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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 9. september 2011 – 47

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bankenpaket leicht negativ

Unterm Strich machte das Rettungspaket bisher 237 Mio. Euro Minus  Seite 48

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financenet etfs werden aktiver

US-Investmentriese Blackrock plant neue Art von Exchange Traded Funds Seite 50

banken tauziehen um frisches kapital © APA/Herbert Pfarrhofer

Wo der Euro jetzt neue Rückendeckung erhält

ATX 31. August - 7. September 2011

ATX (09:50)

2143,77

Wochentop Wochenflop

-5,98%

Wolford 4,08% Intercell -14,00%

Top 5 ATX Prime Wolford Do&Co Agrana Frauenthal Holding Century Casinos

4,08% 3,83% 3,23% 0,51% 0,30%

Flop 5 ATX Prime Intercell Zumtobel Palfinger Strabag SE voestalpine

-14,00% -12,87% -11,77% -9,05% -8,40%

DAX 31. August - 7. September 2011

5405,53 -6,56%

Wochentop Wochenflop

Fresenius M. 4,91% Dt. Bank -13,01%

Top 5 DAX Fresenius Medical Care Fresenius SE Deutsche Börse Beiersdorf Merck Flop 5 DAX Deutsche Bank Bayer Commerzbank RWE Allianz SE

© Censeo; Fidelity; EPA; EPA

DAX (7.9.)

4,91% 1,00% -0,26% -0,56% -1,33%

Expertenstimmen: Alberto Chiandetti (Fidelity), Gerhard Massenbauer (Censeo) zur Entscheidung von SNB-Chef Philipp Hildebrand.

Bindung des Schweizer Franken wirkt Die neue Untergrenze von 1,20 Euro ist für Franken-Kreditnehmer eine Chance, zu verschnaufen – der Eurokurs steigt deutlich. Experten warnen jedoch schon vor Spekulationsattacken; sie glauben, dass die Schweizer Nationalbank ihre Strategie nicht durchhalten kann.  Seite 48

-13,01% -13,01% -10,63% -10,38% -9,09%

Jensen geht Nach nur einem Jahr im Amt schon Neuer

inhalt

Capital:Markets > Telekom Austria macht den Analysten Sorgen > Lenzing mit Ausbau von Heiligenkreuz fertig

Industrieriese RHI mit neuem Chef 48 48

Fonds:Park > Tobias Schmidt ist neuer Feri-Vorstandssprecher 50 > Markus Sevcik neu im Team von J.P. Morgan in Wien 50

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Insurance:Watch > Allianz lässt Vermögens­ verwaltern mehr Leine 51

© RHI

Banking > Bankenverband warnt vor Kapitalregeln

Ex-voestalpine-Chef Franz Struzl (69) soll als Übergangslösung RHI führen.

Wien. Beim börsenotierten Feuerfestausstatter RHI kommt es erneut zu einem überraschenden Chefwechsel: Ex-Voest-Chef Franz Struzl (69) ist seit Donnerstag neuer Vorstandschef. Amtsinhaber Henning E. Jensen (51) hat dem Aufsichtsrat am Mittwoch mitgeteilt, dass er „auf eigenen Wunsch per sofortiger Wirkung” seine Funktion als Vorstandsvorsitzender der RHI AG zurücklegt. Jensen war erst im August 2010 als Nachfolger von Thomas Fahnemann an die RHISpitze gekommen. Aktionärsschützer sehen Struzl als Übergangslösung. Größter RHI-Aktionär ist Investor Martin Schlaff.


f i n a n c e : c ov e r

48 – financenet

Freitag, 9. September 2011

financenet@medianet.at

Kursbindung Die Festlegung des Mindestkurses des Franken zum Euro bei 1,20 scheint vorerst zu gelingen

kolumne

Schweiz zog Notbremse

Die Quittung der Bankenrettung

Franken-Kreditnehmer sollten an Zinsabsicherung denken. Höhere Inflation rasch möglich. Wien/Zürich. „They did it!“ bis hin zu „Die größte Wette der Schweiz“ – so titelten viele Medien, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Dienstag in einem unkonventionellen Schritt einen Mindestwechselkurs von 1,20 Schweizer Franken zum Euro festgelegt hat. Den Kampf gegen die Frankenstärke, unter der die Schweizer Wirtschaft leidet, möchte die SNB mit Devisenkäufen in unbeschränkter Höhe gewinnen, wie es hieß. Bereits 1987 hatte die SNB eine ähnliche Maßnahme ergriffen, indem sie ein Wechselkursziel gegen die damalige D-Mark fixierte. Nach der Ankündigung erntete SNB-Präsident Philipp Hildebrand zunächst Lob und Zustimmung – die Unternehmer atmen auf. Die Analysten von Kepler Equities revidierten am Mittwoch die Gewinnschätzungen für Schweizer Firmen gleich reihenweise nach oben. Der Eurokurs schoss am Dienstag früh schlagartig (von 1,12) in die Höhe, das Tageshoch des Umtauschkurses lag bei 1,2162. Am Mittwoch zeigte sich der Euro wie festgenagelt bei 1,20 Franken. Analysten rechnen jedoch damit, dass die Devisenmärkte diese Marke testen würden.

gerald stefan

B

1,28 für angemessen, in den kommenden Monaten würde er aber eher unverändert bei 1,21 bleiben. Andere Experten meinen 1,40 erst wären „gesund“. Die Erhöhung der Geldmenge könnte laut Massenbauer schon in zwei bis drei Jahren eine viel ­ höhere Inflation bewirken. Kreditnehmer im Schweizer Franken müssten daher dringend Zinsabsicherungsstrategien fahren. Auch im restlichen ­Europa würde dann ein ganz an-

is jetzt war das BankenRettungspaket für Österreich also ein leichtes Verlustgeschäft: 237 Mio. Euro Minus. In anderen Staaten wird es ähnlich aussehen. Gut oder schlecht? Natürlich ist die Erhaltung des für die Wirtschaft lebenswichtigen Finanzsektors diesen Preis wert. Allerdings verdecken die aktuellen Streitigkeiten um die Schuldenkrise Griechenlands – in der nicht zuletzt Europas Großbanken beschützt werden – ein wenig die Grundsatzdiskussion, wohin die Reise mit den Banken eigentlich gehen soll. Der Finanzsektor ist überdimensioniert, heißt es von vielen Kritikern; er möge zurückgebaut werden und sich auf bloße Kreditvergabe konzentrieren – ohne Risiken. Mal abgesehen davon, dass Österreichs Banken als bloße Kreditanstalten kaum den halben osteuropäischen Markt erobert hätten: Eine solche Sichtweise greift zu kurz, denn ohne (teil)spekulative Finanzgeschäfte könnten sich die Banken die Kreditvergabe nicht so großzügig leisten. Ihre riesenhaften Bilanzen sind ja ein Spiegel der Wünsche, die Wirtschaft und Gesellschaft an sie richten: Geld für Expansion, iPhone, neues Haus, Zusatzpension? Die Bank soll es als plausiblen Geschäftsfall ‚darstellen‘. Mag sein, dass sie geholfen hat, manche Wünsche erst zu wecken. Doch bloßes BankenBashing reicht nicht, mehr Nachdenken ist angesagt.

Die Maßnahme stellt die gewohnten Relationen eine Spur wieder her – was die Märkte beruhigt und damit letztendlich auch dem Euro zugute kommen könnte. Dennoch wird der Schritt unter Finanz- und Kapitalmarktexperten sehr kontrovers diskutiert – fest steht wohl nur, dass es nach vor wie keinen Grund für überschäumende Euphorie geben kann. So hält etwa Bruce Krastinger, ExManager des amerikanischen Hedge Fonds Falconer Ltd., die Meldung der EZB für wesentlicher, als die eigentliche SNB-Bekanntmachung: Die Europäische Zentralbank teilte mit, sie nehme die Entscheidung

Kapital Schlusslicht

Bankenpaket Bisher wurden 1,472 Mrd. Euro ausgegeben und 1,235 Mrd. kassiert

Im Alleingang

Neue Sorgen um Telekom

Geldmenge könnte relativ rasch eine viel höhere Inflation in der Schweiz bewirken.“ © EPA

gerhard massenbauer censeo vermögensverwaltung

Gewagtes Spiel von Hildebrand; Marktakteure sind gut beraten, umsichtig zu agieren.

der SNB zur Kenntnis, die SNB habe diesen Schritt in „eigener Verantwortung“ unternommen. Krastinger glaubt nicht, dass die Strategie aufgehen wird. „Die Intervention zeigt, dass die Schweizer Wirtschaft ihre Schmerzgrenze erreicht hat und die SNB sich daher nicht mit anderen Zentralbanken abgestimmt hat“, so Alberto Chiandetti, Manager des Fidelity Switzerland Fund. „Deswegen ist die Situation abhängig von der Bilanzgröße der SNB und ihrer eigenen Schmerzgrenze.“ Und Währungsexperte Gerhard Massenbauer von der Censeo Vermögensverwaltung GmbH formuliert es noch drastischer: „Die Situation gleicht einem Notstand, der eben drastische Maßnahmen braucht.“ Hildebrand bezeichnet die Verteidigung eines Mindestkurses als

„anspruchsvollen Weg“, der mit sehr großen Kosten verbunden sein könnte. Diese müssten aber in Kauf genommen werden, da ein Nichtstun der Schweizer Volkswirtschaft einen enormen langfristigen Schaden zufügen würde. Massenbauer: „Es könnte gut sein, dass Hildebrand in einem halben Jahr bereits Schelte bekommt, die Währung ausgehöhlt zu haben.“

deres Inflations- und Zinsumfeld herrschen. „Die wahre Geschichte spielt in Europa“, meint Chiandetti. „Löst Europa seine Probleme nicht, wird der Franken vielleicht sogar weiter steigen.“ Der Manager versucht im Fonds zu profitieren, indem er auf Privatbanken setzt. „Ihr Geschäftsmodell wurde bis auf die zuletzt höheren Ertragskosten nicht durch das Chaos an den Märkten beschädigt.“ Die Schweiz werde weiter als sicherer Hafen für Investitionen gelten. Klein- und Mittelbetriebe haben freilich gegenüber Mitbewerbern mit ähnlicher Markenpräsenz vor allem aus Deutschland, die bei 20 bis 30% weniger Kosten verkaufen können, das Nachsehen. Stark nachgefragt könnten nun auf jeden Fall auch Schweizer Immobilien sein.  (lk/ag)

Kurs 1,40 wäre „gesünder“ Das große Problem sei die mit der großen Entschlossenheit der SNB – immerhin steht auch ihr Ruf auf dem Spiel – drohende Inflation. Denn eigentlich reiche das Ziel 1,20 nicht wirklich aus, um der Wirtschaft dauerhaft unter die Arme zu greifen; Experten der Vontobel Bank halten einen Kurs von rund

Standort Heiligenkreuz

Lenzing baut kräftig aus

Bankenrettung: Leichtes Minus Pönalzahlung von der Kärntner Hypo. Diesen Einnahmen standen Ausgaben von 1,472 Mrd. € gegenüber, womit der Saldo laut Ministerium mit rund 237 Mio. € negativ sei. Das geht aus dem Bericht zum Bankenpaket zum Stand per 30. Juni hervor, den Finanzministerin Maria Fekter dem Hauptausschuss des Nationalrats vorlegte. Teuer zu stehen kamen die zwei

Finanzministerin Maria Fekter legte Zwischenbericht über das Banken-Paket.

Problembanken Hypo Alpe Adria und Kommunalkredit-Bad Bank KA Finanz, die verstaatlicht sind. Aber auch die fehlenden Dividendenzahlungen der Volksbanken AG (ÖVAG) hinterlassen ein Loch in dieser Kassa.

Lenzing. Faserhersteller Lenzing hat den Kapazitätsausbau am Standort im burgenländischen Heiligenkreuz abgeschlossen. Innerhalb von drei Jahren wurden 60 Mio. € investiert, um die Jahresproduktion der Tencel-Cellulosefaser auf 60.000 t anzuheben. Bis 2015 soll die Gesamtkapazität bei Tencel von derzeit 140.000 auf 275.000 t pro Jahr steigen. (APA)

Finanzierung und Haftung Knapp 9 Mrd. € – konkret 8,96 Mrd. € – hat der Bund nach dem Finanzmarktstabilitätsgesetz (FinStaG) für staatliche Bankenhilfen locker gemacht. Das waren zum überwiegenden Teil Einschüsse von Partizipationskapital (Eigenkapitalhilfen) für Erste Group, Raiffeisen Zentralbank (RZB), ÖVAG, Bawag sowie Hypo Alpe Adria. Für Hypo und Kommunalkredit sind – weil verstaatlicht – zudem Garantien, Haftungen und Gesellschafterzuschüsse in der Summe enthalten. Für 14,39 Mrd. € gewährte der Bund Haftungen bei Emissionen von Bankenanleihen. An Haftungsentgelten wurden im heurigen ersten Quartal 78 Mio. € Einnahmen lukriert, im zweiten Quartal 82 Mio. €.  (red/APA)

© APA/Hans Klaus Techt

Wien. Für die Republik Österreich war die Rettung bzw. Rekapitalisierung österreichischer Banken in der Finanzkrise bisher ein Defizitgeschäft. Seit Installierung des Bankenpakets im Herbst 2008 bis zum 30. Juni 2011 gab es für den Bund Einnahmen von 1,235 Mrd. sich – im Wesentlichen Dividenden auf das PS-Kapital, Haftungsentgelte und sonstige Erlöse. Darunter beispielsweise eine kleine 2 Mio. €

© APA/Herbert Neubauer

Wien. Die Telekombranche in Mittel- und Osteuropa (CEE) hat sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise noch immer nicht erholt, eine Stabilisierung erwarten Erste-GroupAnalysten frühestens ab 2012. Kopfzerbrechen bereitet ihnen derzeit die Telekom Austria – nicht nur wegen den Affären, sondern auch, weil ihr Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) Ende Juni auf 470% des Eigenkapitals gestiegen und ein Ende nicht absehbar ist. Dies sei der höchste Wert aller von der Erste Group gecoverten rund 160 Unternehmen. Dazu komme die sehr schwache Eigenkapitaldecke der Telekom Austria: Seit 2005 schmolz ihr Eigenkapital immer mehr – von 2,9 Mrd. auf 1,47 Mrd. € im Vorjahr. Heuer schätzt die Erste, dass das Eigenkapital auf 826 Mio. € zurückgehen werde. Es gebe keine Signale, dass sich die Dividendenpolitik, mehr als den Gewinn auszuschütten, ändern werde. (red)

„Die Erhöhung der

Lenzing-Chef Peter Untersperger: Standort Heiligenkreuz wuchs kräftig.


1 0 ja h r e m e d i a n et

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financenet – 49

Jubiläumsausgabe medianet berichtet seit 10 Jahren über Finanzmärkte und analysiert Trends – seit 2006 vertieft im financenet

Finanzmarkt: 5 Jahre financenet „Die flotte Berichterstattung über Finanzthemen in medianet financenet ist immer wieder erfrischend zu lesen. Interessant sind die News über das, was sich in der Branche aktuell getan hat. Ich wünsche alles Gute für die nächsten zehn Jahre!“

© Erste Sparinvest KAG/Wilke

„Als Bank, die ‚mitten im Leben‘ fest verankert ist, schätzt die Bawag PSK besonders eine offene Berichterstattung und findet in medianet eine seriöse und gut recherchierte Quelle für Informationen aus der täglichen Unternehmerpraxis. Die Bawag PSK gratuliert Verlag und Redaktionsteam sehr herzlich und wünscht noch viele weitere erfolgreiche Jahre!“

© Bank Austria

© Bawag P.S.K

Die Finanzmarktkrise veränderte die Trends der Geldanlage grundlegend – financenet berichtet über neueste Entwicklungen.

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© Uniqa Österreich

„medianet steht für mich für kompakte, aber dennoch fundierte Hintergrundberichte, die es einem leichter machen, sich in der Informationsflut zurechtzufinden und die täglichen News einzuordnen und zu gewichten. Ich gratuliere herzlich zum Jubiläum und freue mich auf weitere zehn Jahre guten Fachjournalismus!”

© Generali/Doris Kucera

h a rt w i g l ö g e r , v o r s ta n d sv o r s itzender uniqa ös terreich

„Für die Generali als eine der führenden Versicherungsgruppen Österreichs ist der umfassende Überblick über das Wirtschaftsgeschehen, wie ihn medianet seit nun schon zehn Jahren bietet, von besonderem Interesse. Wir wünschen auch für die Zukunft viel Erfolg – und uns weiterhin spannende Artikel!”

Millionen Menschen sehen die UEFA Champions League im Fernsehen.

„Es freut uns, dass die Finanzberichterstattung schon immer ein fixer Bestandteil von medianet ist. Sie überzeugen durch Qualität in der Recherche und durch die Themenaufbereitung. Bleiben Sie den Finanzmärkten auch in Hinkunft gewogen!“ Franz gschiegl GF. ERS T E ­SPARIN VEST-KAG

  

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© Getty Images/Christian Hofer

Lucia n o Ci r i n à Generaldire kt or Ge n e r a l i

„Das Skandia Team gratuliert herzlich zum Geburtstag. Wir haben den Werdegang von medianet – als fortschrittliches, spannendes und sympathisches Medium – von der ersten Stunde an mitverfolgt. Macht weiter so, wir wünschen alles Gute für die nächsten zehn Jahre!“

Mit uns sind Sie live dabei.

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© Foto Wilke

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f o n d s : pa r k

50 – financenet

Freitag, 9. September 2011

financenet@medianet.at

Blackrock US-Vermögensverwalter plant ETFs, bei denen Portfoliobestände nicht täglich veröffentlicht werden – Antrag bei SEC gestellt

ETFs werden immer „aktiver“

© Americasroof/CC Lizenz

Aktiver gemanagte Exchange Traded Funds hier zu Lande noch Seltenheit.

Blackrock hat eine neue ETF-Tochtergesellschaft gegründet: Spruce ETF Trust.

Frankfurt/Wien. Der weltgrößte Anbieter von börsennotierten Investmentfonds (Exchange Traded Funds = ETFs), Blackrock, will die Grenzen zwischen ETFs und aktiv gemanagten Fonds weiter aufweichen. Ein Antrag von Blackrock an die US-Finanzaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) zeigt, dass der US-Vermögensverwalter aktiv gemanagte ETFs plant, die ihre Portfoliobestände nicht auf täglicher Basis veröffentlichen. Demnach sollen die Fonds über eine neue Tochtergesellschaft, den Spruce ETF Trust, aufgelegt werden. Üblicherweise bilden ETFs die

fentlicht werden statt nur einmal monatlich oder gar quartalsweise. Bei den neuen Spruce-Fonds blieben nur noch zwei typische ETFEigenschaften übrig: Nicht nur die Fondsgesellschaften können Anteile ausgeben und zurücknehmen, sondern auch andere Handelspartner – sogenannte Authorized Participants (APs). Und untertags sind die Fonds zu ständig aktualisierten indikativen Nettoinventarwerten handelbar, welche die APs oder andere Market Maker berechnen. Bei klassischen Investmentfonds ermitteln die Fondsgesellschaften nur am Ende jedes Handelstags Nettoinventarwerte (NIV). Wie die indikativen NIV bei den Spruce-ETFs funktionieren soll, ist vielen Handelspartnern nicht klar. Denn die Authorized Participants ermitteln diese Preise aufgrund der Portfoliobestände. Wenn diese nicht bekannt sind, fehlt die Berechnungsgrundlage. (red/ag)

Wertentwicklungen von Finanzmarktindizes ab, indem sie deren Wertpapiere im Portfolio halten oder Derivategeschäfte eingehen. Aktiv gemanagte ETFs investieren unabhängig von Börsenbarometern in einzelne Wertpapiere oder ETFs. In den USA gibt es bereits mehrere solcher Fonds, in Europa steckt der Ansatz noch in den Kinderschuhen. Auch wenn aktiv gemanagte ETFs keine Indizes zugrunde liegen, bieten sie jedoch im Unterschied zu klassischen aktiv gemanagten Investmentfonds wesentliche Eigenschaften von ETFs. Dazu gehört, dass die Portfoliobestände täglich aktuell veröf-

Vielfach ausgezeichnetes Management

Feri Schmidt als Sprecher

Neue Führung

Deutscher

ÖSTERREICHISCHER



2010

1. Platz

1. Platz

Dachfonds Gemischt Global konservativ, 5 Jahre

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Bad Homburg. Der bisherige Vorstandssprecher der FondsratingGesellschaft Feri EuroRating Services AG, Helmut Knepel, wechselt als Vorsitzender in den Aufsichtsrat. Neuer Vorstandssprecher ist Tobias Schmidt, der bereits mehr als zwölf Jahre für Feri tätig ist. Auch Feri-Gründungsmitglied Eberhard Weiß scheidet aus dem Vorstand aus, steht aber als Berater weiter zur Verfügung. Seine Position übernimmt Matthias Klöpper, gleichzeitig Vorstand der Muttergesellschaft Feri Finance AG. Auch die Geschäftsleitung wird erweitert: Neben Wolfgang Kubatzki (Leiter Real Estate) werden künftig Axel D. Angermann (Leiter Economics) und Daniel Burgmann (Leiter Operations) Mitglieder der Geschäftsleitung.  (lk)

Sales J.P. Morgan AM

Dachfonds Gemischt Global, konservativ, 5 Jahre

Software-SyStemS

P O W E R E D BY :

Verstärkung

software-systems.at

Wien. Markus Sevcik verstärkt das Wiener Vertriebsteam von J.P. Morgan Asset Management unter der Leitung von Berndt May. In seiner Funktion als Sales Executive übernimmt Sevcik die Betreuung von Fondsmanagern, institutionellen Kunden sowie ausgewählten Vertriebspartnern in Österreich. Vor seinem Beginn bei J.P. Morgan Asset Management war Sevcik (28) im Wealth Management des Erste Private Banking tätig.  (red)

Neue Zeiten erfordern neUe Lösungen

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Quantitative Vermögensverwaltung

Mit um Sevcik verstärktes Team als „starker Partner an der Seite der Kunden“.


Freitag, 9. September 2011

b a n k i n g / i n s u r a n c e : WATC H

financenet – 51

financenet@medianet.at

Bankbranche gegen IWF Statt inoffizieller 200 Milliarden Euro Kapitalbedarf wird es wohl weniger – designierter EZB-Chef Draghi steigt in den Ring

EU-Streit um Kapital der Banken Brüssel/Frankfurt. Die Regierungen der Euroländer zeigen wenig Lust, Banken mit mehr Kapital als bisher vorgesehen auszustatten. Der Kapitalbedarf der Institute liege zudem deutlich unter den vom Internationalen Währungsfonds zunächst geschätzten 200 Mrd. €, verlautete diese Woche aus Kreisen der Verhandler, die an den jüngsten Gesprächen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) teilnahmen. Bekanntlich hat IWF-Chefin Christine Lagarde zuvor mit der Forderung nach Zwangshilfen für die nach ihrer Ansicht unzureichend mit Kapital ausgestatteten Geldinstitute in Europa für Wirbel gesorgt; der IWF sieht angebnlich einen zusätzlichen Kapitalbedarf von 200 Mrd. € bei europäischen Instituten. Die Zahl stammt allerdings aus dem Entwurf für einen Bericht, der vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangte, aber noch

nicht finalisiert zu sein scheint. Den Kreisen zufolge wird die Zahl nämlich in der endgültigen Fassung nun deutlich nach unten korrigiert.

EZB verteidigt Banken Auch der designierte EZB-Chef Mario Draghi hat die Warnung des IWF vor einem Kapitalloch bei europäischen Banken bereits als übertrieben bezeichnet. Diese Annahme sei so nicht richtig, sagte Draghi am Montag auf einer Konferenz in Paris. Viele Institute hätten vielmehr erfolgreich ihre Kapitaldecke gestärkt, fügte der

italienische Notenbankchef, derzeit noch einfaches EZB-Ratsmitglied, hinzu. Um die europäischen Banken kapitalmäßig aufzurüsten, wird nach neuestem Stand nun jedenfalls vor allem das Geld privater Investoren herhalten müssen: Es gebe keine weiteren Pläne für eine Rekapitalisierung aus Staatskassen, hieß es laut Nachrichtenagenturen in europäischen Regierungskreisen. Die Eurozone hat im Rahmen von Rettungspaketen bereits zehn Mrd. € für Banken in Griechenland vorgesehen. Hinzukommen 35 Mrd. für Institute in Irland und 12 Mrd.

für portugiesische Banken. Auslöser für die Sorgen sind vor allem die neuen Kapitalvorschriften, die für alle Banken mehr Eigenkapital fordern. Nach Darstellung der Finanzbranche könnten diese Forderungen allerdings das Wirtschaftswachstum deutlich verlangsamen und die Schaffung von Arbeitsplätzen behindern. Unter anderem wegen der neuen Kapitalregeln könnte die Wirtschaftsleistung bis zum Jahr 2015 um 3,2 Prozent niedriger sein als ohne die Vorschriften, heißt es in einer jetzt veröffentlichten Studie des internationalen Bankenverbands IIF. (red/ag)

© EPA

Aufstockung durch neue Kapitalvorschriften wird Wirtschaftswachstum bremsen, warnt Bankbranche.

Künftiger EZB-Chef Mario Draghi: Viele Banken haben schon aufgerüstet.

Neu Kathrein Privatbank

Kathrein tauft um Wien. Die Raiffeisen Bank International-Tochter Kathrein & Co. ändert mit sofortiger Wirkung ihren Namen in Kathrein Privatbank. Damit trage das Wiener Geldinstitut seiner „langjährigen Ausrichtung” auf Sicherheit, Diskretion und Vertrauen Rechnung, hieß es heute, Mittwoch, in einer Aussendung. 1977 wurde die RaiffeisenGruppe Mehrheitseigentümer der Kathrein Privatbank, zehn Jahre später übernahm sie das Institut zu 100%. Neben der Vermögensstrukturierung und -verwaltung, die auf dem wissenschaftlich fundierten Quantitativen Investmentstil beruhe, hat sich die Kathrein Privatbank insbesondere als Spezialist in allen Fragen rund um die österreichische Privatstiftung etabliert, heißt es.

Neu Vermögensverwalter

Allianz lässt los

© Allianz

München. Die Allianz baut ihre florierende Vermögensverwaltungssparte um. Allianz Global Investors (AGI) und der US-Staatsanleihenhändler Pimco würden ab 2012 unabhängiger als bisher operieren, so Europas größter Versicherer, der etwa ein Viertel seines Gewinns in der Vermögensverwaltung erzielt. Man erhoffe sich, dadurch mehr Kunden zu gewinnen und ihre Bedürfnisse besser abdecken zu können; es gehe nicht um Kostensenkungen, sagte ein Sprecher.

Allianz: AGI und US-Staatsanleihenhändler Pimco werden unabhängiger. I5005_Medianet_216x288mm.indd 2

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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

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immo-förderung: „reform!“

Wohnbauförderung muss zweckgewidmet werden, fordern Experten Seite 54

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financenetreal:estate Immofinanz verkauft

Immofinanz-Chef Eduard Zehetner verkauft weitere Objekte in Österreich Seite 54

m&A-deal schönherr berät trenkwalder © Schönherr

Liebe zu Grund & Boden hält Österreicher in Bann

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IMMO-AGS 31. August - 7. September 2011

IATX (7.9.)

147,58

Wochentop Wochenflop

-3,47%

Atrium 0,80% Warimpex -5,01%

Atrium ECO Business-Immobilien conwert Immofinanz CA Immobilien Anlagen s Immo Warimpex

0,80% -1,68% -2,55% -3,09% -4,30% -4,68% -5,01%

IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 7.9.) Monatstop ishares FTSE 7,95% Monatsflop DWS Inv. -10,47% Top 5 Immofonds iShares FTSE EPRA/N. Dev.M. iShares FTSE EPRA/N. US iShares FTS EPRA/N. Eur. AXA Aedificandi Performa HNW US

© Re/Max; RVW(5);

7,95% 4,92% 3,86% 2,91% 2,91%

Flop 5 Immofonds DWS Inv.RREEF As.Pac. -10,47% Henderson Asia-Pacific -9,37% Morgan Stanley Asian Prop. -9,20% AXA WF Framlington -9,16% Morgan Stanley Europ. Prop. -8,55%

45.000 Immobilien um 8,3 Mrd. Euro verkauft Auch im 1. Halbjahr 2011 blieben Investments in Grund und Boden ein Liebkind der Österreicher. Vorsorgewohnungen sind weiterhin begehrt, sagen Bernhard Reikersdorfer (Re/Max) und Michael Kelemen, Raiffeisen Vorsorge Wohnungserrichtungs GmbH. Seite 54

31. August - 7. September 2011

Toskanische Bundesstraße Ausbau von 11 km-Strecke

Ziel Niedrigstenergiebau Projekt zeigt Möglichkeiten

CERX (7.9.)

462,01

-10,45%

inhalt

Immo:Markets > Hochtief-Megadeal mit Flughäfen in Sicht

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Law&Order/People&Dates > Wolf Theiss berät Cineplexxbei Übernahmen 58 > Nürnberger feiert 30er 58

© APA/Barbara Gindl

Immo:Capital > Alpine punktet mit Stadion-Auftrag > IVG lässt Immofonds in Wien managen

Hans Peter Haselsteiner: „Auf Infrastrukturmarkt in Italien sehr gut positioniert“.

Wien. Die italienische Tochtergesellschaft der Strabag, die Adanti S.p.A, hat den Auftrag zum Ausbau von 11 km der toskanischen Bundesstraße 223 zwischen Grosseto und Siena erhalten. Dazu gehören u.a. sechs Tunnel und fünf Viadukte. Adantis Anteil an der Gesamtauftragssumme von 161 Mio. € beträgt ca. 65% bzw. rund 105 Mio. € Gebaut wird ab Frühjahr 2012. Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner: „Unsere Tochter Adanti hat sich im italienischen Infrastrukturmarkt sehr gut positioniert. Besonders in Norditalien profitiert sie vom erheblichen Modernisierungsbedarf.“

© GDI

Strabag: 105 Mio.-Auftrag in Italien 20.000 Gründerzeithäuser im Visier

Projekt Wißgrillgasse: Gründerzeit trifft Niedrigstenergie-Standard.

Wien. Niedrigstenergiebauten liegen im Trend – doch was passiert mit der alten Bausubstanz? Das Forschungs- und Umsetzungsprojekt „Gründerzeit mit Zukunft“ will das anhand eines um die Jahrundertwende errichteten Gebäudes in Wien-Penzing demonstrieren: Es handelt sich um eines von rund 20.000 Gründerzeit-Mietshäusern in Wien, so Walter Hüttler von der e7 Energie Markt Analyse GmbH. Eingesetzt wurde u.a. aufwendige Dämmung, dezentrale Belüftung, Solarkollektoren und BiomasseHeizung. Der Heizwärmebedarf konnte von 186 kWh/m� auf ca 23 kWh/m� gesenkt werden, heißt es.


immo:markets

54 – financenetreal:estate

Freitag, 9. September 2011

financenet@medianet.at

Boom Anleger in Österreich haben höchstes Vertrauen in Immobilien; Vorsorgewohnungen sind stark gefragt

short

Die Gier nach Immobilien

Umwelt-Zukauf bei Bilfinger Berger Mannheim. Der deutsche Bauund Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger baut seine Umwelttechnik-Sparte mit der Übernahme des italienischen Filterherstellers Diemme aus. Mit der Akquisition des in Lugo bei Bologna ansässigen Filterpressen-Herstellers ergänze man das Portfolio in der Wasser- und Reststoffaufbereitung, teilte der Konzern mit. (APA)

Mehr als 45.000 Immobilien im Wert von 8,277 Mrd. Euro wurden im ersten Halbjahr verkauft

© Alpine

Alpine-Gründer Dietmar Aluta­Oltyan: Neuer Arena-Auftrag.

Wien. Alpine hat den Bauauftrag einer Multifunktionshalle in Baku/Aserbaidschan erhalten: Als Generalunternehmer ist Alpine Bau Deutschland für Planung und Bau verantwortlich. Projektpartner sind gmp, Nüssli und Basler & Hofmann sowie seele austria und SSF. Der Auftragsgewinn für die „Baku Crystal Hall“ unterstreiche die Kompetenz im Stadion- und Veranstaltungsstättenbau, so die Alpine. Die Arena wird 25.000 Zuschauer fassen.

IVG lässt einen ImmoFonds in Wien managen Wien. Das Team der IVG Austria wird einen paneuropäischen Fonds der deutschen IVG managen. Der europäisch diversifizierte Spezialfonds nach deutschem Investmentgesetz hat ein Volumen von 230 Mio. € und umfasst 14 Objekte. Grund für die Entscheidung sei das große Interesse von Investoren aus Österreich, so Andreas Rosenberger (IVG Austria). (red)

Oft auch höhere Ansprüche Dabei sind die präsumptiven Käufer recht anspruchsvoll: Eine Größe von 40 bis 65 m� mit zwei bis drei Zimmern hat die typische Vorsorge- oder Ertragswohnung; zwei bis drei Zimmer sollten auf jeden Fall vorhanden sein. Einige Anbieter, wie das Wiener Unternehmen Hübl & Partner Immobilientreuhand, setzen auch auf großzügigere Objekte. So wurden gestern die „Park Apartments Ogugasse” (siehe auch S. 58) eröffnet. Man bietet absperrbare ElektroTankstellen, ein Indoor-PanoramaPool und ein Fitnessraum inklusive Geräten sind genauso Standard wie eine Kräuter/Finnische Sauna oder die Sonnendachterrasse.

© Re/Max/Weinfranz

Wien. Immobilien genießen in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten nach wie vor größtes Anlegervertrauen: Wie das Linzer marketInstitut in einer Umfrage erhob, meinen 45% der Befragten, dass sie derzeit „auf jeden Fall” in eine Wohnimmobilie investieren würden, wenn sie 100.000 € veranlagen müssten. Der Geschäftsführer von Re/Max Austria, Bernhard Reikersdorfer, sieht klar den Trend „Grundbuch statt Sparbuch“: „Die Österreicher investieren laut Re/Max-ImmoSpiegel unvermindert in Grund und Boden, aber auch in Wohnungen und Häuser. 45.528 Immobilienkäufe wurden zwischen Jänner und Juni 2011 im österreichischen Grundbuch eingetragen“ Dabei wechselten, so Reikersdorfer, Grundstücke, Häuser, Wohnungen, etc. um 8,277 Mrd. € die Besitzer: „Das entspricht gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 einer Verringerung des Handelswerts um -5,9% – der liegt aber noch immer +3,8% über dem Vergleichszeitraum von 2009.“ Re/Max-Boss Reikersdorfer rechnet aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch im 2. Halbjahr mit einer positiven Entwicklung. „Im Moment sind Aktien als Anlagewert offensichtlich nicht wirklich ein Renner. Wer kann, investiert in Gold, Grund & Boden oder in Ziegel & Beton – mit dem Vorteil, dass Immobilien auch selbst nutzbar oder vermietbar sind und neben einer allfälligen Wertsteigerung auch laufende Erträge abwerfen, was Gold und andere Rohstoffe ja bekanntlich nicht können.“ Vom Boom profitiert im aktuellen Umfeld besonders eine österreichische Besonderheit: Vorsorgewohnungen, wie sie in fast allen anderen Länder unbekannt sind, werden den Errichtern förmlich aus der Hand gerissen.

Alpine punktet erneut mit Stadion-Auftrag

Nachhaltigkeit ist wichtig Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema: Ein technisches Kontrollsystem wurde installiert; technische Bauteile wie zum Beispiel die Schwimmhalle, Pumpen, Lüftungen und Heizleitungen können so online effizient kontrolliert und Fehler schnell erkannt werden. Freiflächen wie Loggien, Balkone, Dachterrassen, Gärten sind heute bei Vorsorgewohnungnen ohnehin fast ein Muss geworden. Generell bemerken die Anbieter, dass immer mehr Interessenten ihre Vorsorgewohnung zur Gänze mit Eigenkapital bezahlen; der früher sehr erwünschte Effekt der steuerschonenden Veranlagung ist in den Hintergrund gerückt.

Re/Max-Chef Bernhard Reikersdorfer: „Trend Grundbuch statt Sparbuch hält an“.

In Österreich wird nämlich wie in keinem anderen europäischen Land gerne zu Vorsorgezwecken in Wohnungseigentum investiert. Im Vorjahr sollen zwischen 500 und 600 Wohnungen allein in Wien an den Käufer gebracht worden sein.

Kapitalsicherung Ziel Nr.1 Drei bis vier Prozent Rendite im Neubau werden angestrebt; im Vordergrund steht jedoch zweifelsfrei die Kapitalsicherung. „Das Produkt Vorsorgewohnung wird weiterhin stark nachgefragt“,

meint Michael Kelemen, Geschäftsführer der Raiffeisen Vorsorge Wohnungserrichtungs Gmbh. „Auffallend ist“, so Kelemen, „dass wir es mit einer breiten Kundenschicht im Bezug auf Alter und Gehaltsstruktur zu tun haben. Bei uns kaufen sowohl 35- als auch 80jährige Kunden.“ Und genauso unterschiedlich wie beim Alter verhält es sich mit der Gehaltsstruktur, erläutert Kelemen: „Die Vorsorgewohnung ist nicht mehr nur ein Produkt für den 50- jährigen Top-Manager.“ Im Vordergrund der Investiti-

Österreich 4 Objekte

Initiative Zweckgebundene Wohnbauförderung wieder einführen, so Wifo-Expertin

Immofinanz ­verkauft erneut

Wohnungen werden knapper

© dpa/Fredrik Von Erichsen

Wien. Die Bau-Expertin und Wifo-Konsulentin Margarete Czerny plädiert für die Wiedereinführung einer zweckgebundenen Wohnbauförderung. Um Angebot und Nachfrage am Wohnungsmarkt sowie leistbares Wohnen aufrechterhalten zu können, sei wieder eine solche funktionierende Förderung nötig, so Czerny bei einem Pressegespräch: „Die Fördersysteme werden langfristig

© GBH/Walter Henisch

Der Frankfurter Flughafen steht angeblich auf Shortlist der Bieter.

infrage gestellt, wenn alles der Budgetkonsolidierung zum Opfer fällt.” Die Zahl der Haushalte werde bis 2030 von 3,6 auf 4 Mio. steigen, also um rund ein Achtel, daher werde mehr Wohnraum benötigt. Czerny leitet den wissenschaftlichen Beirat der Initiative Umwelt + Bauen. Österreich müsse aufpassen, dass es seinen strategischen Vorteil moderater Wohnkosten nicht

Wifo-Bauexpertin Margarete Czerny: Markt braucht funktionierende Förderung.

verspiele, warnte der Leiter des Instituts für Immobilien, Bauen und Wohnen, Wolfgang Amann. Derzeit liege Österreich mit Wohnkosten von 22,4% des privaten Konsums zwar noch leicht unter dem EU-Schnitt von 22,9% und deutlich unter den Werten Deutschlands (24,5%) und der Schweiz, aber der Abstand verringere sich rasch.

Wien. Die Immofinanz Group hat mit dem Verkauf von vier Büro- und Einzelhandelsobjekten in Österreich rund 17 Mio. € eingenommen. Im Juni trennte man sich u.a. von einem langfristig an das Arbeitsmarktservice vermieteten Bürokomplex in der Wallgasse 3 im 6. Wiener Gemeindebezirk und von einem Bürogebäude auf der Landstraße 66 in Linz.

Es wird teurer 2010 wurden in Österreich um 23% weniger geförderte Wohnungen zugesichert als im Jahr davor, kritisierte der Vize-Bundesvorsitzende der Gewerkschaft BauHolz, Josef Muchitsch. Dies bedeute einen Rückgang von 33.000 auf nur mehr 26.000 Wohneinheiten. Heuer werde es voraussichtlich zu einem weiteren Rückgang um 15 bis 20% der Fördermittel für den Wohnbau in den Bundesländern kommen. Dies werde sich auf die Wohnbauleistung auswirken, aber auch auf die Wohnungskosten, die weiterhin stärker ansteigen würden als im internationalen Vergleich. (red/ag)

© APA/Helmut Fohringer

Hochtief: Megadeal um Flughäfen ist in Sicht

Frankfurt. Ein Kopf-an-KopfRennen um die Flughäfen von Hochtief könnte dem größten deutschen Baukonzern mehr als 1,3 Mrd. € bringen. Die drei verbliebenen Interessenten böten in etwa die gleiche Summe für Hochtief Airports, berichteten Nachrichtenagenturen. Der französische Baukonzern Vinci, die chinesische HNA (Hainan Airlines) und das Konsortium aus dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und dem Deutsche-Bank-Fonds RREEF seien noch mit von der Partie.  (APA)

onsentscheidung, meint der Geschäftsführer der Raiffeisen Vorsorge Wohnungserrichtung, steht beim Kauf einer Vorsorgewohnung derzeit die Sicherheit eines Sachwerts: „Die Rendite wird dadurch deutlich in den Hintergrund gedrängt. Weiters achten die Kunden aufgrund des größeren Angebotes sehr genau auf die Qualität der Projekte.“

Reinhard Krémer

Immofinanz-Chef Eduard Zehetner: Portfolio wird laufend optimiert.


1 0 ja h r e m e d i a n e t

Freitag, 9. September 2011

financenetreal:estate – 55

Start kurz vor der Finanzmarktkrise Das Neueste aus der Welt der Immobilien und der Baubranche – turbulente Entwicklungen seit 2006

Jubiläum: real:estate wird fünf

m i ch a e l e h l m a i e r , Ge s c h äf t s F. g e s . e h l i m m ob i l i e n

„Vorstand und Kommunikationsteam der s Immo gratulieren zum 10jährigen Bestehen. Als Leser der ersten Stunde verfolgen wir die interessant aufbereiteten Freitagsseiten im Immobilienteil und schätzen die Menschen ,dahinter‘. Weiterhin viel Erfolg!“

© CA Immo

s parkas sen imm o b i l i e n a g

„CA Immo zählt schon lange zu den ‚friends of medianet‘ und wünscht herzlich alles Gute zum zehnten Geburtstag. Wir bedanken uns für die tolle und professionelle Zusammenarbeit und wünschen dem gesamten medianet-Team weiterhin viel Freude beim Recherchieren, Texten und Publizieren.” bruno e t t e n au e r CEO c a i m mo

gerhard mas s e n b au e r , c ense o vermög e n s v w t g .

„Als erfolgreicher internationaler Baukonzern mit starker Verankerung in unseren Heimmärkten Österreich, Deutschland, der Schweiz und Polen verfolgen wir die Immobilien- und Bauberichterstattung in medianet seit Jahren mit Interesse.” karl-heinz straus s, C EO P orr

„Der Bedarf ist eindeutig da. Das Angebot zum Glück auch.“ Bereits mehr als 9.000 Kunden nutzen die „Neue Chance“ der BAWAG P.S.K. Das „Neue Chance Konto“ der BAWAG P.S.K. – ein spezielles Konto für Menschen, die bei keiner anderen Bank mehr ein Konto erhalten – wird immer stärker nachgefragt. Exakt zwei Jahre nach dem Launch nehmen mit Stichtag 1. April 2011 bereits mehr als 9.000 Menschen das „Wiedereinstiegs-Konto“ in Anspruch. Jetzt setzt die Bank einen weiteren Schritt bei der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und bietet dieses Service ab sofort in allen BAWAG P.S.K. Filialen an. Fakt ist: In Österreich verfügen mehr als 50.000 Erwachsene aufgrund mangelnder Bonität über kein eigenes Konto. Damit sind sie weitgehend vom bargeldlosen Zahlungsverkehr ausgeschlossen, Ein- und Auszahlungen, z.B. für Miete oder Lohn, sind mit großen administrativen Hürden verbunden. Dazu kommen Gebühren und Spesen für Erlagscheinbuchungen, was die prekäre Situation oft zusätzlich verschärft. Mit dem „Neue Chance Konto“ legt die BAWAG P.S.K. seit April 2009 eine KontoLösung vor, die den Wiedereinstieg ins Finanz- und damit auch ins Gesellschaftsleben ermöglicht. Denn das „Neue Chance Konto“ entspricht in Funktion und Kosten dem günstigsten Kontopaket der BAWAG P.S.K. – allerdings ohne Überziehungsrahmen und Bankomat- oder Kreditkarte.

Ab sofort in allen Filialen erhältlich

„Vorhang auf für die Hartnäckigen, die auch dann noch über Finanzen kompetent berichten, wenn sich andere in Emotionen ergehen. Es ist wichtig, Menschen einen Anker zu geben, um mit Unsicherheit umgehen zu können. Alles Gute der financenet in medianet!“

bernhard reikersd or fer ges chä f ts führer RE / MAX Austria

Obwohl nie aktiv Werbung für das „Neue Chance Konto“ betrieben wurde, ist das Produkt österreichweit etabliert und wird auch von unabhängigen Beratungsstellen, vor allem im persönlichen Gespräch mit den Betroffenen, empfohlen. In der BAWAG P.S.K. kommt man den Menschen nun einen weiteren Schritt entgegen. Die Bank weitet mit Beginn des zweiten Quartals 2011 ihr Service aus und bietet das „Neue Chance Konto“ und alle damit verbundenen Beratungsleistungen in sämtlichen Filialen der BAWAG,

und Gesellschaft sowie Umwelt und Klimaschutz Verantwortung wahrnimmt und wie wir dadurch langfristig erfolgreich wirtschaften. CSR ist nur das, was man lebt und wie man handelt.“ Infos und Report unter: www.bawagpsk.com, Rubrik „Über Uns“ – „Verantwortung“.

© BAWAG P. S.K. (2)

© EHL

„medianet ist für mich eine unverzichtbare Ergänzung zu Publikumszeitungen geworden, denn oft sind es gerade die Meldungen, für die sich in den ‚großen‘ Medien kein Platz findet, die für mich geschäftlich besonders wichtig sind.“

„Der umfassende Überblick und kompetente Berichterstattung über viele Themenbereiche ist für die Immobilienbranche sehr wichtig. Mit medianet bin ich immer am Puls des wirtschaftlichen Geschehens. Herzliche Gratulation und alles Gute!“

Wiedereinstieg in das Finanzleben: Die BAWAG P.S.K. ermöglicht eine neue Chance.

der PSK Bank sowie in den neuen gemeinsamen Standorten der BAWAG P.S.K. an. Damit ist gewährleistet, dass der ServiceZugang in Zukunft noch einfacher und flächendeckend in ganz Österreich möglich ist.

Das „Neue Chance Konto“: Gegen Armut und Diskriminierung, für die Menschenrechte „Das ‚Neue Chance Konto‘ war eine Konsequenz aus unserer intensiven Beschäftigung mit den Menschenrechten und ist für uns eine Antidiskriminierungsmaßnahme und ein Mittel gegen soziale Ausgrenzung“, betont Günter Horniak, CSR & Diversity-Beauftragter in der BAWAG P.S.K. Ein für viele Menschen abstraktes Thema finde so im täglichen Leben und in Unternehmen Beachtung. In der Bank, so Horniak, ist man davon überzeugt, dass Menschenrechte das einzig verbindliche nor-

mative Regelsystem mit globaler Geltung sind, das nicht nur Staaten, sondern auch jedes Unternehmen unmittelbar betrifft. In der BAWAG P.S.K. hat man sich aus diesem Grund ausführlich mit der Umsetzung der Menschenrechte im eigenen Einflussbereich auseinandergesetzt. „Österreichs erste und einzige Bank, die über eine Menschenrechtsmatrix verfügt, hat mit dem Kontopaket die gesellschaftliche Verantwortung konkret auch ins ProduktPortfolio übergeführt“, sieht Horniak den Reality-Check geglückt.

Der neue CSR Report 2010 Verantwortung spiegelt sich auch im „CSR Report 2010“ wider, der ein transparentes und ausgewogenes Bild der ökologischen und gesellschaftlichen Leistungen nach außen darstellt, wie der Experte informiert. „Der Bericht zeigt, auf welche Art und Weise die BAWAG P.S.K. bei den Themen Governance und Ökonomie, Soziales

GÜNTER HORNIAK CSR & Diversity-Beauftragter der BAWAG P. S.K.

„Das ‚Neue Chance Konto‘ der BAWAG P.S.K. ermöglicht mehr als 9.000 Kunden tatsächlich eine neue Chance. Denn dieses spezielle Kontopaket ist oftmals die einzige Möglichkeit, ohne persönliche Einschränkung, Bevormundung oder sogar gesellschaftliche Brandmarkung wieder am bargeldlosen Zahlungsverkehr – und damit dem gesellschaftlichen Leben – teilzunehmen. Für mehr als 9.000 Kunden ist dieses Produkt nicht einfach nur ein Konto, sondern vielmehr eine Möglichkeit, wieder zurück in die finanzielle Normalität zu finden und damit auch die Beseitigung einer großen Hürde. Der Bedarf ist also eindeutig da, das entsprechende Angebot von der BAWAG P.S.K. zum Glück auch!“ guenter.horniak@bawagpsk.com

Promotion

e d ua r d z e h e t n e r v or s ta n d s vo r s i t z e n d e r i m m of i n a n z g r ou p

© Re/Max/Weinfranz

„Gerade in der Finanz- und Immobilienbranche heißt das Gebot der Stunde, informiert zu sein. medianet, mit seinen professionellen Analysen und unabhängigen Berichten, begleitet uns nun schon zehn Jahren – alles Gute und weiterhin viel Erfolg!“

© Porr/Christa Fuchs

© Stephan Huger

Seit zehn Jahren berichtet medianet über die Finanz- und Immobilienbranche, seit fünf Jahren vertieft mit Real:Estate


ÖBB RAIL AD 2011

56 – businesspromotion

Freitag, 9. September 2011

Die Nominierten stehen fest!

RAIL AD 2011 – der KreativWerbepreis der ÖBB Die knapp 100 Einsendungen wurden von einer hochkarätigen Experten-Jury unter dem Vorsitz von Dr. Dieter Scharitzer, Vorstand des Universitätslehrgangs für Werbung und Verkauf, im Rahmen der Jurysitzung gesichtet.

© Alle Bilder ÖBB

Die RAIL AD Expertenjury: Dr. Kristin Hanusch-Linser – Konzernkommunikation ÖBB, Mag. Manfred Oschounig – GF ÖBB CIM, Fritz Kovacs – XL-Beschriftung, Matthias Scheidl – ÖBB Flottenservice Austria, Michael Obermayer – 3M, Ing. Andreas Kallischek – ÖBB Immobilienmanagement, Mag. Angelika Sery-Froschauer – WKO Fachgruppe Werbung, Joachim Feher – GF MediaCom, Dr. Sophie Karmasin – GF Karmasin Motivforschung, Dr. Manfred Berger – Consulent Draftfcb, Ing. Richard Gerin – Gerin Druck.

Heuer wurde erstmals der ÖBBKreativwettbewerb RAIL AD ausgeschrieben und forderte in den letzten Wochen die Werber heraus. Gesucht wurden dabei die kreativsten, impactstärksten und effizientesten Kampagnen rund um Bahn & Co. In den Kategorien Zug, Bus, Bahnhof, Digital, Brücke und Sonderwerbeformen konnte man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Und dass dies angenommen wurde, davon zeugen knapp 100 eingereichte Projekte. Mit dem kreativen Einreichniveau zeigt sich die ÖBB-Kommunikationschefin Kristin Hanusch-Linser höchst zufrieden: „Mit dem ÖBB RAIL AD wollen wir die Vielfalt der Werbeformen entlang Österreichs größtem Mobilitätsnetz sichtbar machen. Auch da kommt jetzt mehr Bewegung rein. ÖBB als größte österreichische Mobilitätsmarke lädt die Werbewirtschaft zum kreativen Markentransfer ein.“

„Die hohe Anzahl an Einreichungen beweist die ernorme Markenkraft der ÖBB. Als Vorsitzender der Jury darf ich die Seriosität des Bewertungsprozesses unterstreichen. Es wurde nach den Kriterien Dialogfähigkeit, Prägnanz und Intensität der Werbebotschaft, integraler Bestandteil im Mediamix, kreative Kompetenz und Originalität, zielgruppenadäquate Ansprache und technische Realisierbarkeit bewertet und ich darf der nationalen Werbewirtschaft zu derer Kreativität gratulieren“, so Prof. Scharitzer. Der ÖBB RAIL AD 2011 wird in den Kategorien „Zug“, „Bahnhof & Infrastruktur“, „Bus“ und „Digital“ vergeben. Bei jeder Hauptkategorie wird zwischen „Real“ und „Vision“ unterschieden. Kategorie „Real“ sind bereits erfolgte Werbeauftritte auf ÖBB-Flächen. In der Kategorie „Vision“ sind konzipierte Kampagnen eingereicht worden, welche jedoch noch nicht realisiert wurden.

„Als Vorsitzender der Jury darf ich die Seriosität des Bewerbungs-

Ab sofort Online-Voting unter www.oebb-railad.at möglich Ab sofort kann für die nominierten Projekte www.oebb-railad. at online gevotet werden. Die Preisträger werden aus einer Kombinationsbewertung der Expertenjury und des Online-Votings im Verhältnis 50:50 ermittelt. Insgesamt werden 12 Sieger gekürt. Den Gewinnern winkt neben den attraktiven ÖBB RAIL ADTrophäen eine einjährige Zugpatronanz im Wert von je 12.000 €.

Im Rahmen der Jurysitzung waren folgende Statements von den Experten zu hören: „Wir sind jahrelanger Beschriftungspartner der Österreichischen Bundesbahnen. Mit dem Kreativwettbewerb RAIL AD können wir perfekt die unendlichen Möglichkeiten der Außenwerbung präsentieren“, so Fritz Kovac von XL-Beschriftung. „Mit der riesengroßen ÖBB-Transportflotte von Zügen, Bussen bis zu den Waggons bieten wir fast unendlich viel bewegte Werbeflächen. Grenzen setzt der Werbewirtschaft nur die technische Realisierbarkeit“, meint Matthias Scheidl, ÖBB Flottenservice Austria.

prozesses unterstreichen.“ PROF. DR. DIETER SCHARITZER

Nach der letztwöchigen Jurysitzung von hochkarätigen Experten unter dem Vorsitz von Dr. Dieter Scharitzer, Vorstand des Universitätslehrgangs für Werbung und Verkauf, stehen nun die Nominierten fest.

in die Offensive. Wir wollen alle kreativen Möglichkeiten unseres Unternehmens präsentieren.“

Mag. Manfred Oschounig, Geschäftsführer ÖBB CIM: „Mit unserem Impact Award ÖBB RAIL AD 2011 gehen wir auch als Anbieter von Werbemöglichkeiten

„Durch neue Kunststofftechnologien können wir heute sowohl hitzeals auch witterungsbeständige Folien anbieten, die nicht nur der Kreativwirtschaft zugutekommen,

sondern unsere Folien wirken auch als Schutz auf bewegten Werbeflächen“, so Michael Obermayer von der Firma 3M. „Die ÖBB bieten auf sämtlichen Bahnhöfen, aber auch Brücken Werbeflächen mit höchsten Sichtkontakten an. Gerade der neue Südbahnhof bietet für die Werbewirtschaft noch nicht dagewesene HightechMöglichkeiten“, so Ing. Andreas Kallischek, ÖBB Immobilienmanagement. „Da dieser Kreativwettbewerb zur wirtschaftlichen Positionierung der nationalen Werbewirtschaft beigeträgt, war ich gern in dieser Jury. Ich bin stolz auf die vielen eingereichten kreativen Ideen und setze mich auch weiterhin für Abschlagshonorare für Kreativleistungen ein“, meint Mag. Angelika Sery-Froschauer, WKO Fachgruppe Werbung. „Der ÖBB RAIL AD fördert das Verständnis für Out-of-home-Werbemöglichkeiten. Zusätzliches Geschäft be-

„Mit dem ÖBB Rail AD wollen wir die Vielfalt der Werbeformen entlang Österreichs größtem Mobilitätsnetz sichtbar machen.“ Dr. Kristin Hanusch-linser

lebt die Wirtschaft“, so Joachim Feher, GF der MediaCom. „Die Zielgruppe der 460 Millionen transportierten ÖBB-Fahrgäste ist ein bis dato wenig entdeckter Kontaktpool. Mit kreativen Werbemitteln seine Kunden im Alltag zu überzeugen, ist sicher die beste Form von Marketing“, so Dr. Sophie Karmasin, Geschäftsführung Karmasin Motivforschung. „Der ÖBB RAIL AD entspricht dem Slogan ‚Jetzt kommt Bewegung rein‘ und ist ein Teil der Kommunikationskampagne an die B2BKlientel. Die neue ÖBB Kampagne ist ehrlich, selbstironisch und ‚verkauft‘ das Produkt ‚Öffentlicher Verkehr‘“, so Dr. Manfred Berger, Consulent bei Draftfcb. „In einer Zeit, in der sich die Werbemöglichkeiten immer mehr diversifizieren, ist dennoch der klassische Druck als korrespondierendes Informationsmedium nicht wegzudenken“, so Ing. Richard Gerin, Inhaber Gerin Druck.


ÖBB RAIL AD 2011

Freitag, 9. September 2011

1a.

2a.

3.

businesspromotion – 57 1a+b: Kunde: IP Österreich Agentur: PingPong

4.

2a+b: Kunde: Wien Energie, Agentur: Demner, Merlicek & Bergmann 3: Kunde: ÖLZ Meisterbäcker GmbH Agentur: Draftfcb Partners 4: Kunde: Minimundus Agentur: Draftfcb Partners 5: Kunde. DocLX Travel Events GmbH Agentur: DocLX Holding DocLX

1b.

2b.

6: Kunde: Bühne Baden Agentur: schultz+schultz Mediengestaltung

5.

7: Kunde: KRONEHIT Radio Agentur: Werbeagentur Fredmansky 8: Kunde: Coca-Cola Agentur: KESCH Branding

6.

7.

8.

DIE NOMINIERTEN mammut sports group austria Kapsch Deutsche Telekom Kimberly Clark GmbH LG Casinos Austria AG DocLX Travel Events GmbH OPST Obst Partner Steiermark GmbH Gewerkschaft PRO-GE Coca-Cola ORF RadioKulturhaus Marketagent.com online reSEARCH GmbH Berglandmilch – Die Schlanke Linie WKNÖ Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation KRONEHIT Radio BetriebsgmbH checkfelix.com Bezirksblätter Niederösterreich GmbH Brussels Airlines Korean Airlines Ringstrassen-Galerien Saalbach Hinterglemm Verlagsgruppe NEWS, Magazin NEWS Emirates Austria Raiffeisenlandesbank Wien/NÖ Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H Sporthilfe Caritas Österreich Rudolf ÖLZ Meisterbäcker GmbH Szene 1 Bühne Baden Bahnhofcenter Innsbruck Mattel GmbH linz09 Gigasport FORUM 1 KURIER Redaktionsgesellschaft The Coca-Cola Company | BURN Deutsche Telekom Nationalpark Hohe Tauern/Gemeinde Mallnitz A1 Telekom Austria AG OÖ Thermenholding GmbH Wien Energie GmbH Caritas Österreich Minimundus MILFORD Tee Austria IP Österreich emporia Telecom NÖM AG UniCredit Bank Austria AG tele.ring, Deutsche Telekom Schallaburg/NÖ Landesaustellung 2011

PREISVERLEIHUNG Die Verleihung des ÖBB RAIL AD 2011 findet im Rahmen eines coolen, unkonventionellen Events am 13. Oktober 2011 in den Simmeringer Werkstätten der ÖBB statt.

ÖBB RAIL AD 2011 Der Kreativ-Werbepreis der ÖBB In den Kategorien Zug, Bus, Bahnhof und Infrastruktur und Digital wird das beste Projekt jeweils in Real und Vision gekürt. Den Gewinnern winkt eine von 12 Zugpatronanzen im Gesamtwert von € 144.000,-. Eine Expertenjury und ein Online-Voting ermitteln die Sieger. Alle Informationen auf www.oebb-railad.at

BIs

2011 . 9 0 . 5 2 n auf hle mItwä ilad.at oebb-ra


l aw & o r d e r / P e opl e & dat e s

58 – financenetreal:estate

Freitag, 9. September 2011

financenet@medianet.at

Schönherr berät Deutsche Droege-Gruppe mit 350 Standorten geht bei Trenkwalder International AG an Bord

short

Takeover bei Trenkwalder

DLA Piper: Althuber leitet jetzt Tax Group

Jetzt kommt Verstärkung, in der Zukunft soll dann ein Börsegang des Personaldienstleisters folgen.

Franz Althuber (35) ist neuer Leiter der Tax Group von DLA Piper.

Wien. Steuerrechtsexperte und Rechtsanwalt Franz Althuber (35) ist neuer Leiter der Tax Gruppe von DLA Piper Weiss-Tessbach und damit der jüngste Practice Group Head der Sozietät. Althuber ist seit 2008 als Rechtsanwalt bei DLA Piper tätig und berät schwerpunktmäßig in den Bereichen Steuer-, Gesellschafts- und Finanzstrafrecht, insbesondere bei Umstrukturierungen, im Rahmen von Unternehmensnachfolgeprojekten sowie in Fragen der Geschäftsführerund Vorstandshaftung, heißt es. Er ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift ZUS – Zeit­ schrift für Unternehmens­ nachfolge und Steuerplanung sowie Lehrbeauftragter für Steuerrecht an der FH Joanneum. (red)

tete“, so Schönherr Partner Peter Konwitschka. Droege, eine erfolgreiche Industrie-Holding mit großer internationaler Dienstleistungserfahrung, ist der perfekte Investor für Trenkwalder, heißt es in einer Aussendung von Schönherr.

Ziel ist Börsegang „Droege hat die Zielsituation sofort verstanden, diese richtig bewertet und ist eine langfristige Partnerschaft mit der Trenkwalder Privatstiftung eingegangen – mit dem Ausblick auf einen mittelfristigen Börsengang”, ergänzt Kathrin Weber, Anwältin bei Schönherr. Sie hat mit Peter Konwitschka das aus mehr als 70 Anwälten bestehende Team, welches über alle 13 Schönherr-Länder hinweg zusammenarbeitete, geführt, und Partnerfirmen in sechs weiteren Ländern koordiniert. (red)

In 19 Ländern „Die Transaktion war aufgrund der internationalen Präsenz des Zielobjekts in 19 Ländern mit mehr als 350 Standorten sehr anspruchsvoll. Sie umfasste eine umfangreiche Due Diligence seitens des Verkäufers und einen Auktionsprozess, der bereits 2010 star-

Leiteten das Schönherr-Team: Peter Konwitschka und Kathrin Weber.

Übernahmen Cineplexx-Gruppe expandiert im ehemaligen Jugoslawien weiter

Wolf Theiss berät Cineplexx Wien. Wolf Theiss hat die Cineplexx Kinogruppe bei der Übernahme zweier Großkinos beraten. Damit setzt Cineplexx einen weiteren Expansionsschritt in Südosteuropa. Die beiden Großkinos befinden sich in „Delta City” Einkaufszentren der serbischen Hauptstadt Belgrad und Podgorica (Montenegro).

Nürnberger feiert 30 Jahre in Österreich Wien. Seit 30 Jahren ist die Nürnberger Versicherung Österreich (NVÖ), Tochter der Nürnberger Versicherungsgruppe, in Österreich aktiv. Daher lud die deutsche Muttergesellschaft heuer ihre besten Vermittler und Makler mit Ehepartnern in die Bundeshauptstadt Wien. Auf dem Programm stand unter anderem ein Festakt im Großen Saal des Palais Ferstel. Vertriebschef Hans-Joachim Rauscher und Vorstandsvorsitzender Werner Rupp bedankten sich für den Einsatz. Empfangen wurden die Gäste von Generaldirektorin Elisabeth Gürtler, die seit 2007 die Hofreitschule leitet. HansPeter Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der Nürnberger, betonte die langjährigen Beziehungen zwischen der Nürnberger und Österreich. (red)

Für die Übernahme gründete Cineplexx ein Joint Venture mit der Belgrader MCF Film. Wie schon bei vergangenen Projekten auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens hat ein Wolf Theiss-Team von Partner Georg Kresbach (Wien) und Rechtsanwältin Bojana Bregovic (Belgrad) Cineplexx beraten. (red)

© Wolf Theiss

Bewährtes Team

Wolf Theiss-Partner Georg Kresbach: „Lokale Niederlassungen hilfreich für uns“.

Neu www.borse4me.at

Börse bildet die Jugend weiter Wien. Zum Schulbeginn hat die Wiener Börse die Jugendwebsite www.borse4me.at gestartet. Man will damit einen Beitrag zur finanzwirtschaftlichen Allgemeinbildung leisten. Eine fundierte ökonomische Basisausbildung sei heute mehr denn je Grundvoraussetzung zur Bewältigung privater und beruflicher Lebenssituationen. Auf www.borse4me.at gibt es Informationen zum österreichischen Kapitalmarkt, eine Beschreibung von Jobs im Börseumfeld, Quizspiele und die Möglichkeit zum E-Learning. Seit mehr als 20 Jahren bietet die Wiener Börse Akademie (eine Kooperation mit dem Wifi) Seminare und Lehrgänge zum Thema Börse und Kapitalmarkt an.

Grand Opening „Park Apartments Ogugasse“ 67 Einheiten von Hübl & Partner – auch Elektro-Tankstellen dabei

Vorsorgewohnungen auf Zukunfts-Kurs

© Nürnberger Versicherung

Wien. 67 neu errichtete Vorsorgewohnungen in der Ogugasse 5, 1220 Wien, sollen zukünftigen Mietern und Eigentümern ein Zuhause bieten, bei dem in Sachen Ausstattung bis hin zur individuellen Elektro-Tankstelle für jeden Parkplatz möglichst an alles gedacht ist. Highlights der Wohnhausanlage „Park Apartments Ogugasse“ in der Nähe der U1-Station Kagran, zu deren „Grand Opening” die Hübl

Elisabeth Gürtler (Hofreitschule) und Aufsichtsratsvorsitzender Schmidt.

& Partner Immobilientreuhand in der vergangenen Woche eingeladen hat, sind etwa eine Wellnesslandschaft, Elektrotankstellen zum Aufladen von E-Bikes/E-Autos und E-Rollern, eine Sonnenterrasse am Dach und Videogegensprechanlagen sowie Rauchmelder in jeder Wohneinheit. Die Anlage selbst befindet sich in U-Bahn-Nähe und gleichzeitig in Grünruhelage, wird betont.

Hübl & Partner plant, realisiert und verwaltet Immobilienprojekte mit innovativen Baukonzepten und attraktiven Mehrwerten, heißt es: „Sozioökologisches Bauen und Umweltbewusstsein sind die neue Dimension des Wohnens. Bei uns stehen die Bedürfnisse des Menschen im Vordergrund“, so Erwin Hübl, Geschäftsführer der Hübl & Partner Gruppe.

Innovative Konzepte

© HŸbl&Partner

Helvetia bezieht neue Zentrale in Wien Wien. Neue Büroräume in der Salztorgasse im 1. Wiener Gemeindebezirk und ein gutes 1. Halbjahr bei der Helvetia Vertriebsdirektion in Wien. So steigerte man in den ersten sechs Monaten des Jahres die Prämieneinnahmen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 12,3% auf 20,8 Mio. €. Insgesamt erwirtschaftete das Verkaufsgebiet Ost ein Prämienvolumen von rund 42 Mio. €.

© Schönherr

© DLA Piper

Wien. Die Anwaltskanzlei Schönherr hat die Trenkwalder Privatstiftung beim Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung der Trenkwalder International AG an Droege Capital beraten. Droege ist ein familiengeführtes unabhängiges Beratungsund Investmenthaus mit Hauptsitz in Düsseldorf. Trenkwalder ist einer der führenden Personaldienstleister in Europa mit insgesamt mehr als 70.000 Beschäftigten und einem Umsatz von rund einer Mrd. € im Jahr 2011.

Erwin Hübl, Hübl & Partner: „Sozioökologisches Bauen und Umweltbewusstsein“.

Die Lobby, als zentraler Ort der Begegnung für Jung und Alt, gehört zu den weiterentwickelten Wohnkonzepten – mit Gemälden des Künstlers Robert Zielasco. Hübl: „Hier treffen sich Bewohner, haben die Möglichkeit, ihre Nachbarn kennenzulernen und nicht anonym nebeneinander herzuwohnen.” Die Verstärkung des sozioökologischen Konzepts setze sich im Wellnessbereich fort Ein weiteres Ziel ist die Nachhaltigkeit: Innovative technische Neuerungen und beste Bausubstanz sollen die Lebensdauer der Immobilie erhöhen; das führe

langfristig zu günstigen Betriebskosten. In der Ogugasse 5 wurde etwa über die Gebäudetechnik ein technisches Kontrollsystem der Firma Honeywell installiert. Technische Bauteile wie zum Beispiel die Schwimmhalle, Pumpen, Lüftungen und Heizleitungen können so über das Internet kontrolliert werden.

Wiesenthal zeigt vor Alle Garagenstellplätze in diesem Objekt verfügen über absperrbare Elektrotankstellen. Für das Grand Opening gewann man das Unternehmen Wiesenthal mit seinen Elektro-Autos als Partner; alle eingeladenen Gäste hatten die Möglichkeit, Testfahrten zu machen. Für die musikalische Komponente der Eröffnung sorgte das Duo „Melissa Coleman“ und Heidelinde Grazl. Im Zuge der Veranstaltung lernte man die gemeinschaftlichen Räumlichkeiten des Objekts kennen; Josef Guttmann Bezirksrat des Bezirks Donaustadt, nahm die offizielle Eröffnung der Wohnanlage vor. (red)

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