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prime news & market watch > Kommentar: Urheberrechte sind eine knifflige Sache 3

> Feature: Auch Marken leiden an „Burnout“

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© istockphoto; APA/Herbert Neubauer

marketing & media

> Mertel lässt sich jetzt in Wien nieder 9 > Nordsee-Kampagne setzt auf Viralhit „SignFlipping“ 10 retail > BWB-Chef Thanner: Bei Spar erst am Anfang

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business weekend > 175 Millionen für Ausbau der Uniklinik Innsbruck 22

Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer: „Anforderungen an unseren Berufsstand nehmen laufend zu.“

Unter Druck Die erfolgsverwöhnte Branche ist in Unruhe: Die Umsätze mit den Krankenkassen stagnieren, gleichzeitig wachsen die Anforderungen. Und nach geeignetem Nachwuchs müssen schon Headhunter fahnden. Seite 2

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Freitag, 19. April 2013

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Der Kassenumsatz, der mit Arzneimitteln auf Kassenrezept erzielt wird, und der 70 Prozent des Gesamtumsatzes einer Apotheke ausmacht, ist 2012 um lediglich 2,6 Prozent gestiegen.

Hintergrund Selbstständige Apotheker sehen Umsätze mit Krankenkassen stagnieren, gleichzeitig wachsen die Anforderungen

Apotheker unter Druck: Umsätze sinken und Nachwuchs fehlt Weil Stellen nicht nachbesetzt werden können, schaltet die Kammer Headhunter ein und sucht im Ausland Nachwuchs. Wien. „Während die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt, erweist sich die Apotheke einmal mehr als verlässlicher Arbeitsplatz – vor allem für Frauen. Der Anteil der Frauen hat erstmals die 90-Prozent-Marke überschritten.“ So beschrieben die Apotheker ihre Situation im Jahr 2009. Jetzt klingt es etwas rauer: Stagnierende Kassenumsätze und sinkende Kassenspannen bringen die Apotheken in Bedrängnis; die Umsätze der Apotheker lägen nur 0,2% über der Inflationsgrenze. Viele würden bereits Verluste schreiben, erklärte zuletzt Christian Müller-Uri, Präsident der im Apothekerverband organisierten, selbstständigen Apotheker. Der Kassenumsatz, der mit Arzneimitteln auf Kassenrezept erzielt wird, und der 70% des Gesamtumsatzes einer Apotheke ausmacht, stagnie-

re. Er sei im Jahr 2012 um lediglich 2,6% gestiegen. Was andere Branchen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aufatmen ließe – ein Plus über der Inflation –, versetzt die einst erfolgsverwöhnte Branche in Unruhe. „Der Wirtschaftsmotor Apotheke stockt“, so der Titel einer Aussendung des Verbands.

Bis zu 100 Apotheker fehlen Gleichzeitig würden neue Aufgabenfelder einen immer höheren Personalstand erfordern. Doch der ist nicht in Sicht. Derzeit fehlen 50 Apotheker in Österreich, in den kommenden Jahren könnten sogar mehr als 100 Jobs pro Jahr nicht besetzt werden. In den österreichischen Apotheken arbeiten 5.800 akademisch ausgebildete Pharmazeuten. „In Summe ist die Situation am Arbeitsmarkt ausgewogen, allerdings haben auch wir

Apotheke‘ stockt: Viele

Pensionisten zu einer Rückkehr zu motivieren. Zudem wird versucht, mittels Headhuntern Pharmazeuten aus dem Ausland nach Österreich zu locken. Dieser Weg sei durchaus erfolgreich, kostet aber natürlich auch Geld.

Apotheker schreiben

„Schmalspurapotheker“

„Der ‚Wirtschaftsmotor

© Österreichischer Apothekerverband/APA-Fotoservice/Preiss

Martin Rümmele

bereits Verluste.“ Christian Müller-Uri Apothekerverband

in manchen Regionen am Land Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen“, sagt Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer. „Gerade jene Regionen, die weit von den Universitätsstädten entfernt sind, beklagen einen

Arbeitskräftemangel von Pharmazeuten. Wir rechnen ja generell mit einem verstärkten Bedarf an Apothekerinnen und Apothekern, da die Aufgaben und Anforderungen an unseren Berufsstand laufend zunehmen. So planen wir, künftig das Medikationsmanagement stärker auszubauen, das auch sehr betreuungsintensiv sein wird.“

Apothekerverband Selbstständige sind uneins

Ausbildung als Problem

Interne Diskussionen

Die Zahlen sprechen eine deutlichere Sprache: War im Februar 2008 das Verhältnis ‚Stellensuchende zu offenen Stellen‘ noch nahezu ausgewogen mit 82 zu 87, so standen im Februar 2011 laut Apothekerkammer 136 offenen Stellen nur 68 Stellensuchende gegenüber. In den kommenden fünf Jahren dürfte der Mehrbedarf auf 80 bis 100 Personen steigen, schätzt man intern. Die Kammer versucht deshalb seit einiger Zeit, intensiv gegenzusteuern. So versucht man etwa,

Wien. Die Kritik innerhalb der selbstständigen Apotheker an ihrer Führung wächst: Man habe bei der Wahl im Vorjahr den Posten des Kammerpräsidenten an die Angestellten verloren und tue zu wenig für die Verbandsmitglieder, sagen einige. Nun haben zahlreiche Länderchefs unter Führung der OÖ-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr einen eigenen „Diskussionsklub“ in Wien gegründet. Im „Salon A“ sollen Netzwerke zu anderen Akteuren im Gesundheitswesen geknüpft werden – etwas, das auch eigentlich auch der Verband für seine Mitglieder tun will. Kritik üben manche auch an einem geplanten eigenen System für den Versandhandel. Dieser soll ab 2014 EU-weit liberalsiert und ermöglicht werden. Der Apothekerverband arbeitet an einem Internet-System („Click and Collect“), um den echten Versandhandel möglichst auszubremsen; der Kunde soll sich die Produkte im Internet ansehen, dann bei einer ihm geeignet erscheinenden Apotheke bestellen und die reservierte Ware dort abholen.

Beobachter sehen die Situation nicht nur demografisch und wachstumsbedingt, sondern auch hausgemachte, strukturelle Probleme. So wird etwa seit Jahren um eine Reform des Studiums gerungen. Was die Kammer ablehnt, ist eine „Ausbildung light“ über ein eigenes Fachhochschulstudium. Die neuen „Schmalspurapotheker“ könnten dann nämlich von Drogeriegruppen angeworben und so zur Billigkonkurrenz werden. „Die ersten Maßnahmen an den Universitäten zur Verbesserung der Situation greifen; jüngst sind wieder steigende Absolventenzahlen zu verzeichnen gewesen“, so Wellan. Die Apotheker sollen sich auf eine Reise in die Zukunft machen – und zwar schnell. Das hat der neue Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Josef Probst, nun bei einem Vortrag in Linz den Pharmazeuten geraten. Apotheken sollen mehr Aufgaben im Gesundheitswesen übernehmen, sagte er kürzlich. „Es gibt zwei Möglichkeiten für die Apotheker: Entweder die Apotheke wird zu einer Gemischtwarenhandlung, in der, im Sinne des ökonomischen Überlebens, alles Mögliche angeboten wird, oder zu einem wertvollen Gesundheitspartner, der sich über seine Kernkompetenzen hinauswagt.“


prime news

Freitag, 19. April 2013

medianet – 3

Analyse Ein Hauptgrund für die Nichtbeachtung von Urheberrechten ist ihre vergleichsweise schwere Nachweisbarkeit

short

Urheberrechte sind eine knifflige Angelegenheit

Elf heimische Firmen im „Forbes“-Ranking

Den höchsten Rang belegt die OMV auf Platz 304 (von insgesamt 2.000).

Wien. Österreich ist mit elf Unternehmen auf der Forbes-Liste der weltweit größten 2.000 Firmen (es wurden nur Aktiengesellschaften gereiht) vertreten. Den unter den heimischen Unternehmen höchsten Rang besetzt die OMV (Platz 304). Dahinter folgen Raiffeisen Bank International (455), Erste Group Bank (672), Vienna Insurance Group (723) und voestalpine (920), Verbund (1.229), Strabag (1.369), Uniqa-Versicherung (1.372), Andritz (1.558), Immofinanz (1.798) sowie die teilstaatliche Volksbanken AG (ÖVAG, 1.697). (APA)

„Liegt überhaupt ein

Thema „Nutzungsrechte“

urheberrechtlich ge-

Die Gründe, aus denen Urheberrechte meist vernachlässigt werden, sind vielseitig: Zum einen ist das Urheberrecht – anders als Marken-, Patent- und Musterrechte – ein Recht, das nur einer natürlichen Person gehören kann, nie einer juristischen Person, also nie einem Unternehmen. Weiters ist das Urheberrecht selbst nicht übertragbar, sondern nur die Verwertungs- und Nutzungsrechte. Zudem bringen viele Menschen das Urheberrecht nur mit Autoren, Malern und Musikern in Verbindung; dabei ist sein Anwendungsbereich viel breiter: Auch Werbeplakate und -spots, Fotos, Gebäudefassaden und Layouts können urheberrechtlichen Werkschutz genießen. Das bedeutet zweierlei: Unternehmen, die für solche Leistungen bezahlen, sollten darauf achten, nicht nur das Werkstück (etwa das Werbeplakat), sondern zusätzlich das Recht der Nutzung zu erwerben. Unternehmen, die solche Leistungen erbringen (Plakate erstellen), müssen sicherstellen, sich von den jeweiligen Mitarbeitern eventuelle Werknutzungsrechte übertragen zu lassen.

schütztes Werk vor und falls ja, wer hat von wem kopiert?“ sabine-katharina andreasch

Ermittlungen gegen Schmied eingestellt Andreasch: „Ist es sinnvoll, Urheberrechte als Unternehmenswert zu betrachten?“

die Berechnung von Fristen wichtig. Auch wird es im Gegensatz zu den anderen Registern nicht vom Patentamt geführt und kann nicht über dessen Website online abgefragt werden, sondern wird vom Justizministerium verwaltet, wo es nur physisch aufliegt.

Es ist oft eine Beweisfrage Erklären lässt sich dies so, dass das Urheberrecht Kraft Gesetz und nicht Kraft Eintragung ins Register entsteht. Kurz: Entweder es existiert mit Schaffung des Werkstücks oder es existiert nicht, eine Rechtsfrage, die in letzter Konsequenz das Gericht zu beantworten hat. In einem Rechtsstreit wegen Urheberrechtsverletzung gibt es

meist zwei zentrale Fragen: Liegt überhaupt ein urheberrechtlich geschütztes Werk vor und falls ja, wer hat von wem kopiert? Eine Faustregel: Basiert das Ergebnis des Arbeitsprozesses nicht nur auf funktionalen Überlegungen und kann die Gestaltung auf verschiedene Art und Weise erfolgen (Form, Farbzusammenstellung,…), ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es urheberrechtlich geschützt ist. Hingegen ist es eine Beweisfrage, welches Werk zuerst geschaffen worden ist. Eine sichere und günstige Methode ist, sich eine Abbildung des Werkstücks in einem eingeschriebenen Brief selbst zuzuschicken und diesen Brief dann verschlossen aufzubewahren; das Datum des Poststempels gilt als Beweis.

Wien. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Ex-Vorstandsdirektorin der Kommunalkredit und jetzige Unterrichtsministerin Claudia Schmied eingestellt. Eine WKStA-Sprecherin bestätigte eine Vorausmeldung des Format. Es wurden „keine strafrechtlich vorwerfbaren Fehlleistungen“ festgestellt. Gegen die übrigen Beschuldigten wird weiter ermittelt. (APA)

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Sabine-Katharina Andreasch (s.andreasch@fplp.at) ist Rechtsanwaltsanwärterin bei Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte und spezialisiert im Bereich Immaterial- güterrecht.

Kommunalkredit: Ministerin Claudia Schmied ist aus dem Schneider.

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Fazit: Bei Unternehmen, die die Ergebnisse zumindest teilweise kreativer Arbeit verwerten (Fotostudios, Werbeagenturen, Grafiker, etc), empfiehlt es sich, in die Verträge mit Dienstnehmern eine Klausel einzufügen, die die Übertragung von Werknutzungsrechten an den in Ausübung deren Berufs geschaffenen Werken vorsieht. Bei Schöpfungen, die eventuell in der Zukunft für das Unternehmen von Wert sein können, sollten Nachweise für den Schaffensvorgang und -zeitpunkt aufbewahrt werden.

© APA/Hans Klaus Techt

Wien. Wenn von den „immateriellen Werten“ eines Unternehmens gesprochen wird, dann sind meist Markenrechte – und eventuell noch Patent- und Musterrechte – gemeint. Dass eine Marke die Kaufentscheidung von Kunden maßgeblich beeinflussen kann, ist bekannt, ebenso, dass man aus dem Verkauf oder aus der Lizenzvergabe eines Patents oder Musters Kapital schlagen kann. Urheberrechte bleiben großteils außen vor. Aber ist es für ein Unternehmen überhaupt sinnvoll, Urheberrechte als Unternehmenswert zu betrachten?

Der wohl ausschlaggebendste Grund der Nichtbeachtung von Urheberrechten ist jedoch die schwere Nachweisbarkeit. Marken, Patente und Muster werden durch ihre Eintragung in ein Register zu Marken, Patenten und Mustern; und auch davor können sie Unternehmenswerte sein, die etwa nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vor Ausbeutung geschützt sind. Zwar gibt es auch ein Urheberregister – aber: Die Eintragung ist nur in manchen Fällen für

© Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte/vyhnalek.com

Sabine-Katharina Andreasch

© EPA

Auch Werbeplakate und -spots, Fotos und Layouts können urheberrechtlichen Werkschutz genießen.

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4 – medianet

Freitag, 19. April 2013

feature@medianet.at

Burnout Viele Herstellermarken stehen unter Dauerdruck, verlieren Marktanteile und Stammkunden. Gewinner sind die Mehrwert-Handelsmarken. Was sind die Ursachen für die aktuelle Krise und welche ­Möglichkeiten gibt es, hier wieder rauszukommen? GfK und Serviceplan präsentierten ihre Strategien.

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arketingjobs sind sehr begehrt. Im Marketing ist man kreativ, hat viel Entscheidungsbefugnisse und Freiheiten. Alle wollen Marken gestalten, formen und beeinflussen. Zumindest, wenn man Studenten befragt. Was ist schon das Klinkenputzen im Sales, die spröde Zahlenwelt eines Controllers im Vergleich zum Glamour des Marketing. In der Realität sieht das offenbar anders aus, jedenfalls lässt die enorme Fluktuation darauf schließen: Die durchschnittliche Verweildauer im Job von Marketing-Entscheidern liegt bei nur zwei Jahren. Gründe dafür gibt es viele, doch die wesentlichsten sind die Verlagerung von Entscheidungsbefugnissen, Divergenzen mit anderen Bereichen, geringere kreative Entfaltungsmöglichkeiten aufgrund von Budgetkürzungen sowie begrenzte Aufstiegsmöglichkeiten in die Geschäftsführung. Zu diesem Ergebnis kam eine vergangenen Dienstag vorgestellte Befragung von GfK und Serviceplan.

Falsche Einschätzung Dem Hauptergebnis der Studie zufolge findet die Marketingkrise aber anderswo statt: Herstellermarken verlieren Marktanteile, Gewinner sind Mehrwert-Handelsmarken, deren Marktanteile im Zeitraum 2007 bis 2012 in Österreich um 20%, in Deutschland sogar um 43% gewachsen sind. Interessanterweise sehen die Verantwortlichen die Situation der Herstellermarken weitaus positiver, als sie in Wirklichkeit ist. 71% der befragten Marketingexperten sind der Meinung, dass der Anteil an Stammkäufern („First Choice Buyer“) konstant ist bzw. sich erhöht habe. Eine fatale Fehleinschätzung,

denn Stammkäufer werden immer häufiger untreu. Innerhalb von drei Jahren geht im Schnitt mehr als die Hälfte der First Choice Buyer verloren – eine Klientel, die eigentlich das Rückgrat jeder Marke darstellen sollte. Konsumieren doch diese Kunden überdurchschnittlich mehr als andere, sodass ihr Wegfall einen umso größeren Umsatzverlust bedeutet und dieser mit Neukunden schwieriger zu kompensieren ist. Dem Trend Rechnung tragend, haben GfK und Serviceplan eine neue Markentypologie entwickelt, die erstmalig die Aspekte Marktanteilsentwicklung und Kundenloyalität miteinander verknüpft. 619 Herstellermarken wurden über sechs Jahre hinweg analysiert – mit ernüchterndem Ergebnis: 22% der Brands büßten Marktanteile ein, sie verloren 40% ihrer Stammkunden.

Vier Markengruppen Die Typologie unterscheidet vier Markengruppen, von denen die größte und am schnellsten wachsende die „Burnout Brands“ sind; 41% der untersuchten Marken befinden sich in diesem Segment. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie permanent loyale Stammkunden gegen illoyale Gelegenheitskunden austauschen. Das kostet viel, ist höchst ineffizient, stressintensiv und führt auf lange Sicht zwangsläufig zu Marktanteilsverlusten. Ein gefährliches Spiel also. „Die Situation ist kritisch, aber nicht hoffnungslos: Immerhin gelingt es 59% aller ‚Burnout Brands‘ innerhalb von fünf Jahren, sich wieder zu stabilisieren“, so Peter Haller von Serviceplan. Die zweitgrößte Gruppe umfasst die Stars unter den Marken: „Growth Brands“; Marken wie Carefree, Coca-Cola oder Frosch,

Die sogenannten „Burnout Brands“ tauschen permanent loyale Stammkunden gegen illoyale Gelegenheitskunden aus.

peter haller Serviceplan Gruppe

© Serviceplan

sylvia tomek

Die Situation ist kritisch, aber nicht hoffnungslos: Immerhin gelingt es 59% aller ‚Burnout Brands‘ innerhalb von fünf Jahren, sich wieder zu ­stabilisieren.“ die nachhaltigen Substanzaufbau mit wachsenden oder konstanten Marktanteilen bzw. Stammkunden betreiben. Ihr Anteil ist mit 34% im Vergleich zu Deutschland (28%) erfreulicherweise relativ hoch. Ein Fünftel aller Marken fällt unter die „Stable Brands“. Marken wie Kotanyi, Dove oder Twinings können ihre Marktanteile und Stammkunden halten. Der letzte Markentyp sind die „Retreat Brands“. Sie verlieren Marktanteil, konzentrieren sich aber auf ihre Stammkunden und können diese auch halten.

Beim Markenauftritt schneiden Burnout Brands besonders schlecht ab.

Was sind nun die Einflussfaktoren für die rasante Zunahme der Burnout-Brands sowie die sinkenden Marktanteile der Herstellermarken?

Viele Innovationen floppen Einer der Gründe ist der hohe Anteil von Flops bei Produkteinführungen. Innovationen sind für eine Marke essenziell, doch 70% der neu eingeführten Produkte gibt es ein Jahr später bereits nicht mehr in den Supermarktregalen. Wolfgang Twardawa von GfK dazu: „Das bedeutet nicht nur enorme Geldverschwendung – allein in Deutschland zehn Milliarden Euro Launch-Kosten –, sondern auch ein Imageverlust für große und gut positionierte Dachmarken. Was wiederum zu einer Erosion der Stammkunden führt.“ Und weiter: „Innovation bedeutet die bessere Lösung eines relevanten Problems.“ Dieses Versprechen wird meist aber vom Unternehmen nicht eingelöst. Bei vielen Neueinführungen ist der Innovationsgrad zu gering, sprich der Konsument sieht keinen relevanten Nutzen. Oder aber das neue Produkt genügt nicht den höheren Erwartungen, was bei PremiumDachmarken häufig der Fall ist. Ein falsches Preis-Leistungs-Verhältnis kann natürlich ebenso zum Scheitern führen. Marketingverantwortliche argumentieren oft, dass die meisten Produkt-Launches in der Umsetzung, also in Verkauf oder Kommunikation, floppen. Fakt ist, dass das bei weniger als der Hälfte der misslungenen Neueinführungen der Fall ist. Eine Ursache für die Krise der Herstellermarke wird von den Studienautoren auch im häufigen Kampagnenwechsel gesehen. Kontinuität in der Kommunikation gibt es kaum. Fast die Hälfte der 100

größten deutschen Werbungstreibenden verändert alle zwei Jahre den Claim oder die Gestaltung; die verantwortlichen Marketiers wechseln im Schnitt auch alle zwei Jahre ihre Jobs. Ein Zufall? Wenn es um den Boom der Handelsmarken geht, spielt der Preis naturgemäß eine Hauptrolle. Zumal in Österreich, dem Schlaraffenland für Schnäppchenjäger. Seit 2008 ist der Anteil an Preis-Promotions hierzulande um 40% gestiegen und beträgt bereits 29% des Umsatzes. Wolfgang Twardawa: „Österreich hat damit die Deutschen schon längst überholt.“ Wo der Promotion-Anteil bei nur 19% liegt. Ganz vergleichen lässt sich diese Zahl freilich nicht, da der deutsche Diskont-Anteil mit über 43% (versus 27% in Österreich) doch deutlich höher ist.

Ruinöse Preisabschläge Doch nicht die Anzahl der Aktionen, sondern die Höhe der Preisreduktion ist relevant. Burnout Brands haben oft höhere Preisabschläge bei Promotions, als Growth Brands. Alles, was über 20% Nachlass vom Normalpreis ist, nagt aber massiv am Markenimage – die Marke wird beim Konsumenten unglaubwürdig. Dazu kommt, dass Herstellermarken immer weniger mit ihren Kunden kommunizieren; in Deutschland sind die NettoSpendings in den letzten fünf Jahren um 9% zurückgegangen. Allein im TV bräuchte man heute 34% mehr Budgetgelt, um angesichts der massiven Flut an neuen Sendern die gleiche Medialeistung wie 2007 zu erreichen. Neben den rationalen Stressfaktoren ist es aber auch wichtig, die emotionale Seite der Markenbeziehung zum Kunden zu betrachten. Der emotionaler Markenmehrwert, das Vertrauen in Markenqualität

Hohe Wechselraten: Die durchschnittliche Verweildauer im Job von Marketing-Entscheidern liegt bei nur zwei Jahren.


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© Panthermedia.net/Grazvydas Januska

feature@medianet.at

und der Markenauftritt zeigen gravierende Unterschiede zwischen Burnout-Marken und erfolgreichen Produkten. Die größten Abweichungen liegen beim Markenauftritt (minus 30%). Dabei geht es um die Präsentation einer Marke, um Tradition, um unverwechselbares Aussehen und um die Anzahl an Produktvarianten.

Die Studienautoren sehen hier den wichtigsten ersten Ansatzpunkt, um aus der Burnout-Krise herauszukommen: „Die Wahrnehmung des Markenauftritts haben wir unmittelbar in der Hand und können diese auch kurzfristig verbessern, während die komplexen Faktoren ‚Emotionaler Markenmehrwert‘ und ‚Vertrauen in die

Der Anteil der First Choice Buyer reicht von 20 Prozent bei den schwächsten Marken bis zu 70 Prozent bei den stärksten Marken.

Markenqualität‘ in aller Regel nur langfristig und mit erheblichen Aufwand korrigiert werden können.“

Mut zur Emotionalität Werbung braucht also mehr Mut zur Emotionalität in der Kundenansprache. 70% aller Kampagnen sind nutzenorientiert und rational

begründet. Dabei wurde neurowissenschaftlich längst bewiesen, dass emotionale Spots um fast 50% länger im Langzeitgedächtnis hängen bleiben und so eher zum Kauf anregen. Marken mit hoher emotionaler Bindung wie Milka haben mehr loyale Kunden, was automatisch zu Marktanteilsgewinnen führt.

Eine ernüchternde Entwicklung: In drei Jahren gehen mehr als die Hälfte der Stammkunden verloren.

Beziehungsmarketing zahlt sich ebenfalls aus. Es geht darum, Marken zu Life Brands zu machen, die wie ein „bester Freund“ sind, nicht austauschbar und für den Konsumenten einen hohen Wert und Relevanz im Leben haben. „dm“ zeigt es vor. Mit dem Slogan: „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“ stellt der Drogeriemarkt den Menschen in den Mittelpunkt, schafft gemeinsame Werte und verknüpft diese mit Glücksmomenten. Verlässlichkeit und Vertrauen strahlen somit auch auf die Eigenmarke „Balea“ ab und schaffen stabile und loyale Stammkunden. Um einen effizienteren Markenauftritt zu gewährleisten, sollten Marketingverantwortliche auch von der „werberelevanten Zielgruppe“ der 14- bis 49-Jährigen hin zu einer käuferrelevanten Zielgruppe switchen, die Markenrelevante und Konsumrelevante miteinbeziehen. Noch nie war so viel Bewegung innerhalb der Markenwelten. Dass diese Dynamik für einige Brands in die Krise führt, ist offensichtlich, aber längst nicht aussichtslos.


the opinion

6 – medianet

Ein kleines Potpourri an Skurrilitäten: Drei Tote gab es beim Marathon in Boston – und die Welt trauert mit. 2.395 Schusswaffentote gab es in den USA seit dem Massaker in einer Volksschule in Newtown im vergangenen Dezember; dennoch lehnt der US-Senat eine Verschärfung der Waffengesetze ab. Eine Verschärfung wohlgemerkt, kein Verbot. Thema „Alkohol“: Fünf Prozent der Österreicher (ab 16), das sind 350.000 Menschen, sind alkoholkrank, ergab eben eine aktuelle Studie des Instituts für höhere Studien. Eine Zusatzinfo: In Österreich gibt es im Wesentlichen zwei verschiedene Mehrwertsteuersätze: die „normale“ Mehrwertsteuer, die bei 20 Prozent liegt, und die ermäßigte Mehrwertsteuer mit einem Steuersatz von zehn Prozent – für Lebensmittel, Miete, Personentransporter, Bücher, Zeitungen ... Extra ausgehandelt wurde damals in den Beitrittsverhandlungen mit der EU eine ermäßigte Mehrwertsteuer von zwölf Prozent für den Ab-Hof-Verkauf von Wein. Für Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung etwa – Rollstühle, usw. – gilt kein ermäßigter Steuersatz.

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Ein bunter Strauß an Unmöglichem „Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen“ (Goethe). Ein Querschnitt durch die Nachrichtenlage eines einzigen Tages sorgt zumindest für Teil zwei. sabine bretschneider

Thema „Green Jobs“: „‚Green Jobs‘ sind nur vermeintliche Traumjobs“, schrieb am Donnerstag die Arbeiterkammer: Die Vorstellung des „gut bezahlten Umwelttechnikers am Windrad“ sei ein Trugschluss. Der Großteil seien ganz klassische Arbeitsplätze wie etwa die Verkäufer im Handel, „von

denen Tausende als ‚Green Jobber‘ gezählt werden, etwa weil sie BioJoghurt in Regale schlichten“. Thema „Arbeitslose“: Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel sieht einen Zusammenhang zwischen einheitlichen Mindestlöhnen und der hohen Arbeitslosigkeit in vielen europäischen

Ländern. Tatsächlich existieren heute Richtlinien, die gesetzliche Rahmenbedingungen zur Vereinbarung von Mindestlöhnen regeln, in 20 der 27 Länder der Europäischen Union. Die Mindestlöhne belaufen sich laut Mindestlohndatenbank des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in Düsseldorf im Jahr 2012 etwa in Slowenien auf 4,41 Euro, in Griechenland auf 4,34, in Spanien auf 3,89, in Portugal auf 2,92, in Polen auf 2,10, in Rumänien auf 0,97 und in Bulgarien auf 0,80 Euro. Arbeit zu einem Stundenlohn von null Euro nennt sich nicht Arbeitsplatz, sondern Sklaverei. Und die wird laut neuem Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung in Europa zwar durchaus praktiziert, ist aber dennoch verboten. In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Gastkommentar „Wir kaufen nichts!“

„Wie soll man sonst

Wecken Sie Neugier!

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heute im business weekend

„Die kurzfristig optimierten Renditen sind für fast alle unsere Kunden weniger wichtig als der langfristige nachhaltige Wertbestand der Immobilie.“

Planung ist alles … Das strategische Vorgehen besteht darin, sich vor einer Veranstaltung gut vorzubereiten und sich zu überlegen, mit welchen Personen Sie in Kontakt treten möchten, welche Fragen Sie stellen werden und welche Informationen Sie in Gesprächen gewinnen wollen. Beim Netzwerken geht es also in erster Linie um den Empfehlungscharakter und erst in einem weiteren Schritt, beispielsweise bei einem vereinbarten Termin, um den Verkauf. Diese neue Strategie unterstützt Sie dabei, Netzwerkveranstaltungen noch besser für Ihr eigenes Business nutzen – probieren Sie es beim nächsten Termin mal aus.

© Michael Knorr

© Atos

A realis -Chef Stefan Jaitler , s . 4 2

M ichel van Buite n e n , ato s, s. 48

mit fremden Leuten ins

Netzwerken bedeutet, mit anderen Menschen gezielt Gespräch kommen, ins Gespräch zu kommen, Menschen mit ähnlichen Interessen kennenzulernen und damit das eigene Netzwerk wenn nicht über das weiter auszubauen. Wer den Gedanken von Networking lebt, bringt hier noch nicht Geschäfte unter Dach und Verkaufsgespräch?“ Fach, sondern setzt auf den Vertrauensaufbau. Aber wie soll man sonst mit fremden Leuten ins Gespräch komMichael Knorr men, wenn nicht über das Verkaufsgespräch? Um das Eis Referral Institute zu brechen, empfiehlt es sich, dem Gegenüber Fragen zu stellen; mir hilft es dabei, wenn ich mir im Vorfeld jene Fragen überlege, die ich selbst gern gestellt bekommen möchte, wie zum Beispiel ‚Wer sind denn Ihre Wunschkunden?‘ oder ‚Welche Trends gibt es in Ihrer Branche?‘. Ist diese anfängliche Hürde erst einmal geschafft, geht die weitere Unterhaltung viel unbeschwerter von der Hand. Erklären Sie Ihrem Gesprächspartner auf jeden Fall den Kundennutzen Ihres Produkts beziehungsweise Ihrer Leistung. Erfährt Ihr Gegenüber in diesem Gespräch, wie Kunden profitieren, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie weiterempfohlen werden. Ziel ist es, neugierig zu machen und das Interesse für Ihre Tätigkeit zu wecken.

www.zitate . at

„Daten spielen zunehmend eine wichtige Rolle in neuen ­ eschäftsmodellen.“ G

Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at

Kennen Sie das ...? Ein Fachvortrag, viele interessierte Teilnehmer, ein reichhaltiges Buffet und im Anschluss die Möglichkeit zum ausgiebigen Networking. Genau das richtige Ambiente für eine Netzwerkveranstaltung, möchte man meinen. Wären da nicht die ‚Visitenkartenjäger‘ und diejenigen, die nur hier sind, um anderen etwas zu verkaufen. Eine Versicherung? Eine EDV-Dienstleistung oder doch lieber eine Unternehmensberatung? Nein, danke! Es handelt sich um ein Missverständnis, wenn man eine Netzwerkplattform zu einer Verkaufsveranstaltung umfunktionieren möchte.

Any fool can paint a ­picture, but it takes a wise man to be able to sell it.

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IMPRESSUM

Netzwerken leicht gemacht

zitat des ta g es Samuel Butler britischer Schriftsteller, Komponist, Philologe, Maler und Gelehrter

Freitag, 19. April 2013

Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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Michael Knorr, Experte im Bereich Strategische ­Mundpropaganda, Referral Institute NÖ Süd & Bgld.; www.referralinstitutewrneustadt.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

freitag, 19. april 2013 – 7

Digital Advertising

SevenOne Interactive launcht neue ­Werbeform Splitscreen Wallpaper Seite 10

© APA/Georg Hochmuth

© SevenOne VideoNetwork

marketing & media Sparmassnahmen

Kritiker befürchten Kahlschlag statt Braunschlag beim ORF

Deloitte.dialog Seite 11

Demografische Entwicklung als Herausforderung Seite 14 © Michael Ratz – Foto Sulzer

Sponsorenforschung aus einer neuen Hand

www.mhoch3.at

© Mertel

short

Robert Jung, Geschäftsführer Nordsee Österreich, setzt in der aktuellen Kampagne auf den YouTube-Hit „SignFlipping“. Damit soll vor allem beim jungen Publikum „einfach und effektiv“ Awareness generiert und zudem das Markenimage verjüngt werden. Seite 10

© Gepa pictures/tipp3

© Nordsee

Andreas Miksche fungiert als Country Manager der soeben nach Wien expandierten Eventagentur Mertel, welche – gemäß der eigenen Herkunft – starken Fokus auf die CEERegion legt. Als ersten Kunden sicherte man sich die Erste Bank Group. Seite 9

Repucom ist unter anderem für die österreichische Fußball-Bundesliga tätig, hier im Bild SK Rapid Wien-Kicker Deni Alar.

© Infoscreen

Repucom IFM Sports und Sport+Markt treten seit einigen Wochen unter neuer Marke auf. „Die Zeiten, wo wir Kunden mit mehreren Marken verwirrt haben, sind vorbei“, sagt Veit Wolff, Sales Director Austria, im Gespräch mit medianet. Seite 8 Franz Solta, Managing Director Infoscreen, erhofft sich durch den Neuzugang Christoph Schwedler „eine für den Markt unheimliche Bereicherung“. So sollen kreative Potenziale in der Vermarktung, aber auch das Lokalgeschäft forciert werden. Seite 12

medianet tv heute

RStD Inserat_Medianet_106x85_106x85 08.04.13 20:30 Seite 1

Mein Bezirk. Meine Zeitung.

Mut zur Nische. Eine aufmerksame Klassik-Community mit überdurchschnittlichem Nettoeinkommen und Bildungsstand. Das gibt es nur bei uns. Ausschließlich.

© Axe

Werbung auf Radio Stephansdom. Sprechen Sie mit uns: 01/512 40 40 - 3151

Axe startet in der D-A-CH-Region mit drei neuen TV-Spots als Weltneuheit.

Klassik verpflichtet.

radiostephansdom.at


c ov e r s t o r y

8 – medianet

Freitag, 19. April 2013

seiteneinwurf

Drohgebärden und Drohgebühren

Dinko Fejzuli

Vei t Wol ff

D

tipp des tages

Der Sales Director Germany und Austria zu den Gründen des Wechsels: „In der Vergangenheit haben wir auch in Österreich mit verschiedenen Marken agiert; das hat durchaus verwirrt. Die Wahrnehmung als Dienstleister haben wir mit der neuen Marke deutlich vereinfacht.“

© Repucom (2)

rastisch. So könnte man die angedrohten Sparmaßnahmen nennen, die der ORF angekündigt hatte, falls die Gebührenrefundierung wirklich ausläuft. Denn dieses Sparbouquet ist reichhaltig und enthält fast nur öffentlich-rechtliche Inhalte, für die der ORF eigentlich die Gebühren bekommt. Jetzt könnte man reflexartig sagen, der ORF solle stattdessen weniger US-Ware kaufen. Nur: Wer das fordert, vergisst, wie ‚billig‘ US-Ware ist und wie teuer Eigenproduktionen sind. Aber: Bei Dingen wie dem Radio Symphonie Orchester und selbst bei Sportgroßereignissen wie Olympia oder Fußball-WM wird man fragen dürfen, ob das (auch) im ORF zu empfangen sein muss. Und hier argumentiert der ORF – durchaus richtigerweise –, dass er auch diese Quotenbringer brauche, um überhaupt Werbung gut verkaufen zu können. Aber gerade dieses Argument wäre gleichzeitig eines, den ORF endlich vom Quotendruck zu befreien, indem man ihm sämtliche Gebühren überlässt – statt einen Teil (ca. 200 Mio. Euro und damit ca. so viel, wie der ORF durch Werbung einnimmt) den Ländern abgeben zu müssen –, ihn aber dafür endlich werbefrei stellt. Für den ORF wäre dies ein Nullsummenspiel – für den dualen Markt ein echter Schritt nach vorn.

Repucom IFM Sports und Sport+Markt agieren seit wenigen Wochen in neuer Einmarkenstrategie

IFM Sports & Sport+Markt firmieren als „Repucom“ Zusammenschluss ermöglicht Einsatz von neuesten Forschungstechniken aus Übersee. Michael Fiala

Köln/Wien/London. IFM Sports und Sport+Markt firmieren seit wenigen Wochen als Repucom. Die Entscheidung der Sportmarketing-Forschungsunternehmen für die Einmarkenstrategie fiel im Dezember vergangenen Jahres. Im ersten Quartal 2013 wurden alle europäischen Niederlassungen auf Repucom umgeschrieben sowie das Corporate Design und der Außenauftritt neu gestaltet. Auch am österreichischen Markt war Sport+Markt seit Jahren aktiv und tritt hier nun unter neuer Bezeichnung auf.

© Czernin

Marke vereinfacht

Titoland Jugoslawien in den 1970er- und 1980erJahren: ein Land im Aufbruch, ein Land im Gleichschritt. Obwohl die Grenzen zum Westen nicht abgeriegelt waren, ist über Leben und Alltag wenig bekannt. Ana Tajder öffnet nun mit „Titoland“ ein Fenster zu diesem Land, das uns seltsam fremd und vertraut scheint. Tajder wirft einen unsentimentalen Blick zurück in ihre Kindheit. Sie wächst in Titos Jugoslawien als einziges Kind einer angesehenen Familie auf, mit ihren Eltern – beide gut vernetzt in der Künstler- und Filmszene – erlebt Ana ein intensives Leben im pulsierenden Zagreb. 14,99 €, Czernin Verlag, ISBN: 978-3-7076-0405-4.

„In der Vergangenheit haben wir auch in Österreich mit ver-

„Wir haben ehrgeizige Wachstumspläne und mit einer gemeinsamen Marke haben wir eine starke Basis geschaffen.“ Marcel Cordes President Europe Repucom

schiedenen Marken agiert, das hat durchaus verwirrt. Die Wahrnehmung als Dienstleister haben wir mit der neuen Marke deutlich vereinfacht“, führt Veit Wolff, Sales Director Germany and Austria Repucom, im Gespräch mit medianet aus. Der Zusammenschluss hat aber nicht nur markentechnische Gründe; auch das Produktportfolio erweitert sich dadurch. „Durch den Zusammenschluss können wir unseren Kunden neue Untersuchungsdesigns etwa aus den USA oder Australien anbieten“, so Wolff. Als Beispiel nennt der Österreich-Manager von Repucom die Testimonialforschung: „Das wurde zwar früher auch schon angeboten; mit den neuen Erkenntnissen unserer Partner aus den anderen Ländern ergeben sich neue Ansätze.“

„Die Wahrnehmung als Dienstleister haben wir mit der neuen Einmarkenstrategie unter ‚Repucom‘ deutlich vereinfacht.“ Veit Wolff, Sales Director Germany and austria

Marcel Cordes, President Europe Repucom, will durch den Zusammenschluss „dem Anspruch als Markt- und Meinungsführer in der Sportbusinessbranche gerecht werden. Wir haben ehrgeizige Wachstumspläne und mit einer gemeinsamen Marke haben wir eine starke Basis geschaffen“, so Cordes weiter. Als President Europe verantwortet er zusammen mit Peter Weber (COO Europe) und Bernd Schröder (CFO Europe) das Europageschäft von Repucom. Stephan Schröder leitet als Managing Director D-A-CH bei Repucom die Geschäfte im deutschsprachigen Markt. Derzeit hat Repucom keine Niederlassung in Öster­ reich, Gedankenspiele dazu gab es auch bereits in der Vergangenheit.

„Jetzt steht zunächst die Implementierung der Einmarkenstrategie im Vordergrund; danach wird man weitersehen, die Bedeutung des österreichischen Markts ist jedenfalls gegeben“, so Wolff. Aktuell betreut Repucom in Österreich vor allem große Sponsoren, Wettanbieter und Fußballvereine. Kunden sind z.B. die österreichische Fußball-Bundesliga, T-Mobile, Red Bull und bwin. Fußball und Wintersport stellen für Wolff die Kernmärkte in Österreich dar. „Im Bereich des Wintersports erkennen wir noch einiges an Potenzial, auch der Eishockeysport mit dem länderübergreifenden Konzept bietet mit der Erste-Bank-Liga interessante Ansätze für uns.“

Facts Repucom Zu den Kunden von Repucom zählen Sponsoren, Rechtehalter, Vermarkter und Agenturen sowie Medien und der öffentliche Sektor. Geschäftsfelder Market Research, Media Evolution, Commercial Auditing, Market Intelligence, Consultancy. Repucom ist in Köln beheimatet. Repucom und Sport + Markt hatten sich im November 2010 unter der neu gegründeten RSMG Insights zusammengeschlossen. Übernahme IFM Sports wurde mit Jahresbeginn 2012 Teil der RSMG-Gruppe. Mit der Übernahme zu Beginn dieses Jahres wurde die IFM-Gruppe Teil der RSMG InsightsGruppe, die rund 1.400 Mitarbeiter in 17 Ländern rund um den Globus beschäftigt.


fac t s & b ac k g r o u n d s

Freitag, 19. April 2013

medianet – 9

Ambitioniert Auf den CEE-Raum fokussiert, will die Eventagetur Mertel alle sechs Monate einen neuen Standort erĂśffnen

Mertel lässt sich in Wien nieder „FĂźr Kunden war es noch nie so leicht, in mehreren Ländern der CEE-Region erfolgreiche Events durchzufĂźhren. Bei Mertel haben Kunden nur einen Ansprechpartner fĂźr alle ihre Events im CEE-Raum. Wir kennen die besten Locations und die besten Partnerunternehmen vor Ort.“ Zeitgleich mit der BĂźroerĂśffnung in Wien konnte Mertel einen ersten Ăśsterreichischen Kunden an Land ziehen: Im Rahmen einer Wettbewerbspräsentation setzte sich die Agentur um einen Mitarbeitermotivationsevent der Erste Bank Group in Wien durch. Mittlerweile gelang es Country Manager Miksche, einen

weiteren Kunden fĂźr Mertel zu gewinnen: Gemeinsam mit der Werbeagentur Lobster betreut Mertel den Xerox-Austria-Event „50 Jahre Fortschritt in Ă–sterreich“ anlässlich 50 Jahre Xerox Austria. Mittelfristig wollen Miksche und die beiden Mertel-GrĂźnder Jesensky und Masaryk die Wiener Agentur unter den Top-Adressen der heimischen Eventagenturen etablieren: „In der Slowakei und in Tschechien rangiert Mertel unter der Top FĂźnfEventagenturen. Klar, dass Mertel bestrebt ist, auch in Ă–sterreich in der ersten Liga mitzuspielen“, betont Miksche. (cw) www.mertel-events.com

DuĹĄan Masaryk (li.), LukĂĄĹĄ Jesensky (re.) & Mertel Country Manager Andreas Miksche.

Wien. Bisher in Bratislava und Prag vertreten, erĂśffnete die Event-Agentur Mertel kĂźrzlich im Media Quarter Marx die erste Niederlassung in Wien. Als Country Manager konnten die Mertel-GrĂźnder LukĂĄďż˝ Jesensky und Duďż˝an Masaryk den Wiener Eventmarketing-Profi Andreas Miksche gewinnen. Miksche ist seit dem Jahr 2001 fĂźr Eventagenturen tätig: zuerst als Eventmanager bei der Gesellschaft fĂźr Erlebnismarketing, dann als Senior Consultant bei der Event-agentur pi-five und parallel als Leiter seiner eigenen Agentur Eventfocus. Vordringlichste Aufgabe von Miksche ist es, das Portfolio von Mertel in Ă–sterreich zu platzieren. „Mertel ist ein erfahrener EventVeranstalter und bietet innovative Kreation, detailverliebtes Design, dramaturgisch perfekte Inszenierungen und flexibles Management“, so Jesensky und Masaryk.

Š Mertel

Wien ist nach Bratislava und Prag der dritte Standort der Event-Agentur.

Events als emotionale Macht Mertel Country Manager Miksche zu seiner Aufgabe: „Wir glauben an die emotionale Macht von Events. Mertel will mit seinen Events starke Erlebnisse vermitteln, die ein Lächeln bewirken und Gänsehaut erzeugen. Nur, wenn starke Emotionen freigesetzt werden, kĂśnnen sich Teilnehmer auch noch nach Jahren an einen Event erinnern.“ Zentrales Element der Philosophie von Mertel ist der klare CEEFokus der Agentur, wie Jesensky und Masaryk ausfĂźhren:

facts Die Eventagentur Mertel wurde 2005 mit der Grßndung des Bßros in Bratislava ins Leben gerufen. 2010 folgte die ErÜffnung des Bßros in Prag. In den beiden Märkten Tschechien und Slowakei betreut Mertel Kunden wie Uniqa, Trenkwalder, Telefonica, Sandvik, Avon, Ericsson, Sony, T-Mobile, Dell, BASF oder Gebrßder Weiss.

88.6 Neue Radiosendung

Niki Fuchs on Air

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Wien. Niki Fuchs, seit Jahren im Event-Business tätig und mit ihrem Format „Addicted to Rock Club“ jeden Freitag im U4 und mittlerweile auch regelmäĂ&#x;ig in Krems und Graz sowie mit dem Erfolgsformat „Addicted to Rock XXL“ einmal jährlich im Gasometer Wien erfolgreich, startet Anfang Mai nun auch ihre eigene RockRadiosendung auf 88.6, der Musiksender: „Addicted to Rock – die Radio-Rockshow“ ist jeden ­Freitag von 19 bis 2 Uhr auf 88.6 zu erleben. (red)

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Š Astrid Helmer

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09.10.12 17:09


m a r k e t i n g & MEd i e n

10 – medianet

Freitag, 19. April 2013

Launch Aufmerksamkeitsstarke Street Promotions, kombiniert mit Citylights, PoS-Promotions und Couponing-Aktionen

short

Nordsee-Kampagne setzt auf Viralhit „SignFlipping“

Projekte mit sozialem Gemeinnutzen gesucht Wien. Der UN-basierte „World Summit Youth Award“ und der „European Youth Award“ suchen nach den weltbesten jungen IT-Entwicklern, deren Projekte zur Erreichung der UN Millennium-Entwicklungsziele beitragen. Zum 6. Mal ist der WSYA damit auf der Suche nach Best Practice-Beispielen in e-content und Neuen Medien von jungen Menschen. Bis zum 1. Juli können sich Interessenten online bewerben: www.youthaward.org

Aktionen in Wien, Graz, Linz und Salzburg sollen Reichweite bringen; Parallel Online-Gewinnspiel. Wien. Nordsee Österreich launcht Mitte April österreichweit eine neue Kampagne, welche zentral von einem Element aus einem YouTube-Viralhit bestimmt wird: dem „SignFlipping“ – ein Trend, der aus dem kunstvollen Bewegen eines Schildes besteht.

© Axe

© Nordsee (5)

Neue Axe-Kampagne startet online und im TV

Robert Jung setzt in der morgen startenden Kampagne auf „SignFlipping“: akrobatisch durch die Luft gewirbelte Schilder.

Mit drei TV-Spots begleitet Axe die Produkteinführung des neuen Gels.

Wien. Axe erweitert sein 2012 global gelaunchtes StylingPortfolio um das neue Axe Hot Night Gel. Unterstützt wird die Produkteinführung in TV und Online ab 29. April mit drei Werbefilmen, die in D-A-CH weltweit erstmalig eingesetzt werden. Die Kernaussage: „Axe Styling – der erste Eindruck zählt.“

„Ziel war es, vor allem bei einem jüngeren Publikum einfach und effektiv Awareness zu generieren.“

Marketagent forscht gemeinsam mit JoKom

Robert Jung ...

Wien/Krems. Das Zentrum für Journalismus und Kommunikationsmanagement JoKom der Donau-Uni Krems und das Online-Research-Institut Marketagent werden künftig regelmäßig Studien in den Themenfeldern Journalismus, Public Relations und Managementkommunikation durchführen. Die erste Zusammenarbeit erfolgte bereits im Rahmen einer Studie zum Datenjournalismus.

„Ziel war es, vor allem bei einem jüngeren Publikum einfach und effektiv Awareness zu generieren“, erläutert Robert Jung, Nordsee Österreich-Geschäftsführer, den Gedanken hinter den aufmerksamkeitsstarken Aktionen, welche

Variante als Ergänzung entschieden.“

via TV immer schwieriger wird“, setzt der Nordsee Österreich-Geschäftsführer auf digitale Medien. „Denn die Konsumenten von heute möchten interaktiv kommunizieren. Bei klassischen TV-Spots fällt dieser Aspekt weg, zudem würde der Effekt klassischer TV-Spots nicht in Relation zu den Mediakosten stehen“, erläutert Jung auf die Frage, warum man auf Bewegtbild im Onlinebereich statt im TV setze. Nebst den Street Promotions per „SignFlipping“ setzt Nordsee auf klassische Maßnahmen wie Citylights, PoS-Promotion und Couponing-Aktionen. Citylights werden in zwei Wellen im April sowie im Oktober österreichweit unter dem Slogan „Fisch macht sexy... und schmeckt“ geschalten. Parallel zur Kampagne soll ein neues Corporate Designs der Nordsee-Stores für „klare Strukturen und damit einfachere Orientierung der Kunden“ sorgen. (hof)

„Interaktiv kommunizieren“ Die daraus erhofften Viralvideos sollen bewusst dem boomenden Onlinemarkt Rechnung tragen: „Wir möchten vor allem auch eine jüngere Zielgruppe erreichen, was

„Zur Verjüngung des Markenimages haben wir uns für eine innovative Promotion-Variante entschieden.“ ... Geschäftsführer Nordsee Österreich

Digital Advertising Mars mit Premiere neuer Werbeform

Digital Media Kleine Zeitung und Russmedia prämiert

Wien. Die SevenOne Interactive präsentiert eine neue InstreamWerbeform, für welche Mars als erster Kunde mit seiner „Wanted“Kampagne für m&m‘s im SevenOne VideoNetwork Premiere feiert. Die neue Instream-Werbeform „Splitscreen Wallpaper“, in House entwickelt, legt sich als Rahmen großflächig um den Videoinhalt und sorgt damit für hohe Aufmerksamkeit bei den Usern. Michael Stix, Geschäftsleitung

London. Zwei österreichische Medienhäuser wurden bei den erstmalig verliehenen „Digital Media Awards Europe“, ausgerichtet in London vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien WANIFRA, ausgezeichnet: Die Kleine Zeitung sowie Russmedia Digital. In der Kategorie „Cross Media Advertising“ ging die Kleine Zeitung als Sieger für „Schladming 2013“ hervor, in der selben Kategorie sicherte sich Russmedia Digital mit „impuls360 local online marketing“ den dritten Platz. Siegreich war die Kleine Zeitung zudem in der Kategorie „Cross Media Editorial Coverage“, ebenfalls für „Schladming 2013“. Mit dem für den europäischen Raum ausgeschriebenen Preis, mit dem hervorragende Leistungen in den Bereichen Online-Medien, Crossmedia, Online-Video, Infografik, Mobile, Tablets und Social Media honoriert werden, wurden fast 20 Unternehmen und Publikationen ausgezeichnet. 70 Einreichungen aus 30 Medienhäusern 14 europäischer Länder unterwarfen sich einer internationalen Expertenjury.

Splitscreen Wallpaper bei SevenOne Österreich bei WAN-IFRA erfolgreich

© SevenOne VideoNetwork

Barbara Klinser, für Leitung und Ausbau bei Reprise Media verantwortlich.

der ProSiebenSat.1 Puls 4 Gruppe, über diese neuartige Form der Online-Werbung: „Mit dem ‚Splitscreen Wallpaper‘ bieten wir unseren Partnern eine weitere wirkungsstarke Instream-Werbefläche. Das Splitscreen Wallpaper gestaltet sich einfach und flexibel in der Kreation, garantiert eine hundertprozentige Sichtbarkeit und beeinträchtigt dennoch nicht den im Video ausgestrahlten Content.“ (red)

Die neue Werbeform im SevenOne VideoNetwork, erstmals gebucht von Mars.

„Die ‚Digital Media Awards Europe‘ liefern einen überzeugenden Beweis für die Innovationskraft und die kundenorientierten Lösungen, die von europäischen Verlagen entwickelt werden“, erklärte Stig Nordqvist, Executive Director für den Bereich Publishing & Digital bei WAN-IFRA. „Die prämierten Projekte zeigen, wie die Verlage auf die veränderten Mediengewohnheiten ihrer Leser und Nutzer reagieren.“ (red)

© Russmedia

© RepriseMedia/Christian Scharl

Reprise Media, eine neue FastBridge-Unit

Wien. Reprise Media bündelt die bestehende Expertise im Bereich Suchmaschinen-Marketing und -Optimierung und agiert damit am Markt als Performance-Unit von FastBridge. Von Wien aus werden dabei nationale Kampagnen für über 35 Kunden gesteuert, Reprise Media bewirtschaftet auch für international agierende Kunden die Märkte Deutschland, Schweiz, die CEE-Region und Afrika. So gelang es auch, zusammen mit der Agentur Initiative, den gesamten BMW Search-Etat für neun Märkte mit Jahresbeginn zu übernehmen. (red)

bis Mitte Mai in Wien, Graz, Linz und Salzburg von Promotoren durchgeführt werden – und auf den „Flipping Signs“ auf diverse Aktionen der Fischsystem-Gastronomie-Kette hinweisen. Zur Ausbildung der „SignFlipper“ wurde extra Julian Falkenstein, Erfinder des „SignFlippings“, aus Amerika eingeflogen. Im Zuge der Aktion, welche nicht nur gefilmt wird und über YouTube abrufbar ist, werden auch Konsumenten zum Mitmachen animiert. So können unter dem Motto „Zeig uns deinen Flip“ selbstgemachte Videos im Rahmen eines Gewinnspiels eingereicht und in weiterer Folge von der Community bewertet werden. Dabei setzt Nordsee bewusst auf neue Medien sowie das Internet, um das „Markenimage sukzessive zu verjüngen“, führt Jung weiter aus. „Dementsprechend haben wir uns nicht zuletzt deshalb für eine auffällige, innovative Promotion-

Florian Salzman, Agenturleiter impuls360, gewann mit Russmedia Digital.


m a rke t i n g & m e d ie n

Freitag, 19. April 2013

medianet – 11

Sparen, aber wo? Der ORF wolle beim Wegfall der Gebührenrefundierung vor allem in seinem öffentlich-rechtlichen Kernbereich sparen, so Kritiker

Kahlschlag statt Braunschlag? Wien. Der ORF kann nicht mit einer Verlängerung der Gebührenrefundierung rechnen. Der am Dienstag präsentierte Finanzrahmen 2014 bis 2017 verschreibt sich der „Fortschreibung“ der bisherigen Ausgabenobergrenzen, darauf haben sich SPÖ und ÖVP geeinigt. Und die Refundierung der Gebühren an den ORF endet laut gültigem ORF-Gesetz 2013. Für 2014 können damit keine Mittel budgetiert werden. Nach außen gibt sich der ORF gelassen, doch die geplanten Maßnahmen bei endgültigem Wegfall der Refundierung hätten es in sich und treiben die Gegner regelrecht auf die Barrikaden. Droht der ORF doch mit Maßnahmen wie die Schließung des RadioKulturhauses, das Ende von ORF Sport +, Kürzungen bei ORF III, weitere Einsparungen bei Ö1, die Schließung von Korrespondentenbüros, eine Reduktion des Entwicklungsbudgets oder auch Ein-

sparungen bei Produktionen – für Kritiker alles Dinge, mit denen der ORF überhaupt erst seine Gebühreneinnahmen von rund 600 Mio. € rechtfertigt. Müsse gespart werden, dann solle der ORF dies vor allem bei jenen Programmteilen tun, wo er nach deren Meinung in ohnehin „privaten“ Bereichen wildert.

Kritik von Filmindustrie Neben den angedachten Einsparungen hat der ORF angekündigt, weitere Mitarbeiter über den ohnedies geplanten Abbau kündigen zu müssen, falls die Refundierung nicht verlängert würde.

Kritik an den vor allem inhaltlichen Sparmaßnahmen kommt auch von der heimischen Filmindustrie. Diese befürchtet, dass das Auslaufen der Gebührenrefundierung hundertprozentig auf ihrem Rücken ausgetragen wird. Daher wollen die Filmschaffenden „noch in dieser Legislaturperiode“ aus der „Geiselhaft“ des ORF befreit werden, wie es der langjährige Haneke-Produzent Veit Heiduschka am Mittwoch nannte. Die Filmemacher fordern vom Gesetzgeber deshalb, mindestens 20% der ORF-Gebühreneinnahmen für österreichische Programminhalte gesetzlich zweckzuwidmen.

„Dass öffentlich-rechtliches Programm nicht aus dem Ankauf billiger ausländischer Meterware besteht, hat bereits die Medienbehörde ‚KommAustria‘ festgestellt; der ORF zieht daraus nicht die richtigen Konsequenzen“, so Heiduschka. „Warum konzentriert man sich nicht endlich auf die Kernaufgabe, nämlich ausreichend gutes Fernseh- und Radioprogramm herzustellen“, so „Braunschlag“-Produzent David Schalko etwa. Die Branche spricht von einem drohenden „Kahlschlag“, da der ORF die Mindereinnahmen an den genau falschen, nämlich öffentlichrechtlichen, Stellen sparen wolle.

© APA/Georg Hochmuth

ORF droht mit harten Sparmaßnahmen, wenn die Gebührenrefundierung wie geplant ausläuft – und ruft damit Kritiker auf den Plan.

Auch die heimische Film- und TV-Industrie kritisiert ORF-General A. Wrabetz.

Countdown Marketing Fair

P.O.M. 2013

Wien. Die Anmeldungen zum „Point of Marketing“ am 22. Mai im imposanten Apothekertrakt im Schloss Schönbrunn sind in vollem Gange. Die vier österreichischen Verbände Creativ Club Austria (CCA), Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ), Internet Advertising Bureau (IAB) und die Österreichische Marketing-Gesellschaft (ÖMG) freuen sich, gemeinsam etliche beeindruckende Persönlichkeiten der Marketing- und Werbewelt als Stargäste auf der Rednerbühne begrüßen zu dürfen. Das Schwerpunktthema des P.O.M. 2013 steht ganz im Zeichen der Frage: „Sale! Marketing, Werbung im Ganzjahres-Schlussverkauf?“ Sämtliche Infos zum Event: www.p-o-m.info

Etat digitaldruck

Himmelhoch Wien. Die österreichische Nr. 1 im Onlinedruck setzt ab sofort auf die PR-Betreuung des Expertenteams am Karmelitermarkt. Die PR-Agentur von Eva Mandl unterstützt seit März digitaldruck.at bei der Produkt- und Unternehmens-PR. Himmelhoch begleitet digitaldruck.at bei allen PR-Agenden und externen Kommunikationsmaßnahmen. „Wir freuen uns besonders, die österreichische Nummer eins im Onlinedruck zu betreuen und den Unternehmenserfolg begleiten zu dürfen; als Sprachrohr von ‚digitaldruck.at‘ tragen wir die Erfolgsstory an die Öffentlichkeit“, blickt Himmelhoch-GF Eva Mandl über die neue Zusammenarbeit.

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© digitaldruck.at

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IMMOBILIEN | autO & MOtOr | JOBs & karrIErE | MarktpLatz Peter Kolb, Julia Guthan, Petra Sobotka, Eva Mandl, Thomas Sperneder (v.l.n.r.).


Marketing & Medien

12 – medianet

© k25

eventplan betreut 3 bei Events und Sponsoring

eventplan-Gründer Martin Brezovich freut sich über den „3“-Etatgewinn.

Wien. Die Wiener Agentur für Event und Live-Kommunikation, eventplan, betreut ab sofort alle Events- und SponsoringMaßnahmen für den TelekomAnbieter „3“ (Hutchison 3G Austria). eventplan-Gründer Martin Brezovich: „‚3‘ ist für mich das spannendste Telekommunikationsunternehmen in Österreich und wir sind stolz, die aufregende Zukunft von 3 in den nächsten Jahren mitgestalten zu dürfen.“ Christian Rausch, Head of Marketing Communications bei Hutchison 3G Austria: „Die innovativen Konzepte und Ideen von ‚eventplan‘, gepaart mit der großen Expertise, passen genau zu den hohen Ansprüchen unserer Marke.“

© Bezirksblätter NÖ

„Bezirksblätter“ casten online „Fuel Girls“

ATV-Star „Spotzl“ sucht mit den Bezirksblättern weiblichen Nachwuchs.

Wien. Zusammen mit „Spotzl“, bekannt aus der ATV-Doku „Saturday Night Fever“, suchen die Bezirksblätter Niederösterreich zwei junge Damen, die als Nachwuchs „Fuel Girls“ beim „Masters of Dirt“ in den Ring steigen. Aufgerufen wird per YouTube-Spot, begleitet wird die Suche auch in den 28 Printausgaben der Bezirksblätter NÖ sowie den Onlineplattformen „www.meinbezirk.at/noe“ und der Facebook-Seite der Bezirksblätter.

APA-PictureDesk bietet nun auch Porträts an Wien. APA-PictureDesk, Bildagentur der Austria Presse Agentur APA, bietet unter „www.picturedesk.com“ ab sofort auch Portraits von Wirtschaftsgurus, Stars und Sternchen, Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur bis hin zu führenden Politikern an. Zudem wurde eine Kooperation mit action press Plus verlautbart. (red)

Neuzugang Christoph Schwedler soll Vermarktung kreativ beleben und Lokalgeschäft vorantreiben. Jürgen Hofer

Wien. „Genau in jener Phase, in der sich ‚Infoscreen‘ als eigenständige Mediengattung bei Publikum und Werbetreibenden eigentlich bereits etabliert hat, jemand kompetenten wie Christoph Schwedler an Bord zu holen, ist eine klare Botschaft: Nämlich unser Angebot noch attraktiver machen und weiter vorantreiben zu wollen“, begrüßt Managing Director Franz Solta im Gespräch mit medianet den neuen Director Marketing & Sales, Christoph Schwedler, beim größten elektronischen Nachrichtenmedium im öffentlichen Raum. Schwedler, ehemaliger Verkaufschef bei der ORF-Enterprise sowie ATV, bringt seit April seine Expertise in der Bewegtbild-Vermarktung bei Infoscreen ein.

Wollen Infoscreen weiter vorantreiben: Managing Director Franz Solta (li.) und Director Marketing & Sales, Christoph Schwedler.

„Wir sind dort, wo die

die Dynamik im Unternehmen, die Kontinuität in der Entwicklung und auch das Faktum, dass in einem Medienunternehmen Investitionen getätigt werden, überzeugt.“ Mit dem persönlichen Erfahrungshintergrund ‚Bewegtbildvermarktung‘, aber auch seiner Kreativität erwartet sich Solta von Schwedler einen „nächsten Schritt vorwärts“ und damit „eine für den Markt unheimliche Bereicherung“. Konkret steht bei Infoscreen nach dem Erschließen anderer Landeshauptstädte die Vermarktung vor Ort an: „Die Lokalvermarktung benötigt Ideen und Akzente; ich sehe hier großes Potenzial hinsichtlich der Werbekapazitäten“, so Solta. Dabei wolle man jedoch einen der USPs, den redaktionellen Content, keinesfalls dezimieren: „Content ist und bleibt King“, so Schwedler,

Menschen sind – das ist das wirklich Tolle und zugleich Herausfordernde.“ Christoph Schwedler

„Wir sind dort, wo die Menschen sind – das ist das wirkliche Tolle und zugleich Herausfordernde am Medium Infoscreen“, so Schwedler, der die Beweggründe über den Einstieg wie folgt erläutert: „Abgesehen davon, dass ich die kontinuierliche Aufbauarbeit von Franz Solta und seinem Team mitverfolgt habe und wirklich schätze, haben mich

der auf starke Werbebotschaften, eingebettet in informativ-unterhaltsames redaktionelles Umfeld, baut.

Media-Analyse erhobene Reichweite von 16,4% österreichweit (Nutzung in den letzten 7 Tagen), in Wien sogar 47,7%. „Infoscreen erreicht jeden zweiten Wiener und uns muss man zudem nicht kaufen, sondern uns kann man genießen. Zudem bieten wir anders als andere Medien Kontinuität in der Nutzung über den gesamten Tagesverlauf hinweg“, so Schwedler weiter und betont dabei auch die breite Zielgruppe, welche Infoscreen konsumiere. Neben dem Ausbau der Bildflächen auf 2.500 Screens bis Ende 2014 soll auch der wirtschaftliche Expansionskurs fortgesetzt werden, so Solta über die Vorgabe des internationalen Mutterkonzerns JCDecaux: „Das Ziel sind 10% Wachstum in diesem Jahr – und das werden wir auch erreichen.“

„Erreichen jeden 2. Wiener“ Immer mehr vertrauen Agenturen und werbetreibende Unternehmen auf die Expertise von Infoscreen, was die mediengerechte Gestaltung der Werbemittel anbelangt. „Wir wissen, wie es geht und auch, was funktioniert“, verweist Solta auf die eigene Grafikabteilung im Haus, welche in Kooperation mit dem Sales-Department unter Schwedler von der Konzeption bis zur Umsetzung zur Seite steht. „Wir sind ein Massenmedium und damit perfekter Partner, um schnell Reichweiten aufzubauen“, verweist Schwedler auf die von der

Award Magazin als Medienpartner des NÖ-Werbepreises

Etat Wiener Agentur kommuniziert für den Strategieberater

Wien. Der niederösterreichische Landeswerbepreis „Goldener Hahn“ hat mit dem Weekend Magazin ab sofort einen neuen Medienpartner. Roland Bürger, Geschäftsstellenleiter des Weekend Magazin Wien, Niederösterreich und Burgenland: „Mit dieser Zusammenarbeit dokumentieren wir, dass mit den NÖ Weekend-Ausgaben ein neuer, flexibler und umtriebiger Werbepartner im Magazinbereich in Niederösterreich zur Verfügung steht.“

Wien. Die PR-Agentur Skills kommuniziert in Österreich für Roland Berger Strategy Consultants; die Betreuungsschwerpunkte liegen in der strategischen Kommunikationsberatung sowie in der Medien- und Informationsarbeit zu aktuellen Themen aus den unterschiedlichen Kompetenzbereichen von Roland Berger. Stefan Bachleitner, Managing Partner von Skills, der Roland Berger gemeinsam mit Kundenberaterin Monika Klopf betreut: „Die ‚Strategieberatung Roland Berger‘ verfügt durch ihre Struktur – jeder österreichische Consultant gehört auch einem länderübergreifenden Competence Center an – über umfassendes regionales und internationales Know-how zu einem breiten Themenspektrum. Ziel unserer Arbeit ist es, diese vielfältigen Kompetenzbereiche zu kommunizieren, denn sie sind ein großer Vorteil für Kunden, aber natürlich auch eine ergiebige Informationsquelle für die Medien.“ Roland Falb, Managing Partner von Roland Berger Strategy Consultants: „Die Agentur ‚Skills‘ ist spezialisiert auf die Kommunika-

Goldener Hahn kräht mit „Weekend“ The Skills Group für Roland Berger der Dresscode mit „Dirndl und Lederhose im Falco-Style“ definiert. Die Trophäen werden am 20. Juni für die besten Projekte des vergangenen Jahres in den zwölf Kategorien Plakat, Anzeige, Broschüre/ Folder, Website/Online-Marketing, Hörfunk, Film/Animation, DialogMarketing, Public Relations, Messe/Event/Promotion, Verpackungsdesign, Grafikdesign/Corporate Design, Kampagne verliehen. (red) www.goldenerhahn.or.at

„NÖ meets Falco“ Auch der Chef der niederösterreichischen Werber, Manfred Enzlmüller, sieht der Kooperation freudvoll entgegen: „Wir freuen uns über unseren neuen Medienpartner im Reigen der vielen anderen jahrelangen Kooperationspartnern, vor allem aber auch über die ‚Weekend-Bar‘, an der im Rahmen der Galaveranstaltung am 20. Juni im Schwechater ‚Multiversum‘ zu chilligen Cocktails bei FalcoMusik geladen wird.“ Denn: Der rote Faden der heurigen Kampagne lautet „Niederösterreich meets Falco“; dementsprechend ist auch

Partner beim Goldenen Hahn: Roland Bürger (links) und Manfred Enzlmüller.

tion von komplexen Themen; sie hat uns mit ihren Referenzen, aber auch mit ihrer Arbeitsweise, von Beginn an überzeugt.“

Nominiert für Sabre Awards Beim PR-Preis „Sabre Awards“ ist die Skills Group zudem in den Kategorien „Multicultural Marketing“, „Professional Service Firms“ und „Issue Management“ für den „Gold Award“ nominiert. (red)

© Skills Group/www.reneedelmissier.com

Wien. Die diesjährige „Young Lions“-Jury geht mit Unterstützung des Creativ Club Austria CCA an den Start: Experten der Branche bewerten 194 Kandidaten in den Kategorien Print, Film und Cyber. 122 Arbeiten wurden dieses Jahr im Rahmen der Young Lions Austria Competition eingereicht.

Kontinuität im Wachstum, aber auch in der Nutzung

© Infoscreen

Young Lions-Jury in Kooperation mit CCA

Infoscreen Wachstumsvorgabe heuer: 10%; Reichweite und kontinuierliche Tagesnutzung als Verkaufsargumente

© medianaet

short

Freitag, 19. April 2013

Stefan Bachleitner, Skills, freut sich über Etatgewinn und Sabres-Nominierung.


Social Media

Freitag, 19. April 2013

medianet – 13

Gastkommentar Social Web ist im Vormarsch; Unternehmen müssen Kommunikation – hin zum Kunden – und Serviceangebot neu definieren

Revolution im Kundenservice

Die wichtigsten drei Schritte, um bei der eigenen Zielgruppe bestmöglich bestehen zu können.

Wien. Viele junge Menschen nutzen Social Media bereits häufiger als E-Mails oder das Telefon. Vor einer Kaufentscheidung informieren sich mittlerweile beinahe alle Konsumenten im Internet. Derzeit ist die Unternehmenswebseite noch der meistgenutzte Kommunikationskanal, Vergleichsportale und Social Media werden jedoch immer häufiger als Entscheidungshilfe herangezogen. Das bedeutet, dass sowohl öffentliche Empfehlungen als auch der Umgang mit öffentlicher Kritik immer wichtiger für den Unternehmenserfolg sind.

Kundenservice 2.0 ist das neue Marketing Unternehmen können sich in Social Media-Kanälen klar positionieren und mit ihrer Zielgruppe kommunizieren. Die Marke kann

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Zum Aufbau eines Social MediaKundenservice sind drei Schritte notwendig: 1. Social Media Monitoring: Es ist unabdingbar, zu wissen, was und wo über das Unternehmen gesprochen wird; dafür ist ein effizientes Monitoring notwendig, das den Social Media-Bereich abdeckt. Hier lassen sich wichtige Informationen generieren und unkontrollierte Shitstorms vermeiden, indem rasch auf kritische Konsumentenmeinungen reagiert wird. 2. Rapid Social Response: Noch besser ist es, Usern aktiv einen Touch Point zu bieten, wo sie ihre Anliegen anbringen können und wo diese gesehen und gelöst werden. Dabei ist eine kompetente und systematische Herangehensweise notwendig, denn Social Web-Kundenservice ist offen und für jeden

Frage der richtigen Strategie Um sich dieser Herausforderung zu stellen, bedarf es einer strategischen Herangehensweise, die viel Know-how erfordert. Wir stehen Ihnen auf diesem Weg gern zur Seite und bieten Ihnen von einem effizienten Monitoring bis zu einer umfangreichen Social Media-Betreuung individuelle und umfangreiche Lösungen an.

Hilfestellung 2.0: Unternehmer müssen in Social Media die richtigen Knöpfe drücken.

einsehbar. Die Kommunikation mit dem Kunden verlagert sich folglich von einer Face-to-Face-Beziehung zu einem individuellen und öffentlichen Verhältnis. Hinzu kommt, dass alle Informationen und Auskünfte, die im Social Web gegeben werden, öffentlich zugänglich abgespeichert sind. Sie können einerseits zeitgleich mitgelesen und zudem später über Suchmaschinen gefunden werden. Die Betreuung des Social Media-Kanals darf daher nicht als lästiger Nebenposten gesehen und gehandhabt werden; dies kann schnell ins Auge gehen, v.a. weil das Publikum zahlreich und aufmerksam ist und unbeantwortete Anfragen so rasch in öf-

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fentliche Kritik verwandelt werden können. Reagiert man hingegen zeitnah, professionell und freundlich, wird das ebenfalls wahrgenommen und wirkt sich positiv auf das Bild des Unternehmens aus. 3. Peer to Peer ermöglichen: Geben Sie zufriedenen Kunden die Chance, mitzureden, sich als Fürsprecher zu aktivieren und belohnen Sie sie dafür! Auf diese Weise kann zum einen Arbeit eingespart und zum anderen die Bindung zum Kunden verstärkt werden. Markenbotschaften können sich viral durch zufriedene User verbreiten. Hervorragender Kundenservice im Social Media-Bereich bietet also enorme Chancen.

© mhoch3

Dreistufiger Prozess

Irene Flener

Das Serviceimage der Marke kann durch innovative Kommunikation und hohe Kontaktqualität gesteigert werden; Unternehmen, die sich diesen neuen Kommunikationsgesetzen nicht anpassen, erfahren in absehbarer Zeit Wettbewerbsnachteile. Denn die Konsumenten bewegen und tauschen sich aus, egal ob man präsent ist oder nicht, egal ob man es sieht oder nicht.

© panthermedia.net/Karsten Ehlers

dort gestärkt und auch verbreitet werden. Ein häufiger Grund für einen Anbieterwechel ist Unzufriedenheit mit dem Kundenservice, zum Beispiel durch lange Wartezeiten am Telefon, oder inkompetente Beratung. Ausgezeichnete Kommunikation und Kundenservice im Social Web bieten daher einen klaren Wettbewerbsvorteil, auch weil es momentan noch möglich ist, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Irene Flener ist Campaign Manager bei Modern Mind Marketing. i.flener@ mhoch3.at www.mhoch3.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Ein Hauch von Hollywood

B U SI N

Bad Traunstein. Eine Unternehmerstory wie aus dem Drehbuch: Vor 20 Jahren gründete Filmpionier Franz Stanzl – frisch von einem Hollywood-Urlaub zurückgekehrt – seine eigene Filmfirma. Heute, viele Produktionen später, setzt das Team von STANZLmedia vor allem mit bewegten Luftbildern Standards. Service ist Teil des Erfolgs. Die Waldviertler, die mit Image- und Werbefilmen punkten, begleiten ihre Kunden bei allen audiovisuellen Belangen. State-of-the-art ist die Technik: Gemeinsam mit renommierten Partnern wird ausschließlich mit der modernsten Kameratechnik in HD-Qualität gedreht.

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Teamwork – für und mit Kunden Für Franz Stanzl sind zufriedene Kunden das A und O. Mit seinem Team setzt er Unternehmen und ihre Produkte mit Leidenschaft, Kreativität und Professionalität ins Bild. Wichtig dabei: Abstimmung bis ins kleinste Detail. „Wir nehmen unsere Auftraggeber mit und stimmen die einzel-

nen Arbeitsschritte individuell auf sie ab. Dabei werden alle Disziplinen der Filmproduktion im Einklang abgewickelt: Konzeptentwicklung, Storyboard, Dreh und Regie, Grafik und Schnitt bis hin zur DVD und Blu-Ray-Disc-Produktion.“ Vor dem Film ist nach dem Film, heißt es aus dem Waldviertel. „Egal ob für Änderungen im Film, Vervielfältigung in weitere Sprachen sowie Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit: Wir sind für Sie da“, verspricht der Filmemacher.

Erfolg vor und hinter der Kamera Was ihn und sein Team von anderen Produzenten unterscheidet? „Definitiv unsere moderne Bildsprache, unsere grafischen Highlights sowie der richtige Umgang mit allen Protagonisten unserer Geschichte“, so der filmische Freigeist mit Herz. Interessierte lädt Stanzl in seine Waldviertler Filmwelt ein: „Überzeugen Sie sich von unseren Dienstleistungen bei einem Besuch in unserem Studio ‚klein Hollywood‘.“ www.stanzlmedia.at

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14 – medianet

Freitag, 19. April 2013

Get-Together Experten-Talk

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© Christoph H. Breneis

1. Gabriele Stanek (Vizepräsidentin der Österreichischen Marketing-Gesellschaft), Andreas Sachs (Hochleistungssportler); 2. Isa Svec (Weinreisen ­Austria), Peter Drobil (Bank Austria), Florian Skala (IP Österreich).

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Deloitte.Dialoge Referent Paul Liessmann vom Institut für Philo­ sophie der Uni­ versität Wien.

Gastkommentar E-Commerce als Unternehmensstrategie und Erfolgsrezept

Erfolgsmodell Onlinedruckerei Peter Kolb ist geschäftsführender Gesellschafter von digitaldruck.at. Die abgedruck- ten Gastkom- mentare geben ­ausschließlich die Meinung des ­Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Business Lounge Trainingszentrum S.C. Hakoah Die Österreichische Marketing-Gesellschaft lud am 16. April zur dritten Business-Lounge. Gabriele Stanek (Vorsitzende der ÖMG) begrüßte die Gäste und leitete zum Vortrag über, der von Hochleistungssportler Andreas Sachs gehalten wurde. Sachs referierte über Konzepte und Erfolgsfaktoren aus dem Sport und darüber, wie man diese am Besten im Joballtag einsetzt.

Demografische Entwicklung als Herausforderung

voestalpine Stahlwelt Die Zahl der alten Menschen nimmt zu und der Wert der Jugend steigt dadurch, so Konrad Paul Liessmann kürzlich beim ersten „Deloitte.Dialoge“ in Linz. In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutierte er mit Experten von Deloitte und Geschäftsführern der Vinzenz Gruppe über diesen gesellschaftlichen Widerspruch. „Tatsache ist, dass die Belegschaften in Unternehmen immer älter werden – gleichzeitig wird es immer schwieriger, genügend qualifizierten Nachwuchs zu rekrutieren“, erklärte Human Capital-Expertin Elisa Aichinger (Deloitte). Unter den Gästen: Johannes Broucek (Internorm International), Michael Ettinger (G. Englmayer Spedition), Heimo Hintersteiner (Industrie-Logistik-Linz), Franz Kastner (HK-SKA Bad Ischl), Johann Peter Mattischek (Asamer Plastics), Franz Reitbauer (Lithos Industrial Minerals) u.a. (dp)

Welche Auswirkungen hat Sport auf die Jobperformance?

E-Commerce Das Geschäft mit dem Onlinehandel boomt in fast jeder Branche. Unkompliziert, rasch und möglichst kostengünstig soll es sein und die Lieferung reibungslos funktionieren. Dabei gilt generell: Wer heute etwas bestellt, will es morgen haben. Onlineaffine Kunden kaufen mittlerweile nicht nur Schuhe und Bücher im Internet, sondern auch Plakate, Folder, Geschäftsdrucksorten oder Transparente. Die Auftraggeber sind dabei meistens in den Bereichen Grafik, Marketing, Medien und Printproducing angesiedelt. Es liegt also auf der Hand: Druckereien müssen ihren Kunden ins Netz folgen. Die Zutaten für erfolgreiche Onlinedruckereien sind neben Schnelligkeit bei der Bestellung und Lieferung auch Qualität, Kulanz und Kundenfokussierung. Und man muss umdenken, denn sowohl Schaufenster, PoS und Außendienst werden durch die Website, das Herz der Firma, ersetzt. Was die Zukunft in der Druckbranche noch bringen wird? Erstens geht der Trend in Richtung Marketing und PR, wie wir es beispielsweise bei ‚digitaldruck.at‘ bereits leben: Wir verzichten auf Vertriebspersonal, dafür setzen wir auf E-Commerce, Marketing, PR und Social Media. Zweitens geht die Entwicklung weg vom Druckgewerbe, hin zur Druckindustrie mit industriellen Maßstäben. Und drittens wird es eine intensivere Nutzenorientierung geben und damit eine Effizienzsteigerung durch automatisierte Prozesse und wie schon erwähnt eine stärkere Fokussierung auf den Onlinevertrieb.

Das Leistungsvermögen im Alltag durch Sport steigern „Es kommt beim Sport wie im Joballtag nicht nur auf den Erfolgsvergleich mit den anderen an, sondern auf sein eigenes Leistungsvermögen und die Nutzung des persönlichen Handlungsspielraums“, so Sachs. Die Veranstaltung besuchten u.a. Peter Drobil (Bank Austria), Christine Grünwald (Kurier), Raimund Jacoba (GewinnVerlag), Franz Kaiser (Kaiser ­communications), Gerhard Riedler (Mediaprint), Jochen Die jährliche „Romy-Gala“ Schneeberger (willhaben.at), ­findet am 20. April in der Florian Skala (IP Österreich), Wiener Hofburg statt. Die Marion Stelzer-ZöchbauRomy-Preisverleihung findet er (DiePresse) und Gabriele bereits zum 24. Mal statt. ­Zelloth (Megaboard Soravia). (dp)

Karriere

tipp des tages

präsentiert von

Maria Gepp Gruner+Jahr Aufstieg Am 1. Juli nimmt Maria Gepp ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin auf und wird als Key Account Director die Gesamtverantwortung für Gruner + Jahr/ Österreich übernehmen. Gepp war vorher 15 Jahre für das DeutschlandPortfolio im Wiener Verkaufsbüro tätig.

© Eichborn Verlag

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1. Albert Hannak (Deloitte), Thomas Steinmayer (SeniorPad), Tina Deutsch (Deloitte), Konrad Paul Liessmann (Uni Wien), Elisa Aichinger (Deloitte), Michael Heinisch (Vinzenz Gruppe); 2. Elisa Fischlmayr (­Deloitte), Bernhard Wolkerstorfer (GIWOG-AG) mit Ehefrau; 3. Johann Peter Mattischek (Asamer Plastics), Julian Mauhart (Deloitte), Franz Reitbauer (Lithos Minerals); 4. Michael Ettinger (G. Englmayer Spedition), Heimo Hintersteiner (Industrie-Logistik-Linz).

© digitaldruck.at

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Der Schrecken verliert sich vor Ort Lena und Heiner haben nicht viel gemeinsam. Sie träumt von Ferien in der Südsee. Heiner verbringt die Nächte mit den Schrecken von Auschwitz. Lena fragt sich, ob sie die Welt, in der ihr Mann zuhause ist, je verstehen wird. Heiner fragt sich, wie er sein Trauma aus Bildern und Geräuschen möglichst vollständig in den Kopf seiner Frau übertragen kann. 19,99 €, Eichborn Verlag, ISBN: 978-3-8479-0529-5.

© Gruner+Jahr

© Michael Ratz – Foto Sulzer

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retail medianet

In Polen kommen neue Deklarations­ skandale bei Fleisch ans Tageslicht Seite 17

Die Chancen des Nahversorgers dayli in Deutschland sind intakt

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Fa Shower+Lotion ­Duschcreme, Dr. Hauschka Duschbalsam, ­Maybelline Jade Express ­Remover und Garnier Fructis Schaden­Löscher Range. Seite 19

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Seite 18

© Henkel

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© medianet

© EPA

grober unfug

Freitag, 19. APRIL 2013 – 15

© Henkel

inside your business. today.

Sabine Schauer ist neuer Director Corporate Communications bei Novelis Seite 20

Unbeschadet durch die Lebensmittelskandale

© BWB/Foto Wilke

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© 3e/Werner Krug

© Ja! Natürlich Naturprodukte GmbH/APA-Fotoservice/Rastegar

Langer Weg Bei den Ermittlungen gegen die Salzburger Handelskette Spar bezüglich des Verdachts auf verbotene Preisabsprachen steht das Team rund um den Bundeswettbewerbsbehörden-Chef Theodor Thanner (Bild) erst am Anfang. Er geht davon aus, dass es weitere Durchsuchungen geben wird. Seite 17

Werken mit Frauen Die neue Vertriebsschiene „i.do!“ aus dem 3e-Konzern richtet sich gleichermaßen an männliche und weibliche Kunden, wie Günter Pacher, Vorstand der 3e Handels- und Dienstleistungs AG, betont. i.do! soll es ausschließlich im Einkaufszentrum geben – dort also, wo Frauen gern hingehen. Seite 18

Bio-Lebensmittel 2012 konnte Ja! Natürlich seine Position als Marktführer im Bio-Bereich stärken. Zu den neuen Produkten, mit denen Chefin Martina Hörmer aufwartet, zählen heuer auch „Eier, (die) mit Liebe gemacht“ sind. Seite 16

Versandhandel Land Steiermark errichtet Stiftung für ehemalige Mitarbeiter der Pleitefirma

Textilhandel Modefirmen entschädigen Brandopfer

Gehört nun der deutschen TopAgers: die Neckermann-Zentrale in Graz.

den gekündigtenMitarbeitern die Unterstützung zugesichert. Insgesamt 121 Beschäftigte, vor allem Frauen mit geringer Qualifikation, haben damals ihren Arbeitsplatz verloren. Die Stiftung ist für rund 100 Personen ausgelegt, bei Bedarf werde aufgestockt. Die insolvente Neckermann Versand Österreich AG (NVÖ) war Ende 2012 von TopAgers übernommen worden. Ursprünglich als Kastner & Öhler Versand 1887 gegründet – und damit das älteste Versandhaus im deutschsprachigen Raum –, wurde das Unternehmen 1994 an die deutsche Neckermann verkauft.

Genf. Einlenken in Sachen Entschädigungsverhandlungen für die Brandoper der Textilfabrik Tarzeen in Bangladesch: Am Montag trafen sich Unternehmen mit der internationalen Gewerkschaftsvereinigung IndustriAKK in Genf zu Verhandlungen über ein umgerechnet 4,3 Mio. € teures Entschädigungspaket. Das Ergebnis: Bis Monatsende werden KiK, C&A, die spanische Kaufhauskette El Corte Inglés und das italienische Unternehmen Piazza Italia ihre Beitragszahlungen bestätigen. Der ebenfalls involvierte Big Player Wal-Mart blieb dem Treffen fern.

© EPA

Graz. Die steirische Landesregierung hat am Donnerstag die Einrichtung einer Stiftung für jene früheren Neckermann-Mitarbeiter beschlossen, die im Zuge von Insolvenz und Übernahme durch die deutsche TopAgers ihren Job verloren haben. Die Kosten für diese Stiftung – rund 560.000 € – werden vom Land Steiermark (254.000 €) und dem AMS (306.000 €) getragen, wie vom Büro des Soziallandesrats Siegfried Schrittwieser mitgeteilt wurde. Der Beschluss wurde auf Antrag von Schrittwieser gefasst. Dieser hatte hat schon im Zuge des Insolvenzverfahrens ab Juli 2012

© APA/Markus Leodolter

Hilfe für die Neckermann-Frauen KiK und C&A zahlen

Im November 2012 starben bei dem Brand in der Textilfabrik 112 Menschen.


t i t el s t o r y

Freitag, 19. April 2013

© Ja! Natürlich Naturprodukte GmbH/APA-Fotoservice/Rastegar

16 – medianet retail

Martina Hör m er

Geschäftsführerin Ja! Natürlich „Tagtäglich sind unsere eigenen Mitarbeiter in Sachen Qualitätssicherung unterwegs. Und auch im Auftrag von Ja! Natürlich werden Unternehmen und Produkte – unter anderem von unserem unabhängigen Partner ‚­Global 2000‘ – getestet.“

Bio-Lebensmittel Ja! Natürlich war 2012 mit knappen 50 Prozent Marktanteil Nummer eins im Bio-Bereich

„Viele gute Zahlen und viele neue Bio-Produkte“ Die Rewe-Biomarke kooperiert seit einem Jahr mit „Vier Pfoten“ zur Verbesserung der Bio-Nutztierhaltung. Mathieu Völker

Wien. Anlässlich des Jahrespressegesprächs präsentierte Martina Hörmer, Geschäftsführerin von Ja! Natürlich, die wirtschaftlichen Ergebnisse des Vorjahres und stellte dabei einige neue Projekte vor, darunter eine Kooperation mit Vier Pfoten und Innovationen im Bereich des Green Packaging. 2012 erwirtschaftete Ja! Natürlich einen Umsatz von insgesamt 232,2 Mio. € inklusive Großhandel und erzielte damit ein Wachstum von etwa 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem Marktanteil von knappen 50% bleibe

Ja! Natürlich Marktführer im BioBereich. „Marktführer zu sein, ist für uns aber nicht nur eine monetäre, sondern eine inhaltliche Dimension. Unser oberstes Ziel ist, das Vertrauen unserer Kunden durch beste Qualität auszubauen; der wirtschaftliche Erfolg kommt dann von ganz allein“, so Hörmer. Laut der von „Integral“ im Herbst 2012 durchgeführten Brandmeyer Markenstudie ist Ja! Natürlich die beliebteste Marke der Österreicher – nach internationalen Brands wie Adidas, Nivea oder Apple. Unter der weiblichen Bevölkerung schafft es Ja! Natürlich unter die Top-Five: „Der Erfolg der

Marke lässt sich vor allem auf die kompromisslose und konsequente Markenführung zurückführen, gerade in der Werbung. Die Werbekampagne mit Bauer und Schweinchen erfreut sich auch im achten Jahr nach wie vor großer Beliebtheit und erreicht überragende Bekanntheitswerte.“

Henne und Hahn vereint Unter den neuen Projekten von Ja! Natürlich findet sich eine Kooperation mit der Tierschutzorganisation Vier Pfoten zur nachhaltigen Verbesserung der Bio-Nutztierhaltung: Beim Geflügel werden etwa

Green Packaging Seit 2011 wurden 75 Tonnen weniger Plastik verbraucht

Verpackungen aus recycelbaren Materialien

Wien. 2011 begann Ja! Natürlich, die Verpackungen seiner Produkte auf umweltschonend abbaubare Materialien umzustellen und wurde dafür mit dem ersten Platz beim „Sustainability“-Pro Carton ECMA Award 2012 in Kopenhagen ausgezeichnet. Ende 2012 erfolgte die nächste Umstellung: Zwiebel, Salaterdäpfel und Rote Rüben von Ja! Natürlich werden seither in kompostierbaren Netzen aus 100% nachwachsender, biologisch abbaubarer Naturfaser verpackt; bewusst verzichtet Ja! Natürlich dabei auf Kunststoffverpackungen aus Mais, um eine Konkurrenz zum Nahrungsmittel zu vermeiden. Geschäftsführerin Martina Hörmer zeigt sich erfreut über die Entwicklungen: „Neben den bereits in Verwendung befindlichen Zellulosefolien und vielfältigen Kartonagen ist dies nun die dritte Green-Packaging-Neuheit bei Ja! Natürlich. Durch die schrittweise Umstellung auf umweltschonende Verpackungen konnten wir seit 2011 bereits 75 Tonnen Kunststoff einsparen. Allein durch die neuen Netze aus 100 Prozent Naturfaser werden jährlich 3,2 Tonnen Plastik vermieden; bis 2015 werden wir nach neuen Berechnungen damit 100 Tonnen Kunststoff einsparen. Das sind 2,1 Millionen Liter Rohöl.“

Henne und Hahn gemeinsam großgezogen und genutzt; die Hennen der Zweinutzungsrasse legen dabei etwas weniger und kleinere Eier: Nicht „maximale Leistung, sondern das Wohl der Tiere steht im Vordergrund“. Das Ergebnis dieser Initiative wird als „Eier, mit Liebe

und nach Verbesserung

legt Wert darauf, dass die Bezeichungen der Ja! Natürlich-Fleischprodukte, wie „Weidejungrind“ oder „Strohschwein“, kein Marketinggag sind: „Wir möchten für unsere Kunden sichtbar machen, dass die Haltungsformen unserer Tiere einwandfrei ist und dem Tierwohl Rechnung getragen wird. So gibt es ausnahmslos keine Kastenstände bei Ja! Natürlich-Schweinen, wir kennen jeden unserer Schweinebauern; unsere Schweine leben entweder ganzjährig im Freien oder in Stallhaltung auf Stroh mit Auslauf ins Freie.“

der eigenen Leistung

Regionalität und Tradition

ist die starke Basis

Für Hörmer sind traditionelle Herstellungsverfahren und regionale Lebensmittel besonders wichtig: „Unsere österreichischen BioErdäpfel der frühreifen Sorte ‚Annabelle‘ waren ein durchschlagender Erfolg, weshalb wir im heurigen Jahr noch mehr davon anbieten. Ebenso gut angenommen wurden die Bio-Erdbeeren aus Hafnerbach. Mit der ‚Rannersdorfer Steinmühle‘ besinnen wir uns wiederum auf alte Produktionsverfahren, die in Kombination mit moderner Technik die Herstellung hochqualitativer Produkte wie das Steinmühlenmehl ermöglichen. Bei vielen Projekten handelt es sich um langfristig angelegte Projekte – umso schöner ist es, wenn die Produkte, sobald sie am Markt sind, von dem Kunden gut angenommen werden.“

„Die konsequente Suche nach dem Besten

unseres Erfolgs.“ Ja! Natürlich-chefin Martina hörmer

gemacht“ in den Regalen stehen. „Die bislang 3.000 männlichen Küken aus dem Pilotprojekt wurden vergangene Woche in einem Energiewald, einem Wald aus schnell wachsenden Hölzern, ausgelassen und werden dort über den Sommer mit einer Haltungsperiode von fünf bis sechs Monaten aufgezogen.“ Das Fleisch der Hähne wird weiterverarbeitet und für neue Produkte wie etwa dem Hühnerwürstel-Mix auf den Markt gebracht. Hörmer


r e tai l & pr o d u c e rs

Freitag, 19. April 2013

medianet retail – 17

Wettbewerbsrecht Der BWB-Chef geht davon aus, dass es bei der Handelsorganisation noch weitere Hausdurchsuchungen geben wird

Thanner: Bei Spar erst am Anfang Wien/Salzburg. Bei ihren Ermittlungen gegen die Handelskette Spar wegen des Verdachts auf verbotene Preisabsprachen steht die Bundeswettbewerbsbehörde „erst am Anfang“, so BWB-Chef Theodor Thanner am Mittwoch in Wien. Er geht aber „sehr davon aus, dass das, was wir an Material derzeit vorliegen haben, auch zu weiteren Anträgen auf Hausdurchsuchungen von unserer Seite führen wird“. Nach der Hausdurchsuchung vor sechs Wochen sei man erst am Beginn der Auswertung der Unterlagen, räumte Thanner ein, aber „Sie können sicher sein, dass es einen begründeten Anfangsverdacht auf Preisabsprachen gegeben hat“. Hausdurchsuchungen würden nicht leichtfertig vorgenommen, betonte Thanner. Bei bisher insgesamt 48 Razzien habe sich nur in einem Fall der Verdacht als nicht richtig herausgestellt. Bei Spar geht es um vermutete Preisabspra-

chen bei Molkereiprodukten, aber auch bei Bier, Kaffee, Mehl und anderen Produkten. „Der Bereich dieser vertikalen Preisabsprachen scheint weiter verbreitet zu sein, als wir anfangs angenommen haben.“

Verschmelzung in Salzburg Zum aktuellen Stand in der Causa Rewe, wo es im vergangenen Jahr ebenfalls Hausdurchsuchungen gab, wollen sich die Wettbewerbshüter nicht äußern, „weil wir aktuell in Gesprächen sind“. Bereits am Dienstag hatte die Behörde entsprechend den Anforderungen des

Kartellgesetzes die geplante Fusion der Salzburger Alpenmilch mit der Käsehof GmbH bekannt gemacht. Unternehmen, deren Interessen durch den Zusammenschluss berührt werden, haben seitdem 14 Tage Zeit, um sich an die Behöre oder den Bundeskartellanwalt zu wenden. Die Alpenmilch Salzburg hatte bereits 2010 51% der Käsehof übernommen. Jetzt sollen beide Firmen wie damals geplant zu einer verschmelzen, die Käsehof Besitzgenossenschaft, bis dato Eigentum von 49% der Käsehof, erhält einen 15%-Anteil an der Alpenmilch. (APA/red)

© BWB/Foto Wilke

Fusion von Alpenmilch und Käsehof: Zeit für eventuelle Einsprüche läuft.

BWB-Chef Theodor Thanner: „Weiter verbreitet, als wir anfangs angenommen haben“.

Polen Skandale in Serie

Fleisch-Fälle

Warschau. Die Skandale um falsch deklariertes Fleisch in Polen reißen nicht ab. Das Land hat angebliches Rindfleisch nach Lettland geliefert, das zu 87% aus Pferd bestand, so die Sprecherin des lettischen Veterinäramts, Ilze Meistere. Nach Angaben polnischer Zeitungen war das Fleisch beim Konservenhersteller „Kursu Zeme“ beschlagnahmt und zur Untersuchung in ein britisches Labor geschickt worden. Der Exporteur, die Firma Mipol, wies die Vorwürfe zurück: „Es gibt dafür keine Beweise“, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. Die EU-Kommission ging bisher davon aus, dass fünf polnische Unternehmen in den EU-weiten Pferdefleischskandal verstrickt sind.

Fleisch von kranken Tieren Seit der polnische Landwirtschaftsminister Stanislaw Kalemba im Februar erklärte, die Schlachtbetriebe seien „rein wie eine Träne“, folgt in dem Land ein Skandal auf den anderen. Neben dem Export von falsch deklariertem Pferdefleisch wurde der illegale Handel mit dem Fleisch kranker Tiere zum Thema. Die Polizei stoppte im März einen Transport mit 24 Kühen, von denen neun bereits tot und die anderen schwer verletzt waren. Zudem entdeckten Behörden in polnischem Pferdefleisch das verbotene Schmerzmittel Phenylbutazon. 300 kg davon seien bereits verkauft worden.

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Landwirtschaftsminister S. Kalemba: „Schlachthöfe rein wie eine Träne“.


r e ta i l & p r o d u c e r s

18 – medianet retail

short

Erste Bank übernimmt Drogisten in Polen Brüssel/Wien. Nachdem ein Kredit geplatzt ist, den die Erste Group gemeinsam mit der Alior Bank an den polnischen Chemie-und Drogerie-Großhändler Interchem für den Kauf der Drogeriekette Polbita vergeben hatte, sind Erste und Alior nun gemeinsam Eigentümer der Polbita geworden. Polbita sei aber ein gesundes Unternehmen, „wir erwarten, dass wir es in absehbarer Zeit verkaufen werden“, heißt es seitens Erste Bank. (APA)

American Girls stechen Barbie im Umsatz aus

Freitag, 19. April 2013

3e Handels-und Dienstleistungs AG Wie neue Zielgruppen im Einkaufszentrum gewonnen werden können

Neues Konzept: Frauen im Werkzeugladen i.do!

Noch heuer sind zwei bis drei weitere Shops geplant, insgesamt 20 bis 30 Läden dieses Typs. Jutta Maucher

Wels. Ganz stimmt das mit dem Werkzeugladen, der speziell für Frauen gedacht ist, nicht. Die neue Vertriebsschiene „i.do!““ aus dem 3e-Konzern richtet sich gleichermaßen an männliche und weibliche Kunden, wie Günter Pacher, Vorstand der 3e Handels- und Dienstleistungs AG, betont: „Unser neues Shopkonzept beinhaltet trendige und nützliche Produkte aus den Sortimentsbereichen Werkzeug, Gartengeräte, Befestigungsmaterial und Haushaltszubehör – für jeden ist also etwas dabei.“

Los Angeles. Die „American Girl“Puppen haben dem weltgrößten Spielwarenhersteller Mattel zu Jahresbeginn die Kasse gefüllt. Während Klassiker wie „Barbie“ oder „Hot Wheels“-Autos im ersten Quartal schlechter ankamen als im Vorjahreszeitraum, legte die „American Girl“-Reihe bei den Verkäufen um 32% zu. Insgesamt stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 761,7 Mio. €.

SABMiller verkauft mehr Bier als erwartet London. Der weltweit zweitgrößte Brauereikonzern SABMiller hat im vierten Geschäftsquartal mehr Bier verkauft als erwartet. Der Absatz von LagerBier stieg in den drei Monaten bis Ende März um vier Prozent. Zum Konzern gehören Marken wie Pilsner Urquell, Grolsch, Tyskie, Miller und Foster‘s. Der Umsatz erhöhte sich dank des Verkaufs teurerer Biere ebenfalls um vier Prozent. (APA)

© APA/Simona & Hans Nemetz

Fleischkonditorei mit Wursttorte innovativ

Geschmackssicher: Fleischgugelhupf der Fleischkonditorei Nemetz.

Böheimkirchen/Wien. Wursttorte, Leberkäse-Gugelhupf, WürstelStrauß oder Linzer Fleischtorte: Derart ausgefallene Lebensmittel für Fleischliebhaber offeriert die niederösterreichische Fleischerei Nemetz. Auch tierische Feinschmecker kommen mit einer eigenen Hundetorte auf ihre Kosten. Die Idee einer Fleisch-Konditorei entstand, als sich Simona Nemetz von der gleichnamigen Firma mit Sitz in Böheimkirchen für eine Torte, die sie von einem Kunden zum Geburtstag erhielt, revanchieren wollte.

Ganz entscheidend ist: I.do! soll es ausschließlich im Einkaufszentrum geben – dort also, wo Frauen besonders gern hingehen und Männer sich ohnedies oftmals langweilen. Und was Pacher wichtig ist: „In Einkaufszentren sind kaum Schrauben oder sonstiges kleines Werkzeug erhältlich; das bieten wir jetzt an.“ Derzeit und quasi als Pilot ist dieser Laden, diese Mischung ausHaushaltsdesign und Werkzeug, ausschließlich im Haid Center, das sich seit September 2012 im Eigentum der ECE Projektmanagement befindet, anzutreffen. Auf rund 150 m� sind dort Akkuschrauber, Gartengeräte, leichte Werkzeuge und nützliche Haushaltswaren in innovativen Farben ausgestellt. Punkten will i.do! nicht nur durch die sowohl für Frauen als für Männer ansprechende Sortimentsgestaltung, sondern vor allem auch durch ein ständig wechselndes Sortiment, wodurch dem Kunden immer etwas Neues zur Verfügung steht. „Dabei sind unsere Produkte nicht nur trendig und farbenfroh

© 3e/Werner Krug

Der neue Puppenhit von Martell, „American Girls“, pusht die Verkäufe.

Dort, wo sich die Interessen der Frauen und Männer im Einkaufszentrum bündeln: der i.do!-Laden im Haid Center bei Wels.

gestaltet, sondern auch in einer vielfältigen Preisklasse von ‚Preiseinstieg‘ bis ‚Premium ‚ erhältlich. Wir bieten also eine Kombination aus übersichtlichem Angebot, überschaubarer Fläche und kompetenter Beratung.“

Fans statt Flugblätter Von klassischer Flugblattwerbung wird bei diesem Konzept abgesehen: „Wir nützen die Frequenz der Einkaufszentren. Und wir nützen die kurzen Wege – die Einkäufe können dort getätigt werden, wo sich die Kunden ohnehin regelmäßig aufhalten“, so Pacher. Dazu kommt: „Wir bieten eine attraktive Gestaltung der Schaufenster und Aktionen. Nicht zu vergessen

ist auch der Internet-Auftritt inklusive Facebook-Homepage auf www.ido-shop.at.“

ECE, SES und viele mehr 3e-Chef Pacher hat mit der neuen Vertriebsschiene i.do! auch schon konkrete Pläne für die nächste Zukunft: „20 bis 30 ‚i.do!‘-Läden verträgt Österreich, vor allem sollten diese natürlich in den großen Einkaufszentren des Landes zu finden sein.“ Und Pacher führtweiter aus: „Wir sind bereits mit großen Playern wie der SES im Gespräch.“ Noch heuer werden zwei oder drei weitere Geschäfte dieses Typs in dem einen oder anderen heimischen Einkaufszentrum eröffnet werden.

Facts Die 3e-Gruppe ist eine Vereinigung von Fachhändlern der Hartwarenbranche. Neben der neuen Vertriebsschiene i.do! gibt es die Vertriebskonzepte Let’s doit, Let’s doit Holzprofi, Toolpark, Bad & Co sowie E-Norm. Der Außenumsatz der Gruppenmitglieder belief sich 2012 auf 530 Mio. €, davon allein 413 Mio. € im Inland. Insgesamt hat das Unternehmen 247 Mitglieder, 151 davon in Östereich. Damit ist die 3eGruppe laut eigenen Angaben die Nummer eins im österreichischen Werkzeugfachhandel. Marktpräsenz Österreich, Bosnien-Herzegowina, Slowenien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Albanien, Kosovo.

Analyse Das dayli-Nahversorgerkonzept könnte im Nachbarland stärker reüssieren als im dicht besetzten Österreich

Wie stark wird dayli in Deutschland sein? Wien. Der österreichische Investor Rudolf Haberleitner will „dayli“ auch in Deutschland etablieren. Im Mai sollen in Bayern die ersten Versuchsfilialen starten. Bis Ende des Jahres sollen 400 angemietete ehemalige Schlecker-Filialen in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz wieder offen sein. Europaweit plant Haberleitner bis 2016 an die 4.800 Filialen. „Das Konzept ist neu, aber der dahinterstehende Gedanke nicht“, kommentiert das Rene Tritscher, Geschäftsführer der Sektion Handel der Wirtschaftskammer Österreich.

der dayli-Boss mit seiner hybriden Handelsform am Puls der Zeit: Supermärkte bieten zusehends Systemgastronomie an (zuletzt verkündete Rewe Deutschland entsprechende Pläne), Drogerien offerieren Lebensmittel und kleine Einzelhändler warten frischgebrühten Kaffee auf. Die Gretchenfrage lautet somit, inwieweit sich Kunden allein durch Nähe binden lassen. Demgegenüber steht: Wenn

das Sortiment austauschbar und die Ware woanders billiger ist, könnte der Kunde bereit sein, auch weitere Wegstrecken zurückzulegen. „Gerade auf dem Land hat die Mobilität zugenommen“, urteilt Tritscher.

Chancen in Deutschland Auf dem deutschen Markt könnte das Nahversorger-Argument indes

Tante Emma wiederbelebt Haberleitner schwebt eine Art moderner Tante-Emma-Laden vor, der von Lebensmitteln bis zu Drogerieartikeln alles für das tägliche Leben bietet. Weiters sollen ein Bistro und Dienstleistungen wie Autovermietung und Reinigungsservice die Angebotspalette abrunden. Jene Dinge, die nicht lagernd sind, können übers Internet bestellt werden. Jedenfalls liegt

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

© EPA

150 m� trendige Farben

Vision wird Wirklichkeit, Stufe 2: Haberleitners dayli soll ab Mai in Bayern loslegen.

mehr bringen. „Der multioptionale Verbraucher hat ein hohes Anspruchsniveau und möchte günstige Preise und hohe Qualitäten“, sagt Boris Hedde, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung in Köln. Allerdings gebe es ebenso das Bedürfnis, vor Ort einzukaufen. In Deutschland ist die Flächendichte mit großen Lücken versehen, ein Lückenfüller dayli könnte dort ein gediegenes Plätzchen finden. Bis dato ist die Konkurrenz in Deutschland entspannt: „Salopp gesagt habe ich vor ‚dayli‘ überhaupt keine Angst“, sagte Rossmann-Firmenchef und -gründer Dirk Roßmann. Man werde sehen, ob und wie viele Läden da wirklich kommen. Und der deutsche dm-Chef Erich Harsch äußerte im „Manager Magazin online“: „dayli wird es definitiv schwer haben, jetzt noch auf dem Markt Fuß zu fassen.“ Damit dayli sich doch ein wenig leichter tut, als erwaret, hat Haberleitner ein neues Führungs/ Kompetenzteam präsentiert – mit Ex-Managern von Lidl, dm und der österreichischen Lebensmittelkette Adeg. (red/APA)


product news

Freitag, 19. April 2013

medianet retail – 19

Schaden-Löscher fürs Haar, Duschgel und Lotion in einem Product News Fa Shower+Lotion Duschcreme, Dr. Hauschka Duschbalsam, Maybelline Jade Express Remover und Garnier Fructis Schaden Löscher-Range.

Die vier neuen Duschbalsame „Lavendel Sandelholz“, „Zitronen Lemongrass“, „Mandel“ und „Rosen“ von Dr. Hauschka Kosmetik versüßen mit ihren zarten Düften den Start in den Tag. Sie pflegen die Haut durch ihren hohen Anteil an hochwertigen pflanzlichen Ölen. Mit ihrer neuen Verpackung in schlanken, zylinderförmigen Kunststoffflaschen mit praktischem Kippverschluss sind die vier Dr. Hauschka Duschbalsame auch optisch sehr ansprechend.

Kein Warten mehr, bis die Bodylotion eingezogen ist: Das neue Fa Shower+Lotion mit der schäumenden Creme-Formel, die reine Bodylotion enthält, pflegt besonders intensiv und reichhaltig. Fa Shower+Lotion Duschcreme gibt es in den Varianten Avocado, Granatapfel und Passionsfrucht. Kategorie Launch Produkt Fa Shower+Lotion Duschcreme Avocado, Granatapfel und ­Passionsfrucht Preis 2,29 € Packung 250 ml Vertrieb Henkel Distribution LEH/DFH Kontakt Henkel, Tel.: 01/71104-0

© Henkel; Wala Heilmittel; L’Oréal

Der Express Remover von Maybelline Jade entfernt Nagellack sekundenschnell: In nur einer Umdrehung entfernt er jeglichen Typ von Nagellack, selbst kräftige Farbtöne. Dank des integrierten Schwamms, der mit hochwirksamem Entferner getränkt ist, reichen drei einfache Schritte aus, um die Nägel sauber und frei von Rückständen zu hinterlassen: Den Finger in den Tiegel tauchen – den Finger (oder den Kategorie Launch Tiegel) einmal um Produkt Maybelline Jade Express Remover 360° drehen – FinPreis 7,99 € ger herausziehen, Vertrieb L’Oréal Österreich Gmbh Tiegel verschließen. Distribution DFH Fertig! Kontakt L‘Oréal, Tel.: 01/536 51 0

Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Kontakt

Mit der Fructis Schaden Löscher-Range bringt Garnier eine umfassende Pflegeserie auf den Markt, die auf die Bedürfnisse von stark beanspruchtem und geschädigtem Haar ausgerichtet ist. Die neuartige Formel des Schaden-Löschers wirkt mit wertvollen Inhaltsstoffen wie ein Schaden-Detektor doppelt reparierend auf das Haar: Von innen füllen reichhaltige Proteine die einzelnen Haarfasern des Cortex auf und kräftigen so die Haarstruktur, während von außen durch den Öl-Amlaextrakt Risse und Brüche der Haaroberfläche langanhaltend „versiegelt“ werden.

Launch Dr. Hauschka Duschbalsam Lavendel Sandelholz, Zitronen, Lemongrass, Mandel und Rosen 11,50 € 200 ml Wala Austria GmbH Wala, Tel.: 01/23503 0

Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Garnier Fructis Schaden Löscher-Range L’Oréal Österreich Gmbh DFH L’Oréal, Tel.: 01/536 51 0

Starzinger Markenausbau, Wachstumsstrategie, Kampagnen-Management: Unternehmensgruppe präsentiert sich gut aufgestellt

Invest-Offensive, kreative Werbe-Welle Frankenmarkt. Auf ein konstantes Wachstum folgt ein in der Unternehmensgeschichte einmaliger Werbe-Kick-off: Die Getränkegruppe Starzinger, die im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz (inkl. Private Labelling-Sparte) von 63 Mio. € erzielen konnte und kräftig in Sortimenterweiterung und Markenaufbau investiert (hat), startet ein breit gefächertes Campaigning; parallel dazu wird 2013 der Hauptstandort im oberösterreichischen Hausruckviertel ausgebaut, informiert Eigentümerin Ludmilla Starzinger. Neben dem Einbau einer neuen Sirup-Anlage wird eine weitere Dosen-Abfüllanlage installiert. Die Gesamtkosten beziffert die Unternehmerin mit rund sieben Mio. €. Weiters auf der InvestAgenda: Die Generalsanierung des Long Life-Standorts in Bad

© Starzinger (3)

2013 investiert das Familienunternehmen in den Produktionsausbau der Firmenzentrale und ins Marken-Campaigning.

Haben 2013 viel vor: Eigentümerin Ludmilla Starzinger und Prokurist Patrick Moser.

Radkersburg. „Hier befinden wir uns aktuell in der Planungsphase“, sagt Starzinger. Mit dem weiteren Ausbau der Produktionsvolumina will man einmal mehr seine Kompetenz als gesuchter und verlässlicher Lohnabfüller und Produktpartner unter Beweis stellen.

Unter Dach und Fach – und auf allen Kanälen – ist die Werbeoffensive. Die „Schartner-ArschbombenChallenge“, die bereits in ihrer 2012er-Auflage in der Zielgruppe eingeschlagen hat, erlebt in einer „unchained“-Version ihr Revival.

Gesucht wird wieder die geilste Arschbombe des Landes. Die Promotion wird im TV, on air, online und ganz traditionell am Plakat unterstützt. Juvina Mineralwasser geht mit dem Claim „Jung, Vital, Natürlich“ hinaus zur Zielgruppe. Der im Herbst 2012 gestartete Girlfriends-Contest zeigt bereits sein freundlichstes Gesicht (siehe Kasten!). Auch die Frankenmarkter-Range wird 2013 als Durstlöscher für die gesamte Familie neu positioniert: von Mineralwasser – ideal für Säuglingsnahrung – über vitaminreiche Wellnessdrinks bis hin zur zuckerfreien LimonadenRange. Starzinger stellt dazu ein völlig neu gestaltetes Ankersujet vor, in den nächsten Monaten folgen neue Etiketten. Auch an der Werbefront wird der neue Look in Szene gesetzt. Starzinger: „Die umfangreichen Investitionen sowie

die überarbeiteten Werbestrategien unserer Marken und die zu erwartenden Werbeimpulse lassen uns dem Geschäftsjahr 2013 und darüber hinaus aus ökonomischem Blickwinkel äußerst positiv entgegenblicken.“

Zugpferde & Neuzugänge Neben dem Auftritt punktet man mit Inhalt: Neben der Marke Schartner Bombe zahlen besonders die Nearwater-Linien von Frankenmarkter ins Familienunternehmen ein. Nach dem Erfolg der „Frankenmarkter Zitrone“, die sich in rund acht Monaten rund 600.000 mal verkauft hat, lanciert man 2013 eine weitere Geschmacksnote: „Frankenmarkter Orange“ ist seit Ende 2012 im Handel und entwickelt sich laut Prokurist Patrick Moser bereits jetzt „sehr erfolgversprechend“.

PROMOTION

JUVINA GIRLFRIENDS-CONTEST 2013 Dieses Casting ist definitiv nicht ins Wasser gefallen! Unter dem Motto „JUVINA Girlfriends-Contest“ suchte die Mineralwasser-Marke in den letzten Wintermonaten ihre neuen Werbebotschafter. Unter allen geposteten Freundinnen-Bildern konnte die Online-Community auf juvina.at ihre Lieblingsgesichter wählen. Jetzt stehen die Siegerinnen fest! Die Online-Kampagne war ein voller Erfolg, meldet Unternehmerin Ludmilla Starzinger. Während des Kampagnenlaufs wurden

mehrere hundert Bilder gepostet, die zur Bewertung freigegeben wurden. Die besten 30 Einsendungen schafften es zum finalen Fotoshooting. In Salzburg konnten schlussendlich Stephanie Brunthaler und Katharina Zöchling den Contest eindeutig für sich entscheiden. Die neuen Sujets mit den Siegergesichtern unterstreichen die Positionierung der Marke JUVINA: „JUng, VItal, NAtürlich“. Mit dem Claim „Ein Mehr an Mineralstoffen“ platziert sich die Marke im Schönheitsbereich.

JUNGVITALNATÜRLICH

Wettbewerb schlägt hohe Wellen: Die Suche nach den neuen Juvina-Gesichtern ist abgeschlossen. Die Siegerinnen zieren die Sujets.


s h o p ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 19. April 2013

Top-Lehrlinge „Bier Guide 2013“

© Amuse Bouche

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© Willy Lehmann Markenagentur/APA-Fotoservice/Preiss

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1. Lukas Liebentritt, Harald Glööckler, Vanessa Fegerl, Piroska Payer; 2. Schnupperarbeiten in der Küche; 3. Vanessa Fegerl mit Restaurantleiter Volker Wallais.

Top-Steigenberger-Lehrlinge nach Berlin eingeladen 2

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1. BM a.D. Maria Rauch-Kallat, Germanos Athanasiadis, Bettina Rabitsch; 2. Generalstabschef Edmund Entacher, Conrad Seidl; 3. Raphael & Willy Lehmann; 4. Marie-Theres Lehbauer, Günter Konecny.

14. Ausgabe des „Bier Guide“ wurde im „Bieradis“ vorgestellt

Es schäumt wieder

Bierpapst Conrad Seidl in seinem Element.

Krone des Gerstensaftes Es gibt immer mehr gute Bierlokale in Österreich; 1.200 davon werden im aktuellen „Bier Guide“ vorgestellt – von traditionellen Wirtshäusern bis trendigen Innenstadtbars. „Natürlich ist die gängigste Trinkversion das Märzenbier – aber es gibt auch ausgezeichnete Pils-, Roggen- und Weizenbiere aus heimischen Brauereien, einige davon mit anerkannten Auszeichnungen wie dem ‚World Beer Cup‘. Wer also einfach ‚ein Bier‘ bestellt, verpasst vielleicht eine Weltsensation, bloß weil er nicht danach gefragt hat“, sagte Connaisseur Conrad Seidl anlässlich der Präsentation des Bier Guide 2013 im Wiener „Bieradis“. Zur Veranstaltung waren auf Einladung des Herausgebers Germanos Athanasiadis unter anderem gekommen: Gabriela Maria Straka (Brau Union Österreich AG), Regina Kolarik („Schweizerhaus“), Stefan Kreidl („Verde 1080“, Wiener Bierlokal des Jahres 2013), Oliver Kitz (Casinos Austria AG), BM a.D. Maria Rauch-Kallat, Thomas Kienast, Andreas Barilich (Bieradies), Generalstabschef Edmund Entacher, Markus Bauer, Oliver Jonke und Willy Bauer. (red)

Sabine Schauer ist seit 1. April neuer Director Corporate Communications & Government Affairs der Novelis AG mit Sitz in Zürich. Sie ist damit für sämtliche Kommunikationsagenden des weltweit führenden Herstellers von AluminiumWalzprodukten verantwortlich. Schauer begann ihre berufliche Laufbahn in der Kommunikationsabteilung der WK Kärnten. 2001 wechselte sie als Leiterin der Unternehmenskommunikation zu Henkel Central Eastern Europe nach Wien, übernahm internationale Positionen innerhalb des Konzerns in den USA und Asien und gehörte dem globalen Kommunikationsteam an.

1.000

Harald Glööckler & Bundes-Gugelhupf Ausgezeichnet „Amuse Bouche“, die Lehrlingsinitiative der Wiener Spitzenhotellerie, ermöglichte den Top-Lehrlingen des „Steigenberger Hotel & Spa Krems“, Vanessa Fegerl (Service) und Lukas Liebentritt (Küche), als kulinarische Botschafter Österreichs auf Reisen zu gehen und in Berlin unter der Obhut von Avantgarde-Koch Cristiano Rienzner mitarbeiten zu dürfen. Das Highlight des Aufenthalts war eindeutig das persönliche Treffen mit Harald Glööckler. Bei dem Besuch in seinem luxuriösen Showroom in der Berliner Innenstadt hatten die beiden Top-Lehrlinge die Möglichkeit, dem prominenten Designer in seinem exklusiven Refugium den österreichischen „Bundes-Gugelhupf“ als Gastgeschenk zu überreichen. Glööckler: „Es ist schön, zu sehen, dass es nach wie vor junge Menschen gibt, die ihren Beruf nicht nur ernst nehmen, sondern etwas im Leben erreichen wollen; das erfordert auch Das Donau Zentrum lädt zum entsprechende Wertschätzung. „Madonna Model Contest“ am Es hat mir daher Freude berei25. April um 18 Uhr mit promitet, dem Top-Lehrlings-Teams nenter Jury und Musik von Mis‚Steigenberger Hotel & Spa‘ sy May. www.madonna.oe24.at, persönlich zu dem Sieg beim www.loebellnordberg.com ‚Wettkampf der Top-Lehrlinge‘ zu gratulieren.“ (red)

Produkt des tages

die finstere brille

Hallo, ich bin der Kurt Christian Novacek

© Piatnik

Kopf des Tages

© Henkel

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Abwechslungsreich Piatnik bringt zu Frühlingsbeginn einige neue Kinderspiele auf den Markt, unter anderem: „Kang-a-Roo“; hier warten elf freche Kängurus darauf, von den Spielern eingefangen zu werden. Da heißt es flott sein und die richtigen Karten ausspielen. Denn nur wer am Ende die meisten Beuteltiere in seinen Besitz bringt, gewinnt. „Kang-aRoo“ ist ein flottes Kartenspiel für Kinder ab 6 Jahren. Wem es in der australischen Wüste zu gemütlich zugeht, der geht im „Dino Park“ auf Saurier-Fang: Ausgerüstet mit Seil, Netz, Gummihammer, Fallgrube und Käfig, gehen die Spieler auf die Pirsch. Echten Dino-Experten ist klar: Je größer und gefährlicher der Urzeit-Gigant, desto raffinierter müssen die Fanginstrumente sein. Dino Park ist ein abenteuerliches Würfelspiel für Dinosaurier-Fans ab sieben Jahren. www.piatnik.com

H

in und wieder muss man mal den ganzen Bullshit eliminieren. Und sei es nur als Übung, damit man beim Fallen wieder den Boden unter den Füßen sieht. Angefangen bei der Futterlade: Weg mit dem ganzen salbungsvollen, glücklich-verschmeichelten Leichtschinkengetöns! Her mit dem harten Zeug, ich will Fett-Chips!! Falls es unbedingt gesund sein muss, ergänzt mit ein bisschen Bio-Dipsauce. Und dieses Luschen-Mineralwasser ohne Perlen-Gluckserei: weg damit, braucht keine Sau! Sodawasser, jetzt bin i volle haassss!! Selbst die Blumen habens lieber, wenn man ihnen Mineralwasser mit Kohlensäure gießt. Für unsereinen heißt das: Aus mit der Wasserschlürferei! Her mit dem warmen Bier!! Das räudige Rockmotiv dazu ist im Laufe der Jahrzehnte zwar schon ziemlich durchgestaubt, treibt einen aber immer noch ungestüm frühmorgens zur Kühlschranktür: I woke up this morning and I‘ve got myself a beer!!! Jawohl!! Bleibt nur noch das Outfit: Weg mit dem Hugo Boss-Leiberlgepose! Rein in den nächsten Diskonter, hinein in den 100% Polyamid-Plunderfetzenpulli!! Chips, Bier und Plastikpullover - das ist meine neue Formel. Ich mache einen großen Kackahaufen auf alles! c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Ausgerechnet und berechnet In 1.000 Jahren wandert ein Tropfen Meerwasser einmal um die Welt.


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Freitag, 19. April 2013 – 21

Gesundheitsvorsorge

„Merkur Circle“ diskutierte mit Experten und Meinungsbildnern in Salzburg Seite 26

© Stiftungg. Kindertraum

© Merkur Vers

healtheconomy Engagement

Sanofi-Mitarbeiter unterstützen auch heuer wieder die Stiftung „Kindertraum“ Seite 26

Jubiläum Pflegeverband feiert 80 Jahre © Wiener Städtische Versicherung

175 Millionen für Ausbau der Uniklinik Innsbruck

© BMG/HBF

short

© sxc/mi-sio

Gesundheitsreform Die Krankenkassen liegen in ihrem Sanierungsbemühungen über Plan. Die von der Politik vorgegebenen Finanzziele haben die Kassen in den vergangenen vier Jahren um 946 Mio. übererfüllt, geht aus dem Monitoringbericht des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger hervor, den Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) nun vorgelegt hat. Ihren Schuldenberg haben die Kassen damit fast abgebaut. Von 2010 bis 2013 wurden insgesamt 2,671 Mrd. € von den Krankenkassen eingespart, sagte der Minister. Seite 23

© TILAK

Initiative Keine Krebserkrankung ist im Grunde bösartiger als das zu 85% durch langjähriges Rauchen verursachte Lungenkarzinom. Auf weltweit jährlich 1,6 Mio. Neuerkrankungen kommen 1,4 Mio. Todesfälle. Dies erklärte kürzlich der ungarische Epidemiologe Gabor Kovacs (Nationales Institut für Tuberkulose und Pulmologie/Budapest) am Beginn eines zweitägigen Workshops von rund 100 Experten, in Wien. Er stellte den Start einer Zentraleuropäischen Initiative gegen Lungenkrebs (Central European Initiative Against Lung Cancer) dar. Seite 24

Großinvestition Tirol bekommt bis 2015 ein neues Kinder- und Herzzentrum an der Universitätsklinik Innsbruck. Dadurch sollen die Zusammenarbeit der ­verschiedenen Bereiche verbessert und Kosten gespart werden. Seite 22 e-Health Salzburger Pilotprojekt kommt bundesweit

inhalt

Transparenz hilft beim Sparen

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© APA/Harald Schneider

Medizintechnik und eHealth > Neues Angebot in Privatklinik Döbling > Studie zeigt Vorteile für Roche Diabetes Care

Bis zu 30 Mio. Euro sollen mit neuem e-Health-System gespart werden.

Superimmun Super immun D³ Abwehrkräfte 3-fach gestärkt

exklus

in apotihrer heke

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Pharmareport und Lifescience > Biotechnologie: Sandoz kooperiert mit TU Wien 24 > Roche profitierte heuer von Grippe-Welle 24

Salzburg. Das erfolgreiche Salzburger Reformpoolprojekt „Präoperative Befundung“, kurz „PROP“, wird bundesweit allen am e-card-System angebundenen Krankenanstalten und niedergelassenen Ärzten als gemeinsame EDV-Lösung zur Verfügung gestellt. Die Einführung von PROP mit den damit einhergehenden Maßnahmen wird von den Ländern organisiert und finanziert. Neben Salzburg nutzen Teile der Bundesländer Wien und Burgenland und die Krankenhäuser der Barmherzigen Brüder das EDVTool schon jetzt. Gesamt könnten pro Jahr bis zu 30 Mio. € eingespart werden. Seite 25

Super immun dank Superimmun

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Healthcare > Bad Goisern bekommt neues Kurzentrum 22 > Deutsche Krankenhäuser brauchen mehr Geld 22 > Reha-Klinik Montafon macht Akutversorgung 22

Mit dem Extra-Vitamin DD

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22 – healtheconomy

Freitag, 19. April 2013

Spitalsreform Länder investieren kräftig in Modernisierungen und Umbauten ihrer Krankenhäuser

Kommentar

Frank Stronachs gesunde Ideen

Großinvestition für Tiroler Universitätsklinik Neues Kinder- und Herzzentrum in Innsbruck soll 175 Mio. € kosten und bis 2015 fertig sein. Ina Karin SChriebl

GRAFIK DER WOCHE LUNGENKREBS IN EUROPA Neuerkrankungen pro 100.000 Pers./Jahr

Männer 109 54 29

Frauen Dänemark Österreich Ukraine

55 28

Vor allem die interdisziplinäre Zusammenarbeit soll durch das neue Zentrum gefördert werden, meinte Gerhard Gaedicke, Direktor des Departments für Kinder- und Jugendheilkunde: „Es werden die zentralen Partner der kardiovaskulären Medizin, die Kardiologie, Herzchirurgie und Kinderkardiologie unter einem Dach zusammengeführt“, erläuterte Michael Grimm, Direktor der Universitätsklinik für Herzchirurgie. Mit insgesamt 74 Betten im Herzzentrum und 142 Betten im Kinderzentrum soll der Neubau eine deutliche Qualitätssteigerung in der Patientenversorgung bringen, betonte auch Otmar Pachinger, Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie. „Das neue Kinder- und Herzzentrum ist eine medizinische Notwendigkeit und wird eine wichtige Funktion in der Patientenversorgung, der Lehre und der Forschung übernehmen“, sagte Pachinger. „Mit der Fertigstellung des neuen

Stefan Deflorian (TILAK), Otmar Pachinger (Univ.-Klinik f. Kardiologie), Bernhard Tilg (Landesrat für Gesundheit), Michael Grimm (Univ.-Klinik für Herzchirurgie) und Gerhard Gaedicke (Department Kinder- und Jugendheilkunde) haben Baupläne.

Zentrums werden alle mit Kindern befassten Disziplinen des Krankenhauses örtlich zusammengeführt“, erklärte Gaedicke. Durch die Nähe der verschiedenen Bereiche und Disziplinen soll die Versorgung in der Pädiatrie optimiert werden, fügte er hinzu. Zuletzt sorgte in Tirol eine Debatte über Ärztzemangel für Aufruhr. Der TILAK wurde eine prekäre Personalsituation vorgeworfen. „Laut aktuellen Zahlen arbeiten in den Kliniken 916 Ärzte; das sind 43 Mediziner mehr als noch im Vorjahr“, konterte der Spitalsträger. Dennoch sei man sich der Herausforderungen in den kommenden Jahren bewusst, Rahmenbedingungen würden deshalb weiterentwickelt.

Lungenkrebstodesfälle in Österreich 3.652

3.269 3.153

1985 1990 1995 2000 2005 2010 Quelle: APA/European Journal of Cancer; Grafik: R. Appl

Kurzentren Bad Goisern im oberösterreichischen Salzkammergut bekommt wieder ein Kurzentrum. Die Künig-Gruppe mit Hauptsitz in Kufstein, die bereits zehn Kurzentren in Österreich und Deutschland betreibt, investiert mit öffentlicher Unterstützung 20 Mio. € in den Bau eines Schwefelheilbads auf dem Areal des ehemaligen Kurhotels. Vor wenigen Tagen erfolgte der Spatenstich mit Landeshauptmannstellvertreter Josef Ackerl (SPÖ), Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl (ÖVP) und Geschäftsführer Engelbert Künig. Die künftige Kuranstalt mit 150 Zimmern auf Vierstern-Niveau soll zu einem internationalen Kompetenzzentrum für die Behandlung mit Schwefel entwickelt werden. Dessen natürliche Heilkraft ist demnach besonders im Fall von

Erkrankungen des Bewegungsapparats geeignet. Das Schwefelheilbad soll ein Leitbetrieb für den Gesundheitstourismus werden. Anvisiert werden dabei mindestes 80 Arbeitsplätze und im Vollbetrieb rund 70.000 Nächtigungen in Bad Goisern. Die Fertigstellung und Eröffnung ist für Herbst 2014 geplant. Die Künig-Gruppe betreibt Kurzentren in Bad Bleiberg, Bad Eisenkappel, Bad Häring, Bad Schönau, Bad Traunstein, Bad Vöslau, Umhausen im Ötztal, Waren und Weißenstadt am See. Sie hat in Österreich u.a. Verträge mit den Gebietskrankenkassen von Bgld., NÖ, OÖ, Sbg. Stmk, Ktn, Tirol, der SVa der gewerblichen Wirtschaft, der Beamtenversicherung, SVA der Bauern und der VA für Eisenbahn und Bergbau.

Versorgung Land und Kommunen zahlen Notdienst

Berlin. Die deutsche Bundesregierung will die unter Finanzdruck stehenden Krankenhäuser mit einer milliardenschweren Geldspritze vor dem Kollaps bewahren. Das Kabinett verabschiedete am Mittwoch ein Hilfspaket, mit dem die Kliniken in diesem und im kommenden Jahr um rund 1,1 Mrd. € entlastet werden.

Bregenz. Die Reha-Klinik Montafon übernimmt in der Talschaft ab 2. Mai die ärztlichen Nachtbereitschaftsdienste unter der Woche. Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP) freut sich über den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen, weil damit sichergestellt ist, dass der Montafoner Bevölkerung künftig wieder eine medizinische Anlaufstelle auch außerhalb der Ordinationszeiten zur Verfügung steht. Betreiber der Reha-Klinik ist der Spitalsdienstleister Vamed. „Mein herzlicher Dank gilt der Geschäftsführung der Reha-Klinik, insbesondere auch dem Betriebsrat und dem medizinischen Personal, die auf diese Weise ihre hohe medizinische Verantwortung gegenüber der Bevölkerung wahrnehmen. Die vereinbarte Lösung ist eine wichtige Verbesserung der medizinischen Versorgung im Montafon“, so Landesrat Bernhard. Schon seit längerer Zeit steht in der Talschaft der kurative Bereitschaftsdienst unter der Woche nicht mehr zur Verfügung, weil trotz intensiver Verhandlungen mit den niedergelassenen Ärzten kein

Mehr Geld für deutsche Spitäler

wenn Kliniken mehr Leistungen erbringen als verabredet. Weiteres Geld wird im Rahmen eines Hygiene-Programms zur Verfügung gestellt, mit dem Fachpersonal eingestellt werden kann; tödliche Klinikinfektionen sollen so eingedämmt werden. Im Gegensatz zu Österreich, wo die Spitäler meist zu Landesholdings gehören, betreiben in Deutschland viele Kommunen ihre Spitäler noch selbst. (apa/rüm)

Kassen sollen 1,1 Mrd. zahlen

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Investition in Oberösterreich

Investitionen Krankenhäuser in Deutschland unter Druck

Die Mittel sollen von der gesetzlichen Krankenversicherung kommen, die über hohe Rücklagen verfügt. Von den Kassen kam entsprechend Kritik an den Hilfen. Die Krankenhäuser lobten die Hilfen, bezeichneten sie aber als nicht ausreichend. Mit dem Vorhaben soll den Krankenhäusern ein Teil der durch die Tarifabschlüsse in diesem Jahr entstehenden Steigerungen bei den Personalkosten erstattet werden. Zudem sollen in den Jahren 2013 und 2014 bei den Kliniken eingespartes Geld im Krankenhaussektor bleiben und nicht an die Kassen fließen. Das Geld stammt aus einem Abschlag, der erhoben wird,

© EPA

Ungarn Österreich Schweden

Alles unter einem Dach

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel muss den Spitälern helfen.

Akutdienst in Vamed-Reha-Klinik Ergebnis zustandekam. Auf der Suche nach Alternativen trat man an die Reha-Klinik Montafon heran und fand dort laut Bürgermeister Lerch „von Anfang an Kooperationsbereitschaft“. Nach den erforderlichen Abklärungen teilte der Geschäftsführer der Reha-Klinik, Georg Posch, mit, dass die Übernahme des Nachtbereitschaftsdiensts mit Anfang Mai starten kann. Die Kosten tragen die Kommunen und das Land. (iks)

© Wikimedia Commons/Böhringer

Z

um Jahresbeginn hat an dieser Stelle eine unregelmäßige Serie gestartet, bei der Wahlkampftöne und Ideen der Parteien zum Themenfeld ‚Gesundheit‘ unter die Lupe genommen werden – vor allem jene, bei denen es sich im Wahljahr 2013 besonders um Wahlkampfgeplänkel handelt, was eher zum Kopfschütteln bzw. Schmunzeln anregt. Diesmal gehts um das endlich vorgestellte Parteiprogramm vom Team Stronach. In der Gesundheitspolitik plädiert Stronach für eine gesetzliche Grundversicherung, die Bürger sollen sich aber die Versicherung für Zusatzleistungen mit dem besten Angebot frei aussuchen können. Für die Grundversorgung soll es nur mehr eine Gesundheitsversicherung geben. Gesundheitsdienstleister und Betriebe wie Krankenhäuser und Ordinationen sollen sich frei niederlassen dürfen. Nun gibt es dabei zwei Probleme: Je größer das Angebot an Dienstleistern, umso teurer die Versorgung, sagen Studien. Wettbewerb funktioniere im Gesundheitsbereich nicht, weil das Angebot die Nachfrage beeinflusse. Wer diskutiert schon mit Ärzten über medizinische Notwendigkeiten? Zum anderen können die Krankenkassen gar nicht entscheiden, was sie anbieten; das ist genauso wie die Höhe der Beiträge gesetzlich geregelt. Und auch hier hat Wettbewerb in anderen Ländern die Kosten erhöht ...

Innsbruck. Knapp eine Mrd. € investieren Österreichs Krankenhäuser heuer in Modernisierungen, Aus- und Umbauten, sechs Mrd. € sind es in den kommenden Jahren. Eines der größten Projekte läuft dabei in Tirol: Mitte 2015 soll das neue Kinder- und Herzzentrum an der Universitätsklinik Innsbruck in Betrieb genommen werden. Das erklärte Stefan Deflorian, TILAK-Vorstandsdirektor, nun im Rahmen einer Pressekonferenz in Tirols Landeshauptstadt. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich laut Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) auf 175 Mio. €.

© TILAK/Lackner

Martin Rümmele

Rehab-Klinik Montafon übernimmt Ärzte-Bereitschaft in Talschaft.


H E A LT H : C A R E

healtheconomy – 23

Gesundheitsreform I Monitoringbericht zeigt, dass Kostendämpfungen erfüllt wurden

Gesundheitsreform II Gesetzesprojekt nimmt neue Hürde

Freitag, 19. April 2013

Kassen sind saniert Schuldenberg von fast zwei Milliarden abgebaut. Wien. Die Krankenkassen liegen in ihrem Sanierungsbemühungen über dem Plan. Die von der Politik vorgegebenen Finanzziele haben die Kassen in den vergangenen vier Jahren um 946 Mio. € übererfüllt, geht aus dem Monitoringbericht des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger hervor, den Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) nun vorgelegt hat. Ihren Schuldenberg haben die Kassen damit fast abgebaut. Für den Zeitraum von 2010 bis 2013 wurden den Kassen Kostendämpfungen von insgesamt 1,725 Mio. € auferlegt. Nach dem neuen Bericht werden die Kassen aber insgesamt 2,671 Mrd. € einsparen. Für heuer sollen die Kassen laut Hochrechnung statt der geforderten 657 Mio. € satte 870 Mio. € hereinbringen. Auch in den Jahren 2000 bis 2012 haben die Kranken-

kassen die von der Politik vorgegebenen Finanzziele jeweils übererfüllt. Die Erfüllung der Finanzziele ist wiederum Voraussetzung dafür, dass die Kassen die im Strukturfonds bereitgestellten Gelder abholen können: Für das Jahr 2010 waren das noch 100 Mio. €, seit 2011 sind es 40 Mio. €, diese Summe ist bis 2015 gesetzlich fixiert. Ihren Schuldenberg von ursprünglich fast zwei Mrd. € haben die Krankenkassen damit fast abgebaut. Einzig die Wiener Gebietskrankenkasse hat noch Schulden von rund 150 bis 200 Mio. €. Alle anderen Kassen sind bereits schuldenfrei.

Wien. Die Gesundheitsreform ist am Weg ins Nationalratsplenum und damit zur endgültigen Beschlussfassung. Nach intensiven Debatten beschloss der Gesundheitsausschuss mehrheitlich zwei 15a-Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern, mit denen Koordination und Finanzierung des Gesundheitswesens neu und einheitlicher geregelt werden.

SPÖ und ÖVP sind dafür

© BMG/HBF

Martin Rümmele

Bessere Koordination im System

Gesundheitsminister Alois Stöger ist mit Kassensanierung zufrieden.

Das Gesundheitsreformgesetz 2013 für die tatsächliche Umsetzung der geplanten Maßnahmen passierte ebenso wie ein Abänderungsantrag von SPÖ und ÖVP den Ausschuss. Einstimmig wurde ein Antrag angenommen, wonach der Gesundheitsminister dem Nationalrat innerhalb von drei Jahren

einen Bericht über den Verlauf der Reform vorlegen muss. Alle drei Gesetzesvorlagen passierten den Ausschuss mit Zustimmung der Regierungsparteien. Die Novelle zur 15a B-VG-Vereinbarung aus dem Jahr 2008 über Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens billigten auch die Grünen. Während die Regierungsparteien die mit den Bundesländern ausverhandelte Lösung befürworteten, bekrittelte die Opposition, die Einflussnahme der Länder am Reformprojekt baue neue Hürden zur Erreichung des Ziels auf. Ein Abänderungsantrag der Grünen zum Gesundheitsreformgesetz 2013 blieb in der Minderheit. Freiheitliche und BZÖ konkretisierten einige Kritikpunkte am Gesundheitswesen in mehreren Entschließungsanträgen, die alle vertagt wurden. (iks)

Versicherung Angebot

Berufsunfähig

Wien. Berufsunfähigkeit ist ein existenzbedrohendes Risiko, wird in Österreich aber noch immer stark unterschätzt: Mehr als 85% aller Erwerbstätigen sorgen (noch) nicht vor, teilt die Wiener Städtische mit und versucht mit einem neue Produkt Bewusstsein zu schaffen. Treffen kann es jeden: Psychische Erkrankungen, Unfälle, Krankheiten des Bewegungsapparats, Herz- und Kreislauferkrankungen sind die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit. Allerdings ist die staatliche BerufsunfähigkeitsPension wesentlich geringer als das Erwerbseinkommen – die durchschnittliche BU-Pension beträgt derzeit 979 € monatlich; dadurch entstehen Versorgungslücken mit möglicherweise schwerwiegenden finanziellen Folgen. Mehr als 200.000 Österreicher beziehen derzeit eine BU-Pension. Nur ein Drittel der Anträge auf staatliche BU-Pension wird überhaupt anerkannt und zwei Drittel der BU-Pensionisten sind unter 50 Jahre alt.

Schutz vor Verlusten „Fast jede zehnte Pension ist heute eine BU-Pension“, führt Wiener Städtische Vertriebsvorstand Ralph Müller aus. „Eine private Berufsunfähigkeitspension bietet Schutz vor Einkommenseinbußen, wenn der Versicherte seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Mit unserem neuen ‚Work-Life-Airbag‘ wird die vereinbarte Rente in voller Höhe bereits ab einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent ausbezahlt.“

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P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

24 – healtheconomy

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Medikamentenpreise in der Schweiz gesenkt Bern. Beim Streit zwischen den Schweizer Behörden und der Pharmabranche über die Preispolitik für die Jahre 2013 bis 2015 wurde eine Einigung erzielt. Die Pharmafirmen hatten sich lange Zeit gegen die angestrebten Preissenkungen der Regierung gewehrt. Der Auslandspreis eines Medikaments gilt nun als alleiniger Richtwert. Die Umsetzung des bundesrätlichen Vorschlags wird bis zum Jahr 2015 laut Eidgenössischem Departement des Innern (EDI) zu Einsparungen von insgesamt rund 720 Mio. CHF (590 Mio. €) führen.

Stellenstreichungen im US-Vertrieb bei Eli Lilly

Freitag, 19. April 2013

Symposium Experten suchen gemeinsame, europäische Strategie, um Prävention und Behandlung zu verbessern

Lungenkrebs: Zahl der Erkrankungen explodiert Spitalsmanager warnen: Ausgaben für Krebsmedikamente drohen die Budgets zu sprengen. Ina Karin schriebl

Wien. Keine Krebserkrankung ist im Grunde bösartiger, als das zu 85% durch langjähriges Rauchen verursachte Lungenkarzinom. Auf weltweit jährlich 1,6 Mio. Neuerkrankungen kommen 1,4 Mio. Todesfälle. Dies erklärte kürzlich der ungarische Epidemiologe Gabor Kovacs (Nationales Institut für Tuberkulose und Pulmologie/Budapest) am Beginn eines zweitägigen Workshops von rund 100 Experten in Wien; er stellte den Start einer Zentraleuropäischen Initiative gegen Lungenkrebs (Central European Initiative Against Lung Cancer) dar.

Die scharfe Konkurrenz durch ­Generika-Anbieter setzt Eli Lilly zu.

New York. Der US-Pharmahersteller Eli Lilly will aufgrund von Patentverlusten bei umsatzstarken Medikamenten in den USA rund 1.000 Stellen abbauen; Lilly beschäftigt weltweit etwa 38.000 Mitarbeiter. Abgesehen von den geplanten Einsparungen will das Unternehmen das Feld der Diabetes-Medizin um 300 zusätzliche Vertreter verstärken. Zusammen mit dem deutschen Familienunternehmen Boehringer Ingelheim sollen mehrere neue Wirkstoffe gegen die Zuckerkrankheit entwickelt und auf den Markt gebracht werden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Eli Lilly mit einem stagnierenden Konzernumsatz.

„Lungenkrebs ist ein großes Problem in Zentraleuropa. Wir müssen Wege finden, die Häufigkeit zu senken, gleichzeitig aber allen Betroffenen den Zugang zu den modernen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten verschaffen“, sagte der Organisator, der Wiener Onkologe und Lungenkarzinomspezialist Robert Pirker (MedUni Wien/AKH). Das Problem dabei: Die modernen Medikamente sind enorm teuer und zusammen mit den steigenden Erkrankungszahlen drohen sie die Budgets der Krankenhäuser zu sprengen. „Unter den Top-Ten-Medikamenten, die wir als Spitalsholding einkaufen, liegen bereits neun Krebsmedikamente“, sagte am Montag ein heimischer Spitalsmanager bei der „Pharma Access“ des Kongressveranstalters IIR. Oft seien die Zuwachsraten bei den Medikamentenausgaben zweistellig. „Was wir bei anderen Produkten einsparen, fließt eins zu eins in den Onkologiebereich.“ Auch die Krankheitszahlen sind erschreckend. Bei weltweit jähr-

© sxc/mi-sio

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Problem in Zentraleuropa

Lungenkrebs ist stark im Zunehmen begriffen; gleichzeitig ist es die tödlichste Krebserkrankung überhaupt, sagen Studien.

lich 12,6 Mio. Krebs-Neuerkrankungen gibt es 7,5 Mio. Todesfälle. Viel schlechter sieht laut Kovacs die Relation bei Lungenkrebs aus: „Das ist die gefährlichste Krebsform; mit 1,4 Millionen Todesfällen weltweit ist das die häufigste Krebs-Todesursache.“ Eindeutig an der Spitze der Krebs-Todesursachen ist das Lungenkarzinom bei den Männern mit um die einer 1,1 Mio. Opfern pro Jahr. Bei den Frauen (ca. 400.000 Sterbefälle) liegt der Lungenkrebs weltweit noch an vierter Stelle, doch hier steigen die Zahlen in vielen Ländern stark an. In Schottland sterben pro Jahr bereits 72 Frauen pro 100.000 an einem Lungenkarzinom. Das ist schon mehr, als diese Todesrate bei den Männern in Österreich (knapp unter 60/100.000)

Forschung TU-Wien kooperiert mit Sandoz

ausmacht und deutlich mehr, als bei den österreichischen Frauen (knapp unter 30 Todesfälle pro 100.000 und Jahr). Während beispielsweise die LungenkarzinomSterberate bei den Männern in Österreich seit 1971 um 20% zurückging, erhöhte sie sich laut dem ungarischen Experten bei den Frauen in diesem Zeitraum von etwa zwölf Todesfällen pro 100.000 und Jahr auf eben knapp unter 30.

Brustkrebs geht zurück Während die Krebsmortalität insgesamt abnimmt, steigt die Sterblichkeit durch Lungenkarzinome in allen Staaten. Auf der anderen Seite sinkt die Mammakarzinom-Sterblichkeit; sie ging

seit 2009 um 7% zurück. 2013 kann man von fast 88.900 Todesfällen durch Brustkrebs in Europa (14,6 pro 100.000 Frauen; 15% der KrebsTodesfälle) ausgehen, während die Zahl der Opfer von Lungenkarzinomen auf rund 82.600 steigt (14 pro 100.000 Frauen). Das sind 14% der Krebs-Todesfälle. Seit 2009 bedeutet das einen Zuwachs um 7%. Die Krux: Nur 20 bis 25% der Lungenkarzinom-Erkrankungen werden in einem heilbaren Stadium entdeckt (bei HöchstrisikoPersonen ist durch regelmäßige CT-Untersuchungen eine Verringerung der Mortalität um rund 20% möglich). Bei der Mehrheit der Patienten kann aber die Überlebenszeit vor allem mit Strahlen- und medikamentöser Therapie nur verlängert werden.

Zwischenbilanz Guter Jahresstart und optimistischer Ausblick bei Roche

Rote Biotechnologie Umsatzplus durch Grippewelle

Das Novartis-Generika- und AntibiotikaUnternehmen Sandoz ist mit an Bord.

Basel. Der Umsatz des Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzerns Roche ist im ersten Quartal auf 11,59 Mrd. CHF, umgerechnet 9,5 Mrd. €, gestiegen. Das sind 5% mehr als im vergangenen Geschäftsjahr 2012. Für das Wachstum sind vor allem die umsatzstarken Krebsmedikamente MabThera, Herceptin und Avastin verantwortlich, und wegen einer ungewöhnlich starken

leküle war bisher von Versuch und Irrtum abhängig. In den nächsten sieben Jahren soll im neuen Labor auf solider wissenschaftlicher Basis ein mechanistisches und physiologisches Verständnis dieser Prozesse erarbeitet werden, um sie in Zukunft schneller entwickeln und für die industrielle Produktion nutzen zu können.

Neue Produktionsmethoden Der Forschungsbedarf in diesem Bereich ist groß: Abgesehen von wiederholten Produktionsausfällen und Skalierungsprobleme beim Umstieg vom Labor in die industrielle Herstellung von Biotech-Substanzen sind bei der Etablierung neuer Biotech-Produktionsverfahren, zum Beispiel für Antikörper, unzählige Versuchsreihen und zeitaufwendige Tests in Bioreaktoren notwendig. Das „Christian Doppler Labor für mechanistische und physiologische Methoden für leistungsfähigere Bioprozesse“ will erforschen, wie man die Produktionsmethoden optimieren kann. (um)

Grippewelle in den USA schnellten die Verkaufserlöse des Grippemittels Tamiflu um 84% auf 335 Mio. CHF hoch. Außerdem liefen auch die Verkäufe der neuen Krebsmittel Zelboraf, Erivedge und Perjeta gut an. „Angesichts der im ersten Quartal erzielten Ergebnisse gehe ich davon aus, dass wir die für das Gesamtjahr gesteckten Ziele erreichen“, sagt Konzernchef Seve-

© panthermedia.net/forca

© TU Wien

Wien. Bei der sogenannten roten Biotechnologie werden lebende Zellen für die Herstellung von therapeutischen oder diagnostischen Pharmaprodukten eingesetzt. Die Technische Universität in Wien hat zusammen mit dem Kooperationspartner Sandoz ein neues Christian Doppler Labor eingerichtet, das am 17. April eröffnet wurde. Die biopharmazeutische Produktion für die oft sehr komplizierten Mo-

Eine klare Wachstumsdynamik in einem von Sparmaßnahmen geprägten Umfeld.

rin Schwan. Im vergangenen Jahr 2012 hatte das Wachstum 4% ausgemacht, dieses Jahr will Roche den Umsatz bei konstanten Wechselkursen ebenso stark steigern. An der Börse zogen die Roche-Genussscheine ein halbes Prozent auf 226,60 CHF an.

Roche weltweit Vor allem in den USA und in Schwellenländern wie China, Brasilien und Russland ist Roche stark gewachsen. In Europa führte die breitere Anwendung von Avastin, das mittlerweile auch als Mittel gegen Eierstockkrebs eingesetzt werden darf, zu einem Verkaufsplus. Zurzeit hat Roche Indien im Visier; Pharmachef Daniel O‘Day über diesbezügliche Pläne: „Wir suchen in Indien nach einem Weg, den Zugang zu unseren Produkten zu vergrößern.“ Für die Herstellung könnte ein lokaler Partner gesucht werden. Roche veröffentlicht seine Gewinnzahlen im Gegensatz zu anderen Konzernen nur zum Halbjahr und am Jahresende. (um)


M e d i z i n t e c h n i k : e- H e a lt h

Freitag, 19. April 2013

Befundsystem Mittels e-Health sollen Mehrfachuntersuchungen vermieden werden

Transparenz spart Salzburger Pilotprojekt kommt österreichweit. Salzburg. Das erfolgreiche Salzburger Reformpoolprojekt „Präoperative Befundung“, kurz PROP wird bundesweit allen am e-card-System angebundenen Krankenanstalten und niedergelassenen Ärzten als gemeinsame EDV-Lösung zur Verfügung gestellt. Die Einführung von PROP mit den damit einhergehenden Maßnahmen wird von den Ländern organisiert und finanziert. Neben Salzburg nutzen Teile der Bundesländer Wien und Burgenland und die Krankenhäuser der Barmherzigen Brüder das EDVTool aus Salzburg schon jetzt. „Mit PROP werden Befunde vor geplanten operativen Eingriffen, beispielsweise von Labor- oder EKG-Untersuchungen, Lungenröntgen oder ComputertomografUntersuchungen, nicht mehr doppelt und dreifach durchgeführt. Es werden nur noch jene erledigt,

die für die Operation unbedingt notwendig sind“, erklärte Salzburgs Gesundheitslandesrat Walter Steidl. Damit erhöhe sich die Qualität für die Patienten – sie ersparen sich Wege und müssen Untersuchungen nicht mehrfach über sich ergehen lassen – „und die Ausgaben im Gesundheitswesen werden gedämpft“. Eine Studie der Privaten Meduni Salzburg hat ergeben, dass bei einer österreichweiten Verwendung ein Kosten-Einsparungspotenzial zwischen zehn und 30 Mio. € pro Jahr möglich wäre. Pro Patient und Untersuchung zwischen 20 € und 30 € eingespart werden.

ISO-Normen Studie zeigt Wirksamkeit von Messsystemen

Roche Diabetes Care im Vorteil Graz/Wien. Die Blutzuckerselbstmessung ist ein wichtiger Bestandteil des Diabetes Selbstmanagements, da die Messwerte ausschlaggebend für die Therapieentscheidungen sind. Anhand der gemessenen Werte wird beispielsweise bestimmt, wie viel Insulin zu einer Mahlzeit verabreicht werden muss. Blutzuckermesssysteme müssen daher zuverlässig exakte Testergebnisse liefern, und das dauerhaft.

Test zeigt Unterschiede © APA/Harald Schneider

Ina Karin Schriebl

Bis zu 30 Mio. Euro sollen mit neuem e-Health-System gespart werden.

healtheconomy – 25

Am Institut für Diabetes-Technologie in Ulm wurde nun in einer Studie die Messgenauigkeit von Blutzuckermessgeräten untersucht. Hintergrund der Studie ist die voraussichtliche Verschärfung der DIN ISO-Norm für Blutzuckermessgeräte in der zweiten Jahreshälfte

2013. 43 Geräte wurden überprüft, rund 80% erfüllen die Vorgaben der aktuellen Norm. Allerdings fiel die Hälfte der Geräte durch den Qualitätstest, wenn die Vorgaben des neuen ISO Vorschlags zugrundegelegt wurden. Menschen mit Diabetes, die ein Accu-Chek-Blutzuckermesssystem des Herstellers Roche Diabetes Care nutzen, können allerdings beruhigt sein, teilt das Unternehmen in einer Aussendung mit: Sämtliche in der Studie getesteten Accu-Chek Geräte erfüllten sowohl die Kriterien der aktuellen als auch der zukünftigen ISO-Norm. Roche Diabetes Care ist nach eigenen Angaben ein Pionier in der Entwicklung von Blutzuckermessgeräten und weltweit führend in den Bereichen Diabetes Management-Systeme und Services. (iks)

Diagnose Klinik Döbling

Kinderwunsch

Wien. Eine neue Diagnose-Methode bei unerfülltem Kinderwunsch wurde in den vergangenen Tagen erstmals in der Privatklinik Döbling angewendet. Mit einer sogenannten Fertiloskopie kann genauer, schneller und schonender als bisher die weibliche Fruchtbarkeit festgestellt werden. Die erste derartige Untersuchung führte Maximilian Franz, der medizinische Leiter von ReproMed in der Privatklinik Döbling, durch.

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„Aus meiner Sicht ist die Fertiloskopie höchst geeignet, in Zukunft die herkömmlichen Methoden zur Abklärung der weiblichen Fruchtbarkeit zu ersetzen“, ist Franz überzeugt. Er praktiziert diese Methode, die in Frankreich schon einige Jahre angewendet wird, in Österreich sehr erfolgreich. Seit es in Döbling die medizintechnischen Voraussetzungen dafür gibt, hat er auch hier bereits die erste Patientin dieser Untersuchungsmethode unterzogen. In einer einzigen Untersuchung kann festgestellt werden, ob es Veränderungen der Gebärmutter gibt, Verwachsungen oder Endometriose vorliegen, die Eileiter durchgängig sind und die Schleimhaut derselben beurteilt werden. Dadurch ist der Befund sehr genau, spart Zeit und Geld. Mögliche Fehldiagnosen können so vermieden und indirekt die Schwangerschaftsrate verbessert werden. (iks)

© ReproMed

In Kooperation mit Sanofi Österreich veröffentlicht mySugr eine Android Applikation für Kinder zur Unterstützung in der Diabetestherapie. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen soll durch die Nutzung innovativer Technik die Therapie spielerisch erlernt und zusätzlich die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern erleichtert werden. mySugr Junior will Selbstständigkeit bereits in jungen Jahren nachhaltig fördern.

Die kostenlose App wird auf den Smartphones der Kinder und Eltern installiert. zuerst muss ein neuer Account mit den Daten des Kindes sowie des Elternteils angelegt werden. Danach kann man sich auf dem jeweiligen Gerät „als Kind“ und „als Eltern“ einloggen. Die Kinder können nun schnell und einfach alle relevanten Diabetesdaten, wie blutzuckerwerte, Kohlehydratmengen, Insulineinheiten, fotos sowie Notizen eingeben und die Daten anschließend an das Gerät der Eltern schicken. Durch die Weiterleitung der Daten können Kinder genauso wie ihre freunde unabhängig sein, haben aber trotzdem die möglichkeit mit den Eltern in bezug auf ihre Diabetestherapie in Kontakt zu treten. Die mySugr Junior App ist derzeit für die Android plattform erhältlich und kann ab sofort im Google play Store heruntergeladen werden. mehr Infos unter www.mysugr.com

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M E N S C H E N & KA R R I E R E N

26 – healtheconomy

Freitag, 19. April 2013

Gesundheitsvorsorge „Merkur Circle“ brachte Eigenverantwortung in spannender Podiumsdiskussion auf den Punkt

short

Verantwortung tragen

Apotheker richten den bereits 4.„Salon A“ aus

Salzburg. Eigenverantwortung in der Gesundheitsvorsorge war eines der zentralen Themen des „Merkur Circle“ in der Vorwoche im Gwandhaus in Salzburg. Internist Siegfried Meryn diskutierte unter dem Motto „Bewusst gesund – auf den Punkt gebracht!“ mit Journalist und Autor Rudolf Nagiller über die zahlreichen Möglichkeiten, selbst etwas für die Gesundheit zu tun. Etwa 160 Meinungsbildner aus den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Politik sowie Partner der Merkur Versicherung erfuhren im Laufe des Abends, auf welche oft einfache Weise man dem Körper nachhaltig Gutes tun und die Entstehung von Krankheiten vermeiden oder zumindest deutlich hinauszögern kann. Die praktikablen Tipps beeindruckten die Gäste: allen voran Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, ebenso

„Kinder in Bewegung“ sensibilisierte in Wien

Engagement Effiziente Sanofi-Stiftung „Kindertraum“

Diskussion Prävention als zentrales Thema der AUVA

Wien. Sanofi-Mitarbeiter unterstützen Herzenswünsche von kranken Kindern im Rahmen der Stiftung Kindertraum und tragen durch

Wien. Die Werbe- und PR-Agentur Welldone lud kürzlich unter dem Motto „Retrospektive und Prävention“ zur 40. Welldone Lounge in die EMS-Lounge im 3. Wiener Gemeindebezirk. Nach einer kurzen Retrospektive – die erste Lounge fand am 17. November 2000 statt – sprach Renate Römer, Obfrau der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, über die „AUVA gestern, heute und morgen“ und die wichtige Aufgabe der Prävention. Die AUVA ist mit 4,7 Mio. Versicherten der größte bundesweite Sozialversicherungsträger, der Menschen vom verpflichtenden Kindergartenjahr über Schule, Studium und Erwerbsleben bis zur Pension versichert. 200 geladene Gäste hießen Robert Riedl, Geschäftsführer der

© Yoginis

Sanofi-Mitarbeiter helfen Kindern

© Stiftung Kindertraum

Volleyball-Verband engagiert sich aktiv für mehr Sport bei Kindern.

Wien. Nur 28% aller Kinder in Österreich betreiben Sport. In Schweden liegt die Quote bei 72%. Wer nicht im Alter von zwei bis sechs Jahren für regelmäßige Bewegung begeistert wird, ist meist für das ganze Leben geprägt, erläuterte Peter Kleinmann, Präsident des Volleyball-Verbands, der vergangene Woche in Wien mit dem Projekt „Kinder in Bewegung“ für das Thema sensibilisierte.

Mitarbeiter von Sanofi Österreich ließen Kinderträume wahr werden.

Spenden dazu bei, dass diese in Erfüllung gehen. Diesmal in Wien: Die 12-jährige Irene aus Wien leidet an einer schweren genetischen Störung mit Kleinwuchs und mentaler Retardierung. Das Mädchen ist auf Unterstützung angewiesen und benötigt genaue Anweisungen. Irene wird durch die Equotherapie gefördert und gestärkt. Und viel Freude hat sie an der Begegnung mit den Pferden natürlich auch. Mit der Spende konnte ihre Pferdetherapie mitfinanziert werden. Roman Gamerith, Geschäftsführer von Sanofi Österreich: „Ich freue mich sehr, dass wir mit unserem Beitrag den Herzenswunsch von Irene erfüllen konnten und damit zur Verbesserung ihrer Mobilität und der Körperwahrnehmung beitragen können.“ (fei)

buch-tipp

J. Gutmann/P. Gnaiger: Gut geht anders – einfaches Lebenskonzept zum Erfolg. Ecowin, 176 Seiten, 21,90 €; ISBN 978-3-7110-0038-5

Welldone und Birgit Bernhard, Head of Accounts, zur Lounge willkommen – unter ihnen auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer. (fei)

AUVA-Obfrau Renate Römer (li.) sprach über die Wichtigkeit der Prävention.

Ursula Frohner feiert Pflegeverbands-Jubiläum

© Wr. Städtische

Gut geht anders Diese Bilanz zur Lage unserer Wirtschaft zieht Johannes Gutmann, Gründer der Bio-Kräuterfirma Sonnentor. In Gesprächen mit dem Journalisten Peter Gnaiger hat der Visionär und Querdenker Gutmann davon erzählt, wie er seine Ideen und Visionen in die Realität umgesetzt hat. Von Epikur und Hildegard von Bingen bis zu den Mönchen des Benediktinerstifts Melk schildert Gnaiger die Denktraditionen, in denen Gutmann lebt und arbeitet und sich mit Hingabe und Enthusiasmus seinem Ziel einer menschenwürdigen neuen Lebens- und Arbeitswelt widmet. Auch die Themen Genuss und Lebensfreude kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Gemeinwohlölkonomie stellt Nachhaltigkeit, Fairness und Freude an der Arbeit in den Mittelpunkt, wie Gnaiger in dem neuen Buch beschreibt. Und Gutmann selbst steht in „Gut geht anders“ Modell für eine neue Arbeitswelt zum Wohl von Mensch und Umwelt. (fei)

Welldone lud zur 40. Lounge ein

Menschen, über die man spricht

© APA/OTS/Meduni Wien

© Ecowin Verlag

Alois Sundl, Generaldirektor der Merkur Versicherung (v.r.n.l.) diskutierte mit Gabi Burgstaller, Siegfried Neryn und Rudolf Nagiller über Vorsorge.

© Welldone/Katharina Schiffl

Wien. Erneut trafen sich Vertreter des Gesundheitswesens im „Salon A“ zum Meinungsaustausch. Thema: die Euro-Krise und deren Auswirkungen auf das Gesundheitswesen. Die Vertreter der Gesellschaft der österreichischen Apotheker konnten erneut hochkarätige Gäste, diesmal Bernhard Felderer, Präsident des Staatsschuldenausschusses, sowie ­Wilhelm Molterer, Vizepräsident der Europäischen Investmentbank, als Ehrengäste gewinnen.

Wien. Die Ansprüche pflegebedürftiger Menschen an Pflegefachberufe haben sich ernorm gewandelt. Professionelles Handeln bedeutet heute mehr denn je, Rahmenbedingungen und Prozesse gestaltend zu beeinflussen. Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) als Vertretung für alle Pflegefachberufe nimmt diese Rolle wahr – und feiert sein 80-jähriges Bestehen. „Die Vertreter des ÖGKV positionieren durch sachlich fundierte Argumente die Perspektive der Pflegefachberufe bei Entscheidungsträgern des Gesundheits- und Sozialwesens. Im Namen des ÖGKV danke ich den vielen ehrenamtlichen Funktionären des ÖGKV für ihren Einsatz und ihre Unterstützung in der Entstehung eines Österreichischen Pflegesystems“, erklärt Ursula Frohner, Präsidentin des ÖGKV. (fei)

R u d o l f M al l in ­ g er , erst er R ekt or d er K L PU in krems

Der ehemalige Vizerektor der Medizin-Universität Wien, Rudolf Mallinger, ist zum ersten Rektor der im Planungsstadium befindlichen Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KLPU) in Krems bestellt worden. Der Humanmediziner übernimmt damit ab Mai die Leitung des Universitätsprojekts, das noch von der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) akkreditiert werden muss – die Entscheidung soll im Sommer fallen.

Eva Lon goria , schau spie­ l erin aus lo s ang eles

Hollywoodstar Eva Longoria kommt wieder nach Wien. Die Schauspielerin wird beim „Red Ribbon Celebration Concert“ am 24. Mai im Burgtheater mit Christiane Hörbiger, Sunnyi Melles, Mavie Hörbiger und Nicholas Ofczarek eine kurze Lesung zwischen Musikbeiträgen von Opernstars wie Anna Netrebko, Erwin Schrott, Piotr Beczala und Rene Pape halten. Der Reinerlös geht an die Clinton Health Access-Initiative, eine Organisation im Kampf gegen HIV und AIDS.

© Gourmetgroup

Bernhard Felderer (2.v.r.) sprach auf Einladung der Apotheker über Euro.

Landtagsabgeordnete Brigitta Pallauf, die Klubvorsitzende der SPÖ Stadt Salzburg, Christine Homola, weiters Philip Steiner, Vorstandsdirektor der Nürnberger Versicherung, Direktor Walter Staudinger (Wüstenrot), Landesdirektor Klaus Kurz (Zürich Versicherung), Vorstandsdirektor Thomas Schnöll (Euro-Finanz-Service AG) sowie von der Wirtschaftskammer Fachgruppenobmann Christoph Berghammer und Elisabeth Steinbacher, Landesgremialobmann-Stv. der Versicherungsagenten. „Der ‚Merkur Circle‘ soll auch aufzeigen, dass mit wenig Aufwand viel Gutes für die Gesundheit getan werden kann. Es gibt effektive Methoden, das persönliche Wohlbefinden positiv zu beeinflussen und damit Selbstverantwortung für eine ganzheitliche Vorsorge zu übernehmen“, erklärte Alois Sundl, Generaldirektor der Merkur Versicherung AG.

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© DI Katharina Schiffl

andreas feiertag

© Merkur Versicherung/APA-Fotoservice/Vogl

Gelungene Plattform zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Trends und Entwicklungen.

Alo is Stög er , gesun dhei tsminis t er von ös t erreich

Gesundheitsminister Alois Stöger traf Marc Sprenger, Direktor des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), zu einem Arbeitsgespräch. Beide Seiten betonten die Wichtigkeit der internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung ansteckender Krankheiten. „Viren kennen keine Staatsgrenzen und auch die Mobilität der Menschen wird immer größer; ein gemeinsames Vorgehen ist daher sinnvoll und notwendig“, erklärte Stöger.


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Freitag, 19. April 2013 – 27

Deutsche stark

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Neben den deutschen Autoherstellern ­wissen auch die Zulieferer zu glänzen Seite 29

Daimler will mit neuem Partner sein ­Infotainment-System aufwerten Seite 33

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automotivebusiness Renault captur crossover auf clio-plattform © Anthony Bernier

Jeder Porsche wirft 17.056 Euro Gewinn ab

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Brüssel. Die Verbraucher in Europa haben einmal mehr einen großen Bogen um die Autohäuser gemacht. Im März fielen die Neuzulassungen in der Europäischen Union um 10,2 Prozent auf 1,3 Mio. Pkw, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Mittwoch mitteilte. Es war bereits der 18. Rückgang in Folge. Zwischen Jänner und März wurden knapp drei Mio. Neuwagen verkauft und damit um 9,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. www.acea.be

© EPA

Detroit. General Motors und Ford bündeln aus Kostengründen ihre Entwicklungsbemühungen bei 9- und 10-Gang-Getrieben. Laut einem Bericht der amerikanischen Fachzeitschrift Automotive News sollen die Getriebe in der Hardware identisch sein, die Software soll dann den Unterschied ausmachen. Zum Einsatz sollen die gemeinsam entwickelten Systeme in verschiedenen Fahrzeugen kommen, u.a. in Pick-ups, SUVs und CrossoverFahrzeugen. www.gm.com www.ford.com © Tuning World Bodensee/Messe Friedrichshafen

Studie Das Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen hat die Gewinne der Automobilhersteller pro verkauftem Fahrzeug untersucht: Verdienst-Welt­meister ist Porsche, manche Hersteller erzielen nicht einmal die Entstehungskosten. Seite 28 Mercedes Produktionsstart für E-Klasse Cabrio & Coupé

Diskussion Titel um meistverkauftes Autos 2012 umstritten

In Bremen laufen die ersten Cabrios und Coupés der neuen E-Klasse vom Band.

Bremen. Im Mercedes-Werk Bremen sind dieser Tage das erste Cabriolet und das erste Coupé der neuen E-Klasse vom Band gelaufen. Das klassische Coupé und das viersitzige Cabriolet der Modellfamilie gehören in ihrem jeweiligen Segment zu den begehrtesten Fahrzeugen, was unter anderem auch die Verkaufszahlen unterstreichen: Rund 370.000 Coupés und 100.000 Cabriolets der E-Klasse wurden seit der jeweiligen Markteinführung bereits an Kunden ausgeliefert. Die neue E-Generation von Cabrio und Coupé soll ab Juni über die Händler ausgeliefert werden. www.mercedes-benz.com

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Friedrichshafen. Seit Jahren ist die „Tuning World Bodensee“ ein etablierter Treffpunkt für Menschen mit ausgeprägter Liebe zum eigenen Automobil. Mit rund 200 ausstellenden Unternehmen und über 90.000 Besuchern wird auch 2013 gerechnet. „Die Liebe zum eigenen Auto ist stark wie der Drang zu den eigenen vier Wänden“, erklärt Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen, im Vorfeld des Messe-Events, der in diesem Jahr von 9. bis 12. Mai über die Bühne gehen wird. www.tuningworldbodensee.de

© Daimler

Start frei im Bremer Mercedes-Werk Ford und Toyota streiten um Platz 1

Laut Toyota ist der Corolla mit 1,16 Mio. Modellen das meistverkaufte Auto 2012.

Detroit/Tokio. Zwischen dem USAutobauer Ford und seinem japanischen Rivalen Toyota ist ein Streit darüber ausgebrochen, wessen Modell das weltweit meistverkaufte Auto 2012 ist. Ford sieht seinen Kompaktwagen „Focus“ klar auf Platz eins und zitierte dazu Daten des Marktforschers R.L. Polk. Der Golf-Rivale hat sich demnach 1,02 Mio. Mal global verkauft. Kurz darauf widersprach Toyota jedoch und beanspruchte den Titel für seinen Kompaktwagen „Corolla“. Der habe sich nach eigenen Zählungen 2012 insgesamt 1,16 Mio. Mal verkauft. www.ford.com www.toyota.com


C ov e r

28 – automotivebusiness

Kommentar

Irdische Problemstellungen

Freitag, 19. April 2013

CAR-Studie Laut einer Untersuchung der Branchenexperten macht kein Autohersteller pro Auto so viel Profit wie Porsche

Keiner verdient mehr pro Autoverkauf als Porsche

Pro Fahrzeug dürfen sich die Zuffenhausener mehr als 17.000 Euro gutschreiben, Platz 2 geht an BMW. Jürgen Zacharias

Mitsubishi Strategie neu

© EPA

Europa ad acta

Mitsubishi-Präsident Osamu Masuka verkündete den Strategiewechsel.

Tokio. Der japanische Automobilhersteller Mitsubishi ändert aufgrund der anhaltenden europäischen Automobilkrise seine Strategie und will sich vermehrt auf andere Märkte konzentrieren. „Westeuropa scheint gesättigt“, sagte Osamu Masuka, Präsident der Mitsubishi Motors Corporation, vor wenigen Tagen. „Daher ist es unser Ziel, hier den Marktanteil aufrecht zu erhalten. Unser Fokus liegt aber nun ganz klar auf Asien, Südamerika, Russland, China und Australien.“ www.mitsubishi-motors.com

wird sich noch weiter

Verdienst von 4.132 € pro verkauftem Fahrzeug, die Premium-Konkurrenz aus Ingolstadt und von Mercedes liegt mit 3.721 beziehungweise 3.023 € nur knapp dahinter.

fortsetzen, die Auto-

Hersteller machen Minus

bauer werden 2013

Bei rund der Hälfte dieses Werts beginnt dann die Rangliste der Volumenhersteller, die in der aktuellen Untersuchung von Chrysler angeführt wird. Das EBIT pro Fahrzeug lag bei dem US-Autobauer im Vorjahr bei 1.579 €, die EBITMarge bei 6,8 Prozent. Dahinter folgt Hyndai-Kia, das mit 1.183 €

„Die Entwicklung

insgesamt weniger pro Fahrzeug verdienen.“ Ferdinand dudenhöffer

versität Duisburg-Essen. Demnach verdienen Porsche, BMW, Audi und Mercedes deutlich mehr Geld pro verkauftem Fahrzeug als die internationale Konkurrenz. Während sich Porsche mit jedem positiv abgeschlossenen Verkaufsgespräch 17.056 € gutschreiben lassen darf, schreiben manche Hersteller mit ihren Fahrzeugen am anderen Ende der Verdiensttabelle sogar ein Minus; mit 834 € bzw. 967 € Miese schlagen Verkäufe etwa bei GM Europa und Ford Europe zu Buche.

bzw. 9,1 Prozent Nissan, Ford Auto und auch den großen Konkurrenten VW doch deutlich hinter sich lässt. Am Ende der Tabelle zeigt die Talfahrt der europäischen Automobilmärkte im vergangenen Jahr Wirkung: Sowohl Renault, als auch Seat und Peugeot-Citroen verdienen ihr Geld (oder sollte man sagen Verluste) beinahe ausschließlich am alten Kontinent; das gleiche gilt für GM Europe und Ford Europa. „Die Untersuchung ist ein Spiegel der Absatzkrise am europäischen Markt. Hersteller, die ihre Fahrzeuge weltweit vertreiben, konnten in der Regel auch viel mehr pro Auto verdienen – im Gegensatz zu Unternehmen, die auf Europa als Hauptabsatzmarkt beschränkt sind.“ www.uni-due.de

ragend ausgelastet, andererseits sind die Wagen mit rund 100.000 Euro auch im höheren Preissegment zu finden“, sagte der Automobilexperte und ergänzte: „Dazu kommt, dass der ‚Cayenne‘, der in vielen Bereichen mit dem ‚VW Touareg‘ übereinstimmt, in Verbindung mit VW wesentlich zur Profitabilität von Porsche beiträgt.“ Nicht von ungefähr betrage die EBITMarge bei Porsche 17,6%.

Europamarkt wirkt sich aus Überraschender als der Erfolg von Porsche an sich ist der klare Vorsprung, den die Zuffenhausener in der CAR-Studie aufweisen. Als zweiterfolgreichster Automobilhersteller der Welt kommt BMW schließlich „nur“ auf einen

Deutlich vor BMW und Audi Für CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer ist das Ergebnis alles andere als überraschend: „Einerseits sind bei Porsche die Kapazitäten hervor-

© dpa/Bernd Weißbrod

E

s gibt in der Automobilindustrie Zukunftsvisionen, an denen kaum jemand zweifelt. Obwohl noch Jahre oder Jahrzehnte entfernt, scheint etwa für die meisten Branchenkenner klar, dass Autos in Zukunft elektrisch angetrieben werden. Ebenso klar scheint die Vision der automatisch fahrenden Fahrzeuge, Google, Continental & Co präsentieren dazu allenthalben neue Wasserstandsmeldungen. Nun fällt auch die Europäische Weltraumbehörde ESA in den Kanon der Automatik-Visionäre ein. Klingt komisch, ist aber so; die Weltraumbehörde widmet sich dann und wann tatsächlich auch irdischen Problemen, im aktuellen Fall eben der Zukunft des Verkehrs. Und was sie zu sagen hat, klingt durchaus schlüssig; so würden heutige Navigationsgeräte auf etwa fünf Meter Genauigkeit arbeiten, was für die richtige Routenfindung vollauf genüge. Zum Problem werden könnte diese ‚Genauigkeit‘ aber, wenn die Fahrzeuge automatisch fahren sollen; dann braucht es mehr Satelliten, um genauer navigieren zu können und genau das soll laut ESA nur noch eine Frage der Zeit sein: 2020 soll es demnach dreimal so viele Satelliten im All geben wie heute und damit die wohl wichtigste Voraussetzung für automatisches Fahren geschaffen sein – fern aller irdischen Überlegungen der Automobilhersteller & Zulieferer.

Duisburg. Die deutschen Premiumhersteller sind dick im Geschäft. Was wir dank anhaltender Rekordverkaufs- und Umsatzzahlen seit Jahren wissen, belegt nun auch eine aktuelle Studie des Center Automotive Research (CAR) der Uni-

Porsche gilt laut der aktuellen Studie als profitabelster Autohersteller der Welt.

Hyundai Der südkoreanische Hersteller schärft sein Profil und konzentriert sich vermehrt auf das Premiumsegment

Mit mehr Profil weiter auf der Überholspur Seoul. Während in den Fabriken von Opel, Peugeot oder Fiat die Tristesse regiert, herrscht bei der Konkurrenz aus Südkorea beste Stimmung: Hyundai hat sich in den vergangenen Jahren mit seiner Schwestermarke Kia als das am schnellsten wachsende Automobilunternehmen der Welt etabliert; zwischen 2009 und 2012 stieg der Absatz um 49,6% auf 7,12 Mio. Einheiten. Verantwortlich dafür ist – anders als etwa bei den deutschen Autoriesen Volkswagen, BMW und Mercedes, die vornehmlich in den USA und Fernost zulegen – der globale Wachstumsanspruch des Unternehmens. Es gibt keine Region der Welt, wo Hyundai nicht zulegen könnte, selbst am kriselnden europäischen Automarkt eilen die Südkoreaner von Erfolg zu Erfolg.

dort entsprechend wahrgenommen zu werden, soll sich das Design in Zukunft stärker von der Schwestermarke Kia abheben. „Hyundai geht schon mehr in den Premiumbereich“, sagte der deutsche Chefdesigner Peter Schreyer in einem Gespräch mit der Zeitschrift Au-

to Motor und Sport. Er ergänzte: „Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen beide eine eigenständige Richtung finden.“ Während Hyundai die klassischere der beiden Marken sei, strahle Kia mehr Ehrgeiz und Sportlichkeit aus. Beiden gemein seien die starken inneren

Werte und aus wirtschaftlicher Sicht die hohe Profitabilität – auch deshalb gilt der schnell wachsende Konzern als eine der schärfsten Rivalen für Europas größten Autobauer VW auf dem Weg zur weltweiten Nummer eins. www.hyundai.com

Fokus auf die Oberklasse Damit das auch so bleibt, will Hyundai in den kommenden Jahrensein Profil weiter schärfen und mit seiner Kernmarke verstärkt im Oberklasse-Segment angreifen. Um

© Hyundai; Kia

Jürgen Zacharias

Erfolgreiche Zweimarkenstrategie: Hyundai will im Oberklassesegment angreifen, Kia mit Sportlichkeit und Preis punkten.


Freitag, 19. April 2013

H e r st e l l e r & Z u l i e f er e r

automotivebusiness – 29

Berylls Strategy Advisors Die Unternehmensberatung hat die Umsätze der 100 größten Zulieferer der Welt unter die Lupe genommen

Japanische Zulieferer führend Japans Zulieferer am umsatzstärksten, dahinter folgen Deutsche & Amerikaner. Moritz Kolar

Berlin. Nicht nur die deutsche Automobilindustrie darf sich über Rekordzahlen freuen, sondern auch die deutsche Zulieferindus-trie. Laut der Untersuchung „2. Global Top Automotive Suppliers 2012“ der internationalen Unternehmensberatung Berylls Strategy Advisors konnten die größten deutschen Zulieferer 2012 im Bezug auf Umsatz und Ergebnis im globalen Wettbewerb knapp hinter der japanischen Konkurrenz den zweiten Platz erreichen. Auf Platz drei liegen mit Respektabstand die amerikanischen Zulieferer rund um Johnson Controls, TRW und Goodyear.

7,2 Prozent gegenüber 2011) Continental, knapp dahinter liegt mit 30,92 Mrd. Euro Umsatz (plus 1,7 Prozent) mit Bosch ebenfalls ein deutsches Unternehmen. Platz drei und vier gehen dann an die japanischen Zulieferer Denso (30,91 Mrd. Euro Umsatz, plus 3,7 Prozent) und Bridgestone/Firestone (26,77 Mrd. Euro, minus 11,3 Prozent), auf Platz fünf kommt mit einem Umsatz von 23,26 Mrd. Euro (plus 4,8 Prozent) der austrokanadische Zulieferer Magna. Ähnlich positiv wie diese TopBetriebe entwickelte sich die gesamte Branche, die 100 größten Zulieferer der Welt konnten 2012

einen Umsatz von insgesamt 665 Mrd. Euro (plus 0,3 Prozent) erzielen, bereinigt um die starken Wechselkurseffekte (beispielsweise beim koreanischen Won und beim Yen) wäre der Umsatz sogar um 4,5 Prozent gestiegen. Noch mehr als beim Umsatz konnten sich die größten Automobilzulieferer der Welt beim Ergebnis verbessern: Gegenüber 2011 stieg der operative Gewinn um 8,5 Prozent auf 7,2 Prozent, womit man auch erfolgreicher als die größten Automobilhersteller der Welt wirtschaftete, deren operativer Gewinn bei 5,5 Prozent lag. www.berylls.com

top 15 Auto m ob il zulieferer

Rang 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

Unternehmen Continental Bosch Denso Bridgestone/Firestone Magna Aisin Hyundai Mobis Michelin Johnson Controls Faurecia Goodyear ZF Friedrichshafen TRW Valeo Delphi

Land Deutschland Deutschland Japan Japan Kanada Japan Südkorea Frankreich USA Frankreich USA Deutschland USA Frankreich USA

Umsatz 2012 in Mio € 32.691 30.921 30.910 26.772 23.264 22.548 21.817 21.474 20.619 17.365 15.881 15.660 12.441 11.759 11.741

Umsatz 2011 in Mio € 30.505 30.404 29.804 30.168 22.199 21.753 17.504 20.719 20.598 16.190 17.581 13.803 12.544 10.868 12.387

Veränderung 2012 zu 2011 in % +7,2 % +1,7 % +3,7 % −11,3 % +4,8 % +3,7 % +24,6 % +3,6 % +0,1 % +7,3 % −9,7 % +13,5 % −0,8 % +8,2 % −5,2 %

Quelle: „2. Global Top Automotive Suppliers 2012“ von Berylls Strategy Advisors.

Deutsche größer als Japaner Größter Zulieferer der Welt ist laut der Untersuchung mit einem Umsatz von 32,69 Mrd. Euro (plus

Hannover Messe Bilanz

Auto im Blickfeld Hannover. Mit einer erfolgreichen Bilanz ist die Hannover Messe 2013 zu Ende gegangen. „Die weltweit wichtigste Industriemesse hat sich als Treiber für die vierte industrielle Revolution gezeigt“, sagte Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. „Aussteller und Besucher stellen der Messe in diesem Jahr ein sehr gutes Zeugnis aus – insbesondere weil mit dem Thema ‚Integrated Industry‘ die zunehmende Vernetzung in allen Industriebereichen in den Mittelpunkt gerückt wurde.“ Dabei spielte bei den 6.550 Ausstellern auch das Thema ‚Automotive‘ eine große Rolle, u.a. waren spezielle Anwendungen für Zulieferer und Leichtbau wie Verfahren zur thermischen Fügung von Autoteilen zu sehen. www.hannovermesse.de

BMW Kooperation mit TVS

Zusammenarbeit München. BMW will sein Motorradgeschäft in Zusammenarbeit mit dem indischen Hersteller TVS Motor Company ankurbeln. Die Münchner planen mit TVS kleine Maschinen in der Klasse unterhalb von 500 cm� und haben damit vor allem junge Käufer im Blick. Beide Hersteller sollen später eigene, leicht unterschiedliche Modelle auf den Markt bringen, die aber gemeinsam entwickelt wurden. www.tvsmotor.in www.bmwgroup.com

Wer niest, übersieht. © BMW

Der Kombifilter mit Pollenschutz in der neuen E-Klasse. Stephan Schaller (Präsident BMW Motorrad) & Venu Srinivasan (Chairman TVS). Hatschi_pollenfilter_216x288_medianet.indd 1

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Modell & Handel

32 – automotivebusiness

Freitag, 19. April 2013

Renault Captur Die Clio-Plattform wird um ein spritziges Crossover-Mobil für Jungfamilien erweitert

short

Spaßige Optik in einem ernsthaften Segment

Lokal emissionsfrei mit Stern auf der Haube

© Daimler

Die Konkurrenz ist groß, der Markt umkämpft. Renaults neuer Kompakt-SUV zeigt Mut zur Frische. Biarritz. Beim Autosalon in Genf vor zwei Jahren zeigte Renault eine aufsehenerregende Crossover-Studie. Nun wurde aus dem Showcar der neue „Renault Captur“ modelliert. Auf Basis des neuen „Clio“ zeigt dieser nicht nur äußerlich, sondern auch unterhalb der schicken Karosse viel Ähnlichkeit zu seinem kompakten Bruder. Der Captur ist ein Crossover im B-Segment. Das bedeutet nur 4 cm mehr Länge als der Clio und daher praktisch identische Außenmaße. Um dem Offroaderlook zu entsprechen, steht der Captur mit 20 cm Bodenfreiheit um 8 cm höher als der Clio und wahlweise auf 16- oder 17“-Bereifung. Verlängerte Federwege sowie eine neue Fahrwerksabstimmung lassen den Kompakt-Crossover satt, aber nicht unkomfortabel auf der Straße liegen. Den größeren Federweg spürt man bereits bei tieferen Schlaglöchern, diese schluckt der Captur souverän. Dennoch bleiben unangenehme Wankbewegungen bei Kurvenfahrten aus, die Lenkung präsentiert sich direkt.

New York. Die Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive präsentiert sich mit dynamischem Design, hochwertigem Interieur und einem drehmomentstarken Elektromotor für lokal schadstofffreies Fahren. Damit ermöglicht sie einen temperamentvollen und souveränen Fahrspaß für rund 115 Meilen (200 km) Reichweite. Zudem ist die B-Klasse Electric Drive digital vernetzt und lässt sich dank Connected Services bequem via Internet bedienen und konfigurieren. Als echter Mercedes setzt sie außerdem deutliche Maßstäbe in puncto Komfort, Qualität und Sicherheit. Die neue Mercedes-Benz BKlasse Electric Drive basiert auf der konventionell angetriebenen B-Klasse. Für den leisen und lokal emissionsfreien Antrieb sorgt ein mehr als 100 kW starker Elektromotor, der – für Elektroantriebe typisch – bereits ab dem ersten Antippen des Gaspedals sein maximales Drehmoment von mehr als 310 Nm bereitstellt – das entspricht in etwa dem Drehmoment eines modernen Benzinmotors mit drei Liter Hubraum. Die B-Klasse Electric Drive mit dem Stern als unverwechselbarem Markenzeichen kommt Anfang 2014 zuerst in den USA auf den Markt und ist dort das erste batterieelektrische Premiumauto von Mercedes-Benz; der Europastart ist für Mitte 2014 vorgesehen. www.mercedes-benz.at

Diesel sticht Benziner Überschaubar gibt sich die Motorenpalette: Vier Aggregate stehen dabei zur Auswahl, zwei Benziner und zwei Selbstzünder. Der Sparmeister ist der nur 0,9 l große Dreizylinder Energy TCe 90-Motor mit 90 PS und 135 Nm. Wir konnten den stärkeren Benziner-Vierzylinder mit 1,2 l Hubraum und 120 PS sowie 190 Nm testen. Leider zeigt sich der TCe 120-Motor mit dem Doppelkupplungsgetriebe EDC nicht wirklich lebendig. Der Antritt aus dem Drehzahlkeller ist müde und auch bei höheren Drehzahlen

Aktionspreis für den kompakten Japaner

© Anthony Bernier

philipp bednar

Mercedes präsentiert die neue BKlasse „Electric Drive“ in den USA.

Bis 30. April mit Frühbucherbonus ab 14.950 Euro (danach: 16.500 Euro für den 90 PS-Benziner) wohlfeil: Renault Captur.

will der Direkteinspritzer nicht wirklich kräftiger antreten. Trotz des solide arbeitenden EDC kann der Motor im 1,25 t schweren Captur nicht wirklich überzeugen. Deutlich harmonischer und damit die bessere Wahl ist der 1,5 l-Dieselmotor mit 90 PS und 220 Nm Drehmoment, wahlweise mit konventioneller 5-Gang-Handschaltung oder ebenfalls mit EDC. Wir testeten die Handschalter-Variante und bereits beim Anfahren zeigt sich, dass der 30 PS schwächere Selbstzünder deutlich lebhafter und kräftiger anschiebt als der müde wirkende Benziner. Obwohl der 120 PS-Benziner den Captur in 10,9 Sek. von Null auf Hundert beschleunigt und der 90 PS-Diesel 13,1 Sek. benötigt, fühlt sich der

Selbstzünder bulliger an. Zugegeben, ab 3.500 Touren kommt beim Diesel nicht mehr viel, aber bis dahin kommt doch Fahrfreude auf – der Benziner hingegen fährt so gleichmäßig durchs Drehzahlband, dass es kaum Emotion in den Innenraum schaffen.

Praktisch und bunt Apropos Innenraum: Hier hat sich Renault einiges einfallen lassen, um die angepeilte Zielgruppe (junge Familien zwischen 30 und 40 Jahren mit einem Kind) zu überzeugen: Die „Easy Life“-Schublade ersetzt das Handschuhfach in seiner gewohnten Form mit einer klassischen Schublade, die üppige elf Liter fasst. Der Clou: Sie

lässt sich selbst vom Fahrersitz aus bequem öffnen und schließen. Die abzippbaren Fahrersitzbezüge sind ein praktisches Feature im Kampf gegen die allgegenwärtige Familien-Verschmutzung. Abseits davon überzeugt der stylishe Innenraum mit der gleichen praktischen Ergonomie wie der Rest der Clio-Familie. Ein letztes Highlight gibt es bei der Karosse – diese kommt nämlich zweifarbig des Weges. Das Dach gibt es in drei verschiedenen Farbvarianten, während die restliche Außenhaut in neun Farbabstufungen bestellbar ist. Somit ist der Individualisierung bereits ab Werk Tür und Tor geöffnet und ein praktisches Auto „treibt es bunt“. www.renault.at

Volkswagen Golf TDI Sky Auch der siebten Generation des Segments-Chefs lasten keinerlei Alterserscheinungen an

„Willkommen daheim“, sprach der Primus © Mitsubishi

Wien. Es ist schon erstaunlich, wie die Wolfsburger das immer wieder aufs Neue hinkriegen. Du steigst ein in den Golf und fühlst dich nach 20 Sekunden pudelwohl. Möchtest hier einziehen. Ans Ende der Welt fahren. Du hast das Gefühl, immer schon hier gesessen zu haben, nie weg gewesen zu sein. Und das, obwohl du noch nie in deinem Leben einen Volkswagen Golf besessen hast oder länger als zwei Wochen

Mitsubishi bietet den Space Star derzeit zum Aktionspreis an.

ten hat, darf sich auch ein paar Macken leisten. Einen eher durchzugsschwachen Mittel-Diesel etwa, dem du seine 105 PS nur anmerkst, wenn du ihnen richtig die Sporen gibst – vielleicht schluckt ja auch das DSG-Getriebe so viel Morch, in seinem ständigen Bestreben, so schnell als möglich in die Siebte zu kommen. Verbrauchsmäßig passt dann wieder alles, aber da hat ja schon der 3er-Golf im Jahr 1995 eine scheinbar ununterbietbare Benchmark mit der magischen Fünf vorm Kommazeichen gesetzt.

Elektronik pur

© Porsche Medienservice

Wien. Mitsubishi bringt jetzt den neuen „Space Star“. Beim neuen Mitsubishi-Modell stehen Kraftstoffeffizienz, Gewichtsreduktion, bestes Preis-Leistungs-Verhältnis und kompakte Maße mit 3,71 m Gesamtlänge im Vordergrund. Der komplett neu entwickelte Space Star bietet Leichtbau mit hohen Sicherheitsreserven, verbesserte Aerodynamik mit einem hervorragenden Luftwiderstandskoeffizienten von 0,27 und umweltfreundlicher Motorentechnologie mit einem niedrigen Verbrauch ab 4 l/100 km und geringsten CO2-Emissionen ab 92 g pro km. Der derzeitige Aktionspreis beträgt ab 9.990 €. www.mitsubishi.at

am Stück gefahren bist. Fest steht demnach: Auch die Siebener-Generation ist mal wieder ganz weit vorn im Club der automobilen Begehrlichkeiten. Ja, man traut es sich gar nicht zuzugeben: Aber der Biedermann taugt einem einfach. Und er rüttelt stets zu Recht aufs Neue ein Segment auf, dass er damals, vor knapp 40 Jahren, im Vorbeigehen erfunden hat. Wer so viel Heimeligkeit zu bie-

In Sky-Ausführung mit 105 PS TDI-Motor und 7 Gang-DSG ab 29.520 Euro zu haben.

Wie gut man bei VW „Baukasten“ kann, zeigt die üppige Vollausstattung unseres Testwagens. Das Panoramadach (endlich auch im Golf!) ist ein Alleinstellungsmerkmal der sogenannten Sky-Serie, an der Elektronik-Front leisten „ACC und Frontassist“, „Lane Assist“ und „Multikollissionsbremse“ Sicherheitsarbeit, der man in dieser Klasse noch immer mit Argwohn begegnet. So beschleunigt oder bremst der Frontassist das Auto

etwa ganz oberklassestylish bei Bedarf bis zum Stillstand ab, reguliert die oberschlaue Multi-Bremse nach einem Crash exakt die Fahrzeug-Feststellung, um Folgekollisionen zu vermeiden, und gibt dir der „Lane Assist“ vollautomatisch den bösen Zeigefinger, wenn du unvorsichtig unterwegs bist und drohst, deine Spur zu verlassen. Nicht nur optisch und haptisch wird auf derlei hingewiesen, auch das Lenkrad korrigiert von selbst, was einen zumindest die ersten fünf bis zehn Mal richtiggehend verwirrt. Irgendwann gewöhnt man sich daran, wird übermütig und kokettiert mit dem Gedanken, den guten Golf überhaupt selber fahren zu lassen – sofort plärrt dich das System an, du mögest die Hände wieder aufs Lenkrad tun und zwar schnell. Erschreckend, wie schnell einen heutzutage sein Auto durchschaut ... Gemeckert darf auch ein bisserl werden: Das Start-Stopp-System braucht verhältnismäßig lang um den Diesel wieder zu reanimieren, wenn‘s grün wird. So was haben wir anderswo schon besser erlebt. www.volkswagen.at


r u n d u m s au t o

Freitag, 19. April 2013

automotivebusiness – 33

Garmin Der Navihersteller vereinbart mit Daimler eine Zusammenarbeit und liefert künftig integrierte Navigationssysteme an den Premiumhersteller

Daimler schließt Koop mit Garmin Moritz Kolar

Stuttgart. Daimler hat sich für Garmin als weltweiten Lieferanten von Navigationstechnologie für zukünftige Mercedes-BenzModelle entschieden. Aufbauend auf der Oberfläche von Garmins Navigationstechnik, wird das System innerhalb der nächsten vier Jahre vollständig in das Infotainmentsystem von Mercedes-Benz integriert werden. „Von Daimler als deren weltweiter Nr.1-Partner für Navigationslösungen ausgewählt zu werden, ist ein Beleg für Garmins wachsende Kompetenz und außergewöhnliche Produktqualität im Bereich Auto-OEM“, kommentierte Matt Munn, Managing Director von Garmins Auto-OEM-Sparte, den Deal. „Wir sind geehrt, das Vertrauen von Daimler zu erhalten, und freuen uns darauf, mit ihnen gemeinsam ein herausragendes Navigationserlebnis für die welt-

Honda City Brake-System

Neuer Assistent

Tokio. Honda hat ein Bremssystem für den urbanen Bereich entwickelt, das City-Brake Active-System, das dazu beitragen soll, Unfälle bei geringen Geschwindigkeiten zu vermeiden. Das System arbeitet in Bereichen, in denen sich das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von weniger als 30 km/h fortbewegt. Mittels eines Radarsystems, das im oberen Bereich der Windschutzscheibe montiert ist, wird eine drohende Kollision erkannt und das System informiert den Fahrer mittels optischer und akustischer Warnung. Sollte der Fahrer darauf nicht reagieren, leitet das System selbsttätig den Bremsvorgang ein. Honda wird das neue System erstmals im „Honda Fit“ (Jazz) in Japan noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. www.honda.com

weit anspruchsvollsten Autofahrer zu entwickeln.“

Effizientes Gesamtpaket Aufbauend auf Garmins einfach bedienbarer Benutzerschnittstelle, soll fortschrittliche Navigationsfunktionalität nahtlos in das Mercedes-Benz-Infotainmentsystem integriert werden, um ein effizientes und zugleich intuitives Gesamtpaket zu bieten. Zusätzlich zur Anzeige von Navigations- und Kartendaten direkt im Cockpit werden Anwender auch Zugang zu wichtigen Fahrerinformationen haben (wie z.B. die nächste Ab-

zweigung), welche auf einen Blick erkennbar in einer separaten Anzeige hinter dem Lenkrad dargestellt werden. Das Mercedes-BenzInfotainmentsystem ermöglicht Fahrern außerdem, die Navigationsfunktionen über den SystemDrehregler zu bedienen oder via Sprachsteuerung. Darüber hinaus wird Garmins Navigationssoftware der nächsten Generation entscheidende Positionsinformationen für die Funktion der „Fortgeschrittenen Fahrerunterstützung“ (ADAS) des Fahrzeugs liefern, um Fahrer in anspruchsvollen Situationen zu unterstützen. www.garmin.com www.daimler.com

© Garmin

Ziel ist es, mit der Garmin-Lösung Daimlers Infotainment-System aufzuwerten.

In Zukunft weist Garmin auch den Kunden von Mercedes-Benz den Weg.

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AB Zu Beginn stehen Peugeot-Kunden insgesamt neun Apps zur Verfügung.

Paris. Connect Apps feiern Premiere im Peugeot 208. Die vernetzte Serviceanwendung ermöglicht die Nutzung internetbasierter Apps auf dem fahrzeugeigenen Touchscreen – in 17 europäischen Ländern. Insgesamt stehen zunächst neun Apps zur Verfügung (u.a. vier MichelinGuides inklusive Reiseführer und Verkehrslagebericht mit Stauumfahrung, eine individuelle Wettervorhersage, eine Umgebungssuche sowie Park-Info und Tank-Check). Alle Apps gehen auf fahrzeugspezifische Informationen wie zum Beispiel Geschwindigkeit, Verbrauch oder Standort ein. Zudem bleiben sie dank Online-Verbindung stets auf dem aktuellen Stand. www.peugeot.com

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Gesamtverbrauch l/100 km: Stadt 7,9, Überland 5,2, gesamt 6,2; CO2-Emissionen: gesamt 144 g/km. Abb. zeigt Symbolfoto. NISSAN CENTER EUROPE GMBH, Postfach, 1100 Wien. 1 NISSAN 4YOU: gemäß Wartungsrichtlinien 4 Jahre kostenloser Service, Garantieverlängerung: gemäß NISSAN 5 Anschlussgarantievertrag für ein Jahr bis max. 100.000 km Laufleistung, Mobilitätsgarantie: gemäß Garantiebedingungen bei Wartung bei einem NISSAN Partner. QASHQAI Visia 1.6, 68 kW (117 PS), Drittelfinanzierung: Verkaufspreis € 20.850,–, Laufzeit 24 Monate, Anzahlung € 6.881,–, 2 Raten zu € 6.985,–, Gesamtkreditbetrag € 13.970,–, Bearbeitungsgebühr € 350,–, Sollzinssatz 0 %, effektiver Zinssatz 1,64 %, Gesamtbetrag € 21.200,–. Freibleibendes Angebot von NISSAN Finance (RCI Ban que SA, Niederlassung Österreich), gültig bis 30.06.2013, nur für Konsumenten.

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freitag, 19. april 2013 – 35

pictet bringt holz-fonds

paribas mag russland

Der Schweizer Fondsspezialist Pictet setzt auf den Rohstoff Holz Seite 37

Nicht nur Rohstoffe, auch Shopper machen Russland interessant, so Paribas Seite 38

© EPA

© dpa/C. Seidel

financenet versicherer neue lösungen sind gefragt © gst

Korea & Co lassen die Börsianer-Nerven zittern

ATX 10. April–17. April 2013

ATX (17.4.)

2343,11

Wochentop Wochenflop

-3,99%

Post 2,13% Verbund -10,44%

Top 5 ATX Prime Österr. Post AG Vienna Insurance Group Century Casinos Wienerberger Rosenbauer International Flop 5 ATX Prime Verbund Raiffeisen Bank Int. Zumtobel Schoeller-Bleckmann Kapsch TrafficCom

2,13% 2,08% 1,86% 1,00% 0,99% -10,44% -9,13% -8,31% -6,68% -6,16%

DAX 10. April–17. April 2013

7503,03

Wochentop Wochenflop

-3,94%

Dt. Telekom 0,27% Daimler -9,21%

Top 5 DAX Deutsche Telekom Lufthansa Linde Deutsche Post SAP

0,27% -0,35% -0,56% -1,41% -1,51%

Flop 5 DAX Daimler Infineon Technologies Continental E.On Volkswagen

-9,21% -8,87% -8,71% -8,15% -7,37%

© MFS; HB Trading; EPA

DAX (17.4.)

Trader Heinz Braunsteiner, James Swanson von MFS Investment Management analysieren Markttrends.

Berg- und Talfahrt an den Weltbörsen Koreas neuer Machthaber Kim Jong Un schickte mit seinen Kriegsdrohungen auch die europäischen Börsen in den ­Keller. Doch jenseits tagesaktueller Panikmache sind die Aussichten für die Aktien nicht so schlecht, meinen Analysten – selbst für die Südkoreas. Seite 36 Schadenquote 83,6% Inklusive dreier Nachbarländer

inhalt

HDI wächst bei Prämien um 1,8%

Capital:Markets > Prisma blickt auf die ­Konjunktur 2013 36 > MTC von Michael Tojner will rasant wachsen 36 > Rosenbauer baut in Saudi-Arabien aus 36

Banking/Insurance:Watch > RZB mit weniger Gewinn, mehr Kapital 39 > Neuer Einmalerlag bei FinanceLife 40

© HDI

Fonds:Park > Cloud Computing lockt die Finanzanalysten 38 > Allianz denkt über Thema Sicherheit nach 38

HDI-Vorstandsvorsitzender Günther Weiß: 9,46 Mio. Euro EGT.

Wien. Die zum deutschen TalanxKonzern gehörende HDI Versicherung konnte 2012 inklusive der Niederlassungen in Tschechien, Ungarn und der Slowakei ein abgegrenztes Prämienvolumen von rund 191,3 Mio. € erwirtschaften (plus 1,8 Prozent), so die Gesellschaft. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) kam bei 9,46 nach 9,45 Mio. € zu liegen, als Jahresgewinn werden 6,18 Mio. € ausgewiesen. Bei der Brutto Combined Ratio, der Schaden-Kosten-Quote, konnte mit 83,6% ein sehr gutes Ergebnis erreicht werden, betonte Vorstandsvorsitzender Günther Weiß. (red)


f i n an c e : c ov e r

36 – financenet

kolumne

Die Zukunft des Budgets im Visier

Freitag, 19. April 2013

Nordkorea Die ständigen Kriegsdrohungen von der koreanischen Halbinsel lassen Prognosen zerplatzen

Börsen tanzen Jitterbug Doch Experten sehen mittelfristige Entwicklung durchaus positiv – sogar für südkoreanische Börse. auf der koreanischen Halbinsel: „Wir gehen vom Basisszenario eines einmaligen Ereignisses wie dem Start von Raketentests aus. Bei diesem tendieren die Märkte dazu, sich wieder zu erholen, nachdem das Ereignis vorbei ist.“ Ausländische Investoren brächten, so Kim, den südkoreanischen Leitindex KOSPI unter Druck: „Wir nutzen die aktuelle Volatilität, um bestimmte Positionen auszubauen.“ Er fokussiert sich derzeit auf Technologieunternehmen, die einen globalen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren japanischen Pendants haben, sagt der SchrodersExperte. Das umfasse Internet- und Spieleunternehmen sowie einige einheimische Namen, die von dem chinesischen Konsum und weiteren Stimulierungsmaßnahmen der koreanischen Regierung profitieren sollten.

reinhard krémer

Rosenbauer will ausbauen Linz. Trotz eines Rückgangs des Betriebsgewinns will der börsennotierte Feuerwehrausrüster Rosenbauer für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 seinen Aktionären erneut eine Dividende von 1,20 € je Aktie ausbezahlen. Damit werden rund 8,2 Mio. € ausgeschüttet, teilt das Unternehmen mit. Im laufenden Jahr will Rosenbauer erstmals die Umsatzmarke von 700 Mio. € knacken. 2012 verzeichnete der Feuerwehrausrüster – unter anderem aufgrund vermehrter Lieferungen in den Nahen Osten – ein Umsatzplus von 19% auf 645,1 Mio. €. Der Auftragsbestand per Jahresende ging auf 580,5 (682,3) Mio. € zurück. Dennoch sei für das laufende Jahr weiterhin eine gute Auslastung der Produktionsstätten garantiert. In Saudi-Arabien will Rosenbauer weiter expandieren: An den Standorten Riad, Jeddah und Dammam plant man eine eigene Fertigung und Serviceorganisation. (red/APA)

Für die USA sieht James Swanson von MFS Investment Management keinen Grund zur Sorge: „Ich sehe keine Anzeichen für eine nahende Rezession; die Fed hebt die Zinsen nicht an und die Gewinnmargen der Unternehmen gehen noch nicht zurück.” Und es sei auch keine Blase in Sicht: Normalerweise steigt vor einer Rezession die Kreditvergabe, sodass die Verschuldung der Unternehmen zunimmt. Im Jahr 2000 lag das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital bei 37 zu 1. „Im Oktober 2007 lag es bei 32 zu 1 und heute gerade einmal bei 23 zu 1. Noch ist die Kreditvergabe nicht signifikant gestiegen.“ An den Aktienmärkten ortet Swanson noch Luft nach oben: „Im historischen Durchschnitt sind die Kurse um etwa 150% gestiegen, bevor sie wieder zurückgingen. Bislang haben die Aktienkurse erst 130% zugelegt. Die Kurse spiegeln auch die verbesserten Fundamentaldaten nicht vollständig wider.“

Gefahr vom Dow Jones? So warnt der deutsche TraderPapst Heinz Braunsteiner (ein gebürtiger Wiener; Anm.): „Solange die 7.930 beim DAX nicht übersprungen werden, bleibt der Korrekturmodus intakt. Eine große Gefahr sehe ich weiterhin vom Dow ausgehen, der zwischenzeitlich auf die 15.000 zusteuert und extrem korrekturanfällig ist, was wir dann, im DAX, sicherlich in vollen Zügen mit genießen dürften.“ Nicht nur schwarz für Europa sehen die Analysten von Franklin Templeton: „Es besserten sich die Umfragen zum Geschäftsklima in Europa im Februar unerwartet stark und es wurde mit den USA eine potenziell wachstumsfördernde Handels- und Investitionsvereinba-

Dieser feiste Bube bringt die Weltbörsen durcheinander: Neo-Diktator Kim Jong Un.

rung unterzeichnet. Schlussendlich ist die europäische Währungsunion für manche offenbar nach wie vor attraktiv, denn Lettland hat einen offiziellen Beitrittsantrag zum Januar nächsten Jahres gestellt.“

Silberstreifen am Horizont Auch Christian Heger, Chief Investment Officer bei HSBC Global Asset Management, sieht einen Silberstreifen am Horizont: „Laut einer Prognose des Internationalen

Währungsfonds (IWF) werden die meisten Eurostaaten 2013 einen Primärüberschuss im Haushalt erzielen. Bleiben weitere Kürzungsmaßnahmen aus, könnte die Wirtschaft 2014 wieder in positives Fahrwasser kommen.“ In den USA ist, so Heger, nach wie vor kein genereller Trendwechsel in Sicht. Und Sang Chui Kim, Head of Local Investment in Korea beim britischen Vermögensverwalter Schroders, sieht sogar Kaufgelegenheiten durch die Spannungen

Umsatz wächst weiter Zukäufe in mehreren Sparten

Prisma und Euler Hermes Branchenausblick 2013

Wien/Menziken. Die in der Schweiz börsennotierte Industriegruppe Montana Tech Components (MTC) des österreichischen Investors Michael Tojner hat 2012 Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erzielt und ist weiter auf Expansionskurs. Dazu trage auch die neue Division Industrial Components bei, zu der unter anderem die von der Hypo Kärnten übernommene kroatische Aluflexpack gehört. Der Umsatz stieg 2012 um zwölf Prozent auf 440,7 Mio. €.

Wien. Laut aktuellem Branchenausblick von Prisma Kreditversicherung und Euler Hermes werden 2013 Überkapazitäten in China, die schwache Rentabilität in Europa und der weltweite Schuldenabbau die Risiken im Kreditmanagement beeinflussen. „Mit einem echten Seufzer der Erleichterung sagen manche, dass die Krise vorbei ist, die Eurozone weiter besteht und sich die Märkte langsam erholen“, so Ludwig Mertes, Vorstand der Prisma Kreditversicherung. „So einfach ist es leider aus unserer Sicht nicht. Rohstoff-, Finanz- und Staatsschuldenkrise drücken immer noch auf die Dynamik vieler Industriebranchen und beschädigtes Vertrauen ist nicht so schnell wettzumachen.“

MTC will heuer rasant wachsen

Division Industrial Components (Aluflexpack und ASTA-Gruppe) geben und im Bereich Metal Tech. Eher nicht zukaufen wolle die MTC in den Geschäftsfeldern Energiespeicherung (Varta) und Aerospace Components. Das EBITDA (Ergebnis von Zinsen und Abschreibungen) stieg im Vorjahr auf 93 Mio. €, nach 54 Mio. € 2011. Das EBIT (Ergebnis von Zinsen) erhöhte sich von 37 auf 74 Mio. €. (APA)

Neue Akquisitionen Heuer werde der Umsatz durch neue Unternehmen und organisches Wachstum in Richtung 800 Mio. € gehen, erklärte Tojner. Großes Potenzial sieht er unter anderem im Geschäftsfeld Energiespeicherung mit dem Batteriehersteller Varta, wo man auch mit einem Produkt für die Speicherung von Solarenergie für Haushalte auf den Markt kommt. Ohne Akquisitionen ergebe sich heuer für die Industriegruppe ein Umsatz von rund 500 Mio. €. Weitere Zukäufe könnte es in der neuen, vierten

Erholung mit gemischten Gefühlen Bauwirtschaft (insbesondere in Spanien, Italien, Frankreich und Großbritannien), der Einzelhandel und die Automobilindustrie. Folglich leidet auch die Stahlindustrie unter der Schwäche von Bauwirtschaft und Autoindustrie. Andererseits profitieren internationale Konzerne vom Wachstum der Weltwirtschaft: etwa die Chemiebranche und die Autozuliefererindustrie, die Pharmazie und die Luftfahrtindustrie. (red)

Mehrere Branchen

Michael Tojners Montana Tech Components peilt 800 Mio. Euro Umsatz an.

In Europa hakt es in viel zu vielen Branchen. Der Rückgang der Nachfrage von privaten Haushalten und Unternehmen in Südeuropa wirke sich nach und nach auf die Wirtschaft der ganzen Region aus. Betroffen sind vor allem die

© Martina Draper

Neu Saudi-Arabien

USA: noch Luft nach oben

© EPA

L

angfristige Prognosen sind etwas Schönes: Ihr Eintreffen kann nicht zeitnah überprüft werden. Nun, Wifo und Finanzministerium haben diese Woche ihre Budgetprognose bis 2050 vorgelegt, und die ist es wert, sie im Gedächtnis zu behalten. Denn aus ihr gehen zwei Knackpunkte hervor. Der erste nähert sich rasant: Die Schuldenquote Österreichs in Prozent des BIP wird für 2015 mit 71,3 Prozent erwartet; 2025 dagegen soll sie auf 54,5 Prozent gesunken sein. Die aktuell werktätige Generation ist also zu beglückwünschen, sie wird aus Sicht von Wifo und BMF die Folgen der Finanzkrise sanieren – und zwar innerhalb der nächsten rund zehn Jahre (wenn die jetzt eingeschlagenen Budgetmaßnahmen im Wesentlichen bleiben, wie sie sind). Kaum ist dies gelungen, wird es allerdings erst richtig spannend: Ab 2025 machen sich nämlich die Auswirkungen des Älterwerdens der österreichischen Bevölkerung immer stärker bemerkbar; immer mehr Geld muss dafür aufgewendet werden, inklusive Gesundheitsversorgung. Die Budgetverschuldung droht dann wieder stark anzusteigen; nur ein deutliches Ansteigen der Zuwanderung über die jetzigen 33.000 Personen pro Jahr hinaus, nämlich auf 39.000, würde dem entgegenwirken, heißt es. Bleibt die Frage, wie attraktiv ein Land der Sparmeister dann noch ist.

© APA/Roland Schlager

gerald stefan

Pjöngjang/New York/Frankfurt. Der deutsche Aktienindex DAX sollte eigentlich längst bei 8.350 Punkten stehen – doch dann kamen deftige Drohungen aus Nordkorea. Damit war aller Drive, den der deutsche Index und die Europäer im allgemeinen nach den Verwerfungen um die Zypern-Rettung aufgebaut hatten, erst einmal dahin. Kim III. Jong Un drohte unverholen mit Angriffen auf Südkorea, die USA und überhaupt – und die Börsen gingen in den „Jitterbug“Modus. (Jitterbug, besser bekannt auch als „Swing“; Anm.) Dabei schlägt das Pendel einmal heftig in die eine und dann ebenso heftig und völlig erratisch in die andere Richtung aus. Damit noch nicht genug, wurden Anleger auch noch durch weitere Horrormeldungen bezüglich Spanien (wo eben die größte Fischfabrik mit 10.000 direkten Arbeitsplätzen Konkurs anmeldete) und Slowenien verschreckt. Und so steht der DAX zum Redaktionsschluss nicht bei 8.350 oder höher, sondern gerade mal um die 7.540 Punkte.

Prisma-Vorstand Ludwig Mertes: „Es hakt noch in mehreren Branchen.”


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Freitag, 19. April 2013

financenet – 37

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Innovativer Fonds Die Schweizer Fondsschmiede Pictet bietet einen Investmentfonds an, bei dem in den Rohstoff Holz investiert wird

Pictet: Nicht auf dem Holzweg Wien. Wer in den Pictet-TimberFonds (ISIN LU0340558823/ WKN A0QZ7S) – den einzigen Fonds, der weltweit das Thema Holz abbildet –, investiert, befindet sich keineswegs auf dem Holzweg, wie die bisherige Performance zeigt, schreibt „www.fondsprofessionell.at“. „Der ‚Pictet-Timber-Fonds‘ hat sich vom Zeitpunkt seiner Auflegung von einem zarten Pflänzchen bis heute zu einem beachtlichen Baum ausgewachsen, wenn man die rund 623 Millionen US-Dollar Fondsvolumen betrachtet“, zitiert der Brancheninformationsdienst Bénédicte Reisser, Regional Head für Marketing und Vertrieb von Investmentfonds in Österreich bei Pictet Asset Management. Das Investorenvertrauen respektive Fondsvolumen habe sich der PictetTimber auch redlich verdient: Der weltweit investierende Aktienfonds habe auf Sicht von drei Jahren den MSCI World-Index annualisiert um 1,60 Prozent p.a. überbieten können. Vor allem in den letzten sechs Monaten sei die Anlagestrategie aufgegangen und man habe gegenüber dem MSCI World-Index fast 13% Outperformance eingefahren (Stand 28.02.2013).

teil der globalen Holzernte auf, da der Eigenbedarf nicht durch heimisches Holz gedeckt werden könne. Durch die weltweiten Rodungen von Wäldern sowie durch den immer schwierigeren Zugang zu qualitativ hochwertigem Holz würden die Pictet-Experten steigende Holzpreise erwarten. Dadurch erhöhe sich auch der Wert der noch nicht gefällten Bäume in den Bilanzen der Holzproduzenten. Selbst ein Konjunktureinbruch sollte die Holzproduzenten nur kurzfristig tangieren: Die Gewinne würden nur nach hinten verschoben, beziehungsweise würden sogar höher ausfallen, da etwas äl-

tere und ausgewachsenere Bäume überproportional im Wert steigen.

Associate bis 2016 von einem prognostiziertem Jahreswachstum für Hausbaubeginne in den USA von rund 16% aus. Der Pictet-Timber investiert ausschließlich in Aktien von Unternehmen, die über hohes Exposure in der Holzbranche verfügen würden. Der Schwerpunkt liegt zwar auf AGs, die Wälder und Holzbestände besitzen würden, aus Diversifikationsüberlegungen werde aber auch in jene Geschäftsmodelle investiert, die entlang der Wertschöpfungskette von Holz Gewinne erzielen würden. Ins Anlageuniversum gelangt nur, wer mindestens 20% des Umsatzes im Holzbereich macht. (red)

US-Häusermarkt als Motor Zusätzlicher Schwung komme durch den wiederauflebenden USHäusermarkt, so www.fondsprofessionell.at: Da ein Großteil der US-Häuser aus Holz bestehe und durchschnittlich nur 30 Jahre halte, bestehe, aufgrund von Bauaufschüben, bedingt durch die Finanzkrise, ein großer Nachholbedarf – vor allem, wenn man bedenke, dass die US-Bevölkerung jedes Jahr um rund ein Prozent zunehme. So gehe Equity Research

© dpa/Caroline Seidel

Der Pictet-Timber ist der einzige Fonds weltweit, der Anlegern das Thema „Holz“ zugänglich macht.

Holz wird ein knappes Gut – und vor allem von China gebraucht.

Im Auge der Profis Bis dato hätten vor allem Dachfondsmanager und Private Banker für ihre Klientel investiert. Laut Reisser würden nun auch institutionelle Investoren an dem im Herbst des Jahres 2008 aufgelegten Pictet Timber verstärkt Interesse zeigen. „Der Pictet-Timber ist der einzige Fonds, der weltweit das Thema Holz abbildet“, betonte Senior Client Portfolio Manager Denis Schmidli auf einer Investorenveranstaltung in Wien. Der wirtschaftliche Aufstieg und die steigende Kaufkraft der Schwellenländer würden einen steigenden Bedarf nach Holz und den darauf basierenden Produkten bedeuten. Vor allem China sauge einen Groß-

- Zweitgrößter Kreditversicherer weltweit - Weltweiter Marktanteil von 31 Prozent - Mehr als 85 Jahre Erfahrung - 160 Niederlassungen in 45 Ländern - 3.304 Mitarbeiter

GAM Bankbonds meiden

Lektion lernen

Kreditmanagement-Lösungen müssen so konzipiert sein, dass sie zu Ihrem Unternehmen passen! Es ist für jedes Unternehmen von entscheidender Bedeutung, sowohl im Inland als auch international sichere Geschäfte zu machen.

London. Investoren sollten Anleihen von Staaten schwacher Bonität aktuell ebenso meiden wie Bonds schwacher Banken, meint Jeremy Smouha, Manager des GAM Star Credit Opportunities EUR. Er rät dazu, Anleihen schwacher Banken selbst dann zu meiden, wenn diese ihren Sitz in wirtschaftlich starken Ländern haben. Er konzentriere seine Euro-Investments derzeit auf ausgewählte Banken aus den stärkeren Ländern der Eurozone und auf Institute außerhalb. (red)

Wir machen den Unterschied!! Atradius Kreditversicherung

KommR. Franz Maier

© EPA

Generaldirektor Österreich, Ungarn & Südosteuropa Zyprische Laiki-Bank wird nach mehr als 100 Jahren Existenz zerschlagen.


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38 – financenet

Freitag, 19. April 2013

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BNP Paribas Investment Partners Der boomende russische Konsum bietet gute Chancen, z.B. im Einzelhandel und in der Automobilindustrie

Russische Aktien sind weit mehr als eine reine „Rohstoffwette“ Bei aktuellem Kursniveau 50 Prozent billiger als im 10jährigen Durchschnitt. Experte: Man muss auch positive Seiten sehen.

Vor Brasilien und Indien Unter Aktienanlegern gebe es eine allgemein vorherrschende Meinung, Russland hätte ein Regierungsproblem, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Ausgiebige Diskussionen mit Investoren legen die Vermutung nahe, diese hätten Probleme mit der Korruption, Unternehmensführung und den Geschäftskosten in Russland. „Dabei werden nur die negativen Seiten beleuchtet und die enormen Fortschritte nicht bemerkt“, sagt der Wirtschaftsexperte. Die neuesten Antikorruptionsmaßnahmen und der WTO-Beitritt werden ebenso wenig beachtet, wie die Tatsache, dass Russland in der

aktuellen „Doing Business“-Studie der Weltbank noch vor Brasilien und Indien stehe. „Investoren konzentrieren sich eher auf Negativaspekte, wie den ‚Pussy Riot‘-Prozess und halten Russland für eine Scheindemokratie, während sie fröhlich in China investieren“, so Svedberg. Ein gewisses Maß an Skepsis sei keine schlechte Sache, aber manchmal

„Manchmal hat man den Eindruck, Aktienanleger werden emotional, sobald es um Russland geht.“ marcus svedberg east capital

© EPA

Wien. Während russische Aktien historisch billig sind, werden russische Anleihen auf einem Allzeithoch bewertet. „Diese Diskrepanz hält weder einem Vergleich mit anderen Emerging Markets stand, noch der eigenen russischen Historie“, sagt Marcus Svedberg, Chefvolkswirt beim schwedischen Vermögensverwalter East Capital. Dieses Ungleichgewicht sei schwer zu erklären, da die eigene Regierung als das gemeinhin größte Problem Russlands gesehen werde. Dieses müsste einen Einfluss sowohl auf die Bewertung der Aktien als auch der Anleihen haben. Der Spread zwischen den Renditen von zehnjährigen Anleihen und Aktienrenditen betrug in der Regel um die fünf und blieb vor Beginn der Finanzkrise deutlich unter 10%. „Heute beträgt die Spanne fast 20 Prozent; dieser Trend ist auch sichtbar, wenn man sich nur russische Aktien anschaut: Sie sind rund 50 Prozent billiger als ihr zehnjähriger Durchschnittswert.“

Putins Russland: Zahl handelbarer Konsumwerte steigt, nicht nur Growth-Aktien versprechen Wachstum, z.B. MegaFon.

habe man den Eindruck, Aktienanleger werden emotional, sobald es um Russland gehe. Im Gegensatz dazu dränge sich die Frage auf, ob Anleiheinvestoren zu naiv seien. Anleihemärkte würden in der Regel sehr sensibel auf politische und makroökonomische Probleme reagieren. „Russische Anleihen werden zu hoch gehandelt und die Aktien sind zu billig. Diese große Diskrepanz ist über einen größeren Zeitraum nicht aufrechtzuerhalten, deswegen werden sich die Preise wieder annähern“, so Svedberg. Weil Öl, Gas und Bodenschätze einen großen Teil des russischen Aktienmarkts ausmachen, gilt Russland meist als reine Rohstoffwette. Nach Ansicht von Egor

Kiselev von BNP Paribas Investment Partners bleiben mit einem solchen Ansatz aber erhebliche Chancen ungenutzt, die durch den boomenden russischen Konsum entstehen.

Einzelhandelssektor, getrieben von der starken heimischen Nachfrage, kräftig an. Auch 2013 wird dies ähnlich sein, meint Kiselev. Die russischen Haushalte sind im Durchschnitt 2,5 mal vermögender als die Chinesen und sechs Mal reicher als die Inder – und zahlen zudem nur 13% Steuern. Hinzu kommt die niedrige Verschuldung. Die Privatkredite sind 2012 um 39% gestiegen und betragen trotzdem nur 12% des BIP (Brasilien: 24%, EU: 97% inkl. Hypotheken). Kiselev gefällt daher u.a. die Automobilindustrie. Der Automobilabsatz wuchs 2010 und 2011 um 30% bzw. 39%, aber mit 250 Autobesitzern je 1.000 Einwohner ist die Quote noch immer viel geringer als in UK (50,8%) und den USA (64,3%).

Chancen durch Konsum 2012 ist die russische Wirtschaft um 3,4% gewachsen, weniger als 2011 mit 4,3%. Veränderte sich das Wachstum also kaum, verschoben sich die Strukturen der russischen Wirtschaft aber erheblich. Einige Branchen verloren 2012 im Vergleich zum Vorjahr an Bedeutung: Die Landwirtschaft schrumpfte, ebenso stagnierten der Rohstoffsektor und die Industrie. Im Gegensatz dazu zogen der Groß- und

Für die russischen Industrieund Einzelhandelsunternehmen ist es entscheidend, in ihrem Heimatmarkt die Gewinne durch mehr Effizienz und Skaleneffekte deutlich zu steigern. Genau deshalb können sich einige Unternehmen überdurchschnittlich entwickeln, meint Kiselev. So sei die Aktie der Einzelhandelskette „Magnit“ im Jahr 2012 um 83% gestiegen. Interessant sei auch „MegaFon“ mit einer Dividendenrendite von 7% – einer der jüngsten IPOs. Aber: Um den Konsumgütersektor zu verstehen, muss man wissen, dass es hier für jedes Unternehmen ums Überleben geht. Die Marktführer sind schwer einzuholen. In Russland sei daher die Einzelwertauswahl entscheidend. (lk)

Cloud Computing „Eine der lukrativsten Chancen“

Allianz Invest Es geht nicht nur um geringe Volatilität, sondern auch um Kaufkrafterhalt

Nächste Revolution

„Sicherheit neu definieren“

New York/Frankfurt. Cloud Computing ist seit einiger Zeit das Thema am IT-Markt. Microsoftintern soll es schon 2005 über Cloud Computing geheißen haben: „Eine äußerst revolutionäre Technologie, die die Art und Weise, wie wir uns Infos besorgen und Geschäfte machen, für immer verändern wird.“ Im Speziellen die Nutzung von Software über das „www“ soll Unternehmen zig Millionen sparen. Analysten der

Wien. „Bei einem großen Teil der Core-Staatsanleihen herrschen negative Realrenditen vor, die Bewertungen der Aktienmärkte sind im längerfristigen Vergleich immer noch attraktiv. „Gestützt durch expansive Geldpolitik und verbesserte Konjunkturdaten, setzt sich ‚risk on‘ an den Märkten fort“, sagt Martin Bruckner, CIO der Allianz Gruppe in Österreich. Die Suche nach Sicherheit bei der Kapitalanlage sei trügerisch: Mit Veranlagungen ausschließlich in Staatsanleihen und Pfandbriefen höchster Bonität scheinen Investoren lediglich für ein Szenario sinkender Wirtschaftswachstumsraten und rückläufiger Inflation relativ gut gerüstet.

US-Investmentbank Merrill Lynch beziffern das Gewinnpotenzial mit 160 Mrd. USD. Fachleute erwarten, dass die Industrie eine Größe von einer Billion US-Dollar erreichen werde. Unternehmen wie IBM, Yahoo oder Amazon liefern sich hier seit Jahren einen Wettlauf um die Marktführerschaft. Es dürfte aber auch so sein, dass noch nicht allen Investoren die Gewichtigkeit des Themas bewusst ist.

Erträgen ausgesetzt sein. „Vor diesem Hintergrund muss ‚Sicherheit‘ weiter definiert werden, nicht verstanden als die ausschließliche Abwesenheit von Kursschwankungen, sondern auch verstärkt als Kaufkrafterhalt. Es geht um die Suche nach positiver realer Rendite in einem voraussichtlich weiterhin volatilen Marktumfeld – das heißt, es müssen Renditetreiber gefunden und deren Risiken gestreut

bzw. gesteuert werden“, so die Allianz-Experten. Ein Portfolio sollte daher passend zum Risikoprofil des Investors Unternehmensund Schwellenländeranleihen sowie Aktien breit diversifiziert enthalten. Unternehmensanleihen vor allem aus den USA und Emerging Markets böten Chancen. Im derzeitigen Umfeld rät Bruckner jedoch, Aktien gegenüber Anleihen überzugewichten. (lk)

Cloud Computing soll ein sehr hohes Einspar- und Gewinnpotenzial bieten.

In anderen ökonomischen Szenarien, insbesondere in Zeiten einer finanziellen Repression, in der die Zinsen künstlich niedrig gehalten sowie die Schuldenberge über Inflation sukzessive abgebaut werden, könnte ein derartiges Portfolio aber Kursrisiken und verminderten

© Allianz/Ingo Folie

© Panthermedia.net/Krisckam

Breiter diversifizieren

Martin Bruckner, Allianz Gruppe: „Die Suche nach Sicherheit kann trügerisch sein.“


banking

Freitag, 19. April 2013

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Ein Viertel weniger Gewinn Kapitaldecke der RBI-Mutter wurde gestärkt, Sanierungsfälle im Italien-Leasing

Nettogewinn auf 361 Millionen Euro gesunken, Bilanzsumme liegt leicht tiefer bei 146 Milliarden Euro. Wien. Für das Geschäftsjahr 2012 meldet die Raiffeisen Zentralbank (RZB) mit ihren Beteiligungen einen Nettogewinn von 361 Mio. €. Das war ein Rückgang um 23,5% gegenüber 2011. Im Jahr 2011 war unterm Strich ein Jahresüberschuss von 472 Mio. € ausgewiesen worden, 2010 – dem Jahr der Konzern-Umgliederungen und der gesellschaftsrechtlichen Neuaufstellung von RZB und RBI – waren es 714 Mio. € gewesen. Größte Tochter und Teilkonzern der RZB ist die börsennotierte Raiffeisen Bank International (RBI). Sie hat in der Bilanz 2012 einen Nettogewinn von 725 Mio. € berichtet, nach 968 Mio. € im Jahr davor. Auch die Uniqa Versicherung zählt zum Beteiligungskreis. Die RZB ist Spitzeninstitut der gesamten Raiffeisen-Geldgruppe in Österreich. Ein Verlustbringer ist das Leasinggeschäft der RZB in Italien (siehe Kasten).

EU: Bankenhilfspaket 2008 war erste Maßnahme in Österreich.

Brüssel. Die EU hat seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 zahlreichen Banken und Finanzinstitutionen unter die Arme gegriffen. Insgesamt 362 Entscheidungen hat die EU-Kommission dazu seither getroffen, 17 davon betrafen Österreich, geht aus einer Aufstellung der Brüsseler Behörde hervor. In weiteren elf Fällen sind beantragte Maßnahmen unter Begutachtung, darunter das Hilfspaket für die BayernLB und ihre frühere Österreich-Tochter Hypo Alpe-Adria. Die erste für Österreich von EU-Seite genehmigte Krisen-Finanzspritze betraf das Bankenhilfspaket im Dezember 2008. Weitere Maßnahmen bezogen sich auf Hilfen für die Hypo Tirol, die Bawag, die Kommunalkredit sowie die Kärntner Hypo und die ÖVAG. Bei den Kommissionsentscheidungen handelte es sich mehrheitlich um Rekapitalisierungsmaßnahmen und Restrukturierungspläne sowie um Garantien bzw. deren Verlängerung. (APA)

© RZB

Vorstände Johann Strobl, Walter Rothensteiner, Johannes Schuster: „Mit schwierigen Rahmenbedingungen gut umgegangen“.

Vor Steuern lag der RZB-Jahresüberschuss bei 905 Mio. € (-20,9%), der Hauptgrund für den Rückgang war laut Bankmitteilung vom Dienstag der Rückgang des Betriebsergebnisses um 16% oder 354 Mio. €. Negativ wirkten vor allem die Bewertungsverluste, positiv war ein Veräußerungsergebnis aus dem Verkauf von Wertpapieren (163 Mio. €), zudem habe der Rückkauf von Hybridanleihen (113 Mio. €) die Belastungen abgemildert. Nach „Optimierungen” sank die Bilanzsumme um 2,8 Prozent auf 146 Mrd. €. In Höhe von gut einer Milliarde lagen weiter die Kreditvorsorgen bzw. die Einzelwertberichtigungen. Die RZB hat nach Berechnungen der Europäischen

Bankenaufsicht EBA binnen eines dreiviertel Jahres zum Stichtag Ende 2012 rund 2,1 Mrd. € an zusätzlichem Kapital aufzustellen bzw. darzustellen gehabt. Dies habe man dank zahlreicher interner Maßnahmen „aus eigener Kraft und ohne Inanspruchnahme staatlicher Hilfe”, wie es hieß, deutlich übertroffen, wie das Institut betonte.

Kapitaldecke 10,6% Zum Zeitpunkt der Erfüllung lag der Wert für die RZB bei 10,0 Prozent, einschließlich des angefallenen Gewinns bei 10,6 Prozent. Der Bund ist in der RZB/RBI-Gruppe mit Partizipationskapital vertreten. (APA/red)

Mehr Mut zum Risiko Sparzinsen unter Inflationsrate

umbau bei leasing Teure Leasing-Sanierung Einen teuren Sanierungsfall hat die RZB durch die Verluste des Italien-Leasing im Haus: Sie schlugen 2012 mit 59 Mio. € auf die RZB-Bilanz durch und waren für einen Teil des Gewinnrückgangs des Konzerns in Wien verantwortlich. Außerdem war 2012 ein neuerlicher Nachschuss nötig. 117 Mio. € mussten zur Abdeckung der Bilanzlöcher im Leasing in Italien überwiesen werden. Anteilig trug das die RZB mit 49%, den Rest mussten die Noch-Miteigentümer, die Raiff-eisenlandesbanken Steiermark, Tirol, Salzburg und Kärnten, stemmen. Vor dem Umbau Ab Mai 2013 werden auch die Italien-Leasing-Gesellschaften (A-Real Estate SpA, Bozen und A-Leasing, Treviso) ganz

der RZB gehören. Seit Ende 2012 gehören der RZB bereits 100% der Raiffeisen Leasing GmbH, Wien. Für das schnell gewachsene und in der Finanzkrise durch Wertverfall problematisch gewordene Leasinggeschäft in Italien wurden Sanierungsschritte eingeleitet, um die Jahr für Jahr anfallenden Verluste wegzubringen. Man will die Leasing-Engagements in Italien bis 2015/2016 so weit stabilisiert haben, dass man dort wieder von positiven Ergebnissen sprechen könne. Rund 79 Mio. € Verlust weist in der RZB-Bilanz auch die Raiffeisen evolution project Development aus. Dieser mit Strabag, Uniqa und Raiffeisen Holding getragene Developer hat infolge der Krise Abwertungen vor allem für Osteuropa-Projekte vornehmen müssen.

NFC-Karten unterwegs Erste, Raiffeisen, Volksbanken

Erste Group setzt auf Finanzwissen Kontaktlos bezahlen: Breiter Start Wien. Die Erste Bank wirbt angesichts deutlich unter der Inflationsrate liegender Sparzinsen für eine Neudefinition des Begriffs „Sparen”. Da auch mit langfristigen Sparprodukten und sogar langlaufenden Bundesanleihen die Inflationsrate nicht geschlagen werden könne, müssten die Sparer auf risikoreichere Veranlagungen ausweichen, um eine positive Rendite zu erwirtschaften. Alternative Veranlagungen müssten aber eine bewusste Entscheidung sein und setzten ein gewisses Knowhow voraus, so Erste Bank-Privatund Firmenkundenvorstand Peter Bosek. Er will daher in Zukunft einen Schwerpunkt auf die Vermittlung von Finanzwissen legen.

Prozent vor einem Jahr auf derzeit 0,2 Prozent gesunken. Allein rund 60 Mrd. € haben die Haushalte laut Nationalbank auf täglich fälligen Sparbüchern bzw. Sichteinlagen liegen, zumeist zu einem marginalen Zinssatz von 0,125 Prozent. Auch für die bis 2062 am längsten laufende Bundesanleihe bekomme man nur mehr 2,6 Prozent. Zum Vergleich: Die Inflationsrate lag im März bei 2,3 Prozent. (red/ag)

Wien. Die Banken machen mit kontaktlosem Bezahlen Ernst: Erste Bank und Sparkassen haben Anfang April als erste in Österreich begonnen, Bankomatkarten mit der Technik zum kontaktlosen Bezahlen an ihre Kunden auszugeben. Neu ausgestellte Bankomatkarten sind mit der „Near Field Communication” (NFC) ausgestattet, die es erlaubt, ohne Stecken der Karte und PIN-Code-Eingabe Kleinbeträge bis zu 25 € zu bezahlen. Die Volksbank folgt im Mai, die Raiffeisen-Banken-Gruppe startet im Laufe des zweiten Quartals und die Bank Austria im Juli. Die Bawag PSK bietet das Bezahlsystem ab 4. Quartal – aber nur bei ausdrücklichem Kundenwunsch.

Bei Karten-Erneuerungen

„Wir wollen nicht die Gier wecken”, betonte Bosek. Freilich: „Mit normaler Veranlagung kommen Sie nicht aus der Inflation heraus”, so Thomas Schaufler, Leiter der Wertpapierabteilung in der Erste Group. Zuletzt sei etwa die Verzinsung eines Kapitalsparbuchs mit zwölfmonatiger Bindung von 0,7

Kunden der Erste Bank und Sparkassen erhalten die Bankomatkarten mit der NFC-Funktion im Rahmen der jährlichen Karten-erneuerungen. Wer es schon früher nutzen möchte, kann eine neue Karte seit Anfang April um 4,43 € bestellen. Da die Bankomatkarten regelmäßig alle drei Jahre

© Erste Bank

„Nicht Gier wecken“

Erste-Vorstand Peter Bosek: Neu­ definition des Begriffes „Sparen“.

EU-Parlament fixiert Banker-Bezugslimit

© EPA

Mit Optimierungen

EU half schon 362 Banken in Finanzkrise © panthermedia.net/Boris Van Ostaeyen

Raiffeisen stärkt Kapital, arbeitet an den Baustellen

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ausgetauscht werden, wird der Austausch bis 2015 abgeschlossen sein. Wenn Kunden die Funktion des kontaktlosen Bezahlens nicht nützen wollen, kann dies mit einer Schutzhülle abgeschirmt werden; die Schutzhüllen seien in den Erste-Filialen erhältlich, heißt es. Nach der Erste Bank und Sparkassen ist die Volksbank mit dem Start Anfang Mai eine der nächsten Banken in Österreich, die Bankomatkarten mit NFC-Technik ausgeben. Ab Juli werden durch die generelle Kartentauschaktion Bankomatkarten mit NFC-Funktion verbreitet, so Marketingchef Ewald Url. „Da spätestens nach jeder fünften kontaktlosen Zahlung eine Code-Eingabe und das Stecken der Karte wieder notwendig ist, ist der Betrag sehr überschaubar.” Die Raiffeisen-Banken-Gruppe startete im Sommer 2011 als erste Bank mit der NFC-Technik bei Kreditkarten. Bei den Bankomatkarten werde man im 2. Quartal 2013 starten. Die Bank Austria bietet die Bankomatkarte mit NFC-Funktion ab Juli für ihre Kunden an und ab Oktober werden alle neuen Karten mit NFCFunktion ausgestattet. (APA)

Othmar Karas: Chefverhandler für das EU-Parlament.

Straßburg. Das EU-Parlament hat Dienstag in Straßburg endgültig die Bankenregulierung einschließlich der neuen Eigenkapitalrichtlinie und der Begrenzung von Banker-Boni mit einer Mehrheit von 608 gegen 33 Stimmen beschlossen. Der Vizepräsident und Chefverhandler des EU-Parlaments, Othmar Karas, erklärte, es habe sich gezeigt, dass gerade bei der Bekämpfung der Krise und der Stabilisierung der Finanzmärkte an einem Strang gezogen werde. „Wir müssen diesen Schwung jetzt mitnehmen zur Verwirklichung der Bankenunion und Fiskalunion sowie beim Kampf gegen Steueroasen und das Schattenbankensystem.” Dem Inkrafttreten der neuen Regeln für Banken stünde ab 1. Jänner 2014 nichts mehr im Wege. Konkret darf der BankerBonus künftig im Normalfall nicht mehr höher sein als das Grundgehalt. In Ausnahmefällen können Geldhäuser ihren Topleuten eine Prämie in doppelter Höhe des Grundgehalts zahlen. Zu dem vereinbarten Paket gehören auch schärfere Kapitalvorschriften für die Finanzbranche. (APA)


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40 – financenet

Freitag, 19. April 2013

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D.A.S. wächst 2012 um rund 4,2 Prozent

Ex-Uniqa-Vorstand Holzhauser Beratungsfirma Valued Asset gestartet: „Neue, innovativere Produkte sind nötig“

„Im Stillstand lauert für die Versicherer Gefahr“

D.A.S.-Vorstandssprecher Johannes Loinger: „Stabile Erträge“.

Wien. Der Rechtsschutzversicherer D.A.S. hat im Geschäftsjahr 2012 die Beitragseinnahmen um 4,2 Prozent erhöht und damit ein Bestandsvolumen von 62,4 Mio. € erreicht. Der Gewinn nach Steuern konnte um 22,6% auf über 3 Mio. € erhöht werden. Man habe mit der Strategie als Qualitätsanbieter in einem anspruchsvollen Markt-umfeld ertragsorientiert wachsen können, heißt es. Damit werde das Eigenkapital und damit auch die Stabilität des Unternehmens erneut gestärkt. „Das macht uns für Marktturbulenzen weniger anfällig“, so Johannes Loinger, Vorstandssprecher der D.A.S. Österreich. Die kombinierte Schaden-Kos-ten-Quote liege unter 96% zu Jahresabschluss. (red)

Axa verkauft in den USA-Tochter Mony Life Paris. Der französische Versicherungskonzern Axa verkauft seinen US-amerikanischen Lebensversicherer Mony Life für umgerechnet rund 810 Mio. € an den US-Konkurrenten Protective Life. Die Franzosen behalten aber ihr Vertriebsnetz in den USA, um dort weiterhin Lebens- und Rentenversicherungen zu verkaufen. Zugleich springt Protective als Rückversicherer für ein Axa-Lebensversicherungspaket ein. (APA)

Nordea-Gruppe plant Rückzug aus Polen

Wien. Werner Holzhauser, bis zum Vorjahr Vorstand beim Versicherer Uniqa Österreich und jetzt Geschäftsführer seines eigenen Beratungsunternehmens Valued Asset, fordert ein Umdenken im Umgang mit Vorsorge- und Versicherungskunden: „Seit dem Jahr 2008 hat sich die Welt völlig verändert, doch die Versicherer haben in den Jahren seit der Finanzkrise sehr wenig Innovationen gezeigt.“

Die Grundidee – und Grundlage von Valued Asset – laute: „Die Kunden haben ja Geld und wollen investieren; sie sind bereit, vom Denken in höchsten Renditen abzurücken, wenn sie dafür Sicherheit erhalten: konkret den Schutz vor Inflation.“ Und der Versicherer soll das Kapital der jeweiligen Neukunden entsprechend investieren: aber nicht nur in klassische Kapitalanlagen, sondern zum Beispiel in nutzbringende, nachhaltige InfrastrukturProjekte. „Ein Beispiel wäre ein Wasserkraftwerk in Österreich; die Themen sind hier Wertschöpfung in Österreich, Grüne Energie, Nachhaltigkeit, soziale Akzeptanz. Wichtig ist, dass das Projekt nicht von Förderungen abhängig, sondern nachhaltig am Markt erfolgreich sein muss.“

Keine Pleite, aber Lähmung Zwar kamen die Versicherungen im Gegensatz zu den Banken meist ohne Hilfe des Staats durch die Krise, doch nun lauert im Stillstand die größte Gefahr, warnt Holzhauser. Denn die Finanzbranche kann in Zeiten von Basel III und Solvency II und den übrigen, immer strenger werdenden Regeln aus Brüssel „eigentlich im Deckungsstock nur noch in Staatsanleihen investieren, ohne diese Investments zukünftig mit zusätzlichem Eigenkapital unterlegen zu müssen“. Sogar der langjährige Immobilienbesitz der Unternehmen gilt in dieser, vom Regulativ zukünftig geplanten, Betrachtungsweise als riskanter als Staatsanleihen – obwohl die Staatsverschuldung der Industriestaaten einen nie dagewesenen Rekordstand erreicht hat. Vor allem: Staatsanleihen werfen so gut wie keine Rendite mehr ab. Gleichzeitig haben die Versicherer ihre Kunden in der Vergangenheit aber an das Denken in Erträgen und Renditen gewöhnt. „Die Versicherer müssen natürlich ihre Bestandskunden pflegen, und weil sie große Deckungsstockvermögen aus der Vergangenheit verwalten – auch investiert in Staatsanleihen aus früheren Jahren, die höhere Renditen abwerfen

„Das ist mein Kraftwerk“ Mit einem solchen System könnte in Österreich neue, wichtige Infrastruktur entstehen. „Wir erreichen damit auch, dass wir bei langfristigen Versicherungslösungen etwas für den Kunden Greifbares haben.“ Gerade Leistungsinnovation funktioniere nur, wenn man sich nicht auf ein Problem allein fokussiert, sondern Bedürfnisse und Anforderungen aller Stakeholder analysiert. „Aus der Vernetzung dieser Bedürfnisse und Anforderungen entsteht Innovation und man entwickelt neue, nachhaltige Leistungspotentiale“, sagt Holzhauser, der nach dem Ausscheiden bei der Uniqa nicht nur Valued Asset gegründet, sondern gleichzeitig auch ein Executive MBA-Studium an der Uni St. Gallen begonnen hat. „Das ist mir besonders wichtig; Weiterbildung und damit die Horizonterweiterung ist das Fundament jeder neuen Idee.“ (gst)

© gst

© D.A.S./Foto Wilke

Versicherungsunternehmen durch Niedrigzinsen unter Druck, Produkte zum Angreifen als Abhilfe.

Werner Holzhauser: „Grüne Energie, Nachhaltigkeit, soziale Akzeptanz“.

–, ist das noch möglich.“ Gerade in diesem Bereich liege aber in Zukunft die Herausforderung: „Wie wird sich der Zinsmarkt weiterentwickeln?“ Ein weiteres großes Kapitel der notwendigen Leistungspflege sei die 2003 eingeführte Staatliche Zukunftsvorsorge. „Es müssen alle Eckpfeiler geprüft und neu ausgerichtet werden – ohne die bestehenden Kunden zu verunsichern. Die starren Vorgaben bzw. Einschränkungen, wo investiert werden darf, müssen aufgemacht werden. Der europäische Kapitalmarkt bietet eine wesentlich höhere Liquidität, notwendige Absicherungen sind wesentlich günstiger als in Österreich.“ Die Kürzung der staatlichen Förderung

sollte rückgängig gemacht und dafür die effektive Förderhöhe an der Einkommensteuer-Progessionsstufe der Vorsorgekunden ausgerichtet werden, sagt Holzhauser. Doch für diejenigen, die heute mit ihrer Vorsorge beginnen, müsse an etwas Neues gedacht werden: „Wir brauchen wieder Leistungsinnovation.“ Statt Kunden hohe Renditen zu versprechen, die mit dem neu angeschafften Deckungsstock nicht mehr verdient werden können, sollten Versicherer auf angestammte Werte setzen: Sicherheit – in neuer Form. „Die Kunden müssen sich in ihrem Produkt wiederfinden können, und die Versicherer wollen ja auch noch in fünf Jahren zufriedene Kunden haben.“

1. Quartal 2013 Performance bisher rund 2,2 Prozent

Inflationsschutz Mindestens 115,15 Prozent für Kunden

Wien. Die österreichischen Pensionskassen konnten für ihre Kunden im ersten Quartal 2013 durchschnittlich 2,19 Prozent Ertrag erwirtschaften. Damit wurde die Basis geschaffen, um 2013 an das starke Veranlagungsergebnis 2012 von plus 8,4 Prozent anzuknüpfen, so der Fachverband der Österreichischen Pensionskassen. Mit dem Ergebnis zeige man, dass man auf die Marktentwicklungen zu Beginn des Jahres gut reagiert habe.

Wien. Uniqa FinanceLife lanciert einen neuen Einmalerlag mit eingebautem Inflationsschutz. Bei Uniqa läuft dieses limitierte Produkt unter dem Namen „Inflationsschutz & Raiffeisen Bank International Invest IX“ und bei der Raiffeisen Versicherung unter „Inflationsschutz Raiffeisenbank International 07 2013“. Die vereinbarte Mindestauszahlung folgt aus der Veranlagung in einer Senior-Anleihe der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Warschau. Die schwedische Nordea-Gruppe wird sich nach Informationen der Zeitung Rzeczpospolita komplett aus Polen zurückziehen. Neben der Nordea Bank in Polen stünden auch der zugehörige Lebensversicherer Nordea Zycie sowie die Pensionsfonds OFE Nordea zum Verkauf. Unklar sei allerdings, ob diese getrennt oder im Paket angeboten würden, so das Blatt. Den Wert aller Nordea-Töchter in Polen schätzt die Rzeczpospolita auf zwischen 2,8 und 4,3 Mrd. Zloty (zwischen 681 Mio. und 1,046 Mrd. €). Die Nordea führe derzeit informelle Gespräche mit Interessenten. Interesse an der Bank könnte der polnischen Branchenführer PKO BP haben, heißt es. (APA)

Flaue Zeiten

Ein Kombinationsprodukt

Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte prägen weiterhin die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Allerdings führte die Stabilisierung an den Kapitalmärkten ab der zweiten Jahreshälfte 2012 zu einer steigenden Neuveranlagung in Aktien und Anleihen, welche sich im 1. Quartal 2013 fortgesetzt hat, so die Pensionskassen. Die Schwankungen an den Kapitalmärkten wurden spürbar geringer, Fundamentaldaten rücken wieder stärker in den Fokus der Investoren. Die Pensionskassen setzen auf einen ausgewogenen Veranlagungsmix;

Die neue Einmalerlagstranche kombiniere einen Inflationsschutz mit einer Mindestauszahlung. Damit bleibt die Kaufkraft des einbezahlten Nettobeitrags zum Ende der Laufzeit erhalten – egal, wie hoch die Inflationsrate ausfällt. Damit sei in der aktuellen Niedrigzinsphase schon viel gewonnen, heißt es. Petra Schausz und Thomas Jaklin, Vorstände der FinanceLife Lebensversicherung AG: „Wir kommen mit dem neuen Einmalerlag den Kunden entgegen, die verstärkt sicherheitsorientierte Pro-

Pensionskassen-FV-Obmann Andreas Zakostelsky: „Im Schnitt 2,19% Ertrag“.

dukte nachfragen.“ Durch die vereinbarte Mindestauszahlung können am Ende der Laufzeit von 15 Jahren und drei Monaten mindestens 115,15% des Nettobeitrags (0,92 Prozent p.a.) auf den Nettobetrag ausbezahlt werden. Überschreitet der um den Inflationsindex (ohne Tabakwaren) angepasste Nettobeitrag hingegen die Mindestauszahlung von 115,15%, wird der höhere Wert ausbezahlt. (red)

© Uniqa Group

Die Finanzgruppe Nordea soll aussteigen wollen (Bild: Warschau).

der langjährige Durchschnitt des Veranlagungsergebnisses betrage derzeit 5,65 Prozent. Ab sofort publiziert der Fachverband außerdem jeweils zu Beginn eines Quartals den Pensionskassenbrief als Information für die Öffentlichkeit. Insgesamt veranlagen die 17 Pensionskassen ein Vermögen von rund 16,25 Mrd. € per 31.12.2012 – man sei auch der größte private Pensionszahler Österreichs. (red)

© Fachverbandes der Pensionskassen

© panthermedia.net/tupungato

Pensionskassen mit Plus gestartet FinanceLife: Neuer Einmalerlag

Petra Schausz, FinanceLife: „Für ­sicherheitsorientierte Kunden“.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 19. april 2013 – 41

© Porr/AP/Tanzer

porr will aktie neu aufbauen

Das Jahr 2012 brachte den Turnaround, jetzt soll der Streubesitz an der Börse erhöht werden Seite 43

www.ehl.at

hauptsache terrasse oder garten

Der Drang ins Freie hält an, Garten oder Terrasse sind gesucht, so eine Immobilien.Net-Studie Seite 44

Wir leben Immobilien.

Immobilien managen ist mehr als Hausverwaltung

HAUSPREISE IN ÖSTERREICH Bundesland Wien Tirol Salzburg Niederösterreich Oberösterreich Burgenland Kärnten Vorarlberg Steiermark

© Panthermedia.net

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien

€/m² Wfl. 4.422 3.723 3.589 2.053 2.050 1.814 1.672 1.664 1.595

Quelle:

IMMO-AGS 10. April–17. April 2013

IATX (17.4.)

162,54

-1,79%

Wochentop S Immo 2,29% Wochenflop Atrium -4,01% Sparkassen Immobilien 2,29% Warimpex 0,71% CA Immobilien Anlagen -1,97% Immofinanz -2,29% conwert -2,46% Atrium -4,01%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 17.4.)

Top 5 Immofonds Henderson Asia-Pacific Morgan Stanley Asian Pro iShares Stoxx A/P. 600 Re FF - Asia Pacific Property ESPA Stock Asia-Pacific

9,66% 8,25% 8,21% 8,06% 7,73%

Flop 5 Immofonds USB (D) 3 Sector Real E. Wiener Privatbank Europe RP Global Real Estate T. DWS Immoflex Vermög. CS Sicav One(Lux) Equ. Gl.

-3,80% -2,71% -1,11% -1,04% -0,33%

© Palais Hansen Kempinski; medianet/Montage B. Qelaj

Monatstop Henderson A.-P. 9,66% Monatsflop USB (D) 3 Sect. -3,80%

Klaus Wiltschnigg, Stefan Jaitler: Seit heuer betreuen sie auch das Hansen Kempinsky Ringstrassen Palais.

Trends in der Liegenschaftsverwaltung Wie die Arealis-Chefs Klaus Wiltschnigg und Stefan Jaitler bei der Bewirtschaftung von Immobilien im Sinne ihrer „Hausherren“ denken und wirtschaften. Seite 42

10. April–17. April 2013

Beste Lage ist gut. Beste Lage mit aussicht ist Besser.

Wir geben Ihrem Geschäftserfolg neuen Raum. CERX (17.4.)

424,11

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inhalt Immo:Capital > Neue Förderperiode für die Photovoltaik Immo:Markets > Alpine mit Großauftrag in Deutschland

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Law&Order/People&Dates > „Immobilien-Steuer treibt Preise in die Höhe“ 45 > Baumesse „bauma“ hofft auf Aufschwung in USA 46

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42 – financenetreal:estate

Freitag, 19. April 2013

financenet@medianet.at

Top 5 Liegenschaftsmanager Arealis sieht Trend zu Nachhaltigkeit in der Bewirtschaftung von Immobilien

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Werterhaltung geht ganz klar vor schneller Rendite

© Panthermedia.net/Josef Muellek

Immobilienfonds an der Spitze der Skala

Arealis-Chefs Klaus Wiltschnigg und Stefan Jaitler wachsen beständig und managen über 1,3 Mio. m². Wien. „Knappe 11.000 Bestandeinheiten und 1,35 Mio m�, alle Arten von Liegenschaften zusammengefasst, werden derzeit von uns entweder als klassische Hausverwaltung oder andererseits als Asset-Manager betreut“, erzählt Arealis-GF Stefan Jaitler im medianet-Gespräch. Gemeinsam mit GF-Kollegen Klaus Wiltschnigg und etwa 50 Mitarbeitern bietet Arealis all jene Dienstleistungen rund um eine Immobilie, die heute als Full-Service-Liegenschaftsmanager unumgänglich sind: „Klassische Hausverwaltung, ausgelagertes Asset-Management der übertragenen Objekte oder Immo-Porfolien (z.B. Wiener Städtische, Erste Bank, etc.), Baumanagement, Facility-Management, Bewertung von Objekten und Portfolien, Maklertätigkeit für die eigenen Objekte, etc“, ergänzt GF Klaus Wiltschnigg.

Wien. Im März wiesen von den insgesamt 1.639 österreichischen Fonds, die schon seit mindestens einem Jahr am Markt sind, 1.517 (1.483) eine positive Einjahres-Performance auf. Nur 166 (119) Fonds lagen im Minus, so die VÖIGStatistik. Die durchschnittliche einjährige Performance der Fonds stieg per Ende März im arithmetischen Mittel – also ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien – auf 6,49 (5,19) Prozent. Gemessen an der Dreijahres-Sharpe-Ratio, haben wie gewohnt Immobilienfonds am besten abgeschnitten: Die beiden SemperReal Estate-Fonds lagen mit einer Sharpe-Ratio von 8,57 (T) bzw. 8,56 (A) an der Spitze der Statistik. Dahinter der „Real Invest Austria” der Bank Austria Real Invest mit 6,38 (A) bzw. 6,37 und der „Raiffeisen-Immobilienfonds” mit 4,94 (A) bzw. 4,93 (T). 235 (172) Fonds wiesen per Ende März eine negative Sharpe-Ratio auf. (APA)

© EPA

USA: Die Erholung am Häusermarkt dauert an

US-Wohnungsmarkt: 1,036 Mio. neue Baubeginne.

Washington. Die Erholung am US-Immobilienmarkt beschleunigt sich leicht. Die Zahl der Wohnbaubeginne stieg im März auf das Jahr hochgerechnet um sieben Prozent auf 1,036 Mio. und damit auf den höchsten Stand seit 2008, wie das US-Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Plus auf 930.000 gerechnet. Die Baugenehmigungen hingegen sanken zum Vormonat um knapp vier Prozent auf 902.000. (APA)

Hansen Kempinsky

Klaus Wiltschnigg, Stefan Jaitler, Arealis Liegenschaftsmanagement GmbH: „Synergien der großen Portfolios auch für Private“.

„Besonders gefreut haben wir uns, dass wir seit Februar auch das ‚Hansen Kempinsky Ringstrassen Palais‘ betreuen dürfen”, so Jaitler, „aber auch viele kleinere, einzelne Liegenschaften haben unser organisches Wachstum vorangetrieben.“ Die Firmenstrategie fasst Klaus Wiltschnigg mit „Synergien für die großen Player heben und gleichzeitig auf dem freien Markt zu reüssieren, das ist die Strategie der Arealis Liegenschaftsmanagement GmbH“ zusammen. Sie wurde 2006 von Wiener Städtischer Versicherung und der Erste Bank-Tochter Immorent/Erste Gruppe gegründet und verwaltet deren wachsendes Immobilienvermögen. Zwei Drittel des Geschäfts entfallen auf Städtische und Erste, der

Rest auf viele kleinere und größere Immobilieninvestoren. „Die Kunden sehen uns als verlässlichen Partner, was auch durch die Eigentümer unterstrichen wird. Wir sind ein junges und dynamisches Unternehmen, das aber auch die Tradition von ‚Erster‘ und ‚Städtischer‘ verinnerlicht hat“, so Jaitler. Arealis sieht auch vermögende Privatpersonen, Stiftungen usw. als Zielgruppe für ihr Dienstleistungsportfolio. Durch die große Zahl an betreuten Objekten entfaltet man eine beträchtliche Vermittlungstätigkeit für Immobiliensuchende. Was die verwalteten Objekte betrifft, so ist alles dabei: klassische Mietwohnungen ebenso wie Vorsorgewohnungen, Büros und Produktionsstätten.

„Es kommt viel rein, gleichzeitig sind die Zeiten aber auch für Verkäufer gut“, wird betont. Während die Märkte für institutionelle Investoren schwieriger geworden sind – die erzielbaren Renditen sind angesichts hoher Preise niedrig –, stehen für Privatpersonen vor allem Wohnbedürfnisse und Sicherheit im Vordergrund, so Klaus Wiltschnigg. „Die kurzfristig optimierten Renditen sind für fast alle unsere Kunden weniger wichtig als der langfristige nachhaltige Wertbestand der Immobilie; die Sicherheit der Investition steht im Vordergrund“, so Arealis-GF Stefan Jaitler. „Das haben wir von unseren Gesellschaftern in die Wiege gelegt bekommen“, so Wiltschnigg, „und davon

profitiert auch jeder private Hausbesitzer unter unseren Kunden, sei es bei Thema Instandhaltungsinvestitionen, Energieeffizienz, der Betriebskostenabrechnung, aber auch den immer anspruchsvoller werdenden gesetzlichen Vorschriften der Mietrechtsgesetzgebung, etc.“

Arealis GmBh Die Arealis Liegenschaftsmanagement GmbH wurde 2006 von Wiener Städtischer Versicherung und der Erste Bank-Tochter Immorent gegründet und verwaltet deren Immobilienvermögen. „Mit den großen Portfolios im Rücken, bieten wir Top-Qualität auch für private Immo-Investoren“, sagen die GFs Stefan Jaitler und Klaus Wiltschnigg.

Frisches Geld Corporate Bond über 300 Millionen Euro

Mietrechtsgesetz Justizministerin Karl, AK mit Vorstößen

Wien. Die von Wienerberger angekündigte Anleihe über 300 Mio. € ist mehrfach überzeichnet, teilte das Unternehmen mit. 75% seien an Investoren außerhalb Österreichs gegangen. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren, einen Kupon von vier Prozent und wird zu 99,254% emittiert. Wienerberger hatte Ende des Geschäftsjahrs 2012 einen Verschuldungsgrad von 26% und erwartet durch den Abschluss der Transak-

Wien. Das Thema „Mieten“ wird immer mehr das zentrale Wahlkampfthema: Justizministerin Beatrix Karl kündigt an, über Adaptierungen beim Mietrechtsgesetz nachdenken zu wollen. Unterdessen fordert die Wiener Arbeiterkammer (AK) wie schon vorher SPÖ-Spitzenpolitiker Vereinfachungen und neue Preisbremsen beim Mietrecht: Die AK hat nach eigenen Angaben in einer Studie 150 Inserate ausgewertet, in denen Altbauwohnungen zur Miete angeboten worden sind. Das Ergebnis: Befristete Mietwohnungen seien um mehr als drei Viertel teurer als erlaubt, unbefristete Apartments kosten um ein Drittel mehr. Grund seien ungerechtfertigte Aufschläge zum Mietzins.

Wienerberger punktet mit Anleihe

OÖ: Kinderlärm ist kein Klage-Grund mehr

tion keine Erhöhung der Nettoverschuldung, heißt es.

Eventuell Zukäufe Mit dem Geld aus der Anleihe will man bestehende Verbindlichkeiten refinanzieren, das operative Geschäft finanzieren, die Liquidität verbessern sowie „bei Bedarf kleinere Akquisitionen zur Stärkung von Marktpositionen” bezahlen. (red/ag)

Wohnrecht wird zentraler Zankapfel nung liege bei 5,16 € pro m�. Bei einem befristeten Vertrag seien es 3,87 € pro m�, da 25% abgezogen werden müssten. Anhand der Lage und der in den Inseraten genannten Merkmale – zum Beispiel, ob es einen Lift gibt oder in welchem Stockwerk die Wohnung liegt – werden die Zuschläge ermittelt. Die AK verlangt nun klare Mietobergrenzen und weniger Befristungen. (red/APA)

Wienerberger-Chef Heimo Scheuch: Anleihe gefragt, Geld stärkt die Struktur.

„Ein Durchschnitts-Arbeitnehmer mit einer befristeten Wohnung arbeitet gute zwei Monate im Jahr nur für das, was der Vermieter zu viel einstreift”, so Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik. Der gesetzliche Richtwert für eine durchschnittliche Altbauwoh-

© APA/Herbert Pfarrhofer

Senkung gefordert

© APA/Georg Hochmuth

Linz. Im neuen OÖ-Baurecht spielt Kinderlärm keine Rolle mehr: Geräuscheinwirkungen fallen nicht mehr unter den Begriff „schädliche Umwelteinwirkungen”. Einwendungen deswegen sind im Bewilligungsverfahren künftig nicht länger möglich. Anlass für die Gesetzesänderung war ein Streit nach einem Baubewilligungsverfahren für einen Kindergarten in Wels. Oberösterreich ist das erste Bundesland, das entsprechende Klagen unterbindet. (APA)

© medianet

chris radda

Fondsmarkt: Offene Immofonds bei Sharpe-Ratio vorne (Bild: Wien).

Justizministerin Beatrix Karl: „Kleine Änderungen noch vor den Wahlen“.


i m m o : C a p i ta l

Freitag, 19. April 2013

financenetreal:estate – 43

financenet@medianet.at

Kapitalerhöhung geplant Bauriese ist in die Gewinnzone zurückgekehrt, will seiner Börsenotiz neues Leben einhauchen, Institutionelle anlocken

Ein Neustart für die Porr-Aktien Wien. Der börsennotierte Baukonzern Porr erwartet heuer „weiteres, stabiles Wachstum – in jeder Hinsicht der Kennzahlen, da sind wir optimistisch”, so Unternehmenschef Karl-Heinz Strauss. Allerdings will er die Porr-Aktie „börsenfähig” machen und Kapital aufstocken. Eine erste Anhebung sei 2013 „aus dem bestehenden Kapital” geplant. „Dann folgt eine weitere – je nach Börsenumfeld.”

Mehr Liquidität Die Stammaktien, Vorzugsaktien und Kapitalanteilsscheine sollen im Verhältnis 1:1 „zusammengeführt” werden. Die Porr hat den Angaben zufolge rund 288.000 Aktien im Umlauf. Um die Liquidität der Aktie zu verbessern, soll der Streubesitz „auf deutlich mehr als jetzt – auf über zehn Prozent” erhöht werden, „damit auch institutionelle Investoren die Porr ins Portfolio nehmen können”, so Strauss. Derzeit befinden sich nur 8,17 Prozent der Aktien im Free Float.

An der Mehrheit des derzeitigen Haupteigners soll aber nicht gerüttelt werden – ein Syndikat aus Strauss-Gruppe und Ortner-Gruppe hat derzeit laut Strauss „knapp unter 75 Prozent der Aktien – das wird auch so bleiben und ist auf zehn Jahre unkündbar geschlossen”.

Turnaround geschafft Auch Renaissance Construction, Wiener Städtische u.a. sind beteiligt (s. Kasten). Das Syndikat werde bei den Kapitalerhöhungen mitziehen und nie unter 52 oder 53 Prozent fallen, sodass „die Mehrheit

beim Syndikat bleiben wird”, sagt Strauss. Im Jahr 2012 hat Porr einen Nettogewinn von 18 Mio. Euro erzielt, nach einem Verlust von 70,2 Mio. Euro im Jahr davor. Die Produktionsleistung blieb mit 2,891 Mrd. Euro (-0,5 Prozent) nahezu stabil, die Umsatzerlöse stiegen um 4,6 Prozent auf 2,315 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) wurde auf 103,8 Mio. Euro (nach -10,8 Mio.) ins Plus gedreht. Der Betriebsgewinn betrug 53,8 Mio. Euro (-40,5 Mio. Euro). Der Vorstand plant die Ausschüttung einer Dividende von 1,25 Euro je Aktie. (red/APA)

© Porr/APA-Fotoservice/Tanzer

Um die Liquidität der Aktie zu verbessern, soll Streubesitz deutlich steigen.

Porr-Chef Karl-Heinz Strauss will die Aktie wieder „börsefähig machen“.

facts Wem Bauriese Porr gehört Ein Syndikat aus Strauss-Gruppe und Ortner-Gruppe hält laut Porr-Chef Strauss knapp unter 75 Prozent der Porr-Aktien; der Geschäftsbericht 2012 weist konkret einen Anteil von 70,60 Prozent aus. Weitere Anteile entfielen im Vorjahr auf Renaissance Construction AG (7,78 Prozent), Wiener Städtische Versicherung (6,70 Prozent), Porr-Management (4,05 Prozent) und Wiener Stadtwerke Holding (2,72 Prozent). Die starken Märkte Im Geschäftsjahr 2012 hat Porr eine Produktionsleistung von rund 2,9 Mrd. Euro erwirtschaftet und damit Vorjahresniveau erreicht. In den wichtigsten Heimmärkten konnte die Leistung sogar ausgebaut werden, heißt es. Beim Auftragsbestand verzeichnete Deutschland ein Wachstum von 83 Prozent; auch in Österreich und Tschechien gab es Zuwächse. Insgesamt hat Porr den Auftragsbestand 2012 um 22 Prozent auf rund EUR 3,4 Mrd. Euro gesteigert.

Förderung Photovoltaik

Neu: PV-Tranche Wien. Die neue Fotovoltaik-Förderaktion des Klima- und Energiefonds ist gestartet: Noch bis 30. November stehen 36 Mio. € zur Verfügung. „Damit können rund 24.000 neue Anlagen gefördert werden; zudem kommt ein neues, verbessertes Einreichmodell zum Einsatz”, so Umweltminister Niki Berlakovic. Mit der Förderung sei es in den vergangenen Jahren gelungen, 18.500 Anlagen zu installieren. Der Ablauf sei außerdem stark vereinfacht worden. (red)

Familien? Planung!

© Klima- und Energiefonds/APA-Fotoservice/Preiss

Die Stadt Wien baut vor: Kreative Wohnkonzepte für unterschiedliche Lebenssituationen Der wohnfonds_wien fördert im Auftrag der Stadt Wien flexible Wohnprojekte. Denn das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Alters, in veränderlichen Lebensphasen und mit vielfältigsten individuellen Bedürfnissen erfordert flexible Konzepte. Die Wohnungsgrundrisse müssen ebenso vielfältig nutzbar sein wie die Gemeinschaftsräume und Freiflächen.

gut für sie. schön für wien. Umweltminister Berlakovich: 24.000 neue PV-Anlagen werden gefördert.

www.wohnfonds.wien.at

fonds für wohnbau und stadterneuerung


immo:markets

44 – financenetreal:estate

Freitag, 19. April 2013

financenet@medianet.at

Immobilien.Net Immer mehr Wohnungssuchende streben nach Rückzugsgebiet in Form einer neuen Immobilie

short

Österreicher wünschen sich Platz für Erholung

© Alpine/Sabine Hauswirth

Alpine sichert sich Deutschland-Auftrag

Terrasse und Garten führen Wunschliste an, gefolgt vom Bedürfnis nach Balkon, Loggia oder Park. Fritz Haslinger

Alpine-Chef Arnold Schiefer: Neuer Großauftrag in Deutschland.

Wien. Speziell jetzt, wo der Frühling da ist, die Sonne mit Wärme und Wohlfühlcharakter erfreut, zieht es wieder vermehrt Menschen aus ihren vier Wänden ins Grüne hinaus. Die Sehnsucht, die Freizeit an der frischen Luft zu verbringen, wirkt sich natürlich auch auf die Immobiliensuche aus.

Wien/Wals/Berlin. Der mit einem Forderungsverzicht der Banken gerettete Baukonzern Alpine, der zur spanischen Fomento de Construcciones & Contratas (FCC) gehört, hat sich einen 56 Mio. €-Auftrag in Berlin gesichert. Die Alpine Bau Deutschland AG, eine Tochter der Baugruppe, wird in Berlin-Mitte 345 Mietwohnungen und 180 Tiefgaragenplätze realisieren. Die Baugenehmigung für das Projekt „Markgrafenkarree“ ist seitens des Berliner Bezirksstadtrats Carsten Spallek erteilt, so Unternehmenssprecher Johannes Gfrerer. (APA/fh)

Laut einer aktuellen Umfrage von Immobilien.Net wünscht sich eine überwältigende Mehrheit von 95 Prozent der Wohnungssuchenden in Österreich Freiflächen in ihrer nächsten Immobilie. Dabei steht ganz oben auf der Wunschliste die Terrasse mit 64 Prozent. An zweiter Stelle mit 54 Prozent liegt des Österreichers Wunsch nach einer Immobilie mit eigenem Garten. Mit 44 Prozent folgt bereits etwas abgeschlagen, wenngleich noch immer sehr beliebt, der Wunsch nach einem Balkon. Und 26 Prozent der 750 bei der Umfrage befragten Wohnungssuchenden sehen einen Park in der Nähe der eigenen vier Wände als idealen Freiraum. Rund 20 Prozent der Teilnehmer bekennen sich zu einen Pool oder zur Loggia als Immobilien-Wunschergänzung. Lediglich fünf Prozent der Österreicher sind auch ohne zusätzliche Freifläche mit ihrer Immobilie glücklich.

ImmobilienScout24 mit Gewerbeimmobilien Wien. Im zweiten Jahr nach seinem Start in Österreich bietet „ImmobilienScout24“ jetzt neben Wohnimmobilien auch Gewerbeobjekte an. Interessenten können nach Gesamtbudget und Quadratmeterbudget suchen. Großbüros mit flexibel unterteilbaren Flächen können auf einmal eingestellt werden, Suchende sehen sowohl die Gesamt- wie die potenziell verfügbaren Einzelflächen. Der Markt bei Gewerbeimmobilien ist in Österreich im internationalen Vergleich durch ein geringes Angebot und wenig Nachfrage gekennzeichnet, heißt es: „Gerade im Vergleich zu Deutschland gibt es kaum vorhandene Freiflächen. Für die Aufschwungphase, die voraussichtlich nicht vor 2015/2016 zu erwarten ist, sollten bereits jetzt die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden“, sagt Patrick Schenner, Geschäftsführer von ImmobilienScout24 Österreich. (fh)

Sehnsucht nach Privatraum „Die meisten Österreicher haben eine Sehnsucht nach einem privaten Rückzugsgebiet. Gleichzeitig gibt es in unserem Land auch eine große Naturverbundenheit. Deshalb ist der Wunsch nach dem

Was in Salzburg vielerorts den Wohnungswünschen der Österreicher entspricht, ist in anderen Bundesländern noch Wunsch.

eigenen kleinen Rückzugsgebiet unter freiem Himmel so stark“, sagt Maria Bürger, Marketingleiterin bei Immobilien.Net, zum großen Bedürfnis nach Freiflächen bei Immobilien.

Erholung als Primärfaktor Bei der Begründung des Wunschs nach Freiräumen in der eigenen Immobilie sind sich die Österreicher einig: Erholung dominiert den Rückzugsgedanken. Knapp 90 Prozent aller Befragten nannten Ruhe und Entspannung als die wichtigsten Gründe für die Suche nach Immobilien mit Terrasse, Balkon oder Garten. Und 80 Prozent wünschen sich einen Ausblick, der von

den eigenen Freiflächen aus genossen werden kann.

Aktive Nutzung unbeliebt Weitaus weniger beliebt ist laut der Umfrage die aktive Nutzung von Freiraum. Nur knapp jeder zweite Befragte gab an, grillen (49 Prozent) oder sein eigenes Gemüse anpflanzen zu wollen (50 Prozent). Und am unteren Ende der Skala findet sich der Wunsch nach einem eigenen Pool. Das heißt, lediglich 20 Prozent würden eine Schwimmmöglichkeit als wichtigsten Punkt bei der eigenen Freifläche empfinden. „In unserer hektischen Arbeitswelt ist den Menschen vor allem Ent-

spannung und Ruhe als Ausgleich wichtig; das schlägt sich auch bei der Immobiliensuche durch. Freiräume sollen Erholung bieten und zum Relaxen einladen“, meint Bürger die Ergebnisse der User-Umfrage von Immobilien.net interpretieren zu können.

Größte Österreich-Plattform Seit der Gründung 1994 ist Immobilien.Net der Vorreiter der Immobilienplattformen Österreichs. Über 1.000 aktive Kunden (Makler, Bauträger und sonstige professionelle Immobilienanbieter) sind auf Immobilien.Net vertreten. Das Onlineportal verzeichnet monatlich mehr als 725.000 Besuche.

Rautendach Ab 2014 wird das signifikante 35.300 m² Stahldach Bahnreisende in der Bundeshauptstadt begrüßen

Unger in finaler Hauptbahnhof-Bauphase

Hochbau 2013 besser als im Jahr davor

© APA/Herbert Neubauer

Wien. Im Februar 2013 startete die Unger Gruppe die finale Bauphase der partiell transluzenten Dachkonstruktion des neuen Hauptbahnhofs Wien, die alle Bahnsteige, Gleise und Gebäude überspannen und sowohl am Tag als auch in der Nacht für einzigartige Lichteffekte sorgen wird. „Mit der erfolgreichen Verbindung der Rautenteile wird dem international bedeutsamen Megaprojekt ‚Hauptbahnhof‘ ein

Am Bau: Realer Zuwachs soll heuer rund 0,6 Prozent betragen.

starkes Dach voller Symbolkraft verliehen. Unger ist stolz darauf, auch mit diesem imposanten Referenzprojekt das moderne und urbane Stadtbild Wiens langfristig positiv zu prägen“, erklärt Geschäftsführer Josef Unger.

Zentraler Knotenpunkt Mit dem neuen Hauptbahnhof entsteht in Wien ein zentraler Kno-

tenpunkt im transeuropäischen Schienennetz. Durch die hochgelegte neue Streckenführung können Zugreisende, die in Zukunft in Wien ankommen oder durchreisen, zuerst einmal das Stadtpanorama genießen, um dann von dem signifikanten und bereits weithin sichtbaren Dach des Hauptbahnhofs, einem Wahrzeichen moderner Mobilität und Funktionalität, begrüßt zu werden. „Dieses neue markante StahlbauProjekt – eine technische und logistische Meisterleistung – prägt das moderne Stadtbild Wiens und fügt sich gleichzeitig harmonisch in die historische Umgebung und Architektur ein“, ergänzt Unger.

Bauphasen liegen im Plan © ÖBB Roman Bönsch/Unger SteelGroup

Wien. Im Vergleich zum ersten Quartal 2012 gibt es in Österreich laut Sparte Bauindustrie in der Wirtschaftskammer heuer im Vergleichszeitraum eine leichte Belebung. Anfang 2012 habe es vor allem im Wohnbau und damit im Hochbau weniger Aufträge als aktuell gegeben. Der Rückgang der Baubewilligungen lasse auf eine Abschwächung in den kommenden Perioden schließen. Insgesamt wird heuer ein geringer Real-Zuwachs der Bauproduktion von rund 0,6 Prozent erwartet. (APA/fh)

© Panthermedia.net/Hirotaka Ihara

Terrasse oder Garten

Hauptbahnhof Wien: Unger Steel Group mit „starkem Dach voller Symbolkraft“.

Die 2011 begonnene erste Bauphase wurde Ende April 2012 abgeschlossen. Acht der 14 Rautendächer sowie drei der fünf Einzelbahnsteigdächer sorgten für 60% des abgeschlossenen Stahlbaus. Die zweite Bauphase mit den finalen Montagearbeiten startete im Februar 2013 und in den nächsten

Monaten werden die restlichen sechs der 14 Rautenfachwerke eingehoben. Aktuell werden das vierte und fünfte Einzelbahnsteigdach montiert und die Einrichtungen für Hochspannungs- und Fahrleitungen installiert. Bis Ende August sollen neun Rauten und alle fünf Einzelbahnsteige sowie das ‚Vordach Süd‘ fertig montiert sein. Die finale Etappe mit dem Einhub bzw. der Montage der letzten Raute beginnt November 2013 und soll im November realisiert sein.

7.000 Tonnen verarbeitet Für die Fertigstellung des gesamten Dachtragwerks, welches eines der größten nationalen Projekte für die Unger Gruppe darstellt, werden rund 338.380 Schraubengarnituren benötigt. Die Gesamttonnage beläuft sich auf circa 7.000 t, davon rund 3.423 t Bleche und 3.461 t Profile. 10 bis 20 Monteure agieren vor Ort mit höchster Präzision, um jedes der komplexen Rautendächer fehlerfrei zusammenzufügen, heißt es bei Unger. (red)


l aw & o r d e r

Freitag, 19. April 2013

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

Neue Immobilienertragsteuer treibt Preise hoch Immobilienverkäufer holen sich 25%ige Steuer von den Käufern, sagt Notar Klaus Baumgartner

„Die Immo-Steuer wird einfach auf die Preise aufgeschlagen“

Sowohl für Käufer wie für Verkäufer von Immobilien bringt neue Steuer eine Reihe von Tücken, auf die es sich vorzubereiten gilt. Wien. Grundsätzlich betrifft die Immobilienertragsteuer (ImmoESt) vor allem Private: Sie müssen auf alle Immobilienverkäufe 25% des Gewinns abführen. Es gibt nur wenige Ausnahmen; so ist etwa der eigene Hauptwohnsitz ausgenommen – doch gerade da drohen zahlreiche Tücken, warnt der Wiener Notar Klaus Baumgartner. Generell ist Baumgartner mit der neuen Steuer unzufrieden. Sie muss nämlich von den Notaren oder Rechtsanwälten berechnet und abgeführt werden, was einen großen Aufwand bedeutet: „Da wurde eine ureigenste Aufgabe des Staats, nämlich die Steuereintreibung, auf die Berater abgewälzt.” Der Grundgedanke war Geldbeschaffung für das Bundesbudget, und weil es schnell gehen musste, wurde anscheinend im Detail von Gesetzgeber und Fiskus nicht alles gut durchdacht und entsprechend vorbereitet: In den ersten beiden Jännerwochen funktionierte noch nicht einmal die Software, die der Fiskus für die neue Steuer vorgesehen hat. Inzwischen klappt das zwar, doch sind bereits etliche Zweifelsfragen rechtlicher und steuerlicher Natur im Zusammenhang mit der neuen Steuer aufgetaucht, warnt Baumgartner: „Gerade bei den Befreiungen lauern einige Tücken.”

offiziell einen anderen Hauptwohnsitz. Gründe dafür können unter anderem das Wiener Parkpickerl (für Anrainer), die Wahl des gewünschten Kindergartens oder der gewünschten Schule für die Kinder, Förderungen usw. sein. Gerade Personen mit mehreren Wohnsitzen sind betroffen. „Hier ist sehr anzuraten, die gesamte Dokumentation in Ordnung zu halten und an alle diese Dinge schon vorher zu denken”, mahnt Baumgartner. Aufpassen heißt es auch, wenn – wie meist üblich – die eigene Wohnung schon im Vorhinein verkauft wird, um mit dem Erlös die neue Wohnung oder

„Bei der Vorbereitung des Immobiliengeschäfts muss auf neue genommen werden.“ klaus baumgartner, notar

© Baumgartner

Fallstricke Bedacht

Notar Klaus Baumgartner: Rechtsfragen u.a. bei Hauptwohnsitz-Steuerbefreiung.

das neue Haus mitzubezahlen. Die Finanz verlangt, dass tatsächlich der Wohnsitz zur neuen Immobilie verlegt wird – doch wie rasch muss das geschehen? „Was passiert zum Beispiel dann, wenn noch ein Jahr bis zur Fertigstelllung des neuen Hauses vergeht? Hier sind noch viele Dinge nicht geklärt.” Ein gerade für Unternehmer wichtiger weiterer Punkt: Die Finanz verlangt, dass eine Immobilie zu mindestens zwei Dritteln privat genutzt sein muss, um die Hauptwohnsitzbefreiung zu gewähren. Dort, wo Selbstständige in der Ver-

Von der Steuer getroffen So darf man zwar den eigenen Hauptwohnsitz steuerfrei verkaufen. Doch da fängt das Problem schon an: Viele Österreicher sind derzeit gar nicht an ihrem wahren Hauptwohnsitz gemeldet, weil sie vielleicht vergessen haben, den letzten Umzug am Meldeamt bekanntzugeben. Oder sie haben aus Gründen ihrer Lebensumstände

gangenheit gegenüber der Steuer großzügig einen hohen Anteil betrieblicher Verwendung angegeben haben, kann ihnen das jetzt auf den Kopf fallen. Auch bei großen Grundstücken gilt die Hauptwohnsitzbefreiung nur für das Gebäude und einen Teil des Grundstückes (1.000 m�), nicht aber für den Rest von Grund und Boden.

rung von Bagatellgrenzen könnte hier viele Probleme lösen”, sagt Baumgartner. Ein Beispiel: Wird in einem Wohnblock von 150 Eigentumswohnungen die Hausbesorgerwohnung verkauft, so muss für alle 150 Wohnungseigentümer (die vor dem Gesetz ja alle Miteigentümer der Hausbesorgerwohnung sind) jeweils getrennt die ImmoESt errechnet werden – für Notar oder Rechtsanwalt ein Horrorjob. Oder wenn die Gemeinde Wien ihre Kleingärten an die Mieter verkauft, zahlt sie ImmoESt an die Republik

Mit Projektmanagement „Generell muss man sagen, dass der Gesetzgeber bei den Ausnahmen zu kleinlich war. Die Einfüh-

Bis zu 6 Jahre Karl Petrikovics als „Mastermind“

20.000 m² Bürofläche Bürgermeister lobt neue Skyline

Wien. Mit drei Schuldsprüchen ist am Wiener Straflandesgericht nach einem beinahe zwölfstündigen Sitzungsmarathon der ImmofinanzProzess gegen die drei angeklagten früheren Manager der Constantia Privatbank- und ImmofinanzGruppe, Karl Petrikovics, Helmut Schwager und Christian Thornton in erster Instanz zu Ende gegangen. Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Claudia MoravecLoidolt verurteilte „Mastermind” Petrikovics wegen Untreue zu sechs Jahren unbedingter Haft, Schwager erhielt 4,5 Jahre unbedingt.

Wien. Am Standort der ehemaligen OPEC-Zentrale am Wiener Donaukanal ragt nun das neue Raiffeisen-Hochhaus 78 m in den Himmel: Wiens Bürgermeister Michael Häupl und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll haben diese Woche den 84 Mio. € teuren Bau, ein Öko-Vorzeigeprojekt, eröffnet. Genutzt wird das Haus v.a. von der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und einigen ihrer Beteiligungsunternehmen.

Immofinanz-Prozess: Haftstrafen Das bedeutet, dass für Petrikovics und Schwager die Strafen noch höher ausfallen oder ganz wegfallen könnten. Für Thornton hingegen kann das Urteil - mangels Rechtsmittel des Staatsanwalts nicht mehr verschlechtert werden, ihm bleibt also das Gefängnis erspart. Petrikovics meinte nach dem Urteil, es sei nicht gelungen, „dem Gericht unsere Argumente und meine Verantwortung ausreichend klar zu machen“. (red/APA)

auf 21 Stockwerke. Zudem beherbergt der Richtung Kanal spitz zulaufende Stahl-Glas-Komplex einen Betriebskindergarten, Café, Tiefgarage usw. Rund 900 Mitarbeiter finden im neuen Gebäude Platz, die Übersiedelung konnte rund um den Jahreswechsel abgewickelt werden. Das Neo-Hochhaus schließt jene Lücke, die zwischen Raiffeisen-Haus und IBM-Gebäude seit dem Abbruch der OPEC-Zentrale klafft. (red/ag)

Mit Gastrecht

Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics und Vorstandskollegen verurteilt.

Häupl und Pröll überreichten im Rahmen der Feier dem Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, Erwin Hameseder, und Ex-Raiffeisen-General Christian Konrad Brot und Salz (ein traditionelles Geschenk zum Einzug). Pröll: „Raiffeisen ist eine Ideologie, wo es darum geht, die Solidarität entsprechend hoch zu halten.” Häupl zeigte seine Freude über die wachsende Skyline am Donaukanal, in die sich nun das neue RaiffeisenHaus einreiht: „Denn das heißt, die Wirtschaft in Wien prosperiert.” 20.000 m� Bürofläche verteilen sich

facts Im Wirtschaftsnotariat Klaus Baumgartner führt in dritter Generation das Notariat Landstraßer Hauptstraße 58 in Wien. Als Wirtschaftsnotariat ist man nach eigenen Angaben vor allem im Gesellschaftsrecht und Wirtschaftsrecht mit dem Schwerpunkt Liegenschaftsrecht tätig. Kunden sind vor allem Klein- und Mittelunternehmen sowie Familienunternehmen (www.baumgartner-notar.at).

short

CMS: Standardklauseln für grüne Mietverträge Wien. CMS hat den e-Guide „Green Lease Clau­ses in Europe – a prac­tical approach“ online veröffentlicht. Dafür unter­suchte man euro­pa­weit die Ver­trags­pra­xis bei „grü­nen Miet­ver­trä­gen“ und for­mu­lierte 20 Stan­dard­klau­seln. (red)

Tschechien reformiert Wirtschaftsgesetze Prag. Ab 2014 gibt es in Tsche­ chien das „Gesetz über Kapi­tal­ ge­sell­schaf­ten“. Es hat Aus­wir­ kun­gen auf fast alle Berei­chen des Geschäfts­le­bens, warnt Tay­lor­Wes­sing e|n|w|c. (red)

Gewerbeordnung wird demnächst reformiert © APA/Hans Punz

© APA/Helmut Fohringer

Zu wenig für tätige Reue Nur Thornton kam mit einer bedingten Haftstrafe von 2 Jahre davon, mit dreijähriger Probezeit. Die Urteile sind allesamt nicht rechtskräftig: Staatsanwalt Volkert Sackmann hat gegen die Urteile über Karl Petrikovics und Helmut Schwager Strafberufung angemeldet. Alle drei Angeklagten, Petrikovics, Schwager und Christian Thornton haben volle Rechtsmittel (Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde) angemeldet.

Neues Raiffeisen-Haus ist fertig

Österreich – die sie sich natürlich später über den Finanzausgleich wieder zurückholt. „Für mich als Notar bedeutet die neue Lage mehr denn je, dass bei einer Immobilientransaktion Projektmanagement gefragt ist. Heute sitzt jeder dank Internet auf einem Berg von Informationen, die er aber nicht in einen Zusammenhang bringen kann. Wir klären daher am Anfang, welche Schritte und welche Information notwendig sind, leiten den Projektfortschritt und stellen sicher, dass der Zeitplan eingehalten wird”, sagt Baumgartner. Besonders viele Gestaltungsspielräume tun sich naturgemäß bei Selbstständigen auf. So kann es nützlich sein, mehrere Immobilien in Form einer Vermögensverwaltungs-GmbH zu halten. Denn der Verkauf dieses Unternehmens löst die ImmoEst nicht aus. Für Private gibt es dagegen wenig Möglichkeiten, der neuen Steuer zu entgehen. Besonders überrascht sind viele, wenn sich bei einer Erbschaft eine der großen Fallen der neuen Steuer herausstellt: Ob der Erblasser in der vererbten Wohnung nämlich seinen Hauptwohnsitz gehabt hat oder nicht, schützt die Erben nicht vor der Besteuerung, wenn sie die Wohnung dann verkaufen. (gst)

Neues Raiffeisen-Hochhaus schließt Lücke in Donaukanal-Skyline.

Stegersbach. Erleich­te­run­gen von Unter­neh­mens­grün­dun­gen und -­über­nah­men sowie weitere Vereinfachungen bringt eine jetzt beschlossene Ände­rung der Gewer­be­ord­nung. (red)


P e op l e & Dat e s

46 – financenetreal:estate

Freitag, 19. April 2013

financenet@medianet.at

Baukonjunktur Bei der größten Baumesse „bauma“ in München sieht man Übersee als Hoffnungsgebiet

short

Baubranche hofft auf USA

Norm für Energieeffzienz von Aufzügen Wien. Eine neue, internationale Norm für die Energieeffizienz von Aufzügen und Fahrtreppen liegt nun vor: ÖNORM EN ISO 25745-1 definiert die Verfahren zur Messung des gesamten Energieverbrauchs für den Lebenszyklus eines Aufzugs, einer Fahrtreppe oder von Fahrsteigen. Dabei wird der gesamte Prozess von der Herstellung über den Einbau, den Betrieb und die Entsorgung berücksichtigt. (red)

Bau in Südeuropa geht noch weiter bergab, Deutschland hält sich dank Wohnungsbau gut. München. Die deutsche Baubranche hofft angesichts der Rezession in vielen Ländern Europas auf Geschäfte in Übersee. „Unter den industrialisierten Ländern erwarten wir für die USA den größten Wachstumsschub“, sagte der Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Thomas Bauer, zum Start der weltgrößten Baumesse „bauma“. Während in Schwellenländern die boomende Wirtschaft auch den Bau auf Touren bringt, hätten westliche Industriestaaten etwa ihre Straßen zu lange vernachlässigt – hier müsse gehandelt werden.

Moderates Wachstum Dank der großen Nachfrage in Übersee rechnet Lindner mit einem moderaten Wachstum in diesem Jahr. 2012 machte man einen Umsatz von rund 12,5 Mrd. €. Nach Deutschland und Italien steht China bei der Zahl der Aussteller auf der bauma mit 323 auf dem dritten Rang. Die weltgrößte Baumesse ist alle drei Jahre in München der wichtigste weltweite Branchentreff. (APA/ks)

Im Süden geht nichts mehr Wenig Hoffnung auf eine schnelle Besserung hat Bauer für die von der Eurokrise gebeutelten Länder Südeuropas. Ähnlich sieht das Thomas Lindner, Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und

NV-Chef Hubert Schultes peilt heuer rund 2,5 Prozent Wachstum an.

Wien. Die Niederösterreichische Versicherung (NV) peilt für 2013 ein Wachstum der Einnahmen um rund 2,5% an; in der Lebensversicherung dürfte es mit rund 3% bei den laufenden Prämien sogar leicht darüber liegen, schätzt Generaldirektor Hubert Schultes. Grund für die konstante Entwicklung sei der angestellte Außendienst. Im Vorjahr wuchs das Gesamtvolumen um 2,6% auf 270 Mio. €. Mit 3,75% Gewinnbeteiligung plus 0,4% Zusatzgewinn für 2012 stehe man fast einzigartig da. (APA)

Messe „bauma“: Die Baubranche wuchs 2012, dank großer Nachfrage aus Übersee.

Neue Geschäftsführer Selden, Rusam und Nageler heißt das neue Führungsteam des Immo-Managers

3er-Geschäftsführung bei Hypo NOE Real

Hamburg. Union Investment hat zum 1. April für einen institutionellen Anlegerkreis den Immobilien-Spezialfonds UII Hotel Nr. 1 (WKN A1J2TF) aufgelegt. Das Zielvolumen beträgt 250 Mio. €, als Laufzeit werden zehn Jahre angestrebt. Der Fonds soll sich auf Budgetund Midscale-Hotelimmobilien ausrichten. Schwerpunkte sind u.a. Deutschland, Frankreich, Belgien und Holland. (red)

sult ihren Fokus vor allem auf den Bereich Projektabwicklung und Immobilienmanagement.

Mehr Projektentwicklung Für den Schwerpunkt Projektabwicklung ist nun der Baufachmann Rusam verantwortlich. Der seit mehreren Jahren bei der Hypo NOE Gruppe im Bereich Beteiligungsmanagement tätige Jurist Nageler komplettiert das Dreiergespann; er ist zuständig für die Bereiche Finanzen, Recht und Organisation. Nageler folgt Günther Fuchsbauer nach, dieser zeichnet künftig als Geschäftsführer der 2013 neu gegründeten Hypo NOE Immobilienmanagement GmbH verantwortlich. (red)

© Hypo NOE/Kurt Keinrath

St. Pölten. Die Hypo NOE Real Consult GmbH hat mit April ihre neue Dreier-Geschäftsführung komplett. Neben der bereits seit November 2012 in die Geschäftsführung eingestiegenen Simone Selden sind jetzt auch Jürgen Nageler (bereits seit März) sowie Kurt Rusam Geschäftsführer. Die Hypo Niederösterreich-Tochter ist auf die Bereiche Projektentwicklung und -management sowie Immobilienbewirtschaftung spezialisiert und agiert als Treuhänder für die öffentliche Hand, aber auch private Investoren. Die Immobilienspezialistin Selden wurde zur Verstärkung der Geschäftsführung für den Bereich Projektentwicklung geholt. Bis dahin legte die Hypo NOE Real Con-

Union Investment mit Hotel-Fonds

Das neue Führungsteam: Simone Selden, Jürgen Nageler und Kurt Rusam.

Donau-Uni Krems Branche traf sich zur Diskussion

Makler Plus 5% Umsatz

ARS Seminar in Wien

Krems. Die Donau-Universität Krems lud am 18. April zur Podiumsdiskussion über Trends in der Immobilienentwicklung: Wie entwickelt sich der Immobilienmarkt in Europa? Welche Regionen sind gefragt, braucht die Branche neue Finanzmodelle und wie bewertet sie das Thema Energieeffizienz? Den Vortrag „Wo liegt die Zukunft der Finanzierung von Immobilien? Wer kann die Banken ersetzen?“ hielt Julius Gaugusch,

Wien. Der internationale Versicherungsmakler GrECo-Gruppe weist für 2012 ein Wachstum aus. Der konsolidierte Konzernumsatz ist um 5% auf 71 Mio. € gestiegen. Das gesamte von der GrECo-Gruppe betreute Prämienvolumen stieg um 3% auf 584 Mio. €. Die Lage in den 15 Märkten der Region CEE/SEE/CIS ist dabei sehr unterschiedlich. Die Bereiche Corporate-Broking (Versicherung für Industrie, Handel, Gewerbe und öffentlicher Sektor) und Rückversicherungs-Broking sind leicht gewachsen, das Geschäftsfeld Online-Broking etwas schwächer, als es in den vergangenen Jahren abgeschlossen hat.

Wien. Der Seminarveranstalter ARS bietet am 14. und 15. Mai in Wien umfassende Rechts- und Steuerinformationen zum Thema Stiftungen. Unter anderem wird Univ.Prof. Georg Kodek auf Neuerungen in der in- und ausländischen Stiftungslandschaft eingehen und die aktuelle Judikatur vorstellen. Auch über die liechtensteinische Stiftung und steuerliche Anforderungen bei Umgründungen wird informiert. (red)

Die Immobilien-Trends der Zukunft GrECo wächst Managing Director der VB Real Estate Services GmbH. Es diskutierten dabei weiters u.a. Karl Bier (Vorstandsvorsitzender UBM), Prof. Uwe Frerichs (Geschäftsführer OmniCon), Alexander Hoff (Geschäftsleiter Buwog), Univ.-Prof. Gunther Maier (Forschungsinstitut für Raum und Immobilienwirtschaft an der WU Wien) und Henrik Thomsen, Konzernleiter Development/Leiter CA Immo Berlin. (red)

© Baumit

Alles grün und sauber bei Wopfinger

Wopfinger-Chef Georg Bursik (re.) mit Mitarbeitern beim Frühjahrsputz.

Stiftungs-Infos

Donau-Uni Krems: Event mit in- und ausländischen Branchenvertretern.

2012 waren die Schwerpunkte die Weiterentwicklung der internationalen Partnerschaft mit JLT, einem der weltweiten Makler, die Vermarktung der GrECo Online Services und der Aufbau von Regionalbüros in der Region CEE/ SEE/CIS. Für das Jahr 2013 ist die Expansion in zwei weitere Länder geplant: Türkei und Estland. (red)

© ARS

Weitere Expansion © Donau-Universitaet Krems/Suzy Stöckl

Wopfing. Frühjahrsputz bei der Wopfinger Baustoffindustrie: 220 Mitarbeiter sorgten mit Geschäftsführer Georg Bursik für mehr Sauberkeit und Grün am Firmengelände: „Wir sind durch unsere thermisch-regenerative Nachverbrennungsanlage im Zementwerk das sauberste Baustoffwerk der Welt“, so Bursik. Wopfinger hat in den vergangenen Jahren 60 Mio. € in Umweltschutz und Standortsicherung investiert. (red)

© bauma/Alex Schelbert

© Niederoesterreichische_Versicherung

NV: Wachsen dank angestelltem Vertrieb

Anlagebauer: Ob in Griechenland, Italien, Frankreich oder Portugal – es gehe weiter bergab. „In Spanien tut sich praktisch überhaupt nichts mehr.“ Dagegen sei die Lage in Deutschland gut, Treiber der Branche ist hier vor allem der Wohnungsbau. Die Branche sei mit dem höchsten Auftragsbestand seit 1999 in das Jahr gestartet, sagte Bauer.

Ob Stiftung in Liechtenstein oder Österreich: ARS gibt Informationen.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 19. April 2013 – 47

Laut einer hybris-Studie werden ShopKäufe zu 40% online vorbereitet Seite 49

gut verschlüsselt

Bis 2016 will der Markt für Verschlüsselungs­ software um 50% wachsen Seite 50

messerscharf der eizo CG276 im praxistest

© Eizo

© hybris

Kanal-Arbeit

© Watchara Rojjanasain

technology Die globale Fusion des technischen Fortschritts

© defectradar.com

short

© Citrix

Wien. A1 verlängert die Zusammenarbeit mit dem Start-up „DefectRadar“: Das Baumängelmanagement-System des jungen Entrepreneurs Domagoj Dolinsek konnte sich bei der Start-up-Initiative „Start Up Live Vienna“ im März 2012 gegen die Mitbewerber durchsetzen und sicherte sich die Unterstützung von A1 für ein ganzes Jahr. A1 stellt den Jungunternehmern im Zuge der Zusammenarbeit Infrastruktur und Beratungsleistungen zur Verfügung und verlängert jetzt seinen Support für ein weiteres Jahr. www.defectradar.com

© panthermedia.net/get4net

Wien. Die „Citrix Solutions Exchange“ in Wien steht dieses Jahr im Zeichen mobiler Arbeitsmodelle und der Integration von Cloud Services. Experten von Citrix gewähren am 24. April spannende Einblicke in die neuesten Technologien und Trends und stehen zu den Themen Mobility, Virtualisierung, Networking und Cloud Computing Rede und Antwort. In einer begleitenden Ausstellung führen ausgewählte Partner die technische Realisierung der Lösungen vor. Drei separate Vortragsreihen ermöglichen die Zusammenstellung eines individuellen Programms. events.citrix.at/conference/

Von Bitcoins und Kundenservice Laut dem IT-Dienstleister Atos liegt der Schwerpunkt neuer Umsatzmodelle auf Daten, besserem Kundenservice, Marken­ entwicklung sowie auf Transparenz, Sicherheit und Datenschutz. Seite 48 Brother Industries An der Imaging-Sparte interessiert

Raiffeisen Informatik Auszeichnung als österr. Leitbetrieb

Toshikazu Koike, Representative Director und Präsident von Brother Industries.

Wien. Brother Industries, Ltd., hat am Montag bekannt gegeben, dass das Unternehmen eine Vereinbarung zur Übernahme gewisser Teile des Document Imaging-Geschäfts der Eastman Kodak Company eingegangen ist. Diese Vereinbarung ist das erste „Stalking-Horse-Gebot“ gemäß Abschnitt 363 des US-Konkursgesetzes. „Gemäß der Vereinbarung wird Brother diese Unternehmensanteile für USD 210 Millionen in bar erwerben, vorbehaltlich bestimmter Preisanpassungen“, erklärt Toshikazu Koike, Representative Director und Präsident von Brother Industries, Ltd. www.brother.com

Nachhaltige Unternehmensführung

© Raiffeisen Informatik

Wien. Wann gelingen SoftwareProjekte? Und woran scheitern sie? Für Software-Entwickler ist meist klar: Es kommt nicht nur auf den Quellcode, sondern auch auf das entsprechende Vorgehen an. Die Erfahrung, gewonnen in vielen Branchen und Hunderten von Projekten, hat BSI nun in zehn Kapiteln und einer praktischen Checkliste im soeben neu erschienenen „BSI Arbeitsbuch“ (erhältlich bei Amazon) verdichtet. www.bsiag.com

© Brother

© BSI

Ausverkauf der Kodak-Überreste

Wilhelm Doupnik, Vorsitzender der Geschäftsführung Raiffeisen Informatik.

Wien. Raiffeisen Informatik wurde vom Netzwerk „Leitbetriebe Austria“ für seine nachhaltige Unternehmensführung als österreichischer Leitbetrieb zertifiziert. „Bei ‚Raiffeisen Informatik‘ werden Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung großgeschrieben und tagtäglich gelebt“, sagt Wilhelm Doupnik, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen Informatik GmbH. „Wir orientieren uns nicht an kurzfristig erzielbarem Profit, sondern an langfristiger Wertschöpfung und legen ein besonderes Augenmerk auf soziales und ökologisches Engagement.“ www.raiffeiseninformatik.com


C ov e r

48 – medianet technology

Kommentar

Ist die Zeit reif für Windows 8?

Freitag, 19. April 2013

Atos Das Consulting-Unternehmen hat Szenarien entwickelt, in welche Richtung sich IKT-Unternehmen verändern müssen

Daten sind die Währung der zukünftigen Märkte

Laut Atos-Prognose werden Bürger ihre Daten verstärkt für Marketingzwecke zur Verfügung stellen. Chris Haderer

TU Graz Fahrbahn-Infos

© TU Graz

Eis-Warnungen

Wolfgang Bösch, Leiter des Instituts für Hochfrequenztechnik,TU Graz.

Wien. Ein Team des Instituts für Hochfrequenztechnik der TU Graz hat ein „Weather Data Management System“ entwickelt, das Daten von Sensoren am Straßenrand (z.B. Bodentemperatur oder Luftfeuchte) mit Wetterinformationen verknüpft. „Die Software erlaubt Prognosen über den Straßenzustand und informiert Autobahnbetreiber und Straßeneinsatzkräfte in Echtzeit über kritische Stellen“, sagt Wolfgang Bösch, Leiter des Instituts für Hochfrequenztechnik der TU Graz. Sein Team hat die Software entwickelt, die die Unfallgefahr in Extremsituationen mildern kann. www.tugraz.at

„Daten spielen zunehmend eine wichtige Rolle in neuen ­Geschäftsmodellen.“ Michel van Buitenen, atos

Michel van Buitenen, Managing Partner TMT bei Atos Consulting, entwickelt Szenarien hinsichtlich neuer Marktsegmente.

„Klassische Telekommunikationsunternehmen müssen sich auf die Verarbeitung und Kommerzialisierung enormer Datenmengen konzentrieren“, sagt Michel van Buitenen, Managing Partner TMT bei Atos Consulting. Der Schwerpunkt neuer Umsatzmodelle liege auf Daten, besserem Kundenservice, überzeugender Markenentwicklung sowie auf Transparenz, Sicherheit und Datenschutz.

Mögliche Szenarien Eines der Atos-Zukunftsszenarien rankt sich um digitale Währungen – wobei das Unternehmen Daten als die neue Währung in einer weithin digitalisierten und glo-

balisierten Welt ansieht. Der freie Zugang zu Daten biete in Kombination mit weitreichender Marktintegration ein enormes wirtschaftliches Potenzial für Medienzentren. Letzteres sind Unternehmen mit einem klaren Verständnis für Kundenwünsche und ganzheitlichen, maßgeschneiderten Kommunikations- und Medienservices. „Die Marktteilnehmer sind vertikal integriert“, sagt van Buitenen. „Das Ergebnis ist ein umkämpfter Markt mit Vertretern aus den Inhalts-, Telekommunikationssowie Hardware- und Softwarebranchen. Da mehr und mehr Menschen über digitale Netzwerke verbunden sind, wächst auch die Zahl der vernetzten Geräte. Bür-

ger fungieren als Datenbotschafter und akzeptieren die kommerzielle Verwendung ihrer Daten als Preis für die kostenlose Nutzung von Diensten. Damit ist der Weg frei für eine digitale Welt, in der zu jeder Person ein detailliertes Profil abrufbar ist. Anbieter heben sich voneinander ab, indem sie Kunden besondere Dienste und Optionen bieten und so ihren Markenwert steigern.“

achten wir einen Trend hin zur stärkeren Reintegration. ‚Amazon‘ beispielsweise verkauft sowohl Tablets als auch Inhalte, Google testet ein eigenes Glasfasernetz und Apple stärkt die Kundenbindung direkt via Apple TV. Als Nächstes stellt sich die Frage, welche Einstellung Verbraucher und Regierungen hinsichtlich der kommerziellen Verwendung personenbezogener Daten entwickeln.“ Eines sei klar: Daten spielen eine zunehmend wichtige Rolle in neuen Geschäftsmodellen. „Unternehmen erkennen das Potenzial, das sich durch die clevere Nutzung dieser Daten für den Verkauf personalisierter Inhalte ergibt.“ www.atos.net

Fragmentierter Markt „Entscheidend ist, ob der Markt sich weiter integriert oder aufgrund der Spezialisierung von Anbietern fragmentiert”, sagt Michel van Buitenen. „Momentan beob-

Microsoft Laut den Analysten von Net Applications hat das neue Microsoft-Betriebssystem im März nur 3,2% Marktanteil

Windows 8 kämpft mit Akzeptanz am Markt Wien. Im Gegensatz zu MicrosoftChef Steve Ballmer, der sich mit den Verkaufszahlen von ‚Windows 8‘ zufrieden gezeigt hat, kommen Analysten zu eher frustrierenden Aussagen, wenn es um das neue Microsoft-Betriebssystem geht. Ein knappes halbes Jahr nach dem Release von Windows 8 liefen laut dem US Marktforschungsunterneh-

men Net Applications im März gerade einmal 3,2 Prozent aller Personal Computer der Welt mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem. Damit liegt Windows 8 nicht nur einigermaßen abgeschlagen hinter Windows 7 (44,7%) und dem Dauerbrenner Windows XP (38,7%), sondern auch hinter den Überresten des Windows Vista-Desaster (fünf

Prozent) – und bringt es nicht einmal auf den halben Marktanteil des Konkurrenten Apple (siehe Infografik).

Kürzere Kampagnen Mit Windows 8 hat Microsoft nicht nur einen Testballon gestartet, sondern sozusagen gleich den Personenverkehr veröffentlicht. Das neue Betriebssystem, das quer über alle Plattformen (also vom PC bis zum Smartphone) den gleichen Look und eine vergleichbare Funktionalität bieten soll, stellt eine der größten Veränderungen dar, die der Softwarekonzern im letzten Jahrzehnt an Windows vorgenommen hat. Aus Bedienersicht ist die Umstellung auf Windows 8 ein großer Schritt – weitere Veränderungen werden in Zukunft eher schleichend und ohne große Versionsnummernsprünge geschehen. Ob der Plan aufgeht, ein über unterschiedliche Bildschirme hinweg stimmiges Betriebssystem zu etablieren, wird sich zeigen – auch, weil die Reaktion der Konkurrenz derzeit noch eher lapidar ausfällt.

© EPA

M

an muss nicht immer alles so meinen, wie man es sagt. Beispielsweise frage ich mich bis heute, ob selbst bei Microsoft die Aussage, Windows Vista sei das beste Microsoft-Betriebssystem aller Zeiten, ernst genommen wurde. Mit dem gleichen Ernst wurden auch Windows 7 und jetzt Windows 8 vorgestellt. Windows 7 war nach dem Vista-Debakel und dem Alter von XP eine logische Konsequenz. Bei Windows 8 sieht die Sache anders aus: Für Microsoft mag es ein notwendiger Schritt sein, um die Systeme unter einen Hut zu bekommen, für Anwender ist es keiner. Zumal die Redmonder bis jetzt noch keine überzeugenden Argumente für einen Umstieg geliefert haben: Was für Neuigkeiten unter dem Chassis der Systemsoftware schlummern, von Secure Boot bis was-weiß-ich, sie kommen beim Consumer kaum an. Der Consumer-Markt ist aber der wichtigste der Welt, wenn sich Microsoft nicht mit Apple-ähnlichen Marktanteilen bescheiden will. Wer nicht über einen Touchscreen-Monitor verfügt, kann aber mit den verschiebbaren Kasteln von Windows 8 nicht wirklich viel anfangen. Und wer schon seit Jahren mit Windows arbeitet, wird auch wegen der Touch-Oberfläche nicht auf Tastatur und Maus verzichten können. Es könnte aber auch sein, dass die Zeit schlicht und ergreifend noch nicht reif für Windows 8 ist.

Utrecht/Wien. Unternehmen verändern sich. Wo vor Kurzem noch klar definierte Geschäftsbereiche waren, beginnen Grenzen zu verschwimmen. Kommunikationsanbieter werden zu Medienunternehmen, IT-Firmen zu Serviceanbietern. In seiner Studie „Balancing power in the telecom value chain“ skizziert Atos Consulting Telekommunikations- und Medienszenarien, die das Unternehmen für relevant hält. Die Hauptaussage:

© Atos

Chris Haderer

Microsoft-Chef Steve Ballmer: mit den Windows 8-Verkäufen zufrieden.

Während Steve Jobs’ Lebzeiten herrschte bei Apple beispielsweise die Philosophie, dass eine Touchoberfläche auf Desktop-Rechnern nichts zu suchen habe. Inwieweit Apple nach dem Tod des Gründers von dieser Einstellung abweichen wird, ist vorerst nicht bekannt. Windows 8 hat aber nicht zuletzt auch den Auftrag, den TabletMarkt für Microsoft zu erobern. www.netapplications.com


I d e e & s t r at e gi e

Freitag, 19. April 2013

medianet technology – 49

hybris Laut einer aktuellen ECC-Studie werden bereits 40 Prozent des stationären Handelsumsatzes in Österreich in Online- und Web-Shops vorbereitet

Neue Kanäle für gute Geschäfte christoph fellmer

Wien. Das Einkaufsverhalten von Kunden ändert sich. Neue Vertriebswege machen dem stationären Fachhandel immer größere Schwierigkeiten, genauso wie neue Marketingformen über verschiedenste Kanäle hinweg noch mehr oder weniger intensiv erprobt werden. Wie stark die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Vertriebskanälen wirklich sind, zeigt die neue Studie „Das Cross-Channel-Verhalten der Konsumenten – Herausforderung und Chance für den Handel” des ECC Köln am Institut für Handelsforschung in Zusammenarbeit mit hybris.

gezielte Cross-Channel-Strategie auf das grundsätzlich geänderte Konsumentenverhalten reagieren kann, um seine Wettbewerbsposition auch im digitalen Zeitalter zu behaupten.

Neue Ausrichtung „Die Ergebnisse verdeutlichen einmal mehr, dass stationäre Händler, die ihren Online-Shop zielgerichtet mit ihrem Ladengeschäft verzahnen, mit Zusatzumsatz im Internet und Kaufimpulsen für das stationäre Geschäft rechnen können“, sagt Aline Eckstein, Bereichsleiterin des ECC

Köln. „Insbesondere durch die zunehmende Smartphone-Nutzung in den stationären Läden ist eine sinnvoll abgestimmte Cross-Channel-Strategie unabdingbar.“ Für Lanzerits ist die ECC-Studie „ein wissenschaftlicher Nachweis dafür, dass Multi-Channeling die Handelsform der Gegenwart ist; ‚hybris‘ geht schon jetzt einen Schritt weiter und bietet seinen Partnern im Handel mit dem OmniCommerce-Ansatz eine umfassende Sicht auf die Kunden, deren Produkte und getätigte Bestellungen – auf verschiedensten Kanälen.” www.hybris.com www.ecckoeln.de

© hybris

Suchmaschinen spielen beim Einkauf in Österreich noch kaum eine Rolle.

Gerald Lanzerits, Vice President Eastern Europe, Middle East und Austria von hybris.

Rolle der Suchmaschinen Die Studie des ECC Köln macht deutlich, dass österreichische Konsumenten bei ihrer Online-Recherche mit großer Mehrheit auf Online-Shops des bereits gewählten Anbieters zurückgreifen. Hier recherchieren rund drei Viertel der Befragten, bevor sie zum Kauf in den Laden wechseln. 34% besuchen Online-Shops oder ShoppingPlattformen anderer Anbieter. Bei Online-Shoppern aus Deutschland oder der Schweiz spielen im Online-Informationsprozess neben Online-Shops auch Suchmaschinen eine große Rolle. Während diese von jeweils über 50% der deutschen und Schweizer Konsumenten genutzt werden, greift lediglich jeder dritte Österreicher vor dem Offline-Kauf auf Suchmaschinen zurück.

Vorab-Recherchen „Die Ergebnisse der ECC-Analyse zeigen einmal mehr, dass OnlineShops in Multi-Channel-Systemen deutlich an Relevanz gewonnen haben“, kommentiert Gerald Lanzerits, Vice President Eastern Europe, Middle East und Austria von hybris, die Studie. Bei knapp 29% aller Käufe im stationären Ladengeschäft haben sich die Österreicher vorher am PC oder Laptop online informiert. Diese Käufe entsprechen rund 41% der Umsätze in stationären Geschäftsstellen. Umgekehrt geht in Österreich rund zwölf Prozent der Käufe in OnlineShops eine stationäre Informationssuche voraus. Vor Bestellungen in Print-Katalogen sucht sogar die Hälfte der befragten Konsumenten zunächst Informationen in Online-Shops. Für den traditionellen stationären Einzelhandel stellt sich daher die zentrale Frage, wie er durch eine

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Fa c t s & f i g u r e s

50 – medianet technology

short

Gigaset legt sich neuen Vertriebspartner zu

Freitag, 19. April 2013

Kaspersky Lab Das Unternehmen empfiehlt Datenverschlüsselung zur Komplettierung des Risiko-Management-Prozesses

Verschlüsselung schützt Daten im Unternehmen Wien. Wenn Unternehmen Daten „verlieren“, dann kann das weitreichende Folgen haben, die vom reinen Imageverlust bis hin zu existenziellen Problemen reichen können. Warum die Daten verloren gehen, ist letztlich nicht wichtig – Unternehmen müssen Vorsorge tragen, dass es nicht dazu kommt. Laut der von Kaspersky Lab in Auftrag gegebenen IDC-Studie „Adressing the Growth and Complexity of Information Security Concerns“ vom Dezember 2012 sorgen sich 41% der Unternehmen um Datenlecks und sehen entsprechende Präventionsmaßnahmen als eine der wichtigsten Prioritäten.

etwa in Form von Festplatten, die nur nach Eingabe eines Schlüssels ausgelesen werden können. Wird der Schlüssel mehrmals falsch eingegeben, wird der Inhalt der Platte nachhaltig gelöscht. Generell untergliedern sich Verschlüsselungstechnologien in zwei Bereiche, nämlich die Verschlüsselung von einzelnen Dateien und Ordnern (FLE) sowie von kompletten Datenträgern (FDE). Ersteres schützt bestimmte Dateien und Ordner und ist daher besser für die Verschlüsselung von kleineren Datenmengen geeignet. Die Full-DiskVerschlüsselung hingegen schützt ganze Festplatten. Unternehmen setzen laut Kaspersky Lab in der Regel beide Arten ein.

Budgets wachsen

Vier Hauptgründe

Laut IDC werden Verschlüsselungstechnologien immer beliebter, weil sie zu den effektivsten und zuverlässigsten Schutzmaßnahmen von Daten gehören. Dabei handelt es sich mehr um eine Prognose als um ein Faktum, da laut IDC der Einsatz von Verschlüsselungstechnologien in den IT-Budgets noch keine Priorität genießt. Dennoch soll der Markt für die Verschlüsselung von Arbeitsplatzrechnern in den kommenden Jahren um über 50% wachsen, von 556 Mio. USD (425,27 Mio. €) im Jahr 2012 auf 866 Mio. USD (662,35 Mio. €) in 2016. Im Jahr 2013 werden Ausgaben für den Schutz von Daten zum ersten Mal die Zwei-MilliardenUSD-Grenze (1,53 Mrd. €) überschreiten. Im Jahr 2016 werden nach IDC mehr als drei Mrd. USD (2,29 Mrd. €) in diesem Bereich ausgegeben. In einzelnen Bereichen bietet der Markt bereits Verschlüsselungslösungen an, wie

Laut der IDC-Analyse gibt es vier Hauptgründe für den Einsatz von Verschlüsselungstechnologien in Unternehmen: Hauptgrund Nummer eins ist es, den Zugang zu vertraulichen Daten zu beschränken und diese gegen unautorisierten Zugriff schützen. Zweitens können Verschlüsselungstechnologien eingesetzt werden, um kritische Dateien gegen Schadprogramme und andere aktuelle ansteigende Cyberbedrohungen schützen. Drittens sind laut IDC Verschlüsselungstechniken notwendig, um die Daten auch dann zu sichern, wenn Cyberattacken bereits bis in das Unternehmensnetzwerk vorgedrungen sind (Angriffe auf Unternehmensinfrastrukturen werden immer anspruchsvoller). Vierter Hauptgrund für den Einsatz von Verschlüsselungstechnologien ist laut IDC die Komplettierung des Risiko-Management-Prozesses im Unternehmen. www.kaspersky.de

chris haderer

Wien. Um die KMU-Produktlinie „Gigaset pro“ prominenter zu machen, ist die Gigaset Communications Austria GmbH eine strategische Partnerschaft mit der ADN Advanced Digital Networks Distribution GmbH eingegangen. Die ADN-Gruppe ist ein Value-Added Distributor für innovative und energieeffiziente IT-Infrastrukturen im deutschsprachigen Raum. „Als einer der führenden Distributoren von IT-Infrastrukturen und Professional Services in der D-A-CH-Region ist die ADN-Gruppe ein wichtiger strategischer Partner für Gigaset pro“, sagt Eduard Schmidhofer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Gigaset Austria. www.gigaset.com

Fujitsu erwirbt CloudService-Anbieter Wien. Fujitsu hat einen Vertrag mit RunMyProcess (RMP), einem in Frankreich angesiedelten Cloud-Service-Provider, zum Erwerb aller Anteile von RMP abgeschlossen. Mit dieser Akquisition ergänzt Fujitsu seine Cloud-Angebote um Integration-Plattform-as-a-Service (iPaaS) und baut sein CloudPortfolio und damit sein weltweites Cloud-Geschäft weiter aus. Das Unternehmen RMP wurde von Gartner zuvor als „Cool Vendor“ bezeichnet. „Das Maß, in dem Fujitsu und ‚RunMyProcess‘ eine gemeinsame Vision vom Cloud Computing haben, ist wirklich erstaunlich“, sagt Matthieu Hug, Mitgründer und CEO bei RunMyProcess. „Als Teil der Fujitsu Group werden wir noch innovativere und bessere Lösungen anbieten.” www.fujitsu.com/at

© Hexa/Foto Wilke

Personalverschiebungen beim Consulter Hexa

Peter Ertl, verantwortlich bei Hexa für die Leitung der Consulting-Teams.

Wien. Peter Ertl, 42, ist nach der Fusion von Hexa mit der früheren Comsolution für die Leitung des Consulting-Teams verantwortlich. Zu seinen Hauptaufgaben gehören die Erweiterung des Beratungsportfolios sowie der weitere Ausbau der Beratungskompetenz und damit die Unterstützung des Wachstumskurses des gesamten Unternehmens. Zu den Consulting-Kunden zählen u.a. A1 Telekom Austria, Kapsch TrafficCom, UC4 und die conwert-Gruppe. www.hexa.at

Datenschutz im Unternehmen muss viele Aspekte berücksichtigen und abdecken.

Ericsson Das IT-Unternehmen hat seine selbstgesteckten Klimaziele früher erreicht, als es ursprünglich geplant war

CO²-Reduktion um 40% in knapp vier Jahren Wien. Auch wenn Österreich nicht unbedingt ein Vorbild bei der Einhaltung von Klima-Zielen ist – international scheinen einige Bestrebungen doch zu fruchten. Verstärkt sind es auch die Unternehmen selbst, die auf ihre Beiträge zum Klimaschutz hinweisen – wie jüngst beispielsweise Ericsson. Laut dem neuen Sustainability and Corporate Responsibility-Report, den Ericsson anlässlich der Jahreshauptversammlung Anfang April im schwedischen Kista vorgestellt hat, wird das Unternehmen die selbst gesteckten Ziele hinsichtlich seiner CO2-Bilanz sogar deutlich schneller als ursprünglich geplant erreichen.

zurück, insbesondere hinsichtlich der Energieeffizienz und der Optimierung interner Abläufe“, sagt Hans Vestberg, President und CEO von Ericsson. Allein im Jahr 2012 konnte der CO2-Ausstoß bei Geschäftsreisen um 16% und beim Transport von Produkten um zwölf Prozent reduziert werden.

Laut Vestberg lag der Weltmarktanteil von Ericsson bei der Mobilfunkinfrastruktur im Jahr 2012 bei 35%. „Viele der wichtigsten Probleme, mit denen die Welt gegenwärtig konfrontiert ist, etwa die Urbanisierung, der Klimawandel und die Bekämpfung der Armut, könnten mit Lösungen, die auf dem

Effizientere Prozesse Im Jahr 2009 hatte sich Ericsson vorgenommen, die eigene CO2-Bilanz innerhalb von fünf Jahren um 40% zu verbessern. Dieses Ziel wurde nun bereits nach vier Jahren erreicht. „Der Erfolg geht auf systematische Verbesserungen quer durch das gesamte Portfolio und alle Unternehmensprozesse

© EPA

Eduard Schmidhofer (Gigaset Austria) und Christian Köry (ADN).

© panthermedia.net/Watchara Rojjanasain

© Gigaset

Laut IDC-Studie wird der Markt für Verschlüsselungssoftware bis zum Jahr 2016 um etwa 50% wachsen.

Hans Vestberg, President und CEO von Ericsson, setzt dem Unternehmen Klimaziele.

Einsatz mobilen Breitbands basieren, erfolgreich bekämpft werden”, sagte Vestberg.

Mobilfunk löst Probleme Der Ericsson Mobility-Report geht davon aus, dass bis zum Jahr 2017 rund 85% der Weltbevölkerung Zugang zu 3G-Netzen haben werden. Um der steigenden Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen bei der Netzversorgung begegnen zu können, bietet Ericsson eine ganze Reihe von technischen Lösungen an, durch die sich der Energieverbrauch um bis zu 40% senken lässt. Außerdem werden im Nachhaltigkeitsbericht auch zahlreiche Projekte beschrieben, an denen sich Ericsson seit vielen Jahren beteiligt, um seiner unternehmerischen Verantwortung gerecht zu werden. Dazu gehören unter anderem „Connect to Learn“, eine weltweit vorangetriebene Bildungsinitiative, und die „Refugees United-Plattform“, deren Ziel es ist, Flüchtlingsfamilien wieder zusammenzuführen. www.ericsson.com


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 19. April 2013

medianet technology – 51

Wiener Stadtwerke Generaldirektorin Gabriele Payr traf sich mit Xerox-Chefin Ursula Burns zum „Gipfelgespräch“ in Wien

short

Gespräche über den Weg von Wien zur Smart City chris haderer

© T-Mobile

Wiener Stadtwerke versorgen zwei Millionen Menschen mit Energie und befördern 930 Mio. Fahrgäste.

T-Mobile bringt neues Breitband-Angebot

Bertold Frech, Geschäftsführer für den Consumer-Bereich, T-Mobile.

Wien. Zwei weibliche Wirtschaftsbosse im Gespräch über Wien, die smartesten Städte der Welt und deren Herausforderungen in der Zukunft, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie ihre ganz persönlichen Karrierewege: Ende März trafen sich Ursula Burns, CEO von Xerox, und Gabriele Payr, Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke, in der Zentrale von Xerox Österreich zu einem Vier-Augen-Gespräch. „Die beiden

Wien. T-Mobile hat mit Home Net vergangenen Montag eine neue Generation von Breitband-Internet für zu Hause oder kleine Unternehmen vorgestellt, das einfache Installation und unlimitiertes Datenvolumen mit hohen DownloadGeschwindigkeiten bietet. In urbanen Gebieten nutzt Home Net die LTE-Infrastruktur von T-Mobile mit bis zu 100 Mbit/s Download-Geschwindigkeit. Im ländlichen Bereich stellt TMobile mit Home Net, in Kombination mit dem vollzogenen 3G-Netzausbau, die bis zu 30 Mbit/s schnelle Breitbandalternative zu Festnetz-DSL dar. „Auspacken, anstecken und lossurfen: Einfacher kann Breitband-Internet nicht sein”, meint Bertold Frech, Geschäftsführer für den Consumer-Bereich bei T-Mobile. „Lästige Grabungsarbeiten, Kabelmontagen, Installationen und dazugehörige Terminvereinbarungen mit Technikern gehören der Vergangenheit an. Und nach einem Umzug packt man ‚Home Net‘ einfach wieder aus, steckt es an und die Internet-Verbindung funktioniert wie gewohnt.” www.t-mobile.at

„Besonders am Herzen liegen uns

zu einer ‚Smart City‘ unterstützen.“ Gabriele Payr Wiener stadtwerke

Konzerne verbindet seit Langem eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, kommentiert Burns: „Wir investieren mehr als drei Prozent unseres Erlöses in Forschung und Entwicklung. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht heute die Verbesserung unserer Dienstleistungen im Bereich ‚Geschäftsprozesse‘ durch technische Lösungen von Xerox, um unsere Kunden dabei zu unterstützen, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.“ Auch die Wiener Stadtwerke initiieren und beteiligen sich an

Treffen der Wirtschaftsfrauen: Gabriele Payr, Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke, und Ursula Burns, CEO von Xerox.

Forschungs- und Entwicklungsprojekten. „Besonders am Herzen liegen uns dabei Projekte, welche Wien am Weg zur ‚Smart City‘ unterstützen. Wie zum Beispiel das gemeinsam mit der ÖBB initiierte Projekt ‚Smile‘”, sagt Payr.

geräte und Softwarelösungen vertrauen die Wiener Stadtwerke seit Langem auf die Kompetenz von Xerox. „Lösungen für den öffentlichen Verkehr stellen heute einen wesentlichen Geschäftsbereich von Xerox dar“, sagt auch Burns. „Von Fahrkartenautomaten bis hin zu intelligenten Transportsystemen unterstützt Xerox seine Kunden weltweit dabei, ihren Passagieren das Leben zu vereinfachen.“

Intelligenter Transport „Die Fahrkartenautomaten der Wiener Linien, welche in allen UBahn-Stationen zu finden sind, stellt Xerox her“, erklärt Gabriele Payr. „Diese verständlichen und einfach bedienbaren Ticketautomaten leisten einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Wiener Linien und so zu den steigenden Fahrgastzahlen.“ Auch im Bereich Managed Print Services, Produktionsdruck-

Lebenswerteste Stadt Laut Mercer-Studie 2012 ist Wien die lebenswerteste Stadt der Welt. Ursula Burns, die zum zweiten Mal die Wiener Xerox-Niederlassung besuchte, zeigte sich beeindruckt von der gut funktionierenden In-

frastruktur der Stadt. „Wir versorgen täglich zwei Millionen Menschen mit Energie und befördern jährlich 930 Millionen Fahrgäste“, erläutert Payr. „Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.” Auch Xerox setzt auf ein Handeln im Sinne der Umwelt und Gesellschaft und blickt auf eine lange Tradition nachhaltiger Entwicklung zurück: Xerox unterstütze bereits 1973 den Gebrauch von Recyclingpapier und führte als erstes Unternehmen eine Energiesparfunktion auf seinen Geräten ein. Für sein nachhaltiges Handeln wurde Xerox im vergangenen Jahr das Umweltzeichen vom österreichischen Lebensministerium verliehen. www.xerox.at www.wienerstadtwerke.at

Kapsch Die Gruppe beteiligt sich an der neuen Crowdinvesting-Plattform, die seit Anfang März Finanzierungen anbietet

Erste Crowdinvesting-Plattform in Österreich

Erste Projekte Die Plattform Conda ist seit dem ersten März online und will über Projekt- und Unternehmensfinanzierungen hinausgehend auch verschiedene Serviceleistungen anbieten. Wer an einem Investment in Conda interessiert ist, kann Substanzgenussscheine zeichnen (zwischen 100 und 3.000 €). Das erste Crowd-Projekt ist der „Wohnwagon” (ein Wohnwagen mit etwa 25 m� Fläche und umfassender Ausstattung bis hin zur Foto-

voltaikanlage), für den zur Schaffung von Produktionsräumlichkeiten zwischen 70.000 und 100.000 € angepeilt werden.

Service- und Hardware-Packages anbieten und schafft damit einen Zugang zu einem neuen und attraktivem Kundensegment. „Mit ‚Kapsch‘ haben wir einen starken Partner an Bord, der sowohl uns wie auch die Start-ups auf unserer Plattform mit Erfahrung und Know-how unterstützt“,

Früher Zugang „Wir unterstützen gern neue und vielversprechende Ideen“, sagt Alf Netek, CMO der Kapsch Group, der das Unternehmen im Advisory Board von Conda vertritt. „Wir glauben an dieses Projekt und diese Herangehensweise. Die Kooperation hat für ein Unternehmen wie Kapsch, das sich stets weiterentwickelt und in dem Innovation als Schlüsselkompetenz gilt, viele Potenziale. Neben möglicher Leadgeneration für New Ventures könnten sich interessante Corporate Investment-Optionen ergeben.“ Durch die Conda-Plattform habe Kapsch „sehr früh einen strukturierten Zugang zu neuen Geschäftsideen oder zu potenziellen Partnern und Mitarbeitern“, erläutert Netek den Hintergrund. Zudem wird die Tochtergesellschaft Kapsch BusinessCom direkt den Start-ups und Jungunternehmern skalierbare

sagt Daniel Horak, Geschäftsführer von Conda. „Dieser Austausch von innovativen KMUs und großen Industrieunternehmen wird in der Zukunft eine immer bedeutendere Rolle für den Wirtschaftsstandort Österreich einnehmen.“ www.kapsch.net www.conda.at

© Hexa

Wien. Kapsch versucht neue Wege zu gehen und unterstützt deshalb „Conda“, die erste professionelle Crowdinvesting-Plattform in Österreich. Kapsch ist damit als erster Industriepartner bereits zum Zeitpunkt der Gründung der Plattform mit dabei. Conda ist nicht nur Marktplatz für Investoren und Unternehmen, sondern stellt umfangreiche Serviceleistungen zur Verfügung, die den Erfolg von Projekten unterstützen und damit einen entscheidenden Startvorteil schaffen wollen.

Alf Netek, CMO der Kapsch Group, und Daniel Horak, CEO von Conda.

Microsoft und Orange vertiefen Cloud-Pläne

© orange-business.com

welche Wien am Weg

© Xerox

Forschungsprojekte,

Orange bindet sich verstärkt an Office Together Select.

Wien. Orange Business Services wird Office Together Select ab Juni 2013 in die Business VPN Galerie integrieren. Office Together Select ist eine auf Microsoft Office 365 basierende Lösung zur Kommunikation und virtuellen Zusammenarbeit und bereits seit zwei Jahren Bestandteil der Professional Services von Orange Business Services. Durch die Integration können Unternehmen sowohl die Vorteile von Office Together Select als auch von Virtual Private Networks (VPN) nutzen. Business VPN Galerie verlängert VPNs in die Cloud und stellt durch voll abgesicherte Gateways die hohen Standards von End-to-End-Performance und Zuverlässigkeit bereit. Die Lösung verbindet über 8.000 Standorte weltweit und ermöglicht Zugang zu einer breiten Palette an Cloud-Lösungen. Orange Business Services und Microsoft haben weltweit eine abgesicherte und dedizierte Verbindung zu den Office 365Rechenzentren implementiert. www.orange-business.com


T o o l s & s e r v i ce s

52 – medianet technology

Test Der Eizo ColorEdge CG276 überzeugt durch beste Bildqualität und Hardware-Kalibrierung mit integriertem Messgerät

short

Höchste Bildqualität für professionelle Anwender

Webcam mit InfrarotModus zur Überwachung

Chris haderer

Wien. Der „Eizo ColorEdge CG276“ ist ein Monitor vom Feinsten – auch wenn der stolze Preis von fast 2.300 € für den 27-Zöller doch ein wenig Schaudern verursacht. Von der Optik her eher schlicht gehalten (eine Lichtschutzblende, die daran nicht viel ändert, aber Reflexe am Schirm verhindert, ist im Lieferumfang enthalten), ist das Gerät seinen Preis aber durchaus wert – und auch nicht im gehobenen Consumer-Segment angesiedelt, sondern dort, wo Profis auf exakte Farbdarstellung angewiesen sind. In diesem Bereich fühlt sich der Eizo ColorEdge CG276 ausgesprochen wohl und zeigt das auch mit überzeugender Darstellung sowohl beim Videoschnitt als auch in der Grafik. Der Farbraum des CG276 deckt die Farben im Offset-Druck beispielsweise zu über 99% ab. Deshalb ist bereits am Bildschirm sichtbar, welche Sättigung bei Cyan- und Gelbtönen erzielt wird. Fotografen und Designer werden sich über diese exakte Darstellung freuen. In der Filmproduktion bietet er die Möglichkeit, 3D-LUTs in den Speicher des Monitors hochzuladen

Wien. Belkin hat heute die NetCam WLAN mit Nachtsichtmodus (119 €) vorgestellt. Die NetCam WLAN verfügt über einen Infrarot-Nachtsichtmodus und liefert auch bei wenig oder gar keinem Licht klare Bilder – dafür sorgen neun integrierte Infrarot-Sensoren. Zusätzlich hat Belkin ein Weitwinkelobjektiv eingebaut, das einen erweiterten Bildausschnitt erfassen kann. Mithilfe des frei schwenkbaren Kugelgelenks lässt sich der Bildausschnitt nach Belieben einstellen. Die NetCam WLAN lässt sich über jedes iOS- oder Android-Gerät mittels einer kostenfreien NetCam-App in Betrieb nehmen, wobei der Internetzugriff wahlweise über WLAN-n oder ein Kabel hergestellt wird. www.canon.at

Dell erhöht Speicher in Compellent-Systemen

Die neue Moonshot-Serverlinie von HP ist vor allem energieeffizient.

Wien. HP hat das weltweit erste, kommerziell erhältliche HP-Moonshot-System vorgestellt. Es verbraucht bis zu 89% weniger Energie, benötigt 80% weniger Platz und kostet 77% weniger als herkömmliche Server. „Knapp zehn Milliarden Endgeräte sind heute an das Internet angeschlossen und die Anzahl steigt weiter exponentiell“, sagt Meg Whitman, President and Chief Executive Officer, HP. „Wir sind mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem der Platz- und Energiebedarf sowie die Kosten traditioneller Technologien nicht mehr tragbar sind. Mit ‚HP Moonshot‘ gestalten wir die IT neu.“ www.hp.com/at

Die inneren Werte des Eizo ColorEdge CG276 sieht man nicht auf den ersten Blick.

Gute Kalibrierung Ein spannendes Feature ist das in den Gehäuserahmen des ColorEdge integrierte Messgerät. Es positioniert sich für die Kalibrierung automatisch und versteckt sich bis zur nächsten Messung geschützt im Rahmen. Im Einsatz wird etwa der Messort am unteren Bildrand mit der Bildmitte korreliert, damit der Sensor wie in der Bildmitte misst. Serienstreuungen, wie sie bei externen Messgeräten vorkommen können, sind bei dieser integrierten Lösung somit ausgeschlossen. Auch Umgebungslichteinflüsse werden bei der Sensorinitialisierung ermittelt und bei der Kalibrierung berücksichtigt. Die mitgelieferte Software „ColorNavigator“ greift bei der Kalibrierung auf die Look-up-Table des Monitors direkt zu (dazu muss der Monitor via USB mit dem Rechner verbunden sein – der

Monitor fungiert dann aber gleichzeitig auch als Hub, beispielsweise zum Anschluss von Maus und Tastatur). Via Color Navigator kann der Anwender Farbtemperatur, Helligkeit, Schwarz-Wert und Tonwertkurve nach seinen Anforderungen frei bestimmen. Die Kalibrierung basiert dabei auf der

originalen Werksjustage. Ausstattung und technische Features machen den Eizo ColorEdge CG276 zu einem Premiumgerät für professionelle Anwender. 3D-Look-Up-Table (LUT), auto­ matische Farbdriftkorrektur und IPS-LCD-Modul führen zu einer überzeugenden Bildqualität. Neben den DVI-D- und HDMI-Schnittstellen bietet er auch einen Display Port-Anschluss, der eine Farbauflösung mit 10 Bit ermöglicht.

© Chris Haderer (2)

Vergleich macht sicher

Mit der ColorNavigator-Software kann der Monitor individuell an die Lichtsituation am Arbeitsplatz eingestellt werden.

Kleiner Lapsus beim Installieren der ColorNavigator-Software: Windows 7 hat Probleme beim Erkennen der Software-Signatur.

Insgesamt ist der ColorEdge ein Gerät, dem man seine Finessen auf den ersten Blick nicht ansieht. Stellt man ihn allerdings neben einen billigeren Monitor, dann werden die Unterschiede auf einen Schlag ganz deutlich. Ein tolles Werkzeug für professionelle Anwender. www.eizo.at

Test Snagit 11.1 von TechSmith ist es exzellentes Utility-Programm zum Anfertigen von Screenshots und Bildschirmvideos

Bildschirmfotograf für Windows-Computer Wien. Wer für die Erstellung von Handbüchern, Dokumentationen oder Lehrvideos auf die Darstellung von Bildschirminhalten angewiesen ist, wird „Snagit“ der Softwareschmiede TechSmith wahrscheinlich zum Heiligtum erheben (47,95 € inklusive einem Medienhosting-Konto bei „Screencast.com“ mit 2 GB Speicherplatz und 2 GB monatlicher Transferbandbreite). Das Softwarepaket erlaubt das einfache Anfertigen von Screenshots (auch mit aufgeklappten Menüs) und das Aufzeichnen von Videoabläufen am Screen oder Bildschirmbewegungen selbst. Mit im Paket sind auch eine kleine Medienbibliothek sowie ein einfaches Bildbearbeitungsprogramm (inklusive einer Reihe von nützlichen Pictogrammen).

Neue Funktionen Die neue Version 11.1 ist nun auch mit Windows 8 kompatibel und ermöglicht außerdem die Aufzeichnung von Systemaudio. Damit können auch Videos, etwa von YouTube, samt Ton aufge-

zeichnet werden. Mit den Vorgängerversionen der Software wurden laut Hersteller weltweit immerhin bereits mehr als 316.000.000 Bildschirmaufnahmen erstellt.

Stabile Arbeitsweise Prinzipiell können Screenshots unter Windows auch mit Bordmitteln durchgeführt werden (durch Betätigen der „Drucken“-Taste wird der Bildschirminhalt in die Zwischenablage kopiert und kann von dort in ein Programm wie „PhotoShop“ übernommen werden). Der Trick funktioniert aber nicht bei Videoaufnahmen und auch nicht, wenn Aufklappmemüs abgebildet werden sollen. Jeder mit Snagit geschossene Screenshot wandert zunächst in den Snagit Editor und kann dort bearbeitet oder als Grafikdatei (alle gängigen Formate von JPG bis PNG) gesichert werden. Im Test erwies sich Snagit 11.1 als extrem stabil und zuverlässig, selbst beim Aufzeichnen langer Bildschirmsequenzen in HD-Qualität. Ein sehr gutes Produkt. www.techsmith.de

Die Basisfunktionen von Snagit sind mit übersichtlichen Kontrollen leicht einstellbar.

© Chris Haderer (2)

© HP

Server mit reduziertem Energieverbrauch

und dadurch Filmmaterial entsprechend farbgenau anzuzeigen. Um Weißpunkt und Tonwertkurve einzustellen, nutzt er die vollautomatische Hardware-Kalibrierung mit Software-Unterstützung.

© Eizo

© Belkin

Der Farbraum des Geräts deckt knapp 99% der Farben im Offset-Druck ab und eignet sich für Softproof.

Schaut heimlich in die Nacht: BelkinWebcam mit Nachtsichtmodus.

Wien. Anwender können im Dell Compellent Storage-System nun auch 4-TB-Festplatten einsetzen. Mit der neuen 4TB-Festplatte, der Enterprise Capacity 3.5 HDD V.3 von Seagate, erhöht Dell in seinem Compellent Storage-System die Speicherdichte pro Quadratzoll um 33%; bislang kamen 3-TB-Festplatten zum Einsatz. Insgesamt kann damit die Kapazität in einem 2-HE-SASErweiterungsgehäuse mit bis zu zwölf 3,5“-Laufwerken auf eine Bruttokapazität von 48 TB gesteigert werden. www.dell.com

Freitag, 19. April 2013

Der Snagit Editor ist eine kleine Medienbibliothek und ein Bildbearbeitungsprogramm.


medianet

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freitag, 19. april 2013 – 53

Bergeweises wachstum

Branche in Bewegung

Österreichische Seilbahnen-Betriebe ­verzeichnen Rekordergebnis Seite 56

Gestern fanden über 500 Logistikevents in Österreich & Deutschland statt Seite 56

© Siemens

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industrialtechnology jungheinrich neuer 5-­tonnenstapler © Jungheinrich

Festo bringt Hightech auf einen Höhenflug

© Festo/Martina Draper

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Köln/Hannover. Die igus GmbH, ein weltweit führender Hersteller von Energieketten und Polymer-Gleitlagern, expandiert vor allem in den Bereichen Produktion und Logistik weiter. Heuer wurden bereits in Südkorea und in Brasilien neue und größere Gebäude bezogen. Im Bau ist weiters eine Fabrik in den USA, die schon in diesem Sommer in Betrieb gehen wird. Auch der Stammsitz in Köln wird vergrößert. Dazu wurde kürzlich ein Grundstück mit Fläche von 50.300 m� erworben. Und im Mai wird dann die Erweiterung des ­­Fabrikgebäudes um 8.500 m� fertiggestellt sein. www.igus.de

© Festo

Wien. Am Dienstag, dem 23. April, geht der von Festo, der Industriellenvereinigung Wien und der Wirtschaftskammer Wien initiierte „LeonardinoContest“ im Technischen Museum Wien ins Finale. Dabei stellen 80 Kinder aus 40 Wiener Volksschulen ihr technisches Know-how im Rahmen verschiedener Aufgabenstellungen unter Beweis. Im Vorfeld des Bewerbs wurden alle 260 Wiener Volksschulen mit den Experimentierboxen „Luft und Luftdruck“ ausgestattet und die Lehrer entsprechend geschult. www.leonardino.at

© Siemens

Technik & Natur Bionik spielt in den F&E-Aktivitäten des Automatisierungs­ spezialisten Festo eine große Rolle. Das jüngste Projekt, eine künstliche Libelle, hebt im wahrsten Sinne des Wortes ab. Seite 54

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Wien. Die Siemens-Division „Smart Grid“ hat mit Teradata eine globale strategische Kooperation im Bereich von Big Data vereinbart. „Wir sind Marktführer bei Energieautomatisierung und Meter Data Management. In Kombination mit der Expertise von Teradata bei der Datenanalyse können wir daher unseren Kunden relevante und wertvolle Informationen zur Verfügung stellen, mit denen sie wesentlich schneller und fundierter Entscheidungen treffen können“, sagte Jan Mrosik (Bild), CEO der Siemens-Division Smart Grid. www.siemens.at

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54 – industrialtechnology

kommentar

RessourcenSchonung mit Biss

Freitag, 19. April 2013

Neue Wege Die Bionik hat in den umfangreichen F&E-Aktivitäten von Festo einen hohen Stellenwert

Gewusst wie: Technik, die von der Natur lernt brochen. Der Trend ist anhaltend positiv.“ Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die hohe Innovationskraft des Unternehmens. Die F&E-Quote liegt bei rund sieben Prozent, allein in Deutschland werden zurzeit 185 Mio. € in zukünftige Produkte und Leistungen investiert. Bis Ende 2014 entsteht etwa am Standort Scharnhausen nahe dem Stammsitz eine Technologiefabrik. „Mit der Neuausrichtung werden beste Voraussetzungen geschaffen, um eine noch wettbewerbsfähigere Produktion dank effizienterer Prozesse abbilden zu können“, so Veit. Weiters wird ein neues Hochtechnologiezentrum für Polymerwerkstoffe am Standort Rohrbach/Diedesbühl Ende 2014 den Betrieb aufnehmen. „Wir haben eine einzigartige Innovationskultur bei Festo. Unsere F&E ist mit den Trendsettern in unseren Branchen eng verzahnt. Auch mit unserem ‚Bionic Learning Network‘ und unseren ‚Future Concepts‘ schauen wir weit in die Zukunft, um neue Trends in der Branche zu setzen und uns von der Natur hinsichtlich energiesparender Bewegungskonzepte, Leichtbau und Ressourcenschonung inspirieren zu lassen“, erläutert Veit.

britta biron

D

ie Tatsache, dass Rohstoffe nicht in unendlicher Menge vorhanden sind, macht erfinderisch. Neben den verschiedenen, schon seit Jahren etablierten Maßnahmen zur Aufbereitung und Wiederverwertung verschiedener Materialien wie Glas, Papier oder Kunststoff wird an der Erschließung noch ungenutzter Rohstoffquellen gearbeitet. Relativ neu sind etwa Urban Mining oder Landfill ­Mining (hier ist heuer in der Steiermark ein ­Forschungsprojekt angelaufen). Viel Biss bei der Ressourcen­schonung zeigt Colgate­Palmolive: Der Hersteller von Zahnbürsten und Zahnpflegeprodukten hat mit dem Recyclingunternehmen TerraCycle das erste Recycling-System für Zahnpflegeabfälle ins Leben gerufen und zeigt damit der Rohstoffverschwendung im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne. Die Verbraucher sind aufgerufen, gebrauchte Zahnpflegeprodukte separat zu sammeln und an TerraCycle schicken – die Kosten dafür trägt Colgate-Palmolive. Für jedes eingesandte Zahnpflegeprodukt spendet das Unternehmen zwei Cent an eine gemeinnützige Organisation nach Wahl der Teilnehmer. In den USA, in Mexiko, in Brasilien und der Türkei funktioniert dieses System bereits erfolgreich.

F&E Mehr Investitionen

© APA/Herbert Neubauer

Steigerung

Ministerin Doris Bures hat Förderun­ gen für Innovatoren weiter erhöht.

Wien. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Österreich werden laut jüngster Schätzung der Statistik Austria heuer gegenüber dem Vorjahr um 2,9% auf insgesamt 8,96 Mrd. € steigen. Bis 2020 soll die Quote auf 3,76% gesteigert werden. Für heimische Unternehmen, die bereits heute an der Weltspitze mitspielen, hat das BMVIT vor Kurzem die mit 20 Mio. € dotierte „Frontrunner-Initiative“ gestartet und speziell für junge Unternehmen außerdem durch die Initiative „Markt. Start“ die Finanzierungsmöglichkeiten deutlich verbessert. www.bmvit.at

Esslingen/Wien. „Festo hat als unabhängiges Familienunternehmen ein stabiles Wachstum über einen langen Zeitraum hinweg vorzuweisen. Weltweit haben wir unsere Position am Markt weiter gestärkt und damit beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Wir sehen die Wandlungsfähigkeit als Basis unseres Erfolgs: Neue Geschäftsfelder bieten uns ein enormes Potenzial für die Zukunft”, so Eberhard Veit, Vorstandsvorsitzender der Festo AG. 2012 konnte der weltweit tätige Automatisierungsspezialist seinen

„Wir haben eine einzigartige Innovationskultur und sind mit den Trendsettern in unseren Branchen eng verzahnt.“ Eberhard Veit, Vorstandsvorsitzender festo ag

Technik hebt ab Umsatz um rund 6% auf 2,24 Mrd. € steigern. „Für heuer rechnen wir mit einem Wachstum zwischen drei und sechs Prozent“, so Veit weiter. Positiv ist auch der Ausblick in Österreich. Festo Österreich-GF Wolfgang Keiner: „Wir bekommen durchwegs erfreuliche Signale von unseren Kunden. Die Nachfrage nach kreativen, österreichischen Maschinenbaulösungen ist unge-

Das neueste Projekt des Bionic Learning Network – einem Verbund von Universitäten, Instituten und Unternehmen – ist der ‚BionicOpter‘, ein ultraleichtes Flugobjekt, das die hochkomplexen Eigenschaften der Libelle technisch umgesetzt. Damit beherrscht das Modell mehr Flugzustände als Hubschrauber, Motorund Segelflugzeuge zusammen. Zusätzlich zur Steuerung der Schlagfrequenz und der Verdre-

Das komplexe Flügelschlagprinzip der Libelle wurde im BionicOpter umgesetzt.

hung der einzelnen Flügel kommt in jedem der vier Flügel eine Amplitudensteuerung zum Einsatz. In Kombination lassen sich so alle vier Flügel individuell in Schubrichtung und Schubstärke variieren, sodass die ferngesteuerte Libelle nahezu jede Lageorientierung im Raum einnehmen kann. Ermöglicht werden diese einmaligen Flugkünste durch den Leichtbau der künstlichen Libelle – bei einer Spannweite von 63 cm und einer Körperlänge von 44 cm wiegt das künstliche Insekt lediglich 175 g – und ihre Funktionsintegration: Sensoren, Aktoren, Mechanik sowie die Kommunikations-, Steuerungs- und Regelungstechnik sind auf engstem Raum verbaut.

Trotz seiner hohen Komplexität lässt sich das System einfach und intuitiv per Smartphone bedienen. Software und Elektronik regeln die Flügelbewegung durch Schlagfrequenz, Amplitude und Schwenkwinkel – der Pilot muss nur die Libelle an sich lenken, nicht aber deren komplexen Bewegungsabläufe koordinieren. Alle Parameter, die in der Mechanik einstellbar sind, berechnet der Mikrocontroller aufgrund der erfassten Flugdaten und der Vorgaben des Piloten. Mit diesen Parametern steuert der Prozessor die neun Servomotoren an, um die Bewegung mittels Schlagfrequenz, Schwenkeinrichtung und Amplitudensteuerung umzusetzen. www.festo.de

VDI-Studie Technische Berufe gewinnen an Attraktivität, Absolventenzahlen stiegen von 2005 bis 2012 um 66 Prozent

Die Zahl der Ingenieure steigt wieder Düsseldorf. „Das ist eine Steigerung, die sich wirklich sehen lassen kann und die dem Industriestandort Deutschland auch in der Krisenzeit Substanz geben konnte“, so VDIDirektor Willi Fuchs. „Deutschland stehen heute so viele Ingenieure zur Verfügung wie seit langer Zeit nicht mehr; die werden auch dringend gebraucht, wenn man allein an die Herausforderungen in Zusammenhang mit der zu bewältigenden Energiewende denkt.“

ein Deutscher Ingenieure und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) auf der diesjährigen Hannover Messe präsentierten. Ursachen für die Entspannung beim Fachkräfteengpass sieht der VDI einerseits bei den politischen Aktivitäten, etwa der Anpassung des Zuwanderungsgesetzes für qualifizierte Fachkräfte, andererseits aber auch darin, dass die

umfangreiche Informationsarbeit, die Unternehmen und Interessensvertretungen in den letzten Jahre geleistet haben, nun Früchte trägt und dafür gesorgt hat, dass die Attraktivität einer technischen Ausbildung gestiegen ist. Auch die vielen verschiedenen, in Österreich gesetzten Maßnahmen greifen jetzt und mehr junge Menschen entscheiden sich für

Technik ist attraktiv Insgesamt 1,62 Mio. Ingenieure sind heute in der wichtigsten Industrienation Europas erwerbstätig – um 16% mehr als noch 2005. Der größte Gewinner am Arbeitsmarkt ist die Altersgruppe 50+, die mit 32% die mit Abstand meisten Fachkräfte stellt. Hohe Zuwachsraten konnten auch weibliche Ingenieure sowie Ingenieure mit ausländischer Staatsangehörigkeit erzielen, so die aktuelle Studie „Ingenieure auf einen Blick 2013 – Erwerbstätigkeit, Innovation, Wertschöpfung“, die der VDI Ver-

eine technische Ausbildung. Zwischen 2005/06 und 2010/11 stieg die Zahl der Studierenden an den TU Austria (TU Wien, TU Graz und Montanuniversität Leoben) von rund 28.900 auf 41.000 (plus 42%), jene der Absolventen von 2.900 auf 4.300 (plus 48%). Beide Zuwächse fielen deutlich höher aus als jene des gesamten Universitätssektors, wo die Zahl der Studenten um 30,3% und die der Absolventen um 41,9% stieg. Weiters ist erfreulich, dass auch der Frauenanteil an den drei technischen Universitäten weiter steigt und bereits bei fast 30% liegt.

Noch keine Entwarnung

© VDI

britta biron

© Festo

Innovative Lösungen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor des Automatisierungsspezialisten.

VDI-Direktor Willi Fuchs: Ingenieure sind wichtig für den Standort Deutschland.

Für eine Entwarnung ist es aber nach Ansicht des VDI noch zu früh: Besonders die Branchen Maschinenbau, Automobilbau und Elektrotechnik haben nach wie vor mehr offene Stellen als Bewerber und ab 2020 gehen mehr Ingenieure in den Ruhestand, als aus den Hochschulen nachrücken. www.vdi.de www.tu-austria.at


i n n ovat i o n & u n t e r n e hme n

Freitag, 19. April 2013

industrialtechnology â&#x20AC;&#x201C; 55

Standortsicherung Europäische Unternehmen sehen Gefahr in einer falschen Klima- und Energiepolitik

short

Mehr Energie fĂźr Industrie

Weichen fĂźr die Zukunft stellen

Im Vorfeld auf den informellen Rat der EU-Energie- und Umweltminister von 22.â&#x20AC;&#x201C;24. April in Dublin sowie den Sonder-Europäischen Rat der EURegierungschefs zu Energie und Klima am 22. Mai erwarte

herbert strasser

Wien. â&#x20AC;&#x17E;Wenn wir wollen, dass die industrielle Basis in Ă&#x2013;sterreich erhalten bleibt, ist dringender politischer Handlungsbedarf gegeben. Gerade jetzt dĂźrfen wir unsere Unternehmen nicht zusätzlich mit Kosten belastenâ&#x20AC;&#x153;, so der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Kapsch. Es wäre daher kontraproduktiv, durch falsche Weichenstellungen auf der nationalen wie europäischen Ebene â&#x20AC;&#x201C; wie etwa zu hoch gesteckte CO2-Reduktionsziele â&#x20AC;&#x201C; die energieintensive Produktion in Ă&#x2013;sterreich weiter zu behindern.

Hannes Androsch, Vors. des Rats fĂźr Forschung & Technologieentw.

â&#x20AC;&#x17E;Mit den falschen Weichenstellungen erreichen wir lediglich eine Abwanderung von Unternehmen, Jobs

Harter Wettbewerb

und WertschĂśpfung.â&#x20AC;&#x153; Wolfgang Hesoun Ceo Siemens Ă&#x2013;sterreich

Š IV

â&#x20AC;&#x17E;Denn gerade diese Unternehmen sind im beinharten Standortwettbewerb auf eine sichere, nachhaltige und vor allem auch wettbewerbsfähige Energieversorgung angewiesenâ&#x20AC;&#x153;, so Mondi Europe & International-CEO Peter Oswald. â&#x20AC;&#x17E;Ständig steigende Sonderlasten, wie Ă&#x2013;kostromkosten, Eingriffe in den Emissionshandel sowie der immer wiederkehrenden Versuch, den CO2-Preis kĂźnstlich in die HĂśhe zu treiben, stellen jedoch die Investitions- und Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrie in Frage und schaden dem Ziel, den globalen CO2-AusstoĂ&#x; zu senken.â&#x20AC;&#x153; Die Ăśsterreichische Industrie gehĂśre bereits zu den energie-

Š APA/Georg Hochmuth

Hohe Investitionen in Energieeffizienz und Emissionsreduzierung, keine weiteren Belastungen.

v..li.n.re.: Wolfgang Hesoun, Georg Kapsch und Peter Oswald.

effizientesten Industrien der Welt und habe in den letzten Jahren Milliarden in energiesparende und emissionsmindernde, innovative Produktionstechniken investiert. â&#x20AC;&#x17E;Weitere relative Veränderungen auf einem solch hohen Effizienzgrad sind daher eine groĂ&#x;e Herausforderung fĂźr die Unternehmen und mit hohen Kosten verbunden, die direkt die Wettbewerbsfähigkeit beeinflussenâ&#x20AC;&#x153;, so Oswald weiter.

Siemens-CEO Wolfgang Hesoun ist Ăźberzeugt, dass â&#x20AC;&#x17E;nur durch Innovationen ein nachhaltiger Umbau des Energiesystems bewältigt werden kann. Um unsere Spitzenposition bei neuen und intelligenten Energietechnologien zu wahren, muss die EU rasch eine echte Technologie-, Innovations- und Investitionsstrategie in der laufenden Debatte zur Neuorientierung der europäischen Energie- und Klimapolitik forcieren.â&#x20AC;&#x153;

man sich daher ein klares Bekenntnis der Politik zur Sicherung des Standorts Europa, wie etwa eine EU-weite Harmonisierung der FĂśrderungen fĂźr Erneuerbare Energien. â&#x20AC;&#x17E;Wenn wir das Ziel der Reindustrialisierung Europas mit Leben erfĂźllen wollen, kommt einer Klimaund Energiepolitik mit AugenmaĂ&#x; eine zentrale Rolle zuâ&#x20AC;&#x153;, betonte der Vize-Generalsekretär der IV, Peter Koren. www.iv-net.at

Wien. Europas Stellung in der Weltwirtschaft basiert zu einem groĂ&#x;en Teil auf seiner Innovationskraft. Um diese auch fĂźr die Zukunft zu sichern, muss weiter investiert werden. Die groĂ&#x;e Frage ist aber, woher gerade in Zeiten der budgetären Konsolidierung das Geld dafĂźr kommen soll. Hannes Androsch, Vorsitzender des Rates fĂźr Forschung und Technologieentwicklung und Aufsichtsratsvorsitzender des AIT, meint: â&#x20AC;&#x17E;Schweden hat nicht theoretisiert, sondern bewiesen, wie es gehen kann.â&#x20AC;&#x153; Das Land fĂźhrt nach einschneidenden Reformen in den 1990er-Jahren viele Rankings an. In Ă&#x2013;sterreich herrscht allerdings seit Jahren Reformstau. Notwendige Neustrukturierungen, etwa in Verwaltung, Pensionssystem oder Gesundheitswesen, werden aufgeschoben und binden Ressourcen, die wichtigen Zukunftsbereichen wie Bildung Forschung und Innovation fehlen. www.rat-fte.at

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t r a n s p o r t & lo g i s t i k

56 – industrialtechnology

Freitag, 19. April 2013

Tag der Logistik Die innovative Branche präsentierte sich gestern in Österreich und Deutschland mit vielen Events

short

24 Stunden ganz im Zeichen der Logistik

Goodman baut für Daimler in Bremen

© Daimler

32 Unternehmen gaben Interessierten spannende Einblick in ihre logistischen Abläufe. norbert berger

Wien. „Logistik ist Motor und Indikator unserer Wirtschaft. Der starke Wirtschaftsbereich ist in allen Wertschöpfungsketten unserer globalisierten Welt die verbindende Komponente und viel mehr als der Transport von Waren von A nach B. Mit dem Aktionstag können sich Logistikinteressierte und Young Professionials von den vielseitigen Aufgabenfeldern der Logistik vor Ort überzeugen und mehr über Zusammenhänge wie auch Hintergründe erfahren“, so Roman

Im Herbst soll das neue Logistik­ zentrum in Bremen in Betrieb gehen.

Stuttgart/Bremen. Der australische Logistikimmobilienentwickler Goodman Ltd errichtet derzeit für die Daimler AG im Hemelinger Hafen nahe dem Bremer Werk des Automobilbauers ein neues Logistikzentrum. Das insgesamt etwa 33.000 m� umfassende Zufahrlager wird bereits in diesem Herbst in Betrieb gehen und dann die Rohbauproduktion der Mercedes-Benz C-Klasse und weiterer in Bremen produzierter Fahrzeugbaureihen mit Rohbau-Pressteilen, wie etwa Kotflügeln und Motorhauben, versorgen. Das Areal im Hemelinger Hafen – einem Teil des Gewerbeparks Hansalinie – liegt strategisch günstig. Über die Autobahn A1 sowie den nahegelegenen Fuldahafen ist eine direkte Anbindung an Straße und Binnenschifffahrt gewährleistet. Außerdem ist auch ein Gleisanschluss auf dem Gelände möglich. Vor diesem Projekt hat Goodman für Daimler bereits eine 46.000 m� große Logistikimmobilie am Standort Malsch realisiert. www.goodman.com

„Wir wollen zeigen, wie Logistik funkKnow-how und welche Anforderungen dahinterstehen.“ roman stiftner präsident bvl österreich

Stiftner, Präsident der Bundesvereinigung Logistik BVL Österreich. Insgesamt fanden gestern rund in Österreich und Deutschland landesweit rund 400 Veranstaltungen – von Führungen über Planspiele bis zu Workshops – statt. So lud die Siemens AG Österreich etwa zur Führung durch das Logistik Center Vienna und bot den Besuchern spannende Einblicke in die Abläufe eines modernen Lagers. Zusätzlich zu branchenspezifischem Informationen bot sich

© Gebrüder Weiss

Gebrüder Weiss baut in der Schweiz aus

© Siemens

tioniert, welches

Workshops, Expertendiskussionen und Betriebsführungen präsentieren die große Vielfalt der Logistikbranche.

den Gästen auch die Gelegenheit, die eigenen Verpackungskünste mit jenen von Profis zu messen. Die Siemens Rail Systems gewährt einen besonders exklusiven Einblick in die Fertigung und Logistik von Schienenfahrzeugen, wie z.B. Rail Jet- oder U-Bahnbau.

Grenzüberschreitend Am Lehrstuhl für Industrielogistik an der Montanuniversität Leoben präsentierte Helmut Zsifkovits mit seinem Team von Wissenschaftern aktuelle Forschungsthemen, Projekte und Arbeiten, die von Studierenden in Kooperation mit Industrieunternehmen durchgeführt wurden; die Schwerpunkte waren

Über 400 Veranstaltungen Auch die Österreichische Post hat sich heuer wieder am „Tag der Logistik“ beteiligt und Besuchern

in Wien, Graz und Wolfurt Einblick in die effizienten logistischen Abläufe gewährt, mit denen in den Hightech Paket-Logistikzentren öster­reich­weit täglich ca. 260.000 Paketsendungen verarbeitet werden.

Nächster Event Am 15. und 16. Mai lädt dann das Regionalbüro Steiermark des BVL Österreich am Flughafen Graz zum 10. Steirischen Logistik- und Automotive Tag; auf dem Programm stehen u.a. hochkarätige Experten-Diskussionen sowie die Vorstellung des „Hermes. Verkehrs. Logistik-Preisträgers”. www.bvl.at

Österreichische Seilbahnen Der lange Winter brachte Rekordumsätze, Innovationen sichern künftigen Erfolg

Eine Branche kommt hoch hinaus

Cyrill Gaechter neuer Landesleiter Gebrüder Weiss Air & Sea Schweiz.

Innsbruck. Die österreichische Seilbahnbranche kann auf einen historischen „Top-3-Winter“ zurückblicken: 50,9 Mio. „Skier Days“ (+11,9% gegenüber dem Vorjahr), ein Kassaumsatz von 1.178 Mio. € (+14,8%) und 29.664 Betriebstage (+5,7%) weist die Erfolgsbilanz von November 2012 bis März 2013 aus. Ein besonders gutes Ergebnis brachte dabei der März – mit einem Plus von 17,4% bei den Skier Days und einer Umsatzsteigerung von 24,3%.

Lauterach/Bern. Gebrüder Weiss forciert den Ausbau des eigenen Netzwerks in der Schweiz. Anfang April übernahm Cyrill Gaechter die Position als neuer Landesleiter von Gebrüder Weiss Air & Sea Schweiz. Anfang Mai folgt dann die Eröffnung eines neuen Air & Sea-Standorts in Bern. Die neue Geschäftsstelle wird von Fiorella Orsetti geleitet und bietet das gesamte Spektrum der Leistungen von Gebrüder Weiss CH an. www.gw-world. com

Optimistisch für Zukunft

© Markus Gorfer

„Als ökonomisch denkende und innovative Branche haben Österreichs Seilbahnen bereits vor Jahren erfolgreiche und wichtige Schritte gesetzt, um die Zukunft des Wintertourismus in Österreich zu sichern“, weiß Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs. „Die Stimmung innerhalb der Branche ist gut, die UnterANZEIGE

dabei Lagerlogistik, Materialfluss, Distribution, Produktionsoptimierung sowie die Baulogistik. Bei Quehenberger Logistics in Enns stand die Besichtigung eines hochmodernen Umschlaglagers auf dem Programm. Hier konnten sich Besucher darüber informieren, welche Herausforderungen es bei der Be- und Entladung von Lkws zu bewältigen gibt oder wie die Auslastung der Lkws weiter optimiert werden kann, um die CO�Bilanz zu verringern.

Fachverbandsobmann Franz Hörl (li.) und GF Erik Wolf ziehen zufrieden Bilanz.

nehmen investieren tatkräftig und das trägt natürlich maßgeblich dazu bei, dass an die Erfolge der letzten Saisonen angeknüpft werden kann“, bilanziert Erik Wolf, GF

ihres Angebots – vor allem in den Bereichen Safety, Qualität, Komfort und Schneesicherheit – investiert.

Große Investitionen

„Die Seilbahnbranche konnte auch in diesem Winter ein mehr als zufriedenstellendes Saisonergebnis verzeichnen.“ Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen österreichs

des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs. Schätzungen zufolge hat die Branche allein im vergangenen Winter rund 415,90 Mio. € in die Verbesserung und den Ausbau

81,8 Mio. € entfallen dabei allein auf den Neubau und die Modernisierung von Beschneiungstechnik. Mittlerweile können bereits knapp 60% der österreichischen Skipisten bei Bedarf mit technischem Schnee versorgt werden. Dabei legen die Unternehmen großen Wert auf den Natur- und Wasserschutz. „Zur Beschneiung wird Nutzwasser, das meist in Speicherteichen gesammelt wird, unter wissenschaftlicher Begleitung gefasst, energiesparend gespeichert und mit kalter Druckluft zerstäubt und als Schnee über die Skipisten verteilt. Anschließend werden diese über die natürlich Abschmelze wieder in den Wasserkreislauf zurückgeführt“, erläutert Hörl, der für seine Branche vor allem im stetig wachsenden Sommergeschäft noch viel Potenzial sieht. www.seilbahnen.at


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

Fraunhofer Pavement Profile Scanner PPS

Laserscan für Straßen Schneller, günstiger und genauer vermessen.

industrialtechnology – 57

| BS12-02G |

Freitag, 19. April 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

© Lehmann + Partner

Motion Servoverstärker Servomotoren

IPC Ein einziger Scanner kann eine vier Meter breite Straße exakt vermessen. herbert strasser

Freiburg i.Br. Die überwiegende Mehrheit des Personen- und Güterverkehrs erfolgt auf der Straße. Umso wichtiger ist es, Schäden bereits frühzeitig und ohne Störungen des Verkehrsflusses zu erkennen. „Ein wichtiger Faktor ist die Qualität der Oberfläche, genauer gesagt, der Grad ihrer Ebenheit“, erklärt Alexander Reiterer, Leiter der Forschungsgruppe „Laser Scanning“ am Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM in Freiburg i.Br. Er und sein Team haben den ersten Laserscanner entwickelt, den die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zur Messung der Straßenebenheit zugelassen hat. Diese Technologie, die sich bereits in der Bahnmesstechnik bewährt hat, ist schneller,

genauer und kostengünstiger als die bisher angewandte Methode. Der Scanner hat die Größe eines Schuhkartons, breite Aufbauten an den Messfahrzeugen, die den Verkehr behindern, sind damit nicht notwendig.

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Erfolfreich getestet Erste Praxistests hat der „Pavement Profile Scanner PPS“ bereits bestanden. In ganz Deutschland wurden seit letztem Sommer 15.000 km Autobahnen und Bundesstraßen gescannt. Währenddessen haben die Forscher den Scanner weiter verfeinert; vor allem die Messgenauigkeit soll noch verbessert werden. Der Prototyp der neuen Version misst mit einer Frequenz von 2 Megahertz (MHz). www.fraunhofer.de

Jungheinrich Neue Generation von 5-Tonnen-Stapler

Kraft trifft auf Wirtschaftlichkeit Hamburg. Jungheinrich präsentiert auf der zurzeit laufenden „bauma 2013“ erstmals seine komplett neu entwickelten Elektro-Gegengewichtsstapler der Baureihe 5 (EFG 535-550) und der „S-Linie“ (EFG S30S50); im Fokus bei der Entwicklung dieser Fahrzeuge stand das Thema Wirtschaftlichkeit.

Beste Energieeffizienz „Diese neue Staplergeneration verfügt über eine herausragende Energieeffizienz bei höchster Performance“, sagt Stefan Pfetsch, Leiter Produkt- und Portfoliomanagement Gegengewichtsstapler bei Jungheinrich.

© Jungheinrich

Die Fahrzeuge setzen auf dem Technologiekonzept „Pure Energy“ der im vergangenen Jahr eingeführten „Baureihe 4“ auf. „Unabhängige Tests haben belegt, dass wir mit der Entwicklung dieses Technologiekonzepts eindeutig die Benchmark bei den ElektroGegengewichtsstaplern setzen“, so Pfetsch weiter. „Pure Energy“ basiert auf der neuesten Generation der umweltfreundlichen Jungheinrich-Drehstromtechnik. Die Motoren und die elektronische Steuerung wurden noch besser aufeinander abgestimmt. Pfetsch dazu: „Die Ansteuerung der Drehstrommotoren mit höherer Frequenz führt zu einer extrem hohen Wirtschaftlichkeit der Fahrzeuge.“ Durch die Steuerung im Fahrzeug konnten die notwendigen Leitungswege auf ein Minimum verkürzt werden. Zusätzlich wurden hydraulische Schlauchleitungen durch eine möglichst direkte Verbindung von Komponenten mit dem Hydraulikblock eingespart. www.jungheinrich.de Stark & wirtschaftlich: Neue Serie setzt auf das Pure Energy-Konzept.

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

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u m w e lt & r e s s o u r c e n

58 – industrialtechnology

short

Größte Solaranlage der Türkei ist in Betrieb Freiburg i.Br. Die Solar-Fabrik AG hat Module und Wechselrichter für die bisher größte Solaranlage in der Türkei geliefert. Die Anlage mit einer Gesamtleistung von 250 kW wurde in Torbali in der Provinz Izmir auf dem Gebäude des Logistikunternehmens Reysas realisiert und soll jährlich 470 MWh Solarstrom erzeugen. Die Flachdach-Anlage, die im März in Betrieb genommen wurde, besteht aus 1.044 Solar-Fabrik-Modulen des Typs Premium L poly. Aufgrund der hohen Einstrahlungswerte in der Türkei soll sie mit einer Leistung von 250 kWp jährlich 470 MWh Strom produzieren. www.solar-fabrik.de

Hightech aus Tirol punktet in Indien

Freitag, 19. April 2013

Ethik & Wirtschaft Ethical Corporation lädt zum 12. Responsible Business Summit am 7. und 8 Mai

KMU im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitskonferenz 500 hochrangige Teilnehmer und mehr als 60 renommierte Referenten tagen in London. norbert berger

London. Nachhaltigkeit ist nicht etwas, das sich nur große Unternehmen leisten können, auch KMU, die allein in der EU mit fast 99% die überwiegende Mehrheit aller Unternehmen stellen, können einen großen Beitrag leisten. Das nützt nicht nur der Umwelt und der Gesellschaft, auch die Unternehmen

„Unser Ziel ist es, mit der diesjährigen Konferenz unseren bisher besten Lern- und © dpa/A9999 DB Helfried Weyer

Networking-Event © Tisun

zu veranstalten.“ Tisun freut sich über wachsende Nachfrage am indischen Markt.

Toby Webb, Gründer der Ethical Corporation

In den Kampf gegen den Klimawandel sollen verstärkt KMU, die die Mehrheit der Unternehmen stellen, mit einbezogen werden.

Söll. Der Tiroler Solarspezialist Tisun hat das Potenzial des indischen Markts früh erkannt und mit seiner 2011 gegründeten Tochterfirma Tisun EDESSolar (India) pvt Ltd bereits mehrere Projekte realisiert. Seit 2012 fertigt Tisun die Thermosiphonsysteme für den indischen Markt direkt in Mumbai; allein für April ist die Produktion von 150 Kollektoren geplant. „Der indische Solarmarkt ist auf Wachstum ausgerichtet und wir sehen für unser Unternehmen insbesondere im Bereich der solaren Großanlagen viel Potenzial. Wir bedienen hier einen Nischenmarkt, da wir Hausbesitzer mit höherer Ausbildung und höherem Einkommen ansprechen, denen die Qualität der Produkte wichtiger ist als extrem günstige Preise“, so Pankaj Pandey, Marketing Manager Tisun EDES Solar (India) pvt Ltd, die Entwicklungen. www.tisun.com

selbst profitieren von nachhaltigem Agieren, wie eine Studie der Boston Consulting Group zeigt. In einer weltweit unter 2.600 Führungskräften und Managern durchgeführten Umfrage gaben 37% der befragten Führungskräfte an, dass der Einsatz für Nachhaltigkeit die Gewinne ihres Unternehmens innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten gesteigert habe.

Breites Themenspektrum Zum ersten Mal wird der Responsible Business Summit der Ethical Corporation, Europas größte Veranstaltung zum Thema Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung und Nachhaltigkeit, KMU daher direkt einbeziehen, indem Unternehmen mit weniger als 250 Angestellten vergünstigte Eintrittskarten geboten werden. Steven Wilding, Konferenzleiter bei der Ethical Corporation, erklärt: „Wir möchten die Konferenz

Kleinst-, Klein- und Mittelgroßen Unternehmen zugänglich machen, denn sie sind der Motor der weltweiten Industrie und eine wichtige Ressource für unternehmerische Fähigkeiten, Innovation und Einstellungschancen.“

Intensiver Austausch Allein in der EU gibt es rund 23 Mio. KMU mit insgesamt etwa 75 Mio. Arbeitsplätzen. „Es ist von grundlegender Bedeutung, dass sie an der Nachhaltigkeitsdebatte teilhaben“, ist Wilding überzeugt. „Wir hören von zahlreichen KMU, dass ihre derzeitige Priorität darin besteht, der Rezession zu entrinnen, und dass Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit zu kostspielig wären. Wir hoffen, dass diese Konferenz dazu beitragen kann, diese Meinung zu ändern. Wir möchten den KMU die Chance geben, Best Practices auszutauschen, die aktuellen Herausforderungen zum Thema Nachhaltigkeit zu bespre-

chen und wichtige Kontakte zu knüpfen.“ Insgesamt 50 um 20% vergüns-tigte Eintrittskarten für KMU (410 € für die Tageskarte, 880 € für beide Tage) stehen für die Konferenz am 7. und 8. Mai im Novotel London West Hotel zur Verfügung. Die Konferenz beschäftigt sich mit zahlreichen Problemen und Herausforderungen zum Thema Nachhaltigkeit, beispielsweise mit der sozialen Verantwortung und der Reduzierung der Umweltbelastung. Mehr als 20 Sitzungen in Kleingruppen mit dem Schwerpunkt der unternehmerischen Gesellschaftsver­ antwortung werden stattfinden.

65 Top-Referenten Gregory Barker, britischer Staatsminister für Fragen des Klimawandels, wird die einleitende Keynote zum Thema Public Private Partnerships halten und verschiedene Beispiele aufzeigen, wie Investitionen in grüne Technologien

gefördert werden können. Weitere Referenten kommen von namhaften Unternehmen wie M&S, Microsoft, Unilever, der BASF, Dow, Dupont, ASDA, Patagonia oder Hyundai sowie Nichtregierungsorganisationen wie Oxfam, der Ethical Trading Initiative, EABIS, der Cranfield School of Management, der Europäischen Kommission und dem Institut für Menschenrechte und Wirtschaft.

Diskussionen & Debatten Toby Webb, Gründer der Ethical Corporation, erläutert die Besonderheiten der Konferenz, die auf intensiven Dialog setzt: „Anstelle der üblichen PowerPoint-Präsentationen werden wir Fallbeispiele verwenden, um Diskussionen und Debatten mit unseren Referenten anzuregen; wir werden über Twitter kommunizieren, Live-Umfragen durchführen, ‚Fragestunden‘Debatten und themenbezogene Diskussionen am runden Tisch anbieten.“ www.ethicalcorp.com

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Zürich. ABB hat einen Großauftrag im Wert von rund 150 Mio. USD (ca. 114,6 Mrd. €) für die Lieferung von Stromrichtertransformatoren, Gleichstrom-Filterkondensatoren und Schlüsselkomponenten für Stromrichterventile für die weltweit leistungsstärkste Stromleitung in China erhalten. Die Ultrahochspannungsübertragungsleitung (UHGÜ), deren Fertigstellung für 2014 geplant ist, wird eine Kapazität von 800 kV (das entspricht der Leistung von acht Großkraftwerken) haben und umweltfreundlich aus Wasserkraft produzierten Strom von Yibin in der Provinz Sichuan in Südwestchina über eine Entfernung von insgesamt 1.670 km in die Provinz Zhejiang an der Ostküste transportieren. www.abb.com


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Freitag, 19. April 2013 – 59

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Frankfurt/Köln. Die „neue Germanwings“ kommt schneller voran als geplant: In Reisebüros sind bereits die neuen Angebote „Best“ und „Smart“ für Flüge ab Anfang Juli buchbar. Der günstigste Tarif „Basic“ gibt‘s über Online-Buchungskanäle bei Germanwings. Flüge mit der „neuen Germanwings“ können in drei Economy-Class-Tarifen zu Preisen ab 33 € („Basic“), 53 € („Smart“) und 199 € („Best“) gebucht werden. Bis zum Start der „neuen Germanwings“ am 1. Juli werden alle 36 Flugzeuge der bestehenden Flotte innen und außen erneuert sein. www.germanwings.com

© Panthermedia.net/Tomas Marek

© German Wings/Jochen Tack

Kiel. Ein Urlaub am Weltnaturerbe Wattenmeer in SchleswigHolstein, dem nördlichsten Bundesland Deutschlands, beeindruckt mit Wellen, Watt und Weite. Es ist die Schönheit und der Charme dieser Naturlandschaft, die Besucher in ihren Bann ziehen – immer unter dem Einfluss der Gezeiten. Die weltweit einzigartige Naturlandschaft aus Prielen und Inseln, Rinnen und Platen verändert alle sechs Stunden ihren Charakter – mal ist das Wattenmeer spiegelglatter Boden voller Kleinstlebewesen, mal rauschendes Meer. www.nordseetourismus.de

Sommer-Urlaub Griechenland erholt sich sehr gut, auch Italien und die Türkei verzeichnen bei Ruefa deutliche Zuwächse. Tunesien hingegen befindet sich in einem Dauertief. Insgesamt deutet alles auf einen guten Sommer hin. Seite 60 Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft Job-Portal für alle, die gern in die Luft gehen würden

Vancouver. Am 23. April ist es wieder so weit: Der „Rocky Mountaineer“ startet nach der Winterpause in seine 24. Saison. Dabei dürfen sich Gäste des Luxuszuges nicht nur auf die Rocky Mountains freuen, sondern auch auf zusätzliche Angebote. So führt die Route „Coastal Passage“ auch in die USA, und ab sofort gibt‘s einen Stopp in Lake Louise. rockymountaineer.com

Berlin. „Unsere Website ist das Gate zur Luftfahrt – alle, die sich fürs Fliegen begeistern, können jetzt auch Jobs in der Luftfahrt bei uns finden“, so Klaus-Peter Siegloch, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), anlässlich der Präsentation eine neuen Online-Job-Portals in Berlin. Für das neue Angebot kooperiert der BDL mit der Job-Börse StepStone, deren Job-Angebote im Bereich Luftfahrt nun auch auf der BDL-Website zu finden sind. „Die Luftfahrt bewegt viele Menschen, die auf unserer Website nun auch erfahren können, wie sie

Teil dieser faszinierenden Branche werden können; sie können bei uns einchecken und in der Welt der Luftfahrt durchstarten“, so der BDL-Präsident.

Wissensvorsprung online? Auf der Verbandswebseite finden Interessierte ein buntes Service- und Informationsangebot: „Lesen Sie unsere Reportagen und Portraits von Menschen, die in der Luftfahrt arbeiten und erfahren Sie so mehr über die vielfältigen Jobmöglichkeiten, die die Luftfahrt zu bieten hat. Ein Besuch unserer

Website lohnt sich immer, denn bei uns können Sie sich umfangreich zu allen aktuellen und zentralen Themen aus der Luftfahrt informieren – und wer weiß, vielleicht erhalten Sie so den Wissensvorsprung für Ihr nächstes Bewerbungsgespräch“, so Siegloch. Beim Versuch, auf der Homepage des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft die JobBörse zu testen, ist unser Redakteur allerdings gescheitert: „Error 404. Die angeforderte Seite wurde nicht gefunden. Um zur Startseite zu gelangen, klicken Sie hier ...“ www.bdl.aero

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Sind gute Jobs in der Luftfahrt zu haben?

Angeblich bietet die Luftverkehrswirtschaft viele freie Jobs für junge Leute.


c ov e r

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Freitag, 19. April 2013

Verkehrsbüro Group Österreichs führender Tourismuskonzern erreichte im Jahr 2012 einen Umsatz von 901 Mio. €

Kommentar

In Österreich die Position als Nummer eins gestärkt

Flughafen Frankfurt mit Service-Award

Konzern ist Marktführer im Bereich Leisure (Freizeitreisen) mit 118 Ruefa-Reisebüros österreichweit. michael bär

Wien. „Ereignisse wie anhaltender Arabischer Frühling, Griechenland-Krise, Thailand-Hochwasser und Nachfragerückgang bei Kreuzfahrten erforderten 2012 erneut besondere Flexibilität“, sagt Harald Nograsek, Generaldirektor der Verkehrsbüro Group. Die Sparte Leisure-Touristik konnte sich jedoch in einem herausfordernden Umfeld behaupten und erwirtschaftete in 2012 einen Umsatz von 595,8 Mio. €. Damit lag das Umsatzplus von 5,2 % über dem Passagierplus von 1,2 % auf insgesamt 1,75 Mio. Passagiere.

georg biron

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Filmfestival in Cannes 2013 Hongkong/Cannes. Heuer treten The Peninsula Hotels erstmals als Sponsor bei den 66. Filmfestspielen in Cannes auf, die vom 15. bis 26. Mai stattfinden. „Mit dem Sponsoring für den ‚American Pavilion‘ bringen wir den Glamour unserer Hotels mit dem des Festivals zusammen“, so Vice President Robert Cheng. www.peninsula.com

Der Fokus auf höherwertige Rund- und Fernreisen steigerte bei Ruefa den Umsatz pro Buchung. Der Konzern ist Marktführer im Bereich Leisure Touristik (Freizeitreisen) mit 118 Ruefa Reisebüros österreichweit. Jumbo bietet als Spezialreiseveranstalter besondere Fern-, Studien- und Schiffsreisen an. Eurotours ist die größte Inco-

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ming-Agentur Zentraleuropas und führender heimischer Reiseveranstalter mit sechs Standorten in Österreich und im Ausland. Touristische Beteiligungen bestehen in Österreich und in Tschechien, Rumänien und Ungarn. Das Neugeschäft mit Maturareisen trug zur guten Entwicklung bei. Eurotours erzielte 2012 ei-

nen Umsatzrekord, getragen vom zweistelligen Passagierwachstum bei Hofer Reisen auf 542.000 Gäste (insgesamt verzeichnete man 1,245 Mio. Eurotours-Gäste).

Stabiler Ausblick für 2013 Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Leisure Bereich auf 8,7 Mio. €. Insgesamt ergab sich ein leichter Rückgang von zwei Prozent, bedingt durch Belastungen aus touristischen Krisen, Integrationskosten und IT-System-Vereinheitlichung bei Jumbo sowie Investitionen in zukünftige Wachstumsvorhaben - z.B. die Internet-Reiseplattform von Eurotours. 2012 kam es zu einer Verschiebung der Reiseströme auf der Mittelstrecke. Spanien baute seine führende Position um 3,5 % auf 13,4 % Anteil aller Ruefa Reisen aus. Die Türkei (9,6 %, plus 2,4 %) löste Italien (6,5 %) als zweitbeliebtestes Urlaubsland ab. Griechenland konnte die gedämpfte Nachfrage

„Erfolgreich entwickelten sich die Urlaubs- und Geschäftsreisen sowie insbesondere das Kongressgeschäft.“ Harald Nograsek verkeHrsbüro GroupGeneraldirektor

Griechenland erholt sich stark, Tunesien ist deutlich im Abwärtstrend.

Geschäftsjahr 2012 Trotz schwacher Marktentwicklung bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte

Europäische Reiseversicherung ist im Plus Wien. „Neben dem wachsenden Risikobewusstsein des Reisepublikums sind gute, der aktuellen Risikosituation angepasste Produkte, Service und Beratung dafür entscheidend, dass wir bei einer stagnierenden Entwicklung des Reisemarkts neue Kunden und Vertriebspartner gewinnen können“, sagt Martin Sturzlbaum, der Vorstandsvorsitzende der Europäischen Reiseversicherung AG. Die Einnahmen an Versicherungsprämien der Europäischen Reiseversicherung AG stiegen 2012 um 5,8% auf 62,5 Mio. €, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wuchs um 45% auf 5,1 Mio. €, der Jahresüberschuss um 26,6% auf 3,3 Mio. €. Mit rund 2,2 Mio. versicherten Reisenden konnte die Europäische ihre führende Marktposition weiter ausbauen.

Niederlassung in Slowakei

In Cannes soll die Marke „The Peninsula“ neue Zielgruppen erreichen.

Dort fahren Österreicher am liebsten hin: Anteil der unterschiedlichen Auslandsdestinationen am Umsatzkuchen der Verkehrsbüro Group-Marke Ruefa.

Der Zuwachs bei Reiseversicherungen betraf nahezu alle Geschäftsfelder der Europäischen.Besonders positiv entwickelten sich

die Jahresversicherungen mit einer zweistelligen Zuwachsrate sowie die Geschäftsreise-Versicherung Corporate Travel Insurance. Nicht unwesentlich für das positive Ergebnis war das weitere Wachstum der Niederlassung in der Slowakei, die auf diesem heiß umkämpften Tourismusmarkt ein Plus von 7,4% erreichte. Der Incoming-Tourismus brachte zwar ein Spitzenergebnis, im Outgoing, dem Hauptgeschäftsfeld der Europäischen Reiseversicherung, gab es aber nur ein sehr geringes Wachstum.

men in fast allen Geschäftsfeldern einen Zuwachs und damit das beste Ergebnis seiner Geschichte erreichen. Das Versicherungsjahr 2012 war durch keine besonderen Ereignisse wie Naturkatastrophen oder Epidemien belastet. Die Aufwendungen für Schadenfälle erhöhten sich um 4,4% auf 28,6 Mio. €. Auf die Stornoversicherung kamen 57% (16,3 Mio. €), in

2012 fast überall Zuwächse Der Amadeus AATIX (Austrian Air Traffic Index), der über Linienflug-Buchungen der Reisebüros informiert und die Geschäftsreisen mit einbezieht, bildet ein Wachstum von zwei Prozent gegenüber 2011 ab, während der Amadeus Tourix (Austrian Touristik Index), der die Zahl der Veranstalterbuchungen in Reisebüros zeigt, um 6,9% gesunken ist. Trotzdem konnte das Unterneh-

© Europäische Reiseversicherung/Curt Themessl

Sponsor Hotelgruppe

Eurotours mit Rekordzahlen

© Verkehrsbüro Group/Bill Lorenz

lle Achtung: Dem Frankfurter Flughafen ist es auch im vergangenen Jahr gelungen, seine Servicequalität deutlich zu erhöhen: Das in der internationalen Luftfahrtbranche bekannte Marktforschungsinstitut Skytrax hat die größte deutsche Luftverkehrsdrehscheibe als ‚World‘s Most Improved Airport‘ ausgezeichnet und bestätigt damit den Erfolg des Serviceprogramms ‚Great to have you here!‘. Gleich zwei Preise hat der ebenfalls von Fraport gemanagte Flughafen der peruanischen Hauptstadt Lima gewonnen: Er wurde zum mittlerweile sechsten Mal als bester Flughafen in Südamerika (‚Best Airport – South America‘) und darüber hinaus zum dritten Mal in Folge für die große Serviceorientierung seines Personals (‚Best Airport Staff Service – South America‘) ausgezeichnet. Noch weiter ausbauen möchte der Flughafen Frankfurt künftig insbesondere jene Angebote, die der kulturellen und sprachlichen Vielfalt vor allem der Transferpassagiere gerecht werden; schon heute verfügbar sind beispielsweise kostenlose Broschüren, die in neun Sprachen den Weg durch die ­Terminals weisen, ­vielsprachiges Terminalpersonal sowie Andachts- und Gebetsräume aller großen ­Weltreligionen. Nachahmung erwünscht!

nicht mehr aufholen und kam mit 7,9 % (minus 21,6 %) auf Rang drei. Unter den Top 5 lag auch Ägypten mit einem Zuwachs von acht Prozent auf sechs Prozent. In einem Umfeld anhaltender Konjunkturschwäche und starken Preisdrucks kann derzeit keine verlässliche Prognose für den Geschäftsverlauf im Jahr 2013 abgegeben werden. Die führenden Marktpositionen in allen Geschäftsbereichen werden den Unternehmenserfolg aber weiterhin stützen. Mit Blick auf die Situation stellt der Konzern einen Umsatz auf dem überaus guten Vorjahresniveau in Aussicht. Der Bereich Business Touristik mit Geschäftsreisen und Kongressmanagement konnte eine deutliche Umsatzerhöhung von 17,7 % auf 178,7 Mio. € trotz wettbewerbsintensiven Markts verzeichnen. Diese Entwicklung beruht großteils auf der Internationalisierung des Geschäfts. Der Geschäftsbereich Hotellerie (inkl. Palais Events) verzeichnete ein zweistelliges Umsatzplus von 13,5 % auf 166,0 Mio. € und konnte damit die führende Marktposition in Österreich festigen. www.verkehrsbuero.com

Vorstandsvorsitzender Martin Sturzlbaum: „2012 kein einfaches Jahr“.

etwa gleich viel wie 2011, über 36% (10,3 Mio. €) auf die Reisekrankenund Unfallversicherung. Die Schadenquote – Verhältnis von Prämieneinnahmen zu Schadenaufwand – verbesserte sich von 46,9% im Vorjahr auf 46,3%.

Finanzergebnis: +1,3 Mio. € Weil die Situation auf den Finanzmärkten 2012 im Vergleich zu 2011 etwas besser war, konnte unter Beibehaltung des strengen Niederstwertprinzips bei der Berechnung der Kapitalanlagen das Finanzergebnis auf 1,3 Mio. € gesteigert werden. Für 2013 wird eine Stabilisierung der Realwirtschaft und damit ein leichtes Wachstum erwartet; angepeilt wird vor allem eine weitere Steigerung der Marktdurchdringung. Durch Produktinnovationen, die Erschließung neuer Vertriebswege und den Ausbau des flächendeckenden Service sollte es gelingen, die Zahl jener Reisenden, die eine Reiseversicherung abschließen, weiter zu erhöhen. www.europaeische.at


Freitag, 19. April 2013

b u s i n e s s & m ar k e ts

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Connoisseur Circle Auszeichnung kürt Luxushotels weltweit für die höchste Gastfreundschaft; 25 Hotels standen zur Wahl, fünf haben gewonnen

Circle Hospitality Awards 2013 Gefeiert wurde mit ca. 350 Gästen in der Event-Location „Berliner Freiheit“. Wien/Berlin. Das in Österreich von der Connoisseur Circle Reiseservice GmbH produzierte Luxusreisemagazin Connoisseur Circle lädt seine Leser auf eine Entdeckungsreise in die kosmopolitische Welt von Luxus, Lebensstil und Reisen auf höchstem Niveau ein. Themen zu den angesagten Top-Destinationen, Entdeckungen in der Luxushotellerie, Berichte über Nobelclubs, Privatjets, Golf, Wein, Gourmet, Wellness und Kulturhighlights, aber auch Abenteuer auf höchstem Niveau, werden in edler Aufmachung im Goldfoliendruck sowie multimedial als App und online umgesetzt.

spruchsvolle Gäste, die das Besondere schätzen und Luxus als ganzheitliches Erlebnis der Gastfreundschaft mit starkem Wohlfühlfaktor verstehen. Um die fünf eleganten Trophäen mit den platingold schimmernden Erdkugeln bewarben sich für die erstmals ausgerufenen „Connoisseur Circle Hospitality Award“ insgesamt 25 Hotels aus aller Welt. Die festliche Award-Verleihung fand im Rahmen des „360 Grad Luxury Network Event“ von Lobster Experience und Connoisseur Circle statt. Gefeiert wurde mit mehr als 350 Gästen, darunter viele Hoteliers und Top-Touristiker, die aus

aller Welt nach Berlin anreisten, in der am Potsdamer Platz gelegenen Event-Location „Berliner Freiheit“.

Ein neuer Gradmessser Mit Hochspannung erwarteten die Gäste, darunter Vertreter der Hotels, den Jury-Entscheid. An die 1.000 Hotels waren geprüft worden, von denen in der Folge 100 Häuser in die engere Wahl kamen. „Mit dem Award werden die besten Gastgeber weltweit ausgezeichnet und ein neuer Gradmesser für die Hotellerie geschaffen“, so Chefredakteurin Dressler. www.ccircle.cc

© Connoisseur Circle Reiseservice/Christian Kielmann (2)

dino silvestre

Die Chefredakteurin von Connoisseur Circle, Simone Dressler (ganz rechts).

Hotels für Connoisseure „Unabhängig und objektiv stehen Luxushotels auf der ganzen Welt auf dem Prüfstand“, so Chefredakteurin Simone Dressler. „Das Magazin erscheint seit 2006 vier Mal jährlich in Deutschland und Österreich und seit 2012 auch in der Schweiz, mit einer Gesamtauflage von 93.000 Exemplaren.“

„Connoisseure des Reisens, Leser und Experten des Connoisseur Circle-Magazins suchten die fünf Siegerhotels aus.“ Simone Dressler chefredakteurin

Jetzt führte das Magazin eine neue Auszeichnung ein. Zum ersten Mal wurden weltweit Hotels für Connoisseure gekürt – einzigartige Hotels für an-

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Circle Awards: Elegante Trophäen mit platingold schimmernden Erdkugeln. Hospita lity Award s 2 0 1 3

Best Hospitality Boutique Hotel Four Seasons Firenze Italien Best Hospitality Business Hotel Trump Soho New York USA Best Hospitality Design Hotel Alila Uluwatu Bali Indonesien Best Hospitality Grand Hotel Palace Kempinski Istanbul Türkei Best Hospitality Hideaway Frégate Island Private Seychellen

Sammeln Sie Meilen mit Miles & More. Buchung auf www.austrian.com, bei Buchungen über 05 1766 1000 oder im Reisebüro kann es zu unterschiedlichen Servicegebühren kommen. Oneway-Preis ab Wien. Besondere Anwendungsbestimmungen. Begrenztes Kontingent. Stand 1.4.2013.

Quelle: Connoisseur Circle

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b u s i n e s s & m a r k et s

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Fuerteventura und Mallorca mit Charter

Freitag, 19. April 2013

Ab-in-den-urlaub.de-Studie Berlin, Wien und Zürich sind bei Städte- und Geschäftstouristen so beliebt wie noch nie

Deutschland, Österreich und Schweiz sehr beliebt

Berlin, München, Hamburg mit mehr Übernachtungen; Wien, Zürich und Salzburg mit Touristen-Plus.

Anschlag in Boston: Infos für die Reisenden Boston. Aktuell ist über der US Stadt Boston eine 3,5 MeilenFlugverbotszone eingerichtet. Das bedeutet jedoch nach Recherchen des Flugbuchungsportals „fluege.de“ (3,4 Mio. Nutzer im Monat) nicht, dass die Fluglinien die Reisenden nicht mehr nach Boston bringen. Mit längeren Wartezeiten bei der Einreise ist zu rechnen, da die US-Behörden an großen Flughäfen verschärfte Gepäckkontrollen sowie Personenkontrollen durchführen. www.fluege.de

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Terra verlängert Boni in Italien und Kroatien

1 Woche in Lignano mit Pool für fünf Personen ab 226 € pro Apartment.

Wien. Buchungsanreize durch Verlängerung der Frühbucherboni bis 30. April in Italien und Kroatien schafft Terra Reisen, Österreichs größter Veranstalter für Autoreisen. Zur Auswahl stehen die Regionen Istrien, Kvarner Bucht, Dalmatien, Süditalien oder Sardinien. „Wir wollen jenen Urlaubswilligen, die noch nicht gebucht haben, die Entscheidung mit Ermäßigungen zwischen 10 und 20 Prozent vereinfachen“, so Gerhard Meister, Verkaufsleitung Terra Reisen. www.terra-reisen.com

Die deutsche Hauptstadt Berlin zieht immer mehr Städtetouristen an und überflügelt Metropolen wie Rom, Madrid und Wien.

zeichnen und somit über 10.6 Mio. Gäste-Übernachtungen verbuchen. Besondere Anziehungskraft für in- und ausländische Besucher haben der Hafengeburtstag oder das „frech-frivole Leben“ auf St. Pauli. Frankfurt am Main hält zwar unter Deutschlands Großstädten immer noch eher das Image eines zwar reichen, aber architektonischen Schmuddelkinds, dennoch gehört es mit 7,0 Mio. Übernachtungen in 2012 eindeutig zu Deutschlands Reise-Mekka. Mittlerweile profitieren jedoch nicht nur die deutschen Metropolen vom Tourismus-Boom. So erlebten etwa Städte wie Kassel (+23%), Kempten (+19%), Zwickau (+17,6%), Salzgitter (+16,3%),

Nicht nur Großstädte Auch in Deutschlands Touristenstadt Nummer zwei, München, kommen mehr Reisende denn je. Fast 12,4 Mio. Übernachtungen zählte man 2012 rund um den Marienplatz, 620.000 (+5,3%) mehr als im Jahr 2011. Nicht nur europäische Gäste, Japaner oder Amerikaner findet man vor Ort. Immer beliebter wird die bayrische Landeshauptstadt auch bei wohlhabenden Arabern. In Hamburg herrscht im touristischen Bereich ebenfalls keine Tristesse: Mehr als eine halbe Mio. Übernachtungen mehr (+11,6%) konnte die Hansestadt 2012 ver-

Görlitz (+14%), Potsdam (+14%) oder Marburg (+13,4%) einen wahren Touristenansturm im Jahr 2012. Ebenfalls eine positive Entwicklung gab es in Ingolstadt, Kaiserslautern, Bottrop, Neu-Ulm, Heilbronn, Dessau-Roßlau, Bamberg, Chemnitz oder Halle/Saale. Diese Städte legten zwischen 8,3% und 13% bei den Übernachtungen zu.

Österreich und Schweiz Einen satten Zuwachs an Touristen-Übernachtungen innerhalb des Alpen-Rankings verzeichneten auch Städte in Österreich und der Schweiz. Platz drei (nach Wien und Zürich) geht an die „Mozartstadt“ Salzburg.

Immerhin fast 2,5 Mio. Übernachtungen zählte man vor Ort, das waren 190.000 mehr (+8,4%) als 2011. Selbst 220 Jahre nach seinem Tod locken das Musikgenie, aber auch die herrliche Landschaft und Salzburger Festspiele, nach wie vor viele Touristen an. Es folgen Innsbruck mit 1,4 Mio. Übernachtungen (+7,5%) und Luzern 1,1 Mio. (+1,1%). Den prozentual höchsten Anstieg verzeichnete neben Salzburg (+8,4%) auch das beschauliche Wels in Oberösterreich mit 8,2%. Mit weniger Touristen und Übernachtungen mussten St. Gallen (-0,8%), Lausanne (-3,2%), Lugano (-3,9%), Klagenfurt (-4,7%) und Chur (-4,9%) auskommen. www.ab-in-den-urlaub-deals.de

Kundenbefragung Städtetourismus Beliebteste Hotelkette wird Radisson Blu vor Steigenberger und Motel One

Hotelketten: Sehr hohe Zufriedenheitswerte Hamburg. Ob für den Wochenendtrip nach Berlin, den Musicalbesuch in Hamburg oder die berufliche Weiterbildungsmaßnahme in Köln – die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten ist groß. Immer mehr City-Touristen entscheiden sich bei der Hotelbuchung für eine der großen Ketten. Während einige Kunden eher Wert auf eine preisgünstige Übernachtung legen, spielen für andere ein ansprechendes Ambiente und eine gehobene Ausstattung eine Rolle. Wie zufrieden die Kunden mit den Hotelketten sind, hat nun eine aktuelle Befragung des Deutschen Instituts für Service-Qualität im Auftrag des Nachrichtensenders „n-tv“ untersucht. „Die Serviceleistungen der Hotels wurden von allen Befragungsteilnehmern als gut oder sehr gut bewertet“, so Markus Hamer, GF des Instituts. Gut 89% der Befragten könnten sich vorstellen, wieder bei der Hotelkette zu buchen. Besonders zufrieden zeigten sich die Gäste bereits beim Buchungsprozess und beim Check-in im Hotel. Auch das Hotelpersonal trug zu

einer hohen Kundenzufriedenheit bei. Die Hotelzimmer selber erhielten ebenfalls ein gutes Urteil: 81% aller Gäste zeigten sich zufrieden mit der Ausstattung der Räumlichkeiten und der Sauberkeit.

Gastronomie nicht optimal Eine wichtige Rolle spielte auch das Preis-Leistungs-Verhältnis, mit dem sich 80% aller Befragten

zufrieden zeigten. Leichte Mängel zeigten sich allerdings beim gastronomischen Angebot. Wenn es um das Frühstück, den Zimmerservice oder die Hotelbar ging, sahen 30% aller Befragten Steigerungspotenzial. Das beste Gesamtergebnis erreichte Radisson Blu und ging damit als „Beliebteste Hotelkette 2013“ aus der Befragung hervor. Das Unternehmen punktete bei

© Thorsten Schramm/CC Lizenz

Duisburg. Der Reiseveranstalter alltours erweitert Kontingente und bietet weitere Vollcharter an – ab Düsseldorf nach Fuerteventura und ab München nach Mallorca. Durchgeführt werden die Flüge von Hamburg Airways und Germania. „Für die Kanaren übersteigt die Nachfrage seit Wochen das Angebot; deshalb haben wir den vierten zusätzlichen Vollcharter geordert“, so alltours-Chef Willi Verhuven. Am 27. April startet ein Airbus 319 (150 Plätze) der Hamburg Airways ab Düsseldorf nach Fuerteventura. Der Termin ist attraktiv, weil der 1. Mai (Mittwoch) in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag ist und reisende Arbeitnehmer so den Urlaubsbrückentag nutzen. Die Nachfrage für VorsaisonUrlaube auf Mallorca ist ebenfalls stark. alltours orderte bei Germania eine Boeing 737 (148 Plätze), die im Mai (18./25.) und Juni (1.) ab München fliegt. www.alltours.de

Leipzig. Deutschland kann sich freuen: 2012 konnten die 120 größten deutschen Städte über 126 Mio. Übernachtungen verzeichnen. Das waren 7,8 Mio. Übernachtungen mehr als im Vergleichszeitraum 2011 und deutschlandweit sogar ein Plus von über 13 Mio. Wien konnte mit über 12 Mio. Übernachtungen eine Steigerung von 7,6% verzeichnen, Zürich immerhin 4,4% bei 2,7 Mio. Dies ergab eine Studie des Reiseportals ab-in-den-urlaub. de (4,88 Mio. Nutzer im Monat). Im Hinblick auf die Übernachtungen konnte Berlin seine Spitzenposition ausbauen. Die Hauptstadt verbuchte 2012 insgesamt 24,8 Mio. Übernachtungen – das sind 2,5 Mio. (+11,3%) mehr als im Jahr zuvor. Trotz der nicht enden wollenden Probleme um den Hauptstadtflughafen lockt Berlin nach wie vor Touristen an. Mittlerweile findet sich Berlin auf Platz drei im europäischen Vergleich – hinter London und Paris und vor Rom, Madrid und Wien.

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georg biron

alltours: Boom für Kanaren und Balearen in Vorsaison ungebrochen.

Hotelketten können überzeugen: Städtetouristen würden wieder dort buchen.

seinen Gästen mit dem sehr guten Service und top Zimmern. Ein kundenfreundlicher Buchungsprozess und sehr hohe Zufriedenheitswerte mit dem gastronomischen Angebot rundeten das Ergebnis ab. Auf dem zweiten Rang platzierte sich Steigenberger.

Steigenberger-Personal Die Hotelkette überzeugte vor allem mit dem besten und freundlichten Hotelpersonal. Alle Befragungsteilnehmer sind für die höchste Weiterempfehlungsbereitschaft von allen Hotelketten. Motel One belegte den dritten Rang; die Gäste zeigten sich hier besonders zufrieden mit dem PreisLeistungs-Verhältnis. Auch mit der Qualität der Zimmer konnte das Unternehmen überzeugen. Es wurden 2.385 Personen befragt, im Mittelpunkt standen Service, Qualität der Zimmer, PreisLeistungs-Verhältnis und Lage. In der Auswertung wurden 16 Hotelketten berücksichtigt, zu denen sich 100 Personen äußerten. www.ntv.de


t rav e l & v oya g e

Freitag, 19. April 2013

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Frühsommer-Angebote Im April und Mai geht es mit Ruefa jeden Dienstag per Charterflug ab/bis Wien nach Ercan

Ab in den Norden Zyperns caroline nussdorfer

Wien. Wer auf den Sommer nicht länger warten möchte, für den hat Ruefa gemeinsam mit Intertravel als Veranstalter im Reisezeitraum Mai und April 2013 attraktive Angebote für Zyperns Nordküste im Programm. Die Charterflüge in den noch weitgehend unbekannten Norden der Insel ab/bis Wien nach Ercan finden jeden Dienstag statt.

Zwei Hotels nahe Girne Zur Auswahl steht u.a. das FünfSterne-Hotel Acapulco Resort & Convention Spa nahe der Stadt Girne. Die Anlage im nördlichen Teil der Insel liegt direkt an einer langen, hoteleigenen Sandbucht und umfasst mehrere Häuser und Bungalows sowie drei Restaurants. Eine großzügige Pool-Anlage mit Outdoor-, Indoor-Pool und Wasserrutschen erstreckt sich auf rund

5.500 m�. Nur wenige Minuten entfernt laden der Girne-Turm, das Schiffsmuseum oder das Bellapais Kloster zu einer Besichtigungstour ein. Sieben Nächte im Hotel Acapulco Resort & Convention & Spa gibt‘s mit Flügen ab/bis Wien via Antalya nach Ercan und Transfers ab 495 € im Reisezeitraum April bzw. ab 535 € im Mai pro Person im Doppelzimmer mit Halbpension. Das Lapethos Resort & Casino, ebenso unweit von Girne gelegen, befindet sich hingegen an einer felsigen Badebucht inklusive einer großzügig angelegten Badeplattform. Drei Restaurants mit tradi-

tionellen zypriotischen Speisen sowie internationaler Küche stehen den Gästen ebenso zur Verfügung wie das Casino des Drei-SterneHotels. Eine Woche inklusive Flüge, Transfers ist im April ab 449 € bzw. im Mai ab 469 € pro Person im Doppelzimmer mit Halbpension buchbar; in beiden Hotels urlauben Kinder bis elf Jahre ab 222 €.

Sternfahrt Nordzypern Kulturinteressierte kommen auf der „Sternfahrt Nordzypern“ auf ihre Kosten. So steht beispielsweise in Kyrenia ein Besuch der

Hafenfestung mit Ausblick auf die Stadt auf dem Programm. Die geteilte Inselhauptstadt Nikosia, die St. Sophia Kathedrale, ein alter Bazar und die Überquerung der Green Line sind ebenso Stationen der Reise. Weitere Höhepunkte sind die Hafenstadt Famagusta mit ihrer Altstadt, Burg und dem Hafen, antike Ausgrabungen und das Kloster Agios Mamas. Die achttägige Sternfahrt kostet inklusive Flüge ab/bis Wien via Antalya nach Ercan, Reiseleitung, Ausflugsprogramm und Eintritten im April ab 570 € und im Mai ab 595 € pro Person im Doppelzimmer mit Halbpension. www.ruefa.at

© Acapulco Resort & Convention & Spa

Eine Woche Halbpension kostet ab 449 €, für Kulturinteressierte gibt’s eine 8-Tage-Sternfahrt ab 570 €.

Das Lapethos Resort & Casino bietet den Gästen eine große Badeplattform.

DERTOUR Irland DERTOUR Freizeit& Ferienparks

Jahn Reisen Bus-Touren

Rund um Neapel Wien. „Rund um den Vesuv“ sowie „Pizza, Pasta & Emotionen“ heißen die beiden achttägigen StandortRundreisen, die Jahn Reisen Austria rund um Neapel neu anbietet. Bei der Busreise „Rund um den Vesuv“ gilt es, ausgehend von Sorrent, Italiens Vielfalt in Natur und Kultur zu entdecken. Dabei stehen neben Weinbergen, Zitronen- und Olivenhainen sowie dem VesuvKrater u.a. auch die Insel Capri, die Metropole Neapel und die Ruinenstadt Pompeji auf dem Programm. Die Tour kostet ab 1.232 € pro Person im Doppelzimmer inklusive Flüge ab/bis München und Unterbringung im Vier-Sterne-Hotel Michelangelo mit Halbpension.

Italiens Küchengeheimnisse Sorrent, Pompeji, Neapel, Amalfi und ebenso der Vesuv sind u.a. Stationen der Standort-Rundreise „Pizza, Pasta & Emotionen“. Auf dem Markt in Sorrent kaufen die Gäste frische Zutaten für die Kochkurse und lernen an vier Vormittagen, wie man typisch italienische Gerichte abseits von Pizza, Pasta & Co. zubereitet. In einem italienischen Haushalt werden sie außerdem von einer Köchin in ihre Küchengeheimnisse eingeweiht, bevor sie anschließend das gemeinsam gekochte, mehrgängige Mittagessen genießen. Die Reise mit Flug und Unterbringung im DreiSterne-Hotel Delle Palme ist mit Halbpension ab 1.224 € pro Person im Doppelzimmer buchbar. www.jahnreisen.at

Mit DERTOUR bestimmen Sie selbst, wie Sie die schönste Zeit des Jahres verbringen. Sie haben die freie Wahl bei der Gestaltung Ihrer An- und Abreise, Ihres Hotelaufenthaltes und auch Ihrer Vor-Ort-Aktivitäten. Erleben Sie die unbegrenzten Möglichkeiten des Sommers 2013.

Deutschland EUROPA-Park

Therme Erding

Erlebnishotel El Andaluz X X X X in Rust 2 Nächte im Vierbettzimmer mit Frühstück für 2 Erwachsene und 2 Kinder bis 11 Jahre, inkl. Parkeintritt für 3 Tage Anreise z.B. täglich, 1.-16.5. und 20.5.-2.11.13

BEST WESTERN Hotel München Airport X X X X in Erding 2 Nächte im Familienzimmer für 2 Erwachsene und 2 Kinder (4-11 Jahre) Anreise z.B. am 8.6.13

Preis pro Erw., eigene Anreise ab Preis pro Kind bis 11 J., eigene Anreise ab

Preis pro Erw., eigene Anreise Preis pro Kind (4-11 J.), eigene Anreise Eintritt Tageskarte Therme Erding pro Pers.

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EUR 170

º 78

EUR 72 EUR 31

Jahn Reisen-Gäste lernen rund um Neapel die italienische Kochkunst kennen.

www.dertour.at

© Jahn Reisen

LEGOLAND® Deutschland Legoland® Feriendorf X X X in Günzburg 2 Nächte im 2-Raum-Themenzimmer für 1-4 Personen, inkl. 2-Tageskarte Anreise z.B. am 14.6.13 Preis pro Person, eigene Anreise

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Tagesaktuelle Flugpreise, Beratung und Buchung in Ihrem Reisebüro oder unter www.dertour.at

… und Sie bestimmen, … und Sie wo‘sbestimmen, langgeht. wo‘s langgeht.


guest & service

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Fixpreise für die Kinder bei Club Magic Life

Freitag, 19. April 2013

Koop Erstes Franchise-Haus der Accor-Marke in Deutschland entstand in Zusammenarbeit mit Event Hotelgruppe

Pullman Munich zeigt sich in einem neuen Design Im Zuge des knapp einjährigen Umbaus wurde die Anzahl der Zimmer und Suiten auf 331 erweitert.

Hannover. Schnellentschlossene Eltern profitieren bei Club Magic Life jetzt von fixen Preisen für Kinder und Jugendliche von zwei bis 15 Jahren: Bei Buchung bis zum 22. April können bis zu 200 € pro Kind gespart werden. Die Aktion gilt im Reisezeitraum 1. Juli bis 1. Oktober 2013 für die Magic LifeClubs Fuerteventura Imperial auf den Kanaren, Belek und Waterworld Imperial in der Türkei sowie Kalawy Imperial in Ägypten in ausgewählten Doppelzimmerkategorien. Eine Woche im Club Magic Life Fuerteventura Imperial kostet z.B. mit Flug ab 991 € pro Erwachsenem im Doppelzimmer und All-Inclusive-Verpflegung. Kinder zwischen zwei und fünf Jahren zahlen einen Festpreis von 199 €, im Alter von sechs bis 15 Jahren 249 €. www.tui.com/club-magic-life/

Gastronomie: drei Sterne für Schweden Hamburg. Der aktuelle Restaurantführer „Guide Michelin Main Cities of Europe 2013“ hat gleich zwei Restaurants in Stockholm ausgezeichnet: Sowohl das Restaurant „Gastrologik” als auch das Restaurant „Ekstedt” dürfen sich ab sofort erstmals mit einem Stern schmücken. Zusätzlich konnte das Restaurant „Sjömagasinet” in Göteborg nach einem Besitzerwechsel wieder einen Stern zurückerobern. Insgesamt hat Schweden in diesem Jahr 15 Michelin-Sterne erhalten, die sich auf 13 Restaurants in Stockholm und Göteborg verteilen. www.visitsweden.com

© A&O Hotels

Das A&O Leipzig wird zum Kulturstandort

Die alte „Postkutschen-Remise“ wird zur Ausstellungsstätte.

Berlin. Die denkmalgeschützte alte „Postkutschen-Remise“ direkt neben dem A&O Leipzig Hauptbahnhof wird künftig als Ausstellungsstandort zum Thema Mauerfall und Wiedervereinigung fungieren. „Die Vermietung an die Mauergalerie wird nicht nur die Stadt bereichern, sondern auch unseren Gästen ein neues kulturelles Angebot bieten“, erklärt Oliver Winter, General Manager von A&O Hotels and Hostels. www.aohostels.com/leipzig

München. Nach knapp einjährigen Umbauarbeiten bei laufendem Hotelbetrieb präsentiert sich das „Pullman Munich“ nun in einem neuen Design und mit modernster Technik. Es ist das erste FranchiseHaus der Premium-Hotelmarke von Accor in Deutschland und entstand in Zusammenarbeit mit der Kölner Event Hotelgruppe, die zugleich Betreiber des Hauses ist.

„Nach den Umbauarbeiten hat das Objekt das neue ‚Pullman‘Profil erhalten und präsentiert sich in einem zeitlosen und

© pullman Hotels&Resorts

Im Club Magic Life Fuerteventura Imperial sparen Eltern mit Kindern.

Das Pullman Munich im Norden Schwabings zeigt sich in elegantem Design, mit hochwertiger Ausstattung & moderner Technik.

eleganten Design.

Netzwerks, seine Renovierungen wurden im Februar 2013 abgeschlossen. „Wir haben im letzten Jahr alles daran gesetzt, um das Premium-Versprechen der Marke Pullman während des Umbaus bei laufendem Betrieb sicherzustellen; die Buchungen und die Akzeptanz unserer Gäste zeigt, dass uns dies sehr gut gelungen ist“, ist Anders Braks, Geschäftsführer der Event Hotelgruppe, erfreut. „In den letzten Jahren haben wir Accor mehrfach erfolgreich bewiesen, dass wir vertrauensvoll und erfolgreich bei Projekten dieser Dimension zusammenarbeiten können. Als neues Beispiel dieser erfolgreichen Zusammenarbeit dient hier das ‚Pullman Dresden Newa‘ seit Anfang des Jahres“, so Braks

Thomas Hattenberger, Hoteldirektor Pullman Munich

Rund ein Drittel der aktuell 334 Hotels der Accor Hotelgruppe in Deutschland werden von Franchise-Partnern geführt. „Höchstes Vertrauen und ein partnerschaftliches Verhältnis sind Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Franchiseprojekte“, erklärt Michael Mücke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Accor Hospitality Germany GmbH. Das Pullman Munich, ein VierSterne-Superior-Haus im Norden Schwabings, ist eines von derzeit acht Hotels des deutschen Pullman-

weiter. Auch Thomas Hattenberger, Hoteldirektor des Pullman Munich, ist von der Strategie überzeugt: „Wir sind besonders stolz darauf, dass das ‚Pullman Munich‘ mit seinem kommunikativen Design-Konzept die Standards eines modernen Businesshotels mit den Ansprüchen von Privatreisenden vereint. Nach den Umbauarbeiten hat das Objekt das neue Pullman Profil erhalten und präsentiert sich in einem zeitlosen und eleganten Design.“

Anzahl der Zimmer erweitert So wurden die 261 Zimmer des ehemaligen Renaissance Hotels auf 331 überdurchschnittlich große, lichtdurchflutete Zimmer und Sui-

ten erweitert. Für Tagungen und Feierlichkeiten stehen fünf Veranstaltungsräume mit einer Größe von 40 bis 84 m� zur Verfügung. Die Lobby wurde ebenso neu gestaltet und eine Connectivity Lounge soll sowohl den privaten als auch den geschäftlichen Kommunikationsaustausch erleichtern. Kulinarisch werden die Gäste nicht nur im Restaurant „theos“ verwöhnt, sondern an warmen Tagen auch auf der Lounge- und Biergarten-Terrasse im grünen Innenhof. Entspannung und Erholung verspricht die umgebaute Fit and Spa Lounge, zu deren Ausstattung neben Sauna und Dampfbad moderne Fitnessgeräte sowie Behandlungsräume gehören. www.pullmanhotels.com

VI Hotels Ab 4. Mai lädt Jochen Schweizer zu „Spaziergängen“ an der Außenfassade des andel’s Hotel Berlin ein

House Running-Saison 2013 startet in Berlin Berlin/Wien. Am 4. Mai lädt Jochen Schweizer erneut zu einem Spaziergang der anderen Art ein und startet seine House RunningSaison am andel‘s Hotel Berlin. Auch in diesem Jahr können in Berlin alle Mutigen ihren Weg in die Tiefe wagen. Dabei geht es in schwindelerregender Höhe über die Dachkante des Vier-SterneSuperior-Designhotels und im Anschluss gut gesichert ca. 60 m entlang der Außenfassade vertikal nach unten.

nicht gleich entscheiden möchte, der kann auf der Website, die auch weitere Informationen wie z.B. alle Termine bereithält, einen Wahlgutschein erwerben und diesen dann bei einer beliebigen Station einlösen. Die Jochen Schweizer-Gruppe und ihre Tochterunternehmen veranstalten weltweit außergewöhnliche Erlebnisse, zu denen u.a. auch Incentive-Veranstaltungen

und Erlebnisbonussysteme für Firmen zählen. Als Geschäftsführer fungieren Jochen Schweizer und Michael Kiesl; der Hauptsitz des Unternehmens liegt in München.

Vergnügen: House Running inklusive Übernachtung im Doppelzimmer für zwei Personen im andel‘s Hotel Berlin ist schon für 249 € erhältlich.

Event-Package für Zwei

Kongresshotel im Zentrum

All jene, die den Adrenalinkick lieber zu zweit erleben möchten, dem verspricht das Hotelpaket von Jochen Schweizer gleich doppeltes

Das Vier-Sterne-Superior-Hotel gehört zur Gruppe Vienna International Hotels und Resorts und befindet sich im Zentrum der deutschen Metropole. Das andel’s Hotel Berlin verfügt über 557 Zimmer und Suiten auf zehn Etagen sowie eine Konferenz- und Eventfläche von 3.800 m�. Ein 570 m� großer Ballsaal, ein 550 m� großer Wellness-Bereich, das Fine Dining Restaurant „a.choice” mit begehbarer Weinkammer und eine voll verglaste „sky.bar“ im 14. Stockwerk des 60 m hohen Turms inklusive 360Grad-Panorama-Aussicht über die Dächer Berlins runden das Angebot ab; darüber hinaus stehen 550 Stellplätze in der hoteleigenen Tiefgarage bereit. www.andelsberlin.com www.jochen-schweizer.de

Sechs weitere Standorte Die House-Running-Events in der deutschen Hauptstadt finden von Mai bis Oktober 2013 regelmäßig an Wochenenden zwischen 9 und 19 Uhr statt. Die limitierten Erlebnis-Gutscheine sowie Tickets sind online auf „www.jochen-schweizer. de“, in den Jochen Schweizer Shops im Erdgeschoss des „Alexa“ und „Schloss Berlin Steglitz“ erhältlich. Neben Berlin werden die HouseRunning-Erlebnisse außerdem an sechs weiteren Standorten in Deutschland angeboten. Wer sich

© Jochen Schweizer

© TUI

caroline nussdorfer

Rund 60 Meter geht es entlang der Fassade des andel’s Hotel Berlin nach unten.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 19. april 2013 – 65

© APA

landeverbot für araber

WKO bekämpft das Landeverbot für große Emirates-Flugzeuge in Wien Seite 66

© Brandner Schiffahrt

destinationaustria saisonstart auf der donau

Brandner Schiffahrt hat viele neue Angebote für die Wachau im Portfolio Seite 68

brot & wein NÖ hat neues ausflugsziel © APA/Helmut Fohringer

Gäste entdecken „wilde Seite“ des Burgenlands

© Lauxfoto

short

Hall. Bei der Gründung des Stadtmarketings Hall in Tirol vor 15 Jahren wurde die Zielsetzung festgelegt, das kulturelle und wirtschaftliche Leben in der Stadt und im Besonderen in der Altstadt zu fördern – das ist gelungen. Im Prozess einer ständigen Weiterentwicklung wurde das Aufgabengebiet jetzt vergrößert. Hinter dem Titel „Strategie 2020“ steht ein Vier-Säulen-Konzept, das neben dem bisher betriebenen Citymarketing die neuen Aufgabenbereiche Verwaltungsmarketing, Tourismusmarketing und Standortmarketing umfasst. www.hall-in-tirol.at

© NTG/steve.haider.com

© Stadtmarketing Hall in Tirol

Bergheim. Wenn im Wohlfühlhotel „Gmachl“ die Fäuste durch die Luft fliegen, ist anschließendes Wohlbefinden garantiert. Box-Staatsmeister Conny König (Bild) steigt hier mit den Gästen in den Ring und weiht sie in die Geheimnisse des Boxsports ein. Das Package „Ring frei“ enthält neben fünf Übernachtungen mit Frühstücksbuffet, Nachmittagsjause und viergängigem Menü aus der Haubenküche von Chefkoch Gottfried Götz auch vier 90-minütige Boxeinheiten mit König; Preis ab 675 € p.P. im DZ. www.gmachl.at

Naturerlebnistage 2013 Von 25. bis 28. April finden die dritten Natur.Erlebnis. Tage statt. Zwischen Neusiedler See im Norden und Klausenbach im Süden erwarten die Gäste an den vier Tagen insgesamt 47 Naturabenteuer. Seite 66 Heiltherme Bad Waltersdorf Gezielte Investitionen in Heiltherme und Quellenhotel & Spa stärken den Leitbetrieb

Ischgl. Am 15. April kämpften 60 Küchenchefs um den Sieg beim „16. Sterne Cup der Köche“ – erst im Riesenslalom, dann am Herd. Selbst Kochgrößen wie Hans Haas oder Johann Lafer ließen sich das traditionelle Skispektakel nicht entgehen. Gewinner des Sterne Cups wurde Rudi Obauer, Restaurant Hotel Obauer aus Werfen (Österreich). paznaun-ischgl.com

Bad Waltersdorf. Alle 209 Zimmer des Quellenhotel & Spa sind auf den neuesten Stand gebracht. Natürliche Materialien, moderne Holzmöbel, neuen Parkettböden und angenehme, erdige Farben sowie die neueste technische Ausstattung sorgen für mehr Wohn- und Schlafkomfort. Seit Bestehen der „Quellenoase“ – der Therme nur für die Hotelgäste – hat sich die Gästestruktur im Haus stark verändert. „Wir bemerken, dass sich in der exklusiven Hoteltherme Gäste aufhalten, die Ruhe und Entspannung suchen, während das Angebot der

Heiltherme den Wassersport, Gesundheit durch Bewegung und die Kommunikation unter den Gästen forciert. Dass wir zwei Thermen bieten, wie man sie sonst nirgendwo findet, macht uns besonders stolz“, so GF Gernot Deutsch. Derzeit beschäftigt die Heiltherme Bad Waltersdorf und das angeschlossene Quellenhotel & Spa 232 Mitarbeiter in den Bereichen Gastronomie, Administration, Reinigung, Therapie und Kosmetik. 85% der Belegschaft sind weiblich, 100% der Mitarbeiter kommen aus Bad Waltersdorf bzw. aus dem direkten Umkreis. Jährlich werden

etwa 18 Lehrlinge ausgebildet, die oft im Unternehmen verbleiben. Die Positionierung der Therme als „typisch steirische Therme der Gesundheit & Ruhe“ hat funktioniert. So wurde nicht nur das Haus, sondern auch die Region durch die besondere Stellung der Heiltherme Bad Waltersdorf forciert. „Auch in der Zukunft ist kein Stillstand geplant. Für den Trend der kurzfristigeren Buchungen, kürzeren Aufenthalte und einer Altersentwicklung der Zielgruppe in Richtung mittleres Alter wird man gerüstet sein“, so Deutsch. www.heiltherme.at

© Heiltherme Bad Waltersdorf

© www.foto-art-arno.de

Starke Heiltherme als Gewinner der Zukunft

GF Gernot Deutsch: „Frauenpower! Wir haben 85 Prozent Frauen als Mitarbeiter.“


c ov e r

66 – destinationaustria

Freitag, 19. April 2013

Burgenland Tourismus Top-Angebote für Frühling und Sommer, Convention Burgenland und „Urlaub mit Mehrwert“

Kommentar

Konzentrierte MarketingMaßnahmen für Sommer

Die alten Deutschen lieben Österreich

Von 25. bis 28. April finden zwischen Illmitz und Neuhaus die dritten Natur.Erlebnis.Tage statt. dino silvestre

Rust. Zur Präsentation der Sommerhighlights 2013 lud Burgenland Tourismus ins Seerestaurant Katamaran in Rust ein. Die beiden Präsidenten von Burgenland Tourismus, LH Hans Niessl und Tourismuslandesrätin Michaela Resetar, sowie der Direktor von Burgenland Tourismus, Mario Baier, präsentierten neben den Naturerlebnistagen 2013 die neue Angebotsplattform „Convention Burgenland“, den druckfrischen Frühlingsbeileger sowie das brandneue Burgenland Magazin.

georg biron

D

ie Planungen für den Sommerurlaub 2013 laufen auf vollen Touren oder sind bereits abgeschlossen. Österreich kann dabei mit mehr Gästen aus Deutschland rechnen. Das zeigt eine Umfrage des portals ‚hotel.info‘ zu den Reisetrends für den Sommer 2013. Eines steht jetzt schon fest: Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Auch wenn die eigenen Gefilde wieder mit Abstand das Reiseziel Nummer eins sind, kann Österreich verstärkt mit deutschen Urlaubern rechnen. Denn planten 2012 bereits mehr als fünf Prozent der Reisewilligen ihren Sommerurlaub in der Alpenrepublik, so sind es in diesem Jahr sogar rund sieben Prozent. Damit zählt Österreich wie bisher zu den Top 3 Auslandszielen deutscher Urlauber. Beliebter sind nur die Sonnenländer Spanien und Italien; Mallorca und Ibiza als gefragte Reiseziele junger Erwachsener dürften einen großen Anteil daran haben, dass Spanien v.a. bei den Jüngeren (bis 30) hoch im Kurs steht. Dagegen wird Österreich insbesondere von der älteren Generation favorisiert. Rund zwölf Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer über 60 Jahre planen, hier den Sommerurlaub zu verbringen – damit erreicht Österreich in dieser Altersgruppe den höchsten Wert aller Auslandsziele.

Das 64 Seite starke Burgenland Magazin ist in einer Auflage von 40.000 Stück erschienen. Thematisch aufgebaut auf den fünf Säulen des Burgenland Tourismus, beinhaltet es neben vielen Gastro- und Naturtipps konkrete Urlaubsvorschläge, die in den Destinationen gebucht werden können. Der brandneue Frühlingsbeileger ist ein Verkaufsmedium. Schon Ende Jänner begann Burgenland Tourismus mit der Bewerbung vor allem auf den definierten Hauptmärkten Österreich, Deutschland und Schweiz. Schwerpunkt des 16-Seiters, der in einer Auflage von einer Mio. Stück das Burgenland massiv bewirbt, sind die die Top-Angebote für Frühling und Sommer – auch in den Landessprachen in Ungarn, Tschechien und der Slowakei. „‚Convention Burgenland‘ ist eine neue Angebotsplattform für den Seminar-, Tagungs- und Kongresstourismus und hat in Kombination mit unserem einzigartigen Natur-, Kulinarik- und Weinangebot ein unglaubliches Potenzial für das Bur-

Vorarlberg Sommer

Burgenland Tourismus (von li.): Tourismuslandesrätin Michaela Resetar, LH Hans Niessl und Tourismusdirektor Mario Baier.

genland. Mit derzeit 25 Partnern wird man zukünftig vor allem die Stärkung des MICE-Angebots des Burgenlands vorantreiben und die Positionierung des Burgenlands als Meeting- und Kongress-Destination in Österreich forcieren“, so Tourismusdirektor Baier.

Naturerlebnistage 2013 Auf der spektakulären Naturbühne Burgenland geht der Vorhang für Erlebnisse so früh auf, wie nirgendwo in Österreich. Von 25. bis 28. April finden die dritten Natur.Erlebnis.Tage statt.

Zwischen Illmitz am Neusiedler See im Norden und Neuhaus am Klausenbach im Süden erwarten die Gäste an den vier Tagen insgesamt 47 Naturabenteuer live – an unglaublichen 125 Terminen. Und die Kosten sind sehr überschaubar: Das Tagesticket kostet 10 €, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre zahlen nichts. 30 auf Naturerlebnisse spezialisierte Betriebe bieten zusätzlich Pauschalen an. „Diesen frühzeitigen Impuls durch die ‚Naturerlebnistage‘ sehe ich als eminent wichtig an. Kein Bundesland kann dies bieten. Und

wir haben mit unserem Nationalpark und den sechs Naturparken echte Aushängeschilder im naturtouristischen Sinne“, so LH Niessl.

Authentische Erlebnisse Ob Birdwatching, Kanutouren, Kräuter sammeln oder Fledermäuse beobachten – das Burgenland bietet authentische Naturerlebnisse. Und keiner kennt das besser als die Guides des Nationalparks und der Naturparke. Sie stehen für die Besucher der Pannonischen Natur.Erlebnis.Tage. bereit. www.burgenland.info

Wirtschaftskammer Wien 2012 gab es viel mehr Ankünfte aus den arabischen Ländern in Wien als im Jahr davor

Camper sind jetzt im Fokus

Arabische Gäste wichtig für den Tourismus Wien. Das Landeverbot für den Großraumjet der Emirates Airline ärgert den obersten Interessenvertreter der Wiener Tourismus- und Freizeitwirtschaft, Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien: „Österreich ist aktuell das einzige Land in Europa, wo dieser neue Riesenjet nicht landen darf. Das ist für die Wiener Tourismuswirtschaft, gelinde gesagt, eine Katastrophe.“ Allein im Jahr 2012 haben sich die Ankünfte aus

den arabischen Ländern jeweils um eine zweistellige Prozentzahl vermehrt. So sind z.B. aus SaudiArabien um 61% mehr Gäste nach Wien gekommen als im Jahr zuvor.

Kaufkräftige Urlauber Das Interesse aus diesen Ländern an Wien ist enorm. Weiters positioniert sich Wien – aktuell mit dem neuen Shopping-Paradies „Goldenes Quartier“ und zahl-

© APA/Herbert Pfarrhofer

Bludenz. Vorarlberg gilt als Land der kurzen Wege. Beim Wandern im Klostertal, beim Besuch einer Sennerei im Bregenzerwald, auf einer Mountainbiketour durch das Brandnertal, einem Ausflug in den Nenzinger Himmel oder beim Genussradeln durch Walgau und Rheintal zum Bodensee – einer der Camping-Plätze ist immer in der Nähe. Einfach auf der Rheintal- und Walgau-Autobahn fahren, dann kommt man leicht im „Ländle“ herum. Dort finden Camper nicht nur hochwertige Einrichtungen, die das ungebundene Leben inmitten der Natur angenehm und komfortabel machen. Viele Plätze bieten naturnahes Wohlfühlcamping zum Erholen und Ausspannen mit Pools, Schwimmbädern und WellnessOasen. Dazu einen Panoramablick auf Hügel oder Felswände. Egal ob Familien, Aktivurlauber oder Naturliebhaber – Urlaub in Vorarlberg soll auch Camperherzen höher schlagen lassen. vorarlberg-camping.com

© Burgenland Tourismus

Convention Burgenland

WKO, Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, fordert: „Emirates Airline muss die fehlende Landebewilligung von Austro Control für den Flughafen Wien erhalten.“

reichen 5-Sterne-Hotels – als europäische Premium-Metropole, was gerade für die kaufkräftigen Touristen aus dem arabischen Raum attraktiv ist.

Umweltfaktoren wichtig Auch der Umweltfaktor ist in der gesamten Debatte nicht zu unterschätzen. „Neue Flugzeuge bedienen sich auch neuer, umweltfreundlicherer Technologien. Außerdem ist wohl klar, dass ein einzelnes, großes Flugzeug weniger Schadstoffe produziert als fünf kleine Maschinen“, so Bitzinger. „Wir brauchen jede Werbung für Wien, um unsere aktuell exzellente Tourismusposition zu behalten bzw. weiter auszubauen. Die Wiener Tourismus- und Freizeitwirtschaft bittet die ‚Austro Control‘, wirtschaftlich wichtige Tourismusfelder nicht zu verschließen, sondern aufzumachen; denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, so Bitzinger. Dass Emirates mit Dubai ein wichtiges Drehkreuz nach Asien und Australien hat, ist ebenfalls ein wichtiger Punkt – v.a.

„Österreich ist das einzige Land in Europa, wo ‚Emirates‘ nicht landen darf. Das ist für die Tourismuswirtschaft eine Katastrophe.“ Josef Bitzinger, WKO-Obmann

jetzt, wo Emirates mit Qantas kooperiert. Die Austro Control verweigert unverständlicherweise eine gemeinsame Flugnummer für diese Megakooperation, in 33 anderen europäischen Destinationen ist eine gemeinsame Flugnummer kein Problem – was wiederum dazu führt, dass Wien nicht in der demnächst startenden, weltweiten Marketingkampagne von Emirates/ Qantas mitbeworben wird. . wko.at/wien/tourismus


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 19. April 2013

Hotel Loipersdorf Spa & Conference Ab sofort gibt’s Ferien-Appartements im Hotel

Wohnen, wo die anderen urlauben

Widmungsänderung zur Eintragung eines Zweitwohnsitzes ist genehmigt. alice hefner

Wien/Loipersdorf. LoipersdorfBesucher wissen die einmalige Lage und Ausstattung des Vier Sterne Superior Hotels Loipersdorf Spa & Conference schon lang zu schätzen. Was bis jetzt den Hotelgästen vorbehalten war, soll schon bald für Interessierte als Ruheoase in Form von Eigentumswohnungen offen stehen.

Aktuell werden 80 Hotelzimmer zu 40 sonnendurchfluteten Appartements umgebaut. Durch die Zusammenlegung der ehemaligen Zimmer entsteht eine Volumenerweiterung der Wohnräume. Die helle Küche mit moderner Kochinsel unterstützt den loftartigen Gesamteindruck und bietet ein ansprechendes Ambiente. Weiters ist der Zubau einer zusätzlichen Liftanlage am östlichsten Ende der Hotelanalage in Planung, um einen direkten Zugang von den Parkdecks für die Appartementbesitzer zu schaffen. Die privaten Appartements bieten auf einer Größe von 56 bis 62 m� neben Buchenparkettboden, modernem Badezimmer und großzügigen Terrassen mit Panoramafenstern einen idyllischen Blick auf die sanft hügelige steirische Landschaft. Appartementbesitzer haben die Möglichkeit, zahlreiche Hotelleistungen wie Wäscheservice und den hoteleigenen überdachten Bademantelzugang zur angrenzenden Therme Loipersdorf sowie auch den großzügigen Spa-Bereich des Hotels auf 3.000 m� zu nützen. Die Appartements werden gemeinsam mit heimischen Unternehmen (hier vor allem mit der in

© Vienna International Hotelmanagement

Hotelleistungen inklusive

Außenansicht des Vier Sterne Superior Hotels Loipersdorf Spa & Conference (oben) sowie ein Blick in ein für Interessenten zugängliches Musterappartement.

Fehring in Steiermark, ansässigen Cserni Gruppe – Projektentwickler, Architekturbüro und Tischlerei) umgesetzt.

genießen Kundenwünsche Priorität – eine Haltung, die die Unternehmensphilosophie von Beginn an geprägt hat.

Qualität in der Ausführung

Design in Perfektion

Die Cserni Gruppe versteht ihre Arbeit als Beitrag zur Lebensqualität und zum Wohlbefinden der Menschen. Das Zusammenspiel von Funktionalität, Stil und Handwerk ist das Geheimrezept des Familienunternehmens. Bei der Gestaltung von Lebens- und Arbeitsumgebungen

Im Jänner wurden zwei Musterappartements fertiggestellt, die jederzeit besichtigt werden können. Weitere Infos dazu unter www. loipersdorf-appartements.at sowie telefonisch unter +43/3382/20 000 oder per E-Mail: appartements@ loipersdorfhotel.com www.vi-hotels.com

Steiermark Tourismus 190.000 Gäste kamen zur Show

Wörthersee Akademie

Wien/Graz. Mehr und besser geht nicht: Rund um das Wiener Rathaus gab es jede Menge begeisterte Wiener Gäste und steirische Gastgeber, die beim 17. SteiermarkFrühling (11.–14. April) gezeigt haben, wie ein richtiges Frühlingswochenende mit (grünem) Herz ausschauen soll. Sonnenschein, eine gelassene und genussfreudige Stimmung bei allen Beteiligten, ausgezeichnete

Velden. Unter dem Motto „Lust auf Bildung“ hat die Wörthersee Tourismus GmbH in Zusammenarbeit mit dem Unternehmerverein Wörthersee (UVW) die „Wörthersee Akademie“ ins Leben gerufen.

Toller Steiermark-Frühling in Wien Lust auf Bildung

© Steiermark Tourismus/Hammerschmid

Köstlichkeiten vom Ausseer Saibling bis zur Kernöleierspeis, ein abwechslungsreiches Musikprogramm, an jeder Ecke eine Attraktion (vom Apfelverkosten bis zum Kletterturm) und spürbar viel Urlaubslust waren dominierend. Dazu Steiermark Tourismusdirektor Georg Bliem: „Wir haben gezeigt, wie das steirische Lebensgefühl die Gäste begeistern kann.“ www.herz.steiermark.com

Mit dem Segen junger Mädchen: LH-Stv. Hermann Schützenhöfer (re.) und Georg Bliem zeigen, dass die Steiermark bereit ist für die Wiener Sommerurlauber.

Kurse für alle Touristiker Das Weiterbildungsprogramm für alle Touristiker der Region wurde initiiert, um die Qualität für den Urlaubsgast am Wörthersee auch in Zukunft sicherzustellen. „Unser Ansatz ist, den Touristikern ein ganzjähriges Angebot an Fortbildungsmaßnahmen und Schulungen anzubieten, um das Qualitätsbewusstsein in allen Bereichen des Tourismus weiter zu stärken und damit dem Gast einen qualitativ noch hochwertigeren Urlaub am Wörthersee zu bieten“, so Roland Sint, GF der Wörthersee Tourismus GmbH. Professionelle Trainer aus verschiedenen touristischen Bereichen bieten von April bis Oktober ein umfangreiches Programm an, das gemeinsam mit dem Tourismustraining Villach erarbeitet wurde. www.akademie.woerthersee.com

destinationaustria – 67


s ta d t & l a n d

68 – destinationaustria

Freitag, 19. April 2013

Schifffahrt in der Wachau Seit Generationen engagiert sich die Familie Brandner für die Schiffahrt auf der Donau

short

Saisonstart mit Einblicken bei Brandner Schiffahrt

© Alpbach Seenland Tourismus/G. Grießenböck

Petticoats, Nostalgie und viel Live-Musik

Bei frühlingshaftem Wetter startete Brandner Schiffahrt vergangenen Samstag die Schifffahrtssaison. dino silvestre

In Reith im Alpbachtal erlebt man im Mai ein Wochenende im Retro-Style.

Wachau/Wallsee. Bei frühlingshaftem Wetter startete Brandner Schiffahrt vergangenen Samstag die Schifffahrtssaison in der Wachau. Spektakuläre Neuheit an Bord der „MS Austria“: Zur bestehenden Bildübertragung der Live-Cam mit Vorausblick wird nun auch das Radarbild des Kapitäns in Echtzeit – und dies ist einmalig – in alle Salons des Schiffs übertragen. Neu für die Kids: eine Kinderecke mit interaktivem Schiff.

Reith. Welche Schönheit wird „Miss Petticoat“, was sind Nierentische – und wie tanzt man richtig Boogie-Woogie und Rock‘n‘Roll? Diese Fragen beantwortet vom 30. Mai bis zum 2. Juni das Kultfestival „Rolling Oldies“ im Alpbachtal. Vinylschallplatten, Jailhouse-Rock; Mädchen tragen Petticoats und träumen von James Dean: Eine nostalgische Zeitreise mit Schwung, dafür sorgen handverlesene LiveBands auf drei Bühnen. Bereits am Donnerstagabend (30. Mai) werden steife Hüften bei der Boogie-Woogie-Night im Kirchenwirt gelockert. Abends wird bei freiem Eintritt zur Wurlitzer Party geladen. Der Samstag steht ebenfalls ganz im Zeichen von Musik, Tanz und Show sowie einer Oldtimer-Auto-Ausstellung. www.rollingoldies.at

Nur vom Schiff aus kann man die historischen Sehenswürdigkeiten der Wachau an beiden Ufern wie vom Logenplatz erleben.Die riesigen Panoramafenster der MS Austria holen dabei die Wachau sozusagen ins Schiff. Das Hauptdeck ist barrierefrei, die Lounge-Atmosphäre am Sonnendeck lädt zum Entspannen ein. Die MS Austria fährt täglich zwischen Krems und Melk – mit Stopps in Dürnstein, Weißenkirchen, Spitz und Emmersdorf. Abfahrt in Krems ist um 10:10 Uhr, Abfahrt in Melk um 13:50 Uhr. Zusätzliche Abfahrten gibt‘s von 27. April bis 29. September. Den detaillierten Fahrplan finden Interessierte auf der Homepage (www. brandner.at) oder unter der Telefonnummer 07433 2590-21. Brandner Schiffahrt ist einmal mehr Pionier, wenn es um Innovationen auf der Donau geht. Bereits seit mehreren Jahren wird der Blick des Kapitäns auf modernen Bildschirmen für die Passagiere sichtbar gemacht. Im Zuge der Ausstattung des Schiffs mit einem neuen Radargerät wurde der neueste Stand der

Biomasse-Heizwerke in Vorarlbergs Tourismus Egg. In vielen der 22 Gemeinden im Bregenzerwald versorgen Biomasse-Heizwerke Hotels und Wirtshäuser mit Energie aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Hackschnitzel und Sägerestholz erwärmen Räume und das Wasser. So sparen sich die Betriebe pro Jahr eine beachtliche Menge an Strom und Tausende Liter von Heizöl. Das nachhaltige „Hotel Krone“ in Au heizt ökologisch und bietet Führungen ins Biomasse Heizwerk an. Das „Hotel Schiff“ hat einen entsprechenden Zubau errichtet. Im Sommer 2013 wird das „Hotel Warther Hof“ ein Biomasse-Heizwerk bauen. www.bregenzerwald.at

Wachau-Schöheiten entdecken: Die MS Austria fährt seit 14. April bis 27. Oktober wieder täglich zwischen Krems und Melk.

Technik einmal mehr mit höchster Innovation verbunden – „geboren“ war die Übertragung des Radarbilds, das mit einer Landkarte überlagert ist.

Attraktionen für die Kids Die MS Austria ist das einzige Ausflugsschiff, auf dem dieses Bild – vergleichbar mit dem Bild eines Navigationssystems in den Flugzeugen – auf alle Bildschirme an Bord übertragen werden kann. „Begegnungen mit anderen Schiffen, die aktuelle Position, Orte, die Topografie der Wachau und des Flusses – all das können unsere Gäste nun quasi mit den Augen eines Kapitäns sehen“, ist Schiffseignerin Barbara Brandner-Mosser

begeistert: „Speziell Kinder und Technikbegeisterte finden hier bewusst ein Erlebnis an Bord“, freut sie sich. Es gibt attraktive Genussangebote zur täglichen Linienschifffahrt wie „Genuss.am.Fluss“: die große Wachaurundfahrt inklusive 3-Gang-Menü um 44 € (Preis inkl. Schifffahrt und Menü). Das ist die perfekte Gelegenheit, besondere Anlässe zu feiern oder einen lieben Menschen zu überraschen und zu beschenken. Im April lautet das GenussMotto dann „Fisch“. Neu sind heuer die Angebote „Morgengenuss.am.Fluss“ (Schifffahrt inkl. Frühstück ab 31 €) und „Weingenuss.am.Fluss“ (Schifffahrt inkl. Weinverkostung ab 21 €).

Kinder bis neuen Jahre fahren bei Linienschiffahrten gratis, von 10 bis 15 Jahren in Begleitung Erwachsener um 50% ermäßigt.

ARGE „Top Ausflugsziele“ Niederösterreichs „Top Ausflugsziele“ sind eine Arbeitsgemeinschaft der größten und beliebtesten Ausflugsziele in Niederösterreich mit dem Ziel, ihren Besuchern ein besonderes Ausflugs-Erlebnis in höchster Qualität zu präsentieren. Die ARGE besteht seit elf Jahren. Brandner Schiffahrt war von Anfang an dabei und ist als einziges Schifffahrtsunternehmen in Niederösterreich Mitglied der „Top Ausflugsziele“. www.brandner.at

PDM Tourism Group Reiseunternehmen für Destination Management will auch 2014 wieder Marathon-Koop bieten

Rekordzahlen beim Vienna City Marathon

Sommer draußen mit Freunden verbringen

© Archiv Alpenvereinsjugend

Wien. Die Jubiläumsausgabe der größten Sportveranstaltung in Österreich lockte mehr als 40.000 Teilnehmer aus über 100 Nationen an und erreichte damit Rekordwerte. Eine positive Bilanz zieht auch die PDM Tourism Group: Der offizielle Touristikpartner konnte knapp 1.000 Läufer im dritten Jahr der Koop als Kunden begrüßen und wird auch 2014 als offizieller Partner des VCM am Start sein.

Aktuell: das „Freunde treffen“-Programm der Alpenvereinsjugend.

Zum Marathonanlass mit internationalen Dimensionen hatte sich die PDM Tourism Group als offizieller Touristikpartner spezielle Packages einfallen lassen.

Special VIP-Packages Ob Basic-, Premium- oder Deluxe-Package, zur Auswahl standen Zwei Sterne- bis Fünf SterneHotels – für jeden Geschmack und

Geldbeutel die passende Unterkunft. Dabei verzeichnete die PDM Tourism Group im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung des Buchungsvolumens im zweistelligen Prozentbereich. Für das 30. Jubiläum des Vienna City Marathons wurde erstmalig ein VIP-Package kreiert. Es beinhaltet drei Übernachtungen in einem Luxushotel in Wien und bietet ganz besondere Highlights – wie den exklusiven Zugang zum Top-Athleten-Bereich und auch ein gemeinsames Frühstück am Marathontag.

2014 schon jetzt buchen

© Niki Wagner

Wien. Bundesleiter Gerald Dunkel: „Im Programm ‚Freunde treffen 2013‘ der Alpenvereinsjugend ist für jeden etwas dabei – von Klettern über Biken, Baden, Übernachten unterm Sternenhimmel, Familienurlaub auf einer Hütte oder Schwitzen auf einer Umweltbaustelle.“ Die jüngsten Teilnehmer, die ohne Eltern dabei sind, müssen acht Jahre alt sein, die meisten Angebote gibt‘s für 9- bis 12Jährige. Vieles steht für Familien zur Wahl, von der Hütte bis zum Zeltlager an der Saalach. www.freunde-treffen.at

© Brandner Schiffahrt

Lounge-Atmosphäre

Am 14. April 2013 ging der 30. Vienna City Marathon (VCM) über die Bühne.

„Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz zum ‚VIP-Package‘ und ganz besonders, dass wir sogar einen Läufer aus Neuseeland als VIP-Gast begrüßen konnten“, so Robin Deisenhammer, Leiter der Produktabteilung und Miteigentümer der PDM Tourism Group. Auch 2014 sollen die beliebten Packages wieder buchbar sein. Diese enthalten jeweils zwei Übernachtungen, die Teilnahme am

Marathon, Halbmarathon oder Staffelmarathon und sind bereits jetzt online buchbar. Die PDM Tourism Group ist im Bereich Destination Management ein mehrfach ausgezeichneter Spezialist für Educational Travel. Der Fokus dabei liegt in der Organisation von außergewöhnlichen Gruppenreisen mit den thematischen Schwerpunkten Sport, Musik, Sprache, Kultur und Bildung in ganz Europa.

Seit 20 Jahren am Markt Das Unternehmen blickt auf eine 20-jährige Unternehmensgeschichte zurück – mit Niederlassungen in der Schweiz und in Österreich. Zum Unternehmen gehören die drei Tochtergesellschaften PDM Travel AG, PDM Touristik GmbH sowie PDM Homestay Services GmbH mit Sitzen in Zug (Schweiz) und Wien (Österreich). Die PDM Tourism Group ist unter dem Dach der PDM Tourismus Holding AG mit Hauptsitz in Zug angesiedelt. www.pdmtourismgroup.com


gast & wirt

Freitag, 19. April 2013

destinationaustria – 69

„Brot und Wein“ LH Erwin Pröll: „Wir haben hier sehr viel Geld investiert, um optimale Voraussetzungen zu schaffen.“

Niederösterreichische Landesausstellung eröffnet am 27. April in Asparn an der Zaya und Poysdorf. michael bär

„Goldene Kaffeebohne“ für die besten Kaffees

© Mondelez Österreich

Die Kulturgeschichte von Wein und Brot fasziniert

short

Wer die Jury überzeugt hat, wird im September 2013 bekannt gegeben.

St. Pölten. Noch bis 3. November dieses Jahres werden an den beiden Ausstellungsorten Poysdorf und Asparn an der Zaya 8.000 Jahre Kulturgeschichte lebendig: In Poysdorf widmet man sich der Geschichte des Weines, in Asparn der des Brotes.

Wien. Jacobs, eine der beliebtesten Kaffeemarken Österreichs, und Falstaff, Österreichs führendes Magazin für kulinarischen Lifestyle, würdigen Gastronomen mit der „Goldenen Kaffeebohne“, die sich um die Kaffeekultur bemühen. Seit 2012 ist die Bewertung auf eine breite Basis gestellt, und die 17.000 Mitglieder des „­Falstaff Gourmetclubs“ ­wählen die besten Kaffeebetriebe. Die Betriebe werden in den Kategorien Angebot, Optik (Crema, Farbe), Geschmack und Service nach dem Schulnotensystem beurteilt. Angebot und Servicekultur spielen ebenfalls entscheidende Rollen und runden den harmonischen Gesamteindruck ab. www.falstaff.at Brot und Wein (von li.): Hannes Etzlstorfer (Team „Wein“), Landesausstellung GF Kurt Farasin, LH Erwin Pröll, Dr. Christian Rapp (Team „Brot“), Ernst Lauermann (Wissenschaftlicher Leiter Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn an der Zaya).

der Zaya bereits 6.000 vor Christi Brot gebacken wurde“, so Christian Rapp, der zusammen mit Matthias Pfaffenbichler das Thema „Brot“ wissenschaftlich betreut.

Altägyptisches Wein-Etikett Hannes Etzlstorfer, zusammen mit Franz Regner der Kurator für das Thema „Wein“: „Im Ausstellungsgelände von Poysdorf spannt sich der Bogen der Exponate von einem ägyptischen Weinetikett bis hin zu einem Schüttbild von Hermann Nitsch.“ „Wir wollen diese Kulturgeschichte spürbar und begreifbar machen“, so LandesausstellungsGF Kurt Farasin.

Eröffnung Alpiner Lifestyle Club sperrt am 2. Mai auf

Man setze auf ein „sehr breites museumspädagogisches Programm“ für Kindergärten, Schulen und Familien ebenso wie auf dreisprachige Raumtexte und ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Zehn Millionen Besucher Landesausstellungen hätten in Niederösterreich eine lange Tradition, betont Pröll, denn dies sei „die 37. Landesausstellung, die in Niederösterreich organisiert“ werde. Bisher seien rund 9,5 bis 10 Mio. Gäste zu den Landesausstellungen gekommen; sie hätten sowohl eine kulturpolitische, als auch eine regionalpolitische und eine grenzüberschreitende Facette.

Die Niederösterreichische Landesausstellung 2013 mit dem Titel „Brot und Wein“ an den beiden revitalisierten Ausstellungsorten Asparn an der Zaya und Poysdorf wird vom 27. April bis 3. November 2013 geöffnet sein. www.noe-landesausstellung.at

Landhotel Martha Ein Urlaub voller Ideen in Zell am See

Sommerurlaub auf die sanfte Tour

Wien. Nach dem Ende seines Engagement am Bisamberg („Magdalenenhof“) zieht es den Spitzenkoch Reinhard Gerer jetzt in die „Bergstation Tirol“. Dabei handelt es sich um ein Projekt der gebürtigen Tirolerin Tina Schurian in Koop mit dem Gastronomen Kurt Bender („Loos-Bar“, „Gigerl“) in den Räumlichkeiten des ehemaligen „Lobsterdock“. Der „Alpine Lifestyle Club“ wird am 2. Mai seine Pforten öffnen und drei Bereiche umfassen: eine Diskothek, eine Bar und ein Restaurant, bestätigt Schurian gegenüber dem Magazin Falstaff.

Zell am See. Das Landhotel Martha ist ein 35-Zimmer-Landhaus, das auf rund 900 m über Zell am See liegt und damit für einen Urlaub „über dem Alltag“ ideal ist. Hier, am Fuß der Schmittenhöhe, sind Naturgenießer in ihrem Element. Mit Stöcken, Wanderschuhen oder Mountainbikes geht’s auf den Zeller Hausberg und den schönsten Aussichtsberg der Region.

Reinhard Gerer kocht ab Mai in der Bergstation Tirol in der Wiener City.

Wer im Urlaub nicht nur aktiv, sondern auch kreativ sein möchte, bucht einfach das Paket „Erlebnis Ton“ dazu. Beim Töpferkurs mit Hotelchefin Martha Zillner in der neuen Waldwerkstatt dreht sich alles um die Scheibe oder ums Kneten und Formen. Und schon kann sich jeder Gast seine individuelle, selbst gemachte Urlaubserinnerung mit nach Hause nehmen. www.landhotel-martha.at

Die E-Bikes stehen bereit Zur Schmittenhöhe-Kabinenbahn sind es nur zehn Minuten Fußmarsch. Und im Landhotel stehen außerdem E-Bikes der Marke „Movelo“ in der Garage, die weniger geübte Pedalritter, Best Ager und Ehepaare mit unterschiedlicher Kondition gut aussehen lassen. Das E-Bike trägt einen mit „Rückenwind“ in neue Höhen. Das Lunchpaket gibt es inklusive Getränk fixfertig zum Mitnehmen. Im Landhotel Martha findet die unternehmenslustige Generation 50+ in Form eines attraktiven Pakets mit E-Biking, Wanderung und Kulturgenuss mit der „Zell am SeeKaprun Card“ das beste Angebot.

© Landhotel Martha

Das Restaurant selbst wird in ein bodenständiges Wirtshaus und ein Fine Dining-Area gesplittet; Chefkoch wird Gerers Wegbegleiter Daniel Kellner, Gerer selbst wird als Patron fungieren. Die österreichische Koch-Legende hat sich laut Schurian verpflichtet, „zumindest sechs Monate fix vor Ort“ zu sein. Seine Hochblüte hat Gerer als genialer Koch im Restaurant „Korso“ im Wiener Hotel Bristol erlebt.

© Clemens Fabry

Gehobenes Après-Ski

Wien. Gegen Ende April machen sich die Spargelernter bereit, um die ersten Reihen zu „stechen“, wie die Spargelernte in der Fachsprache genannt wird. Der ideale Wein-Begleiter dazu will gut gewählt sein – die Broschüre „Spargel & Wein“ der Österreich Wein Marketing gibt einen guten Überblick und Ideen für das Tête-à-Tête. So mancher denkt beim Spargelwein an junge frische Weißweine, er liegt damit allerdings nicht unbedingt richtig; ein Spargelwein sollte, bis auf wenige Ausnahmen, ein trockener Weißwein mit harmonischer feiner Säure sein. Viele nützlichen Infos bietet auch die Homepage von Österreich Wein Marketing. www.oesterreichwein.at

Bis in den Herbst zu sehen

Gerer kocht in Wiener Bergstation Das Restaurant soll 45 Plätze umfassen und vorwiegend mit heimischer Qualität punkten. Auf rund 800 m� erwartet die Gäste ein populäres Musikprogramm, für das Klaus Biedermann verantwortlich ist – „Gehobenes Après-Ski“ ist das Motto. Das Après-Ski-Genre ist offenbar populärer denn je, denn ebenfalls Anfang Mai soll die „Bettelalm 2“ am Wiener Lugeck eröffnen. www.falstaff.at

Frühlingszeit ist auch Spargel-Erntezeit

Pröll: „Inhaltlich ist es wichtig, dass wir uns mit unserer Geschichte und mit dem, was vor uns gewesen ist, auseinandersetzen. Darüber hinaus haben Landesausstellungen auch regionalpolitische Effekte, denn durch unsere Investitionen wollen wir die Wertschöpfung steigern.“

Das kleine Landhotel ist die ideale Homebase für ganz normale Familien.

Wiener Würstelstände zwischen Buchdeckeln © Verlag Anton Pustet/APA-Fotoservice/Preiss

„Wir haben rund 18 Mio. Euro investiert, um optimale Voraussetzungen für die Landesausstellung und beste Bedingungen für die Nachnutzung zu schaffen“, so LH Pröll im Zuge einer Stellungnahme. So wurden fünf Mio. € am Standort Asparn für den Ausstellungsteil „Brot“ investiert, etwa in den Ausbau des Urgeschichtemuseums. 5,6 Mio. € wurden für den Ausstellungsteil „Wein“ in Poysdorf aufgewendet, rund sechs Mio. € in die inhaltliche Gestaltung der Ausstellung; rund eine Mio. Euro fließt in das Umfeld der Landesausstellung, etwa in Begleitprojekte. „Bis jetzt hat es noch nie eine Ausstellung gegeben, die so intensiv das Thema ‚Brot und Wein‘ bearbeitet hat“, so Pröll. Insgesamt bilden 57 Gemeinden die Grundlage für die Landesausstellung in der Region, darüber hinaus beteiligen sich auch regionale Wirtschaftsbetriebe, Beherbergungsbetriebe, die Gastronomie und Winzer sowie fünf „Kulturpartner“: die Thermenstadt Laa, Schloss Mikulov, das Museumszentrum Mistelbach, Schloss Wolkersdorf und das Museumsdorf Niedersulz. Auch das diesjährige Viertelfestival findet im Weinviertel statt. „Archäologische Funde beweisen, dass in der Region um Asparn an

© NLK Reinberger

18 Mio. € Investitionen

Kabarettist Thomas Maurer (2. von re.) las bei der Buchpräsentation.

Wien. Mehr als 150 Gäste folgten der Einladung des Verlags Anton Pustet und der Firma Radatz zur Präsentation des Kultbuchs über „95 Wiener Würstelstände“. Kabarettist Thomas Maurer machte den Gästen mit seiner Lesung von H.C. Artmanns Geschichte über „Zorro, den Rächer aller Würstelmänner“ so richtig Appetit auf die Wurstvariationen, dazu passend gaben Peter Havlicek und Traude Holzer Wienerisches von Hodina bis zu den Schrammeln. www.pustet.at


gast & wirt

70 – destinationaustria

Aufgetischt

© Weindomizil/Hagn

Ein Domizil für Küche und Keller

Trofana Royal Das Gourmet- und Relaxhotel in Ischgl hat für die aktuelle Saison exklusive Urlaubspakete geschnürt

Royales Flair und Tiroler Gastlichkeit im Frühling

Schneefans können noch bis zum 1. Mai in der Frühlingssonne ihre Spuren ins pulvrige Weiß ziehen.

Weindomizil, 2024 Mailberg 154, Tel.: 02943/2256, carina. hofmann@hagn-weingut.at

www.weindomizil.at Eingeschenkt

Ein Veltliner zeigt Charakter Röschitz. Als die junge Winzergeneration im Weingut Ewald Gruber eines Abends bei einem Glas Wein in ihrer Lieblingslage saß, beschlossen Maria (Marketing), Christian (Weingartenmanager) und Ewald Gruber jun. (Kellermeister) zwei Punkte: Das Weingut heißt jetzt Gruber Röschitz, und ein völlig neues Design musste her. Originell und unverwechselbar. Stolze 80 Hektar eigener Reben in 115 Einzelparzellen werden bewirtschaftet, die Arbeitsteilung ist daher sinnvoll und effizient. Die Terrassen Reipersberg wurden von Ewald Gruber sen. in den 1960erJahren mit dem gebietstypischen „Much aus Straning“ (alter, lockerbeeriger Veltlinerklon vom Manhartsberg) bepflanzt. Reines Urgestein, duftige Steinfrucht, mineralische Tiefe. Weingut Gruber Röschitz, Weinviertel DAC Terrassen Reipersberg 2012, Gastropreis: € 6,50. Erhältlich bei Kolarik & Leeb

Ischgl. Das „Trofana Royal“ hat sich durch laufende Investitionen zum Inbegriff eines Fünf Sterne Superior-Hotels in den Alpen entwickelt. In der Wintersaison 2009/10 öffnete der Südflügel mit hochwertig ausgestatteten Zimmern und Suiten. Jetzt stehen den Gästen 112 Räume in 14 verschiedenen Kategorien zur Verfügung.

Die Kritiker sind begeistert Der großzügig gestaltete Restaurant- und Buffetbereich unterstreicht den Ruf des Trofana Royal als eine der führenden Gourmetadressen in den Alpen. Der „Falstaff Restaurantguide“ verlieh dem Á-la-carte-Restaurant in der Paznaunerstube vier Gabeln und kürte es damit in diesem Jahr zu einem der gefragtesten Gourmetadressen Österreichs und überdies zum besten Restaurant in Tirol. So gefragt ist die Küche von Martin Sieberer (drei Gault-MillauHauben, ein Michelin-Stern, vier Sterne im „À-la-carte-Guide“) inzwischen bereits. Dazu kommt der einzigartige Service im Gourmetrestaurant sowie in den einzigartigen Stuben, die exklusiv für Hausgäste reserviert sind. Seit 2009 im Angebot des Hotels: der Wein- und Degustationskeller. Die Hausherren Hans und Alexander von der Thannen haben sich damit selbst und ihren weinbegeisterten Gästen einen Herzenswunsch erfüllt. Dort lagern und reifen rund 25.000 edle Tropfen, die die Hausherren in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Team um Diplomsommelier Christian Zögernitz zusammengetragen haben.

Das Gourmet- und Relaxhotel Trofana Royal lockt mit Sonnenskilauf und Top-Events – und mit exquisiten Spa-Genüssen.

Von Kritikern und Testern erntet das Trofana Royal von allen Seiten Bestnoten – von der Gestaltung, die sich durch exklusive Materialien und Tiroler Handwerkskunst abhebt, über den Wohnkomfort bis hin zum vielfältigen Angebot.

In der Royal-Wasserwelt baden Gäste im großzügigen Erlebnisbecken mit Wildwasserkanal, Gegenstromanlage, Massagedüsen und Wasserfall. Draußen, im Outdoorsolewhirlpool, werden Wellnessfans von Wasserstrahlen massiert, während sie den Blick auf die Naturkulisse der Bergwelt genießen. Nach einem Skitag laden die Saunawelten zum Aufwärmen ein: Im Textil-Saunabereich gibt es einen Soleinhalationsbereich, eine Minitherme, eine Finnische Sauna und eine Biosauna. Der klassische Saunabereich bietet die Wahl zwischen Finnischer Sauna, Blüten-Caldarium, Amethystenbad, Osmanischem Dampfbad, Laconium und Tepidarium.

Sonnenskilauf ist angesagt Die exklusive Royal-Suite de luxe mit rund 100 m� hat im Badezimmer auch eine Whirlwanne zu bieten, ein großes Wohnzimmer mit offenem Kamin, einen Balkon und Turmterrasse sowie einen begehbaren Schrankraum. Selbst abseits der Silvretta-Skiarena und des 2.500 m� Royal-Spa finden Gäste im Luxusresort stets abwechslungsreiche Alternativen.

Dieses Komplettangebot macht den Sonnenskilauf in Ischgl zum Nonplusultra.

Deep Purple-Konzert live Und weil sich die Paznauner Gemeinde mit ihren Clubs und Bars als weltweit bekannte Après-Skiund Eventhochburg einen Namen gemacht hat, zieht es auch die Stars der internationalen Musikszene ins alpine Skidorado – wie etwa die englische Rocklegende Deep Purple, die am 30. April zum „smoke on the snow“ bitten. Das Paket „Sonnenskilauf – Royal-Ski-Firn“ kostet 7 Tage mit vielen Extras (20% Rabatt) für Schnellentschlossene p.P. ab 1.680 €. www.trofana.at

Österreichische Bierkultur Der wichtigste Wegweiser zu den besten Bierlokalen und Brauereien ist erschienen

Conrad Seidls „Bier Guide 2013“ überzeugt Wien. Biergenuss ist seine Welt: Bierpapst Conrad Seidl sucht 365 Tage im Jahr nach gutem Bier – womöglich jeden Tag nach einem besseren Bier. Dabei wird er immer häufiger fündig. Denn es gibt immer mehr gute Bierlokale in Österreich, immer mehr innovative Brauereien, immer mehr spannende Biere. Conrad Seidls „Bier Guide 2013“ weist den Weg zu diesen Lokalen: Fast 1.200 Tipps werden in der 14. Ausgabe des Bier Guide vorgestellt, darunter sehr traditionelle Wirtshäuser, die sich um Bierpflege verdient machen, ebenso wie noble Innenstadtbars, in denen neuerdings Bierspezialitäten von Kleinstbrauereien angeboten werden. „Österreich hat eine einmalige Vielfalt von Bierlokalen, die die österreichische Bierkultur repräsentieren“, sagt der Autor, der derzeit auch als Protagonist in der Serie „Bier on Tour“ beim Red Bull-Mateschitz-Fernsehsender „Servus TV“ zu sehen ist. „Natürlich ist der bei uns gängigste Bierstil das Märzenbier

– aber es gibt auch ausgezeichnete Pils-, Roggen- und Weizenbiere aus heimischen Brauereien, einige davon mit anerkannten Auszeichnungen wie dem ‚World Beer Cup‘. Wer also einfach ein Bier bestellt, verpasst vielleicht eine Weltsensation, bloß weil er nicht danach gefragt hat“, sagt Seidl.

Entwicklung beigetragen hat. Einfach „ein Bier“ bestellen, das ist vielen österreichischen Bierfreunden längst zu wenig.

Qualität verbesssert sich „Gäste bestellen ja auch nicht einfach Essen, wenn sie in ein Lokal gehen, sondern wählen aus, worauf sie gerade Lust haben. Ein Speiselokal, das nur einen einzigen

Internationale Dimension Anerkannt wird diese Biervielfalt auch von der New York Times, die den Bier Guide ausdrücklich empfohlen hat: In der Ausgabe vom 31. Jänner 2013 wurden sowohl das Innsbrucker Top-Lokal „Sowieso“, als auch das ebenfalls im Bier Guide ausgezeichnete „Excellent Styrian Ale“ der Handbrauerei Forstner und eben Conrad Seidls Bier Guide dem internationalen Publikum via Zeitungsartikel nahegebracht. Dieses Buch ist damit nicht nur der wichtigste Wegweiser zu den besten Bierlokalen – er ist auch ein Reiseführer zu den Brauereien. Von Jahr zu Jahr gibt es ein besseres Bierangebot – und Seidl ist stolz, dass sein Guide zu dieser

Eintopf anbietet, ist eben kein Speiselokal, und ein Bierlokal, das nur ein einziges Bier anbietet, müsste schon ein ganz einzigartiges Bier in einem einzigartigen Ambiente anbieten, um seine Existenz als Bierlokal zu rechtfertigen“, so Seidl. Conrad Seidls Bier Guide 2013: 428 Seiten, 14,90 €, Auflage 35.000 Stück, ISBN: 978-3-902843-32-6, Bestell-Hotline: +43/1/919 20 2115, Mail: a.post@medianet.at

© Willy Lehmann Markenagentur/APA-Fotoservice/Preiss

Mailberg. „Wenn du ins Weinviertel fährst, musst du eine Wurstsemmel mitnehmen.“ Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte dieser Scherz einen allzu wahren Kern. Das Bild hat sich gewandelt, önologisch wie kulinarisch: Das Weinviertel hat sich vom „Stiefkind“ zu einer der spannendsten Regionen gemausert. Das liegt an Pionieren wie den Hagns, die mit dem „Weindomizil“ einen zukunftsfähigen Schritt wagten. Moderne Architektur als Kontrapunkt im Ensemble der Ziegeldächer, man blickt vom loungigen Gastraum auf die Mailberger Rieden. Außergewöhnlich auch die durchgehende Küche von 10 bis 24 Uhr (Do–So) mit Klassikern wie Räucherfischtatar, Carpaccio, Backhendl, Tafelspitz oder Pfeffersteak aus regionalen Grundprodukten. Dazu gibt’s die hauseigenen Weine – sie gehören zu den besten des „weiten Lands“.

georg biron

© Trofana Royal

Ein UFO ist gelandet: das Weindomizil in Mailberg.

© Gruber

Freitag, 19. April 2013

Sogar The New York Times empfiehlt den bierigen Reiseführer von Conrad Seidl.


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inside your business. today.

Freitag, 19. April 2013 – 71

Prävention

Loyalität

Rudolf Hundstorfer zieht eine positive Bilanz zu „fit2work“ Seite 73

Engel setzt bei Employer Branding auf Wertschätzung und Ehrlichkeit Seite 75

© Engel

Aufsteigerin Andrea Linska, FPLP © Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen Globetrotter Der General Manager des Sofitel ­Vienna, William Haandrikman, wäre gern Kapitän wie Jack Sparrow. Kooperation WU und OMV starten eine umfassende Zusammenarbeit.

Seite 72

© StepStone/Österreich/Margit Hubner

© APA/Herbert Neubauer

careernetwork

Grosse UNtreue

70% der Arbeitnehmer sind schon beim Antritt einer neuen Stelle aufgeschlossenen für einen Jobwechsel. Das besagen StepStones RecruitmentTrends. Seite 74

Seite 73

© Sofitel Vienna Stephansdom/Foto Wilke

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Career portrait

72 – careernetwork

Freitag, 19. April 2013

Warum er ursprünglich Koch werden wollte, wie Kapitän Jack Sparrow seine Pensionspläne beeinflusst und warum er sich auch fern der Heimat immer wie zu Hause fühlt, verrät der General Manager des Sofitel Vienna Stephansdom, William Haandrikman, kurz bevor er gen Shanghai aufbricht.

© Sofitel Vienna Stephansdom

„Service von Her­ zen“ ist das oberste Credo des General Managers vom Sofitel Vienna Stephansdom, William Haandrikman.

© Sofitel Vienna/Foto Wilke

Der segelnde Holländer 10 Fragen An William Haan d r i k m a n

Als Kind wollte ich immer … Koch werden. Mein Lebensmotto ist … Man muss das Leben genießen, schließlich weiß man nie, was kommt. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … meine Frau – und einen Urlaub mit ihr in New York. Darüber kann ich lachen … StandupComedy. (Ich liebe Humor aus der Hüfte heraus!) Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „The Black Box“ von meinem Lieblingsautor Michael Connelly. In 20 Jahren werde ich … Segelbootkapitän. Davor habe ich Angst … Ich habe keine Angst. Das ist meine größte Stärke … immer optimistisch und positiv eingestellt zu sein. Das ist meine größte Schwäche … manchmal bin ich zu detailverliebt. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Jack Sparrow (Kapitän der „Black Pearl“ aus dem Walt Disney-Film „Fluch der Karibik“).

Wien. „Hallo, ich bin William. Wie war Ihr Wochenende?“ Schon beim Erstkontakt mit Sofitel Vienna-Chef William Haandrikman wird klar, dass man es mit keinem stocksteifen Manager zu tun hat, sondern mit einem äußerst unkomplizierten und offenen Kosmopoliten. „Alle meine Mitarbeiter sagen ‚William‘ zu mir“, erzählt er – gibt aber zu, dass ihm das in der „titelverliebten“ Alpenrepublik anfangs auch fragende Blicke eingebracht hat: „Das musste ich erst lernen“, meint Haandrikman, „dass in Österreich die Menschen gern mit ihren Titeln angesprochen werden – und dass ein ‚Wir sind leider ausgebucht‘ seitens meiner Mitarbeiter nicht von jedem akzeptiert wird. Da wird dann schon gern an oberster Stelle ‚nachgebohrt‘“. Diese „Cultural Differences“, wie er sie nennt, seien aber gerade der Reiz seines Jobs. „Heute habe ich für solche Fälle immer den einen oder anderen freien Tisch ‚reserviert‘“, verrät er amüsiert. Abgesehen von diesen kleinen Anfangsirritationen, hat Wien das Herz des gebürtigen Holländers im Sturm erobert: „Hierher zu kommen, war für mich, wie nach Hause zu kommen. Wien hat alles von einer großen Hauptstadt, ist aber zugleich überschaubar und überaus herzlich.“ So schätze er die Sicherheit, die Kultur – und die Restaurants der Bundeshaupt-

stadt: „Wien ist eine sehr interessante Stadt, die es geschafft hat, eine Brücke zwischen Kaiserin Sisi und der Moderne zu schlagen.“ Zu Letzterem haben Haandrikman und die Accor-Gruppe mit dem Bau des Sofitel Vienna Stephansdom ihren Teil beigetragen: „Am Anfang sind die Leute natürlich skeptisch gewesen – nur grau, weiß und schwarz hat in den Augen einiger nicht zum Plüsch der Kaiserzeit gepasst. Mittlerweile konnten wir aber auch unsere Kritiker überzeugen“, so Haandrikman stolz.

Packen wir es an! Das „Wir“ ist dabei nicht „Managementsprech“, sondern gelebte Führungsphilosophie: „Ich habe ein großartiges Team und sehr fleißige Ambassadors, die ihre Arbeit traumhaft erledigen“, streut er seinem Team Rosen. „Wenn es notwendig ist, dann helfe ich aber auch in der Küche oder am Front Desk aus. Ich manage nicht aus dem Büro heraus“, erzählt Haandrikman. „So nehme ich die Stimmung in meinem Haus viel besser wahr und sehe, wie es unseren Gästen geht.“ Diese Hands-on-Mentalität prägt ihn schon seit Kindheitstagen. So habe er, bevor er die Hotelmanagementschule besuchte, die Lehre zum Koch absolviert: „Als ich mich nach der Volksschule für eine

weiterführende Schule entscheiden musste, haben wir etliche Schulen besucht. Unter anderem auch eine Berufsschule für Köche.“ Und da habe es „einfach so gut gerochen“. Den Essensduft mag er auch heute noch – das „viele Stehen und die ständige Hitze“ hätten aber die Freude am Kochen dann doch etwas gedämpft. Statt den Kochlöffel zu schwingen, entschloss er sich, nochmals die Schulbank zu drücken. In Folge besuchte er sämtliche Weiterbildungsveranstaltungen, die das Hotelbusiness hergab und kletterte im Zeitraffer die Karriereleiter nach oben. Die Rolle des General Managers, die er in Wien bekleidet, ist nach Den Haag und Paris bereits die dritte „Chefposition“ für den Holländer. Und auch wenn er nicht als Chefkoch beruflich reüssieren konnte – privat habe es ihm quasi den Jackpot eingebracht, wie er erzählt: „Ich glaube, dass ich meine Frau vor allem durch meine Kochkünste für mich gewinnen konnte“, meint Haandrikman. Ob sie auch heute noch in den Genuss dieses „speziellen Services“ kommt? „Nein“, gibt er unumwunden zu. „Seither kocht meistens meine Frau Anastassia: Sie kann es viel besser als ich – und überrascht mich immer aufs Neue.“ Seine Frau spielt generell eine große Rolle in Haandrikmans Leben: Seit knapp 15 Jahren zieht sie mit ihm von Station zu Station

– „wir nehmen immer unser gesamtes Mobiliar mit, dadurch fühlen wir uns immer rasch zu Hause“ – und auch bei seiner großen Leidenschaft, dem Tauchen, ist sie immer an seiner Seite: „Wir haben sämtliche Tauchscheine gemeinsam gemacht und sind ein super eingespieltes Team.“ Am liebsten tummelt sich das Ehepaar dabei in den Gewässern Asiens und der Karibik. „Am beeindruckendsten war es sicher im ‚Great Blue Hole‘ in Belize“, so Haandrikman. „Da sind wir unter Rochen durchgetaucht, die wie ‚Star Wars‘-Raumschiffe durchs Meer geschwebt sind.“ Ob er dabei keine Angst verspürt hätte? „Wovor? Wir gehen kein unnötiges Risiko ein – und wenn man stillhält, kann gar nichts passieren.“ Stillhalten ist für den bekennen­ den Workaholic – „gerade während einer Hoteleröffnung sind 16-Stunden-Tage nichts Außergewöhnliches“ – aber so eine Sache: Kaum in Wien akklimatisiert, bricht er mit Ende April seine Zelte in der Alpenrepublik schon wieder ab und übernimmt die Leitung des neuen Sofitel Shanghai. Und selbst für den Pensionsantritt in 20 Jahren hat er schon aktive Pläne: „Ich wäre gerne Kapitän – wie ‚Jack Sparrow‘ – und würde dann von der Homebase New York aus mit einem Segelboot inklusive kleiner Crew die Meere unsicher machen“, so Haandrikman abschließend. (jawe)

1968–1990

1992–2007

2007–Heute

1968 im holländischen Amsterdam geboren, absolviert William J. Haandrikman, die Ausbildung zum Koch. Mit 17 hängt er die Kochschürze an den Nagel und absolviert die Hotelmanagementschule.

Seinen Einstieg ins Hotel-Business absolviert er in Brüssel als Nacht-Manager im dortigen Novotel. Danach wechselt Haandrikman im Zwei- bis Drei-Jahresrhythmus innerhalb der Accor-Gruppe die Funktionen und Destinationen – vom Serviceleiter, Frontofficemanager bis hin zum Finanzchef, von Moskau über Amsterdam und New York bis Den Haag.

2007 übernimmt Haandrikman die Leitung des Sofitel Paris. Seit 2010 ist der gebürtige Holländer nun General Manager des neu errichteten Sofitel Vienna Stephansdom. Haandrikman ist seit elf Jahren mit Anastassia verheiratet.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 19. April 2013

careernetwork – 73

Zwischenbilanz Rund 9.000 Personen und 175 Betriebe haben sich seit 2011 bei fit2work informiert

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

„Gezielte Unterstützung“ Sozialminister Hundstorfer: „Wollen dafür sorgen, dass die Menschen ihren Beruf gesund ausüben.“ des Bewegungsapparats mit knapp über 35%. Herz-Kreislauferkrankungen hatten beinahe fünf Prozent der Personen zu einem Besuch der Beratung bewogen, heißt es. „Knapp 5.000 Personen haben in ganz Österreich nach der Basisinformation bereits eine Erstberatung in Anspruch genommen und knapp 2.000 werden im Rahmen eines individuellen ‚Case Management‘ betreut“, zieht Hundstorfer eine zufriedene Zwischenbilanz. Vor allem die Tatsache, dass auch Selbstständige verstärkt Rat suchen, stimme ihn zuversichtlich: „Eine IT-Spezialistin hat durch die Bildschirmarbeit ständig unter Rückenschmerzen gelitten; eine arbeitsmedizinische Untersuchung hat bestätigt, dass ein Spezialstuhl ihre Situation verbessern könnte. Die ‚fit2work‘-Berater haben sich um alle notwendigen Anträge gekümmert, und jetzt sitzt sie auf einem Spezialstuhl, der vom Bundessozialamt gefördert wurde – und kann ohne Schmerzen arbeiten“, schildert er ein Beispiel aus der Praxis. An oberster Stelle stehe bei all den Maßnahmen jedenfalls „Prävention statt Krankenstand“: „fit2work setzt so früh wie möglich an, um Invalidität erst gar nicht entstehen zu lassen“, so Hundstorfer. „Es gilt, Problemstellungen rechtzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Etwa mit rascherer Rehabilitation, schneller Umgestaltung eines Arbeitsplatzes oder frühzeitiger Umschulung“, betont der Sozialminister abschließend. (red)

© APA/Herbert Neubauer

Wien. Die gute Nachricht: Langfristig scheint sich die Dauer der Krankenstände unter den heimischen Arbeitnehmern deutlich zu reduzieren. So gab es laut Fehlzeitenreport in Österreich im Jahr 2010 über 3,5 Mio. Krankenstandsfälle mit einer durchschnittlichen Dauer von knapp 11 Tagen. In den Jahren 1990 und 2000 waren die Beschäftigten im Vergleich dazu noch durchschnittlich 15,2 Tage bzw. 14,4 Tage krankgeschrieben. Die Kehrseite der Medaille sind die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Krankenstandfälle: „Ja, das kostet: rund 12,7 Milliarden Euro im Jahr“, rechnet Sozialminister Rudolf Hundstorfer vor. Und das Tragische an der Zahl laut Hundstorfer: „Wir schätzen, dass knapp die Hälfte der Krankenstände durch gesundheitliche Belastungen am Arbeitsplatz bedingt ist und somit vermeidbar wäre.“

Will die Unternehmen um ein Alzerl „fitter“ machen: Sozialminister Hundstorfer.

„Gesund und mit Freude“

stellen in Wien, Niederösterreich, Steiermark, Burgenland, Kärnten und Vorarlberg können sich Erwerbstätige, Arbeitssuchende und Arbeitslose sowie Selbstständige in allen Fragen der Arbeitsgesundheit beraten lassen – und zwar kostenlos, freiwillig und auf Wunsch auch anonym, wie der Sozialminister betont: „Wer ein gesundheitliches Problem hat – seelischer oder körperlicher Natur –, kommt einfach in eine unserer Beratungsstellen und wir helfen, die Gesundheit zu erhalten und die Freude im Job zu bewahren. Wir leiten

Genau an diesem Punkt wolle die von der Bundesregierung zusammen mit Partnerorganisationen im Herbst 2011 gestartete Initiative „fit2work“ ansetzen: „Unser gemeinsames Ziel ist, mit individueller Beratung dafür zu sorgen, dass die Menschen, die in Österreich arbeiten, ihren Beruf gesund – und mit Freude – ausüben können. Und dass unsere einheimischen Unternehmen ‚fitter‘ werden und ihre Wertschöpfung langfristig erhöhen“, so die Vision des Sozialministers. In Beratungs-

zu den richtigen Institutionen, zum Beispiel Arbeitsmarktservice oder Gebietskrankenkasse, weiter, recherchieren passende Förderungen und vieles mehr.“

8.900 Beratungen Seit dem Start der Initiative haben sich mehr als 8.900 Personen und rund 175 Unternehmen beraten lassen. Psychiatrische bzw. psychologische Erkrankungen sind mit knapp 45% die häufigste Ursache für die Inanspruchnahme einer Beratung, gefolgt von Erkrankungen

Karriere, um zu leben Wer wissen will, mit welchen Einstellungen und Karrierezielen die Fach- oder gar Führungskraft von morgen ins Berufsleben einsteigt, befragt am besten Studierende und Uni-Abgänger. Genau das hat die Kepler Society nun gemacht und 15.000 Fragebögen an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) ausgeschickt. Die Ergebnisse bestätigen teilweise bekannte Trends, überraschen andererseits aber auch durch die Vehemenz der Ausprägungen. Auf die Frage, in welche Branche die JKU-Abgänger denn gern einsteigen würden, führt der Öffentliche Dienst (31 Prozent) vor Management Beratung/Wirtschaftsprüfung/Buchhaltung (27 Prozent) und der Forschung bzw. Lehre (26 Prozent) in der Reihung der Antworten. Spannender allerdings die Frage nach den Karrierezielen: Zwei Drittel gaben an, dass eine ausgewogene Work-Life-Balance das TopKarriereziel sei, gefolgt von der intellektuellen Herausforderung (49 Prozent) und der Sicherheit im Job (37 Prozent). „Die Umfrage bestätigt das neue Bild des Akademikers, der zwar im mittleren Management oder als Projektleiter tätig sein möchte, aber bewusst auf die eigene Work-Life-Balance schaut“, erklärt Gerhard Stürmer, Präsident der Kepler Society, die Studienergebnisse. Auch interessant: Am attraktivsten sind für die befragten Absolventen Mittelbetriebe zwischen 100 und 500 Mitarbeitern (40 Prozent), gefolgt von kleineren Betrieben (30 Prozent). Und nur 16 Prozent halten eine internationale Karriere für die interessanteste Variante.

Deal OMV finanziert an der neuen WU ein Institut für Social Entrepreneurship, Sustainability and Performance Management

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Zusätzlich soll im Rahmen der Kooperation ein energiewirtschaftliches Wissensnetzwerk etabliert werden, das etwa zur Sammlung und Gewinnung von Erkenntnissen und Branchentrends mit dem Schwerpunkt auf fossile Energieträger dienen soll. Wien sei mit dem Sitz der OPEC auch „Energiehauptstadt“, betonte OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss. Darüber hinaus wurde zwischen WU und OMV auch ein permanenter Austausch über For-

schungsergebnisse bzw. PraxisErfahrungen vereinbart. Roiss: „Unternehmen müssen ihre gesellschaftliche Verantwortung verstärkt wahrnehmen. Hochwertige Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft junger Menschen und damit die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Österreich. Für uns ist die Kooperation mit der WU ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit mit Top-Universitäten.” Die Zusammenarbeit zwischen den neuen Nachbarn in der Leopoldstadt läuft vorerst für fünf Jahre und ergänzt bereits bestehende gemeinsame Aktivitäten, heißt es. Über den finanziellen Umfang wurden keine Angaben gemacht. (red)

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Andreas Napokoj Immounited

Andreas Napokoj (21) unterstützt ab sofort die Sales-Abteilung von Immounited – Roland Schmid. Der gebürtige Kärntner wird sich v.a. auf den Vertrieb der neuen Online-Immobilienangebotsdatenbank Imabis konzentrieren.

Sabine Schauer Novelis AG

Sabine Schauer ist seit 1. April neuer Director Corporate Communications & Government Affairs der Novelis AG mit Sitz in Zürich. Zuletzt war sie zwölf Jahre in der Unternehmenskommunikation von Henkel CEE tätig.

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Georg Huemer VOR

Georg Huemer (37) stieß mit April als Pressesprecher zum Verkehrsverbund Ost-Region. Gemeinsam mit Jürgen Pogadl leitet er künftig die PR-Agenden des Unternehmens. Zuletzt war Huemer als Unitleiter bei Ecker & Partner.

© Fiebinger Polak Leon RA

Wissensnetzwerk

Promotion

durch das Raumsponsoring wird diese auch optisch unterstrichen“, so WU-Rektor Christoph Badelt am Dienstag.

© VOR

job

© Immounited/Roland Schmid

WU-Rektor Ch. Badelt unterschrieb einen Fünf-Jahres-Deal mit der OMV.

Wien. Die OMV und die Wirtschaftsuniversität Wien starten eine umfassende Kooperation in Forschung und Lehre. Neben dem regelmäßigen Austausch beider Partner über den aktuellen Stand der Forschung finanziert die OMV im Rahmen der Zusammenarbeit ein Institut für Social Entrepreneurship, Sustainability and Performance Management inklusive Stiftungslehrstuhl mit dem Titel „Business Performance Management and Sustainability“ und sponsert Räume im Bibliothekszentrum des Library and Learning Centers. Diese werden im Gegenzug den Namen „OMV Bibliothekszentrum“ erhalten. „Wir sehen die Beteiligung am Campus als Ausdruck des Willens zu einer langfristigen Zusammenarbeit;

© Henkel

© OMV Aktiengesellschaft

WU und OMV gehen gemeinsame Wege

Andrea Linska FPLP

Andrea Linska (41) übernahm mit Anfang April die Human ResourcesAgenden bei Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte. Zuletzt war Linska bei BCG – The Boston Consulting Group als Office- und HR-Managerin beschäftigt.


P er s o n al m a n a g e m e nt

74 – careernetwork

Recruitment-Trends 70% sind schon beim Antritt einer neuen Stelle weiterhin aufgeschlossen für einen Jobwechsel

Transparenz im dichten Berufs-Imagedschungel Wien. Handwerker sind beliebt, Kellner haben schlechte Arbeitszeiten und Verkäufer verdienen wenig. Jeder Job hat sein Image, sowohl nach außen als auch nach innen. Wer wissen möchte, wie andere über den eigenen Beruf denken oder wie die Stimmungslage in anderen Sparten ist, der kann auf „stellenangebote.at“, dem Stellenmarkt für Handwerk, Gewerbe, Handel, Tourismus und Gastronomie, den Image-Check machen. „Ziel der Untersuchung ist es, Transparenz und Vergleichbarkeit für Arbeitnehmer der jeweiligen Branchen breitenwirksam herzustellen und mittels einer attraktiven Statistik erlebbar zu machen“, erklärt Oliver Sonnleithner, geschäftsführender Gesellschafter von „karriere.at“ und „stellenangebote.at“: „Oft haften einzelnen Berufsgruppen bestimmte Stereotypen an, die vielfach nicht der Wahrheit entsprechen, was wiederum zu einer unberechtigten Imageabwertung einzelner Berufsfelder führt.“

stellenangebote.atChef Oliver Sonn­leith­ ner stellt ImageCheck vor.

Das Land der Untreuen

Stepstone-Report zeigt: Interessantes Aufgabengebiet und Klima sind wichtiger als die Bezahlung. Wien. Die Österreicher sind einem Jobwechsel gegenüber sehr aufgeschlossen, selbst dann, wenn sie eine neue Stelle erst angetreten haben. 12% suchen sogar sofort nach der Einstellung nach anderen Jobs. Das zeigt der „Recruitment Trend Report“, für den Stepstone sowohl Personalisten als auch Stellensuchende befragt hat.

„Enorm wichtig wird vor allem die Bindung von qualifizierten Mitarbeitern an das Unternehmen sein.“ Dorette Dülsner Stepstone Österreich

Umgekehrt beklagen immer mehr Personalverantwortliche, dass sie zu wenige Bewerbungen erhalten. 46% finden sogar, dass die Qualität der Bewerber sinkt. „Mögliche Erklärungen dafür sind Fachkräftemangel und eine wirtschaftliche Situation, die vor allem in populären Berufsfeldern zu wenige Positionen für eine wachsende Anzahl an Bewerbern bietet. Als Folge davon bewerben sich viele

Kandidaten für Positionen, für die sie nur unzureichende Qualifikationen ausweisen können“, analysiert Dorette Dülsner, Geschäftsführerin von Stepstone Österreich.

Bindung von Talenten Erfreulich ist, dass immerhin 61% der Unternehmen in den kommenden 12 Monaten neue Mitarbeiter einstellen wollen. Nur 9% der Unternehmen erwarten einen Personalrückgang im Jahr 2013. „Enorm wichtig wird vor allem die Bindung von qualifizierten Mitarbeitern an das Unternehmen sein“, weiß Dülsner. Der Report zeigt, was bei Mitarbeitern am meisten dazu beiträgt, dass sie gern im Unternehmen bleiben: Am wichtigsten ist den Befragten ein interessantes Aufgabenfeld, gefolgt vom Arbeitsklima. Das Verhältnis zu Vorgesetzten, eine gute WorkLife-Balance und die einfache Erreichbarkeit des Arbeitsstandorts rangieren ebenfalls weit oben. Die Bezahlung erreicht hingegen nur den siebten Platz.

Gehalt nicht irrelevant Anders verhält es sich bei den Gründen für einen Jobwechsel: Hier ist das Gehalt schon der viertwichtigste Grund, um einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Noch wichtiger allerdings sind hier Karrierechancen und -planung sowie die

© StepStone/Österreich/Margit Hubner

short

© Karriere.at

Freitag, 19. April 2013

Dorette Dülsner analysiert die Ergebnisse der Recruitment-Befragung.

Wertschätzung für die geleistete Arbeit. 99% aller Stellensuchenden nutzen Online-Jobbörsen, um Ausschreibungen zu verfolgen. Persönliche Kontakt nutzen 76% und Suchmaschinen 71%. Der Hype um die Jobsuche über Soziale Netzwerke flaut ab: Nur 40% nutzen diesen Kanal, um einen Arbeitsplatz zu finden.

Arbeitgeber greifen bei der Personalsuche hingegen vermehrt auf Social Networks und Google zurück, um etwa den Hintergrund eines Bewerbers zu checken. Für jeden zweiten Personalverantwortlichen ist der „digitale Fußabdruck“ sogar entscheidend dafür, ob der Bewerber eingestellt wird oder nicht. (lw)

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E m p loy e r B r a n d i n g

Freitag, 19. April 2013

careernetwork – 75

Employer Branding Loyale und motivierte Mitarbeiter sind ein unbezahlbares Asset im globalen Wettbewerb

Die Schwertberger Engel Holding setzt auf Wertschätzung, Mitarbeiterentwicklung – und Ehrlichkeit.

Johannes Gutmann ist einer der Diskutanten auf der „mission: Success“.

Wr.Neustadt. Unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“ lädt die FH Wr. Neustadt am 25. April im Anschluss an die 16. Auflage der Karrieremesse „mission: Success“ zu einer Open Lecture. Ab 18 Uhr diskutieren am Campus Wr. Neustadt u.a. Johannes Gutmann, Gründer von Sonnentor, Ursula Vogler, Leiterin Human Resources bei KPMG Alpen-Treuhand AG, Manfred Monsberger, Personalleiter von Leiner & kika, Eva Novak, Human Resources Managerin bei Berlitz und die Sozial- & Wirtschaftswissenschaftlerin und Diversity-Beraterin Sabine Steinbacher über die Frage, wie man mit Diversity Fachkräfte und Kunden gewinnen kann.

© Engel

Schwertberg. In Zeiten des Fachkräftemangels wird es für Arbeitgeber immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden. Aktuellen Studien zufolge ist bereits jede dritte Stelle „schwer besetzbar“ – in hochqualifizierten Branchen sieht es noch schlechter aus. Der War for Talents ist also in vollem Gang. Laut German Graduate School of Management and Law können hier vor allem jene Unternehmen punkten, die ihren Mitarbeitern Weiterbildung zuteil werden lassen und sie fachlich wie auch persönlich weiterentwickeln. So seien etwa 73% der Mitarbeiter, denen häufig Trainings, Seminare oder andere Weiterbildungsmaßnahmen angeboten werden, emotional mit ihrem Unternehmen verbunden und stolz darauf, ihm anzugehören. 77% weisen darüber hinaus eine sehr hohe Arbeitszufriedenheit auf und bleiben ihrem Arbeitgeber treu.

Hochkarätige Open Lecture © Sonnentor/Gerald Lechner

„Man muss auch leben, was man predigt …“

mission: Success 25.4.

Gelebtes Employer Branding: (v.li.) Stefan Engleder, Michael Grininger, Michael Mayrhofer, Peter Neumann und Alexander Stock.

All das sind Fakten, die mittlerweile auch beim weltweit größten Hersteller von Spritzgießmaschinen, dem oberösterreichischen Familienunternehmen Engel, eine maßgebliche Rolle in der Personal-entwicklung spielen: „Mitarbeiter, die sich mit der Firma und den Produkten identifizieren, sind der Grundstein dafür, als Unternehmen besser als der Mitbewerb zu sein“, hält Peter Neumann, CEO der Engel Holding, im Gespräch mit medianet unmissverständlich fest. „Und das sichert auch die Zukunft des Unternehmens.“ Wie aber macht man aus 4.000 Mitarbeitern – wie im Fall der Engel Holding – „involvierte Mitarbeiter“? „Mit einer wertschätzenden Haltung“, so Stefan Engleder, CTO bei Engel, kurz und bündig. „Das ist nicht nur unsere Unternehmenskultur, weil sie ‚nice-to-have‘ ist und ‚Feel-good-Atmosphäre‘ schafft; das ist vielmehr unsere ureigenste Motivation und eine unserer großen Stärken.“ Neben dieser Wertschätzung müsse man auch ständig bestrebt sein, das eigene Personal „weiterzuentwickeln“: „Das beginnt bei der fachlichen Entwicklung – also den

Basics – und reicht bis zur persönlichen Entwicklung“, erklärt Neumann. „Vor allem bei Führungskräften ist die persönliche Weiterentwicklung besonders wichtig: Sie sind verantwortlich für andere Mitarbeiter und somit auch in der Rolle der Motivatoren.“ Losgelöst vom Arbeitsalltag wolle man diese Weiterbildung bei Engel nicht machen, daher passiere das primär „on-the-job“.

Professionelle Lehrlinge Ein maßgeblicher Schlüsselfaktor im Kampf um die besten Mitarbeiter sei auch eine professionelle Lehrlingsausbildung, wie Michael Grininger, Bereichsleiter Personalmanagement bei der Engel Austria GmbH, ergänzt: „Derzeit sind 150 Lehrlinge bei uns in Ausbildung. Gepaart mit einer Lehrlingsübernahmequote von 98 Prozent, tragen sie einen maßgeblichen Teil zur Fachkräftesicherung bei.“ Mehr noch: „Viele unserer Führungspositionen sind heute mit ehemaligen Lehrlingen besetzt“, betont Neumann. „Wer Interesse hat, weiterzukommen, wird gefordert und gefördert. Wir brauchen solche ehrgeizigen Mitarbeiter.“

HIER BILDEN SICH NEUE KOMPETENZEN

Michael Mayrhofer, angehender Maschinenbaukonstrukteur im vierten Lehrjahr, ist einer dieser ehrgeizigen Mitarbeiter: 2011 sicherte er sich den ersten Platz im Lehrlingswettbewerb der Wirtschaftskammer Oberösterreich. Das soll aber, sagt Mayrhofer, noch nicht alles gewesen sein, schließlich habe er im Hause Engel „alle Aufstiegsmöglichkeiten“, wie er betont. Vor allem die Kommunikationskultur des Unternehmens schätze er sehr: „Wenn man etwas gut macht, bekommt man positives Feedback. Das motiviert. Wenn mal ein Fehler passiert, bekommt man Verbesserungsvorschläge. Das motiviert auch.“ „Kritisches wie positives Feedback ist immer eine Form der Wertschätzung“, meint auch Alexander Stock, Jungführungskraft im Bereich Leichtbau-Composites bei Engel Austria. „Es gibt mir den Eindruck: Was ich mache, wird auch wahrgenommen.“ Die Kommunikation von ganz oben bis nach ganz unten zu stärken, sei eine der primären Aufgaben in Sachen Mitarbeiterentwicklung, wie Neumann betont. Ein erster aktiver Schritt in diese Richtung sei etwa die Einrichtung

BILDUNG. FREUDE INKLUSIVE.

einer Feedbackschleife in Form regelmäßiger Kamingespräche: „Natürlich ist uns bewusst, dass eine Kommunikation ohne Vorbehalte mit 3.900 Mitarbeitern nicht immer möglich ist. Wir wollen diesen Bereich aber stärken. Die Kommunikation soll nicht ins Leere gehen und nur so kann man eindämmen, dass wichtige Informationen verloren gehen“, so der CEO. Wichtig sei laut Engleder vor allem das authentische Vorleben dieser Kommunikationsphilosophie seitens der Geschäftsführung: „Ich muss auch authentisch leben, was ich predige. Denn nur durch Überzeugung wird es zu einer Bewegung im ganzen Unternehmen.“ Eine Bewegung mit Potenzial, wie Neumann ergänzt: „Wir wollen die Mitarbeiter zur Eigenverantwortung motivierten. Schließlich weiß jeder einzelne zehn Mal besser, was im Detail wichtig für seine Arbeit ist, als jene zwei Hierarchiestufen darüber.“ Und wenn jeder nur eine klitzekleine Idee pro Tag hat, wie der Arbeitsprozess verbessert werden kann, dann seien das „viele tausend Ideen, die übers Jahr zusammenkommen und uns im Wettbewerb stärken“, so Neumann abschließend. (red)

Volles Programm Schon untertags wartet die FH Wr. Neustadt am 25. April mit einem abwechslungsreichen Programm auf. So präsentieren sich rund 75 Unternehmen bei der Recruitingmesse den Studenten und Absolventen der niederösterreichischen Fachhochschule. Zusätzlich erwarten die Besucher am Campus Wr. Neustadt Branchentalks und gratis Karriere-Services wie Gehaltsanalyse, Stil- und Gründungsberatung. Weitere Infos: www.jobmesse.at

© fhwn

Involvierte Mitarbeiter

75 Unternehmen präsentieren sich im Rahmen der mission: Success.

ANERKANNTE LEHRGÄNGE FÜR MARKETING & PR Marketing im Internet Termin: 22.04. - 23.04.2013 Praxisorientiertes Marketing Start: 13.05.2013 Marketing und Sales Start: 15.05.2013 Erfolgreiche Presse- und Medienarbeit Termin: 24.05. - 25.05.2013

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Findet jemand den richtigen Job, fällt das allen auf. Denn man geht plötzlich positiver durchs Leben. Den richtigen Job findet man übrigens immer auf karriere.at.

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