Skip to main content

Medianet0404

Page 1

inside your business. today.

14. JG. NO. 1788

¤ 4,–

freitag/samstag/sonntag, 4.– 6. april 2014

TREVISION

visual solutions visual solutions

a Trevision Holding Company

www.trevision.at

Kosmetikprodukte Jede zweite Bodylotion im Handel enthält hormonell wirksame Chemikalien

Parabene in der Creme: Gefahr oder Hysterie? inhalt

prime news & market watch > Feature: „Internetzensur: And who cares?“ 4/5 > Kommentar: Crowdfunding als „Katapult“ für Start-ups 6

© Verlag der Ärzte/Zeitler

marketing & media

> Verlagshaus der Ärzte: Seriosität ist Pflicht 8 > Urheberrecht: Diskutieren statt reformieren? 9

> Der Handel & die Zielgruppe „Mütter mit Baby“ 16 > bellaflora und das süße „Honigkomplott“ 18

42

© Simone Hofstädter, Atelier Kucera

business weekend > Das Leibrenten-Modell könnte Schule machen

© Beiersdorf; kosmetik transparent; Lydia Matzka/Global 2000

© Natalie Oberhollenzer

retail

Inhaltsstoffe Helmut Burtscher (Mitte) von Global 2000 warnt vor Chemikalien wie Para­benen – für Beiersdorf-Chef Thomas Witt (li.) und Erich Leitner (kosmetik ­transparent) ist das eine bedauerliche „Verunsicherung der Konsumenten“. Seite 2

INNOVAZIONE > Junge Anwälte: Dem Nachwuchs eine Chance 48 > Großer Hygiene-Check in der Wiener Gastronomie 66 > Heute im Porträt: Peter Thomayer, CPB Software 74

DESIGN KNOW-HOW CULTURA : B&B ITALIA FIRMA LE ICONE CHE ARREDANO LA TUA VITA

Neue Adresse der medianet Verlag AG: Brehmstraße 10/4. OG, A-1110 Wien P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

INNENARCHITEKTUR | EINRICHTUNGSKONZEPTE | EIGENE TISCHLEREI | MONTAGE

PT_AZ_106x85_Medianet_new2014_v2.indd 1

14.03.14 11:38


c ov e r

2 – medianet

Freitag, 4. April 2014

Expert en-meinung

Helmut Burtscher Für Helmut Burtscher von der Umweltschutzorganisation Global 2000 sind die Vertreter der Kosmetikindustrie inzwischen die einzigen, die eine gesundheitsschädigende Wirkung von hormonell wirksamen Chemikalien auf den menschlichen Körper ausschließen.

© Panthermedia.net/Andrey Kiselev; Global 2000/Ingo Pertramer; Beiersdorf

Thomas Witt Der Geschäftsführer von Beiersdorf Österreich, Thomas Witt, bezeichnet die Warnungen vor Parabenen als reine „Spekulationen“. Nebenwirkungen auf den menschlichen Körper seien nicht erwiesen, man würde die Konsumenten nur unnötig verunsichern.

Parabene Hormonell wirksame Chemikalien, wie Parabene, stuft die WHO mittlerweile als „globale Bedrohung“ ein

„Die Kosmetikindustrie ­verschließt die Augen“

Helmut Burtscher (Global 2000) ortet in der Kosmetikindustrie „Ignoranz“ und ein Festhalten an alten Strukturen. Wien. Das Geschäft mit Kosmetikartikeln ist milliardenschwer. Allein in Österreich wurden im Jahr 2013 1,5 Mrd. € für Gesichtspflege, Bodylotions, Deos und Co. ausgegeben – harmlose Alltagsprodukte für die meisten Konsumenten. Nicht jedoch für Umweltschutzorganisationen und Naturkosmetikhersteller, die schon lange vor bestimmten Produkt-Inhaltsstoffen, nämlich Chemikalien, die wie Hormone wirken, warnen. Doch wie gefährlich ist der „Chemiecocktail“ im Bad wirklich? Die Umweltschutzorganisation Global 2000 untersuchte 2013 rund 400 auf dem österreichischen Markt verfügbare Bodylotions, Zahnpasten und Aftershaves auf ihren Inhalt. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Jede fünfte untersuchte Zahnpasta, jede zweite Bodylotion und jedes zweite Aftershave enthält hormonell wirksame Inhaltsstoffe – meist sogenannte Parabene.

Chemiecocktail im Bad Laut Helmut Burtscher von Global 2000 ist es mittlerweile nicht mehr von der Hand zu weisen, dass sich diese Chemikalien negativ auf den Körper auswirken können: „Die einzigen, die das noch immer nicht wahrhaben wollen, sind aus meiner Sicht die Vertreter der Kosmetikindustrie, wie Beiers-

dorf, Henkel und L‘Oréal.“ Parabene wirken ähnlich wie Östrogen, können aber auch Einfluss auf die Schilddrüse und andere hormonelle Steuerungskreisläufe nehmen. Wissenschaftler legen deshalb einen Zusammenhang zwischen Parabenen und manchen Erkrankungen (u.a. Hoden- und Brustkrebs) nahe. „In Tierversuchen haben Parabene eine schädliche Auswirkung auf das Tier und vor

benen konnte beim Menschen bis dato aber noch nicht nachgewiesen werden. Die dänische Regierung hat den Gebrauch einiger Parabene in Körperpflegeprodukten für Kinder bis zu drei Jahren trotzdem verboten; die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nannte hormonell wirksame Chemikalien eine „globale Bedrohung“. Genauso wie die Informationsplattform „kosmetik transparent“

„Rewe greift die Kritik von Global 2000 vorsorglich das Sortiment der Eigenmarke MY umzustellen.“ Ines Schurin

allem auf den Nachwuchs gezeigt. Einige Wissenschaftler fordern Parabenen gegenüber deshalb eine Nulltoleranz“, erklärt Burtscher. Es bestünde aber auch die Gefahr eines Cocktail-Effekts, weil sich einige Inhaltsstoffe gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken können. Ein direkter Zusammenhang zwischen Erkrankungen und Para-

Erich Leitner, wissenschaftlicher Berater von kosmetik transparent, sämtliche Vorwürfe von sich. „Warnungen wegen vermuteter hormonähnlicher Aktivität bestimmter Inhaltsstoffe sind unbegründet“, so Leitner. Auch Beiersdorf Österreich-Geschäftsführer Thomas Witt spricht von „Spekulationen“ und „bedauert die Verunsicherung der Konsumenten“. Witt: „Parabene sind besonders wirkungsvolle Konservierungsstoffe, die gleichzeitig sehr gut verträglich sind; ohne diese Konservierungsstoffe würden die Produkte verkeimen und könnten ihre Wirkung nicht mehr entfalten.“

„MY“ stellt Produktion um

auf und hat beschlossen,

© Rewe International

Daniela Prugger

betonen auch Hersteller wie Beiersdorf (u.a. Nivea, Labello) die gute Verträglichkeit von Kosmetikprodukten, die Parabene enthalten; eine „schädigende Wirkung“ sei nicht erwiesen. „Diese Kampagne, die mit einem beabsichtigten Sensationscharakter agiert, kann beim Verbraucher durchaus für Verunsicherung sorgen“, weist

Zwar registrieren die Hersteller die nicht abklingen wollende Kritik. Sie sei jedoch „unbegründet“, meinen kosmetik transparent und Beiersdorf unisono. „Sämtliche Parabene, die unser Körper aufnimmt, werden zügig abgebaut. Sie lagern sich weder ab, noch wirken sie auf unser Hormonsystem“, beschwichtigt Witt. Warnungen vor Parabenen würden sich laut Leitner sogar jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entziehen. Man müsse schon mindestens 340 Lippenstifte am Stück verzehren, um eine gesundheitlich schädigende Wirkung zu erzielen – ein für Global 2000 höchst „unseriöser“ Vergleich. Gleichzeitig scheinen Unternehmen wie Henkel (u.a. Fa, Aok),

neben Beiersdorf und Unilever einer der größten Hersteller in Österreich, aber durchaus ein Marktpotenzial in der Verunsicherung der Konsumenten zu erkennen. Die Aok Pur Sensity-Linie wurde 2013 mit dem Zusatz „Komplett ohne Parabene, Silikone, Farbstoffe, Alkohol und Parfüm“ beworben. Die Haltung der Industrie ist für Burtscher „eine Mischung aus Ignoranz, Festhalten an Althergebrachtem und vielleicht auch eine Frage des Preises“. Langfristig brauche es eindeutig eine politische Lösung. Auf EU-Ebene seiin der Chemikaliendebatte aber schon lange „Sand im Getriebe“. Nur im Handel scheint sich etwas zu tun: Die Bipa-Eigenmarke MY will bis zum Ende des Jahres 2014 ohne Parabene auskommen. „Es gibt Inhaltsstoffe, die zwar gesetzlich erlaubt sind, die wir jedoch aus Sicherheit nicht oder nur bis zu einer gewissen Menge tolerieren“, erklärt Rewe-Pressesprecherin Ines Schurin. Man greife die Kritik von Global 2000 vorsorglich auf.

Chemikalien Parabene werden häufig als Konservierungsmittel eingesetzt, sind in ihrer Wirkung oft dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähnlich. Die Chemikalien Methyl-, Ethyl-, Propyl- und Butylparaben listet die EU auf der Prioritätenliste für hormonell wirksame Chemikalien.


o nnautr e 6 M SN um 6 Euro at pro Mon

Bestellen Sie unter +43 662 / 8373-222 oder abo.salzburg.com


4 – medianet

F E ATU R E feature@medianet.at

Š APA/dpa/Karl Josef Hildenbrand

Zensur?

Freitag, 4. April 2014


F E ATU R E

Freitag, 4. April 2014

medianet – 5

feature@medianet.at

Who cares? Alexandra Binder

E

s gibt eine erkleckliche Anzahl an Ländern, die zeigen sich unerbittlicher denn je im Hinblick auf Internetzensur. Allem voran führt China im Rahmen seines „Goldenen Schilds“ vor, wie‘s geht. Laut Reporter ohne Grenzen hat es sich längst zum „weltweit größten Gefängnis für Cyber-Dissidenten“ entwickelt. Derzeit sind 74 OnlineAktivisten in Haft. Und dann gibt es noch wankelmütige Schwellenländer: Dazu gehört zum Beispiel Pakistan. Im Februar 2012 berichtete die Frontier Foundation, der Staat habe offiziell eine Ausschreibung laufen, die Filterlösungen für das lokale Internet suche. Im darauf folgenden September wurde neben 100 weiteren Seiten auch YouTube gesperrt. Der offizielle Grund: ein MohammedSchmähvideo. Der Sperrung folgten allerdings Proteste. Woraufhin Inneninister Rehman Malik nur drei Monate später die erneute Freigabe ankündigte; auf Twitter mit folgenden Worten: „Es gab zahlreiche Forderungen aus allen Teilen der Gesellschaft, YouTube zu entsperren (…) Ich hoffe, ihr seid jetzt alle glücklich.“ Die kleine Freiheit dauerte genau drei Stunden. Das Schmähvideo sei noch verfügbar gewesen, erklärte ein Mitarbeiter aus dem Umfeld des Premiers Raja Perves Ashraf. Und: Man müsse die Bevölkerung vor Pornografie und blasphemischen Inhalten schützen.

Thema Reglementierung Anno 2014 hat sich am munteren Zensieren unter diesem Vorwand zwar noch immer nichts geändert, aber offenbar an der Einstellung der pakistanischen Bevölkerung dazu. Jedenfalls, wenn man der vom Pew-Research-Center kürzlich veröffentlichten Studie Glauben schenkt, in der 21.846 Menschen aus 24 Schwellen- und Entwicklungsländern zwischen 1. März und 1. Mai 2013 gefragt wurden, was sie über Internetzensur denken. Die Fragestellung lautete: „How important is it to you that people have access to the internet without government censorship?“ Die Antwort war mehrheitlich, nämlich in 22 von 24 Ländern, klar: Ein Votum für ein Ende der Reglementierung des Netzzugangs durch Regierungen (siehe Grafik). In Venezuela plädierten etwa 89% dafür, was es

zum Spitzenreiter macht, im Libanon 86%, in Uganda nur mehr knapp die Hälfte. Und dann tat sich eben noch Pakistan hervor; dort störten sich nur 22% an der Internetzensur.

Stört Zensur wirklich nicht? Doch was sind die Gründe für diese offenbare Mutlosigkeit eines Schwellenlandes im Kampf gegen die Zensur? Betrachtet man die Studie im Gesamten, fällt erwartungsgemäß auf, dass sich insbesondere junge Menschen zwischen 18 und 29 für ein zensurfreies Internet aussprechen – der klassische Generationen-Gap lässt grüßen. An genau denen mangelt es Pakistan freilich nicht. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist dort unter 18 Jahren. Einen deutlichen Einfluss nimmt auch die Bildung. So plädieren etwa in Tunesien 73% der Hochschulabsolventen für ein restriktionsfreies Internet, während das nur 54% derjenigen ohne Abschluss tun. Das könnte einer der Faktoren sein, die das desaströse pakistanische Ergebnis erklären: Denn nur etwas mehr als zwei Prozent des dortigen Haushaltsbudgets wer-

den für Bildung ausgegeben. Und das, obwohl das Land im südasiatischen Vergleich eine überdurchschnittlich hohe Analphabetenrate von etwa 50% aufweist. Ein ähnliches Szenario zeigt sich im Hinblick auf einkommensstarke und -schwache Menschen in Schwellenländern. Stellvertretend dafür steht Kenia: Dort sind 71% der Personen mit höherem Einkommen der Meinung, Internetzensur müsse abgeschafft werden, aber nur 54% der gering verdienenden. In Russland sieht die Sache ähnlich aus. In Pakistan leben nach Angaben der UN 17% der Bevölkerung von weniger als einem US-Dollar am Tag. Auch das könnte das Ergebnis also beeinflusst haben. Die Autoren selbst wiederum verweisen in ihrer Analyse unter anderem auf vorangehende Pew-Studienen, die die These der Resignation unterstreichen. Auch diese Studien hätten nämlich schon gezeigt, dass die Forderung nach demokratischen Rechten und Institutionen insbesondere in Pakistan und in Russland wenig Zustimmung erführe.

Russland blockte 10.000 Sites Im von den Pew-Autoren explizit erwähnten Russland plädieren trotz ungenierterem Praktizierens der Internetzensur vor den Augen der Weltbevölkerung allerdings immerhin noch 68% für ein zensurfreies Internet. Wie konsequenzenfreies Internet-Zensieren geht, das hat man erst kürzlich anlässlich der Olympischen Spiele in Sotschi vorgeführt. Bereits im Vorfeld von Olympia hieß es, dass unter anderem die Internetnutzung der teilnehmenden Athleten überwacht werde. Stephan Graf von Zweiblog.com über die Hintergründe: „Die umfassenden Überwachungsmaßnahmen wurden auch als Experimentierfeld für zukünftige Sicherheitsstrategien im ganzen Land angesehen. Drei Jahre lang wird der Geheimdienst FSB die gesammelten Metadaten speichern dürfen; ein entsprechendes Gesetz ist erst am 1. Februar dieses Jahres in Kraft getreten.“ Dasselbe Gesetz habe auch massive präventive Maßnahmen erlaubt. Schon vor den Spielen wurden mindestens 10.000 Webseiten von den Behörden geblockt. Ebenso wenig zimperlich war man, was Social Media betrifft. Wobei das IOC hier

David Ul evitch Vorstandschef von OpenDNS www.opendns.com © Scott Beale/Laughing Squid

Großer Bruder Es klingt wie ein verspäteter Aprilscherz, ist aber das ­Ergebnis einer ­aktuellen Pew-Untersuchung: Internetzensur wird in Schwellenländern wie Pakistan von den Betroffenen nur mehr als halb so schlimm eingeschätzt. Das wirft die Frage auf: Ist ­das Hinnehmen bereits die einzige Option­? Denn ausrichten lässt sich offenbar kaum etwas gegen das muntere ­Zensieren. Besonders klar wird das am Beispiel Türkei; die führt ­ erade vor, wie die Zukunft einer totalen Webüberwachung aussehen könnte. g

„Diese Entführung unseres Datenverkehrs stellt eine Ausweitung der Zensur und Datenmanipulation durch die türkische Regierung dar, wie wir sie bisher noch nie irgendwo außerhalb Chinas gesehen haben.“ seiniges beitrug. Jedes Posting, jeder Tweet oder Blog-Eintrag musste nach IOC-Richtlinien mit dem „olympischen Geist vereinbar” sowie „würde- und geschmackvoll” sein. Die Texte der Sportler durften nur in einem tagebuchähnlichen Format aus der Ich-Perspektive geschrieben werden, eine „Journalistenrolle” zu übernehmen, war tabu. Auf dem Olympiagelände aufgenommene Video- und Audiobeiträge durften nicht öffentlich geteilt werden.

Überwachungsstaat Türkei? Ganz besonders verschärft hat sich die Situation auch in der Türkei. Dort stellen sich laut Pew noch 58% der Internetzensur entgegen – und das zum Teil sogar sehr kampfesbereit. An der Option, dass lokale Strafgerichte des Landes schon seit 2007 Websites wegen pädophiler oder pornografischer Inhalte, Verherrlichung von Drogen, aber auch Beleidigungen des Staatsgründers Atatürk landesweit blockieren können, hat das aber nichts geändert. Im Gegenteil: Im Februar 2014 wurde die Zensur noch einmal gesetzlich verschärft. Künftig können Behörden Internetseiten ohne Gerichtsbeschluss

sperren. Knapp vier Wochen später traf es neben anderen dann auch schon den prominenten Kurznachrichtendienst Twitter. Außerdem bekommen die Behörden das Recht, das Surfverhalten von Internetnutzern aufzuzeichnen und zwei Jahre lang zu speichern, ohne die Betroffenen darüber zu informieren. Die Verabschiedung des neues Gesetzes hatte zwar gewaltsame Proteste ausgelöst, genützt hat das aber wenig. Im Augenblick sieht es dort sogar nach einem zügigen Voranschreiten Richtung Überwachung aus. Sofort nach dem Sieg des Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan begannen türkische Provider laut einem Blogeintrag von Google nämlich damit, Anfragen an die Google-DNS 8.8.8.8 und 8.8.4.4 auf eigene Server umzuleiten. Es sei demnach davon auszugehen, dass damit das Surfverhalten der Türken überwacht werden soll. Tatsächlich lässt sich auf diese Weise exakt mitlesen, welche Seiten die einzelnen User aufrufen. Den türkischen Oppositionellen riet Google daraufhin, unbedingt auf die Verwendung der Google-DNS zu verzichten, so man einen ungemütlichen Besuch der Staatsmacht vermeiden wolle. David Ulevitch, Vorstandschef von OpenDNS, ließ dazu wissen: „Diese Entführung unseres Datenverkehrs stellt eine Ausweitung der Zensur und Datenmanipulation durch die türkische Regierung dar, wie wir sie bisher noch nie irgendwo außerhalb Chinas gesehen haben.“

Ein kleiner Lichtblick? Den einzigen (scheinbaren) Lichtblick liefert im Moment Brasilien. Dort sprechen sich laut Pew-Studie aktuell satte 80% für ein zensurfreies Internet aus – mit offensichtlich positiven Folgen. Das Land hat jüngst den ersten Schritt zur Internetverfassung Marco Civil erfolgreich hinter sich gebracht. Der Anfangstext sei unter offener Beteiligung der Bevölkerung erstellt worden, das brasilianische Nachrichtenportal G1 spricht von 2,3 Mio. Beiträgen aus der Bevölkerung seit Beginn des Prozesses. „Der Entwurf ist nicht perfekt, da er über die Jahre mitunter starkem Lobbydruck ausgesetzt war, aber dennoch ein Signal in die richtige Richtung“, sagt Anna Biselli von Netzpolitik.org dazu.


th e opi n i on

6 – medianet

Die nächste Pleite ist da: Der Computerhändler DiTech gab am Donnerstag bekannt, dass die Suche nach einem Investor endgültig gescheitert ist. Ein schlechtes Omen für den Wirtschaftsstandort. Auch wenn DiTech-Gründer Damian Izdebski zugibt, sich mit der raschen Expansion übernommen zu haben und die finanzielle Absicherung der schnellen Expansion verabsäumt zu haben, bleibt ein schaler Nachgeschmack. Wenn sich unternehmerischer Mut und die Bereitschaft, ein Risiko einzugehen, nicht mehr lohnen, stellt sich die Frage, wie wir ein vernünftiges konjunkturelles Wachstum auf Basis unserer traditionell kleinteilig strukturierten Unternehmenslandschaft aufrecht erhalten wollen – und wo der Unternehmernachwuchs herkommen soll.

Schwierige Branche? Denn was lernen wir heutzutage? Wer tatsächlich auf Nummer sicher gehen will hinsichtlich seiner Lebensplanung und ökonomischen Absicherung, der muss versuchen, in einer der fünf weit-

m a ke r S n e t w o r k

medianet Leitartikel

Optimismus kommt vor der Pflicht Cosmos, Niedermeyer, DiTech: selektive Wahrnehmung oder hoffnungslose Branche? Und wer sorgt dafür, dass der Unternehmer-Geist sich nicht in eine Lampe verzieht? sabine bretschneider

läufigen Verwaltungsebenen – Bund, Land, Bezirk, Gemeinde, Brüssel oder Straßburg – Unterschlupf zu finden. „DiTech ist nicht der Elektrohandel“, nahm vor gut einer Woche der zuständige WKO-Spartenobmann Wolfgang Krejcik die Branche in Schutz. Die meisten mittelständischen Elektrohandels-

firmen hätten sich schon längst aus dem margenschwachen und problematischen IT-Bereich zurückgezogen, erzählte er im WirtschaftsBlatt: Dazu komme „die Konkurrenz aus dem Internet und die Kurzlebigkeit der Produkte“. Margenschwach, problematisch, Internet, kurzlebig ... Jene

Produkte, für die nicht zumindest drei dieser vier Kriterien zutreffen, fallen einem nicht unbedingt spontan ein. Immobilien? Grabsteine? Drogen? Und selbst da bin ich mir jetzt nicht vollkommen sicher ...

„He saw business straight“ Zurück zu DiTech: „Optimismus muss nicht unbedingt ein Zeichen von Pflichtvergessenheit sein“ – möchte ich abschließend wieder einmal Schumpeter zitieren. Das britische Magazin The Economist benannte eine wöchentlich erscheinende Kolumne über Wirtschaft und Innovation ihm zu Ehren „Schumpeter“ und begründete dies unter anderem folgendermaßen: „Joseph Schumpeter was one of the few intellectuals who saw business straight. “

Gastkommentar Alternative Finanzierungsformen

© Christina Häusler

heute im business weekend

Die „Crowd“ kann nicht irren

„Zeit, um Fähigkeiten wie Eigenständigkeit, ‚über den Tellerrand schauen‘ oder Eigeninitiative zu entwickeln, bleibt den Studierenden kaum.“

Ro man St if t ner , Bu n d e s­ ve r einig ung Log i s ti k ­Ö sterreich, S. 6 0

© Lisi Specht

© BVL/Gary Milano

Die ter Heine , Vav r ovsky He ine Mart h, s. 4 8

„Volatile Märk­te, hoher Kostendruck, steigende Kundenerwartungen und rasante technologische Entwicklungen sorgen in der Logistik für Unsicherheit.“

Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke, Ing. Paul Leitenmüller Vorstand: Markus Bauer

Jungunternehmer und Start-ups sind der Innovationsmotor der heimischen Wirtschaft. Und das hat einen simplen Grund: Sie haben gar keine andere Wahl, wollen sie sich gegen die etablierten Mitbewerber durchsetzen. Nur mit neuen, smarten Produkten und Dienstleistungen ist man erfolgreich. Doch sie sind nicht nur Innovationsmotor, sondern auch wichtig für den Arbeitsmarkt, schafft doch jedes neu gegründete Unternehmen im Durchschnitt 2,4 neue Arbeitsplätze. Die verschärften Eigenkapitalvorschriften für Banken machen es jedoch für junge Unternehmen und Gründer schwierig, an dringend benötigtes Fremdkapital zu gelangen. Die wichtigste Finanzierungsquelle versiegt zunehmend. Neugründungen, Innovationen und Wachstum werden im Keim erstickt werden. Wer aber ernten will, muss zulassen, dass gesät wird. Alternative Finanzierungsformen wie Crowdfunding können hier helfen. Sie sind Katapulte für Start-ups. Daher wird die Junge Wirtschaft dazu einen Finanzierungs-Leitfaden veröffentlichen. Das Prinzip ist einfach: Viele Anleger investieren kleine Beträge in ein überzeugendes Projekt. Oft ist es ein innovatives Produkt, das die Menschen fasziniert; oft ist es aber auch der regionale Bezug, warum Menschen ein Vorhaben unter„Neugründungen, stützen wollen. Auf jeden Fall sorgt die kollektive Intelligenz der „Crowd“ für einen ersten Markt-Check. Die vielen Innovationen und Kleininvestoren durchleuchten das zu finanzierende Vorhaben. Kann ein Unternehmer viele Menschen überzeugen, Wachstum werden steigt auch die Chance, am Markt erfolgreich zu sein.

Beim Feuerlöschen entsteht durch Wasser oft viel Schaden. Aber es ist besser als alles niederbrennen zu lassen.

mail to s.bretschneider @medianet.at

IMPRESSUM

„Katapulte“ für Start-ups

zitat des ta ge s Finanzminister Michael Spindelegger im immerwährenden Hypo-Einsatz

Freitag, 4. April 2014

im Keim erstickt wer-

den. Wer aber ernten Die momentane Gesetzeslage zu Crowdfunding ist aber eine Finanzierungsbremse. Sie ist kompliziert, schafft will, muss zulassen, weder Rechtssicherheit noch entschärft sie das Finanzierungsproblem. Um diese Bremsklammern zu lösen, müsdass gesät wird.“ sen die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Gern stellt die Junge Wirtschaft ihren mit Experten Herbert Rohrmair-Lewis erstellten Vorschlag zur Verfügung: Erstens soll die ProsJunge Wirtschaft pektpflicht weiter angehoben werden. Die Erhöhung von 100.000 auf 250.000 Euro im letzten Jahr war ein erster Schritt. Die EU-Regelungen ermöglichen aber einen Rahmen von fünf Millionen Euro. Für diese Höhe soll die volle, darunter je nach Projektvolumen stufenweise Informationspflicht gelten. Zweitens braucht es eine Änderung des Einlagenbegriffs im Bankwesengesetz. Derzeit dürfen Unternehmen kein Geld sammeln, auch nicht, wenn es zur Finanzierung von realwirtschaftlichen Tätigkeiten dient. Wir fordern aber, dass genau das bis zu fünf Millionen Euro möglich sein muss. Die Bundesregierung hat die Schaffung eines attraktiven Rechtsrahmens vereinbart. Dabei muss die aktuelle Finanzierungslage der Jungunternehmer verbessert werden. Nur wer die Gründerbremse löst, ermöglicht wichtige Innovationen und Wachstum. Die Jungunternehmer sind bereit zum Durchstarten. Ist es die Regierung auch? Herbert Rohrmair-Lewis, Bundes­ vorsitzender der Jungen Wirtschaft; www.jungewirtschaft.at Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.

Chefredakteurin und Leiterin des Redaktionsteams: Sabine Bretschneider, Stv.: Dinko Fejzuli Kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0 office@medianet.at | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: fotored@medianet.at

Abo, Zustellungs- und Adress­änderungswünsche:

abo@medianet.at oder

tel. 01/919 20-2100 medianet prime news (primenews@medianet.at) Chefredakteurin: Sabine Bretschneider (sb – DW 2173) Chef vom Dienst: Rudolf Grüner (rg – DW 2176) medianet marketing & media (medien@medianet.at) Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej – DW 2175/ Medien) Redaktion: Jürgen Hofer (hof – DW 2171) medianet retail (retail@medianet.at) Stv. Chefredakteur: Christian Novacek (nov – DW 2161) Redaktion: Jutta Maucher (jm), Daniela Prugger (dp – DW 2228) medianet specials (specials@medianet.at) Redaktionelle Leitung: Britta Biron (bb – DW 2226) medianet financenet & real:estate (financenet@medianet.at) Chefredakteurin: Linda Kappel (lk) medianet advisory (advisory@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) medianet technology & industrial technology (technology@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) Leitender Redakteur: Chris Haderer (hc) medianet destination (destination@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet automotive business (automotive@medianet.at) Chefredakteur: Peter Mosser (pm) medianet health economy (healtheconomy@medianet.at) Chefredakteur: Martin Rümmele (rm) medianet careernetwork (careernet@medianet.at) Chefredakteur: Paul Christian Jezek (pj) Lektorat: ­ Christoph Strolz Grafik/­Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho­grafie: Beate ­Schmid, Berat Qelaj Anzeigenleitung: Oliver ­Jonke Anzeigen­produktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Media­print Zeitungs­druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & „>redmail Logistik & Zustell­ service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service­ center-wien@redmail.at“ E ­ rscheinungsweise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei­nungsort: Wien Einzel­preis: 3,– € (Di); 4,– ¤ (Fr) Abo: 279,– € (Di & Fr); 179,– € (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429,– € (Di & Fr); 229,– € (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs­ zeitraums bei 6-wöchi­ger Kündigungsfrist; es gelten unsere All­ gemeinen Geschäftsbedingungen; Ge­ richts­stand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Offenlegung gem. § 25 MedienG: http://www.medianet.at/footermenu/ mediadaten-impressum/

Medienbeobachtung Infos: www.clip.at • +43(0)1 503 25 35


medianet

inside your business. today.

Freitag, 4. april 2014 – 7

Workshops

Kampagne

ÖMG-Vortrag

Forum Media Planung setzt bei FMP-Academy auf Classic, Online & Creative Seite 10

Wiener Städtische und D,M&B bringen Kfz-Versicherungen humorvoll näher Seite 11

Das Wissen um die Ziel­gruppe stand im Fokus Seite 12

© D,M&B

© RMS

marketing & media © Christoph Breneis

Ob Print oder Online: Seriosität ist Pflicht

© AKM

short

Gernot Graninger, austro mechana-Geschäftsführer, plädiert in der Frage der modernen Urheberrechtsabgabe erneut für eine Festplattenabgabe. Diese würde ca. 39,5 Mio. € pro Jahr für 65.000 Künstler bringen, Bedenken der Abgaben-Gegner räumte man nun mit einer Studie aus. Seite 9

© VGN/Matthias Obergruber

Verlagswesen Das Verlagshaus der Ärzte setzt auch Online auf Seriosität und evidenzbasierte Informationen. Geschäftsführer Martin Stickler und C ­ hristina E.-M. Hohenberg, ­Verlagsleitung Medizin populär, im Gespräch mit medianet. Seite 8

Peter Neumann, Head of Styria Digital, seit knapp einem Jahr in dieser Position, wird die Styria im Sommer aus privaten Gründen verlassen. Dies gab der Konzern per Aussendung bekannt. Die Nachfolge Neumanns, den es, wie zu hören war, zurück nach Deutschland zieht, ist noch unbekannt.

medianet tv heute

© Verlag der Ärzte/Zeitler

© Sabine Hoffmann

Euke Frank, Woman-Chefredakteurin in der Verlagsgruppe News, präsentiert mit dem neuen Magazin Woman Viva eine „Wundertüte mit Tiefgang“. Die Macher setzen in einer Auflage von 50.000 Stück auf „ungewöhnliche Momente“ im Lesegenuss für die Frau ab Mitte Dreißig. Seite 10

Das größte Außenwerbenetz Österreichs:

27.441 Werbeflächen im besten Qualitätsnetz. Quelle: EPAMEDIA, 27.441 OSA Medien Q1/2014

© TBWA\Wien

TEL: +43/1/534 07-0 www.epamedia.at

TBWA\Wien schickt für Verbund-Spots erneut Stermann & Grissemann ins Rennen.


c ov e r stor y

8 – medianet

2013 Sportsponsoring

1,1 Mrd. Euro

Freitag, 4. April 2014

Verlag Das Verlagshaus der Ärzte will auch online evidenzbasierte Informationen zu Gesundheitsthemen bringen

„Es gibt viele Desperados im Gesundheitsbereich“

© APA/Helmut Fohringer

Das Verlagshaus kooperiert seit Jänner mit Herold und feiert sein junges Medium Medizin populär. mathieu völker

„Bewertungen halte ich für ziemlich problematisch: Sie geben ein subjektives Bild.“ Martin stickler, GF

Gespräch mit medianet schildern er und Christina E.-M. Hohenberg, Verlagsleitung Medizin populär, wie sich die junge Kooperation mit Herold entwickelt, inwiefern sich die Arztsuche durch das Internet verändert hat und warum Rankings im Gesundheitsbereich eher mit Vorsicht zu genießen sind.

Audi an der Spitze

Der Seriosität verpflichtet

An der Spitze lag 2013 der Autobauer Audi mit einem Bruttowerbewert von 38 Mio. Euro aufgrund seiner Sponsortätigkeit bei der Ski-WM im Februar 2013 in Schladming, gefolgt von den Champions-LeagueGroßsponsoren Sony PlayStation (23,8 Mio. Euro), Heineken (22,5), Mastercard (22) und Ford (21,2). Auf den weiteren Plätzen folgen Raiffeisen (20,9), Generali Versicherung (19,9) und Red Bull (19,8). (APA)

Das Verlagshaus der Ärzte baut sukzessive und komplementär zu seinen Printprodukten den Online-Bereich aus: „Als klassischer Mischverlag haben wir ein starkes Standbein in der Buchproduktion: Wir haben beispielsweise für den gesamten deutschsprachigen Raum eine Generallizenz für die ‚EBM Guidelines‘, die laufend aktualisiert werden“, erklärt Stickler. Dieses Kompendium der evidenzbasierten Medizin umfasst rund 1.300 Krankheiten, erfährt wö-

© Orell Füssli

tipp des tages

Schrei vor Glück Versender wie Quelle oder Neckermann sterben aus. Während Karstadt verbissen ums Überleben kämpft, erfreut sich Zalando großer Beliebtheit. Der Online-Versandhändler ist bereits in 14 Ländern vertreten und expandiert immer weiter. Wie lässt sich dieses Phänomen erklären? Der Autor Hagen Seidel hat Wissenschaftler, Chefs prominenter Handelskonzerne und Modehersteller interviewt und will somit hinter das große Erfolgsgeheimnis Zalandos kommen. Wie hat Zalando es geschafft, unser Einkaufsverhalten dermaßen zu verändern? 9,95 €, Orell Füssli, ISBN-13: 978328005516-8.

© medianet; Verlag der Ärzte/Zeitler; Medizin populär

Wien. Die Ski-WM in Schladming und die Teilnahme von FK Austria Wien an der Gruppenphase der Champions League haben den heimischen SportSponsormarkt im Jahr 2013 abheben lassen. Der Sponsormarkt war im Jahr 2013 laut dem Marktforschungsunternehmen Fokus Media Research rund 1,1 Mrd. Euro schwer nach 655 Mio. Euro im Jahr davor. Dieser gemessene Bruttowerbewert entspricht den Werbeausgaben laut Preisliste, ohne Abzug der Rabatte. Die Top Ten-Events standen 2013 für 87% des gesamten Sport-Sponsormarkts. Der Werbewert des Alpinen Ski-Weltcup belief sich auf 232 Mio. Euro, gefolgt von der Fußballbundesliga mit 154 Mio. Euro, der UEFA Champions League mit 138 Mio. Euro und der Ski-WM mit 107 Mio. Euro.

Christina E.-M. Hohenberg, Verlagsleitung Medizin populär, und Martin Stickler, Geschäftsführer Verlagshaus der Ärzte.

chentlich etwa 30 Aktualisierungen und wendet sich primär an die Zielgruppe der rund 500.000 Ärzte im deutschsprachigen Gebiet. Stickler betont die Seriosität, der sein Verlagshaus verpflichtet ist: „Wir arbeiten mit medizinischen Experten zusammen. Die Texte werden von Fachjournalisten erstellt und in mehrstufigen Autorisierungsverfahen kontrolliert. Seriosität kennzeichnet auch das Portal www.arztsuche24.at und alle dort verfügbaren Informationen.“ Die von der Patientenanwaltschaft aufgestellten Qualitätskriterien wie etwa Werbekennzeichnung, Quellenangabe oder eine entsprechende Qualifikation des Autors werden laut Stickler genau eingehalten. „Es gibt im Gesundheitsbereich vor allem im Internet viele Desperados, die Hoffnungen enttäuschen und Erwartungen wecken, die nicht der Realität entsprechen“, so Stickler.

Die Arztsuche geschieht heute großteils im Internet, die Mundpropaganda hat nachgelassen. Stickler sieht die Bewertungen auf den diversen Medizinportalen durchaus kritisch: „Bewertungen halten wir für ziemlich problematisch: Sie geben ein subjektives Bild und sagen wenig über die Qualifikation eines Arztes aus. Zusätzlich gibt es für die Betreiber außerdem ein gewisses Haftungsrisiko.“

Kooperation mit Herold Seit Anfang des Jahres kooperiert das Verlagshaus der Ärzte mit Herold und bietet begleitend zu arztsuche24.at Gesundheitsinformationen an: „Wir produzieren etwa das Gesundheitslexikon, bestehend aus 150 Krankheiten, wo wir, aufbauend auf den ‚EBM Guidelines‘, valide Information für Konsumenten in leicht verständlicher Form übersetzen. Wir bieten dem interessierten

Leser damit einen fundierten Überblick auf Basis wissenschaftlicher Absicherung.“ Einen Arztbesuch kann die Online-Konsultation allerdings auf keinen Fall ersetzen. Hohenberg freut sich über die Kooperation mit Herold: „Ich finde es sehr schön, dass wir auch mit arztsuche24.at einen Weg gefunden haben, um redaktionell auf uns aufmerksam zu machen. Ich hoffe, dass auch dieser Zugang Aufmerksamkeit für unser Medium Medizin populär generieren wird. Wir haben speziell für diese Kooperation mit Herold monatsspezifisch für ein breites Publikum relevante Themen gewählt und aufbereitet.“ Medizin populär hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Lesern gesundheitsrelevante Themen wissenschaftlich fundiert und für den Laien verständlich anzubieten; es ist sowohl in Print, online als E-Magazin sowie als App für Android und iOS verfügbar.

Studie Mediennutzung bei Mega-Events im Schnitt über vier Kanäle; auch Nicht-Sponsoren profitieren als Marke

Großereignisse: konvergente Mediennutzung Wien. Sportliche Großereignisse wie Olympische Spiele oder Fußballweltmeisterschaften beflügeln die konvergente Mediennutzung. Die Media-Agentur Mindshare zeigt in ihren „MindMinutes“ am Beispiel der Olympischen Winterspiele in Sotschi die Mediennutzung über im Schnitt vier Kanäle. Im allgemeinen Durchschnitt wurden die Olympischen Winterspiele über drei Kanäle verfolgt; bei den 15- bis 29-Jährigen waren es sogar bis zu vier verschiedene Kanäle. TV war dabei für 93% der Olympia-Fans das attraktivste Medium.

„Durch die mediale Inszenierung profitieren Marken mit dem größten Fit zum Wintersport in Kombination mit der MultiscreenNutzung“ verweist Sabine Auer, Business Planning Director Minds© medianet/Christian Mikes; APA/Hans Klaus Techt

Schladming belebte 2013 den ­heimischen Sport-Sponsormarkt.

Wien. „Unser primäres Ziel ist es, gesundheitliche Zusammenhänge, besonders auch die Vorsorge, mit immer neuen Methoden unter die Bevölkerung zu bringen“, meint Martin Stickler, Geschäftsführer des Verlagshauses der Ärzte. Im

„Durch die mediale Inszenierung profitieren Marken mit dem größten Fit zum Wintersport Sabine Auer, Mindshare, erforscht die Mediennutzung bei Mega-Events wie Sotschi.

Mediale „Trittbrettfahrer“ Online informierten sich über orf.at, Liveticker oder App 57% der 15- bis 59-Jährigen und zwei Drittel der 15- bis 29-Jährigen. Durchschnittlich konnten auf der Olympiaspecial-Seite von sport. ORF.at 3,4 Mio. Page-Impressions pro Tag verzeichnet werden. Im Allgemeinen haben zwei Drittel (64 %) der 15- bis 59-Jährigen die Winterspiele mitverfolgt. Bei

den 15- bis 29-Jährigen hatte vor Olympia zwar noch jeder Fünfte vor, die Spiele aus politischen Gründen zu boykottieren. Aber am Ende konnte sich auch der Großteil der Jüngeren für das Mega-Sportereignis begeistern – 60% haben schließlich zugesehen. Auch Marken ohne SponsoringVertrag profitieren von Sportereignissen: Über Testimonials gelingt es Marken, die nicht offiziell spon-

sern, medial vorn dabei zu sein. Unter den Top Ten im Zusammenhang mit den Winterspielen genannten Marken befindet sich mit Coca-Cola lediglich ein offizieller Sponsor. So verbinden die 15- bis 59-jährigen Befragten Ausstatter wie Atomic, Fischer und Head mit Sotschi. Aber auch Marken mit Testimonials aus dem Wintersport wie Raiffeisen und Uniqa werden mit den Winterspielen assoziiert.

in Kombination mit der Multiscreen-Nutzung“ Sabine Auer, Business ­Planning Director Mindshare und Studienleiterin

hare und Studienleiterin, auf die Konvergenz der Mediengattungen. „Das sind viele zusätzliche Kontakte, die der Kampagne hohe Awareness bringen.“ (red)


Freitag, 4. April 2014

Fa c ts & Ba c k gr o u n d s

medianet – 9

austro mechana vs. WKO Verwertungsgesellschaft widerlegt Befürchtungen der Wirtschaft – 39,5 Mio. € könnten mit Festplattenabgabe lukriert werden

Diskutieren statt reformieren? daniela lindner

Wien. Die Zeiten, in denen ausschließlich Audio- und VHSKassetten als Einnahmequellen für die Urheberrechtsabgabe reichten, sind lange vorbei. Seit den 80ern hat sich einiges getan: Der technische Fortschritt ging Hand in Hand mit einem veränderten Konsumentenverhalten und verlangte nach einer Reform, die digitale Medien berücksichtigt und CDs, DVDs, USB-Sticks oder MP3-Player miteinschließt. Die Erlöse der Verwertungsgesellschaften aus der PrivatkopieVergütung sind seit 2005 um mehr als 60% eingebrochen und geben Anlass zur Diskussion. Wie soll eine moderne Urheberrechtabgabe gestaltet werden? Welches Modell ist das bessere: Eine an den Kauf von Speichermedien geknüpfte Festplattenabgabe – die die austro mechana forciert und vor der die Wirtschaftskammer Österreich warnt – oder eine an die ORF-Gebühr gekoppelte Haushaltsabgabe, wie von Gegnern der Festplattenabgabe angedacht?

fünf Prozent ausmachen.“ Dadurch wären maximal 96 Arbeitsplätze bedroht, „was immer noch 96 Arbeitsplätze zu viel, aber weit entfernt von den kolportierten 2.000 wäre“. Auch die Einschätzungen der WKO von einem drohenden Umsatzrückgang von 15% hält sie für „nicht realistisch“. Problematisch wäre der psychologische Effekt, den eine Erhöhung der ORF-Gebühr erschwerend mit sich ziehen würde. „Staatliche Rundfunkgebühren sind ein sensibles und hochpolitisches Thema. Ich erachte es volkswirtschaftlich als nicht sinnvoll, das Einkommen von Kunstschaffenden von

politischen Diskussionen um die ORF-Gebühren abhängig zu machen“, so Streissler-Führer. Franz Medwenitsch, LSG-Geschäftsführer, hebt darüber hinaus hervor: „Die Festplattenabgabe steht im Einklang mit EU-Recht. Die Haushaltsabgabe wäre ein gesetzliches Experiment und ein fragwürdiger Alleingang Österreichs in der EU.“

Diskussionsprozesse „Österreich steht mitten im Diskussionsprozess um eine faire Abgeltung künstlerischer Leistungen. Dass schon jetzt eine Festplattenabgabe als einzig gangbarer Weg

dargestellt wird, ist nicht nur unrichtig, sondern auch manipulativ, vor allem deswegen, weil das Begutachtungsverfahren noch nicht einmal begonnen hat“, meint Tritscher; „bevor man sich auf eine Festplattenabgabe einlässt, sollten ernsthaft Alternativen wie ein Kulturbeitrag überlegt werden.“ Überlegt werden sollte laut Gernot Graninger, Geschäftsführer der austro mechana, gemeinsam: „Wir haben den Elektrohandel und die Geräteindustrie stets eingeladen, sich mit uns an den Verhandlungstisch zu setzen. Es macht mehr Sinn, zu verhandeln anstatt mit unfundierten Zahlen zu argumentieren.“

© AKM

Debatte über Urheberrechtsabgabe: Erlöse aus Smartphone-Verkäufen würden den Großteil beisteuern.

austro mechana-Geschäftsführer Gernot Graninger ruft zum Verhandlungstisch.

Nutznießer: 65.000 Künstler Konsens in der derzeit öffentlich geführten Debatte der austro mechana und der WKO zu einer modernisierten Urheberrechtsabgabe herrscht momentan nur in einem Punkt: Eine faire Vergütung für Kunstschaffende muss her – ein gerechter Ausgleich für Privatkopien von Bild- und Tonwerken an die Rechtinhaber sei deshalb eine Notwendigkeit. „Die Nutznießer der Abgabe sollen die 65.000 Kunstschaffenden in Österreich sein“, so Ökonomin Agnes Streissler-Führer, die im Auftrag der österreichischen Verwertungsgesellschaften ein volkswirtschaftliches Gutachten erstellt hat, das Klarheit in die undurchsichtige Situation bringen soll. Sie stellt die Festplatten- der Haushaltsabgabe gegenüber und analysiert: „Die von den Verwertungsgesellschaften vorgeschlagenen Tarife würden für die Kunstschaffenden insgesamt rund 39,5 Millionen Euro einbringen. Das Modell einer mit der ORF-Gebühr eingehobenen Haushaltsabgabe würde deutlich weniger Einnahmen luk-rieren und träfe fast jeden Haushalt – also auch Personen, die gar keine Festplatten oder Speichermedien besitzen.“ 11,6 Mio. € würde die Abgabe auf Festplatten ausmachen, 21,4 Mio. € auf Smartphone-Verkäufe, und weitere 6,4 Mio. € betragen Einnahmen aus der bestehenden Leerkassettenvergütung auf CD- und DVD-Rohlinge oder USB-Sticks. René Tritscher, Geschäftsführer der Bundessparte Handel der WKO, sieht das anders: „Dadurch wären sowohl Festplatten selbst als auch Produkte mit eingebauten Festplatten – etwa Handys, Tablets oder Laptops – in Österreich teurer als im Ausland. Ein solcher – quasi hausgemachter – Kaufkraftabfluss schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich und gefährdet heimische Arbeitsplätze.“ Die WKO warnte jüngst vor dem Verlust von rund 2.000 Arbeitsplätzen. Die Gutachterin kommt zu einem anderen Schluss: „Selbst unter der Annahme einer relativ hohen Preiselastizität von Festplatten dürften die Umsatzrückgänge höchstens

„Die Presse am Sonntag” ist fünf. Geburtstags-Abo: 5 Euro/Monat DiePresse.com/sonntagsabo

Wir schreiben seit 1848


m e di e n

10 – medianet

Freitag, 4. April 2014

Erweiterung Als Ergänzung zu Woman soll das neue Frauenmagazin ab 2015 sechs- bis zehnmal pro Jahr erscheinen

Neues Magazin „Woman Viva“, eine „Wundertüte mit Tiefgang“

© VerlagsgruppeNews (3)

Die Verlagsgruppe News präsentiert neues Frauenmagazin als Ergänzung zur bereits bestehenden Woman für Frauen ab 35.

inhaltlich sowie optisch nun auch eine komplett neue Aufbereitung. Als Zielgruppe peilt Woman Viva „Frauen ab Mitte dreißig“ an, so Frank. Die Druckauflage beträgt 50.000, davon mindestens verkaufen will man 25.000, so die ebenfalls anwesende Geschäftsführerin Sales und Lifestyle bei VGN, Gabriele Kindl.

Wien. Österreich hat seit gestern ein neues Frauenmagazin, gelauncht von der Verlagsgruppe News. Woman Viva, so der Name des neuen Titels, sei die „große, kleine Schwester“ der Woman, so Chefredakteurin Euke Frank bei der Vorab-Vorstellung des Titels vor heimischen Fachjournalisten. Längere, intensivere Text- und Fotostrecken, eine völlig neue Ressortstruktur – es gibt nämlich keine, sondern jeweils wechselnde Themenschwerpunkte für die einzelnen Hefte – und insgesamt eine Ergänzung im Bezug auf das bestehende Woman zeichnen das neue, 146 Seiten starke Magazin aus. Zum Auftakt setzt man etwa auf die Themen Körper, Freundschaft, Schlafen & Reisen. „Darum ranken sich dann die Geschichten; außerdem wird es in jedem Heft ein paar ungewöhnliche Momente geben, wie eine Wundertüte“, so Frank. Durch den Zuwachs erweitert das Magazin Woman nicht nur seine Leserschaft, sondern bietet

Dass man sich mit dem neuen Produkt selbst Konkurrenz machen werde, glauben die Heftmacher nicht“ „Woman Viva ist vielmehr ein Angebot für jene, die etwas Zusätzliches, Anderes, Ergänzendes suchen“, so Ekkehard Veser, Geschäftsführer VGN. Für heuer plant man noch zwei Ausgaben, und ab dem kommenden Jahr soll das Magazin bis zu zehn Mal erscheinen. Generell will man sich mit Woman Viva inhaltlich und optisch nicht nur von der erfolgreichen Schwester Woman unterscheiden, sondern sucht in der

Termine Mediaplanung

Wien. Das Forum Media Planung FMP bringt mit der diesjährigen FMP Academy nicht nur einen „Classic-Day“ sowie einen „OnlineDay“, sondern heuer erstmalig auch einen „Creative-Day“. Damit wolle man als Informationsangebot der steigenden Komplexität der Mediaund Kommunikationsplanung entgegnen. Die FMP-Workshops finden am 15. Mai (Classic), 12. Juni (Online) und 9. Oktober (Creative) statt. www.forummediaplanung.at

Keine Kannibalisierung

Machart generell eine Abgrenzung zu den klassischen Frauenmagazinen, die es in Österreich gibt. Apropos Abgrenzung: „Die Idee zu Woman Viva ist nicht erst vor ein paar Monaten entstanden, wir haben schon länger darüber nachgedacht“, betonte Frank, der zufolge das Erscheinen von Woman Viva nicht in Zusammenhang mit dem „Bundesländerinnen“-Magazinring von Moser Holding und Styria Media Group stehe. Dieser hatte jüngst wienlive look! von Woman-Gründerin Uschi FellnerPöttler auf den Markt gebracht. Mit Woman Viva wolle man übrigens durchaus eine Botschaft transportieren, so Frank. Denn, nach dem großen Vorbild der Brigitte, werde auch bei Woman Viva ein echtes und vor allem natürliches Frauenbild verfolgt. Photoshop und Modelmaße seien hier fehl am Platz, denn man möchte „echte Frauen in echten Lebenslagen“ zeigen. So gibt es bereits in der ersten Ausgabe eine lange Fotostrecke unter dem Titel „Ich bin schön“, in der Frauen, ganz natür-

Ekkehard Veser, Euke Frank und Gabriele Kindl stellten Woman Viva vor.

lich und ohne Voyourismus einfach nur nackt abgelichtet wurden, so wie sie sind – ohne viel PhotoshopManipulationen, künstliches Licht und großartige Sets. Verbreitet wird Woman Viva über insgesamt 7.442 Vertriebsstellen in ganz Österreich, darunter auch bei Spar und Billa. Um diese Lerserinnen auch zu erreichen, investiert der Verlag rund 300.000 € in eine breit angelegte Werbekampagne. Apropos Werbung: Die selbstgesteckte Vorgabe, 25% Anzeigen im Magazin zu haben, sei übertroffen

worden, so Kindl. Entsprechend ihre Kampfansage an die Marktbegleiter: „Wir werden dem einen oder anderen Marktbegleiter das Leben noch einmal ein bisschen schwerer machen.“ Noch seien es österreichische Anzeigen-Kunden, demnächst sollen aber auch internationale Marken hinzukommen, so Veser. Und diesen komme es vor allem auf ein stimmiges Umfeld für ihre Anzeigen an und dieses sei oft wichtiger als etwa Reichweiten und Verkaufszahlen, so der VGNGeschäftsführer.

TV Saubere Energie mit Stermann & Grissemann

Etat Grothusen AV

Etat Neupositionierung

Wien. Im neuen TV-Spot von Verbund zeigen die beiden Kabarettisten und Rundfunk-Stars Stermann und Grissemann, wie einfach es ist, nachhaltig und klimafreundlich unterwegs zu sein. Verbund setzt damit ein aktuelles Thema, dessen man sich schon seit Jahren annimmt, auf die Agenda: saubere E-Mobilität. Gemeinsam mit Smatrics entsteht derzeit ein österreichweites Ladenetz, das jedem die Chance

Wien. Grothusen Audio Video Vertrieb beauftragt MarkenStern mit der strategischen Markenführung und PR für die neue KopfhörerDesignlinie „Momentum“ sowie für die gesamte Consumer AudioProduktlinie von Sennheiser. „Nach ausführlichem Agenturscreening haben wir uns entschlossen, die Betreuung unserer Lifestyle-Marke in die Hände von MarkenStern zu legen“, so Alexander Kränkl, Managing Director Grothusen AV.

Wien. IP Österreich, der Vermarkter der TV-Sender RTL, RTL2, Super RTL, Vox und sky sowie deren Online-Plattformen, hat sich für die Zusammenarbeit mit den Goldenen Hirschen Wien entschlossen. Es folgt eine Neupositionierung auf Basis eines von den Hirschen standardisierten Workshops-Prozess – strategisch wie kreativ. Zum Goldenen Hirschen Wien ist ab sofort Leadagentur für alle kommunikativen Maßnahmen.

Doris Ragetté, Vortragende beim „Classic Day“ des Forum Media Planung.

Verbund-Testimonials: Stermann und Grissemann, realisiert von TBWA\Wien.

MarkenStern

gibt, so klimafreundlich wie Stermann und Grissemann unterwegs zu sein. Irene Sagmeister, Geschäftsführerin der betreuenden Agentur TBWA: „Wir freuen uns, wie vielfältig sich die Geschichten rund um Stermann & Grissemann entwickeln. Sogar innovative Themen lassen sich ganz leicht konsumierbar kommunizieren. Fortsetzung folgt!“ Für die Leiterin der VerbundKommunikation, Beate McGinn, ist dieses Thema eine wichtige Innovation: „Sauberer Strom für zu Hause sollte für alle selbstverständlich sein. Den Strom dazu liefert Verbund, und zwar aus 100% österreichischer Wasserkraft.“ (red) Credits: Auftraggeber Verbund; Beate McGinn, Heinz Schmid Agentur TBWA\Wien GF Irene Sagmeister ED Iliana Gehart KB Lena Witzany, Barbara Brugger-Buchmann CD Gerda Reichl-Schebesta, Bernhard Grafl AD Maik Wollrab Text Christina Niederdorfer Grafik Zoi Samara Filmproduktion Jerks Regie Andreas Prochaska Kamera Andreas Berger Online Screenagers Mediaplanung Vizeum.

© Sennheiser/C. Steinbrenner

© RMS

© TBWA\Wien

FMP-Workshops TBWA setzt Verbund-Spots fort

IP mit Hirschen

© IP Österreich

dinko fejzuli

© VGN/Matthias Obergruber

Woman Viva: hochwertiges Papier, gänzlich andere Typo als Woman, lange Fotostrecken und tiefer gehende, längere Texte.

Alice Nilsson (MarkenStern) und ­Alexander Kränkl, Grothusen AV.

IP Österreich-Geschäftsführer Walter Zinggl setzt auf die Goldenen Hirschen.


M a r k e ti n g & M e di e n

Freitag, 4. April 2014

medianet – 11

Kampagne Wiener Städtische mit Demner, Merlicek & Bergmann zeigt sich als verlässlicher Partner – selbst im Affenzirkus

short

Versicherung: kein Zirkus

W24 rückt Europa in den Mittelpunkt Wien. Im Rahmen der EU-Wahl am 25. Mai 2014 stellt der Stadtsender W24 die Europapolitik in den Mittelpunkt und möchte Aufgaben und Tätigkeiten des Europäischen Parlaments veranschaulichen und im Bewusstsein verankern. Durch prominent besetzte Diskussionsrunden, Reportagen und Info-Beiträge in „Guten Abend Wien“ werden wichtige Themen der Europapolitik rund um Daseinsvorsorge, Gesundheit, Soziales, Sicherheit, Finanzen u.a. aufgegriffen.

Humorvoller Zugang mit ausrangierten Zirkuszelten, einer Horde Makaken und stillgelegter Autobahn. dieser drei kleinen Sätze liegen vermutlich auch in der Wahrheit, die in ihnen steckt. „1. Kommt es anders. 2. Als man denkt“ trifft nunmal oft zu, somit wäre es doch

Jürgen Hofer

Wien. Ein Affenzirkus mit den Zirkus-Affen: Die Wiener Städtische setzt in der Kommunikation ihrer Kfz-Versicherung auf eine Brise Humor, realisiert wurde die neue Kampagne von Demner, Merlicek & Bergmann. Die Kernaussage des neuen Spots: Was auch immer passiert, die Wiener Städtische ist für ihre Kunden da. So zeigt die neue Kampagne Zirkus-Affen, die sich nächtens mit einem Auto aus dem Staub machen. Im Schlepptau: Der dazugehörige Zirkus-Wohnwagen mit einem schlafenden Artisten, der das Unglück zu spät und mitten auf der Autobahn bemerkt.

„Wir wählen gern einen humorvollen Kommunikationsauftritt, da ein Schmunzler unserer Meinung nach immer der ‚leichtere Ge-

© DM&B

Sabine Weiss, werbeleiterin wiener Städtische

Wiener Städtische mit D,M&B unter Regisseur Sven Super und PPM Films.

gne zur Kfz-Versicherung von der Agentur Demner, Merlicek & Bergmann, die die Wiener Städtische seit gut einem Jahr wieder betreut – bereits von 2000 bis 2008 waren die Kreativen aus der Lehargasse ja für den Werbeauftritt verantwortlich gewesen. Umgesetzt wurde der Spot dann unter der Regie von Sven Super und der Wiener Filmproduktionsfirma PPM Films – produziert mit ausrangierten Zirkuszelten, „tierlieb behandelten

Makaken“, wie man in einer Aussendung extra betonte, Stuntmen, die unter dem Affen im Auto am Steuer saßen, und einer stillgelegten Autobahn in der Nähe von Budapest. Weiteres Kernelement des Spots ist die Binsenweisheit „1. Kommt es anders. 2. Als man denkt“, ergänzt durch den Zusatz „3. KfzVersicherung“. Sabine Weiss zu den dahinterliegenden Überlegungen: „Die Kraft und Wirkung

besonders beruhigend, ein Drittens zu haben, das einem die Sorgen abnimmt. Dieses Drittens möchte die Wiener Städtische für ihre Kunden sein.“ Zugleich betonte die Wiener Städtische-Werbeleiterin, dass der Unternehmensslogan „Ihre Sorgen möchten wir haben“ weiterhin besteht „und wir dieses Markenversprechen in unserer neuen Werbelinie mit dem Kampagenmotto ‚1. Kommt es anders. 2. Als man denkt‘ verdeutlichen.“

*lt MA 2013

DA SCHAU HER: 1.304.000 NETTOKONTAKTE*

Von diesen Netto-Reichweiten können andere nur träumen: INFOSCREEN informiert und unterhält mit seinem Programm wöchentlich 1.304.000* Österreicherinnen und Österreicher in der U-Bahn, in der Straßenbahn und im Bus. Mit 88 interessanten Programmformaten und viel guter Werbung. Mehr Infos unter www.infoscreen.at

Jetzt neu als APP. Gratis Download unter:

© Franz Helmreich

sprächseinstieg‘ ist.“

Leichter mit Schmunzler Um das Thema Kfz-Versicherungen den Kunden näherzubringen, wählte die Wiener Städtische bewusst einen humorvollen Zugang, wie Wiener Städtische-Werbeleiterin Sabine Weiss gegenüber medianet erläutert: „Wenn möglich, wählen wir gern einen humorvollen Kommunikationsauftritt, da ein Schmunzler unserer Meinung nach immer der ‚leichtere Gesprächseinstieg‘ ist, und für die komplexen Themen und die Vermittlung von Informationen haben wir ohnehin unsere kompetenten Versicherungsberater.“ Realisiert wurde die Kampa-

Hofstätter verstärkt OmniMedia-Team

Petra Hofstätter wechselt von OMD zur OmniMedia, media.at-Gruppe.

Wien. Petra Hofstätter wechselt mit April 2014 zur media.atAgenturgruppe und wird das Führungsteam der OmniMedia im Bereich Kundengruppenleitung erweitern. Hofstätter war zuletzt als Client Service Director bei OMD für Kunden wie McDonald’s, Renault/Dacia, Sony Pictures tätig. (red)


12 – medianet

m e d i e n / a ge n tu r en

Freitag, 4. April 2014

Vorstandswahlen im Ethik-Rat „Gesellschaft zur Selbstkontrolle der Werbewirtschaft“ ist Trägerverein des Österreichischen Werberats

Wahl: Österreichischer Werberat

© ÖWR/Katharina Schiffl

Der ÖWR hat einen (zum Teil) neuen Vorstand – Präsident bleibt M. Straberger.

Der neu zusammengesetzte Werberat und sein Präsident Michael Straberger (Mitte).

Wien. Im Rahmen der außerordentlichen Generalversammlung des Vereins „Gesellschaft zur Selbstkontrolle der Werbewirtschaft“, Trägerverein des Österreichischen Werberats, wurde statutengemäß der neue Vorstand gewählt. Im Zuge dessen wurde Präsident Michael Straberger (Dialog Marketing Verband Österreich) einstimmig für weitere drei Jahre bestätigt. Er wird künftig von den bisherigen Vizepräsidenten Roswitha Hasslinger und Thomas Prantner (ORF) sowie der neu gewählten Vizepräsidentin Felicitas Moser (VÖZ) unterstützt.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen, welches mir die ordentlichen Mitglieder nach sieben Jahren Arbeit für die Selbstregulierung der Österreichischen Werbewirtschaft entgegengebracht haben. Sowohl meine Wiederwahl als auch mein Wahlvorschlag wurden in dieser Form einstimmig beschlossen“, erklärt ÖWR-Präsident Michael Straberger. „Besonders erfreulich ist auch, dass sich bis auf Gerald Grünberger alle bisherigen Vorstandsmitglieder sofort zu einer weiteren gemeinsamen Arbeit bereit erklärt haben. Gemeinsam mit unseren neuen Mitgliedern können nun die

Initiativen für die kommenden drei Jahre gestartet werden.“ „Besonderer Dank gilt dem scheidenden Vizepräsidenten Gerald Grünberger für sechs Jahre intensivste Unterstützung. Viele unserer Initiativen wären ohne ihn nicht möglich gewesen. Mit der VÖZEntsendung von Felicitas Moser gewinnen wir aber eine junge und starke Stimme für unsere Organisation“, so Michael Straberger. Ebenfalls neu im Vorstand begrüßt der Österreichische Werberat Roland Weissmann, ORF Chefproducer Fernsehen. „Ein großer Vertrauensbeweis des ORF an den Werberat“, so Straberger; „mit Roland Weissmann haben wir einen erfahrenen Medienexperten mit an Bord, der bereits als amtierender Werberat sehr aktiv an Entscheidungsprozessen mitarbeitete.“

3. Periode für Straberger „Als Servicepartner der Werbewirtschaft greifen wir auch brisante Themen rund um Werbe-Ethik, aber auch rund um drohende Werbebeschränkungen auf und erarbeiten gemeinsam mit unseren Partnern aus der Wirtschaft neue Standards. Dadurch sind wir mittlerweile anerkannte Gesprächs- und Umsetzungspartner für die Entwicklung von ethisch moralischen Spielregeln für die gesamte Werbeindustrie“, erklärt der ÖWR-Präsident. Mittel- und langfristig liegt der Schwerpunkt vor allem in einer Intensivierung der Information zur breiten Durchdringung des laufend adaptierten Ethik-Kodex. „Durch die gewichtige Besetzung im Trägerverein und den intensiven Erfahrungsaustausch unter unseren Vorstandsmitgliedern kämpfen wir an vorderster Front für eine Selbstregulierung der Werbebranche.“ Und der ÖWR-Präsident weiter: „In kleinen, effizient arbeitenden Arbeitskreisen bereiten wir im kommenden Jahr Lösungen für die Bereiche Online und Neue Medien; exemplarisch dafür kann die ÖWR-Initiative rund um Werbung auf illegalen Online-Seiten genannt werden, die Umsetzung von richtungsweisenden Initiativen gegen gesundheitsgefährdende Kommunikationsmaßnahmen wie das Retusche-Barometer, die Etablierung von Ausbildungsstandards, Analysen von Werberezension und nicht zuletzt die Fokussierung auf die junge Generation – sowohl als Werberezipienten als auch in ihrer Verantwortung als Werbemacher“, so Michael Straberger über das Arbeitsprogramm seiner dritten Amtsperiode. (red)

ÖWR-Vorstand Präsident Michael Straberger (DVMÖ) Vizepräsidenten Roswitha Hasslinger & Thomas Prantner (ORF) Felicitas Moser (VÖZ) Weitere Vorstandsmitglieder Dieter Henrich (VRM), Michael Graf (VÖP), Angelika Sery-Froschauer (Fachverband Werbung & Marktkommunikation), Ernst Klicka (Österreichischer Verband der Markenartikelindustrie), Wolfgang Pichler (Österreichischer Zeitschriftenverband), Martina Hörmer (IAA), Peter Lammerhuber (IG Media-Agenturen), Martina Zadina (IAB), Werner Müller (Fachverband Film- und Musikindustrie), Markus Deutsch (Vize-Präsident des Europäischen Dachverbands EASA) und Roland Weissmann (ORF)


montfort werbung – starke leistung für unsere kunden

Direct Marketing – 3,5 Mio. in 22 Sprachen und 72 Ländern der Welt pro Jahr.

Strategisches Marketing » Kreation Branding CI- / CD-Entwicklung Dokumentationen / Manuals Broschüren

DMG MORI Journal

» Direct Marketing Anzeigenkampagnen

kunde: DMG MORI

Klassische Werbung

ausführung: 475.000 Stück in 15 Sprachen und 14 Versionen

Mitarbeiter-Kommunikation New Media Eventmarketing Logistik Finanzkommunikation

Klaus (A) | Ruggell (FL) | Chicago (USA) | Shanghai (CN) Oberes Ried 13 | 6833 Klaus | Österreich | T +43 (0)5523 53 940 B2B@montfortwerbung.com | www.montfortwerbung.com

042014_Anz_271x417.indd 1

01.04.14 17:25


Bi z-ta l k C LA S SI C

14 – medianet

Freitag, 4. April 2014

Gastkommentar I Zertifizierung kein Ausschlusskriterium

Qualität, nicht Größe

kompetenzenförderung

Gütesiegel Verstärkte und standardisierte Qualitätssicherung ist in allen Branchen und Geschäftsbereichen eine wünschenswerte Entwicklung hin zu mehr Professionalität. Vergangene Woche stellte hierzulande der PRVA das neue „Österreichische PR Gütesiegel“ vor – auf den ersten Blick ein richtiger Schritt zu mehr Qualitätsorientierung. Auf den zweiten Blick allerdings ein potenzielles Knock-out-Kriterium für Einzelberater und EPUs der PR-Branche. So würde laut PRVA die neue Zertifizierung, je nach Unternehmensgröße, 2.500 Euro und mehr kosten. Für viele Einzelberater in Österreich ein unverhältnismäßig hoher finanzieller Aufwand und in weiterer Folge ein drohendes Ausschlusskriterium von Etat-Ausschreibungen, sollte das Gütesiegel in der aktuellen Form für Auftraggeber zur Bedingung von Etatvergaben werden.

Einseitige Benachteiligungen ablehnen

© Christoph Breneis

1

2

So sehr wir als Fachgruppe Qualitätssicherungsmaßnahmen begrüßen, so sehr lehnen wir einseitige Benachteiligungen ab, besonders gegenüber der stark wachsenden Zahl an EPUs in Österreich. Der freie, faire und leistbare Zugang muss gegeben sein und darf keine Marktteilnehmer durch finanzielle Hürden diskriminieren. Der PRVA hat bereits reagiert und eine eigene, kostengünstigere Zertifizierung für PR-Einzelberater und -Experten angekündigt. Ich bin zuversichtlich, dass wir bei einem gemeinsamen Gespräch eine für alle Agenturen, EPUs und Einzelberater aus der PR-Branche akzeptable und praktikable Lösung finden werden.

3

1. Die zahlreichen Interessierten lauschen dem Vortrag von Diversity-Marketing-Experten Manuel Bräuhofer; 2. Pia Schmidecker-Kraill (Österreichische Marketing Gesellschaft) und Klement Cabana (styria digital one); 3. Peter Drobil (Werbeleiter Bank Austria) mit Fritz Mühlbek (Verkaufsleiter Kleine Zeitung).

„brainworker“-CEO Manuel Bräuhofer kam, sah und zielte

Birgit Kraft-Kinz, Obfrau der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien.

ÖMG lud zum Vortrag Zielgruppenorientiert Das Wissen um die Zielgruppe ist entscheidend für den Erfolg. Wer wüsste das so gut wie Manuel Bräuhofer, CEO der Diversity-Marketing-Agentur brainworker und führender Experte im Bereich Ethnomarketing und interkulturelle Kompetenz? Der Spezialist tat deshalb sein Bestes, um sein Wissen zur Erschließung neuer Kundengruppen in seinem Vortrag im Imperial Riding School Renaissance Hotel zu vermitteln und brachte den zahlreichen Zuhörern näher, wie die aus der Historie entstandenen Strukturen der Migranten-Communities in Österreich zu nutzen sind. Der Einladung der Österreichischen Marketing Gesellschaft zu der lehrreichen Präsentation folgten: Christine Grünwald (Kurier), Fritz Mühlbek (Kleine Zeitung), Walter Ringsmuth (Mediaprint), Franz Kaiser (Kaiser communications), Alke Sulimma (GfK Austria) und Patrick Moser (Uppernetwork). Der Vorstand der ÖMG war durch Peter Drobil (Bank Austria), Vizepräsidentin Gabriele Stanek (echo medienhaus) und Klement Cabana (styria digital one) vertreten. (red)

© Peter Svec

brain­workerCEO Manuel Bräuhofer bei seiner Präsen­ tation.

Gastkommentar II PR-Qualität sichtbar machen

Chance für Branche PR-Gütezeichen Lange Zeit haben Negativthemen und sogenannte PRund Lobbying-Skandale die PR-Branche dominiert. Viele Auftraggeber sind beim Engagement von PR-Dienstleistern verunsichert. „Wer sind seriöse und hochwertige Anbieter? Wie kann man sie erkennen?“ Das neue Österreichische PR-Gütezeichen gibt eine Antwort darauf. Es macht Qualität sichtbar. Denn jene, die den anspruchsvollen Zertifizierungsprozess absolvieren, sind nicht nur strengen ethischen Standards verpflichtet, sie arbeiten auch nachweislich besser und effizienter als zuvor. Auftraggeber erhalten mit dem Gütezeichen Sicherheit und eine zusätzliche Bewertungshilfe. Davon können und sollen alle qualitätsorientierten Anbieter am PR-Markt profitieren – egal ob groß oder klein.

Erfolg versprechendes System tipp des tages

© Blessing Verlag

ab E UR 79,p. P. ink l. 2-TA G E S T IC K E T

HHH

LEGOLAND® DEUTSCHLAND - HIER IST DAS ABENTEUER! Wo Kinderträume wahr werden: übernachten Sie mit Komfort in unserem Hotel in unmittelbarer Nähe zum Legoland® Deutschland. Tolle Angebote für Familien finden Sie auf unserer Website. Mehr auf: www.vi-hotels.com/arcadia-guenzburg

Nichts für Anfänger Jim Finnegan wächst als jüngstes Mitglied einer achtköpfigen Familie in Irland auf. Sein Vater ist permanent überfordert und seine strenggläubige Mutter schickt ihren Sohn in die Kirche, wo er regelmäßig von Pfarrer O‘Culigeen vergewaltigt wird. Jim erzählt jedoch auch von den schönen Dingen in seinem Leben, wie Saidhbh, ein Mädchen in das er sich verliebt hat. 19,99 €, Karl Blessing Verlag, ISBN-13: 978-389667494-4.

Neben den Kriterien zur Überprüfung der Planungs- und Arbeitsprozesse in Agenturen und PR-Abteilungen wird in Kürze – wie schon zum Projektstart angekündigt – auch eine spezielle Qualitätszertifizierung für Einzelberater vorgestellt; eine Ausbildung für PR-Qualitätsmanager ist ebenso in Vorbereitung. PRVA und PR Quality Austria schaffen damit ein ambitioniertes, aber erfolgversprechendes Gesamtsystem. Das belegt das große Interesse am Gütezeichen und dass sich nun auch Interessensvertretungen zu Anliegen der Jürgen H. PR-Branche äußern, deren Gangoly, VorEngagement lange verstandsmitglied misst wurde. ;-) PR Quality Austria/PRVA.

Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor. © Skills Group/www.reneedelmissier.com

O P E R AT E D B Y


retail medianet

Der belgische Händler Delhaize verkauft 39 Filialen in Bosnien

Seite 18

Freitag, 4. April 2014 – 15

Männerwahn

Nivea Men Sport ­After Shave Fluid, Polar RC3, Fewa ReNew+ Color, Black und White und Bierkisten zum Sitzen. Seite 19

ausgebaut

Schöne Ausblicke

Kingfisher will in Frankreich den Konkurrenten Mr Bricolage übernehmen Seite 18

Barbara Hanel ist neue Direktorin für das Key Account bei L’Oréal

© L’Oréal

abschied

© Kingfisher

© Delhaize Group

© Beiersdorf

inside your business. today.

Seite 20

Produkte für die Kleinen: Wer hat die Nase vorn?

© APA/Herbert Pfarrhofer

short

© Natalie Oberhollenzer

© APA/dpa/Frank Rumpenhorst

Gescheitert bauMax zieht sich nunmehr fix aus der Türkei zurück und schließt dort seine sieben Filialen, wie Gründer Karlheinz Essl (Bild) mitteilt. Für bauMax in Österreich will Essl „keine Job-, aber eine Standortgarantie geben“. Ob weitere Standorte in Osteuropa geschlossen werden, bleibt offen. Seite 17

Flieg, Maja, flieg! Anlässlich der von Global 2000 initiierten Bienenkonferenz, die derzeit in Wien stattfindet, startete bellaflora die Aktion Hummelflug, bei der zweibeinige Bienen durch die Stadt schwirrten. Message: Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind eine Gefahr auch für die heimische Bienenwelt. Seite 18

Windeln, Brei und Schnuller Ein Jahr lang hat Veronika Piller, Mutter des zweijährigen Marius (Bild) recherchiert, mit welchen Babyangeboten Supermärkte und Drogerien in Wien zu punkten versuchen. Seite 16

Computerhändler offline Die Suche nach dem Investor blieb vorerst ergebnislos

Wien. Der Computerhändler DiTech hat die Sanierung nicht geschafft, ein Investor konnte nicht gefunden werden. Zum Fortbetrieb wären rund 9 Mio. € notwendig gewesen, sagte Insolvenzverwalter Günther Hödl gestern, Donnerstag, zur APA. Das Unternehmen wird somit liquidiert. „Der Abverkauf des Lagers folgt ab sofort, die Filialen werden sukzessive geschlossen“, so Hödl. 250 Beschäftigte verlieren ihren Job. DiTech verhandelte nach eigenen Angaben mit einer österreichischen Investorengruppe. Um den Namen wurde jedoch ein großes

© DiTech

DiTech geht doch in Konkurs

Computerhändler DiTech schließt nun die Pforten – kein Investor griffbereit.

Geheimnis gemacht, selbst Masseverwalter Hödl weiß nicht, wer Teil des Konsortiums war. Die Skepsis ob des vermeintlichen Retters war deshalb in der Branche groß. DiTech verfügt in Österreich über 22 Filialen, einige davon seien bereits vergangene Woche geschlossen worden, so Hödl. Da das Unternehmen praktisch über kein Vermögen verfügt, rechnet der Masseverwalter mit einer „sehr geringen Quote“. Die im Sanierungsverfahren angebotenen 20 % würden „mit Sicherheit nicht erreicht“. (APA)

PT_AZ_106x85_Medianet_new2014_v2.indd 2

14.03.14 11:38


ti te l stor y

Freitag, 4. April 2014

© Natalie Oberhollenzer

16 – medianet retail

genau h ingesch aut

Im Vergleich Bipa lockt preisbewusste Mütter mit Baby Days in die Filialen, dm kann mit breitem Angebot punkten

Bipa gewinnt bei Aktionen, dm ist beim Angebot vorn

Veronika Piller Die Wienerin und Mutter eines zweijährigen Sohnes macht sich die Mühe und vergleicht Angebote und Preise bei den Babysachen. Bei Billa geht sie öfters einkaufen, weil er der nächstgelegenste Super­markt ist. Für den Baby-Großeinkauf fährt sie extra zu Müller.

Müller im Gesamtpaket die Nummer 1, Diskonter Hofer reüssiert mit bester Eigenmarkenwindel. natalie oberhollenzer

Wien. Veronika Piller, 35 Jahre alt, wohnhaft in Wien Alsergrund, hatte ein Problem: Als ihr Sohn Marius vor knapp zwei Jahren zur Welt kam, wollte sie ihn wie jede Mutter optimal ernähren – und war dabei komplett überfordert vom riesigen Angebot an Babynahrung und -zubehör. Die vielen gut gemeinten Ratschläge von Familie und Bekannten verwirrten sie nur noch mehr. Sie wollte selbst dahinterkommen. Sie wollte herausfinden, wo sie jene Produkte, die der Kleine am besten essen sollte, am bequemsten und günstigsten

herbekam. „Ich war zu Beginn sehr verunsichert, weil es gibt ja so viele Anbieter“, erinnert sich Piller. Bald fiel ihr auf, dass sich die meisten Lebensmittelketten und Drogeriemärkte mit speziellen Angeboten und Aktionen an die Mütter wandten.

Mama-Magnet Baby Days Etwa der Rewe-Drogist Bipa, der Piller als erstes einfällt, wenn es um Aktionen geht. Jeden ersten Montag, Dienstag und Mittwoch im Monat offeriert der Händler 25 Prozent Rabatt auf ein Gros aller Baby­p rodukte –

­ orausgesetzt, die Mutter meldet v sich für den Babyclub an (und gibt der Rewe dadurch wertvolle Daten über ihr Einkaufsverhalten weiter). „Fast alle Mütter, die ich kenne, nutzen die ‚Baby Days‘, weil man wirklich eine Menge sparen kann“, so Piller. Der direkteste Mitbewerber dm punkte dagegen mit einem noch breiteren Angebot: „Dort gibt es mehr Bioprodukte und mehr für Kinder mit Lebensmittelunverträglichkeiten.“ Ein weiteres Zuckerl: In den Friseursalons der Drogeriekette werden den Kleinen bis zu ihrem dritten Lebensjahr kostenlos die Haare geschnitten.

Am „genialsten“ findet sie jedoch den Drogeriemarkt Müller: „Der hat zwar kein so engmaschiges Filialnetz wie die beiden anderen. Aber hin und wieder, wenn ich Großeinkäufe machen möchte, fahre ich dort extra hin.“ Ein Pluspunkt für Müller ist außerdem das riesige Angebot an Spielsachen.

Billa: gute Aktionen Die rotgelbe Supermarkt-Kette Billa habe Piller zufolge mitunter ganz gute Aktionen. Manch anderes Produkt wiederum findet sie leicht überteuert. Den Hauptkonkurrenten Spar bringt sie indes nicht mit Babysachen in Verbindung. „Der Gourmet-Spar bei mir in der Nähe ist auf andere Produkte spezialisiert.“ Anders ist es mit Interspar und Eurospar, Formate, die jedoch in der Bundeshauptstadt nicht flächendeckend vertreten sind.

© www.billa.at

Hofer: stressig, aber billig

Ein Angry Bird in der Tasche ist besser als eine Taube auf dem Dach: Als die Supermarktkette Billa die Sammelaktion mit den Angry Birds-Plüschtierchen startete, gingen viele Kinder plötzlich gern einkaufen.

In den Diskontern kauft Piller hin und wieder ein. Der Branchenprimus Hofer habe „wirklich sehr gute und zugleich preiswerte“ Windeln im Angebot, die besten aller Eigenmarkenwindeln. Außerdem findet sie dort günstige Babybekleidung und Spielzeug. „Wenn ich schon mal dort bin, mache ich dann gleich einen Großeinkauf und wundere mich, für wie wenig Geld man ein paar Sackerln voller Produkte bekommt.“ Das Minus: „Hingehen kann ich nur

ohne mein Kind; der Einkauf dort ist viel stressiger als bei Bipa, dm oder Billa. Die Mitarbeiter in den Drogeriemärkten sind überaus kinderfreundlich. Im Diskonter habe ich diesen Eindruck weniger. Die Angestellten dort haben keine Zeit, sich um solche Dinge zu kümmern.“ Aufgefallen ist ihr außerdem, dass schon etwas ältere Kinder wegen der Angry Birds extrem gern zum Billa gehen. Die Sammelaktion, bei der es bis Jänner ab einer gewissen Punktezahl schräge Gratis-Plüschvögel zu ergattern gab, sorge dafür, dass Kinder den Händler schon im frühen Alter zu mögen beginnen. Sie selbst, Lehrerin von Beruf, verweigere solche Aktionen jedoch gezielt.

facts Die Top 5 Einkaufsstätten für Mamas & Babies* und deren Pluspunkte 1. dm Gute Filialpräsenz, umfangreiches Babysortiment, genügend Produkte in Bioqualität und für Allergiker, sehr kinderfreundliches Personal, gratis Haarschnitte für Kinder unter drei Jahren 2. Müller Größtes Babysortiment, Marken, die es in den anderen Handelsketten nicht gibt, geräumige Spielwarenabteilung 3. Bipa Baby Days zu Monatsbeginn mit Rabatten von -25 Prozent 4. Billa Oftmals Babyprodukte in Aktion 5. Hofer Beste Eigenmarkenwindel, preiswerte Babybekleidung und Spielsachen * Ranking nach ca. einjähriger Testphase von Veronika Piller erstellt.


R e ta i l & Ou tl e ts

Freitag, 4. April 2014

medianet retail – 17

bauMax Die sieben Filialen in der Türkei werden definitiv geschlossen, weitere Filialschließungen in Osteuropa sind durchaus noch möglich

Rückzug in kleinen Schritten Klosterneuburg. Die schwer angeschlagene Baumarktkette bauMax zieht sich fix aus der Türkei zurück und schließt dort ihre sieben Filialen. Auch die Trennung von weiteren Tochtergesellschaften in Osteuropa steht im Raum, hierbei soll es sich um jene in Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Slowenien handeln. Demnach sollen sämtliche Gesellschaften liquidiert, die Vermögenswerte verkauft und damit teilweise die Verbindlichkeiten getilgt werden.

Keine Jobgarantie

bauMax rund 4.000 Mitarbeiter an 66 Standorten, in Osteuropa und der Türkei hat die Baumarktkette insgesamt rund 5.000 Mitarbeiter.

Gläubiger und Versicherer Die Verhandlungen dürften kompliziert werden: Über 30 Gläubigerbanken, Kreditversicherer und Leasinggesellschaften müssen dem Sanierungsplan zustimmen. bauMax soll allein rund 600 Mio. € den drei österreichischen Banken Raffeisen, Bank Austria und Erste Bank schulden. Der Gesamtschuldenstand liegt bei rund einer Mrd. €, davon 350 Mio. € Betriebsmittel-

kredite und 650 Mio. € besicherte Immobilienkredite. Die Banken drängen auf einen strategischen Investor und einen weiteren finanziellen Beitrag von Firmengründer Karlheinz Essl. Dieser wiederum will keinen strategischen Investor, bevor nicht eine Restruktierung erfolgt ist.

1. Quartal „sehr gut“ bauMax will diese Restrukturierung gemeinsam mit seinen Gläubigern bis 2016 stemmen. Bis dahin soll die Baumarktkette laut Essl wieder aus der Verlustzone kommen. Laut Unternehmensangaben

soll sich der Umsatz von bauMax in Österreich und den angrenzenden Nachbarstaaten im ersten Quartal „sehr gut“ entwickelt haben. In Österreich, Tschechien und der Slowakei seien „im März zweistellige Umsatzsteigerungen und Ergebnisverbesserungen“ erzielt worden. „Dies gibt uns Rückenwind für die weiteren Schritte in der Restrukturierung; darüber hinaus werden wir im April mit unserer neuen Markenkommunikation durchstarten und vor dem Sommer unseren neuen Webshop zum Laufen bringen“, so bauMaxChef Michael Hürter in einer Aussendung. (APA)

© APA/Herbert Pfarrhofer

Gesamtschuldenstand liegt bei rund einer Milliarde Euro; strategischer Investor wird gewünscht.

Karlheinz Essl ist in Sachen bauMax aktuell omnipräsent in der Medienszene.

Die Standorte in Österreich sollen trotz der vielfältigen Diskussionen rund um die Zahlungsunfähigkeit sicher sein. bauMaxGründer Karlheinz Essl will für Österreich demnach zwar „keine Job-, aber eine Standortgarantie geben“. In Österreich beschäftigt

3e AG 523 Mio. € Umsatz

Linz/Wels. Die 3e-Gruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr in Österreich einen Umsatz von 402 Mio. €. Dies entspricht einem Minus von 2,6% gegenüber dem Vorjahr: „Gerade der Blick in die Zukunft stimmt uns dabei zuversichtlich. Ich denke, dass uns unser Serviceund Beratungsangebot deutliche Vorteile gegenüber den überdimensionierten Großflächen verschafft“, betont Vorstand Günther Pacher. Über eine überdurchschnittliche Entwicklung freute man sich bei der 3e-Gruppe in Ungarn, BosnienHerzegowina, Serbien und Kroatien. Insgesamt erwirtschaftete die 3e Gruppe auf den internationalen Märkten einen Umsatz von 121 Mio. €. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer deutlichen Steigerung von 3,4%. Der Gesamtumsatz belief sich auf 523 Mio. € (-1,4% gegenüber dem Vorjahr). Gerade der österreichische Handel befindet sich für Pacher in einem gravierenden Umbruch. Die Zunahme des Online-Handels wird zu einem echten Paradigmenwechsel führen. „Während im Bereich Buch, Kleidung oder Elektronik die Entwicklung weit fortgeschritten ist, stehen wir im DIY-Bereich noch am Beginn.“ Derzeit werden nur knapp 3 Prozent des Branchenumsatzes über den Online-Handel erzielt. Für 2014 rechnet man bei der 3e AG auf den internationalen Märkten mit einem Umsatzzuwachs im zweistelligen Bereich; für die gesamte 3e-Gruppe sieht man ein Umsatzplus von rund 5%. (red)

VERANTWORTUNGSVOLLER GENUSS AB 18 PLUS!

Plus und minus

Defined Flavour. Bauer Schnaps. Family Tradition. Um konstanten Geschmack auf höchstem Niveau garantieren zu können, haben wir von der Destillerie Franz Bauer das Defined-Flavour-Verfahren entwickelt. © 3e

Flasche für Flasche konstanter Genuss – seit fast 100 Jahren. www.bauer-schnaps.at • www.defined-flavour.at Trotz durchwachsener Saison ist 3eVorstand Günther Pacher optimistisch.


r e ta i l & pr odu c e r s

18 – medianet retail

Freitag, 4. April 2014

Engagiert Isabella Hollerer, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei bellaflora, setzt auf bienenfreundliches Gärtnern

short

Das süße Honigkomplott

Konjunkturschwäche trifft Modekonzern Prada Hongkong/Mailand. Die Konjunkturflaute in Europa mutiert Luxustaschen zu Ladenhütern und bremst den italienischen Modekonzern Prada aus. Für das vergangene Jahr wies das Traditionsunternehmen einen stagnierenden Gewinn von 628 Mio. € aus. 2012 hatte es noch eine Steigerung von fast 45% erzielt. Das Umsatzplus betrug 2013 zwar 8,8 Prozent auf 3,59 Mrd. €, fiel aber damit deutlich geringer aus als im Jahr davor. (APA)

Straighte Umweltstrategie: bellaflora hat chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel ausgelistet. Wien. Mittels „Hummelflug“ hat gestern Blumenhändler bellaflora die Bedeutung von Wild- und Honigbienen ins Rampenlicht geholt: Anlässlich der von Gobal 2000 initiierten Bienenkonferenz am 3. und 4. April schwirrten zweibeinige Bienen durch die Bundeshauptstadt. Message: Chemischsynthetische Pflanzenschutzmittel sind eine große Gefahr auch für die heimische Bienenwelt. Und wer die Bienen bedroht, bedroht auch 80% aller Pflanzen – so viele sind nämlich auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Somit gilt auch, dass, je mehr Hobbygärtner auf Bio umsteigen, umso gesünder sich die Lebenswelt der Nützlinge gestaltet. bellaflora verfolgt nun eine konsequente Umweltstrategie zur Förderung naturnahen Gärtnerns. Im Vorjahr wurden sämtliche chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel ausgelistet und durch

120 m2 Grünfläche pro Kopf Die Relevanz des Vorgehens des Blumenhändlers belegt die Statistik: Auf jeden der über 1,7 Mio. Wiener kommen 120 m 2 Grünfläche. Wien ist somit eine der grünsten Großstädte der Welt. Die Pflanzenvielfalt könnte aber noch wesentlich umfangreicher sein, um hungrigen Honig- und Wildbienen ausreichend Nahrung zu bieten. „Bienenfreundliches Gärtnern kann viel zum Schutz der Bienen beitragen“, sagt Isabella Hollerer, Nachhaltigkeitsbeauftragte von bellaflora. Und weiter: „Grüne, blühende Balkone sind ein Zeichen für eine lebendige Stadt.“ (red)

© APA/dpa/Frank Rumpenhorst

© dpa/ZMT

Textilriesen schonen künftig bedrohte Wälder

naturnahe Alternativen ersetzt. 2014 erfolgte Nämliches bei den Düngern. Somit findet man heute bei bellaflora nur noch naturnahe und ökologische Kost für den Boden.

Auf dem Weg zum Treffen der Bienen: Heute gibt es die Bienenkonferenz in Wien.

Textilkonzerne Inditex und H&M engagieren sich für den Wald.

Dach der Welt Interspar unterstützt Extrembergsteiger Andy Holzer bei seinem Wagnis

Paris/Stockholm/Arteixo. Die beiden international tätigen Textilriesen Inditex (Zara) aus Spanien und H&M aus Schweden wollen bei der ViskoseProduktion in Zukunft bedrohte Wälder schützen. H&M habe sich verpflichtet, alles in seiner Macht stehende zu tun, damit diese Art der Produktion von Textilien innerhalb von drei Jahren auslaufe, erklärte die kanadische Nichtregierungsorganisation Canopy. Die Zellulose aus Holz wird bei der Produktion von Viskose eingesetzt. Laut Canopy wurden im vergangenen Jahr für die Produktion von Textilien 70 Mio. Bäume abgeholzt. Nach bisherigen Kalkulationen würde sich die Abholzung in den kommenden zwei Jahrzehnten verdoppeln. Die von H&M und Inditex eingegangenen Verpflichtungen würden „dabei helfen, das Problem einzudämmen und Lösungen zu finden“, erklärte Canopy. Die Verpflichtungen beziehen sich auf „alte und bedrohte Wälder“. (APA)

Salzburg. Sieben Etappen in rund drei Monaten trennen Andy Holzer aus Lienz in Osttirol von seinem Traum: Er möchte auf dem Gipfel des höchsten Bergs der Welt stehen. Handicap: Er ist blind. „Ich möchte mit meinen Möglichkeiten und der Hilfe meiner beiden Freunde Wolfgang und Daniel unser gemeinsames Glück dort oben versuchen“, meint Holzer. Mit im Gepäck sind Lebensmittel und Ausrüstung, die Interspar Österreich zur Verfügung gestellt hat. „Ich bewundere den Mut von Andy Holzer, die Konsequenz, mit der er seine Ziele verfolgt, und den Glauben an seine Fähigkeiten“, sagt Markus Kaser, Interspar Österreich-Geschäftsführer, bei der Verabschiedung. (red)

Der blinde Extrembergsteiger Andy Holzer (re.) besteigt den Mount Everest, Inter­ spar-Chef Markus Kaser wünscht alles Gute für das „bewundernswerte Vorhaben“.

Amazon streamt ins Wohnzimmer Seattle. Der Internet-Riese Amazon drängt mit seinem VideoStreaming-Geschäft massiv in die Wohnzimmer. Das US-Unternehmen stellte diese Woche ein Gerät vor, das die Online-Übertragung von Filmen und Serien auf die Fernseher erleichtern soll. Das Fire TV getaufte Gerät arbeitet dabei nicht nur mit dem Amazon-eigenen Videoverleih zusammen, sondern kann auch Inhalte von Konkurrenten wie Netflix oder Hulu übertragen. Auch Musik und Videospiele soll Fire TV auf das heimische Fernsehgerät bringen. Mit dem Gerät sagt Amazon unter anderem Googles ChromecastStick und Streaming-Boxen anderer Anbieter den Kampf an. (APA)

Handel International Händler stößt 39 Geschäfte ab

Preisabsprachen Betroffene zahlen 231,2 Mio. €

Sarajevo/Brüssel. Die belgische Handelskette Delhaize verkauft ihre 39 Geschäfte in Bosnien. Mit dem Closing des Deals mit dem Käufer Tropic Group des bosnischen Geschäftsmannes Bojan Risovic wird im dritten Quartal gerechnet. Über den Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht. Die 39 Delhaize-Geschäfte in Bosnien gehörten früher zur Handelskette Delta Maxi des serbischen Unternehmers Miroslav

Scheibchenweise Rückzug

Bonn. Das deutsche Bundeskartellamt hat wegen Preisabsprachen auf dem deutschen Biermarkt weitere Geldstrafen in Höhe von 231,2 Mio. € verhängt. Betroffen sind die Radeberger-Gruppe (Jever), Carlsberg (Holsten), die regionalen Brauereien Bolten, Erzquell, Gaffel und Früh sowie der Brauereiverband NRW. „Die betroffenen Hersteller stehen für mehr als die Hälfte des in Deutschland verkauften Biers“, erklärte Kartellamts-

Belgischer Händler Delhaize verfügt über 3.534 Geschäfte mit 22 Mrd. € Umsatz.

Auch in Serbien laufen die Geschäfte nicht wie erhofft. Im dritten Quartal wurden nach Firmenangaben Verluste in der Höhe von 191 Mio. € verbucht. Ende 2013 wurden von Delhaize 381 Geschäfte in Serbien geführt; derzeit wird in Stara Pazova bei Belgrad ein Vertriebszentrum im Wert von 50 Mio. € gebaut. Die Delhaize Group ist in neun Staaten tätig und hatte Endes des Vorjahres 3.534 Geschäfte mit rund 160.000 Beschäftigten, die gut 22 Mrd. € Umsatz machten. Die Belgier haben das Geschäftsjahr 2013 mit einem Nettogewinn von 179 Mio. € abgeschlossen. (APA)

Delhaize verkauft Filialen in Bosnien Millionenstrafe für die Brauereien

© Delhaize Group

Europas größte Baumarktkette King­ fisher will Mr Bricolage übernehmen.

Miskovic. Die Belgier hatten die Handelskette 2011 um 932,5 Mio. € erworben. Delta Maxi war damals mit insgesamt 450 Geschäften und 15.000 Beschäftigten in Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Bulgarien und Albanien tätig. Delhaize hatte sich im Vorjahr von seinen Geschäften in Albanien und Montenegro, kürzlich auch in Bulgarien getrennt.

präsident Andreas Mundt. „Der Umsatz der Branche liegt bei über sieben Milliarden Euro pro Jahr.“ Laut Behörde hat die Branche mit persönlichen und telefonischen Kontakten Preiserhöhungen für Fass- und Flaschenbier abgesprochen. Bereits Mitte Jänner hatte das Bonner Amt deshalb Strafen von 106,5 Mio. € gegen Bitburger, Krombacher, Veltins, Warsteiner und die westfälische Privatbrauerei Barre verhängt. (APA)

© dpa/Stephan Jansen

© Kingfisher

Kingfisher plant Übernahme in Frankreich

London. Europas größte Baumarktkette Kingfisher will die Präsenz in Frankreich mittels Übernahme ausbauen. Die Briten bieten nach eigenen Angaben insgesamt 275 Mio. € für den Rivalen Mr Bricolage. Kingfisher betreibt in Frankreich bereits die Ketten Castorama und Brico Depot und nahm nun Verhandlungen mit den wichtigsten Besitzern von Mr Bricolage auf – einem Verband von Lizenznehmern sowie einer Eigentümerfamilie. Am Heimmarkt ist Kingfisher mit B&Q vertreten. (APA)

© Interspar/neumayr.cc

Blind den Mount Everest hinauf

Neue Kanäle Videostream

Die Bierbranche steht unter starkem Konkurrenzdruck und hat Probleme, Preis­ erhöhungen am Markt durchzusetzen – Preisabsprachen erwiesen sich als untauglich.


pr odu c t n e ws

Freitag, 4. April 2014

medianet retail – 19

Alles für den Mann, inklusive sauber leuchtender Wäsche Product News Nivea Men Sport After Shave Fluid, Polar RC3, Fewa ReNew+ Color, Black und White und die ­Bierkiste zum Sitzen.

Für ein glattrasiertes Gesicht muss Mann einiges auf sich nehmen, denn Männerhaut ist nach der Rasur oft gereizt. Soforthilfe inklusive Frischekick bietet Nivea Men Sport After Shave Fluid: Die schnell einziehende Formel vitalisiert die Haut mit Meeresmineralien. Provitamin B5 pflegt und regeneriert die Haut – das Resultat: ein angenehmes, kühles Hautgefühl mit sportlich erfrischendem Duft. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Info

Launch Nivea Men Sport After Shave Fluid UVP 9,45 € 100 ml Beiersdorf LEH & DFH www.nivea.at

Der RC3 GPS schaut mit dem schwarzen Display in Blau nicht nur cool aus, dank der neuesten eingebauten GPS-Technologie hat er es auch in sich, nämlich die umfassende Trainingsbeobachtung. 58 g leicht und 1,4 cm flach, leistet er dem User mit einer GPS-Akkulaufzeit von zwölf Stunden außerordentliche Dienste und zeichnet das Training kontinuierlich ohne Wiederaufladung auf. Kategorie Produkt Preis Vertrieb Distribution Info

Launch Polar RC3 UVP 279,95 € Polar Sporthandel u.a. www.polar.com

© Henkel CEE ; Beiersdorf; Polar

Business Class

Das beste Fewa aller Zeiten zeigt sich ab Mai 2014 zusätzlich im neuen Look. Der Fewa ReNew+ Effect mit verbesserter Formel garantiert das beste Farberlebnis. Das Spezial-Waschmittel reinigt schwarze, dunkle sowie bunte und weiße Kleidung schonend. Es glättet auch aufgeraute Fasern für optimale Lichtreflexion, sodass verblasste Farben wieder leuchten. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Info

Relaunch Fewa ReNew+ Color, Fewa ReNew+ Black, Fewa ReNew+ White 25 Waschgänge Henkel CEE LEH & DFH www.henkel.at

BiPo Sitzen auf der Kiste

Bequemes Bier

© Prostpolsterei/Jolly Schwarz

Wien. Mit BiPos aus der Prostpolsterei lassen sich ungemütliche Kisten in bequeme Sitzmöbel verwandeln. Ob beim Lagerfeuer, bei der Party oder als lässiger Hocker in den eigenen vier Wänden: BiPo passt auf (fast) jede Bierkiste, ist individuell gestaltbar und beeindruckt als praktisches Designermöbel. Ein nahezu unverzichtbares Fan-Accessoire könnte der BiPo anlässlich der im Juni startenden WM in Brasilien werden – als Flaggen-BiPo. (red)

Das coole Bier-Sitzmöbel BiPo gibt’s online unter www.prostpolsterei.at.

Niederösterreichs kreative Überflieger Save the date!

www.goldenerhahn.at


sh op ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 4. April 2014

Markttest bei Merkur

© Rewe International

© medianet/APA-Fotoservice/Schedl (4); leadersnet/Monika Fellner

Bier Guide

1

Merkur-Vorstände Klaus Pollhammer und Kerstin Neumayer, Marktmanager Melk Friedrich Buresch (Platz 1) sowie Merkur-Vorstand Manfred Denner.

Mitglieder des Falstaff Gourmetclub 2

3

4

1. Josef Bitzinger, Conrad Seidl, Karl Schwarz, Markus Trinker, Andreas Urban, Karl Theodor Trojan und Karl Kolarik sen.; 2. Susanne und Heinz Pollischansky; 3. Germanos Athanasiadis, Oliver Kitz, Monica Rintersbacher; 4. Regina und Karl jr. Kolarik (Schweizerhaus).

Präsentation des Bier Guide in Stiegls Ambulanz in Wien

Bestes Getränk

Bierpapst Conrad Seidl.

Auszeichnungen „Wo gibt’s gutes Bier?“ Diese Frage stand als erster Satz in der ersten Ausgabe von Conrad Seidls Bier Guide. Anlässlich der 15. Ausgabe dieses Guides sagt der Autor: „Die Bierkultur hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten deutlich weiterentwickelt – es gibt mehr Brauereien, mehr Biere, mehr Bierlokale.“ Und das ist im Bier Guide 2014 dokumentiert: Mehr als 1.200 Lokale werden in der 15. Ausgabe dieses bierigen Reiseführers vorgestellt, ebenso eine Auswahl von neuen Bieren aus österreichischen Brauereien. Gekommen waren u.a. Jutta Kaufmann Kerschbaum (GF Brauereiverband), Torsten Pedit (Marketingchef Stiegl), Markus Trinker (Kreativbraumeister Stiegl), Karl Schwarz (GF Zwettler), Andreas Urban (Schwechater), Regina, Karl jun. und Karl sen. Kolarik (Schweizerhaus), Monica Rintersbacher (GF Leitbetriebe Austria), Gerfried Kusatz (Kolarik & Leeb), Susanne und Heinz Pollischansky (Stiegl Ambulanz), Josef Bitzinger (Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft Wien), Willy Turecek (Obmann Stv. Sparte Tourismus Wien), Oliver Kitz (GF Casinos Austria Gastronomie). (red)

Barbara Hanel (35) zeichnet bei L‘Oréal Österreich als neue Direktorin für das Key Account Management in der Consumer Products-Division verantwortlich und leitet damit den gesamten Vetrieb sowie die Großkundenbetreuung. Hanel bringt einen großen Erfahrungsschatz im Vertrieb sowie profunde Kenntnisse über den österreichischen Handel mit. Zuletzt war die 35-Jährige bei Unilever als Category Marketing Managerin für Marken der Haar- und Gesichtspflege tätig. Um nachhaltiges Kategoriewachstum zu erzielen, wird sie die strategische Partnerschaft mit dem Handel weiter vorantreiben.

1

Best of „Es ist verdammt hart, der Beste zu sein“. Um diesem bekannten Werbespruch gerecht zu werden, hat sich Merkur bereits zum dritten Mal entschlossen, alle 128 Märkte testen zu lassen. Geprüft wurde von einer 90-köpfigen Jury: Mitglieder des Falstaff Gourmetclubs, Top-Gastronomen und Branchenkenner wie Delikatess-Produzenten und international renommierte Winzer. Zu den Testern des Falstaff Gourmetclubs zählten unter anderem die Gastronomen Ewald Plachutta (Restaurant Plachutta) und Birgit Reitbauer (Steirereck). Die Ergebnisse des Merkur Markt-Tests wurden durch die Vorstände Manfred Denner, Kerstin Neumayer und Klaus Pollhammer im Congress Center Obertauern im feierlichen Rahmen präsentiert. Den ersten Platz sichert sich das Team des Merkur Markts in der Wiener Straße 85, 3390 Melk, Niederösterreich, rund um Friedrich Ostermarkt im Gössl-GwandBuresch. Über Platz zwei freut haus in Salzburg am 5. und sich das Team des Markts in 6. April 2014. der Josef-Pock-Straße 37 in Informationen finden Sie unter Graz, Steiermark. Platz drei 0662/46966 gwandhaus@ holt sich Merkur Hoher Markt, gwandhaus.com der Flagship-Store am Hohen Markt 12 in Wien. (red)

Produkt des tages

die finstere brille

Ein Zombie will auch nur leben Christian Novacek

D © FIFA

© L’Oréal

Kopf des Tages

Der Härtetest der Feinschmecker

Fußballfans aufgepasst Rechtzeitig vor Start der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014 gibt es am 5. und 6. April exklusiv bei McDonald’s Österreich original Panini Sticker zum Sammeln und Tauschen. „Das Sammeln und Tauschen von Panini Stickern bei großen Sportereignissen hat für viele unserer Gäste bereits Tradition; wir freuen uns deshalb, ihnen als erste in Österreich die beliebten Pickerl zur FIFA WM 2014 anbieten zu können“, so Andreas Schmidlechner, Managing Director von McDonald’s Österreich. Damit noch nicht genug, wird ab diesen Tagen jedem McMenü eine Gratis-Packung der begehrten Sammelsticker beigelegt. Um die Aufkleber gut verstauen zu können, gibt es in den heimischen McDonald’s-Restaurants ab 6. April das neue Panini Sammelalbum für alle Gäste kostenlos.

as Sterben ist in Österreich eine zähe Geschichte. Das kommt vielleicht daher, dass man mit dem Tod hierzulande zu sehr auf Du und Du ist – und jetzt sträubt und ziert man sich halt auf beiden Seiten ein bissl. Der Tod will die Sense nicht ausfahren und der Todgeweihte zieht den Kopf ein – das dauert dann, bis sich der gemeinsame Nenner gefunden hat. Umgelegt auf das Wirtschaftsleben, scheint es mir eine Entsprechung zu geben: Da wollen die Unternehmen nicht und nicht eingehen. Zu jeder Insolvenz wird der Investor mitgeliefert. Vielleicht muss man nur durch die Innenstadt flanieren und dann sieht man sie eh – Araber, Russen und andere Investoren, die einem an jeder Ecke den Geldkoffer andrehen wollen. Allein, die oft ungenannt bleibenden Investoren zieren sich halt doch ein wenig lange und leider klappt es mit der Rettung im letzten Moment nicht wirklich. Aber selbst in diesem Fall gilt das Gesetz der ewigen Wiederkehr: Hierzulande bleiben Tote nicht zwangsweise tot. Munter werkeln sie an ihrer Wiederauferstehung. Wer weiß, ob ein Nahversorger dayli nicht wieder aus der Asche steigt? Oder DiTech? Um den‘s als Kontrapunkt zu media/ saturn sogar irgendwie schad ist? c.novacek@medianet.at

Di e z a h l m it d e m a ha -e f f e kt zum Weitererzählen

Bescheidenheit Facebook-Chef Mark Zuckerberg begnügt sich mit einem Dollar Jahresgehalt.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 4. April 2014 – 21

© Xerox

Patienten vernetzt

Xerox forscht nach Lösungen, um Patienten extern zu überwachen

Seite 25

© panthermedia.net

healtheconomy Patienten im Netz

„Dr. Google“ wird zunehmend von „Dr. Wikipedia“ abgelöst, sagt IMS Health Seite 25

Netdoktor Ludwig Kaspar im Netz aktiv © netdoktor.at

Lebensmittel: Kunden werden immer kritischer

www.publichealth.at

Ihre PR-Agentur für integrierte Gesundheitskommunikation

© Gerhard Fally

short

© panthermedia.net /Gennadiy Poznyakov

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd

Krise Die Wiener Privat-Geburtenklinik Goldenes Kreuz in Wien-Alsergrund muss ein Sanierungsverfahren anmelden. Grund sind Steuerschulden in Millionenhöhe infolge unterschiedlicher Rechtsauffassungen mit der Stadt Wien. Am klinischen Alltag bzw. an der Versorgung der Patienten ändere sich aber nichts, versichert die Leitung. Seite 22

Zeit heilt Wunden Herzinfarkte und Schlaganfälle treten häufig in den Morgenstunden auf. Neue Arzneimittel mit gutem Timing der Wirkstofffreisetzung könnten zu einer „Pille“ zur Verhütung solcher lebensbedrohlicher Zwischenfälle führen, sagten Experten beim DIA-Europa-Kongress der Pharmaindustrie. Seite 24

Gesunde Ernährung Konsumenten werden in Ernährungsfragen immer sensibler. Das hat nicht nur Vorteile, warnen Diaetologen. Vegetarier, Veganer, Flexitarier, Locavores und Free Froms diagnostizieren oft selbst Unverträglichkeiten. Seite 22 ADVERTORIAL_106Y86_4_RZ 18.03.14 18:09 Seite 1

Ästhetische Medizin NÖ-Firma kooperiert mit Südkorea

inhalt

Croma-Pharma geht Allianz ein

Healthcare > Meduni I: Krems bekommt einen Zubau für Uni 23 > Meduni II: Anmeldezeit in Linz verläuft erfolgreich 23 > Meduni III: Einigung in Innsbruck über Geldmittel 23

24 24

Medizintechnik und eHealth > mySugr bringt neue App zur Hilfe für Diabetiker 25 > Herz-Operation in „Langer Nacht der Forschung“ 25

© He Shao Hui

Pharmareport und Lifescience > Novartis will sich von einer Sparte trennen > Roche mit Krebsmittel erfolgreich

Croma-Pharma-Geschäftsführer ­Andreas Prinz bringt Botulinumtoxin.

Klosterneuburg. Eine umfangreiche Partnerschaft mit Asiens führendem Produzenten von Botulinumtoxin Type A soll ab 2018 die erfolgreiche „Princess-Filler Serie“ des niederösterreichischen Pharmaunternehmens CromaPharma um Top-Produkte auf Basis von Botulinumtoxin erweitern. Das Unternehmen investiert in klinische Studien in Europa, den USA und Ozeanien einen nicht näher genannten, zweistelligen Millionenbetrag in klinische Studien und hofft ab 2018 auf einen kumulierten Zusatzumsatz von 100 Mio. € bis 2021, sagt Geschäftsführer Andreas Prinz. Seite 24

Die Zukunft der Apotheken Im Rahmen der 47. Fortbildungswoche der Apotheker in Schladming äußerte sich GEWINN-Herausgeber Prof. Dr. Georg Wailand, am Messestand von CSC/Angelini, kritisch-konstruktiv zur aktuellen Situation und der Zukunft der Apotheken. „Noch ist die Welt für Apotheken in Ordnung. Die österreichische Apothekenschaft ist aber gut beraten, sich wie in der Vergangenheit erfolgreich den sich ändernden Umgang der Bevölkerung mit Gesundheitsinformationen (u. a. auch durch das Medium Internet) sowie dem erhöhten Wettbewerb (Rückgang des Kassenmarktes, Urteil des Europäischen Gerichtshofs [EuGH] zur Bedarfsplanung, Zunahme von e-Health, …) zu stellen. Auf eigenen Stärken besinnen, aktives Nutzen neuer Internetmöglichkeiten für bestimmte Produktkategorien, Kooperationen und Partnerschaften mit Großhandel und Industrie sowie ein offensives Marketing z. B. durch Medienpartnerschaften sind Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft“. PSYCHIATRIE NEUROLOGIE •ACUTIL® ® •TRITTICO

ERKÄLTUNG •TANTUM VERDE ® •FLUIMUCIL® •TANTUM PROTECT ®

SCHMERZ / INFEKTIOLOGIE / WUNDHEILUNG

GYNÄKOLOGIE

•ERECTUS® •NOAX ® •MICETAL® •UNIDROX® •BIONECT ®

•CIKATRIDINA® •GOLD T ® •ALOXI® •FEMINELLA® ® •TANTUM ROSA

ONKOLOGIE


c ov e r

22 – healtheconomy

Freitag, 4. April 2014

Ernährung Diaetologen diskutierten bei Kongress zunehmende Verunsicherung der Konsumenten bei Lebensmitteln

Kommentar

Trend: unverträglich, allergisch und intolerant

Streit um Hausärzte

Vegetarier, Veganer, Flexitarier, Foodies, Locavores und Free Froms erleben einen Boom. Wien. Die Sensibilität für Ernährungsfragen ist größer geworden. Das sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) bei der Eröffnung des Ernährungskongresses des Verbandes der Diaetologen Österreichs. Aus Unsicherheit lassen viele Menschen Lebensmittel weg, von denen sie glauben, dass sie ihnen nicht gut tun, warnte Ernährungswissenschafterin Hanni Rützler. Dieser Trend hat eine neue Gruppe geschaffen. Nach Vegetariern, Veganern, Flexitariern (wenig Fleisch), Foodies (Gourmets), Locavores (essen verstärkt regionale Produkte) und Gutessern hat sich in jüngster Zeit die Gruppe der „Free Froms“ („Frei von“) herauskristallisiert, sagte Rützler. Sie verzichten auf Inhaltsstoffe wie Gluten, Fruktose oder auch Laktose, um Darmprobleme zu vermeiden.

D

ie Debatte über die hausärztliche Versorgung beherrscht derzeit den Diskurs zur Gesundheitsreform: Hausärzte fürchten, durch ELGA und die Gesundheitsreform kontrolliert und in den Behandlungen gesteuert zu werden, die Ärztekammer sieht den niedergelassenen Nachwuchs schwinden und kämpft darum, dass die Ärzte Hausapotheken behalten dürfen oder noch besser, dass gleich alle Medikamente abgeben dürfen. Und dass die Ärzte nicht mehr bei der Vergabe der Kassenstellen mitreden dürfen, wurmt alle. Fast bekommt man den Eindruck, hier steht ein Berufsstand vor dem Ruin. Mit der schon langsam mühsam werdenden Jammererei überdecken die Ärzte, wohin die Reform geht: Zur Vernetzung verschiedener Berufsgruppen im Gesundheitsbereich und breiteren Versorgungsangeboten für Patienten. Und nicht zuletzt zur Optimierung der Spitalsversorgung – Letzteres wird übrigens weniger kritisiert, als es im Sinne der Patienten wirklich nötig wäre. Die Krankenversicherung und die Bundesgesundheitskonferenz (da sind neben Ärzten auch Pflegeberufe und Medizinisch-technische Dienste vertreten) wollen die sogenannte „Meine Praxis 24“ – eine Vernetzung der Akteure, wo rund um die Uhr Experten für Patienten erreichbar sind. Was ist eigentlich dagegen zu sagen?

Menschen verunsichert

Die Sensibilität für Ernährungsfragen steigt; Experten warnen aber vor Experimenten ohne fundierte Beratung und Betreuung.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind auf dem Vormarsch und hinterlassen oftmals verunsicherte Konsumenten. Experten haben im Rahmen des Ernährungskongresses der Diaetologen Österreichs davor gewarnt, sich auf zweifelhafte Methoden und Selbsttherapie einzulassen; eine fundierte ärztliche Diagnose sei unabdingbar. Nahrungsmittelintoleranzen seien für Betroffene ein massives Problem, sagte die Präsidentin des Verbandes der Diaetologen, Andrea Hofbauer. Die Verzweiflung und Unsicherheit der Menschen treibt auch die Industrie an. Das Angebot von allergenfreien Produkten, fragwürdigen Diagnoseverfahren und Behandlungsangeboten boome, sagte Hofbauer. Sie empfiehlt Be-

troffenen, unbedingt auf Selbstdiagnose und Selbsttherapie zu verzichten. Um den Leidensweg zu verkürzen, sei zuallererst eine genaue und fundierte ärztliche Diagnosestellung unabdingbar, darauf basierend sollte eine diätologische Anamnese erfolgen. Betroffene versuchen häufig, durch selbstverordnete Maßnahmen dem Problem beizukommen. Eine fundierte Diagnose einer Lebensmittelunverträglichkeit kann schwieriger werden, wenn der verunsicherte Patient selbst herumexperimentiert, wie Harald Vogelsang von der Uniklinik für Innere Medizin erläuterte. Beispiel Gluten: „Im Prinzip gibt es drei Arten von Glutenunverträglichkeit“, so Vogelsang. „Die eine ist die Zöliakie, bei der es sich um eine

DIABETES – WENN DIE BAUCHSPEICHELDRÜSE STREIKT In Österreich sind mehr als 400.000 Menschen zuckerkrank

lters dia etes

aller ia etiker

etr

aller ia etiker e er

ene

inder rwachsene is ahr e

rsache erer un m licherweise auch irusin ektionen noch im utterlei

auchs eichel dr se

erlau rper ildet ntik rper e en Inselzellen der Bauchspeicheldrüse usammen ruch der k rperei enen Insulinproduktion

hera ie Insulinspritzen

Quelle: APA; Grafik: R. Appl

ene

rsache eta olisches n drom rperresistent e en Insulin Bluthoch druck zu iel holesteri n

erlau l darm

in er

In den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) wird das Hormon Insulin produziert.

m likati nen u hohe Blutzuckerwerte ieren ersa en etz hautsch den Herz reislau krankheiten dia etischer u H po l k mie (zu niedri er Blutzuckerspie el) kann zu ehirnsch den ühr en

etr

or allem a dem . e ens ahr alle

an erhans Inseln

unkti n au on Blutzucker zu iel Blutzucker ühr t zu r ansch den.

Komplexe Zusammenhänge Der zweite mögliche Grund für eine Glutenunverträglichkeit ist eine Intoleranz, deren Wurzeln nicht in immunologischen Vorgängen liegen. „Diese Situation findet sich vor allem bei Reizdarmpatienten“, so Vogelsang. Als dritter Grund könnte schließlich eine Weizenallergie verantwortlich für die Glutenunverträglichkeit sein; das komme allerdings im Erwachsenenalter sehr selten vor. Zur diätologischen Anamnese gehört eine genaue Erfassung der

Ernährungsgewohnheiten, des sozialen Umfelds und aller anderen Faktoren, die Einfluss auf die Nahrungsaufnahme haben. „Daraus wird eine sogenannte AusschlussDiät entwickelt“, erklärt die Wiener Diätologin und Landesleiterin Wien des Verbands der Diaetologen Österreichs, Barbara Angela Schmid. „Der oder die Betroffene muss dann umfassend darüber informiert werden, in welchen Lebensmitteln und in welchen Produkten der Auslöser der Beschwerden enthalten ist.“ Es sei für den Patienten sehr wichtig, zu wissen, was er essen kann, und nicht nur zu wissen, was er nicht essen darf. Es geht laut Schmid um einen Ernährungsplan, der es ermöglicht, das Leben mit einer Unverträglichkeit zu managen.

Sanierungsverfahren Privatklinik Goldenes Kreuz verliert die Gemeinnützigkeit

GRAFIK DER WOCHE

u eniler ia etes

nichtallergische immunologische Erkrankung handelt.“ Hat man sich schon im „Selbstversuch“ auf glutenfreie Produkte verlegt, werde eine exakte Diagnose erschwert.

chleichender Be inn ei ia nose o t schon ch den

hera ei nehmen i t ittel zur errin erun der Insulinresistenz zw. tei erun der Insulinproduktion sp ter Insulin

m likati nen ieren ersa en Herz reislau rkrankun en chla an all dia e tischer u (man elnde urch lutun )

Gericht zwingt Klinik in die Knie Wien. Die Wiener Privat-Geburtenklinik Goldenes Kreuz in WienAlsergrund muss ein Sanierungsverfahren anmelden. Grund sind Steuerschulden in Millionenhöhe infolge unterschiedlicher Rechtsauffassungen. Am klinischen Alltag bzw. an der Versorgung der Patienten ändere sich dadurch aber gar nichts, versicherte die Spitalsleitung. An Personalabbau will man vorerst nicht denken. Das Haus in der Lazarettgasse verfügt über gut 100 Betten und führt im Schnitt 1.300 Geburten im Jahr durch. Seit Kurzem ist das Spital mit Steuernachforderungen von knapp 9,5 Mio. € konfrontiert. Der Hintergrund: Der Privatklinik war bereits vor einigen Jahren der Status der Gemeinnützigkeit entzogen worden. Das hat zur Folge, dass damit verbundene Steuererleichterungen – vor allem bei der Umsatzsteuer – vom Finanzamt nun sieben Jahre rückwirkend zurückgefordert werden. Die tatsächlich zu zahlende Summe dürfte sich aber insofern deutlich verringern, als man sich mit der Behörde bereits auf eine Gläubigerquote von

20% geeinigt habe, hieß es. Dieser Betrag sei wirtschaftlich verkraftbar, so Anwalt Georg Freimüller, der das Spital vertritt. „Wir sind Opfer eines juristischen Streitfalls“, interpretierte Geschäftsführerin Cornelia Obermeier die Angelegenheit. Der Trägerverein bzw. die Betriebsgesellschaft hätten seit der Gründung vor mehr als 120 Jahren stets gemeinnützig gearbeitet, das sei von

© Gerhard Fally

Martin Rümmele

© panthermedia.net/Z Jan

Ina Karin SChriebl

Das Goldene Kreuz hat Rechtsstreit verloren und muss Steuer nachzahlen.

den Behörden immer akzeptiert und wiederholt bestätigt worden. 2009 habe die Stadt die Gemeinnützigkeit plötzlich infrage gestellt, mit einer Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH) dagegen sei das Spital 2013 endgültig abgeblitzt, bedauerte sie. Die Frage der Gemeinnützigkeit ist im Wiener Krankenanstaltengesetz aus dem Jahr 1958 geregelt. „Wir erfüllen alle Kriterien – mit Ausnahme der beschränkten Anzahl an Sonderklassebetten“, räumte Obermeier ein. Allerdings stehe in dem Gesetz auch, dass alle Krankenanstalten, die bereits vor 1958 per Satzung gemeinnützig waren, dies weiterhin bleiben würden. Auf dieser „vermeintlich sicheren Basis“ habe man bisher agiert. Im Rathaus sieht man die Sache etwas anders. „Basierend auf der Überprüfung der vorliegenden historischen Unterlagen, konnte nicht nachgewiesen werden, dass das Goldene Kreuz laut Satzung der Krankenanstalt auch vor 1958 gemeinnützig betrieben wurde“, heißt es in einer Stellungnahme der zuständigen MA 40. (rüm)


H E A LTH : C A R E

Freitag, 4. April 2014

Investition Karl Landsteiner Privatuni für Gesundheitswissenschaften bekommt Räume

Neubau in Krems Nö-Wissenschaftslandschaft wird ausgebaut. Krems. Ende November 2013 wurde die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems akkreditiert. Nach dem Erreichen der Akkreditierung und der Inauguration des Rektors beginnt nun die nächste Phase der Umsetzung: Die Privatuni soll nun ein neues Gebäude erhalten. Aus den 13 Bewerbungen ging das Projekt des Architekturbüros Delugan Meissl als Sieger hervor. Man rechnet mit Baukosten in der Höhe von 25 Mio. €, die Bauarbeiten sollen in einem Jahr beginnen, die Eröffnung ist für 2016 geplant.

nischen Universität Wien, der Universität Basel sowie den Trägern Medizinische Universität Wien, Donau-Uni Krems und IMC FH Krems habe man „von Anfang an sehr starke Partner“ an der Seite. Zurzeit hat die Privat-Uni 28 Studenten, 100 sollen laut Mallinger noch in diesem Jahr dazukommen. Am Campus Krems studieren aktuell rund 10.500 Studierende, mit dem Endausbau der Karl Landsteiner Privatuniversität rechnet man mit weiteren 570 bis 600 Studierenden. Landeshauptmann Erwin Pröll bezeichnet den Campus Krems als „Herzstück der Wissenschaftslandschaft Niederösterreichs“.

Studium 60 Studienplätze an der Johannes Kepler Uni

Anmeldeschluss für Medizinstudium Linz/Graz. Mit Ende März ist die Frist für die Anmeldung für ein Medizinstudium an der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz abgelaufen. Bis kurz vor Anmeldeschluss hatten sich 214 Personen für das künftige Medizinstudium angemeldet, für das Studienjahr 2014/15 werden 60 Plätze vergeben.

75% Plätze für Österreicher © Donau-Universität Krems/Suzy Stoeckl

ulli moschen

healtheconomy – 23

Große Bedeutung hat auch die Ko­ope­ ra­tion mit der Landeskliniken Holding.

Der JKU-Vizerektor für Lehre, Herbert Kalb, zeigt ist erfreut, dass rund 80% der angemeldeten Interessenten mit österreichischem Maturazeugnis aus Oberösterreich stammen. Für Maturanten mit österreichischem Reifeprüfungszeugnis sind 75% der Studienplätze reserviert. 20% Prozent der Studienplätze werden an Personen aus EU-

Ländern vergeben, 5% an Personen aus Drittstaaten. Die Medizinische Universität Graz ist der Kooperationspartner der Linzer Uni im Bereich Lehre und Forschung. Unter http://vmc.medunigraz.at/add-on/ login/index.php bietet die MedUni Graz einen Online-Vorbereitungskurs für den Aufnahmetest an, der für den 4. Juli angesetzt ist. Informationen über das Studium finden sich unter www.jku.at/humanmedizin.

Gute Positionierung Die JKU wurde 1996 gegründet und will ein innovatives Zentrum für Wissenschaft und Gesellschaft sein. Im Ranking der besten Junguniversitäten erreicht die JKU den Platz 5 im deutschsprachigen Raum. (um)

Steigende Studienzahlen Rektor Rudolf Mallinger bezeichnet die Gebäudeplanung als „optimal auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten“. Mit dem Land, der Landeskliniken Holding, der Tech-

Kooperation Tilak/Meduni

Neue Maßstäbe

Innsbruck. Die Innsbrucker Medizin-Uni und der Tiroler Landeskrankenhauserhalter Tilak haben kürzlich einen Kooperationsvertrag unterfertigt. Nach diversen Streitpunkten in der Vergangenheit erhofft man sich nun entspanntere Abläufe in organisatorischen und finanziellen Dingen. MeduniRektorin Helga Fritsch sieht in der Vereinbarung einen „großen Schritt für universitäre Spitzenforschung und für die Patientenversorgung“. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg sagt, dass der Zusammenarbeitsvertrag neue Maßstäbe setze. Zu klären gilt es noch offene Fragen wegen des „klinischen Mehraufwands“, also jenem Aufwand der Krankenanstalten entsteht, wenn diese als Unikliniken universitäre Forschung und Lehre betreiben. 2015 sollen die Verhandlungen darüber geführt werden, wie in dieser Frage eine Gleichstellung der Unikliniken Graz, Wien und Innsbruck ab 2016 erreicht werden kann.

Kooperationsvertrag Der Vertrag soll die Verantwortlichkeiten, Kompetenzen und Anordnungsbefugnisse genau regeln. Eine achtköpfige Kommission mit jeweils vier Vertretern von Tilak und MedUni soll Vorschläge zu grundlegenden Fragen erarbeiten und Meinungsverschiedenheiten klären. Bei der Besetzung von Leitungsfunktionen soll es eine wechselseitige Einbindung geben. (um)

www.beaurivagepineta.com

Warum in die Ferne schweifen? Das Hotel Beau Rivage Pineta **** in Jesolo liegt so nah!

Buchen Sie gleich jetzt! Hotel Beau Rivage Pineta **** I-30016 Jesolo Pineta (VE) Tel.: +39 0421 96 10 74 Fax: + 39 0421 96 10 75 Email: info@beaurivagepineta.com

• Frühbucherbonus –5%* oder

• 7 Tage –10%** oder

© Medizinischer Universität Innsbruck

• 14 Tage –10%*** * bei Buchung bis 30.April 2014 ** gilt für 16. bis 29. Mai 2014, 22. Juni bis 4. Juli 2014 und von 7. bis 14. September 2014 Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Tilak und Meduni Innsbruck.

*** gilt für die ganze Saison außer 6. bis 24. August 2014


H e a lth : c a r e

24 – healtheconomy

short

Novartis fokussiert sich auf große Bereiche

Freitag, 4. April 2014

Anti Aging Arzneimittelhersteller kooperiert mit südkoreanischem Hersteller von „Cosmeceuticals“ und Botulinumtoxin

Croma-Pharma: Zuwächse durch Faltenfreiheit

© EPA

Pharmaunternehmen soll Produkte in Europa und den USA einführen und erhofft kräftiges Umsatzplus. Martin Rümmele

Basel. Novartis-Chef Joe Jimenez will beim anstehenden Umbau des Schweizer Pharmariesen hart durchgreifen. Mindestens eine der auf dem Prüfstand stehenden kleineren Sparten – Impfstoffe und Diagnostik, nicht verschreibungspflichtige Medikamente und Tiergesundheit – werde den Test nicht überstehen, sagte er. „Ich würde mir wirklich wünschen, dass wir alle diese Sparten zu globaler Größe führen könnten, aber das ist unwahrscheinlich.“ Die drei Bereiche machen zusammen nur 10,5% des Konzernumsatzes aus. Die Überprüfung soll Ende des Sommers abgeschlossen sein.

GSK sucht nach Forschungsideen London. GlaxoSmithKline lädt Principal Investigators an akademischen Institutionen ein, ihre innovativsten Forschungsprojekte einzureichen. Bis zu 20 Finalisten haben die Chance, die Wirkstoff-Datenbank von GSK zu nutzen und mit dem GSK-Team von „Discovery Partnerships with Academia“ neue Wirkstoffe zu entdecken und ihre Forschung voranzutreiben. Einreichfrist ist der 23. April.

Roche punktet mit neuem Medikament

Klosterneuburg. Eine umfangreiche Partnerschaft mit Asiens führendem Produzenten von Botulinumtoxin Type A soll ab 2018 die erfolgreiche „Princess-Filler Serie“ des niederösterreichischen Pharmaunternehmens CromaPharma um Top-Produkte auf Basis von Botulinumtoxin erweitern. Das Unternehmen investiert in klinischen Studien in Europa, den USA und Ozeanien einen nicht näher genannten zweistelligen Millionenbetrag in klinische Studien und hofft ab 2018 auf einen kumulierten Zusatzumsatz von 100 Mio. € bis 2021.

Erweiterung des Sortiments „Unsere neuen Produkte stellen einen wesentlichen Fortschritt für die Patienten dar. Wir sind immer bestrebt, unseren Partnern die besten und modernsten Produkte zur Verfügung zu stellen. Dieselben hohen Ansprüche, welche wir an uns und unsere Produkte stellen, stellen wir auch an unsere Lieferanten“, beschreibt Croma-Phamra-Geschäftsführer Andreas Prinz den Deal mit dem südkoreanischen Unternehmen Hugel Inc. Die neuen Hugel-Produkte stellen demnach eine perfekte und vor allem logische Ergänzung der bestehenden Produktgruppe „Princess Filler“ dar. Sowohl von den Ärzten, als auch von deren Kunden wurden Produkte auf Botulinumtoxin Basis intensiv nachgefragt. Hugel Inc. ist laut Croma-Pharma nicht nur in Korea der führende und innovativste Produzent im Bereich Anti-Aging-Medikamente, sondern auch in ganz Asien anerkannt. Croma-Pharma wird die fertig dosierten Ampullen in diversen

© He Shao Hui

Novartis prüft den Verkauf kleinerer Unternehmensbereiche.

Croma-Pharma-Geschäftsführer Andreas Prinz will in den kommenden Jahren im Bereich Ästhetische Indikationen wachsen.

Packungsgrößen und Inhaltsmengen unter eigenem Namen auf die Märkte bringen. Das Unternehmen hat sich als Europas führender HyaluronSäure-Spezialist bereits weltweit einen guten Namen gemacht. Die jahrzehntelange Forschung und Erfahrung mit der Herstellung und die einzigartige Expertise in der ästhetischen Medizin haben Croma-Pharma zu einem Spezialisten auf dem Gebiet der Hautalterung gemacht. Die Ergänzung des bestehenden Portfolios sei der logische Schritt, um sowohl den Ärzten als auch den Patienten für jede ästhetische Indikation das optimale Produkt zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der nun in Korea unterzeichneten Vereinbarung verpflichtet sich Croma-Pharma,

alle für die Zulassung der neuen Produkte nötigen klinischen Studien vorzunehmen. Die erfolgreiche Zulassung durch die regionalen Gesundheitsbehörden (FDA, EMA, etc.) soll bis spätestens 2018 erfolgen. Der Markt-Launch der neuen Produkte ist für Q3/2018 geplant. Croma-Pharma sicherte sich die Rechte für die Märkte EU, USA und Kanada sowie Australien.

Eigene Forschung Croma-Pharma entwickelt und stellt Arzneimittel und Medizinprodukte für die Bereiche Ophthalmologie, Orthopädie und Ästhetische Dermatologie her. Das Unternehmen ist weltweit unter den führenden fünf Unternehmen im Bereich der Intraokular-

Linsen und Viskoelastika für die Augenchirurgie. Schon früh hat Croma-Pharma auf die natürliche Wirksamkeit von Hyaluronsäure gesetzt. Mit fünf Mio. Spritzen jährlich und über 150 Mio. Spritzen seit Firmenbestehen sieht sich Croma-Pharma als Europas größter Hersteller von HyaluronsäureProdukten. Als Grundlage des Erfolgs sieht Prinz die intensive eigene Forschung und Entwicklung; rund 56% des Umsatzes basieren auf eigener Forschung und Entwicklung, die am österreichischen Stammsitz in Korneuburg konzentriert sind. Croma-Pharma ist ein FamilienUnternehmen mit 470 Mitarbeitern und hat 14 eigene Niederlassungen weltweit. Der Umsatz lag zuletzt bei rund 80 Mio. €.

Schweizer Pharmakonzern verbessert die Gabe von Krebsmittel.

Basel. Die Europäische Kommission hat eine neue, injizierbare Darreichungsform von „Rituximab“ für die Behandlung von follikulärem Lymphom und diffusem großzelligem B-ZellLymphom zugelassen, teilt der Hersteller Roche mit. Bisher wurde Rituximab intravenös verabreicht, die Gabe dauerte 2,5 Stunden. Die neue subkutane Gabe – also eine einfache Injektion – nimmt nur fünf Minuten in Anspruch.

Großhändler Celesio meldet Gewinnminus Frankfurt. Der erst vor Kurzem von dem US-Konzern McKesson übernommene deutsche Pharmahändler Celesio hat 2013 vor allem die anhaltende Rabattschlacht im deutschen Medikamentenhandel zu spüren bekommen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sonderposten ist um 4,8% auf 423,6 Mio. € gesunken.

Chronomedizin: Die Zeit heilt viele Wunden Wien. Herzinfarkte und Schlaganfälle treten besonders häufig in den Morgenstunden auf. Neue Anwendungsformen von Arzneimitteln mit besonders gutem Timing der Wirkstofffreisetzung könnten zu einer „Pille“ zur Verhütung solcher akut lebensbedrohlicher Zwischenfälle führen, sagten Experten beim DIA-Europa-Jahreskongress der Pharmaindustrie in Wien. Sie sprachen damit einen Medizintrend an, der nicht zuletzt von Österreich ausgeht und mit dem Austro-Mir-Projekt begonnen hat: die Chronomedizin. „Wir wissen heute, dass eine Vielzahl biologischer Rhythmen an der Aufrechterhaltung unserer Gesundheit beteiligt ist“, sagt Maximilian Moser, Chronomediziner und Professor für Physiologie an der Medizinischen Universität Graz. Er begann seine Forschungen in der Begleitung des österreichischen Weltraumflugs des heimischen Kosmonauten Franz Viehböck. „Eine dauernde Störung der biologischen Rhythmen kann zu Erkrankungen führen – von Burnout bis Krebs“, betont Moser. Stu-

dien zeigen, dass Berufsgruppen wie Schichtarbeiter oder Flugpersonal, deren Schlaf-Wach-Zyklus gestört ist, ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko aufweisen. Tatsächlich bestätigten Untersuchungen, dass Brust- und Hautkrebs bei Flugbegleiterinnen und Piloten auffällig häufig auftreten. Dieses Phänomen wurde ursprünglich auf die ionisierende Höhenstrahlung zurückgeführt, eine Studie hat

jedoch gezeigt, dass der gestörte Schlaf-Wach-Zyklus bei dieser Berufsgruppe wesentlich beteiligt ist. Licht ist vermutlich der Zeitgeber, dessen Wirkung am universellsten ist. Es fungiert als Zeitgeber in nahezu allen Organismen, sogar solcher, die in ständiger Dunkelheit leben. „Jeder Mensch durchläuft im Laufe des Lebens einen Zyklus, der auch den Chronotyp verändert: Kinder sind Morgenmenschen, im

© panthermedia.net/Wavebreakmedia ltd.

© EPA

Forschung Neuartige Medikamente sollten auf Rhythmen des Körpers reagieren und so bessere Wirkung entfalten

Die Industrie sieht, was Biologen schon lange sagen: Zeit ist in der Medizin wichtig.

Studentenalter erreicht man das Maximum des Abendtypus‘, ab etwa 50 Lebensjahren kommt dann wieder der Morgenmensch zum Tragen“, erklärt der Experte. Auf der Basis dieser Erkenntnisse versucht die Industrie nun Chrono-Therapeutika zu entwickeln, die einerseits die Einnahme von Arzneimitteln für die Patienten erleichtern, andererseits aber auch deren Wirkung verbessern sollen. Letzteres soll durch eine bessere Anpassung an die über den Tag im Menschen unterschiedlich ablaufenden Stoffwechselvorgänge und über die zielgenauere Applikation von Medikamenten am gewünschten Zielort geschehen. Die meisten Blutdruck- und die Herzfrequenz senkenden Medikamente erreichen etwa derzeit bald nach der Einnahme hohe Wirkspiegel – niemand steht aber in der Nacht auf, um sein Antihypertonikum so einzunehmen, dass die Wirkung am stärksten zwischen 7 Uhr und 11 Uhr am Vormittag ist, wo Herzinfarkte am meis-ten auftreten; hier könnten neue Medikamente gegensteuern. (iks)


M e d i z i n te c h n i k : E- H e a lt h

Freitag, 4. April 2014

healtheconomy – 25

E-Health Marktforschungsunternehmen IMS Health ortet stark steigende Nachfrage von Patienten nach Online-Infos

short

Internet wird zunehmend medizinische Infoquelle

Sommerwoche für Medizintechniker Wien. Noch bis 15. April können sich Bachelor- oder MasterStudierende mit Interesse an der Medizintechnik für die MedTec Summer Academy bewerben. In der Sommerwoche von 29. Juni bis 6. Juli arbeiten Studierende gemeinsam mit Medizintechnik-Experten an konkreten Projekten aus Unternehmen und Forschungsinstitutionen. Die MedTec Summer Academy wird von der LLL Academy Technikum Wien organisiert.

Vor allem Wikipedia gilt als sichere Quelle und ist gleichzeitig laufenden Veränderungen unterworfen. Andreas Feiertag

Wien. Im Jahr 2000 haben nur 25% der Amerikaner mit Internetzugang online nach Gesundheitsinformationen gesucht. 2012 waren es bereits 72%. Im selben Jahr lagen diese Zahlen in Österreich ebenfalls bereits bei 76%, berichtet das Marktforschungsunternehmen IMS Health im aktuellen Monatsbericht. Im gleichen Zeitraum ist die Bedeutung herkömmlicher Quellen für solche Informationen für Patienten (Bücher, Zeitungen, Magazine) gleich geblieben.

© MedUni Wien/Boisits

Herzoperation live aus dem Operationssaal

In der Langen Nacht der Forschung gibt es am AKH Wien eine Live-OP.

Der sprichwörtliche „Dr. Google“ wird zunehmend von „Dr. Wikipedia“ ersetzt; Experten versuchen, das Portal zu verbessern.

werden. Die Inhalte dieser Artikel wurden seit ihrer Erstfassung im Schnitt zwischen 16 und 46 Mal pro Monat verändert, was sich auf insgesamt knapp 17.000 Veränderungen summiert. Bei diesen fünf Artikeln waren die letzten 100 Änderungen fast durchwegs wesentlich und geschahen in den vergangenen 5 bis 12 Monaten.

Zeitverlauf zu erfassen. Diese Studie zeigt, dass Einträge zu Seltenen Krankheiten eine höhere Zugriffsrate bei Wikipedia aufweisen als stärker verbreitete Krankheiten. Die Top 100 Wikipedia-Einträge zu Gesundheitsthemen wurden im vergangenen Jahr im Schnitt 1,9 Millionen Mal aufgesucht (zwischen 4,2 Millionen für Tuberkulose und 1,3 Millionen für Akne). Angesichts der Bedeutung von Wikipedia bei Gesundheitsthemen sei es nützlich, den laufenden Redaktionsprozess für die Einträge zu verstehen. „Betrachtet man beispielsweise fünf relevante Einträge zu Diabetes, MS, Rheumatischer Arthritis, Brustkrebs und Prostatakarzinom, so sieht man, dass diese Einträge ständig verändert

Laufende Veränderung Das zeige, dass die Artikel „works in progress“ sind und unterstreicht die Bedeutung der Redakteure bei Wikipedia, um aus der Vielfalt vorgeschlagener Änderungen konsensuale Formulierungen zu finden. Eine Medicine Translation Task Force hat sich

nun das Ziel gesetzt, 200 medizinische Wikipedia-Einträge auf einen Qualitätsstandard zu heben, dem insgesamt nur 0,1% aller Wikipedia-Einträge entsprechen, diese in einfaches Englisch zu bringen und dann in möglichst viele Sprachen zu übersetzen. Übergeordnetes Ziel ist es, die Qualität der meistgelesenen medizinischen Artikel zu verbessern und zu gewährleisten, dass diese Qualität auch Nicht-Englischsprachige erreicht. Aufgrund der Anstrengungen scheinen manche Einträge wie jene zu MS oder Brustkrebs ständig im Fluss zu sein. Andere Einträge wie jene zu Diabetes dagegen werden eher durch zusätzliche Informationen und kleinere Änderungen bearbeitet.

Wien. Am medizinischen Universitätscampus MedUni Wien/AKH Wien gibt es bei der Langen Nacht der Forschung am Freitag insgesamt 40 Stationen. Motto: „Forschung und Klinik zum Angreifen“. Einer der Höhepunkte ist eine LiveKunstherz-Implantation an der Universitätsklinik für Chirurgie der MedUni/AKH Wien, die der Herzchirurg Daniel Zimpfer ab 19:30 Uhr durchführt und die ins Hörsaalzentrum der MedUni Wien (Ebene 7, AKH Wien) übertragen wird. Zimpfer, der die Operation gemeinsam mit dem Leiter der Klinischen Abteilung für Herzchirurgie, Günther Laufer, durchführt, wird einem Patienten die derzeit weltweit kleinste herzunterstützende Pumpe einsetzen. Die Operation wird, so die Herzchirurgen, rund zwei Stunden dauern.

Forschung I mySugr kombiniert Messgerät mit iPhone

Forschung II Technologiekonzern arbeitet an Patientenüberwachung aus der Ferne

Hilfe für Diabetiker

Xerox forscht an Mobile-Health

Wien. Blutzucker messen, Broteinheiten berechnen, Insulin spritzen – für mehr als 200.000 Österreicher und 1,8 Millionen Deutsche gehören diese Dinge genauso zum Alltag wie ihr Smartphone. Ebenso smart ist die Companion App von mySugr, mit der Diabetiker Daten zu Ernährung, Sport und Gesundheitszustand in einem digitalen Tagebuch speichern, verwalten und analysieren können. Das „Diabetes-

New York/New Dehli. Die Xerox Innovation Group führt in Indien und in New York eine Reihe von Forschungsprojekten im Gesundheitswesen durch. Ziel ist es, herauszufinden, wie sich mithilfe von Videokameras und Datenanalysen die Gesundheitszustände von Patienten überwachen lassen – ohne die Patienten mit Kabeln an Maschinen anschließen zu müssen. Im Zuge der Forschungen führen

Diabetiker können mit neuer App Daten einfacher messen und dem Arzt senden.

Monster“ in den Griff bekommen – das ist das Ziel der Handy-Apps der mySugr GmbH. Dieses Ziel zu erreichen, ist nach dem aktuellen Update noch einfacher geworden. Gemeinsam mit Sanofi, einem der weltweit größten Pharmaunternehmen und größten Insulinproduzenten, hat mySugr eine umfangreiche Erweiterung der Software in den App Store gebracht. Nun ist es möglich, ein Blutzuckermessgerät direkt mit dem iPhone zu verbinden und so die Messergebnisse unmittelbar in die App zu laden. Diabetiker in Deutschland können nun ihre Daten vom iBGstar, einem mit dem iPhone-kompatiblen Blutzuckermessgerät von Sanofi-Aventis, direkt in den Companion übertragen. Die erfolgreiche Umsetzung ihrer ersten Diabetes-Apps mit Registrierung als Medizinprodukt gelang vor allem auch dank der Unterstützung der INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH, die von Beginn an beratend zur Seite stand und entscheidende Kontakte in den medizinischen Bereich ermöglichte. (iks)

das Xerox Research Centre India (XRCI) und das Xerox Research Center Webster in New York Feldstudien in Krankenhäusern in Indien und in New York durch. Chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen erfordern eine stetige Überwachung der Patienten. Diese kann aufwendig und teuer sein, vor allem wenn die betroffenen Patienten in abgelegenen

© Xerox

© mysugr.com

Patienten nützen vor allem die Online-Bibliothek Wikipedia speziell dann, wenn sie zu einer Diagnose selbst Informationen im Internet suchen. Wikipedia-Einträge erscheinen meistens weit oben bei Suchresultaten zu bestimmten Themen, und die Wahrnehmung von Wikipedia als glaubwürdige Informationsquelle hat in den vergangenen Jahren dramatisch zugelegt, schreibt IMS Health-Managerin Erika Sander. „Speziell beim Thema Gesundheit achten Patienten auf die Zuverlässigkeit und Neutralität der gesuchten Informationen, und Wikipedia trifft dieses Bedürfnis immer mehr, indem dort ergänzende Informationen zu jenen der Mediziner auffindbar sind.“ Für eine Studie wurden in den vergangenen zwei Jahren die Pagevisits von 5.236 englischsprachigen Wikipedia-Einträgen analysiert. Dazu wurde „IMS Health disease ontology“ herangezogen, das auf den „Medical Subject Headings“ des National Institute of Health beruht, um alle bekannten Krankheiten und deren Entwicklung im

© panthermedia.net/Werner Heiber

Sicherheit ist gefragt

Gerade chronische Patienten könnten mittels Überwachung weiter zu Hause bleiben.

Gegenden wohnen. Kameras sollen es ermöglichen, die Erkrankten sowohl in der Klinik als auch zu Hause kabellos zu überwachen, vor allem aber auch an Orten, die weit entfernt von Spezialisten sind. Die neue berührungsfreie Methode ist für die Patienten nicht nur angenehmer, sie senkt zugleich das Infektionsrisiko. Patentierte Software-Algorithmen ermöglichten es den Forschern von Xerox, aus den von Kameras erfassten Daten wichtige Vitalparameter abzuleiten. Wenn zum Beispiel Blut, das frisch mit Sauerstoff angereichert wurde, durch den Körper strömt, errötet die Haut; eine Videokamera erfasst diese durch das menschliche Auge nicht wahrnehmbaren Veränderungen, und ein Computer berechnet mithilfe der Daten die Herzfrequenz. Da die Kameras die Vitalwerte aus Distanz erfassen, müssen die Patienten bei dieser Methode theoretisch nicht an Kabel, Sensoren oder andere Geräte angeschlossen werden, die Kliniken heute typischerweise einsetzen. (iks)


M E N SC H E N & KA R R I ER E N

26 – healtheconomy

Freitag, 4. April 2014

Informationsveranstaltung Zuckerkranke und deren Angehörige holten sich medizinische Beratung aus erster Hand

short

AbbVie geehrt als ein „Great Place to Work“

11. Diabetestag in Wien

Senecura-Workshop: In der Pension geht’s los!

Gesundheitskampagne von PRO-GE und FEEI

Gütesiegel Erneut vier Unternehmen ausgezeichnet

Salzburg. Die Gewerkschaft PROGE und der Fachverband Elektro-/ Elektronikindustrie (FEEI) starteten in Salzburg ihre gemeinsame Gesundheitskampagne „G2Plus: Gesund in die Arbeit – Gesund von der Arbeit“: Unternehmen und Beschäftigte werden durch Seminare, betriebliche Gesundheitstage und maßgeschneiderte Projekte bei der Weiterentwicklung einer aktiven Gesundheitsförderung unterstützt. 200 Industriebetriebe sollen sich beteiligen, dadurch etwa 1.000 Einzelmaßnahmen umsetzen. „Wir wollen, dass bis Dezember rund zehn Prozent mehr Betriebe als bisher betriebliche Gesundheitsförderungsmaßnahmen durchführen“, erklärt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der PRO-GE. „Für ältere Mitarbeiter ist alterns-

Wien. Bereits zum zehnten Mal zeichnete die Wiener Gebietskrankenkasse Firmen aus, für die die Gesundheit der Mitarbeiter ein großes Thema ist. Das Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) wurde diesmal an vier Unternehmen verliehen; insgesamt wurden bereits 50 Siegel vergeben. Die neuen Gütesiegel-Träger sind: die Gesundheit Österreich GmbH, die Metallbau-Firma Kruch GesmbH&CoKG, die Raiffeisen Service Center GmbH und die Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft. Gesundheitsminister Alois Stöger, der zusammen mit WGKK-Obfrau Ingrid Reischl die Verleihung vornahm, betonte, dass Betriebe Orte sind, wo Gesundheit aufrechterhalten werden, aber auch verloren gehen kann. Aus diesem Grund

Salzburg. Die Frage „Was fange ich mit der neu gewonnenen Zeit an?“ beschäftigt viele Pensionisten. Dementsprechend zahlreich nahmen Interessierte am Workshop mit Pensions-Profi Friedrich Roiser im SeneCura Sozialzentrum Salzburg-Lehen teil und nutzen das Angebot, spannende Inputs zu diesem Thema zu erhalten. Eine Tätigkeit im Ehrenamt ist nur eine der unzähligen Entfaltungsmöglichkeiten.

gerechtes Arbeiten ein zentrales Thema und für die Industrie eine riesiges Potenzial“, ergänzt Brigitte Ederer, Obfrau des FEEI. (fei)

Gewerkschafter Rainer Wimmer stellte neue Gesundheitskampagne vor.

buch-tipp

Rotraud A. Perner: Die reuelose Gesellschaft. Residenz Verlag, 200 Seiten, 23,50 €, ISBN: 3701733171

müsse man der Gesundheit im Unternehmen Raum bieten. Wichtig dabei sei, die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu berücksichtigen. (fei)

Alois Stöger (re.) und Ingrid Reischl (mi.) übergaben Gütesiegel der WGKK.

Menschen, über die man spricht

Ludwig Kaspar neuer medizinischer Leiter von netdoktor.at Wien. Österreichs größtes Gesundheitsportal investiert weiter in seine medizinische Qualität: Nach jahrzehntelanger Erfahrung in medizinischen Spitzenpositionen wird Ludwig Kaspar sein umfangreiches Know-how in die Weiterentwicklung von netdoktor.at einbringen. netdoktor.at hat seine Reichweite im vergangenen Jahr verdoppelt und erreicht aktuell mehr als zwei Millionen Unique Clients pro Monat. Der Internist Kaspar war viele Jahre in medizinischen Spitzenpositionen tätig, unter anderem als stellvertretender Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes der medizinische Chef aller Wiener Spitäler und Pflegeheime. Zuletzt war Primarius Kaspar Leiter der Kardiologie im Sanatorium Hera und ist aktives Mitglied der Bioethikkommission des Bundeskanzlers. (fei)

© netdoktor.at © Michael Hetzmannseder

Es braucht eine neue Kultur der Wahrhaftigkeit Wir leben in einer Gesellschaft, in der Korruption, Betrug und Gewalt, rücksichtsloser Karrierismus und grenzenlose Gier von vielen unhinterfragt akzeptiert werden. Doch muss es so sein? Wo ist das individuelle und kollektive Verantwortungsgefühl geblieben? Wieso existiert immer weniger Unrechtsbewusstsein? Rotraud A. Perner begibt sich in ihrem neuen Buch auf die Suche nach dem verlorenen Mut zur Verantwortung. Sie analysiert die Ursachen und beschreibt die Wege zu einer besseren, humaneren Gesellschaft. Perner hat nicht nur eine der spannendsten Analysen der heutigen Zeit geschrieben, sondern zeigt die reinigende Kraft der Reue und die Vielfalt der Möglichkeiten einer Kultur der Wahrhaftigkeit auf. Die Autorin Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und Evangelischer Theologie. (fei)

Betriebliche Gesundheitsförderung

© www.lisalux.at

© SeneCura

Individuelle Konzepte für Firmen

Workshop über Entfaltungschancen in der Penison mit Friedrich Roiser.

Bernhard Ludvik: Diabetestag als niederschwellige Info-Veranstaltung sehr beliebt.

© Thomas Steffl/the.bass@gmx.net

Wien. Kürzlich wurde in Wien das biopharmazeutische Unternehmen AbbVie als „Great Place to Work“ ausgezeichnet. Das 2013 aus der Aufteilung von Abbott hervorgegangene und auf Forschung ausgerichtete Unternehmen hat bereits im ersten Jahr seines Bestehens an der Benchmarkstudie für vorbildliche Arbeitsplatzkulturen teilgenommen, erklärte Ingo Raimon, General Manager AbbVie. Aktuell hat die Firma 14 Studien laufen.

Christiane Druml leitet die bioethikkommission

Christiane Druml wurde bei der konstituierenden Sitzung der Bioethikkommission im Bundeskanzleramt erneut zu deren Vorsitzender bestellt. Sie benannte auch gleich jene vier Arbeitsgruppen, die in der 7. Amtsperiode prioritär behandelt werden sollen: Partizipative Medizin, Impfen, Lebensende und Reform des Fortpflanzungsmedizinrechts. Druml: „Die Bioethikkommission ist sehr gut aufgestellt; wir haben eine von Respekt getragene, gute Diskussionsbasis.“

Lukas Plöchl, als g-neila bekannter rapper aus freistadt

„Es ist Nacht, es herrscht eine tolle Atmosphäre, man spürt richtig die Energie von mehreren 1.000 Menschen. Es ist einfach geil, wenn so viele gemeinsam für eine gute Sache laufen“, beschreibt Lukas Plöchl sein Gefühl beim letztjährigen „erste bank vienna night run“. Nun machte er im Wiener Stadtpark erneut Lust auf den CharityLauf am 30. Sept.: 6 € vom Startgeld gehen an „Licht für die Welt“, im Vorjahr waren es 114.000 €. Info: www.viennanightrun.at

© www.gmachl.com

Ingo Raimon freut sich über die Auszeichnung für sein Unternehmen.

Wien. Unter dem Motto „Ein gutes Leben mit Diabetes“ fand in der Vorwoche der 11. Wiener Diabetestag statt. Als Mitveranstalter stellte die Diabetes Initiative Österreich die Patientinnen und Patienten ins Zentrum. Bernhard Ludvik, Präsident der Diabetes Initiative und Organisator der Veranstaltung: „Das Interesse der Diabetes-Patienten, qualitativ hochwertige Informationen zu dieser chronischen Erkrankung zu bekommen, ist in den vergangenen Jahren enorm angestiegen. Die Dunkelziffer der an Diabetes erkrankten Personen in Österreich ist noch immer zu hoch. Der Diabetesinitiative Österreich ist es daher ein Anliegen, gerade durch die Unterstützung von Veranstaltungen wie dem Wiener Diabetestag, das Bewusstsein der Österreicherinnen und Österreichern im Bezug auf

© convention.group

diese Volkskrankheit und die damit einhergehenden Risiken und Spätfolgen zu schärfen.“ Die Diabetes Initiative Österreich ist eine rein aus privater Hand finanzierte interdisziplinäre Plattform für Projekte, Ideen und Kommunikation rund um Diabetes und Diabetes-Prävention. Neben informativen Vorträgen, Gesundheits-Checks und Verkostungen gab es am Wiener Diabetestag auch eine integrierte Fachausstellung, in der umfassende Informationen über bewährte und neue Produkte geboten wurden. Österreichweit gibt es offiziell rund 600.000 Diabetiker. Fast 90% der Betroffenen leiden an Diabetes mellitus Typ 2, der meist gemeinsam mit Übergewicht und Bewegungsmangel einhergeht. Das Auftreten dieser Krankheit ist neben genetischen Faktoren stark von der Ernährung und der Lebensweise abhängig.

andreas feiertag

© Licht füt die Welt/T. Meyer

© AbbVie/APA-Fotoservice/Hautzinger

Offiziell rund 600.000 Menschen in Österreich betroffen, Dunkelziffer laut Experten aber viel höher.

Fritz Hirnböck , chef des ­H otel GMACHL in ­E lixhauseN

Zum bereits fünften Mal zeichnete das Land NÖ die kreativsten, nachhaltigsten und innovativsten Vorsorgeprojekte Österreichs aus. In der Kategorie „Betriebe“ überzeugte das Romantik Hotel Gmachl aus Elixhausen mit seinem Gesundheitsprojekt „Gmachl Herzblut“. Dazu Hotelier Fritz Hirnböck: „Das Projekt zielt darauf ab, nachhaltige und positive Impulse zur Gesundheitsförderung unserer 90 Mitarbeiter zu setzen.“ Der Hotelchef will das Projekt nun ausbauen.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 4. April 2014 – 27

Auf dem weg zum rekord

Skoda will 2014 erstmals mehr als 1 Mio. Autos pro Jahr verkaufen Seite 29

noch realistischer

© Virtual Vehicle

© APA/EPA/M. Trezzini

automotivebusiness Das Virtual Vehicle optimiert mit einem Mensch-Modell Crashtestwerte Seite 33

neue b-klasse sportliche gemütlichkeit © Daimler

Europas Neuwagen werden immer grüner

© Panthermedia.net/Erwin Wodicka

short

© Messe Tulln

Graz. Anfang 2016 wird die AVL List GmbH nahe Stuttgart, in Bietigheim-Bissingen, auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern ein neues Test- und Engineering-Center in Betrieb nehmen. Insgesamt sollen dort zwei EmissionsAllradrollenprüfstände, ein NVH-Allradrollenprüfstand, ein NVH-Motorenprüfstand, zwei Antriebsstrangprüfstände und acht Motorenprüfstände betrieben werden. Damit sollen rund 100 Arbeitsplätze für 100 Ingenieure und Techniker entstehen. www.avl.com

© dpa/A3462/Marcus Führer

© AVL

Brüssel. Der europäische Nutzfahrzeugmarkt hat im Februar zum sechsten Mal in Folge zugelegt. Die Neuzulassungen stiegen um 13,7 Prozent auf 125.241 Stück, wie der europäische Branchenverband Acea mitteilte. Alle Segmente profitierten von der guten Stimmung, am stärksten legten die schweren Lkw über 16 Tonnen zu. Spanien verbuchte mit einem Plus von 49,2 Prozent den stärksten Zuwachs in der Europäischen Union, in Österreich gab es ein Plus von 12,3 Prozent. www.acea.be

Studie Die CO2-Emissionen von Europas Neuwagen sind laut einer Unter­ suchung von Jato Dynamics 2013 um 5,5 g/km auf 126,8 g/km zurückgegangen. Am umweltfreundlichsten ist mit 110,1 g/km die Renault-Flotte. Seite 28 Fiat-Chrysler Absatz soll 2014 auf 4,6 Mio. Autos steigen

Opel OPC-Cupserie startet in ihre dritte Saison

Turin. Obwohl sich Fiat und dessen US-Partner Chrysler noch mitten in der Integrationsphase (die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll), befinden, soll das laufende Jahr bereits ein Verkaufsplus bringen. Fiat-Chef Sergio Marchionne strebt einen Absatz von bis zu 4,6 Millionen Fahrzeugen an, im Vorjahr waren es noch 4,35 Millionen gewesen. In den kommenden Jahren soll das Unternehmen dann weiter wachsen, laut Angaben von Marchionne habe der Konzern aktuell Produktionskapazitäten für die Herstellung von sechs Millionen Fahrzeugen pro Jahr. www.fiat.it

Wolfsburg. Im Jahr 2012 erfuhr die österreichische Rallye-Staatsmeisterschaft mit dem Opel Corsa OPC Rallye Cup eine wesentliche Bereicherung. Am kommenden Wochenende geht die Rennserie nun mit der Lavanttal Rallye 2014 bereits in ihre dritte Saison. Zur Wertung des Rallye Cups zählen außerdem fünf weitere Veranstaltungen: Wechselland Rallye (2. bis 3. Mai), Jaques Lemanns Rallye (29. bis 31. Mai), Rallye Weiz (8. bis 9. August), Rallye Liezen (5. bis 6. September) und Rallye Waldviertel (6. bis 8. November). Im Vorjahr konnte Daniel Wollinger die Serie für sich entscheiden. www.opc-cup.at

Fiat-Chef Sergio Marchionne treibt die Integration von Fiat und Chrysler voran.

© GM Corp

Tulln. Rechtzeitig zum Start der Motorradsaison findet von 11. bis 13. April die bike-austria Tulln statt und zeigt alle wichtigen Highlights und Trends in den Bereichen Motorräder, Mopeds, Roller, E-Bikes und Pedelecs. Darüber hinaus sind auf der bike-austria auch Angebote aus den Bereichen Zubehör, Tuning, Motorradbekleidung, Gebraucht-Motorrad-Markt und Touristik zu sehen. Auf 20.000 Quadratmeter finden die Besucher 130 Aussteller, 230 nationale und internationale Marken sowie 40 Reisedestinationen. www.bike-austria.at

© APA/EPA/Tannen Maury

Ambitionierte Wachstumsstrategie OPC Rallye Cup gibt wieder Gas

Der Opel Corsa Rallye Cup setzt sich aus sechs Veranstaltungen zusammen.


C ov e r

28 – automotivebusiness

Freitag, 4. April 2014

Jato Dynamics Die Marktbeobachter haben in einer Studie die CO2-Emissionen von Europas Neuwagen untersucht

Kommentar

Studie: Die CO2-Werte von Europas Neuwagen sinken

Happy Birthday lieber Golf!

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß lag in Europa erstmals unter 130 g/km – Spitzenreiter ist Renault. Jürgen Zacharias

Limburg. Vor dem Hintergrund immer strengerer Abgasvorschriften sind die durchschnittlichen CO2Emissionen von Europas Neuwagen im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Laut einer aktuellen Untersuchung der Marktforscher von Jato Dynamics sind die Emissionen 2013 gegenüber 2012 um 5,5 g/km auf 126,8 g/km zurückgegangen – 18 der 20 größten Hersteller konnten ihre Durchschnittswerte reduzieren, nur bei Mini und Kia hat sich der Wert geringfügig um 0,9 bzw. 0,6 g/km erhöht.

Jürgen Zacharias

W

© Peugeot

Preisträger fix

Bekam die red dot-Auszeichnung „Best of the Best“: Peugeot 308 SW.

Essen. Das Design-Zentrum Nordrhein-Westfalen hat die Preisträger des red dot award im Bereich Produktdesign gekürt. Mit 4.815 Einreichungen aus 53 Ländern gab es eine Rekordbeteiligung. 72-mal wurde die höchste Auszeichnung „Best of the Best“ vergeben. In der Kategorie „Fahrzeuge“ ging dieser Preis an den BMW i3 und den Peugeot 308 SW sowie das Großbohrlochgerät Pantera D16-400 aus Finnland. Einen red dot award erhielten außerdem u.a. der Audi RS 6 Avant, das BMW 2er Coupé, der ATV Can-Am Outlander, der Citroen C4 Cactus, der Hyundai i10 und Hyundai Genesis. www.red-dot.de

Die größte Emissionsreduktion gegenüber 2012 konnte Renault erreichen; der französische Hersteller konnte seinen FlottenDurchschnittswert von 121,3 g/km auf 110,1 g/km senken und sich damit von Platz 3 der Rangliste auf Platz 1 verbessern. Während über 9.000 Elektroautos, die 2013 zugelassen wurden, ihren Teil zu diesem Ergebnis beitrugen, ging die entscheidende Veränderung

von anderen Fahrzeugen aus: Die neuen Modelle Clio und Captur, die zusammen über 45% des Gesamtvolumens der Marke ausmachen, emittieren durchschnittlich nur 103,9 g/km bzw. 105,6 g/km. Zudem senkten Antriebsverbesserungen bei den meisten anderen

Modellen den Ausstoß der Marke. Auf Platz 2 der Rangliste landete mit Peugeot ein weiterer französischer Hersteller. Verantwortlich für den Wert von 114,9 g/km waren laut Angaben von Jato Dynamics vor allem die Modelle 208 und 2008 sowie deutliche technische Verbesserungen über die gesamte Modellpalette.

Rückgänge in allen Ländern

Die durchschnittliche Emission von Europas Neuwagen lag 2013 bei 126,8 g/km.

Toyota landete mit 115,9 g/km auf dem dritten Platz, erreicht hauptsächlich durch die Emissionsfortschritte bei den neuen Modellen Auris und RAV4, und unterstützt durch ein Absatzplus der Hybrid-Versionen von Auris und Yaris. Citroën behauptete seinen vierten Platz mit 116,2 g/km, und Fiat kam nach sechs Jahren an Europas Spitze mit 118,1 g/km diesmal auf Platz fünf; von Gareth Hession, Vizepräsident von Jato

Research, gab es trotzdem Lob: „Die Hersteller leisten große Anstrengungen, um das Versprechen einzulösen, jedes neue Modell effizienter als seinen Vorgänger zu machen. Von dem Ergebnis profitieren die Kunden, einschließlich niedrigerer Unterhaltskosten und geringerer Umweltbelastungen.“ Emissionsreduktionen konnten dabei quer durch alle Segmente erzielt werden: Den größten Rückgang (um 7,4 auf 118,2 g/km) gab es in der Kompaktklasse, bei den Geländewagen (SUV) sind die Emissionen um 7,1 auf durchschnittlich 158,6 g/km CO2 zurückgegangen. Rückgänge gab es dabei in allen 23 von Jato untersuchten Ländern: Die Niederlande verzeichneten mit 109 g/km den niedrigsten Wert, gefolgt von Griechenland mit 111,3 g/km und Portugal mit 111,6 g/ km – am Ende des Feldes lag die Schweiz mit 144,7 g/km. www.jato.com

Opel Deutscher Automobilhersteller treibt seine Konzentration auf Europa weiter voran und zieht sich aus China zurück

Nächster Schritt der neuen Konzernstrategie Rüsselsheim. Der deutsche Autohersteller Opel verkauft künftig keine Autos mehr in China, dem größten Pkw-Markt der Welt. Ab Jänner 2015 werde dort der Vertrieb von Fahrzeugen der Marke Opel eingestellt, kündigte die Tochter des US-Autoherstellers General Motors (GM) kürzlich in Rüsselsheim an. Die Konzernmarke Buick hingegen bleibt in China. „Es hätte eines hohen Millionenbetrags erfordert, Opel zu mehr Bekanntheit zu führen und das Vertriebsnetz auszubauen“, begründete Vorstandschef Karl-Thomas Neumann die Entscheidung. Buick gehöre in China dagegen mit rund 810.000 verkauften Autos zu den Marktführern; Opel lieferte im vergangenen Jahr den Angaben zufolge lediglich 4.365 Fahrzeuge in China aus.

Konzentration auf Europa Die Rüsselsheimer haben vor einiger Zeit auf Drängen von GM Abschied von ihrer Exportstrategie genommen. Stattdessen will sich der Hersteller auf Europa konzentrieren und in Russland und

der Türkei wachsen. Damit Opel auf dem Heimatkontinent vorankommt, in dessen Pkw-Märkte nur

zaghaft Leben zurückkehrt, will GM Ende 2015 die Marke Chevrolet aus West- und Osteuropa abziehen.

Dank neuer Modelle wie dem Kleinwagen Adam, dem Geländewagen Mokka oder dem Cabrio Cascada legte Opel im vergangenen Jahr erstmals seit Langem wieder zu.

Investitionen angekündigt

© dpa-Zentralbild/Martin Schutt

red dot Best of the Best

Renault landet auf Platz 1

© panthermedia.net/Tyler Olson

enn Kleinkinder Autos zeichnen, dann ähneln diese in Form und Optik oft dem VW Golf. Das liegt einerseits an seiner enormen Verbreitung, andererseits aber auch an seiner ungebrochenen Popularität: 40 Jahre nach seiner Geburt ist der Dauerbrenner in siebter Generation nämlich immer noch ein Bestseller bei Jung und Alt. Das war so am 29. März 1974 nicht zu erwarten. Im Gegenteil, wären die VW-Manager an diesem Tag, als der erste Golf der Serienproduktion die Montagebänder verließ, schon zufrieden gewesen, wenn er annähernd in die Verkaufsdimension seines Vorgängers vorstoßen könnte – der Käfer hatte sich bis dahin 21,5 Mio. mal verkauft. Schon bald herrschte in Wolfsburg aber die Gewissheit, aufs richtige Pferd gesetzt zu haben; zweieinhalb Jahre nach seinem Marktstart lief der einmillionste Golf aus den Fertigungshallen und mittlerweile sind es viele Millionen mehr. Eng verbunden mit dem Erfolg des Modells sind neben den äußeren auch die inneren Werte, die auf den Kinderzeichnungen nicht zu sehen sind: Der 2er Golf machte etwa Katalysator und ABS massentauglich, im 3er Golf wurden erstmals Seitenairbags und der erste Dieseldirekteinspritzer verbaut und die aktuelle Generation glänzt mit Verbrauchswerten von nur 3,2 l/100 km. Wir gratulieren!

Im Vorjahr konnte Opel in China insgesamt nur 4.365 Fahrzeuge verkaufen.

Nach jahrelangen Verlusten soll der Autobauer bis 2016 wieder schwarze Zahlen schreiben. Dazu wird Ende 2014 das Werk in Bochum mit einst mehr als 3.000 Beschäftigten geschlossen. In Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern wurde dagegen der Kündigungsschutz bis Ende 2018 verlängert. In Rüsselsheim, wo derzeit die vier Varianten des Mittelklasse-Fahrzeugs Insignia sowie ab Jänner 2015 der Kombi Zafira Tourer gefertigt werden, komme ein weiteres Modell hinzu, bekräftigte Opel vor wenigen Tagen und kündigte Investitionen von 245 Mio. € an, hielt sich aber zu Details weiter bedeckt. In wenigen Jahren solle in Rüsselsheim zudem ein neues Buick-Modell für den US-Markt auf Basis des Insignia produziert werden. www.opel.de


H e rste l l e r & Z u l i e f er e r

Freitag, 4. April 2014

automotivebusiness – 29

Skoda Der tschechische Hersteller ist stark ins neue Jahr gestartet und will nun sein Wachstumstempo auch in den kommenden Monaten beibehalten

2014 soll nun Rekordjahr werden Moritz Kolar

Mlada Boleslav. Für den deutschen Automobilriesen Volkswagen gibt es derzeit keinen Grund zu klagen: Bis auf die spanische Markentochter Seat, die mit dem einen oder anderen Problemchen zu kämpfen hat, dürfen sich praktisch alle Marken unter dem Konzerndach über Zuwächse freuen. Besonders erfolgreich ist dabei aktuell die tschechische Tochter Skoda, auch wenn es im Vorjahr einen kleinen Rückschlag gab. 2013 erwirtschaftete der Hersteller einen Nettogewinn von 11,8 Mrd. Kronen (431,4 Mio. €) und damit um 22,9% weniger als noch 2012. Ein kleines Minus gab es auch bei der Zahl der verkauften Fahrzeuge, die um zwei Prozent auf 920.800 Autos gesunken ist, seit Beginn dieses Jahres aber steil nach oben zeigt. Im Jänner und Februar hat Skoda um 17% mehr Autos verkauft als im gleichen

Zeitraum des Vorjahres. Und auch darüber hinaus darf sich der Autohersteller derzeit über mangelnde Aufträge nicht beklagen: Wer heute einen Skoda bestellt, muss aufgrund der hohen Nachfrage laut der tschechische Tageszeitung Mlada fronta Dnes sechs Monate auf sein neues Auto warten – die normale Wartezeit liege bei zweieinhalb Monaten.

1 Mio.-Hürde als Zielsetzung Nach Ansicht von Vorstandschef Winfried Vahland deutet der „erfreuliche Jahresbeginn“ darauf hin, dass sich der Wachstumskurs

heuer fortsetzen werde. Den Gewinneinbruch 2013 führt er auf die hohen Investitionen in den Produktionsstart von neuen Modellen und auf einen Rückgang des Absatzes auf einigen Märkten zurück. Man dürfe laut Vahland aber trotzdem nicht unzufrieden sein; immerhin habe man 2013 „das zweitbeste Verkaufsergebnis in der Geschichte des Unternehmens erzielt“. Skoda hat seine Modelle in den vergangenen zwei Jahren grundsätzlich erneuert, ab 2015 wollen die Tschechen auch einen SUV anbieten. Heuer will Skoda erstmals mehr als eine Mio. Autos produzieren. www.skoda-auto.com

© APA/EPA/Martial Trezzini

Basis der aktuellen Entwicklung ist die zuletzt runderneuerte Modellpalette.

Im Jänner und Februar konnte Skoda seine Verkäufe um 17 Prozent steigern.

ULTIMATE HIGH PERFORMANCE

Volvo Auf der Erfolgsspur

Gute Bilanz 2013 Göteborg. Gute Nachrichten für Volvo: Der schwedische Automobilhersteller hat im vergangenen Jahr ordentlich Gas gegeben – aufgrund der hohen Nachfrage in China und Kosteneinsparungen im vergangenen Jahr schnellte der Gewinn auf umgerechnet 217 Mio. € in die Höhe. Das gab das Unternehmen, das zur chinesischen Geely-Gruppe gehört, vor wenigen Tagen an seinem Firmensitz in Göteborg bekannt. Im Vorjahr war der Gewinn bei gerade einmal 7,5 Mio. € gelegen.

Rückgänge am US-Markt Laut Angaben des Unternehmens sei insbesondere die zweite Jahreshälfte gut gelaufen – vor allem in China: Auf Volvos zweitem Heimatmarkt stieg der Absatz um fast die Hälfte, China ist damit neben den USA mittlerweile der wichtigste Markt für Volvo – dort fischen die Schweden im selben Oberklasse-Teich wie BMW, Daimler und Audi. In den USA lief es dagegen schlechter: Weil kaum neue Modelle auf den Markt kamen, ging der Absatz um zehn Prozent zurück. Inzwischen werden nur noch etwa halb so viele Volvo-Autos in den USA verkauft wie vor zehn Jahren. Der gesamte Volvo-Umsatz ging so auch leicht auf 13,8 Mrd. € zurück. Inmitten der weltweiten Autokrise hatte der US-Konzern Ford Volvo 2010 an den chinesischen Konzern Geely verkauft. www.volvo.com

ULTRAC VORTI. DER NEUE ULTRA-HIGH-PERFORMANCE-(UHP)SOMMERREIFEN. SCHLANKES DESIGN UND ASYMMETRISCHES PROFIL, VON GIUGIARO ENTWORFEN. GESCHWINDIGKEITSCODE (Y) ÜBER 300 KM/H, HERAUSRAGENDES HANDLING, MAXIMALER KOMFORT UND EXZELLENTES

© Volvo

BREMSVERHALTEN AUF TROCKENER WIE AUF NASSER STRASSE.

W W W.V R E D E S T E I N . AT Volvo konnte im Vorjahr einen Gewinn von 217 Mio. Euro erwirtschaften. id7_VSTEIN_2659471_002.indd 1

18-3-2014 15:27:24


Besser bewegt: mit dem neu Dieselmotor aus Ă–sterreich.

Der Toyota Verso. Erfahren Sie mehr: toyota.at

Toyota Frey Austria TOY_Designpak_VERSO_Medianet_568x417_ICv2.indd 1


uen .

Jetzt DesignPaket kostenlos

Neben Unmengen von Platz beeindruckt der Toyota Verso auch mit einem sparsamen und umweltfreundlichen Dieselmotor aus Österreich sowie einem kostenlosen Design-Paket samt Skyview Panoramaglasdach und Leichtmetallfelgen. Jetzt bei Ihrem Toyota Partner!

Design-Paket für alle Verso Active Modelle (außer 2,2 D-CAT Active Automatik). Angebot gültig bis 30. 6. 2014. Symbolfoto. Verso Normverbrauch: 4,5–6,8 l/100 km, CO2-Emission: 119–169 g/km.

24.03.14 15:47


M ode l l & H a n de l

32 – automotivebusiness

Freitag, 4. April 2014

Mercedes-Benz B 220 4matic Viel intelligente Technik, Fahrspaß und Komfort in der B-Klasse

short

Sportliche Speerspitze ­einer gemütlichen Klasse

Alex Wurz startet mit 1.000 PS-Hybrid

© Toyota

Wenn hier jetzt noch die Optik deutlicher ins neue Erscheinungsbild gepasst wird, stimmt alles. Wien. Das Unangenehme zuerst: Es gibt, so unsere bescheidene Meinung, keinen Blickwinkel, aus dem einem die B-Klasse so richtig gefällt. Klar, sie ist kein hässliches Auto, im Gegenteil, man merkt am gänzlich ungewagten Outfit des zweitkleinsten Benz (dem smart mal außen vor gelassen), dass sich das Design-Department hier besonders darum bemüht hat, nichts falsch zu machen und allen zu gefallen. Was insbesondere deshalb schade ist, weil gerade Mercedes-Benz seit Kurzem eindrucksvoll vorzeigt, wie man alles richtig machen kann, wenn man sich bewusst und betont aus dem Fens-ter lehnt, mit alten Konventionen bricht und den einen oder anderen Pinselstrich etwas provokanter, etwas futuristischer anbringt, als das die Freunde und Kenner der Marke bislang gewohnt waren. Beispiele gefällig? Klar: die neue A-Klasse. Damit hätte man nun wirklich nicht gerechnet. Oder auch die aktuelle E-Klasse, die Grundlinie des Benz-Fahrens, sozusagen. Man kann, so meinen wir, mit Fug und Recht behaupten, dass sich der gemeine Autofreak noch nie so oft bewundernd nach Taxis umgedrecht hat, wie derzeit, wenn die Droschkiers über frischeste Ware verfügen. Und last but not least: das neue S-Klasse Coupé. Besonders beim Heck wurde mit allen Konventionen gebrochen, durchaus mit Mut agiert. Die Verwandtschaft mit dem Heck der großen S-Klasse ist erst auf den zweiten Blick schlüssig erkennbar. Auf den ersten ist man vor allem mal verzückt, erstaunt, begeistert. Eingedenk dieses Hintergrundwissens kann man also nur hoffen, dass sich die derzeit

Wien. Bei der diesjährigen FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) geht das Kölner Toyota Racing Team mit zwei neuen LMP1-Boliden ins Rennen. Die Toyota TS040 HybridRennwagen werden von einem 382 kW/520 PS starken 3,7 l-Benziner sowie einem 353 kW/480 PS Elektro-Antriebssystem angetrieben. Die bislang verwendete Einheit von der Firma Denso an der Hinterachse wird vorn um eine E-Motor/GeneratorKombination aus dem Hause Aisin ergänzt – somit werden alle vier Räder angetrieben. Mit dieser Kraftverteilung kehrt Toyota zu einem Konzept zurück, das bereits seit 2007 einen festen Platz in der Rennhybridentwicklung einnimmt. Wenn die neue Saison am 20. April im britischen Silverstone startet, sitzen die bewährten Toyota-Piloten am Steuer der beiden TS040 Hybrid: Der Österreicher Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Kazuki Nakajima teilen sich Fahrzeug Nummer 7, Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Nicolas Lapierre pilotieren das Fahrzeug Nummer 8. Alexander Wurz ist nach den ersten Test sehr positiv gestimmt und freut sich auf die Rennserie mit dem komplett neuen Fahrzeug: „Der TS040 ist extrem kraftvoll; mit dem Allradantrieb können wir noch besser beschleunigen und mehr elektrische Energie gewinnen.“ www.toyota.at

Mazda erhöht die ­Garantie auf 5 Jahre

© Daimler

Gregor Josel

Der kombinierte Antrieb des Toyota TS040 leistet insgesamt 1.000 PS.

Der Mercedes-Benz B 220 4matic ist ab 37.150 Euro wohlfeil und kostet so das Gleiche wie der frontgetriebene B 220 CDI.

so hocherfolgreiche MercedesDesignmannschaft baldigst auch der B-Klasse annimmt und sie dem übrigen Markenoutfit anpasst. Dies kann kein Fehler sein.

Feinste Technik Nun zum feinen, nämlich der technischen Perfektion der BKlasse. Alles sitzt, alles passt, der Innenraum präsentiert sich hochergonomisch, Komfort ist zuhauf vorhanden, man wähnt sich in einem viel größeren, viel teureren Auto, wenn man mit dem B auf die große Reise geht. Über die Güte des starken 2,2 l-Benziner ist nicht nur an dieser Stelle schon oftmals euphorisch geschrieben worden, man würde dem Aggregat aus

dem Stand weit mehr Leistung als die vorhandenen 184 PS zuschreiben. Ein Verdienst, der freilich auch dem quick und unauffällig agierenden Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (7G-DCT) zuzuschreiben ist. Jedenfalls plagt sich die Antriebs-Kombi kaum mit dem Mehrgewicht (70 kg) des Allradantriebs, dieser hilft allerdings, wenn man es etwas fliegen lassen will. Falls man das in einem solchen Auto überhaupt will.

Zielgruppenfahrwerk Denn in Sachen Fahrwerk ist erneut die Zielgruppe der B-Klasse generell zu spüren, auch wenn wir es hier sicherlich mit der sportivsten Ausformung der Baureihe zu tun

haben. Zwar teilt der Frontantrieb, wenn allein tätig, behände seine Zuständigkeitsbereiche in Lenken und Antrieb, dennoch hat man in der BKlasse keinerlei Lust auf Fahrwerksakrobatik. Zwar liegt der B mit dem Allrad satter auf der Straße als alles vor ihm, was in dieser kompakten Hochbauweise in den letzten 16 Jahren aus Stuttgart kam; wie es noch besser ginge, zeigt dennoch die neue A-Klasse eindrucksvoll vor. Und da muss noch nicht mal der A 45 AMG gemeint sein.

Fazit Ein Benz ist ein Benz ist ein Benz, das gilt auch für die B-Klasse. Neue Optik bitte, sonst alles gut. www.mercedes-benz.at

Audi S8 Wie schon immer, aber diesmal noch deutlicher: ein reinrassiger Supersportler im Limousinengewand

Sagen Sie niemals Luxuslimousine zu ihm © Mazda

Spielberg. Denn, ganz klar: Der Audi S8 in seiner aktuellsten Ausbaustufe versteht sich von hinten bis vorn, von innen bis außen als reinrassiger Sportwagen und lässt diesbezüglich auch keine Zweifel aufkommen. Klar ist er groß, klar hat er vier Türen, klar kann er – das etwas harte Fahrwerk mal außen vor gelassen – auch komfortabel, wenn man es denn will. Denn der V8-Biturbo beweist in Sachen

Wien. Beim Kauf eines neuen Mazda gibt es ab sofort zu den drei Jahren Herstellergarantie noch zwei Jahre NeuwagenAnschlussgarantie serienmäßig dazu. Und zwar für die gesamte Mazda-Modellpalette. Das Paket bietet mit der 24-StundenHotline auch im europäischen Ausland umfassenden Schutz. Der Garantiefall kann in jeder Mazda-Vertragswerkstatt in ganz Europa mit Original-Ersatzteilen von Mazda behoben werden. Und dabei fallen für den Kunden keinerlei Kosten an, weder für Ersatzteile noch für Arbeitsstunden. Ein Paket, das Mazda Austria gemeinsam mit CarGarantie entwickelt hat und das die Zuverlässigkeit der Modelle unterstreicht. www.mazda.at

© Audi

Fünf Jahre sorgenfrei fahren, heißt es ab nun mit jedem Mazda.

Sound, Charakteristik und Co sein ungestümes Wesen, auch wenn man ihm jüngst die Euro 6-Reife angedeihen ließ – bei gleichbleibender, atemberaubender Leistung von 520 PS. Ein Absenken des EU-Verbrauchs auf 9,6 l ließ sich etwa durch hochtechnisches wie Zylinderabschaltung erreichen; dass derlei eher nur auf dem Papier gilt, versteht sich ebenfalls von selbst. Denn wer es ernsthaft

Der Audi S8 4,0 TFSI Quattro mit 8-Gang-Tiptronic kostet ab 147.620 Euro.

zustandebringt, einen wie den S8 mit weniger als, sagen wir mal, 14 l Durchschnittsverbrauch zu bewegen, ist entweder gasfußkrank oder hauptberuflich Asket.

Rennstreckenaffin Um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, derartige Werksangaben empirisch zu prüfen, begaben wir uns mit dem neuen S8 gleich auf die Rennstrecke und drehten ein paar Runden in Spielberg, wo eifrig am Formel 1-Comeback des Österreichring, nunmals Red Bull-Ring, gebaut wird. Ein paar schnelle Runden, vor allem aber der ambitionierte Ritt durchs sagenhafte Omega der Strecke bewies einmal mehr, dass Audi eigentlich Sportwagen im Limousinengewand baut und nicht umgekehrt. Das Fahrwerk gibt Feedback wie ein Monoposto, der Motor röhrt und faucht, dass es eine Freude ist, und auch der Grenzbereich – in jedem anderen Auto dieser Klasse gibt es sowas gefühlt erst gar nicht – klopft recht bald ans Lenkrad, wenn man dann erst mal Laune ge-

kriegt hat und es so richtig fliegen lässt. All das paart sich mit einem hochsportlich aufgesetzten Innenraum, der in all seinem CarbonSchick auch gut in einen R8 passen würde. Nur dass das weite Reisen in diesem nicht so angenehm wäre.

Engagierter Auftritt Jene Zwitterei aus groß und schnell könnte freundlicherweise als gelungener Kompromiss betitelt werden. Fest steht: Freilich hat auch ein S8 trotz aller Sport-Skills alle Annehmlichkeiten eines großen Luxusautos mit an Bord – und auch das kann Audi bekanntlich sehr gut. Speziell beeindruckend: Die Matrix LED-Scheinwerfer, deren Fernlicht keinen Gegenverkehr mehr blendet und die Naviunterstützt richtig in die Kurve reinleuchten. Auch hinten sitzt es sich fein bis superangenehm, solange bis den Chauffeur eben der Hafer sticht. Dann ist man aber im Bedarfsfall in knapp vier Sekunden über der 100er-Marke, falls das in Terms of Business irgendetwas bringen sollte. www.audi.at


I n n ovati on & U m we lt

Freitag, 4. April 2014

automotivebusiness – 33

Virtual Vehicle Das Forschungszentrum will mit erweitertem Mensch-Modell zur Optimierung von Crashtestwerten beitragen

short

Neues Crashtest-Modell verhält sich realistischer

CAR-Studie: E-Autos läuft die Zeit davon

Um nun eine möglichst realitätsnahe und repräsentative Datenbasis zur Parametrierung von Simulationsmodellen zu schaffen, wurde im Rahmen des Projekts OM4IS in Kooperation mit den Instituten für Fahrzeugsicherheit und Fahrzeugtechnik der TU Graz sowie den Industriepartnern PDB, Bosch, Toyoda Gosei, TRW und Dynamore eine solche Studie durchgeführt. 30 Probanden wurden als Beifahrer einem Notbremsmanöver mit 12 km/h und einem Spurwechselmanöver mit 50 km/h ausgesetzt, wobei Beschleunigungen von 1 g in Längs- bzw. Querrichtung erreicht wurden.

Graz. Passive Sicherheitssysteme wie Gurt oder Airbag haben einen enormen Beitrag zur Reduktion der Zahl der Verkehrstoten und auch zur Reduktion von sozio-ökonomischen und medizinischen Folgen von Unfällen geleistet. Diese Systeme haben inzwischen einen Reifegrad erreicht, an dem eine weitere Verbesserung nur noch sehr schwer zu realisieren ist. Ein zukunftsträchtiger Weg für eine weitere Reduktion von Verkehrstoten ist aber der Einsatz von aktiven und integralen Sicherheitssystemen, die die Fahrzeugkinematik vor und während eines möglichen Unfalls beeinflussen können. Dadurch können die Kollisionsschwere vermindert und Unfälle sogar vermieden werden. Im Jahr 2014 wird erstmals die Performance eines aktiven Systems, nämlich des autonomen Notbremsassistenten, in EuroNCAP Tests berücksichtigt.

Neuer Forschungsansatz

CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer sieht die Zukunft von E-Autos kritisch.

Berlin. Ein schneller Durchbruch von Elektroautos in Deutschland wird nach einer Studie des CAR-Instituts an der Uni Duisburg-Essen immer unwahrscheinlicher. „Das Thema ist bei Gesprächen kaum mehr gefragt, der Hype verfliegt – kurzum, dem Elektroauto läuft die Zeit weg, und ohne kräftigen Anschub muss man erwarten, dass dem Elektroauto der Strom ausgeht“, sagte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer. Laut seinen Angaben seien 2013 in Deutschland nur 6.379 Elektroautos neu zugelassen worden, zum 1. Jänner 2014 waren demnach lediglich 12.156 der 43,9 Mio. Autos auf Deutschlands Straßen Stromer. In Österreich ist die Situation nicht viel anders: Laut Statistik Austria wurden im vergangenen Jahr 654 Pkw mit Elektroantrieb neu zum Verkehr zugelassen und damit immerhin um 53,2% mehr als 2012; insgesamt sind hierzulande trotzdem nur 2.070 Fahrzeuge mit dem alternativen Antrieb unterwegs. www.uni-due.de www.statistik.at

Wichtige Rückschlüsse 30 Probanden wurden einem Notbrems- und einem Spurwechselmanöver ausgesetzt.

zu einer veränderten Initialposition für den Crash führt. Mit einem klassischen Dummy ist ein derartiges aktives oder reaktives Verhalten nicht realisierbar. Das heimische Forschungszentrum Virtual Vehicle wählte daher einen anderen Ansatz und bedient sich dabei eines rein passiven Grundmodells, das in der Domäne der Crash-Berechnung validiert und getestet ist. Darauf wird ein Algorithmus zur Bewegungsansteuerung aufgesetzt. Durch ein modulares Design lassen sich unterschiedliche Basismodelle und Modellstände, unterschiedliche Simulationscodes und sogar unterschiedliche Simulationsmethoden (Finite Elemente oder Starrkörper) mit demselben Modul zur Bewegungskontrolle ansteuern. Um dem Modell nun ein realistisches Verhalten aufprägen zu können, werden verschiedene

Quellen herangezogen. Für die Untersuchung der Insassenkinematik werden häufig zwei Verfahren angewandt: Schlittenversuche und Fahrzeugversuche. In Schlittenversuchen befinden sich die Probanden auf einer Plattform, die über Hydraulikzylinder oder einen Kabelzug bewegt werden kann. Dadurch werden Fahrmanöver nachgestellt, und die Bewegung der Probanden wird aufgezeichnet. Im Gegensatz dazu wird bei Fahrzeugversuchen das kinematische Verhalten der Probanden direkt im Fahrzeug bestimmt; der Vorteil hierbei ist, dass die gewohnte Umgebung sowohl im Fahrzeuginneren als auch außerhalb des Fahrzeugs vorhanden ist, wodurch ein Verhalten, das näher an der Realität ist, erwartet wird. Der Aufwand ist jedoch auch wesentlich größer, die Anzahl entsprechender Studien hält sich daher in Grenzen.

Das im Rahmen des OM4IS Projekts entwickelte Modell ist in der Lage, das kinematische Verhalten der gesamten Bandbreite an Versuchspersonen für Notbremsmanöver mit angemessener Genauigkeit zu reproduzieren; das Verhalten bei einem Spurwechsel kann ebenfalls nachgestellt werden. Im Rahmen des Folgeprojekts OM4IS 2 soll nun eine weitere Testserie mit Probanden durchgeführt werden, die als Validierungsbasis für ein erweitertes Insassenmodell für die integrale Sicherheit dienen soll. Am Forschungsprojekt beteiligte Hersteller sind unter anderen BMW, Daimler, VW und Audi. Sie bekommen durch die gemeinsame Entwicklungsarbeit das neu entwickelte Simulationsmodell und aussagekräftige Datensätze, welche für die Entwicklung von Sicherheitsystemen überaus wertvoll sind. So können die lebensrettenden Systeme noch besser auf den realen Menschen ausgelegt werden. www.vif.tugraz.at

Elektroauto-Konzept im Praxiseinsatz

© Toyota

Die Bewertung von passiven Sicherheitssystemen wird typischerweise anhand von Crashtests durchgeführt. Dabei werden während definierter Aufprallversuche Belastungsniveaus in instrumentierten Dummies gemessen, die dann Rückschlüsse auf Verletzungswahrscheinlichkeiten in Menschen erlauben. In derartigen Belastungssituationen spielt der Beitrag der aktiven Muskelanspannung zur Dynamik eine untergeordnete Rolle. Werden allerdings zusätzlich zur reinen Anprallsituation (Crash-Phase) auch die Sekunden davor berücksichtigt (Pre-Crash-Phase), dann kann der Insasse in dieser frühen Phase seine Kinematik beeinflussen, was

© Virtual Vehicle Forschungszentrum

Moritz Kolar

© CAR

In Kooperation mit u.a. TU Graz, Bosch, PDB & TRW wurde eine entsprechende Studie durchgeführt.

Daimler Neuartige Motorraumkapselung „Eco Thermo Cover“ wurde als europäische Öko-Innovation anerkannt

Sternen-Innovation bekommt grünes Siegel schlossenen Kühlerjalousie bleibt die Wärme beim Mercedes-Benz S 300 BlueTec Hybrid dort, wo sie bleiben soll: im Motorraum. Und zwar auch, wenn das Fahrzeug über einen längeren Zeitraum abgestellt wird. Beim erneuten Anlassen ist durch die höheren Temperaturen die Reibung im Ag-

gregat reduziert, die Kaltstartverluste werden minimiert und die CO2-Emissionen sinken. Untersuchungen bei Mercedes-Benz zeigen eine Verbrauchsverbesserung im Jahresmittel von bis zu 1,5 l pro Tankfüllung. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission die neuartige Motorraumkapselung

© Daimler

Stuttgart. Was sich umweltbewusste Bauherren bei ihrer Immobilie zunutze machen, haben MercedesIngenieure jetzt erstmals ins Automobil gebracht – Energiesparen durch Isolierung. Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll: Dank isolierenden Trennwänden im Motorraum und einer im Stand ge-

Der Motorraum des Mercedes-Benz S 300 BlueTec Hybrid – die Trennwände sind isoliert und speichern so die Wärme besser.

„Eco Thermo Cover“ kürzlich auch als Öko-Innovation anerkannt. Mercedes-Benz hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Joint Research Center der EU ein Nachweisverfahren für das Einsparpotenzial erarbeitet und als erster Hersteller einen erfolgreichen Antrag auf Anrechnung von Eco-Innovation-Credits im Bereich Wärmespeicherung gestellt. Die CO2-Ersparnis durch das Eco-Thermo Cover wurde nun von der EU beglaubigt. Bereits 2009 wurden in der CO2-Gesetzgebung sogenannte Eco-Innovations definiert, seither aber nur vier ÖkoInnovationen anerkannt. Die EU zeichnet damit innovative Technologien aus, die im tatsächlichen Fahrbetrieb ein Einsparpotenzial bieten, im „Neuen Europäischen Fahrzyklus“ (NEFZ) aber nicht ermittelt werden können. So kommt das Eco Thermo Cover beim LaborMessverfahren des NEFZ nicht zur Wirkung, weil das Auto bei den vorgeschriebenen Verbrauchstests immer auf dieselbe Temperatur des Prüfstands abgekühlt sein muss. www.daimler.com

Kann nun auch in Tokio getestet werden: Toyotas Kompaktauto i-Road.

Tokio. Der japanische Automobilhersteller Toyota setzt zunehmend auf sein ultrakompaktes Elektroauto i-Road. Nachdem das Fahrzeug bereits seit einigen Tagen auf den Straßen von Toyota City in Japan unterwegs ist, können nun auch Bewohner der Hauptstadt Tokio das emissionsfreie City-Mobil von Toyota unter Alltagsbedingungen im Stadtverkehr testen. Toyota will damit die Vorzüge eines Autos mit der Wendigkeit eines Zweirads verbinden und so eine völlig neue Fahrzeugklasse für den Stadtgebrauch schaffen. Der nur 87 cm breite i-Road ist komfortabler, sicherer und mit einem Dach über dem Kopf auch wetterfester als Roller und Motorräder, zugleich aber mit einem Wendekreis von nur drei Metern leicht manövrierbar und nimmt somit auch deutlich weniger Parkraum in Anspruch. Der Einsitzer basiert auf einem Konzeptfahrzeug, das Toyota im vergangenen Herbst auf der Tokyo Motor Show präsentiert hatte. www.toyota.com


R u n d u m s au to

34 – automotivebusiness

Freitag, 4. April 2014

Rolls-Royce Die Luxusmarke darf sich weltweit (v.a. im Nahen & Mittleren Osten, China) über steigende Absatzzahlen freuen

short

Traditionsmarke eröffnet Servicestandort in Wien

© APA/EPA/Sven Hoppe

Sixt: Gewinn mit 94 Mio. Euro höher als erwartet

Mit einem neuen Servicestandort in Wien will man den Erfolg nun auch „auf Österreich übertragen“. Wien. Für die zum BMW-Konzern gehörende britische Traditionsmarke Rolls-Royce laufen die Geschäfte derzeit ausgezeichnet. Das vergangene Jahr brachte den vierten Verkaufsrekord in Folge, gegenüber 2012 konnten die Absatzzahlen um 1,5 Prozent gesteigert werden. Der stärkste Zuwachs wurde dabei im Nahen und Mittleren Osten sowie in China erzielt, wie Rolls-Royce mitteilte. China gehört neben den USA zu den wichtigsten Absatzmärkten für die Luxusmarke, Europa und Österreich im Speziellen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle – nichtsdestotrotz reagiert Rolls-Royce auch hierzulande auf die weltweit gestiegene Nachfrage und wird im Juli einen neuen autorisierten Servicestandort in Wien errichten.

München. Sixt hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld verdient als erwartet. Der Autovermieter verbuchte unter dem Strich einen Gewinn von gut 94 Mio. €, das ist ein Plus von rund 19%, verglichen mit 2012. Konzernchef Erich Sixt hatte ursprünglich sogar mit einem Gewinnrückgang gerechnet, allerdings nach einem starken dritten Quartal die Erwartungen wieder nach oben geschraubt. Der Umsatz wuchs 2013 um gut 4 Prozent auf 1,67 Mrd. €, wie Sixt mitteilte. Besonders gut lief das Geschäft im Ausland. Inzwischen macht Sixt 41% seiner Umsätze außerhalb Deutschlands. www.sixt.com

Mercedes gibt Einblick in seine Rettungswelt

© Apcoa

Apcoa bekommt neue Eigentümer

Künftig wird Apcoa von einer Gruppe Finanzinvestoren geführt werden.

Frankfurt. Die Parkhausgebühren vieler Autofahrer landen künftig in den Taschen von Hedgefonds. Der größte europäische Parkhausbetreiber Apcoa Parking gehört künftig aller Voraussicht nach bald einer Gruppe von Finanzinvestoren um den US-Fonds Centerbridge, der sich auf Sanierungsfälle spezialisiert hat. Apcoa teilte vor wenigen Tagen mit, dass man sich im Zuge der laufenden Verhandlungen über eine Reduzierung des Schuldenbergs auf einen Eigentümerwechsel vorbereite. www.apcoa.com

Niederlassung in Wien 19

Im vergangenen Jahr konnte Rolls-Royce seine Absatzzahlen um 1,5 Prozent steigern – Wachstumstreiber war u.a. der Ghost.

Der Servicestandort von RollsRoyce in Österreich wird in der erst vor wenigen Tagen nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wiedereröffneten BMW-Nieder-

lassung Wien eingerichtet. Der Betrieb in der Heiligenstädter Lände im 19. Bezirk bietet Rolls-RoyceKunden das vollständige Programm an Service-, Wartungs- und

Reparaturleistungen. Die hochspezialisierten Mitarbeiter wurden dazu eigens im Rolls-Royce-Werk in Goodwood geschult.

Qualifizierter Partner

© BMW

Fulda. Mercedes-Benz ist auf der Rettmobil 2014 (14.–16. Mai) mit zwei neuen Modellen vertreten. Im Mittelpunkt des diesjährigen Messeauftritts stehen die neue Mercedes-Benz C-Klasse als Notarzt-Einsatzfahrzeug sowie die V-Klasse. Mit dem Sprinter Show-Car werden zudem Einblicke in das beliebteste Modell unter den Rettungswagen gegeben. Mit zwei verschiedenen Rahmen werden die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Sprinter veranschaulicht, der in puncto Sicherheit, niedrigen Verbrauchswerten, einer markanten Optik und mit Motoren nach der künftigen Abgasstufe Euro VI Maßstäbe in seinem Segment setzt. www.daimler.com

© APA/EPA/Jakub Kaczmarczyk

Moritz Kolar

41 % seiner Umsätze erwirtschaftet Erich Sixt außerhalb Deutschlands.

Der Rolls-Royce Servicestandort wird in der BMW-Niederlassung in Wien eingerichtet.

„Wir wissen, dass wir in Österreich viele anspruchsvolle Kunden haben, sodass es naheliegend war, ihnen einen adäquaten Fahrzeugservice zu bieten“, erklärte James Crichton, Regional Direktor RollsRoyce Motor Cars für Europa: „Angesichts des nachhaltigen Wachstums von Rolls-Royce Motor Cars und den dank Ghost und Wraith stetig steigenden Absatzzahlen sind wir sicher, diesen Erfolg auch auf den österreichischen Markt übertragen zu können. Deswegen sind wir sehr froh, mit der BMWNiederlassung Wien einen quali-

„Wir wissen, dass wir in Österreich viele anspruchsvolle Kunden haben, sodass es naheliegend war, einen adäquaten Fahrzeugservice anzubieten.“ James Crichton, Rolls-Royce

fizierten und engagierten Partner gefunden zu haben.“ www.rolls-royce.com

Vespa Die italienische Rollerschmiede bringt vier Jahrzehnte nach ihrer Premiere eine Neuauflage der Primavera

Kultmodell Primavera erlebt zweiten Frühling Wien. Im Jahr 1968 feierte die Vespa Primavera ihre Premiere. Über 40 Jahre später erlebt das Kultmodell der italienischen Rollerschmiede Piaggio mit optischen Stilelementen der Vespa 946 und einem zukunftsweisenden 3-Ventil-Motor ein Comeback. „Mit der neuen Vespa Primavera setzt Piaggio auf eine gekonnte Mischung aus innovativer Technik und einem zeitlosen Design mit historischen Werten. Damit wird der Geist der Jugendkultur der späten 1960er-Jahre neu interpretiert“, zeigt sich Josef Faber, CEO der Faber GmbH und österreichischer Generalimporteur der italienischen Marken Piaggio, Vespa, Gilera, Derbi und Moto Guzzi begeistert.

Typische Linienführung Bereits im vergangenen Jahr kündigte Vespa mit dem LuxusModell 946 eine innovative Neuausrichtung des Designs an. Die neue Vespa Primavera beeindruckt optisch mit einem eleganten Look, der exklusive Designelemente der edlen Vespa

946 aufgreift. Formschön präsentieren sich die hochwertigen 11‘‘ Aluminium-Felgen, die in einer Neuinterpretation des berühmten 5-Speichen-Looks ihrer Vorgängerin nachempfunden sind. Ihre typische Linienführung mit den in der Karosserie eingelassenen LED-Leuchtelementen und Blinkern runden das Erscheinungsbild der Primavera ab. Zudem ist die Sitzbank für

Fahrer und Sozius in drei exklusiven Farben erhältlich und bietet damit Spielraum für individuelle Farbkombinationen.

Neuer Einzylinder-4-Takter Nicht nur äußerlich zeigt sich die Vespa Primavera runderneuert: Herz der kultigen „Wespe“ ist ein hochmoderner 125 cm3 luftgekühlter Einzylinder-4-Takter mit drei Ventilen, der in Pontedera, dem Forschungs- und Entwicklungszentrum von

Die neue Vespa Primavera ist in der Version 50 2T ab 2.999 Euro erhältlich.

© Piaggio

­ iaggio, konstruiert und gebaut P wurde. Der zukunftsweisende Motor präsentiert sich mit elektronischer Einspritzung und verringerten Reibungswerten für eine bessere Performance. Der 125 cm3-Motor garantiert gesteigerte Leistung bei gleichzeitig verringertem Treibstoffverbrauch und reduzierten Schadstoffemissionen. Aber auch der erprobte 50 cm 3 2-Takt-Motor sorgt für Agilität und Fahrspaß. Leuchtelemente mit LED-Ausstattung, ein vergrößertes Helmfach unter der Sitzbank sowie die trapezförmigen Anzeigen in neuester Technologie komplettieren die hochwertige Ausstattung des modernen Rollers. Mit einer vollkommen neu entwickelten Motoraufhängung an den Kontaktpunkten werden die Vibrationen deutlich reduziert. Mit der neu konstruierten Radaufhängung vorn wird das Abrollverhalten positiv beeinflusst und der Fahrkomfort merklich gesteigert. www.faber.at


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 4. april 2014 – 35

mischfonds favorisieren

Die Kepler-Fonds KAG rät für 2014 zu breiter, dynamischer Streuung Seite 38

deutliches prämienplus

© Karl Michalski

© EOS Werbefotografie

financenet Die Zürich Versicherung legte 2013 in den Sparten Leben und Schaden zu Seite 39

allianz vorsorge mit life check © Allianz/Ingo Folie

Erdogans Sieg lässt die Börse aufblühen

ATX 26. März–2. April 2014

ATX (Schluss 2.4.) Wochentop Wochenflop

2.556,33 2,93% WXF CNTY

14,86% -3,77%

Top 5 ATX Prime Warimpex 14,86% Semperit 10,15% Zumtobel 7,68% KapschTrafficcom 7,05% Raiffeisen Bank International 7,03% Flop 5 ATX Prime Century Casinos -3,77% Valneva -3,59% Telekom Austria -3,33% Do&Co -0,29% Österreichische Post -0,14%

DAX 26. März–2. April 2014

7,77% -1,80%

Top 5 DAX Commerzbank 7,77% HeidelbergCement 5,10% ThyssenKrupp 5,02% Infineon 4,76% Continental 4,07% Flop 5 DAX Merck -1,80% Deutsche Börse -1,07% Allianz -0,53% Fresenius Medical Care -0,12% Bayer -0,07%

inhalt

Capital:Markets > EAM: Gewinne in Polen und Ungarn beobachten 38 Fonds:Park > C-Quadrat für heuer nur vorsichtig optimistisch

38

Banking > Russland-Sanktionen bedrohen Austro-Banken 39 > Extreme Zunahme bei Chinas faulen Krediten 39 insurance:Watch > Generali will verstärkt in Asien wachsen > Coface: Zahlungsmoral in China nimmt ab

40 40

Strohfeuer? Der klare Sieg der Partei des türkischen Premiers Erdogan bei den Kommunalwahlen pusht die Währung und die Börse. Experten sind sich aber nicht einig, ob der Aufschwung von Dauer sein wird, denn der Wirtschaft fehlt noch der Antrieb. Das könnte sich aber im zweiten Halbjahr ändern. Seite 36 China Staat sprang auch dieses Mal nicht mehr ein

Warnhinweise Bei komplexen Finanzprodukten

Shanghai. In China mehren sich die Anzeichen für eine drohende Pleitewelle unter den hochverschuldeten Unternehmen des Landes. Einem Medienbericht zufolge platzte in der Volksrepublik binnen weniger Wochen bereits eine zweite Firmenanleihe: Der Baumaterial-Produzent Xuzhou Zhongsen Tonghao New Board konnte seine Zinsen auf einen gut 21 Mio. € schweren Bond nicht bezahlen. Bereits Anfang März platzte ein Bond, was die Börsen verunsicherte, da der Staat bisher strauchelnden Konzernen unter die Arme griff. Auf eine implizite Staatsgarantie scheint offenbar kein Verlass mehr zu sein. (APA)

Berlin. Die Europäische Union will Privatanleger besser schützen. Künftig sollten europaweit geltende Informationsblätter über Chancen und Risiken von Finanzprodukten aufklären, teilte der Europa-Abgeordnete Sven Giegold (Grüne). Darauf hätten sich Parlament, Mitgliedsstaaten und Kommission verständigt. Künftig müsste für Kapitallebensversicherungen dasselbe Informationsblatt wie für Fonds erstellt werden. Neu ist auch ein Warnhinweis bei komplexen Produkten: „Sie sind im Begriff, ein kompliziertes Produkt zu kaufen, das schwer zu verstehen ist“, soll auf den Beipackzetteln stehen. (ag)

Zweite Firmen-Anleihe platzt

Dieses Mal ließ die Meldung über geplatzte Anleihe die China-Börsen kalt.

EU für europaweite Infoblätter

© Virginie Lefour/EPA/picturedesk.com

CBK MRK

© EPA/Wu Hong

Wochentop Wochenflop

9.623,36 1,85%

© EPA/Tolga Bozoglu

DAX (Schluss 2.4.)

Europa-Abgeordneter Sven Giegold: Privatanleger besser schützen.


fin a n c e : c ove r

36 – financenet

Freitag, 4. April 2014

financenet@medianet.at

Türkei-Wahlen Der klare Sieg der Erdogan-Partei AKP bei den Kommunalwahlen pusht Währung und Börse

kolumne

Frühling am Bosporus?

Zahnloser Mist aus Brüssel

Einige Experten sehen Wahlergebnis als Signal für politische Stabilität, andere bleiben skeptisch. Wien. Fast hätte die Sturheit des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan die perfekt geschmierte Wahlkampfmaschine aus dem Gleis geworfen: Obwohl ihm seine Berater wegen der bereits ziemlich angeschlagenen Stimmbänder von einer Rede in der Stadt Van abgeraten hatten, zog er diese trotzdem durch. Die Folge: Im Lauf der Rede überschlug sich die Stimme Erdogans und klang, als sei der Wahlkämpfer unter Helium-Einfluss. Obwohl der Premier seine Zuhörer bereits zu Beginn der Veranstaltung davor gewarnt hatte, wurde der Auftritt zur Lachnummer.

reinhard krémer

G

ar groß war das Ge­ schrei der Politiker anno 2009, als sich heraus­ stellte, dass stinknormale Geschäftsbanken, teilweise zu Spielbanken mutiert, drauf und dran waren, das ganze Finanzgefüge nachhaltig zu zerstören. Eilig wurde in -zig Konferenzen geschworen, Derartiges nie, nie wieder zu­ zulassen und entsprechende Regulative zu schaffen, die das Armageddon verhindern sollten. Mittels der sogenannten Trennbanken-Regulative sollte der normale Geschäftsbetrieb vom Investment-Teil getrennt werden, damit, sollten sich die Investmentbanker verzockt ha­ ben, dies ohne Folgen für den Steuerzahler bliebe. Vor wenigen Wochen kam nun ein schlaffer Vorschlag der EU-Kommission auf den Tisch. Das Regulativ soll nur für 29 Großbanken gelten. Es sieht vor: Verbot von Eigenhandel der Banken im engsten Sinne, Prüfung weiterer Handelsak­ tivitäten mit der Option für die Regu­lierungs­behörden, diese in Tochtergesellschaften ausgliedern zu lassen sowie erhöhte Berichtspflichten für Geschäftsverbindungen mit Schattenbanken. Staaten, die bereits ein „gleichwertiges” Trennbankengesetz beschlos­ sen haben, sind generell aus­ genommen – also Großbritan­ nien, Frankreich und Deutsch­ land. „Zahnlos” ist für diesen Mist ein Hilfsausdruck ...

Trügerisches Wahlergebnis?

Doch auch dieser Zwischenfall, der Erdogan den Spitznamen „Zornige Micky-Maus“einbrachte, verhinderte nicht den triumphalen Sieg der AKP bei den türkischen Kommunalwahlen wenige Tage später. Insgesamt 45,5% – ein Plus von sechs Prozent – hat die AKP landesweit erreicht; sogar die liberalen Hochburgen Ankara und Istanbul blieben in der Hand der religiös-konservativen AKP. Die größte Oppositionspartei CHP erreichte gerade rund 28%.

Warmer Frühlingsregen ... Und allen Unkenrufen zum Trotz entpuppte sich der Sieg Erdogans, den man diverser Skandale in Politik und Wirtschaft bezichtigte, zum warmen Frühjahrsregen für die Märkte: Die Kurse an der Istanbuler Börse und die niedergeprügelte türkische Lira erholten sich umgehend. Der Leitindex der Istanbuler Börse, kurz ISE, zog am Montag um bis zu zwei Prozent auf 70.464 Punkte an; im Laufe der Woche gab es weitere kleine Zuwächse. Insgesamt wurde der höchste Stand seit dreieinhalb Monaten erreicht. Der Sieg Erdogans war offenbar von Finanzkreisen antizipiert worden,

© APA/EPA/Tolga Bozoglu

Die „Zornige Micky-Maus“

VIG Zuwachs in Ukraine

Kommunalwahlen-Triumph der AKP von Premier Erdogan: Finanzmärkte blühen auf.

denn bereits in den letzten Tagen vor der Wahl hatten Anleger offenbar in der Hoffnung auf einen AKP-Sieg und politische Kontinuität türkische Wertpapiere gekauft. Allein in den vergangenen zwei Wochen war der ISE um gut zehn Prozent gestiegen; auf zwölfMonats-Sicht liegt er aber noch immer im Minus.

... für Börse und Währung Auch die während des letzten Jahres schwer geprüfte Währung des Landes legte zu. Ein Dollar war mit 2,1478 Lira zeitweise so billig wie zuletzt Anfang Jänner. Zum Euro gab es allerdings nur eine marginale Verbesserung. Gleichzeitig fielen die Renditen türkischer Staatsanleihen. Zehnjährige Papiere rentierten nur

noch mit 10,1 Prozent; das ist ein deutlicher Abschlag zum Stand vor wenigen Wochen, als die türkische Nationalbank die Zinsen für die Zehnjährigen wegen des hohen Kapitalabflusses auf zwölf Prozent anheben musste.

Analysten sind uneinig Analysten sind sich jedenfalls über die Auswirkungen der Wahl nicht einig: Die Anleger seien nicht an erhöhter politischer Unsicherheit und Instabilität interessiert, kommentierte Benoit Anne von der Societe Generale die Reaktion der Devisenanleger. Das Ergebnis zeige, dass die AKP von der wirtschaftlichen Entwicklung der Türkei in den vergangenen Jahren profitiere, meinte auch Tim Ash, Analyst bei der Standard

Expertenrat Wechselkursschwankungen bei Geld-Anlagen aus dem Weg gehen

32 Prozent plus in der Leben

Gefahren beim Devisenhandel Genf/Luxemburg/Wien. Der Devisenhandel nimmt wieder an Fahrt auf und übt damit auch auf private Investoren wieder verstärkt Anziehungskraft aus. Diese sollten Wechselkursrisiken jedoch bei Anlagen möglichst ausschließen, rät der Anlage-Experte Thomas Freiberg. Der Portfoliomanager beim Schweizer Vermögensverwalter Genève Invest warnt vor übereilten Engagements: „Der De-

visenhandel bleibt der größte Finanzmarkt der Welt. Gerade angesichts sich auseinanderentwickelnder Volkswirtschaften fallen die Wechselkursschwankungen fortan wieder deutlich größer aus. Damit steigt das Gewinnpotenzial bei entsprechenden Investitionen in Währungen aber ebenso auch das Risiko.“ Händler am Devisenmarkt bewegen täglich ein Volumen von rund 3.600 Mrd. €. Privatanleger

© Franck Robichon/EPA/picturedesk.com

Wien/Kiew. Die Vienna Insurance Group (VIG) entwickelt sich in der Ukraine – unbeeinträchtigt von der aktuellen politischen Situation – äußerst positiv. Es gelingt den vier VIG-Konzerngesellschaften, die Chancen auf dem bevölkerungsreichsten CEE-Markt optimal zu nützen, meldet der Konzern. Die Kunden schätzen die Solidität, finanzielle Stabilität sowie Verlässlichkeit der lokalen Konzerngesellschaften der internationalen Vienna Insurance Group als Marktführer in CEE. Die VIG verzeichnet in der Ukraine ein zweistelliges Wachstum. Insgesamt stiegen in den ersten zwei Monaten des Jahres die Prämien auf Lokalwährungsbasis um 16,2% auf rd. 11,4 Mio. €. In der Nichtlebensversicherung konnte ein Anstieg um 15,5% verzeichnet werden. Mit einem Plus von 32% steigerte die VIG die Prämien in der Lebensversicherung noch deutlicher. (red/ag)

Bank. Schließlich hätten sich die Lebensverhältnisse, die Lage am Arbeits- und auch am Wohnungsmarkt unter Erdogan deutlich verbessert. Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann zeigte sich dagegen weniger optimistisch: Offenbar werde politische Stabilität am Devisenmarkt als wertvolles Gut angesehen.

Der Devisenhandel als größter Finanzmarkt bewegt täglich 3.600 Milliarden Euro.

sollten Anlagen in Fremdwährung grundsätzlich meiden, so Freiberg. Dies gilt auch bei Investitionen in Unternehmensanleihen, zumal sich derzeit eine Vielzahl an attraktiven Anleihen im Euro-Raum findet, mit denen Wechselkursrisiken von vornherein ausgeschlossen werden können, ist Freiberg überzeugt.

Währungsrisiko vermeiden Von Unternehmensanleihen in Emerging Markets sollte nach Ansicht des Anlageexperten daher – auch wenn es vielversprechende gibt – vor diesem Hintergrund vorerst abgesehen werden. Gerade Anleger, die in Euro rechnen, müssen sehen, dass sie bei Anlagen in Fremdwährung eben immer ein zusätzliches Währungsrisiko in die Investition einbringen, meint Thomas Freiberg. Im Vorjahr betrugen die Umsätze mit Anleihen aus den Emerging Markets weltweit insgesamt 4,03 Billionen €. Sie waren zuletzt durch Repatri-ierungen US-amerikanischen Vermögens unter Druck geraten. (ag/red)

Das Wahlergebnis könnte aber trügerisch sein – und damit auch die Stärke der Lira. „Ein neu erstarkter und in der Folge umso gnadenloserer Ministerpräsident könnte mittelfristig eher die Gefahr neuer innenpolitischer Konflikte heraufbeschwören, als ein geschwächter, auf Kompromisse angewiesener Regierungschef“, warnte Leuchtmann. Für Investoren bedeute der Sieg der AKP keinen gravierenden Handlungsbedarf, meint Emerging-Markets-Fondsmanager Gregor Holek von Raiffeisen Capital Management (RCM) im Gespräch mit fondscheck.de. Das wirtschaftliche Umfeld der Türkei habe sich seit Jahresbeginn naturgemäß nicht – analog zum Aktienmarkt – radikal verbessert. Das Wirtschaftswachstum bleibe mit nur zwei Prozent schwach und müsse möglicherweise weiter nach unten revidiert werden. Der Türkischen Notenbank werde weiterhin eine wichtige Funktion bei der Stützung der schwachen Währung zukommen, und auch die hohe Inflation bleibe ein brisantes Thema, meint Holek. Auf Jahressicht dürfte im Lichte der erwarteten politischen Stabilisierung auch die Währung befestigen. Die Wirtschaft könnte daher im zweiten Halbjahr 2014 anziehen und eine nachhaltige Trendumkehr auf dem türkischen Kapitalmarkt herbeiführen, ist der RCM-Fondsmanager überzeugt. (rk/APA)

WKO Finanzdienstleister

Kunden wählen beste Berater Wien. Berufsangehörige der Gewerblichen Vermögensberatung haben seit Herbst vergangenen Jahres die Möglichkeit, sich freiwillig den Standes- und Ausübungsregeln für die Gewerbliche Vermögensberatung und die Wertpapiervermittler zu verpflichten. Ab sofort sind nun die Kunden dieses qualitätsorientierten Kreises von Finanzdienstleistern in ganz Österreich eingeladen, die besten Finanzberater zu ermitteln. „Das Gütesiegel des Fachverbands Finanzdienstleister ist das sichtbare Zeichen der Verpflichtung zur Einhaltung der Standes- und Ausübungsregeln. Wir hoffen auf zahlreiche Teilnahme bei der Publikumswahl und einen fairen Wettbewerb“, lädt FachverbandsObmann Wolfgang K. Göltl zum Mitmachen ein. Die teilnehmenden Finanzberater erhalten je 20 Bewertungsbögen, die sie an ihre Kunden weitergeben können. Diese werden dann per Fax oder Post an den Fachverband Finanzdienstleister in der WKO retourniert. (red)


f on d s: pa r k

Freitag, 4. April 2014

financenet – 37

financenet@medianet.at

Parvest Unter dem Motto „Ein Zugangspunkt, viele Strategien“ präsentiert sich BNP Paribas Investment Partners mit neuem Label

Frühjahrsputz und frischer Wind Wien. Aufgeräumt und mit neuen Services will BNP Paribas Investment Partners jetzt ins Frühjahr 2014 starten. Die Auswahl zukunftsweisender Strategien und die Integration der Fondspalette unter das Label Parvest by BNP Paribas Investment Partners (BNPP IP) ist abgeschlossen, lässt das Unternehmen verlauten. Parallel wurde eine Reihe neuer Informations- und Serviceangebote für Vertriebspartner und Privatbanken entwickelt, mit denen das Unternehmen in Zukunft noch besser auf die Wünsche der Kunden und auf die Mobilität in der Beratungspraxis eingehen will.

Bewertung von 4 oder 5 Sternen bei Morningstar oder 4/5 bei Lipper sowie 20 sogenannte BlockbusterFonds mit einem Fondsvermögen von mehr als eine Milliarde Euro bei Rentenfonds und mehr als 500 Millionen Euro in den anderen Anlageklassen.

Nummer eins in Europa Mit dieser Vielfalt und Breite des Angebots sowie Standorten in mehr als 30 Ländern ist BNPP IP auf die Position der Nummer eins der europäischen Akteure vorgerückt, heißt es. Inhaltlich richtet sich das gestraffte Angebot auf

jene Themen aus, die die Anleger von heute besonders beschäftigen, heißt es weiter: sozial verantwortliche Investments, Dynamisierung der Portfolios über die Wachstumsmärkte, langfristige Anlagen zur Zukunftsvorsorge sowie Einkommensergänzung und Diversifizierung der Investitionen.

Neue Wege beschreiten Auch bei der Unterstützung der Vertriebspartner will BNPP IP ab sofort neue Wege beschreiten. „Der Zugang zu Marktinformationen in Echtzeit, Portfoliosimulationen und der Einsatz mobiler Geräte in

der Beratung sind heute auch für die Finanzbranche unverzichtbar“, sagt Anita Frühwald, Country Head Austria & CEE bei BNPP IP. „Das gilt nicht nur für unsere Partner in der Vermögensberatung und im Finanzvertrieb; auch deren Kunden zeigen ein sogenanntes hybrides, also crossmediales, Kommunikationsverhalten. Sie wollen über alle Zugangspunkte und Kanäle mit ihren Dienstleistern und mit den Produktgebern in Kontakt treten.“ Entsprechend dieser Maxime werden nun auch die digitalen Informations- und Serviceangebote ebenfalls überarbeitet und erweitert, so Frühwald. (rk)

© Mediendienst.com/Foto Wilke

„Echtzeit-Marktinformationen, Portfoliosimulationen und Mobil-Geräte-Einsatz heute unverzichtbar.“

Anita Frühwald, BNPP IP: Hybrides, crossmediales Kommunikationsverhalten.

Alles unter neuem Label Unter einheitlichem ParvestLabel bietet BNPP IP ab sofort alle 106 Fonds mit einem verwalteten Vermögen von 35 Milliarden Euro an, darunter 28 Fonds mit einer

JB Neuer Anleihen-Fonds

Schwellenländer

Österreichs günstigstes Gehaltskonto beim Direktbanken-Testsieger!

Direktbanken

TESTSIEGER Test 02/2014 10 nationale Direktbanken

Wien. Swiss & Global Asset Management erweitert seine Familie der SchwellenländeranleihenFonds um den JB Emerging Markets Opportunities Bond Fund. Der neue Fonds bietet Anlegern Zugang zu in Hart- oder Landeswährung denominierten Schwellenländeranleihen. Er investiert Benchmark-ungebunden in Anleihen jener Schwellenländer, deren Fundamentaldaten auf besonders positive Entwicklungen deuten. Das Portfoliomanagement unterliegt keinen Einschränkungen hinsichtlich der investierbaren Anleihesegmente und Rating-Qualitäten. Angestrebt wird ein Ertrag von 6 bis 10 Prozent p.a. bei einer Volatilität zwischen 5 und 7 Prozent. (red)

DeAWM ETF-Innovation

Alle in einem

Frankfurt. Deutsche Asset & Wealth Management (DeAWM) hat den weltweit ersten Exchange Traded fund (ETF) aufgelegt, mit dem Anleger an der Entwicklung aller wichtigen Segmente des globalen Anleihemarkts mit einem einzigen ETF partizipieren können. Der ETF bildet die Wertentwicklung des Barclays Global Aggregate Bond Index ab und wird ab sofort an der Deutschen Börse gehandelt. Das Papier mit dem etwas sperrigen Namen db x-trackers II Barclays Global Aggregate Bond Index UCITS ETF bietet Zugang zur Entwicklung von rund 15.000 Anleihen und deckt so das weltweite Universum der Investment-GradeAnleihen ab. Damit sei er der erste und einzige ETF, der sowohl Staats- und Unternehmensanleihen, Anleihen von supranationalen Organisationen sowie besicherte Anleihen wie Pfandbriefe, aber auch AssetBacked- und Mortgage-BackedSecurities mit Bonitäten von AAA bis BBB und über den gesamten Laufzeitenbereich abbildet. Er wird in drei währungsgesicherten Anteilsklassen angeboten. (red)

Besser als mit dem Direktbanken-Testsieger easybank geht’s nicht! easy gratis ist das kostenlose Gehalts- oder Pensionskonto für alle, die wissen, was sie wollen: • Kontoführung GRATIS • Bankomatkarte GRATIS • Kreditkarte GRATIS • alle Buchungsposten GRATIS • easy internetbanking GRATIS • easy app GRATIS Sparen auch Sie bis zu € 100,– jährlich. Wechseln Sie jetzt zu Österreichs günstigstem Gehaltskonto. Gleich Infopaket anfordern unter www.easybank.at oder unter 05 70 05-507. * Quelle: wien.arbeiterkammer.at/konsument, Jänner 2014. Getestet wurden 41 Produkte von 19 Banken in Wien. Zwei Banken gaben jährliche Kontokosten von 0 Euro an.

easygratis_216x288ssp_ztg.indd 1

25.03.14 14:03


f on d s: pa r k

38 – financenet

Freitag, 4. April 2014

financenet@medianet.at

Asset-Allokation 2014 Mit dynamischer Vermögensaufteilung und breiter Streuung über mehrere Assetklassen auf der sicheren Seite

Mit Misch-Portfolios liegt man bei Investmentfonds kaum falsch Geschäftsführer Andreas Lassner, Kepler Fonds: „Anlagehorizont muss mit dem Risikoprofil des Anlegers übereinstimmen.“ Linz. Die Kepler-Fonds KAG ist nach eigenen Angaben die Nummer 5 unter den 25 österreichischen Fondsanbietern und verwaltet per 28.02.2014 in 135 Fonds ein Kundenvolumen von 11,08 Mrd. Euro. Das Fondshaus gehört zu 64% der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, zu 26% der Hypo Oberösterreich und zu 10% der OÖ Versicherung und beschäftigt rund 60 Mitarbeiter. Vertrieben werden die Fonds über die Raiffeisenbankengruppe OÖ, die Privat Bank AG sowie die Hypo Landesbanken OÖ und Salzburg. Andreas Lassner, neben Robert Gründlinger Geschäftsführer der Kapitalanlagegesellschaft, ist zuständig für die Bereiche Portfoliound Produktmanagement, Privatkundengeschäft und Institutionelle Kunden. Hier erklärt er, was für 2014 noch zu erwarten ist, und wie man sich als Anleger gut rüstet.

financenet: Welche Fonds könnten Bausteine eines sinnvollen Portfolios für 2014 sein? Lassner: Wir bieten verschiedene Mischfonds an – von soliden Varianten mit nur geringem Aktienanteil bis zu sehr dynamischen Lösungen ohne Bandbreiten für die ,Risky Assets‘. Entscheidend ist, dass der Anlagehorizont mit dem Risikoprofil des Anlegers übereinstimmt. Gerade für Portfolios mit hohem Aktienanteil ist ein langfristiger Anlagehorizont sehr wichtig.

financenet: Wie könnte eine AssetZusammensetzung aussehen, die einen inflationsübersteigenden Ertrag bringt, bei gleichzeitig möglichst geringer Volatilität? Andreas Lassner: Mischportfolios sind langfristig attraktiv. Sie bieten eine dynamische Vermögensaufteilung, die über mehrere Anlageklassen breit gestreut ist. In unseren Produkten spielen makroökonomische Daten und verschiedene Bewertungskennzahlen eine maßgebliche Rolle. Der Investmentansatz geht aber noch tiefer und integriert auch Behavioral Finance, also marktpsychologische Faktoren. Unsere aktuelle Asset-Allokation besteht aus Geldmarktveranlagungen, Staatsanleihen, besicherten Anleihen, Unternehmensanleihen, Anleihen aus Emerging Markets (EM) und Aktien sowohl aus Industriestaaten

financenet: Wie ist Ihre Inflationserwartung für Ende 2014? Lassner: Wir gehen davon aus, dass in der Eurozone die Inflationsentwicklung in diesen Monaten die Talsohle durchläuft. Gegen Ende 2014 sollten wir höher liegen als momentan mit nur 0,8% im Jahresvergleich. Allerdings wird es noch eine Weile dauern, bis wir den von der EZB angestrebten Bereich von ,unter, aber nahe 2%‘ erreichen. financenet: Wie ist Ihre LeitzinsErwartung 2014 für Europa und die USA? Lassner: Die Zentralbanken sowohl dies- als auch jenseits des Atlantiks betonen aktuell, dass die Periode sehr tiefer Leitzinsen ,lange‘ andauern wird. Wir interpre-

© Kepler-Fonds/EOS Werbefotografie

als auch aus Schwellenmärkten. Wahlweise werden auch Alternative Investments wie z.B. Wandelanleihen oder Rohstoffe beigemischt. Für Anleger ergibt sich dadurch eine sehr breite Streuung der Assetklassen, die je nach Marktlage über- oder untergewichtet werden. Aktuell favorisieren wir z.B. innerhalb des Aktiensegments EM gegenüber Dividendentiteln aus den etablierten Industrienationen.

Andreas Lassner, Kepler-Fonds KAG: „Unsere Anlage-Ansätze integrieren neben klassischen Faktoren auch Behavioral Finance.“

Paritäten Euro-Dollar, EuroSchweizer Franken, Euro-Yen? Lassner: Nicht nur der ehemalige US-Notenbank-Vorsitzende Alan Greenspan wusste um die notorischen Schwierigkeiten, die mit der Prognose von Währungsentwicklungen verbunden sind. Deswegen versuchen wir bei Kepler nur, zumindest die Richtung der Entwicklung abzuschätzen. Wir gehen davon aus, dass sich beim Währungspaar Euro-Schweizer Franken wenig tun wird, beim Währungspaar Euro-Dollar der Euro leicht schwächer und bei Euro-Yen der Euro leicht stärker werden sollte.

tieren aufgrund der momentanen Einschätzung der konjunkturellen Situation, dass dieses ,lange‘ jedenfalls unverändert tiefe Leitzinsen bis Ende 2014 bedeutet. (Anm. d. Red.: Federal Reserve Chefin Janet Yellen erklärte am Montag in ihrer ersten öffentlichen Rede seit ihrem Amtsantritt im Februar, dass „die US-Wirtschaft trotz des Aufschwungs noch länger auf Hilfe der Geldpolitik angewiesen ist“. Die „außergewöhnliche Festlegung“ der Zentralbank auf Konjunkturstützen sei weiterhin nötig.) financenet: Wie ist die Erwartung Ihres Hauses für die Währungs-

financenet: Wo könnte der Goldpreis bis Ende des Jahres stehen? Lassner: Gold hat seit dem Höchststand 2011 viel von seinem Glanz eingebüßt, den es in der Haussephase seit 2009 erworben hatte. Die Rahmenbedingungen werden sich unseres Erachtens nicht so wesentlich verändern. So sollte der Goldpreis in seiner aktuellen, seit Juni des Vorjahres bestehenden, breiten Seitwärtsbewegung verharren. (Anm. d. Red.: Der Goldfixingkurs sah Mitte März dieses Jahres ein Hoch bei 1.379 USD, bewegt sich seitdem aber abwärts und lag zum 31.3. bei 1.286,80, somit weit unter Niveau von vor einem Jahr). (lk)

Studie Dach-Sub-Fonds

C-Quadrat Für heuer nur mehr vorsichtig optimistisch

EAM Für heuer Turnaround bei den Gewinnen erwartet

Wien. Für die 224 ausländischen Asset Manager, welche per 30.12.2013 in den Austro-Dachfonds vertreten waren, hat die Intensität im Kampf um die Gunst der Dachfondsmanager zugenommen: 2007 erreichte das Dachfondsvolumen laut Dachfonds-Studie vom Info-Dienstleister www.fondsprofessionell mit knapp 40 Mrd. Euro den Zenit (inkl. Einzeltitelfonds und PIFs, die in Fremdfonds investieren, sowie inkl. Dachfonds ab einem Subfondsanteil von 50%), seither pendle es zwischen 27 und 30 Mrd. Euro.

Wien/Frankfurt. Der börsenotierte Fondsanbieter C-Quadrat hat in 2013 deutlich mehr verdient. Zu verdanken war dies u.a. zwei großen Zukäufen. Zudem haben die Kurssteigerungen an den Börsen dem Unternehmen geholfen. Für 2014 ist Andreas Wimmer, Prokurist der C-Quadrat Investment AG, lediglich „vorsichtig optimistisch“, da der mehrjährige Börsenaufschwung abflachen könnte. Dennoch will C-Quadrat heuer

Wien. Die wirtschaftliche Erholung in der Europäischen Union dürfte in diesem Jahr die Gewinnsituation der Unternehmen in Polen und Ungarn verbessern. Diese Ansicht vertritt die Fondsgesellschaft Erste Asset Management (EAM) nach einer Auswertung des „SellSide-Researchs” und der zuletzt publizierten Unternehmensergebnisse. „Nachdem die Gewinne im vergangenen Jahr gefallen sind, rechne ich in Polen und Ungarn

Heißer Kampf

Expansion nach Asien geplant

Nur knapp 11% der C-Quadrat-Aktien befinden sich im Streubesitz.

in diesem Jahr mit einem Turnaround bei den Gewinnen und einem beschleunigten Gewinnwachstum im Jahr 2015“, sagt Peter Szopo, Senior Specialist für Emerging Europe Equities bei EAM. Selbst in Tschechien, wo in 2013 die Gewinne stark eingebrochen waren, zeigten die Gewinnschätzungen für einzelne Unternehmen des PX, des wichtigsten tschechischen Aktienindex, für 2014 und 2015 wieder nach oben.

Fragezeichen Krim-Krise

© Erste Asset Management/Daniel Hinterramskogler

Das wirkte sich auch auf die Anzahl der Subfondslieferanten aus: Seit der letzten Studie hätten sich 16 ausländische Gesellschaften aus den Dachfonds verabschieden müssen, nachdem die Anzahl der Subfondslieferanten Mitte 2013 noch den Rekordwert von 240 Fondshäusern aufwies. Die verbleibenden ausländischen Fondsfirmen ritterten nun um 43,66% des Dachfondsvolumens – die übrigen 56,34% stecken in inländischen Subfonds. (red)

© C-Quadrat

16 Ausländer weniger?

die Internationalisierung vorantreiben. „Ein großes Thema ist Asien“, wobei man nicht allzu viel Geld in die Hand nehmen wolle. Wimmer: „Als Vermögensverwalter sind wir extrem risikoavers. Wenn, dann expandieren wir mit einem genau kalkulierten und kleinen Kostenrisiko.“ C-Quadrat habe „ein paar Länder ins Auge gefasst, die interessant sein könnten“. Auch in Italien prüfe man einen Einstieg. Der 2012 übernommene Londoner Vermögensverwalter BCM habe die Erwartungen übererfüllt. Die Integration habe „wunderbar funktioniert“, ebenso wie jene des Wiener Assetmanagers APM. Im Jahr 2013 steigerte C-Quadrat seinen Periodenüberschuss auf 9,5 Mio. Euro (Vj: 0,2 Mio. Euro). Der Ergebnisbeitrag von BCM belief sich auf 1,6 Mio. Euro. Vor Steuern blieben C-Quadrat 11,2 Mio. Euro (2012: 0,3 Mio.) Die Gesamterträge des Konzerns erhöhten sich von 46,1 Mio. auf 69 Mio. Euro; davon entfielen Wimmer zufolge rund 7 Mio. Euro auf Performance Fees. Das Management will die Dividende für 2013 von 60 Cent auf 2 Euro anheben. (ag)

Gewinnzuwächse in Polen, Ungarn

Szopo: Nur Polens Banken und Versorger waren Highlights der Berichtssaison.

Bereits in der ersten Jahreshälfte 2013 hätten diese drei östlichen EU-Staaten den wirtschaftlichen Turnaround geschafft – getragen zum einen von der stärkeren europäischen Konjunktur und zum anderen von der kräftigeren Binnennachfrage. Inwiefern der weitere Verlauf der Krim-Krise diese Entwicklung beeinflusst, müsse genau beobachtet werden. Sollte es jedoch beim gegenwärtigen Stand der Russland-Sanktionen bleiben, werde sich die Erholung in Zentral- und Osteuropa fortsetzen. (lk)


i n su r a n c e : watc h

Freitag, 4. April 2014

financenet – 39

financenet@medianet.at

Zürich Versicherung Prämieneinnahmen 2013 wachsen um 5,2 in Sparte Schaden und 8,1 Prozent in Sparte Leben

short

Deutliches Prämienplus

Goldman Sachs I: Kursziel für Erste gesenkt Linz. Die Wertpapierexperten der US-Investmentbank Goldman Sachs haben im Rahmen einer Analyse zu Banken mit Osteuropa-Engagement ihr Kursziel für die heimische Erste Group von 32 auf 31 Euro gesenkt und ihre Kaufempfehlung „buy” bestätigt. Die Bank sei gut kapitalisiert, habe „signifikante” Fortschritte bei der Restrukturierung gemacht und werde „von der Konjunkturerholung in der Region profitieren“, heißt es. (APA)

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag im Jahr 2013 bei 28,5 Millionen Euro. Wien. „2013 war ein ausgesprochen erfolgreiches, wenngleich auch herausforderndes Jahr für Zurich“, so Gerhard Matschnig, Vorstandsvorsitzender der Zürich Versicherung. Die verrechneten direkten Bruttoprämieneinnahmen im Bereich Schaden/Unfall betrugen 445,5 Mio. Euro und erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 5,2%. Getragen wurde dieses Wachstum von allen Hauptsparten. Der Prämienzuwachs im Kfz-Geschäft betrug 3,9% und das Prämienplus im Nicht-Kfz-Geschäft lag bei 6,5%. „Besonders erfreulich ist, dass dieser Erfolg auf einer breiten Basis steht. Denn neben den überdurchschnittlichen Prämienzuwächsen aus den Nicht-Kfz- und Kfz-Sparten ist es uns auch gelungen, sowohl im Privatkunden- und Firmenkundensegment als auch über beide Hauptvertriebswege Außendienst und Makler deutlich über dem Markt zu wachsen“, so

Kurt Möller, Vorstandsmitglied Schaden/Unfall. Mit direkten Bruttoprämien in Höhe von 152,6 Mio. Euro lagen auch die Prämienzuwächse in der Lebensversicherung 8,1 Prozent über Vorjahresniveau.

Großschäden & Hochwasser

Goldman Sachs II: Kurs­ziel für RBI gesenkt Wien. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) von 30,0 auf 26,0 Euro gesenkt. Das Anlagevotum blieb bei „neutral”. Die Analysten begründen dies mit der verzögerten Rückzahlung des Partizipationskapitals sowie mit gesunkenen Schätzungen für die RBI-Töchter in Russland und der Ukraine. (APA)

© Zurich/Karl Michalski

Mehrere Großschäden sowie Belastungen aus dem Hochwasser im Juni sollen zu einer Erhöhung des Brutto-Schadenaufwands auf 311,5 Mio. Euro (+7,8%) und einem Anstieg des Brutto-Schadensatzes von 68,1% auf 69,9% geführt haben. Das Nettofinanzergebnis über Schaden/Unfall und Leben (exklusive fondsgebundene Lebensversicherung) verringerte sich um 16,0 Mio. Euro bzw. -16,4% auf 81,8 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sank um insgesamt 17,8 Mio. Euro auf 28,5 Mio. Euro. (ast)

Zürich-CEO Gerhard Matschnig: „2013 war erfolgreich, aber auch herausfordernd.”

RBI und Bank Austria Österreichs Banken sind im Verhältnis zu ihrer Größe am stärksten in Russland vertreten

Fitch: Sanktionen Gefahr für Austro-Banken

EU Sparkassen-Generalsekretär: „Falsche Richtung“

Sberbank 350 Millionen

China Rund 7 Milliarden

Wien/Brüssel. EU BinnenmarktKommissar Michel Barnier hat ein Grünbuch, mit dem die Europäische Kommission das Angebot für langfristige Finanzierungen und Investitionen in Europa fördern möchte, veröffentlicht. „Damit reagiert Brüssel auf die Kritik der Sparkassen, dass EU-Regularien die Kreditvergabemöglichkeiten der klassischen Kundenbanken für KMU massiv einzuschränken drohen. Die präsentierten Konsequenzen führen aber in die völlig falsche Richtung“, kritisiert Sparkassen-Generalsekretär Michael Ikrath.

Wien. Einige der anerkanntesten internationalen Banken haben mit der Sberbank Europe AG einen Vertrag über einen syndizierten Kredit in Höhe von 350 Mio. Euro geschlossen. Die Kreditmittel seien für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen. Mit ihnen soll die weitere Geschäftsentwicklung der Sberbank Europe in Mittel- und Osteuropa gefördert werden, heißt es. Bank of America Merrill Lynch, Barclays Bank, Citi, Commerzbank, HSBC, ING Bank, J.P. Morgan, Mizuho, Sumitomo Mitsui und UniCredit Bank Austria fungierten als Mandated Lead Arranger und Bookrunner. Société Generale beteiligt sich als Lead Arranger, BNP Paribas als Co-Arranger, während Credit Suisse, Deutsche Bank Luxembourg, Sberbank of Russia und UBS Limited als Lead Manager beteiligt sind. Die Barclays Bank, Commerzbank und ING Bank agierten als gemeinsame Koordinatoren: Barclays Bank PLC als Documentation Agent, ING Bank als Publicity Agent und Commerzbank als Facility Agent. (red)

Peking. Chinas Großbanken leiden unter ihrer leichtfertigen Kreditvergabe. Im vergangenen Jahr schrieben die fünf größten Institute, die mehr als die Hälfte aller Kredite im Land vergeben, 6,9 Mrd. Euro an uneinbringlichen Forderungen ab, schreibt die Financial Times. Damit seien 127 Prozent mehr faule Kredite als im Vorjahr ausgebucht worden. Einige Analysten meinen, dass die Abschreibungswelle erst begonnen hat. (ag)

© APA/Helmut Fohringer, APA/Herbert Pfarrhofer

RBI-Chef Karl Sevelda und Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender Bank Austria.

Bei der RBI stecken 20 Mrd. Euro in Russland, 76 Prozent davon kommen von der russischen Tochterbank selbst. Die Risiken in Russland und der Ukraine sollen gemeinsam das 2,8-Fache des von

Fitch berechneten Kernkapitals (Fitch Core Capital, FCC) ausmachen, berechneten die Experten der Ratingagentur – das sei hoch. Bei der russischen Bank-Austria-Tochter beträgt das Exposure 18 Mrd. Euro, dieses soll im Endeffekt aber auf den italienischen Mutterkonzern UniCredit zurückfallen und sei dort im Vergleich zur Größe „relativ klein”. Die drohenden Sanktionen gegen Russland im Zuge der Krim-Krise könnten in erster Linie zur Gefahr für österreichische Banken werden, während die Risiken für andere Banken vergleichsweise gering seien, heißt es. Das Gesamt-Exposure von internationalen Banken machte per Ende des dritten Quartals 2013 242 Mrd. Dollar aus. (APA)

2,8-Fache des Kernkapitals

© medianet/Katharina Schiffl

Wien. Die österreichischen Banken sind im Verhältnis zu ihrer Größe am stärksten in Russland engagiert – zu diesem Schluss kommt eine Analyse der US-Ratingagentur Fitch. Europäische Banken waren demnach per Ende September 2013 mit 184 Mrd. Dollar (133,45 Mrd. Euro) engagiert, auf die Raiffeisen Bank International (RBI) und die Bank Austria entfallen 20 bzw. 18 Mrd. Euro.

RLB OÖ: Scharinger nicht mehr Konsulent

Ludwig Scharinger (71) ist nicht mehr Konsulent der RLB OÖ.

LInz. Ludwig Scharinger (71) ist nicht mehr Konsulent der Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich. Der frühere RLB-Generaldirektor war 2013 über eine Stiege gestürzt und hatte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Der Standard berichtete, dass sich der Ex-Banker bei Einvernahmen rund um den Schmiergeldverdacht beim Linzer Terminal Tower in Widersprüche verwickelt haben soll. (APA)

Es sei in seinen Augen geradezu „absurd“, dass die Kommission die Banken für die Verminderung der Kreditvergabefähigkeit „tadelt“. „Denn es sind gerade die regulatorischen Zwangsjacken ebendieser Kommission, die den traditionellen Kreditgebern des Mittelstandes die Finanzierungsluft abschnüren“, so Ikrath. Ikrath kritisiert, dass Barnier KMU nun „offenkundig in die spekulative Kapitalmarktfinanzie-

© APA/Roland Schlager

„Geradezu absurd“

Sparkassen-Generalsekretär Michael Ikrath: „Regulatorische Zwangsjacke“.

Chinas Hauptstadt Peking: 127 Prozent mehr faule Kredite als im Vorjahr.

Herta Stockbauer wird CEO der BKS Bank

© Gernot Gleiss

rung als Ersatz der soliden Kreditfinanzierung drängen“ möchte. „Damit stülpt er nicht nur das angloamerikanische Modell über die bewährte kontinentaleuropäische Mittelstandsfinanzierung, sondern liefert KMU jenen Investmentbanken aus, die durch die Bündelung und Verbriefung der Unternehmensanleihen neuerlich in die Rolle der potenziellen Brandstifter treten“, so der Sparkassen-Generalsekretär Michael Ikrath. (red)

© How Hwee young/EPA/picturedesk.com

Ikrath kritisiert neues EU-Grünbuch Konsortialkredit Uneinbringlich

Herta Stockbauer, neue Vorstandsvorsitzende der BKS Bank.

Klagenfurt. Herta Stockbauer wurde zur neuen Vorstandsvorsitzenden der BKS Bank ernannt. Stockbauer ist seit 2004 Mitglied des Vorstandes. In dieser Zeit war sie u.a. für die Vorbereitungen zur Umsetzung von Basel III, die Fusion der Burgenländischen Anlage- und Kreditbank AG in die BKS Bank und den Erwerb der damaligen Kvarner Banka d.d. zuständig. „Gemeinsam mit Generaldirektor Heimo Penker steuerte sie unser Haus sicher durch die Finanzkrise“, so Aufsichtsratspräsident Hermann Bell. (red)


i n su r a n c e : watc h

40 – financenet

Freitag, 4. April 2014

financenet@medianet.at

short

Kundenservicestelle an Wiener Top-Location

Allianz Ganzheitliche Beratung durch „Life Check“ im Fokus, Lösungen für Kunden nach dem individuellen Bedarf

Österreichs Vorsorge liegt weit unter Europa-Schnitt

© Zurich

CEO Wolfram Littich: „Wir sehen grundsätzlich einen steigenden Bedarf für private Vorsorge.“ Reinhard Krémer

Wien. Die neue Wiener Kundenservicestelle der Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft (Zurich) am Schwarzenbergplatz ist offiziell eröffnet. Die neue Geschäftsstelle mit Kfz-Zulassung besteche durch ihre zentrale Lage im 1. Bezirk, heißt es bei der Zurich. „Von unserem neuen TopBeratungsstandort im Stadtzentrum profitieren nicht nur die in den inneren Bezirken lebenden Kunden; auch jene mit Arbeitsplatz in der Umgebung können ab sofort ihre Anliegen noch schneller adressieren“, so Johannes Weniger, Landesdirektor von Zurich in Wien. (ag)

Versicherungspflicht gegen Naturgewalten Leipzig. Nach Ansicht von deutschen Verbraucherschützern sollte die Bundesregierung Hausbesitzern den Abschluss einer Versicherung gegen Naturkatastrophen vorschreiben. Die Verbraucherzentrale fordert, alle Schadensarten – Schäden durch Sturm und Hagel, geplatzte Leitungen, aber auch Elementarschäden wie Erdbeben – oder Wasserschäden durch starken Regen oder Hochwasser und Dachschäden durch hohe Schneelasten – in einer Polizze zu bündeln. So solle die Versicherung auch bezahlbar bleiben, meinen die deutschen Verbraucherschützer. (APA/hk)

Triester Löwe erweitert Jagdgebiet nach Asien

Wien. Während besonders in Deutschland bereits seit Längerem ein Requiem für die Lebensversicherung gesungen wird, sieht der Chef der Allianz Österreich, Wolfram Littich, keine Gefahr – ganz im Gegenteil: „Wir bieten in der Lebensversicherung – zusätzlich zu den bestehenden Produkten mit einer Garantieverzinsung von 1,75 Prozent –, eine weitere Flexibilisierung der Produktpalette an.“ Littich sieht die Situation der „Leben“ bedarfsbezogen: „Wir sehen grundsätzlich einen steigenden Bedarf für private Vorsorge, wie auch eine aktuelle Umfrage gezeigt hat.“

Einschnitte bei Pensionen Drei Viertel aller Österreicherinnen und Österreicher rechnen mit Pensionskürzungen, sagt der Allianz-Boss. „Aus der Umfrage wissen wir auch, dass Herr und Frau Österreicher im Durchschnitt etwa 5,5 Prozent ihres Haushaltseinkommens in die private Vorsorge investieren. Es gibt aber noch Aufholbedarf – Herr und Frau Österreicher investieren im Schnitt 831 Euro pro Jahr in die Lebensversicherung.“ Das ist weit unter dem europäischen Durchschnitt, der bei 1.470 € liegt, erläutert Littich. Er setzt „auf ganzheitliche Beratung durch ,Life Check‘, die Lösungen für den Kunden richten sich nach dem individuellen Bedarf“.

© Allianz/Ingo Folie

Zurich Landesdirektor Weniger sieht Standortvorteile für die Kunden.

Wolfram Littich, CEO Allianz Österreich: „Wir wünschen uns, dass es eine Förderung für Altersvorsorge im Allgemeinen gibt.“

Innovationen im Programm Punkten will Littich auch mit Innovationen: „Als neues Produkt bieten wir das neue Hybridprodukt ,Plussparen‘: 80 Prozent der

Prämie werden im Rahmen einer klassischen Lebensversicherung sicher und garantiert verzinst. 20 Prozent der Prämie werden in einem historisch exzellent performenden Fonds angespart, der die Weltwirtschaft abbildet und bei Bedarf bis zu 35 Prozent in Anleihen investieren kann.“

der Vertrag wie ein lebenslanges Vorsorgekonto (ohne KESt), das mit sehr hoher Flexibilität ausgestattet ist. Möglich sind zum Beispiel Entnahmen, Zuzahlungen sowie die kostenfreie Kapitalweitergabe an eine zweite Person, die den Vertrag weiterführen kann“, erklärt Littich das Produkt.

Flexibles Vorsorgekonto

Förderung gewünscht

Für eine zielführende Flexibilisierung hat die Allianz seit September 2013 zusätzlich die eingangs erwähnte Lebensversicherung namens „Allianz Vorsorgekonto“ auf dem Markt: „In der Ansparphase handelt es sich um eine klassische Lebensversicherung mit 1,75 Prozent Garantiezins. Danach läuft

Um die Altersvorsorge attraktiver zu machen, hat der AllianzBoss auch Wünsche an den Gesetzgeber parat: „Wir wünschen uns, dass es eine Förderung für Altersvorsorge im Allgemeinen gibt – dem Kunden sollte die Auswahl der jeweiligen Produkte freigestellt sein.“ Jeder Kunde sollte,

so Littich, die Möglichkeit haben, steuerbegünstigt im Rahmen einer klassischen Lebensversicherung, Rentenversicherung, fondsgebundenen Lebensversicherung oder prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge vorzusorgen: „Denn es gilt, mehr denn je: Der Bedarf für private Vorsorge besteht weiterhin.“

facts & Figures Allianz Österreich ist Teil der weltweit operierenden Allianz SE, die rund 150.000 Mitarbeiter in mehr als 70 Ländern beschäftigt. In Österreich hat die Allianz rund 3.300 Mitarbeiter und etwa 1,1 Mio. Kunden. Sie ist seit über 150 Jahren auf dem heimischen Markt tätig und verfügt über mehrere Tochtergesellschaften.

Studie Chinesische Unternehmen zahlen kaum pünktlich

Lebensversicherung Skandia bei Heidelberger Leben

Wien. Eine aktuelle Studie des Kreditversicherers Coface zur Entwicklung des Kreditmanagements in China zeigt wenig Erfreuliches bis Alarmierendes auf. 82 Prozent der 956 befragten chinesischen Unternehmen mussten 2013 Zahlungsverzögerungen hinnehmen – der höchste Wert seit drei Jahren. Dem nicht genug, stiegen bei 45 Prozent der Studienteilnehmer auch noch die offenen Beträge, und 18 Prozent müssen länger als 90 Tage auf die Begleichung ihrer Rechnung warten. Besonders betroffen sind die Branchen Chemie, Maschinenbau, Haushaltselektronik und Elektrogeräte.

Heidelberg. Cinven und Hannover Rück erwerben das deutsche Lebensversicherungsunternehmen Heidelberger Leben. Eine von Cinven und Hannover Rück gegründete Akquisitionsgesellschaft – nun umbenannt in Heidelberger Leben Gruppe – hat mit Old Mutual plc eine Vereinbarung über den Erwerb des Lebensversicherungsgeschäfts von Skandia in Deutschland und Österreich unterzeichnet. Der Kaufpreis beläuft sich auf 220 Mio. € zuzüglich einer Zinszahlung für den Zeitraum bis zum Abschluss der Akquisition.

Rom/Triest. Generali setzt verstärkt auf Wachstum in Asien. Der italienische Versicherer hat ein Abkommen mit Mitsui Sumitomo Insurance abgeschlossen. Damit will der Triester Löwe in strategischen Ländern wie Japan, Singapur, Taiwan, Australien, Neuseeland, Philippinen, Indonesien und Vietnam sein Wachstum im Schadenversicherungsbereich vorantreiben. Mitsui Sumitomo Insurance zählt du den stärksten Schadenversichern in Japan und ist weltweit siebtgrößter Konzern in diesem Bereich. In Asien und Australien ist Mitsui in insgesamt 16 Ländern aktiv. Generali und Mitsui arbeiten bereits auch in der Türkei und in Osteuropa zusammen. (APA)

Verwaltungskosten senken

Mehr Kreditversicherungen „Forderungen sind ebenso wichtig wie andere Assets, manchmal sind sie sogar das wichtigste Vermögen eines Unternehmens. Um überhaupt Geschäfte machen zu können, sind Zahlungsziele oft unumgänglich”, sagt Richard Burton, Regional Manager Coface für Asien-Pazifik. Bei inländischen Geschäften nutzen 90 Prozent der chinesischen Unternehmen

Österreich entstehende Gruppe wird weiter erheblich in ihre ITSysteme und die Effizienz der operativen Plattform investieren, um die Verwaltungskosten senken zu können. Mit der Zusammenführung von Heidelberger Leben und Skandia Deutschland und Österreich entsteht ein Konzern mit einem verwalteten Vermögen von rund 10 Mrd. € (Stand: 2013) und rund 1 Mio. Versicherungsverträgen.(ag)

Für Coface-Regional Manager R. Burton sind Forderungen wichtige Assets.

Die Akquisition von Skandia Deutschland und Österreich und die Zusammenführung mit Heidelberger Leben ist der erste Schritt beim Aufbau der von Cinven und Hannover Rück gegründeten Konsolidierungsplattform für den Erwerb weiterer Lebensversicherungsgesellschaften und -portfolios in Deutschland und in Österreich. Die aus Heidelberger Leben sowie Skandia Deutschland und

© Skandia

Der neue Generali-Partner ist unter anderem auch in Tokyo höchst aktiv.

den Lieferantenkredit, indem sie Lieferungen und Leistungen auf Zahlungsziel vereinbaren. Über 60 Prozent setzen ein oder mehrere Instrumente für das Kreditmanagement ein. 24 Prozent der Unternehmen machen mittlerweile von Kreditversicherungen Gebrauch, 2012 waren es noch 18 Prozent. „Ohne sorgfältiges Kreditmanagement können Forderungen die Finanzen des Unternehmens gefährden“, meint Burton. (hk)

© Coface

© EPA/Kimimasa Mayama

Zahlungsmoral in China im Sinken Eine Million Versicherungsverträge

Die Skandia soll als eigenständige Marke weitergeführt werden.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 4. april 2014 – 41

luxusimmobilien

www.ehl.at

showroom erleichtert planung

Engels & Völkers: Ältere Käufer denken an die Vorsorge, Jüngere an das damit verbundene Prestige Seite 44

© Durst Bau

© panthermedia.net

real:estate

Top Büros Wohnungen Anlageimmobilien

Durst-Bau hat einen Showroom für die Sonderwunschabwicklung aus einer Hand eröffnet Seite 46

Wir leben Immobilien.

Das Leibrenten-Modell könnte Schule machen

reden sie mit der nr. 1! Über 50 Jahre Erfahrung in allen Immobiliensparten. Kontakt: 01 535 53 05 / info@colliers.at Colliers International Immobilienmakler GmbH, 1010 Wien, www.colliers.com/austria

IMMO-AGS 26. März–2. April 2014

197,83

Wochentop WXF Wochenflop IIA Warimpex S Immo Atrium CA Immobilien Anlagen conwert Immofinanz

2,13%

14,86% 0,77% 14,86% 5,63% 3,17% 2,97% 0,84% 0,77% © Panthermedia.net/Oleksandr Rozdobudko; 1801 Deutsche Leibrenten AG (2)

IATX (Schluss 2.4.)

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 2.4.) Monatstop DBXT CSI300 R.E. 15,25% Monatsflop iShares UK Prop. -3,63% Top 5 Immofonds DBXT CSI300 R.E.1C 15,25% ABD Gl.A.Pro.Sh.I2 USD 4,23% CS SICAV One(Lux)Eq.Glob.EM 3,47% WIP Global Real Est.Sec.IX USD 2,84% Schroder ISF Asia Pac.Pr.Sec.I 2,26%

Marc Knülle, 1801 Deutsche Leibrenten Immobiliengenossenschaft (li.) und Thomas Corrinth, Deutsche Leibrenten Unternehmensgruppe.

Flop 5 Immofonds iShares UK Prop.UCITS ETF -3,63% ESPA Stock Eur.-Prop. VA HUF -3,35% CS EF (Lux) European Prop. B -3,04% ComStage STX.Eu.600 R.E.NR -2,67% SemperProperty Europe A -2,62%

Immobilien-Leibrente Ein deutsches Unternehmen startet mit folgendem ­Modell durch: Ältere und finanziell gesehen schwächere Menschen veräußern gegen eine Leibrente ihr Eigentum, Anleger – auch mit nur schmalen Brieftaschen – können sich über eine Genossenschaft beteiligen und Zinsen lukrieren. Seite 42

26. März–2. April 2014

Hartes Winterwetter Nach Minus noch im Jänner

US-Bauausgaben zogen leicht an 422,48 0,17%

© EPA/Erik S. Lesser

CERX (Schluss 2.4.)

US-Handelsministerium gab – anders als erwartet – leichtes Plus bekannt.

Washington. Die Bauausgaben in den USA haben im Februar kaum zugelegt. Sie kletterten um 0,1 Prozent auf einen auf das Jahr hochgerechneten Wert von umgerechnet 685,89 Mrd. €, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Experten hatten mit einer Stagnation gerechnet. Im Jänner hatte es ein Minus von revidiert 0,2 Prozent gegeben. Das harte Winterwetter hat die US-Konjunktur zu Jahresbeginn gedämpft. Das Wachstum dürfte im ersten Quartal aufs Jahr hochgerechnet unter einen Wert von zwei Prozent fallen. Im vierten Quartal 2013 hatte die Wirtschaft noch um 2,6 Prozent zugelegt. (ag)

Ingenieurleistungen aus einer Hand KS Ingenieure ZT GmbH www.KSIngenieure.com

Management

Projektsteuerung Ausschreibung und Vergabe Örtliche Bauaufsicht Bauarbeitenkoordination

Consulting

Due Diligence Monitoring Gebäudezertifizierung

Tragwerksplanung

Statisch-konstruktive Planung Prüfingenieur


i m m o: c ov e r

42 – financenetreal:estate

Freitag, 4. April 2014

financenet@medianet.at

Anlagemöglichkeit via Leibrenten-Modell Anbieter aus Deutschland erwägt Expansion nach Österreich

short

Win-Win-Situation für möglichst viele Beteiligte

Wlaschek kaufte in Wien Buwog-Wohnhaus Wien. Die Amosila Immobilien AG von Billa-Gründer Karl Wlaschek hat ein Wohnhaus in der Lindengasse 62 im siebenten Wiener Gemeindebezirk gekauft. Das Gebäude mit 29 Wohnungen bzw. 1.900 m2 Wohnfläche wird im Herbst fertig. Im Erdgeschoß eröffnet eine Billa-Filiale. Verkäuferin war die Buwog, über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart, teilte EHL, Vermittlerin der Transaktion, mit. (ag)

Immobilien-Leibrente könnte angesichts hoher Lebenserwartung der Armutsfalle entgegenwirken.

© UBM

UBM hebt Dividende auf 0,62 Euro an

UBM-Chef Karl Bier: „Produktion liegt auf einem 5-Jahres-Hoch“.

Wien. Die zu zwei Drittel von Porr und CA Immo kontrollierte Baugruppe UBM möchte den Wohnbau weiter forcieren, vor allem in Deutschland. Aktuell hat man mehr als 300 neue Wohnungen in der Pipeline, und in den nächsten drei bis fünf Jahren könne man selbst ohne Zukäufe das Dreifache dessen schaffen, sagte UBMChef Karl Bier am Mittwoch. 2013 erzielte UBM Ergebnisrekorde. Das Betriebsergebnis (EBIT) vervierfachte sich auf 29,4 Mio. €, und auch das Vorsteuerergebnis (EBT) erreichte mit Plus 38% auf 17,8 Mio. € ein All-time-high. Die Dividende steigt fürs Vorjahr auf 0,62 (0,55) € je Aktie. (APA)

Sozialer Mehrwert Marc Knülle, Vorstandssprecher der 1801 Deutsche Leibrenten Immobiliengenossenschaft eG, meint, dass das Geschäftsmodell – neben der Rendite – auch einen übergeordneten gesellschaftlichen Mehrwert schaffe. Das Interesse sei sehr groß. „Das Unternehmen kauft die Immobilien älterer Eigenheimbesitzer und verschafft ihnen so zusätzlichen finanziellen Spielraum durch die Zahlung einer lebenslangen Rente. Dabei erhalten die Leibrentenempfänger notariell beurkundetes, grundbuchgesicher-

Andritz-Projekt in Warteposition

resse an einer Kooperation signalisierten, deutet Corrinth an. Die Genossenschaftsmitglieder wiederum können in diese Wohnimmobilien investieren. Dies sei per Einmalzahlung ab 2.500 € möglich. Auch Ratensparen zu einem gewissen monatlichen Betrag wird angeboten. Allerdings gibt es auch eine gewisse Mindestbindungsdauer. Die Genossenschafter erhalten eine avisierte VorzugsVerzinsung von fünf Prozent sowie eine Überschussbeteiligung, falls sie erwirtschaftet wird.

Extra-Rendite Eine eigene Aktiengesellschaft, die zum Unternehmen gehört, investiert ebenfalls in Immobilien, deren Renditen fließen ebenfalls in die Genossenschaft. So erhalte die Verzinsung zusätzliche Sicherheit, wird betont. Die Genossenschafter hätten zudem ein Vorkaufsrecht, wenn eine Immobilie der Genossenschaft veräußert wird. „Der Genossenschaftsgedanke schließt jede hochriskante Spekulation aus, und die unabhängige Prüfung durch den Genossenschaftsverband sorgt für weitere Kontrolle“, betont Knülle. Und, je mehr Personen sich beteiligten und so die Käufe ermöglichten, umso stabiler werde der Objekt-Pool.

© Panthermedia.net/Goodluz

Wien. Das Modell klingt bestechend: Während die einen zwar Besitzer eines (ausbezahlten) Eigenheims oder einer Eigentumswohnung sind, aber für die Altersvorsorge zu wenig angespart haben und noch eine lange Lebensdauer vor sich haben, möchten die anderen auf vergleichsweise sichere Art und Weise in Grund und Boden investieren, haben aber nur kleinere Sparbeträge zur Verfügung. Die Lösung: Objektkäufe via Leibrente, bei der die ursprünglichen Besitzer ihr Haus „versilbern“, aber in ihrem gewohnten Lebensraum verbleiben können, und darum herumkonstruiert eine genossenschaftliche Beteiligungsform. „Die Idee klingt tatsächlich nach einer Win-Win-Situation“, sagt Immobilienfinanzierer Alexander Knoll von HumanFinanz aus Feldkirchen in Kärnten, der den Import der Idee der 1801 Deutsche Leibrente AG nach Österreich erwägt. Die Immobilien-Leibrente habe aber hierzulande, ähnlich wie in Deutschland, noch nicht so einen Bekanntheitsgrad und so eine Akzeptanz wie etwa in den USA, in UK, Frankreich oder Belgien.

Corrinth, Deutsche Leibrenten Immobiliengesnossenschaft: „Mit dieser Idee werden Junge wie Alte gleichermaßen unterstützt – eine generationenübergreifende Idee.“

tes Wohnrecht. Sind die Personen pflegebedürftig, bieten wir auch auf diesem Gebiet Dienstleistungen an. Ist ein Umzug in ein Heim eine Option, wird das Objekt vermietet, die Leibrentenempfänger erhalten den Mietvertrag“, erklärt Thomas Corrinth, Leiter Kommunikation bei der Deutsche Leibrenten Unternehmensgruppe, gegenüber financenet. Die Immobilien werden mit einem Abschlag zum Verkehrs-

wertgutachten erworben, basierend auf Faktoren-Tabellen des deutschen Statistischen Bundesamts, die Leibrenten werden, basierend auf aktuellen Sterbetafeln, berechnet, die Gelder in Versicherungen eingebracht, aus deren Topf dann ausbezahlt wird. Das Unternehmen hält die Objekte instand und „peppt sie bei Veräußerung auf“. Derzeit sei man im Gespräch mit großen Versicherungen, die Inte-

Weltweit Anfragen Corrinth: „Wir haben bereits Anfragen aus der ganzen Welt, sogar auch aus Südafrika und Neuseeland.“ Derzeit sei man dabei, die Vertriebswege sowie die steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür in Österreich zu prüfen. Als „Schalterprodukt“ sei es nicht geeignet, weil es doch recht beratungsintensiv sei. (lk)

Strabag Auf „neutral“

Deutschland Fonds-Liquidationen bei Offenen deutschen Immobilienfonds

Verbesserte Einstufung

Abschreibungen laufen weiter Wien/Graz. Das Andritz-Projekt „Montes del Plata“ in Uruguay, das wegen Streiks zum Fiasko für den steirischen Anlagenbauer wurde, soll laut einem Medienbericht nicht vor Mai 2014 hochgefahren werden. Die Inbetriebnahme sei um mindestens vier Wochen verzögert, berichtet der Branchendienst RISI. Die Betreiber, Stora Enso und Arauco, hatten zuletzt Ende März angepeilt. Grund seien Umweltauflagen der Behörden. Andritz hat seine Arbeiten an dem Zellstoffwerk mittlerweile abgeschlossen. Ursprünglich war geplant, das Werk im ersten Halbjahr 2013 in Betrieb zu nehmen. Der ATX-Konzern musste im Vorjahr zwei Mal „einen mittleren zweistelligen“ Mio.-€-Betrag zur Seite legen. Wie viel das Projekt unterm Strich gekostet hat, ist noch nicht klar. (APA)

© Panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

Das Andritz-Projekt in Uruguay geht wohl nicht vor Mai in Betrieb.

verbreiteten die jüngsten Abwick­ lungsberichte der Fonds ein eher trübes Bild der Marktlage, berichtet das Online-Medium weiter. Dem­ nach sinken die Immobilienwerte nicht nur in Rumänien und Itali­en, son­dern auch in Deutschland und Schweden. Nicht einmal die begehr­ ten Einzelhandelsimmobilien seien vor Abschreibungen gefeit. So habe der SEB Immoinvest kürzlich auf seine Einkaufsgalerie

Der Rotstift wurde bei einst beliebten Fonds wie dem CS Euroreal häufig eingesetzt.

in Hagen (Verkehrswert laut Jahresbericht 2013 92,8 Mio. €) sechs Prozent abgeschrieben, wegen gesunkener Mieten und höherem Leerstand. Auch der CS Eurore­al wertete im Jänner und Februar elf kleine­ re Objekte in Frankreich, UK, Belgien, den Nie­derlanden und Ita­ lien im Wert von knapp 400 Mio. € (rund 8,5% des Fondsvermögens) ab, um 6,6%. Und die Commerzbank, seit einigen Monaten Depotbank für den Fonds Degi Europa, lässt ebenfalls weiter die Im­mobilienwerte korrigieren, wie es laut Bericht weiters heißt: Das Ge­bäude­ensemble Tieto Enator 1-3 in Helsinki habe 7,6 Prozent vom Verkehrswert eingebüßt. Gleich 15% weniger eingestuft (auf 115,3 Mio. €) wurde zudem der Den Haager Bürokomplex Manplein. AXA Immoselect wiederum muss in Schwe­den abschreiben: Ein Fachmarktzen­trum in dessen Be­stand hat in den letzten Jahren drastisch an Wert verloren, ebenso Objekte im gemischt genutzten Gewerbezentrum in Wals (im zwei­ stel­li­gen Pro­zent­be­reich). (red)

Wien. Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Einstufung der Strabag-Aktie von „sell“ auf „neutral“ verbessert. Nach der zuletzt schwachen Kursentwicklung ergibt sich aus dem Goldman Sachs-Kursziel von 20 € kein Abwärtspotenzial mehr und damit auch keine Verkaufsempfehlung. Grund der schwachen Performance könnte die Streichung aus dem ATX sein. (ag)

© Strabag/Gisela Erlacher

© Andritz

Frankfurt. „Abwertungskatastrophen prägen das Bild der in Liquidation befindlichen Offenen deutschen Im­ mobilienfonds in der Presse, aber bisher lagen die Abwertungen in der Breite des relevanten Marktes.“ So zitierte vor Kurzem die immobilien-zeitung.de Gerrit Leopolds­ berger, Professor für Immobilien­ bewertung und Fondsgutachter, der auf einer Veranstaltung des Bewer­ terverbands BIIS sprach. Jedoch

Goldman Sachs-Experten erwarten für Strabag eher keine Abwärtsbewegung.


Bu si n e s s pr om oti o n

Freitag, 4. April 2014

financenetreal:estate – 43

Jahresbilanz UBM Realitätenentwicklung AG mit Performance-Plus: Umsatz, Gesamtleistung und Dividende im Hoch

Neues Rekordergebnis zum 140-jährigen Jubiläum

aktuelle Projekte

Treiber 2013: Assetklasse Hotel, der Wohnungsbau in Deutschland und Gewerbeimmobilien in Polen. Wien. Rekordverdächtige Temperaturen draußen – drinnen strahlende Gesichter bei der Bilanzpräsentation 2013: Beim Pressetermin der UBM Realitätenentwicklung AG am Mittwoch konnten Vorstandsvorsitzender Karl Bier und Finanzvorstand Heribert Smolé erneut ein starkes, substanzielles Wachstum für das abgelaufene Geschäftsjahr melden. „Wir haben uns im 140. Jahr weiter angestrengt und unser bis dato bestes Ergebnis eingefahren“, resümierte Bier. Bilanzwirksame Bausteine des Erfolgs: „Unser tradiertes Diversifikationsmodell und der ungebrochene Boom im Wohnungsbau – speziell in Deutschland“.

Berliving, Berlin, Deutschland.

Mehr als nur Frühlingswind spürt der vor allem in Mittel- und Osteuropa stark aufgestellte Immobilienentwickler angesichts neuer Rekordindizes beim Konzernumsatz (plus 62,1% im Vgl. zu 2012, auf 217,2 Mio. €), Betriebsergebnis (EBIT: 29,4 Mio. €, +332,4%) und dem Ergebnis vor Steuern (EBT: 17,8 Mio. €, +38%). Die Gesamtleistung (Erlöse aus Immobilienverkäufen, Mieteinnahmen oder Einnahmen aus Hotelbetrieb sowie noch nicht abgerechnete Bauleistungen, Lieferungen oder Leistungen an Dritte) stieg 2013 von 258,3 Mio. € um 11% auf 286,7 Mio. € – und damit auf ein Fünfjahreshoch. 88% der Wertschöpfung wurden dabei im europäischen Ausland lukriert (2012: 78%). Auf den deutschen Markt entfielen knapp zwei Drittel oder 164,9 Mio. €, auf Polen 20% oder 48,7 Mio. €. Auch Gesamtergebnis, Gesamt- und Eigenkapital(rentabilität), Eigenkapitalquote und -zuwachs sowie dementsprechend der Substanzwert je Aktie haben deutlich zugelegt (siehe Tabelle!). Das laut Finanzvorstand „sehr schöne Ergebnis“ schlägt auch auf die Aktionäre durch: Die Dividende wird von 0,55 € auf 0,62 € angehoben – ein sattes Plus von 12,7%. „Die Finanzkasse ist gut gefüllt“, so Smolé vor Journalisten. Der Immo-Mix aus Ost und West zeige Wirkung. UBM habe jetzt und auch

© UBM Realitätenentwicklung AG (6)

Starke Zuwächse

Alma Tower, Krakau, Polen.

Jubelbilanz zum Jubiläumsjahr: Vorstandsvorsitzender Karl Bier und Finanz-Vorstand Heribert Smolé.

zukünftig keinerlei Probleme, sich zu refinanzieren.

Wohnungsmarkt, Hotels Während die Grundstücksfläche mit 2,5 Mio. m2 dem Vorjahresniveau entspricht, ist die vermietbare Fläche des gesamten UBMPortfolios auf rund 460.000 m2 gestiegen. Dabei entfallen 31% auf Büroflächen, 31% auf GewerbeImmobilien und 34% auf die Assetklasse Hotel. Der Anteil der Wohnungen falle mit vier Prozent eher gering aus, sei aber mit den hohen Verkaufsraten zu erklären, sagte Bier. Insgesamt hält der Wohnungsmarkt rund ein Drittel der Bauleistung – Tendenz steigend. Ein Zugpferd blieb wie schon in den Jahren zuvor der Hotelmarkt: Die Beteiligungen an 14 Liegenschaften steuerten 76,9 Mio. € (+ 20,3%) zur Gesamtleistung bei. UBM bleibt weiter engagiert: „Neue Hotelprojekte in den Niederlanden und Deutschland sind bereits im

ERGEBNISK ENNZAH L EN

i n Mio. Veränderung 2012 Euro 2013 in Prozent restated 2011 Jahresgesamtleistung 286,7 +11,0 258,3 281,9 davon Auslandsanteil in % 88,0 +10,0 PP 78,0 91,0 Betriebsergebnis 29,4 +332,4 6,8 23,1 Ergebnis vor Ertragssteuer (EBT) 17,8 +38,0 12,9 14,6 Jahresüberschuss 13,5 -1,5 13,7 8,9 Bilanzgewinn 3,8 +15,2 3,3 3,3 Gesamtkapitalrentabilität in % 5,6 +1,4 PP 4,2 4,0 Eigenkapitalrentabilität in % 10,9 +2,5 PP 8,4 6,3 B ilanzK ENN Z AHLEN i n M i o. e u r o

in Mio. Veränderung Euro 2013 in Prozent Bilanzsumme 630,8 -0,4 Eigenmittelquote in % 26,0 +1,8 PP Abschreibungen 2,4 -

2012 restated 2011 633,0 592,6 24,2 24,2 2,4 1,7

B ö r s enkennzahl en *

Veränderung 2012 2013 in Prozent restated 2011 Ergebnis je Aktie in € 2,14 – 0,5 2,15 1,65 Dividende je Aktie in € 0,62 +12,7 0,55 0,55 Buchwert je Aktie in € 27,3 +6,5 25,6 24,1 * in den Werten 2011 ist der Aktiensplitt 2012 berücksichtigt; 1) Vorschlag an die Hauptversammlung; Quelle: UBM

Bau oder in der Planungsphase“, kündigt Bier an. Mit Blick auf die generelle wirtschaftliche Erholung hat UBM 2013 ihr Gesamtinvestitionsvolumen von 50,0 Mio. € auf 96,1 Mio. € beinahe verdoppelt. Auch 2014 sollen weitere 100 Mio. € in Zukunftsprojekte fließen. In Warschau arbeitet der Konzern gemeinsam mit der CAI an der Weiterentwicklung des Poleczki Business Park, in Krakau wird der Alma-Tower in Betrieb genommen. In Breslau ist unter dem Projektnamen „Times II“ Baustart für eine innerstädtische Büroimmobilie mit gemischter Nutzung auf 39.000 m2 Bruttogeschoßfläche. Auch in Prag, in westdeutschen Agglomerationen sowie in Berlin zeigt UBM weiter Flagge.

Boom in Berlin & Co Vor allem der Wohnungsmarkt beim deutschen Nachbarn ist für UBM ein wichtiges Expansionsfeld. Die Verwertung laufe trotz recht stolzer Preise hervorragend, so der Vorstandsvorsitzende. Auch in der deutschen Bundeshauptstadt wird mit Hochdruck weiterentwickelt. Bier: „Berlin ist im Wandel – von der ‚Mietstadt‘ zur ‚Kaufstadt‘. Mit unserer gut gefüllten Pipeline sind wir vor Ort.“ Aktuell u.a. mit dem Projekt „Berliving“, das 136 hochwertige und besonders energieeffiziente Wohneinheiten in Charlottenburg-Wilmersdorf umfasst, und weiteren 56 exklusiven Innenstadt-Wohnungen. Direkt am Starnberger See plant die UBM-Tochter Münchner Grund Immobilien Bauträger AG hochwertige Wohnungen. Im Münchner Bezirk Pasing ist man mit Partnern an der Entwicklung eines neuen Stadtteils beteiligt. Und in Frankfurt wird mit Central Living Riedberg eine großzügige Wohnanlage mit Geschäftsflächen realisiert. Am Heimatmarkt konzentriert sich der Konzern weiter auf die Stadt Salzburg.

Mit der Übergabe der letzten 70 Wohneinheiten wird gerade das Projekt Sternbrauerei Riedenburg finalisiert. Parallel dazu erfolgt der Startschuss zur Errichtung von

„Unsere Strategie in Ost und West geht weiter auf. (...) 2013 haben wir den Großteil des Ergeb-

Times II, Breslau, Polen.

nisses am deutschen Markt erarbeitet.“ Karl Bier UBM-Vorstandsvorsitzender

Wohnungen auf einem ehemaligen Kasernenareal. Auch in der Murmetropole Graz wird mit dem Bau von zwei Wohnhausanlagen begonnen. Wer am Erfolg teilhaben möchte: UBM (Internationale Wertpapierkennnummer: ISIN AT0000815402) notiert an der Wiener Börse.

Central Living, Frankfurt, Deutschland.

Information UBM Realitätenentwicklung AG entwickelt, vermietet und verkauft alle Arten von Immobilien in Europa. Die 1873 gegründete und seitdem an der Wiener Börse notierte Gesellschaft verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Polen, Tschechien, Frankreich, den Niederlanden, Rumänien, Russland, Schweiz, Slowakei, Bulgarien, Kroatien und Ungarn. Kernaktionäre sind seit 1912 die Baufirma Porr und seit 2007 die Immobiliengesellschaft CA Immo. Der Jahresbericht 2013 ist unter www.ubm.at abrufbar.

Poleczki Business Park, Warschau, Polen.


i m m o: m a r k e ts

44 – financenetreal:estate

Freitag, 4. April 2014

financenet@medianet.at

München. Der BaumaschinenHersteller Wacker Neuson setzt sich für das Jahr 2014 hohe Ziele. Geht das Geschäft mit Mini-Baggern, Aufbruchhämmern oder Rüttelgeräten so gut wie in den ersten Wochen und Monaten des Jahres weiter, könnten die Erlöse auf 1,25 bis 1,3 Mrd. € zulegen, kündigte das Unternehmen in München an. Dies würde einem Plus zwischen acht und zwölf Prozent im Vergleich zu 2013 entsprechen. (ag)

© Wikimedia/georgias.at

Rhodos: Nachfrage nach Luxus steigt

Rhodos: Anfragen nach exklusiven Wohnimmobilien steigen ständig.

Rhodos. Der Markt für Luxuswohnimmobilien und Zweitwohnsitze auf Rhodos befindet sich im Aufschwung. Nach erheblichen Schwankungen auf dem griechischen Immobilienmarkt infolge der Eurokrise verzeichnet Engel & Völkers seit 2013 einen kontinuierlichen Anstieg der Anfragen nach exklusiven Wohnimmobilien. Die hohe Nachfrage lässt das Preisniveau deutlich steigen. „Im vergangenen Jahr konnten wir mit knapp 13.000 Euro pro Quadratmeter einen Rekordpreis erzielen“, sagt Georg Petras, Geschäftsführender Gesellschafter von Engel & Völkers Rhodos. Den Marktaufschwung führt Engel & Völkers unter anderem auf schwankende Aktienkurse zurück und den damit verbundenen Wunsch, in stabile Sachwerte zu investieren. Die am 1. Jänner 2014 in Kraft getretene Senkung des Grunderwerbssteuersatzes von zehn auf drei Prozent begünstige diese Entwicklung, heißt es. (ast)

© Geneba

Geneba Properties geht an die Börse

Wulf Meinel, Vorstandsvorsitzender der Geneba Properties AG.

Amsterdam. Wulf Meinel, der frü­her die In­ves­ti­tio­nen der Im­mo­bi­li­en­fonds der Car­lyle Group in Deutsch­land und Zen­ tral­eu­ro­pa ver­ant­wor­te­te, hat in den Niederlanden die auf Gewerbeimmoblien spezialisierte Ge­ne­ba Pro­per­ties an die Börse gebracht. Ge­ne­ba ver­wal­tet einen Im­mo­bi­li­en­be­stand von 584 Mio. € in Deutsch­land, den Nie­der­lan­den und den drei bal­ ti­schen Staa­ten, der aus der Re­struk­tu­rie­rung der ka­na­di­ schen Hom­burg In­vest stammen soll, heißt es in Medienberichten. (red)

Hotels und Gastronomie: teils lange Wartelisten 2014 könnte ein ähnlich starkes Ergebnis wie 2013 bringen, so der PHH-Partner Mario Schiavon. axel stefan

Wien. Der Markt für Hotel- und Gastronomieimmobilien in Österreich bleibt konstant stark. „Noch nie wurden mehr Hotels ge- und verkauft als im vergangenen Jahr“, so der auf Immobilien spezialisierte Rechtsanwalt Mario Schiavon, Partner bei der Wirtschaftskanzlei PHH Prochaska Havranek in Wien. Das Transaktionsvolumen bei Hotels lag in Österreich 2013 bei 330 Mio. €. Dies nicht ohne Grund: „Die Hotelinvestmentmärkte in Österreich und Deutschland gelten nach wie vor als sicher“, meint Schiavon. Und so ortet der Immobilienexperte auch für das Jahr 2014 ein ähnliches Ergebnis im Bezug auf Anzahl und Volumen.

„Verschärfter Wettbewerb” „Die Anzahl und Art der Transaktionen spiegeln das große Interesse vieler Investoren am österreichischen Hotelmarkt wider. Doch der Wettbewerb verschärft sich teilweise sehr. Daher erwarten wir, dass bald mehr Hotels mit veraltetem Produkt oder schlechter Positionierung auf den Markt kommenden werden“, so Schiavon. Die aktuellen erzielten Verkaufspreise für Hotelimmobilien seien „sehr hoch“ und die Renditen „relativ stabil“, so der Anwalt. Auch die Nachfrage zum Kauf von guten Hotelimmobilien wäre noch nie so hoch gewesen: Für bestimmte Städte in Europa gebe es sogar „lange Wartelisten in unterschiedlichen Hotelkategorien“, so Schiavon.

© PHH/christianwind.com

Umsatzwachstum bei Wacker Neuson

Hotelmarkt in Österreich Konstante Nachfrage auf einem zunehmend internationalisierten Käufermarkt

Mario Schiavon: „Die Anzahl der Transaktionen spiegelt das Interesse der Investoren am österreichischen Hotelmarkt wider.“

am ehesten in den europäischen Hauptstädten und Großstädten gesucht und umgesetzt. Beliebteste Städte für Hotelinvestments sind derzeit die Metropolen Paris, London, Rom, München, Genf, Zürich und Berlin. Die beliebtesten Städte für Hotelkäufe sind im Moment Wien, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Barcelona, Mailand, Lissabon, Madrid und Athen. Auch in den osteuropäischen Hauptstädten gab es 2013 zahlreiche Hotelverkäufe. Gekauft wurden vor allem Hotels der besten Kategorien – AAA-Betreiber an Top-Standorten. „Es wurden noch nie dermaßen hohe Preise für diese Hotels bezahlt, was die Renditen für die Zukunft beeinflusste“, so Schiavon. Kaufinteressenten aus

Gutes Pflaster: Großstädte Wirklich große Hotelinvestments und Hotelimmobilien werden

Osteuropa, Russland oder Asien interessierten sich vor allem für die großen „Grande Hotels” Europas. Zum Kaufabschluss kam es bei diesen Hoteldenkmälern dann aber doch großteils mit indischen, arabischen und südamerikanischen Investoren, heißt es. Vor einigen Jahren war der Markt der klassischen Urlaubshotels noch hauptsächlich regional bzw. höchstens national. In den letzten Jahren boome der Kauf von Wellnesshotels, Landhotels, Romantikhotels und Luxushotels in den alpinen Regionen sowie auf dem internationalen Hotelmarkt jedoch immer mehr, meint Schiavon. Dies ergebe sich vor allem durch die Arbeit von international tätigen Hotelmaklern. „Sie stellen die-

se Produkte einem internationalen Publikum vor; gute Strukturen, ein exzellentes Netzwerk, Kenntnisse der Kulturen in den jeweiligen Ländern sind dafür ein Muss.“

„Auch 2014 auf Platz eins” Der PHH-Partner schätzt, dass auch 2014 das Investoren-Interesse stark bleiben wird: „Hotel- und Gastroimmobilien werden für Inverstoren weltweit auch heuer wieder auf Platz eins stehen. Hotelinvestments garantieren Eigentümern als auch Investoren eine über Jahre stabil höhere Rendite als alle anderen Immobilieninvestments“, so Schiavon. „Hotelimmobilien hatten noch nie eine so rosige Zukunft vor sich“, so der PHH-Partner.

Studie von Engel & Völkers Ältere Käufer haben die Vorsorge im Blickpunkt, für Jüngere zählt der Prestigegedanke

Luxusimmos: Die Lage schlägt den Preis Hamburg. Das wichtigste Kriterium bei Luxuswohnimmobilien ist die Lage, der Preis spielt eine eher untergeordnete Rolle. So das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter den Mitarbeitern von cirka 200 Engel & Völkers-Standorten in ganz Deutschland. „Exklusive Wohnimmobilien in den 1A-Lagen sind in den letzten Jahren so stark gefragt wie nie zuvor. Diese Immobilien bieten nicht nur Wohnqualität, sondern auch hohes Wertsteigerungspotenzial“, meint Kai Enders, Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG. Der Hauptbeweggrund, eine Immobilie im Topsegment zu erwerben, sei bei jüngeren (rund 62 Prozent) und bei älteren Käufern (rund 56 Prozent) die Suche nach einem luxuriös ausgestatteten Erstwohnsitz, so die Studie. Rund 23 Prozent der Befragten gaben darüber hinaus an, dass Käufer von Luxusimmobilien, die über 45 Jahre alt sind, eine solche Immobilie auch als Zweitwohnsitz suchen. Bei den Käufern unter 45 Jahren sind es hingegen nur rund sieben Prozent. Diese erwerben eine sol-

ches Objekt eher aus Prestigegründen (rund 61 Prozent) als ältere Käufer (rund 39 Prozent). Gründe der Altersvorsorge spielen dagegen für ältere Käufer (rund 24 Prozent) eine größere Rolle als für jüngere Käufer (rund 12 Prozent). Auf das Umfeld und die Nachbarschaft legen nach Einschätzung der Befragten ältere Käufer (rund 49 Prozent) mehr Wert als jüngere Käufer (rund 25 Prozent). Dagegen sind

jüngeren Käufern die Größe und die Raumaufteilung wichtiger.

Unterschiede beim Preis Unterschiede zwischen Käufern von Luxusimmobilien unter und über 45 Jahren zeigen sich auch beim Preis und der Art der Immobilie. So geben rund 40 Prozent der Befragten an, dass jüngere Käufer zwischen 750.000 und 1 Mio.

© panthermedia.net/krsmanovic

short

Engels & Völkers-Studie: Das wichtigste Kriterium bei Luxusimmobilien ist die Lage.

€ für ein Luxusdomizil bezahlen. Ebenfalls rund 40 Prozent nennen „unter 750.000 Euro“ als Kaufpreis von unter 45-Jährigen. 41 Prozent der älteren Käufer geben zwischen 1 Mio. € und 1,5 Mio. € für eine erstklassige Immobilie aus. Danach gefragt, wie die Traumimmobilie von jüngeren und von älteren Käufern aussieht: Jüngere Kunden suchen eher nach einem Einfamilienhaus oder einer Villa (rund 59 Prozent), ältere Kunden eher nach einem Penthouse (52 Prozent). Die Wohnfläche soll für die jüngeren Käufer zwischen 200 und 300 m2 betragen (rund 49 Prozent), für die älteren Käufer indes zwischen 100 und 200 m2 (rund 75 Prozent). Bei der gewünschten Zimmeranzahl geben rund 57 Prozent der Umfrageteilnehmer „5 bis 6“ für jüngere Käufer und rund 67 Prozent „3 bis 4“ für ältere Käufer an. Die Gemeinsamkeiten: Sowohl jüngere wie auch ältere Käufer legen bei einer Luxusimmobilie Wert auf einen energetisch aktuellen Stand sowie eine großzügige Raumaufteilung. (ast)


imm o: mark e ts

Freitag, 4. April 2014

financenetreal:estate – 45

financenet@medianet.at

ifa AG Bauherrenmodell 65 Investoren hauchen ehemaligem Leykam-Gelände rund um Schloss St. Martin (Kehlberg) neues Leben ein

„Green City Graz“ bezugsbereit 60 Wohneinheiten im Niedrigenergiestandard und mit modernster Ausstattung sind fertiggestellt, Mieter ziehen ab April ein. von 65 Investoren, die das ehemalige Leykam-Gelände wieder zum Leben erweckt haben. Für Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl ist das Public-PrivatePartnership-Projekt ein „gelungenes Beispiel in der modernen Wohnraumplanung und eine wichtige Herausforderung für die Zukunft”. Die Zusammenarbeit mit ifa sei positiv verlaufen.

Magnet Nummer zwei Die Stadt Graz verzeichnet jährlich einen Zuzug von rund 3.500 Einwohnern und ist damit nach Wien Bevölkerungsmagnet Nummer twei in Österreich. Die Schaffung von attraktivem Wohnraum ist ein zentrales Anliegen für die Stadt. „Die Revitalisierung und Entwicklung von Objekten ist ein Spezialgebiet der ifa AG“, betont CEO Michael Baert, die mit ihrem Projekt in Graz Webling bereits das

45. Bauvorhaben in der steirischen Landeshauptstadt erfolgreich abschließt.

Ab 6,50 Euro pro m2 Die Green City in der Olga-Rudel-Zeynek-Gasse 7 bietet den Mietern auf einer Gesamtnutzfläche von rund 4.100 m 2 Wohnungen zwischen 54 und 90 m2. Die Bruttomiete für die geförderten Wohnungen beginnt ab 6,50 €/m2. Alle Wohnungen verfügen über Balkone bzw. Terrassen zwischen 12 und 40 m2. In jeder Einheit wurde hochwertiger Parkettboden verlegt, die Küchen sind komplett eingerichtet. Zusätzlich wurde für jede Wohneinheit ein eigener Garagenplatz geschaffen. Im Zuge der Generalsanierung nach Niedrigenergiestandard wurde der neue Wohnpark an die Fernwärme angeschlossen und mit solarer Warmwasseraufbereitung ausgestattet. (fh)

© ifa AG

Graz. Die Region rund um das Schloss St. Martin (Kehlberg) erhält mit der „Green City Graz“ einen wichtigen Impuls als Wohngebiet und eine neu und großzügig erschlossene Entwicklungszone für Graz. Die ausgezeichnete Infrastruktur und die gute Anbindung an das öffentliche Verkehrs- und Straßennetz bieten für die Bewohner einen zusätzlichen Vorteil. So erreicht man in nur 15 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Grazer Hauptbahnhof und die Innenstadt. Aber auch der Autobahnknoten Graz West ist gut und rasch erreichbar. Shopping-, Freizeit- und Gesundheitsangebote befinden sich in unmittelbarer Nähe, ebenso ein Angebot an Kindergärten und Schulen – so ist der neue Wohnpark nahe der Natur ein attraktives Komplettpaket. Ermöglicht wurde die Green City durch das Bauherrenmodell der ifa AG, ein Zusammenschluss

ifa AG kreierte als Public-Private-Partnership einen neuen naturnahen Wohnpark.

IMAS Report Zwei Fünftel der Österreicher besitzen eigenen „Park“, besonders von der Generation 50+ geschätzt

short

„Grüner Fleck“: mehr als nur Rückzugszone Wien. Rund zwei Fünftel der Österreicher besitzen einen Garten, vor allem Personen über 50 Jahre und Bewohner des ländlichen Raums nennen einen „grünen Fleck“ ihr Eigen, während Personen unter 30 und Bewohner von Städten seltener über eine eigene Grünfläche verfügen. Für 71% gilt der eigene „Park“ sogar zumindest einigermaßen als Abenteuer, bei dem man viel Neues und Unterschiedliches erleben kann.

Ein Großteil pflegt den Garten auf biologische Art und Weise, also ohne Chemie.

Nach Rautendach Nord-West-Vorplatz wird überdacht

Landmark-Building 102 m hoher Turm als Bürostandort

Wien. Mit der Beendigung der Arbeiten am bereits mehrfach ausgezeichneten Rautendach des Wiener Hauptbahnhofs ist der Unger Steel Group die termingerechte Fertigstellung eines der komplexesten Stahlbauprojekte Österreichs gelungen. Für Unger gibt es nur eine kurze Atempause: Das Unternehmen wurde zusätzlich mit der Überdachung des Vorplatzes Nord-West betraut. Die Bauarbeiten werden dort im

Wien. CBRE und EHL Immobilien wurden von der IWS TownTown AG exklusiv mit der Vermarktung des Orbi Tower beauftragt. Der 102 m hohe Büroturm mit 27 Stockwerken und über 28.000 m2 modernen Büroflächen wird den bereits zu 100% verwerteten Bürostandort TownTown in Wien-Erdberg um ein zusätzliches Landmark-Building erweitern. Der Baubeginn ist abhängig von der bauauslösenden Vorverwertung im Herbst 2014, die Fertigstellung ist für Herbst 2016 geplant. „Der Orbi Tower wird ein markanter Blickfang im Osten Wiens und wichtiger Bestandteil der Wiener Skyline. Wir sind stolz, dass uns das Vertrauen für die Vermarktung dieses ökologisch vorbildlichen Objekts geschenkt wurde. Die markante Architektur, gepaart mit niedrigen Energiekos-ten, der bestens etablierte Bürostandort und die hervorragende Anbindung an das Verkehrsnetz verschaffen dem Turm wichtige Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Objekten, und wir rechnen mit sehr guter Nachfrage“, sagen Felix Zekely, Associate Director/Head of

© Albert-Wimmer/ZT-GmbH

Juni 2014 beginnen. Die UngerSpezialisten arbeiten bereits an der Planung der rund 473 m2 großen, architektonisch ansprechenden Glas-Stahl-Überdachung des Vordachs Nord-West. „Der Zusatzauftrag bestätigt unsere gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der ÖBB und stellt unsere Expertise unter Beweis“, erklärt Matthias Unger, Sales and Business Development bei Unger Steel Group. (fh)

Unger Steel nimmt nun die Überdachung des Nord-West-Vorplatzes in Angriff.

Zumtobel besticht mit Licht-Innovationen

„Orbi Tower“ ergänzt TownTown

Agency GCS bei CBRE, und Stefan Wernhart, Leiter der Büroabteilung bei EHL Immobilien. Der Büroturm ist die letzte Baustufe des Entwicklungsgebiets TownTown im dritten Wiener Gemeindebezirk. In den letzten Jahren entstand dort ein moderner Bürocluster, in dem sich Unternehmen wie Generali, Deniz Bank, Wien Energie sowie mehrere Magistratsabteilungen der Stadt Wien angesiedelt haben. (fh)

© TownTown/Zechner&Zechner/expressivBLICK01

Unger Steel mit ÖBB-Folgeauftrag

Bruck a.d. Leitha/Wien. Das vor dem Verfall stehende klassizistische Schloss Trautmannsdorf (Bezirk Bruck a.d. Leitha) soll saniert werden. Die elf Hektar große Anlage wurde um 850.000 € vom Wiener Immobilienentwickler Norbert Winkelmayer gekauft. Eine originalgetreue Wiederherstellung des Schlosses samt dem Englischen Garten ist geplant. 12 bis 17 Mio. € sollen in die Renovierung der Anlage gesteckt werden. Die dazugehörigen Arbeiten könnten bereits im Frühjahr 2015 starten. Zur künftigen Nutzung sowie möglichen Fertigstellung wollte der Immobilienentwickler aber noch nichts verraten. (APA/fh)

Die Fertigstellung des Orbi Towers ist für Herbst 2016 geplant.

© Zumtobel

In einer Zeit, in der sich vieles verändert, wird der Bedarf an Entspannungs- und Rückzugsmöglichkeiten immer wichtiger. Die Größe des Gartens variiert aller-

dings stark: 12% der Gartenbesitzer nennen einen Kleingarten mit höchstens 30 m2 Fläche ihr Eigen, und 28% haben einen Garten mit mehr als 500 m2 zur Verfügung. Im Durchschnitt beträgt die Gartengröße 341 m2. Erwartungsgemäß statten Gartenbesitzer aus ländlichen Gebieten und über 50 Jahre ihren Garten überdurchschnittlich aus. Interessant ist, dass laut vorliegender Studie rund ein Drittel der Gartenbesitzer bestätigt, sie würden ihren Garten biologisch pflegen und auf chemische Substanzen vollkommen verzichten. In dieser Gruppe finden sich tendenziell eher Frauen, Menschen über 50 Jahren und Personen aus dem ländlichen Raum. (fh)

© panthermedia.net/AlexF76

341 m2 im Schnitt

Winkelmayer will Schloss sanieren

Die LED-Technologie ist schon längst zum Siegeszug angetreten.

Dornbirn/Frankfurt. Die Zumtobel Group konnte auf der „Light + Building“, der weltweit größten Messe der Lichtbranche, ihre Rolle als führender Anbieter für professionelle Beleuchtung unter Beweis stellen. „Die Light + Building 2014 war für uns eine hervorragende Plattform, die Innovationskompetenz unserer Marken zu präsentieren. Dank unserer Mehrmarkenstrategie können wir hervorragende Produkte und Lösungen für alle Kundenzielgruppen in der professionellen Beleuchtung anbieten; die LED-Technologie spielt dabei eine wesentliche Rolle“, erklärt Ulrich Schumacher, CEO Zumtobel Group. (fh)


pe opl e &date s

46 – financenetreal:estate

Freitag, 4. April 2014

financenet@medianet.at

short

UniCredit nahm an Earth Hour teil

Durst-Bau Sonderwunschabwicklung aus einer Hand im neuen Showroom in der Modecenterstraße in Wien

Wohnvisionen vor Ort

voestalpine erneuert zweite Führungsebene Wien/Linz. Der börsenotierte Stahlkonzern voestalpine erneuert seine zweite Führungsebene bzw. hat sie erneuert, wird derzeit neu besetzt oder wurde bereits erneuert: Sieben von zehn Divisionsvorständen (Geschäftsführern) starten in dieser Funktion, drei sind bereits tätig. Auf der obersten Führungsebene signalisiert die voestalpine Stabilität – die Mandate der fünf Konzernvorstände (inklusive Konzernchef Wolfgang Eder) wurden per 1. April 2014 um fünf Jahre verlängert. Eder steht damit seit zehn Jahren an der Spitze des Konzern. Neu sind die Divisionsvorstände Wolfgang Mitterdorfer (43) und Hubert Zajicek (45) sowie Pauline Seidermann (47) (alle: Steel Division). Die voest-alpine Edelstahl GmbH hat Robert Bauer und Reinhard Nöbauer an der Spitze, als neuer CFO kommt Markus Potzinger (42) hinzu. Neu in der Chefetage der voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG sind Martin Reisetbauer (47) und Hubert Possegger (56). Die Metal Forming Division wird um Peter Bernscher (45) ergänzt. (ag)

© medianet/Christian Mikes

Gütesiegel an Zurich für BGF verliehen

Institutional Advisors Congress Eine Wiederholung des Branchen-Events ist bereits für Herbst geplant

Hochkarätiger Finanzdienstleister-Talk Bad Waltersdorf. Michael Müller, Branchen-Netzwerker im Bereich Finanzdienstleistungen, lud zum ersten Institutional Advisors Congress ins Falkensteiner Hotel nach Bad Waltersdorf. An die 50 Teilnehmer leisteten Folge, darunter Bernhard Fasching von der Standard Life Versicherung, Josef Haas von der Bank für Ärzte und freie Berufe AG, Martin Mikulik von MFC Finance Consulting GmbH, Christian Pabst von Fidelity Worldwide Investments, Alfred Rath von der Finuzm Private Finance AG und Eric Samuiloff von der Swiss Life Select Österreich GmbH. An zwei Tagen wurden kompakt viele Themen abgedeckt, zu den Referenten zählten Jeff Hochman von Fidelity Worldwide Investments,

Philipp Bohrn vom Fachverband der Finanzdienstleister in der WKO, Rechstanwalt Ernst Brandl von Brandl&Talos Rechtsanwälte GmbH (zum Thema Haftungsfragen), Gerd Gwiss von FTC Capital GmbH (zum Thema Absolute Return), Stephan Hoppe von der Standard Life Versicherung, Andreas Kümmert von der Star Capital AG (ETF-Dachfonds), Anton Kuzmanoski von der Allianz Invest KAGmbH, Cornelius Necas von NWT Steuerberatung GmbH (zu Prüftätigkeiten der FMA), Louis Obrowsky von der Semper Constantia Immo Invest GmbH (zu Immobilienveranlagungen), Werner Painsy von Deutsche Asset & Wealth Managament. Kamingespräche rundeten den Event ab. (lk)

Michael Müller organisierte den Event, der im Oktober neuerlich stattfinden wird.

Schoeller Münzhandel Online suchen – und finden

ARS-Akademie Spezialseminare für Immo-Makler

Wien. Bei Schoeller Münzhandel sind die edelsten Metalle schon ganz auf eine der bezauberndsten Zeiten des Jahres – Ostern – eingestellt: Goldige Häschen, springende Frösche, muntere Streifenhörnchen und flauschige Küken zieren so manche Münze. Die saisonal „gefärbten“ Münzen gibt es im Onlineshop von Schoeller Münzhandel (im Internet: www.worldofnumismatics.com). Man kann zielgerichtet Münzen

Wien. Die Akademie für Recht, Steuer und Wirtschaft (ARS) mit Sitz im ersten Wiener Gemeindebezirk hält regelmäßig Weiterbildungsveranstaltungen für Makler und Immobilientreuhänder sowie -verwalter ab. Vor Kurzem fand etwa das „Update Maklerrecht“ mit Universitäts-Lektor Christoph Kothbauer von der online hausverwaltung & immobilientreuhand gmbH statt. Im gewohnt angenehmen Ambiente der Akademie, mit Topbetreuung und -verköstigung, brachte Kothbauer zahlreiche Beispiele aus der aktuellen Rechtssprechung, die für Immobilienmakler relevant sind – darunter u.a. die Umsetzung der EU-Direktive zu Verbraucherrechten in nationales Recht (real:estate berichtete am 28. März). In den weiteren Beispielen behandelte Kothbauer den Fall, dass ein Verkäufer sich allfällige Fehlinformationen, die der Makler dem Käufer erteilt hat, irrtumsrechtlich auch dann zurechnen lassen muss, wenn er von der Irreführung des Käufers gar nichts wusste, oder wie die Vorgangsweise ist, wenn ein Immobi-

Meister Lampe – frisch geprägt

Regelmäßiges Update hilft

nach jedem Stichwort suchen (und finden – anders als so manches Osterei im Garten) und sodann online bestellen. Zu finden sind etwa diverse sog. Cloisonné-Münzen – eine Hommage an die wunderschön aufwendigen Fabergé-Designs, die 2014 zum ersten Mal in Form von Münzen kreiert wurden – pro Stück ab ca. 55 €. Tiere wie etwa ein Leopardenfrosch oder Albrecht Dürers Feldhase zieren die Münzen, daneben gibt es einen Goldhasen. © Schoeller Münzhandel

Award für Gesundheitsmanagement unter dem Motto „ZurichVital“-

Wien. Die Wiener Gebietskrankenkasse verlieh Ende März das Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) – unter den Preisträgern ist bereits zum zweiten Mald die Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft (Zurich). Im Rahmen eines feierlichen Festakts überreichten Gesundheitsminister Alois Stöger und WGKK-Obfrau Ingrid Reischl die Auszeichnung an Gerhard Matschnig (Bild), Vorstandsvorsitzender von Zurich. (lk)

Besser, als sich die Ausstattung auf dem Plan vorzustellen: Beratung im Showroom.

„Seerose und Leopardenfrosch“ ab 120 €, Feldhase mit Swarovski-Kristallen ab 88 €.

lienmakler es unterlässt, über das Errichtungsjahr des Gebäudes zu informieren oder über die Pflicht zu Nachforschungen des Maklers, wenn ein in seinem rechtlichen Befund mangelhaftes Sachverständigengutachten bei der Vermittlung eine Rolle spielt. Die nächste Gelegenheit, Christoph Kothbauer bei ARS zu erleben, ist z.B. der 21. und 22. Mai – gemeinsam mit Rechtsanwalt Herbert Gartner und Hannes Kruplak. Infos unter www.ars.at

© www.onlinehausverwaltung.at/ Martin Lusser

Wien. Am 29. März hat die UniCredit die Lichter in mehr als 70 ihrer Gebäude europaweit für die Earth Hour ausgeschalten. Der Konzern nahm zum siebten Mal in Folge an der weltweiten Aktion teil, die darauf abzielt, das Bewusstsein für den Klimawandel zu erhöhen. Die Bank will ihre CO2- Emissionen bis zum Jahr 2020 um 30% reduzieren. (lk)

und Baufirma, der Vertrieb erfolgt intern und mit dem Durst-BauStudio findet nun auch die Ausstattungsberatung im Haus statt. Hochwertige Kombinationen von Ausstattungen würden so präsentiert, dass sich auch ein Laie gut vorstellen könne, wie die Wohnung aussehen werde. Es wurden unterschiedliche hochwertige Linien entwickelt – für jeden Geschmack soll etwas dabei sein. „Kauft man eine Neubauwohnung, steht man vor einer Vielzahl von Entscheidungen. Dabei ist es sehr schwierig, sich die unendliche Vielfalt an Ausstattungskombinationen vorzustellen – und das noch dazu in Räumen, die man nur vom Plan kennt. Dem begegnen wir, indem wir z.B. ganze Bäder zeigen“, so Horvath. Dem Kunden werden viele Termine mit Installateuren, Parkettlegern, Türherstellern usw. erspart, durch das effiziente Bestellwesen entsteht darüber hinaus ein Preisvorteil. (lk)

© Durst Bau/Christoph Panzer

Auch in Österreich gingen für eine Stunde die Lichter der Bank aus.

Wien. Der Showroom der Firma Durst-Bau GmbH in Wien ist eröffnet. Dort können sich Kunden ein Bild verschiedenster Ausstattungskombinationen machen. Interessenten und Käufer einer Durst-Bau-Wohnung werden in der Modecenterstraße in Wien von Wohnbau-Profis individuell beraten. Kunden erhalten dort alles aus einer Hand: kompetente Beratung auf höchstem Niveau und eine unkomplizierte Umsetzung. Das Design der hochkarätigen Ausstattungslinien der Durst-Bau„Boutique“ stammt vom Wiener Architekturbüro BWM Architekten. „Die Preise im Wohnbau sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Parallel dazu haben sich auch die Ansprüche der Wohnungskäufer erhöht“, sagt Geschäftsführer Hannes Horvath. Nach zweijähriger Entwicklungszeit sei daher nun das Studio eröffnet worden. Durst-Bau ist zugleich Bauträger

© Michael Müller

© Unicredit

Ausstattungsberatung, unterschiedliche Linien für jeden Geschmack, Zeit- und Preisvorteil.

Das Seminar-Angebot von ARS ist über viele Branchen breit gestreut.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 4. APRIL 2014 – 47

SMART INS STADTLEBEN

Die Smart City-Initiative verknüpft Stadtentwicklung mit neuen Technologien Seite 50

ZIEMLICH SCHWACHE REPORTS

© Panthermedia

© Lichtstark.com

advisory Die meisten Top-Entscheider sind mit dem Management Reporting unzufrieden Seite 51

A. LEITGEB UNSERE ERSTE „FRAU GENERAL“ © BMLVS/Pusch

Dem Nachwuchs eine Chance: junge Anwälte

short

© APA/Helmut Fohringer

Ab sofort verbesserter Konsumentenschutz

Wien. Mit der vor Kurzem beschlossenen Umsetzung der Verbraucherrechte-Richtlinie erfährt das Konsumentenschutzrecht weitreichende Verbesserungen. Als Meilenstein gilt die Festsetzung eines einheitlichen formfreien Rücktrittsrechts von außerhalb der Geschäftsräume geschlossenen Verträgen innerhalb von 14 Tagen. Im Rahmen aller Verbrauchergeschäfte dürfen Unternehmer, die Kunden-Hotlines einrichten, nur mehr die tatsächlichen Telefonkosten verrechnen und nicht darüber hinausgehende Entgelte. Weiters bedürfen in Zukunft alle Verträge über Dienstleistungen, die während eines vom Unternehmer eingeleiteten Anrufs ausgehandelt werden, einer Angebotsbestätigung und einer schriftlichen Annahme des Verbrauchers. „Insgesamt ein großer Schritt für die Konsumenten und dabei ein guter Ausgleich mit den Bedürfnissen der Wirtschaft“, meint die Obfrau des NRJustizausschusses, Michaela Steinacker. (pj)

Die Awards für die besten Verkäufer 2014

© Willheim Müller Rechtsanwälte; Baker & McKenzie; Dorda Brugger Jordis

Michaela Steinacker, Obfrau des Justizausschusses des Nationalrats.

„Was halten Sie von den Neuen?“ – Katharina Müller (Willheim Müller), Stefan Riegler (Baker & McKenzie), Marguerita Sedrati-Müller (Dorda Brugger Jordis).

Wien. Im Rahmen einer festlichen Award-Gala im Studio 44 in Wien wurden die Sieger in den vier Kategorien Einzelhandel, Außendienst & Key Account, Führungskräfte und Verkaufsteams ausgezeichnet: Robert Hellwagner (Brau Union Österreich AG), Monica Schreyer (Be remarkable), Wilhelm Ruhe (Alois Pöttinger Maschinenfabrik) und Robert Drexel (Arthrex Vertriebsteam Österreich, auf dem Bild von links nach rechts). Die Nominierung der Kandidaten erfolgte durch zufriedene Kunden, Mitarbeiter und Vorgesetzte. Mehr als 1.100 Nominierungen wurden eingereicht. (pj) www.vbc.biz

Substanzgenussrechte & Co. Von der Macht der Masse

Kommunalguide Gemeindebauten als Pilotprojekte

Wien. Die neue Art der Unternehmensfinanzierung verhilft in erster Linie jungen Unternehmen mit kreativen Ideen dazu, durchstarten zu können und die Gründer- und Start-up-Szene in Österreich zu stärken. Crowdinvesting ist gleichzeitig eine neue Art der Geldanlage. Seriöse Anbieter zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben den Gewinnchancen auch die entsprechenden Risiken transparent aufzeigen und keine Garantien oder Versprechungen über Renditen abgeben. Empfohlen wird, über mehrere Projekte zu streuen und eine Portfolio-Strategie zu fahren. Seite 49

Salzburg. Am 27.3. fand das Expertenforum Energiespeicher Beton statt – und zwar im kürzlich eröffneten Gemeindezentrum in Hallwang, der Heimatgemeinde von Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer. Der kommunale Bau gilt als neuestes Vorzeigeprojekt, wenn es um visionäres Energiemanagement geht. Mödlhammer: „Trotz Temperaturen von minus 12 Grad wurde keine einzige Kilowattstunde zur Heizung dieses Gebäudes eingesetzt.“ Der Grund: „Betondecken oder Bodenplatten können ähnlich wie Heizkörper eingesetzt werden.“ Seite 50

Crowdfunding im Rechts-Check

Conda-GF Daniel Horak: „Wir haben ein Investitionslimit von 3.000 € pro Projekt.“

Im Mittelpunkt: Beton und Energie

© Andreas Scheiblecker

Die Awards für die besten Verkäufer im deutschsprachigen Raum.

© Condra Sarki Turki

© imageindustry

Die Sternstunde der „Neuen“ Beim Junganwältetag ging es u.a. um Strategie und Positionierung am Markt, um Finanzierung, Businesspläne, Führungsstil, Marketing, neue Geschäftsfelder und vieles mehr. Die erfahrenen Kollegen und Experten empfehlen vor allem Berufserfahrung und Eigeninitiative. Seite 48

Energieeffizienter Kommunalbau: Gemeindebund-Präs. H. Mödlhammer.


A DV I SOR Y: TOPTR E N D S

48 – advisory

Freitag, 4. April 2014

advisory@medianet.at

Junganwältetag Zahlreiche Junganwälte und RA-Anwärter folgten der Einladung der Rechtsanwaltskammer Wien

short

„Wichtig ist, dass man weiß, wo man hin will“

Medizinstudium ohne NC und Wartezeit

Wien. Rund 100 Gäste wurden beim Junganwältetag im Raiffeisen Forum begrüßt. Die meisten kamen, um sich aktiv in den Workshops mit Experten aktuellen Themen aus der Branche zu widmen: Strategie und Positionierung am Markt, neue Geschäftsfelder, Finanzierung, Businessplan, Führungsstil, Konfliktmanagement, Tools und Datenbanken sowie Marketing. Darüber hinaus hat die Rechtsanwaltskammer Wien ihren Service erweitert und das Gründerservice initiiert, das erstmals präsentiert wurde. „In einem Einzelcoaching werden Anwälte in der Startphase ihrer Kanzleigründung betreut – von der Idee, über den Businessplan bis zur Gründung“, erklärt RAK Wien-Vizepräsident Stefan Prochaska. „Wirtschaftliche Inhalte fehlen oft beim Jurastudium, sind jedoch im beruflichen Alltag wichtige Komponenten.“

Studienplätze für Medizin, Zahnund Tiermedizin ohne Wartezeit.

Hamburg. Mit der Auslandsagentur MediStart können Maturanten ohne Numerus Clausus (NC) und Wartezeit an einer Top-Universität im EUAusland studieren, und zwar in deutscher oder englischer Sprache. Neben z.B. Bratislava, Budapest, Pecs und Szeged oder Riga steht heuer auch das englischsprachige Studium in Valencia zur Auswahl. Für ausgewählte Hochschulen führt MediStart die Aufnahmetests und entsprechende Vorbereitungskurse in Österreich und in Deutschland durch. Die ersten Aufnahmetests finden bereits im April/Mai statt; daran können auch Schüler teilnehmen, die erst im Sommer ihre Matura machen. Naumann zu Grünberg Fachanwälte & Spezialisten für Hochschulrecht hat die Beratungsqualität von MediStart geprüft. www.medistart.de

Die Top-Anwälte und -Experten konnten beim Junganwältetag der RAK Wien rund 100 Gäste im Raiffeisen Forum begrüßen.

KSV1870). „Spannend fände ich, wenn beim Junganwältetag künftig auch eingehender Strategien behandelt werden könnten, wie man zu eigenen Mandaten kommt und was man konkret beachten sollte, wenn man neue Klienten gewinnen will“, regt RA Marguerita SedratiMüller von Dorda Brugger Jordis an. „Ein künftiges Thema könnte

Neben Prochaska agierten als Experten Mathias Preuschl (Partner PHH RA und Ausschussmitglied RAK Wien), Peter Polak (Gründungspartner Fiebinger Polak Leon RA), Markus Heidinger (Partner Wolf Theiss RA), Christian Ohswald, Franz Muskovich (beide Private Banking RLB NÖ-Wien AG), Dominik Baurecht (Managing Partner Brandstetter, Baurecht, Pritz & Partner), Dietmar Dworschak (GF kanzleierfolg.at), Sabine Hartzhauser (Fiebinger Polak Leon RA), Eric Heinke (RA und Ausschussmitglied RAK Wien), Walther Gatterbauer (Kammeramtsdirektor RAK Wien), Business Coach Hannes Sonnberger, Markus Weiß (Advokat Unternehmensberatung) und HansGeorg Kantner (Leiter Insolvenz

© BDC IT-Engineering GmbH

Herbert Kling, GF meinungsraum.at, Helmut Biely, BDC IT-Engineering.

© Christina Haeusler

Eine eindrucksvolle Liste

In der Test-„Landschaft“ sitzt der Wurm drin

RA Dieter Heine: „Beim Kanzlei-Start-up muss man wissen, wo man hin will.“

vielleicht auch sein, wie ich lerne, besonders mandantenfreundlich zu arbeiten, um gute Geschäftsbeziehungen aufzubauen und auch längerfristig zu erhalten.“

Wird gut ausgebildet? „Das Jusstudium steht vor zwei zentralen Herausforderungen: Der Rechtsbestand in Österreich wächst stetig – und wie kann man die Theorie bestmöglich auf die Praxis vorbereiten?“ fragt Stefan Riegler, Hiring-Partner bei Baker & McKenzie. (Noch) Mehr Praxisbezug fordert auch Katharina Müller von Willheim Müller RA: „Wenn es z.B. um den laufenen Support unserer Mandaten in Bau- und Immobilienprojekten geht, erkennen wir zunehmend die große Bedeutung einer interdisziplinären Ausbildung. Wir schätzen es daher sehr, wenn unsere Anwälte juristische Expertise und Branchenkenntnis bereits in ihrer Ausbildung kombinieren.“ Beim Studium der Rechtswissenschaften habe sich

Wirtschaftsprüfer-Wechsel „Die Londoner City hat sich durchgesetzt“

Rotation: 24 Jahre sind „ein Witz“ Brüssel Die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner hat die geplante Neuregelung zu großen Wirtschaftsprüfungsunternehmen kritisiert. Sie bedauert, „dass sich die Londoner City mit Unterstützung der Konservativen und Liberalen erfolgreich gegen striktere Auflagen durchgesetzt“ habe. Gegenüber dem Vorschlag der EU-Kommission seien die neuen Regeln „total verwässert“ worden,

sagt die Abgeordnete. Dabei gehe es nicht um kleine Steuerberater und Wirtschaftsprüfer – von der EU-Verordnung betroffen seien vor allem die „großen Vier“ Deloitte, PricewaterhouseCoopers, Ernst & Young und KPMG.

Wechsel erst nach 31 Jahren Neu eingeführt wird ja eine verpflichtende Rotation für Wirt-

© Wikimedia/Nicosia Europe

Wien. Ein alarmierendes Ergebnis: 71% der befragten heimischen Unternehmen geben im Softwarebereich einen Testaufwand von weniger als der Hälfte des gesamten Projektaufwands an. Dabei spricht die Selbstwahrnehmung eine andere Sprache, denn die Mehrheit versichert, die Qualitätssicherung hätte intern sehr wohl einen hohen Stellenwert. Die Folgen unzureichenden Testens sind täglich in den Schlagzeilen nachzuvollziehen: Softwarefehler beispielsweise bei Autos, Unternehmenssoftware, im Bereich E-Government oder in Apps verursachen eklatante Kosten. Helmut Biely, CEO BDC ITEngineering GmbH: „Unter dem Druck eines nahenden ReleaseTermins sparen Entwickler oft die fehlende Zeit beim Testaufwand ein. Zudem hängt der Testaufwand von zahlreichen Faktoren wie Produktcharakteristika, Kritikalität oder Anforderungen ab, die von Fachabteilungen unterschätzt bzw. schlichtweg ignoriert werden. Die Folgen sind Verzögerungen, schlechte Softwarequalität, verärgerte Kunden, frustrierte Mitarbeiter & hohe Kosten für die Nachbesserung.“ (pj)

© Simone Hofstädter, Atelier Kucera

© Panthermedia.net/Nyul

Am 25. März fand der jährliche Junganwältetag statt – der Bericht und die Reaktionen.

Im Mittelpunkt „die großen Vier“: Deloitte, PwC, Ernst & Young sowie die KPMG.

schaftsprüfer, die Abschlussprüfungen von Unternehmen machen. Die Frist könne aber bis zu 24 Jahre gehen, was „ein Witz“ sei, sagte Regner. Zudem würden die 2015 in Kraft tretenden Regeln erst nach einer sechsjährigen Übergangsfrist greifen. Somit müssten Unternehmen erst nach 31 Jahren den Wirtschaftsprüfer wechseln.

Erwünscht sind 7 Jahre Die Sozialdemokraten fordern laut Regner eine viel kürzere Rotationsfrist von sieben Jahren, eine „schwarze Liste“ von verbotenen Prüfer-fremden Leistungen, eine Begrenzung der Provisionen für Beratungsdienste, die nicht zur Rechnungsprüfung gehören, und eine stärkere Kontrollbefugnis der europäischen Börsenaufsicht ESMA. Doch auch in Zukunft könnten die „großen Vier“ 70% ihrer Honorare für andere Leistungen als Abschlussprüfungen beziehen. Dies sei aufgrund der engen Verflechtungen und zahlreicher Interessenskonflikte ein „Fehler im System“, so Regner. (red)

in den vergangenen Jahren bereits viel verändert, befindet Dieter Heine, Partner bei Vavrovsky Heine Marth. „Von außen betrachtet, scheint sich das Studium eher einer verlängerten Schulzeit anzunähern. Zeit, um die im Berufsleben notwendigen Fähigkeiten wie Eigenständigkeit, ‚über den Tellerrand schauen‘ oder Eigeninitiative zu entwickeln, bleibt den Studierenden kaum.“ Sehr gut findet Heine, dass praxisnahe Veranstaltungen vermehrt angeboten werden. „Der neue, österreichweite Moot Court Umweltrecht, bei dem meine Kanzleipartnerin Stefanie Werinos Betreuerin ist, ist z.B. eine gute Gelegenheit, den Berufsalltag kennenzulernen.“ Für Heine war „immer klar, dass ich als Anwalt selbstständig arbeiten möchte – aber nicht notwendigerweise als Einzelkämpfer“. Hier rät Riegler, man sollte jedenfalls „ein paar Jahre Berufserfahrung in einer bestehenden Kanzlei gesammelt und sich auf dem Markt einen Namen gemacht haben“. (pj)

CSR Spendengütesiegel

Von der Güte der Spenden

Wien. Immer mehr gemeinnützige Organisationen lassen sich für das Österreichische Spendengütesiegel prüfen. Allein 2013 wurden 24 NGOs in die Liste der mittlerweile 235 Organisationen aufgenommen, welche die strengen Qualitätsstandards der Prüfung erfüllen.

Wichtigstes Spendenmotiv Denn Transparenz und Sicherheit beim Spenden sind dem Österreichern ein wichtiges Anliegen; das beweist eine von Public Opinion kürzlich durchgeführte Umfrage. Aus ihr geht hervor, dass Spendensicherheit das relevanteste Spendenmotiv für Spender ist. Dieser Trend wird von immer mehr NGOs erkannt. „Die steigende Bereitschaft der gemeinnützigen Organisationen, sich prüfen zu lassen und transparent zu arbeiten, ist eine sehr positive Entwicklung im österreichischen Spendensektor“, kommentiert Leopold Wundsam, Leiter der Arbeitsgruppe Spendengütesiegel in der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. (pj)


Freitag, 4. April 2014

A dv i sor y: E XA M I N ATIO N

advisory – 49

advisory@medianet.at

Die Macht der Masse Von Substanzgenussrechten, Autogrammkarten, der Finanzmarktaufsicht – und vom Konsumentenschutz

Crowdfunding im Rechts-Check

Anders gesagt: Crowdinvesting ist kein Spiel, sondern ein echtes Investment – eine neue Art der Unternehmensfinanzierung, andererseits eine neue Form der Geldanlage. Horak warnt vor Verallgemeinerung: „Wir sehen uns als Teil der Unternehmensfinanzierung, stehen dabei aber nicht in Konkurrenz zu Banken und Förderungen.“ Auch Vergleiche mit Finanzierungsmodellen à la Heini Staudinger (GEA, Waldviertler Schuhwerkstatt) oder Geschlossenen Fonds seien nicht angebracht. Tatsächlich verhilft Crowdinvesting in erster Linie jungen Unternehmen mit kreativen Ideen dazu, durchstarten zu können und die Gründer- und Start-up-Szene in Österreich zu stärken. Gerade die Jungunternehmer sind es, die aktuell die meisten neuen Arbeitsplätze am Arbeitsmarkt schaffen. Damit allerdings sowohl der Investor, als auch das Unternehmen von Crowdinvesting profitieren können, gilt es, einige Punkte zu beachten.

Keine Renditen-Garantien Auch Crowdinvesting bringt nicht „nur“ Chancen, sondern auch Risiken. Seriöse Anbieter zeichnen sich dadurch aus, diese auch transparent aufzuzeigen und keine Garantien oder Versprechungen

über Renditen abzugeben. Risiken sollten für den Anleger klar dargestellt werden. Horak: „Crowdinvesting ist kein Sparbuch. Die alten Investment-Weisheiten gelten auch hier. Hohen Renditen stehen immer auch hohe Risiken gegenüber.“ Das größte Risiko für einen Investor ist natürlich der Verlust des Kapitals. Horak: „Daher empfehlen wir unseren Anlegern, ihre Investitionen über mehrere Projekte zu streuen und eine PortfolioStrategie zu fahren.“ Bei Conda gibt es außerdem für Privatanleger ein Investitionslimit von 3.000 € pro Projekt. (red) www.conda.at

Conda-Geschäftsführer Daniel Horak (l.) und Paul Pöltner: „Es sollte nur Geld investiert werden, wenn ein allfälliger Verlust auch verkraftet werden kann.“

! 00 gs .0 un ert uro r 2 ib W E be re m en Ü ch e i rd ss kt llia Au oje Mi Pr ,1 2 n

Kein Vergleich mit Heini

Co-Geschäftsführer Paul Pöltner. Als bis dato einziger Crowdinvesting-Anbieter in Österreich verfügt Conda über eine Konzession zum Vermögensberater. „Wir sehen uns als Intermediär zwischen Start-ups und Investoren – wir bringen Menschen und Unternehmen zusammen“, meint Daniel Horak.

vo

Wien. Crowdfunding und Crowdinvesting sind seit einiger Zeit bei Investoren, Medien und in der breiten Bevölkerung ein heißes Thema. Tatsächlich sind diese noch sehr jungen Finanzierungsformen für viele noch Neuland – und das beginnt schon bei den Begrifflichkeiten der zwei völlig unterschiedlichen Modelle. Crowdfunding kommt ursprünglich aus dem Musikbereich und bezeichnet eine rein spendenorientierte Finanzierung eines Projekts. So versucht etwa eine Band, ihr neues Album über eine Crowdfunding-Plattform zu finanzieren, die „Spender“ erwarten sich aber dafür keine Gegenleistung in finanzieller Form. Oft werden Goodies wie zum Beispiel signierte CDs, T-Shirts oder Autogrammkarten geboten. „Beim Crowdinvesting handelt es sich dagegen um eine tatsächliche Beteiligung am Unternehmen – in unserem Fall in Form des Substanzgenussrechts“, erklärt Daniel Horak, Co-Geschäftsführer der Conda Unternehmensberatungs GmbH, der nach Eigenangaben größten Crowdinvesting-Plattform in Österreich.

© Conda/Sadri Turki

Wie die Crowd-Modelle im Detail funktionieren: „Die Guten ins Töpfchen“.

KommunalGuide Ihr persönlicher Ratgeber zu kommunalen Projekten in Österreich

2014

Vorsicht bei der Auswahl Am Beginn steht die Auswahl der richtigen Crowdinvesting-Plattform. Davon gibt es am Markt einige, mit unterschiedlichen Ansätzen und Beteiligungsmodellen. Die Arbeiterkammer (AK) hat in einer aktuellen Studie sechs Anbieter in Österreich analysiert und auf Herz und Nieren geprüft. Das Conda-Beteiligungsmodell in Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen TPA Horwath und der Rechtsanwaltskanzlei Schönherr hat dabei gut abgeschnitten: Im Sinne des Konsumentenschutzes ist das Modell mit der AK und dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) abgestimmt. Zusätzlich hat sich Conda vor dem Start der Plattform mit der Finanzmarktausicht (FMA) abgestimmt und wurde während des ersten laufenden Projekts mit positivem Ausgang geprüft. „Wir sehen uns als Plattform, die auch die Kompetenzen hat, darüber zu sprechen“, sagt Conda-

Erscheinungstermin: Juni 2014 Zielgruppe: alle 2.354 Kommunen (Bürgermeister, Amtsleiter) Projektleitung: Bernhard Ehrlich Tel.: 0664/181 21 29 oder b.ehrlich@medianet.at


A dv i sor y: KO M M U N A L / PE RSO N A L I A

50 – advisory

Freitag, 4. April 2014

advisory@medianet.at

Kommunalguide I Stadtstrategien – Stadtentwicklung – Stadtmarketing – Stadtconsulting – Urbane Trends

short

Das smarte Stadtleben

Weniger individuelle Freiheit in den Städten Wien. Eines der wichtigsten Ergebnisse aus dem aktuellen Mobilitätsbarometer der VAV Versicherungs-AG: „Im städtischen Bereich erkennen wir eine eindeutige Tendenz zum kommunalen Verkehr und damit weg vom Kfz“, erklärt VAVGen.-Dir. Norbert Griesmayr. In Wien nutzen demnach gleich um 38 Prozent mehr Einwohner U-Bahn, Straßenbahn oder den Bus als noch vor drei Jahren, während 73 Prozent der Burgenländer und Niederösterreicher das Auto weiterhin unverändert an erster Stelle sehen. (pj)

Wien. „Um attraktiv zu bleiben, müssen Städte und Gemeinden neue Wege gehen – gemeinsame Ressourcen intelligent und effizient nutzen, innovative Technologien einsetzen, Lebensqualität erhöhen und umweltschonend wirtschaften“, sagt Thomas Weninger, Generalsekretär des Städtebunds.

onen sind Wirtschaftsmotoren, die Kreativität und Innovation in Gang setzen. So entstehen Strategien für nachhaltiges Wirtschaften und moderne Mobilität. Smarte Mobilität beginnt in erster Linie im Kopf. Wir müssen uns die grundlegende Frage stellen, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen.“ Das Bewusstsein für neue Mobilitätsformen sei wichtig, so Weninger, denn der Verkehrsbereich sei einer der größten Hebel, wenn es um die Einsparung von CO2 und Treibhausgasen geht. „Ein wesentlicher Anteil des CO2-Ausstoßes wird allein vom Verkehr verursacht. Gleichzeitig müssen wir in unserer heutigen Welt sehr mobil sein. Die Smart City-Initiative verknüpft nachhaltige Stadtentwicklung mit der Innovationskraft neuer Technologien. Der nächste Schritt ist nunmehr ein politisches Commitment auf allen Ebenen“, fordert Weninger. (pj)

Neue Mobilitätsformen Unsere Ballungszentren wachsen unaufhaltsam, weil Menschen dort mehr Jobmöglichkeiten haben und mit Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen, Universitäten, Gesundheitseinrichtungen und öffentlichem Nahverkehr rechnen können. Der Bevölkerungsboom bringt Herausforderungen mit sich – Wohnen, Verkehr und Technologie sind die Themen, mit denen Städte künftig konfrontiert sind. Weninger setzt deshalb auf eine Smart City-Initiative: „Stadtregi-

© PHH/Stephan Huger

PHH verstärkt den Corporate-Bereich

© Lichtstark.com

Die Smart City-Initiative verknüpft nachhaltige Stadtentwicklung mit neuen Technologien.

Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger will „Städte neu denken“.

Kommunalguide II Sonne und Beton als wesentliche Faktoren für den neuen Salzburger Kommunalbau

Elke Maria Sagmeister war zuvor u. a. in der Kanzlei CHSH tätig.

Die „Energie-Selbstversorger“ in Hallwang Salzburg. Solarenergie in Form von elektrischem Strom oder Wärme ist kaum mehr wegzudenken. Die innovative Technologie der Bauteilaktivierung, welche die Ressource Beton nützt, ergibt mit Solarenergie eine neue, wichtige Symbiose zur Wärmeversorgung kommunaler Bauten wie Schulen, Krankenhäuser oder Veranstaltungszentren. „Betondecken oder Bodenplatten können ähnlich wie Heizkörper eingesetzt werden“, erklärte Felix Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), beim Expertenforum Energiespeicher Beton am 27. März. „Sämtliche Betonbauteile fungieren als Akku. Sie speichern Sonneneinstrahlung,

© FQP/Joanna Piestrzynska

Zur Flächengestaltung öffentlicher Räume

Umgebungswärme sowie Wärme aus Bauteilaktivierung und geben diese bei Bedarf langsam ab.“ Das Expertenforum fand im kürzlich eröffneten Gemeindezentrum in Hallwang statt. Der kommunale Bau in der Heimatgemeinde von Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer gilt als neuestes Vorzeigeprojekt, wenn es um visionäres Energiemanagement geht. „Trotz Temperaturen von minus 12 Grad wurde keine einzige Kilowattstunde zur Heizung dieses Gebäudes eingesetzt“, zeigt sich Mödlhammer in seinen Erwartungen bestätigt. Auch ein besonderes Wohlfühlklima wurde dem Gemeindezentrum bei mehreren Anlässen und Veranstaltungen bereits attestiert. (pj)

© Österreichische Zementindustrie

Wien. Mit Elke Maria Sagmeister holt sich PHH RA eine weitere Expertin zur Verstärkung des Teams um Rainer Kaspar. Die gebürtige Burgenländerin ist neben Immaterialgüterrecht und gewerblichem Rechtsschutz Expertin für M&A und Corporate. Sie war zuvor mehrere Jahre als Rechtsanwältin bei der Kanzlei Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati tätig. Sagmeister verfügt über ­weitreichende Erfahrung bei (inter-)nationalen M&A-Transaktionen und hat mehrere Publikationen veröffentlicht. (pj)

Gemeindebund-Präs. Helmut Mödlhammer: „Im Spitzenfeld der Energieeffizienz“.

Rückblick Erfolgreich in Österreich und darüber hinaus

Baker & McKenzie Internationaler Client-Choice-Award

Wien. Mit Markus Steiner (43) bekommt der IT-Sicherheitsdienstleister Cognosec einen hochkarätigen Neuzugang im Bereich Business Development. Der Experte bringt langjährige Erfahrung im Erschließen neuer Geschäftsfelder mit und hat Teams auf der ganzen Welt geführt. Von 2007 bis 2013 war Steiner für Regulatory Affairs & Business Development bei bwin tätig. In seinen Zuständigkeitsbereich fielen

Wien. Der Baker & McKenzie-Anwalt Alexander Schnider wurde vor Kurzem mit dem internationalen „Client Choice-Award 2014“ geehrt. Das International Law Office (ILO) zeichnete Schnider für seine herausragenden Leistungen im Bereich „Intellectual Property“ für Österreich aus. Seit 2005 ehrt das ILO jedes Jahr Anwälte, die ihre exzellente Mandantenbetreuung und die ausgezeichnete Qualität ihres Services unter Beweis gestellt haben. Die Beurteilung erfolgt durch die Mandanten – die Unternehmensjuristen werden dazu von ILO in einem intensiven Rechercheprozess befragt. Zu den Bewertungskriterien zählen neben der Qualität der Rechtsberatung das Preis-Leistungs-Verhältnis, das wirtschaftliche Verständnis, die effiziente Kommunikation, eine transparente Abrechnung, Reaktionszeiten, der Austausch von Fachwissen und der Einsatz moderner Technologien. Schnider leitet die IP-Praxis von Baker & McKenzie in Österreich. Seine Mandanten berät er insbesondere in Angelegenheiten des Pa-

Neu bei Cognosec: Markus Steiner Hohe Auszeichnung für Schnider

Markus Steiner studierte an der FH für Wirtschaftsberatende Berufe in Wr. Neustadt.

tent-, Marken- und Urheberrechts sowie des unlauteren Wettbewerbs (Werberecht).

Statements zu A. Schnider Unternehmensjuristen, die an der Umfrage teilnahmen, urteilten über Alexander Schnider: „... hat ein überaus starkes Verständnis von technischen Sachverhalten ...“ „... hat konstant hochqualitative Arbeit geliefert.“ (pj)

© Baker & McKenzie/Tobe Mayr

Wien. Das Forum Qualitätspflaster hat vor Kurzem den „Pflasteradler Zwodreizehn“ finalisiert und ist laut FQPVorstandsvorsitzendem Eduard Leichtfried „mit unserem Wettbewerbspreis wirklich zufrieden“. Aus ganz Österreich wurden 18 Pflasterprojekte eingereicht, die durch beeindruckende Planungsleistungen und ausführungstechnische Details bestechen. Die Jury hat das handgemachte Kieselpflaster für einen Villengarten am Stadtrand von Wien, die Gestaltung der Fußgängerzone rund um das Goldene Quartier und die Neugestaltung der Ottakringergasse als Siegerprojekte ausgezeichnet. FQP-Chef Eduard Leichtfried: „Nach diesem Erfolg werden wir den Pflasteradler ab 2015 im Zweijahresabstand ausschreiben, wobei durchaus kleine Modifikationen denkbar sind.“ (pj)

dort wirtschaftliche und rechtliche Potenzialanalysen sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Er hat diverse Joint Ventures beispielsweise in Mexiko und Frankreich eingefädelt, Verhandlungen geleitet und die Projektleitung bei zahlreichen Lizenzierungsverfahren übernommen. Davor war Steiner Prozess- und Projektmanager bei einem großen österreichischen Finanzdienstleister und im Consultingbereich tätig. (pj)

© Cognosec

Eduard Leichtfried, Vorstandsvorsitzender des Forums Qualitätspflaster.

Alexander Schnider „hat ein außergewöhnliches juristisches Fachwissen“.


a dv i sor y: I N TE R N ATIO NA L

Freitag, 4. April 2014

advisory – 51

advisory@medianet.at

Internationale Studie Vier von zehn Top-Entscheidern sind unzufrieden mit dem Management Reporting

Schlüsselkennzahlen sind häufig zu vergangenheitsbezogen und zu wenig steuerungsrelevant. Stuttgart/Wien. Die Chefs sind zunehmend unzufrieden mit dem Management Reporting in ihren Unternehmen – insbesondere die Steuerungsrelevanz und der Ressourceneinsatz, d.h. der Aufwand für die Erstellung der Berichte, müssen optimiert werden. So lautet das Fazit einer Studie der Managementberatung Horváth & Partners bei 142 Unternehmen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. Die Relevanz könnte durch die Festlegung geeigneter Schlüsselkennzahlen, die eine konsistente, zukunftsorientierte Steuerung des Unternehmens unterstützen, deutlich verbessert werden.

Ein konkreter Verbesserungsvorschlag für Management Reports: weg von der Datenaufbereitung hin zu deren Interpretation.

systematisch in ihre Bestandteile heruntergebrochen wird. Hier können zum Beispiel Treibermodelle eingesetzt werden, sodass die steuerungsrelevanten Kennzahlen aus den für das individuelle Geschäftsmodell relevanten Werttreibern abgeleitet werden.

sich auf maximal acht Schlüsselgrößen zu fokussieren. Ausreißer nach oben zeigen, dass es den Firmen häufig schwerfällt, die richtigen Schlüsselgrößen zu finden. Defizite in der Steuerung hängen auch damit zusammen, dass die Kennzahlensysteme häufig Zusammenhänge zwischen den Kennzahlen nicht ausreichend abbilden. Isensee: „Über die Hälfte der Unternehmen setzt unverbundene Einzelkennzahlen ein, die eine konsistente Steuerung nur schwer ermöglichen. Systematische und automatisierte Abweichungsanalysen oder Szenarioplanungen sind damit zum Beispiel nur eingeschränkt möglich.“ Für eine Best-Practice-Steuerung wäre es jedoch erforderlich, dass eine sinnvoll ausgewählte Spitzenkennzahl

Kennzahlen „zu finanziell“ Ein weiteres Defizit in der Steuerung ist die Möglichkeit zur frühen Erkennung von Veränderungen. Hierfür bedarf es geeigneter, nicht finanzieller und externer Kennzahlen. Zwar ist im Vergleich zu früheren Studien eine Zunahme von nicht-finanziellen Kennzahlen zu erkennen, dennoch sind diese Systeme noch immer stark finanziell dominiert (70% der Kennzahlen).

Umsatzzuwachs Mehr als 6 Prozent auf 6,45 Mrd. USD

Wien. Organisatorische, operative und technologische Schwierigkeiten hindern den Handel daran, Einkaufserfahrung über alle Kanäle und Kontaktpunkte hinweg bereitzustellen. Nach Ansicht der Retailer ist ein ausgereiftes OmniChannel-Angebot ein kritischer Unterscheidungsfaktor im Wettbewerb der Marken. Nahezu alle (94%) der befragten Retail-Manager sehen jedoch erhebliche Barrieren bei der erfolgreichen Entwicklung

Globale Expansion

© Panthermedia.net/Sergii Gnatiuk

© BDO

„Wir gehören zu den Top 5 Wirtschaftsprüfungsunternehmen.“

Lücken im Omni-Channel-Angebot

die weltweit fortschreitende Konsolidierung im Bereich des Mittelstands sind wir vorbereitet und gerüstet, um unsere starke Position in diesem Segment in den nächsten Jahren weiter auszubauen.“

Das internationale Wachstum ist zum Teil auf eine Reihe von strategischen Fusionen zurückzuführen. Zum Stichtag 30.9.2013 ist BDO in 144 Ländern mit insgesamt rund 56.400 Mitarbeitern an 1.264 Standorten weltweit aktiv. In Österreich hat BDO im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 47 Mio. € erzielt. Peter Bartos, Management-Board Mitglied der BDO Austria GmbH: „Unser seit Jahren anhaltender Wachstumskurs bestärkt uns in unseren strategischen Entscheidungen. Österreichweit sind derzeit rund 430 Mitarbeiter tätig.“ Die Anteile der einzelnen Service Lines am Gesamtumsatz unterscheiden sich geringfügig gegenüber dem letzten Jahr, mit einem leichten Anstieg im Bereich Wirtschaftsprüfung. www.bdo.at

Nicht finanzielle Kennzahlen (20) und externe Kennzahlen (10%) machen in Summe nur etwas mehr als ein Drittel der eingesetzten Kennzahlen aus. Aus den Studienergebnissen ergeben sich deutliche Handlungsfelder, mit denen sich die Steuerung und das Reporting auseinandersetzen müssen – etwa gestraffte Inhalte und bessere IT-Integration für mobile Anwendungen. Ebenso erfordern die in kürzer werdenden Intervallen auftretenden Veränderungen innerhalb und außerhalb der Unternehmen eine hohe Flexibilität im Reporting. Zudem sollte der Ressourceneinsatz für das Reporting reduziert und optimiert werden. Die Devise lautet: Weg von der Datenaufbereitung hin zu deren Interpretation. (pj)

Online-Business Studie von Accenture und hybris

BDO weiter auf Wachstumskurs Wien. Das weltweit fünftgrößte Prüfungs- und Beratungsnetzwerk BDO setzt seinen Wachstumskurs fort und schließt das Geschäftsjahr 2013 mit einem deutlichen Umsatzwachstum von 6,2 Prozent ab. Hans Peter Hoffmann, International Liaison Partner der BDO in Österreich: „Im abgelaufenen Geschäftjahr haben wir unseren Wachstumskurs weiter vorangetrieben, nicht zuletzt durch bedeutende strategische Fusionen. Auf

Vaduz. Beratungskompetenz sollte heutzutage nicht – wie bei länderspezifischen Berufsqualifikationen etwa eines österreichischen Steuerberaters oder eines deutschen Rechtsanwalts – an der Landesgrenze haltmachen. Auf diese Herausforderung antwortet die Universität Liechtenstein mit international ausgerichteten Executive-Masterstudienprogrammen in den Bereichen International Asset Management, Nationales und Internationales Steuerrecht, Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht und Banking and Securities Law, die eine qualifizierte Beratung im global veränderten Umfeld ermöglichen. So etwa beim Studiengang International Taxation; dort werden das Steuerrecht Österreichs, Liechtensteins, Deutschlands und der Schweiz und die zwischen diesen Staaten bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen vor dem Hintergrund europarechtlicher und globaler Entwicklungen beleuchtet. (red)

Unverzichtbar: Integration des digitalen Commerce in alle Geschäftsbereiche.

zu einem integrierten Omni-Channel-Unternehmen. Die Studie beruht auf einer von Accenture und hybris in Auftrag gegebenen Befragung von mehr als 1.500 Omni-Channel-Shoppern und 256 Entscheidungsträgern aus Einzelhandels- und Fertigungsunternehmen in Europa und USA. Dabei stellte sich heraus, dass 71% der Kunden aktuelle Informationen zur Filialverfügbarkeit erwarten und 50% die gewünschten Waren online kaufen und dann vor Ort abholen wollen. Trotz dieser klaren Erwartungshaltung ist nur ein Drittel (36%) der RetailAnbieter in der Lage, den Kunden die Filialabholung der bestellten Waren, aktuelle Informationen zur Produktverfügbarkeit und die In-Store-Abwicklung von OnlineKäufen zu ermöglichen. Chris Donnelly, Global Managing Director von Accenture’s Retail Practice: „Die zunehmende Nutzung von eCommerce und mobilen Technologien macht deutlich, wie wichtig es für den Handel ist, den digitalen Commerce in alle Aspekte seiner Geschäftstätigkeit zu integrieren.“ (jj)

Spezielle Beratung bei der Betriebsnachfolge © Panthermedia.net/Dmitriy Shironosov

Nur acht Prozent der Befragten sind demnach „sehr zufrieden“ mit ihrem Reporting. „Einer der Hauptkritikpunkte ist die fehlende Entscheidungsrelevanz der Informationen“, erklärt Studienleiter Johannes Isensee. 75% der Befragten beklagen, dass das Reporting überwiegend vergangenheitsbezogene Daten liefert und die Abweichungen lediglich im Rückblick aufzeigen. Isensee: „Damit nimmt das Reporting maximal eine unterstützende Rolle in der Entscheidungsfindung ein; Ziel sollte stattdessen der Blick nach vorn sein.“ Die größte Herausforderung auf diesem Weg bildet eine klar definierte Steuerungslogik. „Das Kennzahlensystem sollte die Besonderheiten des Unternehmens, die sich aus dem Geschäftsmodell ergeben, widerspiegeln und dabei schlank gehalten werden“, fasst Jens Gräf, Reporting-Experte bei Horváth & Partners, die Anforderungen zusammen. Nur etwa einem Drittel der Studienteilnehmer gelingt es,

International ausgerichtete Uni Liechtenstein: „Das ist ziemlich einmalig.“

© Panthermedia.net/Diana Valujeva

Drei Viertel Unzufriedene

Länderübergreifende Beratungskompetenz

© Universität Liechtenstein

Management Reports helfen oft nur sehr wenig

short

Consulting für den Generationenwechsel im jeweiligen Unternehmen.

Linz. Ein bevorstehender Generationenwechsel im Unternehmen bringt Übergebern und Übernehmern neue Herausforderungen. Die WKO Oberösterreich bietet dazu spezielle Unterstützung durch die „Nachfolge-Rechtsberatung“ an. Konkret geholfen wird bei Betriebsaufgabe, Betriebsübergabe sowie Verpachtung. In einer persönlichen Beratung durch ein dreiköpfiges SpezialistenTeam werden Steuerrecht, Pensions- und Sozialversicherungsrecht, Gewerberecht, Gesellschaftsrecht, Erbrecht und Mietrecht behandelt und eine maßgeschneiderte Lösung erarbeitet. Die Beratungen finden in der jeweiligen WKO-Bezirksstelle statt – im April noch in Bad Ischl (8.4.), Grieskirchen (10.4.) und Braunau (16.4.). Im Mai folgen u.a. Gmunden (6.5.), Rohrbach (12.5.), Schärding (14.5.), Freistadt (20.5.), Kirchdorf (22.5.) und Urfahr (27.5.). Die Kosten für diese einstündige Beratung betragen 125 €. Weitere Infos bekommt man beim Gründerservice der WKO Oberösterreich, Tel.: 05-90909. (red)


A dv i sor y: ta l k

52 – advisory

Freitag, 4. April 2014

advisory@medianet.at

short

10 Jahre Kampf gegen die Schattenwirtschaft

Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati Modell-Transaktion rund um ein innovatives Unternehmen aus Österreich

CHSH-Deal: Bosch + SEB RobArt ist ein österreichisches Hightech-Start-up, das seit 2009 auf die Entwicklung von autonomen mobilen Robotern für Haushalts- und Industrieanwendungen auf Basis einer AICU (Artificial Intelligence Control Unit)Technologie spezialisiert ist. „Wir freuen uns, dass wir Bosch und SEB bei diesem Investment beraten durften“, sagt CHSH-Partner Johannes Aehrenthal. „Diese Transaktion unterstreicht das ungebrochene Interesse an innovativen Unternehmen aus Österreich“, ergänzt CHSH-Partner Mark Krenn. Das Team von Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati wurde von Stephanie Sauer ergänzt. (pj)

Fakten zu Bosch und SEB Die Bosch Gruppe ist ein führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 46 Mrd. €. Die SEB Group ist Weltmarktführer bei elektrischen Haushaltskleingeräten mit einem Jahresum-

ISO 9001 Qualitätsmanagementsystem

Schweizer Drive Expansion in Europa zahlt sich aus

Wien Die Rechtsanwaltskanzlei BLS Rechtsanwälte Boller Langhammer Schubert OG hat sich entschlossen, ein Qualitätsmanagementsystem aufzubauen und dieses nach der Norm ISO 9001 durch den TÜV Austria zertifizieren zu lassen. „Qualität war schon immer einer unserer wesentlichen Unternehmensgrundsätze und Basis für unser inhaltliches wie wirtschaftliches Arbeiten“, erklärt Wolfgang Schubert. „In unserer internen Organisation setzen wir auf modernste Technologie. Die Qualitätsmanagementnorm unterstützt uns dabei, Prozesse übersichtlich und nachvollziehbar zu gestalten.“ Die Sozietät wurde 1974 von Hellmuth Boller und Günter Langhammer gegründet. Heute zählt die Kanzlei 50 Mitarbeiter und ist seit

Schlieren. 2013 setzte die Zühlke Gruppe insgesamt mehr als 100 Mio. CHF um und beschäftigte in den Geschäftsbereichen Software & Product Engineering, Management Consulting und Start-up-Finanzierung rund 630 Mitarbeiter – zum selben Zeitpunkt des Vorjahres waren es noch 550. Treiber des nachhaltigen Wachstums waren die internationale Expansion der Gruppe, der Ausbau des Geschäfts in Großprojekten sowie die Entwicklung hin zum ganzheitlichen Lösungsanbieter. Im laufenden Geschäftsjahr setzt Zühlke die erfolgreiche Expansionsstrategie in Europa fort. Wichtige Wachstumsimpulse gehen kurz- und mittelfristig von der steigenden Nachfrage nach Lösungen aus, die das Marken-,

1999 als einziges österreichisches Anwaltsbüro Mitglied der AVRIO – Advocati European Law Firms Association. (red)

BLS Rechtsanwälte erfolgreich von TÜV Austria nach ISO 9001 zertifiziert.

FINANCIAL SERVICES ADVISORY BEI EY

© EY

Zühlke Gruppe: weiterhin gute Auftragslage, Optimismus für das heurige Jahr.

Menschen, über die man spricht

Andrea Leitgeb Die erste „Frau General“ in Österreich Wien. Bundesminister Gerald Klug ernannte Anfang April Andrea Leitgeb zur Kommandantin der Sanitätsschule. Gleichzeitig beförderte er sie zum Brigadier und damit zur ersten Frau im Generalsrang im Österreichischen Bundesheer. Die Fachärztin für Allgemeinchirurgie begann ihre Karriere beim Bundesheer im Jänner 2001 und arbeitet seit 2004 in der Sanitätsschule. Frau Brigadier Leitgeb konnte vor ihrem Eintritt in das BMLVS Erfahrungen in den USA und in Luxemburg sammeln. Dazu kamen während ihrer bisherigen Dienstzeit weitere internationale Ausbildungen in Fort Detrick (USA) und auf der NATO School in Oberammergau (Deutschland). Die Sanitätsschule trägt die Verantwortung für Forschung und Lehre des Sanitätsdienstes im Bundesheer. (red)

© Horvath&Partners

Georg von Pföstl (35) hat als Geschäftsführer die Verantwortung über den Bereich Financial Services Advisory von EY Österreich übernommen. Der promovierte Betriebswirt bringt umfangreiches Know-how im Finanz­sektor mit – er verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Berufserfahrung in den Bereichen Aufsichtsrecht, Risikomanagement und Meldewesen. Vor seinem Eintritt bei EY (bis 1.7.2013 „Ernst & Young“) war er für mehrere internationale Beratungsunternehmen sowie für die Oesterreichische Nationalbank tätig, wo er u.a. große Bankinstitute bei der Umsetzung von Basel II und Basel III begleitet hat. Seinen Fokus wird Georg von Pföstl auf den weiteren Ausbau der Beratungskompetenzen in den Bereichen Risikomanagement, regulatorische Anforderungen und Meldewesen setzen. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Begleitung von Finanzunternehmen bei der organisatorischen und technischen Umsetzung von integrierten Lösungen und Systemen sein.

Service- und Produkterlebnis der Endkunden in den Mittelpunkt stellen. Geschäftsführer von Zühlke Austria ist Nikolaus Kawka. (pj)

HORV Á T H & PA RT N E RS

Michael Hilbert (42) übernimmt die Leitung des Bereichs Financial Industries bei Horváth & Partners Management Consultants Österreich. Der Bankenexperte verfügt über 15 Jahre Erfahrung in der Finanzindustrie. Nach dem Studium der Internationalen Betriebswirtschaft in Wien war er bei der Bank Austria Creditanstalt sowie der ABN Ambro tätig. Zuletzt entwickelte er den Financial Services Consulting-Bereich der KPMG Management Consulting in Wien mit.

NEU B EI KPMG AUSTRIA

Das Wirtschaftsprüfungsund Beratungsunternehmen KPMG Austria hat Günther Hirschböck (44) zum neuen Partner ernannt. Er ist seit 1997 bei KPMG und beschäftigt sich als Audit Partner schwerpunktmäßig mit der internen und externen Beratung im Bereich Bilanzierung nach IFRS sowie lokalem österreichischen Recht. Dieser Zuwachs bei KPMG sei die logische Konsequenz der gewachsenen Beratungstätigkeit, kommentiert Managing Partner Michael Schlenk.

© BMLVS/Pusch

Wien. „Vorsorge kann mit einem Schlag wichtig werden – auch in jungen Jahren“ betont der Präsident der Österreichischen Notariatskammer, Ludwig Bittner. „Daher sollte sich jeder informieren können, wie man rechtlich Vorsorge treffen kann.“ Nach Schätzungen der Europäischen Kommission werden 2050 bereits 28,6% der Menschen in der EU älter als 65 Jahre sein – in Österreich laut Statistik Austria 28,2%. (red)

Zühlke wächst – auch bei uns?

© TÜV Austra/Andreas

© Österreichische Notariatsakademie

BLS als erste Kanzlei geTÜVt

Präs. Ludwig Bittner: Vorsorgeportal auf www.vorsorge-europa.eu

Erfolgreich mit Bosch und SEB: CHSH-Partner Mark Krenn & Johannes Aehrenthal.

© Zühlke

Neues Webportal für die Selbstbestimmung

Fakten zum Start-up RobArt

© Binder Grösswang

Wien. 2003 erreichte der Pfusch den Rekordwert von 22,5 Mrd. €. 2004 gründete deshalb die Bundesinnung Bau die Initiative BAUfair! zur Eindämmung der Schwarzarbeit. Zum Jubiläum nannte Bundesinnungsmeister Frömmel als wichtigste BAUfair!-Errungenschaften u.a. die verpflichtende Anmeldung vor Arbeitsantritt, Reverse Charge zur Verhinderung des USt-Betrugs und das Lohn- und Sozialdumpingbekämpfungs-Gesetz. (red)

satz von rund vier Mrd. €. Marken der SEB Group sind unter anderen Krups, Moulinex, Rowenta oder Tefal.

© CHSH

Jubiläum: Hans-Werner Frömmel lobte u.a. die Baustellendatenbank.

Wien. Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati berät die deutsche Robert Bosch Venture Capital bei deren erstem Investment in Österreich sowie die französische Group SEB beim Einstieg in die RobArt GmbH. Der Beteiligungserwerb erfolgte über eine Kapitalerhöhung zeitgleich mit dem Einstieg des von Innovacom gemanagten Venture Capital Fonds FCPR Technocom 2 (ISIN: FR0011276856). In einer weiteren Finanzierungsrunde hat CHSH die französische SEB Alliance SAS beraten.

© KPMG/medwed people

© Anna Rauchenberger

Das Austro-Hightech-Start-up RobArt hat sich seit 2009 auf autonome mobile Roboter spezialisiert.

NEU B EI B INDER GRÖSSWANG

Hermann Schneeweiss (32) verstärkt als neuer Anwalt das Team von Binder Grösswang in Wien. Er studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien (Dr. iur. 2011), an der Harvard Law School (LL.M., Fulbright Fellow, 2008) und an der Universität Wien (Mag. iur. 2004) und ist Autor mehrerer Publikationen zu grenzüberschreitenden Transaktionen und internationalem Steuerrecht. Schneeweiss ist auf M&A, insbesondere Private Equityund Venture Capital-Transaktionen, sowie auf Familienunternehmen spezialisiert.


medianet

inside your business. today.

Freitag, 4. April 2014 – 53

fortgesetzte strategie

Unternehmen und Entwickler sparen bei der Software-Qualitätssicherung Seite 55

Panasonic will seine TV- und Fotostrategie mit dem Fachhandel beibehalten Seite 57

handtaschendrucker lg Pocketphoto

Thinktank für sichere digitale Identitäten

© ooyala.com

short

© FH Joanneum

Wien. Ooyala, ein Anbieter von Lösungen für Video Streaming sowie für die Analyse und Monetarisierung von Video-Stream-Inhalten, hat einen strategische Bund mit Microsoft geschlossen. Die junge Partnerschaft soll auch die Standardisierung neuer personalisierter TV-Dienste für Sender und Netzbetreiber weltweit vorantreiben. Ooyala agiert in der Partnerschaft in Zukunft als bevorzugter Video Provider für Microsoft. Microsoft hingegen wird seinerseits bevorzugter Public CloudAnbieter für Ooyala. www.ooyala.com

© OeSD/Iconic Werbeagentur

Graz. Unter dem Motto „Freie Software – mit Sicherheit am Puls der Zeit“ stehen die heurigen Grazer Linuxtage (4./5. April) im Zeichen der Computersicherheit. Anfänger erfahren, wie man sich vor NSA & Co schützt und Administratoren, wie man Firmennetzwerke absichert. Der Event findet heuer zum zwölften mal bei freiem Eintritt an der FH Joanneum Graz statt. Die Grazer Linuxtage bieten traditionell ein recht spannendes Programm und sind die größte Veranstaltung rund um freie Software österreichweit, die IT-Experten seit 2003 ehrenamtlich organisieren. www.linuxtage.at

© Microsoft/Benjamin Pritzkuleit

Sicherheitsdruck und Sicherheitstechnologie Seit 15 Jahren beschäftigt sich die Österreichische Staatsdruckerei mit digitalen Identitäten und ist vom ­Hersteller fälschungssicherer Dokumente zum Technologieanbieter geworden. Seite 54 A1 Trainee-Programm für Ausbildung im Telekom-Bereich

HB Austria Distributor übernimmt den Vertrieb in Österreich

Wien. Der Provider A1 bietet ab sofort ein Trainee-Programm. Neben „Training on the Job“ in technischen oder wirtschaftlichen Einsatzgebieten bietet das Programm zahlreiche Ausbildungen. Das Programm dauert 16 Monate und startet im September 2014. „Das Trainee-Programm bietet einen optimalen Karrierestart bei A1. Trainees gestalten vom ersten Tag an die Welt der Telekommunikation in verantwortungsvollen Rollen mit und sind wichtiger Bestandteil ihrer Teams“, umreißt Silvia Buchinger, Personalchefin A1 und Telekom Austria Group, das Programm. A1.net/trainees

Wien. Der Elektrofachhandelsdistributor HB Austria hat den Österreichvertrieb von Loewe übernommen. Alle Vertriebsaktivitäten für die deutsche Traditionsmarke werden in die bei HB Austria neu geschaffene „Premium Brand Division“ integriert. Alle Flagship-Stores – die Loewe Galerien – werden von HB Austria betreut und beliefert. Der ehemalige Geschäftsführer der Loewe Austria GmbH, Hannes Lechner, wird als Konsulent von HB Austria gemeinsam mit HBChef Christian Blumberger am Aufbau und Erfolg der „Premium Brand Division“ arbeiten. www.hb-europe.com

Silvia Buchinger, Personalchefin A1 und der Telekom Austria Group.

© HB Austria

Wien. Am 8. April lädt Redmond unter dem Motto „Get in touch“ zum Microsoft Day 2014 in die Wiener Hofburg. Mit Ralf Groene (Bild), dem „Design-Vater“ des „Surface“, erwartet die Besucher eine Zeitreise in der Entwicklung des Microsoft Tablets und ein Ausblick auf die Zukunft der Touch-Technologie. Das Consumer-Highlight ist die „Microsoft World Expo“, die vor allem Produkte zeigt. www.microsoftday.at

© A1 Telekom Austria Group/Helene Waldner

Training on the Job für Maturanten Loewe segelt unter neuer Flagge

Christian Blumberger, CEO des Elektrohandelsdistributors HB Austria.

© LG

unzureichende tests © Panasonic

© BDC IT-Engineering

technology


C ov e r

54 – medianet technology

gastkommentar

Elektronische Identität

Freitag, 4. April 2014

Österreichische Staatsdruckerei Die Holding beschäftigt sich seit 10 Jahren mit dem Themenkomplex „Digitale Identität“

„Die digitale Identität wird an Bedeutung gewinnen“

© BKA

OeSD-Vorstandsvorsitzender Robert Schächter will Sicherheitsstandards für die Zukunft schaffen.

christian rupp

E

U-BürgerInnen können grundsätzlich ihren elektronischen Ausweis (buergerkarte.at) nicht nur im Heimatland, sondern überall in der Europäischen Union benutzen und sich mit ihrer nationalen elektronischen Identität europaweit ausweisen. Doch wie sieht dies bei juristischen Personen aus bzw. bei Vertretungsbefugnissen zwischen juristischen und natürlichen Personen? Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission mit österreichischer Beteiligung und über 50 weiteren Partnern das Großpilotprojekt STORK (Secure idenTity acrOss boRders linKed) gestartet. Ziel sind interoperable Lösungen im elektronischen IdentitätsBereich (Vollmachten/Vertretungen) und die gegenseitige grenzüberschreitende Anerkennung verschiedener eIDs. Projekte auf Basis gemeinsamer eID-Standards sind geplant u.a. im Bereich elektronische Bankkontoeröffnung, Validierung von E-Rechnungen, Patienten- und Gesundheitsdienste, Europäische Gesundheitsakte, übergreifende Universitätsabschlüsse, eGov4Business … Nähere Informationen über die Bandbreite und die Themen der STORK-Projekts gibt es auf der Homepage im Internet ausführlich nachzulesen: www.eid-stork2.eu

chris haderer

OeSD-Lösungen

Wien. Was hat eine in der physischen Welt beheimatete Druckerei mit digitalen Identitäten zu tun? Mehr als man auf einen flüchtigen ersten Blick vermuten könnte – vor allem, wenn es sich um die Österreichische Staatsdruckerei (OeSD) handelt. Die Herstellung von fälschungssicheren Dokumenten ist zwar die Kernkompetenz der Österreichische Staatsdruckerei Holding AG, allerdings geht ihre Tätigkeit längst weit über den reinen Druckprozess hinaus. So sind beispielsweise Reisepässe und andere Dokumente mit RFID-Chips bestückt, darüber hinaus hat die OeSD eine Reihe von High Security Solutions im Portfolio (siehe Kasten).

Die Österreichische Staatsdruckerei bietet folgende Services & Solutions: e-government Solutions •  Entwicklung, Anwendung und Einführung von Dokumentenpersonalisierungsdiensten zur Ausstellung von Sicherheitsreisepässen, Personalausweisen, biometrische Aufenthaltstitel mit Chip, Visa, Führerscheinen und elektronischen Zulassungsscheinen im Scheckkartenformat •  Lösungen zur Modernisierung der Öffent­ lichen Verwaltung •  Beratung High Security Solutions •  Umfassende „Total Security“-Konzepte für Unternehmen •  Digitale Sicherheit •  Hochsicherheitsdruck Im Auftrag der Republik Österreich Alle Hochsicherheits-Dokumente (u.a.): Sicherheitspass mit Chip, Personalausweis, Scheckkarten-Zulassungsschein, Scheckkarten-Führerschein, biometrische Aufenthaltstitel mit Chip. www.staatsdruckerei.at

Neue Technologien

A1 Trusted Brands Survey

Marketagent.com Laut einer aktuellen Studie nutzt jeder sechste Facebook-User die Plattform für Produktinfos

© A1 Telekom Austria

Branchensieger

Alexander Sperl vom Mobilfunker A1.

Wien. Der Mobilfunker A1 ist Branchensieger beim „Reader’s Digest European Trusted Brands Survey 2014“. Als „Mobile Phone Network“ liegt A1 mit 52% an der Spitze und in der Kategorie „Internet Service Provider“ mit 30% auf Platz 1. Kriterien wie Qualität, Kenntnis der Kundenbedürfnisse, Preis-Leistungs-Verhältnis, Image und Nachhaltigkeit wurden bewertet. „Die Erfolgsfaktoren, warum wir nachhaltig auf das Vertrauen der Kunden zählen können, sind für mich unsere starke Kundenorientierung, umfassende Serviceleistungen und das verlässlichste Netz“, sagt Alexander Sperl, A1 Vorstand Marketing, Vertrieb und Service. www.a1.net

© OeSD/Christina Anzenberger-Fink

Christian Rupp, Sprecher der ­Plattform Digitales Österreich und Experte für New Media ­Information Management.

Die Thematik „Identität“ hat bei der OeSD historische Wurzeln, die mehr als 200 Jahre zurückreichen. Auf dem Weg ins Heute hat sie sich von einem Sicherheitsdruckzu einem SicherheitstechnologieUnternehmen entwickelt, wie Vorstandsvorsitzender Robert Schächter die OeSD-Chronologie umreißt. Seit etwa 15 Jahren gehören Entwicklungen um die digitale Identität zu den Themenschwerpunkten – ein Bereich, in „dem wir uns als Thinktank sehen“, sagt Schächter. „Gemeinsam mit Partnern wie dem BM.I setzt sich die OeSD im wissenschaftlichen Prozess mit dem Thema der sicheren Identität auseinander und auch damit, welche Rolle sie im Jahr 2025 haben wird.“ Es wird eine Hauptrolle sein, wie auch eine Studie der OeSD untermauert. „Das Entstehen neuer Kommunikationsmittel und -technologien, die zunehmende interaktive Nutzung des Internets

Robert Schächter, Vorstandsvorsitzender der OeSD: „Wir sehen uns als Think Tank.“

und der Siegeszug von Social Media führen zu einem veränderten Umgang mit Identitätsdaten“, sagt Florian Humplik, Leider des Bereichs e-government bei der OeSD. „Identität und Individualisierung spielen eine Schlüsselrolle für das Leben der Menschen. Diese Individualisierung bringt vielschichtige Bedürfnisse und neue Identitäten mit sich. Die Identitäten, die uns heute zur Verfügung stehen, werden morgen nicht mehr dieselben sein.“

Die digitale Identität muss in Zukunft die Unverwechselbarkeit des Individuums ebenso eindeutig abbilden, wie dies der klassische Identitätsbegriff auch in der realen Welt vorgibt. Diese Trends wiederum erfordern Identitätsmanagement, was letztlich die Entwicklung neuer Lösungen hinsichtlich des Schutzes der physischen wie der elektronischen (Kern-)Identitäten der Bürger erfordert. „Die OeSD als Hüter der Kern-Identitäten, arbeitet intensiv daran,

Lösungen und Anwendungen für diese, für die Zukunft unserer digitalen Netzwerkgesellschaft so wichtigen, Fragen zu finden“, sagt Humplik. Die OeSD sieht sich dabei als digitaler Identitätsschlüssel und stellt als strategischer Partner für Regierungen, Wirtschaft und Bürger klare Schlüssel zur Verfügung. „Verlässliche Sicherheitsstandards für die Zukunft zu schaffen, bedeutet, weit über die Funktionalität eines Einzeldokuments hinaus denken zu müssen“, umreißt Stefan Vogl, bei der OeSD für e-government IT & security zuständig. So „unauffällig“ die OeSD hier auf den ersten Blick agiert, so vielfältig sind ihre Themenansätze: Bis zum Jahr 2025 ist es nicht mehr so weit.

Bewertungssystem für Facebook-Fanpages Wien. Vergangenen März hat Marketagent.com über 2.000 Personen zwischen 14 und 59 Jahren zu 47 Facebookpages befragt. Stolze 71,9% der Facebook-User nutzen die Plattform täglich und jeder Sechste informiert sich auf Facebook über Produkte oder Unternehmen (siehe Infografik). Im Prinzip steht dem Unternehmen damit ein enormes Marketingpotenzial mehr oder weniger auf Abruf zur Verfügung. Mit dem „Facebook Fanpage Index“ stellt Marketagent eine aggregierte Kennziffer zur Qualitätsbeurteilung zur Verfügung, die auf Basis der Top-Box-Werte einzelner Kategorien wie Aktivität, Attraktivität, Design, Inhalte, Interaktion, Markenakzeptanz und weiteren wichtigen Kriterien gebildet wird.

Spannendes Ranking Ganz vorn im Marketagent.com „Facebook Fanpage Index“ befindet sich die Facebookpage von „Red Bull“ (35,1%), gefolgt von „BMW Austria“ (31,4%) und „PlayStation“ (30,1%). So rangiert in der Einzel-

kategorie Design die Fanpage von „Red Bull“ (Top-Box-Wert „Sehr ansprechendes Design“: 45,4%) ganz vorne. Punkto Kundenbetreuung geht diese Kategorie an „Nespresso“ (Top-Box-Wert „Sehr gute Kundenbetreuung“: 30,7%). Die attraktivsten Angebote finden die Facebook-User vor allem auf der Facebook-Seite von „Amazon. de“ (Top-Box-Wert „Sehr viele attraktive Angebote“: 28,9%). In Sachen Unterhaltungswert steht „Red Bull“ („Sehr unterhaltsam“: 36,3%) ganz oben am Podest. Zum Thema Facebook-Freunde liegen ebenso Daten vor. Im Durchschnitt haben die Facebook-User 217 Freunde auf Facebook, davon kennen sie etwa 17,4% nur online.

Hürden beseitigen „Social Media-Auftritte scheinen dennoch für die meisten Unternehmen mit Hürden verbunden zu sein, obwohl es unerlässlich ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagt Dominique Ertl, Studienleiterin von Marketagent.com. www.marketagent.com


I dee & st r ategie

Freitag, 4. April 2014

medianet technology – 55

BDC IT-Engineering GmbH Laut einer Online-Befragung kalkuliert die Mehrheit der Entwickler den Aufwand zur Qualitätssicherung von Software zu gering

Mangelhafte Qualitätssicherung christoph fellmer

Wien. Bevor ein Softwareprodukt auf die Welt losgelassen wird, muss es umfassend getestet werden. Allerdings stellt sich die Frage, was ein „umfassender“ Test ist, und wo die Grenze gezogen wird. Ein Betriebssystem wie beispielsweise Windows mit Milliarden von Code-Zeilen kann schon statistisch gesehen nicht fehlerfrei sein – was sich letztlich an permanenten Updates bemerkbar macht. Software-Tests – und damit die Qualitätssicherung eines Produkts – stellen für Entwickler und Hersteller einen zusätzlichen Aufwand dar, dem oft genug zu wenig Platz gegeben wird. Laut einer Studie der auf Software-Tests und Qualitätssicherung, IT-Consulting, Projektmanagement und Softwareentwicklung spezialisierten BDC IT-Engineering GmbH kalkulieren 71% der befragten heimischen Unternehmen einen Testaufwand von weniger als der Hälfte des gesamten Projektaufwands. Die Selbstwahrnehmung geht allerdings in eine andere Richtung, denn die Mehrheit wünscht sich intern einen höheren Stellenwert der Qualitätssicherung.

Zu geringe Testzeiten „Die Folgen unzureichenden Testens begegnen uns tagtäglich in den Schlagzeilen: Softwarefehler verursachen eklatante Kosten und liefern Grund für Ärger bei den Endnutzern“, sagt Helmut Biely, CEO BDC IT-Engineering GmbH. Die Bandbreite der Fehlerherde reicht von Autos über Unternehmenssoftware und E-Government bis zu Apps. „Unter dem Druck eines nahenden Release-Termins sparen Entwickler oftmals die fehlende Zeit beim Testaufwand ein, Fachabteilungen können wegen Zeitund Ressourcenmangels die Abnahme nicht so vollständig und strukturiert wie geplant durchziehen“, beschreibt Biely die Problematik. „Zudem hängt der Testaufwand von zahlreichen Faktoren, wie Produktcharakteristika, Kritikalität oder Anforderungen ab, die von Fachabteilungen unterschätzt oder schlichtweg ignoriert werden. Die Folgen sind Verzögerungen, schlechte Softwarequalität, verärgerte Kunden, frustrierte Mitarbeiter und hohe Kosten für die Nachbesserung. Die Studie illustriert, dass die Mehrzahl der Unternehmen hier Nachholbedarf hat.“

Budgetüberschreitungen

© bdc.at

Laut der von meinungsraum. at im Auftrag von BDC durchgeführten Online-Befragung „Acceptance Monitor“ wurden 59% der Software-Projekte in den letzten zwölf Monaten in Österreich über Budget und/oder Zeit oder mit starker funktioneller Veränderung abgeschlossen oder frühzei-

Die BDC ist auf Softwaretests und ­Qualitätssicherung spezialisiert.

tig abgebrochen bzw. sind sogar gescheitert. Immerhin 41% der Unternehmen verfügen zumindest über eine eigene Qualitätssicherungsabteilung. 32% der Befragten gaben an, dass sie den Bedarf an externen QS-Dienstleistungen für die nächsten zwölf Monate als sehr hoch oder hoch bewerten. Externe Testressourcen werden hauptsächlich in Österreich und vor Ort beim Kunden eingesetzt.

Nötige Testinvestitionen „Überraschend zeigt die Erhebung, dass der Anteil des OffShorings von Testaktivitäten in

Mitteleuropa und ganz besonders in Osteuropa überschaubar ist, und eine marginale Rolle spielt“, kommentiert Helmut Biely. „Dem Image der IT-Branche gesamt wird mit einem Mittelwert von 2,6 in den letzten zwölf Monaten ein eher durchschnittliches Zeugnis ausgestellt.“ Die Testinvestitionen blieben laut BDC tendenziell gleich, in den Bereichen von Ausund Weiterbildung, Effizienzsteigerung und Testwerkzeuge gab es Netto-Steigerungen. Ausgesprochen positiv: 55% der Unternehmen unterstützen die Weiterbildung im Bereich Qualitätssicherung. www.bdc.at

© BDC IT-Engineering

Die Bandbreite der Fehler reicht von Autos bis zu Unternehmenssoftware.

Helmut Biely, CEO der auf Softwaretests spezialisierten BDC IT-Engineering GmbH.


Fa c ts & f i gu r e s

56 – medianet technology

kompany Identitätskarte

© kompany

Good Company

Freitag, 4. April 2014

CyberSecurity IT-Ziviltechniker können Unternehmen als IT-Prüfstellen und externe Berater in Sicherheitsfragen unterstützen

Security: Schwachstellen in der IT schnell erkennen IT-Ziviltechniker sind für ihre Planungs- und Prüfungsaktivitäten laut Ziviltechnikergesetzt haftbar.

Wien. Das Internet-Start-up kompany bietet eine kostenlose Firmensuche und einen Sofortzugang zu verifizierten und amtlichen Informationen zu 21 Mio. Unternehmen aus 25 Ländern. Ab sofort erhalten KMUs nun auch die Möglichkeit, ihr eigenes Online-Firmenprofil auf kompany mit verifizierten Stammdaten zu einer geprüften Online Präsenz auszubauen und über eine Firmenidentitätskarte Zugang zu den amtlichen Handelsregisterdokumenten des eigenen Unternehmen zu gewährleisten. Jede Firmenidentitätskarte ist mit einem vorreservierten, eindeutigen Link zu den hinterlegten Handelsregisterdokumenten der Firma versehen. Der Direktlink kann mit Geschäftspartnern geteilt werden, einfach durch Zeigen der Karte, in einer E-Mail oder in Sozialen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn.

Internationale Partner

Christoph fellmer

Wien. Im Prinzip ist es ein ewiger Kampf: Während IT-Systeme immer besser gegen Cyberangriffe abgeschirmt werden, rüsten sich auf der anderen Seite Cyberkriminelle mit immer besseren Kampagnen auf. Schutzsysteme kennen daher keinen Stillstand, und wer sicher sein will, sollte seine Security-Anwendungen einer permanenten Kontrolle unterziehen – meint beispielsweise IT-Ziviltechniker Thomas Hrdinka, Vorsitzender der Fachgruppe Informationstechnologie der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Wien, Niederösterreich und Burgenland, und denkt dabei daran, durch „das Mehraugenprinzip und durch das Heranziehen externer Prüfer das Risiko zu minimieren. Mit der intensiven Prüfung der Anwendungen als auch der Prozesse zur Datenweitergabe sowie der Unabhängigkeit der Prüfer kann solcherart Missbrauch von Daten vorab begegnet werden“, ist Hrdinka überzeugt. „Daher ist das Projekt der sicheren Webauftritte mit einer erreichten Cybersecurity-Zertifizierung auch nicht abgeschlossen. Virtuelle Angriffsmethoden ändern sich täglich, und die IT-Systeme sind allein schon durch die Gefahr menschlicher Fehler und die laufenden UpdateProzesse ständig in Veränderung.“

© Wolfgang Prentner

Vlnr: Russell Perry, Iris Pittl, Bernhard Hoetzl, Peter Bainbridge-Clayton.

IT-Ziviltechniker im Einsatz: Wolfgang Prentner, stellvertretender Vorsitzender der Bundesfachgruppe Informationstechnologie.

das notwendige Know-how, um im sensiblen Security-Bereich tätig sein zu können.

sagt er. Datenschutzprüfungen und Bescheinigungen von unternehmenskritischen Internet-Systemen sind dabei Kernaufgaben. Die IT-Ziviltechniker haften auch für Planungs- und Prüftätigkeiten und stellen nach §4 Abs 3. Ziviltechnikergesetz de facto amtliche Sicherheitsbescheinigungen zum heutigen Stand der Technik aus, also CyberSecurity-Zertifikate. Hrdinka wünscht sich ein verstärktes Interesse von Wirtschaft und Behörden am Angebot der IT-Ziviltechniker, da „sie im Fachbereich Informationstechnologie ein Studium absolviert haben und eine zumindest dreijährige Berufspraxis nachweisen müssen.“ Beides verleiht ihnen

Besitzer.“ Typische Schwachstellen im Bereich der Online-Systeme, die in den Organisationen oft und gern unterschätzt werden, sind laut Prentner die „Schnittstellen zu externen Webdienstleistern, die die Webauftritte warten. Diese sind häufig nicht ausreichend abgesichert und bieten offene Einfallstore. Der Kunde verlässt sich dabei auf die Sicherheitsmaßnahmen des Dienstleisters, der aber die Bringschuld beim Kunden sieht; solche Sicherheitsaspekte gehören vertraglich geregelt.“ Eine weitere Schwachstelle seien Schlupflöcher bei den Patch- und Update-Prozessen. www.zivilingenieur.at www.wien.arching.at

kompany ist Partner von nationalen Handelsregistern in 25 europäischen Ländern. Der Direktlink bietet ausschließlich Zugang zu den aktuellen Hinterlegungen und Auszügen. Das Unternehmen kompany ist offizielle Subverrechnungsstelle der Republik Österreich, Distributor des European Business Register sowie Vertragspartner des gemeinsamen Registerportals der deutschen Länder, des Zentralen Firmen Index (Zefix) Schweiz, des britischen Companies House und des irischen Companies Registration Office. www.kompany.de

Hrdinka sieht in den IT-Ziviltechnikern großes Potenzial, aus dem Unternehmen schöpfen können: „IT-Ziviltechniker sind Fachexperten, staatlich befugt und auf dem gesamten Fachbereich Informationstechnologie prüfend, überwachend und zertifizierend tätig“,

Dell IT-Sicherheitsfragen

Kaspersky Lab Laut einer Studie ist die Mehrheit der Kunden von den Sicherheitsmaßnahmen ihrer Bank überzeugt

Dell hat 200 deutsche Unternehmen und 300 US-Firmen befragt.

Wien. Laut einer weltweiten Umfrage von Dell Software ist für zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland die IT-Sicherheit ein ständiges Top-Thema, jedoch nur für 22% der Unternehmen in den USA. Nur 17% der Unternehmen in Deutschland verleihen dem Thema IT-Sicherheit in diesem Jahr höchste Priorität. Das ist laut Dell jedoch keineswegs ein Zeichen für Unvorsichtigkeit, denn weitere 69% erklären in der von Dell Software beauftragten Studie, die IT-Sicherheit sei bei ihnen in jedem Jahr wichtig. 9% der Befragten meinen, IT sei ein Thema unter vielen, lediglich 5% sagen, es gäbe Wichtigeres. www.dell.de/d2dblog

Die Bedrohungsszenarien, denen IT-Ziviltechniker begegnen müssen, sind laut Wolfgang Prentner, stellvertretender Vorsitzender der Bundesfachgruppe Informationstechnologie, recht vielfältig: „Auch Unbedachtheit, sicherheitstechnische Unverständnis, Geldmangel bzw. Fahrlässigkeit führt zu IT-Pannen, und nicht die Fähigkeiten der Hacker“, meint Prentner. „Bei offenen Türen besteht auch immer eine Mitverantwortung der

Kunden glauben an sicheres Online-Banking Wien. Die Ansichten, wie groß das Risiko ist, beim Online-Banking einem Cyberkriminellen auf den Leim zu gehen, sind unterschiedlich. In der Regel handelt es sich in diesem Bereich um PhishingAngriffe, bei denen User auf gefälschte Mails reagieren, die vermeintlich von ihrer Bank kommen, und dann Zugangsdaten weitergehen. Von einem sehr hohen Risiko spricht naturgemäß der SecurityLösungsanbieter Kaspersky Lab. Nach einer Studie des Unternehmens glauben 40% der deutschen Befragten, dass nach Verlusten auf onlinegeführten Konten die Bank generell zur Erstattung verpflichtet sei. Mehr als die Hälfte der von Kaspersky Lab in Deutschland befragten Nutzer – für Österreich wird vom üblichen 1:10-Schlüssel ausgegangen – ist darüber hinaus überzeugt, ihre Bank würde alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um mögliche Verluste in Folge von Cyberangriffen zu vermeiden. Allerdings unterschätzen laut Kaspersky Lab viele Kunden, dass die derzeitigen Sicherungsmaß-

nahmen der Banken nicht immer ausreichend Schutz vor den raffinierten Methoden der Cyberkriminellen bieten. So stellte der Marktforscher Gartner bereits im vergangenen Jahr fest, dass neue, intelligentere Maßnahmen für die sogenannte Fraud Prevention nötig seien. Auch Kaspersky Lab beobachtet immer mehr und ausgefeiltere Angriffe von Cyberkriminellen, bei denen die Sicherheitsvorkehrungen der Banken umgangen werden – allein jedes vierte Phishing-Mail war im Jahr 2013 darauf ausgelegt, Zugangsdaten von Bank-Accounts zu entwenden.

Spiele integriert ist und mit dem innerhalb der Spieleanwendung via SMS-Nachrichten Einkäufe abgewickelt werden können. Der Schädling löscht die BestätigungsSMS-Funktion vom Rechnungssystem des Anwenders, ohne dass dieser etwas davon mitbekommt – zumindest so lange nicht, bis er seine Umsätze überprüft …

Das Risiko, von einem Schädling befallen zu werden, lässt sich allerdings reduzieren: „Das geringste Risiko beim App-Download haben Nutzer, die ausschließlich die offiziellen App Stores nutzen“, sagt Christian Funk, Senior Virus Analyst, Kaspersky Lab. Auch auf das „Rooten“ von Geräten sollte man verzichten. www.kaspersky.com

Das Risiko minimieren An der Spitze der Kaspersky „Schädlingscharts“ des Vorjahres lag der Trojaner „RiskTool.AndroidOS.SMSreg.cw“. Der Schädling machte im Jahr 2013 fast jedem vierten deutschen Anwender (25,88% der attackierten individuellen Anwender) zu schaffen. Hinter dem Schadprogramm verbirgt sich ein weitverbreitetes Bezahlmodul, das in verschiedene

© Kaspersky

© dell.de

Hohe Priorität

Know-how ist da

Sicherheitslücken

Christian Funk, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab: „Offizielle App-Stores nutzen“.


Fa c ts & f i gu r e s

Freitag, 4. April 2014

medianet technology – 57

Panasonic Der Elektronik- und Weißware-Hersteller setzt weiterhin auf intensive Zusammenarbeit mit dem Fachhandel

High-end-TV-Geräte mit 4K UHD-Technologie sind ein wesentlicher Bestandteil des Produktportfolios.

red dot award für Axis Netzwerk-Kamera © Axis/Mikael Lindstrom

Zukunftssichere Technik als Marketing-Strategie

short

chris haderer

Netzwerk-Kamera von Axis: für ­verschiedenste Einsatzbereiche.

Wien. Trotz eher schwieriger Bedingungen am Elektronikmarkt herrscht bei Panasonic zuversichtliche Stimmung, was des heurige Geschäftsjahr angeht. Managing Director Christian Sokcevic, der seit Kurzem kommissarisch die Vertriebsleitung von Panasonic Deutschland übernommen hat (was auch Österreich und die Schweiz einschließt), will den vertriebspolitischen Kurs der letzten Jahre weitergehen. „Dank der

Wien. Axis Communications, Anbieter im Bereich NetzwerkVideo und Encoder, hat den red dot design award für das innovative und formschöne Design der Axis P5415-E PTZ-DomeNetzwerk-Kamera erhalten. Die Axis P5415-E PTZ-DomeNetzwerk-Kamera erfüllte die Bewertungskriterien der Jury für den red dot design award: Innovationsgrad, Funktionalität, formale Qualität, Ergonomie, Langlebigkeit, symbolischer und emotionaler Gehalt, Produktperipherie, Selbsterklärungsqualität und ökologische Verträglichkeit. In den 23 Hauptkategorien wurden 4.815 Produkte eingereicht und von einer internationalen Jury aus 40 renommierten Designern bewertet. Die Kamera wird im red dot design-Museum in Essen, Deutschland, ausgestellt werden. www.axis.com/de

Weißer Ware in Japan bringt uns qualitativ auf Augenhöhe mit Herstellern.“ Christian Sokcevic, Panasonic

© Panasonic

den alteingesessenen

Eines der Spitzenmodelle im aktuellen Entertainment-Portfolio von Panasonic: der Viera 4K UHD-TV AXW804 mit 4K-Technik.

So stattet Panasonic alle neuen UHD-TV-Modelle mit den Schnittstellen der Standards HDMI 2.0 und Displayport 1.2a aus, die die Voraussetzung dafür sind, künftig 4K-Inhalte mit 60 Hertz zu übertragen. Weitere Highlights des Panasonic-Programms im Bereich der Unterhaltungselektronik, das vor Kurzem präsentiert wurde, sind schnurlose AudiostreamingSysteme, DAB+ Radioempfänger und Blu-ray Surround-Anlagen mit High-end-Anspruch. Der Rückgang bei digitalen Kompaktkameras habe Panaso-

erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Fachhandel belegen wir, gemessen am Wert, aktuell einen starken zweiten Platz am Markt“, sagt Sokcevic. „Diese Position zu festigen und auszubauen, ist unser Ziel für das kommende Jahr.“

Umfangreiches Portfolio „Wir haben 2014 erneut ein überragendes TV-Line-up, wobei die Zukunftssicherheit der Produkte besonders wichtig ist wichtig ist – insbesondere bei neuen Branchenstandards“, sagt Sokcevic.

Christian Sokcevic, Managing Director und seit Kurzem auch kommissarischer ­Vertriebsleiter von Panasonic D-A-CH.

nic mit seiner Lumix-Reihe weniger hart getroffen als andere Hersteller, meint Sokcevic: „Wir haben bereits vor einigen Jahren erkannt, dass die Kamerafunktion in Smartphones mit wachsender Qualität die Einsteigermodelle im Kompaktkameramarkt überflüssig macht. Deshalb haben wir uns auf hochwertige Kompaktkameramodelle und den Ausbau unseres spiegellosen Wechselobjektivsystems Lumix G konzentriert. In diesem aufstrebenden Zukunftsmarkt gibt Panasonic den Ton an – beispielsweise mit der neuen

GH4, die 4K-Videoaufnahmen auf Kinoniveau ermöglicht.“ Elektronik ist allerdings nicht das einzige Geschäftsfeld, in dem Panasonic tätig ist; seit einigen Jahren gehört auch ein Weißwarensortiment zum Portfolio: „Wir haben uns gerade erst am Markt etabliert“, sagt Christian Sokcevic über den Verkauf von Waschmaschinen, Trocknern und Kühlschränken: „Durch unsere jahrzehntelange Erfahrung mit Weißer Ware in Japan bewegen wir uns dennoch qualitativ auf Augenhöhe mit alteingesessenen Herstellern.“ www.panasonic.com

Adobe Die Mehrheit der Marketer will Aufgabenfelder neu strukturieren, hat aber keinen Plan zur Neugestaltung

Die Marketer kämpfen mit der digitalen Welt Wien. Die digitale Welle rollt schäumend über alle Märkte – aber offenbar haben es Marketer noch schwer mit dem Gedanken, sich auf digitale Anforderungen einzulassen. Zu diesem Ergebnis kommt die Adobe-Studie „Digital Roadblock: Marketers Struggle to Reinvent Themselves“, zu der Adobe mehr als 1.000 Marketing Professionals in den USA befragt hat. 40% der Befragten gaben darin an, ihr Aufgabenfeld den Anforderungen der digitalen Entwicklung entsprechend neu strukturieren zu wollen. Der Wermutstropfen: Nur 14% der Marketer haben auch keinen konkreten Plan für die Neugestaltung im Kopf.

keter dagegen eher zurückhaltend. So gaben 65% an, dass sie neue Technologien erst dann nutzten, wenn diese zu Mainstream-Tools geworden sind. „Der Wechsel hin zu digitalem Marketing erfordert den Einsatz neuer Technologien, Ansätze und

Tools, sowie in vielen Fällen einen kompletten Rollenwechsel im Marketing“, sagt Ann Lewnes, Chief Marketing Officer bei Adobe. „Die gute Nachricht ist, dass Marketer die Notwendigkeit zur Veränderung selbst erkennen und verstehen, dass Big Data, Perso-

Auf die Frage, wie der erfolgreiche Marketer von morgen (in zwölf Monaten) aussehen könnte, erklärte mehr als die Hälfte der Befragten (54%), dass dieser mehr Risikobereitschaft zeigen sollte. 45% wünschten sich zudem, selbst risikofreudiger zu handeln. Bezüglich neuer Technologien sind Mar-

© Adobe

Kompletter Rollenwechsel

Ann Lewnes, Chief Marketing Officer bei Adobe: „Die Anforderungen wachsen.“

nalisierung und die Arbeit über die Kanäle Social, Web und Mobile zunehmend bedeutend für sie werden; sie müssen jetzt nur noch loslegen.“ Im Prinzip stößt Adobe damit ins gleiche Horn wie viele Anbieter von MarketingLösungen, und auch der Ton ist nicht unbedingt neu: Big Data, Social Web und mobile Lösungen sind so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau einer offenbar auch unter leichter Orientierungslosigkeit leidenden Branche. Dennoch sind 74% der Marketer überzeugt, dass das Sammeln und Nutzen von Daten für eigene Aktivitäten die neue Realität im Marketing darstellt. Zwei Drittel sind sich einig, dass der „Hyper Personalization“ (Nutzung von Daten zur Bereitstellung von Angeboten, Services und Inhalten zur passenden Zeit) heute eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Allerdings gaben gerade einmal 39% der Befragten an, dass sie Konsumentendaten und Verhaltensmuster von Kunden in den vergangenen zwölf Monaten für ihre Marketingstrategien genutzt haben. www.adobe.at

Drei Millionen verkaufte Scanner-Einheiten Wien. Noch ein erfolgreicher red dot award-Gewinner: Der ScanSnap SV600 und der Scan Snap iX500 von Fujitsu wurden beide für das Produktdesign ausgezeichnet. „Mit fast drei Millionen verkauften Exemplaren hat sich unser kundenorientierter Ansatz als äußerst erfolgreich erwiesen“, sagt Mike Nelson, General Manager Sales and Marketing bei PFU Imaging Solutions Europe Ltd., über die Prämierung der beiden Scanner-Modelle. „Wir fühlen uns durch diese internationale Anerkennung für das exzellente Design unserer Produktlinie sehr geehrt.“ www.fujitsu.com

Fünffache Auszeichnung für Toshiba-Produkte

© Toshiba

„Unsere Erfahrung mit

Die Toshiba L74 Smart-TV-Serie.

Wien. red ot award, die Dritte. Prämiert wurde auch die Toshiba Europe GmbH mit dem „Red dot award für Produktdesign 2014“ für fünf Produkte. Die neue L74 Smart-TV-Serie (die in Österreich unter der Bezeichnung M74-Serie auf den Markt kommen wird), der BDX6400KE Blu-ray-Player sowie die eleganten Notebooks der Portégé Z30-, Tecra Z40- und Tecra Z50-Serien erhielten die Prämierung in der jeweiligen Produktkategorie für ihr hochwertiges Design. www.toshiba.at


Tool s & s e r v i c e s

58 – medianet technology

Freitag, 4. April 2014

Test Der „LG Pocket Photo 2.0“ druckt Fotos im Visitenkartenformat via Bluetooth oder NFC per Smartphone-App

short

Foto-Drucker als Sidekick für Smartphones & Tablets

© Sandberg

Optimale Konfiguration von Ladegeräten

Kabel und Ladegeräte werden bei Sandberg getrennt verkauft.

Chris haderer

Wien. „Ein lustiges Gerät“ – das bringt den ersten Eindruck vom LG Pocket Photo 2.0 einigermaßen auf den Punkt. In den Dimensionen und im Outfit einem mittelschweren Smartphone nicht unähnlich (aber deutlich dicker), hat LG damit die zweite Version seines mobilen Druckers aus dem Vorjahr vorgestellt. Gedacht ist der Winzling weniger als Ergänzung für das Notebook denn als hippes Beiwerk zum Smartphone.

Wien. Der Elektronikhersteller Sandberg hat sein Produktsortiment umgestellt und ermöglicht den getrennten Erwerb von Ladegeräten und Kabeln. Dadurch sollen unnötige Kabel vermieden und die Anschaffung der tatsächlich benötigten Kombinationen möglich sein. „Wir haben den ganzen Prozess vereinfacht“, sagt Anders Partida Petersen, Produktmanager bei Sandberg A/S. „Kombiversionen, wo man bestimmte Kabel oder Adapter kaufen muss, die man möglicherweise nie nutzt, werden immer weniger; an ihre Stelle treten einfache, sichere Lösungen, die Verbraucher exakt nach ihrem tatsächlichen Bedarf auswählen.“ www.sandberg.it

Steuerung per App Die USB-Schnittstelle am Gerät dient nur zum Aufladen des Akkus, gedruckt wird ausschließlich via Bluetooth oder NFC und per App. Letztere ist für Android und iOS-Systeme unter dem Namen „LG Pocket Photo“ kostenlos erhältlich

und auch mit älteren Betriebssystemsoftware-Versionen kompatibel. Die App sieht in beiden Systemwelten gleich aus und ist auch mit den gleichen Funktionen ausgestattet. Zu druckende Bilder werden im Album ausgewählt oder mit der Kamera frisch geschossen, können mit einer Handvoll Funktionen leicht bearbeitet werden und wandern dann drahtlos zum Drucker. Über die App können auch QR-Codes auf Fotos platziert werden. Das Ergebnis, das nach einer guten Minute aus dem Pocket Photo kommt, ist 5,1 x 7,6 cm groß und hat damit etwa die Abmessungen einer Visitenkarte – lustig. Gedruckt wird auf einem speziellen „ZINK Paper for LG“. ZINK steht für Zero Ink-Technologie. Im Gerät selbst sind keine Tuschekartuschen vorhanden. Stattdessen sind diese im Fotopapier versteckt und werden über Hitzeeinwirkung

© Chris Haderer (5)

Der mobile Printer punktet weniger durch seinen praktischen Wert als vielmehr durch seinen Fun-Faktor.

Das visitenkartengroße Bild wird mittels Zero Ink-Technologie ausgegeben.

aktiviert. Die Qualität der Drucke ist für die Art der Ausgabe hervorragend: Bilder werden mit einer Auflösung von immerhin 313dpi ausgegeben. Originell ist ein solches Bild trotz seiner Größe durchaus – ob es sich um ein „Must-have“ handelt, wird die Geschichte

Kommunikationslösung auf OpenTouch-Basis Wien. Alcatel-Lucent Enterprise und Plantronics bieten gemeinsam eine UnifiedCommunications-Lösung, bei der Plantronics-Headsets mit der OpenTouch-Plattform von Alcatel-Lucent eingesetzt werden. Die neue Lösung nutzt das „Rapid Session Shift“ von OpenTouch, mit dem Nutzer ihr Telefongespräch oder ihre Videokonferenz nahtlos auf ein anderes Endgerät im Büro, Home-Office oder Auto umschalten können. Als erster Anwender hat Alcatel-Lucent diese neue Lösung für seine deutschen Mitarbeiter installiert. www.plantronics.com

Auszudruckende Bilder werden aus der Galerie am Smartphone gewählt.

Stylisher iPad-Ständer aus Speckstein

Über die kostenlose iOS- und AndroidApp wird der Drucker konfiguriert.

Für eine App zum Drucken werden sehr viele Systemrechte benötigt.

entscheiden. Ein bisschen Schatten wirft das Gerät leider auch: Das beiliegende Handbuch ist alles andere als laiengerecht, sodass man sich die Bedienung etwas zusammenreimen muss. Vor allem was es mit dem „Smart Sheet“ auf sich hat, könnte zumindest etwas verständlicher erklärt werden. Umständlich ist auch, dass sich der Deckel zum Einlegen des Papiers nur im ausgeschalteten Zustand öffnen lässt – dadurch bricht die BluetoothVerbindung ab. Dennoch: Der LG Pocket Photo 2.0 ist ein Gerät, das weniger durch seinen praktischen Wert als seinen Fun-Faktor punktet. www.lg.com/at

ZINK-Papier und ein „Smart Sheet“ zur Reinigung werden manuell eingelegt.

Microsoft Der Softwarekonzern bietet mit „Dynamics Marketing“ und „Unified Service Desk“ neue CRM-Werkzeuge

MS-Dynamics CRM erhält neue Funktionen © Seka

Wien. Nach dem Start von Microsoft Dynamics CRM 2013 hat Microsoft weitere Neuerungen für seine Customer Relationship ManagementLösung angekündigt. Die im vergangenen Herbst vorgestellte neue CRM-Generation stellt Vertriebsund Marketingmitarbeitern sowie

Dock D1 von Steka: Es muss nicht immer Kunststoff sein.

das über alle Kanäle hinweg eine neue Nähe zum Kunden schafft. Angefangen vom Erstkontakt auf Social Media-Kanälen über gezielte Marketingmaßnahmen bis hin zum nachhaltigen Service – alle Mitarbeiter können sich mit unserer Lösung auf das moderne Kunden-

verhalten einstellen. Unternehmen erreichen so eine neue, persönliche Ebene im Kundendialog.” Neu in der Microsoft Dynamics-Familie ist seit Anfang des Jahres übrigens auch die „Parature Self-Service Suite“ für weitere Feinabstimmungen. www.microsoft.at

Persönliche Ebene

© Microsoft (2)

Innsbruck. Neues von der UtilityFront: Unter dem neuen Markennamen Daxndox hat das Dock D1 der Steka-Werke Premiere: eine solide Halteschalte für das iPad aus Keramik. Das D1 wird im Innsbrucker Mutterunternehmen aus Steatit gefertigt, einer Masse, die im Wesentlichen aus Speckstein besteht. Es bietet je nach Bedarf die Möglichkeit, das iPad in horizontaler oder vertikaler Ausrichtung in zwei unterschiedlichen Winkeln zu verwenden. Die vertikale Position im 67 Grad-Winkel eignet sich beispielsweise ausgezeichnet, um Mails zu bearbeiten, Kalender zu verwalten oder E-Books zu lesen. www.steka.at

Kundenberatern mit Microsoft Dynamics Marketing und Unified Service Desk zwei neue Marketing und Service Management-Lösungen zur Verfügung. Eine weitere Neuerung ist Microsoft Social Listening. Integriert in einen ganzheitlichen Lösungsansatz, bildet es die Basis für einen direkteren Kundendialog über Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter und übersetzt Social Media-Trends in direkte Handlungsempfehlungen. Die neuen Funktionen sollen ab dem zweiten Quartal 2014 zur Verfügung stehen.

Ken Wirth, Leiter des Geschäftsbereichs Dynamics bei Microsoft Österreich.

„Die Kunst des Zuhörens ist der Schlüssel für jede gute Beziehung“, sagt Ken Wirth, Leiter des Geschäftsbereichs Dynamics bei Microsoft Österreich. „Gerade hier stehen Unternehmen heute täglich vor der Herausforderung, auf die Wünsche der Kunden individuell einzugehen. Die Erweiterung unserer CRM-Suite zielt dabei auf die Etablierung eines integrierten Kundenmanagement-Konzepts,

Dynamics vereinfacht Kundenbeziehungen durch neue Social Web-Werkzeuge.


medianet

inside your business. today.

freitag, 4. April 2014 – 59

Stoff für die zukunft

Die monatliche Bewertung von BA-Chef­ analystin Monika Rosen-Philipp Seite 61

„7. Internationaler Biowerkstoff-Kongress findet vom 8. bis 10. April statt Seite 64

innovation Fachforum am 9. und 10. April

© Foto Weinfranz

Globale Konjunkturtrends © BASF

© feel image/F. Matern

industrialtechnology Diese Themen sorgen künftig für Bewegung

Logistiksysteme Individuell für Sie!  Planung  Konzeption  Realisierung

www.jungheinrich.at

short

© WKO

© Panthermedia.net/Nattanan Srisut

Wien. Borealis wird anlässlich des 20jährigen Firmenjubiläums einige Änderung seiner Markenpolitik vornehmen. Dazu zählen ein völlig neuer „Look & Feel“ des Corporate Designs, die Einführung des neuen Borealis-Slogans, „Keep Discovering“, sowie die völlige Neugestaltung der KonzernWebsite (www.borealisgroup. com), die seit wenigen Tagen online ist. Damit will man die grundlegende strategische Veränderung sowohl auf optischer als auch auf Erlebnisebene unterstreichen. „2013 war ein Jahr des Wandels, 2014 ein Jahr der Integration, Konsolidierung und des Feierns”, so Mark Garrett, Vorstandsvorsitzender von Borealis. www.borealisgroup.com

30. Logistik-Dialog Im Vorfeld der Fachtagung, die seit gestern in der Event­ pyramide Vösendorf läuft, hat medianet mit BVL-Präsident Roman Stiftner über die Trends und Herausforderungen der Logistikbranche gesprochen. Seite 60 James Dysen Award Nachwuchsförderung

Technologien für die Zukunft

© Dyson/Alex Griffiths

Wien. Die Aussenwirtschaft Austria lädt am 5. Mai zum Tech Forum (WKO, Saal 6, Wiedner Hauptstraße 63). Thema: „Neue Materialien – innovative Trends.“ „Wer sich unternehmerisch oder wissenschaftlich mit Werkstoffen und neuen Materialien beschäftigt, für den sollte das ein absoluter Pflichttermin sein“, sagt Gregor Postl, Leiter der Internationalen Technologiekooperation der Aussenwirtschaft Austria (Foto oben). Hochkarätige internationale Experten aus der Materialforschung, darunter Alfredo Alexander-Katz vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), Alma Hodzic von der University of Sheffield und Ivica Kolaric, Leiter „Funktionale Materialien“ am Fraunhofer Institut, Stuttgart, diskutieren mit Unternehmensvertretern über innovative Ideen und aktuelle Fragen und präsentieren Best Practice-Modelle sowie die neuesten Ergebnisse aus der internationalen Forschung. Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos. www.wko.at/ aussenwirtschaft/techforum

James Dyson sucht in 18 Ländern nach jungen Ingenieuren mit guten Ideen.

Wien. „Eine gute Idee ist nur der Anfang; Patentfähige Technologien entwickeln und vermarkten ist der schwierigere Teil. Wir müssen daher junge Ingenieure fördern und finanziell unterstützen”, so James Dysen, dessen gemeinnütige Stiftung auch heuer wieder den mit insgesamt 45.400 € dotierten James Dyson Award ausschreibt. Einreichungen sind bis 7. August möglich. Teilnehmen können Studenten oder Absolventen (Abschlussjahrgang ab 2010) der Fachrichtung Produktdesign, Industriedesign oder Ingenieurwissenschaften. www.jamesdysonaward.org

PT_AZ_106x85_Medianet_new2014_v2.indd 3

14.03.14 11:38


c ov e r

60 – industrialtechnology

Freitag, 4. April 2014

30. Logistik Dialog Die Jubiläumsveranstaltung widmet sich den großen Themen der Zukunft

short

City-Logistik, Vernetzung und Nachhaltigkeit

© Gebrüder Weiss

Gebrüder Weiss mit deutlichem Plus

Roman Stiftner, Präsident der Bundesvereinigung Logistik Österreich, über die aktuellen Trends. medianet: Gibt das Buch auch konkrete Ratschläge? Stiftner: Ja. Es beschreibt einerseits die Anforderungen, die urbane Ballungsräume der Zukunft an die Logistik stellen, anhand eines konkreten Smart City-Konzepts, stellt die verschiedenen Entwicklungstendenzen spezifischer Bereiche dar und führt andererseits auch nachhaltige, in der Praxis umgesetzte Unternehmenskonzepte auf, die zur Nachahmung und Weiterentwicklung anregen sollen.

britta biron

Wolfgang Niessner, Vorstandsvor­ sitzender der Gebrüder Weiss AG.

Lauterach. Trotz der volatilen Marktlage konnte der Transport- und Logistikdienstleister seinen Umsatz das vierte Jahr in Folge steigern und erwirtschaftete 2013 einen vorläufigen Nettoumsatz von rund 1,2 Mrd. €. Mit 57 Mio. € wurde auch deutlich mehr (+16%) in den Ausbau des Netzes (z.B. zwei neue Niederlassungen in Nordböhmen oder die Übernahme der beiden deutschen Speditionen Diehl und Sprenger) investiert. Die Expansionsstrategie wird heuer fortgesetzt. In Elin Pelin (Bulgarien) erfolgte der Spatenstich für ein modernes Logistikzentrum, das die bisherige Niederlassung in Sofia ersetzen wird, und in Wels und Lauterach sind umfangreiche Standorterweiterungen im Gange. www.gw-world.at

medianet: Wie hat sich die Logistik-Branche in Österreich im letzten Jahr entwickelt, welche Erwartungen haben Sie für heuer? Roman Stiftner: 2013 war die Performance gut, und die Erwartungen für heuer sind hoch. Volatile Märkte, nervöse Finanzmärkte, hoher Kostendruck, steigende Kundenerwartungen, Nachfrageschwankungen und rasant fortschreitende technologische Entwicklungen sorgen aber auch in der Logistik für Unsicherheit. Aktuell verschärft die politische Krise in der Ukraine diesen Effekt. Der Logistik-Indikator für das erste Quartal 2014, herausgegeben von der BVL Deutschland, der sich auch auf Österreich umlegen lässt, zeigt aber, dass trotz aller Unsicherheiten Auftragseingang, Kapazitätsauslastung, Personaleinsatz oder Investitionen nicht signifikant von den Werten des Vorquartals abweichen und die Branche vorsichtig optimistisch in die Zukunft blickt.

Fachtagung für den gelungenen Aufstieg Wien. Was hat Mathematik mit Aufzügen zu tun? Welche Auswirkung hat die neue europäische Aufzugsrichtlinie in der Praxis? Welche Richtlinien gilt es beim Zugang zum Triebwerksraum in Gebäuden zu beachten? Wie sieht es rund um Modernisierung, Betriebskontrolle, Notbefreiung und Nachevaluierung aus, und welche aktuellen Entwicklungen sind für den Aufzugsbereich aktuell besonders wichtig? All diese und weitere Fragen beantworten Experten beim TÜV-Aufzugstag 2014 am 9. April im Wiener Rathaus. www.tuv.at

medianet: Welches sind aus Ihrer Sicht die Megatrends in der Logistik, und wie gut sind die österreichischen Unternehmen darauf vorbereitet? Stiftner: Das sind unter anderem steigende Komplexität, Ausbau von Kooperationen und Allianzen, zunehmender Nachwuchs- und Fachkräftemangel, der vor allem für KMU ein zunehmendes Problem

Roman Stiftner, Präsident der Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL).

wird. Die wachsende Bedeutung der IT ist ebenfalls ein wichtiges Thema, in das aber noch zu wenig investiert wird. Ein Dauerbrenner ist natürlich die Nachhaltigkeit sowie die zunehmende Urbanisiserung.

die Ver- und Entsorgung in Ballungsgebieten zunehmend zu einer logistischen Herausforderung. Um dem drohenden urbanen Verkehrskollaps entgegenzuwirken, bestehen zwei Lösungsansätze: Entweder man führt weitere Reglementierungen und direkte oder indirekte Fahrverbote ein, wie es beispielsweise Wien derzeit vorführt, oder man entwickelt nachhaltige Konzepte für die Citylogistik. Experten aus aller Welt schlagen dafür den Fokus auf Elektromobilität und die Nutzung bestehender Infrastrukturen vor. Wichtig ist, dass verstärkt auf die Optimierung aller Modalitätsformen – inklusive der Wasserwege – gesetzt wird, was auch das Konzept der BVL ist.

medianet: Dazu wird bei der Veranstaltung ja ein neues Grünbuch präsentiert. Stiftner: Gegenwärtig leben über 60% der europäischen Bürger in Städten, 85% des Bruttoinlandsprodukts der EU wird in Ballungsräumen erwirtschaftet, und urbane Räume sind für 80% des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Kombiniert mit dem veränderten Konsumverhalten durch E-Commerce, wird

Knapp AG Pick-it-Easy-Move für Spar Maria Saal

Basel. Panalpinas Spezialabteilung für Großprojekte, Panprojects, gehört zu den am schnellsten wachsenden Geschäftsbereichen des Unternehmens. 2013 erzielte die Abteilung ein Umsatzwachstum von 20% und beschäftigt nun über 400 Mitarbeiter. Chris Kent, Leiter von Panprojects, schreibt das Wachstum der Abteilung ihrer umfangreichen Erfahrung sowie der hohen Flexibilität zu. „Wir haben über Jahre

Graz. Vielfalt, Verfügbarkeit und Qualität der Waren sind heute ausschlaggebende Kaufkriterien. Damit eine Filiale diesen Ansprüchen gerecht werden kann, muss in den vorgelagerten Schritten der Supply Chain ein ausgeklügeltes Intralogistiksystem einen wesentlichen Beitrag leisten. Ab September 2014 wird Spar Maria Saal das Pick-it-Easy-MoveSystem des steirischen Intralogistikers Knapp in einer speziellen

© Panalpina

Die Oberseite der West Chirag-Plattform verlässt den Hafen von Baku.

Tempo und Ergonomie im Lager

hinweg in unsere Leute investiert und Prozesse entwickelt, die bei großen Projekten die Effizienz steigern“, sagt er.

Zahlreiche Projekte Panprojects arbeitet gleichzeitig an bis zu 40 Projekten auf der ganzen Welt, vor allem im Nahen Osten, in Australien, Lateinamerika und den USA. Die Kunden kommen in erster Linie aus den Branchen Öl- und Gas-Förderung, Bergbau sowie Energie und Versorgung. Eines der aktuellsten und gleichzeitig auch größten Projekte von Panprojetcts wird derzeit in Aserbaidschan realisiert. Nach mehr als 2.000 internationalen und lokalen Transporten der einzelnen Bauteile sowie Spezialausrüstung und Maschinen für ein großes Explorationsprojekt der BP lief die Oberseite der Offshore-Ölplattform zur Endmontage im Kaspischen Meer vor Kurzem aus dem Hafen Baku aus, um in das von BP betriebene Azeri-Chirag-Deepwater Gunashli-Ölfeld verschoben zu werden. www.panalpina.com

Ausprägung für die Kommissionierung des Trockensortiments einsetzen, um die Performance zu steigern. Die Station wird in das bestehende regionale Distributionslager integriert. Die Versorgung erfolgt manuell über die bereits vorhandenen Stapler. Diese holen die Paletten vom Hochregallager, das als Zwischenlager nach dem ­Wareneingang dient. www.knapp.com

© Knapp

© Jetalliance Technical Services

Die Auftragslage in der Werft steigt seit dem Herbst kontinuierlich.

medianet: Sind die politischen Rahmenbedinungen geeignet, um diese Problematik in den Griff zu bekommen? Stiftner: Grundsätzlich sehe ich da viel Potenzial. Unbedingt erforderlich ist es dabei, die Stakeholder und Experten bei der Erarbeitung, Konkretisierung und Umsetzung eines Gesamtverkehrsplans für Österreich aktiv einzubinden. Für die Logistik ist es von besonderem Interesse, den Mobilitätsbedarf der Menschen und der Wirtschaft durch eine effiziente, nachhaltige und intermodale Gestaltung des Verkehrssystems unter freier Wahl der Verkehrsmittel für die Zukunft diskriminierungsfrei sicherzustellen. Ein Handlungsbedarf besteht unter anderem im gezielten und bedarfsgerechten Ausbau und in der Erneuerung von öffentlichen Infrastrukturen mit einer generellen Verbesserung der Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern – Stichwort Güterterminal. Und der Ausbau der Wasserstraße – Stichwort Donauraumstrategie – würde eine wesentliche Entlastung der anderen Verkehrsträger bringen. www.bvl.at

Panprojects Besonders dynamischer Logistikbereich

Experte für große Aufgaben

Jetalliance Technical Services startet neu

Wien. Der österreichische Wartungsbetrieb für Businessjets, eine ehemalige Tochter der Jetalliance, hat die Turbulenzen rund um die Insolvenz der Gruppe überstanden und startet jetzt neu durch. Mehrheitseigentümer mit 74,9% ist die Jatec Holding. „Die Auftragslage steigt, wir sind gut aufgestellt, arbeiten derzeit in einer Schicht; mittelund langfristig sind bis zu vier Schichten unser Ziel“, so JatecGF Wolfgang Glanzner. Gute Chancen bestehen vor allem beim Wartungsgeschäfts für Midsize- und Large Cabin-Jets. www.jatec.at

© BVL/Gary Milano

Wien/Vösendorf. Seit gestern läuft der 30. Logistik Dialog und medianet hat im Vorfeld mit Roman Stiftner, Präsident der Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL), über die wichtigsten Trends und die Entwicklung der Branche gesprochen.

Pick-it-Easy-Move kombiniert Automatisierung und manuelle Handhabung.


kon ju n k tu r ba r om e t e r

Freitag, 4. April 2014

industrialtechnology – 61

Stimmungsbild Wirtschaft weiter auf gutem Kurs, im ersten Quartal wird für Österreich ein Wirtschaftswachstum von 0,5% erwartet

Ukraine bremst Erholung nicht Eurozone entwickelt sich gut, auch Peripherieländer wie Spanien oder Griechenland profitieren von Erholung.

Trotz Unsicherheiten aufgrund der angespannten Lage in der Ukraine gewinnt die Wirtschaft in der Eurozone weiter an Schwung und verzeichnet momentan die stärkste Wachstumsphase seit 2011. Die Erholung greift dabei zunehmend auch auf Peripherieländer wie Spanien oder Griechenland über.

USA

▲

Mitte März hat US-Notenbankchefin Yellen verkündet, das Anleihenkaufprogramm weiter sukzessive zurückzufahren. Weiters hellte sich die Stimmung der US-Verbraucher im März überraschend deutlich auf und ist so gut wie zuletzt vor über sechs Jahren.

Japan In Japan geht die Sorge wegen der kommenden Mehrwertsteuererhöhung um. Diese soll per 1.4. von bisher 5% auf 8% steigen. Viele Experten befürchten, dass Steuererhöhungen die langsam Platz greifende Konjunkturerholung gefährden könnten, die Regierung geht hingegen nur von einer vorübergehenden Wachstumsdelle aus.

China Die chinesische Wirtschaft verliert immer mehr an Schwung, auch im März blieben die Zahlen der Industrie unter den Erwartungen. Die Produktion sowie die Auftragseingänge sanken deutlich, auch die Inlandsnachfrage ist weiterhin rückläufig. (Mehr zur aktuellen Situation der chinesischen Wirtschaft siehe „Unter der Lupe“).

Indien Im Februar sind sowohl die Nahrungsmittel- als auch Treibstoffpreise langsamer angestiegen als in den Vormonaten. Die Gesamtinflationsrate ist den dritten Monat in Folge leicht zurückgegangen.Di-

Lateinamerika Wegen schwachem Wachstum, erwarteten Steuerausfällen und Verschlechterungen beim Export wurden Brasiliens langfristige Anleihen durch Standard & Poor’s von BBB+ auf BBB- herabgestuft. Damit endet eine zehnjährige Phase, in der die brasilianische Kreditwürdigkeit immer hinaufgestuft wurde. Monika Rosen ist Chefanalystin im Bank Austria Private Banking.

Mit diesen Vorgaben verdeutlichte die chinesische Regierung ihr Bemühen um ein nachhaltiges Wirtschaftssystem, das weniger von Investitionen und Exportzahlen und mehr vom privaten Konsum geprägt sein soll. Neben der Stärkung des Arbeitsmarkts soll auch der Umweltschutz – ein Thema, das mit dem Ausbau der Industrie ein immer größeres Problem darstellt – an Bedeutung gewinnen. Die Investitionsausgaben sollen gesenkt, ineffiziente Fabriken geschlossen und private Investitionen gefördert werden. Das angestrebte Wachstumsziel hat China zuletzt vor 25 Jahren verfehlt.

In die richtigen Hände: Feinsteuerung für Pakete primetime Business-Paketversand zum persönlichen Empfänger: am Schreibtisch oder an der Baustelle. Leopoldsdorf/Wien. Pakete, die wirklich dringend sind, sollten ihr Ziel direkt erreichen. Im Geschäftsverkehr heißt das nicht nur, dass die richtige Firma erreicht werden muss, sondern auch die richtige Person. „In einigen Fällen aber braucht ein Paket von der Einlaufstelle – wie zum Beispiel der Rezeption oder PostStelle – länger zu seinem Empfänger, als es davor vom Versender zum Empfänger-Unternehmen gebraucht hat“, erklärt primetimeGeschäftsführer Rainer Schwarz.

Ohne Umwege direkt zum richtigen Mitarbeiter Für wichtige Sendungen bieten die Express-Versand-Spezialisten von primetime deshalb die Abteilungsbelieferung: Innerhalb der Räumlichkeiten des Empfängers liefert primetime direkt an die vom Sender gewünschte Abtei-

Service – punktgenau und ganz persönlich: primetime Paketboten liefern Ihre Sendung dorthin, wo Sie gerade sind.

lung oder Person. „Dafür müssen sie einfach nur die Abteilung oder Etage und die Zimmernummer angeben“, so Schwarz. „Das geht sowohl einfach auf einer Liste als auch digital über zugesendete Datensätze oder unsere OnlinePlattform.“

Österreich Spezial Heimische Wirtschaft setzt langsame Erholung fort Die österreichische Wirtschaft konnte im Februar weiter leicht an Schwung gewinnen. Die Stimmung der heimischen Industriebetriebe erholte sich zuletzt deutlich, wobei vor allem das anhaltend starke Wachstum in den USA und die fortgesetzte Erholung in Europa für Unterstützung sorgen. Auch die heimischen Konsumenten blickten im Februar deutlich positiver in das Jahr 2014 als noch in den Vormonaten. Eine Folge der momentan zwar konstanten, jedoch weiterhin verhaltenen Konjunkturerholung ist die moderate Inflationsentwicklung der vergangenen Monate. Durch den geringen Druck von den Rohstoffpreisen und die fehlenden nachfrageseitigen Impulse ist im Februar die Teuerung mit geschätzten 1,5 Prozent im Jahresvergleich ähnlich niedrig ausgefallen wie schon im Jänner. Erst im Laufe der nächsten Monate ist mit dem Anziehen der Konjunktur auch mit einem leichten Aufwärtstrend der Teuerung zu rechnen. Insgesamt wird die Inflation 2014 mit 1,7 Prozent jedoch deutlich unter dem langjährigen österreichischen Durchschnitt liegen. Im ersten Quartal ist ein Plus des Wirtschaftswachstums von rund 0,5 Prozent zu erwarten.

Die chinesische Regierung hat erneut ihren Willen gezeigt, für ein stabileres Wirtschafts­ system ein geringeres Wirtschaftswachstum zu akzeptieren. Demnach stehen die Dämpfung der Inflation, die nachhaltige Ankurbelung der Wirtschaftsleistung sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze ganz oben auf der Prioritätenliste. Um 2014 eine stabilere Arbeitsmarktsituation zu erreichen, hat die chinesische Führung auch die Bereitschaft gezeigt, das angepeilte ­Wirtschaftswachstum von 7,5% zu verfehlen und ein geringeres BIP-Wachstum zu akzeptieren.

Identitäts-Check für heikle Business-Pakete

„Wichtige Pakete müssen zur rechten Zeit zur richtigen Person an den richtigen Ort – das kann auch direkt im MeetingRaum sein.“ RAINER SCHWARZ GESCHÄFTSFÜHRER PRIMETIME

Ist der Inhalt besonders sensibel und darf unter keinen Umständen in die falschen Hände geraten, ist es sinnvoll, zusätzlich die ID-Überprüfung zu buchen. Dabei prüft primetime anhand eines gültigen Ausweises die Identität der explizit benannten, empfangsberechtigten Person. „So können Sie sicher sein, dass auch heikle Angelegenheiten nur der Zielperson übergeben werden“, so Schwarz. Sollte die Person bei der Übergabe nicht anwesend sein, erfolgt bei dieser Option keine Paketübergabe.

Ankündigung per Mail oder SMS primetime ist seit 2001 am Markt und transportiert im Jahr

rund 2,9 Mio. Pakete in ganz Österreich. Aufgrund dieser Erfahrung weiß Schwarz um die Vorteile eines Avisos – gerade bei Personen, die sich viel am Arbeitsort bewegen oder im Normalfall nicht den ganzen Tag im Büro sind. Damit die Person auch wirklich vor Ort ist, sendet primetime deshalb vor der Zustellung per SMS oder E-Mail eine Info über das erwartete Zeitfenster.

Telefonische Ankündigung „Als besonders wichtig haben wir das zum Beispiel bei der Belieferung von Baustellen erlebt“, berichtet Schwarz. „Ein Bauleiter ist einfach nicht immer am Baubüro anzutreffen, sondern bewegt sich permanent über das Baugelände.“ Im Fall der Baustellenlogistik wird die Zustellung deshalb per Telefon angekündigt. Rund eine Stunde vor Zustellung ruft der Fahrer die Kontaktperson an, um über den Anlieferungszeitpunkt zu informieren. „Weil es auf Baustellen auch mal hoch hergehen kann, wird bei Bedarf auch mehr als einmal angerufen“, so Schwarz.

Zustellungszeitpunkt vorab wählen Wissen Sie von vornherein, dass die Zustellung nur zu einer bestimmten Zeit sinnvoll ist, gibt es auch dafür ein Angebot. Ausgewählt werden kann generell die Express-Zustellung bis 9 Uhr, bis 12 Uhr oder bis 17 Uhr. Ist der Empfänger nur am Nachmittag erreichbar, gibt es die Option ‚12 bis 17 Uhr‘. Aber es geht auch noch genauer. Ist Ihr Empfänger – zum Beispiel wegen zahlreicher Außentermine – nur in einem engen Zeitintervall erreichbar, kann ein einstündiges Zeitfenster gewählt werden. „Sie vereinbaren dabei mit primetime einen beliebigen Zustelltermin zwischen 9 und 17 Uhr. Wir stellen Ihr Paket dann innerhalb einer Zeittoleranz von 30 Minuten pünktlich zum Fixtermin zu“, erklärt Schwarz.

www.primetime.co.at

promotion

▲

Unter der Lupe: China verkündet „flexibles“ Wachstumsziel

© APA/EPA/Wu Hong

Europa

es nährt die Hoffnung, dass die indische Nationalbank die Leitzinsen vorerst unverändert beibehält.

© primetime (2)

Monika Rosen


i n n ovati on & u n te r n e hm e n

62 – industrialtechnology

Freitag, 4. April 2014

| BS12-02G |

AB Neue Produktlinie für dezentrale Automatisierung

Kompakt und flexibel

Vier Komponenten, ein System: New Automation Technology.

Kosteneffizienz auch für kleine Anwendungen.

Das Engineering der RTU520Einheit benötigt wenig Zeit und Know-how.

Motion

Wien. ABB hat seine RTU500-Serie um eine weitere Produktlinie ergänzt: Die RTU520 bietet eine modulare und kompakte Lösung für die Verteilnetz- und Prozessautomatisierung. Die kompakte und skalierbare Lösung zur Überwachung und Steuerung im Nieder- und Mittelspannungsnetz ist in einem Gehäuse für Hutschienenmontage untergebracht, modular aufgebaut und bietet die bewährte RTU500-SerieFunktionalität.

Servoverstärker Servomotoren

IPC

Die RTU500-Serie umfasst ABBs komplettes RTU Produktportfolio mit einer klaren Struktur und einem Maximum an Flexibilität. Die offene Architektur ermöglicht Anpassungen an eine Vielzahl von elektrischen und Prozessautomatisierungsanwendungen. Funktionale sowie Hardware-Erweiterungen können einfach und schnell realisiert werden. www.abb.com

herbert strasser

Industrie-PCs Embedded-PCs Motherboards

I/O

Automation

EtherCAT-Komponenten IP-20-Busklemmen IP-67-Feldbus-Module

Software-SPS Software-NC/CNC Safety

Das Engineering kann in weniger als fünf Minuten durchgeführt werden. Ein Wizard-basiertes Engineering Tool führt den Anwender in acht einfachen und selbsterklärenden Schritten zu einer erfolgreichen Konfiguration. Natürlich unterstützt auch die neue Produktlinie PLC (Programmable Logic Control) Funktionen, die bei Bedarf problemlos hinzugefügt werden können.

© ABB (2)

Einfaches Engineering

Neue Entwicklungen öffnen der Automatisierung immer mehr Gebiete.

Ausbau Im Vorjahr wurde der Umsatz deutlich gesteigert

Messer gibt weiter ordentlich Gas Gumpoldskirchen. „Auch an unserer Branche ist die schwierige wirtschaftliche Lage der letzten Jahre nicht spurlos vorübergezogen. Da unsere Konzernspitze jedoch rechtzeitig auf die angespannte Situation reagiert hat, können wir nun neben einer deutlichen Umsatzsteigerung für 2013 auch spannende Investitionen in Österreich vermelden“, so Wolfgang Pöschl, GF von Messer Austria. Insgesamt hat der Spezialist für

www.beckhoff.at Setzt weltweit Standards: PC- und EtherCAT-basierte Steuerungstechnik von Beckhoff. Als Spezialist für offene Automatisierungssysteme bietet Beckhoff Komponenten für die Bereiche IPC, I/O, Motion und Automation an, die einzeln oder im Verbund als präzise aufeinander abgestimmtes Steuerungssystem fungieren. Die „New Automation Technology“ von Beckhoff steht für universelle Automatisierungslösungen, die weltweit in den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz kommen. Die Unternehmenspräsenz in über 60 Ländern gewährleistet weltweit eine kontinuierliche Betreuung.

Industriegas bis Ende letzten Jahres 35 Mio. Euro in Ausbau und Modernisierung investiert. So wurde für das Flüssiggaslager in Vomp eine neue Abfüllanlage und im Headquarter Gumpoldskirchen eine neue Luftzerlegungsanlage errichtet. Auch Kündigungen sind bei Messer kein Thema, vielmehr wird in umfassende Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter investiert. www.messer.at

IPC I/O Motion

© Messer Austria

Automation

Das Gaslager in Vomp wurde 2013 um eine moderne Abfüllanlage erweitert.


i n n ovati on & u n te r n e h m e n

Freitag, 4. April 2014

industrialtechnology – 63

11. Forum Innovation Erfolgreiche Best Practice-Beispiele aus der Praxis

Erfindungsreich

Vorstellung des Fachbuchs „Innovation Excellence in Österreich“. Wien. Es ist unbestritten, dass Innovationen wesentlich für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens sind. Aber gute Ideen fallen nicht vom Himmel, und um produktiv und erfolgreich arbeiten zu können, benötigen die F&EAbteilungen aber nicht nur gute Ideen, sondern vor allem die richtigen Rahmenbedingungen und ein Innovationsmanagementsystem, das im gesamten Unternehmen verankert ist.

„Innovation ist in erster Linie Chefsache. Dieser Paradigmenwechsel vom Forschung & Entwicklung-System zum Innovationsmanagement-System kann nur, vom Management ausgehend, gemeinsam mit den Mitarbeitern umgesetzt werden”, weiß Gerald Steinwender, Gründer und GF Obmann

„Das Innovationsmanagement hat die Aufgabe, die Erfolgsrate der Forschung & Entwicklung zu ­steigern.“ gerald steinwender Plattform für ­Innovationsmanagement

© Foto Weinfranz

Innovation ist Chefsache

Gerald Steinwender: Innovation muss von allen im Unternehmen getragen werden.

senden Verständnis für Innovation und Innovationsmanagement können sie auch die Chancen und die Risiken, die sich daraus für Unternehmen ergeben, beurteilen.” Viele Unternehmen und Organisationen haben jedoch Schwächen bei der Entwicklung von am Markt erfolgreichen Innovationen. „Die Ergebnisse der Benchmarkstudie innovate! austria. zeigen, dass die Innovation Leader ihr Forschungs- und Entwicklungssystem zu einem Innovationsmanagementsystem weiterentwickelt haben und damit messbar höhere Markterfolge vorweisen; Unternehmen mit einem professionellen Innovationsmanagement sind also wirtschaftlich erfolgreicher”, so Steinwender.

Ein weiteres Highlight des 11. Forum Innovation sind die Erfindungen Google Glass und die Pistennavigations-Skibrille von Evolaris. „Teilnehmer des Forums haben die Möglichkeit, diese Brillen zu testen und durch ihr Feedback so zur Entwicklung einer Innovation beizutragen“, so Steinwender weiter.

Erfolg zum Nachlesen Präsentiert wird auch das von der PFI herausgegebene Buch „Innovation Excellence in Österreich – 43 Erfolgsbeispiele führender innovativer Unternehmen“. Es enthält das theoretische Wissen aus über zehn Jahren Innovations­ forschung, detaillierte Erkenntnisse der Benchmarkingstudie innovate! austria. sowie 43 Success Stories. Am Programm des Kongresses stehen weiters auch detaillierte Informationen über die Inhalte sowie praktische Erfahrungen und erste Ergebnisse der seit 1. September 2013 geltenden technischen Spezifikation ONR CEN/TS 16555-1 Innovationsmanagementsystem. www.pfi.or.at

Praktische Beispiele der Plattform für Innovationsmanagement (PFI) und Gründer und Managing Partner der Strategyn iip innovation in progress GmbH. „Vorstände und Geschäftsführer treffen Entscheidungen über die künftigen Schwerpunkte und die Verteilung von Ressourcen für die nachhaltige Entwicklung von Unternehmen. Nur mit einem umfas-

Ein Beispiel einer sehr erfolgreichen Innovation wird beim 11. Forum Innovation der Plattform für Innovationsmanagement am 9. und 10. April präsentiert. Erstmals wird Liebherr eine neue Baumaschine zeigen und Einblicke in den gesamten Entwicklungsprozess – von der Idee bis zum Kundenfeedback des fertigen Produkts – geben.

FACC Neues Bauteil senkt das Triebwerksgewicht

Fill Über den Atlantik

Wien. Größere Durchmesser steigern zwar die Flugleistung eines Triebwerks, erhöhen aber gleichzeitig auch sein Gewicht. Triebwerkshersteller setzen zur Verbesserung der Effzienz und Senkung des Treibstoffverbrauchs und CO 2-Ausstoßes daher vermehrt auf faserverstärkte Kunststoffe, die sich durch geringes Gewicht bei gleichzeitig hervorragenden mechanischen Eigenschaften sowie niedrigere Kosten gegenüber Metall auszeichnen. Im Rahmen einer Forschungskooperation mit den Kooperation-

Gurten/Puebla. Der OÖ Maschinenbauer Fill hat vor Kurzem eine Niederlassung in Mexiko gegründet. Die 100%ige Tochtergesellschaft startet mit einem insgesamt fünfköpfigen Vertriebs- und Service-Team. Firmensitz von Fill Mexiko ist Puebla. „Viele unserer Kunden haben ihren Sitz in Mexiko. Um nah am Kunden zu sein, haben wir uns für diesen Standort entschieden. Zudem bieten sich von Mexiko aus hervorragende Möglichkeiten, den nord- und südamerikanischen Markt zu bearbeiten“, sagt Eigentümer und Geschäftsführer Andreas Fill. www.fill.co.at

Die Turbinenschaufel mit den dazwischenliegenden Annulus-Fillern.

Viva Mexico

partnern Rolls-Royce plc und der Fachhochschule Rapperswil entwickelte die österreichische FACC AG einen neuartigen Annulus Filler aus Composite-Materialien, der die aktuelle Generation der Bauteile aus schwerem und teurem Metall ablösen wird.

Weniger Treibstoff Der neue Filler ist um mehr als 40% leichter als sein Vorgänger, hält dabei aber dennoch den durch die Fliehkräfte erzeugten Lasten von bis zu 2.500 kg problemlos stand. Der neue Bauteil, für den die FACC und seine Forschungspartner vor Kurzem mit dem JEC European Innovation Award in der Kategorie Aeronautics ausgezeichnet wurden, wurde bereits in den Prototyp des neuen Advance-Triebwerks integriert und umfassenden Tests am Boden unterzogen; ab dem kommenden August starten dann die umfangreichen Flugtests. Einsatzbereit werden die neuen Triebwerke voraussitzlich 2020 sein. www.facc.com

Mehr erfahren Sie unter 01/ 616 21 21 – 0 oder mailen Sie an at@HARTING.com © Fill

© FACC

Eine Innovation hebt besser ab

Fill-GF Andreas Fill (li.) und Wolfgang Rathner sehen gute Chancen.

www. HARTING.at


e n e r gi e & r e s sou r c e n

64 – industrialtechnology

Freitag, 4. April 2014

1. qualityaustria Forum Energie- und Umweltmanagement wird für Unternehmensstrategien immer wichtiger

short

Eine provokante Frage

Effizient, aber leider umweltschädlich

Österreich liegt in der internationalen ISO5001-Statistik mit 75 zertifizierten Unternehmen auf dem guten 10. Platz, deutlich vor der Schweiz mit nur 28. Zu den heimischen Vorreitern zählen unter anderem die OMV (ZertifikatsNr. EM-00001/1), die Illwerke, Siemens Gebäudemanagement & Services oder Salesianer Miettex; Vertreter dieser Unternehmen sowie Experten von qualityaustria, der auf Umweltfragen spezialisierten Unternehmensberatung und Forschungsgesellschaft Stenum und des Cleaner Production Centers werden auf dem Forum Referate halten. Die Teilnahmegebühr beträgt 190 € exkl. MwSt. und beinhaltet Getränke, Mittagspause, Zugang zum Download der Vorträge sowie die aktuelle Ausgabe des UmweltJournals mit einem Schwerpunkt Energieeffizienz. www.qualityaustria.com/

herbert strasser © sxc/Robert Linder

Wien. Das Bundes-Energieeffizienzgesetz steht vor der Verabschiedung, und die heimischen Unternehmen sind dann gesetzlich dazu verpflichtet, Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz zu setzen und diese zu dokumentieren, entweder über die Implementierung eines Energiemanagement-Systems oder über regelmäßig durchgeführte Energieaudits nach ISO 50001, der internationalen Norm für Energiemanagement. Aber ist es überhaupt notwendig, Energiesparen per Gesetz zu verordnen? Diese provokante Frage stellt das 1. qualityaustria Forum „Energie- und Materialeffizienz” am 28. Mai in Wien (OMV Raffinerie Schwechat) und liefert eine Reihe von Argumenten dafür, dass der staatliche Druck nicht unbedingt notwendig ist.

Containerschiffe produzieren noch immer zu viel schädlich Abgase.

Berlin/Hamburg. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat vor Kurzem aktuelle Berechnungen präsentiert, wonach die Umstellung von Containerschiffen auf wirksame Abgastechnik und sauberen Treibstoff lediglich geringe Teuerungen im Promillebereich zur Folge hätte. Die meisten der derzeit eingesetzten Frachtschiffe verkehren noch ohne jede Abgastechnik und verbrennen zudem statt Schiffsdiesel hochgiftiges Schweröl. „Pro beförderter Tonne stößt ein Containerschiff mindestens 50-mal so viel Schwefeldioxid aus wie ein moderner Lkw“, so Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Erheblichen ökokolgischen Nachholbedarf der SeefrachtBranche sieht auch der international renommierte Verkehrsexperte Axel Friedrich. Die notwendigen Techniken gäbe es ja bereits. „An Land werden Partikelfilter und Stickoxid-Katalysatoren seit Jahren standardmäßig bei Pkw und Lkw eingesetzt. Für die Seeschifffahrt gibt es nun keine Ausreden mehr“, sagt er. www.nabu.de

Best Practices für mehr Nachhaltigkeit

Wien. Im Dezember 2012 hatten Siemens Metals Technologies und LanzaTech eine zehnjähriges Kooperation zur Entwicklung und Vermarktung von integrierten Umweltlösungen für die Eisen-, Stahl- und Ferrolegierungsindustrie geschlossen. Nun wird die Zusammenarbeit erweitert, und Siemens investiert in das US-amerikanische Umwelttechnikunternehmen. LanzaTech erhält insgesamt 60 Mio. USD von der Siemsns Venture Capital-Einheit sowie weiteren Investoren. Diese Mittel sollen verwendet werden, um die Kommerzialisierung der LanzaTech-Fermentationstechnologie von Industrieabgasen weiter voranzutreiben, neue Anwendungsfelder zu erschließen und die Anzahl möglicher Endprodukte zu erhöhen. Siemens und LanzaTech kooperieren auch bei der Prozessintegration und -optimierung, bei der Vermarktung sowie der Durchführung von Kundenprojekten. Erste kommerziell betriebene Anlagen werden für 2015 erwartet. www.siemens.at

Wien. Mit der Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Gewinnung von Milchsäure aus Biodiesel konnte sich die ab & cd innovations sowohl den Wiener Energy Globe in der Kategorie „Erde“ als auch den Gesamtsieg in der Bundeshauptstadt holen. „Projekte wie diese geben Zuversicht und Hoffnung für die Zukunft und sind beispielgebend für die Innovationskraft unserer Unternehmen”, so Energy Globe-Gründer Wolfgang Neumann. Weitere Preisträger in Wien sind Schenker & Co AG, Ebs Wien Hauptkläranlage, die Vereine Donau Soja und Soja aus Österreich sowie die Fakultät für Physik an der Uni Wien. Nachdem die Bundesland-Sieger nun festste-

hen, geht der Energy Globe in die nächste Etappe: Ab April starten die Auszeichnungen der nationalen Sieger in über 100 Ländern in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich. Die Gewinner, aus denen dann die Finalisten für die Energy Globe World Awards ermittelt werden (die Verleihung findet im Spätherbst statt), werden im Rahmen der Global Sustainability OnlineKampagne von Energy Globe als Auftakt zum UNO-Weltumwelttag am 5. Juni auf www.energyglobe. info vorgestellt. Diese best practice-Kampagne wird gemeinsam mit UNEP und mit Unterstützung der UNESCO und der UNIDO durchgeführt. www.energyglobe.info

Zukunftstechnologie „7. Internationaler Biowerkstoff-Kongress“ findet vom 8. bis 10. April in Köln statt

Trends, Innovationen und ein Preis Köln. Kunst- und Verbundwerkstoffe auf Biobasis sowie generell Bio-Technologie liegen im Trend und gelten als wesentliche Bausteine für eine innovative und nachhaltige Entwicklung der gesamten Wirtschaft und als wichtiger Faktor für das Erreichen der ökologischen Ziele. Derzeit ist Europa noch einer der wichtigsten Schauplätze für Forschung & Entwicklung sowie die industrielle Anwendung – so produziert der österreichisch Faserspezialist Lenzing hochqualitative Textilfasern aus Buchenholz, allerdings müssen doch diverse Barrieren und Hürden überwunden werden.

Arizona Chemical wird, als weltweit führendes Unternehmen im Bereich Pine Chemicals, seine schwedische Bioraffinerie präsentieren und sowohl Borregaard aus Norwegen sowie Novamont aus Italien über ihre Erfahrungen mit Bioraffinerien berichten. Rafael Cayela von der Schweizer Styron Europe GmbH wird globale Trends vorstellen, und Michael Carus vom deutschen nova-Insitut,

dem Veranstalter des Kongresses, wird erstmals das umfassende Reformpapier zur Renewable Energy Directive präsentieren, das die Gleichbehandlung der Sektoren Biokunststoffe und -chemikalien einerseits und von Biokraftstoffen andererseits garantiert. Weiters wird ein Statusreport zur industriellen Biotechnologie präsentiert. In Zusammenarbeit mit industriellen Clustern in Deutschland,

Fokus auf Europa Der 7. Internationale Biowerkstoff-Kongress (8. bis 10. April im Maternushaus, Köln) will den wichtigsten Akteuren aus Europas bio-basierter Chemie-, Kunst- und Verbundwerkstoffindustrie eine Möglichkeit bieten, ihre neuesten Entwicklungen und Strategien vorzustellen und zu diskutieren.

© BASF

© LanzaTech

Energy Globe-Gründer Wolfgang Neumann (li.) und Amitava Kundu, GF und Gründer von ab & cd innovations (re.) mit Mitgliedern seines Teams.

LanzaTech wird Finanzspritze zur Intensivierung der Forschung nutzen.

Das qualityaustria Forum findet am 28. Mai in der OMV Raffinerie Schwechat statt.

Energy Globe 2014 In Kürze starten die Preisverleihungen der nationalen Sieger in über 100 Ländern

© Florian Wieser/Wirtschaftskammer Wien

Siemens investiert in US-Umwelttechnologie

© OMV

Brauchen intelligente Unternehmen das neue Bundes-Energieeffizienzgesetz wirklich?

Die Bio-Technologie gilt als eines der großen Themen in Industrie & Forschung.

Frankreich und den Niederlanden sind erstmals auch die Start-upUnternehmen dazu eingeladen, der Industrie sowie potenziellen Inves-toren ihre Verfahren und neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Buildingblocks sowie der Polymer- und Verbundwerkstoffe vorzustellen.

Material des Jahres Im Rahmen des Kongresses wird auch der Innovationspreis „Biobased Material of the Year“ vergeben, der junge, innovative Akteure der bio-basierten Chemie- und Kunststoffindustrie auszeichnet, die zeitgemäße Anwendungen und Märkte für ihre bio-basierten Produkte gefunden haben. Der Wettbewerb konzentriert sich diesmal exklusiv auf neue Entwicklungen dieser Bereiche aus Europa, die 2013 und 2014 auf den Markt gekommen sind (oder bald kommen werden). Sponsor des Innovationspreises ist das Unternehmen für Compoundieren und Extrusion Coperion. www.biowerkstoff-kongress.de


medianet

inside your business. today.

Freitag, 4. APRIL 2014 – 65

VI Hotels & resorts

Der österreichische Hotelbetreiber hat jetzt zwei weitere Hotels in Deutschland Seite 66

© Mostviertel Tourismus

© Arcadia Hotels

destination Mostviertel Tourismus

Mit dem Traisental Wine Tasting wird im April die Heurigensaison eröffnet Seite 68

La Culinia Home Gourmet Dining catering © La Culinia/Jürgen Hammerschmid

Hygiene-Check in der Wiener Gastronomie

© Zillertaler Tourismusschulen

short

Zell am Ziller. Am 28. März feierten die Zillertaler Tourismusschulen ihr 40-jähriges Bestandsjubiläum. Im Rahmen eines Festakts blickten zahlreiche Gäste auf die Erfolgsgeschichte ihrer Schule zurück. Die Zillertaler Tourismusschulen bieten alle Schultypen für eine profunde touristische Ausbildung an. Derzeit werden 554 Schüler von Experten in Unterrichtsgegenständen wie Tourismus & Marketing, Hotelmanagement und Informations- & Kommunikationstechnologie unterrichtet. www.zillertaler tourismusschulen.at

© Osttirol Werbung/Böhm

AGES-Studie Es gibt Lücken beim Wissen über Lebensmittel­ sicher­heit in Wie­ ner Restaurants sowie bei den Aus­ zubildenden. Das Küchenpersonal beantwortete im Durchschnitt mehr als ein Viertel der Fragen (28%) völlig falsch. Seite 66

© Panthermedia.net/Serhiy Kobyakov

Matrei. Einige nennen es Meditation, andere Sport. Aber für die meisten ist es die perfekte Kombination aus beiden. Wer sich zum Fliegenfischen gleich Osttirol aussucht, wählt nicht nur die höchsten Berge Österreichs als Kulisse, sondern auch eines der absoluten TopReviere im Alpenraum. Und weil Fliegenfischen als schonendste Art der Fischerei hier schon Tradition war, bevor es überhaupt in Mode kam, finden Urlauber neben perfekten Bedingungen auch maßgeschneiderte Angebote. Zum Saisonstart Mitte April finden die ersten Kurse statt. www.osttirol.com

Jahn Reisen Fünf Sterne W Retreat & Spa auf Malediven

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten 2014 gibt es 3 Golfreisen

Hochzeit unter Wasser: 2 Wochen HP mit Flug ab Wien gibt‘s ab 6.656 € p.P.

Wien. Mit Jahn Reisen Austria können Hochzeitspaare auf den Malediven eine Unterwasser-Trauung erleben. Wer sein Ja-Wort einzigartig gestalten möchte, wählt im Fünf Sterne W Retreat & Spa das „15 Below“. 15 m unter der Wasseroberfläche bietet sich ein Blick auf das Leben unter Wasser. Nur durch Glaswände getrennt, gleiten Fischschwärme, Schildkröten oder sogar Haie an der Hochzeitsgesellschaft vorbei. Für romantische Picknick-Stunden kann auch die Privatinsel Gaathafushi gemietet werden, die zum Hotel gehört; dort sind sie völlig ungestört. www.jahnreisen.at

Neue Golfreisen mit der Europa 2

© Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

Salzburg. Der Michelin-Restaurantführer, das Maß aller Dinge in der Gourmetwelt, testete in Österreich nur die Großstädte Wien und Salzburg, die im jährlich neu erscheinenden Guide „Main Cities of Europe“ stets bestens präsent sind. Unter anderem darf sich 2014 Familie Vigne vom Restaurant Pfefferschiff einmal mehr über einen Stern freuen. www.pfefferschiff.at

© Jahn Reisen Austria/Shafraz Naeem/Atoll Scuba

© Pfefferschiff

Jetzt auch unter Wasser heiraten

Auf Kreuzfahrt die Golftechnik verbessern und die schönsten Greens erleben.

Hamburg. Zwei PGA Professionals begleiten die Europa 2 Golfreisen und betreuen die Gäste an Bord bei ihrem Training am Simulator sowie bei den Landausflügen zu den schönsten Greens der Reiseroute. Und damit sich der Sport auch mit der ganzen Familie vereinbaren lässt, gibt es auf der Europa 2 jetzt auch Golfen für Kids & Teens. Mit passendem, bordeigenem Equipment können auch die kleinen Kreuzfahrer und Nachwuchsgolfer zwischen sechs und zehn Jahren ihre ersten Versuche im Golfen bei einer Schnupperstunde mit dem Golf Pro starten. www.hl-kreuzfahrten.de


c ov e r

66 – medianet destination

Kommentar

Trotz Streiks an die Zukunft denken

Freitag, 4. April 2014

AGES-Erhebung Große Lücken und Verbesserungspotenziale beim Wissen über die Lebensmittelsicherheit in Wien

Hygienestudie zur Wiener Gastronomie publiziert

Gastro-Küchenpersonal spielt eine Schlüsselrolle bei der Vermeidung von Lebensmittelerkrankungen. dino silvestre

georg biron

W

Wien. Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat Erhebungen in Wiener Restaurants und Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung durchgeführt und dabei zum Teil besorgniserregende Lücken und Verbesserungspotenziale beim Wissen des Personals zum Thema Lebensmittelsicherheit festgestellt. Die gravierendsten Alarmsignale aus der AGES-Studie über Hygiene in der Wiener Gastronomie: Das befragte Küchenpersonal beantwortete im Durchschnitt mehr als ein Viertel der gestellten Fragen (28 %) völlig falsch.

Wenig zufriedenstellend schnitten die Studienteilnehmer bei den Fragen zu den optimalen Temperaturen für das Kochen und Lagern von Lebensmitteln sowie für das Wachstum von schädlichen Mikroorganismen ab. Trotz gesetzlicher Vorschriften hatte mehr als ein Viertel (27%) der Küchenmitarbeiter an ihrer aktuellen Arbeitsstelle an keiner Schulung teilgenommen. Und: Zertifizierte Hygienemanager wussten mehr als nicht-zertifizierte Personen. Das Küchenpersonal übernimmt eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von hygienebedingten Lebensmittelerkrankungen in der Gastronomie. Damit der Restaurantbesuch oder die Mahlzeit in der Kantine nicht krank machen, müssen die Küchenmitarbeiter über bestimmte Anforderungen bei der persönlichen und Küchenhygiene sowie im Umgang mit Lebensmitteln Bescheid wissen und sie dann auch einhalten.

Dertour Auto-Reisen

Hotelmarkt Österreichischer Hotelbetreiber übernahm mit 1. April 2014 zwei weitere Arcadia-Hotels in Deutschland

© Dertour

Salzburg. Dertour bietet jetzt eine Autotour an der Westküste mit Flüssiggas-Mietwagen sowie Öko-Bauernhöfe und -Hotels. Die Reise „Die türkische Westküste nachhaltig erleben“ dauert acht Tage, von Istanbul bis Bodrum; mit Hotel, Mahlzeiten, umweltschonendem Mietwagen, etc. ab 979 € p.P. im DZ. www.dertour.at

Dertour mit nachhaltigem Sightseeing in Istanbul: Ortaköy Moschee.

Die Mehrheit der Wiener Gastronomie arbeitet auch in der Küche vorbildlich, doch billiges ungeschultes Personal ist ein Risiko.

Im Rahmen eines von der AGES durchgeführten Teilprojekts einer internationalen Studie wurden in Wiener Restaurants 157 und in Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung 77 Küchenmitarbeiter sowie 98 Auszubildende (Azubis) der Gastronomie gründlich befragt.

Kochen von Lebensmitteln Die Wissensgebiete umfassten: sachgerechte Handhabung von Risikolebensmitteln, korrektes Lagern, Verarbeiten und Kochen von Lebensmitteln, adäquate Temperaturen beim Erhitzen und Kühlen, richtiges Händewaschen und Verhalten im Krankheitsfall. Ziel der Studie war es, Lücken im Wissen zu erkennen und Un-

terschiede zwischen Mitarbeitern in Restaurants, Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung (GV) sowie Azubis in der Gastro aufzuzeigen. Azubis beantworteten 64% aller Fragen richtig; das Küchenpersonal in Wiener Restaurants und GVBetrieben wusste mehr, hier hatten drei Viertel korrekt geantwortet (GV 75%, Restaurants 76%).

Nicht eine richtige Antwort Die Fragen über die Temperaturzone, in der Krankheitserreger gut gedeihen, beantworteten die meisten Befragten falsch: Nur 6% Prozent kannten die minimale (5 °C) und 10% die maximale Temperatur (65 °C) des kritischen Temperaturbereichs.

Die richtigen Kerntemperaturen (75 °C) beim Braten von Hamburgern kannten mehr Mitarbeiter aus der GV (46%) als das Küchenpersonal von Restaurants (15%) oder die Gruppe der Azubis, in der niemand richtig antwortete.

Wichtige Hygienemanager In allen Mitgliedsstaaten der EU ist es für Küchenpersonal obligat, einmal jährlich bzw. bei Neueintritt oder Veränderung des Aufgabengebiets eine Hygieneschulung an der Arbeitsstelle zu besuchen. In Österreich kann das Zertifikat „Hygienemanager“ nach Absolvierung mehrerer Lehrmodule erworben werden. www.ages.at

VI Hotels & Resorts expandieren weiterhin Wien. VI Hotels & Resorts verfolgen ihre Expansionsstrategie konsequent weiter und expandieren – wie bereits angekündigt – in Deutschland. Seit 1. April 2014 sind die beiden Arcadia Hotels in Landsberg am Lech und Bad Oeynhausen bei laufendem Betrieb vom mittlerweile größten österreichischen Hotelbereiber übernommen worden; über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mit den beiden neuen Adressen verfügt die Gruppe mittlerweile über zwölf Hotels in Deutschland. Das 103 Zimmer umfassende Drei Sterne Arcadia Hotel Landsberg liegt 2 km vom historischen Altstadtkern der Stadt Landsberg am Lech entfernt und rund 55 km westlich von München. Die oberbayerische Stadt Landsberg zählt ca. 30.000 Einwohner. Das Arcadia Hotel Bad Oeynhausen hat 144 Zimmer und einem Veranstaltungsbereich für 60 Personen. Es liegt am Rande des Kurparks im Herzen der 50.000 Einwohner zählenden Kurstadt. Bad Oeynhausen, ca. 39 km südwestlich von Bielefeld, ist überregional

besonders durch seine Gesundheits- und Reha-Zentren bekannt.

CEO Karsten ist zufrieden Andreas Karsten, CEO der österreichischen Hotelgruppe, ist vom Investment in die beiden Hotels in Bayern und Nordrhein-Westfalen überzeugt: „Die Übergabe der Arcadia Hotels in Landsberg und Bad Oeynhausen ist ein weiterer

Beweis für das Vertrauen in unsere Betriebsführung und unsere AssetStrategie. Wir sind froh, dass wir in der Lage sind, die Kooperation mit der Arcadia Gruppe zu vertiefen“, so Karsten. Auch Reinhard Baumhögger, Inhaber der Arcadia Gruppe, sieht eine Win-Win-Situation für die beiden Hotelgruppen. „Durch Synergieeffekte im Vertrieb profitieren beide Gruppen

© Arcadia Hotels & More Management GmbH

Nachhaltig in der Türkei

Ungeschultes Personal

© Panthermedia.net /Tyler Olson

egen des von der deutschen Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) angekündigten Streiks bei Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings wurden rund 3.800 Flüge gestrichen; 425.000 Passagiere waren davon betroffen. Aber – Streik hin oder her – bei Lufthansa werden die Strategien nach und nach umgesetzt. Ein Meilenstein des Umrüstungsprogramms der neuen Business Class wurde am Dienstag in Hamburg erreicht: Die neue Business Class bietet herausragenden Liegeund Sitzkomfort mit integriertem Luftpolstersystem, intuitiver Bedienung, zusätzlichem Stauraum und einem innovativen Unterhaltungssystem. Per Knopfdruck lässt sich der Sitz in ein Bett mit einer horizontalen Liegefläche von 1,98 m Länge verwandeln. 2015 wird die A380-Flotte der Lufthansa über die neue Premium Economy Class verfügen, für die ein hochwertiger Sitz entwickelt wurde, der mehr Komfort und bis zu 50% mehr Raum bietet. Der Ticketverkauf für die ersten Flüge beginnt im Mai, der Erstflug ist für den Oktober vorgesehen. Ende 2015 soll die Umrüstung, die ebenfalls durch Lufthansa Technik vorgenommen wird, abgeschlossen sein, dann werden 3.600 Premium Economy Class-Sitze in den Kabinen der Langstreckenflotte fliegen. Wenn nicht gestreikt wird ...

103 Zimmer umfasst das Drei Sterne Arcadia Hotel Landsberg in Oberbayern.

sehr stark von der Übernahme. Ich bin sehr froh, mit den VI Hotels einen erfahrenen und erfolgreichen Hotelbetreiber für die Häuser gefunden zu haben“, so Baumhögger.

Reiseanbieter VI Travel Positives gibt es auch vom Reiseanbieter VI Travel zu berichten: Zur Premiere des Kinofilms „The Lego Movie“ am 10. April bietet VI Travel günstige Familienangebote für Besuche im Legoland Deutschland. Der Film, der auch im Legoland gezeigt wird, verspricht Unterhaltung für die ganze Familie. Für alle Lego-Freunde, die die bunten Figuren in Natura bewundern möchten, hat VI Travel nun Familienangebote im nahe gelegenen Arcadia Hotel Günzburg aufgelegt. Das Drei Sterne Hotel Arcadia Günzburg ist nur fünf Minuten Fahrzeit vom Freizeitpark entfernt, der so groß ist wie 26 Fußballfelder und in acht spannende Themenbereiche unterteilt ist. www.vi-travel.at www.vi-hotels.com


kom m & bl e i b

Freitag, 4. April 2014

medianet destination – 67

Kulturfrühling Niederösterreich Im Palais Niederösterreich in Wien stellten LH Erwin Pröll und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav Programm vor

Kulturticket in Niederösterreich

Niederösterreich setzt neue Akzente in der Zusammenarbeit von Kultur und Tourismus – mit einem neuen Kulturticket für NÖ. Wien/St. Pölten. Vor mehr als 150 Gästen stellten Landeshauptmann Erwin Pröll und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav im Palais Niederösterreich in Wien den „Kulturfrühling Niederösterreich“ vor. Unter diesem Motto wird eine neue Kampagne in Wien und Niederösterreich ab Ende März Lust auf das Kultur- und Reiseland Niederösterreich wecken.

„Das ‚Kulturticket Niederösterreich‘

internationalen Ausstellungen der Gegenwartskunst in Krems und Baden spannt sich der Bogen. Dazu kommen viele Feste, die im Zeichen der Genuss- und Lebenskultur stehen. „Unser Kulturangebot belebt den Tourismus und trägt dazu bei, das Bild Niederösterreichs als attraktives Reiseland zu festigen. Zusätzlich zu Eintritten und Tickets geben kulturinteressierte Gäste für Essen und Trinken, Übernachtungen und Souvenirs pro Jahr in Niederösterreich gut 200 Mio. Euro aus“, so LH Erwin Pröll. Neu ist auch das „Kulturticket Niederösterreich“, das alle Gäste

bekommen, die bei einem der rund 100 Genießerzimmer-Gastgeber übernachten.

Genießerzimmer-Betriebe Genießerzimmer sind nicht nur die besten Adressen, um sich von der Schönheit und den Gaumenfreuden Niederösterreichs verführen und inspirieren zu lassen; sie sind auch ideale Ausgangspunkte, um in aller Entspanntheit Niederösterreichs breites Kulturangebot kennenzulernen und zu genießen“, weiß Christoph Madl, GF Niederösterreich-Werbung. www.geniesserzimmer.at

© NLK/Johann Pfeiffer

georg biron

Kulturticket (von li.): Christoph Wagner-Trenkwitz, LR Petra Bohuslav, LH Erwin Pröll, Sopranistin Daniela Fally, GF TMB Dieter Hütte und GF NÖ-Werbung Christoph Madl.

ist ein innovatives Gutscheinheft, das Ermäßigungen für 76 Kulturziele gewährt.“

Jetzt ! erhältlich

Christoph Madl Geschäfsführer Niederösterreich Werbung

319 Ausflugsziele entdecken 1 Jahr freier Eintritt um nur € 54,–

Zu einem Blick über die Grenzen lud Dieter Hütte, GF der TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH, ein. Er beleuchtete u.a., welche Abhängigkeiten Berlin und Brandenburg verbinden und welche Rolle dabei Kultur und Tourismus spielen. Für die musikalische Einstimmung sorgten die Sopranistin Daniela Fally und der Komponist Rupert Huber, kulinarisch wurden die Gäste von Toni Mörwald verwöhnt. Gekonnt durch das Programm führte Moderator Christoph Wagner-Trenkwitz.

Entdecken Sie bei freiem Eintritt 319 aufregende Ausflugsziele in und um Niederösterreich! Sie erhalten Ihre Niederösterreich-CARD bei vielen Ausflugszielen, in Raiffeisenfilialen und Trafiken, sowie unter der Info-Hotline 01-535 05 05 oder www.niederoesterreich-card.at.

Kultur in Niederösterreich

© leadersnet/Klaus Prokop

Rund 1,5 Mio. Besucher verzeichnen die vielfältigen Veranstaltungen in Niederösterreich pro Jahr; Höhepunkte 2014 sind beispielsweise das Musikfestival Grafenegg und das Theaterfest Niederösterreich, das heuer 20-jähriges Bestehen feiert: An 23 Schauplätzen sind 28 Produktionen zu sehen – von klassischem Theater bis zu Musical. Das Viertelfestival bespielt das Waldviertel; Stift Klosterneuburg feiert sein 900-Jahr-Jubiläum; das Schloss Asparn an der Zaya und das Museum Mistelbach vereinen seit heuer ein modernes Erlebnisund Kompetenzzentrum für Urund Frühgeschichte. Zahlreiche Ausstellungen widmen sich unterschiedlichen Themen: von „Jubel & Elend“ in Erinnerung an den Ersten Weltkrieg auf Schloss Schallaburg bis zu

www.niederoesterreich-card.at

Meisterkoch Toni Mörwald verwöhnte die Gäste im Palais Niederösterreich. NOE-Card_Inserat_216x288.indd 1

19.03.14 13:33


kom m & bl e i b

68 – medianet destination

Freitag, 4. April 2014

Mostviertel Mit dem traditionellen Traisental Wine Tasting eröffnet das Traisental Ende April die Heurigensaison

short

Weinreise ins Mostviertel

Bad Aussee zieht eine erste positive Bilanz

Ausflüge in die Weinregion lassen sich mit gemütlichen Wanderungen und Radtouren kombinieren. Wieselburg. Am 26. und 27. April öffnen mehr als 30 Winzer ihre Türen und laden zu Verkostungen. Weinliebhaber dürfen sich auf frische, schlanke Grünen Veltliner und Rieslinge freuen, die oft als Traisental DAC angeboten werden. Zum Probieren bereit steht außerdem das ganze Sortenspektrum – von Chardonnay und Weißburgunder bis zum Zweigelt. An diesem Wochenende laden auch die Winzer im benachbarten Kremstal und im Kamptal zu Verkostungen; für einen Betrag von 10 € p.P. kann man sich in allen drei Weinregionen durch den jüngsten Jahrgang kosten.

Das Narzissen Bad Aussee lässt die Kurtradition des Orts aufleben.

Bad Aussee. Das Narzissen Bad Aussee freut sich über einen gelungenen Start und hat sich im Mittelpunkt Österreichs zu einer attraktiven Erholungsund Gesundheits-Einrichtung entwickelt. Seit seiner Eröffnung am 19. Dezember 2013 zählt das Bad mit seinen mehr als 500 m2 Wasserfläche bereits knapp 30.000 Besucher. Die positive Bilanz erfreut auch Betriebsleiter Andreas Paunger: „Die Besucherzahlen wachsen in allen Bereichen; die Gäste schätzen das vielfältige Angebot. Großes Lob erfahren wir zudem zur Freundlichkeit der Mitarbeiter und zum hervorragenden Service. So haben wir binnen kurzer Zeit eine gute Grundlage für Wachstum geschaffen und blicken optimistisch in die Zukunft.“ www.regiongraz.at

© Mostviertel Tourismus/weinfranz.at

© Christian Woeckinger

georg biron

Offene Kellertüren gibt es beim Traisental Wine Tasting am 26. und 27. April 2014.

Jeweils um 14 Uhr beginnen die Rundgänge, Treffpunkte sind die teilnehmenden Winzerbetriebe. Über Details und alle Weinbegleiter-Touren in diesem Jahr 2014 informiert ein Folder, den man kostenlos bei Mostviertel Tou-

Events zur Weinkultur Kostenlos hingegen ist die Teilnahme an den Touren, die die Traisentaler Weinbegleiter anbieten.

Sanft urlauben Ökologisch am Nassfeld, im Naturpark Weissensee, in Kötschach-Mauthen und im Lesachtal

Urlaubsgäste mit reinem Umweltgewissen

Erneuerbare Energien in der „Mustergemeinde Kötschach-Mauthen“ entdecken.

Hermagor. Der Südwesten Kärntens geht verantwortungsvoll in die Zukunft und ermöglicht Gästen den Urlaub im Einklang mit der Natur. Da lassen sich die Maßnahmen – vom grenzüberschreitenden Wassermanagement über die Köstlichkeiten aus regionaler Landwirtschaft bis hin zur nachhaltigen Energiegewinnung – mit allen Sinnen erleben. Pontebba in Italien und Hermagor-Pressegger See in Kärnten verwirklichen mit dem InterregProjekt „Wasspronass“ eine gemeinsame, grenzüberschreitende Wasserbewirtschaftung, Die Gemeinde Weissensee wurde für ihren sanften Tourismus bereits mehrfach ausgezeichnet und trägt das Prädikat „Preisträger für

Tourismus und Umwelt“, verliehen von der Europäischen Union. Kötschach-Mauthen ist mit den höchsten Auszeichnungen dekoriert und seit Jahren als Mustergemeinde für Erneuerbare Energien bekannt. Und auch die Gäste wohnen umweltbewusst, denn nirgendwo sonst gibt es auf so kleinem Raum – vom Campingplatz bis zum Vier Sterne-Hotel – so viele Unterkunftsgeber, die mit dem „EU-Ecolabel“ und vom Klimabündnis ausgezeichnet sind. Im Lesachtal haben lärmende Autobahnen und Bettenburgen keinen Platz – dafür dürfen sich traditionelles Brauchtum und ursprüngliche Vegetation wie kaum woanders entfalten. www.naturarena.com

Niederösterreichische Landesausstellung 2015 Infrastrukturmaßnahmenpaket mit rund 20 Mio. Euro Investment

Zwei Mal Spatenstich im Ötscher:Reich Wienerbruck. Die Niederösterreichische Landesausstellung 2015 findet von 25. April bis 1. November 2015 im Mostviertel statt. Unter dem Titel „Ötscher:Reich – die Alpen und wir“ sollen Ausstellungen in Frankenfels-Laubenbachmühle und Neubruck sowie auch das Naturpark Zentrum in Wienerbruck für eine Wiederentdeckung der Alpen sorgen.

Ein geselliger Nachmittag mit Kaffee und Kuchen – und Harald Serafin.

Die Eroberung der Alpen

Steyr. Vom 24. bis 27. April steht in Steyr die Musik von Franz Schubert im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe. „Geselligkeit wie damals“ lautet das heurige Festivalmotto. Intendanz: Karl-Michael Ebner. Einen geselligen Nachmittag (15:00 Uhr) mit Kaffee und Kuchen verspricht der Samstag, 26. April, zu werden; der langjährige Intendant Harald Serafin liest aus seinem Buch „Nicht immer war es wunderbar“ und erzählt aus seinem bewegten Leben. www.schubertatsteyr.at

Gleich an zwei Standorten führte LH Erwin Pröll mit Landesausstellungs-GF Kurt Farasin und den Bürgermeisterinnen Petra Zeh (Gemeinde Annaberg), Christine Dünwald (Gemeinde Scheibbs) und Waltraud Stöckl (Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz) Spatenstiche für zwei wichtige Projekte der Region Mostviertel durch. In Wienerbruck erfolgte gemeinsam mit Andreas Purt, GF der Naturpark Ötscher-Tormäuer GmbH, der Startschuss für den Bau des neuen Naturpark Zentrums, der als moderne Basis für eine Eroberung der Alpen dienen wird.

In Neubruck wurde mit Nationalrat Andreas Hanger, Geschäftsführer der Neubruck Immobilien GmbH, die Sanierung des Töpperschlosses und des umliegenden Areals gestartet. 4,8 Mio. € werden in die Naturpark Ötscher-Basis investiert, 9,3 Mio. € werden für die Sanierung des Töpperschlosses aufgebracht und mehr als 5 Mio. € werden in die Gemeinden der Re-

gion investiert. „Diese insgesamt rund 20 Millionen Euro machen die beiden Standorte nicht nur fit für die Niederösterreichische Landesaustellung 2015 rund um den Ötscher; sie sind vor allem auch Investitionen in die Zukunft der Region, für die die Landesschau im kommenden Jahr das Sprungbrett sein wird“, so der für Kulturagenden zuständige niederösterreichische LH Pröll.

© NLK/Johann Pfeiffer

© Harald Serafin/Ali Schafler

Schubert@Steyr 2014 für die Kultur-Touristen

© Nina Holler & Maximilian Lang/www.okeonews.at

Region Graz bewirbt sich selbst in Wien Graz. Bereits zum 18. Mal präsentiert sich die Region Graz vier Tage lang am Wiener Rathausplatz, um Gusto auf einen Urlaub zu machen. Rund 25 Personen aus der Region Graz werden aktiv am Fest in Wien teilnehmen und die Ausflugsziele und Graz in den Mittelpunkt der Bewerbung stellen. In diesem Jahr findet der Steiermark Frühling am Palmwochenende (10.–13. April) statt. Deshalb hat man sich ein spezielles Programm zum Thema Ostern überlegt. Zwei Handwerker des Freilichtmuseums Stübing werden Palmbuschen binden und zeigen, wie man einen Weidenkorb flicht. www.regiongraz.at

rismus erhalten kann (Tel. +43/7416/521 91). Das Package „Weinreise ins Tal der Traisen“ inkludiert zwei Nächte in einem Genießerzimmer oder im Cleverhotel in Herzogenburg mit Frühstück, ein Abendessen

im Donaurestaurant Traismauer, den Eintritt mit Führung im Chorherrenstift Herzogenburg sowie eine Weinbegleiterführung. Buchbar ist das Package bei Mostviertel Tourismus von Mai bis Oktober 2014 ab 139 € p.P. im Genießer-DZ bzw. ab 125 € im Cleverhotel. Zu Pfingstweinkost und Bauernmarkt im Schlossgarten trifft man sich vom 7. bis 9. Juni in Nußdorf ob der Traisen. Am Sonntag, 15. Juni, feiert Wagram bei Traismauer sein Weinblütenfest; Hans und Grete Schöller bewirten die Gäste in ihrem Winzerhaus, dazu gibts Stimmungsmusik und Volkstanz. Vom 6. bis 22. Juni verzaubern die Sommerspiele im Schloss Sitzenberg-Reidling. Auf dem Programm steht heuer das Lustspiel „Das Konzert“ von Hermann Bahr. Bei schönem Wetter finden die Aufführungen im stimmungsvollen Arkadenhof des Schlosses statt. www.mostviertel.info

An zwei Orten führte Niederösterreichs LH Erwin Pröll (3. von li.) Spatenstiche durch.

„Der 1970 gegründete Naturpark Ötscher-Tormäuer ist mit 170 km2 Fläche nicht nur der größte Naturpark Niederösterreichs, er ist dank seines gewaltigen Naturraums auch für viele Besucher der eindrucksvollste“, erklärt Purt.

Schutzhaus neu eröffnet „Mit der neuen Mariazellerbahn bequem und direkt zu erreichen, wird die moderne Naturpark Ötscher-Basis der perfekte Ausgangspunkt, um die Region rund um den Ötscher zu entdecken. Auch das Schutzhaus Vorderötscher wird bereits Mitte Juli dieses Jahres neu eröffnet und bietet neben regionalen Schmankerln auch Betten und Lagerplätze“, so Purt. „Andreas Töpper war mit seinem Eisenwalzwerk ein wichtiger Pionier in der Eisenstraße“, so NR Andreas Hanger, Obmann der Leaderregion Kulturpark Eisenstraße. „Seine Visionen und Ideen sind ein Thema von vielen bei der Niederösterreichischen Landesausstellung im kommenden Jahr.“ www.noe-landesausstellung.at


au f & dav on

Freitag, 4. April 2014

medianet destination – 69

Prima Reisen Neue Angebote des Wiener Veranstalters haben Genießer und Gourmets im Fokus, bieten aber auch Packages für Kulturinteressierte

Italienspezialist setzt auf Süden Veranstalter bietet Direktflüge mit Austrian ab Wien an - jeweils an Samstagen bis 11. Oktober 2014. Wien. Die östlichste Region Italiens bietet nicht nur guten Wein, Olivenöl und Käse, sondern überzeugt Besucher mit Kultur und Geschichte. Bei einem Spaziergang durch Alberobello bewundert man die alten Trulli (Rundhäuser), die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Neben Bari, einer der bedeutendsten Hafenstädte der Adria, ist die weiße Stadt Ostuni ein Kulturerlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Prima Reisen bietet Flüge nach Brindisi an – samstags mit Austrian vom 26. April bis 14. Juni. Einen guten Einblick in die Region bietet die Sternfahrt „Land der Trulli & Olivenhaine“: Eine Woche mit Flug, Besichtigungen und Unterbringung im Vier Sterne Hotel mit HP ist ab 949 € p.P. buchbar. Den Namen Kampanien (von „campania felix“: glückliche Land-

schaft) verdankt die Region den Römern, die die einzigartige Lage am Fuße des Vesuvs und das milde Klima zu schätzen wussten.

Inseln Capri und Ischia Prima empfiehlt einen Besuch der Stadt Sorrent, mit Blick auf den Golf von Neapel, oder einen Spaziergang durch das malerische Positano, der Perle der Amalfiküste. Zur Entspannung bieten sich die Natursandstrände Paestums oder die Inseln Capri und Ischia an. Es gibt jeden Samstag Direktflüge mit Austrian – bis zum 11. Oktober 2014.

Bei der beliebten Sternfahrt „Amalfitanische Impressionen“ werden Highlights wie Herkulaneum, Capri, Pompeji, der Vesuv sowie die Amalfiküste besucht. Eine Woche inklusive Flug, Besichtigungen und Unterbringung im Vier Sterne Hotel mit HP ist um 1.069 € p.P. buchbar. Sizilien ist für viele Menschen die schönste Insel der Welt – auch, weil sie das kulturelle Erbe vieler Nationen beinhaltet, die lange um die größte Insel des Mittelmeers kämpfte. Von Griechen und Römern über Araber bis zu den Normannen hinterließen die Eroberer Zeugnisse ihrer Kulturen.

In Catania und Syrakus kann man die Amphitheater der Römer bestaunen, und Städte wie Taormina oder Agrigent wurden durch die Griechen geprägt. Byzantinische sowie arabische Spuren findet man in der Hauptstadt Palermo.

Schatztruhe im Mittelmeer Mit der Sternfahrt „Die Schatztruhe im Mittelmeer“ erhält man einen guten Überblick. Eine Woche inklusive Flug, Besichtigungen und Unterbringung in Dreisternhotels mit HP ist bereits ab 929 € p.P. verfügbar. Flug an Samstagen. www.primareisen.com

© Panthermedia.net/Bernd Jürgens

alice hefner

Italien bietet unendlich viel Genuss, Geschichte, Kultur, Temperament und Flair.

Award Geschäftsreisende

Vivanta by Taj

Mumbai. Die Leser des Condé Nast Traveller US haben im Rahmen der 16. Annual Business Travel Awards 2013 das Hotel Vivanta by Taj auf Platz drei der weltweit besten Hotelmarken gewählt – und das nur drei Jahre nach Gründung durch die Taj-Gruppe. Vivanta by Taj ist die Hotelmarke des jungen Indien und kombiniert traditionelle Hotelier-Erfahrung mit modernen Küchenkonzepten und energetischen Vibes in angesagten Bars, ausgefeilte Technologie und großer Gastfreundschaft. Die Marke ist mit 28 Hotels und Resorts in Metropolen und Ferienregionen Indiens und im indischozeanischen Raum vertreten, darunter die Malediven, Sri Lanka, Goa, Kerala, Rajasthan, Kaschmir. www.vivantabytaj.com

Die Nr. 1 für Nordeuropa Rundreisen vom Marktführer

Märchenhochzeit Paket

Pre-Wedding

Bad Ragaz. Das Grand Resort Bad Ragaz in der Schweiz hat ein PreWedding-Angebot entwickelt. Die angehende Braut kann sich drei Tage Auszeit vor dem großen Tag mit Freundin, Schwester oder Mutter gönnen. Im Mittelpunkt des Arrangements stehen Wohlfühlund Genussmomente Das Pre-Wedding-Angebot ist für ca. 2.044 € im Doppel DeluxeZimmer oder für ca. 2.245 € in einer Doppel Junior-Suite buchbar. www.resortragaz.ch

z.B. SCHWEDEN

z.B. ISLAND

Auf den Spuren der Inga Lindström

Rund um Island – Auf der Ringstraße

8-tägige Mietwagenrundreise ab/bis Stockholm, 7 Nächte im DZ/ÜF, inkl. Mietwagen Kat. Renault Clio o.ä., Verlauf lt. Programm Anreise z.B. täglich, 01.-31.08.2014

8-tägige Mietwagenrundreise ab/bis Reykjavik, 7 Nächte im DZ/ÜF, inkl. Mietwagen Kat. Hyundai i10 o.ä., Verlauf lt. Programm Anreise z.B. täglich, 01.07.-17.08.2014

Preis pro Person, ohne Flug

Preis pro Person, ohne Flug

€ 740

€ 1.018

z.B. FINNLAND

z.B. NORWEGEN

Traumland zwischen Fjell und Fjord

Finnische Highlights

8-tägige Busrundreise ab/bis Oslo, 7 Nächte im DZ, Verpflegung und Verlauf lt. Programm Anreise z.B. am 05.07. und 02.08.2014

8-tägige Busrundreise ab/bis Helsinki, 7 Nächte im DZ/HP, Verlauf lt. Programm Anreise z.B. am 29.06., 13.07. und 03.08.2014

Preis pro Person, ohne Flug

Preis pro Person, ohne Flug

€ 1.219

€ 1.299

© Todd Pearson

Tagesaktuelle Flugpreise, weitere Informationen & Buchung in jedem Reisebüro.

www.dertour.at Der Traum vieler Frauen ist heute immer noch eine perfekte Hochzeit mit Klasse.


ga st & wi r t

70 – medianet destination

short

© Hotel Bergergut****s

Bergergut punktet als „Hotel der Zukunft“

Freitag, 4. April 2014

Home Gourmet Dining Zustellservice La Culinia liefert nun Restaurant-Speisen auf höchstem Niveau nach Hause

Ein weltweiter GourmetTrend erobert jetzt Wien

GF Tara und Dominique Harbeck waren als Gourmet-Scouts in vielen Lifestyle-Metropolen unterwegs

Afiesl. Das Bergergut im Mühlviertel wurde im Rahmen des diesjährigen Sterne Awards für das besondere Engagement im Aus- und Weiterbildungsbereich seiner Mitarbeiter ausgezeichnet. Für jedes österreichische Bundesland wurde ein „Hotel der Zukunft“ gekürt, und das Bergergut holte sich diesen Titel für Oberösterreich. „Die Zusammenarbeit mit kompetenten Mitarbeitern ist wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Wir bieten regelmäßige Weiterbildung an und freuen uns, dass die Jury unser Engagement ausgezeichnet hat“, so Gastgeber Werner Pürmayer. Das Hotel schafft die Symbiose aus Love und Wellness. Mit 36 Themenzimmern wie z.B. Himmels- oder Teufels-Suite sowie vielen romantischen Details bietet das Bergergut den idealen Rahmen für einen Urlaub zu zweit. Eine Übernachtung gibt‘s ab 85 € p.P. im DZ inklusive à la Carte Frühstück. www.romantik.at

Wifi-Weinfrühling mit Weinen aus Österreich St. Pölten. Heute, am 4. April, ist es wieder so weit: Mehr als 70 Winzer und Weinhandelsbetriebe aus ganz Österreich präsentieren von 16:00 bis 21:00 Uhr im Wifi St. Pölten ihre Weine beim Weinfrühling. Ein Highlight des Abends ist die Verleihung des Wifi WineAwards. Heuer werden aus über 400 Weinen die besten ausgezeichnet. Unkostenbeitrag: 10 €. noe.wifi.at/weinfruehling

© A. Jahn & M. Bassler/Der Feinschmecker

Junger Winzer aus dem Burgenland ist Sieger

Wien. Tara und Dominique Harbeck haben rund um den Globus den internationalen Trend zum GourmetZustellservice getestet und geben nun ihre Expertise und Erfahrung in Wien weiter. Die oberste Devise ist es, Speisen aus Restaurants mit Spitzenqualität zu der vom Kunden gewünschten Destination in Wien zu liefern. Die Kriterien für Restaurantpartner sind einfach: Nur Top-Betriebe mit einem ausgezeichneten PreisLeistungs-Verhältnis kommen als Partner infrage. Die PartnerRestaurants verfügen sowohl über hervorragende Bewertungen als auch über Fangemeinden in ihren jeweiligen Bezirken. „Vor allem im hochwertigen bodenständigen Menü-Angebot erwarte ich eine starke Nachfrage“, so Dominique Harbeck. „Selbstverständlich gibt es viele Freunde der hochstehenden Gourmetküche von Top-Restaurants, aber der allgemeine Trend zu Bodenständigem wird sich auch bei uns zeigen.“

La Culinia-GF Tara und Dominique Harbeck: „Spitzenqualität hat bei unserem neuartigen Service oberste Priorität; daher haben wir uns bei der Auswahl der Partnerrestaurants für absolute Exklusivität entschieden.“

Spezialisten, die sich sowohl für perfekt temperiertes Essen als auch für die einwandfreie Präsentation der Speisen verbürgen. Tara und Dominique Harbeck haben sich diese Lieferinnovation aus Lifestyle-Metropolen wie New York, Los Angeles, London und Paris genau angeschaut für Wien adaptiert. Das Angebot reicht vom romantischen Abend zu zweit bis zum Geschäftsessen. Was dieses Service von herkömmlicher Zustellung unterscheidet, ist die QualitätsGarantie und der Genuss-Faktor. Ein weiterer Vorteil: Man kann planen und im Voraus bestellen oder sich spontan entscheiden. Natürlich kann den Wünschen der

Gourmet-Gerichte daheim Die ganze Sache ist denkbar einfach, so GF Dominique Harbeck: „Man hat nicht immer Lust, in ein Restaurant zu gehen, auf meisterhaft zubereitetes Essen aber schon. Take-away und Zustellung lieferten aber bisher sehr oft nur lauwarme und halbgare Lösungen. Das soll sich nun ändern.“ Weltweit gilt es schon seit Längerem den Trend, sich für besondere Anlässe von Top-Restaurants in den eigenen vier Wänden kulinarisch verwöhnen zu lassen. Um die Bestellung, die Logistik, die Verpackung sowie um die Lieferung kümmern sich dort eigene

Ein einfacher Service Auf der La Culinia-Website kann man entspannt und ausführlich in den Speisekarten der PartnerRestaurants gustieren und seine Bestellung komponieren. Diese kann zwischen Montag und Samstag von 11:00 bis 14:00 Uhr sowie von 18:00 bis 21:00 Uhr online auf der Homepage, per E-Mail an service@laculinia.at, telefonisch unter 01/ 9200 220 oder per Fax unter 01/ 9586 334 bekannt gegeben werden.

Park Hyatt Vienna Kulinarischer Hochgenuss Am Hof

Bad Waltersdorf. Wer sich gern intensiv bewegt, ist bei der RadSportwoche mit Ulrich Mattersberger im Vier Sterne Quellenhotel & Spa gut beraten. Von 21. bis 26. April wird mit dem Top-Radsportler aus Osttirol das steirische Thermenland erstrampelt. 6 Tage/5 Nächte mit Inklusivleistungen kosten an 599 € p.P. im DZ

Wien. Das 100 Jahre alte Gebäude Am Hof liegt im Zentrum des „Goldenen Quartiers“ – Wiens exklusiver Luxusadresse. Das Park Hyatt Vienna bietet 143 Zimmer und Suiten, das Gourmetrestaurant „The Bank“, zwei Bars und eine Lounge, das „Arany“ Spa mit Pool und Fitnessbereich sowie 800 m2 Veranstaltungsräumlichkeiten.

Entspannung & Aktivitäten im April Neue Showküche und Pâtisserie die Griffe der Masseure. Bei gemütlichen Schwimmrunden im Naturbadeteich, umgeben von Blumen und Gräsern, lässt man in der hoteleigenen Therme „Quellenoase“ den Tag ausklingen. Abends gerät jedoch bei LiveMusik alles wieder in Bewegung, denn mehrmals wöchentlich bittet das Quellenhotel & Spa alle Liebhaber eingehender Rhythmen zum Tanz an die Hotelbar. www.heiltherme.at

Laufbegeistere freuen sich schon auf den 25. April, denn da eröffnet die Heiltherme Bad die heurige Laufsaison. Ganzjährig heißt es dann mittwochs „Willkommen zum Lauftreff“, wo je nach Qualifikation gemeinsam in und um Bad Waltersdorf gelaufen wird. Das Genussradeln ist eine der besten Gelegenheiten, um sich in der Natur zu bewegen. Gemütlich geht’s dabei bei einer geführten Tour durch die hügelige Landschaft der Region. Kombiniert ist das Angebot mit einem Aufenthalt im Quellenhotel & Spa – 4 Tage/3 Nächte mit Inklusivleistungen ab 348,50 € p.P. im DZ. Nach der Radtour genießt man

© Heiltherme Bad Walterdorf/Maxum

Deutsch-Schützen. Mit 22 Jahren übernahm Christoph Wachter die Verantwortung für die Weine im Familiengut Wachter-Wiesler im Süden des Burgenlands. V.a. der „Alte Reben Eisenberg“ beeindruckt und fasziniert Weinkenner. Nun hat das deutsche Feinschmecker-Magazin den Titel „Newcomer of the Year“ an Wachter verliehen: „Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet; diesen Award mit 25 zu erhalten, ist eine fast unglaubliche Auszeichnung.“ www.wachter-wiesler.at

Zirka 60 Minuten nach Eintreffen der Bestellung (bei Bezirken außerhalb des Wiener Gürtels werden 20 Minuten hinzugerechnet) erhält man die Speisen von eigens geschulten Mitarbeitern geliefert. Der Preis, wie er auf der Karte angeführt ist, kann in bar, mit Kredit- oder Bankomatkarte zuzüglich einer Liefergebühr von 6,00 € (bzw. 7,50 € für die Außenbezirke) bezahlt werden. Ein Tipp für alle SonntagsGenießer: La Culinia nominiert jede Woche ein Restaurant, aus dem bis 13:00 Uhr bestellt werden kann. Die Speisen werden dann zwischen 18:00 Uhr und 20:00 Uhr ins Haus geliefert. www.laculinia.at

Quellenhotel & Spa Rad-Sportwoche & Genussradeln

Liebhaber des Rhythmus Christoph Wachter (25) wurde jetzt als „Newcomer of the Year“ gefeiert.

Gäste individuell entsprochen werden, wenn beispielsweise wegen einer Allergie auf eine bestimmte Zutat verzichtet werden soll.

Entschleunigung in der Heiltherme Bad Waltersdorf und im Quellenhotel & Spa.

Das Restaurant mit Showküche und Pâtisserie ist auch über einen separaten Eingang in der Bognergasse zugänglich. Für Wiener Melange, ein Gläschen Wein und einen Snack empfiehlt sich ein Besuch in der hell gestalteten Lobby Lounge, während sich Liebhaber des Speziellen im Living Room, der Whiskey- und Zigarren Lounge des Park Hyatt Vienna, wie zu Hause fühlen dürfen. www.park.hyatt.com

Internationale Erfahrungen Stefan Resch, zuletzt im Hotel Baur au Lac in Zürich sowie Küchenchef im berühmten „New York Grill & Bar“ des Park Hyatt Tokio, kehrt nun in seine Heimat Österreich zurück und ist für die gesamte kulinarische Linie des Park Hyatt Vienna verantwortlich, das im Juni 2014 eröffnet. „Das kulinarische Angebot unseres Hauses soll ein Abbild der Park Hyatt-Philosophie sein: Wir vereinen traditionelle österreichische Qualität, innovative Kompositionen sowie regionale Authentizität und lassen sie in alle gastronomischen Bereiche des Hotels einfließen“, freut sich der 35-jährige gebürtige Steirer.

© Park Hyatt Vienna

Gastgeber Irmgard und Werner Pürmayer freuen sich über Aus­ zeichnung bei den Sterne Awards.

© La Culinia/Jürgen Hammerschmid

dino silvestre

Im Hotel Park Hyatt Vienna leitet Koch Stefan Resch ein 30-köpfiges Team.


medianet

inside your business. today.

freitag, 4. APRIL 2014 – 71

E-COMMERCE-MANAGEMENT

Neuer Lehrgang der Werbe Akademie: Online-Experten dringend gesucht Seite 73

© Monster/APA/Juhasz

© Handelsverband

careernetwork ACR-BEIRAT FRISCH IM BOOT: IRIS FILZWIESER

NEUE RECRUITING-TRENDS

Fachkräftemangel ist das große Thema, auch Employer Branding „kommt“ Seite 75

© Mettop/Dostal

„Immer neue Initiativen setzen, Karriere kommt dann von selbst“ Profil Wie der Banker Peter Thomayer zum Vorstandsvorsitzenden und Haupteigentümer der CPB Software AG avancierte. So wird’s gemacht ­Feine ­Geschäftsideen direkt aus S ­ chule und Fachhochschule ­führen zu verbesserter ­Mobilität und auch zu Zeitersparnis.

Seite 72

© WKO

BILDUNGSSYSTEM

Nach Lehre mit Matura: Wirtschaftskammer will Matura mit Lehre, um das Sozialprestige der Lehre zu heben. Seite 73

Seite 74

© Stephan Huger

Große Schwierigkeiten 70 Prozent der Jungunternehmer finden kaum genug Leute

Postgradual Studiengänge mit Start im Herbst

Am Beispiel Oberösterreich Ab 2016 wird etwa in Oberösterreich die Zahl der 60-Jährigen höher sein als jene der 20-Jährigen. Am Höhepunkt dieser „demografischen

Junge Betriebe müssen sich zunehmend um Employer Branding kümmern.

Lücke“ 2024 werden in OÖ. rund 23.000 60-Jährige lediglich 15.000 20-Jährigen gegenüberstehen. „Arbeitgebermarketing bzw. Employer Branding spielt hier für junge Betriebe eine wesentliche Rolle“, sagt der Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft OÖ, Peter Reiter. „Viele Stellensuchende gehen zu den großen und bekannten Firmen und nicht zum Jungunternehmer.“ Eine IMAS-Umfrage unter mehr als 300 JW-Mitgliedern hat bestätigt, dass mehr als 70% Probleme haben, Mitarbeiter für ihr Unternehmen zu gewinnen. www.wko.at/ooe

© Suzy Stöckl

Linz. Der allgemeine Fachkräftemangel in Österreich und die Tatsache, dass immer mehr Erwerbstätige aus dem Arbeitsmarkt aussteigen als eintreten, stellen vor allem Start-ups immer mehr vor die Herausforderung, attraktiv für neue Mitarbeiter aufzutreten, diese zu finden und bestehende Mitarbeiter stärker zu binden.

© Panthermedia.net/Auremar

Auf der Suche nach Mitarbeitern Donau-Uni Krems

Donau-Uni Krems: Ab Herbst 2014 drei internationale postgraduale Studien.

Krems. Das Department für Europäische Integration und Wirtschaftsrecht der Donau-Uni Krems bietet berufliche Weiterbildung auf europäischem Spitzenniveau. Die Masterstudien „International Relations“, „Menschenrechte/ Human Rights“ (Abschluss jeweils „Master of Arts“) sowie „Bank- und Kapitalmarktrecht im internationalen Kontext“ (Dauer: jeweils vier Semester) stehen Absolventen aller Studienrichtungen offen und sind modular aufgebaut. Anmeldungen sind bis zum Studienstart möglich. www.donau-uni.ac.at/euro


C a r e e r por tr a i t

72 – careernetwork

Freitag, 4. April 2014

careernet@medianet.at

„Ich wollte das genau wissen …“ Vom Top-Banker zum Banken-Service-Spezialisten: Als Gründungsmitglied, Vorstandsvorsitzender und Haupteigentümer lotst Peter Thomayer (57) die CPB Software AG in lichte Lösungs-Lüfte

10 Fragen

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Wien. Es begann mit einer Gründungssituation fast wie aus dem Bill-Gates- oder Steve-Jobs-Lehrbuch. „Ich war Mitte der 90er Jahre (Anm.: also in der sehr erfolgreichen Blütezeit der Bank) Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Constantia Privatbank und u.a. für die wachsende ITAbteilung der Bank zuständig, die selbstständig Softwareprodukte für die Bank entwickelt hat“, erinnert sich Peter Thomayer im medianetGespräch. „In einem Meeting meinte ein Vorstand der Bank, die ITKosten werden immer höher, und am ,freien Markt‘ wäre für die ITAbteilung (mit damals sieben Personen) das ,Überleben‘ schwierig.

An Pet er Th omayeR

Als Kind wollte ich immer schon … … einen großen Bahnhof oder Flughafen leiten – jetzt ist es ein 130-Mitarbeiter-Servicebetrieb geworden. Erfolg ist … … für mich die Möglichkeit, meine Vorstellungen der Unternehmensführung und Lebensplanung weitestgehend selbstständig umsetzen zu können. Für die Karriere ist wichtig … Immer wieder neue Initiativen zu setzen, die Karriere kommt dann von selbst. Mein Lebensmotto: Niemand verbietet mir, heute klüger zu sein als gestern. Jungen Menschen würde ich raten … Möglichst viele Erfahrungen zu sammeln, z.B. durch engagierte Mitarbeit in sozialen oder wirtschaftlichen Projekten.

„Nach drei Tagen hatten wir den Beschluss

Die Bedeutung von Geld ist: Die Freiheit zur Umsetzung der persönlichen Lebensphilosophie.

zum Spin Off bzw. Start-Up gefasst.“

Ein Theaterstück, das mich berührt hat … „Jägerstätter“ von Felix Mitterer in der Josefstadt – plakativer und berührender ist Zeitgeschichte kaum erlebbar.

PETER THOMAYER

zum unternehmen Die österreichische CPB Software AG bietet professionelle Softwarelösungen sowie Dienstleistungen in den Bereichen ITOutsourcing und Back Office-Outsourcing für Banken und sonstige Finanzdienstleister. 2013 wurde die CPB Software mit dem 1. Platz des Dienstleistungsawards durch die Wirtschaftsagentur Wien ausgezeichnet. Das Unternehmen bildet eine Gruppe mit Tochtergesellschaften in Österreich sowie Deutschland und agiert von den Standorten Wien und Miltenberg (Nähe Frankfurt) aus. Rund 130 Mitarbeiter widmen sich der Wartung und Weiterentwicklung qualitativ hochwertiger Softwarelösungen für Banken, dem technischen Betrieb eigener und fremder Anwendungen in eigenen Rechenzentren sowie der Durchführung von Geschäftsprozessen wie z.B. im Wertpapier-Backoffice. Die von der CPB Software AG bereitgestellten Services und Softwareprodukte orientieren sich am Bedarf von Banken, deren Vertriebspartnern, Asset- und Fondsmanagern sowie von Kapitalgesellschaften. Der Leistungspartner von mehr als 600 Kunden in sechs verschiedenen Ländern hat 2013 einen Jahresumsatz von rund 16 Mio. € erwirtschaftet.

Wohin ich unbedingt reisen möchte … … demnächst einmal Island – viel tolle Natur und keine lauten Metropolen … Woran ich glaube … An die Möglichkeit des Beitrags jedes Einzelnen zu einer weiter verbesserten Welt. In 20 Jahren werde ich … (mit 77!) hoffentlich noch ebenso wie heute mit Familie & Freunden mein Hobby „Gesellschaftsspiele“ ausüben können.

© Andreas Kolarik/Leo

Ich wollte das genau wissen und drei Tage später war im Vorstand der Beschluss zum Spin-off gefasst, binnen weniger weiterer Tage die CPB Software GmbH als Tochtergesellschaft gegründet und ich war deren Geschäftsführer.“ Schon wenig später hatte das Start-up mit der neuen ÖsterreichTochter der Bank in Liechtenstein (heute „LGT“) den ersten neuen Kunden akquiriert. 2000 wurde dann die Umwandlung in eine AG durchgeführt, 2007 erfolgte die Akquisition einer deutschen Tochtergesellschaft und 2009 der Management Buy-out, im Zuge dessen Thomayer seinen bereits vorhandenen

Anteil von 10 auf 32,5% aufstocken konnte.

Die Mischung macht‘s Heute ist die CPB Software AG ein international erfolgreiches Unternehmen mit rund 130 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von etwa 16 Millionen und einem regelmäßigen Jahresüberschuss von knapp einer Million €. „Unsere Mischung aus kostengünstigen Standardangeboten und unternehmensspezifischen Individualisierungen führt zu einem maßgeschneiderten Angebot für jeden Anwender“, erklärt Thomayer. „Die umfassende Erfahrung im Finanzdienstleistungsbereich und die eingesetzten Methoden und Technologien formen uns zum kompetenten Partner und Lösungsanbieter.“ Das Unternehmen verfügt über zahlreiche Fachabteilungen mit darin mehr als 100 versierten und lösungsorientierten Mitarbeitern. Die Bereiche Business Analyse, Softwareentwicklung und Produktmanangement umfassen rund 70 Mitarbeiter, darunter etwa 25 frühere Bankmitarbeiter, die sich ausschließlich um die fachlichen Aspekte von Kundenanforderungen

„Eine radikal neue Politik des Handels für ein weiterhin lebenswertes Österreich!“ PETER THOMAYER

kümmern. Die Kunden der CPB Software AG können sich damit auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Außergewöhnlich stabil In puncto Mitarbeiter spricht die Statistik bei der CPB Software AG eine deutliche Sprache: Knapp drei Viertel sind mindestens vier Jahre im Unternehmen, bemerkenswerte 43 Prozent sogar mehr als ein Jahrzehnt! „Respektvoller Umgang miteinander und gegenseitiges Vertrauen sind die Basis für diese außergewöhnliche Stabilität in einer besonders wechselafinen Branche“, sagt Thomayer. „Offene Bürostrukturen inklusive jederzeit zugänglicher Vorstandsplattform,

eine offensive Informationspolitik über Unternehmensnews und von mir persönlich gehaltene Mitarbeitereinführungsseminare sollen dies ebenso unterstützen wie z.B. das vierzehntägige gemeinsame ‚gesunde Frühstück‘ im Unternehmen.“ Dass im Gegenzug von den Mitarbeitern auch Leistung und Einsatz verlangt wird und wichtige Entscheidungen natürlich letztlich der Vorstand bzw. Eigentümer trifft, wird da üblicherweise durchaus als selbstverständlich betrachtet, meint Thomayer. Handschlagqualität und Ehrlichkeit sind ihm besonders wichtig. „Was ich versuche, für mich persönlich einzuhalten, gilt auch fürs Unternehmen: Vereinbarungen sind einzuhalten, egal wie sie vereinbart sind, und wenn einmal etwas nicht klappt, soll man dazu stehen. Langfristige Kundenbeziehungen werden durch Vertrauen begründet – und das erarbeitet man sich zumeist nicht bei eitlem Sonnenschein.“ Gerade bei den komplexen Themen der CPB Software ist Beratung ohne zeitgeistkonformen ITSupport schlicht nicht mehr denkbar. „Wir sehen uns als starken Innovator am Markt, der mit seinen Dienstleistungs- und Service-

Angeboten sowohl die Pflicht als auch die Kür beherrscht.“ Unter „Pflicht“ ordnet Thomayer z.B. die Berechnungs- und Buchungslogiken bei der Einführung der Vermögenszuwachssteuer ein. „Die für uns wichtige Kür dabei ist jedoch die verständliche Gestaltung der Kundeninformationen und die umfassende, aber übersichtliche Darstellung von Steueroptimierungspotenzialen der Kunden für den Bankberater.“ Und welche „Kür“ sich Thomayer für „das große Ganze“ wünschen würde? „Eine radikal neue Politik des Handels, der Wertschätzung und der Zukunftsorientierung für ein weiterhin lebenswertes Österreich!“ www.cpb-software.com

zur person Geb. am 4.10.1956 in Wien 1977–79 Österreichische Länderbank, Filiale Stock im Eisenplatz – Kassa und Wertpapierberatung 1979–86 Citibank (Austria) AG, Leitung Revision & HR 1987–95 Constantia Privatbank AG, Leitung HR, IT & Back Office 1996 Spin-off der CPB Software GmbH – Geschäftsführer 2000 Umwandlung in CPB Software AG – Vorsitzender des Vorstands 2009 MBO – größter Einzelaktionär der CPB Software AG mit 32,5% Aktienanteil


Freitag, 4. April 2014

AUS - & WE I TE R BI L DU N G/ Personal & m anage m ent

careernetwork – 73

careernet@medianet.at

Leistung in der Bildung fordern und fördern PISA-Tests österreichweit durchführen oder Bundesländer zulassen

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Matura mit Lehre soll her Nach zusätzlichem Ausbildungs-Jahr sollen Maturanten Lehrabschlussprüfung machen können.

tend absolviert werden. Im technischen Bereich ist ein Lehrgang „Mechatronik“ in Kooperation mit der Berliner Steinbeis-Universität in Planung.

Ein ziemlich schiefer Turm

Wifi-Institutsleiter Michael Landertshammer: „PISA-Entscheidung überdenken!“

und ein Stärkenprofil (Potenzialanalyse) mit persönlicher Beratung. Das soll ab der 7. Schulstufe in allen Schularten (inkl. AHS-Unterstufe) im Rahmen des Unterrichts angeboten werden.

Studienberechtigung erreicht werden kann. Neu angeboten werden soll ein Modell, das einen Lehrabschluss für AHS-Maturanten ab 19 ermöglicht. Bezüglich „Attraktivierung der Lehre“ startet die WKO mit den Wifis heuer das Projekt „Berufsakademie“, das Lehrabsolventen nach einigen Jahren Berufserfahrung den Zugang zu einer Ausbildung auf akademischem Niveau eröffnet. Voraussetzung ist eine erfolgreich abgelegte Lehrabschlussprüfung oder eine mindestens dreijährige berufsbildende Schule, jeweils mit einer einschlägigen, zumindest zweijährigen Berufspraxis. Die beiden ersten Berufsakademie-Lehrgänge „Handelsmanagement“ und „Marketingmanagement“ starten diesen Herbst in Kooperation mit der FH Wien. Sie können österreichweit an den Wifis berufsbeglei-

Gleichwertige Bildungswege In puncto Dualer Ausbildung fordert die Wirtschaftskammer Maßnahmen zur Attraktivierung der Lehre sowie zur besseren Durchlässigkeit der Bildungswege in alle Richtungen: Das betreffe sowohl „Lehre mit Matura“ als auch „Matura mit Lehre“. Seit 2008 wird Lehrlingen parallel zur Lehre die Berufsreifeprüfung kostenfrei ermöglicht. Die Gleichwertigkeit der Bildungswege soll auch dadurch zum Ausdruck kommen, dass auf allen Wegen ab 19 Jahren sowohl eine Fachkräfteausbildung abgeschlossen als auch die allgemeine

Die Gefahr „Boreout“

Michael Landertshammer, Leiter der Bildungspolitischen Abteilung der WKO sowie Wifi Institutsleiter, zur „Causa PISA“: „Wir verstehen die diesbezügliche Absage aller Tests (PISA und TIMSS) durch die zuständige Ministerin nicht und appellieren nochmals eindringlich, diese Entscheidung zu überdenken.“ Um das österreichische Bildungssystem stetig auf dem neuesten Stand zu halten und im internationalen Bildungs- und Wissenswettbewerb weiter vorn mitzuspielen, müsse man sich dem internationalen Vergleich stellen. Landertshammer: „Wenn ich Fieber habe und das Thermometer wegschmeiße, bin ich ja deswegen auch nicht fieberfrei.“ WKOPräsident Leitl ergänzte, dass „es uns am liebsten wäre, wenn ganz Österreich weiter an diesen Tests teilnimmt. Wenn das aber nicht möglich sein sollte, so muss es aber durchaus einzelnen Bundesländern, die weiter daran teilnehmen wollen, ermöglicht werden, dies auch zu tun.“ Dass das funktioniert, zeige das Beispiel der kanadischen Provinz Quebec, die 2012 in allen PISA-Kategorien „Welt­ meister“ war. (pj) www.wifiwien.at

© M. Gnedt

Wien. „Der Leistungsbegriff muss in unseren Schulen wieder in den Vordergrund gerückt werden, damit wir die Talentereserven unserer Schüler bestmöglich ausschöpfen“, fordert Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. Schulstufen und deren Lernziele sollen aber nicht länger in starrer Jahrgangssystematik definiert werden. Die Schulpflicht soll daher nicht durch Zeitablauf = Absitzen der neun Jahre Schulpflicht enden, sondern durch das Erreichen von Bildungszielen. Leitl: „Es soll niemand mehr aus dem System kommen, der nicht in der Lage ist, eine Berufsausbildung zu bekommen. Dazu brauchen wir eine Differenzierung der schulischen Bildung hin zu einer Individualisierung. Die Schwächeren fördern und die Besseren fordern, lautet die Devise.“ Zusätzlich müssen laut Leitl schulische und berufliche Ausbildung künftig in alle Richtungen kombinierbar sein. Zentraler Punkt sei daher die Durchlässigkeit aller Bildungswege: „Das derzeitige Bildungssystem hat durchaus seine Stärken, aber es schöpft bei Weitem nicht die Bildungs- und Talentereserven der Kinder und Jugendlichen ab. Mit unseren Reformvorschlägen wollen wir die Erfolgsquote deutlich steigern.“ Gerade die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg nach der Sekundarstufe I soll sich an den individuellen Talenten und Interessen der Jugendlichen orientieren. Dafür brauche es eine verpflichtende Berufsorientierung

Großer Bedarf Handelsverband übernimmt Schirmherrschaft für neues Angebot der Werbe Akademie

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Susanne Dungs

▲

Mario Egarter

Mario Egarter (25) ist als neuer Verkaufsberater für Ktn. und Stmk. verantwortlich und stärkt damit das Vertriebsteam von Samson, nachdem er zuvor mehrere Jahre Erfahrung im Offsetund Digitaldruck in Kärnten gesammelt hat.

▲

Anne Faucheret Kunsthalle Wien

© Ferdinand Bakanic

Susanne Dungs wurde vor wenigen Tagen zur neuen Rektorin der Fachhochschule Kärnten gewählt. Die habilitierte Philosophin und DiplomSozialarbeiterin (FH) ist ab sofort für die akademischen Belange der FH Kärnten zuständig.

▲

Samson Druck © Samson Druck

Fachhochschule Kärnten © FH Kärnten

job

▲

verband fungiert als Schirmherr, Jan Radanitsch, Geschäftsführer der Smarter Ecommerce GmbH, konzipierte den neuen Lehrgang und übernimmt die Leitung. In zwei Semestern wird neben kreativer Konzeption, Auswahl und Anwendung unterstützender Tools vor allem auch auf breites Verständnis der im Hintergrund laufenden Logistikprozesse Wert gelegt. Abgezielt wird auf ganzheitliche wirtschaftliche Anwendungskompetenzen. Radanitsch: „Durch Vortragende aus der Praxis unterschiedlichster Handelszweige bekommen die Teilnehmer eine tatsächlich auf der Höhe der Zeit stehende handlungsorientierte Ausbildung.“ (red) www.handelsverband.at

Promotion

Handelsverband-Geschäftsführerin Patricia Mussi, Lehrgangsleiter Jan Radanitsch.

Wien. Professionelle Mitarbeiter für den Online-Handel sind rar und werden von der Wirtschaft händeringend gesucht. Denn das Management von Online-Shops ist komplex und verlangt neben Retail-Expertise spezielle Zusatzqualifikationen. Patricia Mussi, GF des Handelsverbands: „Ein professioneller Online-Shop ist heute auch für jeden filialisierten Händler ein Muss. Gesucht werden E-Commerce-Manager, die über das notwendige technische Knowhow ebenso verfügen wie über das richtige Gespür für Online-Marketing und Kundenfreundlichkeit.“ Deshalb startet im September ein zweisemestriger Diplomlehrgang E-Commerce Management an der Werbe Akademie. Der Handels-

Die 33-Jährige verstärkt ab Frühsommer das Kunsthalle-Team als Kuratorin. Sie arbeitete u.a. am Palais de Tokyo (Paris), Museum Ludwig (Köln), ­Skulptur Projekte Münster 07, Grazer Kunstverein und steirischer herbst festival.

Iris Filzwieser ACR

© Mettop/Dostal

© Handelsverband; Winni Ransmayr

Neuer Lehrgang E-Commerce Management

Auch das Gegenteil von Stress kann krank machen: Langeweile am Arbeitsplatz! Das Stichwort lautet Boreout und betrifft gar nicht wenige Arbeitnehmer. Denn wenn die Herausforderung fehlt, geht alles irgendwie langsamer – um nicht zu schreiben: sinnloser – seinen Weg. Die Uhren scheinen still zu stehen, und die Betroffenen haben ihre Motivation zwischen mangelnden Anforderungen und fehlenden persönlichen Herausforderungen verloren. Sie sitzen unterbeschäftigt an ihren Arbeitsplätzen und sinnieren über die Zeit, als sie noch das Gefühl hatten, wirklich etwas zu leisten. Diese dauerhafte Unterforderung führt zu mehr Stress anstatt zu weniger. Betroffene versuchen, sich die Zeit mit privaten Dingen zu vertreiben oder suchen sich jedes noch so kleines Bisschen an Arbeit, um irgendwie beschäftigt zu wirken. Sobald man also merkt, dass man nur noch schlapp ist und einen alles zu Tode langweilt oder man die Zeit nur mit Privatem zubringt, sollte man: •  mit Vorgesetzten über weitere mögliche Aufgaben­ bereiche sprechen. •  Hinterfragen, ob man das, was man tut, auch wirklich gern macht? •  Fragen, ob man nicht in einer anderen Firma besser aufgehoben ­wäre? Auch Unternehmen können gegen Boreout angehen. Oft beginnt es schon bei übertrieben formulierten Stellenausschreibungen. Z.B. wird ein Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung gesucht, der in zahlreichen Sprachen korrespondieren kann. Im Endeffekt wird aber nur eine „gewöhnliche“ Arbeitskraft gebraucht. Man will eben nur das Beste vom Besten – kein Wunder, wenn hier später Unterforderung auftaucht …

Die Geschäftsführerin des Leobener Nichteisenmetallurgie-Betriebs Mettop GmbH und Doktorin der Montanwissenschaften, Iris Filzwieser (42), wurde als stellvertretende Vorsitzende in den Beirat der Austrian Cooperative Research (ACR) gewählt.


AU S - U N D WE I TE R BI L D U N G

74 – careernetwork

Freitag, 4. April 2014

careernet@medianet.at

PRAXISNAH E AUSB IL DUNG Eveline Grubner, Direktorin der VBS Schönborngasse, und Martin Eder, Vice President Innovation bei Kapsch, mit den Siegern der Kapsch Challenge, Pamela Jurkic (Platz 1), Julia Schwarenthorer (Platz 3) und Franziska Barth (Platz 2), Dominik Scheidl (Kapsch), Walter Grafinger (Landesschulinspektor i.R., v.l.)

daten & fakten 1. Die sechs Handelsakademien und Handelsschulen der Vienna Business School in Wien und NÖ geben jungen Nachwuchs­ talenten das Rüstzeug für den erfolgreichen Aufsprung auf die Karriereleiter mit – durch eine an der Praxis orientierte Ausbildung sowie ein breitgefächertes Bildungsangebot. Darüber hinaus betreibt der Fonds der Wiener Kaufmannschaft in Kooperation mit der Wie­ ner Wirtschaft Fachhochschul-Studiengänge und hält eine Beteiligung an den HumboldtInstituten. www.vienna-business-school.at

© Harald Klemm

2. Die FH Campus Wien ist die größte akkreditierte Fachhochschule Österreichs. Sie bildet im laufenden Studienjahr 2013/14 mehr als 4.500 Studierende in über 50 Ba­ chelor- und Masterstudiengängen sowie Lehrgängen in den Departments Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten, Gesundheit, Public Sector, Soziales und Technik aus. Die FH Campus Wien kooperiert mit Uni Wien, MedUni Wien, Boku, VetMed, TU Wien, MU Leoben und zahlreichen internationalen Hochschulen. www.fh-campuswien.ac.at

Unternehmerischen Geist fördern Praxisnahe Ausbildung an der Vienna Business School ebenso wie am Fachhochschule Campus Wien

Feine Geschäftsideen direkt aus Schule und Fachhochschule Verbesserte Mobilität und Zeitersparnis dank Kapsch Challenge-Siegerideen – EduNet-Spitzenprojekte in Aussicht. Wien. Nicht weniger als ein halbes Jahr lang haben die Schüler der HAK Plus der VBS Schönborngasse an den Businessplänen für ihre Geschäftsideen gearbeitet und dabei als Teams weit über die Inhalte des Lehrplans hinaus alles durchdacht, was bei einer Unternehmensgründung relevant sein könnte. Der allgemeine „Mobile Trend“ der Gesellschaft war klar zu erkennen, denn bei der Hälfte der präsentierten Ideen handelte es sich um Apps, die den Alltag entweder erleichtern oder unterhaltsamer gestalten sollen.

Mobiles Entertainment Von zehn präsentierten Projekten wurden die besten drei ausgezeichnet. Diese Siegerprojekte haben gemeinsam, dass sie durch mobile Lösungen das Leben ihrer Kunden positiv prägen wollen. Sieger der Kapsch Challenge 2014 wurde die Geschäftsidee für „Speedy“. Diese App verspricht mobiles Entertainment durch Spiele, Speed-Dating und einen KulturGuide mit dem Ziel, durch Unterhaltung die gefühlten Warte- und Fahrzeiten in öffentlichen Verkehrsmitteln zu verkürzen. Platz zwei ging an das Team, das sich das Projekt „Shopping in a smarter way“ einfallen ließ. Diese Geschäftsidee will es Kunden ersparen, zu viel Zeit in Supermärkten zu verbringen: Die Möglichkeit, online (und auch am Smartphone) zu bestellen und die fertig gepackten Waren am Heimweg zu jeder Tages- und Nachtzeit abzuholen, soll das Einkaufserlebnis revolutionieren.

„Projekte und Wett­ bewerbe sind wichtig für den Ausbildungs­ weg unserer Schüler.“

„Wenn wir auch in Zukunft immer nur das tun würden, was wir gerade tun, wäre das Unternehmen früher oder später zum Scheitern verurteilt“, sagt Martin Eder, Leiter des Innovationsteams bei Kapsch. „Es ist wichtig, immer an neuen Ideen zu arbeiten und stets einen Schritt voraus zu sein. Mit der Kapsch Challenge 2014 wollten wir junge Menschen dazu ermutigen, sich Gedanken über die Zukunft zu machen und entsprechende Lösungen zu entwickeln. Die Schüler der VBS haben allesamt hervorragende Ideen präsentiert und be-

„Die Ausbildung an der FH Campus Wien ist der solide Grundstein für eine Karriere in einem

Praxisnahe Ausbildung

äußerst zukunftsträchtigen

Praktische Projekte in Zusammenarbeit mit Unternehmen sind generell ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung an der Vienna Business School. „Projekte und Wettbewerbe wie diese sind wichtig für den Ausbildungsweg unserer Schüler“, erklärt Eveline Grubner, Direktorin an der VBS Schönborngasse. „An diesen Geschäftsideen haben die Gruppen sechs Monate gearbeitet und in dieser Zeit viele Qualitäten erlernt, die für ihre zukünftige Karriere sehr nützlich sein werden.“

­Berufsfeld.“

Internationaler Wettbewerb Noch eine Dimension größer ist die Kooperationsvereinbarung des FH Campus Wien mit der Phoenix

© FH Campus Wien/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

DIREKTORIN EVELINE GRUBNER

Den dritten Platz holte die Idee „u-App“, in der die derzeit noch getrennten Apps von ÖBB, Wiener Linien und diversen Taxiunternehmen zusammengeführt werden sollen, um die wirklich effizienteste und schnellste Zielroute zu bestimmen.

THOMAS LUTZKY GF PHOENIX CONTACT ÖSTERREICH

Contact Gruppe, einem global tätigen Unternehmen der Steuerungsund Automatisierungstechnik mit 13.000 Mitarbeitern in 48 Ländern. Die größte akkreditierte Fachhochschule Österreichs wird damit Partner von EduNet („International Education Network“), einem Zukunftsprojekt, an dem sich weltweit 70 technische FHs und Unis beteiligen. Damit steht den Studierenden an der FH Campus Wien die Beteiligung am internationalen Wettbewerb „Xplore“ offen, der in dreijährigen Abständen die besten Ideen und Projekte künftiger Automatisierungstechniker aus aller Welt auszeichnet.

Leichtere Jobsuche

Phoenix Contact stattete im Rahmen von EduNet bereits 70 Unis mit Labors aus.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der FH Campus Wien, Wilhelm Behensky, betont die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie. Eine Ausbildung mit Praxisbezug erleichtere die Jobsuche sowie die Einarbeitung am Arbeitsplatz. Wer während des Studiums keine Erfahrung mit Automatisierung

© Phoenix Contact/APA-Fotoservice/Preiss

wiesen, dass sie unternehmerisch denken können.“

PAUL CHRISTIAN JEZEK

und Steuerungen sammeln könne, habe große Probleme, sich am Arbeitsmarkt zu behaupten. Behensky: „Die Kooperation mit Phoenix Contact ist ein weiteres Beispiel für die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, die wir bereits an unserer Hochschule leben. Damit bieten wir unseren Studierenden eine exzellente forschungsgeleitete Ausbildung, die unmittelbar an die Ansprüche der Praxis anschließt.“ Denn nach gut ausgebildeten Technikern herrscht starke Nachfrage: Laut Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts fehlen derzeit in der Elektro- und Elektronikindustrie rund 800 Techniker. Neun von zehn Unternehmen haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Phoenix Contact Österreich soll das jedenfalls nicht mehr passieren. Geschäftsführer Thomas Lutzky:„Wir investieren in Bildung, in die Jugend und somit in die Zukunft und wollen einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Landes leisten.“ www.phoenixcontact.com


pe r son a l & m a n a ge me n t

Freitag, 4. April 2014

careernetwork – 75

careernet@medianet.at

Jugendwahn bei den Jobs Generation Y soll Hälfte der offenen Stellen besetzen, die Generation 50+ wird negiert

short

Die aktuellsten RecruitingTrends unter der Lupe die Gruppe der älteren Personen nur zu 5,4 Prozent für offene Stellen in Betracht gezogen wird.“ Bei Employer Branding und der Gestaltung von Stellenanzeigen gehen mehr als zwei Drittel der Teilnehmer davon aus, dass Online-Stellenanzeigen in Zukunft immer mehr dynamische Elemente enthalten werden; drei Viertel sind der Ansicht, dass man durch dynamische Inhalte in OnlineStellenanzeigen einfacher die Aufmerksamkeit von Stellensuchenden gewinnen kann. Derzeit sprechen die Top500-Unternehmen in 12,2 Prozent ihrer offenen Stellen die Kandidaten direkt an. So sind nach Meinung der Unternehmen persönliche Netzwerke (85,4 Prozent) der vielversprechendste ActiveSourcing-Kanal. Auf dem zweiten Platz folgt der Aufbau von eigenen Talent-Pools (78,6 Prozent). Die Top-3 der Active-Sourcing-Kanäle werden durch Karriere-Events für Studenten oder Absolventen komplettiert. www.monster.at

Barbara Riedl-Wiesinger und Sven Laumer: „Von den Top-Unternehmen erwartet knapp ein Drittel, Ende 2014 mehr Mitarbeiter zu beschäftigen als zu Jahresbeginn.“

Stellen mittelfristig besser zu besetzen, sehen die Top-500 die Ausbildung im eigenen Unternehmen an: 86,4 Prozent der Befragten denken, dass sich eigene Ausbildungsmaßnahmen hierfür gut eignen. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Umschulungsmaßnahmen (63,6) und die Rekrutierung von Frauen (60,5) vor flexiblen Arbeitszeitmodellen (59,1), der Rekrutierung von Kandidaten aus dem Ausland (54,5) und Telearbeit/Home-Office (52,3). Etwa sechs von zehn der Befragten sehen flexible Arbeitszeitmodelle als geeignete Maßnahme gegen Besetzbarkeitsprobleme, „aber nur rund ein Fünftel bietet ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, Arbeit von zu Hause aus zu erledigen, und nur 29,5 Prozent wollen diese Möglichkeit zukünftig verstärkt anbieten“, erklärt Laumer. Rund die Hälfte wertet Recruiting aus dem Ausland für eine geeignete Maßnahme gegen den Fach-

Gegen Fachkräftemangel Vier von zehn Studienteilnehmern gehen von einer guten Geschäftsentwicklung in der näheren Zukunft aus. Mehr als die Hälfte der Befragten äußert eine ausgeglichene Geschäftserwartung, und lediglich 4,2 Prozent denken, dass sich die eigenen Geschäfte schlecht entwickeln werden. „Auch in diesem Jahr glauben die Studienteilnehmer, dass sich die Besetzung ihrer offenen Stellen schwierig gestalten wird“, erklärt Studienautor Sven Laumer von der Universität Bamberg. „So wird erwartet, dass 2014 mehr als drei von zehn Vakanzen nur schwer und 2,9 Prozent gar nicht besetzt werden können. Diese Werte bewegen sich unabhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit 2009 auf einem konstant hohen Niveau.“ Als wichtigste Maßnahme, um schwer oder gar nicht besetzbare

kräftemangel, wobei die Studienteilnehmer nach eigenen Angaben nur befriedigend für das Recruiting von Kandidaten aus dem Ausland (3,17) aufgestellt sind. Des Weiteren erwarten die Unternehmen, dass nur 7,4 Prozent ihrer prognostizierten Vakanzen mit Kandidaten aus dem Ausland besetzt werden.

Generation Y: Jugendwahn Die Unternehmen erwarten, dass etwa die Hälfte ihrer prognostizierten Vakanzen mit Kandidaten aus der Generation Y (geb. zwischen 1980 und 1995) besetzt wird. „Mehr als acht von zehn der Befragten sehen eine verstärkte Social Media-Präsenz als notwendig, um Kandidaten aus der Generation Y rekrutieren zu können, wogegen Facebook nur 9,3 Prozent für die Veröffentlichung offener Stellen häufig oder sehr häufig nutzen“, so Sven Laumer. „Auffällig ist, dass

SOCIAL MEDIA Inzwischen beurteilen mit 72,1 Prozent so viele Unternehmen wie noch nie SocialMedia-Anwendungen als positiv für das Recruiting. Jedoch nutzen die Firmen diese Kanäle nach wie vor eher verhalten. So gibt nur jedes zehntes Unternehmen an, über Facebook Stellenanzeigen zu veröffentlichen. Xing folgt mit 4,7 Prozent auf Platz zwei. Jedoch nutzen 23,3 Prozent Facebook häufig für Image-Werbung (Employer-Branding). Xing folgt hier mit 7,3 Prozent auf dem zweiten Rang. Platz drei teilen sich LinkedIn und YouTube mit jeweils 2,4 Prozent. Drei von zehn Unternehmen haben eine explizite Strategie für die Nutzung von Social Media im Recruiting, und ein Viertel hat einen Redaktionsplan für Social Media definiert.

Wien. Die FH Technikum Wien bietet erstmals in Österreich einzigartige, dreisemestrige Short Cycle Programs für technische Berufe an: App-Developer, Web-Developer und Social Media Manager. Als namhafte Partner aus der Wirtschaft konnte die Fachhochschule dafür zwei prominente Unternehmen gewinnen: Samsung Electronics Austria GmbH, Marktführer bei TV und Smartphones in Österreich, und Tailored Apps, eine der führenden heimischen App-Agenturen. www.technikum-wien.at

Führen im Grenzbereich Seminar für Top-Manager

Reston. Mehr als einer von zehn Absolventen einer Business School ist selbstständiger Unternehmer. Je länger der Abschluss an einer dieser Managerschmieden zurückliegt, umso wahrscheinlicher wurde die eigene Firma gegründet. Das ergibt sich aus einer weltweiten Umfrage unter rund 21.000 Ehemaligen von 132 Business Schools der Abschlussjahrgänge 1959–2013, die vom Graduate Management Admission Council veröffentlicht wurde. „Während Unternehmertum ein heißes Thema und ein sehr beliebtes Studienfach an den heutigen Business Schools ist, zeigen diese Ergebnisse, dass diese Einrichtungen schon seit Langem die Studierenden darauf vorbereiten, ihr eigenes Geschäft zu starten und zu managen“, erklärt Sangeet Chowfla, President und CEO des GMAC, dem weltweiten Verband von Business Schools, die das GMAT-Examen abnehmen. „Selbst wenn die Absolventen nicht gleich beim Abschluss Unternehmer werden, was unter den heutigen Absolventen üblicher ist, bietet ihnen die Ausbildung die Flexibilität und das Rüstzeug, die

Innsbruck. Der Profirodelsport zählt zu den härtesten Sportarten. Monate-, wenn nicht jahrelange Vorbereitung – und dann kommt der Moment, in dem alles auf die Tausendstelsekunde passen muss. Wie das erfolgreich funktioniert, wissen die Doppel-Olympiasieger und Silbermedaillengewinner von Sotschi, Andreas (32) und Wolfgang (31) Linger. Die beiden hatten 2012 den Gesamtweltcup für sich entschieden und wurden dreimal (2003, 2011 und 2012) Weltmeister. Elf Jahre waren sie Garant für Höchstleistung. Seit drei Jahren tüfteln die Lingers mit dem Management Coach Christian Reitterer an einem Seminarprogramm für Führungskräfte. Themenschwerpunkte sind (Selbst-)Führung und das punktgenaue Abrufen von Höchstleistung. Wolfgang Linger: „Mit Christian haben wir unsere Karriere analysiert und daraus das LingerErfolgspuzzle abgeleitet. Durch diese systematische Aufarbeitung sind wir noch bewusster und gezielter mit unseren Erfolgsfaktoren umgegangen.“ Diese Elemente aus der Linger-Karriere werden in dem

Jungakademiker entscheiden sich schneller für eine Unternehmerlaufbahn.

Adrenalin bei den Superrodlern

innovativen Seminar mit Managementmethoden verknüpft. Ab November wird dieses komprimierte Wissen in Form eines zweitägigen Seminars angeboten. Als besondere Herausforderung ist dabei eine Doppelsitzerfahrt mit Andreas Linger im Eiskanal von Innsbruck Bestandteil des Seminars. Interessierte können sich auf der LingerHomepage registrieren und bekommen dann im Juni eine Einladung zugesendet. www.linger-linger.at

© Linger

© Panthermedia.net/Goodluz

ihnen beim Start ihres eigenen Unternehmens Jahre später helfen.“ Global beurteilt die große Mehrheit der Absolventen eines MBAoder anderen Graduiertenstudiums den Wert ihres Abschlusses als hoch (94%), sie geben an, dass sie mit ihrem Job zufrieden sind (83%) und sagen, dass ihre Erwartungen zur Rendite ihres Investments in das Managementstudium erfüllt oder übererfüllt wurden (79%). www.gmac.com

Wien/Wr. Neustadt. Wer ab dem kommenden Herbst eine weiterführende Ausbildung anstrebt, steht nicht nur vor der Herausforderung, sich für eine konkrete Hochschule und einen Studiengang zu entscheiden – auch Detailfragen zum Studium müssen geklärt werden. Mit mehreren Informationsabenden reagiert die Ferdinand Porsche FernFH auf den rund um den Studienbeginn bestehenden Beratungs- und Informationsbedarf vieler Studierender. Weil der Faktor Zeit eine wesentliche Rolle spielt, bietet die Fern-Fachhochschule – zusätzlich zu den klassischen Präsenzveranstaltungen – von April bis Juni Online-Informationsabende für alle Studiengänge. www.fernfh.ac.at

FH Technikum Wien holt Wirtschaftspartner

Internationaler Trend Forciertes Unternehmertum

Start-up nach Business Schools

Axel Jungwirth, Geschäftsführer der Ferdinand Porsche FernFH

Christian Reitterer: „Der Profirodelsport wird als Reflexionsplattform genutzt.“

„Consumer Affairs“ am Campus Wieselburg © FH Wiener Neustadt/Thule G. Jug

Wien. 93,7 Prozent der 500 größten Unternehmen Österreichs melden, dass es bei ihnen 2014 freie Stellen geben wird, die es zu besetzen gilt. Nur 6,3 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass im Jahr 2014 keine Vakanzen zu besetzen sind. So das Ergebnis der von Monster Österreich in Auftrag gegebenen Studie „Recruiting Trends 2014“, die gemeinsam mit dem „Centre of Human Resources Information Systems“ (CHRIS) der Unis Bamberg und Frankfurt am Main durchgeführt wurde. „Damit fand wieder eine umfassende Bestandsaufnahme unter unseren Top-500-Unternehmen statt“, sagt Barbara Riedl-Wiesinger, Country Manager und Sales Director Monster Worldwide Austria.

© Monster Worldwide Austria/APA-Fotoservice/Juhasz

PAUL CHRISTIAN JEZEK

© Stephan Huger

Fachkräftemangel ist das starke Thema in den größten Firmen, auch Employer Branding „kommt“.

Vor dem Studieren online informieren

Sensorik-Labor, Consumer Science Center am Campus Wieselburg.

Wieselburg. „Consumer Affairs“ heißt der neue Master-Studiengang am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt, der ab Herbst das auf Marketing spezialisierte Bildungsangebot mit 30 berufsbegleitenden Studienplätzen ergänzen wird. Im Mittelpunkt steht dabei der Themenkomplex „Konsumenten – Produkt – Markt“. Die Studierenden befassen sich mit Fragestellungen der Kaufmotive, der Bedürfnisse, der Produktanwendung sowie mit den Auswirkungen bzw. den Folgen der Produktnutzung auf individueller sowie gesellschaftlicher Ebene und werden so zu Spezialisten für die Interaktion zwischen Konsumenten und Produkt ausgebildet. www.amu.at


www.bfi-wien.at

HIER WERDEN TRÄUME WIRKLICHKEIT.

Als Kinder glaubten wir daran, dass alles möglich ist. Mit der Zeit hängten aber viele von uns ihre Superheldenanzüge an den Nagel und suchten sich einen sicheren Job. Doch glücklich wurden sie nicht, weil sie vergessen haben zu träumen. Ausbildungen für Superhelden haben wir leider nicht im Programm. Menschen, die unsere Kurse besuchen, werden aber zu SuperCoaches, -Buchhalterinnen, -Marketern u.v.m. Wagen Sie einen Blick in unser Bildungsprogramm. Vielleicht ist da auch etwas für Sie dabei. Jetzt kostenlos anfordern unter 0800 20 21 22 oder www.bfi-wien.at

2014-04-04_Imageinserat_Traeume_medianet_271x417.indd 1

03.04.2014 11:18:28


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook