sich Reitterer auf eine Forderung der Volkspartei, „allerdings richtig – also mit einem glaubwürdigen Kurswechsel, der sich nicht nur auf Nuancen beschränken darf.“ Es gebe schon zu viele Regelungen, die die Unternehmen zu stark einschränken. Reitterer: „Als gelungen würde ich den Kurswechsel bei der Transparenz nennen und die Überprüfung der Förderungen im Agrarbereich.“
„Versagen aller Beteiligten“ „Der Staat soll sich auf die Themen Bildung, Sicherheit und Recht, Gesundheit und Pensionen konzentrieren“, fordert Tucek. Aber genau in diesen Bereichen gebe es die größten Zukunftsdefizite. Tucek: „Ein Pflichtschulsystem, das zehn Prozent Analphabeten produziert, ist eine Farce. Das ist ein Versagen aller Beteiligten.“ Wenn 33 Verhandlungen zum Lehrer-Dienstrecht keine brauchbaren Ergebnisse bringen, seien „ausnahmslos alle direkt und indirekt Beteiligten auszutauschen“. Dafür müssten Mechanismen entwickelt werden, „die dies abseits von Wahlen, die alle vier oder fünf Jahre stattfinden, ermöglichen“. „Einige zukunftsbezogene wichtige Themen wurden von der Politik
ausgespart: Innovationsmanagement, Wirtschaftsansiedlungen neuer internationaler Betriebe, Forschung und Entwicklung auf der Wirtschaftsseite, Pensionen, Pflege und Bildung im sozialen Bereich“, listet Schaffer die Versäumnisse auf. „Zu kompromissorientiert“ sei die heimische Politik, meint Michaeler. „Es fehlt an dynamischer Sachpolitik, obwohl die Politiker bemüht sind, etwas weiterzubringen.“ Österreich als Headoffice-Standort aufzubauen, sei gut gelungen – „man hat sich aber hier leider nicht genügend
„Die internationale Konkurrenz schläft nicht, neue Impulse müssen her.“ Martin Schaffer, Managing Partner mrp hotels
weiterentwickelt und es droht ein Wettbewerbsverlust“. Und was sollte eine – neue – Regierung in Österreich in Sachen Wirtschafts- und Wohlstandsentwicklung tun, hakten wir nach: Was würden Sie sich wünschen? „Eine nachhaltige Wohlstandsentwicklung funktioniert nur über eine florierende Wirtschaft“, hält ÖHV-Präsidentin Reitterer fest. Dazu müsse man auf die richtigen Branchen setzen – „und das sind ganz klar die Dienstleister“. Reitterer: „Die Arbeitskosten müssen runter, hemmende Faktoren weg.
Pr i m e News
Freitag, 20. September 2013
Jungunternehmertag Veranstaltung für Gründer und Jungunternehmer: Workshops, Expertentipps, Fachausstellung
Transparenz und Effizienz, Nachhaltigkeit – wirtschaftlich und ökologisch, das eine geht ohne das andere nicht – und im Idealfall auch Kreativität und Engagement müssen vom Schlagwortkatalog raus und rein in den Grundlagenkatalog der politischen Arbeit. Da haben wir noch viel zu tun bei der Entfesselung der Politik.“
„Starten mit Know-how“
Martin Puaschitz, JW Wien: „Wissen ausbauen.“
„Die Bürokratie nimmt jährlich zu und die Entscheidungsfreudigkeit im Gegenzug ab. Das ‚Unternehmen Österreich‘ verliert an Dynamik.“ Otmar Michaeler CEO Falkensteiner Hotels
hinaus – ohne dass erkennbar ist, dass ‚bessere‘ Leute ‚bessere‘ Maßnahmen setzen“. „Das ist“, ist der Hotelier überzeugt, „zumindest aus österreichischer Sicht die größte Gefahr für das Wohlstandsniveau beziehungsweise die Wohlstandsentwicklung der Bürger und des Staats.“ Das sei „wirtschafts- und demokratiegefährdend“. Als „größten Wunsch“ bezeichnet MRP hotels-Chef Schaffer, dass, „losgelöst von Parteiinteressen, zukunftsweisende Schritte gesetzt werden, die eine langfristige Standortsicherung, neue Akzente für die Wirtschaft und Absicherung unseres sozialen Standards mit sich bringen“. „Unser wichtigstes Kapital sind aber die Menschen“, bemerkt Falkensteiner-CEO Michaeler abschließend – „und hier gilt es, speziell im Bereich Aus- und Weiterbildung, die richtigen Akzente zu setzen, eine Entbürokratisierung voranzutreiben.“ Michaeler: „Leistung muss mehr belohnt werden.“ (* „Sixpack“ bezeichnet insgesamt sechs europäische Gesetzgebungsmaßnahmen, die die Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts und das neue gesamtwirtschaftliche Überwachungsverfahren auf den Weg bringen; die „Two Pack“Verordnungen sind eine Erweiterung dazu, Anm.)
weitere Termine Die Antworten von Experten aus den Branchen Immobilienwirtschaft und Industrie lesen Sie in den Folgeausgaben von medianet bis zur Nationalratswahl am 29. September. Folge 3 beschäftigt sich mit der österreichischen Immobilienbranche.
© Jungunternehmertag/Oreste Schaller
Soziale Standards absichern „Es muss Schluss sein mit der Bürgertäuschung“, sagt Cube Hotels-Eigentümer Tucek. Damit sei vor allem gemeint, „dass die realen Konsequenzen des ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus, Anm.), der ‚Six-Pack-‘ und ‚TwoPack‘-Regeln* und demnächst der Bankenunion, verheimlicht oder verharmlost werden“. Gleichzeitig sei, so Tucek, „eine richtige Arbeits- und Entscheidungsverteilung zwischen EU und Nationalstaaten zu organisieren – das läuft im Moment dramatisch aus dem Ruder“. Was als „alternativlose“ Krisenbekämpfung bezeichnet werde, laufe de facto „auf die Abschaffung wirtschaftspolitischer Handlungsspielräume der Länder
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Der Jungunternehmertag findet am 22. Oktober 2013 zwischen 8:30 und 17:30 Uhr im Messe Wien Congress Center statt. Der Eintritt ist frei.
Wien. „Starten mit Know-how“ ist das diesjährige Motto des Jungunternehmertags am 22. Oktober im Messe Wien Congress Center. Die Eröffnungsdiskussion verspricht einen spannenden Einstieg: Die Diskutanten sind Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank, Andreas Salcher (Autor und Bildungsexperte), Universitätsprofessor Nikolaus Franke (WU Wien) und die Jungunternehmerin Zola Auböck („Tortenmanufaktur Zola Auböck“). Moderiert wird das Gespräch über Dos und Don‘ts beim Gründen von Martin Puaschitz, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Wien. Motto: „Let the Know-how
begin“. „Die Rahmenbedingungen ändern sich laufend“, meint Puaschitz. „Der Markt erwartet neue Produkte, die Kunden sind kritisch wie nie zuvor. Beim Jungunternehmertag kann deshalb das eigene Wissen ausgebaut und erweitert werden, Experten stehen einen ganzen Tag lang für Fragen zur Verfügung.“ Die Themenpalette reicht von „Starten mit Plan“ über Informationen zu Übernahmen oder Verkaufen im Netz bis hin zur Verwendung von Social Media, Cloud Computing oder auch Basiswissen über Sozialversicherung und Rechnungswesen. www.jungunternehmertag.com
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Freitag, 20. September 2013
feature@medianet.at
Š Panthermedia.net/Torsten Tracht
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Freitag, 20. September 2013
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feature@medianet.at
Alt schlägt Jung M
an könnte sagen, es überraschte, was Axel BörschSupan anlässlich der Präsentation der Cogito-Studie der Max-Planck-Gesellschaft von sich gab: „Ältere Mitarbeiter machen deutlich seltener schwere und teuer zu beseitigende Fehler als jüngere; das zeigte eine unserer Studien in der Automobilproduktion”, so das Statement des Forschers. Und er legte gleich noch eins drauf: „Auch in den anderen von uns untersuchten Branchen findet man nicht, dass Jüngere produktiver sind als Ältere.” Börsch-Supan ist Direktor des Munich Center for the Economics of Aging am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik, forscht zum Thema Produktivität einer alternden Gesellschaft und ging mit Kollegen aus Berlin, Frankfurt und Schweden folgenden interessanten Fragestellungen nach: „Wie sehr schwankt unsere geistige Leistungsfähigkeit von Tag zu Tag? Und zeigen ältere Erwachsene größere Leistungsschwankungen als jüngere?“ 101 Personen im Alter von 20 bis 31 Jahren und 103 Personen im Alter von 65 bis 80 Jahren stellten sich zwecks Beantwortung dieser Fragen zwölf verschiedenen Aufgaben; und das an 100 verschiedenen Tagen. Getestet wurde mit den Aufgaben einerseits die Wahrnehmungsgeschwindigkeit und die Merkfähigkeit, andererseits das Arbeitsgedächtnis. Warum gerade 100 Tage? Die Forscher wollten neben den Lernfortschritten auch die täglichen Leistungsschwankungen bestimmen und zwischen den Altersgruppen zu vergleichen. Die Wiederholung der Aufgaben über diesen Zeitraum erlaubt das. Und sie brachte Erkenntnisse, die man so nicht erwartet hätte.
Es gibt keine schlechten Tage Erkenntnis Nummer 1 führt die Ausrede des „schlechten Tages“ ad absurdum. Es stimmt nämlich nicht, dass wir an manchen Tagen geistig besser in Form sind als an anderen. Ergo gibt es auch so etwas wie gute und schlechte Tage
nicht per se. Selbst wenn manche es in sich zu haben scheinen, man vom Autoschlüssel bis hin zu Besprechungen Erinnerungslücken hat und das Gedächtnis einen quasi im Stich lässt: Florian Schmiedek, Martin Lövdén und Ulman Lindenberger, die die Frage des „schlechten Tages“ untersuchten, sind sicher: „Ja, geistige
G u i d o H erte l Wirtschaftspsychologe Universtität Münster www.uni-muenster.de
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Alexandra Binder
„Widerstände gegen Veränderungen hängen nicht mit dem Lebensalter, sondern mit dem Zeitraum zusammen, den ein Mit arbeiter an ein und demselben Arbeitsplatz verbracht hat.“ Leistungsschwankungen gibt es. Mit unserem Gefühl, dass gleich der ganze Tag gut oder schlecht ist, liegen wir allerdings daneben.“ Der Großteil der Leistungsschwankungen, so das Forscher-Trio, trete über kürzere Zeitspannen auf. Will heißen: Was uns als schlech-
ter oder guter Tag erscheint, lässt sich oft auf gute und schlechte Momente zurückführen – ohne dass die Leistung, über den ganzen Tag betrachtet, schlechter oder besser ist als an anderen Tagen. „Die tatsächlichen Schwankungen von Tag zu Tag sind vergleichsweise gering“, so Schmiedek, der die Cogito-Studie zusammen mit Lövdén und Lindenberger plante und durchführte.
Die Alten schwanken kaum Erkenntnis Nummer 2 – die überraschendere der beiden, erbrachte der Vergleich zwischen den Altersgruppen. Sie lautet wie folgt: Die Älteren zeigten bei allen neun untersuchten Aufgaben geringere Leistungsschwankungen von Tag zu Tag als die Jüngeren. In anderen Worten: Die geistige Leistungsfähigkeit der Älteren war nachgewiesener Maßen zuverlässiger. Das galt auch dann, wenn die Leistungsvorteile der Jüngeren in der durchschnittlichen Leistungshöhe berücksichtigt wurden. „Weitere Auswertungen weisen darauf hin, dass für die höhere Zuverlässigkeit bei den Älteren erlernte Strategien bei der Aufgabenbearbeitung, eine gleichbleibend hohe Motivation sowie ein ausgeglichener Alltag mit stabiler Stimmungslage eine Rolle spielen“, sagt Schmiedek. Axel Börsch-Supan bewertet die Ergebnisse der Studie besonders im Hinblick auf die Debatte über die Leistungsfähigkeit Älterer im Berufsleben als interessant: „Ihre Produktivität und Zuverlässigkeit ist unter dem Strich höher als die der Jungen.“ Damit untermauert die CogitoStudie die Erkenntnisse von Guido Hertel. Der Organisations- und Wirtschaftspsychologe der Universität Münster hatte schon im Sommer 2012 nach Auswertung von 40.000 Datensätzen auf der Grundlage von Interviews, Fragebögen und Tagebuchstudien proklamiert: „Die über 50-Jährigen sind stressresistenter, erfahrener und teamorientierter.“ Die Älteren würden sich selbst besser kennen und könnten mit Emotionen bei der Arbeit besser umgehen als jüngere Berufstätige, sagt Hertel. Gängige
Axel Bö rsc h -Su pan Munich Center for the Economics of Aging; www.mpg.de
© dfg
Eine gerade publizierte Studie der Max-Planck-Gesellschaft dürfte die Debatte über die Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer wieder einmal neu anheizen. Zu Recht. Denn die Forscher untersuchten die Tagesschwankungen in der geistigen Leistungsfähigkeit und kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Die Alten ließen die Jungen doch recht deutlich hinter sich.
Eine unserer Studien in der Automobilproduktion zeigt, dass ältere Mitarbeiter deutlich seltener schwere und teuer zu beseitigende Fehler machen als jüngere.“
eine stärkere Ausschöpfung des Potenzials der älteren Arbeitnehmer. Seine Forderung klingt dabei aber gewagter, radikaler, innovativer als andere und heißt: Verschiebung der Lebensarbeitszeit. Der Wirtschaftspsychologe will die besonders belastete Lebensphase zwischen 25 und 35 Jahren mit Karrierebeginn und Familienplanung entzerren. Die Jüngeren sollen ihren Berufseinstieg nach hinten verschieben und den Beginn der Familiengründung noch als Lernphase nutzen. „Gerade im Sinne einer Humanisierung der Arbeitswelt sollten wir die Chancen nutzen, die uns der demografische Wandel gibt. Das dient nicht nur einer besseren und gesünderen Lebensplanung des Einzelnen, sondern auch der nachhaltigen Entwicklung der Unternehmen und unseres Wirtschaftsstandorts.”
Alter als Karriereboost? Stereotypen wie etwa jene, dass ältere Arbeitnehmer sich gegen Veränderungen wehren, könnten bei genauerem Hinsehen dagegen nicht bestätigt werden. „Widerstände gegen Veränderungen hängen nicht mit dem Lebensalter an sich, sondern vielmehr mit dem Zeitraum zusammen, den ein Mitarbeiter an ein und demselben Arbeitsplatz zugebracht hat.“ Ähnlich stünde es um die vermeintliche Lernmüdigkeit. Auch die liege nicht am Alter per se, sondern an der Frage „Was bringt mir neues Wissen überhaupt noch?“ Auch das sogenannte Generativitätsmotiv, also der Wunsch, eigenes Wissen und Erfahrungen weiterzugeben, ist bei den Älteren hoch ausgeprägt, erläutert der Wirtschaftspsychologe: „Das sind oft Mitarbeiter, die nicht mehr nur auf den eigenen Profit schauen, sondern das Große und Ganze im Blick haben und deshalb besonders wertvoll für ein Team sind.“
Eine gewagte Idee Das Engagement für eine Sache und für andere ende nicht automatisch mit dem 67. Lebensjahr, sagt Hertel und plädiert ergo für
In der Praxis könnten die älteren Mitarbeiter dann beispielsweise zu beruflichen Globetrottern werden: „Ihre Kinder sind meist schon aus dem Haus, sie sind wieder flexibler und könnten wesentlich besser bei Auslandseinsätzen eingesetzt werden, als es heute jungen Familienvätern und -müttern zugemutet wird.“ Auch das ,Standing` der Älteren in Krisen und schwierigen Verhandlungen sei durch ihre längere Berufserfahrung besser. Das alles, so viel ist für Hertel allerdings auch klar, würde aber nur funktionieren, wenn ein respektvoller und würdiger Umgang durch Kollegen und Vorgesetzte gegeben sei. Anders als Jüngere würden ältere Berufstätige Einschränkungen und Repressionen nicht mehr einfach in Kauf nehmen. Wie schnell sich seine Vision umsetzten lässt? Bei dieser Frage wird Hertel dann doch skeptisch. Denn er weiß: „In vielen Unternehmen und Behörden ist es noch nicht angekommen, dass Effektivität beziehungsweise Gewinnmaximierung und eine humane, würdigende und gesunde Arbeitswelt keine Gegensätze, sondern die zwei Münzen einer Medaille sind.“
m a r k e t watc h
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Freitag, 20. September 2013
Hofburg Vienna Wiener Bälle sind berühmt, beliebt und ein wichtiger Umsatzbringer; Veranstaltungszentrum lädt zum Saisonauftakt 2013/2014
Silvesterstart mit „Le Grand Bal“ © Le Grand Bal der Wiener Hofburg/Andreas Tischler
Ball in Eigenregie zeigt Wiener Charme; am Programm: Künstler von Weltruf.
Ballnacht: Die Hofburg feiert am 31. Dezember unter dem Motto „L’Esprit Viennois.“
Wien. Dacapo am Silvesterabend: Bereits zum zweiten Mal lädt Renate Danler, Chefin des Veranstaltungs- und Kongresszentrums in der Wiener Hofburg, heimisches Publikum, internationale Gäste und Hofburg Vienna-Partner aufs Tanzparkett. Nach der „Le Grand Bal der Wiener Hofburg“-Premiere 2012/2013 wird die nächste Saison mit „L’Esprit Viennois“ eingeläutet. Die Gastgeberin verspricht ein „fulminantes Fest der Sinne“ – in puncto Inszenierung, Kunst, Kultur und Kulinarik. Schon jetzt sei die Nachfrage nach den rund 2.500 Karten sehr groß – auch beim jungen Publikum.
„Als schönstes Wiener Ballhaus ist es uns ein persönliches Anliegen, mit einem eigenen Ball zum festlichen Auftakt der glanzvollen Ballsaison zu bitten“, so Danler über die neue „gesellschaftliche Visitenkarte“ des Hauses, die „zum Tanzen, Flanieren und Staunen“ einladen soll.
klang aus Ambiente und Amüsement: „Silvester ist für uns eine einzigartige Nacht, eine Nacht des Träumens, des Glücks und des ausgelassenen Fröhlichseins. Mit dem unverwechselbaren ‚L’Esprit Viennois‘ verbinden wir Lebensfreude mit dem Charme der Wiener Ballsaison“, erklärt Bühnen- und Kostümbildner Christof Cremer, verantwortlich für Art, Design & Konzeption.
Stars im Dreivierteltakt Das Programm für den Abend steht im Zeichen von „L’Esprit Viennois“. Der Geist der Walzerstadt wird zum Jahresausklang auch optisch ins richtige Licht gerückt. Versprochen wird ein Zwei-
„‚Le Grand Bal‘ ist Aushängeschild und wichtiger Auftakt zur traditionellen
Wir haben uns in der Produktion getroffen.
Wiener Ballsaison.“
Und es war Liebe auf den ersten Blick. Zwischen mir und meiner Qualität.
Renate Danler Direktorin Hofburg Vienna A Step ahead in T echnology
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Wie schon im Vorjahr geben sich auch heuer wieder Künstler von Weltruf ein Stelldichein. „Für die Eröffnung und die Mitternachtseinlage konnte Opernstar Kammersängerin Ildikó Raimondi verpflichtet werden – ein besonderes Privileg“, wie Danler betont. Ebenfalls auf der Bühne: Das Jungdamen- und Jungherrenkomitee der Tanzschule Elmayer mit der „Fächerpolonaise“, begleitet vom Orchester Divertimento Viennese unter der Leitung des Dirigenten Vinzenz Praxmarer. Akrobatische Kunststücke werden die Solistinnen und Solisten der „Vereinigung Wiener Staats-opernballett“ unter der Choreografie von Lukas Gaudernak vollführen.
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the opinion
8 – medianet
„Ich habe einmal gesagt, was mich am Tod vor allem schreckt, ist die Gewissheit, nicht mehr die Zeitungen des nächsten Tages lesen zu können“, zitiert Focus den am Mittwoch verstorbenen Doyen der Literaturkritik, Marcel Reich-Ranicki, in einem Interview, das vor etwa einem Jahr geführt wurde und vorrangig das Thema Tod behandelt – und dessen Redundanz den scharfzüngigen Publizisten ungemein nervte.
medianet Leitartikel
Vorhang zu und alle Fragen offen Menschen, die fehlen werden im medialen Betrieb, und Dinge, auf die wir im Grunde immer schon gewartet hatten.
Die Höflichkeit der Kritiker Eben deswegen wird er so fehlen. Weil er sich nicht nur traute, jederzeit und bei jeder Gelegenheit ehrlich genervt zu sein; weil er sich von Dingen nerven ließ, die seit der Einstellung des Literarischen Quartetts oft nur mehr unter „ferner liefen“ freundlich rezensiert werden – und weil ihn pseudowissenschaftliche Halbherzigkeiten bei der Besprechung von Büchern anwiderten, wie nur Reich-Ranicki angewidert sein konnte – „denn die Deutlichkeit ist die Höflichkeit der Kritik der Kritiker“. Dass er tatsächlich unter der Vorstel-
m a ke r S n e t w o r k
sabine bretschneider
lung litt, im Falle seines Ablebens die nächsttägige Zeitung nicht mehr lesen zu können, das übt sogar rückblickend und in Form eines branchenspezifischen Stellvertretersyndroms Druck aus ... „Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“
Themenwechsel und ein TV-Tipp für Politikverdrossene: Hanno Setteles Wahlfahrten. Manchmal unterlaufen dem ORF Formate, die man dem Öffentlich-rechtlichen so gar nicht zutrauen würde. Dieses Politinfotainment in Form vollkommen unaufgeregter RoadmoviePorträts schlägt vom Wohlfühlcharakter
Freitag, 20. September 2013
her derzeit alles. Atmosphärisch vom Feinsten – und manchmal rutscht den Fahrgästen dann doch ein Gschichterl raus, das noch von keinem Spindoctor mehrfach dampfgebügelt worden ist. Wiewohl die Gefahr besteht, dass so mancher dann sein Kreuzerl bei der Liste Settele machen möchte – und am 29. bitter enttäuscht sein wird. Nächsten Mittwoch werden Bundeskanzler Faymann und Vize Spindelegger durchs Land chauffiert. Angeblich coacht man den Außenminister bereits dahingehend, dass er in seiner bereits sehr routiniert angewandten Offensiv-Ges-tik als Beifahrer keine reale Gefahrenquelle darstellt. Und: Weiß eigentlich irgendjemand, warum unsere ansons-ten so störrische Regierungsspitze jetzt so willfährig bei jedem Programm – egal ob in Showküche oder Wahltaxi – mitmacht?
mail to s.bretschneider @medianet.at
Gastkommentar Vertrauensverlust könnte BIP-Wachstum massiv bremsen
zitat des ta g es Peter F. Drucker, Pionier der modernen Managementlehre
Was Manager entscheiden zu unterlassen, ist oft wichtiger, als was sie entscheiden zu unternehmen. www.zitate . at
heute im business weekend
IMPRESSUM
Überwachung schadet der Wirtschaft
Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda
Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten, lautet das Totschlag-Argument aller Proponenten einer Law-and-order-Politik, die dem Überwachungsstaat das Wort redet. Also lieber nicht aufmucken, wenn wir im Namen der Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität der prophylaktischen Permanentobservation preisgegeben werden. Trotzdem gibt es noch immer ein paar Unverbesserliche unter uns potenziellen Dschihadisten, die auf ihr verfassungsmäßiges Recht pochen, etwas zu verbergen. Immerhin ist das Recht auf Privatsphäre in den allgemeinen Menschenrechten verankert und in allen entwickelten Demokratien auch Teil der des Grundrechts. Zynismus beiseite: Während das Thema – soweit es das Privatleben betrifft – noch als Frage einer Abwägung zwischen Bürgerrechten und öffentlicher Sicherheit diskutiert werden kann, bringt es die Wirtschaft in eine unauflösbare Bredouille. Für viele Branchen ist es eine wesentliche Geschäftsgrundlage, vielfach sogar eine gesetzliche Verpflichtung, etwas zu verbergen – etwa Anwälte und Steuerberater ihre Klientendaten, Journalisten ihre Informanten oder Ärzte die Patienteninformationen. Und dann „Trotzdem gibt es ein gibt es da noch das Datenschutzrecht, das Unternehmen bei Strafandrohung verpflichtet, personenbezogene Daten paar Unverbesserliche, von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern bestmöglich vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. die auf ihr verfasBei aller Empörung der europäischen Politik und Öffentlichkeit – die ökonomischen Auswirkungen der aktusungsmäßiges Recht ellen Enthüllungen werden noch kaum diskutiert. Und die könnten gravierend sein – für die Handelsbeziehungen mit pochen, etwas zu den USA, aber auch darüber hinaus.
verbergen.“
Abo, Zustellungs- und Adressänderungswünsche:
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Rückschlag für Cloud Computing
„Ich habe das Gefühl, dass für unsere Gruppe, aber auch für den Automobilsektor, in Europa das Schlimmste hinter uns liegt.“
© Intel
P hilippe VArin, PSA-Konzern, s. 2 4
„Die Industrie verändert sich in einem noch nie dagewesenen Tempo, die Innovationszyklen sind kürzer denn je.“ Brian K rzanich, i n t e l , s. 64
Insbesondere die Internet- und IT-Dienstleistungsbranche wird unter diesem Vertrauensverlust leiden – auch in Europa. Cloud Computing gilt als Zukunftskonzept schlechthin in der EDV. Es senkt nicht nur die IT-Kosten, sondern reduziert auch den Bedarf an Bürofläche und internem Personal. Kurzum: Die Cloud erhöht die Wettbewerbsfähigkeit. 80 Prozent der Unternehmen, die diese Technologie bereits nutzen, verzeichnen einen Rückgang ihrer ITAusgaben um zehn bis 20 Prozent, bei einem Fünftel der Firmen betrugen die Einsparungen sogar 30 Prozent oder mehr. Das sind Effizienzsteigerungen in volkswirtschaftlicher Dimension. Die EU hat deshalb im Rahmen ihrer „Digital Agenda“ eine Cloud Computing-Strategie zur umfassenden Förderung der „Rechenwolke“ entwickelt. Einer EU-Studie zufolge könnten die europäischen Unternehmen durch Innovationen und den Zugang zu produktivitätssteigernden Technologien, die das Cloud-Konzept bietet, das BIP der EU zwischen 2015 und 2020 um nahezu 600 Milliarden Euro steigern. Angesichts der dominierenden Stellung amerikanischer IT-Unternehmen im Bereich von Cloud-Dienstleistungen sind die Chancen auf dieses dringend benötigte zusätzliche Wirtschaftswachstum durch die jüngsten Enthüllungen massiv gefährdet. Denn die Sorge um den Datenschutz und die Sicherheit ihres intellektuellen Eigentums ist gerade bei europäischen Unternehmen noch immer der große „Show Stopper“ in der Entwicklung des Cloud-Geschäfts.
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Rudolf J. Melzer, IFWK
Lektorat: Christoph Strolz Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Lithografie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver Jonke Anzeigenproduktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service center-wien@redmail.at“ Erscheinungsweise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erscheinungsort: Wien Einzelpreis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs zeitraums bei 6-wöchiger Kündigungsfrist; es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/
Rudolf J. Melzer, Präsident des Internationalen Forums für Wirtschaftskommunikation (IFWK); www.ifwk.net Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.
Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35
medianet
inside your business. today.
freitag, 20. september 2013 – 9
Die „Schlacht um den Kunden“ des DMVÖ wurde geschlagen Seite 13
Arbeit
Jubiläum
Master-Thesis befasst sich mit Ethik-Kodizes im Journalismus Seite 15
Agentur Aigner PR feierte 20-jähriges Bestehen Seite 16
© medianet/Szene1/ Christian Mikes
© DMVÖ
Kongress
© W. Kumm/EPA/pictured.
marketing & media „Beschränkungen nur für den ORF geht nicht“
www.mhoch3.at
© Ecker & Partner
short
© Onlinezone
Axel Zuschmann, geschäftsführender Gesellschafter Ecker & Partner, über das Investment in Kundenbindungsmaßnahmen und Content Marketing, welches sich nun bezahlt mache. So initiiert die Agentur beispielsweise den „Smart Content Day“. Seite 11
© medianet
Christian Steiner, Mitbegründer Szene1, über den Turnaround nach schwierigen Jahren, wo sich das „größte heimische Jugend-Online-Portal“ neu erfunden hat und neben Community- auch den Flirtgedanken auf greift, aber auch mit eigener Agentur punktet. Seite 12
© APA/Helmut Fohringer
Kein Facebook Der Bundeskommunikationssenat BKS hat dem ORF neuerlich seine Facebook-Aktivitäten untersagt. Generaldirektor Alexander Wrabetz erklärt, wie man den Spruch bekämpfen will, und warum es im Web 2.0 keine Regeln geben darf, die dann nur für ORF-Journalisten gelten. Seite 10 Dieter Brosz, Mediensprecher der Grünen, im Gespräch mit medianet über Kampagnenfinanzierung der SPÖ, Zugriff der Politik auf den ORF sowie den Appell an den Öffentlichrechtlichen Rundfunk, bei Eigenproduktionen nicht zu sparen. Seite 14
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DER NEUE KATALOG 2013/2014 IST DA!
Kommunizieren mit Digitalen Medien. Lernen mit Digitalen Medien.
© Demner, Merlicek & Bergmann
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Schlagen Sie neue Seiten auf! Viele neue Routen wie z.B.ganzjährige Karibik-Abfahrten mit MSC Divina ab/bis Miami, die Vereinigten Arabischen Emirate oder die Kanarischen Inseln. Blättern Sie los und entdecken Sie eine völlig neue Kreuzfahrten-Welt - auch auf www.msckreuzfahrten.at.
Demner, Merlicek & Bergmann und der Hofstädter haben sich für die Rewe wieder was erlaubt.
c ov e r
10 – medianet
Freitag, 20. September 2013
„Web 2.nix“ Der Bundeskommunikationssenat spricht „Forenverbot“ aus – Nutzung Sozialer Netzwerke für ORF damit de facto nicht möglich
„Ein Verbot von Kommunikation“ Dem ORF wurden Facebook-Aktivitäten neuerlich verboten: ORF-Generaldirektor Wrabetz erklärt in medianet, wie man sich wehren will. Wien. Jetzt also doch nicht. Laut einem neuerlichen Bescheid des Bundeskommunikationssenats (BKS) darf der ORF nicht facebooken. Begründung: Dem ORF ist das Betreiben ständiger Foren nicht erlaubt. medianet bat ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz um ein paar Antworten zum Thema. medianet: Der Bundeskommunikationssenat (BKS) hat dem ORF neuerlich seine Facebook-Präsenz verboten, bzw. dies eingeschränkt, und beruft sich dabei auf das Verbot ständiger Foren, weshalb diese ja auch etwa auf orf.at nicht mehr möglich sind. Aktuell bitten Sie auf Facebook die User, die Meldungen des ORF nicht zu kommentieren. Worin besteht für Sie der Unterschied zwischen Kommentaren auf orf.at und jenen auf Facebook? Wrabetz: Der Bescheid des BKS ist de facto ein Verbot der Kommunikation zwischen uns als Unternehmen und unseren Kundinnen und Kunden, und genau das wollte der VfGH in seinem letzten Erkenntnis aber erlauben. Diese Interaktionsmöglichkeit ist für den ORF sowohl auf eigenen als auch auf fremden Plattformen, wie Facebook, gleich wichtig. Die Österreicherinnen und Österreicher wollen mit uns kommunizieren, und wir mit ihnen. medianet: Sie haben bereits einen Gang zum VfGH angekündigt. Wäre in dieser Sache nicht auch eine Änderung des ORF-Gesetzes notwendig? Wrabetz: Wir werden Beschwerden an die Höchstgerichte richten und uns bemühen, eine aufschiebende Wirkung bis zur endgültigen Klärung der Angelegenheit zu erreichen. Wir sind zuversichtlich, dass wir ohne Gesetzesänderung auskommen. medianet: ARD und ZDF dürfen laut Gesetz auf Facebook präsent
tipp des tages
sein, solange es einen Bezug zu einer Sendung gibt. Dinge wie Chats, Foren, Partner- oder Tauschbörsen sind verboten. Wäre das ein gangbarer Weg für den ORF? Wrabetz: Das ist alles im ORF-Gesetz ganz klar geregelt, hier ist keine Frage offen. Der ORF darf eigene Diskussionsforen betreiben, wie wir das in debatte.orf.at erfolgreich tun. Auch hier hat im Übrigen erst der Verwaltungsgerichtshof ein Verbot der Behörden gestoppt und aufgehoben. Partner- oder Tauschbörsen gehören nicht zu unserem Tätigkeitsfeld und sind untersagt.
sollten die heimischen Marktteilnehmer ihre gemeinsamen Interessen formulieren und sie gemeinsam durchzusetzen versuchen. Konkret sind wir im Gespräch über eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Bewegtbildvermarktung. medianet: Der ORF hat sich gegenüber der Behörde immer wieder kritisch gezeigt. Glauben Sie, dass es sich bei der neuerlichen Ablehnung auch um eine Art ‚Retourkutsche‘ handelt? Wrabetz: Ich hoffe nicht, dass Befindlichkeiten hier eine Rolle spielen.
„Der Bescheid des BKS ist de facto ein Verbot der Kommunikation zwischen uns als Unternehmen und unseren Kunden.“
© medianet
dinko fejzuli
A. Wrabetz hofft auf eine Einigung in der Facebook-Frage ohne Gesetzesänderung.
Alexander Wrabetz, ORF
sehe und sich ihrer besonderen Verantwortung auch in diesem Bereich bewusst sind. Der ORF-Redakteursrat hat zudem schon vor einiger Zeit entsprechende Verhaltensempfehlungen verabschiedet, und wir arbeiten an einem entsprechenden Regelwerk, das für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten wird. Von einer gesonderten gesetzlichen Beschränkung für ORF-Journalistinnen und -Journalisten halte ich nichts.
medianet: Apropos Gesetz: Im Bezug auf die Neuen Medien und eine mögliche Gesetzesänderung spricht ÖVP-Klubobmann Kopf im Standard von nötigen Regeln für ORF-Journalisten, ‚die sich online völlig abseits von Objektivität‘ bewegen würden. Und, so Kopf weiter: ‚Was sie im ORF nicht dürften, leben sie dort in einer unglaublichen Extensität aus.‘ Gibt es Regeln für ORF-Journalisten auf ORF-Plattformen und darf es diese auch für die privaten Aktivitäten der Kollegen geben? Wrabetz: Grundsätzlich ist zu sagen, dass die ORF-Journalistinnen und -Journalisten sehr sorgsam und umsichtig mit Sozialen Netzwerken umgehen, soweit ich das
medianet: Der ORF steht auch beim VÖP in der Kritik. Dieser wirft Ihnen ja vor, nicht den öffentlichrechtlichen Auftrag erfüllen zu wollen, sondern man würde nur ‚den Wünschen der Werbewirtschaft‘ möglichst nachkommen wollen, siehe Vermarktung TVthek. Was sagen Sie zu dieser Kritik?
Schuh-Haunold verlässt den News-Verlag
„Etwas Neues machen“ Schuh-Haunold gegenüber medianet: „Ja, es stimmt, ich habe beschlossen, die Verlagsgruppe News zu verlassen. Ich hatte hier eine sehr spannende und herausfordernde Zeit. In der letzten Wochen habe ich aber für mich festgestellt, dass es Zeit ist, etwas Neues zu machen. Ich habe dazu einige Ideen, aber was das genau sein wird, weiß ich jetzt noch nicht. Wohin es Schuh-Haunold, die seit über 23 Jahren in der Branche tätig ist, verschlägt, steht nicht fest. „Da mein Dienstvertrag mit Februar 2014 endet, bin ich ja nicht gleich weg und werde mir in Ruhe überlegen, was ich weiter tun möchte.“
werden: Der News-Verlag hat seit geraumer Zeit mit Auflagen- und Umsatzrückgängen zu kämpfen. Entsprechend steige der Druck auf die Mitarbeiter, war zu hören.
Der Druck wächst
© News Verlag/Ricardo Herrgott
© Campus Verlag
medianet: Anders sieht es in Richtung VÖZ aus: Sie sollen dem VÖZ eine Kooperation für die sog. Neuen Medien angeboten haben. Wrabetz: In Österreich verzetteln wir uns viel zu sehr mit den althergebrachten und überkommenen Streitereien. Der Medienmarkt ist globalisiert und unsere Gegner sind heute Milliardenkonzerne wie Google, Facebook, etc. Aus meiner Sicht
Personalia U.a. Leiterin für Verkaufs- und Vertriebsmarketing (Mediaprint) & Kurier-Gesamtvertriebsleitung
Wien. In der Wiener Taborstraße, dem Sitz der Verlagsgruppe News, gibt es einen gewichtigen Abgang zu vermelden. Angela SchuhHaunold, derzeit Gesamtvertriebsleiterin des Magazinriesen, verlässt nach sechs Jahren auf eigenen Wunsch das Haus. Nicht gleich, aber mit Ende Februar 2014.
Undercover Die Kultur der Denunziation in den USA. Mit seinem Beitrag greift Olaf Stieglitz ein komplexes, vieldiskutiertes Thema auf. Der Autor schildert, welche Rolle Überwachung und Spitzeltum seit Ende des 19. Jahrhunderts spielten oder wie das jeweilige System der Denunziation organisiert wurde, da trotz des moralischen Tabus die Denunziation allgegenwärtig zu sein scheint. Damit öffnet sich der Blick auf ein tief in der US-amerikanischen Kultur verankertes Charakteristikum: die Angst vor inneren und äußeren Feinden und die Verpflichtung, die Gesellschaft zu schützen. 34,90 €, Campus Verlag, ISBN: 978-3-593-398-457.
Wrabetz: Nichts. Der VÖP vertritt die Interessen seiner Mitglieder, also vornehmlich deutscher Medienkonzerne, die in Österreich jedes Jahr mehr als 400 Millionen Euro an Werbegeld verdienen. Die Programmwirklichkeit im ORF ist natürlich eine ganz andere. Die Vermarktung der TVthek hat einen engen rechtlichen Rahmen, den wir strikt einhalten.
medianet: Eine allgemeine Frage zum Schluss. Gerade was die Aktivitäten im Web 2.0 betrifft, bekommt man den Eindruck – so erbittert, wie die Diskussion von allen Seiten geführt wird –, dies sei eine überlebensentscheidende Frage für den ORF. Wie wichtig sind die Aktivitäten des ORF in den sog. Neuen Medien gerade im Hinblick auf die jüngere Zielgruppe? Wrabetz: Lineares Fernsehen wird auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren den Medienkonsum dominieren, auch die Radionutzung wird von großer Bedeutung sein: Im Rahmen unseres Strategieprozesses ‚ORF 2020‘ haben wir uns dieses Thema unter Einbeziehung externer Experten sehr genau angesehen: Der Medienkonsum entwickelt sich weiter; Fernsehgeräte werden mit den Möglichkeiten der Onlinetechnologien zu Smart-TVs, der Second-Screen wird immer wichtiger und die direkte Kommunikation mit dem Publikum über Soziale Netzwerke gewinnt an Bedeutung. Beim jungen Publikum sind diese Trends besonders ausgeprägt. Darauf müssen sich moderne Medienunternehmen wie der ORF einstellen. Mit unseren erfolgreichen Online-Angeboten und Apps, wie etwa aktuell jener zur Nationalratswahl, gehen wir genau in diese Richtung. www.orf.at
Angela Schuh-Haunold, Gesamt vertriebsleiterin News-Verlag, geht.
Bei News leitet Schuh-Haunold in ihrer jetzigen Funktion den Gesamtvertrieb und den Aboverkauf für die News-Gruppe. Im Herbst 2011 hat sie diese Funktion zu ihrer Tätigkeit als Geschäftsbereichsleiterin für B2B Marketing, Event, Mediaplanung und Marketingbudgetcontrolling der 14 Magazine in der Verlagsgruppe übernommen. Über die Hintergründe ihres Abgangs kann nur gemutmaßt
In die Schlagzeilen geriet der Verlag vor wenigen Tagen, als bekannt wurde, dass ein ohnedies herrschendes Haustierverbot in Verlagsräumlichkeiten nun auch durchgesetzt werde. Daraufhin sammelten Mitarbeiter über 400 Unterschriften dagegen. Wie zu hören war, rief diese Aktion bei manchen Kollegen durchaus Verwunderung hervor, denn bei Abgängen von Mitarbeitern hätte es längst nicht so viel Solidarität gegeben. Zudem befindet sich News-Verlag-Miteigentümer Gruner & Jahr selbst im Umbruch und dies dürfte die Stimmung in Österreich auch nicht gerade gehoben haben. Bei G+J kam es im April dieses Jahres zu einem massiven Umbau an der Verlagsspitze, im Zuge dessen sich der Verlag auch weitgehend aus Osteuropa zurückzog. Seitens
der Verlagsspitze hieß es damals, all das habe keine Auswirkung auf die Österreich-Beteiligung von G+J. Verlagschef Axel Bogocz verneinte diese im Österreichischen Journalist energisch. Es gäbe ein „ganz klares Commitment der Vorstandsvorsitzenden Julia Jäkel“ zu Österreich, so Bogocz. Schuh-Haunold selbst hatte ihre Karriere an der Universität Wien gestartet: Nach dem Studium wurde sie Pressesprecherin des Rektors der Universität Wien und wechselte nach fünf Jahren ins Verlagsgeschäft zur Tageszeitung Der Standard. Dort macht sie ihre ersten Werbe- und Marketingerfahrungen. 1999 wechselte sie in den trend/ profil Orac Verlag als Assistentin des damaligen Geschäftsführers Helmut Hanusch. Ab 2001 war sie in der Mediaprint, erst als Leiterin für Verkaufs- und Vertriebsmarketing, später als Gesamtvertriebsleitung für den Kurier tätig. Schuh-Haunold ist Mitglied im ÖAK-Prüfausschuss und im VÖZ ARGE Lesermarkt und unterrichtet fallweise u.a. an der Fachhochschule für Journalismus in Wien.
M ar k e t i n g & A g e n t u re n
Freitag, 20. September 2013
medianet – 11
Schlagzahl Vor allem bei den Themen Lobbying & Public Affairs, Krisenkommunikation und Litigation PR gibt es verstärkt Aktivitäten
E&P: Aktivitäten intensiviert dinko fejzuli
Wien. Alle Hände voll zu tun hat derzeit das Team von Ecker & Partner, Österreichs letzter großer eigentümergeführter PR-Agentur. „Wir haben seit Jahresbeginn konsequent in Kundenbindungsmaßnahmen und Content Marketing in eigener Sache investiert – vor allem bei den Themen Lobbying & Public Affairs, Krisenkommunikation und Litigation PR; das macht sich jetzt bezahlt“, konstatiert Axel Zuschmann, geschäftsführender Gesellschafter. So wurden zum Inkrafttreten des Lobbying-Gesetzes bei bestehenden sowie potenziellen Kunden als Agentur-Service kurze Crash-Kurse zum Umgang mit den neuen Regelungen angeboten, die auch gern angenommen wurden. In weiterer Folge veröffentlichte Ecker & Partner zwei White Papers – zu den Themen „Krisenkommunikation“
Portal Herold & Verlagshaus
Arztsuche digital Wien/Mödling. Mit einem neuen Gesundheitsservice gehen Herold Business Data und das Verlagshaus der Ärzte an den Start: Das Arztsuch-Portal http://arztsuche24. at zeigt sich rundum komplett erneuert und soll so Usern die Suche nach Informationen erleichtern. „Im Unterschied zu anderen Portalen findet man auf arztsuche24. at auch Detailinformationen zum Behandlungsangebot, zu den jeweiligen Ordinationszeiten und Kassenverträgen sowie zu Diplomen und Zusatzausbildungen von Ärzten, Therapeuten und Komplementärmedizinern“, streicht Herodl Geschäftsführer Thomas Friess Vorteile seines Portals heraus.
Umfangreiche Zusatzinfos
© Arztsuche24.at
Dabei setzte man auf benutzerfreundlichere Navigation, mobil optimierte Darstellung sowie auf qualitativ hochwertige DetailInformationen. Unter der Rubrik „Krankheitsbilder“ finden User zudem fundierte Beschreibungen zu häufig gesuchten Krankheitsbildern von anerkannten Spezialisten. „Es ist uns ein ganz großes Anliegen, dem interessierten Patienten fachlich korrekte und fundierte Experteninformation zu bieten, auf die er sich verlassen kann. Arztsuche24.at soll ein solider, verlässlicher Fels in der Brandung unterschiedlichster Gesundheitsratgeber im Internet sein“, betont Martin Stickler, Geschäftsführer des Verlagshauses der Ärzte. Zudem bietet das Portal Informationen und Daten zu verwandten Bereichen wie etwa zu Optikern, Pflegeund Altenheimen; Reformhäuser oder Sanatorien sind ebenfalls gelistet, ebenso wie ein eigenes Lexikon. (red)
sowie kürzlich zum Trend-Thema „Litigation PR“ (beide zum Download auf www.eup.at).
Viele Kundenanfragen Nicole Bäck, geschäftsführende Gesellschafterin, freut sich in diesem Zusammenhang über ein „extrem positives Feedback; innerhalb kürzester Zeit gab es zahlreiche Anfragen sowohl von Unternehmen als auch Rechtsanwaltskanzleien in Richtung möglicher künftiger Zusammenarbeit“. Und last but not least nahm in den letzten Monaten auch die Teilnahmehäufigkeit bei Agentur-Pit-
ches kontinuierlich zu – drei große Ausschreibungen wurden aktuell bereits gewonnen, dazu kommen weitere Neukunden wie z.B. das Gregor Mendel-Institut, CRIF, ökostrom, Industriellenvereinigung Steiermark und die PR für Schwedenbomben, das Traditionsprodukt mit neuem Eigentümer. Die nächste E&P-Aktion steht bereits bevor: Am 17. Oktober veranstaltet die Agentur Österreichs erste Konferenz zum Thema Contentmarketing und -strategie: den „Smart Content Day“ mit (inter)nationalen Experten. Infos & Anmeldung: www.smart-content-day.com
© Ecker & Partner
Es wird konsequent in Kundenbindungsmaßnahmen und Content Marketing in eigener Sache investiert.
Investieren in Kundenbindung: Dietmar Ecker, Nicole Bäck & Axel Zuschmann.
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Marketing & MEdien
12 – medianet
Freitag, 20. September 2013
Szene1 Nach schwierigen Jahren mit Verlusten hat Szene1 sich „neu erfunden“ und den Turnaround geschafft
short
„Wir sind die größte Jugend-Online-Plattform“
Welldone-Kampagne für Ärztekammer Wien
© Welldone
Anfang 2014 soll eine Flirt-App der Szene1-Gruppe den internationalen Durchbruch ermöglichen.
Christian Steiner, Mitbegründer und GF Szene1: „Portale wie myspace oder die VZ-Gruppe sind am Boden; wir dagegen sind das größte Online-Jugend-Plattform in Österreich.“ dinko fejzuli
Wien. Das österreichische Community-Event- & Fotoportal Szene1 wird zehn und medianet bat Christian Steiner, Mitbegründer und Geschäftsführer, zum Gespräch. Insgesamt hat das Portal nach schwierigen Jahren den Turnaround geschafft. Gab es 2010 noch einen Verlust und 2011 ein ausgeglichenes Jahr, konnte das Portal, laut Steiner größtes OnlineJugend-Portal Österreichs, mit derzeit 1,4 Mio. Visitis, 700.000 Unique Usern und bis zu 20 bis 25 Mio. Page Impressions im Jahr 2012 wieder positive Zahlen schreiben. „Zur Hochblüte hatten wir 500 Millionen Page Impressions pro Monat, hatten rund 120 Server herumstehen gehabt. Parallel dazu haben wir ein Single-Sign-On-Konzept in der Tasche gehabt mit einer Vernetzung von über 50 Portalen, wo man sich mit dem Szene1Account überall einloggen hätte können. Doch dann ist Facebook nach Europa gekommen und hat alle unsere Pläne zunichtegemacht. Wir mussten uns dann von Facebook wegpositionieren“,
„Biber“ & Kobza Media bringen den „almanah“ Wien. Die biber-Publikation almanah lag am 17. September der Tageszeitung Die Presse bei. Zielgruppe der Publikation sind Opinion Leader und wirtschafts- und politikinteressierte Leserinnen und Leser. Der in Kooperation mit der AgenturGruppe Kobza Media entwickelte almanah legt in seiner zweiten Ausgabe 2013/2014 den Fokus auf qualifizierte Zuwanderung und beschreibt die Internationalisierung von Politik und Gesellschaft in Österreich. „Wer sich rechtzeitig vor der Nationalratswahl einen Überblick über die aktuellesten Entwicklungen im Bereich Integration verschaffen will, der ist beim almanah bestens aufgehoben“, sagt biber-Herausgeber Simon Kravagna.
artworx und Carrera lassen Reifen qualmen
„Doch dann ist Face book nach Europa gekommen und hat alle diese Pläne zu nichtegemacht.“ Christian Steiner Geschäftsführer Szene 1
ce gesehen haben; mittlerweile hat sich das aber wieder gedreht“, erläutert Steiner. Die übermächtige Konkurrenz hat Szene1 dann dazu bewogen, „sich jährlich neu zu erfinden, was uns das Leben gerettet hat“. So ist etwa der Flirt-Bereich auf
dem Portal mittlerweile eine wichtige Säule geworden. „Viele ähnliche Portale sind am Boden: myspace, netlog oder die VZ-Gruppe. Wir sind dagegen mit 700.000 Unique Usern in der Zielgruppe 12 bis 29 Jahre Österreichs größte Online-Jugend-Plattform“, sagt Steiner und ergänzt: „Ich hoffe, dass dies die Werbebranche auch verstärkt wahrnimmt.“ Parallel dazu wurde vor fünf Jahren die Agentur Onlinezone ins Leben gerufen, die mittlerweile rund 35% des Gesamtumsatzes der Gruppe beisteuert. „Wir verstehen uns dabei nicht als klassische Medienagentur, sondern als Full-Service-Digitalagentur“, so Steiner, der mit der Schartner-Arschbomben-Aktion für nationales Aufsehen gesorgt hat. Aber auch auf Szene1 steht immer häufiger die crossmediale Promotion im Vordergrund. „Banale Bannerwerbungen werden immer häufiger für Performancezwecke eingesetzt.“ So wurde zum Beispiel mit Samsung mit dem Launch der Samsung Galaxy Cam ein großes Projekt umgesetzt. „Rund 40 unserer Fotografen wurden mit dieser
Cam ausgestattet; sie sind gebrandet durch die Lokale und Events gezogen und haben die Fotos vor Ort direkt online gestellt. Zusätzlich waren unsere Visitenkarten, die wir bei jedem Foto verteilen, auf der Rückseite ebenfalls mit Samsung gebrandet.“
Flirt-App Spätestens mit Anfang des kommenden Jahres will Steiner das Flirt-Thema mit einer neuen App bedienen. „Die App wird nicht unter dem Szene1-Branding erscheinen. Wir hoffen damit auch international Fuß fassen zu können.“
szene1 öwa facts • 670.000 Unique Clients (ÖWA, Juli 2013) • 18,7 Mio. Page Impressions (Juli 2013) • Visits auf 1,3 Mio. gesteigert (Juli 2013) • Plus 45% in der mobilen Aktivität durch responsive Design in den letzten 4 Wochen (seit Juli 2013) • Ca. 50.000 Singles im Flirtbereich pro Monat (53% weiblich) • Größte Jugend und Eventcommunity in der ÖWA
TV Fortführung auf Sky
Video on Demand ProSiebenSat.1 Gruppe bringt das Angebot auch für Österreich
Harald Schmidt mit neuen Folgen
Videoplattform maxdome startet
© artworx
Wien. Ab sofort ist maxdome, eine Online-Videothek mit über 50.000 Video-on-Demand-Inhalten, auch in Österreich verfügbar. Diese bietet eine breite Auswahl an Spielfilmen, Serien, Dokumentationen, Reportagen, Musikkonzerten, Kinderprogramm, etc. maxdome, eine Unternehmung der ProSiebenSat.1 Gruppe, bietet zum Österreich-Start neben vorhandenen Videos Filmhighlights
von und mit österreichischen Größen wie Josef Hader, Michael Haneke und Erwin Wagenhofer. Musikalische Austro-Klassiker gibt es beispielsweise von der EAV – Erste Allgemeine Verunsicherung und Hubert von Goisern. Neben dem Online-Auftritt maxdome.at verfügen unter anderem Samsung Smart TVs zum Start über eine vorinstallierte maxdomeApp. Über Set-Top-Boxen oder in-
© maxdome
Setzen auf Online-Games: Carrera mit umsetzender Agentur artworx.
Wels. Die oberösterreichische Agentur artworx realisierte für den Kunden Stadlbauer/Carrera eine Begleitpromotion zur Carrera Challengetour. „Das klassische Gewinnspielformular reicht uns nicht. Der Trend geht in Richtung Gamification und das trifft genau unseren Geschmack und den unserer Kunden“, erläutert Andreas Zachbauer, Projektleiter bei artworx. Um im Spiel die Carrera-Reifen qualmen zu lassen, muss der User im richtigen Moment auf den vibrierenden Handregler klicken. Alle Elemente und die Haptik des Games wurden exakt an die Gegebenheiten einer realen Carrera-Rennbahn angepasst. (red)
so Szene1-Geschäftsführer Steiner im Interview. Viele Szene1-Kunden haben dann damals ihre Werbeausgaben drastisch reduziert, „weil sie eher in Facebook mit Fanpages ihre Chan-
Per Abo oder Einzelkauf können User auf maxdome.at Bewegtbild konsumieren.
ternetfähigen Blu-Ray-Player ist maxdome auch auf Fernsehgeräten ohne integriertem Internetzugang nutzbar. Der gesamte Content von maxdome.at kann jederzeit und überall mit einem Breitbandzugang gestreamt werden.
Wien. Mitte September kehrt Harald Schmidt mit brandneuen Sendungen der „Harald Schmidt Show“ auf den Bildschirm zurück. Die Show läuft dienstags bis donnerstags um 22:15 Uhr auf Sky Hits und Sky Hits HD sowie um 23:00 Uhr auf Sky Atlantic HD. Am jeweiligen Folgetag ist die Sendung zudem um 19:30 Uhr auf Sky Comedy zu sehen. (red)
„Sehen großes Potenzial“ Der Videocontent von maxdome kann heruntergeladen und gespeichert werden, um ihn auch offline ansehen zu können. Das gesamte Angebot kann einerseits über Paketpreise pro Monat erworben und andererseits einzeln geliehen oder gekauft werden. Andreas Heyden, Geschäftsführer von maxdome, freut sich über die Österreich-Expansion: „Der Launch in Österreich ist für uns ein großer Schritt. Wir bauen die technische Reichweite um 2,6 Millionen Haushalte aus. Die Österreicher haben eine hohe Affinität zu Onlinemedien, und durch den Breitbandausbau sind die technischen Voraussetzungen mehr als gegeben; wir sehen hier also großes Potenzial.“ (red)
© Sky/Ralf Jürgens
Wien. „Gesagt. Getan. Vorgesorgt.“ – unter diesem Claim gestaltete die Wiener Werbeagentur Welldone Werbung und PR GmbH eine groß angelegte Kampagne zum Thema Vorsorge für die Ärztekammer Wien. Neben Poster und Info-Folder für Arztpraxen wurden auch eine Vorsorge-App für Androidund Apple-Smartphones und eine neue Website entwickelt.
© Onlinezone; szene1.at (2)
Im Zentrum der Kampagne steht der Gedanke an Gesundheitsvorsorge.
Harald Schmidt geht „topfit“ in seine zweite Spielzeit bei Pay TV-Sender Sky.
M ark e ti n g
Freitag, 20. September 2013
medianet – 13
Rundum erneuerter DMVÖ Congress lockt zahlreiche Vertreter aus der Kommunikations- und Marketingbranche
DMVÖ Insight Arena 2013 cHRISTINE gÖTZ
Wien. Am 11. September fand in der Neuen Burg Perchtoldsdorf der rundum erneuerte DMVÖ Congress unter dem Namen DMVÖ Insight Arena statt. Zum Schwerpunktthema „Die Schlacht um den Kunden“ trafen sich über 400 Vertreter der Kommunikations- und Marketingbranche, um einen ganzen Tag lang den Vorträgen der vier Keynote-Speaker zu lauschen und die Präsentationen der erfolgreichsten Dialog-Kampagnen in 20-minütigen Insight Spots zu verfolgen. Interaktion, Dialog und Networking standen im Mittelpunkt der Branchenveranstaltung.
terkulturellem Fokus, wie er auch in seinem Fachvortrag „Data & Storytelling“ immer wieder betonte. Cabrera strich vor allem den Ansatz hervor, dass exzellente Ideen kulturelle und sprachliche Barrieren überwinden und somit international sind, was er mit zahlreichen Best-Practice-Beispielen aus seinem Berufsalltag untermauerte.
Insight Spots aus der Praxis Aufgelockert wurden die Vorträge der vier internationalen Speaker durch ausgewählte Insight Spots, die zwischen den Keynotes fundierte Einblicke in aktuelle und
erfolgreiche Dialog MarketingKampagnen aus diversen Branchen wie Handel, Automobil, Kosmetik, Lebensmittel, Telekommunikation, Finanz- und Energiewirtschaft gaben. Prämierte Kampagnen wurden in 20-minütigen Inputs von den Auftraggebern und Agenturen präsentiert und boten „Insights“ in die „Learnings“ der Kampagnen. Die besten Kampagnen der Direct und Media Lions aus Cannes wurden ebenso vorgestellt wie erste Ergebnisse aus dem brandaktuellen Direct Media Report des DMVÖ, der diesmal einen Schwerpunkt auf den B2B-Bereich legt.
© DMVÖ (2)
Veranstaltung unter dem Motto „Die Schlacht um den Kunden“.
Dieter Weng, Michael Straberger, Daniela Philipp-Sabelko, Anton Jenzer (v.l.n.r.).
Vier Keynote-Speaker Der Kreativkopf von Serviceplan Campaign München, Christoph Everke, behandelte in seiner Eröffnungs-Keynote mit dem Titel „Jetzt wird’s persönlich“ die Frage, wie Dialog sowohl die Werbung als auch die Werber verändert, beeinflusst und inspiriert. Everke erzählte aus der Perspektive eines „Dialogue Immigrants“ und ließ seine Erfahrungen in internationalen Jurys in seinen Vortrag einfließen. Ihm folgte ein Vortrag des Direct Marketings und Geschäftsführer der Werbeagentur PKP BBDO, Alfred Koblinger. In seinem Vortrag „How to communicate in iAge?“ erörterte er, wie moderne Kunden ticken und welche Instrumente von Marken eingesetzt werden müssen, um am heute hart umkämpften Markt zu überleben.
UNSERE NEUE MASCHINE:
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FLEXIBEL
EFFIZIENT
Internationales Know-how Das Nachmittagsprogramm startete mit dem Vortrag des Schweizer Dialogmarketers René Eugstair. Der Inhaber der Agentur am Flughafen in Altenrhein sprach über erfolgreiche B2B-Dialogkommunikation unter dem Titel „The very best of European business to business communication – warum auch B2B gute Werbung verdient“. Er analysierte unter anderem zwölf Herausforderungen der heutigen Werbewelt, wie zum Beispiel die Flut an Werbebotschaften, steigender Kosten- und Zeitdruck sowie die Problematik, Produkte immer wieder neu erfinden zu müssen. Laut Eugstair führt Mut zu Kreativität und das Einbinden frischer, auf den Punkt gebrachter Ideen zu den besten B2B-Erfolgen. Zur Ending-Keynote trat OgilvyOne New York Senior Partner Alvaro Cabrera auf die Rednerbühne. Der gebürtige Spanier ist ein Direct Marketing-Profi mit in-
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Faradaygasse 6, 1030 Wien, Tel.: +43 1 795 94 -0, E-Mail: herold@herold.cc, www.herold.cc Keynote-Speaker Christoph Everke (links) mit Martin Wolf.
m e di e n
14 – medianet
Freitag, 20. September 2013
Kommunikationskosten Brosz appelliert an den ORF, nicht bei Eigenproduktionen zu sparen, und sieht hohe Kosten auf die SPÖ zukommen
Der Zugriff ist weniger geworden Grünen-Mediensprecher Dieter Brosz über Kampagnenfinanzeirung der SPÖ und den Zugriff der Politik auf den ORF. Wien. Die letzten Tage gingen die Wogen aufgrund der Plakatfinanzierung der SPÖ hoch: Der SPÖ-Parlamentsklub soll die Kanzler-Plakate finanziert haben. Die Grünen sehen darin eine illegale Parteispende. Im Gespräch mit medianet spricht Dieter Brosz, Nationalratsabgeordneter und Mediensprecher der Grünen, über die Causa, aber auch über den ORF und die Einflussnahme der Politik auf denselbigen. medianet: Die SPÖ hat momentan Ärger wegen der Finanzierung ihrer Wahlplakate. Welche Konsequenzen drohen hier? Dieter Brosz: Wenn der unabhängige Parteien-Transparenz-Senat feststellt, dass es sich um eine Spende handelt, muss die SPÖ mit einer Strafandrohung bis zum dreifachen des Betrages der Kampagne rechnen. Es ist für mich auf alle Fälle illegal. Wenn es für die SPÖ schlecht läuft, geht es hier um einen ordentlichen Millionenbetrag. Es ist ja der erste Fall von Wahlwerbung, seit es die Novelle gibt. Ich kann daher die wahrscheinliche Strafhöhe schwer einschätzen. Ich halte es aber für undenkbar, dass der Senat die Vorgangsweise der SPÖ als korrekt erachtet. medianet: Kommt diese Art der Finanzierung zum ersten Mal vor?
Brosz: Ich vermute, die SPÖ hat es bei den vergangenen Wahlkämpfen auch immer auf diese Art und Weise gemacht. Es ist nur niemandem aufgefallen. Was mich hier nur wundert: Der Rechnungshof musste die Angaben ja immer überprüfen. Warum ist es hier nie aufgeflogen? Es wäre interessant, zurückzuverfolgen, wie es bei den vergangenen Kampagnen war.
mittlerweile auch auf dem Küniglberg herumgesprochen haben. Das rot-schwarze Universum kracht an allen Ecken und Enden. Da wird man wohl darauf aufmerksam machen können, dass die breite Berücksichtigung anderer Parteien eine Perspektive der Zukunft ist. Der ORF muss ausgewogener sein. Deswegen auch der Ruf nach der ‚ZiB-Watch‘.
medianet: Kommen wir zum Thema ORF. Dieser präsentierte kürzlich sein Programm für die kommende Saison. Einige Dinge, Science Busters oder die Staatskünstler, werden fehlen, und weitere programmliche Streichungen stehen im Raum, falls die Gebührenrefundierung nicht verlängert wird. Brosz: Wenn der ORF eine Existenzberechtigung haben möchte, dann muss er sich dadurch legitimieren, indem er einen Mehrwert liefert. Gerade mit der KabarettSchiene hat der ORF ein Programm, das es in der Form im Fernsehen sonst nicht gibt. Wenn Sparmaßnahmen kommen und ausgerechnet da gekürzt wird, wo diese Legitimation besteht, dann stimmt im Unternehmen etwas grundsätzlich nicht. Es wird politisch immer schwieriger zu argumentieren, warum man ihn dann noch braucht. Ich würde mir daher aus Sicht des ORF gut überlegen, wo ich den Sparstift ansetze.
medianet: Trägt die ZiB-Watch in Ihren Augen bereits Früchte? Brosz: Ja, bei der ZiB1 ist ein Umdenken spürbar. Bei der ZiB2 wurde die Forderung eher als Beleidigung aufgenommen. Wir haben die Qualität der ZiB2 aber nie infrage gestellt. Bei der ZiB2 wird jetzt bewusst gezeigt, dass sie nicht darauf reagieren. Das liegt aber eher bei den handelnden Personen. Es werden auch die renommiertesten Journalisten damit klarkommen müssen, dass man eine sachliche Debatte über den ORF führt.
© APA/Helmut Fohringer
dinko fejzuli
Dieter Brosz, Grüner Nationalratsabgeordneter und Mediensprecher seiner Partei.
medianet: US-Serien sind nun mal günstiger als Eigenproduktionen. Wo soll der ORF Ihrer Meinung nach sparen, denn auch er braucht Quotenbringer wie z.B. Olympia. Brosz: Ich zweifle daran, ob es alle teuren Sportrechte tatsächlich braucht. Zwar ist damit die Quote gesichert und die Werbewirtschaft zufrieden. Ich bezweifle aber, ob sich die Werbeeinnahmen mit den Ausgaben der Sportrechte rechtfertigen lassen. Bei Spielfilmen ist es ebenso die Frage: Muss man hier immer vorn mit dabei sein? Ich glaube einfach, dass hier das Kosten-Nutzenverhältnis nicht stimmt.
medianet: Wo sehen Sie zurzeit den größten Handlungsbedarf? Brosz: Ich denke, dass der Programmauftrag durchaus klarer definiert werden kann. Wie man bei Sendungen von ORF III sieht, ziehen auch kulturelle Inhalte stark an. Das andere ist nach wie vor die parteipolitische Einflussnahme auf allen Ebenen, die ich stark kritisiere. Hier muss unbedingt ein Umdenken stattfinden. medianet: Warum ist das Ihrer Meinung nach schwierig? Brosz: Ich habe nicht den Eindruck, dass sich die Veränderungen in der politischen Szenerie in Österreich
medianet: Abgesehen von Wahlzeit – haben Sie das Gefühl, dass der ORF im Würgegriff der Politik ist? Brosz: Nein, ich denke es hat sich einiges geändert. Ich denke es ist zum Teil eher eine Frage der politischen Wahrnehmung in der Chefetage. Wenn die eigene Welt das politische Spektrum auf zwei Parteien der Regierung reduziert, wird auch die Berichterstattung zu einem bestimmten Teil so aussehen.
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Freitag, 20. September 2013
medianet – 15
Abschlussarbeit Donau-Universität Krems setzt sich kritisch mit Ethik und Medienarbeit auseinander; in der Praxis fehlt oftmals das Wissen
Ethik-Kodizes oft nicht bekannt
Experteninterviews Marecek nimmt gängige internationale wie nationale EthikKodizes unter die Lupe. Dazu zählen unter anderem der Code d’Athènes, der Ehrenkodex des Public Relations Verbands Austria (PRVA), der Concord-Code of Conduct on Images and Messages sowie der Code of Conduct for Organisations in Disaster Relief. Der Autor ana-
lysiert in seiner Studie, inwieweit der Transfer der Handlungsmaximen aus den theoretischen Kodizes in die praktische Arbeit der Journalisten funktioniert. Dazu wurden zwÜlf qualitative Interviews mit Verantwortlichen aus Medien und Experten fßr Ethik gefßhrt. Aus den Interviews geht zum einen hervor, dass bestehende Kodizes zwar tauglich zur Einhaltung ethischer Standards bei der Medienarbeit im Rahmen von humanitären Katastrophen sind – allerdings mit erheblichen Einschränkungen. Zum anderen sind Ethik-Kodizes vielen Praktikern der Medienarbeit gar nicht bekannt. Marecek: „Insbeson-
dere die PR-Kodizes kommen kaum zur Anwendung. Jene Kodizes, die schon spezifische ethische Herausforderungen bei der Kommunikation zu Humanitärer Hilfe adressieren, sind besser bekannt und werden häufiger angewendet.“ Einig waren sich die Befragten in dem Punkt, dass dem Bezug auf Menschenrechte und die MenschenwĂźrde ausreichend Platz in Kodizes gewidmet sein mĂźssen. Auch kĂśnne die Einhaltung von Richtlinien nur gelingen, wenn sie eingebettet sind in ein BĂźndel weiterer MaĂ&#x;nahmen, die auf ethisches Handeln abzielen. „Andere Komponenten wie Organisationskultur
und Aus- und Weiterbildung von PR-Verantwortlichen und Journalisten gleichermaĂ&#x;en spielen eine erhebliche Rolle“, betont Marecek. Die wohl wichtigste Bedingung zur Einhaltung ethischer Standards seien aber Diskurse Ăźber Fragen der Ethik und Moral. In einem weiteren Kapitel thematisiert Marecek die wechselseitige Abhängigkeit von Medien und NPOs und weist dabei auf die Korrelation zwischen Medienberichterstattung und Spendenbereitschaft hin. (cg) PDF der Arbeit unter: http://webthesis.donau-uni.ac.at/ thesen/92020.pdf
Was darf Berichterstattung in ÂKrisenfällen – und was nicht?
DAS INTERESSANTESTE WOCHENENDE Ă–STERREICHS
M&M Global MediaCom
Ab 19. Oktober bietet Ihnen das neue „WOCHENENDE“ der „Salzburger Nachrichten“ noch mehr Analysen zu aktuellen brisanten Themen, tief gehende Reportagen und kritische Blickwinkel aus der Feder Ăśsterreichischer Spitzenjournalisten.
London. Zum vierten Mal in fĂźnf Jahren wurde MediaCom im Rahmen der M&M Global Awards mit dem Titel „Agency Network of the Year“ ausgezeichnet. Die Agentur war fĂźr die Kunden Coca-Cola, Gillette, Procter & Gamble und Shell sowie darĂźber hinaus in vier weiteren Kategorien erfolgreich, darunter dem „The Effectiveness Award“, „Best Communications Award“, „Best Automotive Award“ und „The Sports Performance Award“. Mit den M&M Awards werden fĂźhrende Multi-Market-Werbekampagnen, innovativste und effektive Arbeit und beste Koordinierung von multilokalen Werbestrategien ausgezeichnet. Die M&M Global Awards wurden in einer feierlichen Zeremonie im Grosvenor House Hotel verliehen. (red)
Lesen Sie jetzt: UĂŠnĂŠ7œVÂ…iÂ˜ĂŠĂŒB}Â?ˆVÂ…ĂŠ`ˆiʚ->Â?âLÕÀ}iÀÊ >VÂ…Ă€ÂˆVÂ…ĂŒiÂ˜ÂşĂŠĂ•Â“ĂŠÂ˜Ă•Ă€ĂŠďż˝ĂŠn]qĂŠ UĂŠÂœ`iĂ€ĂŠĂŒiĂƒĂŒiÂ˜ĂŠ-ˆiĂŠnĂŠ->Â“ĂƒĂŒ>}>Ă•Ăƒ}>LiÂ˜ĂŠÂŽÂœĂƒĂŒi˜Â?ÂœĂƒÂ°
Ausgezeichnet
Unterwegs Designer Outlet
Rolling Boards
Š Gewista/Andreas Buchberger
Wien. Aufmerksamkeitsstark präsentiert sich das Designer Outlet Parndorf derzeit am Rolling Board. Mit einer prägnanten Kampagne auffallen – dies hat sich das Outlet Center laut eigener Aussage zur Prämisse gemacht. „Das Rolling Board ist gerade bei den Autofahrern ein Eyecatcher, eine mobile Zielgruppe, die unser Designer Outlet gut erreichen kann“, erläutert Martina Prucha, Marketing Managerin Designer Outlet Parndorf, die Wahl des Rolling Boards. (red)
Derzeit an mehreren Standorten: Rolling Boards vom Designer Outlet Parndorf.
iĂŒĂ˘ĂŒĂŠLiĂƒĂŒiÂ?Â?iÂ˜ĂŠĂ•Â˜ĂŒiĂ€\ĂŠ/iÂ?°Ê³{ĂŽ ĂˆĂˆĂ“ É nĂŽĂ‡ĂŽÂ‡Ă“Ă“Ă“ĂŠÂœ`iÀÊ>LÂœÂ°Ăƒ>Â?âLÕÀ}°Vœ“ Lieferung ab 19. Oktober 2013 mĂśglich.
www.salzburg.com
Krems. Berichte Ăźber Katastrophen und Menschen in Notlagen zählen zum Alltag in Redaktionen und sind sowohl aus Sicht der Journalisten als auch humanitärer Organisationen eine sensible Aufgabe. Wie Ethik-Kodizes im Spannungsfeld von sachlicher und respektvoller Berichterstattung helfen kĂśnnen, hat Thomas Marecek in seiner Abschlussarbeit im Rahmen des Studiums „PR und Integrierte Kommunikation“ untersucht.
Š Wolfgang Kumm/EPA/picturedesk.com
Thomas Marecek befasst sich in seiner Master-These mit journalistischer Krisen-Berichterstattung.
B i z-ta l k C LA S S IC
16 – medianet
Freitag, 20. September 2013
Galaabend Geburtstagsfeier
© medianet/Szene1/Christian Mikes
1
1. Lilian Meyer-Janzek (IAB Austria GF), Nicole Zeller (IAB Austria Administration), Martina Zadina (IAB Austria-Präsidentin und GF adworx); 2. Michael Buchbinder (ProSiebenSat1Puls 4) mit IAB webAd-Organisatorin Karin Hammer (IAB AustriaVizepräsidentin und GF Freie Digitale) sowie Michael Stix (ProSiebenSat1Puls 4).
3
Verleihung der IAB webAd-Trophäen im Gasometer
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Aigner PR feiert den 20. Geburtstag im City Garden
Rundes Jubiläum
Peter Aigner begrüßt seine Gäste zum feierlichen Anlass.
Imperial Riding School Renaissance Hotel Anlässlich des 20. Geburtstags von Aigner PR luden Agenturinhaber Peter Aigner und Geschäftsführerin Heidi Schuller-Hrusa zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Agenturen und Medien in den City Garden des Imperial Riding School Renaissance Hotel, um gemeinsam über zwei Jahrzehnte Agenturgeschichte zu resümieren. Zu den Gratulanten zählten Verleger Christian Mucha, Heinz Stiastny, Kickbox-Weltmeister Fadi Merza, Petra Hauser (media.at), Maurizio Berlini (Goldbach Austria), Simone Kraft (WinPin), Clemens Widhalm und Robert Korp (Dale Carnegie Austria), Michael Kindermann (Cinecom), Peter Lindmoser (Espressomobil), Wilfried Seywald (Temmel&Seywald), Gerri Brandstetter (bcom Advertising), Alexander Khaelss-Khaelssberg (leisure communications) und Rudi Melzer (Melzer PR Group), Moderatorin Daniela Soykan, Simone Ratasich (ATV), Paul Leitenmüller (medianet), und Peter Lorenz (Imperial Riding School Renaissance Hotels Vienna). (red)
medianet Branchenkalender September
ÖBB Rail Ad Kreativwerbepreis http://oebb-railad.at/ 23. Studienpräsentation europäische Kommunikationstrends 3. „Verleihung ÖJC Prof. Claus Gatterer-Preis 2013 für sozial der Ketchum Publico gemeinsam mit Prof. Dr. Ansgar engagierten Journalismus an Nina Horaczek“ Zerfaß, Uni Leipzig, und dem PRVA 10 Uhr, Schloss Esterhazy (Eisenstadt) ab 19 Uhr, Guglgasse 7–9 (Wien); Anmeldung erforderlich 7.–8 access 2013 – Fachmesse der österreichischen Tagungs24. Verleihung Staatspreis Design des Bundesministerium und Eventwirtschaft für Wirtschaft, Familie und Jugend Hofburg (Wien) http://www.access-austria.at 18:30 Uhr, Podium/Architekturzentrum MuseumsQuartier (Wien) 8. Telekom Austria future.talk 2013 „The Pioneer Effect. 24. Podiumsdiskussion „Verlage und das eBook“ New Spirit For A New Tomorrow“ mit Richard Branson 19 Uhr, Hauptbücherei (Wien) 18:30 Uhr, MuseumsQuartier (Wien) http://www.futuretalk.com 24.–26. 20. Österreichische Medientage „Medien, Politik und 17.–18. Österr. Rundfunkforum „Meinungsvielfalt im Rundfunk Demokratie – ein Widerspruch?“ und in den Online-Medien“ Wiener Stadthalle, Halle F (Wien) http://www.medien-tage.at/ Oesterreichische Kontrollbank 25. Programmpräsentation der TV-Sender Puls4 und W24 18. Technolution-Herbstkongress im Rahmen der Österreichischen Medientage im Technischen Museum Wien Wiener Stadthalle, Halle F (Wien) 25. Verleihung „Big Brother Awards“ 27. Podiumsdiskussion der FH St. Pölten „User-generated 20 Uhr, Rabenhof-Theater content vs. paid content“ 18 Uhr, Cinema Paradiso (St. Pölten); Anmeldung erforderlich November 30. Marketing Club Österreich – Clubabend; Autoren Roman 14.–15. Cable Days Konferenz für Kabel-TV & Breitband Anlanger und Wolfgang A. Engel des Wirtschafts Staatspreis PR bestsellers „Trojanisches Marketing“ www.marketingclub.at 20. http://www.prva.at/veranstaltungen/events/pr-gala/
webAd-Gala 2013 Gasometer Unter dem Motto „Agenten“ fanden heuer am 12. September zum 11. Mal die Auszeichnungen für Österreichs beste OnlineWerbekampagnen im Wiener Gasometer statt, die Moderation übernahm Roman Rafreider (ORF). „Die bisher größte Anzahl an einreichenden Agenturen zeigt den hohen Stellenwert, den der IAB webAd für die Branche hat“, freut sich IAB-Präsidentin Martina Zadina.
Nominierungen und stolze Gewinner Von 157 Einreichungen nominierte die Jury unter der Leitung von Susanne Knoll (OMD) und Stefan Rasch (screenagers) 38 Kampagnen für die Shortlist. Gleich 2-mal Gold holte sich „Ja! Natürlich Naturprodukte“ für die beste Mediaidee mit Demner, Merlicek und Bergmann und die effizienteste Kampagne mit OMD. Sieger des Abends war Ketchum Publico lädt am 23. die Agentur Holzhuber mit 1September zur Präsentation der mal Silber und 4-mal Bronze. Österreich-Ergebnisse des EuIn der Kategorie Social Media ropean Communication Monitor triumphierte vi knallgrau 2013, Studie zu europäischen mit 2-mal Silber. Der „Rookie Kommunikationstrends. of the Year“ ging an Peter Tschach. (red)
Karriere
tipp des tages
präsentiert von
3.
Oktober
Forum Media Planung – Online Day UM Panmedia, Operngasse 17/9 (Wien); Anmeldung erforderlich Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an: http://www.forummediaplanung.at kalender@medianet.at – die Veröffentlichung ist kostenlos.
Victoria Wild pjure isobar Verstärkung Victoria Wild unterstützt nun als Assistenz der Geschäftsführung und in der Kundenberatung die Agentur pjure isobar. Zuvor war sie zwei Jahre PR-Assistant bei comunicative public relations.
© Passagen Verlag
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1. Heidi Schuller-Hrusa und Peter Aigner mit der Aigner PR-Torte; 2. Niko Pabst (Marketing Club Österreich) mit Alexandra Vetrovsky-Brytcha (Herold); 3. Erich Schönberg (Styria Multi Media) und Erich Steirer (Puttner); 4. Michael Sereining (Kleine Zeitung) mit Dieter Schuller (Goldbachmedia Zürich).
3.
2
Die Schatten von Ghadames Tradition vs. Moderne. Joelle Stolz erzählt vom Leben und den Gedanken des zwölfjährigen Mädchens Malika, das Ende des 19. Jahrhunderts in der libyschen Stadt Ghadames aufwächst. In Dialogen mit ihrer Mutter und einem Fremden, dem die Frauen in ihrem Haus verbotenerweise Schutz gewähren, wird die Bandbreite traditioneller muslimischer Erziehung facettenreich geschildert. 13,90 €, Passagen Verlag, ISBN: 9783709200759
© pjure isobar
© medianet/Szene1/Christian Mikes
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retail Online-handel
Rewe steigt mit Minderheitsbeteiligung bei Home24 ein
Seite 19
Weihnachten ohne Amazon
Im deutschen Amazon-Auslieferzentrum wird wieder gestreikt Seite 20
© Lindt & Sprüngli
inside your business. today.
© dpa-Zentralbild
© Rewe Group
medianet
Freitag, 20. September 2013 – 17
der winter naht
Früh, aber duftig: die Winterpflege von Dove, weiters ein neuer Wirkstoff gegen Falten von Pharmawell und die Haarpolitur von Drei Wetter Taft. Seite 21 © Unilever
Schokoladenseite
Michael Spiller ist der neue CEO bei Lindt & Sprüngli Austria
Seite 22
Rakuten baut sich ein Einkaufszentrum im Web
© Spar/Helge Kirchberger
short
Vorwurf Spar erhebt SpionageVerdacht gegen die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB): Bei der jüngsten Hausdurchsuchung bei Spar in Kärnten sei ein USB-Stick mit einer vom FBI entwickelten Software an einen Rechner angebracht worden. PR-Sprecherin Nicole Berkmann schätzt den Schaden auf etwa 1 Mio. €. Seite 19
© medianet/Szene1/Katharina Schiffl
Virtueller Shoppingtempel Der japanische Inter netkonzern Rakuten zielt mit seinen Shops auf das Aussehen eines Einkaufs zentrums im Web ab. Die individuellen Lösungen sollen den Charakter des Händlers widerspiegeln, sagt GF Dieter Kindl. Seite 18 © Rakuten Österreich
Zerrieben Die Wiener Traditonsparfümerie Mona ist pleite. Die Schulden belaufen sich auf 2,25 Mio. €. Für den Wirtschaftsprofessor Peter Schnedlitz liegt die Ursache für diese Entwicklung darin, dass ein klares Konzept gefehlt hat, man sei „Stuck in the middle“ geblieben und hätte sich nicht positionieren können. Seite 20
Milchindustrie Steigende Erzeugerpreise freuen die österreichischen Milchbauern
Brixen/Wien. Der internationale Milchmarkt bleibt in diesem Jahr stabil und lässt die Erzeugerpreise ansteigen. Grund dafür ist eine hohe Exportnachfrage, wie etwa aus China. Diese brachte die internationalen Märkte in Bewegung und sorgte, in Anbetracht der sinkenden Anlieferungen in Österreich und Europa, für einen Preisanstieg. Das kommt auch den heimischen Milchbauern zugute. Diese kassierten vergangenes Jahr von den Molkereien einen durchschnittlichen Erzeugerpreis von 34,76 Cent (brutto) pro Kilogramm. 2013 stieg
© Kärntnermilch
Milchmarkt in diesem Jahr stabil
,,Heimische Milch ist ein hochwertiges Lebensmittel“, so Helmut Petschar.
der Wert auf 40,03 Cent, wie Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), gestern mitteilte. Petschar nutzte die Gelegenheit, um die Preisvergleiche der Arbeiterkammer zwischen Berlin und Österreich zu kritisieren. Er bemängelte, dass die Vergleiche die hohen Produktionskosten österreichischer Berglandmilch außer Acht lassen. ,,Trotz der vergleichsweise geringen Erhöhungen der Konsumentenpreise in Österreich sind diese im langjährigen Durchschnitt noch immer niedrig“, so Petschar. (APA)
seewinkler
SOnnengemÜSe Bestes Gemüse aus der besten Heimat 300 Sonnentage, der Neusiedler See und das pannonische Klima schaffen einfach die besten Voraussetzungen für das Seewinkler Sonnengemüse – sonnengereiftes Gemüse aus eben der besten Heimat. Hier fühlt sich jeder zuhause.
titelstory
18 – medianet retail
Freitag, 20. September 2013
Rakuten Der weltweit tätige japanische Onlinehändler ist seit Ende 2012 in Österreich und zielt vor allem auf KMU ab
„Völlig risikofrei mit dem eigenen Web-Shop starten“ Rakuten übernimmt für die vertretenen Händler nicht nur das Abrechnungs- und Transaktionsmanagement, sondern auch das Zahlungsausfallsrisiko für alle am Marktplatz bestellten Produkte. christian horvath
Wien. Der 1997 in Japan gegründete E-Commerce-Anbieter Rakuten gehört zu den zehn größten Internetunternehmen der Welt. Seit 2012 ist Rakuten auch in Österreich vertreten. Das Konzept richtet sich vor allem an lokale KMU, die keinen Stand-alone-Shop aufbauen können oder wollen und ihre Produkte zu minimalen Kosten auf dem Rakuten-Marktplatz präsentieren können. Rakuten bietet den Händlern eine eigene Shopsoftware, einen Webshop – auch mit eigener Internetdomain – und übernimmt das Abrechnungs- und Transaktionsmanagement. Als besonderes Zuckerl für die Händler übernimmt der Internethändler das Zahlungsausfallsrisiko für alle am Marktplatz bestellten Produkte. Rakuten Österreich-CEO Dieter Kindl erläutert die Details. medianet: Was sind die Unterschiede zwischen Rakuten und den gängigen E-CommerceAnbietern wie Amazon? Dieter Kindl: Im Unterschied zu Amazon verkaufen wir selbst keine Produkte. Wir konzentrieren uns auf den Händler, und es besteht somit auch nicht die Gefahr, dass wir selbst Produkte listen, die einer unserer Händler erfolgreich verkauft. Das Unternehmen bekommt bei uns eine eigene Plattform, einen eigenen Webshop, in dem er sich und seine Produkte darstellen kann. Er bekommt die Softwarelösungen von uns, er bekommt die begleitende Betreuung, er bekommt Know-how zur Verfügung gestellt, um sich damit erfolgreich im Internet darstellen zu können. Das ist kurz umrissen das Empowerment für die Unternehmen, das Rakuten anbietet.
KMU ansprechen, darf der finanzielle Aspekt, der die Unternehmen bisher von der Einrichtung eines Web-Shops abgehalten hat, keine Eintrittsbarriere sein. Es gibt bei uns eine geringe Einschreibgebühr in Höhe von 49 Euro. Mit den monatlichen Kosten decken wir unsere eigenen Aufwände bei Dritten und danach heben wir verkaufsabhängige Gebühren zwischen fünf und neun Prozent ein. Für die KMU heißt das, dass sie völlig risikofrei mit dem eigenen Web-Shop starten können. medianet: Ist die RakutenAkademie auch ein Teil des Empowerments? Kindl: Ja. Wir stellen damit unser Wissen jedem Händler zur Verfügung. Je mehr Informationen der Händler will, umso mehr kann er bekommen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Etwa mit unseren Beratern. Jeder Händler hat einen eigenen Ansprechpartner, der aktiv mit dem Händler Verbesserungspotenziale bespricht. Wir bieten auch die Möglichkeit des E-Learnings, die Teilnahme an Webinaren und eben die RakutenAkademie. Dabei bieten wir spezifisch auf
Rakuten abgestimmte Lerninhalte als auch allgemein gehaltenes ECommerce Know-how. Je mehr der Händler weiß, umso besser ist es für ihn. medianet: Bieten Sie Ihren Kunden Daten und Analysen für die Web-Shops?
Kindl: Wir werten alle Informationen aus und stellen sie dann, je nachdem, wie viel der Händler wissen will, natürlich auch zur Verfügung. Auch hier schaltet sich dann wieder der Berater ein, der Neulinge im E-Commerce durch diese Vielzahl an Informationen hindurchleitet. medianet: Wie wollen Sie künftig die KMU anziehen? Welche Ziele setzen Sie sich mittelfristig mit Rakuten in Österreich? Kindl: Wir setzen auf Werbung und Multiplikatoren. Derzeit haben etwa 400 Händler einen RakutenShop; unser Ziel ist es, pro Jahr etwa 1.000 neuen Händlern unser Angebot zu ermöglichen. medianet: Führt die hohe Eigenständigkeit der Shops nicht dazu, dass erfolgreiche Anbieter dazu ermuntert werden, sich mit eigenen Shops selbstständig zu machen? Kindl: Das Risiko ist bei rund 100.000 Händlern weltweit natürlich permanent gegeben. Und das wurde auch von Anfang an bewusst eingegangen. Unser Konzept basiert auf einer gleichberechtigten Partnerschaft und Offenheit im Umgang miteinander. Und jeder, der sich nach einer Rakuten-Schulung selbstständig macht, wird seinen Shop bei uns deswegen nicht aufgeben.
„Der finanzielle Aspekt, der die Unter nehmen bisher von der Errichtung eines Shops abgehalten hat, darf keine Eintritts barriere sein.“ dieter kindl
medianet: Die Umsetzung der Onund Offline-Integration wurde in den vergangenen Jahren ein immer größeres Thema. Welche Lösungen bietet Rakuten in diesem Bereich? Kindl: Der stationäre Handel hat meist noch eine Art Show-Rooming im Kopf, wonach die Kunden sich im Shop informieren und dann online kaufen. Wir wissen jedoch aus Studien, dass der umgekehrte Weg wesentlich häufiger passiert. Rakuten etwa bewirbt schon jetzt online die Shops des Verkäufers – das ist auch wieder ein wesentlicher Punkt für die Vertrauenswürdigkeit des Händlers. Wir bauen unser Produkt gerade sehr stark in diese Richtung aus. Mobile, Online und Offline muss letztendlich verschmelzen.
medianet: Ihr Angebot geht an eine große Bandbreite von Unternehmen. Gibt es Webshop-Module für die Unternehmen oder bieten Sie individuelle Lösungen an? Kindl: Es gibt natürlich StandardTemplates, die dann – auch ohne Programmier-Kenntnisse oder IT-Wissen – auch individuell angepasst werden können. Wir wollen dezidiert, dass jeder Shop, wie in einem großen Einkaufszentrum, anders aussieht, um den Charakter des Händlers widerzuspiegeln. medianet: Welche Provisionen und Gebühren hebt Rakuten ein? Kindl: Unser Angebot ist besonders gut geeignet für kleine und mittlere Unternehmen. Das sind die, die bislang die Verlierer im E-Commerce sind. Weil wir eben hauptsächlich
medianet: E-Commerce ist für Endkunden vor allem eine Frage des Vertrauens. Welche Sicherheiten bietet Rakuten, für den Anbieter wie auch für den Käufer? Kindl: Wir haben einen Vorteil durch unsere Größe. Rund 100.000 Händler weltweit bringen uns schon Vertrauen entgegen. Kundenseitig ist das Vertrauen natürlich immer noch ein Riesenthema. Wir arbeiten mit allen gängigen Gütesiegeln zusammen, vorwiegend mit Trusted Shops, wir bieten den Endkunden sämtliche Zahlungsmöglichkeiten an und wickeln die Zahlungen für die Händler ab, was das Vertrauen beim Endkunden verstärkt.
© Rakuten Österreich
„Empowerment für die Unternehmen“ bietet Rakuten Österreich-CEO Dieter Kindl den Kunden des ECommerce-Anbieters seit Jahresbeginn. Die KMU sollen ohne große Aufwände und ohne finanzielle Risiken mit dem eigenen Web-Shop starten können; das Know-how dafür kommt von Rakuten.
Freitag, 20. September 2013
R e ta i l & Pr o d uc e rs
medianet retail – 19
Cyberattacke Bei der jüngsten Hausdurchsuchung bei Spar in Kärnten soll die Schadsoftware via USB-Stick auf einen Rechner gelangt sein
Spar wirft BWB Spionage vor Daniela Prugger
Salzburg. Zwei Razzien führte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) dieses Jahr bei der Spar durch – Preisabsprache mit Lieferanten, lautete der Vorwurf. Nun ist es der Lebensmittelhändler, der beschuldigt: Die BWB habe einen illegale Spionage-Software zur Informationsbeschaffung verwendet. Ein Mitarbeiter des Bundeskriminalamts (BKA) soll einen USBStick mit besagtem Programm an einen Rechner angebracht haben. Passiert sei das Ganze bei der jüngsten Hausdurchsuchung am 19. August in der Regionalzentrale in Maria Saal in Kärnten. „Unsere Firewall hat aber einen Programmteil als schädlich erkannt und abgewehrt“, so Spar-Vorstandschef Gerhard Drexel.
Vermutete FBI-Software Bei der Software handle es sich laut Spar um ein Programm namens „osTriage“, eine Sammlung von Tools mit vielen Programmen und Inhalten. „OsTriage“ sei von niemand Geringerem als dem FBI entwickelt worden. „Eine solche Software, wie sie hier eingesetzt wurde, ist dazu gedacht, Informationen aus IT-Systemen abzusaugen. Sie nimmt dabei keine Rücksicht auf empfindliche Programme – dafür ist sie nicht gebaut worden – und verursacht daher möglicherweise Schäden an Programmen und IT-Komponenten“, so Nicole Berkmann, PR-Sprecherin der Spar, gegenüber medianet. In einer Telefonkonferenz mit der BWB hätten Beamte des BKA angegeben, als Hilfsmittel bei der Hausdurchsuchung und auf Wunsch der BWB eine ihnen neuartige Software eingesetzt zu haben. Spar hat nach eigenen Angaben bereits einen gerichtlich beeideten Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Drexels Angaben zufolge lief die Software etwa
Rewe Einstieg bei Home24
Neue Beteiligung
© Rewe Group
Wiener Neudorf. Rewe sichert sich, eigenen Meldungen zufolge, eine Minderheitsbeteiligung am Online-Möbelhändler Home24. Dieser zählt zu den größten Deutschlands und bietet seinen Kunden über 50.000 Produkte an. ,,Der Einstieg bei Home24 ist für uns eine großartige Chance, wichtige neue Erfahrungen im Online-Handel zu sammeln, von den Besten zu lernen und uns weiter in der E-CommerceSzene zu vernetzen“, so Rewe-Vorstand Lionel Souque. (APA)
Rewe-Vorstand Lionel Souque ist vom neuen Geschäftsmodell überzeugt.
30 Minuten – laut Experten lang genug, um das gesamte Programm zu durchlaufen.
Geschätzter Schaden: 1 Mio. € Über die Auswirkungen des Programms kann man bei Spar bis dato nur Vermutungen anstellen: „Wir wollten wissen, was das Programm bei uns anrichten kann. Wir könnten bei Fehlern im System vielleicht nichts mehr ausliefern oder in den Märkten kein Obst mehr wiegen“, so Drexel. Der Schaden werde auf etwa eine Mio. € geschätzt, so Berkmann: „Der IT-Sachverständige hat uns
dringend geraten, bei 25.000 Endgeräten (Scanner, Notwbooks, Waagen, etc.) IT-Komponenten auszutauschen und teilweise Betriebssysteme zu tauschen. Das haben wir bereits eingeleitet und das wird, nach ersten Schätzungen, eine 1 Mio. Euro kosten.“
„Zu viel Science-Fiction“ Die BWB stellt in einer knappen Stellungnahme klar: „Es hat sich um einen ganz normalen USBStick mit Standardsoftware gehandelt, den das BKA bei Hausdurchsuchungen schon Hunderte Male verwendet hat.“ Die Hausdurchsu-
chung sei außerdem vom BKA und nicht von der Bundeswettbewerbsbehörde durchgeführt worden, berichtigte ein Sprecher der BWB. Und überhaupt schaue Herr Drexel zu viel Science-Fiction. Spar hat nach eigenen Angaben bereits eine Beschwerde bei der Datenschutzkommission eingebracht. Man wolle eine Schadenersatzklage gegen die Republik durchbringen und die Herausgabe des Datensticks auf dem Zivilrechtsweg klagen. Was die Hausdurchsuchungen in Kärnten und Salzburg betrifft, werde man eine Maßnahmenbeschwerde beim Unabhängigen Verwaltungssenat einbringen.
© Spar/Helge Kirchberger
Sprecher der Bundeswettbewerbsbehörde: „Herr Drexel schaut offenbar zu viel Science-Fiction.“
Spar-Sprecherin Nicole Berkmann schätzt den Schaden auf rd. 1 Mio. €.
S c h w e r p u n k t: Pa r f ü m e r i e
20 – medianet retail
short
Supermarkt möchte Baumarkt übernehmen
Freitag, 20. September 2013
Parfümeriehandel Wiener Traditionsparfümerie muss sich vom Markt zurückziehen
short
Mona ist insolvent
Biografie: „Womit ich nicht gerechnet habe“ Karlsruhe. Götz Werner, Gründer der dm Drogeriemarkt-Kette, hat ziemlich genau 40 Jahre nach Eröffnung der ersten dm-Filiale seine Autobiografie veröffentlicht – unter dem Titel „Womit ich nicht gerechnet habe“. 1973 eröffnete der junge Drogist gegen den Widerspruch von Familie und Banken in Karlsruhe seinen ersten Drogeriemarkt nach dem Discountprinzip – in Selbstbedienung, mit 2.000 Artikeln auf 190 m�.
Für den WU-Professor Peter Schnedlitz fehlt das klare Konzept, der USP
Frankfurt. Die deutsche Supermarktkette Globus hat ein Auge auf die insolvente PraktikerTochter Max Bahr geworfen. „Wir haben ein Angebot für Max Bahr abgegeben“, sagte Thomas Bruch, Eigentümer und Geschäftsführer, der FAZ. Das Familienunternehmen betreibt vor allem im Südwesten Deutschlands 46 Super- und 77 Baumärkte. Im Geschäftsjahr 2012/2013 kam die GlobusGruppe auf einen Umsatz von knapp sieben Mrd. €. (APA)
Geschäftsmann hat meiste Wolford-Aktien Wien. Der in der Schweiz lebende Geschäftsmann Ralph Bartel ist nun größter Aktionär des Vorarlberger Strumpf- und Wäscheherstellers Wolford. Bartel hält 25,38% an Wolford, in Summe 1.268.804 Aktien. Weiters sind die Familien Palmers und Wilhelm wie auch die Sesam Privatstiftung an Wolford beteiligt. (APA)
Das Joya Versprechen Joya Sojabohnen wachsen in Österreich Joya Produkte sind gentechnikfrei Joya Produkte enthalten keine Aromastoffe
Amazon-Streik: keine Weihnachtspakete?
WU-Professor Peter Schnedlitz spricht von „Stuck in the Middle“ bei „Mona“.
Größe zu erreichen, um zu reüssieren“, so Schnedlitz.
Quote von 20 Prozent Von den acht Filialen betreibt Halbetel selbst zwei Parfümerien in Wien-Landstraße, eine in Floridsdorf und eine im ersten Bezirk. Für diese hat er nun beim Handelsgericht Wien die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beantragt. Die Ver-
bindlichkeiten – im Wesentlichen gegenüber Lieferanten – belaufen sich auf 1,5 Mio. €, zwölf Dienstnehmer sind betroffen. Halbetel bietet seinen Gläubigern eine Quote von 20%, zahlbar binnen zwei Jahren. Weitere vier MonaParfümerien werden von der Gregor Sator KG betrieben; deren persönlich haftender Gesellschafter ist wiederum Halbetel. Für die KG hat Halbetel ein Konkursverfahren beantragt.
© dpa-Zentralbild/Jan Woitas
Globus ist an Max Bahr interessiert, aber es gibt weitere Bewerber.
Wien. Die Wiener Traditionsparfümerie Mona mit acht Geschäften in der Stadt ist pleite. Große Ketten, die in den vergangenen Jahren ihr Filialnetz massiv ausgeweitet haben, haben dem Unternehmer Gerhard Halbetel das Wasser abgegraben, heißt es in einer Presseaussendung. Die Schulden würden sich auf 2,25 Mio. € belaufen. Dennoch will der Unternehmer mit zumindest drei Filialen weitermachen, der Rest soll veräußert werden. Für Peter Schnedlitz, Universitätsprofessor für Marketing und Verkauf an der Wirtschaftsuniversität Wien, liegt die Ursache der aktuellen Handelspleite in dem, was in der Betriebswirtschaftslehre „Stuck in the Middle“ genannt wird; zu gut Deutsch heißt das: Das Unternehmen ist nicht Fisch, nicht Fleisch. „Die wahren Mitbewerber dieser Wiener Parfümeriekette sind für mich Unternehmen wie Lush oder Body Shop. Diese haben allerdings ein klares Konzept, das man riechen kann.“ Die großen Parfümerieketten wie Marrionaud oder Douglas sind laut Schnedlitz keine Konkurrenz, schon gar nicht die Drogeriemarktketten wie dm oder Bipa – die Rewe-Tochter betreibt knapp 600 Filialen, das sei einfach mit acht Filialen nicht zu vergleichen. „Allerdings ist man damit nicht mehr ein Familienbetrieb und es ist notwendig, eine kritische
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© Globus Holding
Jutta Maucher
Noch bis zum Samstag soll in Bad Hersfeld gestreikt werden.
Bad Hersfeld. Im deutschen Amazon-Versandzentrum wird wieder gestreikt. Am Donnerstag in der Früh haben sich die Mitarbeiter versammelt, um höhere Löhne zu fordern.Verdi-Bereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago: „Amazon muss mit weiteren Streiks rechnen und das wird besonders im Weihnachtsgeschäft wehtun.“
product news
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medianet retail – 21
Der Winter naht: Winterpflege von Dove und Sprays fürs Wetter Product News Etwas früh, aber duftig die Winterpflege von Dove, ein neuer Wirkstoff gegen Falten von Pharmawell und die Haarpolitur von Drei Wetter Taft. Auf der „In-Cosmetics 2013“, der führenden Messe für Kosmetikinnovationen in Paris, wurde der Wirkstoff Neodermyl mit dem „Gold Award“ ausgezeichnet. Novaroyal Supreme Lift & Repair der Wiener Firma Pharmawell ist nun die weltweit erste Kosmetikserie, die diesen innovativen Wirkkomplex auf den Markt gebracht hat. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info
© Pharmawell, Unilever, Henkel CEE
Drei Wetter Taft lässt das Haar-Styling strahlen: Die verbesserte Glanz-Linie mit Glanz-LaminierungsEffekt gibt dem Haar 24 Stunden Halt und verleiht ihm bis zu 50 Prozent mehr Glanz. High-Performance-Formeln in Haarspray und Schaumfestiger lassen das Haar wie poliert wirken. Das Glanz-Produkt überdauert bis zu drei Haarwäschen und hält bis zu sieben Tage. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info
Line Extension Drei Wetter Taft Glanz Haarspray UVP 3,49 € 250 ml Henkel CEE DFH & LEH www.henkel.at
Ranking Sustainability Index
Vorbild Henkel
© dpa/Rolf Vennenbernd
Wien. Zum siebten Mal in Folge ist Henkel Branchenführer im Dow Jones Sustainability Index (DJSI World) und Dow Jones Sustainability Index Europe (DJSI Europe). Henkel belegt erneut den ersten Platz in der Kategorie „Konsumgüter“ und ist das einzige Unternehmen seiner Branche, das sowohl im DJSI World als auch im DJSI Europe geführt wird. Die Indizes führen Unternehmen auf, die nach den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung wirtschaften. (red)
In Sachen Nachhaltigkeit mausert sich Henkel zur internationalen Benchmark.
Launch Novaroyal Supreme Lift & Repair Creme Tag & Nacht UVP 23,90 € 15 ml Pharmawell Fachhandel www.pharmawell.at
Pünktlich zum Start in die kalte Jahreszeit gibt es von Dove eine Limited Edition „Winterpflege“. Ab Oktober 2013 verleihen Pflegedusche und Body Lotion mit einer leichten Sandelholznote und dem Duft nach Rosen und Veilchen der Haut die Pflege, die sie jetzt braucht. Dove „Winterpflege“ Pflegedusche reinigt die Haut und spendet Feuchtigkeit. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info
Line Extension Dove Limited Edition Winterpflege Body Lotion und Pflegedusche UVP 5,49 und 2,89 € 250 ml Unilever DFH & LEH www.dove.at
s h o p ta l k
22 – medianet retail
Freitag, 20. September 2013
BÖG Niederösterreich Goldene Kaffeebohne
© Franz Crepaz
© Falstaff Verlags GmbH/APA-Fotoservice/Schedl
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BÖG-Präsident Toni Mörwald, Eva Mörwald, Peter Weck „Kulinarischer Botschafter Niederösterreichs“, BÖG-Landesobmann NÖ Erich Mayrhofer.
Peter Weck wurde „Kulinarischer Botschafter NÖ“ 2
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1. Andreas Kutil (l.) und Wolfgang Rosam (r.) gratulieren den Gewinnern aus Niederösterreich: Heinz Hanner und Brigitta Lashofer; 2. Ex-AUA-Vorstand Peter Malanik (l.) mit Wolfgang Rosam; 3. Sängerin Sandra Pires mit Kärnten-Gewinnerin Simone Ronacher; 4. Ursula und Ernst Dengg vom Café Katzung als Tirol-Sieger.
15 Jahre Goldene Kaffeebohne: Auszeichnungen verliehen
Simply the Best
Gastgeber Andreas Kutil.
Anforderungsprofil Die Goldene Kaffeebohne feierte 15-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass bewerteten 17.000 Mitglieder des Falstaff Gourmetclubs demokratisch, in welchen Cafés, Restaurants und Hotels die besten Kaffees serviert werden. Die Anforderungen in den einzelnen Kategorien sind hoch: Angebot (Sortiment), optischer Eindruck (Crema, Farbe), Geschmack/Geruch/Temperatur und Servierkultur/Service. Insgesamt wurden so zwischen April und Juli diesen Jahres 24.000 Votings von den erfahrenen Gourmetclubmitgliedern abgegeben. Die Preise durch Mondelez-Österreich-Geschäftsführer Andreas Kutil und durch Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam konnten entgegennehmen: Heinz Hanner mit Brigitta Lashofer (Relais & Chateaux Hanner), Ernst und Ursula Dengg (Kaffeehaus Katzung), Gerold und Katia Schneider (Almhof Schneider), René und Sandra Kolleger (Döllerer´s Genießerrestaurant), Helmut Hager (Osteria Corso), Franz von Peez (Zur Hube), Hermann und Bernadette Weinzirl (Restaurant Weinzirl), Simone Ronacher, Elisabeth Lukas (Restaurant Verdi) und Vamed Vitality World-COO Tom Bauer. (red)
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die finstere brille
Zwischen FBI und Science-Fiction Christian Novacek
© Joya
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Vielfalt Mit einer feierlichen Zeremonie wurden die 56. Wildwochen in Niederösterreich im Stammhaus zur Traube, Feuersbrunn am Wagram, eröffnet. Bürgermeister LTAbg. Alfred Riedl sowie LR Karl Wilfing begrüßten die Ehrengäste und die Waidmannschaft. Nach der Segnung und dem Verblasen der Strecke eröffnete Landesjägermeister-Stv. Bezirksjägermeister Rupert Gruber die „Wild.Saison 2013“. Als Höhepunkt wurde Peter Weck zum „Kulinarischen Botschafter Niederösterreichs 2013“ von BÖG-Präsident Toni Mörwald ausgezeichnet. Den Geehrten freut es: „Die Kultur und die Kunst des Genießens gilt für das Essen und das Theater und gemeinsam wollen wir, dass sich der Gast wohlfühlt, gut unterhält und den Abend in bester Erinnerung behält.“ Für den BÖG-Präsidenten wiederum ist es ein besonderes Anliegen, den Gästen das Können der Gastronomen und die Qualität der österreichischen Lebensmittel näherzubringen, denn nur dann kann der Gast Auktion im Dorotheum in diese Leistungen auch wertWien, 1010 Wien, Dorotheerschätzen. Die Gäste konnten gasse 17: Gereifte Weinrarisich von dieser Qualität im Antäten aus Österreich: Freitag, schluss im Rahmen des „Wild. 27. September, 10 und 14 Uhr. Gala.Dinner“ auch davon überzeugen. (red)
Produkt des tages
Kopf des Tages
Michal Spiller (35) ist seit Kurzem als CEO bei Lindt & Sprüngli Austria verantwortlich. Spiller war seit Jänner 2003 bei Lindt & Sprüngli in der Schweiz tätig und begann seine Karriere mit der Entwicklung der Märkte Holland und Luxemburg. Zwei Jahre später zeichnete er als Sales Manager Central/Eastern Europe für die Märkte Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Griechenland verantwortlich, wo er den Aufbau der Marke Lindt vorantrieb. Von 2008 bis 2013 leitete Spiller als CEO Lindt & Sprüngli Czech/Slovak Republic die Lindt-Niederlassung in Tschechien, die er auch selbst gründete.
Wildsaison startet: Genuss und Kultur
Lebensfreude im Herbst Joya startet mit einer neuen Promotionaktion in den Herbst und verlost dabei 60 Urlaubsreisen. Mithilfe von Codes, die auf sämtlichen Joya-Produkten zu finden sind, können sich Konsumenten auf joya.info einloggen, persönliche Postkarten kreieren, diese gratis an Freunde oder Familie versenden und dabei auch noch einen von 60 Urlaubsgutscheinen im Wert von je 2.000 € gewinnen. „Eine Postkarte pinnt man sich gern an die Kühlschranktür – das geht mit Facebook-Posts oder Tweets einfach nicht“, freut sich Florian Schmied, Marketingleiter von Joya. Durch den zusätzlichen Kaufanreiz der Aktion möchte Joya neue Konsumenten ansprechen und auf Innovationen aufmerksam machen. www.joya.info
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as FBI ist überall. Jetzt auch im Lebensmittelhandel Österreichs. Nicht, um geheime Zutaten in der Fertigküche aufzuspüren, sondern als griffiges Spionage-Tool. Also als USB-Stick. Diesen hat die Bundeswettbewerbsbehörde an den Spar-Rechner gestöpselt. Dieser bzw. das FBI-Programm darauf sei in der Lage, die Logistikprozesse des Händlers zu beeinflussen. Rein die theoretische Möglichkeit hat laut Angaben der Spar bereits 1 Mio. Euro Schaden verursacht. Eigentlicher Zweck des BWB/FBI-Programms dürfte aber jener sein, der Microsoft-Usern ein müdes Lächeln evoziert: nämlich schnell alle Daten durchforsten und kopieren. Krass ist das in Zeiten des NSA-Skandals, krass, weil seitens BWB derart unsensibel vorgegangen wird. In die Art und Weise, wie hierzulande mit Datenschutz umgegangen wird, fügt sich das allerdings kongenial ein. Sogar Politiker verzapfen hier ernsthaft, dass der, der nichts zu verbergen hat, nichts dagegen haben darf, ausspioniert zu werden. Wenn somit der Spar-Präsident Bedenken bezüglich der Vorgangsweise der BWB äußert, ist das wohl rechtens. Darauf als BWB zu antworten, Herr Drexel schaue zu viel Science-Fiction, ist bestenfalls salopp. Okay ist es nie und nimmer. c.novacek@medianet.at
D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen
Dienstleistung 5.500.000 Postangestellte gibt es weltweit ungefähr. Diese bearbeiten jedes Jahr 445 Milliarden Postsendungen.
medianet
inside your business. today.
freitag, 20. september 2013 – 23
Neue Zuversicht
guter Praxistest
Opel rechnet in den kommenden Jahren mit einem Aufschwung des Geschäfts Seite 25
Mercedes testet in Deutschland erfolgreich autonom fahrende S-Klasse Seite 30
© Daimler
© Opel
automotivebusiness dacia logan mcv grosser kombi zum kleinen preis © Dacia/Christian Houdek
Hersteller sehen Licht am Ende des Tunnels
© Daimler
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© PSA Peugeot Citroen
Stuttgart. Der deutsche Auto bauer Daimler will seinen Absatz auf dem wichtigen USMarkt in den kommenden Jahren um ein Sechstel steigern. „Bis 2018 wollen wir dort auf über 350.000 Einheiten kommen“, sagte der scheidende Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt (Bild). In diesem Jahr will Daimler schon mehr als 300.000 Autos verkaufen. Die USA werden nach den Worten Schmidts auf absehbare Zeit der bedeutendste Absatzmarkt für Daimler bleiben. www.daimler.com
© Panthermedia.net/Ivan Mikhaylov
Paris. Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen lotet einem Pressebericht zufolge einen Einstieg des chinesischen Partners Dongfeng aus. PSA habe zwei Banken damit beauftragt, eine Kapitalverbindung zu prüfen, berichtete die Wirtschaftszeitung Les Echos. Auf dem Tisch lägen verschiedene Optionen. Ziel sei es, die internationale Präsenz von Peugeot auszubauen und zugleich an der aktuellen Allianz mit General Motors (GM) festzuhalten. www.psa-peugeot-citroen.com
© EPA/Friso Gentsch
Trendwende? Der europäische Automarkt befindet sich seit Beginn der Finanzkrise 2008 in Schieflage. Nun orten aber einige Hersteller eine Trendumkehr – schon im kommenden Jahr könnte es wieder bergauf gehen. Seite 24 Opel „Adam&me Center“ im Autohaus Kandl eröffnet
Toyota Cousin des Firmengründers stirbt an Herzversagen
Zum neuen „Adam&me Center“ in Wien gehört ein 900 m² großer Showroom.
Wien. Gestern abend wurde das erste „Adam&me Center“ im Autohaus Kandl eröffnet. Der 900 m� große Schauraum wurde speziell auf dieses Fahrzeug ausgerichtet, zum Konzept gehören stimmungsvolle Lichtkonzepte ebenso wie bunte Farben an den Wänden und ein eigener „Darkroom“, um die Innenbeleuchtung des Opel-Modells für Kunden spürbar zu machen. „Der Adam ist das vielfältigste Fahrzeug, das es derzeit zu kaufen gibt; diese Vielfalt muss dem Kunden gezeigt werden“, erklärt KandlGeschäftsführer Christian Melbinger die Idee hinter dem Center. www.kandl.at
© Toyota
Wolfsburg. Volkswagen ist wohl der Automobilhersteller mit der breitesten Aufstellung weltweit: Vom Lkw über das Luxusauto bis hin zum Kompaktwagen und dem Motorrad ist im Portfolio der Wolfsburger alles zu finden. Nur die Billigschiene ist man bislang nicht gefahren – was sich spätestens 2016 ändern soll. Dann will der deutsche Autobauer in China mit einem Fahrzeug zum Preis von unter 8.000 € sein Angebot nach unten hin abrunden. An einen Verkauf in Europa ist dabei nicht gedacht. www.volkswagen.com
© Opel
Ein neues Paradies für Adam-Fans Langjähriger Toyota-Chef gestorben
Ex-Chef Eiji Toyoda trieb von 1967 bis 1982 die Expansion von Toyota voran.
Tokio. Ein langjähriger Chef des japanischen Autokonzerns Toyota, Eiji Toyoda, ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Toyoda, ein Cousin des Firmengründers Kiichiro Toyoda, starb nur wenige Tage nach seinem Geburtstag an Herzversagen, wie das Unternehmen mitteilte. Eiji Toyoda leitete den Konzern von 1967 bis 1982. Unter seiner Leitung trieb der Autokonzern die Massenproduktion voran, vor allem des Modells Corolla, und expandierte ins Ausland. Damit legte Toyoda die Basis dafür, dass Toyota heute als größte Autohersteller der Welt gilt. www.toyota.com
C ov e r
24 – automotivebusiness
Kommentar
Gefahrenherd Mittelkonsole
Freitag, 20. September 2013
Automarkt Europa Nach Jahren der Verkaufsrückgänge sehen viele Hersteller nun eine (moderate) Markterholung
Folgt auf den Abschwung nun der Aufschwung?
Kommt der Aufschwung für manche OEMs zu spät? Viele haben zuletzt ihre Investitionen zurückgefahren. Jürgen Zacharias
Maserati Verkaufsrekord
© EPA/Tannen Maury
Absatz-Sprung
Maserati will seine Verkäufe im laufenden Jahr fast verdreifachen.
Turin. Der italienische Luxusauto-Hersteller Maserati will seinen Absatz in diesem Jahr fast verdreifachen. Maserati-Chef Harald Wester kündigte vor wenigen Tagen an, dass 2013 rund 16.000 Fahrzeuge verkauft würden, nach 6.300 im vergangenen Jahr. Der bisherige Rekord geht ins Jahr 2008 zurück und beläuft sich auf 9.000 Stück. Dem Mutterkonzern Fiat soll die Luxus-Tochter helfen, bis 2016 in Europa wieder Gewinne einzufahren. Vergangenes Jahr häufte Fiat inmitten eines schrumpfenden europäischen Markts einen Verlust von 700 Mio. € an. www.maserati.com
„Ich habe das Gefühl, dass für unsere Gruppe, aber auch für den Automobilsektor, in Europa das Schlimmste hinter uns liegt.“ Philippe VArin, PSA Konzern
rupt nach unten sackten und sich von dort seitdem zusehends noch weiter nach unten entwickelten. Was sich jetzt wie der Niedergang einer Branche liest, könnte laut Ansicht vieler Experten aber bald eine Schubumkehr erfahren. Die Talsohle sei erreicht, so hochrangige Branchenkenner, manche prophezeien sogar eine unmittelbar bevorstehende – wenn auch moderate – Phase des Aufschwungs.
20 Prozent plus möglich? Besonders zuversichtlich ist mit Philippe Varin ausgerechnet einer,
Renault-Chef Carlos Ghosn sieht „Licht am Ende“ des europäischen Autotunnels und 2014 ein „Wachstum von einem Prozent“.
der von der europäischen Zulassungskrise bislang am meisten betroffen war. Der Chef des französischen Konzerns PSA Peugeot Citroën rechnet schon bald wieder mit steigenden Verkaufszahlen. „Ich habe das Gefühl, dass für unsere Gruppe, aber auch für den Automobilsektor, das Schlimmste hinter uns liegt. Der Rückgang der Verkaufszahlen hat sich verlangsamt, für 2014 rechnen wir sogar mit einem leicht positiven Wachstum.“ Auch Renault-Chef Carlos Ghosn sieht in einem Interview mit der französischen Wirtschaftszeitung Les Echos „Licht am Ende des Tunnels“ und ebenfalls steigende Verkaufszahlen. „Der Weltmarkt wird unserer Ansicht nach 2014 um drei Prozent auf 83 Millionen Neu-
zulassungen wachsen“, sagte der französische Manager. Für Europa hält Ghosn immerhin ein Plus von ein Prozent für realisistisch. „Nach fünf Jahren Rückgang wird die Branche wieder wachsen.“ Noch weit optimistischer sieht Ford die Situation: Für die kommenden fünf Jahre prophezeit der US-Hersteller für Europa Zuwächse „in der Größenordnung von 20 Prozent“.
Verzögerter Niedergang? Ob ein derartiges Plus realistisch ist, darf bezweifelt werden, dringend notwendig wäre es in jedem Fall, gerade für die weitgehend auf den europäischen Markt beschränkten Hersteller wie Peugeot, Citroën, Renault, Opel oder
Fiat, die zuletzt – um ihre Verluste einzudämmen – auf der Ausgabenseite starke Kürzungen vorgenommen haben. Davon betroffen sind auch die Investitionen in Konzernforschung und Entwicklung, was sich laut Automobilexperten noch zu einem Bumerang entwickeln könnte: Während nämlich Volkswagen & Co dank ihrer globalen Orientierung ihre Investitionen unbeirrt fortsetzen, verlieren Citroën und Co zusehends an Terrain. Die fast unausweichlichen Folgen sind schlechtere Fahrzeuge, die wiederum den Branchengrößen in die Hände spielen und damit den Niedergang der kleinen Hersteller nicht verhindert, sondern nur aufgeschoben hätten. www.psa-peugeot-citroen.com
Jaguar Die Traditionsmarke will mit SUVs und einer neuen Fabrik in Saudi-Arabien noch kompetitiver werden
Bevorstehende Zeitenwende bei Jaguar London. Nun auch Jaguar: Nachdem in den vergangenen Jahren Porsche erfolgreich mit Oberklasse-Modellen auf die Jagd nach neuer Kundschaft gegangen ist und auch Maserati mit einem neuen Modell um 66.000 € Ähnliches plant, drängt nun auch der britische Traditionshersteller in den Massenmarkt. Laut eigenen Angaben will Jaguar 2 Mrd. € in den Bau besonders leichter sportlicher Geländewagen (SUV) und Crossover-Fahrzeuge investieren und mit den neuen Luxus-Light-Autos ab 2015 den deutschen Oberklasse-Anbietern BMW und Daimler direkt Konkurrenz machen. Die Preise dieser neuen Mischmodelle mit AluminiumRahmen sollen auf dem Einstiegsniveau für Oberklassewagen angesiedelt liegen.
Neue Arbeitsplätze Jaguar will die neuen Fahrzeuge am Standort Solihull in Zentralengland fertigen. Das Unternehmen rechnet damit, dass dadurch 1.700 neue Jobs in Großbritannien entstehen. Über die gesamte Produkti-
onskette hinweg könnten durch die Milliarden-Investition sogar 24.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Einen Ausblick auf die Zukunft als SUV-Hersteller gab Jaguar bereits auf der IAA in Frankfurt, wo mit dem C-X17 der allererste Sport-Crossover der Edelmarke zu sehen war.
so Speth. Saudi-Arabien verfüge über eigene Bauxitvorkommen und Energie, um Aluminium zu produzieren. Der Konzern Alcoa errichte gerade in der Wüste eine Aluminiumschmelze mit eigenem Kraftwerk. „Leichtbau spielt für uns eine sehr wichtige Rolle, und wir wollen sehr nah am Ursprung
dieses wichtigen Materials sein“, betonte der Manager. Der Hersteller hatte im vergangenen Jahr eine Absichtserklärung mit der saudiarabischen Regierung unterzeichnet. Theoretisch könnten die Verhandlungen aber auch noch scheitern, sagte Speth dem Magazin. www.jaguar.com
Neues Werk in Planung Parallel zu neuen Modellen arbeitet Jaguar auch in anderen Bereichen an seiner Zukunft. So will der Luxusauto-Hersteller einem Medienbericht zufolge eine komplette Autofabrik in Saudi-Arabien bauen; die Verhandlungen mit dem Land seien „in einem fortgeschrittenen Stadium“, zitierte das „Manager Magazin Online“ den Chef von Jaguar Land Rover, Ralf Speth. „Wir würden hier von Grund auf eine neue Fabrik errichten – mit einer kompletten Produktionslinie vom Presswerk bis zur Fertigung.“ Auch wenn Saudi-Arabien noch keine eigene Automobilindustrie habe, sei es ein aufstrebendes Land mit einem großen Marktpotenzial,
© Jaguar Land Rover Limited
S
ich in das Auto setzen, das Fahrziel kommunizieren, das Lieblingsmagazin zur Hand nehmen, starten und sich vollautonom zum Ziel kutschieren lassen. Bis diese automobile Vision Wirklichkeit wird (falls das jemals möglich ist?), werden noch einige Jahre ins Land ziehen (siehe auch unseren Bericht auf Seite 26) und damit ist auch die „Vision Zero“, also der Traum vom Straßenverkehr ohne Tote und Schwerverletzte, vorerst noch Zukunftsmusik. Erst recht, da sich aktuell die wachsende Funktionspalette der Infotainment-Systeme durchaus auch gegen uns wenden kann: Jeder vierte Unfall wird mittlerweile durch Ablenkung verursacht. Gefahr strahlen also nicht nur Überschätzung, Übermüdung oder andere Autofahrer aus, sondern auch die – trotz internationaler Standards, die die Ablenkung eingrenzen sollen – Mittelkonsole mit ihren immer komplexeren und üppigeren Einstellungsmöglichkeiten. Das haben zuletzt auch Praxistests, die der Auto Club Europa mit wissenschaftlicher Unterstützung der Uni Salzburg durchgeführt hat, gezeigt. Um diesen Anteil wieder zu reduzieren, sollten, so die Schlussfolgerung der Autoren, der wir uns an dieser Stelle vollinhaltlich anschließen wollen, die Standardtests zur Ablenkung nicht im Simulator stattfinden, sondern reale Straßensituationen abbilden.
Wien. Und täglich grüßt das Murmeltier. Jeden Monat wieder nehmen sich Europas Hersteller die Zulassungsbilanz der vergangenen Wochen zur Hand und jeden Monat wieder müssen sie ein Minus in der Statistik notieren. Europas Automarkt ist im Sinkflug und das nicht erst seit Jahresbeginn oder seit Beginn des Vorjahres, sondern bereits seit der Wirtschaftskrise 2008, als die Zulassungszahlen ab-
© EPA/Kiyoshi Ota
Jürgen Zacharias
Jaguar-Chef Ralf Speth überlegt den Bau eines neuen Werks in Saudi-Arabien.
Hersteller & Zulieferer
Freitag, 20. September 2013
automotivebusiness – 25
Entwicklung Vernetzung ist in der Autoindustrie derzeit in aller Munde und verspricht zu einem Milliardenmarkt zu werden
short
„Es wird dauern, bis das voll angenommen wird …“
Ford auf dem Weg in die Gewinnzone
© Ford
Autonom fahrende Autos sieht Branchenkenner Ferdinand Dudenhöffer trotz des Trends vorläufig nicht. Moritz Kolar
Ford plant laut Europa-Chef Stephen Odell eine „große Modelloffensive“.
Frankfurt/Hannover. Vernetzung wird in der Automobilbranche zu einem immer größeren Thema. Fahrzeuge sollen in Zukunft nicht nur mitein-ander, sondern auch mit ihrer Umwelt kommunizieren können und somit Autofahren für den Fahrer nicht nur angenehmer, sondern auch deutlich sicherer machen, indem der Fahrer frühzeitig auf mögliche Gefahren hinge-
Detroit. Ford will im übernächsten Jahr auch in Europa wieder Gewinne einfahren. „Wir sind in der Spur, 2015 profitabel zu sein“, sagte FordEuropa-Chef Stephen Odell. Im laufenden Jahr erwartet Odell allerdings noch einen Verlust in etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 1,8 Mrd. €. „Aber die Struktur hat sich verändert: Der Markt ist schwächer und wir haben Restrukturierungskosten durch Werksschließungen. Gleichzeitig verkaufen wir nun seit sieben Monaten in Folge mehr Autos.“ Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen soll unter anderem durch 25 neue Modelle bis 2017 erreicht werden. www.ford.com
„Bei der automobilen Vernetzung befinden lieferer erst am Beginn eines langen Weges.“ ferdinand dudenhöffer
© Panthermedia/Rangizz
sich Hersteller und Zu-
VW fährt Zielsetzung deutlich nach oben
wiesen wird oder vollautomatisch Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet werden. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht darin aber nicht nur Verbesserungen für die alltägliche Fahrzeugnutzung, sondern einen potenziellen „Milliardenmarkt“, der er wohl auch jetzt schon ist und in den kommenden Jahren erst recht zu werden verspricht.
Entgegen den vollmundigen Prophezeiungen vieler Hersteller sieht der Autoexperte die Industrie bei der Vernetzung eher erst „am Beginn eines langen Weges“. Auch, wenn es Teilerfolge wie die vollautomatische Fahrt einer Mercedes S-Klasse von Mannheim nach Pforzheim (siehe auch Bericht auf Seite 30) gäbe, basiere das Thema aktuell auf nicht viel mehr als „einem Sammelsurium von einzelnen Fahrassistenzsystemen und Apps für die Auto-Bordsysteme, die jedes Smartphone auch bietet“. Zudem ortet der Branchenkenner große Bedenken der Konsumenten dem vollautomatischen Fahren gegenüber. „Es werden noch rund zehn Jahre vergehen, bis das tech-
Große Bedenken der Kunden Bis das Auto aber tatsächlich vollvernetzt alleine fährt, werden laut Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen noch einige Jahre ins Land ziehen.
nologisch völlig ausgereift ist und auch dann wird es noch einige Zeit dauern, bis das voll angenommen wird.“ Zwar werden Stau- oder Einparkassistenten immer öfter nachgefragt und auch benutzt, dabei gibt der Fahrer das Steuer aber nur kurz aus der Hand und behält jederzeit die volle Kontrolle über sein Fahrzeug.
Auch Zulieferer innovativ Neben den Herstellern ist die Vernetzung auch bei den Zulieferern ein großes Thema. Durch Innovationen in diesem Bereich hoffen sie nicht nur Marktanteile zu gewinnen, sondern auch ein Stück mehr der automotiven Wert-
schöpfungskette. Der deutsche Autozulieferer Continental hat daher jüngst eine Reihe strategischer Partnerschaften in diese Richtung bekannt geben und will in Zukunft nicht nur mit dem Netzausrüster Cisco kooperieren, sondern auch mit dem US-Technologieriesen IBM, wie während der IAA bekannt wurde. Im Zentrum stehe dabei ein gemeinsames Projekt in der Internet-Datenwolke Cloud. Damit könnten Autofahrer zum Beispiel neue Softwareversionen im Auto direkt aus dem Netz laden – ein Besuch in der Werkstatt, wo das Auto an Rechner angestöpselt wird, entfällt. www.uni-due.de www.iaa.de www.conti-online.com
Opel Immer noch in den roten Zahlen, sieht Opel-Chef Karl-Thomas Neumann deutliche Zeichen für einen Aufschwung
Hat die lange Durststrecke bald ein Ende? Rüsselsheim. Ungeachtet der schwierigen Marktlage versprüht der defizitäre Autobauer Opel Zuversicht: „Wir haben bei Opel eine Aufbruchsstimmung. Opel ist wieder da“, sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann vor wenigen Tagen auf der Internationalen Automobilmesse IAA in Frankfurt. Zwar werde der Hersteller auch 2013 Verluste einfahren, diese sollen aber deutlich unter den roten Zahlen aus dem Vorjahr liegen. „Unser erstes Ziel war die Stabilisierung der Verluste und der Marktanteile, und dieses Ziel ist erfüllt. Wir haben unsere Situation gegenüber dem Vorjahr erheblich verbessert.“ Wie hoch das Minus ausfallen werde, wollte Neumann nicht sagen. 2012 stand ein operativer Verlust von 1,3 Mrd. € in den Büchern.
so Neumann. Gelingen soll der Turnaround u.a. mit einer Modelloffensive mit 23 neuen Produkten und 13 neuen Motoren, die in den kommenden Jahren auf den Markt kommen sollen – einen ersten Vor-
geschmack darauf gab es auf der IAA zu sehen: Opel rückte dort gleich sieben Premieren ins Rampenlicht. „Ich finde, wir haben hier einen tollen Aufschlag hingelegt“, sagte Neumann.
Neuer Vertriebsvorstand
© Opel
Neue Modelle in der Pipeline Auch für die kommenden Jahre ist Neumann zuversichtlich, 2016 wolle man laut seinen Angaben wieder in die schwarzen Zahlen kommen. „Opel muss sich keine Sorgen um die Zukunft machen“,
Auch, weil er mit Peter Christian Küspert einen neuen Vertriebsvorstand präsentieren konnte; der Betriebswirt war zuletzt Geschäftsführer beim Autozulieferer Johann Hay Automobiltechnik und durchlief von 1990 bis 2009 verschiedene Management-Positionen bei Daimler, ab 1. November soll er nun den Vertrieb von Opel verantworten.
Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sieht die Zukunft des Autobauers zuversichtlich.
Küspert kann laut Neumann „auf einer guten Basis“ aufbauen. „Denn wir konnten nicht nur unsere Verluste eindämmen“, so der Opel-Manager, „sondern auch unsere Position als drittstärkste PkwMarke in Europa im Jahresverlauf stabilisieren und in vielen Ländern beim Marktanteil sogar zulegen.“ Peter Christian Küspert löst in seinem neuen Job Duncan Aldred ab, der zuletzt kommissarisch für den Vertrieb zuständig war. Aldred soll sich dadurch wieder ganz auf seine Rolle als Chairman und CEO der britischen Opel-Schwestermarke Vauxhall konzentrieren können. www.opel.de
© Volkswagen
Keinen Handgriff mehr tun und trotzdem ans Ziel kommen: Voll autonom fahrende Autos sind derzeit aber nur Zukunftsvision.
VW setzt bei seinem geplanten Wachstum auf das SUV-Segment.
Wolfsburg. Volkswagen will bis 2018 weltweit deutlich mehr als zehn Mio. Fahrzeuge absetzen und erheblich vom Schub im Segment teurer und geländegängiger Wagen profitieren. Das geht aus einer Präsentation an Finanzinvestoren hervor. Demnach plant der Konzern allein für die zentralen Marken VW, Skoda, Seat und Audi, dass bis 2018 ein Jahresabsatz von mehr als 8,8 Mio. Fahrzeugen zusammenkommt. Audi wird zusätzlich mit mehr als 2 Mio. Wagen veranschlagt, jedoch mit dem späteren Ziel 2020. Da die Premium-Tochter aber schon dieses Jahr mehr als 1,5 Mio. Autos absetzen dürfte, übersteigt die vor Investoren auf der IAA gezeigte Gesamtrechnung klar das bisher eher defensive 2018Ziel, das „mehr als 10 Millionen Fahrzeuge pro Jahr“ lautet. Denn allein die VW-Nutzfahrzeuge stehen mittelfristig noch für rund 600.000 weitere Einheiten pro Jahr. Aufhorchen lässt die Prognose zum Wachstum der Geländelimousinen (SUV). Denn das Segment soll zwischen 2012 und 2018 deutlich stärker als der Gesamtmarkt zulegen. Fast ähnlich überdurchschnittlich wachsen soll die Premium-Kategorie, in der Audi und Porsche unterwegs sind. Im wichtigsten VW-Einzelmarkt China soll das Jahresplus im Schnitt bis 2018 knapp 8 Prozent betragen, bei den SUV dagegen 14 Prozent. www.volkswagen.com
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Modell & Handel
28 – automotivebusiness
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Mutig und athletisch: Coupé-Offensive
Freitag, 20. September 2013
Dacia Logan MCV Die rumänische Renault-Tochter Dacia bringt den Logan MCV in zweiter Generation
Vollwertiger Kombi zum Superschnäppchen-Preis
© Opel
Dacia bleibt mit dem neuen Logan MCV seiner Markenlinie treu und bietet viel Auto für wenig Geld.
© Toyota
Brennstoffzellen-Hybrid bis 2015 in Serie
Toyota plant für 2015 einen serienreifen Brennstoffzellen-Hybrid.
Frankfurt. Toyota baut auf der IAA seine Führungsrolle auf dem Gebiet umweltverträglicher Antriebe weiter aus. Stetig erweitert der japanische Automobilhersteller sein Angebot hocheffizienter Hybridmodelle und bereitet zugleich die Markteinführung des ersten Brennstoffzellen-Hybridfahrzeugs im Jahr 2015 vor. Das Brennstoffzellen-Hybridfahrzeug (Fuel Cell Hybrid Vehicle – FCHV) ist die logische Weiterentwicklung des bewährten Toyota-Hybridkonzepts: Im Prinzip muss beim Antriebsstrang lediglich der übliche Verbrennungsmotor durch ein BrennstoffzellenPaket ersetzt werden. So wird das erste in Serie produzierte Toyota FCHV, das 2015 als viertürige Limousine in Japan, den USA und Europa eingeführt wird, eine Reichweite von mehr als 500 km aufweisen und keinerlei Kompromisse beim Innenraumvolumen einfordern. Die Preise sollen laut Toyota durchaus marktgerecht gestaltet sein. www.toyota.at
Vollwertiger Kombi zum Kampfpreis: Dacia präsentiert den neuen Logan MCV. Der Einstiegspreis liegt bei 8.920 Euro.
Ladeluke öffnet somit komplett, der fesche Logan MCV ist eben zu beladen.
Auf Kombi getrimmt Optisch wurde das neueste Modell der Dacia-Familie nun deutlich mehr auf Kombi getrimmt. War der erste Logan MCV noch eher eine Art Großraumlimousine à la Renault Kangoo, ist der Neue mit einer Höhe von 1.550 mm und einer Länge von knapp 4,5 m ein waschechter Kombi geworden. Designseits fügt sich der neue Logan MCV bestens in das aktuelle Dacia-Portfolio ein. Die kompakt gestaltete Front wirkt robust und bullig, die Seitenansicht durchaus elegant und der Abschluss, in Form des gut gelungenen Hecks, sehr modern. Die Heckleuchten trägt der Dacia in einteiligem Stil, die
Aufgeräumt und sachlich Der Innenraum des neuen Dacia wirkt durchdacht, funktionell und ergonomisch. Alle Bedienelemente und Anzeigen liegen im direkten Blick des Fahrers, einzig die Fensterheber-Schalter sind wie auch schon bei einigen anderen DaciaModellen nicht in den Türen zu finden, sondern unter der Lüftungseinheit am Armaturenbrett. Die Verarbeitung ist generell sehr gut, ein wenig Hartplastik-Flair bleibt jedoch, doch das macht spätestens beim Reinigen und bei der
Haltbarkeit durchaus Sinn. Der Sitzkomfort ist hoch, auch in zweiter Reihe sitzt man bequem. Im Kofferraum des neuen Logan MCV finden in der Standard-Jus-tierung 573 l Platz. Legt man die Lehne der Rückbank um, haben bis zu 1.518 l im Heck des neuen Modells Platz. Insgesamt stehen für den neuen Logan MCV drei Ausstattungsvarianten zur Wahl. In den beiden Ausstattungen Ambiance und Laurèate ist für den neuen DaciaKombi auch das Radio-Navigationssystem „Media-Nav“ erhältlich, das über eine 7 Zoll-Touchscreen, Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie USB- und Aux-Eingang verfügt. Was fehlt, ist ein CD-Player. Doch wer schleppt in Zeiten des
Smartphones heute schon noch die gesamte CD-Sammlung mit?
Überraschender Dreizylinder Im ersten Test konnten wir den 0,9 l Turbo-Dreizylinder TCe 90 mit 90 PS beäugen, der sich überraschend agil und souverän gibt. Selbst Tempo 160 ist für den kleinen Motor kein Thema, auch in Sachen Durchzug ist der Dreizylinder, der bei Renault auch den Clio und Captur antreibt, gar nicht schwachbrüstig. Hier sei auch noch das niedrige Geräuschniveau im Innenraum erwähnt. Bleibt letztlich nur mehr der sensationelle Einstiegspreis von 8.290 € zu erwähnen. www.dacia.at
BMW 320d Gran Turismo BMW weitet die Gran Turismo-Range nun auch auf die 3er-Modellreihe aus
Weniger ist oftmals wirklich mehr! Wien. BMW hat mit dem 5er Gran Turismo bei seiner Einführung im Jahr 2009 wieder mal für Polarisierung gesorgt: Für die einen machte die Gran Turismo-Strategie mit dem vergleichsweise großen 5er Modell keinen Sinn. Vielen stieß auch die Optik auf. Der 5er GT ist wahrlich kein kleines Auto. Doch wie schon so oft, hat BMW auch mit dieser Strategie wieder Recht behalten, denn der Erfolg des 5er GT spricht für sich. Dies nahmen die Bayern zum Anlass, auch die 3er-Reihe mit einem Gran Turismo-Modell auszuweiten. Und selbst Gran Turismo-Kritiker müssen zugeben, dass BMW damit einen großen Wurf gemacht hat und eine Zielgruppe damit anspricht, die sich bisher vielleicht noch für eine andere Marke entschieden hätte. Denn der 3er GT trägt optisch nicht so auf wie sein größerer Bruder, vereint allerdings ebenfalls das Beste aus zwei Welten. Zum einen bietet er den vollumfänglichen Komfort einer BMW-Limousine und andererseits die Ladekompetenzen eines Kombis. So finden im 3er GT im Kofferraum – die Heck-
klappe öffnet und schließt im Übrigen serienmäßig elektrisch – 520 l Platz. Bei umgelegten Lehnen der Rücksitze schluckt das Heck des neuen BMW-Modells bis zu 1.600 l und übertrifft damit so manche Kombi-Modelle der Mittelklasse. Zugleich bietet der BMW 3er Gran Turismo mehr Kopffreiheit. Besonders deutlich fällt der Raumge-
winn für die Fondpassagiere aus: Hinten offeriert der BMW 3er Gran Turismo ganze 70 mm mehr Beinfreiheit und damit Freiheitsgrade, die auf Oberklasse-Niveau liegen.
Alles perfekt, wie immer BMW-typisch ist freilich die Technik, Ausstattung, die Ver-
© BMW
Frankfurt. Die Tage des faden Designs und des Pensionistenfahrzeug-Images scheinen beim deutschen Autobauer Opel endgültig vorbei zu sein. Auf der IAA zeigte Opel mit dem Monza ein visionäres Konzept zum Thema Coupé, das einen Ausblick auf zukünftige Opel-Coupés gibt und eine Neuinterpretation der Opel Designstrategie darstellt. Der Monza wirkt optisch äußerst athletisch, anstatt sich „nur“ muskulös zu präsentieren. Einzigartig ist neben der mutigen und selbstbewussten Optik auch das neue modulare Aufbaukonzept des Monza, das für die Wahl der Motorisierung eine größtmögliche Flexibilität garantiert. In Sachen Vernetzung bietet das neue Opel-Konzeptfahrzeug bahnbrechende Möglichkeiten, die einen Quantensprung in der Entwicklung von Infotainmentsystemen bedeuten. Sämtliche Informationen werden via innovativer Projektionstechnologie auf einer von Tür zu Tür verlaufenden Instrumententafel dargestellt – eine absolute Weltneuheit im Automobilbau. www.opel.at
Wien. Rund 90% aller Dacia-Kunden kommen aus dem Privatbereich. Somit gelten für die rumänische Tochtermarke von Renault klare Spielregeln, was das übliche Zahlenspiel betrifft, denn es gibt weder Tageszulassungen noch das große Flottengeschäft, das die Zahlen schönt. Umso beeindruckender ist die Tatsache, dass Dacia in Zeiten eines generell rückläufigen Automarkts massiv wächst. Heuer konnte sich Dacia bereits um 30% steigern. Der aktuelle Pkw-Bestand der Marke liegt damit in Österreich derzeit bei rund 30.000 Fahrzeugen und umgerechnet 2,21 Prozent. Nicht schlecht für eine vermeintliche Billigmarke aus dem Osten, wie Dacia oft fälschlicherweise noch gesehen wird. Denn billig ist bei Dacia einzig und allein der Preis, was sich auch beim neuesten Produkt, dem Logan MCV, zeigt, dessen Vorgänger sich zwischen 2007 und 2013 rund 7.400 mal verkaufte.
© Dacia/Christian Houdek
Gregor Josel
Mit dem Monza wirft Opel einen Blick auf seine künftige Coupé-Strategie.
Der Einstiegspreis für den 320d Gran Turismo liegt bei fairen 40.950 Euro.
arbeitung und das Feature-Programm. In der getesteten Version 320d GT leistet der bewährte 2,0 l Commonrail-Diesel satte 184 PS, die gepaart mit 380 Nm Drehmoment, für potenten Vortrieb sorgen. Der Fahrkomfort liegt auf oberstem Niveau und der Durchschnittsverbrauch pendelt sich bei rund 6,5 l ein. Großes Lob verdient BMW aber auch für das ConnectedDrive-Infotainmentsystem. Ein Highlight ist das vollfarbige Head-up-Display der jüngsten Generation, das Informationen in brillanter Auflösung auf die Frontscheibe projiziert. Neben weiteren komfort- und sicherheitsrelevanten Assistenzsystemen sorgt eine besonders leistungsfähige Schnittstellentechnologie für die umfassende Nutzung externer Mobiltelefone und zahlreicher Bluetooth-Office-Funktionen für internetbasierte Services. Mit der Sonderausstattung, Apps und der kostenlosen Applikation „BMW Connected“ können unter anderem Soziale Netzwerke, Web-Radio und die Kalenderfunktionen des iPhones genutzt werden. www.bmw.at
R u n d u m s auto
Freitag, 20. September 2013
automotivebusiness – 29
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Staatspreis Mobilität in vier Kategorien u.a. an Magna Steyr und Siemens vergeben
Innovationen vor den Vorhang Moritz Kolar
Wien. Verkehrsministerin Doris Bures hat vor wenigen Tagen den Staatspreis Mobilität verliehen. Dieser ist als höchste Auszeichnung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) nicht nur eine Leistungsschau des Innovationsstandorts Österreich, sondern bietet auch einen Blick in die Zukunft der Mobilität. In vier Kategorien wurde der Staatspreis vergeben. Zu den stolzen Gewinnern gehört Magna Steyr Fahrzeugtechnik (Kategorie „Forschen und entwickeln“) für den in Ultraleichtbauweise ausgeführten Kleinwagen „Cult“, der eine revolutionäre Bauweise, einen neuartigen Erdgasmotor und innovative Werkstoffe miteinander vereint und dadurch den CO2-Verbrauch im Straßenverkehr eindämmen soll. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Siemens Öster-
reich für die neue Metro-Plattform Inspiro (Kategorie „Beschäftigung sichern“), die Wiener Linien für ihren batterieelektrischen Bus für emissionsfreien innerstädtischen Verkehr (Kategorie „Planen, bauen und betreiben“) und der Verein Bikeline für das Projekt „Gemeinsam mit dem Rad zur Schule“ (Kategorie „Bewusstsein schaffen“).
Hohe Innovationskraft „Der Staatspreis 2013 zeigt einmal mehr, wie leistungsfähig und innovativ die österreichischen Unternehmen und ihre Mitarbeiter sind“, betonte Bundesminis-
terin Doris Bures anlässlich der feierlichen Verleihung im Palais Ferstel. „Eine Rekordanzahl an Einreichungen unterstreicht die Stärke des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Österreich – und darauf können wir zurecht stolz sein. Angewandte Innovationen verbessern die Lebensqualität, stärken den Wirtschaftsstandort und schaffen Arbeitsplätze; die heutigen Preisträger können dazu einen wichtigen Beitrag liefern“, so die Ministerin. Aus über 93 Projekten wurden die Preisträger von einer internationalen Fachjury ausgewählt. www.bmvit.gv.at
© bmvit/Sebastian Reich
Rekordanzahl von Einreichungen: Jury wählte Sieger aus 93 Projekten aus.
Verkehrsministerin Doris Bures vor wenigen Tagen bei der Preisverleihung in Wien.
Opel Carsharing-Konzept
Neue Strategie? Rüsselsheim. DriveNow, car2go, Multicity und Quicar – unter den verschiedensten Bezeichnungen versuchen Automobilhersteller zunehmend mit ihren Fahrzeugen Carsharing-Flotten zu bilden und sich damit neue Geschäftsmöglichkeiten und -chanen zu eröffnen. Nach BMW, Daimler, Citroen und Volkswagen überlegt nun auch Opel laut Vorstandschef Karl-Thomas Neumann einen entsprechenden Schritt: „Das ist ein noch kleiner Markt, aber wir schau en uns die Entwicklung natürlich genau an. Unser Kleinwagen Adam und das Elektroauto Ampera wären perfekt für dieses Feld“, sagte der Manager, und ergänzte: „Der zeit analysieren wir die Chancen für ein Carsharing-Konzept.” www.opel.de
Volvo Trucks Auszeichnung
Truck of the Year
© Volvo Truck Corporation
Moskau. Der Volvo FH ist von führenden Nutzfahrzeug-Journalisten, die für 25 Zeitschriften aus ganz Europa tätig sind, zum „International Truck of the Year 2014“ gewählt worden. Die Auszeichnung wurde vor wenigen Tagen im Rahmen der Messe „Comtrans“ in Moskau vergeben. „Volvo Trucks hat einen völlig neuen Schwerlast-Lkw geschaffen, der mit seinem innovativen Fahrerhaus, seinen Antriebskomponenten nach höchstem technischen Standard und fortschrittlichen Wartungslösungen neue Maßstäbe in der Automobilindustrie setzt“, hieß es zur Begründung. www.volvotrucks.com
Obwohl wir noch 2013 schreiben, ist der Volvo FH bereits Truck of the Year 2014.
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„Eventmarketing ist als Tool, mit dem man Botschaften, Werte und Image von Marken und Unternehmen nachhaltig transportieren kann, nicht mehr weg zu denken.“ sagt Walter Ilk, Geschäftsführer der Eventwerkstatt und Veranstalter des Austrian Event Award. Auch heuer bestimmt die Fachjury in 11 Kategorien jeweils bis zu 5 Nominees und je einen Preisträger in Gold. Zusätzlich wird der Sonderpreis für Green Events vergeben.
INFO:
Am 2. und 3. Dezember trifft sich in Linz die Eventszene unter dem Motto „Vom Spektakel zum Sinn“. Als erstes Programmhighlight erwartet Sie eine Führung im Musiktheater Linz am 02. 12 um 16:00 Uhr. Anmeldung unter tagung@linztourismus.at. Um 18:00 Uhr beginnt die Veranstaltung des Austrian Event Award 2013. Am 03.12.2013 lädt das Design Center Linz zum 4. Eventmanager Congress ein. Informationen unter www.reglist24.com/eventmanager
Verleihung:
Abendveranstaltung am Montag, 02.12.2013, im Design Center Linz, Europaplatz 1, 4020 Linz
Online-Anmeldung und Infos: unter www.eventaward.at (veranstaltet von www.eventwerkstatt.at)
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30 – automotivebusiness
Freitag, 20. September 2013
Mercedes-Benz Der Premiumhersteller hat mit einem Forschungsfahrzeug autonomes Fahren in der Praxis getestet
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Ein erster Vorbote der selbstfahrenden Zukunft
© Panthermedia.net/Nikolaj Kondratenko
Valeo App: Parken wie von Geisterhand
Das S 500 Intelligent Drive legte eine 100 Kilometer lange Strecke in Deutschland ohne Probleme zurück. Stuttgart. Als erster Autohersteller der Welt hat Mercedes-Benz mit dem Forschungsfahrzeug S 500 Intelligent Drive kürzlich gezeigt, dass auch im Überlandund Stadtverkehr autonomes Fahren möglich ist. Die rund 100 km lange Route von Mannheim nach Pforzheim folgte den Spuren der Pionierin Bertha Benz, die auf dieser Strecke vor 125 Jahren die erste automobile Fernfahrt gewagt hatte. Im dichten Verkehr des 21. Jahrhunderts musste die selbstständig fahrende S-Klasse unter anderem mit Ampeln, Kreisverkehren, Fußgängern, Radfahrern und Straßenbahnen zurechtkommen. Die Besonderheit: Gemeistert wurde die Fahrt ohne teure Spezialtechnologie, sondern mit seriennaher Technik, wie sie ähnlich bereits heute in Mercedes-Fahrzeugen verfügbar ist.
Aus- und Einparken könnte in Zukunft vollautomatisch funktionieren.
Frankfurt. Lästiges Einparken könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Der Autozulieferer Valeo präsentiert auf der IAA in Frankfurt aktuell nämlich eine neue App namens Park4U, die Autos autonom einparkt. Das System aktiviert in speziell dafür ausgerüsteten Fahrzeugen einen entsprechenden Fahrmodus; unterstützt von Ultraschallsensoren, Kameras und Laserscannern, findet sich das Fahrzeug dann selbst zurecht, reagiert auf allfällige Hindernisse und steuert autonom freie Parkplätze an. Nach demselben Prinzip parkt das Fahrzeug auf Wunsch auch wieder aus und steuert zur Ausfahrt der Parkgarage. www.valeo.com
Zusätzliche Sensortechniken
Tesla: Dichtes Netz von Ladestationen in Europa
„Mit dieser S-Klasse zeigen wir, wo wir mit ‚Intelligent Drive‘ hinwollen und welch großes Potenzial in der bereits heute verfügbaren Technik steckt“, kommentierte Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, die Fahrt. „Sicher wäre es deutlich einfacher gewesen, für die autonome Fahrt von Mannheim nach Pforzheim die Autobahn zu nehmen. Aber für uns war es eine besondere Motivation, die autonome Fahrt genau auf dieser Strecke und 125 Jahre nach Bertha Benz zu absolvieren.“ Das Forschungsfahrzeug wurde dafür mit seriennaher Sensorik ausgestattet. Basierend auf einer Weiterentwicklung der bereits heute in der neuen S-Klasse eingesetzten
Frankfurt. Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla will kurz nach seinem Marktstart in Europa die wichtigsten Autorouten des Kontinents mit Schnelllade-Stationen ausstatten. Bis Ende 2014 solle die nächste Station in maximal 320 km, Entfernung stehen, sagte der Chef von Teslas Model-SReihe, Jerome Guillen, auf der IAA. Die Reichweite von Teslas Elektro-Auto liegt bei rund 500 km. www.teslamotors.com
Neue Getriebe für weniger Verbrauch
© Daimler
Moritz Kolar
Ohne Zutun des Fahrers legte die selbstständig fahrende S-Klasse die Strecke von Mannheim nach Pforzheim unfallfrei zurück.
Sensortechniken, haben die Entwickler dem Technologieträger beigebracht, zu wissen, wo er ist, was er sieht und wie er selbstständig reagieren soll. So wurde die Basisbreite (der Augenabstand) der Stereokamera vergrößert; um Objekte in größerer Entfernung zusätzlich zum Radar auch mittels Kamera zu erkennen, wurden zwei zusätzliche Fernbereichs-radare in den seitlichen vorderen Stoßfängern untergebracht sowie vier Nahbereichsradare in den Fahrzeugecken, eine Farbkamera hinter der Windschutzscheibe zur Beobachtung von Ampeln und eine weitere, nach hinten durch die Heckscheibe gerichtete, Kamera, um das Fahrzeug anhand von bekannten Merkmalen in der Umgebung zu lokalisieren. Ganz allein findet das Auto damit den Weg durch dichten Stadt- und Überlandverkehr.
„Autonome Autos sind für uns ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum unfallfreien Fahren“, so Zetsche. „Sie werden den Komfort und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer weiter erhöhen. Denn autonome Fahrzeuge reagieren auch dann, wenn der Fahrer unaufmerksam ist oder etwas übersieht und nehmen ihm unangenehme oder schwierige Fahraufgaben ab.“
Autonomes Fahren in Serie Die bei der Fahrt gesammelten Erfahrungen finden jetzt Eingang in die Planung künftiger Fahrzeuggenerationen, wie DaimlerForschungsvorstand Thomas Weber betont: „Wir sind mit der neuen S-Klasse die ersten, die im Stau autonom fahren können. Wir wollen auch die ersten mit weiteren autonomen Fahrfunktionen
in Serie sein. Und gehen Sie davon aus, dass wir das noch innerhalb dieser Dekade schaffen werden.“ Die wesentlichen Vorteile des autonomen Fahrens liegen laut Weber auf der Hand: schnell, sicher und entspannter ans Ziel kommen. „Vor allem bei Routinefahrten, im Stau, auf vollen Autobahnen mit Geschwindigkeitsbegrenzung und auf unfallträchtigen Strecken kann ein autonomes Fahrzeug den Fahrer unterstützen und lästige Routineaufgaben übernehmen.“ Das Fahrerlebnis und der Spaß, selbst zu fahren, sollen dabei aber nicht verloren gehen. „Unsere autonomen Systeme machen dem Fahrer ein Angebot zur Unterstützung und Entlastung. Wer selbst fahren möchte, kann das heute und auch in Zukunft jederzeit tun.“ www.daimler.com
AVL Der steirische Zulieferer hat Anfang September zum 25. Mal zur Tagung „Motor & Umwelt“ eingeladen © LipsiArt digital photography
Die Vernetzung erfasst auch den Antrieb Graz. Bereits zum 25. Mal veranstaltete die AVL vergangene Woche die Tagung „Motor & Umwelt“, um wichtige Aspekte der modernen Motoren- und Fahrzeugtechnologie über ihre Tagesaktualität hinaus zu behandeln und Ansätze für die Zukunft zu formulieren. Gegenstand der Jubiläumstagung in Graz
Frankfurt. Getrag will mit drei neuen Doppelkupplungsgetrieben den Krafstoffverbrauch senken. Auf der IAA präsentiert der Zulieferer derzeit die neuen Systeme: Das PowerShift 7DCT300 soll 2015 in Serie gehen und ist für den FrontQuereinbau in Fahrzeugen der Mittel- und Kompaktklasse für Drehmomente bis zu 300 Nm geeignet, die Gangschaltung erfolgt elektromechanisch über Schaltwalzen. Speziell für den chinesischen Markt konzipiert ist das PowerShift 6DCT150 für Front-Quer-Anwendungen und Drehmomente bis zu 170 Nm. Das dritte Sytem, HybridDrive 7HDT300, ist die um einen elektrischen Antriebsmotor ergänzte Hybridversion des Doppelkupplungsgetriebes 7DCT300. www.getrag.com
Diskussionsgrundlage war dabei, dass Vernetzung für viele Wirtschaftsbereiche zukünftig zu einem Schlüsselthema wird, allen voran aber in der Automobiltechnik. Das Fahrzeug von morgen kommuniziert mit der Umwelt und ermöglicht effizientes, unfallfreies, vielleicht sogar autonomes Fahren.
© AVL/RP Photography
Das HybridDrive 7HDT300 ist speziell für Hybridfahrzeuge konzipiert.
war „Der vernetzte Antrieb – Interaktion von Mechanik & Software, Fahrzeug, Fahrer und Umwelt”. Hochrangige Vortragende aus der internationalen Automobilindustrie, der Wissenschaft und Politik haben dabei das aktuelle Thema aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Veranstalter AVL durfte bei der 25. Auflage der Tagung am 5. und 6. September ein hochrangiges Publikum in Graz begrüßen.
Auch der Antrieb des Fahrzeugs von morgen ist vernetzt: Er kommuniziert mit der Umwelt (dem Fahrer, anderen Fahrzeugen, der Infrastruktur). Immer wichtiger werden zudem die Vernetzung und das optimierte Zusammenspiel aller Komponenten des Antriebsstrangs wie Motor, Getriebe, E-Maschine, Batterie und Steuerung. Die internationale Tagung widmete sich daher modernen Antriebskonzepten im Umfeld dieser zunehmenden Vernetzung. Die zusätzlichen Außeninformationen können dazu dienen, das in jedem Antrieb vorhandene, aber noch ungenutzte Potenzial zur Effizienzsteigerung auszuschöpfen. Dadurch können in all jenen Bereichen signifikante Verbesserungen erzielt werden, die heute für die Automobilindustrie die größte Herausforderung darstellen: Senkung des CO2-Ausstoßes, Reduzierung der Emissionen im realen Fahrbetrieb und Kostensenkung bei den Komponenten für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs. www.avl.com
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Freitag, 20. September 2013 – 31
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Salzburg. Kerala im Süden Indiens ist ein Paradies für Naturliebhaber: Palmenreiche Strände, tropischer Dschungel, grünes Hochland und weitläufige Teeplantagen. DertourGäste können Kerala in diesem Winter mit einem eigenen Chauffeur entdecken. „Kerala exklusiv“ heißt die fünftägige Privatreise, bei der die Gäste in ausgewählten Unterkünften mit aufmerksamem Service übernachten. Die CGH Earth Hotels sind liebevoll gestaltet, Ökotourismus ist ein wichtiges Thema. In den Lagunen und Kanälen spielt sich das bunte Leben der Einheimischen ab. www.dertour.at
Berlin/Wien. Berlins größtes Designhotel bietet seinen Gästen zusammen mit Europcar, Europas größtem Autovermieter, ab sofort eine stylishe und ökologisch nachhaltige Alternative zu Taxi und Co. Gleich zwei elektrisch betriebene Kleinwagen stehen im andel’s Hotel zur Anmietung zur Verfügung. Die E-Autos werden mit Ökostrom aufgeladen. www.andelsberlin.com
© www.guentheregger.at
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Lana. Zwei Wochen lang – von 19. Oktober bis 3. November – wird in Lana und Umgebung die Kastanienzeit gefeiert. Die Kastanientage „Keschtnriggl“ sind seit Jahren ein kultureller und kulinarischer Höhepunkt und aus dem Herbstprogramm der Region nicht mehr wegzudenken. Bei der Planung und Umsetzung der Kastanientage wird großes Augenmerk auf den Umweltschutz gelegt. So setzen die Organisatoren auf sanfte Mobilität: Shuttlebusse bringen die Besucher zu den Festen in Völlan und Tisens. www.lana.info
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Region SchladmingRohrmoos feiert
Freitag, 20. September 2013
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Selektion für die Ästheten unter den Weltreisenden Wegen seiner außergewöhnlichen Architektur wurde das Gradonna für Bauherrenpreise nominiert.
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as Ziel, das sich der TVB Schladming-Rohrmoos in seinem Businessplan 2006 gesetzt hatte, lautete „Eine Million Nächtigungen bis 2016“. Mit 3. September 2013 wurde das bereits drei Jahre vor der Zeit erreicht. Der Grundstein zum stetigen Aufwärtstrend in der Tourismusdestination wurde 2003 mit der Zusammenlegung der beiden Tourismusverbände Schladming und RohrmoosUntertal zu einem gemeinsamen Verband gelegt. Bei all dem Erfolg sehen die Tourismusverantwortlichen der Region jetzt aber auch die neuen Herausforderungen auf sich zukommen. Dabei wird etwa der enorme Preisdruck genannt, der den Markt reguliert und nur schwer beeinflussbar ist. Folgende Gegenmaßnahmen möchte Schladming-Rohrmoos dazu setzen: Ein Emotionen weckendes und Begeisterung schaffendes Marketing und eine Verkaufszentrale, bei welcher der Gast das Gesamtangebot „aus einer Hand“ bekommt. Der stetige Ausbau der Infrastruktur im Bereich der Wander- und Radwege sowie Inszenierungen, Themenwege und das Schaffen von Erlebnissen stehen ebenfalls auf dem Plan. Im Bereich der Informationstechnologie soll die Region die Nummer 1 der österreichischen Tourismusdestinationen werden. Die Weichen dafür sind schon gestellt. Daumen hoch!
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Stellenmarkt für Tourismus Graz. Wintersaison in Kitzbühel, Sommersaison an der Ostsee und dazwischen für drei Monate aufs Kreuzfahrtschiff: In kaum einer Branche ist Job-Hopping so verbreitet wie in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus. Das Magazin Oscars schafft mit der Oscars.at-Stellenbörse eine Orientierungshilfe und präsentiert weit über 1.000 aktuelle Stellenangebote in Österreich, Deutschland, der Schweiz und international. Bewerber können sich gratis registrieren, Jobs und Stellen vergleichen und den nächsten Karriereschritt planen. Eine Gelegenheit, das OscarsTeam persönlich kennenzulernen, bietet sich im November 2013 auf der „Alles für den Gast“-Gastrofachmesse in Salzburg. Die Spezialisten für (internationale) Gastrojobs, Hoteljobs und Tourismusjobs sind von 9. bis 13. November mit einem Stand auf der Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie vertreten. www.oscars.at
Graz. „Themenplattformen sind in der Entscheidungsfindung für den Hotelgast enorm wichtig geworden, da man je nach persönlichem Geschmack und Vorliebe eine vorselektierte Hotelauswahl präsentiert bekommt“, sagen Hardy Egger und Thomas Holzleithner, CEOs & Owners von Lifestylehotels. „Für individuelle und stylishe Hotels ist es geradezu ein ‚Mustdo‘, sich auf Plattformen wie Lifestylehotels zu positionieren. Einerseits, um Zugang zu neuen – und vor allem passenden – Zielgruppen zu erhalten, andererseits, um sich erfolgreich aus der Fülle des weltweiten Hotelangebots abzuheben. Wir freuen uns, dass wir das Gradonna Mountain Resort bei der Positionierung unterstützen dürfen“, so Holzleithner.
Modern-kubisches Design Lifestylehotels wählt die schicksten Designhotels und Boutiquehotels für anspruchsvolle Reisende aus. Zum Angebot zählen nicht nur Boutiquehotels in Metropolen wie Paris, Istanbul oder Amsterdam. Auch designorientierte Hotels wie das neu eröffnete Gradonna Mountain Resort am Fuße des österreichischen Großglockners zählen zu den auserkorenen Edelherbergen. Das Resort ist wie ein modernes Bergdorf angelegt. Das Vier Sterne Superior Hotel beherbergt 130 Zimmer und zwölf exklusiv ausgestattete Suiten. Um das Hotel gruppiert liegen 42 Châlets in Holzbauweise. Das autofreie Resort bietet neben 3.000 qm Wellness-, Bade- und Saunalandschaft mit Indoor & Outdoor Pools und Saunen auch einen Kinderclub ab drei Jahren.
Das Lifestylehotel Gradonna in Kals ist ein architektonisches Meisterwerk, das jetzt für die Bauherrenpreise nomiert worden ist.
Das Herzstück der Anlage ist der solarbeheizte Natur-Badeteich mit 700 qm Wasserfläche und Großglocknerblick. Auf 1.350 m Seehöhe liefert die Natur drinnen wie draußen reinen Genuss. Das Wohngefühl wird durch eine klare Architektur und den direkten Blick zum Großglockner und 60 weiteren Dreitausendern der Hohen Tauern geprägt. Alle Zimmer haben eine Relaxzone und Balkon oder Terrasse mit Berg- oder Talblick. Für das modern-kubische Design zeichnet das mehrfach ausgezeichnete Architektenbüro Reitter/Strolz verantwortlich. So überrascht es nicht, dass das Gradonna bereits für zwei Bauherrenpreise nominiert wurde: für den
BTV Bauherrenpreis 2013 in Tirol und Vorarlberg, der sich in diesem Jahr der „Transformation in der alpinen Architektur“ widmet, und für den Bauherrenpreis 2013 der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs, der Auftraggeber und Mentoren, die sich für die Baukultur einsetzen, honoriert.
Acht neue Lifestylehotels Neben dem Gradonna am Großglockner kann Lifestylehotels sieben weitere Häuser begrüßen: das Anthony‘s Life & Style Hotel in St. Anton am Arlberg, das Life & Spa Hotel Stefanie in Mayrhofen-Hippach, das Hotel Zeitgeist Vienna in Wien, das Cortisen am See in St. Wolfgang und das Iris
Porsche Hotel & Restaurant in Mondsee. Das Tyrol in Wien sowie das Hotel Maximilian Stadthaus Penz in Innsbruck erweitern als Mitglieder aus Österreich das Angebot. Wer sich ein umfassendes Bild von den angebotenen Hotels im In- und Ausland machen möchte, wird im druckfrischen „Lifestylehotels The Book“ fündig, das mittlerweile in seiner neunten aktualisierten Auflage vorliegt. Auf 240 Seiten werden 110 stylishe Hotels präsentiert, die wegweisend in der modernen Hotellerie und ein Synonym für individuellen Lebensstil sind. Mehr als 610 großformatige Bilder geben Einblick in die mondäne Welt. www.lifestylehotels.net
Neues Buchungssystem Eine IT-Firma in Singapur möchte das touristische Online-Business gründlich vereinfachen
Kosten senken und wertvolle Zeit sparen Duisburg/Singapur. Man glaubt es kaum, aber es ist so: Wenn ein Urlauber sich im Web für eine ganz bestimmte Reise entschieden hat und seine Flugtermine und Hotelbuchungen online in einer Maske eingibt, sind die Daten zwar oberflächlich erfasst, aber noch nicht im System eingegeben. Dafür sorgen sogar bei den bekannten Buchungsplattformen billige Arbeitskräfte, die so schnell wie möglich alles eintippen. „Dass es dabei immer wieder zu gravierenden Fehlern kommt, liegt auf der Hand“, sagt Martin Bensing Carvalhal, Director of Sales & Marketing bei der Firma Smart Touristic System (STS). Er hat zehn Jahre in Deutschland bei der Firma Schauinsland Reisen als verantwortlicher Einkäufer gearbeitet und war dann ein Jahr lang bei einer der größten Incoming-Agenturen Thailands als Contracting Manager beschäftigt. „Ich konnte immer wieder feststellen, dass die gängigen Buchungssysteme viel zu kompliziert sind, weil sie meistens von IT-Fachleuten entwickelt werden,
„Vieles ist viel zu kompliziert. Es gibt kaum ein touristisches OnlineAngebot, das von den Touristikern entwickelt worden ist.“ Martin Bensing CarvALHAL Smart Touristic System director Sales & Marketing
© Georg Biron
georg biron
© www.guentheregger.at
georg biron
die nur wenig Ahnung von den BizAbläufen im Tourismus haben“, so Carvalhal, der mittlerweile zwischen Duisburg und Singapur pendelt und eine neue revolutionäre Lösung für Web-Buchungen entwickelt hat.
Buchungen in Echtzeit Damit werden schon bald individuelle Urlaubsbuchungen ebenso möglich sein wie transparentes
Contracting zwischen Hoteliers und Veranstaltern. Als Versuchsballon dient ein einmaliges System zur Optimierung und erheblichen Erleichterung des Ausflugsverkaufs mit entsprechendem Backoffice. Die Handhabung ist simpel, die Möglichkeiten und Funktionen sehr komplex. „Der Reiseleiter bucht über ein Tablet den vom Kunden gewünschten Ausflug innerhalb eines Kontingents ein. Automatisch wird ein
Voucher über einen Handdrucker erstellt und/oder ein Mailvoucher für den Kunden mit Smartphone generiert“, so Carvalhal. „Zur gleichen Zeit erreicht die Buchung den Anbieter des Ausflugs per Mail, der diese mit einem Klick bestätigt. Die Kommunikationskosten werden dadurch drastisch gesenkt, wertvolle Zeit wird gespart. Der Anbieter der Ausflüge hat ebenfalls einen Zugang auf das System und kann Kontingente erhöhen und Preise reduzieren.“ Im Backoffice-System hat die Buchhaltung einen direkten Überblick über die Eingänge der Buchungen und sieht auf einen Blick, wie viel Umsatz jeder Reiseleiter bzw. Verkaufsbüro generiert hat. Dadurch ist eine unkomplizierte Abrechnung gegeben, die „Zettelwirtschaft” entfällt. Verschiedene Veranstalter (auch in Österreich) haben bereits ihr Interesse bekundet, das System auf ihrer Webseite integrieren zu wollen, um den Ausflugsverkauf bereits vor der Abreise im Heimatland der Urlauber zu forcieren. www.smarttouristicsystem.com
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Freitag, 20. September 2013
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Bustourismus In Linz wurde der neueste sabtours-Setra-Luxusbus im Rahmen einer feierlichen Fahrzeugsegnung der Öffentlichkeit vorgestellt
Reisebus-Innovationen in Linz Bus macht auf Europas Straßen Werbung für die OÖ Landeshauptstadt. Linz. Am 12. September wurde in Linz, Oberösterreich, der neueste sabtours-Luxusbus präsentiert. Als Pate fungierte Rainer Mennicken, Intendant des Landestheaters, der den Bus in einer feierlichen Zeremonie im Beisein von zahlreichen sabtours-Kunden und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur auf den Namen „Musiktheater Linz“ taufte.
Club-Lounge im Autobus In den nächsten Jahren wird dieser Reisebus der Marke „Setra 411“, der mit Aufnahmen des Linzer Musiktheaters bebildert ist, auf Europas Straßen Werbung für die oberösterreichische Landeshauptstadt und die neue Spielstätte für Oper, Ballett und Musical machen. Eine besondere Innovation ist das neue Infotainment Center mit
individuellem Monitor und Kopfhörern pro Sitzplatz, das für besten Musikgenuss unterwegs, Video, Internetzugang und viel Unterhaltung sorgt. Die sabtours BUSinessCLASS begeistert die Gäste auch mit WLAN im In- und Ausland, komfortablem Sitzabstand auf nummerierten Sitzplätzen, duftendem Espresso und reichhaltigem Getränkeangebot sowie der neuesten Tageszeitung an Bord. Darüber hinaus verfügt der Bus im Heck auch über eine komfortable Club-Lounge. „Die Busreise ist im Wandel und ist heute die modernste und ökologischste Form des Reisens. Die
sabtours BUSinessCLASS ist unsere neue Buskategorie, die für beste Qualität steht. Wir begeistern unsere Gäste mit Innovationen, Komfort und top Service“, so Bernhard Hehenberger, Leiter Bus & Gruppenreisen bei sabtours.
Modernste Technik gefragt Das Unternehmen verfügt derzeit über eine Flotte von 103 Autobussen, 25 zusätzliche Neufahrzeuge mit modernsten EURO VI Motorentechnik werden in den nächsten Monaten in Dienst gestellt. www.sabtours.at www.linz.at
© Sabtours/Schenk Franz Josef
michael bär
Rainer Mennicken, Intendant des OÖ Landestheaters, tauft den Musiktheaterbus.
NÖ Regionalmanagement
Starke Partner
© NLK Burchhart
Frankenfels. Mehr als 120 Vertreter aus den Bereichen Touristik und Regionalmanagement nahmen an der sechsten Mostviertler Nachhaltigkeitskonferenz in Frankenfels teil. 13 Vorträge namhafter Experten widmeten sich dabei dem Thema „Nachhaltigkeit in Wert gesetzt“. LH Erwin Pröll hielt das Schlussreferat. Das Streben nach Nachhaltigkeit sei „keine leichte Aufgabe“ und man müsse den Mut haben, „sich ständig mit der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen“, betonte Pröll. Als Beispiel sprach er die Frage der Windkraftnutzung an, bei der es darum gehe, dass der Fortschritt bei der Energiegewinnung nicht zum Rückschritt in der Lebensqualität und im Landschaftsbild werde: „Es gilt, das eine zu tun ohne das andere zu lassen. Wir brauchen einen vernünftigen energiepolitischen Weg, ohne die Ästhetik der Landschaft kaputt zu machen.“ Weiters trat der LH für eine „nachhaltige Stärkung der Regionen“ ein. Als Beispiel nannte er die NÖ Landesausstellung 2015 in Laubenbachmühle, Neubruck und Wienerbruck: „Die Landesausstellung wird dieser Region einen unglaublichen Schub geben.“ So erwarte man sich „breitflächige nachhaltige Effekte“ für den Tourismus, den Bekanntheitsgrad der Region sowie Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. Um die Chance zu nutzen, werde auch investiert, berichtete Pröll. Investitionen in der Höhe von fast 130 Mio. € werden in diesem Zusammenhang fließen. www.niederoesterreich.at
Konferenz (von li.): Andreas Purt (Mostviertel), LH Pröll, Theres Friewald-Hofbauer (Club NÖ), Christoph Madl (NÖ Werbung) und Hotelier Johann Weiss.
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NÖ Landesausstellung als Künstler-Treffpunkt
Freitag, 20. September 2013
Destinations-Marketing Tiroler Presseagentur pro.media fädelte Kooperation mit deutschem Männermagazin ein
„Playboy“ will Kufstein als Covershooting-Location
© NÖLA
Das 23jährige Wiener Playmate Karolina Anna Witkowska stand vor imposanter Landschaft Modell.
Fans erwandern die „Bergretter“-Drehorte Ramsau. Vergangenes Wochenende wanderten 150 Serienfans der deutschen TV-Sendung „Die Bergretter“ durch die Ramsau am Dachstein und erfuhren dabei Details zu den Dreharbeiten der Erfolgsserie. Bis zu sechs Mio. Zuseher wurden durchschnittlich bei den bis heute ausgestrahlten Staffeln im D-A-CH-Raum erreicht – ein wertvoller Wirtschaftsimpuls für die gesamte Tourismusregion Ramsau. www.ramsau.com
© Die Forelle
Gourmet-Tage am Kärntner Weißensee
Vom 4. bis 6. Oktober 2013 gibt es einen genussvollen Herbstevent.
Techendorf. Unter dem Motto „Genuss.Art“ geben sich in Familie Müllers Vier Sterne Genießerhotel Die Forelle namhafte Produzenten im Rahmen eines Degustationsmenüs ein Stelldichein. So können Köstlichkeiten vom Gaumengut oder Baumgartner-Käse verkostet werden. Zu guter Letzt präsentiert Patrizia Patterer ihre Schmuckkreationen. Für die schwungvolle musikalische Umrahmung garantieren live on stage die „Blue Notes Extended“. www.dieforelle.at
Nacktheit am Wilden Kaiser
Das 23jährige Wiesn-Playmate Karolina Witkowska machte vor der Kulisse des Wilden Kaisers auch ohne Tracht gute Figur.
Über die prominente Präsenz der Region im Männermagazin hinausgehend profitiert die Tourismusmarke auch maßgeblich von den begleitenden PR- und Presseaktivitäten zur Veröffentlichung des Magazins. Das Ferienland Kufstein wird in allen Print-, TV- und OnlineBerichten zum „Wiesn-Playmate“Shooting als gastgebende Region namentlich transportiert und auch hergezeigt. Während der dreitägigen Fotosession (am Brentenjoch vor der imposanten Kulisse des Wilden Kaisers, am Ufer des Thiersees und am Kaiserbach) produzierte ein professionelles Kamerateam zudem einen Making-of-Film, der relevanten TV-Stationen und On-
line-Portalen kostenlos und rechtefrei zur Verfügung gestellt wird. Das Team rund um den internationalen Starfotografen Sacha Tassilo Höchstetter, Playboy-Projektleiterin Natascha Merner sowie Playboy-Pressedame Nina van Splunter hat sich im Ferienland Kufstein ebenso wie die 23jährige Studentin Karolina außergewöhnlich wohl gefühlt.
Neue Zielgruppenwerbung „Wir durften beim Shooting in und um Kufstein an drei supersonnigen Traumtagen eine atemberaubende Naturkulisse mit tollen Locations, perfekte Betreuung und menschliche Begegnungen genießen“, so Karolina Witkowska.
Für das Ferienland Kufstein lohnte sich die ästhetisch-touristische Koop auf ganzer Linie. TVB Obmann Hans Mauracher sowie GF Karin Scholz betonen: „Wir sind stolz, dass dieses prestigereiche Fotoshooting im Ferienland Kufstein stattfand und unsere wunderschöne Landschaft einmal anders ihre Reize ausspielen konnte. Diese un- bzw. außergewöhnliche Medien-Offensive bietet unserer Region die einmalige Chance, sich reichweitenstark und imagebildend einem reisefreudigen und kaufkräftigem Publikum zu präsentieren.“ Eingefädelt wurde die aufsehenerregende Zusammenarbeit von der Tiroler Presseagentur pro.media und ihrem geschäftsführendem
Inhaber Thomas Weninger. Die Betreuung wurde vor Ort von Andrea Rettenwander, zuständig für Presse und Marketing, koordiniert.
Genusswandern in Tirol Das Ferienland Kufstein mit seinen acht gastfreundlichen Dörfern und der geschichtsträchtigen Festungsstadt Kufstein liegt am Eingang des Inntals und bildet das einladende Tor zum Land Tirol. Direkt am Fuße des Kaisergebirges erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Wanderangebot; dabei freuen sich Genusswanderer auf mehr als 800 km wege mit leichtem Schwierigkeitsgrad. www.kufstein.com wwww.playboy.de
Steiermark & Kärnten Knapp 350 Fachbesucher kamen zur 6. Tagungsmesse im Naturhistorischen Museum Wien
Kongresse: „Genuss führt zum Erfolg!“ Graz/Wien. Bereits zum 6. Mal fand im Naturhistorischen Museum in Wien die Tagungsmesse der Steiermark Convention, einer Angebotsgruppe von Steiermark Tourismus, und Kärnten Convention, statt. 50 Aussteller begeisterten im Zuge dessen mehr als 300 Entscheidungsträger aus der heimischen Tagungsbranche. Unter den Besuchern fanden sich Gäste von namhaften Firmen, beginnend bei der Bank Austria und Ernst & Young bis hin zu Hewlett Packard, Siemens Austria und der Universität Wien sowie Austrian Airlines. Einerseits war es sehr erfreulich, langjährige Stammgäste zu den Besuchern zählen zu dürfen, andererseits hat man sich aber auch besonders über neue Gäste gefreut, die sich das erste Mal über das umfangreiche Tagungsangebot der Steiermark und Kärnten informiert haben. Das diesjährige Motto der Fachmesse lautete „Genuss führt zum Erfolg!“, denn kulinarische Akzente begleiten die Tagungsgäste in der Steiermark und in Kärnten vom An-
fang bis zum Ende jeder Veranstaltung. Besonders großer Wert wird dabei auf regionale und saisonale Produkte von den landwirtschaftlichen Produzenten gelegt.
Kulinarische Highlights Als Highlights der Veranstaltung präsentierten die Aussteller den Besuchern einen kleinen Auszug aus dem kulinarischen
Angebot mittels einer „Genussrallye“. So gab es zum Beispiel eine Essig- oder Weinverkostung, eine Gölles Produktpräsentation, regionale Schmankerln wie Zirbensirup, Speck vom Weideschwein oder auch Schlossberg Pralinen. Ungewöhnlicher Kürbiskernlikör und Schilchersturm rundeten den Auftritt perfekt ab. Beginnend beim kreativ-gesunden Pausensnack zur Anregung der
© Steiermark Tourismus / Kurt Kracher
Poysdorf. Die Niederösterreichische Landesausstellung 2013 präsentiert mit der Kulturgeschichte von Brot und Wein nicht nur 8.000 Jahre Kulturgeschichte. Dank der Mitwirkung zahlreicher Künstler ist die Landesschau auch ein Ort der Perspektiven auf das Grundnahrungsmittel „Brot“ und das Genussmittel „Wein“. Nicht zufällig hat man mit Christof Cremer einen renommierten Bühnenbildner mit der Architektur der Ausstellung beauftragt, um „Brot“ und „Wein“ in Szene zu setzen. „Ein Besuch der Landesausstellung in Asparn an der Zaya und Poysdorf ist eine Reise auf der Suche nach dem eigenen Zugang zu Brot und Wein“, erklärt Kurt Farasin, GF der NÖ Landesausstellungen. „Und auf dieser Reise sind die Impulse der Künstler ganz besondere Meilensteine. Dabei darf ruhig diskutiert werden – und es dürfen auch manche Dinge unverständlich bleiben“, so Farasin. www.noe-landesausstellung.at
Kufstein/München. Was haben das Münchener Oktoberfest, das renommierte Männer- und Lifestylemagazin Playboy und das Ferienland Kufstein gemein? Die Antwort lautet: sehr viel! Was im Detail ist jetzt druckfrisch und unübersehbar in der deutschsprachigen Ausgabe der Hochglanzpublikation nachzulesen ist. Dort hat das Ferienland Kufstein – nebst dem 23jährigen Wiener Playmate Karolina Anna Witkowska – seinen großen Image-Auftritt als alpin-romantische Foto-Kulisse im Rahmen des diesjährigen „Wiesn-Playmate“-Covershootings, das pünktlich zum Oktoberfest erscheinen und in einer Auflage von 230.000 Stück mehr als eine Mio. Leser und damit potenzielle neue Ferienland Kufstein-Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichen wird.
© Playboy/Sacha Höchstetter
Alice Hefner
Die NÖ Landesausstellung 2013 präsentiert auch zeitgenössische Kunst.
Gruppenbild der Event-Profis: 50 Mal Herzlichkeit bei der 6. Tagungsmesse in Wien.
Denkfähigkeit, einem exklusiven Gourmet-Menü unter dem Motto „Eine Reise durch die steirischen Genussregionen“ zum gemütlichen Ausklang am Abend, bis hin zu einer einzigartigen Verkostung in den Produktionsbetrieben als Rahmenprogramm – die Gäste waren satt und zufrieden.
Starkes Rahmenprogramm Bei der Tagungsmesse bewiesen die insgesamt 50 Tagungsprofis der Steiermark Convention und Kärnten Convention, wie sie die Seminarteilnehmer im F&B-Bereich verwöhnen können. Im Zuge der Tagungsmesse wurde deutlich, dass sich das kulinarische Angebot aber nicht nur auf die Verpflegung der Tagungsgäste konzentriert; diverse Besichtigungen und auch Verkostungen in den Produktionsbetrieben sowie Kochworkshops oder eine WinzerRallye eignen sich als Rahmenprogramm einer Tagung, als Incentive oder Teambuilding-Maßnahme. www.steiermark-convention.com www.convention.kaernten.at
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Freitag, 20. September 2013
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Wander-Events Im September und Oktober 2013 findet „Radio Wien Herbstwandern“, „Herbstwandern Wachau“ und „Nomaden des Seins“ statt
Herbstwandern in der Wachau Donau Niederösterreich Tourismus GmbH bietet musikalische Darbietungen und Wandererlebnisse. Spitz an der Donau. Der Herbst ist da und damit der Start in die Wandersaison, die zu ausgedehnten Wanderungen durch die Weltkulturerbelandschaft Wachau einlädt. Den Anfang der attraktiven Wandertermine macht das „Radio Wien Herbstwandern“ in der Wachau (22. September). Beim Radio Wien Herbstwandern in der Wachau spielen nach der 11 km langen Wanderung die Rock´n Roller der ORF Starnacht auf: „Andy Lee Lang“ und „The Monroes“ rocken beim Heurigen Schwaighofer in Mautern auf der Bühne. Der Eintritt ist frei. Die Wanderung startet mit Biopionier Werner Lampert in Krems, wird von kundigen Wanderführern begleitet und führt aufs andere Donauufer hinüber nach Mauternbach über das Rote Kreuz und das Zellerkreuz zurück nach Mautern.
Loop21 Austro-Premiere
WLAN Seilbahn Mühlbach am Hochkönig. Als Vorreiter in Österreich stattet das Skigebiet Hochkönig die Seilbahn Kings Cab mit Wireless LAN und dem Informationsservice „Mountainment“ aus. Der Wireless-Spezialist Loop21 betreut das Projekt, liefert Hard- und Software und macht das WLAN zu einer modernen Infoplattform für Gäste. Dazu Michael Emberger, GF der Bergbahnen Hochkönig: „Wir freuen uns sehr, den Gästen als erstes österreichisches Seilbahnunternehmen in Ski amadé dieses Produkt zur Verfügung zu stellen.“ Über die Infoplattform Mountainment finden Gäste lokale Infos über Wetter, Pistenplan, direkte Links zum App-Download sowie Zugriff auf Facebook und Internet. www.loop21.net
Rucksäcke mit „Zurück zum Ursprung“-Produkten werden von der Lebensmittelkette Hofer zur Verfügung gestellt. Die Musik von Otto Lechner und Hans Tschiritsch steht bei den musikalischen Wanderungen der „Nomaden des Seins“ (29. Sept. bis 6. Okt.) im Mittelpunkt.
Konzerte mit den Nomaden Gäste wandern durch die Wachauer Weltkulturerbelandschaft, vorbei an Weinrieden und an historischen Stätten. Am Abend finden jeweils Konzerte mit den Nomaden und Gast-
musikern statt. Mit dabei sind die indische Pianistin Marialena Fernandes, die Dunkelsteiner Tanzlmusi oder der Musiker Konstantin Wladigeroff. Beim anschließenden „Herbstwandern Wachau“ (12./13. Oktober) bestechen geführten Wanderungen mit Musikuntermalung und Labestationen am Welterbesteig Wachau – diesmal am beschaulichen Wachauer Südufer. Beim Herbstwandern Wachau sind dieses Jahr zwei Etappen des Welterbesteigs Wachau am Südufer mit kulinarischen und musikalischen Stationen gesäumt. Mit den Wanderern sind an beiden Ta-
gen die Wein- und Wanderbegleiter „Wachau.Hiata“ unterwegs, die auf ihre persönliche Art und Weise durch die Wachau führen.
Musikalische Begleitung Am 12. Oktober führt die Wanderung rund um Rossatz durch die Rossatzer Au und den Panoramaweg am Welterbesteig. Am 13. Oktober um 10 Uhr geht’s los von Mautern mit musikalischer Umrahmung der Bläsergruppe Mautern. Am Weg sorgen zwei Labestationen für Stärkung. Wandern in der Wachau ist unvergleichlich. www.wachau.at
© Donau NÖ/Gerald Lechner
alice hefner
Hier kommen sowohl Wander- als auch Musikfans ganz auf ihre Kosten.
USA ... unbegrenzte Möglichkeiten
Schallaburg Multikulti
Familien-Fest
St. Pölten. Am 21. und 22. September wird der historische Garten der Schallaburg mit seinen 6.500 m� zu einem gigantischen Abenteuerpark. Das Familienpass-Wochenende des Familienreferats des Landes Niederösterreich steht heuer ganz im Zeichen der aktuellen Ausstellung „Das Indien der Maharadschas“. Mit dem NÖ Familienpass kostet die Familienkarte dieses Wochenende nur 10 statt 18 €. www.schallaburg.at
... mit garantierter Durchführung z.B. Busrundreise
z.B. Mietwagenrundreise
12-tägige Busrundreise ab/bis Los Angeles, 11 Nächte im Doppelzimmer, inkl. Halbpension,Verlauf lt. Programm, Anreise z.B. am 07. und 21.03.2014,
15-tägige Mietwagenrundreise ab/bis Miami, 14 Nächte im Doppelzimmer, inkl. Mietwagen Kat. Economy, Verlauf und Verpflegung lt. Programm, Anreise z.B. am 10./14./18. und 24.11.2013
Preis pro Person, inkl. Flug ab/bis Wien oder München
Preis pro Person, inkl. Flug ab/bis Wien oder München
Florida Intensiv
Western Express
€ 1.936
€ 1.482
© Helmut Lackinger
Weitere Informationen & Buchung in jedem Reisebüro oder unter www.dertour.at/rundreisen-nordamerika
Urlaub mit DERTOUR und Sie bestimmen, wo’s langgeht. Schallaburg bietet Zeitreise durch 500 Jahre indisch-europäische Geschichte.
au f & Dav o n
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Freitag, 20. September 2013
Flexi Pass Kostengünstige Nutzung von Bahn, Bus und Schiff in der Schweiz; ein Testlauf soll bis Ende Mai 2014 beweisen, dass sich das rechnet
Schweiz-Reisen als Erlebnis
Mit dem Zwei-Tage-Ticket möchten die Verantwortlichen Kurzurlauber als Konsumenten gewinnen. Zürich. Von September bis Mai 2014 können Schweiz-Reisende mit dem „Swiss Flexi Pass“ zwei Tage innerhalb eines Monats die Schweiz mit Bahn, Bus und Schiff erkunden.
Schweizer Transportunternehmen ins Leben gerufen wurde. Der neue Zwei-Tages-Fahrausweis gewährt freie Fahrt mit Bahnen, Bussen und Schiffen im gesamten Swiss-Travel-SystemGeltungsbereich.
gung von 50%. Für Familien interessant: Kinder unter 16 Jahren reisen in Begleitung mindestens eines Elternteils gratis mit der „Swiss Family Card“, die es kostenlos zu jedem Swiss-Travel-System-Fahrausweis gibt.
Schweiz Tourismus-Koop
Freier Eintritt in Museen
Bonus für die Kurzurlauber
„Das ist zunächst ein Testlauf. Wir wollen ausprobieren, ob das Produkt überhaupt ankommt“, sagt Thomas Hoffmann, Sprecher von Swiss Travel Systems, eine Gesellschaft, die von den Schweizerischen Bundesbahnen, Schweiz Tourismus und verschiedenen
Zudem ist der freie Eintritt in mehr als 470 Museen landesweit inklusive. In 75 Städten können die Inhaber eines Flexi Passes mit Trams und Stadtbussen fahren. Wer in dem Alpenland hoch hinaus möchte, bekommt bei den meisten Bergbahnen eine Ermäßi-
Mit dem Zwei-Tage-Ticket möchten die Verantwortlichen dem Umstand Rechnung tragen, dass vor allem die europäischen Touristen häufiger Kurzreisen machen. „Wir reagieren damit auf einen Bedarf: Im Schnitt beträgt die Übernachtungsdauer von Öster-
© SwissTravelSystem.com
dino silvestre
Kurzurlaube und Ausflüge in der Schweiz sollen jetzt attraktiver werden.
reichern und Deutschen in der Schweiz zwei bis zweieinhalb Nächte“, sagt Hoffmann, der davon überzeugt ist, eine Trumpfkarte zu haben. Urlauber, die länger an einem Ort bleiben, sollen mit dem neuen Flexi Pass die Möglichkeit bekommen, Ausflüge in der Schweiz zu unternehmen.
Zwei Tage um 166 Euro Der Zwei-Tages-Pass kostet 166 € (199 CHF) in der 2. Klasse und 249 € (299 CHF) in der 1. Klasse. Und dieser Preis beinhaltet bereits das Risiko, das die Veranstalter dabei eingehen, denn eine kostengünstige Nutzung von Verkehrsmitteln sieht eigentlich anders aus. Man darf gespannt sein, was nach dem Testlauf im Mai 2014 unter dem Strich verrechnet werden kann. www.swisstravelsystem.com
Gulet Malediven-Specials
Inselparadies
Wien. „Fliegt man mit dem Wasserflugzeug darüber, sehen alle Malediven-Inseln irgendwie gleich aus. Und doch ist jede ganz besonders, weil jedes Hotel ganz individuell ist“, sagt Claudia Janner, GuletProduktmanagerin für Fernreisen. 2.000 Inseln sind es insgesamt, 200 sind bewohnt, etwa 100 touristisch erschlossen. Für jeden Gast gibt es wohl die eine Insel, von der er am liebsten nicht mehr weg möchte. Besonders angenehm: Im Winter sind Wien und Male durch den Nonstop-Flug der Austrian Airlines direkt miteinander verbunden. Ein Tipp ist auch ein Stop-Over in Dubai, dafür sind die Flüge mit Emirates perfekt, im Winter 13 Mal pro Woche ab Wien. Das ist aber nur einer der Gründe, warum die Malediven bei Gulet seit Jahren die beliebteste Destination auf der Fernstrecke sind. Für den neuen Winterkatalog wurden wie immer jene Resorts ausgesucht, die am besten zu den österreichischen Gästen passen. Z.B. das Rasdhoo Atoll: Die beliebteste Insel der Österreicher gehört zur TUI Reisewelt Beach. Die Auswahl ist groß, neun verschiedene Restaurants und Bars gibt es, ebenso mehrere Strandabschnitte. Auch die Zimmertypen sind vielfältig und reichen von der einfachen Gartenvilla bis zur noblen Beachvilla mit Jacuzzi. Sieben Nächte VP in der Garten-Villa kosten mit Flug z.B. am 30.10. mit Austrian ab 1.855 €. www.gulet.at
Alpen-Highlight Schluchten, tosende Wasserfälle, Traumlandschaften: Ötschergräben & Co locken Naturliebhaber
Wunderbar & wanderbar: Mostviertler Bergwelten Viele Besucher sind überrascht, wie gebirgig das Mostviertel ist. Die Bergwelt an der Grenze zur Steiermark hat durchaus ihre „wilden“ Seiten: Ötscher, Dürrenstein, Hochkar, Gippel und Göller erreichen knapp 2.000 Meter Höhe und präsentieren sich in besonders eindrucksvoller Gestalt. Niederösterreich. Seit Jahrtausenden formt in den Mostviertler Kalkalpen das Wasser die Natur, gräbt Klammen, Schluchten und Höhlen in den Stein und hinterlässt bizarre Formationen – ein herrlicher Rahmen für gemütliche Wanderungen, aber auch eine Herausforderung für ambitionierte Bergsteiger und Kletterer. Weitsichtigen Menschen ist es zu verdanken, dass besondere Plätze und Naturschätze in der Mostviertler Bergwelt einem besonderen Schutz unterliegen. So beherbergen die Mostviertler Alpen nicht nur drei Naturparke, sondern auch Urwälder und Hochmoore.
Vielen Ostösterreichern wurde seit jeher ihre „alpine Initiation“ beim Schul-Wandertag zuteil: „Ötschergräben“ hieß dann das berüchtigte Ziel; wobei weniger an tosende Wasserfälle als vielmehr an Schweiß, schmerzende Schultern und weite Wege gedacht wurde. Heute weiß man nicht nur in der Region über den Wert der Tour Bescheid – 2011 wurde sie zur beliebtesten Wanderroute Österreichs gewählt!
Wandertour Nummer eins Der Ötschergraben ist ein tief eingeschnittener, klammartiger Graben mit einer Länge von etwa sechs
Tipp: Seit Juli 2013 hat auch das malerisch gelegene Schutzhaus Vorderötscher wieder geöffnet! Als Ötschergräben-Tourbegleiter ist Richard Meyer, Gastwirt am Annaberg und begeisterter Wanderer, zu empfehlen.
Kilometern und erstreckt sich vom Schleierfall bis zum Stierwaschboden, wo heute das älteste Kraftwerk der EVN steht. Oft wird als Bezeichnung die Mehrzahl verwendet, wobei dann zwischen dem Vorderen Ötschergraben – dem Bereich zwischen Stierwaschboden und der Jausenstation Ötscherhias – und dem Hinteren Ötschergraben mit dem Schleier- und Mirafall unterschieden wird. Wenn auch die Mehrzahl der Wanderer nur den vorderen Teil der Gräben absolviert, so zahlt sich der Umweg in den Hinteren Ötschergraben für Naturliebhaber durchaus aus.
PACKAGE TIPP/INFO Der Grand Canyon Österreichs Wilde Wasser-Wanderwege durch die Ötschergräben Inkludiert sind: • 2 Übernachtungen mit Halbpension aus der Natur- und Vollwertküche • Geführte Wanderung durch die Ötschergräben • Fahrt mit der Mariazellerbahn von Erlaufklause nach Wienerbruck • Transfer von Annaberg nach Wienerbruck • Hüttenjause am Tirolerkogel • Wanderkarte „Lust aufs Wandern“. Preis/Person im Doppelzimmer: 120 € Buchbar: bis Oktober 2013
Wandern in den Ötschergräben ...
... Bergtouren mit traumhaftem Fern- und Ausblick (im Bild das Ötschermassiv).
Info, Beratung, Reservierungsservice: Mostviertel Tourismus Adalbert Stifter-Straße 4, 3250 Wieselburg, Österreich/Austria Tel.: +43 7416 521 91, Fax: 530 87 Mail: office@most4tel.com Web: www.mostviertel.info
© TUI
© Mostviertel Tourismus (3)
PROMOTION
Ihre Anreise mit der Bahn: München–Annaberg–Reith: ab 120 € Wien–Annaberg–Reith: ab 50 € Linz–Annaberg–Reith: 92 €
Gulet Touristik hat die beliebtesten Inseln der Österreicher im Programm.
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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
freitag, 20. september 2013 – 39
unternehmensanleihen © M&G
M&G hat einen neuen Corporate Bond Fonds mit kurzer Duration aufgelegt Seite 41
© Emotion Banking
financenet 10 jahre victor awards
Die begehrte Banken-Trophäe wird heuer zum 10. Mal vergeben Seite 42
fed bond-ankäufe gehen weiter © EPA/Shawn Thew
Ungarn: Bankenabgabe, Landreform – was folgt?
ATX 11.–18. September 2013
ATX (Schluss 18.9.) 2.506,21 -1,48% Wochentop Wochenflop
Valneva 15,26% Uniqa -6,99%
Top 5 ATX Prime Valneva SE Palfinger Rosenbauer Warimpex Flughafen
15,26% 3,66% 3,15% 2,87% 2,02%
Flop 5 ATX Prime Uniqa Raiffeisen Bank Int. Century Casino Andritz AT&S
-6,99% -6,65% -5,16% -4,70% -4,44%
Wahljahr 2014 Premier Viktor Orban ist beim Stopfen leerer Kassen kreativ – kein Wunder, stehen doch Wahlen ins Haus. Nach einer BankenSonderabgabe und dem Banken-Ultimatum in Zusammenhang mit Fremd währungskrediten bis November schockt er u.a. mit einer geplanten Landreform. Seite 40
DAX 11.–18. September 2013
DAX (Schluss 18.9.) 8.636,06 1,65% Fresenius 5,24% Lanxess -3,46%
Flop 5 DAX Lanxess Continental Lufthansa Fresenius Med. Care KGAA Dt. Börse
5,24% 5,04% 4,32% 3,65% 3,17% -3,46% -3,30% -0,89% -0,87% 0,06%
Biotech Privatplatzierung um rund 85 Millionen Euro
inhalt
Morphosys sammelt Kapital ein 41
Banking > Rekord bei BargeldlosZahlungen 42 > Phishing-Ansturm 42 > Bank Austria weitet SmartBanking-Offensive aus 42 > Venture-Capital als Investment-Chance 43 > Neue Pfund-Banknote 43 > Kreditrisikowarnung bei Raiffeisen Bank Int. 44 Insurance:Watch > Uniqa und Porsche Bank kooperieren im Osten
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© MorphoSys
Fonds:Park > Geschlossene Fonds: Das Drama geht weiter
Schuldenberg Ausgabe neuer Aktien, neue Allianzen
Platzierung entspräche ca. sechs Prozent des eingetragenen Grundkapitals.
München. Die deutsche Biotechfirma Morphosys will mit einer Kapitalerhöhung Geld für den Ausbau der Entwicklungsaktivitäten einsammeln. Die Privatplatzierung von bis zu 1,51 Mio. neuen Aktien an institutionelle Anleger in Europa und Nordamerika über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren sei gestartet worden, teilte das TecDax-Unternehmen am Mittwochabend mit. Dies würde ca. 85 Mio. € in die Kassen spülen. Es werde auch in das firmeneigene Portfolio investiert, zudem dient das Geld für Einlizenzierungen und Akquisitionen, sagt Finanzvorstand Jens Holstein. (ag)
Sharp senkt seine Verlustprognose
© EPA/Kimimasa Mayama
Top 5 DAX Fresenius ThyssenKrupp HeidelbergCement BASF Münchener Rück
© EPA/Jakub Kaminski
Wochentop Wochenflop
Elektronik-Konzern Sharp räumte im Vorjahr ein, vor dem Abgrund zu stehen.
Osaka. Der ums Überleben kämpfende Elektronik-Konzern Sharp besorgt sich in großem Stil frisches Geld. Insgesamt sollen die Ausgabe neuer Aktien und Allianzen mit japanischen Unternehmen gut 166 Mrd. Yen (1,25 Mrd. €) einbringen. Sharp senkte zudem die Prognose für den erwarteten Verlust in dem noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr von 20 Mrd. Yen auf 10 Mrd. Yen. Sharp rechnet mit Einnahmen von 149 Mrd. Yen aus der Platzierung neuer Aktien. Die Beteiligung der Firmen Denso, Lixil und Makita soll Sharp zudem zusammen 17,5 Mrd. Yen einbringen. (ag)
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40 – financenet
Freitag, 20. September 2013
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Analyse Ungarn Ein Wahljahr steht Premier Viktor Orban 2014 ins Haus, und er versucht alles, um Premier zu bleiben
kolumne
Magyarische Turbulenzen
Die nackte Wahrheit ist grausam
Mit einer Landreform und einem großen Banken-Melken werden leere Kassen gefüllt. auch die geplante Landreform Orbans im Westen aus – ein Jahr, bevor Ausländer in Ungarn nach den EU-Verträgen unbeschränkt kaufen können: Der Premier fordert nach der Devise „Ungarisches Bauernland in ungarische Bauernhand“ alles Land zurück, das nach dem Umsturz mit sogenannten Taschenverträgen an Ausländer fiel. Bei diesen Transaktionen erwarben Strohmänner Agrarland, das nur von Ungarn gekauft werden kann, für Ausländer und verpachteten es dieses auf 99 Jahre weiter. Als Nicht-Ungarn für ein kleines Zeitfenster Agrarland legal erwerben konnten, versuchten viele, die Taschenverträge umzuwandeln. Die Regierung argumentiert nun, dass das zugrundeliegende Rechtsgeschäft illegal gewesen sei und die Umwandlung erst recht. Außerdem wurden mehrere Hundert Verordnungen erlassen, die EU-Bürgern den Landkauf de facto unmöglich machen.
reinhard krémer
Budapest. Die Ungarn, meinte Premier Viktor Orban einmal sinngemäß, sind ein Reitervolk aus Asien, das einen Anführer hatte. Und nun, sei er, Orban, bereit, seinem Volk diesen Anführer zu stellen. Was in Mitteleuropa für hochgezogene Augenbrauen sorgte, kam bei vielen Ungarn gut an. Denn in einer vor allem ländlichen Bevölkerung, die großteils an der Armutsgrenze lebt, sprachlich vom Rest Europas komplett abgeschottet ist und jahrzehntelang an der Nase herumgeführt wurde, macht sich das Vermitteln von Nationalstolz gut.
reinhard krémer
S
eit Jahren wissen wir Steuerzahler, dass wir für die Hypo Alpe Adria ordentlich bluten müssen; das ist nicht neu. Doch langsam kommt ans Tageslicht, wie sehr. Wenn man liest, dass der ganze Spaß bis zu 17 Milliarden Euro kosten wird, ist das nicht unbedingt gleich verständlich – sehr viel Geld halt. Dies in Relation zu anderen Zahlen gesetzt, lässt einen eiskalt schaudern: 17 Milliarden Euro, das ist fast genau ein Viertel aller Einnahmen, die der Bund heuer machen wird. Selbst wenn es nur elf Milliarden sind, wie der Wirtschaftsforscher Karl Aiginger im Fernsehen ausrechnete, kostet uns das neun Jahre lang 0,3 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Österreichs. Jedes Jahr, neun lange Jahre. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 wuchs unsere Wirtschaft real um 0,9 Prozent, von April bis Juni gar nur um 0,1 Prozent. Frage: Wer hat die Kasperln einer Kärntner Provinzbank diesen Schaden anrichten lassen? Wer hat zugeschaut, wie sie uns alle an den Rand des Verderbens führen? Wir alle bezahlen für eine Aufsicht, die gerade mal bedauernswerte Fremdwährungskreditnehmer quälen kann (es gilt die Unschuldsvermutung). Wir müssen auch für den ungeheueren Schaden, den einige offenbar unbeaufsichtigte „Banker“ angerichtet haben, blechen – bissel viel Aussackeln, oder?
Kräftige Lebenszeichen
Volksbanken Fusion
Der leibhaftige Gottseibeiuns
Viktor Orban will verhindern, dass 2014 Ausländer massiv Agrarland kaufen.
Die Wirtschaftskrise brachte Ungarn an den Rand des Abgrunds: Die sozialistische MSZP wurde des Zusammenbruchs nicht Herr und Viktor Orban 2010 zum zweiten Mal nach 1998 Premierminister. Diesmal mit einer hinter ihm stehenden Zweidrittelmehrheit, mit der er eine neue Verfassung erließ. Orban machte sich mit populistischen Aussagen im Ausland unbeliebt. Und als er alle privaten Pensionsfonds verstaatlichte, um das ungarische Pensionssystem am Leben zu erhalten, galt er als der leibhaftige Gottseibeiuns der Banken.
Seine radikalen Maßnahmen brachten Unternehmer an den Rand der Verzweiflung: Er bat die Banken mit einer Sonderausgabe erneut zur Kasse. Raiffeisen Ungarn zahlte rund 35 Mio. Euro Bankensteuer, die ungarische Erste Bank gar 44 Mio. Inzwischen holt Orban zum nächsten Schlag aus: Mit einer Sonderaktion will er viele Ungarn, die sich auch für Konsumgüter wie Fernseher oder Autos in Fremdwährungen, vor allem im Schweizer Franken, schwer verschuldet hatten, die Last vom Hals schaffen.
Der Bankenverband hat noch bis zum 1. November Zeit, eine eigene Lösung zu erarbeiten – dann will die Regierung übernehmen. Das könnte dann so aussehen, dass FX-Schuldner zum Einstiegskurs zurück in den Forint wechseln können. Für die Differenz könnten die Banken herangezogen werden. Klar, dass diese Idee bei den Kreditnehmern helle Begeisterung auslöst: Allein die in Fremdwährungen begebenen Immobilienkredite belaufen sich auf rund zehn Mrd. €. Wenig Begeisterung löst
US-Zinsen Anleihekäufe in Milliardenhöhe werden vorerst weiter fortgesetzt
Wien/Baden sind nun eins
Fed bleibt weiterhin ultralocker Washington. Die Entscheidung hatte im Vorfeld für Spannung gesorgt: Weil der Boss der US-Notenbank, Ben Bernanke, bei der letzten Sitzung verkündet hatte, dass die Käufe von Anleihen sich irgendwann, wenn der US-Arbeitsmarkt wieder im Lot ist, aufhören könnten, zitterten viele Marktteilnehmer vor dem Ende des billigen Geldes. In der Erwartung, dass die Anleihenkäufe nun zu Ende gehen
könnten, war die Sitzung in dieser Woche daher mit Spannung erwartet worden.
Aufkäufe gehen weiter Doch die Überraschung blieb aus; die Fed wird auch in absehbarer Zeit weiter Staatsanleihen und Immobilienpapieren im Wert von 85 Mrd. USD kaufen. Dabei ist der Vorgang selbst paradox, denn
© EPA/Justin Lane
Baden. Der Fusion der Volksbanken Baden und Wien steht nun nach anfänglichen Schwierigkeiten nichts mehr im Weg: Auch die Genossenschafter der Volksbank Wien segneten die Fusion in der Hauptversammlung ab. Vorige Woche nickten die Badner den Zusammenschluss im zweiten Anlauf ab. Ende August kam es bei der ersten HV-Abstimmung der Badner zu einem Eklat: Die Abstimmung ging negativ aus, einer der prominentesten Gegner war Gerald Wenzel, Ex-ÖVAG-Chef und Ex-Chef der Volksbank Baden. Nun neu aufgestellt, will die gemeinsame Volksbank ab 2014 eine kontinuierliche Verbesserung des Gesamtergebnisses im Vergleich zu den ursprünglichen Einzelplanungen erzielen und bis 2018 das Erreichen einer jährlichen Ertragssteigerung von ca. fünf Mio. €. Insgesamt soll das Kundengeschäfts volumen von derzeit rund sieben auf zehn Mrd. € ausgebaut werden. (red)
Schwache Wirtschaftsdaten
© EPA/Michel Euler/Pool
Dabei war der südöstliche Nachbar nach dem Fall des Eisernen Vorhangs einst ein Wirtschaftswunderkind. Wie kaum ein anderes Land der ehemaligen ComeconStaaten nutzte es seine Chancen; das Geschäft lief für alle rund: Jahrelang polierte das Ungarngeschäft auch die Bilanzen heimischer Unternehmen auf. 2004 trat das Land der EU bei, die Budapester Börse explodierte; der Aktienindex BUX stieg von 2003 von 7.000 auf über 30.000 Indexpunkte im Jahr 2007.
Fed-Chef Ben Bernanke macht mit den Anleihekäufen weiter; 2014 tritt er ab.
eigentlich würde ein Ende der Fed-Stützung anzeigen, dass die noch schwache, aber anziehende US-Konjunktur auf stabilem Fundament stünde – was die Börsen beflügeln sollte.
„Greenback“ ging in die Knie Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Entscheidung der US-Notenbanker gaben die Aktienmärkte ordentlich Gas: Der deutsche Aktienindex DAX gewann fast ein Prozent dazu, der Index der New Yorker Börse holte 0,8 Prozent auf. Der US-Dollar ging zum Euro deutlich in die Knie: Der „Greenback“ verlor in Minutenschnelle fast ein Prozent – ein großer Sprung bei Wechselkursrelationen – und klopfte an der 1,35er-Marke. Der Umstand, dass der als Nachfolger von Bernanke gehandelte Larry Summers seine Kandidatur zurückgezogen hatte, beruhigte die Finanzmärkte schon im Vorfeld der Entscheidung. Gehandelt als nächste Fed-Vorsitzende ab Februar 2014 wird nun vor allem Janet Yellen. (rk)
50.000 ha will Viktor Orban so schon „zurückgeholt“ haben und das Land an arme Kleinfamilien günstig verpachten. Dass der Staat, bis es so weit ist, die eben auf 240 € pro ha erhöhte EU-Flächenprämie kassiert, kommt dem Budget sicher sehr gelegen. Die Wirtschaftsdaten sind düster: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von 2008 bis 2012 um knapp 15%; allein im Vorjahr lag der Rückgang bei 1,7 Prozent. Der Forint gab um fast ein Viertel nach. Der Bruttoproduktionswert des wichtigen Agrarsektors ging im Vorjahr wegen der Dürre um mehr als 20% zurück. Im zweiten Quartal 2013 gab es allerdings beim BIP ein Plus von nominell 0,5% gegenüber dem Vergleichsquartal 2012. Ungarn hat auch die IWF-Hilfsgelder zurückgezahlt und den Veschuldungsgrad des Staats gesenkt.
Rohstoffe Kein Rückzug
Blankfein gibt noch nicht auf
New York. Goldman Sachs will ungeachtet des wachsenden Drucks der Aufsichtsbehörden am Handel mit Rohstoffen festhalten. Die Sparte sei ein Kerngeschäft und von strategischem Interesse, erklärte der Chef der US-Investmentbank, Lloyd Blankfein, in einem CNBCInterview. Ein Rückzug würde für die Kunden Nachteile bringen, ergänzte Blankfein – welche das wären, konnte er allerdings nicht sagen. Goldman ist durch seine Rohstoffsparte J Aron einer der größten Spieler im Rohstoff-Geschäft und besitzt zudem Lagerhäuser für Metalle. Aktuell ist das Unternehmen wegen eines „Aluminium-Karrussells“, bei dem das Metall zwischen Lagerhäusern hin- und hergekarrt wird, um Auslieferungen zu verzögern, was die Preise treibt, in den USA in der Kritik. Blankfein selbst hat seine Karriere bei Goldman in dem Bereich gestartet. Die Rivalen JPMorgan Chase und Morgan Stanley wollen sich aus Rohstoffgeschäften zurückziehen. (APA/red)
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M&G International Investments Ltd. M&G Short Dated Corporate Bond Fund ist ein Unternehmensanleihenfonds mit kurzer Duration
Bond-Fonds mit neuem „Profil“ Wien. „Ein Unternehmensanleihefonds, bei dem das Duration-Management eine derart gewichtige Rolle spielt und bei dem eher kurze Durations gewählt werden, ist ein Novum für die Anleger“, betont Karola Gröger, Director of Sales, Austria bei M&G International Investments Ltd. Die Duration ist dabei nicht gleichzusetzen mit der Laufzeit von Anleihen, sondern wird von den drei Komponenten Laufzeit, Nominalzins und Marktzinsniveau beeinflusst. M&G hat einen Fonds aufgelegt, bei dem es genau um das erwähnte Novum geht, den M&G Short Dated Corporate Bond Fund (ISIN GB00B94FL999). Bei dem Fonds wird danach getrachtet, Erträge bei gleichzeitiger Kapitalstabilität zu erzielen. Der Fonds investiert vorrangig in Schuldinstrumente – hierzu zählen, ohne darauf beschränkt zu sein: variabel- und festverzinsliche Wertpapiere, bri-
VKI Geschlossene Fonds
„Land unter“
Wien. Viele Anleger, die in Geschlossene Immobilien- oder Schiffsfonds von Initiatoren aus Deutschland investiert haben, sind momentan mit Rückzahlungsforderungen der Treuhandgesellschaften konfrontiert. Im schlimmsten Fall droht ihnen der Verlust der bisher ausgeschütteten Rendite und im Insolvenzfall könnten sie sogar ihr eingezahltes Kapital verlieren. Kommen sie der Aufforderung nicht nach, könnten sie darüber hinaus geklagt werden – zu Unrecht, meint der Verein für Konsumenteninformation (VKI). Die Konsumentenschützer sagen Betroffenen Unterstützung zu; eine Verbandsklage ist schon eingebracht. Inhabern der Fonds Holland 43, 44 und 53 des Hamburger Emissionshauses MPC flatterte kürzlich Post von der TVP-Treuhandgesellschaft sowie der Sparkasse Köln Bonn ins Haus: Sie sollen bereits erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen. Für die fristgerechte Zahlung wird ein „Verzicht“ auf einen Teil der erhaltenen Ausschüttung (30%) in Aussicht gestellt, ansonsten wird eine Haftung auf den gesamten Betrag angedroht. Die Rückzahlung birgt einiges an Risiken, warnt der VKI: Gelingt die Sanierung des Fonds nicht, sind die erhaltenen Ausschüttungen unwiederbringlich verloren. Nicht einmal auf das „Verzichtsangebot“ sei Verlass. Und die Differenz zwischen den jetzt verlangten 70% und den insgesamt erfolgten Ausschüttungen könnte von anderen Gläubigern begehrt werden. (APA)
tische Staatsanleihen, sogenannte Gilts, und Unternehmensverbindlichkeiten. Das Engagement des Fonds in diesen Schuldinstrumenten kann auch durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erreicht werden.
Hausinterne Analyse Ebenso sehen die Fondsrichtlinien vor, dass unter bestimmten Marktbedingungen ein hoher Teil des Volumens in liquide Mittel wandert. Vorwiegend jedoch ist vorgesehen, dass das Portfolio aus Floating Rate Notes (FRNs) mit Investment-Grade-Bewertung und in
Unternehmensanleihen mit kurzen Laufzeiten besteht. Um die Auswirkungen von Rendite-/Zinsveränderungen auf den Kapitalwert zu minimieren, hat der Fonds eine kurze Duration, die in der Regel weniger als drei Jahre beträgt. Der hausinternen fundamentalen Kreditanalyse kommt eine hohe Bedeutung zu. Investiert werde dynamisch und mit breiter Diversifikation, denn dieser Bond-Sektor sei von einer Kombination aus makroökonomischen, sektorrelevanten und Aktienmarkt-Faktoren getrieben. In diversen Marktzyklen müssen die Manager, Matthew Russell und Ben Lord, flexibel agieren. (lk)
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10 Jahre victor Awards Analyse-Tool von emotion banking gibt Auskunft darüber, wie ausgezeichnet Banken im deutschsprachigen Raum sind
victor Awards: Wer lebt in welchen Kategorien „Banking Exzellenz“ Verleihung der Bank-Trophäe in Baden – Bank des Jahres 2013 ist Volksbank Mosbach mit 2.200 von 2.500 möglichen Punkten. Baden bei Wien. Der „victor“ feiert sein 10-jähriges Jubiläum: Heuer fanden sich daher besonders viele Gäste zur internationalen victor Gala in Baden bei Wien in den festlichen Räumlichkeiten des Stadttheaters ein. Die Geschäftsführer von emotion banking, Barbara Aigner und Christian Rauscher, begrüßten an die 500 Vertreter von Kreditinstituten aus dem deutschsprachigen Raum, um die Träger der Bank-Trophäen zu feiern. Bereits im Vorfeld fand zur Einstimmung ein Business Breakfast sowie ein intensiver Dialog zu „Banking Exzellenz Konzepten“ im Casino Baden statt.
sicherungen, Dr. Franz Rudorfer, betonte, wie sehr die ausgezeichneten Banken sich die Verleihung verdient haben und wie wichtig es sei, diese Häuser in einer so herausfordernden Zeit vor den Vorhang zu bitten.
(79 Prozent der Privatkunden sind somit absolut banktreu). Die RLB Burgenland wiederum sticht im Bereich der Firmenkunden hervor.
Gelebte Regionalität
Einen kräftigen Sprung nach vorn machte die Südtiroler Volksbank, die ihre gesetzten Maßnahmen auf deren Erfolg mittels victor analysierte. In 4 Säulen konnte sie zulegen und ist somit der dynamische Sieger. Innovation und regionales Engagement zeigt vor allem die Raiffeisenbank Gramastetten-Herzogsdorf, die sich „einzigartig für die Region einsetzt“, wie es heißt, und neben Immobilienprojekten regionalen Unternehmen unter die Arme greift und sich an ihnen beteiligt. So konnten beispielsweise die Gramastettner Krapferl eine wahre Renaissance erfahren und die süßen Versuchungen des Familienbetriebs sind gefragter denn je.
Vorstand Rudolf Könighofer, RLB Burgenland (Kategorie Firmenkunde).
Nach einem österreichischen Sieg im Vorjahr (Bank des Jahres: war die Raiffeisenbank Region Ried im Innkreis) holte heuer erneut nach dem Jahr 2011 die Volksbank Mosbach aus Deutschland den Gesamtsieg – mit rund 2.200 Punkten von 2.500 möglichen. Darüber hinaus erreichten die Mosbacher in 4 von 5 Kategorien über 400 Punkte. Die victor Expertenjury unter der Schirmherrschaft des Geschäftsführers der Wirtschaftskammer Österreich, Sparte Banken & Ver-
Der Sieger in der Kategorie Strategie heißt ebenfalls Volksbank Mosbach – dank der gelebten Regionalität und Kundennähe (mehr als 440 Punkte). Dicht auf den Fersen die Sparkasse Neuhofen, die sowohl in der Kategorie Führung als auch in der Kategorie Unternehmenskultur überzeugte. Um die notwendige Leistung zu erbringen, identifizieren sich Führungskräfte und Mitarbeiter zu 100 Prozent mit den Unternehmenswerten und leben gemeinsam eine starke Kundenorientierung. Erstmals dabei und gleich erfolgreich in der Kategorie Mitarbeiter ist die Vorarlberger Raiffeisenbank Bezau-Mellau-Bizau: mit 67% absolut überzeugten Mitarbeitern und einer Nettoweiterempfehlungsquote (Net Promoter Score, kurz NPS) von +70. Mit einer sehr hohen Zufriedenheit bei den Kunden und einer Top-Beratungsqualität punktet das Salzburger Bankhaus Carl Spängler
Generaldir. Johannes Schneebacher, Südtiroler Volksbank (Kat. Dynamik).
Vst-Dir. Friedrich Himmelfreundpointner, SK Neuhofen (Führung/Untern.kultur).
Vst Helmut Gerlich, Bankhaus Spängler, Sieger in der Kategorie Kunde.
Vorstands-Vors. Klaus Saffenreuther, VB Mosbach (Gesamtsieger/Kat. Strategie).
„Bank des Jahres 2013“ GL Andreas Kaufmann, RB BezauMellau-Bizau (Kategorie Mitarbeiter).
sagt emotion banking-Geschäftsführerin Barbara Aigner. „Es gibt natürlich genug Banken, die in der letzten Zeit Misswirtschaft betrieben haben. Aber es gibt unzählige Institute, die mit unglaublich viel Engagement, Herzblut, Freude und Antrieb täglich ihre Leistung erbringen und die beste Qualität an ihre Kunden liefern“, zeigt Aigner auf.
Dynamische Südtiroler
Siegel „victor geprüft” Genau darum gehe es emotion banking bei dem Gütesiegel victor. „Neben einer ausgezeichneten Analytik, mit der wir Banken aufzeigen können, wo sie ihre Stärken, aber auch ihre Potenziale haben, erhalten alle Banken das Qualitätssiegel ,victor geprüft‘ und dokumentieren somit, dass sie sich regelmäßig im internationalen Wettbewerb messen und überprüfen lassen.“ (red)
victor Jährlicher Wettbewerb Banken, die das 360°-Analysetool victor von emotion banking zur Steuerung einsetzen, nehmen automatisch am Wettbewerb teil. Eine siebenköpfige, international besetzte Expertenjury entscheidet über die Sieger.
„Nicht alle in einen Topf“ Viele Banken und Sparkassen haben sich auch heuer wieder dem Wettbewerb gestellt. „Es ist einfach nicht in Ordnung, alle Banken in einen Topf zu werfen“,
Die Preisträger 2013 Bank des Jahres ist die Volksbank Mosbach. Weitere Preisträger in den unterschiedlichen Kategorien: Kategorie Strategie – Volksbank Mosbach (D), Kategorie Führung – Sparkasse Neuhofen (A), Kategorie Mitarbeiter – Raiffeisenbank Bezau-Mellau-Bizau (A), Kategorie Kunde – Bankhaus Carl Spängler (A), Kategorie Firmenkunde – Raiffeisenlandesbank Burgenland (A), Kategorie Unternehmenskultur – Sparkasse Neuhofen (A), Kategorie Dynamik – Südtiroler Volksbank (I), Kategorie Innovation – Raiffeisenbank GramastettenHerzogsdorf (A).
Willi Danninger, Vorstand bei der RB Gramastetten-Herzogsdorf (Innovation).
© Volksbank eG Mosbach, Raiffeisenbank Bezau-Mellau-Bizau/Markus Gmeiner, Bankhaus Spängler, RLB Burgenland, Südtiroler Volksbank/Oskar Dariz, Sparkasse Neuhofen, Bankhaus Spängler, RLB Burgenland, Raiffeisenbank Gramastetten-Herzogsdorf
Bank Austria Erfolgreiche Pilotphase; Willkommensaktion
Bargeldlos Aktuelle Studie
Erste Bank Internet-Betrug aktuell auf dem Vormarsch
Wien. Nach achtmonatiger Pilotphase startet das neue Betreuungsmodell SmartBanking der Bank Austria mit einer Marketingkampagne österreichweit. Das Modell bietet interessierten Kunden persönliche Beratung über Videotelefonie, Telefon, SMS und im OnlineBanking sowie das gesamte Filialnetz der Bank Austria für die Bankgeschäfte des täglichen Bedarfs, heißt es. Helmut Bernkopf, Bank Austria Vorstand für Privat- und Firmen-
Berlin. Zahlungen werden weltweit immer öfter ohne Bargeld abgewickelt. Die Zahl dieser Transaktionen stieg nach der aktuellen Studie „World Payments Report 2013” der Beratungsfirma Capgemini und der Royal Bank of Scotland in 2012 um 8,5 Prozent auf etwa 333 Milliarden. Im Schnitt zahlte damit jeder Erdenbürger (Weltbevölkerung Mitte 2012: 7,1 Mrd. Menschen) 47-mal mit Kreditkarte, über das Internet oder per Handy. (red)
Wien. Aktuell sind verstärkt sogenannte Phishing E-Mails im Umlauf, machen Erste Bank und Sparkassen aufmerksam. Dabei wird dem E-Mail-Empfänger vorgetäuscht, dass es sich um eine Nachricht von seiner Bank handelt. Meist sind Weblinks zu gefälschten Log-in-Seiten enthalten, die dann unter falschem Vorwand vertrauliche Kundendaten abfragen. „Solche E-Mails sollte man entweder an den Netbanking Helpdesk weiterleiten oder sofort löschen und niemals irgendwelche Daten eingeben“, erklärt Günter Lazel, Netbanking Experte der Erste Bank. Üblicherweise fragen Banken niemals Kundendaten, Passwörter, Kreditkartennummern oder sonstige Informationen von ihren Kunden ab. Unter falschem Vorwand wie z.B. „Ihr Konto läuft aus“, „Bitte Konto bestätigen“ oder „Konto Aktivierungs-Update“ versuchen Betrüger, Usern Daten herauszulocken. Ziel ist es, so an die Zugangsdaten und TAN- bzw. TAC-Codes der Kunden zu kommen, um im Hintergrund eine Überweisung – meistens an ein Auslandskonto – auszulösen. In manchen Fällen
Vorstand Helmut Bernkopf: „Einzige Bank mit Beratung per Videotelefonie“.
Filialen mit gratis WLAN Im Rahmen des Projekts werde viel in die technische Ausstattung der Filialen mit Multimedia-Terminals und Cash-Recyclern für Einund Auszahlungen sowie Überweisungen investiert. In einem ersten Schritt wurden alle Bank AustriaFilialen zudem mit kostenlosem WLAN ausgestattet. Tablets und SignPads bieten ein Mehr an Beratung, heißt es. Die Bank Austria-Apps für iPhone und Android bieten neu das Erstellen und Einlesen von Quick Response (QR-)Codes auf Rechnungen und Zahlscheinen und einen kompletten Bankomat-Finder aller Bankomaten in Österreich. Für SmartBankingNeukunden gibt es ein Samsung Galaxy Tablet 3. (lk)
US-Erholung, Einfluss der Schwellenländer begünstigen bargeldlose Transfers.
Dem Phishing keine Chance geben erfolgen nach Bekanntgabe der Daten auch betrügerische Anrufe. Bei Trojanern hingegen handelt es sich um eine Infektion des Kunden-PCs oder Smartphones. Das Schadprogramm (Trojaner) installiert sich meist ohne Wissen der User auf deren Computer. Man kann sich Trojaner beim Surfen auf diversen Internetseiten einfangen, die dann am eigenen Rechner im Hintergrund Daten abgreifen und Passwörter ausspähen. (lk)
© panthermedia.net/rangizzz
kunden: „Wir sind die einzige Bank in Österreich, die persönliche Beratung über Videotelefonie anbietet, das ist das Banking der nächsten Generation. Wir liefern damit vollwertige Bankberatung in die Wohnzimmer der Menschen. Der Kunde entscheidet, wie, wann und wo er mit uns in Kontakt tritt.“
© Visa
© Bank Austria
SmartBanking nun flächendeckend 333 Milliarden
Bankkunden sollen nicht vergessen, dass auch Smartphones kleine PCs sind.
Banking
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Risikokapital Wifo: Stetiges Wachstum allein macht noch keine gesunde Wirtschaft – finanzieller Spielraum bei innovativen Ideen ist zu gering
Venture Capital als Invest-Chance Österreich weist ein beträchtliches Potenzial zur Ausweitung der Risikokapitalinvestitionen auf. tal gibt“, sagt Thomas Url vom Wifo. Denn für eine gesunde Wirtschaft brauche es nicht nur solides Wachstum, sondern auch finanziellen Spielraum für die Umsetzung von innovativen Ideen und Forschungsergebnissen.
Wachstumsdynamik gering Dass Österreich „nur“ auf stetiges Wachstum ausgerichtet ist, spiegelt sich in einer relativ geringen Gründungs- und Wachstumsdynamik der Unternehmen genauso wie in der bankbasierten Finanzierungsstruktur der österreichischen Wirtschaft. Diese biete zwar erfolg-
reich Finanzierungsvarianten für kleine und mittlere Unternehmen mit konservativen Geschäftsplänen an, die Finanzierungsmöglichkeiten im hochriskanten Frühphasen- und Wachstumssegment seien jedoch schwach ausgeprägt, so das Wirtschaftsforschungsinstitut. Der Investitionsstandort Österreich könne von einer Anpassung des Finanzierungssystems profitieren. Das Ziel sollte eine Umstellung vom vorwiegend auf Wachstum ausgerichteten System auf eine Koexistenz mit erhöhter Risikokapitalfinanzierung sein, erfolgreiche Beispiele dafür wären Deutschland oder Finnland. Verglichen mit den
Finnen, müsste sich die Quote der Risikokapitalinvestitionen in Österreich mehr als vervierfachen.
Schwachstellen beseitigen Damit das Venture Capital besser in Schwung kommen kann, müsste also das Investitionssystem verbessert werden. So wären etwa „Schwachstellen in der Regulierung“ zu beseitigen: „Institutionellen Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds müsste es die Finanzmarktaufsicht leichter machen, in Venture Capital Fonds zu investieren“, meint Wirtschaftsforscher Url. (APA/red)
© Eric Krügl
Wien. Die Finanzierung von Unternehmen mit privatem oder öffentlichem Risikokapital ist in Österreich noch sehr unterentwickelt, heißt es beim Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung Wifo: Gerade einmal 0,037 Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung entfallen auf diesen Bereich. Im europäischen Vergleich liegt Österreich mit diesem Wert zwischen der Ukraine und den baltischen Ländern nur am 20. Platz. Spitzenreiter ist Großbritannien mit 0,834 Prozent – 22,5 mal soviel. In Deutschland sind es 0,194 Prozent und der EU-Schnitt liegt bei 0,264 Prozent, ergaben Berechnungen der Europäischen Private Equity und Venture Capital-Vereinigung EVCA. „Die Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung können nur erfolgreich in wirtschaftliche Aktivitäten umgesetzt werden, wenn es ausreichend Gründungskapi-
Thomas Url, Wifo: „Man muss Schwachstellen in der Regulierung beseitigen.“
UK-Geld Neue Banknoten
5 Pfund Plastik
London. Ab 2016 werden die Briten zwar voraussichtlich nicht mehr, dafür aber – geht es nach der Bank of England – schöneres Geld im Börserl haben. Zu diesem Zweck startete die Bank of England eine Aufklärungskampagne. um den Engländern die neuen Banknoten aus Polymer näherzubringen. „Polymer-Banknoten sind sauberer, sicherer und halten länger“, sagt Charles Bean, stellvertretender Gouverneur der Bank of England (BoE). „Sie sind billiger und umweltfreundlicher als die Geldscheine aus Papier, weil sie länger halten.“ Die neuen Noten sollen zweieinhalb mal so lange halten und bei längerem Gebrauch nicht so schnell „zerfleddern“.
Fälschungssicherer Schein Polymer-Banknoten sind widerstandsfähiger gegen Schmutz und Feuchtigkeit und sollen noch sicherer gegen Fälschungen sein. Spezielle Tinten und technische Raffinessen wie durchsichtige Fenster im Geldschein lassen die herkömmlichen aus Baumwolle und Leinen „alt“ aussehen. „Wir drucken unsere Scheine nur dann auf Polymer, wenn wir überzeugt sind, dass das Volk Vertrauen hat und sich mit unseren Scheinen wohlfühlt“, so Bean. Die Bank hat bereits etliche Umfragen durchführen lassen, die ersten Reaktionen sollen positiv gewesen sein. Bis Mitte November wird jetzt geprüft, ob die Briten die neuen Banknoten wirklich wollen werden. (hk)
Wachstum braucht rasche Liquidität. Das Raiffeisen Factoring.
© EPA
Forderungen wenige Stunden nach Rechnungslegung auf dem Firmenkonto haben – Raiffeisen Factoring sichert die Liquidität für Ihren laufenden Geschäftsbetrieb sowie die Finanzierung bei Umsatzsprüngen oder Saisonspitzen. Nutzen auch Sie diese flexible und moderne Form der Wachstumsfinanzierung. Infos bei Ihrem Firmenkundenbetreuer und auf www.raiffeisen-factorbank.at
Geht es nach der BoE sollen bald Polymer-Noten die alten „Lappen“ ablösen. ZRW_Factoring_AZ_216x288abf_4c_abfall.indd 1
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Uniqa und Porsche Bank Die Uniqa Group baut mit der Kooperation ihre Marktposition in Osteuropa weiter aus – geografische Ausweitung geplant
Versicherungspartner in CEE
Pro-Kopf-Ausgaben in Österreich für Versicherungen liegen bei 2.000 Euro, im Osten sind es erst ab 45 Euro aufwärts.
© UNIQA Insurance Group AG/APA-Fotoservice/Reither
Wien/Salzburg. Die Uniqa Group (Uniqa) ist ab sofort strategischer Versicherungspartner der Porsche Bank in Zentral- und Osteuropa (CEE). Hannes Maurer, Vorstand Porsche Bank, und Wolfgang Kindl, CEO Uniqa International, haben am 28. August 2013 die entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. „Mit dieser Kooperation wird Uniqa die starken Marktpositionen im Versicherungsgeschäft in den Kernmärkten weiter ausbauen“, sagt Kindl. „Uniqa ist der richtige Versicherungspartner für die Porsche Bank und ihre Kunden in CEE“, ist Porsche Bank-Chef Maurer überzeugt. „Porsche Bank Kunden werden von dem ProduktKnow-how und Kundenservice von Uniqa profitieren.“ Ab sofort wird Uniqa als Partner für Automobilversicherungen von Porsche in den gemeinsamen Auslandsmärkten agieren. Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Rumänien,
Wolfgang Kindl, CEO Uniqa International (li.), Hannes Maurer, Vorstand Porsche Bank.
Nachholbedarf Die Märkte in CEE bieten große Wachstumschancen, die bei einem Vergleich der Pro-Kopf-Ausgaben für Versicherungsprodukte deutlich werden. Während ein Österreicher pro Jahr im Durchschnitt rund 2.000 € für seine Versiche-
rung investiert, betragen diese ProKopf-Ausgaben in Ungarn etwa 270 € pro Jahr und in der Ukraine nur 45 € pro Jahr. Mit rund 300.000 Finanzierungsverträgen und 344.000 Versicherungsverträgen ist die Porsche Bank, ein Tochterunternehmen der Porsche Holding Salzburg, nach eigenen Angaben der größte und erfolgreichste Fuhrparkhalter in Österreich, Albanien, Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Ukraine und Ungarn. Die Porsche Bank wickelt rund 95.000 Fuhrparkmanagementverträge (Finanzierung und Wartung) im Bereich Flottenmanagement ab. Die Uniqa Group verfügt in ihren Kernmärkten Österreich und Zentral- und Osteuropa (CEE) über 22.000 Mitarbeiter und exklusive Vertriebspartner. Diese betreuen in 19 Ländern insgesamt rund neun Mio. Kunden. (lk)
Straffung Töchter in Tschechien und Slowakei werden zusammengelegt – Franchise-Modell könnte ausgeweitet werden
short
Bank Austria pickt im Osten die Rosinen raus Wien/Prag. Bei der UniCredit Bank Austria nimmt die angekündigte Straffung ihres Osteuropa-Netzes nun konkrete Konturen an. Die schon seit Langem geplante Zusammenlegung der Töchter in Tschechien und der Slowakei soll nun mit 1. Dezember 2013 rechtlich abgeschlossen sein, kündigte Osteuropa-Chef Gianni Franco Papa an. „Jahrelang haben wir darüber gesprochen, nun haben wir die Zustimmung der lokalen Behörden und der Zentralbanken und der Prozess ist vor dem Abschluss.“ Der Marktanteil dieser beiden Banken betrage derzeit jeweils 7 Prozent. Papa: „Wir sind die Nummer 4 in Tschechien und Nummer 5 in der Slowakei.“ Künftig werde man in den beiden Ländern
Wien. Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) muss 2013 für notleidende Kredite um bis zu 20% mehr zur Seite legen als noch vor drei Wochen gedacht. Im Markt wurde dies als Gewinnwarnung ausgelegt. Das Analyseteam von Berenberg jedenfalls hat seine Gewinn- und Dividendenerwartungen für die RBI für das laufende Jahr gekürzt. Erst am 22. August, bei der Vorlage der Halbjahreszahlen, hatte RBI-Vorstand Karl Sevelda den ursprünglichen Ausblick eines Kreditrisikos auf Vorjahresniveau (etwa eine Mrd. €) bestätigt. Grund für den jetzt verschärften Kreditrisikoausblick waren höhere Vorsorgen für einige Austro-Großkundenkredite nach Firmenpleiten, aber auch höhere Risikokosten in CEE/SEE. Zusätzlich muss in China weiter rückgestellt werden. (APA)
rund 170 Filialen und 3.000 Angestellte haben, dazu noch eine Reihe von Franchise-Niederlassungen in Tschechien.
Einsparungen
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Kreditrisikowarnung bei RBI für 2013
BA-Chef Willibald Cernko: Franchise-Testlauf in Deutschland; in Österreich denkbar.
Hypo Kapitalbedarf könnte Teilprivatisierungen bedingen
Wien. Für Anleger, die angesichts der Tiefzinsphase auf der Suche nach Alternativen zu traditionellen Veranlagungsformen oder Staatsanleihen sind, auf Sicherheit aber nicht verzichten möchten, bieten Garantieprodukte ein interessantes Anlagemodell, meint man bei der Generali Bank. Beim IndexGarant Global 2019/10 des Instituts, einer Anleihe, wird auf die Performance der dividendenstärksten Unternehmen der Welt gesetzt, es ist an die
Wien/Klagenfurt. Die staatliche Kärntner Hypo Alpe Adria Bank hat nun auch die formellen Voraussetzungen für die Überweisung von 700 Mio. € Kapitalerhöhung durch den Eigentümer, die Republik Österreich, geschaffen. In der außerordentlichen Hauptversammlung letzte Woche wurde der formelle Beschluss dafür gefasst, die Kapitalaufstockung soll „in den nächsten Tagen“ durchgeführt werden.
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Barclays: Geldbuße für Katar-Engagement
Der Index enthält u.a. AT&T, NTT, Orange, Thai Beverage, Total und Verizon.
Performance des Stoxx Global Select Dividend 100 Aktienindex gekoppelt. Gezeichnet werden kann noch bis zum 11. Oktober 2013 (Stückelung: 100 €). „Das Garantieprodukt bietet durch die regionale Diversifikation eine interessante Möglichkeit, an steigenden Aktienkursen zu partizipieren. Die Selektion der jeweils 100 dividendenstärksten Titel, deren Gewinnausschüttung oftmals als Indikator der wirtschaftlichen Stabilität gedeutet werden kann, macht den Index zu einer attraktiven Basis“, erklärt Produktmanagerin Barbara Kalcik. Durch die 100%ige Kapitalgarantie zum Laufzeitende eigne sich das Produkt für vorsichtige Anleger. Während der sechsjährigen Laufzeit wird der Index an definierten jährlichen Bewertungstagen mit dem Startwert verglichen. Am Ende der Laufzeit werden 80% des positiven Durchschnittswerts zusätzlich zum Tilgungskurs von 100% ausbezahlt. Fällt die Durchschnittsperformance des Index unverändert oder negativ aus, so wird der IndexGarant Global 2019/10 zu 100% getilgt. (lk)
Anteilsverkäufe als „Börsenspritze“
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Dieses vor drei Jahren gestartete – und bisher nur in Tschechien praktizierte Modell – habe sich bisher als sehr erfolgreich erwiesen, berichtet der tschechische UniCredit-Chef Jiri Kunert. „Der Bau einer Franchise-Filiale kostet 50.000 Euro, die Errichtung einer eigenen UniCredit-Filiale kostet 240.000 Euro.“ Eine Franchise-Filiale mache keine Bargeld-Geschäfte und auch das Risk-Assesment werde von der Bank selbst durchgeführt, erklärte Papa. (ag/lk)
Generali Bank Basis ist ein Dividendenaktien-Index
Garantieprodukt mit Laufzeit 2019
RBI-Vorstand Karl Sevelda musste berichtigen: 20% mehr Bedarf.
London. Der milliardenschwere Einstieg des Golfstaats Katar als Unterstützung in Zeiten der Finanzkrise hat für die britische Großbank Barclays ein Nachspiel. Die UK-Behörden stoßen sich daran, dass das Institut an Katar gezahlte Beratungsgebühren über umgerechnet 384 Mio. € nicht öffentlich gemacht hat. Die Aufsichtsbehörde FCA will deswegen 60 Mio. € Geldbuße verhängen.
Serbien, Ukraine und Ungarn zählen zu den ersten Märkten, in denen die Partnerschaft umgesetzt wird. Eine Ausweitung der Kooperation auf weitere Länder in der CEE-Region ist geplant. Zu den Fahrzeugmarken der Porsche Gruppe gehören Volkswagen, Audi, Seat Skoda, Porsche sowie die Exklusivmarken Bentley, Lamborghini und Bugatti. Seit Anfang der Neunzigerjahre ist Uniqa in der CEE-Region tätig und betreut 4,9 Mio. Kunden in 15 Ländern. Bereits heute stammt jeder zweite Kunde aus der CEERegion.
Die EU-Kommission hatte Anfang September die Staatsbeihilfen gebilligt.
Die im Dezember 2009 notverstaatlichte Bank braucht die neuerliche Staatskapitalspritze, um die gesetzlichen Mindestkapitalerfordernisse zu erfüllen. Beim Kernkapital fehlten Ende Juni laut Aussage der Bank 618,8 Mio. €, nachdem der Nettoverlust im ersten Halbjahr 860 Mio. € betragen hatte. Anfang September hatte die EU-Kommission die Beihilfen des Staats zur Bank genehmigt. Bis zu 11,7 Mrd. € dürfen per EU-Bescheid für den Zeitraum 2008 bis 2017 gewährt werden. Die Ökonomen-Initiative „proMarktwirtschaft“ meint allerdings, dass der Milliarden-Kapitalbedarf weitere Anteilsverkäufe von teilstaatlichen Firmen (Verbund, Telekom, OMV) notwendig machen könnte. Diese Privatisierungen dürften aber nicht nur als „Notnagel“ für die Kärntner Hypo verstanden werden, sondern wären auch eine willkommene „Infusion“ für den heimischen Kapitalmarkt, meint Ökonom Peter Brezinschek. Eine Sperrminorität des Bundes wäre ausreichend. proMarktwirtschaft ist ein privater Verein bestehend aus sieben Ökonomen. (ag)
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
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flughafen berlin kreist weiter
Das Prestige-Projekt hat sich zum Alptraum entwickelt. Statt der Eröffnung gibt es Stimmungsmache Seite 47
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real:estate
Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at
Spekulation bewegt immo-preise
Immobilien.Net ortet in neuester Markterhebung starke Preisschwankungen in Österreich Seite 48
Wir leben Immobilien.
„Preise am Plafond, die Wahl bringt Reformen“ IMMO-AGS 11. Sept.–18. Sept. 2013
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Top 5 Immofonds NB US Real Estate Sec. ING (L) Invest Global R. iShares Stoxx Am. 600 R. ESPA Stock Asia-Pacific iShares Stoxx A/P. 600 R.
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Immobilienmarkt Wien Wohnbaustadtrat Michael Ludwig sieht einen Konsens für einen Umbau des Mietrechts: Nach der Nationalratswahl werde es wohl so weit sein. „Nach den Wahlen wird das Mietrecht reformiert – wie, das entscheidet die Wahl.“ Starke Mietpreissteigerungen sieht Ludwig keine mehr. Seite 46
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People&Dates > Strabag baut neues Hochhaus für Stockholm 49
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Bauproduktion in der EU legt 0,7 Prozent zu
Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig Immo-Preise am Plafond, Reformen und Neubauten schaffen Wohnraum
„Nach der Wahl kommt Reform des Mietrechts“
Ludwig sieht Einigkeit bei Reformbedarf – „wie diese Reform dann aussieht, das entscheidet die Wahl“.
Brüssel/Luxemburg. Die Produktion im Baugewerbe ist im Juli in den 28 Staaten der EU um 0,7 Prozent gegenüber dem Juni gestiegen. In der Eurozone gab es ein Plus von 0,3 Prozent. Die stärkste Erhöhung gab es nach am Mittwoch veröffentlichten jüngsten Daten von Eurostat in Rumänien (+8,6 Prozent), den größten Rückgang musste Schweden (-4,1 Prozent) hinnehmen. Österreich meldete wie 13 weitere EU-Staaten keine Daten für den Juli. Von den 14 Ländern, die Zahlen bekannt gaben, wurden Zuwächse in neun Ländern registriert, in vier gab es ein Minus und in den Niederlanden blieb die Lage stabil. Hinter Rumänien gab es die stärksten Zuwächse in Portugal (+5,1 Prozent), Polen (+5,0) und Tschechien (+4,9). Als auffällig gilt der Turnaround Portugals, wo es im Juli 2012 noch einen Rückgang von fast 17 Prozent gegeben hatte. (APA)
Chinas Preisauftrieb geht weiter: plus 8,3%
Wien. Wiens Wohnbaustadtrat Michael Ludwig spricht im medianet-Interview über die Preisentwicklung bei Wohnimmobilien und die Trends der Nationalratswahl. medianet: Ist Wohnen in Wien teuer? Michael Ludwig: Wir haben erst vor Kurzem die größte Befragung in der Geschichte der Stadt Wien durchgeführt, repräsentativ für die ganze Bevölkerung, unabhängig von Alter und sozialer Schicht oder Wohnform und gültig für alle Einwohner ab 16. Das Ergebnis: Jeder Zweite gibt weniger als 30 Prozent des Einkommens für das Wohnen aus. Ein weiteres Ergebnis: Drei Viertel sind mit ihrer Wohnsituation sehr zufrieden oder zufrieden. Das bedeutet, dass das Wohnbauprogramm der Stadt Wien richtig liegt: Durch das Smart-Programm stellen wir auch besonders kostengünstige Wohnungen her, die trotzdem eine hohe Qualität bieten. Smart bedeutet kompakt, nicht klein. Und der geförderte Wohnbau ist ganz wichtig, weil er auf den gesamten Markt preisdämpfend
„Es gibt große Unter-
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schiede innerhalb Österreichs, aber zweifellos ist der Zenith bei den Preisen erreicht.“ stadtrat michael ludwig
Chinas Städte werden trotz Bremsbemühungen weiterhin teurer.
Peking. Die Preise für neue Häuser steigen in China so rasant wie seit mindestens zweieinhalb Jahren nicht mehr. In den 70 wichtigsten Städten zogen sie im August um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, teilte das Statistikamt mit. Im Juli lag der Anstieg noch bei 7,5 Prozent. In den größten Städten fiel er noch heftiger aus: In Peking und Shanghai gab es ein Plus von rund 15 Prozent, in Guangzhou und Shenzen bei 18 Prozent. Investitionen in Immobilien gelten vielen Anlegern als sicherer Hafen. Das treibt die Preise. Gleichzeitig verkaufen viele Kommunen lukrative Grundstücke, um ihre Einnahmen zu erhöhen. (APA)
Versace-Villa: Trump scheitert an Modezar Miami. Die Villa des 1997 ermordeten Star-Designers Gianni Versace in Miami ist für 41,5 Mio. USD (rund 31 Mio. €) versteigert worden. Käufer ist der Mode- und Hotelunternehmer Joe Nakash, so das Auktionshaus Fisher Auction. Insgesamt soll es drei Interessenten gegeben haben – auch Immobilienmogul Donald Trump, dessen Angebot von 41 Mio. USD aber letztlich nicht ausreichte. (APA)
wirkt. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen: In London wohnt man dreimal teurer als in Wien, in Paris oder Hamburg doppelt so teuer, und auch in München sind die Mieten um 40 Prozent teurer als Wien. Dabei ist Wien die Stadt mit der höchsten Lebensqualität, wie internationale Umfragen belegen. medianet: Ist es ein Problem, die wachsende Bevölkerung zu bewältigen? Ludwig: Wir sind jetzt die zweitgrößte deutschsprachige Stadt überhaupt, nach Berlin. Wir bauen jährlich 5.000 bis 6.500 geförderte Wohneinheiten. 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener wohnen günstig in einer geförderten Wohnung. Das wirkt stark preisdämpfend auf den Gesamtmarkt. Allerdings: Von jährlich 50.000 Mietverhältnissen, die neu abgeschlossen werden, entfallen 28.000 auf den privaten Sektor; dort bemerken wir starke Steigerungen. Daher fordern viele zurecht ein transparentes Mietrecht, aber das ist eine Bundesmaterie, Wien kann nicht allein entscheiden. medianet: Sind die Mieten aus Ihrer Sicht nach den Steigerungen der letzten Zeit jetzt am Plafond angelangt? Ludwig: Es gibt große Unterschiede innerhalb Österreichs und auch innerhalb Wiens. Zweifellos ist insgesamt der Zenith erreicht. Wir be-
medianet: Nach welchen Vorgaben wird gebaut, was sollen die Bauträger und Architekten können? Ludwig: Wir haben die drei klassischen Kriterien Wirtschaftlichkeit, Ökologie und architektonische Qualität um eine vierte Anforderung ergänzt: soziale Nachhaltigkeit. Das bedeutet, dass es flexible Nutzungsmöglichkeiten gibt, dass es zum Beispiel Freiräume für Kinder gibt, aber auch eine Eignung für ältere Menschen, usw. Es ist außerdem nötig, beim Bauen Kosten einzusparen, aber ohne Qualitätsverlust, also durch effizientere Grundrisse, usw. Insgesamt eine große Herausforderung, aber die Architekten und Bauträger stellen sich ihr gern und erfüllen sie auch. © medianet
Portugals Baubranche wächst nach Riesen-Rückgängen heuer wieder.
Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig: Baulandreserven für günstiges Bauen.
obachten das auch bei den Inseraten: Sehr teure Wohnungen finden keinen Abnehmer mehr. Da haben wohl viele die Preise hinauflizitiert, aber jetzt ist – wie von uns vorausgesagt – der Plafond erreicht. Für mich ist das ein wichtiges Argument für das von uns geforderte Transparenzpaket. medianet: Worum geht es dabei konkret? Ludwig: Zunächst einmal um eine transparente Mietzinsaufstellung. Hier fordere ich insbesondere eine taxative Aufstellung aller Zuschläge. Die Richtpreise selbst sind ja öffentlich und der Richtwert in Wien ist besonders niedrig, weil die vielen geförderten Wohnungen preisdämpfend wirken. Aber die Summe der Zuschläge, die dazu oft unzulässig eingehoben werden, kann noch einmal zusätzlich bis zu 100 Prozent und mehr des Richtwerts ausmachen. Eine Praxis, die durch die vorherrschende Intransparenz möglich wird, in den meisten Fällen im klaren Widerspruch zum Gesetz steht und zulasten der Mieterinnen und Mieter erfolgt. Das belegen auch die Zahlen der Schlichtungsstelle, neun von zehn Verfahren gehen zugunsten der Mieter aus. Außerdem trete ich auch dafür ein, dass die Zuschläge etwa mit 25 Prozent gedeckelt werden und so einer willkürlichen Preistreiberei wirksam Einhalt geboten wird. Allesamt Forderungen, denen sich mittlerweile auch viele angeschlossen haben. medianet: Setzen Sie bei der Wohnungspolitik auch auf Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinaus? Ludwig: Absolut, wir denken unsere Stadt immer stärker als Stadtregion. Und hier gibt es bereits Initiativen von der Centrope-Region mit unseren Nachbarstädten wie Bratislava bis zum Verkehrsverbund Ostregion und der Österreichischen Raumordnungskonferenz. Doch wir wollen diese regionale Kooperation noch weiter verstärken. So liegen einige der reichsten Gemeinden Österreichs im niederösterreichischen Speckgürtel rund um Wien. Doch gleichzeitig haben auch viele nahe Gemeinden
Probleme mit Abwanderung usw. Es geht um eine starke Kooperation, miteinander zu arbeiten anstatt in Konkurrenz gegeneinander. Das betrifft den Verkehr, die Infrastruktur und auch den Wohnbau. medianet: Trotzdem geht das Wachstum weiter – wie bereiten Sie sich darauf vor? Ludwig: Spätestens im Jahr 2035 wird Wien wieder zwei Millionen Einwohner haben, so wie schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Wir schaffen vorausschauend Wohn- und Lebensräume. So entstehen auch neue Stadtviertel, wie etwa die Seestadt Aspern und das Sonnwendviertel am neuen Hauptbahnhof. Hier entsteht hochqualitativer Wohnraum zu leistbaren Preisen und gleichzeitig erstmals eine flüssige Verbindung zwischen 4. und 10. Bezirk. Wir entwickeln gleichzeitig auch Innerfavoriten, also das historische Favoriten. In solchen gewachsenen Wohnregionen investieren wir in sogenannte Blocksanierungen, also in die Aufwertungen ganzer Häuserblocks und Grätzel. Diese Kombination von sozialer und technischer Sanierung beherrschen wir in Wien besonders gut und werden dafür international oft gerühmt. Mir ist dabei ganz wichtig, dass wir auch eine funktionale Durchmischung erreichen: Wir wollen zum Beispiel keine Schlafstädte ohne Arbeitsplätze. Im Sonnwendviertel gibt es daher auch Büros, es gibt auch einen neuen Bildungscampus und es gibt soziale Durchmischung durch Wohnungen verschiedener Preisklassen.
medianet: Es heißt oft, dass es in Wien einen Mangel an Bauland gibt. Ludwig: Wir kaufen gezielt potenzielles Bauland auf und entwickeln es, etwa bei den Bahnhöfen oder den frei werdenden Kasernen. Im Wohnfonds Wien haben wir Baulandreserven von zwei Millionen m�. Wir tun viel – nur eines können wir nicht: die Grundfläche der Stadt Wien vergrößern. Durch die Novelle zur Wiener Bauordnung werden aber weitere Schritte gesetzt, um Grundstückspreise einzudämmen: zum Beispiel durch eine eigene Widmungskategorie ‚Geförderter Wohnbau‘ oder durch befristete Baulandwidmungen. medianet: Zum Thema Wohnungspolitik wurde im laufenden Nationalratswahlkampf zuerst heiß gestritten, jetzt wurde es ruhiger. Fällt den Wahlkämpfern nichts mehr ein? Ludwig: Ich glaube, dass sich ganz einfach einige Punkte in der Diskussion als außer Streit stehend herausgestellt haben: Es muss in den Ballungsräumen mehr gebaut werden. Die Wohnbauförderung muss tatsächlich fürs Wohnen ausgegeben werden – etwas, woran wir uns in Wien immer gehalten haben, aber woanders ist das bisher nicht so. Einigkeit besteht auch in allen politischen Lagern, dass das Mietrechtsgesetz reformiert gehört. Ich glaube, dass es nach der Wahl dazu kommen wird. Aber wie diese Reform dann tatsächlich aussieht, das werden auch die Stimmen bei der Wahl entscheiden. Uns ist es wichtig, dass sich durchschnittliche Arbeitnehmer weiterhin auch zentrumsnahes Wohnen in Wien leisten können. (gst)
wiener wohn-befragung Breite Befragung Rund 100.000 Wiener haben an der „Wiener Wohn-Befragung” von Bürgermeister Michael Häupl und Wohnbaustadtrat Ludwig teilgenommen. Die Wohnzufriedenheit wird von den Befragten insgesamt sehr gut bewertet. Drei Viertel zeigen sich sehr zufrieden oder zufrieden – der Anteil jener, die mit ihrer Wohnzufriedenheit sehr zufrieden sind, liegt bei fast einem Drittel. Die positive Zufriedenheit nimmt mit dem Alter zu: Bei den über 60-Jährigen liegen die positiven Angaben bei mehr als 80 Prozent. Der Anteil derjenigen, die mit ihrer aktuellen Wohnsituation mehr oder weniger unzufrieden sind, liegt insgesamt
bei rund einem Fünftel. Insbesondere Jüngere beurteilen die Situation kritischer. Knapp ein Fünftel gibt an, innerhalb der letzten drei Jahre umgezogen zu sein. 22 Prozent planen, in nächster Zeit umzuziehen (bei den unter 30Jährigen 44,8 Prozent, in der Gruppe der bis 60-Jährigen ein Fünftel). Bedarf besteht nicht zuletzt in Sachen flexiblen Wohnungstypen. Der Anteil der Mieter, die nach eigener Einschätzung monatlich mehr als 40 Prozent ihres Haushaltseinkommens für die Miete aufwenden müssen, ist bei privaten Mieten mit 23,8 Prozent fast doppelt so hoch wie unter Gemeindemieterinnen und -mietern mit 12,8 Prozent.
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Freitag, 20. September 2013
financenetreal:estate – 47
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Flughafen BER Wann das Bauwerk nun wirklich geöffnet wird, weiß noch nicht einmal der Flughafenchef – der Geldbedarf dürfte weiter steigen
Berlins unendliche Geschichte Berlin. Als Prestigeobjekt war er einst geplant worden – und entwickelte sich zum veritablen Desaster: Beim Großflughafen Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“, kurz „BER“, ist noch immer kein Land in Sicht. Auch der von der Air Berlin abgeworbene ehemalige Bahnchef Hartmut Mehdorn kann die Wunder, die man von ihm erwartet hatte, nicht vollbringen. Nach der x-ten Verschiebung der Flughafeneröffnung kann er keine Erlösung bringen: Er halte eine schnelle Eröffnung nicht mehr für sehr wahrscheinlich, sagte Mehdorn in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Dabei war der Flughafenboss anfangs noch „durchaus optimistisch” gewesen: „Bis ich Stück für Stück gemerkt habe, was noch alles gemacht werden muss und wie viel Zeit und Geduld man noch braucht, um fertig zu werden“.
Inzwischen will er nicht einmal mehr eine Zeitzone, geschweige den einen Eröffnungstermin, nennen. Dafür versuchte der gewiefte Manager letztes Wochenende, mit einer „Eröffnung” für zwei Tage zumindest die Stimmungslage zu verbessern.
sein. Doch allen bohrenden Fragen zum Trotz wurde nicht einmal eine Vermutung über eine Termin zur Inbetriebnahme geäußert. Dafür scheint eines sicher: BER wird noch teurer. „Wir brauchen Budgeterhöhungen, die werden ganz normal immer in Tranchen freigegeben“, ließ Hartmut Mehdorn verlauten „Das ist das Normalste von der Welt.“ Ob der geltende Kostenrahmen von 4,3 Mrd. € nun überschritten wird, ist aber tatsächlich offen. Denn am 22. September wird in Deutschland gewählt – und da will sich kein Politiker mit Aussagen „verbrennen”. (rk)
Hüpfen statt fliegen An die 30.000 Interessenten folgten der Einladung zum volksfestartigen „Familienfest” mit Hüpfburg und bestaunten die Baustelle. Immerhin: Das Frachtzentrum funktioniert und am Pier Nord will man bis zum Jahresende fertig
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Familienfest zur Stimmungsverbesserung lockte 30.000 Besucher an.
Flughafen Berlin Brandenburg: Keine Aussagen zur Kostenfrage vor Bundestagswahl.
Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.
Porr „Ideale Ergänzung“
Prajo gekauft
Wien. Die Porr hat die Übernahme der Prajo-Gruppe bei der Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet. Mit dem Zukauf des Wiener Abbruch- und Baurestmassen-Recyclingunternehmens will man die eigene Position am Markt weiter ausbauen. Die Prajo-Gruppe mit dem markanten Slogan „...versprochen und gehalten!“ hat seit ihrer Gründung 1994 durch Zoran Prajo rund 2.500 Gebäude fachmännisch abgebrochen, entkernt und rückgebaut. Hauptaugenmerk liegt schon beim Abbruch auf einer sortenreinen Trennung der Baustoffe, da diese weitestgehend einer Wiederverwertung zugeführt werden. Die Trennung erfolgt zum Teil schon auf der Baustelle sowie im eigenen Recyclingwerk in Himberg. Es war 2007 von Prajo übernommen, generalsaniert und mit moderner Technik ausgestattet worden. Porr-Generaldirektor Karl-Heinz Strauss zeigt sich von den Chancen durch die Synergie der Porr Umwelttechnik mit Prajo überzeugt: „Die Firma Prajo hat sich in den vergangenen 18 Jahren einen hervorragenden Ruf als Spezialist für anspruchsvolle Abbruchvorhaben erarbeitet. Darüber hinaus verfügt sie über ausgezeichnetes Knowhow im zukunftsträchtigen Bereich Recycling. Ich freue mich, dass wir unser Portfolio um diese Bauleistungen ergänzen können.“ Die Übernahme steht unter anderem noch unter dem Vorbehalt einer Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden. (rk)
Wiener Weinpreis
Film Festival
Silvesterpfad
Wiener Eistraum
www.wien-event.at © Porr
stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Porr-General Karl-Heinz Strauss: Knowhow im Recycling-Bereich zugekauft. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1
17.03.2010 16:20:14 Uhr
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Freitag, 20. September 2013
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Österreich Bundesweit waren die ersten sechs Monate 2013 von starken Preisschwankungen geprägt von Philipp Kaufmann 3P.zum.Glück
N
achhaltigkeit für Weltverbesserer?
Regelmäßig werde ich gefragt, ob nachhaltiges Handeln, Bauen und Bewirtschaften nicht etwas für Weltverbesserer sei. Ich denke jedoch, dass wir nicht von Gutmenschen sprechen sollten, sondern von gutem Management. Denn ich sehe Nachhaltigkeit als die Chance für gute Manager. Hier geht es mir darum, das Zusammenarbeiten innerhalb eines Unternehmens, aber auch darüber hinaus zu verändern. Es geht darum, die Prozesse zu hinterfragen und gegebenfalls neu zu überdenken und enbenso den Mitarbeitern den Mehrwert von nachhaltigem Handeln zu vermitteln. Die 4. Revolution wird unsere Gesellschaft verändern, wie es zuvor bereits die Eisenbahn, die Industrialisierung und der Einzug des Computers getan haben. Persönlich werbe ich dafür, diese Veränderung lustvoll und lebensfroh zu gestalten – denn wir haben die Technologien, das Wissen und können es umsetzen! Wir müssen uns bewusst sein, dass wir z.B. beim Thema CO2
weltweit die gewünschten Reduktionen bisher nur in Zeiten der Rezession geschafft haben. Dies kann aber nicht unsere Strategie sein und daher wollen wir den Paradigmen-
Investitionswelle nun auch beim Grundstücksmarkt Immobilien.net: „Gute Lagen bringen gute Renditen, solange das Bevölkerungswachstum anhält.“ Fritz Haslinger
Wien. Laut einer aktuellen Analyse von Immobilien.Net ist das erste Halbjahr 2013 auf dem Grundstücksmarkt von starken Preisschwankungen geprägt. Bundesweit ist zwar nur ein minimales Plus von 0,1% auf 105,1 €/m� im Median zu beobachten, je nach Bundesland gab es aber starke Veränderungen.
Vorarlberg liegt an Spitze An der Spitze steht Vorarlberg mit einem Preisanstieg von 10,1% auf 201 €. An zweiter Stelle folgt Tirol mit einem durchschnittlichen Preiszuwachs von 7,6% auf 265 €/m� vor dem Burgenland mit einem Plus von 5,9% von einem relativ niedrigen Ausgangsniveau auf 90 €. In Wien stiegen die vergleichsweise bereits recht hohen Preise um 2,6% auf 517 € im Median. Stärkere Verluste gab es hingegen in der Steiermark und Kärnten. Im grünen Herzen Österreichs fielen die Preise für Grund und Boden um 2,9%, im südlichsten Bundesland, das von Abwanderung geprägt ist, um minus 1,6%. In den anderen Bundesländern gab es nur geringfügige Veränderungen.
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ImmoNomade
In Wien sind Döbling, Ottakring und Hietzing am hochpreisigsten. Salzburg und Kitzbühel führen preismäßig in den Bundesländern.
Mittlerweile wird aber immer klarer, dass nicht jede Lage mit einem niedrigen Preis auch eine gute Lage ist und die Investitionen verlagern sich wieder auf die TopLagen mit Bevölkerungszuwachs, während schlechte Lagen wieder an Wert verlieren“, kommentiert Alexander Ertler, Geschäftsführer von Immobilien.Net, die Hochschaubahn der Grundstückspreise.
Rückkehr zu den Top-Lagen Gründe für diese sehr unterschiedlichen Preisentwicklungen sehen Experten in einer Ausdifferenzierung des Spekulationsmarkts. „Die Investitionswelle auf dem Immobilienmarkt der letzten Jahre ist bei den Grundstücken erst mit einiger Verzögerung eingetreten. Die vergleichsweise niedrigen Preise haben zu einer generellen Nachfrageexplosion seit Mitte 2011 und starken Preissteigerungen geführt.
Wien schlägt Salzburg Mit 1.177 €/m� führt der 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling die Liste der hochpreisigen Bezirke an. Mit 1.096 € liegt Wien-Ottakring nur knapp dahinter vor Hietzing mit 990 € im Durchschnitt.
In einigen Regionen Österreichs, wie Güssing, Horn oder Radkersburg, bekäme man zu diesem Quadratmeterpreis bereits ein Haus. In allen drei Bezirken stiegen die Preise im ersten Halbjahr 2013 zwischen 4,5 und 11%. Die teuersten Regionen außerhalb der Bundeshauptstadt sind Salzburg-Stadt mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 14,5% und der Bezirk Kitzbühel mit einem Plus von 4,4%. Die stärksten Preisanstiege gab es in UrfahrUmgebung mit 23,3% und Innsbruck-Land mit 19,6%. Während es sich im Linzer Umland eher um eine Angleichung der Preise von sehr niedrigem Niveau handelt, ist der Anstieg rund um die Tiroler Hauptstadt wesentlich bedeutender, da
er auf eine allgemeine Verknappung der Immobilien in der Region um Innsbruck hinweist.
Berg- und Talfahrt bleibt „Die guten Lagen rund um die Ballungszentren werden so lange gute Renditen bringen, solange der Bevölkerungszuwachs andauert. Neben einer generellen Abwärtsbewegung in ländlichen Gebieten mit Bevölkerungsrückgang können wir in unseren Analysen immer wieder einen starken Aufwärtstrend in schwachen Regionen beobachten. Nämlich dann, wenn einzelne Gebiete in Ferienimmobilien investieren. Diese unterliegen nämlich völlig anderen Gesetzmäßigkeiten“, so Ertler abschließend.
wechsel nicht weiterhin im
passieren
Abschwungs) lassen,
sondern
gemeinsam gestalten; wir sehen die Möglichkeit, dass die Revolution bei „Design“ zu schaffen ist. Es wird nicht einfach, aber das Chaos sollten wir verhindern. Nachhaltige Grüße Ihr ImmoNomade
ÖGNI lädt ein zur
4. 26. September 2013, Colosseum XXI, Wien
www.ogni.at
Asfinag Startschuss für zwei Autobahn-Projekte
U-Bahnlinien Für U2-Verlängerung laufen die Planungen
Wien/Linz. Der Startschuss für den Vollausbau der Pyhrnautobahn (A9) vom Voralpenkreuz in Oberösterreich bis Spielfeld (Steiermark) an der slowenischen Grenze bis 2019 ist gefallen. Sechs Brücken und vier Tunnelanlagen müssen dazu in Oberösterreich errichtet werden. Rund 180 Mio. € werden laut Asfinag hierfür investiert. Mit Ausnahme der Tunnelkette Klaus in Oberösterreich, der Tunnelanlage Bosruck im oberösterreichisch-steirischen Grenzgebiet und des Gleinalm-Tunnels in der Steiermark ist die Strecke bereits jetzt voll ausgebaut. Diese Lücken sollen nun bis spätestens 2019 geschlossen werden.
Wien. Die Idee einer U-Bahnlinie zwischen Hernals über die Stadt nach Favoriten steht wieder im Fokus. Laut Gratiszeitung Heute führt die rot-grüne Stadtregierung nun „konkrete Gespräche“ über die Umsetzung. Finanzstadträtin Renate Brauner wollte hierzu jedoch keinerlei Details bestätigen. „Es gibt aber permanent Überlegungen, wie wir die Wiener Linien attraktiver machen können“, so Brauner. Die Variante einer U5 ist seit Jahren immer wieder Thema in der Öffentlichkeit. In der jetzt laufenden vierten Öffi-Ausbaustufe ist sie aber nicht vorgesehen.
Pyhrnautobahn bis Slowenien Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl. Der Westring ist eine Autobahn zwischen der Mühlkreis Autobahn (A7) beim Knoten Hummelhof und der Rohrbacher Straße (B127). Er soll 4,7 km lang werden, wobei 3,8 km unterirdisch angelegt sind. Die Gesamtkosten für die A26 inklusive der BaukostenindexEntwicklung werden bis zum Jahr 2029 auf rund 646 Mio. € geschätzt. (APA/fh)
„Für die U2-Verlängerung in den Süden – Zieldatum für die Eröffnung ist 2019 – laufen derzeit die Planungen“, so Brauner. Dabei werde diskutiert, „was der beste Weg ist“. Eine Entscheidung dürfte diesbezüglich aller Voraussicht nach bis zum nächsten Jahr fallen. Denn die Bauzeit betrage in etwa fünf Jahre, wie ein Wiener-LinienSprecher vorrechnete. Zu etwaigen Kosten gibt es bis dato keine Informationen. (APA/fh)
Mögliche Streckenführung
Projekt Linzer Westring Bei einem weiteren Projekt der Asfinag – dem Linzer Westring (A26) – startet am 30. September die mündliche Umwelt-Verhandlung. „Es verläuft alles planmäßig und ich gehe davon aus, dass wir im ersten Quartal 2014 einen positiven Umweltverträglichkeitsprüfungs-Bescheid in Händen halten werden“, sagt Oberösterreichs
U5 wird einmal mehr diskutiert
Asfinag: Budgetierte Gesamtkosten für die A26 bis 2029 von 646 Millionen Euro.
Für die „Lila Linie“ dürfte nun überlegt werden, sie über den Matzleinsdorfer Platz zum Wienerberg zu führen. Dafür würde sie ab dem Rathaus über die Neubaugasse und Pilgramgasse und von dort weiter Richtung Süden geführt. Die derzeitige U2-Strecke zwischen Rathaus und Karlsplatz würde dann von der U5 abgedeckt. Brauner habe diese Variante nicht ausgeschlossen, heißt es.
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schaftlichen
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Chaos (sprich dank des wirt-
Renate Brauner: Permanente Überlegun gen, um Öffis attraktiver zu gestalten.
people & dat es
Freitag, 20. September 2013
financenetreal:estate – 49
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Hochhaus-Projekt Strabag errichtet Hochhaus „Orgelpipan 6“ neben dem größten Zugbahnhof in Schweden
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Strabag-Bau in Stockholm
Höchstgelegener ziviler Flughafen der Welt Daocheng. Im tibetischen Hochland ist der höchstgelegene Zivilflughafen der Welt eröffnet worden: Vom Daocheng Yading Airport in 4.411 m Seehöhe in der südwestchinesischen Provinz Sichuan sollen nun erste kommerzielle Flüge starten. Zwei Jahre lang wurden 1,58 Mrd. Yuan (rund 192 Mio. €) verbaut. Bisheriger Rekordhalter war der 77 m niedriger gelegene Flughafen Bangda in der Autonomen Region Tibet. (APA)
Multifunktionsgebäude mit Wohnungen, Hotel und Geschäften auf 29.000 Quadratmetern Fläche.
Multifunktionelles Gebäude In den obersten Stockwerken werden 20 Wohnungen einen Panoramablick über den Fluss Riddarfjarden bieten. Strabag ist hier zu 50% an der Entwicklung beteiligt. Darunter schließt sich ein Scandic-Hotel mit rund 400 Zimmern an. Zudem wird Orgelpipan 6 einen Einkaufs- und einen Pendlerbahnhofsbereich umfassen. Für den Bau des gesamten Gebäudes zeichnet Strabag als Generalunternehmerin verantwortlich. Für die Entwicklung und den Bau ist ein Investi-
mh ImmoInvest: Neubauprojekt verkauft
Strabag-CEO Thomas Birtel: „Eines der modernsten Hochhäuser in Schweden“.
© MH Immolnvest
tionsvolumen im dreistelligen Mio. €-Bereich vorgesehen, woran sich Strabag zu einem kleinen Teil auch mit Eigenkapital beteiligt. Die Fertigstellung ist bis Dezember 2015 geplant. „Orgelpipan wird im Zentrum Stockholms einen attraktiven und zugleich funktionellen Raum eröffnen. Gemeinsam mit unserem Kunden und Partner, dem staatlichen schwedischen Immobilienunternehmen Jernhusen, bieten wir der Stadt Stockholm eines der modernsten Hochhäuser in Schweden“, erklärt Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der Strabag SE. „Es wird eine direkte unterirdische Verbindung von Orgelpipan zum 2,5 Milliarden-Infrastrukturprojekt Citybanan geben, das bis 2017 fertiggestellt werden soll“, erläutert Sonja Wertitsch, Direktionsleiterin für Hochbau und Projektentwicklung für Strabag in Schweden. (red)
© Strabag/Keinrath
Stockholm. Beim Stockholmer Citybanan Pendlerbahnhof, dem größten Terminal in Schweden, entsteht das Multifunktionsgebäude „Orgelpipan 6“ mit 29.000 m� Fläche. Generalunternehmer und Entwicklungspartner ist die schwedische Tochter der Strabag SE, die Strabag Projektutveckling.
Markus Hödl, mh ImmoInvest:„Gute Lagen sind immer interessant.“
Frankreich Immo-Markt
Verbund-Kraftwerksprojekte Erneute Rentabilitätsprüfung von Graz und Gratkorn
Luxus-Immos in Paris ziehen an
Verbund steht zu Bauprojekten Pernegg. Der Ausstieg aus dem Murkraftwerk Graz ist „keine Diskussionsvariante“, erklärte VerbundGeneraldirektor Wolfgang Anzengruber zu Spekulationen, der Verbund könnte aus diesem und dem zweiten praktisch baureifen Projekt in Gratkorn an der Mur aussteigen.
Paris. Der zuletzt angeschlagene Pariser Luxus-Immobilienmarkt profitiert von der Syrien-Krise. „Viele, vor allem Libanesen, sind wegen der Entwicklung sehr beunruhigt und folgen ihrer Familie oder Freunden, die nach Paris ins Exil gezogen sind”, sagt der Chef des Maklerbüros Daniel Feau, Charles Marie Jottras. Der Anstieg bei den Käufen nobler Residenzen ab einem Preis von einer Mio. € hängt auch mit einem deutlichen Preisrückgang im vergangenen Jahr zusammen. Feau gibt einen Rückgang von acht Prozent an. Das ebenfalls auf Luxus-Immobilien spezialisierte Büro Emile Garcin spricht von 15% binnen eineinhalb Jahren. (APA/AFP)
© APA/Helmut Fohringer
Verschiebung möglich
Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber: „Der Ausstieg ist keine Diskussionsvariante.“
Neuer Dorfplatz für Wopfing
Große Gründe – gut bezahlt m�, so sieht Huber jetzt durchaus Preise von 1,30 € bis 1,80 € als realistisch an; wenn alles passt, könne es sogar in Richtung 2 € gehen. Freilich lassen sich Preisangaben nur schwer treffen: Wie viel ein Stück Land konkret kostet, hängt von vielen Faktoren ab – darunter die Erreichbarkeit und Geschlossenheit bzw. Zerstückelung der Flächen (auch im Verhältnis zu denen, die der Käufer schon
besitzt), die Holzarten, die Eignung zur Jagd u.v.m. Bei kleineren Grundstücken von 20 bis 40 ha wird vor allem von lokalen Käufern zugeschlagen; größere österreichische Investoren wieder interessieren sich vor allem für Gründe ab Eigenjagdgröße, die aber selten auf dem Markt kommen, so Huber. „Je größer, desto seltener. Gerade der Wald wird meist als langfristige Wertanlage gesehen.“
Wopfing. Wopfing hat einen Dorfplatz bekommen. Aus zahlreichen Einreichungen wurde Anfang des Jahres das Konzept des Architekturbüros Toifel aus Perchtoldsdorf ausgewählt. Gestiftet wurde der Platz von Kommerzialrat Friedrich Schmid, der seit 40 Jahren in der Gemeinde wohnt. Der Friedrich Schmid-Platz wurde im Rahmen des Dorffestes von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner eröffnet.
Max Huber (Dr. Max Huber Immobilien, DMH): „Wald als Wertanlage gesehen“.
© Baldauf
© gst
Probleme im Osten Tempo kam allerdings nach der Ostöffnung in den Markt der Nachbarländer; nun ortet Huber freilich dort starke Preiseinbußen seit der Finanzkrise – teilweise auch ausgelöst durch für Ausländer ungünstige Gesetzgebung bzw. geringe Rechtssicherheit. „Das Sicherheitdenken herrscht jetzt auch im Bereich der land- und forstwirtschaftlicher Güter vor. Ostimmobilien sind unter Druck geraten, im Moment wird dort nur wenig gekauft.“ In Österreich dagegen sieht Huber die „Gründe“ ihren jetzt höheren Wert behalten. (gst)
Wien. Der Jahreszeit Herbst widmet sich eine neue Münze von Schoeller Münzhandel mit dem Namen „Autumn Bliss – Harmony”. Die Münze ist das erste Exemplar einer neuen Serie von Schoeller und zeigt ein Herbstmotiv an einem See in Kanada. Die Münze ist in allen Schoeller Münzhandel-Filialen und im Schoeller-Onlineshop www.worldofnumismatics.com erhältlich. (red)
Eröffnet Zentrumsumbau
Land- und Forstwirtschaft Preise für kleinere und große Grundstücke 30–50% höher
Wien. Land- und forstwirtschaftliche Grundstücke, auch jene im exklusiven Bereich ab Eigenjagdgröße (115 ha), haben die Immobilien-Preisanstiege der Jahre seit der Finanzmarktkrise mitgemacht, sagt Max Huber, Chef der Maklerbüros Dr. Max Huber: In den letzten zwei bis vier Jahren seien in diesem Marktsegment Preisanstiege zwischen 30 und 50% festzustellen. Kostete ein Stück Wald gehobener Qualität jahrelang um die 1 € pro
Neue Herbst-Münze bei Schoeller Münzhandel
Robert Schmid, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Friedrich Schmid.
Prisma-Feier in der ehemaligen Poliklinik
© Martin Viktor Frankl Zentrum
Wie Anzengruber aber bei der Wiedereröffnung des um 60 Mio. € modernisierten Laufkraftwerkes Pernegg durchblicken ließ, könnte es zu Verschiebungen kommen: „Vor einem Baubeschluss wird noch einmal die Wirtschaftlichkeit geprüft, wie bei allen Projekten.” Bis Mitte 2014 dürfte eine Entscheidung fallen. (APA/red)
Wien. mh ImmoInvest hat ihr Neubauprojekt am Reinl-Park im 14. Wiener Gemeindebezirk verkauft. Käufer des Objekts soll eine große österreichische Bank sein, heißt es seitens des Unternehmens. Der Neubau beinhaltet 43 Wohnungen und eine Wohnnutzfläche von insgesamt knapp 2.500 m� und 41 Kfz-Abstellplätzen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. (red)
B. Ölz, Viktor Frankls Witwe Eleonore, E. Gruber, M. Malyar, S. Höffinger.
Wien. Der Immobilienentwickler Prisma feierte in der ehemaligen Wiener Poliklinik im 9. Bezirk, wo Viktor Frankl viele Jahre praktizierte, sein Sommerfest mit Mietern und Freunden. Insgesamt sind dort 136 Wohnungen und 15 Büroeinheiten sowie der Viktor Frankl Park als Public-PrivatePartnership-Modell entstanden. Unter den rund 100 Gästen: die Architekten Boris Podrecca und Walter Stelzhammer, PrismaAufsichtsrat Hermann Metzler sowie Prisma-Geschäftsführer Martin Nemeth. (red)
P E O P L E & DAT E S
50 – financenetreal:estate
Freitag, 20. September 2013
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Wettbewerb „Solar-Zehnkampf“ in Kalifornien – die FH St. Pölten geht mit „Living Inspired by Sustainable Innovation“, kurz LISI, ins Rennen
Nachhaltiges Bauen heißt LISI St. Pölten/Washington. Die FH St. Pölten nimmt heuer am „Solar Decathlon“ teil. Der Wettbewerb zu nachhaltigem Bauen wird alle zwei Jahre vom US-Energieministerium ausgeschrieben und gilt als der anspruchsvollste universitäre „SolarBauwettkampf“. Zu diesem Zweck entwickelte ein von der TU Wien koordiniertes Konsortium das Hightech-Plusenergie-Haus „LISI – Living Inspired by Sustainable Innovation“. Wie bei einem olympischen Zehnkampf, dem Dekathlon, gibt es zehn Einzelwettkämpfe zu bestreiten. Kriterien wie Architektur, Kommunikation und Ästhetik werden durch eine Expertenjury bewertet. Alle anderen, wie z.B. Energieeffizienz, werden durch Messungen ermittelt. Auch Wohnqualität und Leistbarkeit werden bewertet. Das Haus LISI ist der österreichische Beitrag zu diesem weltgrößten Solarbauwettbewerb und ist ein
Plus-Energie-Haus, das heißt, dass die gesamte Energie über eine im Dach integrierte Photovoltaikanlage erzeugt wird. Die Versorgung mit Kalt- und Warmwasser für die Raumheizung und Kühlung basiert auf zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen. Über einen multifunktionalen Boden wird das gesamte Gebäude mittels Wasser, Luft und aktiver Baumasse gewärmt, gekühlt und mit Frischluft versorgt. Durch eine innovative Duschwanne mit integriertem Wärmetauscher kann sogar die Wärme des Abwassers der Dusche rückgewonnen werden – somit wird der Energiebedarf beim Duschen reduziert.
Multifunktionales Material LISI besteht zum Großteil aus nachwachsenden Rohstoffen und ökologischen Materialien. Das Ausgangsmaterial für Konstruktion und Wärme-Dämmung bildet Holz
Plus-Energie-Haus LISI erzeugt den täglichen Energiebedarf seiner Bewohner.
Neubau Das „normale“ Klassenzimmer hat ausgedient: neu entwickelte Raumkonzepte für Lehrer und Schüler
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Vierter Bildungscampus feiert Dachgleiche
© Votava / PID
20. Hauptversammlung der Immofinanz Wien. Am 2. Oktober findet die 20. Ordentliche Hauptversammlung der Immofinanz AG im Austria Center Vienna statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses samt Lagebericht, des Corporate Governance-Berichts sowie des Konzernabschlusses samt Konzernlagebericht und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung ist berechtigt, wer am Ende des Nachweisstichtags, das ist heuer am Sonntag, den 22. September, Aktionär ist und dies der Gesellschaft nachweist. (red)
– es sei nicht nur CO2-neutral, es habe darüber hinaus auch positive Auswirkungen auf das Raumklima und den Wohnkomfort. Unter dem Aspekt des bewussten Umgangs mit Rohstoffen sei das LISI-Haus so konzipiert, dass alle Bestandteile des Baumes verwendet werden – vom Kernholz bis zur Rinde. Das Projekt LISI wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe für Nachhaltiges Bauen am Institut für Architektur und Entwerfen der TU Wien, dem Austrian Institute of Technology (AIT) und der Fachhochschule Salzburg, Standort Kuchl, verwirklicht. Ab 22. September wird das Haus für die Wettbewerbswoche in Kalifornien wieder aufgebaut. Der Solar Decathlon wird dann bis 13. Oktober abgehalten. Bei der European Researchers‘ Night St. Pölten am 27. September wird LISI als detailgetreue Miniatur im Maßstab 1:20 präsentiert. (hk)
© LISI - Solar Decathlon Team Austria
Alles Brauchbare zum Thema Solar in einem Haus wird vom 3.–13. Oktober im Orange Country Great Park in Irvine ausgestellt.
Stadtrat Oxonitsch, Nationalratsabgeordnete Bayr und Ministerin Schmied (v.l.n.r.).
Wien. Zeitgerecht feiert dieser Tage der „Bildungscampus Hauptbahnhof“ seine Dachgleiche. Im Herbst 2014 will der vierte Wiener Bildungscampus seine Tore für insgesamt 1.100 Kinder und Jugendliche öffnen. „Der Bildungscampus Hauptbahnhof ist auch architektonisch einer der innovativsten Bildungsbauten der letzten Zeit. Durch dieses Erfolgsmodell kommen wir dem Ziel einer gemeinsamen Schule für alle 6- bis 14-Jährigen schon sehr nahe. Diese Schule ist in der Praxis schon viel weiter, als manche Theoretiker und Bildungspolitiker alten Stils“, meint Bildungsministerin Claudia Schmied. Bemerkenswert am seinerzeitigen EU-weiten Wettbewerb war
die Gleichsetzung pädagogischer mit den „üblichen“ bautechnischen Anfordernissen für den Bildungsbau. Der Unterschied zu bisherigen Schulneubauten: Ein neu entwickeltes Raumkonzept, das nicht mehr Maß am normalen Klassenzimmer nimmt, bietet allen Beteiligten eine neue Fülle an modernen Räumlichkeiten an. Rückzugsorte, eine große Mensa, ein mehrfach unterteilbarer Turnsaal, ein großzügiges Außenraumkonzept gehören ebenso dazu, wie auch kluge Synergieeffekte zwischen den einzelnen Bildungstypen. Die Gesamtkosten für den Bildungscampus belaufen sich auf 79 Mio. €, die einstimmig vom Wiener Gemeinderat verabschiedet wurden. (red)
Infrastruktur Erste Group und RLB OÖ finanzieren Straßenbauprojekt im Weinviertel – Vorbild für Landesregierungen
Die Immofinanz hält am 2. Oktober ihre 20. Hauptversammlung ab.
Neues Elk-Passivhaus wird bald präsentiert Wien/Feldkirch. Am nächsten Wochenende, am 28. und 29. September, wird das jüngste Elk-Musterhaus in FeldkirchAltenstadt in Vorarlberg mit einem zweitägigen Eröffnungsfest gefeiert. Das neue Elk 174 Passivhaus will klares Design und energieeffiziente Technik buchstäblich unter ein Dach bekommen. Nachhaltiges und umweltfreundliches Wohnen wird hier auf höchstem Niveau umgesetzt. Außen überzeugt das jüngste Elk-Haus mit klarer Linienführung und zahlreichen durchdachten Details und innen mit bester Wohnatmosphäre und zeitgemäßer, großzügiger Raum aufteilung. (red)
Wien/Mistelbach. Die Erste Group und Raiffeisenlandesbank OÖ finanzieren in Niederösterreich ein PPP-Projekt – mit einem Public-Private-Partnership-Modell (PPP) soll die 14,8 km lange Umfahrung von Mistelbach realisiert werden. Für das Projekt mit Gesamtinvestitionskosten (beinhaltend Bauplanung, Errichtung, Erhaltung, teilweise Betrieb und Finanzierung) von rund 115 Mio. € stellen Erste Group Bank AG und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich eine Finanzierung für die Dauer von 27 Jahren zur Verfügung. „Das Land Niederösterreich ging mit diesem Projekt sehr professionell um, sodass die Public Private Partnership (PPP) von Mistelbach als Vorbild für alle Landesregierungen gesehen werden kann. Das PPP Model ist ein sehr effizienter Weg, um Transport (Verkehrs-) und Soziale Infrastruktur zu schaffen“, sagt Werner Weihs-Raabl, Leiter von Erste Group Infrastructure Finance. „In der Erste Group waren wir sehr zufrieden, einer der finanziellen Partner sein zu dürfen. Die
Umfahrung soll den innerstädtischen Verkehr verringern und einen Anschluss an die A5 Nordautobahn und somit den Weg in das benachbarte Tschechien erleichtern“, so Weihs-Raabl.
Zweites PPP-Projekt in NÖ Die neue Umfahrung von Mistelbach beginnt im Osten in Kettlasbrunn, verläuft Richtung Westen,
umfährt Ebendorf und knüpft an die Landesstraße B 46 mit einer Vollanschlussstelle an. Die Trasse verläuft anschließend in Richtung Westen und Norden, um Lanzendorf zu umfahren. Der Anschluss der Landesstraße B 40 erfolgt ebenfalls mit einer Vollanschlussstelle. Nach der Querung des Zayatals erfolgt die Verknüpfung mit der Landesstraße L 35 mit einem fünfstrahligen Kreisverkehr. In der
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PPP-Projekt für Mistelbacher Umfahrung
Weihs-Raabl, Erste Group Infrastructure Finance, ist mit dem PPP-Modell zufrieden.
Folge verläuft die Straßentrasse im Rosental, quert die Bahnlinie S 2 mit einer Unterführung und endet mit einem Kreisverkehr nördlich von Mistelbach an der B 46. PPP-Projekte sind Kooperationen zwischen der öffentlichen Hand und privatrechtlich organisierten Unternehmen bei der Entwicklung und dem Betrieb eines Infrastrukturprojekts. Im Gegensatz zu einer öffentlichen Beschaffung von Infrastruktur, bei der ein Großteil der Risiken beim Auftraggeber verbleibt, findet bei PPP eine Risikoverschiebung hin zum privaten Partner statt. Bei der Umfahrung in Mistelbach ist ein privater Konzessionär (Gesellschafter Habau – Gebrüder Haider) für die Errichtung und Erhaltung der öffentlichen Straße verantwortlich und erhält im Gegenzug ein halbjährliches Verfügbarkeitsentgelt vom Land Niederösterreich. Die Umfahrung in Mistelbach ist nach der Umfahrung in Maissau bereits das zweite PPP-Projekt, welches das Land Niederöstrreich verwirklicht. (ag/hk)
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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
Freitag, 20. september 2013 – 51
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mehr indirekte steuern
Sogar China plant eine Mehrwertsteuer: Firmen müssen reagieren, so PwC Seite 53
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advisory eu jagt die steuersünder
Automatischer Informationsaustausch steht jetzt in der EU-Agenda ganz oben Seite 54
vfgh startet viel politik unterm hammer
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Bilanzpolizei-Start legt in Österreich Latte höher
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KMU haben die Krise bei den Zahlen verdaut
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Dänemark kassiert bei Ölmultis für Eisenbahn
xx05 46 x 36 Bis 2040 ca. 3,8 Mrd. Euro für Bahnnetz (im Bild Bahnhof Kopenhagen).
Kopenhagen. Die rot-grüne Regierung in Kopenhagen hat in seltener Einigkeit mit der linken Einheitsliste und der rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei eine Steuer für Ölgesellschaften beschlossen, die der Verbesserung des Eisenbahnnetzes zugutekommen soll. Insgesamt soll die neue Abgabe 25,5 Mrd. Kronen (3,82 Mrd. €) bis ins Jahr 2040 einbringen. Das Geld soll in umweltfreundlichere und schnellere Zugverbindungen investiert werden. So ist eine durchgehende Elektrifizierung aller Hauptstrecken und eine Verdichtung des Bahnverkehrs geplant; einige der Routen werden als Hochgeschwindigkeitsstrecken geführt. (APA)
Mehr Vertrauen in Finanzinformationen Die neue Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung unter ihrem Chef Rudolf Jettmar (li.) ist eigentlich bloß ein Verein. Doch die geprüften Unternehmen – börsenotierte AGs – könnten trotzdem eine steile Lernkurve erleben, warnt BDO-Partner Klemens Eiter. Seite 52 Wettbewerbsfähigkeit USA hinkt bei Sozialem, Umwelt nach – Deutschland hat größten Niedriglohnsektor Europas
Wifo: Aiginger kritisiert Standort-Rankings Wien. Wifo-Chef Karl Aiginger plädiert für einen umfassenderen Begriff der Wettbewerbsfähigkeit als nur auf die Stückkosten in der Produktion zu achten. Auch die Führung der USA in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit relativiere sich, wenn man sozialen und ökologischen Indikatoren das entsprechende Gewicht zumisst. Für Aiginger ist es ein Irrweg der USA, bei der Renaissance ihrer Industrie auf billiges Gas aus dem Fracking zu setzen und dies in Gegenden mit Billiglöhnen zu verwerten. Die aktuelle Industrialisierung in den Staaten laufe auf die-
ser Basis. Aber die USA haben ein Defizit bei qualifizierten Jobs. Mit Entwicklungsländern über die Kosten zu konkurrieren, könne für ein Industrieland nicht sinnvoll sein.
„Das ist der falsche Pfad“ Europa habe kein Außenhandelsdefizit, die USA schon. Und das Budgetdefizit der USA entstehe nicht, weil „die bösen Chinesen billige Waren exportieren”, sondern weil sich die USA zu wenig auf „Skills” konzentrieren. Die USA haben höhere Durchschnittseinkommen, schneiden dafür aber bei
sozialen Bewertungen schlechter ab. Auch bei ökologischen Kriterien führe Europa. Aus Sicht Aigingers wird daher in Europa mehr Wohlstand geschaffen als in den USA. Aiginger sieht auch die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands kritisch. Das Land sei zwar stolz auf den Leistungsbilanzüberschuss von sieben Prozent des BIP. Andererseits sei Deutschland bei der Verringerung der CO2-Emissionen nur 22. unter 27 EU-Staaten und habe inzwischen den größten NiedriglohnSektor in ganz Europa. „Das ist der falsche Pfad”, gerade für Deutschland, meint Aiginger. (red/APA)
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Wien. Die österreichischen Klein- und Mittelbetriebe (KMU) haben im Vorjahr besser verdient, als vor der Krise. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) hat im Geschäftsjahr 2011/12 im Durchschnitt 3,0 Prozent der Betriebsleistung vor Ertragssteuern betragen. Das Niveau der Gewinne ist damit über den 2,9 Prozent vor der Wirtschaftskrise im Jahr 2007 gelegen, geht aus aktuellen Auswertungen der KMU Forschung auf Basis von 70.000 KMU-Bilanzen hervor. Gegenüber dem Vorjahr, als die Gewinnrendite 3,1 Prozent betragen hatte, ist die Ertragslage stabil geblieben. In absoluten Zahlen hat der Gewinn je KMU rund 45.700 € betragen. Die Eigenkapitalquote ist weiter gestiegen und liegt mittlerweile bei 29 Prozent. „Das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft ist stabil”, so Peter Voithofer, Direktor der KMU Forschung Austria. (red/ag)
© Post AG; BDO Austria; panthermedia.net/mustafa amp350en
KMU Forschung-Direktor Peter Voithofer: „Stabiles Rückgrat“.
Wifo-Chef Karl Aiginger: Umfassendere Sichtweise bei Länderrankings nötig.
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52 – advisory
Freitag, 20. September 2013
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Fehlerquote 20 bis 30% Die neue Bilanz-Prüfstelle OePR prüft nicht nur, Bemängelungen sollen veröffentlicht werden
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Bilanzpolizei: Am Anfang drohen viele Strafzettel
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Iran-Wolkenkratzer vor US-Beschlagnahmung
Das internationale Prüfungsvorbild würde auf viele Beanstandungen hindeuten, so die Experten. Wien. Seit 1. September 2013 hat Österreichs Bilanzpolizei, konkret die „Prüfstelle für Rechnungslegung” (OePR), einen Sheriff: Rudolf Jettmar, ehemaliger Finanzvorstand der Post AG. Sein Stellvertreter wird Roman Rohatschek. Jettmar war zuvor Finanzchef der Post AG. Rohatschek kommt von der Johannes Kepler Universität Linz. Das Duo hat in seinen ersten Statements betont, dass man die Abläufe mit allen Beteiligten im Detail erörtern möchte. Vorbereiten müssen sich die Geprüften schon jetzt, heißt es bei den Bilanzexperten heimischer Kanzleien.
Der Iran will gegen die bevorstehende Beschlagnahmung berufen.
New York. Die US-Justiz will einen 36-stöckigen Wolkenkratzer in New York, der sich heimlich im Besitz von Irans Führung befinden soll, beschlagnahmen und verkaufen. Im Zusammenhang mit dem Gebäude auf der 5th Avenue sei „die größte Beschlagnahmung in Verbindung mit Terrorismus” geplant, so das US-Justizministerium. Demnach gab ein Bundesrichter grünes Licht. Den Angaben zufolge firmieren als offizielle Besitzer des Gebäudes eine Stiftung namens Alavi und ein Unternehmen namens Assa. Beide leiteten ihre Einnahmen aus der Vermietung an die staatliche iranische Bank Melli und damit an die Führung des Landes weiter. Den Beteiligten werde vorgeworfen, Sanktionen gegen den Iran zu brechen und Geld zu waschen. Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen „Opfer des vom Iran finanzierten Terrorismus” unterstützen. Die AlaviStiftung will juristisch gegen den Plan vorgehen. (APA)
Das österreichische Verfahren nach dem Rechnungslegungs-Kontrollgesetz (RL-KG) zeigt Parallelen zum deutschen Bilanzkontrollgesetz, das bereits seit 2004 implementiert ist, heißt es bei PwC: Das Vertrauen in den Kapitalmarkt soll gestärkt werden, was die Finanzmarktinformationen der börsenotierten Unternehmen betrifft. Zuständige Kontrollbehörde ist die Finanzmarktaufsicht (FMA). Verfahrenstechnisch vorgeschaltet ist die Prüfstelle, mit Jettmar als Chef. Ergebnis einer Prüfung ist entweder keine Beanstandung oder aber, dass die Rechnungslegung und Finanzberichterstattung fehlerhaft ist. Und hier lauert das Problem: Der späte Start der OePR in Österreich bedeutet, dass auf die Österreicher eine steile Lernkurve zukommen könnte, so BDO Austria-Partner Klemens Eiter. Österreichs Bilanzpolizei hat sich nach der im europäischen Kontext etablierten Prüfungspraxis zu richten. Wie ein Blick nach Deutschland zeigt, kommt es auch in Ländern, wo die Unternehmen fast ein
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Italien erhöht seine Mehrwertsteuer doch
Italien erhöht die Mehrwertsteuer nun auf 22 Prozent.
Die börsenotierten Unternehmen Österreichs – allen voran die ATX-Werte – stehen im Blickpunkt der neuen Prüfeinrichtung.
Jahrzehnt Erfahrung haben, zu vielen Fehlern. Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat 16 Prüfer, die im Vorjahr 113 Prüfungen durchgeführt haben; sie diente als Vorbild für die OePR in Österreich. Anfangs deckten die Prüfungen der DPR eine Fehlerquote von um die 30% auf: Fast ein Drittel der Unternehmen lieferte eine fehlerhafte Bilanz. Die Veröffentlichung der Fehler – natürlich oft keine gravierenden – ist freilich öffentlichkeitswirksam. Auch heute ist die Fehlerquote in Deutschland nur wenig unter 20% gesunken. Problembereiche gibt es laut BDO u.a. bei der Bewertung von Unternehmenskäufen, beim Lagebericht und der Veröffentlichung von Transaktionen mit „Related Parties”. (gst)
zweistufige abschreckung Diese Polizei ist ein Verein Die Aufgabe der „Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung” (OePR) ist die Einrichtung eines Prüfverfahrens für die Rechnungslegung von Unternehmen, deren Wertpapiere zum Handel an einem geregelten Markt im Inland zugelassen sind („Kapitalmarktorientierte Unternehmen“), wie es bei der neuen Bilanzpolizei heißt – wobei der Spitzname unglücklich gewählt ist, denn es handelt sich nicht um eine staatliche Einrichtung, sondern um einen Verein, der hier spezielle Aufgaben seitens der Finanzmarktaufsicht (FMA) übernommen hat. Geprüft wird von der OePR dabei gemäß Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Bei Widerstand kommt die FMA Das sogenannte Enforcement-Verfahren ist in Österreich als zweistufiges System eingerichtet, so
die OePR weiter: Die erste Stufe bildet dabei die – als gemeinnütziger Verein organisierte – neue Prüfstelle. Ihre Prüfungstätigkeit soll die Richtigkeit der Finanzberichterstattung und damit der wichtigen Kapitalmarktinformationen gewährleisten und so Transparenz und Vergleichbarkeit erhöhen. Dabei erfolgt die Kooperation der Unternehmen mit der Prüfstelle auf freiwilliger Basis. Die OePR ist in ihrer Tätigkeit ihrerseits weisungsfrei. Ihre Satzung, die von Finanz- und Justizministerium genehmigt wurde, soll eine vertrauliche, unabhängige und sachverständige Aufgabenerfüllung sicherstellen. Die zweite Stufe stellt die Finanzmarktaufsicht (FMA) dar, die hoheitlich tätig wird: Und zwar dann, wenn es in Stufe 1 zur Verweigerung der Mitwirkung kommt oder es aus öffentlichem Interesse geboten erscheint. http://oepr-afrep.at
Corporate Governance Höchstes deutsches Gremium
Energiebranche Versorger will die „Russen-Rabatte“
Frankfurt/Berlin. Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Börse, Manfred Gentz, übernimmt den Vorsitz der deutschen Regierungskommission für gute Unternehmensführung. Gentz wurde zum 30. September zum Nachfolger von Commerzbank-Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller an der Spitze der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex ernannt. Müller legt den Vorsitz nach fünf Jahren
Wien/Linz. Die Linz AG muss im heurigen Geschäftsjahr (per 30. September) neuerlich Millionen auf ihr neues Gaskraftwerk abschreiben, weil dieses wegen der hohen Gaspreise nicht kostendeckend gefahren werden kann. Gegen den Vorlieferanten E.ON hat die Linz AG eine kartellrechtliche Klage eingebracht, weil der deutsche Konzern nicht bereit gewesen sei, von den Russen erwirkte „zweistellige Rabatte” an die Linz
Ex-Börsianer wird Compliance-Chef Linz AG verklagt Gasriesen E.ON
Rom. Italien will seine zuletzt verschobene Erhöhung der Mehrwertsteuer von 21 auf 22% nun per Oktober umsetzen, meldet Reuters. Das Vorhaben sei bei einem Treffen von Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni und EU-Währungskommissar Olli Rehn besprochen worden. Die für Juli geplante Anhebung war wegen eines Streits in der Regierungskoalition abgesagt worden. (ag)
nieder. Der 71-jährige Gentz wurde 2006 in das Expertengremium berufen und leitete zuletzt den Arbeitskreis der Regierungskommission, der die Empfehlungen zur Vorstandvergütung erarbeitet hatte. Gleichzeitig ist die Zukunft der Regierungskommission gesichert. Die Mitgliederversammlung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) stimmte dafür, die Geschäftsstelle des Gremiums beim DAI in Frankfurt anzusiedeln. (red/APA)
AG weiterzugeben, so Vorstandsdirektor Wolfgang Dopf. Von den angeblichen Russenrabatten weiß Dopf aus den Medien. Verschärfend für die Linz AG sei, dass es in dem bis 2021 laufenden Vertrag eine Mindestabgabemenge gebe. Man wolle entweder, dass die Preisnachlässe weitergegeben werden, oder dass es bei der Mindestabgabemenge ein Entgegenkommen gibt – und so rund 5 Mio. € im Jahr einsparen. (APA)
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Verwertungsfirma mit neuen Koordinaten Wien. Die Verwertungsgesellschaft für Bildende Kunst, Fotografie und Choreografie (VBK) bekommt einen neuen Namen und neue Räumlichkeiten: Ab sofort firmiert sie unter „Bildrecht” und ist in der Burggasse anzutreffen. Man trete in der Frage des Urheberrechts für „mehr Flexibilität und Pragmatismus” ein und will die Politik für einen „Konsens für eine ausgewogene Reform des Urheberrechts gewinnen”. Als Urheberrechtsgesellschaft vertritt man in Österreich mehr als 2.500 Kunstschaffende. (red)
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Vorbild Deutschland
Deutsche Regierungskommission: Manfred Gentz übernimmt den Vorsitz.
Linz AG will von Rabatten beim russischen E.ON-Gaseinkauf profitieren.
A dv i s o r y: P r ac t i c e
Freitag, 20. September 2013
advisory – 53
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Globale Studie Indirekte Steuern nehmen quer über den Globus zu, multinationale Konzerne müssen ihr Tax Management neu ausrichten
Staaten füllen ihre leere Kassen Wien. Weltweit versuchen Staaten, ihre Budgeteinnahmen durch indirekte Steuern zu erhöhen – und dieser Trend scheint anzuhalten. Das zeigt die von PwC veröffentlichte, globale Studie „Shifting the balance from direct to indirect taxes: bringing new challenges“ über die Verlagerung von direkten zu indirekten Steuern. Dieser Trend wird multinationale Unternehmen vor gänzlich neue Herausforderungen stellen, so PwC Österreich. Die Unternehmen müssen nämlich als Reaktion auf diesen Trend ihr Tax Management neu ausrichten, warnt PwC.
prüfung – auch in jenen Staaten, die diese bereits eingeführt haben, heißt es. In Indien und China sind grundlegende Reformen geplant, wobei das Regime in China schnell von einem Unternehmenssteuersystem zu einem vollwertigen Mehrwertsteuersystem entwickelt werden soll. Die USA haben die Umsatzsteuer weiterhin auf der Agenda, jedoch wird in naher Zukunft keine Entscheidung erwartet. Auch Österreich steht im Bereich Umsatzsteuer vor Herausforderungen: Die Zahl und die Frequenz der Umsatzsteuerprüfungen durch die österreichischen Steuerbehör-
den sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Außerdem werden die angeforderten Informationen und die im Rahmen dieser Prüfungenaufgeworfenen Themen laut PwC zunehmend komplexer und spezifischer.
Zölle und Verbrauchssteuern Zölle und Verbrauchssteuern sowie andere Handelsabgaben gewinnen ebenfalls an Bedeutung, heißt es. Diese Kosten werden bisher nicht als Steuern im herkömmlichen Sinn verstanden, da sie in den Herstellungskosten „untergehen”.
Auch Umweltsteuern und -abgaben haben bislang nur geringe Bedeutung für Unternehmen. Die Experten von PwC sind überzeugt, dass deren Bedeutung steigen wird: „Eines ist klar: Wer sich nicht mit der Zusammensetzung seiner Steuerverbindlichkeiten auseinandersetzt, wird nicht die richtigen Systeme und Ressourcen haben, um seine Steuern effektiv zu managen. In diesem Zusammenhang werden auch die Steuerfunktionen sowie die Aufgaben der Finanz- und Beschaffungsabteilungen der Unternehmen neu zu definieren sein“, erklärt Christine Weinzierl, Partnerin bei PwC Österreich. (red)
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PwC warnt vor unternehmensinternen Problemen bei der Erledigung der Steuerverbindlichkeiten.
Christine Weinzierl, PwC Österreich: „Aufgaben sind neu zu definieren.“
Die weltweite Verbreitung der Mehrwertsteuer (VAT) oder der Goods and Services Taxes (GST) schreite laut PwC weiterhin rasch voran. Die Steuerregime unterliegen dabei einer ständigen Über-
KPMG Publikation
Zukunftstrends Berlin. Globale Megatrends wie Big Data, smarte Technologien oder geopolitische Risiken erzeugen einen enormen Handlungsdruck auf Unternehmen: Wer seine Wertschöpfungsstrategien nicht flexibel an diese und weitere Trendentwicklungen anpasst, wird in den Märkten von morgen nicht überleben. In der soeben erschienenen Publikation „Driving Impact – Wertschöpfung in der Welt von morgen“ schildern die KPMG-Partner Sven Marlinghaus und Christian Rast gemeinsam mit Zukunftsforschern von TrendOne elf aktuelle Megatrends, die unsere Wirtschaft prägen. Die Autoren erläutern zudem anhand von Handlungsempfehlungen, wie Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten an diese Trends anpassen könnten. (red)
EY Transaction Tax
Neuer Partner Wien. Stefan Kainberger (36) ist neuer Partner bei EY (Ernst & Young) in Wien. Er berät seit 12 Jahren internationale und nationale Kun den bei der steuerlichen Strukturie rung von Unternehmenserwerben, betreut Tax Due Diligences sowie transaktionsbezogene und konzern interne Umgründungen aus steuer licher Sicht. Kainberger war in den letzten Jahren bereits Geschäftsfüh rer bei EY. Als Partner wird er die steuerliche Beratung im Bereich Transaction Tax ausbauen. (red)
LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“: Die größte Gala in Österreichs Sport:
Glanzvoller Rahmen für die Ehrung der Sportler des Jahres Der Reinerlös der LOTTERIEN-GALA kommt über die Sporthilfe-Individualförderung Österreichs Athleten zugute. Wien. Am 31. Oktober geht im Austria Center Vienna die LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ mit der Ehrung Österreichs Sportler des Jahres über die Bühne. Diese Gala zählt zu den absoluten Höhepunkten in Österreichs Eventkalender. Für die Österreichische Sporthilfe ist dieser Abend ein überaus wichtiger Event um finanzielle Mittel für den heimischen Nachwuchs- und Spitzensport aufzubringen. Jährlich bringt die Österreichische Sporthilfe ohne staatliche Mittel Förderleistungen im Wert von 2,1 Millionen Euro für heimische Talente und Spitzensportler auf.
Olympics sowie Aufsteiger des Jahres. Diese Titel sind die begehrtesten Auszeichnungen für Österreichs Spitzensportler abseits der sportlichen Bewerbe. „Es hat lange gedauert, ich war ganz schön nervös, es ist wunderschön“, sagte Marlies Schild, nachdem sie im Vorjahr erstmals die Trophäe für Österreichs Sportlerin des Jahres entgegengenommen hatte.
900 Journalisten wählen Die Sportler des Jahres werden von den rund 900 Mitgliedern von Sports Media Austria, Österreichs Sportjournalistenvereinigung, gewählt. Für Sportminister Mag. Gerald Klug stellt die Sporthilfe mit ihren Veranstaltungen einen wesentlichen Baustein in der heimischen Sportförderung dar: „Die Sporthilfe trägt – zusammen mit der Spitzensportförderung des Bundes – maßgeblich dazu bei, dass unsere Sportlerinnen und Sportler zielorientiert unterstützt werden. Ich danke schon jetzt allen Organisatoren und Sponsoren, die auch heuer wieder die LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ möglich machen, insbeson-
Förderung für Talente Die Mittel werden über Partnerschaften mit führenden Unternehmen – allen voran Premium-Partner Österreichische Lotterien –, Fundraising-Aktivitäten und Veranstaltungen wie die LOTTERIEN-GALA aufgebracht, die nicht nur die Sensibilisierung der Bevölkerung für den Sport, sondern auch das Lukrieren von Fördermitteln unterstützt.
Wer folgt den Sportlern des Jahres 2012 Marcel Hirscher und Marlies Schild nach? Die Entscheidung fällt am 31. Oktober 2013 bei der LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“.
dere der Österreichischen Sporthilfe, den Österreichischen Lotterien und Sports Media Austria, und freue mich schon sehr auf diese Veranstaltung.“ Der Geschäftsführer der Österrei-
„Die Sporthilfe trägt maßgeblich dazu bei, dass unsere Sportlerinnen und Sportler zielorientiert unterstützt
GALAKARTEN
werden.“
Karten- und Tischkontingente: Benefizgala-Karten Package | GOLD Benefizgala-Karten Package | SILBER Preise auf Anfrage
Geschäftsführer Stefan Kainberger ist neuer Partner bei EY in Wien.
© GEPA / Sporthilfe (2)
© Ernst&Young/Andi Bruckner
SPORTMINISTER GERALD KLUG
Höhepunkt der LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ sind die Ehrungen von Österreichs Sportlern des Jahres in den Kategorien Sportlerin, Sportler, Mannschaft, Sportler und Sportlerin des Jahres mit Behinderung, Special
chischen Sporthilfe Anton Schutti ergänzt: „Die erfolgreiche Durchführung dieses prestigeträchtigen Events gelingt nur mit Unterstützung unserer wichtigen Partner, für die dieser Abend auch viele positive Effekte bringt. Mit der Präsenz vor Ort und der erstmaligen Live-Übertragung im Hauptabendprogramm des ORFs wird Unternehmen eine stilvolle Plattform geboten, um ein Zeichen für die Unterstützung der heimischen Athleten und des österreichischen Sports zu setzen.“
Mit einer Präsenz vor Ort wird Unternehmen eine stilvolle Plattform geboten, um ein sichtbares Zeichen für die Unterstützung des österreichischen Sports zu setzen.
Kontakt und Bestellung: Österreichische Sporthilfe Marxergasse 25 1030 Wien Tel.: +43 1 799 4080 Fax: +43 1 799 4099 Mail: gala@sporthilfe.at Web: www.sporthilfe.at
PROMOTION
Änderungen weltweit
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54 – advisory
Freitag, 20. September 2013
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Automatischer Informationsaustausch Die EU strebt eine Führungsrolle bei der Umsetzung des automatischen Informationsaustauschs an
Steuerbetrug: EU macht Dampf Effektivität, Reziprozität und der Datenschutz im Vordergrund. Die EU dürfe jedenfalls nicht nachlässig werden und darauf warten, dass zuerst globale Standards angenommen werden. Es gehe nun darum, in den Verhandlungen mit Drittstaaten Resultate zu erzielen: „Ich sehe hier eine Offenheit bei den Partnern, die vor einigen Jahren noch undenkbar war.“ Auch forderte er, die erweiterte Zinsbesteuerungsrichtlinie bis Ende 2013 in trockene Tücher zu bringen.
Schweiz gegen Daten-CDs Während der deutsche Finanzminister es nicht für nötig hält, abzuwarten, bis der letzte endlich so weit sei, geht Österreich damit d‘accord, lässt aber durchblicken, dass man auch für andere Maßnahmen offen sei; das Quellensteuerabkommen sei effizient. Unterdessen versucht die Schweiz nach
Streit mit Deutschland: Schweiz will Kauf von Steuer-CDs nun finanziell austrocknen.
Liechtenstein Vorwurf: Hohe Verluste nach der Laufzeit selbst bei guter Rendite des Basis-Assets bereits einkalkuliert
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Klage gegen Swiss Life, Vienna Life, Fortuna
KSV1870: „GmbH light wird kaum genutzt”
Schaanwald/Feldkirch. In Liechtenstein sind weit mehr als 100 Klagen gegen Swiss Life, Vienna-Life und Fortuna anhängig. Sie sind Ableger der Versicherungen Swiss Life (Schweiz), Vienna Insurance Group (Österreich) und Generali Versicherungsgruppe (Österreich). Wegen mangelnder Information und Irreführung habe ein Anleger bereits vor einem Jahr beim Obersten Gerichtshof den Prozess gewonnen, berichtete die Vogl Rechtsanwalt GmbH aus Feldkirch bereits im Juni. Die Entscheidung war wegen Begründungsmängeln vom Staatsgerichtshof aufgehoben worden. Der Oberste Gerichtshof habe aber erneut ausgesprochen, dass der Kläger den einbezahlten Betrag zzgl. 5% Zinsen ab Einzah-
Wien. Der Kreditschutzverband KSV1870 erneuert seine Kritik an der von der Wirtschaftskammer gepriesenen „GmbH light“, für die es statt 35.000 nur mehr 10.000 € Stammkapital braucht. „Die GmbH light ist eine gute Gelegenheit, Eigenkapital zu reduzieren; wirkliche Gründer nutzen diese Rechtsform kaum“, so der KSV. Er sieht sich in den AugustGründerzahlen bestätigt: Von den 800 ins Leben gerufenen „GmbH light“ waren nur 49 von wirklichen Newcomern. Den Kreditschützern macht vor allem auch das geringe Eigenkapital der neuen Gesellschaften Sorgen. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit werde es für die Gläubiger noch schwieriger, ihre Interessen durchzusetzen. (ag)
© panthermedia.net/Manfred Angermayr
Auch der Innsbrucker Anlagenbeirat hält den Entwurf für risikosteigernd.
lungstag zurück erhalten solle. Es wird moniert, dass die Assekuranzen nicht beraten hätten, das Verwenden vollkommen irreführender Prospekte geduldet und in Kauf genommen hätten, dass der Kunde nach der Laufzeit einen Nominalverlust von 20% selbst dann hinnehmen muss, wenn das Underlying pro Jahr 18% an Vorkostenrendite abwirft. Gegen bereits bestehende Urteile meldeten die Versicherer Berufung an. Rechtsanwalt Hans-Jörg Vogl wirft ihnen vor, jede Möglichkeit zu nutzen, um das Entstehen von für sie schädlichen Entscheidungen zu verhindern, bzw. zu verzögern. Das Fürstliche Landgericht hat nunmehr zahlreiche neue Verhandlungen anberaumt. (red)
Vogl: „Mit untauglichen Produkten keine Chance, positiven Ertrag zu erwirtschaften“.
Fremdwährungskredite Kein „Wett“-Ausschlussgrund
EZB Anleihenkäufe
Tschechien Solarenergie
Wien. Inhaber von Fremdwährungskrediten, die gegen ihre Bank wegen eventueller Fehlberatung vor Gericht ziehen, können auf ihre Rechtsschutzversicherung bauen. Diese muss nämlich derlei Klagen finanzieren, entschied das Handelsgericht (HG) Wien in einem aktuellen – nicht rechtskräftigen – Urteil. Die ARAG hatte einem Kunden die Deckung versagt und sich dabei auf einen Ausschlussgrund
Frankfurt. Die umstrittenen Staatsanleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) sind laut einer neuen Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nicht rechtswidrig. Die Währungshüter seien gezwungen gewesen, durch Stützungskäufe eine Kreditklemme in den Euro-Krisenländern zu verhindern, so das Fazit. „Die EZB hat keineswegs ein Interesse daran, überschuldete Staaten zu finanzieren, indem sie deren Staatsanleihen kauft“, schreiben die IWExperten. Dieser Vorwurf ist Kern der Kritik vieler deutscher Volkswirte, die sich in der vergangenen Woche öffentlich zu Wort gemeldet hatten.
Prag. Weil die Förderung von Solaranlagen in Tschechien 2009 und 2010 zu einem Boom führte und das Budget unerwartet hoch belastete, wurde nun eine neue Steuer auf Energie von Solarkraftwerken eingeführt. Zudem sollen Solaranlagen, die ab 2014 in Betrieb genommen werden, keine Förderung mehr erhalten. 40 in- und ausländische Betreiber klagen nun den Staat auf ca. 128 Mio. € Entschädigung. (ag/lk)
Rechtsschutz muss herhalten
Innsbruck will spekulieren dürfen
berufen, nach dem Streitigkeiten im Zusammenhang mit Spiel- oder Wettverträgen oder ähnlichen Spekulationsgeschäften vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind. Von Wette oder Spiel könne aber keine Rede sein, da der Fremdwährungskredit der Finanzierung einer Eigentumswohnung diente, stellte das HG fest, berichtet der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in seinen aktuellen Informationen zum Verbraucherrecht. (APA)
„Alles rechtens“ Neue Steuer
Handelsgericht-Entscheidung: Fremdwährungskredite sind weder Spiel noch Wette.
Das IW widerspricht der Kritik und folgt der Linie, mit der auch die EZB selbst ihre Anleihenkäufe rechtfertigt: Primäres Ziel sei, die Geldwertstabilität zu sichern. Banken müssten die Leitzinsen der Zentralbank aber an Unternehmen und Haushalte weitergeben, dies habe in den Krisenländern bisher nicht funktioniert. (ag/lk)
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Ziel: Geldwertstabilität
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Innsbruck. Bei dem von der Tiroler Landesregierung geplanten Spekulationsverbot geht die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer auf Konfrontationskurs mit dem Land. Die Stadt drängt auf eine Überarbeitung des geplanten Landesgesetzes, denn „das geplante Gesetz würde das Veranlagungsrisiko erhöhen und nicht senken“. Die Stadt Innsbruck habe „wirklich Kapital zu veranlagen, mit dem Pensionslasten und auch der Ausbau der Regionalbahnen abgesichert werden sollen“. (ag)
Angaben der deutschen Bundesregierung den Ankauf von Daten-CDs mit Informationen über Konten deutscher Steuerhinterzieher auf juristischem Weg zu verhindern. Mit einem Rechtshilfeersuchen wolle die Regierung in Bern erreichen, dass die Verkäufer der Daten keinen Zugriff auf das für die CDs von deutschen Bundesländern und teils auch vom Bund gezahlte Geld haben Die deutsche Bundesregierung hat über den Ankauf von SteuerCDs auch mit anderen Regierungen gesprochen, damit deren Steuerbehörden von den Informationen auf den CDs profitierten. Der Ankauf von Daten-CDs mit Informationen über Konten von Deutschen in der Schweiz ist seit geraumer Zeit ein Streitthema zwischen beiden Ländern. Die Schweiz dagegen sieht den Ankauf solcher Informationen aus unbekannter Quelle als nicht rechtens. (ag/lk)
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Vilnius/Bern/Berlin. Die 28 EUFinanzminister haben bei ihrem informellen Treffen am Samstag im litauischen Vilnius über diverse Steuerthemen diskutiert. Die EU strebt auf internationaler Ebene eine Führungsrolle bei der Umsetzung des automatischen Informationsaustauschs an. EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta bezeichnete das Bekenntnis der G-20-Chefs zum automatischen Informationsaustausch als globalen Standard als äußerst wichtigen Durchbruch. International habe die EU beim automatischen Informationsaustausch das nötige Gewicht und die nötige Expertise, um das Umfeld zu beeinflussen. „Unser Einfluss muss zudem ausgebaut werden“, sagte der EU-Steuerkommissar weiter. Hätten sich dereinst die Prinzipien des globalen automatischen Informationsaustauschs etabliert, „ist die Umsetzung die nächste große Herausforderung“. Dabei stünden
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EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta: „Nach Etablierung als globaler Standard ist die Umsetzung der nächste große Schritt.“
Finanzminister Jan Fischer bestätigt: „Schiedsverfahren in diversen Phasen“.
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Freitag, 20. September 2013
advisory – 55
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VfGH Beim Grundrechtsgerichtshof stehen zahlreiche Themen für die Herbst-Session am Programm
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Verfassungsgerichtshof ist in den Herbst gestartet
EU-Kommission: Verbot von Passiv-Roaming Brüssel. Vergangene Woche hat die EU-Kommission formal das Telekom-Paket beschlossen, das Passiv-Roaming im EURaum ab Juli 2014 verbietet. Damit entfallen die Gebühren für im Ausland am Handy angenommene Gespräche. Aktives Roaming verbietet das umstrittene Paket nicht, die Netzbetreiber können hier aus zwei Alternativen wählen. Bis 2016 sollen Roaming-Gebühren Geschichte sein. (APA/red)
Wahlanfechtungen, Fortpflanzungsmedizin und Fiskalpakt auf der Agenda der Verfassungsrichter.
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EuGH: Markenstreit um den Kornspitz
Ein Gebäck beschäftigt den Europäischen Gerichtshof: der Kornspitz.
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Wien. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) ist in seine Herbst-Session gestartet. Am Programm der 14 Verfassungsrichter stehen bis 4. Oktober zahlreiche Themen, die sie zu beraten und zu prüfen haben. Die Punkte reichen unter anderem von Wahlanfechtungen über den Fiskalpakt bis zu einer Beschwerde wegen der Fußfessel. Gerade beim Thema Wahlen gibt es diesmal mehrere Anfechtungen, wie etwa bei der Kärntner Wahl vom 3. März 2013. Hier hat das BZÖ einen Antrag eingebracht, da in der Gemeinde Micheldorf ein Stimmzettel für ungültig erklärt wurde. Besagter Stimmzettel war zwar korrekt ausgefüllt, mit einer Stimme für das BZÖ – Liste Josef Bucher, allerdings hatte der Wähler zusätzlich eine „pornografische Karikatur“ angebracht. Die Wahlbehörde erklärte diese Stimme für ungültig, was zur Folge hatte, dass ein Mandat des BZÖ zu den Grünen wanderte.
Brüssel/Luxemburg. Der „Kornspitz“ beschäftigt den Europäischen Gerichtshof (EuGH): Strittig ist dabei, ob das Gebäck mittlerweile eine Warenbezeichnung sei oder doch als Marke verwendet werden darf. Der Generalanwalt des EuGH legte dazu ein Gutachten vor und meinte, dass die Beurteilung vor allem bei den Verbrauchern liege. Die Bäcker hätten darauf nicht wirklich maßgeblichen Einfluss. (APA/red)
Am Verfassungsgerichtshof wird in der Herbst-Session bis 4. Oktober zu den verschiedensten Themen beraten.
Wahlanfechtung auch in NÖ
vom 7. bis 9. März 2013 müssen sich die Verfassungsrichter ebenfalls auseinandersetzen. Hier beanstanden die Neos und die Liste „Wir im Ersten“, dass die Fragen zu unbestimmt und unklar waren; das gelte speziell für die Frage zur Parkraumregelung.
Auch bei der Landtagswahl in Niederösterreich, die ebenfalls am 3. März 2013 stattgefunden hat, gibt es eine Anfechtung. Diese kommt von den Grünen, die es nicht rechtens finden, dass beim Ankreuzen einer Vorzugsstimme diese Stimme automatisch auch der Partei des Vorzugskandidaten zugeschrieben wird, selbst wenn der Wähler eine andere Partei angekreuzt hat. Die Grünen sind der Ansicht, dass damit in Niederösterreich das Gebot der Einheitlichkeit des Wahlrechts verletzt wurde, das in Österreich gilt. Denn bei der Nationalratswahl läuft es anders, da trumpft die Stimme für die Partei gegenüber der Vorzugsstimme. Mit der Wiener Volksbefragung
Opposition gegen Fiskalpakt Einigkeit zeigte die Opposition, indem sie den Fiskalpakt vor den Grundrechtsgerichtshof brachte. FPÖ, Grüne und BZÖ finden, dass dieser im Nationalrat nicht ordnungsgemäß beschlossen wurde, da nur die Regierungsparteien im Juli 2012 zugestimmt hätten. Ihrer Ansicht nach braucht der „Vertrag über Stabilität, Koordinierung und
Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion“ eine Zwei-Drittel-Mehrheit, da er die Verfassung ändert. SPÖ und ÖVP erachteten ihre Zustimmung als ausreichend, übrigens ebenso wie Bundespräsident Heinz Fischer. Mit den Beratungen zum Fiskalpakt hat der VfGH schon im Juni begonnen, dies findet nun seine Fortsetzung.
Paare verboten sei, nur heterosexuellen Lebensgemeinschaften steht diese Möglichkeit offen. Laut OGH verstoße dies gegen den Gleichheitsgrundsatz und das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Eine Beschwerde gibt es auch zum Thema elektronische Fußfessel als Ersatz für Haftstrafen. Mit Anfang des Jahres wurden hier ja die Bestimmungen verschärft, nun soll geprüft werden, ob die Regelungen verfassungswidrig sind. Der Antragsteller fühlt sich benachteiligt, da ein Unterschied zwischen bestimmten Sexualstraftätern und anderen Rechtsbrechern gemacht wird – wie er meint, ohne sachliche Rechtfertigung. (APA/red)
Erneuter Antrag des OGH Bereits zum zweiten Mal bringt der Oberste Gerichtshof (OGH) denselben Antrag ein, der beim ersten Mal aus formalen Gründen gescheitert war. Das heimische Höchstgericht sieht es für verfassungswidrig an, dass künstliche Befruchtung für homosexuelle
Grundsatzurteil Schwimmunterricht verpflichtend
Verbandsklage VKI gegen Schiffs- und Immobilienfonds
Leipzig. Über den Burkini-Streit wurde vor allem in den deutschen Medien reichlich berichtet. Nun hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein Grundsatzurteil gefällt: Trotz ihres Glaubens ist es muslimischen Mächen zumutbar, am gemeinsamen Schwimmunterricht mit den Buben teilzunehmen. Ein Burkini, also ein Ganzkörperbadeanzug, würde den religiösen Bekleidungsvorschriften durchaus gerecht werden.
Wien. Geschlossene Schiffs- und Immobilienfonds, die als sichere Geldanlage und Pensionsvorsorge gepriesen wurden, haben sich als Verlustgeschäft für zahlreiche Österreicher herausgestellt. Damit nicht genug, nun sind die Anleger auch mit Rückforderungen bereits erfolgter Ausschüttungen konfrontiert. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) zieht nun für die Geschädigten vor Gericht.
WK OÖ: neue Details im Facebook-Fall Linz. Ein Oberösterreicher, der offiziell im Krankenstand war, soll, nachdem er Urlaubsgrüße auf Facebook gepostet hatte, gekündigt worden sein. Der Mann sei „verhaltensauffällig“ gewesen und bereits zuvor gekündigt worden. Dass er während seines Krankenstands in den Urlaub fuhr, führte dann zu seiner Entlassung. (red)
Burkini-Entscheidung wurde gefällt Geschlossene Fonds im Visier
Die Klage wurde von einer 13jährigen Schülerin aus Frankfurt am Main eingebracht. Bis zu ihrem 8. Lebensjahr besuchte das Mädchen eine Schule in Marokko, in Deutschland ist sie nun am Gymnasium. Schon vor zwei Jahren hatten die Eltern eine Befreiung vom Schwimmunterricht beantragt, mit der Begründung, dass die Teilnahme mit den muslimischen Bekleidungsvorschriften nicht vereinbar sei. Die Schule lehnte die Befreiung damals allerdings ab. Daraufhin mied das Mädchen den Schwimmunterricht, was sich
dpa/Rolf Haid
Keine Schwimm-Befreiung
Islamischen Mädchen ist der Schwimmunterricht mit Burkini zumutbar.
WKStA: ÖVAG-Anleihen der Deutschen Bank
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Peter Kolba, dass anfangs von den deutschen Begründern viel Geld verdient wurde und nun, da die Insolvenz drohe, von den Anlegern bereits erfolgte Ausschüttungen zurückgefordert werden. Die Banken seien laut Kolba ebenfalls verantwortlich: Sie hatten den Investoren sichere Renditen von 6% und mehr versprochen. Das Schadensvolumen beträgt rund 4 Mio. €, bisher haben sich rund 180 Geschädigte an den VKI gewandt. (mst)
Gesetzwidrige Klauseln?
FMA: Mangels Notifizierung hätten Papiere nicht verkauft werden dürfen.
VKI-Anwalt Sebastian Schumacher hat bereits beim Wiener Handelsgericht eine Verbandsklage gegen die TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH eingebracht. Die TVP gehört zum Hamburger Emissionshaus MPC. Im Mittelpunkt steht dabei der Geschlossene Immobilienfonds „Holland 43“. Die Experten vom VKI haben in dem Treuhandvertrag vier Klauseln gefunden, die sie für gesetzeswidrig halten. Somit wäre der Vertrag nicht gültig. Als Probleme bei den Geschlossenen Fonds sieht VKI-Chefjurist
Wien. Die Deutsche Bank ist ins Visier der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) geraten: Das Institut hat Anleihen der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) an inländische Anleger verkauft, ohne den Emissionsprospekt der Finanzmarktaufsicht (FMA) vorzulegen. Oberstaatsanwältin Beatrix Winkler ersuchte die FMA um Amtshilfe, die bestätigte, dass mangels Notifizierung des Prospekts das Wertpapier hierzulande nicht angeboten hätte werden dürfen. (red)
© mediendienst.com/Foto Wilke
im Halbjahreszeugnis entsprechend in der Benotung des Sportunterrichts niederschlug. Im Ganzjahreszeugnis kam sie dann durch, da hatte sie nahezu komplett verhüllt doch teilgenommen. Burkinis bestehen aus mehreren wassertauglichen Kleidungsstücken, die meist weit geschnitten sind. Während des Schwimmens und auch danach klebt der Stoff nicht am Körper, da Polyester sich nicht mit Wasser vollsaugt. (mst)
VKI-Chefjurist Peter Kolba beziffert das Schadensvolumen mit rund 4 Mio. Euro.
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Freitag, 20. September 2013
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Rechtssalon der Anwaltskammer Justizsprecher der Parlamentsparteien stellten sich der fachlichen Diskussion
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Jugendgerichtshof bleibt unter Experten umstritten
© Karasek Wietrzyk&Partner
KWR hat jetzt einen Dispute Adjudicator
Geringer Handlungsbedarf wurde von Justizsprechern dagegen bei der Sachwalterschaft gesehen. Wien. Das Who-is-Who der Wiener Justiz und der Rechtsanwaltsszene fand sich wieder zum „Rechtssalon“ der Wiener Rechtsanwaltskammer im Palais Coburg ein. Die Justizsprecher der Parlamentsparteien waren diesmal geladen zur Diskussion mit dem Präsidenten der Rechtsanwaltskammer Wien, Michael Auer. „Jugendgerichtshof“ und „Sachwalterschaft“ entpuppten sich während der Diskussion als die bestimmenden und zum Teil kontroversen Themen.
Thomas Frad von Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte.
Wien. Thomas Frad von Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte GmbH (KWR) hat erfolgreich die Ausbildung und Prüfung eines „Dispute Adjudicators“ nach VBI/FIDIC-Kriterien absolviert. Durch die Zusatzqualifikation ist KWR in der Lage, bei internationalen Großprojekten, denen FIDIC-Verträge zugrundeliegen, als Schlichtungsstelle zu fungieren. Komplexe Streitigkeiten mit internationalem Konnex werden so durch Frad als „Schiedsrichter“ schnell und kostengünstig gelöst. FIDIC-Bauverträge sind standardisierte Musterverträge für internationale Bauvorhaben und werden häufig bei der Vergabe von Aufträgen vorgeschrieben oder empfohlen, die die Weltbank, andere multilaterale Entwicklungsbanken und die EU finanzieren. Vor allem in Osteuropa werden sie auch bei frei finanzierten Investitionen häufig genutzt. (red)
© HFB
Infos zum neuen Bundesfinanzgericht
Christian Lenneis, Vizepräsident des neues Bundesfinanzgerichts.
Cyber-Bankraub bei Santander verhindert London. Die britische Polizei hat einen Cyber-Bankraub bei der spanischen Bank Santander verhindert. Es wurden zwölf Männer festgenommen. Sie sollen versucht haben, in das Computersystem einer Londoner Filiale einzugreifen. Die Männer sollen einen Wartungstechniker in die Bank geschleust haben, der angeblich ein Gerät an einem der Computer anschloss. Damit sollten Daten der Bank angezapft werden. (APA)
des Jugendgerichtshofs dagegen bis heute „eine politische Böswilligkeit der Sonderklasse“. Das Zusammenarbeiten von Spezialisten erweise sich ja auch beim Handelsoder Arbeitsgericht als sinnvoll, und in einer zunehmend komplexeren Welt seien eben Spezialisierungen notwendig. Steinhauser schließlich zeigte sich überzeugt, dass „spezialisierte Jugendkompetenzzentren bestmögliche Antworten“ auf Straftaten Jugendlicher finden würden.
Sachwalterschaft unstrittig Der Präsident des Wiener Straflandesgerichts, Friedrich Forsthuber, nützte die Möglichkeit eines spontanen Plädoyers für einen
Impuls-Preise Auszeichnungen für Gemeindeprojekte
Die innovativsten Gemeinden
© Raimund Boltz
Wien. Mit 1.1.2014 tritt das Verwaltungsgericht des Bundes für Finanzen (Bundesfinanzgericht – BFG) an die Stelle des unabhängigen Finanzsenats. Dadurch sollen auch im Abgaben- und Finanzstrafverfahren die Verfahren beschleunigt, der Bürgerservice verbessert und außerdem der Verwaltungsgerichtshof entlastet werden. Bei einer Fachtagung der Akademie für Recht und Steuern (ARS) am 18. November wird unter anderem Christian Lenneis, Vizepräsident des Bundesfinanzgerichts, offene Fragen zu dieser Thematik klären. (red)
Die Justizsprecher A. Steinhauser (Grüne), H. Stefan (FPÖ), M. Ikrath (ÖVP), H. Jarolin (SPÖ) mit Kammerpräsidenten M. Auer.
Die Sieger des erstmals vergebenen Impuls-Gemeindeinnovationspreises.
Linz. Die innovativsten Projekte heimischer Gemeinden wurden erstmals mit dem „Impuls Gemeindeinnovationspreis“ geehrt. Der Preis wird vom Österreichischen Kommunal-Verlag in Kooperation mit dem Gemeindebund, der Raiffeisen Bank und anderen gestiftet. Auf der Kommunalmesse in Linz wurde auch der 1. Preis in der Höhe von 10.000 € vergeben und zwar an die Gemeinde Moosburg für ihren Bildungscampus. Der Impuls wurde in vier Kategorien vergeben. Aus insgesamt 122 Einreichungen wurden die Sieger gekührt. In der Kategorie Verwaltung gewann die Gemeinde Gießhübl mit dem „Smart District Mödling“. Die Kategorie Klima & Um-
welt entschied Köstendorf für sich und zwar mit dem Projekt „Smart Grid im Dorf“. Die Kategorie Soziales Engagement ging an St. Michael: „St. Michael aktiv, Jugend hilft“. Und bei der Kategorie Innovation & Kreativität hatte Moosburg mit „Bildungscampus“ die Nase vorn, das Projekt errang auch den Gesamtsieg. Zu den prominenten Gratulanten zählten GemeindebundPräsident Helmut Mödlhammer, Manfred Matzka, Sektionsleiter im Bundeskanzleramt, Günter Liebel, Sektionschef im Lebensministerium, Matthias Tschirf, Sektionsleiter im Wirtschaftsministerium, sowie Michael Zimper, Geschäftsführer des Österreichischen Kommunal-Verlags. (red)
reformierten Jugendstrafvollzug und lud die Justizsprecher zu persönlichen Gesprächen nach der Nationalratswahl ein. Beim Thema Sachwalterschaft sahen die Justizsprecher dagegen überraschend geringen Handlungsbedarf. Allerdings wurde Verständnis für eine unbefriedigende Situation signalisiert: Dass nämlich Rechtsanwälte zur Übernahme von Sachwalterschaften vom Gesetzgeber verpflichtet sind, andererseits aber nicht einmal ihre Barauslagen für diese Tätigkeit abgegolten bekommen. Einig waren sich alle, dass der Schutz der Grundrechte, vor allem im Zusammenhang mit dem Schutz der Privatsphäre und dem Schutz der Daten, ein gesellschaftlich
sehr relevantes Thema sei, und Lösungen gefunden werden müssten. Christian Pilnaczek, Sektionschef im BMJ, und Werner Pleischl, Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, zogen Bilanz über die Einführung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft und die Effizienz der Staatsanwaltschaft in Wien.
Breite Beteiligung Weitere Gäste waren die Vizepräsidentin des Verfassungsgerichtshofs, Brigitte Bierlein, und die Präsidentin des Landesgerichts für Zivilrechtssachen, Marlene Perschinka. Auch die kleinen Parteien BZÖ, Neos und Team Stronach waren im Publikum vertreten. (red)
Private Equity Fonds Verkaufsvolumen von 400 Mio. €
PHHV beriet Uniqa bei Verkauf Wien. Die Wirtschaftskanzlei Prochaska Heine Havranek Vavrovsky (PHHV) berät die Uniqa beim Verkauf ihres Private Equity-Portfolios. Mit einem Gesamtvolumen von rund 400 Mio. € setzt sich das Portfolio aus direkten Private Equity-Veranlagungen wie auch aus Private Equity-Dachfonds zusammen. Käufer der 54 europäischen und nordamerikanischen Private Equity Fonds sind diverse internationale Investoren. Das Projekt soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Uniqa wurde im Rahmen dieser Transaktion von Campbell Lutyens als Finanzberater und von Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP und PHHV als Rechtsberater begleitet.
„Wir freuen uns sehr, dass wir die Uniqa bei der Umsetzung dieses Projekts unterstützen konnten“, erklärt Stefan Prochaska, der gemeinsam mit Daniela Olbrich die Transaktion leitete. Für die Durchführung der Vendor Due Diligence waren Nicolaus Mels-Colloredo und Dörk Pätzold verantwortlich. „Die Zusammenarbeit mit Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP war sehr konstruktiv“, so MelsColloredo. (red)
Strategie, nationale Aspekte PHHV beriet Uniqa in strategischer Hinsicht sowie in nationalen Aspekten des Projekts und übernahm die Umsetzung der Transaktion im Bezug auf die österreichischen Private EquityVeranlagungen.
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Zunächst zogen die Justizsprecher Hannes Jarolim (SPÖ), Michael Ikrath (ÖVP), Harald Stefan (FPÖ) und Albert Steinhauser (Grüne) Bilanz zur Justizpolitik als einer „Kunst des Möglichen“. Auer teilte die Analyse der Justizpolitik in der ablaufenden Legislaturperiode in fünf Fragenkomplexe ein: der Zugang zum Recht für den Bürger und die Höhe der Gerichtsgebühren; die neue Struktur der Verwaltungsgerichte; dringende Reformen für die Sachwalterschaft; Datenschutz und Grundrechte; und schließlich die Einrichtung von Spezialgerichten für Jugend und Familien. Vor allem die vor Jahren durchgeführte Abschaffung des Jugendgerichtshofs erhitzte dabei nach wie vor die Gemüter. Ikrath und Steinhauser stimmten überein, dass derzeit nicht der Zeitpunkt sei, die Gerichtsorganisation auf neue Beine zu stellen. Stefan sah „keinen Mehrwert, wenn man Spezialgerichte einführt“, konnte sich aber „Eingangsgerichte“ vorstellen, „die nah am Bürger sind“, und damit Straftäter „schnell vor Gericht gestellt werden könnten“. Für Jarolim war die Auflösung
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Jugendgerichtshof entzweit
Stefan Prochaska von PHHV beriet die Uniqa beim Private Equity-Verkauf.
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Freitag, 20. September 2013 – 57
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Krebstherapie
Gleich mehrere Pharmafirmen bringen onkologische Neuheiten Seite 60
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healtheconomy Gedankenaustausch
Pharmakonzern Sanofi lud ein, um zu diskutieren und sozial zu helfen Seite 62
Forschung preisgeld geht nach Tirol © MED-EL
Zähne als Wahlzuckerl und Kritik an Reformen
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Ausbau Ein an der Medizinischen Universität Graz lange betriebenes Bauvorhaben – der Med-Campus Graz – geht in die Umsetzung: Er soll in der Nähe des LKH-Uniklinikum bis 2017 die klinischen Institute mit den bisher noch auf die Stadt verteilten nichtklinischen Instituten zusammenführen. Am Montag erfolgte der Spatenstich für den ersten Gebäudekomplex – Kostenpunkt: 180 Mio. €. Parallel wurde auch bekannt, dass in Graz auch die europaweite Koordinationsstelle für Biobanken steht; das freut nicht nur den BiotechCluster. Seite 59
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Megakonzern Der Gesundheitskonzern Fresenius – zu dem auch der heimische Gesundheitsdienstleister Vamed gehört – kauft einen Großteil von Rhön-Klinikum und schafft damit nicht nur den mit Abstand größten Krankenhauskonzern in Deutschland – der Konzern ist künftig mit 117 Kliniken und 70.000 Beschäftiten auch der größte privat Klinikbetreiber Europas. Der Kaufpreis für die 43 Kliniken und 15 Medizinischen Versorgungszentren beträgt rund drei Mrd. €, teilten die beiden Unternehmen mit. Seite 61
Wahlkampf Die SPÖ will künftig mehr Geld für Zahngesundheit ausgeben, die Ärztekammer will eine Liberalisierung des Versicherungswesens und die Industrie fordert eine Gesundheitsverträglichkeitsprüfung von Politikerideen. Seite 58
inhalt www.cb12.at
Healthcare > Kommentar: Wir werden fetter als die Amerikaner 58 > Wahlserie: Was die Stakeholder fordern 58 Pharmareport und Lifescience > Genzyme kämpft gegen Seltene Erkrankungen > HPV-Impfung könnte ausgebaut werden
24h Schutz für die Haut! Spezialcreme reichhaltig an den 3 wichtigen Barrierefettstoffen:
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Medizintechnik und eHealth > Neue Sicherheitssysteme gegen Arzneifälschungen 61 > Ärzte wollen mehr Geld für Nuklearmedizin 61 > Siemens ruft in den USA Testgeräte zurück 61
Sicherer Atem für 12 Stunden hilft der Haut, sich selbst zu helfen
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22.04.11 11:13
c ov e r
58 – healtheconomy
Kommentar
Dicker als die Amerikaner
Freitag, 20. September 2013
Serie „Wahlkampf um das Gesundheitswesen“ – Teil 4 Lob für Reformen von Stakeholdern
Ärzte und Pharmaindustrie fordern klare Konzepte Debatte über Zukunft des Gesundheitsministeriums; Ärztekammer für Beibehaltung.
Martin Rümmele
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ie gelten als Paradebeispiel, wohin uns fetthaltige, süße Nahrungsmittel, die noch dazu extrem kalorienreich sind, führen können – übergewichtige Amerikaner müssen oft als Beispiel herhalten für die Folgen verkehrter Ernährungspolitik und zu wenig Bewegung. Da geht es uns schon noch wesentlich besser, hier in Europa und Österreich im Besondern, hört man. Manchmal warnt zwar einer, dass auch hier die Zahl der Übergewichtigen steigt, aber so arg wird es nicht werden. Ein bisschen mehr Bewegung in den Schulen und ein Nationaler Ernährungsplan und schon haut das hin. Die Realität ist aber eine andere. Österreich ist nicht nur am sprichwörtlichen Weg, Chicago zu werden, sondern überhaupt den USA den Rang abzulaufen. Beim Essen liegt die Alpenrepublik nämlich weltweit an der Spitze: In einem von der OECD erstellten Vergleich der Kalorienzufuhr führen die Österreicher mit 3.819 Kilokalorien pro Kopf und Tag vor US-Bürgern und Griechen. Der OECD-Durchschnitt beträgt 3.410, die empfohlene Tagesmenge 2.250. Ihr am nächsten kommen unter 29 Staaten die letztgereihten Japaner mit 2.812 Kilokalorien. Die Statistik wurde im Bericht „Trends Shaping Education 2013“ veröffentlicht und basiert auf Daten aus dem Jahr 2007.
Wien. Ärztekammerpräsident Artur Wechselberger hat am Mittwoch ein eigenes Gesundheitsministerium auch in der nächsten Regierung gefordert. Die Gesundheit der Österreicher müsse es wert sein, diese Agenden auch künftig in einem eigenen Ressort zu betreuen, sagte Wechselberger in einer Pressekonferenz. Aufgrund von Debatten, die neue Regierung um zwei Köpfe zu verkleinern, wird immer wieder spekuliert, die Gesundheit einem anderen Ressort – etwa dem Sozialministerium – zuzuordnen. Das kommt für den Ärztekammerpräsidenten aber nicht infrage. Den derzeitigen Ressortchef Alois Stöger (SPÖ) bezeichnete der Ärztekammerpräsident als „bemühten Minister“. Allerdings sei er auf Sachargumente der Ärzte oft zu wenig eingegangen. Vor allem bei der Elektronischen Gesundheitsakter (ELGA) oder der Ärzteausbildung habe er die Argumente der Interessensvertretung nicht ernst genommen. Auf eine WunschKoalition wollte sich Wechselberger nicht festlegen.
© APA/Hans Klaus Techt
Martin Rümmele
Lob und Kritik für die Gesundheitsreformen. Die Stakeholder im Gesundheitswesen fordern eine Fortsetzung des Weges.
alles stellen – egal wo man politisch steht. Immerhin hat jeder nur eine Gesundheit.“ Pharmig-General Jan Oliver Huber wünscht sich für künftige politische Vorhaben eine Art Gesundheitsverträglichkeitsprüfung, um die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Gesundheit zu prüfen – von der Bildung bis zu Verkehrsregelungen. Knackpunkt bei der Umsetzung der Gesundheitsreform ist für den Ärztekammerpräsidenten, ob sich die Länder gedanklich von ihren Spitälern lösen können. Ziel der Reform ist es, Leistungen aus dem Spital in den niedergelassenen Bereich zu verlagern. Dazu müssten die Länder auch Mittel freigeben. Die zur Umsetzung der Reform notwendigen Zielsteuerungsverträge
Gesundheitsverträglichkeit Ähnliche Töne kommen im Vorfeld der Wahl auch aus der Pharmaindustrie. Stöger werden durchaus erfolgreiche Reformschritte attestiert, allerdings müsse nun die konkrete Umsetzung der Rahmengesundheitsziele fixiert werden, fordert etwa Pharmig-Präsident Robin Rumler. Prävention gehört für ihn absolut ins Zentrum, die Betrachtung von Gesundheit als Querschnittsmaterie, wie von Stöger definiert, müsse zentral verankert werden. Rumler: „Die künftige Regierung muss Gesundheit über
sind nach Wechselbergers Ansicht noch sehr unkonkret. An inhaltlichen Neuerungen wünscht sich der Ärztekammerpräsident statt der derzeitigen Pflichtversicherung eine eingeschränkte Versicherungspflicht, mit der Patienten künftig unter den bestehenden Sozialversicherungen frei wählen können sollten. Überlegungen, die Ärztekammer in ihren Kompetenzen zu beschneiden, wie sie zuletzt auch vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger geäußert wurden, wies Wechselberger erwartungsgemäß zurück. Es könne nicht sein, dass einem Kompetenzen weggenommen werden, nur weil man unbequem sei. Für diese Forderung erntet Wechselberger prompt Kritik der
Gewerkschaft: „Die Ärztekammer will offensichtlich mit Diskussionen über die Sozialversicherung von ihrem Kontrollversagen in den Arztpraxen ablenken“, kommentiert Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB und stellvertretender Vorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, die Forderung nach freier Wahl zwischen den Krankenkassen. „Dadurch würden alle Kassen um die jungen, gesunden Besserverdiener gieren und sie mit Zusatzleistungen locken, während ältere und kranke Menschen schauen müssten, wo sie überbleiben“, kritisiert Achitz: „Unser Ziel muss sein: Nicht nur gleiche Beiträge, sondern auch gleiche Leistungen für alle.“
Wahl I Ärzte sollen Hilfe erhalten und Arbeit abgeben
Wahl II Mehr Präventionsmittel für Kinder- und Jugendliche aus Tabaksteuer
Neue Berufsdebatte
SPÖ kämpft mit Zahnspangen
Wien. Soll nichtärztliches Personal im Gesundheitswesen auch einfache ärztliche Aufgaben übernehmen können? Diese Frage spaltet wieder einmal Ärztekammer und Gesundheitspolitik. Anlass ist eine Analyse der Gesundheit Österreich GmbH, die Derartiges vorschlägt. Die Diskussion um die mögliche Kompetenzerweiterung der Pflegeberufe nimmt Wiens Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres
Wien. Für Kinder und Jugendliche sollen die Krankenkassen in Zukunft Zahnspangen – egal ob abnehmbar oder festsitzend – in vollem Umfang bezahlen. Das hat Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos und dem Arzt Siegfried Meryn angekündigt. Auch feststehender Zahnersatz soll bei Jugendlichen
wiederum zum Anlass, auf eine grundsätzliche Problematik im Spitalsalltag hinzuweisen. „Derzeit machen Krankenschwestern und -pfleger oft Hilfsarbeiten, während Ärztinnen und Ärzte Aufgaben des Pflegepersonals übernehmen müssen.“ Aus seiner Sicht sei die Frage, ob Angehörige des Pflegedienstes ärztliche Aufgaben wie Operieren übernehmen sollten, jedenfalls „abgehoben und realitätsfern“.
bis 19 von den Kassen zur Gänze getragen werden. Und zusätzlich soll für alle Jugendlichen ab dem 13. Lebensjahr die Mundhygiene einmal pro Jahr gratis angeboten werden. Die Kosten dafür bezifferte Stöger mit jährlich rund 120 bis 130 Mio. €. Finanzieren will er dies über eine Zweckbindung der Tabaksteuer, über die jährlich rund 1,6 Mrd. € eingenommen werden.
Soll besser geschultes Pflegepersonal auch ärztliche Arbeiten übernehmen?
Tatsache aber sei, dass es sowohl im Pflegebereich als auch bei Turnusärzten und einigen Facharztgruppen regional unterschiedlich bereits heute einen Fachkräftemangel gebe. Dieser werde sich in den kommenden Jahren aufgrund von Pensionierungen noch weiter verschärfen. Der Ärztekammerpräsident kritisiert, dass diplomiertes Pflege- sowie ärztliches Personal zu oft für administrative Tätigkeiten verwendet würde. „Hier wäre es sinnvoller, Stationsadministratoren einzusetzen“, betont Szekeres. (iks)
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Ärzte orten Personalmangel
Ein Ausbau der Zahngesundheit soll etwa 120 bis 130 Mio. € kosten.
Nicht einmal zehn Prozent davon würden reichen, rechnete der Gesundheitsminister vor: „Das müssen uns unsere Kinder wert sein.“ Die Umsetzung der Maßnahmen strebt Stöger bis 1. Jänner 2015 an. Einen Gesetzesbeschluss braucht er nur für die Zweckbindung der Tabaksteuer. Die Abschaffung der Selbstbehalte bei Zahnspangen, Zahnersätzen und Mundhygiene müssten die Sozialversicherungen und die Zahnärztekammer in Verträgen umsetzen. Stöger sprach von einer Chance, die beide Seiten nützen sollten. Tatsächlich haben sowohl der Hauptverband als auch die Zahnärztekammer bereits ähnliche Forderungen erhoben, sich bisher aber nicht auf einen neuen Vertrag einigen können. Die ÖVP ist sich in der Beurteilung des Pakets nicht ganz einig: Während ÖAAB-Obfrau Johanna Mikl-Leitner und WKO-Vize Hans Jörg Schelling, der Hauptverbandspräsident ist, den Vorstoß von Stöger begrüßten, kam von ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger Kritik; er ortet wie auch das BZÖ ein Wahlzuckerl. (iks)
H E A LT H : C A R E
Freitag, 20. September 2013
Investition Medizinische Institute werden in 180 Mio. Euro teurem Neubau gebündelt
Meduni für Graz Ina KArin schriebl
Graz. Ein an der Medizinischen Universität Graz lange betriebenes Bauvorhaben – der Med-Campus Graz – geht in die Umsetzung: Er soll in der Nähe des LKH-Uniklinikum bis 2017 die klinischen Institute mit den bisher noch auf die Stadt verteilten nichtklinischen Instituten zusammenführen. Am Montag erfolgte der Spatenstich für den ersten Gebäudekomplex. Der neue Campus wird auf rund 4,3 Hektar zwölf Institute in vier Forschungszentren, Lehreinrichtungen, ein Administrationsgebäude sowie Infrastruktur wie Mensa und Aula für insgesamt 4.300 Studierende beherbergen. „Ein gewaltiger Schritt für den Forschungsstandort Steiermark, der die enge Zusammenarbeit der Universitäten weitertreiben wird“, erklärte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP).
Bauherr und Eigentümer des Komplexes ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Die Investitionen für den ersten Bauabschnitt, der Ende 2016 fertiggestellt sein soll, betragen rund 180 Mio. €. Die sechs Baukörper bilden im Erdgeschoß und ersten Stock eine verbundene Campusebene mit Hörsälen und Seminarräumen für rund 1.200 Studierende der Human- und Zahnmedizin sowie der Gesundheits- und Pflegewissenschaft. In den Obergeschoßen sind die Baukörper über Brücken verbunden. 2004 wurde die Medizinische Fakultät von der Uni Graz abgespalten und als Meduni neu gegründet.
© Med Uni Graz
Neuer Campus wird bis 2017 errichtet.
Minister Töchterle (2.v.re.) gab Startschuss für medizinischen Uni-Campus.
Forschung Koordinationszentrum kann auch Firmen locken
Graz wird Zentrum für Biobanken Graz. Forscher der Medizinischen Universität Graz sind federführend am Aufbau des europäischen Biobanken-Netzwerks tätig. Es soll zu einer der weltgrößten Sammlungen von biologischen Proben führen. Am Montag wurde der offizielle Startschuss für das Zentrum des europäischen Biobanken-Netzwerks BBMRI gegeben, das von Graz aus koordiniert wird. Die Biobank an der Medizinischen Universität Graz ist eine der europaweit größten Sammlungen biologischer Proben. In unmittelbarer räumlicher Nähe siedelt sich nun auch das europäische Koordinationszentrum für Biobanken (BBMRI – Biobanking and Biomolecular Resources Research Infrastructure) an. In dieser Forschungs-Infrastruktur, die im Zuge des 7. EU-Rahmenprogramms gefördert wird, sollen
die über Europa verteilten Sammlungen zu einer einzigen virtuellen Biobank zusammengeführt werden. „Wir starten in den teilnehmenden europäischen Biobanken mit rund 20 Millionen Proben“, schilderte der Grazer Pathologe Kurt Zatloukal, der wesentlich am Auf- und Ausbau der Biobank Graz an der Med-Uni Graz sowie des europäischen Netzwerks beigetragen hat. Zur Erforschung von Krankheiten und der Entwicklung neuer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten sind die Sammlung und Analyse biologischer Proben wie Blut, Serum, Plasma, Urin, Gewebe, Zelllinien, etc. von grundlegender Bedeutung. Kombiniert mit den medizinischklinischen Daten ihrer Spender, können sie in Studien u.a. zur Identifizierung von Genen genutzt werden. (iks)
„AufeinAnder hören, miteinAnder hAndeln“
Biotech Cluster wächst
Erfolgsbilanz
Graz. Zufrieden mit der Entwicklung des steirischen Humantechnologie-Clusters „Human. technology. styria“ zeigten sich am Mittwoch der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP) sowie Cluster-Geschäftsführer Robert Gfrerer. Die Zahl der Beschäftigten der 78 Cluster-Unternehmen sei im Vergleich zu 2011 um rund 1.000 auf 14.100 gestiegen, der Jahresumsatz von rund 2 Mrd. auf 2,2 Mrd. €. Viel Potenzial berge der Bereich der Biomarkerforschung.
– la Soirée verte
International gefragt Der Ende 2004 gegründete Humantechnologie-Cluster fokussiert auf drei Bereiche: „Pharmazeutische Verfahrens, - Prozess- und Produktionstechnologie“, „Biomedizinische Sensortechnologie & Biomechanik“ sowie „Biobank & Biomarkertechnologie“, schilderte Gfrerer. Mittlerweile sei es gelungen, sich als Global Player einen Namen zu machen und die Steiermark als Standort höchst entwickelter Ingenieurs- und Biowissenschaften zu etablieren. So liege die Exportquote der Cluster-Unternehmen mittlerweile bei 78%; hier hat man in den vergangenen zwei Jahren gut zulegen können: „2010 waren wir noch bei 67 Prozent“ so Gfrerer. Für die Zukunft erwartet sich Gfrerer speziell im Bereich der Biomarkerforscher hohes Potenzial durch neue Schwerpunkte (siehe Bericht oben). (iks)
Bereits zum fünften Mal lud Sanofi Österreich zum jährlichen Veranstaltungsabend „La Soirée“. Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesundheit folgten der Einladung in die Französische Botschaft. Die Farbe Grün gab dieses Jahr das Thema des Abends vor. Das orchestrale Motto „aufeinander hören, miteinander handeln“ und der Dreiklang der Exzellenz „Handwerk – Präzision – Disziplin“ bestimmen die Key Note von Dirigent und Produzent Christian Gansch. Ein funktionierender Orchesterapparat ist ein Paradebeispiel für effiziente Management-, Führungs- und Konfliktlösungsstrategien. Nur durch das perfekte Zu-
sammenspiel aller Fü h r u n g s k r ä f t e eines Orchesters und die Fähigkeit des Dirigenten das Wechselspiel der Kräfte zu vereinen entsteht beim Publikum Zufriedenheit; gelingt dies nicht, schlägt sich der Misserfolg in den Besucherzahlen der nächsten Aufführung zu Buche. Die mitreißende Rede von Christian Gansch gab einen wunderbaren Einblick in die Welt des Orchesterlebens auf den großen Bühnen der Welt –eine Inspiration, den Arbeitsalltag mit anderen Augen zu sehen. Auch in diesem Jahr konnte Sanofi wieder ein spezielles Projekt mit einer Spende unterstützen: MOMO, Wiens mobiles Kinderhospiz, das Im Frühjahr 2013 auf Initiative von Caritas, Caritas Socialis (CS Hospiz Rennweg) und der mobilen Kinderkrankenpflege MOKI Wien gegründet wurde, ermöglicht schwerkranken Kindern und Jugendlichen die verbleibende Zeit zu Hause verbringen zu können.
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healtheconomy – 59
Cluster-Geschäftsführer Gfrerer erwartet künftig neue Impulse durch Biobanken. LaSoireeVerte_Inserat_216x288.indd 1
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60 – healtheconomy
Initiative Genzyme engagiert sich für Seltene Erkrankungen und unterstützt Nationalen Aktionsplan
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Den Blick schärfen
Nichts mehr zu trinken bei GlaxoSmithKline London. GlaxoSmithKline strukturiert in jüngster Zeit kräftig um. Der Konzern hat vor nicht allzu langer Zeit entschieden, seine Getränkesparte abzustoßen, da diese nicht zum Kerngeschäft des Pharmakonzerns gehört. Der japanische Suntory-Konzern wird die Sparte für umgerechnet 1 Mrd. € übernehmen, teilten die Unternehmen mit. Die Transaktion soll zum Jahresende abgeschlossen sein. Das Sportgetränk Lucozade und die Limonadenmarke Ribena von GlaxoSmithKline sollen in Suntory Beverage & Food Ltd aufgehen, der neben Bier-Marken, Whisky, Rum und Likören auch die Fruchtbrause Orangina im Sortiment hat.
Rund 400.000 Menschen sind in Österreich von Seltenen Erkrankungen betroffen. die Patientinnen und Patienten zu verkürzen“, sagt Jürgen Balthasar, Country Manager von Genzyme in Österreich.
ulli moschen
© GlaxoSmithKline
Wien. In Österreich sind etwa 400.000 Menschen von Seltenen Erkrankungen betroffen. Patienten, ihre Angehörigen, Freunde und Bekannte machen immer wieder die Erfahrung, dass in ihrem täglichen Umfeld, aber auch in der Ärzteschaft, nur ein geringes Wissen über Seltene Erkrankungen vorhanden ist. Genzyme, ein Unternehmen von Sanofi, engagiert sich, um diese Grenzen aufzubrechen. Viele Patienten haben oftmals eine jahrelange Leidensgeschichte hinter sich, bis endlich eine Diagnose für ihre Krankheit gestellt wird. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, neben der Entwicklung von Therapien für Seltene Erkrankungen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der behandelnden Ärztinnen und Ärzte auf diese Krankheitsbilder zu richten und so die diagnostische Latenzzeit für
Nicht zuletzt deshalb unterstützt das Unternehmen auch die Erstellung eines Nationalen Aktionsplans für Seltene Erkrankungen (NAP.se). Er umfasst die Einrichtung spezialisierter Zentren für Seltene Erkrankungen und einer Nationalen Koordinationsstelle sowie die Bereitstellung und nachhaltige Unterstützung eines umfassenden Informationssystems. Darüber hinaus soll die Diagnostik in Österreich verbessert und ein ständiges Beratungsgremium für das Bundesministerium für Gesundheit etabliert werden. Seltene Erkrankungen sollen außerdem im österreichischen Gesundheits- und Sozialversicherungssystem erfasst werden.
© DEBRA Austria/Hametner
Flächendeckender Einsatz
Genzyme will Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für Seltene Krankheiten schärfen.
Onkologie I Forscher entwickeln weitere Impfoption für Papillomavirus-Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs
GSK verkauft Getränkesparte an japanischen Lebensmittelriesen.
HPV: Alternatives Dosierungsschema
Apotheken: Kanadische Supermärkte rüsten auf
Wien. Seit sieben Jahren kann man sich gegen den Papillomavirus zur Vorbeugung gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen, nun zahlen auch die Kassen die Impfungen. Der HPV-Impfstoff Gardasil des US-Pharmakonzerns MSD Sharp & Dohme ist seit September 2006 für Europa zugelassen, Cervarix von GlaxoSmithKline seit Herbst 2007. Erlaubt ist die Impfung für Kinder ab neun Jahren.
Antrag auf Zulassung
© panthermedia.net/Cathy Yeule
Toronto. Der kanadische Supermarktkonzern Loblaw kauft für umgerechnet 9 Mrd. € die Apothekenkette Shoppers Drug Mart. Die Fusion soll bis Ende des ersten Quartals 2014 abgeschlossen sein, die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden steht noch aus. Kanadas Supermärkte rüsten sich mit Fusionen gegen die zunehmende Konkurrenz von US-Branchengrößen wie WalMart oder Target. Die zweitgrößte Kette, Empire, baut ihre Position mit dem Kauf der kanadischen Filialen von Safeway für umgerechnet 4,3 Mrd. € aus.
Freitag, 20. September 2013
Die Anwendung in einem Zwei-Dosen Schema ist bisher noch nicht zugelassen.
GlaxoSmithKline hat nun den Antrag auf die Arzneimittelzulassung für die Durchführung eines 2-Dosen-Schemas mit Cervarix als alternatives Dosierungsschema eingereicht. Empfohlen wird die
Impfung vor dem ersten sexuellen Kontakt. Vor Kurzem stellte nun auch die Abteilung für Immundermatologie der MedUni Wien die Forschungsergebnisse zu ihrem prophylaktischen HPV-Impfstoff der zweiten Generation vor. Dieser soll auch gegen jene HPV-Typen schützen, die für die Bildung von Hautwarzen verantwortlich sind. Die HPV-Impfung ist nicht unumstritten, die Debatte über eine Kassenerstattung dauerte Jahre. Die Wahrschenlichkeit für Frauen, hierzulande an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken liegt bei unter 1%, außerdem wirke die HPV-Impfung, wie das Ludwig BoltzmannInstitut für HTA bestätigt, nur für eine geringe Auswahl von HP-Viren. (um)
Onkologie II Krebsmittel von Bayer und Broad Institute
Onkologie III Roche sieht für Brustkrebsmedikament „Perjeta“ enormes Potenzial
Forschungsallianz
Behandlung im Frühstadium
Berlin/Leverkusen. Bayer HealthCare hat sich mit dem Broad Institute in Cambridge, Massachusetts, USA, zusammengetan, einem der weltweit renommiertesten Forschungsinstitute, welches ein umfassendes Know-how sowohl in den Bereichen Genomik, Krebs, chemische Biologie und Wirkstoffforschung in die Allianz mit einbringt. Die beiden wollen innerhalb von fünf Jahren gemeinsam an der
Zürich/Wien. Vor Kurzem empfahl ein Beraterausschuss der USArzneimittelbehörde FDA, das Brustkrebsmedikament „Perjeta“ des Schweizer Pharmakonzerns Roche auch dafür einzusetzen, die Schrumpfung eines Tumors vor einer Operation herbeizuführen. Bis 31. Oktober will die Behörde über die Freigabe entschieden haben. Bisher wird Perjeta in den USA, Europa und anderen Ländern zur
Entdeckung und Entwicklung von neuartigen Wirkstoffen arbeiten, die gezielt bei tumorspezifischen Genveränderungen ansetzen. Die Onkogenomik ist ein vielversprechendes Gebiet der Krebsforschung mit der Zielsetzung, neue Gene zu identifizieren, die in mutierter Form die Vermehrung der Tumorzellen, sogenannte Onkogene, stimulieren oder durch die Modifizierung die Fähigkeit verlieren, das Zellwachstum zu bremsen. Die gezielte Ausrichtung auf individuelle tumorspezifische Mutationen ermöglicht die Entwicklung personalisierter Krebstherapien, beschreibt Bayer den Hintergrund.
Behandlung von Frauen mit sogenanntem HER2-positiven Brustkrebs, einer besonders aggressiven Form der Erkrankung, im fortgeschrittenen Stadium eingesetzt. Im Fall einer Zulassung wäre Perjeta das erste Brustkrebsmedikament für eine sogenannte neoadjuvante Therapie. Damit wird eine Therapie bezeichnet, die zur Reduktion der Tumormasse vor einem geplanten operativen
Milliardenumsätze
Krebs wird durch die Anhäufung von Mutationen der DNA verursacht.
© Roche
© Bayer
Ideale Ergänzung „Das umfassende Wissen und die Erfahrung des Broad Institute auf dem Gebiet der Onkogenomik, chemischen Biologie und Wirkstoffforschung ergänzt sich ideal mit der jahrzehntelangen Erfahrung von Bayer bei der Entwicklung neuer Therapieoptionen“, sagt Eric Lander, Präsident und Leiter des Broad Institute. (um)
Eingriff durchgeführt wird, um den Tumor chirurgisch leichter entfernen zu können oder eine brust-erhaltende Operation zu ermöglichen. Perjeta würde also auch zur Behandlung im Frühstadium der Brustkrebserkrankung eingesetzt werden, in dem der Tumor noch keine Krebszellen außerhalb der Brust oder der benachbarten Lymphknoten gestreut hat.
„Perjeta“ könnte in Kürze für eine breitere Anwendung zugelassen werden.
Mit einem Anteil von 29% ist Brustkrebs in Österreich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Sowohl durch Früherkennung als auch durch Fortschritte in der Therapie sind die brustkrebsbedingten Sterbefälle aber tendenziell rückläufig. Roche traut seinem Medikament Perjeta, welches als Nachfolger des drittgrößten Umsatzbringers „Herceptin“ konzipiert ist, ein großes Potenzial zu und hofft auf Milliardenumsätze. Im ersten Halbjahr erzielte der Konzern mit Perjeta Verkaufserlöse von umgerechnet 87,3 Mio. €. (um)
Freitag, 20. September 2013
H e a lt h c a r e :E- H e a lt h
healtheconomy – 61
Übernahme Medizin- und Krankenhauskonzern Fresenius übernimmt deutsche Spitäler von Rhön-Klinikum für 3 Mrd. €
short
Vamed-Mutter kauft zu
Hilfsverein mit neuer Website Wien. Seit bereits fünf Jahren unterstützt die renommierte, zentraleuropäische Online-Agentur the diamond: dogs|group die Hilfsorganisation „Licht für die Welt“ pro bono. Nun ging die kostenfrei zur Verfügung gestellte Website des internationalen Netzwerks online. „Licht für die Welt“ setzt sich für blinde, anders behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen in den Armutsgebieten unserer Erde ein. Die neue Website setzt ein Zeichen für die gemeinsamen Anliegen des Netzwerks: Augenlicht retten, behinderten Kindern Zukunft schenken sowie die Chancen und Rechte von Menschen mit Behinderungen verbessern. „Die Website stellt die Menschen, für die wir arbeiten, in den Mittelpunkt. the diamond: dogs|group hat diese neue Site exzellent umgesetzt“, freut sich Rupert Roniger, Geschäftsführer von Licht für die Welt. Bereits zahlreiche OnlineKampagnen sowie der österreichische Webauftritt wurden von der Online-Agentur in den vergangenen fünf Jahren der Zusammenarbeit kostenfrei für Licht für die Welt konzipiert, erstellt und betreut.
Berlin. Der Gesundheitskonzern Fresenius – zu dem auch der heimische Gesundheitsdienstleister Vamed gehört – kauft für gut drei Mrd. € einen Großteil von RhönKlinikum und schafft damit den mit Abstand größten Krankenhauskonzern in Deutschland. Der DaxKonzern übernehme 43 Kliniken und 15 Medizinische Versorgungszentren von Rhön, teilten beide Unternehmen mit. Mit dem Manöver trickst Fresenius die Konkurrenten Asklepios und B. Braun aus, die durch ihren Einstieg bei Rhön eine Übernahme der fränkischen Krankenhauskette dauerhaft verhindern wollten. Die von Fresenius erworbenen Kliniken werden 2013 voraussichtlich einen Umsatz von rund zwei Mrd. € erzielen – das entspricht rund zwei Dritteln der Gesamterlöse von Rhön. Die Aufsichtsräte und Vorstände beider Unternehmen hätten dem Geschäft bereits
zugestimmt, die Verträge seien unterschrieben, sagte dazu ein Fresenius-Sprecher. Eine Zustimmung der Rhön-Aktionäre, an der der erste Übernahmeversuch von Fresenius 2012 gescheitert war, sei nicht mehr nötig. Rhön will sich in Zukunft vor allem auf Krankenhäuser konzentrieren, an denen Spitzenmedizin und universitäre Forschung angeboten werden. Die Basis des nun deutlich kleineren Konzerns bilden die Häuser in Bad Berka und Frankfurt/Oder, der Stammsitz in Bad Neustadt sowie die Universitätskliniken in Gießen und Marburg. Die „neue Rhön“ startet mit einem Umsatz von rund einer Mrd. € und insgesamt rund 15.000 Mitarbeitern. Die in Berlin ansässige Fresenius-Tochter Helios führt künftig 117 Kliniken und steigt damit zu Europas größtem privaten Klinikbetreiber auf. (iks)
© Fresenius
Fresenius-Tochter Helios wird größte private Klinikkette mit 117 Spitälern und 70.000 Beschäftigten.
Vamed-Schwesterfirma Helios betreibt künftig in Deutschland 117 Krankenhäuser.
Arzneimittelhandel Bayer, Pfizer und deutsche Apothekenverbände kämpfen europaweit gegen Fälschungen
Gefälschte Arzneimittel sind oft nicht nur unwirksam, sondern gefährlich.
Berlin/Wien. Mit einem Klick ist die Potenzpille in der Cyber-Apotheke bestellt, doch der Kunde hat keine Ahnung, dass der Wirkstoff Gefährliches in sich birgt. Denn laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO ist jedes zweite im Internet gekaufte Medikament eine Fälschung. Und das hat fatale Folgen, warnten nun Experten in Berlin. Konsumenten haben keine Ahnung, dass die bestellten Waren hohe gesundheitliche Risiken zur Folge haben und nur einem helfen, nämlich dem Fälscher. Pharma-unternehmen wie Bayer und Pfizer sowie die deutschen Apothekenverbände haben nun ein neues Sicherheitssystem entwickelt, das in vier Jahren europaweit eingesetzt werden soll.
Denn die Fälscherbanden schrecken vor nichts zurück. Die imitierten Arzneimittel können keinen, zu viel oder den falschen Wirkstoff enthalten. „Es wird alles gefälscht, was am Ende des Tages Profit bringt“, sagt Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker. Hergestellt werden die Medikamente in Hinterhöfen oder Garagen unter unhygienischen Bedingungen, die Inhaltsstoffe sind dadurch bedenklich und auch giftig. In einem Bericht des österreichischen Finanzministeriums über Produktpiraterie aus dem Jahr 2012 wird etwa ein Aufgriff des Wiener Zollamts geschildert, bei dem Tabletten im Blister bereits massiv von Schimmel befallen waren. „Selbst das hat
die kriminellen Drogenbosse nicht davon abgehalten, diesen Ramsch über das Internet zu verkaufen“, heißt es in dem Bericht.
Lukrativer als Drogen Von den Verbrauchern werden die Fälschungen kaum von den Originalmedikamenten unterschieden. Auch Pharmaexperten stoßen oft auf ihre Grenzen. Schulz berichtete von einem gefälschten Magenschutz, einem Potenzmittel und einer Anti-Baby-Pille, die auf legalem Weg in die Apotheken gekommen sind, dort aber nicht in den Verkauf gelangten. Gefälschte Arzneimittel sind zehnmal lukrativer als Drogen, zeigte Peter Keller vom deutschen Zollkriminalamt auf. (iks)
Medizintechnik Konzern sieht Medizin als Wachstumsfeld
Krankenhäuser Kritik an Finanzierungssystem
München. Siemens hat der US-Aufsichtsbehörde FDA zufolge in den USA mehr als 78.000 mikrobiologische Testgeräte zurückgerufen. Die Diagnose-Instrumente der Marke MicroScan könnten fehlerhafte Ergebnisse liefern, erklärte die für Arzneimittel zuständige FDA. Dies könne zu Behandlungsverzögerungen oder -fehlern führen. Patienten drohten aufgrund der Fehler falsche Antibiotika verabreicht zu bekommen.
Wien. „In der Nuklearmedizin behindern künstliche Hürden die Versorgung, sowohl bei niedergelassenen Nuklearmedizinern als auch im Spital. Es muss verhindert werden, dass Systemfehler den Zugang zu den Leistungen dieses für sehr viele Menschen bedeutsamen, oft lebenswichtigen Fachs weiter erschweren“, kritisierte Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), bei einem Pressegespräch. „Hier
Siemens informierte in Deutschland bereits im März über Produktionsfehler.
© ÖÄK/Noll
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Siemens ruft Geräte in USA zurück Nuklearmediziner wollen mehr Geld Der Rückruf wurde in die höchste Dringlichkeitskategorie eingestuft, weil der Einsatz der Produkte ernste Gesundheitsgefährdungen oder Todesfälle zur Folge haben kann. Der Siemens-Website zufolge ermitteln MicroScanInstrumente wirksame Antibiotika für die Behandlung bakterieller Infektionen. Im März hatte Siemens nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) MicroScan-Kunden in Deutschland über Produktionsfehler informiert. Der neue Siemens-Chef Joe Kaeser hatte zuletzt angekündigt, den Münchener Technologiekonzern wieder unter die Top-Unternehmen der Branche führen zu wollen. Wachstumschancen sieht Kaeser in der Energiegewinnung, der Elektromobilität, der Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie in der Gesundheitstechnik mit bildgebender Verarbeitung. An der von seinem Vorgänger Peter Löscher eingeführten Konzernstruktur mit den vier Sektoren Industrie, Energie, Medizin und Infrastructure & Cities will Kaeser deshalb festhalten. (iks)
System honoriert Menge, nicht Qualität, kritisiert Johannes Steinhart.
Große Nachfrage nach Neuro-Rehabilitation
müssen Gesundheitspolitik und Sozialversicherungen in die Pflicht genommen werden.“ In Österreich sind derzeit 100 bis 120 Nuklearmediziner versorgungswirksam tätig. Die Nuklearmedizin erstellt Bilder zur Diagnose oder zum Ausschluss von Erkrankungen. Mittels GammaKamera oder PositronenemissionsTomographie (PET) kann die Funktion von Organen und der Stoffwechsel sichtbar gemacht werden. PET hat einen hohen Stellenwert in der Diagnostik und Therapie-Kontrolle vieler Krebserkrankungen. Damit kann schon sehr früh festgestellt werden, ob ein Patient auf die Chemotherapie anspricht. „Die Nuklearmedizin leistet wertvolle Aufgaben im Rahmen der Diagnostik, die in Österreich leider praktisch nicht bezahlt werden“, kritisierte Thomas Leitha, Obmann der Fachgruppe Nuklearmedizin. Das Problem sei ein Verrechnungssystem, das sich ausschließlich an Diagnosen orientiert, aber keine Qualitätssicherung für das Zustandekommen von Diagnosen vorsieht und damit höheren diagnostischen Aufwand nicht honoriert.
© Andrew Bossi
© Österreichische Post AG
Sicherheitssystem gegen Fälschungen
In Salzburg wird die Neuro-Rehab für Kinder ausgebaut.
Salzburg. Kinder, die nach Unfällen mit einem SchädelHirn-Trauma einen Rehabilitationsplatz benötigen, mussten früher nach Deutschland ausweichen. Seit 2010 bietet das Kinderzentrum an den Salzburger Landeskliniken den jungen Patienten Intensivbehandlung, Klinik und eine Neurorehabilitation Tür an Tür. „Das Angebot ist einzigartig in Österreich“, betonte nun Kinderklinik-Vorstand Wolfgang Sperl bei einer Zwischenbilanz. Die Nachfrage für die Neurorehabilitation in Salzburg ist demnach groß. Bisher wurden 85 Kinder und Jugendliche auf der Kinderneurorehabilitationsstation (reKiz) behandelt. „Wir haben eine Warteliste“, sagte Sperl. Im Vollausbau soll die Station zehn Betten haben, derzeit sind sechs Betten verfügbar. „Wir müssen organisch wachsen und brauchen auch Personal“, erklärte der Vorstand der Salzburger Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Rund 950.000 € hat die Station gekostet. Patienten erhalten neben der medizinischen Versorgung auch Physio-, Logo- oder Ergotherapie. Auch Psychotherapeuten und Sozialarbeiter sind im Team. Gerade für Kinder sei der rasche Beginn einer Rehabilitation wichtig.2014 soll der Startschuss für den Bau einer neuen Einrichtung erfolgen.
M E N S C H E N & KA R R I E R E N
62 – healtheconomy
Freitag, 20. September 2013
Veranstaltung Pharmaunternehmen Sanofi lud zum Gedankenaustausch über Gesundheitsunternehmen
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Handelsanleitung in grün
Prominente liefen für die Roten Nasen
Wien. Kürzlich bat Sanofi bereits zum fünften Mal zum jährlichen Veranstaltungsabend „La Soirée“. Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesundheit folgten der Einladung in die Französische Botschaft. Die Farbe Grün gab dieses Jahr das Thema des Abends vor: die Farbe der Mitte; sie wirkt beruhigend und fördert Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Ausdauer, Toleranz und Zufriedenheit; die Farbe des Lebens. Das orchestrale Motto „aufeinander hören, miteinander handeln“ und der Dreiklang der Exzellenz „Handwerk – Präzision – Disziplin“ bestimmen die Keynote von Dirigent und Produzent Christian Gansch. Ein funktionierender Orchesterapparat sei ein Paradebeispiel für effiziente Management-, Führungs- und Konfliktlösungsstrategien. Nur durch das per-
Wien. Mit prominenter Unterstützung startete am 8. September im Wiener Prater der fünfte Rote Nasen Clowndoctors-Lauf. Unter anderen nahmen Sportstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ), Rennrollstuhl-Weltmeister und Olympiasieger Thomas Geierspichler sowie der Kabarettist und Schauspieler Rudi Roubinek an der Eröffnung teil. Für jeden zurückgelegten Kilometer der Teilnehmer unterstützten Sponsoren die Arbeit von Rote Nasen.
Pflegekongress erneut in Wiener Neustadt
Roman Gamerith, Christian Gansch und Stéphane Gompertz (v.l.).
Sustainability Index Nachhaltigkeit in Pharmabranche
Kongress 16. Auflage für European Health Forum Gastein
Wien. Das fünfte Jahr in Folge wurde Roche vom Dow Jones Sustainability Index (DJSI) zum nachhaltigsten Unternehmen (Group
Bad Hofgastein. Im Vorfeld des 16. Jahreskongresses, der vom 2. bis 4. Oktober unter dem Motto „Resiliente und innovative Gesundheits-
Wr. Neustadt. Bereits zum fünften Mal fand heuer der Intensivpflegekongress am Landesklinikum Wiener Neustadt statt. Zur Eröffnung sprachen Bundesrat Martin Preineder, Robert Griessner, GF der NÖ Landeskliniken-Holding, Robert Meixner, Bereichsleiter Intensivpflege am LK Wr. Neustadt, Peter Leonhardsberger, Fachkrankenpfleger für Intensivmedizin, und Helmut Trimmel, Abteilungschef am LK.
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Meixner, Trimmel, Preineder, Griessner und Leonhardsberger (v.l.).
Severin Schwan, CEO von Roche, ist stoltz über die Auszeichnung.
Leader) innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-SciencesBranche ernannt, basierend auf einer eingehenden Bewertung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung des Unternehmens. Die Dow-JonesNachhaltigkeits-Indizes dienen als Benchmark für Investoren, die ihr Portfolio nach nachhaltigen Kriterien ausrichten wollen. „Wir sind stolz darauf, erneut als weltweit nachhaltigstes Unternehmen innerhalb unserer Branche anerkannt zu werden. Wir werden uns auch in Zukunft dafür einsetzen, unsere Geschäfte so zu gestalten, dass wir Patienten und der Gesellschaft durch die Entwicklung neuer Medikamente und Diagnostika helfen können“, erklärte Severin Schwan, CEO von Roche. (fei)
buch-tipp
Grünewald/Mückstein: Kritische Diagnosen – Krankenberichte zum Gesundheitssystem. Planet Verlag, 85 Seiten, ISBN: 3902555394
EHFG-Präsident Brand strebt beim Kongress die Quadratur des Kreises an.
systeme in Europa“ stattfindet, hat das European Health Forum Gastein (EHFG) das aktualisierte Tagungsprogramm vorgestellt. Unter den politischen Entscheidungsträgern, die ihre Teilnahme am führenden gesundheitspolitischen Kongress in Europa bestätigt haben, sind unter anderem der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, Tonio Borg, Österreichs Gesundheitsminister Alois Stöger und sein deutscher Amtskollege Daniel Bahr. „Die neuesten Entwicklungen zeigen, wie brandaktuell das Thema des diesjährigen Kongresses ist“, sagt EHFG-Präsident Helmut Brand. Der diesjährige Kongress strebe nicht weniger als die gesundheitspolitische „Quadratur des Kreises“ an. (fei)
Menschen, über die man spricht
© MED-EL
Ingeborg Hochmair erhält den diesjährigen Lasker-Preis Innsbruck. Die Medizintechnikerin, Gründerin und Chefin des Tiroler Unternehmens MED-EL, Ingeborg Hochmair, erhält den diesjährigen Lasker-Preis für klinisch-medizinische Forschung. Sie teilt sich die mit 188.000 € dotierte Auszeichnung mit Graeme Clark von der University of Melbourne und Blake Wilson von der Duke University für die Entwicklung moderner Cochleaimplantate (Hörprothesen). Die Verleihung des Preises, der als höchste medizinwissenschaftliche Auszeichnung der USA gilt und oft als US-Medizin-Nobelpreis bezeichnet wird, findet am 20. September in New York statt. Hochmair hat den Grundstein für die Entwicklung mit dem ersten mikroelektronischen Mehrkanal-Cochlea-Implantat gelegt, das erstmals 1977 in Wien implantiert wurde. (fei)
C hrist o ph F ranz , ne u er chef v on r o che in base l © EPA
Das grüne Gesundheitsbuch „Seit Jahren erreichen mich zahlreiche Anfragen zu gesundheitspolitischen Problemen“, sagt der Arzt und Grünen-Politiker Kurt Grünewald. „In Meinungsumfragen nehmen Krankheiten unter den Alltagssorgen der Menschen immer einen Spitzenplatz unter den politischen Prioritäten ein. Die Kosten des Gesundheitswesens beanspruchen knapp elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts und immer wieder malt man den Menschen die baldige Unfinanzierbarkeit von Gesundheit an die Wand. Das verunsichert. Zudem steht uns die Umsetzung einer großen Gesundheitsreform bevor.“ Es sei daher Aufgabe der Grünen und ihrer Bildungswerkstatt, Menschen aufzuklären und zu informieren, Vorurteile und politische Tricks zu entlarven und neue Sichtweisen zu erschließen. Dieses Büchlein, das Nationalratsabgeordneter Grünewald mit Eva Mückstein, Grünen-Kandidatin für den Nationalrat, geschrieben hat, soll dazu einen Beitrag leisten. (fei)
Krisenfestes Gesundheitssystem
© EHFG 2012/Nadine Bargad
© NÖ Landeskliniken-Holding
Roche erneut auf dem Podest
Lufthansa-Chef Christoph Franz verlässt die Fluggesellschaft, um beim Schweizer Pharmakonzern Roche als Verwaltungsratspräsident anzufangen. Dort soll er Nachfolger von Franz Humer werden, der im Frühjahr 2014 in den Ruhestand geht. Franz sitzt bereits seit 2011 im Roche-Verwaltungsrat und ist in der Schweiz kein Unbekannter: Der 53-Jährige hat sich als Sanierer der Lufthansa-Tochter Swiss einen Namen gemacht, seine Familie lebt in der Schweiz.
Th omas Sz eke res , pr äsiden t d er ärzt e kammer w ien
Unter dem Motto „Gesagt. Getan.Vorgesorgt.“ startet die Wiener Ärztekammer eine Präventionskampagne. Mit vier Schwerpunktthemen, einer neuen Website und einer Vorsorge-App will die Kammer alle Wiener über die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen informieren und dazu animieren, das Angebot an Vorsorgeuntersuchungen zu nutzen. „Es ist wichtig, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, was Prävention kann“, erklärt Thomas Szekeres, Kammerpräsident.
© BHS Wien
Charity-Veranstaltung brachte Spenden für Kinderprojekte.
fekte Zusammenspiel aller Führungskräfte eines Orchesters und die Fähigkeit des Dirigenten, das Wechselspiel der Kräfte zu vereinen, entstehe beim Publikum Zufriedenheit; gelinge dies nicht, schlägt sich der Misserfolg in den Besucherzahlen der nächsten Aufführung zu Buche. Der Rede von Gansch lauschten neben zahlreichen Gästen auch Roman Gamerith, Geschäftsführer von Sanofi, und Stéphane Gompertz, Botschafter der Republik Frankreich. Auch in diesem Jahr konnte Sanofi wieder ein spezielles Projekt mit einer Spende unterstützen: MOMO, Wiens mobiles Kinderhospiz, das im Frühjahr auf Initiative von Caritas, Caritas Socialis (CS Hospiz Rennweg) und der mobilen Kinderkrankenpflege MOKI Wien gegründet wurde, ermöglicht schwerkranken Kindern und Jugendlichen, die verbleibende Zeit zu Hause verbringen zu können.
© DI Katharina Schiffl
andreas feiertag
© APA/Roland Schlager
© Jürgen Hammerschmid/Rote Nasen
Dirigent und Musiker Christian Gansch sprach die Keynote zum Thema: „Vom Solo zur Sinfonie“.
Gera ld Wa ll i, Ob erar zt d er Barmher zigen Sch w est ern
Mit seiner Erfahrung in der Schilddrüsenchirurgie unterstützt Gerald Walli als neuer Oberarzt die Chirurgie des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Wien, einem Unternehmen der Vinzenz Gruppe. Zuletzt war der gebürtige Niederösterreicher in der Chirurgischen Abteilung des Landeskrankenhauses Melk tätig. Die Ausbildung zum Facharzt absolvierte der Chirurg Gerald Walli ebenfalls in Melk, wo er im Jahr 2010 zum Oberarzt ernannt wurde.
medianet
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Freitag, 20. September 2013 – 63
© Capgemini
Qualitätskontrolle
23% der Softwarebudgets werden für Qualitätssicherung aufgewendet Seite 65
© nic.at/Rauchenberger
technology Domain-Jubiläen
Die Domain „.at“ ist 25 Jahre alt geworden, die Registry nic.at wurde 15 Seite 66
touch & go iOS7 im ersten überblick
© Apple
Vom Smartphone zum Wearable Computer
© ibm.com
short
Wien. Basierend auf den Erkenntnissen seiner „Best Practices“-Forschung, zeichnete Frost & Sullivan die Quark Software Inc. mit dem „Competitive Strategy & Innovation Leadership Award for Dynamic Publishing Solutions“ für das Jahr 2013 aus. Ray Schiavone, President und CEO von Quark (Bild), nahm den Award für Quarks Beitrag zum Wachstum des Dynamic-PublishingMarkts und für das Erreichen einer Führungsposition durch seine vollständigen Lösungen entgegen, die unterschiedliche Märkte abdecken, einschließlich Finanzdienstleistungen, Fertigung, Behörden und Medien. www.quark.de
© panthermedia.net/Robert Crusitu
© Quark
Wien. IBM Österreich lädt Start-ups dazu ein, sich für den „IBM Mentor Day“ zu bewerben und so Mentoring von Industrie-Experten, bereits erfolgreichen Entrepreneurs und IBM-Spezialisten zu bekommen. Der Mentor Day ist Teil des weltweiten „IBM Global Entrepreneur“-Programms und findet heuer am zweiten Tag des Pioneers Festivals statt. Jenes Unternehmen, das beim Mentor Day am meisten zu überzeugen weiß, bekommt eine Wild Card für das EuropaFinale der IBM SmartCamps. 4. Oktober ist Deadline. www. ibm.com/smarterplanet/at/de
Die IT der Zukunft wird individuell Mit neuen Prozessoren und Strategien will Prozessorhersteller Intel an vorderster Front bei der Entwicklung von neuen 2-in-1-Geräten und Mobile Computing-Anwendungen mit dabei sein. Seite 64
Mehr als nur IT-Dienstleister … © Monotype
JUST TRY TRYIT Wien. Die Monotype GmbH hat die neue Monotype BaselinePlattform vorgestellt, eine cloudbasierte Entwicklerplattform, die den Zugriff auf Zehntausende Fonts ermöglicht. Die Lösung richtet sich an OEMs, unabhängige Software-Anbieter und Entwickler, „die Softwareprodukte und vernetzte Geräte für bestmögliche Nutzererfahrung entwickeln“, sagt Doug Shaw, President und CEO von Monotype (Bild). www.monotype.com/baseline
Testen Sie neue Software und Updates schneller und einfacher mit TryIT von ITdesign. Interview mit ITdesign Geschäftsführer Michael Botek auf Seite 67.
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C ov e r
64 – medianet technology
Freitag, 20. September 2013
Intel Bei den auf der Intel Developers Conference vorgestellten Zukunftsvisionen spielt Mobile Computing eine wichtige Rolle
Kommentar
„Neue Prozessoren für die nächste Computing-Ära“
Die inneren Werte von Software
Intel-CEO Brian Krzanich hält energieeffiziente Prozessoren für die Grundlage individueller IT-Lösungen. San Francisco/Wien. Im Rahmen seines Developers Forum hat Intel Anfang September in San Francisco seine Visionen zum Mobile Computing der Zukunft vorgestellt. Im Mittelpunkt der Eröffnungsrede des neuen Intel-Chefs Brian Krzanich stand der rasante Wandel aller Computing-Segmente – angefangen bei Rechenzentren bis hin zu ultramobilen Geräten wie Tablets, Smartphones oder Wearables. „Die Industrie verändert sich in einem noch nie dagewesenen Tempo, die Innovationszyklen sind kürzer denn je“, meint Krzanich. Intel könne hier seine Stärken voll ausspielen: „Wir sind in der Herstellung technologisch führend und verfügen über die entsprechenden Architekturwerkzeuge, um den Stromverbrauch künftig noch weiter zu senken. Unser Ziel ist es, in allen Bereichen des Computings eine führende Rolle einzunehmen.“ Auch Intel-Präsidentin Renee James, die gemeinsam mit Krzanich das Forum eröffnete, schlägt in diese Kerbe: „Intel hat bislang bei jedem Übergang in eine neue Technologieära eine zentrale Rolle gespielt und wird hier auch künftig eine Vorreiterrolle einnehmen.“
Chris Haderer
B
is zum Jahr 2008 war Microsoft Marktführer auf dem Browser-Sektor. Dann kam Google, und seitdem ist der Marktanteil des Internet Explorer von weltweit 70 Prozent auf 25 gesunken, während Googles Chrome auf gute 40 Prozent kommt. Die Gründe für die rückläufige Verbreitung des Explorer liegen aber nicht nur in der technischen Qualität der Google-Konkurrenz, sondern auch im Wesen von Microsoft selbst. Auf der einen Seite wurde der hohe Marktanteil nicht zuletzt durch die Bündelung von Explorer und WindowsBetriebssystem erzielt, auf der anderen Seite waren die Redmonder extrem nachlässig bei der Weiterentwicklung ihrer Software. Zwischen den Explorerversionen 7, 8 und 9 liegen jeweils drei Jahre, was in der schnell rotierenden Softwarewelt des Internet eine halbe Ewigkeit ist. Allerdings verdankt Microsoft seiner Explorer-Historie auch eine Erkenntnis: Ein hoher Marktanteil kann auch eine Gefahr sein. Der Internet Explorer war einer der wichtigsten Angriffspunkte für Hacker, die seine zahlreichen früheren Sicherheitslücken leidlich ausgenutzt haben. Die Wahl des Browsers ist damit nicht nur eine Geschmacksfrage, sondern auch eine der IT-Sicherheit. Mit anderen Worten: Auch in der IT steht nicht das Outfit an erster Stelle, es sind die inneren Werte, die bei Software zählen.
Energieeffiziente Chips Eine Vorreiterrolle will Intel naturgemäß auf dem Prozessorsektor einnehmen – aktuell mit Intels erstem 22nm System-on-a-Chip (SoC) für mobile Geräte mit dem Codenamen „Bay Trail.“ Das System basiert auf der energieeffizienten Silvermont-Mikroarchitektur und „bildet die Grundlage für eine Reihe innovativer Android- und Windows-Geräte, insbesondere Tablets und 2 in 1 Geräte“, sagt
AVG Vertrauenssache
Intel-Präsidentin Renee James und Brian Krzanich, der neue Intel-Geschäftsführer, bei der Intel Developer Conference.
Krzanich. „Smartphones und Tablets markieren noch nicht das Ende der Fahnenstange. Die nächste Computing-Welle entwickelt sich gerade erst. Wearable Computer, hochentwickelte Sensoren und Roboter sind lediglich die Vorboten künftiger Anwendungen.” Neu im Intel-Portfolio sind auch die Quark Prozessoren, die als Lower-Power-Produkte auf das wachsende Segment des „Internets der Dinge“ im industriellen Umfeld sowie Wearable Computer abzielen. Sie eignen sich für Anwendungen, bei denen ein niedriger Stromverbrauch und eine geringe Größe wichtiger sind als extrem hohe Leistung. „Intel wird erste Formfaktor-Referenz-Boards auf Basis der Intel Quark-Prozessoren im vierten Quartal dieses Jahres
an seine Partner ausliefern“, sagt Krzanich. Da sich die nächste Computing-Ära stark auf individuelle Lösungen konzentriere, „werden Wearables eine Brutstätte für Innovationen sein“. Auf der Intel Developer Conference zeigte Krzanich Konzepte von Referenzmodellen eines Armbands (eine Richtung, in die auch Hersteller wie Apple mit einer kolportierten Smartwatch unterwegs sind).
LTE-Roaming-Lösung Für eine schnelle 4G-Kommunikation liefert das Unternehmen mit dem Intel XMM 7160-Modem eine der energiesparendsten Multimode/Multiband-Lösungen für das weltweite LTE-Roaming. Laut Krzanich bietet der neue LTE-Chip
eine Alternative für Multimode/ Multiband-4G-Konnektivität. Die nächste Generation, das Intel XMM 7260 Modem, wird 2014 auf den Markt kommen und bereits Funktionen für den erweiterten Standard LTE-Advanced liefern – etwa die Möglichkeit, die Leistung von Anbietern zu bündeln. Außerdem präsentierte Krzanich eine Smartphone-Plattform mit der Intel XMM 7160 LTELösung und des künftigen Intel Atom SoC (Codename „Merrifield“) für Smartphones und Tablets, der 2014 auf den Markt kommt. „Merrifield“ basiert auf der SilvermontMikroarchitektur und liefert im Vergleich zur aktuellen Generation von Intel mehr Leistung bei verbesserter Energieeffizienz. www.intel.com
StatCounter Laut dem Statistikportal bringt es Googles Chrome auf 43% Marktanteil, der Internet Explorer auf 25%
Privatsphäre
Chrome ist weltweiter Browser-Marktführer
© avg.com
Wien. Laut dem Internet-Portal StatCounter ist der aus dem Hause Google stammende ChromeBrowser derzeit der Star unter den Web-Zugangsprogrammen. Demnach hat die kostenlose Software derzeit einen weltweiten Marktanteil von 43%. Der Internet-Explorer, der es im Jahr 2008 noch auf den sagenhaften Anteil von etwa 70% brachte, liegt aktuell mit 25% auf Platz zwei, gefolgt von dem Open
© EPA
AVG präsentiert seine aktuelle „Consumer Trust“-Studie.
Wien. Laut der aktuellen „Consumer Trust“-Studie des SecurityLösungs-Anbieters AVG glauben 72% der Endverbraucher weltweit, dass neue Technologien den Alltag künftig erleichtern werden. Gleichzeitig vertreten jedoch 69% die Meinung, dass die neuen technischen Möglichkeiten größere Einschnitte in die Privatsphäre bedeuten. 88% der Verbraucher reagieren zurückhaltend, wenn sie persönliche Daten im Gegenzug für Services und Dienstleistungen preisgeben sollen, die Mehrheit der Befragten (38%) nimmt dies aber in Kauf, weil es dafür Voraussetzung ist. www.avg.com
© Intel (2)
Chris Haderer
Google-Geschäftsführer Larry Page: mit Chrome weltweiter Marktführer.
Source Browser Firefox, der es auf etwa 20% bringt. Insgesamt ist der Browser von Google-Chef Larry Page laut StatCounter derzeit in allen sechs Weltregionen und in der Mehrheit der Länder Marktführer.
Fest im System Im Detail ist Chrome laut den Daten von StatCounter in 127 Ländern der beliebteste Browser. Die Konkurrenz Firefox ist derzeit in 43 Ländern die Nummer eins; im Juni 2012 waren es noch 20 mehr. Google ist es damit gelungen, sich ein recht großes Stück vom WebKuchen abzuschneiden, befindet sich aber längst nicht in einer so dominanten Rolle, wie es Microsoft mit dem Internet Explorer einmal war. Allerdings: Die Integration des Internet Explorer in das Windows-Betriebssystem war in der Vergangenheit immer wieder Anlass für Klagen gegen Microsoft. Dem Unternehmen wird unter anderem vorgeworfen, den früheren Konkurrenten Netscape durch diese Bündelung vom Markt
gedrängt zu haben. Das Ergebnis der Rechtsstreitigkeiten: Microsoft bietet nun bei der Installation eine neutrale Auswahlseite an, über die auch Browser von Drittanbietern beworben und einfach installiert werden können. Allerdings ist bei Microsoft nicht jede Explorerversion für jedes Windowsrelease verfügbar; den Explo-
rer 9 gibt es beispielsweise nicht für Windows XP und den Explorer 10 nicht für Windows Vista. Diese Einschränkungen sind nicht zuletzt ein Grund dafür, warum viele Anwender älterer Systeme auf alternative Browser ausweichen, die einen Funktionsumfang bieten, der aktuellen Browsern entspricht. www.statcounter.com
I d e e & s t r at e g ie
Freitag, 20. September 2013
medianet technology – 65
Capgemini Laut einer aktuellen Studie machen Softwaretests und Qualitätssicherung mittlerweile 23 Prozent der weltweit verfßgbaren IT-Budgets aus
Qualitätssicherung im Mittelpunkt Besseres Reporting ist allerdings nÜtig, denn Firmen haben oft Probleme, den durch Testing erzielten RoI auch abzubilden.
Š Capgemini
Wien. Unternehmenssoftware basiert in den seltensten Fällen auf schlĂźsselfertigen LĂśsungen, die nur installiert und in Betrieb genommen werden mĂźssen. In der Regel sind Anpassungen an die speziellen Anforderungen des Unternehmens notwendig – oder es muss Ăźberhaupt einmal evaluiert werden, ob eine entsprechende Anwendung mit der vorhandenen IT-Infrastruktur eines Unternehmens harmoniert. Deshalb ist vor der EinfĂźhrung einer neuen LĂśsung eine Testphase notwendig, um die Qualität der Applikationen zu sichern. Laut dem aktuellen World Quality Report von Capgemini und HP flieĂ&#x;t rund ein Viertel der IT-
Präsentiert neue QS-Studie: Klaus Schmid, CEO bei Capgemini Österreich.
Budgets in Qualitätssicherung und Software-Testing. Die Ausgaben fßr Software-Testing und Qualitätssicherung machen mittlerweile 23% der weltweiten IT-Budgets aus (gegenßber 18% im Vorjahr). Die Analysten interpretieren das Ergebnis so, dass die Applikationsqualität an strategischer Bedeutung gewinnt. Nachholbedarf gäbe es hingegen im Bereich Mobile Testing und bei der Abbildung des erzielten RoI.
RoI schwer abbildbar Obwohl die Qualitätssicherung im Applikationsbereich zunehmend an Bedeutung gewinnt, fällt es allerdings vielen Unternehmen und Organisationen immer noch schwer, den Mehrwert abzubilden, den sie durch die Testing-Funktionen erzielen. „Die diesjährigen Ergebnisse unterstreichen nicht nur den strategischen Fokus auf Qualitätssicherung und Testing“, sagt so Klaus Schmid, CEO bei Capgemini Ă–sterreich. „Sie zeigen auch, dass die Themen entscheidend zum Erreichen operativer Ziele beitragen und helfen, Kundenerwartungen zu erfĂźllen.“ Das Fazit: „Unternehmen mĂźssen deutlich stärker auf Sichtbarkeit und besseres Reporting setzen, um so den Mehrwert von Testing zu veranschaulichen.“ Viele Organisationen erkennen den realen wirtschaftlichen Nutzen, den sie durch QS gewinnen,
Š panthermedia.net/Sawitree Jaiwanglo
Chris haderer
Die Applikationsqualität gewinnt in immer mehr Unternehmen zunehmend an strategischer Bedeutung.
noch nicht. Statt diesen zu messen und als RoI abzubilden, erfassen sie vor allem betriebswirtschaftliche Daten wie die Anzahl der festgestellten Mängel (73%) oder die Kosten pro Testfall (55%). 45% der Befragten gaben zudem an, dass das Testing zu spät im Entwicklungsprozess stattfindet, als dass es die Anwendungsqualität noch ßber das Finden und Beheben von Fehlern hinaus beeinflussen kÜnnte. Viele Unternehmen verfolgen bei der Qualitätssicherung einen zunehmend strategischen, zentra-
lisierten und wirtschaftlichen Ansatz: Waren es 2012 noch acht Prozent, hat in diesem Jahr mehr als ein Viertel (26%) der Befragten ihre Qualitätssicherungs-Abteilungen nachhaltig und unternehmensweit ßber Projekte und Sparten hinweg ausgebaut. Fast ein Fßnftel (19%) der Studienteilnehmer gab zudem an, ein voll funktionsfähiges Testing Center of Excellence eingerichtet zu haben (im vergangenen Jahr waren es nur sechs Prozent). Auch die Nachfrage nach Testing-Fachkräften mit betriebswirtschaftlicher
Kompetenz und Branchenkenntnissen steigt; 63% der befragten Fßhrungskräfte sehen darin eine wichtige Voraussetzung.
Spezialisierte Methoden Der Report zeigt eine deutliche Zunahme an Mobile-Testing-Aktivitäten von 31% im Vorjahr auf 55% im Jahr 2013. GrĂśĂ&#x;tes Hindernis fĂźr Mobile-Testing ist nach Meinung der Hälfte der Studienteilnehmer (56%) der Mangel an spezialisierten Methoden. www.capgemini.com
Von der Natur inspiriert Festo ist ständig auf der Suche nach neuen Steuerungs-, Antriebs- und Greifkonzepten. Dabei liefern natßrliche PrinziSLHQ NÑQVWOHULVFKH (LQĆÑVVH und mathematische Vorgänge neue Impulse fßr die industrielle Anwendung.
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Fa c t s & f i g u r e s
66 – medianet technology
Freitag, 20. September 2013
Marketagent.com Die Mehrheit der Österreicher hält elektronische Kopien von Papierdokumenten für sehr wichtig
short
Kein Problembewusstsein bei Sicherheitskopien
© Rolf Vennenbernd/EPA/picturedesk.com
Die nächste Stufe von Unified Communications
Elektronische Tresore können Datenverlust minimieren und Dokumente einfacher auffindbar machen. Wien. „Die Österreicher sind schleißig bei der Aufbewahrung von Dokumenten“, bringt es Thomas Schwabl, Geschäftsführer des Online Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com, auf den Punkt. Laut einer aktuellen Studie von Marketagent.com und Sealplace.com lässt jeder Sechste wichtige Dokumente wie Reisepass oder Staatsbürgerschaftsnachweis einfach lose zu Hause herumliegen. 43% kennen die mühsame Suche danach und jeder Vierte konnte wichtige Papiere schon mal nicht mehr auffinden. Auf sein Geld aufgrund einer nicht mehr auffindbaren Rechnung für einen Garantiefall, einen Umtausch oder eine Reklamation musste schon jeder Zweite verzichten. Allerdings schlägt auch hier das IT-Zeitalter kräftig durch: „Mehr als 70 Prozent der Österreicher erachten es so für wichtig, persönliche Dokumente zusätzlich in Form einer Kopie, elektronisch oder online, abzuspeichern“, sagt Schweabl. „Ein beachtlicher Anteil von 42 Prozent hat jetzt schon teilweise Kopien oder digitale Sicherungen wichtiger Unterlagen für den Fall eines Verlusts.“
Wien. Siemens Enterprise Communications hat erste Einblicke in sein Project „Ansible“ gegeben. Dabei handelt es sich um eine dynamische Plattform für die Kommunikation und Zusammenarbeit, die weit über die Möglichkeiten von Unified Communications hinausgehen soll. Mit Project Ansible können sich Teams einfacher als bisher über verschiedenste Kommunikationskanäle und Endgeräte hinweg austauschen und so ihre Produktivität deutlich steigern. Ein weiteres Ziel bei der Entwicklung der neuen Plattform: erfolgreichere Geschäfte durch Zusammenarbeit in Echtzeit. Dafür verknüpft Project Ansible traditionelle Sprachkommunikation, Video, Kommunikation über Social Media, Suchfunktionen, Geschäftsanwendungen und weitere Kanäle in einem umfassenden und intuitiven Anwendererlebnis. „Wir haben Project Ansible als Antwort auf zentrale Herausforderungen entwickelt, vor denen viele Unternehmen heute stehen: Die Firmen befinden sich mitten in einem komplexen Netz aus verbundenen Systemen, die nur schwer zu verwalten sind“, sagt Hamid Akhavan, CEO von Siemens Enterprise Communications. „Dabei versäumen sie es häufig, das Maximum aus diesen Investitionen herauszuholen. Und obwohl Kommunikationswerkzeuge eine immer wichtigere Rolle für den Geschäftserfolg spielen, sind sie nach wie vor nicht gut zu bedienen.“ www.ProjectAnsible.com
Sicher im Safe „Dabei ist es von besonderer Bedeutung, die Sicherungskopien außerhalb des eigenen Heims aufzubewahren, zum Beispiel an einem von überall online zugänglichen Ort“, sagt Markus Gürtler, Geschäftsführer von Sealplace. com, einem neuen österreichischen Anbieter, der sich auf einen Online-Safe mit Dokumentenmanagement-Funktion spezialisiert hat. „Bei Brand oder, hochaktuell, bei Überschwemmungen und ande-
PUE ist nicht die einzige wichtige Messgröße
Thomas Schwabl, Geschäftsführer des Markt- und Meinungsforschers Marketagent.com, und Sealplace.com CEO Markus Gürtler.
ren Naturkatastrophen kann sonst ein signifikanter Verlust für eine Privatperson entstehen.“ Bei Sealplace.com werden Daten in Österreich verschlüsselt und im hoch sicheren „Kapsch Earth Data Safe“ Rechenzentrum 300 m unter der Erde aufbewahrt. Damit bietet Sealplace.com ein Service, das immer mehr Privatkunden in Österreich nutzen – zumal es mittlerweile auch weitere Lösungen gibt, wie den zur Handy-Signatur kostenlos beigestellten E-Tresor. Besitzer einer Digitalen Signatur oder Handy-Signatur können darin kostenlos (in der Ba-
sisversion) sensible Dokumente ablegen, auf die sie von jedem Webbrowser aus Zugriff haben. Im einfachsten Fall ist so ein System für das Deponieren von Reisedokumenten geeignet; nach oben sind bis zur Archivierung von Steuerunterlagen keine Grenzen gesetzt.
Sensible Dokumente Laut Studienergebnis kommt es für fast jeden zweiten Österreicher infrage, sensible Dokumente (47,4%) oder Rechnungen, Belege und Garantiescheine (49,6%) ein-
zuscannen oder abzufotografieren und diese in einem Online-Schließfach, wo sensible Daten abgespeichert und zusätzlich verschlüsselt werden, abzulegen. „Dass unser Service von vielen Menschen als sehr willkommenes Angebot gesehen wird, freut uns. Die vorliegende Studie zeigt das Potenzial sowie die Wichtigkeit solcher Lösungen für den privaten Bereich und eröffnet laufend weitere Anwendungsmöglichkeiten für unser Service“, erklärt Markus Gürtler. www.sealplace.com www.marketagent.com www.e-tresor.at
nic.at Die österreichische Registry feierte ihren 15. Geburtstag, gleichzeitig wurde die Landesdomain .at 25 Jahre alt
© panthermedia.net/Andreas Schindl
Internet-Jubiläum im Technischen Museum Wien. Immerhin 25 Jahre ist die Domain „.at“ mittlerweile alt, und seit 15 Jahren kümmert sich die österreichische Registry nic.at um ihre Verwaltung – Grund genug, für ein Fest im Technischen Museum, das vorige Woche von nic.at-Geschäftsführer Richard
Energieverbrauch im Rechen zentrum: Viele Faktoren sind wichtig.
Wein eröffnet wurde. „Erinnern Sie sich noch, als Sie das erste Mal im Internet waren oder an Ihr erstes E-Mail?“, fragte Wein. „Lang ist es her, eine gefühlte Ewigkeit. Aus diesem Grund, möchten wir Sie heute auf eine Zeitreise mit .at nehmen. Abseits von Zahlen, Daten, Fakten wollen wir Ihnen eine andere Perspektive von der heimischen Internetendung zeigen.“ Dementsprechend bestand ein Teil der Festivitäten aus Vorträgen von Internet-Experten und Veteranen.
Prominente Redner
© nic.at/Anna Rauchenberger (2)
Wien. Enlogic, Anbieter von intelligenten Power Distribution Units (iPDUs), appelliert an die Betreiber von Rechenzentren, bei ihren Bemühungen um Energieeffizienz genauer hinzusehen. In der Kritik steht dabei besonders die bekannte Messgröße PUE, die sich als Quotient aus dem gesamten Energieverbrauch in der Anlage (inklusive Kühlung, Heizung, Beleuchtung, etc.) und dem Energieverbrauch des ITEquipments berechnet. Enlogic appelliert an die Betreiber von Rechenzenten, auch auf moderne Lösungen wie den Einsatz von iPDUs und die Verwendung anderer Metriken zu setzen. www.enlogic.com
© Marketagent; Sealplace
christoph fellmer
Hamid Akhavan, CEO von Siemens Enterprise Communications.
Jubiläumsfest mit Gastrednern.
„Wir sind aus Österreich und wollen etwas mit dem Internet zu tun haben. ‚Done‘ hat er mir dann zurückgeschrieben“, berichtete Peter Rastl von seiner E-Mail an Internet-Pionier John Postel und legte damit den Grundstein für eine 25-jährige Erfolgsgeschichte von .at. Eine Tour mit den Domainscouts durch Österreich sowie ein Streifzug durch die Sprachwelt der .at Domains brachten spannende und witzige Erkenntnisse zu .at-Domains. Im Poetry-Slam
Gratulanten und Jubilare (v.l.n.r.): Georg Hahn (Präsident der ISPA), Ernst Langmantel (Vorstand der Internet Foundation Austria), Peter Rastl (Stiftungsrat Internet Foundation Austria), Richard Wein (Geschäftsführung nic.at), Robert Schischka (nic.at), Hermann Steinringer und Georg Chytil, ehem. EUnet.
machte Andreas Plammer unter der Moderation von Rapperin Yasmo eine Punktladung und konnte das Publikum mit seinem Text zu .at überzeugen. Schließlich rundete ein Blick in die Zukunft mit dem Trendforscher Jörg Wallner das Programm zu der
.at-Reise ab: „Die neuen TLDs sind am Vormarsch. Umso wichtiger ist es daher, dem Kunden mit innovativen Ansätzen eine Orientierung im Domaindschungel zu geben“, brachte Wallner abschließend die „Mission“ von nic.at auf den Punkt. www.nic.at
Fa c t s & f i g u r e s
Freitag, 20. September 2013
medianet technology – 67
ITdesign Die Eigenentwicklung „TryIT“ erlaubt das Aufsetzen eines umfassenden Testlabors innerhalb von zwei Tagen
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TryIT: Kein SoftwareTestlabor von der Stange
LG: neue Strategien am weltweiten TV-Markt
© lg.com
Softwaretests und Qualitätssicherung spielen eine immer wichtigere Rolle in der Unternehmens-IT. christoph fellmer
LG will den Markt mit neuen TV-Produkten überfluten.
Wien. Der Elektronikhersteller LG will sich am TV-Markt eine offensivere Strategie zulegen. Auf der IFA 2013 in Berlin kündigte Havis Kwon, Vorstandsvorsitzender von LG Electronics Home Entertainment, an, dass das Unternehmen den globalen Rollout seiner OLED- TVs auf unterschiedliche Märkte ausdehnen wird. Asien, Afrika, der Nahe Osten und die GUS-Staaten sind wichtige Zielmärkte, darüber hinaus werden die 55- und 65-Zoll Ultra HDFernseher noch dieses Jahr in 50 Ländern auf den Markt gebracht. Parallel dazu weitet LG seine strategischen Kooperationen mit Rundfunkanstalten und anderen Partnern aus, um das Wachstum von Ultra-HDInhalten voranzutreiben. „Die Nachfrage nach OLED TV- und Ultra HD TV-Modellen wird im nächsten Jahr rasch ansteigen. Wir erwarten einen heftigen Konkurrenzkampf am TV-Markt”, sagt Kwon. „LG wird seine starke Position weiter ausbauen: Wir bringen unsere OLED TV-Modelle in einigen Kernmärkten noch früher auf den Markt. Außerdem stellen wir das erweiterte Ultra HD TV-Lineup vor, das den Benutzern ein besonders umfangreiches Smart TV-Erlebnis bieten wird.” Ziel der Bemühungen sei es, auf Basis der kontinuierlichen Weiterentwicklung innovativer Technologien LGs Position als Anbieter von „first ever“-Produkten zu festigen. www.lg.com/at
© Kraftwerk
Wien. Weltweit werden 23% der IT-Budgets für Softwaretests und Qualitätssicherung ausgegeben. Dabei handelt es sich um eine anspruchsvolle Materie, die letztlich Auswirkung auf den gesamten ITBetrieb im Unternehmen hat. Neue Applikationen oder Infrastrukturen müssen daher einem Qualitätssicherungsprozess unterliegen, der sicherstellt, dass die Anwendungen ausgetestet sind und funktionieren und dass ihre Migration in die bestehende Unternehmens-IT problemlos klappt. Das Werkzeug dazu sind Testlabors, in denen die Infrastruktur eines Unternehmens abgebildet wird und in denen Anwendungen gefahrlos auf Herz und Nieren untersucht werden können. In diesem Segment versucht der IT-Dienstleister ITdesign mit der Eigenentwicklung „TryIT“ zu punkten: Mit TryIT automatisiert ITdesign das Aufsetzen von Testumgebungen aus nativen und geclonten Technologien. Dank des standardisierten Anforderungsformulars und der umfangreichen Basiskonfiguration werden praktisch alle nötigen Tools mitgeliefert.
Das Prinzip des TryIT-Testlabors von ITdesign: In der Testumgebung wird die Infrastruktur der Unternehmens-IT simuliert.
beschreibt Michael Botek. „Der nächste Schritt ist eine testweise Installation der Software im Unternehmen, weil das Unternehmen keine Cloudvariante verwenden kann, um die Software im täglichen Betrieb testen zu können. Das Unternehmen hat TryIT im Einsatz, deshalb ist dieser Aufbau innerhalb von zwei Werktagen kein Problem. Ohne TryIT würde der Aufbau erfahrungsgemäß bis zu vier Wochen dauern.“
Zeit für Qualität „Migrations-, Implementierungsund Konsolidierungsprojekte müssen ausführlich getestet werden“, sagt Michael Botek, Geschäftsführer von ITdesign. „Dabei wird von Testumgebungen schnelle Bereitstellung und Qualität gefordert. Mit der Eigenentwicklung TryIT erleichtert ITdesign das Aufsetzen von Testlabors dauerhaft.“ Zum Beispiel: „Ein Salesmanager sieht auf einer Fachmesse eine für das Unternehmen wertvolle neue Software zur Routenoptimierung“,
Zeitraubende Testprozesse Plant beispielsweise ein Unternehmen die Einführung eines CRM-Systems, dann muss es sich darauf verlassen können, dass es vom Start weg reibungslos funktioniert. Der Testlauf findet im Testcenter unter einer simulierten Infrastruktur statt. „Ein umfas-
sender Testprozess ist notwendig, aber für die IT zeitraubend“, sagt Botek. „Der Testprozess muss standardisiert und schnell erfolgen. Normal würde die hauseigene IT sehr umständlich eine Testumgebung aufsetzen. Mit TryIT spart man sich diesen Schritt und kann in nur zwei Tagen mit dem Testen beginnen.“ Mittels eines automatisierten Testprozesses wird das Testlabor innerhalb von 48 Stunden aufgesetzt und danach bei längeren Testprozessen automatisch aktualisiert. „So kann sich die unternehmenseigene IT auf ihre Kernkompetenzen, Bugfixing und Improvement des Systems konzentrieren“, sagt Botek. TryIT-Testlabors können entweder auf Servern im Unternehmen oder in einer Cloud nach Wahl gehostet werden. „So können externe Tester einfach testen. Durch indivi-
duelle Rechte für unterschiedliche Tester und mehrere, komplett abgeschottete Testumgebungen sind sie dabei immer sicher.“
Immer aktuell Testlabors sind im Prinzip eine dauerhafte Einrichtung – in der Praxis sind sie aber schnell veraltet, da sie nach der erfolgreichen Umsetzung von Projekten nur mehr spärlich gewartet werden. Auch in dieser Hinsicht will sich TryIT von anderen unterscheiden: „Das Testlabor ist immer da, wenn man etwas testen will, und es ist immer aktuell“, sagt Michael Botek. „Als dauerhafte Lösung ist TryIT keine Eintagsfliege für Riesenprojekte, sondern eine Lösung, die einfach immer da ist, wenn Sie etwas testen möchten.“ www.itdesign.at
Wie Bezahlmodelle umgesetzt werden
Citrix Country Manager Wolfgang Traunfellner rät Firmen zu einer umfassenden Enterprise Mobility Management-Strategie
fellner. „Durch Desktop-Virtualisierung lassen sich beispielsweise Endgerät und Daten strikt voneinander trennen. Für Unternehmen, die diesen Schritt noch nicht gehen können und wollen, bleibt etwa die Anwendungsvirtualisierung.“
Cloud ist mit dabei
© Citrix
Wien. „Mobile Device Management ist ein wichtiger Baustein einer umfassenden Enterprise Mobility Management-Strategie – aber eben nur einer von vielen“, sagt Wolfgang Traunfellner, Country Manager Austria bei Citrix. Der Fokus von MDM-Anbietern richtet sich in der Regel auf das Geräteoder Lifecycle-Management und hier oft nur auf das von iOS- und Android-Geräten. „Immer häufiger spielen aber auch das Management der Business-Apps und der auf den Endgeräten gespeicherten Unternehmensinformationen eine wichtige Rolle. Was zu kurz kommt, sind jedoch Aspekte wie die Informationssicherheit, Compliance oder auch Security Awareness.“
Wolfgang Traunfellner, Country Manager Austria beim IT-Anbieter Citrix.
Bring Your Own Device Eine erfolgreiche EMM-Lösung, so Traunfellner, biete eine Vielzahl von Funktionen, die vom Management der Endgeräte, Apps und Daten über das Monitoring der Mobilfunknutzung bis hin zum Support von Prozessen wie dem On-/OffBoarding von Mitarbeitern oder
deren Unterstützung beim Fernzugriff durch den Helpdesk reichen. „Dafür müssen neben reinem MDM eben im Idealfall auch Mobile Application-, Mobile Informationund Mobile Expense Management in die Strategie integriert sein.“ Um den Mitarbeitern trotzdem einen möglichst sicheren und naht-
losen Zugriff von außerhalb zu ermöglichen, setzen einige Unternehmen auf umfassende Bring Your Own Device (BYOD)-Programme. „Das macht jedoch nur Sinn, wenn BYOD in ein durchdachtes Gesamtkonzept integriert ist, welches etwa auch die Virtualisierung miteinschließt“, sagt Wolfgang Traun-
Laut Wolfgang Traunfellner gehen die Begriffe Mobility und Cloud Computing durchaus im Schulterschluss. „Cloud Computing ist in vielen Fällen eine sehr sinnvolle Ergänzung zu anderen Mobility-Maßnahmen und kann Unternehmen und ihren Mitarbeitern in vielerlei Hinsicht das Leben weiter erleichtern“, sagt er. „Dabei müssen Unternehmen ihre Daten keinesfalls gleich einem externen Anbieter anvertrauen, auch mithilfe einer Private Cloud ist vielen Unternehmen oft schon sehr geholfen.“ Die Unternehmens-IT könne auch durch eigene, firmeninterne App-Stores entlastet werden, aus denen Anwender die gerade benötigte Software installieren können. www.citrix.at
© wan-ifra.org
Neue Mobilitätsstrategien in Unternehmen
Neuer Report zum Thema Bezahlmodelle für kostenpflichtige Inhalte.
Wien. In Zukunft werden wir es mit komplexeren Modellen für kostenpflichtige Inhalte zu tun haben. Entscheidend ist gar nicht so sehr das Paid-ContentModell, sondern vielmehr, wie es in die Praxis umgesetzt wird. Dies ist eine der Erkenntnisse des neuen Themenreports „Paid Digital Content: The Journey Begins”, der sich im Rahmen des vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) initiierten Projekts „Shaping the Future of News Publishing“ (SFN) dem Thema Bezahlinhalte widmet. Der Report ist für WAN-IFRAMitglieder kostenlos und für Nicht-Mitglieder gegen Entgelt abrufbar. www.wan-ifra.org
Tool s & ser v ices
68 – medianet technology
Freitag, 20. September 2013
iOS 7 Das neue Apple-System bricht mit alten Gestaltungskonventionen und kommt mit reduzierten Designelementen
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Ein Pionier bekommt ein neues Aussehen verpasst
© Sandberg
USB-Stick mit Bluetooth 4 für Windows-Systeme
In iOS 7 sind mehr als 200 neue Funktionen enthalten, darunter ein verbessertes neues Control Center. Chris haderer
Bringt Bluetooth 4-Funktionalität für ältere Windows-Rechner.
Wien. Sitzmöbel aus Lederimitat, Folien, die Holzböden oder Fliesen nachahmen – und Software, die dem wirklichen Leben so ähnlich sein will wie nur möglich. Die dazupassende Stilrichtung nennt sich Skeuomorphismus – und einer ihrer bekanntesten Vertreter war Apple-Gründer Steve Jobs. Seinen Niederschlag fand der Jobs‘sche Skeuomorphismus vor allem in der Bedieneroberfläche von iOS-Geräten: Da versuchte der iPad-Kalender wie in Leder gebunden zu wirken und das Buchregal sieht unter iOS seit Ewigkeiten so aus, als wäre es aus Holz. Dass der neue iOS-Verantwortliche bei Apple, Jonathan Ive, Senior VP of Design, in eine andere Richtung denkt, ist nach der Ankündigung des AppleSystems iOS 7 vergangene Woche unübersehbar. Mit iOS 7 wird
Wien. Sandberg hat einen kompakten Bluetooth 4.0-Adapter auf den Markt gebracht, der trotz seiner Mikrogröße über eine vollständige Dual-Modus-Implementierung verfügt. „Für Verbraucher können all die verschiedenen Standards verwirrend sein“, sagt Anders Petersen, Produktmanager bei Sandberg A/S. „Wir denken, dass Sie, wenn Sie an Ihrem Computer sitzen, eine Verbindung zu Geräten in der Nähe herstellen wollen, egal welches Protokoll sie verwenden. Dieser Vorgang sollte unkompliziert und nicht technisch sein.“ Vertrieben wird der Stick über den Fachhandel und Online-Stores. www.sandberg.at
Leichtes Tablett für „Einhandbedienung“
Celsius-Reihe von Fujitsu: nach oben geschraubte Leistung.
Wien. Die neue Generation der Celsius-Modelle von Fujitsu, die für Visualisierungsaufgaben gedacht ist, verfügt zusätzlich zu den bestehenden Standardgrafik- und GPU-Computing-Lösungen nun über eine Kombination aus passiver und aktiver Kühlung für Nvidia Grid-Karten zur Grafikprozessor-Virtualisierung sowie Intel Xeon Phi-Coprozessoren. Dank der damit erreichten Performancelevels können mehrere Benutzer gleichzeitig auf eine Workstation zugreifen und gleichzeitig sogar GPU-intensive Rechenprozesse wie die Modellierung von 3D-Inhalten ausführen. www.fujitsu.com
das seit vergangenen Mittwoch verfügbare System, das auch die erweiterten 64-Bit-Technologien im iPhone 5s nutzt, einschließlich der nativen 64-Bit Kernel, Bibliotheken und Treiber. Alle integrierten Apps wurden für 64-Bit neu entwickelt und iOS 7 bietet einen nahtlosen Übergang für Entwickler mit Xcode-Unterstützung und der Möglichkeit, sowohl 32Bit- als auch 64-Bit-Apps ausführen zu können.
200 neue Funktionen Neben der optischen Entschlackung bietet iOS 7 etwa 200 neue Funktionen, darunter ein Control Center, das den schnellen Zugriff auf die Kontrollelemente, die man benötigt, an einem zentralen Ort mit nur einem Wisch von der Unterseite des Bildschirms ermöglicht. Die Nachrichtenzentrale ist nun auch im Sperrbildschirm zugänglich, sodass man mit einem Wisch alle Nachrichten sehen
Jonathan Ive, der neue iOS-Chef.
„iOS 7 wurde mit einer komplett neuen Benutzeroberfläche und über 200 neuen Funktionen völlig neu gestaltet“, sagt Craig Federighi, Senior Vice President Software Engineering von Apple, über
kann. Die neue Today-Funktion in der Nachrichtenzentrale zeigt auf einen Blick den Tag mit einer Zusammenfassung der wichtigen Details wie Wetter, Verkehr, Termine und Veranstaltungen.
Intuitive App-Verwaltung Implementiert wurde auch ein weiterentwickeltes Multitasking, das es den Anwendern erlaubt, auf eine visuellere und intuitivere Art und Weise zwischen Apps zu wechseln. iOS 7 berücksichtigt, welche Apps man am meisten nutzt und hält den Inhalt im Hintergrund automatisch aktuell. Insgesamt können sich Anwender über ein Update freuen, das die iOS-Oberfläche von vielen Schnörkseln befreit. iOS 7 ist als kostenloses Software-Update seit 18. September für iPhone 4 und neuer, iPad 2 und neuer, iPad mini und iPod touch (5. Generation) erhältlich. www.apple.at www.fit-am-mac.at
JVC Die neue GC-XA2 Adixxion ist wasserdicht bis zu fünf Meter und stoßfest bis zu einer Fallhöhe von zwei Metern
Action-Kamera mit harten Nehmerqualitäten Wien. Die Familie der Action-Cams, die sich gern auf Fallschirmspringerhelmen oder Surfbrettern blicken lassen, hat Zuwachs bekommen. Nach einem erfolgreichen Start mit der „GC-XA1“ hat JVC mit der „GC-XA2 Adixxion“ (329 €) die auf Letztstand gebrachte Version der Action-Kamera auf den Markt gebracht. Das bedeutet: Äußerlich hat sich am Gehäuse kaum etwas geändert, darunter verbergen sich aber einige neue Features und verbesserte Leistungsdaten.
Wasserdicht und stoßfest Vom Format her ist die GC-XA2 als superkompakt zu bezeichnen, sie ist sehr leicht (135 g) – und sie hat extreme Nehmerqualitäten. Ohne dass ein Extra-Schutzgehäuse notwendig wäre, ist die Kamera wasserdicht bis fünf Meter Tiefe, stoßfest bis zu zwei Meter Fallhöhe, staubdicht und kältegeschützt. Das mit F2.4 recht lichtstark ausgefallene Weitwinkelobjektiv eignet sich sowohl für Panoramabilder, als auch für Sportaufnahmen, die das Umfeld zeigen. Für
eine ruhige Kamerahand ist ein Bildstabilisator mit Gyro-Sensor zuständig, der Verwackelungen, harte Schläge oder Vibrationen ausgleicht.
Umgekehrt bietet die Kamera auch einen Modus für Zeitrafferaufnahmen mit sechs Intervallen von 0,2 bis 60 Sek. Bildabstand. Neben dem üblichen Schnittstellen-Accessoire sind auch ein LCDDisplay (3,8 cm) und WiFi an Bord. Da die GC-XA2 selbst als AccessPoint fungiert, wird eine schnelle,
WLAN ist an Bord Ausgestattet ist die Kamera mit einem 8-Megapixel-Hochleistungs-CMOS-Sensor, der in jedem gängigen Aufnahmemodus zu Hause ist, von Progressive Full-HD (1.920x1.080/50p/25p, 1.280x960/ 25p, etc.) bis zu WVGA reicht. Je nach gewählter Auflösung kann bis zu maximal 9,5 Stunden im Full-HD-Modus aufgezeichnet werden (immerhin bis zu 56 Stunden im WVGA-Modus). Als Speichermedium dienen schnelle SD/SDHC und SDXC-Karten. Interessant ist eine neue Funktion für Hochgeschwindigkeitsaufnahmen, die bei einer Auflösung von 1.280x720 Bildpunkten mit einer Geschwindigkeit von 100 Bildern pro Sek. aufnimmt. Bei der Wiedergabe ergibt das einen vierfachen Zeitlupeneffekt, der sich durch klare Bilder auszeichnet.
drahtlose WLAN-Verbindung zum Smartphone möglich. Auf diese Art können die Basisfunktionen der Kamera aus der Ferne kontrolliert werden, wenn das Gerät etwa an einer unzugänglichen Stelle montiert wurde. Nebenbei ist die Kamera dadurch auch als Webcam einsetzbar. www.jvc.at
© JVC
© Fujitsu
Performancesteigerung für Visualisierungen
die Apple-Oberfläche, die entfernt auch Blaupause für Android war, ein grundlegendes Faceliftig erleben; das dramatischste bisher. „Das neue Apple-Design will die reale Welt nicht mehr imitieren“, sagt auch Martin David Preyer von „Fit am Mac“. „Das macht es einerseits einfacher, den Überblick zu behalten. Andererseits wird es z.B. durch fehlende 3D-Effekte für manche Menschen auch schwieriger, einzelne Buttons zu erkennen – z.B. Schieber, die nur mehr aus einem Schriftzug bestehen. Auch bei der Schrift selbst spalten sich die Geister: Für manche ist sie besser lesbar, für andere schlechter.“
Radikale Vereinfachung
© Apple (2)
Wien. Mit dem „Iconia A1“ hat Acer ein schlankes Tablet auf den Markt gebracht. Sein 20,1 cm (7,9 Zoll)-Display mit IPSTechnologie eignet sich für die Bedienung mit einer Hand. Der integrierte 1,2 GHz Quad-CoreProzessor bietet Leistung für die flüssige Wiedergabe von Videos, die Nutzung von Apps und die rasche Navigation im Internet. Das 20,1 cm (7,9 Zoll)Display mit IPS-Technologie und einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln sorgt bei Texten für eine klare Darstellung mit hohem Kontrast. Mit an Bord ist eine 5-MP-Kamera. Preis lage: 189 € (WLAN-Version) bzw. 239 € (3G-Version). www.acer.at
iOS 7 unterstützt die neue 64-Bit-Technologie, die auch im kürzlich vorgestellten iPhone 5s zur Anwendung kommt.
Eine robuste Kamera für alle Fälle: die neue Action-Cam GC-XA2 Adixxion von JVC.
medianet
inside your business. today.
freitag, 20. september 2013 – 69
ausreichend energie
höchste präzision
Heimische e-Wirtschaft hat trotz sinkender Gewinne eine solide Finanzbasis Seite 71
Roithner Lasertechnik nutzt Innovation des AIT in einem neuen Messgerät Seite 72
© AIT
© E-Control/A.Rauchenb.
industrialtechnology multimedial smartphone für lokführer © Kapsch Group
Fakten & Fiktionen rund um die Energiewende
© FACC
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St. Martin im Innkreis. Im Juli letzten Jahres erfolgte der offizielle Spatenstich, heute wird die FACC ihr neues Technologiezentrum, wo künftig alle weltweiten F&E-Aktivitäten des international tätigen Luftfahrtzulieferers zusammenlaufen, feierlich eröffnet. In den beiden Gebäuden werden in Zukunft rund 500 Mitarbeiter des führenden österreichischen Luftfahrtzulieferers an neuen Materialien und Fertigungsprozessen forschen und neue Methoden, Technologien, Komponenten und Systeme entwickeln. www.facc.com
© dpa/Oliver Berg
Göppingen/Mailand. Die Fair Friend Group (FFG) wird den Geschäftsbereich Industrial Equipment der MAG Gruppe übernehmen. Die Übernahmevereinbarung umfasst die zur deutschen MAG IAS gehörenden Standorte in Mosbach, Taunusstein, Chemnitz, Witten und Offenburg inklusive der entsprechenden Serviceaktivitäten, Teile des Betriebs in Göppingen, die russische Vertriebs- und Serviceniederlassung sowie die MAG Modul Verzahntechnik GmbH. Ausgenommen von der Akquisition ist die AutomativeSparte der MAG IAS GmbH sowie deren Tochter- und Schwestergesellschaften. www.mag-ias.com
TÜV Austria Wissenschaftspreis 2013 verliehen
TÜV-Austria-Chef Stefan Haas: Qualität aller Arbeiten zeigt hohes Niveau.
Wien. Wie können Mobiltelefone fernab von Stromnetzen geladen werden? Wie kann man mit Fernlicht fahren, ohne den Gegenverkehr zu blenden? Welche Voraussetzungen braucht e-Mobilität, um sich breit durchzusetzen? Antworten darauf liefern die Arbeiten der Preisträger des diesjährigen TÜV-Wissenschaftspreises. „Die Menge und vor allem Qualität der eingereichten Arbeiten zeigen das hohe Niveau der heimischen Ingenieursausbildung“, so TÜV Austria-CEO Stefan Haas anlässlich der Preisverleihung vor wenigen Tagen. www.tuv.at
© iStockphoto.com/RichVintage
Erstklassige Leistungen prämiert
© TÜV Austria Holding/APA-PictureDesk/Schedl
Neuss. Auf der A+A, der internationalen Fachmesse für Arbeitsschutz Anfang November, wird der MultitechnologieKonzern 3M zahlreiche Neuheiten präsentieren. Dazu zählen unter anderem zwei neue Gehörschutzmodelle für die Kommunikation im Lärm sowie ein universelles Schutzbrillen-Modell. Die 3M SecureFit 200-Schutzbrille passt sich nach dem Aufsetzen von selbst Form und Größe des Kopfes des Trägers an. Zudem verteilt eine neue Technologie den Druck der Bügel gleichmäßig über dem Ohr und sorgt so für maximalen Tragekomfort. www.3m.com
© 3M Deutschland
Neue Strategie Die Umstellung von Kohle auf Gas und Effizienzerhöhung älterer Kohlekraftwerke bringt laut einer aktuellen A.T. Kearney-Studie weniger CO2-Emissionen als der zu schnelle Ausbau der Alternativen Energiequellen. Seite 70
InnovatIon ... ... sichert Wohlstand!
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kommentar
Hudeln vergeudet viel Energie
Freitag, 20. September 2013
Paradox Trotz forcierten Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Europa steigen weltweit die CO2-Emissionen
Energiewende lässt sich nicht zu rasch erzwingen A.T. Kearney-Studie ortet wirkungsvolleren Hebel im Ersatz von Kohle durch Gas. britta biron
Ausbau Spatenstich
© Raiffeisen-Leasing
Mehr Wind
Feierlicher Spatenstich für die Erweiterung der Windkraftanlage.
Wien/Trautmannsdorf. Vor wennigen Tagen lud Raiffeisen Energy & Environment zum feierliche Spatenstich für die Erweiterung des Windparks Trautmannsdorf. Fast unmittelbar danach wurde mit den Arbeiten am Fundament für das neue, 135 Meter hohe Windrad der Type Enercon E101 begonnen. Die Installation von Generator und Rotor ist für März 2014, die Inbetriebnahme der Anlage zur Funktionalitätsprüfung für April vorgesehen. Ende Mai soll die Errichtung abgeschlossen und die Anlage offiziell in Betrieb genommen werden. www.raiffeisen-leasing.at
Fossile Energie dominiert Hauptverantwortlich mit einem Anteil von 40% ist auch weiterhin die Stromerzeugung selbst, die weltweit zu 70% und in Europa zu 60% von fossilen Kraftwerken dominiert wird. Und denen wird in absehbarer Zeit der Treibstoff nicht ausgehen, den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge reichen die konventionellen Ölvorkommen noch gut 85 Jahre. Rechnet man auch unkonventionelle Quellen mit ein, ist die Öl-
versorgung um 100 Jahre länger gesichert. Auch Gas (133 bzw. 230 Jahre) und Kohle (140 Jahre) wird uns in absehbarer Zeit nicht ausgehen. Braucht es also eine Energiewende? Daran lässt auch die aktuelle Studie keinen Zweifel, sie zeigt aber, dass sich eine zu ambitio-
„Am Beispiel Deutschland zeigt sich deutlich, dass Energiepolitik nicht gegen die CommodityMärkte gemacht werden kann.“ © A.T. Kearney
W
as gut gemeint ist, muss nicht immer gut sein. Diesen Schluss kann man auch aus der aktuellen A.T. Kearney-Studie zur Energiewende ziehen. Sie zeigt weiter, dass auch ein wirklich notwendiges Ziel – nämlich die Schadstoffemissionen einzudämmen und Alternativen zu den endlichen fossilen Energiequellen zu etablieren – nicht auf Biegen und Brechen und schon gar nicht gegen die Gesetze des Markts erzwungen werden kann. Man mag das bedauern, an der grundsätzlichen Dynamik von Angebot und Nachfrage wird man aber nix ändern können. Dass ein niedriger Kohlepreis für europäische Energieerzeuger einfach zu verlockend ist, liegt auf der Hand. Ebenso, dass Schnäppchenpreise für CO2-Zertifikate geradezu eine Aufforderung für Unternehmen sind, sich günstig „freizukaufen“, statt viel Geld in neue Technologie zu stecken. Dass fossile Brennstoffe ohnehin noch mehr als ein Jahrhundert reichen, darf aber nicht als Ausrede verwendet werden, die Energiewende auf die lange Bank und in die nächste Generation zu schieben. Stattdessen ist das eine Chance, die Sache methodisch und ohne zu viel Zeitdruck anzugehen und zu erkennen, dass Alleingänge wenig bringen, sondern eine globale Strategie nötig ist – aktuell leider noch Wunschdenken.
Wien. Es scheint ein Kampf gegen Windmühlen zu sein. Während vor allem in Europa viel Geld und Energie in den Ausbau der Erneuerbaren Energiequellen investiert wird, nehmen die CO2-Emissionen weltweit zu. Zwar steigt die Kurve seit 2010 nicht mehr so steil, aber bis zum Jahr 2035 werden laut einer aktuellen Studie der internationalen Unternehmensberatung A.T. Kearney immerhin um 20% mehr Schadestoffe in die Luft geblasen werden als heute.
florian haslauer, A.t. kearney
nierte Forcierung von Wind, Sonne & Co als der falsche Weg entpuppen könnte.
Neue Strategien nötig „Das zeigt sich sehr deutlich am Beispiel Deutschland, wo versucht wurde, sich mit der massiven Förderungen der Erneuerbaren gegen den globalen Markt zu stemmen. Der Schuss ging nach hinten los. Kohle ist auf den Commodity-Märkten günstig zu haben, die Preise für CO2-Zertifikate sind niedrig – das führt dazu, dass mehr Kohle verstromt wird und daher trotz eines Ausbaus der Erneuerbaren der CO2-Ausstoß steigt. Zudem hat das Land jetzt mit ausufernden Erzeugungskosten und damit stark steigenden Energiekosten zu kämpfen. Dies führt zwangsläufig zu einer sinkenden Akzeptanz der Erneuerbaren in der Bevölkerung“, erläutert Florian Haslauer, Partner bei A.T. Kearney.
Auch hinsichtlich der Beschäftigung (Stichwort „green jobs“) seien die positiven Effekte der Erneuerbaren in Deutschland geringer als erwartet, vor allem durch eine massive Verschiebung der Produktion nach China. Im Vorjahr sind mit einer einzigen Ausnahme alle namhaften deutschen Solarhersteller in die Insolvenz geschlittert. „Die deutsche Industrie hat es aufgrund falscher Anreize nicht geschafft, sich einen technologischen Vorsprung gegenüber den chinesischen Herstellern zu sichern“, so Haslauer weiter. Er ist aufgrund der Studienergebnisse überzeugt, dass „der größte Hebel zur Reduktion der Schadstoffemissionen im Zusammenhang mit der Stromerzeugung in der Umstellung von Kohle auf Gas und einer Effizienzsteigerung älterer Kohlekraftwerke liegt”. Förderungen sollten daher vor allem in die Technologieentwicklung fließen. www.atkearney.at
Aktuelle Studie Ausbau der Erneuerbaren Energien steuert 1,6 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt bei
Sauberer Strom treibt Wachstumsmotor Wien. Eine zeitgleich zur A.T. Kearney-Studie präsentierte Untersuchung des Dachverbands Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) in Zusammenarbeit mit der TU Wien stellt die Energiewende in ein ganz anderes Licht. „Saubere Energie beflügelt die Konjunktur“, so Josef Plank, Präsident der Erneuerbaren Energie Österreich. So habe der Ausbau der Erneuerbaren Energiequellen im Jahr 2011 dazu geführt, dass das österreichische Brutto-Inlandsprodukt um 1, 6 Mrd. € bzw. 0,5% höher ausgefallen ist.
rem mitverantwortlich dafür, dass Österreich nicht in eine Rezession geschlittert ist.“
Energie für Innovationen Saubere Energie treibt zudem die Innovationskraft der heimischen Unternehmen an. So haben sich die Patentanmeldungen in den letzten 20 Jahren mehr als versechsfacht,
wobei etwa 42% der kumulierten Patentanmeldungen bis 2010 auf Solarthermie entfallen. Eine ähnlich starke Zunahme zeigt sich auch bei artverwandten Technologien wie thermische Speicher, Batterien, Wasserstoff, Brennstoffzelle oder E-Mobilität; in diesen Bereichen ist der Know-how-Vorsprung Österreichs zu anderen Nationen besonders deutlich.
Mit der Ausnahme von Dänemark hat Österreich sowohl in absoluten Zahlen als auch bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt mehr Patentanmeldungen als die Vergleichsländer. „Die Energiewende ist be-
„Der Ausbau der Erneuerbaren Energie in Österreich seit 2000 hat signifikant positive
Wichtig für die Wirtschaft
Auswirkungen auf die
Weiters zeigt die Studie, dass die Forcierung von Windenergie, Photovoltaik, Biomasse & Co durchschnittlich 3.300 Arbeitsplätze schafft. Dazu Studienautor Raphael Bointner von der Energy Economics Group der Technischen Universität Wien: „Der Ausbau Erneuerbarer Energien in Österreich seit dem Jahr 2000 hat signifikant positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und ist unter ande-
Wirtschaft.“ Raphael Bointner, Energy Economics Group TU Wien
© dpa/Armin Weigel
britta biron
Die Sonne ist eine der treibenden Kräfte heimischer Innovationen.
reits jetzt eine Erfolgsgeschichte, die sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Wirtschaft auszahlt“, so Plank abschließend. www.erneuerbare-energie.at
e n e r g ie & re s s o u rce n
Freitag, 20. September 2013
industrialtechnology – 71
e-Control Austria Energieunternehmen erzielten 2012 höhere Umsätze, die EBIT-Marge sank im Schnitt allerdings auf rund sieben Prozent
E-Wirtschaft hat solide Basis
Post Zwei PV-Anlagen
Gutes Klima
Wien. Am Briefzentrum der Österreichischen Post AG in WienInzersdorf entsteht derzeit die größte Photovoltaik-Dachanlage Österreichs. Montiert werden 3.528 PV-Module mit je 250 Watt Leistung und einer Gesamtleistung von 880 kWp (Kilowattstunden peak). Die Anlage geht im Oktober in Betrieb. „Seit dem Jahr 2011 werden alle Sendungen in Österreich klimaneutral zugestellt. Diese Initiative ist der Beweis, dass man wirtschaftliches Denken und umweltschonendes Handeln vereinen kann. Mit der Photovoltaikanlage am Briefzentrum in Wien profitiert nicht nur unsere Umwelt, sondern auch jeder einzelne Kunde der Post“, so Walter Hitziger, Vorstand der Österreichischen Post.
haben und durch flexible Beschaffungsstrategien rechtzeitig etwa auf günstigere Gasverträge gesetzt haben“, erklärt Graf.
lag, sind es mittlerweile im Schnitt 40%. „Die Unternehmen haben sich eine solide und nachhaltige Kapitalstruktur aufgebaut.“
Gute Eigenkapitalstruktur
Inlandsstrategie
Das Ergebnis der untersuchten Unternehmen hat sich im Vorjahr insgesamt um knapp acht Prozent auf 1,36 Mrd. € verschlechtert, die EBIT-Marge sank auf sieben Prozent „Die Energieversorger stehen allerdings auf gesunden Beinen“, betont Graf. Denn während die Eigenkapitalquote zu Beginn der Liberalisierung bei nur etwa 25%
Zuletzt zeigte sich, dass sich viele der großen Energieunternehmen wieder auf ihre Kernkompetenzen und ihre erweiterten Heimmärkte konzentrieren. „Es ist eine tendenzielle Reduktion des Auslandsengagements sowie der Auslandbeteiligungen mit Neuorientierung auf den nationalen Markt festzustellen“, erläutert Graf.
So hat sich der Verbund aus der Türkei zurückgezogen und verstärkte im Gegenzug sein Hauptgeschäft, die Stromerzeugung aus Wasserkraft im In- und benachbarten Ausland. Die Energie AG hat die Auslandsgeschäfte der Abfalltochter AVE abgegeben, der Verkauf soll noch Ende September abgewickelt sein. Auch die EVN hat Umstrukturierungsmaßnahmen getroffen. „‚Schuster, bleib bei deinem Leisten‘, das scheint das neue Motto der heimischen Energieunternehmen zu sein”, kommentiert Graf abschließend. www.e-control.at
Martin Graf, Vorstand Energie-Control Austria ist mit der Entwicklung zufrieden.
n e k n a l h c s n e n i für e . h c u a r b r e V e i g r ene tiPP 5
beim deckel dr auf
Demner, Merlicek & Bergmann
Wien. „Das vergangene Jahr war kein leichtes, aber in Summe haben sich die großen Versorger gut entwickelt“, sagt e-Control-Vorstand Martin Graf. „Es gibt keinen Grund für übertriebenes Wehklagen.“ Allerdings auch keinen, um die Korken knallen zu lassen. Bis auf die oberösterreichische Energie AG konnten zwar alle Unternehmen ihre Umsätze steigern, gestiegen sind allerdings auch die Kosten, unter anderem für Personal oder im Zusammenhang mit teuren Gasverträgen. So drückten etwa 200 Mio. € für Pensionsrückstellungen das Ergebnis der Wien Energie recht drastisch nach unten, der Energie AG machten vor allem ein höherer Materialaufwand sowie Abschreibungen zu schaffen. „Vorteile hatten jene Unternehmen, die schon frühzeitig bei den Personalkosten und insbesondere den Pensionskosten gegengesteuert
© E-Control/Anna Rauchenberger
Trend zur Reduktion der Auslandsbeteiligungen und Konzentration auf den Heimmarkt.
kochen
Workout. at r a P s ie g r e n e mehr auf
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Gut für Umwelt & Kunden Darüber hinaus wird auch auf der Dachfläche des im Bau befindlichen Post-Logistikzentrums im oberösterreichischen Allhaming eine Photovoltaik-Dachanlage mit einer Gesamtleistung von 400 kWp geplant. Beide Anlagen, in die die Post rund 1,7 Mio. € investiert, werden zusammen rund 1.300 kWp produzieren – das entspricht einem Jahresenergieertrag von 1,4 Mio. Kilowattstunden. Genug, um den gesamten Energiebedarf für die zukünftige „E-Mobility Post“-Flotte zu decken, die bis 2015 über 1.000 ein- und mehrspurige Elektrofahrzeuge umfassen wird. Gefördert werden die PV-Anlagen durch den Klima- und Energiefonds mit den Mitteln des Lebensministeriums. www.post.at
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Energiesparen ist eine leichte Übung. Mit den nützlichen Tipps und Tricks werden Sie ganz einfach überschüssige Kilowattstunden los. Gehen Sie jetzt mit gutem Beispiel voran und machen Sie sich fit mit dem smarten Energiesparworkout-Video von Wien Energie. Jetzt mitmachen und E-Bikes gewinnen auf energiesparworkout.at Walter Hitziger (Post-Vorstand), Niki Berlakovich (Umweltminister), Ingmar Höbarth (GF Klima- und Energiefonds).
www.wienenergie.at
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Wien Energie, ein Partner der EnergieAllianz Austria.
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I n n ovat i o n & U n t e r n e h m e n
72 – industrialtechnology
Freitag, 20. September 2013
Vom Labor auf den Markt Österreichische Unternehmen als Geburtshelfer einer neuen Technologie
short
Quantensprung in der Präzisionsmesstechnik
Stipendium für Technikerinnen
AIT und Roithner Lasertechnik – Produktneuheit mit Quantenoptik kommt im Herbst auf den Markt. norbert berger
© OMV
Wien. Forschung ist vergleichsweise kostspielig. In Zeiten knapper Mittel ist es daher besonders wichtig, dass Innovationen möglichst rasch auf den Markt kommen. ITExperten der Forschungsgruppe „Optical Quantum Technology“, deren Fachgebiet die Entwicklung modernster Verschlüsselungsverfahren ist, haben nun eine neuartige Technologie entwickelt, mit der zeitliche Abläufe im Bereich einer Picosekunden, dem Billionstel einer Sekunde, beobachtet und gemessen werden können.
Gerhard Roiss (Mi.) bei der Vergabe der 15 Technik-Stipendien.
Wien. Im letzten Herbst gestartet, führt die OMV ihr Technikstipendium für Frauen heuer weiter. Kürzlich wurden die 15 neuen Teilnehmerinnen vorgestellt. „Wir wollen mehr Mädchen und junge Frauen für technische Berufe begeistern und die Frauenquote technischer Studiengänge, die derzeit nur bei rund 20 Prozent liegt, fördern“, so OMV Generaldirektor Gerhard Roiss. „Heuer sind mehr als doppelt so viele Bewerbungen wie im Vorjahr eingelangt; das beweist, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ www.omv.com
rung der Quantenoptik ist eine große Chance für uns, von der ersten Stunde dabei zu sein.“ andreas roithner, gf der roithner lasertechnik
Zum praktischen Einsatz kommt die neue Technik bereits diesen Herbst in einer neuen Geräteserie der Roithner Lasertechnik GmbH. „Dem relativ neuen Feld der Quantenoptik und Quanteninformationstechnologie steht mit ziemlicher Sicherheit eine ähnlich bedeutende und umwälzende Entwicklung bevor, ähnlich dem in den frühen 60er Jahren neu entdeckten Laser“, so Andreas Roithner, GF von Roithner Laser-
Praktisches Online-Angebot zur Vorbereitung auf den Messebesuch.
Schwertberg. Effizienz lautet das Leitthema auf der „K 2013“, und diese beginnt bereits bei der Vorbereitung des Messebesuchs. Davon ist SpritzgrussSpezialist Engel überzeugt und informiert über eine neue Microsite sowie eine App über Exponate und Vorführungstermine, zeigt Trailer-Videos und den Messestand. „Mit unseren neuen Online-Angeboten unterstützen wir die Messebesucher, die für ihren Bereich wichtigen Innovationen schnell zu finden und mit Sicherheit kein Highlight zu versäumen”, so EngelGF Christian Pum. www.engelglobal.com
© AIT
hat begonnen und es
© Engel
Microsite und App zur Fachmesse „K“
„Die Kommerzialisie
Erfolgreicher Schulterschluss von Forschung und Wirtschaft bringt Innovation auf den Markt, v.l.n.r: Andreas Roithner (GF Roithner Lasertechnik), Martin Stierle (Head of Business Unit Optical Quantum Technology), Edwin Querasser (AIT-Projektleitung)
technik. „Für die Verbreitung und den Erfolg neuer Technologien ist erfahrungsgemäß auch stets eine zeitnahe Einführung in den kommerziellen Markt wichtig, um aus dieser neuen Technologie in der Folge Arbeitsplätze, Firmengründungen und Wettbewerbsvorteile ganzer Branchen voranzutreiben.” Natürlich steht, wie bei den meisten wirklich neuen Technologien, am Beginn die Frage: Was kann man eigentlich damit machen? Und die Antwort liegt nicht immer auf der Hand. Sogar die aus heutiger Sicht epochale Erfindung des Lasers im Jahr 1960 war vorerst ohne konkrete Anwendung und wurde eher als eine nette Spielerei
abgetan. Mittlerweile gibt es kaum eine Branche, von der Unterhaltungselektronik über die Medizintechnik, Kommunikationstechnik bis hin zur metallverarbeitenden Industrie, in der der Laser nicht eine wichtige Rolle spielt. „Ähnlich wird es wohl der Quantenoptik ergehen”, meint Roithner.
Innovation für den Markt Er ist überzeugt, dass die Wende zur erfolgreichen Kommerzialisierung der Quantenoptik gerade eben begonnen hat und versteht dies als große wirtschaftliche Chance, als österreichisches Unternehmen beim Aufbruch in völlig neue Welt-
Märkte von der ersten Stunde an dabei zu sein. „Aufgrund unserer großen und weltweiten Kundenbasis mit dem Schwerpunkt Lasertechnik und Optoelektronik ist die Erweiterung unseres Produktportfolios um Geräte aus der Quantenoptik – noch dazu aus Österreich – ein geradezu zwingender logischer nächster Schritt“, so Roithner. Praktische Anwendungsfelder stellen beispielsweise eine dem Radar verwandte optische Abstandsund Geschwindigkeitsmessmethode oder sogenannte Time-ofFlight-Messungen dar, bei denen die Laufzeit von optischen Signalen bestimmt wird. www.ait.ac.at www.roithner-laser.com
PwC-Studie Deutsche Unternehmen investieren zu wenig und schöpfen noch nicht alle Möglichkeiten aus
Produkte & Technologie stehen im Fokus Stuttgart. 83% der insgesamt 1.757 Führungskräfte, die für die globale PwC-Studie befragt wurden, halten Innovationen heute für wichtig bzw. unverzichtbar, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Eine Meinung, die von den Studienergebnissen untermauert wird, denn die innovativsten Unternehmen (Top 20%) ist in den vergangenen drei Jahren im © Distec
Für Automatisierung auf kleinstem Raum
Durchschnitt um fast 16% schneller gewachsen als die Gruppe jener Firmen, die weniger innovativ eingestuft wurden. Deutschland wird seinem Ruf als Innovationsnation auch weiterhin gerecht – so ist die Kooperationsbereitschaft mit wissenschaftlichen Einrichtungen besonders ausgeprägt –, allerdings zeigen sich im internationalen Vergleich
auch Schwächen. So investieren sie durchschnittlich nur sieben Prozent ihres Gesamtumsatzes in Innovation, international liegt die Quote bei neun Prozent. „Unsere Studie zeigt, dass deutsche Firmen ein starkes Selbstbewusstsein haben und vieles richtig machen. Trotzdem ist Vorsicht geboten: Viele Wettbewerber im Ausland investieren deutlich mehr in Innovation als der Durchschnitt in Deutschland, sodass der deutsche Vorsprung schnell verloren gehen könnte“, so Norbert Winkeljohann, PwC-Vorstandssprecher.
PrismaMini passt auch in kleinste Industrieanwendungen.
Mehr Budgets nötig
Germering. Distec stellt mit PrismaMini ein neuartiges Mitglied der bewährten, kosteneffizienten und leistungsstarken Wandlerkartenserie Prisma für die industrielle Ansteuerung von Displays vor. Das Gerät ist ideal für den Einsatz in der Automatisierungstechnik, am Point-of-Sales (PoS) sowie in Bedienterminals und Ticketautomaten. www.distec.de
Zwei Drittel der befragten deutschen Unternehmen fokussieren sich bei ihren Innovationsaktivitäten nach wie vor auf die klassischen Themen Produkt und Technologie – im Vergleich zu rund 50% der weltweit befragten Unternehmen. „Deutschland verfügt nach wie vor über eine starke Innovationslandschaft. Firmen sollten aber über den Tellerrand hinausblicken
und das gesamte Spektrum an Innovationsarten ausschöpfen, zum Beispiel auch Dienstleistungs- oder Geschäftsmodellinnovationen. Insbesondere bei der Entwicklung
„Oft fehlt in deutschen Betrieben eine aus geprägte Innovations kultur, die sich durch alle Unternehmens bereiche zieht.“ Sebastian Feldmann PwC Partner
von Mehrwert- und NiedrigpreisModellen hinken die deutschen Unternehmen dem globalen Wettbewerb hinterher“, so PwC-Partner und Innovations-Experte Sebastian Feldmann. www.pwc.de
i n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n
Rockwell Automation Neue Prozessautomatisierung
Sparen mit PlantPAx
Vereinfachte Betriebsabläufe senken Kosten.
industrialtechnology – 73
| BS12-02G |
Freitag, 20. September 2013
Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.
© Rockwell Automation
Motion Servoverstärker Servomotoren
IPC Die intuitive Benutzeroberfläche sorgt für viel Benutzerfreundlichkeit. herbert strasser
Linz. Rockwell Automation hat sein Prozessautomatisierungssystem PlantPAx weiter ausgebaut. Mit dem neuen systemeigenen Sequencer-Tool können Unternehmen Prozessverfahren vereinfachen, Systemmodifizierungen vornehmen und die Ablaufsteuerung direkt über das Human Machine Interface (HMI) ausführen. Ist eine Prozessänderung erforderlich oder tritt ein ungewöhnliches Ereignis auf, kann ein Anwender mit entsprechender Zugriffsberechtigung die Sequenz direkt am HMI-Bildschirm überwachen bzw. modifizieren und muss nicht auf einen Fachmann warten. „Es ist keine applikationsspezifische Programmierung mehr not-
wendig, um Abläufe für kontinuierliche Prozesse zu automatisieren“, erklärt Norbert Nohr, Sales Manager Process Automation bei Rockwell Automation. „Die intuitive, benutzerfreundliche Oberfläche hilft Anwendern, die benötigten Informationen anzuzeigen und zu verstehen. Zudem macht sie Verfahren reproduzierbar und einfacher nachvollziehbar.“ Ein umfangreiches HMI-Toolkit mit aktuellem Display-Design und erweiterter standardbasierter Alarmfunktion verbessert auch die betriebliche Effektivität. Der Anwender kann sich auf den Prozess an sich konzentrieren und somit Systemausfallzeiten sowie Störungen reduzieren, wodurch sich auch die Kosten reduzieren. www.rockwellautomation.at
Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards
I/O
Automation
EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module
Software-SPS Software-NC/CNC Safety
WEG & Watt Drive Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
Neuer modularer EUSAS-Motor Markt Piesting. Der neue modulare EUSAS-Motor (Europa–USA–Asien) ist sowohl als Getriebeanbauals auch Standardasynchronmotor in den Bauformen B3, B5 und B14 erhältlich. Zunächst kommen die 2-, 4- und 6-poligen Ausführungen in den Baugrößen IEC 63–160 für Leistungsbereiche von 0,12–18,5 kW auf den Markt. Die Baugrößen 180–315 folgen in Kürze.
Dank großem Spannungsbereich und einfacher Spannungsumschaltbarkeit im Anschlusskasten lassen sich die Systemmotoren weltweit flexibel für verschiedenste Netzspannungen (200 V bis 690 V) und Frequenzen (50 Hz und 60 Hz) einsetzen. Die Kombination aus hohem Wirkungsgrad sowie flexiblen Einsatzmöglichkeiten machen die EUSAS-Motoren zu zukunftsfähigen, energieeffizienten Antriebslösungen für eine große Bandbreite von Anwendungen. www.wattdrive.com Neuer modularer EUSASMotor in der Bauform B3 mit Federkraftbremse.
www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.
IPC I/O Motion Automation
© WEG Germany
t r a n s p o r t & lo g i s t i k
74 – industrialtechnology
short
DHL gibt bei grüner Logistik kräftig Gas
Freitag, 20. September 2013
Kapsch CarrierCom Neues Gerät für die Sprach- und Datenübertragung zwischen Lok und Leitstelle
Profi-„Smartphone“ für die Bahnkommunikation
© DHL
RC900 wird in Wien produziert und wurde bereits in mehreren Referenzprojekten eingesetzt. britta biron
Welthandel erholt sich nur langsam Bremen. Der Containerumschlag-Index des RheinischWestfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) hat sich im Juli saisonbereinigt zwar leicht von 115,9 auf 116,3 Punkte verbessert, liegt aber weiterhin unter seinem Höchstwert vom Jänner 2013 – ein Indiz dafür, dass das weltweite Gütervolumen stagniert. Die aktuelle Schnellschätzung für Juli stützt sich auf die Angaben von 38 Häfen, die 75% des im Index abgebildeten Containerumschlags abdecken. www.isl.org
© Otto
Otto Versand baut in Russland aus
Bestellung per Mausklick gewinnt auch in Russland mehr Bedeutung.
Hamburg. Der Versand-Riese Otto ist seit 2006 unter der Dachmarke Otto Group Russia in Russland aktiv und erwirtschaftet dort mittlerweile einen Jahresumsatz von rund 500 Mio. €. Hier sieht man aber noch großes Potenzial, vor allem durch die wachsende Beliebtheit von e-Commerce. Insgesamt rund 50 Mio. € investiert das Unternehmen nun, um seine Infrastruktur auszubauen. So soll etwa das Logistikzentrum in Twer, einer Stadt in der Nähe von Moskau, verdoppelt werden. Auch das Netz der Paketshops soll kräftig ausgebaut werden, von derzeit 90 Standorten auf rund 1.000 bis zum Jahr 2015. www.otto.de
„Je nach Zugtyp und Bahnbetreiber haben wir verschiedene Varianten für den
© Kapsch Group/Jochen Russmann
Bonn. Die FIA Formel E-Weltmeisterschaft ist nicht einfach nur ein weiterer Kunde, der auf die Logistik-Kompetenz von DHL vertraut. DHL ist auch Gründungsmitglied der rein elektrisch betriebenen Alternative zur klasssischen Formel 1 und sieht darin eine gute Möglichkeit, neue Lösungen für die Elektromobilität und CityLogistik zu entwickeln. „Diese ist wesentlich mehr als eine weitere Motorsportserie“, so Ken Allen, CEO DHL Express. „Sie bietet eine weltweite Plattform zur Förderung von Nachhaltigkeit und künftiger Mobilität und greift so die dringendsten Probleme unserer Zeit auf.“ www.dhl.de
Wien/Paris. Dem Ziel, sich als Anbieter von End-to-End-Geräten am globalen Markt für Bahnkommunikation zu etablieren, ist Kapsch CarrierCom wieder einen Schritt näher gekommen. Bei der Tagung der International Union of Railways (Union Internationale des Chemins de fer, UIC) in Paris hat das Unternehmen vor Kurzem sein neues Cab Radio RC900 vorgestellt. Dieses fix im Führerstand installierte Kommunikationsgerät ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen Lokführer und Dispat-
Einbau des RC900
Das multifunktionale RC900 ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen Lokführer und Dispatcher.
entwickelt.“
verkehr“, fasst Ulrich Geier, der Produktmanager bei Kapsch, die Aufgaben von Cab Radios zusammen. Die mobile Zugfunkstation umfasst ein digitales Sende- und Empfangsgerät, ein Kontroll- und Schnittstellenmodul für externe Geräte sowie das Netzgerät zur Stromversorgung. Das Mobilfunkmodul bildet die Schnittstelle zum GSM-R-Mobilfunknetz. Die Steuerung des Cab Radios durch den Zugführer erfolgt über die Bedieneinheit (Driver-Machine-Interface, DMI) im Führerstand der Lok. Da die Installationsanforderungen je nach Zugtyp und Bahnbetreiber variieren, hat Kapsch verschiedene Varianten für den
ulrich geier produktmanager Kapsch
cher, dient zur Datenübertragung und im Ernstfall zum Absetzen von Notrufen. Die Sprach- und Datenübertragung erfolgt über die Funktechnologie GSM-R, die Produktion der Geräte erfolgt in Wien. „Unsere Cab Radios sind wie Smartphones für Loks. Sie erleichtern die Kommunikation für den Lokführer, übertragen betriebsrelevante Daten und leisten somit einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit und Effizienz im Bahn-
Einbau entwickelt, um möglichst allen Anforderungen gerecht zu werden. Das RC900 verfügt auch über zahlreiche Zusatzfeatures. Es unterstützt ER-GSM, verfügt über ein eingebautes WiFi-Modul und einen GPS-Empfänger. Der interne Speicher lässt sich durch eine externe SD-Karte erweitern.
Viele Sonderfeatures Im Fokus der Entwicklung standen Sicherheit und Zuverlässigkeit. Bei der neuesten Generation der mobilen Endgeräte wurde besonderer Wert auf Robustheit und die Minimierung von Interferenzen und Störungen gelegt. Das RC900 wird wahlweise mit einem
oder zwei GSM-R-Mobiles angeboten, wobei eines für die Datenübertragung und das andere für die Sprachübertragung verwendet wird. Eine speziell entwickelte Software überwacht die Funktionen und sorgt im Störungsfall für ein automatisches Re-Routing des Sprach- bzw. Datenverkehrs. Um elektrischen Störungen vorzubeugen und die Installation zu vereinfachen, sind Rack und DMI über optische Kabel verbunden. Kapsch konnte bereits erste Referenzprojekte mit Cab-Radios in Spanien, Finnland oder Saudi-Arabien umsetzen und wird das Gerät diesen Herbst noch auf weiteren Fachmessen vorstellen. www.kapsch.net
KLM Logistik Nach nur 14 Monaten Bauzeit wurde das größte Tiefkühllager Deutschlands eröffnet
XXL-Kühlhaus mit XS-Energieverbrauch Rheine. 38 m hoch und Platz für 68.400 Palettenstellplätze – das neue Tiefkühlhaus der KLM Logistik ist aber nicht nur hinsichtlich seiner Dimensionen beachtlich. „Wir haben hier nicht nur ein in seiner Art einzigartiges Tiefkühlhaus gebaut, sondern auch neue Standards beim Klima- und Umweltschutz gesetzt“, betonte KLM Logistik-Chef Georg Grewe. „Im Vergleich zu gängigen Kühlhäusern verbrauchen wir pro gelagerter Palette rund 50 Prozent weniger Energie.“ Das bedeutet eine jährlich Senkung der CO2-Emissionen um rund 4.000 t.
telbare Nähe zu führenden Lebensmittelproduzenten. „Wenn man die Entwicklung der Tiefkühlkost betrachtet, wird deutlich, dass hier seither alles richtig gemacht worden ist.“
Modernste Technik Im Innern sorgt eine ausgeklügelte, bis ins Detail durchdachte
Technik für reibungslosen Warenfluss. So können Lkws innerhalb von nur zwei Minuten komplett entladen werden. „Das hier ist die Nummer 1 in Deutschland“, ist Frank Huckschlag, Head of Supply Chain des Eiserzeugers R+R, überzeugt und sieht in dieser neuen Logistikplattform auch eine wichtige Voraussetzung für die weitere Ent-
„Im Vergleich zu herkömmlichen AnEnergieverbrauch pro gelagerter Palette nur
Coole Innovation Diese Energiebilanz würdigte auch Jan Peilnsteiner, GF des Verbands Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen (VDKL), bei der Eröffnung vor wenigen Tagen. Auch Udo Perenz, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti), zollte Anerkennung. Bereits seit 25 Jahren sei KLM Logistik in Rheine ansässig und befinde sich damit in unmit-
wicklung seines Unternehmens. So werden allein am Standort Osnabrück jährlich rund 250.000 Paletten Speiseeis hergestellt, Tendenz steigend. Da am eigenen Standort kein Ausbau der Kapa-
lagen beträgt der
rund die Hälfte.“ georg grewe, klm logistik
© KLM Logistik
Transport der ersten beiden E-Boliden zur Präsentation in Paris.
Mitarbeiter und Kunden bei der feierlichen Eröffnung des neuen Kühllagers.
zitäten möglich sei, habe man auf das neue XXL-Tiefkühllagerhaus von KLM gesetzt, „sodass wir unsere Waren nun komplett hier durchschleusen können.“ www.klm-logistik.de
medianet
inside your business. today.
Freitag, 20. September 2013 – 75
Der Professional MBA Marketing & Sales geht in die nächste Runde Seite 78
Kein Nutzen
Ă–sterreicher sind zurĂźckhaltend beim Erwerb von Sprachdiplomen Seite 79
Aufsteigerin Arabella ÂEichinger, SchĂśnherr
Š SchÜnherr
Kein Silodenken
ŠAngelika Bentin
Š WU Exec. Academy
careernetwork
Ambitioniert Paul Weightons Träume von Gold sind zwar geplatzt, beruflich ist er aber auf der Ăœberholspur. ErnĂźchternd Die ArbeitsÂkosten sind in der EU im zweiten Quartal 2013 um 0,9% gegenÂĂźber dem Vorjahr gestiegen.
Seite 76
Š Feels Like Home
„Ich wollte immer Olympiasieger werden“
Step-by-step
Das Wiener IT-Start-up „Feels Like Home“ will internationalen Studierenden mittels eigener Relocation-Plattform unter die Arme greifen Seite 77
Seite 77
Š Holmes Place/M. Draper
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ANERKANNTE AUSBILDUNGEN FĂœR MARKETING & PR Diplomlehrgang Social Media Informationsabend: 02.10.2013 Start: 07.11.2013 Diplomlehrgang Eventmanagement Informationsabend: 07.10.2013 Start: 06.11.2013 Kompaktlehrgang Marketing und Sales Termin: 16.10.2013 - 11.12.2013 Ausbildung HochzeitsplanerIn Informationsabend: 15.10.2013 Start: 08.11.2013 XXX CĂŚ XJFO BU
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Career portrait
Freitag, 20. September 2013
© jawe
76 – careernetwork
Warum der erste Sauna besuch zum „Clash of Cul tures“ wurde, warum seine Träume von Olympiagold früh platzten und welchen Deal er mit seiner Frau hat, verrät Holmes Place Österreich-Chef Paul Weighton im Gespräch. Wien. „Das Leben ist ein Spiel“ – während ein heimischer Wettanbieter mit diesem Satz lediglich wirbt, lebt Paul Weighton nach dieser Maxime: „Der Sport ist schon immer mein Leben gewesen“, so der Chief Operating Officer von Holmes Place Österreich. „Schon in den Schulzeugnissen ist gestanden: ‚Wir wünschten, Paul würde in allen Gegenständen den gleichen Einsatz zeigen wie im Sportunterricht‘“, erklärt der gebürtige Brite amüsiert. „Mein Ziel ist es schon als Kind gewesen, einmal eine olympische Goldmedaille um den Hals hängen zu haben – leider habe ich schon in frühen Jahren mehr Zeit auf dem Tisch des Physiotherapeuten als auf der Laufbahn verbracht“, schildert er im Gespräch mit medianet, warum der Traum vom Olympiagold ein jähes Ende fand. Trotz dieser gesundheitlichen Rückschläge ließ sich der Mann aus Wolverhampton aber nicht von einer Karriere im Sport abhalten: „Wenn es nach meiner Familienhistorie gegangen wäre, hätte ich eigentlich Maschinenbau studiert“, so Weighton. „Alle in meiner Familie sind in irgendeiner Form Ingenieur und dieser Zug schlägt bei
„Will you stop being so positive, Paul?“
mir auch noch manchmal durch, wenn ich Umbauarbeiten in den Fitnessclubs beauftrage.“ Er habe sich aber gegen die Familientradition entschieden und stattdessen in Brighton Sportwissenschaften studiert. Die richtige Entscheidung, wie er betont: „Ich bin zwar sehr analytisch veranlagt und mit Zahlen nicht ungeschickt – eine Buchhalterkarriere oder Ähnliches hätte ich mir aber nie vorstellen können.“
Eine Frage der Abwechslung „Ich brauche es einfach, wenn 17 Dinge gleichzeitig zu erledigen sind. Ich liebe die Abwechslung und vor allem liebe ich es, mit Menschen arbeiten zu können. Und wo hat man mit so vielen verschiedenen Charakteren zu tun, wie in einem Fitnessstudio?“ Was er an seinem Job nicht so liebt, sei die Tatsache, dass er knapp 1.300 km Luftlinie entfernt von seiner Frau und den beiden Töchtern lebt: „Von Montag bis Donnerstag bin ich hier in Wien und fast jedes Wochenende fliege ich zu meiner Familie“, beschreibt Weighton seinen Reiserhythmus – und relativiert: „Wenn ich in England arbeiten würde,
käme ich vermutlich jeden Abend nicht vor halb zehn nach Hause und müsste auch am Wochenende ans Telefon gehen. Heute sehen mich meine Kinder zwar nur am Wochenende, dafür gehört ihnen dann meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit.“ „Trotz der großen Distanz ist meine Familie meine größte Stärke“, so der deklarierte Familienmensch. „Sie steht immer hundertprozentig hinter mir. Und das gibt Kraft.“ Kraft, die er bitter nötig hat, trainiert doch der passionierte Triathlet und Radfahrer für den „Iron Man“ in Kärnten und dafür, 2014 eine Etappe der Tour de France zu absolvieren. „Dass ich fast jeden Tag im Fitnessstudio trainiere, hilft mir nicht nur, fit zu bleiben, sondern ermöglicht mir, Holmes Place noch besser zu machen. Erst beim Work-out fallen einem die Kleinigkeiten auf, die den entscheidenden Unterschied machen können“, so Weighton. Generell beschreibt er sich selbst als „very, very positive person“: „Es gibt meiner Meinung nach keine unlösbaren Probleme und ich habe in den Jahren bewiesen, dass ich gut im Wegräumen von Hindernissen bin.“ Diese Einstel-
lung findet aber nicht immer den gewünschten Widerhall: „Es gibt schon Momente, wo mir Menschen ‚Will you stop being so positive!‘ nahelegen“, hat er sich an die österreichische Mentalität erst gewöhnen müssen. Der größte Schock für einen waschechten Briten wie ihn sei aber gewesen, dass es in Österreich gemischte Saunen gibt: „Bei uns zuhause geht man in der Badehose in die Sauna. Zonen, in denen alle nackt herumlaufen, gäbe es in England nie und nimmer.“ Was es vermutlich auch nie und nimmer geben werde, sei ein Paul Weighton ohne Kontaktpunkte zum Sport: „Ich habe zwar absolut keine Ahnung, was ich 2020 mache – und genau diese Ungewissheit gefällt mir –, aber ich bin mir sicher, dass es irgendetwas mit Sport zu tun hat“, könnte er sich etwa durchaus die Leitung eines Fußballclubs vorstellen. In Österreich plant er noch bis 2015 zu bleiben – „das ist der Deal mit meiner Frau“. Aber wer weiß, welche Herausforderungen dann auf ihn warten. Schließlich antwortete er auch 2010 auf die Frage, ob er jemals außerhalb Großbritanniens arbeiten wolle mit einem überzeugten „Never ever!“ (jawe)
1967–1996
1996–2006
2006–Heute
Paul Weighton, geboren 1967 in Wolverhampton, wächst in den britischen West Midlands auf und studiert nach der Mittelschule Sportwissenschaften an der University of Brighton. Nach Abschluss des Studiums sammelt er erste berufliche Erfahrungen bei diversen Fitnessclubs.
1996 heuert er als Operations Manager bei Esporta in Warwickshire an und leitet zwei Jahre erfolgreich die Sportabteilung; 1998 wechselt er als General Manager zu Nuffield Health und steigt relativ rasch zum Regional Director auf.
2006 übernimmt er die Geschäftsführung bei David Lloyd Leisure in Birmingham und leitet ein Team von 120 Mitarbeitern. Nach reiflicher Überlegung wechselt Weighton 2011 aufs Festland und steigt als General Manager bei Holmes Place in der Schweiz ein. Seit April ist er nun in Österreich als COO für die Geschicke der Fitnesskette verantwortlich. Paul Weighton ist verheiratet und hat zwei Töchter.
10 Fragen An Paul Weig h ton
Als Kind wollte ich immer … eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewinnen. Mein Lebensmotto ist … Du hast nur ein Leben – lebe es gut. Mein letztes Geld habe ich ausgegeben für … ein klassisches Familienportrait: Meine Frau, meine Kinder, meine Hunde und ich. Die Hunde waren nicht so leicht zu bändigen. Darüber kann ich lachen … meine Kinder. Sie sind mein bester „Reality-Check“ und sagen immer lustige Dinge. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „The Chimp Paradox“ von Steve Peters und „Death of Marco Pantani: A Biography“ von Matt Rendell. In 20 Jahren werde ich … 66 und hoffentlich noch Teilzeit arbeiten; außerdem wäre ich gern Großvater. Davor habe ich Angst … Gesundheitsprobleme. Das ist meine größte Stärke … Meine positive Einstellung und dass meine Familie zu 100 Prozent hinter mir steht. Das ist meine größte Schwäche … Manchmal verstricke ich mich zu sehr in die Arbeit und manchmal habe ich Personalentscheidungen vielleicht nicht schnell genug getroffen. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Bruce Springsteen oder einem seiner Musiker auf der Bühne.
J o bwatc h
Freitag, 20. September 2013
careernetwork – 77
Entwicklung Die Arbeitskosten sind in der EU-28 im zweiten Quartal 2013 um 0,9% gegenüber 2012 gestiegen
Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck
Arbeit wird weiter teurer
In Österreich stiegen Lohn- und Nebenkosten in Summe um 1,1% gegenüber dem zweiten Quartal 2012. In Österreich waren die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im zweiten Quartal 2013 um 1,1% höher als im zweiten Quartal 2012 – wobei die Lohnkosten um 1,0% und die Nebenkosten um 1,6% über dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums lagen. Im Vergleich dazu betrug die Steigerungsrate im ersten Quartal des Jahres noch 4,9% (Lohnkosten: 4,7%, Nebenkosten: 5,6%).
Nebenkosten kaum gestiegen
Estland mit Kostenexplosion
Die beiden Hauptkomponenten der Arbeitskosten – Löhne und Gehälter sowie Lohnnebenkosten – haben sich dabei unterschiedlich entwickelt: Im Jahresvergleich stiegen die Löhne und Gehälter pro Stunde im Euroraum im zweiten Quartal 2013 um 1,1% während die Lohnnebenkosten lediglich um 0,1% zulegten. Im Vergleich dazu hatten die Steigerungen im Vorquartal 1,8% bzw. 1,4% betragen. In der EU28 stiegen die Löhne und Gehälter pro Stunde im zweiten Quartal 2013 im Jahresvergleich um 1,0% und die Lohnnebenkosten um 0,3%. Im ersten Quartal wurden Steigerungsraten von 2,0% für beide Komponenten verzeichnet.
Am stärksten stiegen die Arbeitskosten je Stunde in Estland (7,7%). Dahinter rangierten Litauen (6,5%), Rumänien (6,0%), Lettland (4,3%), Malta (4,2%), Ungarn (3,5%), Bulgarien (3,4%), Slowakei (3,3%), Finnland (2,9%), Belgien und Luxemburg (je 2,2%), Polen (2,0%), Deutschland (1,8%), Tschechien (1,5%), Dänemark (1,4%), Österreich (1,1%), Schweden und Großbritannien (je 0,9%), Italien und Irland (je 0,6%), Frankreich (0,5%), Portugal und Niederlande (je 0,3%). Den größten Rückgang in Sachen Arbeitskosten verzeichnete laut Eurostat Slowenien mit �5,9% – dicht gefolgt von Zypern mit �4,6%. (red)
Du, Chef…! © panthermedia.net/Bernd Leitner
Wien. Die Arbeitskosten in der EU28 und in der Eurozone sind im zweiten Quartal 2013 um je 0,9% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahrs gestiegen. Im ersten Quartal des Jahres lagen die Steigerungsraten noch bei 2,0 respektive 1,7%, wie aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Amts der Europäischen Union, Eurostat, hervorgeht.
Die Lohnkosten allein stiegen in Österreich um 1,0%, die Nebenkosten um 1,6%. N o m ine l l e Ar be i t s ko s t en pr o Stu n de 2. Qua r tal 2013
Gesamte Wirtschaft Insg. LK NK EU28 +0,9 +1,0 +0,3 Österreich +1,1 +1,0 +1,6 Deutschland +1,8 +2,0 +1,4 Frankreich +0,5 +1,9 −2,7 Großbritannien +0,9 +0,6 +0,9 Italien +0,6 +0,5 +0,7 Estland +7,7 +7,8 +7,0 Litauen +6,5 +6,0 +8,0 Slowenien −5,9 −5,9 −5,9 Zypern −4,6 −4,6 −4,3
Industrie Insg. LK NK +1,7 +1,9 +1,0 +3,4 +3,2 +3,8 +2,0 +2,2 +1,5 +0,8 +2,5 −2,7 +0,7 +0,8 −0,4 +2,2 +1,9 +3,0 +6,8 +7,0 +6,2 +5,8 +5,4 +7,0 −5,6 −5,4 −6,6 −6,1 −6,1 −5,9
Dienstleistungen Insg. LK NK +0,9 +1,1 +0,2 +1,6 +1,5 +2,2 +1,8 +1,9 +1,2 +0,3 +2,0 −3,5 +1,5 +1,2 +1,6 +1,5 +1,2 +2,2 +9,7 +9,6 +9,8 +8,4 +7,9 +9,8 −6,0 −6,1 −5,3 −1,7 −1,7 −1,8
Quelle: Eurostat; Veränderung gegenüber Q2 2012 in %. LK = Lohnkosten; NK = Nebenkosten.
Relocation Neuer Guide für ausländische Studierende
Beschäftigungsausblick 6 Prozent planen Einstellungen
Wien. Studenten fern der Heimat haben mit einigen Hürden zu kämpfen: Wohnungssuche, Kontoeröffnung, Wahl des Mobilfunkers, etc. Das Wiener IT-Start-up „Feels Like Home“ will mit einer eigenen Relocation-Plattform – dem „Step by Step Guide“ – internationalen Studierenden kostenlos unter die Arme greifen und ihnen schnellstmöglich alle notwendigen Informationen, die sie benötigen, zukommen lassen.
Wien. Die Personalverantwortlichen in den heimischen Firmen sind derzeit in Warteposition: Der Manpower-Beschäftigungsausblick für das vierte Quartal 2013 lasse erkennen, dass Unternehmen abwarten, wie sich die europäische Wirtschaftslage entwickelt, geht aus der jüngsten Umfrage der Zeitarbeitsfirma unter rund 750 Personalverantwortlichen in Österreich hervor. Zwar würden noch immer Mitarbeiter gesucht, aber man merke eine Zurückhaltung im Vergleich zu den vergangenen Quartalen, heißt es am Dienstag in einer Aussendung.
Schritt für Schritt ins Studentenleben Gemischte Chancen am Jobmarkt „Zukünftige Studierende können bereits aus dem Ausland Termine mit Banken oder Versicherungen bequem und direkt über den Guide arrangieren“, erklären die Unternehmensgründer Richard Ludmer, Martin Mössmer und Alexander Karakas. Zudem biete die Plattform die Möglichkeit, sich mit anderen Studierenden zu vernetzen und per „Response“ und „Like“ nach Art der Social Media-Welt zu kommunizieren. www.stepbystepguide.eu Martin Mössmer, Richard Ludmer und Alexander Karakas gründeten Feels Like Home.
ist heuer speziell von einigen Firmenschließungen betroffen“, so Erich Pichorner, Österreich-Chef von Manpower. Auch in Wien ist der Ausblick für den Herbst negativ. Besonders gefragt sind Bewerber aus den Bereichen Energieversorgung und Finanzwesen/Dienstleistungen, geht aus der Befragung hervor. Im Sektor Hotellerie und Gastronomie hingegen schwächelt der Ausblick. (APA)
Promotion
6% der befragten Personalisten haben vor, den Mitarbeiterstand im kommenden Quartal zu erhöhen, 5% planen eine Verringerung. Große Unterschiede zeigt der Manpower-Beschäftigungsausblick im Bundesländer-Vergleich: Zuwachs erwarten die Personalisten in Vorarlberg, Tirol und Oberösterreich. Die schwächsten Jobaussichten werden aus Salzburg und Kärnten gemeldet. „Kärnten
© Manpower/Michael Hetzmannseder
Netto-Plus: ein Prozent
Erich Pichorner: „Kärnten ist heuer speziell von Firmenschließungen betroffen.“
„Du Trottel sagt sich leichter als Sie Trottel“ – ein Satz, den man häufig von Gegnern des allzu lockeren Umgangs in Unternehmen zu hören bekommt. Mag stimmen. Wie steht es aber tatsächlich um den persönlichen Umgang in der österreichischen Arbeitswelt? karriere.at befragte dazu seine User per Online-Voting. Das Ergebnis ist ebenso überraschend wie eindeutig: Es scheint nämlich das DuWort über weiteste Strecken Standard zu sein. So gaben 58 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass in ihren Arbeitsumgebungen alle auf Du und Du wären. Jeder Fünfte sagt, dass lediglich ausgewählten Mitarbeitern das Du-Wort von Vorgesetzten angeboten würde. Elf Prozent müssen ihre Führungskräfte generell „siezen“. Und neun Prozent berichten, dass es vom Alter der Beteiligten abhänge, ob das persönliche „du“ oder doch das förmliche „Sie“ zur Anwendung kommt. Die Ergebnisse können als Indiz für den Wandel im Verhältnis FührungskraftMitarbeiter gesehen werden. „Früher stand eher die Rolle des Anweisungen gebenden Vorgesetzten im Vordergrund. Heute festigen Führungskräfte ihren Status in der Belegschaft viel stärker durch Empathie und Authentizität“, analysiert karriere. at-Geschäftsführer Jürgen Smid das Umfrageergebnis. Auch wenn sich die DuzKultur in Österreichs Unternehmen immer stärker etabliert – es sollten einige Regeln auf alle Fälle gelten. So darf kein einseitiges Du von Führungskräften zu Mitarbeitern gelten. Auch sollten Duz- und Siez-Regeln einem gewissen System folgen, das auch für Mitarbeiter nachvollziehbar ist. Und: Ein einmal angebotenes Du-Wort gilt auf Lebenszeit.
© Feels Like Home
börse
Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.
Elena Sophie Amashaufer (31) übernahm mit August 2013 bei der meinKauf GmbH die kaufmännische Projektleitung des von der FFG geförderten Forschungsprojekts zur Entwicklung eines Data Driven Software-Systems für den Einzelhandel.
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Franz Fidler FH St. Pölten
© FH St. Pölten
meinKauf
© meinKauf
Klaus Zimmermann (53) verstärkt ab sofort den Bereich Industrie Consulting beim Industrieunternehmen Festo Österreich. Der Fokus seines künftigen Betätigungsfelds liegt in der Prozessoptimierung von KMU.
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Elena S. Amashaufer
Franz Fidler ist seit September mit den Leitungsaufgaben im Master-Studiengang „Digitale Medien technologien“ an der FH St. Pölten betraut. Zuletzt war er u.a bei Global Bright Media GmbH Technischer Direktor.
Arabella Eichinger Schönherr
© Schönherr
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Klaus Zimmermann Festo
© Festo
job
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Arabella Eichinger (42) trat mit Anfang September als Counsel bei Schönherr ein. Eichinger ist auf die rechtliche Beratung und Begleitung nationaler und internationaler Immobilienentwicklungsprojekte und -trans aktionen spezialisiert.
A r b e i t s ma r k t
78 – careernetwork
Freitag, 20. September 2013
Kreativausbildung Der Professional MBA Marketing & Sales an der WU Executive Academy geht im Oktober in die nächste Runde
„Das Silodenken ablegen“
© WU Executive Academy
Ferdinand Klauser und Leiterin Barbara Stöttinger über die Herausforderung der Kreativwirtschaft.
B. Stöttinger ist wissenschaftliche Leiterin des Professional MBA Marketing & Sales.
Wien. Die Kreativwirtschaft gilt gemeinhin als ein bedeutender Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Österreich. Doch Kreativität und Talent allein sind noch keine Garantie für finanziellen Erfolg: „Unternehmen, die nachhaltig erfolgreich sein wollen, müssen besonderes Augenmerk auf die Schnittstellen zwischen verschiedenen Disziplinen, Bereichen und Sektoren legen, denn genau dort sind die Zugewinne oder Verluste an Wirtschaftlichkeits- und Innovationspotenzial am größten“, erklärt Ferdinand Klauser. „Kreative, die im aktuellen Wirtschaftsumfeld erfolgreich sein wollen, sind
gefordert, das Silodenken zu überwinden und ihre quantitativen und analytischen Fähigkeiten auf den neuesten Stand zu bringen; nur mit Bauchgefühl lassen sich die Puzzleteile nicht zusammenfügen“, so der Berater und ehemalige Eigentümer der Kommunikationsagentur „die freundschaft“.
„Erfolgreiche Strategie“ Aus diesem Grund habe Klauser auch den Professional MBA Marketing & Sales an der WU Executive Academy absolviert – und „vom betriebswirtschaftlichen Knowhow und den praktischen Marke-
ting- und Vertriebsinstrumenten, die vermittelt werden, profitiert“, wie er betont. „Die WU Executive Academy hat erkannt, was Kreative brauchen“, so Klauser. „Kreative sind in zunehmendem Maße gefordert, die Unternehmen ihrer Kunden über den eigentlichen Kernbereich der kreativen Arbeit – z.B. Kommunikation – hinaus zu erfassen“, erklärt Barbara Stöttinger, wissenschaftliche Leiterin des Professional MBA Marketing & Sales. „Eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie lässt sich nur dann entwickeln, wenn man die Konsumentengruppen und deren Bedürfnisse und Wünsche genau
JOBTICKER JOBTICKER
kennt und im Detail versteht, sie zu befriedigen weiß und den Kunden diesbezüglich die richtigen Fragen stellt.“ Zusätzlich zur Vermittlung dieser Skills lege man während des Programms ein besonderes Augenmerk auf strategischen Vertrieb: „Kreativwirtschaftliche Dienstleistungen gehören für gewöhnlich zu jenen Budgetposten, die der meisten Argumentation bedürfen und bei denen es als erstes zu Einsparungen kommt. Zu wissen, wie man effektiv verkauft, ist für Kreative somit von entscheidender Bedeutung, auch wenn es sie in der Regel nicht so sehr interessiert. Bei uns erwerben sie das strategische Verständnis und Instrumentarium, um Kunden den Wert ihrer Dienstleistungen entsprechend vermitteln zu können“, so Stöttinger abschließend. Der nächste Professional MBA Marketing & Sales startet im Oktober. (red) www.executiveacademy.at
3M Gehörschutz-Reihe
Neue Modelle
Call Center Trainer für KommunikationsCall Trainer für Kommunikations(m/w) und Center Produktschulungen und Produktschulungen (m/w) UPC Austria UPC Austria Dienstsitz: Österreich Dienstsitz: Österreich
Head of Marketing High Voltage Power Head of Marketing High Voltage Power (m/w) Conversion Conversion (m/w) ,QÀQHRQ 7HFKQRORJLHV $XVWULD $* ,QÀQHRQ 7HFKQRORJLHV $XVWULD $* Dienstsitz: Villach Dienstsitz: Villach
Marketing & Shop Manager Marketing & Shop Manager Österreichische Post AG Österreichische Post AG Dienstsitz: Wien Dienstsitz: Wien
(m/w) (m/w)
Wien. 3M erweitert seine Peltor LiteCom Gehörschutz-Serie: Wie die bisherigen Produkte der LiteCom-Serie (etwa das WS LiteCom und das LiteCom Pro II) ermöglichen sowohl das 3M Peltor LiteCom-Headset als auch das Modell 3M Peltor LiteCom Plus eine drahtlose Kommunikation mit anderen LiteCom Headsets und tragbaren Funkgeräten auch unter Lärmbelastung, wie der Hersteller betont. Das Einstiegsmodell 3M Peltor LiteCom hat ein integriertes Funkgerät mit acht Haupt- und 38 Unterkanälen, sendet auf der PMRFrequenz 446 MHz und hat eine Reichweite von bis zu 3.000 m.
Seit September erhältlich Der 3M Peltor LiteCom Plus Kapselgehörschutz verfügt wiederum über einen wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akku mit passendem USB-Ladegerät. Die zwei Außenmikrofone können Umgebungsgeräusche wie beispielsweise Warnsignale übertragen, heißt es seitens 3M. Gesendet wird auf acht Kanälen in PMR-Frequenz (446 MHz) mit 121 Unterkanälen oder mit 69 Kanälen in LPD-Frequenz (433 MHz). Ein externer Audioeingang ermöglicht den Anschluss eines externen Telefons oder eines tragbaren Funkgeräts. Die im Einstiegs- und mittleren Segment angesiedelten Modelle 3M Peltor LiteCom und 3M Peltor LiteCom Plus sind seit Anfang September im Handel erhältlich. www.3marbeitsschutz.at
© 3M
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Der 3M Peltor LiteCom Gehörschutz für drahtlose Nahbereichskommunikation.
W e it e r b i l d u n g
Freitag, 20. September 2013
careernetwork – 79
Fremdsprachen Was für Zuwanderer gelten soll, wenden Österreicher nur ungern bei sich selbst an: Sprachzertifikate haben niedrigen Stellenwert
Sprachnachweise sind unbeliebt Nur 22 Prozent besitzen hierzulande einen Nachweis ihrer Sprachkenntnisse. vorstehende Auslandsaufenthalte oder bessere Arbeitsmarktchancen werden als Motive für die Absolvierung eines Sprachzertifikats genannt. Das Vorhaben, ein Sprachdiplom zu absolvieren, artikuliert nur jeder fünfte Befragte. Mehr als die Hälfte weiß, dass sie niemals ein Sprachdiplom absolvieren wird.
Geringes Wissen Das Wissen über standardisierte Sprachzertifikate ist in Österreich nicht sehr verbreitet. Sogar die Hälfte der österreichischen Akademiker hat noch nie etwas
vom Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen gehört. 21% haben zwar davon gehört, kennen die Bedeutung aber nicht. Nur 28% sind eingehend über die Kompetenzstufen informiert.
Diplome aus der Schulzeit Halbwegs bekannt sind vor allem jene Zertifikate, die in der Schulzeit absolviert wurden, wie das Cambridge Certificate oder TOEFL. Der Sprachtestentwickler Telc – Auftraggeber der Befragung – hat etwa mit einem Bekanntheitsgrad von 8% noch einiges an Entwicklungspotenzial. (lw)
© Panthermedia.net/Angelika Bentin
Wien. Wer sich Österreichischer Staatsbürger nennen will, muss seine Deutschkenntnisse unter Beweis stellen. Mindestens das Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen ist zur Erlangung der Staatsbürgerschaft notwendig. Wer aus Drittstaaten zuwandert, muss bereits vor dem Zuzug Deutschkenntnisse auf dem Niveau A1 nachweisen. Fast drei Viertel der vom Makam Marktforschungsinstitut befragten Österreicher finden es richtig, dass Zuwanderer ein Sprachzertifikat vorlegen müssen, bevor sie die Staatsbürgerschaft bekommen. Auf die Frage nach dem eigenen Sprachzertifikaten können allerdings nur 22% der Befragten mit Maturaniveau positiv antworten: Sie haben ein Sprachzertifikat in einer Fremdsprache absolviert. Der persönliche Nutzen von Sprachnachweisen ist den Österreichern nicht sehr bewusst: Be-
Vom Europ. Sprach-Referenzrahmen haben viele Österreicher noch nie gehört.
Tourismus Austausch
Gastro-Jobbörse Graz. Die Wintersaison in Kitzbühel, die Sommersaison an der Ostsee und dazwischen für drei Monate aufs Kreuzfahrtschiff: In wenig anderen Berufssparten ist Job-Hopping so verbreitet wie in der Tourismus-, Hotellerie-, und Gastronomiebranche. Das Magazin Oscars hat jetzt eine spezielle Plattform für Gastro-Stellensuche gelauncht. Auf „oscars.at/job-boerse“ finden Jobsuchende im Gastro-Bereich über 1.000 Stellenangebote aus dem deutschsprachigen Raum und international. Bewerber können sich kostenlos auf der Plattform registrieren, Stellen vergleichen und den nächsten Schritt planen. Auch Unternehmen aus dem Gastronomie-Bereich haben dort die Möglichkeit, spezialisierte Fachkräfte zu finden.
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Ausgezeichnet
Wien. Das Physiklernspiel „Ludwig“ von ovos wurde unlängst mit dem „World Summit Award“ ausgezeichnet: Mit dem von den Vereinten Nationen initiierten Preis werden Contents ausgezeichnet, die sich besonders um die Umsetzung der vom World Summit on Information Society (WSIS) formulierten Ziele verdient machen. Die hochrangig besetzte Jury wählte das Lernspiel aus 461 eingereichten Projekten aus 168 Ländern in die Kategorie „e-Entertainment & Games“.
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© Ovos
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freitag, 20. september 2013
mehr als schöner schein
schöne augenblicke
Europäer sehen in Luxusgütern einen wichtigen Wirtschafts- und Jobmotor Seite 9
Marcolin startet in Mailand mit neuem Showroom-Konzept „Eye Style“ Seite 21
© Marcolin
© Getty Images/Montblanc
medianet
Hot & cool luxuriös unterwegs © Jaguar
© Getty Images/Carrera y Carrera
Gute Anlage
Glanz für das Portfolio In den letzten Jahren haben neben den Luxusunternehmen auch die Anleger an den Börsen von der wachsenden Spendierfreudigkeit der Konsumenten profitiert. In Zukunft könnten die Renditen allerdings etwas kleiner ausfallen. Seite 4
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Beziehungsarbeit Das neue heimische Schmucklabel Aenea hat sich auf Hochkäratiges im Zeichen der Liebe spezialisiert.
Geschmackvoll die Kunden einkochen Das neue Markenzentrum von Gaggenau zelebriert Kochkunst auf höchstem Niveau.
© B&B Italia
Schmucke
© Gaggenau
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Erste Adresse für edlen Wohnkomfort
Neuer B&B Italia Maxalto Store bringt Dolce Vita und italienisches Wohndesign nach Wien.
Lu x u r y w o rl d
Freitag, 20. September 2013
luxury brands&retail – 3
Editorial
© Global Refund
Garantiert Luxus im Portfolio die Rendite?
Fendi zieht um und bündelt seine Marke unter einem Dach. Doch das Dach ist ein Problem: Es sitzt auf einem Bauwerk, das das faschistische Mussolini-Regime für die Weltausstellung 1942 entwerfen ließ.“
Peter Mosser
© Daimler
top 10
Geklaute Boliden Das National Insurance Crime Bureau hat kürzlich eine Studie zu den „Most Stolen Luxury Cars“ in den USA veröffentlicht. Die Studie erfasst den Zeitraum vom 1. Jänner 2009 bis 31. Dezember 2012. In diesen vier Jahren wurden insgesamt 4.384 Luxusschlitten gestohlen, die meisten (1.063) in Kalifornien, und die bei Langfingern begehrtesten Autos in den USA waren:
Marke & Typ 1. Mercedes-Benz C-Klasse 2. BMW 3er Serie 3. Inifiniti G 4. Mercedes-Benz E-Klasse 5. Cadillac CTS 6. BMW 5er Serie 7. Lincoln MKZ 8. Acura TSX 9. Lexus IS 10. Mercedes-Benz S-Klasse
gestohlen
© Global Refund
A
uch an dieser Stelle haben Sie es bereits gelesen: Die Luxusbranche scheint weitgehend krisenresistent und verspricht selbst dann Börsengewinne, wenn sich die restliche Weltwirtschaft auf Talfahrt befindet. Mit Monika Rosen, Chefanalystin der Bank Austria Private Banking, haben wir dieses Phänomen diskutiert und daraus ist die Coverstory dieser Ausgabe entstanden, zu lesen ab der nächsten Seite. Basis für die mitunter antizyklische Entwicklung von Luxusaktien ist das stetige Wachstum des luxuriösen Topsegments. Der Radar für neue Märkte, die von Luxusunternehmen rasch und effizient bedient werden, ist immer scharf und am vielzitierten Beispiel China wird die Lust auf Luxus in diesen Ländern offensichtlich: Im Vergleich zu den Gutbetuchten in Europa oder den USA gibt der chinesische Luxuskonsument per anno achtmal mehr für Premiumware aus. Dies und der Umstand, dass das Luxussegment unvergleichliche Margen von 20% (Topspirituosen) bis 40% (Exklusive Lederwaren) erzielt, sind Grundlage für das offenbar krisensichere Anlagemodell Luxus.
Das neue Fendi-Heim: ein neoklassizistisches Bauwerk mit 68 Metern Höhe sowie 216 Rundbogenarkaden auf sechs Stockwerken.
Fendis Faschismusbau
Mutig Das Modehaus zieht ins Palazzo della Civiltà Italiana Niro – ein Bauwerk des Mussolini-Regimes. Alexandra Binder
Wien. Der Luxus-Moderiese Fendi schreibt 2013 bereits zum zweiten Mal abseits seines Kerngeschäfts Schlagzeilen. Wurde er noch Anfang des Jahres für das angekündigte Sponsoring der Restaurierung des Trevi-Brunnen viel beklatscht (im Rahmen der „Fendi for Fountains“-Kampagne sollen Roms historische Brunnen erhalten werden), hagelt es jetzt umso herbere Kritik. Und zwar dafür, dass Fendi seine Marke unter einem Dach bündeln will und mitsamt seinen 400 römischen Mitarbeitern umzieht. Das neue Dach ist nämlich kein unproblematisches. Denn naturgemäß zieht Fendi nicht irgendwo hin. Nein, man mietet sich ab 2015 ausgerechnet im Palazzo della Civiltà Italiana ein. Das umgangssprachlich als Colosseo Quadrado betitelte Bauwerk gilt als ein Symbol und Denkmal faschistischer Architektur.
Geschichtsträchtigkeit Dass das ,viereckige Kolosseum‘ nach Abschluss der aktuellen Renovierungsarbeiten für mindestens 15 Jahre das römische Modehaus beherbergen soll, findet nicht nur die publizistische Welt abseits von Italien hinterfragenswert. Die Kri-
prada spa
tik ist einfach nachzuvollziehen: Wurde der Bau doch während des faschistischen Mussolini-Regimes für die Weltausstellung 1942 entworfen, um auf internationaler Ebene für den Faschismus zu werben. Erdacht und zum Leben erweckt haben den Civiltà Italian die Architekten Giovanni Guerrini, Ernesto Bruno La Padula und Mario Romana. Auffällig ist die imposante und faszinierende Symmetrie. Jede Seite enthält eine Fassade mit 6 x 9 Rundbogenarkaden. Wobei man sich erzählt, dass die verwendeten Zahlen kein Zuall sein sollen: 6 senkrecht für die Buchstaben in „Benito“ und 9 waagerecht für „Mussolini“.
Unbefangener Umgang Im Land selbst wird bekanntermaßen ja eher locker mit der faschistischen Vergangenheit umgegangen, wie auch Planungsund Architektursoziologe Harald Bodenschatz bestätigt. Er meint nicht nur: „In Italien wird das schwarze Erbe der Mussolinizeit heute eher wohlwollend betrachtet“, sondern geht sogar noch einen Schritt weiter in seiner Einschätzung: „Oft werden die Zeugnisse der Zwischenkriegszeit wegen ihrer schönen Form bewundert oder gar als Beweis für die
,Größe‘ des Regimes beschworen.“ Ein Beispiel für die kaum glaubliche Unbefangenheit der Italiener sei die kleine, an ein breites Publikum gerichtete Broschüre „La Roma di Mussolini“ von Armando Ravaglioli aus dem Jahr 1996, die an touristischen Orten noch heute für einen Euro verkauft würde: „Dort feiert der Autor die meisten Projekte des faschistischen Städte-
„In Italien wird das schwarze Erbe der Mussolinizeit heute eher wohlwollend betrachtet.“ harald Bodenschatz Architektursoziologe
baus teils geradezu überschwänglich. Die Sportstadt nennt er das ,beste Ergebnis‘ des faschistischen Städtebaus in Rom, den Stadtteil EUR (Anm: in ihm liegt das neue Fendy-Headquarter) ein ,grandioses Ausstellungsquartier‘.“ Fendi-CEO Pietro Beccaris nahm zum Thema noch keine Stellung, ließ aber noch vor Kurzem anläss-
bang&olufsen a/s
485 471 405 381 326 256 226 190 177 163
Quelle: http://www.motorauthority.com/ news/1085909_mercedes-c-class-tops-listof-most-stolen-luxury-cars-in-new-study
Alexandra Binder
Patrizio Bertelli, Vorstand des italienischen Luxusartikelherstellers Prada mit Sitz in Mailand, kündigte an, das Filialnetz international weiter auszubauen. Besser noch Hände weg von Bang & Olufsen: Für den Hersteller von Luxus-Audiosystemen bleibt es schwierig.
lich der Präsentation des Fendi for Fountains-Projekts wissen: „Wir fühlen uns sehr eng mit der Stadt verbunden.“ Eine Aussage, die mit dem Umzug in den Mussolini-Bau jetzt einen eigenwilligen Nachgeschmack bekommt.
Jahresmiete: 2,8 Mio. Euro Dort werden künftig übrigens nicht nur Büros untergebracht, sondern auch 1.000 m� als Ausstellungsfläche genutzt. Kolportierte 2,8 Mio. € soll die Anmietung des Faschismus-Wahrzeichens pro Jahr kosten. Dafür besteht es dann aber auch aus Travertin-Marmor, einem Material, das sich auch in den quer über den Globlus verstreuten Filialen des Luxus-Labels wiederfindet. Der Umzug ins eher nüchtern und streng wirkende Gebäude ist übrigens Teil des 90-jährigen Firmenjubiläums von Fendi. Und das wird groß gefeiert.
FactS Alexandra Binder beschäftigt sich als studierte Politik- und Geschichtswissenschaftlerin seit Mitte der 1990er-Jahre journalistisch mit Nachhaltigkeitsthemen und publiziert ihre Beobachtungen, Rückschlüsse & Analysen in medianet und anderen Medien. www.xing.com/profile/alexandra_binder
glück und glücklos Nicht nur der Teufel trägt Prada (ISIN: IT0003874101). Die Prada-Luxusartikel sind gerade in Asien sehr in. Dies ließ den Umsatz im ersten Halbjahr um 11,6% auf 1,7 Mrd. USD steigen. Aber auch in den USA und Europa lief es besser als im Vorjahr. Glücklos ist derzeit der dänische Luxus-Elektronikhersteller Bang & Olufsen (ISIN: DK0010218429): Er stellt sich nach einem neuerlichen Verlust (in fünf Jahren gab es drei Mal rote Zahlen) auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2013/14 ein. Umstrukturierungen bringen aber die Geschäftsmarge aus dem Minus, heißt es.
lu x u r y c ov e r
4 – luxury brands&retail
Freitag, 20. September 2013
short
© Hilton Hotels
Hilton Hotels sollen wieder an die Börse
© Italia Independent
Gute Aussichten für Lapo Elkann
Italia Independent startet erfolgreich an der Mailänder Börse.
Turin, Mailand. Im Vergleich zu anderen Modemarken ist Italia Independent, das Unternehmen des Fiat-Erben Lapo Elkann, ein kleines Licht. 2012 wurde ein Umsatz von 15,7 Mio. Euro und ein Gewinn von knapp drei Mio. Euro erzielt. Aber Elkann hat viel vor: In den nächsten drei Jahren soll kräftig expandiert werden. Das Geld dafür hat er sich Ende Juni an der Mailänder Börse geholt. Rund ein Viertel der Aktien (Ausgabekurs 26 Euro) des Unternehmens wurden verkauft. Hauptgeschäft sind Brillen, deren Namen – etwa I-Velvet, I-Teen oder I-Ultra – an AppleProdukte erinnern. In Kürze kommt eine Capsule-Collection aus Sonnenbrillen und optischen Brillen, die in Zusammenarbeit mit Karl Lagerfeld entstanden ist, auf den Markt. Zum Sortiment gehören noch Accessoires und Shirts sowie Mode- und Lifestyleprodukte in Kooperation mit anderen Unternehmen, wie etwa Bear oder Vertu. Verkauft wird über einen Online-Store, den Flagship-Store in Turin sowie über den exklusiven Fachhandel. http://italiaindependent group.com
Edle Uhren, teure Mode, kostbarer Schmuck oder Luxusautos – womit sich Luxusshopper gern verwöhnen, füllt gleichzeitig auch die Kassen der Aktionäre.
Mit Luxusgütern werden Anleger reich Nobelware lässt man sich gern viel kosten, man kann an ihr aber auch gut verdienen. selbst auch von dieser Spendierfreudigkeit profitieren zu wollen und so mancher mag ein Investment in Luxusaktien in Erwägung zu ziehen. Jene, die das schon getan haben, sind mit dieser Strategie meist gut gefahren. „Vergleicht man den Luxusaktien-Index etwa mit dem MSCI World, dann zeigt sich, dass Luxusaktien im Zeitraum von 2008 bis 2012 die allgemeinen Aktien deutlich geschlagen haben”, erläutert Monika Rosen-Philipp, Chefanalystin im Private Banking der Bank Austria. Man müsse aber bedenken, dass historische Entwicklungen wenig Aussagekraft hinsichtlich der zukünftigen Performance hätten. Vergleicht man die Kursentwicklungen seit Jahrenbeginn, zeigt sich, dass Luxus immer noch vorn liegt, der Abstand zu den normalen Aktien aber kleiner geworden ist. Rosen-Philipp dazu: „Es könnte also sein, dass nach einigen Jahren der Outperformance jetzt eine Phase folgt, in der Luxus nicht mehr besser läuft als der Markt.” Denn ein verbrieftes Recht auf Erfolg hat man auch nicht in der Oberliga. „Kein Sektor stellt grundsätzlich und unter allen Umständen eine gute Anlage dar. Denn ebenso wie eine edle Uhr, eine exklusive Handtasche oder ein teures
Britta biron
Wien/Paris/New York. Die aktuellen Zahlen der Luxusgüterhersteller zeigen ein seit Jahren bekanntes Bild: Es geht weiter bergauf. Der Branchengigant LVMH hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr um acht Prozent auf 13,7 Mrd. Euro gesteigert. Das Ergebnis legte um zwei Prozent auf 2,7 Mrd. Euro zu. Bei Konkurrent Kering hat die gute Entwicklung der Luxussparte rund um Gucci, Bottega Veneta & Co die Schwäche von Puma ausgebügelt und für ein Umsatzplus von 1,4% auf 4,7 Mrd. Euro und einen Nettogewinn von 843 Mio. Euro (+ 2,3% gesorgt.
„Die Zeit der Outperformance von Luxusaktien könnte jetzt vorbei sein.“ monika rosen-philipp chefanalystin banK austria private banking
Auch bei Hermès läuft es glänzend. Der Nettogewinn stieg zwischen Jänner und Juni um 13,9% auf 381,7 Mio. Euro. Über gute Geschäfte freut man sich auch beim Schweizer Uhrenkonzern Swatch: Der Umsatz des ersten Halbjahrs liegt mit 4,181 Mrd. CHF (rd. 3,383 Mrd. Euro) um 8,7% über dem schon sehr starken Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn kletterte um 6,1% auf 768 Mio. CHF (rd. 621 Mio. Euro).
Luxus schlägt Normalos Zwar fällt die Wachstumskurve heuer etwas flacher aus als in den Vorjahren, aber die Zahlen zeigen deutlich, dass Luxusgüter bei den Konsumenten noch immer hoch im Kurs stehen. Da liegt es nahe,
Auto ja auch nur Konsumartikel sind, gehören auch Aktien aus dem Luxussegment zu den Konsumwerten, die dann profiteren, wenn eine Erholung bzw. ein Aufschwung im Konsum erwartet wird”, erläutert die Analystin und betont bewusst das Wort „erwartet”.
Erwartungshaltung Denn aktuelle Erfolgsmeldungen von Unternehmen sind nur eine Seite der Medaille „Aktienkurs”. „Aktienkurse beinhalten immer die Erwartung der zukünftigen Erträge, sie sind nie nur eine Reflexion der Vergangenheit. Für weitere Kursanstiege muss nämlich auch der Ausblick stimmen, denn das Papier steigt nur weiter, wenn die Erträge auch in Zukunft sprudeln”, erklärt Rosen-Philipp. Dabei spielt neben der Selbsteinschätzung der Unternehmen das Vertrauen der Anleger in die künftige Entwicklung eine Rolle. „Die Börse setzt ja keine Trends, sondern spiegelt sie wider. Insofern kann es durchaus vorkommen, dass ein Unternehmen zwar gute Ergebnisse aufweisen kann, die auch den Erwartungen entsprechen, der Kurs aber dennoch fällt”, führt Rosen-Philipp weiter aus. Dass die Sache mit dem Vertrauen nicht so einfach ist, zeigt das Bei-
© medianet/Szene1/www.katharinaschiffl.com
New York. 26 Mrd. USD ließ sich Finanzinvestor Blackstone 2007 den Kauf der Hilton-Hotels kosten, laut Informationen, die unter anderem dem Wall Street Journal und der New York Times zugespielt wurden, soll jetzt an der Börse Kasse gemacht werden. Vier Banken, darunter Goldman Sachs oder die Deutsche Bank, seien bereits mit den Vorbereitungen beauftragt worden. Preis und Termin stehen noch nicht fest, gemunkelt wird, dass der IPO – angesichts der Größe und Bedeutung der Hilton-Gruppe wohl einer der größten der jetzigen Zeit – schon Anfang 2014 über die Bühne gehen könnte. Zu dem von Conrad Nicholson Hilton 1919 gegründeten Unternehmen gehören zehn Hotelmarken, darunter Waldorf Astoria, Hilton oder Double Tree, mit rund 3.900 Hotels und insgesamt etwa 650.000 Zimmern in 90 Ländern. www.hiltonworldwide.com
© Piaget; Glashütte / Montage: B. Schmid
Das zu Hilton gehörende elegante Waldorf Astoria in New York.
Monika Rosen-Philipp: Für eine Kurssteigerung muss auch der Ausblick positiv sein.
spiel des indischen Tata-Konzerns, der 2008 die damals recht angeschlagenen britischen Auto-Ikonen Jaguar und Land Rover übernahm. Rund 2,3 Mrd. USD ließ es sich Firmeneigentümer Ratan Tata kosten, seine Autosparte, die bis auf eher unluxuriöse Lkws, Busse und Kleinwagen mit diesen Marken aufzuputzen. Zu teuer, keine Erfahrung mit Luxusmarken und dann auch noch die Finanzkrise, wo Tata nochmals eine Milliarde nachschießen musste – schlicht ein Irrsinn. Viele waren skeptisch, dass das ein Erfolg werden könnte. Heute ist klar, dass Tata eine der erfolgreichsten Sanierungen der Autoindustrie hingelegt hat. Jaguar und Land Rover stehen besser da als je zuvor.
Am Haken von China Profitiert hat aber die gesamte Luxusbranche von den Schwellenländern. Vor allem chinesische Konsumenten sorgen seit Jahren als Big Spender für klingende Kassen und China steht bei fast jedem Unternehmen auf der Expansionsliste ganz oben. „Dass Prada 2011 bezeichnenderweise in Hongkong an die Börse gegangen ist, nahmen viele als Indiz für die wachsende Bedeutung, die Asien, und besonders China, für das Luxussegment hat. Der Aufstieg der Schwellenmärkte war sicher ein genereller Zug der Zeit, der in den letzten Jahren alle Luxus-Aktien beeinflusst hat“, sagt die Börseexpertin. Bei Luxusuhren werden seriösen Schätzungen zufolge 32% der Umsätze in China gemacht, zudem wird fast jede zweie Nobeluhr in Europa von einem chinesischen Shoppingtouristen gekauft. Aber auch hier gilt: Der Erfolg hat seinen Preis. In diesem Fall bedeutet das, dass die Luxusunternehmen immer abhängiger von den chinesischen Käufern geworden sind. „Wenn es in China eine Enttäuschung bei den Wachstumszahlen gibt, schlägt das auf den Kurs von Luxusaktien sehr wohl durch“, so Rosen-Philipp.
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Freitag, 20. September 2013
luxury brands&retail – 5
Moncler Frisches Geld für weitere Expansion
© Dorotheum
Erfolg ist federleicht
Schmucke Raritäten bringen ihren Besitzern nicht selten satte Gewinne.
Als Anlage können Luxusartikel aber auch abseits der Börse funktionieren. So hat etwa Classic Data errechnet, dass edle Oldtimer in den letzten fünf Jahren ihren Wert um weit über 50% gesteigert haben. Ein früher Porsche 928 ist heute etwa mit 12.600 Euro 75% mehr wert als 2008. Ein Porsche 911 Carrera RS kostete 1972 knapp 38.000 DM, also rund 18.900 Euro, heute muss man für ein gut restauriertes Modell stolze 215.000 Euro bezahlen. Interessant können auch Uhren sein. So erzielen etwa Modelle der Rolex Daytona, die Mitte der 70er Jahre um umgerechnet 625 Euro zu haben waren, heute Preise von mehr als 25.000 Euro. Die renommierte Financial Times hält auch Luxustaschen für durchaus attraktive Anlageobjekte. So stieg der Wert der Speedy, einem der Bestseller von Louis Vuitton, in drei Jahren um fast ein Fünftel. Eine Vintage-Birkin Bag aus Krokoleder ging im Vorjahr beim amerikanische Shopping-Club „gilt.com“ um 43.000 Euro über den virtuellen Ladentisch.
Mailand. Laut Raffaele Jerusalmi, Chef der Borsa Italiana, könnte der für November geplante Börsegang von Moncler heuer der größte IPO in Italien werden. Der Wert des Modeunternehmens wird auf 2,5 bis drei Mrd. Euro geschätzt. „Modelabels brauchen oft eine gewisse Zeit, bis sie bekannt genug sind, um an die Börse gehen zu können“, sagt Monika Rosen-Philipp, Chefanalystin Private Banking der Bank Austria. Diesbezüglich sollte es keine Probleme geben. Die Umsätze steigen kontinuierlich, im ersten Quartal 2013 etwa um 16,2% auf 125,6 Mio. Euro, und sowohl Retail (heuer wurden unter anderem neue Stores in Shanghai, auf Sylt und in Mailand eröffnet) als auch die Produktpalette werden ausgebaut.
Pünktlich zur Eröffnung des neuen Flagship-Stores in Paris am 26. September wird Moncler seine erste Sonnenbrillen-Kollektion vorstellen. Entworfen wurden die zum Teil futuristisch anmutenden Shades von US-Musiker Pharrell Williams, dessen kreatives Talent von Moncler-Boss Remo Ruffini sehr geschätzt wird, und der für die Trendmarke 2009 bereits eine Capsule-Collection designt hat. www.moncler.com
© Montcler
Neue Stores & neue Produkte
Die trendigen Daunenjacken stehen bei Luxusshoppern hoch im Kurs.
TR AUM | EWIGKEIT
Schmucke Gewinne Ein Diamant ist unvergänglich, heißt es in der Werbung und neben Edelmetallen ein klassisches Anlageobjekt. Aber selbst Modeschmuck kann beim Verkauf einen ordentlichen Gewinn bringen. Im März wurden 60 Broschen, Colliers und Armbänder aus Musterkollektionen, die von der Schmuckwarengenossenschaft Neugablonz für Modehäuser wie Dior, Pricharé oder Vendome in den 60er- und 70er-Jahren gefertigt wurden, verkauft. Bei einem kleinen Armband von Pricharé, ausgerufen mit 160 Euro, lag das höchste Gebot schließlich bei 875 Euro. Spitzenreiter mit 2.250 Euro war ein mit kleinen, farblosen Steinen und einem großen violetten SwarovskiKristall versehenes Dior-Collier. Allerdings darf man nicht vergessen, dass der Markt für Sammlerstücke für den Laien meist ebenso undurchschaubar ist, wie jener der Aktien. Ob ein Stück das Zeug zum künftigen Kultobjekt hat, mit dem man sich eine goldene Nase verdienen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Auf jeden Fall kann man sie aber zur eigenen Freude nutzen – und das ist ja auch etwas wert –, und der reine Materialwert ist sicher höher als bei den Wertpapieren.
© Bulgari
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6 – luxury brands&retail
Freitag, 20. September 2013
Hot & Cool Stil
Flott
mercedes
fiat abarth
porsche
wiesmann
rolls-royce
S-Klasse
Edizione Maserati
911
GT MF4-CS
Phantom
Das Produkt Der Begriff Ikone wird zwar mittlerweile recht inflationär verwendet, für den Porsche 911, der heuer seinen 50 Geburtstag feiert, ist er aber dennoch angebracht. Dabei wäre die Geschichte des legendären Sportwagens fast Anfang der 80er-Jahre zu Ende gewesen. Aber Porsche verwarf die Pläne, den Flitzer aufs Altenteil zu schieben – eine weise Entscheidung, denn Autofans fahren nach wie vor auf ihn ab. Der 911er war 2012 (einem Rekordjahr für Porsche) die Baureihe mit der höchsten Zuwachsrate: Die Verkäufe stiegen um 49% auf 26.203 Fahrzeuge. Heuer wurden zwischen Jänner und August bereits knapp 20.000 Fahrzeuge verkauft, seit 1963 liefen mehr als 820.000 911er vom Band. Aktuell werden auf der Internationalen Automobil-Ausstellung die neuen Modelle vorgestellt, darunter eine auf 1963 Stück limitierte Sonderedition oder neue Turbo-Modelle. Im Porsche Museum läuft noch bis 29. September eine Ausstellung, die anhand von 40 Fahrzeugen die Evolutionsgeschichte des Sportwagenklassikers zeigt.
Das Produkt Für anspruchsvolle Individualisten haben die Produkte großer Luxusmarken einen, allerdings entscheidenden, Nachteil. Es gibt sie in vergleichsweise großen Stückzahlen, was dem Sinn wahrer Exklusivität natürlich nicht entspricht. Aber ebenso wie in vielen anderen Segmenten, etwa Mode, Schmuck und Schuhe, kleine Manufakturen und Ateliers mit Kleinserien und Unikaten diese Angebotslücke schließen, gibt es das auch für den Autofan. Die deutsche Sportwagenmanufaktur Wiesmann hat sich auf solche automobilen Raritäten spezialisiert. Zum heurigen 25jährigen Firmenjubiläum gibt es die Clubsport-Version des Wiesmann GT MF4-S, den GT MF4-CS, ein auf nur 25 Stück limitiertes Sondermodell. Eine wahre Rennmaschine. Mit 420 PS und einem Leergewicht von gerade einmal 1.350 kg kommt der Bolide auf eine Spitzengeschwindigkeit von 293 km/h.
Das Produkt Die Notwendigkeit, sich einfach nur ein hochwertiges Fahrzeug zulegen zu wollen/müssen – mit solch banalen Kaufentscheidungen schlägt sich der typische Rolls-Royce-Kunde nicht herum, denn unbestätigten, aber durchaus glaubwürdigen Schätzungen zufolge besitzt er bereits sieben Autos der Luxusklasse. Auch die Aussicht darauf, Nachbarn mit einem Nobelschlitten zu beeindrucken, interessiert ihn in der Regel nicht. Vermutlich auch deshalb, weil die Villen der RR-Fahrer in weitläufigen Parkanlagen liegen, der Nachbar vielleicht selbst einen Rolls-Royce fährt und man in diesen Kreisen – wenn überhaupt – mit dem Privatjet oder der Rennyacht angeben kann. Aber gute Gründe zum Kauf eines Rolls-Royce finden sich offensichtlich immer, und auch immer öfter. Mit 3.575 Fahrzeugen konnte Rolls-Royce im Vorjahr einen weiteren Verkaufsrekord einfahren. Exzellent unterwegs ist auch das Bespoke-Programm zur exklusiven Individualisierung der Fahrzeuge: 95% aller „Phanton“ und 73% aller „Ghost” sind Maßarbeiten.
Das Produkt Nur ein Mercedes ist ein Mercedes – dieser Slogan mag ja vielleicht etwas banal klingen, bringt aber auf den Punkt, dass die Autos im Zeichen des Sterns in einer eigenen Klasse fahren. Zwar ist längst nicht alles aus dem Mercedes-Sortiment luxuriös, das ändert aber nichts daran, dass man rund um den Globus mit Mercedes fast schon reflexartig die automobile Oberklasse assoziiert. Das gilt ganz besonders für die S-Klasse, die 1972 offiziell mit der Baureihe 116 eingeführt wurde und seither eines der meistverkauften Fahrzeuge der Oberklasse ist. So wurden von der letzten Baureihe (der bisher erfolgreichsten), die zwischen 2005 und 2013 produziert wurde, mehr als 500.000 Fahrzeuge verkauft. Und für die neue S-Klasse, die heuer im Frühling vorgestellt wurde, lagen schon vor der Markteinführung im Sommer gut 20.000 Bestellungen vor – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass der Stern auch weiterhin hell strahlen wird. Die Zielgruppe Eingefleischte Mercedes-Fahrer und alle, die auf Technik, Qualität, Tradition und Stil sowie Wert legen und unter einem guten Stern unterwegs sein wollen.
Das Produkt „Size matters” – das mag in manchen Bereichen durchaus stimmen, und vor allem bei Luxusautos denkt man in erster Linie an eher großzügig dimensionierte Fahrzeuge. Doch angesichts knapper Parkplätze und dichtem Verkehr in den Städten steigt der anspruchsvolle Fahrer auch gern in einen Kleinwagen um. Allerdings nicht in einen x-beliebigen, denn auch kleine Autos können großen Anforderungen genügen hinsichtlich Fahrspaß, Kraft und Eleganz. Ein Paradebeispiel dafür ist der Nachfahre des legendären Fiat 500 in der spritzigen Abarth-Variante „Edizione Maserati”. Das perfekte Fahrzeug für alle, die auf offensichtlichen PS-Protz keinen Wert legen. Auf den ersten Blick ein chicer Kleinwagen, erst beim genauen Hinsehen fällt das dezente AbarthLogo auf, ein sicheres Indiz dafür, dass hier ordentlich Power unter der kleinen Motorhaube sitzt. Nämlich 180 PS. Mehr als genug, um anderen Verkehrsteilnehmern die sechseckigen, Maserati-typischen Auspuffrohre zu zeigen. Die Zielgruppe Alle, die gern flott unterwegs sein wollen, ohne zu protzen.
Rasant Unique
Die Marke Mercedes-Benz ist die bekannteste Marke der Daimler AG. Die Marke entstand Ende des 19. Jahrhunderts, erst als Fahrername des Daimler-Händlers Emil Jellinek, und wurde erstmals 1901 auch für die Fahrzeuge verwendet. Der Mercedes-Stern wurde 1909 als Warenzeichen eingetragen und ziert seit 1910 die Kühler der Fahrzeuge.
Die Marke Die Namensrechte des 1949 vom österreichichen Rennfahrer Karl (Carlo) Abarth gegründeten und auf Tuning spezialisierten Unternehmen gehören seit 1971 dem Fiat-Konzern, wo der Name für die besonders leistungsstarken Modell-Varianten steht. Zum italienischen Auto-Konzern gehören weiters die Luxusmarken Maserati und Ferrari und die GeländewagenIkone Jeep.
Die Zielgruppe Alle, die gern Gas geben. Die Marke Das 1931 von Ferdinand Porsche gegründete Unternehmen ist seit 2012 Teil des VW-Konzerns, zu dem mit Bentley, Bugatti und Lamborghini noch weitere legendäre Automarken im Luxussegment zählen. 2012 fuhr Porsche ein Rekordergebnis ein: Die Verkaufszahlen stiegen um 22% auf 143.096 Stück, der Umsatz um 27% auf 13,9 Mrd. € und das operative Ergebnis wuchs um 19% auf 2,44 Mrd. €.
Fazit S wie super!
Fazit Klein, aber oho!
Fazit Legende aus heißen Reifen.
Die Zielgruppe PS-Fans, die das Besondere schätzen. Die Marke 1988 von den Brüdern Friedhelm und Martin Wiesmann gegründet, produzierte das Unternehmen erst Hardtops für Cabrios (unter anderem für BMW), 1993 brachte man mit dem 1993 MTRoadster das erste eigene Auto auf den Markt. Bis auf den Antrieb (der kommt von BMW) werden alle anderen Komponenten selbst hergestellt – in jedem Fahrzeug stecken gut 350 Stunden Handarbeit. Bisher wurden rund 1.600 Fahrzeuge verkauft. Im August 2013 musste Wiesmann dennoch Insolvenz anmelden. Fazit Rasante Unikate.
Royal
Die Zielgruppe Vom Millionär aufwärts. Die Marke 1884 von Frederick Henry Royce und Ernest A. Claremont als F.H. Royce and Co gegründet, ist das Unternehmen nach diversen Umbenennungen, Fusionen und Verkäufen seit dem Jahr 2000 Teil der BMW Gruppe. Eigentümerin des Namens „Rolls-Royce“ ist aber noch immer die Rolls-Royce plc, Hersteller von Triebwerken, Turbinen und Generatoren. Fazit Noblesse oblige.
lu x u r y P r o d u c t
Freitag, 20. September 2013
luxury brands&retail – 7
© Mercedes-Benz; Fiat; Porsche; Wiesmann; Rolls-Royce Motor Cars; Land Rover; Jaguar; Audi; Jeep; Tesla
Diesmal hüllen wir uns nicht in Luxusmode, schnallen uns keine Nobeluhren ums Handgelenk, greifen nicht in teure Cremetöpfe und legen auch kein hochkarätiges Geschmeide an. Wir übernehmen stattdessen das Steuer und genießen Fahrspaß der besonders kultivierten, besonders sportlichen, besonders ausgefallenen, ganz sicher aber der etwas kostspieligeren Art. Da gibt es die klassische Limousine, mit der man selbst vor dem Buckingham Palace stilvoll vorfahren könnte, rasante Sportflitzer, bei denen auch Verfechtern der Gleitenstatt-hetzen-Devise der Bleifuß juckt, robuste Geländeautos und einen ganz außergewöhnlichen Kleinwagen.
Sport
Heiß
Stark
Kraft
Öko
land rover
jaguar
audi
jeep
Tesla
Range Rover Sport
F-Type
A8
Grand Cherokee
Model S
Das Produkt Noble Zurückhaltung – Fehlanzeige. Auch Bescheidenheit ist nicht sein Ding. Viel lieber zeigt er ganz unverblümt seine Kraft. Dabei ist er aber kein hirnloser Muskelprotz, sondern hat durchaus Stil und Klasse. Er weiß sich in der Stadt zivilisiert und angepasst zu benehmen, fährt die Kinder zur Schule, die Einkäufe nach Hause und wenn´s sein muss auch zur Opernpremiere. Charaktereigenschaften eines Mannes für jede Gelegenheit? Vielleicht. Ganz sicher aber jene eines Autos für (fast) jede Gelegenheit. Gut, mit einer Länge von fast fünf Meter ist der neue Range Rover Sport für den reinen Stadtverkehr (für den er aber auch nicht konzipiert ist) etwas überdimensioniert, das nimmt man angesichts seiner Stärken im Freiland – ob auf der Autobahn, einer kurvenreichen Bergstraße, einem holprigen Waldweg oder im unwegsamen Gelände – aber gern in Kauf. Denn während manche SUVs nur so aussehen, als ob, kommt man mit dem Range Rover über Stock und Stein, durch die Wüste oder über alle Berge und auf Wunsch auch wieder zurück.
Das Produkt Sein Vorgänger, der Jaguar E-Type, ist zu Recht eine Legende auf vier Rädern. Sein unkonventionelles Äußeres mit der extrem langen Motorhaube, seine elegant-rassigen Kurven, aber vor allem seine inneren Werte – mit 265 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 241 km/h war er das schnellste Serienauto seiner Zeit – waren stilbildend für viele Sportwagen. Selbst Enzo Ferrari musste bei der Vorstellung des E-Type 1961 neidlos gestehen, dass das „das schönste Auto der Welt” ist. Die Ölkrise der frühen 70er-Jahre trug dann mit dazu bei, dass die Fertigung 1975 (bis dahin wurden 75.520 gebaut) eingestellt wurde. Der Mythos der rasanten Raubkatze lebte aber weiter und mit dem F-Type stellte Jaguar vor einem Jahr den Wagen vor, der in die Fußstapfen bzw. Reifenspuren des E-Type treten soll. Auch wenn er eine komplette Neuentwicklung ist, trägt er doch unverkennbar das Erbe seines großen Vorfahren in sich.
Das Produkt Wer auf Dauer in der Luxusklasse mitfahren will, muss am Ball bzw. am Gas bleiben. Bis zum Start des neuen A8 im Jahr 2016 hat Audi daher die bestehende Reihe nochmals motorisch aufgerüstet. Mit 520 PS ist der S8 die große Sportlimousine der Reihe – sein 4.0 TFSI beschleunigt ihn mit quattro-Antrieb in 4,2 Sek. von 0 auf 100 km/h. Der Verbrauch ist mit 10,1 l auf 100 km vergleichsweise zivil. Die 500 PS des Audi A8 L W12 quattro sind mit 11,7 l nur unwesentlich durstiger. Deutlich sparsamer mit 6,3 l ist das 245 PS starke Hybrid-Modell. Auch eine Reihe neuer Features, die für mehr Komfort, Sicherheit und Unterhaltung sorgen, hat man den Fahrzeugen spendiert, darunter einen aktiven Spurhalteassistenten, einen Parkassistenten mit Umgebungsanzeige oder das Head-up-Display, das wichtige Informationen im Sichtbereich des Fahrers auf die Windschutzscheibe projiziert. Active Noise Cancellation dämpft die Fahrgeräusche und für den guten Ton im Innenraum sorgt das Bang & Olufsen Advanced SoundSystem.
Das Produkt Der Großteil der Weltbevölkerung lebt mittlerweile in Städten und auch die Landsitze und Domizile der Upperclass liegen meist in verkehrstechnisch durchaus gut aufgeschlossenen Regionen, die man auch mit tiefliegenden Sportwagen und komfortablen Limousinen problemlos erreicht. Definiert man Luxus aber als etwas, das man zwar nicht braucht, sich aber aus Jux & Tollerei oder purer Lust einfach gönnt, dann haben schwere Geländeautos durchaus ihre Berechtigung. Man darf zwar annehmen, dass auch der neue Jeep Grand Cherokee, der in Österreich seit Juni bei den Händlern steht, überwiegend auf mehr oder weniger gepflegtem Asphalt unterwegs sein wird, aber es ist halt gut zu wissen, dass man könnte, wenn man wollte. Nämlich Offroad ein wenig Freiheit und Abenteuer genießen. Fahrwerk, Allradantrieb, Federung und Leistung (bis zu satten 468 PS beim Top-Modell Jeep Grand Cherokee SRT) sind dafür auf jeden Fall gerüstet.
Das Produkt Grundsätzlich verträgt sich ein ökologisches Gewissen und die Liebe zu außergewöhnlicheen Fahrzeugen nicht so gut. Aber Umweltbewusstsein ist längst nicht mehr ausschließlich eine Domäne von alternativ-angehauchten Öko-Freaks in Jesuslatschen, denn die Technik macht vieles möglich. Etwa flotte Sportwagen und elegante Limousinen mit sauberem, abgasfreiem Elektroantrieb. Das neue Model S, das es seit heuer ab rund 72.000 € auch in Europa gibt, kommt in der 60-kWh-Variante auf eine Reichweite von rund 370 km, jene mit 85 kWh schafft sogar 480 km. Das ist zwar noch nicht wirklich Langenstrecken-, aber durchaus alltagstauglich. Auch hinsichtlich der Spitzengeschwindigkeit von knapp über 200 km/h kann man durchaus vorn mitfahren. Zeitgleich mit der Markteinführung in Europa wird auch die notwendige Infrastuktur der Schnellladestationen, die den Akku in flotten 20 Min. wieder füllen, ausgebaut. Die Zielgruppe Ökofans, die nicht zu Fuß zurück zur Natur wollen.
Die Zielgruppe Naturburschen & Abenteurer, die auf Stil & Eleganz nicht verzichten wollen. Die Marke Range Rover wurde in den 60er-Jahren als Bezeichnung für die Oberklasse von Land Rover eingeführt. Land Rover ging 1994 an BMW, 2000 übernahm die amerikanische Ford-Gruppe und verkaufte Land Rover sowie Jaguar 2008 an den indischen Konzern Tata Motors.
Die Marke 1922 gründeten William Lyons und sein Partner William Walmsley in Blackpool die Swallow Sidecar Company und fertigte anfangs Beiwagen für Motorräder, das erste Auto war 1931 Sportwagen SS I. Heute bilden Jaguar und Land Rover ein stilistisch zwar sehr unterschiedliches, in wirtschaftlicher Hinsicht aber höchst erfolgreiches Unternehmensduo, das 2012 insgesamt 357.773 Fahrzeuge verkaufte, ein Plus von 30%.
Die Zielgruppe Alle, die zumindest theoretisch gern ausgetretene Pfade oder asphaltierte Straßen verlassen möchten.
Fazit Reinrassiger Geländewagen mit viel Komfort.
Fazit Britisch, aber ganz ohne Understatement.
Die Zielgruppe Anglophile Sportwagen-Enthusiasten.
Die Zielgruppe Liebhaber von sportlichen Limousinen. Die Marke 1910 als Audi Automobilwerke GmbH gegründet, folgten zahlreiche Eigentümerwechsel und Fusionen. Aus jener mit Audi, DKW, Horch und Wanderer im Jahr 1931 stammt das Logo mit den vier Ringen, das Audi bis heute trägt. Zum Audi-Konzern gehört heute auch die Sportwagenmarke Lamborghini und seit 2012 der Motorradhersteller Ducati. Fazit Sportlich & komfortabel.
Die Marke Vom amerikanischen Hersteller Willys-Overland 1940 entwickelt, gehört die Marke nach diversen Verkäufen und Umbenennungen seit 2007 zu Chrysler und damit zum Fiat-Konzern. Seit der Markteinführung 1992 wurden vom Jeep Grand Cherokee weltweit rund fünf Mio. Exemplare abgesetzt, 2012 stieg der Absatz um 20% auf 28.000 Stück.
Die Marke Tesla Motors wurde 2003 von Elon Musk, Martin Eberhard, Marc Tarpenning, Jeffrey B. Straubel und Ian Wright gegründet. Namensgeber ist der unkonventionelle österreichische Physiker und Erfinder Nikola Tesla. 2010 ging das Unternehmen an die Börse. Investoren sind neben zahlreichen Privatpersonen, die an die Zukunft der e-Mobilität glauben, auch Autohersteller wie Daimler und Toyota.
Fazit Gut unterwegs auf und abseits der Straßen.
Fazit Volle Ladung für den Fahrspaß und die Umwelt.
Lu x u r y m a r k e t
luxury brands&retail – 9
© Getty Images/Montblanc
Freitag, 20. September 2013
Luxusgüter sind nicht nur schön, sondern auch gut für die europäische Wirtschaft. Sie schaffen und sichern Arbeitsplätze und sind ein wichtiger Faktor für das kulturelle Image Europas in der Welt.
Wirtschaftsfaktor
Luxusgüter
Akzeptanz der Edelprodukte ist in Europa gestiegen, vor allem wegen der Bedeutung für die Gesamtökonomie der EU. desirée faber
Paris/Brüssel. Eine Tasche von Hermès, ein Kostüm von Chanel, eine Füllfeder von Montblanc, Schuhe von Gucci, eine Uhr von Jaeger le Coultre, Schmuck von Cartier – bei den Europäern stehen Luxusprodukte heute noch höher im Kurs als 2009. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von TNS Sofres im Auftrag der European Cultural and Creative Industries Alliance ECCIA. Auf die Frage „Welche Werte bringen Sie mit der Luxusindustrie
in Verbindung?“ antworteten 53% der insgesamt 5.000 Befragten mit „Qualität”, 2009 waren es dagegen ‚nur‘ 44%. Besonders stark ausgeprägt ist die Meinung bei Engländern (65%) und Spaniern (63%).
erzeugen, sondern durchaus praktische Überlegungen. Vor allem die Bedeutung der Luxusgüter für die europäische Wirtschaft spielt bei der guten Beurteilung eine große Rolle. 76%
richtig. Laut dem Comité Colbert, der Vereinigung der französischen Luxusindustrie, erzielt die Branche einen Gesamtumsatz von rund 400 Mrd. €, beschäftigt insgesamt 1,5 Mio. Menschen und erwirtschaftet 10% der europäischen Exporte und 3% des BIP in der EU. Für Frankreich, nach wie vor die Großmacht in der Luxusindustrie, liegen auch detaillierte Zahlen für den Mode- und Design-Sektor vor, die dies noch weiter bestätigen.
Europäisches Know-how Hauptursache für das hohe Ansehen und Image ist aber weniger die Tatsache, dass diese Produkte einfach nur schön und erstklassig verarbeitet sind und einen fast reflexartigen Haben-wollen-Effekt
„Die High-End-Industrie ist ein wichtiger Wachstums-
Kulturelle Werte
treiber in der EU.“
Für eine Studie des französischen Couture-Verbandes und des französische Modeinstituts IFM haben 30 der führenden französischen Modeunternehmen Einblick in ihre ansonsten streng gehütenen Daten gewährt. Klar widerlegt werden kann das Vorurteil, dass die Edelmarken ebenso wie das Gros der Textilunternehmen günstig in Übersee produzieren: Ganz eindeutig wird in der Luxusliga „Made in Europe” bzw. „Made in France” bevorzugt.
Armando Branchini ECCIA-präsident
der Umfrageteilnehmer sind der Ansicht, dass die großen Nobelmarken Arbeitsplätze schaffen und 71% attestieren der Branche eine große Bedeutung, um den kulturellen Einfluss Europas weltweit zu stärken. Mit beiden Einschätzungen liegen die Europäer offensichtlich
Fast die Hälfte (48%) der Damenmode lassen die Hersteller direkt in Frankreich produzieren, 44% innerhalb Europas und nur 8% außerhalb der EU. Auch bei den Lederwaren, dem stärksten Segment in der Modebranche, stammen 85% der Produkte aus europäischer bzw. französischer Produktion, bei Schuhen sind es sogar 95%.
Luxus made in Europe Dieser Umstand müsse von der Politik stärker gewürdigt werden, ist der EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie, Antonio Tajani, überzeugt und fordert daher eine EU-einheitliche Verordnung zur Rückverfolgbarkeit der Produkte. „Wir haben einen entsprechenden Antrag beim Europäischen Parlament eingebracht. Wenn wir die Krise überwinden wollen, müssen wir daran arbeiten und versuchen, bei der Qualität zu punkten. Wir müssen daran erinnern, dass ‚Europa‘ Qualität bedeutet.“ www.eccia.eu www.comitecolbert.com
Salon des guten Geschmacks „Die Gustav“ präsentiert am 26. und 27. Oktober Topprodukte aus Design, Mode, Kulinarik und Genuss
Dornbirn. Rund um den Globus wächst der Wunsch der Konsumenten nach Produkten, die technische Perfektion und anspruchsvolles Design bieten, Trends setzen und dennoch lange „in“ und hochwertig verarbeitet sind. Ob Mode oder Einrichtung, Bauen oder Elektronik, Spielzeug oder Kulinarik, Genussmittel oder Schmuck – der Trend zeigt sich in vielen Branchen und mit der neue Messe „Die Gustav“ bietet die Neue Messe Dornbirn jetzt Produzenten, Manufakturen, Handwerksbetrieben und Händlern eine Plattform, um ihre Waren anspruchsvollen Konsumenten im Vierländereck Österreich, Schweiz, Deutschland und
Liechtenstein in einem adäquaten Rahmen zu präsentieren. Das Motto der „Gustav“ heißt: Zeit und Raum für guten Geschmack. Sinnlich inszenierte Themensalons und ein neuartiges Ausstellungskonzept machen diesen Anspruch deutlich. „Auf der ‚Gustav‘ gibt es keine Kojen oder streng abgegrenzte Messestände. Der Salon ist wie ein großzügiges, geschmackvolles Haus aufgebaut – Gustavs Zuhause eben“, erklärt Projektleiterin Helga Ginzinger.
Design trifft Genuss Jedem der Räume sind passende, auf ihre Funktion bezogene Pro-
duktgruppen zugeordnet. In der Garage stehen Fahrzeugklassiker neben Booten und Edelwerkzeugen, in der Ankleide findet sich fair produzierte Designermode neben qualitativ hochwertigen Aufbewahrungsmöbeln. Küche und Speisezimmer beherbergen nicht nur alle Accessoires für Tisch- und Kochvergnügen, sondern auch die gehobene Gastronomie, wo die Besucher kulinarisch verwöhnt werden. Im Wohn- und im Kaminzimmer gibt es alles, was Wohnen wertvoll und wertig macht: von den passenden Textilien, feinen Polstern, hochwertigen Designstücken bis hin zu edlen Tropfen. www.diegustav.com
© Dietmar Mathis/mathis@fotovideo.at
Eine Messe rund um die neue Konsumkultur
Helga Grinzinger, Leiterin der der neuen Messe für die schönen Seiten des Lebens.
Lu x u r y m a r k e t
10 – luxury brands&retail
Freitag, 20. September 2013
short
© Louis Vuitton
World Luxury Award 2013
© panthermedia.net/Ruediger Rebmann
Zahl der Reichen wächst weltweit
Technik & Design: Hochwertige Kameras, schnelle Autos oder edle Uhren – ausgefeilte Ingenieurskunst steht hinter vielen Paradebeispielen deutscher Luxusgüter.
Luxus made in Germany
2. Auflage des Luxury Business Reports von Ernst & Young und die Munich Business School. desirée faber
Paris/München. Luxus ist zeitlos, der Luxusmarkt selbst aber ständig in Bewegung. Nachdem die Munich Business School und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young im Vorjahr erstmals eine Studie zum deutschen Luxusmarkt erstellt haben, wurde in diesem Sommer die zweite Auflage des Luxury Business Reports vorgestellt.
Design & Technik
Die Gruppe der Multimillionäre und Milliardäre zählt 12 Mio. Personen.
Frankfurt. Auch wenn die Reichen und Superreichen mit den „normalen“ Menschen wenig zu tun haben, den Statistikern des Consultingunternehmens Capgemini entkommen sie nicht. Laut jüngsten Zählungen – der aktuelle World Wealth Report 2012 liegt jetzt vor – ist die weltweite Population der Multimillionäre und -milliardäre 2012 auf 12 Mio. Personen angewachsen. Auch das Vermögen dieser Gruppe ist angewachsen – und zwar um 10% auf 46,2 Billionen USD (rd. 35 Billionen €) –, obwohl im Fokus der Anlagestrategien der Werterhalt und weniger der schnelle Reibach stand. Entsprechend zufrieden ist die finanzielle Upperclass daher auch mit ihren Vermögensmanagern. Aufgrund des gestiegenen Vertrauens und der vorsichtig optimistischen Konjunkturaussichten sind 75% zuversichtlich, dass sich ihr Vermögen auch weiterhin vermehren wird. www.de.capgemini.com
Während 2012 Mode & Accessoires mit 13 Unternehmen das stärkste Segment bildete, hat die Zusammenführung mehrerer Einzelkategorien in das Segment „Inneneinrichtung“ dazu geführt, dass dieses heuer mit 17 Unternehmen in Führung liegt. Die Innenein-
richter sind nicht nur das stärkste Segment der gesamten Top 50, sie sind auch gleich mit drei Unternehmen in den Top 10 platziert. Dornbracht, im Vorjahr auf Rang 39, liegt jetzt auf Platz 2, deutsche Werkstätten haben es erstmals ins Ranking geschafft, und zwar gleich auf Platz 9, und Meissen (Platz 10, Vorjahr Platz 15) hat ebenfalls aufgeholt.
folg führen: Im August musste die exklusive Sportwagenschmiede Insolvenz angemelden. Vorne liegen deutsche Luxusautos beim Thema Nachhaltigkeit, einem neuen Bewertungskriterium der diesjährigen Studie. Und auch beim Online-Auftritt – einem in der Luxusbranche immer wichtigeren Faktor – können die deutschen Autohersteller mit Bestnoten punkten
Dezentes Branding
Handwerk & Tradition
Überraschend ist, dass unter den Top-Ten keine einzige Automarke ist. Bestplatzierte Brand ist die Manufaktur Gumpert auf Rang 12. Allerdings zeigt sich an diesem Beispiel, dass gute Noten bei Qualität, Exklusivität, Handarbeit und Design (einige der für die Studie definierten Bewertungskriterien) nicht unbedingt zu wirtschaftlichem Er-
Sieger des deutschen Luxusrankings ist heuer der Kamerahersteller Leica. Hervorgehoben wird in der Studie, dass hier der wachsende Wunsch der Luxuskonsumenten nach hochwertigen Profiprodukten bedient wird, eine Leica-Kamera aber dennoch keinen Neid, sondern Bewunderung erzeugt. Zieht man
allerdings nur die harten Fakten heran, dann liegt weiterhin Montblanc klar in Führung. Potenzial nach oben gibt es nur noch bei der Nachhaltigkeit sowie beim Internet, obwohl die Online-Präsenz des Hamburger Nobelmarke von allen untersuchten Unternehmen am besten abschneidet. Mit dem Vorurteil, dass das Internet eine Domäne junger Unternehmen ist, räumt die Studie auf. Es sind vor allem die Traditionsunternehmen, die hier besonders gut abschneiden. International punkten die deutschen Luxusunternehmen mit Qualität, Handwerkskunst, Funktionalität und unaufdringliches Branding, worauf die Konsumenten vor allem bei Investitionsgütern wie Autos, Inneneinrichtung, Uhren immer größeren Wert legen. www.ey.com
Aktuelle Studie Wohlhabende Konsumenten schätzen Kooperationen zwischen Luxusunternehmen.
Partnerschaften auf hohem Niveau New York. Bentley und Breitling tun es, die noble Whiskey-Marke Chivas Regal mit der italienischen Designschmiede Pininfarina, Alfred Dunhill mit Veuve Cliquot mit Ferrari – Kooperationen unter Luxusmarken sind keine Seltenheit und werden – so eine aktuelle Untersuchung des New Yorker Luxury Institute – von den verwöhnten Konsumenten auch durchaus geschätzt. Besonders gut kommen Gemeinschaftsprojekte an, die etwas Neues oder wirklich Besonderes bieten. Gut die Hälfte der Befragten ist sich der Risiken, die vor allem die Wahl des falschen Partners für eine Luxusmarke haben kann,
bewusst, dennoch wünscht man sich durchaus noch mehr Zusammenarbeit. Gefragt nach möglichen Paarungen, wurden etwa Michael Kors und Apple, Chanel und Air France sowie Lexus und The Ritz-Carlton genannt. Auch Partnerschaften mit starken Marken abseits des Luxussegments kann man sich durchaus vorstellen, wie etwa Gucci mit Coca-Cola. „Partnerschaften bringen nach wie vor viele Vorteile, die Luxusmarken müssen bei der Wahl ihrer Partner vor allem darauf achten, dass diese für ähnliche Werte stehen wie sie selbst“, so Meera Raja, Direktor des Luxury Institute. www.luxuryinstitute.com
© Breitling
Cham. Ganz von selbst verkaufen sich auch die Produkte der Luxusmarken nicht. Ensprechend intensiv wird hier die Werbetrommel gerührt und weil man weiß, dass die anspruchsvolle Klientel auch entsprechend umworben werden will, treibt die Branche auch einen hohen Aufwand – sowohl finanziell als auch kreativ. Alljährlich ermittelt die Jury des World Luxury Awards, welche Marken und Unternehmen dabei die besten Ideen haben. Für den diesjährigen Wettbewerb können noch bis zum 15. Oktober Projekte, die zwischen 1. Jänner 2012 und 20. September 2013 umgesetzt worden sind, eingereicht werden. Einreichungen für die insgesamt 15 verschiedenen Kategorien – darunter etwa Cars & Yachts, Fashion & Style, Parfum & Cosmetics, Food & Beverage, Hotels & Holidays, Jet Service & Airlines – sind auch online möglich, die Gewinner werden am 21. November bekannt gegeben. www.worldluxuryaward.com
© Daimler; Leica; Gumpert Sportwagenmanufaktur; Union Glashütte/SA; Getty Images/Montblanc
Werbung wirkt: Dieses Motto gilt natürlich auch in der Luxusklasse.
Edle Uhren und edle Autos, diese Kombination schätzen die Luxuskäufer.
lu x u r y m a r k e t
Freitag, 20. September 2013
luxury brands&retail – 11
Luxusklasse gibt weiter Gas
Weltweiter Markt für Nobelkarossen wird sich bis 2020 verdoppeln. clarissa fischer
Frankfurt. Nach Einschätzung des deutschen Beratungsunternehmens Frost & Sullivan fahren die Hersteller von Luxusautos glänzenden Zeiten entgegen. Bis zum Jahr 2020 rechnen sie mit einem Anwachsen des Weltmarktes von aktuell rund fünf Mio. Autos auf etwa zehn Mio. Fahrzeuge. Lebhaftes Interesse an edlen Luxuskarossen ortet man vor allem in den USA, allerdings hat China bereits zum Überholmanöver angesetzt und Frost & Sullivan-Experte Niranjan Thiyagarajan geht davon aus, dass die Verkäufe im Reich der Mitte jene in den USA schon 2015 übertreffen werden. Das könne auch die staatliche Sparpolitik, die den Erwerb von Luxusautos beschränkt, nicht ausbremsen. Von wachsender Bedeutung für die Hersteller werden künftig auch Indien und Lateinamerika sein.
Aber auch Hersteller, deren Fokus bisher auf der Eleganz oder der Rasanz lagen, wollen vom SUVBoom profitieren. So hatte der britische Autobauer Bentley im Vorjahr am Genfer Autosalon die Konzeptstudie für einen Luxus-SUV vorgestellt, jetzt wurde entschieden, dass der EXP9 in Serie gehen wird. Allerdings werden sich potenzielle Käufer noch bis 2016 gedulden müssen, was manchem neuem BentleyFahrer aber noch die Zeit gibt, das dafür notwendige Budget anzusparen. Denn immerhin soll der noble Geländewagen in der günstigsten Ausführung rund 200.000 € kosten.
Auch in Italien wird aufgerüstet: Mit dem Ghibli hat Maserati ja schon gezeigt, dass man auch elegant-sportliche Limousinen bauen kann, 2014 kommt mit dem Levante, dessen Concept Car schon bei chinesischen Autofans für feuchte Träume gesorgt hat, auch ein SUV ins Programm. Die Schwestermarke Ferrari allerdings will an ihrem Konzept nichts ändern und bleibt weiterhin den PS-starken Sport wagen treu. www.frost.com
© Maserati
SUVs sind in der automobilen Oberklasse ein besonders großer Renner.
SUVs & Kompaktklasse Unterschiedlich fällt je nach Alter und Nationalität der anspruchsvollen Autofans die Modellwahl aus. Nach wie vor sind die BabyBoomer weltweit die größte Kundengruppe in der automobilen Oberklasse; in den USA gehen etwa 58% der Verkäufe von MercedesLuxuswagen auf ihr Konto. Die amerikanische Generation Y greift vor allem zu Einstiegsmodellen in der Preisklasse ab rund 25.000 Euro, die neue Technologie und vernetzte Dienste bieten, wie etwa CLA-Limousinen von Mercedes oder der 3er-BMW.
China auf Überholspur Die unter 50-jährigen Kunden in China, Indien und Lateinamerika Kunden bevorzugen kompakte sportliche Modelle. „Das meistverkaufte Modell für Jaguar Landrover im Vorjahr war der Evoque mit knapp 95.000 Autos“, nennt Thiyagarajan als Beispiel. Hoch im Kurs stehen aber auch große Komfort-Geländewagen wie etwa der Porsche Cayenne. Die Zahl der SUVs werde, so die Frost & Sullivan-Studie, von derzeit rund 1,4 Mio. Fahrzeugen weltweit bis 2020 auf 2,6 Mio. Autos steigen. Vergrößern wird sich auch das Angebot in diesem Boom-Segment, da etliche Hersteller ihre Modellpalette hier ausbauen. Mercedes hat vor Kurzem auf der IAA in Frankfurt seinen neuen Kompakt-SUV GLA vorgestellt, für den die Händler ab Ende November Bestellungen annehmen. Auch eine CoupéVariante des GL-Offroaders ist in Planung. Porsche geht mit dem Macan, einen „kleinen Bruder“ des sehr erfolgreichen Cayenne, an den Start und BMW bringt mit dem X4 und dem überarbeitetem X5 gleich zwei Modelle ins Rennen, 2018 soll dann der X7 folgen. Audi will sein auf dem Q7 basierendes Q8-Coupé 2015 vorstellen.
© Bentley
ELLERT | Stephansplatz 9 | Tel. 01/533 04 24 VON KÖCK | Am Graben 22 | Tel. 01/532 08 88 THEUERER | Landstrasser Hauptstrasse 2a | Tel. 01/718 57 87 BAROTANYI | Liechtensteinstrasse 21 | Tel. 01/319 59 20
Auch Bentley will künftig bei den SUVs mitfahren; der EXP9 soll 2016 kommen.
Lu x u r y b r a n d
Freitag, 20. September 2013
© Porsche Design
12 – luxury brands&retail
Porsche Design kommt sehr gut an: Twin Bag, die erste Damenhandtasche, die im Frühling auf den Markt kam, entwickelt sich zu einem richtigen Verkaufsschlager
Design sorgt für schöne Zahlen Die Porsche Design Group ist flott unterwegs, baut eine Reihe neuer Stores und auch ganze Luxusvillen. clarissa fischer
Zell am See/Bietigheim-Bissingen. Bei „Porsche“ denkt man in erster Linie an flotte Flitzer, der Name steht aber ebenso für flottes (sprich extravagantes) Design. Und zwar nicht nur jenes der Autos, sondern auch für Brillen und Schreibgeräte, Reisegepäck und Uhren, Schreibgeräte und Elektronik, Mode und Accessoires. Und in einer Zeit, in der die äußeren Werte ebenso wichtig sind wie die inneren, wundert es kaum, dass die Geschäfte der Porsche Design Group prächtig laufen. Im Franchisegeschäft konnte der Umsatz um knapp 50%, im eigenen Retailgeschäft um rund 9% – jeweils gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum – gesteiget werden. Über alle Geschäftsfelder hat das Unternehmen in den ersten sechs
Monaten dieses Jahres seinen Umsatz um mehr als 20% auf 75,5 Mio. € gesteigert (Vorjahr: 62,5 Mio. €).
Deutliche Zuwächse „Die bisherige Geschäftsentwicklung stimmt uns überaus positiv. Besonders erfreulich ist, dass unsere erste Damenhandtasche bereits deutlich zum Umsatzwachstum beitragen konnte“, so Jürgen Geßler, CEO Porsche Design Group. „Die ‚TwinBag‘ wurde im März eingeführt und rundet unser Sortiment für Frauen in den Kategorien Fashion und Lifestyle ab. Das durchwegs positive Feedback unserer weiblichen Kundschaft freut uns sehr.“ Und man will auch weiter kräftig Gas geben – einerseits natürlich mit neuen Produkten, wie etwa dem P‘3135 Solid, einem aus
einem massiven Titanblick gefrästen Füllfederhalter, oder dem, auf 25 Stück limitiertem Luxussmartphone P‘9981 Solid.
auch darum, die Produkte anderer Hersteller zu veredeln. Für Poggenpohl hat man bereits rasante Küchenmöbel entwor-
Neueröffnungen
„Die bisherige Ge-
Andererseits wird das Vertriebsnetz kräftig ausgebaut. Heuer wurden bereits etliche neue Franchisestores eröffnet, unter anderem in Miami und Charlotte (beide USA), Manila, Jakarta, Macau, Teneriffa und Bukarest. Mit den neuen Airport-Shops in Amsterdam, Wien, Zürich, Dubai und Kazan (Russland) sowie der neuen Boutique im exklusiven Kaufhaus Harvey Nichols in Riad gibt es jetzt weltweit 128 Stores. Und für heuer sind noch weitere Neueröffnungen geplant. Neben der Gestaltung der eigenen Kollektionen kümmern sich die Designer von Porsche aber
schäftsentwicklung stimmt uns durchaus positiv.“ jürgen gessler ceo porsche design group
fen, für Zumtobel flotte Leuchten, für die Schmittenhöhebahn edle Seilbahngondeln, für Siemens diverse Haushaltsgeräte oder für die Nobel-Reederei Royal Falcon Fleet
eine Luxusyacht samt Inneneinrichtung. Da liegt der Schritt zum Porsche-Haus nahe, das in Zusammenarbeit mit dem Münchner Immobilienunternehmen Timeless Homes entstehen soll. „Der Markt für Luxusimmobilien boomt, außerdem gibt es keine vergleichbaren Projekte“, ist Michael Gössl, GF von Timeless Homes, überzeugt. Die erste PorscheLuxusvilla wird in München-Grunewald stehen, geeignete Grundstücke habe man auch noch in Zell am See, Kitzbühel, am Gardasee, auf Mallorca und Ibiza. Weiters entstehen unter der Marke Timeless Hideaways edle Ferienvillen in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien. Ab Sommer 2014 kann man also schon mal probewohnen. www.porsche-design-com www.timeless-homes.com
Kleidsam Die Verbindung aus imperialem Glanz, hipper Coolness und stilvoller Eleganz zieht nicht nur die oberen Zehntausend an
Salzburg. Wer den Namen des ehemaligen österreichischen Kaiserhauses trägt, hat wohl einen Hang zur Tradition. Wer im Modebusiness tätig ist, dessen Blick muss dagegen aber klar in die Zukunft und auf die Trends von morgen oder übermorgen gerichtet sein. Wie man diese beiden Gegensätze aber trotzdem – und noch dazu erfolgreich – miteinander verbindet, zeigt die Kleidermanufaktur Habsburg. Die Kollektionen der Nobellinie des Salzburger Textilunternehmens Schneider sind modischelegant mit genau der Portion royaler Extravaganz und frecher Coolness, um junge, hippe Kunden an-
zusprechen, ohne die Gruppe der traditionsbewussten Käufer abzuschrecken.
Gute Gesellschaft Kompromisslos ist man allerdings bei der Qualität. Verarbeitet werden ausschließlich feinste Materialien – darunter Loden aus Tirol, Kaschmir aus der Mongolei, Handwebeleinen aus Italien, Lammfell aus Irland, Seide aus Indien und Ziegenvelours aus der Türkei –, oft mit aufwendigen traditionellen Techniken und Details wie handgenähten Knopflöchern. Für die aktuelle Herbst-WinterKollektion sind Stoffe, Designs und
Schnitte besonders anspruchsvoll, wobei aber recht frech kombiniert wird: Rau mit glatt, Tracht mit Casual, glänzende Steppstoffe mit weichem Fell. Neu im Programm ist eine kleine Kollektion aus soft gewaschenen und ganzteilgefärbten Jacken und Hosen in Wolle oder Samt mit markanten Nahteffekten. Die Farbpalette bietet sowohl dezente Nuancen wie Honig, Rauchtopaz, Schiefer und Taubengrau als auch kräftige Violett-, Rotund Grüntöne. Passend in Szene gesetzt wird auch diese Kollektion wieder von Vertretern europäischer Adelshäuser. Noblesse oblige. www.habsburg.co.at
© Kleidermanufaktur Habsburg
Kleidermanufaktur Habsburg gibt modisch den Ton an
Adel verpflichtet nicht nur, sondern trägt die Mode von Habsburg auch zum Markt.
lu x u r y b r a n d
Freitag, 20. September 2013
luxury brands&retail – 13
Die Zeichen der Zeit erkannt natascha jansen-becker
Hölstein. Neben den großen Platzhirschen finden sich auch immer wieder kleinere Marken, die sich am heiß umkämpften Uhrenmarkt behaupten können. So etwa Oris, wobei der Marke ein Platz in der Oberklasse ursprünglich nicht in die Wiege gelegt war. Bis in die 1970er-Jahre produzierte das 1904 gegründete Unternehmen, das 1970 von der ASUAG Holding (der späteren Swatch Group) übernommen wurde, Armbanduhren und Wecker im mittleren und unteren Preissegment. Allerdings erkannte das OrisManagement, dass dies auf Dauer keine erfolgreiche Strategie für die Zukunft sein kann, und als die ASUAG 1982 die mittlerweile unprofitable Marke schließen wollte, griffen Rolf Portmann und Ulrich W. Herzog zu und übernahmen Oris in einem Management-Buy-out. Sie waren überzeugt, dass die Zukunft den hochwertigen mechanischen Uhren gehören würde (womit sie durchaus richtig lagen) und stellten das Sortiment völlig neu auf. Ihren Platz in der Oberklasse konnte Oris seither nicht nur behaupten, sondern auch ausbauen, vielleicht auch deshalb, weil trotz hoher Qualität die Preispolitik erfreulich bodenständig ist. Schließlich kann und will nicht jeder Uhrenfreund gleich den Gegenwert eines Kleinwagens investieren, um zu sehen, was es gerade geschlagen hat. So ist etwa die Oris Aquis Regulateur „Der Meistertaucher“ um
rund 2.500 € zu haben, die Oris RAID 2013 Limited Edition – seit dem Jahr 2009 sponsert die Uhrenmarke die traditionsreiche Rallye von Basel nach Paris – kostet knapp 3.000 €.
Zeitlose Werte „Produkte aus dem Hause Oris richten sich an Menschen mit Leidenschaft für mechanische Zeitmesser, die echte, zeitgemäße Werte suchen“, so Herzog. Neben dem Tauchen und dem Motorsport (Oris ist auch Sponsor des Formel 1-Teams von Williams) sind Aviatik und Kultur zwei weitere Grundpfeiler der Produkt-
palette. Bei der Produktentwicklung arbeitet man eng mit Experten aus diesen Bereichen zusammen, so etwa mit dem Schweizer Offshore-Taucher Roman Frischknecht, dem Weltrekordhalter im Freitauchen, Carlos Coste, oder dem 9. italienischen Col MoschinFallschirmjäger-Regiment. Markenbotschaferin ist die erfolgreiche Freitaucherin Anna von Boetticher. Herzog erklärt: „Ihr Antrieb, ihre Entschlossenheit und Hingabe sind genau das, wofür auch Oris steht. Wir teilen ihre Leidenschaft für das Außergewöhnliche und ihr Streben nach Perfektion.“ www.oris.ch
© Oris
Oris punktet mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis in der Oberklasse.
Erfolgsfaktoren von Oris: hohe Schweizer Uhrmacherkunst, edles Design und zivile Preise.
HOCHWERTIGE DRUCKERZEUGNISSE SIND FÜR UNS STANDARD.
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© Zegna
Dynamisches LuxusDuo aus Italien
Feiner Stoff und glänzender Lack: Zegna kleidet Maserati nach Maß ein.
Trivero/Modena. Zwei Flaggschiffe der italienischen Luxusbranche machen jetzt gemeinsame Sache. Die Herren-Luxusmodemarke Zegna und der Autohersteller Maserati haben vor Kurzem einen dreijährigen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Partnerschaft startet 2014 anlässlich des 100jährigen Jubiläums von Maserati mit dem auf 100 Stück limitierten Sondermodell „Quattroporte Edition by Ermenegildo Zegna“. Die Stoffe für die Innenausstattung dieser Luxusautos werden natürlich in der Wollweberei Lanficio Zegna in Trivero hergestellt. In der Folge sind eigene Stoffe und maßgeschneiderte Lösungen für die Innenausstattung aller Maserati-Modell sowie eine Accessoire-Kollektion vorgesehen. www.zegna.com www.maserati.com
LUXUS IST, WENN SIE EINEN PARTNER HABEN, AUF DEN SIE SICH VERLASSEN KÖNNEN.
www.boesmueller.at
Lu x u r y b r a n d
14 – luxury brands&retail
Freitag, 20. September 2013
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© Peeff Bobby Fashion
Da kommt Fashion unter die Decke
So stylish kann Recycling sein: edle Mäntel aus alten Armeedecken.
© Aenea (4)
München. Der Designer Bobby Peeff hat eine einzigartige Mantel-Kollektion aus den berühmten Schweizer Armeedecken entworfen. Die Decken aus 100% Schurwolle stammen aus Originalbeständen des Schweizer Militärs und Zivilschutzes und sind zum Teil älter als 100 Jahre. Die Kollektion umfasst einen Herrenmantel, einen Damenmantel sowie eine Damenjacke. Als Mantel-Knöpfe werden echte Fünf Franken-Münzen verwendet. Die Kollektion wird durch eine Mütze im Piloten-Stil und einen stylishen Sitzwürfel ergänzt. Produziert wird in Deutschland. Aus den beim Zuschnitt anfallenden Stoffresten werden Smartphone- und iPad-Hüllen genäht. So nutzt der Designer das einzigartige und begrenzte Material (die Decken werden seit den 1970er-Jahren nicht mehr hergestellt) optimal aus. www.peeffbobby.com
Costán Eghiazzarian: „Aenea ist ein Statement für die Liebe an sich und bricht daher mit dem tra ditionellen geschlechterspezifischem Design.“
Schmucke Paartherapie
Beim neuen österreichischen Schmucklabel „Aenea“ dreht sich alles um das Thema Liebe.
© Loewe
Restrukturierung bei Loewe
Matthias Harsch, Vorstands vorsitzender der Loewe AG.
Kronach. Für Loewe, den deutschen Hersteller von Premium-Home Entertainment, läuft es seit dem letzten Jahr recht holprig. Als Gegenstrategie zur Marktschwäche in Europa hat das Unternehmen vor wenigen Wochen eine Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Hisense geschlossen. Damit kann Loewe künftig Geräte mit neuester Technologie verstärkt auch im Einstiegsbereich des Premium-Segments anbieten (eine neue Geräteserie wird zur IFA 2013 vorgestellt), zudem erhält man Zugang zum attraktiven chinesischen Markt. Im Gegenzug fungiert Loewe als Türöffner für Hisense in Westeuropa, insbesondere in den deutschsprachigen Märkten und den Beneluxländern. In einem ersten Schritt übernimmt Loewe die Exklusivdistribution für Hisense im Testmarkt Österreich zur Einführung neuester Ultra-HD-Technologie. Als weiteren Restrukturierungsschritt plant Loewe eine Kapitalerhöhung und rechnet damit, dass die neue Partnerschaft die Verhandlungen mit potenziellen Investoren positiv beeinflussen wird. www.loewe.tv
britta biron
Wien. Wer sein Geld zu Gold bzw. Platin, Silber oder Edelsteinen machen möchte, hatte ja schon bisher unzählige Möglichkeiten. Da kann der Schmuckliebhaber schon mal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, so umfangreich ist das Angebot an schmucken Pretiosen. Aber wie heißt es in Wien doch so schön? Ein bisserl was geht immer. Nun ist Costán Eghiazzarian zwar kein „echter” Wiener – seine Familie (Goldschmiede seit Generrationen) stammt aus Griechenland –, sondern ein echter Cosmopolit. Allerdings einer mit starkem Bezug zur Donaumetropole, was man einerseits an seinem perfekten Wiener Dialekt merkt und andererseits daran, dass sein neues Schmucklabel „Aenea” trotz des griechischen Namens und des eng-
lischen Zusatzes „Jewellery for Lovers“ ein „echter Wiener” ist, denn produziert wird in Wien.
Edle Materialien „Mein Vater, der bei Aenea als Chefgoldschmied mit von der Partie ist, hat sein Handwerk beim ehemaligen k u. k Hofjuwelier Julius Hügler gelernt. Insofern liegt uns die Wiener Goldschmiedetradition wohl im Blut”, schmunzelt der Firmengründer, dessen Konzept der klassischen Schmucktradition eine neue Facette hinzufügt. „Bisher hatte Schmuck meist einen klaren Geschlechterbezug, besonders bei Ehe- oder Verlobungsringen. Aber das Verständnis von Partnerschaften hat sich gewandelt. Neben dem traditionellen Mann-Frau-Paar sind auch gleichgeschlechtliche Paare in unserer
Gesellschaft nichts Außergewöhnliches mehr. Und dieser Entwicklung will ich mit meiner Schmuckmarke Rechnung tragen. Aenea ist Schmuck für Liebende, egal wel-
einer Partnerschaft symbolisieren: Zwei Menschen, die einander lieben und dies mit gemeinsamen Schmuckstücken zum Ausdruck bringen möchten”, erläutert Eghiazzarian.
Design ist unisex
„Die klassische Geschlechter trennung gibt es bei Aenea nicht.“ costán eghiazzarian
chen Geschlechts. Das spiegelt sich auch in unserer Formensprache wider. Sie ist weder typisch männlich noch typisch weiblich, sondern soll den reinen Grundgedanken
Die Basiskollektion besteht aus sechs Linien, die in unterschiedlicher Form die Dualität thematisieren, etwa als Schlüssel und Schloss, Tänzer und Tänzerin oder als Interpretation des chinesischen Taijitu-Diagramms, Symbol für gegensätzliche Kräfte wie Licht und Schatten. Ein absolutes Highlight sind opulente 3D-Ringe mit Stadtminiaturen. Erhätlich sind die außergewöhnlichen Schmuckstücke bei Private Sales (Termine werden online bekannt gegeben) und im Direktvertrieb. www.aenea.com
Laco’s Collection Zu den edlen handgefertigten Ballerinas und Slipper kommen jetzt auch Stiefel und Herrenschuhe
Hoch hinaus auf flachen Sohlen Wien. Flottes Schuhwerk steht bei Fashionistas ganz oben auf der Wunschliste. Und während viele Luxusschuhe zwar traumhaft schön sind, aber meist einen orthopädischen Albtraum darstellen, sind die in Italien handgefertigten Kreationen der österreichischen Designerin Laco Eisenburger sowohl chic als auch bequem und (was ebenfalls ein wichtiges Kriterium für Schuh-Fetischistinnen ist): Mit unter 150 € sind die farbenfrohen Ballerinas und Slipper auch erfreulich günstig. Kein Wunder, dass sich das Label prächtig entwickelt hat, und Eisenburger das Sortiment jetzt erweitert. „Nachdem wir ja aus-
schließlich flache Schuhe fertigen, sind Herrenslipper eine logische Erweiterung unserer Kollektion“, so Eisenburger zu ihren Beweggründen. „Anfragen dazu gab es in der Vergangenheit immer öfter.“
Neue Modelle Die Kombination aus hochwertigen Materialien, erstklassiger Handarbeit und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis spricht ja beide Geschlechter an. Und auch Stiefel kommen neu dazu, damit die Fans der Marke auch bequem und stylish durch den nasskalten heimischen Winter kommen. www.lacoscollection.com
Laco Eisenburger erweitert ihre Kollektion jetzt um Herren schuhe und Stiefel. © Laco’s Collection (2)
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Freitag, 20. September 2013
Die
luxury brands&retail – 15
Kunst der Schönheit
cornelia patelli
Wien. Ob wahre Schönheit nur im Auge des Betrachters oder aber im Inneren liegt – wer könnte das schon mit absoluter Sicherheit sagen. Klar ist allerdings, dass Schönheit hoch im Kurs steht, und immer mehr Menschen bereit sind, dafür viel zu tun. Dazu zählt durchaus auch, sich chirurgische Unterstützung zu nehmen.
„‚Kunstvoll, aber auf keinen Fall künstlich‘, lautet
auf das gesellschaftliche und berufliche Parkett zurückwollen oder -müssen.
Individuelle Beratung „Allerdings hat auch Botox seine Grenzen. Horizontale Stirnfalten haben ihre Ursache oft in Schlupflidern und dem damit verbundenen Hochziehen der Augenbrauen“, so die Fachärztin, die in solchen Fällen mit einer Lidkorrektur gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. „Ein solcher Eingriff ist unkompliziert, in der Regel sind nach einer Woche kaum mehr Spuren davon sichtbar, und auch die Stirnfalten glätten sich oft.“
Die dezente Aufpolsterung von Gesichtspartien oder Busen mit Eigenfett liegt nach der Erfahrung von Zierhofer-Tonar vor allem deshalb im Trend, weil diese Methode besonders gut verträglich und sicher ist. „Da bei dieser Therapie körpereigenes Fett verwendet wird, können keine Abwehrreaktionen auftreten bzw. keine Allergien ausgelöst werden. Zudem ist der Verjüngungseffekt unübertroffen – ein junges Gesicht ist eben gut gepolstert.“ Welche Methode im individuellen Einzelfall die beste ist, wird in ausführlichen Gesprächen mit dem Patienten geklärt. www.zierhofer-tonar.at
© www.zierhofer-tonar.at
Die Zeit kann Ursula Zierhofer-Tonar nicht zurückdrehen, aber aufhalten.
Kleiner Eingriff, große Wirkung: Eine Lidkorrektur lässt oft auch Stirnfalten verschwinden.
meine Devise.“ ursula zierhofer-tonar
„Der perfekte Schönheitseingriff zeichnet sich dadurch aus, dass man ihn als solchen nicht erkennt“, weiß die Fachärztin Ursula Zierhofer-Tonar, die in der Wiener City eine renommierte Praxis hat. „Die Umwelt soll aber natürlich eine positive Veränderung bemerken. Entspannt soll der Gesichtsausdruck sein, keinesfalls starr oder maskenhaft.“
Jugendlich & frisch
du kannst die leichtigkeit des
seins nur erfahren, wenn du dich fallen lässt. Rolf Benz BACIO. eine sanfte umarmung.
Der Trend gehe weiter in Richtung kleinerer Eingriffe wie etwa einer Botox-Behandlung, auch weil die Patienten wieder schnell
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© Louis Vuitton
Luxus geht mit StreetArt auf Tuchfühlung
Was graue Wände in den Städten ziert, macht sich auch auf edler Seide gut.
Paris. Nach der erfolgreichen Kooperation mit Aiko, Retna und Os Gemeos im Frühling hat Louis Vuitton drei weitere „Street Artists“ mit der Gestaltung von Schals der neuen Herbst-Winter-Kollektion beauftragt. Und wieder zeigt sich, dass die oft als Subkultur verunglimpfte Straßenmalerei und die Welt der Luxus-mode sehr gut zusammenpassen. Der Indonesiser Eko Nugroho mixt traditionelle indonesische Motive mit Popkultur-Elementen, EINE spielt mit dem Schriftzug „Great Adventures“ auf eines der zentralen Themen von Louis Vuitton an und der Tunesier eL Seed verbindet arabische Kalligrafie mit dem typischen LV-Muster. Abgerundet wird die Foulard d´ArtistesSerie mit einer neuen Variante des Stephen Sprouse Leopard-Schals. www.louisvuitton.com
Design: Cuno Frommherz · www.rolf-benz.com
Lu x u r y b r a n d
16 – luxury brands&retail
Freitag, 20. September 2013
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© Gaggenau
© Prix Émile Hermès
Exklusive Orte zum Relaxen
Der Prix Émile Hermès ist mit ins gesamt 100.000 Euro dotiert.
Paris. Nach 2007 und 2010 schreibt die Fondation d’Entreprise Hermès den „Prix Émile Hermès“ heuer zum dritten Mal aus. Thema ist diesmal das wachsende Bedürfnis nach Ruhe und Innehalten in unserer hektischen Zeit. Gesucht wird also der perfekte Ort zum Relaxen, Nachdenken oder einfach zum Faulenzen. Teilnehmen können Designer und Designstudenten, die am 17. November (Ende der Einreichfrist) nicht älter als 40 Jahre sind. www.hermes.com
In der Live-Cooking-Zone des neuen Markenzentrums werden den Besuchern die neuesten Gaggenau-Geräte sowie Kochkunst auf Sterneniveau demonstriert.
Design & Geschmack In seinem neuen Markenzentrum zelebriert Gaggenau das Kochen auf höchstem Niveau. clarissa fischer
München/Lipsheim. „Das neue Markenzentrum würdigt die Bedeutung des Standorts Lipsheim, der wesentlich zum Erfolg von Gaggenau und der BSH beiträgt. Mit seiner Nähe zu dem für unsere Marke wichtigsten Fertigungsstandort ist es zudem eine Quelle der Inspiration und ein idealer Rahmen für alle unsere Veranstaltungen wie Trainings, Kochschulungen oder Meetings mit Geschäftspartnern“, kommentiert Sven Schnee, Leiter der Marke Gaggenau.
100 Jahre alten Schwarzwaldhütte werden Exponate, Bilder und Grafiken aus der Geschichte des Unternehmens, die bis ins Jahr 1683 zurückreicht, gezeigt.
Erfolgsrezept Von Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden als Hammer- und Nagelschmiede gegründet, produzierte Gaggenau im 19. Jahrhundert auch Fahrräder, Werbeschilder und Öfen und spezialisierte sich auf Emaillierungen. Georg von Blanquet legte in den 1950er-Jahren des 20. Jahr-
© La Prairie
Anti Aging für unterwegs
Die Architektur und Inneneinrichtung des im April eröffneten Markenzentrums wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Münchner Architekten Hendrik Müller entwickelt, der seit mehr als fünf Jahren für das Design der Gaggenau Showrooms verantwortlich ist. Partner für Interior Design und Einrichtung der rund 330 Quadratmeter großen Räumlichkeiten sind neben Erco auch Dornbracht und Thonet. Highlight des Multifunktionsraums ist die „Heritage Wall”. Auf dieser Wand aus dem Holz einer
hunderts dann den Grundstein für die Marke, wie sie heute weltweit bekannt ist. Er war – für die damalige Zeit eher ungewöhnlich – ein begeisterter Hobbykoch und setzte seine Idee einer maßgeschneiderten Einbauküche mit technisch ausgefeilten und dennoch einfach zu handhabenden Geräten in die Realität um. Profiqualität für die private Küche – dieses Erfolgsrezept von Gaggenau geht bis heute auf und wird in der Live Cooking-Zone des neuen Markenzentrums auch stilvoll zelebriert. www.gaggenau.at
Chanel Le Jour, La Nuit, Le Weekend
Pflegendes Trio
Elegant und pflegend: das neue Power-Duo für die Handtasche.
Volketswil/Zürich. Coffee to go macht wach, Kosmetik to go dagegen schön. Dafür muss Frau aber zum Glück nicht den Inhalt ihres Kosmetikschranks einpacken. Das neue PowerDuo „Anti Aging Eye and Lip Pefection á Porter” reicht dafür völlig. Untergebracht sind die beiden hochwertigen Cremen in einer Silberdose mit zwei separaten Fächern und Spiegeln (praktisch beim Auftragen unterwegs). Als schicker Schutz fungiert ein edles weißes Leder-Etui. www.laprairie.com
Paris. Casual-Chic statt Korsett – als Marke, an deren Beginn der Bruch mit einengenden modischen Zwängen stand, weiß Chanel bis heute, was moderne Frauen brauchen, um dem hektischen Alltag mit seinen vielfältigen Herausforderungen die Stirn zu bieten.
Anti Aging deluxe
© Chanel
Damit diese und natürlich auch die anderen Gesichtspartien möglichst lange frisch und faltenfrei bleiben, entwickelt man in den Labors des französischen Luxusunternehmen mit schöner Regelmäßigkeit neue wirkungs-
Le Jour, La Nuit, Le Weekend – die neue Pflegelinie ist seit Kurzem am Markt.
Rasanz trifft auf Glamour
Missoni Home Der bei der Mode so erfolgreiche Stil ist abseits des Laufstegs sehr en vogue
Padua. Gemeinsam mit der britischen Nobelmarke Jimmy Choo hat Carrera eine exklusive Capsule Collection auf Basis des beliebten Modells 6000 geschaffen. Absolutes Highlight unter den fünf Modellen ist die auf 500 Stück limitierte Edition im Leopardenlook und mit Gläsern, die mit 24-karätigem Gold beschichtet sind. Der Kostenpunkt der Nobel-Shades liegt bei 1.000 €. http://carreraworld.com
Seit 30 Jahren erfolgreich auf Zickzack-Kurs Mailand. Über die Grenzen ihrer ursprünglichen Kernkompetenz gehen mittlerweile viele große Modeunternehmen, da macht auch Missoni keine Ausnahme und war sogar eine der ersten FashionBrands, die auch abseits des Laufstegs aktiv wurden.
Luxus & Gemütlichkeit Und nachdem Rosita Missoni, Mitgründerin und kreativer Kopf des weltberühmten Strick-Imperiums als typische Italienerin auch sowohl eine Schwäche als auch Geschick für die stilvolle Gestaltung von „la mia Casa“ hat und Textilien beim Einrichten ja grundsätzlich
eine wichtige Rolle spielen, gibt Missoni seit 1983 auch bei Interior ordentlich Stoff.
Markentypisches Design Möbelstoffe, Teppiche, Heimtextilien, bequeme Poufs, Kissen, Sofas oder Plaids tragen das für die Marke typische Zickzack-Muster in unterschiedlichen Farbschattierungen, aber auch Blumen, Streifen, Schachbrettmuster oder andere grafische Designs. „Beim Einrichten geht es darum, eine gemütliche, spannende und einladende Atmosphäre zu schaffen”, so das Credo von Rosita Missoni. www.missonihome-com
© Missoni Home
© Carrera
Die exklusiven Luxus-Shades sind ab Oktober im Handel erhältlich.
volle Helfer. Jüngster Streich ist die Pflegelinie „Le Jour, La Nuit, Le Weekend”, die seit Kurzem im Handel ist. Extrakte aus Jasmin, Weihrauch sowie ein Glycolsäure-Komplex machen die Haut geschmeidig und unterstützen die Zellregeneration. Ob Hollywood-Beauty Diane Krueger, neues Testimonial für die Skincare-Linie von Chanel, ihren Porzellanteint allein diesen hochwertigen Produkten zu verdanken hat, sei dahingestellt. Eine gute Wahl war es auf jeden Fall, denn die aparte Blondine ist ja bekennender Chanel-Fan. www.chanel.com
Blumen, Streifen und das berühmte Zickzack-Muster kleiden auch Wohnräume gut.
Lu x u r y r e s ell e r
Freitag, 20. September 2013
© B&B Italia
18 – luxury brands&retail
Am Parkring 20, gleich neben Minotti, residiert seit diesem Sommer die italienische Luxusmarke B&B Italia Maxalto. Damit ist das prachtvolle Palais eine der ersten Adressen für das gehobene italienische Wohndesign.
Wohnkultur à la Bella
Italia
Das Interior-Unternehmen Spätauf hat den ersten österreichischen Monobrand-Store von B&B Italia Maxalto eröffnet. clarissa fischer
Wien/Graz. Aller guten Dinge sind drei – aber gut allein reicht den Einrichtungsexperten des steirischen Traditionsunternehmens Spätauf Möbel, Design & Handwerk natürlich nicht. Marianne Fasching-Spätauf, ihr Bruder Harald Spätauf und ihre Tochter Marlies wissen, was sie ihrer anspruchsvollen Kundschaft schuldig sind: das Beste. Also zählt seit der Eröffnung des ersten österreichischen B&B Italia Maxalto-Monobrand-Stores im Juni jetzt neben Minotti, Ligne Roset, Poliform Varenna, Fendi casa und Kenzo maison eine weitere Top-Brand der Interior-Branche zum Repertoire des Unternehmens, das mit den beiden Einrichtungshäusern in der Steiermark nun über insgesamt sieben Geschäfte
verfügt. „Der neue Store ist ein wichtiger Schritt auf dem mitteleuropäischen Einrichtungsmarkt, der dem Design immer mehr Aufmerksamkeit schenkt”, freut sich Marianne Fasching-Spätauf, die mit ihrem Bruder aus dem 1913 ursprünglich als Tischlerei gegründeten Unternehmen eine der ersten Adressen für gehobene Wohnkultur gemacht hat.
Beste Adresse Insgesamt 300 m� groß ist der neue Store am Parkring 20 (gleich neben Minotti gelegen) und zeigt auf mehreren Etagen von den Klassikern bis hin zu den Neuheiten, die auf den Möbelmessen in Mailand und Köln vorgestellt wurden, die ganze Bandbreite der italienischen Traditionsmarke, die seit ihrer Gründung im Jahr 1966 entschei-
dend dazu beigetragen hat, den exzellenten Ruf von „Design made in Italy” weltweit zu etablieren. Gleich beim Eingang wird der Besucher von einem ganz besonderen Design-Highlight begrüßt: 1969 von Gaetano Pesce entworfen, ist der kugelförmige „Up“-Fauteuil eines der bekanntesten Produkte von B&B Italia. Anfangs hatte B&B Italia-Gründer Giorgio Busnelli zwar seine Bedenken, dass die Location für die neue Dependence seiner Marke zu klein sein könnte, doch bei der Eröffnungsfeier zeigte er sich, ebenfalls wie Familie Spätauf, mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Klein, aber fein – der Store ist ein richtiges Schmuckstück. Die bis zum Boden reichenden Fenster sorgen für viel Tageslicht und bieten schon von außen Einblick in die
exklusiven Wohnwelten, die Familie Spätauf mit viel Fingerspitzengefühl und Sinn für stimmige Arrangements zusammengestellt hat. Natürlich würde es Designfans
Wohnung ist, bekommt auf jeden Fall einen exzellenten Überblick über das Sortiment und diverse Gestaltungsideen.
Erstklassiger Service
„Design spielt am Einrichtungsmarkt eine immer größere Rolle.“ marlies fasching-spätauf
nicht stören, wenn der Laden größer wäre, aber wer auf der Suche nach einem exklusiven Highlight, einer neuen Einrichtung für ein Zimmer oder gar eine komplette
Individuelle und fachkundige Beratung erhält man hier natürlich auch – ist dies ja doch ein charakteristisches Service in allen Stores der Familie Spätauf. „Neben dem zur jeweiligen Marke passenden Ambiente ist die Beratung, das Eingehen auf die Wünsche und Vorstellungen der Kunden eine Selbstverständlichkeit. Wir wollen die Menschen mit unserer Begeisterung für hochwertige Möbel anstecken“, erläutert FaschingSpätauf die Philosophie des Familienunternehmens. www.bebitalia-wien .at www.spaetauf.at
Hochgenuss Diageo hat einen virtuellen Store eröffnet, in dem Genießer exklusive Spezialitäten, Raritäten, Geschenke und Accessoires finden
Online-Shop für edles Hochprozentiges Hamburg. Onlineshopping ist praktisch und entsprechend beliebt. Mit Alexander & James (gehört zum Diageo-Konzern und ist nach Sir Alexander Walker II und James Buchanan, zwei bedeutenden Personen in der Geschichte des Whiskys, benannt) haben auch Liebhaber exklusiver Spirituosen jetzt im Internet eine adäquate Einkaufsmöglichkeit. Das virtuelle Luxuskaufhaus für Hochprozentiges bietet ein großes Sortiment von Premium-Marken, darunter Ron Zacapa, Ketel One Vodka, Don Julio, Tanqueray und Cîroc – alles übersichtlich sortiert nach Themen, Sorten und Marken, damit die Suche nach der Lieblings-
spirituose so bequem wie möglich ist. Natürlich gibt es auch eine eigene Suchfunktion, in die man die gewünschten Kriterien eingeben kann. Im Sortiment finden sich auch limitierte Special Editions und Raritäten, die sich hervorragend zum Verschenken eignen
Exklusives Sortiment In der Geschenke-Rubrik werden sowohl Vorschläge gemacht, die Kunden können aber auch eigene Pakete erstellen. Auf Wunsch kann man die ausgewählten Präsente besonders verpacken, mit einer stilvollen Grußkarte versehen oder mit einer kostenloser Gravur indi-
vidualisieren lassen. Zum Sortiment des hochprozentigen Shops gehören auch verschiedene Accessoires, wie Shaker oder Eiskübel, edle Gläser und Barbesteck bis zum kompletten Set für die Hausbar oder exklusiven Besonderheiten wie einem Johnnie Walker Backgammon-Spiel im hochwertigen Lederkoffer. Abgerundet wird das Angebot des Shops mit einem OnlineMagazin, das interessante Infos zu Geschichte und Herstellung der verschiedenen Spirituosen bietet, Tipps für die Einrichtung der perfekten Hausbar sowie Rezepte für Cocktails. www.alexanderandjames.de
Der neue Web-Shop bietet erlesene Spirituosen, Accessoires sowie Tipps und Infos.
© Alexander & James
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Freitag, 20. September 2013
luxury brands&retail – 19
Edle Pelz-Couture nach Maß clarissa fischer
Wien. Genau genommen ist der Sommer die ideale Zeit, um sich mit dem Thema Pelz auseinanderzusetzen. Und so wundert es eigentlich nicht, dass auch in diesem Sommer bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad im exklusiven Pelzhaus Liska nicht tote Hose herrschte. Denn jetzt, im Herbst, rückt Pelz wieder näher in den Fokus, in wenigen Wochen könnte man Mantel, Jacke oder Cape bereits tragen.
Umfangreiches Sortiment Es sind einerseits internationale Shopping-Touristen, die ihren Wien-Aufenthalt für einen Besuch bei einem der bestsortierten Pelzhändler Europas nutzen, und andererseits die lokale Klientel, die sich in den angenehm klimatisierten Räumen am Hohen Markt über die aktuellen Pelz-Trends informieren, das reichhaltige Angebot sondieren, verschiedene Modelle probieren und sich fachkundig beraten lassen. Die Wahrscheinlichkeit, unter den vielen Modellen – das Sortiment umfasst große internationale Marken sowie Modelle aus der eigenen Linie – das Passende zu finden, ist hoch. Das Made to Measure-Atelier von Liska sorgt dann auch dafür, dass alles perfekt sitzt und fertigt natürlich auch individuelle Modelle nach Maß. Für die Qualität der Arbeit und die Beratung spielt es dabei keine Rolle, ob es ein sündteurer Zobelmantel werden
soll, eine trendige Lammfell-Jacke oder die Kundin ein aus der Mode gekommenes oder aus sonstigen Gründen nicht mehr passendes Stück umarbeiten lassen will.
Individuelle Designs „Bei entsprechender Pflege überdauern die Felle ja viele Modetrends“, sagt Birgit Seiwald, Marketingleiterin bei Liska. „Außerdem hat Pelz auch viel mit Emotionen zu tun und man will sich nicht einfach von einem Stück trennen, nur weil es nicht mehr in ist.“ Darüber, was in der kommenden Saison „in“ ist, informiert die Trendbroschüre von Liska. In Sze-
ne gesetzt wurden die neuen Musthaves für Fell-Fans auch heuer wieder von Topfotografin Elfie Semontan. Auch wenn das Internet das Einkaufserlebnis vor Ort hinsichtlich Ambiente und Erlebnis nicht ganz erreichen kann: Wenn sich aus Gründen der Zeit oder Geografie der Weg auf den Hohen Markt nicht ausgeht, braucht niemand auf Fell-Couture von Liska zu verzichten. Der Online-Shop bietet eine kleine, aber durchaus feine Auswahl – vom kleinen Nerzcape oder Schal über Lederjacken mit Pelzbesatz bis hin zum exklusiven Luxus modell. www.liskafashion.com
© www.liskafashion.com
Liska am Hohen Markt ist die erste Adresse für für Fans von Fell.
Liskas Trendbroschüre zeigt, was in diesem Winter in Sachen Pelz „in“ ist.
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© Harrods-Dalmore
Neuer Fine Spirits Room bei Harrods
Nick Fleming, Wein- und Spirituoseneinkäufer von Harrods, und Richard Paterson mit der exklusiven Whisky-Sammlung.
London. Das 1834 gegründete Luxuskaufhaus Harrods hat diesen Sommer seinen Fine Spirit Room neu eröffnet. Absolutes Highlight des erlesenen Sortiments ist die Dalmore-Paterson-Sammlung Jeder der zwölf Luxus-Whiskys ist in einem handgefertigten Bleikristall-Dekanter von Glencairn, einem der weltweit führenden Kristallhäuser, abgefüllt, der Luxusjuwelier Hamilton & Inches fertigte die handgravierten Silberschilder. Präsentiert wird diese einzigartige Sammlung in einem maßgefertigten Holzschrank des britischen Nobeltischlers Gavin Robertson. So viel Exklusivität hat natürlich ihren Preis – nämlich rund 1,1 Mio. €. Allerdings findet sich im Angebot des Fine Spirit Room auch Hochprozentiges zu deutlich zivileren Preisen. www.harrods.com sch_13002_Anouk_216x288abf_PSOLWCimpr.indd 1
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20 – luxury brands&retail
Kein bisschen
Freitag, 20. September 2013
provinziell
Das Modehaus Stöcker in Eferding präsentiert sich im neuen Look. Eferding. Beim Hausruck denkt man in erster Linie und nicht ganz zu Unrecht an eine ruhige und naturnahe Urlaubsregion. Den klassischen Shopping-Touristen wird es dagegen eher selten in diese Gegend verschlagen. Eigentlich schade, denn das hübsche Städtchen Eferding hat neben einem imposanten Schloss und einer malerischen Altstadt mit dem Modehaus Stöcker auch Interessantes für Fashionistas zu bieten. Nach der vor Kurzem abgeschlossenen Erweiterung und Neugestaltung – bei der Realisierung dieses Großprojekts vertraute das Familienunternehmen auf die Kompetenz von Umdasch Shopfitting und des Münchner Designbüros Gruschwitz – erstreckt sich das so gar nicht provinzielle Mode-Mekka über eine Fläche von stolzen 5.500 m�.
den durch den durchgängigen Einsatz von Holz, Stein und Wasser sowie darauf abgestimmten Dekoelementen aber dennoch eine stimmige Einheit.
Erweitertes Sortiment Gleich im Erdgeschoß befindet sich die umfangreiche Damenabteilung. Hier dominiert elegantes Weiß, während in der Herrenabteilung im Obergeschoß dunkle Eiche den Ton angibt. Die neue Jugendabteilung wurde loftartig gestaltet, wobei Metallelemente den coolen Charakter noch zusätzlich unterstreichen. Ebenfalls neu sind ein eigener
Edles Shoppingerlebnis „Ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von Stöcker“, fasst Christian Pranzl, Projektleiter von Umasch Shopfitting, das Ergebnis der gelungenen Neugestaltung zusammen. www.stoecker.at
Cool, sachlich, stylish: Die Abteilung für junge Mode präsentiert sich im Loft-Charakter.
Vision erfüllt.
Fläche mehr als verdoppelt Hinsichtlich Ambiente und Angebot (das Sortiment reicht von Designmarken wie Schumacher, Caractere, Drykorn, Diesel, Raph Lauren oder Boss bis zu beliebten Mainstream-Brands wie S Oliver, Bestseller, Bugatti oder Strellson) ist das ein Einkaufserlebnis, das mit jenem in so manchem großstädtischen Store durchaus mithalten kann. Die einzelnen Bereiche werden durch unterschiedliche Materialien optisch voneinander getrennt, bil-
Die neue S-Klasse. Jetzt bei Ihrem Mercedes-Benz Partner. Kraftstoffverbrauch (NEFZ) 5,5–9,1 l/100 km, CO2-Emission 146–213 g/km. www.mercedes-benz.at/s-klasse
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© La Fée Maraboutée
Feenzauber am Kurfürstendamm
Eine Marke der Daimler AG
La Fée Maraboutée eröffnete einen Store in Berlin sowie einen Online-Shop.
Roanne/Berlin. Die französische Modemarke La Fée Maraboutée eröffnete Ende Juli ihren ersten Store in Deutschland. Wie alle neuen Boutiquen seit 2009 wurde auch diejenige am eleganten Kurfürstendamm vom französischen Architekten Thierry Michault gestaltet. Sein Ziel ist es, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, die an eine Wohnung im lässig-schicken Bohème-Stil erinnert – die perfekte Kulisse für das feminine Sortiment mit französischem Flair. Gleichzeitig wurde auch ein Online-Store eröffnet. Um Kostüme, Kleider, Strickware, Accessoires, Schuhen und Taschen zu erstehen, muss man also nicht unbedingt in die deutsche Hauptstadt – obwohl jede der mittlerweile 94 Boutiquen einen Besuch wert wäre. www.lafeemaraboutee-berlin.de
Bereich für Schuhe sowie eine Intersport-Abteilung. Ein weiteres Novum ist, dass die Kunden jetzt auch für eine kleine Erfrischung während des Shoppens den Laden nicht mehr zu verlassen brauchen, denn der vergrößerte Store bietet auch Platz für einen gemütlichern Gastro-Bereich, wo man entspannt relaxen kann.
© Stöcker
natascha jansen-becker
Neue S-Klasse_456x288_medianet.indd Alle Seiten
Freitag, 20. September 2013
Neues
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luxury brands&retail – 21
Showroom Konzept Marcolin macht mit Eye Style seinen Kunden schöne Augen. Longarone/Mailand. Zeigen, was man hat und seine Vorzüge perfekt ins Blickfeld zu rücken – damit hat der Brillenhersteller Marcolin natürlich viel Erfahrung. Schließlich sorgen die edlen Shades und Sehhilfen von Topmarken wie Balenciaga (seit heuer neu im Sortiment), Tom Ford, Cavalli oder Tod´s in jeder Hinsicht für schöne Augenblicke.
© Marcolin
Exklusives Ambiente
Ein wahres Eldorado für Liebhaber edler Brillen: der neue Eye Style-Store in Mailand.
Rund 5,5 Mio. Brillen des italienischen Herstellers gingen im letzten Jahr über die Ladentische der insgesamt 300 Verkaufsstellen
– eine Zahl, die man heuer (Wachstum ist auch bei Marcolin die Devise) klarerweise noch toppen will. Maßnahmen dafür wurden heuer im Rahmen der Men’s Fashion Week in Mailand mit der Eröffnung eines neuen Showroom-Konzepts gesetzt. Inmitten des Mailänder Mode-Viertels, in der Via San Pietro all‘Orto 17, wurde mit Eye Style ein Ort geschaffen, an dem die gesamte hochkarätige Kollektion in Szene gesetzt wird.
wir hier dem Publikum unsere Vision eines modernen Brillendesigns und exklusiver Handarbeit vermitteln“, so Marcolin-CEO Giovanni Zoppas. „Mit dieser Nähe zum Endkunden und der daraus entstehenden Resonanz wird ebenfalls die Wirkung und Relevanz für den Einzelhandel getestet.“
„Wir zeigen hier auch Exklusiv-
Test für Einzelhandel
Linien und
„Unterstützt von der futuristischen Raumgestaltung, wollen
Limited Editions.“ Giovanni Zoppas, ceo marcolin
Zu sehen und zu kaufen sind hier neben den saisonalen Kollektionen der Marken auch Exklusiv-Linien und Limited Editions. So wurde im Zuge der Shoperöffnung etwa erstmals das neue Modell MB454S von Montblanc vorgestellt; angelehnt an das klassische AviatorModell, zeichnet es sich durch modernes, zeitloses Design und besonderen Details, wie etwa einem markanten Nasensteg aus feinstem Leder, aus. „Eine Besonderheit von Eye Style ist auch, dass wir hier auch Modelle neuer, aufstrebener Designer präsentieren“, so Zoppas abschließend. Das macht den neuen Store für anspruchsvolle Billenträger natürlich besonders attraktiv. www.marcolin.com
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Brioni wächst in den USA
© Brioni
desirée faber
Details aus der neuen Brioni-Boutique im Gold Coast-District von Chicago.
Penne/New York. Sieben auf einen Streich, so lautete die Devise beim „Tapferen Schneiderlein“ im Märchen – der italienische Nobelschneider Brioni schafft zwar nicht ganz so viele, allerdings handelt es sich ja nicht um Riesen im Märchenland, sondern um neue Monobrand-Boutiquen in den USA. Immerhin hat das für seine eleganten Herrenanzüge und Acccessoires weltweit bekannte Unternehmen mit den drei neuen Stores (Standorte sind Chicago, Costa Mesa nahe Los Angeles und Bal Harbour bei Miami), die in diesem Sommer eröffnet wurden, die magische Sieben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erreicht. „Die USA sind für uns ein wichtiger Markt bei unserer weiteren Expansionsstrategie“, so BrioniCEO Francesco Pesci. www.brioni.com 05.09.13 08:36
lu x u r y e v e n t s
22 – luxury brands&retail
Freitag, 20. September 2013
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© Jaguar
Häschen kuscheln mit der Raubkatze
Playboy-Chef Cooper Hefner war eigens zur Party von London angereist.
© Moët & Chandon
Pebble Beach. Am ersten Wochenende im August war die kalifornische Kleinstadt auch heuer wieder ein Magnet für Autoenthusiasten und Oldtimerfans. Schließlich ist der Pebble Beach Concours d’Elegance der berühmteste automobile Schönheitswett bewerb der Welt. Die britische Nobelmarke Jaguar zeigte hier nicht nur ihre neuesten Modelle sowie das Jaguar Project 7 Concept Car, sondern sorgte – gemeinsam mit Kooperationspartner Playboy – auch für eine ordentliche Portion weiblicher Schönheit. Entsprechend heiß begehrt waren daher die Einladungen zur exklusiven Jaguar-Playboy-Party, die in einem eleganten Privatanwesen über die Bühne ging. www.jaguar.com
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1. Roger Federer stößt mit Benoît Gouez, Kellermeister des Champagnerhauses, auf den runden Geburtstag an. 2. Sängerin Emeli Sandé brachte dem Geburtstagskind auch ein musikalisches Ständchen. 3. Sport trifft auf Fashion: Tennisstar Roger Federer mit der wie üblich perfekt gestylten Anna Wintour, Chefredakteurin der US-Vogue.
Moët & Chandon
Zum 270. Geburtstag ließ die Champagnermarke stilecht die Korken knallen
Spritzige Birthday-Party
Épernay/New York. Auch wenn viele Luxusmarken auf eine lange Geschichte verweisen können, ist 270 Jahre doch ein wahrlich stolzes Alter und das noble Champagnerhaus damit ein richtiger Methusalem in der Oberklasse. Dass die zum Luxuskonzern LVMH gehörende Marke ihr Jubiläum nicht am Firmensitz in Èpernay oder der französischen Hauptstadt Paris feierte, sondern in New York, wurde damit begründet, dass man sich dem Big Apple sehr verbunden fühle. Immerhin war die Stadt in der Vergangenheit Schauplatz einiger der denkwürdigsten Feierlichkeiten in der Geschichte des Champagnerhauses: 1930 stieß man hier auf die Flugpioniere Dieudonné Costes und Maurice Bellonte an, nachdem ihnen der erste Nonstop-Flug von Paris
© 2013 Getty Images
Nobelkutsche für die Stars in Venedig
© 2013 Montblanc/Franziska Krug
Hollywoodstar Sandra Bullock am Weg zur Maserati-Party in Venedig.
Venedig. Anlässlich der Filmfestspiele ist die Promidichte in der Lagunenstadt besonders hoch, und die Sponsoren schmeißen eine Reihe exklusiver Partys. Nicht lumpen ließ sich natürlich auch der neue Hauptsponsor Maserati. Zur Eröffnungszermonie fuhr man die Stars wie Sandra Bullock, Bernardo Bertolucci, Eva Riccobono, William Friedkin, Ksenia Rappoport, Francesco Mandelli und George Cloony in Luxuskarossen wie etwa dem neuen Maserati Quattroporte, und auch für den Weg zur anschließenden Eröffnungsparty auf der Maserati Terrace im eleganten Poolbereich des Nobelhotels Excelsior mussten die Gäste auf stilvolle Transportmittel nicht verzichten. Schließlich hatte die italienische Luxusmarke für die gesamte Dauer der Filmfestspiele einen exklusiven Shuttleservice eingerichtet, damit die VIPs ebenso bequem wie stilvoll zu den zahlreichen Veranstaltungen gelangten. Die Location war am Vortag bereits Schauplatz eines Cocktailempfangs, zu dem Maserati gemeinsam mit der US-Vogue geladen hatte, um die die neue Ausgabe der Männer-Vogue, deren Covermodel der kanadische Schauspieler und Regisseur James Franco ist, vorzustellen. www.maserati.com
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nach New York gelungen war. 1993 legte der Moët & Chandon Heißluftballon „Spirit of 1743“ auf seiner Weltumrundung einen Zwischenstopp an der Freiheitsstatue ein und 2006 beleuchtete man die Freiheitsstatue anlässlich ihres 120. Geburtstags als Wahrzeichen von New York und Sinnbild der Freundschaft zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten.
man in New York die Korken knallen ließ. „Moët & Chandon ist im Laufe von 270 Jahren zu einem Syno-
„New York war oft Schauplatz denkwürdiger Feiern unseres Hauses.“
Große Geschichte Nachdem aber Roger Federer, seit November 2012 Markenbotschafter, als Gastgeber fungiert und im Rahmen der Geburtstagsfeier auch die neue Werbekampagne präsentiert wurde, darf vermutet werden, dass durchaus auch wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend dafür waren, dass
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Stéphane Baschiera, Präsident und CEO von Moët & Chandon
nym für ehrwürdigste Tradition, modernsten Genuss und edelste Champagnerkreationen für jede Gelegenheit geworden. Heute Abend erheben wir unser Glas
auf all jene, die über die Jahrhunderte hinweg einen Beitrag zu dieser Tradition geleistet haben“, begrüßte Stéphane Baschiera, Präsident und CEO von Moët & Chandon, die Gäste. Unter ihnen etwa US Vogue-Chefin Anna Wintour, die Schauspieler Josh Lucas, Katrina Bowden, Jeffrey Wright, Michele Hicks und Samantha Mathis, die Designer Christian Siriano und Keren Craig, die DJs Bob Sinclar und Leigh Lezark, Model Carol Alt, Tennisspielerin Marion Bartoli und der Lifestyle-Guru and Partyplaner Colin Cowie. Neben Champagner gab´s natürlich auch eine Geburtstagstorte: Die Kreation von Caterer Potel & Chabot hatte die Form einer Champagnerpyramide, garniert mit Miniatur-Flaschen und einer Nachbildung der Freiheitsstatue. www.moet.com
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1. Model Selita Ebanks und Schauspieler Clemens Schick mit Ingrid Roosen-Trinks, Vorstand der Montblanc Kulturstiftung. 2. Das Ensemble der Produktion „The animals and children took to the streets” mit Ingrid Roosen-Trinks und dem diesjähigen internationalen Stargast Jane Seymore. 3. Sunnyi Melles und YDP-Jurorin Brigitte Hobmeier. 3
Montblanc Eine große Bühne für die Theaterstars von morgen
Kultur-Highlights in Salzburg Montblanc. Seit mittlerweile 12 Jahren gehört das Hamburger Nobelunternehmen zu den Salzburger Festspielen und sorgt mit seinem Engagement für eine kulturelle als auch gesellschaftliche Bereicherung des weltberühmten Events. So ermöglichte das Young Directors Project auch heuer wieder die Produktion neuer Inszenierungen und die Einladungen bestehender Arbeiten von Nachwuchstalenten nach Salzburg. Zusätzlich stiftet Montblanc für die
beste Regiearbeit 10.000 €. Über diese Auszeichnung durfte sich heuer der irakische Regisseur Mokhallad Rasem für seine Interpretation des Klassikers „Romeo & Julia“ freuen. Die erste YDP-Produktion „The animals and children took to the streets“ der britischen Regisseurin Suzanne Andrade und ihres Ensembles „1927“ feierte am 31. Juli Premiere. Danach lud Montblanc zum schon traditionellen Künstler-
fest in der Galerie von YDP JuryMitglied Thaddaeus Ropac Mit Ingrid Roosen-Trinks, Vorstand Montblanc Kulturstiftung, Montblanc-Chef Lutz Bethge und den Akteuren feierten unter anderem Stargast Jane Seymour, Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf sowie heimische Prominenz wie Anja Kruse, Nicole Beutler, Sunnyi Melles oder auch das schrille Duo Eva & Adele. www.montblanc.com
lu x u r y n e t w o r k i n g
Freitag, 20. September 2013
luxury brands&retail – 23
Luxus Business britta biron
Perchtoldsdorf. Zusanna Fischer ist der Prototyp der klassischen Luxus-Kundin. Aber ebenso wichtig wie edle Mode und Accessoires von Chanel bis Louis Vuitton ist der smarten Lady auch ihre eigene Kreativität. Die lebt sie sowohl als Fashion- und Lifestyle-Bloggerin mit Computer und Fotoapparat (http://silky1way.com) als auch an der Nähmaschine aus. Seit Jahren fertigt sie anspruchsvolle Kreationen, die hinsichtlich Design, Qualität und Verarbeitung mit den TopMarken locker mithalten kÜnnen. „Nähen ist fßr mich seit Jahren mehr als nur ein Hobby, sondern
eine wahre Leidenschaft. Eigene Ideen umzusetzen, der Umgang mit edlen Materialien, die Suche nach auĂ&#x;ergewĂśhnlichen Stoffen, das alles fasziniert mich sehr. Und jede Frau kann vermutlich das tolle GefĂźhl, ein wirklich einzigartiges und perfekt passendes Outfit zu tragen, gut nachvollziehenâ€?, erzählt sie. Das Lob und die bewundernden Blicke, die sie damit regelmäĂ&#x;ig erntet, sowie auch der Zuspruch von modebewussten Freundinnen brachten sie schlieĂ&#x;lich auf die Idee, das Hobby jetzt auch zum Beruf zu machen und das Label „silky1wayâ€? zu grĂźnden. „Auch wenn der Einstieg in das Fashionbusiness nicht leicht ist,
einen Versuch ist es auf jeden Fall wert�, ist sie ßberzeugt. „Mit meiner Marke konzentriere ich mich auf eine modische Nische, die von anderen kaum bearbeitet wird. Die Kollektion besteht im Moment aus einfachen Basics wie Schals, Tuniken und Tops, die ausnahmslos von mir aus den besten am Markt erhältlichen Seidenstoffen hand gefertigt werden.� Verkauft wird ßber einen eigenen Online-Store, daneben sucht Fischer weitere Vertriebspartner. „Fßr exklusive Boutiquen ist meine Manufakturkollektion sicher eine interessante Ergänzung�, ist sie ßberzeugt. http://silky1way.com
Š silky1way
Bei Zusanna Fischer dreht sich beruflich und privat alles um edle Seide.
In eigener Sache: Zusanna Fischer in einer Seidentunika aus ihrer Manufaktur-Kollektion.
Š Yves Saint Laurent
Paul Deneve Apple Cupertino. Bisher hatte er beim Haute-CoutureLabel Yves Saint Laurent als Chef die Zßgel in der Hand, kßnftig wird Paul Deneve als Vizepräsident bei Apple an Spezialprojekten arbeiten. www.apple.com
Š EPA
Tamara Mellon Ex-Jimmy Choo London. Die MitbegrĂźnderin von Jimmy Choo kehrt in die Modewelt zurĂźck. Im November startet Tamara Mellon mit der ÂErĂśffnung des Online-Shops ihr neues ÂLabel „Tamara Mellonâ€?, an dem sie seit dem Verkauf ihrer Jimmy Choo-Anteile arbeitet. Bereits fĂźr 2014 sind Stores in New York und ÂLondon geplant. https://twitter.com/ TamaraMellon
Š Sattlerhof
Willi Sattler Sattlerhof Gamlitz. In der Winzer-Oberliga spielt Willi Sattler schon länger mit, jetzt wurde er „geadelt�. Denn seit diesem Sommer zählt neben internatioanlen Top-Restaurants auch das schwedische KÜnigshaus zu den Kunden des Winzers. www.sattlerhof.at
impressum Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, GeiselbergstraĂ&#x;e 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul LeitenmĂźller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul LeitenmĂźller Chefredaktion: Chris Radda medianet luxury brands & retail Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitende Redakteurin: Britta Biron (bb) Consulting: Monika Athanasiadis FotoÂredakteur: JĂźrgen Kretten Lektorat: Christoph Strolz Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas LithoÂgrafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenproduktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Ferdinand Berger & SĂśhne Ges.m.b.H., 3580 Horn. Es gelten unsere AllÂgemeinen Geschäfts bedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbei träge mĂźssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken.
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