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Medianet0811

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Nach dem TV-Programm knöpfen sich die Privaten nun die ORF-Radios vor Seite 10

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27.10.2005

hollywood in Vienna

Oscar-Preisträger und Special-Effects- Artists bei der Pixel 8-Fachkonferenz Seite 24

© ÖW/Christian Lendl

Zukunft der Privatradios © C. Haderer

© mn/Szene1/K. Schiffl

www.trevision.at Tourismus ist startbereit

Optimismus zum Beginn der diesjährigen Wintersaison: Die Marschroute steht Seite 70

12:07 U

Werbepreis Das Austrian Chapter der International Advertising Association lud ins Wiener MuseumsQuartier

Das war die Effie-Gala: And the winners are …

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inhalt

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© panthermedia.net/Ina Penning

prime news & market watch > René Obermann kritisiert teure Frequenzauktion

marketing & media > Austria Presse Agentur relauncht ihr Webportal 11 > Verleihung der Effie-Awards: Die Bilder zur Gala 2013 16 retail > Franchise Tag: Networking und neue Perspektiven 18 > Statistik Austria: Handel kommt leicht ins Stocken 19

© panthermedia.net/Harald Hinze

business weekend > Mechatronik ist der Turbo für den Innovationsmotor 32 > UBM: ein internationaler Player mit Tradition 46 > Austrian Standards beschreitet neue Wege 52

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

> Feature: „Service-Zoo“ am Dienstleistungssektor 6/7

La vie en rose Bei der Effie-Gala der IAA für die effizientesten Werbekampagnen Österreichs ging der Hauptpreis an Demner, Merlicek und Bergmann: Platin für die Vollkorn-Mannerschnitten-Kampagne. A1 Marketing Communications-Leiterin (Telekom Austria) Tanja Sourek ist die „Marketerin des Jahres“. Seite 4

Talk Gate > Die schöne, heile CabrioWelt bekommt Risse 64

medianet erscheint jetzt vier Mal/Woche. Printausgabe: Dienstag und Freitag; Mittwoch und ­Donnerstag erhalten Sie zusätzlich unsere Digitalausgabe. P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien GZ: 02Z030468T Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15 Tel. 919 20-0 Fax: 919 20-2231 e-Mail: abo@medianet.at

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C OV E R

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Freitag, 8. November 2013

IAA Effie Award 29 Jahre Effi(e)ziente Marktkommunikation: Heuer wurden 67 Kampagnen eingereicht

IAA vergab 16 Effies und sieben Anerkennungen DM&B mit Platin, Gold und Bronze erfolgreichste Agentur 2012; „Marketerin des Jahres“: Tanja Sourek, A1. sabine bretschneider

Wien. Mit einmal Platin, sechsmal Gold, fünfmal Silber und viermal Bronze ging der IAA Effie Award – die Auszeichnung für effiziente Werbung und Marktkommunikation – am Mittwochabend in die inzwischen 29. Runde: Die Effie-Gala mit der Vergabe des begehrten Effizienzpreises war der traditionelle Höhepunkt eines intensiven Arbeitsjahrs des Austrian Chapter der International Advertising Association (IAA). Die erfolgreichsten Agenturen 2012 sind Demner, Merlicek & Bergmann mit einmal Platin, einmal Gold und einmal Bronze und Lowe GGK mit einmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze – und als erfolgreichste Agenturen aller Zeiten wurden Demner, Merlicek & Bergmann, PKP BBDO und Lowe GKK geehrt.

„Für mich ist der Preis auch eine Bestätigung dafür, dass wir den richtigen Weg in der Kommunikation einge­ schlagen haben.“

67 Kampagnen waren diesmal eingereicht worden – die Jury (siehe Box re.), Vertreter aus Markenartikelindustrie, Werbe- und Mediaagenturen, Medien und Handel, Forschung, Lehre und Marktforschung, vergab neben sieben Anerkennungen 16 Effies an insgesamt 17 Agenturen: einmal Platin, sechsmal Gold, fünfmal Silber und viermal Bronze.

Sourek: „Ein mutiger Start“ Als „Marketerin des Jahres 2012“ wurde im Rahmen der Effie-Gala Tanja Sourek, A1 Marketing Communications-Leiterin, ausgezeichnet: Sourek verantwortet bei A1 seit März 2010 das gesamte Brand Management, klassische Werbung, Mediaplanung, OnlineKommunikation, Direct Marketing, Sponsoring, Events und Promotions. Sourek war maßgeblich am Brand Design von „A1“ beteiligt, als anlässlich der Fusionierung der beiden Unternehmen mobilkom austria und Telekom Austria Ende 2010 ein vollkommen neuer Markenauftritt für die gemeinsame Marke entwickelt worden war. A1 zählt heute zu den wertvollsten und bekanntesten Marken Österreichs. Als „exzellente Analytikerin“ sei sie „pragmatisch genug, auf die richtigen und wichtigen Werbeaktivitäten zu fokussieren“, lobt sie Hannes Ametsreiter, CEO der Telekom Austria Group. „Für mich ist der Preis auch eine Bestätigung dafür, dass wir den richtigen Weg in der Kommunikation eingeschlagen haben“, kommentiert Sourek die Auszeichnung. „Vor zweieinhalb

© A1/Daniela Beranek

A1 Marketing Communications-Leiterin Tanja Sourek, „Marketerin des Jahres 2012“

Tanja Sourek, die „Marketerin des Jahres“: Als „exzellente Analytikerin“ und „pragmatisch genug, auf die richtigen und wichtigen Werbeaktivitäten zu fokussieren“, lobt Telekom Austria-CEO Hannes Ametsreiter die A1 Marketing Communications-Leiterin.

Jahren sind wir mutig mit unserer neuen Brand Identity gestartet. Unsere flexible Marke ist in allen Kommunikationskanälen und bei unseren Aktivitäten sehr gut einsetzbar. Sie sieht immer anders aus und ist doch immer eindeutig erkennbar.“ Die 41-jährige gebürtige Oberösterreicherin startete ihre berufliche Laufbahn als Freelancerin in Werbeagenturen. Seit 1998 war sie bei mobilkom austria aktiv, 2001 wechselte sie als Brand Management-Verantwortliche zur Telekom Austria, wo sie seit der Fusion von Telekom Austria und mobilkom austria im Jahr 2010 die Marketing-Kommunikationsbereiche für Mobil und Festnetz leitet.

Kategorien & Jury Zum IAA Effie Award 2012 konnten Kampagnen in zehn Kategorien eingereicht werden: Dienstleistung, Finanzdienstleistung, Gebrauchsgüter, Handel, Industrie- und Inves-

titionsgüter, Konsumgüter Food/ Beverages, Konsumgüter Non Food, Pharma, Soziales und Business to Business. Die Bewertung aller eingereichten Kampagnen erfolgte in zwei Runden: In der ersten Stufe, der Vorrunde, entschieden die 24 Mitglieder der Jury anhand von vier Kriterien, welche Kampagnen in die zweite Stufe, die Endrunde, aufsteigen durften. In persönlichen Jurysitzungen wurden in der Endrunde aus den Finalisten die Preisträger der einzelnen Kategorien ermittelt.

Manner: „Beeindruckend“ Als effizienteste österreichische Werbekampagne des Jahres 2012 wurde die Kampagne „Manner Vollkornschnitten“ von Demner, Merlicek & Bergmann im Auftrag von Josef Manner & Comp AG in der Kategorie Konsumgüter Food von der IAA im Rahmen der Effie-Gala mit dem Platin-Effie ausgezeichnet.

Mit der Manner Vollkornschnitte als süße Alternative erwirtschaftete Manner 2012 ein Umsatzplus von 9,9%. Damit wuchs die Marke zehnmal so stark wie der übrige Süßwarenmarkt. Diese Effizienz sei „beeindruckend“, urteilte die Jury: „Für jeden investierten Werbe-Euro wurde ein Dreiviertelkilo der neuen Vollkornschnitten verkauft. Bei einer Wiederkaufsrate von 63,6 Prozent wird Österreich weiter auf die Vollkornschnitte zugreifen.“ Die erfolgreichsten Agenturen aller 29 Effie-Verleihungen waren Demner, Merlicek & Bergmann mit sechs Platin-, zweiunddreißig Gold-, neununddreißig Silber- und zweiunddreißig Bronze-Effies, gefolgt von PKP BBDO mit zwei Platin-, zehn Gold-, zwölf Silberund dreizehn Bronze-Effies und Lowe GKK mit einem Platin-, acht Gold-, sechzehn Silber- und zwölf Bronze-Effies. Hauptsponsor der 29. Effie-Gala war erneut die ORFEnterprise.

Die effie preisträger 2013 PLATIN Konsumgüter Food: Manner Vollkornschnitte Manner; Demner, Merlicek & Berg­ mann; OMD GOLD Konsumgüter Non Food: Bi-Oil; Delta Prona­ tura; W. Groll; W. Groll Konsumgüter Food/Beverages: Gösser Bier – Stolz auf Österreich; Brau Union Öster­ reich; McCann Erickson; MediaCom Gebrauchsgüter: Kia Rio; Kia Austria; Inno­ cean Worldwide; Havas Media Austria Konsumgüter Food/Beverages: Messino Dark Temptation; Bahlsen; pjure isobar; Vizeum Austria Media Service Soziales: Schmetterlingskinder; Debra Austria; Lowe GGK; Mindshare Dienstleistung: Solarkraftwerke/Wien Energie; Wien Energie; Demner, Merlicek & Bergmann; WienCom SILBER Dienstleistung: Dinner & Casino; Casinos Austria; Lowe GGK; Media.at Dienstleistung: Herold Websites; Herold Business Data; Dirnberger de Felice Grüber Werbeagentur; Havas Media Austria Konsumgüter Non Food: Hervis Kilimanjaro; Hervis; Y&R Advertising; MEC Konsumgüter Food/Beverages: M&M’s Footbowl EBA 2012; Mars Austria; PKB BBDO; MediaCom Dienstleistung: ÖBB Österreichcard; ÖBBHolding; Draftfcb Partners; MediaCom BRONZE Soziales: 40 Jahre „Licht ins Dunkel“; Verein „Licht ins Dunkel“/ORF Humanitarian Broadcasting; Demner, Merlicek & Berg­ mann Industrie- und Investitionsgüter: Hartl Haus – das Energiepaket; Hartl Haus; Fessler. Schmidbauer; MediaCom Handel: Lidl Österreich; Lidl Österreich; Bluforce Group; UM PanMedia Finanzdienstleistung: Merkur Versicherung; Merkur Versicherung; Lowe GGK, OmniMedia ANERKENNUNG Konsumgüter Food/Beverages: Almdudler Almradler; Almdudler; Jung von Matt/ Donau; UM PanMedia Handel: Billa Vitaminstars; Billa; Dirnberger de Felice Grüber; OMD Dienstleistung: car2go; car2go Österreich; Silberball Wien; Silberball Wien Handel: G3 Shopping Resort Gerasdorf; HY Immobilien Ypsilon; Wien Nord; LW Me­ dia Konsumgüter Non Food: Somat Systemprodukte; Henkel Central Eastern Europe; TBWA\; Media.at Konsumgüter Food/Beverages: Stiegl Maibaum; Stiegl; ambuzzador Marketing; ambuzzador Marketing Konsumgüter Food/Beverages: Stiegl Sport Weiße; Stiegl; Demner, Merlicek & Berg­ mann; Media 1 ERFOLGREICHSTE AGENTUREN 2012 Demner, Merlicek & Bergmann 1 Platin/ 1 Gold/1 Bronze, Lowe GGK 1 Gold/ 1 Sil­ ber/1 Bronze ERFOLGREICHSTE AGENTUREN ALLER ZEITEN Demner, Merlicek & Bergmann, PKP ­BBDO und Lowe GKK

Die Jury Roswitha Hasslinger (Vorsitz) Frido Berger Neusicht Eduard Böhler Wien Nord Manuela Bruck Post AG Andreas Cieslar Casinos Austria Andrea Figl NÖM Manuela Hofbauer-Paganotta Medien­ gruppe Österreich Gabriele Holzleitner Mediaprint Michaela Huber OMV Karl Kainzner Diners Club Österreich Herbert Kling meinungsraum.at Susanne Koll OMG Omnicom Media Group Karin Köfinger KKKoefinger Hildegard Linsbauer DDB Tribal Sebastian Loudon Manstein Verlag Friederike Müller-Wernhart Mindshare Michael Nitsche Nitsche Barbara Palm Rewe Group Rainer Reichl Reichl und Partner Gerhard Riedler Mediaprint Dieter Scharitzer WU Wien Christian Schett Marchfeld Gerhard Schilling Almdudler Helmut Schliefsteiner Demner, Merlicek und Bergmann Jana Wiedemann PKP BBDO


Prime News

Freitag, 8. November 2013

AMS-Lohnkostenförderung gilt ab 2014 unbefristet Wien. Die Lohnnebenkostenförderung des Arbeitsmarktservices (AMS) für den 1. Mitarbeiter wird ab nächstem Jahr unbefristet verlängert. Ein-Personen-Unternehmen, die ihren ersten Mitarbeiter aufnehmen, erhalten mit dieser Förderung 25% des Bruttolohns im ersten Jahr bei durchgehender Beschäftigung zurück. Seit Beginn der AMS-Lohnkostenförderung 2009 wurden laut Sozialministerium 2.500 Arbeitsplätze gefördert. Die Beihilfe kostete bis dato 7,6 Mio. €. (APA)

© Global Family

Global Family Charity Resort: „Ferien für Arme“

Nigel Storny (Leaseplan), Toni Polster und Global Family-Gründer Karl Auer.

Salzburg. Die Non-Profit-Organisation Global Family Charity Resort sicherte sich mit Toni Polster und dem Promi-Fußballclub „FC Global Kickers“ das Interesse der Wirtschaft für Social Responsibility – und damit auch, so Global Family in einer Aussendung, „langfristig die Finanzierung für das ‚Reisebüro der Menschlichkeit‘“. Global Family wurde 2007 vom ehemaligen PR-Profi Karl Auer gegründet. Die Idee: Opfern von Gewalt, Armut, Katastrophen und unheilbarer Krankheit unbeschwerte Ferien zu ermöglichen. Größter Sponsor bislang ist Leaseplan – das Unternehmen der Fuhrwerksbranche sponserte Weihnachten 2012 ein Nissan-„Ferienfahrzeug“ in Partnerschaft mit Allianz Versicherung und Shell. www.global-family.net

© BFI Wien/Marko Zlousic

Neue Personalchefin im BFI Wien: Daniela Merz

Wien. Daniela Merz (36) leitet ab sofort die Personalabteilung des BFI Wien. Die gebürtige Hessin war zuletzt als Beraterin bei Deloitte Österreich, dem größten österreichischen Human Capital Berater, tätig. (red)

erratum

© Gewista

In der medianet-Ausgabe am Dienstag, 5. November 2013, ist uns auf Seite 6 („Heute im Special“) leider ein Fehler unterlaufen: Wir haben Epamedia-COO Brigitte Ecker fälschlicherweise als „Gewista-COO“ bezeichnet. Wir stellen somit richtig: GewistaCOO ist natürlich Hansjörg Hosp (Bild). Wir bedauern!

Frequenzauktion Auch Deutsche Telekom-Boss René Obermann kritisiert die teure Frequenzauktion in Österreich

Preis war „absurd hoch“

Obermann: „Was muss denn noch alles passieren, dass man seitens der Politik endlich aufwacht?“ Frankfurt/Wien. Auch der scheidende Deutsche Telekom-Chef René Obermann kritisiert die teure Frequenzauktion in Österreich. Er fordert ein Umdenken in der Politik. „Was muss denn noch alles passieren, dass man seitens der Politik endlich aufwacht und erkennt, dass man so den Unternehmen die Basis für weitere Investitionen entzieht?“, wurde Obermann bei seiner letzten Pressekonferenz als Chef des Bonner Konzerns am Donnerstag zitiert. „Die Zitrone ist ausgequetscht, mehr geht nicht, wenn man möchte, dass Europa auch in Zukunft eine wettbewerbsfähige Telko-Industrie hat, die

nicht zum Übernahmeobjekt wird.“ Die Versteigerung Ende Oktober in Österreich war, bezogen auf die Einwohnerzahl, die teuerste Frequenzauktion für schnelleres mobiles Internet (LTE) in Europa.

Insgesamt zwei Mrd. Euro Versteigert wurden sechs Frequenzblöcke im 800-MHz-Band, sieben Frequenzblöcke im 900MHz-Band und 15 im 1.800-MHzBand, und alle drei österreichischen Netzanbieter waren zum Zug gekommen: A1 Telekom erwarb 14 Pakete um rund 1,030 Mrd. €, die Deutsche Telekom-Tochter T-Mobi-

le neun Pakete um rund 654 Mio. € und Hutchison („Drei“) fünf Pakete um rund 330 Mio. €. Insgesamt erhält der Staat durch die Auktion 2,014 Mrd. €. „Die Gebühren liegen infolge des spekulativen Auktionsdesigns an der Spitze der in der EU eingehobenen Lizenzgebühren, während die Mobilfunk-Preise in Österreich zu den niedrigsten in der EU zählen“, schlug T-Mobile-Boss Andreas Bierwirth in die gleiche Kerbe: „Diese exorbitant hohen Lizenzgebühren entziehen den Netzbetreibern die dringend benötigten Mittel für den Netzausbau.“ Die gezahlten Preise seien „absurd hoch“, so Obermann. (APA/red)

© EPA/Jochen Lübke

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René Obermann (Bild) wird Ende ‘13 von Finanzchef Timotheus Höttges abgelöst.


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Freitag, 8. November 2013

© panthermedia.net/Ina Penning

feature@medianet.at

Service-Zoo Serviceorientierung Von Delfinen, Nilpferden und Spitzmäusen ...

© Highlight Fotostudio/B. Richter

Vincen z B a l d us Service-Experte und Buchautor

Delfine sind interessiert, aufmerksam, kommunikativ und freundlich – alles Eigenschaften, die man sich von Menschen im Dienstleistungssektor wünscht. Will man Kunden zu wirklichen Fans des ­eigenen Unternehmens machen, muss es gelingen, deren Erwartungen mit unvergesslichen ServiceErlebnissen nicht nur zu erfüllen, sondern immer wieder zu übertreffen. Dazu braucht es Menschen, die mit Leib und Seele Dienstleister sind – so der Service-Experte und Buchautor Vincenz Baldus. sylvia tomek

S Kunden suchen Menschen, die ihnen auf Augenhöhe begegnen, mit echter Wertschätzung, mit hoher innerer Beteiligung, mit festem Willen, die Probleme der Kunden zu lösen und ihre Wünsche zu erfüllen.“

eit Jahrzehnten befinden sich die Industrieländer auf dem Weg zur Dienstleistungsgesellschaft. Der Anteil der Dienstleistungen an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung sagt viel über den Entwicklungsstand einer Volkswirtschaft aus. Dominiert etwa in unterentwickelten Ländern noch Land- und Forstwirtschaft, so ist in Schwellenländern der sekundäre Sektor, also Industrie, Baugewerbe, Bergbau und Energiewirtschaft weit ausgeprägter. Reife Gesellschaften zeichnen sich dagegen durch einen dominanten Anteil am tertiären Sektor, der Dienstleistung, aus. Das gilt auch für Österreich: Laut Statistik Austria sind hierzulande mehr als die Hälfte aller Männer (57%) und mehr als drei Viertel aller Frauen (83%) im Dienstleistungssektor tätig – insgesamt 69% aller Beschäftigten. Nur noch 5% der Ar-

beiter und Angestellten verrichten ihren Dienst im primären Sektor und gerade mal ein gutes Viertel (26%) werkt im produzierenden Bereich.

Differenzierung mit Service Vor allem im letzten Jahrzehnt hat das Dienstleistungssegment massiv zugelegt und auch in Zukunft erwarten Experten insbesondere in wissensbasierten Branchen wie Consulting, Ausbildung und Gesundheit neue Arbeitsplätze. Der Gesundheitsbereich ist es im Übrigen auch, der gemeinsam mit dem Handel überdurchschnittlich viele Frauen beschäftigt. Ein zentrales Differenzierungsmerkmal für den einzelnen Dienstleistungsunternehmer ist die aus Kundensicht wahrgenommene Servicequalität. Was den Grad der Kundenorientierung und der Servicestandards betrifft, besteht in Österreich allerdings deut-

licher Nachholbedarf – vor allem im Vergleich zu Ländern wie den USA. Mangelnde Freundlichkeit beim Personal, lange Warteschlangen im Handel oder die fehlende Wahrnehmung von speziellen Kundenwünschen sind nur einige von vielen Beispielen. Die Folgen: unzufriedene Kunden, die abwandern, negative Mundpropaganda, Imagedefizite und hohe Kosten bei der Neukundengewinnung.

Dienen mit Leistung „Es wird dringend Zeit für eine Kultur, die uns den Weg in eine neue und bessere Zukunft weist, die Menschen anspornt, die Probleme anderer Menschen immer besser zu lösen – um damit eine sichere Existenzgrundlage zu gewinnen“, so der auf das Thema Service spezialisierte Unternehmensberater und Buchautor Vincenz Baldus. Seiner Ansicht nach komme es nicht in erster Linie

auf die Produkte und Prozesse in einer Dienstleistungsgesellschaft an, sondern vielmehr auf die persönliche Service Qualität (PSQ) des Menschen, die getragen sei von einer entsprechend hohen Dienstleistungsbereitschaft. Baldus („Lust auf Dienstleistung? Vorsicht: Tierische Fallen!“) benutzt gern Metaphern aus dem Tierreich, um das Mitarbeiterverhalten in Dienstleistungsunternehmen zu charakterisieren. Seine hochnäsigen Spitzmäuse, bissigen Krokodile und armen Schweine findet man überall, ihre Geisteshaltung steht symbolhaft für die Art der Kommunikation, mit der Dienstleistungsnehmer heute bedacht werden. Delfine dienen mit Lust, Liebe und Leidenschaft. Sie sind Leistungsträger, Mit-Arbeiter, Mit-Gestalter und Mit-Unternehmer, die ihre Arbeit mögen und dem Kunden eine Wertschätzung entgegenbringen. Sie dienen, um zu verdienen und bemühen sich um


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feature@medianet.at

die kleinen alltäglichen Wünsche, Probleme und Begehrlichkeiten ihres Gegenübers – geleitet vom Bewusstsein, dass es die Kunden sind, die Arbeit und Geld ins Unternehmen bringen.

Wenig bis keine Motivation

© panthermedia.net/José Manuel Gelpi

Doch es gibt auch das genaue Gegenteil. Laut Gallup-Engagement Index fühlen sich hierzulande nur 23% der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen verbunden. Es ist davon auszugehen, dass sie mit weit weniger Lust bei der Sache sind, weniger Ideen haben und sich insgesamt deutlich weniger einbringen. Auch bei unseren deutschen Nachbarn scheint sich die Bindung an den Arbeitgeber im Sinkflug zu befinden. Knapp ein Viertel der Beschäftigten (24%) hat innerlich bereits gekündigt. Sie finden das Betriebsklima schlecht, können sich mit ihrer Arbeit nicht identifizieren und gehen gegenüber ihrem Unternehmen auf Distanz. 61% machen nur mehr Dienst nach Vorschrift – sie zeigen quasi unerwünschtes Verhalten, das zulasten der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit ihrer Arbeitgeber geht. Eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber, verbunden mit hohem Engagement und besonderem Einsatz, legen nur 15% an den Tag. Die von derlei Einstellung verursachten Kosten durch Produktivitätseinbußen, Mitarbeiterfluktuation und Fehlzeiten beziffert Gallup allein für Deutschland mit über 122 Milliarden Euro pro Jahr. Nach Baldus’ tierischer Metapher handelt es sich bei manchen dieser Mitarbeiter um gleichgültige

© Erich Stadler

e r i c h sta d l e r Initiator der ServiceInitiative Leitbetrieb; www.leitbetrieb.com

Untersuchungen im deutschsprachigen Raum zeigen, dass mehr als zwei Drittel der Kunden mit der Servicequalität nicht zufrieden sind und den Unternehmen deswegen rund ein Viertel ihres Umsatzes ­entgeht.“ Nilpferde mit Stechuhr-Mentalität und ausgeprägter Resistenz gegenüber Veränderungen. Dickfellig, schwerfällig und gleichgültig erklären sie ihren Kunden vor allem das, was nicht geht. Dienst-nachVorschrift gemäß dem Motto: Son-

derwünsche gibt es nicht. „Sie sind das eigentliche Übel in einem Unternehmen, das wirklich etwas unternehmen will, das in der DienstLeistungsgesellschaft wirkliche Spitzenleistungen erbringen will“, so Baldus. Das weiß Erich Stadler, Gründer der Online-Plattformen „Leitbetrieb Österreich“ (www.leitbetrieb. com) und der Service-Oase (www. service-oase.info) zu bestätigen: „Untersuchungen im deutschsprachigen Raum zeigen, dass mehr als zwei Drittel der Kunden mit der Servicequalität nicht zufrieden sind und den Unternehmen deswegen rund ein Viertel ihres Umsatzes entgeht. Unterm Strich summieren sich Mängel beim Kundenservice zu einem betriebswirtschaftlichen Faktor, der den Weiterbestand eines Unternehmens ernsthaft bedrohen kann.“ Stadler hat vor 25 Jahren die Akzepta-Group gegründet und sich dabei auf die „totale Kundenloyalität“ konzentriert. Mittlerweile zählt sein Unternehmen zu einem der bedeutendsten Anbieter im Segment der Forderungsrealisierung im deutschsprachigen Raum.

Was denkt die Zielgruppe? Objektiv betrachtet, nimmt die Austauschbarkeit von Unternehmen und Produkten zu. Die Angebotsfülle ist erdrückend, Menschen fühlen sich orientierungslos und überfordert. Subjektiv glaubt jeder Anbieter hingegegen, unverwechselbar anders zu sein als der Mitbewerb. Entscheidend ist laut Baldus aber allein die Meinung und Bewertung der anvisierten Zielgruppe: „Wenn eine Marke zum

Gähnen langweilig ist, besitzt sie keinerlei Anziehungskraft mehr. Nur dann, wenn eine Marke leben­ dig ist, wirkt ihre Sogkraft auch auf Menschen und Unternehmen, die bisher noch nicht zu unseren Kunden gehören.“ Und weiter: „Die Sogkraft Ihres Unternehmens erhöhen Sie dann, wenn Sie die Erwartungen Ihrer Kunden, Ihrer Zielgruppe wesentlich anders und besser erfüllen als der Wettbewerb – und erst recht, wenn Sie diese Erwartungen immer wieder übertreffen.“ Unternehmen müssen in die Bedürfniswelt der Kunden eintauchen, deren Probleme erkennen und individuelle Lösungen entwerfen. Das neue Service-Verständnis bietet Lösungen statt Produkte und individuelle Hilfestellung statt Massenkonsum. Jeder Mensch ist einzigartig und will auch persönlich einzigartig betreut werden. Je besser eine spezielle Dienstleistung ein Kundenproblem löst, umso höher darf ihr Preis sein. Damit können Unternehmen der „Geiz-ist-Geil“-Mentalität entrinnen. Baldus dazu: „Kunden suchen wirkliche Service-Partner! Kunden suchen Menschen, die ihnen auf Augenhöhe begegnen, mit echter Wertschätzung, mit hoher innerer Beteiligung, mit dem festen Willen, die Probleme der Kunden zu lösen und ihre Wünsche zu erfüllen.“ So zitiert er etwa Rosenberger, die sich dieses Motto auf die Fahnen geheftet haben; auf seiner Homepage wirbt das Gastro-Unternehmen (mehr als 700 Mitarbeiter) mit „bester Gastlichkeit an Österreichs Autobahnen“. Aus dem Unternehmen heißt es: „Wir schulen unsere Mitarbeiter nicht auf gast-

freundliches Verhalten, wir stellen von vornherein nur gastfreundliche Mitarbeiter ein.“

Serviceversprechen halten Überdurchschnittlich kundenorientierte Mitarbeiter werden Kunden begeistern und ein nachhaltig positives Erlebnis vermitteln. Umwerfenden Service anzubieten bedeutet, den Dienst am Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und sein Serviceversprechen zu halten. „I’m lovin it“ – selbst wenn sich der Slogan auf die gereichten Speisen bezieht, erwartet der Gast bei McDonald’s ein dementsprechendes Verhalten der Mitarbeiter: Ein Lächeln, die richtige Wahl der Worte, die persönliche Wertschätzung des Kunden und eine serviceorientierte Einstellung. Kein Verständnis gibt es für mürrisches Verhalten und Grantlertum – wenn der Mitarbeiter den persönlichen Frust am Kunden auslässt. Dabei ist jedem klar, was in puncto Service-Niveau erwartet werden darf: kein Porzellangeschirr, keine Kellner, Self-Service – Ablauf und Produktqualität sind in allen Filialen gleich. Durch standardisierte Prozesse und einheitliche Kommunikation kann die Kundenerwartung konstant gehalten werden. Keine Überraschungen. Die Wiederholbarkeit der Kundenerfahrung ist wesentlich für zuverlässigen Service. Sie sollte immer gleich beeindrucken, egal wo der Kontakt stattfindet. Vincenz Baldus: Lust auf Dienst­ leistung? Vorsicht: Tierische Fal­ len! ISBN: 978-3-9807324-3-7, Verlag Service Edition


the opinion

8 – medianet

Signaturen Ein internationales Chaostheoretikerteam hat nun, berichtet das US-amerikanische Technologie-Magazin Wired, eine Möglichkeit gefunden, extreme Ereignisse innerhalb komplexer Prozesse – sogenannte Dragon Kings –, wie etwa einen globalen Finanzcrash, mit hoher Wahrscheinlichkeit vorherzusagen – zumindest unter Laborbedingungen ... Der Versuch einer banalen Erklärung einer komplizierten Geschichte: Manche Extremereignisse, so die Forscher, die innerhalb komplexer Systeme auftreten, sind berechenbar. Besser: Ein chaotisches System mag in seinem Verhalten zufällig erscheinen, aber dennoch erkennbare Muster, Signaturen, bilden, deren Folgen abschätzbar und in Folge beeinflussbar sind.

Blasen-Berechnungen Erste ermutigende Ergebnisse werden von Berechnungen von Anomalien an den Finanzmärkten gemeldet, aber die Hypothesen eignen sich unter Umständen in einer späteren Ausbaupha-

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Kassandra und der Drachenkönig Der Schmetterlingseffekt erlebt ein Revival in der Erforschung von Dragon Kings. Was nach „Paradiese der Tiere“ klingt, dreht sich realiter um Trojanische Pferde. sabine bretschneider

se ebenso für das Erkennen der Frühsignale von Tsunamis, Erdbeben oder großflächigen Stromausfällen. Wobei die Forscher durchaus relativieren: Allein die Signale zu hören, sei noch keine Garantie dafür, dass die Ereignisse auch tatsächlich kontrollierbar werden.

Allerdings stellt sich jetzt dennoch die Frage, ob – abgesehen von relativ unvorhersehbar scheinenden Naturkatastrophen – es tatsächlich komplizierte mathematische Modelle braucht, um Extremereignisse vorauszusehen. Sämtliche Blasen der vergangenen Jahre, die letztendlich, als sie mit großem

Getöse platzten, große Teile der Weltwirtschaft gravierend beeinträchtigten, wurden im Vorfeld ohnehin warnend angekündigt. Zu jeder crashähnlichen Entwicklung der letzten Zeit finden sich – im Nachhinein flott recherchiert – die innerhalb ihrer Prognosen durchaus detailliert aufgeschlüsselten Warnungen kompetenter Experten. Aber hat es was genützt? Am Beispiel Börse betrachtet, geht es oft ja nicht unbedingt darum, dass man den Abschwung nicht ahnen könnte ... Aber dem Abschwung ging ein lebhaften Aufschwung voraus. Und wer zu früh die Reißleine zieht, verpasst unter Umständen ein Vermögen. Wer die Lehre vom richtigen Zeitpunkt beherrscht, lacht am längsten. Und ein hölzernes Pferd ist eben allemal leichter identifizierbar als eine bis zum Platzen gefüllte Hypothekenblase ...

Gastkommentar Erfolgsfaktoren des Multi-Channel-Managements

Des Kunden Bedarf an „more ways to shop“

zitat des ta g es Zitat des Friedensnobelpreisträgers Barack Obama im Buch „Double Down“ der Journalisten Mark ­Halperin und John Heilemann

Der Handel der Zukunft ist der Multi-Channel-Handel. Grundsätzlich ist es im Handel nichts Neues, unterschiedliche Absatzkanäle zu bedienen, man denke nur an die Tradition der Versandkataloge. Echtes Multi-Channel-Retailing bedeutet die enge Kombination elektronischer Online-Kanäle mit dem stationären Verkauf. Hervis zeigt, dass der Online-Vertrieb eine große Chance für den stationären Handel ist: Die Verschränkung beider Kanäle ist nicht nur ein Wettbewerbsvorteil gegenüber dem reinen Onlinehandel, sondern auch ein klarer Erfolgsfaktor für die Filialen. Es ist die Abkehr vom traditionellen Handelsverständnis, denn es geht um weit mehr als nur um die Erschließung neuer Kundengruppen und Märkte durch einen neuen Absatzkanal. Es geht darum, den Kundenwunsch nach reibungslosem Channel-Hopping und dem gesteigertem Bedürfnis nach mehr Informationen nachzukommen.

Ich bin gut darin, Leute zu töten www.zitate . at

Anforderung: selbstverständlich und reibungslos Das Einkaufsverhalten hat sich grundlegend geändert: Ein Konsument wird etwa durch einen klassischen, gedruckten Flyer auf ein Produkt aufmerksam, er geht ins Internet, um sich mehr Informationen dazu zu holen. Anschließend besucht er eine Filiale des Händlers, um die Ware zu begutachten. Er entscheidet sich, das Produkt zu kaufen. Mittels QR-Code, der am Produkt angebracht ist, geht er via Mobiltelefon direkt in den Onlineshop des Händlers, bestellt das Produkt und lässt es sich bequem nach Hause liefern. Auch wenn er sich nach „Es geht um weit Erhalt der Ware etwa für eine andere Farbe entscheidet und mehr als nur um die sie in der Filiale umtauschen will, muss dies selbstverErschließung neuer ständlich und reibungslos funktionieren. Kundengruppen und Dieses einfache Beispiel zeigt, dass eine Vielzahl unMärkte durch einen terschiedlicher Faktoren den Erfolg des Multi-Channel-Maneuen Absatzkanal.“ nagements ausmacht. Etwa ein zentrales CRM, also ein Alfred Eichblatt, Hervis kanalübergreifendes und zentralisiertes Kundenmanagement, das dem Kunden kompetent zur Seite steht, egal in welchem Kanal er sich gerade bewegt. Attraktive Marktplätze – in die Multi-Channel-Schnittstellen integriert sind – ergänzen den Onlineshop strategisch und sind für den Erfolg entscheidend. Paradebeispiel für eine erfolgreiche Integration der Onlinewelt in den stationären Handel ist der Hervis Future Store im Wiener Einkaufszentrum The Mall: Das Konzept ist derart erfolgreich, dass es bald europaweit in die Hervis-Filialen installiert wird. Multi-Channel-Management bezieht also zahlreiche verschiedene Unternehmensfaktoren ein. Im Zentrum aller Aktivitäten steht für Hervis der Kunde und sein Bedarf an ‚more ways to shop‘, nämlich die Nutzung verschiedener Einkaufsmöglichkeiten in der Filiale ebenso wie online, kombiniert mit neuen Informationskanälen und den Services des stationären Handels.

© APA/Herbert Neubauer

heute im business weekend

„Ich finde es bedauerlich, dass eine junge engagierte Frau, die einen hervorragenden Piloten gemacht hat, jetzt nicht dabei ist, und Männer offenbar besser wissen, wie so etwas gemacht wird.“

„Ich bin ein Genussmensch, ich esse gern gut, ich trinke gern gut. Mit einer Vegetarierin könnte ich nicht sehr viel anfangen.“ Spitzenkoch Reinhard G erer , s . 7 6

© Michael Gruber/Hervis

© APA/Georg Hochmuth

OR F- G enerald ire k t o r ­Al exan der Wra be t z , s. 1 0

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mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis, Oliver Jonke Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

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Alfred Eichblatt, Geschäftsführer Hervis, www.hervis.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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freitag, 8. November 2013 – 9

Event

Exklusiver FM4-Gig von Shantel & ­Bucovina Club im RadioKulturhaus Seite 14

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marketing & media Etat

Gala

Havas Worldwide Wien als Leadagentur für Pernod Ricard Austria Seite 14

Effie 2013 im Wiener MuseumsQuartier Seite 16 © medianet/Szene1/Katharina Schiffl

„Hier geht es um die ­Zukunft der Privatradios“

www.mhoch3.at

© APA

short

© medianet/Szene1/Christian Mikes

Peter Kropsch, Geschäftsführer der Austria Presse Agentur, bezeichnete den vollzogenen Relaunch der APA-Website als „gelungene Case Study für die integrierten Leistungen der gesamten Gruppe“. Das neue Portal bietet News und sämtliche Unternehmensinfos. Seite 11

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Helmut Hanusch, Präsident Verein Mediaserver, präsentierte beim Forum Mediaplanung weitere Schritte in Richtung des neuen Medienforschungstools: Ergebnisse der Pilotstudie sollen im März 2014 vorliegen, eine Fusion der Studien ist ab Juli 2014 möglich. Seite 14

© dpa/Andreas Gebert

Beschwerde Nach dem TV-Programm knöpfen sich die Privaten nun die ORFRadios vor – insbesondere Ö3. Den hält man für einen mit Gebühren finanzierten, zu „privat“ programmierten Sender. Ernst Swoboda erklärt in medianet die ­Hintergründe und zieht ansonsten eine positive Bilanz für 2013. Seite 10 Brian Sullivan, Konzernchef der Österreich-Mutter Sky Deutschland, präsentierte aktuelle Unternehmenszahlen für das dritte Quartal. So erreichte der Pay TV-Sender die Gewinnzone, bei der Abonnentenanzahl setzte sich das Wachstum fort. Seite 14

Award Karin Strobl gewinnt Journalistinnen-Auszeichnung

„Medienlöwin“ 2013 für V-Frage

DDB Tribal brachte „Unser Essen. Eure Fragen.“ für McDonald‘s nach Österreich.

© RMA

© DDB Tribal

medianet tv heute

Geehrt: Karin Strobl, Chefredakteurin der Regionalmedien Österreich.

Wien. Beim 15. Journalistinnenkongress ist die „Medienlöwin“, eine Journalistinnen-Auszeichnung für herausragende Leistungen in frauenspezifischer Berichterstattung, verliehen worden. Der Preis ging an die Chefredakteurin der Regionalmedien Österreich, Karin Strobl; ihre Kollegin Barbara Coudenhove-Kalergi wurde für ihr Lebenswerk geehrt. Karin Strobl drehte nämlich den Spieß um und stellte die sogenannte V-Frage, also jene typische Frage nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie, auch Männern. Dies dürfte auch der Jury imponiert haben, war zu vernehmen. (APA)

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10 – medianet

Freitag, 8. November 2013

KroneHit Ernst Swoboda zieht in medianet Bilanz über ein weiteres erfolgreiches Jahr – sowohl wirtschaftlich, als auch im Hörermarkt

„Dass uns Ö3 kopiert, würde ich ja noch als Kompliment sehen …“ … aber eine solche Programmierung mit Gebühren zu finanzieren, ärgere ihn dann doch, so KroneHit-GF Ernst Swoboda im Talk. hören stets beim gleichen Sender. Insgesamt bezeichnet Swoboda die kommende Entscheidung als „richtungsweisend“. „Es geht um nichts mehr oder weniger als um die Frage, ob Privatradio in Österreich eine Zukunft hat.“ Ein Spruch zugunsten der Privaten wäre ein „Quantensprung“, so Swoboda. Keinen solchen Fortschritt sieht er im aktuellen Versuch der heimischen Befürworter, das Thema

dinko fejzuli

Wien. Eigentlich kam er 2004, um den Radiosender zu verkaufen. Heute, fast zehn Jahre später, wird man beim Eigentümer froh sein, dass dies dann doch nicht passiert ist: „Gott sei Dank hat sich sehr schnell herauskristallisiert, wie viel Potenzial in KroneHit steckt. Das nötige Quäntchen Glück war auch dabei, und so hat sich der Sender bis heute sehr gut entwickelt“, so Geschäftsführer Ernst Swoboda im medianet-Gespräch.

digitale Welt. Die entscheidende Frage der Zukunft ist nicht, neue lineare terrestrische Dienste, sondern nichtlineare Dienste zu entwickeln.“ Deshalb ist Swoboda davon überzeugt, dass DAB+ „veraltet“ ist und „keine Chance“ am Markt hat. Zum „Verhinderer“ möchte er aber nicht werden: „Wenn es unbedingt nötig ist, dass wir dabei sind, dann sind wir dabei“, so Swoboda zu einem kommenden DAB+ Testbetrieb in Wien. Rosigere News als beim Digitalradio vermeldet Swoboda, wenn es um das eigene Unternehmen geht. „Mit einem Umsatzerlös von 22 Mio. Euro und knapp sechs Mio. Euro Gewinn“ sei er mit dem zur Neige gehenden Jahr 2013 sehr zufrieden. „Bei den Werbezeiten sind wir fast ausgelastet.“ Doch „ausreizen“ möchte er diese aus programmlichen Gründen lieber nicht: „Es ist mir viel wichtiger, dass das Programm gut ist und wir längere Musikstrecken haben, als auch die letzte mögliche Werbeminute vollzustopfen.“ Und auf einem anderen Feld scheint auch Frieden eingekehrt zu sein: Nach leichten Unstimmigkeiten mit der RMS, dem Werbezeitenvermarkter der Privatradios, gebe es hier seit Längerem schon wieder ein „gutes Miteinander“. Und auch wenn man mittlerweile aus eigener Kraft stark genug wäre, ein Ausstieg aus der RMS sei absolut kein Thema. „Das haben wir aus unserer wirtschaftlichen Situation heraus nicht nötig. Außerdem hat KroneHit eine Verantwortung gegenüber den Privaten. Der Ausstieg aus der RMS wäre kein verantwortungsvoller Umgang. Wir haben ja doch den primären Fokus, den dualen Rundfunk aufzubauen“, so Swoboda abschließend.

„Mit einem Umsatz­

970.000 Hörer täglich

Euro und knapp sechs Millionen Euro Gewinn in 2013 sind wir sehr zufrieden.“ ernst swoboda, gf kronehit

KroneHit-GF Ernst Swoboda kann sich von Mal zu Mal über immer mehr Hörer freuen.

immer so privat programmiert wie kein anderes öffentlich-rechtliches Radioprogramm in Europa. Doch gerade im Laufe des letzten Jahres ging der Sender noch mehr in Richtung privater Programmierung“, sagt Swoboda. Dass Ö3 in manchen Dingen KroneHit sogar kopiere, nimmt er als Kompliment: „Es ehrt uns und es würde uns nicht stören, weil wir in manchen Bereichen schon den Anspruch erheben können, das Original zu sein. Aber es ist nicht okay, dass eine aus öffentlich-rechtlichen Mitteln gespeiste Rundfunkanstalt so privat programmiert wird. Generell haben wir festgestellt, dass die

Genres Sport, Information, Kultur und Unterhaltung nicht in einem ausgewogenen Maß vorliegen und deshalb auch die Beschwerde eingebracht.“ Bei der Eingabe selbst steht im Gegensatz zum Fernsehen, wo es um eine Gesamtbetrachtung des Angebots geht, die Einzelkanalbetrachtung im Fokus: „Beim Radio geht es weniger um die Verweildauer, als um die Auswahl des Radiosenders. Denn, so Swoboda, im Unterschied zum Fernsehverhalten, wo man oft zwischen unterschiedlichen Programmen switsche, um bestimmte Inhalte zu sehen, bleibe man in der Regel beim Radio-

© Dumont

DAB+ ist „veraltet“ „Ja, DAB+ war zu Beginn eine tolle Vision, als wir alle noch analog waren. Aber jetzt gibt es die

Usermagneten Eigenproduktionen wie „Bauer sucht Frau“

Ö1 Noch vor dem Start gibt es Streit um Ausrichtung

Wien. Erfreuliches hatte diese Woche der Privatsender ATV zu vermelden: Sein Portal www.atv.at konnte im Oktober über eine Mio. Videoviews verzeichnen „und platziert sich damit als Top-VideoPlattform, die nicht nur tolle Abrufzahlen erreicht, sondern auch eine überaus attraktive Zielgruppe“, so der Sender in einer Meldung. Als „Usermagneten“ hätten sich dabei die derzeit auch im Fernsehen laufenden ATV-Produktionen, allen voran „Teenager werden Mütter“, gefolgt von „Bauer sucht Frau“, erwiesen. Außerdem trugen die beiden Live-Streams zu den Matches der österreichischen Fußballnationalmannschaft gegen Schweden bzw. Färöer zum erfreulichen Ergebnis bei. Die Zugriffe selbst verteilen sich beinah gleich auf beide Geschlechter, wobei 71% der User zwischen 14 und 39 Jahre sind. Am stärksten lockt das Bewegtbild-Angebot die 20- bis 29-jährigen User, welche wiederum vor allem Info- und Infotainmentformate wie „ATV Die Reportage“, „ATV Aktuell“, „Dokupedia“ oder auch „ATV Meine Wahl“ abrufen.

Wien. Das geplante Medienmagazin im ORF-Radio Ö1 sorgt noch vor dem Start für erste Misstöne. Nachdem die freie Ö1-Journalistin Barbara Kaufmann, die einen ersten Piloten für das neue Format produziert hat, am Dienstag ihre Mitarbeit an dem Projekt zurückgezogen hatte, sah ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz deshalb am Mittwoch vor dem ORF-Publikumsrat noch Gesprächsbedarf.

© www.atv.at

atv.at: eine Million Videoviews

Falken „Sieh meinen Sohn Thomas böse an und er sticht dir ein Auge aus. Stell ihm ein Bein und er schneidet es dir ab“, sagt sein Vater über den jungen Cromwell. 35 Jahre später verläuft Thomas Cromwells Aufstieg am Hofe von Henry VIII parallel zu dem von Anne Boleyn, Henrys zwei­ ter Frau. Intrigen, heimliche Liebschaften und der Durst nach Macht erfüllen die Tudor-Gesellschaft, deren Schatten bis in unsere Zeit reicht. Die Forsetzung des Bestsellers „Wölfe“ widmet Hilary Man­ tel dem erschreckendsten Kapitel der englischen Geschichte: der Zerstörung Anne Boleyns. 22,99 €, Dumont Verlag, ISBN: 978-3-8321-9698-1.

DAB+ in Österreich in den Markt zu heben. Zum Thema Digitalradio meint Swoboda nämlich, dass dieses schon längst existiere und besonders von KroneHit erfolgreich betrieben werde, nämlich in Form von Webchannels. Vom Versuch, das Thema DAB+ (Digital Audio Broadcasting) in Österreich zu pushen, hält er eher wenig (hier soll ja in naher Zukunft ein Testbetrieb in Wien starten Anm. d. Red.).

Zuspruch für das ATV-Bewegtbild­Angebot auf www.atv.at & www.atv2.at.

„ATV.at punktet bei gut gebildeten und an Information interessierten Usern“, so der Sender, denn fast 40% der 12- bis 29-jährigen User nützen das InfotainmentAngebot auf ATV.at, während der ÖWA Plus-Schnitt in dieser Sparte bei 20% liegt. Weiters sind die ATV. at-User überdurchschnittlich gut gebildet, 42% haben einen Maturaoder Universitätsabschluss. „Ein weiterer toller Wert, der für ATV.at bzw. die ATV-Eigenproduktionen spricht und der weit über dem bei ca. 30 Prozent liegenden Durchschnitt der übrigen, von ÖWA Plus ausgewerteten Angebote liegt“, so ATV in seiner Aussendung.

Misstöne um ORF-Medienmagazin Wrabetz hofft im Zusammenhang mit dem Medienmagazin jedenfalls auf eine weitere Zusammenarbeit mit Kaufmann. Das Format soll ab dem Frühjahr 2014 zunächst mit einem monatlichen Sendeplatz starten und in weiterer Folge rasch in wöchentlicher Abfolge gesendet werden, wofür sich am Mittwoch auch mehrere Publikumsräte ausgesprochen haben. Die grundsätzlichen Anforderungen und Erwartungen an das Medienmagazin müsse man intern erst weiterskizzieren, erklärte Wrabetz. Publikumsräte plädierten für eine rasche Umsetzung. (APA)

Wrabetz bedauert Rückzug „Ich finde des bedauerlich, dass eine junge engagierte Frau, die einen hervorragenden Piloten gemacht hat, jetzt nicht dabei ist, und Männer offenbar besser wissen, wie so etwas gemacht wird“, erklärte Wrabetz in Richtung ORF-Radio. Man werde das intern noch diskutieren müssen, so der ORF-Chef. Radiodirektor Karl Amon hatte zuvor den Innenpolitik-Redakteur Stefan Kappacher mit der Leitung des Medienmagazins betraut, das laut Amon in der Hörfunkinformation unter RadioChefredakteur Hannes Aigelsreiter angesiedelt werden soll.

© APA/Herbert Neubauer

tipp des tages

erlös von 22 Millionen

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

So zeigt auch der Radiotest für das 1. Halbjahr 2013 ein inzwischen bereits gewohntes Bild: Während Radio insgesamt – auf sehr hohem Niveau – stabil bleibt bzw. leicht zurückgeht, setzt sich das Reichweitenwachstum von KroneHit weiter fort. Mit 12,1% Tagesreichweite hören bereits rund 910.000 Menschen täglich (Mo-So) den einzigen nationalen PrivatRadiosender. Wochentags sind es sogar knapp 970.000 Hörer täglich, was eine Reichweite von 12,9% ergibt, womit der Sender im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rund 70.000 neue Hörer neu dazugewinnen konnte. So weit die Kennzahlen für den eigenen Sender. Auf der anderen Seite machte KroneHit-Geschäftführer Swoboda kürzlich von sich reden, als er federführend – gemeinsam mit dem VÖP – eine Beschwerde gegen die ORF-Radios bei der Medienbehörde einbrachte. Der Vorwurf: Das ORF-Radioangebot insgesamt, aber vor allem Ö3, entspreche bei Weitem nicht den gesetzlichen Vorgaben für den öffentlich-rechtlichen Programmauftrag. Swoboda gegenüber medianet: „Ö3 war schon

A. Wrabetz hofft auf Einigung im Streit um geplantes Ö1-Medienmagazin.


M e di e n

Freitag, 8. November 2013

medianet – 11

Digital Wichtigste News und Unternehmensinformationen unter www.apa.at

Wien. Die Austria Presse Agentur APA hat Mitte der Woche ihre neu gestaltete Website gelauncht. Diese soll dem User einen kompakten Überblick zur Nachrichtenagentur bzw. deren Leistungsspektrum bieten. Optisch setzen die Macher auf aufgeräumtes, klares und für mobile Devices optimiertes Design. Peter Kropsch, Geschäftsführer APA – Austria Presse Agentur, zum Relaunch: „In die Entwicklung und Erstellung des neuen Webauftritts sind die inhaltlichen,

gestalterischen wie auch die technologischen Kompetenzen des gesamten Hauses eingeflossen. Sie ist demnach auch eine gelungene Case Study für die integrierten Leistungen der gesamten Gruppe.“ Die Website basiert auf dem Content Management-System Gentics Content.Node und damit auf der Technologie der jüngsten APA-Tochter. Die Gentics Software GmbH ist seit Jänner 2013 Teil der Unternehmensgruppe. Auf der Homepage der neuen

Website bietet die APA zudem einen Überblick über relevante News mit Top-Meldung, gefolgt von weiteren Nachrichten der verschiedenen Ressorts. Darüber hinaus zeigt die APA am neuen Portal das gesamte Leistungsspektrum der Gruppe inklusive der neuen Tochterunternehmen und präsentiert innovative Projekte, Specials, Veranstaltungen, Services und Ähnliches ebenso wie aktuelle Aussendungen des Unternehmens. (red) www.apa.at

© www.apa.at

APA relauncht ihr Webportal

Eine „gelungene Case Study für die integrierten Leistungen der gesamten Gruppe“, nennt APA-Geschäftsführer Peter Kropsch den Relaunch von www.apa.at

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Quelle: Leserumfrage 10/2013 | ÖAK geprüfte, verbreitete Auflage im 1. HJ 2013 | ÖWA geprüfe Zahlen im September 2013


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12 – medianet

Freitag, 8. November 2013

Fernsehen zum Gernsehen Herrn und Frau Österreicher sind VOX-Fans: die Highlights für 2013/2014

Volles Powerprogramm: nicht nur in der VOX-Primetime Eigenproduktionen sind ein wesentlicher Erfolgsmotor, Serien-Importe aus den USA ein weiterer Quotenbringer. Die österreichische Werbewirtschaft findet auch in der neuen VOX-Saison ein spannendes und abwechslungsreiches Umfeld. Kommentar Starkes Spektrum, große Formatbandbreite

Die Besten Sänger

Kai Sturm, Chefredakteur VOX.

Kommentar Quotenhits & Top-Reichweiten in Serie

Walter Zinggl, Geschäftsführer IP Österreich.

© Photo Simonis, Wien

Wien. VOX bietet seit Jahren außergewöhnliche Charaktere, gute Unterhaltung und niveauvolle Information und ist neben RTL der quotenstärkste Sender in unserem TV-Portfolio. Mit 6,3% YTD-Marktanteil in der Zielgruppe der 12- bis 49-jährigen Frauen erreicht VOX abermals einen Platz unter den Top 3 Privatsendern in Österreich. Auch für die werberelevante Zielgruppe Frauen 18-59 wird bis Jahresende Platz 3 unter den erfolgreichsten Privatsendern anvisiert. Dass VOX aber auch bei den Männern beliebt ist, zeigen die Quoten des Doku-Events „We Are The Champions – 40 Jahre Queen“ vom letzten Samstag. Hier konnten wir 8,4 Prozent Marktanteil bei der männlichen Zielgruppe der 18- bis 59-Jährigen erzielen. Die bewährten Programmsäulen US-Serien, Eigenproduktionen und Spielfilme sorgen seit Jahren für hohe Reichweiten. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches VOX-Jahr 2014, in dem wir unseren Kunden wieder qualitativ hochwertige und attraktive Werbeumfelder anbieten können.“

© VOX/Naidoo Records/Alexander Laljak

Attraktives Werbeumfeld

Real Cool runnings

© Friesinger/VOX/Timmo Schreiber

VOX bringt sie in die heimischen Wohnzimmer: Die besten Sänger. In dem frischen, mehrteiligen Musik-Format bittet Xavier Naidoo sechs der besten deutschen Künstler unterschiedlichster Musikgenres zum ultimativen Gipfeltreffen! Im Gepäck haben die Stars ihre Geschichten, Anekdoten und persönlichen Erlebnisse – und natürlich ihre allergrößten Hits. Die Proponenten der Musikszene treffen einander in einer exklusiven Location und verbringen dort eine entspannte Zeit. Unter südlicher Sonne covern sie die jeweils größten Hits ihrer namhaften Musik-Kollegen. Pro Abend steht einer der Künstler und sein Repertoire im Rampenlicht. Dieser kürt schließlich die beste Cover-Performance seiner Kollegen. Als Gastgeber führt der Mannheimer Ausnahmemusiker und Produzent Xavier Naidoo durch die unterhaltsamen Abende und steht selber als musikalischer Teilnehmer mit seiner Musik im Mittelpunkt.

Neu bei VOX ist auch Anni Friesinger! Die deutsche Eisschnellläuferin, die alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, stellt sich einer neuen Herausforderung: In Real Cool Runnings will sie vier kenianische Weltklasseläufer auf die Eisbahn bringen und in nur zehn Wochen für den 100-Kilometer-Eislaufmarathon auf dem Kärntner Weissensee fit machen. Auch das Zusammenleben in einer bayerischen Gastfamilie birgt für die Winterathletin und die Neo-Eisprinzen einige Überraschungen.

Der Kreativität der musikalischen Größen sind dabei keine Grenzen gesetzt. „Ich darf bei VOX, dem Sender mit meinem X, in der neuen TV-Season etwas komplett Neues machen“, so der Host des neuen Formats. „Das Besondere ist: Wir performen nicht einfach unsere eigenen Songs“, sagt Xavier, „sondern wir singen die Songs und Megahits der anderen. Ist das nicht krass! Ich freue mich auf spektakuläre Abende mit cooler Musik, guten Gesprächen und allem, was dazugehört!“ Für VOXGeschäftsführer Bernd Reichart ist hochkarätige Unterhaltung garantiert: „Wir freuen uns sehr, dass wir Xavier Naidoo für ‚Die besten Sänger‘ gewinnen konnten. Diese VOX-Neuentwicklung steht für das, was wir in dieser Season weiter vorantreiben wollen: Wir wollen mit starken Charakteren in einzigartigen Formaten die Zuschauer für uns gewinnen.“ Die besten Sänger ist für 2014 bei VOX geplant. Produziert wird das neue Musik-Format von Schwartzkopff TV im Auftrag von VOX.

Tortenschlacht

Wer backt am Besten?

In der neuen VOX-Back-Show Tortenschlacht – Wer backt am besten? treten seit dem 2. November, jeweils samstags um 17 Uhr, vier Hobbybäcker mit Tortenspritze & Co an. Wer überzeugt mit seinem Backtalent vor der Kulisse des Schloss Neuhardenberg in Brandenburg? Die Jury, bestehend aus Köchin und Autorin Sarah Wiener sowie Konditor-Weltmeister Bernd Siefert,

beurteilt mit geschultem Auge und sicherem Geschmack die süßen Versuchungen der Hobbyköche. In jeder der vier Folgen zeigen vier Kandidaten mit raffinierten Rezepten und Gustostückerln auf. Wer den kreativsten Kuchen zaubert oder die traumhafteste Torte serviert, backt sich nicht nur in den Konditorhimmel, sondern gewinnt außerdem 1.000 €.

© VOX/Jörg Carstensen

Erfrischendes Anwaltsdrama aus den Staaten: Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive des jungen Genies Mike Ross (Patrick J. Adams). Als er dem smarten Anwalt Harvey Spector (Gabriel Macht) über den Weg läuft, findet er sich flugs in der Rolle seines Assistenten – ganz ohne JusAbschluss. Als ungleiches Team fordern sich Harvey und Mike gegenseitig heraus. Starker Tobak – auch für Kanzleichefin Jessica Pearson (Gina Torres). Für Action auch abseits des Gerichts ist gesorgt.

Die Bibel

© Lightworkers Media Hearst Productions Inc

Suits

Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde ... Die Geschichten der Bibel – von der Genesis bis zur Offenbarung des Johannes, verpackt in eine zehnstündige Miniserie – waren einer der Überraschungserfolge am US-Fernsehmarkt. Die 14,8 Mio. Zuschauer der Auftaktepisode beim Sender History stellten einen neuen Rekord für das Kabelfernsehen auf. VOX bringt Die Bibel jetzt erstmalig ins deutschsprachige TV und baut damit seine Dokumentationsschiene weiter aus.

© VOX /Jörg Carstensen

Köln. Wenn ich sehe, dass in den Top 5 der beliebtesten VOX-Sendungen in Österreich vier Eigenproduktionen sind, dann freut mich das natürlich sehr. Darunter sind „Die tierischen 10“, „Shopping Queen“ , „Prominent!“ und „Grill den Henssler – Die neue Kocharena“. Allein diese vier Formate zeigen, wie groß das Themenspektrum und die Formatbandbreite in diesem Bereich ist. Vom tagesaktuellen Promi-Magazin bis zur Sonntagabend Primetime-Show haben wir alles im Programm, um die Zuschauer für uns zu gewinnen. Wichtig ist für uns, dass die VOX-Eigenproduktionen sich durch die für uns typische Handschrift auszeichnen. Das macht uns unverwechselbar und schärft unser Profil.“

© VOX/Universal

© VOX/Stephan Pick

Sind unverwechselbar


Bu s i n e s s p r o m o t i o n

Freitag, 8. November 2013

medianet – 13

Qualität inspiriert Musik-Shows mit Starfaktor, Dokumentationen in XXL und ganz großes Event-TV

Qualität setzt sich durch: VOX setzt Meilensteine Mit Themen-Schwerpunkten hat sich der Sender die Latte hoch gelegt – und beim TV-Publikum gewonnen. Jetzt werden Info-Unterhaltungs-Formate weiter ausgebaut, aber auch Klassiker neu aufgelegt.

© VOX/Steve Jennings

Als feste Programmanker definieren starke Serien die neue Primetime: Science-Fiction-Action verspricht Arrow. Mit Suits ist die nächste schräge Anwaltsgeneration aus den Vereinigten Staaten am Start. Mit der Mini-Serie Die Bibel trägt man dem eingeschlagenen Qualitäts-Kurs Rechnung. Bildgewaltig werden im US-TV-Event die Geschichten des Neuen und Alten Testaments nacherzählt: Damit will man an die gut funktionierenden, mehrstündigen Dokus und Themenabende anschließen, heißt es aus dem Sender-Headquarter. Auch Musik-History steht bei VOX vermehrt am Programm. Der Sender porträtierte bereits die Bee Gees, Abba und zuletzt die britische Kultband Queen. Anfang Dezember lässt man die Karriere der Scorpions Revue passieren: Die dreistündige Dokumentation Die Scorpions-Story zeigt bisher noch unveröffentlichte Tournee-Aufnahmen der Band; Fotostrecken gewähren einen ganz privaten Einblick in das Leben der Musiker. In exklusiven Interviews für VOX erzählen die Bandmitglieder außerdem einige Anekdoten und Höhepunkte aus ihrer einzigartigen Karriere.

Mit Musik-Shows und Band-Dokus auf der Überholspur: Anfang Dezember geht VOX mit den Scorpions on air!

Kult: Oliver Queen, früherer Playboy und Erbe eines großen Vermögens, erklärt als Green Arrow dem Verbrechen den Kampf.

Shopping Queen & Promi shopping Queen Der bestbewerte Gesamtauftritt wird mit einer Siegerprämie von 1.000 € belohnt. Das Konzept, mittlerweile Kult, ist auch auf der Promi-Ebene ein echter Blickfang. Immer mehr ZuschauerInnen schalten ein, wenn sich bekannte Gesichter mehr oder weniger stilsicher bei Promi Shopping Queen auf ein Fashion-Abenteuer einlassen. Dabei haben mitunter auch die Herren der Schöpfung ein Anrecht auf den Titel der Modekönigin, wie im Bayern-Special anlässlich des Oktoberfests Radio- und Fernsehmoderator Jochen Bendel im Biergarten-Look unter Beweis stellen durfte. Mode-Guru Guido bleibt auch im Promifall seiner Rolle treu: Fashion-Sünden werden aufgedeckt, Themen-Treffer entsprechend gewürdigt!

© VOX/Markus Hertrich

Prominent! Was gibt es Neues an der Tratschund Gerüchtebörse? Pünktlich um 20 Uhr berichtet Kolumnistin Constanze Rick in Prominent! mit einem humorvollen Augenzwinkern und Insiderwissen über die großen und kleinen Ausrutscher der Stars. Wer mit wem? Wer gegen wen? Wer ist in – und wer sowas von out? Rote Teppiche, Galas, Modeschauen, Glamourwelt – Rick ist mit von der Partie, kommentiert das muntere Treiben im Scheinwerferlicht und liefert im täglichen Promi-Magazin vielfältigen Gesprächs- und Zündstoff.

© VOX/Robert Ascroft

Fünf Frauen, fünf Tage, fünfmal die Suche nach dem perfekten Outfit und dem perfekten Look – das ist die Shopping Queen: Unter den strengen Blicken, teils humorvollen, zuweilen aber auch spritzigen Kommentaren von Designer Guido Maria Kretschmer tritt jede Woche ein Damenquintett an, um getreu dem ausgegebenen Modemotto nach Herzenslust zu shoppen. Dazu hat jede Frau maximal vier Stunden Zeit. Die Challenge: das Gesamtpaket darf nicht mehr als 500 € kosten. Ist der Couture-Parcours endlich geschafft, gehts auch schon auf den Laufsteg. Vor Guido und den anderen Fashionistas muss eine jede ihr Outfit – von den Schuhen über Schmuck, Accessoires bis zu den Haaren und dem passenden Make-up – präsentieren.

Der Hundeprofi & Co Bei der Hundeerziehung kann so manches schief gehen. Rat und Hilfe geben die neuen Folgen der VOX-Coaching-Doku Der Hundeprofi mit Tierpsychologe Martin Rütter. „Hunde sind Persönlichkeiten, die es verdient haben, dass wir uns mit ihren Stärken und Schwächen beschäftigen“, so der Experte. Dass auch Stars und Sternchen ihre liebe Not mit ihrem Vierbeiner haben, wird in Der V.I.P. Hundeprofi offenbar. Dort kümmert sich Rütter um die besten Freunde der Prominenten. Auch Martin Rütter unterwegs ist am Start.

© VOX/Marc Rehbeck/Montage: Guido Lange

Auf bekannte Gesichter müssen VOX-Fans in der bereits angelaufenen Saison nicht verzichten: Gewohnt kritisch-humorvoll begleitet Guido Maria Kretschmer wieder die Otto-Normalbürgerin, aber auch den illustren Promi, auf den Laufsteg. Zum Jahresende gibt es ein besonderes Special: Der Star-Designer wird heuer erstmals die Shopping Queen des Jahres küren. TV-Kost vom Feinsten serviert der Sender mit Grill den Henssler – Die neue Kocharena. Die erste

Weitere Qualitäts-Offensive

Das perfekte Dinner & Das perfekte Promi dinner Es brutzelt in der Pfanne, es duftet aus der Küche und bestenfalls mundet es auch noch den Gästen: In der Koch-Doku Das perfekte Dinner laden sich fünf Hobbyköche gegenseitig zum Essen ein. Jeder Kandidat serviert bei sich zu Hause ein DreigängeMenü. Doch nicht nur dabei schauen ihm die Gäste auf die Finger. Die vier Mitstreiter, die sich erst beim ersten gemeinsamen Essen kennenlernen, bewerten den gesamten Abend – von der Dekoration bis zur Speisenfolge. Auch den Herrn oder die Dame des Hauses prüfen sie auf Herz und Nieren: Wurde rechtzeitig nachgeschenkt? Und kann der Gastgeber seine Tischgesellschaft perfekt unterhalten? Am Ende eines jeden Dinnerabends vergeben die Gäste bis zu 10 Punkte.

Wie viele Punkte ein Gastgeber bekommt, wissen vorerst nur die Zuschauer. Die Kandidaten tappen bis zuletzt im Dunkeln. Erst am Ende der Woche, wenn das fünfte Dinner endgültig „verdaut“ ist, erfahren die fünf Hobbyköche, wer von ihnen der Beste war. Dem Sieger winkt ein Gutschein in Höhe von 1.500 €. Auch bekannte TV-Gesichter schwingen gern den Kochlöffel: In Das perfekte Promi Dinner schlüpfen sie in ihre (private) Rolle als Gastgeber und tischen ihren Kollegen mehr oder weniger Köstliches aus Küche und Keller auf. Wer buchstäblich punkten kann und bei wem der Herd besser kalt bleiben sollte, interessiert eine immer größere TV-Community. Resultat: 10 Punkte! Die Gewinnsumme wird einem karitativen Zweck zugeführt.

© VOX/ITV STUDIOS

VOX-Ikonen & Kultformate

Staffel holte Top-Quoten. 2014 wird weitergekocht. Auch die Katze lässt das Mausen nicht: Kultblondine Daniela ist und bleibt ein weiterer Fixstern am VOX-Himmel.

© VOX/Warner Bros. International Television

Köln/Wien. Ein stimmgewaltiges Septett, frische und liebgewonnene Eigenformate, hochwertige Unterhaltung in Serie und Info- und Dokutainment in XXL zur besten Sendezeit: Das ist VOX in der Saison 2013/2014. Bei Die besten Sänger – powered by Singer und Songwriter Xavier Naidoo – finden Musik-Freunde eine neue TV-Heimat. Heiß am Eis wird es diesen Winter mit Anni Friesinger und Real Cool Runnings. Zudem entführt VOX – analog zu dem bereits in Großbritannien erfolgreich laufenden Entertainmentformat – in Die Höhle der Löwen. Dort finden angehende Jungunternehmer die Chance, ihre beruflichen Ideen in klingende Münze umzusetzen – und durchzustarten. Den Star unter den Startups kürt eine fünfköpfige Jury, bestehend aus erfahrenen und erfolgreichen Geschäftsleuten.


M e d i e n & A g e n t u re n

14 – medianet

Freitag, 8. November 2013

Mediennutzung Forum Mediaplanung präsentierte Fortschritte bezüglich des neuen Medienforschungstools

short

Der nächste große Schritt in Richtung Mediaserver?

no problaim bringt spezielle Werbeträger

Ergebnisse der Pilotstudie im März 2014; Fusion der einzelnen Währungsstudien ab Juli 2014 möglich. Indiz zur Werbeplatzierung in verschiedenen Medien sind. In einem weiteren Schritt könnten aus der Studie auch Feinjustierungen am Medienprodukt selbst abgeleitet werden.

Anaïs Verweger

Kümmern sich um aufmerksamkeitsstarke Werbeträger: no problaim.

Tresdorf/Wien. Der WerbeträgerSpezialist no problaim macht aktuell mit zwei Sonderproduktionen auf sich aufmerksam. So realisierte man kürzlich einen zehn Meter hohen, aufblasbaren Astronauten für die European Space Agency. Beim ReebokBogen dagegen ging es darum, die Integration eines Wassersprüh-Systems zu ermöglichen. „Eine einfache Werbesäule herzustellen, das können viele“, so Adolf Blaim, Geschäftsführer von no problaim. „Herausfordernd wird es dort, wo besondere Umstände zum Tragen kommen, wie etwa durch außergewöhnliche Anforderungen, oder wenn es gilt, besonders kreative Kundenideen umzusetzen.“

Havas Worldwide Wien gewinnt Pernod Ricard

Finanzierungskonkurrenz Letzte Hürden auf dem Weg der Umsetzung lokalisierte Hanusch in der Fristen- und Finanzierungskonkurrenz. Dabei muss darauf geachtet werden, dass Vereinsmitglieder bei der Bezahlung der Studien nicht doppelt zum Handkuss kommen, für den Präsidenten sind das aber „banale“ Nebensächlichkeiten, um das „Ding in Gang zu bringen“. Insgesamt zeigte er sich

„Manches ist Kompromiss, manches wird

© medianet/Szene1/Christian Mikes

© no problaim (2)

Wien. Vergangenen Montag war es wieder so weit. Das Forum Mediaplanung lud ein, um die Fortschritte des österreichischen Mediaservers im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu besprechen. Das Medienforschungstool soll ab März 2014 alle Mediengattungen gemeinsam messbar machen, derzeit läuft noch die Anfang des Jahres gestartete Pilotstudie. Helmut Hanusch stand in Doppelfunktion als Präsident des Verein Mediaserver und der Mediaanalyse dem Publikum Rede und Antwort; erste Ergebnisse ließen sich ihm aber auch an diesem Abend nicht entlocken. Derzeit würden die Erhebungen gerade auf ihre Plausibilität geprüft, kommentierte er die Nachfrage. In diesem Prozess geht es allerdings nicht nur um das Lösen mathematischer Problemstellungen, auch politische Hürden müssen überwunden werden. „Manches ist Kompromiss, manches wird Kompromiss bleiben“, beschrieb der altgediente Medienmanager die Suche nach einer pragmatischen Lösung.

auch Kompromiss bleiben.“ Helmut hanusch

Gleichauf mit Deutschland

Helmut Hanusch, Präsident des Vereins Mediaserver, sprach über das neue Tool.

Unterstützung bekam Hanusch vom deutschen Kollegen Michael Hoffsäss, langjähriger Experte für Mediastudien und Mitglied der technischen Kommission der AG.MA. Er bescheinigte dem Projekt Mediaserver einen vergleichbaren Entwicklungsstatus wie der deutschen Parallelinitiative und strich immer wieder heraus, dass es sich dabei auch für die Fusionierer um eine völlig neue Aufgabenstellung handle. Einzig in einem Schritt sind die Deutschen schon weiter: Die Wahl

der Fusionsagentur ist bereits getroffen: Entweder ISPA oder anchordata werden die Aufgabe übernehmen. Die Publikumsfrage nach der in Deutschland überraschend geforderten Werbewirkungsstudie kommentierte Hoffsäss mit „die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben“. Er vermute, dass im Hintergrund der Verband OWM erzwingen wolle, dass sich auch die Fernsehsender am „AdImpactMonitor“ beteiligen sollen. Insgesamt löse die Forderung bei ihm aber

nicht mehr als ein „großes Fragezeichen“ aus. Der weitere Fahrplan wurde indes vereinsintern abgesegnet. Die Ergebnisse der Pilotstudie werden im März 2014 präsentiert. Danach wird sich eine technische Kommission um die praktische Umsetzung kümmern. Läuft alles nach Plan, kann die Fusion der einzelnen Währungsstudien ab Juli 2014 beginnen. Gewinner und Verlierer soll es laut Hanusch keine geben. Vielmehr würden Doppelnutzungen sichtbar, die ein wichtiges

mit der Entwicklung zufrieden; allein die Projektkosten von zwei Mio. € könnten bei den Beteiligten und Betroffenen noch für Diskussionen sorgen.

Info Der Media Server soll nach Liveschaltung künftig die Nutzung aller Mediengattungen gemeinsam erheben. Im August des Vorjahres wurde der Verein zur Umsetzung gegründet, im ersten Quartal 2013 wurde eine Pilotstudie dazu ins Rennen geschickt.

TV Österreich-Mutterkonzern mit Gewinn und Abozuwachs

Event Verlosung für Shantel & Bucovina on air und Online

Wien/Unterföhring. Sky Deutschland, Mutterkonzern des hiesigen Sky Österreich, hat auf dem Weg aus den roten Zahlen einen weiteren großen Schritt gemacht. Im dritten Quartal stiegen die Abo-Zahlen des Bezahlsenders weiter, der Umsatz machte einen großen Sprung. Und zumindest vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrieb Sky schwarze Zahlen und verbuchte ein Ergebnis von gut 6 Mio. €. Unter dem Strich steht noch ein Verlust von 14,2

Wien. Der Radiosender FM4 holt das Shantel & Bucovina Club Orkestar nach Wien: Am 16.11. präsentiert der Sender im Rahmen einer FM4 Radio Session im RadioKulturhaus das neue Album der Künstler. Die Ausstrahlung dieses Exklusiv-Gigs erfolgt dann am 21.11. im Rahmen der FM4 Homebase ab 19 Uhr. Parallel zur Ausstrahlung geht am 21.11. der Videostream online, der für sieben Tage auf fm4.ORF.at abrufbar sein wird.

Wien. Der Österreich-Etat des Spirituosen- und Weinherstellers Pernod Ricard Austria wird seit Mitte des Jahres von Havas Worldwide Wien betreut. In einem mehrstufigen Pitchverfahren wurden Konzepte für die beiden ausgewählten Pernod Ricard-Marken Absolut und Havana Club präsentiert; das Team rund um CEO Karl-Heinz Pacher und ECD Alexander Rudan setzte sich durch. Als neue strategische LeadAgentur übernimmt Havas Worldwide Wien die strategische Beratung, Planung, Gestaltung und Durchführung von werblichen und kommunikativen Maßnahmen für das Markenportfolio von Pernod Ricard Austria sowie für das Unternehmen selbst. (red)

© dpa/Andreas Gebert

Karl Heinz Pacher, Alexander Rudan (Havas) mit Kundin Doris Kurzbauer.

Brian Sullivan, Konzernchef Sky Deutschland, präsentierte Zahlen.

Mio. €, der aber geringer ausfiel als im Vorjahr. Wann die frühere Premiere AG endgültig Gewinne liefern wird, ließ Konzernchef Brian Sullivan am Dienstag weiter offen, versprach aber für 2014 eine genauere Prognose für das einst krisengeschüttelte Unternehmen. Experten trauen Sullivan mittlerweile zu, dass er den Sender auf Dauer profitabel macht. Einige Banken wie Berenberg oder die DZ Bank gehen sogar davon aus, dass Sky Deutschland schon im kommenden Jahr auch unter dem Strich einen Gewinn erzielen kann. Basis dafür sind das stetige Kundenwachstum, der steigende Erlös pro Kunde und die jüngsten Kooperationen mit der Deutschen Telekom oder Vodafone. Dadurch steigt die Zahl der potenziellen Kunden enorm. Die Abo-Zahl legte zwischen Juli und September um 76.000 auf 3,529 Mio. zu. Der zum Medienimperium von Rupert Murdoch gehörende Konzern setzt als Zugpferd vor allem auf die Bundesliga-Rechte, um Bezahl-TV in Deutschland zu einem Erfolgsmodell zu machen. (APA)

Für das exklusive Konzert am 16. November wird es keine Karten im freien Verkauf geben; FM4 verlost dafür Karten on air und Online. Verlost werden von FM4 50x2 Tickets; um teilzunehmen müssen Interessierte ein Foto von einer kreativen LuftblasinstrumentPerformance bis 13. November an game.fm4@orf.at schicken. Die FM4 Radio Sessions werden präsentiert von Raiffeisen Club und Der Standard. (red)

© Matthias Hombauer

© Pernod Ricard/Andreas Tischler

Sky kämpft sich in die Gewinnzone Exklusives FM4-Konzert mit Shantel

Radiosender FM4 holt Shantel & Bucovina Club zu einem exklusiven Gig nach Wien.


Social Media

Freitag, 8. November 2013

medianet – 15

Gastkommentar Trend-Tool für jedermann: Virale Kampagnen sind nicht nur für Big Player und große Markenbudgets reserviert

Virale Ideen – virtuelles Lauffeuer Unerlässlich dabei: die genaue Einbettung in die Aktionsfelder Sozialer Netzwerke. chen Glück, und jeder kann zum Viral Hero mutieren.

Auch die deutsche Rechtsanwaltskanzlei Solmecke schaffte es binnen weniger Monate mit ihren kostenlosen Rechtsberatungstipps via YouTube zu einer großen Bekanntheit und einem enormen Klientenplus. Auf emotionaler Ebene setzt man hier auf den Überraschungseffekt – denn wer hat zuvor schon mal erlebt, eine kostenlose Auskunft von einem Rechtsanwalt zu erhalten? Virale Kampagnen sind nicht nur für die Big Player reserviert! Hat man eine kreative Idee, kann man unter Berücksichtigung einiger Faktoren für nahezu jedes Produkt ein Lauffeuer erzeugen. Die Einbettung der Aktion in Soziale Netzwerke ist ein unerlässlicher Katalysator für die virale Verbreitung. Ein umfassendes Social Media Monitoring sei Ihnen auch an dieser Stelle ans Herz gelegt; so können Sie beobachten, wo sich Ihr Lauffeuer schon überall verbreitet.

Wien. Welches Unternehmen wünscht sich nicht, die eine glorreiche Idee zu haben, die dazu verhilft, binnen kürzester Zeit eine Horde an Menschen über sich reden machen zu lassen. Shitstorms, die wir hier bereits thematisiert haben, lassen Menschen zwar auch fleißig über eine Marke sprechen, aber im negativen Kontext. Heute wenden wir uns der Brightside-of-life zu und sprechen von (gelungenen) viralen Kampagnen. Ich kann die Gedanken einiger Leser jetzt förmlich hören: „Ja, klar – eine virale Kampagne – mach ich sofort, wenn ich Coca-Cola, Nike oder Canon wäre.“ Virale Kampagnen werden gedanklich immer noch mit einem enormen Budget verknüpft und folglich den Big Playern überlassen. De facto braucht es aber hauptsächlich zwei Dinge, inklusive einem guten Quänt-

io.█ █Ca. 3,2 Mlte***██ █Hausha

Anstoß – mit Begeisterung: Virales Marketing funktioniert im Großen und im Kleinen.

mitgemacht und jetzt endlich eine Antwort auf meine schon seit Jahren brennende Frage über den Big Mac bekommen habe, oder ob es durch einen einzigen Klick auf den „Teilen“-Button alle meine Freunde erfahren, ist natürlich ein wesentlicher Unterschied. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass Ihre Botschaft gut auf den Social Media-Kanälen vernetzt ist und sie vor allem auch – beispielsweise durch Social Plugins – leicht weiterverbreitet werden kann.

Gelungenes Campaigning Und weil ich doch angekündigt habe, dass es auch erfolgreiche Kampagnen von Unternehmen gibt,

deren Produkt auf den ersten Blick nicht dermaßen sexy wirkt, dass sich eine Botschaft darüber zum Selbstläufer entwickeln könnte, möchte ich hier noch kurz Beispiele anführen. Ein Urgestein unter den viralen Videos ist die Reihe „Will It Blend“ der US-Firma Blendtec. Seit 2006 zershreddert der CEO des Unternehmens auf YouTube alle möglichen und unmöglichen Gegenstände in den Blendtec-Mixern: vom iPhone 5s bis hin zu einer Weihnachtsgans, die anschließend mittels Strohhalm geschlürft werden kann, ist alles dabei. Das erste Video wurde mit einem Budget von etwa 50 USD produziert, der Umsatzzuwachs liegt bei über 700%.

© mhoch3

eVA aTZLINGER

Ein Patentrezept, wie eine virale Kampagne erfolgreich wird, gibt es leider nicht. Jede gelungene Kampagne erzeugt starke Emotionen beim Rezipienten. Ob auf Humor oder Mitgefühl, auf den Überraschungseffekt oder auf Absurdität gesetzt wird, ist nebensächlich, wichtig ist, dass man sich emotional angesprochen fühlt. Nur dann, wenn ich es geschafft habe, eine so starke Emotion zu erzeugen, dass sich die Person im Innersten berührt fühlt, bringe ich sie auch dazu, meine Story weiterzuerzählen. Jetzt sind wir auch schon beim zweiten Punkt angelangt, der für den Erfolg meiner viralen Kampagne ausschlaggebend ist: das Weitererzählen. Wenn ich eine Person begeistern kann, ist das ja gut und schön, aber als Unternehmen wünsche ich mir eigentlich die Massen zu begeistern. Das geht nur, wenn ich den Rezipienten dazu bewege, meine Botschaft freiwillig mit seinen Freunden zu teilen. Durch die enorme Entwicklung der Social Networks ergeben sich hier große Erleichterungen – sowohl für den Rezipienten als auch für das Unternehmen. Denn ob ich meinem Freund privat erzähle, dass ich gerade bei der neuen Aktion von McDonald’s

© panthermedia.net/Jürgen Priewe

Weitererzählen, aber richtig

Eva Atzlinger ist Online-PR Manager bei Modern Mind Marketing. e.atzlinger@ mhoch3.at www.mhoch3.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

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Freitag, 8. November 2013

Gut zu wissen: Bösmüller wurde 1978 als 1-Mann-Unternehmen gegründet und hat sich zu einem erfolgreichen, österreichischen Familienunternehmen mit 65 Mitarbeitern entwickelt. Das nennt man Wachstum. www.boesmueller.at www.boesmueller.at Druckerei Bösmüller. Kompetenz, die überzeugt.

EFFIE-Gala

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7 1. Roswitha Hasslinger (IAA), Raphaela Vallon-Sattler (IAA), Oliver Voigt (Österreich), Martina Hörmer (IAA); 2. Oliver Böhm (ORF-Enterprise), Rudi Kobza (Kobza Media) 3. Gottfried Satek (ad2book) und Medienmanager Michael Grabner; 4. Christina Schauer (Media 1), Florian Skala (IP Österreich); 5. Helmut Hanusch, Axel Bogocz ( beide Verlagsgruppe News); 6. Jan Mariusz Demner (D,M&B), Petra Hauser (media.at); 7. Gabriele Stanek (live relations), Peter Drobil (Bank Austria).

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Gala im Wiener MuseumsQuartier

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Der Effie erstrahlte auch 2013 in Platin

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29. feierliche Verleihung der Effie-Awards, diesmal in der Halle E im Wiener MuseumsQuartier: Gekürt wurden die effizientesten österreichischen Werbekampagnen des abgelaufenen Jahres in Bronze, Silber, Gold – und heuer auch in Platin, der höchsten Kategorie. Manner mit Demner, Merlicek & Bergmann und OMD freuten sich über den Preis. Neben den besten Kampagnen wurde auch der Marketer des Jahres prämiert: Auf Kristin HanuschLinser, ÖBB, folgte Tanja Sourek, A1. Die Jury lobte ihr Tun vor allem im Zusammenhang mit der Markenzusammenführung von A1 und Telekom, die Preisträgerin selbst bedankte sich bei Team, Vorstand und Familie, die eine Abwechslung zum stressigen Marketing-Alltag gewähre.

Mediapläne in Quadratmetern „Wenn man mit einem Architekten liiert ist und dieser beginnt, Mediapläne in Quadratmeter umzurechnen, ist das Thema bald mal wieder vom Tisch“, so die neue Marketerin des Jahres. Nach der Gala, durch die der sichtlich gut gelaunte ORF-Anchor Roman Rafreider führte, wurde fleißigst genetzwerkt und auch die ein oder andere Kugel am Roulette-Tisch der Casinos Austria geschoben. (hof)

medianet Branchenkalender

8. 8. 11. 11. 11. 12. 13. 13.

Verleihung Zentrum für Innovation und Technologie (ZIT) „Content Award“ 8. Salzburger Medien und Technologie Roundtable 19:00 Uhr, Media Quarter Marx 3.3 (Wien) 16 Uhr, Business Center Grödig 14. 30 Jahre Österreichischer Zeitschriften-Preis Anmeldung unter iv.salzburg@iv-net erforderlich 18 Uhr, novomatic forum (Wien) oezv.or.at Workshop „Social Media Starter-Kit – Internet und Social Media nutzen für NGOs, Politische Gruppen, Zeitschriften, 14.–15. Cable Days Konferenz für Kabel-TV & Breitband Verlage?“ 19. Preisverleihung des Journalistenpreises „Writing for CEE“ 10 Uhr, Galerie Au, Brunnengasse 76 (Wien) 18:30 Uhr, Bank Austria, Oktogon (Wien) http://alternative-medien-akademie.at/anmeldung/ Staatspreis PR forum journalismus und medien wien (fjum): „Wie werden 20. www.prva.at/veranstaltungen/events/pr-gala/ sich Medienunternehmen künftig finanzieren?“ 29. ÖJC Adventfest 16 Uhr, Presseclub Concordia www.concordia.at 19:00 Uhr, Mozarthaus (Wien), Anmeldung unter office@oejc.at Vortrag Hedy Lamarr Lecture „Journalisten im TwitterGewitter: Der Bürger als neue ‚fünfte Gewalt‘“ Dezember 18:15 Uhr, ÖAW, Festsaal (Wien) www.oeaw.ac.at 2. Festveranstaltung anl. 35 Jahre Kuratorium Sportlerehrung Laureus Medien Preis für Journalistenausbildung 20 Uhr, Hotel Grand Tirolia (Kitzbühel) 11 Uhr, Parlament (Wien) www.parlinkom.gv.at WKO – „Wifo-WerbeKlimaIndex – Werbejahr 2013 5. Eröffnung 7. Mediengipfel: Podiumsdiskussion – ­Ausblick 2014 – Wünsche an neue Regierung“ „Das europäische Maß zwischen Markt und Moral“ 9.30 Uhr, Österreicher im MAK, Anmeldung erforderlich 16:00 Uhr, Hotel Post, Dorf 6, 6764 Lech (Vorarlberg) Marketagent.com: „shift happens – Marktforschungs­ 5.–7. 7. Mediengipfel in Lech am Arlberg trends 2020 – Präsentation Digital Research Barometer mit u.a. EU-Kommissar Hahn 2013“ 9.30 Uhr, Themenraum (vormals „Die Lobby“), Löwelstraße 20 Verleihung „Wienerin Award“ für sozialen Hilfsprojekte 18:30 Uhr, Urania (Wien) Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an:

Karriere

tipp des tages

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November

Tanja Sourek wurde zur „Marketerin des Jahres“ 2012 gekürt.

medien.welten Wolfgang Pensold und Otmar Moritsch zeichnen mit ihrem Buch ein detailliertes Portrait unserer Gesellschaft im Wechselspiel mit der Technik. Von den ersten Weltkarten zu Google Earth, vom frühen Postverkehr zum modernen Smartphone, von fahrenden Zeitungssängern zu WikiLeaks: Die Autoren präsentieren eine Neuzeit, die geprägt wurde von der Entwicklung moderner Medien. 28 €, Ueberreuter Verlag, ISBN: 978-3-8000-7570-6.

© RZB Group

Am 20. November, 10 Uhr, findet die VÖZ-Enquete „Mangelnde Lesefähigkeit als Gefahr für die Demokratie“ im Presseclub Concordia statt. Anmeldung unter office@voez.at

Fusion Ingrid Krenn-Ditz, frühere PR-Beauftragte des RBI, übernimmt die Kommunikation von RZB, RBI und Verbundunternehmen. Ab Jänner 2014 leitet sie mit RBI-CEO Karl Sevelda den Bereich Group Communications.


Amazon will den Kindle künftig auch im Buchladen verkaufen

Seite 19

Freitag, 8. November 2013 – 17

Guter Schluck

Chivas Regal „Made for Gentlemen“, Jim Beam Signature Craft 12 Years & Bio Wiesenmilch von „natürlich für uns“. Seite 21

Lugner-CITY

Karriere

Lugner und Söhne sind nun Besitzer des Gebäudes der Lugner-City Seite 20

Deutschland-GF Andreas Ostermayr erhält Zuständigkeit Danone D-A-CH Seite 22

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retail medianet

Echte Franchiser haben keine Angst im Handel

© Panthermedia.net/Dmitry Kalinovsky

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Handel Sportartikelhersteller Adidas hat im dritten Quartal ein Umsatzminus von sieben Prozent zu beklagen. Dieses resultiert aus einer schwachen und verspäteten Golfsaison in den USA und negativen Währungseffekten in wichtigen Auslandsmärkten. Herbert Hainer hofft daher auf ein dynamisches 4. Quartal. Seite 20

Letzte Meldung Die RWA Raiffeisen Ware Austria AG hat beim Kartellgericht angemeldet, 51% der italienischen IFS GmbH („Gartenmarkt“) mit Sitz in Bozen, Südtirol, von der deutschen BayWa AG übernehmen zu wollen. Der Kauf solle bis Anfang 2014 unter Dach und Fach sein. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart.

© medianet/Szene1/Christian Mikes

© EPA/Daniel Karmann

Flau, aber Aufwind Laut Statistik Austria stagnieren die Umsätze im heimischen Handel. Es gibt aber auch positive Tendenzen: Lebensmittel legen nämlich in den ersten neun Monaten 2013 gegen den Trend um 4,1% deutlich zu, Bekleidung und Schuhe schaffen immerhin 1,5% Umsatzzuwachs. Seite 19

Power-Trio Carina Felzmann (Cox Orange), Andreas Haider (Präsident des ­Österreichischen Franchiseverbands) und Andrea Seifert (Generalsekretärin des ÖFV) pushen Franchise-Thema am Franchise Tag am 23. November. Seite 18

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Freitag, 8. November 2013

© medianet/Szene1/Christian Mikes

18 – medianet retail

Mi ss ion Fra nchi se

Franchise Tag Salzburg Franchisegeber, Top-Referenten und Berater informieren potenzielle Franchisenehmer

Ein Tag fürs Networking und neue Perspektiven

„Living Pages“ und „World Cafe“ sind neue Formate, die zum aktiven Mitmachen auffordern. jutta Maucher

Wien/Salzburg. Franchise ist schon seit Jahren eine Unternehmensform, die immer mehr Zuspruch erhält; oder wie Peter Hajek in seiner aktuellen Franchise-Statistik bemerkt: „Die Franchisebranche befindet sich im Übergang von der Aufbauphase zur Expansionsphase und auf stabilem Wachstumskurs.“ Und außerdem hat der Meinungsforscher herausgefunden, dass sich 80% der befragten FranchiseSysteme auch für das laufende Jahr 2013 eine Umsatzsteigerung erwarten. Und noch etwas sagte die Studie: 75% der FranchiseSysteme wollen weitere Franchisenehmer aufnehmen, für 2014 immerhin durchschnittlich vier neue Franchisenehmer.

Von Wien nach Salzburg Im Sinn dieses Franchise-Booms hat bereits zweimal die FranchiseMesse in Wien stattgefunden. Da der Franchise-Verband potenziellen Interessenten aber auch räumlich näher kommen möchte, hatten die Organisation rund um Cox Orange-Chefin Carina Felzmann und Andrea Seifert, Generalsekretärin des Östererichischen FranchiseVerbands, für 2013 eine neue Idee: „Wir machen einen Franchise-Tag in Salzburg. Damit entsprechen wir dem Wunsch von Interessenten und Mitgliedern des Franchise-Verbands, im Westen Fran-

chise vorzustellen“, so die Veranstalterinnen unisono. Und Andreas Haider, Unimarkt Handels GmbH & Co KG, und Präsident des Österreichischen Franchise Verband, ergänzt: Diese Mischung aus Messe, Tagung und Networking setzt auf Innovation – „Franchiselike“ eben! Auch wir von Unimarkt nutzen diese Chance in Salzburg– wir sehen hier große Potenziale!“

In kurzer Zeit zum Experten Die persönlichen Kontakte, das Networking, steht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Davon wiederum hebt Felzmann die „Living Pages“ hervor. „Beim Salzburger Franchise Tag übernehmen Geschäftsführer von bekannten Franchise-Systemen diesen Part und stehen interessierten potenziellen Franchisenehmern Rede und Antwort zum Thema Erfolg im Franchising.“ Begleitet werden die „living pages“ von den „leading media“, Journalisten, die die Moderation übernehmen. Dazu kommen

kurz & bündig Franchise Tag Salzburg: 23. November, 10 bis 18 Uhr, Messezentrum Salzburg. Infos auf: www.franchise-tag.at. Für „Living Pages“ und „World Cafe“ ist eine Voranmeldung über die Website notwendig. Kosten 20 Euro oder 10 Euro für Studenten.

jeweils zehn Teilnehmer, die am Thema interessiert sind. Felzmann erklärt weiter: „Die Messebesucher wählen den ersten Tisch. Das Gespräch dauert zwanzig Minuten, dann ertönt eine Glocke, die Besucher wechseln den Tisch und damit die living page. Der Wechsel findet zweimal statt, das heißt es können drei living pages befragt werden.“ Seifert ergänzt, dass es sinnvoll ist, sich im Vorfeld Fragen und Interessensgebiete zu überlegen, „denn damit sind die ersten Schrittte dahin getan, dass Franchise von Anfang an gewinnbringend ist“.

Von Unimarkt bis Nordsee Noch mehr gilt Vorbereitung als unabdingbar für das „World Cafe“, das nach ähnlichen Prinzipien funktioniert: Im Raum befinden sich fünf Tische, für jeweils zwei Experten und bis zu zehn Teilnehmern pro Tisch reserviert sind. Auch hier muss nach 20 Minuten der Tisch gewechselt werden. „Die Besonderheit ist, dass die Tische mit Papier überzogen sind, sodass am Tisch Notizen gemacht werden können“, sagt Felzmann. Insgesamt durchläuft der potenzielle Franchisenehmer die wesentlichen Stufen bis zur Eröffnung des eigenen Unternehmens. Themen wie Systemwahl, Location, Beratung, Finanzierung bis zur Startphase werden pro Tisch durchlaufen. So kann jeder in kürzester Zeit den Weg zum Franchisenehmer erfahren.

Insgesamt sind aktuell 23 Systeme für Salzburg angemeldet. Obwohl Franchise in allen Branchen möglich ist, dominieren hier eindeutig Handel und Dienstleistung. „Immer wieder können wir auch Neueinsteiger begrüßen; dieses Jahr ist das etwa die Restaurantkette Nordsee, die mit Franchise auch in Österreich voll durchstarten möchte“, so Seifert. Darüber hinaus sind natürlich auch Systeme mit langjähriger Franchisegeber-Erfahrung vertreten, wie der schon erwähnte Unimarkt. Ergänzt wird die Vorstellung der Systeme durch Vorträge zum Thema. Dabei weist Felzmann insbesondere auf Ali Mahlodji, whatchado, hin, der über „Franchising & Werte – eine Liebesgeschichte“ spricht. „Mahlodji ist ein vielgefragter Vortragener. Er zeigt vor, wie Unternehmensgründung jederzeit und für jeden möglich ist, vor allem auch mit der Unterstützung eines Franchise-Systems im Hintergrund.“ Und weiter: „Gerade Mahlodji spricht unsere Alterszielgruppe an. Die meisten Besucher sind – das wissen wir aus den zwei vorangegangen Messen – zwischen 23 und 34 Jahre alt.“ Von den Besuchern wird Eintritt verlangt: „Diese 20 Euro oder ermäßigt zehn Euro stellen einen Filter dar und bringen somit nur jene, die wirklich Interesse haben, womit gleichzeitig auch die Qualität der Veranstaltung hochgehalten wird“, resümiert Seifert.

Carina Felzmann und Andrea Seifert Die Organisatorinnen des Franchise-Tages in Salzburg sind stets auf der Suche nach Franchiseprojekten in ganz Österreich und wollen potenzielle Franchisenehmer für die Sache begeistern.

Die Teilnehmer Franchise-Systeme (Stand: 4.11.2013): Bodystreet, City Map, Cutani, Don Camillo, Flying Diner, Futterhaus, Kentucky Fried Chicken, LQ, Lucky Car, magic drinks of T., Mailboxes, Mandu, Mrs Sporty, Nordsee, Re/Max, s.Oliver, Segafredo, Shapeline, Subway, Treppenmeister, Unimarkt, Viterma Consulter: Netcurator GmbH, RA Dr. Pichler, Syncon GmbH, WKS Experten zu Living Pages: Andreas Haider (Unimarkt HandelsgesmbH & Co.KG), Johannes Gutmann (Sonnentor KräuterhandelsgesmbH), Carina Dworak (Mrs. Sporty GmbH), Alois Reikersdorfer (Re/Max Austria), Christian Pacher (Subway), Dieter Baier (Mail Boxes Etc.), Niklas Tripolt (VBC VerkaufsberaterInnencolleg), Matthias H. Lehner (Bodystreet) Robert Jung (Nordsee GesmbH) Systemwahl Experten zu World Cafe: Systemwahl Susanne Seifert (Österreichischer Franchise-Verband), Jochen Ewald (Franchise Business Club GmbH & Co. KG) Gründung/Recht Peter Kober (Wirtschaftskammer Salzburg), Hans-Joachim Pichler (Wirtschaftskammer Salzburg), Nina Ollinger (Rechtsanwältin), Clemens Pichler (Anwaltskanzlei Dr. Pichler) Finanzierung Michael Graf (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG), Thomas Lutz (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG), Anton Weber (Deloitte) Standort/Location Norbert Steinwidder (Das Futterhaus), Alois Reikersdorfer (Re/Max Austria) Marketing Tino Stiffel (rückenwind Marketing GmbH), Roman Bader Cup&Cino (Coffee House Salzburg)


r e tai l & p r o d u c e rs

Freitag, 8. November 2013

medianet retail – 19

Statistik Austria Die Großhandelspreise sinken, und die Einzelhandelsumsätze entwickeln sich schleppend: um +0,4 Prozent inflationsbereinigt

Handel kommt leicht ins Stocken Wien. Der Handel konnte in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres den Umsatz leicht steigern. Inflationsbereinigt gab es aber ein Absatzminus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging sich laut Statistik Austria ein Umsatzplus von 1,4% aus, inklusive Inflation reduziert sich das aber auf ein Absatzminus von 0,4%. Während der Handel mit Lebensmitteln von Jänner bis September 2013 sogar ein deutliches Plus von 4,1% nominell und immerhin ein Prozent real (inflationsbereinigt) erreichte, gab es sonst signifikante Rückgänge: Die Nicht-Nahrungsmittel verloren nominell 0,4% und real 1,5%. Am deutlichsten ist der Rückgang beim Hausrat, das sind Möbel, Heimwerkerbedarf, Elektrowaren, mit nominell minus 1,4% und real minus 2,8%. Bekleidung und Schuhe schaffen hingegen ein leichtes Umsatzplus auf 1,5 bzw. ein Prozent.

Verkauf der Diätsparte

Im letzten ausgewerteten Monat September erzielte der Einzelhandel eine nominelle Umsatzsteigerung von einem Prozent. Dies bedeutet eine Abnahme des Absatzvolumens von minus 0,2% gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Rückgang im Absatz resultiere u. a. daraus, dass im Berichtsmonat bei gleicher Anzahl von Einkaufstagen ein Samstag weniger zur Verfügung stand.

Großhandelspreise sinken Auf Großhandelsebene indes sind in Österreich im Oktober die Preise im Jahresabstand so stark

gesunken wie seit November 2009 nicht mehr: Binnen Jahresfrist gingen sie um drei Prozent zurück, nach einem Minus von 2,6% im September und im August. Im Monatsabstand verringerte sich das Großhandelspreis-Niveau von September auf Oktober um 0,9%, nach einem Anstieg um 0,4% von August auf September. Besonders rasant verbilligt haben sich im Jahresabstand die Großhandelspreise für Getreide, Saatgut und Futtermittel (um 18,8%), aber auch Foto- und optische Erzeugnisse (-10,4%). Bekleidung dagegen verteuerte sich um kräftige 6,5%. (red)

© Panthermedia.net/Dmitry Kalinovsky

Ein solides Plus gab es aber bei Lebensmitteln und in der Textilbranche.

Die Handelsumsätze stagnieren laut Statistik Austria. Ausnahme sind aber die Lebens­ mittel, die gegen den Trend um 4,1% Umsatz zulegen, sowie die Textilbranche.

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Nestlé speckt ab Vevey. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé verschlankt sich. Der Weltmarktführer verkauft die Diätnahrungssparte Jenny Craig in Nordamerika und Ozeanien laut Angaben vom Donnerstag an die amerikanische Private-EquityGesellschaft North Castle Partners. Das Geschäft von Jenny Craig in Frankreich sei nicht Teil der Transaktion. Den Verkaufspreis nannte Nestlé nicht. Nestlé hat wegen des immer langsamer wachsenden Umsatzes mehrere Geschäftsbereiche zur Disposition gestellt. Insidern zufolge soll Nestlé auch einen Käufer für den Energieriegel-Hersteller PowerBar suchen. Nestlé hatte Jenny Craig im Jahr 2006 für 600 Mio. USD (440 Mio. €) von Finanzinvestoren übernommen. (APA)

Amazon Initiative „Source“

Kindle im Laden

Seattle. Amazon hat mit seinem Online-Versand vielen Buchläden das Wasser abgegraben. Den verbliebenen unabhängigen Geschäften in den USA bietet der Konzern nun an, seine Kindle-Lesegeräte und -Tablets zu verkaufen. Gehen die Buchhändler auf das Angebot ein, erhalten sie zwei Jahre lang einen Anteil von zehn Prozent an jedem über das Gerät gekauften elektronischen Buch. Amazon kündigte das Programm namens „Source“ am Mittwoch in Seattle an. (APA)

© Michael Nelson/EPA/picturedesk.com

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Amazon will seine Stellung im amerika­ nischen Buchmarkt weiter ausbauen.

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Bitte beachten Sie, dass unsere Artikel nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung stehen. Sollten bestimmte Produkte, trotz unserer sorgfältigen Planung, aufgrund unerwartet hoher Nachfrage unter Umständen schon am ersten Aktionstag ausverkauft sein, bitten wir um Ihr Verständnis.


R e ta i l & Pr o d u c er s

20 – medianet retail

Fielmann: Gewinn und Marktanteile gesteigert Hamburg. Die Optikerkette Fielmann konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Stellung am Markt ausbauen und Marktanteile gewinnen. Das Unternehmen verkaufte 5,4 Mio. Brillen und damit drei Prozent mehr als im Vorjahr. Während die Konkurrenz einen leichten Absatzrückgang verkraften musste, zeigt sich Firmengründer Günther Fielmann zuversichtlich: ,,Für 2013 erwarten wir weiterhin einen positiven Geschäftsverlauf.“ (APA/red)

© Alessandro Della Bella/EPA/picturedesk.com

US-Konzern Mondelez: Umsatzplus von 2%

Sportartikel Die Erlöse des zweitgrößten Sportartikelherstellers sanken im 3. Quartal um 7% – mehr als erwartet

Adidas hofft auf WM-Erfolg Schwaches Golfgeschäft, negative Währungseffekte und Auslieferungsengpässe in GUS-Staaten. dass der Sportartikelhersteller seine Einnahmen nicht im gewünschten Maße in Euro konvertieren konnte. Zur Abwärtstendenz im Erlös trugen weiters ,,kurze Auslieferungsengpässe“ in den GUS-Staaten bei. Ergo hat das Unternehmen bereits im September seine Gewinnziele für 2013 korrigiert, nachdem der Start eines Vertriebszentrums in Russland nicht den gewünschten Erlös brachte.

Nataša Nikolić

Herzogenaurach. Beim deutschen Sportartikelhersteller Adidas läuft es derzeit gar nicht rund, zumindest wenn man die aktuellen Zahlen aus dem dritten Quartal betrachtet. Die Erlöse sanken nämlich um sieben Prozent auf 3,88 Mrd. €. ,,Unsere Ergebnisse des dritten Quartals waren durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt“, erklärt Adidas-Vorstandschef und Nordamerika-Verantwortlicher Herbert Hainer. Zu den besagten Faktoren gehört u.a. die schwache Golfsaison, die wegen wetterbedingten, verspäteten Saisonstarts in den USA einen Einbruch erlitt; die Erlöse der Marke ,,TaylorMade-adidas Golf“ brachen um knapp 26% ein. Ebenso verantwortlich sind, laut Konzern, negative Währungseffekte in wichtigen Auslandsmärkten, wie Russland, Japan, Brasilien und Argentinien. Diese hatten zur Folge,

Umsatzrückgang in den USA Während die Umsätze in China um sechs Prozent gestiegen sind, verbuchte der Konzern im bedeutendsten Markt Nordamerika einen Umsatzrückgang von zehn, in den übrigen asiatischen Märkten von 13%. Hainer erhofft sich von der bevorstehenden Fußball-WM für das letzte Quartal ein dynamisches Wachstum und eine Gewinnmaximierung von 820 auf 850 Mio. €

© EPA/Daniel Karmann

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Freitag, 8. November 2013

Vorstandschef Herbert Hainer erwartet dynamisches Wachstum im Schlussquartal.

Konzernchefin Irene Rosenfeld: es sei ein ,,schwieriges Umfeld“.

© Lise Aserud/EPA/picturedesk.com

Deutsche Spielebranche rechnet mit Rekorden

Spielwaren boomen in Deutschland – trotz rückläufiger Geburtenrate.

Nürnberg. Die deutsche Spielwarenbranche rechnet heuer mit dem fünften Rekordergebnis in Folge. Ein Umsatzplus von 3% dürfte den Gewinn auf knapp 2,8 Mrd. € steigern. „Das ist sehr außergewöhnlich, wenn man sich die Geburtenrate und die demografische Entwicklung anschaut“, erläuterte BVS-Geschäftsführer Willy Fischel. Der Markt werde von Hightech-Spielzeug, Digitalisierung und Multichannel-Produkten angetrieben. Dem Weihnachtsgeschäft schaut die Branche optimistisch entgegen. (nn)

Wollsdorf. Am 8. November feiert Österreich den Tag des Apfels. Und trotzdem zeigt eine aktuelle Studie: Die Österreicher essen zu wenig Obst. Seit vielen Jahren um Service und Qualität beim Apfel bemüht ist die Marke „frisch-saftig-steirisch“. Zehn unterschiedliche Sorten sind momentan im Handel erhältlich – darunter auch Gala, Golden Delicious und Kronprinz Rudolf.

Wien/Berlin. Einer Studie zufolge werden die Europäer heuer zum ersten Mal seit 2008 mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Im Vergleich zum Vorjahr dürften die Ausgaben um 0,7% im Vergleich zum Vorjahr steigen – das wären 450 € je Familie. Das teilten die Marktforscher Deloitte am Donnerstag in Paris mit. Die deutschen Einzelhändler erwarten für das Weihnachtsgeschäft ein leichtes Umsatzwachstum von 1,2%. Dagegen dürften die Verbraucher in den Krisenländern Italien, Griechenland und auch Frankreich den Gürtel erstmals enger schnallen. Die Sorgen über die künftige Kaufkraft bremse den Konsum. (APA)

Gute Zusammenarbeit Besonders wichtig für die OPST – Obst Partner Steiermark GmbH sind dabei ein angemessenes PreisLeistungs-Verhältnis und gute Zusammenarbeit. Die Obstbauern produzieren nach den Regeln der integrierten Produktion. (red)

Die Österreicher essen zu wenig Obst, dabei wären Äpfel besonders gesund.

Vernetzung 100 Filialen werden zu Multichannel-Stores

Handel 95% des Shoppingcenters gehen an Lugner-Söhne

Wals. Die Sporthandelskette Hervis vollzieht die Vernetzung aller Einkaufswelten: Offline- und OnlineHandel werden miteinander verbunden. Nach der Umsetzung des neuen Konzepts im Hervis Future Store im Wiener Einkaufszentrum The Mall sollen nun 100 weitere Filialen im CEE-Raum und am Heimatmarkt zu Multichannel-Stores umgewandelt werden; allein in Österreich betrifft dies 50 Läden. In der Praxis bedeutet diese Multichannel-Offensive für die Kunden: Wer online bestellt, kann Pakete in der Filiale abholen oder umtauschen. Umgekehrt können Kunden auch im Geschäft Ware anprobieren und diese gleich mittels QR-Code im Webshop ordern.

Wien. Seit vergangener Woche gehören die Gebäude der Lugner City Richard Lugner und seinen Söhnen. Das Einkausfszentrum am Wiener Gürtel gehörte nämlich bisher der Volksbankengruppe. Um die Leasinggesellschaft „VB Real Estate Leasing Citycenter GmbH“ der ÖVAG abzukaufen, lieh sich der Society-Löwe Geld von der Erste Group Immorent. Über den Kaufpreis und die Höhe des Kredits herrscht Stillschweigen.

Multichannel-Offensive bei Hervis nisse der Konsumenten“, so HervisGeschäftsführer Alfred Eichblatt. Mit der Multichannel-Offensive will Hervis nicht zwischen stationär und online trennen, sondern die Vorteile aus beiden Welten verbinden. Die Vernetzung der beiden Kanäle „ist ein klarer Erfolgsfaktor für die Filialen; als Startzeitpunkt haben wir die Vorweihnachtszeit gewählt, um unseren Kunden noch entspannteres Shoppen zu ermöglichen“, erklärt Eichblatt. (dp)

95% der Lugner-Söhne-Privatstiftung und zu 5% Richard Lugner persönlich. Demnächst soll die Gesellschaft in Lugner Immo GmbH umbenannt werden; der Antrag dafür sei laut eigenen Angaben schon eingereicht. Vor Kurzem verweigerte Lugner den Gewerkschaften, die im Handel Beschäftigten über ihren Kollektivvertrag und den aktuellen Verhandlungsstand vor Ort zu informieren. (APA)

1,5 Mio. € Anwaltskosten

Vorteile verbinden Außerdem können Kunden die in den Filialen via Tablet bestellten Waren nicht nur online, sondern auch direkt bei der Kassa in der Filiale bezahlen. „Für Hervis stehen die Kunden und ihr Bedarf an ‚more ways to shop‘ im Mittelpunkt, wir geben als Vorreiter die zukunftsweisende Antwort auf die Bedürf-

Lugner City-Gebäude gehört Lugner

Alfred Eichblatt sieht im MultichannelKonzept viele Vorteile für Kunden.

Laut Lugner beliefen sich die Rechtsanwaltskosten für den Bankenwechsel von der Volksbank zur Erste Group sowie die Eintragungs-und Bearbeitungsgebühren auf etwa 1,5 Mio. €. Ein Ausstieg aus dem Leasingvertrag war erst seit September möglich, davor vertraglich ausgeschlossen. Der Baulöwe hat also die erste Gelegenheit genützt. „Ich bin jetzt 81 Jahre alt. Wenn meine Söhne das verschlafen, dann bleibt die Lugner City der Bank.“ Seit Ende Oktober – so der „FirmenKompass“ – gehört das Shoppingcenter zu

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

Zürich. Barry Callebaut, der weltgrößte Hersteller von Schokolade, hat seine Verkaufsmengen steigern können, musste jedoch Verluste beim Gewinn hinnehmen. Grund dafür sind aus einem Zukauf entstandene Kosten, die den Betriebsgewinn um 3,9% gedrückt hatten. Der Konzern setzt insgesamt 1,535 Mio. t an Kakaoprodukten an die Schokoladenindustrie ab. (APA)

Europäer geben 0,7% mehr aus

8. November ist „Tag des Apfels“

© OPST Obst Partner Steiermark

Sinkende Gewinne beim größten Schoko-Konzern

Studie Weihnachtsgeschäft

Obst Die Marke „frisch-saftig-steirisch“ bemüht sich um Qualität und Geschmack

© Hervis

Northfield. Der US-Lebensmittelkonzern Mondelez hat mit niedrigen Kaffeepreisen und einem schwierigen Keks-Geschäft in China zu kämpfen. Der Umsatz stieg im dritten Quartal zwar um zwei Prozent auf 6,2 Mrd. € dennoch fiel die Aktie nachbörslich leicht. Konzernchefin Irene Rosenfeld rechnet mit einem unter der bisherigen Prognose liegenden Wachstum für das Gesamtjahr. (APA)

Bisher gehörte das Einkaufszentrum am Wiener Gürtel der Volksbankengruppe.


product news

Freitag, 8. November 2013

medianet retail – 21

Premium-Attacke mit Jim Beam, Chivas Regal & Bio Wiesenmilch Chivas Regal aus der Region Speyside, der legendären schottischen Heimat des Whiskies, verdankt seine Qualität dem klaren Quellwasser und der Ăźber 100-jährigen Erfahrung im Whisky-Brennen. Das mindestens zwĂślf Jahre währende Heranreifen in Eichenfässern und das dreifache Blending („Recasking“) geben dem Chivas Regal 12yo seinen reichen und fruchtigen Geschmack. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

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Bio Wiesenmilch ist eine neue Steigerungsform der biologischen Lebensmittelproduktion und stellt eine neue Kategorie im heimischen Handel dar – nämlich jene der Bio-Premiummilch. Der Rohstoff stammt ausschlieĂ&#x;lich von artgerecht gehaltenen KĂźhen aus kleinstrukturierter, biologischer Landwirtschaft.

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Rechtzeitig zur Weihnachtszeit ist der Super Premium Bourbon Jim Beam Signature Craft 12 Years in Österreich in exklusiven Fachmärkten erhältlich. Der 12 Jahre alte Bourbon besticht mit vollmundigem Geschmack und Komplexität. Damit bringt die Whiskeykomposition von Jim Beam etwas Neues und Einzigartiges in die Welt der Small Batch Bourbons.

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22 – medianet retail

Freitag, 8. November 2013

Milka Skistars Teatro Eröffnung

© GEPA pictures

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© Conny de Beauclair, RGE-Press/Eckharter

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1. Michaela Kirchgasser, Maria Höfl-Riesch, Sarka Strachova, Elena Curtoni, Tessa Worley, Tina Maze; 2. Anton Schutti und Dieter Heger bei der Scheck­ übergabe; 3. Tina Maze mit der Auszeichnung Skieur d’Or.

4.814 Euro Spende für die Österreichische Sporthilfe 2

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1. Marie Christine Giuliani, Reinhard Gerer, Michael Konsel; 2. Euphoria (4er Kontorsion Mongolei); 3. Andi Wojta, Reinhard Gerer, Alexander Fanhauser; 4. Yosvany Rodriguez Pena (Drahtseil, Cuba).

Top-Kulinarik, mit viel Unterhaltungsprogramm verbunden

Gourmet & Kunst

Victoria Horne tanzte mit den TeatroShowgirls.

Abwechslungsreich Österreichische Gastfreundlichkeit trifft auf ein Showprogramm voller Witz, Gesang, Grazie und Unterhaltung – nicht weniger verspricht Starkoch Reinhard Gerer mit seinem neuen Gourmettheater „Teatro“. Am Eröffnungsabend führte Kabarettist Manfred O. Tauchen das begeisterte Publikum durch ein dreieinhalbstündiges Showprogramm. Trapezkünstler, Seiltänzer, Gesangseinlagen, Comedy und die „Moulin Rouge“-Tänzerinnen zählten zu den Höhepunkten des Abends. Natürlich kam auch das kulinarische Element nicht zu kurz: Eine Kombination vom Kalbsrücken und Saibling mit Paradeiser-Senfkornmarmelade, eine Melange von Erdäpfeln mit Mangalitzaspeck und Jakobsmuschel-Croustillant, Rehnüsschen auf weißer Polenta mit Sauerkirschen und Pilzen und eine Trilogie von Edelschokolade sorgten auch bei den Gourmets für zufriedene Gesichter. Unter den Gästen: Schauspieler Karl Merkatz, Regisseur Paulus Manker, Kabarettist Werner Schneyder, die Kabarettistinnen Andrea Händler und Eva Billisich, Unternehmer Hans Schmid, Juwelier Ernst Klimitsch, Fußballlegende Michael Konsel. (red)

Mit lila Power toller Start in die Saison Sponsoring Anlässlich der Eröffnung des FIS Alpine Ski Weltcups überreichte Milka den sechs internationalen Athletinnen Michaela Kirchgasser (AUT), Maria Höfl-Riesch (GER), Tina Maze (SLO), Sarka Zahrobska (CZE), Elena Curtoni (ITA) and Tessa Worley (FRA) offiziell die lila Helme. Für Milka war das der Startschuss in die 18. Saison als Wintersportsponsor. Die Latte liegt hoch, war die vergangene Saison mit der Alpinen Ski Weltmeisterschaft in Schladming für die Milka Ski Stars die bisher erfolgreichste. Anstrengung und gute Leistungen gehören belohnt, daher spendet Milka heuer erstmals für jeden in der vergangenen Saison eingefahrenen Weltcup-Punkt 1 € an die Österreichische Sporthilfe. Insgesamt wurden beachtliche 4.814 Weltcup-Punkte von den Milka Ski-Stars eingefahren. Genauso hoch ist die Summe, mit der Milka nun gemeinsam mit der Österreichischen Sporthilfe Nachwuchssportler unterstützt. Nach der Teampräsentation wurde Tina Maze „Alles für den Gast – Herbst“, von der AIJS, der International Fachmesse für Gastronomie & Association of Ski Journalists, Hotellerie, 9. bis 13. November, mit dem Skieur d‘Or AIJS Messezentrum Salzburg. Serge Lang Trophy 2013“ Infos: www.gastmesse.at Presented by Milka ausgezeichnet. (red)

Kopf des Tages

Produkt des tages

die finstere brille

Andreas Ostermayr (43) hat die Zuständigkeit für Danone D-A-CH übernommen. Die neu geschaffene D-A-CHRegion mit Sitz in der Danone-Zentrale München-Haar umfasst Deutschland, Österreich, Schweiz und Slowenien. Ostermayr ist seit 2002 im Management von Danone tätig und war unter anderem Chief Marketing Officer Dannon USA und Geschäftsführer des Danone-Milchfrischegeschäfts in Ungarn. Kay Gorgus (47) ist gleichzeitig Operations Director und Mitglied der Geschäftsleitung Danone D-A-CH geworden und in dieser neugeschaffenen Funktion zuständig für die DA-CH-Länder sowie Nordics.

Vorbildlich Mondelez Österreich startete in der Kalenderwoche 42 die Auslieferung der Espressokapseln, die für Nespresso-Maschinen geeignet sind. Unter der Marke Jacobs Momente sind folgende Geschmacksrichtungen im LEH erhältlich: dolce, supremo, classico und intenso national „Neben der gewohnten hochwertigen JacobsQualität steht für uns der Vertrieb der Espressokapseln über den LEH im Mittelpunkt. Das neue Sortiment ermöglicht unseren Partnern im Handel, vom stark wachsenden Kapselmarkt zu profitieren“, sagt Andreas Kutil, Managing Director Mondelez Österreich. Mit den Jacobs Momente Espressokapseln erschließt das Unternehmen neben dem Heißgetränkesystem Tassimo jetzt weiteres Wertschöpfungspotenzial im strategisch wichtigen Geschäft mit Einzelportionen. www.mondelezinternational.com www.facebook.com/mondelezinternational

Die Jungs von der Betonfraktion

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© Mondelez Österreich

© Danone GmbH / HRSchulz

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Christian Novacek

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ichie Lugner hat eine kleine Neigung zum leichten Auszucken. Die kann man durchaus als Schrulle stehen lassen. Wenn er mal den ÖGB aus seinem Einkaufszentrum wirft, gehört das schon irgendwie stimmig ins Sittenbild der Lugner City. Aber rechtlich passt es nicht: Es ist nämlich ein Recht der Gewerkschaft, Beschäftigte an ihrem Arbeitsplatz zu informieren. Dieses Recht sieht Gewerkschafter Manfred Wolf als höherwertiger an als das Hausrecht des Herrn Lugner: Nie und nimmer sei nämlich die Lugner City ein extraterritoriales Gebiet. Zwar mag sie ansatzweise so wirken, etwa wie eine enklavische Idylle für jene, die dem Tag Besseres abgewinnen können als Leistungsdruck und Arbeit. Aber letztlich dünkt mir das Hinauskomplimentieren der Gewerkschafter mittels Security als harsch und ungeziemlich. Zumal sich speziell die Arbeitgeber im Handel gern in die Brust werfen mit Lehrlingsprogrammen, die darlegen, wie motivierend und sinnstiftend eine Karriere im Handel sein kann. Da passt Lugners Vorgangsweise gegen den ÖGB gar nicht dazu. Nur die Hartlauer-Forderung nach einem 12-Stunden-Arbeitstag vermag das in Sachen Betonfraktion zu toppen. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Schade Ein Schweizer Züchter erntete kürzlich einen 1.056 Kilo schweren Kürbis. Das wäre Weltrekord – doch der Kürbis hat ein Loch, daher gibt es nichts.


medianet

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Freitag, 8. November 2013 – 23

© Cognosec

zauberlehrlingsproblem

Cognosec-CEO Oliver Eckl über IT­Sicherheit und Softwareentwicklung Seite 25

© Chris Haderer

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© Toshiba

Software statt hardware

Neue IT-Konzepte: auf dem Weg zum ­Software Defined Data Center Seite 28

berührungsscheu Toshiba Satellite P70-A-104 im praxistest

Computergrafik: eine verheimlichte Branche

© Chris Haderer

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Wien. Es waren nicht die drei Musketiere, sondern die drei „Evangelisten“ Michael Chaize (Senior Creative Cloud Evangelist, im Bild vlnr.), Jason Levine (Worldwide Evangelist) und Rufus Deuchler (Senior Worldwide Design Evangelist), die im Rahmen der „Creative Days“ von Adobe nach Wien kamen. Ihre Mission: die Creative Cloud des Softwarekonzernes nebst dem neuen Abo-Modell für Software geschmackvoll ins Volk zu streuen. Die Adobe Creative Cloud hat laut Rufus Deuchler derzeit mehr als eine Mio. zahlende User. www.adobe.at

© QBS Group

Hollywood in Vienna Neben gut 500 Fachbesuchern kamen auch drei Oscar-Preisträger und zahlreiche Special-Effects-Artists zur „Pixel 8“-Fachkonferenz. Was der CG-Branche fehlt, ist konzentrierte Lobbying-Arbeit. Seite 24

Die „Pixel 8“-Konferenz in den Räumen der Österreichischen Akademie der Wissenschaft: klassische Kunst und moderne Computer­ grafik in perfekter Koexistenz.

© Chris Haderer

Wien. Quattro Business Solutions wurde von Microsoft zum exklusiven Master VAR für Österreich ernannt – ein erstes Ergebnis der ERPVolumen-Strategie „Road to Repeatability“, die eine wichtige Säule für den Erfolg von Microsoft Dynamics NAV in Europa darstellt. Mit der Änderung des bisherigen Partnermodells will Microsoft die Dynamics NAV-Partner künftig noch besser unterstützen (Bild: Joop van Voorthuijsen, CEO von Quattro Business Solutions). Die Ernennung soll das hohe Vertrauen von Microsoft gegenüber QBS group unterstreichen. www.qbsgroup.com/de

Tele2 Die Tele2-Gruppe erzielte 877 Millionen € Umsatz

Wien. Electronic Arts hat eine mehrjährige Partnerschaft mit dem bekannten Rennfahrer und Actionsport-Helden Ken Block und „Need for Speed“ geschlossen. Ken Block wird als „Racing Advisor” beratend für die Serie tätig sein. Von der Need for Speed-Serie wurden seit ihrem Start im Jahr 1994 mehr als 150 Mio. Einheiten verkauft. Der neueste Teil, „Need for Speed Rivals“, gewann 15 Auszeichnungen. www.needforspeed.de

© Tele2/Foto Wilke

© Electronic Arts

Geplante Wachstumsrate erreicht

Gute Bilanzen: Alfred Pufitsch, Geschäfts­führer von Tele2 Österreich.

Wien. Der schwedische Telekommunikations-Komplettanbieter Tele2 konnte auch im 3. Quartal 2013 einen Nettoumsatz von 7,529 Mio. SEK verbuchen (ca. 877 Mio. €), wovon 5,481 Mio. SEK (ca. 639 Mio. €) [vgl. 5,325] auf mobile Services entfielen. Entsprechend wurde eine Wachstumsrate von 3% im Bereich mobiler Services erreicht. „Dank neuer innovativer Produkte und unserem ausgezeichneten Kundenservice konnten wir unsere Performance auch im 3. Quartal positiv gestalten“, kommentiert Tele2 Österreich-CEO Alfred Pufitsch die aktuellen Geschäftsergebnisse. www.tele2.at

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24 – medianet technology

Freitag, 8. November 2013

Pixel 8 Die von der IG Computergrafik initiierte Fachkonferenz lockte Ende Oktober drei Oscar-Preisträger nach Wien

Kommentar

Die Leistungsschau der Computergrafik-Branche

Schadenersatz für 200.000 Betroffene

Die österreichischen CG-Unternehmen bringen es auf einen Jahresumsatz von durchschnittlich 200.000 €. Chris Haderer

Chris Haderer

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Markus Kurtz, Rhythm & Hues Studios: Konkurs trotz „Oscar“ für „Life of Pi“.

„Star Wars“ war im Jahr 1978 erst der Anfang: Oscar-Preisträger Robert Blalack.

Internationale Redner

© Chris Haderer (3)

ie Zahlen haben es in sich: 14 Angeklagte, 200.000 Geschädigte, mehr als 325.000 € Schmiergeld und 2,3 Millionen Gewinn. Über acht Jahre hinweg soll der Hauptangeklagte im Prozess um den größten Datenskandal der Zweiten Republik, der Besitzer eines Wirtschaftsauskunftsdienstes, dreizehn mitangeklagte Beamte „angestiftet“ und bezahlt haben, systematisch Daten aus Justizdatenbeständen beiseitezuschaffen. „Ich war jung und brauchte das Geld“, lautet zum Teil die Rechtfertigung der mit dem Vorwurf des Missbrauchs der Amtsgewalt konfrontierten Beamten. Ab 2004 informierte die ARGE Daten die Datenschutzkommission, die Staatsanwaltschaft Wien und die damalige Justizministerin über die rechtswidrigen Vorgänge. Erst drei Jahre und viele Anzeigen später wurden 2010 Ermittlungen gegen den Wirtschaftsauskunftsdienst durchgeführt, die schließlich zur Verhaftung des Betreibers und der Anklage von 13 Beamten geführt haben. Ein Ende des Prozesses ist derzeit noch nicht in Sicht, obwohl bereits einzelne, nicht rechtskräftige Urteile vorliegen. Was die Republik just aber noch nicht kommuniziert hat: Jeder von der illegalen Datenweitergabe betroffene Bürger hat laut Hans Zeger Anspruch auf 1.000 € Schadenersatz. Gut für den Datenschutz, schlecht fürs Budget.

Wünscht sich mehr Lobbying für die Branche: Max Höfferer, IG Computergrafik.

Mediaroom 13 Mio. User

Die Branche ein wenig ins Rampenlicht rücken will die IG Computergrafik seit nunmehr acht Jahren mit der „Pixel“-Konferenz: Die aktuelle Ausgabe ging Ende Oktober vor etwa 500 Gästen in den Räumen der Österreichischen Akademie der Wissenschaft über die Bühne. Zum Rahmenprogramm,

Epson 56% der heimischen Arbeitskräfte würden ihren PC oder Laptop gern gegen ein neues Gerät austauschen

Neuer Besitzer

Österreicher mit IT am Arbeitsplatz zufrieden

© Wikipedia

Meerbusch/Wien. In manchen Details scheint Österreich immer noch eine Insel der Seligen zu sein, ein bisschen zumindest. Wie beispielsweise eine Studie vom Marktforschungsunternehmen YouGov im Auftrag von Epson ergab, sind Berufstätige in Österreich deutlich zufriedener mit ihrer IT-Ausstattung als ihre Kollegen in Deutschland. Insgesamt ist die Zufriedenheit mit der ITAusstattung (PC, Laptop, Telefon,

Der „Mediaroom“: von Microsoft entwickelt, von Ericsson gekauft.

Drucker, Kopierer, Scanner) in allen drei Ländern größtenteils gut. Es zeichnet sich allerdings ein Trend ab: Jüngere Mitarbeiter sind unzufriedener als ältere. Die Geräte, die die Befragten am ehesten erneuern möchten, sind in allen drei Ländern vergleichbar: Auf Platz eins liegen PCs und Laptops mit rund 50 Prozent, Drucker und Telefon folgen mit rund 30 Prozent. „Wir sind davon überzeugt, dass das Wissen rund um die IT im Büro ein entscheidender Faktor für die Produktivität von Berufstätigen und Unternehmen ist und die Studie einen wichtigen Baustein für die richtige Planung bietet“, sagt Schahin Elahinija, Leiter Marketing der Epson Deutschland GmbH.

Moderne Arbeitsgeräte

© Epson

Wien. Ericsson hat die angekündigte Übernahme des TVGeschäftsfelds Mediaroom von Microsoft erfolgreich abgeschlossen. Durch den Kauf ist Ericsson zum weltweit führenden IPTV-Ausrüster aufgestiegen – mit einem Marktanteil von über 25 Prozent. Dienste, die auf der Mediaroom-Plattform basieren, werden von ca. 60 Netzbetreibern angeboten. Insgesamt werden nahezu 13 Millionen Haushalte bzw. 24 Millionen Set-Top-Boxen versorgt. Nach Schätzungen soll die Zahl der IPTV-Nutzer jährlich um 18 Prozent steigen und im Jahr 2015 bei 105 Millionen Abonnenten liegen. www.ericsson.com

Wien. Wenn das „Raumschiff Enterprise“ in unendlichen Weiten echter und überzeugender aussieht, als eine Live-Übertragung von der Raumstation ISS, dann liegt das an der Arbeit von Special-EffectsExperten, ohne die heute kaum ein erfolgreicher Hollywood-Film mehr auskommt. Die Bandbreite dessen, was unter dem Label Computergrafik zu finden ist, reicht von 3D-Computergrafik und 3DProduktvisualisierung über Animation und Concept-Art bis zu Games und Motion Graphics. Und: Es ist eine Branche, die nicht nur in den USA zu Hause ist. Laut einer Studie der Interessensgemeinschaft Computergrafik gibt es hierzulande 500 bis 800 Unternehmen, die im CGBereich tätig sind und es auf einen Jahresumsatz von durchschnittlich 200.000 € bringen. Im Gegensatz zu vielen anderen Marktsegmenten, in denen IT eine wesentliche Rolle spielt, wird die Computergrafik hierzulande allerdings kaum als wirtschaftliche Kraft wahrgenommen. „Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Computergrafik in Österreich kein Gewerbe ist und auch keine Lobby hat“, kommentiert Max Höfferer von der IG Computergrafik. Wer auf diesem Sektor tätig ist, „ist etwas ganz eigenes und sitzt zwischen vielen Sesseln“.

das internationale Special-EffectsArtists für Vorträge und Lectures nach Österreich holt, gehört auch die Verleihung des „Austrian Computer Graphics Awards“ (ACGA), zu dem heuer mehr als 100 Beiträge eingereicht wurden. Neben dem Award ist „sicher eine Besonderheit der Pixel, dass es uns gelungen ist, drei Oscar-Preisträger am Podium zu haben“, sagt Höfferer – nämlich Robert Blalack, der 1978 den Oscar in der Kategorie Best Visuals Effects für „Star Wars“ bekam, Troy Saliba (Oscar in der Kategorie Best Animation Short Film für Chubbchubbs!) und Markus Kurtz, Vice President of Production Technology bei den Rhythm & Hues-Studios. Letztere sind ein Beispiel dafür, wie schnell der Wind am Computergrafik-Sektor umschlagen kann. „Rhythm & Hues hat zwar den ‚Oscar‘ für Best Visual Effects in ‚Life of Pi‘ erhalten, musste aber gleichzeitig Konkurs anmelden“, sagt Kurtz, ein Steirer, der seit über einem Jahrzehnt in den USA werkt. „Das Problem war: Wir hatten zwar viele Kunden, die aber für den notwendigen Aufwand zu wenig bezahlt haben.“ Dadurch schlitterte Rhythm & Hues in die roten Zahlen und ist jetzt im Besitz einer indischamerikanischen Company. Kurtz hält die Entertainment-Branche für einen wichtigen Wirtschaftsfaktor, der staatliche Förderungen – etwa in Form von Steuererleichterungen, wie sie in Kanada üblich sind – vertragen könnte. In diese Kerbe schlägt auch Max Höfferer, der sich mehr Lobbying-Arbeit wünscht: „In der heimischen Branche gibt es keinen Futterneid“, sagt er. „Wir wollen uns nicht um die Brösel streiten, sondern dafür sorgen, dass die Torte größer wird.“ www.igcomputergrafik.at www.pixelvienna.com

Schahin Elahinija, Leiter Marketing der Epson Deutschland GmbH.

Etwa zwei Drittel (65 Prozent) der befragten Berufstätigen in Österreich zeigen sich voll und ganz bzw. zufrieden mit ihrer IT-Ausstattung am Arbeitsplatz. Auf einer Skala von eins (voll und ganz zufrieden) bis sechs (überhaupt nicht zufrieden) liegt der Durch-

schnittswert bei 2,2 – damit liegen die Österreicher im Dreiländervergleich leicht vor der Schweiz und deutlich vor Deutschland. Wesentlicher Teil der Zufriedenheit ist die Geräteausstattung des Arbeitsplatzes im Unternehmen. Auf Platz eins der Geräte, die die Befragten gegen ein Nachfolgemodell austauschen würden, steht

der Computer, es folgen das Telefon und der Drucker. In Österreich würden 56 Prozent der Befragten ihren PC oder Laptop gegen ein neues Gerät austauschen (51 Prozent in Deutschland, 55 Prozent in der Schweiz). Drucker und Telefon liegen mit 30 bzw. 28 Prozent in Österreich auf fast gleicher Position. www.epson.at


I d e e & st r at e gi e

Freitag, 8. November 2013

medianet technology – 25

Cognosec Der IT-Security-Lösungsanbieter rät Unternehmen zur schnellen Implementierung von SCADA-Prozessen zum Schutz vor Cyberangriffen

Sicherheitskritische Infrastruktur Chris haderer

Wien. Supervisory Control and Data Acquisition oder kurz SCADA: Mit dieser etwas sperrigen Bezeichnung ist etwas gemeint, was in keinem Betrieb fehlen sollte, der eine sicherheitskritische IT-Infrastruktur betreibt. SCADA ist ein Sammelbegriff für Systeme, die gesamte Prozessketten oder kritische Infrastruktur überwachen, visualisieren, steuern und regeln. „Ohne diese Systeme wäre das Leben im 21. Jahrhundert nicht denkbar“, sagt Oliver Eckel, Geschäftsführer beim IT-Security-Lösungsanbieter Cognosec. „Energie- und Wasserversorgung, Schienennetze, Flughäfen aber auch Logistikunternehmen oder der Lebensmittelgroßhandel verlassen sich auf computerunterstützte Modelle, die sowohl Sollund Istwerte permanent vergleichen, als auch zur Steuerung von Prozessen dienen.“ Allerdings sind manche kritischen Monitoring- und Steuerungssysteme in Unternehmen historisch gewachsen, dementsprechend veraltet und nur schlecht geschützt. „Solche Systeme und Abläufe sowie Infrastruktur von Unternehmen werden dadurch verwundbar“, sagt Eckel. „Viele Betriebe setzen hier oft immer noch auf eine Augen-zu-unddurch-Taktik – bis es kracht.“ Und dieser Krach kann recht laut und weithin vernehmbar ausfallen, wenn es sich beispielsweise um die Infrastruktur einer Bank, eines Flughafens oder einer sensiblen Industriesteuerungsanlage handelt.

Social Engineering-Angriffe

© panthermedia.net/Michael G. Smith

Die Möglichkeiten, kritische Infrastruktur zu unterwandern, sind vielfältig. „Nur einmal angenommen, Sie finden einen USB-Stick auf dem Betriebsparkplatz“, meint Eckel. „Was tun Sie damit? Vielleicht möchten Sie herausfinden, wem dieser gehört und stecken ihn zu diesem Zweck kurz in ihren Computer. Eine schlechte Idee. Was nämlich, wenn dieser Stick bewusst ausgelegt wurde, um in Ihrem Firmennetzwerk Trojaner zu installieren? Das ist keinesfalls Science-Fiction – Social Engineering passiert tagtäglich.“ Deshalb ist SCADA nicht nur ein Thema für die betreffenden Unternehmen, „sondern hat unmittelbare und konkrete Auswirkungen auf das Leben aller Menschen“. Die Verantwortung, beispielsweise das Weichensystem eines Schienennetzes bestmöglich abzusichern und Missbrauch zu verhindern, ist dementsprechend groß. „Das können nur sehr wenige Unternehmen“, sagt Eckel.

IT-Infrastrukturen in Flughäfen müssen besonders intensiv geschützt werden.

„In Österreich sind wir in dieser Größenordnung mit Sicherheit einer von wenigen Anbietern“, sagt Eckel. Er hält es für notwendig, bei Kunden ein Bewusstsein für die Gefahren zu schaffen und darauf aufbauen „Programme und Lösungen zu entwickeln, die es anderen sehr schwer machen, sich in einer fremden IT-Infrastruktur auszubreiten.“

Kontrollverlust vermeiden „An vielen Unternehmen sind die letzten zehn Jahre spurlos vorbeigegangen“, meint Eckel. „Wenn wir uns anschauen, dass es ein Ju-

gendlicher in Polen geschafft hat, Straßenbahnen mit einer Fernsteuerung zusammenstoßen zu lassen, dann bekommt man eine Vorstellung von der Verwundbarkeit der Systeme. Die Firmen werden deshalb auch immer nervöser. Man kann mittlerweile mit kleinem Aufwand großen Schaden anrichten.“ Auch das „Internet der Dinge“, in dem Geräte Informationen austauschen, liefert Cybercrime-Attacken Vorschub. Es sei „ein Zauberlehrlings-Problem“, meint Eckel und ist davon überzeugt, mit SCADA einen Beitrag zu leisten, damit Unternehmen nicht die Kontrolle verlieren. www.cognosec.com

© Cognosec

Social Engineering ist ein Teil der neuen Angriffsstrategie von Cyberkriminellen.

Oliver Eckel, Geschäftsführer beim IT-Security-Lösungsanbieter Cognosec.


r ou n dtab l e

Freitag, 8. November 2013

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl (7)

26 – medianet technology

Roundtable Das Unternehmensserviceportal bietet umfangreiche Informationen und direkten Kontakt zur Verwaltung

„Der elektronische Arbeitsplatz des Unternehmers“

Experten rund um das Unternehmensserviceportal: Frederik Schorr (aws), Erich Forsthuber (BMF) und Günter Lauer (BRZ).

christoph fellmer

Wien. Mit dem Unternehmensserviceportal (USP) steht den österreichischen Unternehmen eine Plattform zur Verfügung, die einerseits Informationen zu den verschiedensten Unternehmenssituationen in allgemein verständlicher Form anbietet. Andererseits ist das USP eine Möglichkeit, die Kommunikation mit der Verwaltung gänzlich elektronisch und ohne Papieraufwand abzuwickeln. Unternehmen, die Rechnungen an den Bund stellen, müssen das ab 1. Jänner 2014 ohnehin in elektronischer Form tun

Am Runden Tisch diskutieren Erich Forsthuber (BMF), Günter Lauer (BRZ) und Frederik Schorr (aws) über den Stand der Dinge und die Zukunft des USP.

Unternehmen bei der

medianet: Was sind die primären Gründe gewesen, die zur Entwicklung des USP geführt haben? Erich Forsthuber: Begonnen hat alles mit einem großen Programm der Bundesregierung zur Senkung von Verwaltungskosten, speziell für Unternehmen. Im Rahmen dieser sehr umfassenden Analyse wurde herausgearbeitet, wie die österreichischen Unternehmen durch

„Für unser Kundenportal wäre es ideal, wenn in den nächsten zwei Jahren 80% der österreichischen Unternehmer am USP sein werden.“ frederik schorr, aws

und sind somit automatisch USPKunden, allen anderen steht es frei, das Portal zu benutzen. Langfristiges Ziel ist es, elektronische Dienste, wie die bereits angesprochene E-Rechnung, auch unter den Unternehmen zu etablieren.

„Ziel des USP ist es, die

ihre Informationsverpflichtung an die Verwaltung belastet werden. Das Ergebnis war deutlich: Nach Angaben der Unternehmen ergaben sich Belastungen in der Größenordnung von vier Milliarden Euro. Das Ziel war es nun, diesen Betrag um

Erfüllung ihrer Pflichten der Verwaltung gegenüber zu entlasten.“ erich forsthuber, BMF

25% zu senken. Damals wurde die Entscheidung getroffen, nicht nur rechtliche Maßnahmen zu treffen, sondern als Flagship-Maßnahme ein Unternehmensserviceportal im Internet aufzusetzen, um den Unternehmen einen technischen Zugang zur Verwaltung zu bieten. Parallel dazu ist ein Schwerpunkt des USP die Bereitstellung von Informationen in unterschiedlichen Tiefen, die direkt von den Fachabteilungen kommen und von einer Redaktion so bearbeitet werden, dass sie einfach verständlich sind und ihre Richtigkeit garantiert ist. Die Zielsetzung ist, dass das USP zum elektronischen Arbeitsplatz des Unternehmers werden soll. Der Unternehmer hat eine Zugangskennung zum USP und kann dort alle seine Verpflichtungen erledigen. medianet: Gibt es dabei Meilensteine oder Schwerpunkte?

Forsthuber: Ja, ein Schwerpunkt, dessen Umsetzung wir gerade begonnen haben, ist die Gründungssituation. Die Unternehmensgründung soll vollständig elektronisch abgewickelt werden können, wobei vor allem die kleinen Unter-

„Unternehmen können bereits jetzt elektronische Rechnungen einbringen und ausprobieren, ob alle Prozesse funktionieren.“ Günter lauer, BRZ

nehmen im Vordergrund stehen. Diese Prozessüberlegungen sollen letztlich für eine große Anzahl von Unternehmenssituationen aufgesetzt werden. In der Praxis heißt das: Der Unternehmer hat ein bestimmtes Problem, das wir bis zu den zuständigen Verwaltungsbehörden leiten. Diese müssen ihre Abwicklungen in die Prozesse einfließen lassen. Das Ergebnis soll anschließend elektronisch von der Behörde an den Unternehmer geschickt werden. Langfristiges Ziel ist es, dass der Unternehmer am USP einen kompletten Überblick über seine Kommunikation mit der Verwaltung hat. medianet: Ab 1. Jänner 2014 müssen alle Rechnungen an den Bund elektronisch eingereicht werden. Wie ist hier der Stand der Dinge? Günter Lauer: Unternehmen können bereits jetzt Rechnungen elek-

Entgeltliche Einschaltung des Bundesministeriums für Finanzen

Das USP ist mehr als nur ein weiteres Portal im Web: Letztlich soll es für Unternehmer zu einem unverzichtbaren Werkzeug für den Kontakt mit der Verwaltung und zu anderen Unternehmen werden.


R ou n d ta b l e

Freitag, 8. November 2013

medianet technology – 27

Erich Forsthuber Ist im Finanzministerium für das USP verantwortlich als Programmmanager. „Mein Schwerpunkt liegt auf der technischen Seite“, sagt er, was die Entwicklung des Systems, das Marketing und den laufenden Betrieb einschließt. „Unsere Aufgabe ist die Definition des USP, wie es jetzt und in Zukunft sein soll.“ Günter Lauer leitet im Bundesrechenzentrum den Bereich e-Gouvernement und ist für die meisten dieser Services verantwortlich. „Wir betreiben das USP und sind für die Verfügbarkeit und den reibungslosen Ablauf verantwortlich“, sagt er. Als Geschäftsführer der BIT-S , die sich mit elektronischen Akten befasst, ist er auch Anwender des USP. Frederik Schorr ist beim Austria Wirtschaft Service (aws) der Leiter der Abteilung Organisation und IT. „Wir zählen zu den eGovernment-Vorreitern in Österreich“, sagt er. Die AWS ist die Förderbank des Bundes, die österreichische KMUs unterstützt und dessen „aws Fördermanager“ bereits den USP Single-Sign-On nutzt. tronisch übermitteln, wenn sie das wollen. So kann man vor der verpflichtenden Einführung ausprobieren, ob alles ordnungsgemäß funktioniert. Derzeit ist eine XMLSchnittstelle realisiert, für größere Unternehmen wird es zukünftig weitere Schnittstellen geben, damit beispielsweise mit SAP-Systemen direkt zugegriffen werden kann. Für kleinere Unternehmen gibt es

Unternehmer elektronisch eingebracht werden, kann sie die Verwaltung außerdem elektronisch weiterverarbeiten, was ebenfalls zu Einsparungen führt. Wir wollen die Unternehmen auch dazu animieren, dass sie Ergebnisse der Verwaltung elektronisch erhalten. Hier wird sich die Verwaltung einiges an Einsparungen – Stichwort: Porto – holen können. Das USP leistet damit auch einen Beitrag zur Vereinfachung der Verwaltung und zur Senkung der Kosten. Schorr: Wir haben als erste Förderungseinrichtung unser Kundenportal voll ins USP integriert, nachfolgende Einrichtungen werden es sicher einfacher haben. Dennoch können wir uns dadurch auf unsere Kerntätigkeit konzentrieren. Würden wir etwa den Zugang zum aws-Kundenportal selbst verwalten, müssten wir die Anwender auch technisch supporten, beispielsweise wenn ein Passwort verloren gegangen ist oder Ähnliches. Dieser Aufwand entfällt durch die Authentifizierung über das USP völlig. Dass darüber hinaus die elektronische Antragstellung und Kommunikation ohnehin

„Durch das USP können wir einfach Verbindungen zwischen Unternehmen und physischen Personen herstellen.“

Entgeltliche Einschaltung des Bundesministeriums für Finanzen

Frederik Schorr, AWS

Word Plug-ins zur elektronischen Rechnungslegung und ein OnlineFormular für die direkte Übermittlung im USP. Wir hoffen natürlich, dass die Unternehmen durch die Verpflichtung der elektronischen Rechnungslegung an den Bund diese Art auch untereinander einführen werden. Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die Transaktionssicherheit und Verfügbarkeit gewahrt sind. Frederik Schorr: Das BMF macht einen wichtigen Schritt, indem es große Unternehmen verpflichtet, diese gemeinsame Plattform zu nutzen. Aus dem Blickwinkel des aws-Kundenportals gäbe es noch einfachere Möglichkeiten zur Authentifizierung als das USP. Der Charme des USP liegt aber darin, dass wir davon ausgehen, dass binnen kurzer Zeit die Mehrheit der österreichischen Unternehmen vertreten ist. Wir haben uns relativ frühzeitig darauf eingelassen, wir rechnen aber damit, dass viele Unternehmenskunden in Zukunft schon am USP sein werden, wenn sie erstmalig bei uns einen elektronischen Förderantrag stellen. medianet: Das USP bringt nicht nur Einsparungen für Unternehmen, sondern auch für die Verwaltung. Wie sehen diese aus? Forsthuber: Wesentlicher Punkt ist: Wenn die Informationen in gleicher Weise über eine Schiene kommen, wird die Qualität besser. Die Nacharbeit in den Behörden wird dadurch reduziert. Wenn Meldungen und Eingaben der

ein riesiger Einsparungstreiber ist, ist klar. medianet: Herzstück ist das SingleSign-On … Lauer: Das ist eine im Prinzip recht komplexe Lösung, da viele Unternehmer mehrere Rollen gleichzeitig wahrzunehmen haben, da sie für mehrere Unternehmen vertretungsbefugt sind. Darüber hinaus können sie ja auch noch als Bürger eine Einkommenssteuererklärung oder Arbeitnehmerveranlagung abzugeben haben. Es wurde daher die Möglichkeit geschaffen, beim Einstieg auszuwählen, in welcher Rolle man agiert, und kann seine Rolle jederzeit wechseln. Schorr: Wie wir im aws aus Erfahrung sehen, ist es oft recht aufwendig, einen rechtlichen Zusammenhang zwischen einem Unternehmen und dessen Mitarbeitern – physischen Personen – herzu-

„Für die Verwaltung ergeben sich Vereinfachungen bei der Bearbeitung und Einsparungen durch elektronischen Versand.“ Erich Forsthuber, BMF

© www.usp.gv.at

Am runden tisch …

Die Abbildung verschiedener Unternehmenssituationen ist eine wesentliche Komponente des Unternehmensserviceportals.

stellen. Da stellt die Verwendung des USP einen enormen Mehrwert dar. Zum Beispiel: Bei der Anlage eines neuen Förderantrags müsste ich mich ohne USP vergewissern, dass Herr oder Frau X tatsächlich für die Firma Y berechtigt sind, eine Förderung einzureichen. Durch das USP haben wir die juristische Gewissheit, dass eine bestimmte Person tatsächlich für ein bestimmtes Unternehmen tätig ist. Abseits der Technik stellt das für uns einen Quantensprung dar. Die Einstellungen, welcher Mitarbeiter für welche Services berechtigt ist, können Unternehmen über ein Servicetool am USP selbst vornehmen. Lauer: Das USP erfindet keine neuen Services, sondern verschaltet sie. Wenn man im USP die Services der Sozialversicherung aufruft, dann sind das eingebundene Dienste und keine Neuentwicklungen für das USP. Ganz wesentlich am USP ist, dass das System nicht nur ein Single-Sign-On ermöglicht, sondern die Services auch in einer einheitlichen Umgebung anbieten kann, die dem Anwender den Umgang erleichtern. Forsthuber: Unseren Partnern wird die Entscheidung überlassen, ein Verfahren, das im Internet bisher über eigene Zugangssysteme erreichbar war, an das USP anzubinden; dass es entweder nur noch über das USP erreichbar ist oder das USP nur als Authentifizierungsdienst fungiert und der Anwender mit der richtigen Rollenund Rechteverteilung an den Dienst weitergeleitet wird. Dadurch bleibt beispielsweise die Identität eines Portals erhalten, es wird aber das Log-In des USP genützt. Das ist ein für uns wichtiger Punkt, denn wir haben aus Erfahrung gelernt, dass es eine Möglichkeit geben muss, diese Identitäten zu erhalten.

sen können wir aber keine geben. Schorr: Für unser Kundenportal wäre es ideal, wenn in den nächsten zwei Jahren 80% der Unternehmer am USP sein werden. Denen können wir dann eine sehr einfache und komfortable Möglichkeit zu Förderungsansuchen bieten. Ich denke, da wird es so einen Tipping-Point geben; ist der einmal erreicht, wird das USP quasi zum Selbstläufer. Forsthuber: Eine Maßnahme, die wir setzen, ist der schon angesprochene Gründungsprozess, den wir elektronisch erledigen wollen. Im Zuge dessen erhält der Unternehmer gleich einen USP-Zugang dazu. Wir gehen davon aus, dass es mit den Neugründern einfacher ist, weil die ihre Prozesse noch nicht definiert haben. Die werden das USP schnell integrieren und nutzen. Bei großen Unternehmen ist der Wille nicht so groß, weil die bereits ihre Prozesse etabliert haben. Da bedarf es eher Maßnahmen wie der verpflichtenden elektronischen Rechnungslegung. Der Bekanntheitsgrad des USP nimmt deutlich zu, wie wir an den Zugriffen sehen, vor allem, was die elektronischen Informationen betrifft. Schorr: Man muss eine maximale Breitenwirkung erzielen. 40 bis 50% der Förderungen gehen über Banken. Wir sind deshalb massiv auf Banken zugegangen und haben es geschafft, alle großen österreichischen Institute auf das USP zu bekommen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Etablierung des USP in den Unternehmen.

Was ist das USP? Das Unternehmensserviceportal ist seit Jänner 2010 als Informationsplattform online. Seit Ende Mai 2012 können sich alle Unternehmen am USP anmelden, an einer Stelle ihre Benutzerinnen/Benutzer verwalten sowie mit nur einer Kennung E-GovernmentAnwendungen nutzen. Das Bundesministerium für Finanzen hat gemäß Unternehmensserviceportalgesetz (USPG) die Bundesrechenzentrum GmbH mit der Einrichtung und dem Betrieb des USP beauftragt. Das Unternehmensserviceportal (USP) ist die Verbindung der Verwaltung zur Wirtschaft. Maßgeschneiderte Informationen und die gebündelten E-Government-Anwendungen des Bundes mit Single-Sign-on-Funktion ermöglichen Behördenwege per Internet. Auch die elektronische Rechnung, die Unternehmen ab 1.1.2014 bei Geschäften mit dem Bund stellen müssen, wird über das Unternehmensserviceportal abgewickelt. Die Registrierung zum Portal erfolgt online und ist kostenlos. www.usp.gv.at als Landesseite erkennbar sein. Der Gedanke, dass aber die Dienste des USP im Hintergrund stehen können, setzt sich langsam durch. Uns geht es darum, den Unternehmen die bestmöglichen Services zu bieten und nicht die Verwaltung zu reorganisieren. Darum auch die Möglichkeit der Beibehaltung der Identität und des Designs. Lauer: Die Nutzung von Shared Services ist ein sehr großer Vorteil. Das Land Oberösterreich wird beispielsweise das gleiche Service für die Prüfung der elektronischen

„Das USP erfindet keine neuen Services, sondern verschaltet bestehende

medianet: Wie wird das USP bisher von den Unternehmen angenommen? Forsthuber: Es kommen beständig Anwender dazu. Treiber ist natürlich die e-Rechnung an den Bund. Unsere Zielsetzung ist es, im Lauf der nächsten Jahre einen Großteil der österreichischen Unternehmen auf das USP zu bekommen. Progno-

unter einer einheitlichen Bedienerführung.“ Günter Lauer, BRZ

medianet: Wie ist die Akzeptanz in den Bundesländern, bei den Kommunen? Forsthuber: Das Interesse, die Länder einzubinden, war von Anfang an sehr groß – und deren Interesse steigt auch zusehends. Teil dieses Gesamtprozesses ist die Kommunikation mit der Wirtschaftskammer und den Ländern, um einen durchgängigen Prozess aufzubauen. Da gibt es große Fortschritte. Wichtig ist: Die Länder wollen sichergehen, dass sie ihre Identität behalten. Wenn sie ein Service auf ihrer Landesseite anbieten, dann muss die Seite auch

Rechnung zukünftig nutzen wie die Österreichische Nationalbank oder die Bundesfinanzierungsagentur. Forsthuber: Der Aufwand, so ein sicheres Authentifizierungssystem aufzubauen, ist enorm. Das macht nur dann Sinn, wenn es auch auf breiter Basis genützt wird. Für die Länder würde es sich nicht rechnen, eigene Systeme aufzubauen. Das Verständnis entsteht jetzt mehr und mehr, vielleicht auch aufgrund des Kostendrucks in den Verwaltungen. Die Bereitschaft, unser gut funktionierendes Unternehmensserviceportal zu benutzen, steigt ständig.


Fa c t s & f i g u r e s

28 – medianet technology

Freitag, 8. November 2013

SDDC Nach dem Computing sollen in Rechenzentren auch die Segmente Storage und Netzwerk virtualisiert werden

short

Das Software Defined Data Center steht vor der Tür

Anwender interessiert an innovativen Apps

© Ericsson

Die „Intelligenz“ im Rechenzentrum soll von der Hardware in den Softwarelayer verlagert werden.

Olaf Dierig, seit Anfang November neuer CEO der FWI-Gruppe.

Wien. Die FWI hat einen neuen CEO: Seit Anfang November sitzt Olaf Dierig am Ruder der Unternehmensgruppe. Der gelernte Betriebswirt baute nach seinem Studium Kennzahlensysteme in mittelständischen Industrieunternehmen auf. Der Deutsche war bereits in unterschiedlichen Vertriebsund Managementfunktionen bei internationalen Softwareunternehmen tätig und bringt damit auch das notwendige Know-how für die neue Position mit. Zuletzt war Dierig Sales Director der D-A-CH-Region und Prokurist der Prodware Deutschland AG, einem der größten Microsoft- Partner in Deutschland. www.fwi.at

xander Spörker. Im „Software Defined Storage“-Konzept (das von VMware in Form des „Virtual SAN“ kommendes Jahr realisiert wird) werden beispielsweise die Festplatten in den Servern zu einem virtuellen Pool zusammengefasst und zur Verfügung gestellt.

gurieren.“ Notwendig sei deshalb eine Trennung von Kontroll- und Datenverkehrsebene. „Es geht darum, virtuelle Rechenzentren zu schaffen“, sagt Martin Hammerschmid (EMC). „Nur dann kann man die Entkoppelung von Hardware und Intelligenz schnell nutzen.“ Allerdings gäbe es für das Software Defined Data Center keine „One-Fits-All-Lösungen, weil Applikationen unterschiedliche Servicelevels haben.“ Dennoch sei die Virtualisierung von Netz und Storage nach dem Computing-Bereich ein dringendes Anliegen der Branche. Nötig für die Virtualisierung von Storageressourcen sei allerdings „die Unterstützung unterschiedlicher Hardwaresysteme“, sagt Ewald Glöckl (NetApp).

Rechenzentren werden sich verändern.

„In der Praxis stehen wir vor Netzwerksystemen, die 20 Jahre alt sind – optimistisch geschätzt“, sagt Goran Petrovic (HP). Das bedeutet einen hohen Administrationsaufwand, denn deshalb „muss alles im Netz manuell gemacht werden. In der Masse geht es aber nicht mehr, jedes Endgerät physisch anzugreifen um es zu konfi-

In der „Data Ontap“-Lösung des Unternehmens sind Storagefunktionen schon seit geraumer Zeit in den Softwarelayer integriert. Zukünftige Rechenzentrumslandschafen „bestehen aus gemischten Systemen, für die es Tools und Schnittstellen geben muss, damit eine heterogene Rechenzentrumsinfrastruktur zustandekommt“, meint Glöckl. Das Software Defined Data Center bedarf also einer intensiven Zusammenarbeit der Hersteller, um nahtlos zu funktionieren – und soll nebenbei bis zum Jahr 2017 ein Marktvolumen von 3,7 Mrd. USD (ca. 2,74 Mrd. €) erschließen. www.netapp.at www.hp.com/at www.emc.at www.vmware.at

hybris Unternehmen ohne effektive eCommerce-Strategien droht die Gefahr von Wettbewerbsverlusten im B2B-Segment

Neue Strategien für den B2B-Online-Markt Wien. Dem B2B-Segment steht ein fundamentaler Veränderungsprozess in Sachen Kundengewinnung und -bindung bevor, behauptet eine vom BI-Lösungsanbieter hybris und dem Marktforscher Forrester Research veröffentlichte Studie. „B2B-Unternehmen müssen so schnell wie möglich effektive eCommerce-Strategien entwickeln, da sie ansonsten Gefahr laufen, dass ihre Kunden zu Wettbewerbern abwandern, die auf diesem Weg schon weiter vorangeschritten sind“, sagt Brian Walker, Senior Vice President Strategy bei hybris. „Wenn sie das Potenzial und den Marktwert des Online-Vertriebs erst einmal erkannt haben, werden die B2B-Firmen schnell feststellen, wie nützlich der eCommerce für die Kundengewinnung und -bindung ist.“

Hohes Risiko In den USA werden im B2B eCommerce bereits 559 Mrd. USD (ca. 414,5 Mrd. €) jährlich erzielt – mehr als das Doppelte des B2CGeschäfts. „Interessant ist auch

die Erkenntnis, dass B2B-Player, die nicht auf den Online- und Mobile-Zug aufspringen, das Risiko eingehen, kurz- bis mittelfristig Marktanteile und auf lange Sicht ihre Konkurrenzfähigkeit zu verlieren“, sagt Walker. Eine Mehrheit der Studienteilnehmer gab an, dass der Online-Vertrieb erhebliche Auswirkungen auf die Art und Weise hat, wie ihre Kunden mit ihnen interagieren. Wie ebenfalls deutlich wurde, nutzen über 50% der B2B-Kunden mobile Geräte, um Produkte online zu recherchieren und zu kaufen.

völlig neuartigen Interaktion der B2B-Kunden mit ihren Lieferanten führen. Die Studie zeigt auch, dass mehr als die Hälfte der Kunden von Unternehmen, die ihr Portfolio bereits online anbieten, Smartphones für den Kauf nutzt. Auch der Anteil der Tablet-Anwender ist auf über 50% gestiegen.

„Der Mobile-Kanal wird für den B2B-Commerce immer wertvoller. Die Unternehmen müssen Strategien entwickeln, die ihren Kunden eine nahtlose Kauferfahrung bereitstellen – egal ob sie am klassischen PC oder mit einem mobilen Endgerät online einkaufen“, sagt Walker. www.hybris.com

Neue Kunden-Interaktion Im Detail präsentieren sich die drei Haupterkenntnisse der Studie „Online and Mobile are Transforming B2B Commerce“ folgendermaßen: Erstens öffnet der Vertrieb über den Online- und Mobile-Kanal B2B-Unternehmen attraktive neue Chancen. Zweitens gehen B2BUnternehmen, die mit dem eCommerce-Einstieg zu lang warten, ein hohes Risiko ein. Und drittens sollen Self-Service-Angebote zu einer

© hybris

© FWI

Neubesetzung der Spitze der FWI-Firmengruppe

Diskutierten das Data-Center der Zukunft (v.l.n.r.): Ewald Glöckl (Director Austria NetApp), Goran Petrovic (Networking Business Unit Manager HP), Martin Hammerschmid (Country Manager EMC) und Alexander Spörker (Country Manager VMware).

Gemischte Systeme

© panthermedia.net/Zentilia

Wien. Smartphones haben das Leben verändert – und zwar in einem Ausmaß, wie kaum ein anderes technisches Gerät in den Jahren davor. Dennoch ist die Wunschliste der Konsumenten noch lange nicht zu Ende. Laut einer neuen Untersuchung des Ericsson ConsumerLab (durchgeführt in São Paolo, Peking, New York, London und Tokio) zeigen sich 47% der Befragten an persönlichen Navigationsdiensten interessiert, die aktuelle Verkehrsinformationen für Fußgänger, Autofahrer und die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel umfassen. Diese Verkehrsservices würden über 40% der Stadtbewohner täglich einsetzen. Auch das Interesse an neuen Möglichkeiten beim Einkaufen ist hoch: 69% der Umfrageteilnehmer erklären, dass sie tagesaktuelle Lebensmittel- und Getränkelieferungen in Anspruch nehmen würden, 46% möchten in Restaurants nicht nur vorab einen Tisch reservieren, sondern auch gleichzeitig online das gewünschte Gericht bestellen. Die Mehrheit der Smartphone-Besitzer geht außerdem davon aus, dass sich das Angebot entsprechender Dienste in den nächsten drei Jahren verfünffachen wird. „Unsere Studie zeigt, dass die Menschen innovativen Smartphone-Apps, die ihr Leben erleichtern, aufgeschlossen gegenüberstehen“, kommentiert Michael Björn, Forschungsleiter beim Ericsson ConsumerLab. www.ericsson.com

Wien. Aus heutiger Sicht können Rechenzentrumslösungen, die zur Jahrtausendwende noch als modern galten, durchaus den Eindruck eines monströsen, wenig gelenkigen Sauriers erwecken. Der Vergleich entspricht in etwa dem Bild, dass im Rahmen eines PresseRoundtables zum Thema „Software Defined Data Center“ (SDDC) gemalt wurde, und zwar von Martin Hammerschmid (Country Manager EMC), Goran Petrovic (Networking Business Unit Manager HP), Ewald Glöckl (Director Austria NetApp) sowie Alexander Spörker (Country Manager VMware). Der Tenor: Um den ständig steigenden Geschwindigkeitsansprüchen bei der Datenverarbeitung zu genügen, muss sich das Konzept von Rechenzentren ändern. Oder mit anderen Worten: Um eine effektivere Verteilung von Ressourcen über die Cloud hinweg zu gewährleisten, muss die Funktionalität von der Hardware in den Softwarelayer übertragen werden. „Was wir vor rund zehn Jahren mit der Serverkomponente begonnen haben, wird auf Speicher und Netzwerk ausgedehnt“, sagt Ale-

© Chris Haderer

chris haderer

Michael Björn, Forschungsleiter beim Ericsson ConsumerLab.

Brian Walker, Senior Vice President Strategy bei hybris, präsentiert neue B2B-Studie.


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 8. November 2013

medianet technology – 29

Braintribe Der IT-Lösungsanbieter hat im Rahmen des Pioneer’s Festival seine neue „tribefire“-Plattform vorgestellt

short

Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt chris haderer

Ron Frankenfield von Unisys.

Wien. Die Henkel AG & Co KGaA hat die deutsche Niederlassung der Unisys Corporation mit globalen End-User-Dienstleistungen beauftragt, um ihre Kosten zu senken und die ITServices für 38.000 Mitarbeiter weltweit zu standardisieren und zu modernisieren. „Mit der Übernahme von Henkel’s End-User Support durch unsere globalen Servicezentren haben wir die IT-Services des Unternehmens standardisiert und die Ziele von Henkel bezüglich Kosteneinsparungen und verbesserter Produktivität erfüllt“, sagt Ron Frankenfield, President der Unisys Global Managed Services. „Jetzt steigen wir in die nächste Phase ein, um den Nutzen, den wir Henkel’s Mitarbeitern weltweit bieten, zu erhöhen und das Management der operativen Infrastruktur des Unternehmens weiter zu modernisieren.“ www.unisys.com

© Braintribe

Stefan Ebner, CEO und Gründer von Braintribe: „Komplexe Herausforderungen löst man nicht durch komplexe Systeme.“

rung bestehender Infrastrukturen und reduziert so die Komplexität. Zu den Anwendern von tribefire gehören unter anderem die Credit Suisse, Samsung, Unicredit und die Software AG, die „nach eigenen Angaben von einer unglaublich kurzen Umsetzungszeit der komplexesten Herausforderungen und 70% Produktivitätssteigerung sprechen sowie den RoI noch vor Ende des ersten Jahres erzielen konnten”, sagt Ebner.

Schnelle Rentabilität Unternehmen sollen von der Smart Enterprise Information Platform tribefire in mehrfacher Hinsicht profitieren können: „tribefire kreiert eine unübertroffene User Experience und maximiert so die Effizienz der Anwendung“, erklärt Ebner. tribefire vereinfache außerdem „durch Modellierung und beschleunigt die Transformation von Unternehmen; darüber hinaus unterstützt tribefire die Modernisie-

mierer Hasan Özdemir: „Mein Fokus bei der Entwicklung der Chaya Fuera App war es, eine App zu entwickeln, in der die Benutzbarkeit und die gewöhnlichen Funktionen für ein Eventmanagement-System mit einer benutzerfreundlichen

Gestaltung dargestellt werden sollten“, sagt Özdemir. Eine Hälfte des Preisgelds von 3.000 € will er in Weiterbildung investieren. „Mit der anderen Hälfte werde ich mir ein neues Macbook Pro anschaffen.“ www.braintribe.com

Internet-Präsenz der Unternehmen steigt an Wien. 86% der österreichischen Unternehmen waren laut Statistik Austria im Jänner 2013 mit einer Website im Internet vertreten (2003: 68%). Es ist nach wie vor eine Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens zu beobachten, wobei seit 2003 der Anteil bei den kleinen Unternehmen von 65% auf 84% angestiegen ist, bei mittleren Unternehmen von 83% auf 94%. Großunternehmen waren bereits 2003 stark im Internet vertreten. Rund die Hälfte der Unternehmen mit Website (46%) macht Produkte oder Preislisten für Kunden verfügbar, rund ein Drittel (34%) stellt Anzeigen freier Stellen ins Web. www.statistik.at

Entwickler-Contest Im Rahmen der Produktvorstellung wurde gleichzeitig das erste „tribefire tournament“ unter acht Softwareentwicklern im Wiener Chaya Fuera Club ausgetragen. Im Zeitrennen um die Entwicklung von Apps für die neue Plattform gewann der 28-jährige Program-

© Braintribe/Sandro Zanzinger

Wien. Im Rahmen des Pioneer‘s Festival, das vor knapp eineinhalb Wochen in der Wiener Hofburg stattfand, präsentierte der IT-Anbieter Braintribe seine neueste Entwicklung „tribefire.“ Mit dieser Lösung sollen „Unternehmen die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt abrufen“ können, sagt Stefan Ebner, CEO und Gründer von Braintribe. „Komplexe Herausforderungen löst man nicht mit komplexen Systemen. tribefire wurde entwickelt, um Abhängigkeiten und kostenintensive aufeinanderfolgende Arbeitsprozesse in vielschichtigen IT-Projekten voneinander zu entkoppeln und damit die operationale Effizienz zu steigern.“ Gartner spräche bereits von einer neuen „Digital Industrial Economy”, die „IDC bezeichnet es als die dritte Plattform für Innovation und Wachstum und Forrester nennt es die Informationsfabrik 3.0“, sagt Ebner. „Ebenso wird prognostiziert, dass umwälzende Technologien nicht nur von Big Playern wie Microsoft und Apple entwickelt werden, sondern ein bedeutender Anteil von 32% auch von neuen ‚Spielern‘ und jungen innovativen Unternehmen kommt.“

© Unisys

Kurze Umsetzungszeit und schneller Return of Investment zeichnen die Enterprise-Plattform aus.

Unisys modernisiert die IT des Henkel-Konzerns

„tribefire tournament“ im Wiener Chaya Fuera Club: Entwickler im App-Zeitrennen.

Tomorrow Focus AG Laut einer Studie kennen zwei Drittel der Anwender das Geschäftsmodell von Google

Google beeinflusst das Internet-Verhalten

„Aus der Tomorrow Focus Digital-Trends-Studie 2013 lassen sich klare Tendenzaussagen zum deutschen Internetmarkt ablei-

dern auch akuter Informationsbedarf: 48 Prozent der Anwender sind nämlich davon überzeugt, die angezeigten Ergebnistreffer seien bei allen Nutzern identisch. Die andere Hälfte (52 Prozent) ist der (richtigen) Ansicht, die Suchergebnisse seien personalisiert. Die Hauptgründe für eine perso-

© Tomorrow Focus

Personalisierte Suche

ten”, kommentiert Toon Bouten, CEO der Tomorrow Focus AG: „Es wird deutlich, dass vor allem Google in Deutschland eine starke und ausgeprägte Marktmacht im Internet besitzt. Mit dieser Position sollte Google verantwortungsvoll umgehen.“ Wie die Studie gezeigt hat, herrscht bei vielen Anwen-

Toon Bouten, CEO der Tomorrow Focus AG, präsentiert Internet-Trend-Studie.

nalisierte Ergebnisliste sehen jene 52 Prozent in einem unterschiedlichen Internetnutzungsverhalten (88 Prozent) und unterschiedlichen vorherigen Suchanfragen (81 Prozent). Die befragten Google-Nutzer, die eine Personalisierung annehmen, bewerten diese jedoch zu fast zwei Dritteln (63 Prozent) negativ. „Sie haben das Gefühl, das Unternehmen wisse zu viel über sie“, sagt Bouten.

Quark und FedEx mit neuer Publishing-Allianz

© Quark

Wien. Im Internet ist Google unumstritten die führende Großmacht. Diese Erkenntnis ist zwar weder neu noch überraschend, wird von der „Digital-Trends-Studie 2013“ der Tomorrow Focus AG nun aber auch durch Zahlen untermauert. Laut dem Zahlenwerk hielten 58 Prozent der Befragten Google für das mächtigste Unternehmen im globalen Dorf, gefolgt von Microsoft mit 11 Prozent und Facebook mit 7 Prozent. Dementsprechend schätzen die Befragten auch den Einfluss von Google auf ihr persönliches Internetnutzungsverhalten stärker ein, als den Einfluss anderer Unternehmen: 89 Prozent nehmen einen mindestens starken Einfluss von Google auf ihr Internetnutzungsverhalten wahr. Bei Amazon empfinden das nur 56 Prozent, bei Facebook 51 Prozent und bei eBay 37 Prozent der Befragten.

Geld mit Werbung

Ray Schiavone, CEO von Quark.

Über das hinter Google stehende Geschäftsmodell ist die Mehrzeit der User informiert: Knapp drei Viertel der Befragten wissen, dass Google sein Geld hauptsächlich mit Werbung verdient. Zehn Prozent der befragten Google-Nutzer geben an, farbig hinterlegte Werbeinhalte in der Google-Ergebnisliste oft anzuklicken. Weitere 73 Prozent klicken zumindest ab und zu oder selten auf angezeigte Werbetreffer. Nur 16 Prozent der Befragten gaben an, nie auf farbig hinterlegte Suchtreffer zu klicken. www.tomorrow-focus.de

Wien. Quark Software und Microsoft haben sich mit FedEx Office zusammengeschlossen und die Kerntechnologie von Quark, die auf der Cloud-Plattform Windows Azure läuft, mit dem Print-Online-Service von FedEx Office integriert. „Kunden können jetzt die Vorteile unserer Dynamic-PublishingTechnologie für Unternehmen in der Cloud-Infrastruktur von Microsoft Windows Azure ausschöpfen“, sagt Ray Schiavone, Präsident und CEO von Quark. www.quark.com


T o o ls & ser v ic es

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Test Das Satellite P70-A-104 macht eine gute Figur in allen Einsatzbereichen, wäre aber ohne Windows 8 ausgekommen

Kraft­ paket aus Cuper­tino: Apples Neuauf­ lage des Mac ProDesktops.

Wien. Apple hat eine runderneuerte Version seines DesktopRechners Mac Pro (ab 2.999 €) vorgestellt. Der neue Mac Pro bietet 4-Kern-, 6-Kern-, 8-Kernoder 12-Kern-Intel Xeon-Prozessoren, die mit Turbo Boost-Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 GHz die doppelte Geschwindigkeit von Gleitkomma-Berechnungen liefern als die vorhergehende Generation des Mac Pro. Zwei AMD FirePro-GPUs mit bis zu 12GB Videospeicher bieten bis zu 7 Teraflops an Rechenleistung und bis zu acht Mal bessere Grafikleistung als die bisherige Mac Pro-Generation. Ebenfalls an Bord sind sechs Thunderbolt 2-Anschlüsse mit jeweils bis zu 20 GBit/s Bandbreite pro Gerät. www.apple.at

16-Port-Gigabit-Switch für den KMU-Bereich Wien. Netgear hat seinen neuen ProSAFE 16-Port-Gigabit-PoESmart-Switch (GS516TP) mit PD (PoE Powered Devices) bzw. Pass-Through-Funktionalität vorgestellt. Der Switch eignet sich für Unternehmen aus dem Bildungswesen, für Krankenhäuser, öffentliche Einrichtungen und KMUs mit bis zu 500 Mitarbeitern. PoE- und PD- bzw. Pass-Through-Funktionen, in einem Gerät vereint, sind neu für den KMU-Bereich. Diese Switching-Lösung ermöglicht Stromversorgung dort, wo zum Beispiel nachträgliche Stromverkabelung zu kompliziert ist. www.netgear.com

© Microsoft

Windows 8.1 integriert den SkyDrive ins System

Windows 8.1: Die Unterschiede zum Vorgänger liegen in Details versteckt.

Wien. Seit Ende Oktober bietet Microsoft das Windows 8.1-Update zum Download an (Windows 8.1 Pro kostet neu 279,99 €). Das System bringt eine Reihe von Verbesserungen für das Touch-Betriebssystem aus Redmond, darunter Kacheln in verschiedenen Größen. Mit dem Updaten (das bis zu einer Stunde dauern kann) kehrt auch der „Start“-Button wieder auf die Desktop-Oberfläche zurück – allerdings ist die Erfüllung dieses Userwunschs eher kosmetischer als praktischer Natur. Integriert wurde auch der SkyDrive von Microsoft als präferierter Cloud-Speicher für Dokumente. www.microsoft.at

Feines Kraftpaket in der gehobenen Mittelklasse

Mit Harman Kardon-Lautsprecher und UHD-Funktionalität eine elegante, mobile Multimedia-Station. Das Satellite P70-A-104 von Toshiba: ein gut ausgestattetes Notebook, das mit vorinstal­ liertem Windows 8-Betriebs­ system ausgeliefert wird.

Chris haderer

Wien. Der erste Blick hinterlässt keinen schlechten Eindruck: Das Chassis aus gebürstetem Aluminium im geräteübergreifenden Toshiba-Design macht in Stilfragen eine gute Figur, und auch die technische Ausstattung des Satellite P70-A-104 (1.349 €) liest sich im Detail wie eine Weihnachtswunschliste: 17,3 Zoll (43,9 cm) Full- HD-Widescreen-Display mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten, Intel Core i7-4700MQ-Prozessor mit 2,4 GHz sowie eine Nvidia GeForce GT 745M (2 GB VRAM), mit Optimus Technologie, sind an Bord des Geräts. Die rahmenlose Tastatur mit eingelassenen Tasten ist hintergrundbeleuchtet und ermöglicht eine bequeme Texteingabe auch in dunklen Umgebungen. Über das große Click-Touchpad lässt sich intuitiv und bequem durch Windows 8 navigieren.

Kachel versus Desktop Für einen angenehmen Klang, der das Satellite über vergleichbare Geräte hinaushebt, sorgen Harman Kardon Stereo-Lautsprecher im

Gehäuse, die über vorinstallierte Software wie DTS Studio Sound optimal angesteuert werden. Multimedia-Freunden kommt außerdem die Sleep-and-Music-Funktion entgegen: Sie ermöglicht das Abspielen von Musik bei ausgeschaltetem Notebook. Über die ebenfalls vorinstallierte Split Screen-Funktion

werden aktive Fenster automatisch auf dem Bildschirm angeordnet, wobei das Widescreen-Format jeweils optimal ausgenutzt wird. Das Gerät ist außerdem UHD-fähig und kann als dementsprechende Zuspielquelle via HDMI mit kompatiblen TV-Geräten eingesetzt werden. Eine Irritation ist allerdings das vorinstallierte Windows 8-Betriebssystem von Microsoft wert: Befindet man sich auf der Kacheloberfläche, will man ständig den Bildschirm berühren – der allerdings keine Touch-Funktionen bietet. Hier zeigt sich die gespaltene Persönlichkeit von Windows 8:

Ansprechende Design­ elemente: gebürstetes Aluminium und Chrom im Deckel.

Toshiba Desktop Assist: Wichtige Utility-Programme sind schnell erreichbar.

Die Kacheloberfläche ist eine Art Konsumenten-Windows, dessen Nützlichkeit mit den verfügbaren Apps steht und fällt. Ein Notebook wie das Satellite P70-A-104 ist mit den zurzeit erhältlichen Apps allerdings hemmungslos unterfordert. Weder für die Ticket-App der ÖBB noch für das Lesen diverser Tageszeitungen, das Anzeigen von Börsenkursen oder das Blättern im TV-Programm ist ein i7-Prozessor notwendig. Also befindet man sich als Produktiv-User ohnehin im Desktop-Modus, der mehr oder weniger der bekannten Bedienung von Windows 7 entspricht. Beim Satellite P70-A-104 stellt sich damit die (eigentlich durch Windows 8 selbst aufgeworfene) Frage, ob man ein echtes Notebook für produktive Anwendungen benötigt oder ein Tablett zum Stöbern im WindowsStore. Dass das Satellite P70-A-104 über kein Touch-Display verfügt, wird erst durch Windows 8 zum Fehler – allerdings nur, wenn das Gerät als Mediacenter eingesetzt werden soll. Office-Anwender werden mit den gebotenen Features hingegen zufrieden sein. Mit dem Satellite P70-A-104 erhält man ein hervorragend ausgestattetes Notebook, das gut in der Hand liegt, interessant aussieht und solide Performance in der gehobenen Mittelklasse bietet. Ein Gerät also, das im Office und als EntertainmentStation eine gute Figur macht. www.toshiba.at

ITdesign Das Unternehmen bietet eine einfache Lösung, um Mail-Datenbanken von großen Attachments zu entlasten

Attachment-Flut: Weg mit dem E-Mail-Speck Wien. Egal, ob es sich um Group Wise, Microsoft Exchange oder ein anderes Mailsystem handelt: Alle teilen sich das Problem, dass ihre Mail-Datenbanken schnell enorme Ausmaße erreichen können. Das liegt nicht zuletzt an Attachments wie Bildern oder PDF-Files, die den Nachrichten beiliegen. „Sie füllen unnötig die Mailboxdatenbanken, da die meisten Bilder kurz betrachtet und dann gelöscht werden“, sagt Michael Botek, Geschäftsführer von ITdesign. „Die Mail ist dann zwar gelöscht, Exchange Datenbanken werden aber nicht automatisch kleiner, sondern müssen zeitaufwendig gewartet werden – Exchange Administratoren kennen diese leidvollen Erfahrungen.“

Filtern und Komprimieren Eleganter als die manuelle Nachbearbeitung ist die Lösung, die ITdesign mit seinem Partner it20one bietet. „Kommt eine Mail in das Unternehmen, wird diese vorgefiltert und auf definierte Attachmenttypen und Größe überprüft“, erklärt Botek. Ist eine Mail mit einem

großen Anhang in Anflug, wird diese automatisch zum File Management Server von it20one weitergeleitet. Der Server verkleinert die Attachments anhand von Vorgaben, während das Originalbild auf einem Fileserver gespeichert und ein HTTP-Link dorthin generiert wird. Dieser Link wird der Mail gemeinsam mit dem verkleinerten Bild hinzugefügt und an den Empfänger weitergeleitet. „Die Grafiken sind auf einem billigen SMB File Server gespeichert und belasten nicht unnötig die Maildatenbanken“, beschreibt Michael Botek die Vorteile der ITdesign-Lösung. „Wird die Grafik in Originalgröße benötigt, kann sie vom Fileserver geholt und lokal gespeichert werden. Werden Mails weitergeleitet, haben sie nur mehr ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe und das nahezu ohne sichtbaren Qualitätsverlust.“ Mit an Bord der skalierbaren Lösung sind auch die automatische Konvertierung von Office Attachments in PDF und die elektronische Signatur von Dokumenten. www.itdesign.at www.it20one.at

© ITdesign – Kraftwerk

Leistungssteigerung für Apples Mac Pro-Desktop

© Toshiba (4)

short

© Apple

Freitag, 8. November 2013


medianet

inside your business. today.

freitag, 8. november 2013 – 31

© PwCWW

Zukunftmarkt Afrika

Aktuelle PwC-Studie zeigt große Potenziale für die Logistikbranche auf Seite 36

© Martin Künzel

industrialtechnology Mehr präsenz in den usa

Kapsch TrafficCom entwickelt Mautsystem für die Golden Gate Bridge Seite 37

siemens globale energiestudie © Siemens

Mechatronik ist Turbo für Innovationsmotor

© APA/Hans Klaus Techt

short

Linz. Im ersten Halbjahr 2013/14 verringerte sich der Umsatz des voestalpine-Konzerns gegenüber dem Vorjahr aufgrund der gesunkenen Rohstoffpreise um 3,5% von 5.933 auf 5.724 Mio. €. Das Betriebsergebnis fiel um 8% niedriger aus und beträgt 401 Mio. €. „In Anbetracht des wirtschaftlichen Umfelds und im direkten Branchenvergleich war unsere Entwicklung in den letzten sechs Monaten aber dennoch eine sehr ordentliche“, ist Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG, aber zufrieden. www.voestalpine.com

© dpa/Zentralbild/Jan Peter Kasper

Düsseldorf. ThyssenKrupp baut mit einem italienischen Partner sein Anlagengeschäft aus und gründete dafür mit der italienischen Technologiefirma De Nora ein Joint Venture für die Planung und Errichtung von Elektrolyseanlagen. ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger will den Mischkonzern mit rund 150.000 Mitarbeitern stärker auf das Technologiegeschäft und weniger auf das konjunkturanfällige Stahlgeschäft ausrichten. „Der Anlagenbau ist ein wichtiges Wachstumsfeld für unseren Konzern“, sagte der Manager am Dienstag. Er will neben dem Anlagenbau auch das Geschäft mit Aufzügen ausbauen. www.thyssenkrupp.com

© Knapp/Harry Schiffer Photodesign

Auszeichnung Vor wenigen Tagen fand die Verleihung der diesjährigen Inter­ nationalen Mechatronikpreise statt und am 26. November werden alle ein­ gereichten Projekte beim „Abend der jungen Mechatronik“ vorgestellt. Seite 32 Engel Innovationspreis des Landes OÖ 2013

Wifi OÖ 25 Jahre zertifizierte Aus- und Weiterbildung

Petra Bohuslav & Joachim Metzmacher, Leiter des Engel-Werks St.Valentin.

Schwertberg/St. Valentin. Für seine besonders energieeffiziente Spritzgießmaschinenbaureihe Engel e-duo wurde der Maschinenbauer kürzlich mit dem Niederösterreichischen Innovationspreis 2013 in der Kategorie „Innovationen für die Wirtschaft“ ausgezeichnet und ist damit auch im Rennen um den Österreichischen Staatspreis. „Wir fühlen uns dadurch sehr geehrt, aber nicht zuletzt ist Innovationsstärke auch immer eine Frage der Rahmenbedingungen, die in NÖ besonders gut sind“, lobt Joachim Metzmacher, Leiter des Engel-Werks in St. Valentin. www.engelglobal.com

Robotertechnik feiert Jubiläum

© KUKA Roboter/www.fotostudio-eder.at

Hart. Aufgrund seines rasanten Wachstums investiert der E-Commerce-Spezialist wehkamp.nl 1,7 Mio. € in ein neues und leistungsstarkes Distributionszentrum in Zwolle. Der Auftrag für die Automatisierung der neuen Anlage ging an die steirische Knapp AG. Das OSR Shuttle-System wird 98% des Gesamtauftragsvolumens jährlich abwickeln. Kommissioniert wird im Ware-zurPerson-Verfahren an ergonomischen Pick-it-Easy-Arbeitsplätzen. Die Anlage wird 2015 in Betrieb gehen. www.knapp.com

© Engel Austria

Auszeichnung für Engel e-duo

Harald Kampenhuber, Customer ­Service Manager Kuka Roboter CEE.

Linz. Bereits seit 1988 bietet das Wifi Linz Seminare im Bereich Robotertechnik an und ist heute zertifiziertes Trainings Center vieler Hersteller wie Kuka, Fanuc oder ABB. Anlässlich dieses Jubiläums findet vom 14. bis 16. November die Veranstaltung „25 Jahre Robotertechnik“ statt. „Unser Certified Robot College im Wifi Linz ist sehr erfolgreich. Anfang des Jahres hat der 555. Teilnehmer unseren Kurs abgeschlossen“, so Harald Kampenhuber, Customer Service Manager von Kuka Roboter CEE. https://online.wkooe.at


c ov e r

32 – industrialtechnology

kommentar

Ressourcen im Blickpunkt

Freitag, 8. November 2013

Internationaler Mechatronikpreis Die besten Matura-, Diplom- und Masterarbeiten sowie Dissertationen

Mechatronik-Nachwuchs ist auf hohem Niveau Heuer werden erstmals alle eingereichten Projekte beim „Abend der jungen Mechatronik“ präsentiert. britta biron

VDI Bionic-Award 2014

© Simon Schleicher, ITKE/Simon Poppinga, PBG

10.000 Euro

Aus der Natur kommen viele Ideen für Innovationen in der Technik.

Wien. Alle zwei Jahre verleiht der VDI gemeinsam mit der Schauenburg-Stiftung den Internationalen Bionic-Award der für herausragende Forschungsarbeiten in der bionischen Produktentwicklung. Der mit 10.000 € dotierte Preis richtet sich an Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt. Einsendeschluss für die in englischer Sprache abgefassten Arbeiten – zur bionischen Produktentwicklung oder Dissertationen/Habilitationen, die innerhalb der letzten zwei Jahren vor dem Einreichungstermin fertiggestellt wurden – ist der 28. Februar 2014. www.vdi.de

„Die Mechatronik wird sich, ergänzt durch Internettechnologien, zur ‚Cybermechatronik‘ weiterentwickeln und damit noch wichtiger.“

© Clusterland Oberösterreich/Mechatronik-Cluster/Stefan Rumersdorfer

W

ie wir die Welt sehen und einzelne Themen beurteilen, hängt meist ganz wesentlich von Bildern ab. Das trifft besonders auf jene Dinge zu, die man üblicherweise in der Realität nicht zu Gesicht bekommt, etwa die Orte, an denen verschiedene wichtige Ressourcen gefördert oder produziert werden. Teersandabbau in Alaska, küstenferne Ölplattformen, industrielle Landwirtschaft in Afrika, Baumwollplantagen in Indien, Wassersysteme entlang des Nils, Bergbaukultur in Brasilien – das alles kennen wir in erster Linie aus abstrakten Statistiken im Zusammenhang mit der Diskussion um Ressourcenschonung oder die Entwicklung der Rohstoffmärkte und eben Bilder zur griffigen Illustration. Diese zeigen oft aber nur – auch aufgrund der Komplexität des Themas – ­ einen bestimmten Teil der Wahrheit und führen damit leicht zu stereotypen Vorstellungen. Jetzt hat ein Internationales Forschungsprojekt von Künstlern, Fotojournalisten und ­Wissenschaftlern die interaktive Web-Plattform http:// www.worldofmatter.net gestartet, die neue Einblicke und umfassende Informationen zum globalen Umgang mit Ressourcen bietet und in der Folge zu einer differenzierten Sichtweise und damit auch zu einem besseren Verständnis führen soll.

Linz. Es gibt heute keine produzierende Industrie mehr, die ohne Mechatronik auskommt. Überall dort, wo Güter produziert werden, braucht es innovative Fertigungstechnologien, moderne Kommunikationsmittel und eine entsprechende leistungsfähige Elektronik in einem perfekten Zusammenspiel.

(v.l.n.r.) Josef Kinast, Axel Greiner, Reinhold Franz Kitzmüller, Michael Strugl, Robert Rößler., Karim Sherif, Nikolaus Euler-Rolle, Gerold Mühlehner, Markus Dibold, Christian Altmann, Manuel Zoidl, Olivia Schimek, Manfred Schütz.

Axel Greiner, Präsident der Industriellenvereinigung OÖ

„Die nächste industrielle Revolution wird unter dem Namen ‚Industrie 4.0‘ gerade eingeläutet und die Mechatronik wird sich, ergänzt durch Internettechnologien, zur Cybermechatronik weiterentwickeln und damit noch wichtiger“, wagt Axel Greiner, Präsident der Industriellenvereinigung OÖ, einen Blick in die Zukunft und weist darauf hin, dass Oberösterreich auf wissenschaftlicher und industrieller Basis alle Voraussetzungen mitbringe, „um diese Entwicklung aktiv mitzugestalten und voranzutreiben“. Umso wichtiger sei es daher, Lehre und Forschung in der Mechatronik weiter auszubauen und der Öffentlichkeit den hohen Stellenwert dieser Disziplin zu ver-

„Mechatroniker könnte man auch als den Dirigenten bezeichnen, der die technischen Spezialisten so orchestriert, dass diese ihre maximale Wirkung erzielen können“, so Christian Altmann, Leiter des Mechatronik-Clusters, annlässlich der Verleihung des Internationalen Mechatronikpreises vor wenigen Tagen. „Genau diese Funktion wird in den Unternehmen immer wichtiger – die Jobchancen für Mechatroniker sind seit Jahren sehr gut und dies wird sich mit der voranschreitenden Technologisierung unserer Welt mit Sicherheit in der Zukunft nicht verändern“, fügt Altmann hinzu.

mitteln. Dafür wurde 2006 der „Internationale Mechtronikpreis“ ins Leben gerufen.

Ausgezeichnete Leistungen Verliehen wird die jährliche Auszeichnung in vier Kategorien für mit „Sehr gut“ bewertete Maturaprojekte, Diplom- und Masterarbeiten sowie Dissertationen aus dem Bereich Mechatronik. Die diesjährigen Preisträger sind: Reinhold Kitzmüller, Manuel Zoidl und Manfred Schütz von der LiTec Linz, Gerold Mühlehner von der FH OÖ – Campus Wels, Nikolaus EulerRolle von der TU Wien und Karim Sherif von der JKU-Linz/Linz Center of Mechatronics. Den Sonderpreis der OÖ Industrie für die Ar-

beit mit dem höchsten industriellen Nutzen erhielt Robert Rößler MSc von der FH-Technikum Wien. Um nicht nur den Siegerprojekten des Internationalen Mechatronikpreises, sondern allen heuer eingereichten Arbeiten eine Bühne zu bieten und auch als zusätzliche Plattform für die Branche, wird erstmals auch der „Abend der jungen Mechatronik“ organisiert. Dieser findet am 26. November ab 17 Uhr im Science Park Linz statt, bei dem die Preisträger des Mechatronik-Preises ihre Arbeiten in Form eines 20-minütigen Referats vorstellen und die weiteren Projekte in Form einer Postersession präsentiert werden. www.mechatronik-cluster.at www.iv-net.at

Musterverträge Online-Handbuch reduziert rechtlichen Aufwand bei Kooperationen zwischen Unternehmen und Unis

Für einen schnelleren Wissenstransfer Wien. Am 23. Oktober startet das Online-Handbuch für Vertragsmus-ter, der „Intellectual Property Agreement Guide“ (IPAG). Er beinhält Vertragsmuster, die bei F&E-Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, etwa zur Materialüberlassung, Lizenzen, Patentkäufe oder F&E-Kooperationen. „Damit bauen wir Hürden im Wissenstransfer weiter ab und beschleunigen Transfer- und Innovationsprozesse. Denn Forschungsergebnisse von Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen sollen in Zukunft noch viel intensiver als Innovationsquelle genutzt werden “, erläutert Wissenschaftsund Forschungsminister Karlheinz Töchterle. IPAG ist eine von der Universitätenkonferenz initiierte, gemeinsame Initiative des Wissenschaftsund Forschungsministeriums (BMWF), des Wirtschaftsministeriums (BMWFJ) und des Technologieministeriums (BMVIT), die von der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt wurde.

die unterschiedlichen Profile und fachlichen Ausrichtungen sowie Größen der österreichischen Universitäten berücksichtigt. Es existiert dadurch jetzt eine Vielfalt an

„Klare Spielregeln für alle erleichtern

© Panthermedia.net/Vasiliy Yakobchuk

britta biron

die Zusammenarbeit und sorgen für den Schutz des geistigen Erfolgreiche F&E-Projekte brauchen auch eine gesicherte rechtliche Basis.

„Durch die Musterverträge sinkt für alle Partner der bürokratische Aufwand, während der Wissenstransfer noch effizienter gestaltet wird“, betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Technologieministerin Doris Bures ergänzt: „Klare Spielregeln für alle erleichtern vor allem für innovative Unternehmen den Ablauf von Forschungskooperationen und

damit verbunden auch den Schutz geistiger Eigentumsrechte.” Die Vertragsmuster wurden in einem intensiven Abstimmungsprozess zwischen den Universitäten erarbeitet und stehen in Deutsch und Englisch, kommentiert durch eine externe juristische Begleitung, kostenlos zur Verfügung. „Die Herausforderung war es, ein Vertragswerk zu schaffen, das

­Eigentums.“ Doris bures, Bundes­ ministerin für technologie

Gestaltungsmöglichkeiten für Kooperations- und IP-Verträge mit der Industrie”, sagt Gabriele Kotsis, die Vorsitzende des Forums Forschung der Universitätenkonferenz. www.ipag.at


ko n j u n k tu r b a r om e t e r

Freitag, 8. November 2013

industrialtechnology – 33

Stimmungsbild Österreichs Industrie ist guten Mutes; Hoffnungsträger der heimischen Konjunkturbelebung bleibt die Exportwirtschaft

Mit kleinen Schritten aus dem Tal USA trotz Haushaltsdebatte auf Wachstumskurs, Japans Wachstumsquote auf 1,25% gesenkt, 7,5% die Prognose für China.

Auch wenn die Wachstumserwartungen für die Peripherieländer nach wie vor eher moderat sind, befindet sich die Eurozone auf dem Weg der Erholung. Auch das Umfeld an den Finanzmärkten hat sich stabilisiert. Im kommenden Jahr sollte sich die Eurozone aus der Rezession befreien und ein Wachstum von rund 1% verzeichnen.

USA

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Laut dem neuesten Konjunkturbericht der US-Notenbank konnte in den USA trotz der Unsicherheiten rund um die Haushaltsdebatte im September und Anfang Oktober ein moderates Wachstum verzeichnet werden. Der Hickhack im Kongress hat jedoch die Konsumlaune auf den niedrigsten Stand seit April sinken lassen. S&P schätzt, dass der Budget Impasse im 4. Quartal 0,6% an Wachstum kosten wird.

Japan

▲

In Japan haben steuerliche Anreize und eine lockere Geldpolitik zur deutlichen Erholung der Wirtschaft beigetragen. Aufgrund der erwarteten Anhebung der Mehrwertsteuer sowie des langsamen Auslaufens der Infrastruktur-Investitionen nach Fukushima ist jedoch die Wachstumsprognose für das Jahr 2014 auf 1,25% gesenkt worden.

China Sowohl Industrie als auch Dienstleistungssektor haben sich im Oktober so gut wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr entwickelt. Nichtsdestotrotz nimmt die Regierung nach wie vor eine zeitweise Konjunkturabkühlung in Kauf, um eine nachhaltige Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft zu erreichen. Für das Gesamtjahr 2013 liegt die Wachstumsprognose bei 7,5%.

Indien In Indien fiel der Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe im Oktober zum dritten Mal in Folge. Gleichzeitig gab es bei der Inflation einen weiteren

Österreich Spezial Heimische Wirtschaft erholt sich in ­kleinen Schritten Schritt für Schritt festigt sich die Erholung der heimischen Wirtschaft. Hoffnungsträger der Konjunkturbelebung ist dabei der Außenhandel, der immer mehr zur Stütze des Konjunkturaufschwungs wird. Die Stimmung in der Industrie ist so gut wie seit 15 Monaten nicht mehr, wobei die Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage in Europa maßgeblich zu den gut gefüllten Auftragsbüchern beiträgt. Im Euroraum wird das BIP im heurigen Jahr zwar noch etwas schrumpfen, für 2014 ist aber bereits ein Plus von 1% zu erwarten. Für die österreichische Wirtschaft kann 2014 ein solides Wachstum erwartet werden. Nach einem leichten Anstieg im heurigen Jahr von 0,4% ist 2014 mit einem Wachstum von rund 1,8% zu rechnen. Der private Konsum sollte dabei vor allem von einer weiter sinkenden Inflation angetrieben werden. Eine Besserung der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der einsetzenden Erholung ist im heurigen Jahr jedoch nicht mehr zu erwarten; hier sollte die Trendwende erst im Laufe des kommenden Jahres einsetzen.

In ihrem jüngsten Statusbericht zur Konjunktur in der Türkei äußerte sich die EU durchaus kritisch. Zwar sei die türkische Wirtschaft gut ins Jahr 2013 gestartet, aber zuletzt stand vor allem die Währung unter heftigem Abwertungsdruck. Die drohende Straffung der Geldpolitik in den USA und der Bürgerkrieg im benachbarten Syrien seien ernst zu nehmende Risikofaktoren für das Land. Gerade die aktuelle Entwicklung zeige, so die EU weiter, wie verwundbar die Türkei angesichts des hohen Leistungsbilanzdefizits sei. Nach einem Wirtschaftswachstum von rund 9 Prozent in den vergangenen beiden Jahren wird für heuer ein BIP-Wachstum von nur 2,2 Prozent erwartet.

Lateinamerika Bereits seit zwei Jahren kämpft die brasilianische Wirtschaft mit einem überaus geringen Wachstum. Dies dürfte sich auch heuer und im nächsten Jahr fortsetzen. So wird für 2013 und 2014 ein BIP-Wachstum von maximal 2% erwartet. Monika Rosen ist Chefanalystin im Bank Austria Private Banking.

Die Türkei sei sehr abhängig von Kapitalzuflüssen aus dem Ausland, die aber sehr rasch versiegen können, wenn die internationale Risikoaversion insgesamt steigt oder wenn länderspezifische Risiken am Horizont der Anleger auftauchen. Die türkische Notenbank hat auf die Schwäche der Lira reagiert und zwischen Mai und August Stützungskäufe im Ausmaß von 6,7 Mrd. € durchgeführt. Außerdem hat sie die Leitzinsen um insgesamt 125 Basispunkte auf 7,75% angehoben. Die EU moniert in ihrem Bericht allerdings, dass die Geldpolitik der türkischen Notenbank einiges an Transparenz und Vorhersehbarkeit vermissen lasse.

Austria Glas Recycling GmbH Mit Know-how und Kontinuität auf Kurs, der Wirtschaft und Umwelt verpflichtet

Ökonomisch und ökologisch nachhaltig: rot-weiß-rotes System arbeitet vorbildlich Wien/Österreich . Vom Abfallprodukt zum Materialmotor einer ganzen Industrie: Für die Glasverpackungshersteller ist Recyclingglas mittlerweile ihr wichtigster Rohstoff. So werden zu praktisch jeder Flasche rund 60% aus dem Sammelcontainer beigemengt, bei grünen Flaschen sogar bis zu 90%. Die steigende Nachfrage nach dem hochqualitativen, Haptik und Design verbindenden sowie Haltbarkeit versprechenden Gefäßen fordert vor allen Dingen die Recycling-Sparte. Dabei von zentraler Wichtigkeit: die Bereitstellung eines flächendeckendausgereiften und praktischen Sammelsystems und eine Bevölkerung, die fleißig die Weiß- und Buntglas-Container füttert.

fassende Vertrauensbasis gilt es besonders im Hinblick auf die anstehenden Novellierungen von Abfallwirtschaftsgesetz und Verpackungsverordnung zu erhalten und weiter zu festigen.

Nachhaltigkeit geht vor!

Sammelrekord: Rund 26 Kilo Altglas hat jeder Einwohner letztes Jahr abgeliefert.

Ziel der Weichenstellung unter neuen Rahmenbedingungen: mehr Wettbewerb. Dieser könne zusätzliche Optimierungsimpulse schaffen, dürfe jedoch keinesfalls zulasten der Umweltvorteile und des volkswirtschaftlichen Nutzens gehen, heißt es seitens Austria Glas Recycling. Denn Zugeständnisse an kurzfristiges Gewinndenken seien bei Fragen des Umweltschutzes und des volkswirtschaftlichen Nutzens fehl am Platz.

Avantgarde in Europa Beides wird in Österreich vorbildlich erfüllt, betonen die beiden Austria Glas Recycling (AGR)-Leiter Harald Hauke und Haymo Schöner. Seit über 35 Jahren zeichnet die Non-Profit-Organisation für den rot-weiß-roten Glas-Kreislauf verantwortlich (siehe auch Kasten!). Gemeinsam mit beteiligten Partnern aus Industrie und Forschung hat man sich dem ressourceneffizienten und umweltschonenden Einsatz verschrieben und das Österreich-Modell kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert – mit Erfolg. Hinsichtlich der Bewirtschaftung von Verpackungsglas rangiert Österreich europaweit unter den Spitzenreitern. Aktuell werden zwischen Bodensee und Neusiedler See im Jahr rund 230.000 Tonnen Altglas in 80.000 Containern gesammelt und der Industrie – großteils im Inland – zugeführt. Das entspricht einer RecyclingQuote von 85% (Anm.: Zahlen aus 2012; für den EU-Raum werden für den gleichen Zeitraum durchschnittlich 70% ausgewiesen.) Das schont hierzulande nicht nur die Primärressourcen. Austria Glas Recycling trägt so auch dem Emissionsschutz Rechnung. Dank der Wiederverwertung kann so jährlich der Energiebedarf von rund 50.000 Haushalten eingespart werden; das entspricht der Bevölkerung des Bezirks Graz

GLAS-RECYCLINGSYSTEM – DAS AGR-LEITBILD • Austria Glas Recycling bietet: Altglas in ausreichender Menge und geforderter Qualität als Sekundärrohstoff zum Einsatz in der Verpackungsglasindustrie; Entpflichtung des Packstoffs Glas im Sinne der Verpackungsverordnung für Lizenznehmer; bedarfsgerechte und gesetzeskonforme Abgabemöglichkeiten für alle Bürger sowie die Gewerbe- und Industriebetriebe. • AGR engagiert: die jeweils Besten der Branche und Region. Professionalität und Erfahrung der Partnerunternehmen sowie die gemeinschaftliche Gestaltungskompetenz sind zentrale Stärken des Glasrecyclingsystems; wichtiges Ziel: Ausgleich der Stakeholder-Interessen. Umgebung! Dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit zum Kerngeschäft der Austria Glas Recycling zählen, zeigt die schon vor mehr als 10 Jahren vorgenommene EMAS-Registrierung.

Umwelt- & Klimaschutz EMAS III – das für „Eco-Management and Audit Scheme“ steht und in seiner revidierten dritten Form seit 11. Jänner 2010 in Kraft ist – beschreibt ein Freiwilligensystem, das sich sowohl an Unternehmen als auch an andere Organisationen und Einrichtungen in den EU-Mitgliedsstaaten richtet – mit dem Ziel der Förderung und Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes.

• AGR pflegt: langfristige Kooperationen (mit Partnern aus der Entsorgungswirtschaft und den Kommunen); regelmäßige Kontakte zu den zuständigen Ministerien, lizenzzahlenden Unternehmen, Interessensvertretungen, zur Industrie und Öffentlichkeit; intensiven Wissensaustausch mit Experten und Stakeholdern. • AGR trägt: die Verantwortung für das österreichische Glasrecyclingsystem. • AGR ist überzeugt: Motivierte Mitarbeiter sind die Säule der AGR; das schlanke und schlagkräftige Team ist ihre wichtigste Ressource. Ziel: wirtschaftlicher Erfolg, soziales Handeln und Umweltschutz. Dank der Kernkompetenzen und der Innovationskraft des vielfach ausgezeichneten Ökologie- und Nachhaltigkeitsmanagements ist Austria Glas Recycling Garant für die vorausschauende Weiterentwicklung des österreichischen Glasrecyclingsystems, bekräftigt das Führungs-Duo. Chef Harald Hauke: „Das partnerschaftlich organisierte Sammel-System ist erprobt, sichert die Verwertung und funktioniert ökonomisch und ökologisch nachhaltig.“ Großer Dank gebühre den Menschen in Österreich; ihnen liege ökologisches Verhalten am Herzen. „Sie bauen auf unser Angebot, sind über das richtige Glasentsorgen gut informiert und tun es“, sagt Schöner. Diese um-

AGR-Duo Harald Hauke und Haymo Schöner: „AGR ist Recycling-Vorbild“.

AGR INFO/KONTAKT Austria Glas Recycling (AGR), gegründet 1989, zeichnet seit 1993 als Non-ProfitGesellschaft und in Kooperation mit ARA AG – auf Grundlage der gesetzlich verankerten Verpackungsverordnung – für die österreichweite Sammlung, Sortierung und stoffliche Verwertung von Glasverpackungen verantwortlich. Als Geschäftsleiter fungieren Harald Hauke und Haymo Schöner. Austria Glas Recycling Obere Donaustraße 71 1020 Wien, Austria Tel.: Fax: E-Mail:

+43/1/214 49 00 +43/1/214 49 08 agr@agr.at

Web: www.agr.at

PROMOTION

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Unter der Lupe: Türkische Konjunktur unter Druck

© Tolga Bozoglu/EPA/picturedesk.com

Europa

Auftrieb auf 6,5%. Die indische Notenbank hat sowohl im September als auch im Oktober die Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte angehoben, diese liegen nun bei 7,5%.

© AGR (3)

Monika Rosen


energie & ressourcen

34 – industrialtechnology

Freitag, 8. November 2013

Siemens-Studie Detaillierte Analyse verschiedener Szenarien beim globalen Ausbau Erneuerbarer Energien

short

Neben Ökologie muss auch Ökonomie passen

© Oesterreichs Energie

Einheitliche ÖkostromFörderung in Europa

britta biron

Barbara Schmidt, Generalsekretärin Oesterreichs Energie.

Wien. Die steigende Automatisierung in den Industrienationen sowie die wirtschaftliche Aufholjagd der Schwellenländer lässt den Stromverbrauch – trotz aller Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz – auch weiter steigen, einer aktuellen Untersuchung von Siemens und Prof. Horst Wildemann von der Technischen Universität München zufolge um rund drei Prozent jährlich. Dieses moderate Wachstum führt in Summe bis 2030 zu einem Anstieg des Strombedarfs um mehr als die Hälfte. Der damit verbundene CO2-Ausstoß

Wien/Brüssel. Der Hang der EU, die Mitgliedsländer hinsichtlich Regeln und Normen möglichst einheitlich über einen Kamm zu scheren, sorgt oftmals für Kritik, gelegentlich aber auch für Zustimmung. Etwa im Fall der geplanten Vereinheitlichung der Ökostrom-Förderungen. „Klare Richtlinien sind dringend notwendig, damit nicht Einzelstaaten mit überschießenden Förderungen das Funktionieren der Strommärkte stören“, so Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie. Zudem müssten die Fördermittel möglichst effizient eingesetzt werden. „Damit der Strommarkt funktionieren kann, muss es einen Wettbewerb aller Kraftwerke geben und auch die Erneuerbaren Energien müssen Verantwortung für den sicheren und wirtschaftlichen Betrieb des Systems übernehmen.“ Ziel eines europäishen Strombinnenmarkts sei ein konkurrenzfähiges und klar strukturiertes Energiesystem. ohne Förderdschungels und mit Investitionssicherheit für die Unternehmen. www.oesterreichsenergie.at

„Neben Nachhaltig­ keit und Versorgungs­ sicherheit ist immer auch die Wirtschaft­ lichkeit ein wichtiger Faktor.“ Michael Süss, ceo des ­Siemens-Sektors Energy

dürfte angesichts der absehbaren Art und Weise des Kraftwerkzubaus um etwa 3.500 Megatonnen CO 2 und damit um ein Viertel zulegen. „Würden Kohlekraftwerke bis 2030 weitgehend durch Gaskraftwerke ersetzt, gingen hingegen die CO2-Emissionen im Stromsektor sogar um fünf Prozent gegenüber dem heutigen Stand zurück“, so Studienautor Wildemann. „Ein

© Brendan McDermid/EPA/picturedesk.com

Ukraine forciert die Schiefergas-Förderung

vollständiger Austausch von Kohlekraftwerken durch Gaskraftwerke ist natürlich unrealistisch – aber das aufgezeigte Potenzial beeindruckt.“ Die durch Verzicht auf Kohleverstromung jährlich weltweit einzusparenden CO2-Emissionen entsprechen dem gesamten Ausstoß aller 28 EU-Länder. „Natürlich ist neben der Nachhaltigkeit und der Versorgungssicherheit immer auch die Wirtschaftlichkeit wichtig – es ergäbe keinen Sinn, neue Kohlekraftwerke vorzeitig stillzulegen, nur um den CO2-Ausstoß zu senken. Doch es zeigt sich, dass der starke Ausbau Erneuerbarer Energien allein nicht automatisch zu einer besseren Klimabilanz führt, wie die gestiegenen CO2-Emissionen in Deutschland eindrucksvoll untermauern. Das Stilllegen veralteter Kohlekraftwerke hingegen senkt nicht nur die Emissionen deutlich, sondern kann auch wirtschaftlich sinnvoll sein”, erläutert Michael Süß, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO des Sektors Energy.

Standorte entscheidend Wesentlich sei zudem nicht nur ein Mehr an sauberen Kraftwerken, sondern auch deren Standort, wie die regionale Detailanalyse für Europa zeigt. Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien bis 2030 könnten rund 45 Mrd. € eingespart werden, wenn der Zubau von regenerativen Energiequellen an den jeweils optimalen Standorten vorgenommen wird – bei gleichem Anteil der Erneuerbaren am Strommix. In dem Fall würden neue Fotovoltaikanlagen künftig vor allem im sonnenreichen Süden und Windkraftanlagen im windreichen Norden Europas gebaut.

© Siemens

Der verstärkte Ausbau der Erneuerbaren Energien allein bringt noch keine bessere Klimabilanz.

Michael Süß, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO Sektor Energy.

Durchgerechnet wurde für die Studie auch das Szenario, bei dem alle Kohlekraftwerke in Europa sukzessive durch Gaskraftwerke ersetzt werden. Dies würde den CO2-Ausstoß bis 2030 um 40% auf 495 Mio. t reduzieren.

Länderspezifische Lösungen In den USA ließen sich jährlich 80 Mrd. USD an Folgekosten von Stromausfällen einsparen, wenn die Netzqualität erhöht würde. Und in China wäre es möglich, trotz eines sich verdoppelnden Stromverbrauchs die CO2-Emissionen auf dem heutigen Stand einzufrieren, wenn massiv auf die Erneuerbaren Energien gesetzt würde. Das

würde allerdings auch einen nahezu verdoppelten Investitionsbedarf bedeuten.

Einsparpotenziale Fast genauso stark, aber kostenneutral, ließen sich die Emissionen hingegen drosseln, wenn ein Drittel von Chinas Kohlekraft bis 2030 durch moderne Gaskraftwerke ersetzt würde. Die detaillierten Auswertungen der Studienergebnisse zu Europa, Russland, den USA, China, dem Nahen Osten und Südkorea stehen auf der Siemens-Homepage unter www.siemens.com/wec ebenso zum Download zur Verfügung. www.siemens.at

Dyneon Innovatives Verfahren ermöglicht das ‚Upcyclen‘ von perfluorierten Polymer-Reststoffen

Der Rohstoffkreislauf wird geschlossen

Nach Shell investiert jetzt auch ­Chevron etliche Millarden Euro.

Neuss. Gemeinsam mit InVerTec und der Universität Bayreuth hat die 3M-Tochter Dyneon ein neues Verfahren entwickelt, um rund 90% der Monomere wiederzugewinnen. Dies ist ein wichtiger Durchbruch, der die echte Nachhaltigkeit dieses wertvollen Materials darstellt, das für viele industrielle Anwendungen in der chemischen Industrie oder

im Automobilbereich unverzichtbar ist. In einem nächsten Schritt haben die Partner dann auch eine Modellanlage konzipiert, die auf einem mehrphasigen Pyrolyseprozess in einem Wirbelschichtreaktor basiert und an die in Gendorf schon existierende Infrastruktur angepasst ist.

Bereits im September nächsten Jahres wird die neue Anlage in Betrieb gehen. Dann werden durch Pyrolyse die perfluorierten Polymere mit einer sehr hohen Wiedergewinnungsrate in die Monomere aufgespalten. Diese Monomere werden anschließend in die vorhandene Destillationsanlage eingespeist und in der normalen Produktion wieder eingesetzt.

Weniger Abfall & Kosten

© Polytetraflon

Kiew/San Ramon. Nachdem bereits der niederländischbritische Konzern Shell ein milliardenschweres Abkommen über die Erschließung von Schiefergas-Lagerstätten im Osten der Ukraine abgeschlossen hat, zieht jetzt der US-Rohstoffriese Chevron nach und wird seinerseits mehr als sieben Mrd. € in die Schiefergasförderung des finanziell schwer angeschlagenen Landes investieren. Vertreter des Konzerns – eigenen Angaben zufolge der größte Produzent von geothermischer Energie – unterzeichneten vor Kurzem im Beisein von Staatschef Viktor Janukowitsch ein Abkommen über die Erschließung von rund drei Billionen m� Erdgas in den westukrainischen Gebieten Lemberg und Iwano-Frankowsk. Durch das Schiefergas (ab dem Jahr 2018 wird allein Chevron jährlich bis zu zehn Mrd. m� Gas fördern) erhofft sich die Ukraine künftig auch mehr Unabhängigkeit von den teuren Gasimporten aus Russland. www.chevron.com

Fluorpolymere werden etwa für die Produktion von Schläuchen verwendet.

Neben der Einsparung von wertvollen Ressourcen reduziert das neue Verfahren auch den Abfall und die Emissionen aus der Entsorgung drastisch. Das Bundesministerium für Umwelt finanziert die Anlage mit einem KfW-Zuschuss von einer Mio. € im Rahmen eines Umweltprogramms. „Es steht außer Frage, dass die technischen Herausforderungen dieses Projekts enorm sind. Sie sind jedoch gering im Vergleich dazu, was die Realisierung dieses Projekts direkt für die Nachhaltigkeit von Fluorpolymeren bedeutet. Und das ist erst der Anfang“, erläu-

tert Klaus Hintzer, 3M Corporate Scientist, das Vorhaben. Zunächste werden reine Fluorpolymermaterialien aus PFA, FEP und ungefülltem PTFE verarbeitet. In einer späteren Phase werden PT-

„Die positiven Effekte für die Nachhaltigkeit rechtfertigen den ho­ hen technischen Auf­ wand dieses ­Projekts.“ klaus hintzner Forscher bei 3M

FE-Compounds, die unterschiedliche Füllstoffe enthalten können, folgen. Im ersten Jahr werden 500 Tonnen Abfall aus der Dyneon-Produktion und anderen Quellen verarbeiten. www.dyneon.eu


e n e r g i e & r e s s o u r ce n

Freitag, 8. November 2013

industrialtechnology – 35

Q:Charge Beteiligung an technologisch führenden Unternehmen im Rohstoff-Recycling

Müll ist Geld- und Rohstoffquelle Recycling wird auch für Investoren zu einem lukrativen Geschäft. Berlin. Die Berliner Q:Charge Europe AG wird sich künftig auf die Akquisition von strategischen Investments im Technologiebereich der Rohstoffrückgewinnung konzentrieren. Damit bleibt das Unternehmen seinen Kernthemen Cleantech und Innovation treu, justiert aber den Marktfokus neu. „Wir wenden uns Technologien zu, die im Wertstoffrecycling Fortschritte schaffen“, definiert Vorstand Markus Leu den Kurs. „Damit stehen wir nicht im Wettbewerb der Recycling- und Entsorgungsbetriebe, sondern werden deren Weiterverarbeitungspartner.“

Angesichts der aktuellen Entwicklung im Rohstoffsektor wird Recycling immer lukrativer, wie etwa bereits die Engagements von Finanzinvestoren wie Triton oder Monitor Clipper Partners zeigen. In Deutschland zählt die Wiederverarbeitung von Rohstoffen bereits zu einem der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsbereiche, dessen Umsätze sich bis 2015 auf rund 20 Mrd. € fast verdoppeln werden. Vor allem für rohstoffarme Industrieländer, wie etwa Deutschland oder auch Österreich, wird das Thema immer wichtiger, einerseits, um drohende Rohstoffengpässe zu vermeiden und andererseits auch, um die wirtschaftliche sowie politische Abhängigkeit von anderen Ländern zu begrenzen. Allein in Deutschland beträgt der jährliche Rohstoffbedarf rund 1,4 Mrd. t. Last but not least erzielt man damit auch positive ökologische Effekte. „Unser Investmentspektrum zielt auf Nachhaltigkeit für Umwelt und Unternehmen ab,

© Andi Bruckner

Lukrative Branche

Das Recycling von Rohstoffen gewinnt eine immer größere Bedeutung.

gleichwohl produzieren wir einen volkswirtschaftlichen Nutzen, nämlich die nachhaltige Verfügbarkeit von Rohstoffen für die Industrie“, so Leu weiter.

Steigender Bedarf Q:Charge hat aktuell eine neue Technologie eines europäischen Herstellers aufgegriffen. Sein Aufschlussverfahren für Verbundstoffe arbeitet trockenmechanisch. Es benötigt also weder große Mengen an Energie, wie konventionelle Schmelzverfahren, noch Chemikalien, wie sie beim Löseverfahren

eingesetzt werden. Eine weitere Besonderheit des neuen Verfahrens ist, dass sich damit auch Verbundmaterialien aufspalten, die bisher nicht trennbar waren. Es zerlegt beispielsweise Platinen aus elektronischen Geräten in ihre einzelnen Rohstoffe. Reinheitsgrade bis zu 98% machen die rückgewonnenen Materialien direkt für die Industrie verwertbar. Zunächst soll die Technologie in einem bereits angeschobenen Projekt im jüngsten EU-Mitgliedsland Kroatien zum Einsatz kommen. www.q-charge.de

ABB Neues PV-Kraftwerk in Kanada wird zu den größten Anlagen weltweit zählen

Ein sonniges Großprojekt damit nach heutigem Stand eine der größten PV-Anlagen weltweit sein. Das PV-Kraftwerk wird 2015 vollständig betriebsbereit sein und jährlich 165.000 MWh Strom erzeugen – das ist eine Menge, die ausreicht, um 10.750 kanadische Haushalte zu versorgen. Die Anlage leistet auch einen Beitrag zum Umweltschutz, weil pro Jahr 162.000 t an CO2-Emissionen eingespart werden.

© ABB/Morten Brakestad

Zürich. ABB und ihr Konsortialpartner Bondfield Construction wurden von Canadian Solar Solutions mit der Lieferung einer schlüsselfertigen Photovoltaikanlage beauftragt. Der Auftragswert für ABB liegt bei ca. 60 Mio. €. Das Kraftwerk wird ein Teil des derzeit in Bau befindlichen Grand Renewable Energy Parks in Ontario sein, eine Nennleistung von 100 Megawatt (MW) haben und

PV-Anlage wird 2015 als Teil des Grand Renewable Energy Parks in Betrieb gehen.

Der Grand Renewable Energy Park ist Teil eines fünf Mrd. USD schweren Großprojekts von verschiedenen Unternehmen (darunter Samsung Renewable Energy), das mehrere Windparks und PVKraftwerke umfassen wird. In diesem Cluster sollen dann insgesamt 1.300 MW Erneuerbarer Energie erzeugt werden.

Kanada setzt auf Sonne Der kanadische PV-Markt konnte in den letzten Jahren ein Wachstum verzeichnen, das von verschiedenen Anreizprogrammen angekurbelt wurde. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) wurden im Jahr 2012 in Ontario PV-Kapazitäten in Höhe von 267 Megawatt installiert. Dies entspricht einer Steigerung von 70% gegenüber dem Vorjahr. ABB spielt bei diesem Ausbau eine Schlüsselrolle. Seit September 2012 erhielt der Schweizer Großkonzern allein aus Ontario Aufträge über PV-Großanlagen mit Kapazitäten von über 90 Megawatt. www.abb.com

Mehr erfahren Sie unter 01/ 616 21 21 – 0 oder mailen Sie an at@HARTING.com www. HARTING.at


I n n ovat i o n & u n t e r n e h m e n

36 – industrialtechnology

Freitag, 8. November 2013

Africa gearing up Eine aktuelle PwC-Studie analysiert die Entwicklungsperspektiven für die Logistikbranche in zehn afrikanische Staaten

Große Wachstumsmöglichkeiten

© Kessler

Das Geld für viele große Infrastrukturprojekte in Afrika kommt aus China.

Große Infrastrukturprojekte modernisieren den Gütertransport in Afrika.

Frankfurt. „Bei denn wirtschaftlichen Perspektiven in Afrika muss man sehr genau differenzieren. Es gibt stabile, leistungsfähige Volkswirtschaften ebenso wie verarmte Staaten mit erheblichen Defiziten in Verwaltung und Infrastruktur. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass sich die Wirtschaft des Kontinents insgesamt positiv entwickeln wird, wenn geplante Investitionen in Straßen, Häfen, das Schienennetz und Flughäfen realisiert und damit die Voraussetzungen für einen funktionierenden Binnen- und Außenhandel geschaffen werden“, kommentiert Klaus-Dieter Ruske, PwC-Partner und Global Industry

Leader Transportation & Logistics. Aufmerksam beobachten sollte man etwa Nigeria, wo die Mittelschicht und damit die Nachfrage nach importierten Konsumgütern steigt und der Handel mit Südafrika und China kontinuierlich ausgebaut wird. Auch in Kenia dürfte, so die PwC-Experten, der Konsum in den kommenden Jahren deutlich zunehmen und damit der Bedarf an Transport- und Logistikdienstleistungen. Hinzu kommt, dass Kenia verstärkt Rohstoffvorkommen erschließen will, die auch exportiert werden sollen. Das wirtschaftliche Schwergewicht auf dem Kontinent

wird allerdings auf absehbare Zeit Südafrika bleiben. Die großen Unterschiede bei der Entwicklung der einzelnen Staaten zeigen sich auch im Zustand bzw. Ausbaugrad der Verkehrsinfrastruktur. In Angola etwa existieren bisher nur vier Straßenkilometer je 100 km� Landesfläche, in Ghana immerhin 40 und in Südafrika 62. Auch beim Schienennetz ist Südafrika klar in Führung. Allerdings planen viele der analysierten Staaten ehrgeizige Infrastrukturprojekte. In den kommenden Jahren sollen in den zehn Ländern mindestens fünf neue Seehäfen entstehen bzw. bestehende Kapazitäten mas-

„Der Ausbau der In-

Wien – der Duft der Stadt.

frastruktur allein reicht

Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

zudem für sein Wachs-

nicht, Afrika braucht tum auch LogistikKnow-how.“ klaus-dieter ruske, pwc

siv erweitert werden. Auch im Luftverkehr sind große Projekte in der Pipeline. Gerade an der Westküste Afrikas ist eine Hub-and-SpokeStruktur noch nicht ausgeprägt – eine Lücke, die durch die geplanten internationalen Flughäfen in Nigeria und ­Angola geschlossen werden könnte.

Investoren aus China

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Das Geld dafür kommt oft von privaten und staatlichen Investoren aus dem Ausland. Chinesische Staatsbetriebe forcieren etwa den Ausbau der Infrastruktur in Ghana, und in Kenia werden chinesische Unternehmen nach einer Vereinbarung vom August eine Eisenbahnstrecke vom Hafen Mombasa ins benachbarte Uganda bauen. „Transport- und Logistikunternehmen bietet der Ausbau der Infrastruktur – ob von China oder anderen finanziert – große Chancen. Denn ein gutes Verkehrsnetz allein garantiert noch keinen funktionierenden Gütertransport. Internationale Logistikunternehmen können ihr Know-how einbringen und damit nicht nur neue Geschäftsregionen erschließen, sondern auch einen großen Beitrag zu mehr Handel und damit Wachstum in Afrika leisten“, betont Ruske. www.pwc.de

www.wien-event.at © PwC

stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien

K.-D. Ruske, PwC-Global Industry ­Leader Transportation & Logistics. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


t r a n s p o r t & lo g i s t i k

Kapsch Intelligenz für Mautsystem auf der Golden Gate

Moderner Brückenzoll Weitere Stärkung der Präsenz am US-Markt.

industrialtechnology – 37

| BS12-02G |

Freitag, 8. November 2013

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology. Motion Servoverstärker Servomotoren

© Martin Künzel

IPC Jährlich überqueren rund 38 Millionen Fahrzeuge das imposante Wahrzeichen. herbert strasser

Wien/San Francisco. Einen besonders prestigeträchtigen Auftrag konnte sich die TrafficCom jetzt sichern: Der österreichische Anbieter intelligenter Transportsysteme wird für die nächsten beiden Jahre die Wartung und Entwicklung der Software für die Maut der Golden Gate Bridge übernehmen und damit seine Präsenz im Westen der USA stärken. „Die effiziente Wartung der Software zur Mauteinhebung ist Grundvoraussetzung für die Verkehrsdienstleistungen des Districts, auf die sich unsere Kunden verlassen“, sagte Denis J. Mulligan, General Manager der Brückenbehörde, die neben der weltberühmten

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

Brücke mit Golden Gate Transit und Golden Gate Ferry noch zwei weitere wichtige öffentliche Nahverkehrssysteme im Großraum San Francisco betreibt. Im letzten Jahr überquerten 38 Mio. Fahrzeuge die Golden Gate Bridge, und mehr als neun Mio. Kunden nutzten das Angebot der Nahverkehrssysteme.

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Internationales Re­nom­mee „Wir freuen uns, dass wir dem District ein transparentes Wartungsprogramm für das vollelektronische Mautsystem liefern dürfen, das auf Basis unserer weltweiten Erfahrungen entwickelt wurde“, so Chris Murray, CEO von Kapsch TrafficCom North America. www.kapsch.net

DHL + HSE24 Erweiterung der Zusammenarbeit

Ausbau des Zentrallagers

www.beckhoff.at © DHL

Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

DHL Logistikzentrum in Greven ist jetzt Drehscheibe für HSE24-Sortiment.

Greven/München. HSE24 hat seine Logistik neu vergeben und sich für eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit DHL Paket Deutschland entschieden. DHL ist damit wieder alleiniger Logistikpartner des Shopping-Senders. Dazu erweiterte DHL um 30 Mio. € das bestehende Logistik-Center in Greven zu einem Zentrallager, von dem aus das komplette Warenmanagement sowie die Logistik gesteuert und Sendungen direkt über eine Förderbrücke in das anliegende DHL-Paketzentrum eingespeist werden. Die Anlage ist nun eines der leistungsstärksten Fulfillment-Center in Deutschland und umfasst 59.000 m� Lager- und Abwicklungsfläche (inkl. Verwaltung) sowie 40.000 Palettenstellplätze im Hochregallager sowie

einen separaten Sicherheitsbereich für wertvolle Artikel. In Spitzenzeiten können mehr als 5.000 Sendungen pro Stunde kommissioniert werden. „Uns geht es in erster Linie um die schnelle und zuverlässige Belieferung unserer Kunden. Das setzt eine zügige Auftragsbearbeitung und die Berücksichtigung der speziellen Rahmenbedingungen in unserem Geschäft voraus”, betont Koen Verbrugge, Geschäftsleitung Service & Operations bei HSE24. Durchschnittlich verlassen mehr als 33.000 HSE24-Pakete am Tag das DHL Logistik-Center in Greven. Das Sortiment des Shopping-Kanals umfasst rund 20.000 verschiedene Artikel in sieben Produktkategorien, wie Mode, Kosmetik oder Schmuck. www.dhl.de

IPC I/O Motion Automation


LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“

Busines s Promotion

8. November 2013

Alaba und Fenninger sind sportler des Jahres 2013 Glanzvolle Ehrung und hochkarätige Gäste aus Sport, Wirtschaft und Society im Austria Center Vienna.

Sportminister Gerald Klug im Kreise der Athleten

Ulf Arlati übernimmt den Preis von Friedrich Stickler

Robin Rumler (Pharmig) im Gespräch Pariasek mit Weichselbraun und Steiner Meissnitzer mit ORF-Sportchef Trost

Marcel Hirscher, Leodegar Pruschak, Bernd Wiesberger

Eberharter mit Familie Lanzinger

David Alaba wurde live aus München zugeschaltet

Stadtrat Christian Oxonitsch

George Alaba und Philipp Bodzenta

Gigi Ludwig, Friedrich Stickler, Leo Windtner

Red Carpet: Mirna Jukic und Peter Thirring (Generali)

Franz Klammer mit Stargast Heather Mills

Die Schwaiger-Sisters mit Liebl und Stieber (Gösser)

Michi Kirchgasser, Anna Fenninger, Kati Bellowitsch

Glamouröser Auftritt von Startenor José Carreras

Hermann Kröll (Special Olympics) mit Breuer und Witt

© GEPA / Sporthilfe (18)

Susanne Riess (Wüstenrot), Klaus Leistner (ÖSV)

Wien. Seit 1949 wählen die Mitglieder von Sports Media Austria, die Vereinigung Österreichischer Sportjournalisten, die Sportler des Jahres. Zum 17. Mal erfolgte die Ehrung der erfolgreichen Athleten im Rahmen der LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“, veranstaltet von der Österreichischen Sporthilfe. Ausverkauft war die Gala bereits Wochen zuvor. „Der wirtschaftliche Erfolg ist für die Sporthilfe von enormer Bedeutung, bringen wir doch als gemeinnütziger Verein ohne staatliche Mittel pro Jahr Förderleistungen im Wert von mehr als zwei Millionen Euro auf“, so Sporthilfe-Geschäftsführer Anton Schutti. Der Reinerlös der LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ kommt über die Österreichische Sporthilfe heimischen Nachwuchs- und Spitzensportlern mit und ohne Behinderung zugute.

Alaba und Fenninger Sieger Bei den Herren war die Entscheidung knapp wie schon lange nicht. Am Ende hatte ÖFB-Teamspieler David Alaba mit 2.516 Punkten

doch deutlich die Nase vorne, Marcel Hirscher kam auf 1.871 Zähler. Der FC Bayern-Legionär wurde zwei Tage vor dem Bundesliga-Spiel gegen Hoffenheim mittels Live-Schaltung in den Saal geschalten. „Es ist unglaublich und eine Riesenehre. Das ist neben den Titeln mit dem FC Bayern sicher die schönste Auszeichnung, die ich je erhalten habe“, so der 21-Jährige. Dritter wurde Skispringer Gregor Schlierenzauer mit 1.161 Punkten. Anna Fenninger sicherte sich zum ersten Mal den Titel „Sportlerin des Jahres“. Mit 1.568 Zählern verwies die ÖSV-Athletin ihre Teamkollegin Michaela Kirchgasser (1.055 Punkte) und Kletterin Anna Stöhr (751 Zähler) auf Rang zwei bzw. drei.

Erfolgreiche Schwaiger-Sisters Gold bei der Beachvolleyball-Europameisterschaft verhalf Doris und Stefanie Schwaiger zum Sieg in der Wahl zur „Mannschaft des Jahres“, vor der Wiener Austria und dem Red Bull Racing Formel 1-Team. „Wir danken allen für die Stimmen und die Unterstützung. Hier zu ste-

hen ist ein Wahnsinn!“ so die beiden glücklichen Gewinnerinnen.

Zoidl Aufsteiger des Jahres Wie gewohnt wählten Österreichs Sportfans den Aufsteiger des Jahres. Unter insider.orf.at und krone.at/sport standen Seglerin Lara Vadlau, Radrennfahrer Riccardo Zoidl und Tennisspieler Dominic Thiem zur Wahl. ÖsterreichRadrundfahrt-Sieger Zoidl konnte am meisten Anhänger mobilisieren, 6.392 Stimmen wurden für den Radsportler abgegeben. WM-Gold im Riesentorlauf, Super G und Kombination beeindruckten Österreichs Sportjournalisten dermaßen, dass sie Claudia Lösch nach 2010 und 2011 abermals zur Behindertensportlerin des Jahres wählten. Matthias Lanzinger gewann das Rennen um die Trophäe für den Behindertensportler des Jahres. Die Trophäe in der Kategorie „Special Olympics“ ging in diesem Jahr an Teresa Breuer, die zweifache Ski-Medaillengewinnerin der World Winter Games 2013 in Pyeong Chang. Für seine Verdienste um den rot-

weiß-roten Sport wurde Prof. Peter Schröcksnadel der Special Award verliehen.

Auszeichnung „Sportler mit Herz“ Erstmals wurde im Rahmen der LOTTERIEN-GALA „Nacht des Sports“ auch der „Sportler mit Herz“ geehrt. Mit diesem neu geschaffenen, von den Österreichischen Lotterien initiierten Award, werden Sportler ausgezeichnet, die sich sozial engagieren. Der Preis ging an Ulf Arlati, Initiator des „Handball-Marathon Graz“. „Ich nehme den Preis dankend stellvertretend für unseren ganzen Verein entgegen“, so Arlati, der mit seinen Teamkollegen seit der Erstaustragung des „Handball-Marathon Graz“ in Summe 121.000 Euro für karitative Zwecke sammelte.

1.500 hochkarätige Gäste Unter den rund 1.500 Gästen im Austria Center waren auch zahlreiche hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Society und Sport zu finden. Unter anderem wurden Sportminister und Sport-

hilfe-Präsident Gerald Klug, die Opernsänger José Carreras und Natalia Ushakova, Eiskunstläuferin Katarina Witt, Olympiasieger Matthias Steiner, Top-Model und Paralympics-Starterin Heather Mills, ÖFB-Präsident Leo Windtner, ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, Stadtrat Christian Oxonitsch, Staatssekretär Sebastian Kurz, Paylife-Geschäftsführer Peter Neubauer, die Kicker-Legenden Herbert Prohaska und Toni Polster, Schwimmerin Mirna Jukic, Ex-Skirennläufer Stephan Eberharter, die Moderatoren Mirjam Weichselbraun, Vera Russwurm und Christian Clerici, Multi-Talent Armin Assinger, WKW-Präsidentin Brigitte Jank, Soul-Sänger Aloe Blacc und Schauspielerin Barbara Wussow gesehen.

KOntaKt Österreichische Sporthilfe Marxergasse 25, 1030 Wien Tel.: +43 1 799 4080 Fax: +43 1 799 4099 Mail: gala@sporthilfe.at Web: www.sporthilfe.at


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 8. november 2013 – 39

© Steyler Bank

Nachhaltig gewinnt

Die Steyler Bank unter Norbert Wolf fördert Projekte mit Fonds-Solidarbeitrag Seite 41

© Simone Attisani

financenet internetvergleiche

Versicherungsmakler-Obmann Mojescick sieht Netzvergleiche kritisch Seite 44

speerspitze aws mit private equity © gst

Morgenröte beflügelt rot-weiß-rote Firmen

ATX 30. Oktober–6. November 2013

ATX (6.11.)

2.665,66

Wochentop Wochenflop

2,08%

AT&S 7,82% Valneva -21,19%

Top 5 ATX Prime AT&S Andritz Palfinger Warimpex OMV

7,82% 7,39% 6,84% 6,23% 5,23%

Flop 5 ATX Prime Valneva Polytec Holding RHI Wolford Frauenthal

-21,19% -7,80% -6,93% -3,49% -2,17%

DAX 30. Oktober–6. November 2013

9.040,87

Wochentop Wochenflop

K+S CBK

Top 5 DAX K+S Beiersdorf Volkswagen Henkel Infineon Flop 5 DAX Commerzbank Deutsche Börse Deutsche Bank Lufthansa Fresenius Medical Care

0,34% 5,17% -3,53% 5,17% 5,10% 4,14% 2,18% 2,16% -3,53% -3,29% -2,63% -2,55% -2,10%

© AT&S; RHI; RHI/vyhnalek.com

DAX (6.11.)

Aufschwung Es ist mehr als ein Silberstreif am Horizont für die europäische Wirtschaft: Die wichtigsten Indikatoren zeigen nach oben. Heimische Unternehmen wie die RHI von Franz Struzl oder AT&S unter Andreas Gerstenmayer liefern schon jetzt formidable Ergebnisse. Die Börse gibt sich beschwingt. Seite 40

inhalt

Finance:Cover > Ungarn setzt Banken das Messer an > Österreicher bevorzugen Firmenpensionen

40 40

Fonds:Park > wikifolio starte ETF-Cup 41 > Bald Dachfonds-Awards 41 > US-Aktien unter Obama bald so gut wie unter Clinton 42 Banking/Insurance:Watch > Erste Group voll auf Kurs > Zurich Connect holt Top-Platzierung > VBV „Recognised for Excellence“ > Versicherer: Joboffensive

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f i n a n c e : c ov e r

40 – financenet

Freitag, 8. November 2013

financenet@medianet.at

Aufschwung Es geht aufwärts in der EU, meint EU-Kommissar Olli Rehn – Österreichs Firmen preschen vor

kolumne

Wind unter den Flügeln

War’s das jetzt endlich?

Hervorragende Zahlen bei großen Industriebetrieben – Wiener Börse macht Sprung nach oben. zent mit einer EBITDA-Marge von 18 bis 20 Prozent im laufenden Geschäftsjahr erreichen können“, erklärt CEO Andreas Gerstenmayer. Die guten Zahlen wurden von der Börse umgehend honoriert: Die Aktie der AT&S am Wiener Handelsplatz explodierten am Dienstag um mehr als fünf Prozent.

reinhard krémer

Wien. Die dunklen Wolken über der europäischen Wirtschaft scheinen sich langsam zu verziehen. So ortet EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn in der aktuellen Herbstprognose der Union eine schrittweise Erholung. Es gebe „wachsende Anzeichen, dass die Wirtschaft in Europa einen Wendepunkt erreicht hat“, meinte Rehn. Österreich weist mit nur 0,4 Prozent Wachstum im laufenden Jahr zwar den niedrigsten Wert der vergangenen Jahre auf, doch ist es trotz Hypo Alpe Adria und Konsorten immer noch ein Plus.

reinhard krémer

V

or ein wenig mehr als fünf Jahren sprang in New York die Investmentbank Lehman Brothers über die Klinge – nicht ohne noch vorher europäische Banken ordentlich mit Schrottprodukten einzudecken. Das Ableben dieses Unternehmens löste einen Tsunami aus, der die ganze Welt an den Rand des Abgrunds brachte. Unter den Folgen leiden wir alle noch heute. Seitdem dachte man schon einige Male, dass das Gröbste überstanden sei – doch nun zeichnet sich zum ersten Mal so etwas wie ein deutlicher Silberstreif am Horizont ab. Vor allem Österreich könnte schon bald wieder prosperieren, weil das Ostgeschäft, das in den Krisenjahren zu einem Klotz am Bein geworden war, sich nun wieder klar verbessern könnte. Indiz dafür ist der OeKB-Geschäftsklima-Index, der eine Stimmungsaufhellung der Direktinvestoren in Mittel-Osteuropa ortete. Der Geschäftsklima-Index MittelOsteuropa stieg im Oktober auf 84,1 nach 82,6 im Juli. In den kommenden sechs Monaten sollen die Geschäfte in MittelOsteuropa noch besser laufen, wird erwartet. Diese guten Nachrichten in Verbindung mit den erfreulichen Zahlen, die heimische Unternehmen liefern, können einen sogar vergessen lassen, dass der Sozialdemokrat Josef Cap sich sein Leben mit einem 14.000 Euro-Salär versüßt...

Auch der Linzer IT-Dienstleister S&T hat sowohl den Umsatz als auch den Gewinn gesteigert. Die Umsatzerlöse stiegen im dritten Quartal 2013 auf 80,7 Mio. Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 74,1 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres lagen die Umsätze kumuliert bei 238,3 Mio. Euro (Vorjahr: 232,3 Mio. Euro). Die weiteren Aussichten sieht das Unternehmen rosig: Für das Gesamtjahr 2013 wird weiterhin davon ausgegangen, das Konzernergebnis bei leichtem Umsatzwachstum um 25 Prozent steigern zu können, läßt S&T verlauten. Die Aktie des Unternehmens hat an der Frankfurter Börse in den letzten drei Monaten um knapp 30 Prozent zugelegt.

Dass es heimischen Firmen langsam besser geht, zeigen auch die neuesten Zahlen großer Industriebetriebe. So preschte der FeuerfestKonzern RHI für das dritte Quartal 2013 mit einer deutlichen Steigerung so gut wie aller Eckdaten vor. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um gleich 22,2 Prozent auf insgesamt 164,1 Mio. Euro, die EBIT-Marge stieg von 9,8 auf 12,6 Prozent. Der Gewinn des Unternehmens vor Ertragssteuern erhöhte sich um satte 14 Prozent auf 141,4 Mio. Euro. Unter dem Strich blieben der RHI dann 101,2 Mio. Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 85,6 Mio. Euro. Der Ausblick der RHI lässt noch einiges erwarten: Man erwartet bis zum Jahresende das umsatzmäßig stärkste Quartal der Division Industrial sowie einen leichten Umsatzanstieg der Division Stahl, wenn die Bedingungen gleich bleiben. Allerdings soll die operative Ergebnis-Marge „deutlich unter der des Jahres 2012“ zu liegen kommen, heißt es. Auch der steirische Leiterplattenhersteller AT&S steigerte das Ergebnis zum Halbjahr 2013/14

© APA/Roland Schlager

Feuerfestes Ergebnis

Plaut Umsatz gesteigert

Kurssprung an Wiener Börse Bei dieser Flut an positiven Unternehmensdaten ist es verständlich, dass die Wiener Börse zu Wochenbeginn mit einem Kurssprung überraschte: Allein am Montag stieg der Index der 20 größten börsenotierten Unternehmen Österreichs, der ATX, um mehr als zwei Prozent. Im Wochenvergleich lag das Kursplus zwischenzeitlich sogar bei rund sechs Prozent. Nicht einmal die schwachen Zahlen bei voestalpine und Andritz konnten die gute Stimmung dämpfen: Die Andritz-Aktie stieg wegen des anlaufenden Aktien-Rückkaufprogramms allein am Mittwoch in der Spitze um vier Prozent.

Andreas Gerstenmayer, AT&S: Umsatzwachstum 2013 bei fünf Prozent erwartet.

deutlich: Man erzielte einen Umsatz von rund 300 Mio. Euro und damit eine Steigerung von 18 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Spartenumsatz verdreifacht Allein im Bereich Advanced Packaging haben sich die Umsätze mit der von AT&S patentierten ECPTechnologie im ersten Halbjahr gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs mehr als verdreifacht. Der Umsatz für Automotive und Industrie legte um rund 15 Prozent (rund

17 Mio. Euro) gegenüber der Vorjahresperiode zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) verbesserte sich gleich um rund 50 Prozent auf 65 Mio. Euro. Der Gewinn pro Aktie stieg von 0,09 auf 0,94 Euro an. „Die deutliche Ergebnisverbesserung ist auf die anhaltend gute Auslastungssituation in unseren Werken sowie auf den verbesserten Produktmix zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der zu erwartenden Saisonalität gehen wir heute davon aus, dass wir ein Umsatzwachstum von fünf Pro-

BKV Nur wenig Zuspruch

Fremdwährungskredite Ungarisches Parlament beschließt Zwangsumtausch

19% in ersten neun Monaten

Firmenpension klar bevorzugt

Jetzt wird es so richtig teuer Allerdings liegen die Zinsen dann deutlich höher. Die Differenz zu den Kosten im Forex-Kredit muss zum Teil von den Banken übernommen werden, der größte Teil wird jedoch an die Laufzeit des Kredites angehängt. Zugang zu diesem Modell haben ab 1. Dezember alle Forex-Schuldner. Bisher waren es nur die, die länger als 90 Tage mit ihren Zahlungen überfällig waren und deren

Viktor Orban macht Stimmung: Forex-Erleichterungen als Zuckerl zur Wahl 2014.

Kredit den Betrag von 20 Mio. Forint (rund 70.000 Euro) nicht übertraf und ausschließlich für Wohnraum zur Eigennutzung vergeben wurde. Ein Vorschlag der Vereinigung der Geschäftsbanken in Ungarn zur „Eliminierung“ der Forex-Kredite war von der Regierung erwartungsgemäß abgelehnt worden. Mit der nun beschlossenen Regelung sollen die monatlichen Belastungen für Forex-Kreditschuldner im Wahljahr 2014 um 15 bis 20 Prozent gesenkt werden; die ForexKredite selbst in den kommenden drei bis fünf Jahren „auslaufen“. Sie sollen schrittweise, zu einem gesetzlich festgelegten fiktiven Forintkurs (180 Forint pro Franken; 250 Forint pro Euro) und einem gedeckelten Zinssatz, in einen Forintkredit umgewandelt werden, wobei die Wertdifferenz von den Banken abzuschreiben ist. Eine Stellungnahme der von dem Beschluss hauptbetroffenen österreichischen Banken, wo man mit Kosten in Milliardenhöhe gerechnet hatte, lag zum Redaktionsschluss noch nicht vor. (rk)

Wien. „In der betrieblichen Altersvorsorge genießen die Pensionskassen klar das Vertrauen ihrer Kunden“, stellt Andreas Zakostelsky vom Fachverband der Pensionskassen fest. Bezieher einer Firmenpension konnten bis zum 31.10.2013 in eine Betriebliche Kollektivversicherung (BKV) wechseln. Nur 0,9 Prozent aller Pensionskassen-Pensionisten taten dies. (red)

© APA/Helmut Fohringer

Budapest. Das ungarische Parlament beschloss jetzt mit Regierungsmehrheit eine Erweiterung des Fremdwährungs (Forex)-Kreditumtauschmodells, mit dem Fremdwährungskredite zu einem bevorzugten Wechselkurs in einen Forintkredit umgewandelt werden können. Das reduziert zunächst die monatliche Belastung des Schuldners und hebt das Währungsrisiko auf.

© Szilard Koszticsak/EPA/picturedesk.com

Wien. Die im Frankfurter Börsensegment General Standard notierte Plaut Aktiengesellschaft legte die Zahlen der ers-ten neun Monate 2013 vor: Man erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs einen Umsatz von 21,7 Mio Euro – im Vergleich zum Vorjahr (18,2 Mio. Euro) bedeutet das eine kräftige Steigerung um gleich 19 Prozent. Damit konnte das ohnehin schon gute Umsatzwachstum aus dem letzten Jahr (+14%) weiter gesteigert werden. Dieses starke Wachstum führte zu gestiegenen Kosten für Recruiting, Ausbildung und Infrastruktur, was ein Minus beim EBIT von 55 Prozent bedingte. Es liegt nun bei 304.000 Euro. Im Gesamtjahr erwartet Plaut ein deutliches Umsatzwachstum über dem Niveau des Vorjahrs. Das EBIT im Gesamtjahr wird sich durch ein starkes 4. Quartal deutlich verbessern, aber dennoch unter dem Vorjahreswert liegen, meldet das Unternehmen. (ag/red)

Wichtige Kennzahl besser

Andreas Zakostelsky, PensionskassenFachverband: Wenig Wechselwille


f o n d s : pa r k

Freitag, 8. November 2013

financenet – 41

financenet@medianet.at

Steyler Bank-Fonds Fair und nachhaltig – Aktienfonds mit 11,25 Prozent Einjahres-Performance – auch starke Sozial- und Umweltbilanz

Fonds der neuen Generation Sankt Augustin/Wien. Der Fonds der Steyler Bank „Fair und Nachhaltig – Aktien” (Steyler FuN – Aktien) weist zu seinem einjährigen Jubiläum (er wurde genau am Weltspartag 2012 aufgelegt) eine starke Sozialund Umweltbilanz aus und erzielt eine Performance von 11,25 Prozent. Ihren Anspruch, eine ganz neue Generation von Nachhaltigkeitsfonds zu konzipieren, sehen die Fondskonstrukteure realisiert. Bis dato sammelte der Fonds 16,8 Mio. € sowohl bei privaten als auch insitutionellen Anlegern ein. Der Fonds nutzt bei der Bewertung der Titel die Expertise der Nachhaltigkeitsagentur Oekom Research. Investiert wird nur in Betriebe, die dem strengen ethischen Maßstab der katholischen Steyler Missionare entsprechen. Das laufende Management erfolgt durch Warburg Invest. Ein fondseigener Ethik-Anlagerat, der mit Unternehmensbesuchen eigene Engage-

EZB Halbiert den Leitzins

Nur noch 0,25%

mentprozesse in Gang setzt, und der von rund 100 „Ethik-Scouts” unterstützt wird, entscheidet mit. Mehrerträge der Steyler Bank aus dem Fonds fließen in ausgesuchte Hilfsprojekte der Steyler Missionare. Im ersten Jahr waren dies 11.962 €, mit denen eine Solaranlage für ein Krankenhaus im Südsudan finanziert wird. Der Fonds sei der erste, der Projekte zur nachhaltigen Entwicklung mit einem Solidarbeitrag fördere, betont Bank-Geschäftsführer Norbert Wolf. Auch sei er der erste, der seine CO�-Bilanz offenlegt. Nach einer Analyse des in Zürich ansässigen, unabhängigen Klimaschutzunter-

nehmens South Pole Carbon verursachen die Unternehmen, in die der Fonds investiert, fast vier Mal weniger Emissionen als jene des deutschen Aktienindex DAX. Die Gesamtinvestitionen des Steyler FuN – Aktien verantworten jährliche Treibhausgas-Emissionen von 2.809 t. Wolf: „Das Prüfsiegel von South Pole Carbon ist für uns ein wichtiger Schritt in Richtung Transparenz.“ Im Oktober wurde für die Fonds Steyler FuN – Aktien und Steyler FuN – Renten der Europäische Transparenzkodex für Nachhaltigkeitsfonds von Europas Branchenverband Eurosif unterzeichnet. (lk)

© Steyler Bank

Erster CO²-zertifizierter Fonds – viermal weniger Treibhausgase als im DAX.

N. Wolf, Steyler Bank: Erster Fonds, der nachhaltige Projekte mit Solidarbeitrag fördert.

MIT DER RICHTIGEN TAKTIK FEIERT MAN DIE SCHÖNSTEN ERFOLGE.

Frankfurt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins im Euroraum überraschend auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt. Den Beschluss fasste der EZB-Rat nach Angaben der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt. Angesichts der extrem niedrigen Inflation im Euroraum von zuletzt 0,7 Prozent im Oktober hatten einige Beobachter diese weitere Lockerung der Geldpolitik gefordert. So könnte die Notenbank eine deflationäre Abwärtsspirale aus fallenden Verbraucherpreisen und schwachem Wirtschaftswachstum verhindern. Das belgische Ratsmitglied Luc Coene hatte kürzlich betont, dass geldpolitisches Handeln gerechtfertigt sein könnte. Ökonomen hatten dennoch mit einer Zinspause gerechnet. (APA)

Awards Zum 13. Mal

Dachfonds

Wien. Am 19. November werden zum 13. Mal die Österreichischen Dachfonds Awards vergeben. Alljährlich zeichnet das Geld-Magazin die besten hierzulande zugelassenen Dachfonds aus; hiezu wird das gesamte, in Österreich angebotene Dachfonds-Universum in Vergleichsgruppen unterteilt, analysiert und bewertet. Der GalaAbend findet im Haus der Industrie statt. Sponsoren sind Pictet, Bellevue Asset Management und LGT Capital Partners. (red)

BIS ZU

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Mitten im Leben. www.bawagpsk.com Gastredner: Ex-IHS-Direktor Bernhard Felderer, nunmehr Chef des Fiskalrats.

*) Aktion gültig bis 31.12.2014 für InhaberInnen einer nach dem 1.11.2008 eröffneten KontoBox für Produktabschlüsse aus der ErtragsBox; Abrechnung pro Kalenderjahr


f o n d s : pa r k

42 – financenet

Freitag, 8. November 2013

financenet@medianet.at

short

© Erste Asset Management/Hinterramskogler

EAM-Manager Varga mit AA-Citywire-Rating

Fünf Jahre Obama Fidelity analysierte die Ären der jeweiligen US-Präsidenten unter Börsen-Gesichtspunkten

US-Titel unter Obama fast so gut wie unter Clinton

© HSBC/Michael Sazel

Acht neue ETFs von HSBC zugelassen

Krifka: „Wir bieten ausschließlich physisch replizierende ETFs an.“

Wien. HSBC Global Asset Management (Österreich) GmbH erweitert die Produktpalette am österreichischen Markt um acht börsenotierte Aktienfonds, die eine Benchmark nachbilden: sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs). „Das Thema ‚Exchange Traded Funds’ ist in Österreich nicht neu“, sagt Gerfried Krifka, Geschäftsführer der HSBC Global Asset Management (Österreich) GmbH, „unsere Indexfonds-Palette unterscheidet sich allerdings vom Angebot anderer Anbieter insofern, als wir der ursprünglichen Investmentidee treu bleiben und bei der Konstruktion der ETFs auf Transparenz setzen.“ (lk) Hsbc GLOBAL ASSET MANAGEMENT GMBH (AUSTRIA)

HSBC Euro Stoxx 50 UCITS (ISIN DE000A1C0BB7) HSBC MSCI Pacific ex Japan UCITS (ISIN DE000A1C22P6) HSBC MSCI Welt UCITS (ISIN DE000A1C9KL8) HSBC MSCI Emerging Markets UCITS (ISIN DE000A1JXC94) HSBC MSCI USA UCITS (ISIN DE000A1C22K7) HSBC S&P 500 UCITS (ISIN DE000A1C22M3) HSBC MSCI Russland Capped UCITS (ISIN DE000A1JXC86) HSBC MSCI AC Far East ex Japan UCITS (ISIN DE000A1W2EK4)

den auch künftig eine starke Wertentwicklung des S&P 500 erleben, glaubt Rossi: „Das Gewicht an den globalen Aktienmärkten verschiebt sich wieder Richtung Westen, unter der Führung der US-Börsen. Diese Dekade könnte ähnlich verlaufen wie die 1990er-Jahre, als Clinton im Amt war.“ Als Clinton 1992 gewählt wurde, profitierte er in fiskalischer Hinsicht von Steuererhöhungen und einer Friedensdividende, die aus dem Fall der Berliner Mauer resultierte. Dank dieser Konstellation konnte damals wieder ein Haushaltsüberschuss erzielt werden. In Verbindung mit einer robusten Geldpolitik und positiven Realzinsen führte dies zu einem erstarkenden Dollar und zu sinkenden Rohstoffpreisen. „Aktien schlugen in der Folge fast alle übrigen Anlageklassen, wobei die entwickelten Märkte besser abschnitten als die Schwellenländer“, erklärt Rossi.

Neue „Friedensdividende“ Im deutlichen Gegensatz dazu stand die folgende Dekade. Unter Bush begannen die USA mit teuren militärischen Interventionen, die zu einem massiven Anstieg der Staatsausgaben führten. In Verbindung mit einer Reihe von Steuersenkungen verschlechterte sich dadurch die Haushaltslage ab dem Jahr 2002 rapide. Der Dollar wertete ab, die Rohstoffpreise schnellten in die Höhe – der Ölpreis vervierfachte sich –, und dies bremste die Wirtschaftstätigkeit. Nun, unter Obama, gleichen die Bedingungen eher den Neunzigerjahren: „Nach einem massiven Anstieg 2008 stagnieren die Staatsausgaben seit 2009, und der ständige Tanz um die Schuldenobergrenze wird eine noch stär-

Analogie zu 1990er-Jahren Bis zur nächsten Wahl eines USPräsidenten verbleiben noch drei Jahre. Dominic Rossi, weltweiter Chief Investment Officer für Aktien bei Fidelity Worldwide Investment, erwartet, dass US-Aktien und die globalen Aktienmärkte insgesamt von den aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Bedingungen profitieren werden, da die USA unverändert an der Spitze der globalen Konjunkturerholung stehen. Obama und sein Nachfolger wer-

Rossi: „Ich rechne mit Blick auf die kommenden Jahre mit einem stärkeren Dollar und parallel dazu mit einer Neubewertung von US-Aktien.“

kere Finanzdisziplin erfordern“, sagt Rossi. „Auch die Friedensdividende ist im Zuge der Senkung der Militärausgaben unter Obama zurückgekehrt. Zudem haben sich seit 2009 die Steuereinnahmen merklich verbessert und das Defizit könnte bereits 2014 wieder auf

ein Niveau von 3 bis 4 Prozent des Bruttoinlandprodukts sinken.“ Dank der Verringerung der Ölimporte verbessert sich auch das Handelsdefizit rapide. Die Verbesserung beim Zwillingsdefizit stärkt die Fundamentaldaten des Greenbacks. (lk)

us -präs iden t und börsenen t wic klu ng

Präsident Barack Obama George W. Bush Bill Clinton George Bush Ronald Reagan *

Zeitraum 4.11.2008–29.10.2013 12.12.2000–12.12.2005 3.11.1992–2.11.1997 8.11.1988–3.11.1992 4.11.1980–4.11.1985

Gesamtertrag in % 104,87 –0,78 145,02 75,09 48,21

Quelle: Datastream, in US-Dollar, per 29. Oktober 2013, S&P 500 Gesamterträge; * Basierend auf dem Kursindex, da Performance-Index-Daten für diesen Zeitraum nicht erhältlich sind.

Infrastruktur Union Investment kauft in Irland, Frankreich

Comgest Globale Aktien als drittes, großes Standbein

Hamburg. Für ihren Infrastrukturfonds „UniInstitutional Infrastruktur SICAV-SIF“ hat Union Investment zwei weitere Windparks erworben. Standorte der erst im Juli 2013 in Betrieb genommenen Onshore-Windparks mit Windenergieanlagen der renommierten Hersteller Vestas und Nordex sind das französische Greneville en Beauce (Loiret Department) und Gibbet Hill (County Wexford) in Irland. Verkäufer der acht Turbinen mit einer Leistung von 24 Megawatt umfassenden Anlage in Greenville ist VSB Energies Nouvelles, eine 100%ige Tochtergesellschaft der WSB-Gruppe mit Hauptsitz in Dresden. Den aus sechs Anlagen bestehenden Windpark Gibbet Hill mit einer Nennleistung von 15 Megawatt hat Union Investment vom Wiesbadener Projektentwickler ABO Wind übernommen.

Paris. Die internationale Fondsboutique Comgest verzeichnet in ihren globalen Aktienfonds deutliche Zuwächse. Mit rund 1,5 Mrd. € verwaltetem Fondsvermögen (Stand 30.09.2013) hat das Team um Fondsmanagerin Céline Piquemal-Prade diesen Bereich zum dritten großen Standbein von Comgest nach den Emerging Markets (EM) mit ca. 8,6 Mrd. € und Europa (ca. 4,5 Mrd. €) ausgebaut. Betrug der Anteil der globalen Assets an den Assets under Management in 2008 noch 4,3%, so liegt dieser heute bei rund 10% (gesamt 15,6 Mrd. €). Das Team rund um PiquemalPrade verfolge einen langjährig erprobten „Bottom-Up Quality Growth”-Ansatz. Die Kapazitäten in den Bereichen Research und Fondsmanagement wurden kontinuierlich ausgebaut. So wurden während der letzten 24 Monate acht Fondsmanager und Analysten neu eingestellt. Das positive Ergebnis der Global Equity-Produkte sei direkt und indirekt eng mit dem Erfolg der regionalen EM-, Europa-, US- und Japanfonds verknüpft. Dabei ist ein Global Equity-Produkt wie der „Comgest Monde“

Fondsdiversifikation mit Windkraft „Mehr als Mix aus Regionalfonds“

Erster Infrastrukturfonds Zehn Monate nach Auflegung ist der erste Infrastrukturfonds von Union Investment in vier europäische Windparks in drei verschiedenen Ländern mit einem

unterzeichneten Gesamtinvestitionsvolumen von rund 143 Mio. € investiert, das Zielvolumen sind 300 Mio. Der Fonds habe in „erfreulich kurzer Zeit” die geplante breite Streuung über unterschiedliche Turbinenhersteller als auch über unterschiedliche Einspeisesysteme erreicht, sagt Christoph Schumacher, Geschäftsführer der Union Investment Institutional Property GmbH, Anlageberater des Fonds.

Vestas und Nordex sind die Hersteller der Windparks, in die Union investiert.

mehr als nur eine Mischung aus den Regionalfonds, wird betont. Ausgehend von einer „Global Opportunity List“, die sich aus allen regionalen Comgest-Portfolios zusammensetzt, selektiert das Management ein Universum von bis zu 90 Titeln als Basis für das Stock-Picking. Japan ist heute größte geografischen Position im Portfolio wegen der den Ereignissen des Jahres 2011 folgenden Bewertungsanomalien. (lk)

© Everett Kennedy Brown/EPA/picturedesk.com

Wien. Peter Varga, Fondsmanager und Experte für Schwellenländeranlagen bei Erste Asset Management (EAM), ist von der Informations- und Ratingagentur Citywire mit der Note AA ausgezeichnet worden. Er konnte sich damit um eine Note verbessern. Varga managt unter anderem den ESPA Bond Emerging Markets Corporate Fonds, der in den letzten drei Jahren einen jährlichen Wertzuwachs von durchschnittlich 6,78% erzielen konnte (Stand: 28. Oktober 2013). Der Fonds investiert in Unternehmensanleihen aus Schwellenländern mit Investment-Grade und Non-Investment-Grade-Status und verwaltet ein Gesamtvermögen von fast 400 Mio. €. Daneben betreut Varga den ESPA Bond Emerging Markets Corporate Investment IG, wo in Anleihen nur aus dem Investment-Grade-Bereich angelegt wird.

New York/London/Wien. Barack Obama feiert unlängst den fünften Jahrestag seiner ersten Wahl zum USPräsidenten am 4. November 2008. Aus diesem Anlass hat Fidelity Worldwide Investment untersucht, wie amerikanische Aktien unter Obama bislang abgeschnitten haben und analysiert die Aussichten für die USA in der verbleibenden Amtszeit des Präsidenten. Obwohl Obama inmitten der globalen Finanzkrise gewählt wurde, erlebten er und seine Regierung ein Wiedererstarken der US-Wirtschaft. Die Analyse zeigt, dass der amerikanische Leitindex S&P 500 seit seiner Wahl einen respektablen Gesamtertrag von über 100% erzielte. Unter George W. Bush, dem Vorgänger Obamas, erging es den Märkten beträchtlich schlechter. Die Entwicklung des S&P 500 unter der Regierung Bush war mit einem Verlust von insgesamt 0,78 Prozent die schlechteste unter den letzten fünf US-Präsidenten. Dagegen begleitete der am 3. November 1992 gewählte Bill Clinton den stärksten Wertzuwachs bei US-Aktien in den vergangenen 30 Jahren. In den fünf Jahren nach der Wahl Clintons legte der S&P 500 um eindrucksvolle 145% zu.

© Morten Stricker/EPA/picturedesk.com

Peter Varga, EAM-Manager, hat seine Note um einen Punkt verbessert.

© Fidelity/Kubinska & Hofmann

Amerikanischer Leitindex S&P 500 legte in fünf Obama-Jahren um mehr als 100 Prozent zu.

Japans Top-Konzerne sind wichtige Performancetreiber im globalen Fonds.


ba n k i ng

Freitag, 8. November 2013

financenet – 43

financenet@medianet.at

Viel zu tun Eigenkapitalausstattung der österreichischen Unternehmen hinkt den Erfordernissen weiterhin nach

short

aws Mittelstandsfonds als Private Equity-Speerspitze

Neuer Chef für die Salzburger Sparkasse

Wien. Österreich ist bei der Eigenkapitalausstattung seiner Unternehmen immer noch Schlusslicht in Europa. „Empfohlen wird ein Eigenkapitalanteil von über 20 Prozent – doch 52 Prozent der österreichischen Unternehmen erreichen das nicht“, sagt Arno Langwieser, CEO des aws Mittelstandsfonds. Dabei werde eine gute Eigenkapitalausstattung immer wichtiger, da die Banken immer restriktiver vorgehen: Fremdkapital wird knapper. Langwiesers vier Jahre alter Fonds soll helfen, die Kapitalausstattung spannender Unternehmen zu verbessern; er ist mit 80 Mio. € Beteiligungskapital von der Republik Österreich ausgestattet. Im Schnitt geht man rund fünf Beteiligungen pro Jahr ein.

zin Verlag die Übernahme durch das Management. Und bei der Immobilienfirma Immovate half man bei der Übernahme von Immobilien um rund 100 Mio. € von conwert mit. Auch der Zusammenschluss von mc shark und mc world, den beiden größten Apple-Händlern in Österreich, wurde finanziert.

Gerald Fleischmann wird neuer Chef der Salzburger Sparkasse.

Salzburg/Wien. Gerald Fleischmann (44), zuletzt Strategischer Risikomanager bei der Erste Group, übernimmt mit April 2014 die Funktion des Generaldirektors der Salzburger Sparkasse. Die bisherige Sparkasse-Generaldirektorin, Regina Ovesny-Straka, soll im April in den Vorstand der slowakischen Kooperativa Versicherung wechseln, die zur Vienna Insurance Group (VIG) gehört. Fleischmann werde mit Beginn nächsten Jahres in den Vorstand der Salzburger Sparkasse einziehen und mit April gemeinsam mit Christoph Paulweber die Sparkasse leiten. Fleischmann arbeitet seit 1998 in der Erste Group. (ag)

Die Kriterien

© gst

Mit Handlungsbedarf Ein Grund dafür, dass Private Equity in Österreich wenig verbreitet ist: „Unternehmer wollen hierzulande oft keine Partner haben“, sagt Langwieser: „Ihre Unabhängigkeit ist ihnen lieber als das zusätzliche Kapital, das ein Partner liefert.“ Hier hake der aws Mittelstandsfonds ein: „Unser Fonds bietet typischerweise Stille Beteiligungen, die wahlweise auch als Fremdkapital strukturiert werden können, verzichtet auf Sicherheiten und hat auch kein Fälligstellungsrecht, wenn die Geschäfte des Beteiligungsobjekts weniger gut gehen als erwartet“, betont Langwieser. „Wir treffen schnelle Beteiligungsentscheidungen und bleiben dann für lange Investitionsphasen drinnen – nämlich für fünf bis 10 Jahre.“ Langwieser sieht sich mit seinem Fonds derzeit relativ allein auf weiter Flur: Seit der Finanzkrise habe sich die Risikokapital­

© Sparkasse

aws Mittelstandsfonds-Chef Arno Langwieser denkt an private Investoren als Verstärkung.

Arno Langwieser, aws Mittelstandsfonds: „Unternehmer wollen oft keine Partner.“

szene in Österreich nicht wirklich erholt. Beim Fundraising wurden 2007 rund 400 Mio. € aufgebracht, 2012 waren es nur 173 Mio. 46,4% davon kamen laut Statistik der Branchenvereinigung AVCO von Einrichtungen der Öffentlichen Hand, je etwa 15 bis 16% von Banken, Pensionskassen und Versicherern. In Summe erreicht Risikokapital einen Anteil am BIP von 0,037 Prozent. Damit liegen wir auf einem der letzten Plätze in Europa. Spitzenreiter Großbritannien kommt auf 0,834 Prozent, in Deutschland sind es immerhin noch 0,194 Pro-

zent. Der aws Mittelstandsfonds ist der größte Player am österreichischen Markt. Derzeit kommt er auf 16 Beteiligungen. Man ist u.a. an Reaktiv beteiligt, dem größten privaten Bildungsträger in Österreich. Das Beteiligungsunternehmen Logicdata wieder hat seinen Umsatz innerhalb von drei Jahren versechsfacht: Der Hersteller von elektronischen Steuerungen für Möbel konnte mit dem Wachstumskapital des Fonds insbesondere den US-Markteintritts finanzieren. Beim Elektronikunternehmen Becom finanzierte man das bisher größte MBO; beim Industriemaga-

Für einen Einstieg des Fonds sind einige Kriterien zu erfüllen. Grundsätzlich gilt: Der Fonds ist gewinnorientiert, eine Beteiligung muss sich auch rechnen. Investiert wird in mittelständische Unternehmen in der Expansionsphase mit bis zu 500 Mitarbeitern (1.000 bei Technologieunternehmen); der Mindestumsatz muss 2 Mio. € betragen, der Beteiligungsbetrag kann 300.000 bis maximal 5 Mio. € betragen. Auch Management-Buyouts u.Ä. werden finanziert, nicht jedoch Start-ups, Sanierungen oder börsenotierte Unternehmen. Jährlich landen mehrere 100 Projekte auf seinem Schreibtisch, sagt Langwieser. Tatsächlich realisiert werden lediglich durchschnittlich fünf. Ab 2014 könnte es übrigens für den Fonds selbst ein Thema werden, Investoren zu finden: „Es ist dann möglicherweise ein Thema, zusätzliches privates Kapital für unsere Beteiligungen zu aktivieren.“

Schweiz: strengere Kapitalregeln geplant Genf. Die Schweizer Finanzministerin Eveline WidmerSchlumpf erwägt eine deutliche Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften für die Banken des Landes. „Wir müssen uns Gedanken darüber machen, ob wir die Eigenkapitalbasis nicht weiter verstärken müssen”, sagte Widmer-Schlumpf der Zeitung Schweiz am Sonntag. Eine Quote von 6 bis 10 Prozent für die sogenannte Leverage Ratio sei im Gespräch. (APA)

Die Zukunftsperspektiven Die Partner könnten theoretisch sowohl beim aws Mittelstandsfonds selbst, wie auch direkt bei ausgewählten Projekten einsteigen. Langwieser denkt dabei an Family Offices, Stiftungen, Versicherungen u.Ä. sowie an Investoren mit langem Beteiligungshorizont. (gst)

HSBC verdiente um 28 Prozent besser

Analysten erhöhen Gewinnschätzungen In Ungarn und Rumänien wird Bewegung zum Positiven geortet

Gewinnzone zurückkehren werde. Erstmals offiziell bestätigt hat Erste-Chef Andreas Treichl außerdem sein Interesse an der kroatischen Hrvatska postanska banka.

Die Fremdwährungskredite Eine mögliche Übernahme hänge davon ab, ob die kroatische Regierung auf Maßnahmen wie in Ungarn – Stichwort Bankensteuer

© APA/Herbert Neubauer

Wien. Die Erste Group hat für die ersten neun Monate 2013 einen Nettogewinn von 430,3 Mio. € gemeldet. Das war ein Rückgang um 28% gegenüber dem Vorjahreswert (der allerdings durch Sondereffekte erhöht war). Damit lag die Bank im Schnitt der Analystenschätzungen. Man gehe weiter davon aus, dass in der Rumänientochter das Privatkunden- und KMU-Subsegment für 2013 in die

Erste Group Chef-Andreas Treichl erhofft Verbesserungen in Ungarn.

und Fremdwährungskredite – verzichte. Die Transaktion könnte von der kroatischen Erste-Gesellschaft selbst gestemmt werden. Andere Übernahmen seien derzeit „nicht am Teller”, so Treichl. Was den Streit um Fremdwährungskredite in Ungarn betrifft, so ist Treichl zuversichtlich, dass es bald zu einer Lösung kommen könnte. Die ungarische Regierung wird Anfang November einen Vorschlag ins Parlament einbringen. Dies sei ein „interessantes Ereignis”, findet Treichl. Vor der Wirtschaftskrise 2008/09 haben viele Personen in Ungarn Kredite in Euro oder Franken aufgenommen und können diese wegen der schwachen ungarischen Währung Forint nicht mehr zurückzahlen. Weiter Probleme bereitet der Erste Group das Geschäftsimmobilien-Segment in Rumänien und Ungarn. Rumänien werde sich „langsam” in die richtige Richtung bewegen, Ungarn bleibe hingegen problematisch, weil die Investorenbasis für Geschäftsimmobilien fehle, heißt es. In der Gesamtgruppe der Ersten lag die Quote der fau-

len Kredite (non performing loanRatio) Ende September bei 9,6 Prozent (Ende Dezember: 9,2 Prozent). Ein Teil des Anstiegs der Quote resultierte aus dem Rückgang der Kundenkredite insgesamt.

Analysten zufrieden Die Analysten von JPMorgan haben in ihrer Reaktion das Kursziel von 35,0 € und das Anlagevotum „overweight” für die Erste-Aktie unverändert belassen. Die Zahlen wurden als stabil bezeichnet. Die Prognose für den Gewinn je Aktie für heuer wurde um fünf Prozent auf 1,19 € angehoben. Auch die Analysten der Credit Suisse u.a. haben das Kursziel angehoben (Anlagevotum „outperform”). Bei der Berenberg Bank bleibt das Votum für die Erste-Aktien dagegen bei „Sell”, auch das Kursziel blieb unverändert. Nach ihrer Ansicht sind die Erwartungen für die Einnahmen nach wie vor zu hoch. Allerdings habe das dritte Quartal u.a. eine Verbesserung des Nettozinseinkommens und der AktivaQualität gezeigt. (APA/red)

© EPA

Erste Group nach neun Monaten auf Kurs Europas größte Bank HSBC verdiente im Sommer besser.

London. Die britische Großbank HSBC hat dank ihres harten Sparkurses mehr verdient. Trotz flauer Anleihenmärkte und stagnierender Erträge legte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern um zehn Prozent auf knapp 5,1 Mrd. USD (3,78 Mrd. €) zu, wie Europas größtes Kreditinstitut mitteilte. HSBC-Chef Stuart Gulliver lockt die Aktionäre mit der Aussicht auf steigende Dividenden. Unterdessen nehmen Aufsichtsbehörden die Bank wegen möglicher Manipulationen bei Devisengeschäften unter die Lupe. Unter dem Strich verdiente HSBC im dritten Quartal 3,2 Mrd. USD und damit 28% mehr als vor einem Jahr. Damals musste die Bank als Sonderbelastung rund 800 Mio. USD wegen GeldwäscheVorwürfen in den USA beiseitelegen. (APA)


i n su r an c e : watch

44 – financenet

Freitag, 8. November 2013

financenet@medianet.at

Internet-Versicherungs­ absatz verdoppelt sich Wien. Der Jahresabsatz von Sach-, Unfall- und Lebensversicherungen über digitale Kanäle könnte in Europa bis 2016 auf bis zu 25 Mrd. € ansteigen, wie eine aktuelle Accenture-Studie zeigt. Dies entspricht mehr als einer Verdopplung des Niveaus des Jahres 2012 (12 Mrd. €). 78 Verantwortliche von führenden europäischen Versicherern sind dazu befragt worden. Der Anteil digital vertriebener Polizzen werde von elf Prozent in diesem Jahr auf bis zu 18% des Neugeschäftsvolumens bis 2016 steigen. Laut Studie planen mehr als drei Viertel der europäischen Versicherer (78%) einen Ausbau ihrer Investitionen in die digitale Transformation ihrer Kundenkontakt- und Vertriebsfunktionen. Binnen dreier Jahre sollen bei jedem Unternehmen durchschnittlich 27 Mio. € in diesen Bereich fließen. (red)

Vorstand neu bei Bawag PSK Versicherung

Online-Versicherungsvergleiche Bei der Schadensabwicklung steht ein billiges Angebot oft schlechter da

„Information via Internet ja, Abschluss nein!“ Fachgruppenobmann: Internet kann für einen Versicherungs-Vertragsabschluss sogar gefährlich sein. Wien. Die leitende Angestellte Birgit P. stand vor einem Problem: Sie hatte ihre Eigenheimversicherung gekündigt und wollte dann nach einem Versicherungsvergleich übers Internet gleich eine neue abschließen. Doch das Ansinnen erwies sich deutlich schwieriger, als sie angenommen hatte: „Ich war mit der Flut an Fragen völlig überfordert. All die Fachausdrücke, die abgefragt werden, sind mir einfach nicht geläufig.“ Diese Probleme sind für Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann

„Bei einem Versicherungsvertrag geht es nicht nur um die bloße Höhe der Prämie.“ Helmut Mojescick, wiener Versicherungsmakler

© Generali Österreich

gleich der Deckungskonzepte lehnt Mojescick strikt ab, sonst werden „Äpfel mit Birnen verglichen”. So gäbe es Versicherungen, die etwa beim Schmuck in der Haushaltsversicherung ein Sublimit von 8.000 € anbieten, andere wiederum von 15.000 €. Erstere sind eventuell um 30 € billiger, führt der Fachgruppenobmann an: „Wer aber ein einziges Mal in seinem Leben Opfer eines Einbruchdiebstahls wurde, mit einem Sublimit von 8.000 Euro, und es wurden zwei Uhren und ein Ring im Wert von 15.000 Euro gestohlen, dann fehlen die 7.000 Euro an Vesicherungssumme. Den Kunden, der im Nachhinein im Schadensfall nicht gern die 30 Euro jährlich mehr bezahlt hätte, den wird man wohl in ganz Österreich nicht finden!” Denn in Wirklichkeit will der Kunde das bestmögliche Deckungskonzept, ist der Fachgruppenobmann überzeugt: „Und ob das dann 30 oder 100 Euro im Jahr mehr kostet, ist im Schadensfall egal.”

© Simone Attisani Photography

short

Mojescick: „In Wirklichkeit will der Kunde das bestmögliche Deckungskonzept.“

Wien. Personeller Wechsel im Vorstand der Bawag PSK Versicherung AG: Thomas Heimhofer (47) schied auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus. Zum neuen Vorstandsmitglied wurde Guy Cowley (50) ernannt. Cowley, seit 2011 im Unternehmen und Leiter des Bereichs Customer Care der Bawag PSK, übernahm als Nachfolger von Heimhofer das Ressort Vertrieb und Marketing. Zuvor sammelte er in Deutschland in unterschiedlichen Management-Funktionen weitreichende Erfahrungen im Versicherungs- und Bankensektor. Im Vorstand der Bawag PSK Versicherung sitzen nun Peter Wilk (CEO), Roswitha Hönigsperger und Guy Cowley zusammen. (red/ag)

Joboffensive der Versicherungen Wien. Der österreichische Versicherungsverband VVO startete eine österreichweite Joboffensive: Die Versicherungswirtschaft sucht bis 2014 insgesamt 2.000 Versicherungsberater im angestellten Außendienst. Im Mittelpunkt der Initiative „Versicherungsberater/in: Ein Beruf mit Zu-kunft“ stehen das Berufsbild, die Anforderungen und die Chancen für Neueinsteiger. Die Joboffensive wird durch eine österreichweite Kommunikationskampagne unterstützt. Eine Übersicht zum Berufsbild und den Bewerbungsmöglichkeiten in ganz Österreich findet man auf der Website www.berufmitzukunft.at; Videos gibts auf www.youtube.com/user/berufmitzukunft. (red)

Richtschnur dafür ist es top. Um aber einen Vertrag abzuschließen – das ist meine persönliche Überzeugung –, halte ich das Internet sogar für gefährlich“, betont Mojescick. Es gibt, so der Fachgruppenobmann, durchaus Webplattformen im Bereich Versicherung, wo auch mögliche Rabatte gut abgebildet sind: „Die Frage ist aber: Geht es zum Beispiel bei einer Eigenheimversicherung vor allem um die Prämie? Ich bin der Überzeugung: Nein!“ Denn ein Versicherungsvertrag besteht, so Mojescick, je nach Sparte aus ca. 30 bis 40 Seiten an Kleingedrucktem. „Darin steht das

nichtversicherbare Risiko, darin steht, was eigentlich versichert ist, die Ausschlüsse und die Sublimits (Anm.: abweichende Obergrenze einer Versicherungssumme)“. Aufgabe des Maklers sei es, das bestmögliche Deckungskonzept, das man für das verfügbare Geld bekommt, anzubieten und zu erklären, so Mojescick. „Und dieses bestmögliche Deckungskonzept hat einen Preis. Der Kunde muss dann entscheiden, ob dieser passt. Wenn es zu teuer ist, muss er selbst entscheiden, was aus dem Deckungskonzept rausgestrichen werden soll.” Einen Versicherungsvergleich ohne den Ver-

Zurich Connect Internationale Top-Platzierung für Online-Verkaufsprozess erhalten

Sieger im nationalen Vergleich Wien. Das deutsche Unternehmen Pass Consulting Group vergab zum dritten Mal die „Online-Insurance Awards“ unter Versicherern im deutschsprachigen Raum im Frankfurter Messeturm. Ausgezeichnet wurden die besten Versicherungswebauftritte in insgesamt 16 Kategorien. Zurich Connect Österreich erreicht dabei Platz 3 in der Kategorie „Online Sales-Prozess Auto & Kfz“. Der Direktvertrieb der Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft überzeugt mit dem drittbesten virtuellen Kfz-Verkaufsprozess im deutschsprachigen Raum und ist als einziger österreichischer Versicherer in der genannten Kategorie Sieger im nationalen Vergleich.

Jury durch verständlich angezeigte Leistungsmerkmale des KfzAngebots und bietet einen umfassenden Prämienrechner, der alle relevanten Bestandteile der Konditionen je nach Leistungen, Zahlungsmöglichkeiten und Laufzeiten aufschlüsselt. Zuletzt ermöglicht auch die Homepage www.zurich-connect. at einen einfachen und schnellen Online-Abschluss.

„Der Pass Online Award ist für uns eine ganz besondere Auszeichnung, denn er unterstreicht einmal mehr unsere österreichweite Marktführerschaft“, so Deborah Lottenbach, Leiterin von Zurich Connect. „Im Zuge der AwardVerleihung wurde hervorgehoben, dass wir zu den wenigen Anbietern gehören, die eine elektronische Zustellung der Versicherungspolizze ermöglichen.“ (red)

Einfacher Online-Abschluss Den Verkaufsprozess gliedert die Pass-Studie Online-Insurance in die drei Bestandteile Information, Beratung und Abschluss und analysiert dabei die Interaktivität, den Content und die Usability des jeweiligen Versicherungsportals. Zurich Connect überzeugte die

© Zurich Connect

Guy Cowley folgt Thomas Heimhofer bei Bawag PSK Versicherung.

der Wiener Versicherungsmakler, nichts Neues: „Das Internet ist aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudiskutieren. Dagegen sollte man sich nicht verschließen oder wehren. Im zweiten Schritt muss man sich jedoch genauer ansehen: Wo kann mir das Internet helfen und wo kann es schaden?” Darüber muss sich der Konsument klar werden, so Mojescick, bevor er weitere Maßnahmen in puncto Versicherungen setzt. „Ich bin überzeugt davon, dass das Internet gute Dienste leistet, um sich eine oberflächliche Erstinformation zu holen und ein Gefühl für die Preissituation zu bekommen. Als

Deborah Lottenbach, Zurich Connect (l.), bei der Verleihung der Pass Online Awards.

Der dressierte Schimpanse Die Qualität eines Versicherungsvertrags erkennt man in der Regel im Schadensfall, sagt Helmut Mojescick. „Einen Vertrag aufzusetzen und abzuschließen kann man auch einem dressierten Schimpansen beibringen. Im Schadensfall trennt sich aber die Spreu vom Weizen. Denn wer steht bei der Internetplattform hinter der Schadensabwicklung? Da wird es dramatische Unterschiede geben.“ Und so ist für Helmut Mojescick klar: „Information via Internet, ja, Abschluss nein. Denn jeder hat den Berater, den er verdient. Wenn Sie sich nur einen Computer als Ansprechpartner verdient haben, dann soll es so sein.“ (rk)

VBV Ausgezeichnet

„Recognised for Excellence“ Wien. Die VBV – Vorsorgekasse AG wurde für ihre hohe Unternehmensqualität mit dem „Recognised for Excellence 3star“ ausgezeichnet. Das international anerkannte EFQM Excellence-Modell mit einer ganzheitlichen Sicht auf Unternehmen bildet die Bewertungsgrundlage. „Recognised for Excellence 3star“ können jene Organisationen erwerben, die ein sehr hohes Niveau an Unternehmensqualität aufweisen und dieses von unabhängigen externen Assessoren überprüfen lassen. Die Auszeichnung für die VBV nahmen der Vorstandsvorsitzende Heinz Behacker und Prokurist Dietmar Sedelmaier im Rahmen der „qualityaustria Winners‘ Conference“ im Palais Ferstel entgegen. Zur Vorbereitung des Assessments erstellte die VBV eine umfangreiche, detaillierte Darstellung des Unternehmens mit einer Gliederung der Organisation sowie eine Beschreibung der Unternehmensqualität. Die VBV ist damit die erste Vorsorgekasse Österreichs mit dieser Anerkennung durch die Quality Austria. (red)


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 8. november 2013 – 45

© panthermedia.net

die kunden wissen, was sie wollen

Bei der Immobilienvermarktung haben Objektsuchende hohe Ansprüche, sagt Immobilien.net Seite 47

© ÖBB/Stadt Wien

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien www.ehl.at

hauptbahnhof wien

Weitere wichtige Etappe wurde in Angriff genommen: Die Verkehrsstation öffnet im Dezember 2014 Seite 47

Wir leben Immobilien.

UBM: Internationaler Player mit Tradition IMMO-AGS 30. Oktober–6. November 2013

IATX (6.11.)

183,60

Wochentop Wochenflop Warimpex CA Immobilien s Immo conwert Immofinanz Atrium Eco Business

3,72%

Warimpex 6,23% Atrium -1,1x1% 6,23% 4,84% 3,57% 3,09% 1,66% -1,13% -1,96%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 6.11.) Monatstop Henderson Pan Eu. 6,57% Monatsflop DBXT CSI300 R.E -4,48% Top 5 Immofonds Henderson Pan Eur. Prop. Equ. A1 6,57% ESPA St. Europe-Prop. VT CZK 5,41% SISF Gl. Prop. Sec. A Acc EUR 5,35% iShares UK Prop. UCITS ETF 5,29% Meinl Global Property 5,15% Flop 5 Immofonds DBXT CSI300 R. E 1C -4,48% iShares As. Pr. Yield Ucits ETF -0,36% Dexia Equ. B Europ. Prop. D 0,27% CS SICAV One (Lux) Eq. Gl. EM 0,27% DWS Immoflex Verm.mandat 0,28%

© UBM/Marcin Gorgolewski; UBM

Im Jahr 1873 gegründet Ob Businesspark, Flughafencity oder Hotel – UBM ist heute über zahlreiche Segmente und auch geografisch breit gestreut aktiv. Das zahlt sich aus: Unter CEO Karl Bier stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 34 Prozent. Seite 46

30. Oktober–6. November 2013

Betreiber Wien Energie Im Gewerbepark Traiskirchen CERX (6.11.)

516,66

Baustart für größte PV-Anlage in NÖ

-0,66%

inhalt

Immo:Markets > EHL-Analyse: Wien wird zum Verkäufermarkt 47 > Raiffeisen Evolution finalisiert Projekt Plößlgasse 48 People&Dates > Finanzmarketing-Verband lud zur Banken-Debatte 49

© Christian Hofer

Immo:Capital > Porr plant neue Anleihe mit 6,25 Prozent Coupon 46

Am Start: Fritz Knotzer, Susanna Zap­ reva, Stephan Pernkopf, Georg Beckel.

Traiskirchen/Wien. Österreichs größte Photovoltaik-Aufdachanlage entsteht derzeit im Gewerbepark Traiskirchen. Auf den Dächern des Areals, das zu den ehemaligen Semperit-Gründen zählt, werden auf einer Fläche von 16.500 m2 8.000 Photovoltaik-Module errichtet. Die Gesamtleistung von 2.000 Kilowattpeak soll den jährlichen Strombedarf von 800 Haushalten abdecken. Betrieben wird die Anlage durch die Wien Energie, die Fertigstellung ist für Ende November geplant. Ab 2015 würden 100% des Strombedarfs in Niederösterreich aus Erneuerbarer Energie kommen, heißt es. (ag)

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i m m o : c ov e r

46 – financenetreal:estate

Freitag, 8. November 2013

financenet@medianet.at

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© Immofinanz Group/Superman Kampagne

Superman fliegt nun für die Immofinanz

UBM Das Unternehmen wurde unterm Kaiser gegründet, inzwischen ist es weit über die Grenzen der Monarchie aktiv

Vom Ziegelhersteller zum internationalen Player Neben Businessparks und Flughafencities ist man europaweit stark im Hotelbau engagiert.

Hagebau baut Umsatz in Österreich aus

© hagebau

Wien. Die deutsche Bauhandelsgruppe Hagebau hat in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres leicht zugelegt. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozent auf 4,36 Mrd. €. Den größten Anteil am Warengeschäft hatten mit 87 Prozent die deutschen Gesellschafter, während die Kommanditisten in Österreich, der Schweiz und Luxemburg 13 Prozent beitrugen. Die 44 Standorte in Österreich hätten mit 140,7 Mio. € ein Plus von 3,3 Prozent erzielt, teilte das Unternehmen mit. „Wir liegen voll im Plan und gehen davon aus, dass wir das Rekordjahr 2012 erneut toppen können“, so Geschäftsführer Heribert Gondert zum Ausblick. (APA)

Die Hagebau-Märkte steuern in Österreich auf neuen Rekord zu.

Schweiz presst Fränkli aus Zweitwohnsitzern Bern. Auf der Suche nach Sicherheit kauften Anleger gern Schweizer Immobilien. Jetzt kommt für manche das böse Erwachen: Hunderte helvetische Kommunen erheben hohe Sondersteuern auf Zweitwohnsitze von bis zu 10.000 CHF (ca. 8.000 €), meldet das Manager Magazin. (red)

UBM-CEO Karl Bier: „Die Projektpipeline ist prall gefüllt, der Wunsch nach Substanzwerten wird immer größer.“

massiv: Ab 1990 erfolgte eine Vertiefung der Aktivitäten im Bereich Projektentwicklung und Projektmanagement; die UBM wurde internationalisiert. 1997 wurde das Unternehmen in „UBM Realitätenentwicklung AG“ umbenannt. Man begann nach mehr als 20jähriger Erfahrung und vielen erfolgreich realisierten Projekten verstärkt die Länder Zentral- und Osteuropas (CEE-Staaten) als Heimatmarkt zu sehen. Als Vorreiter war die UBM schon lange vor der Erweiterung der Europäischen Union in der Tschechischen Republik, Polen, Ungarn und der Slowakei aktiv. Inzwischen werden zwölf Märkte in Zentral- und Mitteleuropa bedient – von Deutschland über Polen bis nach Russland.

Strategisch neu orientiert Die UBM zog sich schrittweise aus der Ziegelproduktion zurück; man verkaufte an die heutige Wienerberger Baustoffindustrie AG und fokussierte sich auf den Immobilien-Development-Bereich in Österreich mit Schwerpunkt im Großraum Wien. Die strategische Ausrichtung des UBM-Konzerns wandelte sich seit dem Beginn der 1990er-Jahre

Ausgehend von den Hauptstädten dieser Länder, wurde der Aktionsradius ständig erweitert und Projekte in Städten wie Krakau oder Kattowitz in Polen oder Pilsen in der Tschechischen Republik entwickelt.

mit 74 Zimmern und einer Gesamtfläche von 8.000 m2. Auch das 4*Hotel Crowne Plaza in Amsterdam mit 207 Zimmern und einer Gesamtfläche von 12.500 m� gehören zu den Projekten der UBM. Das Unternehmen ist traditionell stark im Hotelbereich aktiv: UBM realisierte in ganz Europa in den letzten 20 Jahren insgesamt 34 Hotels mit über 7.000 Zimmern. Zuletzt wurde das Hotel angelo Westpark in München samt 3.370 m2 Büro- und Handelsflächen an einen Fonds der Union Investment verkauft. Und so kann CEO Karl Bier nicht klagen, denn die Strategie geht auf: Allein im ersten Halbjahr 2013 stieg der Umsatz um 34,0% von 56,5 auf 75,7 Mio. €.

Erfolgreich im Hotelbau Generell werden der Ausweitung der Marktpräsenz keine geografischen Wachstumsgrenzen gesetzt, verlautet aus dem Unternehmen, und dadurch permanent neue Marktchancen geprüft. Im Rahmen dieser Strategie wurde die Airportcity in St. Petersburg mit 62.000 m2 Nutzfläche ebenso errichtet wie das Cube Hotel im Schweizer Savognin nahe St. Moritz

Porr AG Laufzeit von fünf Jahren, Kupon 6,25 Prozent

Buwog Kaufpreis 9,01 Mio. Euro, Bruttorendite 9,58%

Wien. Der Baukonzern Porr plant die Begebung einer weiteren Unternehmensanleihe (ISIN: DE0000A1HSNV2; WKN: A1HSNV), meldet das Unternehmen. Diese soll nach erfolgter Platzierung zum Handel in den Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse zugelassen sowie in den Open Market der Deutsche Börse AG (Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse) im Segment Entry Standard für Anleihen einbezogen werden. Das geplante Emissionsvolumen beläuft sich auf bis zu 50 Mio. €. Das österreichische Traditionsunternehmen beabsichtigt nach eigenem Bekunden, den Erlös aus der Emission für die Optimierung des Finanzportfolios und die Stärkung ihrer Finanzkraft zu verwenden. Die Anleihe mit einer Stückelung von 1.000 € ist mit einem Kupon von 6,25% p.a. ausgestattet und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Zeichnungsfrist der Anleihe beginnt am 13. November 2013 und endet voraussichtlich am 22. November 2013 (12:00 Uhr), wobei eine vorzeitige Schließung

Wien/Kassel. Die Immofinanz-Tochter Buwog hat in Kassel 315 Wohnungen erworben und damit ihr Portfolio in dieser Stadt auf 1.505 Wohneinheiten vergrößert. Die jetzt erworbenen Objekte verfügen über 18.852 m2 Gesamtmietfläche, der Kaufpreis beträgt rund 9,01 Mio. € und die Bruttorendite 9,58 Prozent. Verkäufer sind die Franconia Invest West und die CitCor Franconia Kassel. „Kassel ist ein mittelgroßer und höchst attraktiver Markt“, begründet Daniel Riedl, Buwog-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft Immofinanz AG, das erneute Engagement des Unternehmens in dieser deutschen Stadt. „Mit gut 1.500 Wohnungen haben wir unsere Marktposition ausgebaut, der Standort passt exakt zu unserer längerfristigen Strategie, in den nördlichen deutschen Bundesländern kontinuierlich zu wachsen.“ Kassel ist mit rund 200.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Bundeslands Hessen und ein Markt mit sehr guten Entwicklungsperspektiven. Für die Buwog ist der Kauf des

Baukonzern begibt neue Anleihe

vorbehalten bleibt. Geplanter Valutatag der Anleihe ist der 26. November 2013. Das Angebot richtet sich sowohl an private Investoren in Österreich, Deutschland und Luxemburg wie auch an institutionelle Investoren im EWR. Ein entsprechender Wertpapierprospekt der Anleihe wurde bereits von der Österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA) gebilligt. (OTS)

Porr-CEO Karl-Heinz Strauss holt sich Geld mit neuer 6,25-Prozent-Anleihe.

315 Wohnungen in Kassel gekauft Franconia-Portfolios bereits die fünfte Großtransaktion im deutschen Markt im laufenden Kalenderjahr. Bisher wurden 1.916 Wohnungen in Berlin, 900 Wohnungen in Lüneburg und Syke, 582 Wohnungen in Kiel und 1.190 Wohnungen in Kassel erworben. Insgesamt besitzt die Buwog in Deutschland nun 7.200 Wohnungen, dazu kommen Entwicklungsprojekte mit weiteren 1.500 Einheiten in Berlin. (red)

© Stephan Huger

Wien. Die Immofinanz Group startete zusammen mit Warner Bros. Consumer Products eine Image- und Markenkampagne. Im Mittelpunkt steht der bekannteste Superheld der Filmgeschichte: Superman aus den DC Comics und seine bürgerliche Tarnidentität Clark Kent. Diese Kampagne ist die erste in der Unternehmensgeschichte und wird in einigen Kernländern des Immobilienkonzerns im Fernsehen ausgestrahlt. Auf zahlreichen Immofinanz-Bürogebäuden in sechs Ländern sind zudem großflächige Banner und Transparente angebracht. Insgesamt wird damit eine Bruttoreichweite von über 100 Mio. Kontakten erreicht, so das Unternehmen. Unter dem Motto „Wenn Clark Kent lieber im Büro bleibt“ will man das perfekte Büro sowie die Service-Kompetenz des Immobilienkonzerns in den Mittelpunkt rücken. (red)

Wien. 1873 fand die Wiener Weltausstellung statt – es war die fünfte insgesamt und die erste im deutschsprachigen Raum. Man errichtete im Wiener Prater unter anderem die Rotunde, eine Industrie- und Maschinenhalle, den Kaiserpavillon, ein persisches Haus, eine ägyptische Baugruppe und vieles mehr. Am Eingang des Praters wurde für die Weltausstellung auch die Illusionenlandschaft „Venedig in Wien“ errichtet. Von den vielen Attraktionen hat nur das Riesenrad überlebt. Im selben Jahr, nämlich am 3. März 1873, wurde auch die heutige UBM unter dem Namen „Union-Baumaterialien-Gesellschaft“ gegründet. Das Unternehmen war der zweitgrößte Ziegelhersteller der Monarchie; man verfügte über zehn Ziegelwerke mit über 2.000 Mitarbeitern und einen Marktanteil von ca. 30% am Wiener Ziegelmarkt. Schon 1912 sicherte sich das Bauunternehmen Porr die Aktienmehrheit an UBM. Seither hat sich – nach vielen kleinen Kriegen, dem Zerfall der Donaumonarchie und zwei Weltkriegen, Börsenkrachs und Wirtschaftskrisen – Europa von Grund auf gewandelt.

© Porr

Superman bleibt auch gern im Büro: der Polus-Tower in Bratislava.

© UBM

Reinhard Krémer

Buwog-Geschäftsführer Daniel Riedl: Marktposition weiter ausgebaut.


i m m o :se r vi c e / im m o : mar ke ts

Freitag, 8. November 2013

financenetreal:estate – 47

financenet@medianet.at

Immobilien.net Studie zeigt detailliert Wünsche von Immobiliensuchenden auf; die meisten erwarten vom Makler Kontakt noch am gleichen Tag

Hohe Ansprüche an Vermarktung Was die Kunden wollen: illustrative Bilder, hohe Effizienz, klar strukturierte Auswahlkriterien für Trefferlisten, einheitliche Key Facts. Neben altbekannten Präferenzen wie einem großen und aktuellen Angebot oder aussagekräftigen Bildern, die eine klare Vorstellung der Objekte ermöglichen, war der Wunsch nach Effizienz eines der zentralen Ergebnisse der Studie.

Schon fast überfordert Laut Tobias Herrmann, Geschäftsführer von poolpilots, sind die Immobiliensuchenden mit der Fülle an Wohnungen und Häusern, die sie im Zuge der Suche finden, schon fast überfordert. Um aus bis zu mehreren Hundert Objekten das richtige herauszufiltern, benötigen sie klar strukturierte Auswahlkriterien. „Man wünscht sich eine Trefferliste, bei der zu den einzelnen Immobilieninseraten bereits einheitliche Key Facts wie Größe, Lage und Ausstattung der Objekte übersichtlich angezeigt werden.” Neben illustrativen Bildern seien

Angaben zu Lichtverhältnissen, Detaillage und eine erste qualitative Bewertung gefragt.

Erstkontakt entscheidend Interessant ist auch, dass nicht nur die Darstellung auf Immobilienplattformen wichtig ist, sondern auch der erste persönliche Kontakt mit dem Makler über einen erfolgreichen Geschäftsabschluss entscheiden kann. Wichtig sind hier eine schnelle Reaktion der Makler auf eine Anfrage, was wohl mit dem knapper werdenden, hochwertigen Angebot auf dem Immobilienmarkt zu tun haben dürfte. Auch Eigenschaften wie Höflichkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind „in“. Bei der Besichtigung wird von den Maklern Flexibilität, Kompetenz und Ehrlichkeit erwartet. Auch wolle man genug Ruhe und Zeit, um das besichtigte Objekt auf sich wirken lassen zu können.

© panthermedia.net/Goodluz

Wien. Wer etwas verkaufen möchte, muss seine Kunden kennen. Dieser altbekannte Leitspruch gilt auch in der Immobilienbranche. Eine aktuelle Nutzer-VerhaltensStudie von Immobilien.net zeigt neben typischen Wünschen bei der Wohnungssuche auch einige überraschende Ergebnisse. Im Vordergrund stehen bei der Immobiliensuche eindeutig aussagekräftige Bilder, aber auch Effizienz in der Darstellung ist gefragt. Um das Nutzungsverhalten bei der Immobiliensuche erstmals genau analysieren zu können, hat Immobilien.net die Customer Experience-Agentur poolpilots beauftragt, eine „Tagebuchstudie” unter Wohnraumsuchenden durchzuführen. Dabei handelt es sich um ein innovatives Instrument der qualitativen Marktforschung, bei dem akribisch alle Suchhandlungen und Aktivitäten über mehrere Wochen aufgezeichnet werden.

Wohnungssucher erwarten Ehrlichkeit im Bezug auf Objektschwächen oder -mängel.

ÖBB Bis zu 50 Tonnen schwere Stahlträger für das Dach angeliefert – Verkehrsstation öffnet im Dezember ihre Pforten

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Wien: Startschuss für Haupteingangshalle öffnen. Ab Dezember 2015 wird der Wiener Hauptbahnhof seine Drehscheibenfunktion für Züge aus allen Richtungen erfüllen. Die Anzeigetafel in der Fahrgasthalle wird 21 m breit und 2,1 m hoch sein. Nach Fertigstellung werden die meisten Reisenden über die Haupteingangshalle am Südtiroler Platz hereinströmen. Die Raumhöhe von 11 m und Grundfläche von 4.200 m� bieten viel Platz. Insgesamt wird es ein großes Reisezentrum geben, 14 Personenkassen, 22 Fahrkartenautomaten, 3 Infoschalter, 2 Infopoints, eine WCAnlage, Schließfächer, Büros für das Einkaufscentermanagement, sowie eine ÖBB Lounge; das Einkaufszentrum bietet 20.000 m� Verkaufsflächen. (lk)

© ÖBB/Stadt Wien

ÖBB wollen den berühmten Markuslöwen vom alten Südbahnhof wieder aufstellen.

EHL Immobilien-Investment-Report für das 3. Quartal

Umfrage 37 Prozent pendeln – bis zu zwei Stunden täglich

Wien. Trotz leicht rückläufiger Tendenzen bleibt der österreichische Immobilien-Investmentmarkt stabil, berichtet das Immobiliendienstleistungsunternehmen EHL. Im Jahresvergleich ging das Marktvolumen im 3. Quartal 2013 mangels großvolumiger Transaktionen wie im Vorjahr um rund 12,5 Prozent auf 525 Mio. € zurück. Gegenüber dem außergewöhnlich ruhigen 2. Quartal 2013, in dem nur um 200 Mio. € Tansaktionen zu verzeichnen waren, bedeutete das aber einen guten Anstieg. Die Marktstimmung sei gut und das 3. Quartal wird als vielversprechender Auftakt für das Jahresendgeschäft betrachtet, von dem noch eine signifikante Steigerung des Volumens erwartet wird, heißt es. Die Preissituation ist derzeit vom steigenden Anlagedruck seitens zahlreicher institutioneller Käufer geprägt. Zwar sind die Spitzenrenditen im Bereich gewerblicher Immobilien mit 5,25 Prozent für Top-Büroobjekte und 5,75 Prozent für Top-Einkaufszentren gegenüber dem 2. Quartal unverändert geblieben, doch zeigt sich immer deutlicher, dass vor allem Wien

Wien. 37% der Österreicher sehen sich selbst als Pendler und nehmen jeden Tag eine längere Fahrt zwischen Wohnort und Arbeitsstelle in Kauf. Die häufigsten Gründe für das Pendeln sind fehlende Arbeitsplätze in Wohnortnähe (klassische Pendler), knapp gefolgt vom Wunsch nach einer ruhigen Wohngegend oder einer größeren Immobilie, die damit leistbar wird (neue Pendler). Generell ist mit 84% die große Mehrheit bereit, zu pendeln. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage von ImmobilienScout24 unter insgesamt 519 Berufstätigen in Österreich.

Wien wird zum Verkäufermarkt

tendenziell zum Verkäufermarkt wird. Im Bereich Wohnen/Neubau aber liegen die Spitzenrenditen, abhängig von der Lage, mittlerweile unter vier Prozent, bei Zinshäusern in Spitzenlagen zum Teil unter drei Prozent und befinden sich somit auf einem historischen Tiefstand. Noch dominieren Austro-Käufer den Markt: Nur bei zwei der acht größten Transaktionen im Volumen von mehr als 15 Mio. € kamen ausländische Käufer zum Zug. (lk)

84 Prozent sind bereit, zu pendeln

Arbeit und retour zu fahren“, sagt Patrick Schenner, Geschäftsführer von ImmobilienScout24 in Österreich. Derzeit nutzen 58% der Befragten das Auto für den Arbeitsweg. Liegt der Arbeitsplatz in der gleichen Stadt, fahren drei von zehn mit den Öffis. Eine Bahnfahrt von 45 Min. pro Strecke in Kauf nehmen würden 55%, wenn eine monatliche Ersparnis von ca. 100 € winken würde. (lk)

Knapp ein Drittel der Berufstätigen ist täglich länger als eine halbe Stunde pro Strecke unterwegs, um zur Arbeit zu kommen, die Hälfte davon mehr als eine dreiviertel Stunde pro Strecke. Die Schmerzgrenze liegt sogar noch deutlich höher: 40% würden eine Fahrtdauer von einer Stunde oder mehr pro Strecke okay finden. „Berufstätige Österreicher verwenden damit bis zu 14 Tage im Jahr darauf, in die

© ImmobilienScout24

© Buwog/Stephan Huge

Bis zu 14 Tage im Jahr

Zu den größten Transaktionen zählte das Buwog-Portfolio in Oberösterreich.

Wien. Primarius Artur Worseg eröffnet gemeinsam mit seinen neuen Partnern Europas höchstgelegenes Institut für Plastische Chirurgie. Das IFPC (Institut für plastische Chirurgie) wird ab Jänner 2014 im 52. Stock des DC Tower 1 in der Vienna International City (VIC) residieren. Zudem werde es neu strukturiert: Jene Fachärzte des Führungsteams, die bereits seit Jahren mit Worseg zusammenarbeiten, werden zu Partnern und übernehmen die Leitung jeweils eines spezifischen Kompetenzfelds. Alle Standorte des Instituts werden ab dann unter der neuen Dachmarke Worseg Clinics geführt.

Schenner, ImmobilienScout24: „40% würden eine Stunde in Kauf nehmen.“

© Viennabrand

Wien. Startschuss für eine weitere wichtige Etappe beim Bau des Wiener Hauptbahnhofs: Ein insgesamt 440 t schwerer Kran hat vor Kurzem mit seinem 75 m langen Arm den ersten von neun großen Fachwerkträgern auf den Rohbau der Haupteingangshalle aufgesetzt. Jeder einzelne Fachwerkträger ist bis zu 50 t schwer, sie werden später das gesamte Stahldach gemeinsam tragen. Voraussichtlich im Frühling 2014 werden Fassade und Dach fertig sein, danach beginnt der Innenausbau. In der Bahnhofshalle werden insgesamt 1.400 t Stahl – etwa 2.500 einzelne Stahlprofile und 5.000 Knotenbleche – verarbeitet. Die Verkehrsstation wird im Dezember 2014 für die Reisenden

Worseg Clinics eröffnet im DC Tower 1 in Wien

Worseg-Patienten erwartet auf ca. 300 m² ein toller Wien-Blick.

EHL bewertet künftig IG-Immobilienportfolio Wien. Der Immobiliendienstleister EHL Immobilien wird künftig das Immobilienportfolio des Immobilienentwicklers und -investors IG Immobilien bewerten. Das Portfolio ist breit gestreut und umfasst 36 Immobilien und Projektentwicklungen aus den Bereichen Büro, Wohnen, Einzelhandel, Hotels und Garagen. Die Gesamtnutzfläche beträgt ca. 270.000 m�. „Wir haben uns gegen bedeutende Mitbewerber durchgesetzt“, betont EHL-Geschäftsführer Michael Ehlmaier. IGImmobilien-Geschäftsführer Hermann Klein begründet die Entscheidung mit der großen Marktnähe von EHL. (red)


immo:markets

48 – financenetreal:estate

Freitag, 8. November 2013

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Raiffeisen evolution In Kooperation mit Otto Immobilien wurden 48 Wohnungen in der Plößlgasse in 1040 Wien bereits vor Übergabe verkauft

Nicht nur Lage ausschlaggebend Faktoren wie Grundrisse, Raumhöhe, Fußbodenheizung, Französische Fenster und optimale Infrastruktur als Zugpferde. unterstützt hat, meint: „Dieses exklusive Projekt im attraktiven Botschaftsviertel zwischen Belvedere und Karlskirche mit Blick auf zwei historische Parkanlagen entspricht zu hundert Prozent den Wünschen unserer anspruchsvollsten Kunden.“

Fritz Haslinger

Wien. Im Frühjahr 2012 liefen in der Plößlgasse im vierten Wiener Gemeindebezirk die Bauarbeiten zu dem Wohnprojekt von Raiffeisen evolution (RE) an. Nun, gut 18 Monate später, steht das Projekt vor dem Abschluss – die zukünftigen Eigentümerinnen und Eigentümer können in Kürze ihr neues Zuhause beziehen.

kunftsweisende Technologien verwendet. Im Sinne von „smart living“ ermöglicht Raiffeisen evolution mit dem Wohn-Base-Konzept den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Mehr an sozialer Vernetzung, Flexibilität und Lebensqualität. Das Gebäude ist zum einen ein Niedrigenergiehaus und ermöglicht damit niedrigere Betriebskosten; zum anderen wurde in der Tiefgarage bei jedem Kfz-Platz ein Stromanschluss für E-Cars installiert.

Wohnkonzepte mit Zukunft

„Das Projekt ist seit Anbeginn an ein Erfolg“, sagt Markus Neurauter, Managing Director von Raiffeisen evolution, und führt weiter aus: „Einige Wochen vor Übergabe wurde nun die letzte der gesamt 48 Wohnungen verkauft.“ Und Eugen Otto, Eigentümer der Otto Immobilien Gruppe, die mit RE als exklusiver Vertriebspartner den Verkauf der 48 Wohnungen

Raiffeisen evolution project development steht für Nachhaltige Immobilienentwicklung für viele Generationen mit Schwerpunkt auf zukunftsweisende Wohnkonzepte. In der Projektentwicklung berücksichtigt sind die beiden, von Raiffeisen evolution erarbeiteten Wohnkonzepte „Wohn-Base“ und „Eco-Base“. Wohn-Base basiert auf sechs Säulen: Sicherheit, Komfort, Kommunikation, Homeworking, Unterhaltung und Kosteneinsparung. In all diesen Bereichen werden zu-

Die Nr. 1 Auf der Insel

Raiffeisen-Leasing Moderne Immobilie mit hervorragender Verkehrsanbindung beim Wiener Schlossquadrat

EHL-Partner Savills wächst

Ernst Kovacs, Bereichsleiter Projektentwicklung, erklärt: „Bei diesem Projekt in zentraler, urbaner Lage zwischen Kunst und Kultur haben eben nicht nur der Faktor ‚Lage‘, sondern auch andere Maßstäbe wie zum Beispiel die Grundrisse oder die Raumhöhe von 2,80 m eine besondere Zugkraft.“

Exklusives Wohnobjekt im Botschaftsviertel zwischen Belvedere und Karlskirche.

Verkauf: Eigentumswohnungen und Büros

© panthermedia.net/Alexander Maximov

Wien. Ab sofort stehen 27 Eigentumswohnungen und drei Büros in der Nikolsdorfer Gasse 35-37 im 5. Wiener Gemeindebezirk zum Verkauf. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2015 geplant. Die Eigentumswohnungen inklusive Stellplätzen in der hauseigenen Tiefgarage werden in zentraler Lage mit bester Verkehrsanbindung errichtet und sind zwischen 43 m2 und 163 m2 groß.

London: EHL-Partner Savills führt mit Abstand im Maklerranking.

Wien. Der globale Immobiliendienstleister Savills, der in Österreich exklusiv durch EHL Immobilien repräsentiert wird, bleibt auch 2013 auf Wachstumskurs. So konnte Savills auf dem wichtigen Heimmarkt Großbritannien seine Führungsposition weiter ausbauen, und eine strategische Partnerschaft mit dem Einzelhandelsspezialisten SRS bedeute einen großen Fortschritt auf dem US-Markt.

Im Dachgeschoß sowie hofseitig verfügen die Wohnungen über großzügig angelegte Balkone beziehungsweise Terrassen. Insbesondere die kleineren Appartements eignen sich hervorragend für die

© oln.at

Pluspunkt Infrastruktur

Kleine Appartements für Vermietung im Rahmen des steuerlichen Vorsorgemodells.

Vermietung im Rahmen des steuerlichen Vorsorgemodells, heißt es seitens der Raiffeisen-Leasing GmbH. Die Immobilie punktet durch optimale Verkehrsanbindung (Straßenbahnlinien, Badner Bahn, Buslinien und U4-Station Pilgramgasse sowie Verbindungsachsen zur A2 und A23) und Infrastruktur. Sie liegt nahe beim Schlossquadrat, einem gastronomischen Zentrum des Bezirks, und in komfortabler Gehdistanz zur Wiedner Hauptstraße mit Geschäften des täglichen Bedarfs, zum Margaretenplatz sowie zum Naschmarkt. Parkanlagen in den angrenzenden Straßen bieten Erholung in der Stadt; das Hartmannspital in unmittelbarer Nähe gewährleistet die medizinische Versorgung. (fh)

Bundeshauptstadt Im Gegensatz zum Jahresbeginn zieht der Markt nun an, der Aufschwung sollte 2014 anhalten

Büromarkt Wien zeigt Vermietungsanstieg

Umsatzplus von 17%

Wien. Der Büroflächenbestand in Wien betrug laut CBRE Österreich am Ende des 3. Quartals 2013 insgesamt circa 10,69 Mio. m2 und wuchs damit im Vergleich zum Vorjahr um lediglich knappe 127.000 m2. Seit dem vorangegangenen Q2 2013 ist der Bestand an Büroflächen nahezu stabil geblieben (+ 4.000 m2). Soweit es die Vermietungsleistung betrifft, zeigt der jüngste

CBRE Büromarktbericht, dass im ersten Quartal 2013 lediglich rund 45.000 m2 Büroflächen in Wien vermietet wurden. Das dritte Quartal hingegen konnte bereits einen deutlichen Anstieg auf 85.000 m2 verzeichnen. Gleichzeitig wird festgestellt, dass die meisten Vermietungen (rund 31%) wieder im Zentrum von Wien erzielt werden konnten. Die aktivsten Mieter kamen aus der

© panthermedia.net/Josef Müllek

Im kürzlich veröffentlichten britischen Maklerranking, dem „Top Agent Survey“ der Fachzeitschrift Estate Gazette, konnte Savills mit einem Umsatzplus von 17% auf 399,1 Mio. £ Honorarvolumen den Abstand zu den dahinter platzierten Jones Lang LaSalle, CBRE und Knight Frank noch weiter ausbauen. Für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2013/14 wird ein ähnlich starker Anstieg prognostiziert. „Die ausgezeichnete Entwicklung unseres internationalen Netzwerkpartners ist eine hervorragende Basis, um unseren österreichischen und internationalen Kunden weltweit umfassende Dienstleistungen auf höchstem Qualitätsniveau anbieten zu können“, erklärt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. „Ein Netzwerk mit mittlerweile mehr als 520 Niederlassungen auf allen Kontinenten garantiert, dass wir auf jedem internationalen Markt präsent sind“, bestätigt Ehlmaier. (fh)

Nicht nur Lage ist wichtig © Raiffeisen evolution project development

Von Anbeginn ein Erfolg

Finanzdienstleistung, gefolgt vom öffentlichen Bereich sowie Handel/ Infrastruktur/Freizeit.

Wien liegt voll im Trend „Wien ist damit im internationalen Trend. Waren die Mieter zu Jahresbeginn noch verhalten, so zieht der Markt nun an – eine Entwicklung, die sich 2014 weiter fortsetzen sollte“, meint Andreas Ridder, Geschäftsführer CBRE Österreich. Aufgrund der geringen Neuflächenproduktion auf dem Wiener Büroimmobilienmarkt stieg die Leerstandsrate im Vergleich zum Vorjahr (Q3 12: rund 6,4%) nur marginal auf circa 6,6%. „Bis zum Jahresende rechnen wir damit“, sagt dazu Ridder, „dass die Leerstandsrate weiterhin die sieben Prozent-Marke nicht überschreiten wird.“

Spitzenmieten sind stabil

Wien: Büromarkt zeigt Aufschwung bei Vermietungen, Spitzenmieten bleiben stabil.

„Gewohnt stabil ist auch die Spitzenmiete, die derzeit bei rund 25,00 Euro/m2/Monat liegt und in den ausgezeichneten Lagen der

Wiener City erzielt wird. In den guten und durchschnittlichen Lagen liegt die Spitzenmiete bei 12,50 Euro/m2/Monat bis 14,50 Euro/m2/ Monat – ein ebenfalls konstanter Wert seit Jahresbeginn“, heißt es seitens CBRE.

Fertigstellungsvolumen Auffallend gering war die Produktion von Neuflächen im dritten Quartal 2013. Allerdings, so die CBRE-Experten, ist bis zum Jahresende von Fertigstellungen im Ausmaß von rund 83.000 m2 auszugehen, unter anderen der DC Tower 1 mit circa 43.700 m2 und das 2nd Central Office am Park mit rund 15.000 m2 – beide in der Donau City – sowie das Gebäude J im Euro Plaza 5 am Wienerberg mit 11.300 m2. „Das Fertigstellungsvolumen für 2014 wird ähnlich hoch sein wie jenes im Jahr 2013; so werden rund 153.000 m2 neuer Büroflächen erwartet, darunter am Hauptbahnhof die ÖBB Konzernzentrale sowie die weiteren Bauteile des Europlaza 5 am Wienerberg“, so CBRE Österreich Geschäftsführer Ridder. (fh)


p e o p l e & dat e s

Freitag, 8. November 2013

financenetreal:estate – 49

financenet@medianet.at

Österreichs Bankenlandschaft im Umbruch Podiumsdiskussion des FMVÖ analysierte Ist-Situation und Zukunft

Banking in Österreich: „Kleiner, besser, anders?“ UniCredit Bank Austria-Chef Willibald Cernko prognostiziert Abbau von Filialen und Mitarbeitern. Wien. Der Finanz-Marketing Verband Österreich (FMVÖ) lud letzte Woche in Kooperation mit dem Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) und dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BMÖ) zu einem Podiumsgespräch mit dem Titel „Kleiner, besser oder anders?” in die Oesterreichische Nationalbank. Am Podium diskutierten neben dem Hausherrn Ewald Nowotny die Bankenvertreter Willibald Cernko (UniCredit Bank Austria) und Erwin Hameseder (RZB, RaiffeisenHolding NÖ-Wien) sowie Management Consultant Helmut F. Karner und Ökonom Stephan Schulmeister (Wifo).

Zu Beginn der Veranstaltung hielt Nationalbankgouverneur Nowotny ein Impulsreferat, in dem er auf die österreichische Bankenlandschaft einging. Als zentrale Aufgabe der Banken nannte er, dass diese darauf achten müssten, dass das Vertrauen in die Geldwirtschaft intakt ist. Eine „effiziente öffentliche Kontrolle“ sei notwendig, denn die Deregulierung sei zu weit gegangen und daher auch eine der Ursachen für die Krise. Allerdings dürfe bei der aktuellen Re-Regulierung nicht überreguliert werden. Laut Nowotny müsse die Kapitalmarktfinanzierung für Unternehmen aufgewertet werden und er trat im Zuge dessen auch dafür ein, dass größere Spielräume für Crowdfunding mit klaren Regeln geschaffen werden müssen. Als Grundlage für die anschließende Diskussion erläuterte Helmut F. Karner den Positionierungsansatz „Kleiner, besser oder anders”, den Gary Hamel und C. K. Prahalad in ihrem Buch „Wettlauf

© FMVÖ

„Effiziente Kontrolle”

Erich Mayer, Helmut F. Karner, Stephan Schulmeister, Erwin Hameseder, Ewald Nowotny und Willibald Cernko.

um die Zukunft” aufgestellt hatten. Laut den beiden Autoren müssen Manager lediglich drei Regeln einhalten: „Better before cheaper”, „Revenue before cost” und „There are no other rules”. Die Kernaussage aus dem Managementbuch lautet gemäß Karner: „Wir machen den Fehler, dass wir von heute aus in die Zukunft planen – man muss vielmehr von der Zukunft zurückplanen.” Seine persönliche Schlussfolgerung über die Bankenbranche lautete, dass die Finanzwirtschaft keine „Best Practice-Branche” sei. In der Debatte drehte es sich danach um die Frage, ob sich österreichische Banken anders aufstellen oder deutlich schrumpfen werden müssen, oder ob vielleicht beides eintreten wird. Laut Ste-

phan Schulmeister ist nicht das Verhalten einzelner zu verurteilen, sondern das Aktivitätsportfolio sei schuld, das sich vom „Boring Banking” in den 60er-Jahren zum „Exciting Banking” gewandelt habe, mit der einzigen ethischen Verpflichtung, Gewinne zu machen. Er stellte die Frage, ob Banken alles machen müssen, was Profit bringt, oder ob es nicht besser wäre, neue Aufgaben zu finden, wie beispielsweise in der Förderung von Umweltschutz, Jungunternehmertum oder Wohnungsfinanzierung für junge Menschen. Auch dürften die Wirtschaft und so essenzielle Dinge wie Lebensmittel- & Rohstoffpreise nicht von einer „Casino-Mentalität“ bestimmt werden. Dass es bei den Banken bereits ein Umdenken ge-

Immofinanz Group Neues Einkaufszentrum in Lublin

geben habe, meinten Erwin Hameseder und Willibald Cernko. Laut Hameseder sei Bilanzsummenwachstum kein strategisches Ziel mehr. Solide Kapitalstärkung sei das Gebot der Stunde.

Abbau von Mitarbeitern Laut Willibald Cernko ist es wichtig, dass Geschäftsmodelle laufend überprüft werden, denn der Kunde habe heute eine andere Erwartungshaltung an Banken und man sei mit einem ständig wechselnden Kundenverhalten konfrontiert. Künftig werde es daher deutlich weniger Filialen und Mitarbeiter geben, wobei in den Filialen eher Spezialisten gefragt sein werden, so Cernko. (ast)

Umweltprojekt Helvetia unterstützt Wiederaufforstung

Schutzwald-Projekt der Helvetia

Wien/Lublin. Mit „Tarasy Zamkowe“ realisiert die Immofinanz Group ein Einkaufszentrum im Stadtzentrum von Lublin. Auf einer Mietfläche von 38.000 m� entsteht ein Zentrum für Shopping und Entertainment. Cirka 150 Geschäfte werden darin Platz finden. Letzte Woche wurde nun im Beisein von Bürgermeister Krzysztof Zuk der Grundstein gelegt. Vor Ort waren Vertreter der Immofinanz, des Generalunternehmers Warbud und

Wien. Knapp 20% der österreichischen Waldfläche sind Schutzwälder, die vor Naturgefahren wie Lawinen, Erdrutschen, Vermurungen, Steinschlag oder Überschwemmungen schützen. Die Helvetia Versicherung hat nun in Zusammenarbeit mit den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) das erste gemeinsame Schutzwaldprojekt in Österreich gestartet: Mit 10.000 Bäumen unterstützt die Versicherung die Wiederauffors-

Eduard Zehetner, CEO der Immofinanz Group: 38.000 m² im Stadtzentrum.

des Architekturbüros Stelmach I Partnerzy.

„Attraktiver Markt” „Lublin ist mit 350.000 Einwohnern und einem Einzugsgebiet von 800.000 Menschen ein attraktiver Markt für den Einzelhandel. Das Interesse internationaler, nationaler und lokaler Mietinteressenten bestätigt das. Vor Kurzem haben wir den Vertrag mit der spanischen Inditex-Gruppe, die zu den weltweit größten ModeEinzelhändlern zählt, fixiert”, sagt Eduard Zehetner, CEO der Immofinanz. Inditex wird mit allen sieben Marken (Zara, Pull & Bear, Massimo Dutti, Bershka, Stradivarius, Oysho und Zara Home) auf insgesamt 5.300 m� in Tarasy Zamkowe vertreten sein. „Wir erwarten einen breiten und ausgewogenen Mietermix, unter anderem mit bekannten Marken, die bisher in der Region in und um Lublin noch nicht verfügbar waren.” Die Eröffnung ist für das Schlussquartal 2014 geplant. Die Kosten bis zur Fertigstellung werden sich laut Immofinanz auf cirka 95 Mio. € belaufen. (red)

© OBf-Archiv/Wolfgang Voglhuber

© APA/Roland Schlager

Start für EKZ der Immofinanz

Burkhard Gantenbein, Alexandra ­Meiss­nitzer und Georg Erlacher.

tung eines Schutzwalds im Salzkammergut im Gebiet rund um Strobl am Wolfgangsee. Es handelt sich um ein Gebiet in der Größe von rund acht Fußballfeldern, verteilt auf den Sparber und das Wieslerhorn.

„Beitrag zu Prävention” „Elementarschäden häufen sich durch Temperaturanstieg und Wetterextreme – gerade die Versicherungsbranche bekommt das immer deutlicher zu spüren. Das Helvetia Schutzwald-Engagement stellt einen Beitrag zu deren Prävention dar, die letztlich durch Versicherungen gedeckt werden müssen“, so Burkhard Gantenbein, Vorstandsvorsitzender der Helvetia Österreich. In der Unternehmensleitung der Bundesforste in Purkersdorf fand letzte Woche die symbolische Baum-Übergabe zwischen Gantenbein und Georg Erlacher, Vorstandssprecher der ÖBf, statt. Ebenfalls vor Ort war Alexandra Meissnitzer, die das Projekt als Botschafterin unterstützen wird. Die Aufforstung findet im Frühling 2014 statt. (red)


Business promotion

50 – financenetreal:estate

Freitag, 8. November 2013

UBM Realitätenentwicklung AG – Zwischenbilanz Regionalmärkte und Assetklassen entwickeln sich nach Wunsch

Performancesteigerung zum dritten Quartal 2013

aktuelle Projekte

Wien. Der Trend bleibt erfreulich: Der vor allem in Mittel- und Osteuropa stark aufgestellte Immobilienentwickler zog gestern für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres eine positive Bilanz. Vorstandsvorsitzender Karl Bier und Finanzvorstand Heribert Smolé melden im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung von 24 Mio. €. Der UBM-Konzernerlös per 30. September beträgt damit 158,7 Mio. €. Bis Jahresende sollen Einkünfte von 302,2 Mio. € erzielt werden. Das würde gegenüber 2012 einen Zuwachs von 17% darstellen. Das konsolidierte Ergebnis der Gruppe erhöhte sich bis Ende September 2013 auf 8,6 Mio. €. Zum Vergleich: In den ersten drei Quartalen des Jahres 2012 wurde ein EBT von 8 Mio. € erwirtschaftet. Aufgrund der hervorragenden Geschäftsentwicklung können die Aktionäre davon ausgehen, dass UBM 2013 die Vorjahreszahlen übertreffen wird. Die Konzernleistung sei vor allem auf Wohnungsverkäufe in Deutschland sowie Umsätze aus den Hotelbeteiligungen – speziell im polnischen Raum – zurückzuführen, sagt Bier. Zudem hätten sich unter den gegenwärtigen Marktbedingungen alle regionalen Geschäftsfelder jeweils nach Plan entwickelt.

Regionen-Wachstum Der Österreich-Markt – hauptsächlich Wohnungsübergaben des Projekts Sternbrauerei Riedenburg, Managementleistungen und Miet-

„Vor allem in Deutschland und Österreich bleibt das Interesse an Wohnobjekten groß. Dort wollen wir kräftig weiter investieren.“ Karl Bier, UBM-Vorstandsvorsitzender

einnahmen – steuerte 26,6 Umsatzmillionen bei. In Westeuropa (92,3 Mio. €) wurden die Erlöse aus den Wohnungsübergaben der Projekte

© UBM Realitätenentwicklung AG (7)

Boom im Wohnbau und Hotelsegment. Der Konzern wird 2013 sein Ergebnis deutlich verbessern können.

Die UBM-Vorstandsgruppe: Martin Löcker (Mitglied des Vorst.), Vorstandsvorsitzender Karl Bier, Finanz-Vorstand Heribert Smolé.

Frankfurt-Riedberg, MünchenAlbert-Roßhaupter-Straße und Berlin-Inselstraße (siehe Kasten rechts!) sowie aus Hotelbetrieben in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich erzielt. Die in Zentral- und Osteuropa erwirtschafteten Umsätze (39,8 Mio. €) sind en gros im polnischen Raum angesiedelt. Auch an der Investitionsschraube hat der UBM-Konzern weitergedreht: Bis Ende September wurden 71,7 Mio. € in neue Projekte investiert (2012: 36,2 Mio. €.). In Deutschland standen neben der Fertigstellung eines Hotel- und Bürogebäudes stark nachgefragte Wohnbauprojekte in München, Frankfurt und Berlin im Vordergrund. „Dort“, so Bier, „werden Eigentumswohnungen immer beliebter.“ Hierzulande hat man das Projekt Sternbrauerei Riedenburg fortgesetzt. In Polen konzentrierte sich UBM auf Büro- und Gewerbeobjekte, wie beispielsweise den Alma Tower in Krakau und den Poleczki Business Park in Warschau. Auch in Wroclaw soll nächstes Jahr gebaut werden. Die Standortsuche gehe weiter, verrät Bier. „Von allen Ostländern ist Polen das am besten funktionierende.“ Auch in der Tschechischen Republik ist man mit Verve vor Ort: Aktuell wird eine Wohnanlage im Riesengebirge (Wintersportort Spindleruv Mlyn) errichtet. In der Hauptstadt ist man im Rahmen eines 50:50 Joint-Ven-

tures mit Crestyl bei der zweiten Phase des Projekts DOCK 01 engagiert; das Gebäude wird LEED-Gold zertifiziert. Wohnbau könnte in den nächsten Jahren in Tschechien ebenfalls zu einem Thema werden. Das Bedürfnis, Eigentum zu schaffen, ist groß. Allerdings stellen die wirtschaftliche Entwicklung und die Zurückhaltung der Banken bei der Finanzierung einen Unsicherheitsfaktor dar.

Sonnige Aussichten

„UBM wird im

Ergebniskennzahlen und Projektwahl bestätigten die verfolgte Regionalstrategie, heißt es aus dem Headquarter. Infolgedessen will Bier in wirtschaftlich und politisch stabilen Ländern verstärkt produzieren. In Österreich wird der Schwerpunkt künftig im Wohnbau liegen. In der Salzach-Stadt finalisiert UBM die exklusive Wohnhausanlage Sternbrauerei Riedenburg. Außerdem will man gemeinsam mit einem lokalen Bauträger eine ehemalige Kasernenliegenschaft für Wohn- und Geschäftszwecke entwickeln. In Graz wird in den nächsten Monaten ein 36 Wohneinheiten umfassendes Projekt in Angriff genommen. Im Westen Deutschlands soll der Wohnungsmarkt weiter angekurbelt werden, kündigt der Vorstandsvorsitzende an. Solange die Inflation die Anleger verunsichere,

heurigen Jahr

Zwischenmit teilu n g z u m 3 . Q ua r ta l 2 0 1 3

in Mio. €

Q3/2013

2013*

Q3/2012

2012

Q3/2011

302,2 70,2 192,3 39,7 100,0

134,7 52,9 55,2 26,6 36,2

258,3 130,1 72,2 56,0 50,0

172,7 76,2 76,5 20,0 46,8

281,9 112,9 142,6 26,4 78,7

Personalstand (vollkonsolidierte Unternehmen) Stichtag 30.09. 506 davon HotelmitarbeiterInnen 288

466 251

456 235

402 182

423 198

EBT UBM-Gruppe

8,0

12,0

8,6

14,6

Gesamtleistung UBM-Gruppe 158,7 Zentral- und Osteuropa 39,8 Westeuropa 92,3 Österreich 26,6 Investitionen (inkl. equity-Beteiligungen) 71,7

* Prognose; Quelle: UBM Realitätenentwicklung AG

8,6

die Zinsen niedrig bleiben würden und die Euro-Krise nicht gänzlich ausgeräumt sei, werde diese Assetklasse wohl weiter hohe Zuwächse verzeichnen und Renditen abwerfen. Der Konzernchef rechnet weiter mit „ungebrochener“ Dynamik. Die Gefahr von Preis-Blasen sei nicht vorhanden. Insbesondere weil die Wanderungsbewegung in die westdeutschen Großstädte bei gleichzeitig geringer Wohnungsproduktion

2011

Berlin, Inselstraße In der Inselstraße 9 entstehen 38 Wohnungen, ein Geschäftslokal und 35 Tiefgaragen-Stellplätze, die sich auf acht Ebenen verteilen. Mit der Inselstraße 10 werden zusätzlich 48 Wohnungen, ein Geschäftslokal und 36 TG-Stellplätze entwickelt. Moderne 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen mit gehobener Ausstattung erfüllen jeden Geschmack und individuelle Wohnträume. Deckenhöhen von drei Metern betonen die hellen und großzügigen Räume. Charme verspricht der Art Deco-Baustil.

rund 100 Millionen Euro investieren, das ist doppelt so viel wie 2012.“ Heribert Smolé, Finanz-Vorstand

anhalten dürfte, wird die skizzierte Entwicklung von einer starken realwirtschaftlichen Komponente getragen. Im Gewerbebereich erfolgte der Baubeginn für ein Hotel in Frankfurt; auch ein Bürogebäude in München ist in der Vorbereitungsphase.

Information UBM Realitätenentwicklung AG entwickelt, vermietet und verkauft alle Arten von Immobilien in Europa. Die 1873 gegründete und seitdem an der Wiener Börse notierte Gesellschaft verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Polen, Tschechien, Frankreich, den Niederlanden, Rumänien, Russland, Schweiz, Slowakei, Bulgarien, Kroatien und Ungarn. Kernaktionäre sind seit 1912 die Baufirma Porr und seit 2007 die Immobiliengesellschaft CA Immo. Die Zwischenmitteilung zum dritten Quartal 2013 ist unter www.ubm.at abrufbar.

Frankfurt, Riedberg Im nördlich von Frankfurt gelegenen Riedberg, einer der größten Stadtenwicklungszonen im Ballungsraum Rhein-Main, entstehen insgesamt rund 100 Eigentums- und Mietwohnungen (72 davon im ersten Bauabschnitt), 6 Geschäftslokale sowie eine Tiefgarage mit 155 Plätzen. Besonderer Wert wird neben der guten U-BahnAnbindung auch auf eine anspruchsvolle Architektur gelegt. Konkret orientiert sich die neue Anlage am Bauhausstil.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 8. November 2013 – 51

jäger des top-managements

Auf Executive Search spezialisierte Talentor fahndet nun in Österreich Seite 53

© PwC/oreste.com

© ePunkt/C. Huber

advisory pwc: compliance-kompass

Compliance-Untersuchung zeigt Risikobewusstsein und Verbesserungsbedarf Seite 54

m&A-trends 2014 wieder mehr übernahmen © CMS/David Sailer

Normen-Management beschreitet neue Wege

short

© Paul Hilton/EPA/picturedesk.com

Österreich: ­Transparenz nur mittelprächtig

Kritik an verschwiegenen Stiftungen und Treuhandschaften.

© Austrian Standards/T. M. Laimgruber

Wien. Österreich gehört weiter zu den intransparenten Finanzplätzen, auch wenn es Verbesserungen gegeben hat. Mit 64 von 100 möglichen Geheimhaltungspunkten liegt das Land im Mittelfeld, es zieht aber über politische Stabilität, Mitgliedschaft in der EU und geografische Lage relativ viel zweifelhaftes Geld an, kritisiert das Netzwerk Steuergerechtigkeit (Tax Justice Network, TJN). So entstehe der relativ prominente Gesamtrang 18 unter 82 Staaten. Kritik zieht Österreich hauptsächlich durch sein Bankgeheimnis, seine verschwiegenen privaten Stiftungen und Treuhandschaften sowie die fehlende Meldung der wirtschaftlichen Eigentümerschaft von Unternehmen auf sich. Zu den Verbesserungen gehört vor allem die Unterzeichnung der OECDKonvention über gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen. (APA)

© APA/Herbert Neubauer

VfGH: Absage an Klage gegen den Fiskalpakt

Werkzeuge für den Umgang mit Standards Elisabeth Stampfl-Blaha, ­Chefin von Austrian Standards, stellte bei der Fokus-Veranstaltung „Individuelles ­Normenmanagement“ neben der Präsentation neuer Online-Lösungen auch Compliance-Lösungen für technisches Recht in den Blickpunkt. Seite 52

VfGH-Präsident Gerhart Holzinger: EU-Fiskalpakt war kein EU-Vertrag.

Übernahme Transaktion ist 6,1 Milliarden Euro schwer

Wolf Theiss berät bei Celesio-Deal

© Wolf Theiss/christianwind.com

Wien. FPÖ, BZÖ und Grüne sind mit ihrem gemeinsamen Antrag gegen den EU-Fiskalpakt beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) gescheitert. Für die Annahme dieses Staatsvertrags 2012 war eine Zweidrittel-Mehrheit nicht nötig, die Zustimmung von SPÖ und ÖVP reichte aus, so VfGH-Präsident Gerhart Holzinger. In einem Punkt – ob in die Budgethoheit eingegriffen wird – war der Antrag fehlerhaft und damit unzulässig. Der Fiskalpakt sei ein völkerrechtlicher Vertrag außerhalb des Unionsrechts, damit sei die für EU-Verträge erforderliche Zwei-DrittelMehrheit hier nicht nötig. Ob es richtig ist, die EU-Verträge damit zu erweitern bzw. wie weit diese Staatsverträge gehen dürfen, hatte der VfGH nicht zu prüfen, hieß es. (APA)

Wolf Theiss-Partner Christian Mikosch war Koordinator des Beratungsteams.

Stuttgart/Wien. Der amerikanische Gesundheitsdienstleister McKesson übernimmt die Mehrheitsbeteiligung an der internationalen Celesio AG. Neben Linklaters als Lead Counsel hat Wolf Theiss den Konzern im Bezug auf Fragen des österreichischen und slowenischen Rechts beraten. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf rund USD 8,3 Mrd. USD (6,1 Mrd. €). Gleichzeitig wurde für die verbleibenden börsengehandelten Aktien und Wandelschuldverschreiben ein freiwilliges Kaufangebot in Höhe von 23,00 € pro Aktie vereinbart. (red)

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a dv i s o r y: C ov e r

52 – advisory

Freitag, 8. November 2013

financenet@medianet.at

Compliance Management Austrian Standards veranstaltete Event zum Thema Normenmanagement

short

Fokus auf Verordnungen, Normen und Gesetze

© Panthermedia.net/Hieng Ling Tie

Freshfields: Blick auf die Empörungswellen

Keynote-Speaker Ferdinand Kerschner referierte über „Legal Compliance“ für Techniker. Wien. Vor Kurzem fand in den Räumlichkeiten von Austrian Standards die Veranstaltung „Im Focus: Ihr individuelles Normenmanagement“ statt. Neben der Präsentation professioneller Online-Lösungen für das Normen-Management wurden auch Compliance-Lösungen für technisches Recht vorgestellt. Als Keynote-Speaker fungierte Ferdinand Kerschner, Universitätsprofessor am Institut für Umweltrecht und am Institut für Zivilrecht der Johannes Kepler Universität Linz. Im Anschluss an das Vortragsprogramm hatte das interessierte Fachpublikum Gelegenheit zum Meinungsaustausch mit den geladenen Experten. Zusätzlich gab es auf der gut besuchten Veranstaltung die Möglichkeit, direkt vor Ort die Normen-ManagementLösung effects 2.0 zu testen. Die innovative Normen-Management-Lösung effects 2.0 erleichtert dem Nutzer den Umgang mit Standards und Normen. Damit lassen sich sowohl das im Unternehmen benötigte Portfolio individuell zusammenstellen als auch die Standards effizient verwalten: Mit effects 2.0 greife man rasch auf Dokumente zu und man ist zudem durch automatische Updates sicher, immer die aktuellen Versionen verfügbar zu haben.

Frankfurt. Unternehmen müssen in Zeiten immer schnellerer Nachrichtenverbreitung über Soziale Medien ihre Strukturen für ein wirksames Krisenmanagement verbessern. Das ist eines der Ergebnisse einer weltweiten Umfrage von Freshfields bei über 100 Spezialisten für Krisenkommunikation in 12 Ländern Europas, in Asien und in den USA. Mehr als ein Viertel (28%) der Unternehmenskrisen hat sich innerhalb einer Stunde grenzüberschreitend ausgebreitet, über zwei Drittel (69%) breiteten sich innerhalb 24 Stunden international aus; Soziale Medien spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie transportieren die Krise in der Hälfte der Fälle (50%) innerhalb des Landes und fast einem Drittel der Fälle (30%) weltweit weiter. Norbert Nolte, Leiter der Fachgruppe Krisenmanagement bei Freshfields: „Bislang wurde es nach einem Krisenfall häufig so gehandhabt, dass man eine interne Untersuchung ankündigte, um Zeit zu gewinnen und eine Reaktion vorzubereiten. Heute gibt es diesen Puffer kaum mehr.“ (red)

© Austrian Standards/Peter Tuma

mathieu völker

Der Aktienkurs betroffener Unter­ nehmen leidet oft noch jahrelang.

Elisabeth Stampfl-Blaha, Direktorin von Austrian Standards, präsentierte die Normen-Management-Lösung effects 2.0.

führer durch Aufbau, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines Rechtsmanagementsystems im Unternehmen im Bedarfsfall besser belegen, dass sie kein Verschulden trifft. Geschäftsführer hätten nämlich eine persönliche Haftung bei Übertretung einer Bestimmung des Verwaltungsrechts, außer sie können glaubhaft machen, dass sie an der Verwaltungsübertretung kein Verschulden trifft. Preiss plädiert für die Nutzung von moderner Software als Werkzeug für das Managementinformations- und Controllingsystem. Die Vorteile, die man erzielen könne, seien zahlreich: Vor allem können Haftungsrisiken für Manager und Unternehmen reduziert, Abläufe klarer definiert und die Einhaltung gesetzlicher und ver-

traglicher Pflichten sichergestellt werden. Es sei wichtig, Compliance Management auch als Chance zu verstehen.

„Flüchtiges Recht“ In seinem Vortrag schilderte Kerschner den genaueren rechtlichen Rahmen von „Legal Compliance“ für Techniker. Aus § 1299 ABGB ergeben sich für einen Fachmann zahlreiche Pflichten: Er müsse die Leistungsstandards der Berufsgruppe einhalten, spezifische, im Fachkreis zumutbare Rechtskenntnisse besitzen, die Vorschriften des Fachbereichs beachten und habe auch eine Pflicht zum interdisziplinären Dialog. Umwelt- und Technikrecht seien „flüchtiges Recht“, das einer stän-

digen Aus- und Weiterbildung ausgesetzt ist. Umso wichtiger sei ein fortlaufender Dialog mit Juristen und die Konzentration auf die maßgeblichen Regeln. Kerschner widmete sich weiters der Frage nach der allgemeinen Geltung von ÖNORMEN: Sie seien, rechtlich gesehen, Empfehlungen. Der Verwaltungsgerichtshof definierte sie als „objektivierte generelle Gutachten“. Der OGH wieder spricht von einer „Zusammenfassung üblicher Sorgfaltsanforderungen“. Normen seien grundsätzlich nicht rechtsverbindlich und können an sich über, unter oder auch gleich dem Stand der Technik sein. Entscheidend sei immer die Einzelfall­ prüfung. www.austrian-standards.a

WU Wien: Tagung zu den Freien Berufen

Technische Compliance

Die Tagung an der Wirtschafts­ universität findet am 20.11.2013 statt.

Kooperationen Vertragsmuster für Technologietransfers

Verbraucherschützer Neue Stoßrichtung bei VKI, AK

Wien. Sabine Fehringer, Partnerin und Leiterin der IPT-Praxis bei DLA Piper Weiss-Tessbach beriet als Projekt-Legal Counsel im Rahmen der Umsetzung des ersten standardisierten online „Intellectual Property Agreement Guide” Projekts, kurz IPAG. IPAG ist eine von der Universitätenkonferenz initiierte, gemeinsame Initiative des Wissenschafts- und Forschungsministeriums (BMWF), des Wirtschaftsministeriums (BMWFJ)

Wien. 430.000 Verbraucher suchen jedes Jahr die Konsumentenberatungen der Arbeiterkammern (AK) und des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) auf. Meist geht es um Probleme mit Wohnrecht, Werkverträgen, Handyrechnungen und der Gewährleistung. Größte Risikogruppe seien Jugendliche, heißt es jetzt: Wegen Unwissenheit würden sie oft über den Tisch gezogen. Sie seien an Konsumentenschutz nicht so interessiert wie die

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Heinrich Preiss, Geschäftsführer des technischen Beratungsunternehmens conplusultra, referierte über Lösungen zur technischen Compliance. Compliance Management sei vor allem aus zwei Gründen wichtig: Erstens minimiere man das Risiko und zweitens können Geschäfts-

DLA Piper: Musterverträge für Unis Fokus soll mehr auf Jugend liegen

Braunschweig. Im juristischen Zuständigkeitsstreit um eine der vielen Schadenersatzklagen gegen die Porsche-Holding PSE hat das Oberlandesgericht Braunschweig die Investorenklage 18 O 159/13 zurück an das Landgericht Hannover und die dortigen Kartellrechtsexperten verwiesen. Zuvor hatten sich weder Hannover noch das zuvor eingebundene Landgericht in Braunschweig zuständig gefühlt. In dem Fall geht es um fast 2 Mrd. € Schaden­ ersatz. (APA/dpa)

© DLA Piper Weiss-Tessbach

Porsche-Klage geht zurück nach Hannover

DLA-Partnerin Sabine Fehringer leitet die IPT-Praxis der Kanzlei in Wien.

und des Technologieministeriums (BMVIT) im Rahmen der Nationalen Kontaktstelle für Geistiges Eigentum (NCP-IP), die von der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt wurde.

Öffentliche Vertragsmuster Im Rahmen des Projekts wurden erstmals online und standardisierte Vertragsmuster zum Bereich des Technologietransfers unter Mitwirkung von Vertretern von Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Industriebetrieben und KMUs entwickelt, die es österreichischen Universitäten und deren Vertragspartnern in Zukunft ermöglichen werden, sowohl auf umfassendes und kommentiertes Vertrags-Know-how zurückzugreifen als auch fertige Kurzvertragsmuster zu nutzen. Die Vertragsmuster stehen der Allgemeinheit kostenlos über das Onlineportal www.ipag.at in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und umfassen alle technologietransferrelevanten Bereiche der Kooperation, heißt es weiter. (red)

Generation 35 plus, meinte VKIGeschäftsführer Josef Kubitschek. „Und sie sind unbekümmerter und machen sich weniger Sorgen um den Datenschutz als Ältere”, so Gabriele Zgubic (Konsumentenpolitik, AK Wien). Jugendliche würden kaum die Verbraucherberatungen aufsuchen. In Zukunft müsse der Fokus auf diese Generation gelegt werden, das würden die Anbieter ja auch tun, sagte Kubitschek. (red)

© Martina Draper

Wien. Das Forschungsinstitut der Freien Berufe der WU Wien organisiert am 20. November die wissenschaftliche Tagung „Zukunft der Freien Berufe in Europa“. Bei der Tagung werden verschiedene rechtliche und wirtschaftliche Thematiken im Bereich der Freien Berufe aufgegriffen, von der Rechtsform bis zur finanziellen Bewertung einer Kanzlei oder Praxis. (red)

VKI-Chef Josef Kubitschek: „Jugendliche sind die größte Risikogruppe.“


a dv i s o r y: p r a c t i c e

Freitag, 8. November 2013

advisory – 53

financenet@medianet.at

Talentor International Die Marke des europaweit tätigen Unternehmens wird nun in Österreich mithilfe von Herbert Ecker aufgebaut

Neuer Executive Search-Dienst Wien. Talentor International, ein europaweit auf Executive Search spezialisiertes Unternehmen finnischen Ursprungs, baut nun in Ă–sterreich seine Marke auf. Dazu hat sich das Unternehmen Herbert Ecker (50) geholt, einen Fachmann fĂźr die Personalsuche im Top-Management, wie es heiĂ&#x;t. Talentor ist bereits in 17 Ländern in West-, Nord- und Osteuropa fest verankert und soll weiter ausgebaut werden. Herbert Ecker war viele Jahre GeschäftsfĂźhrer eines globalen Executive Search-Unternehmens in Wien und leitete zuletzt, ebenfalls als GeschäftsfĂźhrer, die Ăśsterreichische Niederlassung einer deutschen Personalberatung. Mit 1. Oktober 2013 hat er innerhalb von Talentor International die Verantwortung fĂźr Ă–sterreich Ăźbernommen. Ecker wird die Schwerpunkte auf die Besetzung von Suchmandaten im mittleren und

oberen Management legen, primär im Bereich Industrie, Professionalund Financial Services.

Neuer EigentĂźmer ePunkt Die Talentor Gruppe wurde 2003 in Helsinki gegrĂźndet. Im Jänner 2013 hat ePunkt, einer der grĂśĂ&#x;ten Personalberater in Ă–sterreich, das Unternehmen Ăźbernommen. Der neue EigentĂźmer will das internationale Netzwerk weiter ausbauen. „Wir wollen mit der Marke Talentor den Bereich Executive Search in Ă–sterreich abdecken und uns auf die länderĂźbergreifende Personalsuche fokussieren“, erklärt ePunkt

Talentor International-Geschäftsfßhrer Michael Sarsteiner. Derzeit bilden neben der D-A-CH-Region, Skandinavien, die Baltischen Länder, Ost- und Sßdosteuropa sowie Russland die zentralen Märkte. Seit Oktober ist Talentor durch einen starken Partner auch am deutschen Markt vertreten. Ein wesentliches Qualitäts- und Erfolgskriterium sei die länder-ßbergreifende Verwendung des eRecruiters, einer standardisierten Bewerbermanagement-Software. So kÜnnen zukßnftig die Klienten von Talentor in Österreich den gesamten Suchprozess in ßbersichtlicher Form verfolgen, wird betont. (lk)

Š ePunkt/Christian Huber

Derzeit ist man bereits in 17 Ländern West-, Nord- und Osteuropas aktiv.

Ecker sucht primär in den Bereichen Industrie, Professional- und Financial Services.

Finanzpolizei Aktion scharf

Eine Mio. Euro

2013

Wien. Die Finanzpolizei hat im September und Oktober ca. 200 VerwaltungsĂźbertretungen festgestellt. „Budgetwirksam wurde rund eine Million Euro sichergestellt“, präzisierte das Finanzministerium. 345 Beamte haben 1.446 Betriebe und 2.263 Dienstnehmer kontrolliert. Festgestellt wurden fĂźnf unrechtmäĂ&#x;ige BezĂźge von Arbeitslosengeld, zehn Gewerbeordnungsund elf VerwaltungsĂźbertretungen, gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz gab es 54, gegen das Arbeitsvertragsrechtsanpassungsgesetz 67, gegen das Allgemeine Sozialversicherungsgesetzes 84 Ăœbertretungen. Zwei Fahrzeuge wurden beschlagnahmt. Seit Anfang 2013 gab es gegenĂźber Vorjahr wegen Verdachts auf illegale Arbeitsverhältnisse 20% mehr Anzeigen. (ag)

Deutschland Teilzeit

Rechtsanspruch

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Corporate Social Responsibility

Jahrbuch fĂźr unternehmerische Verantwortung

2013 Das aktuelle Jahrbuch und Nachschlagewerk

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Gelebte unternehmerische Verantwortung ‡ %HVW 3UDFWLFH %HLVSLHOH |VWHUU 8QWHUQHKPHQ ‡ *UR‰XQWHUQHKPHQ YRQ $ ELV = ‡ .08V YRQ $¹= XQG QDFK &65 6FKZHUSXQNWHQ Service ‡ * WHVLHJHO 1RUPHQ XQG $ZDUGV YRQ $ ELV =

Union und SPD planen auch eine flexiblere Ausgestaltung der Elternzeit.

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Jahrbuch fĂźr unternehmerische Verantwortung

Berlin. Arbeitnehmer sollen in Deutschland einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeitbeschäftigung erhalten. Darauf einigten sich Union (CDU/CSU) und SPD in ihren Koalitionsgesprächen. Der Anspruch werde im Teilzeit- und Befristungsgesetz verankert. Die Benachteiligungen von Teilzeitbeschäftigten fßhrten häufig langfristig zu Altersarmut. Vertreter der Wirtschaft beklagen, dass sie so Arbeitsplätze aufbauen mßssten, die sie nicht benÜtigten.

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DAS Ă–STERREICHISCHE CSR STANDARDWERK

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a dv i s o r y: TAX

54 – advisory

Freitag, 8. November 2013

financenet@medianet.at

PwC-Studie Die aktuelle Befragung zu Compliance-Management und Internen Kontrollsystemen (IKS)

short

Gut unterwegs, aber mit Verbesserungspotenzial

Immofinanz: Handelsgericht bündelt Klagen Wien. Schadenersatzklagen von 3.500 Investoren gegen die Immofinanz liegen beim Wiener Handelsgericht und wurden nun gebündelt. Laut Kurier sollen 160 Verfahren zusammengefasst und gebündelt werden, die Anleger fordern insgesamt 215 Mio. € Schadenersatz. Die Anwälte der ImmofinanzGruppe hätten lieber jeden Fall einzeln verhandelt, allerdings sei dies abgelehnt worden, heißt es. Die Anleger werden im Auftrag des Prozessfinanzierers Advofin von Ulrich Salburg vertreten. Das Handelsgericht zieht als Gutachter den Wirtschaftsprüfer Gerhard Altenberger hinzu, er war bereits Sachverständiger im Strafverfahren gegen den ehemaligen Constantia-Privatbank- und Immofinanz-Chef Karl Petrikovics. (APA/red)

Der „Compliance-Kompass“ zeigt ein hohes Risikobewusstsein in Österreichs Unternehmen.

© BMJ

Wien. Ende Oktober hat PwC die Ergebnisse seiner Studie zu „Compliance-Management und Internen Kontrollsystemen (IKS)“ veröffentlicht. Für den sogenannten Compliance-Kompass wurden 58 heimische Unternehmen zwischen August und Oktober von PwC befragt; alle erzielen einen jährlichen Umsatz von mindestens 50 Mio. € und zählen entweder zur Gruppe der „Finanzdienstleister“ oder zu den „anderen Branchen“. „Der effiziente Umgang mit den enorm gestiegenen ComplianceAnforderungen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Unternehmensführung geworden“, erklärt Jörg Busch, Partner und Leiter Consulting & Risk Services bei PwC Österreich. „Um diese Aufgabe bewältigen zu können, bedarf es eines aktiven Managements dieser Anforderungen und eines wirksamen Internen Kontrollsystems zur operativen Steuerung.“

Das Handelsgericht zieht Gerhard Altenberger als Gutachter heran.

Noch Optimierungspotenzial Was viele Unternehmen auszeichnet: Sie verfügen über ein hohes Risikobewusstsein und weisen einen mittleren oder hohen Reifegrad bei Berichterstattung und unabhängiger Überwachung auf. Optimierungspotenzial sei dennoch gegeben, ebenso wie laufender Weiterentwicklungsbedarf in der Risikokultur; das meint die Hälfte der Studienteilnehmer – vor allem angesichts der steigenden Anforderungen durch den Markt und die Stakeholder. Dennoch haben zwei Drittel der Befragten keine zentrale Strategie für die verschiedenen GRC-Aktivitäten. Anders sieht‘s bei der Policy-Ebene aus, die sehr gut funktioniert: mit einem zentralen Richtlinien-Management, der Reaktion auf Veränderungen sowie auch der notwendigen Kommunikation. Bereits mehr als 50% der Unternehmen setzen neben den klassischen rechnungslegungsrelevanten Kontrollen auch Maßnahmen für die Steuerung operativer Risiken. Bei knapp der Hälfte wird dieses Kontrollsystem jedoch eher informell geführt und die Wirksamkeit wird mittels Selbstbeurteilung bewertet. „All das kostet Geld und bedeutet ein erhöhtes Risiko von Fehlern und Verlusten“, so Studienleiter Jörg Busch. „Hier schlummert möglicherweise Potenzial, die Durchführung der Kontrollen effizienter zu gestalten.“

Der Compliance-Kompass wirft ein Licht auf den Ist-Zustand und die Entwicklungsschwerpunkte von Compliance-Management und Internen Kontrollsystemen (IKS) in österreichischen Unternehmen. „Wie unsere aktuelle Studie zeigt, haben sich österreichische Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits ausgiebig mit diesen Themen beschäftigt“, so Busch. „Allerdings gibt es nach wie vor Verbesserungspotenzial in vielen Bereichen.“ Wie ist nun der Stand der Ding in Sachen Compliance? In 70% der befragten Unternehmen vermittelt die Führungsebene die Wertgrundsätze rund um die Themen Governance,

London. Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungs-Gesellschaft PwC und die Strategieberatung Booz & Company planen den Zusammenschluss. Gemeinsam würde so ein weltweit vernetztes Team zur Verfügung stehen, das von der Strategieentwicklung bis zur Umsetzung das gesamte Dienstleistungsspektrum anbietet. Die Vereinbarung ist bereits unterzeichnet, nun fehlt noch die Zustimmung der Booz & Company-Partner, die im Dezember darüber abstimmen, sowie das Einverständnis der zuständigen Aufsichtsbehörden. Bis dahin werden beide Unternehmen eigenständig weiterarbeiten. (red)

© PwC/www.oreste.com

Compliance-Kompass

Vereinbarung: Fusion PwC und Booz & Comp.

PwC-Partner Jörg Busch: „Effizienter Umgang mit den gestiegenen Compliance-Anforderungen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.“

Risikomanagement und Compliance (GRC). Ebenfalls 70% setzen ihren Entwicklungsschwerpunkt auf die Integration von GRC-Tätigkeiten, knapp die Hälfte (49%) hat ein informelles IKS oder führt eine

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

An der Wiener Wirtschaftsuni werden 14 Masterprogramme angeboten.

Selbstbeurteilung durch. Fast zwei Drittel (65%) sehen jedoch Aufholbedarf bei der Automatisierung von Kontrollen. Beim Vergleich der beiden Gruppen „Finanzdienstleister“ und „Andere Branchen“ zeigt sich,

Steuerfalle Umsatzsteuerliche Konsequenzen prüfen

WKStA Fast 800 anonyme Hinweise in sechs Monaten

Wien. Sabine Kretschmer, Umsatzsteuer-Expertin bei Moore Stephens City Treuhand, warnt vor Doppelbesteuerung: Lässt ein Unternehmer einen erworbenen Gegenstand in ein anderes EU-Land liefern und gibt seine österreichische UID-Nummer an, wird dieser Erwerb doppelt besteuert. Denn: Erwerb innerhalb der EU wird immer dort besteuert, wo sich der Gegenstand am Ende der Lieferung tatsächlich befindet. Da die

Wien. Vor einem halben Jahr wurde von der Zentralen Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftskriminalität und Korruption (WKStA) eine Whistleblower-Website eingerichtet. Das elektronische InformantenSystem, mit dem Korruption, Wirtschafts- und Sozialbetrug sowie Geldwäscherei eingedämmt werden sollen, lief gut an: Mit Stichtag 1. Oktober sind bereits 784 Hinweise eingegangen. In der Strafverfolgungsbehörde ist man von der Resonanz „positiv überrascht“, so WKStA-Sprecher Ernst Mayer.

Doppelte Besteuerung vermeiden

WU Master Day: Infos für Studieninteressierte

angegebene UID aber aus Österreich stammt, erfolgt auch hierzulande eine Besteuerung. Weist der Unternehmer die Erwerbsbesteuerung in einem anderen EU-Land nach, kann diese ungewollte doppelte Besteuerung berichtigt werden. Kretschmers Tipp: Vor einer grenzüberschreitenden Lieferung die umsatzsteuerlichen Konsequenzen im Detail prüfen, wie etwa eine mögliche Registrierungspflicht im EU-Ausland. (red)

Whistleblower-Website erfolgreich erwiesen sich als substanzlos. Das große Plus, so Mayer, sei, „dass wir mit einem anonymen Informanten in Kontakt treten und nachfragen können, falls dieser einen Postkasten eingerichtet hat“. „Unser Whistleblower-System ist auch bei den Kollegen aus dem Ausland auf großes Interesse gestoßen; wir haben da international die Nase vorn“, so Werner Pleischl, Leiter der Wiener Oberstaatsanwaltschaft. (APA/red)

Sabine Kretschmer von Moore Stephens warnt vor möglicher Doppelbesteuerung.

„Knapp 40% der Hinweise haben dazu geführt, dass ein Akt angelegt wurde und das Vorliegen einer strafbaren Handlung überprüft wurde bzw. wird“, berichtete Mayer der APA. Weitere 20% wurden an die Finanz weitergeleitet, da diese in deren Zuständigkeit fallen. Bei 27% ergab sich nach Prüfung der Hinweise kein begründeter Anfangsverdacht, der die Einleitung eines Verfahren erforderlich gemacht hätte. Nur 9% der Hinweise

© Panthermedia.net/Rupert Trischberger

Kontakt mit Informanten

© Felicitas Matern

Wien. Am 6. November hatten Studieninteressierte die Möglichkeit, sich am „WU Master Day“ über die verschiedenen Masterprogramme zu informieren – je 7 deutsch- und 7 englischsprachige werden an der Wirtschaftsuni angeboten. Nach den Präsentationen der einzelnen deutschsprachigen Masterstudien folgten die englischsprachigen Programme. Renommierte CEMSPartner­universitäten waren mit Informa­tionsständen ebenfalls vertreten und gaben Einblick in ihre ­Masterprogramme. (APA/red)

dass die Compliance-Systeme und IKS bei Versicherungen und Banken weiterentwickelt sind, als in zahlreichen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors – was wohl auch mit den vielen Vorgaben in den vergangenen Jahren zu tun hat, die die Banken erhalten haben.

Michaela Stipsits

Bei knapp 40 Prozent der Hinweise wurde ein Akt angelegt.


a dv i s o r y: L aw

Freitag, 8. November 2013

advisory – 55

financenet@medianet.at

Patent- und Markenrechtsnovelle Wesentliche Änderungen durch Gesetzesnovelle ab 1. Jänner 2014

short

Neues beim Schutz von geistigem Eigentum Wien. Einige wesentliche Neuerungen beim Schutz von geistigem Eigentum wird es ab 1. Jänner 2014 in Österreich geben. Denn dann tritt die Patent- und Markenrechts-Novelle 2014 (BGBl I 126/2013), in Kraft. Bettina Windisch-Altieri von der Kanzlei BennIbler Rechtsanwälte GmbH erläutert die wichtigsten Neuerungen in diesem Gebiet.

© Wolf Theiss

Online-Anmeldung, neue Behördenzuständigkeiten und Vertretungsbefugnis nur für Rechtsanwälte.

Wolf Theiss berät Pharmabranche

Horst Ebhardt, Partner bei Wolf Theiss, betreute Pharmafirma.

Wien. Ein Team der Wirtschaftskanzlei Wolf Theiss unter der Leitung von Partner Horst Ebhardt betreute den deutschen Pharmagroßhändler Alliance Healthcare Deutschland AG, ein Mitglied der Alliance Boots-Gruppe, beim Erwerb des restlichen 20%-Anteils an der rumänischen Farmexpert DCI S.A. Bereits im Jahr 2006 hatte der Konzern 60% der Anteile erworben und die Beteiligung im Jahr 2012 auf 80% der Anteile aufgestockt. Farmexpert ist einer der führenden Distributoren von Pharmazeutika und Parapharmazeutika in Rumänien mit einem Marktanteil von über 15%. (red)

und Markensachen gibt es organisatorische Neuerungen. So wurden zwei Behörden, nämlich die Rechtsmittelabteilung des Patentamts und der Oberste Patent- und Markensenat, im Zuge der Reform der Verwaltungsgerichtsbarkeit gänzlich aufgelöst. Der Rechtszug geht nun vom Patentamt an die ordentlichen Gerichte. Als zweite Instanz wird ab 1.1.2014 daher das Oberlandesgericht Wien und als dritte Instanz der Oberste Gerichtshof zuständig sein. „Für das Verfahren über die Löschung, Übertragung oder Ungültigkeit von Marken oder die Nichtigkeit von Patenten oder Gebrauchsmustern bedeutet dies, dass Beschlüsse der Technischen Abteilung und der Rechtsabtei-

Neue Zuständigkeiten Auch für die Durchsetzung von Ansprüchen in Patent-, Muster-

EuGH-Entscheidung VKI versus T-Mobile Österreich

lung mit Rekurs an das Oberlandesgericht Wien und Revisionsrekurs an den Obersten Gerichtshof angefochten werden können“, so Windisch. In Rekursverfahren gilt das Außerstreitgesetz mit einigen Ausnahmen (z.B. Rekursfrist zwei Monate).

Alle Verfahren in Wien Entscheidungen der Nichtigkeitsabteilung sind mit Berufung an das Oberlandesgericht Wien bekämpfbar; in dritter Instanz entscheidet hier anstelle des Obersten Patent- und Markensenats in Zukunft der Oberste Gerichtshof. In Berufungs- und Revisionsverfahren gilt die Zivilprozessordnung. Neu ist auch, dass im Rechtsmit-

Kroatien/Serbien Kauf von Schweizer Baloise Group

Schönherr beriet Uniqa bei Zukauf

Wien. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) geht seit Jahren gegen sogenannte Zahlscheingebühren mit Verbandsklagen vor: Insbesondere Telekommunikationsunternehmen verlangen Gebühren, wenn man als Kunde keinen Abbuchungsauftrag zustimmt. Das sei seit 1.11.2009 durch Inkrafttreten des Zahlungsdienstegesetzes (ZaDiG) verboten, meint der VKI – aber dennoch zum Teil noch Praxis.

Wien. Die Wirtschaftskanzlei Schönherr hat die an der Wiener Börse notierte Uniqa Insurance Group AG beim Erwerb der kroatischen und serbischen Versicherungsgesellschaften der schweizerischen Baloise Group beraten. Der Kaufpreis beträgt 75 Mio. €, der Vertrag wurde am 21. Oktober unterzeichnet. Der Erwerb unterliegt noch den Genehmigungen der zuständigen Aufsichts- und Kartellbehörden und wird voraussichtlich im 1. Quartal 2014 abgeschlossen. Uniqa erwirbt im Rahmen der Transaktion die „Basler osiguranje Zagreb“ (Platz sechs am kroatischen Versicherungsmarkt) und die „Basler osiguranja“ in Serbien (Platz 13 am serbischen Versicherungsmarkt). Das Schönherr-Team wurde von den beiden Partnern Alexander Popp und Michael Lagler geleitet.

Verbot der Erhebung von Entgelten durch den Zahlungsempfänger vorzusehen? Der Generalanwalt habe diese drei Fragen nun im Sinn des VKI beantwortet, heißt es vonseiten der Konsumenteschützer: Die Richtlinie sei anzuwenden. Die strittigen Zahlungsformen seien „Zahlungsinstrumente“. Das generelle Verbot im ZaDiG sei richtlinienkonform. In aller Regel folgt der EuGH den Anträgen der Generalanwälte. (red)

© Panthermedia.net/Tilo Grellmann

Fragen jetzt vor EuGH

raten und zwar unter der Leitung der beiden Partner Harald Stingl und Luka Tadic-Colic. Die Gesamtkoordination lag bei den Schweizer Anwälten von Baloise. „Diese Transaktion ist eine der größten Übernahmen in der Branche der letzten Jahre und ein gutes Zeichen für die wiederauflebende M&A-Aktivität des Banken- und Versicherungssektors in der Region“, kommentiert Stingl die Transaktion. (red)

© Schönherr

Den Verkäufer, die schweizerische Baloise Group, hat bei dieser Transaktion ein multinationales Team der Kanzlei Wolf Theiss be-

VKI versus Drei: Unklare Klauseln

Intransparente Vertragsklauseln wirft der VKI „Drei“ vor.

Wolf Theiss bei Verkäufer

Die Bestrafung von Zahlscheinzahlern ist rechtswidrig, meint der VKI.

Wien. Auch im Herbst können Gehsteige gefährlich sein: Feuchtes Laub oder heruntergefallene Äste können Fußgänger zu Sturz bringen. „Wenn sich jemand dabei verletzt, haften die Anrainer und das kann Hauseigentümern oder Hausverwaltungen teuer zu stehen kommen“, warnt Oliver Attensam, Geschäftsführer von Attensam, Österreichs Marktführer bei im Winterservice und bei der Hausbetreuung. Laut § 93 der Straßenverkehrsordnung müssen alle öffentlichen Verkehrsflächen in der Zeit von 6 bis 22 Uhr von Schnee und Verunreinigungen gesäubert sowie bei Schnee und Glatteis bestreut werden. Verunreinigungen beinhalten – wenn auch nicht explizit so formuliert – auch Gefahrenquellen am Gehsteig, die dem Fußgänger zum Hindernis werden können. (red)

telverfahren beim Obersten Gerichtshof – anderes als bisher beim Obersten Patent- und Markensenat – nur Rechtsanwälte, nicht mehr hingegen Patentanwälte und Notare vertretungsbefugt sind. Auch Zivil- und Strafverfahren in Marken- und Herkunftssachen werden nun gänzlich in Wien konzentriert. Für zivilrechtliche Klagen und einstweilige Verfügungen in Markenstreitigkeiten und bei geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen ist ab 1.1.2014 nämlich das Handelsgericht Wien ausschließlich zuständig. In Strafsachen in beiden Bereichen liegt die Zuständigkeit ab 1. Jänner 2014 beim Landesgericht für Strafsachen Wien. (red)

Klage wegen Zahlscheingebühr

Jetzt hat in einem Verbandsklageverfahren gegen T-Mobile der Oberste Gerichtshof den Europäischen Gerichtshof (EuGH) in einem Vorabentscheidungsverfahren um die Beantwortung von drei Fragen ersucht: Ist die Zahlungsdienste-Richtlinie auch auf das Vertragsverhältnis zwischen einem Mobilfunkbetreiber und Verbrauchern anzuwenden? Sind „Zahlscheinzahlungen“ und Überweisungen via Online-Banking „Zahlungsins-trumente“ im Sinn der Richtlinie? Ist es im Lichte der Richtlinie zulässig, ein generelles

Gehsteige: Anrainer haften bei Unfällen

Bettina Windisch-Altieri von Benn-Ibler Rechtsanwälte klärt über Neuerungen der Patent- und Markenrechtsnovelle auf.

© Panthermedia.net/Jürgen Wöhrle

Im Bereich der Anmeldung von Marken besteht bereits seit Sommer 2013 die Möglichkeit der Online-Anmeldung, erläutert Windisch. Damit ist der Weg zum Schutz eines Namens oder Logos als Marke erheblich vereinfacht und beschleunigt. Das österreichische Patentamt zieht dadurch mit dem Harmonisierungsamt in Alicante gleich, wo Anmeldungen für Gemeinschaftsmarken schon lange online möglich sind. „Erste Erfahrungen aus der Praxis liegen vor und sind mehr als erfreulich“, so Windisch. Die einfache und rasche Abwicklung überzeuge sehr. Allerdings könne bislang nur die Anmeldung als erster Verfahrensschritt online eingereicht werden; die weitere Korrespondenz mit dem Amt, wie etwa die Einreichung eines geänderten Waren- und Dienstleistungsverzeichnisses einer Marke, muss wie bisher postalisch oder per Fax erfolgen. Auch das Amt stellt seine Erledigungen postalisch zu. Es bleibe zu hoffen, dass bald das gesamte Verfahren elektronisch geführt werden kann, meint Windisch.

© fotodienst/Anna Rauchenberger

Online-Anmeldung möglich

Michael Lagler und Alexander Popp führten das Schönherr-Team an.

Wien. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) führt – im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums – gegen den Mobilfunkanbieter „Orange“, der mittlerweile von „Hutchison Drei“ übernommen wurde, eine Verbandsklage wegen Klauseln, die größtenteils intransparent seien. Das Oberlandesgericht Wien gab dem VKI bei neun von zwölf Klauseln Recht, hat aber auch die ordentliche Revision für zulässig erklärt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. (red)


a dv i s o r y: ta l k

56 – advisory

Freitag, 8. November 2013

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Umfrage 2014 mehr Fusionen und Übernahmen erwartet – laut M&A-Outlook für Europa von CMS und Mergermarket

short

„Stimmungsaufheller“

Kraft & Winternitz holt sich Expertin ins Team

© Franz Pfluegl

Wien. Die Wirtschaftskanzlei CMS hat gemeinsam mit dem Analyseinstitut Mergermarket für die Studie „M&A-Outlook“ europaweit 225 führende Vertreter von Unternehmen, Private Equity-Häusern und Anwaltssozietäten zu Fusionen und Übernahmen (engl. Mergers & Acquisitions, Anm.) befragt. Und die Ergebnisse können als Stimmungsaufheller betrachtet werden, denn fast die Hälfte erwartet für das kommende Jahr einen Anstieg der Transaktionen. „Die Wirtschaft erholt sich langsam von der Finanzkrise. Das neue Wachstum scheint auch dem M&A-Markt zum lang erwarteten Auftrieb zu verhelfen”, meint Peter Huber, Partner von CMS in Wien und Leiter des Corporate Transactions-Teams. Laut Umfrage gehen nur zehn Prozent von einem Rückgang der europäischen M&AAktivität aus, 42 Prozent erwarten ein gleichbleibendes Niveau und

Diana Ryszewska stellt ihre Expertise Kraft & Winternitz zur Verfügung.

Wien. Die auf Kapitalmarktund Anlegerrecht führende Kanzlei Kraft & Winternitz hat Zuwachs bekommen. Diana Ryszewska verstärkt ab sofort das Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrechtsteam der Kanzlei. Ryszewska ist auf Rechtsfälle mit Geschlossenen Fonds spezialisiert, hat aber auch große Erfahrung in den Bereichen Unternehmens- und Vertriebsrecht. „Bei den Geschlossenen Fonds gibt es noch sehr viel Aufarbeitungsbedarf. Gerade im Bereich der Geschlossenen Fonds haben viele Anleger in den letzten Jahren ihr gesamtes Erspartes verloren“, so die Fachfrau. „Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, den geschädigten Anlegern zu ihrem Recht zu verhelfen.“ (ag)

CMS-Partner Peter Huber: „Investoren sind im Mid-Market-Segment aktiv.“

Juristen Gunnar Pickl löst Christoph Stippl an der Spitze der internationalen Vereinigung junger Anwälte in Österreich ab

Schiedsrechtsexperte als AIJA-Repräsentant Wien. Die AIJA (Association Internationale des Jeunes Avocats/ International Association of Young Lawyers) hat mit Gunnar Pickl, Anwalt und Schiedsrechtsexperte bei Dorda Brugger Jordis Rechtsanwälte, einen neuen Österreich-Repräsentanten erhalten. Pickl tritt die Nachfolge von Christoph Stippl an, der diese Position in den vergangenen drei Jahren innehatte.

Über Grenzen hinweg „Als Rechtsberater müssen wir immer stärker über die nationalen Grenzen blicken. AIJA ist dafür hervorragend geeignet, als internationale Vereinigung mit engagierten Mitgliedern, die alle am Puls der Zeit sind”, sagt Gunnar Pickl.

Aenova-Haupt-Fusion: CMS beratend dabei

Plattform für junge Juristen

Gunnar Pickl, AIJA: „Wir müssen stärker über die nationalen Grenzen blicken“.

Versicherer Klauseln zum „Dauerrabatt“ gesetzeswidrig

Experte Zweifach ausgezeichneter Energierechtler

Wien. Die Gerichte haben entschieden: Die Rückforderungen von „Dauerrabatten“ sind unzulässig. Versicherungen gewährten bei langen Vertragsbindungen „Dauerrabatte” von z.B. 20 Prozent auf die jährliche Prämie. Der Gesetzgeber gibt dem Verbraucher aber nach Ablauf von drei Jahren ein gesetzliches Kündigungsrecht. Kündigt nun der Versicherungsnehmer einen langjährig abgeschlossenen Versicherungsvertrag vorzeitig

Wien. Der Energierechtler Andreas Gunst wird neuer Partner in der Praxisgruppe Finance & Projects von DLA Piper Weiss-Tessbach. Er kommt von der Nabucco Gas Pipeline International GmbH, wo er die letzten vier Jahre als ChiefLegal Counsel und Compliance Officer tätig war. Bevor Gunst die Rechtsagenden von Europas größtem Gasleitungsprojekt verantwortete, war er Solicitor (England & Wales) in der Energy & Water Gruppe von DLA Piper in London und Edinburgh. Nun wird Andreas Gunst wieder österreichische und ausländische Unternehmen der Energiewirtschaft aus den Wiener und Londoner DLA Piper Büros beraten.

© CMS

Rückforderungen sind unzulässig

© Mediendienst.com/Foto Wilke

CMS-Partner Bernt Elsner beriet den Pharma-Zusammenschluss.

AIJA stellt eine Plattform für die globale Zusammenarbeit und den Informationsaustausch unter Juristen dar. Durch zahlreiche Kongresse, Seminare und Arbeitsgruppen zu diversen Rechtsthemen wird aktiv an der Weiterentwicklung von Gesetzen, ihrer Umsetzungsrelevanz und der Praxistauglichkeit international und auf Länderebene gearbeitet. (red)

Kolba, VKI: „Unternehmerseite kann solche Klauseln nicht mehr ,retten‘.“

auf, dann verlangen die Versicherer häufig die Rückerstattung der gewährten „Dauerrabatte”. Der OGH hat in der Vergangenheit bereits mehrfach konkrete „Dauerrabatt-Rückforderungsklauseln” von Versicherern als gesetzwidrig und unwirksam angesehen, denn diese Klauseln stellen ein wirtschaftliches Hindernis für den Verbraucher dar, um sein gesetzliches Kündigungsrecht in Anspruch nehmen zu können. Das OLG Wien sagte im Verbandsklageverfahren des VKI gegen einen Versicherer, dass es auch keine „ergänzende Vertragsauslegung” zugunsten des Unternehmers gibt. Das Gericht ließ aber die ordentliche Revision zu. „Das OLG Wien stellt erstmals nach der Entscheidung des EuGH zum Wegfall missbräuchlicher Klauseln für Österreich fest, dass solche Klauseln zur Gänze wegfallen und durch die Unternehmerseite nicht ,gerettet’ werden können”, so Peter Kolba, Leiter des Bereichs Recht im VKI. „Rückforderungen von Dauerrabatten auf der Basis von gesetzwidrigen Klauseln sind – falls kassiert – rückzuerstatten.” (red)

Gunst wird Partner bei DLA Piper Energiemarkt sind eine wertvolle Ergänzung des europaweiten Beratungsangebots von DLA Piper auf dem Gebiet des Energierechts.“ Seine Expertise umfasst den gesamten Bereich des Energierechts, bis hin zu Klimaschutzprojekten. Für seine Arbeit wurde Gunst von der „Association of Corporate Counsel” und dem „International Law Office” als „European Counsel of the Year” im Bereich Regulatory ausgezeichnet. (ag/hk)

Wertvolle Ergänzung „Ich freue mich sehr über den Zugang von Andreas Gunst“, meint Oskar Winkler, Location Head der Practice Group Finance and Projects des Wiener Büros von DLA Piper. „Seine umfassende Kenntnis des Energierechts, seine langjährige Erfahrung und seine Kontakte zu den wichtigsten Playern am

© DLA Piper Weiss-Tessbach/Sazel

San Diego. Eine Autofahrerin hat im südkalifornischen San Diego ein Strafmandat bekommen, weil sie hinter dem Steuer Googles Datenbrille Glass trug. Googles neue Entwicklung sieht aus wie eine Brille, zeigt aber Informationen auf einem kleinen integrierten Display an. Die 44-Jährige sei bei einer Geschwindigkeitskontrolle von einer Polizeistreife angehalten worden, berichtet die Los Angeles Times. Laut der Zeitung verbietet es in Kalifornien das Gesetz, dass im Sichtfeld des Fahrers ein Display angebracht ist. (APA)

Die AIJA wurde 1962 als internationale Vereinigung junger Anwälte und Unternehmensjuristen im Alter von bis zu 45 Jahren gegründet. Sie hat weltweit mittlerweile mehr als 3.000 Mitglieder. Die Zentrale von AIJA liegt in Brüssel.

© Dorda Brugger Jordis/Michael Himml

Google Glass beim Autolenken: Strafe

Wien. CMS hat den Arzneihersteller Aenova bei Zusammenschluss mit Haupt Pharma beraten. Bernt Elsner, Partner von CMS in Wien, war für fusionskontrollrechtlichen Fragen in Österreich zuständig. Ein internationales Team unter Führung des M&A-Partners Jacob Siebert hat Aenova und den Mehrheitsgesellschafter BC Partners bei der Due Diligence und den Vertragsverhandlungen beraten. CMS Hasche Sigle wurde hierbei unter anderem von CMS-Kanzleien in Österreich und der Schweiz sowie der World Law Group-Partnerkanzlei City-Yuwa Partners unterstützt. (ag)

48 Prozent gehen sogar von einem Anstieg aus. 82 Prozent der Befragten erwarten wachsende grenzüberschreitende Aktivitäten. Auf Verkäuferseite rechnen die M&A-Verantwortlichen damit, dass vor allem durch freies Kapital in schnell wachsenden Märkten (69 Prozent) und Verkäufe aus Notlagen heraus (68 Prozent) neues Potenzial entsteht. Die Bereiche Technologie, Medien und Telekommunikation, Energie und Bergbau, Industrie und Chemie, Pharma, Medizin und Biotechnologie sowie Finanzdienstleistungen gelten der Studie zufolge als die größten Wachstumsbranchen. Äußerst optimistisch ist die Stimmung in Österreich, Deutschland und der Schweiz: Mehr als die Hälfte der Befragten in dieser Region ist der Meinung, dass die Deals in den kommenden zwölf Monaten zunehmen oder sogar stark zunehmen werden. (hk)

© CMS/David Sailer

Experten vor allem in Österreich, Deutschland und in der Schweiz besonders optimistisch.

Oskar Winkler, DLA Piper, freut sich über seinen Zugang im Wiener Büro.


medianet

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Freitag, 8. November 2013 – 57

healtheconomy WEIL SICHERHEIT EINE FRAGE PERFEKTER HYGIENE IST.

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Spitalsbilanz: Weniger Patienten, mehr Jobs

© Martin Moravek Studio Unlimitedm Photography

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© Stephanie Wolfsteiner/Daiichi Sankyo

Spitalsessen „Der Zeitpunkt des Essens ist für Menschen in Spitälern, Pflegeheimen und sozialen Einrichtungen oft der wichtigste Moment des Tages; wenn man hier Freude schafft, leistet man enorm viel“, sagt Manfred Ronge vom Beratungsunternehmen Ronge & Partner. Er ist im kulina­ rischen Bereich zum größten heimischen Spezialisten für die Speisenversorgung im Ge­ sundheits- und Sozialwesen sowie der Gemeinschaftsver­ pflegung gewachsen und be­ treut zu mehr als 80% Kunden aus dem Umfeld der Gemein­ schaftsverpflegung. Seite 59

© panthermedia.net/Yuriy Klochan

Interview Der Name Daiichi ­Sankyo wurde lang nicht mit gro-ßen Pharmafirmen as­ soziiert, zumindest nicht in Europa. Das seit mehr als 100 Jahren bestehende japanische Unternehmen ist dennoch schon mehr als 50 Jahre in Europa aktiv und hat sich zu einem der bedeutendsten ja­ panischen Pharmakonzerne in Europa entwickelt. Mit einem Nettoumsatz von 9,31 Mrd. € im Vorjahr gehört Daiichi San­ kyo zu den Top 20 der Branche. healtheconomy sprach mit Öster­reich-Manager Manuel Reiberg (Bild) über die Entwick­ lungen und wie das Unterneh­ men darauf reagiert. Seite 60

inhalt

Healthcare > Salzburger Spitäler fordern mehr Geld für Uni 58 > Oberösterreichs Spitals­ reform liegt über Plan 58

24h Schutz für die Haut! vertraut auf Spezialcreme reichhaltig an den 3 wichtigen Barrierefettstoffen:

Pharmareport und Lifescience > Stress beginnt im Darm, Hilfe bringen Probiotika 59 > Baxter investiert in den Standort Krems 60 > Astellas Arznei ist neuer Gold-Standard bei CDI 60 > IMS Health: Pharmabranche wächst nur noch moderat 61 > Experten warnen: Keime im Spital sind Bedrohung 61 > Europas Biotech-Branche traf sich in Wien 61

Ceramide Freie Fettsäuren Cholesterol Ideal für gestresste, äußerst trockene Haut

Mit Qualität ans Ziel. hilft der Haut, sich selbst zu helfen

1

22.04.11 11:13

w ww.p ha rm a - l og isti k.a t

Gesundheitsreform Eine aktuelle Analyse der Statistik Austria belegt, dass die Reformbemühungen in den Spitälern greifen: Immer mehr Patienten werden nur noch tagesklinisch behandelt – das braucht aber mehr Personal. Seite 58


c ov e r

58 – healtheconomy

Kommentar

Chronische Probleme

Freitag, 8. November 2013

Krankenhausbilanz Statistik Austria präsentierte die aktuelle Spitalsentlassungsbilanz; Tagesklinik zieht weiter an

Spitäler: Personalkosten steigen weiter kräftig an

Mehr als 40% der gesamten Gesundheitsausgaben werden für den stationären Bereich ausgegeben.

GRAFIK DER WOCHE SPITÄLER 2012 IN ZAHLEN Vergleich zu 2002

2.813.756 Spitalsentlassungen

535.164 davon tagesklinische Aufenthalte

6,5 Tage durchschnittliche Aufenthaltsdauer

+13% +54% – 11%

Anteil der tagesklinischen Operationen an allen OPs 5,8 % 2002

14,5 % 2012

Quelle: APA/European Journal of Cancer; Grafik: R. Appl

Hier mehr, dort weniger Im Akutbereich reduzierte sich – bezogen auf die Gesamtbevölkerung – die Zahl der Krankenhausaufenthaltstage pro Kopf zwischen 2002 und 2012 von 1,8 auf 1,6 Tage (-10,7 Prozent), und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Spitalspatienten sank von 7,3 auf 6,5 Tage (-11,0 Prozent). Dies steht laut Statistik Austria im Zusammenhang mit der zugleich stark gestiegenen Zahl der tagesklinischen Aufenthalte (+54,4 Prozent). 2012 fanden bereits 19 Prozent aller Entlassungen im tagesklinischen Setting statt (im Jahr 2002 waren es nur 14 Prozent). Der Anteil der tagesklinischen chirurgischen Eingriffe an allen Operationen nahm von 2002 bis 2012 von 5,8 Prozent auf 14,5 Prozent zu. Im internationalen Vergleich sei dieser Anteil aber dennoch gering,

In österreichischen Krankenhäusern wurden im Vorjahr insgesamt 4,7 Millionen medizinische Leistungen erbracht.

hieß es in dem erst in der Vorwoche veröffentlichten Bericht. Immerhin wurden im Vorjahr bereits 56,8 Prozent der Kataraktoperationen („Grauer Star“) tagesklinisch durchgeführt (Zielwert des Bundes-Zielsteuerungsvertrags Gesundheit sind jedoch 90 Prozent), 2002 waren es lediglich 1,5 Prozent. Auch Gebärmutter-Ausschabungen (34,3 Prozent; Zielwert: 70 Prozent) und Karpaltunnel-Operationen am Handgelenk (43,7 Prozent; Zielwert: 90 Prozent) wurden häufig und mit steigender Tendenz tagesklinisch umgesetzt, wenn auch noch deutlich vom Zielwert entfernt. Geringe Veränderungen des tagesklinischen Anteils verzeichneten hingegen Leistenbruchoperationen und Mandelentfernungen.

Insgesamt wurden im Jahr 2012 in den österreichischen Krankenanstalten 4,7 Mio. abrechnungsrelevante medizinische Leistungen dokumentiert, darunter 1,2 Mio. operative und 3,5 Mio. diagnostisch-therapeutische Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die operativen Leistungen ein leichtes Minus, die diagnostisch-therapeutischen Leistungen ein Plus von 3,3 Prozent.

tagen der Gebärmutter (38.103). Die Ausgaben für die stationäre Versorgung einschließlich der stationären Langzeitversorgung machten laut den von Statistik Austria berechneten Werten des OECD-System of Health Accounts im Jahr 2011 40,5 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben aus. Die Ausgaben für den stationären Bereich stiegen von 2001 bis 2011 um 50 Prozent von 8,5 Mrd. auf 13,1 Mrd. Euro bzw. von einem BIP-Anteil von 4,0 auf 4,4 Prozent. Mehr als die Hälfte der Ausgaben der Krankenanstalten waren Personalkosten. Von 2002 bis 2012 stieg die Zahl des ärztlichen Personals in den Krankenanstalten um 28,0 Prozent, die des nichtärztlichen Personals um 19,2 Prozent.

Kataraktoperationen führen Der häufigste Eingriff war im Jahr 2012 die Kataraktoperation (92.971), gefolgt von Operationen der Haut (60.792), vaginale Entbindungen (49.396), Operationen des Kniegelenks (43.841) sowie Curet-

Zehn Jahre Uni-Klinik Land will Ausbildung forcieren

Oberösterreich Kostendämpfungspotenzial gestiegen

Salzburg. Mit der Gründung der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) vor genau zehn Jahren wurden die Salzburger Landeskliniken zum Universitätsklinikum erhoben. Damit einher ging die Verpflichtung zu angewandter Forschung und Lehre. Zum Jahrestag bekräftigte Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) einmal mehr die Forderung Salzburgs an den Bund, die Medizinerausbildung an der PMU finanziell zu unterstützen.. „Der Bund muss den klinischen Mehraufwand, der durch die Ausbildung der angehenden Mediziner entsteht, abdecken“, so Stöckl. Es sei nicht länger einzusehen, dass die finanziellen Lasten allein das Land zu tragen habe. Der aktuelle Sparkurs der Landesregierung werde die Forschung an den Uniklinken nicht belasten, versicherte Stöckl. „Wir wollen zumindest die Grundausgaben beibehalten; zum Glück gibt es treue Sponsoren und Förderer.“ Laut dem Rektor der PMU, Herbert Resch, sei die jährliche Euromillion für Forschungsprojekte – bereitgestellt von Land Salzburg,

Linz. Die oberösterreichische Spitalsreform II wird auch im zweiten Evaluierungsbericht positiv beurteilt. Bisher sei es gelungen, alle Maßnahmen umzusetzen. „Wir liegen über Plan und nicht unter Plan“, sagte Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) im Beisein des Vorsitzenden der Evaluierungskommission, Wolfgang Bayer. Zwei Drittel aller Maßnahmen der Priorität A, die bis Ende 2013 durchgeführt werden sollen, wurden demnach bereits bis Mitte des Jahres umgesetzt. Für alle weiteren Punkte wurden die entsprechenden Schritte eingeleitet. Zusätzlich werde bereits ein Teil der Maßnahmen der Priorität B, die bis Ende 2016 erledigt werden sollen, durchgeführt. Die aktuelle Ausgabenentwicklung ergebe für das Jahr 2020 eine Kostendämpfung von 364 Mio. €. Kumuliert betrachtet, betrage die Kostendämpfung bis 2020 insgesamt 2,4 Mrd. €, das sei sogar über dem Ausgangswert von 2011 von 2,3 Mrd. €, sagte Bayer. 2011 wurden bereits 91 Mio. € eingespart, 2012 waren es 153 Mio. und für 2013 sind 163 Mio. vorgesehen.

Salzburg will mehr Geld vom Bund Spitalsreform liegt „über Plan“ PMU und Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz – für die beiden kommenden Jahre gesichert. Zugleich wurden in den vergangenen zehn Jahren aus Drittmitteln 155 Forscher-Stellen finanziert Trotzdem wünscht sich der Rektor nicht nur eine Abdeckung des klinischen Mehraufwands, sondern auch eine Absolventenabgeltung durch den Bund, also eine nachträgliche Vergütung der Ausbildungskosten der Ärzte. (iks)

Rektor Herbert Resch wünscht sich Finanzspritze für die Medizinuni.

Im Vorjahr ging man noch von 103 Mio. für 2012 und 153 Mio. für 2013 aus. Die Evaluierung der Spitalsreform II geschah auf Basis der konkreten Zahlen von 2012. Die Krankenhaushäufigkeit sei zum Vergleichsjahr 2009 um 7,3 Prozent von 285 auf 264 Aufenthalte pro 1.000 Einwohner gesunken. Die Belagstage seien im selben Zeitraum um 9,2 Prozent auf 1.517 gesunken. Man sei auf dem richtigen Weg. (iks)

© APA/Hermann Walkobinger

F

ür die Gesundheitssysteme und damit für uns alle sind sogenannte Zivilisationskrankheiten enorme Belastungen: Die weltweiten Kosten für Herzinfarkt und Co., Chronische Lungenkrankheiten (COPD), Diabetes und Krebs dürften sich von 4.710 Milliarden (!) im Jahr 2010 auf 9.720 Milliarden Euro im Jahr 2030 verdoppeln, schätzt die Weltgesundheitsorganisation. Mit Ausnahme des Rauchens – und der daraus resultierenden Lungenerkrankungen – sind die Krankheiten zu einem Gutteil durch Ernährung bedingt. Man könnte auch sagen, im Kochtopf tickt eine Zeitbombe. Das Problem dabei ist allerdings, dass immer weniger Menschen Zeit haben, auch wirklich zu kochen. Also geht es um die Frage der Qualität und der Inhaltsstoffe in unseren Lebensmitteln. Fett, Zucker und zu viele Kalorien belasten uns zunehmend. Manche Staaten denken bereits über Steuern auf ungesundes Essen oder Werbeverbote nach. Gleichzeitig hören wir gerade, dass die EU nun doch die Türen öffnet für den Anbau gentechnischer Pflanzen. Die Folgen für die Gesundheit sind noch nicht klar. Allein diese Tatsache sollte uns aber vorsichtig sein lassen. Erst wenn die negative Folgen ausgeschlossen werden können, darf etwas verkauft werden. Bei Arzneimitteln ist das ja auch nicht anders.

Wien. Die Zahl der Spitalsentlassungen stagniert in Österreich seit vier Jahren, und chirurgische Eingriffe werden vermehrt in tagesklinischer Form durchgeführt. In den vergangenen zehn Jahren stieg ihr Anteil an allen Operationen von 5,8 auf 14,5 Prozent, geht aus der von der Statistik Austria nun veröffentlichten Spitalsentlassungsstatistik für das Jahr 2012 hervor. Insgesamt gab es im Vorjahr 2.813.756 Spitalsentlassungen, das sind um 3.910 (plus 0,1 Prozent) mehr als 2011. Seit nunmehr bereits vier Jahren stagniert die Zahl, während vor 2009 die jährlichen Zuwachsraten zwischen einem und vier Prozent lagen. Dennoch war im Jahr 2012 die Zahl der Spitalsentlassungen insgesamt um 13,4 Prozent höher als jene von 2002.

© Carina Karlovits

Martin Rümmele

© Panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

andreas feiertag

Josef Pühringer, Oberösterreichs Landeschef, ist zufrieden mit der Reform.


H E A LT H : C A R E

Freitag, 8. November 2013

healtheconomy – 59

Gemeinschaftsverpflegung „Mehr als zwei Millionen Menschen werden täglich von Großküchen versorgt“, sagt Branchenprofi Manfred Ronge

Essen als Aufgabe für Profis Martin RÜmmele

Baden. „Der Zeitpunkt des Essens ist für Menschen in Spitälern, Pflegeheimen und sozialen Einrichtungen oft der wichtigste Moment des Tages. Wenn man hier Freude schafft, leistet man enorm viel“, sagt Manfred Ronge von Ronge & Partner. Das Unternehmen ist im kulinarischen Bereich zum größten heimischen Spezialisten für die Speisenversorgung im Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Gemeinschaftsverpflegung herangewachsen und betreut zu mehr als 80% Kunden aus dem Umfeld der Gemeinschaftsverpflegung und professionellen Speiseproduktion.

Spitalsgruppen als Kunden So zählen der Wiener KAV, die Vorarlberger KHBG, die KAGES, die NÖ LK Holding, die Wiener Gesundheitsförderung und viele

Forschung Probiotika

Hilfe bei Stress Wien/Graz. Dauerstress hat Folgen: „Anhaltende Stresssituationen belasten den gesamten Organismus und können zu ernsthaften Erkrankungen führen“, erklärt Anita Frauwallner, Leiterin des Grazer Pharmaunternehmens Institut Allergosan. Ob wir Stress gut verarbeiten können oder ob er uns krank und nervös macht, entscheidet eine direkte Funktionsachse zwischen Darm und Gehirn. Dabei ist die Verbindung zwischen Gehirn und Darm nicht einseitig. Auch vom Darm zum Gehirn gibt es wichtige Leitungen, über die Informationen getragen werden: „Die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn verläuft in vielfacher Weise“, betonte Univ.Prof. Peter Holzer bei einer Pressekonferenz in Wien. Er ist Forschungsleiter am Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie der Medizinischen Universität Graz. Dauerhafter Stress kann diesen Kreislauf stören, kann etwa die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut erhöhen. Damit werden pathogene Informationen vermehrt an das Hirn weitergeleitet – es reagiert und verstärkt die Stressreaktion. Die Folgen: Angstzustände, Schlafstörungen, Depressionen, Gewichtszunahme. In langjährigen Forschungen konnten probiotische Darmkulturen entwickelt werden, die Entzündungen wirksam behandeln. Mit 7,5 Mrd. probiotischen Bakterien bildet OMNi-BiOTiC Stress Repair eine Barriere gegen Stress, sagt Frauwallner. (cr)

Betreiber von Senioren- und Pflegeheimen zu den zufriedenen Kunden, bei denen „unser kulinarisches Coaching zur Verbesserung der Situation in der Speisenversorgung beigetragen hat“, sagt Ronge, der auch Initiator und Präsident des heuer neu gegründeten Dachverbands ist. Zudem ist er Mitbegründer des Lehrgangs für den akademischen Gastro- und Kulinarikmanager auf der FH Wien und gehört als Gründer des Lehrgangs zum diplomierten Großküchenleiter und als Mentaltrainer mit seinem „kulinarischen Coaching“ zu den führenden Kapazitäten im Fachbereich der Gas-

tronomie und Gemeinschaftsverpflegung.Das Spektrum von Ronge & Partner reicht deshalb von der Auftragsabwicklung über die Beratungstätigkeit, Schulung und Coaching der Führungskräfte und Mitarbeiter im kulinarischen Bereich bis zur Ausschreibung und Vergabe von Cateringaufträgen, Qualitätsverbesserungsprogrammen in Küchen und der Verbesserung von Zielgruppenorientierten Verpflegungsarten in diversen Sozialeinrichtungen. Dazu kommen auch Beratungen in den Bereichen Küchenplanung und zentrale Speisenversorgung, Betriebsorganisationen und Hygienemanagement.

Die dabei relevanten Zielgruppen reichen von Kranken- und Altenwohnhäusern über Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen und Horte bis hin zur Berufsverpflegung und Behinderteneinrichtungen, schildert der Beratungsprofi. Ronge über seine Arbeit: „Wir zeichnen maßgeblich für Umsetzung von namhaften, organisationsverändernden Projekten verantwortlich und stehen für eine ganzheitliche Abwicklung in sämtlichen Bereichen – von der Projektorganisation über das Projektmanagement, bis hin zur Koordination, Dokumentation und Umsetzungsbegleitung.“

© Martin Moravek Studio Unlimitedm Photography

Ronge & Partner betreut Gemeinschaftsverpfleger bei der Professionalisierung ihres Angebots.

Manfred Ronge: „Zeitpunkt des Essens ist oft wichtigster Moment des Tages.“

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www.uniqa.at Anita Frauwallner (Institut Allergosan): „Entzündungen behandeln“. 704_13_Ins_HK2013_Vorsorge_f_medianet_216x288abf.indd 1

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P h a r m a : r ep o r t

60 – healtheconomy

AstraZeneca will Spirogen übernehmen London. Der britische Pharmariese AstraZeneca will mit der Übernahme der Londoner Biotechfirma Spirogen sein Krebsmedizin-Geschäft stärken. Bis zu umgerechnet rund 295 Mio. € ist AstraZeneca der Zukauf wert, wie das Unternehmen mitteilte. Spirogen ist auf Antikörper-Wirkstoffe spezialisiert, die gezielt Tumorzellen angreifen, aber gesunde Zellen unangetastet lassen sollen. AstraZeneca will die Entwicklungen von Spirogen bei seiner US-Biotechtochter Medimmune nutzen, um unter anderem die Entwicklung neuer Krebsarzneien voranzubringen.

© Pfizer

Pfizer setzt verstärkt auf Krebsmedikamente

Der US-Konzern Pfizer kämpft sich von der Patent-Klippe zurück.

New York. Der US-Pharmakonzern Pfizer macht mit neuen Krebsmedikamenten allmählich wieder verlorenen Boden gut. Zwar fiel der Nettogewinn wegen Patentabläufen im Vergleich zum Vorjahr immer noch um 19% auf 1,89 Mrd. €. Doch zeigten die Konzentration auf neue Medikamente und Kostensenkungen erste Erfolge. Analysten hatten mit einem stärkeren Gewinneinbruch gerechnet. Im frühen US-Handel legte die Aktie aber mehr als ein Prozent zu. Allein die Erlöse der Onkologie-Sparte mit neuen Arzneien wie Xalkori gegen Lungenkrebs oder Inlyta gegen Nierenkrebs stiegen um 24% auf 407 Mio. €; hier will Pfizer ausbauen.

Interview Japanischer harmakonzern intensiviert seine Kooperation mit österreichischen Forschungseinrichtungen

Daiichi Sankyo sucht neue Forschungspartner

Österreichische Organisation ist kei­neswegs reine Vertriebsniederlassung, sagt Country-Manager Reiberg. Martin RÜmmele

Wien. Der Name Daiichi Sankyo wurde lange nicht mit großen Pharmafirmen assoziiert, zumindest nicht in Europa. Das seit mehr als 100 Jahren bestehende japanische Unternehmen ist dennoch schon mehr als 50 Jahre in Europa aktiv und hat sich zu einem der bedeutendsten japanischen Pharmakonzerne in Europa entwickelt. Mit einem Nettoumsatz von 9,31 Mrd. € im Vorjahr gehört Daiichi Sankyo zu den Top 20 der Branche. healtheconomy sprach mit Österreich-Manager Manuel Reiberg. healtheconomy: Was bedeutet die Gesundheitsreform für Sie? Manuel Reiberg: Bund, Länder und Sozialversicherung haben durch die neue Art der Zusammenarbeit gemeinsam Verantwortung für Weichenstellungen übernommen. Ich sehe die Reform als große Chance. Das zentrale Element, das Gesundheitssystem mittels Zielsteuerung patientenorientiert und effizient zu gestalten, muss aber mit Leben gefüllt werden. Dazu können und sollen alle Partner beitragen. Das gilt auch für Daiichi Sankyo. Als Branche im Allgemeinen und als Unternehmen im Speziellen ist es unser Anliegen, unsere weltweite Therapie-Expertise, aber auch unsere Management- und Kommunikationserfahrung transparent zur Verfügung zu stellen.

© Stephanie Wolfsteiner/Daiichi Sankyo

short

Freitag, 8. November 2013

Österreich-Manager Manuel Reiberg: „Daiichi Sankyo passt interne Organisation an sich ändernde Rahmenbedingungen an.“

innovative Firmen wachsende Generikakonkurrenz. Darüber hinaus führt das Augenmerk auf KostenNutzen-Profile zu einer vermehrten Auseinandersetzung mit pharmaökonomischen Bewertungsverfahren. Zudem nehmen immer mehr Institutionen Einfluss auf Entscheidungsprozesse beim Marktzugang. Um dem gerecht zu werden, haben wir ein zentrales Projekt gestartet, um die Organisation an diese Herausforderungen anzupassen.

healtheconomy: Wie reagieren Sie auf die sich ändernden Rahmenbedingungen – Stichwort Patentabläufe, Wirtschaftskrise? Reiberg: Das europäische Gesundheitswesen steht vor enormen Herausforderungen und Veränderungen. Dazu zählen Kostenbeschränkungen und damit für

healtheconomy: Was ist das? Reiberg: Wir wollen Dienstleistungen und Aktivitäten noch stärker auf Bedürfnisse der Stakeholder einschließlich der Patienten ausrichten. Im Mittelpunkt steht zukünftig ein ganzheitlicher Ansatz, der vor allem auch jene Entscheidungsträger und Institutionen

Einkauf Baxter hat in Wiener Pharma-Start-up investiert

einbezieht, die für die Bewertung und den Marktzugang innovativer Arzneimittel zuständig sind. healtheconomy: Führen Sie in Österreich ein reines Vertriebsbüro? Reiberg: Nein, die österreichische Organisation ist keineswegs eine reine Vertriebsniederlassung. Wir sind sehr aktiv im Forschungsbereich, arbeiten mit Kliniken und Institutionen zusammen. Unter anderem unterstützen wir klinische Prüfungen von neuen Behandlungen für Patienten mit Krebs-, Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. So wird der in Entwicklung stehende Faktor-Xa-Hemmer ‚Edoxaban‘ auch mit österreichischer Beteiligung untersucht. Hier sind mehr als 25 Zentren in Studien und Registern rund um das Thema Antikoagulation involviert.

healtheconomy: Was ist künftig an Aktivitäten geplant? Reiberg: Aktuell weiten wir das gemeinsame Arzneimittelforschungsprogramm ‚Take a new Challenge for Drug Discovery Global Program‘, das in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten aus Japan erfolgt, auf Deutschland, die Schweiz und Österreich aus. Im Rahmen des Programms suchen wir im Bereich der Technologieforschung nach innovativen Partnern zur gemeinsamen Entdeckung neuer Wirkstoffe und zur Durchführung von Testprojekten, die zu neuartigen Wirkstoffkandidaten und Arzneimitteln führen könnten. Die Bewerbungsfrist für Österreich läuft. Der Start der Forschungsprogramme ist für Mitte April 2014 vorgesehen.

Krankenhauskeime Europäische Infektionsgesellschaft erlässt Therapie-Richtlinie

Baxter investiert stark Astellas-Arznei Gold-Standard

Baxter investiert 138 Mio. €in die Standorte in Österreich...

erwartet wird, erfordert einen Ausbau der Kapazitäten und eine Erneuerung der Produktionsanlagen beim Hersteller, dem US-Pharmakonzern Baxter. Mit dem bereits errichteten und teilfertiggestellten Produktionsgebäude ist Krems für Investitionen ein idealer Standort, teilte das Unternehmen mit. In der ersten Ausbaustufe ist zunächst eine Produktionslinie geplant, für mögliche zukünftige Erweiterungen sind ausreichend Flächen vorhanden. Das Investitionsvolumen wird mit 138 Mio. € veranschlagt. Baxter hat zudem zwei Mio. € in das Wiener Pharma-Start-up Zytoprotec investiert. Zytoprotec entwickelt laut Medienberichten Medikamente, die die körpereigenen Schutzmechanismen von Zellen aktivieren sollen. Die Firma befindet sich gerade in der zweiten von drei Phasen der Medikamentenentwicklung und wird mit 20 Mio. € bewertet. Für die dritte Phase brauche man einen starken Partner, der die Investitionskosten von 40 bis 60 Mio. € übernehmen könne, sagt Karl Altenhuber, der das Unternehmen 2007 mitgegründet hat. (fei)

London/Wien. Die potenziell tödliche Krankheit Clostridium-difficile-Infektion (CDI) gehört heute zu den häufigsten, durch Krankenhauskeime verursachten Infektionen. Die Europäische Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ESCMID) hat nun neue Richtlinien veröffentlicht, in denen der Wirkstoff Fidaxomicin für alle CD-Patienten empfohlen wird, die für eine orale Behandlung

mit Antibiotika infrage kommen. Die Richtlinien empfehlen Fidaxomicin insbesondere als Erstlinientherapie für CDI-Patienten mit erstem Rezidiv oder Rezidiv-Risiko sowie für Patienten mit multiplen CDI-Rezidiven. Die Richtlinien empfehlen Fidaxomicin auch für Patienten mit einer schweren Erkrankung und einer leichten CDI. Dies freut insbesondere den Hersteller von Fidaxomicin, die Astel-

las Pharma Europe Ltd. mit Sitz im Vereinigten Königreich: „CDI kann tödlich sein und hat großen Einfluss auf die Gesundheit der Patienten und ihre Lebensqualität. Wir hoffen, dass die Anwendung dieser Empfehlungen zu einer besseren Behandlung von CDI sowie im Umgang mit Rückfällen führen wird“, erklärte Ken Jones, Präsident und CEO von Astellas Pharma Europe.

Giftstoffe im Darm

© Astellas

© Baxter

Wien. Ein in Österreich entwickeltes, aus Blutplasma hergestelltes Arzneimittel für die Therapie von Blutgerinnungsstörungen hat sich in jüngsten klinischen Studien auch in der vorbeugenden Anwendung in der Hämophilie bewährt. Es wurde deshalb von den zuständigen Behörden auch für diese Anwendung zugelassen. Der stark steigende Bedarf an diesem Produkt, der damit für die Zukunft

Berthold Cvach, Geschäftsführer von Astellas Pharma in Österreich.

CDI ist eine schwere Krankheit, die infolge einer Infektion der Darminnenwand mit dem Bakterium C. difficile entsteht. Das Bakterium produziert Toxine, die zu einer Entzündung des Darms, zu Durchfall und in manchen Fällen zum Tod führen können. Patienten entwickeln CDI oft nach einer Behandlung mit Antibiotika, die die normale Darmflora zerstört und so die Ausbreitung von C. difficile fördert. CDI hat enorme Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme, und Patienten bleiben oft ein bis drei Wochen länger bei zusätzlichen Kosten von bis zu 14.000 € im Spital. (fei)


Life:science

Freitag, 8. November 2013

healtheconomy – 61

Branche Qualität

Branchenanalyse Marktforschungsunternehmen IMS Health erwartet Zuwächse in Asien, Lateinamerika und Afrika

IMS: Pharmaindustrie wächst nur noch moderat

EU regelt Med-Produkte Brüssel/Wien. Kürzlich einigte sich das EU-Parlament auf zwei Gesetzesvorschläge, welche die Sicherheit von Medizinprodukten erhöhen sollen. Neben Sicherheitsvorschriften für In-vitro-Diagnostika wurden Regeln für eine strengere Überwachung und Zertifizierung von Medizinprodukten beschlossen. „Der neue Parlamentsbeschluss stimmt uns optimistisch im Hinblick auf eine ausgewogene EU-Verordnung im Sinne der Patienten und der Branche“, sagt Friedrich Thomasberger, Austromed-Präsident. Die grundsätzlichen Maßnahmen sieht er als Basis für weitere konstruktive Diskussionen. Viele der enthaltenen Maßnahmen ebnen den Weg zur Verbesserung der Patientensicherheit und der Transparenz, sagt auch Geschäftsführer Thomas Lindinger. „Das Europäische Parlament hat wesentliche Elemente des Zulassungsprozesses im Vergleich zu ersten Entwürfen optimiert und damit eine unnötige Verzögerung von lebensrettenden, medizinischen Geräten zumindest teilweise verhindert“, so Thomasberger. „Dennoch sind wir weiterhin der Ansicht, dass zwar die Überwachung des Zulassungsprozesses weiter ausgebaut, jedoch nicht zusätzliche Ebenen geschaffen werden sollten.“

Generikaanteil steigt in Österreich weiter, Umsätze wachsen bis 2017 um durchschnittlich 2,5% p.a.

Fokus auf neue Märkte

IMS Health-Experten Frank Wartenberg (re.) und Erika Sander analysierten mit Experten Entwicklungen im Arzneimittelmarkt.

Nach der Blockbuster-Ära, in der Unternehmen mit wenigen, aber sehr umsatzstarken Präparaten hauptsächlich aus dem Primary Care-Bereich noch auf relativ einfache Marktstrukturen trafen, gehe es heute nach dem sogenannten Patent Cliff hauptsächlich um Spezialmärkte und hochspezifische Medikamente. Die größten Investitionen werden in die Emerging Markets in Asien, Lateinamerika und Afrika wandern, betonte Wartenberg. In der Zukunft werde es stark darauf ankommen, in der Allokation der Geldmittel die Entscheidung nicht allein dem Arzt zu überlassen. Durch Outcome-Research solle herausgearbeitet werden, welche therapeutischen Ergebnisse mit einem neuen Medikament im Ver-

gleich zu Vorhandenem erzielt werden können. Während England und die skandinavischen Länder in der Beurteilung von Therapien aus gesundheitsökonomischer Sicht viel weiter fortgeschritten sind, sei Österreich im Bereich Outcome-Research noch ein Entwicklungsland. Wartenberg fasste zusammen: „Real World Evidence werden sehr wichtig, um Entscheidungen im Gesundheitswesen besser treffen zu können; das ist ein Thema, das auch uns als IMS bewegt.“ Erika Sander, Senior Manager Commercial von IMS Health, fokussierte in ihrer Analyse auf den österreichischen Markt. Eines der wichtigsten Ergebnisse: „Der Generikaanteil ist in den letzten fünf Jahren in Österreich um vier

Prozentpunkte gestiegen.“ Man verzeichne wenig Launches im Primary Care-Bereich. Für 2013 wird im Apothekenmarkt mengenmäßig mit einem Anstieg um 2,9% im Vergleich zu 2012 gerechnet. Absatztechnisch kommt es zu einer Verlangsamung des Wachstums mit einem Plus von nur noch 0,4% zum Vorjahr.

stärker zum Umsatz, die nicht registrierten stärker zum Mengenzuwachs beitragen. Grund dafür sind die unterschiedlichen Preisniveaus. Für 2013 ergeben die Berechnungen von IMS einen Pharmamarkt in Österreich von 4.149,6 Mio. USD, für die Folgejahre dann 4.240,9 Mio. (2014) und 4.376,6 Mio. USD (2015). Die jährliche Wachstumsrate hat man mit 2,5% pro Jahr (2012–2017) berechnet. Thomas Schneider, Managing Partner für den Bereich „Commercial Effectiveness“ Central Europe bei IMS, lieferte Einblicke in den Bereich Launch Excellence. Der IMS-Event klang mit einem leidenschaftlichen Plädoyer von Wirtschaftstrainer Günther Panhölzl für Kooperation als Erfolgsmotor der Zukunft aus.

2,5% Plus pro Jahr Im Spitalsbereich erwartet man einen mengenmäßigen Rückgang um 3%, beim Umsatz hingegen einen Anstieg um 4,2%. OTC-Produkte werden im Gesamtjahr nach Prognose von IMS Health um 5% nach Absatz und 8,2% nach Umsatz wachsen. Auffallend dabei ist, dass die registrierten OTC-Produkte

© Austromed

Wien. Bis 2017 wird der globale Pharmamarkt eine Größe von 1,2 Billionen USD erreichen. Wachstumstreiber sind auch hier Asien, Lateinamerika und Afrika. Diese Einblicke in die Entwicklung des globalen Pharmamarkts präsentierte diese Woche Frank Wartenberg, President Central Europe und General Manager für Deutschland und Österreich von IMS Health. Im Falle Afrikas gehe es um einen Markt von 30 Mrd. USD im Jahr 2016 und 45 Mrd. USD im Jahr 2020. Davon werden allein 20 bis 30% auf die zehn größten Städte Afrikas entfallen. 2017 wird China zum zweitgrößten Pharmamarkt nach den USA. Vom Wachstum her wird Westeuropa in Zukunft hintenan sein, doch liege seine Stärke nach wie vor in Innovation und Entwicklung.

© mv

Mathieu Völker

Austromed-Geschäftsführer Lindinger lobt neue Transparenz.

Analyse Experten warnen vor Krankenhausinfektionen

Kongress LifeScience-Branche in Österreich wächst und hat 50.000 Beschäftigte

Krank durchs Spital

Biotech-Branche traf sich in Wien

Wien. Die Österreicher können weiterhin bei geplanten Eingriffen die Krankenhausabteilung nicht danach auswählen, wo die geringsten Infektionsraten auftreten. Es gibt kein umfassendes Meldesystem von Krankenhäusern an den Bund. Dabei stellt jede „nosokomiale Infektion“ (Krankenhausinfektion) einen Fall für Fehlermanagement dar, stellten Montagabend Experten bei einem RoundtableGespräch in Wien fest. Laut einem aktuellen Bericht des Europäischen Zentrums für Krankheitskontrolle (ECDC/Stockholm) erleiden in Europa jährlich rund 3,2 Mio. Menschen Infektionen in Spitälern, die eigentlich möglichst keimfrei sein sollten, die Schätzungen gehen von rund 37.000 Todesfällen aus. Der Wiener Infektiologe Christoph Wenisch bei dem Podiumsgespräch der „Plattform Patientensicherheit“: „Ich bin entsetzt, dass man in Wien Ignaz Semmelweis noch immer nicht kapiert hat. Jede nosokomiale Infektion ist ein Fehler. Das Krankenhaus ist nicht zu schützen. Der Patient ist zu schüt-

Wien. Österreich braucht sich in Sachen Biotechnologie nicht zu verstecken. Die Life-ScienceIndustrie mit Biotech-Forschung und -Anwendung hat im Jahr 2012 bereits 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Die Entwicklungsstrategie setzt auf Wissenstransfer zwischen Grundlagenforschung und Wirtschaft sowie auf die Förderung von Startup-Unternehmen, hieß es am Montag bei einer Pressekonferenz am Montag zu Beginn der Bio-EuropeKonferenz 2013 in Wien.

zen.“ Im Grunde sollte jeder Österreicher die Möglichkeit haben, an einem einfachen Ampelsystem zu erkennen, wie die jeweilige Spitalsabteilung im Vergleich zu ähnlichen Abteilungen bei der Infektionsrate abschneide. Doch davon – speziell von durchgängiger Transparenz – kann offenbar keine Rede sein. Hier fehlt es seit Jahrzehnten an flächendeckenden Datenerhebungen.

samt geht es in diesem Sektor in Österreich bereits um rund 50.000 Beschäftigte in rund 720 Unternehmen. Die Bio-Europe-Konferenz fand als Kombination von Messeevent und Kontaktplattform für BiotechInteressierte aus Forschung, Investorenszene und Industrie zum zweiten Mal in Wien statt. Peter Halwachs, Geschäftsführer des Wiener Life-Science-Clusterpro-

gramms (LISAVienna): „Wir haben hier rund 3.500 Teilnehmer von 1.800 Unternehmen.“ Von den 117 teilnehmenden österreichischen Firmen hätten 80 ihren Standort in der Bundeshauptstadt. Durch den Mangel an Risikokapital aus privater Hand war die österreichische Biotech- und LifeScience-Szene von Beginn an auf vielfältige Förderungen angewiesen. (iks)

In Krankenhäusern fehlt die Transparenz über krankmachende Keime.

„Die Zahl der Life-Science-Unternehmen in Österreich hat in den vergangenen zwei Jahren um 25 Prozent zugenommen. Dieser Wirtschaftsbereich hat im Jahr 2012 rund 18 Mrd. Euro Umsatz gemacht. Er ist zu einem wichtigen Anteil am Wirtschaftsleben geworden. Man muss hier nicht der Erste sein, aber man muss konsequent sein“, sagte Edeltraud Stiftinger, Geschäftsführerin des Austria Wirtschaftsservice (aws). Insge-

© Rauchecker für cardamom

© panthermedia.net/Yuriy Klochan

Risikokapital fehlt noch

In Wien traf sich diese Woche das Who-is-Who der europäischen Biotech-Szene.


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

62 – healtheconomy

short

Pharma Marketing Club Austria: 18. Diskurs

Freitag, 8. November 2013

Qualitäts-Management Für technischen Betrieb des Wiener AKH gab es nun die dritte internationale Anerkennung

Vamed ausgezeichnet BetriebsführungsgesmbH wurde bereits 2010 in der Kategorie „Erfolg durch Mitarbeiter“ und 2012 in der Kategorie „Kreativität und Innovation“ als Prize Winner ausgezeichnet. Heuer gelang dem Unternehmen dieser Erfolg erneut – und zwar in der Kategorie „Erfolgreich durch das Talent der Mitarbeiter“. „Dass wir diesen Preis nach Brüssel und Bilbao heuer an unserem Firmensitz Wien entgegennehmen durften, ist für uns eine besondere Ehre. Die dritte EFQMAuszeichnung innerhalb von vier Jahren bestätigt uns in der Strategie, bei unseren Leistungen auf Kontinuität und Nachhaltigkeit zu setzen. Getreu unserem Motto ,Von Menschen Excellence für Menschen‘ verstehen wir uns als verlässlicher und langfristiger Partner im Wiener Gesundheitswesen“, sagt Otto Müller, Geschäftsführer von Vamed-KMB.

Ines Windisch, Präsidentin des PMCA, moderiert die Veranstaltung.

Wien. Unter dem Motto „Das Integral im Pharma-Marketing – wie Reformen und Trends systematisch ein neues Marketingverständnis fordern“ findet am Montag, 18. November, ab 13 Uhr, der 18. PMCA-Tag in der EMS Lounge in Wien statt. Besucher erwarten eine spannende Key-Note und inspirierende Vorträge zu den Themen Gesundheitsreform und Gamification im Pharma-Marketing. Moderation: Ines Windisch, Präsidentin PMCA.

Biotech-Experten über künftige Forschung

Wien. Die Vamed-KMB, ein Unternehmen des international führenden Gesundheitskonzerns Vamed, ist verantwortlich für den technischen Betrieb des AKH Wien und einer der größten Anbieter für technische Betriebsführung und Projektabwicklung in Krankenhäusern. Ende Oktober wurde das Unternehmen – bereits zum dritten Mal – von der European Foundation for Quality Management als EFQM Excellence Award Prize Winner ausgezeichnet.

Strengste Kriterien Der Excellence Award der European Foundation for Quality Management (EFQM) ist der Qualitätspreis mit den europaweit strengsten Kriterien und dem höchsten Ansehen. Vamed-KMB Krankenhausmanagement und

Förderung Pharmaunternehmen unterstützt Forscher

Orange Day Kekse backen für einen wohltätigen Zweck

Salzburg. Mit der „Sanofi Stiftung“ zur Förderung der medizinischen Forschung in Österreich unterstützt Sanofi Österreich regelmäßig hervorragende Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Medizin. Kürzlich wurden im Rahmen einer Feier die Forscher der PMU (Paracelsus Medizinische Privatuniversität) Salzburg geehrt. Gewürdigt wurden die Preisträgerinnen und Preisträger auch heuer wieder vom Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Karl-Heinz Töchterle. Der Preis wurde von Sanofi-Geschäftsführer Roman Gamerith übergeben: „Ich bin stolz, dass wir durch dieses Projekt viele engagierte junge Forscherinnen und Forscher motivieren.“ Die Preisträger: Charity Nofziger, Nathalie Wacht und Tamara

Wien. 85% der Belegschaft von GlaxoSmithKline sind stolz auf ihr Unternehmen. Den insgesamt 100.000 Mitarbeitern steht es frei, sich am „Orange Day“ in ihrem Land sozial zu engagieren. Seit Einführung des Corporate Volunteering-Programms PULSE konnten an die 300 Freiwillige hauptberuflich Erfahrungen in wohltätigen Organisationen sammeln. Für den Orange Day bäckt das GSK-Team in Österreich mit Sitz in Wien-Auhof seit Jahren in der Adventzeit, teils in privaten Küchen, aber auch in der von Miele großzügig zur Verfügung gestellten Schauküche in Wien. Zuletzt ist die Weihnachtsbäckerei mission: possible, eine sozialtherapeutische Wohngemeinschaft für Mädchen in Brunn am Gebirge, zugutegekom-

Wien. Demografischer Wandel und medizinisch-technischer Fortschritt: Wie reagiert die Forschung darauf? Darüber diskutierten im mit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft veranstalteten club research mit Johannes Steiner: Georg Bauer (ETH Zürich), Thomas Czypionka (IHS), Wolfgang Dür (LBI Health Promotion Research), Hellmut Samonigg (Meduni Graz), Claudia Wild (LBI Health Technology Assessment).

Soziales Engagement bei GSK

Girbl. Die Sanofi Stiftung wird seit 1964 an den medizinischen Universitäten verliehen, in Salzburg bereits zum vierten Mal. (fei)

© PMU Salzburg

© jost.con.sult-Kommunikationsbüro

Sanofi-Preis geht nach Salzburg

Johannes Steiner lud Experten zum club research nach Wien.

Otto Müller, Geschäftsführer der Vamed-KMB (re.), freut sich über die Auszeichnung.

Wissenschaftsminister Karl-Heinz ­Töchterle würdigte die Preisträger.

GAMED Tagung befasst sich mit Quelle des Lebens

men. Auch Diversity wird bei GSK groß geschrieben: Der Anteil an Frauen in Management-Positionen beträgt 70%. (fei)

© GlaxoSmithKline /Jonathan Hyams/Save the Children

© PMCA

andreas feiertag

© Vamed

Excellence Award der European Foundation for Quality Management geht heuer nach Wien.

GSK-Beschäftigte engagieren sich für soziale Themen.

Menschen, über die man spricht

Erster Wasserkongress in Wien

John B. Gurdon hält Max Birnstiel Lecture am IMP

ter sehr unterschiedlichen Denkansätzen die Möglichkeit zu geben, ihre wissenschaftlichen und persönlichen Erkenntnisse zum Thema Wasser und seiner Bedeutung für die Gesundheit des Menschen darzustellen“, betont Wolfgang Marktl, Präsident der GAMED und wissenschaftlicher Leiter des Symposiums „Die Heilkraft des Wassers“. Das Spektrum reicht von Physiologie, Psychologie, Philosophie und Ethnologie über Musik, Chemie und Mathematik bis hin zu Geburtshilfe und Medizin. (fei)

© beigestellt

Wolfgang Marktl, Präsident der GAMED, veranstaltet den ersten Wasserkongress.

Am 2. November spielte Rapid im Hanappi-Stadion gegen den FC Admira Wacker – und damit zum zweiten Mal in diesem Jahr auch zugunsten des Projekts „Nein zu Arm und Krank“. Der SK Rapid unterstützt seit einiger Zeit die GesundheitsInitiative von Siegfried Meryn. Der insbesondere aus dem Fernsehen bekannte Wiener Arzt freut sich über die Jahreskooperation mit den grün-weißen Kultkickern und hofft, dass dieses Engagement Vorbildwirkung hat.

Thomas Müller, technischer klinikleiter in wr. neustadt

Das Landesklinikum Wiener Neustadt hat einen neuen Mitarbeiter: Thomas Müller übernimmt die Position des Technischen Leiters. Müller hat bereits internationale Managementerfahrung im technischen Bereich, ist aber auch mit der Stadt Wiener Neustadt eng verbunden. Er war drei Jahre lang als Leiter der Motorentechnik bei der Diamond Aircraft Industries GmbH beschäftigt. Zuletzt war Müller als Geschäftsführer der Austro Engine GmbH tätig.

© EPA © Kolarik Andreas

Siegfried Meryn, initiator von „Nein zu Arm und Krank“

© NÖ Landeskliniken

Wien. Der britische Entwicklungsbiologe und Nobelpreisträger John Gurdon, der vor Kurzem seinen 80. Geburtstag feierte, kam auf Einladung des IMP zu einem Gastvortrag nach Wien. Am Mittwoch sprach er im Hörsaal des IMP über das Klonen von Tieren, die durch die Einschleusung von Zellkernen aus Körperzellen in embryonale Zellen hergestellt werden können. Gurdon, der eine Arbeitsgruppe am nach ihm benannten Institut der Universität Cambridge leitet, erforschte die Frage, ob die Erbinformation im Zellkern einer Körperzelle dazu genutzt werden kann, ein neues Lebewesen zu erschaffen. Dafür entwickelte er in den 1950er-Jahren eine Methode zur Transplantation von Zellkernen. (fei)

© Merkur Versicherung

Wien. Wasser ist ein den Menschen seit jeher faszinierendes Element und besitzt unzählige interessante Facetten. Die heutige Wissenschaft enthüllt mehr und mehr Geheimnisse rund um den Mythos Wasser. Auf einem hochkarätigen Kongress diskutien am Wochenende namhafte nationale und internationale Experten aus unterschiedlichsten Perspektiven über die Rolle des Wassers für die Gesundheit des Menschen. „Ziel dieses internationalen Kongresses ist es, Vertreter von mitun-

Karl Wohak, neuer schmerzmediziner in salzburg

Mit dem Wiener Schmerzexperten Karl Wohak startete die Klinik Diakonissen Salzburg im Oktober eine neue Schwerpunktsetzung. Die „Interdisziplinäre Schmerztherapie“ bietet akuten und chronischen Schmerzpatienten vielseitige Behandlungsmöglichkeiten – von der Physiotherapie bis zum komplexen Hightech-Eingriff. Wohak hat sich diesbezüglich auf interventionelle Eingriffe spezialisiert. In der Klinik wird er diese Hightech-Eingriffe durchführen.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 8. NOVEMber 2013 – 63

anhaltende diskussionen

Zukünftige CO2-Grenzwerte in Europa sind weiter heftig umstritten Seite 65

© panthermedia/B.Becker

© dpa/J. Stratenschulte

automotivebusiness firmenwagen-studie 2013

Heimische Führungskräfte dürfen großteils in Firmenautos Platz nehmen Seite 68

audi a8 Update für das flaggschiff

© Audi

Schöne, heile CabrioWelt bekommt Risse

© dpa/Abaca/B3588 Abaca Giancarlo Gorassini

short

© EPA/Fredrik Von Erichsen

Tokio/Boulogne-Billancourt/Yokohama. Renault und Nissan wollen ihre Partnerschaft ausweiten und dafür Mitsubishi einspannen. Geprüft werde eine breit angelegte Kooperation bei Technologien sowie der Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen, teilten die drei Konzerne diese Woche mit. Sprecher von Nissan und Mitsubishi sagten, es gehe bei den aktuellen Gesprächen nicht um eine zusätzliche Kapitalverflechtung der drei Unternehmen. www.renault.com www.nissan-global.com

© Panthermedia.net/Harald Hinze

Turin. Gute Nachrichten für Fiat. Der italienische Autobauer hat das dritte Quartal 2013 mit einem Wachstum des Nettogewinns von 171 Mio. € auf 189 Mio. € gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 1,4 Prozent auf 20,7 Mrd. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 830 Mio. € auf 856 Mio. €. Die Nettoverschuldung betrug am 30. September 2013 8,3 Mrd. €, Ende Juni 2013 waren es noch 6,7 Mrd. € gewesen. www.fiat.it

Cabrios Der Boom vergangener Jahre hat sich im „Oben-Ohne-Segment“ deutlich eingebremst: Während in Deutschland, Großbritannien & den USA die Absatzzahlen weiter hoch sind, kommen sie in Wachstumsmärkten nicht auf Touren. Seite 64 Mazda Warenlager Klagenfurt liefert nun auch in die Türkei

Bugatti Sondermodell Grand Sport Vitesse Meo Costantini

Der Umsatz des Mazda-Warenlagers steigt nun auf 53 Mio. Euro jährlich.

Klagenfurt. Das heimische MazdaWarenlager übernimmt ab sofort die Belieferung von türkischen Partnern des Auto-Konzerns mit Ersatzteilen. Laut einer Aussendung von Mazda Austria wird der „Teile-Umsatz“ des Unternehmens dadurch von 50 auf 53 Mio. € pro Jahr wachsen. Mazda Austria beliefert damit nun 507 Händler in 16 Zentral-, Süd- und Osteuropa. „Neben der Dienstleistungsverbesserung für Händler und Kunden in der Türkei bedeutet das auch eine Standortsicherung für unser Zentrallager“, sagte Robert Böck, Leiter des Kundenservice bei Mazda Austria. www.mazda.at

© Bugatti

Tokio. Toyota ist weiter auf der Überholspur und rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit noch mehr Gewinn. Der japanische Hersteller hob sein Ergebnisziel für 2013/14 um 13 Prozent an. Demnach sollen nun unter dem Strich umgerechnet gut 12,5 Mrd. € verdient werden. Der Weltmarktführer vor GM und VW profitiert derzeit vom schwachen Yen, der den Absatz im Ausland erleichtert. Mit dem erwarteten Ergebnis würde Toyota nur knapp unter seinem Rekordergebnis 2007/08 bleiben. www.toyota.com

© Mazda

© Toyota

Umsatz mit Ersatzteilen ausgeweitet Dritter Legende-Bugatti präsentiert

Der 8 Liter-W16-Motor des Meo ­Costantini kommt mit 1.200 PS daher.

Dubai. Bugatti präsentiert derzeit auf der Dubai International Motor Show (läuft bis 9. November) das dritte Modell seiner sechsteiligen Edition „Les Légendes de Bugatti“ als Weltpremiere. Das Legendenfahrzeug, das wie alle Legenden auf dem Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse basiert, ist Meo Costantini gewidmet. Constantini war ein enger Vertrauter des Firmengründers Ettore Bugatti. Als langjähriger Leiter des Werksteams fuhr er selbst Rennen und gewann die Targa Florio zwei Mal in einem Bugatti Typ 35. Kostenpunkt für das auf drei Autos limitierte Modell: 2,09 Mio. €. www.bugatti.com


C ov e r

64 – automotivebusiness

Kommentar

Längst gilt das Recht des Stärkeren

Freitag, 8. November 2013

Cabrios Im globalen Wettbewerb gerät das Fahrzeugsegment ins Hintertreffen – Trendumkehr unwahrscheinlich

Open-Air-Fahrzeuge kommen aus dem Trend

Ausschlaggebend dafür sind niedrige Cabrio-Affinität sowie Sicherheitsbedenken in Wachstumsmärkten. Moritz Kolar

Volvo Bilanz im 3. Quartal

© EPA/Jonas Ekstromer

Gewinn-Minus

Olof Persson drückte zuletzt die Verdiensterwartungen bei Volvo.

Göteborg. Der schwedische LkwBauer Volvo hat wegen eines groß angelegten Modellwechsels weniger verdient als erwartet. Konzernchef Olof Persson sagte vor wenigen Tagen, dass die Umstellung auf die neuen Lastwagen und die gleichzeitige Produktion alter Modelle die Ertragskraft beeinträchtige. Zudem werde es noch einige Quartale dauern, bis der Wechsel vollzogen sei. Im dritten Quartal sanken die Kernerträge auf 2,5 Mrd. Kronen (285,3 Mio. €) von 3,5 Mrd. (399,4 Mio. €) vor einem Jahr. www.volvo.com

„Insgesamt muss im Cabrio-Segment auch mittelfristig mit einem deutlich abgeflachten Volumen gerechnet werden.“ Andreas radics, Berylls

© Panthermedia.net/Darren Baker

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eder ist sich selbst der nächste. Nirgendwo sonst scheint dieser Satz zutreffender zu sein, als im Straßenverkehr, wo – ist das nur mein Gefühl? – die Ignoranz gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern immer mehr zunimmt. Wer Spur wechseln will, schmeißt den Blinker rein und wechselt. An den Ampeln wird auch bei hellrot noch drübergerauscht, Fußgänger auf Zebrastreifen im Kreuzungsbereich, die grün haben, während einbiegende Autofahrer auch grün haben, werden nicht geduldig über die Straße gelassen, sondern entweder geschnitten oder mit dem Fuß am Gaspedal gerade noch verschont. Auch das gute alte Reißverschlusssystem scheint unter den rauen Sitten zu leiden. Unlängst ist es mir zum wiederholten Male passiert, dass am Fahrstreifen links von mir der Bolide, der sich eigentlich hinter mir hätte einordnen sollen, noch schnell aufs Gas stieg, um die entscheidenen Meter vor mir am Schnittpunkt zu sein. Um einen Crash zu vermeiden, musste ich auf die Bremse steigen, was die Dame hinter mir zu einem langgezogenen Huper veranlasste. War ich doch nun auch für ihr Bremsmanöver verantwortlich, während links die Ignoranz in Form eines weiteren Unholds in den Reißverschluss Bahn brach. Aber wahrscheinlich ist es auch nur ignorant, hier darüber zu reden. Soll doch jeder selbst schauen, wo er bleibt.

Wien. Was früher als Inbegriff automobiler Freiheit und motorisierten Lebensgefühls galt, ist das prinzipiell auch heute noch; trotzdem haben sich zuletzt die Verkaufszahlen im Cabrio-Segment weltweit deutlich abgeflacht. Während für die meisten Modelle Länder wie China, Brasilien oder Russland die ganz großen Wachstumstreiber sind, gehen

Global stagnieren die Verkaufszahlen; in Großbritannien, Deutschland und den USA verkaufen sich Cabrios aber immer noch gut.

Cabrios aktuell nur in Deutschland, Großbritannien und in den USA in nennenswerter Stückzahl über den Verkaufstresen. Große Absatzsprünge seien laut Andreas Radics vom deutschen Beratungsunternehmen Berylls Strategy Advisors auch in Zukunft nicht zu erwarten: „Insgesamt muss im Cabrio-Segment daher auch mittelfristig mit einem deutlich abgeflachten Volumen gerechnet werden.“

delimousinen (SUV); auch immer größere Panorama-Dächer würden die Verkaufszahlen von Cabrios negativ beeinflussen. Dazu komme: „Das Verständnis, dass Cabrios heute vollwertige Autos sind und nicht mehr als reine Zweit- oder Drittwagen zu sehen sind, hat sich auch hierzulande noch nicht durchgesetzt“, sagt Radics. Ausschlaggebend für die niedrige Cabrio-Affinität in den Wachstumsmärkten seien vor allem Sicherheitsgründe, wie Henner Lehne, Autoexperte bei den Marktund Informationsspezialisten IHS in Frankfurt, betont: „In Rio oder Sao Paulo ist es schlicht zu

Vielfach Sicherheitsbedenken Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung ist laut Radics der anhaltend hohe Trend zu Gelän-

unsicher ohne stabiles Dach, da wird man schnell zur Zielscheibe.“ In China wiederum mache die schlechte Luftqualität in vielen Städten einem möglichen Trend rasch einen Strich durch die Rechnung, außerdem sehen Chinesen in Cabrios noch lang kein Lifestyleprodukt wie viele Konsumenten in Europa oder Nordamerika. „Hie und da sieht man mal einen MercedesSLK oder Porsche-Boxster als Spaßauto der Freundin eines reichen Geschäftsmanns, aber sonst ist das offene Fahren derzeit noch kein Thema“, sagt Lehne. Und Radics berichtet: „Viele der 2013 in China verkauften Ferrari-Spider warten

noch immer auf ein erstes Öffnen des Verdecks.“

Fertigung wird vereinfacht Ein baldiges Ende des Fahrzeugsegments will Radics damit aber nicht vorhersagen – im Gegenteil: „Für viele Hersteller sind die ObenOhne-Autos sehr markenprägend. Zudem wird die Fertigung von Cabrios durch den Trend zur Modulbauweise vereinfacht; schließlich können die Autos dadurch vom selben Band laufen wie die übrigen Modelle und lohnt sich auch die Fertigung in kleineren Stückzahlen.“ www.berylls.com

Daimler Der deutsche Premiumhersteller konnte im vergangenen Quartal gegenüber BMW & Audi Terrain gutmachen

Dreikampf am Premium-Markt spitzt sich zu Stuttgart. Daimler macht in der Aufholjagd auf seine Rivalen BMW und Audi Boden gut. Viele neue Automodelle und Kostensenkungen bescherten den Schwaben erstmals seit Anfang vergangenen Jahres ein kräftiges Plus beim Betriebsgewinn. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte im sonst eher schwächeren Sommerquartal dank der starken Nachfrage in den USA und China sowie die Stabilisierung am kriselnden Automarkt in Europa um 15% auf 2,2 Mrd. € und übertraf damit die Erwartung der Analysten leicht. „Wir haben diesen Sprung geschafft und wir haben damit die Grundlage gelegt für 2014“, rief Finanzvorstand Bodo Uebber in Stuttgart die Trendwende aus. Der Gewinnanstieg werde sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, versprach er.

Umsatzrendite steigt Dass der zwischenzeitlich abgehängte einstige Marktführer bei Premiumautos den Abstand zu BMW und Audi verringert, lässt

sich an der Umsatzrendite der Pkw-Sparte mit der Nobelmarke Mercedes-Benz ablesen: Sie kletterte im dritten Quartal um fast einen Prozentpunkt von 6,4 auf 7,3 Prozent, was in der Branche als großer Sprung gilt. Die Konkur-

renz aber fährt immer noch neun bis zehn Prozent ein. Doch auch bei Mercedes sollen mittelfristig von jedem verkauften Auto wieder zehn Prozent Gewinn hängenbleiben. Bis 2020 will Daimler den Erzrivalen BMW vom Thron der

Luxuswagen-Hersteller stoßen. Für Konzernchef Dieter Zetsche bedeutet der Gewinnanstieg, dass sein Sessel wieder etwas fester steht. Erst im Frühjahr war sein Vertrag überraschend nur um drei statt wie sonst üblich um fünf Jahre verlängert worden.

Gewinn sinkt neuerlich

© EPA/Franziska Kraufmann

Jürgen Zacharias

Daimler konnte im 3. Quartal seine Umsatzrendite von 6,4 auf 7,3 Prozent steigern.

Analysten sehen Daimler jetzt auf Kurs, die Lücke zu den Rivalen zu schließen. Das Gewinnplus im Quartal sei für Daimler jedenfalls ein Wendepunkt. Im Gesamtjahr wird der Konzern wegen der vorangegangenen schwachen Geschäfte allerdings zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang beim operativen Gewinn einfahren – dann sei mit 7,5 Mrd. € zu rechnen nach 8,1 Mrd. € im Vorjahr, präzisierte Zetsche seinen Ausblick. Diese Zahl schließt den Sondererlös von 3,2 Mrd. € aus dem Verkauf des EADSAnteils nicht ein. Der Nettogewinn stieg von Jänner bis September – größtenteils dank des EADSErlöses – um 67% auf 7 Mrd. €. www.daimler.com


Freitag, 8. November 2013

Hersteller & Zulieferer

automotivebusiness – 65

Emissionen Litauen hofft, mit einem neuen Kompromiss die zähen Verhandlungen um neue Emissionsrichtlinien in Europa zu einem Ende zu bringen

CO²-Ziele: weiter keine Einigung Moritz Kolar

Brüssel. Eigentlich hätte man es voraussehen können: Wann immer die Europäische Union neue Klimarichtlinien für Automobilhersteller anstrebt, laufen ebendiese und unzählige Interessensverbände dagegen Sturm und so zieht sich das aktuelle Ringen um neue Richtlinien seit Monaten wie ein zäher Kaugummi. Nun scheint aber wieder etwas Bewegung in die Diskussion gekommen zu sein: In Brüssel zirkuliert nämlich ein neuer Vorschlag Litauens, das derzeit den Vorsitz der EU-Staaten innehat. Der Lösungsansatz soll, so die Umweltorganisation Transport and Environment, der Autobranche mehr Zeit einräumen, um die neuen Vorgaben einzuhalten.

Aufweichung der Vorgaben Gegenüber dem bereits im Sommer erzielten Kompromiss sieht der neue Vorschlag einige Erleichterungen für die Industrie vor; insbesondere Deutschland hatte mit Verweis auf die heimische Autoindustrie Zugeständnisse gefordert. Demnach soll der eigentlich für das Jahr 2020 vorgesehene Zielwert von 95 g Kohlendioxid (CO2) pro km erst 2022 erreicht werden. Der Wert bezieht sich auf den

„Wenn wir diese Vorgaben abschwächen oder aufschieben, werden wir in Europa unseren technologischen Vorsprung einbüßen.“ Jean-Marc Gales, Clepa

Durchschnitt aller europäischen Neuwagen. Bis zum Jahr 2023 einschließlich dürften die Autobauer auch auf spezielle Boni für Elektroautos oder andere schadstoffarme Fahrzeuge zurückgreifen. Diese Möglichkeit hätte eigentlich ein Jahr früher auslaufen sollen. Dem neuen Vorschlag zufolge dürften Elektroautos auch stärker angerechnet werden. Erst 2024 müsste die Industrie das 95 g-Ziel voll einhalten.

Ende der Verhandlungen?

© MAXPPP/Christophe Morin/EPA/picturedesk.com

Eine Sprecherin der litauischen EU-Präsidentschaft wollte sich

Clepa-Vorstandschef Jean-Marc Gales kritisiert den neuen Vorschlag Litauens.

nicht zu Einzelheiten äußern. „Die Präsidentschaft berät mit den Mitgliedsstaaten über einen möglichen Kompromiss“, sagte sie. Transport and Environment kritisierte: „Wenn die Litauer nicht zu Verstand kommen und den Versuch beenden, Deutschland gefällig zu sein, dann steuern wir auf einen Zusammenbruch der Verhandlungen zu.“

Technologischer Vorsprung Kritische Stimmen zu der diskutierten Aufweichung der ursprünglich besprochenen Ziele kommt auch vonseiten des europäischen

Zuliefererverbands Clepa. Dessen Vorstandschef Jean-Marc Gales sieht darin eine Gefährdung des Automobilstandorts Europa. „Wenn wir diese Vorgaben abschwächen oder aufschieben, werden wir in Europa unseren technologischen Vorsprung einbüßen“, sagte der Manager der Branchenzeitung Automobilwoche. Laut Gales würden von den strengeren Regelungen nicht nur die Hersteller, sondern auch die Zulieferer profitieren. „Damit sichern wir unsere technologische Führerschaft bei Systemen und Komponenten zur Emissionsminderung.“ www.clepa.be www.europa.eu

© dpa/Julian Stratenschulte

Umweltorganisationen und Zulieferer sehen den Vorschlag aber kritisch.

Nach dem neuen Vorschlag soll der Wert von 95 g CO2/km erst 2022 erreicht werden.


Modell & Handel

66 – automotivebusiness

Freitag, 8. November 2013

Audi A8 Audi hat sein Flaggschiff upgedatet; Optisch hat sich nicht viel geändert, technisch jedoch einiges

short

Völlig neues Lichtkonzept für das Flaggschiff-Modell

Sondermodell zum Marktstart des GLA

© Daimler

Technisches Highlight im neuen A8 ist jedenfalls das neue Matrix-LED-Beleuchtungskonzept. Beatrix Keckeis Hiller

Zur Markteinführung ist der neue GLA auch als „Edition 1“ zu haben.

Wien. Audi hat sich einiges an Highlights für das aufgefrischte Business-Aushängeschild einfallen lassen und reiht den neuen A8 damit bestens in die Reihe seines Stammbaums technologischen Fortschritts ein. Denn Innovation hat beim deutschen Oberklassehersteller lange Tradition: Im Jahr 1988 brachte Audi mit dem V8 den direkten Vorfahren des A8 auf den Markt. Er war die erste Oberklassen-Limousine der Welt mit permanentem Allradantrieb. Der ganz große Erfolg blieb für den V8 aber aus. Das konnte dann aber sein direkter Nachfolger, der erste Audi A8, vollumfänglich kompensieren. Nebst Allradantrieb glänzte der Audi vor allem mit der ersten Vollalu-Karosserie der Welt.

Salzburg. Zur Markteinführung im März 2014 gibt es für den neuen GLA auch die exklusive Variante Edition 1. Sie kann ab Ende November bestellt werden und ist rund ein Jahr lang ab Markteinführung erhältlich. Innen wie außen überzeugt die Edition 1 des GLA mit exklusiven Details. Das Exterieur basiert auf der Line Urban mit optischem Unterfahrschutz und Dachreling in Chrom. Weitere Merkmale sind Bi-Xenon-Scheinwerfer, 19 Zoll große AMG-Leichtmetallräder schwarz glänzend, eine schwarze Kühlergrilllamelle mit Chromeinlegern, schwarz lackierte Außenspiegel, schwarze Bordkantenzierstäbe und dunkel getöntes Glas ab der B-Säule. Erhältlich ist die Edition 1 ausschließlich in den Lackierungen zirrusweiß, orientbraun metallic, mountaingrau metallic und designo magno mountaingrau (ab Herbst 2014). Zu den Highlights im Innenraum gehören das Interieur Desert Dust mit nur in der Edition 1 erhältlichen Sitzen mit Polsterung in Leder nussbraun und Stoff Alvorada mit markanten Mokassinnähten, Multifunktions-Sportlenkrad in Leder, Sportpedalanlage aus gebürstetem Edelstahl, Zierelement Aluminium mit Trapezschliff, Licht- und SichtPaket und vielem mehr. www.mercedes.at

Jetzt folgt mit dem neuen A8 der nächste Evolutionsschritt in der Oberklasse, denn der neue Große vereint atemberaubende Technologie mit gewohnter Audi-Dynamik und Oberklassen-Luxus für Fahrer und Passagiere. Optisch wurde der neue A8 an der Front etwas bulliger gemacht und heckseits etwas entschärft. Die Motorhaube, der Singleframe-Grill und der Stoßfänger sind konturenreicher gezeichnet, die Scheinwerfer flacher geworden. Flacher wurden auch die Heckleuchten, neu gezeichnet wurde die hintere Schürze. Die Auspuffendrohre sind rautenförmig. Neue Chromleisten und hochglänzend schwarze Fensterrahmen runden die Design-Aufwertung ab. Ein geänderter Zuschnitt des Kofferraums soll das Beladen erleichtern. Der Kofferraum wurde außerdem um 10 l größer. Geblie-

Jubiläums-Edition zum 30. Geburtstag

© Audi

Evolutionsschritt

Der neue Audi A8 ist bereits bestellbar, die offizielle Markteinführung erfolgt am 15. November. Preise: ab 85.900 Euro.

ben ist dem neuen A8 natürlich die Leichtbauweise – der A8 3.0 TFSI quattro mit dem normalen Radstand wiegt beispielsweise leer gerade mal 1.830 kg. Und das trotz Allradantrieb. Der entscheidende Faktor dafür ist die Karosserie: In der Audi Space Frame (ASF)-Bauweise fast komplett aus Aluminium gefertigt, wiegt die komplette Karosserie nur 231 kg.

Matrix-LED-Licht Optisches wie auch technisches Highlight des neuen A8 ist neben den neuen Blinkern, die im Takt von 150 Millisekunden blockweise in die Richtung aufleuchten, in die der Fahrer abbiegen will, jeden-

falls die neue Matrix-LED-Scheinwerfer-Technik, die für das AudiFlaggschiff optional erhältlich und unserer Meinung nach jeden Cent der 1.074 € Aufpreis wert ist. Das Fernlicht ist in 25 kleine Leuchtdioden pro Scheinwerfer aufgeteilt, je fünf von ihnen leuchten durch einen gemeinsamen Reflektor. Sobald die Kamera im A8 andere Fahrzeuge erfasst, schalten die neuen Scheinwerfer einzelne LED blitzschnell ab oder dimmen sie. Diese Funktion ist höchst präzise: Entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge werden ausgespart und nicht geblendet, alle Bereiche zwischen und neben ihnen werden jedoch weiterhin voll ausgeleuchtet. Dabei arbeiten die

Audi Matrix LED-Scheinwerfer rein elektrisch und hochflexibel.

Erstarkte Motoren Zu haben ist der neue A8 vorerst in acht Motorisierungsvarianten und mit einem Leistungsspektrum von 258 PS bis 520 PS im Topmodell S8, das etwas später auf den Markt kommen wird. In Österreich ist der Audi A8 zusätzlich zur Serienausstattung außerdem noch mit LEDScheinwerfern, Einparkhilfe plus, erweiterter Aluminiumoptik und Durchlade inkl. Skisack ausgestattet. Der Vorverkauf für den neuen A8 startete in Österreich bereits. Zu den Händlern kommt der A8 am 15. November. www.audi.at

Wien. Der Renault Espace feiert mit dem hochwertigen Sondermodell Celebration Geburtstag: Vor 30 Jahren startete der Vorreiter unter den Großraumvans eine einzigartige Modellkariere. Die ab sofort bestellbare Sonderedition zeichnet sich durch luxuriöse Ausstattungsmerkmale wie die edle AlcantaraLeder-Polsterung aus. Hinzu kommen u.a. der automatisch abblendende Rückspiegel, iPod-kompatibler USB-Eingang und vieles mehr. Auch äußerlich ist die Sonderedition auf den ersten Blick zu erkennen: Die eleganten 17-Zoll-Leichtmetallfelgen „Eptius“ in Dark Metal setzen edle Akzente. Der Einstiegspreis für den Espace Celebration in Verbindung mit dem sparsamen Common-Rail-Diesel 2.0 dCi 130 beträgt 37.650 € brutto. Der Preisvorteil gegenüber einem regulär ausgestatteten Espace beträgt mehr als 2.000 €. www.renault.at

Neuer Player in der Premium-Mittelklasse Wien. Das Angebot der Nissan Nobel-Tochter Infiniti war bisher durchaus überschaubar. Speziell für den europäischen Markt hatten die Japaner mit US-Genen keine wirklich passenden Modelle, um sich hier in die schlagkräftige Konkurrenz der (Business)-Mittelklasse von Audi, Mercedes und BMW einzureihen. Mit dem neuen Q50 soll dies nun aber anders werden, der einerseits Infinitis erstes Modell in diesem Segment und außerdem die Speerspitze einer umfassenden Modelloffensive darstellt.

zeigt sich dadurch dynamisch und gediegen, anstatt mit übermäßiger Sportlichkeit zu protzen. Serienmäßig verfügt der neue Infiniti über zwei Bildschirme im opulenten Armaturenbrett. Der obere der beiden 8-Zoll-Bildschirme dient hauptsächlich als Informationszentrale. Hier laufen alle Inputs seitens Navi- und Infotainment-System zusammen.Die zahlreichen Assistenzsysteme zählen freilich zu

den Highlights im neuen Q50. Die Sport-Modelle verfügen mit Direct Adaptive Steering (DAS) über eine technologische Weltneuheit: Diese Steer-by-Wire-Technologie, wie sie im Infiniti Q50 erstmals in einem Serienfahrzeug geboten wird, gab es bislang nur in Flugzeugen. Das bietet dem Fahrer die Möglichkeit, die Lenkrückmeldung und auch die Lenkkraft individuell nach persönlichen Vorlieben oder Fahrstil ein-

Eigenständige Optik Optisch hat sich Infiniti beim Q50 nicht ganz so weit herausgelehnt wie beispielsweise beim SUV-Flaggschiff FX. Das Styling des Q50 ist umgänglicher, etwas braver, aber doch noch immer sehr eigenständig. Die Frontpartie wirkt elegant, aber sportlich, der Kühlergrill kantig und selbstbewusst, findet aber in den eher geschwungen Hauptscheinwerfern und Kotflügeln einen Kontrapunkt und

© Infiniti

Espace-Jubiläumsmodell mit exklusiver Ausstattung.

© Renault/Anthony Bernier

Infiniti Q50 Mit dem Q50 greift Infiniti die deutsche Mittelklasse-Konkurrenz frontal an – erstmals auch mit Diesel

Der neue Infiniti Q50 ist als Diesel oder Hybrid und ab 35.555 Euro zu haben.

zustellen. Gleichermaßen innovativ ist die Active Lane Control, welche die Anzahl kleinerer Lenkkorrekturen, die der Fahrer vornehmen muss, um das Fahrzeug in der Spur zu halten, vermindert. Das System erkennt mittels Kameras die Fahrspur-Begrenzungslinien und richtet das Fahrzeug wie von Geisterhand mittig in der jeweiligen Fahrspur aus. Der Infinit Q50 ist aktuell in zwei verschiedenen Motorisierungsvarianten verfügbar: Einerseits ist erstmals ein „kleiner“ Diesel zu haben (wohl das wichtigste Asset für den europäischen Markt), der Infiniti bisher bei den anderen Modellen fehlte; als zweite Option bietet Infiniti für den Q50 eine Hybrid-Variante mit 364 PS, die den Q50 – auch in Sachen Motorsound – mit einer durchaus sportlichen Note versieht. In nur etwas mehr als fünf Sekunden erledigt der noble Japaner damit den Spurt auf 100 km/h. Ein Sportfahrwerk, ­regenerative Bremsen sowie ein Sportbremssystem gehören zur Standardaus­stattung des Hybriden. www.infiniti.at


I n n ovat i o n & U m w e lt

Freitag, 8. November 2013

Technologie Neuartige Laserprozesse für automatisiertes Zuschneiden von CFK-Bauteilen sollen Leichtbau vorantreiben

Next Leichtbau-Generation Gemeinsam mit Volkswagen entwickelt das Laser Zentrum Hannover e.V. entsprechende Technologien. Hannover. Der Reduktion des Fahrzeuggewichts kommt in den immer strengeren Emissionsrichtlinien der Europäischen Union immer mehr Bedeutung zu. Längst sehen Branchenkenner darin einen der entscheidenden Faktoren für den Automobilbau der Zukunft. Kein Wunder also, dass Hersteller mittlerweile Milliardenbeträge in entsprechende Technologien und die Erforschung ebendieser investieren. Die Volkswagen AG arbeitet deshalb mit dem Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) und weiteren Partnern an einem neuartigen Laserprozess für das automatisierte Zuschneiden von CFK-Bauteilen, um diesen Leichtbauwerkstoff in die automobile Großserienfertigung zu bringen.

© LZH

Moritz Kolar

Sicherheit hochhalten Leichtbauwerkstoffe, die sowohl hohe Festigkeiten als auch Steifigkeiten mitbringen, sind die Materialien der Automobilfertigung der Zukunft. Denn bei der Sicherheit dürfen unter dem Aspekt der Gewichtsreduktion keine Abstriche gemacht werden. Kohlenstofffaserverstärkte Kunst­ stoffe (CFK) bringen die geforderten Eigenschaften mit. Gleichzeitig stellt der Werkstoff CFK die Fertigungstechnik aber vor große Herausforderungen, sodass aktuell im

Prozessbild eines mit Laser-Remote-Technologie geschnittenen CFK-Laminats.

Automobilbau CFK-Komponenten vorwiegend im Sport­wagenbereich und in automobilen Kleinserien Verwendung finden. Will man Autos auf der Basis von CFK zukünftig auch in großen Stückzahlen produzieren, besteht besonderer Bedarf an automatisierbaren Fertigungstechnologien, vor allem für das Zuschneiden dieses Leichtbauwerkstoffs. Existierende Verfahren wie das Fräsen oder das Wasserstrahlschneiden zeigen prozessbedingte Nachteile wie etwa den sehr hohen Werkzeugverschleiß sowie die Handhabung von Wasser und Abrasivmitteln,

die sich technologisch nicht lösen lassen. Im aktuellen Verbundprojekt HolQueSt 3D entwickeln sieben Partner aus Industrie und Wissenschaft unter der Leitung der Volkswagen AG gemeinsam einen Prozess zur 3D Hochleistungs-Laserbearbeitung von CFK-Leichtbau-Strukturen. Der Laser erlaubt gegenüber herkömmlichen Technologien eine berührungslose, hochpräzise Bearbeitung ohne Werkzeugverschleiß bei gleichzeitig hoher Reproduzierbarkeit und Flexibilität. Bisher kann die Laserbearbeitung von CFK aller-

dings durch starke Wärmeentwicklung Schädigungen in der Bearbeitungszone verursachen. Ein lückenhaftes Prozessverständnis sowie der Mangel an ausgereiften Bearbeitungsverfahren stellen momentan wesentliche Hürden für die Verbreitung von Laserbearbeitungsprozessen für CFK dar. Auf der Basis eines neuen, fasergeführten Hochleistungslasers mit Pulsdauern im Nanosekundenbereich (Trumpf Laser GmbH + Co. KG) entwickelt das LZH eine speziell auf die CFK-Bearbeitung abgestimmte Prozessstrategie sowie eine optimierte Prozessüberwachung. Die Freisetzung von zum Teil gesundheitsgefährdenden Partikeln und Dämpfen stellt für den Lasereinsatz im Bereich des Leichtbaus ein weiteres Produktionshemmnis dar. Hier will das LZH gemeinsam mit der Jenoptik Katasorb GmbH Abhilfe schaffen, indem über die Charakterisierung der Prozessemissionen eine geeignete Methode zur gezielten Nachbehandlung und Filterung entwickelt wird. Auf Grundlage dieser neuen Konzepte soll zukünftig eine großserienfähige CFK-Bearbeitung, angepasst an die Bedarfe der Automobilfertigung, zur Verfügung gestellt werden. So könnten die ressourcensparenden Leichtbaukonzepte schon bald in der Automobilgeneration der Gegenwart Verwendung finden. www.lzh.de www.volkswagen.com

automotivebusiness – 67

short

Ford intensiviert Batterie-Forschung Michigan. In Zusammenarbeit mit Batterieherstellern, Universitätseinrichtungen, Zulieferern und Star-up-Unternehmen hat Ford an der University of Michigan ein neues Batterie-Forschungslabor eingerichtet. Gemeinsam wollen die Kooperationspartner dort Batterien für Elektrofahrzeuge entwickeln, die aktuelle Systeme in Größe und Gewicht unterbieten sollen. Ziel sei es damit, so Ford, einerseits die Reichweite der Fahrzeuge zu erhöhen, andererseits aber auch die Effizienz von Batterien zu verbessern und gleichzeitig die Produktionskosten zu senken. www.ford.com

Neuer Chip sorgt für automobile Vernetzung Eindhoven. Autos warnen sich gegenseitig vor Staus und informieren über Gefahrenstellen: Für solche Szenarien soll bald ein neuer Chip von NXP zum Einsatz kommen. Laut dem niederländischen Chip-Spezialisten sei der Chip SAF5100 das erste Produkt einer Reihe von Entwicklungen, über die Fahrzeuge vernetzt werden sollen. Nach abschließenden Tests soll der Chip in der zweiten Jahreshälfte 2014 in die Massenproduktion gehen; seine Verlässlichkeit sei u.a. in einem Feldversuch getestet worden. www.nxp.com

Sieht gut aus. Auch in den Büchern.

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1,6 TDCi 115 PS, 17“ Leichtmetallräder, Außenspiegel elektrisch anklappbar, Dachträger, Park-Pilot-System vorne und hinten, Tempomat, SD-Navigationssystem inklusive Bluetooth- und USB-Schnittstelle, Vorsteuerabzugsfähig

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R u n d u m s au t o

68 – automotivebusiness

Freitag, 8. November 2013

Studie Kienbaum Managementberatung hat gemeinsam mit dem ÖPWZ Trends bei Firmenwagen in Österreich untersucht

short

Fast jeder Geschäftsführer fährt einen Firmenwagen

Bestnote für Contis Vanco Winter 2

© Continental

Ein Fazit: Überdurchschnittlich häufig werden den Mitarbeitern VW-Modelle zur Verfügung gestellt.

Im promobil-Test konnte sich der Vanco Winter 2 gegen sieben ­Konkurrenten behaupten.

Hannover. Der Vanco Winter 2, ein Winterreifen für Transporter und Wohnmobile, hat im einzigen Reifentest für diese Produktgattung den ersten Platz unter insgesamt acht Winterreifen errungen. Die Redaktion von promobil (Heft 11/2013) testete die Winterspezialisten in der Größe 225/70 R 15 C an einem Fiat Ducato, der von vielen Wohnmobilherstellern als Basis für den Ausbau genutzt wird. Dabei punktete der Continental-Pneu sowohl auf Schnee, bei der Aquaplaning-Wertung und auf trockenem Asphalt wie auch bei Rollwiderstand und Abrollgeräusch. Über den Vanco Winter 2 schreiben die Fachleute: „Sehr gute und ausgewogene Fahreigenschaften auf winterlichen Strecken. Sehr gute Traktion und reichlich Reserven bei Aquaplaning. Ein echter Winterprofi auf Schnee, Matsch und Eis, und das ohne Sicherheitsdefizit bei trockener Bahn.“ www.conti-online.com

Volkswagen am beliebtesten Ebenfalls weit verbreitet sind Firmenwagen in der oberen Führungsebene und im Außendienst, wo rund 80 Prozent der Mitarbeiter entsprechende Privilegien genießen. Dagegen stellen die Unternehmen nur rund einem Drittel der Mitglieder der mittleren Führungsebene ein Dienstfahrzeug, auf der operativen Ebene sind es sogar nur 20 Prozent. Noch geringer ist der Anteil der Firmenwagenberechtigten nur auf der Ebene der Spezialisten und Referenten; von ihnen fahren nur zwölf Prozent einen Firmenwagen. Bei der Wahl der Fahrzeuge schreiben Unternehmen ihren Mitarbeitern am häufigsten Volkswagen-Modelle als Dienstwagen vor: Rund 40 Prozent der Außendienstmitarbeiter fahren daher einen VW. Auch bei den Spezialisten und Referenten sowie den Mitarbeitern auf der mittleren und operativen Führungsebene ist VW weit verbreitet,

© Airmotion

Nachrichten im Auto personalisierbar

rund ein Drittel der Unternehmen schreibt ihren entsprechenden Mitarbeitern VW-Modelle vor. Auf der oberen Führungsebene wählen 35 Prozent der Unternehmen ein Volkswagen-Modell, gefolgt von Audi mit 27 Prozent. Lediglich bei den Geschäftsführern ist Audi mit ebenfalls 27 Prozent etwas häufiger vorgeschrieben als VW.

Median 43.500 Euro beträgt, können Spezialisten und Referenten für ihren Dienstwagen im Median rund 30.000 Euro ausgeben; auf der operativen Führungsebene sind es immerhin 32.000 Euro. Au-

ßendienstmitarbeitern stehen laut der Studie im Median 33.000 Euro für ihr Firmenauto zur Verfügung und auf der mittleren Führungsebene sind es 36.000 Euro. www.kienbaum.at

Unterschiedliche Budgets Wenig verwunderlich, verfügen Geschäftsführer und Mitglieder der oberen Führungsebene über deutlich höhere Anschaffungsbudgets für ihre Firmenwagen als alle Führungs- und Fachebenen darunter: Während Geschäftsführer laut der Studie einen Dienstwagen mit einem Wert zwischen 50.000 und 70.000 Euro erhalten und das Anschaffungsbudget bei Mitarbeitern auf der oberen Führungsebene im

… nur bei den Geschäftsführern liegt Audi mit 27 Prozent Marktanteil (knapp) voran.

AutoScout24 Die Autoplattform hat die Präferenzen der Europäer beim Neuwagenkauf unter die Lupe genommen

Die App kann einfach an Herstellerwünsche angepasst werden.

Europäer kaufen neue Autos am liebsten bar München. Beim Kauf eines Gebrauchtwagens ist es Usus, diesen bar zu zahlen – sowohl hierzulande als auch grenzüberschreitend. Einer aktuellen Studie von AutoScout24 Media zufolge planen 55 Prozent der Europäer, für ihr nächstes Auto eine Barzahlung zu leisten. Doch auch die Möglichkeit der Finanzierung zieht bereits je-

der fünfte Europäer in Betracht. Für 18 Prozent der Befragten, die in den nächsten 12 Monaten planen, ein Auto zu kaufen, ist dies eine Option. Besonders Franzosen (26 Prozent) sowie Italiener und Belgier (je 22 Prozent) favorisieren diese Art der Bezahlung. In Deutschland befürworten dies immerhin 18 Prozent. Jeder Fünfte ist

© panthermedia.net/Andres Rodriguez

München. Der „News on Board“Spezialist Airmotion erweitert sein Portfolio: Ab sofort bieten die Mobile-Spezialisten internationale Nachrichtenpakete über die neu entwickelte Smartphone Connect To Car-App herstellerübergreifend an. Die universelle Anwendung geht ab sofort als Android-Version an den Start, die iOS-Version folgt im November. Als Übermittler von Nachrichteninhalten auf Car Entertainment-Systeme konzipiert, kann die App je nach Kundenwunsch speziell an die Anforderungen einzelner Automobilhersteller angepasst werden. Das ermöglicht eine optimale Interaktion zwischen Smartphone Connect-Lösungen in den Fahrzeugen und der Airmotion News-App auf dem Smartphone. Die Nachrichtenpakete beinhalten Kategorien wie Top News, Politik, Wirtschaft und Sport und werden in Echtzeit via App direkt ins Fahrzeug übertragen. Die Nachrichtenauswahl ist individuell personalisierbar. www.airmotion.de

Laut der aktuellen Kienbaum-Untersuchung stellen Volkswagen-Modelle den Großteil der heimischen Firmenfahrzeuge …

© panthermedia.net/Bernd Becker

Wien. Firmenwagen sind in den Führungsebenen heimischer Unternehmen seit vielen Jahren gut eingeführte Tradition. Diese Tatsache unterstreicht nun einmal mehr die Firmenwagen-Studie 2013 der Managementberatung Kienbaum in Wien, die die Umfrage in Kooperation mit dem Forum Personal des ÖPWZ erstellt hat. Für die Studie wurden insgesamt 248 Unternehmen aus ganz Österreich befragt und die meisten von ihnen stellen ihren Geschäftsführern einen Dienstwagen zur Verfügung: Satte 93 Prozent der Geschäftsführer fahren demnach ein Firmenfahrzeug – zum Großteil eines aus dem Hause Volkswagen.

© Volkswagen

Moritz Kolar

Für jeden fünften Europäer kommt beim Autokauf auch eine Finanzierung infrage.

außerdem noch unentschlossen, wie er sein nächstes Auto bezahlen möchte (21 Prozent).

Finanzierung lang geplant Laut einem Großteil der Befragten sei bei der Finanzierung besonders eine individuelle Finanzierungs- bzw. Leasingrate wichtig, die man sich selbst berechnen kann. Dies bejahen 58 Prozent. Allen voran liegt den Autokaufplanern in Italien an diesem Service (72 Prozent), gefolgt von Spanien (60 Prozent), Belgien (55 Prozent), Deutschland (51 Prozent) und Österreich sowie Frankreich (jeweils 50 Prozent). In den Niederlanden ist dies nur für jeden Vierten entscheidend (27 Prozent); Grund dafür ist in diesem Land laut den Studienautoren der hohe Anteil derjenigen, die das nächste Auto bar zahlen werden (80 Prozent). 44 Prozent der Befragten setzen sich mit der Autofinanzierung bzw. dem Leasing bereits vor dem Kauf eines Autos in der sogenannten Informationsphase auseinander. In Deutschland erkundigt sich da-

bei fast jeder Zweite nach der geeigneten Zahlungsart (45 Prozent). Fast gleichauf liegen Spanien (44 Prozent) und Österreich (43 Prozent). Am häufigsten beschäftigen sich die Italiener vor dem Autokauf mit dem Thema Finanzierung, dort ist es mehr als jeder Zweite (55 Prozent). 14 Prozent aller europäischen Befragten setzen sich beim Autohändler vor Ort mit der Finanzierungsfrage auseinander, in Deutschland zählen 13 Prozent zu dieser Gruppe. Immerhin 42 Prozent der Europäer sind noch unschlüssig, wann sie sich mit dem Thema Finanzierung befassen werden. www.autoscout24.de

Facts AutoScout24 Media befragte für die Studie im März 2013 online 8.894 AutoScout24Nutzer in sieben Ländern, die in den nächsten 12 Monaten planten, ein Auto zu kaufen (Anzahl der Nutzer in Deutschland 1.010, in Österreich 406, in Belgien 614, in Frankreich 696, in Italien 2.175, in den Niederlanden 756 und in Spanien 3.237).


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Freitag, 8. November 2013 – 69

destination Günter Fritz Fred Fettner

SKI GUIDE2014 AUSTRIA

Österreichs Tourismus ist bereit für den Winter

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24.10.13 12:31

© Martina Draper

short

Wien. Am 1. Dezember ab 15 Uhr ist es wieder so weit – dann wird über den Dächern Wiens mit der Eröffnungsfeier von „Wilhelminenberg on Ice“ der Advent eingeläutet. Auf der Eisfläche des höchstgelegenen Eislaufplatzes Wiens können Schlittschuhbegeisterte ihre Kufen schwingen. Alle Mädchen und Buben sind eingeladen, sich als Eisprinzessin oder Schneekönig zu verkleiden – auf das kreativste Kostüm wartet dann eine Überraschung. Man kann sich auch vor Ort mit Accessoires schmücken. austria-trend.at/Hotel Schloss-Wilhelminenberg

© ÖW/Christian Lendl

© Austria Trend Hotel&Resorts

St. Andrä-Wördern/Wien. Am 16. und 17. November 2013, jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr, findet in der Messe Wien die von Oliver Bolch und Thomas Wiltner veranstaltete „Photo + Adventure“ für Fotografie, Reise und Outdoor statt. Naturnahe Vereine und Reiseveranstalter legen den Fokus in Richtung OutdoorActivities und Naturerlebnis in nahen Regionen und weltweit. Besondere Reiseveranstalter und Regionen präsentieren ihr Angebot an einzigartigen Kulturerlebnissen abseits des Mainstream-Tourismus. www.photoadventure.at

Petra Stolba, GF Österreich Werbung (ÖW), und Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen.

Österreich Werbung Die Touristiker sind optimistisch – die allgemeine ­Reiselust in den wichtigsten ausländischen Herkunftsmärkten ist bis auf wenige Aus­ nahmen immer noch auf hohem Niveau: Österreich bleibt Marktführer. Seite 70

MESSE+EVENT für

Fotografie, Reise und Outdoor

© Foto Weinwurm

16. & 17. November 2013 Messe Wien www.photoadventure.at Wien. Den Grundstein für Tourismus-Karrieren legt eine Koop zwischen WienTourismus und der Modul University Vienna: Alle zwei Jahre erhalten Studenten aus CEE-Ländern ein Stipendium und können ihren „MBA in Tourism Management“ an einer der besten Unis mit Tourismusschwerpunkt abschließen. Heuer ging es an Ileana Net aus Bukarest (2. von li.). www.modul.ac.at

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70 – medianet destination

Kommentar

Politik behindert Touristen in Wien

Freitag, 8. November 2013

Österreich Werbung Beim Weltcup-Auftakt in Sölden zog die ÖW Bilanz und blickt positiv in die neue Saison

An Erfolge anschließen

Neue Zielgruppen erschließen & Alternativangebote machen, so die Marschroute für den Winter 2013/14.

georg biron

N

ed olle san mit‘m Radl do: Die Wirtschaftskammer Österreich sieht den Status Wiens als erfolgreiche Tourismusdestination ohne ein intelligentes Touristenbuskonzept massiv gefährdet. Das Transportmittel „Touristenbusse“ steht auf der Abschussliste der Stadtregierung. Nach mehreren medialen politischen Willenskundgebungen und trotz zahlreicher Bemühungen von WKO Wien und Stadtverwaltung – mit dem Ziel, eine Lösung zur Optimierung der bestehenden Situation zu erzielen – geraten die Verhandlungen ins Stocken. Ein Knackpunkt in den Verhandlungen ist die Ausstiegsstelle für Touristenbusse mit Fremdenführern am Stephansplatz. Diese soll nach den Wünschen von Verkehrsstadträtin Vassilakou und Bezirksvorsteherin Stenzel der Vergangenheit angehören. Eine für den Städtetourismus besonders wichtige Zielgruppe ist die „Generation 50 plus“, für die der Bustourismus eine große Rolle spielt. Aber auch bewegungseingeschränkten Wien-Besuchern muss die Möglichkeit zur bequemen Besichtigung gegeben werden. WienTourismus hat bereits Anfragen aus Deutschland erhalten, ob es wahr ist, dass Busse nicht mehr in die City dürfen. Falls dem so wäre, würde man sich für eine andere Destination entscheiden ...

Wien/Sölden. Die kürzlich veröffentlichte Zwischenbilanz des Sommers sorgt bei der Branche für Rückenwind und diesen will man auch für die kommenden Wintersaison mitnehmen. „Auch im vergangenen Winter 2012/2013 konnten wir mit 16,7 Mio. Ankünften und 65,6 Mio. Nächtigungen neuerliche Zuwächse erzielen. Und wir hoffen, auch heuer an dieses gute Ergebnis anschließen zu können“, erklärte Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, auch wenn man im Bezug auf die Gästeschar aus der zuletzt boomenden Schweiz und dem CEE-Raum eine „abflachende Kurve“ erwarte. Denn: In den östlichen Nachbarländern und in Russland sei Österreich schon längst Spitzenreiter und weitere Zuwächse seien nun schwieriger zu erkämpfen. Positive Signale gibt es vor Saisonstart aus den Top Drei-Ländern Deutschland, Österreich und den Niederlanden sowie aus Großbritannien. Hier schätze man vor allem „die ausgezeichneten Infrastruktur, die über die Grenzen hinaus geschätzte Gastfreundschaft und das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis“, so Stolba.

© ÖW/Lendl

dinko fejzuli

Der diesjährige Weltcup-Auftakt in Sölden bot auch für die Österreich Werbung einen perfekten Rahmen für die heurige Saison.

österreichische Winterlandschaft oder eine „Pop-up-Winterwelt“ im Warschauer Frühverkehr. Ein Wermutstropfen bliebe aber, so Stolba: Auch wenn die Tagesausgaben der Wintergäste mit durchschnittlich 120 € deutlich über jenen der Sommerurlauber liegen, könnte sich diese Entwicklung aufgrund der konstant kürzeren Aufenthaltsdauer und der geringeren Ausgabefreudigkeit infolge der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Situation auch in der kommenden Wintersaison weiter fortsetzen. Ein durchwegs positives Bild zeichnete der Obmann des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs, Franz Hörl: „Wir konnten bei wesentlichen Branchenzahlen erneut deutlich zulegen und damit die Unkenrufe mancher Kritiker, die Branche sei keine mit Zukunft, deutlich widerlegen.“ Und die Investitionen für die Wintersaison 2013/14 schätzt der Obmann auf gut 507 Mio. €, wovon man gut 350 Mio. € in Sicherheit, Qualität und Komfort, 88 Mio. € in die Beschneiung und 51 Mio. € in die Gastrono-

Winter voller Lebensfreude Entsprechend rückt die heurige ÖW-Kampagne das Winterangebot auf und abseits der Piste unter dem Motto „Ein Winter voller Lebensfreude“ in den Mittelpunkt, die in elf Märkten zum Einsatz kommt und mehrere Marketinginstrumente, wie Pressearbeit, Onlineund Offline-Werbung sowie Veranstaltungen kombiniert. Darüber hinaus werden PR-wirksame Events in ausgewählten Herkunftsmärkten umgesetzt, wie beispielsweise vor wenigen Tagen die Verwandlung eines hektischen Londoner Bankenviertels in eine schneereiche

Hotel & Spa Leoben

Für die Zukunft generell sieht Stolba mehrere Erfolgsfaktoren für den Österreichischen Tourismus: Zum einen, neue Zielgruppen für Wintersport zu begeistern und zum anderen attraktive Alternativangebote für Nicht-Skifahrer weiter auszubauen. Denn: Zwar bezeichnen bei entsprechenden

Winterfun als Schulprogramm

Wien. Nur noch bis Ende März 2014 ist die Servicestelle Wintersportwochen im Sportministerium (Wispowo) gesichert. Wie die neue Regierung künftig das Zukunftspotenzial für den Wintersport hegt, ist vorerst offen. Der Zuspruch der Lehrerschaft spräche für eine Fortführung der Servicestelle. Bereits 1.720 von geschätzt 40.00 bis 5.000 Bewegungslehrern ließen sich registrieren. So deponierten sie ihre Bereitschaft, Schülern sportlichen Winterspaß zu ermöglichen. Wie sich die amtlich von Schulskikursen zu Wintersportwochen gewandelten Zeiten zuletzt entwickelt haben, bleibt bis 2016 ein Mirakel. Denn erfasst wird die Zahl nur alle fünf Jahre. Zuletzt waren es im Jahr 2011 rund 134.000 Kinder, die

ihre Schulzeiten mit dem verbrieft höchsten Erinnerungspotenzial genießen durften. Die Tendenz zeigte ein Sinken am Schüleranteil von 0,8% pro Jahr, da schrillten die Alarmglocken. Sowohl die Tourismuswirtschaft als auch die Sportartikelindustrie fürchten um den Nachwuchs. Ob der Skisport jung ist, wie die österreichische Seilbahnwirtschaft aus ihren Studien schließt, oder alt,

wie es die Sporthochschule Köln erforschte, bleibt umstritten. Nicht zu widerlegen ist aber, dass die Basis in den Schulen geschaffen wird. Die aktuelle Umfrage von meinungsraum.at bestätigt einmal mehr, dass 70% der Eltern für ihre Kinder definitiv eine Wintersportausbildung wünschen. „Unsere Plattform wird angenommen“, bilanziert Projektmanager Marco Cerny die drei Jahre

© Alpenregion Bludenz Tourismus/Dietmar Walser

© Falkensteiner Hotels & Residences

Wolfgang Tesch: Leitung des ­Falkensteiner Hotel & Spa Leoben.

Angebot an Nichtskifahrer

Umfragen 66% der Wintergäste ihren Aufenthalt in Österreich als Ski- bzw. Snowboardurlaub, aber auch alternative Sportangebote und winterliche Naturerlebnisse werden immer öfter nachgefragt. Einfluss auf die Entwicklung haben aber auch andere Rahmenbedingungen: „Die Feiertage rund um Weihnachten und Neujahr fallen heuer günstig, ebenso wie die wichtigsten Ferientermine in Österreich, Deutschland und den Niederlanden. Der späte Ostertermin könnte allerdings für einige, vor allem tiefer gelegene Skigebiete eine Herausforderung darstellen“, so Stolba. Und um deshalb auch das Potenzial im Wintergeschäft optimal ausschöpfen zu können, sieht Stolba neben der Erweiterung der Zielgruppen und dem bereits erwähnten Ausbau von Alternativangeboten auch die gezielte Ansprache von möglichen Wiedereinsteigern, um diese wieder zu zufriedenen Ski-Gästen in Österreich zu machen. Insgesamt sei Skifahren „jung, ‚in‘ und gut“, so Obmann Hörl abschließend.

Wintersportwochen Viele Schüler lassen sich durchaus zum Skifahren motivieren

Falkensteiner mit neuem GM Wien/Leoben. Wolfgang Tesch (46) ist der neue Direktor des Falkensteiner Michaeler Tourism Group AG Vier Sterne Hauses im steirischen Leoben. „Nach mehr als einem Jahrzehnt in der Hotellerie im Ausland war es nun an der Zeit, mit der Familie wieder in meine Heimat zurückzukehren“, so Tesch. www.fmtg.com

mie investieren möchte. „Österreich steht bei den Wintersportlern hoch im Kurs. Dies verdanken wir auch den getätigten Investitionen, die Österreichs Seilbahnen zu den modernsten, sichersten, schnellsten und komfortabelsten der Welt machen“, so Hörl. Große Hoffnungen setzt man bei den Verantwortlichen nicht nur in die Olympiade in Sotschi, sondern vor allem in eine mögliche Bewerbung Münchens für die Winterolympiade 2022 (für eine gemeinsame Bewerbung von München, Garmisch-Partenkirchen und dem Landkreis Traunstein findet am 10. November 2013 ein Bürgerentscheid statt Anm. d. Red.).

positiv und ergänzt: „Ohne Lehrer geht’s nicht.“ Im letzten Semester ihres Wirkens versucht die Servicestelle die Schüler direkt anzusprechen. „Für die heurige Wintersaison haben wir u.a. den Wispowo-Fan – einen Schülerfolder, der Spaß und Emotionen im Schnee vermittelt – produziert. Dieser wird noch vor Weihnachten den Weg in die Klassenzimmer finden“, so Cerny, der auf einen Anschub für die Wintersportwochen 2013/14 hofft. Jüngst widmete man sich auch „barrierefreien“ Kursen. Sie sind für fünf Prozent der Schüler eine Chance, auf Pisten oder Loipen zu kommen.

INFOS

Die Schule bildet die Basis für die Wintersport-Begeisterung von Kindern.

Infos zu Schulskikursen und viele weitere Ideen, wie der Nachwuchs begeistert werden kann, sind im neuen „Ski Guide Austria 2014“ aufzuspüren. Österreichs erstes „Weißbuch“ erscheint Anfang November bei medianet in seiner fünften Jahresausgabe. Der Ski Guide Austria zeigt den Wintersport in all seinen Facetten.


au f & dav o n

Freitag, 8. November 2013

medianet destination – 71

Verkehrsbüro-Studie Bei Betrieben mit weniger als 20 Mitarbeitern sind Strategien zum Sparen deutlich ausgeprägt

SKAL Auszeichnung

KMU Mobilitätsverhalten

Istrien bietet Natur pur

Opatija. Anlässlich der Eröffnung des 74. Internationalen SKALKongresses wurde dem Losinjer Archipel die Auszeichnung für nachhaltige Entwicklung überreicht. Die traditionsreiche Tourismusorganisation SKAL betonte dabei insbesondere die gemeinsame Verwaltung der Inseln durch Bürger und Vertreter des Fremdenverkehrs. Besonderes Augenmerk gilt der Bewahrung und dem Schutz der Biovielfalt – zu Lande und zu Wasser. So breitet das Projekt „Düfte und Aromen“ ein duftendes Netz aus: Jeder Monat steht im Zeichen eines bestimmten Heilkrauts, von Agave bis Zeder, und auch Naturkosmetik wird hier hergestellt. Wichtiger Partner und Lebensraum ist auch das Meer. Seit den 1980er-Jahren wird das Vorkommen der Adria-Delfine erforscht, 1999 wurde in Veli das Institut für Meeresforschung und -Schutz, Plavi Svijet („Blaue Welt“), gegründet www.kvarner.hr

Laut neuer Auswertung der KMU-Studie haben Unternehmen aber besser verdient als vor der Krise. rente und günstige Preise sowie auf eine einfache und schnelle Abwicklung Wert. Als Grund der Geschäftsreisen geben 65% der KMU vor allem den Besuch von Verkaufsveranstaltungen und Messen an, vor der Betreuung von bestehenden Kunden (58%) und Akquise bzw. Geschäftsanbahnung (53%).

dino silvestre

Wien. „KMU sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft, und die Stimmung in den Unternehmen ist gut. Unsere Studie zeigt, dass KMU aktiv sind und ein hohes Mobilitätsverhalten zeigen“, so Harald Nograsek, Generaldirektor der Verkehrsbüro Group. Für die Studie „Wie Österreichs KMU reisen“ wurden 200 österreichische Klein- und Mittelbetriebe (1 bis 249 Beschäftigte) in allen Branchen und Bundesländern zu ihrem Geschäftsreiseverhalten ins Ausland befragt. Zudem wurden interne Statistiken der Verkehrsbüro Group ausgewertet.

Gutes Business im Ausland „63% aller KMU reisen fünf bis 20 Mal pro Jahr geschäftlich ins Ausland. Drei Viertel der Befragten prognostizieren für 2014 eine ähnliche hohe Zahl an Auslandsreisen, 13% sogar mehr Geschäftsreisen“, so Gerhard Aigner und Peter Tolinger, GF der Tochtergesellschaften Verkehrsbüro Business Travel und AX Travel Management der Verkehrsbüro Group – Marktführer am österreichischen Geschäftsreisesektor – zu den Ergebnissen der Karmasin-Studie. „Auch die Budgets werden laut Umfrage gleich bleiben bzw. sogar wachsen. Bei jeweils knapp einem Drittel der Firmen fallen pro Jahr

Die Hälfte der österreichischen Klein- und Mittelunternehmen gibt bis zu 15.000 Euro im Jahr für Geschäftsreisen aus und hat eine hohe Affinität zu Online-Buchungen.

durchschnittlich fünf bis zehn Reisen (32%) bzw. elf bis 20 Reisen (31%) an. Bei 23% aller befragten KMU stehen mehr als 30 Geschäftsreisen pro Jahr am Programm. Je größer das Unternehmen, umso häufiger verreisen Mitarbeiter: Bei Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern steigt der Anteil der Vielreisenden auf 41%. Auch der Blick in die unmittelbare Zukunft ist bei den größeren-

Betrieben positiver: 16% rechnen 2014 mit mehr Geschäftsreisen ins Ausland (13% im Durchschnitt). „Signifikant ist die hohe Affinität besonders von kleinen Unternehmen, Geschäftsreisen selbst im Internet zu buchen“, so Tolinger. „Mehr als 60% buchen ihre Auslandsreisen intern, nur ein Fünftel lagert dies an ein Reisebüro aus.“ Die Unternehmen legen bei Online-Buchungen v.a. auf transpa-

Die Auslandsreisen selbst führen mit Abstand am häufigsten nach Deutschland (24,2%), in die Schweiz (5,2%) und nach Frankreich (4,6%). Am meisten werden beruflich die Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf und Zürich angeflogen, vor Berlin, Paris und London. Auch Bukarest befindet sich unter den Top-10Zielen. Die wichtigsten außereuropäischen Destinationen für KMU sind China, die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate, die meistbesuchten Städte sind Peking, Shanghai und New York. Zu ihren Business-Terminen reisen die KMU-Manager per Flugzeug (84%) und Firmenauto (73 ). Bahn (41%), Mietauto (32 ) oder privater Pkw (15%) werden vergleichsweise wenig für berufliche Reisen herangezogen. Immerhin ein Fünftel (19%) bucht Flugtickets für die Business Class, 68% fliegen in der Economy. www.verkehrsbuero.com

© TV Losinj

Peking, Shanghai, New York

Die kroatischen Inseln wurden mit internationalem Preis ausgezeichnet.

Demner, Merlicek & Bergmann

Fixtermin: Thanksgiving im Vienna Marriott Hotel Wien. Das Vienna Marriott Hotel feiert bereits zum achten Mal mit: Gleich drei Tage lang (vom 28. bis zum 30. November) wird im Parkring Restaurant ein original American Thanksgiving Dinner mit allem, was dazugehört, serviert. „Immer mehr Österreicher feiern mit“, so Generaldirektor Dieter Fenz, „denn Thanksgiving ist nicht nur ein kulinarisches Erlebnis, sondern es eignet sich auch wunderbar, um bewusst Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen.“ Der Truthahn im Ganzen mit einer Maroni-Cranberry-Füllung ist zweifellos der Star des Abends. Küchenchef Manfred Hartl serviert dazu moderne Variationen traditioneller Beilagen: Glacierte Süßkartoffeln, Frühlingszwiebel à la crème sowie in Rotwein, Nelken und Zimt geschwenkte Cranberries sind die ideale Ergänzung zum Turkey.

PROMOTION

Turkey-to-go und Feiertags-Specials Für diejenigen, die das uramerikanische Erntedankfest zu Hause feiern, aber nicht selbst kochen möchten, empfiehlt sich das Turkey-to-go-Take-away by Marriott. Wer sich selbst an die Zubereitung des klassischen Thanksgiving-Dinners wagen möchte, findet wertvolle Informationen zum Fest, zum Nachkochen & Insider-Tipps zum Tranchieren auf der Parkring Restaurant-Website. Die beiden Bars im Vienna Marriott Hotel sind ebenfalls kulinarisch und inhaltlich in den Schwerpunkt eingebunden. In der Champions Sports Bar wird am Thanksgiving-Donnerstag nach amerikanischem Brauch das NFL-Match übertragen. In der Cascade Bar präsentiert Louie Austen Klassiker aus dem American Songbook.

© Vienna Marriott Hotel/Daniela Beranek

Turkey-Time: Ab 28. November wird nach US-Manier gefeiert.

Bereit zum Tranchieren: Küchenchef Manfred Hartl serviert zu Thanksgiving den US-Festtagsbraten.

THANKSGIVING IM MARRIOTT 28.11.-30.11.: Original American Thanksgiving Dinner im Parkring Restaurant – eingebettet in das legendäre Candlelight Dinner, täglich ab 19 Uhr. Musikbegleitung (jeweils 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr): 28.11.: Caroline Kreutzberger; 29.11.: Louie Austen; 26.11.: Caroline Kreutzberger.

Was man jemandem sagt, der alles verloren hat? Zuerst mal „hallo“.

Rahmenprogramm: Thanksgiving Buffet & Sportübertragungen in der Champions Sports Bar Thanksgiving-Coctails & Live-Musik in der Cascade Bar Turkey-to-go by Marriott: Thanksgiving-Take-away by Marriott inklusive Tranchieranleitung und Hintergrundinformationen (Preis auf Anfrage; empfohlen ab vier Personen) Infos: www.viennamarriott.at www.parkringrestaurant.at

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns, obdachlosen Menschen Menschlichkeit und Obdach zu bieten. Danke für Ihre Unterstützung. Spendenkonto: 51413 533 033, BLZ 12000 www.VinziRast.at

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au f & dav o n

72 – medianet destination

Freitag, 8. November 2013

Emirates Airline arbeitet an Plänen zur Unterstützung und Realisierung der für das Wachstum nötigen Infrastruktur

short

Expansion: 70 Millionen Passagiere im Jahr 2020

Neues Premium-Hotel Resort in der Schweiz

© Jäger Bau

Dubai ist Kandidat für die Ausrichtung der Weltausstellung im Jahr 2020 und will dafür gerüstet sein. dino silvestre

Premium Hotel-Resort Privà Alpine Lodge Lenzerheide ist fertiggestellt.

Dubai. „Bis 2020 wird Emirates mehr als 250 Flugzeuge haben, mit denen wir rund 70 Mio. Passagiere zwischen sechs Kontinenten befördern werden. Damit werden wir, gemessen am internationalen Passagierverkehr, die größte Fluglinie der Welt sein“, so Tim Clark, Präsident von Emirates Airline, kürzlich bei einer Präsentation vor Delegierten des Bureau International des Expositions (BIE), die im Rahmen des Auswahlverfahrens für die Gastgeberstadt der „World Expo 2020“ die Vereinigen Arabischen Emirate besucht haben (Dubai ist Kandidat für die Ausrichtung der Weltausstellung 2020).

Lenzerheide. In Lenzerheide, Graubünden, Schweiz, realisierte die AlpinLodges Bau AG Chur, eine Tochter der österreichischen Jäger Bau GmbH, ein Ski-in/Ski-out Ferienresort mit 96 top ausgestatteten LuxusApartments (456 Betten) und perfekter Infrastruktur. Die zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zur Talstation Rothorn und mit direkter Anbindung an die Skipiste ist für die Hotelgäste sehr komfortabel. Die Hotel- und Resortanlage zielt jedoch nicht nur auf eine gute Auslastung in der Wintersaison, sondern will auch vom Sommertourismus der Region profitieren. Die hohe Qualität des Projekts und Lenzerheide als Spitzendestination mit zwei Saisonen werden für einen sehr guten wirtschaftlichen Erfolg dieses Hotelresorts sorgen. www.privalodge.ch

„Es ist aber nicht unser endgültiges Ziel, die größte Fluglinie der Welt zu sein“, so Clark weiter. „Seit jeher sehen wir unsere Aufgabe darin, Passagiere aus aller Welt über unsere Drehscheibe mit nur einem Zwischenstopp an ihre Zieldestinationen zu bringen. Die strategisch günstige Lage von Dubai ermöglicht es uns, fast 90% der Weltbevölkerung mit Non-Stop-Flügen von Punkt A zu Punkt B zu bringen. Ein gutes Beispiel dafür ist unser 16 Stunden-Flug von Dubai nach Houston oder auch der 14 StundenFlug von Dubai nach Sydney. Unser Standort ist unser Vorteil. Der politischen Führung von Dubai war das von Anfang an bewusst. Dubai hat über die Jahre hinweg in die Infrastruktur investiert, um sie für Handel und Tourismus zu modernisieren“, so Clark. Heute führt Emirates weltweit fast 3.200 Flüge pro Woche zu 135 Destinationen in 76 Ländern durch. Seit Jänner 2012 werden 20 neue

Eva Air-Airbus mit Star Alliance-Branding Taipeh. Eva Air hat ihren neuen Airbus 321-200 als zweites Flugzeug der Flotte mit Star Alliance-Branding in den Dienst gestellt. Das neue Fluggerät ist das erste Taiwans, das mit Treibstoff sparenden Sharklets an den Flügelspitzen ausgerüstet ist. Der Airbus wird auf Regionalflügen eingesetzt und erhöht somit den Komfort auf den Kurz- und Mittelstrecken. Eine von Eva Airs Boeing 777-300 war das erste der Flugzeuge im Star Alliance-Branding. Es fliegt meist auf den Strecken nach Europa oder in die USA. Bald soll die Flotte 70 Maschinen umfassen. www.evaair.com

Auf dem Dubai International Airport werden die Abfertigungskapazitäten für andere Anbieter internationaler Flüge erhöht.

Destinationen angeflogen; noch heuer kommen Conakry, Sialkot und Kabul hinzu.

Reisen, Business & Kultur „Die richtige Flotte ist entscheidend für unser Geschäftsmodell. Genauso wichtig ist die ‚Software‘, bestehend aus Menschen und Unternehmenskultur. Mit 50.000 Mitarbeitern aus über 160 Ländern ist Emirates eine der größten multikulturellen Organisationen der Welt. Das bedeutet, wir haben Mitarbeiter mit einer wahrhaft globalen Einstellung, die sich in einer temporeichen, komplexen Welt wohlfühlen und bereit sind, Unterschiede so zu integrieren, dass daraus die besten Ideen entstehen.

Das ist wichtig, wenn wir als globaler Anbieter und Bindeglied zwischen Reisen, Business und Kultur erfolgreich sein wollen“, so Clark. Besucherzahlen und Verkehr am Dubai International Airport haben in den letzten zehn Jahren enorm zugenommen. Die internationalen Passagierzahlen haben sich von 24,8 Mio. im Jahr 2005 auf 47,2 Mio. im Jahr 2010 nahezu verdoppelt. Im Vorjahr wurden auf dem Flughafen 57 Mio. Passagiere aus 225 Destinationen abgefertigt, die mit über 140 Fluglinien – inklusive Emirates – unterwegs waren. 2020 wird Dubai voraussichtlich über 20 Mio. Besucher begrüßen, die Flughafeninfrastruktur wurde diesen Anforderungen angepasst.

Nach der Eröffnung des Terminal 3, der 2008 speziell für Emirates errichtet wurde, eröffnete vor Kurzem der neue Concourse A, der ausschließlich der A380-Flotte von Emirates vorbehalten ist.

Airport wächst rasant Emirates ist heute die einzige Fluglinie der Welt, die einen eigenen A380-Terminal betreibt. Der Al Maktoum International Airport am Dubai World Central (DWC), der im Juni 2013 seinen Frachtbetrieb aufnahm, wickelt seit 27. Oktober auch Passagierflüge ab. Emirates errichtet ein Frachtzentrum mit Infrastruktur, das 2014 fertig sein soll. www.emirates.at

Vail Resorts/USA Attraktives neues Saisonangebot 2013/2014 „Kids ski free“ im familienfreundlichen Keystone

Gratis-Skipass in USA für Kinder unter 12

Neu: Besichtigung von Filmkulissen in Paris © Paris Tourist Office/David Lefranc

Vail. Keystone, das Familienresort der amerikanischen Vail Resorts in den Colorado Rocky Mountains, hält für Kinder im Winter 2013/2014 ein besonders Angebot bereit: Ab einem Aufenthalt von zwei Nächten fahren Pistenfans bis zu zwölf Jahren die gesamte Saison über kostenlos Ski und Snowboard. Unter dem Motto „Keystone´s Kids ski free“ können Sprösslinge

135 Pisten sowie 20 Bergbahnen und Lifte gratis erkunden (buchbar unter keystoneresort.com oder bei einem der USA-Reiseveranstalter). Gut gesicherte Erkundungstouren bieten zudem die Programme von Keystones Ski und Snowboardschulen. Hier werden Kids altersund leistungsgerecht betreut und gefördert. Auch abseits der Pisten sorgen Kinderbetreuung und Events wie

© Jack Affleck/Vail Resorts

Paris hatte schon immer eine ganz besondere Beziehung zur Filmkunst.

Paris. Jährlich finden in der Seine-Metropole rund 900 Filmdreharbeiten an ca. 5.000 Orten statt. Das Pariser Rathaus hat nun 17 englischsprachige Rundgänge zusammengestellt, um die Hauptstadt einmal wie durch die Linse eines Kameramannes sehen zu können. Zu den auch bei uns bekanntesten Filmen zählen „Der Schaum der Tage“ von Michael Gondry (2013), „Hugo Cabret“ von Martin Scorsese (2011) oder auch „Midnight in Paris“ von Woody Allen (2011). www.paris.fr

© Emirates Airline

Standort ist großer Vorteil

Die amerikanischen Skigebiete bieten heuer im Winter attraktive Familienspecials an.

die Riperoo’s Village Parade, Kids Night Out und mehr für Winterspaß bei Groß und Klein. Die Saison läuft seit 1. November 2013 und dauert bis zum 20. April 2014.

Pauschalen ab Deutschland Der Reiseveranstalter Faszination Ski (faszinationski.de) hat folgendes Paket geschnürt: Linienflüge inklusive aller Gebühren nach Denver, Mietwagen für die gesamte Reisedauer, sieben Übernachtungen im Drei Sterne-Haus The Inn at Keystone sowie Sechs Tage Skipass kosten für Erwachsene ab 1.699 € und für Kinder bis zwölf Jahre ab 899 €, buchbar ab sofort. Mit Argus Reisen (argusreisen. de) geht es für Erwachsene ab 1.695 € und für Kinder bis zwölf Jahre ab 885 € nach Keystone. Das Special umfasst den Linienflug mit Lufthansa nach Denver, Transfer vom Flughafen zum Resort, sieben Tage im The Inn Keystone bei Dreier-Belegung (zwei Erwachsene und ein Kind) sowie den Sechs TageSkipass und die Skiausrüstung.

Nur wer seine Kinder gut versorgt weiß, kann sich gut entspannen. Daher bietet Keystone verschiedene KinderbetreuungsProgramme an. Ob für Kids im Alter von zwei Monaten oder sechs Jahren, ob für zwei Stunden oder den ganzen Tag – Professionelle Einzel- oder Gruppenbetreuung und diverse Events für die Mini-Schneefans erlauben es Eltern und Großeltern, sich ganz auf eigene Erlebnisse in den Colorado Rocky Mountains einzulassen. So genießen die Großen Tree-Skiing, Freeriding oder Nachtskifahren, während sich die Kleinen im Kinderland Kidtopia bei Kinder-Après-Skipartys, StraßenTheater, Kidtopia-Parade, EislaufPartys, u.v.m. amüsieren. Hier gibt es viel Champagne Powder: Vail Resorts ist das führende Ski-Unternehmen der USA. Dazu gehören die Wintersportorte Vail, Beaver Creek, Breckenridge und Keystone in Colorado sowie drei Resorts in Kalifornien: Heavenly, Northstar und Kirkwood. Neu dabei: Canyons in Utah. www.snowusa.de


au f & dav o n

Freitag, 8. November 2013

medianet destination – 73

SITA-Studie Gebrauch von Apps zur Reiseorganisation hingegen hat sich noch nicht auf breiter Front durchgesetzt

Ruefa Urlaubsmesse

Flugpassagiere zögerlich

Kreuzfahrten: Informationen

werden mit hohen Nutzungsraten und folglich mit gesteigerter Zufriedenheit der Passagiere und stärkerer Kundenbindung belohnt.“ Die von SITA durchgeführte Studie zeigt, welche Technologien die Menschen derzeit am häufigsten in Anspruch nehmen.

michael bär

München. Mehr als neun von zehn Flugzeugpassagieren nutzen für das Organisieren und Durchführen von Reisen das Internet oder Check-in-Automaten. Doch mit ihren Smartphones sind die Passagiere eher zurückhaltend. Zu diesem Ergebnis kommt die Air Transport World (ATW) Passenger IT Trends Survey des IT-Dienstleisters SITA. Für die Studie wurden an sechs der weltweit größten Flughäfen 2.489 Passagiere aus über 70 Ländern befragt, darunter sowohl Privat- und Geschäftsreisende als auch Wenig- und Vielflieger.

Die zurückhaltende Nutzung mobiler Reisedienstleistungen überrascht. Die meisten Studienteilnehmer sind technikaffin und mit den neuesten Endgeräten ausgestattet, rund 76% der Befragten besitzen ein Smartphone, im weltweiten Bevölkerungsdurchschnitt sind es knappe 40%. Die überwiegende Mehrheit der Passagiere behauptet zwar, mobile Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Das spiegelt sich jedoch nicht in den Anwendungszahlen wieder. Nicht einmal fünf Prozent der Flugreisenden verwenden derzeit mobile Services, z.B. für den Check-in oder die Buchung. Als Gründe führen 78% der Befragten

Erfolg liegt vor allem darin, die Apps so einfach und benutzer© panthermedia.net/Aaron Amat

Internet immer wichtiger

„Der Schlüssel zum

freundlich wie möglich zu gestalten.“ Francesco Violante, CEO SITA

Smartphones bieten alle technologischen Voraussetzungen für Passagierwünsche.

v.a. zwei Dinge an: Zweifel an der Benutzerfreundlichkeit der angebotenen Apps sowie technische Beschränkungen des eigenen Smartphones. Francesco Violante, CEO von SITA, erklärt: „Mit 90 Prozent setzt schon heute das Gros der Flugpassagiere auf das Internet für die Reiseorganisation. Zusammen mit der weiten Verbreitung von Smartphones ist das eine hervorragende

Grundlage, um die Akzeptanz von mobilen Dienstleistungen zu steigern. Unsere Studie zeigt, dass das Potenzial dafür vorhanden ist. Die Fluggesellschaften sollten also für die Endanwender mobile Apps anbieten, die das Buchen und Organisieren der Reise erleichtern. Dabei sollen alle technischen Möglichkeiten moderner Endgeräte voll ausgeschöpft werden. Flughäfen und Airlines, denen das gelingt,

69% der Interviewten buchen ihre Reise auf einem Onlineportal, und 20% führen den Checkin an einem Automaten selbst durch. Laut Passenger IT-Trends Survey wollen die meisten Reisenden mit ihrem Smartphone in erster Linie von unterwegs Informationen abrufen: 63% wollen unterwegs weitere Flugverbindungen recherchieren. www.sita.aero

© Royal Carribean

Für die aktuelle Untersuchung wurde das Nutzungsverhalten auf 299 Mio. Reisenden hochgerechnet.

„Welt der Kreuzfahrt“ am 9. November im Austria Trend Hotel Savoyen.

Wien. Die Nachfrage nach Kreuzfahrten ist ungebrochen: Um interessierten Urlaubern fachkundige Beratung aus erster Hand zu bieten, veranstaltet Ruefa am Samstag, 9. November, von 9 bis 17 Uhr im Austria Trend Hotel Savoyen in 1030 Wien, Rennweg 16, einen Kreuzfahrt-Info-Tag mit Vorträgen, Beratung und Messeangeboten. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Bei Buchung am Messetag fällt die Buchungsgebühr weg. Mehr als 18 Seereisen-Veranstalter wie Aida, Costa, Hurtigruten und Royal Carribean präsentieren Neuheiten: Von der Fünf Sterne-Luxuskreuzfahrt spannt sich der Bogen über Familienkreuzfahrten am Mittelmeer, den Hurtigruten Postschiffen an Norwegens Küsten bis hin zu Yachtchartern. Als Folge der Unruhen in Ägypten ändern die Reedereien ihre Routen für den Winter und weichen den Destinationen am Roten Meer aus. www.ruefa.at

BTB – Bus Travel Business Vösendorf am 29. und 30. Oktober 2013

Gerda Niederhofer (Business Touristik Wels), Martina Achleitner (Oberösterreich Tourismus).

Alexandra Schilken-Beilke, Jasmin Weber, Éva Szalai, Katharina Kalteis (Marché International).

Bernd Hinteregger, Christopher Zavodnik (HB1 Hotels & Ferienparks).

Silvia Bauer (Benediktinerstift Admont), Gabriele Schaar (Hotel Spirodom Admont).

© Peter Müller (7)

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Die Top-Messe der Bustourismus-Branche ging vergangene Woche wieder im Austria Trend Hotel Eventpyramide in Vösendorf bei Wien über die Bühne. Zufriedene Aussteller und ein leichtes Besucherplus gegenüber dem Vorjahr – so lautet das Kurzresümee des Veranstalters.

Nicole Mayer, Maximilian Cech (Time Travel Vienna).

Victoria Grünhut (Kunstmeile Krems), Harald Pichelbauer (Renaissanceschloss Schallaburg).

Insgesamt kamen an beiden Messetagen knapp 1.000 Fachbesucher zur BTB ... dort trafen sie auf 169 Aussteller aus 15 Ländern. „Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch zur BTB 2013 und können mit dem MesseErgebnis mehr als zufrieden sein“, freut sich der Messeveranstalter Michael Kurtze. „Speziell bei den Besuchern aus den Märkten Slowenien, Kroatien, Ungarn, Slowakei und Polen konnten wir Zuwächse verzeichnen.“

Ein wichtiger Grund für diesen Trend ist bestimmt das intensive Bemühen vonseiten des Messeteams: Für über 300 Einkäufer aus den obengenannten Ländern wurde wieder ein eigener Bustransfer zur BTB organisiert. Aber auch die Tagung der Fachgruppe der Niederösterreichischen Busunternehmer und der Stammtisch der Wiener Busreiseveranstalter trugen zum Besucherplus bei. Ein besonderes Highlight war natürlich die bereits traditionelle Messeparty – von der slowenischen Happy Hour über die Oberkrainer bis hin zu „Drei“, der besten Double Band von Austria 3. Die BTB 2014 wird am 28. & 29.10. in Vösendorf stattfinden. (pmü)

Michael Kurtze (busreisen.cc), Hans-Christian Witzmann(Eventhotel Pyramide).


gast & wirt

74 – medianet destination

Aufgetischt

Ganzheitlicher Martini-Schmaus

MondoVino 2013 Am 15. und 16. November findet das Wein & Co Weinfestival mit mehr als 1.000 Weinen statt

Die ganze Welt der Weine im Wiener Konzerthaus

© Gut Purbach

Im 20. Jubiläumsjahr von Wein & Co kommen 280 Produzenten, davon 170 ausländische Vertreter. michael bär

Gut Purbach, Hauptgasse 64, A-7083 Purbach, Tel.: 02683/56086

www.gutpurbach.at Eingeschenkt

Noblesse oblige Serralunga. Barolo – zurecht ein Fixstern des Wein-Kosmos und definitiv ein Wein für Fortgeschrittene. In den Langhe-Bergen erhält die autochthone, finessen- und tanninreiche piemontesische Rebsorte Nebbiolo ihre nobelste Ausprägung. Cascina Francia ist eine Monopol-Lage in Serralunga mit 16 Hektar oder 35 Giornate (piemontesisches Tagwerk). Sie steht im alleinigen Besitz von Giacomo Conterno. Barolo von dieser legendären Riede wird nur in entsprechenden Jahren gefüllt. Giacomos Sohn Giovanni bleibt dem angestammten Ausbau mit langem Maischekontakt (bis zu vier Wochen) und vier Jahren Ausbau in den klassischen „Botti“ treu. Signore Conterno spricht zwar kein Deutsch, verwendet aber gerne Gärständer und Fässer (Stockinger) sowie Gläser (Zalto) aus Österreich. Barolo DOCG Cascina Francia 2006, Giacomo Conterno, Gastropreis: € 107,10. Erhältlich bei Kolarik & Leeb

Winzer präsentieren selbst „Wir haben jedes Jahr neue Winzer im Programm und bei uns werden die Weine auch tatsächlich von den Winzern selbst und nicht nur von Handelsvertretern präsentiert; das macht die Veranstaltung so reizvoll“, ist Wein & Co Firmengründer Heinz Kammerer überzeugt. Denn die MondoVino sei längst mehr als eine Degustationsmesse, hier findet auch ein persönlicher Austausch statt. „Unsere Kunden wollen die Winzer und die Geschichten hinter den Weinen kennenlernen und freuen sich jedes Jahr auf diese Veranstaltung“, so Kammerer. Besonders erfreulich war in den letzten Jahren der rege Zustrom von ganz jungen Weinfreunden – ein Zeichen hoher heimischer Weinkultur, wie vor allem die Winzer aus dem Ausland aner-

© Wein&Co

Neusiedl. An den kulinarischen Klassikern zu Ehren des Hl. Martin – Gansleinmachsuppe mit Bröselknödel und Weidegans mit Majoransaftl – gibt es momentan im Burgenland kein Vorbeikommen. Im „Gut Purbach“ allerdings schreibt man das Gansl dieser Tage mit „z“ wie ganz. InnereienSpezialist Max Stiegl serviert nämlich auch die Zunge vom Federvieh (mit Polenta und Estragon). Und das oft achtlos weggeworfene Innenleben, also Herz, Magen und Hals, wird als Paprikasch im Zwei-Hauben-Lokal serviert. Die Leber reicht der Fan der „nose-to-tail“-Koch (in diesem Fall eher: Schnabel bis Bürzel) ebenfalls, sie eröffnet als Terrine das Menü. „Gansl gibt es bei uns bis Ende November“, verlängert der pannonische Patron Stiegl aufgrund der großen Nachfrage die Saison über Martini hinaus. Reservieren ist dennoch Pflicht.

Wien. Die MondoVino, das Wein & Co Weinfestival, findet heuer bereits zum vierten Mal in Folge im historischen Ambiente des Wiener Konzerthauses statt. Eine unbeschreibliche Kulisse, meinen nicht nur die Veranstalter, sondern vor allem die ausstellenden Winzer aus aller Welt. Eine Weinmesse inmitten prunkvollem Historismus und sinnlichem Jugendstil – das ist weltweit einzigartig. So hat sich im 20. Jubiläumsjahr von Wein & Co auch ein Rekord an Ausstellern angemeldet, nämlich 280 Produzenten, davon 170 Vertreter aus dem Ausland. Die insgesamt neunte Auflage der MondoVino wird somit wieder zum Pflichttermin für die heimischen Weinfreunde.

Statt prominenter World Music gastiert wieder einmal die Welt der Weine im prestigeträchtigen Haus in der Lothringerstraße.

kennend attestieren. Auch Wein & Co-GF Florian Größwang bestätigt: „Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass unsere Kunden deutlich jünger sind als die durchschnittlichen österreichischen Weinkäufer, die beim Wein patriotisch und Neuem gegenüber nicht sehr aufgeschlossen sind. Bei unseren Kunden sagen aber 60%, dass sie gern Neues ausprobieren – und wo könnten sie das besser als auf der MondoVino? Diese Messe bietet die Möglichkeit, innerhalb weniger Stunden – ohne zig Kilometer zurücklegen zu müssen – die ganze Welt des Weines zu entdecken.“ Und nicht nur bei Jungen beliebt ist das umfassende Angebot an Schaumweinen und Champagnern auf der MondoVino.

Um hier räumliche Engpässe wie in den Vorjahren zu umgehen, hat man im Feierjahr 2013 im MozartBuffet einen ganzen Raum ausschließlich den prickelnden Genüssen gewidmet.

FineWine Lounge & VIP Und da bei Weinverkostungen auch die Kulinarik nicht zu kurz kommen sollte, gibt es von Brotspezialitäten über köstliche Aufstriche bis hin zu exquisiten Schokoladensorten vieles aus dem Wein & Co Sortiment zu verkosten. Denn immerhin führt der Weinfachhändler auch rund 380 Feinkostartikel und Hochprozentiges. Deshalb hat die MondoVino auch für Spirituosenfans einiges zu bieten.

Spezielle Angebote gibt es für das zahlende Publikum, das das Festival in exklusivem Rahmen erleben möchte (Tickets ab 35 €). Wie im Vorjahr können spezielle VIP-Packages (ab 290 €) in den Logen im Großen Saal gebucht werden, wo die Gäste Rundum-Verköstigung und Champagner-free-flow erwartet. Inkludiert ist dabei am ersten Abend der Messe auch der Zutritt zur MondoVino VIP Party mit allen Topwinzern. Freunde von Mouton Rothschild, Laffite & Co werden in der FineWine Lounge ihr Glück finden. Hier werden gegen einen Unkostenbeitrag Raritäten aus Topjahrgängen ausgeschenkt; nur der Messerabatt von 20% entfällt hier. www.mondovino.at

Messezentrum Salzburg Vom 9. bis 13. November findet die Branchen-Leitfachmesse für Hotellerie und Gastro statt

Start der „Alles für den Gast – Herbst 2013“ Salzburg. Vom 9. bis 13. November geht mit der von Reed Exhibitions Messe Salzburg veranstalteten „Alles für den Gast - Herbst 2013“ die mit Abstand umfassendste und damit bedeutendste Fachmesse für die Gastronomie und Hotellerie im gesamten Alpen-Adria-DonauRaum über die Bühne. Die besucherstärkste B2B-Fachmesse Österreichs füllt auch in ihrer 44. Ausgabe das Messezentrum Salzburg inklusive SalzburgArena bis auf den letzten Quadratmeter. Mit rund 700 Ausstellern aus dem In- und Ausland ist die „Alles für den Gast-Herbst“ der größte Branchen-Marktplatz für die rund 45.000 erwarteten Fachbesucher aus Österreich und den angrenzenden Nachbarländern. Neben Nahrungs- und Genussmitteln, Küchen-, Großküchen- und Gastrotechnik, Einrichtung und Ausstattung für Restaurant und Hotel dreht sich an den fünf Messetagen alles um Kommunikation und Information, Berufsbekleidung, Betriebshygiene, Convenience, Franchisesysteme, Gastgärten/Wintergärten, Getränke, Hotel-

organisation/EDV, Hoteltextilien, Kinderspielplatzgeräte, Porzellan und Glas, Sanitär, Unterhaltung, Wellness und vieles mehr.

Restlos ausgebuchte Messe „Auf keiner anderen Fachmesse kann der Unternehmer aus einem so dichten Angebot aus Gastronomie-, Hotellerie- und Nahrungsmittelanbietern schöpfen. Der

Messetitel ‚Alles für den Gast’ ist also wörtlich zu nehmen“, betont Johann Jungreithmair, CEO von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Salzburg. Wie bereits in den vergangenen Jahren waren sämtliche zur Verfügung stehenden Hallen plus SalzburgArena schon unmittelbar nach der Ausschreibung ausgebucht. „Das hat einerseits mit der Erfolgsstory und dem damit verbun-

© Reed Exhibitions Salzburg/Andreas Kolarik

Jenseits von Brust und Haxl: Martini-Menü von Max Stiegl.

© Del Fabro

Freitag, 8. November 2013

Alles für den Gast: Fachmesse für den gesamten Donau-Alpen-Adria-Raum.

denen Kultstatus dieser Fachmesse zu tun, andererseits auch mit der enorm wichtigen Rolle, die Tourismus, Gastronomie und Hotellerie in Österreich spielen und – keinesfalls zu vernachlässigen – der zentralen Lage des Messestandorts Salzburgs“, so Gernot Blaikner, Leiter des Geschäftsbereichs Messen bei Reed Exhibitions Messe Salzburg. Eduard Pöllitzer hat als neuer Messeleiter das Ruder übernommen; der gebürtige Salzburger kann auf eine schulische Ausbildung zum Hotelkaufmann an der renommierten Gastgewerbefachschule in Salzburg-Klessheim verweisen. Fundierte berufliche Erfahrung in leitenden Positionen sammelte Pöllitzer bei einer Reihe namhafter Firmen in der Nahrungsmittelindustrie wie Brau Union, Rauch Fruchtsäfte und Felix Austria. Zuletzt verantwortete er als Key Account Manager International mehrere Jahre das Exportgeschäft des Salzburger Gewürzmittelherstellers Wiberg. www.gastmesse.at


medianet

inside your business. today.

Freitag, 8. NOVEMber 2013 – 75

Vergütung im Controlling, Finanz- und Rechnungswesen im Vergleich Seite 77

lehrlingsoffensive 2014

Ausbildung von Fachkräften als Innovation für Wirtschaftsstandort Österreich Seite 77

vize-miss doris hofmann im m.a.n.d.u. Team

© M.A.N.D.U. one life

aktuelle gehaltsstudie

© BMWFJ/M. Silveri

© panthermedia/P. Atkins

careernetwork Gerers neue Gourmetshow: vom Palazzo ins Teatro

© WISE Qatar

Teatro Koch­profi Reinhard Gerer ­serviert mit neuer Dinner­show feinste ­Küche und heiße Show-Acts. Best Recruiters ­Neue Studie hilft den Unternehmen, die Bewerber anzu­sprechen, die dem Anforderungsprofil entsprechen. Seite 76

Bildungsgipfel

Mehr als 1.200 VIPs diskutierten in Katar zum Thema „Reinventing Education for Life“. Seite 78

Seite 78

© Teatro Wien/artisar eU/Michael Graf

Qualitätsmanagement Wifi Kärnten GmbH überzeugt die Jury von Quality Austria mit Excellence-Philosophie auf sensationell hohem Niveau

Wien. Die Verleihung des Austrian Excellence Award ans Wifi Kärnten markierte den Höhepunkt der qualityaustria Winners‘ Conference im Wiener Palais Ferstel. Die Kärntner Bildungseinrichtung überzeugte in allen Aspekten des EFQM-Modells mit herausragenden Bewertungen, besonders in der Gestaltung der Prozesse und der Erbringung der Dienstleistung. Die Veranstaltung fungierte auch als Auftakt zum internationalen EFQM Forum „Achieving Excellence“ der European Foundation for Quality Management (EFQM). Der Austrian Excellence Award

wurde heuer zum 18. Mal in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium vergeben. Auffallender Trend: Der Dienstleistungssektor erkennt mehr und mehr die Chancen und Potenziale durch Qualitätsmanagement. Seit 2002 beschreitet das Wifi Kärnten den Excellence-Weg und erweist sich damit als würdiger nationaler Gewinner. Im Zuge ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung hat die Bildungseinrichtung die erforderlichen Stufen erreicht und wurde darüber hinaus bereits im Rahmen des Staatspreises Unternehmensqualität 2010 mit dem

Jurypreis für „teamorientierte, ausgewogene und dynamische Führung, die Freiheit für Kreativität lässt“ ausgezeichnet. „Es ist der Blick aufs Ganze, der exzellente Organisationen auszeichnet“, so Konrad Scheiber, CEO von Quality Austria. „Nachhaltiger Erfolg braucht eine konsequente Umsetzung zielorientierter Maßnahmen. Wie die Bewerberstruktur für diesen Award zeigt, gilt das auch zunehmend für den Dienstleistungssektor: Immer mehr Organisationen setzen auf Qualitätsmanagement.“ www.qualityaustria.com

© Quality Austria/Anna Rauchenberger

Austrian Excellence Award 2014 in Wien vergeben

(von li.): Univ. Prof. Johannes Risak, Gisela Hopfmüller-Hlavac, Gerald Stoiser, ­Qualitätsmanagement Wifi Kärnten, und Andreas Görgei, GF Wifi Kärnten.


Career portrait

Freitag, 8. November 2013

© APA/Georg Hochmuth (2)

76 – careernetwork

„Als Genussmensch bin ich sehr radikal“ Reinhard Gerer (60) ist der bekannteste Spitzenkoch Österreichs und sorgt soeben mit seiner neuen Gourmet-Show „Teatro“ für Entertainmet und Gaumenschmaus. georg biron

Wien. Reinhard Gerer hat die Messlatte für sein Gourmettheater hoch gelegt und im Vorfeld verkündet, dass es bei seinem „Teatro“ ausschließlich um Qualität ginge. Nur er bestimmt, was (und wie viel davon) auf den Teller kommt, er steht auch selber in der Küche und sucht Lieferanten wie Höllerschmid und Aibler persönlich aus. Bei der Premiere in Wien-Simmering ist diese Rechnung im ausverkauftem Spiegelpalast beim Gasometer voll aufgegangen. Das Publikum quittierte seine Kombination von Kalbsrücken und Saibling, die Melange von Erdäpfeln mit Mangalitzaspeck und Jakobsmuschel, Rehnüsschen auf weißer Polenta mit Sauerkirschen und Pilzen mit den höchsten Bewertungen – „sensationell“ und „ein Gerer, wie man ihn lange nicht mehr gegessen hat“ waren die einhellige Meinung zum Abend. Noch bevor das Dessert serviert wurde, tanzten die Gäste bereits zu „I will Survive“, gesungen von der Amerikanerin Victoria Horne, und waren nur durch die Trilogie der Edelschokolade zum Dessert wieder an ihre Tische zu bringen.

Eine Bilderbuchkarriere Von der Steiermark bis zum tosenden Applaus im Spiegelpalast war es ein weiter Weg, doch Gerer ist ihn zielstrebig und ohne zu ermüden gegangen; er ist nicht nur ein vielfach ausgezeichneter Koch mit internationaler Aufmerksamkeit, sondern auch ein Geschäftsmann, der manchmal die Leiden-

schaft über die Kalkulation stellt. Gerer wurde 1953 in Kapfenberg (Steiermark) geboren und war eines von vier Kindern. Der Vater arbeitete als Schlosser bei der „Alpine Montan“, die Mutter als Weberin. Reinhard begann eine Lehre als Tapezierer, doch dann hat ihm seine Schwester ein Buch über die Geschichte der Kochkunst geschenkt, das ihn sehr faszinierte.

„Ich bin ein Genussmensch, ich esse gern gut, ich trinke gern gut. Mit einer Vegetarierin könnte ich nicht sehr viel anfangen.“ reinhard gerer, koch

Er ging nach Wien und machte eine Kochlehre in der „Wieselburger Bierinsel“ im Prater. Von da an ging’s bergauf. Nach Umwegen über die Schweizer Nobelgastronomie übernahm er 1984 das Restaurant „Korso“ im Wiener „Hotel Bristol“ und machte sich als kreativer Kochkünstler einen Namen. Mit all seinen Auszeichnungen ist er der bekannteste Spitzenkoch im Land. Seine Kochbücher sind Bestseller, und Gourmet-Guru Wolfram Siebeck stellt ihn auf eine Stufe mit den großen französischen Küchenmeistern.

Österreichische Küchengeschichte schrieb er mit dem „ReinhardGerer-Rieslings-Kalbsbeuschel“. „Ich habe mich an früher erinnert, an das Beuschel, wie es in der Steiermark gemacht worden ist“, erzählt er. „Immer wenn ich mit den Eltern mit dem Autobus nach Knittelfeld gefahren bin, sind wir in ein Wirtshaus gegangen, und dort hat’s ein Beuschel gegeben, mit einer frischen Semmel, das war sensationell – und wenn der Vater weggeschaut hat, hab’ ich einen Schluck von seinem Bier getrunken. Das war immer sehr klass’. Ich glaube, dass es für einen Koch wichtig ist, dass er sich Eindrücke, Gerüche, Geschmäcker merken kann und versucht, all das neu auftreten zu lassen. Ich habe dann mein Rieslings-Kalbsbeuschel serviert, und das Schöne für mich ist, dass sich mittlerweile ganz Österreich daran orientiert.“

Im Fokus strenger Kritiker Dennoch fanden sich im Laufe der Jahre immer wieder Gourmetkritiker, die für Gerers Kreationen harte Worte fanden. Mit vier Gault Millau-Hauben und einem Michelin-Stern stand er mit seinem Restaurant „Korso“ dennoch im Fokus der Szene. „Das ist sicher ein heikles Thema“, so Gerer, „aber ich könnte mir nicht vorstellen, dass ich mich wegen einer Kritik umbringe. Ich bezweifle auch, dass die Leute heute noch genauso wie vor 20 Jahren einen Restaurantführer brauchen. Die Gäste sind mündiger als früher und kennen sich aus. Heute gibt es in jeder Zeitung und im Web

Restaurantkritiken. Da kann man auch einmal unter Druck kommen. Diese Aufmerksamkeit ist einerseits schön, auf der anderen Seite auch gefährlich. Wenn z.B. der Wirt auf der Alm das Thema falsch versteht und seine berühmte Erbsensuppe mit den Würschtln nicht mehr macht und stattdessen gibt’s dann dort eine Räucherlachsvariation an Irgendwas, dann wird mir schwindlig. Und das ist mittlerweile in vielen Lokalitäten der Fall.“

Gourmets und Welthunger Gesellschaftskritiker halten die Wichtigkeit, die gutem Essen und den Köchen vor allem in Europa und den USA verliehen wird, für problematisch – sind doch immerhin ungezählte Millionen von Menschen auf dieser Welt vom Hungertod bedroht. „Natürlich kommen mir auch solche Gedanken. Wenn ich überlege, dass ich einen wild gefangenen Steinbutt und frische Scampi kriege, die eigens mit dem Flugzeug eingeflogen werden, und dass aus Ungarn die Gänseleber kommt und aus Italien und Frankreich der Trüffel – dass das dann alles in den Küchen angekarrt wird. Es ist schwierig“, so Gerer. „So richtig pervers wird’s für mich aber, wenn man Wohltätigkeits-Dinners gegen das Elend auf der Welt veranstaltet; da bin ich sicherlich nicht dabei.“ Gerers „Teatro“ läuft noch bis Februar 2014, jeweils von Dienstag bis Samstag um 19:30 Uhr, an Sonntagen beginnt die Show um 18 Uhr. Das Programm dauert circa drei Stunden und kostet ab 91 €. www.teatro-wien.at

10 Fragen An reinhard gerer

Wann haben Sie zum ersten Mal so richtig gut gegessen? Als Kind. Meine Mutter hat sehr gut kochen können. Was essen Sie am liebsten? Ich mag die bodenständige österreichische Küche am liebsten. Warum machen Sie „Teatro“? Essen allein ist den Leuten heute zu wenig. Es muss rundherum etwas passieren. Was ist so besonders daran? Gutes Essen und Artisten, die so in Wien noch nie aufgetreten sind. Sind Gourmetkritiker für Sie wichtig? Solche Kritiken sind halt der moderne Pranger. Ich spring’ nicht aus dem Fenster. Was macht einen guten Koch aus? Er muss sein Handwerk beherrschen und seinen persönlichen Stil haben. Muss ein Koch selber gerne essen? Es ist wichtig, dass man sich Eindrücke, Gerüche, Geschmäcker merken kann und versucht, all das neu auftreten zu lassen. Warum wirkt die Gourmetszene manchmal sehr chi-chi? Es wird alles ein bissel verrückt inszeniert. Ich finde diese Entwicklung sehr schade. Hat die Krise Auswirkungen gezeigt? Sicher. Aber auf das bodenständige Beisl und auf das Luxusrestaurant haben weder Krise noch Krieg eine Auswirkung. Was ist die beste PR für einen Koch? Die beste PR, vor allem in Österreich, ist immer noch die Mundpropaganda …


p e r s o n a l & m a n a g e me n t

Freitag, 8. November 2013

careernetwork – 77

Controller Institut Zwischen 14. Mai und 26. August 2013 wurden österreichweit neue Gehaltsentwicklungen ermittelt

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Aktuelle Gehaltsstudie

Zielpersonen: leitende Angestellte aus Controlling & Rechnungswesen sowie Finanzverantwortliche. Wien. Was die Betroffenen schon eine Weile ahnen, haben sie jetzt Schwarz auf Weiß in einer neuen Studie des Controller Instituts mit Schulmeister Consulting: Die Mitarbeiteranzahl in den Finanzorganisationen stagniert, nur neun Prozent der Unternehmen prognostizieren, dass sie den Personalstand anheben werden. Es herrscht

Karriere-Günstlinge

„Im Vergleich zu 2010 gibt es klare Gewinner und Verlierer. Ist geblieben, ist das ein ­Gehaltsverlust.“ Matthias SchulmeisteR Schulmeister consulting

© panthermedia.net/Peter Atkins

das Gehalt gleich

Letzten Endes geht es immer ums Geld: Wer in Österreich mehr verdient, hat im Berufsleben mehr Status und Macht.

Bei der Analyse der Gehälter liegt der Fokus auf den Auswirkungen von unternehmensbezogenen Merkmalen wie der Größe des Unternehmens, dem Standort und der Hierarchieebene der Befragten. Außerdem werden persönliche Merkmale wie Alter und Ausbildung berücksichtigt. Ergänzt werden diese Themenfelder durch Einblicke in die Arbeitszeiten, die Weiterbildung und das Recruiting von Fach- und Führungskräften im Finanzbereich. In Zusammenarbeit mit dem Controller Institut und dem Marktund Meinungsforschungsinstitut Integral wurden mehrere Hundert leitende Angestellte aus dem Finanzbereich befragt. Die Studie bietet einen umfassenden Überblick zur Vergütung im Controlling, Finanz- und Rechnungswesen und zieht Vergleiche zu der zuletzt im Jahr 2010 durchgeführten Gehaltsstudie. Die Ergebnisse basieren auf Computer Assisted Web Interviewing (CAWI); die Zielpersonen er-

börse

Die Auf- und Umsteiger dieser Woche im Kurzporträt.

Sechs von zehn Unternehmen verzeichneten ein Umsatzplus, der Anstieg belief sich im Mittel auf drei Prozent pro Jahr; rechnet man die Inflation ein, so bedeutet das eine Stagnation. „Im Vergleich zu 2010 gibt es einige klare Gewinner und Verlierer. Ist das Gehalt in diesem Zeitraum gleich geblieben, muss das als realer Gehaltsverlust gewertet werden“, sagt Matthias Schulmeister von Schulmeister Consulting. Die Leiter Controlling sowie Accountant und die Leiter Rechnungsesen zählen mit deutlichen Zuwächsen zu den Gewinnern, während Geschäftsführer, Kaufmännische Leiter und Jungakademiker bei gleich bleibendem Gehalt zu den Verlierern zählen. Klare geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede zeigen sich bei den Positionen Kaufmän-

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Volker Panreck

Die Zahl der Frauen als höchste Entscheidungsträgerinnen der Finanzorganisation ist auf 20% gestiegen (2010: 16%) Der Anteil an weiblichen Führungskräften im Controlling ist mit 18% relativ gering, ControllingTeams bestehen jedoch zu mehr als der Hälfte aus Frauen. Zumindest auf Ebene der Leiter Controlling verdienen Frauen gleich viel wie ihre männlichen Kollegen. Folgende Schlüsse können aus den Studienergebnissen gezogen werden: Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen wirtschaft-

Zu Redaktionsschluss erreichte uns eine Meldung aus Deutschland: Dort verdienen Topmanager 53mal so viel wie Arbeitnehmer. Der Gehaltsunterschied zwischen Spitzenmanagern und durchschnittlich Beschäftigten ist in den DAX-Konzernen noch größer geworden. Der Preis für die österreichische Gehaltsstudie beläuft sich auf 230 € zuzügl. MwSt (für Mitglieder des Controller Instituts 100 €, für Studienteilnehmer gratis). Bestellungen an office@schulmeister-consulting.com oder unter +43/1/5873503. www.controller-institut.at schulmeister-consulting.com

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Albert Maringer OÖGKK

© OÖGKK/Grebe

Volker Panreck ist der neue CFO/GM der ING-DiBa Austria. Er folgt Thomas Geis, der zur Muttergesellschaft ING-DiBa AG in Frankfurt zurückkehrt und übernimmt Finance & Controlling, Compliance, Legal sowie Risikomanagement.

Studie jetzt bestellen

Mehr Mitarbeiter sind nötig

ING-DiBa Austria

© ING-DiBa

job

Frauen sind im Nachteil

lichem Umfeld und Gehaltsentwicklung im Finanzbereich. Für eine weitere positive Gehaltsentwicklung ist eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich gefordert. Führungskräfte und Mitarbeiter im Finanzbereich leisten überdurchschnittlich viele Überstunden, die Kapazitätsgrenze ist mittlerweile erreicht. Aufgrund des ständig steigenden Aufgabenumfangs ist zukünftig mit dem Bedarf von mehr Mitarbeitern und somit mehr Jobs zu rechnen. Die Ansprüche an die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen (Soft Skills) der Mitarbeiter werden weiter steigen. Hier ist zukünftig eine systematische Personalentwicklung gefragt.

Obmann Albert Maringer wurde zum Vorsitzenden des Ausschusses für Krankenversicherung und Prävention im Hauptverband gewählt. Damit gestaltet Maringer auch Entscheidungen der österreichweiten Sozialversicherung mit.

Promotion

Online-Befragungen

nischer Leiter und Leiter Rechnungswesen. Weibliche Geschäftsführer verdienen im Schnitt 93% (oder brutto 77.000 €) weniger als männliche Geschäftsführer. Rechnet man den Durchschnitt aller Führunspositionen der Branche, so ergibt sich bei Männern im Schnitt ein Plus von zehn Prozent (oder 9.000 € brutto im Jahr) gegenüber den Frauen. Grundsätzlich aber holen die Frauen auf: Es gibt mehr Frauen in Entscheidungspositionen, Teams im Controlling bestehen zu mehr als 50% aus Frauen. Zwar ist der überwiegende Anteil der Befragten männlich (80%), doch hat der Frauenanteil gegenüber 2010 leicht zugenommen (von 16% auf 20%).

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Doris Hofmann M.A.N.D.U.

Doris Hofmann (23), die „VizeMiss Austria 2013“, verstärkt das Team von M.A.N.D.U. und bringt sich beim Fitness-Franchisegeber in Linz im Marketing ein. Die ausgebildete Pädagogin benutzte M.A.N.D.U. selbst.

© Heute/Michael Strobl

hielten in einem personalisierten E-Mail Links zum Onlinefragebogen übermittelt; insgesamt wurden an die Zielgruppe (Leitende Angestellte aus dem Controlling und Rechnungswesen sowie Finanzverantwortliche auf Basis von Adressen des Controller Instituts) 3.637 E-Mails versendet (Einladungsmails und Reminder zusammengenommen). Der Durchschnitt des Bruttojahresgehalts liegt bei 90.000 €, das Niveau ist somit gegenüber 2010 unverändert.

© M.A.N.D.U. one life

Effizienzdruck, da laufend schnellere, bessere und kostengünstigere Prozesse gefordert werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Finanzabteilungen, die immer mehr Aufgaben mit gleich bleibender Mitarbeiterzahl erledigen müssen. Das führt zu mehr Überstunden. Trotzdem steigen die Gehälter nicht.

Es gibt viele spannenden Situationen im Berufsleben. Eine davon ist, wenn eine Führungsposition vakant wird und mehrere Kollegen für die Besetzung infrage kommen. Wer kommt zum Zug? Und warum? Waren Qualifikationen ausschlaggebend oder doch „Vitamin B“? Entscheidungen, die unternehmensintern eine große Rolle spielen und die Zusammenarbeit sowie die Stimmung im Team nachhaltig beeinflussen können – gerade dann, wenn Beförderungen für den Rest der Belegschaft wenig nachvollziehbar sind. Doch was ist dran an den Vorwürfen, dass zumeist Günstlinge der ManagementEbene die Karriereleiter nach oben spazieren? Eine Studie des Beratungsunternehmens ROC unter 4.000 Arbeitnehmern in vier Ländern kommt zu dem Schluss, dass der gute Draht zum Chef ein wesentlicher Faktor beim beruflichen Aufstieg ist. Am wichtigsten ist dieser laut Studie in den USA und Großbritannien, wo 70% der Befragten glauben, dass die Beziehung zum Chef entscheidend ist. In Frankreich sind es 50%, in Deutschland – und dieser Wert gilt wohl auch für Österreich – sind es immerhin noch 40%. Die Entscheidungen des Top-Managements, wenn es um Postenbesetzungen geht, sind jedoch in allen Ländern bei Arbeitnehmern umstritten. Im Schnitt sagen 40% der Befragten, dass ihre Vorgesetzten beim Thema Talent-Management selbst eher wenig Talent an den Tag legen. Begründen lässt sich dieser hohe Wert dadurch, dass laut Studie in jedem zweiten Unternehmen nicht eindeutig geklärt ist, welche Mitarbeiter sich im Unternehmen wie entwickeln sollen.

Günther Plank AHVV Verlags GmbH

Günther Plank, langjähriger Anzeigenleiter OÖ Nachrichten, unterstützt die Heute-Verkaufsmannschaft rund um Gottfried Farthofer und Armin Bach in Oberösterreich – Start einer Vermarktungsoffensive für Oberösterreich.


personal & management

78 – careernetwork

short

pixelart communication stellt die Weichen neu

Freitag, 8. November 2013

Best Recruiters Neue Studie, erweitertes Studiendesign, neuer Markenauftritt und Expansion in die Schweiz

Größte Recruiting-Studie Österreichs präsentiert

© pixelart

Studieninitiator Markus Gruber: „Studie zeichnet Recruiting-Qualität unter Top 500-Arbeitgebern aus.“ beitgeber im Bezug auf ihre Recruiting-Leistungen analysiert. Aufgrund der Vielzahl an untersuchten Arbeitgebern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz liefert die Studie nicht bloß Benchmarks aus allen drei Ländern, sondern ermöglicht zudem einen direkten Branchen- und Ländervergleich der Recruiting-Qualitäten. „Eine derartige groß angelegte Untersuchung ist international einmalig“, zeigt sich Gruber erfreut.

georg biron

Post mit globalem Trainingspreis geehrt Wien. In mehr als zwei Jahren wurden mehr als 500 Filialleiter sowie 200 weitere Filialteams mit den Experten von Kaiblinger & Partner geschult und weitergebildet. Der Erfolg lässt sich nicht nur mit gesteigerten Umsatzzahlen, sondern nun auch mit der Auszeichnung durch den Deutschen Trainingspreis messen. Der Internationale Deutsche Trainings-Preis wird vom Berufsverband für Trainer, Berater und Coaches vergeben. Seit 2010 präsentieren sich die Finalisten auf der „Zukunft Personal“, Europas Fachmesse für Personalmanagement. www.post.at

© Personal Austria

Gesundheit wird in der Arbeitswelt wichtiger

Personal Austria: Gegengewicht zur hohen Arbeitsbelastung ist gefragt.

Wien. Der demografische Wandel hebt das Durchschnittsalter in den Belegschaften. Folglich müssen Arbeitnehmer den Leistungsanforderungen im modernen Arbeitsleben auch langfristig gewachsen sein. Wie Unternehmen Mitarbeiter dafür stark machen, war ein Themenschwerpunkt der Personal Austria in Wien: Führungskräfte und Personalisten erhielten am 6. und 7. November in Halle C der Messe Wien wertvolle Impulse zum Trendthema Corporate Health. www.personal-austria.at

Human Resource-Messe

„Ausgezeichnete Recruiting-Qualität steht für einen sehr hohen Professionalisierungsgrad zur Personal­ beschaffung.“ markus gruber

© Marcell Nimfuehr/fischka.com

Wien. Die ehemalige Marketingleiterin von BMW Austria, Eva-Maria Gottwald (39), ist als Agenturleiterin zur pixelart communication gewechselt. An der Seite von Kreativ-GF Alex Aichner zeichnet Gottwald ab sofort für strategische Kundenberatung und New Business der pixelart communication verantwortlich. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft in Innsbruck und Wien sammelte die gebürtige Salzburgerin bereits Agenturerfahrung in einer Wiener Werbeagentur. Nun will Gottwald die pixelart communication zu einer Top-Adresse in der österreichischen Agenturlandschaft formen und gemeinsam mit der pixelart interactive dem Bedarf von integrierten Kommunikationslösungen ­gerecht werden. www.pixelart.at

Wien. Bisher bestens unter dem Namen Career‘s Best Recruiters bekannt, zeigt sich Österreichs größte Recruiting-Studie nun im neuen Design und mit neuem Namen. „Die Vorbereitungen zum neuen Design laufen bereits seit sechs Monaten. Mitarbeiter und Partner aus Österreich, Deutschland und der Schweiz waren involviert“, zeigt sich Studieninitiator Markus Gruber zufrieden mit dem Ergebnis. Pünktlich zur Veröffentlichung der aktuellen Ergebnisse der Österreich-Erhebung 2013/14

Markus Gruber, Agenturleiter GPK und Initiator der Best RecruitersStudie: „Qualität des Recruitings in Österreich untersucht.“

und noch vor dem Start der ersten Erhebung in der Schweiz wird auch der neue Markenauftritt präsentiert. Seit 2011 sammelt die Best Recruiters-Studie individuelle Bewerber-Erfahrung und stellt diese den Arbeitgebern anonymisiert zur Verfügung. Nachdem der Ruf nach einer noch umfassenderen Dokumentation seitens der Arbeitgeber und mehr Resonanz seitens der Bewerber lauter wurde, wurde in Zusam-

menarbeit mit den Top-Personalisten Österreichs die Bewerberbefragung neu aufgesetzt.

Bewerbermeinung im Paket Nun haben alle Arbeitgeber die Möglichkeit, einen noch umfassenderen Einblick in die Erfahrungen der Bewerber zu erhalten. Die unverfälschten und besonders aussagekräftigen Bewerbermeinungen werden für ein Erhebungsjahr laufend gesammelt und

anschließend den Arbeitgebern im Rahmen des Studienpakets zur Verfügung gestellt. Nachdem jetzt die aus Österreich stammende Studie im vierten Jahrgang die Qualität des Recruitings in Österreich untersucht, und auch das Arbeiten im benachbarten Deutschland inzwischen längst zur Routine geworden ist, steht nun auch eine Ausweitung in die Schweiz auf dem Plan. Zum ersten Mal werden somit auch die Top-500 Schweizer Ar-

Wenn Österreichs größte Recruitingstudie bei Österreichs größter Personalmesse präsentiert wird, ist die Aufmerksamkeit garantiert. Gestern, Donnerstag, präsentierten Studieninitiator Markus Gruber und Studienleiter Helmuth Stöber die druckfrischen Ergebnisse der Studie bei der „Personal Austria“ bei der Messe Wien im Praxisforum 1. „Am meisten interessiert die Besucher wohl die Bekanntgabe des Gesamtsiegers; es wird ein neues Siegerfoto geben“, so Gruber. Auch dem Gesamtranking der überdurchschnittlich erfolgreichen Arbeitgeber sieht man gespannt entgegen. „Aus wissenschaftlicher Sicht sind die Auswertungen der neuen Kategorie ‚Mobile Recruiting’ sowie die erstmals durchgeführte OnlineStellenanzeigen-Analyse besonders interessant“, betont Stöber. Österreichs größte Fachmesse für Human Resource Management dient bereits seit über einer Dekade als Gradmesser für neue Produkte, Trends und Weiterentwicklungen in der Personalarbeit. Keine andere Veranstaltung in Österreich bietet so einen Marktüberblick. www.careersbestrecruiters.com

WISE Bildungsgipfel 2013 Thema „Reinventing Education for Life“ stand im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen

Überzeugende Konzepte für die Bildung Doha. Der WISE-Bildungsgipfel 2013 wurde nach drei Tagen Erfahrungsaustausch, Diskussionen und Netzwerken vom Vorsitzenden von WISE, Seiner Exzellenz Sheikh Abdulla bin Ali Al-Thani, offiziell beendet. Mehr als 1.200 anerkannte Führungspersönlichkeiten aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft trafen aufeinander, um sich zum Thema „Reinventing Education for Life“ auszutauschen.

wird der Fonds durch die Banco Santander unterstützt. Ich möchte an dieser Stelle auch andere Organisationen einladen, sich uns anzuschließen.“ Im Rahmen der abschließenden Plenarsitzung fand eine Podiumsdiskussion mit der Songwriterin und Aktivistin Angélique Kidjoaus Benin und Sir Fazle Hasan Abed statt, dem Gründer und Vorsitzenden der Nichtregierungsorganisati-

on BRAC in Bangladesch, der 2011 mit dem WISE-Bildungspreis ausgezeichnet wurde.

Viele Menschen erreichen Vor Beginn der Abschlusssitzung hielt Vicky Colbert ihre erste Rede als WISE-Preisträgerin 2013. „Ich fühle mich geehrt, den WISE Prize 2013 erhalten zu haben. Diese Anerkennung erfüllt mich mit Stolz

Innovationsfond für Ideen In seiner Abschlussrede kündigte Al-Thani die Gründung des „The Future of Education Fund“ an, eines Stiftungsfonds zur Förderung innovativer, richtungsweisender Unternehmen und Lösungen im Bildungswesen: „WISE wird einen Innovationsfond einrichten, um Innovatoren und Unternehmen im Bildungsbereich zu fördern. Der Fonds bietet sowohl Finanzmittel als auch Unterstützung in Form von Expertenrat und Weiterbildungen. So hilft er, Ideen in die Tat umzusetzen. In der Startphase

© WISE Qatar

Eva-Maria Gottwald (BMW Austria) wechselt zu pixelart communication.

Der WISE-Bildungsgipfel 2013 fand vom 29. bis zum 31. Oktober in Doha (Katar) statt.

über das, was meine Mitstreiter und ich bisher erreicht haben. Das Thema des diesjährigen Bildungsgipfels, ‚Reinventing Education for Life‘, bringt auf den Punkt, was wir auch weiterhin anstreben: So viele Lernende wie möglich erreichen und jeden Einzelnen von ihnen zu einem besseren Menschen machen.“

WISE Prize 2014-Bewerbung „Bildungsreformen müssen schneller vorangetrieben werden“, so Colbert. Mit dem WISE-Bildungsgipfel 2013 begann auch die Bewerbungsphase für den WISE-Bildungspreis 2014, mit dem sechs Bildungsprojekte ausgezeichnet werden, die einen besonderen Beitrag zu Bildung und Gesellschaft leisten. Damit stellt der WISE-Preis die innovativsten Lösungsansätze für wichtige aktuelle Probleme im Bildungswesen heraus. Bewerbungen für die Auszeichnung werden noch bis zum 15. Jänner 2014 entgegengenommen. www.wise-qatar.org


au s - & w e i te r b il d u n g

Freitag, 8. November 2013

careernetwork – 79

Tag der Lehre 2013 Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat den Staatspreis „Beste Lehrbetriebe – Fit for Future“ in drei Kategorien vergeben

Lehrbetriebe: Fit für die Zukunft Maßnahmenpakete für niedrigere Drop-out-Rate werden jetzt umgesetzt. Wien. „Wir müssen die betriebliche Lehre noch attraktiver machen und die Erfolgsquote der Ausbildung weiter erhöhen. Gerade aufgrund des demografischen Wandels mit einer langfristig sinkenden Zahl an Jugendlichen gibt es hier Handlungsbedarf“, betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.

Die Talente der Jugend Obwohl Lehrlinge ihre Ausbildung laut weit seltener abbrechen, als Teilnehmer von schulischen Ausbildungen, gebe es Verbesserungspotenziale. Daher werden mit dem im Vorjahr als Pilotprojekt gestarteten Lehrlingscoaching sowohl die Jugendlichen als auch die Ausbilder in den Betrieben bei Bedarf gezielt unterstützt. „Die Lehrlings-Coaches helfen bei Problemen, die während der Ausbildung auftreten, und vermitteln zwischen Betrieb, Berufsschule und Lehrling. So wird auch die Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfungen verbessert und erleichtert“, so Mitterlehner zu der in vier Bundesländern (Wien, Oberösterreich, Steiermark und Tirol) gestarteten Initiative.

schaften, den „WorldSkills 2013“, bei denen sich Österreichs Vertreter mit elf Medaillen als bestes EUTeam unter den weltweiten TopTen platzieren konnten. Beim „Tag der Lehre 2013“ hat der Minister den Staatspreis „Beste Lehrbetriebe – Fit for Future“ in drei Kategorien vergeben. Bei den Betrieben mit bis zu 19 Mitarbeitern ging die Elektro Peter Holzinger GmbH aus Vöcklamarkt (Oberösterreich) als Sieger hervor. In der Kategorie 20 bis 249 Mitarbeiter gewann die Wopfinger Stein- u. Kalkwerke Schmid & Co. KG (Niederösterreich). Bei den Großbetrieben mit 250 und mehr

Beschäftigten ging der Staatspreis an die BRP-Powertrain GmbH & Co KG mit Sitz in Gunskirchen (Oberösterreich).

Sonderpreis für Kreative Einen Sonderpreis erhielt die cammerlanders gmbh (Innsbruck) für die Umsetzung kompetenzorientierter Lehrlingsprojekte: In den drei Restaurants des Familienunternehmens entwickelten die Lehrlinge in Eigenregie ein umfassendes Angebot mit eigener Speisekarte und Rezepte-Sammlung für die Restaurantgäste. www.bmwfj.gv.at

© BMWFJ/Matthias Silveri

georg biron

Preis für Elektro Holzinger (von li.): Monika Petermandl (Jury), Michael Landerts­ hammer (WKO), Peter Holzinger (GF Holzinger), fünf Lehrlinge und BM Mitterlehner.

„Die Ausbildung eigener Fachkräfte ist eine Investition in die Zukunft und wertet den Wirtschaftsstandort Österreich auf.“ Reinhold Mitterlehner Wirtschaftsminister

Gegen die relativ hohe Drop-outQuote bei der überbetrieblichen Lehrausbildung soll die „Übertrittsförderung“ wirken: Betriebe, die einen Lehrling aus einer Überbetrieblichen Ausbildungseinrichtung (ÜBA) übernehmen, bekommen einen Bonus von 1.000 €. „Die Ausbildungsgarantie hat sich in der Krise bewährt, aber in der dualen Ausbildung in Betrieb und Berufsschule können die praktischen Tätigkeiten besser und günstiger erlernt werden. Dort erfahren die Lehrlinge auch, wie ein Unternehmen in der Praxis funktioniert“, so Mitterlehner. Wie hoch die Qualität der Ausbildung ist, zeigt das gute Abschneiden bei den Berufsweltmeister-

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Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere Absolventinnen sind Aufsteigerinnen

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Janet Kath von Interio ist erfolgreiche Absolventin unseres Universitätslehrganges. Noch während ihres Studiums startete sie ihre erfolgreiche Karriere beim BML Konzern und katapultierte BIPA zur Nummer 1 im österreichischen Drogeriefachhandel. Heute ist Janet Kath Inhaberin und Geschäftsführerin der Interio Möbelhäuser mit 14 Standorten in Österreich.

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-313 36-4612, werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU Executive Academy.

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