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RTL-Programmchef Frank Hoffmann präsentierte die Highlights Seite 8
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27.10.2005
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die nächste Ausgabe erscheint am 20. August 2013
Lieferprobleme Patentabläufe, neue Behördenregeln und Parallelexporte belasten Medikamentenversorgung
Spitäler kämpfen mit Engpässen bei Arzneien
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inhalt
prime news & market watch > Parteien-Standpunkte zu Österreichs Industrie 3 > Feature: Online-Handel – „Brave New Retail“ 4/5
Pharmahandel Apotheken und Krankenhäuser kämpfen zunehmend mit Lieferengpässen bei Arzneimitteln. Immer wieder sind Produkte nicht ver fügbar. Ein Pilot projekt soll mehr Transparenz für alle Beteiligten bringen. Seite 2
> Vienna Sound Vienna Light/ Artedge: Magic Radio Show 9 > GMX.at geht am 17. Juli mit neuem Design live 10
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retail
> Die Otto Group am „Anfang des Online-Zeitalters“ 14 > Deutsche Praktiker-Kette steht vor der Insolvenz 15 business weekend > Aktien-Halbzeit: Worauf Profis heuer noch hoffen 20 > Colliers: „Starkes Plus auf Osteuropas Markt“ 26 > Richter Pharma wächst und setzt auf Kontinuität 32 > VCÖ: „Das Auto kann nicht Mobilität garantieren“ 50
medianet erscheint jetzt vier Mal/Woche. Printausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und Donnerstag erhalten Sie zusätzlich unsere neue Digitalausgabe. P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien GZ: 02Z030468T Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15 Tel. 919 20-0 Fax: 919 20-2231 e-Mail: abo@medianet.at
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marketing & media
Lieferungen erfolgen zunehmend just-in-time, so Apotheker kammerpräsident Max Wellan: „Wenn dann irgendwo ein Lkw umkippt, ist der gesamte Österreichbedarf nicht verfügbar.“
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Wer denkt, in einem reichen Land wie Österreich könne es nicht zu Schwierigkeiten bei der Arzneiversorgung kommen, der irrt. Die Zahl von Lieferengpässen nimmt zu, ergaben medianet-Recherchen.
Lieferengpässe Parallelimporte, Patentabläufe, ausgelagerte Rohstoffproduktion nach Asien und höhere Behördenauflagen führen zu Engpässen
Krankenhäuser schlagen Alarm: „Uns fehlen Medikamente“
Industrie, Großhandel und Apotheken starten Pilotversuch zur Verbesserung der Informationen über auftretende Lieferprobleme. Martin Rümmele
Wien. Für jeden kranken Menschen ist es genauso ein Alptraum wie für Krankenhausapotheker: Lebenswichtige Medikamente gehen zur Neige, aber in der Apotheke gibt es keinen Nachschub. Grund: Lieferschwierigkeiten. Wer denkt, in einem reichen Land wie Österreich käme so etwas nicht vor, irrt. Die Zahl von Lieferengpässen nimmt zu, ergaben medianet-Recherchen.
„Enormer Aufwand“ „Stellen Sie sich vor, ein wichtiges Medikament ist plötzlich vom Hersteller nicht lieferbar“, sagt Wolfgang Gerold, Leiter der Krankenhausapotheke im Wiener Krankenanstaltenverbund. „Wenn es gut geht, gibt es einen vergleichbaren anderen Produzenten. Doch
das zu finden, kurzfristig geliefert zu bekommen und dann alle Betroffenen im Krankenhaus darüber zu informieren, dass jetzt nicht mehr das Produkt A, sondern B – und in welchen Dosierungen – verwendet werden soll, ist ein enormer Aufwand“ (...) „Wir haben nicht nur Lieferengpässe, sondern in der Folge auch Personalengpässe, weil unsere Leute damit beschäftigt sind, die Engpässe zu managen. Es gibt oft mehrere Ausfälle innerhalb einer Woche. Das führt zu enormen Kosten.“ Das bestätigt auch Apothekerkammerpräsident Max Wellan. Die Situation ändere sich beinahe täglich und verursache einen extremen Mehraufwand – in Spitalsapotheken genauso wie in öffentlichen Apotheken. „Unser Ansatz ist, dass Lieferengpässe so gemanagt werden müssen, dass sie nicht zu Ver-
sorgungsengpässen führen“, sagt er. Bei den gängigsten 800 Medikamenten in Apotheken treten Probleme in ein bis zwei Prozent der Fälle auf, sagt Wellan. Das bedeutet, dass im Schnitt bei bis zu drei Patienten pro Tag die Medikamente in der Apotheke nicht verfügbar sind. Für Wellan und Gerold ist die Entwicklung vor allem ein globales Problem, das mehrere Ursachen hat: Zum einen sind viele Hersteller – um Kosten zu senken – mit der Produktion nach Indien oder China ausgewichen und oft gibt es überhaupt nur noch ein Werk, das einen Wirkstoff oder Zusatzprodukte herstellt. Werden nun Sicherheitsauflagen erhöht, gilt das auch für Zulieferer, die dann in Bedrängnis kommen. „Große und strategisch wichtige Märkte werden dann zuerst beliefert.“ Zudem werde die Lo-
Pharmaindustrie Engpass-Meldungen an Warenverzeichnis
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Pilotversuch zur Lösung
Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber: „Engpässe nicht vorhersehbar.“
Wien. Lieferengpässe sind selbst für die Hersteller nicht vorhersehbar, sagt Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber. „Die Gründe sind vielfältig und stellen alle immer wieder an neue Herausforderungen. Die Unternehmen versuchen allerdings möglichst Lösungen aufzuzeigen.“ Generell gebe es laufend Gespräche mit allen beteiligten Systempartnern, damit vor allem der Informationsfluss verbessert werde, sagt Huber. „Wir beginnen damit, dass nicht nur der Großhandel, sondern auch die Apotheken direkt die Information bekommen sollen, wenn es Engpässe gibt, wie lang sie dauern und was Alternativen sein könnten.“ In der vergangenen Woche sei ein Pilotversuch beschlossen worden, bei dem die Daten direkt in das Warenverzeichnis der Apotheken gemeldet werden. Damit seien alle Informationen zeitgleich in der gesamten Wertschöpfungsketter verfügbar, sagt Huber.
gistik immer komplexer, sagt Wellan. Und gleichzeitig werden Lagerkapazitäten abgebaut. Lieferungen erfolgen zunehmend Just-in-time. „Wenn dann irgendwo ein Lkw umkippt, ist der gesamte Österreichbedarf vielleicht für zwei Monate nicht verfügbar.“ Wichtig sei den Informationsfluss zu verbessern, damit alle rechtzeitig informiert würden, fordert der Präsident.
„Ein sensibler Markt“ Doch Globalisierung und wachsender Preisdruck sind nicht die einzigen Probleme. Auch wachsende Parallelimporte verschärfen die Situation. So werden etwa Produkte in einem Land zum Teil auf unklaren Kanälen abgezogen und in ein anderes gebracht, wo höhere Preise zu erzielen sind. Im Exportmarkt fehlen die Produkte dann. Der Anteil des Parallelhandels von Medikamenten wächst stetig, zuletzt im hohen zweistelligen Prozentbereich. „Die Parallelimporte sind ein sensibler Markt“, erklärte Markus Höfer von IMS Health vor Kurzem bei einer Diskussionsveranstaltung. Denn der Parallelhandel zahlt sich aus, neben der Preisgestaltung der Konzerne in verschiedenen Staaten bringen auch Wechselkursschwankungen Gewinne. Vergangenes Jahr betrug der Wert der Parallelimporte 5,4 Mrd. € in ganz Europa. Davon hatte unser Nachbar Deutschland mit 53% den höchsten Anteil. Die Medikamente werden derzeit vor allem aus Staaten Osteuropas, Griechenland und Portugal exportiert. Und das führt zu echten Versorgungsengpässen, weiß Gerold. In Österreich liegt der Marktanteil der Importe bei 2,4%. Die betroffenen Medikamente werden vor allem in Spitälern eingesetzt. Mit 5,7% ist der Hospitalmarkt um einiges größer
als der Apothekenmarkt mit 0,8%. „Der Parallelimportmarkt ist derzeit stark von Spezialtherapeutika geprägt“, sagte Höfer.
Parallelimporte „Unsinn“ Gerold ist nicht zuletzt deshalb ein Gegner der Direktimporte: „Ich halte Parallelimporte für absurd, weil sie viele Fragen offen lassen.“ Etwa jene der Arzneimittelsicherheit, der Lagerbedingungen und der Lieferfähigkeit. Die Lagerung bei hochsensiblen Produkten ist problematisch und eine Garantie, dass die Lagerbedingungen außerhalb Österreichs eingehalten werden, gibt es nicht. Er halte Parallelimporte für einen Unsinn, den man nicht fördern dürfe, noch dazu unter dem EU-weiten Deckmantel des freien Warenverkehrs.
„Stellen Sie sich vor, ein wichtiges Medikament ist plötzlich vom Hersteller nicht lieferbar.“ Wolfgang Gerold, wiener Krankenanstaltenverbund
Denn gerade die EU fördert Parallelimporte. Laut European Medicine Agency (EMA) können Arzneimittel, die vergleichbar oder ident sind, importiert werden. Durch den Kostendruck auf die Gesundheitssysteme sind die Perspektiven für den Parallelhandel gut. Der Parallelimport gilt als ein Instrument, mit dem bereits vor Patentablauf Wettbewerb induziert werden
pri me ne w s
Freitag, 12. Juli 2013
soll und die zwischen einzelnen Ländern bestehenden Preisunterschiede genutzt werden. Neben Parallelimporten sind Patentabläufe ein Problem, die zu Preissituationen führen, in denen Märkte nur verspätet oder gar nicht beliefert werden. Der Vorteil: Hier gibt es meist gleichwertige Generika, auf die ausgewichen werden kann. Weit problematischer sind
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Industrie Vertreter sieben wahlwerbender Parteien für die Nationalratswahl diskutierten im Haus der Industrie
Die Steuern senken und wettbewerbsfähig bleiben
„Lieferengpässe dürfen nicht zur Versorgungsengpässen führen.“ Max Wellan Apothekerpräsident
die steigenden Sicherheitsauflagen. Letztere sieht Spitalsapotheker Gerold skeptisch: „Wenn die Auflagen so hoch sind, dass Arzneimittel nicht mehr verfügbar sind, schüttet man das Kind mit dem Bade aus. Denn ein nicht verfügbares Medikament ist in jedem Fall das unsicherste Medikament.“
Gespräche laufen Lösungen für das Problem sind noch nicht in Sicht. Eingriffe in den Markt werden kritisch gesehen. Höhere Preise für Liefergarantien in Ausschreibungen gerade bei Krankenhausgruppen zu zahlen, ist umstritten. Gerold: „Wir haben mit den Lieferanten vereinbart, dass sie Preisdifferenzen zu anderen Medikamenten zahlen müssen, wenn sie nicht liefern können; das deckt aber nicht die Personalkosten.“ Wellan und Gerold drängen auf eine bessere Informationspolitik der Hersteller. Es gehe nicht an, dass man erst nach Tagen informiert werde oder gar über Wochen hingehalten werde. Gerold: „Wir müssen wissen, was die Gründe für Engpässe sind, wie lange sie dauern und welche Möglichkeit für Ersatz es gibt.“ Es gebe derzeit ausführliche Gespräche zwischen Apothekerkammer, Spitälern, Ministerium, der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), dem Großhandel und der Industrie, um die Probleme zu lösen.
Wien. „Wir brauchen eine Standortoffensive mit der Realwirtschaft im Mittelpunkt“, betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Kapsch, Mittwochabend beim „StandortHearing der Industrie“ zur Nationalratswahl im Wiener Haus der Industrie. Dabei wurden die Positionen der wahlwerbenden Parteien zu standortrelevanten Entscheidungen abgesteckt. Der Diskussion stellten sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Klubobmann Karlheinz Kopf (ÖVP),
„Wir brauchen eine Standortoffensive mit der Realwirtschaft im Mittelpunkt.“ IV-Präsident Georg Kapsch
© APA/Hans Klaus Techt, Roland Schlager, Georg Hochmuth (3), Helmut Fohringer, Team Stronach/www.camera-obscura.at, Herbert Pfarrhofer
Weitgehende Einigkeit bei den bestimmenden Themen Energiepreise und Steuerbelastung.
(v.l.o.n.r.u.:) IV-Präs. G. Kapsch, BM Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Klubobm. Karlheinz Kopf (ÖVP), BPO-Stv. Norbert Hofer (FPÖ), Klubobm.stv. Werner Kogler (Grüne), Klubobm. Josef Bucher (BZÖ), Kathrin Nachbaur (Team Stronach) und NEOS-Chef Matthias Strolz.
Bundesparteiobmannstv. Norbert Hofer (FPÖ), Klubobmannstv. Werner Kogler (Die Grünen), Klubobmann Josef Bucher (BZÖ), Kathrin Nachbaur (Team Stronach) sowie Parteichef Matthias Strolz (NEOS).
„Leistbare Energie“ Der servoindustrielle Sektor (dieser inkl. auch industrienahe Dienstleistungen sowie die produktionsorientierten Teile des Dienstleis-tungssektors, Anm.) sei der Motor für Wachstum und Arbeitsplätze, referierte Kapsch: Er beschäftige mit über 1,8 Mio. Menschen rund 43% der österreichischen Arbeitnehmer, erwirtschafte 56% des Produktionswerts der österreichischen Volkswirtschaft, 46,2% der heimischen Wert-
schöpfung und exportiere jährlich Waren im Wert von rund 15.000 € pro Einwohner. „Wir sprechen nicht von einer Reindustrialisierung, sondern einer Weiterentwicklung der Industrie“, betonte Hundstorfer sein „klares Bekenntnis zur Industrie“, „denn die Industrie ist ja nicht verschwunden in Österreich; sie ist ein ganz wesentlicher Standortfaktor.“ Kopf nannte als aus seiner Sicht wichtigste Maßnahmen die „sichere und auch leistbare Energieversorgung“: „Das heißt, wir müssen Kapazitäten ausbauen in diesem Land und UVP-Verfahren vereinfachen, damit wir vor allem im Leitungsausbau und im Kraftwerksausbau schneller vorankommen. An zweiter Stelle stünden „steuerlich attraktive Rahmenbedingungen wie die Körperschaftssteu-
„Viel zu hohe Steuern“ ortete Bucher. Wolle Österreich wieder konkurrenzfähiger werden, dann „geht das nur über Bildung, Forschung, Entwicklung und Innovation und es geht darum, dass wir Steuern endlich senken und wettbewerbsfähig bleiben“. Die größten Chancen für die heimische Industrie sah Kogler naturgemäß in den „grünen“ Technologien: „Wir haben die Vision, dass
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„Viel zu hohe Steuern“
Österreich das Öko-Industrieland Nummer eins werden soll und auch kann in Europa. Oberösterreich zeigt es vor.“ NEOS-Parteichef Matthias Strolz betonte, dass für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie die „Großwetterlage“ stimmen müsse: „Das ist ein Gesamtkunstwerk, das die Industrie braucht. Das hat viel mit Bildung zu tun, unser Kernpunkt: Wir brauchen Bildungsreformen.“ Das Team Stronach, vertreten durch Nachbaur, setzt auf Leistungsbereitschaft: „Wir wollen die Steuern auf Unternehmensgewinne ganz drastisch senken, auf zehn Prozent, und selbst für diese zehn Prozent wollen wir den Unternehmen die Möglichkeit geben, diese an ihre Mitarbeiter auszuschütten oder an den Staat.“ (red)
SIE ER N E R A SP I IHR E B O T POR ÄFTSPOST GESCH
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JETZT T O ANGEB ERN D ANFOR
er und Gruppenbesteuerungen“ und eine Senkung der Abgabenquote. Leistbare Energie forderte auch Hofer: „Damit wir nicht eine Situation vorfinden, wo beispielsweise durch CO2-Zertifikate Betriebe unter Druck gesetzt werden und dann nach China auswandern.“
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© Sturm und Drang
N in a B örne c k e Autorin bei „Debut – Monitor für Innovationskultur“; www.sturmunddrang.de
Nina Börnecke
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nline-Shoppen wird immer beliebter, im vergangenen Jahr wurden 37,3 Mrd. € im Netz für Waren und Dienstleistungen ausgegeben, 25% mehr als noch in 2011. Für 2013 wird ein Wachstum von etwa 21% prognostiziert. Viele Einzelhändler fühlen sich durch den Online-Handel bedroht, das aktuelle Schreckgespenst sind die sogenannten Showroomer: Das sind Kunden, die sich im Laden umsehen und beraten lassen und dann – womöglich noch im Laden – online nach dem besten Preis suchen und bestellen. Aber bei allen technischen Möglichkeiten und trotz beeindruckender Wachstumsraten des E-Commerce: Noch macht der Online-Handel erst 7,7% am gesamten Umsatz des Einzelhandels aus. Der Einkauf im Netz repliziert eben doch nicht immer, was für viele Menschen das Einkaufen zum Hobby oder Vergnügen macht. Das haptische Erfahren, das Ausprobieren, das Fühlen und Riechen, das sinnliche Erleben der Waren sind für viele immer noch wichtiger, als absolute (Preis-) Transparenz und Schnelligkeit – dies bemerken nun auch die reinen Online-Händler und suchen den Weg in den stationären Handel.
Neue Konzepte ... … für den stationären Handel: Marken und Händler versuchen häufig, mit ihren Internetauftritten und Online-Shops ihre Marken- und Einkaufswelten analog zu reproduzieren. Christopher Bailey, der kreative Kopf der Marke Burberry, drehte diesen Prozess um: Der Burberry Flagship-Store in der Londoner Regent Street erscheint als multimedialer Erlebnistempel, in dem die Kunden Elemente der Website und des Online-Shops im realen Raum erleben. Auf meterhohen Bildschirmen laufen Filme von Burberry, Modenschauen und Videos des Musikprojekts „Burberry Acoustic“. In der typischen Kinderecke finden sich auf den Tischen keine Malbücher, sondern iPads mit Lern- und Spiele-Apps. In den Umkleidekabinen wird der Spiegel zum neuen Verkaufsund Unterhaltungsscreen. Nähert man sich mit einem Kleidungsstück
einem der Spiegel, aktiviert der am Etikett angebrachte RFID-Chip (Radio-Frequency Identification) kurze Videos, in denen Kunden über Herkunft, Herstellung, Design und die Geschichte des Produkts informiert werden. Auch das vom Online-Shoppen bekannte Prinzip der Empfehlung – „das passt dazu“ oder „Kunden kauften auch“ – wird hier umgesetzt: Empfohlene Artikel werden gleich mit angezeigt. Beim Einkauf im Online-Shop weiß der Kunde in wenigen Sekunden, ob ein Teil noch in der eigenen Größe verfügbar ist, auch dies wurde im Burberry-Store berücksichtigt. Hier muss man nicht eine Viertelstunde warten, bis der Verkäufer aus dem Lager zurückkommt: Das Verkaufspersonal prüft auf dem iPad kurz den Lagerbestand, fordert das gewünschte Teil an, das dann mit einem der hinter den Wänden verborgenen High-SpeedAufzüge in Sekundenschnelle geliefert wird. Im Boden und in den Wänden wurden für immer weitere technische Rafinessen beim Ladenbau endlose weitere Meter Kabel verlegt.
Schneller zahlen … … weniger Denken: Ein schneller Bezahlvorgang gehört zu der neuen Anspruchshaltung der vom Online-Shoppen verwöhnten Kunden. „Zu Hause sitzt der Kunde auf dem Sofa und zahlt mit wenigen Klicks per Kreditkarte, er muss nicht lange in der Kassenschlange anstehen“, so Bailey. Wartezeit ist nicht nur lästig, sondern auch verkaufsverhindernde Bedenkzeit. In den fünf Minuten in der Schlange kommt möglicherweise doch der aktuelle Kontostand oder der überfüllte Kleiderschrank in den Sinn und die ausgesuchten Teile landen wieder im Regal. Direkt vor der Umkleidekabine oder dem Spiegel erwischt der Verkäufer den Kunden hingegen beseelt von der Lust auf ein neues Teil und in ungetrübter „Kaufrausch-Stimmung“. Auch die Verkäufer der amerikanischen Kaufhauskette Nordstrom betreuen daher ihre Kunden mobil mit einem modifizierten iPod Touch mit Kreditkartenscanner. Mit einer App sehen die Verkäufer auf dem Gerät die Lagerbestände ein und geben Kunden sofort eine Auskunft über andere verfügbare Größen und Far-
Derzeit werden diese aufwendigen Methoden mit Iris- und Fingerabdruckerkennung von Banken getestet, Hitachi lässt in Japan erste Kunden den Schokoriegel am Automaten per Fingerabdruck bezahlen.
Zur Anspruchshaltung der verwöhnten Online-Shopper gehört ein schneller Bezahlvorgang: Wartezeit ist nicht nur lästig, sondern verkaufsverhindernde Bedenkzeit. In den fünf Minuten in der Schlange kommt möglicherweise der aktuelle Kontostand oder der überfüllte Kleiderschrank in den Sinn.“ ben. Ist der Entschluss zum Kauf gefallen, wird auch direkt über das Gerät kassiert. Bei Eingabe einer EMail-Adresse erhält der Kunde die Quittung per E-Mail und reduziert die übliche Zettelwirtschaft im Portemonnaie. Nach dem schnellen Bezahlvorgang verlässt der Kunde mit voller Tüte und dem Gefühl, einen besonderen Service erhalten zu haben, das Geschäft. Die veröffentlichten Zahlen von Nordstrom belegen, dass sich dieser Service auch im Umsatz niederschlägt: Laut des Absatzreports vom März 2012 stieg der Umsatz um 15, 3% im Vergleich zum Vorjahr. Zudem nahmen die Kunden im Schnitt mehr Artikel pro Einkauf mit und diese durften dann auch teurer sein als beim Einkauf ohne den schnelleren Bezahlvorgang. Noch schneller wird das Geld in Zukunft wohl dank biometrischer Erkennungsmethoden vom Konto in die Kassen der Händler fließen.
Retail
Einkaufen rund um die Uhr Das Internet hat keine Ladenöffnungszeiten, die zeitliche Flexibilität ist in den Augen von 84% der Online-Shopper laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens PwC auch das Hauptargument für den Kauf im Netz. Für den virtuellen Einkauf unterwegs bieten sich QR-Codes an: Sie machen alles zur potenziellen zweidimensionalen Verkaufsfläche. Die britische Supermarktkette Tesco hat in Südkorea bereits 2011 in U-Bahnstationen einen virtuellen Supermarkt eingerichtet, in dem Kunden über QR-Code-Scanning Lebensmittel bestellen und bei ihrer Ankunft zu Hause in Empfang nehmen konnten. Das Konzept traf den Nerv der gestressten Berufspendler, im vergangenen Jahr installierte Tesco testweise zehn virtuelle Kühlschränke am Londoner Flughafen Gatwick. Kunden orderten dort vor Abflug in den Urlaub bereits die Lebensmittel per Smartphone-Scan, die sie bei Rückkehr an die Haustür geliefert haben wollten. Auch der Schuhhändler Deichmann hat den Verkauf über QR-Code gerade getestet: In Bremen fanden Kunden 20 Schuhmodelle auf City-Light-Motiven, die per Scan direkt im Online-Shop bestellt und über Paypal gezahlt werden konnten.
Raus aus dem Netz … … rauf auf die Fläche: OnlineHandel geht offline. Als ermutigendes Beispiel für desillusionierte Einzelhändler dienen vielleicht die zahlreichen reinen Online-Händler, die ihre Ware jetzt auch in stationären Geschäften anbieten und hier neue Handelskonzepte umsetzen. Andy Dunn gründete vor sechs Jahren seinen Online-Shop für Männermode, Bonobos, aus der Überzeugung, dass stationäre Läden unwirtschaftlich seien und Männer Einkaufen ohnehin als notwendiges und zu vermeidendes
Übel betrachten. Nach einigen Kundenbefragungen musste er diese Ansicht aber revidieren: Die Hälfte der Bonobos-Webseiten-Besucher kaufte nicht, weil ihnen die haptische Erfahrung der Ware fehlte. Die sechs stationären Läden, die Bonobos nun in den USA eröffnet hat, nennen sich „Guideshops“. Kunden bekommen hier nach Terminvereinbarung eine individuelle Beratung und ein Bonobos-Größenprofil, mit dem sie beim nächsten Online-Einkauf nahezu risikofrei den nächsten Schwung an Ware bestellen können. Kauft der Kunde im Guideshop ein, bekommt er seine Ware nicht sofort in die Hand gedrückt, sie wird am nächsten Tag nach Hause geliefert. Bonobos liefert damit ein erfolgreiches Beispiel für eine zukunftsfähige Multichannel-Strategie. Da der Laden nur als Showroom dient, wird weniger Fläche benötigt. Die Kunden kommen seltener, da sie zwischen ihren stationären Besuchen wieder online einkaufen und aufgrund der Terminvereinbarungen kann Personal gezielter eingesetzt werden. Neukunden kaufen bei Bonobos durchschnittlich innerhalb der ersten 58 Tage erneut ein. Im Vergleich dazu liegen 85 Tage zwischen zwei „reinen“ Online-Käufen. Das Webmarketing hat Dunn halbiert, da die In-StoreVerkäufe so stark gestiegen sind. Der Online-Händler Fab.com, der mit einem ausgefallenem Sortimentsmix aus Kleidung, Nippes, Heimtierbedarf und Möbeln von aufstrebenden Designern im vergangenen Jahr über 100 Mio. € umgesetzt hat, hat nun auch angekündigt, demnächst einen Laden zu eröffnen. Und das nicht in seinem Hauptsitz New York oder dem Deutschlandsitz in Berlin, sondern in Hamburg. Hier hat Fab.com den Möbelhersteller MassivKonzept aufgekauft und wird in Zukunft deren Showroom als Verkaufsfläche nutzen. Mit dem Kauf von MassivKonzept stützt Fab.com seinen „Designed by you“-Ansatz: Kunden können hier ihre Regale, Tische und Sofas für ihre Bedürfnisse maßanfertigen lassen – und im Hamburger Shop vorab probesitzen und Materialien auswählen. Weitere Denkanstöße dieser Art finden Sie in „Debut“. www.sturmunddrang.de
Online-Handel Der nächste gefüllte Warenkorb ist immer nur einen Klick entfernt: Absolute Preis transparenz, große Auswahl, One-Click-Shop ping, leicht zu benutzende Shopping Apps, Lieferung innerhalb von 24 Stunden und kosten lose Rücksendungen machen das Online-Shop pen für Kunden bequem und verändern die Er wartungshaltung – auch im stationären Handel.
the opinion
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Denkprozesse Seit Jahren scheinen die Wirtschaftsforscher dazu übergegangen zu sein, weniger zu prognostizieren als zu orakeln. Der konjunkturelle Aufschwung will und will nicht kommen, wiewohl wir uns quasi permanent darauf vorbereiten. Sehr präzise formulierte es die Nationalbank-Chefökonomin Doris Ritzberger-Grünwald im am Mittwoch präsentierten Wirtschaftsbericht der Bundesregierung: Mit jeder Prognose, die für den Euroraum veröffentlicht werde, verflüchtige sich die Hoffnung auf einen baldigen Konjunkturaufschwung – „einmal Krise und zurück ... leider zur Krise, und nicht zum Ausgangspunkt“. Unsicherheit regiert – und die steht einem Wirtschaftsraum, der China oder den USA Paroli bieten will, ausnehmend schlecht. Obwohl es durchaus Versuche gibt, die Realwirtschaft wieder auf etwas stabilere Beine zu stellen. Dazu gehört etwa das „Banken-Testament“, Pläne, die Kreditinstitute so umzustrukturieren, dass sie bei einem Kollaps nicht das gesamte Finanzsystem sprengen. Aber das wird absehbarer-
m a ke r S n e t w o r k
medianet Leitartikel
Die Dreißigjährige Krise Im August 1982 stellte Mexiko die Schuldentilgung ein. Die Bewältigungsstrategien von anno dazumal ähneln jenen, die auch heute versagen. sabine bretschneider
weise nicht ausreichen. „So oder so brauchen wir jedenfalls endlich ein Insolvenzrecht für Staaten – nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt“, fordert der britische Wirtschaftshistoriker Harold James im Gespräch mit „Handelsblatt Online“. So neu ist die Idee nicht: Schon Anfang 2011 etwa
hatten sich 189 deutsche Ökonomen für „eine Strategie gegen die Schuldenkrise, die in glaubwürdiger Weise die Möglichkeit einer Staatsinsolvenz einschließt“, ausgesprochen. Als Anfang der modernen Staatsschuldenkrisen bezeichnen viele Experten das Jahr 1982. Damals stellte
Mexiko – Stichworte: billige Kredite, implodierende Banken – die Tilgung seiner Schulden ein. Die Maßnahmen von anno dazumal klingen bekannt: neue Kredite, harte Sparauflagen, Umschuldungen ... Wer noch weiter zurückschauen möchte, kann bei Adam Smith nachschlagen: „Überall in Europa haben die Schulden enorm zugenommen, die heute in allen großen Staaten als drückend empfunden und auf die Dauer vermutlich zum Ruin führen werden“, schrieb er 1776 . Und: „Dort, wo die öffentliche Schuld einmal eine bestimmte Höhe überschritten hat, ist es meines Wissens kaum gelungen, sie auf gerechte Weise und vollständig zurück zu zahlen. (...) Selbst dort, wo häufig Rückzahlungen nominal geleistet wurden, blieb es in Wirklichkeit ein echter Bankrott.“
Gastkommentar Webseiten richtig konzipieren
Lockmittel Welche Funktion hat eine Leuchtreklame? Sie sollte von möglichst vielen potenziellen Kunden wahrgenommen werden – und zwar egal aus welcher Himmelsrichtung sie sich zum Beispiel einer Imbissbude nähern. Entsprechend sollte sie an deren Front platziert sein. Dasselbe gilt für Webseiten. Damit sie ihre Funktion, (Neu-)Kunden anzulocken, erfüllen können, müssen sie „Warum haben Sie Ihre „gesehen“, also im World-Wide-Web gefunden werden. Denn die schönste Webseite nutzt einem Unternehmen Leuchtreklame nicht wenig, wenn dessen potenzielle Kunden bei Suchabfragen mit Google & Co nicht auf sie stoßen. Dann ist sie sozusagleich so platziert, gen eine taube Nuss.
Das Leben ist zu kurz, um Deutsch zu lernen.
Ziel: Geschäftskontakte anbahnen
„Es ist vollkommen unsinnig, immer noch mehr Straßen zu bauen, wenn man gleichzeitig in den Stadtzentren weniger Autos und Verkehr wünscht.“
© WU Executive Academy/Huger
„Man kann Entrepreneurship nicht nur – man muss es lernen.“ N ikol aus Franke , WU Exec utiv e Aca de m y, s. 71
Falsch konzipierte Seiten brauchen „Krücken“
© Die PRofilBerater
© VCÖ/Matthäus Schmid
heute im business weekend
VCÖ- Gesc häf tsf ü h r e r Willi N owak , s. 5 0
dass sie jeder sieht?
Dann könnten Sie Viele Unternehmen machen sich nicht ausreichend bewusst, dass ihre Webseite primär Neukunden anlocken sich das Schalten von und neue Geschäftskontakte anbahnen soll. Deshalb zäumen sie bei deren Konzeption oft das Pferd von hinten auf. Anzeigen sparen.“ Das heißt: Sie überlegen sich zunächst, wie die Webseite grafisch gestaltet sein soll, dann texten sie die Seite. Und Bernhard Kuntz erst ganz zum Schluss, oft wenn die Webseite bereits im PRofilBerater Netz steht, fragen sie sich: Wie sorgen wir dafür, dass unsere Zielkunden im Netz häufig auf unsere Seite stoßen? Entsprechend mager sind häufig die Besucherzahlen. Wenn Unternehmen dies feststellen, fragen sie oft (Online-)Marketingexperten: Wie können wir den Traffic auf unserer Webseite erhöhen? Deren häufige Antwort: „Sie sollten in Ihre Webseite einen Blog und Videos integrieren.“ Oder: „Sie sollten in Facebook aktiv werden und twittern, um potenzielle Kunden auf Ihre Webseite zu locken.“
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IMPRESSUM
Digitale Leuchtreklame oder taube Nuss?
zitat des ta g es Oscar Wilde
Freitag, 12. Juli 2013
Zweifellos, diese Maßnahmen können zielführend sein. Doch welchen Charakter haben solche Maßnahmen? Denselben, wie wenn ein Imbissbuden-Besitzer Handzettel verteilen würde, auf denen steht: „Schaut auf meine Leuchtreklame“. Oder wenn er Anzeigen mit diesem Text schalten würde. Einen Imbissbuden-Besitzer, der dies tut, würde man fragen: „Warum haben Sie Ihre Leuchtreklame nicht gleich so gestaltet und platziert, dass sie jeder sieht? Dann könnten Sie sich das Schalten von Anzeigen und das Verteilen von Handzetteln sparen.“ Im Online-Marketing-Bereich sind solche Maßnahmen aber gang und gäbe – nur dass auf den elektronischen Handzetteln und Anzeigen nicht der Appell „Schaut auf meine Leuchtreklame“, sondern „Besucht unsere Webseite“ steht.
Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda
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Bernhard Kuntz, Geschäftsführer PRofilBerater; www.die-profilberater.de Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.
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medianet
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freitag, 12. Juli 2013 – 7
GMX.at verpasst sich in Kürze einen neuen Look – wir zeigen ihn vorab Seite 10
mehr vertrauen
Sommerfest
Die ISPA fordert beim Thema Datenschutz die Politik zum Handeln auf Seite 10
Webportal willhaben.at lud zum sonnigen Treffen Seite 12
© mn/Szene1/C. Mikes
neues design © ISPA/Wilke
© United Internet Media
marketing & media Neue „Wahrzeichen“ des Kölner TV-Senders
www.mhoch3.at
© medianet
short
Helga Tomaschtik Geschäftsführerin der Agentur Lang & Tomaschtik, lud zum Sommerfest. Zahlreiche Gäste ließen sich die Einladung nicht entgehen, folgten dem Ruf und fanden sich zu einem geselligen Beisammensein im Wiener Lusthaus zusammen. Seite 10
© RTL/Morris Mac Matzen
© Lang & Tomaschtik/Anna Rauchenberger
Martin Scharf Der Geschäftsführer der Agentur Scharf blickt mit seiner in Maria Enzersdorf angesiedelten Agentur auf 30 Jahre Agenturgeschichte zurück. In medianet zieht er Bilanz: Sein Credo: „Was zählt, sind Idee, Auftritt, Esprit und Vielfalt“. Seite 10
Harald Grabner GF der Online Marketing-Agentur 123Consulting, launcht eine Umfrage zum Thema „Wie Google-fit ist ihr Unternehmen?“ medianet verlost dabei unter den Teilnehmern der Umfrage zwei Karten (Wert je 1.090 €) für einen SEO-Workshop. Seite 11
© Demner, Merlicek & Bergmann
medianet tv heute
Innenpolitik Radio Vorwurf der pol. Besetzung
ORF: Postenbesetzung vor BKS? Wien. Die sogenannte Causa Weinzettl, also die umstrittene Besetzung der Innenpolitik-Ressortleitung im ORF-Radio, die zu Jahresbeginn für Aufregung gesorgt hat, könnte nun vom Bundeskommunikationssenat (BKS) entschieden werden.
KommAustria: kein Bescheid
Demner, Merlicek & Bergmann für neuen Pay Life-Spot unter dem Motto „Quick‘s dir“.
Leitung Führung der Abteilung „Media Solutions“
Weil die KommAustria die gesetzlich vorgesehene Entscheidungsfrist von sechs Monaten ohne Bescheid verstreichen ließ haben die Beschwerdeführer Andreas Jölli und Stefan Kappacher nun den Antrag gestellt, dass der
BKS als nächste Instanz eingeschaltet wird. Jölli und Kappacher hatten bei der KommAustria Beschwerde eingereicht, weil bei der Bestellung von Edgar Weinzettl zum Leiter der Radio-Innenpolitik nicht in erster Linie die fachliche Eignung berücksichtigt und damit das ORFGesetz verletzt worden sei, so die Argumentation der beiden. Weinzettl werden gute Kontakte zur roten Wiener Stadtregierung nachgesagt, seine Bestellung sei Wunsch der SPÖ, hieß es in Medienberichten. Hörfunkdirektor Karl Amon und Weinzettl wiesen diese Darstellung stets zurück. (APA)
Thomas Kreuzer geht zur „Krone“
© Mediaprint
© 123Consulting
Vorgestellt RTL-Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann präsentierte künftige Highlights des deutschen Privatsenders. Dabei will man in Köln inhaltliche „Wahrzeichen“ vor allem bei Shows, Serien und Scripted Reality schaffen. Seite 8
Ex-Infoscreen Verkaufs- und Marketingleiter Thomas Kreuzer im Krone-Verkauf.
Wien. Thomas Kreuzer ergänzt seit 1. Juli 2013 das VermarktungsTeam der Kronen Zeitung und leitet ab sofort die Abteilung „Media Solutions“. Er verantwortet somit die Bereiche Journale, Sonderwerbeformen und Crossmedia. Der studierte Kommunikationswissenschafter war zuletzt als Marketing- und Verkaufsleiter bei Infoscreen sowie als Leiter Anzeigenmarketing bei RMA tätig. Bei der Tageszeitung Die Presse leitete Thomas Kreuzer die Bereiche Lesermarketing und Vertrieb, zuvor war er stv. Werbeleiter bei der Bank Austria.
c ov e r
Freitag, 12. Juli 2013
© RTL (2); RTL/Ruprecht Stempell; RTL/Gordon Mühle; RTL/Stefan Gregorowius; RTL/Stefan Menne; RTL/Robert Ascroft; APA/Georg Hochmuth
8 – medianet
Gottschalk und Jauch, „Guten Morgen Deutschland“, „Doc meets Dorf“, „The Following“, Guido Maria Kretschmer, „Der VIP-Bus – Promis auf Pauschalreise“, „Unschlagbar“ und die deutsche Nationalmannschaft.
Programmpräsentation RTL-Programmgeschäftsführer präsentierte in Hamburg die neuen inhaltlichen Eckpfeiler seines TV-Programms
RTL setzt noch mehr auf Shows, Scripted Reality, Serien & Sport Zahlreiche Shows mit Thomas Gottschalk; Erfolgsgene bei Arztserien mutieren; RTL sticht ARD und ZDF bei Sportrechten aus. Jürgen Hofer
Wien/Köln/Hamburg. Fokus auf große TV-Shows, weitere Scripted Reality- sowie Real Life-Formate, Ausbau der Informationsschiene sowie ein Volltreffer bei den FußballRechten – das sind die Zutaten, mit denen RTL-Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann im kommenden Jahr inhaltlich angreifen möchte. Denn der Sender musste Rückschläge hinnehmen. „Ja, wir haben verloren. Nein, wir fühlen uns trotzdem nicht wie Verlierer. Denn die Fernsehlandschaft hat sich verändert: Früher war sie von einigen wenigen Hochhäusern geprägt, heute sind es weitaus mehr Häuser – und manche entwickeln sich sogar eher in Richtung Bungalow. Wir gehören zum Glück nicht dazu“, wiederholte Hoffmann beim Pressescreening am Mittwoch in Hamburg seine Aussage vom Juni, wonach RTL das Penthouse abhanden gekommen sei. Dieses gelte es zurückzuerobern. So sollen „Wahrzeichen“, wie Hoffmann seine Programmhighlights nennt, die Rückkehr zum Wachstum ermöglichen.
Alles Show am Wochenende Große Hoffnungen setzt man bei den Kölner TV-Machern in Showformate am Freitag- sowie Samstagabend. So werden – wie bereits berichtet – zwei der gro-ßen deutschen TV-Unterhalter im Herbst gemeinsam am Bildschirm fighten. Thomas Gottschalk und Günther Jauch treten bei „Die Zwei – Gott-
schalk & Jauch gegen Alle“ bei allerlei Aufgaben gegen das Publikum an. Noch mehr Gottschalk bietet der deutsche Privatsender bei „Die große ABBA-Show“, wo prominente Gäste Hits der schwedischen Popcombo wiederaufleben
„Wir können keine Hits auf dem Reißbrett entwickeln. Wir können nur Voraussetzungen schaffen, Hits zu entdecken, und die sind bei keinem Sender…“ Frank Hoffmann …
RTL erneut „Das Supertalent“ sowie „Die große Tiershow“ von Hundeflüsterer Martin Rütter. Auch Dauerbrenner wie „DSDS“, „Let‘s Dance“, „Die ultimative Chart Show“, „Wer wird Millionär“ finden mit neuen Staffeln und Folgen ihre Fortführung. Unterhaltung aus dem Dschungel wird auch im nächsten Jahr nicht fehlen: Die Ekel-Unterhaltungsshow „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ steht wie schon in den letzten Jahren als Fixpunkt im TV-Programm. Stärker in Richtung große TV-Shows will Hoffmann seine Comedystars führen: Bülent Ceylan bringt deutsch-türkischen Alltag abendfüllend auf die Schirme, Kollege Mario Barth präsentiert aktuelle Programme – ebenso wie Dieter Nuhr, Sascha Grammel und Martin Rütter. Eine neue Show erhält Kaya Yanar, der typisch deutsche Eigenschaften beleuchtet.
gen, „Berlin Models“ begleitet den Model-Nachwuchs der deutschen Hauptstadt. Drag Queen Olivia Jones mimt in „Der VIP Bus – Promis auf Pauschalreise“ die Promi-Reiseleiterin. Das ebenfalls neue Format „Was verdienst du?“ beschäftigt sich mit Gehaltsscheren in Unternehmen;
„… besser als bei RTL. Denn mit unseren bewährten Formaten haben wir ein ideales Umfeld, um neue Sendungen zu launchen.“ … rtl programm-GF
Viele weiße Arztkittel lassen – eine Mischung aus Chartund Castingshow. Fortsetzung des Formats mit anderen musikalischen Vorbildern möglich. Auch die Jubiläumsshow zu „30 Jahre RTL“ moderiert das Ex-„Wetten, dass…“-Gesicht Gottschalk. Als potenziellen Nachfolger eben dieser Sendung, nämlich als „neue Generation von Wetten, dass…“, sieht Hoffmann das bereits im März erprobte Showformat „Unschlagbar“, wo Menschen in ganz speziellen Disziplinen ihr Können darbieten. Abseits davon bringt
Im Bereich der Scripted Reality setzt RTL auf neue Real-Life-Formate. Als „neue Generation von Scripted Dokusoap“ bezeichnete Hoffmann beispielsweise ein Magazin über Jugendliche, das Geschichten Pubertierender erzählt – angereichert durch Expertenkommentare. Servicecharakter als fiktive Erzählung bietet auch das neue Format „Internet Cops“. Der schrille Modedesigner Guido Maria Kretschmer sucht in „Die schönste Frau Deutschlands“ Schönheiten abseits von Laufste-
finanzielle Offenbarung zeigt auch „Generation Luxus – Was kostet die Welt?“, wo Jugendliche in armen Ländern für wenig Geld arbeiten müssen. Fortsetzungen finden auch bereits bestehende Sendungen wie „Undercover Boss“, „Raus aus den Schulden“, „Bauer sucht Frau“ oder „Der Bachelor“. Der Donnerstag wird der große Tag der eigenproduzierten Serien, ganz unter dem Kittel der erfolgreichen, aber eingestellten Serie „Doctor‘s Diary“: „Wir wollen die Erfolgsgene aus diesem Format in
unsere neuen Projekte einfließen lassen“, so Hoffmann. In „Doc meets Dorf“ findet sich eine neurotische Stadtärztin plötzlich inmitten von Kühen und harten Kerlen wieder, das als Dramaserie titulierte „Der Knastarzt“ erzählt die Geschichte eines Arzt als vermeintlichen Mörder hinter Gittern. Viel medizinischen Klamauk dürfte auch „Schmidt – Chaos auf Rezept“ bieten. Eine Portion Eifersucht liefert „Christine. Perfekt war gestern!“ mit Diana Amft, cholerischer geht es bei „Sekretärinnen – Überleben von 9 bis 5“ zu. Dazu kommen mit „The Following“ und „Perception“ zwei neue US-Kaufprodukte, derer sich RTL auch im Bereich neuer Spielfilme für den Sonntag bedient.
Mehr Info und ein Coup In die Offensive geht RTL bezüglich News & Information: Am Morgen mit der zweieinhalbstündigen Infosendung „Guten Morgen Deutschland“, am Sonntag startet das neue zweistündige Familienmagazin „Unser Sonntag“. Fokus auf journalistische Inhalte legt RTL nach dem bereits erfolgten Piloten zu „Team Wallraff – Reporter undercover“ mit Aufdecker Günter Wallraff. Ein Coup gelang im Sport. So kauften die Privaten – bei der heuer erstmals zentral organisierten Ausschreibung – den öffentlich-rechtlichen ARD und ZDF kurzerhand sämtliche Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft für die EM 2016 und WM 2018 weg.
a g e n t ur e n
Freitag, 12. Juli 2013
medianet – 9
Schlagerrevue Vienna Sound Vienna Light und Artedge präsentierten vor Kurzem ihre erste eigene Produktion „The Magic Radio Show“
Reise in die Welt des Schlagers Eine Gala-Veranstaltung, die an Kundenwünsche angepasst werden kann. Pressbaum. Nach zweijähriger Entwicklung erblickte vor Kurzem die Schlagerrevue „The Magic Radio Show“ das Licht der Welt. Die Show ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Veranstaltungstechnik-Unternehmen Vienna Sound Vienna Light und dem Tonstudio Artedge. Im Gespräch mit medianet schildern Gerhard Gutscher, Geschäftsführer Vienna Sound Vien-
„Wir kommen mit der komplett fertigen Pro
Da der Großteil der Songs deutschsprachig ist, will man The Magic Radio Show vor allem Veranstaltern aus der D-A-CH-Region anbieten: „Es ist eine Show, die genau in das Konzept von Veranstaltern für Theater bis zu 800 Besucher passt. Wir kommen mit der komplett fertigen Produktion in ein Theater und brauchen dort genau einen Stromanschluss und die vorhandene Bühne. Alles andere machen wir selbst. Wir sind völlig unabhängig von jedem Saal: Vom Hotelsaal bis zur Stadthalle können wir im Prinzip alles bespielen“, so Gutscher. Derzeit stelle man die Show diversen Agenturen vor:
„Ich bin überzeugt, dass wir mit der Show erfolgreich sein werden.“
Technik und Ton Über seine Partner von Artedge meint Gutscher: „Sie sind die Produzenten und Künstler, während ich der Technik-Support bin.“ Gutschers Unternehmen Vienna Sound Vienna Light versteht sich als Anbieter von technischen Komplettlösungen im Veranstaltungsbereich. Das Team von Artedge war u.a. für zahlreiche Veröffentlichungen der Vereinigten Bühnen Wien wie etwa „Tanz der Vampire“ oder „Elisabeth“ mitverantwortlich.
© Lina Kawas
mathieu völker
Producer Christoph Kuchner: „Eine gute Show muss mehr bieten als nur Gesang.“
duktion in ein Theater und brauchen dort genau einen Strom anschluss.“ gerhard gutscher GF Vienna Sound Vienna Light
na Light, und Christoph Kuchner, Producer von Artedge, was hinter ihrer ersten eigenen Produktion steckt und warum sie technisch gesehen nicht mehr braucht als einen Stromanschluss. Inszeniert wird in der Show die Zeitreise eines jungen Mannes namens Marco, der mithilfe eines magischen Radios durch die Vergangenheit reist und nach seiner gro ßen Liebe sucht. Begleitet werden die Hits aus der Zeit der 1920erbis in die 1970er-Jahre von Tanzeinlagen: „Eine Show muss mehr bieten als nur Gesang, deshalb war es wichtig, gute Choreografien, Spitzentänzer und farbenprächtige Kostüme zu finden. Gerade durch diese Zeitreise können wir quer durchs Gemüsebeet alles bieten“, erklärt Kuchner. „Das sind Songs, bei denen man mitsingen kann, nachdem man einmal den Refrain gehört hat. Auch jüngere Leute schätzen die Songs, auch wenn sie sie zum ersten Mal hören.“
Flexible Show Die Magic Radio Show ist so konzipiert worden, dass sie Kundenwünschen angepasst werden kann: „Wir haben diese Show recht speziell für Gala-Veranstaltungen zugeschnitzt. Wir können sie aber genauso auf Tournee schicken. Das Preis-Leistungsverhältnis der Show ist sehr gut, weil sie klein und kompakt ist. Und sehr effektiv“, so Gutscher. Durch die flexible Rahmenerzählung sei es sogar möglich, den Kunden in die Show miteinzubeziehen.
GrasKLar. Ab 15. Juli gibt es AtV Auch in hD – grAtis! Speichern Sie ATV HD einfach ein und genießen Sie unser gesamtes Programm gestochen scharf. Inklusive aller Auswärtsspiele unseres Fußball-Nationalteams in der WM-Qualifikation – wie Deutschland gegen Österreich am 6. September 2013. AllE INFoS zuM EMPFANg AuF ATV.AT
magic RAdio show Schlagerrevue Regie und Inszenierung der Magic Radio Show stammen von Jürgen Kapaun. Für die Choreografie zeichnen Eva Zamostny und Julia Raich verantwortlich. Die Kostüme entwarf Heidemarie Schmutz. Mehr Infos unter: www.magicradioshow.at. Setlist Ein kleiner Auszug: „Schöner fremder Mann“, „Liebeskummer lohnt sich nicht“, „Ganz Paris träumt von der Liebe“, „Rock around the Clock“, „Tanze Samba mit mir“, „Steig ein in das Traumboot der Liebe“, „Tiptipso beim Calypso“.
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10 – medianet
Datenskandal NSA
ISPA: Politik ist in der Pflicht
Freitag, 12. Juli 2013
Mail Die neue Homepage von GMX.at im Kacheldesign soll User noch direkter zum Content führen
GMX.at geht am 17. Juli mit neuem Design live
© ISPA/Wilke
Unter anderem sieht die Neugestaltung ein Responsive Design und „Sticky“-Funktionen vor. mathieu völker
Sommer Come-together
© Lang & Tomaschtik/Anna Rauchenberger
Fest: Lang & Tomaschtik
Erich Obersteiner (UBS), Helga Tomaschtik (GF Lang & Tomaschtik Communications), Brigitte Bierlein (Vizepräs. VfgH), Hans Langenbach (Paybox Bank AG).
Wien. Die PR-Agentur Lang & Tomaschtik Communications lud am Abend des 27. Juni zum legendären Sommerfest ins Wiener Lusthaus. Zahlreiche Kunden, Partner und Medienvertreter folgten der Einladung und ließen es sich nicht nehmen, bis in die frühen Morgenstunden ausgiebig zu feiern. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Gäste unserer Einladung gefolgt sind und mit uns in ausgelassener Stimmung gefeiert haben“, so Geschäftsführerin Helga Tomaschtik.
„Wir sind mit der neuen Seite flexibler aufgestellt und können sie noch stärker an lokale Bedürfnisse anpassen.“ jan oetjen, gf gmx.at
Screenshot der neuen GMX.at-Homepage mit Kacheldesign und Sticky Login-Leiste, die beim Scrollen sichtbar bleibt.
vom Tablet hin zum breiten HomeScreen zu entsprechen, wurde die Technik des Responsive Designs weiterentwickelt: „Der Content der vierten Spalte verschwindet nicht, sondern wird neu angeordnet“, so Oetjen.
Sticky Login Ein Fokus der neuen Seite von GMX.at liegt auf der Contentgestaltung. „GMX.at ist die reichweitenstärkste Homepage Österreichs; für viele ist sie der Einstiegspunkt ins Netz“, meint Oetjen. „Entsprechend haben wir die Seite stark in Richtung Content weiterentwickelt.“ Durch die Anwendung eines Kacheldesigns soll die Seite „aufgeräumter und klarer“ wirken. Um der Vielfalt der Endgeräte
Ein wesentliches neues Feature besteht darin, dass sowohl die Login-Leiste sowie Teile des Headers mit einer „Sticky“-Funktion ausgestattet wurden: Scrollt man die Seite herunter, bleiben der Mail-Login und die Suche immer sichtbar. Oetjen zu den Innovationen: „Wir sind mit der neuen Seite flexibler aufgestellt und können sie noch stärker an lokale Bedürfnisse anpassen.“ Sima ist zuversichtlich, dass durch
das Redesign die Reichweite des Portals noch vergrößert werden kann: „Wir haben allein im Content-Bereich jetzt schon ungefähr die Reichweite einer mittelgroßen Tageszeitung. Wenn durch den Relaunch und das Redesign die Leute noch besser zum Content geführt werden, dann wird die Reichweite sicher noch weiter steigen.“ Das Redesign werde sich auch aus werblicher Sicht auszahlen: „In der Vergangenheit war es ein Nachteil der Online-Werbung, dass Werbung beim Scrollen verschwindet“, so Sima. Durch die StickyFunktion sind nun auch die Werbeflächen durchgehend im sichtbaren Bereich. Man wolle „durch mehr redaktionellen Content auf der Homepage noch mehr Nutzer in die Magazine leiten und diese so
zu einem noch attraktiveren Werbeumfeld machen.“ Dabei werde auch E-Mail als Frequenzbringer im Portal genutzt: „GMX wird nicht nur als E-Mail-Portal wahrgenommen, sondern als General Interest-, Informations- und EntertainmentPortal“, so Sima.
Premierenkampagne Beim Launch am 17. Juli wird A1 eine exklusive 24-Stunden-Platzierung sowohl auf der Homepage selbst als auch auf der Logout-Seite des Freemail-Diensts belegen. Das für die A1-Kampagne genutzte Fireplace-Format erzeuge hohen Impact, so Sima: „Wir generieren 1,5 Mio. Kontakte bei 500 000 Österreichern, die wir in 24 Stunden erreichen.“
Im Portrait Seit zwei Generationen betreibt die Agentur Scharf Werbung – vermehrt auch als Full Service-Anbieter
„Was zählt: Idee, Auftritt, Esprit und Vielfalt“ Wien/Maria Enzersdorf. Auf über 30 Jahre Erfahrung in der Werbe- und Kommunikationsbranche blickt die Maria Enzersdorfer Agentur Scharf zurück. Im Zuge der Übergabe von Vater an Sohn kommunizieren die Verantwortlichen rund um Martin Scharf nun verstärkt unter dem Slogan „Zwei Generationen Werbung“, auch um zu demonstrieren, dass man neben großem Erfahrungsschatz breiten inhaltlichen Fokus in der täglichen Arbeit liefert. „Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit als Agentur liegt nach wie vor im klassischen Bereich“, so Geschäftsführer Martin Scharf, der aber auch den wachsenden Anteil an New-Media-Konzepten, PR-Maßnahmen und Below-theLine-Aktivitäten unterstreicht. So deckt die Agentur Scharf, einst als Grafikbüro gegründet, als Komplettanbieter mittlerweile Umsetzung, Produktion und Mediaplanung von Radio- oder TV-Spots ab, gestaltet aber auch Geschäftsberichte, Preislisten oder Webseiten. „Unsere Kunden brauchen nicht darüber nachdenken – es wird erledigt“, so Scharf. Dabei agieren die
„Permanent Tendenzen und Trends zu beobachen und dann auch zu beherrschen, ist das absolute Um und Auf in unserem Geschäft.“ Martin Scharf, geschäftsführer der Agentur scharf
Experten stets unter einem Motto: „Unser Handeln ist stets von einem Ziel geprägt: Im richtigen Moment beim Umworbenen präsent zu sein, denn dann und nur dann fällt die Kaufentscheidung zugunsten unserer Kunden aus.“
Auffindbare Information Denn: Werbung sei schon längst keine Einbahnstraße mehr. Mit dem Aufkommen von Social Me-
© medianet
Wien. Die ISPA (Internet Service Providers Austria), der Dachverband der österreichischen Internetwirtschaft, sieht in den aktuellen Abhörskandalen die Politik in der Pflicht, das verlorene Vertrauen wieder herzustellen, indem sie etwa bei den Regelungen zur Vorratsdatenspeicherung aktiv wird: „Wir sind der Ansicht, dass die Verfolgung schwerer Straftaten auch mit gelinderen Mitteln wie beispielsweise ‚Quick Freeze‘ den gleichen Erfolg haben kann. Die verdachtslose Datenspeicherung von unbescholtenen Nutzerinnen und Nutzern schießt jedenfalls weit über das Ziel hinaus. Speziell die Verpflichtung, Vorratsdaten für sämtliche Delikte ohne richterlichen Beschluss beauskunften zu müssen, ist für uns nicht akzeptabel“, so Maximilian Schubert, Generalsekretär der ISPA. Die Überwachung sei „aus dem Ruder gelaufen“ und dafür sei aber auch die Politik verantwortlich. Und wie soll das Vertrauen wieder hergestellt werden? Dies gehe nur, wenn nachvollziehbar gemacht wird, wofür auf Verkehrsdaten von Nutzer zugegriffen werden darf. Aber: „Nicht die Anzahl der ‚Briefumschläge‘, die eine Behörde an Internet-Anbieter schickt, soll gezählt werden, viel wichtiger ist, wie viele Datensätze in Folge der Anordnungen vom Anbieter beauskunftet werden mussten“, erklärt Schubert.
© United Internet Media
Maximilian Schubert, Generalsekretär der ISPA: „Politik muss handeln“.
Wien. GMX.at steht kurz vor dem Relaunch seiner Homepage. Zu den neuen Features der Seite, die am 17. Juli live gehen wird, gehören neben einer visuellen Umgestaltung ein Responsive Design, das auf die unterschiedlichen Bildschirmformate reagiert, und die „Sticky“-Funktion. Für die Premierenkampagne konnte A1 gewonnen werden. Was hinter diesen Neuerungen steht und was sich User und Werbekunden erwarten können, erläutern gegenüber medianet Christopher Sima, Geschäftsführer United Internet Media Austria, und Jan Oetjen, Geschäftsführer GMX.at.
dia vor einigen Jahren gelte es nun umso mehr, direkt und zeitnah am Kunden zu sein. Scharf verweist beispielsweise auf TV-Spots, wo Kunden – noch während diese laufen – am Smartphone oder Tablet nach ergänzenden oder zusätzlichen Informationen suchen. „Das ist nur ein Beispiel für die stattfindende Verschmelzung von Werbung. Je einfacher und schneller der Suchende die Information bekommt, desto eher wird er diese
Dienstleistung oder das Produkt auch in Anspruch nehmen.“ Trends sieht Scharf vor allem durch technische Neuerungen getrieben. Durch Facebook, Twitter und Co. wird alles „schneller und umfassender – hier müssen wir als Agentur stets topaktuell informiert sein. Permanent Tendenzen und Trends zu beobachen und dann auch zu beherrschen, ist das absolute Um und Auf – die Umsetzung ist sekundär; primär geht es um das Wissen, um die beraterische Leistung auch erbringen zu können.“
Beständigkeit im Wandel Eines sei bei allen technischen Veränderungen stets gleich geblieben: „Was zählt, ist eine gute Idee, ein gelungener optischer oder audiovisueller Auftritt. Und das erfordert kontinuierliche Kommunikation mit dem nötigen Esprit, Ideen und Vielfalt ohne zu überfrachten und das Einbeziehen aller relevanten Kommunikationskanäle.“ (red) www.agentur-scharf.at
Marketing
Freitag, 12. Juli 2013
medianet – 11
Verlosung Unter den Umfrageteilnehmern verlost medianet zwei Tickets (Wert je 1.090 €) für Business Circle SEO Workshop
SHORT
Wie Google-fit sind Sie?
marke[ding]plus: auf der Suche nach Mehrwert
© marke[ding]
123Consulting launcht große Online-Umfrage zum wichtigen Thema Suchmaschinenoptimierung.
Wien/Wels. Die neue MarketingFachmesse marke[ding]plus präsentiert von 17. bis 18. September die facettenreiche Welt des Marketings in Wels und vereint die zentralen Themenbereiche Promotion, Event und Kommunikation. Die neue Fachmesse ist dabei eine Weiterentwicklung der Werbeartikelmesse marke[ding] und bietet somit neben Promotion und Werbeartikel ein umfangreiches Ausstellungsangebot von Marketing, Kommunikation, klassischer Werbung, Direktmarketing und Druck bis hin zu Event-Marketing, Location, Veranstaltungstechnik, u.v.m. Aussteller und Besucher erwartet eine B2B-Veranstaltung, die sich in der Konzeptionierung wesentlich von bereits früher lancierten Veranstaltungen unterscheidet, so die Veranstalter. Zum einen kann die marke[ding]plus auf eine bereits bestehende und erfolgreiche Messe – die marke[ding] – aufbauen und zum anderen fokussiert sich die neue Marketing-Fachmesse nicht nur auf Marketing-Verantwortliche aus großen Industriebetrieben, sondern spricht gezielt auch Klein- und Mittelbetriebe an. Das neue Messekonzept stellt den Ausstellern eine Plattform zur Verfügung, um mit potenziellen Kunden in Kontakt zu treten. http://markeding-plus.at/
© 123Consulting; Business Circle
Nur ein Beispiel der Vielfalt, die auf der marke[ding]plus in Wels geboten wird.
Harald Grabner, GF der Online Marketing-Agentur 123Consulting mit Schwerpunkt auf Suchmaschinenoptimierung (SEO), referiert am Business Circle SEO Workshop.
Wien. Wie gut finden Ihre potenziellen Kunden Sie im Internet? Was können Sie unternehmen, um künftig besser im Internet gefunden zu werden? Die Lösung lautet Suchmaschinenoptimierung (SEO). Denn wer bei Google nicht gefunden wird, existiert so gut wie nicht. Die Online Marketing-Agentur 123Consulting launcht unter der Geschäftsführung von Harald Grabner die Online-Umfrage „SEO – wie fit ist Ihr Unternehmen?“ Die im Jahr 2006 gegründete Agentur konzentriert sich auf Suchmaschinenoptimierung, Social Media und Mobile Marketing.
Für ihre Leser hält medianet ein besonderes Schmankerl bereit: Unter den Teilnehmern der Befragung werden 2 Eintrittskarten im Wert von je 1.090 € + USt für den Business Circle SEO-Workshop zum Thema Suchmaschinenoptimierung verlost. Das Fachseminar findet von 13. bis 14. September in Wien statt. Eine Auswertung der Ergebnisse veröffentlicht medianet nach der Sommerpause. (cw) Mehr Infos unter: https:// de.survey monkey.com/s/ SEO-Fit-Austria
Tickets zu gewinnen! marke[ding]plus Für die Fachmesse am 17. und 18. September gibt es 3x2 Karten zu gewinnen. Interessierte schicken eine E-Mail mit Vornamen, Nachnamen und Firma an gewinnspiel@messe-wels.at Die Gewinner werden schriftlich verständigt.
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Drei Neukunden für Agentur Heavystudios
Gefragt sind Ihre innovativen Ideen, Projekte Agenturchef Helmut Niessl (links) und Team freuen sich über Neukunden.
St. Pölten. Die Niederösterreichische Werbeagentur Heavystudios verzeichnet NeukundenZuwachs: die Arbeitsgemeinschaft der Hainfelder Wirtschaft, nfon, ein neuer Internet-Telefonanbieter, sowie die Plakatkampagne der NÖ Landwirtschaftskammer. Zufrieden zeigt sich Agenturchef Helmut Niessl auch nach dem Gewinn des „Goldenen Hahn“: „Ein toller Erfolg der Gewinne ist auch die Förderung der Bekanntheit bei den mittelständischen Unternehmen in St. Pölten und Umgebung“, meint Niessl zufrieden; „unsere Qualität als verlässlicher Kreativpartner spricht sich herum.“ (cw)
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Freitag, 12. Juli 2013
Sportliches Come-Together Willhaben.at Sommerfest
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© medianet/Szene1/Christian Mikes
© Stefan J. Wolf
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1. Philipp Schörghofer, Matthias Mayer, Georg Streitberger, Isabella Laböck, Björn Kircheisen, Bjørn Dunkerbeck, Timo Scheider; 2. Tourismuschef Ischgl Andreas Steibl mit Marc Terenzi; 3. Marc Girardelli kurz vor seinem Rennstart.
Kartrennen mit dem Flair der großen Grand-Prix-Welt 2
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Ischgl Cart Trophy
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1. Peter Drobil (Bank Austria), Gerald Enderle (Allianz) und Gabriele Stanek (live relations); 2. Stephan Kothgasser (Kothgasser Corporate Adviser), Marcela Atria (Atrium Consulting), Konrad Mayr-Pernek (MEC) und Markus Heingärtner (use twice); 3. Begleitung, Martina Zadina (IAB & adworx) und Bettina Fattinger (Volksbanken AG); 4. Cornelia Rehberger (UPC), Nicolas Konecny (willhaben.at) und Ingrid Perschl (Social Media Marketing).
Sommerfest am Donaukanal mit Kunden und Partnern
willhaben.at-Fest
Jochen Schneeberger, GF willhaben. at.
Summerstage Zum diesjährigen Sommerfest luden willhaben.atVermarktungsleiter Jochen Schneeberger und sein Team ihre Werbekunden und Partner passend zum Motto „Will Sommer und Party!“ auf die Summerstage am Donaukanal. Die rund 120 Werbekunden aus allen Bereichen der Wirtschaft durften sich an BBQ Gril, Cocktails, Live-Musik und DJ-Sound erfreuen. Für einen stimmigen Rahmen sorgten eine Rock‘n Roll-Band, Oldtimer, Flipper und im Glanz der Sechziger gekleidete Mädels. Zwischen den zahlreichen Festgästen befanden sich unter anderem Konrad Mayr-Pernek (GF MEC), Thomas Mayer (Werbeleiter T-Mobile), Maria Zesch (T-Mobile), Daniela Stern (Web Channel Manager Ikea Austria), Peter Drobil (UniCredit Bank Austria), Maria Seltner (tele2), Harald Labes (Microsoft), Werner Dauschek (DiTech), Myron Kohut (Österr. Post), Gerald Enderle (Allianz), Cornelia Rehberger (UPC), Maimuna Mosser (Vizeum), Martina Zadina (IAB Austria & adworx) und Ulrike Marinoff (PID Stadt Wien). (red)
an die redaktion
Ischgl Rundkurs Rund 40 Teams aus 10 Nationen kämpften vom 27. bis 30. Juni bei der siebten Ischgl Cart Trophy im Rennen um den 600 Meter langen Rundkurs mitten durchs Ortszentrum von Ischgl um den ersten Platz. „Dieses Wochenende ist ein Mix aus Business, Sport und Party im Premiumformat – sozusagen die Formel 1 im Miniformat“, so Eventorganisator Peter Saliger, gekko communications.
Bunte Gästeliste Mit dabei an diesem Wochenende waren unter anderem Boxweltmeister Firat Arslan, DTM Rennfahrer Timo Scheider, Surfweltmeister Bjørn Dunkerbeck, die Athleten Matthias Mayer, Georg Streitberger, Philipp Schörghofer und Romed Baumann, Ralleymeister Manfred Pfeiffenberger und Norbert Siedler, Bob-Olympiasieger Manuel Machata, die Rodelprofis Tobias Arlt und Wendl, Freeski-Star Elias Ambühl, Bobweltmeister Ivo Rüegg, die Playmates Mia Gray, Dominique Regatschnig, Daniela Sudau & Doreen Seidel, medianet verabschiedet sich Skilegende Marc Girardelli, in die Sommerpause. Die die Snowboardprofis Isabelnächste Ausgabe erscheint la Laböck & Marco Schwab, am Dienstag, den 20. August. Sänger Marc Terenzi, Bassist Wir wünschen Ihnen bis dahin Evil Jared, K11 Kommissarin einen schönen Sommer! Alexandra Rietz & Schauspielkollege Gerrit Grass). (red)
Karriere
tipp des tages
präsentiert von
Leserbrief zu „Alles Fake? Die Follower der heimischen Twitterer“ (ePaper 4.7.2013 S. 3/4)
Bianca Herzog Helvetia Versicherungen AG © Droemer Knaur Verlag
Die Affäre Mollath Nachdem Gustl Mollath seine Frau und andere Banker illegaler Geldgeschäfte beschuldigt hat, wird er für sieben Jahre in die Psychiatrie eingewiesen, von Ärzten für wahnhaft erklärt, die ihn nie untersucht haben. Das interne Dokument der Bank beweist, dass seine Anschuldigungen im Kern zutreffen. Olaf Przybilla und Uwe Ritzer schildern den Fall in seiner ganzen Tragweite. 20,60 €, Droemer Knaur Verlag, ISBN: 978-3-426-27622-8.
Kommunikation Bianca Herzog übernimmt die Kommunikations- und CR-Aktivitäten sowie das Beschwerdemanagement von Helvetia in Österreich. Ihr Schwerpunkt wird auf den Kommunikationskanälen liegen.
© Helvetia/fotodesigner
Nach meinem Urlaub finde ich in medianet einen Artikel vor, der mich doch ziemlich verwundert. Mein Zitat über Twitter zu Beginn ist derart unzulässig aus dem Zusammenhang gerissen und verkürzt, dass es geradezu das Gegenteil des tatsächlich Gesagten wiedergibt. Dann unterstellen Sie mir 51% „fake“ Twitter-Follower, ohne irgendeine nachvollziehbare Begründung, wie es zu dieser absurden Behauptung kommt. Die von Ihnen zitierte US-Website gibt keinerlei Auskunft über ihre Methodik, außer der Behauptung, dass 1% (!) der Follower eines Accounts nach nicht offengelegten Kriterien „überprüft“ würden. Eine Erklärung, warum ausgerechnet mein Twitter-Account anteilsmäßig so viel mehr „fake“-Follower haben sollte als sämtliche anderen, versuchen Sie nicht einmal. Die Liste meiner dzt. rund 86.000 Follower ist für jeden einsehbar. Die Mühe, darauf einen Blick zu werfen, haben Sie sich ganz offensichtlich nicht gemacht. Wozu auch eine angebliche „Story“, die ein paar Klicks bringen könnte, totrecherchieren? Natürlich auch nicht, indem Sie mich gar – bevor Sie mich öffentlich ankübeln – um eine Stellungnahme fragen würden. Gegencheck? Überschätzt. Dementsprechend behaupte ich nun einfach mal so, dass bei medianet 51% Fake-Journalisten arbeiten und weitere 31% inaktiv sind. Ich verrate Ihnen sogar meine Methodik. Ich habe einen Ihrer Artikel überprüft. Armin Wolf, Wien
retail inside your business. today.
Freitag, 12. JuLi 2013 – 13
© Wiesbauer
Deftig & süss
Wiesbauer Ochsen Leberkäse, Magnum Flirty Kiss Schoko-Brownie, Spar Cool Tea in diversen, erfrischenden Sorten und Snickers Lachattacke. Seite 17
Spar-Filiale
Aufgerüstet
Autohaus Hager füllt den Kofferraum mit Waldquelle-Mineralwasser Seite 16
Neuer Spar-Supermarkt in Kampl legt Wert auf Frische und Regionalität Seite 16
Werner Dauschek ist bei DiTech für die Kommunikation zuständig
© DiTech
Aktion
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© medianet
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Big Otto will ganz groß ins Internet-Business
© dpa-Zentralbild/Jens Wolf
short
© Otto Group/APA-Fotoservice/Schedl
© APA/Georg Hochmuth
Insolvenz Die deutsche Baumarktkette Praktiker scheitert am langen Winter und der eigenen Rabattitis: Statt der nötig gewesenen Finanzspritze kommt nun das Ende. Gestern, Donnerstag, wurde am Amtsgericht in Hamburg der Insolvenzantrag eingereicht. 20.000 Mitarbeiter sind davon betroffen. Seite 15
Bilanz Der Agrana-Konzern verzeichnet im abgelaufenen Quartal einige Plus und Minus. Das operative Ergebnis ist vor allem im Zucker- und Stärkesegment eingebrochen. Vorstandschef Johann Marihart (Bild) sieht das Unternehmen für den in Zukunft zu erwartenden, höheren Wettbewerb in der EU gewappnet. Seite 16
E-Commerce Die Otto Group mit dem stv. Vorstandsvorsitzenden Rainer Hillebrand (li.) und UNITO-Chef Harald Gutschi setzt stark aufs Online-Business: In Österreich sollen 20 Mio. € in E-Commerce investiert werden. Seite 14
Lebensmittel deutlich teurer
Unibrew kauft ein
Wien. Die Preisschraube dreht sich nach oben, kritisiert die Arbeiterkammer die Tendenz im LEH. Ein Einkaufskorb mit den 40 günstigsten Lebens-, Toilett- und Reinigungsmitteln ist im Jahresvergleich um 8,2 Prozent teurer geworden. Dies zeigt der „AK Preismonitor“. Er wird in fünf Supermärkten und drei Diskontern in Wien erhoben. Erdäpfel haben sich demnach im Vorjahresvergleich um 74,4 Prozent verteuert. Im Juni 2012 kostete der Warenkorb mit den jeweils billigsten Produkten im Schnitt 46,22 €. Im Juni heuer mussten Konsumenten die
Besonders arge Verteuerungen ortet die AK bei Erdäpfeln, Äpfeln und Teebutter.
Brieftasche weiter aufmachen und 50,03 € in die Supermarkt-bzw. Diskonterkassa legen. Bei den untersuchten Supermärkten Billa, Merkur, Spar, Interspar und Zielpunkt kosten die gleichen Waren im Schnitt um zwölf Prozent mehr als bei den Diskontern Hofer, Lidl und Penny, so die Arbeiterkammer. Als Beispiele für besonders arge Verteuerungen nennt die AK Erdäpfel (plus 74,4 Prozent), Tafeläpfel (47,1 Prozent), Teebutter (25,2 Prozent), Tiefkühl-Pizza Margherita (19,4 Prozent) und Reis (18,8 Prozent). (red)
© Addison Berry/CC Lizenz
Übernahme Heineken könnte Hartwall abgeben
© Panthermedia.net/Alina Pavlova
AK Preismonitor Im Jahresvergleich legte der 40 Produkte-Einkaufskorb 8,2% zu
Royal Unibrew will Heineken die finnische Gesellschaft Hartwall abkaufen.
Amsterdam/Kopenhagen. Der dänische Braukonzern Royal Unibrew will Heineken die finnische Gesellschaft Hartwall abkaufen. Als Preis seien umgerechnet 370 Mio. € vorgesehen, teilten die Firmen gestern, Donnerstag, mit. Damit will Royal Unibrew – nach Carlsberg die Nummer zwei in Dänemark – seine Position in Skandinavien und den Baltischen Ländern ausbauen. Ins Portfolio würde mit der Übernahme eine der beliebtesten Bier-Marken Finnlands kommen, Lapin Kulta. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2013 abgeschlossen werden. (APA)
t i t e l s tor y
Freitag, 12. Juli 2013
© Otto Group/APA-Fotoservice/Schedl
14 – medianet retail
Rainer Hillebrand, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Otto Group, Vorstand Konzernstrategie, E-Commerce & Business Intelligence, Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung der UNITO-Gruppe.
E-Commerce Der internationale Konzern Otto Group macht weltweit rund 57 Prozent seines Umsatzes Online, das steht derzeit für 5,7 Mrd. €
„Wir sind erst am Anfang des Anfangs des Online-Zeitalters“ Die in Österreich beheimatete UNITO-Gruppe wird mit zwei Marken nach Deutschland expandieren. Mathieu Völker
Wien. Der Konzern Otto Group präsentiert die Ergebnisse des Wirtschaftsjahres 2012/2013: Wachstumsstärkster Vertriebsweg der Gruppe bleibt das Segment E-Commerce, in dem die Otto Group weltweit rund 5,7 Mrd. € von insgesamt 11,8 Mrd. € Umsatz macht. Die durch neue Endgeräte wie Tab-lets und Smartphones beflügelten Online-Umsätze machen so inzwischen rund 57% der Handelsumsätze aus. Auch in Österreich folgt man demselben Trend: Die unter dem Dach der UNITO-Gruppe mit Sitz in Salzburg und Graz zusammengefassten
Marken Universal, Quelle und Otto in Österreich sowie Ackermann und Quelle in der Schweiz konnten ihren Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2012/2013 um 10,7% auf 278,7 Mio. € steigern.
Vier Säulen-Modell Als Wachstumsmotor identifiziert man vor allem die E-Commerce-Strategie, die der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Otto Group, Rainer Hillebrand, vor Kurzem in Wien vorgestellt hat. Die E-Commerce-Strategie der Otto Group beruht auf den vier Säulen Multichannel-Einzelhan-
del, Finanzdienstleistungen und Service, Internet-Pure-Player sowie Venture-Aktivitäten. „Die Otto Group ist wie kaum ein anderer Anbieter am Markt in der Lage, die gesamte Wertschöpfungskette im E-Commerce abzudecken, vom Aufbau vielversprechender Startups bis zur Warenauslieferung an den Kunden – und dies weltweit“, so Rainer Hillebrand. Im Multichannel-Einzelhandel gelte es, katalogbasierte Unternehmen zu transformieren und zu e-driven Companies umzubauen. Entlang der E-Commerce-Wertschöpfungskette soll mit Finanzdienstleistungen die Expansion
fortgesetzt werden. Dazu gehören etwa auch neue Zahlungsmethoden wie Cross-Channel-Payment für E-Commerce, Katalog und den stationären Handel. Im Bereich Internet-Pure-Player möchte man am
„Die Otto Group ist wie kaum ein anderer Anbieter in der Lage, die gesamte Wertschöpfungskette im E-Commerce abzudecken.“
Versand Seit Mai übernimmt UNITO die vertriebliche Steuerung von Quelle
Quelle Österreich erreicht Break-even-Point
Wien. Ein Jahr früher als geplant erreicht Quelle Österreich, seit 2011 unter dem Dach der UNITO-Gruppe, den Gewinnbereich, die Pläne für Quelle Österreich seien seitdem um durchschnittlich über 50% überschritten worden, bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr habe man den Break-even-Point erreicht. In den ersten Monaten 2013 sei ein Wachstum von über 30% im Vergleich zum Vorjahr erzielt worden. Man strebe heuer einen Umsatz von 25 Mio. € an: „Wir sehen mit Freude eine sehr hohe Kundenakzeptanz des neuen Geschäftsmodells Quelle“, meint Harald Gutschi, Geschäftsführer von Quelle. „Mittelfristig streben wir mit Quelle Österreich ein Umsatzpotenzial von 50 Mio. Euro an; unser langfristiges Ziel ist es, über 100 Millionen Euro Umsatz zu realisieren.“ Seit Mai 2013 zeichnet sich die UNITO Versand & Dienstleistungen GmbH für die vertriebliche Steuerung der Marke Quelle in der gesamten D-A-CH-Region verantwortlich. Die Marktbearbeitung für Quelle Deutschland wird seit Mai mit neuem Konzept von Salzburg aus gesteuert, nachdem das bisherige Geschäftsmodell – ein Internet-Marktplatz mit unterschiedlichen Händlern – die Erwartungen nicht erfüllen konnte.
rainer hillebrand VD otto group
Erfolg von mytoys.de anschließen und weitere Unternehmungen an die Otto Group binden. Im Rahmen der Venture-Aktivitäten visiere man eine frühzeitige Beteiligung an erfolgsversprechenden Start-ups an.
Unito auf dem Vormarsch Bis 2015 setzt sich die Otto Group drei Ziele: Der Online-Umsatz von heute 5,7 Mrd. € soll auf 8 Mrd. € gesteigert werden. In den Bereich E-Commerce sollen rund 300 Mio. € investiert werden. Und Profitabi-
lität und Innovation sollen weiterhin im Fokus des Konzerns liegen. In Österreich ist die Otto Group mit 17 Einzelgeschäften und Marken am Markt präsent und stellt heute in Österreich ein Umsatzvolumen von rund 385 Mio. € dar. Die UNITO-Gruppe ihrerseits realisierte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 278,7 Mio. €. Mit den Marken quelle.de und alpenversand.com möchte UNITO den Sprung in den deutschen Markt schaffen: „Wir sind mit Universal, Otto und Quelle in Österreich sowie mit unseren beiden Marken in der Schweiz optimal auf die Zukunft vorbereitet. Unsere gute Entwicklung der vergangenen Jahre gibt uns jetzt die Kraft, maßgebliche Investitionen in strategisch wichtige Bereiche umzusetzen und in den deutschen Markt zu expandieren. Unser Wachstumsmotor wird auch in Zukunft der boomende E- und M-Commerce bleiben“, so Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung der österreichischen UNITO-Gruppe. Bis 2015 sollen 20 Mio. € in die E-Commerce-Aktivitäten in Österreich investiert und deren Anteil von 72% auf 85% gesteigert werden. Bis zum Jahr 2020 erwarte man eine Verdoppelung des Umsatzes auf rund 550 Mio. €. Gutschi blickt optimistisch auf die Zukunft: „Wir sind am Anfang des Anfangs des Online-Zeitalters.“
r e tai l & pr o d u c e r s
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Baumärkte Die deutsche Baumarktkette, die bis 2006 auch in Österreich vertreten war, scheitert am langen Winter und deftigen Rabatten
Praktiker meldet Insolvenz an Wien/Hamburg. Acht Tochtergesellschaften der Praktiker AG haben gestern beim Amtsgericht Hamburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Insolvenzantrag erstreckt sich auf insgesamt acht operative Teilgesellschaften in Deutschland. Der Insolvenzantrag für die Dachgesellschaft Praktiker AG wird nachgereicht. Praktiker war bis 2006 mit Baumärkten auch in Österreich vertreten gewesen. Der Konzern hätte nach eigenen Angaben frisches Geld gebraucht. Denn der geplante Verkauf von drei luxemburgischen BatiselfBaumärkten scheiterte nach dem Rückzieher eines potenziellen Käufers. Damit führte an der Insolvenz kein Weg vorbei. „Der Vorstand wird für die Unternehmensgruppe prüfen, für welche Gesellschaften der Unternehmensgruppe Insolvenzan-träge zu stellen sind“, hieß es in einer Mitteilung von Mitt-
woch-abend. Die Banken hatten bereits am Dienstag signalisiert, dass sie zu weiteren Finanzspritzen für Praktiker nicht mehr bereit seien. „Es hat keinen Sinn mehr, weitere Löcher zu stopfen“, wird ein involvierter Banker zitiert.
Keine Finanzreserven Der österreichische Großaktionär Alain de Krassny (Donau Invest) wäre hingegen bereit gewesen, nochmals Geld nachzuschießen. Praktiker hätte kurzfristig 30 bis 35 Mio. € zum Überleben gebraucht. Der lange Winter und das verregnete Frühjahr hatte den Baumärkten
im Gartengeschäft zugesetzt. Die Finanzreserven wurden stärker als zur Jahreszeit üblich aufgezehrt. Damit war denn auch das Sanierungskonzept für 430 Standorte gescheitert. Praktiker kehrte anders als geplant zu Rabattaktionen zurück – genau die hatten aber den Konzern schon zuvor in Schieflage gebracht. Praktiker setzte 2012 rund 3 Mrd. € um. Einer der Warenkreditversicherer verschärfte die Lage noch, als er Anfang der Woche seine Deckung zurückgezogen hatte. Über Kreditversicherer finanzieren Handelsunternehmen den Warenbestand vor, bis Geld in die Kas-
se kommt. Ohne diese Garantien droht der Warenstrom von den Lieferanten schnell zu versiegen. Der Aufsichtsrat war am Mittwoch zu einer Krisensitzung zusammengetreten. „Es sieht schwierig aus; es ist schwierig, sehr schwierig“, wird ein Aufsichtsrat nach den Beratungen zitiert. Praktiker hatte zuletzt im Herbst nach monatelangem Ringen frisches Eigenkapital und neue Kredite bekommen. Letztere sind mit Vermögenswerten der Tochtergesellschaft Max Bahr besichert. Daher hoffen die Kreditgeber, bei einer Pleite relativ glimpflich davonzukommen. (red/APA)
© dpa-Zentralbild/Jens Wolf
20.000 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen, Sanierungskonzept für 430 Standorte gescheitert.
Praktiker hat im Herbst 2012 eine Finanzspritze bekommen – leider vergeblich.
Delikatessen für Delikat-esser.
Statistik Bierproduzenten
Bierkaiser China München. Die weltweite Bierproduktion ist im vergangenen Jahr um 0,7% auf 1,95 Mrd. hl gestiegen. Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnete Afrika. Österreichs Bierproduktion war 2012 – trotz imposanten Pro-Kopf-Konsums von nahezu 108 l – im internationalen Konzert mit 8,927 Mio. hl verschwindend gering. Weltweiter Marktführer war weiterhin China: Im Reich der Mitte wurden 2012 insgesamt 490,2 Mio. hl Bier hergestellt. Weit abgelegen auf Platz zwei folgen die USA mit 229,3 Mio. hl – während die Produktion in China jedoch stagnierte, verzeichneten die Nordamerikaner ein Plus von 1,25%. Auf den Rängen folgen Brasilien (132,8), Russland (97,4) und Deutschland mit 94,6 Mio. hl. (APA)
Fielmann Umsatz zugelegt
1,83 Mio. Brillen
Hamburg. Die deutsche Optikerkette Fielmann hat im zweiten Quartal erneut mehr Brillen verkauft. Insgesamt gingen 1,83 Mio. Brillen über den Ladentisch – um vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Berechnungen stieg der Umsatz im Dreimonatszeitraum um knapp 5% auf 293,4 Mio. €. Der Gewinn vor Steuern verbesserte sich um mehr als 7% auf über 45 Mio. €. Fielmann ist Marktführer in Deutschland. (APA)
neu unD exklusiv bei billa. © dpa/Malte Christians
Edelste Zutaten, traditionelle Rezepte, ein erlesener Schmaus für Auge und Gaumen gleichermaßen: Das sind die neuen Delikatessen von BILLA Corso. Optikerkette Fielmann steigerte den Quartalsumsatz um 5% auf 293 Mio. €. Inserat_Medianet_216x288 1
09.07.13 14:45
R e ta i l & Pr o d u c er s
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Bilanz Der österreichische Konzern Agrana verzeichnet im 1. Quartal Gewinnverlust, aber Zuwachs im Fruchtsegment
short
Plus und Minus bei Agrana
Milchpreiserhöhung bei Berglandmilch Linz. Der Milchpreis bei Berglandmilch wird mit 1. August dieses Jahres um brutto 2,00 ct/kg (netto 1,79 ct/kg) auf 42,11 ct/kg (netto 37,55 ct/kg) angehoben. Die internationalen Milchpreise bleiben stabil bis leicht steigend. Das Unternehmen konnte diese Preisentwicklung auf den Exportmärkten bereits umsetzen. In Österreich bleibt man zuversichtlich, die laufenden Preiserhöhungsverhandlungen positiv abschließen zu können.
Vorstandschef Johann Marihart sieht sich dem zukünftig höheren Wettbewerb in der EU gewachsen. Wien. Das abgelaufene Quartal brachte für den Zucker-, Stärkeund Fruchtkonzern Agrana einige Plus und Minus. Vor allem der hohe Zuckerrübenpreis der vorigen Ernte sei eine Belastung, so Vorstandschef Johann Marihart. „Inzwischen sind die Weltmarktpreise der Zuckerrübe zwar gesunken, aber wir haben die hochbezahlten Rüben in Form von teurem Zucker noch auf Lager.“ Das operative Ergebnis sank im Vergleichszeitraum zum abgelaufenen Geschäftsjahr von 34,6 auf 21,1 Mio. €, die operative Marge von 11,3 auf 6,9%. Auch im Stärke-Segment brach das operative Ergebnis von 24,0 auf 16,6 Mio. € ein, die operative Marge von 12,5 auf 7,5%. Neben der Preiserhöhung durch die katastrophale Ernte in den USA sorgte auch ein Verpilzungsproblem beim Mais für schwierige Verhältnisse. „Nun sind aber gute Ernten weltweit in Sicht und die Mais-Notierungen für
Aus für die Zuckerquote Der Anstieg im Fruchtbereich sei dem „Mengenplus vor allem außerhalb Europas“ zu verdanken, aber auch „am stagnierenden europäischen Markt haben wir unsere Position ausgebaut“. Das Aus der Zuckerquote in der EU bedeutet aber ab 2017, dass die Mengenbegrenzung in der Union wegfällt. „Wir haben alle Voraussetzungen, um uns auch nach 2017 im Umfeld zu bewähren“, versichert Marihart. Zu erwarten sei ab 2017 aber ein höherer Wettbewerb. (dp/APA)
© APA/Georg Hochmuth
© Hörtnagl
Zum 150. Jubiläum baut Hörtnagl Standort aus
November liegen bei 180 Euro pro Tonne“, freute sich Marihart. Positiv sind die Entwicklungen im Fruchtsegment, wo das operative Ergebnis von 12,3 Mio. auf 24,1 Mio. € und die Marge von 4,5 auf 7,4% steigen. Im ersten Quartal verzeichnet der Konzern einen Nettofinanz-Schuldenanstieg auf 536,8 Mio. €
Agrana-Vorstandschef Johann Marihart zieht Bilanz für das erste Quartal.
GF Friedrich Auer, die Gesellschafter Doris Daum-Hörtnagl & Hans Plattner.
Umsatzeinbußen bei Tengelmann
Waldquelle im Kofferraum
Markus Hager, GF Autohaus Hager, und Herbert Czech, GF Waldquelle.
Neueröffnung Fokus auf Frische, Qualität und Regionalität
Duftwelt „Online only“-Zusatzsortiment mit Marken-Parfums
Kampl. Im Ortsteil Kampl von Neustift wurde am 10. Juli ein neuer Spar-Supermarkt mit Bistro eröffnet. Die Filiale ist 640 m� groß und bietet ein großes Qualitätssortiment mit besonderem Fokus auf Frische. Spar-Kaufmann Herbert Steger, der noch zwei weitere Spar-Märkte in Milders und Fulpmes betreibt, beschäftigt ab 10. Juli insgesamt 44 Mitarbeiter. „Das neue Geschäft bietet alles für den täglichen Einkauf, die
Wiener Neudorf. Im Bipa Online Shop finden Kunden eine große Auswahl an Produkten, die das Angebot in den Bipa-Filialen übersteigt. Erhältlich sind in der Bipa Duftwelt Parfums und Pflegeprodukte von mehr als 850 Artikel und über 85 Marken. „Mit dem Launch der neuen Duftwelt erweitern wir das Sortiment des Bipa Online Shops um bekannte Luxusmarken. Wir werden das bereits jetzt schon riesige Angebot kontinuierlich für unsere Kunden ausbauen und damit unsere große Duftkompetenz unter Beweis stellen“, so Bipa-Geschäftsführer Dietmar Gruber über das neue Onlineangebot.
Neuer Spar-Supermarkt in Kampl
© Kastner/Stephan Huger
Wolfgang Huber, Bereichsleiter Organisation bei Großhändler Kastner.
Mülheim. Das Wetter des ersten Halbjahrs 2013 wirkt sich negativ auf die Umsätze des deutschen Händlers Tengelmann aus. „Man könnte sagen, die Umsätze bis April sind erfroren und im Mai abgesoffen“, sagte Geschäftsführer Karl-Erivan Haub. „Der Klimawandel beeinträchtigt die Umsätze.“ Saisonwaren für den Gartenbereich oder Frühjahrstextilien seien zu Ladenhütern geworden. Über 80 Filialen mussten im Zuge der Flutkatastrophe vorübergehend geschlossen werden oder wurden von den Wassermassen beschädigt. Die Handelsgruppe beschäftigt europaweit rund 83.826 Mitarbeiter in insgesamt 4.346 Filialen und wächst im Online-Handel.
© medianet
Hollabrunn. Wer von 1. bis 31. August ein neues Model von Renault, Dacia oder Mazda bei Hager in Hollabrunn kauft, erhält den Kofferraum gratis mit WaldquelleMineralwasser gefüllt. Auf unkonventionelle Weise soll mit dieser Aktion auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aufmerksam gemacht werden, erklärt Markus Hager, GF Autohaus Hager. „Gerade bei den Sommertemperaturen ist auf den menschlichen Flüssigkeitsbedarf zu achten. Nur wer genügend trinkt, fährt sein Auto sicher. Die Aktion von Markus Hager unterstützen wir gern, da sie dem Image der Waldquelle voll entspricht“, freut sich Herbert Czech, Geschäftsführer Waldquelle, über diese Initiative.
Kastner mit Bestnote bei IFS-2-Zertifizierung
schnelle Jause oder den großen Wochenendeinkauf und sichert damit die Nahversorgung im Tal auf höchstem Qualitäts- und Frischeniveau“, so Steger. Das Bistro verfügt über 16 Sitzplätze drinnen und weitere 24 Sitzplätze im Außenbereich und hat sieben Tage die Woche geöffnet. Außerdem sorgen 34 Gratis-Parkplätze (die Hälfte davon in der Tiefgarage) und ein Bankomat direkt im Geschäft für Komfort. (red)
Neue Düfte im Bipa Online-Shop
oder Preis erleichtern. Neben der Rubrik Duftwissen werden außerdem Begriffe rund um das Thema Düfte erklärt und Tipps zur Auswahl und Anwendung der Parfums gegeben. „Der Bipa Online Shop gewinnt auch für neue Zielgruppen an Attraktivität. Das Luxussortiment des neuen Duft Shops wird dabei in einem eleganten und stimmungsvollen Umfeld präsentiert, erklärt Gruber. (dp)
Spar-Kaufmann Herbert Steger (Mitte) mit seinem engagierten Team.
Hochwertige Produktbilder und detaillierte Beschreibungen sollen den Online-Parfumkauf in der Bipa Duftwelt für Kunden so angenehm wie möglich machen. Das Sortiment bietet stets aktuelle Neuheiten, wobei vielfältige Filterfunktionen die Suche nach dem passenden Duft über Aspekte wie Marke, Duftrichtung, Intensität
© Bipa
Duft-Kauf leicht gemacht
© Spar
Zwettl. Kastner wurde 2009 als erster Lebensmittelhändler Österreichs nach den strengen Kriterien des IFS-Logistic-Standards zertifiziert. Seit 2013 gibt es die Version 2 der IFS-Logistics Zertifizierung, für die das Unternehmen die beste Note erhielt. „Mit der neuen Version 2 soll der bereits hohe Standard weiter gesteigert werden“, so Wolfgang Huber, Bereichsleiter Organisation. Der Lebensmittelgroßhändler investiert noch stärker in Qualität und Lebensmittelsicherheit.
Handel Deutschland
Aktion Bei Autokauf spendiert das Autohaus Hager Waldquelle-Mineralwasser
Hall. Das Tiroler Traditionsunternehmen Hörtnagl Produktion und Handel GmbH investiert zum 150. Jubiläum in seine Zukunft: Der Standort in Hall wird um eine 1.500 m� große Produktionshalle erweitert. „Um für künftige Herausforderungen gerüstet zu sein, erweitern wir unseren Firmenstandort“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Hans Plattner. Mit dem Bau der neuen Produktionshalle vergrößert sich die bisherige Produktionsfläche von bisher 5.700 m� auf insgesamt 7.200 m�. In den Neubau investiert Hörtnagl mehr als sechs Mio. €. „Die vorhandene Anlage bleibt weiterhin im Betrieb; durch die stark steigende Nachfrage wird sie aber um die neue Anlage ergänzt“, so Geschäftsführer Friedrich Auer. Gründe für die gestiegene Nachfrage sieht Auer im veränderten Einkaufsverhalten und kleineren Haushaltsgrößen sowie in der längeren Haltbarkeit bei der Lagerung zu Hause.
Aktuelle Marken-Parfums und Pflegeprodukte in der neuen Bipa Duftwelt.
product news
Freitag, 12. Juli 2013
medianet retail – 17
Kalorien der sĂźĂ&#x;en und deftigen Art, danach Tee zum AbkĂźhlen Product News Wiesbauer Ochsen Leberkäse, Magnum Flirty Kiss Schoko-Brownie, Spar Cool Tea in diversen, erfrischenden Sorten und die Snickers Grusel-Lachattacke.
Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt
Launch Magnum Flirty Kiss Schoko-Brownie UVP 2,10 ₏ 80 ml Unilever LEH www.mymagnum.at
Snickers 2013 Promotion
Das hungrige Ich
Š Mars Austria
Wien. Zentrum der groĂ&#x; angelegten Snickers Promotion 2013 ist der „Hungry-me Generator“. Interessierte laden ein Portrait-Foto von sich hoch, beantworten eine Frage und „morphen“ sich in ihr lustiges, niedliches oder gar gefährliches „Hungriges-Ich“. Das digitale Ergebnis lässt sich auch downloaden und auf Facebook mit Freunden teilen. VerfĂźgbar ist das Tool auf snickers.at und via Facebook sowie direkt viaQR-Code auf den Snickers-Werbemitteln. (red)
Snickers beeindruckt in Ă–sterreich 2012 mit +4,2% Umsatzwachstum.
24. – 27. 8. 2013
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Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt
Launch Wiesbauer Ochsen Leberkäse UVP 1,99 ₏ 100 g Wiesbauer LEH Tel.: 01/877 46 58
Samstag – Dienstag Saturday – Tuesday
perfect date // perfect time Wichtigster Branchentreffpunkt in der zweiten Jahreshälfte // Unverzichtbare Orderplattform fßr das Winterund Weihnachtsgeschäft // Ausblick auf die Trends des Frßhjahrs // Einmalige Produktvielfalt rund ums Wohnen und Schenken // Namhafte Marken und internationale Key Player // Fßr alle Handelsformen >> Erleben Sie die 50 wichtigsten Grßnde, die Tendence zu besuchen. tendence-50reasons.com Telefon 01/867 36 60 60 // info-nbs@austria.messefrankfurt.com
DU: 30.05.2013
Nach dem Erfolg der ersten vier Sorten der Magnum 5 Kisses ist seit Juli zusätzlich der Flirty Kiss im Tiefkßhlregal erhältlich. Inspiriert von der franzÜsischen Patisserie, verfßhrt er mit edlen Zutaten wie zartem Schokoladeneis und Browniestßckchen. Das Knacken hochwertiger Magnum Schokolade ist allerdings limitiert.
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@5&@BMMH@.FEJBOFUQMVT13@ Y t CD-Rom t *40 t CMYK t cp: 06.05.2013
Š Wiesbauer; Unilever/Magnum/Hasselblad H3D; Spar
Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info
Als kulinarische Attraktion kreierte Wiesbauer vor zwei Jahren zur Premiere der „Wiener Wiesn“ den gschmackigen Ochsen Leberkäse. Diese besondere Leberkäse-Spezialität stellt Wiesbauer nun rechtzeitig vor der Wiener Wiesn 2013 in geschnittener Form als SB-Produkt mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt vor.
Ă–sterreich
So sehr wir den Sommer lieben, je hĂśher das Thermometer steigt, desto mehr braucht es eiskalte Erfrischungen. Daher hat Spar mit dem neuen Spar Cool Tea den perfekten Begleiter fĂźr die heiĂ&#x;en Sommermonate kreiert: Vier fruchtige Teesorten werden einfach mit kaltem Wasser aufgegossen und sorgen im Handumdrehen fĂźr kĂźhlende Genussmomente.
s h o p ta l k
18 – medianet retail
Freitag, 12. Juli 2013
Jura Professional Competence Center ottakringer Braukultur Wochen
© Jura Österreich/Pangrazzi Helmut
© Alba Communications GmbH/APA-Fotoservice/Schedl
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1. Manuel Deutsch, Andreas Deutsch, Thomas Kiernbauer, Andreas Hechenblaikner; 2. Reinhard Reisner, Friedbert Nairz, Franz Holzbauer 3. Auch Baristas gehören im Shop in Wörgl dazu.
Neuer Shop in Wörgl mit allen Kaffeevollautomaten 2
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1. Christiane Wenckheim mit Hannes Wieser und Corinne Gabler; 2. WKW-Präsidentin Brigitte Jank, Moderatorin Arabella Kiesbauer; 3. Ottakringer Marketing-Team, flankiert Alexander Laskowsky (Gelbmanns Gaststube); 4. Medecco-CEO Reinhold Gmeinbauer mit Sigi Menz.
Feiern bei schönem Wetter in neuer Event-Location
Das Trink-Fest
Ottakringer-Vorstand Christiane Wenckheim.
Vielfalt Großer Andrang herrschte vergangenes Wochenende beim offiziellen Bieranstich der Ottakringer Braukultur-Wochen. Bei herrlichem Sommerwetter eröffnete Ottakringer-Vorstand Christiane Wenckheim mit einem Bieranstich die neunwöchige Veranstaltung. Hunderte Gäste stürmten auf das Gelände – die ersten, die kamen, erhielten auch ihr Gratisbier. Nunmehr gibt es bis Anfang September rund um das Thema Biervielfalt ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm von Live-Acts über Jazz-Brunch und BBQ bis hin zum Fahrradkino. Und jede BraukulturWoche startet am Donnerstag mit dem Bieranstich einer der Gastbrauereien. Wiens neue Event-Location im Sommer zog auch eine Vielzahl prominenter Gäste aus Wirtschaft und Kultur an, wie etwa die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank, Moderatorin Arabella Kiesbauer, Nestlé Österreich-Generaldirektorin Corinne Gabler, Nestlé Schoeller-Chef Hannes Wieser, BrauereiverbandsChef-Chef Sigi Menz. (red)
Werner Dauschek ist seit Mitte Juni als neuer Leiter Marketing und Kommunikation sowie Mitglied der Geschäftsführung für die Marketingagenden von DiTech verantwortlich. Der gebürtige Tiroler startete seine Karriere als Leiter Marketing Kommunikation für den Reifenhersteller Michelin. Ab 1999 war Dauschek bei tele.ring für Werbung und Mediaplanung zuständig, bevor er 2003 als Werbeleiter die Verantwortung für sämtlich Kommunikationsagenden übernahm. 2008 wechselte er zu Orange, wo er bis zuletzt Head of Marketing Communications war und u.a. das Rebranding von One zu Orange verantwortete.
Kaffeevielfalt – auch im Büro möglich Kaffeezeit Im Jura-Shop in Wörgl präsentieren sich seit Kurzem alle Kaffee-Vollautomaten für den Professional-Bereich auf einem Blick. Für den Inhaber und Betreiber des Shops, Andreas Deutsch (Joy of Coffee Tirol), ist die Eröffnung des Professional Competence Center perfekt über die Bühne gegangen: „Es war ein Eintritt in ein neues Zeitalter der Vollautomatenszene; es zeigt klar auf, wie wichtig heutzutage eine professionelle Betreuung und wie hoch und notwendig der Bedarf eines zentralen Standorts im Einzugsgebiet ist.“ Die Besucher konnten bereits in der Eröffnungswoche alle Modelle der Jura Professional-Linie testen und sich von der Vielfalt der Kaffeespezialitäten überzeugen. Zu den Gästen der ersten Stunden und Tage zählten: Franz Holzbau er (GF Franz Holzbauer Service GmbH), Friedbert Nairz (GF coffee-time), Christian Grote (Leiter Tourismuskolleg Wilten), Josef Neyer (Amann Kaffee), Eyup Eydin (Envea Vienna Fashion Week: Café Culture Deutschland). Von 11.–15. September Auch der GF von Jura Österpräsentieren nationale und reich, Andreas Hechenblaik internationale Designer ihre ner, Serviceleiter Reinhard Kollektionen auf dem Areal Reisner sowie Vertriebsleiter vor dem MuseumsQuartier. Thomas Kiernbauer waren anwesend. (red)
Produkt des tages
Kopf des Tages
© DiTech
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die finstere brille
Dicke Kinder, billige Argumente Christian Novacek
Achtung Gelsen! „Stechmückenfreiheit bei allen Aktivitäten im Freien. Genießen Sie einen erholsamen Aufenthalt im Freien – ohne von Gelsen und Mücken belästigt zu werden“, das verspricht Gernot Krausz, Geschäftsführer der Eduard Kettner GmbH. Der „Gelsenstecker für draußen“ funktioniert energieautark mithilfe von Mini-Gaskartuschen. Das Gerät ist einfach zu bedienen und wehrt 98% aller Gelsen, Mücken und andere blutsaugende Insekten ab. Thermacell baut eine 4,5 m x 4,5 m „mückenfreie Zone“ um Sie herum auf! Erhältlich als dekorative Laterne oder tragbare Version mit Gürtelholster ab 32,99 € (inkl. Füllung für 12 Std. Gelsenschutz). Erhältlich in den Kettner-Filialen (11x in Österreich) oder online unter www.kettner.com
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ie Kinder sind zu dick. Sie werden zu Schleckermäulchen erzogen. Nicht nur von den Eltern, auch von der Lebensmittel industrie. Etwa mit Geruchspackungen, wo die Kleinen mit ausgestreckten Pfötchen gierig aufs Regal zutaumeln. Nö, Schmäh jetzt! So schlimm ist es nicht, aber immerhin wird der Kinderblick heute so weit nachempfunden, dass die Industrie ihre Ware im Supermarkt in den richtigen kindlichen Blickwinkel rücken kann. Um dem entgegenzuwirken, gibt es den Vorschlag, Kalorienbomben kräftig zu besteuern. Da macht aber das Gesundheitsministerium nicht mit. In der ORF-Sendung „Report“ wurde dargelegt, warum: Weil dann statt der teuren Kalorienbomben die billigen gekauft werden und somit schlechtere Qualität konsumiert wird. Also mög licherweise ist man im Ministerium ahnungslos, weil: Ein teures Red Bull ist nicht zwingend gesünder als das nahezu ident schme ckende Getränk von Spar S-Budget. Im Süßwarenregal wären die Vergleiche ebenso willkürlich: Ist Ferrero besser als Milka? Oder ist das Geschmackssache? Für mich liegt der Verdacht nahe, Politiker argumentieren im Sinn der Konzerne irgendwas vor sich hin. Da rauf würde ich mich wetten trauen. c.novacek@medianet.at
© Thermacell
55.000
D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen
Urlaubstest Nach eigenen Angaben bietet Starbucks weltweit 55.000 verschiedene Getränke an.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
freitag, 12. juli 2013 – 19
© gameloft.com
chancen bei tech-aktien
Apple, Samsung, Videogame-Aktien gelten laut Analysten derzeit als günstig Seite 21
© EPA/M. Ruetschi
financenet fonds und onkologie
Lacuna erwartet bevorstehenden Quantensprung bei der Krebsbehandlung Seite 22
nfc gibt gas kontaktlos bezahleN © Jansenberger Fotografie/www.digitalimage.at
Aktien-Halbzeit: Worauf Profis heuer noch hoffen
ATX 3. Juli–10. Juli 2013
2236,20
Wochentop Wochenflop
1,18%
Century 10,04% OMV -7,53%
Top 5 ATX Prime Century Casinos Wienerberger Zumtobel Palfinger Vienna Insurance Group
10,04% 9,32% 8,09% 6,38% 4,89%
Flop 5 ATX Prime OMV AMAG Raiffeisen Bank International Mayr-Melnhof Karton Agrana
-7,53% -5,38% -3,33% -2,47% -1,60%
© Pioneer Investments Austria/Robert Herbst; www.renatemedwed.com; Erste Group; Panthermedia.net/Worradirek Muksab
ATX (10.7.)
DAX 3. Juli–10. Juli 2013
DAX (10.7.)
8048,76 2,80%
Wochentop Wochenflop
Conti K+S
6,69% -1,77%
Top 5 DAX Continental Volkswagen aInfineon Technologies BMW
6,89% 5,91% 4,71% 4,36%
Flop 5 DAX K+S Deutsche Telekom HeidelbergCement Lufthansa Fresenius Medical Care
-1,77% -0,37% -0,30% -0,26% -0,21%
Petr Zajic (Pioneer Investments), Michael Sieghart (Wiener Privatbank), Friedrich Mostböck (Erste Group)
Wiens ATX hat Nachholbedarf Während die US-Börsen und andere Aktien märkte von der langen Periode lockeren Geldes profitierten, liegt Wien zur Jahres-Halbzeit immer noch acht Prozent tiefer als am 1. Jänner 2013. Experten hoffen für den Herbst auf Österreich-Aktien mit starken Dividenden. Seite 20 Geschäftsjahr 2012 Wegen Vorsorgen für MEL-Klagen
inhalt
Capital:Markets > Ben Bernanke gibt neue Rauchzeichen > Vermögensverwalter der Welt legen wieder zu
Meinl Bank mit 19 Mio. Euro Verlust 20 20
Banking > A.T. Kearney sieht Trends bei Banken kalt-warm 23 Insurance:Watch > Uniqa holt sich 350 Millionen Euro per Anleihe 24
© APA/Herbert Neubauer
Fonds:Park > Portugal bleibt vorerst in der Rezession 22 > Fonds-Anleger setzten im Juni auf mehr Sicherheit 22
Meinl Bank-Vorstand Peter Weinzierl: „Operativ im Plus, Aussichten gut“.
Wien. Der Meinl Bank-Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresverlust von 19 Mio. € erwirtschaftet. Im Jahr davor hatte es noch ein Plus von 1,5 Mio. € gegeben. Das Ergebnis vor Steuern (EGT) kletterte von 1,5 Mio. € 2011 auf 3,4 Mio. €. Im Wesentlichen haben „soziale Vergleiche” und Zuweisungen für Rückstellungen in der Causa MEL (Meinl European Land) das Ergebnis gedrückt, so die Meinl Bank. Rund 1000 Zivilklagen sind noch anhängig, doch glaubt man nun ausreichend dafür vorgesorgt zu haben. Der Ausblick für das Jahr 2013 sei positiv. (red/APA)
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20 – financenet
Freitag, 12. Juli 2013
financenet@medianet.at
Aktienanlage Bisher war 2013 nicht brüllend, was die Erträge betrifft – Experten setzen aber auf die nächsten Monate
kolumne
Das Jahr ist noch nicht um!
Transatlantische Geburtswehen
Potenzial bieten Aktien mit guter Dividende wie Kapsch, Palfinger, Flughafen Wien und Erste Group. Jahr jedenfalls hinterher. Die Handelsvolumina in Wien konnten heuer zwar schon um etwa sieben Prozent zulegen, befinden sich aber insgesamt noch auf niedrigen Niveaus. Der Abstand zwischen Anleiherenditen (zehnjährige Staatsanleihen) und Dividendenrenditen hat sich in den letzten Monaten massiv zugunsten von Aktien erhöht, obwohl auch Anleihezinsen von ihren Tiefs deutlich angezogen haben. Historisch gesehen ist das eine außergewöhnliche Situation. Die Ursache dafür liegt nicht zuletzt auch im vergangenen Kursrückgang des ATX, wodurch dessen darin enthaltene Aktien nun wieder deutlich unter Buchwert notieren, stellen die Erste-Group-Analysten fest.
reinhard krémer
Wien/Frankfurt. Es ist wie verhext: Immer, wenn die Aktienmärkte nach oben ausschlagen – und das hat der deutsche DAX heuer schon des Öfteren, nicht zuletzt gab es darum auch bereits ein All-timehigh –, kommt von irgendwoher ein negatives Signal und die Kurse rauschen wieder in den Keller. Und so liegt der ATX im Minus, der DAX grundelt dahin (obwohl es beiden Volkswirtschaften eigentlich nicht schlecht geht), der französische CAC kommt ebenfalls nicht richtig von Fleck und der polnische Index liegt gar 18% im Minus. Nur der amerikanische Dow Jones legte allen Turbulenzen zum Trotz um 13 Prozent zu und der japanische Nikkei-Index verbesserte sich gar um rund ein Drittel.
reinhard krémer
S
eit einigen Tagen laufen emsig die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen, das Europa mit den USA abschließen will. Es soll damit durch den Wegfall von Handelsschranken ein Markt von 800 Millionen Konsumenten entstehen, schwärmen sonst nüchterne Diplomaten freudentrunken. Zuletzt hatte George W. Bush in der rauchgeschwängerten Atmosphäre beim Spanferkelbraten am G20Treffen in Heiligendamm ein Abkommen in Aussicht gestellt. Geworden ist daraus, wie aus vielem, das von „Dabbeljuh“ verkündet wurde – richtig – nix. Diesmal aber könnte es durchaus ernst werden, denn Präsident Barack Obama muss seine Wirtschaft um jeden Preis ankurbeln. Ob davon aber auch die Europäer profitieren werden, muss sich erst noch zeigen. Denn das Abkommen hieße auch „Freie Fahrt“ für gentechnisch manipuliertes Saatgut, chlorgebleichtes Hühnerfleisch und andere US-Delikatessen. Fraglich ist auch, ob Europa damit das ACTA-Abkommen durch die Hintertür importieren würde. Für Österreich wäre es eine Chance, mit seinen qualitativ hochwertigen Produkten auf dem US-Markt zu reüssieren. Man wird nun sehen, ob unsere Ambassadore ihr Geld wert sind und ein für Europa vorteilhaftes Paket bescheren können. Vorsicht ist angebracht...
Auch Michael Sieghart von der Wiener Privatbank geht für das zweite Halbjahr 2013 von guten Investitionschancen für Anleger aus und empfiehlt vorwiegend stabile Dividendentitel wie Kapsch, Palfinger, Flughafen Wien und die Erste Group: „Wir rechnen für die zweite Jahreshälfte mit einer Fortsetzung der expansiven Geldpolitik und einer leichten Erholung der Weltwirtschaft. Das sind gute Voraussetzungen – für steigende Unternehmensgewinne und erfolgreiche Aktieninvestments.” In den Märkten Zentral- und Osteuropas ist über die Sommermonate mit hoher Volatilität zu rechnen. „Wir glauben aber, dass die Marktauswirkungen der Fed-Ankündigungen übertrieben sind und halten eine baldige Stabilisierung der Situation für wahrscheinlich“, meint Petr Zajic, Fondsmanager Aktien CEE bei Pioneer Investments Austria. „Die CEE-Notenbanken und die EZB sind in einer anderen Situation als die US-Notenbank (Fed) und werden daher auch weiterhin eine eher lockere Geldpolitik betreiben”, ist Zajic überzeugt.
Sind Aktienanleger nun auf der Verliererstraße? Nein, heißt es dazu bei den Analysten der Erste Group: „Global existieren viele wirtschaftliche Unsicherheiten, weshalb das Investitionsumfeld belastet bleibt. Die Märkte bleiben in Folge volatil, mangels Alternativen bleiben Aktien im Niedrigst-Zinsumfeld attraktiv.” Aufholpotenzial sehen die Experten nämlich gerade beim ATX. Mit einer klaren Underperformance im ersten Halbjahr von minus acht Prozent seit Jahresanfang könnte bis Jahresende wieder etwas Dynamik einsetzen, heißt es. Insgesamt gesehen war aber auch z.B. der Euro Stoxx 50 in der ersten Jahreshälfte leicht negativ. „Aktuelle Bewertungsrelationen wie erwartetes Gewinnwachstum, Kurs-Gewinn-Verhältnisse oder die Gewinn- und Dividendenrendite signalisieren jedenfalls Aufholpotenzial für die Wiener Börse im 2. Halbjahr“, stellt Fritz Mostböck, Leiter des Bereichs Group Research
© Erste Group
Aufholpotenzial beim ATX
Zuwachs bei Vermögen
Friedrich Mostböck, Erste Group: ATX schafft 2.400 Punkte bis zum Jahresende.
der Erste Group Bank, fest. „Für Anleger bleiben durch die global niedrigen Zinsen österreichische Aktien unter Renditegesichtspunkten weiter attraktiv.“
Kommen die Österreicher? Österreichische Aktien sollten generell vom höheren Potenzialwachstum in den Ländern Zentralund Osteuropas (CEE) profitieren. In den letzten fünf Jahren der Krise haben die CEE-Länder, und das wird auch international vermehrt
wahrgenommen, den Rest Europas wirtschaftlich outperformt. „Dieses Fundament sollte, in Kombination mit attraktiven Bewertungsniveaus, die Triebfeder für eine Besserentwicklung im zweiten Halbjahr sein. In Summe sollten wir bis Ende 2013 den ATX bei rund 2.400 Punkte sehen“, meint Mostböck. Das wäre immerhin ein Plus von rund zehn Prozent, verglichen mit dem Indexstand zum Redaktionsschluss. Nach Meinung der Analysten hinkt die Wiener Börse dem allgemeinen Trend im laufenden
US-Werk Siemens, Midrex
Nervenberuhigung im Visier US-Zentralbank könnte länger „expansiv“ bleiben
Plus für Asset Management
voestalpine lässt bauen
Bernanke gibt wieder Signale Washington. Die an den Finanzmärkten ab Herbst erwartete schrittweise geldpolitische Straffung in den USA ist noch keineswegs ausgemacht – oder so scheint es nach den neuesten Aussagen von Notenbank-Chef Ben Bernanke. Er sagte am Mittwoch auf einer Konferenz im US-Staat Massachusetts, der ultralockere Kurs in der US-Geldpolitik sei auch in absehbarer Zukunft erforderlich. Die Lage am Arbeits-
markt sei nicht so gut, wie es die Arbeitslosenquote vermuten lasse, die Inflation indes noch gering. Ein ähnlicher Tenor geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Fed-Sitzung von Mitte Juni hervor: Viele Notenbanker des Offenmarktausschusses (FOMC) seien bei der Sitzung überzeugt gewesen, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt erst noch weiter verbessern müsse.
„Jeder scheint seine eigene Meinung zu haben, wann mit dem Ausstieg begonnen werden sollte”, sagte Kim Rupert, Analyst bei Action Economics. „Ich glaube, der Zeitpunkt ist jetzt unklarer als zuvor.” Viele Experten seien zuletzt davon ausgegangen, dass es im September so weit sein könne; die neuesten Nachrichten würden einen solchen Zeitplan infrage stellen. Doch grundsätzlich, so meinen viele, sei der Ausstiegskurs dennoch in Bernankes Visier.
Linz. Der Stahl- und Technologiekonzern voestalpine hat Siemens und die US-Firma Midrex Technologies mit dem Bau seines USWerks beauftragt. Die geplante Direktreduktionsanlage in Texas weist ein Investitionsvolumen von 550 Mio. € auf. Die Anlage ist auf eine Jahreskapazität von 2 Mio. t hochqualitativem Eisenschwamm ausgerichtet. (red)
Laut Bernanke ist Erholung der US-Wirtschaft nicht so robust wie vermutet.
Derzeit kauft die US-Notenbank pro Monat für 85 Mrd. USD (66 Mrd. €) Staats- und Immobilienpapiere und schafft so frisches Geld. Mitte Juni hatte Bernanke aber erklärt, abhängig von der Entwicklung der Konjunktur könnten die Aufkäufe ab dem Herbst auslaufen und bis Mitte 2014 eingestellt werden. Die neuesten Aussagen könnten nun auf einen späteren Termin hindeuten; der US-Dollar kam daraufhin gegenüber dem Euro unter Druck. (red/ag)
© voestalpine
Das Gelddruck-Programm
© EPA/Michael Reynolds
Wien. Die Asset-ManagementBranche ist weltweit wieder auf Erholungskurs: Die global verwalteten Vermögenswerte stiegen 2012 um 9% auf 62,4 Billionen USD (48,53 Billionen €) und lagen damit wieder deutlich über dem Vorkrisenniveau von 57,2 Billionen USD, so eine Studie Boston Consulting Group (BCG). Der Anstieg der Kapitalanlagen sei vor allem auf die positive Entwicklung der globalen Aktien- und Rentenmärkte zurückzuführen und weniger auf Nettomittelzuflüsse, heißt es. Diese seien mit plus 1,2 Prozent zwar wieder stärker als in den Krisenjahren gestiegen, aber immer noch deutlich unter den Vorkrisenwerten von drei bis sechs Prozent. Die verwalteten Kapitalanlagen in Asien – exklusive Japan und Australien – nahmen 2012 um 17% auf 3,8 Billionen USD zu, in Nordamerika um 9% auf 30,3 Billionen USD und in Europa um 8% auf 17,5 Billionen USD. (APA)
Dividendentitel im Fokus
voestalpine-Chef Wolfgang Eder baut US-Werk um 550 Mio. Euro.
f o n d s : pa r k
Freitag, 12. Juli 2013
financenet – 21
financenet@medianet.at
DNB Asset Management Traditionskonzerne wie Apple und Samsung weisen ein tiefes KGV auf; günstige Bewertungen im Spielesegment
Chancen im Technologiemarkt Experte: Microsoft wird unterschätzt; hohes Wachstum bei Google erwartet. Tandberg-Johansen. Im von ihm gemanagten Fonds DNB Technology (ISIN: LU0302296495) hat er Google derzeit dennoch niedriger gewichtet als Mitbewerber Microsoft. Der Grund: „Zu unserer Anlagestrategie gehört auch, dass wir antizyklisch agieren, wenn es angebracht ist. Der Markt hat inzwischen erkannt, wie vielversprechend Google aufgestellt ist. Microsoft dagegen wird trotz seiner Ertragsstärke im Firmenkundensegment und seines guten Wachstumspotenzials unterschätzt.“ Im seinem Fonds jedenfalls hat Tandberg-Johansen die Strategie anscheinend bisher gut umgesetzt:
Auf Sicht von fünf Jahren liegt der Fonds nach eigenen Angaben mit einer durchschnittlichen jährlichen Performance von 15,15% an der Spitze seiner Vergleichsgruppe. Year-to-date beträgt das Plus 18,96%. Neben den genannten Technologieriesen setzt Tandberg-Johansen vor allem auf Spieleproduzenten wie Activision, Ubisoft oder Gameloft. Der Grund: Es steht die Einführung der nächsten Generation von Spielekonsolen an, die stärkend wirken soll. Auch der Markt der mobilen Spiele sollte sein starkes Wachstum fortsetzen – hier ist Gameloft der Favorit. (lk)
© gameloft.com
Wien. Viele Technologieaktien sind derzeit unterbewertet und bieten Investoren daher günstige Einstiegsgelegenheiten. Diese Auffassung vertritt Anders TandbergJohansen, Head of Global Technology bei DNB Asset Management. „Das um Netto-Cash-Positionen und Schulden bereinigte Kurs-GewinnVerhältnis (KGV) des Sektors für 2013 liegt lediglich bei 13“, erklärt der Fondsmanager. „Einzelne Traditionsunternehmen aus der Branche wie Apple oder Samsung sind sogar noch deutlich günstiger zu haben.“ Selbst bei einem Ex-CashKGV von nicht einmal 7 bei Apple und Samsung seien die Wachstumsaussichten beider Unternehmen mehr als intakt. TandbergJohansen erwartet für die nächsten drei Jahre einen Anstieg des Gewinns je Aktie von jeweils sieben Prozent jährlich.
Gameloft profitiert von der hohen Nachfrage nach Spielen für Android-Phones.
10 Jahre Exzellenz
Das „Google-Phone“ Noch deutlich stärker wird seiner Ansicht nach jedoch Google wachsen – nämlich um 16% jährlich. Zwar müssen Investoren für die Aktie des Internetriesen immerhin das 16-Fache des Jahresgewinns zahlen, allerdings erhalten sie dafür auch Anteile an einem Unternehmen, das auf allen wichtigen Wachstumsfeldern hervorragend positioniert ist. „Egal ob es um Smartphones und Tablets geht, um Cloud Computing, neue SpielePlattformen, TV- Services oder um Soziale Netzwerke – Google ist dabei“, sagt Tandberg-Johansen. Dies zeige sich auch daran, dass Google die Mehrzahl der Smartphones mit dem hauseigenen Betriebssystem Android ausstatte. Google-Produkte wie YouTube, Google Maps oder die Internetsuchmaschine kämen darüber hinaus selbst auf dem iPhone des Rivalen Apple in großem Umfang zum Einsatz. „Das iPhone könnte man also mit einigem Recht als Google-Phone bezeichnen“, so
Franklin Für Finanz-Videos
5 Telly Awards
New York. Das Fondshaus Franklin Templeton Investments hat insgesamt fünf Telly Awards – eine in der US-Medienlandschaft durchaus angesehene Award-Institution – für zwei inhouse produzierte Behavioral-Finance-Videos erhalten. In den Videos (zu sehen z.B. auf YouTube) geht es konkret um Verfügbarkeitsheuristik und Herdenverhalten. Die Jury habe die Animationen fantasie- und humorvoll gefunden, zudem seien die Botschaften klar zu verstehen. (lk)
www.bankdesjahres.com
Business Breakfast, Konferenz & Gala 19. 09. 2013 Baden bei Wien
10 Jahre. Die letzten 10 Jahre waren turbulent. Eine Krise jagt die andere, Grundgesetze der Wirtschaft sind außer Kraft, Europa hat große Herausforderungen vor sich. 10 Jahre, die an der Bankenwelt nicht spurlos vorüber gegangen sind, denn die Zinskurve zieht unangenehme Spuren durch die Bilanz, die Mobilität der Kunden und deren Ansprüche an Transparenz und Mitgestaltung sowie die Versuche, durch Gesetze künftige Krisen und Fehlentwicklungen zu verhindern, haben das ein oder andere Opfer gefordert. Aber es gibt auch die andere Seite: 10 Jahre, in denen Banken und Sparkassen mit Leistung und Engagement positiv aufhorchen ließen, bemerkenswerte Ideen realisierten und konsequent in der Umsetzung waren. Das macht Mut.
victor inspiriert und prämiert seit 10 Jahren Seit seiner ersten Minute dient victor nur einem Ziel: Banking Exzellenz zu fördern. Wir glauben daran, dass es mehr Konzepte für Erfolg gibt, als den billigsten Preis oder die jährliche Schrumpfkur. Heute laden wir Sie herzlich ein, Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein. Feiern Sie mit uns Banking Exzellenz auf der Gala, holen Sie sich inspirierende Ideen auf der Konferenz und diskutieren Sie über die Zukunft des Vertriebs beim Business Breakfast! Wir wissen nicht, ob wir die Bankenwelt verändern. Aber wenn dieser Tag Sie dazu inspiriert mit Mut an der Banking Exzellenz zu arbeiten, dann ist es für uns die größte Freude.in Richtung Exzellenz zu begleiten. Und wenn victor und dieser Tag dazu beitragen, mehr Exzellenz zu fördern, dann ist es für uns die größte Freude.
Anmeldung und Info: www.victorgala.com/anmeldung +43 2252 25 48 45 - 17 andrea.weiss@emotion-banking.at Die Teilnahme ist für Banker kostenfrei. Veranstalter
emotion banking
Franklin Templeton Investments erklärt leichtfasslich Behavioral Finance.
Medienpartner
© youtube
Strategie. Beratung. innovativeS Marketing.
victor Business Breakfast
Omnikanale Filiale als Finanzdrehscheibe Grand Casino Baden, Kaiser Franz-Ring 1, 2500 Baden, AUT ----------10:00 Effiziente Filialsteuerung und Societing; emotion banking 10:30 Personal Financial Planning als wirkungsvoller Baustein u.a.; axilaris GmbH 11:00 Raumkonzepte mit Zukunft; Bene AG; www.bene.com
victor Konferenz
Konzepte für Banking Exzellenz Grand Casino Baden, Kaiser Franz-Ring 1, 2500 Baden, AUT ----------12:00 Empfang und Mittagssnack 13:00 Best practice Erfahrungen von internationalen Vorständen
17:00
t Dr. Christian Rauscher; GF emotion banking & victor, AUT t Oyvind Oanes; CMO & General Manager Zuno Bank AG, AUT t Karl Reinhold Mai; Vst.-Vors. SPK Lüneburg, DE t Leonhard Zintl; Vst. VB Mittweida eG, DE t Bruno Baumann; Grenzgänger & Extremforscher, AUT
VIP Empfang
victor Gala
10 Jahre Exzellenz
Stadttheater Baden, Theaterplatz 7, 2500 Baden, AUT ----------17:30
Cocktailempfang & come together
19:00
victor Gala – Prämierung der erfolgreichsten Banken Showact: Maricel Wölk, internationaler Musicalstar
21:00
After Show & Galabuffet – Feiern Sie mit über 500 Bank-Führungskräften
Partner ®
PORTAS Y S PROJEKTGESELLSCHAFT
MBH
F o n ds: pa r k
22 – financenet
Freitag, 12. Juli 2013
financenet@medianet.at
Lacuna AG Globale Jahresumsätze für Krebsmedikamente werden in den nächsten drei Jahren um 25 Prozent auf 100 Mrd. Dollar ansteigen
Onkologie als Investmentthema
© EPA/Martin Ruetschi
Diagnostische und therapeutische Ansätze verschmelzen zusehends, Konzerne auf dem Feld wachsen jährlich im Schnitt um 10%.
Roche, Sanofi, Genentec, Amgen und andere erzielen Profit mit Krebsarzneien.
toren mit sich. Denn die forschenden und entwickelnden Unternehmen – Roche, Sanofi, Genentec, Amgen und andere – erzielten jährliche Wachstumsraten von durchschnittlich 10%.
Einer der Megatrends „Onkologie wird aufgrund des demografischen Wandels auch weiterhin einer der Megatrends im Gesundheitssektor bleiben“, sagt Thomas Hartauer, Vorstand der Lacuna AG, die entsprechende Branchenfonds anbietet. Vor allem mit steigendem Alter nimmt das Krebsrisiko stark zu, abgesehen vom Rauchen und ungesunder Ernährung als Auslöser. Interessanterweise entfallen aber schon mehr als 60% der krebsbedingten Sterbefälle auf die Emerging Markets. Vor dem Hintergrund eines steigenden Bedarfs wächst die Branche rasant. Allein die globalen
Jahresumsätze für Krebsmedikamente werden in den nächsten drei Jahren von gut 80 Mrd. USD (2012) auf mehr als 100 Mrd. USD (78,01 Mrd. €) ansteigen. „Hiervon profitieren vor allem Unternehmen aus der Biotech-Branche, die mit ihren innovativen Ansätzen die Krebsdiagnostik und -therapie vorantreiben“, so Hartauer weiter. Unter den weltweit umsatzstärksten Arzneimitteln finden sich daher gleich sieben von zehn biotechnologisch erzeugte Medikamente, darunter drei Krebsmedikamente. Und die Pipeline ist gut gefüllt. Es werden 400 weitere Produkte getestet. „Investoren sollten trotz der guten Chancen, die sich in der Onkologie-Branche bieten, über mehrere Biotech-Subsektoren diversifizieren“, so Hartauers Tipp. So könnten Anleger das innovative Potenzial des gesamten Biotech-Markts gezielt ausschöpfen und sich zugleich gegen Risiken absichern. (lk)
Western Asset Portugal braucht mehr Zeit, sonst geht auf halber Strecke der Sparmaßnahmen die Luft aus
short
Baltimore. Die GIPS-Staaten (Griechenland, Irland, Portugal, Spanien) sorgen wieder für Schlagzeilen. Nach Griechenland scheint nun auch Portugal vor neuen Herausforderungen zu stehen. Andrew Cormack, Portfolio Manager bei der 100%igen Legg Mason-Tochter Western Asset, sagt, dass Portugal das von der Troika verordnete Sparprogramm in den vergangenen zwei Jahren eigentlich ganz gut umgesetzt habe. So sank das Haushaltsdefizit von -8% auf unter -4%. Allerdings seien die aktuellen Zahlen schlecht und gefährdeten deshalb die von der Troika gesetzten Ziele. Die Europäische Kommission müsse dem Land mehr Zeit für das Defizitverfahren gewähren. Portugals Regierung sei nicht die
Zürich. Im ersten Halbjahr 2013 verzeichnete der Wandelanleihen-Spezialist Fisch Asset Management einen Neugeldzufluss von 1 Mrd. CHF. Die verwalteten Vermögen stiegen um rund 23% von 7,3 Mrd. CHF auf 9 Mrd. CHF. Damit setzt sich der positive Trend aus dem Jahr 2012 mit einem rekordhohen Nettozufluss von Neugeldern in Höhe von 1,7 Mrd. CHF fort, heißt es. Der Neugeldzufluss von 1 Mrd. CHF habe sich dabei auf alle Anlageklassen verteilt. Fisch AM wurde 1994 gegründet und beschäftigt derzeit 50 Mitarbeiter, davon ist mehr als ein Drittel im Kernbereich Portfolio Management tätig. ( lk)
Carmignac leitet die UK-Niederlassung
erste, die Gefahr laufe, dass ihr auf halber Strecke der Sparmaßnahmen die Luft ausgehe. Zudem sei Portugal vom Markt quasi ignoriert worden: „Die Spreads zu deutschen Staatsanleihen haben sich seit dem Höhepunkt der Krise im ersten Quartal 2013 bei über 1000 Basispunkten gesammelt.“ Ein Grund dafür: Portugal habe es geschafft, einen Großteil seines Haushaltsdefizits abzubauen. Entscheidender sei, dass sich die Stimmung gegenüber Risiken seit der Einführung der endgültigen Käufe und Verkäufe von Staatsanleihen an den Sekundärmärkten im Euro-Raum verbessert habe. Cormack: „Damit ist aber auch klar, dass Portugal vorerst in einer Rezession bleibt.“ (lk)
© EPA/Manuel De Almeida
Experte: Portugal bleibt vorerst in Rezession
Fisch AM mit hohem Neugelderzufluss
Premier Pedro Passos Coelho: Seine Regierung muss Festigkeit erst beweisen.
UBS Investor Sentiment Index misst Risikobereitschaft
HSBC I Australien-Report
HSBC II Direktinvestitionen
Frankfurt. Investoren positionierten sich im Juni deutlich vorsichtiger als noch im Mai. Dies zeigt die jüngste Auswertung des UBS Investor Sentiment Index, der die Risikobereitschaft der Käufer von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX misst. Anleger wählten im Vormonat einen durchschnittlichen Cap 17,72% unter dem jeweils aktuellen Stand des deutschen Leitindex. Damit lag der UBS Investor Sentiment Index im Juni 7,89 Prozentpunkte
Sydney. Der boomende Minensektor hat Australiens Wirtschaft in den vergangenen Jahren Auftrieb gegeben. HSBC zufolge muss das Land die Struktur seiner Wirtschaft nun angesichts fallender Rohstoffpreise und des gedämpften Wachstums in China überdenken. Die Gefahr einer Rezession sei jedoch gering,so HSBC in einem aktuellen Länderbericht. Bereits 2014 könne das Wirtschaftswachstum in Australien wieder anziehen. (lk)
Wien. Traditionell sind die Industriestaaten Hauptquelle und -ziel für ausländische Direktinvestitionen. HSBC Global Research zufolge könnte sich dies jedoch in absehbarer Zukunft grundlegend ändern. Schwellenländer wie Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) dürften als Quelle und Ziel ausländischer Direktinvestitionen immer wichtiger werden. Die zentralen Thesen lauten: Die ausländischen Direktinvestitionen mit Ursprung in den vier BRICStaaten könnten in den nächsten zehn Jahren um 1,2 Bio. USD zunehmen und sich damit verdoppeln. Der Grund: der wachsende Wohlstand und Handel der Schwellenländer sowie der Wunsch nach Investitionen in reale Güter. Davon dürften vor allem andere Emerging Markets profitieren. Denn es dürfte ins Bewusstsein der Investoren rücken, dass die nachlassende Dynamik in den westlichen Industriestaaten nicht zyklischer, sondern struktureller Natur ist. Ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern dürfte an diesem langfristigen Trend wenig ändern.
© Panthermedia.net/Ernst Riha
Die DAX-Entwicklung im Juni war für viele Anleger wie eine Achterbahnfahrt.
tiefer als noch im Mai, als der durchschnittliche Cap 9,83% unter dem Referenzindex notierte. Der UBS Investor Sentiment Index misst die Höhe der Caps, die Anleger beim Kauf von UBS Discount-Zertifikaten auf den DAX gewählt haben, und vergleicht diese Werte mit dem jeweiligen Stand des deutschen Aktienindex. Erreicht der DAX am Laufzeitende den Cap oder liegt sogar darüber, erzielen die Inhaber der Discount-Zertifikate die maximal mögliche Rendite. Liegt der Cap weit unterhalb des DAX, zeigt dies, dass Anleger größere Kursrückgänge erwarten. Die Höhe des gewählten Caps ist daher ein Indikator für den Optimismus der Anleger. Zur Monatsmitte hin, bis Ende Juni, agierten Anleger sogar noch konservativer als am Monatsanfang. „Die DAX-Entwicklung im Juni war für Anleger wie eine Achterbahnfahrt“, sagt Marcel Langer, Director bei UBS. Auch die Verunsicherung über den weiteren Kurs der US-amerikanischen Geldpolitik und die konjunkturelle Entwicklung in China seien sicher treibende Faktoren gewesen. (lk)
© EPA/Tony McDonough
© Carmignac
Anleger suchten im Juni Sicherheit Keine Rezession Verschiebung
Maxime Carmignac: Vertrieb im englischen Markt wird neu gestaltet.
Paris. Die Ernennung von Maxime Carmignac unterstreicht die Ambition der Carmignac Gestion-Gruppe in UK und bekräftigt deren langfristiges Engagement auf diesem Markt. Matthew Wright behält sein Amt als Leiter des institutionellen Geschäfts in England bei. In ihrem neuen Amt übernimmt Maxime Carmignac die Ausarbeitung und Umsetzung der langfristigen Strategie von Carmignac Gestion im Vereinigten Königreich. Die personelle Verstärkung auf höchster Ebene soll das Wachstum von Carmignac in England fördern. Die dortige Niederlassung wurde vor einem Jahr gegründet.
Regensburg. Im Bereich der Krebsforschung und -behandlung steht ein Quantensprung kurz bevor. Dieses Fazit zieht Senior Portfoliomanager Christian Lach bei Adamant Biomedical Investments AG nach dem Besuch der diesjährigen ASCO (American Society of Clinical Oncology), dem weltweit wichtigsten Branchentreff im Bereich Onkologie. Diagnostische und therapeutische Ansätze würden zunehmend verschmelzen, heißt es. Eine zielgerichtete Krebsbehandlung sei so möglich, erste Erfolge seien bereits sichtbar: „So sank die Krebssterblichkeit von einem Hoch Anfang der 1990er-Jahre bis heute deutlich ab, sodass inzwischen gut zwei Drittel der Krebspatienten ihre Erkrankung überleben.“ Jenseits von Behandlungserfolgen, die sich für Patienten durch die Forschungsanstrengungen ergeben, bringen die Fortschritte auch aussichtsreiche Chancen für Inves-
Großteil der Wirtschatt ist außerhalb des Minensektors angesiedelt.
ba n k i n g
Freitag, 12. Juli 2013
financenet – 23
financenet@medianet.at
„Bankenwetter“ Retail Banking Radar von A.T. Kearney sieht Positivtrends, weist aber auch auf nötige Schritte hin
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Teils sonnig, teils grau: mit Kaltfront vor der Tür
Kombi aus Sparen und Vermögensverwaltung Salzburg. Die österreichische direktanlage.at bietet ab sofort ein Kombiprodukt aus einem hochverzinsten Tagesgeldkonto und einer Vermögensverwaltung an. Bei „Sparen & Anlegen“ wird die Hälfte des Veranlagungsbetrags auf ein TopZins-Konto zu einem für 6 Monate garantierten Zinssatz von 2,5% veranlagt. Weiters wird zu je maximal 25% in aktiv gemanagte Aktien- und Anleihenfonds investiert. Die Mindestveranlagung beträgt 30.000 €. Die Auswahl der Aktien und Anleihen geschieht durch den deutschen Vermögensverwalter DJE Kapital AG. Es wird vorwiegend in substanzstarke, große Unternehmenswerte investiert, mit hoher Dividendenrendite; des Weiteren in asiatische Unternehmen mit hohen Wachstumschancen. Beim Anleihenanteil wird in Unternehmensanleihen und Anleihen mit Inflationsschutz angelegt. (lk)
Sinkende Profitabilität Im Jahr fünf der Krise haben die regionalen Unterschiede weiter zugenommen. Während die Banken in den skandinavischen Ländern sowie der Schweiz die Zeit der Unsicherheit hinter sich gelassen haben, ist die Krise für die Institute in den südeuropäischen Ländern längst noch nicht vorüber. Die Banken in Westeuropa erweisen sich alles in allem als stabil, wenngleich sie auch unter den niedrigen Zinsen leiden. In Osteuropa kämpfen die Banken noch, schalten aber langsam wieder auf Wachstum. Die meisten Institute kämpfen mit stagnierender oder sinkender Profitabilität und haben 2012
Santander Bank mit neuem Sprecher
Pratz: „In Westeuropa ist man noch nicht aus dem Tal heraus; die hier üblichen Gratiskonten, etc. bringen keine neuen Kunden.“
weniger verdient als im Vorjahr. Erzielten die Institute in früheren Jahren noch mehr als 0,7% Rendite auf ihre Aktiva, so waren es 2012 nur noch 0,6%. Der Rückgang liegt A.T. Kearney zufolge vor allem an der höheren Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite in den Krisenländern. Im Umfeld niedriger Zinsen und verunsicherter Konsumenten verdienten zwar auch die Privatkundeninstitute in den stabileren Ländern weniger als vor der Krise, der Rückgang fiel dort aber weniger dramatisch aus. Die Banken müssen nun dringend gegensteuern. „Die Privatkundeneinnahmen werden in den nächsten Jahren im besten Fall stagnieren“, so der Ausblick. Die Bankkunden sind nicht nur weiterhin verunsichert und investieren zurückhaltend in Fonds und andere Anlageprodukte, was sich in weiter
fallenden Provisionseinnahmen zeigt, sondern sie geben im Schnitt auch weniger für Finanzdienstleistungen aus. Am meisten Kopfzerbrechen bereite die Tatsache, dass die zinsabhängigen Erträge keinen stärkeren Ausgleich mehr schaffen können. Auch der Gewinn pro Kunde und die Kosten-Ertrags-Quote hätten sich verschlechtert. Als Folge der Restrukturierungen und des Stellenabbaus seien jedoch die Einnahmen pro Mitarbeiter gestiegen. Bei der Cost-Income-Ratio ist Spanien übrigens Spitzenreiter; dort schaffe man es, auch Kleinstfilialen profitabel zu betreiben. Als Auswege aus dem Tief zeigt A.T. Kearney auf: „Das Konto, die Immobilienfinanzierung sowie die Anlage-Idee sind weiterhin die wichtigsten Produkte. Die Banken müssen individuell auf die Kunden eingehen, etwa durch Konten mit
Wien. Robert Hofer (45) ist seit Mai 2013 Unternehmenssprecher der Santander Consumer Bank. In dieser Funktion verantwortet der Medien- und Kommunikationsexperte die externe Konzernkommunikation und das Stakeholder-Management der Bank, die in Österreich rund 450 Mitarbeiter beschäftigt. (red)
besonderem Zusatznutzen oder Anlageprodukte, die gegen Inflation schützen oder Zugang zu AssetKlassen schaffen, die Privatkunden bislang verwehrt sind.“
Multikanal ist Trumpf Nötig seien auch strukturelle Veränderungen, wie sie in Skandinavien bereits umgesetzt worden sind, denn speziell in Westeuropa lässt sich die Kostenschraube kaum mehr weiter anziehen: „Die Themen hier sind Multikanal und Filialumbau.“ Es gehe nicht darum, Filialen zu schließen, denn „alle Kunden brauchen mehr Beratung als früher, Finanzierungen sind komplexer geworden“. In Österreich habe man sich zu lang auf das Osteuprageschäft als Kompensation verlassen, so Pratz abschließend zu financenet. (lk)
© Santander
Düsseldorf/Wien. Europas Kreditinstitute verfügen mit dem Privatkundengeschäft trotz Krise noch über einen erstaunlich stabilen Anker. Wie der jährliche Retail Banking Radar der Managementberatung A.T. Kearney zeigt, sind die Erträge der Privatkundenbanken seit dem Höhepunkt der Krise 2008 vergleichsweise stabil geblieben und für die meisten Häuser immer noch eine verlässliche Einnahmequelle. „Angeheizt durch die wirtschaftliche Unsicherheit, nimmt die Sparrate zu und die Kundeneinlagen wachsen, auch die Kreditvergabe ist immerhin im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt gewachsen“, sagt Andreas Pratz, Partner bei A.T. Kearney und einer der Studienautoren. Außer bei den Instituten in Krisenländern wie Portugal, Spanien oder Italien sei auch die Risikovorsorge für faule Kredite fast überall gesunken. Für die Retail Banking-Studie wurden mehr als 93 Privatkundenbanken in 24 west- und osteuropäischen Ländern beleuchtet.
© comdirect
Europa der vier Zonen: Regionale Kluft wird größer; viele Institute müssen sich warm anziehen.
Robert Hofer studierte Rechtswissenschaften und Kommunikation.
Bankengehaltsstudie Kritik: In den Nachwuchs wird in Österreich zu wenig investiert
Weitere Tranche Zwei Zins-Varianten, fünf Jahre Laufzeit
Die Krise hat die Boni gekappt
Ethik-Schatzschein
Wien. Sowohl Job- als auch Gehaltsstrukturen haben sich im heimischen Bankwesen durch die Krise und die daraus resultierenden Regulatorien wie CRD III (Anm.: Eigenkapitalrichtlinie) gewandelt. Variable Zahlungen wurden nicht nur in ihrer Anteilshöhe am Grundgehalt reduziert, sondern auch an weniger Personen vergeben. „Die starke Reduktion der variablen Zahlungen – bis zu minus 60%
Wien. Nach der erfolgreichen ersten Emission einer ethischen Kassenobligation in Österreich zu Jahresbeginn hat die Bankhaus Schelhammer & Schattera AG nun eine weitere Tranche aufgelegt. Anleger können bei einer fünfjährigen Laufzeit zwischen einer Fixzinsvariante oder einer variablen Verzinsung wählen. Variante 1 weist einen Fixkupon für die gesamte fünfjährige Lauf-
Um mehr als die Hälfte tiefere Boni in Vertrieb, Investmentbanking gegenüber 2011.
gehälter – insbesondere bei Führungskräften – überdurchschnittlich gestiegen. Dies in erster Linie wegen der höheren Anforderungen der Aufsicht, die Mehraufwand und -kompetenzen bedeuten.
Nachwuchsproblem Veränderungen zeigten sich auch in der Rekrutierungspraxis. „Gerade für Spezialthemen werden weniger junge Mitarbeiter ausgebildet, gleichzeitig steigt jedoch der Qualifizierungsanspruch. Nur in wenigen Bereichen wie etwa Risikomanagement, Controlling oder dem Finanzierungsbereich, werde aktiv Personal aufgebaut. Im Gegensatz dazu ändern sich zahlreiche Geschäftsmodelle und schrumpfen ganze Geschäftsbereiche wie z.B. das Wertpapiergeschäft oder das Investmentbanking. Kritik gibt es auch dafür: Zwischen gleich qualifizierten Männern und Frauen herrschen immer noch Gehaltsunterschiede von bis zu 20%. In Führungspositionen liegt der Anteil an Frauen außerdem nur noch bei 18%. (lk)
© Panthermedia.net/Dmitriy Shironosov
© Bankhaus Schelhammer &Schattera/Thomas Topf
zum Beispiel im Investmentbanking – zeigt, dass die Regulatorien am Markt angekommen sind und den hohen Boni ein Ende bereitet haben“, kommentiert Gundi Wentner, Partnerin bei Deloitte Österreich. Deloitte führt alle zwei Jahre diese Art Banken-Studie durch. Allerdings sind in Rechnungswesen, Controlling und Riskmanagement nicht nur der Personalstand, sondern auch die Grund-
Schelhammer & Schattera mit umfassender Ethik-Spar- und Anlage-Palette.
zeit von 1,25% p.a. aus, Variante 2 einen Erstkupon von 1,375% für das erste Jahr und anschließend ab 12.6.2014 eine variable Verzinsung mit 3 Monats-Euribor-Bindung. Gleich ist für beide Varianten die Laufzeit von 12.6.2013 bis 11.6.2018. Der Ersterwerb ist spesenfrei und es werden keine Depotgebühren verrechnet.
Wirtschaftliche Stärke Sowohl variable als auch fixe Variante werden am 12.6.2018 zur Gänze zum Nennwert getilgt. Kassenobligationen sind durch das gesamte Vermögen der Bankhaus Schelhammer & Schattera AG sichergestellt. In diesem Zusammenhang verweist das Bankhaus auf die wirtschaftliche Stärke: Die Eigenmittelausstattung von Wiens ältester Privatbank betrage mehr als das Dreifache der gesetzlich erforderlichen Eigenmittel. Die Bankhaus Schelhammer & Schattera AG bietet als einziges heimisches Institut eine durchgängige Palette an Spar- und Anlageformen auf ethisch-nachhaltiger Basis an.
b a n k i n g / i n s u r a n c e : Watc h
24 – financenet
Freitag, 12. Juli 2013
financenet@medianet.at
short
© APA/Hans Klaus Techt
Uniqa plant Anleihe über 350 Mio. Euro
NFC-Karten Die Umstellung auf kontaktlose Bezahlvorgänge ist in voller Fahrt, die Anbieter weiten Angebot aus
Kontaktloses Zahlen wird Kartenanteil anheben Bis Ende 2015 will card complete vier Fünftel seiner Karten auf die neue Technik umgestellt haben. kurt sattlegger
emotion banking-Chef Christian Rauscher: 10 Jahre victor.
Baden. Unter dem Motto „10 Jahre Exzellenz“ steht die heurige victor Gala: in den vergangenen Jahren wurden über 70 siegende Banken in den Kategorien Strategie, Führung, Mitarbeiter, Kunde, Firmenkunde, Unternehmenskultur, Dynamik, Innovation sowie als Bank des Jahres gekürt. Sowohl Sieger als auch victor-Nutzer profieren laut Veranstalter emotion banking von der ganzheitlichen und vernetzten Analytik. Der Tag beginnt bei einem Business Breakfast in den Räumlichkeiten des Casinos Baden. Es werden virtuelle und reale Filialkonzepte der Zukunft präsentiert und darüber gesprochen, wie die Effizienz weiter gestärkt werden kann, heißt es. Zweiter Programmpunkt ist die victor-Fachkonferenz zum Thema „Konzepte für Banking Exzellenz“. Höhepunkt ist dann am Abend die Verleihung des victor an die Sieger; victor sei weit mehr als ein Wettbewerb, denn jedes Institut, das victor für sich nutzt, profitiere von den fundierten Analysen. (red)
NFC steht für „Near Field Communication“ und ermöglicht das kontaktlose Zahlen mit Plastikgeld, ein Großteil der Sparmärkte bietet z.B. den Kunden bereits diese Möglichkeit. Allerdings kursieren Gerüchte über die Sicherheit der neuen Bezahlmöglichkeit. Wofür es keine Grundlage gibt, meinen Experten von card complete. NFC ist demnach einfach der nächste logische Schritt nach der Umstellung von Magnetstreifen auf Chip: eine neue, leistungsfähigere Schnittstelle. Der neue Chip bringe in Wirklichkeit dieselbe Sicherheit für den Kunden. Die Kommunikation mit dem Terminal funktioniert nur auf vier Zentimeter Abstand und dauert maximal eine halbe Sekunde. Eine Vielzahl von zum Teil geheimen „Parametern“, also Sicherheitsprogrammen, soll einen Missbrauch verhindern. Im Moment ist kontaktloses Zahlen bis zu einem Maximum von 25 € ohne Legitimation, also ohne Unterschrift oder Pin, möglich, ein Limit, das aber in Zukunft erhöht werden könnte.
Kontaktloses Zahlen soll sich auch in Österreich durchsetzen – die Anbieter sehen Vorteile für Geschäfte und Kunden.
Die Vorteile liegen etwa für den Lebensmittelhandel auf der Hand: ein Bezahlvorgang mit Bargeld benötigt 30 Sekunden, einer mit herkömmlicher Karte 20 Sekunden und mit NFC verringert sich die Dauer auf zehn Sekunden. Übers Jahr gerechnet werden sich da einige Tage an Einsparungen bei den Beschäftigten ergeben.
Vorteile für Kunden Aber was bringt die neue Technik an Vorteilen für die Karteninhaber? Schnelligkeit ist das eine Argument. Heimo Hackel, Vorstandschef von card complete, denkt dabei zum Beispiel an den schnellen Einkauf beim Bäcker oder in der Trafik – kontaktloses Zahlen ohne
Verifikation komme hier dem Kunden sehr entgegen. Gern bringt er auch das Argument der Hygiene: Auf Geldscheinen und Münzen befänden sich schließlich eine Unzahl von Keimen, auf der Kreditkarte auch, aber die stammten vom Inhaber selbst; das kontaktlose Zahlen bringe hier noch einen kleinen Vorteil. Außerdem würden die neuen Chips länger halten, weil sie in keinen physischen Kontakt mit dem Lesegerät treten. Und sie seien leichter zu bedienen – eine falsche Einsteckrichtung wie beim herkömmlichen System gibt es nicht. Und schließlich erspare man sich das Hantieren mit Münzen. Bis Ende 2013 will card complete bis zu 10.000 NFC-fähige
Terminals installiert haben; man setzt dabei auf neue Lesegeräte, die beides beherrschen, kontaktlos und herkömmlich. PayLife hat aktuell in Österreich rund 6.500 Terminals mit der Kontaktlos-Funktion ausgestattet, bis Jahresende werden es mehr als 10.000 sein.
Mehr bargeldloses Zahlen Letztlich soll das neue System dazu beitragen, den Anteil von Bargeldzahlungen zu senken. Der liegt in Österreich mit 80% immer noch sehr hoch. In Schweden wird dagegen zu 85% bargeldos bezahlt, so Hackel. In Polen hätten NFC-fähigen Karten den bargeldlosen Anteil kräftig steigen lassen.
Halbjahresbilanz 1 Um 26% mehr Transaktionen
Halbjahresbilanz 2 Gutscheinkarten steigen deutlich
Wien. Die card complete Service Bank AG zieht eine positive Zwischenbilanz für das erste Halbjahr 2013. Sowohl Gesamtumsatz (+ 10%) als auch Gesamttransaktionen (+26%) wurden demnach gesteigert. „Durchgängige Wachstumsraten, in einzelnen Bereichen bis zu 40 Prozent, bestätigen unseren fortwährenden Wachstumskurs“, freut sich Vorstandschef Heimo Hackel.
Wien. Auch der Bezahlkartenanbieter PayLife verzeichnet im 1. Halbjahr 2013 Steigerungen beim Umsatz und bei den Transaktionen. 1,36 Mio. Karten (+16,8%) brachten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 20 Mio. Transaktionen (+2,6%) einen Umsatz von 1,65 Mrd. € (+3,13%). Im E-Commerce-Bereich legte PayLife mit 2,08 Mio. Transaktionen (+11,8%) beim Umsatz um 13,6% auf 146,7 Mio. € zu.
card complete mit guten Zahlen unsere Kartenprodukte besonders attraktiv“, ist Hackel überzeugt. Die Zahlungsabwicklungen über Terminals stieg im ersten Halbjahr 2013 gegenüber 2012 im zweistelligen Bereich: Der Gesamtumsatz aller Transaktionen wuchs um 15% auf rund 3 Mrd. €, die Anzahl der Transaktionen an Terminals stieg um 40% auf 40 Mio. „Die Österreicher greifen immer öfter zur Karte“, freut sich Hackel über den positiven Trend. (red)
Paylife: stark mit Prepaid-Karten
5,3 Mrd. € Umsatz
57% mehr Prepaid-Karten
Der Gesamtumsatz von 5,3 Mrd. € entspricht einer Steigerung von 10% zum Vergleichszeitraum 2012. Die über card complete abgewickelten Transaktionen stiegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 um mehr als ein Viertel auf 62,0 Mio. Bei der Anzahl der ausgegebenen Karten wurde die 1,25 Mio.-Marke erreicht. Im Kartengeschäft betrug das Umsatzzuwachs 5% (auf 2,3 Mrd. €). Die Anzahl der Transaktionen stieg hier um 6% auf 22 Mio. „Besonders unsere Zusatzleistungen wie Reiseund Reisestornoversicherung oder Meilensammelfunktion machen
Gut gelaufen ist das Halbjahr auch bei den Prepaid-Karten. Mit über 511.000 ausgegebenen Karten (+57% im Vergleich zum Vorjahr) spiegle sich hier der starke internationale Trend zu Gutscheinkarten wider, meint PayLife-Geschäftsführer Peter Neubauer. PayLife bietet entsprechende Shopping Center-Lösungen in fünf Ländern an (Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei und Niederlande). Zu den zehn Shoppingcentern, die Gutscheinkarten von PayLife anbieten, werden bis Jahresende noch zehn weitere dazukommen.
card complete-Chef Heimo Hackel: zufrieden mit Halbjahresbilanz.
Die PayLife-Terminalanzahl im Ausland stieg im ersten Halbjahr 2013 auf über 2000 (+39%) an. Weiteres Wachstum erwartet sich Neubauer von NFC-fähigen Terminals (siehe auch oben): In Slowenien und der Slowakei werden von PayLife seit Jänner 2013 alle neuen Händler mit NFC-fähigen Terminals ausgestattet, viele Kunden hätten eine Aufrüstung der bestehenden Infrastruktur begonnen oder schon abgeschlossen. (red)
© Andi Bruckner
© emotion banking
victor Gala am 19. September 2013
Sicherheit bleibt
© Jansenberger Fotografie/www.digitalimage.at
Wien. Die Uniqa Group plant die Emission einer Ergänzungskapital-Anleihe im Volumen von bis zu 350 Mio. €. Die Emission soll in den nächsten Wochen nach einer Road Show in Großbritannien und Kontinentaleuropa durchgeführt werden. Die Ergänzungskapital-Anleihe soll sowohl die aktuellen Anforderungen für die Eigenmittelanrechnung erfüllen (Ergänzungskapital unter Solvency I) als auch die absehbaren Anforderungen für die Eigenmittelanrechnung unter dem Solvency II-Regime, das 2016 in Kraft treten soll. Das Angebot der neuen Ergänzungskapital-Anleihe wird sich an institutionelle Investoren in Europa richten. Als Joint Lead Manager agieren JP Morgan, Raiffeisen Bank International und BNP Paribas. Durch diese Anleiheemission werden die Vorbereitungen für den geplanten Re-IPO nicht berührt, wird betont. Abhängig von den Marktverhältnissen, plant Uniqa nämlich eine Kapitalerhöhung über die Börse, mit der der Aktien-Streubesitz auf bis zu 49% erhöht werden könnte. (red)
Wien. Kontaktlose Bezahlkarten erobern den heimischen Markt. Bis Ende des Jahres will der Kreditkartenanbieter card complete 150.000 NFC-fähige Karten ausgegeben haben, bis Ende 2015 sollen dann vier Fünftel seiner Karten damit ausgestattet sein. Auch Konkurrent PayLife setzt auf die neue Technologie. Seit Einführung von „Quick kontaktlos“ wurden mehr als 500.000 Transaktionen getätigt und bereits über 43.500 entsprechende Wertkarten ausgegeben.
© Card Complete/www.keinrath.com
Uniqa-Chef Andreas Brandstetter holt sich frisches Geld.
PayLife-Chef Peter Neubauer: starker Trend bei Gutscheinkarten.
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
Freitag, 12. Juli 2013 – 25
© EHL Immobilien
wiener büromarkt regt sich
Laut EHL im 1. Halbjahr um 22 Prozent mehr Vermietungen, Gesamtjahr auf 2012er-Niveau Seite 27
www.ehl.at
stufenzins-anleihen legen zu
S Wohnbaubank stockt Emissionen auf, Gemeinnützige Wohnbauträger erhalten mehr Geld Seite 28
Wir leben Immobilien.
Colliers: „Starkes Plus auf Osteuropas Markt“
HAUSPREISE IN ÖSTERREICH Bundesland Wien Salzburg Tirol Vorarlberg Niederösterreich Oberösterreich Kärnten Burgenland Steiermark
© s Bausparkasse
real:estate
Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien
€/m² Wfl. 4.591 3.586 3.568 2.189 2.110 2.070 1.821 1.670 1.634
Quelle:
IMMO-AGS 3. Juli–10. Juli 2013
IATX (10.7.)
156,40
Wochentop Wochenflop
3,95%
CA Immo 4,33% s Immo 0,22%
CA Immo Immofinanz conwert Warimpex Atrium Sparkassen Immobilien
4,33% 4,32% 3,91% 3,52% 2,13% 0,22%
IMMO-FONDS
Monatstop ESPA St. A.-P. 4,80% Monatsflop CS Sicav Eq. -11,83% Top 5 Immofonds ESPA Stock Asia-Pacific Parvest Real Estate Sec. First State Gl. Property ING (L) Invest Global Re Parvest Real Estate Sec.
4,80% 4,07% 3,02% 2,35% 2,34%
Flop 5 Immofonds CS Sicav One(Lux) Equ. Gl. -11,83% E&G Immobilienaktien -5,32% iShares FTSE/EPRA Europe -4,38% EasyETF EPRA Eurozone -4,30% AXA Aedificandi D -4,01% 3. Juli–10. Juli 2013
© Colliers; medianet; panthermedia.net/udra
1-Monats-Performance (per 10.7.)
Immobilienmanagement Immo-Dienstleister Colliers hat die Zahl der verwalteten Objekte in Osteuropa auf 70 gesteigert, Spitzenreiter ist u.a. Warschau. Doch zwischen den einzelnen Märkten gibt es große Unterschiede, so ColliersOsteuropachef Sean Dowsey und Österreich-Chef Georg Muzicant (li.). Seite 26
Wir geben Ihrem Geschäftserfolg neuen Raum.
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Immo:Capital > BIG vom RH überprüft > Annington schafft IPO
26 27
Immo:Markets > China nimmt ImmobilienSpekulanten ins Visier 28 Law&Order/People&Dates > Gastbeitrag: Kapital gesellschaft im Streit
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26 – financenetreal:estate
Freitag, 12. Juli 2013
financenet@medianet.at
short
© Erste Group Immorent
Immorent: Haslinger leitet Mobile Leasing
Über 70 Gewerbeimmobilien Insgesamt werden in Warschau, Budapest u.a. 1,1 Mio. m² Fläche verwaltet
Colliers: Rekordzuwachs auf CEE-Immobilienmarkt Auf kompetitiven Märkten hilft aktives Immobilienmanagement, gute Mieter anzulocken, so Colliers.
Wien. EHL Immobilien wurde exklusiv mit der Vermietung der „Campus Lodge“ der IG Immobilien im zweiten Wiener Gemeindebezirk beauftragt. Der Alleinvermietungsauftrag umfasst 111 freifinanzierte Mietwohnungen. Das Projekt ist in unmittelbarer Nähe des Grünen Praters und der neuen WU gelegen. Die Wohnungen sind zwischen 41 und 133 m� groß und verfügen alle über Terrasse, Balkon oder Garten. Die Fertigstellung erfolgt im Juli 2013. (red)
© dpa/A3730 Federico Gambarini
Gagfah trennt sich von Großaktionär Fortress
Die deutsche Gagfah hält weit über 100.000 Wohnungen.
Frankfurt. Der neue Gagfah-Chef Thomas Zinnöcker leitet die Neuausrichtung des deutschen Wohnungskonzerns ein: Nach der milliardenschweren Refinanzierung geht Zinnöcker nun die Trennung vom langjährigen Großaktionär Fortress an. Möglich wird dies durch eine knapp 400 Mio. € schwere Kapitalmaßnahme, mit deren Hilfe der Anteil des Finanzinvestors an dem Konzern auf unter 50 (bisher: 60,8) Prozent abschmilzt. Damit wird der seit Langem erwartete Abschied auf Raten eingeleitet. An der Börse gab die Gagfah-Aktie in einer ersten Reaktion jedoch nach. Die Ursache liegt laut Experten möglicherweise in der starken Verwässerung: Insgesamt warf Gagfah quasi über Nacht 40 Mio. Aktien auf den Markt. Fortress hatte Gagfah – mit weit über 100.000 Wohnungen eine der größten Immobiliengesellschaften in Deutschland – im Jahr 2006 an die Börse gebracht. (APA)
„Den Immobilienmanager schon frühzeitig im Planungsprozess einzubinden, hilft, Fehler zu vermeiden.“
Neue Markttrends Colliers Österreich-Chef Georg Muzicant sieht deutliche Unterschiede zwischen den Immobilienmärkten der einzelnen Länder: „Die durchschnittliche Mietdauer ist in Osteuropa kürzer als in Österreich oder Deutschland. Die Betonung liegt auf der Ausstattung, während in Österreich vor allem die Kostenersparnis pro Arbeitsplatz und beim Energieaufwand im Vordergrund steht.“ Es gebe in Österreich eine Tendenz, Immobilienmanager schon frühzeitig in den Entwicklungsprozess einzubinden. „Da die Betriebskosten ein wichtiger Faktor in der Vermarktung eines Objekts geworden sind, wird das Potenzial zu deren Minimierung schon im Planungsstadium miteinbezogen. Green Building-Zertifikate werden schon ganz am Anfang eingeplant.“
sean dowsey, colliers
Colliers verwaltet in Osteuropa u.a. das Warschauer Finanzzentrum (WFC).
für eine Finanzierung heute höhere Anforderungen, nämlich einen Eigenmittelanteil von 30 bis 40% und Vorvermietung. „Die wichtigste Aufgabe für den property manager ist effektives Management der Mieter-Beziehungen“, so Dowsey. Das erhöhe die Mieterzufriedenheit und damit die Erneuerungsrate bei den Mietverträgen und den Wert einer Liegenschaft. „Das gilt für alle Immobilienklassen, von Büros über Logistik bis Handel.“
Starke Teams wichtig Dienstleistungsriese Colliers (s. auch Kasten) wurde konkret in Osteuropa u.a. mit der Verwaltung von starken Büroimmobili-
en wie dem Warschauer Finanzzentrum (WFC), dem „Platinium Business Park“ in Warschau oder dem „Green House“ in Budapest beauftragt. Zu den wichtigsten Kunden gehören Unternehmen wie die IVG, Allianz, Immofinanz, Tristan Capital Partners, Skanska und UBS. Colliers beschäftige allein über 100 Mitarbeiter, die sich nur um die Verwaltung der Liegenschaften kümmern. Das Team gewann bereits internationale Auszeichnungen wie den Award „CEEQA for Property Management“ (Central & Eastern European Real Estate Quality Award) in der Kategorie Unternehmen des Jahres 2012 und 2013. (gst)
facts Weltweiter Player Colliers International ist das drittgrößte gewerbliche ImmobilienDienstleistungsunternehmen der Welt mit 13.500 Mitarbeitern in über 482 Büros in 62 Ländern. Als Tochtergesellschaft der FirstService Corporation bietet man im Rahmen einer vollständigen Palette an Dienstleistungen für Immobilien-Nutzer, Eigentümer und Investoren. Dazu zählen Maklertätigkeit, Hotelinvestition, Vertrieb und Beratung, Bewertung sowie Schätzung von Liegenschaften. Präsenz in Polen Colliers International ist seit 1997 in Polen vertreten, mit Zweigstellen in Warsaw, Kraków, Wrocław, Poznan und Szczecin; man beschäftigt über 190 Angestellte.
Geprüft Branchenriese Bundesimmobiliengesellschaft
Immobilienmärkte Im Durchschnitt 1,4% gesunken
Wien. Der Rechnungshof hat sich die Bundesimmobiliengesellschaft BIG angesehen und ein differenziertes Bild gezeichnet. Beim Neubau des Institutsgebäudes für Technische Chemie der TU Wien gab es Lob für die termingerechte Fertigstellung und die Einhaltung der projektierten Baukosten von rund 36 Mio. €. Allerdings wäre es auch günstiger gegangen. Mängel bei Planung und Umsetzung könnten zu Mehrkosten von rund 1,6 Mio. € führen, was sich wiederum auf die Mietkosten negativ auswirken könnte.
Brüssel. Die Hauspreise in der EU sind im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 Prozent gesunken. In der Eurozone betrug der Preisrückgang 2,2 Prozent. Das stärkste Minus verzeichnete nach den von Eurostat vorgelegten Zahlen neuerlich Spanien (-12,8 Prozent), den höchsten Anstieg gab es in Estland (+7,7). Hinter Spanien gab es die stärksten Preisrückgänge bei Immobilien in Ungarn (-9,3 Prozent), Portugal (-7,3), den Niederlanden (-7,2), Italien (-5,7), Slowenien (-4,3), Irland (-3,0), Bulgarien (-2,2), Frankreich (-1,4), Tschechien (-0,9), Rumänien (-0,8), Zypern (-0,4) und Litauen (-0,2). In der Slowakei blieben die Preise gleich.
BIG am Rechnungshof-Prüfstand
rungsmaßnahmen und Instandhaltung erreicht wurden, gelang es nicht, Projekte für thermische Sanierungsmaßnahmen im geplanten Umfang umzusetzen”, heißt es. Ein Einbruch der Bauwirtschaft wie in anderen europäischen Ländern habe nicht stattgefunden, allerdings habe es das Wirtschaftsministerium unterlassen, die Treffsicherheit der Maßnahmen des Konjunkturpaketes II zu evaluieren. (APA)
Lob und Tadel Auch bei der Auftragsvergabe lief nicht alles glatt. „Der Auftrag für den Generalplaner wurde entgegen den Bestimmungen des Vergaberechts nicht öffentlich ausgeschrieben”, kritisieren die Prüfer im letzten Mittwoch veröffentlichten Rechnungshof-Endbericht. Überprüft wurde auch die Umsetzung des Konjunkturpakets II der Bundesregierung aus dem Jahr 2008. „Während die Investitionsziele für Neubau/Generalsanie-
Häuserpreise: In der EU abwärts Quartal 2012 betrug das Preisminus in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres in der EU 0,6 Prozent, im Euroraum gab es 1,0 Prozent. Die höchsten vierteljährlichen Anstiege meldeten Rumänien (+4,3), Estland (+3,1) sowie Lettland und die Slowakei (je +2,3). Die stärksten Rückgänge gab es wiederum für Spanien (-5,1), Zypern (-4,8), Ungarn (-3,3) und Portugal (-3,2). (APA)
Auf und ab
Letztes Bau-Konjunkturpaket wirksam, aber Treffsicherheit nicht evaluiert.
Anstiege wurden neben Estland in Lettland (+7,2), Luxemburg (+4,3), Schweden (+4,1), Malta (+3,9), Großbritannien (+2,2), Finnland (+2,1), Dänemark (+1,6) und Belgien (+0,8) registriert. Keine Daten lagen aus Österreich sowie aus Deutschland, Griechenland und Polen vor. Gegenüber dem vierten
© Panthermedia/Luciano Mortula
Campus Lodge: EHL geht auf Mietersuche
Um ihre Immobilien attraktiv für internationale Investoren zu machen, sollten Entwickler auf eine gute Lage, eine gute MieterStruktur (u.a. mit guter Bonität und mit mindestens sieben Jahre dauernden, aber nicht unbefristeten Mietverträgen), auf flexible Raumgestaltung, gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und ausreichend Parkraum achten. Die Mietdauer am Markt ist tendenziell gesunken; Banken stellen
© Colliers
Wien. Georg Haslinger wird ab 1. August zum Bereichsleiter von Mobile Leasing in der Erste Group Immorent bestellt. In dieser Funktion wird er als Koordinator für das gruppenweite Mobilienleasing-Geschäft in Zentral- und Osteuropa tätig sein. Haslinger wechselte 2005 in die Erste Group, wo er eine Reihe unterschiedlicher Funktionen im Kundenbereich innehatte. Davor war er bei der BA als Senior Relationship Manager für den Geschäftsbereich Firmenkunden zuständig. (red)
Warschau/Wien. Der Immobiliendienstleister Colliers International hat im Immobilienmanagement in Osteuropa ein Rekordwachstum erreicht: Zwischen 2011 und 2013 ist die von Colliers verwaltete Fläche an Büroimmobilien in Osteuropa den Angaben zufolge auf über 40% angestiegen. Zur gleichen Zeit habe sich die Brutto-Mietfläche an Industrieliegenschaften, die von Colliers verwaltet wird, um über 350% erhöht. Insgesamt verwaltet das Unternehmen über 1,1 Mio. m�, die über 70 Gewerbeimmobilien in der Region mit einem geschätzten Wert von rund 2,5 Mrd. € umfassen. Sean Dowsey, Geschäftsführer von Colliers International in Osteuropa, freut sich über das „am schnellsten wachsende Immobilien-Management-Team in Osteuropa”.
© dpa/Daniel Karmann
Erste Group Immorent bestellt Haslinger neu als Mobilien-Chef.
Spaniens Häusermarkt zeigte mit 12,8% Minus erneut den stärksten Rückgang.
i m m o : C a p i ta l
Freitag, 12. Juli 2013
financenetreal:estate – 27
financenet@medianet.at
Große Transaktionen Vermietete Bürofläche klettert im ersten Halbjahr 2013 um 22 Prozent auf 90.000 m²
short
Wiens Büromarkt belebter
Wienerberger-Rating: sozial und ökologisch
Höhere Abschlüsse „Mittlerweile steigen die Abschlüsse im höheren Mietpreisbereich wieder an“, so Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Das ist ein klares Zeichen für den Aufwärtstrend am Büromarkt, der sich von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise nun langsam erholt.“ Ungebrochen hoch sei die Nachfrage nach den hochwertig sanierten Flächen im ersten Bezirk und den angrenzenden Toplagen. Die Sberbank mietete 5.800 m� am Schwarzenbergplatz und die Flächen im Goldenen Quartier Office in den Tuchlauben verzeichnen ebenfalls starke Nachfrage und konnten zuletzt einige namhafte Anmietungen realisieren. Heuer werden noch 8.200 m� Bürofläche
in der Wollzeile 1 fertiggestellt. Damit ist der außergewöhnliche Sanierungsboom in der Innenstadt dann aber vorläufig zu Ende. Die Spitzenmieten im ersten Bezirk liegen stabil auf hohem Niveau bei 27 €/m�. Weiterhin stark im Trend liegen Büroobjekte mit „Green Building“Zertifizierung, die hohe Flächeneffizienz, niedrige Betriebskosten und einen positiven Imagefaktor versprechen. Die Neuflächenproduktion bleibt weiter auf einem Rekordtief und wird 2013 nur 170.000 m� erreichen. Ein Viertel davon entfällt mit 43.000 m� auf den DC Tower 1 auf der Donauplatte, ein zweites Großprojekt ist die Bauphase 5 des Euro Plaza in Meidling mit 34.000 m�.
Wenig Nachschub Durch die niedrige Neuflächenproduktion liegt die Leerstandsrate weiter bei moderaten sieben Prozent. Zur Stabilität des Marktes trägt ebenfalls bei, dass Büroflächen immer öfter in Wohnungen umgewandelt werden und so dem Markt überschüssige und teils nur schwer vermietbare, veraltete Flächen entzogen werden. Beispiele dafür sind das „Palais Principe“ am Hohen Markt oder das Projekt „Fifty Four easy apartments“ im 2. Bezirk. (gst/ag)
Wienerberger-Chef Heimo Scheuch: Prime Rating von oekom research.
Wien. Die Wienerberger AG konnte sich im Rahmen des Ratingprozesses der oekom research AG um eine Stufe auf C+ verbessern und ist damit ab sofort als Prime Investment eingestuft. Damit qualifizieren sich Wertpapiere von Wienerberger für ein Investment aus sozialer und ökologischer Sicht. Die Zahl von institutionellen Investoren, die nicht nur auf eine gute Rendite achten, sondern auch bewusst in nachhaltige Unternehmen investieren wollen, steige ständig an. Die oekom research AG zählt internationale Investoren und Asset Manager zu ihren Kunden, die ein Vermögen von 520 Mrd. € verwalten. (red)
© EHL Immobilien
Wien. Am Wiener Büromarkt wurden im ersten Halbjahr 2013 mit 110.000 m� deutlich mehr Büroflächen vermietet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 90.000 m�. Das bedeutet ein Plus von rund 22%. Für das Gesamtjahr rechnen die Branchenexperten von EHL Immobilien mit einer weiter leicht steigenden Vermietungsleistung, sodass das Vorjahresniveau von 260.000 m� wieder erreicht bzw. übertroffen werden könnte.
© APA/Herbert Pfarrhofer
Immobilienberater EHL rechnet für die zweite Jahreshälfte mit weiterer leichter Steigerung.
EHL-Chef Michael Ehlmaier: „Abschlüsse im höheren Preisbereich steigen wieder.“
grosse deals für ehl Trend im 1. Halbjahr Das ImmobilienBeratungsunternehmen EHL sieht insbesondere eine steigende Anzahl von größeren Anmietungen als belebend für den Markt an. EHL selbst zeichne für sechs der zehn größten Transaktionen verantwortlich.
durch das BFI sowie die Anmietung von 5.800 m² Bürofläche im space2move durch die Tageszeitung Kurier. Außerdem konnte EHL zwei Großvermietungen im Greenworx, Österreichs erstem LEED Platin zertifiziertem Bürogebäude, in der Lassallestraße vermitteln: Das BBRZ mietete konkret 4.000 m² und der Personaldienstleister Manpower 2.600 m². Büroobjekte mit „Green Building“-Zertifizierung wie LEED, ÖGNI oder BREEAM seien am Markt weiterhin sehr beliebt.
Großvolumige Transaktionen Darunter fällt den Angaben zufolge die Anmietung eines Objekts mit 7.000 m² Nutzfläche in der Rampengasse im 19. Wiener Gemeindebezirk
China-Versicherer Ping An kauft Lloyd’s-Tower London. Die chinesische Versicherung Ping An hat den emblematischen Lloyd’s-Turm im Londoner Bankenviertel gekauft. Der Verkäufer, die Commerzbank-Immobilientochter Commerz Real teilte mit, „die größte Versicherungsgesellschaft in China” habe die Immobilie gekauft. Die Chinesen zahlten für den Büroturm demnach 260 Mio. £ (302,1 Mio. €). In dem Gebäude ist der bekannte Versicherungsmarkt Lloyd’s untergebracht. Commerz Real hatte den Lloyd’sTurm im Jahr 2005 um 231 Mio. £ gekauft. (APA)
Emissionsvolumen rund 575 Mio. Euro Größter deutscher Wohnimmo-Konzern hätte das Doppelte bringen sollen
34,85 Millionen Annington-Aktien wurden um 16,50 Euro zugeteilt.
Frankfurt. Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Deutsche Annington hat den Sprung an die Börse nach deutlichen Preiszugeständnissen an die Anleger geschafft. 34,85 Mio. Aktien seien zu einem Preis von je 16,50 € zugeteilt worden, am unteren Ende der bis 17 € reichenden Spanne, so das Unternehmen. Damit fällt der Börsengang mit 575 Mio. € halb so groß aus, wie ihn sich Annington-Eigentümer Terra Firma vorgestellt hatte. Ein erster Anlauf der Annington war vor einer Woche gescheitert, weil sich zu einem Mindestpreis von 18 € bei Weitem nicht genügend
Investoren fanden. Am Dienstagvergangener Woche unternahm die Deutsche Annington nun einen zweiten Versuch – mit Erfolg. Zum reduzierten Preis griffen Investoren zu, die Bücher füllten sich rasch. Nach acht Stunden wurden die Orderbücher geschlossen.
Terra Firma. Der britische Investor begnügt sich mit einem Erlös von 175 statt der erhofften bis zu 730 Mio. € und setzt auf steigende Kurse, wenn Annington einmal an der Börse ist. Terra Firma und seinen Co-Investoren gehören auch dann noch 84,5%. Dem Unternehmen selbst fließen wie geplant 400 Mio. € zu. Vorstandschef Rolf Buch braucht das Geld, um die Schulden auf 5,2 Mrd. € zu reduzieren. Das ist wiederum die Voraussetzung für ein Investment-Grade-Rating der Agentur Standard & Poor’s. Auf dieser Basis kann Annington sich künftig billiger refinanzieren. (APA/red)
Kauflaune bei Niedrigpreis Investmentbankern zufolge überstieg die Nachfrage das Angebot am unteren Ende der Spanne um das Drei- bis Vierfache. Die Deutsche Annington ist damit an der Börse 3,7 Mrd. € wert. Das reduzierte Volumen geht zulasten von
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Brandneu und heiß erhältlich – und vielmehr – leistbar sind.“ Als Bauträger müsse man beim Grundstückseinkauf berücksichtigen, prestigeträchtige Liegenschaften am Ende als Produkt zu einem marktkonformen Preis anbieten zu können. Fakt ist: „Die meisten Liegenschaften in Toplagen sind derzeit aufgrund des hohen Einkaufspreises nicht mehr realistisch verwertbar“, prononciert der Vorstand; der Plafond am Wiener Markt sei hier vielfach erreicht. Weiters setzt SÜBA nicht nur in Ottakring auf höchste Qualität. „Das Preis/Leistungsverhältnis muss stimmen, sonst sind auch
Tower beherbergt den bekannten Versicherungsmarkt Lloyd´s.
SÜBA-Highlight: Immobilie in Cottagelage an den Ausläufern des Wienerwalds. Ebenfalls im Angebot: Top-Stadtlagen.
Wohnungen in guten Lagen nicht verkäuflich“, weiß Fletzberger.
Wohnungen: Werte schaffen SÜBA bringt in wenigen Wochen auch Wohnungen in innerstädtischer Lage mit anderer Bau-Philosophie auf den Markt. Das Projekt „Eiche 66“, das in unmittelbarer Nähe zur Meidlinger Hauptstraße liegt, punktet durch verkehrsgünstige Lage und sehr gute Infrastruktur. Der Vorstand: „Hier haben Kapitalanleger die Möglichkeit, eine gut vermietbare Kleinwohnung zu kaufen und bleibende Werte zu schaffen.“
© SÜBA (2)
Wien. Verkaufsstart für ein neues SÜBA-Top-Projekt in absoluter Spitzenlage des 16. Wiener Gemeindebezirks: Am Wilhelminenberg, nahe dem Ottakringer Bad, entsteht eine elitäre, moderne Wohnanlage. Das Haus mit zwölf Appartements und fünf Einfamilien-Villen wird sich harmonisch in die von Einfamilienhäusern und kleineren Wohnanlagen geprägte Gegend eingliedern. Für Heinz Fletzberger, Vorstand der SÜBA, sind die hochwertigen Eigenheime im Grünen ein weiterer Glücksfall. „Es gibt in Cottagelagen der westlichen Bezirke nur mehr wenige Grundstücke, die
© Lloyd‘s of London
© dpa/Fredrik Von Erichsen
Billig-Börsegang bei Deutscher Annington
SÜBA: NEU 2013 Aktuelle Projekte/Standorte • 1160 Wien, Johann-Staud-Straße 17-21 • 1120 Wien, Eichenstraße 66 • 1140 Wien, Rosentalgasse 9 • 1140 Wien, Linzer Straße 80-82 • 1230 Wien, Meisgeyergasse 6-10
Kontakt/Infos:
Tel: +43 (0)1/580 10 20 Weitere Infos unter: www.sueba.at
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28 – financenetreal:estate
Freitag, 12. Juli 2013
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s Bausparkasse Mit steigenden Zinsen nimmt Nachfrage nach Wohnbau-Anleihen zu, Emissionsziel für 2013 auf 200 Millionen erhöht
Stufenzins-Anleihen aufgestockt Gemeinnützige Bauträger erhalten 200 Mio. Euro zu günstigen Bedingungen als Anschubfinanzierung für 1.500 Wohnungen. Fritz Haslinger
© s Bausparkasse/Walter Henisch
Wien. Josef Schmidinger, Vorstandsdirektor der s Bausparkasse, sieht laut APA aufgrund der am langen Ende wieder steigenden Zinsen die Nachfrage nach Anleihen der Wohnbaubanken zunehmen. Das hat die s Wohnbaubank dazu veranlasst, ihr Emissionsziel für 2013 von den ursprünglich geplanten 150 Mio. €, die bereits jetzt fast zur Gänze weg sind, auf 200 Mio. € anzuheben. Außerdem will man den gemeinnützigen Bauträgern 200 Mio. € zu günstigen 2,95% p.a. fix auf zehn Jahre zur Verfügung stellen. Damit soll eine Anschubfinanzierung für rund 1.500 Wohnungen erreicht werden.
Steigende Verzinsung Bei den Wohnbaubank-Anleihen, die neu begeben werden, hat die Nominalverzinsung im Mai 2013
Schmidinger: „Neue Regierung wird dem Thema Wohnen Raum geben müssen.“
6-Monats-Euribor mit kaum über 0,2 bzw. 0,35% weiter niedrig, doch seien die Zinsen bei längeren Laufzeiten, ab fünf Jahren, merklich gestiegen, da die US-Notenbank Fed ihr bisheriges Anleihenaufkaufprogramm (QE2) zurückfahren werde. Das Zinstal sei also bereits durchschritten. Das lasse sich an den seit drei Wochen gestiegenen zehnjährigen Renditen klar ablesen. Mit den 200 Mio. € für die gemeinnützigen Bauträger für 2013/14 möchte die s Bausparkasse das „Wohnbaupaket“ der Regierung zusätzlich unterstützen. „Nach den Wahlen wird sich die Bundesregierung des Themas Wohnen ohnedies annehmen und auch Ideen zusätzlicher Finanzierungsvarianten in Betracht ziehen müssen, denn die Versicherungswirtschaft und Pensionskassen bringen sich derzeit bei Wohnbaufinanzierungen kaum ein“, sagt Schmidinger.
Anleihe mit höherem Kupon Gestartet wird bei der Stufenzins-Anleihe mit einem um 25 Basispunkte höheren Kupon als zuletzt, nämlich mit 2,0 Prozent nach KESt – vergleichsweise 2,67% vor KESt. Diese Verzinsung steigt dann alle drei Jahre um einen Viertelprozentpunkt, bis bei dem Langläufer 3,50 Prozent nach beziehungsweise 4,67 Prozent vor KESt pro Jahr in den letzten Jahren 2025-27 erreicht sind. Zwar seien laut Schmidinger die Geldmarktzinsen beim 3- und
Schadenersatzprozess Petrikovics, Hochegger, Thornton u.a. sagen am 24. Oktober erstmals aus
short
Immofinanz: Zivilprozess peilt Herbst an Wien. Der von der Immofinanz angestrengte Schadenersatzprozess gegen Ex-Immofinanzchef Karl Petrikovics und gegen den ExLobbyisten Peter Hochegger wegen der Millionenprovision für die Privatisierung der Buwog wird am 24. Oktober fortgesetzt. Richterin Mariana Boltz will gleich ins Hauptthema des Verfahrens einsteigen, denn aufgrund der strafrechtlichen Vorwürfe, die im Raum stünden, „macht es nicht viel Sinn, sich auf die Verjährung zu beschränken”. Am 24. Oktober vormittags sollen Petrikovics, der im ImmofinanzStrafverfahren erstinstanzlich – nicht rechtskräftig – zu sechs Jahren Haft verurteilt worden ist, und Hochegger einvernommen
ÖVAG verkauft um 90 Mio. Euro Immobilien Wien. Sechs Immobilien, darunter die ehemalige InvestkreditZentrale, brachten der teilstaatlichen Volksbanken AG rund 90 Mio. € ein. Die Immobilien gingen an ein Konsortium von zwei Käufern: JP Immobilien erwarb drei der Liegenschaften, die anderen drei, in Bestlagen des 9. Bezirks, gingen laut Die Presse an die Bank Austria Real Invest Immobilien KAG. (fh)
Ex-Immofinanz-Chef Petrikovics: Schadenersatzklage gegen ihn bereits 2011.
LaSalle Finanzierung von Londoner Studentenwohnheim
Drachenprobleme China dreht Branchen Geldhahn zu
München/Wien. Ein von LaSalle Investment Management (LaSalle) gemanagter Fonds gewährt Urbanest UK, dem führenden Träger von Studentenwohnheimen in Großbritannien, eine Finanzierung in Höhe von rund 117 Mio. €. Es handelt sich dabei um das erste Darlehen des im Juni 2013 neu aufgelegten LaSalle Residential Finance I Fonds (LRF I). Mit dem Darlehen soll die Entwicklung eines 19-stöckigen Studentenwohnheims mit 1.100
Peking/Wien. Pekings Führung treibt ihren Plan, China weniger abhängig von Exporten und zu einem Hersteller von Spitzentechnologien zu machen, weiter voran. Branchen mit Überkapazitäten will man den Geldhahn zudrehen und damit den Kampf gegen die Verschuldung im Land verschärfen.
117 Mio. €-Darlehen für Urbanest
Schlafplätzen in der Westminster Bridge Road in Central London finanziert werden. Das markante Gebäude bietet unter anderen einen Ausblick auf Sehenswürdigkeiten wie das Parlament und London Eye. Der LRF I ist ein auf die Gewährung von Gesamtdarlehen für Projektentwicklungen im Wohnimmobilien- und StudentenwohnheimSektor in der britischen Hauptstadt spezialisierter Fonds. (fh)
© Wikimedia
D: Immokonzerne im Visier des Fiskus
werden. Für den Nachmittag sind die Zeugenaussagen der ehemaligen Mitarbeiter von Petrikovics, Christian Thornton und Martina Postl, geplant. Auch Thornton wurde im Immofinanz-Strafverfahren verurteilt, zu zwei Jahren Haft, bedingt auf drei Jahre. Die Immofinanz hatte im September 2011 die Schadenersatz-Klage eingereicht, der Prozess wurde aber aufgrund der strafrechtlichen Causa unterbrochen. Richterin Boltz will unter anderem klären, ob die Beauftragung Hocheggers vom Aufsichtsrat genehmigt wurde und welche Leistungen der Lobbyist im Rahmen des sogenannten Österreich-Konsortiums erbracht hatte; geflossen sind damals 9,9 Mio. €. (APA)
Studenten dürfen vom 19. Stock aus Londoner Sehenswürdigkeiten bewundern.
Immo-Spekulationen im Visier
Städte und Gemeinden für Infrastrukturprojekte oder auch für Spekulationen am Immobilienmarkt zwischen 15 und 36% der gesamten Wirtschaftsleistung Chinas liegen. Damit könnten die Kommunen höher verschuldet sein als bisher angenommen. In der Baumaterialbranche sowie bei Stahl- und Aluminiumhütten gebe es ebenfalls Überkapazitäten, so Ma Tao, Analyst bei dem Analysehaus CEBM Group. (APA/fh)
Problem Immobilienmarkt In zahlreichen Bereichen herrscht Überkapazität. So habe zum Beispiel Rongsheng, die größte private Werft des Landes, die Regierung sowie wichtige Aktionäre um Finanzhilfen gebeten und gleichzeitig vor einem Verlust im ersten Halbjahr gewarnt. Laut Experten könnte das Unternehmen somit das größte Opfer der Branchenkrise werden. Gleichzeitig verliert Chinas Konjunktur an Fahrt: Wachstumsraten so niedrig wie seit 14 Jahren nicht mehr. Das Ziel von angepeilten 7,5% Wachstum für 2013 könnte verfehlt werden. Der Immobiliensektor ist ein bedeutender Faktor in der chinesischen Wirtschaft: Banken gehen davon aus, dass die Kredite der
© panthermedia.net/Thanat Chanyu
Wien. Die Sozialbau AG begibt Ende August 2013 eine Anleihe im Volumen von 20 Mio. €. Den Anlegern winke für die 12-jährige Laufzeit eine Rendite von drei Prozent per annum. Der Bond wendet sich an institutionelle Investoren. Zuletzt hatte die Sozialbau 1996 eine 100 Mio. öS-Anleihe aufgelegt; nun wolle man das Instrument erneut testen. (APA)
© APA/Helmut Fohringer
20 Mio. Euro-Anleihe bei der Sozialbau
Berlin. Die deutschen Finanzminister von Bund und Ländern wollen Steuerschlupflöcher für internationale Konzerne schließen. Am Montag beriet in Berlin erstmals eine Arbeitsgruppe. Der „unlautere internationale Steuerwettbewerb” müsse in einem ersten Schritt innerhalb der EU beendet werden, so der baden-württembergische Ressortchef Nils Schmid. Er prangert ein Modell von Immobilienkonzernen an: Deren deutsche Töchter finanzieren Bauprojekte mit Darlehen des Mutterkonzerns. Die Zinsen für die Kredite mindern die Steuerlast der Töchter. Dafür gibt es eine Grenze von drei Mio. €, die aber durch Gründung mehrerer Töchter umgangen wird. Das soll den Fiskus mehrere Hundert Mio. € jährlich kosten. (APA)
noch zwei Prozent nach KESt (Kapitalertragsteuer) betragen, heute sind es bereits 2,4%. Das entspricht einer Rendite von 3,2% vor KESt einer KESt-pflichtigen Veranlagung, so Schmidinger. Deshalb würde die jetzt von der s Wohnbaubank neu emittierte StufenzinsAnleihe eine höhere Verzinsung aufweisen.
Der „Drache“ strauchelt; Problemfaktor: Überkapazitäten und Spekulationen.
l aw & o r d e r
Freitag, 12. Juli 2013
financenetreal:estate – 29
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Gastbeitrag DLA Piper-Partner David Christian Bauer analysiert die jüngsten Entwicklungen rund um das Thema „Corporate Defence”
Die Kapitalgesellschaft im Streit: Corporate Defence im Fokus Wien. Unter dem Schlagwort „Corporate Defence” rücken Auseinandersetzungen im Umfeld von Gesellschaften, insbesondere AG und GmbH, immer stärker in den Vordergrund. Dies liegt nicht zuletzt an deren steigender Komplexität und den erheblichen Streitwerten. Zudem betreffen diese Streitigkeiten oft mehrere Rechtsordnungen.
schafterbeschlüssen, Überprüfung von Abfindungsansprüchen oder Verstöße gegen Aufgriffsrechte sein. In solchen Fällen stellen sich auch oftmals Fragen der Haftung von Geschäftsführung/Vorstand oder Aufsichtsrat. In Konzernsachverhalten begegnet man oft möglichen Problemen im Zusammenhang mit dem umfassenden Verbot der Einlagenrückgewähr (das etwa auch Sicherheitenbestellungen oder Cash-PoolingSysteme im Konzern unzulässig machen kann). In Krisensituationen kommt es auch zu Fragen des Eigenkapitalersatzrechts, also zu der Problematik, ob ein Gesellschafter das von ihm seiner Gesellschaft zur Verfügung gestellte Fremdkapital (Darlehen) zurückfordern darf. Prominentester Fall ist hier derzeit die milliardenschwere Auseinandersetzung der Hypo Alpe-Adria mit ihrem ehemaligen Gesellschafter Bayerische Landesbank. Auch Anlegerverfahren können neben ihren bank- und kapitalmarktrechtlichen Aspekten gesellschaftsrechtliche Fragen aufwerfen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Investoren aufgrund eines möglicherweise fehlerhaften Prospekts Anteile einer börsenotierten AG gezeichnet haben. Werden nun Schadenersatzansprüche bezahlt, wird hier von manchen ein Konflikt mit dem Verbot der Einlagenrückgewähr gesehen. Diesfalls wäre die Zahlung von Schadenersatzansprüchen unzulässig und sogar unwirksam. Der OGH hat allerdings – trotz heftiger Kritik von Teilen des juristischen Schrifttums – zuletzt bestätigt, dass die Investorenansprüche vorgehen, sofern der Aktionär eher als Drittgläubiger denn als Verbandsmitglied zu sehen sei. Zu dieser Frage ist derzeit ein Vorlageverfahren vor
Intern und extern Es geht dabei nicht um die „üblichen” Streitigkeiten zwischen unabhängigen Dritten, sondern um Konflikte zwischen der Gesellschaft und ihren Gesellschaftern oder Organen der Gesellschaft oder Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern und Ähnliches. Dabei geht es nicht nur um Gerichts- oder Schiedsverfahren, sondern auch um strafrechtliche Aspekte oder streitige Gesellschafterversammlungen (z.B. Proxy-Fights). Die Anlässe für derartige Konflikte sind mannigfaltig. Allen ist gemein, dass sie aufgrund der spezifischen wirtschaftlichen Situation und der umfangreichen rechtlichen Vorgaben im Gesellschaftsrecht für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung darstellen. Manches Streitpotenzial lässt sich durch kluge gesellschafts- oder syndikatsvertragliche Vereinbarung begrenzen. Dies beginnt bei der Wahl der Mitgesellschafter und der Geschäftsleitung und zieht sich über die Frage der Beteiligungsverhältnisse und der jeweiligen Beiträge für die Gesellschaft bis hin zu den Regelungen für den Übertragungsoder Nachfolgefall. Nicht jeder Konflikt lässt sich allerdings auf diese Weise vermeiden: Anlass für Streitigkeiten können z.B. Fragen der Gewinnverteilung, Anfechtungsklagen von Gesell-
© DLA Piper
Auseinandersetzungen im Umfeld von Gesellschaften rücken immer stärker in den Vordergrund, so David Christan Bauer.
David Christian Bauer, Rechtsanwalt und Partner bei DLA Piper in Wien.
dem EuGH anhängig. Es bleibt abzuwarten, wie dieser in der Hauptfrage entscheiden und welche Akzente er dabei setzen wird.
Die Minderheitenrechte Im Zusammenhang mit Konflikten im Gesellschaftsrecht ist auch auf die zahlreichen Minderheitenrechte aufmerksam zu machen. In vielen Fällen können Gesellschaftergruppen von z.B. fünf oder zehn Prozent erhebliche Kontrollmaßnahmen und Überprüfungen erwirken. So können etwa über einzelne Vorgänge Sonderprüfungen initiiert werden, aus denen in der Folge Haftungsansprüche gegen Organe oder Gesellschafter abgeleitet werden können. Zu den Minderheitenrechten zählt auch das Recht einer Minderheit, von einem Drittel der Stimmrechte unter gewissen Voraussetzungen einen ihrer Kandidaten als Mitglied
„Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass Corporate Defence an Brisanz gewinnen wird.“ david christian bauer dla piper
des Aufsichtsrates zu wählen. Nicht übersehen werden darf dabei, dass dies voraussetzt, dass in einer Gesellschafterversammlung zumindest drei Aufsichtsratsmitglieder neu gewählt werden. Mehrheitsgesellschafter können dieses Minderheitsrecht daher durch eine Staffelung der Wahl (maximal zwei
M&A-Studie Afrika für ausländische Investoren zunehmend interessant, deutlicher Anstieg in den letzten 10 Jahren
Freshfields: M&A-Deals in Afrika steigen afrikanischen Staaten die Mittelschicht und das schafft Nachfrage. Außerdem wird das wirtschaftliche Umfeld anlegerfreundlicher, viele afrikanische Regierungen verbessern die rechtlichen Rahmenbedingungen für Investoren und bauen bürokratische Hürden ab.“
Die dynamischten Sektoren
© panthermedia.net/Thomas Dutour
Wien. Afrika wird als Investitionsziel immer beliebter: Das Gesamtvolumen auswärtiger Investments hat sich zwischen 2003 und 2012 mit einer Steigerung von 214% auf 182 Milliarden USD mehr als verdreifacht, so das Ergebnis einer Analyse von Freshfields Bruckhaus Deringer auf Basis von Zahlenmaterial des Datendienstleisters Thomson One. Allein im vergangenen Jahr stieg das Volumen von Übernahmen durch nicht-afrikanische Investoren gegenüber 2011 um 71%. Mit 255 Transaktionen im Wert von 20 Milliarden USD zeichneten auswärtige Investoren für rund die Hälfte aller in Afrika getätigten Deals verantwortlich. Die aktivsten auswärtigen Investoren in Afrika in den letzten zehn Jahren kamen aus Großbritannien, Frankreich und China. Britische Unternehmen schlossen 437 Deals im Wert von 30,5 Milliarden USD. Frankreich tätigte mit 141 deutlich weniger Transaktionen, jedoch mit dem gleichen Volumen von 30,5 Milliarden USD, das allein zur Hälfte die 15-Milliarden USDÜbernahme der ägyptischen OCI
Afrika: Auswärtige Investments haben sich von 2003 bis 2012 verdreifacht.
Cement durch Lafarge ausmachte. Chinesische Unternehmen investierten in 49 Deals im Volumen von 20,8 Milliarden USD. Deutsche Unternehmen dagegen agieren in Afrika bislang zurückhaltend und engagierten sich seit 2003 lediglich in 24 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 161 Millionen USD. Aus Großbritannien flossen zuletzt 2012 rund 4,5 Milliarden USD
in afrikanische Investments, vor allem nach Südafrika. Hier erwarb etwa GlaxoSmithKline das Pharmageschäft der Union Chimique Belge. Hartmut Nitschke, Partner für internationale Zusammenarbeit bei Freshfields: „Die Ursachen für die wachsende Attraktivität Afrikas für internationale Investoren sind vielfältig. Im Unterschied zu anderen Märkten und Regionen wächst in
Industrieschwerpunkte für auswärtige Investitionen in Afrika bildeten vor allem Metalle und Bergbau sowie Öl und Gas. Allein in diesen Bereichen flossen von 2003 bis 2012 in 1.190 Transaktionen 87,6 Milliarden USD in afrikanische Investments. An Bedeutung haben daneben verbrauchernahe Sektoren wie Telekommunikation, Einzelhandel und Lebensmittel gewonnen. Das Investitionsvolumen in diesen Bereichen durch nicht-afrikanische Unternehmen hat sich mit 569 Transaktionen und 58 Milliarden USD über das vergangene Jahrzehnt verdoppelt. Allein 2012 gab es 71 Übernahmen im Wert von 3,8 Milliarden USD. (red)
Aufsichtsratsmitglieder in einer Gesellschafterversammlung) beschneiden, wenn die Satzung entsprechend ausgestaltet ist. Daneben kann es aber auch ein vertraglich vereinbartes Entsendungsrecht einzelner namentlich genannter Aktionäre oder von Inhabern bestimmter vinkulierter Namensaktien geben. Auf diese Weise darf bei der AG maximal ein Drittel der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat bestellt werden; wenn die AG nicht börsenotiert ist, die Hälfte. Vergleichbares gilt bei der GmbH. Dort gibt es allerdings keine Beschränkung der Anzahl der entsendungsfähigen Aufsichtsratsmitglieder. Auch im Bereich der Corporate Defence ist die bedauerliche Entwicklung zu beobachten, dass das Strafrecht immer stärker für die Durchsetzung behaupteter zivilrechtlicher Ansprüche instrumentalisiert wird. Davon unabhängig, hat sich auch die Judikatur in diesem Bereich erheblich verschärft. Dies betrifft nicht nur den medial häufig diskutierten Fall der Korruptionsdelikte, sondern auch eine sehr weitgehende und heftig kritisierte Auslegung von Straftatbeständen durch die Strafverfolgungsbehörden, wie etwa der Untreue (wissentlicher Befugnismissbrauch und vorsätzliche Schädigung des Vermögens des Vollmachtgebers), der sogenannten Bilanzfälschung oder der betrügerischen Krida (Vermögensbeeinträchtigung zulasten eines Gläubigers, auch außerhalb der Insolvenz). Man muss insgesamt kein Hellseher sein, um zu wissen, dass das Thema der Corporate Defence weiter an Brisanz gewinnen wird. David Christian Bauer ist Rechtsanwalt und Partner bei DLA Piper Weiss-Tessbach in Wien.
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Taylor Wessing wird „Law Firm of the Year“ Wien/London. Taylor Wessing wurde vom britischen Fach magazin The Lawyer zur „Law Firm of the Year“ gewählt. Laut Jury war dabei der Zusam menschluss mit e|n|w|c in Wien einer der ausschlaggeben den Punkte; Taylor Wessing expandierte 2012 insgesamt mit neun neuen Standorten in sieben Ländern, acht davon kamen von e|n|w|c. (red)
FPLP berät Gfk bei M&A-Transaktion Wien. Fiebinger Polak Leon (FPLP) hat das Marktfor schungsunternehmen GfK beim Erwerb der Sensemetric Web & Social Media Mining GmbH und dessen Integration in das GfK Social Media Intelli gence Center beraten. Das Bera tungsteam wurde von Partner Bert Ortner geleitet. Anwalt Wolfgang Sieh hat die Trans aktion gesellschaftsrechtlich begleitet. (red)
pe op l e & DAt e s
30 – financenetreal:estate
Freitag, 12. Juli 2013
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Dadlerpark SEG kooperiert mit der TU Wien und präsentierte die nunmehr dritte Auflage des „Scheinwerfers“
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Ein Mikrokosmos in 1150
Versicherungsmakler spenden für Flutopfer
schwarzen Lack trat nach einigem Rubbeln ein Kaleidoskop von Utopie und Dystopie zutage. Die Gleichzeitigkeit der unterschiedlichen Lebensrealitäten sollte so in dem Projekt sichtbar gemacht werden.
Mathieu völker
Wien. Im Dadlerpark im 15. Wiener Gemeindebezirk wurde vor Kurzem im Rahmen einer Kooperation der Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsgesellschaft SEG und der TU Wien das Projekt King/Queen präsentiert. Es thematisiert ein aktuelles Bauvorhaben von SEG nahe des Schwendermarkts und wurde von Nicole Feiner und Ralph Reisinger, Studenten des Instituts Kunst und Gestaltung der TU Wien konzipiert. In Anwesenheit von Silvia Wustinger-Renezeder, Geschäftsführung SEG, machten sich Gäste und Anrainer daran, das zunächst schwarze Panel zu enthüllen. Das Konzept des Projekts King/ Queen war es, die Sichtweisen der Anrainer über ihren Park zu synthetisieren und daraus einen Mikrokosmos ihrer Wünsche und Ängste zu schaffen. Unter dem
Mojescick, Hemerka, Woharcik-Binder, Kreuzer, Waldhauser: Übergabe.
Wien. Die Wiener Versicherungsmakler zeigen Engagement für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe im Frühsommer: Wiens MaklerFachgruppenobmann Helmut Mojescick, seine Stellvertreter Brigitte Kreuzer und Wilhelm Hemerka sowie FachgruppenGeschäftsführerin Eva Woharcik-Binder übergaben im Wiener Radio Arabella-Studio einen Scheck über 5.000 € für die Hochwasseropfer. Entgegen genommen wurde er vom Programmchef von Radio Arabella und Vorstand des Hilfsvereins „Arabella hilft!“, Ralph Waldhauser. (red)
Dritter Scheinwerfer King/Queen ist bereits das dritte Projekt, das SEG in Kooperation mit der TU Wien unter dem Namen „Scheinwerfer“ realisiert. Dabei entwickeln Studenten Licht-Projekte für diverse Situationen und Orte aktueller Wohnbauvorhaben der SEG in Wien. Bis zu zwei Projekte pro Jahr werden dann durch Finanzierung der SEG umgesetzt. Beim heurigen Schweinwerfer III ging es vor allem darum, verschiedene Abstufungen von Öffentlichkeit und Privatheit zu evaluieren und dabei den angrenzenden Park als Sozialraum wahrzunehmen.
Studenten und Anrainer bei der Präsentation von King/Queen im Dadlerpark.
Großprojekt um 6 Milliarden Euro Bahnchefs aus vier Ländern diskutieren neue „Transsib“ von Wien bis Shanghai
Ethouse-Award für Gebäudesanierungen
Russlands Breitspurbahn will nach Wien Wien. Die Bahnchefs aus Russland, der Ukraine, der Slowakei und Österreich haben ein „Memorandum of Understanding” zur geplanten Verlängerung der Transsib-Breitspurbahn bis Wien unterzeichnet. Eine Projektstudie wird nun beauftragt, ein Geschäftsmodell erarbeitet. „Die Studie soll bis Ende 2013 fertig sein, dann könnte eine Endentscheidung über das Projekt Mitte 2014 fallen”, machte Vladimir Yakunin, Chef der RZD (Russische Eisenbahnen), vor Journalisten Dampf. ÖBB-Chef Christian Kern sagte, „im Großraum Wien ist bei der Umsetzung ein Güterterminal um rund 800 Mio. Euro geplant”. Die gesamten Kosten für das Projekt werden derzeit auf 6 Mrd. € geschätzt. Der genaue
ÖBB-Chef Christian Kern (r.) traf Vladimir Yakunin, Boss der Russischen Eisenbahn.
Sozialbau AG Heuer kommen 1.700 neue Wohnungen
Uniqa Kunstversicherung
Plusenergie Austro-Team
Wien. Die zum VIG-Konzern gehörende Sozialbau AG, die mit fast 48.000 verwalteten Wohnungen der größte private Hausherr Öster-reichs ist , bringt es dank ihrer Beteiligung am „Seestadt Aspern”-Projekt in Wien mit 1.700 Wohnungen heuer auf ein Rekordvolumen im Neubau. 2012 waren 914 Einheiten in Errichtung. Den eigenen Mietern bietet man im Schnitt eine niedrige Monatsmiete von 3,72 €/m�, fast die Hälfte
Wien. Versicherer Uniqa hat Vertrauen zu seinen Kunden: Unlängst lud die Assekuranz im Rahmen der ArtCercle-Veranstaltungsreihe zum Kunst-Talk und Brunch ins Untere Belvedere. Dort wurde die neue Ausstellung „Dekadenz – Position des österreichischen Symbolismus” aufgebaut und die Kunden waren die ersten, die einen Blick auf die Werke werfen durften. Das war auch der Grund, warum die rund 70 geladenen Gäste über Kabel steigen und Bildern, die noch nicht an der Wand hingen, ausweichen mussten. Im Vorfeld der Ausstellungsbesichtigung warf die illustre Runde beim Kunst-Talk einen Blick hinter die Kulissen der Kunstversicherung. Petra Eibel, Chefin der Sparte Uniqa Kunstversicherung, und Peter Eichler, Vorstand Uniqa Österreich, gingen etwa auf die Frage ein, wieso man überhaupt eine Kunstversicherung benötigt, wenn es doch eine Haushaltsversicherung gibt: Haushaltsversicherungen seien Standardprodukte, eine Kunstversicherung dagegen ein sehr spezielles Produkt, das den Vorteil einer All-Risk-Deckung biete. (red)
Weissensee. Im Oktober nimmt erstmals ein in Österreich entwickeltes Plusenergie-Gebäude am bedeutendsten universitären Wettbewerb für solares und nachhaltiges Bauen teil. Das Hightech-Gebäude wurde nun testweise in Weissensee (Kärnten) nahezu vollständig errichtet. Beim „Solaren Zehnkampf” nahe Los Angeles (USA) muss das von der TU Wien geleitete Projektteam das Haus in kürzester Zeit aufbauen und präsentieren. (APA)
Rekord dank der Seestadt Aspern
der Bewohner zahle weniger als 3 €/m�, so Generaldirektor Herbert Ludl. Dagegen seien am privaten Markt „sehr dramatische” Mietenanstiege zu verzeichnen gewesen, teils sogar zweistellig. Verwaltet wurden zu Jahresanfang 40.204 Miet- und Genossenschafts- sowie 7.685 Eigentumswohnungen sowie 27.449 Garagen- und Abstellplätze. Freie Garagenplätze will man verstärkt an die Mieter bringen. (red/ag)
© schreinerkastler.at
Feierten: Franz Wimberger, Edgar K. Geoffroy, Christian Wimberger.
Sozialbau liegt beim Neubauvolumen wegen Aspern-Engagements höher.
Beim Kunst-Talk Der Champion
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© Wimberger/Martin Pröll
Wimbergerhaus feiert Jubiläum: 30 Jahre
Betrag wird erst in der Projektstudie ermittelt, die unter anderem auch ein PPP-Modell analysiert. Das Modell soll dann „auch einen Vorschlag zur angemessenen Kostenbeteiligung der Projektpartner beinhalten”, hieß es. Kern schwebt ein „Hamburg am Festland” vor, ein Trockendock, ein Hub, zur Güterverteilung über Europa. Denn in Wien kreuzen sich drei europäische Bahnrouten. Die Güter sollen fix auf der Schiene bleiben. Wann der erste Transsib-Zug am Trockendock landen könnte, ist noch nicht klar. Insgesamt handelt es sich für die ÖBB und Österreich um „eine pragmatisch kühle Entscheidung, für die alles spricht”, so Kern, der sich eine hohe Wertschöpfung erwartet. (APA)
© APA/Georg Hochmuth
Wien. Die Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme vergibt zum 6. Mal den Ethouse Award für Gebäudesanierungen, die ein kreatives, auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Herangehen an die Energieeffizienz unter Beweis stellen. Eingereicht werden kann in drei Kategorien: Öffentliche und Gewerbliche Bauten und Privater Wohnbau. Der Award wird am 13. November verliehen und ist mit 12.000 € dotiert. (red)
Steyregg. Mehr als 300 Partner, Lieferanten und Wegbegleiter des OÖ-Marktführers für Einfamilienhäuser in massiver Ziegelbauweise feierten Ende Juni im Schloss Steyregg „30 Jahre Wimbergerhaus“. Durch den Abend führte Moderatorin Silvia Schneider, die als Highlight des Abends Edgar K. Geoffroy begrüßte, der den Gästen Impulse zum Thema Kundenbindung und moderne Unternehmensführung mit auf den Weg gab: „Erfolg hat nur der, der partnerschaftlich denkt und arbeitet – denn Menschen arbeiten, leben und denken in neuen Netzwerken in Partnerschaften.“ Genau diese Maxime habe „mein Vater in den letzten 30 Jahren geprägt und konsequent gelebt und dies ist mitunter einer unserer Erfolgsfaktoren“, so Gastgeber Christian Wimberger, der seit heuer die alleinige Geschäftsführung des Familienunternehmens von seinem Vater und Firmengründer Franz übernommen hat. (red)
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Die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Anrainer sollten zu einem Kaleidoskop vereint werden.
Plusenergiehaus startet im Herbst beim „Solaren Zehnkampf“ für Österreich.
medianet
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Freitag, 12. Juli 2013 – 31
Š Stadt Linz
Linz bekommt Medizinuni
Jetzt ist es fix: OberÜsterreich bekommt eine Medizinuniversität Seite 35
Š Florian Wieser
healtheconomy „Leiwande“ Chefs
Die Wirtschaftskammer Wien zeichnete tolle Manager aus
Seite 36
Forscher IMP bekommt neue Spitze Š APA/IMP-IMBA Graphics Department
Richter Pharma wächst und setzt auf Kontinuität
Š medianet
short
Š VAMED/St. Martins Therme & Lodge
Bilanz Die Ă–sterreich-Tochter des japanischen Pharmakonzerns Astellas hat im Gegensatz zur Branchenentwicklung ein durchaus erfolgreiches Jahr 2012 hinter sich. „Wir hatten ein leichtes Plus und haben erstmals die 30 Millionen-Umsatzgrenze Ăźbertroffen“, sagt Berthold Cvach, Ă–sterreich-Manager des japanischen Pharmakonzerns (Bild). Dabei hatte auch Astellas mit dem Patentablauf bei einem wichtigen Umsatzbringer zu kämpfen. Geholfen haben allerdings zwei wichtige neue Produkte, schilder Cvach im Interview. Seite 34
Š Presse & Foto Franz Gleiss
Investition Der Gesundheitsdienstleister und Thermenbetrieber Vamed AG will die Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen im Burgenland bis Ende 2014 fĂźr 14 Mio. ₏ ausbauen. Bund und Land fĂśrdern den Ausbau mit rund 3,4 Mio. ₏. Vamed-Generaldirektor Ernst Wastler (Bild) erklärt, dass der Trend im Thermenund Resortbereich zu mehr Qualität gehe: „Es ist ein Erfolgsmodell, in dieses Segment zu investieren.“ Das Gesamtinvestitionsvolumen steigt durch die Erweiterung auf 100 Mio. ₏. Parallel setzt die Vamed in der Therme Wien auf GesundheitsfĂśrderung. Seite 35
Handel und Industrie Die Welser Richter Pharma AG hat im Vorjahr den Umsatz von 317 auf 351 Mio. ₏ gesteigert, sagt Vorstand Roland Huemer. Er lÜst Haupt eigentßmer Florian Fritsch als CEO ab, der in den Aufsichtsrat wechselt. Seite 33
Pharmareport und Lifescience > Celesio feuert den Vorstandschef > Industrie: Die Pipelines trocknen langsam aus > Neue Ăœbernahmen im Pharmabereich
Versicherungen mit Renaissance 32 32 33 35 35
34 34 34
Š medianet
Healthcare > Kommentar: Die WHO setzt auf Werbeverbote > Sozialversicherung: WKO sieht Fortschritte > Ausblick: Alpbacher Gesundheitsgespräche > Studie: Gestresse Männer sind dicker > NiederÜsterreich setzt auf gesunde Betriebe
Uniqa-Vorstand Peter Eichler: Unisextarife bremsten Versicherungen nicht.
Wien. Die Private Krankenversicherung erlebt eine Renaissance. Nach Vorliegen der Vorjahresergebnisse aller Versicherungsanbeiter zeigt sich, dass Zusatzkrankenversicherungen Ăźberall – zum Teil kräftig – gewachsen sind. „Trotz Umstellung auf Unisexprämien zeigt sich damit Kontinuität auf allen Linien“, sagt der zuständige UniqaVorstand und Branchensprecher fĂźr die privaten Krankenversicherungen, Peter Eichler. In der Krankenversicherung gab es bei den Prämieneinnahmen im Vorjahr ein Plus von 3,4% auf 1,75 Mrd. ₏, die Leistungen legten um 3,2 Prozent auf 1,14 Mrd. ₏ zu. Seite 32
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Krankenversicherung Im Vorjahr gab es ein Plus von 3,4%
inhalt
H e a lt h : c a r e
32 – healtheconomy
Freitag, 12. Juli 2013
Hintergrund Versicherungsverband meldet Plus von 3,4% bei Prämieneinnahmen in der privaten Krankenversicherung
Kommentar
Renaissance bei privaten Krankenversicherungen
Von Rauchern und Übergewichtigen
„Trotz Umstellung auf Unisex-Tarife zeigt sich Kontinuität auf allen Linien“, sagt Uniqa-Vorstand Eichler.
Wien. Die Private Krankenversicherung erlebt offenbar eine Renaissance. Nach Vorliegen der Vorjahresergebnisse aller Versicherungsanbeiter zeigt sich, dass Zusatzkrankenversicherungen überall – zum Teil kräftig – gewachsen sind. „Trotz Umstellung auf Unisexprämien zeigt sich damit Kontinuität auf allen Linien“, sagt der zuständige Uniqa-Vorstand und Branchensprecher für die privaten Krankenversicherungen, Peter Eichler. In der Krankenversicherung gab es bei den Prämieneinnahmen im Vorjahr insgesamt ein Plus von 3,4 Prozent auf 1,75 Mrd. €, die Leistungen legten um 3,2 Prozent auf 1,14 Mrd. € zu. Eine erste Prognose des Versicherungsverbands (VVO) weist für die Krankenversicherung auf für 2013 ein Wachstum von rund 3,2 Prozent aus.
U
m Millionen von Menschenleben zu retten, fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein weltweites Verbot für Tabakwerbung. Ebenso wichtig seien Warnungen auf Zigarettenschachteln und die Verteuerung von Tabakprodukten durch hohe Steuern, erklärte die UNO-Sonderorganisation am Mittwoch in Genf. Solche oder ähnliche Maßnahmen seien bereits in 124 Ländern durchgesetzt worden. Fast 70 Staaten – vor allem in Afrika und Südamerika – würden jedoch bisher nur wenig oder nichts gegen den Tabakkonsum unternehmen, beklagt die WHO in ihrem Jahresbericht 2013 zum Kampf gegen das Rauchen. Auch Österreich hinkt noch nach – Stichwort Gastronomie. Wenig fällt der WHO allerdings bei einer zweiten Problematik ein, die unsere Gesundheit belastet und zu einer steigenden Zahl vermeidbarer, nicht übertragbarer Krankheiten führt: beim Themenfeld falsche Ernährung und Übergewicht. Auch hier fordern Experten längst Werbeverbote für ungesunde Nahrung bzw. fettund zuckerhaltige Lebensmittel, nicht zuletzt bei Kindern. Vielleicht hilft ja auch die politische Nachdenkpause im Sommer. Wir werden in jedem Fall das Thema weiter beleuchten – nach unserer Pause ab Mitte August. Bis dahin wünsche ich einen schönen Sommer!
Auch Männer fragen nach
Uniqa-Vorstand Peter Eichler sieht anhaltendes Interesse an privaten Krankenversicherungen. Auch heuer wird ein Plus erwartet.
Eichler: „Zur Uniqa kann ich sagen, dass die Nachfrage nach Krankenversicherungen auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres stabil und damit positiv ist und sich auch im Bestand keinerlei Auffälligkeiten zeigen. Zum Ende des Vorjahres gab es aufgrund der Unisexumstellung sogar eine etwas verstärkte Nachfrage bei Männern.“ Bei der Uniqa wuchsen in der Schaden- und Unfallversicherung die verrechneten Prämien im ersten Quartal 2013 insgesamt um 2,9 Prozent auf 797,9 Mio. €, dabei im Segment Uniqa Österreich um 1,2 Prozent auf 447,4 Mio., im Segment RV um 8,9 Prozent auf 38,1 Mio. und in der Uniqa Inter-
national um 5,9 Prozent auf 293,1 Mio. € (in CEE +8,1 Prozent auf 256,8 Mio., in Westeuropa jedoch -7,4 Prozent auf 39,2 Mio. €). In der privaten Krankenversicherung stiegen die Einnahmen um 3,5 Prozent auf 242,5 Mio. €, darunter bei der Uniqa Österreich um 3,5 Prozent auf 223,7 Mio. €, bei der Uniqa International um 3,7 Prozent auf 18,8 Mio. € (CEE +8,6 Prozent auf 7 Mio. €, Westeuropa +1 Prozent auf 12 Mio. €). Wiener-Städtische-Generaldirektor Robert Lasshofer rechnet ungeachtet der eher stagnierenden Lebensversicherung mit einem steigenden Vorsorgebewusstsein der Menschen, sagte er bei der Präsentation der Ergebnisse im Frühjahr.
Übergewicht
Adipositas
Übergewicht & Adipositas
Frauen 5 4 13
Männer Kinder
16 6
73 68
18
50
37
2
72
10 Erwachsene Senioren
17
48 22
37 51
9 15
27
Bestandteile der Ernährung – Anteile in Prozent 2003
2012 46 47
43 44 37 36
15 15
37 36
15 15 11 10
Eiweiß
Kohlehydrate
Saccharose
10
Fett
Quelle: APA/Gesundheitsministerium; Grafik: Raimund Appl
Eiweiß
Die Krankenversicherung – in der die Städtische mit 343 Mio. € Einnahmen (+2,3 Prozent) nach der Uniqa die Nummer zwei ist – erlebt laut Lasshofer „eine Renaissance“ sowohl bei den Ambulanztarifen als auch der Sonderklasse. Bei den Taggeldern gebe es eine recht stabile Entwicklung, angenommen
„Erleichterung für Unternehmer“
AN T E I L D E R P E R S O N E N N A C H KÖ R P E R G E W I C H T I N P R O Z E N T Normalgewicht
Interesse an Alternativen
würden auch homöopathische Abdeckungen oder die Option, verschiedene Ärztemeinungen einzuholen. Auch die Nummer drei – die Merkur Versicherung AG – hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die wesentlichen Kennzahlen weiter verbessert. Vor allem die Zuwächse in der Gesundheitsvorsorge über dem Branchenschnitt waren dafür verantwortlich, berichtete Generaldirektor Alois Sundl. Bei den Prämien kletterte die Krankenversicherung um 6% von 254,7 auf 270 Mio. €. „In unserer Kernkompetenz Gesundheitsvorsorge ist dies zum siebenten Mal in Folge ein Wachstum über dem Branchenschnitt, der 2012 bei 3,4 Prozent lag“, so Sundl.
Sozialversicherung WKO-Präsident Leitl zieht positive Bilanz für erstes Halbjahr
GRAFIK DER WOCHE
Untergewicht
Dabei gehe es um eine Absicherung der biometrischen Risiken, also des Langlebigkeitsrisikos, aber auch von Pflegebedarf und Berufsunfähigkeit. Sach- und Krankensparte würden auch 2013 die Wachstumssektoren bleiben und über der Inflation zulegen können.
Kohlehydrate
9
Saccharose
Fett
Wien. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) konnte im ersten Halbjahr 2013 und in der aktuellen Parlamentssession nach eigenen Angaben zahlreiche Forderungen für Unternehmerinnen und Kleinstunternehmen durchsetzen und zieht eine positive Bilanz. „Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket setzen wir den Ausbau der sozialen Absicherung für Unternehmen konsequent fort. Unternehmerinnen, die Mutter werden, sind künftig in der Zeit rund um die Geburt und in der Kleinkindphase finanziell besser abgesichert. Die Voraussetzungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Selbstständige werden damit massiv gestärkt“, freut sich WKO-Präsident und SVA-Obmann Christoph Leitl über die Meilensteine in der sozialen Absicherung von Unternehmen. Durch diverse Maßnahmen speziell für Kleinstunternehmen und Ein-Personen-Unternehmen sei es gelungen, das soziale Netz der Absicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer noch dichter zu knüpfen und zu einem der besten
in Europa zu machen, sagt Leitl. Mit 1. Jänner 2013 sind folgende Verbesserungen für Selbstständige im Bereich der Sozialversicherung in Kraft getreten: – Schaffung eines Anspruchs auf „Krankengeld“ für Unternehmer bei lang andauernder Krankheit, – Verdoppelung des Wochengelds sowie – Deckelung des Selbstbehalts mit fünf Prozent des Einkommens.
© SVA/Andi Bruckner
Martin Rümmele
© panthermedia.net/epstock; medianet / Montage: B. Schmid
Andreas Feiertag Martin RÜmmele
SVA-Vize-Obmann Peter McDonald kann Fortschritte bei Angeboten melden.
Seit 1. Juli profitieren Unternehmen von zusätzlichen Entlastungen in der Sozialversicherung: – Entfall der Beitragsleistung in der Krankenversicherung während des Bezugs von Wochengeld bei Ruhendmeldung bzw. Unterbrechung der Erwerbstätigkeit, wobei der Krankenversicherungsschutz aufrecht bleibt, – Möglichkeit einer geringfügigen Selbstständigkeit während des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld, ohne unter eine GSVG-Pflichtversicherung zu fallen, – Deutliche Zahlungserleichterungen von Sozialversicherungsbeiträgen für Jungunternehmen. Zuletzt wurde vom Nationalrat die Möglichkeit der Befreiung von Sozialversicherungsbeiträgen für Eltern ausgeweitet. Eine Befreiung für Eltern kann ab 1. Juli bis zu maximal vier Jahre nach der Geburt eines Kindes ausgedehnt werden, wenn die jährlichen Einkünfte unter 4.641,60 € liegen und der Jahresumsatz nicht mehr als 30.000 € ausmacht. „Damit wird es für Kleinstunternehmen wieder ein Stück leichter.“ (iks)
H E A LT H : C A R E
Freitag, 12. Juli 2013
healtheconomy – 33
Handel und Industrie Oberösterreichische Gruppe wächst in der Logistik, mit Veterinärprodukten und mit neuen Angeboten wie Verblisterung
Richter Pharma mit starkem Plus Martin Rümmele
Wels. Der Haupteigentümer und bisherige Vorstandsvorsitzende Florian Fritsch der Richter Pharma AG wechselte mit 1. Juli 2013 auf den Posten des Aufsichtsratschefs. Der Vorstand wurde von drei auf zwei Köpfe verkleinert und besteht nun aus Roland Huemer als neuem Vorsitzenden und Friedrich Pöcherstorfer als Finanzverantwortlichem. Fritsch will weiter beratend zur Seite stehen. Die Richter Pharma AG erwirtschaftete zuletzt im Geschäftsjahr 2012 mit 340 Beschäftigten einen Umsatz von 351,5 Mio. €, davon stammen 194,5 Mio. € Umsatz aus dem Tochterunternehmen Pharma Logistik Austria GmbH, das vor allem durch Huemer aufgebaut wurde. Mit der Entwicklung des Umsatzes ist Vorstand Huemer zufrieden, er sei zum zehnten Mal hintereinander gesteigert worden.
Vorschau Gesundheit
Fokus Alpbach
© APA/Robert Parigger
Alpbach. Die Alpbacher Gesundheitsgespräche (16. bis 19. August 2013) sind fixer Bestandteil des Europäischen Forums Alpbach (EFA), das seit knapp 70 Jahren in Tirol stattfindet. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen und Entwicklungen in den Bereichen Gesundheit, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Das Motto heuer lautet „Erfahrungen und Werte“. Auch d e r P h a r m a v e r b a n d Pharmig und das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) engagieren sich beim EFA. Die diesjährigen Gesundheitsgespräche stellen die Frage „Wer entscheidet Gesundheit?“ in den Mittelpunkt. Wie stark bestimmen soziale Determinanten unsere Gesundheit? Wie können und müssen Prioritäten gesetzt werden? Inwieweit hilft die evidenzbasierte Medizin Entscheidungen zu treffen? Zudem stehen die Gesundheitsreform sowie die Herausforderungen an zukünftige Systeme im Zentrum. „Das Schaffen und die nachhaltige Absicherung eines uneingeschränkten und einheitlichen Zugangs zu innovativen, wirksamen und sicheren Arzneimitteln für alle Patienten in Österreich muss das gemeinsame Ziel aller Akteure im Gesundheitswesen sein“, fordert FOPI-Präsident Ingo Raimon und wünscht sich zur Erreichung dieses Ziels ein partnerschaftliches Vorgehen, ein Miteinander auf Augenhöhe aller Akteure, einschließlich der Industrie. (iks)
In Alpbach wird auch wieder über zentrale Gesundheitsfragen diskutiert.
Das von 5,7 auf 4,1 Mio € gesunkene EGT erklärt er mit Investitionen in Technik und Prozesse, wie beispielsweise ein neues IT-System und innovative Projekte wie die Neuverblisterung im Human- oder „oncoprotect“ im Veterinärbereich. Die sogenannte individuelle Neuverblisterung, die das Unternehmen als Hersteller für Pflegeheime in Wels durchführt, „ist sicherlich ein Vorzeigeprojekt“ ist Huemer überzeugt. Als vollversorgender Großhändler beliefert das Unternehmen in Oberösterreich öffentliche Apotheken, sowie bundesweit in Kooperation mit der Adler Apotheke hausapothekenführende Ärzte. Zu
den Kunden zählen auch die österreichischen Justizanstalten und die Heereseinrichtungen. Insgesamt sei der Pharmahandel künftig auch erheblich durch die vielen Patentabläufe in der Branche belastet. „Das drückt bei den Herstellern nicht nur auf die Preise, sondern natürlich auch bei uns auf die Spannen.“ Als marktführender Veterinärgroßhandel Österreichs betreut Richter Pharma außerdem die über 1.600 Tierärzte. Das Warensortiment reicht von Arzneimitteln über Vertriebsprodukte, Futtermittel, Pflegeprodukte bis hin zu Ordinationsgeräten und Instrumenten für die Tierarztpraxis. Weiter wach-
sen will Huemer mit der Tochter Pharma Logistik Austria. Sie sei mittlerweile für 45 Unternehmen, darunter einige ganz große Player und gleichzeitig auch heimische, kleiner Firmen, tätig. „Wir werden heuer die 200 Millionen-Umsatzgrenze deutlich überschreiten“, ist Huemer sicher Den Schwerpunkt bei den Eigenprodukten setzt Richter im Veterinärbereich, hier vor allem beim Schmerzmanagement. Heuer werde man noch fünf EU-Zulassungsverfahren starten, kündigte der neue Vorstandschef an, „die Pipeline ist gut gefüllt“. Der Fokus für die Zukunft liege auf Europa und dem Mittleren Osten.
© Presse & Foto Franz Gleiss
Wechsel an Spitze signalisiert Kontinuität: Vorstand Fritsch geht in Aufsichtsrat, Huemer rückt nach.
Haupteigentümer Florian Fritsch wechselt in Aufsichtsrat von Richter Pharma.
P h a r m a : r ep o r t
34 – healtheconomy
Onyx wehrt sich gegen Übernahme von Amgen New York/Frankfurt. Der Biotech-Riese Amgen will den kleineren Rivalen Onyx Pharmaceuticals für rund zehn Mrd. USD übernehmen. Bisher wehrte Onyx ab. Aufgrund von auslaufenden Patenten versuchen größere ArzneimittelHersteller, mit Zukäufen ihren Nachschub an neuen Medikamenten auszubauen. Im ersten Halbjahr 2013 gingen für Übernahmen 93,6 Mrd. USD über den Tisch, 30,2% mehr als vor einem Jahr.
© EPA
Roche baut sein Bluttest-Geschäft aus
CMI entwickelt ein schnelleres System für Blutuntersuchungen.
Basel. 220 Mio. USD lässt sich Roche die Übernahme der USFirma Constitution Medical (CMI) kosten. Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern will damit das Geschäft mit Bluttests ausbauen, welches Schätzungen zufolge weltweit ein Marktvolumen von über zwei Mrd. USD hat.
LTS Lohmann steht zum Verkauf bereit Frankfurt am Main. Der deutsche Medizinpflaster-Hersteller LTS Lohmann soll verkauft werden; spekuliert wird über eine Verkaufssumme von mehr als einer Mrd. €. LTS gilt als der Erfinder des Nikotinpflasters und stellt etwa auch Pflaster mit Wirkstoffen gegen Alzheimer, Parkinson oder das Restless-Legs-Syndrom her.
Forschung Österreich-Tochter von japanischem Konzern wächst stärker als der Markt und bringt neue Produkte
Astellas punktet mit neuen Medikamenten
EU gab grünes Licht für neues Medikament bei fortgeschrittenem Prostata-Karzinom. Martin RÜmmele
Wien. Die Österreich-Tochter des japanischen Pharmakonzerns Astellas hat im Gegensatz zur Branchenentwicklung ein durchaus erfolgreiches Jahr 2012 hinter sich. „Wir hatten ein leichtes Plus und haben erstmals die 30 Millionen-Umsatzgrenze übertroffen“, sagt Berthold Cvach, Österreich-Manager des japanischen Pharmakonzerns. Dabei hatte auch Astellas mit dem Patentablauf bei einem wichtigen Umsatzbringer zu kämpfen. Geholfen haben allerdings zwei wichtige neue Produkte: Zum einen konnte mit dem Produkt „Dificlir“ auf die Problematik der im Krankenhaus erworbenen Clostridium-Difficile-Infektionen (CDI) hingewiesen werden. Der Keim führt zu sich rasch ausbreitenden Durchfallerkrankungen, die besonders vorbelastete und ältere Personen gefähren. Um die 1.300 Todesfälle dürfte es in Österreich pro Jahr geben, schätzen Experten. Cvach: „Unser Produkt ist ein spezielles Antibiotikum, das nur bei diesem Keim wirkt und auch nur im Magen-Darm-Bereich; wir besetzen damit eine Marktnische, die es vorher nicht gab und haben ein Produkt, das bereits ein Jahr nach der Einführung eigentlich in allen Spitälern eingesetzt wird.“
© medianet
short
Freitag, 12. Juli 2013
Berthold Cvach, Österreich-Chef von Astellas Pharma, sieht sich mit neuen Produkten in einer guten Marktposition.
Neuropathie und ist ein Pflaster, das direkt auf die Haut und die betroffene Stelle geklebt wird. „Die Wirkung hält 90 Tage an und es gibt keine Nebenwirkungen bei anderen Organen, wie das bei anderen systematischen Schmerzmitteln der Fall ist.“ Doch nicht nur das Produkt ist neu, sondern auch die Art der Erstattung, bei der Astellas und der Hauptverband der Sozialversicherungsträger einen neuen Weg gehen. „Wir haben ein besonderes Risk-Sharing-Modell vereinbart. Die Kosten für Non Responder übernehmen wir. Wenn die Patienten ansprechen, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Initial und Folgetherapie“, schildert Cvach die kreative Lösung.
Neues Schmerzmittel Parallel ist es dem Pharmaunternehmen mit Anfang Juni gelungen, das Schmerzmittel „Qutenza“ in die gelbe Erstattungsbox zu bringen. „Das ist das erste innovative Schmerzmittel, das seit acht Jahren überhaupt in die Erstattung aufgenommen wird“, freut sich Cvach. Das Produkt wirkt bei peripheren
Pharmahandel Debatte über künftige Ausrichtung
Ende Juni folgte nun der nächste Meilenstein, diesmal im Schwerpunktgebiet Urologie und Onkologie: Die Europa-Zentrale von Astellas und Medivation gaben bekannt, dass nach Überprüfung durch die Europäische Gesundheitsbehörde (EMA) die Europäische Kommission die Zulassung für das Medikament „Xtandi“ für „die Behandlung von erwachsenen Männern mit metastasierendem kastrationsresistentem Prostata-Karzinom, deren Erkrankung während oder nach einer Chemotherapie mit Docetaxel fortschreitet, genehmigt hat“. Anders formuliert: Bei vielen Patienten beginnen im Abstand von vier bis fünf Jahren zur operativen Prostataentfernung Krebszellen selbst wieder Testosteron zu produzie-
ren und damit wieder zu wachsen. Wenn also nichts mehr hilft, und die Krankheit zurückkommt, soll das neue Mittel zum Einsatz kommen. „Damit erhalten wir ein Medikament, das durch seine gute Wirksamkeit und Verträglichkeit einen wesentlichen Fortschritt im Bezug auf Lebenszeit und Lebensqualität für Patienten bringt“, sagt Professor Karl Pummer, Vorstand der Grazer Universitätsklinik für Urologie.
Chance auf Erfolge „Für uns ist das ein großer Einstieg in den Bereich Onkologie“, gibt sich Cvach überzeugt. „Insgesamt haben wir derzeit gleich mehrere Produkte, die Epoche machen können.“
Industrie Lange Zulassungsverfahren und Patentabläufe machen Firmen zu schaffen
Celesio tauscht Chef Pipelines trocknen langsam aus
Der Pharmagroßhändler Celesio kommt weiter nicht zur Ruhe.
soll Finanzchefin Marion Helmes (47) kommissarisch übernehmen. Pinger habe sich mit der Führung des Mutterkonzerns Haniel überworfen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Pinger lotete den Kreisen zufolge zuletzt eine umfassende Partnerschaft mit den US-Konkurrenten McKesson und Cardinal Health aus, die auch eine Beteiligung an Celesio einschließen könnte. Celesio wollte sich dazu nicht äußern. Haniel stehe hinter der Entscheidung des Celesio-Aufsichtsrats, erklärte das Familienunternehmen lediglich. Der ehemalige Beiersdorf-Manager Pinger hatte erst im August 2011 das Ruder bei Celesio übernommen. Unter seiner Führung sollte sich das Traditionsunternehmen wieder auf das angestammte Kerngeschäft Pharmahandel und Apotheken konzentrieren. Firmen wie die Internet-Apotheke DocMorris, mit denen sein Vorgänger in neue Geschäftsfelder vorstoßen wollte, verkaufte Pinger wie berichtet wieder – zum Teil mit hohen Verlusten. (iks)
Berlin. Die Pharmaindustrie hat immer weniger neue Medikamente in der Pipeline. Derzeit werde 324 Arzneimitteln die Chance eingeräumt, innerhalb der kommenden vier Jahre auf den Markt zu kommen, teilte der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland (vfa) mit. Noch vor zwei Jahren waren es 359, im Jahr 2009 sogar 442. Grund sei, dass es länger dauere, bis ein Medikament
zugelassen werden könne, sagte vfa-Experte Siegfried Throm. „Die Mittel stecken in den Studien fest.“ Die Unternehmen rechneten damit, dass es weniger Phase-II-Projekte binnen gut vier Jahren bis zur Zulassung schafften, als dies noch vor ein paar Jahren der Fall gewesen sei. Arzneien müssen vor einer Zulassung erst drei Phasen der klinischen Erprobung am Menschen bestehen.
© EPA
© panthermedia.net/Anna Ivanova
Frankfurt. Celesio-Chef Markus Pinger muss nach nicht einmal zwei Jahren gehen. Der Aufsichtsrat habe Pinger (50) mit sofortiger Wirkung abberufen, teilte der deutsche Pharmahändler, zu dem auch die heimische Herba Chemosan gehört, überraschend mit. „Die Trennung erfolgte aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur Führung des Unternehmens“, erklärte das Unternehmen. Seine Aufgaben
Der deutsche Branchenverband vfa ortet Zukunftsprobleme in der Pharmaindustrie.
Viele Pharmafirmen sind auf neue Medikamente angewiesen, weil die Patente für wichtige Umsatzbringer ablaufen und sie deswegen neue Erlösquellen benötigen. „Patentabläufe stehen naturgemäß auch für die nächsten Jahre an, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie 2012“, sagte vfa-Vorsitzender Hagen Pfundner. Die zunehmende Konkurrenz durch Nachahmerprodukte machte nach dem Ablaufen wichtiger Patente zuletzt zahlreichen Unternehmen weltweit schwer zu schaffen, viele Firmen mussten Gewinneinbrüche hinnehmen. Ihre Hoffnung setzen die forschenden Pharmafirmen auf neue Behandlungsmöglichkeiten für Krebs. Jedes dritte Medikament, das sich derzeit in der Spätphase der klinischen Erprobung befinde, entfalle auf diesen Bereich, gefolgt von Entzündungskrankheiten wie Rheuma und Infektionserkrankungen, sagte Pfundner. Immer mehr in den Blickwinkel der Firmen gerieten neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer. (iks/apa)
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Freitag, 12. Juli 2013
healtheconomy – 35
Wellness Fitness, Spaß und Gesundheit für Schüler mit dem Programm „Therme Wien macht Schule“
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Gesundheitsförderung
Transparenz und ethische Werte Wien. Die Pharmig, der Verband der pharmazeutischen Industrie, hat kürzlich ihren Verhaltenscodex (VHC) gemäß ihren internationalen Standards erneuert. Unter anderem werden die jüngsten Veränderungen im Korruptionsstrafrechtsänderungsgesetz (KorrStrÄG) integriert. Die Unternehmen verpflichten sich, ihre Spenden und Förderungen an Organisationen oder Institutionen offenzulegen. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, sagt: „Transparenz schafft Glaubwürdigkeit. Die pharmazeutische Industrie ist eine Vorreiterin in Sachen freiwilliger Selbstkontrolle.“
Die Martins Therme & Lodge wird für 14 Mio. Euro um 144 Betten und einen See-Spa erweitert.
Erfolgsmodell Thermen Die Vamed will außerdem die Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen bis Ende 2014 für 14 Mio. € ausbauen. Bund und Land fördern den Ausbau mit rund 3,4 Mio. €. Vamed-Generaldirektor Ernst Wastler erklärt, dass der Trend im Thermen- und Resortbereich zu mehr Qualität gehe: „Es ist ein Erfolgsmodell, in dieses Segment zu investieren.“ Das Gesamtinvestitionsvolumen steigt durch die Erweiterung auf 100 Mio. €.
Arzneimittelsicherheit soll erhöht werden
Die Therme Wien will sich aktiv für mehr Bewegung für Österreichs Kinder einsetzen.
Wissenschaft Eigene Ärzteausbildung in Oberösterreich soll Ärztenachwuchs im Land halten und Versorgung sichern
© Stadt Linzm
Linzer Medizin-Uni ist in der Zielgeraden
Oberösterreich soll künftig doch eine Medizinfakultät erhalten.
Linz. Nach der grundsätzlichen Einigung über die Finanzierung einer neuen Medizin-Fakultät an der Linzer Universität herrscht bei den das Projekt Betreibenden in Oberösterreich große Freude: Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) sieht 90% der Hürden geschafft, der Bund ist mit an Bord. Nun hat für die Fakultät auch die Hochschulkonferenz votiert. Sie ist ein beratendes Gremium für den Wissenschaftsminister, an das sich dieser gebunden fühle, wenn es einen einstimmigen Beschluss gibt, teilte er im Vorfeld mit. Das oberösterreichische Verhandlungsteam hat dabei das Projekt präsentiert und stand auch für Fragen zur Verfügung. Eine 15a-Vereinbarung soll am
22. Juli oder am 13. August in den Ministerrat. Sie erhält aber erst Rechtskraft, wenn sie vom Nationalrat und vom Landtag beschlossen wird. Durch die Auflösung des Nationalrats und die Wahl im Herbst könne dies zwischen Ende 2013 und dem 1. Halbjahr 2014 erfolgen, rechnet sich Pühringer aus.
Umsetzung startet sofort Um jedoch keine Zeit zu verlieren, sollen dennoch die Umsetzungsarbeiten sofort beginnen, damit ein Studienbeginn im kommenden Jahr möglich ist. Die entsprechenden Leitungs- und Lenkungsgremien sollen schnell bestellt werden.
Der Landeshauptmann als Gesundheits- und Finanzreferent der Landesregierung erläuterte noch einmal die Kosten des Projekts und die Aufteilung zwischen dem Bund und Oberösterreich bis 2017/2018. Über die Aufteilung des Oberösterreich-Anteils von insgesamt rund 225 Mio. € zwischen dem Land und den Gemeinden werde im Herbst verhandelt. Der Landeshauptmann denkt an ein Verhältnis von 60 zu 40 Prozent. Pühringer stellte dem das Kostendämpfungspotenzial der oö. Spitalsreform für Land und Gemeinden allein bis 2020 von rund 2,3 Mrd. € gegenüber und zeigt sich vom Erfolg überzeugt: „Aus einer schweren Geburt werden die schönsten Kinder.“ (iks)
© ARGE Gesundheit/APA-Fotoservice/Rossboth
Wien/Frauenkirchen. Bewegungsmangel und falsche Ernährung sind der Grund dafür, dass fast jedes vierte österreichische Kind übergewichtig ist. Die Therme Wien, einer der Leitbetriebe der Vamed Vitality World, will mit einem umfassenden Schulprogramm einen positiven Beitrag leisten. Das Programm richtet sich an alle Schulen aus Wien und Umgebung und Bundesländer-Schulen auf WienWoche. Mit altersangepassten Trainingseinheiten und ermäßigten Eintrittspreisen sollen Fitness, Spaß und vor allem Gesundheit für alle Schüler generiert werden. Auf Wunsch können sich Lehrer in speziellen Schulungs- und Trainingseinheiten für Schüler weiterbilden lassen. Im Rahmen eines Schulwettbewerbs können gratis Thermentage gewonnen werden.
„Kindern macht Bewegung – noch dazu im warmen Wasser – enormen Spaß, wenn für Motivation gesorgt wird und die Rahmenbedingungen stimmen“, sagt Edmund Friedl, Geschäftsführer der Therme Wien. Die Vamed Österreich ist mit über 2,4 Mio. Gästen jährlich führender Betreiber von Thermen- und Gesundheitsresorts.
© Vamed/St. Martins Therme & Lodge/Rudi Dellinger
ulli moschen
Wellan: Illegale Medikamente aus dem Internet bergen Risiko.
Wien. Der Ministerrat hat kürzlich eine Arzneimittelgesetzesnovelle für mehr Sicherheit von Medikamenten verabschiedet. In deren Rahmen sollen die Kooperation zwischen den Arzneimittelbehörden verbessert und zusätzlich Meldepflichten bei Sicherheitsbedenken eingeführt werden. Die Vermeidung von Neben- und Wechselwirkungen steht im Mittelpunkt des Projekts „Medikationsmanagement“. Weitere Themen sind Produktqualität und Fälschungssicherheit. Insgesamt beraten 5.800 Apotheker in 1.330 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen, betont deren Kammerpräsident Max Wellan.
Forschung Gesundheitsminister warnen vor Adipositas-Welle, Forscher liefern Erklärungen
Gesunde Betriebe
Der Stress macht Männer dick
St. Pölten. Das Land Niederösterreich bzw. die Aktion „tut gut“ werden sich in Zukunft verstärkt dem Themenfeld Betriebliche Gesundheitsförderung annehmen. „Wir starten jetzt eine Sensibilisierungskampagne und ab Herbst wird es in sieben mittelgroßen niederösterreichischen Gemeinden ein Pilotprojekt zur betrieblichen Gesundheitsförderung geben. Diese Gemeinden werden über einen
Wien. In der Europäischen Region der WHO sind über 50% der Bevölkerung übergewichtig oder adipös und nicht übertragbare Krankheiten verursachen 77% der Krankheitslast. Während der Europäischen Ministerkonferenz der WHO zum Thema Ernährung und nichtübertragbare Krankheiten im Kontext von Gesundheit 2020, die am Wochenende in Wien zu Ende ging, erneuerten die Gesundheitsminis-
Landeshauptmann-Vize Wolfgang Sobotka will mit Prävention Kosten senken.
längeren Zeitraum begleitet, es braucht ein durchgängiges Programm und Nachhaltigkeit“, erklärte Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka. Zum Hintergrund dieses Engagements präsentierte Sobotka einige Fakten. So seien beispielsweise im Jahr 2012 Männer und Frauen im Durchschnitt mit 52,5 Jahren in eine krankheitsbedingte Frühpension gegangen, 1970 habe das diesbezügliche Alter noch bei 56,6 Jahren gelegen. „Wenn man diese vier Jahrzehnte betrachtet, sieht man, dass die Menschen alle zehn Jahre um ein Jahr früher in Frühpension gehen“, erläuterte Sobotka. 970 waren noch Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats die Hauptursachen für den Gang in die krankheitsbedingte Frühpension, heuer stehen hier die psychischen Erkrankungen an erster Stelle, danach kommen die Herz- und Kreislauferkrankungen. „Hier müssen wir dringend etwas unternehmen, psychische Erkrankungen verursachen auch immense volkswirtschaftliche Kosten“, so Sobotka. (iks)
ter ihr Bekenntnis zur Umkehr der alarmierenden Entwicklungen und verabschiedeten eine Erklärung, in der sie sich für evidenzbasierte Lösungen in der Region aussprachen. Dazu die WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab: Diese Erklärung in die Praxis umzusetzen, heißt, dass Europa eine neue innovative Phase von Maßnahmen gegen Adipositas und zur Förderung der Gesundheit einleiten wird.“
© APA-Roland Schlager
© NÖ Landespressedienst/NLK Burchhart
Initiative Niederösterreich startet Projekt in Gemeinden
Fettleibigkeit vor allem bei Männern resultiert nicht selten aus Stress.
Unterdessen haben Wissenschafter des Klinischen Instituts für Labormedizin der Med-Uni Wien nun neue Erkenntnisse zum Thema Übergewicht veröffentlicht. Unter erhöhter Belastung werden vom menschlichen Organismus vermehrt Glukokortikoide (körpereigenes Cortison) als Stresshormone ausgeschüttet. Sie sind an der Bildung von Übergewicht beteiligt. Bisher war unklar, warum das Fettgewebe vornehmlich im Bauch als viszerales Fett gebildet wird. Die Wissenschafter entdeckten nun eine Kette von molekularen Mechanismen, die durch die Bildung von Glukokortikoiden angekurbelt werden. Generell wird zwischen zwei Fettdepot-Typen unterschieden: Zwischen viszeralem (innerem) Bauchfett und subkutanem Gewebe, das unter der Haut sitzt. Das Fettverteilungsmuster ist ein wichtiger Faktor für das Gesundheitsrisiko bei Übergewicht. Bei zu viel Bauchfett – dem für Männer typischen Typ – erhöht sich das Risiko für ernsthafte Probleme wie Typ 2-Diabetes, Schlaganfälle, HerzKreislauf-Erkrankungen. (iks)
M E N S C H E N & KA R R I E R E N
36 – healtheconomy
short
Embatex: 500.000 € für die Roten Nasen
Freitag, 12. Juli 2013
Auszeichnung Wiener Wirtschaftskammer ehrte die 13 beliebtesten Vorgesetzten aus verschiedenen Betrieben
„Leiwande“ Chefpartie kammer Wien. Die Initiative zeige, dass Führungskräfte neben fachlicher auch viel soziale Kompetenz benötigen, um erfolgreich zu sein. Beim Abschlussevent in der Säulenhalle im Wiener Volksgarten überreichte Jank den 13 ausgezeichneten Chefinnen und Chefs ihre Preise. Darunter auch Bettina Kirchstorfer, Leitung Marketing und Sales Services bei der Pharmafirma MSD in Österreich. „Ich habe mich sehr über die Nominierung von meinem Team gefreut. Unsere besonders gute Zusammenarbeit entsteht durch tolle Persönlichkeiten, Professionalität, Spaß an der Arbeit und ein gemeinsames Ziel: Das beste Service für die Gesundheit in Österreich zu bieten“, sagte Kirchstorfer und bekam umgehend Lob von ihrer Chefin: „Für MSD in Österreich ist es ein zentrales Anliegen, dass sich unsere Beschäftigen wohl fühlen“, betonte Geschäftsführerin Gabriele Grom.
andreas feiertag
Klagenfurt. In den vergangenen zehn Jahren der Aktion „Recycling4Smile“ spendete die auf umweltfreundliches Recycling von Tonerkartuschen und Druckerpatronen spezialisierte Kärntner Embatex AG mithilfe zahlreicher Kunden 500.000 € an die „Rote Nasen Clowndoctors“. Damit konnten mehr als 1.000 Clownbesuche in Spitälern realisiert werden. Die Aktion wird bereits in fünf Ländern durchgeführt, so Christian Wernhart, CEO der Embatex.
GS1 Austria ist in Wien übersiedelt
Humanitäre Aktion 3,4 Tonnen Wäsche für Kroatien
Veranstaltung FIT soll Gesundheitsbewusstsein heben
Linz. Die Unternehmensgruppe Wozabal unterstützt gemeinsam mit der oberösterreichischen Gesundheits- und Spitals-AG (Gespag) das Krankenhaus Cakovec in Kroatien mit einer großen Menge an grundlegenden Materialien und Textilien, welche für den täglichen Ablauf im Krankenhaus dringend benötigt werden. Das Krankenhaus von Cakovec befindet sich in schweren finanziellen Nöten und es fehlt an grundlegenden Dingen. Dienstbekleidung für Schwestern und Pfleger, Bettwäsche, Bezüge und Küchenutensilien sind Mangelware. Deshalb hat Wozabal 17 Paletten mit je 200 kg Krankenhaustextilien zur Verfügung gestellt und spendete insgesamt 3,4 t Wäsche – das entspricht circa 680 privaten
Innsbruck. „Wie halte ich mich im Alltag körperlich und geistig fit?“ Antworten zu dieser Frage gaben auf der FIT – den ersten Tiroler Gesundheitstagen – Persönlichkeiten wie Profibergsteiger Peter Habeler und namhafte Ärzte wie Hermann Kathrein. Am 20. und 21. September bietet das Zentrum in Schwaz eine hochkarätige Informationsplattform zu den Gesundheitsthemen unserer Zeit. „Bewusstseinsbildung für ein gesundes Leben ist von enormer Bedeutung in unserer niemals stillstehenden Gesellschaft, darum ist es mir auch ein persönliches Anliegen, die Tiroler Gesundheitstage in Schwaz zu unterstützen“, bekräftigt Peter Habeler. Neben Informationsrunden können Besucher Vorsorgeuntersuchungen, Checks
Wien. GS1 Austria, eines der führenden Unternehmen für Supply Chain Management, ist umgezogen. Durch die Konzentration auf einer Büroetage will man noch effizienter sein und die Kunden dadurch noch besser betreuen. Erreicht werden kann GS1 Austria ab sofort am Brahmsplatz 3 in 1040 Wien. Alle anderen Kontaktdaten (Mail, Telefon, Fax) bleiben wie gewohnt. www.gs1.at
Die ersten Tiroler Gesundheitstage
Waschmaschinenladungen. Die Gespag unterstützte das kroatische Krankenhaus mit fünf Paletten mit Verbrauchsmaterialien. (fei)
© Wozabal
© GS1 Austria
Wozabal und Gespag helfen
Operiert ab sofort von einer neuen Wiener Adresse aus: GS1 Austria.
Brigitte Jank (re.), Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer, ehrte die Chefetagen.
Christian Wozabal: Sein Unternehmen spendete 3,4 Tonnen Wäsche.
Quality Award und Mirror Bayer und Austroplant vorn
zu Blutdruck, Gewicht, Größe, Brustkrebs, Blutzucker, Cholesterin oder Zahngesundheit kostenlos in Anspruch nehmen. (fei)
© SZentrum
Christian Wernhart, CEO von Embatex und Initiator der Aktion.
Wien. „Weil sie beruflich ein Vorbild ist. Weil sie mit Kompetenz, Leidenschaft und Umsichtigkeit für ihre Arbeit brennt. Weil er immer ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter hat. Weil er immer zuerst an uns denkt.“ – Das sind nur einige der vielen Begründungen, warum der eigene Chef oder die eigene Chefin „leiwand“ ist und vor den Vorhang geholt werden sollte. In den vergangenen Wochen hat die Wirtschaftskammer Wien Beschäftigte aufgerufen, ihre Chefs zu nominieren – als starkes Zeichen des Miteinanders von Mitarbeitern und Unternehmern. „Dass es in Wien sehr viele Unternehmen gibt, wo das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer besonders partnerschaftlich verstanden wird, zeigen die Einreichungen“, erklärt Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschafts-
© Florian Wieser
© Rote Nasen/Jürgen Hammerschmid
400 Menschen kamen zur Chefitätenfeier, Abstimmung erfolgte über Social Networks und Homepage.
Profi-Alpinist Peter Habeler (li.) unterstützt die Tiroler Gesundheitstage.
Menschen, über die man spricht
Auszeichnung für OTC-Hersteller
Top 20-Firmen im Fokus Im Fokus der Erhebung standen die 20 führenden OTC-Unternehmen Allergosan, Apomedica, Austroplant/Dr. Peithner, Bayer, Boehringer Ingelheim, CSC, GlaxoSmithKline, Johnson & Johnson, Kwizda, Madaus, Merck, Novartis/ Gebro, Nutricia, Nycomed, Ökopharm, Pfizer, Procter & Gamble, Ratiopharm, Reckitt Benckiser sowie Sanova. (fei)
© APA/IMP-IMBA Graphics Department
Wien. Der Deutsche Jan-Michael Peters (50) ist neuer wissenschaftlicher Direktor des Wiener Forschungsinstituts für Molekulare Pathologie (IMP), einer der bedeutendsten Life-Science-Forschungseinrichtungen Österreichs und weltweit. Das IMP wurde vom deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim und dem US-Biotechkonzern Genentech für die Grundlagenforschung etabliert, schließlich übernahm Boehringer Ingelheim die Einrichtung ganz. „Besonders stolz macht es mich, die Erfolgsgeschichte des IMP und die damit eng verbundene Entwicklung des Campus Vienna Biocenter fortsetzen zu dürfen, die in der Geschichte der europäischen Grundlagenforschung wohl einmalig sind“, erklärte Peters, der den Australier Barry Dickson ablöst. (fei)
O l iv er sacks, hirnf orscher und bu chautor in en g lan d
Der britische Hirnforscher Oliver Sacks, bekannt wegen seiner Geschichten über Menschen, die durch eine Krankheit aus dem Raster der Normalität gefallen sind, hat ein neues Buch geschrieben: „Hallucinations“. Er selbst ist blind auf einem Auge und braucht einen Stock zum Gehen. Doch der 80-jährige Wissenschafter und Arzt, der Bestseller wie „Zeit des Erwachens“ geschrieben hat, empfängt noch immer jede Woche Patienten.
Erich Sulz b acher , g ene rald irekt or der Wg kk
Der Vorstand und die Kontrollversammlung der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) haben Erich Sulzbacher (53) einstimmig als Generaldirektor für weitere fünf Jahre wiederbestellt. Die neue Funktionsperiode startet mit 1. Jänner 2014. Sulzbacher spricht sich vehement für das Prinzip der Selbstverwaltung der sozialen Krankenversicherung aus: „Dieses Modell hat sich bis heute bewährt, genauso wie die Dezentralisierung mit ihren neun Gebietskrankenkassen.“
© gespag
Den Quality Award für Verbraucherinformation erhielt Austroplant, jenen für Schulungsangebote Ratiopharm und den für die Innovation des Jahres, das Produkt Gaviscon, erhielt Reckitt Benckiser. Beim OTC Mirror auf dem ersten Platz landete dieses Jahr Bayer, gefolgt von Kwizda und Apomedica auf Platz drei. Für das Ranking wurden nach Kontaktaufnahme mit allen Apotheken die 525 Rückantworten ausgewertet. Der OTC-Mirror ist eine österreichweit durchgeführte Apo-
Jan-Michael Peters ist neuer Direktor des IMP in Wien
© WGKK
Antworten von Apotheken
thekenbefragung. Er spiegelt die Meinung der Apotheker zu folgenden Themenbereichen wider: Allgemeine Zufriedenheit (OTC Mirror Index); Außendienstmitarbeiter; Marketing, Werbung und Schulung; Produkte und Marken; Geschäftsbeziehungen sowie Empfehlungsbereitschaft. Ziel ist dabei, den Unternehmen zu helfen, Stärken und Schwächen in den einzelnen Kategorien zu erkennen, sich mit der Konkurrenz am OTC-Markt vergleichen zu können, Chancen und Verbesserungspotenziale aufzudecken sowie die Loyalität und Empfehlungsbereitschaft der Apotheken zu erhöhen.
© Luigi Novi / Wikimedia
Wien. In Kooperation mit dem Österreichischen Apothekerverband verlieh IMS Health kürzlich den „Quality Award 2013“. Dieser Preis wird jährlich an jene OTC (Over the Counter, also rezeptfrei) Unternehmen vergeben, die in den Bereichen Verbraucherinformation, Schulungsangebote sowie Innovation am besten performt haben. Der ebenfalls erstellte neue „IMS OTC Mirror“ spiegelt die Meinung der befragten Apotheken über die Pharmaunternehmen wider.
Gab rie le Baumann , neu e che fin des L KH st eyr
Gabriele Baumann (51) ist neue Ärztliche Direktorin am LKH Steyr. Seit April 2013 leitete sie das Spital der Gespag interimistisch. „Ich freue mich sehr über die nunmehr erfolgte definitive Bestellung zur Ärztlichen Direktorin des Schwerpunktspitals Steyr und bedanke mich für das in mich gesetzte Vertrauen. Es ist eine große Herausforderung, aber ich bin zuversichtlich, dass ich auch weiterhin mit der Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen rechnen darf.“
medianet
inside your business. today.
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guter service
Glasfaserausbau ist notwendig zur Sicherung von Wirtschaftsstandorten Seite 39
Servicequalität ist beim Onlinehandel wichtiger als der Produktpreis Seite 41
Farbenfroh HP 8570w Mobile Workstation im praxistest
© HP
Wirtschaftsstandort © hybris
© Olivier Le Moal
technology Computergrafik-Branche erhofft Umsatzwachstum
© Secure Payment Technologies/eumicon
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© Capgemini Consulting
Wien. Im Herbst dieses Jahres startet die Secure ShoppingApp mit neuen Partnern österreichweit durch. Eingeführt wurde die App im September 2012 in Tirol. Seither bezahlen Hypo Tirol Bank-Kunden bei der Lebensmittelkette Mpreis mit dem Smartphone via Strichcode an der Supermarktkasse. „Mit unserem verbesserten System können wir ab sofort auch hohe Zahlungsfrequenzen reibungslos verarbeiten“, sagt Michael Suitner, Gründer und Geschäftsführer der Secure Payment Technologies (Bild). www.secure-shopping.at
© panthermedia.net/Bruce Rolff
Wien. Das Beratungs- und ITDienstleistungsunternehmen Capgemini hat das System FAAPS zur Verbesserung von Hochwasserschutz- und Überwachungsmaßnahmen entwickelt. Das System entstand gemeinsam mit den Partnern GeoVille Informationssysteme, der Forschungsgruppe Fernerkundung der Technischen Universität (TU) Wien sowie dem Centre de Recherche Public Gabriel Lippmann. „FAAPS wurde zum ersten Mal während der grenzüberschreitenden Krisenmanagement-Übung in Bad Radkersburg am 4. Juli eingesetzt“, sagt Helmut Schnabl von Capgemini (Bild). www.at.capgemini.com
Die Stimmung ist optimistisch Die heimische Computergrafik-Branche blickt optimistisch in die Zukunft, wünscht sich aber verstärkt Lobbyingplattformen und gesetzliche Regulative wie Kollektivverträge für Computergrafiker. Seite 38 Gemalto Sicherheitstechnologie gewinnt Branchen-Award
Kaspersky Lab 37% der Banken hatten Phishing-Angriffe
LTE-Sicherheitspreis: Philippe Vallée, Executive Vice President von Gemalto.
München/Wien. Gemalto wurde die Auszeichnung „Best LTE Security Product Award” beim „LTE World Summit 2013“ verliehen. Der Preis würdigt Gemaltos branchenführende Sicherheitstechnologie. Die Kombination der LinqUs-Advanced-OTA (Over The Air)-Plattform mit der UpTeq-LTE-UICC (Universal Integrated Circuit Card)-Karte ermöglicht schnellen und sicheren Zugang zum Breitbandnetz. „Auf dieser Basis können Mobilfunkbetreiber und Serviceprovider neue und innovative mobile Zusatzdienste anbieten“, sagt Philippe Vallée, Executive Vice President von Gemalto. www.gemalto.com
Phishing immer noch extrem beliebt
© Wikimedia
Wien. Die Fachzeitschrift MacWorld hat „DesignPad“, eine Designer-App für das iPad, als „iOS App of the Year“ ausgezeichnet. DesignPad ist eine von Quark Software Inc. entwickelte App, die kreative Menschen dabei unterstützt, das Design für sich zu ent decken, während sie professionellen Designern eine Möglichkeit bietet, Projekte auf dem iPad zu konzipieren und auszugeben. www.quark.com
© Gemalto
© Chris Haderer
Auszeichnung für LTE-Entwicklung
Eugene Kaspersky, CEO Kaspersky Lab, warnt vor Phishing-Angriffen.
Wien. Eine aktuelle Kaspersky-Analyse zeigt, dass inzwischen jeder fünfte Phishing-Versuch der Erschleichung von Zugangsdaten für Finanztransaktionen im Internet dient. So zielten 20,6% aller Phishing-Angriffe, die das Kaspersky Security Network (KSN) zwischen Mai 2012 und April 2013 registrierte, auf Online-Konten bei Banken ab. 37% der befragten Banken gaben an, im letzten Jahr mindestens einmal von einer PhishingAttacke betroffen gewesen zu sein „Die Angriffsform ‚Phishing‘ ist bei Cyberkriminellen nach wie vor sehr beliebt“, sagt CEO Eugene Kaspersky. www.kasypersky.de
C ov e r
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IG Computergrafik Die Unternehmen wünschen sich mehr Lobbyingarbeit, professionelle Netzwerkplattformen
Kommentar
Computergrafik-Branche gibt sich optimistisch
Die letzten Tage der Menschheit
Mit 59,4% der heimischen CG-Unternehmen ist Wien das Zentrum der österreichischen Computergrafik. Chris Haderer
Chris Haderer
Cisco 3,6 Mrd. Onliner
© cisco.com
Internet wächst
Cisco analysiert regelmäßig das Wachstum im golbalen Dorf.
Wien. Laut dem neuen Cisco Visual Networking Index wird es 2017 etwa 3,6 Milliarden Internetnutzer geben, das sind 48 Prozent der vorausgesagten Weltbevölkerung von 7,6 Milliarden Menschen. Im Vergleich dazu war 2012 knapp jeder Dritte vernetzt. Im gleichen Zeitraum nimmt die Zahl der Internetgeräte von 11,7 auf 19,3 Milliarden zu. Im Jahr 2017 wird der globale IP-Datenverkehr ein Volumen von 1,4 Zettabyte pro Jahr beziehungsweise 121 Exabyte pro Monat besitzen, im Vergleich zu 44 Exabyte pro Monat im Jahr 2012. Er wächst damit pro Jahr um 23 Prozent. www.cisco.at
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K
ino, Internet, Crowdsourcing und ein MatadorBaukasten sind die vier Räder eines ambitionierten Film-Projekts, das demnächst an den Produktionsstart gehen will. Beim Matador-Spiel mit seinem Sohn kam Heinz Szolarz die Idee, „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus zu verfilmen, als 24 Stunden- Epos, von 200 Filmteams abschnittweise in Szene gesetzt. Geld wird über „www. startnext.de/the-last-daysof-mankind“ gesammelt, das Internet wird aber noch später eine zentrale Rolle spielen, die Zusammenarbeit der einzelnen Mitarbeiter via Server und einer eigenen Produktionsplattform betreffend. „Auf einer Internetplattform können sich Filmteams und Fans anmelden und fertig gedrehte Szenen einstellen“, sagt Szolarz. „Teams können sich auf der Plattform bilden, fertige Szenen können diskutiert, gelobt und verrissen werden. Das Projekt stellt eine Kommunikationsplattform auf, auf deren Basis sich die Filmteams zusammenfinden und den kompletten Film realisieren. Im Grunde drehen 200 Filmteams eine Doku über den Ersten Weltkrieg – nur eben 100 Jahre danach.“ Das klingt spannend, nicht nur, weil das Kraus-Stück wegen seiner epischen Dimensionen als unverfilmbar galt, sondern vor allem als positives Beispiel, wie Filmemacher die Online-Welt zu adoptieren beginnen.
Computergrafik ist ein erfolgreiches Exportprodukt vieler Unternehmen.
Wien. Erstmals wurde die österreichische Computergrafik-Branche im Rahmen einer Studie der IGComputergrafik einer detaillierten Analyse unterzogen, mit recht interessanten und aufschlussreichen Details. Die österreichische CGBranche umfasst derzeit 500 bis 800 Unternehmen, die laut Studie im Durchschnitt drei Mitarbeiter beschäftigen. Der Jahresumsatz beträgt durchschnittlich 200.000 €. Ein Unternehmen erzielt entlang der Wertschöpfungskette einen Wert von 237.000 €. Um die Branche einwandfrei abzugrenzen, wurden im Rahmen der Studie folgende Tätigkeitsfelder identifiziert: 3D-Computergrafik, 3D-Produktvisualisierung, Animation, Architekturvisualisierung, Ausbildung & Forschung, Concept-art, Games und Motion Graphics.
Wien ist Zentrum Wie aus der Studie hervorgeht, sind die Unternehmen in der österreichischen CG-Branche eher kleinstrukturiert, wobei Einzelunternehmen mit 46,6% die am häufigsten vertretene Gesellschaftsform ist, gefolgt von GmbH mit 30,8%, Personengesellschaften mit 7,5% und Aktiengesellschaften mit 1,5%. Immerhin 59,4% der für die Studie befragten Unternehmen haben ihren Firmensitz in Wien, was die Bundeshauptstadt mehr oder weniger zum Zentrum der heimischen CG-Szene macht.
Kunden und Tätigkeiten Was die Kundenstruktur angeht, sind für jede dritte CG-Firma große Unternehmen die primären Auftraggeber. Für 37,6% sind B2B-
Kunden am wichtigsten, 13,5% sprechen von einem ausgewogenen Kundenmix aus großen und kleinen Kunden. Schlanke 6% der CGUnternehmen arbeiten für einen großen und wenige kleine Kunden. Mit 67,7% ist die Tätigkeit für den Bereich Animation, Visual Effects und 3D-Grafik vom Aufkommen her der zentrale Gewinnbringer der Computergrafik, gefolgt von Computerspielen und Spieleentwicklung mit 33,1% und Postproduction mit 32,2%. Und 11,3% der Unternehmen entwickeln Computerspiele im Rahmen der Zulieferindustrie.
Mehr Lobbyingarbeit Hinsichtlich der Konkurrenzund Wettbewerbssituation wird Österreich von den befragten Unternehmen als zu klein in der internationalen Wahrnehmung bewertet. Marketing und Vertrieb und die eigenen Anstrengungen in diesen Bereichen werden als wesentliche Umsatztreiber bewertet. 34,6% der Unternehmen wünschen sich außerdem mehr Lobbying für den Bereich Computergrafik, 31,6% hätten gern Netzwerkplattformen und Branchentreffs, 27,8% fordern einheitliche Richtlinien bei der Preis- und Honorargestaltung. Für immerhin 21,2% wäre die Einführung eines Gewerbescheins wichtig und für 18,89% ein eigener Kollektivvertrag für Computergrafiker. Insgesamt blickt die Computergrafik-Branche optimistisch in die Zukunft: Zwei Drittel sehen eine positive Marktentwicklung voraus. Jedes zweite Unternehmen erwartet sich ein Umsatzwachstum. Jedes fünfte Unternehmen will Mitarbeiter einstellen und jedes vierte Unternehmen will in den nächsten zwölf Monaten mehr investieren. www.igcomputergrafik.at
IDC Samsung führt den westeuropäischen Smartphone-Markt mit 45 Prozent an, Schlusslicht ist Nokia mit fünf Prozent
Apple verliert Smartphone-Marktanteile Wien. Laut dem Analysten IDC wurden im ersten Quartal des Jahres in Westeuropa 31,6 Millionen Smartphones verkauft. Marktführer mit einem Anteil von 45 Prozent ist Samsung. Während die Südkoreaner ihre Marktanteile ausbauen, hat iPhone-Erfinder Apple fünf Prozentpunkte nachgelassen. Das Unternehmen verkaufte zwischen Jänner und März 6,2 Millionen iPhones, was einem Marktanteil von 20 Prozent entspricht (siehe Infografik). Schlusslicht ist Nokia mit knapp fünf Prozent des westeuropäischen Markts.
Kritik an Foxconn Einmal mehr im Gespräch ist Apple wegen der Arbeitsbedingungen beim Fertiger Foxconn. Nachdem Apple im Jahr 2012 der Fair Labor Association (FLA) beigetreten und die Einführung von wesentliche Verbesserungen verstprochen hat, hat es nun den Anschein, als würden einige Reformen doch nicht umgesetzt werden. So sollten, zum Beispiel, die Arbeitsstunden auf den rechtlichen Standard in
China, nämlich 40 Stunden Normalarbeitszeit plus höchstens neun Überstunden pro Woche, angeglichen werden. Gleichzeitig sollte es zu Lohnerhöhungen kommen, um die negativen Auswirkungen der Reduktion der Arbeitsstunden wettzumachen und Lohnnachzahlungen für unbezahlte Arbeitszeit sollten geleistet werden. Außerdem wurde vereinbart, eine Studie durchzuführen, die die Höhe eines existenzsichernden Mindestlohns bestimmen würde. „Bedauerlicherweise wurde nun klar, dass Apple und Foxconn ihre Versprechungen nicht eingehalten haben. Für die Arbeiterinnen und Arbeiter heißt das weiterschuften zu Hungerlöhnen“, sagt Andrea Ben Lassoued, Leiterin der Südwind-Kampagne Clean-IT, die sich für faire Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie einsetzt.
Versteckte Überstunden Weiters wurde festgestellt, dass Foxconn die Wochen-Arbeitsstunden auf 60 reduziert hätte, was immer noch gegen den eigenen
Verhaltenskodex der FLA ist, der vorsieht, dass die Standards des Landes eingehalten werden, in dem sich die Produktionsstätte befindet. Das chinesische Arbeitsrecht sieht aber nur eine 40-Stunden-Woche und insgesamt 36 Überstunden pro Monat vor. Außerdem gibt es Gerüchte, Foxconn würde Überstunden hinter „Bonuszahlungen“
verstecken. „Gemeinsam mit SACOM fordern wir Foxconn auf, die Überstunden auf das rechtliche Maximum zu reduzieren und den Arbeitern existenzsichernde Mindestlöhne zu zahlen, die ihnen und ihren Familien ein menschenwürdiges Auskommen gewährleisten“, sagt Ben Lassoued. www.clean-it.at
I de e & s t rat egi e
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Arthur D. Little Laut einer aktuellen Studie sind vor allem die Baltischen Staaten und die CEE-Länder führend bei der Glasfaser-Anschlussrate in Europa
Ausbau der Glasfaserinfrastruktur Christoph fellmer
Wien. Die Qualität der Glasfaserinfrastruktur ist entscheidend für die Entwicklung von Wirschaftsstandorten. Zu diesem Schluss kommt Arthur D. Little in seiner Studie „National Fiber Strategies: National economic imperative or just another private industry task?“ Demnach müssen sich die Telekom-Branche, Regierungen und Regulierer entschieden dem Glasfaserausbau widmen: zur Sicherung künftigen Wirtschaftswachstums.
Wachstumsimpulse Laut der Studie gibt eine verbesserte Breitbandinfrastruktur klare Wachstumsimpulse: neue Arbeitsplätze entstehen, erhöhte Haushaltseinkommen, und das BIP profitiert. Superschnelle Breitbanddienste treiben die Diversifizierung von Volkswirtschaften voran, weil kleine und mittlere Unternehmen von ihnen profitieren. Kupferkabelbasierte Netze reichen nicht mehr aus, stattdessen müssen Glasfaseroder zum Großteil glasfaserbasierte Netze aufgebaut werden. Diese Glasfaser-Infrastruktur wird auch für Backhaul-Dienste für neue 4G/ LTE Mobilfunknetze benötigt. „Um den infrastrukturbasierten Wettbewerb wieder anzukurbeln, muss sich der Regulator Modelle zur Stimulierung des Glasfasernetzausbaus suchen“, sagt Andrea Faggiano, Principal in Arthur D. Little’s Time Practice. „Zugleich bleibt in vielen Ländermärkten unklar, wie die hohen Investitionen gestemmt werden sollen, um die wirtschaftlichen Vorteile zu erzielen. Die Marktliberalisierung führte zu einem hohen Preisdruck in der EU und die meisten Märkte haben zu viel Infrastruktur oder zu wenig Mittel für Investitionen in den infrastrukturbasierten Wettbewerb. Dies ist in den USA anders.”
Enorme Kosten
© panthermedia.net/Olivier Le Moal
Die notwendigen Investitionen in den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur sind allerdings gigantisch und liegen in Europa im Bereich einiger „hundert Milliarden Euro“, sagt Karim Taga, Managing Partner und weltweiter Practice Leader von Arthur D. Little’s Time Practice. „Eine investitionsfreundliche Regulierung ist erforderlich, damit Österreich nicht zum europäischen Schlusslicht im Ausbau von extrem schnellem Internet wird.“ In Österreich ist der Glasfaser-Rollout erst am Beginn. „Vor allem für ohnehin strukturell benachteiligte Regionen
Glasfaser stärkt Wirtschaftsstandorte.
muss es praktikable Lösungen geben, um eine Zweiteilung des Landes in zwei Internet-Geschwindigkeiten zu vermeiden.“ Führend bei der Glasfaser-Anschlussrate in Europa sind vor allem die Baltischen Staaten und die CEE-Länder. In Litauen erreicht das Kabelnetz eine 100%ige Abdeckung, fast jeder dritte Haushalt ist bereits angeschlossen. In Lettland beträgt die Abdeckung 61%, zwölf Prozent der Haushalte sind angeschlossen. Auch Bulgarien, Slowenien und die Slowakei erreichen in diesem Zusammenhang mit Anschlussraten von 11 bis 15% gute Werte.
Im Rahmen einer Umfrage identifizierte Arthur D. Little fünf Modelle für den Ausbau der Glasfasernetze in einzelnen Ländern; je nach Modell variiert dabei die Mischung aus öffentlichen Investitionen und regulatorischen Maßnahmen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die erfolgreichsten landesweiten Glasfaserstrategien einen hybriden Ansatz verfolgen: Eine Kombination aus freiem Wettbewerb, Koordinierung durch die Regierung/Regulierungsinstitutionen und der Vergabe öffentlicher Investitionsmittel zur Stimulierung des Ausbaus in einzelnen Regionen. www.adlittle.at
„Eventmarketing ist als Tool, mit dem man Botschaften, Werte und Image von Marken und Unternehmen nachhaltig transportieren kann, nicht mehr weg zu denken.“ sagt Walter Ilk, Geschäftsführer der Eventwerkstatt und Veranstalter des Austrian Event Award. Auch heuer bestimmt die Fachjury in 11 Kategorien jeweils bis zu 5 Nominees und je einen Preisträger in Gold. Zusätzlich wird der Sonderpreis für Green Events vergeben.
INFO:
Am 2. und 3. Dezember trifft sich in Linz die Eventszene unter dem Motto „Vom Spektakel zum Sinn“. Als erstes Programmhighlight erwartet Sie eine Führung im Musiktheater Linz am 02. 12 um 16:00 Uhr. Anmeldung unter tagung@linztourismus.at. Um 18:00 Uhr beginnt die Veranstaltung des Austrian Event Award 2013. Am 03.12.2013 lädt das Design Center Linz zum 4. Eventmanager Congress ein. Informationen unter www.reglist24.com/eventmanager
© Arthur D. Little
Investitionsfreundliche Regulierungen sind für die Weiterentwicklung wichtig.
Andrea Faggiano, Principal in Arthur D. Little’s Time Practice.
Verleihung:
Abendveranstaltung am Montag, 02.12.2013, im Design Center Linz, Europaplatz 1, 4020 Linz
Online-Anmeldung und Infos: unter www.eventaward.at (veranstaltet von www.eventwerkstatt.at)
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Cloud OS auf Basis von Windows Server
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ITdesign Das Unternehmen konnte im Jahr 2012 mit 45 Mitarbeitern 9,1 Millionen € Umsatz in Österreich einfahren
Sichere Projektabwicklung auf höchstem Niveau
© Microsoft
Der IT-Dienstleister versteht sich als Schnittstelle zwischen den Fachbereichen und der Unternehmens-IT. Michael Botek, Geschäftsführer von ITdesign: „Wir sind durch die Breitbandigkeit unserer Themen einzigartig am Markt.“
chris haderer
Lösung zum Bezahlen von E-Rechnungen Wien. Mit „regMail+“ hat die Firma hpc Dual eine Lösung entwickelt, mit der sich Rechnungen verlässlich und nachweisbar an den Empfänger mailen und auch online bezahlen lassen. Als Bezahlschnittstelle fungiert der Payment Service Provider PayUnity, der auch für die Entwicklung der Technologie verantwortlich ist. Während andere elektronische Zustelldienste eine Registrierung von Sender und Empfänger benötigen, reicht für die Nutzung von regMail+ eine simple E-Mail-Adresse des Empfängers. Zusätzlich kann das Dokument durch Sicherheitsvorkehrungen geschützt werden. www.hpcdual.at
© SQS
700 Neueinstellungen in knapp sechs Monaten
SQS-Geschäftsführer Diedrik Vos schafft neue Arbeitsplätze.
Wien. Bis zum Ende des laufenden Jahres will SQS Software Quality Systems rund 700 Mitarbeiter eingestellt haben. Die neuen Experten für Software-Qualitätsmanagement und -Testen sollen die Kapazitäten des Unternehmens weltweit ausbauen. Allein im deutschsprachigen Raum sind rund 300 Neueinstellungen geplant. Der Grund ist das starke Wachstum des SQS-Geschäfts im Finanzdienstleistungsbereich. www.sqs.com
als zehn Jahren Bestand hat. Das Finanzministerium federführend beim Aufbau der Client/Server-Infrastruktur unterstützt zu haben, die zehn Jahre im Einsatz ist.“ Seine volle Leistung kann ITdesign entfalten, „wenn wir frühzeitig in eine Aufgabenstellung involviert werden, deren Realisierung noch nicht fertig überlegt ist und die Produkte noch nicht ausgewählt sind“, sagt Botek. „ITdesign fungiert dabei als Übersetzer zwischen den Fachbereichen und der IT.
Breitbandiges Wissen
Keine Expansionspläne 45 Personen ist die Mannschaft von ITdesign stark, mehr sollen es nicht werden, um flexibel zu bleiben. Das Erreichen dieser Grenze im Jahr 2005 ist für Michael Botek einer der Meilensteine in der Unternehmensgeschichte. „Ein weiterer Meilenstein war die erste Vision, die Erarbeitung einer Mission und Strategie für unser Unternehmen.“ Auch die Marktreife des ersten Produkts, „Watch IT“ im Jahr 2004 war einer. „Unsere Mitarbeiter agieren auf einander
abgestimmt, nicht so wie oft in großen Unternehmen, wo es eine kleine Speerspitze an Beratern gibt und das Thema dann von anderen Mitarbeitern umgesetzt wird“, sagt Botek. „Die gesamte Mannschaft zieht an einem Strang und handelt
im Zweifel für die Qualität statt für den kommerziellen Erfolg im Projekt, der Kunde steht im Vordergrund.“ Stolz ist Botek daher auch, „für Mayr-Melnhof ein europaweites Infrastruktur-Konzept entwickelt zu haben, das seit mehr
Einzigartig macht ITdesign laut Michael Botek die Breitbandigkeit des Unternehmens: „Nicht nur ein Thema, ein Produkt zu besetzen, sondern nahezu alle Themen der Infrastruktur, also – wenn man so will – ein Ansprechpartner für alle Themen, wodurch komplexe Aufgabenstellungen ohne Schnittstellenverlust gelöst werden.“ Beginnend bei Security, die sich in Client-, Server- und Internetsecurity aufteilt, Hochverfügbarkeit, Desktop Lifecycle Management, WEB und Portalinfrastruktur über Medien, Kommunikation, Collaboration Lösungen bis hin zu Terminalderver sowie Servicemonitoring und übergreifenden Lösungen wie Workflow-Lösungen, Cloud, IDM, Enterprise 2.0 und CRM Branchenlösungen. Anstelle von Expansionsplänen soll die Gewichtung des Unternehmens nun verschoben werden, „vom reinen IT-Infrastrukturanbieter in Richtung gesamtheitlicher Lösungsanbieter“. www.itdesign.at
BRZ Durch Green ICT sollen bis zum Jahr 2020 zusätzliche 60.000 neue Arbeitsplätze in Österreich geschaffen werden
Green ICT zur CO²-Emissions-Reduktion Wien. „Grüne Informations- und Kommunikationstechnologie (Green ICT) birgt große Potenziale für einen innovativen Wirtschaftsstandort Österreich und leistet einen aktiven Beitrag zu Energieeffizienz und Klimaschutz.“ Mit diesen Worten präsentierte Peter Koren, Vizegeneralsekretär der Industriellenvereinigung (IV), die Studie „Green ICT in Österreich – Potenziale und Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduktion von klimarelevanten Emissionen“. Erstellt wurde sie im Auftrag des Bundesrechenzentrums (BRZ), des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und der Industriellenvereinigung (IV).
Großes Potenzial Die Studienergebnisse weisen Green ICT das Potenzial aus, bis zum Jahr 2020 zusätzlich mehr als 60.000 Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen und sieben Prozent der gesamtwirtschaftlichen Produktion zu leisten. Damit ist Green ICT ein echter Wachstums-
treiber. Dafür müssen aber bereits jetzt entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Angesichts dessen fordert die Industrie den forcierten Ausbau leistungsfähiger Hochgeschwindigkeitsnetze sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz und eine deutliche Ausweitung der öffentlichen Ausgaben für nichtnukleare Energie forschung um 150 Mio. €.
litik dar“, sagt Robert Pfarrwaller, Vizepräsident des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie. „Damit Green ICT nicht nur ein Schlagwort bleibt, fordern wir, dass IKT als Schlüsseltechnologie zur Reduktion des Energieverbrauchs sowie zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz
im neuen Regierungsprogramm fix verankert wird.“ Die „Green ICT in Österreich“-Studie belegt außerdem, dass, wenn alle Potenziale genützt würden, die Reduktion im Jahr 2020 fast neun Prozent der CO2-Emissionen Österreichs des Jahres 2010 entsprechen würde. www.brz.gv.at
Schlüsseltechnologie „Österreichs Industrie gehört zur Weltspitze bei intelligenten Maut- und Verkehrsleitsystemen ebenso wie Österreichs innovative Automobilzulieferindustrie. Diese Potenziale müssen gehoben werden“, sagt Koren. Damit werde nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts und die Versorgungssicherheit mit Energieträgern gestärkt, sondern auch ein enormer Beitrag zur CO2Reduktion erreicht. „Für den FEEI stellt Green ICT die notwendige technologische Basis für innovative und intelligente Klima-, Energie- und Infrastrukturpo-
© Andi Bruckner/IV
Wien. Microsoft will Unternehmen den Umzug in die „Wolke“ mit dem Cloud OS erleichtern. Technologische Grundlage des Cloud OS bilden Windows Azure und Windows Server 2012 R2, als Plattformen in und für die Cloud – komplettiert durch Lösungen wie die Verwaltungslösung System Center 2012 R2 oder das Datenbank Management System SQL Server 2014. „Das Konzept des Microsoft Cloud OS beschreibt einen in der heutigen Unternehmenswelt erforderlichen durchgängigen Lösungsansatz. Dieser umfasst die Technologien, Produkte und Services, die für den Aufbau und Betrieb von Private, Hybrid und Public Clouds notwendig sind”, sagt Andreas Erlacher, Leiter des Geschäftsbereichs Server & Tools bei Microsoft Österreich. www.microsoft.at
Wien. Keine Lösung von der Stange, sondern das, was der Kunde tatsächlich braucht. Dieses Credo steht hinter ITdesign, einem im Jahr 2000 aus einer abgespalteten Abteilung von Digital Equipments hervorgegangenen IT-Unternehmen. DEC ist mittlerweile Geschichte, ITdesign hingegen konnte im Jahr 2012 immerhin 9,1 Mio. € Umsatz einfahren, davon 5,9 Mio. € in Form von Dienstleistungen; der Rest ist Handel mit Software & Hardware. Die Kundenliste ist interessant: „Den langjährigsten Kunden, Mayr-Melnhof, betreuen wir seit über 13 Jahren, er hat schon drei Iterationen mit uns gemacht“, sagt Michael Botek, Geschäftsführer von ITdesign. „Weitere langjährige Kunden sind Wiener Städtische, Raiffeisen Centrobank, LKW Walter, Grazer Wechselseitige u.v.m. Hier gibt es eine Zusammenarbeit zu unterschiedlichen Themen über Jahre hinweg.“ Stolz ist Botek darauf, „in den letzten 13 Jahren noch jedes Projekt erfolgreich abgeschlossen zu haben; das zeigt, dass wir wissen, was wir tun.“
© ITdesign
Microsoft hat sein Cloud-Sortiment um neue Produkte erweitert.
Peter Koren, Vizegeneralsekretär der Industriellenvereinigung, präsentiert Studie.
Fa c t s & f i g u r e s
Freitag, 12. Juli 2013
medianet technology – 41
hybris Laut einer aktuellen Studie ist 70% der Österreicher ein ausführlicher Service-Bereich in Webshops wichtig
Beratungsleistungen und Erreichbarkeit der Service-Mitarbeiter sind wesentliche Webshop-Komponenten. christoph fellmer
Business Performance Index für Unternehmen © business-performance-index.de
Servicequalität ist beim Online-Handel bedeutend
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scc unterstützt ab sofort den Business Performance Index.
Wien. Der Preis von Produkten ist beim Online-Handel keine ausschlaggebende Komponente mehr, sondern nur ein Faktor von vielen, die einen erfolgreichen Online-Shop ausmachen. Vor allem die Servicequalität spielt für Konsumenten eine entscheidende Rulle, wie aus
Wien. Als Branchenpartner für die Fertigungsindustrie unterstützt die scc EDV-Beratung AG ab sofort den Business Performance Index (BPI), der Mittelständlern einen Unternehmensvergleich bis auf Prozessebene mit der Konkurrenz sowie eine grundlegende Standortbestimmung ermöglicht. Unter www. business-performance-index. at/scc kann ein grundlegendes Bild von der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens und seinem Stellenwert innerhalb der Branche ermittelt werden. Untersucht werden dabei Prozessleistungsfähigkeit, IT-Unterstützung, Reifegrad innovativer IT-Lösungen sowie der Prozess- bzw. Unternehmenserfolg. Erfolgsmeldung Nummer zwei: Im Rahmen ihrer strategischen Weiterentwicklung beschloss die österreichische ZKW Group, eine neue Forschungs- und Produktionsstätte in Wr. Neustadt zu errichten. Die dort gegründete ZKW Elektronik GmbH entschied sich für die Einführung von SAP ERP. Als Implementierungspartner fiel die Wahl auf die scc EDVBeratung AG, die eine SAPEinführung in drei Monaten parallel zur Werkserrichtung sicherstellte. www.scc.at
„Konsumenten erwarten beim OnlineShopping von Händlern kanalübergreifend ein bestimmtes Erich Hinterndorfer, hybris
© hybris
Service-Niveau.“ Erich Hinterndorfer, Country Manager Österreich bei hybris: „Der Preis ist im Online-Handel nur mehr ein Faktor von vielen.“
nicht jeder Online-Shop gleich einen Avatar programmieren lassen, aber etwa im Modebereich können Passformberater oder StylingTipps den Konsumenten ein besseres Einkaufsgefühl vermitteln und gleichzeitig die Retourenquote aufseiten der Online-Händler signifikant reduzieren.“
Zusätzlicher Service Auch die Erreichbarkeit der Service-Mitarbeiter spielt eine Rolle: Bei Fragen zur Bestellung oder im Fall einer Beschwerde wollen Konsumenten problemlos einen Ansprechpartner finden. Für gut 61 Prozent der österreichischen, rund 56 Prozent der Schweizer und etwa 60 Prozent der deutschen Konsu-
Bessere Beratung „Unsere Ergebnisse zeigen ganz deutlich, dass Beratungsleistungen online relevanter geworden sind“, sagt Aline Eckstein, Bereichsleiterin des ECC Köln. „Dabei muss
menten ist die direkte Kontaktmöglichkeit besonders relevant. Auch jene Serviceleistungen, die die unterschiedlichen Kanäle eines Unternehmens verbinden, rücken zunehmend in den Fokus der Konsumenten. Sowohl den befragten Österreichern als auch den Schweizern ist die Möglichkeit, online prüfen zu können, ob ein Produkt im stationären Ladengeschäft vorhanden ist, der wichtigste der untersuchten MultiChannel-Services. Über 60 Prozent der österreichischen und 56,5 Prozent der Schweizer Konsumenten wählten diesen Service unter ihre Top Drei der Multi-Channel-Services. Auch online bestellte Ware stationär zurückgeben zu können oder Produkte im Ladengeschäft
vor Ort online zu ordern, ist für die Österreicher und Schweizer durchaus eine interessante ServiceOption. Zusätzliche Produktinformationen oder die Online-Bestellung im Ladengeschäft via QR-Codes sind hingegen Angebote, die von vergleichsweise wenigen Befragten gewählt wurden. „Zu den entscheidenden Erfolgskriterien für Händler zählt eindeutig auch die Servicequalität“, sagt Erich Hinterndorfer, Country Manager Österreich bei hybris. „Dabei ist es zweitrangig, in welchem Kanal der Händler tätig ist. Fakt ist, dass Konsumenten von Händlern kanalübergreifend ein bestimmtes Service-Niveau erwarten.“ www.ecckoeln.de www.hybris.de
Fujitsu Laut einer aktuellen Studie muss sich der Handel mit veränderten Einkaufsgewohnheiten auseinandersetzen
Wien. Handelsunternehmen werden künftig effiziente Geschäftsprozesse mit einem hochwertigen Einkaufserlebnis für ihre Kunden verbinden. Das ist eine der Kernaussagen einer Einzelhandelsstudie, die Fujitsu in Auftrag gegeben hat. Fast 60 Prozent der Befragten bewerten eine effiziente Geschäftsabwicklung und ein positives Kauferlebnis, egal ob im Laden, online oder über das Smartphone, als gleich wichtig. Dies belegt den grundlegenden Wandel, mit dem sich Retailer im stationären Einzelhandel konfrontiert sehen. Kunden wollen außerdem zunehmend über verschiedenste Vertriebskanäle angesprochen werden. Die Herausforderung ist dabei die Einführung von Multi-Channel-Lösungen zu wettbewerbsfähigen Kosten.
Neue Ausrichtung „Ein Handelsunternehmen definiert sich heute nicht mehr ausschließlich durch seine Waren, Supply Chain oder die Filiale“, sagt Richard Clarke, Vice President, Global Retail bei Fujitsu, über die
© Fujitsu
Handel muss sich an den Kunden orientieren
Richard Clarke, Vice President Global Retail bei Fujitsu.
Studie. „Handel besteht zunehmend aus dem Management des Kunden und seiner Wünsche vor, während und nach dem Einkauf. Dabei richten sich die Handelsprozesse immer stärker auf den einzelnen Kunden aus, auf seine bevorzugte Technik wie zum Beispiel sein Smartphone, aber auch
auf seine Individualität, wie etwa bestimmte Produktkenntnisse, Vorlieben oder seine Vernetzung in Sozialen Netzwerken. Fujitsu unterstützt Einzelhändler bei der neuen Ausrichtung ihres Geschäftsmodells auf den Kunden und der damit einhergehenden Veränderungen der Abläufe in der Filiale.”
71 Prozent der Befragten sagen, dass neue IT-Lösungen den Verkauf im stationären Einzelhandel revolutionieren werden. Die Filiale bleibt zwar der zentrale Punkt für den Kontakt mit dem Kunden, ist aber nicht mehr der einzige „Point of Sale“. Obwohl Retailer sich bewusst sind, dass ein hochwertiges Einkaufserlebnis die höchste Kundenbindung erzeugt, schrecken viele noch vor den notwendigen Investitionen zurück. Drei von fünf Führungskräften im stationären Einzelhandel versprechen sich zudem von webbasierten Services eine Senkung der Personalkosten sowie der Aufwendungen für Flächen und Lagerhaltung. Für internationale Retailer ist außerdem die Fähigkeit, über Smartphones zu verkaufen, genau so bedeutend wie der Online-Vertrieb. Mehr als 60 Prozent sehen zum Beispiel den Vorteil von Self Service- und Hybrid-Technologien vor allem in der Effizienz- und Wertsteigerung ihres Unternehmens (circa 65 Prozent). www.fujitsu.com/at
Fabasoft übersiedelt Cloud zu T-Systems
© T-Systems
der Studie „Erfolgsfaktoren im ECommerce – Top Online-Shops in Österreich und der Schweiz“ des ECC Köln (in Zusammenarbeit mit hybris und Unic) hervorgeht. Für über 70 Prozent der Österreicher und fast 65 Prozent der Schweizer ist ein ausführlicher Service-Bereich auf der Shop-Seite absolut oder sehr wichtig. 59 Prozent der Österreicher und 56 Prozent der Schweizer wünschen sich dabei qualifizierte Beratung und Hilfe.
Fabasoft nutzt die Twin-Core-Rechenzentren von T-Systems.
Wien. Der Softwarehersteller Fabasoft bietet seine Applikations-Cloud-Lösungen in Österreich ab sofort aus den beiden T-Systems Rechen zentren (T-Center und ODC) in Wien an. T-Systems überzeugte Fabasoft zur Verlagerung der Infrastruktur mit hochverfügbaren, Multiprovider-redundanten Datenleitungen und den Sicherheitsleistungen, die die TwinCore-Rechenzentren von T-Systems auszeichnen. Twin-Core bedeutet, dass jedes Rechenzentrum komplett gespiegelt ist und im Fall eines Ausfalls der Zwilling den Betrieb innerhalb von Sekunden übernimmt. „Wir haben mit den modernen Rechenzentren der T-Systems eine sichere, hochverfügbare und zuverlässige Datacenter-Infrastruktur für die Fabasoft Cloud Services in Österreich gefunden“, zieht Oliver Albl, Leiter IT Operations bei Fabasoft, Resümee. www.t-systems.at
T o o ls & se r v i c es
42 – medianet technology
Test HP T8570w Mobile Workstation mit Dreamcolor IPS Performance-Display überzeugt durch hervorragende Bilddaten
Wien. Canon hat sein Druckerportfolio erweitert. Die vier neuen Modelle der Océ Arizona Serie – die Océ Arizona 640 GT, Océ Arizona 640 XT, Océ Arizona 660 GT und die Océ Arizona 660 XT – eignen sich für Druckdienstleister, die hochproduktive Maschinen für Volumendruck benötigen. Außerdem sind sie interessant für Anwender, die sich mehr auf spezielle Projekte konzentrieren und zusätzliche Tintenkanäle benötigen, um die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten zu erhöhen. Die Océ Arizona 660-Modelle bieten sechs unabhängige Tintenkanäle, die sich konfigurieren lassen, um die Druckgeschwindigkeit zu erhöhen (durch Hinzufügen zusätzlicher Cyan- und Magenta-Tinten, bekannt als CM2) – oder um mit Lack oder weißer Tinte für mehr dekorative Elemente zu sorgen. www.canon.at
Oracle gibt Java 7 in der Enterprise-Edition frei Wien. Oracle und die Mitglieder des Java Community Process (JCP) haben die Verfügbarkeit der Java Platform, Enterprise Edition 7 (Java EE 7) und des Java EE 7 Software Development Kit (SDK) bekanntgegeben. Java EE 7 bietet eine skalierbare Infrastruktur, die durch geringere Response-Zeiten die Entwicklung von HTML-5Anwendungen erleichtert. Erreicht wird dies durch bidirektionale Kommunikation mit WebSockets, vereinfachtes Data-Parsing, den Austausch über JSON und die Unterstützung einer noch größeren Anzahl simultaner User durch asynchrone RESTful Web Services mit JAX-RS 2.0. www.oracle.com
© Monotype
Schriftensammlungen für Print und das Web
Umfassende Schriftensammlungen für Print und Web-Anwendungen.
Wien. Der Schriftenhersteller Monotype GmbH stellt über 8.600 Web Fonts zum Download oder als Self-Hosting-Version auf „Linotype.com“ zur Verfügung. Diese umfassen Schriftenkollektionen von Monotype, Linotype, ITC, Bitstream und Ascender. Zusätzliche Schriften, darunter auch solche aus neu hinzugekommenen Schriftenhäusern, werden das Angebot nach und nach ergänzen. www.monotype.com
Mobile Workstation mit perfekter Farbwiedergabe Solide Gehäuseverarbeitung und üppige Schnittstellenbestückung adressieren professionelle User. wenig bremst. Wer allerdings nicht mit Anwendungen wie „Premiere“ oder „After Effects“ von Adobe arbeitet und im reinen Bildbearbeitungsbereich bleibt, wird mit der Leistung des Geräts zufrieden sein. Für Office-Anwendungen hat die Mobile Workstation ohnehin Power genug – bei neuen Games kann es hingegen zu Engpässen kommen.
Chris haderer
Wien. Sie ist ein Schmuckstück, zweifellos. Wer einmal mit der T8570w Mobile Workstation von HP gearbeitet hat, wird sich so schnell nicht vor ein anderes 15“Notebook setzen wollen – vor allem dann nicht, wenn es mit einem Dreamcolor IPS Performance Display (inklusive Calibration-Kit) ausgerüstet ist. Dann versteht sich die Mobile Workstation als professionelles Arbeitsgerät für Anwender, die eine korrekte Farbdarstellung benötigen. Mit dem Callibration Kit können kritische Farbfehler oder Weißpunkte korrigiert werden – und zwar einfach und problemlos. Das HP DreamColor Calibration System wird per USB an das Notebook angeschlossen und ist kurz nach dem Test in einer neuen Version erschienen. Das 10-Bit-Dreamcolor-Display gehört übrigens nicht zur Basisausstattung des Geräts, sondern ist ein optionales Feature (von Haus aus ist ein FHD-WVA-Display mit einer Diagonalen von 39,6 cm und LED-Hintergrundbeleuchtung mit 1.920 x 1.080 Pixel verbaut). Definitiv gehört das Dreamcolor-Display zu den besten Bildschirmen, die derzeit für Notebooks zu haben sind. Ein Schmuckstück eben und eine Augenweide.
Solide Verarbeitung Insgesamt ist die T8570w Mobile Workstation von HP sozusagen das Maximum an Hightech, das man in ein 15,6”-Gerät packen kann. Vor allem die
© HP
© Canon
Druckerserie mit zwei zusätzlichen Tinten
Ausstattung mit Schnittstellen kann sich sehen lassen: Immerhin fünf USB-Schnittstellen (davon eine als kombinierte eSATA-Ausführung) sorgen für viele Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte. Professionelle Nutzer werden gut bedient, lediglich Exoten wie einen Thunderbolt-Port oder einen sechspoligen Firewire-Port wird man vergeblich suchen. Das Gewicht von über drei Kilo liegt zwar schwer in der Hand (zumal im Feld das Gewicht von Ladegerät, Ersatzakku und anderen Utensilien dazugerechnet werden muss), die Mobile Workstation hält dafür aber, was ihr Name verspricht – ein solide und stabil verarbeitetes Gerät, das in vielen Punkten der Desktop-Abteilung Konkurrenz macht.
Performance-Bremse Was die Performance angeht, macht sich der mit zwei Kernen bestückte i5-Prozessor von Intel gelegentlich etwas nachteilig bemerkbar. Gerade bei aufwendigen Programmen und Aktionen kann er mit der Rechenleistung von i7Chips nicht mithalten – was beispielsweise beim Bearbeiten von Full HD-Videos die Arbeitslust ein
Die T8570w Mobile Work station mit Dreamcolor IPS Performance Display: perfekte Farbwiedergabe für Profianwender.
fakten Die Features des T8570w Mobile Workstation mit Dream Color Display im schnellen Vorlauf: Betriebssystem Windows 7 Professional 64-Bit-Version Prozessor Intel Core i5-3360M (2,80 GHz, 3 MB L3-Cache, 2 Cores) Abmessungen 3,45 x 38,2 x 25,75 cm Internes Laufwerk SED Solid-State-Laufwerk mit 256 GB Optisches Laufwerk DVD+/–RW Ports 1394a, 1 Netzteil, 1 DisplayPort, 1 Dockinganschluss, 1 eSATA/USB 2.0 (kom-
biniert), 1 RJ-11 (ausgewählte Modelle), 1 RJ-45, 1 Anschluss für sekundären Akku, 1 Stereokopfhörer/Line-out, 1 Stereomikrofoneingang, 1 USB 2.0, 1 USB 2.0 (Laden), 1 VGA, 2 USB 3.0 Integrierte Kamera 720p HD Webcam Netzwerkschnittstelle Integrierte Intel 82579LM Gigabit Netzwerkverbindung (10/100/1000) (vPro-Konfigurationen) Wireless Intel Centrino 802.11a/b/g/n Grafikkarte Nvidia Quadro K1000M www.hp.com
Test Titanium Maximum Security 2013 von Trend Micro überzeugt durch einfache Bedienung und schnelle Performance
Guter Malware-Schutz für drei Systemwelten Wien. Bis zu fünf Geräte können mit „Titanium Maximum Security 2013“ geschützt werden, wobei es sich um PCs, Macs oder AndroidSysteme handeln kann. Im Preis von 39,97 € für ein Jahresabo sind außerdem fünf Gigabyte OnlineSpeicherplatz zum Austausch von Fotos und anderen Dokumenten zwischen den Geräten enthalten. Interessant am Paket ist, dass sich das Sicherheitspaket über mehrere Systemwelten hinweg erstreckt, wobei die PC-Version der Software die umfassendste ist. Das Paket ist mit einem komfortablen Installer ausgestattet und stellt bedienerseitig keine allzu großen Ansprüche.
keitsbremse bemerkbar. Scanvorgänge erfolgen schnell, beim Start kommt es zu keiner wirklich merkbaren Verzögerung, lediglich das Herunterfahren des PCs dauert drei bis vier Sekunden länger als ohne Schutzsoftware. AV-Test hat die Software mit drei verschiedenen Malware-Herausforderungen konfrontiert: mit völlig neuer Malware, die in keinen Signaturen aufscheint; mit bis zu 90 Tage alter Malware und mit bereits weit verbreiteten Schädlingen. In allen Bereichen erzielte Titanium Maximum Security 2013 die höchstmögliche Punktezahl.
Lediglich bei Reparatur-Tests, bei denen es um das Entfernen schon aktiver Malware ging, machte AV-Test geringfügige Abstriche, die aber nichts an der durchwegs guten Gesamtbewertung ändern konnten.
Android-Performance Prinzipiell schützt Titanium Maximum Security 2013 vor Malware jeglicher Art, wobei Trend Micro auch Tools
Gute Testergebnisse In diversen Tests konnte Titanium Maximum Security 2013 sehr gute Werte erzielen. Glaubt man den Ausführungen des unabhängigen IT-Security-Unternehmens AV-Test, dann liegt die Performance des Schutzpakets auf einem „preisverdächtigen“ Level. Tatsächlich macht sich die Software im System nicht als Geschwindig-
© TrendMicro
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Canon Océ Arizona 660: für groß flächigen Volumendruck geeignet.
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Titanium Maximum Security 2013 von Trend Micro: durchwegs guter Malware-Schutz.
zum Schutz vor falschen Links in Sozialen Netzwerken eingebaut hat. Ebenfalls im Paket enthalten sind ein Passwort-Manager, ein Shredder für gelöschte Daten sowie verschiedene Tools zum Tunen des Systems. Aufbau und Bedienerführung des Programms sind übersichtlich und verständlich gehalten, Scan-Ergebnisse werden dabei grafisch dargestellt. Bei Android-Systemen ist die Software ein bisschen anders aufgebaut, aber ähnlich einfach zu bedienen und recht effektiv beim Schutz. Lediglich die Performance sinkt bei älteren und weniger leistungsfähigen Smartphones (wie etwa dem Galaxy S1) deutlich merkbar ab. www. trendmicro. com
medianet
inside your business. today.
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durch die wüste
Deutsche Bahn und Etihab gründen Joint Venture für Güterverkehr in Arabien Seite 45
© PID/David Bohmann
© DB/Marc Darchinger
industrialtechnology mehr sonne für wien
Wien Energie hat mit dem Bau der fünften Bürger-Solaranlage begonnen Seite 48
Fraunhofer drahtseilakt für roboter
© Fraunhofer IZFP
Sparprogramm für Umwelt & Unternehmen
© Siemens
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London. London Array, der weltgrößte Offshore-Windpark, wurde diese Woche offiziell eingeweiht. Siemens lieferte dafür alle 175 Windturbinen und die Netzanbindung. Eigner des Projekts sind Dong Energy, E.ON und Masdar. Gemeinsam mit Dong Energy wird Siemens zudem den Service für das Windkraftwerk, das eine Gesamtleistung von 630 Megawatt hat und 500.000 Haushalte versorgt, übernehmen. Jährlich werden durch den Windpark rund 900.000 t CO2 eingespart. www.siemens.at
© APA/Robert Parigger
Weinheim. Carsten Siebe, GF der Eurodis GmbH, erwartet durch den EU-Beitritt Kroatiens positive Effekte. „Die Logistik wird insgesamt günstiger und schneller, da Verzögerungen durch Zollabfertigung nicht mehr entstehen und Zölle entfallen”, sagt er. Mit Anfang Juli hat das Unternehmen für Sendungen von von 1 kg-Paketen bis hin zu 800 kg-Paletten tägliche Linien zwischen Kroatien und Deutschland eingeführt. Der kroatische Partner und Gesellschafter von Eurodis ist Overseas Express. Das 100%ige Tochterunternehmen der Österreichischen Post ist Marktführer im Bereich Kombifracht in Kroatien. www.eurodis.com
© voestalpine
Aktuelle Studie Von elf untersuchten Maßnahmen zur Reduktion der CO2Emissionen in der Logistikbranche rechnen sich nach einer Untersuchung von 4flow vier auch wirtschaftlich; sieben verursachen zusätzliche Kosten. Seite 44 Wiener Lokalbahnen Cargo Start für Vectron
Rehau Erste Montagelinie wurde in Betrieb genommen
Lok Vectron, Typ 193: der jüngste Neuzugang im Fuhrpark der WLB.
Wien. Die Wiener Lokalbahn Cargo hat als erstes Eisenbahn-Verkehrsunternehmen Österreichs Loks der neuen Siemens Vectron-Familie in Betrieb genommen. Die erste Fahrt einer Vectron 193 führte am 9. Juli führte die Lok der neuesten Generation von Wien/Erdberger Lände nach Hegyeshalom, wo Koks-Waggons für den Weitertransport nach Passau übernommen wurden. Mit den beiden neuen VectronLoks verfügt die WLC nunmehr über einen modernen Fuhrpark von insgesamt 20 E-Lokomotiven und vier Diesellokomotiven. www.wlb.at
Ungarisches Werk eröffnet
© Rehau
Moderne Technik auf Schiene
© Wiener Lokalbahnen Cargo/Zinner
Linz. Nach der Standortentscheidung für die neue Direktreduktionsanlage in den USA und der Unterzeichnung der Absichtserklärung mit dem ersten Kunden AHMSA aus Mexiko hat die voestalpine vor wenigen Tagen Siemens Industry Inc. und deren Konsortialpartner Midrex Technologies Inc. mit dem Bau der Anlage beauftragt. Das Gesamtinvestitions volumen für das Werk und die gesamte Infrastruktur beträgt rund 550 Mio. €. Der Betriebsbeginn ist für Anfang 2016 geplant, die Anlage wird rund 150 Mitarbeiter beschäftigen. www.voestalpine .com
Investiert wurden rund 50 Mio. Euro, 200 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.
Rehau/Györ. Der Polymerspezialist Rehau hat vor wenigen Tagen sein neues Werk in Györ in Betrieb genommen. Der weltweit tätige Unternehmen investierte in den Neubau vor den Werkstoren von Audi mehr als 50 Mio. €. „Der Ausbau zu einer eigenen Produktionsstätte ist auf die Aufträge für die Stoßfängersysteme des neuen Audi TT und des Q7 zurückzuführen, für die wir zusätzliche Kapazitäten benötigen“, erläutert Helmut Ansorge, Mitglied des Automotive Executive Board und zuständig für die AutomotiveWerke von Rehau. www.rehau.com
c ov e r
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kommentar
Vom Schiff auf die Schiene
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Saubere Logistik 4flow untersuchte 11 Maßnahmen zur CO2-Reduktion, vier punkten ökologisch sowie ökonomisch
Weniger Treibhausgase bei weniger Kosten
Nachhaltigkeit in der Logistik ist in der Praxis möglich, zum Teil aber wirtschaftlich nicht tragbar.
D
ie Gütertransporte zwischen Asien und Europa werden derzeit fast ausschließlich mit dem Schiff durchgeführt. Neben den hohen CO2-Emissionen hat der Seetransport noch einen weiteren – in unserer auf Tempo ausgelegten Zeit – großen Nachteil, und zwar die mit rund 30 Tagen vergleichsweise lange Dauer, bis die Ware vom Absender zum Empfänger kommt. Mit der Bahn ginge es klarerweise schneller, allerdings behindern die unterschiedlichen Spurweiten den durchgängigen Warenverkehr auf der Schiene. Um dieses Problem zu beseitigen, haben die Eisenbahnchefs von Österreich, Russland, der Ukraine und der Slowakei diese Woche ein „Memorandum of Understanding“ zur geplanten Verlängerung der Breitspurbahn bis Wien unterzeichnet. In einem nächsten Schritt soll eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und ein Businessmodell entwickelt werden sowie Vorschläge, wie die Projektkosten (im einstelligen Millardenbereich) unter den Partnern gerecht aufgeteilt werden könnten. Abhängig von der wirtschaftlichen und ökologischen Machbarkeit, könnte Österreich damit zu einem „Hamburg des Schienengüterverkehrs“ werden, so ÖBB-Vorstand Christian Kern und die Bahn für Gütertransporte deutlich attraktiver werden.
Ausbau System Alliance
© System-Alliance-Europe
Neuer Partner
Das europäische StückgutNetzwerk expandiert in die Türkei.
Wallenhorst. Die europäische Stückgutvereinigung System Alliance Europe wächst weiter. Vor Kurzem ist die türkische Tochter der Hellmann Worldwide Logistics dem Netzwerk beigetreten. Ab sofort werden zusätzliche direkte Verkehre von und nach Istanbul sowie Izmir angeboten. „Trotz der aktuell kritischen Lage in der Türkei halten wir an unseren Erweiterungsplänen fest. Wir sind zuversichtlich, dass die Proteste sich nicht nachhaltig auf die Transporte auswirken“, so Uwe Meyer, GF der System Alliance Europe. www.systemallianceeurope.net
Brüssel/Wien/Berlin. Ob ein zu langer Winter oder ein zu heißer Sommer, über kurz oder lang ist man beim Thema „Klimawandel“ und von dort ist es zu den CO2-Emissionen nicht mehr weit. Dass Gegenmaßnahmen dringend notwendig sind, darüber herrscht weitgehend Einigkeit. Aber nicht darüber, wer und in welchem Umfang das schädliche Treibhausgas in die Atmosphäre bläst und welche Maßnahmen zur Reduktion konkret gesetzt werden können bzw. sollen.
Der Einsatz von Gigalinern gehört zu jenen Maßnahmen, die sich für Umwelt und Unternehmen gleichermaßen rechnen.
haltigen Wirtschaft
Aspekt hat jetzt das auf die Logistikindustrie spezialisierte Beratungs- und Software-Unternehmen 4flow in einer Untersuchung unter die Lupe genommen. Unter dem Titel „Costs and Benefits of Green Logistics“ wurden insgesamt elf verschiedene Maßnahmen, die alle aus ökologischer Sicht sinnvoll sind und zu einer Emissionsreduzierung von bis zu 80% führen, untersucht.
leisten.“
Große Unterschiede
„Mit den richtigen Maßnahmen kann die Logistikbranche einen Beitrag zu einer nach-
in der Logistik nicht ausschließen müssen, sondern mit intelligenter Planung sowohl Treibhausgase als auch Kosten gesenkt werden können. Allerdings trifft das nur auf vier der untersuchten Maßnahmen zu. Eine Verringerung der Lieferfrequenz führt mit einer Ersparnis von mehr als 10.000 € pro t CO2 zu den größten Effekten in beiden Bereichen. Knapp die Hälfte lässt sich mit einer Vergrößerung der Lieferfenster erzielen. Positiv würde sich auch der Einsatz von Gigalinern
auf den Hauptrouten auswirken sowie die Integration zweier separat geplanter Beschaffungsnetzwerke und die gemeinsame Nutzung von Umschlagspunkten. Mit den anderen sieben Maßnahmen wäre das Weniger an CO2 allerdings teuer erkauft. „Mit den richtigen Maßnahmen kann die Logistik einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaft leisten“, fasst Stefan Wolff, CEO von 4flow, die Untersuchungen zusammen. www.4flow.de
Die Maßnahmen – darunter beispielsweise die Integration zweier separat geplanter Beschaffungsnetzwerke, die regionale Beschaffung von Normteilen, die Umstellung von Mehrweg- auf Einwegbehälter sowie die Verlängerung von Anlieferzeitfenstern in der Distribution – wurden unter Berücksichtigung ihrer Innovation, Relevanz und Umsetzbarkeit ausgewählt. Auch kontrovers diskutierte Maßnahmen wie etwa der Einsatz von Gigalinern oder die Reduzierung der Fahrzeuggeschwindigkeit waren Gegenstand der Untersuchung. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit
Stefan Wolff, CEO von 4flow
Langfristiges Ziel der Europäischen Kommission ist es, bis zum Jahr 2050 die Treibhausgasemissionen, um 80 bis 95% gegenüber 1990 zu reduzieren. Die Vorgabe an die europäischen Industriebetriebe lautet daher, ihre Emissionen um 83 bis 87% zu reduzieren. Doch Vorgaben sind eine Sache, die dafür zur Verfügung stehenden Maßnahmen eine andere, noch dazu, wenn man in die Berechnung einbezieht, dass diese für die Unternehmen auch wirtschaftlich tragbar sein müssen. Genau diesen
Fraunhofer Institut Neuartiges Verfahren für die Schadensdiagnose an Trag- und Spannseilen entwickelt
Ein Roboter tanzt auf dem Drahtseil Saarbrücken. Trag- und Spannseile von Brücken, Aufzügen und Seilbahnen sind enormen Belastungen ausgesetzt. Ihre Funktionstüchtigkeit muss daher regelmäßig überprüft werden. Dafür haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP einen neuartigen Roboter entwickelt.
nentmagnet hält FluxCrawler am Seil fest, gleichzeitig erzeugt er die für die Messung erforderliche Magnetisierung”, erklärt Jochen Kurz, Abteilungsleiter am IZFP. Zwischen den Enden des u-förmigen Magneten befindet sich eine mit mehreren Sonden bestückte Sensorzeile, die schnelle Flächenscans ermöglicht. Während FluxCrawler das Seil um-
läuft, kann der Sensorprüfkopf die genaue Winkellage des Fehlers ermitteln und erkennen, ob der Riss rechts, links, oben oder unten liegt. Der Roboter kann Seile mit einem Durchmesser von 4 bis 20 cm prüfen. Gesteuert wird die batteriebetriebene Plattform per Bluetooth durch einen PC. Im Computer entsteht ein Bild des magnetischen Streufelds auf der gesamten Seil-
Erste Tests erfolgreich Die Prüfung von Stahlseilen per magnetischem Streufluss ist zwar gängige Praxis, doch bislang werden hiefür Spulen eingesetzt, die das Seil eng umfassen müssen. Das Problem dabei: Da die Durchmesser und Ummantelungen der Seile stark variieren, lassen sich die Spulen aufgrund ihres begrenzten Durchmesserbereichs nur in wenigen Fällen bzw. jeweils nur für Kabel mit einem speziellen Umfang einsetzen. Zudem können sie die exakte Winkelposition eines Fehlers nicht orten. „Dagegen scannt der FluxCrawler die Oberflächen, indem er das Seil einmal umläuft. Ein Perma-
„Entdeckt man Mikrorisse nicht rechtzeitig, kann das zu Brüchen im Stahl führen; Materialchecks sind daher unerlässlich.“ Jochen Kurz Abteilungsleiter am IZFP
© Fraunhofer IZFP
britta biron
© Teppo Lainio/CC Lizenz
britta biron
Der FluxCrawler ist patentiert und bereit für den Einsatz in der Praxis.
oberfläche; jede auffällige Position wird hochaufgelöst am Monitor dargestellt. Ein Monitoring-System ist bereits testweise an der Saarbrücke in Mettlach installiert, die saniert wird. Kurz und sein Team sind zuversichtlich, dass FluxCrawler bald in der Praxis für die Diagnose eingesetzt wird – Anfragen aus der Industrie liegen bereits vor. www.fraunhofer.de
tr a n spo rt & lo g i s t i k
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industrialtechnology – 45
Joint Venture Deutsche Bahn und Etihad Rail starten gemeinsames Unternehmen für Schienengüterkehr auf der Arabischen Halbinsel
Transporte durch die Wüste Abu Dhabi/Berlin. In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) entsteht derzeit ein neues Schienennetz für den Personen- und Güterverkehr. Im Endausbau und nach Investitionen von über 80 Mrd. € werden die Wirtschaftszentren und Häfen der sieben Länder über ein Schienennetz von insgesamt 1.200 Kilometern verbunden sein, gebaut und ausgerüstet nach europäischen Technikstandards. Aber nicht nur bei der Hardware vertraut Etihad Rail, die Eisenbahnentwicklungs- und Betriebsgesellschaft der Vereinigten Arabische Emirate, auf Know-how aus Europa. Mit der Deutschen Bahn wurde vor Kurzem ein Gemeinschaftsunternehmen für den Betrieb von Schienengüterverkehr auf der Arabischen Halbinsel gegründet; ein entsprechender Vertrag ist in Abu Dhabi vom DB Schneker Rail-Vorsitzenden Alexander Hedderich
und H.E. Mattar Mohammed Al Tayer, Stellvertretender Vorsitzender von Etihad Rail, unterzeichnet worden.
dieses wichtige Projekt auf uns gefallen ist“, sagte Alexander Hedderich, Vorsitzender von DB Schenker Rail. Bereits ab diesem Oktober sollen die ersten Güterzüge verkehren. Erster Kunde wird die Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) sein, für die Schwefelgranulat transportiert wird. Mit weiteren potenziellen Kunden, etwa aus der Stahl-, Energie- oder Baubranche, werden derzeit Gespräche geführt und auch die Rekrutierung der bis zu 200 Mitarbeiter für den Betrieb des neuen Unternehmens laufen bereits. www.deutschebahn.com
Langjährige Expertise Die Logistiker von DB Schenker sind schon seit gut einem halben Jahrhundert in der Region vertreten und die Experten von DB International seit Jahrzehnten, wobei diese bereits seit mehreren Jahren für Etihad Rail arbeiten. „Jetzt können wir auch die Expertise unseres Güterverkehrs auf der Schiene in die Region bringen. Wir freuen uns, dass die Wahl für
© Deutsche Bahn/Marc Darchinger
Geplant ist, dass die ersten Güterzüge ab Herbst fahren werden.
Alexander Hedderich, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn.
Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.
DPD Mehr Kapazität
Erweiterung
Hörsching. Rund 70.000 Pakete werden täglich am Hauptumschlagplatz („HUP“) von DPD in Hörsching bei Linz umgeschlagen, an Spitzentagen im Dezember sogar bis zu 120.000 Pakete. Täglich fahren 100 bis 120 Lkws den Hauptumschlagplatz an, bringen Pakete und verteilen diese nach der Sortierung wieder. „Viele Pakete befinden sich während des ganzen Prozesses nur 40 Minuten im System des HUPs“, erklärt Peter Cyriax, der langjährige Leiter des HUPs in Hörsching. Um die Abläufe trotz steigender Paketzahlen weiterhin möglichst effizient zu gestalten, ist jetzt in neue Technik investiert worden.
Wiener Weinpreis
Film Festival
Silvesterpfad
Wiener Eistraum
Neue Technik So wurde die Sortieranlage unter anderem um zwei Verladetore für Wechselaufbaubrücken erweitert und zwei zusätzliche, zwölf Meter lange Entladeteleskope für die Entladung von Sattelaufliegern angeschafft. Um die Entladung von Paletten zu verbessern, wurde außerdem in eine zusätzliche hydraulische Anpassrampe investiert. „Die wichtigste Neuerung war aber die Umstellung der Sorter Hard- und Software“, erklärt Cyriax. „Damit ist es möglich, die Sortierlogik bei Bedarf flexibel selbst umzustellen und alle Änderungen in der Routenlogik mit den zentralen Updates automatisiert durchzuführen.“ Die Anpassung der Routen erspart Umwege und damit auch im Sinne der Nachhaltigkeit bei DPD Treibstoff und CO2. www.dpd.at
www.wien-event.at © DPD
stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Der DPD-Hauptumschlagplatz wurde ausgebaut und technisch erweitert. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1
17.03.2010 16:20:14 Uhr
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© dpa/Rainer Jensen
B&R erweitert die Robotersicherheit
I n n ovat i o n & U n t e r n e h m e n
Freitag, 12. Juli 2013
Lackindustrie Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wollen die Lackerzeuger F&E weiter vorantreiben
Mit Innovationen gegen schwache Konjunktur Bis zu 62 Millionen pro Jahr für die Forschung; biochemische Lacke sind der nächste Schritt. britta biron
Eggelsberg. B&R hat die Sicherheitsfunktion „Sicher begrenzte Geschwindigkeit“ (SLS) am Werkzeugarbeitspunkt (TCP) erweitert: Die volle Bandbreite aller seriellen Robotertypen lässt sich nun in der Sicherheitsapplikation überwachen. Der Anwender ist nicht länger auf bestimmte Robotertypen beschränkt, sondern kann benutzerspezifische Kinematiken festlegen und parametrieren. Bis zu elf Gelenke lassen sich definieren. Zudem besteht die Möglichkeit, bis zu 20 Gelenkskopplungen mit Kopplungsfaktoren zu berücksichtigen; das ermöglicht es, auch mechanische Kopplungen zwischen einzelnen Gelenken einzubeziehen. Voraussetzung für die sichere Überwachung der Geschwindigkeit sind sichere Achspositionen. Diese werden vom Servoantrieb ACOPOSmulti mit integrierter Sicherheitsfunktion SafeMC bereitgestellt. Anhand dieser Positionen berechnen die Funktionsbausteine SafeRobotics als Teil der Sicherheitsapplikation die absoluten Geschwindigkeiten der Gelenke, des Werkzeugaufnahmeflanschs und des TCP. Die Bausteine sind TÜV-zertifiziert. www.br-automation.com
© Pfeiffer Vacuum
Automatisch kleinste Partikel erkennen
Wien. Die schlechte Wirtschaftssituation in Europa macht den heimischen Lackproduzenten zu schaffen: Die exportorientierte Branche verzeichnet 2012 einen Produktionsrückgang um 3,5% auf 145.000 t, die Umsätze sanken um 1,9% auf 413 Mio. €. Hauptgrund für das Minus war die geringere Nachfrage aus dem nahen Ausland
„Biochemische Lacke und ihre Oberflächen eigenschaften sind ein interessantes Thema für unsere Branche.“ hubert culik, obmann der lackindustrie des fcio
(minus 2,9%, 72.000 t). In traditionell wichtigen Absatzmärkten wie Spanien, Italien, Rumänien oder Polen blieb die Nachfrage aus. Deutlich positiv entwickelten sich hingegen Asien und Nordamerika (plus 25%). Hubert Culik, Obmann der Berufsgruppe Lackindustrie des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO): „Für heuer sehen wir keinen Aufwärts trend.“ Die lange Kälteperiode in diesem Frühjahr hat sich vor allem auf das Geschäft der Hersteller von Bautenlacken und -farben, Korrosionsschutz und Straßenmarkierung negativ ausgewirkt. Ob die Rückstände noch aufgeholt werden
© Fotodienst/Sarah-Maria Kölbl
Bis zu elf Gelenke lassen sich für die Sicherheitsfunktion definieren.
v.li.: Ernst Gruber (Obmann-Stv. der Österreichischen Lackindustrie, GF Axalta Coating Systems), Albert Keiler (Obmann-Stv. der Österreichischen Lackindustrie, Technischer Leiter Adler Werk Lackfabrik), Hubert Culik (Obmann der Österreichischen Lackindustrie, GF Rembrandtin Lack GmbH, GF Remho), Klaus Schaubmayr (FCIO-GF Berufsgruppe Lackindustrie).
können, bleibe allerdings fraglich, so Culik.
weisende Funktionen beeinflusst werden. Das Revolutionäre daran: „Enzyme sind ein fast unbegrenztes Ausgangsmaterial“, so Culik weiter, „sie bestehen aus Eiweißmolekülen und können fast beliebig gewonnen werden. Rohstoffknappheit in diesem Bereich existiert nicht.“
Keine Erholung für 2013 Ihren hohen Innovationsgrad (rund 10 bis 15% des Umsatzes, aktuell etwa 62 Mio. €) wollen die Unternehmen aber weiter beibehalten, sind Neuentwicklungen doch ein wesentlicher Erfolgsfaktor auf den Weltmärkten. Culik: „Nach nanobasierten Lacken könnten uns biochemische Lacke – etwa mit Enzymen – einen Riesenschritt nach vorn bringen.“ Denn: Wie mit Nanotechnologie können auch mit Enzymen die Oberflächeneigenschaften z.B. für antimikrobielle oder schmutzab-
Zukunftsthema Umwelt Seit zwei Jahren werden auf Initiative der Österreichischen Lackindustrie verstärkt Anstrichmittel mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet. Heuer kommen Möbelund Holzbeschichtungen für den gewerblichen Bereich dazu. Das Umweltzeichen wird damit erstmals im B2B-Bereich angewandt.
Man geht aber noch einen Schritt weiter. Momentan gibt es viele private Umweltlisten, hinzu kommen Corporate Social ResponsibilityAnforderungen, Auflagen für die wichtige öffentliche Beschaffung und die vielleicht bald notwendigen Umweltprodukterklärungen (EPDs). Diese Einzelnachweise sind eine hohe finanzielle Belastung für die Lackproduzenten. Culik: „Das Österreichische Umweltzeichen ist ein etabliertes Label. Wir möchten es erweitern: Für Lacke soll es erstmals Umwelt-, Gesellschafts- und Wirtschafts-aspekte berücksichtigen. Damit hätten wir ein einheitliches Instrument und wären dem Wildwuchs in der Zertifizierung nicht mehr ausgeliefert.“ www.fcio.at
Fronius Weiterentwicklung des Cold-Metal-Transfer-Verfahrens eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten
Aigen. Schon kleinste Partikel können auf den Wafern Schäden verursachen, die zu einem beträchtlichen Ausbeuteverlust führen. Mit ADPC 302 hat Pfeiffer Vacuum ein einzigartiges produktionsbegleitendes Kontaminationsmanagementsystem zur Überwachung von Partikelverunreinigungen in der Halbleiterindustrie ent wickelt. Das trockene Verfahren (Dry Particle Counter) des ADPC hat eindeutige Vorteile gegenüber der herkömmlichen nassen Methode (Liquid Particle Counter). Der Hauptvorteil liegt darin, dass die Partikelmessung vollautomatisch abläuft. Sie ist in den Herstellungsprozess eingebunden und muss nicht außerhalb der Produktionszeit durchgeführt werden. Durch diese vollautomatische Messung ist kein zusätzlicher Bediener erforderlich; die Testdauer beträgt nur sieben Minuten. www.pfeiffer-vacuum.de
Alternative zum Lichtbogen und Impuls Pettenbach. Mit dem neuen Algorithmus ist es den Fronius-Entwicklern gelungen, die Frequenz der für den CMT-Prozess charakteristischen Vor- und Zurückbewegung der Drahtelektrode auf bis zu 130 Hz anzuheben. Darüber hinaus haben sie auch das Stromprofil der Kennlinien überarbeitet. Dadurch kann die Leistungsgrenze des CMT-Prozesses je nach Zusatzwerkstoff und Drahtdurchmesser um bis zu 40% angehoben werden. Das Verfahren kann nun erstmals auch in Einsatzgebieten genutzt werden, die bisher gänzlich oder teilweise dem Übergangs- bzw. Impulslichtbogen vorbehalten waren.
Neue Anwendungsgebiete Zu den neuen Kennliniencharakteristiken gehört „Universal“. Sie wurde für alle Standardanwendungen konzipiert und zeichnet sich durch eine gute Spaltüberbrückbarkeit aus. Für die Anwendungen, bei denen der Einbrand bzw. die Schweißgeschwindigkeit im Vordergrund steht, hat Fronius „Dynamic“ ent-
wickelt. Speziell für das Wurzelschweißen eignet sich die neue Kennliniencharakteristik „Root“, die damit z.B. für den Pipelinebau prädestiniert ist. Mit dem neu definierten Leistungsfeld steht dem CMT-Anwender eine Vielzahl an Kennlinien für diverse Zusatzwerkstoffe und Anwendungsbereiche zur Verfügung.
anderen Branchen profitieren bereits heute von den Vorteilen des CMT-Prozesses in der Einzel- und Serienproduktion. Zu der CMT-Schweißtechnologie hat Fronius jetzt auch ein Fachbuch herausgebracht; es enthält sowohl die theoretischen Grundlagen als auch eine detaillierte Prozessbeschreibung. Darüber hinaus werden die unterschiedlichsten Verfahrensvarianten und Einstell-
Fachbuch zum Verfahren Die höhere Abschmelzleistung und Energiedichte in der Lichtbogenphase der neuen CMT-Kennlinien vergrößert die Einbrandtiefe und ermöglicht höhere Schweißgeschwindigkeiten bei gewohnter CMT-Prozessstabilität. Dank der höheren Schweißgeschwindigkeit sinkt die Streckenenergie auf ein Niveau, das deutlich unter dem eines Übergangs- bzw. Impulslichtbogens liegt. Damit lassen sich beispielsweise auch Kehlnahtverbindungen bei dickeren Blechen problemlos schweißen. Zahlreiche Unternehmen aus der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau und vielen
möglichkeiten vorgestellt und die sich eröffnenden Anwendungsgebiete und Prozessgrenzen für das Verbindungsschweißen, Löten und Auftragsschweißen an verschiedenen Werkstoffen behandelt und konventionellen Schweißprozessen gegenübergestellt. Bestellt werden kann das Buch (ISBN: 978-3-81116879-4) bei Weka Median GmbH & Co. KG (service@weka.de). www.fronius.com
© Fronius
Das neue ADPC 302 ist viermal schneller als herkömmliche Systeme.
Neue Kennliniencharakteristiken für verschiedene Anwendungen.
I n n ovat io n & U n t e r n e h m e n
Freitag, 12. Juli 2013
industrialtechnology – 47
Engel Austria e-calc erleichtert dem Anwender die Durchführung aller Berechnungen für den Spritzguss
Werkstoffdaten repräsentativer thermoplastischer Kunststoffe und ein Glossar für Fachbegriffe. die optimalen Werte für das benötigte Hubvolumen, den auftretenden Fülldruck, die sich daraus ergebende Schließkraft sowie die Schneckendrehzahl und Kühlzeit. Zudem profitiert der Maschineneinrichter im laufenden Betrieb für die Prozesseinstellung. Dafür bedarf es weder eines Taschenrechners, noch müssen Werkstoffdaten manuell eingegeben werden. „Das Smartphone ist immer am Mann. Diese ständige Verfügbarkeit war für uns ausschlaggebend, erstmals eine App zu entwickeln“, betont Georg Steinbichler, Leiter Forschung und Entwicklung Technologien von Engel Austria. „Unser Ziel ist es, die Anwendung unserer Spritzgießtechnik trotz zunehmender Funktionalitätsvielfalt immer weiter zu vereinfachen.“
e-calc liefert automatisch die für die material- und bauteilabhängige Auslegung von Spritzgieß maschinen benötigten Werte.
britta biron
Schwertberg. Bislang unterstützt der Spritzgussspezialist Engel seine Kunden bei der Maschinenauslegung mit einem Datenschieber, der dem Anwender aber nicht die notwendigen Berechnungen abnimmt. Das erledigt jetzt eine spezielle App für Smartphones. Nach der Eingabe weniger Parameter liefert e-calc automatisch die für die material-
„Unser Ziel ist es, die Spritzgießtechnik trotz zunehmender Funktionalitätsvielfalt immer weiter zu
Karlsruhe. Seit mittlerweile acht Jahren fasst der Huber Verlag industrielle Lösungen mit besonders hohem technologischen, wirtschaftlichen, ökologischen oder gesellschaftlichen Nutzen in seiner Bestenliste der Industrie zusammen. In diesem Jahr hatten sich mehr als 1.200 Unternehmen in 14 Kategorien – von Antriebstechnik über Biotechnologie und Elektrotechnik, Energie & Umwelt, Intralogistik und Medizintechnik, Mikroelektronik, Optik, Produktion oder Service bis Zulieferer – beworben. „Die Anforderungen an unsere Bewerber sind hoch, aber die eingereichten Ideen und Produkte beweisen jedes Jahr auf ein Neues, wie groß das Potenzial deutscher Unternehmen ist und wie sehr ihnen die Notwendigkeit für einen Wandel bewusst ist“, erklärt Rainer Kölmel, GF des Huber Verlag für Neue Medien. Die neue Ausgabe der Bestenliste steht online, als Web-App für Smartphones bzw. Tablets und als E-Book im PDF-Format, zum Download zur Verfügung. www.industrie-bestenliste.de
„Wir sehen in der App-Technologie großes Potenzial für unseren Kundenservice sowie langfristig für unseren Trainingsbereich“, betont Wolfgang Degwerth, Leiter Customer Service Division von Engel Austria. „Mit e-calc vereinfachen wir noch weiter die Kommunikation zwischen uns und unseren Kunden und starten in ein völlig neues Servicezeitalter. e-calc gehört zu den ersten Apps, die für die Spritzgießindustrie entwickelt wurden.“
© Engel
Georg Steinbichler Leiter F&E Engel austria
Besserer Service
Richtwerte für die Verarbeitungsschwindung. Auf dieser Basis leitet e-calc den Anwender Schritt für Schritt zum Ergebnis. Berechnet werden
Industrial Design Show 2013 in Graz dierenden zu realen Anforderungen der Zukunft“, freut sich Christian Buchmann, Landesrat für Wirtschaft, Europa und Kultur. Auch der Grazer Wirtschaftsstadtrat Gerhard Rüsch freut sich über die Arbeiten als internationales Aushängeschild: „Der Bildungsstandort Graz ist mittlerweile weltweit bekannt, wenn es um Industriedesign geht. Wer die
Ausstellung besucht, weiß auch, warum.“ Die Industrial Design Show findet heuer bereits zum dritten Mal im designforum Steiermark statt und beinhaltet Skizzen, Modelle und Animationen aus den unterschiedlichsten Industriezweigen. Im Mittelpunkt stehen Entwürfe im Bereich Produkt- und Transportation-Design, die allesamt in Zusammenarbeit mit international erfolgreichen Konzernen aus verschiedenen Bereichen entstanden sind – darunter die BMW Group, Bang & Olufsen, Kärcher, ÖBB, Philips und Volkswagen.
© CIS/geopho.com/Jorj Konstantinov
Design trifft Industrie
Die Ausstellung bietet interessante Einblicke in das Industriedesign von morgen.
Karl Pfeiffer, Rektor der FH Joanneum, unterstreicht die Wichtigkeit der Kooperation mit der Industrie in der Ausbildung: „In der Zusammenarbeit mit Auftraggebern lernen die Studierenden sich auf reale Bedürfnisse des Marktes und der Gesellschaft einzustellen; am Ende ist das der entscheidende Vorteil.“ Georg Wagner, Studiengangleiter an der FH Joanneum, ist mit
den Arbeiten seiner Studenten sehr zufrieden: „Ihre Motivation ist sehr hoch, weil sie von den Projektpartnern die Möglichkeit bekommen, einem bestimmten Produkt ihre ganz eigene Idee mitzugeben.“
„In der Zusammenarbeit mit Auftraggebern lernen die Studierenden, sich auf reale Bedürfnisse des Marktes einzustellen.“ Karl Pfeiffer Rektor der FH JOANNEUM
Geöffnet ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt www.designforum.at www.fh-joanneum.at/id
© dpa/Emily Wabitsch
keits- und Wanddickenfaktoren, Temperaturleitfähigkeiten und Entformungstemperaturen, zulässige Schneckenumfangsgeschwindigkeiten, Enthalpiewerte und
Nachfrage nach Elastomeren steigt
Die Engel App e-calc steht in den Stores der Anbieter in deutsch und englisch für Android-Smartphones zur Verfügung. Versionen für iOS und Windows Phone sind bereits in Vorbereitung www.engelglobal.com
Designforum Bis 1. September zeigen Industriedesign-Studenten der FH Joanneum ihre Projektarbeiten
Graz. Von 28. Juni bis 1. September zeigen Studierende des Bachelorund Masterstudiums Industrial Design an der FH Joanneum Graz ihre aktuellen Projektarbeiten der Öffentlichkeit. „Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, woher unsere hohe Designkompetenz in der Steiermark kommt. Es sind die immer neuen und innovativen Zugänge der Stu-
Das neue Nachschlagewerk gibt es online und als Smartphone-App.
Exakte Berechnungen
vereinfachen.“
und bauteilabhängige Auslegung von Spritzgießmaschinen benötigten Werte sowie wichtige Einstelldaten und stellt damit sicher, dass die Spritzgießmaschine optimal zur jeweiligen Anwendung passt. Auch wenig erfahrene Kunststoffverarbeiter finden mithilfe der Software innerhalb kürzester Zeit die bestgeeignete Maschine. Die Werkstoffdaten repräsentativer thermoplastischer Kunststoffe, die bislang kompakt auf dem Schieber zusammengefasst waren, wurden in der App hinterlegt. Hierzu gehören zum Beispiel Masse-, Werkzeug- und Vortrocknungstemperaturen und -zeiten, Fließfähig-
Eine Liste der besten Industrielösungen
© www.industrie-bestenliste.de
Vom Datenschieber zur Smartphone-App
short
Marktvolumen steigt bis zum Jahr 2020 auf rund 43,5 Mrd. Euro.
Konstanz. Elastomere sind wegen ihres variablen mechanischen Verhaltens für viele Artikel im Alltag und in der Technik unentbehrlich. Die Einsatzgebiete der verschiedenen Gummisorten sind daher sehr vielfältig und reichen von Fahrzeugreifen über Schuhsohlen bis hin zu Dämpfungsund Dichtungselementen. Das Marktforschungsinstitut Ceresana hat nun die um fassendste Marktanalyse der wichtigsten Elastomere erstellt. Der mit Abstand wichtigste Produkttyp ist SBR, von dem 2012 mehr als 5,4 Mio. t verarbeitet wurden. Asien-Pazifik machte im Jahr 2012 rund die Hälfte des globalen Elastomerverbrauchs aus und ca. 47% der weltweiten Produktion. Nordamerika lag an zweiter Stelle, dicht gefolgt von West- und Osteuropa. Die Marktforscher von Ceresana prognostizieren, dass das Weltmarktvolumen bis zum Jahr 2020 auf 56 Mrd. USD (rd. 43,5 Mrd. €) steigen wird. www.ceresana.com
energie & ressourcen
48 – industrialtechnology
Freitag, 12. Juli 2013
Wien Energie Bürgerbeteiligungmodelle kommen sehr gut an; fünfte Solarkraft-Anlage ist bereits in Bau
short
Wien setzt verstärkt auf die Kraft der Sonne
© EPA/Ingo Wagner
Konzept zur Versorgung von Windparks
1.800 neue Module werden ab dem Herbst sauberen Strom für 160 Haushalte liefern. britta biron
Techniker und Equipment müssen im Störungsfall schnell sein.
Wien. Das Votum der Wiener Bevölkerung im März 2013 war eindeutig: Über 67% sprachen sich für den Ausbau der Erneuerbaren Energie aus. „Die Stadt Wien nimmt das Ergebnis der Wiener Volksbefragung ernst und setzt auch weiterhin auf das erfolgreiche Modell der Bür-
Oldenburg. „Damit OffshoreWindenergie wirtschaftlich ist, ist eine hohe Auslastung und ein dauerhafter Betrieb der Anlagen notwendig“, sagt Jan Heukrodt, Projektleiter und Student der Seeverkehrs- und Hafenwirtschaft im 6. Semester. Wenn eine Anlage einen Tag ausfällt, könnten dabei erhebliche Verluste entstehen. Um technische Störungen möglichst schnell zu beheben, sei ein gutes Konzept für den Transport von Servicepersonal zur Anlage wichtig. Unter der Leitung der Dozenten Ralf Brauner und Christian Jauernig entwarfen die Studenten ein fiktives Unternehmen, das den Transfer von Technikern zu Offshore-Windparks in der Nordsee anbietet. Analysen zum Wartungsaufwand der Offshore-Windparks, zu einem geeigneten Hafenstandort und dem optimalen Einsatz von Schiffen und Helikoptern bildeten die Grundlage ihres Konzepts. www.jade-hs.de
„Wir planen, auch heuer 2.000 Kilowattpeak Leistung zu installieren und damit weitere 800 Strom zu versorgen.“ Susanne Zapreva GF Wien Energie
v.li.: Susanne Zapreva (GF Wien Energie) mit den Vizebürgermeisterinnen Renate Brauner und Maria Vassilakou.
ger-Solarkraftwerke. Damit können alle, die nicht selbst über die Nutzung ihrer Dachflächen verfügen können, auch weiterhin ihren persönlichen Beitrag zum Ausbau einer nachhaltigen Stromversorgung für unsere Stadt leisten“, so die für Wien Energie verantwortliche Vizebürgermeisterin Renate Brauner.
Meerwasserentsalzung mit Sonnenenergie
Gut bedacht
© EPA/Ali Haider
Wien Energie startet bereits im Juli den Bau des fünften Solarkraftwerks auf der 9.000 Quadratmeter großen Dachflächen von Wien Mitte. Damit kommen zu den bestehenden 7.880 Paneelen weitere 1.800 mit einer Gesamtfläche von rund 3.100 Quadratmeter da-
Moderne Technik gegen den Wassermangel in der Wüste.
zu, womit zusätzliche 160 Haushalte mit sauberen Strom versorgt werden können.
mit weitere 800 Haushalte in Wien mit Strom aus Photovoltaik zu ver sorgen.“
Weiterer Ausbau
Modell mit Zukunft
„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2030 auf 50 Prozent zu erhöhen; ein wichtiger Beitrag dazu ist unsere Solar-Initiative“, erklärt Wien Energie GF Susanne Zapreva. Die letztjährige Initiative mit den vier BürgerInnen-Solarkraftwerken wurde von sehr gut angenommen. „Aus diesem Grund verdoppeln wir die Anzahl und planen, auch im heurigen Jahr 2.000 Kilowattpeak Leistung zu installieren und da-
Über das Internet oder unter der Telefonnummer 0810 610 803 kann sich jeder Wiener bis zu maximal zehn Photovoltaik-Paneele zum Preis von je 950 € sichern. Mit Einzahlung des Betrages tritt der Vertrag mit Wien Energie in Kraft. Wien Energie errichtet das Photovoltaik-Modul und mietet es vom Besitzer, der dafür jährlich 3,1% vom investierten Betrages erhält. Die Laufzeit beträgt mindestens fünf Jahre, wobei es eine Möglichkeit zur vorzeitigen Kündigung
gibt. Nach Ablauf der Lebensdauer der Anlage (nach zirka 25 Jahren) kauft Wien Energie die Photovoltaik-Module zurück.
Wien als Vorreiter Der Ausbau von Photovoltaikanlagen ist in Städten europaweit noch relativ gering. Die rechtliche Situation bei Mietverhältnissen ist eines der Hindernisse für einen flächendeckenden Rollout. Wien Energie nimmt hier mit dem Bürger-Solarkraftwerk eine Vorreiterrolle ein. Denn der Energiebedarf der Städte steigt schon durch die Zuwanderung. Zu den über 1,7 Mio. Wienern kommen jährlich etwa 15.000 dazu. www.wienenergie.at
Neue Kraft Deutschland, Österreich und die Schweiz arbeiten bei Erneuerbaren Energien enger zusammen
Gemeinsam gegen Hindernisse kämpfen Wien. Gemeinsam mit den E-Wirtschaftsverbänden Deutschlands und der Schweiz präsentierte Oesterreichs Energie vor Kurzem die Maßnahmen zum gemeinsamen Ausbau der Speicher und Netze sowie eine Info-Broschüre. Diese zeigt den künftigen Bedarf an Pumpspeichern und Netzen, skizziert die Chancen eines gemeinsamen Vorgehens und nennt die Voraussetzungen für einen Erfolg
des nötigen Infrastrukturausbauprogramms. Gemeinsam setzen sich die drei Verbände für faire Rahmenbedingungen für die Speicher und einen raschen, bedarfsgerechten Ausbau ein. Notwendig sind unter anderem grenzüberschreitende Kooperation, Gleichbehandlung und Marktzugang und ein Abbau von Hindernisse und Bremsen für den Infrastrukturausbau.
© Österreichs Energie
Gießen. In vielen Ländern der Erde ist Wasser Mangelware. In Saudi-Arabien zum Beispiel regnet es so gut wie nie, die Grundwasservorräte werden knapp. Dennoch möchte das Land einen Grundbedarf an Lebensmitteln selbst decken und natürlich seine Trinkwasserversorgung sichern. Hier setzt ein Forschungsprojekt von Hans-Georg Frede (Professor für Ressourcenmanagement an der Justus-Liebig-Universität Gießen) und seinem Team an: Meerwasser soll mithilfe von Sonnenenergie entsalzt werden, um es dann in der Landwirtschaft einzusetzen. Sonnenenergie steht dem Land bei sommerlichen Temperaturen von über 40 °C mehr als ausreichend zur Verfügung. Weiters wollen die Wissenschafter prüfen, in welchen Teilen von Saudi-Arabien solche Technologien anwendbar sind und welcher Entsalzungsgrad für die Landwirtschaft mindestens erforderlich ist. Finanziert wird das insgesamt 838.000 € teure Projekt von der saudischen Forschungseinrichtung King Abdulaziz City for Science and Technology (KACST) in Riad. www.uni-giessen.de/
© PID/David Bohmann
Haushalte in Wien PV-
Barbara Schmidt, Generalsekretärin Oesterreichs Energie.
Karl Heinz Gruber, Sprecher Erzeugung Oesterreichs Energie und Vorstand der Verbund Hydro Power AG: „Die notwendigen Projekte werden deutlich langsamer verwirklicht als geplant. Schon im Vorfeld führen die immer umfangreicheren strategischen Planungen unter Einbeziehung aller relevanter Stakeholder zu deutlich längeren Vorlaufzeiten. Verzögerungen bei den immer komplexer und zeitaufwendiger werdenden Genehmigungsverfahren und die Verwerfungen der Strompreise auf dem Strommarkt führen zu einer Verschiebung der geplanten Fertigstellungstermine und damit in letzter Konsequenz zu einem Verfehlen der Ziele für den Ausbau.“ Insgesamt zeichnen sich bereits heute Verspätungen in der Ausbauplanung um rund fünf Jahre ab. Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, dazu: „Das ist schlecht für Österreich, schlecht für die System- und Versorgungssicherheit, schlecht für die Umwelt, schlecht für die Wirtschaft und bedeutet außer-
dem eine steigende Abhängigkeit der heimischen Stromversorgung vom Ausland.“ Falls sich die Projekte noch um weitere Jahre verschieben sollten,
„Das unsichere Marktumfeld gefährdet die in der Energiestrategie angepeilten Ausbauziele für Erneuerbare Energien.“ barbara schmidt generalsekretärin oesterreichs energie
wird sich die Diskrepanz zwischen den gesetzten Energie- und Klimazielen und der Realität noch vergrößern, die Ökobilanz wird damit also schlechter. www.oesterreichsenergie.at
medianet
inside your business. today.
Freitag, 12. Juli 2013 – 49
Positive aussichten
Trotz schwachen Jahresauftakts rechnet Bosch 2013 mit einem Gewinnplus Seite 51
© A. Haslbeck/TUM
© Bosch/Thomas Bauer
automotivebusiness perfekte welle
TU München & BMW wollen grüne Wellen auch auf Landstraßen realisieren Seite 55
fiat freemont Sieben sitze serienmässig
„Das Auto kann nicht Mobilität garantieren“
© Werbas
short
© Fiat
© dpa/Armin Weigel
Wien. Die RB Power GmbH, Generalvertreter von Werbas in Österreich, und Modix, ein Spezialist für die Onlinevermarktung von Autos, haben eine enge Kooperation vereinbart. Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung eines gemeinsamen Produkts für den österreichischen Markt. Zudem haben die beiden Unternehmen eine Vertriebskooperation vereinbart; darüber hinaus ist ein gemeinsamer Auftritt für den österreichischen Markt geplant. www.rb-power.at www.modix.at
© VCÖ/Matthäus Schmid
München. BMW hat im ersten Halbjahr trotz der Autoflaute in Europa einen neuen Verkaufsrekord eingefahren. Weltweit legten die Absatzzahlen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um sechs Prozent auf 954.521 Fahrzeuge zu, wie der Konzern mitteilte. Zu dem Wachstum trug vor allem Asien bei, wo BMW bis Ende Juni rund 272.00 Fahrzeuge auslieferte und damit 14,4% mehr als im Vorjahreszeitraum. In den USA verbuchte der Autohersteller ein Plus von neun Prozent. www.bmwgroup.com
© Land Rover Global/Nick Dimbleby
medianet-Interview Anlässlich des 25. Geburtstags des VCÖ sprachen wir mit Geschäftsführer Willi Nowak über aktuelle Problemstellungen und seine Vision eines modernen Verkehrskonzepts. Seite 50 Forstinger Geschäftsführer Klaus Müllner erwirbt alle Anteile
Magna Top-Manager verlässt den Automobilzulieferer
Klaus Müllner war vor seiner Zeit bei Forstinger u.a. Manager bei Ikea, Adidas.
Wien. Die Autozubehörkette Forstinger bekommt wieder einen neuen Lenker: Der derzeitige Geschäftsführer Klaus Müllner, der auch dem Hirsch-Servo-Aufsichtsrat angehört, erwirbt laut einem Bericht der Kronen Zeitung alle Anteile von den zwei Eigentümergruppen um Investor Michael Tojner sowie der eMobile. „Die Verträge wurden gerade unterzeichnet; ich übernehme praktisch ab sofort zusammen mit einer Gruppe von Geldgebern 100 Prozent. Wir sind keine Finanzinvestoren, sondern wollen Forstinger nachhaltig weiterführen“, wird Müllner in der Krone zitiert. www.forstinger.com
© APA/Harald Schneider
Frankfurt. Der indische TataKonzern verlagert die Europazentrale seiner beiden britischen Töchter Jaguar und Land Rover von England nach Deutschland. Noch in diesem Jahr soll die Übersiedlung der beiden Edelmarken nach Schwalbach in der Nähe von Frankfurt abgeschlossen sein, sagte Bernhard Kuhnt, Regionaldirektor für Europa. Insgesamt sollen am neuen Standort 60 – großteils neue – Arbeitsplätze entstehen, von denen etwa ein Drittel für die Importeure zuständig sein soll. www.jaguarlandrover.com
© Forstinger/Christina Häusler
Autokette wechselt erneut Besitzer Demel tritt als Chefstratege zurück
Herbert Demel war seit 2002 in diversen Funktionen für Zulieferer Magna tätig.
Oberwaltersdorf. Magna International hat vor wenigen Tagen einen seiner wichtigsten Mitarbeiter verloren: Der Wiener Manager Herbert Demel ist von seiner Position als Chief Strategy Officer zurückgetreten. Davor war der 59-Jährige u.a. als Präsident für Magna China, Indien, Südostasien und Südamerika zuständig und nahm zahlreiche Führungspositionen bei Magna Steyr, Magna International und Magna Powertrain ein; Anfang des Jahres wurde ihm die Honorarprofessur an der TU Wien verliehen. Demel wird Magna allerdings in beratender Funktion erhalten bleiben. www.magna.com
C ov e r
50 – automotivebusiness
Kommentar
Wir wünschen einen schönen Sommer
Freitag, 12. Juli 2013
VCÖ Anlässlich des 25. Geburtstags des VCÖ haben wir mit dessen Geschäftsführer Willi Nowak gesprochen
„Das Verkehrssystem von Grund auf überdenken“ Im Gespräch plädiert er u.a. für den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und eine Reform der Zustelllogistik. Rahmenbedingungen geschaffen werden? Nowak: Definitiv, da wäre die Politik gefordert, wie auch in vielen anderen Verkehrsbereichen. Das politik- Ziel sollte eine Ökonomisierung, aber auch Ökologisierung des Verkehrs sein, wobei gleichzeitig Mobilität gesichert wird …
Jürgen Zacharias
Daimler Tolle Bilanz 2013
© dpa/Bernd Weissbrod
Absatzrekord
Im ersten Halbjahr 2013 konnte Daimler weltweit 746.300 Pkw ausliefern.
Stuttgart. Daimler hat im ersten Halbjahr dieses Jahres mehr Neuwagen verkauft als jemals zuvor. Weltweit lieferten die Deutschen 746.300 Pkw an die Kunden aus und damit um 5,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Talfahrt auf wichtigen europäischen Märkten wie etwa Deutschland glich Daimler mit Absatzzuwächsen in Großbritannien, den USA, Japan, Russland, Brasilien und der Türkei mehr als aus. In China konnte Daimler trotz eines deutlichen Absatzschubs im Juni hingegen nicht an das Vorjahr anknüpfen, die Verkäufe gingen um 0,5 Prozent zurück. www.daimler.com
medianet: Herr Nowak, der VCÖ hat sich mittlerweile in den österreichischen Verkehrspolitik etabliert. Was war 1988 ausschlaggebend für die Gründung? Nowak: Der Anstoß kam aus der Schweiz von unserer Schwesternorganisation VCS, die bereits 1979 gegründet wurde und die sich vornehmlich mit dem alpenquerenden Güterverkehr beschäftigte. Ziel war es, den Transitverkehr NordSüd einzudämmen und – da wir in Österreich vor demselben Problem standen – dieses Problem gemeinsam anzugehen.
© VCÖ/Matthäus Schmid
S
ommerzeit ist bekanntlich saure Gurken-Zeit und bevor wir Sie mit selbigen zu begeistern versuchen, lassen wir‘s lieber ganz bleiben. Soll heißen: medianet macht ab nun für sechs Wochen Sommerpause und das erste automotive in der postHitze-Phase werden Sie am 23. August zu Gesicht bekommen. Richtig gelesen, wenn auch kein Grund, sich jetzt auf den Boden zu werfen und verzweifeln die Hände gegen Himmel zu strecken. Sie werden nämlich trotzdem keine heißen Branchennews verpassen. Das liegt einerseits daran, dass das Sommerloch natürlich auch die Wirtschaft nicht außen vor lässt und daher kaum fundamentale Umwälzungen in der Branche zu erwarten sind. Stecken die Vorstände erst mal im Urlaub ihre Zehen in den Sand hat sich‘s mit Übernahmen, Akquisitionen und Fusionen bis auf Weiteres erledigt. Andererseits sind wir natürlich nach der Sommerpause mit aufgeladenen Batterien wieder voll für Sie da und werden wir alle Höhepunkte der automotiven Hitzemonate akribisch für Sie nachbereiten. Versprochen, schließlich sollen Sie auf dem neuesten Stand sein, wenn Sie vom Strandstuhl zurück in den Bürosessel wechseln. Seien Sie also beruhigt, einen schönen Sommer wünscht das ganze medianet-Team und im Speziellen Ihre automotiveRedaktion.
Wien. Der VCÖ feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Grund genug, um mit Geschäftsführer Willi Nowak über aktuelle Problemstellungen, den Spagat zwischen Verkehrs-Rahmenbedingungen und Bewusstseinsbildung sowie seine Vision von Mobilität zu sprechen.
VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak: „Unser Ziel ist eine nachhaltige Verkehrspolitik.“
Nowak: Die Schwierigkeit von damals besteht auch heute noch: Täter und Opfer sind im Straßenverkehr ein und dieselbe Person. Derselbe, der beispielsweise eine Tempo 30-Zone auf dem Schulweg seiner Kinder wünscht, rast durch eine andere Tempo 30-Zone mit 50 km/h. Bewusstsein für diese Diskrepanz herzustellen ist daher eine ganz wesentliche Komponente für uns.
medianet: Anfangs stand also die Verkehrspolitik und weniger der Verkehrsclub im Fokus? Nowak: Zumindest im Bereich des Transitverkehrs anfangs ja, da in diese Richtung etwas getan werden musste. Um das Ganze auch wirtschaftlich abzusichern, haben wir parallel zu unserer verkehrspolitischen Arbeit einen Wirtschaftsbetrieb in Form eines alternativen Autoclubs für umweltbewusst denkende Menschen auf die Füße gestellt, über den wir ähnliche Serviceleistungen wie ARBÖ und ÖAMTC im Versicherungsbereich anbieten, etwa Pannenhilfe, Rechts schutz und Schutzpass medianet: Mit welchen Schwierigkeiten hatte und hat der VCÖ dabei zu kämpfen?
medianet: Wie geht man hier vor? Nowak: Einerseits, indem wir gemeinsam mit der Politik und Entscheidungsträgern zukunftsweisende Rahmenbedingungen schaffen wollen, andererseits auch durch Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung. Wir wollen Politiker mit guten Ideen unterstützen, zugleich aber auch die Menschen auf die Probleme aufmerksam machen und neue Regeln erklären, damit diese verstanden und akzeptiert werden.
Nowak: Das ist es auch. Die Menschen wünschen sich etwa eine Reduzierung des ausufernden Lieferverkehrs in der Stadt; damit sich die Gesamtsituation verbessert, ist aber auch der private Pkw-Verkehr einzuschränken. Zudem ist bei der Logistik anzusetzen. Etwa durch Ausschreibungen für die Auslieferung von Paketen in bestimmten Gebieten, in denen dann ein Unternehmen exklusiv für einen bestimmten Zeitraum dafür verantwortlich ist. Danach würden die Zustellrechte wieder neu verteilt und jedes Unternehmen könnte sich erneut bewerben. Würde das eingeführt und auch auf andere Branchen umgelegt, wären die Zulieferdienste deutlich effizienter und wirtschaftlicher. Das parallele Anfahren der gleichen Adresse durch mehrere Lieferdienste würde wegfallen. Das nützt der Umwelt, der Stadt und ihren Einwohnern.
medianet: Das klingt nach einem schwierigen Spagat?
medianet: Dafür müssten aber von der Politik entsprechende
medianet: … was in einem Land wie Österreich wohl zwangsläufig das Auto mit einschließt? Nowak: Ja, das soll es auch. Nur kann mit dem Auto Mobilität nicht für alle garantiert werden. Da wären andere Dinge notwendig, wie ein dichtes Grundnetz an öffentlichen Verkehrsmitteln. Sich einzig und allein auf das Auto zu verlassen, wie das in Österreich vor allem am Land viele Leute machen, halten wir für falsch. Das kann in die Kostenfalle führen. Gerade bei den Jungen, die nicht Autofahren dürfen und bei den Alten, die das nicht mehr tun, kommt es durch autogerechte Strukturen zu Abhängigkeiten und Mobilitätsarmut. medianet: Wie könnten andere Ansätze aussehen? Nowak: Ein wichtiges Standbein ist ein dichtes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, das auch finanziell von der öffentlichen Hand zu tragen ist. Das kostet natürlich Geld, aber auch der Straßenbau kostet Geld. Hier muss sich die Politik entscheiden. Es ist unsinnig, immer noch mehr Straßen zu bauen, wenn man gleichzeitig zur Erreichung der Klimaschutzziele und einer Energiewende weniger Autos und Verkehr wünscht. Denn durch die Elektrifizierung der bestehenden Autos allein werden wir diese Ziele nicht erreichen. Unser Verkehrssystem ist also von Grund auf zu überdenken. www.vcoe.at
General Motors Der amerikanische Automobilhersteller investiert mehr als 500 Mio. Euro in seine mexikanischen Werke
US-Autohersteller setzt auf „Made in Mexico“ Detroit. Der US-Autobauer General Motors (GM) stärkt seine Produktion in Lateinamerika und Spanien. Dieser Tage gab der Hersteller bekannt, in den Ausbau von drei Werken in Mexiko insgesamt 691 Mio. USD (527 Mio. €) investieren zu wollen. Im Werk in Silao im Bundesstaat Guanajuato werde ein Zentrum für die Entwicklung eines neuen Acht-Gang-Getriebes errichtet, teilte GM mit. In San Luis Potosí im gleichnamigen Bundesstaat soll demnach eine Produktionsstraße für den neuen Getriebetyp entstehen und auch das Werk in Toluca im Staat México werde ausgebaut. GM ist seit 77 Jahren in Mexiko tätig. In den vier Werken und der Verwaltung in Mexiko-Stadt sind nach Unternehmensangaben rund 14.000 Menschen beschäftigt.
wagen Mokka bauen lassen, der aktuell noch in Korea vom Band läuft. Ob die komplette Fertigung oder nur ein Teil nach Spanien verlegt wird, könne noch nicht sicher gesagt werden. Der Bau des kleinen Geländewagens in einem Opel-Werk würde
dafür sorgen, dass die Kapazitäten der rote Zahlen schreibenden GMTochter besser ausgelastet wären. Vor allem das große Werk in Spanien, in dem bisher vor allem der Kleinwagen Corsa montiert wird, ächzt wegen der Absatzkrise in Südeuropa unter Überkapazitäten.
Der Mokka hat sich wenige Monate nach seinem Verkaufstart für OpelVerhältnisse zu einem Bestseller entwickelt. Der Wagen ist vor allem in Deutschland, Russland, Großbritannien, Italien und Frankreich gefragt. www.gm.com www.opel.de
Mokka-Produktion verlegt Nicht von Investitionen, aber von einer Produktionsverlagerung profitieren soll das Opel-Werk im spanischen Saragossa; Opel will dort in Zukunft seinen Gelände-
© General Motors
Jürgen Zacharias
Niedrige Lohnkosten und das Nordamerikanische Freihandelsabkommen machen Mexiko als Standort für GM interessant.
H e r ste l l e r & Z u l i e f e r e r
Freitag, 12. Juli 2013
automotivebusiness – 51
Bosch Trotz eines mageren Jahres 2012 und eines schlechten Jahresauftakts will der Zulieferer im laufenden Geschäftsjahr ein Ergebnisplus erwirtschaften
Trotz Schwierigkeiten Plus als Ziel Angestrebtes Ziel von acht Prozent operativer Rendite ist aber in weiter Ferne. Stuttgart. Das vergangene Geschäftsjahr einzuordnen, ist für die Manager des weltgrößten Automobilzulieferers Bosch nicht einfach. Während man im traditionellen Geschäft durchaus erfolgreich wirtschaftete, verhagelte die verlustreiche Solartechnik dem deutschen Konzern ordentlich die Bilanz. Mit hohen Verlusten und Abschreibungen drückte die kriselnde und mit vielen Milliarden aufgebaute Geschäftssparte den operativen Gewinn um 1 Milliarde Euro auf rund 1,3 Milliarden Euro (bei einem leicht gestiegenen Umsatz auf 52,5 Milliarden Euro, 2011: 2,7 Milliarden Euro Gewinn). 2013 soll es nun – trotz eines schwachen Jahresstarts – wieder aufwärts gehen und unter dem Strich ein Ergebnisplus stehen. „Das Jahr ist verhalten gestartet, aber wir gehen von einer Belebung
Juni Hersteller mit US-Plus
US-Markt legt zu Washington. Während der europäische Automarkt von einem Minus zum nächsten stolpert, kaufen die US-Konsumenten so viele Autos wie schon lange nicht und bescheren den Herstellern teils kräftige Zuwächse. So konnten sich die US-Riesen General Motors (GM), Ford und Chrysler zuletzt über den stärksten Juni seit Ausbruch der Finanzkrise freuen. Während GM seine Verkaufszahlen um 6,5 Prozent auf 265.000 Fahrzeuge steigern konnte, legte Ford sogar um 13,4 Prozent auf 236.000 Fahrzeuge zu und Chrysler um 8 Prozent auf 157.000 Autos. Auffällig dabei: Durch die Erholungs des US-Immoblienmarkts hat sich bei den Konsumenten wieder Zuversicht breit gemacht, weshalb nun viele – anders als noch während den vergangenen Jahren und Monaten – ihre in die Jahre gekommenen Modelle gegen neue Fahrzeuge eintauschen und dabei vor allem bei SUVs und Pick-up-Trucks zuschlagen.
Aufschwung auf breiter Basis
© dpa/Andreas Gebert
Im Sog dieser Entwicklung profitieren aber auch andere Hersteller vom wiedergefundenen Vertrauen der US-Konsumenten: Toyota fuhr im Juni beispielsweise ein Plus von 10 Prozent ein, BMW legte um 24,6 Prozent, Porsche um 23 Prozent, Daimler um 9,8 Prozent und Audi um 8,2 Prozent zu. Nicht ganz Schritt halten konnte mit dieser Entwicklung VW mit seiner Kernmarke: Der Absatz der Wolfsburger schrumpfte in den USA im Juni um 3,2 Prozent auf 37.000 Fahrzeuge. www.gm.com www.ford.com www.chrysler.com
BMW konnte im Juni am US-Markt um 24,6 Prozent mehr Fahrzeuge verkaufen.
im zweiten Halbjahr aus“, zeigte sich der neue Vize-Chef des deutschen Technikkonzerns, Stefan Asenkerschbaumer, vor wenigen Tagen in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zuversichtlich. „Wenn wir gleichzeitig unsere Kosten senken können, wird das Ergebnis definitiv besser als im Jahr 2012.“
Ambitionierte Rendite-Ziele Das selbst definierte Bosch-Ziel von acht Prozent operativer Rendite – dem Verhältnis vom Gewinn zum Umsatz – wird Asenkerschbaumer zufolge 2013 allerdings
noch nicht erreicht. Auch in den kommenden Jahren scheint dieses Ziel nur schwer greifbar, im vergangenen Jahr lag man bei einer Rendite von 2,47 Prozent.
Sparprogramm läuft Den durchaus optimistischen Ankündigungen von Asenkerschbaumer zum Trotz hatte Bosch zuletzt angekündigt, sich mit einem harten Sparkurs gegen Umsatzeinbrüche zu wappnen. Sollte ein Personalabbau nicht vermeidbar sein, gehe man „einen möglichst sozialverträglichen Weg“, sagte der VizeChef. www.bosch.de
© Bosch/Thomas Bauer
Moritz Kolar
Bosch-Vize Stefan Asenkerschbaumer stellte für 2013 ein Ergebnisplus in Aussicht.
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Modell & Handel
54 – automotivebusiness
short
© Volvo/Dejan Sokolovski
Beeindruckende Technik im kommenden Modell
Freitag, 12. Juli 2013
Fiat Freemont Park Avenue AWD Automatik Ausufernde Platzverhältnisse, viel Komfort und Top-Ausstattung
Der Italo-Amerikaner mit viel Platz und Komfort Als Fiat Freemont kehrte der Dodge Journey nach Europa zurück und ist erfolgreicher denn je.
Schwechat. Der neue Volvo XC90, der Ende 2014 vorgestellt wird, nimmt im Bereich Sicherheit eine Vorreiterrolle ein. Hierfür entwickeln die Volvo-Ingenieure zahlreiche fortschrittliche Sicherheits- und Assistenzsysteme, die in diesem Premium-SUV ihre Weltpremiere feiern werden. Beispiele für Techniken im neuen Volvo XC90 sind die Fußgänger-Erkennung in der Dunkelheit: Weltweit erstmalig erkennt die Kamera des automatischen Notbremsassistenten auch bei Dunkelheit andere Fahrzeuge, Fußgänger, Fahrradfahrer, die Fahrbahnrand- und Begrenzungs-Erkennung mit Lenkeingriff: Eine Funktion, die registriert, ob das Auto von der Straße abkommt, und dieses mit einem autonomen Lenkeingriff zurück in die Fahrspur bringt. Die Weltneuheit hier ist die Fahrbahnrand-Erkennung ohne eine entsprechende Markierung. Das System funktioniert somit auch zum Beispiel auf schmalen Landstraßen. Schließlich ist auch noch ein Stauassistent mit Lenkunterstützung mit an Bord: Die Technik hält das Fahrzeug in der Fahrspur und lässt es im Verkehr mitschwimmen, indem es automatisch dem vorausfahrenden Fahrzeug folgt. www.volvo.at
Nomen est Omen im neuen Sport-SUV
Wien. Zunächst haben alle Kritiker ja lautes Geunke von sich gegeben, als der Chrysler-Konzern mit Fiat fusionierte und verschiedene, als typische US-Modelle bekannte Autos alsbald unter dem Fiatund Lancia-Logo zurück auf den Markt kamen. Das sogenannte Badging – man nehme ein Modell einer Marke, bestücke es mit dem Logo einer anderen und bringe es abermals auf den Markt – ist ja in der Autowelt verpönt, doch sieht man sich die Verkaufszahlen an, hat Fiat hier die richtige Richtung eingeschlagen, denn der Fiat Freemont, der bis 2011 als Dodge Journey verkauft wurde und seit 2011 unter dem Fiat-Logo wieder auf dem Markt ist, verkauft sich deutlich besser, als es der Dodge jemals tat. Das mag daran liegen, dass der Freemont als Fiat besser zu den europäischen Bedürfnissen passt, als das zuvor der Fall war. Geblieben ist dem Freemont aus seiner US-Vergangenheit jedenfalls das umfassende Platzangebot und der hohe Komfort im Innenraum.
© Fiat
Gregor Josel
Der kommende Volvo XC90 bietet umfassende Sicherheitsfeatures.
Der Fiat Freemont kommt mit absoluter Vollausstattung als „Park Avenue“ und US-SUV-Assets auf unschlagbare 40.600 Euro.
aber in Sachen Optik eher dem Understatement verschreiben wollen. Das ist gelungen!
Full-Size ohne US-Optik
Platz und Komfort
Der amerikanischste aller Fiats hat es geschafft, das Gute aus zwei Welten zu vereinen: Das Platzangebot eines echten US-Cars mit einer gefälligen Optik, die nichts von der Genetik eines typischen US-Cars hat. Der Freemont gibt sich optisch gar nicht protzig, die Fahrzeugfront wurde durch viele Details optisch filigraner gestaltet und macht somit nicht auf dicke Hose, wie man das bei vergleichbaren US-Crossover-Modellen kennt. Der Freemont zielt hier klar auf Familien ab, die zwar die Größe eines US-SUV zu schätzen wissen, sich
In der getesteten Top-Version „Freemont 2.0 Multijet II 170 Park Avenue AWD Automatik“ verfügt der Freemont über eine Vollausstattung, die ihresgleichen sucht. Neben sieben Sitzen, die in zahllosen verschiedenen Konfigurationen adjustierbar sind und bei komplett ebener Ladefläche bis zu 1.461 l Platz im Kofferraum freigeben, bietet das Topmodell unter anderem noch eine Lederausstattung, ein Premiumsoundsystem, eine sehenswerte InfotainmentEinheit mit 8,4-Zoll-Touchsrceen,
Navigationssystem und einem zusätzlichen 9-Zoll-Bildschirm im Dachhimmel mit kabellosen Kopfhören für die Passagiere in zweiter und dritter Reihe, eine Rückfahrkamera und zahlreiche weitere Highlights. Das Platzangebot für Fahrer und Passagiere ist in der ersten und zweiten Reihe ausgiebig, auch in dritter Reihe lässt es sich halbwegs bequem reisen. Das umfassende Angebot an Features des Infotainmentsystems ist auf dem riesigen Touchscreen zunächst etwas unübersichtlich, doch man hat schon nach kurzer Zeit die wichtigsten Parameter im Blick. Perfekt ist der große Screen jedenfalls zum Navigieren. Damit hat man größere Kartenausschnitte im Blick und kann die kommende
Strecke schon früher einsehen und hat dadurch letztlich einen besseren Überblick.
Motor mit Abstrichen Nicht ganz so perfekt zeigt sich der Antrieb des Fiat Freemont. Der 170 PS starke Diesel verfügt über vergleichsweise kleinen Hubraum von 2 l und stellt dadurch nur 350 Nm Drehmoment zur Verfügung. Das immerhin knapp über 2 t schwere Fahrzeug ist damit zwar durchaus angenehm zu bewegen, doch muss man die eine oder andere Drehzahlorgie in Kauf nehmen, wenn man Kraft abrufen möchte. Hier empfiehlt sich wohl der optional erhältliche V6-Benziner mit 280 PS. www.fiat.at
Seat Toledo Kompakte Stufenhecklimousine mit enorm viel Platz und tollem Preis-Leistungsverhältnis
Der neue Range Rover Sport kommt im Herbst ab 68.700 Euro.
Wales. Nach dem Range Rover bringt die britische SUVSchmiede Land Rover nun auch den kleineren und sportlicheren Range Rover Sport auf den Markt. Um beeindruckende 420 kg leichter, mit toller neuer Technik, hervorragenden Handlingeigenschaften und uneingeschränkten Offroad-Qualitäten ist der neue Range Rover Sport am Herbst erhältlich. Der neue Sport wurde optisch auf noch mehr Sportlichkeit getrimmt, ohne jedoch auf Eleganz und Understatement zu verzichten. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde der neue Range Sport um 62 mm länger, wobei der Radstand um fast 18 cm verlängert wurde. Erstmals ist der Sport auch als Siebensitzer zu haben und auch ein neuer SDV8-Diesel ist im Programm. www.landrover.at
Wien. Seat konnte mit den ersten beiden Serien des Toledo gute Erfolge erzielen. Bis 2009 wurde das Modell der spanischen VW-Tochter angeboten und erfreute sich einer großen Fangemeinde. Nun schickt Seat den Toledo, der zuletzt ja eher in Richtung Minivan tendierte, wieder in seiner Urform ins Rennen und greift dabei, als Fahrzeugbasis, auf das nicht minder tolle Konzept des Schwesterkonzerns, den Skoda Rapid, zurück, ohne aber darauf zu vergessen, das Fahrzeug mit etwas mehr spanischer Mentalität auszustatten.
gezogen und zweigeteilt. Das lässt das Heck kompakter und sportlicher wirken. Was den neuen Seat aber neben seiner Optik auszeichnet, ist vor allem die umfassende Platzkompetenz im Innenraum. So gibt der Kofferraum des Toledo in der Standardadjustierung 550 l Kofferraumvolumen frei. Die Heckklappe öffnet erstaunlich weit, das Beladen wird zu Kinderspiel. Legt
man die Sitze um, finden sogar erstaunliche 1.490 l Platz. Da muss sich manch ausgewachsener Kombi in Acht nehmen. Auch in zweiter Reihe genießt man hervorragende Beinfreiheit. So lassen sich auch zu viert durchaus längere Strecken bewältigen. Im Innenraum herrscht eine gute Balance an hoher Verarbeitungsqualität und robusten Materialien. Der Plastikanteil im Innenraum des Toledo ist
Mehr Feuer Während das Skoda-Pendant eher limousinenhaft wirkt, gibt sich der Seat Toledo deutlich dynamischer, was die Optik betrifft. Die Frontpartie ist sportlich akzentuiert, die Scheinwerfer verfügen über das typische Seat-Styling, das die Front recht sportlich in den Wind stellt. Gleiches gilt für die Heckpartie der Schräghecklimousine. Hier wurden die Heckleuchten im Vergleich zum Skoda-Modell weiter in die Mitte
© Seat
© Land Rover
Stufenheck mit Platz eines Kombis
Der neue Seat Toledo ist mit dem Top-Diesel ab sehr moderaten 19.590 € zu haben.
zwar im Vergleich zu anderen SeatModellen relativ hoch, doch stört das aufgrund des hohen Verarbeitungsniveaus in keiner Weise.
Kraftvoll, ohne Durst Der Testwagen wird befeuert vom 1,6 l Turbodiesel mit 105 PS, der ein Drehmoment von 250 Nm freigibt. In Verbindung mit dem gut abgestuften manuellen FünfgangGetriebe ergibt sich eine wirklich ausgezeichnete Symbiose, die den Toledo zu überdurchschnittlichen Fahrleistungen bringt. In der Stadt verfügt der Toledo über viel Agilität, überland zeichnet sich der Antrieb durch niedrige Drehzahlen in den höheren Gängen aus, ohne aber auf ein gutes Maß an Durchzug verzichten zu müssen. Der tatsächliche Durchschnittsverbrauch lag nicht weit über dem Normverbrauch von 4,0 l: Der Toledo gab sich während der 1600 km im Fahrtest mit rund 5,4 l Diesel auf 100 km zufrieden. Heiß ist jedenfalls auch der Einstiegspreis von 13.690 € für das 75 PS starke Benzinermodell. (gj) www.seat.at
I n n ovat i o n & U m w e lt
Freitag, 12. Juli 2013
automotivebusiness – 55
Pilotprojekt BMW, die TU München, die Transver GmbH und die Oberste Baubehörde Bayerns analysierten grüne Welle
Umsetzung auf Landstraßen möglich – Test zeigte deutliche Einsparungen bei Zeit und Spritverbrauch. Moritz Kolar
Deutlicher Zeitgewinn
Die zusätzliche 48 V-Architektur erlaubt viele neue Möglichkeiten.
Regensburg. Durch Elektrifizierung des Antriebsstrangs ist es möglich, ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor sparsamer zu machen, als das allein durch verbrennungsmotorische Optimierung gelingen kann. Kraftstoff sparende 12-VStopp-Start-Systeme markieren den Einstieg in die Elektrifizierung. Mit einem höheren Elektrifizierungsgrad – bei höheren Spannungen – lassen sich aber noch größere Effizienzvorteile erzielen. „Dabei klafft aber eine Lücke zwischen relativ kostengünstigen 12 V Stopp-StartSystemen und den wesentlich aufwendigeren Hybridlösungen mit hohen Spannungen von typischerweise 200 bis 400 V“, sagt José Avila, Leiter der Powertrain Division und Mitglied des Vorstands bei Continental. „Mit der Elektrifizierung nach Maß schaffen wir nun einen Technologiebaukasten, mit dem Hersteller existierende Fahrzeuge bei transparentem Kosten-Nutzen-Verhältnis zwischen 12 V und bis zu 400 V abgestuft hybridisieren können.“ Sobald das Potenzial des im Fahrzeug existierenden 12 V-Bordnetzes ausgeschöpft ist, setzt Conti auf eine ergänzende zweite Spannungslage. Dieser zusätzliche 48 V-Kreis bietet viele Vorteile, wie etwa einen schnelleren und leiseren Motorstart, eine effizientere Rekuperation; damit steht dann auch mehr Strom für energiesparende Funktionen zur Verfügung. www.conti-online.com
© Andreas Haslbeck/TUM
München. In der Stadt vereinfacht die einheitliche Höchstgeschwindigkeit die Einrichtung abgestimmter Ampelschaltungen, sogenannter Grüner Wellen. Auf der Landstraße ist das schwieriger: Die Geschwindigkeiten sind sehr unterschiedlich und die Abstände zwischen zwei Ampeln oft sehr viel größer. Im Projekt „Kolibri“ haben Forscher der Technischen Universität München (TUM), der BMW Group, der Transver GmbH und der Obersten Baubehörde im Bayerischen Innenministerium nun untersucht, wie Grüne Wellen auch außerhalb geschlossener Ortschaften eingerichtet werden können.
Conti: Elektrifizierung wird individualisiert © Continental/www.altrostudio.de
Grüne Welle auch auf der Landstraße realisierbar
short
Die Oberste Baubehörde wählte dazu zwei Teststrecken aus: ein Teilstück der B13 im Norden Münchens und ein Teilstück der Staatsstraße St2145 in der Nähe von Regensburg. Eine große Herausforderung war es, die technisch unterschiedlich ausgestatteten, bis zu 20 Jahre alten Ampeln auf beiden Teststrecken in eine einheitliche Kommunikations- und Steuerungsstruktur einzubinden. Aus den bei der Analyse der Verkehrsströme auf diesen Strecken gewonnenen Daten entwickelten die Forscher dann unterschiedliche Steuerungskonzepte, eine Festzeitsteuerung und ein dynamisches Modell. Schon auf der nur rund fünf Kilometer langen Teststrecke im Norden von München reduziert die im Projekt entwickelte intelligente Ampelsteuerung die Fahrtzeit um etwa eine Minute. Die besten Ergebnisse erzielt dabei eine
Informationen zum nächsten Ampelstand etwa auf dem Smartphone sollen zu einer Anpassung des Fahrverhaltens führen.
dynamische, verkehrsabhängige Steuerung. Weil damit weniger Halte notwendig sind, reduziert sich die mittlere Wartezeit von etwa einer Minute auf sieben Sekunden. Eine optimierte Festzeitsteuerung kommt immerhin noch auf 30 Sekunden, was einer Halbierung der Wartezeit entspricht. Die Anzahl der Durchfahrten ohne Halt steigt durch die intelligentere Steuerung an einzelnen Anlagen von etwa 60% auf nahezu 100%.
Vorausschauend fahren Zusätzlich zur intelligenten Ampelsteuerung entwickelten die Forscher ein Fahrerinformationssystem. Per Mobilfunk übertragen die Ampeln ihre Daten an die Zentrale der Transver GmbH. Dort wertet sie ein Computer aus und sendet die Ergebnisse an die Fahrzeuge.
Ein Anzeigefeld im Bordcomputer oder eine App auf dem Smartphone zeigt an, ob sich das Fahrzeug in der Grünen Welle bewegt. „Dies ist vor allem bei der Annäherung an die erste Ampel hilfreich, animiert aber auch unterwegs dazu, das Fahrverhalten anzupassen“, sagt Michael Krause vom Lehrstuhl für Ergonomie der TU München. „Große Sorgfalt haben wir außerdem darauf verwendet, dass die Zusatzinformationen die Menschen am Steuer nicht ablenkt.“
Dynamische Ampelsteuerung Tausende von Kilometern fuhren Mitarbeiter und Probanden im Simulator und auf den Teststrecken, um die Auswirkungen der verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten zu testen. „Starre Programme erlauben eine sehr gute Prognose zukünf-
tiger Ampelzustände; das ist eine gute Basis für das Fahrerinformationssystem“, sagt Alexander Dinkel, Projektleiter der Transver GmbH. „Eine dynamische Ampelsteuerung berücksichtigt die Variabilität und Dynamik des Verkehrs nicht nur in der Hauptfahrrichtung, sondern auch den Querverkehr. Insgesamt fahren wir damit am besten.“ Mit einem Trick gelang es den Forschern, die Vorteile beider Systeme zu vereinen: Das System definiert einen Kernbereich für die Grüne Welle, der zuverlässig prognostiziert werden kann. Die Dynamisierung findet nur in daran anschließenden Bereichen statt und erlaubt es, auf unterschiedliche Verkehrsbelastungen der Hauptstrecke und des Querverkehrs einzugehen. www.tum.de www.bmwgroup.de www.transver.de
GM & Honda verbünden sich bei Brennstoffzellen
Toyota Der japanische Automobilhersteller bereitet in Japan den Rollout seines „Big Data Traffic Infomation Service“ vor
Tokio. Die Toyota Motor Corporation (TMC) hat ein neues Verkehrsinformationssystem entwickelt. Der „Big Data Traffic Information Service“ wird zunächst in Japan eingeführt und berücksichtigt verschiedene Parameter wie den Fahrzeugstandort und die aktuelle Geschwindigkeit sowie die Straßenbedingungen. Die über Telematikdienste gesammelten und gespeicherten Verkehrsinformationen und Statistiken sollen den Verkehrsfluss verbessern, zusätzliche Karten- und Navigationsdienste ermöglichen und im Ernstfall auch eine schnellere Katastrophenhilfe gewährleisten. Aus diesem Grund werden die Daten auch Behörden, lokalen Regierungen und Unternehmen zur Verfügung gestellt.
ihre eigene Route rekonstruieren. Der cloudbasierte Dienst erlaubt die Nutzung der von Toyota ermittelten Verkehrsinformationen und gibt Aufschluss über Routenverläufe und das Verkehrsaufkommen auf bestimmten Streckenabschnitten. Alle Daten werden auf dem Navigationssystem dargestellt, können aber auch über Computer, Tablets oder Smartphone abgerufen werden. Informationen zu Gebäuden, die Behörden, der Lokalregierung oder Unternehmen
gehören, sowie die Standorte von Rettungsfahrzeugen werden auf der Karte des Navigationssystems angezeigt. Zusätzlich können Nutzer weitere Informationen und Bilder via Smartphone ergänzen. Auch im Falle einer Katastrophe wird der Fahrer über Evakuierungspunkte, Unterstände und Fluchtwege informiert, der Standort von Helfern, Rettungskräften und Bergungsfahrzeugen wird angezeigt. Um das Ausmaß der Schäden erkennen zu können und Hilfs-
Mit dem aktualisierten und auch per Spracherkennung steuerbaren G-Book-Telematikdienst für Smartphones erhalten auch Privatpersonen Zugang zu den Angaben des Big Data Traffic Information Service und können so beispielsweise
© Toyota
Einfacher Infozugang für alle
In Zukunft sollen Toyota-Fahrer ihre Fahrroute aus der Cloud rekonstruieren können.
maßnahmen im Notfall schnell zu koordinieren, können Rettungskräfte Schadensinformationen direkt via Smartphone eintragen. Die angegebenen Daten erscheinen gemeinsam mit den Verkehrsinformationen, Routenverläufen und von der Regierung bereitgestellten Gefahrenkarten.
Jederzeitige Ortung möglich Darüber hinaus kann der Dienst für Verkehrs- und Logistiksysteme genutzt werden. Die Verkehrsinformationen ermöglichen eine kartenbasierte Routenplanung, um mehrere Ziele nacheinander effektiv anzusteuern. Gleichzeitig lässt sich das Fahrzeug jederzeit orten, der Verlauf absolvierter Reiserouten ist abrufbar. Zusätzliche Funktionen erhöhen die Bedienbarkeit, darunter vergrößerte Ansichten von Kreuzungen, 3D-Darstellung von Landmarken und die Ansage von Ortsnamen. Die Verknüpfung mit Smartphone-kompatiblen Navigations-Displays wird ebenfalls unterstützt. www.toyota.com
© EPA/Jeff Kowalsky
Automobile Cloud soll viele Vorteile bringen
General Motors will gemeinsam mit Honda Brennstoffzellen entwickeln.
Detroit/Tokio. Trotz enttäuschender Verkaufszahlen für Elektroautos verstärken weitere Autokonzerne ihre Arbeit an der Brennstoffzelle als Antrieb der Zukunft. Der OpelMutterkonzern General Motors und der japanische Hersteller Honda gaben dieser Tage beispielsweise eine Partnerschaft bekannt. Neben der gemeinsamen Entwicklung soll auch das Netz an passenden Tankstellen ausgebaut werden; die Partner nannten als Zeitrahmen das Jahr 2020. Zuvor hatten bereits BMW und Toyota sowie Daimler, Ford und Nissan entsprechende Kooperationen vereinbart. www.gm.com www.honda.com
R u n d u m s au t o
56 – automotivebusiness
Freitag, 12. Juli 2013
J.D. Power Das Marktforschungsunternehmen hat mit Auto Test seine Kundenzufriedenheitsstudie VOSS präsentiert
short
Kein Grund zur Aufregung: Volvo-Fahrer zufrieden
© Allianz Deutschland
Reparaturen gehen nicht zulasten der Sicherheit
Als beste Marke wurde dabei Volvo ausgezeichnet, weitere Preise an Toyota, VW, Seat, Opel und Honda.
München. Wie sicher sind Kleinwagen nach einem Unfall und welchen Einfluss haben unterschiedliche Aufprallenergien auf das Deformationsverhalten und die Reparaturkosten? Am Beispiel eines VW up! ist das Allianz Zentrum für Technik (AZT) gemeinsam mit VW diesen Fragen nachgegangen. Dafür wurde der Kleinwagen mit 8, 12, 15 und 20 km/h mit der Fahrzeugfront gegen eine starre Barriere gefahren. Nach den Crashtests wurde das Fahrzeug jeweils in der institutseigenen Werkstatt nach Herstellervorgaben mit Volkswagen-Originalteilen fachgerecht instand gesetzt. An dem reparierten Fahrzeug wurde nach den vier Vorschäden bei Volkswagen ein HighSpeed-Crashtest im Frontbereich nach EuroNCAP-Bedingung mit 64 km/h durchgeführt und das Ergebnis mit dem eines Neufahrzeugs verglichen. Das Ergebnis aller Tests am Beispiel des VW up! zeigt: Ein fachgerecht reparierter Kleinwagen ist auch nach einem Strukturschaden so sicher und reparaturfreundlich wie ein Neufahrzeug. „Bei fachgerechter Reparatur bleibt die Sicherheit von Fahrzeugen auch nach mittelschweren Schäden in vollem Umfang erhalten“, sagt Chris toph Lauterwasser, Leiter des Allianz Zentrum für Technik. www.allianzdeutschland.de
Zusammenarbeit wird intensiviert
© Auto Test/Thomas Starck
Ein fachgerecht reparierter Kleinwagen ist so sicher wie ein neues Auto.
„Beste Marke“ bei J.D. Power 2013 (Kundenzufriedenheits-Studie): (v.l.) Bernhard Bauer (Geschäftsführer Volvo Deutschland), Olaf Schilling (Chefredakteur Auto Test).
sere Kunden leisten; gleichermaßen ist es eine tolle Motivation nicht nur für Volvo in Deutschland, sondern für das gesamte Unternehmen.“
Moritz Kolar
Berlin. Volvo-Fahrer sind am zufriedensten. Das geht aus der aktuellen VOSS-Kundenzufriedenheitsstudie von J.D. Power hervor, die vor wenigen Tagen von der Zeitschrift Auto Test präsentiert wurde und in der der chinesisch-schwedische Hersteller seinen ersten Platz aus dem Jahr 2011 wiederholen konnte. Zudem erzielte die Marke mit dem Volvo V70/XC70 den Sieg im Oberklasse-Segment.
Starke Performance Beim aktuellen J.D. Power Report 2013 handelt es sich um die zwölfte VOSS-Studie (Vehicle Ownership Satisfaction Study) zur Zufriedenheit deutscher Autofahrer mit ihrem Fahrzeug. An der Online-Umfrage nahmen 17.937 Autofahrer teil: Sie fahren ihr jeweiliges Auto seit rund zwei Jahren und haben in dieser Zeit durchschnittlich 42.000 Kilometer zurückgelegt. Für die Studie bewerteten die Teilnehmer ihr Fahrzeug in den Kategorien Attraktivität, Qualität/Zuverlässigkeit, Unterhaltskosten und Service. Die Ergebnisse der Befragung flossen in unterschiedlicher Gewichtung in die Gesamtwertung ein. Dabei erzielte Volvo im MarkenRanking eine Zufriedenheitsquote von 83,2%.
Beleg für gute Arbeit „Der Sieg im J.D. Power Report 2013 ist ein fantastisches Ergebnis für Volvo“, kommentierte Bernhard Bauer, Geschäftsführer von Volvo Car Germany, die aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens. „Wir haben die deutschen Premium-Marken auf ihrem Heimatmarkt hinter uns gelassen. Das ist ein außerordentlicher Beweis für die intensive Arbeit, die wir für un-
„Der zweite Sieg von Volvo in der Kundenzufriedenheitsstudie nach 2011 spiegelt die Stärke unserer Fahrzeuge in allen Bereichen wider und unterstreicht den Premium-Charakter unserer Modelle“, fuhr Bauer fort. „Das Ergebnis ist zudem eine Anerkennung der ausgezeichneten ServiceLeistungen unserer Händler in Deutschland.“
Zahlreiche Preisträger Im Schatten von Volvo wurden bei der Kundenzufriedenheits-
studie auch noch andere Hersteller ausgezeichnet. So konnte etwa Toyota gleich in drei von neun Fahrzeugkategorien (Toyota Aygo bei Kleinstwagen, der Yaris bei den Kleinwagen und der Prius in der Kompaktklasse) den ersten Platz erringen, VW Golf und Seat Leon gewinnen Gold beim Redaktionspreis von Auto Test. Der Preis in der Mittelklasse geht an den VW Passat CC, bei den Kompaktvans gewinnt der Opel Meriva, bei den Vans der Seat Altea und bei den Kompakt-SUVs der Honda CR-V. www.jdpower.com
Kia Der koreanische Automobilhersteller setzt bei der Direktabnahme in Deutschland auf das iPad
Eberspächer unterstützt die Siegfried Marcus Berufsschule.
Wr. Neudorf. Die schon im Jahr 2007 gestartete Zusammenarbeit zwischen dem Standheizungsspezialisten Eberspächer und der Siegfried Marcus Berufsschule wurde nun weiter intensiviert. Ab sofort steht den Jugendlichen in Theorie und Praxis umfangreiches Schulungsmaterial zum Thema Standheizung sowie ein Wasserheizgerät und Zugang zum Eberspächer-Serviceportal zur Verfügung. „Die Unterstützung von Projekten dieser Art ist Teil unserer Unternehmensphilosophie und beinahe selbstverständlich“, erläutert Renate Zamisch (Ass.d. GF, Eberspächer GmbH) und freut sich, „dass das Thema bei Lehrern und Schülern so interessiert auf genommen wurde“. www.eberspaecher.at
Frankfurt. Das klassische Klemmbrett mit Checkliste könnte bei der Direktannahme bei Kia bald ausgedient haben: In den ersten Kia-Autohäusern in Deutschland empfangen die Serviceberater ihre Kunden jetzt mit einem iPad in der Hand. Mithilfe des Tablet-Rechners und des Software-Moduls „Geführte Direktannahme“ wird der FahrzeugCheck zu einem automatisierten Prozess, der Vorteile für beide Seiten bringen soll. Der Kunde erhält eine transparente, objektive Analyse seines Fahrzeugs, zudem geben ihm automatisch erhobene Vorhersagen über den künftigen Wartungszustand seines Fahrzeugs zusätzliche Sicherheit. Das Autohaus profitiert von einer höheren Kundenzufriedenheit und hat die Chance, durch die umfassendere Wartungs- und Reparaturbedarfsanalyse den Direktannahmeumsatz zu steigern.
Schrittweise Annahme Die digitalisierte Checkliste des Direktannahme-Spezialisten API Automotive Process Institute
GmbH führt den Serviceberater schrittweise durch den Annahmeprozess. Sie basiert auf den Vorgaben von Kia Motors Deutschland und wird an die Anforderungen des jeweiligen Autohauses angepasst. Das Programm ist Teil des neuen Direktannahme-Systems API R 1000, das sich um das bereits eingeführte System API R 2000 erweitern lässt. Das API R 2000 beinhaltet zusätzliche Module wie die
automatische Fahrwerksvermessung oder den lasergesteuerten „ReifenScan“. Das System soll in einer einjährigen Pilotphase getestet werden.
Detaillierte Übersicht „Die ‚Geführte Direktannahme’ ist ein weiterer Baustein in unserer Qualitätsoffensive. Denn sie gibt dem Serviceberater ganz neue
© Kia/Niko Guido
© Eberspächer
Moderne Technologien halten Einzug
Kia setzt in Deutschland bei der Serviceberatung auf die Unterstützung von iPads.
Möglichkeiten, den Kunden in den Annahmeprozess einzubeziehen und ihm die objektive Analyse anschaulich zu demonstrieren und zu erläutern – das stärkt das Vertrauen und die Zufriedenheit unserer Kunden“, sagt Ralf Ploenes, Direktor After Sales von Kia Motors Deutschland. „Darüber hinaus ist dieses iPad-System eine hervorragende Visitenkarte, denn es signalisiert dem Kia-Besitzer schon bei der Direktannahme, dass sein Autohaus im Servicebereich auf modernste Technik setzt.“ Bei der digitalisierten Direktannahme nehmen der Serviceberater und der Kunde am iPad gemeinsam den Fahrzeugzustand Punkt für Punkt unter die Lupe. Dabei gleicht das Programm die erhobenen Daten sofort mit den Herstellervorgaben ab. Flüssigkeitsstände, sichtbare Fahrzeugschäden und der Reifenzustand werden mithilfe der ins iPad integrierten Kamera festgehalten. Die automatisierte Analyse gewährleistet damit eine lückenlose Ermittlung des Wartungs- und Reparaturbedarfs. www.kia.de
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Freitag, 12. Juli 2013 – 57
„Faldo Series“ startet am 18. Juli im Golf Club Toscana Cordial Pelagone Seite 59
sommerferien-trends 2013
Spanien ist heuer im Sommer klare Nr. 1 - vor der Türkei und Griechenland Seite 60
prag-kultur nora dolanska: „art nouveau“
© praguewelcome.com
cordial golfresort italien
© panthermedia.net
© Cordial FC AG
destinationworld Kreuzfahrten sind nach wie vor Erfolgsprodukte
© jageneau.com
short
Opatija. Die Wasserqualität zwischen der Opatija-Riviera und der Insel Rab zählt zu den besten des Mittelmeers. Der neue Badegewässerbericht der Europäischen Umweltagentur reiht Kroatien ins Spitzenfeld der 27 EU-Mitgliedsstaaten und der Schweiz. Laut Studien rangieren die Küstenbadegewässer Kroatiens – und damit auch der Kvarner Bucht – als Standort mit zu 96,1% hervorragenden Qualitätswerten weit über dem EU-Schnitt und lassen damit andere Urlaubsländer am Meer wie Griechenland, Italien und Spanien deutlich hinter sich. www.kvarner.hr
© Aida Cruises
© TV Rab
Playa Blanca. Das Princesa Yaiza Suite Hotel Resort liegt an der spektakulären Südküste Lanzarotes am Sandstrand der Playa Dorada. Im kanarischen Kolonialstil mit Balkonen oder Terrassen erbaut, legt das privat geführte Fünf Sterne-Hotel Wert auf großzügigen Luxus. Mit acht Restaurants zählt das Princesa Yaiza zu den kulinarischen Hotspots auf den Kanaren. Erholungssuchende entspannen im Thalassozentrum des Hotels. Familien schätzen das umfangreiche Betreuungsangebot für Kinder in deutscher Sprache. www.princesayaiza.com
Schiffsreisen In Mitteleuropa ist der Kreuzfahrten-Boom ungebrochen. Moderne Schiffe bieten eine Vielzahl an Häfen und Themen an. Und sogar US-Reedereien wollen vom Kuchen mitnaschen und befahren Mittelmeer-Routen. Seite 58 ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg Attraktive Langzeiturlaubs-Angebote im Mittelmeerraum für den Winter 2013/14
Frankfurt/M. Lufthansa-Passage (inkl. Germanwings) und Swiss konnten trotz einer Ausweitung des Angebots (3,3% und 1,3%) im Juni 2013 jeweils eine Auslastungssteigerung erzielen (+0,7PP und +1,1PP). Austrian Airlines setzte hingegen die Kapazitätskürzungen fort (-2,0%). Die Auslastung stieg um 0,5 PP. lufthansagroup.com/ investor-relations
Düsseldorf. Die „Snowbirds“ gehen dem kalten Winter aus dem Weg, in Amerika bedeutet das Flucht nach Florida, bei deutschen und österreichischen Gästen sind besonders Tunesien und Ägypten gefragt. ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg sind für diese Zielgruppe Marktführer und erweitern ihre Angebote für Hotels mit Langzeitvorteil im Winter 2013/14 erneut. Kunden, die mehr als drei Wochen Urlaub buchen, können mit Langzeitvorteilen bis zu 20% des Reisepreises sparen. „Unsere ‚Snowbirds‘ haben hohe Ansprüche“, so Sören Hartmann,
Sprecher der GF der DER Touristik Köln, bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Winterkataloge 2013/14 in Düsseldorf. „Sie wollen Hotels, in denen was los ist, achten dabei aber auch auf hohe Weiterempfehlungsraten.“ Auf die Bedürfnisse von Langzeiturlaubern zugeschnitten ist das Programm „Winter vital“. Ausgewählte Hotels in Tunesien bieten maßgeschneiderte Pakete mit Angeboten von Nordic Walking über Sprachkurse bis zu medizinischen Untersuchungen. Dass die meisten Aktiv-Angebote im Preis inklusive sind, macht es
für Langzeitgäste besonders attraktiv. Vergleicht man die Lebenshaltungskosten zu Hause, so wird der vierwöchige Urlaub in Tunesien zur echten Alternative: AI ab 599 € pro Person im 4-Sterne Hotel Seabel Alhambra Golf & Spa am Strand von Port El Kantaoui. Im Winter 2013/14 beginnt der Expansionskurs der DER Touristik Hotels mit dem Neu- und Umbau von zwei Hotels. Im Bau befindet sich ein Club in Hurghada, ein weiterer entsteht auf Fuerteventura. Beide Anlagen werden zur Sommersaison 2014 eröffnet. www.dertouristik.com
© Panthermedia.net/Evgenii Proskuriakov
© Austrian Airlines/John M. Dibbs
Marktführer für „Snowbirds“ ist im Plus
Das Urlaubsziel Tunesien bietet im Winter ein spezielles Programm.
c ov e r
58 – destinationworld
Kommentar
Wie geht sich das finanziell aus?
Freitag, 12. Juli 2013
Kreuzfahrten-Boom Immer mehr Anbieter drängen auf den Markt, der immer noch Wachstumsraten verzeichnet
Dichtes Gedränge auf den Weltmeeren ist Phänomen Kreuzfahrten auf hoher See sind immer noch der Renner, aber Flusskreuzfahrten stagnieren deutlich.
L
enn ich von Geldbeträgen in Millionenhöhe höre, wird mir immer ein bisschen schwindelig. Die 252 m lange AIDAsol ist das fünfte von sieben Kreuzfahrtschiffen, die bei der Meyer Werft in Papenburg gebaut worden sind. Der Flottenzuwachs ist baugleich mit der AIDAblu. Auch die AIDAsol bietet Platz für 2.200 Passagiere sowie 600 Crew-Mitglieder. Die Baukosten betragen 352 Mio. Euro je Schiff. Mit 72 m ist die Allure of the Seas von der Reederei Royal Caribbean International so hoch wie ein Hochhaus mit 23 Etagen, 63 m ragen aus dem Meer heraus. Das Schiff bietet für bis zu 6.296 Passagiere und 2.165 Crew-Mitglieder Platz. Die Baukosten lagen bei rund 750 Mio. Euro. Wenn bei einer voll ausgebuchten Allure of the Seas pro Kreuzfahrt und Passagier 20 Euro als Überschuss für die Reederei übrig bleiben (was sehr positiv von mir gedacht ist), dann braucht die Royal Caribbean International ziemlich genau 5.957 restlos ausgebuchte Schiffsreisen, um allein die blanken Baukosten einzuspielen; bei der AIDAblu bräuchte man sogar 8.000 ausgebuchte Schiffsreisen. Eine Woche im Dezember 2013 mit der AIDAblu (Madeira, Teneriffa, Fuerteventura) gibt es All Inclusive ab 449 Euro – da bleiben nie im Leben 20 Euro pro Passagier übrig ...
Top Trails Neuer Weg
Von Hamburg nach Celle
© Lüneburger Heide/Markus Tiemann
Füssen. Ab sofort gehört auch der Heidschnuckenweg zu den Spitzenwanderwegen Deutschlands. Damit erweitert der Verein sein Portfolio um eine weitere Traumstrecke auf 15 Wege. Die Top Trails of Germany sind seit 2005 ein Zusammenschluss der schönsten Fernwanderwege Deutschlands. www.toptrails.de
Neuer Partner für die Top Trails of Germany: Heidschnuckenweg.
Wien. Man könnte meinen, der Kreuzfahrten-Boom europäischer Unternehmen hätte jetzt bald den Plafond erreicht, doch die Veranstalter gehen mit neuen Schiffen, günstigen Preisen und knackigen Packages an den Start – und tatsächlich ist derzeit kein Ende des Phänomens in Sicht. So feierte etwa das italienische Unternehmen Costa Crociere am letzten Wochenende den Erstanlauf der Costa Atlantica in Shanghai. Mit der Ankunft des Kreuzfahrtschiffs hat das Unternehmen seine Kapazität in China erfolgreich verdoppelt. Die Costa Atlantica, deren Design dem italienischen Kino und der italienischen Kunst gewidmet ist, wird das erste Schiff sein, das chinesischen Gästen eine Weltreise anbietet – am 22. März 2014 bricht sie zu einer 83-tägigen Kreuzfahrt von Shanghai aus auf.
Vom Wachstum überzeugt
Disney Kreuzfahrten bieten Mix aus Städte-Besichtigungen und Bord-Entertainment: Für Kinder und Jugendliche gibt es je nach Alter ein spezielles Programm.
Währenddessen inszenierte AIDA Cruises die Kiellegung des ersten Kreuzfahrtschiffs der neuen AIDA-Generation in der Werft von Mitsubishi Heavy Industries Ltd. (MHI) im japanischen Nagasaki. „AIDA wird mit diesen Schiffen in der Branche sowohl hinsichtlich ihrer neuen und innovativen Produktinhalte als auch in Sachen Umweltfreundlichkeit Maßstäbe für die Zukunft setzen. Wir sind vom weiteren Wachstum des deutschen Kreuzfahrtmarktes überzeugt und werden diesem mit unserer neuen Schiffsgeneration weitere Impulse geben“, so Michael Ungerer, President AIDA Cruises. Rund drei Viertel der Zulieferer für die AIDA-Neubauten 2015/2016
haben ihren Sitz in Deutschland oder in der Europäischen Union. Die Jungfernfahrt des AIDA Schiffs „Made iu Japan“ wird 2015 auf einer einmaligen 86-Tage-Reise vom japanischen Yokohama aus nach Deutschland führen. AIDA-Gäste werden 39 Häfen in 22 Ländern auf drei Kontinenten kennenlernen. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten spezialisiert sich auf bestimmte Themen und Familien. Neben drei- und viertägigen Kurzreisen in die Nordsee stehen mit den Schiffen MS Europa und MS Europa 2 vielfältige Routen mit einer Länge zwischen sieben und 19 Tagen auf dem Programm. Diese führen z.B. ins Mittelmeer oder zu Fernzielen in der Karibik.
Der neue Katalog ist nach Reiseregionen unterteilt, alle Familienreisen orientieren sich an den Hauptferienzeiten. Der Folder gilt von Dezember 2013 bis Jänner 2015 und ist ab sofort im Reisebüro erhältlich.
US-Schiffe im Mittelmeer Da das Geschäft mit den Kreuzfahrten in den USA seit der Finanzkrise gründlich ins Stocken geraten ist, kommen amerikanische Unternehmen ins Mittelmeer. Seit Juni 2013 kreuzt die Disney Magic im Mittelmeer. Disney Cruise Line lockt Familien in diesem Jahr mit einem noch vielfältigeren Programm und spannenden
neuen Routen auf dem 2.700 Personen fassenden Kreuzfahrtschiff Disney Magic. Angeboten werden neue Ziele wie Italien, Kroatien, die Türkei und Griechenland. Am beliebtesten ist das westliche Mittelmeer (19,5%), auf Platz zwei bis vier folgen Nordland (16,9%), östliches Mittelmeer (14,7%) und Kanarische Inseln (12,6%). Im einstelligen Prozentbereich bewegen sich Karibik (8,6%), Ostsee (7,7%), Westeuropa (5,2%), Indischer Ozean (5,1%), Nordamerika (4,9%), Übersee (4,1%) und Weltreisen (0,7%). 2012 zog das Business mit Kreuzfahrten auf den Weltmeeren insgesamt erneut an: Von elf Prozent mehr Passagieren und einem ebensolchen Umsatz-Plus berichtet das B2B-Portal „touristik-aktuell.de“. Deutlich schlechter lief das Jahr für die Flussreiseanbieter, die erstmals seit 2006 rückläufige Zahlen hinnehmen mussten: Die Passagierzahl sank um mehr als fünf Prozent.
Wirtschaftlichkeit fraglich Tourismusexperten sehen das Wachstum mit anderen Augen: Alexis Papathanassis, der an der Hochschule Bremerhaven Vorlesungen über Kreuzfahrten hält, sagt: „Passagierzahlen alleine sagen wenig über die Wirtschaftlichkeit. Die Gewinnmargen bei großen Anbietern sind geringer geworden.“ Das Geld, das sie beim Reisepreis verlieren, versuchen die Anbieter durch On-Board-Revenue hereinzuholen, indem sie Waren und Dienstleistungen verkaufen: „Was man bei vielen Reedereien zahlt, ist nicht kostendeckend. Der On-BoardRevenue beträgt 25 Prozent.“ www.kreuzfahrten.at
alltours Die Urlaubsregionen am Schwarzen Meer punkten durch Vielseitigkeit im Angebot und durch gute Preise
Der Bulgarien-Boom hält weiterhin an Varna/Burgas. Ein Lokalaugenschein vor Ort macht deutlich, dass der Urlaubsspaß im Land am Balkan nicht zu kurz kommt. Geboten wird sowohl Party-Tourismus als auch Ferien für Familien mit Kindern. „Das Angebot ist bunt und sehr vielschichtig“, bestätigt Stefan Suska, Pressesprecher des deutschen Reiseveranstalters alltours. „Lokale Agenturen vor Ort sorgen für ein buntes Rahmenprogramm. Bulgarien ist im Sommer 2013 trendig – ein Grund dafür sind die relativ niedrigen Nebenkosten sowie die Vielzahl der Ausflugsmöglichkeiten.“ Die Tourismus-Geschichte Bulgariens ist „eng verknüpft mit dem Schwarzen Meer“, bestätigt Marin Neskhov, Vorsitzender der Varna-Tourismuskammer und Professor für Management an der Wirtschaftsuni Varna. Ein Viertel des gesamten bulgarischen Fremdenverkehrs betreffe die Region, in der mehr als eine Mio. Gästebetten vorhanden sind. Die touristische Infrastruktur und damit die Qualität habe sich in in den vergangenen zehn Jahren stark verbessert.
„Das Preis-Leistungsverhältnis ist immer noch einmalig“, so Neskhov.
das Hotelangebot in Bulgarien aufgrund der starken Nachfrage heuer deutlich ausgebaut. „In Bulgarien wächst byebye mit Abstand am stärksten, hier konnte der Veranstalter seine Buchungszahlen im Vergleich zum Vorjahr bisher mehr als verdoppeln“, so Suska. Man habe daher 20 weitere Hotels rund um Varna und Burgas ins Programm aufgenommen.
Relativ kurze Saison In der Zwischenzeit werden die beiden Flughäfen, Varna und Burgas, von Fraport betrieben. Zu leiden hätten die Tourismusbetreiber unter der relativ kurzen Saison, die von April bis Ende Oktober dauert. „Bulgariens Wirtschaft lebt sehr stark vom Tourismus, auf den zwischen 13 und 14 Prozent des BIP entfallen“, so Neskhov. „Der Fremdenverkehr sorgt für rund 110.000 ständige Arbeitsplätze und zusätzliche 400.000 saisonale.“ Noch nie wurde Bulgarien so stark nachgefragt wie momentan, und die Tendenz ist steigend. „Bulgarien festigt sich als eines der beliebtesten Reiseziele“, bestätigt Suska. „Der Facettenreichtum des Landes sorgt für ideale Urlaubsbedingungen und spricht unterschiedliche Zielgruppen an.“ Der Reiseveranstalter byebye, eine 100%-Tochter von alltours, hat
Das bunte Treiben am Meer und die Vielzahl der Landausflüge – geboten werden neben Jeep-Safaris und Besuch von Dörfern auch Exkursionen an die rumänische Schwarmeerküste, ins Landesinnere und sogar bis in die türkische Metropole Istanbul – mache wirklich Lust auf das Land, das immer noch ein wenig exotisch ist. www.alltours.de
© Wolfgang Weitlaner
georg biron
© Disney
georg biron
Albena, Gold- & Sonnenstrand: Bulgarien bietet Trendziele des Sommers 2013.
b u s i n e s s & m a r k e ts
Freitag, 12. Juli 2013
destinationworld – 59
Prag Tourismus Kunst
Cordial Hotelgruppe mit Standorten in Achenkirch, Going, Reith, Wien und Toskana macht Golfsport-Event in Italien
„Faldo Series“ in Toskana
Art Nouveau Season in Prag
Die komfortable Vier Sterne Cordial-Anlage mit exklusivem Privatstrand liegt direkt neben dem Golf Club Toscana. Das Hotel und Golf Resort ist außerdem ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Pisa, Siena und Florenz, die mit einem vielfältigen
dino silvestre
Linz. Eine große Bühne für Nachwuchsgolfer bietet die sogenannte Faldo Series, die 2013 erstmals in Italien stattfindet – und zwar im Golf Club Toscana des Cordial Hotel & Golf Resort Il Pelagone. Der Auftakt des Golfevents ist von 18. bis 20. Juli. „The Faldo Series“ wurde 1996 von Weltklassegolfer Sir Nick Faldo gegründet, um den Golfnachwuchs zu unterstützen.
eröffnet für mehr als 7.000 Golf spielende
Jährlich werden mehr als 40 Turniere in 30 Ländern in Europa, Südamerika, Asien und im Mittleren Osten gespielt. Ziel ist, die Entwicklung des Golfsports in den Teilnehmerländern zu fördern und eine neue Generation von Spitzengolfern hervorzubringen. Zu den bisherigen Gewinnern zählen Champions wie Rory McIlroy und Yani Tseng. „Nachwuchsförderung wird bei Cordial seit jeher durch die Kooperation mit Two Wings gelebt. Dienstleistungen, die ganze Familien und Freunde generationenübergreifend zusammenbringen, haben die Cordial Hotels einzigartig gemacht“, so Faramarz Ettehadieh, Vorstand der Cordial AG. Christian Pulz vom Golf Club Toscana möchte das Two Wings Golf-Konzept „Swing with your
Jugendliche tolle
Zentrales Anliegen der ÖW ist es, gemeinsam mit allen österreichischen Tourismuspartnern für den Erhalt bzw. den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes Österreich zu sorgen. Damit leistet die ÖW einen essenziellen Beitrag zur Steigerung der Wertschöpfung für die österreichische Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Kernaufgaben der ÖW • Führung der Marke „Urlaub in Österreich“: Die Marke macht Österreich als Urlaubsland unterscheidbar und vermittelt den emotionalen Mehrwert eines Österreich-Aufenthalts. • Bearbeitung der international erfolgversprechendsten Märkte mit innovativem, zeitgemäßem Marketing. • Partner der österreichischen Tourismusbetriebe und wesentlicher Netzwerkknoten im Tourismus: Die Branche profitiert vom stets aktuellen und fundierten Wissen der ÖW über Gäste und Märkte. 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen weltweit über 1.500 Marketingaktivitäten pro Jahr durch. 2013 konzentriert sich die ÖW dabei auf drei Regionen: Westeuropa, CEE und Übersee. Die darin bearbeiteten Märkte decken etwa 96% aller Nächtigungen ab und weisen das größte Potenzial für den heimischen Tourismus auf.
Chancen auf dem Weg nach oben.“ nick faldo, golf-profi
Cordial Hotel und Golf Resort Il Pelagone, Toskana: Chance für junge Golfspieler.
Heart“ auch auf andere Golfplätze Italiens ausweiten. Im Zuge dieser Kooperation wird ein nachhaltiger Beitrag zur ausbildungsorientierten Entwicklungshilfe geleistet. „Wir freuen uns, die neue Golfgeneration mit Nick Faldo im Cordial Hotel & Golf Resort Il Pelagone zu begrüßen.“ Der Golfplatz des Golf Club Toscana wurde 1999 von Keith Preston entworfen – ein anspruchs-
voller 18 Loch-, 71er Par-Golfplatz, der zu den schönsten und exklusivsten Anlagen Italiens zählt und seit 2006 Austragungsort vieler Pro-Ams und internationaler TourTurniere ist. Die ganzjährig bespielbare 18Loch-Anlage liegt zwischen hügeligen Olivenhainen und ZypressenAlleen. Aufgrund des milden, fast frühlingshaften Klimas kann man sich hier das ganze Jahr dem Golfvergnügen hingeben.
Angebot an Sehenswürdigkeiten, Architektur und Museen aufwarten können. Aber auch die Inseln Elba und Giglio sind Ausflugsziele, die Kulturliebhaber begeistern. Die malerische Landschaft der Maremma lädt zu stimmungsvollen Wanderungen ein, und der hoteleigene Strand ist nur 18 km entfernt. Im Il Pelagone können daher Golf-, Bade- und Kultururlaub optimal vereint werden. www.cordial.at/toscana
Nora Dolanska (li.) mit Martin Krafl, Direktor Tschechisches Zentrum.
Prag/Wien. Nora Dolanska, mit Österreich bestens vertraute neue Direktorin von Prag-Tourismus, promotet diesen Sommer eine Ausstellungs-Kampagne für den tschechischen Jugendstil. Abgesehen von zahlreichen sehenswürdigen Jugendstil-Bauten der Stadt aus den frühen Jahren des 20. Jh. sind vier große Ausstellungen zum Thema „Art Nouveau“ zurzeit in Prag zu sehen. In drei davon ist der weltbekannte Maler und Illustrator Alfons Mucha (1860–1939) in den Mittelpunkt gerückt. „Da man die Sezession in Prag keineswegs nur im Rahmen der verschiedenen Jungendstilausstellungen erleben kann, bieten wir zwei Spezialführungen an, die in 16 Sprachen zur Verfügung stehen“, so Dolanska. Im Rahmen der Führung „Prag 1900“ wandeln Gäste auf den Spuren von Jugendstilarchitektur, Design und Gesellschaftsleben vor 100 Jahren. www.praguewelcome.com
Österreich Werbung Kreative Marketingaktivitäten für österreichischen Tourismus
Pop-up Restaurant in Brüssel ÖW lud zu österreichischen Spezialitäten mitten in Brüssels EU-Viertel. Wien/Brüssel. Die Österreich Werbung (ÖW) begeistert für Urlaub in Österreich und setzt dabei auf kreative Marketingmaßnahmen. Der Marketingmix reicht von klassischer Werbung über Direct Marketing und E-Marketing bis hin zu integrierten Themenkampagnen. Je nach Markt, Zielgruppe und Strategie werden stimmige Maßnahmenpakete geschnürt und eingesetzt.
Österreich in Brüssel Wer möchte nicht für sich und seine Freunde einen Tisch in einem exklusiven Restaurant gewinnen? Die Österreich Werbung machte diesen Traum wahr und stellte kurzerhand mitten im schönsten Park von Brüssel ein kleines Restaurant mit drei Tischen auf. Damit öffnete Ende Juni das erste österreichische Pop-up Restaurant in Belgien seine Pforten. In unmittelbarer Umgebung zu den europäischen Institutionen hatten Gäste eine Woche lang die Möglichkeit, österreichische Spezialitäten in einem exklusiven Ambiente zu genießen. Die limitierten Plätze für diese Essen konnten im Vorfeld via Facebook gewonnen werden. „Mit dem ersten Pop-up Restaurant ermöglichten wir nicht nur der Brüsseler Bevölkerung, sondern durch den gewählten Standort auch dem internationalen Publikum aus insgesamt dreizehn verschiedenen Ländern einen Einblick in die mo-
nen. Dabei war jeder Teilnehmer aufgefordert, drei Freunde auf
„Mit dem Pop-up Restaurant wollten wir die kulinarische © Österreich Werbung/Britt Vangenechten (3)
Die Österreich Werbung (ÖW) ist seit 1955 Österreichs nationale Tourismusorganisation mit dem Hauptziel, das Urlaubsland Österreich zu bewerben.
© Cordial Ferienclub/Weissbacher
Golf-Nachwuchsförderung
„WIR BEGEISTERN FÜR ÖSTERREICH“
PROMOTION
„Die Faldo Series
© praguewelcome.com
Austragungsort der „Faldo Series“ ist Golf Club Toscana des Cordial Hotel & Golf Resort Il Pelagone.
Vielfalt in die Auslage stellen.“ PAUL MAYER, ÖW-MARKT MANAGER BELGIEN
Bei der Eröffnung des ersten Pop-up Restaurants im Brüsseler Jubelpark.
derne österreichische Küche“, weiß Paul Mayer, ÖW-Markt Manager Belgien.
Österreichische Gastlichkeit Bei der feierlichen Eröffnung am 24. Juni konnte das Brüsseler ÖW-Team zahlreiche Gäste aus der Tourismusbranche, Journalisten und Vertreter der EU-Institutionen – an der Spitze Dr. Karl Schramek, österreichischer Botschafter in Belgien – begrüßen. Anschließend bot das 100 m2 große Pop-up Restaurant eine Woche lang täglich jeweils zwölf Gästen ein dreigängiges Mittagbzw. Abendessen.
„Die österreichische Küche wird heutzutage von vielen jungen Köchen mit regionalen, frischen Zutaten neu interpretiert“, erklärt Mayer. „Diese Vielfalt wollten wir einmal mehr mit diesem Pop-up Restaurant in die Auslage stellen.“ Die österreichischen Spezialitäten wurden von den Gebrüdern Wrenkh vom Restaurant „Wiener Kochsalon“ frisch zubereitet. Jeder Gang wurde auch von einer Weinempfehlung des Österreich Wein Marketing begleitet. Zusätzlich wurden täglich Tickets für die „Austrian Happy Hour“ verlost. Die Plätze für das Pop-up Restaurant waren im Vorfeld ausschließlich via Facebook zu gewin-
eine kulinarische ÖsterreichReise einzuladen und eine Gewinnfrage zu beantworten.
Top: Facebook-Gewinnspiel „Das Interesse an dieser innovativen Marketingaktion war enorm“, freut sich Mayer. „4.000 Personen öffneten unser Facebook-Gewinnspiel, 2.000 Einladungen wurden an Freunde verschickt und rund 20 Mal so viele Tische zusammengestellt, als tatsächlich vorhanden waren. Aber vor allem haben wir dadurch in wenigen Tagen rund 2.300 neue Facebook-Fans gewinnen können“, so der Markt Manager abschließend. www.austriatourism.com
b u s i n e s s & m a r k et s
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short
© ocLX Holding/Andreas Tischler
Maturareise X-Jam investiert 2,5 Mio. €
Freitag, 12. Juli 2013
Online-Analysen Badefreudige, die ihren Sommerurlaub am Meer verbringen möchten, zieht es jetzt nach Mallorca
Sommerferientrends 2013 zeigen: Spanien ist Nr. 1
Die Österreicher buchen den Urlaub im Sommer vermehrt kurzfristig und immer häufiger auch online.
Frankfurt/M. Bereits vor dem Abflug soll die Flugreise für junge Fluggäste ein Erlebnis sein. Aus diesem Grund erleichtert Lufthansa Familien mit Kindern das Einchecken an den Familienschaltern in Frankfurt und München. Die neuen „Family-Check-in-Bereiche“ für Reisende mit Kindern bis zwölf Jahren sind besonders familiengerecht gestaltet. So führt der Weg über einen als Startbahn gestalteten Teppich und entlang an Monitoren, auf denen die Lufthansa-Kinder-Maskottchen „Lu“ und „Cosmo“ die kleinen Passagiere begrüßen. Die Service-Mitarbeiter stellen den Familienmitgliedern Bordkarten aus und berücksichtigen Sitzplatzwünsche oder Betreuungsangebote. Auch an die mitreisenden Kuscheltiere ist gedacht – sie erhalten eine eigene „Teddy-Bordkarte“. www.lufthansa.com
© ADAC Reisen
Neuseeland: Wandern und Mietwagentouren
ADAC Reisen 2013: „Neuseeland im eigenen Tempo entdecken“.
Salzburg. ADAC Reisen bietet eine 25-tägige Mietwagenreise ab Auckland/bis Christchurch, 24 Übernachtungen/DZ, Transfers und Bootstransfers zu den Wanderungen laut Programm ab 1.979 € pro Person bei Buchung bis zum 31.8.2013. Neben den Unterkünften sind viele Wanderungen für den Urlauber in Neuseeland vorgebucht. Zum Teil werden die Wanderer mit dem Boot oder einem Wassertaxi zum Startpunkt oder vom Endpunkt einer Wanderung transportiert. www.dertour.at
Barcelona kann auch heuer wieder seine Nummer 1-Position halten und ist das beliebteste Städtereiseziel dieses Sommers.
wie Berlin auf dem letzten Platz der diesjährigen Top-5 der beliebtesten Destinationen für Städtereisen. „In den letzten fünf Jahren sind in Österreich die Online-Buchungen stetig gestiegen; darunter befinden sich auch immer mehr kurzfristige Bucher“, so Watz.
Barcelona vor Rom & Paris Spanien liegt nicht nur bei den Badedestinationen an der Spitze. „Städtereisende, die ihre Sommerferien vorzugsweise in einer pulsierenden Metropole verbringen möchten, zieht es überwiegend nach Barcelona“, bestätigt Michaela Watz, GF von travel.at. Trotz eines Buchungsrückgangs um rund 15% im Vergleich zum Vorjahr kann sich die Hauptstadt Kataloniens an der Spitze halten. Platz zwei belegt Rom. Ein Evergreen der Städtereisenden bleibt das drittplatzierte London mit einem Buchungsanstieg um 25%. Es folgt mit einem kleinen Buchungsrückgang die französische Hauptstadt Paris auf Platz vier so-
Checkfelix-Analyse Wenn österreichische Individualurlauber in den Flieger steigen, um ihre Strandziele rund ums Mittelmeer zu erreichen, ist die katalonische Metropole Barcelona ihre erste Wahl. Dies ergab eine von checkfelix, Österreichs beliebtester Reisesuchmaschine, durchgeführte Auswertung aller Suchabfragen für die
Abflugdaten Mai bis September. Nach Barcelona belegt Palma de Mallorca den zweiten Platz im Ranking der beliebtesten Zielflughäfen der Österreicher für den Sommer am Mittelmeer, danach rangiert Istanbul, dicht gefolgt von Lissabon. Auch Athen als Tor zu Feriendomizilen an der Peloponnes und einer großen Zahl an griechischen Inseln liegt in der Gunst der Österreicher weit vorn (Platz 5). Ebenfalls auf dem Sommerflugplan für Ferien in den südlichen Gefilden Europas: das französische Nizza, Heraklion auf Kreta, Malaga in Andalusien, die Partyinsel Ibiza und Antalya in der Türkei. Ein Blick auf die Liste der zehn beliebtesten Strandziele am Mittel-
meer zeigt: Spanische Strände haben in den Augen der Österreicher besonders große Urlaubseignung: Unter den Top Ten-Destinationen in Südeuropa finden sich gleich vier Ziele in diesem Land. Griechenland und die Türkei steuern jeweils 20% an Destinationen bei. Dass Italien und Kroatien, die beliebtesten Mittelmeerziele der Österreicher in dieser Wertung, keine Erwähnung finden, ist schnell erklärt: Lignano, Porec & Co. lassen sich leicht mit dem Pkw erreichen. Und ihren Sonnenzielen bleiben die Österreicher im Großen und Ganzen treu. Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich nur geringfügige Verschiebungen. www.travel.at www.checkfelix.com
andel’s Hotel Berlin Verkaufsabteilung mit neuem Boss
Lotus Travel Service „Celebrate Life Journeys“ in Asien
Wien/Berlin. Monika Will (33) verantwortet ab sofort in dieser Position alle Vertriebsaktivitäten von Berlins größtem Designhotel. Gemeinsam mit dem sechsköpfigen Sales-Team wird sie die Positionierung des andel’s Hotel Berlin als eines der größten und bedeutendsten Tagungs- und Konferenzhotels auf dem Berliner Hotelmarkt weiter ausbauen und neue Angebote startklar machen. Als Director of Sales berichtet Will an Ralph Alsdorf, GM des Vier Sterne Superior Hotels.
München. Noch bis vor wenigen Jahren verborgen und abgeschieden von der westlichen Welt, öffnet Indochina nach und nach seine Pforten und heißt Gäste aus aller Welt willkommen in einem atemberaubenden Konglomerat aus tief verwurzelten Religionen, beeindruckenden Landschaften, herzlicher Gastfreundschaft und Zeugnissen vergangener Königreiche.
Neues Tagungs- und Eventangebot Neue exklusive Lotus-Produktlinie „Wir sind sicher, dass Monika Will dank ihrer langjährigen Erfahrung und Führungsqualität die Verkaufsaktivitäten im Geschäftskunden- und Leisurebereich und somit den Erfolg unseres Hauses noch weiter ausbauen wird“, freut sich Alsdorf über den Neuzugang. Das andel’s zählt mit 3.800 m� Event- und Tagungsfläche zu den bedeutendsten Konferenzhotels der deutschen Hauptstadt. www.andelsberlin.com
Business & Leisure Vor ihrem Wechsel zum andel’s Hotel Berlin war die gebürtige Westfälin als Regional Director of Sales bei der Gold Inn AG tätig. Zuvor verantwortete sie als Director of Sales den Vertrieb des auf Tagungen und Kongresse spezialisierten Hotel Berlin, Berlin. Zu ihrem weiteren Werdegang zählten Stationen bei Marriott, u.a. in Düsseldorf und Salzburg, wo sie Erfahrungen im Bereich MICE (Meeting, Incentive, Congress & Exhibitions) erwerben konnte.
Neu im Team: Monika Will (33), Director of Sales im andel’s Hotel in Berlin.
überlassen: Ob pompöses Grand Hotel im Kolonialstil, moderne Pool-Villa oder ein eigens errichtetes Luxuszelt – im Fokus stehen Service, Komfort und individuelles Erleben. Dazu zählen auch Gaumenfreuden: bei einer privaten Sunset-Dinner-Cruise unterm Sternenhimmel, beim Vollmond-Picknick am Strand oder bei einer professionellen Degustation. www.lotus-travel.com
Magische Momente Mit seiner exklusiven Produktlinie „Celebrate Life Journeys“ ermöglicht der Münchner Asienspezialist Lotus Travel Service Weltenbummlern ein individuelles, authentisches Erlebnis auf höchstem Niveau und einen spannenden Einblick in Kultur und Geschichte der Länder. Interessante Rundreise-Kombinationen wie Birma & Kambodscha oder Vietnam & Kambodscha führen dabei mitten ins Herz von Indochina. Business- oder First-Class-Flüge sind fester Bestandteil der Celebrate-Life-Produktlinie. Die Wahl des Hotels ist jedem Kunden selbst
© Lotus Travel Service
LH-Sonderschalter für Familien mit Kindern
© Vienna International
Wien/Belek. An nur zehn Aufbautagen wurde im Event Hotel „Crystal Paraiso Verde“ in Belek ein X-Jam Wonderland geschaffen: Drei Wochen Action, knapp 10.000 Maturanten, 81 Flugzeuge, 200 Transferbusse, acht Sattelschlepper aus Österreich mit Equipment, über 70.000 Nächtigungen, 30 Barkeeper, 310 Pax DocLX Crew, 450 Pax Hotel Crew. Weltstar Taio Cruz und KultMusikgröße Steve Aoki heizten den X-Jamern in der bis zum letzten Platz gefüllten X-Jam Arena in den ersten beiden Wochen gründlich ein. www.x-jam.at
Wien. Rechtzeitig zum Start der Sommerferien präsentiert das österreichische Online-Reisebüro travel.at eine Übersicht der beliebtesten Reiseziele. Dabei besetzt Spanien die Spitze der travel.atHitliste für diesen Sommer. Das aktuelle travel.at-Ranking der beliebtesten Destinationen für die bevorstehenden Sommerferien steht fest: Urlauber, die ihre freie Zeit am Meer verbringen möchten, zieht es heuer überwiegend nach Mallorca. Die größte Insel der BalearenGruppe belegt – mit einem Buchungsanstieg um 25% im Vergleich zum Vorjahr – den ersten Platz der Top-Badedestinationen, die über travel.at gebucht wurden. Den zweiten Platz konnte sich Antalya sichern, obwohl türkische Destinationen generell einen leichten Buchungsrückgang verzeichnen. Es folgen Rhodos in Griechenland und Hurghada in Ägypten.
© panthermedia.net/Roland Nagy
michael bär
X-Jam Mastermind „Doc“ Alexander Knechtsberger (li.) und Taio Cruz.
Ballonfahrt über Bagan: interessante Rundreise-Kombinationen in Indochina.
t r av e l & V oya g e
Freitag, 12. Juli 2013
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Hautnah Bei den Walking Safaris von Afrikarma erkunden die Teilnehmer die Natur zu Fuß
short
Die Wildnis Afrikas unmittelbar erleben
Die 8-Tages-Tour „Robin Pope“ führt von Camp zu Camp und kostet ab 3.395 € p.P. caroline nussdorfer
Die Reise „Zum Polarlicht des Nordens“ führt u.a. nach Grönland.
Schlier. Bei Miller Reisen finden Urlaubshungrige ein breites Angebot individueller Kreuzfahrten inklusive umfangreichem Landprogramm. Der Katalog „Kreuzfahrten plus Rundreise“ für 2014 enthält beispielsweise die Tour „Zum Polarlicht des Nordens”. Nach einer Rundreise entlang Islands Vulkanlandschaft geht es auf dem Nordkurs nach Grönland. Wale, Eisberge, Fjorde und Gletscher erwarten die Teilnehmer auf ihrer Expedition an Bord der eigens für Polarreisen konzipierten MS Ortelius. Der Fokus der Reise ab 4.495 € pro Person, die im September 2014 stattfindet, liegt auf den zahlreichen Landgängen sowie einem authentischen Naturerlebnis. www.miller-reisen.de
© Jürgen Seiler
Hofheim. Die Wildnis Afrikas hautnah erleben können die Teilnehmer der sogenannten Walking Safaris von Afrikarma. Bei den Entdeckungstouren gilt es, zu Fuß die Tier- und Pflanzenwelt unmittelbar und mit allen Sinnen für sich zu erkunden. Der deutsche Reiseveranstalter hat sich auf hochwertige und maßgeschneiderte Reisen und Safaris spezialisiert. Das Portfolio des Unternehmens reicht vom Gorilla-Tracking in der Republik Kongo über Antarktis-Safaris bis hin zu HighClass-Lodges wie dem Abu Camp des Microsoft-Mitgründers Paul Allen in Botswana, bei dem die Gäste mit Elefanten auf Tuchfühlung gehen. Der regionale Schwerpunkt liegt dabei in afrikanischen Ländern südlich der Sahara und wird stetig um neue Ziele abseits des Massentourismus erweitert. Afrikarma ist 2012 von Lawrence Nell und Jürgen Seiler, zwei ehemaligen Geschäftsführern des weltweiten Online-Reiseportals Expedia, gegründet worden.
© panthermedia.net/Hans-Joachim Eggert
Kombination: Kreuzfahrten plus Rundreise
Wildhüter führen kleine Teilnehmergruppen in Gegenden, wo sie Elefanten, Löwen & Co. aus nächster Nähe beobachten können.
an schattigen Plätzen unter Bäumen verbracht, für Essen sowie Getränke sorgt bei einer Walking Safari in der Regel der so genannte Teabearer. „Walking Safaris bieten das direkteste und vermutlich das spannendste Safarierlebnis“, so Jürgen Seiler, Mitgründer von Afrikarma.
Raus aus dem Geländewagen „Wir bringen die Gäste raus aus dem Geländewagen und rein in eine ganz neue Welt der Naturerlebnisse. Auf Walking Safaris sind alle unsere Sinne gefordert, die ansonsten oft durch Motorenlärm und Co. unterdrückt werden“, erklärt Anthony Bennett, Guide im Kings Pool Camp in Botswana. Wildhüter wie Bennett führen kleine Gruppen von maximal sechs Personen in entlegene Gegenden, wo sie Elefanten, Zebras und Löwen aus nächster Nähe abseits von Touristenscharen in Geländewagen beobachten können. Die Pausen werden
Adrenalin & Verwöhnung Um möglichst nah und unerkannt an die wilden Tiere heranzukommen, wird den Abenteuerlustigen geraten, sich stets entgegen der Windrichtung zu ihnen aufzuhalten. Woher der Wind oder eine leichte Brise kommt, lässt sich durch ein leichtes Scharren
mit dem Schuh im sandigen Boden erkennen – ein Rat, den jeder Teilnehmer einer Walking Safari schnell verinnerlicht. Bei all dem Adrenalin, der Spannung und dem Naturerlebnis muss aber auf Luxus sowie Komfort dennoch nicht verzichtet werden. Die zwei bis drei Stunden dauernden Fußmärsche, die bei Ganztagestouren von Camp zu Camp durchaus auch einmal länger ausfallen können, lassen die Vorfreude auf ein Verwöhnprogramm in den Unterkünften nur steigen. So hat z.B. beim Kings Pool Camp jedes Gäste-Chalet eine Veranda mit kleinem Pool und eine „Sala“, will heißen ein überdachtes und im Freien stehendes Bett zum Ausruhen und Beobachten der Tiere. Eine Über-
nachtung im Fünf-Sterne-Camp in Botswana hat allerdings ihren Preis und ist ab 1.088 € pro Person all inclusive buchbar. Ab 329 € all inclusive pro Person nächtigt man hingegen im Drei-Sterne-Camp Kanga in Simbabwe in einem „Starbed Camp” unterdem freien Sternenhimmel. Und bei den Robin Pope Walking Safaris in Sambia laufen die Gäste jeden Tag ein anderes Camp an oder übernachten unterwegs in komfortablen mobilen Zelten, wobei auch hier niemand auf Daunenbettwäsche und Mehrgang-Menüs verzichten muss. Die achttägige Tour findet mit maximal sechs Teilnehmern statt und kostet ab 3.395 € pro Person all inclusive. www.afrikarma.de
TUI Cruises unterstützt den Umweltschutz Hamburg. Mit der neuen Kategorie „Grün & Fair“ kennzeichnet TUI Cruises in der Wintersaison 2013/2014 für die Kanaren und Karibik erstmals besonders umwelt- und sozialorientierte Ausflüge mit einem eigenen Symbol. Zudem spendet das Kreuzfahrtunternehmen pro gebuchtem Ausflug, der ein Grün & Fair-Symbol mit Eurozeichen trägt, 5 € an eine lokale Umweltorganisation. www.tuicruises.com
Mit dem Zug in das Schweizer Schokoland
Asturien Das kleine Fürstentum punktet nicht nur mit seinem türkisfarbenem Meer, sondern auch mit Action und Kultur
Düsseldorf/Innsbruck. Unberührte Sandstrände, imposante, schroffe Klippen und eine türkisfarbene Meeresbrandung direkt am Fuße grüner Gebirgsketten machen Asturien zu einer beeindruckenden Naturschönheit, deren Strände zu den schönsten des Landes gehören. Das kleine Fürstentum im Norden Spaniens lockt außerdem mit seinen sattgrünen Bäumen, an denen Äpfel für den berühmten Cidre wachsen, sowie den Berghöhlen, in denen der bekannte Blauschimmelkäse Cabrales reift.
der Landschaft zu bewahren. Aber auch für Action-Liebhaber hat die Region eines zu bieten.
Action, Kunst & Kultur So lädt beispielsweise das gebirgige Hinterland mit seinen mythenumwobenen Bergdörfern zum Mountain-Biking, zu Kanutouren auf den Bergseen oder zu geführten Bärenbeobachtungen in den Wäl-
dern ein. In Oviedo ist hingegen Pilgern oder Shoppen angesagt. Im Ursprungsort des Jakobswegs weht heute ein kosmopolitischer Wind: Hier treffen sich Fans der klassischen Musik beim Opernfestival, und Kreative spüren in Gijón sowie Avilés den Trends der jungen und lebhaften asturischen Künstlerszene nach. Wer es gemütlicher mag, kann in Valdés in den Sternenhimmel
Die Einzigartigkeit der Natur hat auch die UNESCO erkannt und insgesamt gleich sechs Monumente im Jahr 2008 zum Weltkulturerbe erklärt. Darunter sind versteckte Höhlen entlang der kantabrischen Küste ebenso zu finden wie frühromanische Kirchen und Paläste. Ebenso bemerkenswert: Etwa 40% der Landesfläche Asturiens werden durch Naturschutzgebiete geschützt und helfen so, ein Stück
© panthermedia.net/Iñigo Quintanilla
Großteil der Fläche geschützt
Die unberührten Sandstrände Asturiens zählen zu den schönsten des Landes.
schauen und in den Abendstunden einem wissenschaftlichen Vortrag zum Thema Astronomie lauschen. Kulturfreunde können zudem in Luarca die Grabstätte von Severo Ochoa, des einzigen spanischen Nobelpreisträgers für Medizin, bewundern.
Kulinarischer Spitzenreiter Asturien ist weiters für seine herausragende Küche bekannt und gilt mit mehr als 40 verschiedenen Käsesorten als Spitzenreiter in ganz Europa. Darüber hinaus wissen die Spanier ihr kulinarisches Gut auch zu servieren, was dem autonomen Fürstentum eine hohe Michelin-Sterne-Dichte einbrachte. Allein sechs Restaurants in Asturien wurden mit einem und zwei Michelin-Sternen geadelt. Die passende Unterkunft hat u.a. der Ferienhausanbieter Interhome im Programm: Sieben Nächte in einer Ferienwohnung für maximal vier Personen in La Borbolla Llanes sind z.B. ab 450 € buchbar. www.infoasturias.com www.interhome.at
© Busunion
Unberührtes Land im Norden Spaniens Bei der viertägigen kombinierten Bus- & Bahnreise geht’s nach Broc.
Hürth. Eine Fahrt mit dem „Train du Chocolat“ ist eines der Highlights der viertägigen Schweiz-Reise, die Busunion 2014 erstmals anbietet. Von Montreux am Genfer See geht es im nostalgischen Belle Epoque-Waggon oder im Panoramawagen ins „Schokoladenland“. Der eintägige Ausflug beinhaltet auch einen Zwischenstopp im Städtchen Gruyères, das für seinen gleichnamigen Käse bekannt ist. In der Schokoladenfabrik von Cailler-Nestlé am Zielort Broc erfahren die Besucher alles Wissenswerte über die Produktion der kakaohaltigen Köstlichkeit. Eine weitere Station der kombinierten Bus- und Bahnreise ab 216 € pro Person sowie inklusive drei Übernachtungen ist das Bergdorf Zermatt. www.busunion.de
guest & service
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short
Marriott-Bonusaktion für Meeting-Planer
Freitag, 12. Juli 2013
Wellness Das Hotel Romantischer Winkel Spa & Wellness Resort im Harz hat spezielle Kinderangebote im Programm
Deutsches Hotel sieht die Jungen als Zielgruppe
© marriott.com
Extra: In den Sommerferien wohnen Kinder bis einschließlich 12 Jahren gratis im Zimmer ihrer Eltern. caroline nussdorfer
Neuer hotel.de-Service für die Firmenkunden Nürnberg. Mit dem „Intelligent Sourcing“-Service können Großkunden beim Buchungsportal hotel.de nun z.B. den Arbeitsaufwand bei Hoteleinkauf und Ratenverhandlungen minimieren. Durch Bündelung der Nachfrage sowie Analyse von internationalen BenchmarkDaten decken die SourcingExperten Einsparpotenziale auf, optimieren das bestehende Kunden-Hotelportfolio und übernehmen auch die Ratenverhandlungen. Die Auswertung der bestehenden Hotelverträge sowie gebuchten Destinationen gibt einen genauen Überblick über die Buchungen des Kunden. Das Hotelportfolio kann weiter optimiert, die Übernachtungs- und Prozesskosten gesenkt werden. www.hotel.de
© H. Gousse
Singapore Airlines erneut ausgezeichnet
Die Fluglinie wurde zur besten Airline für Geschäftsreisende 2013 gewählt.
Singapur. Wie schon im letzten Jahr haben die Leser der deutschen Ausgabe des Business Traveller Magazine Singapore Airlines erneut zur „Besten Airline des Jahres 2013 für Geschäftsreisende“ gewählt. Das Ergebnis basiert auf einer Leserbefragung über die Erfahrungen von Vielreisenden mit verschiedenen Dienstleistern, die von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut durchgeführt wird. www.singaporeair.com
Massagen für Groß & Klein „Wir können bei uns im Haus eine deutliche Zunahme bei den Buchungen der Wellnessanwendungen für Kinder und Jugendliche wahrnehmen“, erklärt Ralf Wiegard, Spa- und Wellness Manager des Hauses. Kinder will man im „Romantischen Winkel“ nicht von vornherein ausschließen: „In der heutigen Zeit bleibt ohnehin oft wenig Zeit für die Kinder, daher wollen viele Eltern ihre freien Tage gern mit ihren Kindern verbringen. Wellness und Kinder sind aber in vielen Hotels nicht vereinbar. Ich habe selbst drei Kinder und wollte eine Lösung finden, bei der sowohl Eltern als auch Kinder glücklich werden“, erläutert Hotelinhaberin Nora Oelkers. Daher werden Kinder auf Wunsch genwau wie die Erwachsenen mit Wellnessanwendungen veröhnt. „Viele Kinder und Jugendliche mögen unsere speziellen Schokound Wohlfühlmassagen. Gerade Schulkinder sind heutzutage fast
© Romantischer Winkel/ro-fotografie
London. Veranstaltungsorganisatoren können noch bis 31. Dezember bei Marriott International sparen: Dank der Aktion „1 for you – 1 for free“ werden in den europäischen Häusern von JW Marriott, Renaissance, Marriott und Courtyard by Marriott pro zehn gebuchter Hotelzimmer, Tagungsräume oder Teilnehmer nur neun berechnet – vorausgesetzt der Event wird bis Jahresende eingebucht und findet bis spätestens 31. März 2014 statt. Mitglieder des Rewards-Programm sammeln zudem bis Ende Dezember Extrapunkte: Wer in Vorbereitung eines Events die Räumlichkeiten in einem der teilnehmenden Häuser besichtigt, bekommt z.B. 2.000 Punkte für die Site Inspection. www.marriott.co.uk
B a d S a c h s a . Kinder sind in Wellnesshotels häufig nicht gern gesehene Gäste. Anders im Hotel Romantischer Winkel Spa & Wellness Resort, denn das Fünf-Sterne Haus in Bad Sachsa im Harz hat für die Kleinen spezielle KinderWellness-Angebote im Programm. Wer in diesem Sommer auf Wellness, Natur und Spaß im Kreise der Familie nicht verzichten möchte, für den gibt’s im „Romantischen Winkel” nun sogar ein Extra-Zuckerl: Kinder bis einschließlich zwölf Jahren wohnen während der gesamten deutschen Sommerferien kostenfrei im Zimmer ihrer Eltern.
Während Kinder in Wellnesshotels oft nicht gern gesehene Gäste sind, heißt das 5-Sterne-Haus in Bad Sachsa sie willkommen.
so gestresst wie ihre Eltern und können bei diesen Behandlungen wunderbar entspannen. Die Eltern wiederum nutzen diese kleinen Auszeiten vom Nachwuchs gern, um selbst bei unseren revitalisierenden und entspannenden Behandlungen neue Kraft zu tanken“, ergänzt Ralf Wiegard. So dürfen kleine und große Naschkatzen bei der Schokomassage relaxen und dabei natürlich auch von der Leckerei kosten. Zusätzlich bietet das Resort jeden Tag wechselnde Ferienaktivitäten für den Nachwuchs, so z.B. im hoteleigenen „Young Beach Kids & Teensclub“, an. Dank dem vielfältigen Programm können die Erwachsenen auch mal alleine erholen. In der großzügigen Pool-
und Badelandschaft sind Kinder freilich ebenfalls willkommen. „In unserer Saunalandschaft haben wir spezielle Zeiten festgelegt, in denen sich die ganze Familie gemeinsam entspannen kann, ohne dass sich andere, eher ruheliebende Gäste gestört fühlen“, so Oelkers weiter.
Kinder bis 12 wohnen gratis Ein Urlaub im Harz hat zudem auch außerhalb des Hotels einiges für den Sommerurlaub mit der Familie zu bieten: Klare Badeseen, Natur und Freizeitangebote wie Schnitzeljagden, Minigolf, Kanutouren, Felsklettern, Mountainbike-Ausflüge, Bogenschießen sowie Klettern im Hochseilgarten.
Um das Geldbörserl von Familien zu schonen, hat der „Romantische Winkel“ ein besonderes Angebot: „Alle Kinder bis einschließlich zwölf Jahren wohnen während der gesamten deutschen Sommerferien gratis im Zimmer ihrer Eltern und das auch dann, wenn nur ein Erwachsener mit den Kindern verreist; dadurch können sich auch Alleinerziehende tolle Urlaubstage in unserem Haus leisten“, so Hoteldirektor Jens Vogt. Der Besuch der Badelandschaft sowie das Frühstück sind dabei ebenso kostenlos für die Kinder. Die Abendpension kann auf Wunsch gegen Aufpreis dazugebucht werden. Für 13- und 14-Jährige gibt es einen ermäßigten Tarif. www.romantischer-winkel.de
Vorreiter Die Gäste der „Silver Cloud“ profitieren vom Gratis-Dienst zur Übertragung von Film & Co. auf mobile Geräte
Silversea Cruises launcht Streaming-Service Monaco. Silversea Cruises baut sein Gäste-Service weiter aus und bietet auf der Silver Cloud seinen Passagieren als weltweit erstes Kreuzfahrtunternehmen einen kostenlosen Nutzerdienst, der das Streaming von Filmen und LiveÜbertragungen von Fernsehnachrichten auf mobilen Endgeräten möglich macht. Dieses Angebot soll für alle mit WLAN ausgestatteten Notebooks, Smartphones, Tablets sowie E-Reader mit Browser-Zugang verfügbar sein.
Gäste während ihres Schiffsaufenthalts durch diesen innovativen Service nochmals aufwerten können“, erklärt Fabio Agostini, Chief Information Officer von Silversea. „Reisende sind heute oftmals auf einen schnellen Zugang zu Informationen angewiesen und dafür sind Smartphones und Tablets mittlerweile unerlässlich. Um einen zuverlässigen medialen Streaming-Service entwickeln zu
können, haben unser Vorstand für Infrastrukturtechnik, Jason Cohn, und sein Team eng mit RedCell Technologies, HMS und On-Board Movies zusammengearbeitet. Besonders wichtig hierbei war, dass sich dieser neue Dienst nahtlos an den technologiegeprägten Lebensstil unserer Gäste anpasst“, ergänzt Agostini. Darüber hinaus steht den Gästen der Silver Cloud ein begrenz-
Umfangreiche Bibliothek Die digitiale Bibliothek enthält eine umfangreiche Sammlung von diversen Klassikern bis hin zu aktuell Oscar-prämierten Spielfilmen, wobei die Auswahl der internationalen Zielgruppe des Kreuzfahrtunternehmens angepasst ist. So werden mehr als 80% der Filme in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch angeboten. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir den Komfort unserer
© Silversea Cruises
Organisatoren sparen bis Jahres ende in den teilnehmenden Häusern.
Auf der Silver Cloud können Passagiere kostenlos Filme & vieles mehr streamen.
tes Kontingent an „iPad minis“ zur Verfügung, die sie sich für die Reise ausleihen können.
Weiterer Ausbau geplant Bis zum Ende des Jahres soll der Service auch auf vier weitere Schiffe von Silversea ausgeweitet werden: die Silver Shadow, Whisper, Silver Wind sowie Silver Galapagos. In den folgenden Monaten möchte das Unternehmen das mediale Streaming-Angebot außerdem um eine umfangreiche Auswahl an internationalen Zeitungen erweitern. Silversea Cruises bietet Kreuzfahrten im luxuriösen Segment auf fast allen Teilen der Welt an. Zur Flotte gehören sieben Schiffe, die auf eine kleinere Gästezahl sowie eine familiäre Atmosphäre ausgerichtet sind. Das Unternehmen mit Sitz in Monaco wurde Anfang der 1990er-Jahre gegründet und u.a. in den USA von den Lesern von Condé Nast Traveler sowie Travel & Leisure mehrmals zur „Besten Kreuzfahrtlinie der Welt“ gewählt. www.silversea.com
medianet
inside your business. today.
Freitag, 12. juli 2013 – 63
15 jahre therme geinberg
OĂ– LH PĂźhringer und zahlreiche VIPs feiern Geburtstag des Vorzeigebetriebs Seite 64
Š Schick Hotels
Š Ladislav Vorich
destinationaustria schick weihnachten feiern
Wiener Schick Hotels bieten Locations fĂźr stimmungsvolle Weihnachtsfeiern Seite 67
heimisch genussregion zum vernaschen Š peerpr Kommunikationsagentur
100 Mio. Euro werden in Therme investiert
Š Archiv TVB TirolWest
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Stanz. Das Dorf Stanz liegt auf einem Plateau Ăźber Landeck und ist eines der hĂśchstgelegenen Obstanbaugebiete Europas. Dort wächst auch die „Stanzer Zwetschke“. Dieser Ort wurde nicht nur zum ersten „Brennereidorf Ă–sterreichs“ gekĂźrt, sondern feiert darĂźber hinaus nach einer mehrjährigen Pause eine Neuauflage des Kultfests „Stanz brennt“. Am 8. September Ăśffnen zahlreiche Schnapsbrennereien ihre Tore, und jedermann kann das sonnengereifte Obst als Zwetschkenschnaps verkosten. www.tirolwest.at
Š Hotel Europäischer Hof***** Bad Gastein
St. Martins Mit einem Gesamt investitionsÂvolumen von rund 100 Mio. Euro wird noch Âheuer die St. ÂMartins Therme & Lodge zum grĂśĂ&#x;ten TourismusÂprojekt im NordÂburgenÂland. Das soll neue Gäste in den Seewinkel bringen. Seite 64
Š Vamed/St. Martins Therme & Lodge/Rudi Dellinger
Bad Gastein. Das Hotel Europäischer Hof veranstaltet zu Ehren von Kaiserin Elisabeth am Mittwoch, 14. August, einen rauschenden Sommernachtsball mit festlichem Diner zu einem Sonderpreis von 239 ₏ inklusive zwei Ăœbernachtungen mit Gourmet-HP und VerwĂśhnfrĂźhstĂźck vom Buffet. Das Hotel liegt mit dem NaPa Hohe Tauern in einer der schĂśnsten Berglandschaften Europas sowie unmittelbar am 18-Loch-Golfplatz des GC Gastein: Vom 13. bis 21. Juli findet hier das internationale WTA-Turnier „NĂźrnberger Gastein Ladies“ statt. www.europaeischerhof.at
Ernst Wastler (li.) und Hans Niessl präsentieren Pläne fßr die Erweiterung der St. Martins Therme & Lodge.
MK-Salzburg Frauenpower-Team verzeichnet Wachstum
Ischgl. Der „5. Kulinarische Jakobsweg“ unter der Schirmherrschaft von Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann ist erĂśffnet. Vier SternekĂśche aus Deutschland, Italien, Belgien und den Niederlanden bringen noch bis zum 21. September ihre speziell fĂźr den Jakobsweg kreierten Feinschmeckergerichte aus regionalen Produkten in die BerghĂźtten. www.paznaun-ischgl.com
Š Schenkenfelder Kommunikation im Tourismus, panthermedia.net
Š TVB Paznaun-Ischgl
Neuzugänge fßr die Tourismus-PR
MK-Salzburg PR-Lady Doris Schenkenfelder freut sich Ăźber neue Kunden.
Salzburg. Die PR-Agentur fßr Tourismus kann mit Neukunden aufwarten. Die Neuzugänge sind u.a.: Kleinwalsertal, Zßrs Tourismus, WanderdÜrfer Österreichs, die Alpine Lodge Dachstein Tauern, das Landhotel Rupertus, die drei Reiter Betriebe im Burgenland und die Heiltherme Bad Waltersdorf. Ganz neu auf dem PR-Markt: die spanischen Tophäuser Portixol und Esplendido auf Mallorca, das Spa Resort Therme Geinberg, das Alpenhotel Valluga, das Sporthotel Achensee und dem VerwÜhnhotel Berghof in St. Johann/Alpendorf sowie die Arlberger Bergbahnen. www.mk-salzburg.at
LIFESTYLEHOTELS | NEW MEMBER Hotel auf Mallorca
HOTEL ZHERO - PALMA N 5RGEKC G O Q 9GNE 2 R a  0 ) (UVCVV a R 2 0 a ) (UVCVV a &< 5WRGTKQT KPMN (TUVM 'KPVTKVV $GCEJ %NWD 'CTN[ %JGEM KP .CVG %JGEM 1WV /CUUCIG 6 ^ QƞEG"NKHGUV[NGJQVGNU PGV YYY NKHGUV[NGJQVGNU PGV
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Kommentar
Es geht auch ohne NSA-Methoden
Freitag, 12. Juli 2013
Vamed Vitality World Der international tätige Gesundheitskonzern und das Burgenland erweitern Seewinkel-Therme
St. Martins Therme wird um 100 Mio. € ausgebaut
LH Niessl: „Wir stärken die Wettbewerbsfähigkeit und sind Impulsgeber für den Qualitätstourismus.“ dino silvestre
Therme Laa VIP-Besuch
FC Everton in der Therme
Laa an der Thaya. Noch bis zum 14. Juli 2013 nützt der FC Everton die optimalen Trainingsbedingungen des Thermen- und Gesundheitsresorts im Weinviertel. In der Vamed Vitality World Therme Laa verbinden die Spitzensportler ein professionelles Kraft- und Ausdauertraining mit Regeneration auf Topniveau. www.therme-laa.at
Region profitiert vom Erfolg Vor rund dreieinhalb Jahren hat im burgenländischen Seewinkel die St. Martins Therme & Lodge eröffnet. Aufgrund des erfolgreichen Starts wird sie nun weiter ausgebaut. 83 Mio. € haben Land und Gemeinden gemeinsam mit dem Partner Vamed ursprünglich in das Leuchtturmprojekt für die Region investiert. Gute Besucher- und Nächtigungszahlen bestätigen seither die beeindruckende Entwicklung dieses Tourismusprojekts am Rande des Nationalparks. Seit der Eröffnung im Jahr 2009 zählt St. Martins mit knapp 300.000 Thermengästen pro Jahr zu den erfolgreichsten Thermen in Österreich. Von dem Erfolg hat die gesamte Region profitiert. LH Hans Niessl: „14 Mio. Euro werden wir nun zusätzlich investieren und damit die St. Martins Therme & Lodge zu einem in Österreich und Europa einzigartigen touristischen Angebot erweitern. Mit dann insgesamt rund 100 Mio. Euro ist dies das größte touristische Investitionsprojekt des Nordburgenlands. Wir investieren kontinuierlich in die Verbesserung und Erweiterung des burgenlän-
© EPA/Paul Miller
Große Pläne im Seewinkel (von li.): Frauenkirchen-Bgm. Josef Ziniel, GD Ernst Wastler (Vamed AG), Burgenland LH Hans Niessl, Michaela Resetar (Bildungs- und Tourismuslandesrätin) und GF Klaus Hofmann (St. Martins Therme & Lodge).
dischen Thermen-Angebots. Dadurch kann der Gast sicher sein, dass er im Burgenland das für ihn beste Urlaubserlebnis in der besten Qualität am Markt bekommt.“ Ernst Wastler, Generaldirektor der Vamed AG, ergänzt: „Als österreichischer Marktführer im Gesundheitstourismus sowie langjähriger Partner des Landes Burgenland haben wir bereits viele Projekte erfolgreich gemeinsam durchgeführt. St. Martins steht für die Innovationskraft der Vamed – bei diesem Projekt können wir unser gesamtes Know-how als inter-
nationaler Gesundheitsdienstleister einbringen. Durch die Erweiterung werden wir die Positionierung von St. Martins als erste Lodge Mitteleuropas weiter stärken und Gäste in den Seewinkel bringen.“
Alle Neuheiten ab 2014 Im Zuge der Erweiterungsmaßnahmen erhält die Lodge u.a. weitere Betten-Kapazitäten. Auch die Therme wird gestalterisch erweitert, und das Sauna und Spa-Angebot wird deutlich ausgeweitet. Der Ausbau bei vollem Betrieb
startet im September dieses Jahres und wird bereits 2014 zur Gänze abgeschlossen sein. Das Vier Sterne Superior-Angebot wird durch einen neuen Restaurant-Bereich mit weitläufiger Loggia über dem See abgerundet, und die Erweiterung der Küche sorgt für ein exklusives kulinarisches Angebot. Zusätzlich wird in der Therme mit den Galerien ein neues Angebot geschaffen. Eine Brücke durch das Atrium wird dann die jetzigen Galerien West und Ost verbinden. www.vamed.com
Jubiläum Das Spa Resort Therme Geinberg lud am vergangenen Wochenende zur Geburtstagsreise um die Welt
Frohes Sommerfest zum 15. Geburtstag Geinberg. Mit einem rauschenden Sommerfest und strahlendem Sonnenschein startete das Jubiläumsfest am 6. Juli und lud zahlreiche Besucher zu einem zweitägigen „Wellnessbummel rund um die Welt“ ein. Hotspot des internationalen Trips war eindeutig die Karibiklagune. Mit attraktiven Sambatänzerinnen, mitreißenden Rhythmen und köstlichen Cocktails, die u.a. auch von Oberösterreichs LH Josef Pühringer verteilt wurden, ließ das Urlaubsfeeling nicht lang auf sich warten. Wer die Wellnessreise gern „chillig“ haben wollte, machte es sich im Orient bei Musik des DJs bequem oder ließ sich asiatische Köstlichkeiten schmecken.
„Regen bringt Segen!“
Die Fußballprofis trainieren jetzt in der Therme Laa Hotel & Spa.
© Vamed/St. Martins Therme & Lodge/Rudi Dellinger
N
ach der bisher umfangreichsten Befragung von rund 37.000 Urlaubern in Österreich für die Saisonen 2011/12 startet T-MONA im November dieses Jahres in eine neue Erhebungsphase. Im Rahmen der Urlauberbefragung T-MONA, die alle zwei Jahre durchgeführt wird, wird ab November die Meinung der Österreich-Gäste unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse werden der Tourismuswirtschaft einmal mehr Informationen über den Gast liefern. Der Erhebungszeitraum wird die Wintersaison 2013/14 sowie die Sommersaison 2014 umfassen. Tourismusregionen haben jetzt noch die Möglichkeit, sich an diesem Projekt zu beteiligen und damit wertvolle Marktforschungsdaten für ihre Region zu gewinnen, die auch als Grundlage für die strategische Marketingarbeit dienen. T-MONA ist eine Koop von Österreich Werbung, BM für Wirtschaft, Familie und Jugend, WKO und den neun Landestourismusorganisationen. Seit dem Start des Projekts 2004 wurden österreichweit rund 100.000 Gäste aus mehr als 15 Nationen zu ihrem Urlaub in Österreich befragt – damit ist T-MONA die größte Gästebefragung Europas. Wie im Titel angekündigt: Es geht auch ohne nachrichtendienstliche Methoden. Die Frage ist aber, wie der Tourismus die gewonnen Daten umsetzt.
Frauenkirchen/Seewinkel. Gemeinsam mit dem Kompetenzpartner Vamed hat sich das Land Burgenland entschlossen, die St. Martins Therme & Lodge weiter auszubauen. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von nunmehr rund 100 Mio. € wird die St. Martins Therme & Lodge damit zum größten Tourismusprojekt des Nordburgenlands. Pläne und Details wurden jetzt der Öffentlichkeit präsentiert.
Schmankerln und Klänge der Ortsmusikkapelle Geinberg brachten die schönsten Seiten des Innviertels in die Therme. Hunderte Gäste nutzten die Gelegenheit, sich in der vielseitigen Wohlfühlwelt des Spa Resorts Therme Geinberg verwöhnen zu lassen.
Mit den Worten „Regen bringt Segen!“ überbrachte LH Pühringer bei einem spontanen Platzregen die Geburtstagswünsche der Landesregierung.
Beginn des Wellness-Booms Vor 15 Jahren, als der Wellnessboom gerade erst begonnen hatte, verwirklichte die Vamed mit dem Spa Resort Therme Geinberg ein
Pionier-Projekt, das bis heute eine Vorreiterrolle einnimmt. „Die Vamed hat hier Geschichte geschrieben“, so Vamed-Vorstandsdirektor Wolfgang Kaltenegger. Die Raiffeisenlandesbank OÖ, vertreten durch Vorstandsdirektor Reinhard Schwendtbauer, dazu: „Nach 15 Jahren Therme Geinberg sind wir froh, Gründungsmitglied und Befürworter der ersten Stunde zu sein.“ Und Bürgermeister Bernhard
Schöppl: „Das Unternehmen bringt nicht nur Wertschöpfung, sondern ist auch einer der besten Arbeitgeber in der Region.“ „Ob Ausflugsziele, Gaststätten oder Beherberger – das Innviertel profitiert“, so Gerald Hartl, GF des örtlichen Tourismusverbands. Und der GF des Resorts, Manfred Kalcher, ergänzt: „Wir sind stolz, dass wir zum einen auf das Knowhow vieler langjähriger Mitarbeiter bauen und zum anderen auf viele junge Talente setzen können.“
Neue Private Spa Villas
© Ladislav Vorich/SPA Resort Therme Geinberg
georg biron
(von li.): Gerhard Gucher, Vamed, Gerald Hartl, TVB, Manfred Kalcher, GF Geinberg, Bernhard Schöppl, Bürgermeister, LH Josef Pühringer, Wolfgang Kaltenegger, Vorstandsdirektor Vamed, und Reinhard Schwendtbauer, Raiffeisenlandesbank OÖ.
Aktuell bietet das Resort ca. 280 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Rund 90% kommen aus der Region. Mit der Erweitung durch 21 exklusive Private Spa Villas und einer neu errichteten „Oriental World“ mit Hamam hat Geinberg sein Angebot deutlich verbreitert. „Einige internationale und hochkarätige Auszeichnungen bestätigen bereits unseren Erfolgskurs“, so Gerhard Gucher, Direktor der Vamed Vitality World. www.therme-geinberg.at
i d e e & s t r at e g i e
Freitag, 12. Juli 2013
destinationaustria – 65
„Best Trails of Austria“ Erstmals gemeinsames Marketing bester Weitwanderwege
Tourismusmarke mit neuer Strategie Durch Bündelung der Marketingmittel werden neue Kunden angesprochen. alice hefner
Oberwart. Kürzlich fand in Haibach an der Donau eine Pressekonferenz mit Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner und dem Verein „Best Trails of Austria“ statt. Bei dem Gespräch wurde der Verein präsentiert: ein Zusammenschluss der besten Weitwanderwege Österreichs – bestehend aus Donausteig, Welterbesteig Wachau, alpannonia und Lechweg.
Die „Best Trails of Austria“ wollen ähnlich agieren wie die „Top Trails of Germany“ und verstehen sich als Marketingkooperation der besten österreichischen Weitwanderwege. Dabei verpflichten sie sich festgelegten technischen und touristischen Qualitätskriterien. Sie versprechen mit ihrer hohen Produkt- und Servicequalität ein außergewöhnliches Wandererlebnis und geben dem Gast eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Reiseentscheidung. Die Best Trails of Austria bewerben gemeinsam den in- und ausländischen Wandermarkt. Marketing steht dabei im Vordergrund – erste Mittel dazu: gemeinsame Website, Folder, und Roll-ups. Durch die Bündelung von Marketingmitteln kann ein erweiterter Kundenkreis angesprochen werden. Wandergäste sollen untereinander getauscht werden, und es soll mehr Internationalität erreicht werden. Die Marke Österreich wird mit dieser Kooperation zusätzlich mit dem Thema Weitwandern qualitätsvoll aufgeladen. „Wandern liegt im Trend und entspricht der verstärkten Suche
© Donau OÖ
Nach deutschem Vorbild
„Best Trails of Austria“ (von li.): Michael Kohler (Lechwege), Friedrich Bernhofer (WGD Tourismus), LR Michael Strugl (Land OÖ), BM Reinhold Mitterlehner, Petra Riffert (WGD Tourismus), Bernhard Schröder (Donau NÖ Tourismus), Hans-Peter Neun (Tourismusregion Oberwart – Bad Tatzmannsdorf).
unserer Gäste nach einem authentischen, stimmigen Urlaubserlebnis in Österreich“, so Mitterlehner.
Wanderurlaube im Plus Der Anteil jener Urlauber, die einen Wanderlaub in Österreich verbracht haben, ist in den letzten fünf Jahren von 30 % kontinuierlich auf zuletzt 38 % gestiegen. „Ein wichtiger Mehrwert liegt darin, dass die Wanderurlauber auch die Nebensaisonen beleben und damit unsere Stoßrichtung in Richtung Ganzjahrestourismus unterstützen“, betont Tourismusminister Reinhold Mitterlehner, dessen Ressort die MarketingInitiative „Best Trails of Austria“ direkt finanziell und über die Kooperation mit der Österreich Werbung unterstützt. „So schaffen wir eine starke Tourismusmarke, eröffnen allen Betei-
Tiscover Alpenportal ermittelt stärkste Web-Nachfragen
Top Urlaubsregionen in Österreich Innsbruck. Österreich zählt auch im Sommer 2013 zu den beliebtesten Reisezielen der Österreicher und Deutschen. Das Alpenportal Tiscover.com hat nun ermittelt, welche der heimischen Urlaubsregionen im Internet am stärksten nachgefragt werden – siehe Ranking „Österreichs Top 8“ rechts. Die beliebteste Sommer-Destination Österreichs ist heuer demnach die Kärntner Region Villach-Faaker See-Ossiacher See.
Thomas Michor, GF der Siegerregion, führt die Top-Platzierung auf die Kombination aus warmen Badeseen, der sanften Berglandschaft und einer konsequenten Angebotsentwicklung zurück. „Bei uns steht immer das Angebot im Mittelpunkt, und die OnlineBuchbarkeit unserer Unterkünfte garantiert uns einen starken Vertrieb im Internet – wie man sieht, mit Erfolg“, so Michor. www.tiscover.com
ligten neue Vermarktungschancen und können die vorhandenen Mittel noch effizienter einsetzen. Das ist auch ganz im Sinne unserer Tourismusstrategie“, so Mitterlehner abschließend.
Grenzenlos weit wandern Die „TourNatur“ vom 6. bis 8. September in Düsseldorf ist die größte Wander- und Trekkingmesse im deutschsprachigen Raum. Auf einem Gemeinschaftsstand präsentieren sich dort die „Best Trails of Austria“ mit Weitwanderangeboten aus Österreich. Das Motto lautet: „Von Vorarlberg grenzenlos weit wandern, bis ins Burgenland Wanderspaß pur.“ www.donausteig.com www.welterbesteig.at www.lechweg.com www.alpannonia.at www.best-trails.at
österreichs top 8 1. Villach-Faak-Ossiach Der sonnige Süden Österreichs überzeugt mit warmen Badeseen und einer vielfältigen Berglandschaft. 2. Zillertal Dreitausender mit grandiosen Panoramen und hochalpinen Wander- und Bikewegen sowie vielen Events. 3. Salzkammergut Türkis schimmernde Badeseen und idyllisch gelegene Badeplätze; viele kulturelle Highlights. 4. Ötztal Perfekter Ausgangspunkt für genussvolle Wanderungen und anspruchsvolle Bergtouren bis hinauf ins ewige Eis. 5. Bregenzerwald Die Region beim Bodensee schafft bei Architektur, Gastlichkeit und kulinarischen Genüssen die perfekte Symbiose aus Altem und Neuem.
© Vi-Fa-Os Tourismus/E.P. Prokop
6. Achensee Am größten See Tirols treffen sich Segler, Surfer und Kitesurfer; die spektakuläre Bergwelt ist Ausgangspunkt für Wanderungen, Biketouren und Klettererlebnisse. 7. Neusiedler See Im milden Klima mit 2.000 Sonnenstunden im Jahr gedeihen einige der besten Weine Österreichs.
Bei Tiscover.com ist die Region Villach–Faaker See–Ossiacher See am beliebtesten.
8. Wachau Landschaftliche Schönheit, prachtvolle Schlösser, Klöster und Burgen und Weine von Weltrang.
SPORTWELT NIEDERÖSTERREICH | DAS Sportzentrum Dr. Adolf Schärfstraße 25 | A-3100 St. Pölten Tel.: +43 2742 / 295-0 | marketing@sportwelt-noe.at | www.sportwelt-noe.at
s ta d t & l a n d
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© Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol
So werden Kinder im Urlaub zu Künstlern
Freitag, 12. Juli 2013
Hohe Tauern Nationalparkwelten in Mittersill zählen seit Jahren zu den modernsten Nationalparkzentren in Europa
Nationalpark zählt zu den modernsten in Europa Auf den Pfaden von Kelten, Römern und Samern führt die Nationalparkrunde auf den Larmkogel. georg Biron
Zen-Lehrerin baut das Rogner Hotel um Bad Blumau. Die Steirerin Melanie Franke, 35, wertet das Rogner Bad Blumau mit einigen Überraschungen auf. Die ausgebildete Zen-Lehrerin und Direktorin des Tourismusbetriebs, der zu den größten Österreichs zählt, hat mit ihrem Team neue Zugänge zum Thema ‚Hotel‘ gesucht. Nach einem Relaunch eröffnet Franke das Rogner Hotel neu – mit Pfannen-Gong, Waschritual, 38-Stunden-Tag, Hofnarr (!) und Biobier zum Selberzapfen. Basis für die Änderungen ist eine Umfrage unter Gästen, Mitarbeitern und Partnern des Betriebs. www.wir-tun-es.at
© Poysdorf Tourismus
Poysdorfs Kellergassen bei Führungen erleben
Kellergassen-Begleiter: auf WeinTour mit kompetenten Spezialisten.
Poysdorf. Arbeitsplatz, Treffpunkt, Einkehr und Verweilplatz: das sind die Kellergassen im Weinviertel. Alle fünf Sinne verwöhnend, wird das Thema „Wein“ in Poysdorf den Besuchern der NÖ Landesausstellung „Brot & Wein“ nähergebracht, Führungen inklusive. „Eine Kellergassen-Tour ist eine Tour für Herz und Seele“, weiß Joachim Maly von der Poysdorfer Kellergassenakademie, „und der Kellergassenführer ist jemand, der einen herzlich mit Wein verabschiedet.“ www.poysdorf.at
Große Besucherattraktion Seit der Eröffnung läuft ein atemberaubender Panoramafilm von Michael Schlamberger, dessen Grazer Filmfirma ScienceVision für zahlreiche „Universum“-Dokumentationen des ORF bekannt ist. Der Film versetzt den Betrachter zusammen mit der täuschend realistischen Tonkulisse unmittelbar auf Tauerngipfel, in Gletscherspalten, Bergbäche, Klammen oder den Rauriser Urwald. Zeitrafferaufnahmen offenbaren spektakuläre neue Einblicke. Die 360-Grad-Projektion vermittelt hautnah unterschiedlichste Perspektiven, Tageszeiten, Wetter-, Licht- und Schattenverhältnisse. Die inhaltliche Gesamtgestaltung der Panoramawelt und der „Making of“-Ausstellung stammt von Direktor Norbert Winding vom Salzburger „Haus der Natur“ und dem Grazer Ausstellungsgestalter Andreas Zangl. Die Nationalparkwelten in Mittersill verzeichnen seit ihrer Eröffnung vor fast sechs Jahren mehr als 600.000 Besucher und zählen damit zu den größten Besucherattraktionen im Salzburger Land.
© Nationalpark Hohe Tauern/Mike Huber
St. Johann. In der Kinder-Sommerakademie Trampolissimo in St. Johann in Tirol wird getanzt und gesungen, geschrieben und fotografiert, improvisiert und experimentiert. In der Zeit vom 31. Juli bis zum 30. August bieten die Veranstalter acht Workshops für junge Menschen zwischen 5 und 18 Jahren. Da gibt es die Theater- und die Literaturwerkstatt, den Break Dance und Hip Hop Workshop, das Tanzlabor, das Figurentheater, eine Trickfilmwerkstatt und eine Veranstaltung für angehende Architekten, bei der aus Styropor Möbel, Räume und Landschaften entstehen. Unter dem Titel „Künstler sehen ander(e)s“ experimentieren die Kinder mit Farben und Formen. Bei keinem der Kurse sind Vorkenntnisse erforderlich. www.kitzalps.cc
Mittersill. Mit der eben erst eröffneten 360-Grad-Panoramawelt kann die Dauerausstellung ab sofort mit einer zusätzlichen Weltneuheit aufwarten: Der zweistöckige, im Durchmesser 17 m große, zylindrische Erweiterungsbau des Salzburger Architekten Christoph Scheithauer beherbergt im Erdgeschoß die Nationalparkausstellung „Making of Nationalpark“. Im Obergeschoß liegt der neue Präsentationssaal Rundumleinwand für 360-Grad-Filme.
Das Nationalparkzentrum in Mittersill hat im Obergeschoß einen Saal mit einer 56 m langen Rundumleinwand für 360-Grad-Filme sowie einer topmodernen HD-Projektions- und Soundtechnik. Gezeigt wird ein Panoramafilm von Michael Schlamberger.
Besonders attraktiv: der Almsommer; in Summe gibt es rund 120 Almen, auf denen 7.000 Pinzgauer Rinder weiden. Der Begriff „Almsommer“ steht in der Ferienregion aber auch für eine Ferienzeit voller warmer Sonnentage auf dem Berg, mit Pinzgauer Schmankerln, lustigen Festen und lauen Abenden unterm Sternenhimmel. So wie viele andere Hütten ist die Hochsonnbergalm in maximal ein bis zwei Stunden Gehzeit erreichbar. 42 Hütten in den 13 Nationalparktälern tragen ein „Almsommer-Zertifikat“, dabei handelt es sich um authentische Almen mit Weidevieh und Produkten aus der
Region, die gut zu Fuß oder mit Seilbahnen erreichbar sind. Die Sennleute, die oft schon seit Generationen ein und dieselbe Alm bewirtschaften, halten viel auf Tradition; Melken, Käsen, Brotbacken geschieht meistens noch von Hand.
Mit „grünem“ Gewissen Die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern ist Europas erste Biomusterregion mit überdurchschnittlich vielen Biobauern und einem „grünen“ Gewissen. Das in der EU bis heute einzigartige Projekt steht eng in Zusammenhang mit der Biolebensmittelmarke „Ja! Natürlich“.
Auf 20 Biobauernhöfen wird ein Urlaubsabenteuer- und Erlebnisprogramm auf die Beine gestellt – mit Bauernhof-Wanderungen, Führungen durch den Kräutergarten, Besuchen im Wildpark oder bei den Krimmler Wasserfällen. 15 Ranger im Nationalpark Hohe Tauern bieten bis September geführte und Wanderungen an. Äußerst beliebt sind die Ausflüge ins „Tal der Geier“ bei Rauris, die Wildtiersafari im Habachtal und die Exkursion „Abenteuertag am Blausee“ im Obersulzbachtal. Neu in diesem Sommer: Auf den Pfaden von Kelten, Römern und Samern führt die Ranger auf den über 3.000 m hohen Larmkogel. www.nationalpark.at
Salzkammergut Vom 11. bis 18. August ist Ischl im Bann der alten Zeit – mit Kaisermesse und Nostalgiedampfzug
Festival „Alles Kaiser! Oder?“ in Bad Ischl Bad Ischl. Wenn am Sonntag, den 18. August, Kaiser Franz Josef I. seinen Geburtstag feiern würde, dann wäre es gut möglich, dass er dies heutzutage statt auf einer blutigen Jagd mit einer gediegenen Golfpartie tun würde. Nun kann er zwar selbst nicht mehr teilnehmen, dennoch findet das „Kaiser Golf Turnier“ in diesem Jahr zum zehnten Mal statt und feiert somit ein Jubiläum.
In Bad Ischl steht der August ganz im Zeichen des Geburtstags des Kaisers.
Nostalgiedampflok & Musik Aus diesem Anlass finden zwischen 11. und 18. August zahlreiche Festivitäten statt. Eines der Highlights ist „Die Kaisernacht“, ein Gala-Abend mit Gaumenfreuden und Inszenierungen.
Bereits zum 6. Mal fährt am 15. August der Kaiserzug – ein Dampfsonderzug mit Reisewaggon – nach Bad Ischl zur großen KaiserfestEröffnung. In eindrucksvoller Begleitung der Tiroler Kaiserjäger, der Musik „Bürgerkapelle Bad Ischl“, den k.u.k. Österreichischen StaatsbahnBeamten, den Ehrengästen der Stadt, einer Abordnung der Goldhaubenfrauen, Trachtenvereine,
Prangerschützen, Abordnungen von Traditionsregimentern und Fahrgästen in historischen Gewändern wird der „Kaiser“ standesgemäß in der Kutsche durch die Stadt bis zum Kurpark geleitet. Vor der Kulisse des Kongressund Theaterhaus Bad Ischl erfolgt die Meldung an das Stadtoberhaupt von Bad Ischl; anschließend geht der Umzug weiter an die Esplanade zur Eröffnung (14 Uhr).
Franz Klammer Foundation
Gäste-Package ab 301 Euro
Gejagt wird dabei höchstens der gute Zweck, wie in jedem Jahr zugunsten der Franz-Klammer-Foundation. Damit dennoch eine Beziehung zu den „alten Tagen“ gewahrt bleibt, mutet der Dresscode so ganz Golf-untypisch an: alles Tracht! So wurden in den letzten Jahren u.a. Christian Ghedina, Rainer Pariasek, Hubert Neuper oder auch Gerhard Zadrobilek rund um Bad Ischl in Lederhose gesichtet. Die Siegerehrung gibt es in der Trinkhalle, wo die Festlichkeiten rund um des Kaisers Geburtstag ihren Höhepunkt finden.
Ein dazu passendes Package umfasst fünf Übernachtungen mit Frühstück im Zentrum von Bad Ischl, Teilnahme am Kaiserfest auf der Esplanade, Kaiserbummel durch die Stadt, Eintritt zur Kaisernacht, Empfang nach der Kaisermesse im Kaiserpark, Kaiserschmarrn im Grand-Café Zauner Esplanade sowie tägliche Kurkonzerte, ein Stadtrundgang, die Salzkammergut Erlebnis-Card und das Buch „Menschen, Mythen, Monarchen“ und kostet in einer Familienpension ab 301 € p.P. www.badischl.at
© www.badischl.at/www.fotohofer.at
St. Johann in Tirol geht mit seiner Sommerakademie kreative Wege.
Kaiser Franz Josef I. wäre sicher sehr gerührt über die Geburtstagsfeierlichkeiten.
gast & wirt
Freitag, 12. Juli 2013
destinationaustria – 67
Schick Hotels Drei charmante Restaurants für Weihnachtsfeiern lassen sich schon jetzt mit Preisvorteil und schmackhaftem Gourmet-Menü buchen
Schicke Weihnachtsfeiern in Wien In drei Wiener Schick Hotels können heuer Weihnachtsfeiern mit individuellen Special Packages liebevoll ausgerichtet werden. alice Hefner
WEIHNACHTSmenü
Wien. Drei ausgezeichnete Locations und Restaurants in Wiener Schick Hotels stehen für private oder geschäftliche Weihnachtsfeiern zur Verfügung und können ab sofort gebucht werden. Wer jetzt einen Termin in der Vorweihnachtszeit fixiert, kann bis zu 10 € pro Gast sparen.
Vorspeisen Geräucherter und gebeizter Lachs mit Oberskren und Chutney von roten Rüben ✹ Variation vom Schneeberg.Landschwein mit karamellisiertem Knoblauch und Kürbiskernpesto ✹ Antipasti mit gehobeltem Parmesan und Tomatenmarmelade ✹ Salate der Saison mit hausgemachten Dressings Suppen Maronischaumsuppe ✹ Cremesuppe vom Hokkaidokürbis mit gerösteten Kürbiskernen ✹ Consommé mit Frittaten
Ein unvergessliches Fest
Hauptspeisen Geselchtes Karree vom Schneeberg.Landschwein ✹ Gebackene Hühnerbrust ✹ Gebratenes Zanderfilet mit Estragonsoße ✹ Kürbislasagne Beilagen Kartoffel-Selleriepüree, Petersilienkartoffeln, Butterreis, Speck-Krautsalat, glaciertes Wurzelgemüse
© Schick Hotels
„Für die Weihnachtsfeier bieten wir von der Planung über die Organisation bis hin zur Ausführung professionelle Dienstleistung und aufmerksamste Betreuung. Mit Freude kümmern wir uns um den perfekten Ablauf des Fests. Weiters stehen den Gästen alle Annehmlichkeiten und sonstigen Leistungen des Hotels zur Verfügung“, sagt Peter Buocz, Direktor Schick Hotels. Mit dem eleganten Festsaal für maximal 176 Personen ist das Restaurant Kronprinz Rudolph im Hotel Stefanie in der Taborstraße prädestiniert für private und geschäftliche Feste. Die Räumlichkeiten können abgetrennt werden und verfügen außerdem über einen direkten Zugang zum Hofgarten, dem Innenhof mit Schanigarten – dort gibt‘s zur Einstimmung Apfelglühwein „Kronprinz Rudolf“ & Maroni um 10 € pro Person.
Weihnachten in einem Schick Hotel feiern: Essen und Trinken, Gedeck und Tischdekoration etc. bestimmt der Auftraggeber.
Das erfahrene Team des Restaurants sorgt für erstklassigen und flinken Service während der gesamten Festivitäten.
Schick über den Dächern Das Restaurant Das Schick sowie der Salon im elften Stock bieten den perfekten Rahmen für eine Weihnachtsfeier. Der Salon begeistert mit Ambiente und Panoramablick auf das verschneite Wien.
Für das kulinarische Vergnügen sorgt das Küchen- und Restaurantteam im Hotel Am Parkring. Die Weinkenner im Stadthotel sind bei der Wahl eines schönen Weins gern behilflich.
Hotel Erzherzog Rainer Die Wiener Wirtschaft, das Restaurant im Schick Hotel Erzherzog Rainer, ist bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebt.
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Kundenbegeisterung ist unser gemeinsames Ziel
Die Küchenlinie genießt einen hervorragenden Ruf. In der Wirtschaft genießen Gäste beim Feste feiern bodenständige und klassische Wiener Küche. Bis zu 40 Gäste finden im eleganten „Salon“ Platz, und bis zu 80 Personen werden im Raum „Serviette“ verwöhnt. Verschiedene Bestuhlungsvarianten sorgen dafür, dass eine Feier maßgeschneidert durchgeführt werden kann. www.schick-hotels.com
Desserts Zimtschmarren mit Zwetschken-röster ✹ Gefüllte Brandteigkrapferl ✹ Fruchtsalat mit Kokoslikör ✹ Weihnachtsgebäck Preis Dieses Menü-Beispiel ist um 37,50 € pro Person (ab 20 Personen und ohne Getränke) möglich. Getränke-Package Standard Für 5 Stunden um 28,50 € pro Person; u.a. mit Apfelsaft etc., GrüVe, Zweigelt, Pils vom Fass, AF-Bier, Espresso und Tee nach Wahl. Getränke-Package Exklusiv Für 5 Stunden um 34,50 € pro Person: wie oben, nur mit Wein aus der Bouteille.
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68 – destinationaustria
Aufgetischt
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GenussReigen 2013 Zwei Wochen lang, von 15. bis 26. Juli, kredenzen die Wiener GenussWirte GenussMenüs
Feines aus den Regionen bei Wiener Wirten kosten BM Niki Berlakovich:„Qualität und Regionalität, Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit im Mittelpunkt“.
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Reserve this Rosé! Rust. Bei Rosé handelt es sich oft um Nebenprodukte der Rotweinerzeugung. Guter Rosé muss jedoch als eigener, eigenständiger Stil betrachtet werden. Wenn man physiolgisch reife Trauben aus früheren Lesedurchgängen heranzieht, wird Rosé auch ein richtiger Wein. Regina und Günter Triebaumer sind besonders stolz auf ihre „glückliche Weingärten“. In der Vegetationsperiode sind sie leicht an der großen Blattmasse und einer gut durchlüfteten Traubenzone zu erkennen. Im Winter und Frühling kann man sich vom kurzen Rebschnitt überzeugen. Reserve this rosé for wine-lovers! Ein Rosé für echte Weinfreunde: Sortentypisches Bouquet, Ribisel, Himbeere und Kirsche in der Nase, am Gaumen rotbeerig und mineralisch, erfrischende Säure, typische Würze, tolle Harmonie! Rosé von der Blaufränkisch Reserve 2012, Weingut Günter Triebaumer, Rust; Gastropreis 5,10 €; erhältlich bei Kolarik & Leeb.
Wien. „Seit mittlerweile acht Jahren setzen wir Trends in der KulinarikSzene. Wir schreiben nicht nur Regionalität auf unsere Produkte und Betriebe – wir können sie auch beweisen. Bis Jahresende werden alle 116 GenussRegionen einen nationalen oder europäischen Herkunftsschutz vorweisen können. Jetzt gilt es, diese Position als Trendsetter auszubauen und die bewusst hochgesteckten Ziele bis ins Jahr 2020 zu verwirklichen. Der Startschuss ist sozusagen der GenussReigen in Wien, der die hochwertigen Produkte der GenussRegion Österreich in den Mittelpunkt stellt“, so Obfrau Margareta Reichsthaler.
Vorbild für ganz Europa Bereits Ende 2012 konnte Österreich unter Federführung von Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich 16 Mitgliedsstaaten der EU davon überzeugen, ein gemeinsames „europäisches Lebensmittelmodell“ zu entwickeln. Dabei stehen Ernährungssicherheit, Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelqualität im Fokus. Ziel ist eine neue Wertehaltung gegenüber regionalen Lebensmitteln. Die GenussRegion Österreich fungiert in diesem Zusammenhang als Best Practice-Beispiel, wie viele Anfragen aus dem Ausland auch verdeutlichen. „Die GenussRegion Österreich ist seit ihrem Start im Jahr 2005 eine Erfolgsgeschichte. Qualität und Regionalität, Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit stehen hier immer im Mittelpunkt. Das wird hoffentlich in ganz Europa viele Nachahmer finden“, zeigt sich Berlakovich erfreut über die Erfolge der Initiative.
15.7.2013 Restaurant Verde Pannonisches Mangalitzaschwein 16.7.2013 Stadtwirt Ybbstal Forelle 17.7.2013 Schobers Giersterbräu Zickentaler Moorochse 18.7.2013 Oktogon Am Himmel Waldviertler Graumohn 19.7.2013 Restaurant Prilisauer Wienerwald Weiderind 22.7.2013 Silberwirt Weinviertler Schwein 23.7.2013 Restaurant Nasch Alpenvorland Rind 24.7.2013 G‘schamster Diener Schneebergland Schwein 25.7.2013 Mia Casa Neusiedlersee Fisch 26.7.2013 Bastei Beisl Tullnerfelder Schwein
© peerpr Kommunikationsagentur/APA-Fotoservice/Preiss
Hall in Tirol. Mit der Eröffnung des „Genusszentrum Hall in Tirol, VINO1337“, haben sich die Wirtsleute des Panoramagasthaus Neue Gufl in Tulfes einen Traum erfüllt. Hannes Lafner geht hier gemeinsam mit seiner Frau Karin einen neuen Weg in der Erlebnisgastronomie. Mit uniquem Konzept verbindet er im Genusszentrum Hall in Tirol Gastronomie und Handel, Feinkost und Vinothek. Auf etwa 150 m� wird geboten, was das Feinschmeckerherz begehrt: eine internationale, kundig sortierte Weinauswahl und regionale Spezialitäten aus dem Alpenraum. Alle Schmankerl, die man in der Vinothek bzw. im Feinkostbereich kaufen kann, können gleich im Lokal genossen werden. Hier kreiert Lafner die beliebten „AlpenTapas“ – Variationen aus seinen Produkten, die nicht nur Gaumenfreude auslösen, sondern auch echte Hingucker sind. Anschauen: www. facebook.com/vino1337
genus sreigen 2013
dino silvestre
sind ganz klar: Sie erwerben regionaltypische Lebensmittel mit gesicherter Herkunft und aus kontrollierter Produktion. GenussReigen (von li.): Margareta Reichsthaler, Obfrau GenussRegion Österreich, BM Niki Berlakovich und Marianne Ganger, Obfrau GenussRegion Wiener Gemüse.
Die Initiative trägt mit mehr als 5.000 Lizenznehmern vor allem dazu bei, dass Kulinarik und Regionalität zu einem wichtigen Bestandteil von Österreichs Wirtschaft werden.
Gastro-Themenabende Berlakovich und Reichsthaler präsentierten im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz den GenussReigen 2013: Zwischen 15. und 26. Juli können kulinarisch interessierte Wiener ihre GenussWirte besuchen, die den Gästen an Themenabenden spezielle GenussMenüs kredenzen. Die Ingredienzien für diese besonderen Menüs
sind traditionelle, regionstypische und saisonale Produkte, die überwiegend aus den GenussRegionen Wiens, Niederösterreichs und des Burgenlands stammen. Diese Eventreihe rückt einmal mehr die herausragende Qualität der Betriebe der GenussRegion Österreich ins Rampenlicht.
Eine erfolgreiche Marke Reichsthaler ist stolz auf ihre Strategie: „80 Prozent der Österreicher kennen die Marke GenussRegion Österreich, deren rund 3.500 Mitgliedsbetriebe immerhin circa 35.000 Arbeitsplätze bieten.“ Die Vorteile für Konsumenten
Beitrag zur Regionalität Regionaltypisch bedeutet, dass diese Lebensmittel nicht nur aus der Nähe des Einkaufsorts stammen, sondern dass sie seit Generationen in der jeweiligen Region mit speziellem Wissen, traditionellen Methoden und Rezepten sowie unter besten klimatischen Bedingungen erzeugt werden. Sie sind damit Teil der Region und ihrer kulturellen Identität. Mit dem Kauf von Produkten der GenussRegion Österreich leisten die Konsumenten überdies einen aktiven Beitrag zur regionalen Wertschöpfung ebenso wie zur Erhaltung vitaler ländlicher Regionen und zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. www.genuss-region.at
Genussrouten Wildchönau Im Kitzbüheler Hochtal geraten Gäste bei acht Genusswanderungen ins Schwärmen
Kulinarisches Hütten-Hopping in Tirol Wildschönau. „Nach dem Erfolg der ersten fünf Routen haben wir das Angebot in diesem Jahr weiter ausgebaut“, so Thomas Lerch, Tourismusdirektor der Wildschönau. Welche Route man wählt, entscheidet letztlich der eigene Geschmack oder die persönliche Fitness. Denn für jede Könnens-Stufe ist die passende Genusswanderung dabei. Wer sich alle Stationen auf der Zunge zergehen lassen möchte, bucht sich am besten für eine Woche in einem der Gastbetriebe ein.
Da wird die Wanderkarte schnell zur Speisekarte. Mit dem Hahnenschrei aus dem Bett springen und im Morgengrauen zum Almfrühstück auf die Neuhögen Alm aufbrechen? Oder lieber ausschlafen und mittags in der Jausenstation am Schrofen einkehren, wo Hüttenwirt Josef Aschaber regelmäßig Wildschönauer Brodakrapfen zubereitet, die mit Käse gefüllt sind?
„Blattl mit Kraut“, ausgebackene Kartoffelteigtaschen mit Sauerkraut, erwarten Urlauber immer mittwochs auf der Norderbergalm.
Mit der Seilbahn zur Hütte Vom Tal aus geht es mit der Gondel entspannt – und dank „Wildschönau Card“ gratis – auf das Markbachjoch (1.440 m), von
Wanderkarte & Speisekarte Eine Übernachtung in einem Drei Sterne-Hotel kostet inklusive Halbpension ab 38 € pro Person im Doppelzimmer, eine Übernachtung in einer Frühstückspension gibt es bereits ab 22 € pro Person. „Mit unseren drei neuen Touren geben wir unseren Gästen die Möglichkeit, die Wildschönauer Küche noch besser kennenzulernen ebenso wie unsere Senner, Hüttenwirte und Köche, die unsere Spezialitäten zu dem machen, was sie sind“, erklärt Lerch.
© Wildschönau Tourismus
Hannes Lafner, Erfinder der Zirbenkugel und Genussmensch.
© Triebaumer
Freitag, 12. Juli 2013
In der Wildschönau erleben Gäste ab sofort Ge(h)nuss im wahrsten Sinne des Wortes: Acht Genussrouten bescheren Wanderern jede Menge Tiroler Schmankerl.
wo aus die kleine Alm nach knapp 30 Min. erreicht ist. Auch bei einer Einkehr in der Jausenstation Oberhausberg ist der Diätplan nach einer knapp dreistündigen Wanderung über den Zauberwinkelweg und den Eisstein schnell wieder vergessen. Dienstag ist hier nämlich „Nudeltag“. Aber nicht von Spaghetti oder Makkaroni ist die Rede, sondern von süßen Schmalznudeln mit Apfelmus oder Preiselbeeren. Besonderer Tipp: Diese Tour wird jeden Dienstag auch geführt angeboten; Anmeldungen nimmt der Tourismusverband Wildschönau entgegen. Genusswanderer sollten die „Wildschönau GästeErlebnis Card“ in den Rucksack packen. Die Karte gibt es für Übernachtungsgäste gleich bei der Ankunft kostenlos. Mit ihr werden Gratisleistungen wie die Nutzung der Bergbahnen, Eintritte für Museen, Schwimmbad und Tennisplatz gewährt. Darüber hinaus erhalten Urlauber Vergünstigungen bei Freizeitaktivitäten in der Wildschönau. www.wildschoenau.com
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Freitag, 12. Juli 2013 – 69
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Die Montan-Uni und die WU dominieren in Sachen Technik und WIrtschaft Seite 71
Die EALP kooperiert mit der Uni in Plovdiv bei der Pädagogenausbildung Seite 72
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careernetwork Aufsteigerin Andrea Johanides, WWF © David Prokop
„Waidmannsheil“ trifft Hochkaräter
© Anna Rauchberger
Treffsicher Katharina Sturzeis hat ihre Leidenschaften – Jagd und Schmuck – zum gewinnbringenden Geschäft gemacht. Punktgenau Wer erfolgreich gründen will, sollte auch das nötige Wissen mitbringen.
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Seite 70
Die sechste Generation von Absolventinnen des Führungskräfte-Programms „Zukunft-Frauen“ ist geboren. Seite 75
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Career portrait
70 – careernetwork
Freitag, 12. Juli 2013
„Ich betrachte die Dinge gern ganzheitlich“ Warum ihr Großvater eine tragende Rolle in ihrer bisherigen Karriere gespielt hat, wieso die Jagd mehr als nur eine Leidenschaft ist und warum der 24. Dezember der lustigste Tag ist, verrät die Chefin von Juwelier Halder, Katharina Sturzeis, im Gespräch.
Konsequente Expansion So kam es auch nicht überraschend, dass sich die gebürtige Wienerin gleich nach der Matura („Weil meine Eltern mir es so vorgeschrieben haben, habe ich die höhere Lehranstalt für wirtschaft-
machen und bestens zu beraten.“ Dass das nicht immer leicht sei, zeige Jahr für Jahr der 24. Dezember, der „wenn es für den einzelnen Kunden nicht so dramatisch wäre“, als lustigster Tag zu bezeichnen ist: „Da kommen immer die Kunden, die ‚eckige Ostereier‘ suchen – sie möchten etwas, das in der Form und zu dem Preis unmöglich ist.“
Eine Bestimmung Trotz dieser wiederkehrenden Erfahrungen kann sie sich einen anderen Broterwerb erst gar nicht vorstellen: „Wenn ich nicht Eigentümerin von Juwelier Halder wäre, hätte ich halt einen anderen Juwelier, der auf Jagd- und Trachtenschmuck spezialisiert ist.“ Kraft und Ansporn tankt Sturzeis zu Hause („mein Mann und meine drei Kinder unterstützen mich sehr“) und in der Natur: „Neben dem Jagen genieße ich den Rosenwind am Attersee beim Segeln auf unserem wunderschönen ‚Drachen‘“, so die Wienerin abschließend. (red)
10 Fragen
© Halder (2)
Wien. „Was gibt es Schöneres, als sich beim Betrachten seines Huts, seiner Manschettenknöpfe oder des angelegten Schmucks an eine reizvolle Pirsch oder ein besonderes Waidmannsheil zu erinnern?“ Katharina Sturzeis‘ Definition von nachhaltiger Nutzung entspringt nicht nur ihrer Rolle als Inhaberin des auf Jagd- und Trachtenschmuck spezialisierten Juweliers Halder, sondern auch aus der Perspektive der passionierten Jägerin: „Ich bin ein Mensch, der Dinge gerne ganzheitlich betrachtet: Bei der Jagd zum Beispiel geht das vom Ansprechen des Wildes über den Schuss und das Aufbrechen bis hin zur Zubereitung des Wildbrets in der Küche“, so Sturzeis gegenüber medianet. „Denn ich jage nicht nur, sondern ich koche auch gern – und wie man mir nachsagt auch sehr gut.“ Was so faszinierend an der Jagd sei? „Sie ist unberechenbar: Wenn man sich ins Revier begibt, weiß man nie, was im nächsten Moment auf einen zukommt. Man muss sich auf die Gegebenheiten einstellen und in das Verhalten des Wilds hineinfühlen.“ Die Leidenschaft für die Jagd – sie ist nicht nur Besitzerin der Jagd- und der Jagdaufseherprüfung, sondern war eine der ersten Frauen, die den Universitätslehrgang Jagdwirt an der Boku erfolgreich abgeschlossen hat – hat Sturzeis wie die Passion für Schmuck schon in Kindheitstagen entdeckt – dem Großvater, Hans Heldwein, sei Dank: „Ich bin in die Juweliersund Designwelt hineingeboren worden und wollte schon immer mit den wundervollen Edelsteinen und Edelmetallen arbeiten. Mein Opi ist ein genialer Designer gewesen und hat mich schon als Kind inspiriert“, so Sturzeis.
An Kat harina Sturzei s
liche Frauenberufe besucht“) dem Studium der Gemmologie (Anm. Edelsteinkunde) widmete: „Das hat mir sehr viel Spaß bereitet; außerdem habe ich sehr viel für meine heutige Tätigkeit lernen können.“ Den endgültigen Schliff vor dem Sprung in die Selbstständigkeit holte sie sich dann beim familieneigenen Juwelier Heldwein. „1989 habe ich dann meine große Chance bekommen“, so Sturzeis; in dem
1960–1983
Jahr übernahm sie den Juwelier Halder vom letzten Nachfahren des Firmengründers und begann ihn gänzlich umzukrempeln: Zählten zur Klientel des kleinen Ladens in der Reitschulgasse am Wiener Michaelerplatz in erster Linie österreichische Grafen und Fürsten in Österreich, setzt die 53-Jährige mittlerweile mehr als 30% international um und ist Eigenangaben zufolge „Weltmarktführer im Design
1983–1989
und der Produktion von Trachtenund Jagdschmuck.“ Trotz der „konsequenten Expansionsstrategie“ sei Halder aber eine „kleine Firma“ geblieben: Insgesamt beschäftigt Sturzeis acht Mitarbeiter, darunter zwei Goldschmiede. Den Schmuck designt sie großteils selbst: „Wir leben große Hilfsbereitschaft untereinander. Und letzten Endes geht es uns allen immer darum, die Kunden glücklich zu
1989–Heute
Als Kind wollte ich immer … ein Bub sein. Mein Lebensmotto ist … Think positive. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … die Familie. Darüber kann ich lachen … Situationskomik. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „A short history of nearly everything“ von Bill Bryson. In 20 Jahren werde ich … 73 sein. Davor habe ich Angst … dass meinen Kindern was passiert. Das ist meine größte Stärke … Konsequenz.
1960 in Wien geboren, besucht Katharina Sturzeis die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe. Nach der Matura absolviert sie das Studium der Gemmologie.
Ihre ersten beruflichen Erfahrungen sammelt Sturzeis beim familieneigenen Juwelier Heldwein, weil sie „Schmuck, Mode und Design schon von Kindheit an interessiert haben“.
1989 übernimmt sie das Familienunternehmen Juwelier Halder vom letzten Halder-Nachfahren Franz Josef Halder und baut es zum Weltmarktführer im Design und der Produktion von Trachten- und Jagdschmuck aus. Sturzeis ist verheiratet und hat drei Kinder.
Das ist meine größte Schwäche … meine direkte Art. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Angela Merkel oder dem amerikanischen Präsidenten.
Weiterbildung
Freitag, 12. Juli 2013
careernetwork – 71
Unternehmensgründung Österreich hat in Sachen Unternehmensgründung Aufholbedarf, zeigt eine aktuelle Studie
Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck
Selbst ist der Entrepreneur Nikolaus Franke, WU Executive Academy, streicht vor allem den Faktor Ausbildung hervor. sen aneigne – also ob „Learning by doing“ oder durch das gezielte Zunutzenmachen der Erfahrungen anderer: „Erfahrungsgemäß ist die zweite Methode effizienter und erfolgreicher. Natürlich braucht man aber auch eine Begabung. Es ist wie Geige lernen: Ohne Musikalität hilft der beste Unterricht nichts. Aber ohne Ausbildung wird man auch nie über ein mäßiges Niveau hinauskommen“, so Franke gegenüber medianet. Ein MBA könne hier das optimale Werkzeug sein – „weil er sehr praxisnah das nötige Know-how liefert und den Teilnehmern ein exzellentes berufliches Netzwerk zur Verfügung stellt, von dem Entrepreneure besonders profitieren können.“
Jugendlicher Realismus
© WU Executive Academy/Stephan Huger
Wien. Nach jahrelangem Tauziehen und zahlreichen Verschiebungen ist es nun endlich so weit: Seit 1. Juli 2013 gibt es in Österreich die GmbH light. Die Reform in Kürze: Das Mindeststammkapital für Unternehmensgründungen wird von 35.000 auf 10.000 € gesenkt; die Mindestkörperschaftssteuer wird von 1.750 auf 500 € pro Jahr reduziert; und die Notar- und Anwaltskosten, die bei der Gründung einer GmbH anfallen, sinken um rund 50%. Justizministerin Karl erhofft sich von diesem Schritt 1.000 zusätzliche GmbH-Gründungen pro Jahr – eine Zahl, die Österreich auch notwendig hat, wie der Global Innovation Index der Strategieberater Booz & Company zeigt. Schließlich gibt es in Österreich derzeit 0,6 Unternehmensgründungen pro 1.000 Einwohner – verglichen zu 2,5 in der Schweiz und 28 beim Spitzenreiter Hongkong. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen sei aber auch der Faktor „Ausbildung“ entscheidend beim Sprung in die Selbstständigkeit, wie Nikolaus Franke, wissenschaftlicher Leiter des Professional MBA Entrepreneurship & Innovation der WU Executive Academy und Leiter des Instituts für Entrepreneurship & Innovation an der WU Wien, betont: „Man kann Entrepreneurship nicht nur, man muss es lernen. Niemand kommt mit dem Wissen, wie man unternehmerische Gelegenheiten erkennt und nutzt, auf die Welt.“ Wichtig sei in diesem Zusammenhang die Frage, wie man sich dieses Wis-
Wenn man jung ist, gehört einem die Welt. So scheint es zumindest. Vor allem Studenten wird oft Realitätsverweigerung und Laisser-faireMentalität vorgeworfen. Natürlich stimmt es zum Teil: Wenn man studiert, genießt man das Privileg, in erster Linie für sich selbst und seine Ausbildung verantwortlich zu sein, auch mal lang zu schlafen und Studentenpartys in den Lebensrhythmus einplanen zu können. Doch was ist dabei Klischee, was Realität? Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Universum Communications unter 22.000 Studenten zeigt einmal mehr auf, dass Akademiker in spe durchaus einen realistischen Blick auf die Arbeitswelt haben. Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) reiht die Sicherheit des zukünftigen Jobs unter ihre Karriere-Prioritäten; noch vor wenigen Jahren wurden dabei Werte unter 40 Prozent erzielt. Ein Anstieg, der den Schluss nahelegt, dass selbst Studierende die vergangenen Jahre mit schwächerer Wirtschaftsentwicklung mit Sorgenfalten miterlebt haben. Immerhin ist ein großer Teil der Studierenden nebenbei oder sogar auf Vollzeitbasis berufstätig. Erwähnenswert ist auch, dass laut Studie die Jobsicherheit selbst für Ingenieure und Informatiker (die als Inbegriff der begehrten Fachkräfte gelten) das wichtigste Karriereziel darstellt. Was keine Überraschung ist: Insgesamt rangiert die ausgewogene und flexibel einteilbare Mischung zwischen Arbeit und Freizeit – WorkLife-Balance – ganz oben auf der Job-Anforderungsliste bei Studierenden über alle Fachbereiche hinweg.
Nikolaus Franke ist wissenschaftlicher Leiter des MBA Entrepreneurship & Innovation.
ein besonderer Wert darauf gelegt werde, neues Wissen, neue Fertigkeiten möglichst praxisrelevant zu vermitteln: „Das Thema Entrepreneurship wird dabei in den berühmten ‚Cases‘ aufgegriffen und auf den eigenen Kontext, das eigene berufliche Umfeld übertragen. So lernen unsere Teilnehmer auch eine Fertigkeit, die für das Unternehmertum besonders wichtig ist: Chancen erkennen und nutzen.“ Zudem habe man eine sogenannte ExecutiveInsight-Serie ins Leben gerufen: Hochkarätige Manager, Investoren, Experten und Business Angel werden in den Unterricht eingebunden, um „ihre Erfahrungen aus der Praxis mit den Studierenden zu teilen“ und Tipps zu geben. „Nichts ist aber praktischer als eine gute Theorie“, betont Franke.
Wichtige Kriterien Bei der Wahl des richtigen MBAProgramms gelte es Franke zufolge, einige Kriterien zu beachten. So sei etwa die Vielfalt der Studierenden – etwa durch „unterschiedliche Primärausbildungen“ – ein natürlicher Nährboden für Entrepreneurship. Auch der Faktor Internationalität sei ein wichtiger Aspekt – sowohl bei den Studierenden als auch den Vortragenden: „Je internationaler die Experten, desto größer die Vielfalt, die Denkansätze und Inspirationen“, ist Franke überzeugt. Hauptaugenmerk sollte man aber auf den Faktor Praxisbezug legen. Im Fall des MBA-Programms an der WU Executive Academy werde er dadurch erzielt, dass bei der Weiterentwicklung der Curricula
„Das gilt natürlich nur, wenn sie klar und verständlich aufbereitet ist und immer im Auge hat, praktische Probleme zu lösen: Elfenbeintürme und Glasperlenspiele sind wenig hilfreich.“ In erster Linie gelte es, die Teilnehmer darin zu schulen, „Zusammenhänge zu erkennen und zu wissen, in welchen Situationen welche Instrumente hilfreich sein können“. Das lerne man idealerweise bei realen Firmen. Daher bringe die WU Executive Academy ihre MBA Entrepreneurship & Innovation-Studierenden auch im Rahmen einer Studienreise zu einer der „weltweit ersten Adressen für Venture Capital, Start-ups und Technologie: nach Boston“: „Und diese Erfahrungen haben noch jeden elektrisiert“, so Franke abschließend. (red)
Ranking Zwei Alma Maters teilen sich die Krone um die besten technischen und wirtschaftlichen Studienrichtungen
Am besten schneiden wie so oft die Absolventen von wirtschaftlichen und technischen Studien ab. Dass wirtschaftliches Studium nicht gleich wirtschaftliches Studium ist – zumindest aus Personalexpertensicht –, zeigt ein aktuelles Ranking des Wirtschaftsmaga-
zins Format. Demzufolge hat man etwa im Wirtschaftsbereich mit einem WU-Abschluss die besten Karten. So erreicht das Studium Wirtschaftsrecht an der WU die Bestnote (1,5), dicht gefolgt von Internationaler Betriebswirtschaft an der WU (1,57) und Wirtschaftsingenieurwesen an der Uni Klagenfurt (1,58). Bei der Gesamtwertung der Hochschulen holt sich die WU mit 48,61% den zweithöchsten Anteil an „Sehr gut“ hinter der Montan Universität Leoben (51,61%). Für WU-Rektor Christoph Badelt zeigen die Erfolge „nicht nur, dass sie international als wissenschaftliche Ausbildungsstätte hoch angesehen ist, sondern dass auch die Praktiker, die für die Einstellung des Nachwuchses am Arbeitsmarkt
verantwortlich sind, die Leistungen der WU besonders schätzen.“ Unter den wirtschaftlichen FH-Studiengängen teilen sich der Campus 02 (Rechnungswesen & Controlling, Note 2,0) und die IMC Krems (Exportorientiertes Management) die Krone. Auf den Plätzen folgen die IMC-Lehrgänge Marketing & Sale (2,15) und International Business and Export Management (2,21). Insgesamt führen die Personalexperten die IMC FH Krems als beste FH Österreichs an. Bei den Technikstudien hat klar die Montan-Uni die Nase vorn: Gleich sieben Studienrichtungen platzieren sich in den Top Ten. Im Ranking der technischen FH hat die FH Vorarlberg mit den Rängen 1, 3 und 5 das Heft in der Hand. (red)
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börse
Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.
Ralf-Wolfgang Lothert JTI Austria
Ralf-Wolfgang Lothert (48) verstärkt seit Juni alsneuer Head of Corporate Affairs & Communication das ManagementTeam von JTI Austria. Er verantwortet künftig die gesamte Kommunikation und Interessensvertretung des Unternehmens.
Andrea Johanides WWF Österreich
Andrea Johanides (42) ist seit 1. Juli neue Geschäftsführerin des WWF Österreich. Sie ist seit 2005 bei der NonProfit-Organisation tätig und hatte zuletzt die stellvertretende Geschäftsführung des WWF Österreich inne.
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Roland Huemer Richter Pharma
© Richter Pharma
job
© JTI Austria/Andi Bruckner
Die Montanuni wurde zum fünften Mal zur besten Uni des Landes gekürt.
© David Prokop
© Montanuniversität Leoben
Montan-Uni vor WU
Roland Huemer (41) ist neuer Vorstandsvorsitzender der Richter Pharma AG. Huemer, bereits knapp zehn Jahre als Vorstand im Unternehmen, übernimmt die Position von Florian Fritsch, der ab sofort den Aufsichtsratsvorsitz innehat.
© Niemetz/Michael Gruber
Wien/Krems. Dass Uni- und FHAbsolventen zwischen 25 und 34 deutlich mehr als ihre gleichaltrigen Kollegen, die „nur“ über einen Matur- oder Lehrabschluss verfügen, verdienen, ist hinlänglich bekannt. So ergab der unlängst veröffentlichte OECD-Report „Bildung auf einen Blick 2013“, dass sich die Gehaltsdifferenz auf 41% beläuft.
Promotion
Montan-Uni und WU dominieren Uni-Ranking
Christoph Oberhauer Niemetz
Christoph Oberhauer (53) avanciert beim nun zur Heidi Chocolat AG zählenden Unternehmen Niemetz zum Vertriebs- und Marketingdirektor und übernimmt die Funktion des Unternehmenssprechers. Zuletzt war er sieben Jahre Verkaufsleiter.
Weiterbildung
72 – careernetwork
Freitag, 12. Juli 2013
Lehrerbildung Seit 2013 kooperiert die EALP mit der Universität Paiisi Hilendarski und bietet Masterlehrgänge im psychosozialen Bereich an
Die Erben von Viktor Frankl
Günter Gstirner, EALP: „Universität in Plovdiv hat am schnellsten reagiert.“
Graz. „Wenn wir eine Situation nicht ändern können, müssen wir uns selbst ändern.“ Dieses Zitat von Viktor Frankl steht sinnbildlich für die Ambitionen der Europäischen Akademie für Logotherapie und Psychologie (EALP). Seit heuer kooperiert die aus der Österreichischen Gesellschaft für Logotherapie nach Viktor Frankl (ÖGL) hervorgegangene außeruniversitäre, wissenschaftliche Bildungseinrichtung mit der bulgarischen Universität Paiisi Hilendarski und bietet Diplom- und Masterlehrgänge im psychosozialen Bereich an: „Die EALP bietet einzigartig in Österreich Ausbildungen nach
der Lehre Viktor Frankls an. Dabei steht erstmalig in ganz Europa ein Masterstudium für Pädagogik und Logopädagogik am Lehrplan“, so EALP-Gründer und Lehrgangsleiter Klaus Gstirner. Zusätzlich werden Diplomlehrgänge in Logotherapie und Existenzanalyse und eine Mediatorenausbildung angeboten. Besonders stolz ist Gstirner auf den Masterlehrgang für Pädagogik und Logopädagogik: Damit habe man „als erste Institution auf die von Bundesministerin Claudia Schmied im April vorgestellte Gesetzesnovelle ,Pädagoginnenbildung Neu‘“ reagiert. „Ab sofort haben alle Volks- und Hauptschullehrer mit
Bachelorabschluss die Möglichkeit, einen Mastertitel zu erwerben. Durch die Kooperation mit der bulgarischen Universität Paiisi Hilendarski können wir den Masterlehrgang für Pädagogik schon ab dem Sommersemester 2014 anbieten.“
Probleme bei PÄDAK Dass bereits im Herbst die Lehrsäle übergehen, glaubt Gstirner nicht: „Leider gibt es in Österreich noch enorme organisatorische Probleme an den Pädagogischen Hochschulen“, so der Lehrgangsleiter. Viele Lehrer mit PÄDAK-Abschluss hätten ihre Anerkennung zum Ba-
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chelor eingereicht, müssten aber aufgrund personalmäßiger und finanzieller Unterbesetzung in den PH auf die Beurteilung ihrer Unterlagen weiter warten: „Wir rechnen daher erst ab den Sommersemester 2014 mit Studenten.“ Auch, dass mit Einführung eines „Masters of Education“ der Zweiklassengesellschaft in der heimischen Lehrerschaft ein Ende gesetzt wird, glaubt Gstirner nicht: „In den nächsten Jahren wird es Volksschul-, Hauptschul- und Neue Mittelschullehrer mit Master und solche ohne geben. Natürlich wird man den Lehrern mit Masterabschluss den Vorzug bei der Bestellung von Posten geben“, skizziert er die nähere Zukunft. „In mehreren Jahren wird es dann nur mehr Masterabschlüsse geben. Doch vorerst werden ältere Jahrgänge entweder den Master nachmachen müssen oder schlechter gestellt sein.“ Völlig offen sei jedenfalls noch die Honorierung des Masters. „Eigentlich würde jeder Beamte damit in eine A-Stufe gereiht werden und somit als Akademiker entlohnt werden müssen; das wird jedoch von der Regierung nicht finanzierbar sein“, gibt er sich realistisch. Warum er eigentlich mit einer bulgarischen und nicht mit einer heimischen Universität zusammenarbeite, habe in erster Linie pragmatische Gründe: „Die Universität in Plovdiv hat am schnellsten auf unser Ansuchen reagiert. Es gab mehrere Versuche einer Kooperation mit anderen Universitäten, diese sind jedoch teilweise an der Bürokratie gescheitert“, so Gstirner. „Zusätzlich hat die Universität Plovdiv speziell im pädagogischen Bereich einen ausgezeichneten Ruf.“ Und da es zwischen Österreich und Bulgarien ein Sonderabkommen der gegenseitigen universitären Ausbildungen gibt, sei der Masterlehrgang ein internationaler Lehrgang, „welcher europaweit anerkannt wird“, so Gstirner abschließend. Infos zu den Lehrgängen: www.ealp.at
Ferien 9, 7 oder 5 Wochen?
Kürzer=besser?
Wien. Neun Wochen Ferien – für die Schüler okay, für die Lehrer zu viel. So urteilen die Österreicher laut einer aktuellen Marketagent.comStudie: Demnach halten 54% neun Wochen Erholung für Österreichs Schüler angemessen, 42% schätzen das als zu lang ein. Ideal wären im Durchschnitt sieben Wochen, ergab die Studie. Für das Lehrpersonal würde man im Mittel fünf Wochen als ausreichend empfinden. 86% meinen, dass Lehrer zumindest einen Teil der Sommerferien für Berufszwecke nutzen sollten – drei von neun Wochen Minimum. Knapp zwei Drittel würden gratis Nachhilfeunterricht für Schüler mit schlechten Noten durch die Lehrer befürworten, ergab die Studie.
© Panthermedia.net/Randolf Berold
© EALP
Gründer Klaus Gstirner: „Als Erste auf die Gesetzesnovelle ‚Pädagoginnenbildung Neu‘ reagiert“.
Für das Gros der Österreicher sind die Lehrer zu lang im Urlaub.
J o bwatc h
Freitag, 12. Juli 2013
careernetwork – 73
Arbeitsmarkt 58% der Arbeitnehmer schätzen ihre Chancen, einen Job in der eigenen Branche zu finden, als gut ein
short
Das Prinzip Hoffnung lebt
Zweites Halbjahr bringt neue Finanzjobs
Kaum Veränderungen Im Vergleich zum ersten ZAP-Index vom Herbst 2012 zeigen sich kaum Veränderungen: Die eigene Branche betreffend liegt der ZAPIndex (Anm. Mittelwert der Antworten von 1=sehr gut bis 4=sehr schlecht auf die Frage: Wie schätzen Sie die eigenen Chancen ein, einen (neuen) Job zu finden?) im Juli 2013 die eigene Branche betreffend bei 2,21 (2012: 2,20). Der ZAP-Index für andere Branchen liegt im Juli 2013 bei 2,56 (2012: 2,65). „Die Detailauswertung zeigt, dass die individuelle Zuversicht bei den Arbeitnehmern für ihre derzeitige Branche in etwa gleich geblieben ist. Für eine allfäl-
ahnungslos‘ und ‚alt und hinüber‘ liegen immer noch Welten – und Karrieren.“
Gastro am optimistischsten
© karriere.at
Wien. Unterschiedlichste Signale kommen vom heimischen Arbeitsmarkt: Einerseits haben laut einer Umfrage des Kärntner Human Instituts fast zwei Drittel Angst, ihren Job zu verlieren. Andererseits schätzen die österreichischen Arbeitnehmer ihre Chancen bei einem allfälligen Jobwechsel als relativ gut ein. Wie der zum zweiten Mal vom GfK und stellenangebote.at erhobene ZAP-Index (Zuversicht eigenes Arbeitsmarkt-Potenzial) zeigt, glauben 58% der Befragten an gute Möglichkeiten, müssten sie branchenintern einen neuen Job suchen. Geht es allerdings um die Berufschancen in einem anderen Wirtschaftssektor, ist der Optimismus mit 42% deutlich kleiner.
© panthermedia.net/Orhan Veli
Laut ZAP-Index sind vor allem Jüngere, Männer und besser Ausgebildete durchwegs optimistisch.
Jürgen Smid, karriere.at: „Die individuelle Zuversicht ist in etwa gleich geblieben.“
lige Jobsuche in anderen Branchen ist sie sogar leicht gewachsen. Es geht außerdem hervor, dass Männer geringfügig optimistischer sind als Frauen, und dass Bildungsgrad und Lebensstandard sich auch auf die positive Einschätzung der eigenen Chancen auswirken“, fasst Jürgen Smid, Geschäftsführer von karriere.at und stellenangebote.at, die Ergebnisse zusammen. Auch beim Alter gäbe es ein Gefälle. So seien die Unter-35-Jährigen durchwegs optimistischer: „Ob bei den pessimistischeren Bewertungen der Älteren die Henne oder
das Ei zuerst da waren, kann diskutiert werden, denn manchmal haben Einschätzungen weniger mit Fakten und Erfahrungen zu tun, als mit Gerüchten, die irgendwann eine eigene Dynamik entwickeln und zum Glaubenssystem werden. Die Mär vom ‚alten Eisen ab 35‘ gilt sicher nicht für alle Jobs, die am Markt sind“, relativiert Angelika Kofler, Leiterin der GfK Austria Sozial- und Organisationsforschung. „Mögliche Berufswege muss man für die Altersgruppen über 35 schon auch differenziert betrachten. Zwischen ‚jung und
Trotz einer leichten Verschlechterung im Vergleich zum November 2012 (ZAP-Index 1,94 statt 1,83) sind Arbeitnehmer in Gastronomie und Tourismus auch heuer wieder am zuversichtlichsten, was ihre Wechselchancen in der eigenen Branche betrifft. Am positivsten zu möglichen Branchenwechseln eingestellt sind die Beschäftigten in Industrie und Gewerbe mit einem Indexwert von 2,48. „Gastronomie und Tourismus sind seit jeher sehr dynamische Wirtschaftszweige, die sich durch hohe Mobilität und Wechselbereitschaft der Arbeitnehmer auszeichnen. Demensprechend hoch ist auch die Zuversicht, immer wieder einen neuen Job in der angestammten Branche zu finden“, beschreibt Smid die Situation. Deutlich macht die Studie auch, dass die Zuversicht in das eigene Arbeitsmarktpotenzial eine Bildungsfrage ist. So hat sich der ZAPIndex von Personen ohne oder mit Pflichtschulabschluss gegenüber 2012 sowohl auf die eigene (2,34) als auch auf andere Branchen (2,68) hin gesehen verschlechtert. Menschen mit höherem Bildungsgrad sehen ihre Jobchancen durchwegs positiver als noch vor wenigen Monaten. (red)
26% der CFOs wollen demnächst zusätzliches Personal einstellen.
Wien. Das erwartete Unternehmenswachstum und die geplante Verbesserung der Finanzsysteme führen im zweiten Halbjahr 2013 zu einer Erhöhung der Arbeitsplätze im Finanz- und Rechnungswesen. Über ein Viertel der CFOs (26%) will zusätzliches Personal einstellen. Im ersten Halbjahr planten 19% der Unternehmen, personell aufzustocken. Das zeigt die aktuelle ArbeitsmarktStudie „Hiring Index“ des Personaldienstleisters Robert Half. Weiterhin schwierig scheint es, dieses Vorhaben aber in die Realität umzusetzen: 80% der CFOs bezeichnet die Suche nach qualifiziertem Personal als schwierig oder sehr schwierig. „Die steigenden Anforderungen im Finanz- und Rechnungswesen, gepaart mit der Forderung nach strategischem Support seitens der Finanzabteilung, erschweren die Suche nach geeignetem Personal erheblich“, so Sven Hennige, Managing Director Central Europe & Germany von Robert Half International.
Der beste Weg, die ist sie
Zukunft
vorauszusagen,
mitzugestalten
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Freitag, 12. Juli 2013
careernetwork – 75
Spitzen-Frauen Die sechste Generation von Absolventinnen des Führungskräfte-Programms „Zukunft.Frauen“ ist geboren
„Geben uns nicht zufrieden“ Wien. 4 von 10 Unternehmensgründungen sind weiblich, jedes dritte Unternehmen wird bereits von einer Frau geleitet. Auch die weibliche Besetzung in Aufsichtsräten ist im Aufwind: Laut Wirtschaftsministerium liegt der Frauenanteil in Aufsichtsräten von staatsnahen Unternehmen etwa bei einem Drittel. Martha Schultz, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, will sich mit der jetzigen Situation von Frauen in Spitzenpositionen aber noch nicht zufrieden geben: „Das weibliche Potenzial muss noch viel besser genutzt werden.“ Die Wirtschaftskammer hat daher gemeinsam mit Wirtschaftsministerium und Industriellenvereinigung das Programm „Zukunft. Frauen“ ins Leben gerufen. Mittlerweile wurde die sechste Generation von Absolventinnen ausgezeichnet. Der nächste Durchgang beginnt im Herbst. Jene Frauen, die das Programm absolviert haben, können
sich in die öffentlich zugängliche Aufsichtsrätinnen-Datenbank eintragen lassen, die Unternehmen das „Aufspüren“ von potenziellen weiblichen Aufsichtsrätinnen erleichtern soll; derzeit sind dort rund 300 Frauen registriert.
Rüstzeug für die Spitze „Unser Programm ermöglicht praxisrelevantes Lernen von Fachleuten und vermittelt spezifisches rechtliches und wirtschaftliches Fachwissen, das für Aufsichtsfunktionen notwendig ist. Die Verbindung von Workshops, Netzwerkaufbau und Mentoring-
Programmen, zahlreiche Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmerinnen und Führungspersönlichkeiten machen das Erfolgsgeheimnis von Zukunft. Frauen aus“, erklärte der zuständige Sektionschef im Ministerium, Michael Losch. Erste Erfolge stellen sich bereits ein: Viele Absolventinnen wurden für Aufsichtsratsposten nominiert. Bei der Auszeichnung der Absolventinnen war auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Thema: Diese gelte es neben der intensiveren Vernetzung von Frauen im Berufsleben weiter zu verbessern. (lw)
© Anna Rauchberger
WKO zu Aufsichtsrätinnen-Datenbank: Potenzial muss mehr genutzt werden.
Aufsichtsrätin gesucht? Die Absolventinnen haben nun das Zeug dazu.
Fachkräfte Gemessen
Medaillenregen Wien/Leipzig. Bei der Berufs-Weltmeisterschaft in Leipzig konnte Österreich mit vielen Erfolgen glänzen: Fünf Gold-, zwei Silberund vier Bronze-Medaillen holten sich die für Österreich ins Rennen gehenden Fachkräfte beim internationalen Kräftemessen. Damit ist Österreich im EU-Vergleich an der Spitze. Wirtschaftsminister Mitterlehner führt den „Medaillenregen“ für die Österreicher auf die hohe Qualität des Berufsausbildungssystems sowie der Lehrbetriebe zurück. Das duale System sei international vorbildlich, aber: „Die Zahl der Jugendlichen sinkt, daher müssen wir die Lehre laufend attraktiver machen und die Treffsicherheit der Ausbildung weiter verbessern“, ruht sich Mitterlehner nicht auf den Lorbeeren aus.
Weiterbildung Führung
Top in der Welt Wien. Dale Carnegie ist unter den weltweit 20 besten Trainingsinstituten für Führungskräfte. Zu diesem Schluss kommt die „Trainingindustry.com“, die Auszeichnungen für Institute für Erwachsenenbildung vergibt. Dabei sind etwa die geografische Reichweite, namhafte Kunden, die Umsetzung von Leadership als Leitgedanke oder die Spannbreite der angebotenen Programme die entscheidenden Kriterien, um es in die internationalen Top-20 zu schaffen.
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Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere absolventinnen sind aufsteigerinnen Heidi Nather-Eggeling von C&A Mode ist erfolgreiche Absolventin unseres Universitätslehrganges. Nach Stationen in den Werbeagenturen Young & rubicam und JWt wechselte sie als Werbeleiterin und Mode Pr-Sprecherin zu C&a Mode Österreich. Zu Beginn für Österreich und tschechien verantwortlich, begleitete sie die starke expansion des Modehauses. heute liegt die Werbeleitung für acht Cee-länder in ihrem Verantwortungsbereich. aufbauend auf den Universitätslehrgang Werbung & Verkauf absolvierte sie parallel zu ihrer beruflichen Karriere den Professional MBA Marketing & Sales an der WU executive academy.
© Dale Carnegie
werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-313 36-4612, werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU executive academy. Stolz: Robert Korp, Geschäftsführer von Dale Carnegie Austria. 216x288 WU-Sujet Nather eggeliNg 13-040_UL-WV_Medianet-216x288_Nather_KW26.indd 1
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amin r t i V 4 s zu Kick ahl! Ausw
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