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medianet

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inside your business. today.

12. JG. NO. 1567

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freitag/samstag/sonntag, 6.– 8. juli 2012

heisser herbst

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electronic Entertainment

Kontroverse: Bundesliga TV-Rechtevergabe – mehr Geld für weniger Free-TV? Seite 8

Toyota und BMW gehen eine Partnerschaft ein: „Grüner“ wird’s und sportlicher Seite 50

News, Infos und Storys von der dies­ jährigen „E3“ in San Francisco Seite 74

© BMW

© GEPA pictures

business weekend

Made in Austria Zum neunten Mal ermittelte das European Brand Institute, wie viel Österreichs Marken wert sind

„Skandale kann man nicht wegzaubern“ medianet_46x15

27.10.2005

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prime news & market watch > Gerhard Preslmayer, SPS Marketing: „B2B-Trends“ 4/5 marketing & media > Landespreis: Der „Goldene Hahn“ im Werbekorb 11

© medianet/Szene1/Christian Mikes

retail

© maX communication/APA-Fotoservice/Schedl

inhalt

Minus Der Wert der zehn teuersten Marken ist um fast eine Mrd. Euro gefallen – auch als Folge diverser Skandale. „Nicht schönreden, sondern die Deutungs­ hoheit erlangen“, empfiehlt Gerald Ganzger (Lansky, Ganzger & Partner). Seite 2 > Schlumberger: Sektmarkt hat noch Potenzial 14 business weekend > Es gibt zu wenig „Grün“ im Wohnungsangebot 26 > Gesundheitsausgaben gehen deutlich zurück 32 > „Bring Your Own Device“ als Trend in der Arbeitswelt 38

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Für nähere Informationen und Fragen zu Wirkungen und Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

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C OV E R

Freitag, 6. Juli 2012

© maX communication/APA-Fotoservice/Schedl

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eurobr and 2012

9. Österreichische Markenwertstudie Das European Brand Institute bewertete erneut die teuersten heimischen Brands

Vertrauenskrise schädigt Markenwerte der Banken

Die Ergebnisse der aktuellen Markenwertstudie diskutierten (v.l.) Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin Leitbetriebe Austria, Gerald Ganzger, Partner Lansky, Ganzger & Partner, Gerhard Hrebicek, Herausgeber der „eurobrand 2012“ Markenwertstudie und Kristin HanuschLinser, Leiterin Konzernkommunikation ÖBB (nicht im Bild).

sabine bretschneider

Wien. „Skandale kann man nicht wegzaubern“, sagt Gerald Ganzger von der Kanzlei Lansky, Ganzger & Partner. Buwog, Bawag, Hypo Alpe Adria, Meinl ... „Es ist ein Phänomen in Österreich; es gab noch nie so viele Gerichtsverfahren im Wirtschaftsbereich, die so einen Einfluss auf den Wert von Unternehmensmarken hatten.“ Manch einer komme da unschuldig zum Handkuss. Denn: Was kann beispielsweise die Buwog für die Malversationen bei ihrem Verkauf? Dennoch bleibt sie untrennbar mit der Nachsilbe „-Skandal“ verbunden. Was man dagegen tun kann? „Litigation PR“, sagt Ganzger. Die

Kommunikation nach außen muss vor, während und nach juristischen Auseinandersetzungen gesteuert werden – „das heißt nicht ‚schönreden‘“, sagt Ganzger, „sondern die Deutungshoheit über den Skandal bekommen“.

Vertrauenskrise der Banken Anlass für Ganzgers Plädoyer war die Präsentation der 9. Österreichischen Markenwertstudie am vergangenen Mittwoch. Neben den internationalen Anbietern wie Interbrand und Millward Brown hat sich auch das European Brand Institute inzwischen eine langjährige Tradition in Sachen Bewertung von Marken erarbeitet.

Wobei heuer zwei Dinge ins Auge springen: zum einen der Wertverlust der Finanzdienstleister und zum anderen ein Erstarken der Industriemarken: „Die Banken sind in einer Vertrauenskrise“, sagt Gerhard Hrebicek, Vorstand des European Brand Institute. Raiffeisen hat gegenüber dem Vorjahr 22,5% seines Markenwerts eingebüßt und rutschte vom vierten auf den fünften Platz der teuersten rot-weiß-roten Brands. Die Erste Bank hat 31,4% des Markenwerts verloren und steigt von Rang acht auf Rang neun ab. Durch die Wertverluste sind die Top 10-Marken in Österreich insgesamt 32,7 Mrd. € wert – rund eine Milliarde oder 3,1% weniger als im Vorjahr.

© Volksoper/PPM 2.0

Skandale und Krisen: Am meisten Federn lassen mussten Erste, Raiffeisen und die Telekom Austria.

Westbahnhof Wien 2.0: Die ÖBB inszenieren einen „Flashmob“ – Solisten, Chor und Orchester der Volksoper Wien performen „undercover“ Orffs „Carmina Burana“.

Wie die Banken aus der Abwärtsspirale herausfinden könnten? „Sie werden sehen, es wird zu

einem Wandel kommen“, so Studienleiter Hrebicek, „und zwar von den Universalbanken zu spezialisierteren Unternehmen.“ Die lassen sich dann auch besser „branden“.

Telekombranche im Minus

Quelle: European Brand Institute 2012; Grafiken: Raimund Appl

Die Telekom Austria musste, auch als Folge ihrer Verwicklung in diverse Causen der vergangenen Zeit, im Vorjahr trotz Platz 3 ein rund 20%iges Minus beim Markenwert hinnehmen, wobei, wie Hrebicek betont, der offensive Umgang der Telekom mit der Aufklärung zweifelhafter Geldflüsse durchaus positiv zu bewerten sei. Dennoch riss die im Vorjahr erfolgreich zu „A1“ wiedervereinigte Telekom den gesamten Sektor ein Stück weit nach unten. Der Markenwertverlust der Telekombranche beträgt 9,4%. Wunder ist das keines – beträgt doch der Anteil des Markenwerts am Unternehmens-


Pr i me Ne w s

Freitag, 6. Juli 2012

Flashmob am Westbahnhof

Runde zwei für Two Sides Österreich-Start ist noch Anfang Juli. Unterstützer: Verlage, Papierhandel, -industrie, Druckereien und Post. Wien. Die Two Sides-Kampagne geht in die zweite Runde – Thema ist die Nachhaltigkeit von Papier und Printmedien. Auf Basis einer aktuellen Umfrage von Ipsos zum Image von Papier und Printmedien entwickelte die britische Agentur „Redinspace.com“ neue Sujets. Träger der Kampagne, die in den nächsten Tagen startet, sind der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), die Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie (Austropapier), die Papiergroßhändler (VOEPA), der Verband Druck & Medientechnik, die Post AG sowie einzelne Druckerei- und Zulieferbetriebe, Papierhändler und Pa-

piererzeuger. Das Budget stammt jeweils zur Hälfte aus österreichischen und europäischen Mitteln. „Die Umwelt-Themen, die die Konsumenten im Zusammenhang mit Papier und Printmedien am meisten beschäftigen, betreffen Recycling, Wälder und Klimaschutz; diesem Interesse der Papierkonsumenten und Mediennutzer tragen wir mit der neuen Kampagne Rechnung“, so Michael Radax, Präsident der Initiative Two Sides in Österreich. Two Sides läuft heuer auch in Belgien, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Portugal und Spanien. www.twosides.at

Michael Radax, Präsident der Initiative Two Sides (Österreich): „Mit der neuen Kampagne tragen wir dem Interesse der Papierkonsumenten und Mediennutzer Rechnung.“

© maX communication/APA-Fotoservice/Schedl

„Den Kaffee darf ich mir noch gönnen – das Kipferl dazu eigentlich nicht“, kann sich auch Kristin Hanusch-Linser, Kommunikationschefin der ÖBB Holding, den Verweis auf die neuen Anti-Korruptionsrichtlinien im ÖBB-Konzern nicht verkneifen. Wobei die ÖBB im diesjährigen Ranking die absoluten Wachstumssieger sind: Mit einem satten 10%igen Plus verweisen sie – relativ betrachtet – Novomatic und Red Bull auf die Plätze. Den höchsten Zuwachs in absoluten Zahlen verzeichnet mit 527 Mio. € Red Bull.

„Natürlich lieben Sie Papier“ Nachhaltigkeit von Printmedien: Two Sides-Kampagne geht in die zweite Runde

© Print Power/Sigrid Guttmann; Two Sides

wert inzwischen im Querschnitt durch alle Branchen rund 40%. Etwa 70% sind es zum Beispiel im Luxussektor, deutlich weniger ist es – naturgemäß – in der Industrie.

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„Den Kaffee darf ich mir noch gönnen – das Kipferl dazu eigentlich nicht.“ Auch Kristin Hanusch-Linser, ÖBB, lässt die Anti-korruptions-Thematik nicht los ...

„Wenn Marken austauschbar werden, zählt nur mehr der Preis“, sagt Hanusch-Linser. Und dafür, dass die Bundesbahnen nicht austauschbar werden, hat man beispielsweise Anfang Juni mit einer ebenso spektakulären wie charmanten Viralmarketingaktion gesorgt: Im Rahmen eines gemeinsam mit der Wiener Volksoper inszenierten „Flashmobs“ führte man vor ahnungslosen Passanten und Passagieren am neu renovierten Wiener Westbahnhof einen Ausschnitt aus Carl Orffs „Carmina Burana“ auf – samt tanzenden „Zugbegleitern“ und singenden „Reisenden“. „Das Video auf YouTube hat uns 380.000 Kontakte gebracht“, erzählt Hanusch-Linser, „mehr als jedes Inserat.“ Das sei auch wichtig für die Mitarbeiter, die sich im Zuge so einer Aktion „stolz mit dem Unternehmen identifizieren“ könnten.

„Red Bull eine eigene Liga“ Sieger der diesjährigen Markenwertstudie ist mit 13,9 Mrd. € Red Bull – schon wieder. „Das ist eine eigene Liga“, sagt Hrebicek. Zweitplatzierter ist der Tiroler Kristallkonzern Swarovski, dessen Markenwert sich um 3,1% auf 3,7 Mrd. € verringert hat. Erstmals unter den Top 10 vertreten ist der Mineralölkonzern OMV mit einem Markenwert von 1,2 Mrd. €. Dagegen ist die Vienna Insurance Group (VIG) aus der Rangliste der zehn wertvollsten Austro-Marken hinausgefallen.

Ich hab was gegen komplizierte Texte.

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F E AT U R E

Freitag, 6. Juli 2012

feature@medianet.at

Š panthermedia.net/Ratchanida Thippayos

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F E AT U R E

Freitag, 6. Juli 2012

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feature@medianet.at

B2B-Trends Funktioniert B2B anders als B2C? „Ja“, meint medianet-Gast­autor Gerhard Preslmayer, SPS Marketing-GF und B2B-Experte, und setzt hinzu: „Bei genauer Betrachtung ist die Antwort etwas komplexer als so mancher Werbe­experte es gern darstellt.“ Was er damit meint und mehr über die Trends in B2B-Marketing und -Kommunikation lesen Sie hier.

B2B

vs. B2C Die Unterschiede sind vielfältig, oft fein nuanciert und im strategischen Marketing sowie im Kommunikationsbereich zu identifizieren. Zutage fördert sie die Digitalisierung, Globalisierung und ein stärker werdender Ertragsdruck. Ein Blick auf die aktuellen und künftigen Trends bestätigt das.

Social Media Im Hinblick auf Social Media könnte man meinen: Während große Consumer-Marken ihre Fangemeinde auf Facebook und YouTube mit Lifestyle pur rasend schnell vergrößern und dabei immer ihr Produkt in den Kundenköpfen platzieren können, wird dies einem mittelständischen Anlagenbauer ungleich schwerer fallen. Folglich ist Social Media als Verkaufsinstrument im B2B-Bereich nur bedingt geeignet. Stimmt. Trotzdem müssen Industrieunternehmen in diesen Marketing-Kanal investieren – nur mit einer anderen Zielrichtung. Wer seine Reputation pflegen und optimieren möchte, kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. Schon unverzichtbar sind die Netzwerk-Plattformen bei der Suche nach neuen, talentierten Fachkräften.

Employer Branding Im Employer Branding sehen viele Unternehmen nur einen Trend, der schon nicht mehr aktuell ist. Wer so denkt, liegt falsch. Employer Branding ist ein ­Megatrend – gerade im Industriebereich. Die demografische Entwicklung in Westeuropa und der zunehmende globale Wettbewerb beim Werben um Fach- und Führungskräfte geben die Richtung klar vor. Dabei geht es nicht allein darum, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, sondern ebenso darum, die bestehenden guten Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Viele 50und 60-Jährige werden in einigen Jahren als erfahrene Kräfte heiß begehrt sein – auch von Headhuntern. Folglich lohnt es sich, schon heute darüber nachzudenken, welche Perspektiven man seinen älteren Mitarbeitern bietet. Hinzu kommt der Aspekt, dass gezieltes Employer Branding auch ideal geeignet ist, um beispielsweise die Qualität im gesamten Unternehmen signifikant zu steigern. Gleichzeitig erreicht man eine Werteänderung

und sorgt damit für ein Mehr an Motivation bei jedem einzelnen Mitarbeiter.

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Globale Markenführung Geht es um globale Markenführung im ökosozialen und kulturellen Spannungsfeld, so haben jene Unternehmen optimale Zukunftschancen, die in der Globalisierung der Märkte nicht nur neue Wettbewerber aus rasant aufsteigenden Wirtschaftsnationen wie China und Indien sehen, sondern vielmehr auch neue Absatzchancen. Aktuell ist zu lesen, dass Autos aus China in Westeuropa so gut wie nicht gefragt sind. Dies belegt, dass die hohe Qualität aus Ländern wie Österreich und Deutschland nach wie vor ein wichtiges Verkaufskriterium ist. Mit diesem Wert müssen die hiesigen Industrieunternehmen weiter stark punkten. Dazu ein Praxisbeispiel: Ein asiatischer Automobilhersteller will bei einer weltweiten NeuwagenVorstellung ein Zulieferer-Produkt „Made in Austria“ in den Mittelpunkt seiner Kommunikation stellen, um damit einen Qualitätsvorteil zu untermauern; der Zulieferer als auch sein Produkt werden in dem entsprechenden Kommunikationskonzept klar und prominent genannt. So wird das Produkt zu einem echten Sub-Brand. Wer sich auf internationales Terrain begibt, sollte allerdings auch sämtliche ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Unterschiede im Blick haben. Ein Konzept, das im deutschsprachigen Raum prima funktioniert, kann sich bei einer 1:1-Umsetzung im Rest der Welt als Flop erweisen.

Storytelling Es gilt einen Irrtum, der wohl der größte im aktuellen Kommunikationsalter sein dürfte, aufzuklären. Und zwar die Annahme „Den Text liest sowieso keiner.“ Gerade die komplexen Themen im B2B-Marketing könnte man den Zielgruppen ohne Text überhaupt nicht näherbringen. Entscheidend sind der Content und seine Relevanz: Erhalte ich als Leser nur eine trockene Abarbeitung von Produkt- und Dienstleistungsvorteilen oder werde ich überrascht? Zum Beispiel mit interessanten Fakten, die ich vorher noch nicht kannte oder mit einer kurzen Geschichte, die mich in meinen Bedürfnissen abholt – und damit automatisch fesselt. Dazu ein Beispiel: Im Internet und in Imagebroschüren bezeichnen sich die meisten Unternehmen

© EOS Werbefotografie

gerhard Preslmayer

clips, dringen schnell ins Relevant Set der Zielgruppe ein – vorausgesetzt, der Inhalt stimmt, der Auftritt passt zum Unternehmen und die Ästhetik hat Differenzierungspotenzial. Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Kunden nimmt das Bewegtbild eine dominante Rolle ein – und ist überall einzusetzen: auf Roadshows, im Internet, auf Messen und bereits im eigenen Empfangsbereich.

Der Messeauftritt

Der wohl ­größte Irrtum im aktuellen Kommunikationszeitalter lautet ,Den Text liest sowieso keiner.‘ ­Gerade die komplexen Themen im B2B-Marketing könnte man den Zielgruppen ohne Text gar nicht näherbringen.“

Die Messe wird in unserer virtuellen Kunden-Anbieter-Welt zunehmend zum Beziehungsanker schlichtweg. Sie schafft Wirklichkeit, wo sonst nur Assoziationen möglich sind. Kunden-Netzwerke und mentale Partnerschaften prägen längst das Selbstverständnis in der Kunden-Anbieter-Beziehung und haben die Konturen endgültig verschwimmen lassen. Diese Verschmelzung bewirkt eine nie dagewesene Verschiebung der Prioritäten. Der Kunde ist in vielen Branchen bereits Teil des Ganzen. Dieses „mimetische Marketing“ lässt keinen Raum mehr für protzigen Gigantismus, Infozumüllung oder Frontalpräsentationen. Gefragt sind Messekonzepte, die Berührungen zulassen, Nähe vermitteln und Spannung erzeugen. Zuhören ist wichtiger als zuquatschen. Interagieren und sich kümmern ist besser als sich aufzudrängen.

Service Design als führend innerhalb ihrer Branche bzw. ihres Segments. Es folgen die typischen Schlagworte wie „innovativ“ und „international“. Damit ist eine Unterscheidung fast nicht mehr möglich. Und die Antwort auf die Frage „Warum soll ich gerade mit dieser Firma zusammenarbeiten?“ bleibt aus. Es entsteht nicht einmal der Ansatz einer emotionalen Bindung. Entscheidend für gutes Storytelling ist ein Wechsel der Blickrichtung: Wie würde es der Kunde selber bewerten? Was sind seine Anforderungen? Was erhofft er sich? Was ist für ihn entscheidend? In diesem Fall lohnt sich ein Blick auf die Konsummarken: Haribo ist nicht nur einfach süß, sondern bringt viel Spaß für alle. Apple macht nicht einfach nur Computer, sondern hilft dabei, die Träume von kreativen Köpfen zu verwirklichen. Wie stark ein Text wirken kann, zeigt sich am Thema Bewegtbild: Relevante Botschaften, gegossen in selbsterklärende Animationen oder in authentischen kurzen Video-

Nur wenige Unternehmen entwickeln ihre Dienstleistungen mit dem gleichen Engagement wie ihre technischen Innovationen: Obwohl längst klar ist, dass nicht mehr Produktinnovationen allein die Wirtschaft vorantreiben, sondern immaterielle Dienstleistungen. In Deutschland sind bereits über 70% der Angestellten im Dienstleistungsbereich tätig, die Bruttowertschöpfung liegt ebenfalls bei 70%, Tendenz steigend. Doch in den meisten Unternehmen hängt die Verantwortung für Dienstleistungen und Services in den Stabsstellen für Business Development, eigene Abteilungen oder gar abteilungsübergreifende Initiativen bilden die Ausnahme. Birgit Mager, verantwortlich für das Lehrgebiet „Service Design” an der Fachhochschule Köln, formuliert den IstZustand sehr treffend: „Die Kunden, deren Wünsche und Bedürfnisse mit dem Werkzeug ‚Organisation‘ erfüllt werden sollen, kommen auf den meisten Organigrammen gar nicht vor.“ Ein Serviceverständnis,

das auf die Bedürfnisse der Kunden achtet, ist nicht neu, aber gänzlich neu zu denken. Der Service Designer begibt sich gemeinsam mit Managern, Mitarbeitern auf eine emotionale Kundenreise; die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind der Nährboden für die weitere Entwicklung. Unternehmen mit starkem Endkonsumentenfokus investieren bereits seit mehreren Jahren in Service Design-Produkte. Im B2B-Bereich hat Service Design ein großes Poten­ zial für zusätzliches Wachstum.

Preispolitik Mehr als 80% der Unternehmen im B2B-Bereich bilden ihre Verkaufspreise auf Basis ihrer Kosten bzw. der Preise ihrer Konkurrenz und lassen dabei wertvolle Gewinnpotenziale liegen; hier setzt das wertorientierte Marketing mit der nutzenorientierten Preisbildung an. Neben dem Management des Kundennutzens sind Kosten- und Preismanagement die Stellräder der Wertgenerierung, sowohl für den Kunden als auch für das Unternehmen selbst. Der Kundennutzen des angebotenen Produkts ist das Kernelement für die Festsetzung der Preise: Um die Zahlungsbereitschaft der Kunden maximal ausschöpfen zu können, muss das eigene Produktangebot am Kundennutzen ausgerichtet werden. Der Wert dieses Angebots muss anschließend durch entsprechendes Kommunikations- und Verkaufsmanagement vermittelt und der Preis durchgesetzt werden. Das ist Wertrealisierung. Grundlage für die nutzenorientierte Preisberechnung ist die Kenntnis des Kundennutzens bzw. das anteilige Gewicht seiner Komponenten (z.B. verschiedener Produkteigenschaften) am Gesamtnutzen. Man sieht, die Zukunft in der B2B-Kommunikation wird spannend. Entscheidend ist dabei, dass man sie schon jetzt im Blick hat.

T re nds im B2B

Die Trends im Überblick • Employer Branding zur Verbesserung oder Absicherung der Wettbewerbs­ situation • GlobaleMarkenführung im öko-sozialen und kulturellen Spannungsfeld • RelevanterContent über Text und Bewegtbild • Messe– ein realer Customer Touchpoint • NeueWachstumsfelder durch Service Design • Preispolitikim Vertrieb: nutzenorientierte Preisbildung als Erfolgsgeheimnis


the opinion

6 – medianet

Save Our Souls Das Kommunikationsteam der Asfinag wurde für das Projekt „Bei Staubildung Rettungsgasse“ mit einem „Best Practice“-Preis ausgezeichnet. „Das Projekt ‚Bei Staubildung Rettungsgasse‘“, heißt es in der Aussendung des Public Relations Verband Austria, „erreichte alle relevanten Zielgruppen und zwar dank exzellenter Strategie und beispielgebender Umsetzung.“ Ohne die Leistung der Asfinag schmälern zu wollen: Aber hieße dies nicht, dass das Phänomen Rettungsgasse inzwischen auch in freier Wildbahn zu beobachten sein sollte? Neulich auf der A1: Unfall, Stau im dreispurigen Bereich der Autobahn. Vereinzelte Rettungsgassenbilder brechen seitlich aus, je nach Intuition links und rechts, der Pannenstreifen wird mitbenutzt, die Autobahn wird vierspurig befahren – Beschleunigungsstreifen in der Mitte –, die ersten mobilen Warnhinweise stehen ebenfalls auf dem Pannenstreifen, die vierspurige Kolonne drängt nach links. Auf einem weiteren Abschnitt der ‚West‘ werden Lärmschutzmauern direkt auf dem Pannenstreifen

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Neulich auf der A1 Die PR-Kampagne zur Rettungsgasse wurde eben ausgezeichnet. Schon jetzt steht fest: Es wird nicht die letzte gewesen sein. sabine bretschneider

hochgezogen. Neulich auf der Tangente: Alles steht, bei der momentanen Baustellensituation wäre permanente Rettungsgasse angesagt. Das stumpft ab. Im Internet kursieren PDF-Anleitungen zu kniffligen Situationen. Mitte Mai, mehr als vier Monate nach Einführung der Rettungsgasse, waren

83 Prozent der Österreicher der Meinung, dass die Regelung schlecht funktioniert, 93,4 Prozent nahmen an, sie werde ohne rigorose Bestrafung missachtet, 71,3 Prozent behaupten, dass die Polizei die Missachtung jedoch nicht straft (ein Meinungsforschungsinstitut hatte 1.313 Österreicher befragt).

Zurück zum PRVA-Award: Best Practice, exzellente Strategie, beispielgebende Umsetzung seitens der Verantwortlichen? Mag sein. An der Umsetzung seitens der Zielgruppen hapert‘s halt noch. Andererseits, wenn wir beginnen, Werbung nur mehr an steigenden Absatzzahlen zu messen, fallen wir in unserer Branche um ca. 400 feierliche Galaabende um. Und „in Schönheit zu sterben“ kann eine Kampagne durchaus nach Cannes bringen und während einer Werbepause, die mittels ewiger Wiederkehr des Gleichen beim Rezipienten längst Gehirnblutungen auslöst, unser aller Herz erfreuen. Egal, in Deutschland gilt die Rettungsgasse seit 1982 und funktioniert dennoch selten. Wir freuen uns also auf einige spannende Kommunikationskampagnen der nächsten Dekaden.

Gastkommentar Unternehmen ignorieren demografische Entwicklung

Tu felix Austria dorme! zitat des ta g es Jack Welch ehem. CEO von General Electric

Fix it, sell it or close it www.zitate . at

„Ein überraschendes Ergebnis ist die Tatsache, dass ein Großteil der Konsumenten bereit wäre, für ein ‚Blue Building‘ mehr zu bezahlen.“ (Anm.: ‚blue‘ = gesamtheitliche Nachhaltigkeit)

© Chris Haderer

P hilipp Kaufman n , Ö GNIGründung s prä si d e n t, s. 2 6

„Die effektivste Netzwerk-Security-Strategie erfordert eine detaillierte Kontrolle über die Nutzer und ihre Applikationen, nicht nur über Geräte.“ F ranz Kai ser , Re g i o n a l ­Director Austri a u n d S w i tzerland bei For t i n e t, s. 3 8

© Seniors4success

© Wiko/Leo Hagen

heute im business weekend

Freitag, 6. Juli 2012

Mythen und Märchen Alle Zeitungen schreiben laufend über das Thema, unzählige Fernseh- und Radiosendungen befassen sich damit, aber es rührt sich – fast – nichts in den Unternehmen. Was kann der Grund dafür sein? Vielleicht glauben Sie noch immer lieber den Unternehmensmythen als den echten Daten. Denn die stehen fest. Die Mitarbeiter, die in 20 Jahren in den Arbeitsprozess eintreten können, sind schon geboren. Mehr können es nicht mehr werden. Mythos 1: Ältere sind nicht mehr bereit, sich zu engagieren. Dieses Vorurteil killt alle möglichen Chancen. Es wird immer wiederholt, aber dadurch nicht richtiger. Wer Mitarbeiter schon lange vor ihrer Pensionierung so behandelt und so denkt, verdient auch dieses Ergebnis. Mythos 2: Durch Abbau der Älteren machen wir Platz für Jüngere. Diese Annahme wurde unlängst durch eine Studie des BMASK entkräftet: Ältere nehmen keinesfalls Jüngeren „Kein Land in der Arbeitsplätze weg. Ein Blick in die Statistik der letzten Jahre zeigt klar: Wenn die Zahl der Jobs für Jugendliche steigt, EU hat eine ähnlich steigen auch die Jobs für Ältere – und umgekehrt. Mythos 3: Pensionisten können uns weder nützen noch ­boshafte Regelung.“ schaden. Ein kurzes Brainstorming auf die Frage, was Ehemalige ihrem früheren Unternehmen schaden könnten, leopold Stieger seniors4success bringt sofort ungeheuer viele Ideen. Umgekehrt gibt es vieles, was sie dem Unternehmen nützen können: Stimmung am Arbeitsmarkt, Rückmeldungen aus Kundenkreisen, Image in der Öffentlichkeit, usw. Mythos 4: Mit ihrem veralteten Wissen können sie uns nichts mehr bieten. Seit der Online-Umfrage der Plattform „Seniors4success“ mit dem Thema „Was wird mit dem Älterwerden mehr?“ ist klar, dass Ältere heute etwas können oder besitzen, was sie in jüngeren Jahren nicht hatten. Das, genau das, müssten Unternehmen heute nützen. Mythos 5: Wir brauchen ein jugendliches Image. Der Spruch „Junge laufen schneller, Ältere kennen die Abkürzungen“ sagt alles: Gut ist weder jung noch alt, sondern beides bzw. die Mischung aus beidem. Alle Untersuchungen bestätigen, dass gemischte Teams die besten Resultate erbringen. Mythos 6: Verrechnungen ihrer möglichen Leistungen sind so kompliziert. Das stimmt vielleicht sogar, weil Politiker die Situation zwar kennen, aber nicht bereit sind, zu handeln. Das betrifft einerseits die Kollektivverträge mit der Entlohnungskurve (die heute Älteren schadet), andererseits dumme Regelungen wie die Ruhensbestimmungen, die besagen, dass jemand vor Erreichen des Regelpensionsalters nur 376,26 Euro verdienen darf: Wer einen Euro mehr verdient, verliert die gesamte Pension! Da verkommt systematisch das spezifische Know-how und wird nicht genützt. Kein Land in der EU hat eine ähnlich boshafte Regelung. Mythos 7: Andere Unternehmen tun auch noch nichts; es tut scheinbar nicht weh. Nationale und internationale Personalleiter-Treffen dienen immer wieder der „Marktbeobachtung“, ob andere Unternehmen schon etwas tun. Wenn sie hören, dass dies nicht der Fall ist, fahren sie getrost wieder nach Hause und berichten dies. Statt etwas zu tun. Resümee: Österreich lag noch vor einigen Jahren mit Deutschland gleichauf. Aber inzwischen sind die Unterschiede bei der Nutzung Älterer in diesen beiden Ländern gravierend: Das durchschnittliche Pensionierungsalter liegt bei uns um vier Jahre zurück. Tu felix Austria dorme.

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IMPRESSUM Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 abo@medianet.at | DW 2100 Anzeigen-Hotline Tel.: DW 2225 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion fotored@medianet.at Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda

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Leopold Stieger, Seniors4success; stieger@ seniors4success.at, www.seniors4success.at, blog: http://seniors4success.wordpress.com/ Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


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Rainer Scharinger, Geschäftsführer Reichl und Partner eMarketing, spricht im Gespräch mit medianet über die erforderliche Fokussierung auf individuell relevante Informationen und fordert eine im Onlinemarketing notwendige Simplifizierung der Inhalte sowie konzeptionell durchdachte Führung der User. Seite 9

Michel Adam feiert heuer als Gründer und Inhaber des weltweit erfolgreichsten Modespartensenders Fashion TV 15-jähriges Jubliäum. Mit medianet spricht er über Erfolgsgeheimnis, Chancen und Gelegenheiten sowie kommende Neuerungen, unter anderem ein eigenes Social Media-Portal für Mode. Seite 10

tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile Die österreichische Bundesliga wird in Kürze die Ausschreibungsunterlagen an die TV-Sender verschicken. Folgt ­Bundesliga-Vorstand Georg Pangl dabei dem internationalen Trend zu weniger Fußball im Free-TV und mehr Live-Spielen im Pay-TV? Seite 8

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c ov e r s t o r y

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Freitag, 6. Juli 2012

Heißer Herbst Folgt die Bundesliga dem internationalen Trend mit einer Verknappung der Live-Spiele im Free-TV?

Bundesliga TV-Rechtevergabe: Mehr Geld für weniger Free-TV? Nach dem milliardenschweren Deal in Deutschland will Sky auch in Österreich mehr Exklusivität. MIchael Fiala

Wien. Nicht nur die heißen Temperaturen der vergangenen Tage werden den Strategen der österreichischen TV-Sender den Schweiß auf die Stirn getrieben haben. Denn auch die bevorstehende Vergabe der Fußball-TV-Bundesliga-Rechte lässt wohl die eine oder andere Schweißperle entstehen. Im Herbst wird die österreichische tipp3Bundesliga powered by T-Mobile ihre TV-Rechte neu vergeben – schlagend ab der Saison 2013/14. Derzeit halten ORF und Sky diese Rechte und zahlen dafür rund 17,2 Mio. € für drei Jahre.

„So viele Spiele im frei empfangbaren Fernse­ hen sind ungewöhnlich in Europa. Das ist aus zukunftsfähiger Weg.“ Carsten Schmidt Vorstand Sport bei Sky

© GEPA pictures

unserer Sicht kein

Brennpunkt Bundesliga-TV-Rechte: Derzeit zeigt der ORF pro Bundesliga-Runde ein Live-Spiel; alle anderen Spiele sind live und in Konferenz nur bei Pay-TV Sky zu sehen.

Folgt die Liga dem internationalen Trend, so ist eine Verknappung der Live-Spiele im Free-TV zu erwarten. Derzeit überträgt der ORF pro Bundesliga-Runde ein ­Live-Spiel. Die restlichen Spiele sind live und in Konferenz im PayTV-Sender Sky zu sehen. Zusätzlich bringt der ORF am Samstagabend eine eher lieblos gestaltete Zusammenfassung des Spieltags.

Gegen den Trend? Doch Österreich wäre nicht Österreich, wenn auch in diesem Bereich internationale Trends ignoriert werden: Als sich im Jänner 2009 die Präsidenten der Bundesliga-Klubs trafen, um die gerade aktuell gültigen Rechte zu vergeben, verkam die Prozedur zur Farce. Ein bereits von einer Bundesliga-Arbeitsgruppe vorab abgestimmter Vertrag mit mehr Exklusivität für Pay-TV-Sender Sky wurde von einflussreichen Personen wie etwa

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger zurückgepfiffen. Als Hauptgrund wurde die Sorge genannt, dass die Sponsoren aufgrund einer Verknappung im Free-TV abspringen könnten bzw. Verträge reduzieren würden. Schlussendlich wurden die Free-TV-Rechte in gleichem Ausmaß wieder an den ORF vergeben, die privaten TV-Sender gingen leer aus. Zu gering war zum Beispiel das Vertrauen an den Höchstbieter ServusTV, die notwendige Reichweite zu erzielen.

Streben nach Exklusivität Die Vereine haben jedoch anscheinend die Zeichen der Zeit erkannt. Spricht man mit den jetzigen Entscheidungsträgern, so hört man offiziell derzeit wenig bis gar nichts. Unter der Hand gibt es jedoch leise Signale, die vor allem ein Ziel verfolgen: eine Steigerung der TV-Erlöse. Dass eine Steigerung vor allem nur dann zu erreichen

e i n n ahme n / f u s sb a l l r e cht e pro Ja h r

Land Premier League (England) DFL (Deutschland) tipp3-Bundesliga (Österreich)

bisher 700 Mio. € 412 Mio. € 5,73 Mio. €

ab 2013/14 Steigerung in % 1.240 Mio. € +71% 630 Mio. € +52% steht noch aus steht noch aus

Quelle: Angaben der jeweiligen Ligen

ist, wenn man den Pay-TV-Bereich stärkt, ist kein Geheimnis. Bundesliga-Vorstand Georg Pangl hat sich auch bereits zu einem konkreten Ziel hinreißen lassen. Nach 17 Mio. € will der Burgenländer künftig mindestens 20 Mio. € für drei Jahre erlösen – dies würde einer Steigerung um mindestens 20% entsprechen (siehe Grafik). Ein künftiges Modell könnte so aussehen, dass es weniger Live-Spiele im Free-TV gibt, dafür aber eine verstärkte Zweitverwertung wie etwa eine ausführliche Zusammenfassung oder ein Bundesliga-Magazin im frei empfangbaren TV. Doch auch hier hat Österreich eigene Gesetze. Der TV-Markt ist

überschaubar, die Konkurrenz wird zwar langsam, aber doch größer. Abgesehen davon kann ein Sender wie Servus TV mit milliardenschwerem Red-Bull-Hintergrund die Gesetze des Markts schnell aushebeln. Sollte also Didi Mateschitz der Ehrgeiz packen und das notwendige „Kleingeld“ bereitstellen, könnte es für ORF, Puls 4, ATV, Sky & Co möglicherweise eng werden. Erst vor wenigen Tagen erwarb zum Beispiel die Sportsman Media Group die Rechte an der Deutschen Eishockey Liga – in Kooperation mit laola1.tv zeigt Servus TV ab der kommenden Saison zwei Spiele pro Runde. Auch in der österreichischen Eishockey-Liga wurde zuvor das gleiche Kooperationsmodell gewählt – und Sky in beiden Fällen ausgebootet.

in eine Neugestaltung einzutreten“, so Schmidt. Fraglich ist, ob der Pay-TV-Sender nach den Milliardendeals in Deutschland und England nochmal in die Tasche greifen will. Andererseits ist der Betrag, der für die österreichische Liga berappt werden muss, wohl aus der Portokassa zu bezahlen. Während Sky also bereits Stellung bezieht, sind die anderen TV-Sender noch auf Tauchstation – zumindest offiziell; ein medianetRundruf ergab zurückhaltende Reaktionen, Tenor: TV-Rechte im Fußball sind generell interessant,

„Wir haben als Haupt­ sponsor keine Vor­ behalte wegen einer möglichen ‚Verknap­ pung‘, sofern aus­ reichende, qualitative

Hauptsponsor tipp3 Vorstand Philip Newald im medianet-Gespräch

Mitbewerb auf Tauchstation

Coverage der Liga

Maximum an Qualität

Nach den milliardenschweren Deals in Deutschland und England will Sky auch in Österreich künftig eine wichtigere Rolle spielen. „Wir streben immer nach Exklusivität; je einzigartiger unser Angebot ist, desto mehr Abonnenten können wir gewinnen“, sagt Carsten Schmidt, Vorstand Sport, Ad Sales & Internet bei Sky, im Gespräch mit medianet. „Die Bundesliga hat sich bei der letzten Vergabe für einen traditionellen Weg entschieden. So viele Spiele im frei empfangbaren Fernsehen sind ungewöhnlich in Europa. Aus unserer Sicht ist das kein zukunftsfähiger Weg. Aber wir sind bereit, mit der Liga

gegeben ist.“

Wien. Eine der Hauptsorgen der vergangenen TV-Rechte-Vergabe im Jahr 2009 war die Verknappung im Free-TV und die damit verbundene mögliche Reduktion der Sponsoren-Präsenz. Mittlerweile sind drei Jahre vergangen, sowohl Sky als auch die Privat-Sender haben an Reichweite gewonnen. medianet hat beim Hauptsponsor der Liga, tipp3, nachgefragt. Für tipp3-Vorstand Philip Newald spricht bei der künftigen Rechtevergabe prinzipiell nichts gegen eine Verknappung der Free-TV-Rechte bei Live-Spielen der österreichischen Bundesliga. „Der Prozess der Vergabe der TV-Rechte ist die wesentlichste Weichenstellung in der weiteren Professionalisierung der Bundesliga. Wir haben als Hauptsponsor keine Vorbehalte wegen einer möglichen ‚Verknappung‘, sofern ausreichende, qualitative Coverage der Liga gegeben ist.“ Entscheidend für Newald ist, „in Zeiten, wo Budgets – auch der TV-Stationen – enger sind, das Maximum an Qualität für das Produkt Fußball herauszuholen“. Wesentlich sei es, „dass auch die Vereine vorweg auf einen gemeinsamen Weg eingeschworen werden, damit es dann nicht im Finale der Verhandlungen zu unterschiedlichen Meinungen kommt“.

Philip Newald, tipp3-Vorstand

doch derzeit liegen noch keine Ausschreibungsunterlagen vor. Auch vom ORF heißt es derzeit kurz und knapp: „Es liegen keine Ausschreibungsunterlagen vor, alles Weitere kommentiert der ORF zu diesem Zeitpunkt nicht.“ medianet-Informationen zufolge sind die ersten Termine der Bundesliga mit den hiesigen Sendern bereits ausgemacht, um die Ausschreibungsunterlagen zu erläutern.


A g e n t ur e n

Freitag, 6. Juli 2012

medianet – 9

eMarketing Trend hin zu passgenau zugeschnittenen Angeboten im Onlinemarketing mit Fokus auf Relevanz und Simplifizierung

Individuell relevante Information Jürgen Hofer

Wien/Linz. „Der Trend für die Zukunft ist das Thema Relevanz – sprich spezifisch auf Konsumenteninteressen zugeschnittene Angebote“, umreißt Rainer Scharinger, Geschäftsführer Reichl und Partner eMarketing, den ­ Fokus seiner Arbeit. „User sehen sich einem riesigen Informationskuchen gegenüber, aus welchem das passende Stück künftig noch individueller zugeschnitten angeboten werden muss.“ Dies müsse künftig so weit gehen, dass eine Website oder ein Onlineshop den User beispielsweise anhand eines Cookies erkennt und ihm passgenau auf das Userprofil – bezogen aus Recommendation Engines und dem Lesen von Verhaltensmustern – speziell abgestimmte Inhalte zeigt. „Jeder Besucher kann im Optimalfall seine eigene ‚Website‘ bekommen: sprich spezielle Angebote, eigenes Design,

Römerquelle emotion

„Mobile ist ein Muss!“ Unverzichtbarer Bestandteil von Onlinemarketing stellt für Scharinger auch das Bereitstellen einer mobilen Site dar: „Mobile ist kein Nice-to-have, sondern ein Muss!

Die Intelligenz dahinter ist die Frage, wo ich einen vernünftigen Cutoff-Punkt setze, um die mobile Site wirtschaftlich zu halten.“ Dabei mache es wenig Sinn, stationäre Websites 1:1 zu übernehmen; vielmehr müssen gezielt Inhalte für mobile User aufbereitet werden. „Der Trend der Simplifizierung ist ein wichtiger und notwendiger. Der sinnlose Hype von blinkenden Buttons und ladeintensiven Flash-Intros ist vorüber – weg von der Selbstdarstellung hin zur Fokussierung“, bricht Scharinger eine Lanze für Lösungen, die dem User das Auffinden von Informationen so ein-

fach wie möglich machen. In einem immer fragmentierteren Markt mit sprunghaften Erneuerungen müsse man sich auch als Agentur darüber bewusst sein, welche Aufgabenstellungen man selbst lösen kann, und „wo ich auf fundierte Experten als Partner vertraue und das dem Kunden auch transparent kommuniziere“, so Scharinger. Hier greift er auch auf Expertisen und Umsetzung innerhalb der Reichl und Partner-Gruppe zurück und betont, sich von reinen Onlineagenturen zu differenzieren: „Wir lösen eine Marketingaufgabe mit Onlinemitteln – dieser marketingorientierte Ansatz ist unser großes Plus.“

Rainer Scharinger setzt im eMarketing auf Relevanz und Vereinfachung.

THAT’s

© Lowe GGK

Spot: Lowe GGK

zugeschnittene Navigationsstrukturen, etc. Wir bewegen uns weg von der Selbstbedienungs-Website hin zum persönlichen Angebot eines Tante-Emma-Ladens“, so Scharinger, der betont, seine Kunden auch dahingehend zu beraten, klaren Usernutzen und die Führung der Konsumenten bereits in der Konzeption fest zu verankern.

© Reichl und Partner

Rainer Scharinger, Geschäftsführer eMarketing Reichl und Partner, im Gespräch mit medianet.

Lowe GGK inszenierte für Römerquelle ein sinnliches Geschmackserlebnis.

Wien. Nachdem sich die Kreativen von Lowe GGK den Kunden Römerquelle sichern konnten, ist nun der erste Spot on air. Römerquelle emotion wird mit dem notwendigen Prickeln, der sinnlichen Verschmelzung von Mineralwasser und Frucht sowie dem belebenden Geschmack gezeigt. „Mit dieser Umsetzung ist es uns sehr gut gelungen, die Markenwerte von ‚Römerquelle emotion‘ klar hervorzuheben und so eine solide Basis für die zukünftige Kommunikation geschaffen zu haben“, so Jakob Taferner, Senior Brand Manager bei Römerquelle. Dieser Spot ist der erste Teil einer TV-Kampagne, die schon bald, mit dem Spot für Römerquelle Mineralwasser, ihre Fortsetzung findet. Credits: Auftraggeber Römerquelle Geschäftsführung Bianca Bourbon Marketingleiter Sonja Callahan Senior Brand Manager Jakob Taferner Agentur Lowe GGK Geschäftsführung Rudi Kobza, Michael Kapfer-Giuliani, Dieter Pivrnec Creative Director Andreas Spielvogel, Thomas Tatzl Art Director Babette Brunner Beratung Bernd Weninger, Marius Gyparis Konzept Eva Sommeregger, Marcus Hartmann Filmproduktion PPM Film Regie Ivo Weijgaard Fotograf Raphael Just Tonstudio Steinhof

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medien

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Freitag, 6. Juli 2012

Fashion TV 60 Satelliten versorgen 350 Millionen Haushalte weltweit mit den aktuellsten Nachrichten rund um Mode, Lifestyle und Events

Branchenleader in New Media

15 Jahre Fashion TV: Im Jubiläumsjahr ist ein eigenes Social Media-Portal für Mode in Planung … it’s all about fashion! zu überarbeiten, bzw. die neuen Videos nach diesen Erkenntnissen zu gestalten.“ Ein nicht unwesentlicher Druck für das achtköpfige Editorenteam, das nun genau präsentiert bekommt, wie viele Views das Video erzielt und an welcher Stelle wie viele User das Video abbrechen. Ganz wichtig dabei ist auch die Musikauswahl und die Länge der Gespräche bzw. Interviews in einem Beitrag.

246 Mio. Videozugriffe Das Redaktionsteam leistet ganz offensichtlich sehr gute Arbeit. Im vergangenen Jahr erreichte FTV auf YouTube 115 Mio. User und erzielte insgesamt 246 Mio. Video-zugriffe (seit YouTube-Start 451 Mio. Videozugriffe). Das sind mehr als alle anderen vergleichbaren Medien wie Maxim, Elle, Cosmopolitan, Harper’s Bazaar, etc. zusammen. Von den 115 Mio. Usern sind 69 Mio. männlich und 46 Mio. weiblich. Der digitale Erfolg bleibt auch auf den übrigen Social Media Sites nicht aus: 1,6 Mio. Fans verfolgen FTV auf Facebook (vergleichbar mit den Zahlen von Vogue), eine weitere Million auf Google+. „Wir sind erst seit Februar 2012 auf ‚Google+‘, sind aber sehr zufrieden mit den Zuwachsraten und sehen noch sehr viel Potenzial. Wir planen aber bereits ein eigenes Fashion Social Media-Portal, in dem

© Fashion TV

Wien. Fashion TV (kurz FTV), der weltweit erfolgreichste Modespartensender, feiert in diesem Jahr sein 15jähriges Bestehen. 60 Satelliten versorgen 350 Mio. Haushalte weltweit mit den aktuellsten Nachrichten rund um Mode, Lifestyle und Events. Dazu kommen weitere 7 Mio. öffentliche Räume, wie Bars, Restaurants, Hotels, etc., an denen die Fashionistas ihren Lieblingssender 24/7 verfolgen können. Der immense Erfolg von FTV zeichnet sich im New MediaBereich noch deutlicher ab. Liegt der Zuwachs an TV-Zusehern bei 10% pro Jahr, so sind es am FTVYouTube Kanal ebenso 10%, allerdings pro Monat. „Während andere Medienunternehmen gezögert haben, und manche noch immer zögern, haben wir uns 2009 entschieden, mit YouTube eine strategische Partnerschaft einzugehen. Teil unserer Firmenpolitik war und ist es noch immer, technologischer Marktführer zu sein“, erzählt uns FTV-Gründer Michel Adam. „In der ersten Phase haben wir rund 30.000 unserer Videos auf YouTube hochgeladen. Dies bedeutete einen enormen Aufwand, da ja jedes einzelne Video klassifiziert, mit Keywords, Thumbnails, Inhaltsangabe, etc. versehen werden musste. Und nicht nur das: Ein wichtiger Teil der Arbeit bestand darin, die Viewing-Statistiken genauestens zu analysieren und die alten Videos dementsprechend

Der Gründer und Inhaber von „Fashion TV“, Michel Adam, im Gespräch mit medianet.

wir dann all unsere Fans vereinen, die sich bisher auf unterschiedlichen Portalen tummeln“, verrät uns Michel Adam. Weiters ist eine Kooperation mit den wichtigsten Fashionbloggern angedacht; Adam sieht darin eine erwünschte Symbiose: „Sie liefern den Text – wir die bewegten Bilder.“ In welchen Märkten erfreut sich FTV besonderer Beliebtheit? „Auf YouTube erreichen wir in den USA 30 Mio. Zugriffe (das sind 10% per capita), in Indien sind es 9 Mio. (1,7% per capita). Im Nahen Osten sind wir besonders populär; in

Dubai zum Beispiel haben wir 7,5 Mio. Views, das entspricht 56% per capita.“ Besonderes Augenmerk wird auch auf die vielversprechenden BRIC-Länder gelegt. Den eigenen Erfolg auf New Media möchte FTV nun auch auf seine Werbekunden übertragen, die auf allen digitalen FTV-Kanälen sehr attraktive und hohe Response versprechende Werbepakete buchen können. Der Fashionista lebt nicht nur von Mode allein: Die Macher von FTV wissen auch sehr gut, mit welch anderen Produkten sie bei Mode-

interessierten Menschen punkten. Neben dem FTV-gebrandeten Vodka und den Energy Drinks, die schon seit einigen Jahren den Besuchern der internationalen Top-Fashionevents den Durst löschen, gibt es in Kürze das in Österreich abgefüllte „FTV-Water“. Und davon gleich zwei besondere Varianten: Die Edition „Full-Moon“ wird bei Vollmond abgefüllt und die andere bei Tageslicht, wobei die „Full-Moon“-Variante besonders belebend auf den Organismus wirkt. Niemand geringerer als Flavio Briatore wird FTV-Water in seinem Billionaire Club in Sardinien vorstellen. Die Models werden sich in jedem Fall über das Wasser ihres Lieblingssenders freuen … „Love Fashion Café“ , „Love Fashion Hotels“ sowie „Love Fashion Bars“ in den Top-Fashion-Metropolen sind weitere in Umsetzung befindliche Projekte. Hauptattraktionen werden dort TV und iPads auf allen Gästetischen sein, die wiederum mit edlen SwarovskiSteinen verziert sind … Michel Adam und seinem Team gehen die Ideen nie aus. Rückblickend auf 15 Jahre FTV, meint der erfolgreiche Unternehmer: „Die Arbeit hört nie auf. Die Gelegenheiten und Chancen werden immer größer und es geht dynamisch weiter. Unserem Prinzip folgend, wollen wir immer als Erster am richtigen Platz sein.“ (kat) www.fashiontv.com

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Freitag, 6. Juli 2012

medianet – 11

Award Der Niederösterreichische Landespreis für beispielhafte Werbung als Aufmerksamkeitsbringer und Qualitätsmerkmal für Preisträger

Der Goldene Hahn im Werbekorb Jürgen Hofer

St. Pölten. Der „Goldene Hahn“ gilt als bedeutendste Auszeichnung in der niederösterreichischen Werbe- und Kreativszene. medianet hat sich unter einigen Vorjahresgewinnern umgehört und nach der Bedeutung des Awards gefragt.

Positive Resonanz „Wir sind seit 2006 ununterbrochen zumindest nominiert. Durch die umfangreiche Vor- und Nachberichterstattung ist auch die Wirtschaft schon lange auf Teilnehmer und Gewinner gestoßen“, streicht Helmut Niessl, Inhaber Heavystudios, die Bedeutung des Preises hervor. „Ich habe dezidiert Anfragen aufgrund der ‚Goldenen Hahn‘Events und -Auszeichnungen. Aus einigen wenigen – dafür umso qualitativeren – wurden auch später

Aufträge“, so Niessl weiter, der im Vorjahr in den Kategorien „Kampagne“ und „Verpackungsdesign“ den Award in Gold einheimste. Bei theform, Gold-Gewinner 2011 bei „Film/Animation“, sieht man vor allem die Motivation für das Team, aber auch Anerkennung und Respekt vonseiten bestehender Kunden für die Prämierungen. Marco Lumsden, Geschäftsführer, unterstreicht das „kreative und strategische Potenzial“, welches eine niederösterreichische Agentur aufbringen kann. Ganze sieben Awards räumte das Team der Agentur werbereich im Vorjahr ab; auch beim Team aus

Bruck an der Leitha führte der Erfolg zu erhöhter Motivation sowie Ansporn und regte dazu an, das Qualitätslevel weiter zu erhöhen. Zudem sei es durch die Auszeichnung gelungen, speziell Aufträge zu lukrieren. Der Kundenkreis habe sich spürbar erweitert, auch weil viele überregionale Unternehmen nach ausgezeichneten Agenturen gesucht hätten und über die Prämierung mit dem Goldenen Hahn auf werbereich gestoßen seien. Reinhard Herok sieht den Landeskreativpreis als Chance für die Agentur gugler, sich zu präsentieren. „Gerade für ein Bundesland, das sich gegenüber der Bundes-

hauptstadt emanzipieren will, sind Initiativen dieser Art sehr hilfreich“, hört man aus der Agentur. „Der Goldene Hahn hat mittlerweile eine Strahlkraft, die bis nach Wien reicht, und das hilft, wenn es darum geht, sich am Wiener Parkett zu etablieren“, so die GoldGewinner in den Kategorien „Public Relations“ und „Plakat“.

Goldener Hahn 2012 Der „Goldene Hahn“ wird heuer am 18. Oktober feierlich verliehen. Der Kartenverkauf für den Event beginnt am 13. August. Informationen unter www.goldenerhahn.or.at

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

Rundruf: Vorjahresgewinner über die Bedeutung der Auszeichnung für Agenturen und Kreative.

Der „Goldene Hahn“ bringt seinen Preisträgern erhöhte Aufmerksamkeit.

Jubiläum Ausbildung

20 Jahre KfJ

Salzburg. Das Kuratorium für Journalistenausbildung (KfJ) hat die Absolventen des 20. Österreichischen Journalisten-Kollegs in der SalzburgKulisse im Haus für Mozart gefeiert. Gleichzeitig würdigten geladene Gäste das 20-jährige Bestehen der traditionsreichen berufsbegleitenden Grundausbildung. 16 Journalisten haben in neun Wochen, aufgeteilt auf vier Module, berufsbegleitend eine umfassende Basisausbildung absolviert; Handwerk, Wissen und Verantwortung für den Beruf waren die Inhalte. Zum Abschluss ist ein crossmediales Abschlussprojekt entstanden. „sinN“ (www.7sinn.org) hat die sieben Todsünden uminterpretiert als Antriebskräfte des Menschen.

Digital iPad-Angebot

krone.at mit App Wien. Krone Multimedia bringt eine neue App für das iPad von Apple auf den Markt und liefert damit die aktuellsten Nachrichten aus Politik, Chronik, Kultur und Sport. Neben der klassischen Berichterstattung runden erstmals zahlreiche Features wie Videos, großformatige Bildgalerien sowie Hintergrundinfos die Artikel auf dem Tablet ab. Für krone.at-Geschäftsführer Peter Rathmayr ist dies nur der erste Schritt, ab Herbst sind weitere Plattformen geplant. „Neben einem besseren Kundenservice für unsere Leser geht es uns natürlich auch um einen Mehrwert für unsere Werbekunden und neue Erlösquellen mit neuen, rein digitalen Lesern“, so Rathmayr.

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Freitag, 6. Juli 2012

geburtsstunde heisser event

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© medianet/Szene1/Christian Mikes

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1. IP Österreich-GF Gerhard Riedler und Krone-CR & Hrsg. Christoph Dichand; 2. Florian Skala (IP), Brigitte Maier (APA), Ute Fuchs (Fox Media); 3. Christian Brand diMaio (echo medienhaus), Birgit Stix und Michael Stix (SevenOneMedia); 4. Dinko Fejzuli (medianet), Florian Zelmanovics-Perl (Draftfcb); 5. Niko Pelinka (Kobza Integra), Gerald Grünberger (GF VÖZ); 6. Maurizio Belini (Goldbach Media), Andreas Martin, Sabine Liehr (beide Hutchison 3G).

1. Alois Wurzer (Café Landtmann), Pia Zimmermann (geni marketing), Erik Kastner (Opus Marketing) und Ursula Simacek; 2. Emanuel Grasl, Andrea Mayer und Eva Doppler (alle Grasl & Partner); 3. Ursula Winter (Congress Casino Baden, Marketing­leitung) mit medianet-Herausgeber Paul Leitenmüller.

Ein Dankesön an Geschäftspartner & Freunde

Der „Eventlocator“ hilft bei der Eventorganisation

IP Sommerfest

Amy Mac­ donald brachte ein Ständchen.

App-Gründungsfeier

In the Heat of the Night Der TV-Vermarkter IP feierte in den Hofstallungen der Spanischen Hofreitschule das erste Halbjahr mit Kunden, Freunden und Partnern. Chartstürmerin Amy Macdonald brachte ein Ständchen und besang den 4. Juli 2012. In den Hofstallungen der Spanischen Hofreitschule, wo sonst Lipizzaner eine gute Figur machen und Elisabeth Gürtler ihre Gäste zu nicht minder guten Tanzbewegungen bringt, wollte sich der Vermarkter der Sender RTL, Vox, Super RTL, RTL II und Sky Sport Austria bei Kunden, Freunden und Partnern für ein erfolgreiches erstes Halbjahr bedanken. Gesehen wurden: ORFGeneral Alexander Wrabetz, Kommunikator Pius Strobl und Eva Pölzl, News-Boss Axel Bogocz, Schlumberger-Managerin Valerie Knoll, Danone-Marketerin Antonia Kerschbaumer, Universal Music-Boss Hannes Eder, W24-Manager Marcin Kotlowski, stadt wien marketing-Geschäftsführerin Barbara Forsthuber, News-Generalbevollmächtigter Helmut Hanusch, Bank Austria-Werbeleiter Peter Drobil u.v.m. (fej)

Kleiner Helfer Der „Eventlocator“ feierte vergangene Woche im Palais Sans Souci seine Geburtsstunde. Die App ist damit ab sofort für iPhone und iPad frei erhältlich und bietet eine Auflistung und umfassende Beschreibung aller Locations in Wien und Umgebung. „Die neue App verbindet in moderner Weise die Interessen sowohl der Auftraggeber als auch der Auftragnehmer und stellt für die ganze Branche eine Win-Win-Situation dar. Mit Österreichs erster Eventlocation-App findet jeder schnell und ohne großen Aufwand die perfekte Location für seine nächste Veranstaltung; dabei hilft auch eine tolle Such- und Filterfunktion“, erklärt die Projektverantwortliche Pia Zimmermann von geni marketing stolz. Finanziert werden soll das Projekt durch Premium-Einträge von Location-Inhabern. Den ersten Geburtstag feierten mit: Erik Kastner von Opus Events, Ursula Simacek von Simacek, Hans Peter Ganz von der Zurich, Emanuel Grasl Am kommenden Samstag und Eva Doppler von den und Sonntag findet das erste Pratergalerien, Ursula Winter prcamp in den Räumlichkeiten vom CCB, Maximilian Urbader Bene AG statt (Neutor­gasse nek von der Metastadt, Isabel4, 1010 Wien). Kostenlose la Kassil und Astrid Faigl von Tickets unter: www.prcamp.eu der markant und viele andere mehr. (fg)

Information & Invitations gerne an: biztalk@medianet.at

Gastkommentar Auf den Spuren des ökologischen Fußabdrucks

anno dazumal

Umweltfreundlich verpacken

Norbert Kraus ist Geschäftsführer der Werbe- und Designagentur co2.

Karriere präsentiert von

Barbara Brunsteiner The Skills Group

© adsandbrands

Verpackungszukunft Werbeexperten wissen: Die Verpackung ist einer der entscheidenden Faktoren beim Kauf. Wenn etwa im Supermarkt dutzende Produkte nebeneinanderstehen, wer entscheidet da nicht auch nach der Optik? Form, Haptik, Funktionalität und Farbe sind daher im Packaging-Design die ausschlaggebenden Kriterien. Doch auch die Zahl der Konsumenten wächst rasant, die bei der Verpackung neben dem Design auch auf dessen ökologische Nachhaltigkeit achten. Für umweltbewusst lebende Menschen wird es immer wichtiger, dass Die abgedruckten Gastkomnicht nur die Ware selbst, sondern eben auch deren Verpackung umweltmentare geben schonend produziert wird. ausschließlich Dieser große gesellschaftliche Trend hat allerdings noch nicht zu neuen die Meinung des Verfassers Mehrwegsystemen geführt. Wünschenswert wäre – im Gegenteil – vielmehr wieder. Wir eine „Rückentwicklung“ am Getränkemarkt, wo Mehrwegsysteme leider immer behalten uns weiter eingeschränkt statt vermehrt angeboten werden. Greenpeace zeichdas Recht auf Kürzung vor. net aber das PET-Mehrweg-System – noch vor Glas! – als ökologisch wertvollstes System mit dem wenigsten Energiebedarf aus. Und: Wann haben Sie das letzte Mal eine PET-Mehrwegflasche gesehen? Laut Greenpeace sind in Österreich seit dem Jahr 2009 keine PET-Mehrwegflaschen mehr im Handel erhältlich. In Sachen Verpackungspolitik ist aber momentan vieles im Fluss. Um auf diese Veränderungen und Innovationen gut eingehen zu können, braucht es Know-how und Weitblick. Deshalb werden genau die Agenturen erfolgreich sein, die sinnvolle Entwicklungen an ihre Kunden weiterempfehlen und dazu gehören auch ökologische nachhaltige Verpackungen. © co2

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Siemens Der gute, alte Fernschreiber: Siemens beschritt mit dem Modell „1000S“ neue Wege und machte Geschriebenes auf „flimmerfreiem“ Bildschirm sichtbar. Besonders angenehm dabei: Korrekturen, Änderungen und Gestaltungen am Bildschirm: beliebig oft und lautlos – telexgerechtes Speichervolumen inklusive. Anzeigentext: „Am neuen SiemensFernschreiber ist alles positiv. Auch die Schrift auf dem Bildschirm.“ Anzeige vom 1.6.1984.

Ausbau Die Wiener PR-Agentur The Skills Group baut ihr Team aus: Barbara Brunsteiner ver­ stärkt ab sofort als Kundenberaterin das Kompetenzzentrum für IT/Telekommunikation.

© Michael Hetzmannseder

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl (5); leisuregroup.at (2)

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retail Bezahlen im netz

Tom Tailor nimmt eine Kapitalerhöhung vor, um Bonita zu finanzieren Seite 15

Der Zahlungsanbieter Klarna aus Schweden startet in Österreich Seite 16

süss

Milka und Lindt & Sprüngli präsentieren die Herbst-Range. Seite 17

rochade

© AC Nielsen

Mehr kohle

FreiTAG, 6. Juli 2012 – 13

© Kraft Foods; Lindt

inside your business. today.

© Klarna

© Bonita

medianet

Handelskenner Martin Prantl hat beim Start-up meinKauf.at angeheuert Seite 18

Sektmarkt bietet noch Wachstumschancen

© dpa/Angelika Warmuth

short

Kurve gekratzt Die heimische Elektro- und Elektronikindustrie hat die schwierigen Jahre seit 2009 hinter sich gelassen und im Jahr 2011 wieder das Produktionsniveau aus Vorkrisenzeiten erreicht. Das gibt Brigitte Ederer, Präsidentint des Fachverbands der Elektround Elektronikindustrie (Bild), bekannt. Seite 16

© medianet/Szene1/Christian Mikes

© FEEI/APA-Fotoservice/Hautzinger

Debakel vermieden Die deutsche Baumarktkette Praktiker hat sich auf der Aktionärshauptversammlung auf einen Sanierungs-Kurs geeinigt – und die drohende Insolvenz abgewendet. Aktionärs-Vertreterin Isabella de Krassny (Bild) stimmte einer Hereinnahme via Optionsscheine des US-Investors Anchorage zu. Seite 15

Stabil unterwegs Schlumberger-Chef Eduard Kranebitter verweist für das Geschäftsjahr 2011/2012 auf einen gleichbleibenden Umsatz von 218,8 Mio. €. Im Kernmarkt Österreich wurde eine Umsatzsteigerung von 0,5% erreicht. Seite 14

Kaufleute Thomas Saurer eröffnet das schönste Lebensmittelgeschäft im westlichen Mittelgebirge; Sortiment punktet mit „Qualität Tirol“-Produkten

Wien. Eröffnungsreigen im Ortszentrum von Axams: Spar-Kaufmann Thomas Saurer sperrt sein neues Flaggschiff auf, das westliche Mittelgebirge erhält einen modernen Nahversorger, der in Sachen Frische, Qualität und Regionalität alle Stückln spielt. Die baulichen Maßnahmen gingen in den letzten Wochen in die Zielgerade und das Team rund um den Kaufmann ist komplett. „Die ganze Gemeinde freut sich auf den Nahversorger. Mit dem Supermarkt eröffnen sich für alle Anwohner neue Möglichkeiten. Denn wir sind ein Garant für Frische und Qualität

und als heimisches Unternehmen ein vertrauensvoller Partner, für den ich mich aus Überzeugung entschieden habe“, führt Saurer aus.

Gotisches Tonnengewölbe „Damit ist die Nahversorgung in dieser wichtigen und boomenden Region gesichert“, fügt Christof Rissbacher, Chef von Spar Tirol und Salzburg, hinzu. „Die ganze Gemeinde steht dahinter und der Supermarkt ist vom Sortiment bis hin zum optischen Erscheinungsbild etwas ganz Besonderes.“ Das Geschäft ist nämlich mitten im

Zentrum im historischen Gebäude des Gasthofs Weiss untergebracht. Das gotische Tonnengewölbe und die moderne Ladeneinrichtung sind optisch ein echter Blickfang. „Eine Besonderheit ist auch unser Elektro-Auto, mit dem wir die Hauszustellungen erledigen werden“, so Saurer. In seinem 300 m� großen Markt setzt er stark auf Regionalität. Ein Großteil der 1.600 Tiroler Produkte, die Spar von rund 200 heimischen Produzenten bezieht, wird sich in den Regalen finden, darunter viele der ausgezeichneten „Qualität Tirol“Produkte wie Honig und Speck.

© Spar

Spar-Kaufmann sperrt Schmuckkastl in Tirol auf

Kaufmann Thomas Saurer: „Habe mich aus Überzeugung für die Spar entschieden.“


t i t e l st o r y

Freitag, 6. Juli 2012

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14 – medianet retail

Drea mT eam

Schlumberger Umsatz bleibt konstant, das Ergebnis ging leicht zurück; steter Aufwärtstrend im Heimmarkt

Die Konsumenten lassen den Markt weiter prickeln

Darf es noch ein bisschen mehr sein? (v.li.): Wolfgang Spiller (Vorstand Finanzen, IT und Beteiligungen), Eduard Kranebitter (Vorstandsvorsitzender), Herbert Jagersberger (Vorstand Produktion und Logistik) setzen in der Zukunft auf leichte Sektalternativen. „Der Kunde soll ein zweites Glas Schlumberger trinken“, ist das Motto.

Export wird immer wichtiger, wobei vor allem die Herkunft und österreichische Qualität zählen. Jutta Maucher

Wien. Sekt wird gern getrunken, zumindest gewinnt man diesen Eindruck, wenn man die Bilanzzahlen der Schlumberger-Gruppe hört: Im per Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 erwirtschaftete diese einen im Vergleich zum Vorjahr konstanten Umsatz von 218,8 Mio. €. Das Betriebs-

ergebnis (EBIT) ging zwar von 4,5 auf 4,3 Mio. € zurück. Das ist laut Finanzchef Wolfgang Spiller auf „verstärkte Investitionen in Marketing und Verkaufsmaßnahmen“ zurückzuführen, die aber in den kommenden Jahren „eine optimierte Marktbearbeitung ermöglichen sollen“. Und: Im Mehrjahresvergleich zeigt sich ein stablies und kontinuierliches Wachstum,

und wenn nur der österreichische Markt betrachtet wird, so konnte das Ergebnis ohnedies um 11,6% gesteigert werden. Oder wie es der Vorstandsvorsitzende Eduard Kranebitter ausdrückt: „Trotz der schwierigen Wirtschaftsbedingungen der letzten Jahre konnten wir ein nachhaltiges Wachstum erzielen und uns für die kommenden Jahre damit bestens am Markt

Spirituosenmarkt Schlumberger-Gruppe hat nunmehr 70% Marktanteil

Schlumberger übernimmt „Leibwächter“

Wien. „Leibwächter“ kennt jeder Konsument. Schlumberger-Vorstandsvorsitzender Eduard Kranbetter meint sogar, dass es kaum ein Lebensmittelgeschäft in Österreich gibt, wo die Mini-Flasche „Leibwächter“ nicht in der Kassazone anzutreffen ist. Mit der am Mittwoch verlautbarten Übernahme der Traditionsmarke der deutschen Unternehmerfamilie Schwarze will sich die Sektkellerei am Markt für Kräuterbitter noch stärker positionieren. „Nach der Übernahme, die mit 1. Jänner 2013 wirksam wird, wird Schlumberger wertmäßig etwa 70 Prozent des österreichischen KräuterbitterMarkts beherrschen, mengenmäßig etwa 60 Prozent“, heißt es dazu. Zu Schlumberger gehören bereits die Kräuterbitter „Underberg“, „Gurktaler Alpenkräuter“ und „Rossbacher“.

Zusatzumsätze in der Höhe von vier Millionen Euro geplant Schlumberger hat Leibwächter als Asset Deal gekauft, also nur die Markenrechte und nicht etwa die Produktion. „Da der bisherige Vertriebspartner in Österreich, H.C. König, im Vorjahr von der japanischen Suntory Gruppe übernommen wurde, hat sich die Familie Schwarze nach neuen Partnern in Österreich umgesehen und da die Schlumberger-Gruppe eine vergleichbare Unternehmensphilosophie hat, sind wir ins Gespräch gekommen“, so Kranebitter über die Hintergründe des Deals. Vorerst will Schlumberger den Kräuterbitter nur in Österreich verkaufen, es werde aber auch ein Verkauf in Deutschland überlegt, sagte Kranebitter. „Leibwächter“ wird vorwiegend in der 0,04 l-Flasche an der Kasse verkauft – im Schnitt werden davon pro Jahr 7 Mio. Flaschen abgesetzt. Die Marke wird Schlumberger in Zukunft einen zusätzlichen Umsatz von rund 4 Mio. € bringen.

positionieren. In Österreich haben wir unsere Marktführerschaft auf 32,4 Prozent ausgebaut und auch den Export vorangetrieben.“

Weltweiter Export Der Exportanteil liegt derzeit bei 36% in der gesamten Schlumberger-Gruppe. „Unser strategisches Ziel ist es, den Exportanteil auf 50 Prozent zu erhöhen“, so Kranebitter. Dabei ist Deutschland nach wie vor der wichtigste Markt; Großbritannien wird demnächst mit einigen Projekten in der Gastronomie gestartet, beginnend mit den Olympischen Sommerspielen, bei denen der Sekthersteller Produktpartner im Österreich-Haus ist. Darüber hinaus ist der heimische Sektproduzent vor allem auch in Russland, Skandinavien und in vielen osteuropäischen Ländern – insgesamt wird derzeit in rund 30 Länder exportiert – vertreten. „Mit Schlumberger zielen wir verstärkt in Richtung ‚Absatzkanäle Souvenier- und Tourismusbereich‘ sowie ‚Vertrieb über Onlineportale‘“, führt Kranebitter aus.

Immer weniger Trauben Wachstumsentscheidend ist das Vertrauen auf heimische Qualität. Alles am Schlumberger-Sekt soll aus Österreich kommen, so lautete vor wenigen Jahren die Devise. Kombiniert mit einer Sortenreinheit – so stammt Goldeck-Sekt von

Grünen Veltliner-Trauben – wurde daraus eine eindeutige Positionierung gemacht. Da aber Sekt ein Naturprodukt ist, und es immer wieder aufgrund der Wetterentwicklung Ernten in geringer Menge geben hat, „würden wir notfalls vor allem bei ‚Hochriegl‘ zu ausländischen Trauben höchster Qualität greifen, bevor wir den Kunden sagen müssen, dass wir gar nichts anzubieten haben“, so Kranebitter, der aber präzisiert: „Bei ‚Goldeck‘ und ‚Schlumberger‘ schließe ich diese Maßnahme jedenfalls aus.“

Traubenmarkt ist überhitzt Auch heuer schaut es nicht gut aus. Zwar seien die Ernteschäden der Vertragswinzer bis jetzt gering, aber es gibt dennoch Einbußen von im Schnitt 10 bis 15 Prozent. „Der Traubenmarkt ist überhitzt“, sagte Produktionsvorstand Herbert Jagersberger. „Ich glaube trotzdem, dass wir unsere Mengen bekommen“, schöpft er Hoffnung. Wie das Jahr 2012 für die Sektbranche noch werden wird, wollte Kranebitter nicht präzisieren. „Aufgrund der Prognosen für die Weinernte 2012 ist keine Beruhigung zu erwarten.“ Mit Innovationen – derzeit liegen leichte Sekte im Trend sowie der neue Schlumberger Rosé Secco –, will man aber weiter wachsen: „Der Plafond bei der Sektverwendung ist noch nicht erreicht“, so Kranebitter abschließend.


Freitag, 6. Juli 2012

r e ta i l & pr o d u c e rs

medianet retail – 15

Sanierungsplan beschlossen Auf der dramatisch verlaufenden Hauptversammlung der Aktionäre auf radikalen Sanierungsplan geeinigt

Praktiker ist vorerst gerettet Vorstandsspitze delegiert wurde. Hafner gibt jetzt lediglich sein Aufsichtsratsmandat ab – als Vorstandschef wird er vorerst bis zum 13. August amtieren. De Krassnys Wunschkandidat fĂźr den kĂźnftigen Vorstandsvorsitz ist aber der frĂźhere Chef von Deutschlands grĂśĂ&#x;ter Baumarktkette Obi, Andreas Sandmann.

Optionsanleihe fĂźr Kredit

KapitalerhĂśhung um 60 Mio. ₏ an der Rettung des Konzerns beteiligen. „Bricht nur eine wesentliche StĂźtze aus dem GerĂźst aus, fällt auch der Rest“, betonte Hafner. FĂźr de Krassny stehen knapp 12 Mio. ₏ auf dem Spiel: Das ist der aktuelle BĂśrsenwert des von ihr vertretenen Aktienpakets von 16%. Insgesamt ist Praktiker an der BĂśrse noch 73 Mio. ₏ wert. Die Gefahr der Insolvenz fĂźr Praktiker verneinte die Managerin: „Wir haben nicht alle unsere Ziele erreicht, aber wir werden das Konzept mit Anchorage mittragen. Dass wir darĂźber nicht glĂźcklich sind, ist so. Aber wir wollen.“ (APA/red)

ET: Juli 2012

Eiserne Lady: Fondsmanagerin Isabella de Krassny vertritt die Praktiker-Aktionäre.

DU: 1.7.2012

Ă–sterreich

Die vom Management vorgeschlagene KapitalerhÜhung wurde jedenfalls beschlossen. Sie ermächtigt den Vorstand zur Ausgabe einer Optionsanleihe, ßber die der

US-Finanzinvestor Anchorage mit 15% an Praktiker beteiligt werden soll – als Gegenleistung fĂźr einen rettenden Kredit. Der nun avisierte Sanierungsplan sieht eine Umstellung zahlreicher Praktiker-Märkte auf die erfolgreiche Schwestermarke Max Bahr vor. „Es geht um die Zukunft, oder noch konkreter: Es geht ums Ăœberleben“, sagte Hafner. Sein Konzept sei „alternativlos“. Als rettender Geldgeber verlangt der US-Finanzinvestor Anchorage fĂźr einen 85 Mio. ₏-Kredit Max Bahr als Pfand – abgesehen vom Zugriff auf 15% der Praktiker-Aktien. Zudem sollen sich die Aktionäre mit einer

Schlecker Wieder expansiv

Stark in Spanien

Madrid/Ehingen. Die Drogerie-Kette Schlecker will in Spanien trotz Insolvenz expandieren. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte spanische Medienberichte, denen zufolge das Unternehmen bis 2014 insgesamt 62 neue Läden erĂśffnen will. Derzeit betreibt Schlecker in Spanien 1.127 Filialen und beschäftige 3.228 Mitarbeiter. Unabhängig davon sucht Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz nach einem Käufer fĂźr die Niederlassung in Spanien. Man habe bereits Kontakt zu mehreren Interessenten aufgenommen. Er hoffe, dass bis zum Ende des Jahres ein Käufer gefunden werden kĂśnne. Spanien sei der Markt, auf dem Schlecker „den grĂśĂ&#x;ten Erfolg“ erzielt habe. 2011 habe der Umsatz 320 Mio. ₏ betragen. (APA)

Tom Tailor Bonita ist teuer

KapitalerhĂśhung DĂźsseldorf. Die deutsche Modefirma Tom Tailor hat mit einer Blitz-KapitalerhĂśhung knapp 21 Mio. ₏ bei Investoren eingesammelt. Mit dem Geld will Tom Tailor einen Teil der 220 Mio. ₏ teuren Ăœbernahme der Modemarke Bonita finanzieren. Mit Bonita will der Konzern in das Damen- und Herrenmodesegment fĂźr die Zielgruppe ab 40 vordringen. Im Rahmen der KapitalerhĂśhung platzierte Tom Tailor rund 1,65 Mio. Aktien – das sind zehn Prozent des Grundkapitals. (APA)

24. – 28. 8. 2012

Time for business – time for trends Aktuelles Interior Design, trendige Wohnaccessoires, attraktive Geschenkideen und Schmuck – alles fßr Ihr Herbst-, Winter- und Weihnachtsgeschäft und bereits die Trends fßr das kommende Frßhjahr. Mehr als 2.000 Aussteller aus aller Welt, innovative Designareale und inspirierende Sonderpräsentationen: Tendence – das Messehighlight der zweiten Jahreshälfte rund ums Wohnen und Schenken. tendence.messefrankfurt.com

Š Bonita

info-nbs@austria.messefrankfurt.com Telefon 01/867 36 60 60

Die Ăœbernahme der Modemarke Bonita kostet Tom Tailor stolze 220 Mio. ₏.

@5&@BMMH@.FEJBOFU QMVT 13@ Y t CD-Rom t *40 t CMYK t dk:20.6.2012

Hamburg. Der deutsche Baumarktkonzern Praktiker hat sich auf seiner Hauptversammlung mit den wichtigsten Aktionären auf einen Kompromiss zur Sanierung geeinigt. Damit soll die Insolvenz abgewendet werden. Die Üsterreichische Fondsmanagerin Isabella de Krassny erklärte sich als Vertreterin der Hauptaktionäre am Mittwochabend bereit, das Sanierungskonzept des Vorstands mitzutragen. Im Gegenzug ersetzt Praktiker auf Druck der Aktionäre zwei Aufsichtsratsmitglieder durch Kandidaten von de Krassny. Bei Praktiker stehen in Deutschland 11.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, europaweit sind es insgesamt gut 19.000. Auch Vorstandschef Kay Hafner zieht sich aus dem Aufsichtsrat zurßck – er hatte seinen Posten im Mai nicht niedergelegt, als er als Ersatz fßr den abgetretenen Konzernchef Thomas Fox an die

Š dpa/Angelika Warmuth

Viele Praktiker-Märkte auf Max Bahr umgestellt, US-Investor Anchorage durch Kreditgabe mit im Boot.


r e ta i l & p r o d u c e r s

16 – medianet retail

short

Österreichs Handel im Mai an der EU-Spitze Brüssel. Österreichs Einzelhandel ist im Mai im Vergleich der 27 EU-Staaten mit 3,1% am stärksten gestiegen. Sowohl die EU-27 als auch die Eurozone verzeichneten ein Plus von 0,6%. Schlusslicht ist Polen mit -1,3%, geht aus den jüngsten Daten von Eurostat hervor. Hinter Österreich liegen Portugal (+2,9%), Lettland (+2,1), Finnland (+1,9), Irland (+1,7), Luxemburg (+1,5), Großbritannien (+1,3), Spanien und Frankreich (je +1,2) Litauen und Rumänien (je +1,1).

Pfandschummel-Verdacht bei Radeberger

Freitag, 6. Juli 2012

Elektro- und Elektronikindustrie Die Branche hat sich in 2011 wieder erholt, Umsatz stieg um knapp acht Prozent

„Wir haben wieder das Niveau von 2008 erreicht“ Fachkräftemangel könnte Aufwind abbremsen, aktuell fehlen den Betrieben rund 1.000 Kräfte. Wien. Die heimische Elektro- und Elektronikindustrie hat die schwierigen Jahre seit 2009 relativ unbeschadet hinter sich gelassen und im Jahr 2011 wieder das Produktionsniveau aus Vorkrisenzeiten erreicht. „Unsere Prognose, die wir im Juli 2011 abgegeben haben, hat sich erfüllt: Per Ende 2011 ist der

„Der Wachstumstrend hat sich auch im ersten

Um die Pfandpreise der Corona-Flaschen in Deutschland wird gestritten.

Berlin. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat Deutschlands größten Bierkonzern, die zum Oetker-Reich gehörende Radeberger-Gruppe, ins Visier genommen. Er fordert einen vorläufigen Verkaufsstopp für das Bier ‚Corona Extra‘. Konkret geht es um den Verdacht einer Pfand-Schummelei, nämlich der Vermutung, dass das von Radeberger vertriebene mexikanische Trend-Bier rechtswidrig mit acht statt mit 25 ct Pfand belegt ist und deswegen mehr Käufer findet. Radeberger weist die Vorwürfe zurück. „Die Großen versuchen immer wieder, auszuloten, wo die Grenzen bei dem Pfandsystem liegen, aber dieser Fall ist eine besonders dreiste Verbrauchertäuschung“, sagt Resch. Der Corona-Hersteller Grupo Modelo lässt wissen, dass alle Flaschen aus Deutschland zurück nach Mexiko verschifft werden, dort gespült und mit Bier wiederbefüllt würden.

© Maximarkt

Maximarkt bekommt neuen Marketingleiter

Der Linzer Gerald Bamberger ist neuer Marketingleiter bei Maximarkt.

Linz. Gerald Bamberger zeichnet ab sofort für die Marketingleitung von Maximarkt mit seinen sieben Standorten in Oberösterreich und Salzburg verantwortlich. Der gebürtige Linzer ist seit 2010 im Unternehmen tätig. Vor seinem Eintritt bei Maximarkt war Bamberger knapp fünf Jahre lang als Werbeleiter im max.center Wels im Einsatz. Im April 2010 wechselte er schließlich als Werbeleiter-Stellvertreter in die Linzer Maximarktzentrale und arbeitete bis jetzt in dieser Position.

von 4,4 Prozent weiter fortgesetzt.“ FEEI-Präsidentin b. ederer

Brigitte Ederer, Präsidentin des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie: „80 Prozent der Aufträge aus dem Ausland“.

Produktionswert der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) mit 12,73 Mrd. Euro um 7,9 Prozent gestiegen und hat wieder das Niveau von 2008 erreicht“, fasst Brigitte Ederer, Präsidentin des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, am Mittwoch die Konjunkturentwicklung ihrer Branche zusammen.

Geschäfte weiterhin erfreulich entwickeln, damit rechnet die FEEIPräsidentin: „Der Wachstumstrend hat sich auch im ersten Quartal 2012 mit einem Produktionsplus von 4,4 Prozent weiter fortgesetzt. Die Auftragseingänge liegen in den ersten drei Monaten 2012 auf dem Niveau der letzten zwei Jahre. Wir gehen daher davon aus, dass die Branche um rund vier Prozent zulegen kann.“ Bremsend könnte sich jedoch der Fachkräftemangel auswirken, wie Ederer zu bedenken gibt; aktuell fehlen den Betrieben rund 1.000 Beschäftigte. Außerdem werde der Weg des Industriezweiges in erster Linie davon bestimmt, ob der Aufbau intelligenter Infrastruktur in Europa ernsthaft vorangetrieben

Intelligente Infrastruktur Wachstumstreiber waren die Exporte, die gegenüber 2010 um acht Prozent zugelegt haben; über 80% der Aufträge, so Ederer, kämen aus dem Ausland. Der wichtigste Handelspartner ist nach wie vor die EU. Dass sich heuer in den noch bevorstehenden Monaten die

wird. Von intelligenten Energiesystemen über smarte Mobilität bis hin zu mobilen Kommunikaton – die Elektroindustrie schneidet beim Thema ‚Infrastrukturerneuerung‘ ein ordentliches Stück vom Kuchen ab.

Treiber: Energietechnik Das zeigt auch die Entwicklung der einzelnen Sparten. Rund 20% der in Österreich produzierten Güter sind Produkte und Komponenten für die Energietechnik. Der Sektor verzeichnete mit 15,9% 2011 das stärkste Wachstum. Viel nachgefragt werden diese Waren in Asien, der Kontinent ist zum zweitgrößten Exportmarkt geworden. (no)

Expansion Anbieter von rechnungsbasierten Zahlungen im Internet sperrt Büro in Wien auf

Klarna startet in Österreich Stockholm/Wien. Der schwedische Zahlungslösungs-Anbieter Klarna hat bekanntgegeben, seine Zahlungsart ab Herbst für Händler und Online-Shopper in Österreich anzubieten; das Unternehmen mit weltweit 700 Mitarbeitern wird dafür ein Büro in Wien eröffnen. Von dort aus berät Klarna ShopBetreiber, wie sie mit der Option, per Rechnung zu bezahlen, ihren Kunden noch mehr Service bieten und ihren Umsatz steigern können. „Der österreichische E-Commerce Markt hat sich in den vergangenen Jahren außerordentlich dynamisch entwickelt, mittlerweile werden dort rund sechs Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens von Onlineshops umgesetzt“, sagt Magnus Fredin, President of Sales Europe von Klarna. „Ich bin mir sicher, dass wir auch hierzulande die Shopbetreiber und ihre Kunden von unserer Vision eines sicheren und einfachen Einkaufserlebnisses im Internet überzeugen können“, führt Fredin weiter aus. Der Kauf auf Rechnung zählt seit vielen Jahren zu den beliebtesten Zahlungsarten im sta-

tionären sowie im Onlinehandel. Ein Grund dafür: Die Kunden können zunächst begutachten, was sie gekauft haben. Bei den Zahlungslösungen von Klarna müssen Online-Shopper zudem lediglich Name, Adresse und Geburtsdatum auf der Website des Shops angeben; sensible Daten wie die Bankverbindung brauchen dagegen grundsätzlich nicht angegeben zu werden. Kunden erhalten

die Rechnung mit der Ware und zahlen per Überweisung innerhalb von 14 Tagen. Der Vorteil für die Shop-Betreiber: Durch das Anbieten der Rechnungskaufoption steigert dieser das Vertrauen in seinen Shop, die Zahl der Kunden steigt durch diesen Zusatzservice. Dabei übernimmt Das Unternehmen das komplette Zahlungsausfall- und Betrugsrisiko.

© Klarna

© Corona

einem Produktionsplus

© FEEI/APA-Fotoservice/Hautzinger

Quartal 2012 mit

Magnus Fredin, President of Sales Europe bei Klarna: „Sicheres Einkaufserlebnis“.

facts Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von knapp 300 Unternehmen mit mehr als 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 12,7 Mrd. €. Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u.a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie – ist das oberste Ziel des FEEI, die Position der Branche im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken. Die Finanzierung der Interessenvertretung erfolgt zu über 65% durch den Verkauf von freiwilligen Beratungs- und Dienstleistungen und zu 35% aus Beiträgen seiner Mitglieder.

AF-Getränke Käfig in Wien

SodaStream im Clinch mit Cola

Wien. Das Trinkwassersprudlerunternehmen SodaStream hat wegen einer Kampagne Ärger mit dem Getränkegiganten Coca-Cola bekommen. Mit einem mit Tausenden PET-Flaschen und Dosen gefüllten Käfig im südafrikanischen Johannesburg wollte SodaStream auf das Müllproblem bei verpackten AF-Getränken aufmerksam machen und seine Lösung als umweltfreundliche Variante propagieren. Dass in der Installation auch Dosen und Flaschen von Coca-Cola vorkamen, schmeckte dem Weltkonzern gar nicht: In einem Anwaltsschreiben forderte er das Unternehmen auf, diese zu entfernen. Weiters solle SodaStream künftig keine Coca-Cola Flaschen mehr für die Installation nutzen. „Wir lassen uns nicht mundtot machen. Wir werden mit unseren Installationen weitermachen und in den nächsten Wochen auch in Wien und in anderen Städten Käfige eröffnen“, erklärt SodaStream CEO Daniel Birnbaum. SodaStream verkauft seine Produkte mittlerweile in über 40 Ländern.


product news

Freitag, 6. Juli 2012

medianet retail – 17

Neuheiten im Schoko-Universum © Kraft Foods; Lindt

Product News Milka und Lindt & Sprüngli präsentieren die Range für den Herbst.

Innovationsreigen bei der Kraft Foods-Schokolademarke Milka: Im Herbst sorgt Milka Amavel gleich mit zwei neuen Produktkonzepten für Kaufimpulse im Handel: Im Pralinenmarkt setzt Milka mit Amavel Pralinés Choco Cacao neue Akzente und Milka Amavel Mousse gibt es mit verbesserter Rezeptur. Mit drei neuen Kekssorten im XL-Format, Milka XLCookies Choco, Milka XLCookies Nuts und Milka XLCookies Daim, wird das Kekssortiment erweitert. Für frischen Schwung im Kuchenregal sorgen die neuen Milka-Küchlein in den zwei Sorten Milka ChocoTwist und Kategorie Launch Milka Cake&Choc. Im Jubiläumsjahr „111 Jahre Milka“ gibt es Produkt Milka Amavel Mousse au Chocolat, eine weitere limitierte Edition: Die Milka Geburtstagstafel mit Amavel Mousse au Praliné Nuss, Milka besonderer Gestaltung; inmitten der Alpenmilch Schokolade ist XLCookies Choco, XLCookies Nuts, eine Geburtstagskuh aus weißer Milka Schokolade eingeprägt. XLCookies Daim, Milka ChocoTwist, Neben dem Genuss verspricht die limitierte Edition auch die Milka Cake&Choc, Milka GeburtstagsChance auf einen Gewinn. Der neue Zack-Riegel Toffee Ganztafel, Milka mit Zack Toffee Ganznuss nuss sorgt für zusätzliche Impulse im wachsenden Riegelmarkt. Vertrieb Kraft Foods Österreich Die Kombination aus ganzen Haselnüssen, Milchcreme und Distribution LEH Karamell, umhüllt von Milka Alpenmilch Schokolade, bietet ein Kontakt Kraft Foods, Tel.: 01/605 44-0 besonderes Geschmackserlebnis.

Lindt wartet im Herbst mit ausgefallenen Neuheiten in seiner Excellence-Range auf: Excellence Erdbeer ist ein Wechselspiel des feinherben Aromas der dunklen Schokolade zusammen mit der Süße feiner Erdbeeren. Dazu verwöhnen die Maitres Chocolatiers mit den außergewöhnlichen Sorten Kokosnuss, Meersalz und Wasabi. Dank der sehr flachen Tafelform können sich die Nuancen optimal am Gaumen entfalten. Neu ist die Tafelrange Lindt Création, Vollmilch-Schokolade mit feinen Füllungen wie Créme Brulée (Milchcreme mit karamellisiertem Zucker und Biskuit), das allseits bekannte Tiramisu und Haselnuss Deluxe mit Nussfüllung und knusprigen Haselnussstückchen.

Kategorie Launch Produkt Lindt Excellence Erdbeer, Noix de Coco Intense, Sea Salt und Wasabi, Lindt Création Créme Brulèe, Tiramisu und Haselnuss Deluxe Preis 1,79 €, 2,59 € Packung 100 g, 150 g Vertrieb Lindt & Sprüngli Austria GesmbH Distribution LEH Kontakt Lindt, Tel.: 01/60182-0

Freeport setzt positive Geschäftsentwicklung fort Das Freeport International Outlet an der Grenze in Kleinhaugsdorf führt 75 Shops mit rund 200 Designermarken.

PROMOTION

Mehr Shops & Top-Labels Den Schwerpunkt legt das Outlet Center mit 75 Shops klar auf Mode; rund 200 Designermarken werden bis zu 70 Prozent günstiger als in vergleichbaren österreichischen Markengeschäften angeboten. Von Juli bis Dezember des letzten Jahres eröffneten sechs neue Shops, darunter der Radfachhändler Cyklo Point mit modernen Bikes der Qualitätsmarke

Merida, Katie‘s mit der GlamourMarke Juicy Couture, Marc Picard mit modischen Taschen, das Luxusdessous-Label Skiny Huber, die traditionell italienische Modeboutique Stefanel sowie das Modehaus Gil Donna/Uomo mit namhaften Marken wie 1881 Cerruti, PennyBlack

„Wir freuen uns über den sehr guten Verlauf und das erwartete beste Ergebnis in acht Jahren des Bestehens.“ DAVID BACOVSKY, FREEPORT MARKETING MANAGER

© Freeport International Outlet

Kleinhaugsdor f. Im Outlet Center an der österreichischtschechischen Grenze ist man mit der Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr äußerst zufrieden. „Wir freuen uns über den sehr guten Verlauf und das erwartete beste Ergebnis in acht Jahren des Bestehens. Durch den erneuten Zuwachs bei Umsatz und Besuchern sehen wir uns in unserem Konzept bestätigt und werden auch in Zukunft daran festhalten“, so Marketing Manager David Bacovsky. Das Erfolgskonzept von Freeport basiert dabei auf drei Säulen: kontinuierliche Sortimentsausweitung mit internationalen Top-Marken zu günstigen Preisen, gezielte Marketing-Aktionen sowie attraktive Öffnungszeiten. Das Resultat: ein einzigartiges Einkaufserlebnis für die immer zahlreicheren Besucher.

Das grenzüberschreitende Outlet Center ist nur 50 Fahrminuten von Wien entfernt.

(by Max Mara Group), Replay und anderen. In diesem Jahr wurde die Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten mit den Brands Lee Cooper, Body Basics und Guess erweitert, die bereits jetzt einen konstanten Aufwärtstrend verzeichnen. Aber auch länger bestehende Marken wie Geox, Nike oder Lindt entwickeln sich dem Betreiber zufolge weiterhin sehr zufriedenstellend. Bei den Besuchern lagen im letzten Jahr vor allem Schuhe und Schmuck im Trend; das belegen die

starken Zuwächse der hochqualitativen Marken im Bereich der Schuhmode mit 36 Prozent und des edlen Schmucks mit 23 Prozent.

Voller Kampagnen-Kalender Damit der positive Trend der letzten Jahre anhält, setzt Freeport auf gezielte Marketing-Aktionen und starke Kommunikations-Kampagnen. Den Kunden werden neben regulären Wochenangeboten spezielle Aktionen geboten. Laut Center Management besonders beliebt:

die ‚Shoe Days‘, die ‚Jacken Tage‘ sowie der noch bis Ende Juli stattfindende Summer Sale. Mittels Radiospots, Werbung und PR-Arbeit werden Konsumenten auf diverse Aktionen aufmerksam gemacht und zielgruppengenau angesprochen. Mit der ‚Freeport Fashion Academy‘ wendet sich das Outlet an kreative Jungdesigner, die ihre besten Modelle bei der ‚Freeport Fashion Show‘ in Znaim präsentieren. In der Jury sind heuer unter anderem Fashion-Experte Adi Weiss und Musicalstar Uwe Kröger vertreten.

Einzigartig sind bei Freeport vor allem die Öffnungszeiten.

Das ganze Jahr geöffnet Im Freeport International Outlet kann täglich, auch an Sonnund Feiertagen, von 10 bis 21 Uhr geshoppt werden – laut Centerleitung ein klares Alleinstellungsmerkmal, das allein im Mai einen Besucherzuwachs von knapp 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr zur Folge hatte. http://www.freeport.at


s h o p ta l k

18 – medianet retail

Freitag, 6. Juli 2012

KellyS Superdribbler Swatch Chrono Plastic

© Kelly

1

© Swatch/Philipp Hutter

2. Reihe: Oliver Wegscheider, Wolfgang Hötschl, Herbert Prohaska; 1. Reihe: Angelina Rieger, Flavius Daniliuc, Jonas Kohl, Lisa Kolb.

Nervenstärke, ausgefallene Technik und Schnelligkeit 2

3

4

1. Sportler unter sich: Lukas Königshofer, Kevin Reiterer, Rudi Semrad, Roland Königshofer; 2. Swatch Brand Manager Helmut Saller, Kevin Reiterer und Stimmenimitator Alex Kristan; 3. Manfred & Nelly Baumann; 4. Winzer Heinz Velach, Rudi Semrad, Anwalt Heimo Sunder Plassmann.

Uhrenhersteller lud in ein Top-in-Lokal zur Präsentation

Actionreicher Start einer neuen Uhr

Showeinlage: SwatchBreakdancer.

Zeitgerecht Im „Wake Up“ an der Neuen Donau lancierte der Schweizer Uhrenhersteller Swatch die „Chrono Plastic Collection“. Die zehn bunten Chronografen wurden dabei spektakulär durch eine Wakeboard- & Break­ dance Show in Szene gesetzt und enthüllt. Auf Einladung von Swatch Group-Boss Rudi Semrad kamen unter anderen: Manfred & Nelly Baumann (Starfotograf & Begleitung), Ex-Teamtorhüter Michael Konsel, Stim­ menimitator Alex Kristan, Catwalk-Trainerin Elvyra Geyer, Roland & Lukas Königshofer (Rapid Wien Torhüter & 3facher Rad Steher-Weltmeister), Jetski-Weltmeister Kevin Reiterer, Heinz Velich (Winzer des Jahres 2012), Top-Anwalt Haimo Sunder Plassmann. Die Swatch Chrono Plastic Collec­ tion gilt als Sommer Must-have. Sie ist ab sofort zu je 88 € in allen Swatch Stores und im ausgewählten Uhrenfachhandel erhältlich. (red) Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

800

die finstere brille

Süße Düfte aus dem Teppichboden © Eskimo

© AC Nielsen

Fußballfieber Kelly tourte drei Monate lang, auf der Suche nach den „Superdribblern“ – den schnellsten und besten Dribblern Österreichs –, durch das ganze Land. Bei 30 Events durchliefen ca. 14.000 junge Talente insgesamt ca. 70.000 Mal den Superdribbler-Parcours. Im großen Finale traten die Besten der Besten aus allen Bundesländern gegeneinander an, im Wiener Stadion Center maßen sich 90 Talente aus allen Bundesländern. In fünf Altersgruppen wurden die schnells­ ten Dribbler Österreichs gesucht. Die glücklichen Sieger, die sich ne­ ben cooler „Puma“ Sportswear und Reisen nach Barcelona, inklusive Besuch eines Spiels des aktuellen Weltpokalsieger freuen konnten: Lisa Kolb, Angelina Rieger, Jonas Kohl, Flavius Daniliuc, Julian Vincetic. „Wir sind stolz, dass so viele junge Ta­ lente an unserer Aktion teilge­ nommen haben. Denn damit wollen wir Jung und Alt Freu­ de an der Bewegung vermit­ Workshop „Instrumente zur teln“, freut sich Maria Bauern­erfolgreichen Suche von fried, Marketingdirektorin bei Franchisenehmern“, 17. Juli, ab Kelly. Und Herbert Prohaska 13 Uhr, in 1070 Wien; Kosten: schmunzelt: „Wir trainieren 150 €; Infos und Anmeldung: die Österreicher schon jetzt für office@cox-orange.at die nächsten Großereignisse im Fußball.“ (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Martin Prantl ist neu im Board des Marktfüh­ rers für On­ line-Prospekte in Österreich, meinKauf.at. Der ehemalige Managing Di­ rector von AC Nielsen Österrei­ ch ist Experte in Sachen Mar­ keting und Customer Behaviour und wird das Team unterstüt­ zen die bestehenden Services weiter auszubauen. Martin Prantl war elf Jahre als Retailer Services Director bei AC Nielsen Österreich tätig, wo er ab Januar 2005 auch den Posten des Managing Directors bekleidete. Davor sammelte er 10 Jahre Berufserfahrung in der Lebensmittelindustrie in Form von diversen Vertriebsund Marketingpositionen (u.a. bei Nestlé Österreich GmbH).

Solche Talente braucht das Land

Christian Novacek

N Verführung mit dem neuen „Magnum Infinity“, bei dem schon das ­ einbeißen mit dem charakteristischen Knacken des Schokoüberzugs R für maximiertes Gaumenglück sorgt. Die Glasur ist aus Zartbitter­ schokolade, die eine seltene Kakaobohne aus Tansania enthält; der hochwertige Kakao aus dem ostafrikanischen Land ist bekannt für sein mild-fruchtiges Aroma und seinen hohen Anteil an Theobromin. Und: Magnum Infinity Chocolate & Caramel ist die Versuchung für besonders süße Genießer. Das cremige Milchschokoladeneis ist von ­einer ­Karamellsauce durchzogen, die der zartbitteren Hülle aus dunkler ­Schokolade und Kakaobohnensplittern eine zarte Süße zur Seite stellt. UVP: 1,90 € (Impuls), 4,49 € (4er Multipack).

ormalerweise macht mich Hitze müde und meine Grundstimmung an heißen Tagen sollte von einer seligen Friedfertigkeit geprägt sein. Diesmal ist es nicht so. Diesmal macht mich die Hitze aggressiv. Vielleicht liegt es am Teppichboden, der ob der Glut seine intimsten Gerüche preisgibt. Möglicherweise sind hier Gerüche enthalten, die aggressiv machen sollen, um dieserart das Arbeitstempo an heißen Tagen hochzuhalten. Wie dem auch sei, hier kommt die stimmungsadäquate „Hassnote“. Sie ist adressiert an: Erstens die Banken. Das muss sein, und sei es nur darum, dass einige von ihnen fette Nachhaltigkeitsberichte schreiben und gleichzeitig mit Lebensmitteln spekulieren. Zweitens der Handel. Weniger, weil er die Konzerne mitunter schmählich behandelt, sondern weil die Produktvielfalt im Vergleich zu anderen Märkten (sogar Deutschland, z.B. Edeka Center) halt doch zu wünschen übrig lässt - und gleichzeitig wird das Gegenteil beteuert. Drittens die Industrie. Die mag meinethalben Schrott produzieren, so viel sie will. Aber zu behaupten, er sei gesund – das bitte nicht! Viertens & Höhepunkt meiner Hasstirade: Snickers Cruncher. Bei weitem der beste Riegel und so schlecht distribuiert immer muss ich zur Jet-Tanke pilgern. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Mahlzeit Ein Maiskolben hat im Durchschnitt 800 Körner in 16 verschiedenen Reihen.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 6. juli 2012 – 19

dezennium-feier

Kristian Heugh von Morgan Stanley definiert Warren Buffetts Strategien neu Seite 21

Die VBV Vorsorgekasse von Heinz Behacker ist seit zehn Jahren am Markt Seite 24

Ist der ganze Zirkus jetzt wirklich bald zu Ende?

ATX 27. Juni 2012 - 4. Juli 2012

ATX (4.7.)

2.015,03

Wochentop Wochenflop

EBS FKA

polonaise vig kauft versicherer zu

© VIG

suche nach gewinnern © VBV

© Morgan Stanley

financenet 7,01% 11,99% -6,81%

Top 5 ATX Prime Erste Group Bank 11,99% Wienerberger 11,75% Raiffeisen Bank International 10,33% Andritz 8,94% OMV 8,70% Flop 5 ATX Prime Frauenthal Holding Uniqa Versicherungen Bene Mayr-Melnhof Karton Telekom Austria

-6,81% -3,30% -1,90% -1,33% -1,26%

DAX 27. Juni 2012 - 4. Juli 2012

Wochentop Wochenflop

TKA CBK

5,39% 13,00% -2,14%

Top 5 DAX ThyssenKrupp Deutsche Börse Daimler HeidelbergCement Deutsche Post

13,00% 9,48% 9,33% 8,44% 8,20%

Flop 5 DAX Commerzbank Metro Linde Deutsche Telekom Adidas

-2,14% -1,53% 1,13% 1,70% 1,90%

Club Med Die EU hat eine Südflanke, und die ist nicht ohne. Am letzten Gipfel setzten sich Italiens Premier Mario Monti (re.; mit EZB-Boss Draghi) und sein spanischer Kollege Rajoy durch. Vergemeinschaftung der Staatsschulden durch die Hintertür und Zinssenkung wecken Hoffnung auf ein baldiges Krisenende. Seite 20 voestalpine 80 Cent pro Aktie; Rendite bei 2,9 Prozent

inhalt

Finance:Cover > Barclays feuert Chef > Eurokrise macht den Österreichern Angst

Notfallpläne Obama will Vorsorge von Finanz-Kolossen

Dividende unverändert zum Vorjahr Banken müssen Testament machen 20 20

Banking/Insurance:Watch > Kein Kreditengpass in CEE 23 > Card Complete-Bilanz zeigt zwölf Prozent Zuwachs 24 > Uniqa verkauft die Mannheimer 24

© APA/Georg Hochmuth

Fonds:Park > Pioneer bringt neuen ­Garantiefonds 21 > JDC: Vertriebsoffensive 22 > Erste Group forciert Investments in „Reale Werte” 22 > Allianz Risk Monitor 22

Wolfgang Eder, CEO voestalpine: „­Kontinuierliche Dividendenpolitik“.

Wien. Die Hauptversammlung der voestalpine hat für das Geschäftsjahr 2011/12 eine Dividende von 0,80 € je dividendenberechtigter Aktie beschlossen. Sie blieb damit trotz des Ergebnisrückgangs gegenüber dem Vorjahr unverändert. Bezogen auf das Ergebnis je Aktie von 1,98 € stellt diese Dividende eine Ausschüttungsquote von 40,5% und damit eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 26,3% dar. Ausgehend vom durchschnittlichen Börsenkurs, ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 2,9% (Vorjahr: 2,8%). Ab 16. Juli wird ausbezahlt. (red)

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DAX (4.7.)

Barack Obama will mit dem Testament Steuergelder bei Bankpleiten schonen.

New York. Um eine unkontrollierte Bankenpleite zu vermeiden, hat die internationale Finanzaufsicht 30 Banken und Versicherer angewiesen, Notfallpläne auszuarbeiten. Bei einem Kollaps könnten die systemrelevanten Unternehmen so schneller abgewickelt werden. In den USA haben neun Großbanken (Credit Suisse, UBS, Bank of America, Barclays, Goldman Sachs, JPMorgan, Morgan Stanley und Citigroup, Deutsche Bank) auf Druck von Präsident Obama und Anweisung von US-Finanzmarktaufsehern diese Pläne nun erstmals vorgelegt. Die sogenannten Living Wills wurden in Auszügen veröffentlicht. (red)


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kolumne

Unmoralische ­Krisengewinnler

EU-Gipfel In Verbindung mit ihrer Wachstumsinitiative hat die europäische Politik Handlungsfähigkeit demonstriert

Über allen Gipfeln ist Ruh Wichtiger Schritt zur Überwindung der europäischen Schuldenkrise – erster Schritt zum Zentralstaat? und werden. In Deutschland, meint Härter, könnte angesichts dieser Entwicklung die Zinswende eintreten – die Renditen am langen Ende haben von einem extrem niedrigen Niveau aus bereits zu steigen begonnen. Gleichzeitig könnte der wirtschaftliche Tiefpunkt in den Krisenländern erreicht sein oder unmittelbar bevorstehen. „Vor dem Hintergrund der Gipfelergebnisse gewichten wir europäische Aktien wegen ihrer attraktiven Bewertungen etwas höher“, erläutert der Swisscanto-Experte. Den Franken hält er übrigens „weiterhin gegenüber allen anderen Währungen substanziell überbewertet“. Friedrich Strasser von der Bank Gutmann hält die Situation in der Eurozone auf kurze Sicht für schwierig: „Selbst für Wachstumsprimus Deutschland hat sich der konjunkturelle Gegenwind verschärft. Dadurch war es auch sicher einfacher, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel von einem gemeinsamen Schritt zu überzeugen.“

reinhard krémer

ie Mailbox quillt über mit Botschaften der Panikmacher: „Das Unwahrscheinliche ist geschehen – es drängt mich dazu, eine Warnung auszusprechen!” oder „Stürzen die Börsen wieder ab? Wir denken, ja”. Man lädt dann passenderweise gleich zu einem Seminar ein, wo man für 240 Euro inkl. Nachtmahl all das hört, was man in jeder besseren Zeitung nachlesen kann – Einzelbetreuung kostet dann extra 350 Euro und das Finanzprodukt zur totalen Sicherheit noch mal, natürlich. „Europa im Abgrund” schreit ein anderer, verkündet quasi schon das Ende unserer Zivilisation und wirft dann noch mit Plattitüden hemmungslos um sich. Und am Ende, selbstverständlich, die (Er)Lösung: „Wie Sie Ihr Erspartes schützen können, erfahren Sie im persönlichen Gespräch!“ Liebe Leute, bitte groß ins Stammbuch schreiben und fett unterstreichen: Verschont die Welt mit diesem Gelaber! Die Menschen muss man nicht noch weiter verunsichern – und wer damit auch noch Geld verdienen will, unterscheidet sich nur wenig von Strauchdieben. Alle arbeiten daran, das Finanzding wieder in Ordnung zu bringen; da braucht man kein Störfeuer vom Rand. Und merkt euch, was weiland Bundeskanzler Helmut Kohl schon sagte: „Wichtig ist, was hinten rauskommt!“ In diesem Sinne - Klappe halten!

Wien. „... Warte nur, balde ruhest du auch“, meint Goethe in seinem „Wanderers Nachtlied“. Bleibt zu hoffen, dass nach dem jüngsten EUGipfel wirklich Ruhe einkehrt. In den kommenden Monaten soll nämlich der Rettungsschirm EFSF Anleihen von Staaten wie Spanien und Italien am Primärmarkt kaufen, ist im Vertragswerk vorgesehen. Zudem erfolgte eine Einigung auf eine gemeinsame Bankenaufsicht, welche als Voraussetzung gilt, um in weiterer Folge angeschlagenen Banken Kapitalhilfen aus dem Rettungsfond ESM direkt zur Verfügung zu stellen. Diese Bankenaufsicht soll bis Ende des Jahres stehen und unter Einbindung der EZB agieren, erläutern die Analysten von Raiffeisen Research. Daneben steht ein Konjunkturpaket im Ausmaß von 120 Mrd. € vor der Verabschiedung, das über Kredite aus der EIB angestoßen werden soll. Fragt sich, ob das alles reichen wird – der DAX steigt seit dem Gipfel jedenfalls täglich. Finanzexperte Thomas Härter von Swisscanto Asset Management ist optimistisch: „Die Entscheidungen des jüngsten Brüsseler Gipfels führten zu einer Beruhigung der Märkte und damit zumindest kurzfristig zu einer Rückkehr der Risikobereitschaft. Es besteht allerdings weiterhin die Gefahr, dass es sich dabei nur um eine zwischenzeitliche Entspannung handelt.“ Eine Rückkehr der Risikoaversion ist jederzeit möglich, weil Italien als nächstes Land in den Fokus der Märkte geraten könnte, meint Härter. „Die wirtschaftlichen Indikatoren für die ApenninenHalb-insel deuten für den weiteren Jahresverlauf auf eine Rezession hin, die tiefer ausfällt als ursprünglich erwartet.“ Eine definitive Lösung der europäischen Schuldenkrise wird es erst dann geben, wenn sich eine

Barclays Diamond weg

Wealth Index Italiener fürchten Steuererhöhungen, Österreicher sparen fleißig

Bank feuert ihren Chef

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London. Wegen eines Manipulationsskandals ist der Chef der britischen Barclays-Bank, Bob Diamond, zurückgetreten. Die Großbank Barclays hatte versucht, die Zinsen im Interbankenverkehr zu manipulieren und muss an die Finanzaufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien eine Rekordstrafe von 290 Mio. £ (rund 345 Mio. €) zahlen. (APA)

Bob Diamond bekam den blauen Brief wegen dubioser Transaktionen.

Giebelkreuzler skeptisch

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D

Gipfelstürmer: Italiens Regierungschef Mario Monti bekommt Nothilfen auflagenfrei.

Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der hochverschuldeten Länder abzeichnet. Dies ist bisher nicht der Fall, meint der Swisscanto-Experte. „Italienische und spanische Staatsanleihen werden weiterhin als zu risikoreich eingestuft. Wir sind uns jedoch darüber im Klaren, dass es hier zu einer Zwischenrallye oder tatsächlich zu einem Wendepunkt kommen kann.“ Die für Härter „erfreulichen Ergebnisse“ des jüngsten Krisengipfels sind die Unterstützung der spanischen Banken ohne Belas-

tung des Staatsbudgets ihres Heimatlands sowie die Zusicherung, dass alle Anleger bei einem allfälligen Kapitalschnitt künftig gleich behandelt werden.

Kommt die Zinswende? Die „Vergemeinschaftung“ der europäischen Schulden erfolgt damit, meint Härter, sozusagen durch die Hintertür, also ohne die Einführung von Eurobonds, die von der deutschen Kanzlerin Merkel („Keine Eurobonds, solange ich lebe“) vehement abgelehnt wurden

Die Eurokrise macht allen Angst Wien. Die österreichischen Privatanleger machen sich in Europa die meisten Sorgen um die Eurokrise. Wie aus dem Schroders European Wealth Index, einer europäischen Befragung von Privatanlegern des britischen Vermögensverwalters Schroders, hervorgeht, bereitet die aktuelle Situation in Europa 56% aller Investoren aus Österreich die größte Angst. Das sind 13 Prozent über dem europäischen Durchschnitt (43%). An zweiter Stelle folgen im europäischen Vergleich deutsche und schwedische Anleger mit 48%. Die Italiener liegen gemeinsam mit den Schweizern mit 44% an vierter Stelle. Auch wenn die Österreicher sich am stärksten in Europa vor der Eurokrise fürchten, bereiten ihnen die Unsicherheit an den Märkten und die Volatilität in diesem Jahr deutlich weniger schlaflose Nächte als das noch im Vorjahr der Fall war. Während im Jahr 2011 noch 43% dies als Grund zur Sorge betrachteten, waren es 2012 lediglich 25%. Entsprechend ist der Anteil derer, die eine anhaltende Erho-

lung erwarten, von 17% im Jahr 2011 auf 27% in diesem Jahr gestiegen. Es wurde auch nach dem Sparverhalten der Anleger gefragt. Demnach sparen österreichische Anleger 23% ihres monatlichen Haushalteinkommens in irgendeiner Weise. 13 Prozent des Haushaltseinkommens legen sie an. Sowohl beim Sparen als auch beim Investieren erzielen die Österreicher

nach Deutschland den zweithöchsten Wert innerhalb der elf Länder und liegen zwei Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Etwas mehr als vor Steuererhöhungen fürchten sich die Österreicher vor einer höheren Inflation (33%). Deutschland liegt hier bei 37%. Das anhaltend niedrige Zinsumfeld beunruhigt 29% der Österreicher – damit liegen sie 14 Prozent über dem europäischen Vergleich. (red)

© Panthermedia.net/Dagmar Spona

reinhard krémer

47 Prozent der österreichischen Privatanleger wollen Notfall-Fonds anlegen.

Skeptisch ist man bei Raiffeisen Research: „All diese Vorhaben werden das Marktsentiment nicht dauerhaft drehen können. Das Konjunkturpaket ist eine ‚Schönrechnung’: Aus zehn Mrd. Euro zusätzlichem Eigenkapital für die Europäische Investitionsbank stehen durch Schuldaufnahme des Instituts 60 Mrd. für Investitionsprojekte zur Verfügung”, heißt es. „Durch KoFinanzierung privater Investoren entsteht dann die publizierte Gesamtsumme. “ „Auch der erleichterte Fluss von Geldmitteln aus den Rettungsschirmen EFSF und ESM an Länder und Banken, wird bald Zweifel aufwerfen”, meinen die Giebelkreuz-Analysten. Trotzdem sehen sie den Euro bis März 2013 stärker; nämlich bei 1,30 zum US-Dollar, 1,20 zum Franken und 107 zum Yen.

E & Y Klima eingetrübt

IPOs in Europa sehr schwach Wien. Angesichts der Zuspitzung der Schuldenkrise in Europa und der wieder gestiegenen Volatilität an den Börsen hat sich das IPO-Klima weltweit deutlich eingetrübt, meldet die Prüfungs- und Beratungsorganisation Ernst & Young. Nachdem im April und Mai 173 Börsengänge stattfanden, die insgesamt 36 Mrd. USD (rund 28,5 Mrd. €) in die Kassen der Emittenten spülten, gab es im Juni weltweit nur noch 33 Börsengänge mit einem Volumen von 6 Mrd. USD (rund 4,7 Mrd. €). Besonders deutlich war dieser Rückgang in den USA und in Europa: Im Juni gab es erstmals seit mehr als 20 Jahren europaweit keinen einzigen Börsengang mit einem Volumen von über 100 Mio. USD (79 Mio. €). In den USA wagte im Juni kein einziges Unternehmen den Sprung auf das Börseparkett. Insgesamt fanden zwischen April und Juni weltweit 206 Börsengänge statt, bei denen 41,8 Mrd. USD (33 Mrd. €) erlöst worden sind. (red)


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Morgan Stanley Investment Management Global Opportunity Fund versucht mit auf nachhaltigem Ertrag orientierten Unternehmen zu punkten

Suche nach künftigen Gewinnern Linda kappel

Wien. Auf die Vorteile eines global anlegenden Aktienfonds weist Kristian Heugh, Fondsmanager des Morgan Stanley Global Opportunity-Fonds (ISIN: LU0552385618), mit einem recht eindrücklichen Vergleich hin: „Der Investor kann auf den ,Perfect Pitch‘ warten, den besten Zeitpunkt, um sich in einem bestimmten Unternehmen zu engagieren. Es ist nicht so wie beim Baseballspiel, wo man auf Würfe reagieren muss, weil man ansonsten nach drei Schlagfehlern draußen ist. Um stattdessen dein ‚Alpha‘ im Markt zu maximieren, reagiere nur auf die besten Würfe, indem du dein Portfolio auf großartige Unternehmen konzentrierst, die du zu einem hervorragenden Preis gekauft hast“, erklärt Heugh. Dies versucht Heugh umzusetzen, indem er einen stringenten Bottom-up-Analyse-Ansatz ver-

folgt: „Wir glauben, dass durch die Bottom-up-Analyse und -beurteilung durchgängigere wertschöpfende Investmentergebnisse erzielt werden können, als durch TopDown-Prognosen. Zu versuchen, den Markt abzupassen, indem man sich auf erwartete geringfügige Veränderungen bei den Konjunkturdaten verlässt, ist oft Zeitverschwendung und eröffnet weit weniger gute Gewinnchancen.“

Positiv-Beispiel: Amazon Angestrebt wird mit dem Morgan Stanley Global Opportunity Fund ein langfristiger, in US-Dol-

lar gemessener Wertzuwachs. Unter normalen Marktbedingungen wird das Anlageziel des Fonds hauptsächlich durch die Anlage in Aktien von wachstumsorientierten Unternehmen weltweit verfolgt. Dabei werden attraktive Anlagemöglichkeiten in einzelnen Unternehmen gesucht, die ein hohes Wachstumspotenzial aufweisen, d.h. Unternehmen mit einem hohen Cashflow-Generierungspotenzial und die zum Kaufzeitpunkt als unterbewertet gelten. Die Bewertung wird im Kontext der Aussichten auf anhaltende Erträge, ein anhaltendes Cashflow-Wachstum sowie auf schlüssige Unternehmenskon-

zepte betrachtet; als Beispiel dafür nennt Heugh Amazon.com. Heugh und das Morgan StanleyResearch-Team betrieben grundlegende Recherchen, wobei Heugh den langfristigen Anlagehorizont extrem betont und auch den Versuch, gut zu hinterfragen und Annahmen zu verifizieren: „Wir haben ein ,Lese-Network‘ gebildet, ich lese z.B. gern Psychologie Heute oder Scientific American.“ Auch für europäische Unternehmen sieht er nicht zwingend schwarz: 32% der Umsätze der im MSCI-Europa-Index enthaltenen Unternehmen kommen aus den Emerging Markets.

PIA Garantiebasket 9/2020

EM mit Garantie

© Pioneer Investments Austria

Wien. Pioneer Investments Austria hat einen neuen Garantiefonds aufgelegt, den PIA – Garantiebasket 9/2020 mit Schwerpunkt Emerging Markets (Schwellenländer). Gezeichnet werden kann noch bis zum 31. August 2012. „Wir erwarten, dass die weltweiten Emerging Markets weiter wachsen und geben Investoren die Chance, von diesem Wachstum zu profitieren“, erklärt Werner Kretschmer, CEO von Pioneer Investments Austria (PIA). Das neue Produkt (ISIN: AT0000A0VGA3) verfügt über 100% Kapitalgarantie (exkl. Ausgabeaufschlag, zu Laufzeitende). Die 80%ige Höchststandsgarantie sorgt dafür, dass Anleger zu Laufzeitende mindestens 80% des höchsten, jemals während der Laufzeit erreichten Werts (abzgl. KESt auf realisierte Kursgewinne) erhalten. Vieles spreche für überdurchschnittliches Wachstum der Emerging Markets auch in den kommenden Jahren, etwa die demografischen Daten. Allein in den vier bevölkerungsreichsten Emerging Markets (China, Indien, Indonesien, Brasilien) leben 40% der Weltbevölkerung und das Durchschnittsalter liegt deutlich niedriger als in den Industrieländern; auch die zunehmende Urbanisierung unterstützt durch steigenden Konsum das Wachstum. Das Verhältnis von Aktien zu Anleihen wird im Fonds dynamisch den aktuellen Marktsituationen angepasst, wobei der Aktienanteil zwischen 0 und 50% des Fondsvolumens liegen kann. (lk)

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Kretschmer: „Im Anleihenteil finden sich auf Euro lautende Bonds guter Bonität.“

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© Morgan Stanley

Anhaltendes Cashflow-Wachstum sowie Unterbewertung werden als Kauffaktoren gesehen.

Kristian Heugh, Fondsmanager des Morgan Stanley Global Opportunity-Fonds.


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Jung, DMS & Cie. Österreich Unternehmen holt erfahrenen Vertriebsmann an Bord, um Chancen und Wachstumskurs in Österreich zu nutzen

JDC startet Vertriebsoffensive

Am 13. November veranstaltet Jung, DMS & Cie. Österreich einen an Investmentprofis gerichteten Expertenkongress. sigkeit, unser Engagement und unsere Leistungsbereitschaft zu begeistern“, kommentiert Alexander Varga, Sprecher der Geschäftsführung der Jung, DMS & Cie. GmbH, diesen Schritt. Beißkammer ergänzt: „JDC ist durch die länderübergreifende Ausrichtung, die Managementkompetenz, die mehr als 50jährige Erfahrung, den Wachstumskurs der letzten Jahre, den visionären Ausblick und die Kapitalstärke für einen sich konsolidierenden und im Umbruch befindlichen Markt sehr gut aufgestellt.“

Fritz Haslinger

Wien. Vor Kurzem wurde Wolfgang Beißkammer als Verstärkung der Vertriebsmannschaft der nach angebundenen Vermittlern größten bankenunabhängigen Wertpapierfirma in Österreich, Jung, DMS & Cie. GmbH (JDC), an Bord geholt. Vertriebsleiter Beißkammer zeichnet seither neben Vertriebs-Geschäftsführer Stephan Obermeier für die Vertriebsaktivitäten des Unternehmens verantwortlich.

Logische Entscheidung

che in Österreich für Finanzdienstleister exklusiv über Jung, DMS & Cie. zu beziehen sind. „Ich freue mich, dass wir die ‚Trend 200-Portfolios‘ erfolgreich nach Österreich bringen konnten. Das in Deutschland bereits bewährte Timingsystem ist einfach, verständlich und transparent – ein Anlagebaustein, der in schwierigen Börsenzeiten bei Beratern wie Endkunden wieder Vertrauen schafft. Der Anleger ist bereits ab einem Veranlagungsbetrag von 15.000 Euro für jede Marktphase optimal aufgestellt und kann die TimingFrage lösen“, erklärt JDC Österreich Vertriebschef Obermeier. „Wir glauben an die Investmentfonds mehr denn je. Genau jetzt! Daher veranstalten wir am 13. November bewusst einen Expertenkongress für Investmentfonds, den sich Investmentprofis schon jetzt vormerken sollten“, sagt Obermeier.

Managed Portfolio-Strategie

RCB DAX-Zertifikate

Inflations- und Vermögensschutz Veranlagung in Aktien und Edelmetalle, aber vor allem Gold und Zertifikate

Um auch produktseitig gut aufgestellt zu sein, brachte JDC gemeinsam mit den Partnern direktanlage.at AG, DJE Kapital AG und Patriarch Multi-Manager GmbH vor Kurzem die neuen „Managed Portfolios 200“ auf den Markt, wel-

Mit oder ohne Kapitalschutz

Stephan Obermeier, JDC: Timingsystem ist einfach, verständlich un transparent.

© EPA

Wien. „Die Staatsverschuldungskrise beziehungsweise das aktuelle Marktumfeld führt dazu, dass erfolgreiche Investments mit adäquatem Risiko rar geworden sind“, sagt Hans Engel, Experte für Major Market und Credit Research der Erste Group. „Es ist ein negatives Realzinsniveau entstanden, wodurch Investments in nominelle Werte verlustbringend geworden sind.“ Und Engel ergänzt: „Nur wenige Assetklassen können in diesem Umfeld profitieren, allen voran Aktien und Edelmetalle, hier vor allem Gold.“ Bei Aktien seien es besonders langfristig profitable Unternehmen, die nur wenig Kapital benötigen, um ihre Produkte und Leistungen zu erstellen. Sie eignen sich daher

Wien. Mit den „Österreich/ Deutsch­land Bond Plus 2 Garan­ tie-Zertifikat“ und „4,6% DAX Bonus&Sicherheit Bonus-Zertifikat“ legt die Raiffeisen Centrobank ein Anlageprodukt mit Kapitalschutz beziehungsweise ohne Kapitalschutz auf. Das Österreich/Deutschland Bond Plus Garantie-Zertifikat ermögliche eine Gesamtrendite von 45% am Laufzeitende, wenn jedes einzelne der vier zugrundeliegenden, namhaften Unternehmen aus Österreich beziehungsweise Deutschland während des Beobachtungszeitraums immer auf oder oberhalb der Barriere von 55% notiert. Wenn mehr als eine einzelne Aktie die Barriere berühre oder unterschreite, erfolge die Tilgung am Fälligkeitstag zu 100% des Nominales (Kapitalgarantie).

© Erste Group, ZFA/Foto Wilke

Investieren in „Reale Werte“ lohnt sich

Die RCB bringt neue Zertifikate auf den DAX auf den Markt.

Erste Group-Experten H. Engel und Th. Schaufler: „Umfeld ideal für Aktien und Gold“.

sehr gut als Inflations- und Vermögensschutz, so der Experte. Aber auch Gold und Goldaktien würden derzeit ebenfalls die Voraussetzungen für Kapitalgewinne erfüllen. Dazu Thomas Schaufler, Leiter Abteilung Retail und Sparkassen Sales der Erste Group und Zertifikate Forum Austria-Vorstand: „Zur Umsetzung unserer Investmentideen eignen sich nicht nur Aktien von qualitativ hochwertigen Unternehmen oder physische Goldbestände in moderater Gewichtung, sondern insbesondere auch Zertifikate auf interessante Underlyings wie Aktien und Edelmetallunternehmen, die diese mit risiko- und ertragsoptimierten Strukturen handelbar machen. (fh)

Risikenfrage Sind Aktien sicherer als Anleihen?

Fokussierung auf Asset Management als Kerngeschäft

Wien. Die dritte Allianz Global ­Investors RiskMonitor-Umfrage, in elf europäischen Ländern durchgeführt, möchte den Risiko-Nebel lichten. Laut den Umfrage-Ergebnissen würden institutionelle Anleger in Europa in den kommenden zwölf Monaten das Volatilitätsrisiko weiterhin weit vorn auf der Gefahrenskala einreihen. Hohe Marktschwankungen, Bonitätssorgen bei Staatsanleihen, nied-

Wien/Frankfurt. C-Quadrat Investment AG (ISIN AT0000613005) hat jetzt bekannt gegeben, dass ein Term Sheet, betreffend den möglichen Erwerb von 100% der Anteile an der österreichischen Absolute Portfolio Management GmbH (APM), unterfertigt wurde. Der österreichische Asset Manager mit Fokus auf Absolute Return Fonds, Microfinance- und Rohstofffonds verwaltet aktuell ein Volumen von rund 430 Mio. €.

Allianz Risk Monitor gibt Antwort

J. Dilworth, CEO AGI: „Sicherheit muss wieder Kapitalanlage-Attribut werden.“

C-Quadrat will APM übernehmen

rige Zinsen und Regulierungsdruck führen dazu, dass Investoren ihre Vorstellungen von sicheren Anlagen überdenken. In der derzeitigen Marktsituation würde ein Drittel der Befragten „Staatsanleihen“ als sicher bewerten. Aber genauso viele Anleger halten reale Werte wie Aktien, Immobilien, Infrastruktur und Edelmetalle für sicher.

Euro – Fels in der Brandung Ein Auseinanderbrechen der Eurozone wird von den Befragten weiterhin nicht gesehen. Rund 61% halten jedoch eine bedeutendere Rolle der Europäischen Zentralbank, die Einführung von Eurobonds, stärkere Stabilitätsmechanismen oder die Fiskalunion für die wahrscheinlichsten Veränderungen im Bezug auf den Euro. Soweit es heimische Investoren betrifft, nennt ein Viertel der Befragten starke Kurseinbrüche am Aktienmarkt als aktuell größtes Risiko und alle sehen die Bonität von Staatsanleihen, aber auch das aktuelle Zinsniveau, als großes oder beträchtliches Risiko an, so das Fazit der Umfrage. (fh)

Der in Verhandlung stehende Kaufpreis soll rund 1,6 Mio. € betragen und die Finanzierung dieser Akquisition ist mit Eigenmitteln geplant. Mit dieser Akquisition setzt C-Quadrat die bisherige Strategie der Fokussierung auf das Asset Management als Kerngeschäft fort und erweitere sowie diversifiziere dadurch die bestehende Produktpalette. Eine Unterfertigung des Kauf- und Abtretungsvertrags ist noch für Juli vorgesehen. (fh)

© C-Quadrat

© Allianz

66 Prozent Puffer Das Zertifikat 4,6% DAX Bonus&Sicherheit ist mit einer Barriere von 34% und einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestattet. Hier erhalten die Anleger im Juli jedes Laufzeitjahrs den Fixkupon von 4,6% per annum ausbezahlt. Die Rückzahlung des Nominales am Laufzeitende sei abhängig von der Entwicklung des Basiswerts: Liegt der Kurs des DAX während des Beobachtungszeitraums immer über 34% des Startwerts, wird das Papier zu 100% getilgt. Das heißt, zu Laufzeitbeginn beträgt der Sicherheitspuffer komfortable 66%. Der Ausgabepreis beträgt 100% (Nominale 1.000 €) + 2% Ausgabeaufschlag. (fh)

© JDC

„Es war eine logische Entscheidung, unseren Wachstumskurs in Österreich fortzusetzen und einen erfahrenen Vertriebsmann an Bord zu nehmen. Der Markt befindet sich derzeit im Umbruch und bietet uns eine große Chance, Berater für unser umfassendes Produkt- und Serviceangebot, unsere Zuverläs-

C-Quadrat-Boss Alexander Schütz: Appetit auf Absolute Return-Spezialisten APM.


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B A N K I N G / F O N D S : PA R K

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financenet@medianet.at

Globaler Kreditabbau Studie zeigt: Viele Banken knausern bei grenzüberschreitender Kreditvergabe; Auslandskredite deutlich zurückgefahren

CEE zeigt sich nicht beeindruckt Helga Kremer

Wien. Kredite werden abgebaut, internationale Banken reduzieren weiterhin ihre Auslandskredite. Am schärfsten agieren diesbezüglich die Briten und die Amerikaner; sie schränkten ihre Kreditvergaben am deutlichsten ein. In Zentral- und Osteuropa, wo sich viele Banken in ausländischer Hand befinden, zeigt sich dennoch keine Katerstimmung. „Der geringere Kreditabbau in CEE ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass österreichische Banken, die einen großen Teil der Finanzierung der Region zur Verfügung stellen, meist eng mit Deutschland verflochten sind und sich weniger stark über Großbritannien refinanzieren”, erklärt Juraj Kotian, Leiter CEE Makro/ Fixed Income Research bei Erste Group. „Zweitens konnten die CEE Volkswirtschaften dank ihrer nied-

Fenja Multi Strategy Police

rigeren Staatsverschuldung und der relativ geringen Größe ihres Bankensektors das Problem einer übermäßigen Finanzierung des Staates durch den Bankensektor vermeiden, das nun Ländern wie Griechenland und Spanien Kopfzerbrechen bereitet“, so Kotian weiter.

CEE: Im Auge des Sturms? Für die CEE-Region ist von Bedeutung, dass sich ihre zwei Haupthandelspartner Österreich und Deutschland am stärksten gegen den Trend eines globalen Rückzugs aus der Kreditvergabe gestemmt

haben. Obwohl die grenzüberschreitende Kreditvergabe in den Euro-Peripherie-Banken massiv reduziert wurde, verringerte sich die ausländische Bankenfinanzierung in CEE (außer in Ungarn) kaum. Die CEE-Länder profitieren jedoch auch davon, dass deutsche und österreichische Unternehmen zu ihren wichtigsten Investoren zählen, da deren Produktionen sehr konkurrenzfähig sind und die Unternehmen von dem Kreditabbau im Bankensektor am wenigsten betroffen sind. „Nach der Integration der neuen Mitgliedsstaaten in die EU stellten wir fest, dass asiatische Unterneh-

men in der Region zunehmend Fuß fassen; ihre Präsenz in der CEE-Region bietet bei günstigen Arbeitskosten einen perfekten Zugang zum gemeinsamen Konsummarkt der EU. Derzeit sind zwei der drei größten Exporteure in der Slowakei und in der Tschechischen Republik asiatische Unternehmen. Damit ist CEE nicht mehr ausschließlich die verlängerte Werkbank Deutschlands”, meint Erste Bank Analyst Kotian. Weiters wird erwartet, dass die asiatischen Firmen in den kommenden Jahren ihre Gewinne wieder in die CEE-Region reinvestieren werden.

© Erste Group

Immer mehr asiatische Unternehmen investieren und reinvestieren in Zentral- und Osteuropa.

Juraj Kotian, Leiter CEE Makro/Fixed Income Research bei der Erste Group.

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Gutes Halbjahr

Graz. Die Fenja Fund Multi Strategy Police, die auf dem Fenja-Fonds basiert, erzielte im Monat Juni wieder ein respektables Ergebnis: Er lieferte eine Performance von 1,09 Prozent. Das bringt die Rendite zum Halbjahr in Summe auf insgesamt 6,43 Prozent; das entspricht aufs Gesamtjahr hochgerechnet für Anleger sehr erfreulichen 12,86 Prozent p.a. „Das Fundament bilden automatisierte Handelssysteme. Mit der ‚Fenja Fund Multi Strategy Police’ profitieren Sie dann nachweislich von steigenden und fallenden Kursen“, meint Walter Kassegger, einer der Proponenten der Grazer Fenja-Handelssystemschmiede.

Plenum Life als Partner Die Grundlage der Fenja Fund Multi Strategy bilden, so Kassegger, eben diese verschiedene Handelssysteme, die dann nicht nur in den liquidesten Indices, sondern auch in Futures, Rohstoffen und verschiedenen Währungspaaren eingesetzt werden. Diese Strategien wurden in eine Versicherungsform, die Fenja Fund Multi Strategy Police, gegossen, die mit der liechtensteinischen Plenum Life entwickelt und angeboten wird. Fenja hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2004 auf die individuelle Strukturierung von Versicherungslösungen für die Kernmärkte Deutschland, Österreich und Schweiz spezialisiert. (hk)

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* Quelle: wien.arbeiterkammer.at/konsument, Juli 2011. Getestet wurden 40 Produkte von 19 Banken in Wien. Das Gratis-Gehaltskonto ist an keine weiteren Bedingungen wie Mindestumsatz oder Nutzung weiterer Bankprodukte geknüpft.

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Polisa-Übernahme Präsenz am Kernmarkt Polen wird ausgebaut, der Lebensversicherer soll weiteres Wachstum für die VIG bringen

VIG kauft polnischen Versicherer Gewinn des Versicherers stieg im 1. Quartal in Polen um mehr als zwei Drittel, Polen bleibt attraktiver Markt. Wien. Die Vienna Insurance Group AG (VIG) baut ihre Präsenz am polnischen Markt aus: Die Übernahme von 92% des polnischen Lebensversicherers Polisa-Zycie S.A wurde abgeschlossen. Am wichtigen polnischen Markt war man 2011 insgesamt schon auf Rang 4, in der Nichtlebensversicherung auf Rang 3. Mit der Polisa kommt jetzt ein Prämienvolumen von rund 27 Mio. € dazu.

Entwicklung des Landes würden dafür sprechen. Die Polisa mit Sitz in Warschau wurde im 1995 gegründet und hat 120 Mitarbeiter. Der Schwerpunkt des Produktportfolios liegt auf der Gruppenversicherung und bietet damit eine Ergänzung des Portfolios der VIG. Die Vertriebswege der Gesellschaft umfassen ein landesweites Maklernetzwerk, 16 Regionalbüros und 30 Vertretungsbüros.

© VIG/Ian Ehm

„Sehr attraktiver Markt“

Peter Hagen, CEO der VIG: „Die Präsenz in Polen wurde durch den Erwerb gestärkt.“

Netzwerk in CEE Die VIG hat ein breites Netzwerk in CEE entwickelt. Außerhalb des Stammmarkts Österreich ist sie in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Estland, Georgien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, der Slowakei, der Tschechischen Republik, der Türkei, der Ukraine, Ungarn und Weißrussland über Versicherungsbeteiligungen aktiv. Zudem bestehen Zweigniederlassungen der Wiener Städtische Versicherung in Italien und Slowenien sowie der Donau Versicherung in Italien. In Österreich ist man mit der Wiener Städtischen, der Donau Versicherung und der Sparkassen Versicherung vertreten. (red)

Starkes Plus in Polen

„Mit dem Erwerb der ‚Polisa‘ intensivieren wir unsere Präsenz auf dem wachstumsstarken polnischen Lebensversicherungsmarkt“, meint dazu Peter Hagen, CEO der VIG. „Polen ist und bleibt ein sehr attraktiver Markt für unseren Konzern.“ Die außergewöhnlichen Wachstumszahlen der VIG in den vergangenen Quartalen sowie die erfreuliche wirtschaftliche

Polen ist ein Kernmarkt der VIG: Im 1. Quartal 2012 erwirtschaftete sie in Polen Prämien von 319,6 Mio. €, ein Wachstum von 23,6%. Das starke Plus der Prämieneinnahmen von 64,9% in der Lebensversicherung zeigt ein großes Potential in diesem Segment. Der Gewinn (vor Steuern) stieg in Polen im Vergleich zur Vorjahresperiode

Vorsorgekassen Seit 10 Jahren gibt es Abfertigungsgesetz, nachhaltiges Investment setzte sich durch

short

Marktführer VBV feiert das 10. Jubiläum Wien. Die VBV Vorsorgekasse AG feiert gemeinsam mit dem Abfertigungsgesetz das 10-jährige Bestehen. Heute hat die VBV ein Veranlagungsvolumen von mehr als 1,6 Mrd. € und mehr als zwei Mio. Kunden. Damit ist sie Marktführer und liegt auch bei der Performance auf Rang eins.

Wien. Die Österreichische Beamtenversicherung (ÖBV) hat ihren medialen Auftritt erneuert: Das Unternehmensmagazin ÖBVaktiv präsentiert sich frisch gestaltet und die Internetseite ‚www.oebv.com‘ neu strukturiert. Beides wurde letzte Woche bei der Diskussionsveranstaltung „Staatsaufgaben heute und morgen“ präsentiert. Die ÖBV ist seit 117 Jahren der private Versicherungspartner für alle Bediensteten des öffentlichen Sektors. (red)

3% p.a. Rendite seit 2003 Etwas über 3% p.a. konnte die VBV seit 2003 erwirtschaften und hat damit im OeKB-Vergleich die beste Wertentwicklung bei der obligatorischen betrieblichen Altersvorsorge erzielt. Für das erste Quartal 2012 konnte ein Ergebnis von netto 2,09% erzielt werden. „Mittlerweile hat sich jedes dritte

Uniqa verkauft Mannheimer AG Wien. Der Verkauf der von Uniqa an der Mannheimer AG Holding gehaltenen Mehrheitsbeteiligung (rund 91,7%) an den Continentale Versicherungsverbund wurde vollzogen. Hintergrund des Verkaufs ist die Konzentration der Uniqa auf das Kerngeschäft in den Kernmärkten Österreich und CEE. In CEE will man verstärkt investieren, bis zum Jahr 2020 soll die Zahl der Kunden auf 15 Mio. verdoppelt werden. (red)

Unternehmen in Österreich für die VBV entschieden“ freut sich Martin Vörös, Vorstand der VBV. Weitere 8.500 neue Unternehmen sind im 1. Quartal 2012 ihren Beitrittsvertrag bei der VBV dazugekommen.

Nachhaltiges Investment „Wir sind unseren Veranlagungskriterien trotz schwieriger Bedingungen stets treu geblieben“, meint Vorstandschef Karl Heinz Behacker. Ein Ethikbeirat erstellt Nachhaltigkeitskriterien, ein Nachhaltigkeitsbericht erfüllt die Erfordernisse der Global Reporting Initiative mit A+. Zum Firmenjubiläum gibt es eine neue Homepage: www.vorsorgekasse.at. (red)

© VBV Vorsorgekasse

ÖBV mit neuem Medienauftritt

VBV-Chef Karl Heinz Behacker: „Waren mit Nachhaltigkeit erfolgreich“.

Ergo Sachversicherung

Halbjahresbilanz Die Österreicher greifen immer öfter zur Kreditkarte

Johannes Hajek neuer Vorstand

card complete mit 12% Plus Wien. Die card complete Service Bank AG zieht eine positive Zwischenbilanz über das erste Geschäfts-Halbjahr 2012. Der Gesamtumsatz konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 um 12% auf 4,8 Mrd. € gesteigert werden. Die Gesamtanzahl der über card complete abgewickelten Transaktionen ist um rund 11% auf 49,2 Mio. angewachsen. Bei der Anzahl der ausgegebenen Karten konnte die

BA-Jugendkonto zieht zu Facebook um

1,2 Mio.-Marke erreicht werden.Das Kartengeschäft wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10% auf 2,2 Mrd. €, die Anzahl der Transaktionen mit card complete Karten stieg um 11% auf 20,8 Mio.

Zusatzleistungen punkten „Die Österreicher greifen immer öfter zur Karte“, meint Heimo Hackel, Vorstandschef bei card

complete. Insbesondere Zusatzleistungen wie Reise- und Reisestornoversicherung oder Meilensammelfunktion würden nachgefragt. Immer mehr Kunden entschieden sich auch ein Premium-Produkt (Platinum, Gold). So befindet sich die ‚Olympia Gold Card‘, die erste VISA-Kreditkarte Österreichs mit kontaktloser payWave-Zahlungsfunktion, bereits in über 20.000 Brieftaschen. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die Austrian Airlines MasterCards (75% Anteil Platinum und Gold); Karteninhaber sammeln damit bei jedem Einkauf Prämienmeilen.

Wien. Johannes Hajek (58) ist neues Vorstandsmitglied der Ergo Austria International AG. Er ist für das Ressort Sachversicherung auf Holdingund operativer Ebene verantwortlich. Hajek war bis Juli 2011 Vorstandschef der Uniqa Sachversicherung. „Wir können seine Erfahrungen für die Entwicklung unseres Non-LifeGeschäfts sehr gut nutzen“, meint Ergo-Vorstand Elisabeth Stadler. (APA)

Heimo Hackel, Chef von card complete, ist zufrieden mit der Halbjahresbilanz.

Auch bei Zahlungsabwicklungen über Terminals gab es im ersten Halbjahr 2012 gegenüber 2011 ein Wachstum; der Gesamtumsatz der Transaktionen stieg hier um 13% auf rund 2,6 Mrd. €. Die Anzahl der Transaktionen stieg um 11% auf rund 28,4 Mio. „Unser Full-ServiceAngebot überzeugt ein breites Netz an Händlern, Hoteliers, Gastronomen usw.“, meint Hackel. (red)

© ERGO Austria

Terminalgeschäft wächst

© Card Complete

Wien. Das Jugendkonto der Bank Austria geht neue Wege: Das Portal ‚www.megacard.at‘ übersiedelt komplett auf Facebook (facebook.com/megacard). MegaCard-Usern wird auf Facebook Unterstützung in diversen Bereichen (Bewerbungscheck) und viel Unterhaltung (Veranstaltungen, Gewinnspiele) geboten. „Wir wollen Jugendliche auf Augenhöhe ansprechen und ihnen interaktiv Mehrwert bieten“, meint dazu Martin Nowicki, Marketingleiter der Bank Austria im Bereich Privatkunden und Klein- und Mittelbetriebe. (red)

um mehr als zwei Drittel auf insgesamt 16,3 Mio. €.

Johannes Hajek soll die Sachver­ sicherung bei der Ergo entwickeln.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 6. juLi 2012 – 25

financenetreal:estate eine legende geht

Markus Ertler, Eresnet, bringt SpezialHomepage zur N.Ö.-Immo-Suche Seite 27

© CA Immo

© Foto Weinwurm

N.Ö.-Plattform

Wolfhard Fromwald, CA-Immo, geht in Rente, Florian Nowotny folgt Seite 27

leitfaden was stiftungschefs dürfen © Alix Frank Rechtsanwälte

Zu wenig „Grün“ im Wohnungsangebot

Wohnung gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

IMMO-AGS

Wochentop Wochenflop

140,91 CWI SPI

5,05% 7,57% -0,14%

conwert Immofinanz CA Immobilien Anlagen Warimpex Atrium S Immo

7,57% 4,85% 4,70% 3,87% 2,18% -0,14%

glob. IMMO-FONDS

Defizit ImmoNachhaltigkeits-Studie 2012: Ein Großteil der Österreicher würde für ein nachhaltiges Gebäude mehr bezahlen; das Angebot an einschlägigen ­Immobilien entspricht aber nicht den Konsumenten-Wünschen. Bei Förderungen oder Energieausweis gibt’s massive Informationsdefizite. Seite 26

1-Monats-Performance per 4.7. Monatstop DWS Inv. RREEF 13,92% Monatsflop Europe Immo.Inv. -1,89% Top 5 Immofonds DWS Inv.RREEF As.Pac.Re. Est 13,92% Henderson Asia-Pacific Prop 12,23% Invesco Asia Pac. Real Est. C 12,17% iShares STOXX A/P. 600 R.E. C 12,09% Morgan Stanley Asian Property 12,02% Flop 5 Immofonds Europa Immobilien Invest CS WV Immofonds A Salus Alpha Real Estate T Real Invest Europe A RP Glo. Real Estate T

Signa Deutscher Immobilienfonds mit 300 Millionen

Im August geht’s in Germanien los

-1,89% -0,04% -0,02% 0,00% 0,04%

© Signa Holding

27. Juni 2012 - 4. Juli 2012

CERX (4.7.)

375,55

0,03%

bauMax Vorstand des Unternehmens aufgestockt

Michael Morgenroth, Signa: Fonds für Versicherer und Pensionsfonds.

Wien. Die Signa Holding des ­Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko, die im Vorjahr für die deutsche Warenhaustochter Kaufhof des Metrokonzerns mitbot, will nun einen deutschen Immobilienfonds mit einem Volumen von 300 Mio. € auflegen. Der Fonds soll im August starten, sagte Co-Geschäftsführer Michael Morgenroth. Signa will ihr Investitionsvolumen in Deutschland aufstocken und um 200 Mio. € Gewerbeimmobilien kaufen. Das Unternehmen besitzt Shoppingcenter in Düsseldorf und Wien und wäre auch am Berliner KaDeWe („Kaufhaus des Westens“) interessiert. (APA)

Martin Essl holt sich zwei Neue

© medianet/Szene1/Philipp Hutter

IATX (4.7.)

© Panthermedia.net/Dmytro Demianenko

27. Juni 2012 - 4. Juli 2012

Martin Essl stockt den Vorstand seiner baumax AG um zwei Mann auf.

Klosterneuburg. Der Vorstand der bauMax AG wurde jetzt erweitert. Neben Martin Essl als Vorstandsvorsitzenden, Hans-Jörg Greimel als Vorstand für Beschaffung und Logistik und Werner Neuwirth-Riedl als Vorstand für den kaufmännischen Bereich ergänzen zwei neue Mitglieder die Bereiche Vertrieb/Marketing bzw. Immobilien/Finanzen. Michael Hürter (49) übernimmt als Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden die Position des Vertriebsvorstands, Elmar Weinert (56) ist im Vorstand für Immobilien, Finanzierungen, Versicherungen und Recht verantwortlich. (ots)


i m m o : c ov e r

26 – financenetreal:estate

Freitag, 6. Juli 2012

financenet@medianet.at

Studie ImmoNachhaltigkeit 2012 – Angebot an nachhaltigen Immobilien entspricht nicht Konsumentenwünschen

short

Beim Energieausweis viel zu wenig Information

Die „Brücke ins Nichts“ ist jetzt fertig

Der Großteil der Österreicher wäre bereit, für ein nachhaltiges Gebäude auch mehr zu bezahlen. Wien. 83% der österreichischen Konsumenten glauben, dass nachhaltige Gebäude in Zukunft mehr nachgefragt werden. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der „ImmoNachhaltigkeits-Studie 2012“. Die Studie wurde initiiert von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI), Rhomberg Bau, dem Aluminium-Fenster-Institut (AFI), Pro Projekt Baumanagement & Planung und wiko, unter dem Titel „Nachhaltige Immobilien – was sagt der Konsument?“ Basis ist eine von Karmasin Motivforschung unter 950 Konsumenten durchgeführte, telefonische Umfrage, repräsentativ für Österreicher ab 18 Jahre. Ergänzt wurde die Konsumentenumfrage durch eine Online-Befragung bei Wohnungssuchenden von Immobilien. net unter weiteren 482 Befragten. Erstmals wurde untersucht, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit für Konsumenten und Wohnungssuchende einnimmt. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema für ihre eigene aktuelle Wohnsituation ist.

Regierungschef Dimitri Medwedew eröffnete die Russki-Brücke.

Wladiwostok. Verschwendung ist keine rein österreichische Tugend: Im Fernen Osten Russlands hat Regierungschef Dimitri Medwedew eine insgesamt drei Kilometer lange Schrägseilbrücke eröffnet. Sie verbindet die Stadt Wladiwostok am Pazifik mit der vorgelagerten Russki-Insel. Dort leben aber nur etwa 5.000 Menschen, doch im September soll ein Gipfel der Asiatisch-pazifischen Staaten (APEC) stattfinden – also musste eine Hunderte Mio. € teure Brücke her, die jetzt von Ministerpräsident Medwedew eingeweiht wurde. Nur wenige Kilometer weiter soll demnächst eine zweite gewaltige Hängebrücke über das „Goldene Horn“, die lange Hafenbucht von Wladiwostok, führen. Auch sie soll noch vor dem APEC-Gipfel eröffnet werden. (APA/rk)

ÖSW holt sich die Tegetthoff-Kaserne

Geld für Blue Buildings

© Luftbildservice/Redl SIVBEG

„Ein überraschendes Ergebnis ist die Tatsache, dass ein Großteil der Konsumenten bereit wäre, für ein ‚Blue Building‘ mehr zu bezahlen“, erklärt Philipp Kaufmann, Gründungspräsident der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI). „Dies jedoch nur dann, wenn nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Qualitäten wie Kostenfaktoren, Gesundheit

Marinekaserne Tegetthoff: bald Wohnraum direkt an der Donau.

v.li.n.re.: Alexander Ertler (Immobilien.net), Sophie Karmasin, Helene Fink (wiko), Philipp Kaufmann (ÖGNI).

und Lebensqualität gegeben sind.“ Bei Blue Buildings wird der gesamte Lebenszyklus von der Planung über die Bau- und Nutzungsphase bis zum Abbruch dokumentiert.

puncto Nachhaltigkeit ein besonders schlechtes Zeugnis ausstellen. Die Leute suchen nachhaltigen Wohnraum, das Angebot entspricht aber nicht ihren Anforderungen. Die Branche wäre gut beraten, mehr auf die Wünsche der Immobiliensuchenden einzugehen“, meint Alexander Ertler, Geschäftsführer von Immobilien.net. Neben der finanziellen Gesamtbelastung durch Miete und Betriebskosten nennen die Wohnungssuchenden in erster Linie gesundheitliche Aspekte, die ihnen bei der neuen Immobilie wichtig sind.

Angebot entspricht nicht Deutlichen Verbesserungsbedarf orten die Befragten bei der Umsetzung des Themas ‚Nachhaltigkeit‘ in der Immobilienbranche. Im Vergleich zu Bio-Produkten im Supermarkt oder Ökostrom-Angeboten sieht nur ein Drittel der Befragten das Thema im Immobilienbereich gut verwirklicht. „Interessant ist, dass die derzeit Wohnungssuchenden – also jene Gruppe, die den besten Überblick über das Angebot hat – der Immobilienbranche in

Wenig Förder-Wissen 53% geben an, keine Förderungen für die Sanierung eines

Eigenheimes zu kennen, die Wiener schneiden mit 71% besonders schlecht ab. Darüber hinaus gehen nur 16% der Konsumenten und 21% der Wohnungssuchenden davon aus, dass ein Energieausweis für ihre Immobilien vorliegt. Die Studie bestätigt Praxis-Erfahrungen: Der Umstieg auf Erneuerbare Energien ist zwar gewünscht, das Wissen über mögliche Förderungen aber gleichzeitig gering; Helene Fink, wiko-Wien, fordert daher eine umfassende Informationskampagne. In puncto Energiegewinnung bevorzugen übrigens drei Viertel der Konsumenten die Nutzung von natürlichen Ressourcen – von der Sonne über Wasser bis zur Erdwärme. (red)

Teuer Preisschub von bis zu zehn Prozent in London

Arnold Immobilien Region Prag bei Ausländern beliebt

London. Der Wohnimmobilienmarkt in London gehört zu den dynamischsten der Welt. Hochwertige Immobilien in der britischen Hauptstadt gelten nach wie vor als sicheres Investment. Niedrige Zinsen, eine steigende Inflationsangst, die Unsicherheit über die Zukunft des Euro und die bevorstehenden Olympischen Spiele in London im Sommer haben diese Tendenz heuer noch einmal verstärkt. „In allen bevorzugten Lagen ver-

Wien. Anfang vorigen Jahres gründete Arnold Immobilien, spezialisiert auf Immobilien-Investments, die erste Auslandsniederlassung in Prag. Nach einer knapp einjährigen Akquisitionsphase am tschechischen Immobilienmarkt konnten heuer die ersten fünf Zinshäuser erfolgreich vermittelt werden. Seit der Finanzkrise 2008 waren die Preise am Prager Immobilien Markt um rund 30% gesunken. Dieser Umstand macht die Region

Neubauprojekt One Hyde Park, Knightsbridge: 93.000 Euro pro Quadratmeter.

zeichnen wir eine gestiegene Nachfrage nach hochwertigen Wohnimmobilien. Aufgrund des sehr begrenzten Angebots registrieren wir in Einzelfällen Kaufpreisanstiege von bis zu zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“, berichtet Alix McAlinden, Geschäftsführer von Engel & Völkers in London-Chelsea. In den vergangenen drei Jahren sind die Preise um ca. 23% gestiegen. Viele Vermieter sehen in der Kurzzeitvermietung während der Olympischen Spiele eine Chance. In Westlondon werden Wohnungen teilweise zu Mieten von 10.000 £ (rund. 12.500 €) pro Woche ausgeschrieben. Mit den Turbulenzen in der Euro-Zone nehmen Anfragen aus Europa deutlich zu. Die Käufer sind zu rund 60% Ausländer, die ihr Geld außerhalb der Eurozone anlegen wollen. In den Jahren 2010 und 2011 waren es besonders Griechen, darauf folgten Spanier und Italiener. Die bevorzugten Lagen in London sind Chelsea, Kensington, Knightsbridge und Belgravia; besonders gefragt sind hier Objekte ab drei Mio. £ (ca. 3,7 Mio. €) aufwärts. (rk)

© Arnold Immobilien

Wohnimmobilien im Olympiafieber Schwejk lockt mit fünf Prozent

© Engel&Völkers

Wien. Ein Bieterkonsortium unter der Führung des Österreichischen Siedlungswerks (ÖSW) konnte sich bei der Meistbieterermittlung für die Tegetthoff-Kaserne im Wiener 19. Gemeindebezirk entlang des Kuchelauer Hafens gegen sieben andere Konkurrenten durchsetzen. Das Konsortium sicherte sich diese für Wien außergewöhnliche Liegenschaft direkt an der Donau. „Wir freuen uns sehr auf die Umsetzung des Projekts ‚Wohnen am Wasser‘ – ein Thema, das in Wien vor allem im internationalen Vergleich bisher kaum realisiert werden konnte“, so ÖSW-Vorstand Michael Pech. Am Areal der Marinekaserne sollen frei finanzierte Eigentumswohnungen direkt an der Donau entstehen. Das unter Denkmalschutz stehende Mannschaftsgebäude der Marinekaserne wird durch einen Projektpartner, die PBE Immobilien, die auch die Kaserne Stockerau saniert hat, zu Wohnzwecken umgebaut. Die Gesamtfläche des Kasernenareals beträgt rund 34.000 m� und ist mit mehreren Gebäuden bebaut. Mit seiner Lage zwischen Wien und Klosterneuburg verfügt das Objekt über eine gute Infrastruktur und Verkehrsanbindung. (red)

© Wiko/Leo Hagen

© epa

Reinhard Krémer

Prager Erfolge: Markus Arnold, Geschäftsführer von Arnold Immobilien.

Prag, die bei ausländischen Investoren besonders beliebt ist, noch zusätzlich attraktiv. Im Fokus stehen dabei besonders die Liegenschaften innerhalb des Gürtels, die über eine optimale Verkehrsanbindung verfügen. „Allerdings verzeichnen wir bei den typisch österreichischen Spezifika wie Mieterschutzgesetze und Friedenszins-Regelungen schon speziellen Erklärungsbedarf, da ähnliche Regelungen im Ausland völlig unüblich sind“, räumt Markus Arnold ein. In Tschechien beispielsweise müssen ab 2013 alle Altmieter einheitliche, marktkonforme Mieten bezahlen oder die Bestandseinheit aufgeben. Zudem gibt es auch keine vergleichbaren Weitergaberechte wie in Österreich. Die Prager Zinshäuser haben mit einer durchschnittlichen Rendite von rund fünf Prozent derzeit die Nase vorn. „Eine weitere Gemeinsamkeit ist ebenso unübersehbar, gilt doch der erste Prager Bezirk als mindestens genauso beliebt und im Wohnungseigentum nachgefragt wie der Wiener“, so Arnold. (rk)


IMMO:MARKETS

Freitag, 6. Juli 2012

financenetreal:estate – 27

financenet@medianet.at

Eresnet Unabhängiges Immobilienportal für Niederösterreich gestartet – geeignetes Suchinstrument für den Durchblick im Immodschungel

10.000 Objekte warten in NÖ

Die Nachfrage nach Immobilien im Wiener Umland steigt – gutes Preis-Leistungsverhältnis zieht Großstadtbewohner an.

Niederösterreich günstiger Der durchschnittliche Preis pro m� innerhalb des Gürtels in Wien (exkl. 1. Bezirk; Anm.) liegt bei 3.979 €, in Niederösterreich liegen die Durchschnittspreise für Wohneigentum zwischen 1.000 und 2.000 €. Mit Ausnahmen von Mödling, dem teuersten niederösterreichischen Bezirk mit ungefähr 3.000 € pro m�, zahlt man in

Österreichs größtem Bundesland weniger als die Hälfte als in den innerstädtischen Lagen in Wien. „Neben den Kosten sind auch gute Infrastrukturen für Verkehr, Bildung und Freizeit die entscheidenden Faktoren für einen Umzug in den Speckgürtel von Wien“, erklärt Ertler die Vorzüge der niederösterreichischen Gemeinden rund um die Bundeshauptstadt.

Neu: Eresnet-Portal für NÖ Wegen der stark gestiegenen Nachfrage hat sich Eresnet, Betreiber des führenden österreichischen Immobilienportals Immobilien.net, daher entschlossen, ein eigenes Suchportal für Niederösterreich zu schaffen – das größte Bundesland in Österreich erhält nach Wien seine eigene Immobilienplattform. Mit ‚niederoesterreich-immo. at‘ wird es für die Immobiliensuchenden einfacher, ihren Wunsch nach Wohnraum zu erfüllen. Neue Suchoptionen und auf die Wünsche der Niederösterreicher zugeschnittene Angebote kennzeichnen das neue Portal des Marktführers bei der Immobiliensuche in Österreich. In Niederösterreich gibt es den zweitgrößten Immobilienmarkt Österreichs, über 10.000 Objekte warten auf neue Mieter oder Käufer. In diesem Immobiliendschungel die Übersicht zu behalten, ist schwierig. Geeignete Suchin-

© Foto Weinwurm

St. Pölten. Immobilien in Niederösterreich werden immer beliebter. Nachfragestatistiken der Immobilienplattform Immobilien.net zeigen einen Anstieg der konkreten Wohnraum-Anfragen von knapp 20% gegenüber dem Vorjahr. Die beliebteste Immobilienart war das Haus im Eigentum mit etwa 40% der gesamten Nachfrage bei den Immobilienvermittlern. Vor allem der seit einigen Jahren sichtbare Trend zum Einfamilienhaus und der starke Preisanstieg bei Eigentumswohnungen in Wien veranlassen viele Großstädter, sich im niederösterreichischen ‚Speckgürtel‘ rund um die Bundeshauptstadt niederzulassen. „Das Leben im ‚Speckgürtel‘ oder in Randbezirken von großen Städten wird für viele Menschen interessanter, weil sie dort noch ein vernünftigeres Preis-Leistungs-Verhältnis vorfinden“, ist Markus Ertler, Immobilienexperte und Geschäftsführer von Immobilien.net, überzeugt.

Markus Ertler, Geschäftsführer von Immobilien.net: Neues Immobilienportal, das sich an User anpasst und weiterentwickelt.

strumente sind dafür notwendig. Genau in diese Bresche schlägt www.niederoesterreich-immo.at.

Kriterien zu suchen, die bisher nicht verfügbar waren. Durch eine leicht zu bedienende Suchmaske können individuelle Ausstattungswünsche wie Garten, Terrasse oder Garage berücksichtigt werden. Damit ist eine noch zielgenauere Suche möglich. Zusätzlich sollen weitere Auswahlmöglichkeiten speziell auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung abgestimmt in den kommenden Monaten verfügbar werden.

Individuelle Suchkriterien Wer künftig in Niederösterreich nach Immobilien sucht, kann auf ein bisher noch nicht dagewesenes Repertoire an Suchoptionen zugreifen. Mit niederoesterreich-immo. at ist es möglich, Immobilien nach

„Durch Feedback, Umfragen und Analyse der Suchabfragen werden wir die Wünsche der Immobiliensuchenden herausarbeiten und zur Weiterentwicklung von niederoesterreich-immo.at nutzen. So soll ein Immobilienportal entstehen, das sich an die User anpasst und dynamisch mit ihren Wünschen weiterentwickelt“, erklärt Markus Ertler den Fokus der neuen Suchplattform. (ag/rk)

CA Immo Aufsichtsrat beschließt Generationenwechsel im Vorstand der CA Immo

© CA Immo

Fromwald geht, Nowotny kommt

Ex-Investmentbanker Florian Nowotny folgt auf die Legende Wolfhard Fromwald.

Wien. Paukenschlag bei der CA Immo: Florian Nowotny wird mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 in den Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG berufen und übernimmt die Leitung des Finanz-Ressorts. Nowotny (36) folgt damit auf den langgedienten Wolfhard Fromwald (60), der nach 23 Jahren als Vorstand der CA Immo mit Auslaufen seines Vertrages per Ende September 2012 im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Fromwald hatte sich im Laufe der Jahrzehnte als einer der Masterminds der heimischen ImmoSzene etabliert. Er war am Wachs-

tum der CA Immo wesentlich beteiligt – das Unternehmen wurde 1987, zwei Jahre vor Fromwalds Einstieg, gegründet und entwickelt bzw. investiert in gewerbliche Immobilien (Schwerpunkt auf Büros) in Österreich, Deutschland und Osteuropa. Das gesamte Immobilienvermögen beläuft sich inzwischen auf rund 5,2 Mrd. €. Nowotnys Bestellung läuft bis Ende September 2015, auch die Verträge der Vorstände Bruno Ettenauer (CEO) und Bernhard H. Hansen (Chief Development Officer) wurden bis zu diesem Zeitpunkt verlängert. Diese Beschlüsse hat der Aufsichtsrat der CA Immo

PROMOTION

Neue LebensWerte vaten Eigenbedarf mit drei bis fünf Zimmern geplant. Die Freiflächen und die Räumlichkeiten sind großzügig definiert. Momentan befindet sich die neue Anlage im Zustand des Edelrohbaus.

Schlüsselübergabe im Herbst Die Fertigstellung bzw. Übergabe an die neuen Eigentümer wird Ende September/Anfang Oktober 2012 erfolgen. Der Verkauf läuft höchst zufriedenstellend. Wenige Appartements mit Dachterrasse, Balkon und/oder Garten sind noch verfügbar, heißt es seitens des Immobilienentwicklers.

SÜBA legt dabei höchsten Wert auf bleibende „LebensWerte“ – und damit einhergehend auf hohe Bauqualität und perfekte Ausführung. In einem weiteren Wien 23-Projekt im Ortsteil Atzgersdorf wird nach dem gleichen Prinzip verfahren. Das sogenannte Atzgersdörfl wird 26 Eigentumswohnungen in nahezu allen Größen bieten. Die Anlage im dörflichen Reihenhausstil soll sich harmonisch in die Nachbarschaft einfügen. Laut SÜBA können im Frühstadium noch fast alle Käuferwünsche einfließen. Eine Vormerkung für das Projekt kann über www.sueba.at erfolgen.

Investmentbanker folgt Florian Nowotny ist bereits seit 2008 in der CA Immo Gruppe tätig. Neben seiner Funktion als Head of Capital Markets der CA Immo Gruppe war Florian Nowotny zuletzt auch Mitglied des Vorstands der Tochtergesellschaft Europolis AG sowie Geschäftsführer des CA Immo New Europe Property Funds. Vor seinem Eintritt in die CA Immo Gruppe war er fast zehn Jahre im Investmentbanking in Wien und in London. (rk/ag)

22 Eigentumsappartements im Grünen: Neues Immobilien-Projekt der SÜBA in Wien-Mauer.

© SÜBA (2)

Wien. In Mauer, dem schönsten Teil des 23. Bezirks, wächst ein weiteres Projekt der SÜBA heran. Die 22 Eigentumsappartements mit Tiefgaragenparkplatz sind auf zwei modern gestaltete Häuser in absoluter Grünruhelage in der Kanitzgasse aufgeteilt. Nahe dem Maurer Hauptplatz bietet das Projekt „DueVille23“ zudem eine optimale Infrastruktur-Anbindung. Von den Dachgeschoßwohnungen aus hat man herrliche Aussichten auf das Anningergebirge. Die SÜBA verspricht Lebensqualität pur! In „DueVille23“ wurden hauptsächlich Wohnungen für den pri-

in seiner letzten Sitzung in Wien gefasst.

PROJEKT „DUEVILLE 23“ IN WIEN-MAUER 1230 Wien, Kanitzgasse 14–16

Kontakt/Infos:

• 22 Eigentumsappartements • Großzügige Freiflächen • 22 Tiefgaragenplätze • Fertigstellung Herbst 2012

Tel: +43 (0)1/580 10 20 Weitere Infos unter: www.sueba.at


immo:markets

28 – financenetreal:estate

Freitag, 6. Juli 2012

financenet@medianet.at

Produktionswert Öffentlicher Sektor liegt bei Bautätigkeit mit 732,5 Mio. Euro um 1,4 Prozent über dem Vorjahr

short

Hoch- und Tiefbau legen im 1. Quartal kräftig zu

Charmante Wohnungen von Salzburg Wohnbau Salzburg/Wien. Nach zwölf Monaten Bauzeit stellte die Salzburg Wohnbau in der Tennengauer Gemeinde Golling im dritten Bauabschnitt eine Wohnanlage fertig. Auf einem 2.500 m� großen Grundstück entstanden insgesamt 24 geförderte Mietkaufwohnungen. „Die Wohnanlage punktet besonders durch die schöne ruhige Lage nahe dem Ortszentrum“, erklärt Christian Struber, Geschäftsführer der Salzburg Wohnbau. Nach Fertigstellung der letzten Bauetappe stehen nun in neun Objekten insgesamt 122 Wohnungen zur Verfügung. (fh)

Auftragsbestände im Hoch- und Tiefbau verzeichnen per Ende März Steigerung von 30,9 Prozent. Fritz Haslinger

Wien. Nach Berechnungen der Statistik Austria haben in der Berichtsperiode Jänner bis März 2012 die österreichischen Hochund Tiefbauunternehmen einen Bauproduktionswert von 2,3 Mrd. € erwirtschaftet – ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011.

ELK Passivhaus setzt auf Loxone-Technologie

Martin Öller: „Steuerungslösungen sorgen für Energieeinsparungen.“

Öffentlicher Sektor mit Plus Für die insgesamt negative Entwicklung im Tiefbau ergibt sich folgendes Bild: Die Sparte „Sonstiger Tiefbau anderweitig nicht genannt“ mit einem Minus von 22,1%, der Bereich „Bau von Bahnverkehrsstrecken“ Minus 10,3 Prozent, „Rohrleitungs- und Kabelnetzleitungstiefbau“ ein Minus von 6,5 Prozent und die Sparte „Tunnelbau“ musste mit einem Minus von 2,6 Prozent leben. Positive Impulse hat es andererseits in den Sparten „Bau von Straßen“ (+15,6%), „Wasserbau“ (+13,5

Prozent) und im Bereich „Brückenund Hochstraßenbau“ mit einem Plus von 6,3 Prozent gegeben. Für den öffentlichen Sektor habe der Produktionswert der Bautätigkeit mit 732,5 Mio. € ein Plus von 1,4 Prozent ergeben, so die Statistik Austria. Mit einem Anteil von 52,9% an der Gesamtinvestitionssumme der öffentlichen Hand im Bau lag der Tiefbau mit 387,6 Mio. € deutlich über dem Hochbau mit einem Volumen von 314,5 Mio. €. Während der Tiefbau in der Berichtsperiode Jänner bis März 2012 gegenüber der Vergleichsperiode 2011 ein Minus von 4,6% einstecken musste, konnte der Hochbau mit einem Plus von 9,5% reüssieren. Vor allem in den Teilsparten

„Wohnungs- und Siedlungsbau“, „Brücken- und Hochstraßenbau“ sowie im Bereich „Bau von Straßen“ seien Zuwächse im Engagement der öffentlichen Hand zu verzeichnen gewesen. Regional betrachtet haben Vorarlberg, Salzburg und die Steiermark mit positiven Zahlen von 22,4%, 13,0% beziehungsweise 9,8 Prozent das Feld angeführt. Negative Ergebnisse habe es für Tirol (-1,9 Prozent), Kärnten (-3,1 Prozent) und das Burgenland mit -7,2 Prozent gegeben.

insgesamt 8,4 Mrd. € ausgewiesen, bestätigt Statistik Austria. Das ist gegenüber der Vergleichsperiode 2011 ein Plus von 30,9%. Der größte Anteil des gesamten Auftragspols-ters entfalle auf den Tiefbau (4,8 Mrd. €), wobei der Anstieg im Wesentlichen auf die Umstrukturierung von Unternehmen und der damit verbundenen Änderung des wirtschaftlichen Schwerpunkts vom Hoch- zum Tiefbau zurückzuführen sei. Im Hochbau hätten die Auftragsbestände mit 3,6 Mrd. € und 42,4% des gesamten Auftragsvolumens um 5,3 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Regionale Spitzenreiter waren Kärnten, Salzburg, Burgenland, Steiermark und Wien.

Auftragsbestände positiv Mit Ende März 2012 hätten die österreichischen Bauunternehmen (ohne Baunebengewerbe) Auftragsbestände im Ausmaß von

Grundsteinlegung Headquarter am Hauptbahnhof

City Box-Kette mit niederländischem Objekt aufgestockt

Wien. Mit der Grundsteinlegung habe man den Startschuss für das neue Erste Group Headquarter am Standort des künftigen Hauptbahnhofs vollzogen. Für Andreas Treichl, Generaldirektor der Erste Group, verkörpert das neue Headquarter die Erfüllung des Wunsches, dass „wir unseren Mitarbeitern einen zentralen Standort anbieten können und unsere Zeit nicht mehr zwischen den verschiedenen Büros verbringen müssen“. Derzeit sei das Finanzinstitut auf

Wien. Mitte Juni hat die Immofinanz Group durch den Kauf eines Objekts im niederländischen Den Bosch ihr Selfstorage-Portfolio erweitert. Die Immobilie werde in einem nächsten Schritt in die erfolgreiche City Box-Kette des Unternehmens integriert, heißt es seitens der im Leitindex ATX der Wiener Börse gelisteten Immobiliengesellschaft.

Neuer Standort für Erste Group

20 verschiedene Standorte in Wien aufgeteilt. „Der ‚Erste Campus‘ wird aber auch Teil der Zukunft Wiens sein“, sagt Erste Group-Vorstandsmitglied Herbert Juranek. Auf 117.000 m� Bruttogeschoßfläche sollen rund 4.500 Arbeitsplätze neuen Raum finden und der Grünraum des Schweizergartens werde mit seinem 7.500 m� großen Landschaftsgarten eine Verbindung zwischen Grün- und Büroflächen schaffen. (fh)

© Zoom Visual Project

Wien. In der „Blauen Lagune“ in Vösendorf wurde das erste Passivhaus als umfassendes „Smart Home“ ausgestattet. Dabei setzt ELK auf die bewährte Technologie des in Kollerschlag, Oberösterreich, ansässigen Hightech-Unternehmens Loxone Electronic GmbH. Neben einfacher Beleuchtungs-, Heizungs-, Kühlungs-, Beschattungs- und Multimediasteuerung mittels iPad oder Smartphone punkte die innovative Haustechnik im Bereich Energieeffizienz. Passivhäuser seien Gebäude, die extrem niedrige Energiekosten verursachen; so dürfe etwa der Heizwärmebedarf (HWB), auch Energiekennzahl (EKZ) genannt, 15 kWh/m� nicht überschreiten. „Erst intelligente Steuerungsmöglichkeiten ermöglichen eine wirklich effiziente Umsetzung von Energieeinsparungen. Neben der richtigen Ausrichtung des Hauses, Dämmung und korrekten Dimensionierung von Heizung und Kühlung lassen sich durch Smart Home Anwendungen deutliche Einsparungen bei Strom und Heizung realisieren“, erläutert der LoxoneGeschäftsführer Martin Öller das Konzept. Neben Energieeffizienz legt ELK bei ihrem neuen Passivhaus-Projekt Wert auf Design und praktische Bedienung. Mittels Smartphone, iPad oder PC lassen sich alle Anwendungen simpel steuern. Durch die Änderung der Farbbeleuchtung können unterschiedliche Stimmungen erzeugt werden, und durch ein ausgeklügeltes Multimedia-Konzept lässt sich unterschiedliche Musik in den einzelnen Räumen übertragen. Sensoren orten, ob jemand anwesend ist, können automatisch Beleuchtungen ein- und ausschalten und per Einbindung von Wetterprognosen lassen sich Heizverläufe optimieren. (fh)

Die Produktionswerte am Bau entwickelten sich im ersten Quartal erfreulich; die Öffentliche Hand gab ordentlich Geld aus.

„Erste Campus“: wichtiger Impuls für Wiener Wirtschaft, 15 Minuten ins Stadtzentrum.

Immofinanz erweitert Selfstorage

fünf Jahren bereits mit City Box in den Niederlanden erfolgreich unterwegs. Mit dem Ankauf der Den Bosch-Immobilie werde dieses Unternehmensportfolio um einen attraktiven Standort südlich von Amsterdam ergänzt und biete sowohl Privat- als auch Geschäftskunden auf 700 Einheiten rund 5.000 m� Lagerfläche. Mit derzeit 24 Anlagen im Großstadtumfeld sei City Box in den Niederlanden einer der führenden Anbieter. (fh)

Optimale Objektintegration „Wir sind laufend in unseren Märkten unterwegs und evaluieren spannende Kaufobjekte. Mit der Übernahme einer bestehenden Selfstorage-Immobilie in Den Bosch haben wir ein Objekt akquiriert, das sich optimal in unsere in den Niederlanden bestens etablierte City Box-Kette eingliedern lässt und diese weiter aufwertet. Für uns war unter anderem entscheidend, dass wir den Betrieb unmittelbar übernehmen und dadurch die bestehenden Synergien zeitnah heben können“, erklärt Manfred Wiltschnigg, Mitglied des Vorstands der Immofinanz Group. Die Immofinanz Group ist seit

© Immofinanz Group

© Loxone

Während im Hochbau insgesamt 1,5 Mrd. € (+11,6 Prozent) erzielt werden konnten, sei im Tiefbau mit 713,7 Mio. € ein Minus von 4,7 Prozent zu verdauen gewesen. In den Zahlen seien die Daten des Baunebengewerbes nicht berücksichtigt, heißt es seitens der Statistik Austria. Der Anstieg im Hochbau zeigt folgende Entwicklung: Wohnungsund Siedlungsbau mit Plus 19,5%, Industrie- und Ingenieurbau Plus 11,7 Prozent, Sonstiger Hochbau mit Plus 7,7 Prozent und die Teilsparte Adaptierungsarbeiten im Hochbau mit einem Plus von 2,4 Prozent.

© panthermedia.net/Bernd Leitner

Ambivalente Entwicklung

M. Wiltschnigg: „Bedarf für leistbare und sichere Zwischenlagerung steigt“.


l aw & o r d e r

Freitag, 6. Juli 2012

financenetreal:estate – 29

financenet@medianet.at

Privatstiftungsrecht Das Privatstiftungsgesetz ist 10 Jahre alt, das Thema der Haftung bleibt aktueller den je

short

„Stiftungsvorstand haftet“

Schönherr berät OMV Petrom bei Verkauf Wien. Schönherr hat OMV Petrom SA beim Verkauf ihres 99,99%-Anteils an der Petrom LPG SA an die rumänische Crimbo Gas International SRL beraten. OMV Petrom SA ist der größte Erdöl- und Erdgasproduzent in Südosteuropa. Das an der Bukarester Börse notierte Unternehmen zählt zur OMV Gruppe, die einen 51,01%-Anteil hält. Über die Höhe der Transaktion haben die involvierten Parteien Stillschweigen vereinbart. (red)

Die angespannte wirtschaftliche Situation könnte Stiftungsvorstände verstärkt in Bedrängnis führen.

Sparsam vorgehen Für die Mitglieder des Stiftungsvorstands normiert das Privatstiftungsgesetz, dass diese ihre Aufgaben „sparsam“ und mit der

steht aber keine Erfolgshaftung. Der Sorgfaltsmaßstab, der für die Stiftungsmitglieder gilt, dürfe allerdings nicht überspannt werden, so Frank-Thomasser. Dem Stiftungsvorstand müsse noch ein Ermessungsspielraum zukommen, der dann relevant wird, wenn sich beispielsweise ein Geschäft für die Privatstiftung möglicherweise als positiv erweist, so die Anwältin.

Geltendmachung

Alix Frank-Thomasser: Erhöhter Sorgfaltsmaßstab für den Stiftungsvorstand.

Sorgfalt eines „gewissenhaften Geschäftsleiters“ zu erfüllen haben. „Damit hat der Gesetzgeber die Anforderungen an den Stiftungsvorstand der gesellschaftsrechtlichen Verantwortung von Organmitgliedern einer Kapitalgesellschaft nachempfunden. Die Mitglieder des Stiftungsvorstands haben sich demnach wie ein ordentlicher und gewissenhafter Unternehmer in verantwortlicher leitender Position, bei selbstständiger Wahrneh-

mung fremder Vermögensinteressen zu verhalten“, erklärt FrankThomasser.

Pflichtverletzung: Haftung Gemäß § 29 PSG haftet jedes Mitglied des Stiftungsvorstands der Privatstiftung für den aus der schuldhaften Verletzung seiner Pflichten entstandenen Schaden. Schon leichte Fahrlässigkeit begründet die Ersatzpflicht, es be-

Schadensersatzansprüche gegenüber Stiftungsorganen habe grundsätzlich der Stiftungsvorstand als Vertreter der Privatstiftung durchzusetzen. Das gelte auch innerhalb des Vorstandskollegiums, „was bedeutet, dass die übrigen Vorstandsmitglieder verpflichtet sind, Schadensersatzansprüche der Stiftung gegen schuldige Vorstandskollegen geltend zu machen“, so Frank-Thomasser. „Der Stiftungsvorstand unterliegt einem erhöhten Sorgfaltsmaßstab und hat ausschließlich die Interessen der Stiftung an der Erfüllung des Stiftungszwecks im Sinne der Vorgaben des Stifters in den Stiftungsurkunden zu fördern. Umso wichtiger ist die sorgfältige Gestaltung von Stiftungsurkunden. Gelingt dem Stiftungsvorstand der Beweis, dass er eine Entscheidung unter Beachtung der vorstehenden Grundsätze getroffen hat, so kann ihn eine Haftung nicht treffen“, so Frank-Thomasser. (red)

Drei neue Partner bei TaylorWessing e|n|w|c © TaylorWessing e|n|w|c Rechtsanwälte

© Alix Frank Rechtsanwälte

Wien. Das Privatstiftungsrechtgeht ins zweite Dezennium. Nicht zuletzt aufgrund der Wirtschaftskrise und der nach wie vor angespannten wirtschaftlichen Situation können Entscheidungen des Stiftungsvorstands verstärkt auf Kritik stoßen. „Dies betrifft vor allem Stiftungsvorstände einer unternehmensleitenden Privatstiftung“, so die Wiener Rechtsanwältin Alix Frank-Thomasser, Partnerin bei Alix Frank Rechtsanwälte. Inwieweit der Stiftungsvorstand haftet, ist grundsätzlich im Privatstiftungsgesetz (§ 29) geregelt, so Frank-Thomasser. „Primär besteht die Haftung der Mitglieder des Stiftungsvorstands in der Verpflichtung zum Schadenersatz. Abgesehen von der zivilrechtlichen Haftung kann es aber auch zu einer strafrechtlichen Haftung der Stiftungsvorstandsmitglieder kommen“, erklärt Frank-Thomasser und verweist auf einige Beispiele, wie Verstöße gegen die Strafbestimmungen des § 41 PSG (unrichtige Darstellung des Vermögensbestands der Privatstiftung; unrichtige Auskünfte), gegen das Finanzstrafgesetz oder gegen die Krida-Tatbestände.

Petra Laback ist neue Partnerin bei TaylorWessing e|n|w|c in Wien.

Wien. TaylorWessing e|n|w|c hat drei neue Partner ernannt. Petra Laback unterstützt ab sofort als neue Partnerin das Team in Wien, Agnieszka Deeg und Przemyslaw Walasek jenes in Warschau. Weiteres Wachstum an den TaylorWessing e|n|w|c Standorten sei bereits geplant, heißt es seitens der Kanzlei. (red)


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Freitag, 6. Juli 2012 – 31

© PK Wehrle

Feierstunde

Die Privatklinik Wehrle in Salzburg feierte vor dem Umbau ein Sommerfest Seite 36

© ÖÄK/Mathis

healtheconomy Präsident

Der neue Ärztekammerpäsident Arthur Wechselberger wurde angelobt Seite 36

Anwältin Pilz spricht für Patienten © Kurt Keinrath

Gesundheitsausgaben gehen deutlich zurück

© HTS/Das Kunztfoto

short

Innovation Bund, Länder und Krankenkassen haben ein Reformpaket für den Krankenhausbereich geschnürt. Wo und wie gespart werden soll, wird allerdings den Ländern und ihren Spitalsgesellschaften überlassen. Ein Beispiel, bei dem weniger sogar mehr sein kann, ist das Themenfeld „Patient Blood Management“, das weit über die Reduktion von Blutkonserven hinausgeht und längst zu einem heimischen Exportschlager geworden ist. Nach zwei umfassenden Studien in Österreich wird das Konzept derzeit etwa erfolgreich in Australien umgesetzt. Seite 34

inhalt

Healthcare > Die gespag kooperiert mit AUVA und Elisabethinen 32 > Neue Gesundheitsziele wurden abgesegnet 33 Pharmareport und Lifescience > Boehringer Ingelheim baut Auftragsproduktion aus 34 > Bewegungshandbuch gegen Diabetes mellitus 34 Medizintechnik und eHealth > Herzschrittmacher kommt aus dem Drucker 35 > Siemens bringt tragbares Ultraschall-Gerät 35 > T-Mobile will im eHealth- Geschäft stark wachsen 35

© panthermedia.net/Gernot Krautberger

© dpa/Patrick Seeger

Großinvestition Fresenius Kabi Austria, Leitbetrieb der steirischen HumantechnologieBranche, investiert bis 2015 rund 34 Mio. € an den Standorten Graz und Werndorf und schafft damit innerhalb von drei Jahren 160 neue Arbeitsplätze. Für den Geschäftsführer von Fresenius Kabi Austria, Oskar Haszonits (Bild), ist die Steiermark „ein auch im internationalen Vergleich sehr konkurrenzfähiger PharmaStandort“. Am Standort Graz platze man aus allen Nähten, berichtet Haszonits, der schon in diesem Sommer neue Produktionslinien etablieren wird. Seite 33

Finanzkrise Die leeren Kassen der öffentlichen Haushalte führen dazu, dass die öffentlichen Gesundheitsausgaben deutlich zurückgehen. 2010 gab es in der EU und in Österreich praktisch ein Nullwachstum für die Health Economy. Seite 32

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Mehr Kompetenz für Diabetespatienten in Österreich

Der Gerti Reiss Schulungsfonds von SANOFI geht heuer an die Österreichische Diabetikervereinigung für das Projekt “Diabetes-Up-Date für Jugendliche”.

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c ov e r

32 – healtheconomy

Freitag, 6. Juli 2012

Bilanz OECD-Analyse zeigt: Ab 2010 ging das Wachstum der öffentlichen Gesundheitsausgaben deutlich zurück

Kommentar

Finanzkrise trifft jetzt auch die Gesundheitsbranche

Pharmabranche im Dilemma

Österreich liegt mit 11,6% des BIP im EU-Spitzenfeld, die höchsten Ausgaben haben die USA (17,6%).

D

ie Chefs europäischer Pharmakonzerne drängen die EU-Führung zu Zugeständnissen, um die Versorgung von Krisenländern wie Griechenland und Spanien mit Medikamenten zu sichern. Das Problem: Angesichts der schlechten Wirtschaftslage in Südeuropa geben die Pharmafirmen dort große Rabatte auf ihre Medikamente. Die Pillen und Salben bleiben aber nicht in den Ländern, sondern werden in großem Stil in reiche Staaten wie Deutschland weiterexportiert, in denen die Preise normalerweise höher sind. Den Konzernen entgehen dadurch nach eigener Aussage hohe Einnahmen, die sie bräuchten, um die teure Forschung an neuen Mitteln zu finanzieren. Andrew Witty, Chef des britischen GlaxoSmithKlineKonzerns und Vorsitzender der europäischen Pharma-Branchenvereinigung Efpia, warnte deshalb in einem Brandbrief an die EU-Führung, dass die derzeitige Politik einer Industrie mit 660.000 Jobs schade. Die bisher krisensicheren Pharmakonzerne stehen angesichts der Schuldenkrise vor einem Dilemma: Sollten sie die Lieferungen an bestimmte Länder wegen Zahlungsrückständen einstellen, droht den dortigen Gesundheitssystemen der Kollaps. Umgekehrt ist deshalb der moralische Druck groß, die Staaten weiter zu versorgen.

GRAFIK DER WOCHE GESUNDHEITSAUSGABEN ø jährliches Wachstum in Prozent 2000-09 Irland

2009-10

-7,6

Tschechien

8,4 -4,1

6,2

Griechenl. -6,5

6,1 2,5

Niederlande Spanien

±0

Großbritannien

0,2

OECD

±0

USA Finnland Schweden Schweiz Frankreich Österreich Deutschland Italien

6,0 5,6 5,4

4,7 2,7 4,3 0,9 4,3 2,0 3,9 2,4 2,9 1,3 2,7 0,4 2,7 2,6 2,0 1,5 1,9

Quelle: APA/OECD; Grafik: Raimund Appl/APA

Wien/Paris. „Die Zahlungsmoral der österreichischen Krankenkassen ist gut. Und das ist in vielen Ländern längst nicht so“, erzählt Berthold Cvach, Österreich-Chef beim japanischen Pharmakonzern Astellas. Und er ist mit dieser Einschätzung nicht allein. Grundtenor der Branche: Die Kassen drücken zwar kräftig auf die Preise, aber sie sind ein fairer Partner. Dass das nicht überall der Fall ist, zeigt jüngst das Beispiel Griechenland, wo sich nun Arzneimittelhersteller sogar gezwungen sehen, das Land zum Teil kostenlos zu beliefern. Griechenland ist allerdings kein Einzelfall, wie nun eine OECD-Studie belegt. Die Gesundheitsbudgets werden offenbar überall eng, Wirtschafts-, Finanz und Euro-Krise hinterlassen eine deutliche Bremsspur in der Gesundheitsversorgung der OECD-Länder. „Das Wachstum bei den Gesundheitsausgaben ist zum Stillstand gekommen“, hieß es vonseiten der Organisation aus Anlass der Veröffentlichung der aktuellen Datensammlung „OECD Health Data 2012“ für 29 Staaten.

Die GEsundheitswirtschaft muss seit dem Jahr 2010 in nahezu allen entwickelten Staaten bluten; der Spardruck steigt.

erstmals Einschnitte. Das war speziell der Fall in jenen Ländern, die am härtesten durch die Rezession getroffen wurden“, stellte die OECD in einer Aussendung fest. So waren in Irland in den Jahren 2000 bis 2009 die gesamten Gesundheitsausgaben noch um jährlich durchschnittlich 8,4% gestiegen. Im Jahr 2010 gab es einen Rückgang um 7,6%. In Griechenland war das Wachstum zwischen 2000 und 2009 bei durchschnittlich 6,1% gelegen, um 2010 um 6,5% zu fallen. Auf der anderen Seite der Skala befindet sich Südkorea mit einer jährlichen Erhöhung der Gesundheitsausgaben um 9,1% vom Beginn des 21. Jahrhunderts bis 2009, es verringerte sich im Jahr 2010 nur gering auf plus 8,5%.

Nullwachstum in der OECD Nach durchschnittlichen Steigerungsraten von fünf Prozent im Zeitraum der Jahre 2000 bis 2009 gab es im Jahr 2010 ein Nullwachstum (0,0%), die öffentlichen Gesundheitsausgaben gingen um 0,5% zurück. Österreich liegt im OECD-Durchschnitt – mit einem jährlichen Ausgabewachstum für Gesundheit von 2,7% bis 2009 und nur noch plus 0,4% im Jahr 2010. „Während die staatlichen Gesundheitsausgaben am Beginn der Wirtschaftskrise noch aufrechterhalten wurden, zeigten sich 2010

Die mit Österreich in Sachen Gesundheit am ehesten vergleichbaren Länder – die Schweiz und Deutschland – zeigten für die Jahre 2000 bis 2009 ein jährliches Wachstum der Gesundheitsausgaben von 2,9 (CH) bzw. zwei Prozent. Im Jahr 2010 waren es plus 2,4 (CH) bzw. 2,6% (Deutschland). Das bedeutet, dass dort die Ausgaben für Gesundheit auch 2010 weiterhin stiegen. In Österreich gab es hingegen im Jahr 2010 nominell bereits fast eine Stagnation: plus 0,4%. Bittere Zeiten also für die Gesundheitsbranche und die dort Beschäftigten. Zieht man nämlich die Inflation ab, schrumpfte die Branche sogar, wenn auch nach Bereichen unterschiedlich – Medizinprodukte erlebten etwa weiter ein

Plus. Die Entwicklung dürfte insgesamt so weitergehen. Die OECD: „Vorläufige Zahlen aus einer begrenzten Zahl von Mitgliedsländern deuten auf ein geringes Wachstum oder Stagnation auch für 2011 hin.“ Als Folge der Entwicklung stabilisierte sich laut den Experten auch die Entwicklung des Anteils der öffentlichen Gesundheitsausgaben am BIP, bei dem die Wachstumsrate jahrelang höher war als die Wirtschaftsentwicklung.

Private Ausgaben steigen Der Trend ist vor allem auf eine Reduktion des Wachstums bei den öffentlichen Gesundheitsausgaben zurückzuführen, während die privaten Ausgaben weiterhin steigen.

Krankenhäuser Landesspitalsgesellschaft, Elisabethinen und Unfallversicherungsspital kooperieren

Gespag baut Allianz in Oberösterreich aus Linz. Die beiden oberösterreichischen Gesundheitsversorger gespag und Krankenhaus der Elisabethinen Linz haben die Erweiterung ihrer 2009 eingegangenen strategischen Allianz beschlossen. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) wird als Rechtsträgerin des UKH Linz der Allianz als assoziierter Partner beitreten. Ziel ist es, gemeinsam die Weiterentwicklung, Stabilität und flächendeckende Versorgung im oö-Gesundheitswesen zu gewährleisten und der Bevölkerung eine optimale Versorgung anzubieten, betonten alle Partner. Ziel ist aber vor allem die gemeinsame inhaltliche Optimierung der medizinischen sowie nichtmedizinischen Bereiche der drei Vertragspartner und ihrer Spitäler. „Mit der Einbindung des UKH in die Spitalsallianz wird die Möglichkeit der wohnortnahen Versorgung mit der Forderung nach einem abgestuften medizinischen Angebot optimal verbunden“, sagte der Spitalsreferent, Landeshauptman Josef Pühringer. Am Beispiel der beiden Mühlviertler Spitäler in Rohrbach und Freistadt lasse

sich das am besten verdeutlichen: „Die dort angesiedelten Abteilungen für Unfallchirurgie sorgen für die regionale Basisversorgung. Mit dem Back-up durch das UKH Linz mit seiner großen Kompetenz im Bereich Unfallchirurgie ist es auch für die beiden Regionalkrankenhäuser möglich, eine hochqualitative Versorgung anzubieten, wenn Patienten diese benötigen.“ Gleichzeitig ergänzen die Medi-

ziner der Landes-Nervenklinik das auf Polytraumata und Verbrennungsmedizin spezialisierte UKH im Bereich der Neurochirurgie. Patienten mit schweren Schädel-HirnVerletzungen sollen somit durch diese Kooperation im UKH bestens versorgt werden. Das Leistungsangebot der Elisabethinen im Bereich Innere Medizin und Chirurgie sei dazu eine wertvolle Ergänzung. Als Bundesträger ist die AUVA

© gespag

Martin Rümmele

© panthermedia.net/Cathy Yeulet

Martin Rümmele

Die Verantwortlichen der Oö-Spitalslandschaft suchen ihr Heil in der Zusammenarbeit.

mit ihren Behandlungseinrichtungen in sechs Bundesländern präsent und kooperiert dort mit anderen Trägern. „Über die nächsten Jahre werden diese Kooperationen noch weiter ausgebaut. Vieles ist im Zuge der Debatte rund um die Reform des Gesundheitssystems bereits in die Wege geleitet“, sagte AUVA-Obfrau Renate Römer.

Elisabethinen zuversichtlich Aus Sicht des Konvents der Elisabethinen, der seit mehr als 260 Jahren in der Pflege und Betreuung kranker Menschen tätig ist, ist die Vereinbarung ein Schritt, den gemeinnützigen Auftrag der Krankenversorgung durch eine Erweiterung der Allianz sicherzustellen. „Wenn man, so wie ich, viele Jahrzehnte im Gesundheitswesen tätig ist“, sagt Sr. M. Engelberta Augl, Geschäftsführerin der Elisabethinen Linz, „dann weiß man, dass Weiterentwicklung und Effizientsteigerung oft nur durch das Beschreiten ungewöhnlicher Wege und durch das Überschreiten von Gedankengrenzen erreichbar ist.“ (iks)


H E A LT H : C A R E

Freitag, 6. Juli 2012

healtheconomy – 33

Industrie Österreich-Tocher von deutschem Gesundheitskonzern baut Standorte in der Steiermark für 34 Mio. € und schafft 160 neue Jobs

Fresenius Kabi investiert kräftig Ina Karin SChriebl

Graz. Fresenius Kabi Austria, Leitbetrieb der steirischen Humantechnologie-Branche, investiert bis 2015 rund 34 Mio. € an den Standorten Graz und Werndorf und schafft damit innerhalb von drei Jahren 160 neue Arbeitsplätze. Für den Geschäftsführer von Fresenius Kabi Austria, Oskar Haszonits, ist die Steiermark „ein auch im internationalen Vergleich sehr konkurrenzfähiger Pharma-Standort“. „Am Standort Graz platzen wir aus allen Nähten“, berichtet Haszonits, „sodass wir schon in diesem Sommer neue Produktionslinien in der Hafnerstraße etablieren werden. Das heißt auch, dass ein Teil der Belegschaft im Bereich ‚Fertigstellung und Konfektionierung‘ an unseren Logistikstandort Werndorf übersiedelt. Insgesamt sind so in diesem Jahr bereits 60 neue Arbeitsplätze entstanden.“

Fresenius Kabi Austria ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Produkten für die Infusions- und Ernährungstherapie. Der österreichische Standort von Fresenius Kabi ist aber auch verantwortlich für die Entwicklung des südosteuropäischen Raums und den Bereich „Product Partnering“. „Über alle Bereiche gerechnet, werden wir bis 2015 weitere 100, insgesamt also 160 neue Arbeitsplätze an den steirischen Standorten schaffen“, sagt Haszonits. Der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann betont: „Die Großinvestition und die damit

geschaffenen neuen Arbeitsplätze beweisen die große Dynamik des Humantechnologiestandorts Steiermark.“ Die Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre trage jetzt Früchte Für den Geschäftsführer des steirischen Humantechnologie-Clusters, Robert Gfrerer, ist es „mehr als erfreulich, dass eines der wichtigsten Branchen-Unternehmen expandiert“. Es sei ein Beweis dafür, dass der Humantechnologie-Standort Steiermark attraktiv ist und dass in der Branche immer wieder neue, hochqualifizierte Jobs entstehen. „Die Vernetzung aller Beteiligten im Lande macht sich bezahlt.“

© HTS/Das Kunztfoto

Land und Cluster-Manager sehen Engagement als eigene Erfolge.

Oskar Haszonits (Fresenius Kabi Austria) hält die Steiermark für konkurrenzfähig.

Reform Zukunftspläne

Ziele sind fixiert Wien. Die Bundesgesundheitskommission hat die von Gesundheitsminister Alois Stöger präsentierten Rahmen-Gesundheitsziele beschlossen. Die zehn Ziele sollen als Rahmen für die Steuerung des Gesundheitswesens dienen und Handlungsschwerpunkte für die nächsten 20 Jahre vorgeben. Stöger: „Oberstes Ziel ist es, dass die Menschen dadurch zwei Jahre länger gesund leben können; dazu wird ein Expertengremium bis Ende des Jahres konkrete Maßnahmen erarbeiten, mit denen die zehn Gesundheitsziele umgesetzt werden.“ Die Rahmenziele wurden von einem aus mehr als 30 Institutionen besetzten Fachgremium während des letzten Jahres erarbeitet. Zusätzlich wurde die Bevölkerung über eine OnlinePlattform eingebunden.

Reiseschutz Rechtsinfo

e-Card im Urlaub Wien. Wer vor dem Sommerurlaub den Koffer packt, sollte eines nicht vergessen: die e-Card. Mit der Plastikkarte sind die Anspruchsberechtigten der gesetzlichen Krankenversicherung nämlich nicht nur im Inland, sondern auch in den meisten europäischen Ländern krankenversichert. Möglich macht das die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK), die sich auf der Rückseite der e-Card befindet. Akzeptiert wird die EKVK in der EU, der Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein. Anders ist es bei Reisen nach Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Serbien, Montenegro und in die Türkei; für diese Länder müssen Urlauber nach wie vor einen Urlaubskrankenschein beantragen. Dieser ist beim Arbeitgeber oder der Krankenversicherung erhältlich. Wer in einem Land erkrankt, in dem die EKVK gilt, hat das Recht, so behandelt zu werden wie eine dort sozialversicherte Person. Da ausländische Sozialversicherungen aber nicht immer dieselben Leistungen wie österreichische zahlen, kann es im zu unangenehmen Überraschungen kommen.

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34 – healtheconomy

short

© Privatklinik Döbling GmbH

Ovarian Tissue Banking in Privatklinik Döbling

P h a r m a r epo r t: L i f e s c i e n c e

Freitag, 6. Juli 2012

Reformidee Oö-Experten haben System entwickelt, das Blutverbrauch bei Operationen senkt und Patienten heilt

Blutkonserven: Studien zeigen – weniger ist mehr Gesamteinsparungspotenzial durch „Patient Blood Management“ (PBM) liegt bei 450 Mio. € pro Jahr.

Roche steigert seine Gesamteffizienz Zürich. Um Kosten für Forschung und Entwicklung einzusparen und die „Gesamteffizienz zu steigern“, will sich der Schweizer Pharmakonzern auf die Standorte Basel und das bayerische Penzberg konzentrieren. Dafür schließt Roche sein Forschungszentrum in den USA und baut voraussichtlich 1.000 von insgesamt 20.800 US-Stellen ab. Der Konzern gibt jedes Jahr bei einem Umsatz von mehr als 42 Mrd. CHF über acht Mrd. CHF, umgerechnet 6,6 Mrd. €, für Forschung und Entwicklung aus.

Bristol-Myers- und Amylin-Allianz

Neues Behandlungsmodell

In Österreich werden viel zu viele Blutkonserven verwendet; das kostet Geld und belastet gleichzeitig die Empfänger.

PBM sei ein multidisziplinäres, evidenzbasiertes Behandlungsmodell, welches zum Ziel hat, durch optimale Behandlung des patienteneigenen Blutvolumens die Verabreichung von Fremdblut- und Fremdblutprodukten bei akzeptablem Anämierisiko auf ein Minimum zu reduzieren oder gar zu vermeiden, schildert Gombotz. „Mit dem PBM-Konzept können Transfusionen nicht ganz vermieden, aber deutlich reduziert werden.“ Damit würden nicht nur die Nebenwirkungen der Bluttransfusion verhindert, sondern auch die Risiken einer vorbestehenden oder neu auftretenden Anämie auf ein Minimum reduziert. Gombotz beklagt, dass Patienten, die ohnehin schon unter Blutarmut leiden, selten vor einer Operation eine ge-

eignete Therapie zur Beseitigung ihrer Anämie bekommen. Damit könnte nicht nur sehr viel Blut gespart werden, auch das Risiko für die Patienten würde sich dadurch deutlich verringern. Denn jeder Kontakt mit Fremdblut birgt auch Gefahren. Somit lassen sich die größten Einsparungen nicht einfach im Bereich der Blutkonserven, sondern vor allem bei den Behandlungskosten für Folgeerkrankungen beziehungsweise den vermiedenen Krankheitskosten erzielen. Hofmann schätzt die Gesamteinsparungen so auf bis zu 450 Mio. € pro Jahr. Doch er sieht enorme Widerstände in Österreich, die mit der Aufbringung von Blutkonserven und den Verdienstmöglichkeiten damit zusammenhängen. Die Blutkonserven in Öster-

Verbrauch halbiert Durch PBM sei am AKH Linz der Blutkonservenverbrauch in den vergangenen fünf Jahren um die Hälfte abgesunken. Man erwartete dadurch auch eine Kostenreduktion sagt Gombotz: „Leider ist das nicht der Fall. Wir bezahlen praktisch immer den gleichen Betrag,

Prävention Diabetesverein und Sportunion kooperieren

Ingelheim. Mit „Boehringer Ingelheim BioXcellence“ hat das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim eine eigene Marke für seinen Geschäftsbereich biopharmazeutische Auftragsproduktion gegründet. Der Kundennutzen stehe bei der biopharmazeutischen Auftragsproduktion durch Boehringer Ingelheim seit jeher im Zentrum. Der Konzern blickt auf 35 Jahre Tätigkeit im Bereich Biotechnologie zurück und hat in diesem Zeitraum 19 Kundenprodukte auf den Markt gebracht – „eine Erfolgsbilanz, die die Leistungsfähigkeit des Unternehmens auf diesem Geschäftsgebiet deutlich macht“, schreibt der Konzern über sich selbst.

Wien. Wer unter Diabetes mellitus leidet, sollte sich fit halten. Das ist allgemein bekannt, denn Bewegung senkt den Blutzuckerspiegel. Auf diese Weise können Diabetiker Medikamente einsparen und Folgeschäden vermeiden oder zumindest hinauszögern. Durch Bewegung können aber auch Gesunde verhindern, dass sie an Diabetes erkranken, oder zumindest den Ausbruch der Krankheit hinauszögern. Aus diesem Grund hat die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) in Kooperation mit der Sportunion ein neues Tool entwickelt: die „Bewegungsbox“. Sie soll Menschen, die bis jetzt wenig oder gar keine Bewegung gemacht haben, dazu motivieren, mehr Bewegung in ihr Leben zu integrieren und sie dabei unterstützen, auch langfristig Spaß daran zu haben. Ziel der Bewegungsbox ist es in erster Linie, Freude und Spaß an der Bewegung zu vermitteln und klare Anleitungen weiterzugeben. „Denn Bewegung macht nicht nur Spaß, sie bereichert auch das Leben und bringt wesentliche gesundheitliche Vorteile – sowohl für Diabetiker, als auch für alle, die es

President Biopharmaceuticals. Offiziell gestartet wurde die neue Marke bei der „BIO US“, einer der wichtigsten Konferenzen für die biopharmazeutische Industrie in Boston (USA). Gleichzeitig mit der neuen Marke Boehringer Ingelheim BioXcellence startet das Unternehmen auch seine neue Website ‚www.bioxcellence.com‘, die seinen Auftragsdienstleistungen für Entwicklung und Produktion gewidmet ist. (iks)

Auftragsproduktion führend „Unsere neue Marke ‚Boehringer Ingelheim BioXcellence‘ hilft unseren Kunden und dem Markt, sich mit der Qualität und der Zuverlässigkeit zu identifizieren, die Boehringer Ingelheims Geschäftsbereich ‚Biopharmazeutische Auftragsproduktion‘ weltweit zu einem der führenden gemacht hat”, erklärte Simon Sturge, Senior Vice

© Boehringer Ingelheim

© Bristol-Myers Squibb

Bangalore. In absehbarer Zukunft will der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb die Biotech-Firma Amylin Pharmaceuticals übernehmen, an der laut Insidern auch Novartis und Sanofi Interesse gezeigt hätten. Bristol-Myers lässt sich den Ankauf umgerechnet rund 4,21 Mrd. € kosten. Das Unternehmen habe sich mit dem britischen Rivalen AstraZeneca darauf geeinigt, bei der Entwicklung von Amylin-Produkten zusammenzuarbeiten, sobald der Zukauf abgeschlossen sei. Für die Rechte werde AstraZeneca 3,4 Mrd. USD in bar zahlen. Die Unternehmenssprecher gaben an, die drei Unternehmen hätten den beiden Transaktionen zugestimmt.

das Krankenhaus etwa 100.000 Euro pro Monat. Der Grund dafür ist, dass in dem Maß, in dem wir den Verbrauch reduziert haben, der Konservenpreis gestiegen ist. Und dieser ist etwa um das Doppelte des Verbraucherpreisindexes gestiegen, nämlich statt neun Prozent rund 18% in den letzten fünf Jahren.“ Die von der EU-Kommission erstmals 1994 veröffentlichte SanguisStudie ergab, dass generell zu viel Blut transferiert wird und die verordnete Menge europaweit stark variiert. Österreich liegt derzeit hinter Dänemark und Griechenland an dritter Stelle der Länder mit dem höchsten Verbrauch. Im Gesundheitsministerium habe man zwar alle Daten, sagen Hofmann und Gombotz, passiert sei bisher wenig.

Forschung Pharmakonzern forciert Auftragsproduktion

Boehringer mit neuer Marke

AstraZeneca zahlt für die Rechte an Amylin-Produkten 3,4 Mrd. Dollar.

reich seien zu teuer, und die Preise sind in den vergangenen Jahren unverhältnismäßig schnell gestiegen. Das Einsparen von Blutkonserven sei zwar weiterhin medizinisch sinnvoll, kaufmännisch bringe es den Krankenhäusern durch die enorme Teuerung aber nichts. Sinke das verbrauchte Volumen, würden zufällig die Preise steigen, meint er beobachtet zu haben.

Boehringer Ingelheim ist Spezialist für Biotechproduktion.

Mit Bewegung gegen Diabetes

nicht werden wollen“, sagt Christian Lackinger, Sportunion. Bewegungsmangel ist ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung von Wohlstandserkrankungen wie Diabetes mellitus. Gerade wer durch Übergewicht, falsche Ernährung oder familiäre Vorbelastung ein besonders hohes Risiko für Diabetes Typ 2 (dem „&bdquoAltersdiabetes“) trägt, sollte Bewegung und Sport fix in seinen Alltag integrieren. (iks)

© ÖDG/Christian Saupper

Wien/Döbling. In der Privatklinik Döbling wurde kürzlich das erste Mal ein Ovarian Tissue Banking (OTB) durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Operation, bei der laparoskopisch – also mittels minimalinvasiver Chirurgie – Eierstockgewebe entnommen und anschließend in einem Speziallabor eingefroren wird, damit im Falle eine Unfruchtbarkeit, etwa aufgrund von Chemotherapien, das entnommene Eierstockgewebe wieder eingesetzt werden kann. Beim OTB bleiben sowohl die Fruchtbarkeit als auch der Hormonhaushalt erhalten, so das Krankenhaus. Die Kosten für OTB werden nicht von den Krankenkassen übernommen.

Wien. Bund, Länder und Krankenkassen haben ein Reformpaket für den Krankenhausbereich geschnürt. Wo und wie gespart werden soll, wird allerdings den Ländern und ihre Spitalsgesellschaften überlassen. Ein Beispiel, bei dem weniger sogar mehr sein kann, ist das Themenfeld „Patient Blood Management“, das weit über die Reduktion von Blutkonserven hinausgeht und längst zu einem heimischen Exportschlager geworden ist. Nach zwei umfassenden Studien in Österreich wird das Konzept derzeit etwa erfolgreich in Australien umgesetzt, erzählten die beiden Mentoren, der oberste Anästhesist und Chef der Intensivmedizin des AKH Linz, Hans Gombotz, und Axel Hofmann, Professor in Australien und Zürich, kürzlich bei der IIR-Konferenz „Die Spital“.

© dpa/Patrick Seeger

Martin Rümmele

Patientinnen können am Tag nach der OP wieder entlassen werden.

Übergewicht kann durch Bewegung reduziert werden.


M e d i z i n t e c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 6. Juli 2012

healtheconomy – 35

Forschung Wiener Wissenschafter bringen mit Spin-off-Unternehmen neue Technologie für hochstabile Schrittmacher

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Herzpumpe aus Drucker

Neue Generation von Blutzuckermessgeräten Wien. Das Accu-Chek MobileMessgerät misst den Blutzucker ohne einzelne Teststreifen in vier Schritten. Das Produkt wurde speziell für insulinpflichtige Patienten entwickelt für sein attraktives Produkt­ design mit dem „red dot design award 2012“ ausgezeichnet.

© Manfred Spitzbart

Neben Medizinsystem sollen auch Elektrotechnik und Maschinenbau von Firma Lithoz profitieren.

Technik aus Wien: Ein Schrittmacher aus Keramik, produziert von einem Drucker.

Wien. Eine an der TU Wien mit der Medizinuni Wien entwickelte Herzpumpe mit überragenden Materialeigenschaften wird dank eines speziellen 3D-Druckverfahrens Realität. Erstmals ermöglicht dies Verfahren die Verarbeitung keramischer Werkstoffe in der als „Rapid Prototyping“ bezeichneten Methode. Das Verfahren wurde von den Gründern des Wiener Unternehmens Lithoz entwickelt. Das Unternehmen ist ein Spin-off der Technischen Universität Wien, das mit Unterstützung des INiTS Universitäres Gründerservice diese Entwicklung marktreif macht. Das Herz ist ein biomechanisches Meisterwerk – das leider auch einmal versagen kann. Dann können mechanische Herzpumpen helfen. Unter hoher Belastung funktionieren sie präzise und tadellos. Doch mit zunehmender Miniaturisierung stoßen bisher verwendete Materialien an ihre Grenzen. Nun bie-

ten keramische Materialien neue Möglichkeiten – aber die konstruktionsbedingte Komplexität der Herzpumpen lässt bestehende Fertigungstechniken an Präzision und Widerstandskraft scheitern. Eine Lösung könnten 3D-Druckverfahren sein, eine Technik, bei der formbare Materialien Schicht für Schicht aufeinander aufgetragen und durch Belichtung ausgehärtet werden. So können selbst hochkomplexe, dreidimensionale Gebilde „gedruckt“ werden. Obwohl für Kunststoffe und Metalle etabliert, war Rapid Prototyping für die Verarbeitung keramischer Werkstoffe nicht möglich, es scheiterte bisher an den zu geringen Festigkeiten der gedruckten Bauteile. „Während unserer Forschungstätigkeit ist es gelungen, gleiche Festigkeitswerte wie bei anderen keramischen Methoden zu erreichen“, sagt Johannes Homa, Mitgründer von Lithoz. (iks)

© Humanomed

Ambulante Dialyse für die Region Althofen

Kärntner Gesundheitsfonds und GKK finanzieren gemeinsam.

Althofen. Das Humanomed Zentrum Althofen in Kärnten bietet seit Mitte Juni eine ambulante Dialyse an. Acht Patienten aus der Region (ab September 14) ersparen sich drei Mal wöchentlich den Weg nach Klagenfurt. Der Ausbau der Dialyseversorgung wurde im Rahmen des „Regionalen Strukturplanes Gesundheit Kärnten 2015“ beschlossen.

Radiologie Medizintechnikkonzern will flexibles Gerät anbieten, das unter allen Rahmenbedingungen einsetzbar ist

Siemens bringt tragbares Ultraschall-Gerät eines breiten Patientenspektrums und unterschiedlichster Erkrankungen in verschiedenen Fachrichtungen einsetzen – beispielsweise in der Allgemeinmedizin, Gynäkologie oder in der Brustbildgebung, aber auch für Untersuchungen in der Orthopädie. Als tragbares System ermöglicht das Acuson P300 die Patientenversorgung unabhängig vom Einsatzort.

Weltweit einsetzbar „Wir sind in über 190 Ländern präsent und wollen dafür sorgen, dass tragbare Ultraschallgeräte in allen Regionen der Welt zur Verfügung stehen“, sagte Jeffrey Bundy, CEO der Business Unit Ultraschall bei Siemens Healthcare. „Das ‚Acu-

son P300‘ ist ideal, wenn der Arzt unter schwierigen Bedingungen zu einer schnellen Diagnose kommen muss, zum Beispiel, wenn ein mobiler Einsatz erforderlich ist. Mit seiner ausgezeichneten Bildgebungsqualität und leistungsfähigen Anwendungen soll unser neues Gerät alle Erwartungen erfüllen, die Ärzte heute an tragbare Ultraschallgeräte stellen.“ Um die diagnostische Sicherheit zu erhöhen, bietet das Gerät serienmäßig Softwarefunktionen zum Verbessern der Bildqualität; dazu gehören Applikationen wie „Spatial Compounding“ und „Speckle Reduction“, die die Kontrastauflösung optimieren und gerade schwer unterscheidbare Gewebestrukturen besser als bisher sichtbar machen.

Kapillarreaktor für mehr Effizienz Wien. Vor Kurzem ist ein Kooperationsprojekt des Gesundheits-Clusters OÖ vorgestellt worden: Mit einem neuen Mikroreaktor sollen Nanopartikel, Trägerstoffe von Medikamenten zur gezielten Krankheitsbehandlung, effektiver, qualitativer und quantitativer hergestellt werden können. Projektkoordinator one-A ­Engineering war für die technische Umsetzung verantwortlich.

© Siemens-Pressebild

Wien/München. Mit einem neuen ­Ultraschallgerät erweitert Siemens Healthcare sein Ultraschall-Portfolio um ein tragbares Gerät für klinische Einsatzfelder. „Acuson P300“ integriere besonders leistungsfähige Hard- und Softwaretechnologien. „Dazu gehören dreizehn Mehrfrequenzschallköpfe, mit denen die unterschiedlichsten Krankheitsbilder untersucht werden können. Fortschrittliche Software-Lösungen wie ‚Spatial Compounding‘ helfen, die klinische Bildinformation bei Routine- und Spezialanwendungen zu verbessern“, teilt der Medizintechnikkonzern mit. Acuson P300 wird seit wenigen Tagen ausgeliefert. Aufgrund seiner zahlreichen Funktionen lässt sich das neue Ultraschallgerät zur Untersuchung

Das neue Siemens-Gerät deckt ein breites Spektrum ab.

Kommunikation IT-Riese will verstärkt Daten- und Online-Angebote ausbauen

Großgeräte ACR-Netzwerk nutzt Infrastruktur gemeinsam

T-Mobile wächst mit eHealth

Gemeinsam forschen

Wien. T-Mobile bzw. T-Systems bauen für die Zukunft auch auf eHealth. Bei einer Pressekonferenz wurden nun gleich mehrere Anwendungen moderner Telekommunikation im Gesundheitswesen präsentiert – von einem speziellen Service für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen bis hin zum Notruf für Senioren. Bei Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) soll eine zentrale elektronische Gesundheitsplattform Unterstützung bieten. „Unser Online-Portal für Chronisch entzündliche Darmerkrankungen gibt Patienten und Ärzten einen Überblick über Krankheitsverlauf, Medikation und Untersuchungstermine“, sagte Massimo Baccolini, eHealth-Experte bei T-Systems Austria. Beispielsweise können Ärzte und Patienten online mittels einer Grafik leicht nachvollziehen, wie hoch der Blutspiegel an C-reaktivem Protein (CRP) als Parameter für die Aktivität der entzündlichen Prozesse ist. Die im klinischen Labor gemessenen CRPDaten überträgt das Laborsystem automatisch an die Plattform.

Wien. Die Anschaffung und der Betrieb größerer Forschungsinfrastrukturen können leicht in die Millionen gehen – für ein einzelnes Forschungsinstitut oft eine große Herausforderung. In einem Pilotprojekt setzt das ACR-Netzwerk (17 Institute) nun auf die gemeinsame Nutzung von Großgeräten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt mit 500.000 €. In der Forschungsstrategie der Bundesregierung hat die Forschungsinfrastruktur einen besonderen Stellenwert. Einerseits soll sie als Basis für exzellente Forschung und zur internationalen Positionierung der österreichischen Forschung koordiniert ausgebaut werden, andererseits soll eine optimale Abdeckung von Stärken und Synergieeffekten in der Nutzung garantiert werden. Vor diesem Hintergrund starteten die ACR und das Wirtschaftsministerium 2012 ein Pilotprojekt: „Größere Anschaffungen im ACRNetzwerk werden künftig besser koordiniert, um Kosten zu reduzieren, Kooperationen zu fördern und Geräte-Nutzungsgrade zu erhöhen;

T-Mobile vernetzt unter anderem im Spital der Barmherzigen Schwestern Patienten.

davon profitieren vor allem Kleinund Mittelbetriebe“, sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Denn von den über 25.600 Aufträgen innerhalb der ACR werden 77% für KMU-Kunden ausgeführt. Johann Jäger, Geschäftsführer der ACR: „Bei wirtschaftsnahen Projekten ist die Anschaffung bestimmter, im ACR-Netzwerk noch nicht vorhandener Großgeräte ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.“

© TU Graz/Lunghammer

Über die Plattform „eHealth Service Bus“ des Unternehmens können Ärzte, Kliniken, Apotheken, Labors oder Versicherungen außerdem Patientendaten austauschen. Da die Technik den IHE-Standard (Integrating the Healthcare Enterprise) erfüllt, sei er zu vielen Gesundheitsanwendungen kompatibel – auch zur elektronischen Gesundheitsakte, hieß es bei der Pressekonferenz. (iks)

© Deutsche Telekom

Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried in Oberösterreich, für die T-Systems das Portal für Darmerkrankungen entwickelte, betreut mittlerweile rund 200 Patienten über die Lösung. Sobald auf dem Portal neue Laborergebnisse oder Ambulanzbriefe vorliegen, werden die Patienten per EMail oder SMS benachrichtigt. Der Online-Service erspart Patienten auch unnötige Ambulanzbesuche.

Großgeräte wie CT sind teuer und sollen in der Forschung ausgelastet werden.


M E N S C H E N & KA R R I E R E N

36 – healtheconomy

Freitag, 6. Juli 2012

Buchvorstellung Autor Paul Unschuld präsentierte sein Werk „Das Ende der klassischen Medizin“ erstmals in Wien

short

„Entmündigung der Ärzte“

„fit2work“ hat nun Standort in Wien

Andreas feiertag

Wien. „Wir befinden uns in einem gesellschaftlichen Prozess der Deprofessionalisierung, der Entmündigung des Ärztestands“, betonte Paul Unschuld, Direktor des Horst-Görtz-Stiftungsinstituts an der Charité in Berlin, der auf Einladung des Österreichischen Hausärzteverbands sein Buch „Ware Gesundheit – das Ende der klassischen Medizin“ erstmals in Wien präsentierte. Dadurch sei es der Ärzteschaft bisweilen nicht mehr möglich, ihr ursprüngliches Mandat auszuüben, nämlich für die gesundheitlichen Interessen der Gesamtbevölkerung einzutreten.

„fit2work“-Standort Wien wurde am Mittwoch eröffnet.

Wien. Die von Sozialminister Rudolf Hundstorfer gestartete Initiative „fit2work“ hat nun auch in Wien einen Standort (Paulanergasse 15). Sie schafft ein Angebot einer breiten Beratung und Unterstützung für Arbeitnehmerinnen, die sich krank fühlen und befürchten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Mit fit2work werden Informationen über Dienstleistungsangebote zahlreicher Einrichtungen gebündelt. Auch für Betriebe gibt es Infos: www.fit2work.at

Ökonomische Interessen Fachliches Wissen stehe nicht mehr im Vordergrund, vielmehr erfolge die Ausrichtung an ökonomischen Faktoren. Nicht mehr best-

Sanofi unterstützte Diabetes-Wrap-up

mögliche medizinische Versorgung sei Prämisse, sondern eine gewinnorientierte Gesundheitswirtschaft mit Entscheidungsträgern, die nicht über nötige fachliche Ausbildung verfügen. „Medizin wird zum Konsumgut und damit Krankheit volkswirtschaftlich wertvoller als Gesundheit. Patienten werden zu Kunden, Ärzte zu Dienstleistern und zu Erfüllungsgehilfen ökonomischer Interessen“, so Unschuld. „In dieses Spannungsfeld, in dem nach Gewinn strebende Krankenkassen und private Investoren vorherrschen und die Politik sich zurücklehnt, gerät der Patient. Er kann sich nicht mehr sicher sein, ob die Behandlung wirklich die beste oder nur die wirtschaftlich günstigste ist“, fürchtet Unschuld. Auf sich allein gestellt, verlange der Patient Behandlungen und Arzneien, die in Werbung und Medien vorgestellt werden, ohne den Absender dieser Info zu erkennen.

© Der Österreichische Hausärzteverband

© Patrick Berger/Bundessozialamt

Denkwürdiger Vortrag und Denkanstöße auf Einladung des Österreichischen Hausärzteverbands.

Paul Unschuld: „Befinden uns im Prozess der Entmündigung des Ärztestands“.

Terrassenfest Vor Zu- und Umbau noch ein Umtrunk

Ärzte-Spitze begründete erneut Ablehnung von ELGA

Salzburg. Die Privatklinik Wehrle feierte mit über 100 Gästen ihr alljährliches Sommerfest auf der hauseigenen Terrasse. Der Einla-

Wien. Gesundheitsminister Alois Stöger hat das neue Präsidium der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), an der Spitze Präsident Artur Wechselberger, angelobt. Im Rahmen dieses Termins wurde von Ärzteseite auch der Elektronische Gesundheitsakt (ELGA) zur Sprache gebracht. Die Ärzteführung begründete die Ablehnung des ELGA-Entwurfs. Zentrale Forderung der Ärzte sei die freiwillige Teilnahme von Patienten und Ärzten. Weiters wurden Bedenken geäußert, dass die mit ELGA verbundenen Datenmengen den Ärzten die Zeit für die Patientenbetreuung nehmen und zu einer Ausweitung des bürokratischen Aufwands führen würden. In puncto Praktikabilität und Nutzen in der direkten Patientenbehandlung wurde die Ein-

Feierten: I. Weiher, P. Humer, R. Hagenhofer und H. Mühlbacher.

Ernst-Ulrich Huster/Jürgen Boeckh/Hildegard Mogge-Grotjahn: Handbuch Armut und Soziale Ausgrenzung. Verlag für Sozialwissenschaften, 59,95 €, 760 Seiten, ISBN: 3531192566

© Kurt Keinrath

© ÖÄK/Mathis

Sigrid Pilz trat neues Amt im Wiener Gesundheitssystem an

© ÖRK/Jürg Christandl

© Springer VS

Das neue Präsidium der Ärztekammer mit Präsident Wechselberger (2.v.re).

Menschen, über die man spricht

buch-tipp

Beschämende Gesellschaft Armut und soziale Ausgrenzung nehmen weltweit zu. Dies betrifft nicht nur die materielle Versorgung und Verteilung, sondern bezieht weitere Aspekte mit ein. Denn Armut und soziale Ausgrenzung schlagen sich in unterschiedlichen Dimensionen und Lebenslagen wie Arbeit, Einkommen, Bildung, Gesundheit und Wohnen nieder und werden durch Gender und Ethnizität zusätzlich modifiziert. Das nunmehr in der 2. erweiterten und überarbeiteten Fassung vorgelegte Handbuch greift diese multifaktoriellen Zusammenhänge auf und fügt zentrale Erkenntnisse von Theorie und sozialer Praxis zusammen. Neben dem öffentlich-rechtlichen Bereich wendet sich der Band zivilgesellschaftlichen Lösungsansätzen zu. Das Handbuch macht damit deutlich: Armut und soziale Ausgrenzung entstehen im sozialen Kontext und sind deshalb auch veränderbar. (fei)

bindung von ärztlichen Experten eingemahnt. Stöger erklärte, die Sorgen der Ärzte ernst zu nehmen und die Diskussion fortzusetzen.

Wien. Sigrid Pilz trat Montag offiziell ihr Amt als neue Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwältin an. Die feierliche Amtsübergabe fand am vergangenen Freitag im Beisein von Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely und Magistratsdirektor Erich Hechtner sowie vieler hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter des Wiener Gesundheitswesens statt. Pilz, die erste Frau in dieser zentralen Funktion, wird für die Dauer von fünf Jahren mit der Leitung der Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft betraut. „Die Aufgaben, die die Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft in unserer Stadt zu erfüllen hat, werden immer wichtiger; unter meiner Leitung soll sich die Einrichtung entlang des gesetzlichen Auftrags weiterentwickeln“, sagte Pilz. (fei)

Werner Kersch­ baum, RotKreuz-General­ sekretär

14 Jahre war Wolfgang Kopetzky für das Österreichische Rote Kreuz tätig – seit 2002 stand er der Organisation als Generalsekretär vor. Am 1. Juli trat Kopetzky in den Ruhestand. Ihm folgt nun Werner Kerschbaum als Generalsekretär nach. Kerschbaum, geboren 1952, ist bereits seit 1999 Mitglied der Geschäftsleitung des Österreichischen Roten Kreuzes. Seit 2002 fungierte er als stellvertretender Generalsekretär. Er stammt aus der Steiermark, studierte Handelswissenschaften.

W erner Salz­ bu rger , neu er Ob mann der Tir ol er GKK

Der Vorstand der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) hat Werner Salzburger einstimmig zum neuen Obmann gewählt. Er folgt in dieser Funktion dem bisherigen Obmann Michael Huber nach. Die beiden Obmann-Stellvertreter Oswald Mayr und Gerhard Hödl bleiben im Amt. Salzburger, geboren 1959 in Kufstein, ist seit 22 Jahren Landessekretär der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Vorstandsmitglied in der TGKK sowie in der Tiroler Arbeiterkammer.

© Fotostudio Satori

Wien. Im Schloss Schönbrunn fand erstmals in Österreich ein „ADA Wrap-up“ statt. Sanofi unterstützte diese Premiere, bei der hochkarätige Diabetesexperten die Highlights der 72. Jahrestagung der ADA (American Diabetes Association) präsentierten, die Anfang Juni in Philadelphia stattgefunden hatte. Die Schirmherrschaft hatte die Österreichische Diabetes Gesellschaft unter der Leitung von Heinz Drexel.

© Privatklinik Wehrle

Ines Windisch (Sanofi), Heinz Drexel und Alexandra Kunsch (Sanofi).

dung der kollegialen Führung des Hauses, bestehend aus Verwaltungsdirektorin Ines Weiher, ärztlichem Direktor Harald Mühlbacher und Pflegedirektorin Claudia Kreuzer, folgten unter anderem Peter Humer, Vorstandsdirektor der Uniqa Salzburg, Günter Heyer vom Herzkatheterlabor an der Privatklinik Wehrle sowie weitere Belegärzte, Freunde und das Personal. Seit zwölf Jahren gibt es die Privatklinik Wehrle in ihrer heutigen Form – ein Belegarztkrankenhaus im Herzen Salzburgs mit modernster technischer Ausstattung. Mit ihren Mitarbeitern feierte die Privatklinik bei leichtem Buffet und Live-Musik das beliebte Sommerfest – das letzte Mal vor dem bevorstehenden Zubau, der mehr Betten und OP-Säle bringen soll. (fei)

© TGKK-Archiv

© MEDahead

Privatklinik Wehrle feierte Sommer Artur Wechselberger angelobt

Ulrike MurschEdlmayr, Apo­ thekerkammer­ chefin in Oö

Ulrike Mursch-Edlmayr (53) ist seit 1. Juli für fünf Jahre neue Präsidentin der Apothekerkammer Oberösterreich. „Ich freue mich sehr auf meine neue Funktion als Präsidentin der Apothekerkammer Oberösterreich. Meiner neuen Aufgabe werde ich mich mit aller Kraft und voller Begeisterung widmen. Dabei kann ich durch unterschiedliche Funktionen und vielfältige Tätigkeiten auf eine langjährige Erfahrung im Gesundheitswesen zurückgreifen“, erklärte Mursch-Edlmayr.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 6. Juli 2012 – 37

Brother hat die aktuelle Ausgabe seiner Druckerumfrage vorgestellt Seite 40

domain-strategien

.nic.at hat die Domain-Strategien ­heimischer Unternehmen analysiert Seite 41

© Plantronics

© Brother

print-geheimnisse

© Chris Haderer

technology ohrwurm plantronics ­ oyager pro hd v

Private Werkzeuge im Unternehmenseinsatz

© www.test-4-gold.com

short

© panthermedia.net/Andriy Popov

Wien. Im April startete Microsoft mit dem Gründerzentrum TechStars das „Accelerator Programm für Kinect“, für das sich weltweit mehr als 500 Start-ups und Entwicklerteams beworben haben. Zehn der vielversprechendsten Projekte wurden nun ausgewählt, um am dreimonatigen Inkubatoren-Programm von Microsoft in Seattle teilzunehmen. Als Nächstes haben interessierte Entwickler von Cloud-Anwendungen auf Basis von Windows Azure ab sofort die Möglichkeit, sich online für das kommende Accelerator-Programm im Herbst zu bewerben. www. microsoftaccelerator.com

© Microsoft

Wien. Die SQS Software Quality Systems AG hat ihr weltweit zugängliches Online-Gewinnspiel „Test 4 Gold“ gestartet, bei dem man sein Wissen über Software-Qualitätstests unter Beweis stellen muss. Dem Sieger winkt als Hauptprämie eine fünftägige Reise nach London für zwei Personen, die unter anderem Tickets für das Endspiel der Fußball-Herren am 11. August im WembleyStadion beinhaltet. Teilnehmen können nicht nur IT- und Software-Profis, sondern auch Privatpersonen mit weniger fachlichem Hintergrund. www.test-4-gold.com

Bring Your Own Device Immer mehr Mitarbeiter setzten private Geräte wie Smartphones und Tablets auch im Unternehmen ein. Für die Firmen bedeutet der neue Trend eine Reihe von Herausforderungen für die IT-Sicherheit. Seite 38 Hutchison 3G Entspannte Haltung vor dem Prüfverfahren

NETASQ Vertrieb jetzt auch im deutschsprachigen Raum

Wien. Die Hutchison 3G Austria GmbH hat die Entscheidung der EU-Kommission bestätigt, wonach nun Phase 2 des Prüfverfahrens der Orange-Übernahme eingeleitet wird. „Die Entscheidung der EUKommission hinsichtlich einer vertiefenden Prüfung nimmt in keinster Weise den finalen Ausgang des Verfahrens vorweg“, kommentiert 3CEO Jan Trionow. „Wir sind zuversichtlich, dass die angemeldete Übernahme genehmigt wird.“ Ein Sorgenkind könnte die Billiglinie Yesss! sein, deren Kauf durch die Telekom als wettbewerbsverzerrend interpretiert werden kann. www.drei.at

München/Wien. Der Netzwerksicherheits-Lösungsanbieter NETASQ erweitert sein Sales-Netzwerk innerhalb Europas, speziell in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unter der Leitung von Christoph Brecht als Sales Director D-A-CH forciert das Unternehmen den Vertrieb seiner Unified Threat Management-Lösungen und Next Generation Firewalls. Mehr als 80.000 Installationen der Firewalls sind aktuell weltweit in Betrieb. Das Produktportfolio richtet sich an Unternehmen jeder Größenordnung sowie an Regierungsbehörden und Verteidigungsorganisationen. www.netasq.de

3CEO Jan Trionow ist in Sachen ­Orange-Übernahme zuversichtlich.

© Netasq

Berlin/Wien. Das Bundesdenkmalamt erhält selten Preise – daher ist es umso spannender, dass das „Denkmallisten-Portal“ in Kooperation mit Wikipedia als „Community-Projekt des Jahres“ ausgezeichnet wurde. „Die Kooperation mit ‚Wikipedia‘ ist ein wichtiger Meilenstein, mit dem wir eine internationale Vorreiterrolle eingenommen haben“, sagt Barbara Neubauer, Präsidentin des Bundesdenkmalamts. www.bda.at

© Chris Haderer

© bda

Vertiefende Prüfung im Fall Orange Ausweitung des Sales-Netzwerks

Christoph Brecht, Sales Director D-ACH beim Security-Anbieter NETASQ.


C ov e r

38 – medianet technology

Kommentar

Unglaublich soziale Mitarbeiter

Freitag, 6. Juli 2012

BYOD-Trend „Bring Your Own Device“ bringt Unternehmen Einsparungspotenziale, aber auch Sicherheitsprobleme

Die „Generation Y“ & ihre Vorliebe für Privatgeräte

Mobile Device Management-Lösungen sollen in den nächsten zwei Jahren zentrales IT-Thema werden. gesamte Unternehmen in puncto ‚Sicherheit‘ vor zahlreiche Herausforderungen“, sagt Herbert Uhl, matrix42. „Da die Komplexität im mobilen Bereich immer weiter zunimmt, ist eine Strategie für die Vereinfachung und zentrale Steuerung von BYOD von entscheidender Bedeutung.“

Chris Haderer

VMware KMUs rüsten auf

© panthermedia.net/Benis Arapovic

Schnell virtuell

Virtualisieren spart aufwendige IT-Ressourcen bei KMUs.

Wien. Laut einer EMEA-weiten Untersuchung von VMware verzeichnen Solution Provider einen Anstieg bei der Virtualisierung von Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMUs) bis 1.000 Mitarbeiter. Virtualisierung bleibt zudem weiterhin ein großer Investitionspunkt für KMUs. Laut der Untersuchung wird sich der Anteil von über 80% virtualisierten Mittelständlern bis 2014 verdoppeln, da KMUs so die Effizienz steigern können. Die befragten Channel Partner prognostizieren, dass 38% der KMUs in den nächsten zwei Jahren ihre IT hochvirtualisiert haben werden. www.vmware.com

Kontrolle der User Laut einer Studie des Lösungsanbieters Fortinet ist es gerade die erste Generation der BYODAnwender (20 bis 29 Jahre alt), die den größten Risikofaktor für Unternehmen darstellt. Diese „Gen-Y“-Arbeitnehmer schenken dem Thema „Sicherheit“ wenig Beachtung, obwohl sie sich der Problematik durchaus bewusst sind. Interessantes Detail am Rande: Mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer würde durch die Nutzung ihrer Privatgeräte sogar gegen die Unternehmensrichtlinien verstoßen. Fast drei Viertel (74%) der Befragten wenden BYOD allerdings bereits regelmäßig an. Von den 15 befragten Ländern ist in Indien mit 66% die Bereitschaft, die Unternehmensrichtlinien zu umgehen, am größten. „Innerhalb eines solchen Umfelds müssen Organisationen die Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur wiedererlangen, indem sie alle Datenverbindungen umfassend über das Unternehmensnetzwerk sichern und nicht nur Mobile Device Management implementieren”, sagt Franz Kaiser, Regional Director Austria und Switzerland bei Fortinet. „Die effektivste Netzwerk-Security-Strategie erfordert eine detaillierte Kontrolle über die Nutzer und ihre Applikationen, nicht nur über Geräte.“ www.matrix42.de www.fortinet.com

Komplexität wächst Laut einer Studie zum Einsatz von mobilen Geräten, die der ITLösungsanbieter matrix42 auf der CeBIT 2012 durchgeführt hat, sind sich knapp 80% der Unternehmen bewusst, dass Mobile Device Management-Lösungen innerhalb von zwei Jahren zu einer Schlüsselkomponente ihrer IT werden. Außerdem gaben mehr als 30% der Befragten an, dass ihr Unternehmen bisher noch keine Lösung für das Management von BYOD im Einsatz hat. Ansätze gibt es einige, wie etwa den Zugriff auf Unternehmensdaten per Fernzugriff innerhalb eines geschlossenen App-Ökosystems zu ermöglichen (siehe auch Infokasten). „Die Zunahme privater Mobilgeräte am Arbeitsplatz stellt die IT bzw. das

© Chris Haderer

W

as könnte einem Unternehmen Schöneres passieren, als dass alle Mitarbeiter ihr eigenes Werkzeug zur Arbeit mitbringen und keinerlei Kosten für die Anschaffung von Betriebsmitteln anfallen? In genau diese Richtung humpelt der „Bring Your Own Device“-Trend: Mitarbeiter verwenden private Notebooks, Tablets oder Smartphones, um damit ihren Job zu erledigen. Von Freiberuflern ist man Derartiges gewöhnt, Angestellte hingegen waren in der Vergangenheit selten so sozial gegenüber ihrem Brötchengeber eingestellt. Der Trend, so interessant er für manche Knowledge-Worker sein mag, kann aber durchaus auch nach hinten losgehen, wenn nämlich die Freiwilligkeit zur Voraussetzung wird; Sparefrohs unter den Unternehmern könnten auf den Gedanken kommen, dass jemand, der arbeiten will, auch gefälligst seinen eigenen Schreibtisch mitzubringen hat. Der Bring Your Own Device-Gedanke konsequent weiterverfolgt, hätte also tatsächlich einiges an Potenzial. Es ist zwar nicht unbedingt notwendig, dass Polizisten ihre Privat-Handschellen aus dem Nachtkastl und in die Arbeit mitnehmen – viel interessanter ist beispielsweise das zukünftige Geschehen auf Baustellen, wenn jeder Polier seine eigene Hilti dabeihat. Oder jeder Politiker sein eigenes Bestechungsgeld ...

Wien. Die IT-Branche ist eine recht trendige. Jüngster Schrei am Himmel der geflügelten „Four-Letter-Words“ ist „BYOD“, langsam ausgesprochen auch „Bring Your Own Device“. Mit dem steigenden Durchsatz von Notebooks, Tablets und Smartphones im privaten Bereich scheint der Wunsch zu wachsen, die Geräte auch im Firmenumfeld einzusetzen. Für das Unternehmen bedeutet der Trend einerseits Kosteneinsparungen, da sich die Mitarbeiter freiwillig aus eigener Tasche ausstatten, andererseits auch ein Sicherheitsrisiko. Der unkontrollierte Einsatz von Endgeräten in Firmennetzen bzw. der Zugriff auf interne Daten stellt die IT-Abteilungen vor zahlreiche Sicherheitsprobleme, die teils durch den Einsatz spezieller Software, teils auch durch Mitarbeiterschulung gelöst werden müssen.

Franz Kaiser, Regional Director Austria & Switzerland beim Lösungsanbieter Fortinet.

eingecheckt – 5 BYOD-Tipps Der auf sichere Fernzugriffslösungen spezialisierte IT-Anbieter ECOS Technology RM hat eine Checkliste zusammengestellt, die bei der Einbindung von Mobilgeräten (wie beispielsweise Notebooks, Tablets oder Smartphones) in den Unternehmens-Arbeitsalltag behilflich sein soll: 1. BYOD nicht ignorieren, sondern frühzeitig in die Strategie einbinden Einerseits ist es häufig der Wunsch der Mitarbeiter, eigene Geräte zu nutzen oder zumindest teilweise aus dem Home Office arbeiten zu können. Andererseits versprechen sich viele Arbeitgeber Kosteneinsparungen, da weniger Hardware angeschafft werden muss. BYOD sollte daher innerhalb der allgemeinen IT-Sicherheitsstrategie berücksichtigt werden. 2. Keine internen Daten auf externen Geräten behalten Täglich gehen Notebooks, Smartphones und Tablets verloren oder werden gestohlen; die Gefahr des Missbrauchs von geschäftlichen Daten ist hoch. Zusätzlich drohen datenschutzrechtliche Konsequenzen. Wenn

sich die Speicherung von Daten in Einzelfällen nicht vermeiden lässt, dann ist zumindest auf eine professionelle Verschlüsselung nach aktuellen Standards zu achten. 3. Sensibilisierung der Mitarbeiter ist hilfreich, schützt aber nur bedingt Mitarbeiter sollten sich darüber im Klaren sein, welche Konsequenzen ein Verlust von internen Daten für ihr Unternehmen haben kann. 4. Nicht allein auf Security-Software auf den Endgeräten vertrauen Eine individuelle Absicherung und Pflege der einzelnen Endgeräte, etwa durch die Installation der neuesten Updates sowie den Einsatz von gängiger Security-Software, sollte als Basis-Schutz selbstverständlich sein. Aber: die User müssen sich der Risiken beim Surfen auch bewusst sein. 5. Klare Trennung zwischen privater und beruflicher Nutzung sicherstellen In der Praxis wird sich dies am ehesten durch einen sicheren Fernzugriff vom privaten Notebook oder PC aus einer geschlossenen und geschützten Umgebung heraus bewerkstelligen lassen. www.ecos.de

Umfrage Geringe Akkuleistung, lange Bootzeiten und hohes Gewicht gehören zu den größten Notebook-Störfaktoren

Was ein neues Notebook alles können sollte Wien. Die Mehrheit der NotebookBesitzer, nämlich stolze 73%, ist mit der Akkuleistung ihres Geräts extrem unzufrieden. Das ist eine der vielen kleinen Wahrheiten, die das Marktforschungsinstitut TNS Infratest für den IT-Hersteller Toshiba im Rahmen einer Studie über dessen „Ultrabook“-Linie in Erfahrung gebracht haben will. Weitere Störfaktoren für das mobile Computervergnügen sind mit jeweils 32% das hohe Gewicht der Geräte und die langen Bootzeiten, gefolgt von unzureichender Schnittstellenbestückung für den Anschluss externer Geräte (25%).

Display für freie Sicht auf alle Daten, selbst bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Hinsichtlich der Standardschnittstellen erwarten die befragten Notebook-Nutzer einen USB 3.0-Anschluss für die schnelle Datenübertragung von Camcordern, Kameras und Smartphones (79%), einen SD-Karteneinschub für digitale Speicherkarten

(65%) und eine LAN-Schnittstelle für eine Internetverbindung über Kabel (57%). Unter den Privatanwendern gaben 24% aller Befragten an, dass sie ihr Notebook täglich oder mehrmals die Woche auch mobil in Aktion treten lassen. Bei beruflichen Anwendern nimmt die mobile Verwendung von Notebooks

Notebook-Wünsche Bei den zukünftigen NotebookBesitzern, die noch vor der Kaufentscheidung stehen, finden sich die Akkulaufzeit (60%), Datensicherheit und Robustheit (56%) sowie schnelles Hochfahren und Aufwachen aus dem StandbyModus (40%) ganz oben auf der Liste der entscheidenden Kaufkriterien. An vierter Stelle der Wunschliste steht mit 39% ein entspiegeltes

zu und beträgt unter den Befragten 33%. Zudem haben Business-User angegeben, dass sie ihr Notebook außerhalb des Büros (64%) und der eigenen vier Wände (75%) vor allem im Hotel (34%) einschalten. PrivatAnwender (17%) und Business-User (14%) arbeiten mit ihrem Notebook gern unter freiem Himmel.

Eigene Interessen

© Toshiba

Chris Haderer

Toshiba Ultrabooks entsprechen in vielen Dingen Wünschen von 18- bis 29-Jährigen.

Toshiba hat die Studie nicht ganz uneigennützig in Auftrag gegeben, denn wie die Meinungsforscher ermitteln konnten, decken sich die Eigenschaften der „Ultrabook“-Linie zielsicher mit den Anforderungen, die eine 18- bis 29-jährige Klientel an Notebooks stellt. Sie wünscht sich ein ultraleichtes und ultradünnes Gerät, lange Akkulaufzeiten, einen leistungsstarken Intel-Prozessor, eine schnelle Reaktionszeit und sofortiges Hochfahren aus dem Standby-Modus. Bei der preisunabhängigen Kaufwahrscheinlichkeit halten es ca. 40% der Kaufplaner für wahrscheinlich, dass ihre Wahl auf ein Ultrabook fällt. www.toshiba.at


I d e e & st r at e gi e

Freitag, 6. Juli 2012

medianet technology – 39

Integral Laut dem Marktforscher gewähren sechs von zehn österreichischen Unternehmen ihren Mitarbeitern Zugang zu Social Media-Portalen

Wachstum durch Soziale Medien Mit der Dichte von 82% hat Vorarlberg die meisten Internet-Haushalte im Land. chris haderer

Wien. Mit knapp 5,4 Mio. InternetUsern (lt. Statista) liegt Österreich im gehobenen Mittelfeld, was die Zugangsdichte in Europa betrifft. Damit ist Österreich mit seinen unmittelbaren Nachbarn vergleichbar; lediglich im norwegischen Raum ist die Zugangsdichte mit über 90% signifikant höher (siehe Infografik rechts). In Österreich ist überraschenderweise nicht Wien der bestvernetzte Ort (77% der Haushalte haben einen Internetzugang), sondern das westliche Ende des Landes. Mit einer Zugangsdichte von statistischen 82% ist Vorarlberg die vernetzteste Landesregion – wobei neben der Technik auch die mediale Aufarbeitung der OnlineThematik durch die Vorarlberger Nachrichten eine Rolle gespielt haben dürfte. Das Blatt bemühte sich in seinen Online-Angeboten schon frühzeitig um eine intensive Einbindung des Leserschaft, sodass die Portale auch regionale Community-Funktionen erfüllen. Generell ist der Westen Österreichs etwas besser mit Internet-Zugängen bestückt als der Osten des Landes.

Stabile Zahlen Laut dem Marktforscher Integral, der den regelmäßig erscheinenden „Austrian Internet Monitor“ herausgibt, stabilisiert sich die Dichte der Internet-Zugänge in Österreich derzeit bei knapp 80%. Über die Hälfte der heimischen Internetnutzer verwendet laut dem Austrian Internet Monitor die Facebook-Plattform, zwei Drittel nutzen die Videoplattform YouTube. Die steigende Konzentration auf Social Media-Plattformen drückt sich auch in der Zufriedenheit mit deren Verwendung aus. So verzeichnet YouTube 84% zufriedene Verwender. Bei Facebook liegt dieser Wert trotz öffentlicher Diskussionen zum Datenschutz bei immerhin 62%. Diese Werte sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn der Mehrzahl der österreichischen Facebook-User setzt sich mit der aktuellen Datenschutzproblematik kaum oder gar nicht auseinander. Wichtigstes Motiv ist laut Austrian Internet Monitor für 85% der Nutzer von Facebook & Co, Kon-

takt mit ihren Freunden zu halten. Um über die Aktivitäten des Freundeskreises auf dem Laufenden zu bleiben, nutzen 63% der User Soziale Netzwerke; knapp dahinter folgen Einladungen zu Veranstaltungen mit 60%.

Social Media im Alltag Gut aufgestellt sind die österreichischen Unternehmen. Laut Integral haben 94% Zugang zum Internet, wobei – analog zum Consumer-Bereich – Soziale Netzwerke an Bedeutung gewinnen, vom Recruiting bis zur Kommunikation. „Sechs von zehn Unternehmen

gestatten ihren Mitarbeitern uneingeschränkten Zugriff auf Soziale Netzwerke“, sagt Integral-Geschäftsführer Bertram Barth. „Ein Fünftel untersagt die Nutzung generell. Großunternehmen tendieren dabei eher zur generellen Sperrung unliebsamer Websites.“ Drei Prozent der Unternehmen gestatten die Verwendung ausgewählter Netzwerke und fünf Prozent erlauben die Nutzung nur einem dezidierten Mitarbeiterkreis. In 36% der Unternehmen ist sich der IT-Verantwortliche darüber im Klaren, dass die Mitarbeiter Soziale Netzwerke von den Arbeitsplätzen aus nutzen. www.integral.co.at

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Fa c t s & f i g u r e s

40 – medianet technology

Portfolio-Erweiterung in Richtung Hotellerie Wien. Infor hat Easy RMS übernommen, einen Anbieter von mandantenfähigen SaaS-Lösungen für Revenue Management in Hotellerie und Gastronomie. Die Software erweitert ab sofort Infor10 Hospitality um Funktionen für das Revenue Management. Damit lassen sich die Preiskalkulation für Hotelzimmer optimieren, die Zimmerkapazitäten auslasten und die Profitabilität von Hotels steigern. Mit der Integration von Easy RMS ergänzt Infor seine umfangreiche Hospitality-Plattform und liefert Revenue-Management-Funktionen für Rezeption, Reservierungen, Event-Management, Marketing, Vertrieb, Personalmanagement und andere Bereiche. Das Londoner Unternehmen Easy RMS hat über 1.200 Kunden in 61 Ländern in Nord- und Südamerika, EMEA und dem asiatischpazifischen Raum. www.infor.de

Auszeichnung für innovativen Backbone

Brother Laut der aktuellen Printer-Umfrage des Unternehmens greifen viele Sparmaßnahmen kaum oder gar nicht

Druck-Sparmaßnahmen sind oft zu kurz gedacht

Mobiles Drucken wird in den nächsten Jahren zu einem wesentlichen Teil des Output-Managements. sind es 2012 nur noch knapp 50%. Die Zahl der Farblaser-Nutzer stieg hingegen von 26% auf 35%. Farbgeräte liegen somit trotz Sparzwängen der Unternehmen im Trend. Viele Output Management-Maßnahmen zielen außerdem darauf ab, durch die intelligente Verteilung von digitalen Dokumenten den Papier-Output zu senken. Allerdings: Aus Anwendersicht geht die Rechnung nicht auf, denn 78% der befragten Berufstätigen haben in der Printerumfrage 2012 angegeben, dass sie gleich viel oder sogar mehr als noch vor zwei Jahren drucken.

christoph fellmer

Wien. In Zeiten wie diesen, in denen der Sparstift extrem locker sitzt, stehen IT-Verantwortliche vor der permanenten Herausforderung, Betriebskosten einzusparen. Davon betroffen ist nicht zuletzt auch der Druck-Bereich, sprich das Output-Management. Wie die aktuelle Ausgabe der seit 2008 jährlich von Doculife und Brother durchgeführten Printer-Umfrage beweist, greifen die meisten Sparmaßnahmen in diesem Segment allerdings kaum – und in der Regel deshalb nicht, weil sie zu kurzfristig gedacht sind. Während die Gerätekonsolidierung in der Wahrnehmung der Studienteilnehmer ganz oben steht, gehört die Mitarbeiterschulung zum intelligenten Einsatz von Multifunktionsgeräten zu den seltensten Sparmaßnahmen im Druckbereich.

Mobiles Drucken Neben den existierenden Problemstellungen könnte durch den Smartphone-Boom in den nächsten Jahren noch eine neue Herausforderung auf die Administratoren zukommen, nämlich das standortunabhängige, mobile Drucken. Zwar geben nur 4% der Studienteilnehmer an, einen mobilen Drucker zu nutzen und 9%, dass sie ihre beruflichen Dokumente auch gern unterwegs drucken würden, aber für das Drucken vom Smartphone interessieren sich 11% der Befragten für eine solche Funktion, 3% drucken bereits mehrmals im Monat vom Handy. Durch die Verbesserung der Business-Funktionen und die starke Verbreitung der Smartphones werden sich IT-Manager auf kurz oder lang intensiver mit dem Thema Mobiles Drucken auseinandersetzen – auch wenn das letztlich den Gedanken des papierlosen Büros ad absurdum führt. Aber der ist seit der Erfindung des Laserdruckers ohnehin eher ein Science-Fiction-Requisit als gelebter Alltag. www.brother.de

Roman Tiedjens (li., T-Mobile Austria) und Robert Lunglmeir (ZTE).

Wien. T-Mobile Austria und ZTE Austria sind mit dem „Innovation Award 2012“ des Global Telecoms Business-Magazins (GTB) im Bereich „Fixed Backbone Innovation“ ausgezeichnet worden. Der Preis geht an ein intelligentes DWDM/OTN-Netz, das mit WASON (WDM Automatic Switch Optical Network) ausgestattet ist. Gemeinsam mit ZTE wurde ein vermaschtes DWDM-Netz in ganz Österreich aufgebaut. Dieses ist mit einer DWDM-Technik (WASON) ausgestattet, die 10G-MPLS-Backbone-Links gegen Multifehler auf den LWL-Fasern schützt. www.t-mobile.at

Neues Programm zur Channel-Bündelung Wien. Cisco und Citrix haben das „Partner Accelerator“Programm gestartet. Mit der globalen Initiative sollen die Channel- und Vertriebsaktivitäten der beiden Unternehmen künftig enger aufeinander abgestimmt werden. Mit der „Partner Accelerator“-Initiative sollen gemeinsame Ciscound Citrix-Partner ab sofort die steigende Nachfrage bei Enterprise Mobility und Desktop-Virtualisierung besser für ihr Geschäft nutzen können. Außerdem sind sie bei der Gerätewahl unabhängiger von Herstellern. Im Zentrum der Kooperation steht die gemeinsame Lösung „Cisco Virtualization Experience Infrastructure (VXI)“ mit Citrix XenDesktop. www.cisco.at

Das Einschränken von Farbdruck gehört seit jeher zu den beliebtesten Druckkosten-Sparmaßnahmen in Unternehmen; im Schnitt berichten 34% der Befragten , dass ihr Unternehmen diese Drucksparmaßnahme im Unternehmen etabliert hat. Gleichzeitig aber steigt der Anteil von Anwendern, die im Unternehmen auf Tintenstrahl- und Farblasergeräten drucken, während der Anteil an genutzten SchwarzweißGeräten sinkt. Dieser Trend gilt im Schnitt für alle Unternehmensgrößen. So ist selbst bei großen Unternehmen der Zuwachs von Farblasern laut befragten Anwendern spürbar. Gaben vor zwei Jahren noch 57% der Befragten in Großunternehmen (mehr als 1.000 Mitarbeiter) an, dass sie hauptsächlich SchwarzweißLasergeräte beruflich nutzen, so

Immer wieder angedacht, aber nie realisiert: der Traum vom papierlosen Büro.

Fabasoft Das Unternehmen erhielt den ECM-Award für die Umsetzung des „Digitalen Personalakts“ in der Spar-Gruppe

Auszeichnung für firmenweite ECM-Lösung Linz. Einen schönen Erfolg hat Fabasoft zu vermelden: Das Linzer Unternehmen konnte sich gemeinsam mit Spar bei den ECM-Awards 2012 behaupten und als Sieger in der Kategorie „Innovative Umsetzung“ durchsetzen. Prämiert wurde die Umstellung auf das neue Dokumentenmanagement-System „Fabasoft Folio“ bei der Spar Österreich-Gruppe. Die Preisverleihung ist am 26. April vor 150 Gästen im Wiener Marx Palast über die Bühne gegangen.

angenommen. Dies ist unter anderem der konsequenten Orientierung auf hohe Anwenderfreundlichkeit zu verdanken, die auch bei diesem Projekt ein wesentlicher Erfolgsfaktor war. Der Grundstein für den konzernweiten Einsatz ist nun gelegt.“ Auch Andreas Kranabitl, Managing Director Spar Business Ser-

vices GmbH, freut sich über den ECM-Award 2012: „Der Gewinn dieses Awards ist eine Bestätigung für die innovative Umsetzung des Projekts“, kommentiert er. „Für uns als interne IT-Gesellschaft ist die verlässliche Umsetzung von Projekten mit innovativen Lösungen der entscheidende Erfolgsfaktor, um den maximalen Business Va-

Konzernweite Lösung Seit 31. Oktober 2011 arbeiten bei Spar mehr als 4.400 Benutzer in sieben Ländern mit dem neuen Dokumentenmanagement-System (DMS). Das Projekt wurde in zehn Monaten planmäßig durchgeführt, mittelfristig soll Fabasoft Folio in der gesamten Spar Gruppe eingesetzt werden. „Diese Auszeichnung ist der krönende Abschluss einer erfolgreichen Projektzusammenarbeit“, sagt Fabasoft-Geschäftsführer Michael Hadrian. „Die Benutzer haben ‚Fabasoft Folio‘ sehr positiv

© Fabasoft

© T-Mobile

Intelligent sparen

© Brother

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Freitag, 6. Juli 2012

ECM-Award-Verleihung im Marx Palast (v.li.n.re): Thomas Thalhammer (Spar), Christian Hofbauer (Spar), Manfred Knoblechner (Spar) und Michael Hadrian (Fabasoft).

lue für Spar zu erreichen. Daher bin ich auch stolz darauf, dass wir mit unserer internen Beratungs-, Lösungs- und Umsetzungskompetenz diese Auszeichnung gewinnen konnten.“

Alles im Griff Der bei Spar realisierte „Digitale Personalakt“ bündelt alle relevanten Dokumente eines Mitarbeiters, die im Verlauf seines Dienstverhältnisses erfasst werden, und verhindert den Zugriff Dritter auf diese sensiblen Daten. Personaldokumente werden eingescannt und im Digitalen Personalakt gespeichert. Durch die Digitalisierung haben die Mitarbeiter der Personalabteilungen schnell und einfach Zugriff auf alle Personalakten und können sie sofort weiterbearbeiten. Die direkte Integration des digitalen Personalakts in die SAPProzesse macht die Einsichtnahme in die Akten einfach und unkompliziert. Mit einem Klick können die Mitarbeiter in der Lohnverrechnung den jeweiligen Akt öffnen. www.fabasoft.com


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 6. Juli 2012

medianet technology – 41

nic.at Die österreichische Domain-Registry hat die erste Studie über die Domain-Strategien und Projekte in heimischen Unternehmen vorgestellt

Vertrauen in etablierte Domains christoph fellmer

Wien. Im Windschatten des aktuellen Vergabeprozesses neuer Top Level Domains durch den InternetVerwalter ICANN hat die österreichische Domain-Registry „nic.at“ eine aktuellen Studie über Domainstrategien österreichischer Unternehmen vorgestellt. „Zwar gehen die ersten Domains mit Endungen von ‚.app‘ bis ‚.wien‘ frühestens 2013 online, Unternehmen müssen sich aber jetzt darauf vorbereiten und ihre Domainstrategien ‚fit‘ für neue Namensräume in Internet machen“, sagt nic.at-Geschäftsführer Richard Wein.

Strategien und Regeln Für über ein Drittel der befragten Unternehmen (37,3%) fallen Domainnamen in die Zuständigkeit der Geschäftsführung, gefolgt von Marketing (20,9%) und EDV- oder

Microsoft 1 Jahr Office 365

Office-Jubiläum

Wien. Kleine Geburtstagsfeier im Hause Microsoft: Das Cloud-Paket „Office 365“ der Redmonder ist ein Jahr alt geworden. Weltweit ist die Cloud-Lösung in 88 Ländern sowie 32 Sprachen erhältlich und wird laut Microsoft-Zahlen von 6 Mio. Anwendern genutzt. Laut IDC werden mit Cloud Computing im Jahr 2014 Umsätze von 55,5 Mrd. USD (ca. 43,4 Mrd. €) erzielt. Bis 2015 werden weltweit 13,8 Mio. Jobs im Bereich Cloud-Technologie entstehen. In Österreich gehören Unternehmen und Organisationen wie Thalia, SOS Kinderdorf, Vorarlberger Medienhaus, Roland Gareis Consulting oder FH Campus Wien zu den Vorzeigeanwendern von Office 365.

Frühe Vorbereitung

© Chris Haderer

„In Österreich nutzen mehr als 300 Bildungseinrichtungen mit rund 40.000 Schülern, Studenten und Lehrenden mit ‚Microsoft Office 365‘ für Bildungseinrichtungen unsere Services für Kollaboration und Kommunikation“, sagt Georg Obermeier, Geschäftsführer von Microsoft Österreich. Schüler und Studenten sollen dadurch schon frühzeitig auf Microsoft-Software trainiert werden. „Durch den Einsatz von Microsoft Office 365 können die rund 2.000 Studenten modernste Online-Dienste nutzen, mit denen sie ihr Studium erfolgreich gestalten und sich optimal auf ihre spätere berufliche Karriere vorbereiten können“, sagt Markus Bamberger, CIO des Referenz-Anwenders FH Krems. www.microsoft.at

Georg Obermeier, CEO Microsoft Austria.

IT-Abteilung (14,1%). Nur jedes zehnte Unternehmen (10,8%) lagert Domainentscheidungen gänzlich zu externen Dienstleistern oder Agenturen aus. Geht es um Kriterien für die Auswahl des Domainnamens, der vor dem Punkt steht, so ist naturgemäß der eigene Unternehmensname am wichtigsten (76,4%). Aber auch Unternehmens- oder Marketingstrategien (58,2%) sowie Markennamen (52,7%) spielen eine gewichtige Rolle. Was nach dem Punkt kommt, ist vom Standort abhängig. Für acht von zehn (84,1%) Unternehmen ist das Standortkriterium entscheidend, dicht ge-

folgt vom Bekanntheitsgrad (69,6%). Jedes vierte Unternehmen (42,7%) wählt die Domainendung aufgrund von Zielgruppen und Absatzmärkten aus. „Unternehmen haben die klare Absicht, bewusst als österreichische Unternehmen auch im Internet erkannt zu werden“, sagt Wein. „Insgesamt sehen wir den Trend, dass der Domainname vor dem Punkt stark marketinggetrieben ist, während es bei der Endung nach dem Punkt um geografische Vertriebssteuerung geht.“ Ein großer Anteil der Registrare (84,8%) und Agenturen (94%) erwartet, dass User weiterhin auf bekannte und vertraute Endungen

setzen werden. Lediglich 12,6% bzw. 24,3% glauben, dass User die neuen Top Level Domains annehmen werden. „Das Vertrauen und die Bekanntheit, die wir für ‚.at‘ in den letzten fünfzehn Jahren aufbauen konnten, macht sich mit Sicherheit bezahlt“, kommentiert Wein. „Neue Anbieter werden es schwer haben. Es bleibt aber abzuwarten, was Internetgiganten wie Amazon oder Google vorhaben, die jeweils über 75 neue Domainendungen beantragt haben; sie hätten das Potenzial, die Branche auf den Kopf zu stellen.“ Das Vergabeverfahren bleibt also spannend. www.nic.at

© Chris Haderer

Die Web-Giganten Amazon und Google haben jeweils 75 neue Top Level Domains bei ICANN beantragt.

Richard Wein, Geschäftsführer der ­heimischen Domain-Registry nic.at


T o o ls & se r v i c es

42 – medianet technology

Test Das „Plantronics Voyager Pro UC V2“ ist ein interessantes Headset mit einer neuen „Smart Sensor“-Technologie

short

Stylishes Headset mit Komfort für Vieltelefonierer

Neue Sony-Notebooks im „Wrap Design“ Wien. Sony erweitert die neue Vaio E-Serie um zwei weitere Design-Notebooks: Die E-Serien 15 und 17 kommen im sogenannten Wrap Design. Dank Rapid Wake + Eco Modus sind sie zügig einsatzbereit. Das Multi-Touchpad sichert eine intuitive, tastenfreie Steuerung. Für kraftvollen und klaren Klang sorgen die xLoudund Clear Phase-Technologien. Ausgewählte Modelle kommen mit Tastaturhintergrundbeleuchtung, Vaio Display Plus Full HD (1.980 x 1.080) sowie Blu-ray Disc-Laufwerk. Die Geräte sind ab sofort verfügbar. www.sony.at

Zwei Mikrofone sorgen für überzeugende Sprachqualität und blenden störenden Lärm einfach aus.

© Canon

Canon erweitert sein ProjektorenPortfolio für alle Einsatzbereiche.

Wien. Canon stellt mit zehn neuen Modellen eine umfangreiche Erweiterung seiner LVProjektor-Serie vor. Die LVSerie wird nun in eine Standard-, Mittelklasse- und Advanced-Serie unterteilt und besteht aus Projektoren mit XGA- beziehungsweise WXGAAuflösung. Vom ursprünglichen Portfolio bleiben drei Projektoren: LV-7490 mit XGA-Auflösung und 4.000 Lumen, LV-8320 mit WXGA-Auflösung und 3.000 Lumen und LV-8235UST mit ultrakurzem Fokus, WXGA-Auflösung und 2.500 Lumen. Vier Projektoren wurden komplett ersetzt. Mit der Erweiterung der LV-Serie und den kürzlich angekündigten zwei neuen Xeed-Installationsprojektoren bietet unser Projektor-Portfolio Lösungsangebote für alle Präsentationszwecke, vom mobilen Einstiegsmodell für den Einsatz im Home Office bis zum leistungsstarken Installationsprojektor für Ausstellungs­ hallen. www.canon.at

Beste Gesprächsqualität Der Voyager Pro UC kann via Bluetooth mit einem Smartphone oder Tablet gekoppelt werden sowie mittels einem kleinen USB-Modul auch mit PCs und Notebooks. Im Praxistest erwies sich die Gesprächsqualität des Headsets als hervorragend. Die zwei Mikrofone mit digitaler AudioIQ-Noise-Cancelling-Technologie sorgten in Kombination mit der dreistufigen WindSmart-Technologie für sehr gute Gesprächsqualität auch im Straßenumfeld. Durch die eingesetzte A2DP-Technologie können auch Musikinhalte wiedergegeben werden, wobei die Audioleistung bei 6.800 Hertz liegt. Mangels Stereowirkung ist die Musikwieder-

© Plantronics

Wien. Verwechseln Sie einen Kopfhörer bitte nicht mit einem Headset. Beide dienen zwar zur Wiedergabe von Tönen und sind in allen nur denkbaren Preisklassen erhältlich – zwischen den Gerätetypen liegen allerdings Welten. Während Kopfhörer vor allem die audiophile Welt bedienen sollen, dienen Headsets in der Regel der Kommunikation. Dementsprechend sind sie auch mit anderen Features ausgestattet als die vielen Smartphones beiliegenden Freisprech-Kopfhörer. Ein gutes Beispiel ist der im Frühjahr auf der CeBIT erstmals vorgestellte Plantronics Voyager Pro UC V2 (um 149 € + MwSt.). Er verfügt nicht nur über eine Noise-Cancelling-Technologie, die störungsfreie Kommunikation auch neben einem Presslufthammer ermöglichen soll, sowie spezielle Sensoren, die erkennen, ob das Gerät getragen wird oder nur still am Ladekabel (USB) hängt.

gabe eher ein kleines Gadget, das die Wartezeit zwischen zwei Telefonaten verkürzen soll, als ein echtes Feature.

Viele Zusatzfunktionen Im Voyager Pro UC V2 kommt erstmals die sogenannte Smart Sensor-Technologie zum Einsatz. Durch sie erkennt das Headset, ob es getragen wird oder nicht und leitet eingehende Anrufe dementsprechend um. Die Sensoren erfassen auch, ob das Headset nur bewegt oder tatsächlich aufgesetzt wird. Dadurch kann beispielsweise ein Gespräch ohne Unterbrechung auf das Smartphone zurückgelegt werden – einfach durch Absetzen des Headsets. Im Test funktionierte diese Funktion einwandfrei. Kleines Manko: Der Voyager Pro UC sitzt zwar perfekt hinter dem Ohr und verträgt auch zügigen Laufschritt, ohne zu wackeln – er ist aber auch fast 18 g schwer und damit auf Dauer eine Belastung; Brillenträger werden das Headset ebenfalls zusätzlich spüren. Während der Voyager Pro UC V2 auf Smartphones ohne zusätzliche Software auskommt (getestet unter Android), muss am PC eine kostenlose Zusatzsoftware installiert werden. Diese erleichtert die Verwendung diverser Kommunikationsprogramme, darunter auch Skype. Insgesamt ist der Voyager Pro UC V2 ein interessantes Headset für Vieltelefonierer, das trotz marginaler Schwächen einen sehr guten Eindruck macht. Sprachqualität und auch die Verarbeitung überzeugen, die Bedienerführung mit nur drei Tasten ist extrem einfach. Lediglich mit dem iPad 1 von Apple verweigerte es die Tonaufnahme. www.plantronics.com

Das „Plantronics Voyager Pro UC V2“ bietet solide Verarbeitung und gute Tonqualität.

Die Kopplung des Plantronics Voyager Pro UC mit Android: einfacher Kontakt.

© Chris Haderer (4)

Chris haderer

Projektoren-Portfolio mit zehn neuen Modellen

Zusatz-Steuersoftware für den PC.

Am iPad wird nur Ton wiedergegeben.

Because Software Die Lösung easyJob wurde um ein Dashboard und um Anzeigeformate für Mobilgeräte ergänzt

Agentursoftware mit neuen Anzeigefeatures Wien. Das Agentursoftware-Paket easyJob von Because Software hat eine Erweiterung bekommen: ein übersichtliches Dashboard, das die Arbeit mit der Lösung erleichtern soll. Die neu entwickelte Programmfunktion bietet einen ganz neuen Einstieg in die

Der Laser-Printer für große Druckaufträge

Agentursoftware. Bereits auf der Startseite findet der Nutzer in seinem personalisierten Cockpit alle für ihn relevanten Informationen – grafisch aufbereitet oder in Listenform. Eine Vielzahl von Funktionen und Widgets ermöglichen einen schnellen Zugriff etwa auf

eigene Jobs oder eigene Kunden. Die neue „Supersearch“ durchsucht die easyJob-Datenbank (Kunden, Jobs, Adressen, Personen, Lieferanten, ERs, ARs, Aufträge) quer über alle Ebenen hinweg und zeigt dabei simultan die gefundenen Ergebnisse aus verschiedenen Funktionsbereichen an.

Sicherer Zugang

© easyJob

Wien. HP hat die neue LaserJet Enterprise 500 MFP M525-Serie vorgestellt. Die Enterprise MFPs drucken 40 S. pro Min. und müssen selbst bei hochvolumigen Aufträgen dank einer maximalen Papierzuführungskapazität von 1.600 Blatt nicht während des Auftrags nachgefüllt werden. Ein Highlight der Serie ist die neue HP Image Preview-Lösung: Damit können Anwender direkt am 8,5“ großen TouchDisplay die eingescannten Dokumente oder Bilder ansehen und bearbeiten. Vor dem Senden, Speichern oder Faxen können Seiten hinzugefügt, gedreht, gelöscht oder deren Reihenfolge geändert werden. Wird der LaserJet nicht benötigt, fällt er automatisch in den energiesparenden Schlafmodus (EnergyStar und Blauer Engel zertifiziert). www.hp.com/at

Freitag, 6. Juli 2012

Das neue Dashboard von easyJob wurde für verschiedene Darstellungen optimiert.

„Für unsere technikaffinen Kunden haben wir als besonderes Schmankerl die Anwendung auch für mobile Endgeräte mit unterschiedlichen Bildschirmformaten aufbereitet“, sagt Michael Spitaler, Leiter der Entwicklung der neuen Dashboards bei Because Software. Daher können mit dem Editor auch Web-Apps für Tablets und iPhones erstellt werden. Damit haben die Agenturmitarbeiter auch unterwegs schnellen Zugang zu Ihren Daten in easyJob. „Damit das auch wirklich schnell funktioniert, unterstützen wir das programmseitig durch ‚Single Sign On‘“, erklärt Spitaler. „Das heißt, bei der ersten Anmeldung wird auf Ihrem Gerät

ein streng verschlüsseltes Cookie hinterlegt und anschließend kommen Sie ohne extra Login in Ihr easyJob.“

Interessante Zusatzfeatures Über einen leicht und intuitiv zu bedienenden Editor kann ein individuelles Dashboard nach den Vorstellungen des Benutzers zusammengestellt werden. Die Auswahl, Darstellung und Positionierung von Funktionen ist dabei frei möglich, bis hin zum individuellen Hintergrundbild. Eingebunden werden z.B. häufig benutzte Funktionen, zuletzt verwendete Daten, Selektionsvorlagen, Reportvorlagen, Links zum Intranet, Newsticker bis hin zum Firmenlogo. Die Daten werden entweder als aktive Listen (z.B. zuletzt verwendete Jobs) oder in Form von Balken-, Tortendiagrammen und Graphen angezeigt. Für Adressen gibt es Zusatzfunktionen, wie das Wählen der Telefonnummer oder das Anzeigen in einer Map-Anwendung (z.B. Google-Maps). www.because-software.com


medianet

inside your business. today.

freitag, 6. juli 2012 – 43

Siemens macht dampf

palfinger

Nachhaltigkeits- und Klimaforschung in Österreich ist auf hohem Niveau Seite 45

Neues GuD-Kraftwerk des Verbunds in Mellach wurde jetzt offiziell eröffnet Seite 46

Mit Nachhaltigkeit zum Erfolg Seite 47

© Palfinger

rot-weiss-rot ist grün © Siemens

© APA/H. Neubauer

industrialtechnology Solarbranche ist nicht nur auf der Sonnenseite

© Fronius

short

Wien. Das richtige Klima ist nicht nur für uns Menschen wichtig, auch Schaltschränke und Server wollen es wohltemperiert. Das energieoptimierte „Blue e“-Kühlgeräteprogramm des Schaltschrankspezialisten Rittal überzeugt mit längeren Serviceintervallen und geringeren Livecycle-Kosten. Außerdem wird ein mobiles Klimaservice direkt beim Kunden und eine optionale Garantieverlängerung angeboten. Bei den Energiesparwochen (bis 13.7.) sind auch die Lieferung und der Abtransport der Altgeräte im Preis inkludiert. Zudem pflanzt Rittal für jedes während der Aktion verkaufte „Blue e“-Klimagerät einen Baum. www.rittal.at

© Energie AG

Pettenbach. Auf der diesjährigen „Intersolar“ hat Fronius seinen neuen Zentralwechselrichter „Agilo 100.0-3“ vorgestellt, der als einziger seiner Leistungsklasse vollständig vom Installateur aufgebaut, in Betrieb genommen und gewartet werden kann. Ergänzend bietet die neue Fronius String Control 250/30 die perfekte Möglichkeit zur lückenlosen Strangüberwachung. Ein umfangreiches und flexibles Dienstleistungspaket vervollständigt das Gesamtkonzept für gewerbliche und industrielle Anwendung. www.fronius.com

© Hilber Solar

Heiter bis wolkig Sonnenenergie ist in Österreich beliebt, heuer ist ein Ausbau um bis zu 200 Megawattpeak geplant. Die Förderungen für Kleinanlagen wurden aber gekürzt, über 8.000 Projekte gingen heuer leer aus. Seite 44

Berlin. Die im März gestartete Online-Handelsplattform „Milk the Sun”, auf der europaweit Frei- und Dachflächen, PV-Projekte sowie Bestandsanlagen direkt zwischen Anbietern und Investoren verglichen und gehandelt werden, vermittelt als unabhängiger Marktplatz nun auch europaweit Dienstleistungen von PV-Servicepartnern, darunter Versicherung, Ertragsoptimierung, kaufmännische und technische Betriebsführung oder Finanzierung. In Zukunft will man das Angebot für die User noch weiter ausbauen. www.milkthesun.com

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c ove r

44 – industrialtechnology

kommentar

Ambitionen vs. Utopien

Freitag, 6. Juli 2012

Bundesverband Photovoltaik Austria Mit einem Zubau von 91,7 MWp war 2011 das bisher sonnigste Jahr

Solarenergie ist weiter auf dem Vormarsch

Im Vorjahr hat die österreichische PV-Branche über 4.000 neue Green Jobs geschaffen.

D

ie Erneuerbaren Energien gewinnen weiter an Bedeutung. Die globalen Investitionen sind 2011 um rund 17% auf den Rekordwert von 205 Mrd. Euro gestiegen, so der „Globale Statusbericht zu Erneuerbaren Energien 2012“, der kürzlich präsentiert wurde. In fossile Energieträger wurden dagegen nur knapp 32 Mrd. Euro investiert. Neben China, den USA und Deutschland fand das Wachstum der Erneuerbaren Energien vor allem in Spanien, Italien, Indien und Japan statt. Auch die Zahl der Länder mit Zielvorgaben für den Ausbau der Erneuerbaren Energien hat sich weiter erhöht, auf mittlerweile 118, mehr als die Hälfte davon sind Entwicklungs- länder. Weltweit decken Wind, Sonne, Biomasse & Co bereits 16,7% des Endenergieverbrauchs und rund 20,3% des globalen Stromverbrauchs. Laut der Desert Power 2050-Studie wäre aber noch deutlich mehr möglich, nämlich 90% in Europa, Afrika und dem Nahen Osten – vorausgesetzt, das Desert Tec-Projekt verläuft nicht im ­Wüstensand. Ob es allerdings jemals zu dem großen, grenzüberschreitenden Stromverbund zwischen Nord und Süd kommt, hängt weniger von der Technik ab, als vielmehr vom Geld ­sowie diplomatischen und ­politischen Rahmenbedingungen.

Innovativ Sonderpreise

© BMLFUW/Rita Newman

Mehr Grün

Gesucht werden neue Ansätze in der Technik und in der Wirtschaft.

Wien. Zur Förderung von Innovationen im Umweltbereich lobt green jobs Austria mit dem Lebensministerium und Partnern aus der Wirtschaft heuer erstmals zwei Sonderpreise im Umweltwirtschaftsbereich aus. Der „green tech Award“ honoriert wissenschaftliche Arbeiten aus verschiedenen Bereichen der Umwelttechnologie. Die Einreichfrist ist der 31. Juli. Beim „green innovator Award“ steht neben der Ökologie auch die wirtschaftliche Komponente im Fokus; entsprechende Businesspläne können bis 1. Oktober eingereicht werden. www.greenjobsaustria.at

Wien. Als heiter bis wolkig bezeichnet Hans Kronberger, Präsident Bundesverband Photovoltaic Austria, die aktuelle Lage der Branche. Ausgehend von einer installierten Leistung von 2,1 Megawattpeak (MWp) im Jahr 2007, konnte der PV-Anlagen-Zubau jährlich verdoppelt bzw. einmal sogar vervierfacht werden und erreichte 2011 den bisherigen Rekordwert von 91,7 MWp. Auch für das laufende Jahr seien die Aussichten sonnig, so Kronberger, der mit einem Zubau von bis zu 200 MWp rechnet. Allein durch den noch nicht

„Der Staat nimmt pro errichteter PV-Anlage über diverse Steuerleistungen mehr ein,

Hans Kronberger, Präsident des Bundesverbandes Photovoltaic Austria.

als er an Förderungen

waren die Töpfe leer, mehr als 8.000 Anträge blieben unberücksichtigt. „Die Steuerleistungen beim Erwerb einer Anlage liegen deutlich über der Fördersumme. Es ist unerklärlich, dass der Staat auf diese Steuereinnahmen verzichtet”, wundert er sich. Zudem würden in der PV-Branche die vielzitierten Green Jobs tatsächlich geschaffen, im letzten Jahr immerhin 4.181. „Das Interesse an den Photovoltaik-Kursen an der HTL in Holla-

ausschüttet.“ Hans Kronberger Präsident Bundesverband Photovoltaic Austria

gebauten Anteil des Förderbudgets aus dem Jahr 2011 und jenem von 2012 können mindestens 40 MWp errichtet werden; weitere 10 MWp werden durch die Sonderleistungen des Bundeslandes Niederösterreich ermöglicht. Bedauerlich findet er, dass der Klima- und Energiefonds dieses Jahr weniger Geld für die Förderung der Kleinanlagen zur Verfügung stellt. Entsprechend schnell

brunn im letzten Jahr war so groß, dass wir das PVA-Praxiszentrum gegründet haben und heuer in Zusammenarbeit mit der HTL Hollabrunn eine Reihe von Praxis-, Projekt- sowie Basis-Workshops aus dem Bereich Photovoltaik für Einsteiger, Elektrotechniker, Architekten oder Planer anbieten”, so Kronberger weiter. Der Gesamtumsatz der die heimischen PV-Branche lag 2011 bei 272 Mio. €, allein 159,5 Mio. € entfielen auf den Modul-Verkauf, 36,5

Mio. € machten Wechselrichter aus, sonstige Komponenten und Installationen 76 Mio. €. Insgesamt ist die österreichische PV-Branche stark exportorientiert. 98% der Produktion der steirischen Isovoltaic AG, die sich auf Rückseitenfolien für PV-Module spezialisiert hat, gehen nach China und Deutschland. Beim Kärntner Modul-Produzenten Kioto Photovoltaic liegt die Exportquote bei 90% und auch der Großteil der Wechselrichter von Fronius geht ins Ausland, vor allem nach Deutschland und England. Auf der kürzlich zu Ende gegangenen ‚Intersolar‘ in München, der weltgrößten Messe der Solarwirtschaft, präsentierten sich mehr als 40 österreichische Unternehmen. Kein Verständnis hat Kron­berger dafür, dass die Erneuerbaren Energien nach Meinung mancher ‚Experten‘ den Strompreis in die Höhe treiben. Das Gegenteil sei richtig. „Der Ausbau von Photovoltaik- und Windstrom in Deutschland hat in den letzten Jahren den Durchschnittspreis an der Strombörse von ca. 10 Cent auf unter 5 Cent pro Kilowattstunde gesenkt”, rechnet er vor. www. pvaustria.at

Eco World Styria Umwelttechnik-Cluster wurde mit dem „RegioStars Award 2012“ ausgezeichnet

Nachhaltig auf Wachstumskurs Graz. Die Europäische Kommission vergibt seit 2008 mit dem „RegioStars Award“ die höchste Auszeichnung für exzellente Regionalprojekte. Erstmals wurde mit dem steirischen Umwelttechnikcluster Eco World Styria nun ein österreichisches Projekt mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. „Der RegioStars Award 2012 ist eine weitere Bestätigung dafür, dass die Steiermark international zu den Top-Regionen bei der Weiterentwicklung der zukunftsweisenden grünen Technologien gehört. Deshalb setzen wir auch in Zukunft auf die Energie- und Umwelttechnik als wesentliches Stärkefeld der steirischen Wirtschaft“, so der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann.

ten bereits 32.000 Beschäftigte, davon 16.600 in der Umwelttechnik (+12,7% gegenüber 2010). Der Gesamtumsatz der Cluster-Unternehmen betrug 2011 7,7 Mrd. €, der reine Umwelttechnik-Umsatz 3,2 Mrd. € (+13,0% nominell bzw. +9,4% real), eine Verdoppelung in nur fünf Jahren. Im Durchschnitt haben die Cluster-Unternehmen seit 2005 jährlich über 1.000 „Green

Tech Jobs“ geschaffen. Auch beim Umsatz sind die Green Tech Unternehmen mit durchschnittlich 18% pro Jahr nominell (rund 16% pro Jahr real) seit Cluster-Bestehen wesentlich schneller als die Umwelttechnik-Weltmärkte mit durchschnittlich rund 10% pro Jahr gewachsen. Besonders stark zugelegt haben im 2011 neu gegründete und kleine Unternehmen in den

„Wir setzen auch in Zukunft auf die Energiewesentliches Stärkefeld der steirischen Wirtschaft.“ Christian Buchmann Wirtschafts-LR Steiermark

Das grüne Herz Ausschlaggebend für die Auszeichnung ist die Dynamik, mit der sich die Eco World Styria entwickelt. In den mittlerweile 180 Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Clusters arbei-

Bereichen Wasserdesinfektion (pro aqua), Smart Metering (netconnect, GoData) oder intelligente Umwelttechnik (E. Schönegger, Intratec). Neueinsteiger in die Umwelttechnik konnten ebenso überproporti-

und Umwelttechnik als

© Eco World Styria

britta biron

© Bundesverband Photovoltaic Austria/APA-Fotoservice/Preiss

britta biron

v.li.: Wirtschafts-LR Christian Buchmann und GF Bernhard Puttinger.

onal wachsen wie auch etablierte Umwelttechnik-Unternehmen, darunter Binder + Co, Frigopol, Komptech, KWB und Solid. www.eco.at


Freitag, 6. Juli 2012

E n e r gi e & Umwelt S p e c i a l

industrialtechnology – 45

Grüne Wissenschaft Eine neue Online-Plattform des BMWF über die heimische Klima- und Nachhaltigkeitsforschung

Forschung sorgt für gutes Klima Wien. „Österreich ist in der Nachhaltigkeits- und Klimaforschung sehr gut ausgewiesen. Die ‚grüne Wissenschaft’ hat sich in den vergangenen Jahren zu einem herausragenden Stärkefeld der heimischen Wissenschafts- und Forschungslandschaft entwickelt”, lobt Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle. Ein wichtiger Klimaparameter ist etwa die Bodenfeuchte, die allerdings schwer zu messen ist. Mit Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation ESA hat jetzt das Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung der TU Wien gemeinsam mit der Freien Universität Amsterdam einen Datensatz über die Bodenfeuchte auf der ganzen Welt seit 1978 dargestellt. Möglich wurde das durch aufwendige mathematische Aufbereitung ganz unterschiedlicher Satellitendaten. „Während die USA

derzeit das Geld für klimarelevante Erdbeobachtung kürzen, plant die ESA in diesem Bereich sehr ambitionierte Projekte. Wir Europäer sind in einigen Bereichen der Erdbeobachtung bereits weltweit führend und haben die Chance, weitere wichtige Akzente zu setzen“, so Projektleiter Wolfgang Wagner. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) arbeitet mit heimischen Universitäten zurzeit an rund 50 Klimaforschungsprojekten, etwa zu extremen Hochwässern oder Hitzewellen. Über die neue Plattform „OpenScience4Sustainability“ informiert

das Ministerium seit Kurzem umfassend über die zahlreichen Projekte in diesem Bereich. Weiters haben 118 Jugendliche im Rahmen eines mit jeweils 1.200 € geförderten, vierwöchigen Praktikums in diesem Sommer die Möglichkeit, Experten aus namhaften Forschungseinrichtungen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. „Damit bieten wir jungen Menschen einen besonders praktischen Zugang zum Thema ‚Nachhaltigkeit‘, der zur Bewusstseinsbildung und zur Steigerung des Interesses beitragen kann”, so Töchterle. www.bmwf.gv.at

© APA/Herbert Neubauer

Sommerpraktika sollen Interesse von Jugendlichen an Forschung wecken.

Minister Karlheinz Töchterle: Grüne Wissenschaft ist auf gutem Kurs.

OMV Saubere Innovation

Pilotanlage

© OMV

Wien. Anfang Juli wurde die BioCrack-Pilotanlage in der Raffinerie Schwechat eröffnet. Sie ist die weltweit erste ihrer Art und wandelt feste Biomasse direkt in Dieselkraftstoff um. „Der europäische Kraftstoffmarkt steht vor großen Herausforderungen: Die steigende Nachfrage nach Diesel und die Erhöhung des erneuerbaren Anteils im Kraftstoffbereich auf mindestens zehn Prozent bis 2020. Herkömmliche Biokraftstoffe der ersten Generation sind keine langfristige Lösung, weil der Anbau dazu notwendiger Rohstoffe grundsätzlich in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht. Unsere Raffinerien sind gut aufgestellt und die in Partnerschaft mit der BDI entwickelte ‚BioCrack‘ Technologie ist eine weitere Antwort der OMV auf die sich ändernden Rahmenbedingungen”, beschreibt Gerhard Roiss, OMV Generaldirektor, die Hintergründe. Die BioCrack-Pilotanlage basiert auf einem neuartigen, patentierten Verfahren. Biomasse wird mit schwerem Mineralöl auf über 400 º C erhitzt, wodurch Diesel mit einem biogenen Anteil von bis zu 20% entsteht. Als Biomasse kommen dabei vor allem nachwachsende Rohstoffe wie Holz oder Stroh zum Einsatz. Die BioCrackPilotanlage ist direkt mit anderen Anlagen der Raffinerie verbunden. Dadurch kann das dort erzeugte Produkt mit bestehenden Anlagen zu Dieselkraftstoff nach geltender Norm EN590 veredelt werden. www.omv.com

Die neue BioCrack-Pilotanlage in der OMV-Raffinerie Schwechat.

Wir denken an morgen. Seit 120 Jahren. Seit 120 Jahren verbindet die Energie AG Tradition mit Innovation: Wir übernehmen Verantwortung für die Zukunft Oberösterreichs und seiner Bewohner. Diese Verantwortung geht heute weit über eine sichere Energieversorgung hinaus. Wir sorgen heute auch für bestes Trinkwasser, eine fachgerechte Abfallentsorgung, liefern Wärme und stellen ein leistungsfähiges Datennetz zur Verfügung. Wir verstehen das 120-Jahr-Jubiläum als Auftrag, diesen Weg der Nachhaltigkeit für zukünftige Generationen weiterzugehen. Mehr erfahren Sie unter www.energieag.at


E n e r g ie & U m we lt S p e c i a l

46 – industrialtechnology

Verbund Das neue GuD-Kraftwerk in Mellach ist mit 838 Megawatt das leistungsstärkste Kraftwerk Österreichs

short

Sauberer Strom für eine saubere Zukunft

Mit Hightech gegen Umweltbelastungen Klagenfurt. Feinstaub, Elektrosmog und andere Umwelteinflüsse setzen den menschlichen Körper einer permanenten Belastung aus, die zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führen kann. Das 2012 gegründete Klagenfurter Unternehmen Human Technics GmbH & Co KG will nun mit Hightech-Produkten der deutschen Firma Memon Bionic Instruments für eine nachhaltige Reduktion dieser Belastungen sorgen. Die Wirkung der MemonProdukte basiert zum einen auf dem Interferenzprinzip – Schadstoffbelastungen werden durch Gegenschwingungen aufgehoben – und zum anderen auf dem Polarisationsprinzip, das einen Minus-Ionen-Fluss in Gang setzt. Messungen mit einem Laser-Aerosolspektrometer haben gezeigt, dass die Feinstaubbelastung in Räumen so um durchschnittlich 69% reduziert werden kann. www.humantechnics.at

Ausbau der Windkraft und Testlauf für neue österreichische Kompakt-Turbine StreamDiver. norbert berger

Wien. Insgesamt 550 Mio. € hat der Verbund in das neue Gas- und Dampfturbinen-(GuD)-Kraftwerk im steirischen Mellach investiert, das Ende Juni feierlich eröffnet wurde. Mit einer installierten Leistung von 838 MW Strom ist es das leistungsfähigste Kraftwerk in Österreich. Zusätzlich kann durch eine hocheffiziente Fernwärmeauskopplung feinstaubfreie Wärme für die Stadt Graz produziert werden.

„Mit einem Wirkungs­ grad von 59,2 Prozent Kraftwerk in Mellach im internationalen

Das neue Gas-Kombikraftwerk in Mellach ersetzt fünf alte thermische Kraftwerke, die mit Kohle oder Öl befeuert wurden.

­Spitzenfeld.“

nen zweiten Verstromungsprozess in der Dampfturbine verwendet. Es werden also keine Ressourcen unnötig verschwendet, sondern das Maximum aus ihnen herausgeholt. Mit einem Wirkungsgrad von 59,2% liegt das neue Kraftwerk in Mellach im internationalen Spitzenfeld”, so Eveline Steinberger-Kern, Sector Cluster Lead Energy CEE bei Siemens Österreich.

© Kostal Industrie Elektrik

Eveline Steinberger-Kern Lead Energy CEE bei Siemens

Siemens Österreich war bei diesem Projekt für die Lieferung der Hauptkomponenten, die Gesamtplanung, das Engineering sowie das Projektmanagement verantwortlich. „Moderne GuD-Kraftwerke leisten einen wichtigen Beitrag zu mehr Energieeffizienz und auch für das Siemens-Umweltportfolio. In einem GuD-Kraftwerk werden die heißen Abgase, die bei der Verbrennung des relativ CO2-armen Energieträgers Erdgas entstehen, für ei-

V-Modul-Anschlussdose mit ­integrierter Kabelhalterprüfung.

Hagen. Auf der diesjährigen „Intersolar Europe“ in München präsentierte die Kostal Industrie Elektrik ihre vollautomatisierbare PV-Modul-Anschlussdose SAMKO 100 04 erstmals mit integriertem Kabelhalter. Damit ist die gesamte Flashprüfung in nur einem Schritt möglich. In das Halteelement für die PV-Stecker kann eine Zentriervorrichtung für den Flashvorgang integriert werden, damit die Flashvorrichtung optimal zur PV-ModulAnschlussdose ausgerichtet werden kann. www.kostal.com

© Siemens

liegt das neue ‚GuD‘

Mehr Prozesssicherheit und bessere Qualität

Effizient & ökologisch Unter Berücksichtigung der Kraft-Wärme-Kopplung weist das neue Kraftwerk einen Brennstoffnutzungsgrad von etwa 80% auf und spart im Vergleich zu modernsten Kohlekraftwerken 60% an CO2-Emissionen. Das GuD-Kraft-

werk Mellach ersetzt insgesamt fünf alte Kohle- und Öl-Kraftwerke, die vom Verbund nun stillgelegt wurden.

Ausbau der Windkraft Verstärkt setzt der Verbund auch auf Winkraft und betreibt in Österreich drei Windparks mit einer Gesamtleistung von 49 MW. Mitte Juni erfolgte der Spatenstich für die die neuen Projekte Hollern II und Petronell-Carnuntum II, deren zwölf Windkraftanlagen – zum Einsatz kommen Enercon-Anlagen der 3MW-Generation – eine Gesamtleistung von 36 MW haben. Der Baustart für den Windpark Bruck-Göttlesbrunn mit 21 MW ist für 2013 geplant.

Investiert wird aber auch in den weiteren Ausbau der Wasserkraft, aus der vier Fünftel des in Österreich produzierten Stroms stammen. Ende Juni startete der Praxistest eines neuen innovativen Turbinentyps. Entwickelt wurde der neue Turbinentyp StreamDiver im Rahmen eines 1,2 Mio. € teuren F&E-Projekts durch Kössler GmbH gemeinsam mit Verbund, Wien Energie GmbH, EVN und der Grenzkraftwerke GmbH. Der neue Turbinentyp soll die Stromerzeugung bei niedrigen Gefällestufen, Restwasser- und Wehrkraftwerken optimieren. Das Potenzial solcher Anlagen liegt nach Schätzungen in Österreich bei mehreren Hundert Gigawattstunden. www.verbund.com

Gas Connect Austria 80 Mio. Euro für höhere Versorgungssicherheit und deutliche Senkung der CO2-Emission

Neue Erdgas-Verdichterstation eröffnet Wien. Die wichtigste Erdgasdrehscheibe zwischen Ost und West wurde nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit Ende Juni um eine hochmoderne und klimaschonende Verdichterstation erweitert. Gas Connect Austria hat in die Realisierung des Projekts, das ein wichtiger Baustein für die Erhöhung der Versorgungssicherheit Österreich ist, fast 80 Mio. €

investiert. Durch den Einsatz moderner Elektroverdichter wird zudem der CO2-Ausstoß deutlich verringert. Harald Stindl, GF von Gas Connect Austria, dazu: „Über die Station ‚Baumgarten‘ werden Österreich und Europa mit Erdgas beliefert. Rund ein Drittel der russischen Gasexporte nach Westeuropa wird über Baumgarten abgewickelt.

© Foto Soos

Über die Zukunft der Gasbranche Wien. Ist Gas eine Brückentechnologie, energetische Steinzeit mit baldigem Ablaufdatum oder entstehen durch als Speichermedium für Ökostrom gar interessante neue Geschäftsfelder in der smarten Energiezukunft? Welche Änderungen und Herausforderungen bringt das ab 1.1.2013 geltende EntryExit-Modell für alle Marktteilnehmer? Dies sind nur einige der Fragen, die beim 15. IIR-Jahresbranchentreff des österreichischen Gassektors, der „Gas 2012“ vom 26. bis 28. September, auf dem Programm stehen. Weitere Schwerpunkte, mit denen sich über 40 nationale und internationale Gasexperten bei der Gas 2012 befassen werden, sind das Gas-Target-Modell, die Gas Network Codes, der Ausbau des Gasnetzes oder der Gastransit. www.iir.at

Freitag, 6. Juli 2012

v.li.n.re. : Gas Connect Austria-GF Harald Stindl, OMV-Vorstand Hans-Peter Floren, NÖ-LH Erwin Pröll und Gas Connect Austria-GF Stefan Wagenhofer.

Als Betreiber kommt uns dadurch eine essenzielle Rolle am europäischen Energiemarkt zu. Dieser enormen Verantwortung sind wir uns bewusst, das unterstreicht der besonders Investitions- und arbeitsintensive Bau dieser neuen Verdichteranlage.”

Modernste Technik Mit der jetzt in Betrieb genommenen Anlage wird Erdgas für das aus den sieben östlichen Bundesländern zusammengesetzte Marktgebiet Ost und den Speicher Schönkirchen-Reyersdorf gemessen, gefiltert, verdichtet und verteilt. Neben dem Primärverteilungssystem für Wien und Niederösterreich werden durch die Anbindung an die Südschiene der EVN auch die Steiermark und Kärnten versorgt, darunter auch das neu errichtete Kraftwerk Mellach. Drei Elektromotorverdichter schaffen eine zusätzliche Verdichtungskapazität im Primärverteilsystem (PVS), im Ausmaß von maximal 720.000 m� pro Stunde und maximal 74 bar Betriebsdruck.

In diesem Fall sind zwei von drei installierten Verdichtereinheiten im Betrieb. Eine neue Messstation mit vorgelagerten Filter-Separatoren für die maximale Transport-

„Rund ein Drittel der Gasexporte von Russ­ land nach Westeuropa wird über den ‚Erdgas­ knoten Baumgarten‘ abgewickelt.“ Harald Stindl GF Gas Connect AUSTRIa

menge ergänzt die Verdichter. Eine neue Hoch- bzw. Mittelspannungskabelanlage versorgt die Verdichterstationinklusive Elektroverdichter mit ausreichend Strom. www.gasconnect.at


Freitag, 6. Juli 2012

E n e r g ie & u m we lt spec i a l

industrialtechnology – 47

Palfinger Energieverbrauch vieler Produkte und potenzielle Problemstoffe im gesamten Produktlebenszyklus konnten deutlich reduziert werden

Stark auch in Sachen Umwelt reduziert”, so Vorstandsvorsitzender Herbert Ortner.

Wichtige Verbesserungen Intern konnte Palfinger mit dem Facility-Management-Projekt, das an Standorten in Österreich, Bulgarien und Slowenien umgesetzt wurde, die Energieeffizienz verbessern. Im Zuge dieses Projekts wurden Energiekennzahlen detailliert erhoben und daraus Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Darüber hinaus konnte im letzten Jahr auch die CO2-Emission weiter gesenkt werden und liegt nun bei 626 kg

pro Tonne der produzierten Produkte. Reduziert wurde auch die Quote für Altmetall und Schrott sowie von Problemstoffen. Um Kompetenzen nachhaltig zu verankern, wurden Mitarbeiter verschiedener Standorte zum „Europäischen Energiemanager“ ausgebildet. Seit dem Vorjahr hat Palfinger den verbindlichen Code of Conduct auch für Lieferanten etabliert. Ökologische und soziale Kriterien werden in Zukunft bei der Lieferantenauswahl stärker berücksichtigt und die Zulieferer enger in die CSR-Aktivitäten mit einbezogen. www.palfinger.com

Palfinger-Vorstand Herbert Ortner: „Wir haben weitere gute Fortschritte erzielt.“

Demner, Merlicek & Bergmann

Salzburg. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg stehen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung im Fokus der PalfingerGruppe. Dies zeigt der mittlerweile fünfte Nachhaltigkeitsbericht mit dem Titel „Wir haben viel Energie hineingesteckt, damit wir weniger verbrauchen“. Erstmals wird hier durch die Darstellung eines VierJahres-Trends die Entwicklung vor, während und nach der Wirtschaftskrise transparent aufgezeigt. „In den letzten beiden Jahren haben wir wieder gute Fortschritte erzielt. Die Produktinnovation wurde im Hinblick auf Sicherheit und Umweltschutz weiter vorangetrieben. So wurden beispielsweise Echtzeit-Monitoring von Kranen in Südamerika zur Unfallvermeidung eingesetzt, der Energieverbrauch vieler Produkte reduziert und ­potenzielle Problemstoffe im gesamten Produktlebenszyklus

© Palfinger

Produktinnovationen erhöhen Sicherheit und verbessern Umweltschutz.

Die Natur würde Strom tanken.

Koop Ausgezeichnet

Spörk & Ecoduna Bad Vöslau. Seit Oktober letzten Jahres läuft die von der österreichischen Ecoduna entwickelte, weltweit erste, voll kontinuierliche industrielle Algenzuchtanlage. Für die komplette Planung der Steuerungs- und Antriebstechnik sowie für Schaltschrankbau, Verkabelung, Programmierung und Inbetriebnahme vor Ort war Spörk Antriebssysteme zuständig. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen ihr Projekt „Entwicklung und Errichtung von Photo-Bioreaktoren & Bio-Solarsysteme für die Mikroalgenzucht“ beim diesjährigen „Dr. Erwin Pröll Zukunftspreis“ eingereicht und und sich den Sieg in der Kategorie „Technologie & Wirtschaft“ gesichert. www.spoerk.at

ABB Energieeffizienz

Auf hoher See Zürich. ABB hat von Samsung ­Heavy Industries einen Auftrag über 80 Mio. USD für die Lieferung energieeffizienter Antriebe, Motoren, Energiesysteme und Bohrausrüstung für fünf neue Bohrschiffe und zwei Flüssiggastanker erhalten, die zurzeit in der Samsung-Werft in Korea für verschiedene Explorationsunternehmen gebaut werden. Die neuen Schiffe sollen ab 2014/15 in der Öl- und Gasförderung und im Transport von Flüssigerdgas eingesetzt werden. Die ABB-Komponenten werden die Energieeffizienz der Schiffe maximieren und eine optimale Nutzung der Ausrüstung gewährleisten. www.abb.ch

© Samsung Heavy Industries

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Freitag, 6. Juli 2012 – 49

fünfte modellreihe

Dacia rundet mit Dokker und Dokker Van sein Modellportfolio ab Seite 52

© Mercedes-Benz

© Renault Austria

automotivebusiness Blickrichtung iaa

Die Daimler Nutzfahrzeugsparte zeigte schon jetzt ihre Messe-Highlights Seite 54

erfolg hält an Roller weiter auf Überholspur

© Vespa

BMW und Toyota gehen enge Partnerschaft ein

© Oberaigner

short

© BMW

Laage. Der österreichische Automobilzulieferer Oberaigner hat vor wenigen Tagen sein neues Montagewerk im Industriegebiet Airpark Laage unweit von Rostock eröffnet. An dem Standort werden zunächst 50, später bis zu 200, Arbeitsplätze entstehen, sagte Firmeninhaber und Geschäftsführer Wilhelm Oberaigner. Neben der Fahrzeugmontage werde auch an der Entwicklung von Motoren gearbeitet. Oberaigner sprach von einem neuen Kapitel in der Firmenentwicklung. www.oberaigner.com

Akio Toyoda (Toyota, li.) und Norbert Reithofer (BMW) brechen gemeinsam in Richtung Zukunft auf.

© BMW

Straßburg. Das Europäische Parlament fordert, bis 2015 alle Neuwagen mit dem automatischen Notrufsystem „eCall“ auszustatten. Dadurch würden die Notfalldienste bei schweren Unfällen automatisch über die einheitliche Notrufnummer 112 verständigt und könnten schneller am Unfallort sein, betonten die Europaabgeordneten. Die EU-Kommission wurde vom Parlament aufgefordert, Vorschläge für eine verbindliche Einführung bis 2015 zu machen. www.europarl.europa.eu

© PSA Peugeot Citroen

Gemeinsam statt einsam Toyota und BMW folgen dem Trend zur AllianzBildung in der Automobilindustrie und wollen sich in Zukunft gemeinsam ­umweltfreundlicher und sportlicher geben. Seite 50 Pininfarina Langjähriger Chef Sergio Pininfarina tot

Paris. Der angeschlagene Autobauer PSA Peugeot Citroen will Medienberichten zufolge in Frankreich 8.000 bis 10.000 Arbeitsplätze abbauen und damit doppelt so viele wie bisher geplant. Damit könnten bis zu 10% der Peugeot-Beschäftigten in den französischen Werken ihren Job verlieren. In der vergangenen Woche hatte ein Gewerkschaftsvertreter gesagt, Konzernchef Philippe Varin habe die Belegschaft auf noch härtere Einschnitte eingestimmt und neue Sparmaßnahmen angekündigt. www.psa-peugeot-citroen.com

© EPA

Abschied von der Design-Legende

Mit Sergio Pininfarina hat die Autowelt eine schillernde Persönlichkeit verloren.

Rom. Sergio Pininfarina, viele Jahre Chef der weltweit bekannten italienischen Autodesign-Schmiede, ist am Dienstag im Alter von 85 Jahren gestorben. Pininfarina hatte außerdem zwischen 1988 und 1992 den italienischen Industrieverband Confindustria geführt und war 2005 wegen seiner Verdienste für die italienische Wirtschaft zum Senator auf Lebenszeit ernannt worden. Sein Autodesign-Unternehmen entwarf seit den 1950er Jahren nahezu alle Ferrari-Modelle und arbeitete auch für die Hersteller Maserati, Cadillac, Alfa Romeo, Ford, Volvo und Lancia. www.pininfarina.it

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50 – automotivebusiness

Freitag, 6. Juli 2012

BMW Der deutsche Premiumhersteller geht überraschend mit Toyota eine tiefgreifende Zusammenarbeit ein

Kommentar

„Wir teilen die gleiche strategische Vision …“

Wie soll das bloß funktionieren?

Die Konzernchefs Akio Toyoda und Norbert Reithofer konkretisierten in München ihre Pläne. Jürgen Zacharias

München/Tokio. Allianzen sind die Zukunft der Automobilindustrie. Diese Prognose hat vor wenigen Jahren Fiat-Chef Sergio Marchionne gewagt – und wie die Geschichte zeigt, zu Recht: Renault bildet mit Nissan ein untrenn-

Jürgen Zacharias

D

er Elektroantrieb ist die Zukunft der Mobilität – darin sind sich wohl alle namhaften Experten einig. Widersprüche gibt es über den Beginn dieser Zukunft, den manche Branchenkenner in ferner, ferner Zukunft und andere schon gestern und nicht erst morgen sehen. Angesichts von aktuell nicht einmal 1.000 reinen StromFahrzeugen in Österreich darf Letzteres allerdings bezweifelt werden, ebenso, dass die grüne Antriebsrevolution in den kommenden Monaten oder Jahren das rot-weiß-rote Verkehrsaufkommen in ihren Grundfesten zu erschüttern droht. Zwar kommen immer mehr (nunmehr endlich auch leistbare) Elektrofahrzeuge auf den Markt; an den bekannten Problemen der Elektromobilität können sie vorerst allerdings nichts ändern und so scheinen die von der heimischen Politik einmal mehr hochgesteckten Elektrifizierungsziele schlichtweg illusorisch. Jedes fünfte neu in Österreich zugelassene Auto soll 2020 teiloder vollelektrisch angetrieben werden, fordern Infrastrukturministerin Doris Bures und ihre Ressortkollegen Nikolaus Berlakovich und Reinhold Mitterlehner im Umsetzungsplan „Elektromobilität in und aus Österreich“. Wie das gehen soll? Großes Fragezeichen. Auch hinter der zentralen Frage nach dem Ursprung des Stroms. Leider.

„Toyota und die BMW Group teilen die gleiche strategische Vision über eine nachhaltige individuelle Mobilität Norbert Reithofer, BMW

Wollen gemeinsam in die Zukunft gehen: BMW und Toyota haben eine Zusammenarbeit in vier Bereichen vereinbart.

bares Duo, Fiat hat sich Chrysler als starken Partner angelacht und Volkswagen praktisch mit Porsche fusioniert. Nun macht auch BMW einen großen Schritt hin in eine Allianzzukunft: Die Münchner haben ihre Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern beendet und wollen künftig auf das Pferd Toyota setzen – mit großen Hoffnungen, die beide Hersteller vor wenigen Tagen bei einer Pressekonferenz konkretisierten.

Langfristige Kooperation BMW-Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer und Toyota-Präsident Akio Toyoda unterzeichneten dabei eine Absichtserklärung, wonach die beiden Konzerne langfristig in vier Bereichen zusam-

Hankook Daimler-Deal

Neuer Partner

menarbeiten wollen: Gemeinsam wollen sie Brennstoffzellen sowie Architektur und Komponenten eines neuen Sportwagens entwickeln. Zudem wollen sie bei der Elektrifizierung von Antriebssystemen kooperieren und beim – für das verbrauchs- und schadstoffärmere Fahren wichtigen – Leichtbau miteinander forschen und entwickeln. Bisher waren nur die beiden letztgenannten Felder als Ansatzpunkte für neue Projekte der Konzerne gesehen worden. „Toyota und die BMW Group teilen die gleiche strategische Vision über eine nachhaltige, individuelle Mobilität der Zukunft“, sagte Reithofer. Die Zusammenarbeit schaffe die Voraussetzungen, dass beide Konzerne „in puncto Innovationen und Nachhaltigkeit auch in Zu-

kunft in ihrem jeweiligen Segment führend sind“.

Jeweilige Vorzüge vereinen Toyoda lobte den gegenseitigen Respekt der Partner und verwies auf die jeweiligen Vorzüge: „Toyota ist stark bei umweltfreundlicher Hybridtechnologie sowie im Bereich ‚Brennstoffzelle‘. Die Stärke von BMW liegt nach meiner Überzeugung in der Entwicklung von Sportwagen. Ich bin voller Vorfreude bei dem Gedanken, welche Fahrzeuge aus dieser Zusammenarbeit entstehen werden.“ BMW und Toyota hatten im Dezember 2011 vereinbart, dass die Münchner ab 2014 Dieselmotoren an die europäische Tochter der

Japaner liefern. Zudem verabredeten sie die gemeinsame Grundlagenforschung an der nächsten Generation von Lithium-Ionen-Batterien, die für Elektroautos elementar sind. Erst in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die Hybridpartnerschaft zwischen BMW und dem Autobauer PSA Peugeot Citroen vor dem Aus steht. Bei den Franzosen war im Frühjahr der US-Konzern GM eingestiegen und hatte offenbar auf den Ausstieg von PSA aus der Hybridpartnerschaft mit den Deutschen gedrängt. BMW wiederum hatte mit GM über Brennstoffzellen gesprochen. Nach dem Abbruch der Verhandlungen ist hier Toyota der neue Partner der Münchner. www.bmwgroup.com www.toyota.com

Daimler Elektrischer Antriebsstrang für die B-Klasse

Opel & PSA Kooperation könnte bald vertieft werden

Stuttgart. Daimler will nach dem Kleinwagen „smart“ ein zweites Elektrofahrzeug auf den Markt bringen. Der Konzern habe dem US-Elektroautobauer Tesla einen Auftrag zur Entwicklung eines elektrischen Antriebsstrangs für die B-Klasse erteilt, sagte ein Sprecher des Autoherstellers der Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Demnach sollte das Kompaktmodell ursprünglich statt mit einem reinen Elektroantrieb mit

Rüsselsheim/Paris. Kaum ist die Zusamenarbeit von PSA mit BMW (siehe Artikel oben) beendet, versuchen die Franzosen, ihre Allianz mit Opel zu vertiefen. So verhandeln die beiden Partner darüber, künftig im deutschen Opel-Stammwerk Rüsselsheim auch Autos von PSA Peugeot Citroen zu fertigen. „Es gibt ein solches Szenario, über das derzeit ernsthaft mit den Franzosen verhandelt wird“, zitierte die Frankfurter Allgemeine Zei-

einem kleinen Verbrennungsmotor als Reichweitenverlängerer ausgestattet werden. Laut Automobilwoche waren bisher noch keine konkreten Pläne für eine Elektroversion der B-Klasse angekündigt worden. Der Daimler-Sprecher begründete die Umstellung auf einen reinen Elektroantrieb mit der günstigeren Einstufung von Null-Emissions-Fahrzeugen besonders in den USA. www.daimler.com

tung den IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild. Dem Bericht zufolge könnten die Mittelklasselimousinen Peugeot 508 und Citroen C5 – quasi als Ausgleich für den geplanten Abzug der Astra-Produktion – ab 2016 in Rüsselsheim vom Band laufen. Im Gegenzug solle PSA die Entwicklung und Produktion des Familienvans Opel Zafira übertragen bekommen. www.opel.de www.psa-peugeot-citroen.com

© Daimler

© dpa/Caroline Seidel

© Hankook

Zweites Elektrofahrzeug in Planung Baut Opel künftig Peugeot-Autos?

Hankook beliefert nun insgesamt drei deutsche Premiumhersteller.

Seoul/Stuttgart. Der südkoreanische Reifenhersteller Hankook hat laut dem Handelsblatt mit Daimler einen weiteren deutschen Premiumhersteller als Kunden gewonnen. Hankook kommt damit seinem Ziel, in die Spitzengruppe der Reifenhersteller weltweit aufzurücken – aktuell belegt man laut eigenen Angaben weltweit Platz sieben und in Europa Platz sechs –, einen Schritt näher und beliefert nun neben BMW und Volkswagen drei deutsche Hersteller mit seinen Reifen. www.hankooktire-eu.com

© BMW

der Zukunft.“

Die B-Klasse soll nun auch mit einem reinen Elektroantrieb auf den Markt kommen.

Laufen in Rüsselsheim bald Peugeot-Fahrzeuge vom Band? Verhandlungen laufen …


Bike special

Freitag, 6. Juli 2012

automotivebusiness – 51

Zweirad Von Jänner bis Mai 2012 bilanziert der Handel über den Gesamtmarkt gerechnet mit einem Minus von 3,74%

short

Roller fahren weiterhin auf der Überholspur

Triumph Trophy: stark auf Touren

© Triumph

Vespa führt die Zulassungs-Hitparade an: Spitzenreiter ist die LX 50, gefolgt von der GTS 300ie Super. Beatrix keckeis-hiller

Triumph Trophy: neues DreizylinderReise-Flaggschiff aus England.

Neukirchen/Großvenediger. Bis zum letzten Moment wurde dicht gehalten: Für das Triumph Motorrad-Treffen im Pinzgau, von 22. bis 24. Juni, hatten die Engländer die Weltpremiere eines neuen Modells angekündigt. Um welches es sich dabei handeln würde, konnte nur vermutet werden. Geworden ist es schlussendlich ein starkes Dreizylinder-Touren-Eisen namens Trophy, in zwei Versionen: Basis und SE. Marktstart ist im Oktober. Über den Preis verlautete Triumph noch nichts auch nur annähernd Konkretes. www.triumphmotorcycles.com © KTM

Wien. Die ersten, die entscheidenden fünf Monate des ZweiradGeschäftsjahrs sind gelaufen. Die Bilanz über den Gesamtmarkt gerechnet – von 50 ccm-Gefährten bis zu den Big Bikes – weist ein Minus von 3,74% auf. In Zahlen sind das 916 Einheiten weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Insgesamt wurden heuer bis Ende Mai 23.557 einspurige motorisierte Fahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen. Das Gesamtmarkt-Minus resultiert aus dem Rückgang der 50 ccm- und der L3-Klasse (Motorräder). Während es bei den Kleinen signifikante 10,71% sind (10.414 zu 11.663 Einheiten), sind es bei den Großen weniger dramatisch wirkende 4,37% (6.103 zu 6.382 Einheiten). Leicht zugelegt hat die Klasse der Leichtmotorräder bis 125 ccm, um 2,92% (1.447 zu 1.406 Einheiten). Im Verhältnis kräftig gestiegen sind die Zulassungen bei den Leichtmotorrädern über 125 ccm, nämlich um 11,4% (2.784 zu 2.499 Einheiten).

Vespa ist Leader Ausgebaut hat unter den Herstellern Vespa – und damit auch Europa – seine derzeitige Dominanz. In fast allen Klassen: Die 50 ccmReihung wird von der Vespa LX 50 angeführt. Auf Rang zwei steht ebenfalls ein Piaggio-Konzernprodukt, die Derbi Senda 50. Drittes ist mit der Rieju MRT 50 ein spanisches Erzeugnis. Auch die Riege der bis 125 ccmFahrzeuge wird von Vespa angeführt, gleich zweifach: mit der GTS 125ie und der LX 125ie. Platz drei gehört Honda, hier firmiert die SH 125.

Der österreichische Hersteller KTM firmiert vor BMW auf dem Gesamtrang drei. Erfolgsträger ist die neue 690 Duke IV.

BMW: Liefer-Start der Maxi-Scooter

An der Zulassungsspitze der Leichtmotorräder über 125 ccm steht, wieder, eine Vespa: der Verkaufsschlager GTS 300ie Super. Platz zwei: Honda SH 300ie, Rang drei: KTM 350 Freeride. Bei all diesen Zahlen ist besonders auffällig, dass auf den ersten Rängen – und auch auf den weiteren – die Roller dominieren. Damit setzt sich ein Trend der vergangenen Jahre fort. Unter den nicht allzu vielen Neuerscheinungen des Jahres 2012 findet sich eine Reihe von Scootern, auch in hohen Hubraumklassen. Siehe zum Beispiel die BMW C-Serie, siehe die Aprilia RXV 850, siehe die neu ge-

Salzburg. Angekündigt hatte BMW Motorrad den Marktstart der Maxi-Scooter-Zwillinge C 600 Sport und C 650 GT für den 14. April. Mit dreieinhalb Monaten Verzögerung ist es nun tatsächlich so weit: Die Auslieferung startet mit 14. Juli in den Scooter-Hochburgen Italien, Frankreich und Spanien, und ab 21. Juli dann auch in Deutschland. Die Österreich-Auslieferung beginnt dann nochmals eine Woche später am 28. Juli. Die Preise: C 600 Sport kostet 11.500 € und die C 650 GT kommt auf 11.850 €. www.bmw-motorrad.at

machte Yamaha T-Max, siehe auch – wiederum aus dem Piaggio-Konzern – die Beverly 350ie).

Große Reise-Enduros Die Klasse der Motorräder, L3, wird zwar im Zeitraum von Jänner bis Mai 2012 vom Dauerbestseller BMW R 1200 GS angeführt. Auf Platz zwei folgt ein Fahrzeug, das in der Auslegung und Ausrichtung einem der momentanen Trends bei den Big Bikes, dem zur Mittelklasse, entspricht: die KTM 690 Duke IV. Auf Rang drei hat sich ebenfalls eine KTM eingereiht, die 990 Supermoto.

Generell ist festzustellen, dass das Segment der Supersportler weiter rückläufig ist. Gefragt sind große Reise-Enduros, siehe BMW R 1200 GS. In ihrem TrendFahrwasser fahren Motorräder vom Zuschnitt der neuen Honda Crosstourer, der neuen Kawasaki Versys 1000, der neuen Triumph Tiger 1200 Exporer und der gut eingeführten KTM 990 SM T. In der Hersteller-Reihung behauptet sich hinter Marktleader Vespa (plus 22,48%) der größte japanische Produzent, Honda, mit einem Zulassungsplus von knapp 20%. Deutlich zugelegt hat auch KTM: um 16,78%. www.datafact.com

Face- und TechnikLift für Honda PCX

Piaggio Mit dem neu bearbeiteten Aggregat soll ein Verbrauch von 1,8 bis 2 Litern pro 100 Kilometer möglich sein

Drei Ventile sorgen für Kraft und Sparsamkeit fikation am Kopf des Einzylinders besteht in der Umstellung auf Dreiventil-Technik. Das resultiert in

höherer Leistung – nunmehr 11,6 PS – und auch in höherem Drehmoment – nunmehr 10,7 Nm. Neu

Neue am 3V-Logo erkennbar

© Piaggio

Reduziert und maximiert Im Zuge der Motor-Bearbeitung wurde das Bohrung-Hub-Verhältnis neu angelegt. Erstere ist reduziert, zweitere maximiert. Damit ist die 125er-Version zum Langhuber mutiert. Die grundlegendste Modi-

ist ebenso die Position der Zündkerze, neu ist der E-Starter, neu ist die Auslegung der Variomatik – im Hinblick auf direktere Umsetzung des Ansprechverhaltens. Geblieben ist es bei der Luftkühlung, auch aus Gewichtsgründen.

Vespa LX 3V: Ihr Einzylinder-Motor wurde mittels Dreiventil-Technik stark gemacht.

In der Praxis, und zwar im dichten Verkehrsgewühl der italienischen Roller-Metropole Rom, zeigte die Vespa als LX und als S spürbar gesteigerte Spritzigkeit, spontaneren Antritt und auch verfeinerten Fahrkomfort. Das Ausloten der neuen Verbrauchssitten konnte aus Zeitgründen nicht erfolgen. Laut Piaggio sollen die 125erVespen mit dem neu bearbeiteten Triebwerk mit weniger als 2 l Sprit auf 100 km auskommen, konkret mit 1,8 l; heimische Vespa-Käufer können dem sofort auf den Grund gehen. Die ersten neuen Modelle, erkennbar am 3V-Logo, sind bereits in Österreich eingetroffen, zum Preis von 3.999 € pro Stück. www.vespa.at

© Honda

Wien. Der Siegesflug der Vespa am heimischen Markt ist nicht zu stoppen (siehe obige Analyse). Und er untermauert die derzeitige Marktführer-Position von PiaggioImporteur Josef Faber, der überzeugt ist, dass dieser Erfolg anhalten wird – auch, weil der Hersteller dafür einiges tut. Jüngst etwa mit der Neubearbeitung des Antriebs für die kleine Vespa-Klasse, die sogenannte Small Body-Fraktion. Zur Bearbeitungs-Kur geschickt wurde das luftgekühlte Einzylinder-Aggregat, das in der 124 ccm- und in der 155 ccm-Konfiguration vorerst in die Modelle LX und S Einzug hält (zweitere Version kommt nicht nach Österreich) und in weiterer Folge sämtliche Piaggio-Produkte dieser Hubraumklasse(n) befeuern wird.

Honda PCX 125: erster Scooter mit automatischer Leerluftabschaltung.

Wiener Neudorf. Den Erfolg des ersten Rollers mit automatischer Leerluftabschaltung, des PCX, will Honda prolongieren. Der sparsame Scooter geht face- und technikgeliftet in ­seine nächste Modell­ generation. Neu entwickelt wurde der 125 ccm-Einzylinder-Motor, genannt eSP, was für enhanced Smart Power steht. Damit soll laut Angaben des Herstellers ein Verbrauch von unter 2 l auf 100 km möglich sein. Der Preis für die PCX liegt bei 2.690 €, das Modell ist ab sofort verfügbar. www.honda.at


Modell & Handel

52 – automotivebusiness

short

Der Klassiker erhält ein umfangreiches Facelift

Freitag, 6. Juli 2012

Dacia Dokker Nach dem SUV „Duster“ und dem Family Van „Lodgy“ folgt nun der nächste Streich

Mit fünfter Modellreihe auf der Überholspur

© Citroen Austria

Der komplett neu entwickelte „Dokker“ und „Dokker Van“ überzeugt nicht nur durch günstige Preise. Gregor Josel

Wien. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2008 registrierte der als Limousine und als Tourer erhältliche Citroën C5 weltweit über 400.000 Zulassungen. Auch in Österreich erfreut sich der Citroën C5 nach wie vor großer Beliebtheit. Nun folgt ein umfangreiches Facelift in Optik, Technologie und Ausstattung. Der Citroën C5 trägt ab sofort den neuen, abgerundeten Citroen-Doppelwinkel. Neue 17“-Leichtmetallfelgen, die Außenfarbe „Guaranja-Braun“ sowie eine neuartige Leder-/Stoffpolsterung für das Ausstattungsniveau Exclusive vervollständigen den neuen Look. Zudem wird der Citroën C5 mit dem Navigationsgerät „eMyWay“ ausgestattet. Dieses umfasst neben einem 7“-Farbbildschirm einen USBAnschluss und eine BluetoothFreisprecheinrichtung mit Connecting-Box. Beim Citroën C5 Tourer kann das System mit einer Rückfahrkamera kombiniert werden, welche das Bild auf den Navigationsbildschirm überträgt. Auch zukünftig verfügt der Citroën C5 über moderne und exklusive Technologien an Bord, wie das Notruf- und Assistancesystem e-Touch samt elektronischem Wartungsheft oder auch das weltweit nur bei Citroën erhältliche HydractiveFahrwerk, das für herausragenden Fahrkomfort sorgt. www.citroen.at

Parken wird zum echten Kinderspiel

Wien. Dacia fährt in letzter Zeit eine knallharte Modelloffensive. Nach den Klassikern „Sandero“ und „Logan“ griff die rumänische Renault-Tochter vor nicht allzu langer Zeit und sehr erfolgreich mit dem SUV „Duster“ die weltweite Kompakt-SUV-Konkurrenz an. Vor Kurzem wurde der Family-Van „Lodgy“ präsentiert, der auf preisbewusste Familien abzielt, die weder auf Komfort noch Ausstattung verzichten wollen. Nun folgt mit den zwei neuen Modellen „Dokker“ und „Dokker Van“ der Angriff auf die Kombi Van- und Kleintransporter-Klasse.

Hochdachkombi Die „zivile“ Version, Dokker, bietet fünf Sitzplätze auf 4,36 m Länge, bei einem Radstand von 2,81 m. Mit 800 l bietet der Hochdachkombi Platz ohne Ende. Durch Umlegen der Rücksitzbank steigt das Gepäckraumvolumen des Hochdachkombis auf bis zu 3.000 l bei einer Ladelänge von 1,57 m. Die Kofferraumbreite zwischen den Radkästen beträgt 1,13 m. Dies erlaubt in dem vielseitigen PkwModell bei umgelegter Rücksitzbank sogar den Transport von Europaletten in Längsrichtung. Die Ladekante von 57 cm und die zusammen 1,082 bis 1,189 m breiten asymmetrischen Hecktüren machen das Beladen zum leichten Spiel. Auch das Platzangebot für die Passagiere liegt auf hohem Niveau. Die Kopffreiheit beträgt vorne 1,037 m und hinten 1,065 m. Auch die Kniefreiheit in der zweiten Reihe von 17,7 cm ermöglicht ein bequemes Reisen auch auf langen Strecken. Die serienmäßigen hin-

© Renault Austria

Citroën verpasste der gefragten C5-Serie ein gelungenes Facelift.

Ab Anfang 2013 sind der neue Dokker und der Dokker Van ab sensationellen 7.490 Euro (Dokka Van) in Österreich zu haben.

teren Schiebetüren (rechte Fahrzeugseite: Basisausstattung Dokker; links und rechts: Lauréate) ermöglichen einen komfortablen Zugang zum Fond. Sie öffnen 70,3 cm weit, was Bestwert in der Hochdachkombi-Klasse ist. Die Sitzbank in der zweiten Reihe verfügt im Basismodell über die komplett umklappbare Rückenlehne. Im Dokker Lauréate ist die Lehne im Verhältnis 1/3:2/3 getrennt umlegbar. Zusätzlich kann die Rückbank senkrecht gegen die Vordersitze geklappt werden.

Van-Variante Im Gegensatz zum fünfsitzigen Dokker schluckt der Dokker Van – auch er verfügt serienmäßig über

eine Schiebetür für den Laderaum – bis zu 3.900 l. Ab Werk verfügt der Dokker Van über eine geschlossene Trennwand mit Fenster. Hinzu kommen serienmäßig acht Verzurrösen im Laderaumboden und zusätzlich vier Ösen an den Transporterwänden. Das optionale Flexipaket (inklusive schwenkbarer Trennwand und nach vorn umklappbarem Beifahrersitz) ermöglicht die schrittweise Erweiterung der Ladekapazität um bis zu 600 l. Unter anderem kann man beim Flexipaket die Beifahrersitzlehne umklappen und als Arbeitsfläche nutzen beziehungsweise die Durchladelänge erweitern. Noch mehr Stauvolumen steht zur Verfügung, wenn der zusammengelegte Beifahrersitz komplett nach vorn

geklappt wird. Dieser kann auch ausgebaut werden, wodurch sich die Ladefläche nochmals vergrößert.

Drei Motorisierungen Zum Marktstart werden beide Modelle wahlweise mit einem 1,6 l-Benziner mit 82 PS und zwei Common-Rail-Turbodieseln mit jeweils 75 oder 90 PS angeboten. Im Lauf des Modelljahrgangs 2013 komplettiert der hochmoderne 1,2 l-Turbobenziner TCe 115 mit 85 kW/115 PS die Motorenpalette. Treu geblieben ist Dacia auch der Preisphilosophie: So ist der Dokka Van bereits um 7.490 € und der Dokka ab 9.990 € zu haben. www.dacia.at

Mitsubishi ASX Der clevere Crossover punktet mit kompakten Maßen, Komfort und attraktiven Einstiegspreisen

Der VW „Caddy“ ist ab sofort auch mit Park Assist zu bestellen.

Wien. Mit dem Parklenkassistent „Park Assist“, der das automatisierte Einparken ermöglicht, ist der „Caddy“ nun noch besser für den Stadt(liefer)verkehr geeignet. Aktiviert wird das System bei Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h per Tastendruck in der Mittelkonsole. Via Blinker wählt der Fahrer die Straßenseite, auf der geparkt werden soll. Ermittelt der Park Assist über die Ultraschallsensoren des Caddy eine ausreichend große Parklücke, kann das assistierte Einparken starten: Der Fahrer legt den Rückwärtsgang ein und muss nur noch Gas geben und bremsen; das Lenken übernimmt der Caddy. Das System ist ab sofort und ab 318 € für den Caddy bestellbar. www.volkswagen.at

Wien. Kompakte SUV erfreuen sich nach wie vor größter Beliebtheit am heimischen Automarkt. Fast alle Hersteller haben mittlerweile entsprechende Modelle im Angebot, die Vorteile durch erhöhte Sitzposition, guten Überblick und leichte Geländegängigkeit sind nicht von der Hand zu weisen. Mitsubishi ist erst relativ spät auf den Zug der Kompakt-SUV aufgesprungen, der ASX war und ist das einzige Modell im Mitsubishi-Portfolio in diesem Segment und vereint zweierlei Ansätze: Zum einen spiegelt sein kantiges Grundkonzept die jahrzehntelange Allrad- und Offroadkompetenz der Marke Mitsubishi wider, andererseits passt er mit seinen kompakten Maßen – 4,3 m Länge und 1,77 m Breite – perfekt in die heutige SUV-Welt. Die markante Vorderansicht mit JetfighterKühlergrill des neuen kompakten Crossover ASX ist als weitere Variation des Mitsubishi FamilienDesignthemas wie schon bei den Modellen Colt, Lancer und Outlander klar erkennbar. Im Innenraum bietet der ASX ein hochwertiges Wohlfühlambiente. Je nach Posi-

tion der hinteren Rückenlehnen stehen ab 416 l, bei voller Nutzung der im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbaren Fondbank bis zu 1.193 l Frachtkapazität zur Verfügung. Für großgewachsene Menschen jenseits der 1,85 lässt sich der Fahrersitz einen Deut zu wenig weit nach unten justieren, auch die Beinauflage könnte hier ein paar Zentimeter länger sein. Komfortabel ist auch der

Geräuschpegel im ASX: Selbst bei höherer Autobahngeschwindigkeit bleibt der kompakte Japan-SUV angenehm leise, Windgeräusche sind kaum zu vernehmen.

Diesel mit Allrad Alle Dieselmodelle sind serienmäßig mit dem Mitsubishi-Allradsystem AWCS ausgestattet. Das

© Mitsubishi

© Porsche Austria

Kleiner Crossover mit großer Wirkung

Der Mitsubishi ASX ist als Diesel mit 150 PS und Allrad ab 29.830 Euro zu haben.

System bietet drei Fahrprogramme: „4WD“ mit variabler Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse für maximale Traktion bei schlechten Straßenbedingungen, „4WD Lock“ für maximale Allradperformance auf unbefestigtem Untergrund sowie den verbrauchsoptimierten Frontantriebmodus „2WD“ für optimale Fahrbedingungen. In bestem Einklang mit dem hervorragenden Allradsystem arbeitet auch das Fahrwerk des ASX, das überdurchschnittlich komfortabel ist und selbst heftige Schläge sehr nachhaltig abfängt. Der Testwagen wird vom 1,8 l DI-D MIVEC Common Rail Diesel Euro5-Motor in der 150 PS Version angetrieben. Bei moderater Fahrweise und im 2WD-Betrieb begnügte sich der ASX im Durchschnitt mit rund 7,2 l. Betätigt man das Gaspedal mit etwas mehr Enthusiasmus, sind allerdings auch zweistellige Verbrauchswerte keine Hexerei. Unterm Strich steht jedoch ein äußerst interessantes PreisLeistungsverhältnis beim kompakten ASX. (gj) www.mitsubishi.at


Freitag, 6. Juli 2012

I n n ovati o n & U m we lt

automotivebusiness – 53

ÖAMTC Der Autofahrerclub hat gemeinsam mit dem Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik die Alltagstauglichkeit von Elektroautos getestet

„Keine nennenswerten Vorteile“ Elektroautos rentieren sich weder für die Umwelt, noch für die Verbraucher. Wien. Elektroautos sind für viele der Hoffnungsträger für eine umweltfreundliche Mobilität. „Nach wie vor ist aber unklar, ob E-Fahrzeuge überhaupt einen Vorteil gegenüber einem herkömmlichen Diesel-Pkw haben“, gibt ÖAMTCCheftechniker Max Lang zu bedenken. Der ÖAMTC hat daher in Kooperation mit dem Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit dieser Fragestellung beschäftigt.

Keine nennenswerte Vorteile Zu diesem Zweck wurden am Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik (IFA) der TU Wien vier E-Autos (Mitsubishi iMiEV, Mercedes Benz A-Klasse E-Cell, Smart Fortwo Electric Drive, Nissan Leaf) und ein Die-

sel-Pkw (VW Polo BlueMotion) untersucht. Neben den „klassischen“ Kriterien wie Reichweite, Anschaffungs- und Energiekosten wurden auch die Klimawirksamkeit und der Energiebedarf verglichen. „Auch wenn E-Fahrzeuge in einzelnen Kriterien besser abschneiden als ein Diesel-Pkw, bringt die Anschaffung eines Elektroautos nach derzeitigem Stand keine nennenswerten Vorteile – weder für den Verbraucher noch für die Umwelt“, fasst Professor Hans-Peter Lenz, Vorsitzender ÖVK, die Ergebnisse zusammen. In Regionen mit niedrigen Durchschnittstemperaturen oder geringem regene-

rativen Energieanteil sowie bei hohen Fahrleistungen können Dieselfahrzeuge sogar einen niedrigeren Energiebedarf und weniger Treibhausgas-Emissionen aufweisen.

Viele Nach-, wenig Vorteile Nachteile von E-Fahrzeugen seien vor allem die teils eklatant hohen Mehrkosten und die gegenüber Dieselfahrzeugen stark eingeschränkte Reichweite. „Noch dazu ist diese auch von der Umgebungstemperatur abhängig“, hält Professor Lenz fest. Ein Vorteil sind die niedrigeren Betriebs­ kosten. www.oeamtc.at

© ÖAMTC

Moritz Kolar

Elektroautos haben nur in wenigen Punkten Vorteile gegenüber einem Diesel-Pkw.

16. AUSTRIAN EVENT AWARD

Elektro-Hybride AbgÄG

Steuer-Regelung Wien. Für Elektro-Hybrid-Autos soll die Benachteiligung bei der motorbezogenen Versicherungssteuer beseitigt werden: Die Steuerbelastung soll für diese Fahrzeuge halbiert werden. Dies ist mit Änderungen im Versicherungsaufsichts- und dem Kraftfahrzeugsteuergesetz geplant, geht aus dem neuen Begutachtungsentwurf zum Abgabenänderungsgesetz (AbgÄG) 2012 hervor. Außerdem soll der Bonus für Hybrid-Autos und andere grüne Antriebsmotoren von bis zu 500 € bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA) von Ende August 2012 bis Ende Dezember 2014 verlängert werden. Dafür wird bei „Gebrauchten“, die nicht aus der EU kommen, künftig anstelle des NoVA-Bonus ein Malus angewendet. www.bmf.gv.at

Toyota Auszeichnung

Grüner Hersteller

© Toyota

Tokio. Toyota ist zum zweiten Mal in Folge zum weltweit „grünsten“ Unternehmen gekürt worden. Laut der Studie „Best Global Green Brands“ durch die Markenberatung Interbrand liegt der japanische Automobilhersteller nach 2011 auch 2012 auf Platz eins der Rangliste. Wurde das Thema Nachhaltigkeit bisher mehr als Imagefaktor angesehen, zeigt der Report laut Interbrand „seine wachsende Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens“. www.toyota.com

Interbrand: Toyota wurde als grünstes Unternehmen der Welt ausgezeichnet.

Verleihung:

Abendveranstaltung am Dienstag, 04.12.2012, im Design Center Linz, Europaplatz 1, 4020 Linz

Online-Anmeldung und Infos unter: wwww.eventaward.at „Eventmarketing ist eines der wichtigsten Tools im Marketing. Markenoder Produktbotschaften, die unter Berücksichtigung von Neuromarketing inszeniert werden, bleiben nachhaltig im Kopf. Die besten Beispiele aus der Branche zeigt jährlich der Event Award. Ich freue mich auf die zahlreichen Einreichungen“ sagt Walter Ilk, Geschäftsführer der Eventwerkstatt und Veranstalter des Austrian Event Award. Auch heuer bestimmt die Fachjury in 10 Kategorien jeweils bis zu 5 Nominees und je einen Preisträger in Gold. Zusätzlich wird der Sonderpreis für Green Events vergeben. Für Einreicher ist es möglich, auch ein bereits in einer der 10 Kategorien eingereichtes Event zusätzlich für den Sonderpreis einzureichen. Die Preisträger werden bei der Verleihung präsentiert und über unsere Medienpartner und unsere Website veröffentlicht.

Veranstaltet von www.eventwerkstatt.at Tagsüber findet im Design Center Linz der 3. Eventmanager Congress Österreich statt. Ein Highlight des diesjährigen Congresses ist das Thema 3D – präsentiert durch das AEC Linz gemeinsam mit der Technik-Firma Kabaus. Informationen unter www.reglist24.com/eventmanager

Kategorien: • • • • • • • • • • •

Gesamtkommunikation (B2B, B2C, B2P) Corporate – Events (B2B) Corporate – Public Events (B2P) Corporate – Efficiency Events (B2B, B2P) Mitarbeiter – Events (B2E) Consumer – Events (B2C) Exhibition – Events (B2B, B2C, B2P) Public – Events Charity/Social/Cultural (P2P) Public – Events Sport (P2P) Incentives (B2B, B2E) Sonderpreis – Green Events


r u n d u m s au t o

54 – automotivebusiness

Freitag, 6. Juli 2012

IAA Preview Die Daimler Nutzfahrzeugsparte zeigte einen Ausblick auf die Messehighlights der NFZ-IAA 2012

short

Zwei Weltpremieren und zahlreiche Modell-News

Kühle Begleiter und Personalverstärkung

Die neuen Kühlboxen sind in Größen von 15 bis 50 Litern verfügbar.

Weltpremiere für den neuen „Antos“, neue Euro VI Motorenpalette, globale Markenstrategien. Gregor Josel

Stuttgart. Schon Monate vor der IAA bat der Daimler-Konzern Anfang Juli nach Stuttgart, um der Welt einen Ausblick auf die zahlreichen Neuigkeiten aus der Produktpalette des Daimler Nutzfahrzeug-Verbunds zu gewähren. Neben den bewährten Fahrzeugen wie Sprinter, Actros und Co. – die allesamt mit neuesten Technologien aufgewertet wurden – feiern auf der IAA gleich drei neue Modelle eine Premiere: Der neue Mercedes ­Citan, mit dem Daimler nun auch im City-Verteilerverkehr großflächig punkten will, der neue Antos, der die Baureihe Axor ersetzt und auf die Genetik des Actros setzt, und die neue Setra ComfortClass 500.

Wr. Neudorf. Eberspächer präsentierte vor wenigen Tagen neue, handliche Kühlboxen. Damit wurde laut eigenen Angaben dem „vielfachen Kundenwunsch“ nach kleineren, kompakten und qualitativ trotzdem hochwertigen TravelBoxen Rechnung getragen. Der eingesetzte Danfoss-Kompressor kühlt unabhängig von der Außentemperatur, die Tiefkühlfunktion ermöglicht Innentemperaturen von bis zu minus 18 Grad. Alle fünf Geräte – in Größen von 15 bis 50 l – sind mit einem Display ausgestattet, verfügen über eine einfache und intuitive Bedienung und sind ab sofort verfügbar. Das Engagement im Klimageschäft machte auch eine Personalaufstockung notwendig und so besetzt Karl Schmoll (29) ab sofort die neu geschaffene Position des Vertriebsinnendiensts; sein Aufgabengebiet umfasst den Kundensupport und das Produktmanagement von Kühlboxen, mobilen Kühlcontainern, Standklimaanalgen und Wärmetauschern. www.eberspaecher.at

© Eberspächer (2)

Ob Lebensmittel, Heizöl, Baustoff oder Kommunalverkehr: Der Antos mit 18 t bis 26 t zulässigem Gesamtgewicht ist im Regionalverkehr zu Hause. Vielfältig wie das Einsatzgebiet ist auch das Modellprogramm inklusive der hochspezialisierten Loader- und Volumer-Modelle. Zu den Trümpfen des Antos zählen außerdem ein breites Motorenangebot nach Abgasstufe Euro VI, durchwegs vollautomatisierte Getriebe und das bedienungsfreundliche Fahrerhaus. Regional stark unterschiedliche Topografie und verschiedene Beladungen erfordern ein breites Spektrum an Motorleistungen; viele Stopps unterwegs verlangen nach einem einfachen Ein- und Ausstieg. Schwere Verteiler-Lkw sind sowohl in der Stadt als auch im Überlandverkehr und auf Autobahnen zu Hause. Der neue Antos ist mit seinem ungewöhnlich breit angelegten Programm maßgeschnei-

© Mercedes-Benz

Neuer Verteiler-Profi

Perfekt für den schweren Verteilerverkehr: Mercedes-Benz Antos vereint die bisherige Axor-Baureihe mit Assets des neuen Actros.

dert für diese vielfältigen Anforderungen von Unternehmen und Fahrern. Der neue Mercedes-Benz Antos ist mit einem außergewöhnlich breiten Angebot an BlueEfficiency-Power-Dieselmotoren erhältlich. Die Spanne umfasst drei hochaktuelle und antrittsstarke Reihensechszylinder nach Abgasstufe Euro VI mit 7,7 l, 10,7 l und 12,8 l Hubraum. Die Leistung reicht von 238 PS für leichtere Einsätze als Solofahrzeug bis zu 510 PS für schwere Last- und Sattelzüge unter sehr anspruchsvollen topografischen Bedingungen. Besonders kompakt und leicht ist der neue Reihensechszylinder Mercedes-Benz OM 936; die Neukonstruktion verfügt über zahlreiche technische Finessen, etwa

einen Einspritzdruck von maximal 2.400 bar oder die weltweit erste verstellbare Auslassnockenwelle in einem Dieselmotor.

Die weiteren Highlights Ebenfalls neu in Europa: Der Fuso Canter Eco-Hybrid. Die japanische Daimler-Tochter Fuso hat auf Basis des neuen Leicht-Lkw Canter den Hybridantrieb nochmals deutlich verfeinert. Der neue Canter Eco-Hybrid wird ab dem dritten Quartal 2012 auch in Europa gefertigt – als erster Truck mit Hybridantrieb seiner Klasse. Der hybride Canter soll sich aufgrund der schlanken Kostenstruktur schon nach rund vier Jahren Betriebszeit rechnen. Eine wei-

tere Weltpremiere steuert Daimler Buses mit seiner Marke Setra bei: Die neue Setra ComfortClass 500 startet zur „IAA Nutzfahrzeuge“. Die Baureihe hebt das BusinessSegment der Reisebusse auf ein neues Niveau: Aerodynamisch bis ins Detail optimiert und mit emotionalem Design, voller neuer Ideen für Fahrgastraum und Cockpit, mit einer Fülle von Sicherheitssystemen und einem neuen wirtschaftlichen Antrieb nach Abgasstufe Euro VI unterstreicht die neue ComfortClass 500 das bekannte Setra-Motto „Best in Class“. Last but not least ist auch der Vito E-Cell mit von der Partie, der emissionsfreien Personentransport in urbaner Umgebung gewährleiste soll. www.mercedes-benz.at

Karl Schmoll übernimmt die neue Position des Vertriebsinnendienstes.

Auto, Bus, Bahn & Co belasten Haushalte

EuroFOT Forschungskonsortium präsentiert Ergebnisse

Detroit. Ford führt mit dem neuen Mondeo im kommenden Jahr in Europa auch erstmals einen GurtAirbag für die Fondpassagiere ein. Speziell Kinder und ältere Personen sollen dadurch besonders effektiv vor Kopf-, Nacken- und Brustkorb-Verletzungen geschützt werden. Bei einem Aufprall entfaltet sich in Sekundenbruchteilen der luftgefüllte Polster des Airbags und verteilt die Kräfte, mit denen die Sicherheitsgurte die Passagiere

Brüssel. In der EU ist ein falsches Fahrerverhalten die Ursache von über 90% aller Verkehrsunfälle. Laut den kürzlich in Brüssel präsentierten Ergebnissen des EuroFOT (European Field Operational Test) könnte durch eine stärkere Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen eine Vielzahl vermieden und so bis zu 1,2 Mrd. € volkswirtschaftliche Kosten pro Jahr eingespart werden. Eine Ausweitung auf schwe-

Gurte bekommen Airbag verpasst

© Ford

Mobilitätsausgaben machen 15 Prozent der Haushaltsausgaben aus.

Der neue Gurt-Airbag verteilt den Aufpralldruck besser auf den Körper.

Technik macht Autos noch sicherer

sicher auf ihren Plätzen halten, auf eine fünffach größere Körperfläche als bisher. Druckspitzen, die zu Verletzungen führen könnten, werden zugunsten einer gleichmäßig-geringeren Belastung deutlich reduziert.

Hohes Maß an Extraschutz „Wir haben das neue System intensiv mit Crashtest-Dummys in allen Größen und Ausführungen getestet – es bietet im Vergleich zu konventionellen Gurt-Systemen ein hohes Maß an Extraschutz“, betont Jörg Döring, Entwicklungs-Ingenieur für Sicherheitsgurte von Ford Europa. Die Technologie war bis dato auf dem europäischen Markt nicht erhältlich. Sie bietet einen Extraschutz für den Kopf- und Nackenbereich – Körperregionen, die speziell bei Kindern und älteren Menschen ein besonders hohes Verletzungsrisiko haben. Einbußen an Komfort oder in Kombination mit Baby-Schalen, Kindersitzen und Sitzerhöhungen soll es durch den neuen Airbag laut dem US-Autohersteller nicht geben. www.ford.com

re Nutzfahrzeuge brächte weitere 180 Mio. € jährlich. Der Flottentest EuroFOT wurde bereits 2008 von einem europäischen Forschungskonsortium aus insgesamt 28 Partnern – Hersteller, Zulieferer und renommierte Forschungsinstitute – gestartet.An dem Flottentest haben insgesamt über 1.000 Pkw und Nutzfahrzeuge teilgenommen. In Summe sind dabei rund 35 Mio. km zurückgelegt worden. www.eurofot-ip.eu

© Volkswagen

Wien. Die Kosten für Mobilität machen 15% der Ausgaben eines heimischen Haushalts aus. Relativ billig, mit 343 € monatlich, kommt man in den urbanen Regionen davon, während man am Land fast 160 € mehr für Verkehr ausgeben muss. Das ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten SORA-Umfrage. Rund 80% der Befragten meinen, es sei „wichtig“ oder „sehr wichtig“, dass Busse und Bahnen im Eigentum des Staates bleiben. Und wo es ein gut ausgebautes Öffi-Netz gibt, wie etwa in Wien, nutzen dieses 75%, davon 42% täglich. www.sora.at

© Thorben Wengert/pixelio.de

Ford Neuer Gurt-Airbag kommt mit Mondeo nach Europa

Fahrassistenzsysteme sollen in Zukunft Unfälle und hohe Kosten vermeiden helfen.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 6. JULI 2012 – 55

andel’s berlin ist green

VI-Hotel in Berlin ist exklusiver Partner der weltgrößten Eco-Fashion-Schau Seite 56

© JW Marriott

© Vienna International

destinationworld marriott hotel in baku

Marriott-Gruppe eröffnet ein Luxushotel für Biz-Reisende in Aserbaidschan Seite 60

splashline didi tunkel und seine sponsoren © Summersplash

Österreicher urlauben vermehrt in Dänemark

© Ingrid Friedl/Lufthansa

short

Wien. Die Weltmarke Best Western steht unangefochten auf Platz eins der global agierenden Hotelgruppen und liegt derzeit weit vor Holiday Inn, Marriott oder Hilton. 2011 erlebte die Marketingkooperation unabhängiger Privathotels ihr bestes Geschäftsjahr seit Gründung 1946, 2012 könnte 2011 noch übertreffen – durch zweistellige Zuwächse bei Buchungen, Ertrag pro Zimmer, Mitgliederanzahl des Kundenbindungsprogramms, etc. In den ersten drei Monaten konnten fast 19% mehr neue Stammkunden im Bonus-Club registriert werden. www.bestwestern-ce.com

© Cees van Roeden

© Best Western

Frankfurt/Main. Mit Beginn des Winterflugplans 2012/13 können Lufthansa-Fluggäste Kapstadt erstmals nonstop von München aus erreichen. Die LH-Verbindung in die drittgrößte Stadt Südafrikas wird nicht wie in den vergangenen Jahren von Frankfurt bedient, sondern startet ab 28. Oktober in München. Der Flug wird mit einem A340-300 durchgeführt und steht fünf Mal pro Woche auf dem Plan. Gäste, die auf Frankfurt–Kapstadt gebucht sind, werden kostenfrei umgebucht und informiert. www.lufthansa.com

Cooler Norden Immer mehr Österreicher machen Urlaub in Dänemark. Dabei besuchen sie Kopenhagen, Legoland oder die einsamen Strände am Meer. Auch die berühmte dänische Esskultur ist immer eine Reise wert. Seite 56 Club Magic Life „Persönlichkeiten Hautnah“-Stars geben beim Kaffee-Talk Anekdoten aus ihrem Leben zum Besten

Wien. Trotz hochsommerlicher Temperaturen folgten 15 Thomas Cook Agents aus Wien und Umgebung der Einladung zum ersten „Tunesischen Kochworkshop“ in den Kochsalon am Bauernmarkt. Unter der Leitung von Sofiane Taieb und Béatrice Chicanaux, Vertreter des Tunesischen Fremdenverkehrsamts Wien, wurde eifrig geköchelt. www.tunesien-info.at

Wien. „Bei strahlendem Sonnenschein und mit Blick aufs Meer macht das Kicken gleich noch mehr Spaß“, verrät Andreas Herzog, der gemeinsam mit Ex-Kicker-Kollege Franz Weber den Workshop „Fußball“ (24. Juni bis 6. Juli) in der Club Magic Life-Anlage Waterworld Imperial in der Türkei angeboten hat. Neben den Trainingseinheiten und packenden Duellen am feinen, gepflegten Rasen im Club stand der Spaßfaktor klar im Vordergrund. Beim gemeinsamen Frühstück oder bei dem beliebten „Sundowner on the Beach“ konnte man die

österreichischen Kicker-Idole näher kennenlernen. Ö3 Talk-Queen Claudia Stöckl war ebenfalls live vor Ort und interviewte die Rapid Wien-Legende für ihre Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“. Club Magic Life präsentiert heuer wieder viel Prominenz aus Kunst, Kultur, Lifestyle, Sport und Medien. Erstmals sind auch Persönlichkeiten aus Deutschland wie Star-Koch Christoph Dubois und „Käpt’n Blaubär“ Bernhard Lassahn mit von der Partie. Neben Musical-Star Maya Hakvoort und Beachvolleyball-Ass Oliver Stamm verbringen u.a. Surf-

Champ Harald Negri, Grillweltmeister Adi Matzek, Balázs Ekker, Alice Guschelbauer und Choreograf Alamande Belfor ihren Urlaub mit Club Magic Life-Gästen. Der Programmschwerpunkt „Persönlichkeiten Hautnah“ ist im umfangreichen alles „Drinklusive“-Konzept von Club Magic Life enthalten. Preisbeispiel: Eine Woche pro Person im DZ in der Club Magic Life-Anlage Waterworld Imperial in der Türkei gibt es All-inclusive pro Person ab 929 €; Abflug ist am 23. September in Linz. www.magiclife.com

© Magic Life

© Tunesisches Fremdenverkehrsamt

Spannendes Entertainment für die Familie

„Persönlichkeiten Hautnah“: Andreas Herzog wurde als VIP engagiert.


c ov e r

56 – destinationworld

Kommentar

AIDA Cruises ist Service Champion

Freitag, 6. Juli 2012

Dänemark Immer mehr Österreicher kehren im Sommer dem Mittelmeer den Rücken und urlauben im Hohen Norden

Dänemark bietet sich als Mittelmeer-Alternative an

Legoland, Kopenhagen und viele andere Attraktionen mehr sorgen für einen unterhaltsamen Urlaub. georg biron

D

er deutsche Marktführer der Kreuzfahrtbranche, AIDA Cruises, wurde am vergangenen Mittwoch mit dem ersten Platz und dem „Goldenen Siegel“ in Sachen Servicequalität ausgezeichnet. Damit setzte sich AIDA gegen 13 andere Kreuzfahrtreedereien durch und erzielte den höchsten Wert beim erlebten Kundenservice. Als stärkster Mitbewerber bei Kreuzfahrten in Deutschland ist AIDA Cruises ein Vorreiter in Sachen Qualität und Service für die Passagiere. Von Anfang an haben die AIDA-Schiffe Impulse für das internationale KreuzfahrtenBusiness gesetzt; sie stehen für einen legeren, erholsamen und zugleich aktiven Urlaub, für Abwechslung, Vielfalt und beste Angebotsqualität. Die Schiffe der AIDA-Flotte zeichnen sich ganz besonders durch vielfältige Sport- und Fitnessangebote, professionelles Entertainment an Bord, außergewöhnliche Ausflüge, eine abwechslungsreiche Erlebnisgastronomie und komfortable Kabinen aus. Der Service Champion wird jährlich von der Service Value GmbH in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität in Frankfurt am Main verliehen. Die Kundenbefragung beinhaltet insgesamt fast eine Million Kundenurteile zu mehr als 1.000 Unternehmen und 100 Branchen. Dazu kann man nur gratulieren ...

Jordanien Schatzsuche

Ein Pfund Gold zu gewinnen

Wien. Aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums der Wiederentdeckung von Petra veranstaltet das Jordan Tourism Board einen großen Wettbewerb im Internet: Interessierte nehmen an der Jordanien-Schatzsuche teil und gewinnen vielleicht ein Pfund pures Gold – und andere Sachpreise. Infos unter: treasurehunt.visitjordan.com

Kopenhagen. Nicht erst seit dem weltweiten Siegeszug der „Neuen Nordischen Küche“ (dän. Ny Nordisk Mad) gilt Kopenhagen als Heimat außergewöhnlicher Gaumengenüsse und Kochtrends. Erstmals können Kopenhagen-Besucher dem frischen Geschmack lokaler und regionaler Spezialitäten aus Dänemark jetzt im Rahmen einer kulinarischen Stadtführung durch die dänische Hauptstadt folgen.

„Windmühlen und Solar sorgen dafür, dass umweltgerechte Themen in Dänemark Einzug im touristischen

© Visit Denmark/Jorgen Schytte

georg biron

Bereich halten.“

Heuer um 6,5% mehr Urlauber aus Österreich als im Vorjahr: Dänemark ist keine Schnäppchen-Region, aber das skandinavische Land punktet im Sommer mit moderaten Temperaturen und einer hervorragenden touristischen Infrastruktur.

Norbert Michel visitdenmark Senior Advisor

jetzt eröffnet hat. Neben der Museumsabteilung zur Gefängnisgeschichte gibt es aber auch Theateraufführungen oder Konzerte. So sind im Gefängnishof im Juni Rockgrößen wie „Metallica“ oder „Tom Petty & The Heartbreakers“ aufgetreten. Für größere und kleinere Events wie Konferenzen oder Meetings in ungewöhnlicher Atmosphäre können im Fængslet auch Räume wie die frühere Gefängniskapelle oder der Speisesaal angemietet werden. „Nach wie vor ist Dänemark das Urlaubsland für Familien. Wir bieten entspannten Urlaub am Strand, aber auch Aktivurlaubsangebote. Radfahren, Wandern oder auch Touren durch unsere Naturparks

Eine ganz andere touristische Attraktion wird in Horsens geboten: Das „Fængslet“ war bis zu seiner Schließung im Jahr 2006 das Staatsgefängnis des Landes; 153 Jahre lang diente die auf einem Hügel über der ostjütländischen Stadt gelegene Anlage als Besserungs- und Verwahranstalt für Straftäter. Rund 10.000 originale Gegenstände aus allen Phasen des Fængslet rettete der heute pensionierte Wachtmeister Åge Egholm vor der Entsorgung. Sie bilden die Grundlage einer der größte Gefängnissammlungen weltweit, die

sind gern angenommene Produkte“, sagt Norbert Michel, Senior Advisor von VisitDenmark mit Sitz in Hamburg.

Kopenhagen ist ein Reisehit 53.970 Österreicher haben 2011 in Dänemark Urlaub gemacht, um 6,5% mehr als 2010; für heuer hofft man auf denselben Zuwachs. Wenn die Gluthitze rund ums Mittelmeer alles lähmt, kann man in Dänemark bei vergleichsweise angenehmen Temperaturen am Strand liegen. „Kopenhagen ist nach wie vor ein Reisehit. Hier spielt die Gastronomie eine große Rolle. Kopenhagen hat seit Jahren eine große Anzahl

andel’s Berlin Zur „Berlin Fashion Week“ präsentiert sich das Designhotel als Hotelpartner von „Catwalk Enterprises“

Models, Designer und VIPs im andel’s Wien/Berlin. Pünktlich zur „Berlin Fashion Week“ (noch bis 8. Juli) kooperiert das 4-Sterne Superior Designhotel andel’s Berlin exklusiv mit Catwalk Enterprises, dem

Mit dabei ist auch die Hamburger Jungdesignerin Julia Starp; sie ist einer der Shootingstars des Green Glamour und seit dem letzten Jahr zum wiederholten Mal Gast im andel’s Berlin.Die Modeschöpferin vereint Ökologie und zeitlose Opulenz geschickt mit vielen Überraschungen. Ihre neue Kollektion „She Sommer 2013 – Julia Starp meets Kiddy Citny“ präsentierte sie gestern. Markenzeichen

„Ich bin froh, dass auch das ‚andel’s Hotel Berlin‘ mit dabei ist,

der Starp-Mode sind extravagante Designs und ausgefallene Schnittführungen sowie ökologisch verantwortungsbewusste Materialien, die ausschließlich fair und innerhalb Europas produziert werden.

Green Globe-Zertifikat Bewusst unterstützt das andel’s Hotel Berlin nicht nur Julia Starp, sondern auch das nachhal-

denn unsere nachhaltigen Konzepte passen perfekt zueinander.“

Veranstalter der weltgrößten EcoFashion-Schau.Zahlreiche Models, Designer, die Crew und die Gäste des bereits zum 7. Mal stattfindenden Lavera Showfloor Berlin wohnen im andel’s Hotel Berlin.

© Vienna International

© Panthermedia/Jan Gerrit Siesling

Karl-Rainer von der Ahé GF CATWALK ENTERPRISES

Die berühmte Felsenstadt Petra in Jordanien wird heuer gefeiert.

an Restaurants mit Michelin-Sternen. Design und Kultur bieten darüber hinaus große Anreize für einen Städtetrip“, so Michel. „Zudem sind Reisen für Schwule und Lesben, aber auch Silver Ager, ganz besonders für Kopenhagen ein Thema.“ Kopenhagen will die fahrradfreundlichste Stadt der Welt werden. Im Mai wurde mit dem ‚C99‘ der erste von 26 geplanten „Cykelsuperstis“ eingeweiht, also Fahrradwegen, die ausschließlich für Radler gebaut werden. Die Superstis sollen auch Pendlern das Erreichen des Zentrums leichter machen; der erste verbindet die Kommune Albertslund in west-östlicher Richtung mit der Stadtmitte. www.visitdenmark.com

Voll verglaste sky.bar im andel’s Hotel mit einem atemberaubenden Blick auf Berlin.

tige Gesamtkonzept des Lavera Showfloor. Karl-Rainer von der Ahé, GF von Catwalk Enterprises, bestätigt: „Der frei zugängliche Showfloor vereint Eco-Fashion, Naturkosmetik des strategischen Partners Lavera, Designer und Kunden. So bin ich froh, dass auch das ‚andel’s Hotel Berlin‘ mit dabei ist, denn unsere nachhaltigen Konzepte passen perfekt zueinander.“ Wichtiges Plus des neuen Partners ist die Auszeichnung mit dem anerkannten Green Globe-Zertifikat für Nachhaltigkeit im Mai 2011, das das Hotel inzwischen erfolgreich verteidigen konnte. Modeschaffende und Kreative aus aller Welt erreichen dank der idealen Verkehrsanbindungen via Metrotram- und S-Bahnhof „Landsberger Allee“ in nur wenigen Minuten den Schauplatz des Lavera Showfloor in der Karl Marx Allee 131a. Nicht zuletzt bietet das Hotel seinen Gästen die Möglichkeit, die neuesten Muster und Kreationen bei einem Sundowner in der sky. bar des Hotels wirken zu lassen. www.andelsberlin.com


b u s i ne s s & m a r k e ts

Freitag, 6. Juli 2012

destinationworld – 57

alltours Dollarkurs, gestiegene Kerosinpreise, Wechselkursschwankungen und deutlich höhere Energiekosten machen Fernreisen demnächst teurer

Reisebüros erleben Renaissance michael bär

Duisburg. „Totgeglaubte scheinen länger zu leben, denn die alten Vertriebswege auf dem Pauschalreisemarkt – die Reisebüros und die gedruckten Kataloge – sind immer noch aktuell.“ Zu diesem Schluss kommt alltours-GF Dieter Zümpel. Der deutsche Reiseveranstalter mache immerhin 80% des Geschäfts über die Kataloge und nur 20% über die Online-Schiene.

Bulgarien ist im Kommen Die Buchungslage ist gut – sowohl für den Winter 2011/12 mit einem zehnprozentigen Umsatzanstieg und einen achtprozentigen Gästeanstieg – als auch für den Sommer 2012. Auf dem österreichischen Markt musste alltours in diesem Sommer Rückgänge im einstelligen Prozentbereich hinnehmen.

Europäische Olympiade

Gewinnspiel

© Europäische Reiseversicherung

Wien. Sorglos zu reisen, auch in Notfällen gut versichert und in besten Händen zu sein, hat für die Athleten, die Betreuer und die Mitglieder des Österreichischen Olympischen Comités (ÖOC) oberste Priorität. Da sind starke Partner einfach wichtig. Damit für das Olympic Team Austria und das ÖOC im Ernstfall alles schnell und reibungslos ablaufen kann, ist man eine Kooperation mit der Europäischen Reiseversicherung als offizieller Reiseversicherer des Olympic Team Austria und deren Partner Europ Assistance als offiziellem Unterstützer des Olympic Team Austria eingegangen. Die Europäische Reiseversicherung, heimischer Marktführer im Reiseversicherungssegment, hat dementsprechend viel Erfahrung und bietet bestes Service. Somit können sich die rot-weiß-roten Sportler nicht nur auf eine hoffentlich erfolgreiche, sondern auch sichere Mission begeben. „Wir sind stolz darauf und freuen uns, das ‚Olympic Team Austria‘ und das ÖOC versichern zu dürfen“, so Vorstandsvorsitzender Martin Sturzlbaum. Aus aktuellem Anlass gibt es auch ein Gewinnspiel: Mit wie vielen Medaillen werden die österreichischen Sportler von den Olympischen Sommerspielen 2012 aus London zurückkommen? Tipps per E-Mail an olympia@europaeische. at. Einsendeschluss ist der 26. Juli. Zu gewinnen: drei Wochenend-Aufenthalte in einem Hotel. www.europaeische.at

„Stolz!“: Martin Sturzlbaum, CEO der Europäischen Reiseversicherung.

Der Sommer 2012 brachte zwar keine satten Zuwächse, dennoch freut man sich über eine vierprozentige Umsatzsteigerung. Türkei, Mallorca, Bulgarien und Kroatien boomten in dieser Saison, ebenso verzeichneten Ägypten und Tunesien hohe Zuwächse. „Die Buchungssituation für Griechenland fiel bei alltours schlecht aus und lag um 25 Prozent hinter jener des Vorjahres, obgleich es eine 13 Prozent-Zuwachs im Juni gab“, so Zümpel. Die Situation habe sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet: „Wir haben mit massiver Werbung versucht, den Kunden Griechenland schmackhaft

zu machen; die negativen Schlagzeilen in den Medien waren aber offensichtlich gewichtiger.“ Gut angenommen wurde die neue Destination Bulgarien, die mit einem guten Preis-LeistungsVerhältnis punktet. Das Land sei eine Konkurrenz zu Tunesien.

Preise in Europa stabil „Die Preise in der Wintersaison bleiben stabil. Ausnahmen sind die Türkei, wo das Preisniveau gesunken ist, sowie die Fernreisen, die leicht über dem Vorjahresniveau liegen“, so GF Zümpel. Dafür sind der höhere Dollarkurs, gestie-

gene Kerosinpreise, Wechselkursschwankungen und deutlich höhere Energiekosten in den angeflogenen Destinationen verantwortlich. „In den neuen Winterkatalogen gibt es für Frühbucher hohe Rabatte, die bis zu 43 Prozent betragen“, betont Zümpel. Rabatte gebe es auch für Singles mit Kind oder für Senioren. „Im Winter 2012/13 werden die ohnehin stark nachgefragten Destinationen wie Türkei, Kanaren und Fernziele weiter ausgebaut.“ In eigenen Österreich-Katalogen werden 800 Hotels mit rund 15.000 Hotelbetten angeboten. www.alltours.at

© alltours

Auf österreichischem Markt musste alltours Rückgänge im einstelligen Prozentbereich hinnehmen.

alltours-GF Dieter Zümpel hofft auf einen neuen Rekord in diesem Geschäftsjahr.

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WEIN Die guten GUIDES GUIDES von 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012

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58 – destinationworld

short

Qatar Airways zeigt die erste 787 in England

Freitag, 6. Juli 2012

Gulet Touristik 522 Hotelanlagen und 36 Erlebnisreisen in sechs Länder- & drei Spezialkatalogen für den Winter

Touristik Winterkataloge im neuen Magazin-Look

© Qatar Airways

Neben Malediven, Dominikanischer Republik und Kuba heuer Ägypten und die Kanaren im Fokus. alice hefner

Doha. Qatar Airways wird ihren neuen „Boeing 787 Dreamliner“ erstmals auf der „Farnborough International Air Show“, der weltweit größten LuftfahrtMesse, die vom 9. bis 15. Juli in Großbritannien stattfindet, präsentieren. Die Enthüllung der Boeing 787 in den Farben von Qatar Airways ist einer der Höhepunkte der Show, zu der mehr als 120.000 Besucher erwartet werden. Qatar Airways-CEO Akbar Al Baker: „Als Erstkunde im Nahen Osten freuen wir uns, nun eine neue Ära des Luftverkehrs zu betreten.“ www.qatarairways.at

Wien. „Komfortable Flugverbindungen und neue Destinationen wie die Seychellen und Südamerika machen Länder in der Ferne besonders attraktiv“, sagt Affan Kay, Produktverantwortlicher für die Veranstaltermarke Gulet Touristik, bei der Vorstellung der neuen Kataloge am vergangenen Montag in Wien. Nach einer erfolgreichen Wintersaison 2011/12, die mit einem zweistelligen Plus abgeschlossen wurde, startete Gulet Touristik mit großen Erwartungen in den Sommer 2012. Einige Trends sind schon jetzt erkennbar: Tunesien zählt mit einem Plus im dreistelligen Prozentbereich zu den großen Gewinnern der Sommersaison.

Sehr gute Entwicklung

Terrakotta-Armee in Palma de Mallorca Palma de Mallorca. Um den Touristen internationale Kultur bieten zu können, hat man sich auf Mallorca etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die tönernen Heerscharen aus China haben die Balearen erreicht. Die Originale sind über 2.200 Jahre alt und gehören zum Grab des chinesischen Kaisers Qin Shi. Bauern in Xian waren 1974 bei Brunnengrabungsarbeiten auf eine Soldatenstatue gestoßen, bisher wurden über 7.000 davon entdeckt. Keine der 150 lebensgroßen Tonfiguren gleicht der anderen. Die Ausstellung „El Ejército de Terracota“ ist bis Oktober täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet: Poligono de Levante, Calle Puerto Rico 15, in der Nähe des neuen Kongresszentrums an der Flughafenautobahn. Eintritt: Erwachsene 14 €, Kinder 7 €. www.terrakottaarmee.de

© Reederei Peter Deilmann

Zigarren-Rauchen auf der „Deutschland“

Dahinter rangieren Spanien, Ägypten und die Länder in der Ferne, die derzeit ein Plus im zweistelligen Prozentbereich vorweisen. Auf dem Vorjahresniveau liegt noch Zypern, die Türkei konnte das hohe Level von 2011 halten. „Besonders froh sind wir über die positive Entwicklung von Ägypten und Tunesien, wo sich der Tourismus wieder vom arabischen Frühling erholt hat“, sagt Kay. Die Zahl der Buchungen für Reisen nach Griechenland liegt derzeit zweistellig unter dem Vorjahresniveau; die letzten Wochen zeigen allerdings klar, dass die beliebte Urlaubsdestination der Österreicher wieder stärker nachgefragt wird. Neben der großen Produktauswahl profitieren Gäste hier von einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Einen erfreulichen Buchungszuwachs gibt es auch für zwölf

© Gulet Touristik

Der „Dreamliner“ steht im Mittelpunkt der britischen Flugshow.

Das Gulet Touristik Produktmanagement-Team mit Affan Kay, Produktverantwortlicher für die Marke Gulet Touristik (2.v.re.), präsentiert die Winterkataloge für 2012/13: Die Reisepreise bleiben weitgehend auf dem Vorjahresniveau.

Club Magic Life-Anlagen zu vermelden. Die höchste prozentuelle Steigerung haben bisher die tunesischen Anlagen Penelope Beach Imperial und Africana Imperial mit einem Plus von jeweils 46%. Auch die Performance bei den familienfreundlichen Gulet Holiday Clubs inklusive Pegasos zeigt, dass diese Spezialprodukte bei Gulet sehr gut aufgehoben sind. „Die Flugauslastung und die Deckungsbeiträge sind erfreulich, unsere wirtschaftlichen Ziele werden wir erreichen“, so Kay. Die aktuellen Frühbucherangebote in Hotels auf der Mittel- und Fernstrecke – gültig bei Buchungen bis 31. Oktober 2012 – bieten Ermäßigungen bis zu 30% auf den Hotel-

„Mit unserem Katalog-Look im Magazin-Stil präsentieren wir uns in einer neuen und attraktiven Verpackung, mit der breiten Angebots-palette sind wir auch inhaltlich bestens gerüstet, was uns für die kommende Wintersaison sehr positiv stimmt“, bestätigt Kay. Gulet Touristik hat für den Winter 2012/13 ein attraktives Gesamtpaket mit neuen Programmschwerpunkten geschnürt. Sechs Länder-

Sponsoren auf Summersplash-Maturareise Wien. „Normalerweise heißt es: ‚Zuerst die Matura, dann die Maturareise!‘ Anders bei den Sponsoren, die jährlich in die Türkei pilgern“, so Summersplash-Erfinder Didi Tunkel. Nicht nur, dass 55 honorige Marketingleiter sich mitten ins Getümmel Maturanten mischten, sie feierten auch sehr gern mit.

ihrer Fotowand Sommertickets gewinnen. Weitere Sponsoren: A1, Volksbank, Sony Smartphone, Visa, Hervis, Austrian, XXXLutz, Nivea, Nike, Mitsubishi, Cineplexx, ÖAMTC, AustroControl, Coca-Cola, Efes, Absolut Vodka, Havana Club, Rauch, Julius Meinl, ORF eins, Ö3, ‚Seitenblicke‘ und Szene1. Neben dem Sport- und Entertainmentprogramm an Land – den 12.000 sonnenhungrigen Schul-

Wer seine Marken vor frisch gebackenen Absolventen in Szene setzen will, der kann dies kaum besser als beim jährlichen „Mega-Maturantenausflug“ Summersplash tun. Um die Feierkonditionierung der Jugendlichen werblich geschickt zu nutzen, gibt es für die Sponsoren praktisch keine Grenzen. Und so gibt es wirklich originelle Auftritte, wie man sie hierzulande nicht sieht. So bittet etwa die Generali zum „House-Run“, die Wiener Bezirksblätter verteilen aufblasbare Gitarren, mit denen zu den Klängen von ‚Antonia‘ gerockt wird, und die ÖBB lässt die bestfotografierte Klasse vor

© Summersplash

Neustadt. Die Bar „Alter Fritz“ auf Deck 7 der „Deutschland“ ist seit Juli als „Habanos Smoker Lounge“ zertifiziert und heißt Zigarrenraucher mit einem besonders umfangreichen und qualitativ hochwertigen Habanos-Sortiment willkommen. Der Generalimporteur für kubanische Premium-Zigarren vergibt das Zertifikat an ausgewählte Gastronomie- und Hotelbetriebe in Deutschland, die besonderen Wert auf die Kultur des Zigarren-Rauchens legen. www.deilmann.de

Wirtschaftlich im Plus

und drei Spezialkataloge wurden produziert und bieten eine breite Angebotspalette. Auf der Fernstrecke bietet Gulet Touristik 160 wöchentliche Flüge in 16 Destinationen an. Bei Profi- und Amateurkickern besonders beliebt ist der FußballKatalog; hier stehen auf 32 Seiten zehn Trainingscamps in der Türkei zur Auswahl. Der Spezialkatalog „Golf“ umfasst im Winter 2012/13 59 Golfhotels, davon sind zwölf exklusiv nur im Golfkatalog buchbar. Erstmals werden heuer Turnierwochen auf der Insel Mauritius sowie zwei Hotelanlagen auf Mallorca angeboten. www.gulet.at

Summersplash-Sponsoren Event in Türkei bietet eine höchst attraktive Plattform, um seine Marke zu präsentieren

Starker Markenauftritt Erste Zertifizierung für eine Schiffsbar auf dem deutschen Markt.

anteil. Kinderpauschalen ab 199 €, Langzeit- bzw. Best Ager-Angebote sowie flexible Aufenthaltsdauern sorgen für weitere Buchungsanreize.

Splashline-Mastermind Didi Tunkel ganz entspannt und ohne Hemd am Strand.

absolventen standen u.a. mehrere Partyfloors wie etwa der Sony Xperia Mainfloor, der A1 Alternativefloor, das Volksbank Partycastle und der Beachfloor zur Verfügung – zählte eine Fahrt auf der Red Bull Cruise Missile zu den Highlights.

Zufriedene Sponsoren Und in diesem Jahr fuhr der größte Party-Katamaran am Mittelmeer unter der Summer SplashFlagge. Auf den drei weitläufigen Decks hatten 1.200 „Splashies“ Platz, die alle auf hoher See zu den Klängen der internationalen StarDJs abtanzten. Die Jagd nach dem EM-Titel in Polen und der Ukraine war auch beim Summersplash ab 8. Juni ein Thema. Damit die 12.000 „Splashies“ in der Türkei auch kein Fußballspiel verpassen mussten, gab es von Coca-Cola heuer die Coke-EM Arena. Übertragen wurden alle Spiele live auf Großbildschirmen sowie auf einer XXLLED-Leinwand. „Coca-Cola als offizieller Sponsor der ‚UEFA Euro 2012‘ lieferte in der

‚Coke-EM Arena‘ die spannendsten Momente, Gänsehautfeeling und schönsten Tore ins Resort“, so Nicol Gugler, Coca-Cola Event Manager. Bei Summersplash war heuer also Mitfiebern angesagt. Didi Tunkel kann mit Stolz behaupten: „Die mit den Sponsoren abgemachten Verträge werden unsererseits übererfüllt.“

2012 mehr Sponsorgelder Das ist das Erfolgsgeheimnis – effiziente Werbewirkung durch kontinuierliche Markenpräsenz vor Ort. Summersplash ist schon lange ein Paradies für Wirtschafts- und Medienpartner. Österreichs führende Wirtschaftsunternehmen haben sich auch 2012 wieder für den Marktführer im Event-, Jugend- und Reisesektor entschieden; neu in der Partnerliste scheint mit den ÖBB ein hochkarätiges Unternehmen auf. „Wir konnten heuer mehr Sponsorgelder lukrieren, was mehr Programminhalte für die Maturanten ermöglicht“, so Tunkel. www.summersplash.at


t r av e l & v oya g e

Freitag, 6. Juli 2012

destinationworld – 59

Asien-Spezialist bluebird travel Auf neuen Wegen Kambodscha entdecken

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Schöne Strand- und Flusslandschaften „Kambodscha einzigartig!“ kann ab jetzt gebucht werden, der Preis beträgt ab 1.603 Euro pro Person. georg biron

Beeindruckende Tempel Von der Lodge aus erkunden die Reisenden die touristisch unbekannten Kardamon-Berge. Der kundige Guide war früher Holzfäller und Wilderer, vor wenigen Jahren die einzige Einkommensquelle in dieser Region. Ein komfortables Zeltcamp direkt am riesigen Tonle Sap-See in der Nähe der berühmten Tempel von Angkor wird speziell für Kunden von bluebird travel aufgebaut. Natürlich gehört auch ein Besuch der Tempelanlagen rund um Angkor zum Reiseprogramm. Einzigartig bei dieser Reise ist auch ein Candle Light Dinner bei einer Pagode und eine Einführung in die Kochkunst der Khmer. Siem Reap ist der Ausgangspunkt für die Erkundungstour zu den Tempeln von Angkor, der ehemaligen Hauptstadt des KhmerReichs. Innerhalb des Tempels finden Besucher wunderschön gestaltete

Das Cabo da Roca in Portugal, der westlichste Punkt des europäischen Festlands, galt bis zur Entdeckung Amerikas als Ende der Welt.

Wien. Historische Städte, wilde Schönheit, die direkte Lage am Atlantik und idyllische Dörfer: Portugal ist in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Urlaubsländer geworden und lockt Jahr für Jahr mehr Urlauber auf diesen Teil der Iberischen Halbinsel. Doch nicht nur die Algarve im Süden, auch der Norden, der sich von der Metropole Lissabon bis hinauf nach Porto erstreckt, zieht Touristen in seinen Bann. Wer dort Land und Leute wirklich kennenlernen will, der sollte Portugal am besten im Frühjahr oder Herbst besuchen. Dann ist es nicht mehr ganz so heiß, in der Regel aber immer noch angenehm warm und das Wetter stabil. Der österreichische Reiseveranstalter GTA-Sky-Ways bietet von 8. bis 29. September (letzter Hinflug) in achttägigen Intervallen Charterflüge mit FlyNiki ab/bis Wien, Graz und Linz ins „Land der Seefahrer und Entdecker“; ab 1.010 €. www.gta-sky-ways.at

© Panthermedia.net/Alena Yakusheva

Wien. Ein äußerst attraktives Reiseprogramm für Kambodscha hat der Asien-Spezialist bluebird travel gerade aufgelegt. „Kambodscha einzigartig!“ kann als individuelle Reise ab zwei Personen gebucht werden. Der Preis bei zwei Teilnehmern beträgt ab 1.603 € pro Person. Wunderschöne Strand- und Flusslandschaften im wenig besuchten Süden des Landes zwischen Kep und Sihanoukville erwarten die Gäste. Per Boot erkunden die Urlauber die Mangrovenwälder des Ream Nationalparks und übernachten in einer schwimmenden Lodge, der romantischen „4 Rivers Floating Lodge“ am Tatai-Fluss.

© GTA-Sky-Ways

Mit GTA-Sky-Ways im Herbst nach Portugal

Nicht nur die Tempel von Angkor stehen auf dem Programm, sondern auch die Landschaften im Süden von Kambodscha.

Wände und Steinreliefs, die vielfältige Motive aus der hinduistischen Mythologie darstellen. Angkor ist auch für seine fast 2.000 gemeißelten Apsaras („Himmlische Tänzerinnen“) bekannt, die im gesamten Tempel zu sehen sind – und keine gleicht der anderen. Früh am Morgen sind die Reisenden eingeladen, die Mönche bei ihren Ritualen zu erleben. Bei einer privaten Zeremonie wünschen die Mönche Glück für die weitere Reise. Dann kommt man nach Phnom Penh, unterbrochen von einigen Stopps bei Sehenswürdigkeiten, die am Weg liegen. Am frühen Nachmittag erreichen die bluebird travel-Gäste die Kambodschas.

Die Lage am Zusammenfluss der mächtigen Flüsse Mekong und Tonlé Sap und die von Bäumen gesäumten, breiten Boulevards reflektieren zusammen mit Gebäuden aus der Kolonialzeit die glorreichen Tage der Stadt Phnom Penh. Nach einer Erholungspause im Hotel nimmt ein Cyclo-Fahrer die Reisenden mit auf eine Erkundungsfahrt in das historische französische Viertel.

Kochkurs und Marktbesuch Bei einer Führung durch den lokalen Markt erklärt ein Küchenchef die einheimischen Früchte, Gemüse und Gewürze. Touristen lassen sich überraschen von der Vielfalt der Farben

und Düfte, von der intensiv riechenden Fisch-Sauce bis hin zu den süß duftenden Mangos ist alles dabei. In einer Kochschule werden die Geheimnisse der Khmer-Küche ausgeplaudert. Unter fachkundiger Anleitung bereiten die Urlauber typische Gerichte für das Mittagessen zu. Der sogenannte Russische Markt ist der beste Platz in Phnom Penh, um Holz- und Steinschnitzereien, Schmuck, Kleidung und kambodschanische Seide zu kaufen. Beim Sonnenuntergang sollte man eine Bootsfahrt auf dem Mekong und als krönenden Abschluss ein Dinner im Mangosteen Restaurant absolvieren. www.bluebirdtravel.at

Laguna Poreč: Paradies in Grün und Blau Porec. In den Ferienresorts von Laguna Porec haben Familien freie Wahl: Vier-Sterne-Haus, all inklusive, eigenes Apartment oder Campen unter Pinien und Zedern. Die für ihr Wasser mit neun blauen Flaggen ausgezeichneten Badestrände sind ein weiteres Plus. In Porec findet man Boutiquen, Kulturschätze, Eisdielen und Cafés. www.lagunaporec.com

GTA-Sky-Ways In nur acht Tagen Bulgarien, Mazedonien, Albanien, Montenegro und Kroatien erforschen

Kulturschätze und Naturlandschaften tigsten Monument orthodoxer Sakralkunst des Landes. Nach der Besichtigung führt die Reise über die bulgarisch-mazedonische Grenze nach Skopje, dem kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zentrum des Landes. Die folgenden Nächte verbringt man in einem Hotel in Struga. Es folgt ein Tagesausflug zur „Perle Mazedoniens“, nach Ohrid.

Beim Rundgang durch die unter Denkmalschutz stehende Altstadt kann man zahlreiche kulturhistorische Denkmäler besichtigen. Anschließend geht die Fahrt zum Kloster Naum, das auf einem Felsen über dem Ohridsee liegt. Bei einer Schiffstour kann man das kleine Naturparadies mit zahlreichen Vogelarten genießen. Am fünften Tag wird die Grenze

Der Balkan wird auch oft als Brücke zwischen Asien und Europa bezeichnet und die kulturellen Spuren Österreich-Ungarns sind bis heute überall wiederzufinden. Nach der Landung in der bulgarischen Hauptstadt Sofia steht eine Stadtrundfahrt am Programm; Highlight ist der Besuch der Bojana Kirche aus dem 13. Jh, die 1979 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen wurde. Der Rest des Nachmittags steht zur freien Verfügung. Am nächsten Tag folgt ein Ausflug zum Rila-Kloster, dem wich-

© GTA-Sky-Ways

Spannende Rundreise

Bei der Balkanrundreise kommt man auch zu Orten, in die Österreicher sonst weniger oft reisen, wie hier die Altstadt von Budva in Montenegro.

Magic Life und Haribo: Neue Reisegutscheine

von Mazedonien nach Albanien überquert, um nach Berat, in die „Stadt der tausend Fenster“, zu kommen. Nach der Besichtigung geht es in die Hafenstadt Durres.

In die Hauptstadt Tirana Am nächsten Morgen besichtigt man die Hauptstadt Tirana. Von dort geht es weiter in das Bergstädtchen Kruja, das für das albanische Volk ein Heiligtum darstellt, weil es vom Nationalhelden Skanderbeg gegen das Osmanische Reich verteidigt wurde. Nach dem Besuch des Burgbergs und des Skanderbeg Museums besichtigt man das Skanderbeg Memorial mit der Grabstätte des Nationalhelden in Lezhe. Das nächste Reiseziel ist Shkoder, Albaniens älteste Stadt; danach geht es über die montenegrinische Grenze und nach Budva. Nach einem Morgenspaziergang durch Budva geht die Fahrt nach Cetinje, die ehemaligen Residenzstadt Montenegros zu Füßen des Lovcen-Massivs. www.gta-sky-ways.at

© Magic Life

Wien. Diesen September bietet der österreichische Reiseveranstalter GTA-Sky-Ways zu drei Terminen Linienflüge mit Austrian Airlines ab/bis Wien an, um den Balkan und dort vor allem die weniger bekannten Länder Bulgarien, Mazedonien, Albanien und Montenegro in einer Kombi-Rundreise kennenzulernen. Der Hinflug geht nach Sofia, der Rückflug ab Dubrovnik, der schönsten Stadt Kroatiens.

Die Fruchtgummibären feiern ihren 90. Geburtstag und wollen verreisen.

Wien. Anlässlich des 90. Geburtstags von Haribo werden gemeinsam mit Club Magic Life 90 Reisegutscheine im Wert von je 500 € verlost. Das Gewinnspiel wird im Handel mittels Teilnahmekarten sowie Aufklebern auf den Goldbären-Beuteln beworben. Zusätzlich werden die Konsumenten auf das Gewinnspiel hingewiesen. Außerdem wird es auch einen Hörfunk- und TVSpot mit Thomas Gottschalk geben. Auch online kann man an der Verlosung teilnehmen. www.magiclife.com


guest & service

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Gratis Flughafentransfer für Treueclub-Mitglieder

Freitag, 6. Juli 2012

Expansion Das JW Marriott Absheron Baku ist das weltweit 54. Hotel der im Luxussegment angesiedelten Marke

Marriott eröffnet das erste Hotel in Aserbaidschan

© LHW

Das im Zentrum der Stadt gelegene Haus hat 243 Zimmer, ein Business Center und vier Restaurants. caroline nussdorfer

B&B Hotels: Koop mit einem Fahrradverleih Wiesbaden. Neun B&B Hotels in Deutschland, u.a. in Hamburg und Berlin, sind seit Kurzem offizielle Standorte von „Nextbike“-Fahrrädern. Jeweils fünf Fahrräder des Leipziger Unternehmens stehen den Gästen der teilnehmenden Hotels zur Verfügung. Inhaber der „B&B Club Card“ radeln nicht nur in der ersten Stunde umsonst, sondern ersparen sich auch die Anmeldegebühr in Höhe von 8 €. Das deutsche Unternehmen ist eine Tochter der französischen Kette B&B Hotels, die 247 Häuser in Europa betreibt. www.hotelbb.de

© Swissôtel Hotels & Resorts

Swissôtel mit neuem Hotel in Russland

Die Eröffnung des Swissôtel Riviera Tower Kazan ist für 2016 geplant.

Zürich. Neben Moskau wird Swissôtel Hotels & Resorts künftig in einer weiteren russischen Metropole vertreten sein: Die Schweizer Hotelgruppe erweitert mit dem Swissôtel Riviera Tower Kazan ihr Portfolio im osteuropäischen Raum. Die Eröffnung des Neubaus im Stadtzentrum von Kazan, etwa 800 km östlich von Moskau, ist für 2016 geplant. Das neue Hotel wird über 211 Zimmer und Suiten, einen rund 1.500 m� großen Pürovel Spa & Sport, verschiedene Restaurants sowie über einen Ballsall und mehrere kleinere Tagungsräume verfügen. www.swissotel.com

„Baku ist eine wichtige Wachstumsdestination, die sich zu einem europäischen wie internationalen Hotspot

© JW Marriott Hotels&Resorts

New York City. Seit 1. Juli kommen Mitglieder des Treueprogramms von The Leading Hotels of the World in den Genuss eines besonderen Service: Leaders Club Member mit Unlimited-Status profitieren vom kostenlosen Transfer vom Flughafen zum gebuchten Leading Hotel, vorausgesetzt, die Unterkunft wird über einen der Buchungskanäle des Unternehmens reserviert. Das Angebot ist derzeit in zehn Städten verfügbar: Neben Berlin, München, Wien und Zürich gibt es den Gratis-Transfer auch in London, Paris, Mailand, Rom, Barcelona sowie New York City. Der neue Service wird zunächst in einer Testphase für ein halbes Jahr betrieben und gilt bis zum 31. Dezember 2012. www.lhw.com/airportpickup

London. Im Zentrum von Aserbaidschans Hauptstadt gelegen und nur 25 Min. vom internationalen Flughafen Heydar Aliyev entfernt, befindet sich das neue „JW Marriot Absheron Baku“. Es ist das erste Haus von Marriott International in Aserbaidschan und zugleich das weltweit 54. Hotel der im Luxussegment angesiedelten Marke „JW Marriott“.

Von den mit heimischen Naturtönen und -materialien gestalteten Zimmern können die Gäste auf das Kaspische Meer blicken.

entwickeln wird.”

Zukunft: „Baku mit seinem dynamischen, weltoffenen Flair ist eine wichtige Wachstumsdestination, die sich rasch zu einem europäischen wie internationalen Hotspot entwickeln wird. Herrliche Naturlandschaft, eine faszinierende Vergangenheit und das pulsierendes Nachtleben machen die Stadt zum perfekten Standort für unsere Luxusmarke.”

Amy McPherson managing Director marriott Europa

Der Standort soll sowohl Geschäfts- als auch Urlaubsreisende anlocken. Die am Kaspischen Meer gelegene Stadt ist mit 1,9 Mio. Einwohnern nicht nur die größte des Landes, sondern verfügt zudem auch über den wichtigsten Hafen.

Reichlich Platz für Events Die 243 Zimmer des JW Marriott Absheron Baku, darunter 15 Executive Studios sowie eine Präsidentensuite, sind mit heimischen Naturmaterialien und moderner Technik ausgestattet. Für Veranstaltungen stehen auf einer Gesamtfläche

Zukunftsdestination Baku Amy McPherson, President und Managing Director für Marriott International in Europa, sieht in Baku, wo in den nächsten Jahren rund 500 neue Gebäude entstehen sollen, großes Potenzial für die

von mehr als 3.200 m� flexibel gestaltbare, mit Tageslicht durchflutetete Tagungsflächen – ein 1.208 m� großer Ballsaal inklusive – zur Verfügung. Ein Spa-Bereich mit Meerblick, ein rund um die Uhr geöffnetes Fitness-Center sowie ein Innenpool auf dem Dach, ebenso mit Blick auf das Meer, runden das Angebot ab. Kulinarisch können sich die Gäste in den vier Restaurants verwöhnen lassen. So werden unter anderem in der „Fireworks Oriental Kitchen” heimische, türkische, iranische und indische Spezialitäten serviert. Das „Oro Nero Bar & Ristorante” lockt hingegen mit norditalienischen Speisen und Plätzen im Freien. Zusätzlich kann man im „Zest Lifestyle Café“, das ganztägig Ge-

richte anbietet, speisen oder einen Drink in der „Razzmatazz Cocktail Bar & Lounge” genießen.

Markenexpansion bis 2014 JW Marriott ist Teil des LuxusPortfolios von Marriott International und besteht aus Resort Locations sowie exklusiven Häusern in den wichtigsten Metropolen weltweit. Den Gästen soll dabei ein an die individuellen Bedürfnisse und Urlaubsvorstellungen angepasster Aufenthalt, der zugleich das betreffende kulturelle Umfeld widerspiegelt, geboten werden. Derzeit werden 55 Hotels in 23 Ländern betrieben. Bis 2014 soll das Portfolio 76 Häuser in 28 Ländern umfassen. www.marriott.de

The Palm Dubai Das One&Only Resort lockt mit privaten Strandvillen, Gourmetrestaurants und großem Spa-Bereich

Wellness und Luxus auf der Palmeninsel Dubai. Ein 850 m� großer Pool, ein eigener Yachthafen sowie ein modernes Designkonzept, das sind nur einige Highlights des 2010 eröffneten One&Only The Palm in Dubai. Das Luxus-Resort liegt auf der künstlich angelegten Insel The Palm Jumeirah und gehört ebenso wie das One&Only Royal Mirage und das Atlantis The Palm zum Portfolio der Kerzner Gruppe. Die Architektur der Anlage, die in eine üppige Gartenlandschaft eingebettet ist, ist von orientalischen und andalusischen Einflüssen geprägt.

Die zweistöckigen Low Rise Mansions befinden sich in direkter Strandlage, sind mit Marmorbädern ausgestattet und bieten einen 24-Stunden-Butlerservice. Noch mehr Privatsphäre finden die Gäste in einer vier frei stehenden Beach-Villen, die sogar über eine eigene Küche verfügen. Erholung verspricht zudem der 1.200 m� große Spa-Bereich inklusive Couple Suite mit privatem

Hammam, Rasul-Bad und eigenem großzügigen Badezimmer; Beauty Salon, Tennisplatz sowie ein moderner Fitnessbereich erweitern das Angebot.

Chill-out über dem Wasser Für das leibliche Wohl ist ebenso gesorgt: In drei Restaurants werden Speisen aus dem Orient und Mittleren Osten serviert, die die

24-Stunden Butlerservice Die Gäste können zwischen Zimmern und Suiten im dreistöckigen Manor House, sechs Low Rise Mansions und vier privaten Beach-Villen auswählen. Das Manor House beherbergt neben 32 Premiere-Zimmern mit privaten Balkonen oder Terrassen auch zwei 130 m� große Executive-Suiten mit separatem Wohn- und Esszimmer sowie die 270 m� große Mega Palm Suite.

© One&Only The Palm

Auch das Hotel de Crillon Paris ­Exterior bietet diesen Service an.

Mit dem Wassertaxi können die Gäste bequem zwischen Festland & Insel pendeln.

Köche zum Teil in Showküchen vor den Augen der Gäste zubereiten. Am Abend stehen zusätzlich italienische Gerichte zur Auswahl. Wer den Tag entspannt ausklingen lassen will, kann dies dank Daybeds und Tischen direkt am Strand in der Chill-out-Lounge des über dem Wasser gebauten Marina Restaurants tun.

Resort auf Hainan geplant One&Only Resorts zählen mit ihren Gourmetrestaurants und exklusiven Spa-Bereichen zu den führenden Luxushotels weltweit. Das innovative Design sowie ein eleganter Stil mischen sich dabei jeweils mit architektonischen Elementen der Region. Zu den insgesamt sieben Häusern der Marke gehören u.a. das One&Only Reethi Rah auf den Malediven und der One&Only Ocean Club auf den Bahamas. Für Anfang 2014 ist die Eröffnung des One&Only Sanya an der Tufu Bay auf der chinesischen Insel Hainan geplant. thepalm.oneandonlyresorts.com


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Freitag, 6. JuLi 2012 – 61

© Gradonna

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Schultz-Gruppe baut 40 Mio. Euro-LuxusResort in den Bergen Osttirols Seite 63

© GRÖ/Weinfranz

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33 Hotels in Österreich haben gemeinsame Plattform für Genießer gegründet Seite 66

kongress convention4u im casino baden © Austrian Convention Bureau

Beste österreichische Sommer-Bergbahnen

© TVB Paznaun Ischgl

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Villach. Beim Aperitif auf der Sonnenterrasse wurde der gelungene Design-Relaunch gefeiert: „Das Kleine Restaurant“ im Fünf-Sterne-Hotel Warmbaderhof (Gault Millauhaubengekrönt) hat nach Umbau wieder eröffnet; geschickt wurde modernes Design in das elegante Ambiente gepackt. Anspruchsvolle Genießer werden mit regionalen Menüs und mit einem Mix an Kärntner- und Alpe-Adria-Küche verwöhnt, wobei der Bogen an erlesenen Genüssen von österreichischer Klassik bis hin zu mediterraner Leichtigkeit gekonnt gespannt wird. www.warmbad.at

© Bergbahnen Nassfeld

© Hannes Krainz

Ischgl. Dröhnende Motoren, packende Renn-Duelle und internationaler Jetset waren am Wochenende vom 28. Juni bis 1. Juli angesagt, als die 6. Ischgl Cart Trophy den Startschuss in die Sommersaison des Sport- und UrlaubsEldorados Paznaun-Ischgl gab. Es matchten sich u.a. ÖSV Chef-Trainer Matthias Berthold, Ex-Skirennläufer Kristian Ghedina und Marc Girardelli, der Ex-Formel 1-Pilot Adrian Sutil, Windsurf-Legende Björn Dunkerbeck, TV-Richter Alexander Hold und Schauspieler Carsten Spengemann. www.ischgl.com

Innovation 41 ausgezeichnete Themenberge mit Qualitätsgarantie versprechen einzigartige Erlebnisse in luftigen Höhen. Abenteuer-Berge, Family-Berge, GenussBerge sowie Panorama- und Naturerlebnis-Berge begeistern die Gäste. Seite 62 Österreichische Hoteliervereinigung Abschlussklasse des Trainee-Programms erhält Diplome auf 1.000 m Seehöhe

Bad Waltersdorf/Salzburg. Hightech in der H2O Therme: Das Unternehmen hobex hat neun Terminals installiert, an denen die Gäste künftig auch über die Funk-Technologie NFC („Near Field Communication“) bezahlen können. Die entsprechende Kreditkarte wird an das Gerät gehalten, es ist keine Unterschrift und keine Eingabe eines PIN-Codes mehr nötig. www.hobex.at

Semmering. Dass Tourismus und Hotellerie nicht nur auf der Schulbank gelehrt werden können, ist längst einhellige Expertenmeinung. Die Umsetzung in eine kompatible zweijährige Ausbildung, in der sowohl fundiertes Fachwissen wie auch Praxisnähe vermittelt werden, ist mit dem Schulversuch der Tourismusschulen Semmering in Kooperation mit der ÖHV nun erstmalig vonstatten gegangen. Mit dem „Training on the Job“ wurden alle betrieblichen Abläufe strukturell und organisatorisch in die Ausbildung integriert. Die Praxisausbildung, die rund zwei Drit-

tel aller Unterrichtsstunden umfasst, beinhaltet klare Aufgabengebiete im Hotel, der zeitliche Ablauf kann flexibel an die betrieblichen Bedürfnisse angepasst werden. Die „Trainings off the Job“ finden jeweils im späten Herbst und Frühjahr statt; auch hier wird auf Ferientermine Rücksicht genommen, sodass der Trainee bei Bedarf in den Osterferien auch im Betrieb mithelfen kann. Begeistert zeigten sich u.a. ÖHVVorsitzender Steiermark, Erwin Paierl, Eigentümer des Thermenhof Paierl in Bad Waltersdorf, der mit seiner Absolventin Michelle

Wenk und Thermenhof-Hoteldirektor Günther Treiber zur ÖHV Veranstaltung auf dem Semmering angereist war. „Unsere Trainees verlassen uns mit einem fundierten Wissen; Zielsetzung ist, dass junge Menschen, die in ihrer bisherigen Ausbildung noch keinen Zugang zum Tourismus hatten, die Branche kennenlernen und einen Einblick in das Berufsleben erhalten“, erläutert Alexander Ipp, Vizepräsident der ÖHV, den Grundgedanken des ersten standatisierten touristischen Trainee-Programms in Österreich. www.oehv.at

© ÖHV/Brigitta Brunner

© Hobex

Praxis-Ausbildung auf höchstem Niveau

(von li.): Erwin Paierl (ÖHV), Michelle Wenk und Direktor Günther Treiber.


c ov e r

62 – destinationaustria

Freitag, 6. Juli 2012

Seilbahnwirtschaft Die Anzahl der Sommer-Gäste hat sich bei den Bergbahnen binnen eines Jahrzehnts verdoppelt

Kommentar

Seilbahnen-Bergsommer ist nach wie vor attraktiv

Austrian Convention Bureau startet durch

Obmann Franz Hörl: „Die Seilbahnunternehmer steigerten 2011 den Betrieb auf 130 Tage im Jahr.“ Wien. „Der Bergsommer ist für uns Seilbahnunternehmen heute weitaus mehr als der Auf- und Ab-Transport von Gästen. Das haben wir vom Fachverband der Seilbahnen zusammen mit einer Gruppe visionärer Seilbahnunternehmer bereits vor über zehn Jahren erkannt und mit den ‚Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen’ eine im alpinen Raum bis heute einzigartige Erlebnis- und Qualitätsinitiative für den Bergsommer etabliert“, betont Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs. „Zwischen 2001 und 2011 haben sich im Sommer Gästezahlen und Umsätze der Österreichischen Seilbahnwirtschaft verdoppelt. Der Sommer wird immer mehr zum zweiten Standbein der Branche. 205 der 255 Bergbahnunternehmen sind im Sommer in Betrieb“, freut sich Hörl, der weitere Chancen erkennt: „Auch in Zukunft sehen wir zwischen Mai und Oktober Steigerungspotenziale, die weit über den Wachstumsmöglichkeiten des Win-

georg biron

D

as Austrian Convention Bureau (ACB), der Dachverband der österreichischen Tagungsindustrie, kann jede Menge Erfolge und Wachstumsschübe für sich verbuchen, doch Zeit für Lorbeersitzungen gibt es nicht. Der neu gewählte Vorstand des ACB setzt sich aus verschiedenen Vertretern der Tagungsindustrie zusammen – von Kongresszentren über Hotels, PCOs (Professional Congress Organizer) bis hin zu Convention Bureaus reicht die Bandbreite. Durch diese Vielfalt sowie die Herkunft aus allen Regionen Österreichs soll eine qualitativ hochwertige Zusammenarbeit sichergestellt werden. Besonders erfreut ist das ACB über die Wiederwahl des bisherigen Präsidenten Christian Mutschlechner. Die bestehenden Kompetenzfelder des ACBs werden auch in Zukunft weitergeführt – darunter das etablierte Umweltzeichen für „Green Meetings“, der „Meeting Industry Report Austria (mira)“ und der Jahreskongress „Convention4u“. Auch neue Themen wie Meeting Architecture werden in Angriff genommen. Auf den neuen Vorstand wartet ein spannendes Arbeitsfeld. Aktives Mitwirken und innovative Inputs sind gefragt, denn es gilt nicht nur, das Austrian Convention Bureau voranzutreiben, sondern die Entwicklung der gesamten Tagungsindustrie mitzugestalten.

Franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs: „Erlebnis- & Qualitätsinitiative für den Bergsommer“.

2011 haben sich im

ters liegen.“ Es ist den Seilbahnunternehmen gelungen, den Betrieb auf beachtliche 130 Tage im Jahr 2011 zu steigern.

Sommer Gästezahlen

Noch mehr Arbeitsplätze

„Zwischen 2001 und

und Umsätze der Seilbahnwirtschaft verdoppelt.“ franz Hörl, Obmann des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs

Use It jugendinfo-Plan

„Das wirkt sich als Saisonverlängerung auf alle touristischen Leistungsträger und damit auch volkswirtschaftlich sehr positiv aus. Gleichzeitig werden dadurch in der Seilbahnbranche zahlreiche neue Sommer-Arbeitsplätze geschaffen“, erläutert Hörl. Erik Wolf von der Gruppe Beste Österreichische Sommer-Berg-

bahnen erklärt: „Im Sommer gilt es, mehr denn je mit besonderen Erlebnissen und Top-Qualität die Attraktivität und die plakative Anziehungskraft unserer Berg-Angebote hochzuhalten. Das wird von den ‚Besten Österreichischen SommerBergbahnen‘ seit 2001 konsequent gelebt und weiterentwickelt.“ Die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen sind mit ihren qualitätsgeprüften ErlebnisAngeboten erfolgreicher als die heimische Seilbahnbranche insgesamt. Das geht aus einer Analyse hervor, die von ‚con.os’ Tourismus Consulting erstellt wurde.

„Bei den Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen stieg die Anzahl der Sommer-Gäste seit 2001 jährlich um bis zu 13%“, freut sich Wolf. „113.000 Sommer-Gäste hatte jedes Mitglied im Sommer 2011, der Branchenschnitt liegt bei der Hälfte: bei 58.000 Gästen.“ Bei den Sommer-Umsätzen zeigt sich das gleiche Bild: Im Analysezeitraum haben sich die Umsätze auf durchschnittlich 1,2 Mio. € je Unternehmen mehr als verdoppelt. Nicht-zertifizierte Seilbahnunternehmen hatten mit 548.000 € knapp die Hälfte davon. www.seilbahnen.at

theAlps-Symposium 2012 Von 13. bis 14. September wird in Innsbruck nachhaltiger Alpentourismus diskutiert

Neuer WienStadtplan

theAlps: Nachhaltige Botschaften in Tirol Innsbruck. Internationale Experten und Top-Referenten geben im Rahmen der Fachveranstaltung theAlps, von 13. bis 14. September in Innsbruck, spannende Anregungen und Einblicke rund um das Leitthema des fairen und nachhaltigen Wirtschaftens im Alpentourismus. Der europäische Alpenraum zählt seit Jahrzehnten zu den tourismusintensivsten Regionen der Welt. Im Rahmen des theAlps-Symposiums in der neuen Messe

­Innsbruck beleuchten Experten das Thema Nachhaltigkeit in Verbindung mit dem erfolgreichen Wirtschaften im Alpentourismus aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der deutsche Trendforscher Peter Wippermann beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Trends zur Nachhaltigkeit. Wippermann gründete u.a. das Trendbüro in Hamburg und ist Professor für Kommunikationsdesign; von ihm stammt auch der Begriff „Ich-AG“.

© theAlps/Gerhard Berger

Wien. Nach Kopenhagen, Brüssel, Oslo, Warschau, Porto und vielen anderen Städten gibt es jetzt auch einen „Use It“-Stadtplan für Wien, erstellt von der wienXtra-jugendinfo. Ganz nach den Use It-Grundsätzen „nicht-kommerziell, jung und innovativ“, bietet der Stadtplan maßgeschneiderte Infos für junge Wien-Besucher. Der englischsprachige Faltplan mit witziger, werbefreier Grafik informiert über historische Plätze und traditionsreiche Kaffeehäuser genauso wie über angesagte Ausgehlokale und Orte zum Chillen. Die Organisation Use It bietet mit Stadtplänen, Websites und Infodesks in vielen Städten umfassende Infos für junge Reisende. Der Stadtplan zeigt die alltagsnahe Seite der Stadt, mit einem Mix an wichtigen Symbolen. Den Use It-Wien-Stadtplan gibt es gratis in der wienXtra-jugendinfo zum Abholen und online zum Bestellen: www.jugendinfowien.at

© WKO/Foto Wilke

dino silvestre

theAlps-Symposium: internationale Experten und Top-Referenten.

„Jede Weiterentwicklung, jedes neue Projekt im Alpentourismus muss heute mehr denn je im bewussten Hinblick auf die Erhaltung unserer wertvollen Natur- und Kulturlandschaft und im Einklang mit unserem Leben im Alpenraum erfolgen“, erklärt Josef Margreiter, der Direktor der Tirol Werbung und einer der engagierten Initiatoren von theAlps.

Kontroverse Standpunkte „Der langfristige, wirtschaftliche Erfolg unserer Tourismuswirtschaft ist untrennbar mit intakter Natur und dem Wohlbefinden der Menschen in unserem Land verbunden.“ Mit der globalen Betrachtung der Nachhaltigkeit setzt sich Franz Fischler in seinem Impulsreferat auseinander. Der langjährige EUKommissar gilt international als Experte für Land- und Agrarwirtschaft und die Entwicklung von alpinen Lebensräumen. Kempinski Hotels, Marshfield Energy und Stadtwerke Mainz haben gemeinsam für die „Hospi-

tality-Industrie“ das Beratungsunternehmen „Kreen“ gegründet, das Tourismus- und Freizeitanbieter dabei unterstützt, ihren Energieverbrauch im Einklang mit der Natur zu optimieren. Ümit Cali, CTO von Kreen, gewährt Einblicke in die Entstehung und Weiterentwicklung dieser mutigen Erfolgsgeschichte. Durchaus kontroverse Standpunkte sind bei der Podiumsrunde mit Entscheidungsträgern der internationalen Reisewirtschaft unter der Leitung von Moderatorin und Journalistin Melinda Crane zum Thema „Nachhaltiges Reisen in den Alpen“ zu erwarten. Zum Abschluss des Symposiums präsentiert Hubert Siller, Leiter des MCI Tourismus am Management Center Innsbruck und wissenschaftlicher Leiter des „theAlps Award 2012“, die fünf Projekte für den theAlps Award – allesamt Vorzeigebeispiele für herausragende Leistungen rund um das Leitthema „Sustainable Development in Alpine Tourism“. www.the-alps.eu


i d e e & st r at e g i e

Freitag, 6. Juli 2012

destinationaustria – 63

Schultz Gruppe Rund 40 Mio. Euro investiert das Tiroler Familienunternehmen in das neue Vorzeigeprojekt „Gradonna Mountain Resort“

Strategisches Projekt für Osttirol Kals. „Ja, es ist schon eine gewaltige Investitionen, auf die wir uns da eingelassen haben, aber wir sind auch überzeugt, dass die Region von diesem Projekt touristisch stark profitieren wird”, sagt Martha Schultz über das „Gradonna Mountain Resort”, das ab dieser Wintersaison Touristen mit einer Verbindung aus Naturnähe und Luxus verwöhnen wird.

„Wir werden elf Monate im Jahr offen haben. Mit den Nationalpark-

verkleidet und die Dächer mit regionalen Pflanzen begrünt.

Regionale Werte „Dass wir uns für heimisches Holz entschieden haben, hat die Baukosten zwar deutlich verteuert, allerdings hätte es zum nachhaltigen Konzept nicht gepasst, Holz aus dem Ausland zu importieren. Bei der Innenausstattung bis hin zu den Vorhängen und Hausschuhen setzen wir auf reginonale Anbieter, im Hotel wird es einen Naturkostladen mit Produkten von Bauern aus der Umgebung geben und die Angebote im Spa orientie-

ren sich ebenfalls an der hiesigen Tradition”, so Schultz weiter. Eine eigene Wasserquelle versorgt das Gradonna mit bestem Trinkwasser, die Wärmeversorgung erfolgt über ein eigenes Hackschnitzelwerk. Die 42 Chalets werden am 8. Dezember eröffnet, das Hotel folgt dann am 20. Dezember. „Wir werden dann elf Monate im Jahr geöffnet haben, schließlich bietet Osttirol zu jeder Jahreszeit viele Urlaubsmöglichkeiten. Zurzeit arbeiten wir mit den Nationalpark-Rangern an einem Programm für unsere Gäste”, so Schultz abschließend. www.gradonna.at

© Gradonna Mountain Resort

Vier Sterne Superior-Hotel und 42 private Chalets mit Großglockner-Blick.

Alpiner Luxus für Wanderer und Skifahrer mit hohen Ansprüchen.

Rangern erarbeiten wir jetzt ein Programm für unsere Gäste.“ martha schultz gF schultz gruppe

Für das verschlafene Osttiroler Dorf als Standort für ein so ambitioniertes Projekt habe vor allem ein Umstand gesprochen, der auf den ersten Blick fast ein Nachteil ist: „Kals ist die letzten 30 Jahre praktisch in einem Dornröschenschlaf gelegen. Es ist nichts passiert, die Menschen sind wegen der fehlenden Infrastruktur langsam abgewandert. Tourismusprojekte wurden zwar immer wieder versprochen, umgesetzt wurde aber nichts“, so Schultz weiter. Allerdings habe sich dadurch auch in der Architektur des Orts wenig geändert, der ihrer Meinung nach einer der schönsten in Osttirol ist. „Diese Authentizität in Verbindung mit der prachtvollen Berglandschaft schätzen die Touristen und bilden die besten Voraussetzungen für ein nachhaltiges Hotelkonzept”, so die toughe Managerin, die sich die Geschäftsführung des Familienunternehmens mit ihrem Bruder teilt.

Kraftplatz für die Seele Errichtet wird die Anlage, deren Namenspatron die nahegelegene „Gradonna“ist (ein riesiger Felsen, auf dem die ältesten Fundstücke Osttirols aus der Bronzezeit entdeckt wurden) auf einem 10 ha großen Areal oberhalb des Dorfs. Trotz seiner Größe beherrscht das Gradonna die Gegend nicht, sondern fügt sich in das Gelände ein. Gemauert wurden nur die Fundamente und Sockel, die Gebäude selbst wurden in Vollholzbauweise errichtet, zusätzlich mit den für die Region typischen Schindeln

das ziel vor augen, austrian airlines vor der tür. © Gradonna Mountain Resort

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s ta d t & l a n d

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© Stift Klosterneuburg

Stift Klosterneuburg: Positive Beurteilungen

Freitag, 6. Juli 2012

Tourismusverband Ramsau Der Reinerlös kommt der Auktion „Charity Bett Ramsau“ der UNESCO zugute

Ramsau am Dachstein versteigert Schlafstätten Gewinner der Auktion bekommen Gelegenheit, in einem Bett unter freiem Himmel zu übernachten. dino silvestre

Linz. Oberösterreich ist das Radland Nummer 1. Das bestätigen Studien, Gästebefragungen und die zeitgemäße Weiterentwicklung des touristischen Angebotes etwa beim E-Biken. Ein Wertschöpfungseffekt von 190 Mio. € und 3.900 Vollzeit-Arbeitsplätze hängen am Fahrrad. 53% dieser Wertschöpfung entfallen auf Tourismus- und Freizeitwirtschaft. www.oberoesterreich.at

© Rita Newman

Großer Ferienspaß im Juli auf Schloss Hof

Auf Schloss Hof wird ein Erlebnis­ programm für Kinder geboten.

Schlosshof. Täglich zwischen 14 und 17 Uhr werden die jungen Besucher im Workshop „Perücke, Fächer, Menuett“ zu Prinzen und Prinzessinnen, können sich verkleiden und Theater spielen. Bei „Kreativ mit Ton“ darf kräftig zugelangt werden, um in der Töpferei im Meierhof Figuren entstehen zu lassen. Mit Sonnenblumenkernen wird gebastelt. Für jedes dieser Aktivprogramme gibt es einen Stempel in den Ferienspaß-Sammelpass (5 € pro Kind). www.schlosshof.at

Plätzen Gäste unter freiem Himmel schlafen, wo zuvor noch nie ein Mensch in einem Bett geschlafen hat.“

Eine sensationelle Idee bringt viel Aufmerksamkeit: Ein „Himmelsbett“ am Gipfel des Rittisbergs, dahinter das beeindruckende Massiv des Dachsteins; die Auktion für eine Nacht an diesem einmaligen Platz läuft derzeit.

Elias Walser Geschäftsführer TVB

gespendet. Unterstützt wird dieses Charity-Projekt durch das Möbelhaus Ikea Österreich, welches das gesamte Equipment für die Übernachtungen zur Verfügung stellt. „Wir wollen die außergewöhnliche Natur in Ramsau am Dachstein den Menschen noch näher bringen. Es werden an vier ausgewählten Plätzen Gäste unter freiem Himmel schlafen, wo zuvor noch nie ein Mensch in einem Bett geschlafen hat“, so Elias Walser, GF des Tourismusverbands Ramsau. Die Ferienregion liegt am Fuße des Dachstein (2.996 m), dem höchsten Berg der Steiermark. Die Gewinner der Auktion bekommen nicht nur die Gelegenheit, einmalig in einem Bett unter freiem

Für die Wochenenden 27. bis 29. Juli sowie 10. bis 12. August 2012 können die Meistbietenden im Rahmen einer Online-Auktion auf atemberaubende und einzigartige Weise dem Alltag entfliehen. Jeweils eine Nacht unter freiem Himmel gibt es zu gewinnen. An vier sehr exklusiven Plätzen (Dachsteingletscher, Gipfel des Rittisberges, Silberkarklamm, eine Almwiese) können die glücklichen Gewinner der Auktion die Nacht der Nächte erleben – und dabei zusätzlich Gutes tun. Die Erlöse der Versteigerungen, die derzeit auf eBay laufen, werden der UNESCO

Himmel in idyllischer Abgeschiedenheit zu übernachten, sie erwartet in der Ferienregion Ramsau am Dachstein darüber hinaus auch ein breites Freizeitangebot zur Tagesgestaltung.

Wer bei der Auktion nicht erfolgreich ist, kann im Oktober beim nächsten außergewöhnlichen Event dabei sein. Der Tourismusverband und der Sender Heimatkanal (im Paket von Sky empfangbar) bieten von 12. bis 14. Oktober eine geführte Wanderung zu den Originalschauplätzen der TV-Serie „Die Bergwacht”/ „Die Bergrettung” an, deren Hauptschauplätze sich in der Dachsteingemeinde befinden. Hauptdarsteller Martin Gruber (alias Andreas Marthaler) wird dabei seinen Fans für Autogramme und Fotos zur Verfügung stehen und aus dem Nähkästchen des Drehalltags plaudern. www.ramsau.com

Versteigerung auf eBay So stehen hier beispielsweise unzählige gut beschilderte Wanderwege, ausgezeichnet sogar mit dem Österreichischen Wandergütesiegel, weiters Klettersteige, Erlebnisse rund um den Rittisberg und vieles mehr auf dem sonnigen Hochplateau bereit. Alle Informationen zu der Aktion finden Interessierte unter www.charity-bett-ramsau.com.

Westbahn/Westbus Zwischen 15 und 38% billiger

Ischgl-Marathon Strecken für Hobbyläufer und Profis

Wien. Für Vielfahrer ist die Jahresnetzkarte von Westbahn und Westbus die richtige Wahl. Damit können Passagiere ab Kaufdatum ein Jahr lang auf der WestbahnStrecke Wien–Linz–Salzburg– Freilassing und auf allen Westbus-­Strecken (Wien–Klagenfurt, Linz–Graz, Wien–Graz, Klagenfurt–Linz, Linz–Prag, Wien–Prag, Wien–Bratislava, Wien–Budapest und Wien–Zagreb) so oft fahren wie sie wollen und haben damit eine Jahresnetzkarte, die Städte in sechs verschiedenen Ländern miteinander verbindet.

Ischgl. Der neue „Silvretta-Run 3000“ durch die beeindruckende Paznauner Bergwelt fordert am 21. Juli konditionsstarke Marathonprofis sowie ambitionierte Hobbyläufer mit drei verschiedenen Strecken heraus. Die Teilnehmer können zwischen der „Small“, „Medium“ und „Hard“-Route wählen und kämpfen dabei um das Gesamtpreisgeld von 4.000 €. Die kürzeste Strecke liegt bei 15,8 km; die längste Strecke führt mutige Läufer 43,3 km durch die Paznauner Bergwelt bis auf das Kronenjoch auf 3.000 m Höhe – Adrenalin auf über 1.600 Höhenmetern.

Jahresnetzkarte für sechs Länder sparen bei der Jahresnetzkarte also künftig 38% gegenüber dem alten Preis. Bezugsberechtigt für die JugendKarte sind Personen, die die Karte vor dem 26. Geburtstag kaufen. Jahreskarte Senior-Besitzer müssen am Tag der Fahrt älter als 60 Jahre sein. Mit der neuen Jahresnetzkarte „Familie“ fahren bis zu zwei Erwachsene und Kinder unter 15 gemeinsam um nur 1.290 €. www.westbahn.at

Attraktiver Kampfpreis Ab sofort werden die Preise der Jahresnetzkarte massiv gesenkt. Statt wie bisher 1.290 € kostet die Jahresnetzkarte „Classic“ künftig nur 1.090 €, die Karte wird damit um mehr als 15% günstiger. Noch stärker profitieren jetzt junge Menschen, Personen ab 60 und Familien. Denn neu gibt es auch die Jahresnetzkarte „Jugend“ und die Jahresnetzkarte „Senior“, beide um 799 €. Diese Bevölkerungsgruppen

1. Silvretta-Run am 21. Juli

Berglauferfahrene Läufer können auf 28,6 km über das Fimbatal und das 2.866 m hoch gelegene Ritzenjoch verlängern. Insgesamt gilt es auf der „Medium“-Strecke 1.284 Höhenmeter zu bewältigen. Getoppt wird das nur noch von der „Hard“-Variante: Diese führt auf steile Hänge. Der Startschuss fällt am 21. Juli um 8 Uhr (Medium & Hard) und um 10 Uhr (Small) in Ischgl. www.ischgl.com

4.000 € Gesamtpreisgeld

Westbahn und Westbus wollen mit neu­ en Tarifen neue Kunden gewinnen.

Mit dem Marathon durch die beeindruckende Kulisse der Paznauner 3000er hat der Tourismusverband Paznaun-Ischgl in Koop mit dem Skiklub Silvretta-Galtür ein attraktives Angebot für verschiedene Leistungsklassen geschaffen: Einsteiger wählen die 15,8 km lange „Small“-Route, die den Startpunkt in Ischgl und das Ziel Galtür über 888 Höhenmeter auf direktem Weg verbindet.

© TVB Paznaun Ischgl

Oberösterreich ist das „Radland Nummer 1“

„Es werden an vier

© Tourismusverband Ramsau am Dachstein/Björn Kowalewsky

Klosterneuburg. Studierende der IMC FH Krems führten im Rahmen der Spezialisierung „Kulturtourismus“ eine Studie zum Thema „Qualität des Besuchererlebnisses im Stift Klosterneuburg“ durch. Schatzkammer und Stiftsmuseum wurden im Hinblick auf Beschilderung und Interpretation kritisch untersucht, auch Caféhaus und Shop wurden evaluiert. Das Stift punktet bei den Führungen durch Kompetenz, bei der Informationsvermittlung durch Abstimmung auf unterschiedliche Zielgruppen wie z.B. Kinder und Sehbehinderte sowie allgemein durch das Angebot und durch die Freundlichkeit der Mitarbeiter. Winfried Gerber, Leiter der Abteilung Kultur und Tourismus im Stift, über das Ergebnis: „Natürlich freuen wir uns über die Resultate; das bedeutet für das Stift aber nicht, dass wir uns auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern dass wir weiterhin alles tun, um das Angebot auszubauen und zu verbessern.“ www.stift-klosterneuburg.at

Ramsau am Dachstein. Das hat es noch nie gegeben: Die Destination öffnet einmalig exklusive Schlafstätten an ihren schönsten Naturplätzen. Gemäß dem Motto „Eine wie keine: Erlebe die Nacht deines Lebens“ versteigert der Tourismusverband Ramsau am Dachstein einmalig und exklusiv acht Übernachtungen im UNESCO ­Weltnaturerbe „Dachstein“.

© Westbahn

IMC FH Krems untersuchte die ­Qualität des Besuchererlebnisses.

Für eine entsprechende Kondition ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich.


w e l l n e s s & ko n g r e s s

Freitag, 6. Juli 2012

destinationaustria – 65

Convention4u Fachkongress für die österreichische Kongress- und Tagungswirtschaft im Congress Casino Baden

short

Kongresswirtschaft 2012

Sommerfrische-Spa im Waldheimathof Alpl. Spezielle Familien-, Groß- und PatchworkfamilienAktionen hat sich der Waldheimathof zum Jubiläum „100 Jahre Familie Bruggraber am Alpl“ einfallen lassen. Denn seit über 100 Jahren werden in Bruggraber’s Waldheimathof Alpl-Spa & Family-Sports Nachhaltigkeit und herzliche Gastfreundschaft gelebt. Das Hotel bietet ein abwechslungsreiches Programm und einen großen Wellness- und SpaBereich, auf die Bedürfnisse der Gäste abgestimmt. Denn für Alleinreisende ohne Kinder wurden heuer zwei Zonen im Alpl Spa eingerichtet. Den Familien mit Kindern werden eine großzügige Familienwasserwelt mit Freibecken, Hallenbad, Rutschen, Babybecken, Spielbacherl und Indoor-Kinderland mit Hüpfburg, Kletterwand, Rutsche und Spielhöhle geboten, wo sie sich so richtig austoben können. Aktuelle Sommer-Specials im Bruggraber‘s Waldheimathof Alpl-Spa & Family-Sports findet man auf einen Blick unter: www.waldheimathof.at

170 Teilnehmer nutzten das Meeting zur Fortbildung sowie zum Erfahrungs- und Wissensaustausch.

Austrian Congress Award Am 25. und 26. Juni fand im Congress Casino Baden die dritte Convention4u – der Fachkongress für die österreichische Kongressund Tagungswirtschaft – statt. Rund 170 Teilnehmer nutzten die 27 Fachvorträge und Workshops zur Fortbildung sowie zum Erfahrungs- und Wissensaustausch. Veranstalter ist das Austrian Convention Bureau (ACB). Dazu Christian Mutschlechner, Präsident des ACB: „Mit den Schwerpunkten ‚Meeting Architecture & Technik‘, ‚PR & Kommunikation‘ sowie ‚Social Media‘ knüpfen wir an die aktuellen Entwicklungen unserer Branche an. Die Vortragenden aus dem In- und Ausland haben alle einen hohen

Erfolgreiches Meeting in Baden bei Wien (von li.): Christian Mutschlechner, Präsident ACB, Vienna Convention Bureau; Hansjörg Stern, Congress & Messe Innsbruck; Dominique Dressler, Allgemeine Unfallversicherungsanstalt; Renate Danler, Hofburg Vienna; Georg Lamp, Congress & Messe Innsbruck.

Praxisbezug – dadurch haben sich anregende Diskussionen mit den Teilnehmern ergeben.“ Ein Höhepunkt der Convention4u war die Verleihung des „Austrian Congress Award 2012“, mit dem seit 1997 besondere Leistungen in der österreichischen Kongress- und Tagungswirtschaft ausgezeichnet werden. Mit Dominique Dressler wurde die Leiterin des Büros für internationale Beziehungen und Kongresswesen der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt AUVA geehrt.

Dressler organisiert mit ihrem Team von sieben Mitarbeitern alle Veranstaltungen der AUVA, darunter das jährliche „Forum Prävention AUVA“ mit 1.000 Teilnehmern.

Entscheidungen gemeinsam Außerdem zeichnet sie für die Organisation des Termis Weltkongresses verantwortlich, zu dem diesen September etwa 2.000 Delegierte erwartet werden Hansjörg Stern, Betriebsleiter Messe bei der Congress und Mes-

se Innsbruck, durfte sich ebenfalls über den begehrten Austrian Congress Award freuen. Stern sieht die bisher größte Herausforderung seiner beruflichen Laufbahn im dreijährigen Um- und Zubau der Messe Innsbruck, wo parallel zum Baubetrieb insgesamt 85 Veranstaltungen abgewickelt worden sind. „Unsere Devise war immer, Entscheidungen gemeinsam zu treffen und dann bis zur Fertigstellung durchzuziehen“, so Sterns Erfolgsgeheimnis. www.acb.at

© Waldheimathof

Wien. „Der Erfolg der ‚Convention4u‘ steht und fällt mit unseren Partnern“, erklärt Petra BauerZwinz, GF des Austrian Convention Bureau (ACB); „unser besonderer Dank gilt dem Congress Casino Baden für Location und Technik und der Stadt Baden für die hervorragende Organisation des Rahmenprogramms. Wie schon 2011 unterstützten uns wieder die Austrian Airlines bei der An- und Abreise der Gäste und nextstep congress solutions mit innovativen Ideen für die technische Abwicklung.“

© Austrian Convention Bureau

georg biron

Waldheimathof Alpl-Spa & Sports bietet Sommerfrische-Specials.

Quellenhotel & Spa In entspannter Atmosphäre das Tanzbein schwingen und einen Wohlfühlurlaub verbringen

Heiltherme feiert das 5. Sommerfest hotel & Spa zwei Wochen Tanzvergnügen pur. Opernballchoreograf Werner Dietrich zeigt, dass Tanzen Spaß macht, die Gesundheit fördert und Lebensenergien weckt.

Pures Tanzvergnügen Außerdem unterrichten Tanzlehrer zahlreiche Tänze, von Agilando über Kreuzpolka bis Zumba. Hier werden lateinamerikanische Rhythmen mit Fitnessübungen verbunden und sorgen für ein optimales Training des Körpers. Bei Live-Musik kann auch in der Hotelhalle getanzt werden. www.heiltherme.at

© Heiltherme Quellenhotel&Spa Bad Waltersdorf

Bad Waltersdorf. Wegen Revision ist die gesamte Anlage der Heiltherme sowie das angeschlossene Hotel & Spa von 2. bis 12. Juli geschlossen. Aber am 14. Juli ist es wieder so weit: Es gibt ein Sommerfest. ORF-DJ Erich Fuchs sorgt mit der Tanz- und Schlagerparty für Stimmung zwischen den Thermalbadeund Schwimmbecken. Eine Showeinlage hat „Dancingstar“-Teilnehmer Willi Gabalier mit Tanzpartnerin Christiana Leuthner vorbereitet. Und obendrein wird er seinen Song aus dem neuen Album „Damenwahl“ präsentieren. Wem aber ein Abend tanzen zu wenig ist, dem bietet das Quellen-

„Tanz mit mir in den Morgen …“ ist das heurige Sommer-Motto in der Heiltherme.

Spitzenposition in der Tagungsindustrie Brüssel. Das Ranking der internationalen Kongressdestinationen 2011 der UIA (Union of International Associations) analysiert Meetings in 183 Ländern: Mit 390 internationalen Kongressen belegt Österreich den stolzen 8. Platz und holt damit im Vergleich zu 2010 zwei Plätze auf; der Anteil Österreichs am internationalen Tagungsgeschäft beträgt 3,8%. Das Länderranking wird angeführt von Singapore (919), USA (744) und Japan (598). Erfolgreich durchsetzen konnte sich Österreich (390) gegen Spanien (386) und Australien (329). www.uia.be

Urlaub im Zeichen der Umwelt

PROMOTION

Österreichisches Umweltzeichen zeichnet Tourismusbetriebe aus, die ökologisches Management und umweltgerechtes Wirtschaften in den Mittelpunkt stellen. Wien/Österreich. Österreich zählt zu einem der beliebtesten Urlaubsländer – und das aus gutem Grund. Neben zahlreichen kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten ist es vor allem die intakte Natur, die unsere Heimat für Touristen attraktiv macht. Denn immer mehr Reisende achten bei der Wahl ihrer Feriendestination auch auf umweltfreundliche Kriterien und Tourismusbetriebe, die auf umweltbewusstes Management und nachhaltiges ökologisches Wirtschaften setzen.

Seit 1996 können diese Tourismusbetriebe das Österreichische Umweltzeichen beantragen und damit ihre gelebte Nachhaltigkeit nach außen zeigen.

Sanfter Öko-Tourismus Energiesparmaßnahmen, umweltgerechte Abfallwirtschaft, effizienter Ressourceneinsatz sowie regionale und saisonale Kulinarik – all diese und noch viele weitere Kriterien spielen bei der Vergabe des Umweltzeichens

an Tourismusbetriebe eine Rolle. Derzeit gibt es in Österreich 230 Betriebe – mit mehr als 24.000 Betten –, von der Almhütte über den Campingplatz bis zum Fünf-SterneHotel, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert sind. Unter den Ausgezeichneten finden sich auch viele Gastronomie- und Catering-Betriebe, die biologische und regionale Lebensmittel einsetzen. Gäste eines mit dem Österreichischen Umweltzeichen prämierten Betriebes leisten mit ihrem Aufenthalt so nicht nur einen Bei-

trag zur Verbesserung der Umweltsituation in der Region, sondern profitieren ihrerseits von einer Qualitätsgarantie durch umweltbewusstes Management. Überdies bieten viele Unterkünfte auch ideale Seminar- und Tagungsräumlichkeiten. Neben nachhaltig

erfolgreichen Unternehmen gibt es die unbestechliche und staatliche Auszeichnung auch für Green Meetings und Green Events. Details zum Österreichischen Umweltzeichen finden Sie unter www.umweltzeichen.at/ tourismus


gast & wirt

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© Falstaff Verlags GmbH/APA-Fotoservice

Grüner Veltliner Grand Prix im Palais Ferstel

Freitag, 6. Juli 2012

Genuss Reisen Österreich 33 Hotels in ganz Österreich haben sich zu einer Plattform zusammengeschlossen

Kulinarische Reisen in Österreichs Regionen

Hermann Paschinger, Obmann Genuss Reisen: „Der Alltag wird mit Genussangeboten aufgewertet.“ kümmern muss, und ein anderer ist für das Wasser verntwortlich. „Zum Abschluss gibt es ein Zertifikat: Dann ist man Schnapsbrennmeister und im Club der Kenner und Genießer“, so Lagler. Das Brennerei- und Wellnesshotel Lagler sieht sich als Wohlfühlhotel. Ruhe genießen, sich Zeit nehmen, Entspannung durch Kirschstein- und Apfelmassagen erleben und mehr erfahren über die Familientraditionen im Hause Lagler. Ute Lagler: „Genießen hängt auch mit Wissen über die Qualität der Rohstoffe zusammen.“ Das Package „Wunschlos glücklich“ mit zwei Nächtigungen und zwei Fünfgang-Gourmet-Schmankerlabendmenüs sowie Wellnessparadies kostet p.P. 189,50 €.

dino silvestre

Kochkurse für Genießer und Hobby-Köche Straß im Straßertale. Die kreative Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und die Interpretation traditioneller Rezepte stehen im Mittelpunkt der Kulinarik-Kurse von „Kreativ Reisen Österreich“. Kochkünstler und Produzenten bieten Seminare und Workshops an, bei denen das Wissen erweitert werden kann. Z.B. das Gartenhotel Pfeffel lädt zum „Weingenuss in der Wachau“ mit Weinseminar, Degustationsmenü und vier Nächten ab 367,60 € p.P. ein. www.kreativreisen.at

© Purtscher Relations PR/Ricardo Herrgott

Titel „Miss Wiener Wiesn-Fest“ vergeben

(von li.): Christian Feldhofer, Miss Martina und Claudia Wiesner.

Wien. Kandidatinnen im Alter von 18 bis 45 konnten sich für die Wahl zur „Miss Wiener Wiesn Fest“ bewerben. Die 37-jährige Martina aus Wien setzte sich bei einer Promi-Jury im Wiener „Platzhirsch“ gegen sieben Finalistinnen durch. Drei Festzelte, elf Tage, 99 Konzerte von hochkarätigen Showgrößen aus der Volksmusikszene und mehr als 250 Stunden Live-Musik: Das volkstümliche Fest findet vom 27. September bis 7. Oktober auf der Kaiserwiese im Prater statt. www.wienerwiesnfest.at

Geheimtipps für Gourmets „Nicht nur Touristen und einheimische Genießer sollen angesprochen werden – vor allem Jugendliche müssen auf den Geschmack gebracht werden“, so Haubenkoch Gerhard Fuchs. „Essen ist ja in, es wird in allen Medien transportiert. Wichtig für uns ist, dass man die Jungen von diesem schnellen Genuss, so wie es die deutschen Fernsehkollegen oft vorzeigen, wegbringt. Gut essen heißt nicht: in 20 Minuten kochen und essen, sondern sich einmal ein paar Stunden Zeit zu nehmen und wirklich zu genießen.“ Dazu Hermann Paschinger, Obmann der Plattformen ‚Genuss Reisen Österreich‘ und ‚Kreativ Reisen Österreich‘: „Genuss erleben Menschen vor allem dann, wenn etwas Besonderes aus dem Alltag herausgehoben wird. Bei kulinarischen Reisen in Österreich gelingt das: Der Alltag wird mit Genussangeboten aufgewertet.“ Die Plattform verrät auch Geheimtipps – wie z.B. einen schönen Käsewanderweg oberhalb des Bodensees oder wo es feine Obstbrände gibt.

„Kulinarische Auszeit“

© Genuss Reisen Österreich/Weinfranz

Wien. Falstaff-Chefredakteur Peter Moser zeichnete beim „Grüner Veltliner Grand Prix“ die besten Vertreter der mit Abstand wichtigsten Weißweinsorte Österreichs aus: Platz 1 geht an das Weingut Birgit Eichinger (Strass) mit Grüner Veltliner Wechselberg 2011, Rang 2 erzielten ex aequo der Winzerhof Familie Dockner (Höbenbach) mit Grüner Veltliner Kremstal DAC Frauengrund 2011 sowie das Weingut Josef Schmid (Stratzing) mit Grüner Veltliner Kremstal DAC Kremser Weingärten 2011. Moser: „Der Jahrgang 2011 brachte fruchtbetonte, stoffige Grüne Veltliner, die mehr Extraktsüße und eine rundere Säure aufweisen als jene aus dem Vorjahr. Die klassischen Grünen Veltliner aus Niederösterreich sind gut antrinkbar und eignen sich in vielfältiger Weise als Begleiter der österreichischen Küche.“ www.falstaff.at

Straß im Straßertale. Wer die Angebote von Genuss Reisen Österreich nutzt, erlebt Genuss mit der erforderlichen Aufmerksamkeit für österreichische Lebensmittel und deren fachkundige gastronomische Zubereitung. Kulinarisch Interessierte erfahren bei dieser neuen Plattform mehr über zeitgemäß verfeinerte regionaltypische Rezepte, attraktive Genuss-Packages oder Kurse für Genießer und Touren zu Produktions- und Schaubetrieben.

Genuss Reisen Österreich: Bei entschleunigten Urlaubstagen können Österreichs regionale Spezialitäten erlebt werden.

Das Angebot von Genuss Reisen Österreich reicht vom 4-SterneHotel bis zum kleinen Landgasthaus, vom kulinarischen Geheimtipp bis zur besten Haubenküche.

Schnaps selber brennen „Auf den kulinarischen Entdeckungsreisen können erwachsene Gäste auch selbst Hand anlegen“, sagt Ute Lagler, Hotelinhaberin Brennerei- und Wellnesshotel

Lagler in Kukmirn im Burgenland: „Bei uns hat man die Möglichkeit, im Restaurant den Schnaps selber zu brennen. Der Gast darf nicht nur zusehen und warten, bis das Destillat herunterrinnt, sondern er muss auch konkret etwas zum Schnapsbrennen beitragen.“

Attraktive Packages Es wird ein Kühlmeister bestimmt, der sich um die Kühle

Das Gut Pössnitzberg mit Gutshotel, Dreihaubenrestaurant und der Champagnerie in Glanz an der südsteirischen Weinstraße bietet das Package „Kulinarische Auszeit“ an. Drei Tage während der Woche mit zwei Übernachtungen, Essen im Gutshotel, Eintritt in die Erlebnis- und Verkostungswelt des Genussregals in Vogau und viergängiges Abendmenü inklusive Weinbegleitung im Restaurant Kreuzwirt unter Leitung von Gerhard Fuchs kosten 199 € p.P. Entspannte Sekt- und Weinverkostungen in der Champagnerie sind ein Extra Hotelier Frank Bläuel vom Berghotel Tulbingerkogel in Mauerbach bei Wien bietet mit seinem Arrangement „Naturgenuss“ zwei Nächtigungen mit Buffetfrühstück, Eintritt in „Die Garten Tulln“, 5-Gang-Gourmetmenü und Weinbegleitung ab 218 € p.P. an. www.genussreisen-oesterreich.at

„Best of Weinviertel“ Weinlodge Zuschmann-Schöfmann servierte Spezialitäten des Hauses sowie der Region

Spezialitätenabend in der Weinlodge Martinsdorf. Rund 120 Freunde des regionalen Genusserlebnisses fanden sich an diesem Abend in der Weinlodge Zuschman-Schöfmann in Martinsdorf ein, um dort den vollen Geschmack des Weinviertels zu genießen; Martin Neid, passionierter Weinkabarettist, sorgte mit Anekdoten über Land und Leute für einen humoristischen Auftakt.

Ausgezeichnete Trinkkultur Jimmy Schlager, WeinviertlerBarde und Original, wurde von Chris Heller am Klavier begleitet. Und ein weiteres kulturelles Schmankerl bot die Ausstellung „Nur ka Wasser net“ von Ulrich Winkler-Hermaden: Die Bilder und Texte zur Geschichte von Weinbau und Weingenuss im östlichen Weinviertel sind nun in der Weinlodge im Weingut ZuschmannSchöfmann zu bewundern. Das Motto des Abends, „Best of Weinviertel“, stand und steht für den Anspruch der Weinlodge und seiner Betreiber, der prämierten Winzerin Else Zuschmann-Schöfmann und des Weinakademikers

© Weinlodge Zuschmann-Schöfmann

Falstaff-Chefredakteur Peter Moser (2.v.li.) mit den Preisträgern 2012.

Bei Prachtwetter lud die Weinlodge zu „Best of Weinviertel“ (von li.): Peter Schöfmann, Fred Zehetner, Manfred Buchinger, Rudolf Demschner, Jimmy Schlager.

und Haubenkochs Peter Schöfmann, ausgezeichnete Trinkkultur mit erstklassigen Speisen aus der Region zu verbinden.

Hauseigene Weißweine Die enge Verbindung mit regionalen Lieferanten wurde nicht nur anhand einzelner Stationen sichtbar, sondern auch geschmacklich

erlebbar. Weißweine wie Brünnerstrassler, Naturbursch und vor allem der Riesling Ralessen 2009 harmonierten wunderbar mit regionalen Spezialitäten.

Qualität und Regionalität Bio-Kräuterseitlinge von Edlinger, Kartoffelraritäten des Kartoffelhofs Schramm sowie Bio-Rind-

fleischprodukten der BOA Farm Beefcattle warteten am großen Buffet auf den Verzehr. Auch Rotweinliebhaber kamen nicht zu kurz: Cuvee Zerberus, Pinot Noir und Zweigelt erfreuten den Gaumen und passten hervorragend zu Weinviertler Ciabatta und Zwiebel-Chili-Kräckern der Bäckereien Zimmer und Stoiber. Wer es noch bodenständiger wollte, konnte zum Wein Wildspezialitäten von Rudolf Schmid oder Biogurkerl aus Zwerndorf genießen. Frische, naturnahe Produkte aus der Region sorgten für ein authentisches Geschmackserlebnis und repräsentierten die kulinarische Vielfalt des Weinviertels. „Wir setzen seit Jahren konsequent auf regionale Produkte in ihrer traditionellen Vielfalt, die zum Teil schon in Vergessenheit zu geraten droht. Dabei verarbeiten wir ausschließlich Top-Qualität – im Weingut, beim Heurigen und jetzt auch in unserer Greißlerei. Das ist für uns und für die Region das Erfolgsrezept“, so Else und Peter Zuschmann-Schöfmann. www.weinlodge.at


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Freitag, 6. Juli 2012 – 67

Im Juni 2012 waren um 5,5% mehr ­Menschen als im Vorjahr ohne Job Seite 70

Demografischer wandel

Autofirmen bauen ihre Produktion nach den Bedürfnissen älterer Mitarbeiter um Seite 71

Aufsteigerin Bernadette kamleitner, WU

© WU Wien

Harte Zeiten

© dpa-Zentralbild/Schutt

„Mir ist klar, dass das kein Sprint ist“ Markenaffin Nach ­clever und Joya will Roman Steiner nun die Marke „­Original Gusswerk“ groß rausbringen. Wechselwillig Jeder fünfte Angestellte dachte in letzter Zeit an einen Jobwechsel, heißt es seitens ­Monster.

Seite 68

© Häusler

© APA/A. Pessenlehner

careernetwork

Gastkommentar

Personal- und Organisationsentwickler Ulrich Lanzer klärt die Frage, ob Karriere in der Politik Zufall oder doch ein individueller Pfad ist. Seite 70

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© Brand Management

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von


Career portrait

Warum ausgerechnet ein „hässliches“ Exemplar seine Leidenschaft für Füllfederhalter weckte, warum China doch anders als erwartet ist und warum er sich im richtigen Beschäftigungsfeld wähnt, verrät Brand Management-Chef Roman Steiner im Gespräch.

Freitag, 6. Juli 2012

© Brand Management (2)

68 – careernetwork

„Alles im Leben ist Marke“ 10 Fragen An Roman Steine r

Als Kind wollte ich immer … groß werden. Mein Lebensmotto ist … „Alles ausprobieren!“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … meine Familie. Darüber kann ich lachen … gerne auch über mich selbst. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Mind Time“ von Benjamin Libet. In 20 Jahren werde ich … alt sein. Davor habe ich Angst … dem Ende. Ich lebe viel zu gern. Das ist meine größte Stärke … Leidenschaft.

Wien. Roman Steiner scheint ein gutes Händchen für Marken zu haben: Für Rewe hat er einst das „clever“-Markenprogramm gestartet und der Molkerei Oberwart hat er unter anderem mit der Entwicklung der ersten österreichischen Soja-Marke „Joya“ bei der Sanierung tatkräftig unter die Arme gegriffen. Seit knapp zwei Jahren bietet er mit seiner eigenen Marke „Original Gusswerk“ Schreibgerätegrößen wie Mountblanc oder Pierre Cardin die Stirn. „Mir ist klar, dass das kein Sprint ist, sondern ein Marathon, bis ‚Gusswerk‘ neben den renommierten Marken seinen Platz gefunden hat“, ist sich der ehemalige Marathonläufer und Geschäftsführer der auf MarkenEntwicklung und Design spezialisierten Agentur Brand Management bewusst. Die Ziele steckt er sich nichtsdestotrotz hoch: „Bis 2015 will ich unsere Füllfederhalter und Rollerballmodelle bei allen PremiumSchreibwarenhändlern im urbanen Bereich Österreichs, der Schweiz, Deutschlands und Skandinaviens gelistet sehen“, so Steiner. Seine Leidenschaft für Schreibgeräte be-

gleitet Steiner schon seit Kindertagen, als ihm sein Vater vor knapp 30 Jahren einen Füllfederhalter von Pierre Cardin schenkte. „Ehrlich gesagt: In meinen Augen war dieser Füllfederhalter einfach hässlich“, sagt Steiner. Dennoch sollte dieses Stück der Erstling einer über die Jahre auf rund 40 handverlesene Exemplare angewachsenen Füllfederhaltersammlung werden: „Ich bin aber kein klassischer Sammler, sondern hebe nur Stücke auf, die ich auch selbst benutze. Das sind keine Museumsstücke, die irgendwo verstauben. Das bloße Sammeln finde ich unnötig.“

Kontemplation Vielmehr habe das Schreiben mit Feder und Tinte etwas Kontemplatives für ihn: „Wer mit der Hand schreibt, öffnet sich einen ganz besonderen, subtilen Zugang zu den Dingen; beim Schreiben per Hand kann man Dinge des zumeist hektischen Alltags bewusst und reiflich überlegt festhalten“, beschreibt er seine Philosophie. Der Weg von der Idee zum fertigen Füllfederhalter war aber nicht

nur Kontemplation allein: „Ich bin kein gelernter Werber und habe mir über die Jahre als Markenmanager einen kritischen Zugang zur Markenführung erarbeitet. 2007 habe ich mich dann selbstständig gemacht, weil ich mein erworbenes Wissen über den Aufbau einer Marke endlich auch selbst nutzen wollte“, beschreibt er die Genese seiner eigenen Agentur. Roman Steiner ist gelernter Tourismuskaufmann, ausgebildeter Masseur und Shiatsu-Praktiker sowie ehemaliger Jus-Student, wie er amüsiert erzählt. „Und statt in zwanzig Jahren dazusitzen und ‚Ach hätte ich damals nur ...‘ zu sagen, wollte ich mein Glück versuchen und auch meine eigene Marke kreieren und nicht nur anderen erklären, wie man eine Marke erfolgreich aus der Taufe hebt.“ Was folgte, waren zwei Jahre Marktanalyse und Produzentensuche: „Ich hatte die verrückte Illusion, ein in Österreich hergestelltes Produkt zu lancieren“, so Steiner. „Aber dann wäre ich in der Preisklasse des Mitbewerbs gelandet – und das wollte ich so absolut nicht.“ Hergestellt werden

die Füllfederhalter daher stattdessen in China – nicht nur wegen des Preises, wie er etwaigem Naserümpfen in der Branche entgegnet: „Bei meinem Besuch in China musste ich mein bis dato vollkommen falsches Bild von dem Land komplett revidieren.“ Natürlich gäbe es dort auch die quasi unvermeidliche Billigproduktion. „Die chinesischen Unternehmen können aber mehr, als in Europa vermutet wird. Und ich bin überzeugt, dass zehn bis 15 Prozent der dort ansässigen Firmen mit unseren Unternehmen qualitativ gleichauf liegen, wenn nicht sogar überlegen sind.“ Mit der Produktion in China schließt sich seiner Meinung nach auch ein Kreis – schließlich sei China „die mehrere Jahrtausende alte Wiege der Schreibkultur“, so der bald zweifache Familienvater. Ob er sich bei all der Euphorie für sein Unternehmen eine alternative Form des Broterwerbs vorstellen kann? „Vermutlich wäre ich im Markenmanagement eines KMU. Das ist meine absolute Leidenschaft. Schließlich ist alles in unserem Leben ‚Marke‘.“ (jawe)

Das ist meine größte Schwäche … Sturheit. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … mit meiner Frau.

1971–1991

1992–2006

2007–Heute

1971 in Wien geboren, absolviert Roman Steiner die Tourismusschule Modul der Wirtschaftskammer Österreich und startet seine berufliche Karriere nach der Matura in der Hotellerie.

1992 wird er von Accor Corporate Services abgeworben und steigt zum Marketing- & Vertriebsleiter im Bereich Geschenkgutscheine auf. 2001 wechselt er als Brand Manager zu Rewe und baut die Eigenmarke ‚clever‘ mit auf. 2004 bringt er als Marketingleiter bei Mona Nahrungsmittel die erste österreichische Sojamarke ‚Joya‘ auf Schiene und trägt maßgeblich zur Sanierung der Molkerei Oberwart bei.

2007 wagt Steiner mit der Brand Management GmbH – einer Agentur für Marken-Entwicklung & Design – den Schritt in die Selbstständigkeit; 2010 hebt er seine erste eigene Marke – „Original Gusswerk“ – aus der Taufe und bringt Ende 2011 seine erste Schreibgeräte-Kollektion auf den Markt.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 6. Juli 2012

careernetwork – 69

Jobwechsler Studie 2012 Trotz konstanter Arbeitszufriedenheit möchte sich jeder Fünfte beruflich verändern

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Auf zu neuen Job-Ufern

Barbara Riedl-Wiesinger, Monster: „Eine Gruppe der Wechselaffinen steht schon kurz vor dem Absprung.“ Wien. Jeder fünfte unselbstständig Erwerbstätige in Österreich dachte in den letzten Monaten an einen Jobwechsel. So lautet eines der Schlüsselergebnisse der ersten „Monster Jobwechsler Studie 2012“, die von IMAS International wissenschaftlich betreut wurde. 69% der befragten Arbeitnehmer zogen in dieser Zeitspanne keinen Jobwechsel in Betracht.

gebend für den Wechselgedanken. „Die tatsächliche Entscheidung, zu wechseln, ist immer multifaktoriell“, so der Marktforscher. Auf Arbeitgeberseite stellt sich besonders angesichts des vorherrschenden Facharbeitermangels verstärkt die Frage nach adäquatem Employer Branding, um sich potenziellen Interessenten entsprechend attraktiv zu präsentieren. Die Stimmung scheidender Mitarbeiter wird diesbezüglich oftmals unterschätzt. „Unternehmen sollten sich mit einer Art Trennungsmentalität beschäftigen, denn auch bereits ausgeschiedene Mitarbeiter können Botschafter sein“, unterstreicht Riedl-Wiesinger. Die Studie zeigt, dass 27% der befragten Dienstnehmer ihren Arbeitsplatz „ganz sicher“ weiterempfehlen würden, weitere 38% würden das „ziemlich sicher“ tun. Zur Weiterempfehlung neigen eher jüngere Personen und Personen mit höherer Bildung; immerhin 19% antworteten hier mit „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“. Insgesamt ergab die Studie, dass sich das berufliche Wohlbefinden seit Beginn der Trend-Beobachtung im Jahr 1979 nur gering verändert hat. Trotz der weitverbreiteten Überzeugung einer rauer gewordenen Arbeitswelt ist das berufliche Glücksgefühl über mehr als drei Jahrzehnte hinweg auffallend konstant geblieben. Unter den mittels Face-to-FaceInterviews Befragten waren 538 Personen unselbstständig erwerbstätig. (cho)

Mit der repräsentativen Jobwechsler Studie 2012 lotet Monster erstmals die Stimmung unter Österreichs unselbstständig Erwerbstätigen aus. „Ziel der Befragung war es, die Zufriedenheit unter den Arbeitnehmern zu erheben“, so Barbara Riedl-Wiesinger, Country Manager & Sales Director Monster Worldwide Austria. Darüber hinaus interessierte die Frage, inwieweit diese in ihren aktuellen Dienstverhältnissen bereits „innerlich gekündigt“ hätten und somit wechselbereit wären. Den Studienergebnissen zufolge setzen sich jüngere Arbeitnehmer intensiver mit dem Wechsel auseinander als ältere. „Ein weiteres soziodemografisches Gefälle ergibt sich nach der Bildung – Menschen mit höherer Bildung tendieren weniger häufig dazu, über einen Jobwechsel nachzudenken als beispielsweise Pflichtschulabgänger“, erklärt Riedl-Wiesinger. Neben soziodemografischen Daten waren aber auch geografische Aspekte von Bedeutung; demnach

© Monster Worldwide Austria

Arbeitsglück

B. Riedl-Wiesinger: „Bei Unselbstständigen seit Jahren keine Reallohnzuwächse.“

wird in den westlichen Bundesländern häufiger an einen Jobwechsel gedacht als in den östlichen. Unter den wechselwilligen Arbeitnehmern denken 36% mindestens einmal wöchentlich daran, einen anderen Dienstgeber zu suchen. „Dies zeigt, dass eine Gruppe der wechselaffinen Arbeitnehmer schon kurz vor dem Absprung steht“, folgert Riedl-Wiesinger.

„Wahrscheinlich hängt das damit zusammen, dass in Österreich schon seit Jahren bei den unselbstständig Erwerbstätigen keine Reallohnzuwächse festzustellen sind“, vermutet Riedl-Wiesinger. Trotz der Dominanz des Gehaltsthemas identifiziert Studienleiter Paul Eiselsberg, Senior Research Director von IMAS International, auch andere beeinflussende Faktoren in Sachen Jobwechselfreudigkeit. Neben dem Gehalt seien auch die Möglichkeiten persönlicher Weiterentwicklung sowie gewisse Störfaktoren wie beispielsweise schlechtes Betriebsklima ausschlag-

Warum gewechselt wird Als Hauptmotiv für den Wechsel in ein anderes Unternehmen wird vorrangig das Gehalt genannt.

Studie Österreichs Firmen finden keine Einkaufschefs

Zukunft.Frauen Feierliche Diplomverleihung in Wien

Wien. Zwei Drittel der österreichischen Unternehmen benötigen für die Neubesetzung ihres Einkaufschefs mehr als acht Monate, 20% benötigen vier bis sechs Monate. 31% sind jedoch der Meinung, dass externe Bewerber die fachlichen Anforderungen häufig nicht erfüllen. Dennoch haben nicht einmal 20% der befragten Unternehmen für strategische Positionen im Einkauf einen internen Nachfolger parat. Das ergab eine Studie der Personalberatung Penning Consulting, Kerkhoff Consulting und dem Forum Einkauf des Österreichischen Produktivitätsund Wirtschaftlichkeitszentrums. Trotz der langen Besetzungszeiten setzen viele Unternehmen weiterhin auf klassische Kanäle zur Rekrutierung. Besonders auffällig:

„Das Ergebnis ist erschütternd“, so ­Stephan Penning, Penning Consulting.

Wien. Im Rahmen eines Festakts wurden vergangene Woche die Absolventinnen des vierten Durchgangs des vom Wirtschaftsministerium, der Wirtschaftskammer Österreich und der Industriellenvereinigung initiierten Führungskräfte-Programms „Zukunft.Frauen“ ausgezeichnet: „Im Rahmen von ‚Zukunft.Frauen‘ ermöglichen wir eine weitere Verbesserung der Karrierechancen von Frauen und stärken insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich“, erklärte BMWFJ-Sektionschef Michael Losch bei der Diplomverleihung an die 22 Absolventinnen – unter ihnen etwa Alexandra Izdebska, DiTech, und Beatrice Schobesberger, Leiterin Private Banking Looshaus der Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien.

Gemeinsames Ziel von Zukunft. Frauen sei es, den Frauenanteil in Führungs- und Entscheidungspositionen von Unternehmen weiter zu vergrößern. Dafür brauche es gute Rahmenbedingungen wie etwa für das Gelingen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und gezielte Maßnahmen, die bei den Frauen direkt ansetzen. „Es wäre aus ökonomischer Sicht kurzsichtig, das Potenzial qualifizierter Frauen ungenutzt zu lassen, indem nur aus 50 Prozent des Talentepools rekrutiert wird“, betonte WKO-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. „Erst jüngst hat eine Umfrage wieder gezeigt: Kennzahlen wie Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterzahl und Börsenwert entwickeln sich besser, wenn in den Führungsetagen zumindest eine Frau vertreten ist.“ (red)

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Kommunikation neu denken Vergangene Woche ging sie zum zweiten Mal über die Bühne: Die Social Media Recruiting Conference Vienna (SMRC). Zwei Tage lang gaben Top-Referenten Einblicke, wie Soziale Netzwerke für die Personalsuche, im Personalmarketing und bei Aufbau und Pflege eines Employer Brands eingesetzt werden können. Ein Eindruck, der sich aus vielen Gesprächen mit anwesenden Personalmanagern und HR-Experten ergab: Im Gegensatz zum Vorjahr, als noch die Frage „Wozu überhaupt?“ im Zentrum stand, liegt heute das größte Problem vieler Betroffener darin, neue Kommunikationskanäle im eigenen Unternehmen zu etablieren. Die Vorbehalte der Kritiker sind bekannt und durchaus auch nachvollziehbar: Ja, Blogs, Facebook, Twitter& Co. kosten Ressourcen (= Geld), wenn sie professionell gemacht werden. Und ja, es ist schwer möglich, der Geschäftsführung binnen weniger Wochen einen seriösen RoI zu den gesetzten Aktivitäten vorzulegen. Klar, nicht für jedes Unternehmen eignen sich alle Kanäle gleichermaßen. Auch muss nicht jeder Betrieb bloggen, facebooken oder twittern. Klar ist aber auch, dass sich Alterspyramiden umdrehen und sich derzeit ein radikaler Wandel in Mediennutzung und Kommunikationsverhalten (junger) Menschen vollzieht: Weg von der Einweg-Kommunikation hin zum Dialog und zur authentischen Interaktivität. Fakten, die durch zahlreiche Studien belegt sind und deutlich machen, dass HRAbteilungen ebenso wie Marketing- und PR-Stellen ihre Kommunikationsmodelle neu denken müssen.

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Bernadette Kamleitner (33) ist seit 1. Juli neue Professorin für Marketing mit dem Spezialgebiet „Consumer Behaviour“ an der WU Wien. Zudem übernimmt sie die Leitung des Instituts für Werbewissenschaft und Marktforschung.

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Jakob Molzbichler FPLP

© FPLP

WU Wien

© WU Wien

Bernhard Wiesinger (44) übernimmt mit Juli die Leitung der Interessenvertretung im ÖAMTC. In dieser Funktion verantwortet er künftig die Fachexpertise für Lobbying (Public Affairs) und Medien (Public Relations).

B. Kamleitner

Jakob Molzbichler (27) verstärkt ab sofort das Corporate/M&A-Team von Fiebinger Polak Leon Rechtsanwälte. Mit seiner Angelobung zum Rechtsanwalt ist er der jüngste eingetragene Rechtsanwalt der Kanzlei seit deren Gründung.

© Hectas/Richard Tanzer

© Kerkhoff Consulting

Bernhard Wiesinger ÖAMTC

© ÖAMTC

job

Print-Medien (77%) kommen nach wie vor häufiger zum Einsatz als Online-Medien (rund 60%). (red)

Promotion

„Eklatante Lücken bei Rekrutierung“ Neue Frauenpower im Vormarsch

Thomas Zwiebler Hectas

Thomas Zwiebler (41) ist ab sofort neuer Geschäftsführer des Gebäudereinigers Hectas in Österreich und damit zugleich auch Geschäftsführer von Heimlich Gebäudedienste. Zuletzt war er bei Xerox Mitglied der Geschäftsleitung.


A r b e i t s ma r k t

70 – careernetwork

short

NÖ-„Constantinus“ geht an milestone

Freitag, 6. Juli 2012

Statistik Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Juni um 5,8 Prozent, jene der Schulungsteilnehmer um 4,3 Prozent an

283.637 ohne Arbeitsplatz

WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl gratulierte den Gewinnern.

St. Pölten. Die milestone p.o.e. ag ist niederösterreichischer Landessieger des Beratungsund IT-Preises „Constantinus Award 2012“. Ausgezeichnet wurde man für das Projekt „A1 One Portal“: „Das Projekt ‚A1 One Portal‘ zählt sicher zu den umfangreichsten und komplexesten Projekten, die wir seit Bestehen der milestone p.o.e. ag begleiten durften; umso mehr freut es uns, dass wir dafür mit dieser besonderen Auszeichnung geehrt wurden“, freuen sich Franz Hub, Mitglied des Vorstands, und Thomas Waldorf, Vorstandsvorsitzender, und beide Berater bei milestone.

Die Sieger der „Campus Challenge“ stehen fest

Wien. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kommentieren Arbeitsmarktexperten die aktuellsten Arbeitslosenzahlen in Österreich: „Österreich kann sich der europäischen Wirtschaftskrise nicht entziehen, auch in Österreich steigt die Arbeitslosigkeit“, muss sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer angesichts aktuell 220.070 Arbeitsloser und 63.567 Schulungsteilnehmer im Land eingestehen. Die Zahl der Arbeitslosen wachse zwar schwächer als im Februar und im April, aber die Zahl der Arbeitslosen sei im Juni um 12.126 oder 5,8%, jene der Schulungsteilnehmer um 2.645 oder 4,3% angestiegen: „Jetzt geht es darum, die Menschen noch zielgerichteter zu unterstützen.“ Trotz des Anstiegs der Arbeitslosigkeit im Land konnte HundsA r b e i t s los e i n Ö s t e r r e i c h

Juni ’12 ohne Arbeit 283.637 in Schulung 63.567 Männer 117.156 Frauen 102.914 15–24-Jährige 33.419 über 50-Jährige 51.621 Langzeitsarbeitslose 5.295 * zum Vorjahr

Veränd.* +5,5% +4,3% +7,1% +4,4% +4,4% +10,9% +10,2%

Quelle: APA/AMS

torfer der Bilanz auch etwas Positives abgewinnen: „Österreich hat weiterhin – und das seit 15 Monaten in Folge – die geringste Arbeitslosenquote in Europa.“ Nach EU-Berechnung belief sich die heimische Arbeitslosenquote im Mai – das ist der aktuellste verfügbare Wert – auf 4,1%. Österreich hat damit weiterhin die mit Abstand niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU vor den Niederlanden und Luxemburg mit 5,1 bzw. 5,2%. Im Schnitt der 27 EU-Staaten betrug die Arbeitslosenquote 10,3%.

Mehr aktive Beschäftigte Die Zahl der aktiv Beschäftigten hat sich per Ende Juni um 1,5% oder 51.000 Personen auf 3,402 Mio. erhöht. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist laut Sozialministerium um 11,8% oder 4.317 auf 32.336 zurückgegangen: „Es ist den heimischen Unternehmen zu verdanken, dass Österreichs Arbeitsmarkt trotz schwieriger Rahmenbedingungen nach wie vor sehr gut funktioniert“, erklärt WKO-Präsident Christoph Leitl in einer ersten Stellungnahme. Diese im internationalen Vergleich erfreulichen Daten dürfe man jedoch nicht als Ruhekissen missver-

© APA/Andreas Pessenlehner

© milestone

Vor allem bei den über 50-Jährigen und bei den Langzeitarbeitslosen gingen die Zahlen stark in die Höhe.

In Wien stieg die Zahl der Arbeitslosen um 3,9% gegenüber Juni 2011.

stehen, warnt der WKO-Präsident; gerade jetzt sei es an der Zeit, die heimische Wirtschaft mit Reformen und Investitionen zu stützen, damit Österreich sein Spitzenranking halten könne. „Was wir jetzt brauchen, sind keine teuren Konjunkturprogramme, aber umso mehr kluge Investitionsprogramme.“ Angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit müsse man auch nach einer Entlastung des Faktors Arbeit trachten, unterstreicht Leitl. Rudolf Kaske, ÖGB-Arbeitsmarktsprecher und vida-Vorsitzen-

der, sieht vor allem die Zunahme an älteren Arbeitslosen als besorgniserregend: Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Anstieg fast 11%. „Es gilt, endlich Rahmenbedingungen zu schaffen, die es älteren Arbeitnehmern ermöglichen, länger im Berufsleben zu bleiben.“ Die Wirtschaft sei gefordert, altersgerechte Arbeitsplätze zu schaffen, anstatt – wie in der Praxis vielfach üblich – „über 50-Jährige aufs Abstellgleis zu stellen und gegen jüngere und billigere Beschäftigte zu tauschen“, so Kaske abschließend. (red)

Gastkommentar Personal- und Organisationsentwickler Ulrich Lanzer über Karriere in der Politik

Sieger der Kategorie „Managementconsulting“: die Karl-Franzens-Uni.

Wien. Die Sieger der diesjährigen „Accenture Campus Challenge“, einem länderübergreifenden Wettbewerb für Studierende technischer und wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, stehen fest: Christina Assl, Stefan Dreisiebner, Katja Hubmann und Anja Mali von der Karl-Franzens-Universität Graz interpretierten das Thema „Web 2.0-Enterprise“ in der Kategorie „Management-Consulting“ am besten. Und Alexander Brandl, Aysin Köran, Jasmin Brakmic, Semir Rahic, Ahmet Sehalic von der Universität Wien setzten sich in der Kategorie „Technologie“ durch.

Wien. Seit Platon ist die Frage aktuell: Wie sieht der ideale Politiker aus? Ist es Beruf oder Berufung, der Gesellschaft zu dienen? Politik muss als Profession begriffen, erlernt und trainiert werden. Denn ambitionierte Menschen, die ein gesellschaftspolitisches Anliegen haben, sich bei Interessensvertretungen oder auch politischen Gruppierungen engagieren, leisten einen wichtigen Beitrag auch zur Weiterentwicklung der Gesellschaft. Wir wissen, dass dieses System aus Macht, Machterhalt und Machtgewinn einen spezifischen Zugang benötigt, damit Menschen darin nicht untergehen. Wir wollen mit unserer Beratung die politische Arbeit professionalisieren und dazu beitragen, dass Fehlentwicklungen, wie beispielsweise Korruption, verhindert werden.

Management ist effektiv, wenn es gelingt, Strategie, Struktur und Unternehmens-Kultur zu synchronisieren. Das Management gestaltet sich besonders in politiknahen und -betroffenen Unternehmen weitaus komplexer als im ausschließlichen Profit-Bereich. Sie brauchen den ganzen Menschen und den vollen Einsatz, um über den Resonanzkörper ihrer Organisation hinaus noch weit in die Gesellschaft hinein wirksam zu sein.

Politisch = professionell Politisch tätig zu sein bedeutet auch, professionell zu agieren. Wesentliche Tools sind neben Hard Facts wie juristische und betriebswirtschaftliche Fragen auch Soft Skills und persönliche Kompetenzen. Gleichzeitig lässt sich fest-

stellen: Keine politische Karriere ähnelt einer anderen; wir haben es stets auch mit individuellen Pfaden zu tun. Der Einstieg in die Politik steht jedem Staatsbürger offen. Eine Karriere in der Politik ist für Menschen aus weniger vermögenden Schichten leichter als beispielsweise in der Wissenschaft oder Wirtschaft. Gleichzeitig verläuft eine Karriere in der Politik wesentlich weniger linear als in der Wirtschaft. Eine Kennzahl dazu: Ein Politiker benötigt ca. 15 Jahre, bis er von seiner politischen Tätigkeit auch leben kann. Ulrich Lanzer ist Personal- und Organisationsentwickler mit langjähriger Erfahrung im politischen Bereich. www.edelweiss-consulting.at

© Häusler

© Accenture

Zufall oder doch individueller Pfad?

Ulrich Lanzer ist Gründer der Unternehmensberatung Edelweiss-Consulting.

Management Lehrgang für Frauen Der Erfolg eines Unternehmens hängt maßgeblich vom strategischen Weitblick des Managements ab – und auch von der Entscheidung, Frauen aktiv bei der Entwicklung ihrer Führungsqualitäten zu unterstützen. Das „Women’s Leadership Development“ Programm bereitet Frauen optimal für die nächsten Karriereschritte vor. Ausgestattet mit neuen unternehmerischen Fähigkeiten, frischen Ideen und größerer Kapazität für die Bewältigung der Aufgaben sind sie bereit, führende Rollen im Unternehmen zu spielen.

Lehrgang Wien 12. Oktober 2012 bis 12. April 2013 x Freitag bis Samstag x jeweils von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr Der Lehrgang umfasst 8 Module (19 Trainingstage) x 2 Coachings pro Teilnehmerin x Round Table mit ExpertInnen aus der Wirtschaft zu Management Themen x Einsatz von Social Media/Web 2.0 (inkl. Praxisworkshop) x Unterrichtsmaterialien, umfassende Skripten und Arbeitsblätter x Getränke und Verpflegung während der Seminarzeiten und Abendveranstaltungen Kosten des Lehrgangs Euro 7.980,- exkl. MwSt.

€ 280,

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BONU FRÜH S FÜR BUCH INNEN ER*

*Bei Buchung und Zahlung bis 31. Juli 2012

Michaela Grüsser www.gruesser.at in Kooperation mit Diversity Search www.diversitysearch.at x Infos anfordern unter: future@diversitysearch.at


J obwatc h

Freitag, 6. Juli 2012

careernetwork â&#x20AC;&#x201C; 71

Best Practice Immer mehr Autofirmen bauen ihre Produktion nach den Bedßrfnissen älterer Mitarbeiter um, um des demografischen Wandels Herr zu werden

Noch lange keine alten Eisen Hamburg. Federnde SporthallenbĂśden und Sprossenwände am Arbeitsplatz, gesundes Bio-Essen in der Kantine â&#x20AC;&#x201C; die Fabriken groĂ&#x;er Autohersteller gleichen mittlerweile oft Fitness-oder Wellnesszentren. Die Veränderungen am Arbeitsplatz sind in erster Linie demografisch bedingt: Weil in Deutschland â&#x20AC;&#x201C; wie auch in Ă&#x2013;sterreich â&#x20AC;&#x201C; immer weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt kommen und das Durchschnittsalter der Gesellschaft steigt, mĂźssen groĂ&#x;e Autobauer ihre Fabriken auf die Beschäftigung Ă&#x201E;lterer umstellen. Experten schätzen, dass das Durchschnittsalter in der Automobilindustrie bis zum Jahr 2021 auf Ăźber 44 Jahre steigen wird; 2011 lag es noch bei 40 Jahren. Mehr als die Hälfte einer Belegschaft dĂźrfte dann älter als 45 Jahre sein; zuletzt waren es 38%.

oder gesenkt, damit die Arbeiter Handgriffe auch am Unterboden machen kĂśnnen, ohne sich bĂźcken zu mĂźssen.

Vorreiter: BMW Einer der Vorreiter war BMW im Werk Dingolfing. In einem Pilotprojekt nahm der Autokonzern bereits 2007 die Altersstruktur von 2017 vorweg und stellte die Produktion um. Ă&#x153;berraschendes Ergebnis: Die Produktivität der im Schnitt acht Jahre älteren Beschäftigen bei dem Versuch war nicht geringer als die der Ăźbrigen Mitarbeiter, die Qualität aber hĂśher, schildert BMW-

Sprecher Jochen Frey. Seither wurden weitere Werke umgerĂźstet; mehr als 5.000 Beschäftigte arbeiten inzwischen an Arbeitsplätzen, die nach den neuen Erkenntnissen gestaltet sind. Statt eines harten Hallenbodens setzt BMW gelenkschonende HolzfuĂ&#x;bĂśden ein und bietet Ausgleichsgymnastik an Sprossenwänden an. Arbeiter wechseln zwischen einzelnen Stationen, um Schäden durch einseitige Dauerbelastungen zu vermeiden. Hinzu kommen weitere EinzelmaĂ&#x;nahmen, die von schwenkbaren Monitoren mit groĂ&#x;er Schrift Ăźber ergonomische Sitze bis hin zu speziellen Schicht- und Arbeitszeit-

modellen reichen. Auch die anderen Autobauer setzen mittlerweile auf das Rotationsprinzip und bieten unterschiedlichste MaĂ&#x;nahmen fĂźr ihre älteren Mitarbeiter an. Vorruhestandsregelungen, mit denen die Unternehmen bis vor wenigen Jahren noch Personal abbauten, um die Kosten zu senken, sind aber bei allen out. Sie haben nach Meinung von Arbeitsmarktexperten mit dazu beigetragen, dass viele Betriebe heute gut ausgebildete Fachleute händeringend suchen. Stattdessen sollen die Beschäftigten bei Laune gehalten werden, damit sie mĂśglichst lange arbeiten kĂśnnen. (APA/Reuters)

Š dpa-Zentralbild/Martin Schutt

Bei BMW erreichen die Arbeitnehmer dank der MaĂ&#x;nahmen gleiche Produktivität bei hĂśherer Qualität.

Statt der Arbeitnehmer verrenken sich kĂźnftig die Maschinen in der Produktion.

Finanzieller Aufwand Arbeitswissenschaftler durchforsten daher im Auftrag der Autofirmen die Arbeitsplätze, bewerten jede einzelne Tätigkeit nach ergonomischen Kriterien und ersinnen Erleichterungen sowie altersgerechte Arbeitsabläufe â&#x20AC;&#x201C; fĂźr die Firmen ein finanzieller Mehraufwand. Aber: â&#x20AC;&#x17E;Der Aspekt, dass etwas zu teuer ist, wird vor dem Hintergrund alternder Belegschaften unbedeutendâ&#x20AC;&#x153;, erläutert Gunther Paul, Arbeitswissenschaftler aus KĂśln. â&#x20AC;&#x17E;Dagegen gewinnt der Gesichtspunkt an Bedeutung, Arbeitnehmer zu unterstĂźtzen, damit sie etwas leisten kĂśnnen.â&#x20AC;&#x153; Dementsprechend versucht man, ungesunde Handgriffe, das Tragen schwerer Lasten ohne technische Hilfen und Ă&#x153;berkopfarbeiten zu vermeiden. Stattdessen werden die Beschäftigten an den Produktionsbändern je nach Handgriff liegend oder sitzend auf Montagesitzen in die Fahrzeuge gefahren. Je nach Produktionsschritt werden die ­Karosserien gedreht, angehoben

Tipp Employer Branding

Expertentalk

Š SPS; DEBA

Wien. Die Ausschreibung zum â&#x20AC;&#x17E;Staatspreis Knewledgeâ&#x20AC;&#x153; habe gezeigt, dass die Unternehmen immer noch Employer Branding mit Personalmarketing verwechseln, erklärt Jurymitglied Gerhard Preslmayer von SPS Marketing. Aus diesem Grund biete man am 13. Juli von 9:30 bis 12:30 Uhr eine â&#x20AC;&#x17E;MĂśglichkeit zur Wissenserweiterungâ&#x20AC;&#x153; an: Anhand des Sonderpreisträgers Employer Branding stellt Preslmayer gemeinsam mit Christine Voelk, DEBA, ein durchgängiges EB-Konzept dar und klärt den Unterschied zwischen Employer Branding und Personalmarketing. Einige Plätze sind noch frei, medianetLeser bezahlen nur 80 statt 120 â&#x201A;Ź. Anmeldung: office@knewledge.at

Gerhard Preslmayer und Christine Voelk stehen am 13.7. Rede und Antwort.

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sommer 2012 – 73

Raffael Leb von cybertime landete einen Game-Hit auf der iOS-Plattform Seite 75

Jedermann 2012

Ingo Neise setzt neue Hofmannsthal-Akzente auf der Festung Hohensalzburg Seite 83

Donauinsel Hubert v. Goisern rocKte Inselfest

© APA/Hochmuth

„crazy hedge“ aus wien

© leisuregroup.at

© Chris Haderer

entertainmentbiz E3: Die noble Kunst der Oberflächlichkeit

© z.V.g.

short

inhalt

tonträger & konzert > Bitkom-Studie: Hälfte der Musik-Downloads illegal 78 > Gema: Veranstalter wehren sich gegen Verteuerung 79 > Katy Perry: Film und neues Label Ende August 81 schau & spiel > Teatro Barocco: Barockopern im Stift Altenburg 83 > Straßentheater: Jura Soyfer und sein „Astoria“ 83 tv, dvd & kino > UCI Kinowelt: „iSens“ ­ermöglicht 3D-Kinogenuss 84 > Constantin Film: Komödie „Heiter bis wolkig“ 95

Sensationen waren anderswo Auf der heurigen „Electronic Entertainment Expo“ in San Francisco zeigten die Hersteller kaum neue Hardware, sondern setzten vorwiegend auf Fortsetzungen und Remakes etablierter Gaming-Serien. Seite 74 Walt Disney Studios Mit großem Staraufgebot und Oscar-Gewinnern hinter der Kamera wird ein Märchen erzählt

Drehbeginn für Disney-Movie „Maleficent“ Wien/Los Angeles. Soeben haben die Dreharbeiten zu der Walt Disney Studios-Produktion „Maleficent“ mit Oscar-Gewinnerin Angelina Jolie in der Hauptrolle begonnen. Der Film erzählt die bisher nicht bekannte Geschichte der Hexe Malefiz aus dem Zeichentrick-Klassiker „Dornröschen“ (1959) und deckt auf, weshalb Malefiz so hartherzig und böse wurde, bis sie schließlich das Baby Aurora verwünscht. Mit „Maleficent“ gibt der Szenenbildner und zweifache Oscar-Preisträger Robert Stromberg („Avatar“, „Alice im Wunderland“) sein Regie-

debüt. Als Produzent fungiert Joe Roth, als Drehbuchautorin Linda Woolverton, und als ausführende Produzenten zeichnen Angelina Jolie, Don Hahn, Matt Smith und Palak Patel verantwortlich.

Blockbuster-Produktion Neben Angelina Jolie sind in weiteren Rollen zu sehen: Sharlto Copley („District 9“), Elle Fanning („Super 8“, „Somewhere“), Sam Riley („Unterwegs – on the Road“), Imelda Staunton („Vera Drake“), Miranda Richardson („The Hours“), Juno Temple („Abbitte“, „Die drei

Musketiere“) sowie Lesley Manville („Lügen und Geheimnisse“). Hinter der Kamera vereint der Film Künstler wie den Oscar-gekürten Kameramann Dean Semler („Der mit dem Wolf tanzt“), Szenenbildner Gary Freeman („Der Soldat James Ryan“), die zweimal für den Oscar nominierte Kostümbildnerin Anna B. Sheppard („Schindlers Liste“) sowie den siebenfachen Osca-Preisträger und Maskenbildner Rick Baker („Men in Black“). Disney wird mit „Maleficent“ im Frühjahr 2014 in 3D in den österreichischen Kinos starten. www.disney.com

© Disney Enterprises

München. Millionen Zuschauer sahen ihn in als Cem Öztürk im Kinofilm „Türkisch für Anfänger“. Bei der glanzvollen „Diva Gala“ am 26. Juni wurde Elyas M‘Barek als „Bester Schauspieler“ geehrt. Auch Til Schweiger und Maria Furtwängler erhielten Awards. Bereits zum 22. Mal wurde die „Diva“, der renommierte Deutsche Entertainment Preis, verliehen. Veranstalter ist dieses Jahr erstmals Constantin Entertainment. 450 geladene Gäste aus Film, Fernsehen, Politik, Industrie und Medien feierten im im Hotel Bayerischer Hof in München. www.diva-award.de

© E3 2012/Rick R.

© EPA

Millstatt. Das internationale Gitarrenfestival „La Guitarra esencial … the art of guitar“, das vom 1. bis 5. August in Kärnten über die Bühne geht, feiert sein fünfjähriges Jubiläum. Als Gratulanten haben sich internationale Stars angesagt, die die großen Konzerthäuser dieser Erde füllen. Darüber hinaus gibt es auch Workshops mit den Künstlern. Unterricht geben z.B. Zoran Dukic in klassischer Gitarre, der Flamenco-Artist Rafael Montilla, der Jazz-Gitarrist Primus Sitter oder Reentko Dirks in World Guitar. www.musikwochen.com

Angelina Jolie kommt im Frühjahr 2014 auf die österreichischen Kinoleinwände.


C ov e r

74 – entertainmentbiz

Sommer 2012

E3 Die heurige Electronic Entertainment Expo bot kaum Sensationen, sondern setzte auf bewährte Blockbuster-Variationen

Kommentar

Gigantomanische Games und kaum neue Hardware

Gaming-Portale vs. Fachhandel

Statt mit neuer Gaming-Hardware versuchten die Hersteller, vorwiegend mit Software zu beeindrucken.

Chris Haderer

© Electronic Arts; Sony

W

EA präsentierte auf der „E3“ die Neuauflage von „Need for Speed: Most wanted“. Chris Haderer

Los Angeles/Wien. Es hat schon seinen Grund, dass die EntertainmentMesse „E3“ in Los Angeles stattfindet. Immerhin war die heurige Veranstaltung ein gigantischer Catwalk für noch gigantischere Games, die aussehen, als kämen sie mitten aus Hollywood und nicht aus dem Silicon Valley. Die „Electronic Entertainment Expo“, die seit 1995 alljährlich im Juni stattfindet, ist ein Trendbarometer der Stimmung am Markt – und so wie die Traumfabrik in letzter Zeit stark auf den Aufguss von Bewährtem setzt, standen auf der E3 vor allem die Fortsetzungen von Blockbustern im Vordergrund (etwa „Fifa 13“, „Need for Speed“, „Medal of Honor“, „Lost Planet“ und „Dead Space“). Mit einem kleinen Unterschied: Weil den hochgezüchteten und daher in der Produktion recht teuren Spielen mit der aktuellen Hardware kaum noch neue Effekte hinzufügbar sind, konzentrieren sich viele Hersteller etwas

Game-City im Rathaus

Gaming-Orgie im Wiener Rathaus.

Auf den Punkt gebracht, wurde die heurige E3 auch von Brancheninsidern als solide Messe mit eher mäßigem Begeisterungspotenzial wahrgenommen. Es gab wenig interessante neue Hardware, viele Ausblicke auf das kommende Jahr und das schon angesprochene Blockbuster-Lineup der Hersteller zu begutachten. Enttäuschend war der Auftritt des NintendoKonzerns, der wieder keine Details zur Markteinführung der schon im Vorjahr angekündigen „Wii U“ veröffentlichte – obwohl der Japaner nach einem Minus von knapp 400 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Sensation dringend not-

die Vita die zweite Geige mit nur zwei wesentlichen Titeln: einem „Assassin‘s Creed“-Ableger (erstmals mit einer Heldin an Bord) sowie einer „Call of Duty“-Variante.

Neuer Standort Insgesamt erweckte die heurige E3 den Eindruck einer Art „Zwischenmesse“, um die Zeit bis zum nächsten großen Hardware-Update der Hersteller zu überbrücken. Tatsächlich fand die E3 heuer aber zum letzten Mal in Los Angeles statt: Ab kommendem Jahr soll sie eine andere Heimstadt bekommen – allerdings ist noch nicht bekannt, welche. Die Location spielt für den Erfolg der Messe jedoch eine entscheidende Rolle, um die Zielmärkte zu adressieren. Von der Bedeutung her gibt es neben ihr derzeit nur zwei weitere relevante Gaming-Veranstaltungen, nämlich die „Tokyo Game Show“ (21.–23.9.) und die „gamescom“ in Köln (siehe Story unten). www.e3expo.com

MACOnvention Das Treffen der Manga- und Gaming-Fans

gamescom Der Ticket-Vorverkauf hat bereits begonnen

Leonding/Linz. „Die Zukunft – die Welt, wie sie einmal sein wird“ ist das Motto der heurigen MACOnvention. Oberösterreichs größte Convention für Anime, Manga und Games findet von 20. bis 22. Juli wie im Vorjahr in der Kürnberhalle Leonding/Linz statt. Ehrengäste der heurigen MACOnvention sind Anli Pollicino, eine J-Rock-Band aus Tokio, die auf ihrer zweiten Europa-Tournee für einen LiveAuftritt bei der MACOnvention in Österreich Station machen.

Köln/Wien. Sie ist fast schon zu einer Institution geworden, die vom 15.–19. August in Köln stattfindende Spielemesse „gamescom“. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es eine um 15% auf 144.000 m� gewachsene Ausstellungsfläche, „auf der die Hersteller ihre Neuheiten präsentieren“, sagt gamescom-Projektleiter Tim Enders. Namhafte Publisher und Studios – darunter Capcom, Crytek, Namco Bandai, Sony Computer Entertainment, Electronic Arts, DeepSilver/ Koch Media, Konami, Ubisoft oder Gaya Entertainment – haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.

Weitere Gäste sind etwa die Independent-Movie-Gruppe Pantherion aus Graz mit dem Screening ihres Pilotfilms „Reality is debateable“ sowie die Gründer der größten deutschsprachigen Lolita-Mode-Plattform Dunkelsüß, die auf einer exklusiven Modeschau die Designerkleider mit ihrem unverkennbar viktorianischen Look vorstellen. Zur heurigen zweiten Auflage der MACOnvention werden etwa 3.000 Besucher erwartet. www.maconvention.info

auf Handhelds, Tablet-PCs oder Smartphones, liegt im Trend der Zeit.” Auch am ‚gamescom Award‘ ist gefeilt worden: Er wird heuer erstmals in acht Kategorien vergeben werden, die Jury wurde auf 20 Personen aufgestockt. Um die im Vorjahr aufgetretenen Engpässe an den Eingängen zu vermeiden, steht gamescomBesuchern mit Vorverkaufstickets heuer die Halle 11 als persönlicher Zugang zur Verfügung. www.gamescom.de

Viele Konzept-Updates

© MACOnvention

Wien. Vom 12. bis 14. Oktober darf im Wiener Rathaus ohne politische Konsequenzen gezockt werden. Zum sechsten Mal findet dann die „GameCity“ statt, bei der Familien und Jugendliche drei Tage lang bei freiem Eintritt die neuesten Computer- und Konsolenspiele antesten können. Mehr als 60.000 Besucher pilgerten im vergangenen Jahr auf die GameCity und auch heuer rechnet Paul Pitzer, stv. Geschäftsführer des Veranstalters wienXtra, mit einem weiteren Besucherrekord: „Die ‚Game-City‘ ist mittlerweile eines der wichtigsten Wiener Events im Bereich Jugend und Familien geworden“, sagt er. www.game-city.at

Hardware-Schwäche

wendig hätte. Auf der Gerüchtebörse wurde die Einführung der Wii U für November in den Raum gestellt, bei Preisen von bis zu 400 €. Übrigens: Auch Microsoft präsentierte keine neue Hardware auf der E3, sondern eine Softwareerweiterung, mit der die XBox 360 mit Smartphones und Tablets zusammenarbeiten kann. Die Leistungsdaten des Geräts hält Microsoft vorerst für ausreichend – jetzt wolle man die Konsole durch neue Software ausreizen. Auch Sony, der dritte im Bunde der Major-Companies, versuchte vorwiegend mit neuer Software für die Playstation 3 Punkte zu sammeln. Abgesehen von dem kürzlich vorgestellten Handheld Playstation Vita ist neue Hardware wie bei Microsoft auch bei Sony vorerst kein Thema. Während Microsoft den Schwerpunkt der Xbox vom Gaming verstärkt ins allgemeine Entertainment verrückt, bleibt Sony bei Spielen. Auffälliges Detail am Rande: bei den Games-Ankündigungen spielte

Fantasy-Meeting in Oberösterreich Treffen der Giganten am Rheinufer

© Game City

Spielstadt Wien

mehr auf die Story ihrer Produkte. Lebendige Beispiele sind beispielsweise „Beyond – two Souls“, „Tomb Raider“, „Crysis 3“ und „Far Cry 3“, die deutlich über den Schießstand hinausgewachsen sind und eine gewisse Tiefe zu bieten haben.

Augmented Reality für die Playstation 3: J.K. Rowlings „Wonderbook of Spells“.

MACOnvention: Wenn Leonding für drei Tage zur Fantasy-Gaming-Zone wird ...

Erstmals widmet die gamescom mobilen Spielen heuer eine eigene Welt als Teil der Halle 10.1. Ähnlich angelegt wie die „online world”, präsentieren in der „mobile gamesworld“ Hardware- und Softwareanbieter aus dem Bereich des mobilen Spielens ihre Produkte und Neuheiten. „Damit werden wir der aktuellen Marktentwicklung gerecht“, sagt Enders. „Mobiler Games Content, sei es

© Chris Haderer

ie jede andere Software sind Computer- und Videospiele immaterielle Güter. Auf Silberscheiben gebrannt wurden sie mangels einer besseren Möglichkeit, sie unter die Leute zu bringen. Nun hat sich durch flächendeckendes Breitband ein neuer Vertriebskanal erschlossen, der dem Fachhandel noch viele schlaflose Nächte bereiten wird. Dass immer mehr Games mit Distributionsplattformen wie „Steam“ oder „Origin“ verknüpft sind oder überhaupt nur in App-Stores gekauft werden können, sägt an einem recht umsatzträchtigen Erwerbsast: Laut Gartner werden mit digitalen Games bis 2015 über 100 Milliarden Euro umgesetzt. Durch die Online-Distribution wird ein Teil des Geldes zwangsläufig in eine andere Richtung fließen, nämlich weg aus der Region, in der gekauft wird, und dorthin, wo die Portale und Studios sitzen. Für Gaming-Inhalte ist Online dennoch die sinnvollste Vertriebsform, schon aus Gründen der Aktualität und kostenpflichtigem Zusatzcontent. Auch wenn der Konsument dadurch letztlich mehr abgezockt wird, so hat er am Ende auch mehr davon. Der lokale Fachhandel wird sich allerdings dringend etwas einfallen lassen müssen, um die Lücken zu füllen, denn der Verkauf von Special Editions an Sammler wird im Beisein der Online-Konkurrenz nicht abendfüllend sein.

Tim Enders, gamescom-Projektleiter.


Ga m i ng & B e t t i ng

Sommer 2012

entertainmentbiz – 75

cybertime Mit dem Jump&Run-Game „crazy Hedge“ hat der Wiener Entwickler cybertime einen Überraschungserfolg auf der iOS-Plattform gelandet

Austro-Igel auf der Überholspur Chris haderer

Wien. Wie sein Kollege „Sonic“ aus dem japanischen Sega-Lager gehört er zur Spezies der Igel; zu den Hedgehogs, und weil er aus Österreich kommt, wird er „Hedgy“ genannt, mit einem kleinen „crazy“ davor. Mehr als 80.000 Mal hat sich „crazy Hedge“ (2,39 € Normalpreis, 0,79 € bei Promotions im AppStore), das erste iOS-Game der Wiener Softwareschmiede cybertime, bisher verkauft. Fast 7.000 Arbeitsstunden sind laut cybertime-Geschäftsführer Raffael Leb bisher in die Entwicklung des Titels geflossen. Fachmagazine bescheinigen dem Tablet- und Smartphone-Spiel durchaus Konsolen-Qualitäten, dementsprechend gäbe es auch schon Nachfragen „prominenter Publisher, die uns gern kaufen würden“. Gegründet wurde cybertime im Jahr 2001 als „klassisches Hinterhofunternehmen“, sagt Leb. Nach einem Jahr konnte Kellys als prominenter Kunde für 3D-Animationen und ein Browser-Game gewonnen werden, woraus „dann unsere drei Standbeine gewachsen sind“, sagt Leb: „Webdienste, 3DAnimationen und Gaming.“

knapp einen Euro teuren Games zu sparen beginnen – während die im PC- und Konsolenbereich mehr als zehnfach höhere Preise anstandslos akzeptiert werden. „Wir haben in Foreneinträgen gelesen, dass viele Leute warten, bis das Game im Rahmen einer Promotion auf 79 Cent gesenkt wird“, sagt Leb.

Wenig Zahlungsfreude Geld macht man mit iOS-Programmen, so Leb, vor allem durch die Menge – und der steht wiederum das Umstand im Weg, dass man als kleiner Fisch unter Millionen im AppStore kaum wahrgenom-

men wird. Das geht nur, wenn man von Apple nach der Aufnahme ins Store-Sortiment oder nach gravierenden Updates gefeatured wird. „Wenn man im Store ganz vorn gereiht oder als Tip vorgestellt wird, gehen die Verkäufe signifikant in die Höhe.“ Vorstellungen in anderen Medien hingegen brächten kaum Wirkung. „Mit ‚crazy Hedge‘ haben wir ein absolutes High-end-Produkt vorgestellt“, ist Raffael Leb vom Zukunftspotenzial des schneidigen Austro-Igels überzeugt. Pläne für ein weiteres Game sind ebenfalls bereits geschmiedet: ein Racer soll es werden, aber kein alltäglicher. www.cybertime.at

© Chris Haderer

Im „Sonic“-Epigonen stecken mehr als 7.000 Stunden Entwicklungsaufwand.

Raffael Leb, Geschäftsführer der Wiener Gaming-Softwareschmiede cybertime.

Weitere Plattformen Im Gaming-Bereich „haben wir uns den Fokus vorerst auf den iOSMarkt gesetzt“, sagt Leb. Vor knapp drei Wochen erschien mit der Version 2.0 ein umfassendes Update des Österreich-Igels, in „dem wiederum mehr als 1.000 Arbeitsstunden stecken“ und das eine Reihe von interessanten neuen Features bietet, darunter auch eine Anpassung an die aktuelle Hardwaregeneration von Apple. Weitere Versionen von crazy Hedge für PC und Android sind bereits angedacht und in der Pipeline. Am US-Markt hat bereits der Publisher Unity Interesse an crazy Hedge angemeldet und auch mit dem Elektronikhersteller LG gäbe es Gespräche, dessen Smart-TV-Geräte mit dem Game zu bestücken. Zumindest „interessant“ findet Leb den Umstand, dass die Besitzer hochpreisiger Apple-Tablets (zwischen ca. 399 € und 699 €) bei

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SCHNURRBART © Cybertime

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76 – entertainmentbiz

short

Neue Produkt-Strategie & Umsatzsteigerungen

E n ter ta i n me n t & h a r d wa r e

Sommer 2012

LG Puristisches Outfit und eine Dicke von nur knapp vier Millimeter machen aus dem OLED TV ein optisches Gustostück

OLED: Die unerträgliche Leichtigkeit des Designs

Die dritte Fernsehdimension spielt eine wichtige Rolle im aktuellen Produkt-Lineup des LG-Konzerns. CEO der LG Home Entertainment Company, ausdrückt. Dazu gehört auch der Plan, eine „direkte Verbindung zwischen OLED-TV und LG in den Köpfen der Verbraucher herzustellen und damit frühzeitig unsere Führung im wachsenden OLED-Markt zu festigen“, sagt Kwon. „Der OLED-Fernseher von LG übertrifft jede Erwartung an einen TV – es ist ganz einfach das ultimative Fernsehgerät.“ Preise für den Ultimativen wurden von LG zwar noch nicht genannt; die Einführung auf breiterer Ebene ist für die zweite Jahreshälfte geplant.

München/Wien. „Wir haben unser Unternehmen auf den Prüfstand gestellt, intensiv Stärken und Schwächen analysiert sowie Chancen und Risiken bewertet“, sagt Oliver Seidl, Vorstandsvorsitzende der Loewe AG. „Entstanden ist eine weiterentwickelte Strategie, mit der wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt haben.“ Der Start ist vielversprechend: Entgegen dem Markttrend konnten die Hersteller den Umsatz im ersten Quartal 2012 um 8% auf 66,6 Mio. € steigern. Mit zur Strategie gehören die Neustrukturierung des kompletten TV-Sortiments und die Einführung der neuen Produktlinie „Connect ID“ (von 32 bis 46“) im Preissegment ab 1.500 €. www.loewe.de

Audiohersteller feiert 65-jähriges Jubiläum Wien. Vor 65 Jahren begann mit der Eintragung ins Firmenbuch die österreichische Erfolgsstory der AKG Acoustics GmbH. Die beiden Wiener Rudolf Görike und Ernst Pless gründen am 3. Juni 1947 die Firma „Akustische und Kino-Geräte Gesellschaft mbH“, kurz AKG, 1965 wird der heutige Name AKG Acoustics etabliert. Heute ist AKG Acoustics ein führender Hersteller hochwertiger Kopfhörer, Mikrofone sowie Drahtlosanlagen für professionelle Anwender. AKG ist seit 1993 Teil des Harman International Industries, Inc. Konzerns und vertreibt seine Premium-Produkte in über 140 Ländern weltweit. www.akg.com/at

© Bang & Olufsen

Wandlautsprecher-Set bekommt Nachwuchs

Die Stablautsprecher versorgen den Raum in einem 180-Grad-Fächer.

Wien. Mit dem „BeoLab 12-2“ hat Bang & Olufsen seinem „BeoLab 12-3“ eine kleinere Variante des Wandlautsprechers zur Seite gestellt. Für 1.420 € liefert die ICEpower-Verstärkertechnologie 320 Watt Klangleistung. Der BeoLab 12-2 kann außerdem auch so montiert werden, dass sich die akustische Linse oben oder unten befindet, um dadurch der für die persönliche Sitzposition optimalen Höhe möglichst nahezukommen. www.bang-olufsen.com

Smart in drei Dimensionen Weil im smarten TV ohnehin ein Dual Core-Prozessor werkt, stehen auch etwa 1.200 Apps mit Premium Content Services zur Verfügung, darunter LGs hauseigene 3D World. Per Smart Share-Funktion kann auch auf Inhalte zugegriffen werden, die sich auf externen Geräten wie Laptops, Mobiltelefonen, TabletRechner und USBSticks befinden. Umgekehrt stellt Smart Share Plus auch eine ScreenShare-Funktion bereit, mit der sich TV-Inhalte per WLAN auf externe Wiedergabegeräte (z.B. Smartphones und Tablet-PCs) streamen und dort betrachten lassen. Auch an den 3D-Features des Geräts, die mit batterielosen 3D-Brillen zusammenarbeiten, wurde heftig herumgeschraubt. Die „3D Depth Control“ erlaubt beispielsweise den Nutzern die individuelle Anpassung der Tiefenwirkung durch Einstellung des Abstands zwischen den Objekten

Neue Qualitätsära Mit dem OLED TV will LG in eine neue Ära „überragender Bildqualität und des puristischen Designs für Fernsehgeräte“ durchstarten, wie es Havis Kwon, President und

© LG

Loewe Connect ID: gehobenes Fernsehen mit Designanspruch.

Wien. Er ist zwar nicht die Neuerfindung des Fernsehens, aber doch eines der dünnsten Fernsehgeräte der Welt. Mit knapp 4 mm Tiefe ist der „3D OLED TV“ von LG dünner als viele Bilderrahmen, bei einer Diagonale von immerhin 55“. Ausgestattet ist das Gerät, das Anfang Juni in Europa vorgestellt worden ist, nicht mit der mittlerweile gängigen LED-Technologie, sondern mit einem OLED-Screen. Organische Leuchtdioden unterscheiden sich von ihren anorganischen Verwandten durch einen geringeren Stromverbrauch; darüber hinaus sind keine kristallinen Materialien notwendig, sodass ihr Einsatz auch in Richtung biegsamer Bildschirme überlegt wird. Tatsächlich klingen die Eckdaten des LG-Bildschirms nach Superlativen: Allein die Wiederholrate liegt bei 0,02 Millisekunden, was etwa 1.000 Mal schneller ist als die von konventionellen Displays, wodurch BleedingEffekte bei schnellen Bildern eigentlich der Vergangenheit angehören sollten. Zusätzlich verwendet LG im OLED TV eine 4 Color-Pixel-Technologie, die den drei Primärfarben ein weißes Sub-Pixel bemischt, um eine verbesserte Darstellung aus verschiedenen Blickwinkeln zu gewährleisten.

Der OLED TV von LG: Dank organischer Dioden­ technik bringt er es auf eine Wiederholrate von sagenhaften 0,02 Milli­ sekunden.

auf dem Bildschirm. Damit können Zuschauer die 3D-Wiedergabe auf ihre persönlichen Sehgewohnheiten abstimmen. Für die plastische Darstellung von „flachen“ Filmen sorgen ein 2D-zu-3DKonverter und die sogenannte FPR-Technologie (Film Pattern Retarder).

Cinema 3D mit Smart TV Überhaupt spielt die dritte Fernsehdimension eine wichtige Rolle im Lineup des Unternehmens: nicht umsonst lautet die Botschaft „3D = LG“, mit einer Palette von Cinema 3D Smart TVs (zu denen auch

der OLED TV gehört) bis zu UD 3D TVs (Ultra Definition). Letztere sollen im vierten Quartal in ausgewählten Regionen auf den Markt kommen und Cinema 3D mit Smart TV und UD-Auflösung verschmelden. UD-Panels erzeugen mit 8 Mio. Pixeln immerhin eine viermal höhere Auflösung (3.840 x 2.160) als konventionelle Full HD TV Panels, was das „intensivste 3DErlebnis bietet, das derzeit außer­ halb eines Kinosaals verfügbar ist“, sagt Havis Kwon. www.lg.com/at

Area52 Nach umfangreichen Umbauarbeiten hat der Hauptstandort des österreichischen eSport-Verbands wieder geöffnet

Gaming Lounge & eSport-Trainingszentrum Wien. Das legendäre „Area51“ in der Wüste von Nevada bedarf eigentlich keiner Vorstellung mehr: Spätestens seit den „X-Akten“ weiß man, dass dort Aliens ein- und ausgehen und an außerirdischer Technologie herumgebastelt wird. Ähnliches wird oft auch bezüglich des etwas zentraler in Wien-Floridsdorf gelegene „Area52“ vermutet, auch wenn es dort in Wahrheit weitaus irdischer zugeht: Die in Österreich einzigartige GamingLounge hat nach einer längeren Überholungs- und Rennovierungsphase Mitte Juni wieder ihren Betrieb aufgenommen.

zügige Gamingräume mit über 20 Personal Computern und 40 Konsolen-Geräten bereit. Dazu gehören auch zwei barrierefreie GamingPlätze sowie ein rollstuhlgerechter Zugang. In Ausstattungsfragen arbeitet Area52 mit Sponsoren zusammen, DiTech, Logitech, Asus, Cooler Master, Ubi­soft, Electronic Arts, Microsoft und Sony.

Internationaler Vergleich

© Area52

© Loewe

chris haderer

Will elektronischen Sport fördern: esvö-Präsident und Area52-Leiter Stefan Baloh.

Barrierefreies Gaming „Mit Unterstützung des Bundesministeriums (BMWFJ) sowie der Stadt Wien (LaJu) wurde ein modernes Jugendlokal geschaffen, das alle Wünsche von PC- und Konsolenspielern erfüllt“, sagt Jugendstadtrat Christian Oxonitsch. „Die Location bietet soziales und vor allem barrierefreies Gaming für Jugendliche. Dieses Konzept ist österreichweit einzig-

artig und findet in dieser Form nur in Wien statt.“ Was im Jahr 2003 mit LAN-Parties begann, hat sich mittlerweile als Trainingszentrum für elektronischen Sport und auch als Hauptstandort des österreichischen eSport-Verbands (esvö) etabliert. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, den elektronischen Sport in all seinen Bereichen zu unterstützen, die bereitstehenden Mittel best-

möglich zu nutzen, diese zu koordinieren und Maßnahmen gegenüber der Gesellschaft und der Politik zu vertreten“, sagt esvö-Präsident und Area52-Leiter Stefan Baloh. „Die ‚Area52‘ bietet uns die optimale Plattform, um nicht nur Turniere oder Veranstaltungen abzuhalten, sondern auch Raum für Aufklärung gegenüber Eltern und Familien zu bieten.“ Auf insgesamt 210 m� stehen im Area52 zwei groß-

„Wien braucht im Bereich ‚Gaming‘ und ‚eSport‘ den internationalen Vergleich nicht zu scheuen“, sagt Oxonitsch. „Unsere Tope-Sportler können hier einige großartige Erfolge vorweisen. Games gehören für Kinder und Jugendliche zur Lebensrealität. Mir ist es deshalb wichtig, dass alle Kinder und Jugendliche Zugang zu Computer- und Konsolenspielen haben. Die Area52 bezieht nicht nur Experten, sondern auch Pädagogen und Eltern mit in ihre Arbeit ein, um ein möglichst hohes Niveau in der Betreuung und Ausbildung zu garantieren.“ www.area52.at


Sommer 2012

G a m i ng & B e t t i n g

entertainmentbiz – 77

Wettpunkt Der Wettanbieter will dieses Jahr österreichweit eine massive Expansion und sieht sich schon jetzt als Nummer eins am heimischen Markt

„Wir wollen nachhaltig wachsen“ medianet entertainmentbiz im Gespräch mit Marketingleiter Arang Rezayati. Wien. Wettpunkt ist weiter auf Erfolgskurs – gemäß dem Slogan „Mehr Sport, mehr Live, mehr Angebot“ setzt der Wettanbieter seine Expansion konsequent fort. Wie dabei die Verpflichtung von Herbert Prohaska und Andreas Herzog als Testimonials helfen soll, erklärt Wettpunkt-Marketingleiter Arang Rezayati im Gespräch mit medianet entertainment. medianet: Herr Rezayati, mit Herbert Prohaska und Andreas Herzog konnten Sie zwei dicke Fische an Land ziehen – was erhoffen Sie sich von den beiden Testimonials? Arang Rezayati: Ganz klar, dass sie unseren Bekanntheitsgrad steigern. Die beiden kennt in Österreich jeder Sport- bzw. Fußballfan; sie vermitteln mit Bodenständigkeit einen entscheidenden Wert, den wir auch leben. Zudem gelten sie als Experten in ihrem Fach und sollen uns so – etwa über Kundenveranstaltungen – auch helfen, mehr Kunden in die Filialen zu bekommen und damit langfristig Marktanteile zu gewinnen.

„Wir verfolgen mehrere Filialkonzepte und können damit auf die Gegebenheiten und Potenziale in verschiedenden Regionen reagieren.“ Arang Rezayati, wettpunkt

medianet: Das sind hehre Ziele … Rezayati: … die wir aber sicher sind, erreichen zu können – auch, weil bei uns derzeit alle Zeichen auf Wachstum stehen. Wir planen heuer österreichweit noch eine massive Erweiterung des Filialnetzes. medianet: Welche Rolle spielt ‚Wettpunkt‘ damit am Markt? Rezayati: Wir verstehen uns schon jetzt als Nummer eins bei Sportwetten in Österreich, wollen aber trotzdem weiter zulegen. medianet: Setzt man bei dieser Expansionsstrategie vornehmlich auf Städte oder ländliche Regionen? Rezayati: Sowohl als auch. Wir verfolgen mehrere Filialkonzepte und können damit auf die Potenziale und Gegebenheiten in verschiedenen Gebieten reagieren. So stellen wir sicher, dass wir stets mit dem passenden Angebot am richtigen Markt sind und Kunden langfristig überzeugen können.

Wettpunkt-Marketingleiter Arang Rezayati sieht Wettpunkt „stark wachsen“.

medianet: Welche Rolle spielen ­ abei die ‚Mega Wettpunkt‘-Filiad len? Rezayati: Eine ganz wichtige; damit wollen wir auch abseits unserer Sportwetten Kunden ansprechen. Wir betonen damit stärker die soziale Komponente, bieten mit einem Haubenkoch Essen der Spitzenqualität und legen großen Wert auf eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre. medianet: Wettpunkt setzt neben der Wachstums- also auch bereits auf die Qualitätsschiene? Rezayati: Seit Bestehen des Unternehmens wurde schon immer

größter Wert auf perfekt geschulte Mitarbeiter gelegt. Ganz nach unserem Motto ‚Mehr Spor, mehr Live, mehr Angebot‘ optimieren wir laufend unser Serviceangebot und setzen zudem auf die neuesten Technologien wie unter anderem Sportwettenterminals. medianet: Das Angebot an entsprechenden Terminals wird also weiter ausgebaut? Rezayati: Definitiv. Wir wollen weiter wachsen und dabei spielt die modernste Art der Sportwettenabwicklung für unseren Expansionskurs eine wichtige Rolle. www.wettpunkt.com

© Wettpunkt (2)

Jürgen Zacharias

Andreas Herzog und Herbert Prohaska werben nun für den heimischen Wettanbieter.


t o n t r ä g e r & ko n z e r t

78 – entertainmentbiz

short

Viva sagt den „Comet“ für das Jahr 2012 ab

Sommer 2012

Bitkom-Studie 47 Prozent aller Internetnutzer holen sich einer aktuellen Studie zufolge ihre Musik bereits legal aus dem Netz

Die Hälfte der deutschen User bezieht Musik legal

© Wikimedia

Kostenlose Streamingdienste sind die beliebtesten Angebote, aber jeder neunte zahlt auch bereits. Alexandra Binder

Baden-Baden. ‚Comet‘, der seit 1995 verliehene deutsche Musikpreis, wird 2012 zum zweiten Mal nicht stattfinden. „Es wird keinen ‚Comet‘ geben”, bestätigte ein Sprecher des veranstaltenden Senders VIVA, der die Preisvergabe 2006 schon einmal hatte ausfallen lassen. Stattdessen würde man nun die ‚European Music Awards (EMA)‘, die der VIVA-Schwestersender MTV veranstaltet, in den Vordergrund rücken. Die EMA sind eine internationale Veranstaltung, während der Comet ein rein deutschsprachiger Branchenpreis ist. Offiziell begründet VIVA-Mutterfirma Viacom die Aussetzung damit, dass die EMA in diesem Jahr in Deutschland, Frankfurt am Main, stattfinden.

Japan verabschiedet Anti-Piraterie-Gesetz Tokio. In Japan wurde vor einigen Tagen ein AntipiraterieGesetz verabschiedet. Internetnutzer, die raubkopierte Inhalte herunterladen, müssen nun mit bis zu zwei Jahren Gefängnis und/oder einer Geldstrafe von umgerechnet knapp 20.000 € rechnen. Diejenigen, die raubkopierte Spielfilme oder Musikdateien ins Web hochladen, erwarten noch härtere Maßnahmen; für sie sieht das Gesetz eine Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis beziehungsweise 100.000 € vor.

Spotify bringt RadioApp auf iOS-Geräte

Berlin. Insgesamt beziehen 47% aller deutschen Internetnutzer legal Musik aus dem Web. Das sagt eine eben veröffentlichte Studie des dortigen Hightech-Verbands Bitkom, die auf Europa umlegbar ist. Dieses Ergebnis heißt übersetzt: Die Verfügbarkeit attraktiver

„Die Zahl legaler Gratisangebote wächst, teils auch durch von Nutzern eingestellte Inhalte auf großen Web-Plattformen.“ Dieter Kempf, Bitkom

© Datev

„Scooter“ auf dem „Viva Comet ’10“: Event ist vorerst Vergangenheit.

Bitkom-Präsident Dieter Kempf ist sicher: „Innovative Streamingdienste machen den Online-Musikmarkt immer attraktiver.“

Online-Angebote zur legalen Nutzung hat zugenommen. Kostenlose Streaming-Dienste sind dabei die beliebtesten Angebote, aber bereits jeder neunte Internetnutzer bezahlt auch für Songs aus dem Web.

Bitkom hohes Wachstumspotenzial. Streaming bedeutet, dass die Musikdateien nicht dauerhaft auf dem PC des Nutzers gespeichert, sondern via Internet nur dort abgespielt werden, wobei auch Services existieren, die Möglichkeiten zum Zwischenspeichern für die Dauer eines Abonnements bieten.

In: Entgeltfreies Streamen Demnach nutzen 41% aller Onliner entgeltfreie Streaming-Dienste wie YouTube oder Internetradios zum direkten Anhören von Musik. Immerhin zehn Prozent der Internetnutzer kaufen Musik auf Download-Plattformen, und bislang knapp drei Prozent geben Geld für kostenpflichtige StreamingDienste aus, wie sie unter anderem von Simfy oder Spotify angeboten werden. In diesem Bereich sieht

Nutzer sorgen für Wachstum Bitkom-Präsident Dieter Kempf gibt sich erfreut: „In den vergangenen Jahren hat der OnlineMusikmarkt deutlich zugelegt“, sagt er. Beigetragen hätten dazu günstige Angebote für Songs wie auch die Zahl legaler Gratis-Angebot, die wachse, teils durch von Nutzern eingestellte Inhalte auf

großen Web-Plattformen. Kempf weiter: „Zudem machen innovative Streaming-Dienste den OnlineMusikmarkt immer attraktiver.“ Die Angaben basieren übrigens auf einer repräsentativen Erhebung des Instituts Aris im Auftrag der genannten Bitkom. Befragt wurden über 1.300 Personen ab 14 Jahren in Deutschland, darunter 1.000 Internetnutzer.

50% nutzen legale Angebote Die Zahlen bedeuten freilich auch: Der Anteil der Nutzer legaler Angebote liegt immer noch unter 50%. Wobei das allerdings wiederum nicht heißt, dass alle anderen rechtswidrig Musik aus dem Internet beziehen. Tatsächlich

handelt es sich größten Teil um User, die das Netz bisher nur in eingeschränktem Umfang nutzen, beispielsweise nur E-Mails bearbeiten oder sich bei Textangeboten informieren.

Bitkom Der Bitkom vertritt mehr als 1.700 Unternehmen, davon über 1.100 Direktmitglieder mit 135 Mrd. € Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Nahezu alle Global Player sowie 800 Mittelständler und zahlreiche gründergeführte Unternehmen werden durch Bitkom repräsentiert. Dazu zählen Anbieter von Software & IT-Services, Telekommunikations- und Internetdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. www.bitkom.org

Portfolioerweiterung AWD-Gründer Carsten Maschmeyer kaufte Anteile eines chinesischen Apple-Konkurrenten

Die Spotify Radio-App gibt es ab sofort auch für Apples iOS-Geräte.

Bottrop. Spotify bietet in seiner iOS-App nun auch die Möglichkeit, Radio-Streams zu erstellen. Das Feature bleibt allerdings vorerst nur US-amerikanischen Smartphone- und Tablet-Besitzern vorbehalten. Die US-Amerikanischen User können mit Künstlern, Alben, Songs und Spotify-Playlisten einen Radio-Stream erstellen und diesen unterwegs hören. Naturgemäß ist auch SocialMedia ein großes Thema. Die selbst erstellten Radio-Stationen und Playlisten können über das Soziale Netzwerk Facebook geteilt werden; hier finden sich dann auch die Streams von Freunden, die per Klick zu den eigenen Stationen hinzugefügt werden können.

Peking. Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer, bekannter als AWDGründer, beteiligt sich via seiner Investmentgesellschaft Alstin mit einem Millionenbetrag an der chinesischen E-Commerce Plattform 88tc88. Damit hält Alstin nach erfolgter Kapitalerhöhung einen signifikanten Anteil am Stammkapital des chinesischen iTunes-Konkurrenten mit Sitz in Berlin und Peking. 88tc88 bietet westliche Musiktitel, Songtexte, Spiele, Ebooks und Apps zum kostenpflichtigen Download in China über die angeschlossene B2C-Plattform PaiShou88 an.

etablierter Zertifizierungsprozesse mit den chinesischen Zulassungsstellen und seiner herausragenden Technik hat die Plattform beste Voraussetzungen, sehr schnell ein bedeutendes Musik- und App-Portal in China zu werden.”

Wachstumspotenzial Alstin sieht in dem Investment naturgemäß die Chance, am en-

or-men Wachstumspotenzial des chinesischen E-Commerce-Markts teilzuhaben. „‚PaiShou88‘ richtet sich an 350 Millionen junge Chinesen und bedient deren starke Nachfrage nach digitalen westlichen Medien. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir insbesondere dank Sozialer Netzwerke schnell an Popularität gewinnen wird”, so Alstin-Geschäftsführer Jörg Goschin. Maschmeyer selbst hat „vollstes

Content vorhanden Das Unternehmen hat bereits zahlreiche Content-Vereinbarungen mit Musiklabels, Künstlern und Distributoren geschlossen. Obwohl in China eine große Nachfrage nach westlichen Songs und Texten besteht, ist der chinesische Markt von westlichen Content-Anbietern bisher kaum erschlossen. 88tc88-GF Thomas Reemer ist überzeugt: „Aufgrund

Vertrauen in das hochmotivierte Team um Thomas Reemer“ und erwartet, „88tc88 als führende Distributionsplattform für westlichen Content in China zu etablieren“. Das in dieser Finanzierungsrunde eingesammelte Kapital will 88tc88 für den Ausbau des chinesischen Vertriebsteams sowie des operativen Geschäfts nutzen. Nach dem in Kürze stattfindenden SoftLaunch soll der chinaweite Rollout der B2C-Plattform PaiShou88 noch in diesem Jahr stattfinden.

88tc88 GmbH

© carsten-maschmeyer.de

© apfeltech.net

Maschmeyer steigt beim iTunes-Rivalen ein

C. Maschmeyer initiiert eine Distributionsplattform für westlichen Content in China.

88tc88 ist eine Web-Plattform zur legalen Vermarktung von westlichen Musiktiteln, Songtexten, Spielen und Apps in China. Das Unternehmen ist vom chinesischen Ministry of Culture zertifiziert, westliche Inhalte selbstständig freizugeben, an chinesische Standards anzupassen und über die Vertriebsplattform Paishou88 in China anzubieten. Seit Gründung in 2010 hat 88tc88 Verträge mit den großen chinesischen Mobilfunkanbietern, wichtigen chinesischen InternetPortalen sowie zahlreichen Musiklabels geschlossen. www.88tc88.com


t o n t r ä ger & ko n z e r t

Sommer 2012

entertainmentbiz – 79

EVVC Der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren wird sich in seiner Jahreshauptversammlung u.a. mit der geplanten Tarifreform beschäftigen

Gema: Veranstalter wehren sich Alexandra Binder

Bad Homburg. Gerade noch sprach Joachim König, Präsident des europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren, im Hinblick auf die Gema-Tarifreform 2013 von „einem Thema, das eine weitere unerfreuliche Dynamik erfährt“. Warum die Freude darüber bei den Veranstaltern nicht gerade groß ist, auch damit hielt er nicht hinter dem Berg: „Ball- sowie Unterhaltungsveranstaltungen allgemein werden exorbitante Gebührenerhöhungen erfahren.“ Zum Teil sehr komplizierte prozentuale Zuschläge für bestimmte Veranstaltungsarten würden nicht zur angekündigten Vereinfachung und Ausgewogenheit führen, „sondern schlicht und ergreifend zu extremen Verwerfungen, die kaum noch in den Veranstaltungsbudgets darzustellen sein dürfte“, so König, der jetzt zu einem besonde-

Aktion Anonymus vs. Gema

Hackerangriff

Berlin. Das Hacker-Kollektiv Anonymous musste einen Rückschlag hinnehmen. In den Wohnungen von über 100 deutschen Mitgliedern und Sympathisanten wurden vom Bundeskriminalamt Computer und Material beschlagnahmt. Ziel: Internet-Nutzer, die sich im Dezember an einer kollektiven Anonymous-Attacke auf die Musikrechte-Verwertung Gema beteiligt hatten. Das bestätigte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt der Welt Online. Die lose organisierten Anonymous-Sympathisanten hatten eine koordinierte DDOS-Attacke gegen die Gema gestartet – dazu nutzen alle Angreifer gleichzeitig die volle Kapazität ihrer Internetanschlüsse, um die Server des Ziels mit Tausenden gleichzeitigen Anfragen zu überlasten.

ren Hilfsmittel greift: einer Petition gegen diese Tarifreform. Die Mitglieder sollen möglichst viele Einzelpersonen davon überzeugen, zu unterzeichnen, besonders Gäste und Eventbesucher: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass jetzt die Zeit ist, öffentlich auf das Problem aufmerksam zu machen. Besucher und Nutzer sollten wissen, dass sich das kulturelle Angebot massiv verändern wird, wenn die GEMA ihre Pläne realisieren kann.”

Gebührenvielfalt fällt Zwei Tarife für Livemusik und für Tonträgermusik sollen künftig ins-

gesamt elf Tarife ersetzen. Damit, so König, ginge ein großer Teil der mit diesen unterschiedlich gestalteten Tarifen erzielten Einzelfallgerechtigkeit verloren. Betroffen sind alle Events, in denen Musik live oder von Tonträgern, etwa CD, DVD, PC, Laptop usw., gespielt wird, z.B. bei Ü-30-Parties, Tanzveranstaltungen, den erwähnten Bällen, Galas oder Silvesterfeiern, aber auch Straßenfeste. Letztere hätten durch ein aktuelles BGH-Urteil schon jetzt eine Vervielfachung der Lizenzgebühren zu verkraften. www.openpetition.de/petition/ online/gegen-die-tarifreform2013-gema-verliert-augenmass

© Messe Berlin

Der EVVC geht via Petition gegen die geplante Tarifreform an die Öffentlichkeit.

Joachim König zieht gegen die Gema und ihre Vorstellungen in den Kampf.

Verlassen Sie sich nicht auf den Weihnachtsmann… … setzen sie lieber auf das Christkind@umusic.com

Exempel Kramm probiert’s

„Ohne Gema“

Berlin. Bruno Kramm, Pirat und Musikproduzent, will zeigen, dass es auch ohne eine Verwertungsgesellschaft geht. In der Kolumne „Kramms Hits“ für „faz.net“ stellt er 14tägig fünf Titel vor, die es legal im Netz gibt. Kramm: „Wer heute mit wahnwitzigen Schöpfungen ein Zuhause sucht, findet im Internet nicht nur unendliche Möglichkeiten, seine Werke einem weltweiten Publikum vorzustellen, sondern auch Optionen der Finanzierung und langfristigen Auswertung.“

© Wikimedia

Keine einfallslosen Weihnachtsgeschenke mehr? Schenken Sie Ihren Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern dieses Jahr ein Präsent, das echte Freude bereitet. Universal Music hilft bei der Zusammenstellung einer CD mit Musik nach Wahl und Covergestaltung nach Wunsch. Mit dem Christkind telefonieren? Geht: +43 1 811 21 119

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80 – entertainmentbiz

Paris. Deezer hat seinen Streaming-Dienst in 35 lateinamerikanischen Ländern an den Start gebracht. Angestrebt ist eine Verfügbarkeit des Dienstes in 200 Ländern. Erst im März ging der Dienst auch in Osteuropa an den Start. Deezer ist dann der einzige Streaming-Dienst in den lateinamerikanischen Ländern, der in Facebook integriert ist. Derzeit ist Deezer in 49 Ländern mit 18 Mio. Songs im Repertoire verfügbar. www.deezer.com

© EPA

Virtuelles Comeback für den „King of Pop“

Auferstehung der Toten: Michael Jackson entert die Leinwand wieder.

Los Angeles. Der König ist tot, lang lebe der König: Anlässlich des dritten Todestages von Michael Jackson, gern mit „King of Pop“ tituliert, starten seineBrüder Jackie, Jermaine, Tito und Marlon werbewirksam die „Unity“-Tour. In ingesamt 25 Konzerten sollen Hits wie „I‘ll be there“ oder „ABC“ gespielt werden, der tote Michael soll dabei als „Backgroundtänzer“ fungieren: Aufnahmen von ihm werden während der Show auf einer Riesenleinwand gezeigt. Der jüngste der Jackson-Brüder hatte seine Karriere 1966 als Mitglied der populären Familien-Band Jackson Five begonnen. 2009 starb der Popstar im Alter von 50 Jahren an einer Überdosis des Betäubungsmittels Propofol. Damals plante er gerade eine Reihe von Comeback-Konzerten in London. „Michael hat mir gesagt, dass er will, dass wir alle wieder singen. Er will, dass die Legende lebt“, so sein Bruder Jermaine der Bild-Zeitung gegenüber.

© EPA

Echo Jazz: Dritte Auflage für den Musikpreis

Schauspielerin und Musikerin J. Ta­ ba­tabai: beste Sängerin national.

Dresden. Zum dritten Mal ging kürzlich die Verleihung des „Echo Jazz“ über die Bühne. Mit Fokus über die Jazzszene hinaus zählten zu den heurigen Preisträgern neben Entertainer und Chansonnier Götz Alsmann etwa Musikerin Jasmin Tabatabai oder Cassandra Wilson. Zum „Bestseller des Jahres“ wurden Wynton Marsalis&Eric Clapton gekürt. Moderiert wurde die Show von Dieter Moor, als Liveacts holte man die Award Winner Kurt Elling oder das Tingvall Trio. www.echojazz.de

„Radikal überzogene ­Preise werden bestraft“

oeticket-Geschäftsführer Andreas Egger: „Regionale und saisonale Schwankungen in allen Segmenten“. „Ein immer größerer Teil des Geschäfts wird von sehr gro­ßen Events dominiert“, skizziert oeticket-GF Andreas Egger.

eva kaiserseder

Wien. Das Tonträgergeschäft geht seit geraumer Zeit krachen, das Geschäft mit Konzert- und Eventtickets hingegen boomt – so könnte man es derzeit auf den Punkt bringen. medianet im Gespräch mit Andreas Egger, Geschäftsführer bei oeticket, über diese und andere Entwicklungen im Musikbiz.

Ist das Klassiksegment ähnlich wie bei den Tonträgern Umsatzbringer? Egger: Das Klassikpublikum ist in den letzten Jahren sehr rasch sehr mündig geworden. Viele Leute entscheiden sich spontan, es gibt auch immer weniger Leute, die ausschließlich Klassik oder ausschließlich Pop/Rock hören wollen. Wir würden uns freuen, mit allen großen Klassikhäusern gemeinsam an neuen Verkaufs- und Marketingstrategien arbeiten zu können. Das ist allerdings nicht immer einfach, da es viele traditionelle Strukturen zu überwinden gilt.

medianet: Wie hat sich das Livegeschäft hierzulande die letzten Jahre verändert? Andreas Egger: Wir sehen eine gewisse Polarisierung in der Größenordnung bei Pop und Rock, also entweder Mega-Shows oder auf Clublevel bis zu ca. 2.000 Leuten. Gleichzeitig wird es immer populärer, zu Live-Events zu gehen, in allen Altersgruppen und allen Segmenten. Die Veranstalterszene hat sich professionalisiert und stabilisiert. Festivals haben sich in den letzten Jahren als Präsentationsbühnen auch für neue, noch kleine Acts etabliert. medianet: Wie nehmen Sie diese Veränderungen international wahr? Stichwort Stadionrock, Festivals und Megaevents? Egger: Ein immer größerer Teil des Geschäfts wird von sehr großen Events dominiert. Daneben gibt es eine lebendige Clubszene mit vielen neuen interessanten Acts.

© Christoph H. Breneis

Streamingdienst Deezer startet in Lateinamerika

Livebiz Megaevents dominieren das Geschehen; im Klassiksegment gilt es, mit traditionellen Strukturen zu brechen

nicht bereit, unbeschränkt mehr für Tickets auszugeben; radikal überzogene Preise werden mit Konsumverzicht sofort bestraft.

medianet: Warum sind Konzerttickets trotz der stark gestiegenen Preise so begehrt? Wo liegt der Reiz für den Konsumenten? Egger: Das Live-Erlebnis ist unverwechselbar und unkopierbar. Ich kann mir denselben Künstler, dasselbe Stück, fünfmal ansehen – es wird trotzdem jeden Abend anders sein. Die Konsumenten sind aber

medianet: In welchem Segment merken Sie die größten Zuwächse bzw. Rückgänge? Egger: Es entwickeln sich alle Segmente positiv. Was es gibt, sind regionale und saisonale Schwankungen. Es kann z.B. einmal ein bestimmtes Festival ein Jahr besser

und im nächsten Jahr schlechter gehen, sowohl im klassischen wie auch im populären Segment. Beim Sport ist es natürlich in erster Linie von der Leistung der Sportler abhängig – wobei wir es z.B. im Fußball geschafft haben, gemeinsam mit dem ÖFB eine treue Fangemeinde für die Ländermatches aufzubauen. medianet: ‚oeticket Klassik‘ gibt es seit mittlerweile drei Jahren.

medianet: Oft wird die hohe Marktkonzentration bei den Ticketsellern kritisiert und die Diversität in Sachen Musik, die darunter leiden würde. Wie nehmen Sie diese Problematik in Österreich wahr, nachdem oeticket ja großteils zur CTS Eventim gehört? Egger: Dass die Diversität in Sachen Musik unter einer Marktkonzentration von Ticketsellern leiden würde, kann ich nicht sehen. Wir verkaufen jedes Jahr Tickets für ca. 25.000 Veranstaltungen, das ist schon recht divers. Im Gegenteil, die große Anzahl von unterhaltungs- und kulturinteressierten Kunden, die oeticket. com hat, hilft vielen auch jungen, neuen, kleinen Veranstaltern und Künstlern, neue Käuferschichten zu erschließen. Wir fördern mit dem von uns gestifteten Preis ‚Appassionato‘ außerdem auch ­j edes Jahr mehrere Veranstaltungs-Initiativen. www.oeticket.com

Donauinselfest Ingesamt 3 Mio. Besucher an drei Tagen; Ausweitung ist für das Jubiläumsevent 2013 kein Thema

Programminvestitionen hui, Feuerwerk pfui Wien. „Das 29. Donauinselfest hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen“, so Projektleiter Sascha Kostelecky, als die Bilanz des heurigen Donausinselfestes präsentiert wurde. In Zahlen: Rund drei Mio. Besucher wurden auf allen Inseln gezählt, als am besten besuchter Tag galt diesmal der Sonntag mit 1,2 Mio. Besuchen, was laut Veranstaltern eher unüblich ist. Einzig die abendliche Regenfront, die das Spektakel etwa auf der FM4-Bühne während dem Auftritt der „Stereo MCs“ unterbrach, war ein Wermutstropfen. Vor allem die Acts auf der Wien Energie/Radio Wien/ Hitradio Ö3 Fest-Insel seien Publikumsmagneten gewesen, nebst dem schon traditionellen Familien-, Sport- und Kinderprogramm.

parteisekretär des Veranstalters, der SPÖ-Wien, Christian Deutsch, kürzlich im APA-Interview. Eine vage Vorausschau auf diverse mögliche Änderungen gab es bereits; so könnte man eventuell Adaptionen bei der Anzahl bzw. der Struktur der Bühnen in Betracht ziehen. Was sich eher nicht maßgeblich ändern wird, ist die Größe der Inselparty, so Deutsch: „An eine Ausweitung denken wir nicht“,

betonte er. Vor allem den Teil des 20. Bezirks rund um die Milleniums-City, der früher einbezogen worden war, habe man schon vor längerer Zeit zurückgenommen. Diesen Bereich wieder zu bespielen, daran denke man explizit nicht. Allzu detaillierte Infos wollte Deutsch allerdings noch nicht preisgeben. Unwahrscheinlich ist jedoch, dass es zum runden Geburtstag wieder ein Feuerwerk geben

Adaption bei Bühnenstruktur Die Planungsarbeiten für das Donauinselfest 2013 – die Jubiläumsausgabe zum 30. Geburtstag – werden übrigens bald starten; im Sommer wird eine Arbeitsgruppe das Konzept für den Event entwerfen. Das berichtete der Landes-

© APA/Georg Hochmuth

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Der Austrofred alias Franz Adrian Wenzel war einer der Headliner auf der FM4-Bühne.

könnte, bis vor einigen Jahren immerhin das Highlight des Inselfest-Samstags: „Wenn ich abwägen muss, ob ich Geld in die Luft schießen will oder ob ich ins Programm investiere, würde ich mich eher für das Programm entscheiden“, so Deutsch dazu sehr deutlich.

4,2 Mio. Festbudget Die Gestaltung des künstlerischen Parts lässt er für das kommende Jahr noch offen, es solle aber ein „musikalischer Querschnitt durch die vergangenen 30 Jahre“ geplant sein. Ein Fixstarter steht allerdings schon fest: Nach der heurigen Absage wird sich Volksmusik-Star Andreas Gabalier 2013 definitiv auf der Donauinselfest-Bühne blicken lassen. Die weitere Programmgestaltung wird wohl selbstredend auch vom Budget abhängen – heuer waren 4,2 Mio. € dafür veranschlagt, eine Summe, die es vermutlich auch nächstes Jahr brauchen wird. Von Kürzungen geht Deutsch in diesem Fall nicht aus. www.donauinselfest.at


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Urheberrecht Der vom Wirtschafts- und Technologieministerium initiierte Wirtschaftsdialog hinterließ bei der Kreativwirtschaft schalen Nachgeschmack

Weiter ungehindertes Wildern eva kaiserseder

Berlin. Urheberrechtsverletzungen im Netz einzudämmen – das galt als übergeordnetes Motto des „Wirtschaftsdialogs für mehr Kooperation bei der Bekämpfung der Internetpiraterie“. Die Veranstaltung wurde vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) schon 2008 etabliert und hat heuer mit prominenten Teilnehmern wie Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Staatssekretär Hans-Otto Joachim (BMWi) große Erwartungen bei den teilnehmenden Interessensvertretern geschürt. Laut gemeinsamer Presseaussendung zeigen sich allerdings unter anderem die Verwertungsgesellschaft GEMA, der Bundesverband Musikindustrie (BMVI) oder die VUT (Verband unabhängiger Musikunternehmer) mit den Ergebnissen unzufrieden,

diese seien „mager“. Grundsätzlich seien zwar die Bemühungen zur Förderung der Akzeptanz des geistigen Eigentums in der digitalen Welt „begrüßenswert“ – ohne ein begleitendes „umfassendes Maßnahmenpaket“ aber nicht effektiv genug. Konkret wird bemängelt, dass die Regierung nicht auf das Problem von Urheberrechtsverletzungen seitens Filehoster- und Streaming-Dienste eingeht, lediglich Maßnahmen im Bezug auf P2P-Netzwerke seien überlegt worden; hier will das Justizministerium noch bis zur Sommerpause Vorschläge zur Verbesserung des Auskunftsanspruches bringen.

„So können illegale Geschäftsmodelle weiterhin ungehindert florieren. Das ist tragisch, angesichts der zahlreichen Vorschläge, die die Kreativwirtschaft in den letzten vier Jahren auf den Tisch gelegt hat“, kommentiert Manuela Stehr, Präsidentin der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO).

Begriffspräzisierung nötig Zusätzlich wird vom BMWi eine Selbstverpflichtung der Werbewirtschaft angestrebt, die sich zum Ziel gesetzt hat, Werbung auf Internetportalen mit illegalen Inhalten zu verhindern. Damit soll professionell

organisierten Urheberrechtsverletzern die finanzielle Basis entzogen werden. Eine Präzisierung des Begriffs „gewerblichen Ausmaßes“ samt Umfang des Auskunftsanspruchs wurde ebenfalls thematisiert, weil stark divergierende Rechtssprechungen zu Rechtsunsicherheit für Urheber und Verbraucher geführt habe. Staatssekretär Otto zusammenfassend: „Rechteinhaber, Diensteanbieter und nicht zuletzt die Nutzer haben ein gemeinsames Interesse an der Entwicklung neuer, attraktiver Inhalte. Ein wirksames Urheberrecht ist hierfür Voraussetzung.“ www.bmwi.de

© EPA

Kritisiert wurde die Konzentration auf die e und das Ignorieren der Streamingproblematik.

Auch Justizministerin S. LeutheusserSchnarrenberger war beim Dialog dabei.

Label Katy Perry wagt es

Freiheitsdrang

Los Angeles. Geschäftstüchtig ist sie definitiv: Katy Perry will neben ihrem 3D-Film, der Ende August in die Kinos kommen soll, außerdem ein eigenes Label gründen. Der Film „Katy Perry: Part Of Me“ bringt das Leben der Sängerin während ihrer „California Dreams“-Tour auf die Leinwand. Der Oscar-Gewinner Brian Grazer (zeichnete u.a. für das Eminem-Biopic „8 Mile“ verantwortlich) produziert den Film zusammen mit Katy Perry, für das Budget von rund 2 Mio. USD (1,6 Mio. Euro) kam sie selbst auf. Bei der Präsentation des Films kündigte sie allerdings vorerst eine kreative Pause an, auch um über ihre Scheidung hinwegzukommen.

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AUFREISSEN

Mit ihrem eigenen Label würde Perry in die Fußstapfen von Stars wie Madonna treten, die 1992 mit „Maverick Records“ ebenfalls ihr eigenes Label gründete. Ein legendärer Kollege auf Perrys derzeitigem Label, Capitol, gründete 1960 ein nicht minder legendäres Label, nämlich „Reprise Records“: Frank Sinatra erhoffte sich davon mehr künstlerische Freiheiten, bevor er seinerseits 1963 an Warner verkaufte. Die Intentionen von Perry sind ähnlich: „Wenn die Plattenfirma gut läuft, dann will ich diejenigen Dinge vermeiden, die Künstlern jede Aussicht auf unabhängigen finanziellen Erfolg rauben“, so die Kalifornierin. Einen Namen für die zukünftige Plattenfirma hat sie noch nicht angegeben. (red)

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© EPA

www.cineplexx.at Sängerin Katy Perry will bald ihr eigenes Label aus der Taufe heben. CP_Anz216x288_Medianet_korr.indd 1

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82 – entertainmentbiz

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Classical:Next: Eine erste positive Bilanz

Sommer 2012

takeaway playr Wer Lieder von YouTube und Co. einfach in die eigene Website einbinden will, hat jetzt eine Option dazu

musicplayr präsentiert neue Online-Applikation

© Eric van Nieuwland

Songs & Videos von verschiedenen Plattformen können in einer Playlist gesammelt und abgespielt werden. Alexandra Binder

München. Die erste Ausgabe der „Classical:Next“, des neuen Fachforums für klassische Musik in München, zog über 700 Fachbesucher aus 39 Ländern nach München. Rainer Kahleyss, Mitbegründer von Class, Association of Classical Independents in Germany, des initiierenden Partners, sprach von einer „Antwort auf einem seit Langem bestehenden Bedarf”. Jennifer Dautermann, Direktorin der Classical:Next, sieht das ähnlich: „Wir haben ein erfolgreiches Treffen für die internationale Klassikbranche auf den Weg gebracht und einen gemeinsamen Schritt in die Zukunft getan.“ Die Zahlen: Mit 60% der Besucher von außerhalb Deutschlands kann man durchaus von einem internationales Treffen von Labels, Vertrieben, Verlagen, Managern, Künstleragenten, Promotern, Medien, etc. sprechen – ein Treffen aller Sektoren der Musikindustrie. Die Messestände seien wenige Wochen nach Öffnung der Anmeldung vergeben gewesen, die Warteliste hätte doppelt so viele weitere Anwärter gezählt, so die Veranstalter. 74 Firmen und Organisationen stellten 2012 in München aus.

Cloud-Dienste haben Sicherheitslücken

Köln. Die Presseaussendung zum neuen takeaway playr von musicplayr beginnt hoffnungsvoll: „Er ist nur wenige Zentimeter groß und doch passt sämtliche frei verfügbare Musik aus den Weiten des Internet hinein“, heißt es da. Gemeint ist damit Folgendes: Mit der neuen App können alle Lieder und Videos

„Auf diese Art werden mehr als 30 Millionen Songs und Musik­ videos für externe Websites nutzbar.“ Thorsten Lüttger GF Musicplayr

© musicplayr.com

Das Münchner Publikum hat das Fachforum dankbar angenommen.

Th. Lüttger will den Wünschen der User entsprechen, die ihre persönliche Playlist auf der eigenen Website einbinden wollen.

von YouTube, Soundcloud, Vimeo, Dailymotion und Musikblogs in Websites, Blogs und Onlinemagazine eingebunden werden. Wobei musicplayr.com der bisher einzige Online-Player ist, mit dem Lieder und Videos von verschiedenen Plattformen in einer Playlist gesammelt und abgespielt werden können.

sik von verschiedenen Portalen abspielen. Die neue App ermöglicht es nun erstmals, innerhalb eines Players Musik aus verschiedenen Online-Quellen anzuhören und diese auf seiner Website für alle Besucher verfügbar zu machen; das entsprechende Widget spielt die Lieder und zugehörigen Videos hintereinander und ohne Unterbrechung ab und kann in Seitenleisten, Blogposts und im Header eingebunden werden. Verwenden lässt sich der Player mit wenigen Klicks über JavaScript auf der eigenen Website, auf Blogs und in Blogposts. Gehostet ist die Applikation auf musicplayr. com; wer das neue Angebot nutzt, muss also nichts abspeichern oder installieren, sondern bloß

Innovatives Konzept Das Konzept hinter dem takeaway playr ist außergewöhnlich, wenngleich naheliegend: Wer auf der eigenen Website Musik einbinden wollte, musste bisher einzelne Videos von YouTube einbetten oder Soundcloud verwenden – man konnte also keine Playlist mit Mu-

den Link in den Code seiner Seite einfügen. Thorsten Lüttger, Grüner und GF von musicplayr, hat hohe Erwartungen: „Auf diese Art werden mehr als 30 Mio. Songs und Musikvideos für externe Websites nutzbar”, freut er sich. Man entspreche damit auch den Wünschen der User, ihre persönlichen Playlists auf der eigenen Website einbinden zu können. Stefan Vosskötter, ebenfalls musicplayr-GF: „In mein Plattenregal konnte ich schon immer alles hineinstellen, was ich wollte – das muss auch im digitalen Zeitalter möglich sein.“ Voraussetzung dafür sei freilich, dass das ganze Angebot an OnlineMusik integrierbar ist – nur eine offene Plattform, die alle freien

Inhalte aus dem Netz berücksichtige, könne die Musikentdeckungs­ maschine der Zukunft sein.

Musicplayr Der musicplayr ist ein Musikplayer für freie Webmusik. Die Nutzer können gratis zu­ gängliche Musik von YouTube, Soundcloud, Vimeo, Dailymotion und Blogs in privaten Playlists oder öffentlichen Musik-Blogs sam­ meln. Alle Songs lassen sich nacheinander und ohne Unterbrechung über den integrierten Player anhören. Zudem können Videos abge­ spielt werden und ist musicplayr gleichzeitig ein Soziales Netzwerk, denn die Nutzer folgen einander und entdecken so neue Musik. Das Startup aus 2011 befindet sich in der privaten Beta-Phase. www.salzburgerjazzherbst.at tickets@salzburgerjazzherbst.at

© www.wuala.com

17. Ausgabe Johannes Kunz eröffnet mit Dee Dee Bridgewater, es folgen Hochkaräter wie Paolo Conte und Ute Lemper

Salzburger Jazzherbst hält Vergleichen stand München. Nach dem Urteil der Fraunhofer Forscher sind Clouddienste in Sachen Sicherheit verbesserungswürdig. Die Rede ist von Dropbox, Team Drive, etc., die einen einfachen synchronen Datenaustausch unabhängig vom Endgerät ermöglichen. Dazu werden die Daten auf fernen Rechnern gespeichert und in die jeweiligen Ordner auf Desktop-PC oder Smartphone gespiegelt. Die Fraunhofer-Forscher untersuchten, inwieweit die Anbieter mit ihrer Zugangssoftware Missbrauchsversuche verhindern können. Das Ergebnis: Zwar würde die Datensicherheit als notwendiges Feature erkannt, doch nicht konsequent umgesetzt. Hauptkritikpunkt: Durch schlechte Verschlüsselungsalgorithmen sei ein unbefugter Zugriff leicht möglich. Crash Plan, Team Drive und Wuala würden Algorithmen verwenden, die „sehr fehlerträchtig“ seien.

Salzburg. Als Jazzherbst-Veranstalter Johannes Kunz von Vienna Entertainment im Februar 2012 bekannt gab, den italienischen Pianisten und Sänger Paolo Conte für die Abschlussgala des diesjährigen Jazzherbsts am Sonntag, dem 4. November, gewonnen zu haben, da gab es ein Raunen. Nicht ohne Grund: Schließlich stehen in diesem Jahr große Vokalisten im Mittelpunkt und Jurist Conte, der 1974 sein Debütalbum herausbrachte, ist einer der Altmeister in diesem Genre. Entsprechend sind die Tickets für die Gala auch bereits rar. Der einzige Höhepunkt des 17. Salzburger Jazzherbsts, der zwischen 23. Oktober und 4. November über die Bühne geht, ist das freilich nicht. Schließlich will Kunz laut eigener Aussage „13 Tagen Jazz der Extraklasse an zehn Spielstätten“ liefern.

From Dee Dee to Billie Es eröffnet Dee Dee Bridgewater mit „To Billie With Love” – einer Hommage an die unsterbliche Billie Holiday vorab bereits

lichten Serie „Jazz Icons“ besteht. U.a. mit Ella Fitzgerald, Count Basie, Chet Baker, Art Blakey, Dexter Gordon, Thelonious Monk, Dizzy Gillespie und Louis Armstrong. Neben den Hochkarätern, die beim Salzburger Jazz-Herbst auftreten, geht parallel dazu erneut „Jazz in der Altstadt“ über die Bühne. Dort punktet man mit jungen heimischen Formationen, die bei freiem Eintritt auf den Plätzen und in Lokalen der Altstadt musizieren.

© salzburger jazzherbst; Lucas Allen

„Sehr fehlerträchtig“: u.a. wurde der Anbieter Wuala so eingestuft.

Salzburger Jazzherbst Dee Dee Bridgewater eröffnet, Ute Lemper tanzt den „Last Tango“ in Berlin.

am 19. Juli. Ute Lemper performt den „Last Tango in Berlin”, Charlie Haden ist angesagt und James Blood Ulmer. Abgesehen davon finden sich Künstler wie Allegre Correa, das Avishai Cohen, Anat Cohen und Madeleine Peyroux ein. Noch eine kommt – und zwar mit einem unerwarteten Programm: Nina Hagen liefert nicht wie üblich Punk ab, sondern übt sich seit Neuestem in lupenreinem Gospel. Im Rah-

men des Jazzfests präsentiert sie ihr neues aus dieser Vorliebe entstandene und zugleich wohl überraschendste Album des Jahres mit „uramerikanischer Musik“.

Filmserie „Jazz Icons” Ebenfalls bemerkenswert: Das Filmprogramm des Jazzherbsts, das aus 25 Konzertaufzeichnungen der von Quincy Jones veröffent-

Der von Vienna Entertainment veranstal­ tete Salzburger Jazzherbst findet jährlich seit 1996 von Ende Oktober bis Anfang Novem­ ber statt. Es bespielt Salzburgs Aufführungs­ orte wie z.B. das Große Festspielhaus, den Salzburg Congress, die Große Universitätsau­ la, das Mozarteum, die Stiegl-Brauwelt oder den Romanischen Keller. Er setzt sich neben Jazz-Konzerten, Night Sessions, Matinéen und Galas auch aus Ausstellungen und Film­ vorführungen zum Thema zusammen. www.salzburgerjazzherbst.at tickets@salzburgerjazzherbst.at


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Burgspiele 2012 „Jedermann“ für jedermann: 14. Saison der Neuinszenierung des Hofmannsthal-Stücks in Salzburg

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Neuer „Jedermann“ auf Festung Hohensalzburg

den er auch schon selbst inszeniert hat. Er hat in beliebten Fernsehserien wie „Soko“, „Derrick“, „Der Fahnder“ und „Schwurgericht“ gespielt, dazu auch Spielfilme gedreht. Seit 1999 gehört Neise zum Tourneetheater „Ensemble Ellen Schwiers“.

michael bär

Salzburg. Die Aufführungen des „Jedermann auf der Festung ­Hohensalzburg“ haben sich seit ihren Anfängen als ein Fixpunkt im Salzburger Theatersommer etabliert und in den vergangenen 13 Spielsaisonen mehr als 65.000 Besucher begeistert. Auch heuer wird vom 8. bis zum 18. August die Geschichte vom Leben und Sterben des reichen Geschäftsmanns „Jedermann“ von einem hochkarätig besetzten Ensemble im Burghof der Festung das Publikum begeistern.

Litschau. In „Die letzten Tage der Menschlichkeit“ geleitet Karl Ferdinand Kratzl in der neu geschaffenen Figur des Conferenciers das Publikum mit bitterbösem Humor durch die zahlreichen, rasch wechselnden Szenen, die von einem über 30 Darstellern umfassenden Ensemble gespielt werden. Die Adaptierung des Texts erfolgt durch Regisseur und Festivalleiter Zeno Stanek und Autor Christian Qualtinger. Umgesetzt wird das Stück von 2. bis 26. August vom Ensemble Theater Brauhaus im Herrensee Theater in Litschau als komödiantische aber gnadenlose Revue menschlicher Abgründe. www.herrenseetheater.at

Der gebürtige Chemnitzer Volker Lippmann studierte Schauspiel an der Folkwanghochschule in Essen, bevor er von 1975 bis 1998 pausenlos und immer in festen Verträgen als Schauspieler und Regisseur unter anderem am Schauspielhaus Hamburg, am Residenztheater München, am Staatstheater Stuttgart oder am Theater Bremen tätig war. In diesen Jahren erhielt Lippmann auch diverse Auszeichnungen für seine schauspielerischen Leistungen, gründete in Folge eine Produktionsfirma für Theater und gastierte mit vielen eigenen Stücken auf Festivals und in Theatern. Die in Dachau geborene Schauspielerin Caro Hetényi diplomierte an der Abraxas Musical Akademie in München. Ihre Schauspielausbildung vervollständigte sie in München und schloss diese erfolgreich mit der Bühnenreifeprüfung ab. Es folgten Weiterbildungen im Bereich Klassischer Gesang/ Belcanto und 2008 die Sommerakademie für Volksschauspiel. Seit 2006 war Hetényi in den verschiedensten Produktionen zu sehen. Es ist die ungeheure Bandbreite und Vielseitigkeit, mit der sie ihr Publikum überzeugt. Karten für die neun Aufführungstermine vom 8. bis zum 18. August gibt‘s ab 32 € unter Tel.: +43 664 5010660 oder online unter: www.jedermann.at

© leisuregroup.at

Seit 2005 ist Ingo Neise auf der Festung Hohensalzburg im „Jedermann“ als Tod zu sehen und ab dem Festspielsommer 2006 übernahm er zusätzlich die Regie.

Ein anderer „Jedermann“ Neise erlernte nach seinem Jurastudium den Beruf des Schauspielers und Regisseurs an der staatlichen Folkwang-Hochschule in Essen bei Professor Werner Kraut. Nach Engagements in Düsseldorf und Krefeld zog es ihn 1980 nach New York an die berühmte Actors-

School von Lee Strasberg, wo er als erster Europäer auch inszenieren durfte. Er hat seitdem in 28 Jahren an vielen Theatern große Rollen wie den „Faust“ zwei Jahre im Theater St. Pölten, den Präsidenten in „Kabale und Liebe“, den Claudius in „Hamlet“ im Theater Regensburg gespielt und inszeniert. Freilichterfahrung sammelte er an der Seite namhafter Schauspieler 1996 und 1997 bei Professor Jürgen Wilke in Wien im „Wallenstein“ und „Sommernachtstraum“,

Musiktheater im Kerzenschein

Wien. Das Wiener Kabarettfestival lädt heuer bereits zum zweiten Mal vom 24. bis zum 28. Juli in den Arkadenhof des Wiener Rathauses zu hochkarätiger Comedy, kulinarischen Köstlichkeiten und erfrischenden Getränken. Auf die Besucher wartet ein besonderer Abend in wunderbarem Ambiente im „Herzen von Wien“.

Altenburg. Vom 14. Juli bis zum 5. August werden im niederösterreichischen Stift Altenburg die Barockopern „Der Baßgeiger zu Wörgl“ von Johann Michael Haydn und „Ariadne auf Naxos“ von Georg Anton Benda aufgeführt, und zwar jeweils beide Opern an einem Abend. Dem selten gespielten Duodrama „Ariadne auf Naxos“, in dem die Schauspieler zur Musik sprechen anstatt zu singen, steht das Lustspiel „Der Baßgeiger zu Wörgl“ gegenüber, dessen Musik im ländlichen Tiroler Dialekt vertont wurde.

Kabarettisten im Zentrum Ein detailliertes Programm mit allen Highlights und zusätzlichen Infos über das Wiener Kabarettfestival findet man auch online: www.wienerkabarettfestival.at

Lachen für den guten Zweck

Veranstaltungsort der musiktheatralen Zeitreise, die heuer zum ersten Mal stattfindet, ist das Stift Altenburg bei Horn in Niederösterreich. Die Bibliothek dient als Aufführungsort; sie zählt zu einem der größten und schönsten barocken Innenräume Österreichs. Neben der historischen Kulisse vermitteln die Ausstattung und die Kostüme sowie der Originalklang der Musik eine authentische Atmosphäre. http://teatrobarocco.com

„Das ist nicht nur eine Besonderheit in der Operngeschichte, sondern macht dieses witzige Stück auch leicht verständlich. Ich will eine Oper ohne Schwellenangst“, sagt Regisseur und Intendant des Musiktheater-Festivals, Bernd Roger Bienert, der davon überzeugt ist, dass gerade auch anspruchsvolles Musiktheater für jeden Besucher trotz Wahrung eines hohen künstlerischen Niveaus verständlich sein kann.

© leisuregroup.at/Markus Fedra

© APA/Herbert Neubauer

Oper ohne Schwellenangst

Das Publikum darf sich beim Kabarettfestival auf schräge Auftritte freuen.

Salzburg/New York. Großer internationaler Erfolg für das Salzburger Marionettentheater: Im Rahmen einer kurzen USTournee überzeugte das traditionsreiche Puppenspielerteam bei Auftritten in der Carnegie Hall in New York sowie am McCarter Theatre in der Universitätsstadt Princeton. Alle drei Auftritte waren restlos ausverkauft, mehr als 2.000 Zuschauer zeigten sich von den Salzburger Künstlern und ihren Holzpuppen begeistert. Bemerkenswert: Auch die New York Times lobte die Performance in einer ausführlichen Kritik. www.marionetten.at

„Die Botschaft von Astoria“ am 30. August

Teatro Barocco Stift Altenburg bringt barocke Opern

Vitasek, Gernot & Comedyhirten

Für all diejenigen, die sich dieses Highlight nicht entgehen lassen möchten, sind noch Tickets unter www.wien-ticket.at bzw. www. drei.at erhältlich.

Sogar die „New York Times“ war begeistert

Das Publikum wird für einen Abend in die Opernwelt des Barock entführt.

© Rosmarin Frauendorfer

Welt verlassen, wenn es so weit ist? Nur der Glaube hat zu allen Zeiten jedem Menschen geholfen.“

stadt wien marketing gmbh Arkadenhof im Rathaus

An fünf Kabarettabenden mit jeweils zwei exklusiven Acts pro Abend brillieren u.a. Publikumslieblinge wie Viktor Gernot, EvaMaria Marold, Die Comedyhirten, Klaus Eckel, Andreas Vitasek, Heilbutt & Rosen, Bernhard Ludwig, Herbert Steinböck, Thomas M. Strobl und Christof Spörk. Lachen hilft – und in diesem Fall garantiert. Gemäß dem Motto „Mitlachen hilft anderen Menschen vielleicht wieder einmal zu einem Lächeln“ wird aus dem Reinerlös wird auch dieses Jahr wieder eine Charitysumme gespendet. Das wird sicherlich ein unvergesslicher Abend für das Zwerchfell im Wiener Rathaus.

Eine „Komödie“, frei nach Karl Kraus, wird im Waldviertel gespielt.

Diverse Auszeichnungen

Eine neue Buhlschaft Neben Regisseur und „Tod“-Darsteller Ingo Neise werden heuer erstmals Caro Hetényi und Volker Lippman in die Rollen der Buhlschaft und die des Jedermanns schlüpfen, um das Publikum auf leichte Weise in die Tiefe des Stücks einzuführen. Neid, Hass, Gier und Wollust, aber auch Vergebung, Erlösung und Gottesfürchtigkeit werden durch die eindringliche Darbietung erlebbar und spürbar. Die Nähe des Stücks zum menschlichen Leben ist Teil des Erfolgs des Jedermanns, der seit Jahrzehnten sein Publikum packt. Dazu Ingo Neise: „Wir haben eine internationale Theatertruppe geformt, die einen spielfreudigen, komödiantischen und doch eindringlichen ‚Jedermann‘ für den Menschen von heute darstellt. Schauen wir alle, die ‚Jedermänner Hofmannsthals‘, auf die Probleme unserer Welt, leben wir für uns allein oder für das Gesamte, glauben wir an einen Gott oder sind wir Gott vielleicht schon selbst? Können wir ruhigen Gewissens diese

© www.mussil.com

Neun Aufführungen mit der neuen Besetzung; Premiere ist am 8. August, Eintrittskarten ab 32 Euro.

Herrensee Theater in Litschau: Karl Kraus

Hupka, Paul und Pistoletti werden vom Gendarmen verhaftet.

Wien. Die Theatergruppen „Romano Svato“ und „theaterfink“ inszenieren, um der Aktualität des Stücks Rechnung zu tragen, nicht im üblichen Sinne auf der Bühne, sondern „ziehen damit um die Häuser“. Gespielt wird auf der Straße und in Innenhöfen von Gemeindebauten. Die alte kulturelle Tradition der Roma und der Puppenspieler wird damit in ein neues Licht gerückt und räumt mit Vorurteilen und Klischeebildern auf. Jura Soyfer, der das Stück schrieb, hätte seine Freude; sein Geburtstag jährt sich heuer zum 100sten Mal, was zum Anlass genommen wird, an den Dichter in seinem Heimatbezirk Wien-Landstraße zu erinnern. www.theaterfink.at


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84 – entertainmentbiz

short

Gratis Film Festival bis 2. September 2012 Wien. Dem musikalischem Genuss sind beim Film Festival auf dem Wiener Rathausplatz keine Grenzen gesetzt: An 65 Abenden erwarten die Besucher bei freiem Eintritt wieder klassische Produktionen - wie Carmen, Anna Bolena, La Bohème oder das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2012. Neben ihnen brillieren auf der 300m2-Leinwand auch Adele, Anastacia, Sting, Elton John oder Mariah Carey. www.upc.at

© ORF/ARGEntur

„Universum“ wird in der Nacht ausgestrahlt

Sommer 2012

UCI Kinowelt Millennium City Luxus-VIP-Sessel, größtmögliche Leinwand, gestochen scharfe Digitalprojektion

Erster „iSens“-Kinosaal Österreichs ist eröffnet

„iSens“, ein 3D-Soundsystem, das eine bisher ungekannte räumlich-akustische Wahrnehmung erzielt. georg biron

Wien. „‚iSens‘ ist ein echtes PremiumKinoerlebnis für Wien“, betont GF Ralf Schilling und verweist darauf, dass es innerhalb der UCI/OdeonGruppe bereits in Madrid, Mailand, Dublin, Düsseldorf und Hamburg erfolgreiche „iSens“-Kinosäle gibt. Das in diesen Städten bereits erfolgreich erprobte Konzept soll auch in weiteren Kinos der Gruppe eingeführt werden: Noch 2012 ist die Eröffnung eines weiteren „iSens“Saals in Österreich geplant.

© Schloss Neugebäude

„Kino im Schloss“ mit Blockbuster-Programm

der UCI Kinowelt als größtes und besucher­ stärkstes Kino Öster­

Unter dem Namen „iSens“ trägt der europäische Kinomarktführer UCI/Odeon der zunehmenden Nachfrage nach höherem Komfort und überlegener Bild- und Tonqualität im Kino mit einem neuen Premium-Konzept Rechnung.

reichs weiter aus­

verteilen sich nicht nur rundum im gesamten Kinosaal, um eine horizontale Klangebene zu erzeugen – der Einsatz von fünf Decken­ lautsprechern mit einem Rundum-Abstrahlwinkel ermög­licht im „iSens“-Kinosaal jetzt auch erstmals eine vertikale Klang­ebene. Flugzeuge, Raumschiffe, Vögel – alles löst sich nun nicht mehr nur optisch, sondern auch akustisch von der Leinwand, umgibt den Kinobesucher, scheint mitten durch den Raum und über die Köpfe des Publikums hinwegzufliegen. Das Klangerlebnis wird so realistisch, dass Fiktion und Realität zu einer Einheit verschmelzen. Neben der Vorführung der aktuellen Blockbuster werden im

bauen.“ Christian Unger, Marketing & Sales Koordinator Austria

Beim Bild ist 3D heute schon fast Standard – selbstverständlich können auch im „iSens“-Saal 3D-Filme gezeigt werden. Die eigentliche Neuheit ist das Tonsystem, denn noch ist 5.1-Ton der übliche Standard für die Vorführung von Kinofilmen. „iSens“ geht hier einen großen Schritt weiter: Echter 23.1-Ton ist möglich, d.h. 23 Tonkanäle und ein Sub­ woofer-Kanal können separat angesteuert werden. Die Laut­sprecher

„iSens“-Saal künftig auch Konzertübertragungen und Opern zu sehen sein, deren Erlebnis im Kino von optimalen akustischen Eigenschaften des neuen Soundsystems besonders profitiert.

Entsprechend der Idee, dass die vierte Wand eines Kinosaals die Leinwand sein sollte, sind die Leinwände in den „iSens“-Sälen so groß wie möglich. In der UCI Kinowelt Millennium City ist die Leinwand mit 260 m� die größte Indoor-Kinoleinwand Österreichs. „Ich freue mich, den ersten ‚iSens‘-Kinosaal Österreichs in die ‚UCI Kinowelt Millennium ­City‘ zu bringen“, sagt Christian Unger, Marketing & Sales Koordinator Austria. „Damit werden wir die Führungsposition, die wir mit der UCI Kinowelt Millennium City als größtes und besucherstärkstes ­Kino Österreichs innehaben, weiter ausbauen.“ www.uci-kinowelt.at

Die größte Kinoleinwand Besonders hervorzuheben ist die ProBax-Sitztechnologie. Die VIPSessel passen sich der Körperform an und unterstützen das Becken, sodass die Wirbelsäule ihre natürliche „S“-Kurvenform während des Sitzens beibehält. Wirbelsäule und Rückenregion werden entlastet, der Sitzkomfort erhöht. „iSens“ ist jedoch weit mehr als ein Tonsystem und Luxussessel:

dok.film Außergewöhnliche Doku über Sexualität im Alter

Blockbuster Constantin Film: Millionenpublikum im Kino

Wien. Sexuelle Begierde, Sinnlichkeit, Lust – all das wird in unserer Gesellschaft nicht unbedingt mit fortgeschrittenem Lebensalter in Verbindung gebracht. Filmemacherin Gabi Schweiger räumt in der Dokumentation „Die Lust der Frauen“, die 2011 im „ORF-dok. film“ lief, und letzten Sonntag, am 1. Juli, um 22:40 Uhr als Dacapo auf dem ORF 2-Programm stand, mit diesen Klischees auf.

Wien. „Oft wird vermutet, dass im Sommer eine Flaute im Kino herrscht“, erklärt Christian Langhammer, GF der Constantin Film Unternehmensgruppe: „Doch das Gegenteil ist der Fall. Gerade im Sommer starten viele große Blockbuster, die Millionen Besucher in die Kinos locken, egal ob Badewetter ist oder nicht. Wir gehen davon aus, dass alleine ‚Ice Age 4‘ in Österreich deutlich über eine Million Besucher bringen wird.“

„Die Lust der Männer“ in ORF 2

Gute Unterhaltung verspricht das Freiluft-Kino in Wien-Simmering.

Sex hat kein Ablaufdatum

Wien. Die diesjährige FreiluftKino-Saison im Schloss Neugebäude (11., Otmar-Brix-Gasse 1) hat bereits begonnen und läuft bis Donnerstag, 30. August. Wie in den Vorjahren setzen die Organisatoren auf die Zugkraft der „aktuellsten Blockbuster“. Der Spielplan deckt alle Wünsche ab und reicht vom Action-Film bis zu Komödien und romantischen Streifen. Die Zuseher sitzen auf Sofas und Gartenstühlen, vor Regen schützt eine Überdachung. Decken sind ebenfalls vorhanden. www.schlossneugebaeude.at

Die gerade erst fertiggestellte Fortsetzung „Die Lust der Männer“, die am 8. Juli um 22:55 Uhr im „dok.film“ auf ORF 2 Premiere feiert, ist das Gegenstück und die logische Ergänzung dazu. Darin widmet sich die Regisseurin dem sogenannten starken Geschlecht und stellt fünf Männer vor, die ebenfalls sehr offen und erfrischend direkt über den Umgang mit ihrem alternden Körper und ihren sexuellen Bedürfnissen sprechen. Dabei wird eines klar: Die Lust an der Lust hat kein biologisches Ablaufdatum.

Stark verwurzelte Rollenbilder stehen Männern oft im Weg, ebenso damit einhergehende Ängste und Verluste. Es geht aber auch um neu entdeckte Sinnlichkeit und frisch erworbene Freiheiten in fortgeschrittenen Jahren. Fünf Männer – vier Heterosexuelle und ein Homosexueller – erzählen, wie sie es geschafft haben, sich mit ihrem alternden Ich anzufreunden. www.orf.at

Sommerzeit ist Cineplexx Kinozeit

der Verlosung der drei Traumreisen zu Premieren wie z.B. „James Bond – Skyfall“ oder „The Hobbit“, sondern enthalten auch 100.000 Sofortpreise wie Kinogutscheine, Gratis-Popcorn usw. Carina Resch, Marketingleitung der Cineplexx Kinos in Österreich: „Das interaktive Gewinnspiel soll die Kinobesucher dazu anregen, in dieser Zeit noch öfter in eines unserer Kinos zu gehen.“ www.cineplexx.at

Keine Flaute in den Kinos

Filmemacherin Gabi Schweiger räumt im ORF mit sexuellen Klischees auf.

Blockbuster wie „Ice Age 4 – voll verschoben“, „The Dark Knight Rises“, „Prometheus“ und „Merida“ werden viele Besucher in die österreichischen Kinos locken. Cineplexx nützt die High-Season im Kino für ein großes Sommergewinnspiel. Kinobesucher haben die Möglichkeit, eine internationale Kinopremiere „live“ am Roten Teppich mitzuerleben und die Stars hautnah zu sehen. Ab sofort und bis zum 31. August werden an den Kinokassen der Cineplexx-Kinos Brieflose ausgegeben; diese ermöglichen nicht nur die Teilnahme an

© Twentieth Century Fox

Wien. Mit Entsetzen stellt der Österreichische Regieverband (ADA) fest, dass die erfolgreiche Sendereihe „Universum“ vom Donnerstag-Hauptabendprogramm in die späte FreitagNacht verlegt werden soll: Freitag um 22:30 Uhr auf ORF2 sei ein „Quoten-Himmelfahrtskommando-Sendeplatz“. Damit werden im ORF Signale zu einer inhaltlichen Aufweichung des öffentlichrechtlichen Programmschwerpunkts gesetzt. Grundsätzlich hat der Regieverband kein Verständnis dafür, dass die DokuSendeplätze weiter reduziert oder in die quotenschwache Nacht gedrängt werden. ORFGebührenerhöhungen werden schwerer argumentierbar. Der Österreichische Regieverband fordert den ORF daher auf, neue gute Sendeplätze für den Dokumentarfilmbereich und für heimische Produktionen vor allem im Hauptabendprogramm von ORF1 und ORF2 bereitzustellen. www.ada-directors.com

die Führungsposition

© Gisela Erlacher

Reihe „Universum“: in die Randzonen des Programms abgeschoben.

© Roland Solich/UCI Kinowelt

„Damit werden wir

Der 4. Teil von „Ice Age“ hat am 2. Juli den Kinosommer 2012 eingeläutet.


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Sommer 2012

entertainmentbiz – 85

WKO-Experten Fachvorträge bieten Film- und Musikschaffenden fundierte und umfassende rechtliche Infos

Der Amtsschimmel wiehert am Filmset

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Johannes Pflug über die arbeitsrechtlichen Finessen bei Film- und Musikproduktionen. Britta Bruckner

© Fritz Niemann/EU XXL Film

EU XXL-Resolution zum Urheberrecht in der EU

„EU XXL Film“ ist eine unabhängige Initiative für europäische Kreative.

Wien. Neben Künstlern und Crew spielt stets auch der Amtsschimmel eine wichtige Rolle am Filmset oder in den Musikstudios und kann für eine Menge Ärger sorgen. Im Rahmen einer Vortragsreihe des Fachverbands Film und Musik

Wien. Am 14. und 15. Juni trafen sich Vertreter der europäischen Dachverbände des Kreativschaffens auf Initiative von „EU XXL Film“ zum „Informal European Media Policy Meeting (IEMPM)“ im österreichischen Krems. Mit dabei waren Repräsentanten von Imago (European Federation of Cinematographers), ECSA (European Composer & Songwriter Alliance), ECA (European Council of Artists), FFACE (Federation of Film and Audiovisual Composers in Europe) und ECF (European Composers´ Forum). Das Ergebnis intensiver Diskussionen und Arbeitssitzungen ist die EU XXL Resolution 2012, die zentrale und relevante Forderungen zu den Themenbereichen Urheberrecht und Arbeitsbedingungen an die europäische Politik bündelt. Interessierte laden die Resolution im Web herunter und schicken sie an Politiker ihres Vertrauens: http://www.eu-xxl. at/upload/press/EUXXLResolution2012Annex.pdf www.eu-xxl.at

„Bei internationalen Kooperationen gibt es eine Fülle von arbeitsmungen, die eingehalten werden müssen.“ johannes pflug, abt. für sozialpolitik der WKO

© Wirtschaftskammer Wien

rechtlichen Bestim-

Johannes Pflug von der Sozialabteilung der WKO: Es bestehen häufig Unklarheiten, die in der Folge teuer werden können.

stand, kann es durch die die Nach­ verrechnung von Sonderzahlungen, Über­stunden, etc. richtig teuer werden.

der WKO standen kürzlich Themen rund um die arbeitsrechtliche Bestimmungen, die bei Filmdrehs, Konzerten oder Musikproduktionen zu beachten sind, im Fokus. Johannes Pflug von der Abteilung für Sozialpolitik: „Die Praxis zeigt, dass häufig Unklarheiten im Bereich Arbeits- und Sozialrecht bestehen, wie etwa die Abgrenzung zwischen Dienstvertrag und Werkvertrag oder die Kriterien eines freien Dienstvertrags oder wann eine geringfügige Beschäftigung vorliegt.” Stellt sich etwa im Zuge einer Prüfung durch die Gebietskrankenkasse später heraus, dass bei einem oder mehreren Crewmitgliedern doch kein Werkvertrag, sondern ein Dienstverhältnis be-

Gesetzliche Hürden „Ich habe in meiner Praxis selten gesehen, dass in solchen Fällen die Nachforderungen weniger als einige Zentausend Euro ausgemacht haben. Aber auch Beträge bis in den siebenstelligen Eurobereich sind keine Ausnahme“, erklärt Pflug und plädiert dafür, sich bereits im Vorfeld umfassend zu informieren. Arbeitsrechtliche Hürden warten auf Film- und Musikproduzenten natürlich auch dann, wenn sie Grenzen überschreiten, etwa

bei einer deutsch-österreichischen Koproduktion für das Kino, die in Österreich gedreht wird. „Grundsätzlich gilt für die vom deutschen Partner dafür nach Österreich entsandten Mitarbeiter auch weiterhin das deutsche Arbeitsrecht, aber zudem für die Zeit der Dreharbeiten auch die österreichischen Arbeitnehmerschutzbestimmungen, die etwa die höchstzulässige Arbeitszeit, den Mutterschutz, die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen, etc. regeln. Natürlich nur für echte Arbeitsverträge; für freie Dienstverträge und Werkverträge sind sie nicht anwendbar“, erläutert Pflug. So darf etwa die durchgehende tägliche Arbeitszeit mit allen geltenden Verlängerungsmöglich-

keiten zwölf Stunden nicht überschreiten. „Bedenken muss man auch, dass danach eine elfstündige Ruhezeit eingehalten werden muss. Bei Nichtbeachtung drohen hier erhebliche Verwaltungsstrafen“, warnt Pflug. Bei internationalen Produktionen sollte man auch sattelfest im Ausländerbeschäftigungsrecht sein, etwa, ob eine einfache Anmeldung reicht oder eine Arbeitsbewilligung bzw. eine Sicherheitsbescheinigung beantragt werden muss. Wer unter den Begriff eines Künstlers fällt, ist zumindest arbeitsrechtlich umfassend definiert, wenn auch nicht immer logisch. So ist der Regisseur als Künstler zu sehen, sein Regieassistent allerdings nicht. www.wko.at

Feines Freiluftkino am Wiener Augartenspitz Wien. Bereits zum fünften Mal veranstalten Filmarchiv Austria und Viennale das Open Air am Augartenspitz, „Kino wie noch nie“. Inzwischen ist dieses Freiluftkino zu einem fixen Teil des sommerlichen Kulturangebots in der Stadt geworden. Das Freiluftkino am Augartenspitz (1020 Wien, Obere Augartenstraße 1e) findet ab sofort bis 23. August statt. www.kinowienochnie.at

Urheberrechte Der Oberste Gerichtshof hat das Musterverfahren Filmwirtschaft vs. Internetwirtschaft unterbrochen

EuGH soll die zentralen Fragen klarstellen Der Europäische Gerichtshof soll beantworten, ob Access Provider wie UPC eine Verantwortung tragen, wenn sie mit ihren Diensten Zugang zu gewerbsmäßigen und illegalen Plattformen wie „kino.to“ ermöglichen, obwohl sie darüber informiert sind, dass dort massive gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen stattfinden. Erst wenn der EuGH seine Vorabentscheidung trifft, wird das Verfahren vor dem OGH weiterge-

„Ich bin schon dafür, dass Urheberrechte bei Abwägung der betrof-

hen und in der Sache entschieden werden. Der Verein für Antipiraterie der Film- und Videobranche (VAP) vertraut darauf, dass der EuGH erneut die Verantwortung von Access Providern aussprechen und betonen wird, dass die Urheberrechte bei Abwägung der Interessen berücksichtigt werden müssen. Ferdinand Morawetz, Präsident des VAP, sieht „eine zentrale Frage der Verantwortlichkeit im Internet

fenen Interessen angemessen berücksichtigt werden müssen.“

Provider UPC hat nun der OGH das Verfahren unterbrochen. Das österreichische Höchstgericht ersucht das höchste Gericht der EU um Auslegung der EU-rechtlichen Bestimmungen.

© DreamWorks

ferdinand morawetz verein für antipiraterie

„Der gestiefelte Kater“: Mit Blockbustern wird illegales Web-Business gemacht.

noch ungeklärt“ und fordert die Internet Provider auf, auch jetzt schon „gemeinsam mit der Kreativwirtschaft für ein sicheres Internet und einen stabilen Marktplatz zusammenzuarbeiten“. Im Vorfeld hatte das Handelsgericht Wien im Mai 2011 den Ansprüchen der Filmwirtschaft gegen UPC Recht gegeben und UPC verpflichtet, seinen Kunden den Zugang zur illegalen Streaming- und Download-Plattform kino.to nicht mehr zu ermöglichen. Das OLG Wien bestätigte im November 2011 die Ansprüche der klagenden Filmproduzenten. Die Streaming-Plattform kino. to wurde vorerst im Juni 2011 von der deutschen Generalstaatsanwaltschaft vom Netz genommen, die Betreiber wurden verhaftet. Inzwischen wurden bereits fünf Mitwirkende von kino.to zu mehrjährigen Haftstrafen wegen massiver Urheberrechtsverletzungen rechtskräftig verurteilt. Der Hauptangeklagte und Betreiber von kino.to wurde vom Strafgericht in Dresden zu 4� Jahren Haft verurteilt. www.vap.cc

Österreichischer Filmpreis für die Kurzfilme

© VIS-Sahim Omar Kalifa

Wien. In dem von österreichischen und deutschen Filmproduzenten mit Unterstützung des Vereins für Antipiraterie (VAP) eingeleiteten Musterprozess gegen den Internet-

„Land of the Heroes“: Chancen beim Österreichische Filmpreis 2013?

Wien. Im Jänner 2013 wird der Österreichische Filmpreis von der Akademie des Österreichischen Films zum dritten Mal vergeben – und dann auch erstmals in einer 14. Kategorie: „Bester Kurzfilm“. Auf Anregung vieler Akademie-Mitglieder, allen voran Karl Markovics und Karina Ressler, wurden Vorschläge erarbeitet, um das breite Feld des österreichischen Kurz-, Animations- und Experimentalfilms künftig auch beim Filmpreis würdigen zu können. www.viennashorts.com


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86 – entertainmentbiz

Sommer 2012

„Prometheus – dunkle Zeichen“ 30 Jahre nach „Alien“ serviert Ridley Scott wieder düstere Zukunftsvisionen

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Gefährlicher Kontakt mit dem Schöpfer

Maxdome bringt mehr Hits in Serie

© ABC Studios

Die Suche nach dem Ursprung des Lebens wird zum Kampf um dessen Fortbestand. britta bruckner

Die Online-Videothek hat ihr Serienangebot deutlich ausgebaut.

München. Maxdome, Deutschlands größte Online-Videothek, hat mit Disney einen Vertrag über Serienhits der ABC Studios geschlossen und bietet unter „abc tv on demand“ jetzt sämtliche bisher im Fernsehen gezeigten Staffeln von Hits wie „Grey´s Anatomy”, „Private Practice”, „Scrubs”, „Castle” oder „Lost”. Zudem stehen die Serien, die aktuell auf ProSieben und bei kabel eins laufen, eine Woche vor Free-TV-Ausstrahlung auf maxdome zum Abruf bereit, als Preview um 2,49 € pro Folge, nach Free-TV-Ausstrahlung um 1,49 €. www.maxdome.de

„Das Publikum er-

kabel 1 bleibt auch weiterhin am Ball

wartet sehr viel und wir haben alles getan,

Unterföhring. Fußballfans müssen auch nach Ende der EM nicht darben: Die ProSiebenSat.1 Group hat mit der UEFA eine Vereinbarung mit 15 Live-Spiel-Übertragungen in der Europa League über drei Spielzeiten von 2012/2013 bis 2014/2015 getroffen. kabel eins präsentiert jeweils donnerstags ein Spiel pro Spieltag live. Darüber hinaus enthält das Rechtepaket eine umfangreiche Verwertungsmöglichkeit der Highlights der UEFA Europa League im TV, Internet und mobilen Endgeräten. www.kabel1.de

um mit ‚Prometheus‘

Die Crew der „Prometheus“ muss erkennen, dass man auf manche Fragen lieber keine Antwort suchen sollte ...

diesen Erwartungen

rühmteste Alien der Filmgeschichte kämpft, das Prunkstück der Raumflotte.

gerecht zu werden.“

Der Schrecken im All

ridley scott, regisseur

Dass „Alien” den Ausgangspunkt für dieses Projekt darstellt, wird rasch klar. Zwar ist das Raumschiff „Prometheus” (benannt nach dem Titanen, der laut griechischer Mythologie den Menschen das Feuer geschenkt hatte und dafür schrecklich büßen musste) anders als die altersschwache „Nostromo”, auf der Sgt. Ripley gegen das be-

ORF bietet ein buntes Sommerprogramm

© 20th Century Fox

Los Angeles. Ob Ridley Scott auch privat ein Pessimist ist, der stets das Schlimmste annimmt, wissen wir nicht, in seiner filmischen Arbeit hat er allerdings mit „Blade Runner” und „Alien” vor 30 Jahren zwei ausgesprochen düstere Zukunftsvisionen präsentiert, die in der Folge einen eigenen Typus von Sience Fiction-Filmen entstehen ließen. Jetzt ist der Regie-Meister zu diesen Wurzeln zurückgekehrt und bringt mit „Prometheus – dunke Zeichen” (Österreich-Start ist am 9. August) eine weitere Horrorgeschichte aus den unendlichen Weiten des Weltalls auf die Kinoleinwand.

Behagliche Enterprise-Atmosphäre kommt dabei aber trotzdem nicht auf, vielmehr beklemmende Leere in dem riesigen Schiff, auf dem eine kleine Gruppe von Wissenschaftern (gespielt unter anderem von Noomi Rapace, Charlize Theron, Idris Elba, und Michael Fassbender) im späten 21. Jahrhundert auf der Suche nach dem Ursprung des menschlichen Lebens in die Weiten des Alls reist. Dabei erhalten sie aber nicht nur – wie erhofft – interessante Erkenntnisse

über die Entstehung des Lebens, sondern müssen sich schließlich auch einen harten Kampf um dessen Fortbestand stellen. Wie der ausgeht, sei hier einmal nicht verraten ... „‚Alien‘ ist zwar der Ausgangspunkt für diesen Film, wir haben aber für ‚Prometheus‘ ein eigenes Universum geschaffen. Eingefleischte Fans werden die AlienDNS entdecken, doch die Ideen, die der Film aufgreift, sind einzigartig, groß und provokativ“, sagt Scott, der in diesem Film mit einer der größten Fragen der Menschheit – Gibt es einen Gott? – spielt und dabei auch in den Raum stellt, dass man auf manche Fragen vielleicht besser keine ehrliche Antwort ver-

langen sollte. Anders als heute in vielen großen Sience Fiction-Epen üblich, halten sich die ComputerEffekte in Grenzen.

Den Leuten Angst einjagen „Wir haben versucht, so viel wie möglich praktisch umzusetzen”, sagt Executive Producer Michael Ellenberg. „So kann das Visual Effects-Team auf dem aufbauen, was schon da ist und es weiterentwickeln. Und wenn man vermitteln kann, dass etwas tatsächlich existiert, dann ist das viel, viel besser – vor allem, wenn es darum geht, den Leuten Angst einzujagen.” Und dieses Vorhaben ist der Crew ­sicher gelungen. www.foxfilm.at

Sehenswertes Hightech UPC hat High Definition-Angebot um weitere sechs Sender ausgebaut © www.marcoprenninger.com

Gestochen scharfe Fernsehkost Wien. UPC trägt der stark steigenden Nachfrage an HD-Programmen weiter Rechnung und hat mit Ende Juni sein HD-Angebot auf sechs weitere Sender ausgebaut. Damit stehen den Zuschauern jetzt bereits 35 HD-Programme über das Power-Netz von UPC zur Verfügung. Mit dem Kultursender 3sat, KiKA, dem Kinderkanal von ARD

Der ORF bringt heuer Alfred Dorfer & Co. im Sommerprogramm.

Romance TV HD und RTL Crime HD beinhaltet. RTL Crime HD bietet Krimifans internationale Crimeund Action-Serienhits wie „Bones – die Knochenjägerin” und alle „CSI”-Serien, die besten RTL-KrimiSerien sowie exklusive Premieren wie „Hustle – unehrlich währt am längsten” und auch den blutigen US-Hit „Spartacus” kann man in brillanter Bildqualität genießen. Bei Romance TV HD serviert man beliebte Verfilmungen von Rosamunde Pilcher-Romanen; auch Erfolgsformate aus dem Genre der Romantic Comedy, z.B. „Moppel Ich”, bis hin zu „Das Traumschiff”, machen das besondere Programm des Senders aus.

Mehr zum gleichen Preis

© UPC

Wien. Mit 330 Stunden LifeÜbertragung von der Olympiade in London steht zwar auch beim ORF der Sport im Zentrum, allerdings hat man im Programm auch ausreichend Platz für andere Themen gelassen. Kleinkunst wieder einmal groß geschrieben. Jeweils freitags ab ca. 22 Uhr sorgen Kabarett-Stars für Lacher. Zum Auftakt gibt es heute und am 13. Juli Michael Mittermeier, danach folgen etwa Thomas Maurer („Out of the Dark”, 20. Juli), Roland Düringer („Ich – ein Leben”, 17. August) oder Alfred Dorfer („fremd”, 24. August). Noch mehr Kabarett zeigt ORF III – und zwar ab 10. Juli jeweils Dienstag im Hauptabend mit Aufzeichnungen aus dem Wiener „Local”. www.orf.at

und ZDF, sowie zdf_neo und BR erhalten Digital TV-Kunden von UPC vier weitere hochwertige Sender in HD zusätzlich zu dem bereits bestehenden Angebot. Ohnez usätzliche Kosten können somit insgesamt zehn Sender in HD-Qualität mit der entsprechenden UPC MediaBox empfangen werden. Aufgefüllt wurde auch das Zusatzpaket HD Extra, das jetzt auch

Gerald Schwanzer, CMO UPC Austria: „Wir haben eines der größten HD-Angebote.“

Mehr Leistung heißt aber nicht mehr Kosten: Das Entgelt bleibt gleich und beträgt monatlich 4,99 €. Bei Super FIT HD und Top FIT ist dieses Zusatzpaket bereits enthalten. „Mit der umfangreichen Erweiterung unseres Angebots an HD-Sendern geben wir ein klares Bekennt-

nis für eine moderne TV-Zukunft in ‚High Definition‘ ab und stellen unter Beweis, wie leistungsfähig unser ‚Fiber Power Netz‘ ist. Kunden können davon ausgehen, dass

„Unsere Kunden können darauf ­zählen, dass wir auch in ­Zukunft bei Fernsehen in HD ­immer vorn dabei sein werden.“ Gerald Schwanzer CMO von UPC Austria

wir auch in Zukunft bei Fernsehen in HD immer vorn dabei sein werden”, so Gerald Schwanzer, CMO von UPC Austria, über die HD-Offensive des Multimedia-Providers. www.upc.at


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Sommer 2012

entertainmentbiz – 87

Constantin Film Die „Söhne Mannheims“ präsentieren den Titelsong zu „Heiter bis wolkig“, dem neuen Kinofilm der Münchner Filmproduktionsfirma

Söhne Mannheims mit Titelsong michael Bär

München. „Gesucht und Gefunden“ heißt der Titelsong zur Komödie mit Jessica Schwarz, Max Riemelt, Anna Fischer und Elyas M‘Barek, den die „Söhne Mannheims“ exklusiv für den Film „Heiter bis wolkig“ komponiert und produziert haben und der schon jetzt im neuen Trailer zu hören ist. Ende Juli feiert „Gesucht und Gefunden“ seine Radiopremiere und wird auch digital zu erwerben sein. Die Söhne Mannheims schauen auf eine Erfolgsgeschichte zurück, die ihresgleichen sucht. Seit ihrem Entstehen vor über 15 Jahren hat die Band sechs Alben veröffentlicht, die bisher fast drei Mio. verkaufte Tonträger vorweisen kann. Es ist nicht zuletzt ihrer mitreißenden Bühnenshow zu verdanken, dass sich die bunte Kultband mit Lokalkolorit zu einer der populärsten Formationen im deutschsprachigen Raum entwickelt hat.

Facetten von Leben & Liebe Die vier Ausnahmeschauspieler Jessica Schwarz („Das Lied in mir“, „Buddenbrooks“), Anna Fischer („Wir sind die Nacht“, „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“), Max Riemelt („Die vierte Macht“, „Die Welle“) und Elyas M‘Barek („Türkisch für Anfänger“) beeindrucken unter der Regie von Marco Petry („Schule“, „Die Klasse von ’99“) durch ihr humorvolles und zugleich berührendes Spiel in einem Film, der die unterschiedlichsten Facetten des Lebens und der Liebe auf der Leinwand widerspiegelt. Der Plot ist schnell erzählt: Tim (Max Riemelt) und Can (Elyas M‘Barek) sind beste Freunde. Und beste Freunde teilen alles – manchmal auch bescheuerte Ideen. So haben sie zum Beispiel eine besondere Masche, um Frauen rumzukriegen: Sie geben sich als unheilbar krank aus; das hat bisher immer super funktioniert. Bis sich Tim in Marie (Anna Fischer) verliebt. Denn Maries Schwester Edda (Jessica Schwarz) ist tatsächlich unheilbar krank. Tim bleibt nichts anderes übrig, als weiter den Kranken zu spielen – auch vor Edda. Die durchschaut schnell, dass Tim nur simuliert. Anstatt ihn jedoch auffliegen zu lassen, bietet sie ihm einen Deal an: Wenn sich Tim „kooperativ“ zeigt, wird sie das Geheimnis für sich behalten und seiner Liebe zu Marie nicht im Weg stehen. Schnell findet sich Tim in den absurdesten und verrücktesten Situationen wieder ...

„heiter bis wolkig“ Darsteller Max Riemelt, Anna Fischer, Jessica Schwarz, Elyas M’Barek, Dieter Tappert, Johann von Bülow, Stephan Luca u.v.a. Drehbuch Axel Staeck Regie Marco Petry Produzenten Film1, Henning Ferber und Marcus Welke in Co-Produktion mit Sevenpictures, Stefan Gärtner und Joachim Kosack sowie Constantin Film, Oliver Berben und Martin Moszkowicz Verleih Constantin Film Förderungen Der Film wurde gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, dem Deutschen Filmförderfonds DFFF, der Filmförderanstalt FFA und dem FilmFernsehFonds Bayern FFF Kinostart 6. September 2012

Was wohl der viel zu früh verstorbene Regisseur und Produzent Bernd Eichinger dazu sagen würde, der die Constantin Film (die dieses Movie produziert hat) 1978 gekauft und zu einer Kultproduktionsfirma gemacht hat?

Doku über Bernd Eichinger Wahrscheinlich hätte es ihm gefallen, denn er liebte das Kino. Wie leidenschaftlich er bei der Sache war, zeigte am 4. Juli der Gloria Filmpalast in München, wo im Rahmen des Münchner Filmfests die Dokumentation „Der Bernd“ gezeigt wurde.

Martin Moszkowicz, Vorstand Film & Fernsehen der Constantin Film, sagt: „Bernd Eichinger hat uns vorgelebt, dass beim Film Erfolg ohne Leidenschaft nicht zu haben ist. Wir haben versucht, diese Begeisterung für das Kino aus der Perspektive der Menschen, die ihn begleitet haben, zu zeigen. Die Idee zu dieser Dokumentation kam von den Mitarbeitern der Constantin Film – an der Realisierung waren fast alle beteiligt.“ Darin kommen vor: Maria Callas, schlaflose Nächte, Wodka und zerschmissene Gläser. Es geht um Rastlosigkeit und Besessenheit. www.constantin-film.de

© Constantin Film Verleih

Eine bittersüße romantische Komödie aus Deutschland mit Jessica Schwarz, Max Riemelt, Anna Fischer und Elyas M’Barek.

„Heiter bis wolkig“ zeigt, dass Männer auf Frauensuche auch aggressiv sein können.


e v e n t s & E n t e r ta i n m e n t-Ti p p s

88 – entertainmentbiz

Sommer 2012

womClub Neue Eventreihe

Künstler finden ihr Publikum

3 mio. besucher bei Europas grösstem Open-Air-Festival mit freiem Eintritt

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© Katharina Schiffl

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(von li.): Gary „Flying Picket“ Howard, Roberta Scheifinger (Herausgeberin und Chefredakteurin Ticket), Doris Schreyvogel (Marketing wombats).

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1. Prachtvolles Wetter, abgesehen von einem mächtigen Gewitter, gute Stimmung gab es heuer am Donauinselfest und natürlich auch wieder jede Menge Stars, die ihre Hits auf verschiedensten Bühnen servierten; 2. James Morrison brillierte; 3. Jim Kerr von den „Simple Minds“ begeisterte; 4. Franz Adrian Wenzl alias „Austrofred“ sorgte wieder für Lacher; 5. Rob Birch von den „Stereo MCs“ rockte die Donauinsel; 6. „Der Graf von ­Unheilig“ konnte mit deutschsprachigen Balladen punkten; 7. The Boss Hoss.

Das Wetter bescherte drei sonnige Festivaltage mit sommerlichen Temperaturen

Donauinselfest 2012 Wien. Der Projektleiter des Donauinselfests, Sascha Kostelecky, zeigte sich mit dem Verlauf des Festivals höchst zufrieden: „Das 29. Donauinselfest hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen. Die Besucher haben einen rücksichtsvollen Umgang miteinander gepflegt. Getreu dem Motto ‚Zusammen leben. Zusammen feiern‘ haben sie gemeinsam das friedlichste und größte Open Air Festival Europas bei freiem Eintritt zelebriert.“ Von 22. bis 24. Juni gab es auf den zwölf Bühnen des Donauinselfests u.a. folgende Live-Acts kostenlos zu sehen: Jim Kerr von Simple Minds, Silbermond, Christine Hödl, James Morrison, Samy Deluxe & Tsunami Band, Stereo MCs, Jennifer Rostock, Frank Turner, DJ Antoine, Chuckie, Hubert von Goisern oder auch Nik P.. Kabarett vom Feinsten, Komik und Musik aus Österreich gab es im Ö1 Kultur-Zelt. Viktor Gernot, Gunkl, Herbert Steinböck oder Eckel & Lainer trainierten die Lachmuskeln und regten zum Nachdenken an. Erwin Steinhauer & seine Lieben überzeugten erstmals mit neu interpretierten Songs – von B.B.King bis Heli Deinboek. Mehrere Zehntausend Menschen beteiligten sich aktiv an der sogenannten Wiener Charta und stimmten über die wichtigsten Grundsätze des Zusammenlebens in Wien ab. „Der Erfolg der Charta-Aktion hat bewiesen, dass das Donauinselfest genau der richtige Ort ist, um über wesentliche Grundsätze des Zusammenlebens zu reden“, unterstreicht der Charta-Initiator und SPÖ Wien-LAbg. Christian Deutsch: „Nur mit Respekt und Rücksichtsnahme kann eine Veranstaltung dieser Größe so friedlich vonstatten gehen!“ Heiß begehrt waren auch die exklusiven Donauinselfest-Festivalbänder, die als Dankeschön für das Mitmachen verteilt wurden. www.donauinselfest.at

Hubert Ach­leitner, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Hubert von Goisern, spielte seinen Hit „Brenna tuat’s guat“ vom Album „EntwederUndOder“.

Wien. Vor Kurzem ging im wombats City Hostel „The Lounge“ der Kickoff zur neuen Veranstaltungsreihe „womClub powered by Ticket. Das Eventmagazin“ über die Bühne. womClub soll in Zukunft regelmäßig heimischen Künstlern die Möglichkeit bieten, sich vor einem interessiertem und versiertem Publikum zu präsentieren. Roberta Scheifinger, Herausgeberin und Chefredakteurin des Ticket-Magazins von oeticket.com sowie Initiatorin der Aktion: „Uns ist es seit jeher ein Anliegen, die heimische Musikszene zu unterstützen. Als größtes österreichisches Eventmagazin war es naheliegend, eine Eventreihe ins Leben zu rufen. Mit ‚wombats City Hostels‘ haben wir für unser Vorhaben einen kongenialen Partner gefunden.”

oeticket & wombats Event Eröffnet wurde die Show-Reihe mit der jungen Grazer Band „Madman’s County“, die beim Finale zu den „Local Heroes 2012“ überzeugt hat, sowie mit der Trash Country Band „Rewolfinger“. Unter den Gästen waren u.a. Sänger Gary Howard, Gary Lux, Peter Pansky (Entertainment Quarter), Alexander Zechmeister (Regisseur von „Berliner“), Musikmanager Marcin Suder (Musikverlag Between Music) u.v.a. Der „womClub powered by Ticket. Das Eventmagazin“ soll künftig viermal pro Jahr stattfinden, die Leistungen der Bands werden entgegen üblicher Handhabe in Österreich finanziell honoriert. www.oeticket.com

© Intergroove; EPA; Warner; Constantin Film; rondomedia

Best of the Season Neue CDs, feine Konzerte, spannende Filme, kultige DVDs und heiße Games: Die besten Tipps für Ihren Sommer cd W. A. Mozart: Don Giovanni (Universal) Neuaufnahme mit Starbesetzung: Villazón, D’Arcangelo, Pisaroni, Damrau, DiDonato, Erdmann brillieren in dieser Aufnahme einer konzertanten Aufführung im Festspielhaus Baden-Baden aus dem Jahr 2011. Yannick Nézet-Séguin dirigiert das Mahler Chamber Orchestra. Erhältlich ab 13.7. Eminem: Hip Hop Elvis (Intergroove) Bereits der Titel des neuen Albums sorgt für heftige InternetDiskussionen: Ist Eminem der neue Elvis, ist das eine Anmaßung oder steht der King eh längst im Schatten von Slim Shady? Wie auch immer – die Musikwelt hofft auf starke Songs, die an Eminems Frühwerk anschließen können. CD erhältlich ab 27.7. Alanis Morissette: Havoc And Bright Lights (Sony) Nach einigen Ausflügen zur Filmmusik und in die Schauspielerei („City of Angels“, „Dogma, „Prince of Persia“) veröffentlicht nun eine der einflussreichsten Singer-/Songwriterinnen unserer Zeit ihr lang erwartetes siebentes Studioalbum. CD erhältlich ab 24.8.

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Bob Dylan Er erfand sich immer wieder neu, ließ sich nicht vereinnahmen, bestimmte Tempo, Rhythmus und Inhalt. Mit Songs wie „The Times They Are A-Changin“, „Blowin in the Wind“ oder „Like a Rolling Stone“ definierte er Ideale, Ängste und Stimmungen von und für Generationen. Termin: 7.7., 20 Uhr, Salzburgarena, 5020 Salzburg. Ticketpreis: ab 61,50 €.

Cosmopolis (F/I/Can/P 2012/Einhorn Film) Dem Börsenmilliardär Eric Packer (Robert ­Pattinson, „Twight-Saga“) zerbröselt seine heile Welt. Basierend auf dem gleichnamigen Thriller des amerikanischen Kultautors Don DeLillo, inszeniert Regisseur David Cronenberg ein radiklales und irritierendes Leinwandepos. Ab 6.7.

Die Eiserne Lady (GB 2011, Concorde) Meryl Streep spielt Margaret Thatcher, die erste Chefin einer europäischen Regierung. Ein Film über die Macht in der Politik, welchen Preis man dafür bezahlen muss und ein intimes Porträt einer außergewöhnlichen, komplexen Frau. Ab 19.7. Spieldauer: 101 Min., Dolby, 16:9.

Test Drive Ferrari Racing Legends (Bigben Interactive) Erstmals ist der Fuhrpark des italienischen Autoherstellers komplett in High Definition nachempfunden u. als Videospiel verfügbar. Eine Reise durch die Automobilgeschichte, von den Autorennen der frühen Tage bis in die Gegenwart des modernen Rennsports. Für PS3, XBox.. Release: 6.7. PC-Version am 27.7.

Dark Knight Rises (GB/USA, 2012/Warner)

Katie Melua In eine Schublade lässt sie sich nicht einordnen. Pop, Rock, Folk und Jazz verbindet sie zu ihrem eigenen Stil. Im November sind Konzerte in Salzburg und Wien geplant. Termin: 17.7., 20 Uhr, Congess-Saal Tirol, 6020 Innsbruck. Ticketpreis: ab 67,50 €.

Dritter und letzter Teil der genialen BatmanVerfilmungen von Regisseur Christopher Nolan mit Christian Bale als Superheld. In weiteren Rollen: Anne Hathaway, Michael Caine, Gary Oldman, Morgan Freeman. Ab 27.7.

Rudolf Buchbinder Als Fünfjähriger jüngster Student an der Hochschule für Musik in Wien, erstes öffentliches Konzert mit neun. Im Rahmen des „Carinthischen Sommers“ spielt der Pianist Beethoven in der Stiftskirche. Termin: 17. 8, 20 Uhr, Stift Ossiach 1, 9570 Ossiach. Ticketpreis: ab 70 €.

Prometheus (GB 2011/Constantin) Ridley Scott („Alien“, „Blade Runner“, „Thelma & Louise“, „American Gangster“) schickt eine Gruppe Wissenschaftler ans Ende des Universums. Starbesetztes SciFi-Abenteuer mit Noomi Rapace, Guy Pearce, Michael Fassbender, Charlize Theron. Ab 10.8.

Dame König As Spion (D, F, GB 2011, Studiocanal) Ein ‚Maulwurf‘ sorgt beim britischen Secret Service für Aufregung. Informationen landen seit Jahren beim KGB – eindeutig ein Fall für Meisteragent George Smiley, der aus dem Ruhestand geholt wird. Ab 9.8. Spieldauer: 122 Min., Dolby, 16:9. Türkisch für Anfänger (D 2011, Constantin) Lena ist vom Leben frustriert und von einer antiautoritären Erziehung traumatisiert, als sie auf Cem Öztürk trifft. Deutsche Emanzipation vs. türkischen Machismo. Überdrehte, politisch unkorrekte Komödie nach gleichnamiger TVSerie. Ab 16.8., Spieldauer: 97 Min., Dolby 5.1, 16:9.

Gardenscapes – gestalte dein Haus (rondomedia) Voller Energie, Humor und mit seinem typischen Butler-Charme hilft Austin, nach dem Garten des alten Landhauses auch das Gebäude auf Vordermann zu bringen. Genremix aus Wimmelbild- und Aufbauspiel. Für PC. Release: 31.7. Port Royale 3 (Kalypso Media) Eine der erfolgreichsten Wirtschaftssimulationen nun auch für Konsolen: Spanien, England, Frankreich und die Niederlande kämpfen um die Vorherrschaft in den karibischen Kolonien des 17. Jhdts. Für PC, PS3, XBox. Release: 31.8.


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