medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, 16. SEPTEMBER ER 2011 – 35
Prof. Erich Streissler und Christian Helmenstein, IV, zum Verbleib des Euro Seite 37
BOOM: TRADING-PLATTFORMEN
Plattformen wie CMC Markets erleben derzeit regen Zulauf Seite 38
VICTOR OR AWARDS FÜR ÜR EXZELLENZ Z
© emotion banking
EURO: EXPERTENZUVERSICHT
© CMC Markets
© IV/Markus Prantl
financenet Managed Futures Fonds als Depot-Stabilisator
ATX 7. - 14. September 2011
ATX (Schluss 14.9.) 1.984,61 -7,42% Wochentop Wochenflop
Lenzing 5,02% Warimpex -15,61%
Top 5 ATX Prime Lenzing Mayr-Melnhof Kapsch TrafficCom Andritz AMAG
5,02% 3,59% 0,77% 0,60% 0,00%
Flop 5 ATX Prime Warimpex Verbund Erste Group Raiffeisen Bank Int. Palfinger
-15,61% -15,10% -14,86% -13,82% -13,15%
DAX
© FTC; dpa/Frank Rumpenhorst; Dexia; Foto Weinwurm
7. - 14. September 2011
DAX (Schluss 14.9.) 5.340.19 -1,21% Wochentop Infineon 11,20% Wochenflop Commerzbank -12,76%
11,20% 6,50% 3,34% 2,53% 2,40%
Flop 5 DAX Commerzbank Merck MAN Allianz Metro
Anbieter von Managed Futures Fonds: Thomas Scharitzer, Sharpe Investments, Eduard Pomeranz, FTC, Achim Gilbert, Dexia.
Unterschiedliche Entwicklung Trendfolgende Managed Futures Fonds können als Beimischung nach wie vor das Risiko-Rendite-Profil in einem Depot verbessern. Jedoch zeigt sich in der Krise: Markt und Strategien sind inhomogen; während einige sich auch im August gut hielten, sind andere im Minus. Seite 36
-12,76% -7,60% -5,79% -5,52% -4,44%
INHALT
Capital:Markets > FMA-Bericht zur den heimischen Pensionskassen 36
Bank Austria Kostenlose Kontoführung im ersten Jahr
Unautorisierter Handel 3. Quartal: Eventuell rote Zahlen
Mobile Bank-Applikationen
UBS mit Milliardenschaden
Insurance:Watch > ÖWD macht jetzt in Versicherungen 39 > Pflegekostendebatte – Wr. Städtische mit Zusätzen 39 Banking > easybank erhöht die Konditionen > Bank Austria bietet Renminbi-Konten an
40 40
© Günter Havlena/pixelio.de
Fonds:Park > C-Quadrat erhält Millionenschwere neue Mandate 37
Die Bank Austria setzt nun voll auf SmartBanking jeglicher Art.
Wien. Bis 31.12.2011 erhalten alle Neukunden der Bank Austria die Kontoführung für die Bank Austria ErfolgsKonten ein Jahr gratis. Dazu gibt‘s eine Motiv-Bankomatkarte mit Riesenrad, Schloss Schönbrunn, Stephansdom oder auch zahlreichen anderen Sujets kostenlos dazu. Die Bank setzt auch verstärkt auf SmartBanking oder Apps für alle gängigen Smartphones – jederzeit per OnlineB@nking, SMS, E-Mail und Telefon. Dies sei auch die ideale Alternative für jene, die z.B. aus gesundheitlichen Gründen keine Filiale besuchen können. Alle Nutzer von SmartBanking haben zudem persönliche Betreuer. (lk)
© Keystone File/Alessandro Della Bella
Top 5 DAX Infineon Dt. Börse adidas BMW E.ON
UBS-Aktien sackten zeitweilig im Handel sogar unter die 10-Franken-Marke.
Zürich. Die Probleme bei der angeschlagenen Schweizer Großbank UBS reißen nicht ab. Nach zuletzt bereits einbrechendem Geschäft und einem erneuten Stellenabbau kommt jetzt noch ein Milliardenverlust aus nach Angaben der Bank nicht autorisierten Handelsgeschäften. Die nicht genehmigten Transaktionen – der Händler steht unter Betrugsverdacht und wurde verhaftet – führten nach aktuellen Schätzungen der Bank zu einem Verlust von zwei Mrd. USD (1,46 Mrd. €). Es sei daher möglich, dass die Bank deshalb im dritten Quartal wieder rote Zahlen schreibt. (ag)
C AP I TA L :MA R K E TS
36 – financenet
Freitag, 16. September 2011
financenet@medianet.at
Managed Futures Bei diesen Fonds „wird die Performanceerwartung in wenigen hochpositiven Perioden eingelöst“
KOLUMNE
Nicht ohne Sachverstand
Vom Wind und vom Sturm
Fondsmanager sieht gute Zeiten kommen – vorausgesetzt, Politinterventionen halten sich in Grenzen. Wien. Managed Futures Fonds wurden früher als Airbag für die Märkte gepriesen, können sie doch von fallenden und steigenden Märkten gleichermaßen profitieren. Ein Vergleich zeigt jedoch, dass die Renditen stark unterschiedlich ausfallen. „Die meisten Trends entstehen in Zeiten der Unsicherheit“, diagnostiziert Thomas Scharitzer, Managing Partner von Sharpe Investments. Wegen zahlreicher ungelöster Fragen auf den Finanzmärkten sei die Zeit für Trendfolgeprodukte wie Managed Futures Fonds derzeit besonders gut. Diese Anlageklasse zeichnet sich durch systematisch quantitative Handelsansätze mit börsengehandelten Derivaten wie Futures oder Optionen aus. Die Kauf- und Verkaufsignale werden von ausgefeilten Computerprogrammen mithilfe statistisch abgeleiteter Algorithmen automatisch generiert. Doch während anhaltende Trends und starke Marktdynamik die Chance auf überproportionale Gewinne bieten und die jährlichen Performanceerwartungen im zweistelligen Bereich liegen, sind Trendabrisse und Seitwärtsbewegungen des Marktes problematisch.
LINDA KAPPEL
ährend für die einen 9/11 – der 10-Jahrestag ging Gott sei Dank ohne Nachahmungstaten über die Bühne – die Mitursache oder zumindest ein mitbestimmender Faktor (wie vom kalifornischen Ökonomen Barry Eichengreen vertreten) für die jetzige Wirtschaftskrise ist, und die anderen überhaupt gleich davon ausgehen, dass US-Regierung und -Geheimdienste dahintersteckten, um u.a. die Massen besser lenken zu können, sind einige Probleme durchaus hausgemacht: Wie kann es heute – im Jahr drei nach dem offiziellen Ausbruchsdatum der gegenwärtigen Krise – sein, dass angesichts immer strengerer Regulierungen und Risikomanagement-Vorschriften (s. S. 45), ein Händler einer Großbank unautorisierte Trades betreibt und so einen Schaden von geschätzten zwei Mrd. US-Dollar verursacht? Das fällt niemandem früher auf? Zugegeben, gegen Betrugsabsichten Einzelner ist kein Kraut gewachsen. Ob gegen das „Spekulantentum“ am Ende doch das Plakatieren von Bibelsprüchen („Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten“), zuletzt durch das BZÖ, hilft? Die erforderlichen Eigenmittel für Schweizer Banken sind recht hoch. Der Fall ist Wasser auf die Mühlen des Schweizer Parlaments, das nun über die Anhebung auf 19% für Großbanken berät.
W
Anleihenmonat August So haben die Managed Futures Fonds des Anbieters FTC Capital zuletzt unter dem Trendabriss auf den Aktien- und Rohstoffmärkten gelitten. „Im August war mit Trendfolgern nur bei Anleihen etwas zu verdienen“, sagt FTC-Sprecher Wolfgang Schimmel. Ende des Monats lagen die FTC-Produkte FTC Futures Classic (Klasse Euro B) und der FTC Futures Dynamic Year-to-date im Minus (-6,09% resp. -8,23%). Auf Fünf-JahresSicht dagegen machte der mit 5.000 € Mindestinvestment kleinanlegerfreundlichere Futures Classic 9,33% p.a.
© Foto Weinwurm∞ Dexia
THOMAS HOHENBERGER
Scharitzer: „Risiko eines Trendfolgeprodukts mit dem von Aktien vergleichen“; Gilbert: „Fonds können Depotausgleich schaffen“.
Das Produkt des Mitbewerbers SMN, der SMN Diversified Futures Fund, ritt im August eine gute Welle und legte vor allem mit Zinsen und synthetischen Märkten 7,89% zu. Aber auch er verzeichnet seit Jahresbeginn ein leichtes Minus (-0,25%). Bei diesem Luxemburger SICAV-Fonds liegt die Einstiegshürde bei 12.500 €, Anlagestrategie ist ein mittel- bis langfristiger Trendfolgeansatz. Seit Fondsbeginn hat der SMN Diversified Futures im Schnitt 9,90% p.a. abgeworfen. Seit Jahresbeginn im Plus (9,14%) liegt dagegen der Cayman Island Fonds Sharpe Futures. Nach starker Juli-Performance verzeichnete er allerdings im August ein leichtes Minus von 0,72%. Seit Handelsbeginn im Mai 2005 hat der Sharp Futures jährlich um knapp 16% zugelegt; Mindesteinlagensumme sind hier 100.000 €. Die Luxemburger Dexia Asset Management bietet den Dexia Diversified Futures an. „Der französische Fonds ist steuerlich ‚blü-
tenweiß’ und UCITS III-konform“, erklärt Achim Gilbert, Chef der deutschen Dexia-Niederlassung. Seit Jahresbeginn liegt der im November 2009 gestartete Fonds mit 4,9% im Plus. Die französische Aufsichtsbehörde gibt eine Mindesteinlage von 125.000 € vor. Ein Blick auf die Charts zeigt, dass Managed Futures Fonds risikofreudige Anleger mit starken Nerven verlangen. Verbuchten manche Fonds etwa im Rekordjahr 2008 Zuwächse jenseits der 50%-Marke, so sind zwischenzeitlich auch Drawdowns von 30% und mehr möglich. „Managed Future Fonds sind ein Produkt, an das man mit gehörigem Sachverstand herangehen muss“, rät deshalb Gilbert. Schimmel pflichtet dem bei: „Managed Futures Fonds sind kein Allwetterinvestment, sondern die Performanceerwartung wird in wenigen, hochpositiven Perioden eingelöst.“ Anlagehorizonte von fünf Jahren oder mehr werden
deshalb empfohlen. Scharitzer betont, dass es „weltweit nur eine einzige Asset-Klasse gibt, die ähnliche Erträge erwirtschaftet: Aktien.“ Deshalb müsse man das Risiko eines Trendfolgeprodukts mit jenem von Aktien vergleichen. Aufgrund des kontrollierten Risikos sei man bei Managed Futures Fonds besser aufgehoben. „Wir haben sehr erfolgreiche Zeiten vor uns. Es sei denn, es kommt – nach Schweizer Vorbild – zu verstärkten politischen Interventionen auf den Märkten“, so Scharitzer. Fazit: Die Beimischung von trendfolgenden Managed Futures Fonds kann das Risiko-Ertrags-Profil in einem Portfolio verbessern. „Trendfolgeprodukte als ,Hedge‘ für den Aktienanteil in einem Portfolio zu ,verkaufen‘, ist jedoch eine Themaverfehlung“, meint Scharitzer. „Die Erwartung, dass ich mir mit so einem Produkt das Aktienrisiko absichere, ist eine falsche“; dies sei eher mit Put-Optionen und Short-Positionen zu erreichen.
Lizenz für Bankgeschäft
Pensionskassen FMA-Bericht zum 1. Halbjahr, tiefrotes 2. Semester zu erwarten
Zukauf Rund 88,5%
Generali mit China-Offensive
„Defensive“ schlugen sich besser
VIG erschließt 25. Markt
Wien. Der seit Anfang August an den Börsen beschleunigte Kursrutsch dürfte den heimischen Pensionskassen ein tiefrotes zweites Halbjahr bescheren und die Veranlagungsperformance noch stärker unter Druck bringen. Dies lässt sich aus dem am Dienstag veröffentlichten Halbjahresbericht der Finanzmarktaufsicht (FMA) zu den Pensionskassen herauslesen. 30,5% des verwalteten Vermö-
gens der Pensionskassen steckten Ende Juni in Aktien, Ende März waren es 30,8% gewesen. An erster Stelle liegen Staatsanleihen und Anleihen mit Haftung von Staaten oder Teilstaaten mit zusammen 33,6% gegenüber 29,8% Ende März. An dritter Stelle folgen Corporate Bonds mit 17,5%, danach Bankeinlagen mit 7,3 (9,6). Das Vermögen der Pensionskassen wurde zum Stichtag zu 94,6% indirekt über
Investmentfonds gehalten. Im 2. Quartal lag die Performance der Kassen im Schnitt bei -0,5%, nach -0,7% im 1. Quartal. Veranlagungs- und Risikogemeinschaften (VRG) mit geringeren Aktienquoten wiesen im Halbjahr tendenziell bessere Renditen auf: VRG mit einer „defensiven“ und „konservativen“ Veranlagung (im Schnitt 10,3 bzw. 24,2% Aktienanteil) erzielten laut FMA zumindest einen Werterhalt des Vermögens.
Wien. Die Vienna Insurance Group (VIG) hat den Vertrag für die Übernahme eines Mehrheitsanteils an der Assekuranz Jahorina Osiguranje AD Pale (Jahorina) in der Republik Bosnien-Herzegowina unterzeichnet. Damit wäre die VIG in 25 Märkten der Region präsent. Erworben werden ca. 88,5% des Kapitals bzw. rund 92% der stimmberechtigten Aktien. (lk)
Ergebnisse sind für Fachverbandsobman Andreas Zakostelsky „marktadäquat“.
Das verwaltete Vermögen der Kassen lag Ende Juni bei 14,9 Mrd. €, etwa gleich wie im Vorquartal. Die Zahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten erhöhte sich im Quartalsabstand um 0,52%. Ende Juni wurden 780.607 Menschen im Pensionskassensystem geführt, 68.296 Personen (8,8%) davon beziehen schon eine Pensionsleistung daraus. Zuletzt hatte die Valida Pension AG bekannt gegeben, die TU Wien (mit ca. 2.000 betroffenen Personen) als Neukunde gewonnen zu haben. (lk/ag)
© Vienna Insurance Group / Robert Newald
Vermögen gleich geblieben
© fotodienst/Martina Draper
Rom. Der Versicherer Generali expandiert in China. Die Finanzgruppe mit Sitz in Triest hat in Hongkong eine Lizenz beantragt, um im Bankengeschäft zu starten, geht aus Medienberichten hervor. Generali hat in Hongkong bereits ein Joint Venture mit der chinesischen Finanzgruppe Guotai abgeschlossen, an der die Assekurranz seit 2009 30% hält. Hongkong soll zu Generalis Brückenkopf für die Entwicklung des Bankengeschäfts auf dem asiatischen Markt werden. 50 Mitarbeiter wurden bereits für den Start des Bankengeschäfts angestellt. Generali hofft vom Wirtschaftswachstum in Asien stark zu profitieren. Der Generali-Konzern will am stark wachsenden chinesischen Versicherungsmarkt zur Nummer eins unter den dort vertretenen ausländischen Assekuranzen werden. Schon 2002 hat Generali ein Joint Venture für die Sparte Leben und Sachgeschäft gegründet. (lk/ag)
Jahorina (ca. 215 Mitarbeiter) wurde 1992 als Sachversicherer gegründet.
C A P I TA L : MA R K E TS / F O ND S : PAR K
Freitag, 16. September 2011
financenet – 37
financenet@medianet.at
SHORT
Euro-Zukunft Einzige realistische Alternative wäre der „Nord-Euro“ – allerdings mit ganz eigenen Problemen
„Der Euro bleibt uns – mit 90% Wahrscheinlichkeit“
Talanx vergibt Mandate an die C-Quadrat KAG
© Talanx
Griechenland: „Den Haircut gab es schon, das Problem ist jetzt einzig das Vertrauen der Märkte.“ KURT SATTLEGGER
Griechenland könnte also austreten oder werde austreten müssen. Dann gibt es das Restrisiko eines Dominoeffekts, das allerdings weder Streissler noch Helmenstein überbewerten wollen. Wenn aber doch der Austritt Griechenlands das Vertrauen in den Rettungsplan für andere Länder zerstört? Die einzige realistische Möglichkeit wäre wohl ein „Nord-Euro“, der auch zustande kommen könnte, wenn die stärkeren Länder wie Deutschland aus der alten Eurozone austreten. Auch Österreich müsste dann angesichts der starken wirtschaftlichen Verflechtung mitmachen. Der NordEuro wäre dann aber „eine sichere Sache“, meint Streissler. Allerdings brächte er eine Aufwertung auf etwa 1,8 zum US-Dollar, warnt Helmenstein. Das würde
Wien/Frankfurt. Die C-Quadrat Kapitalanlage AG – eine 100% Tochter der C-Quadrat Investment AG – erhält von der Talanx Asset Management GmbH Managementmandate in Höhe von rd. 300 Mio. €. Aktuell verwaltet die C-Quadrat KAG Assets in der Höhe von rd. 2,8 Mrd. €. Die Talanx Asset Management GmbH, die an der C-Quadrat Investment AG mit 25,1% beteiligt ist, gehört zu Deutschlands drittgrößter Versicherungsgruppe, dem TalanxKonzern. Weiters wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst, ein gemeinsames Unternehmen (je 50% Kapitalbeteiligung) mit Sitz in Frankfurt und dem Geschäftszweck der Akquisition institutioneller Investoren zu gründen. (red)
Erich Streissler und Christian Helmenstein geben dem Euro gute Chancen, zu überleben – tut er es nicht, wird‘s sehr kompliziert.
einen wirtschaftspolitischen Anpassungsprozess von bis zu sieben Jahren mit sich bringen, der keineswegs einfach wäre, inklusive massivem Exporteinbruch. Es wären ähnlich schwierige Zeiten zu meistern, wie sie die Exportnation Deutschland in den letzten Jahrzehnten geschafft hat. Dieses Problem sieht Streissler nicht so ernst: Ein Euro ohne Italien und auch ohne Frankreich würde demnach den nördlichen Ländern durchaus guttun. Aber was wird aus dem Rest? Ein „Süd-Euro” macht in den Augen von Helmenstein überhaupt keinen Sinn, die Länder hätten zu wenig gemeinsam.
es einen „Haircut” (gemeint ist der Teilverzicht von Gläubigern bei einer Umschuldung) bei den griechischen Staatsanleihen schon
„Ein ,Nord-Euro‘ brächte eine Aufwertung zum US-Dollar auf einen Kurs von um die 1,80.“ CHRISTIAN HELMENSTEIN CHEFÖKONOM DER IV
„Haircut“ war schon Die Sache hängt also zunächst einmal an Griechenland. Wobei Helmenstein darauf hinweist, dass
gegeben habe: Die EZB hat an die 50 Mrd. der insgesamt 350 Mrd. € Anleihen des Staats zu einem
Preis von 75 aufgekauft. Das heißt, die Banken haben bereits einen beträchtlichen Verlust verdaut – „und zwar ziemlich geräuschlos“, immerhin ein gutes Zeichen. Dass die EZB jetzt auf einem Berg von Griechenland-Anleihen sitzt, hält Streissler freilich für ein weiteres Problem: „Die hätten jetzt eigenen Abschreibungsbedarf, das wirft aber technische Probleme auf.“
Amerikanische Probleme Streissler hält aber die gegenwärtigen Ängste für völlig übertrieben: Alle Probleme der letzten Jahre seien eigentlich amerikanische Schwierigkeiten; das Defizit dort sei mit 9% höher als in Griechenland, die Verschuldung werde über 100% steigen und das Leistungsbilanzdefizit werde schon lange ignoriert. Vergleichsweise ginge es da der Eurozone gut.
SMN forciert Vertrieb von Fonds der UBP
© SMN/www.funkbild.at
„Nord-Euro“ als Lösung?
Talanx gründet mit C-Quadrat eine Tochter zur Akquise Institutioneller.
© IV/Markus Prantl, Universität Wien
Wien. Wird der Euro die Verschuldungskrise überleben? Bis vor Kurzem wagten nur Außenseiter-Ökonomen daran zu zweifeln. Zuletzt gab es erste ernstzunehmende Stimmen, die Alternativ-szenarien andachten – Grund genug, bei zwei bekannten heimischen Ökonomen nachzufragen. Erich Streissler, Doyen der österreichischen Volkswirtschaft, und Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung (IV), beruhigen zunächst. „Zu 90 Prozent werden wir kein gröberes Problem haben“, meint Streissler; „treten allerdings die restlichen zehn Prozent ein, erleben wir ein Chaos, das heute schwer zu prognostizieren ist.“ Ähnlich sieht es Helmenstein: Den Euro werde es weiter geben, allerdings sei es nicht auszuschließen, „dass die Eurozone bis zu einer Handvoll Staaten weniger umfasst“.
A. Jenner nun bei SMN, Anbieter von Managed Futures, Dachhedgefonds.
Wien. Der Chartered Alternative Investment Analyst (CAIA) Alexander Jenner verstärkt das Kundenbetreuungs-Team für Institutionelle des AI-Anbieters SMN. Er fungiert als erster Ansprechpartner im Bereich der Long-only-Produkte der Union Bancaire Privée (UBAM-Fonds).
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38 – financenet
F I NA N Z D I E N S TL E I S TE R
Freitag, 16. September 2011
financenet@medianet.at
Trading Unruhige Börsenzeiten locken immer mehr Normalverdiener in die Welt des Tradens – die Risiken sind allerdings nicht zu unterschätzen
Boom der Privat-Trader hält an An die 30% gewinnen, die Kundenzahlen nehmen kontinuierlich zu.
Robert Helm von CMC Markets verzeichnet steten Zuwachs heimischer Trader.
Wien. An den Börsen geht es Richtung Süden, die Erträge aus Fonds und anderen klassischen Bankprodukten lassen zu wünschen übrig. Immer mehr „Normalsterbliche” nehmen daher ihr Geld selbst in die Hand und werden zu „Tradern“. Anbieter von Handelsplattformen mit Sitz in Österreich verzeichnen steile Anstiege bei den Kundenzahlen. Die neuen Trader kommen dabei aus allen Alters- und Berufsschichten. Entscheidend zum Boom trägt auch die technische Entwicklung bei: Zugänge zu einer Finanzwelt, die vor wenigen Jahren nur
Experten gegeben waren, sind heute für jedermann leicht via Internet möglich. Zudem sind die „Spreads“ (Anm.: Differenz zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufspreis) erstaunlich tief geworden. Allerdings: Man handelt dabei auch mit Risken, denen sich vor wenigen Jahren nur Experten stellten.
Contracts for Difference) gemacht, der Rest im Forex-Handel. „Die Leute haben erkannt, dass sie mit CFDs relativ simpel short gehen können“, so Robert Helm, Niederlassungsleiter in Wien. Es sei auch möglich, zu geringen Kosten und mit relativ wenig Kapital auf diese Weise ein Aktiendepot zu spiegeln. Und dann gibt es natürlich die echten Zocker: Mit Hebeln bis zu 100 lässt sich der Nervenkitzel der Finanzwelt auf die Spitze treiben. Das erfordert aber nicht nur charttechnisches und wirtschaftliches Wissen, sondern eine stabile Psyche. Angst und Gier spielen eine große Rolle: „Wir versuchen in Form von Schulungen zu helfen und haben einen Mental Coach engagiert, der sich sonst mit Spitzensportlern beschäftigt – dieser tradet auch selbst“, erzählt Helm. In diversen Internetforen kursiert die Faustregel, wonach nur 5% der Trader gewinnen, der Rest verliert. Das kann Helm nicht bestätigen: Ihm zufolge sind es immerhin 30%, deren Einlagen sich längerfristig vermehren, wobei diese sich um die 5.000 bis zu 50.000 € bewegen, fallweise sind es auch schon Mal 100.000 €.
Angst und Gier treiben an Das britische Unternehmen CMC Markets verzeichnet nach eigenen Angaben in Österreich einen Kundenanstieg von 10 bis 15% pro Jahr. Etwa 70% Umsatz werden über die Handelsplattform mit CFDs (Anm.:
Von Juristen bis Schlosser Auch Brokerjet, eine Tochter der Erste Bank Gruppe, bietet für „wirklich aktive Kunden“ das Tradinggeschäft an. Man verzeichnet ein stetes Kundenwachstum von 10 bis 20% pro Jahr, so Vorstand Wolfgang Siegl-Cachedenier. Unter den „aktiven Kunden“ findet sich die ganze Bandbreite: vom Schlosser bis zum Juristen. Wie der Mitbewerb bietet Brokerjet Weiterbildungen an und weist die Kunden auf die Risken hin: „Immer wieder lehnen wir auch jemanden ab.“ Auch beim dritten Anbieter mit Niederlassung in Wien steigt die Kundenzahl: Flatex kommt insgesamt auf 100.000. Im Schnitt finden sich an die 25.000 € auf den Konten der Kunden, von denen viele so um die 40 sind – aber auch über 80-Jährige seien dabei.
Margin Call kann kommen Das Risiko beim „Traden“ ist aber beträchtlich. Selbst wenn man einen vertretbaren Stop-Loss gesetzt hat, kann er – etwa bei einem Kurssprung über Nacht – u.U. nicht greifen. Kommt es zum berühmten „Margin Call“, muss der Trader Geld nachschießen. „Das ist in Österreich aber ganz, ganz selten“, weiß Helm. Allerdings neigten jene Kunden zu erheblichen Verlusten, die ganz auf Stop-Loss-Marken verzichteten oder es nicht für nötig hielten, ein Buch zu lesen oder ein Seminar zu besuchen.
© Brokerjet
© CMC Markets/Weinwurm
KURT SATTLEGGER
Wolfgang Siegl-Cachedenier, Brokerjet: „Lehnen immer wieder Trader ab“.
Freitag, 16. September 2011
BA NK I N G/ I N S UR A N C E : WATC H
financenet – 39
financenet@medianet.at
Wiener Städtische Versicherung Pflegekosten für ältere Menschen werden sich laut einer Studie bis zum Jahr 2030 vervierfachen
Pflegekosten sind ein Pulverfass Wien. In Zukunft könnten die Pflege von älteren Personen in Österreich und die damit verbundenen Pflegekosten für viele Österreicher ein Problem werden; darauf wiesen Experten der Wiener Städtische Versicherung bei einem Round Table zum Thema hin. Derzeit gebe es in Österreich 440.000 Pflegegeldbezieher, das sind 5,2% der Bevölkerung. Der Pflegegeldaufwand beträgt nach dem letzten Vorsorgebericht des Sozialministeriums (BMASK, 2009) rund 2,2 Mrd. €. In den vergangenen zehn Jahren ist aber der Aufwand um fast 43% gestiegen und dieser Trend soll sich laut Studie des Ministeriums auch in Zukunft sogar drastisch fortsetzen: Für 2030 prognostiziert das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung in dieser Studie Pflegekosten (Mittelszenario) von rund 8,45 Mrd. € und somit eine unglaubliche Vervierfachung der heutigen Kosten. Gründe dafür seien die Altersstruktur der Bevölkerung: Sind heute 23% der Bevölkerung über 60, sollen es laut Statistik Austria 2030 mehr als 30% sein. Ein weiterer Punkt, der in Zukunft die Kosten für die Pflege steigen lassen soll, sei die steigende Zahl der Singles und der Rückgang der familiären Pflege.
staatlichen Anreizsystem großen Nutzen sehen würde. Deshalb plädiert die Wiener Städtische dafür, das im Pensionsbereich gut funktionierende Anreizsystem der ‚geförderten Zukunftsvorsorge’ auch auf den Pflegebereich auszudehnen, so Lasshofer.
Innovative Zusatzleistung Die Wiener Städtische setzt in der Innovation der Pflegeprodukte auf neue Parameter: Der neue Zusatztarif „Pflege-Bonus“ sichert bei Leistungsfreiheit regelmäßige Rückzahlungen, sodass man auf jeden Fall von der Versicherung
profitiert: Ab dem 65. Geburtstag erhält der Kunde je nach gewählter Produktstufe alle fünf Jahre Geld zurück. Ende 2010 waren in Österreich rund 60.000 Menschen privat pflegeversichert. „Die Wiener Städtische hat 2004 die erste Pflegeversicherung vorgestellt und ist heute Marktführer. Das ist per se zwar erfreulich, aber noch kein Grund zum Jubeln. Mit dem Vorschlag eines Anreizsystems und gut durchdachten Produktlösungen wollen wir zur Bewusstseinssteigerung für mehr private Vorsorge beitragen“, so Lasshofer abschließend. (ast)
© Wiener Städtische/Chris Singe
Wiener Städtische plädiert für staatliche Anreize wie bei Pensionsvorsorge.
Lasshofer: „Zahl der Pflegenden wird von den meisten Menschen unterschätzt.“
Problem sei unterschätzt In der Bevölkerung sei das Bewusstsein zum Thema Pflegevorsorge grundsätzlich vorhanden, konkret mit dem Thema auseinandergesetzt habe sich jedoch noch nicht einmal jeder zweite Österreicher, erklärt Robert Lasshofer, Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung: „Die momentane Anzahl von zu Pflegenden wird unterschätzt und viele sehen den Staat in der Pflicht, wenn die Pflegekosten die Pension überschreiten“, so Lasshofer. Die Umfrage zeigt auch, dass ein großer Teil der Bevölkerung in einem
BMDfür t steh ion
vat Inno deren Anw lichkeit d freun ale Tot ung etz Vern
ÖWD Firmengründung
Versicherung Wien. Die Unternehmensgruppe rund um den Österreichischen Wachdienst (ÖWD) erweitert ihr Dienstleistungsangebot um den Geschäftsbereich Versicherungen. Die Brüder und ÖWD-Eigentümer Clemens und Hans Georg Chwoyka sowie Albert Hollweger haben mit Thomas Berger-Wiegele das Unternehmen ÖWD Versicherungsservice GmbH gegründet. Neben Kunden sollen auch die eigenen rund 2.500 Mitarbeiter vom neuen Makler-Service profitieren. (red)
BMD HAT FÜR ALLES EINE INTELLIGENTE LÖSUNG. BMD bietet für alle Bereiche ergebnisorientierter Unternehmensführung intelligente Softwarelösungen. Unsere Spezialisten realisieren integrierte Gesamtlösungen mit fundiertem Know-how.
BMD SYSTEMHAUS GmbH Steyr - Wien - Salzburg © ÖWD
Tel 050 883 www.bmd.com A. Hollweger, H. G. Chwoyka, Th. Berger-Wiegele, C. Chwoyka.
BA NK I N G/ I N S U R A NC E : WATC H
40 – financenet
Freitag, 16. September 2011
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emotion banking Bankenberatungshaus prämiert zum 8. Mal innovativste Institute im deutschsprachigen Raum
SHORT
victor awards: Zertifizierte „Banking-Exzellenz“
easybank erhöht die Sparkonditionen Wien. Die easybank erhöht per 1. Oktober den Zinssatz bei ihrem Sparkonto „easy zinsmax“ von 1,65% auf 1,85% p.a. Das Konto easy zinsmax beinhaltet u.a. eine kostenlose Kontoführung und das in Österreich bis dato einzigartige Service „Online-Zinsertrag”; damit können Kunden täglich ihren anwachsenden Zinsertrag verfolgen, der ihnen am Ende des Jahres gutgeschrieben wird. Die easybank serviciert derzeit rund 350.000 Konten. (red)
Klaus Saffenreuther, Vst.Vors. der Volksbank eG Mosbach – „Bank des Jahres“.
Rauscher: „Im Bereich ‚Kunde‘ wurden die Durchschnittsergebnisse verbessert.“
© Sparda Bank Hessen
© RB Reutte
© VB eG Mosbach
© emotion banking
Bank Austria bietet Renminbi-Konten
Kundenvertrauen kehrt langsam zurück. Mitarbeiter sind weiterhin die größten Kritiker der Banken.
Christian Frick, Raiffeisenbank Reutte, Sieger in „Strategie“, „Mitarbeiter“.
Gesamtvorstand der Sparda Bank Hessen: gute Noten für „Kultur”, „Führung”.
VICTOR © Bank Austria
Jährlicher Wettbewerb Banken, die das 360°-Analysetool victor zur Steuerung einsetzen, nehmen automatisch teil. Eine 7-köpfige, international besetzte Expertenjury entscheidet über die Sieger.
Valida begrüßt TU Wien als Neukunden Wien. Die Valida Pension AG begrüßt mit der Technischen Universität Wien (TU) einen weiteren namhaften Neukunden. Rund 2.000 Professoren sowie Mitarbeiter sollen in die betriebliche Vorsorge eingebunden werden. WU Wien, die Universität Wien, die Medizinische Universität Wien sowie die Universität für Bodenkultur zählen bereits zu den Kunden der Valida Pension AG bzw. ihrer Tochtergesellschaft. (red)
Mercer erweitert Austro-Führungsteam
© Pepo Schuster
© LBB
Vst.Vors. Reiner Grimm, SPK Chemnitz, führend in der Kategorie „Innovation“.
Vorstand Herbert Blauensteiner, VB Tullnerfeld, überzeugt die Kunden.
Vorstand Hans Jürgen Kulartz, LB Berlin, bei Firmenkunden an erster Stelle.
Baden bei Wien. Am Donnerstag prämierte das österreichische Bankenberatungsunternehmen emotion banking zum mittlerweile achten Mal die Banken im deutschsprachigen Raum, die sich besonders durch Innovation und die Bereitschaft, tradierte Geschäftsmodelle infrage zu stellen, auszeichnen. Die Preisverleihung erfolgte in dem gediegenen Ambiente des Stadttheaters in Baden bei Wien. emotion banking-Geschäftsführer Christian Rauscher: „Alle Banken möchten wachsen, doch der Markt ist gesättigt. Bleiben zwei Optionen: besser sein oder anders sein.“ Erfahrungsgemäß entscheiden sich 99,5% der Institute für den direkten Wettstreit um den Kunden.
Beratung und Konditionen werden zur ‚Hauptwaffe‘. Für Retailbanken gilt: „Sie müssen mindestens um so vieles besser und emotionaler sein, wie sie teurer sind.“ Banking-Exzellenz, sprich, das Streben nach herausragendem Banking, sei eine Frage ertragreicher Zukunft, so Rauscher; Tatsache sei jedoch, dass sich die meisten Kreditinstitute in der Mitte bewegen. Das sollen die victor-Ergebnisse zeigen: 1.726 von 2.500 erreichbaren Punkten sei der durchschnittliche Wert, den heuer die Mehrzahl der Banken erreiche, analysiert Rauscher – ein leichter Rückgang gegenüber 2011. In einem globalen und sektorübergeifenden Benchmark wurden die
teilnehmenden Banken verglichen und einem Ranking unterzogen. Zur „Bank des Jahres“ wurde die Volksbank eG Mosbach gekürt: „Mit ihrer klaren Strategie, der überzeugenden und konsequenten Vorwärtsorientierung sowie gelebter Führungskräfte- und Mitarbeiterbegeisterung hat sie den höchsten Score insgesamt erzielt“, so Barbara Aigner, Geschäftsführerin von emotion banking. Die Sparkasse Chemnitz überzeugte die Jury mit einer neuen Technologie im Internetvertrieb. Die Raiffeisenbank Reutte „lebt eine klare strategische Ausrichtung, die bei 100% der Mitarbeiter und Führungskräften angekommen ist“. Der NPS ( die Nettoweiterempfehlungsquote)
Preisträger 2011 Bank des Jahres ist die Volksbank eG Mosbach (D), einen victor erhielten in folgenden Kategorien: Innovation – Sparkasse Chemnitz (D), Dynamik – Volksbank eG Mosbach (D), Strategie & Mitarbeiter – Raiffeisenbank Reutte (A), Führung & Unternehmenskultur – Sparda-Bank Hessen eG (D), Kunde – Volksbank Tullnerfeld eG (A), Firmenkunde – Landesbank Berlin AG (D). liegt bei exzellenten +48 und bei Führungskräften beim Spitzenwert +100. Der Sparda Bank Hessen ist das Kunststück gelungen, nach einer Fusion rasch eine klare gemeinsame Kultur zu finden. Ein ‚Wiederholungstäter‘ in der Kategorie „Kunde“ ist die Volksbank Tullnerfeld eG (Liste der Sieger s. Textkasten). Insgesamt blieb die Gesamtzufriedenheit stabil, der NPS der Kunden aber konnte sich im Jahresvergleich verdoppeln (+26). Leichte Reduktionen gab es bei der Führung und den Mitarbeitern. (red)
Kriminalität Haushaltsversicherung allein nicht ausreichend bei Kunstdiebstahl
Kids Vorsorgeprodukt
Allianz: Kunst richtig schützen
Generali: Kinder unterversichert
Wien. Vor fast genau 100 Jahren wurde die „Mona Lisa“ aus dem Louvre gestohlen – sie ist glücklicherweise wieder aufgetaucht. Aber auch heute ist Kunstdiebstahl einer der einträglichsten Kriminalitätsbereiche. Obwohl gerade in Krisenzeiten Kunst vermehrt als sichere Anlageform geschätzt wird, so fehle es in Sachen Versicherungsschutz vielfach an Gefahrenbewusstsein, so die Allianz Versi-
Gerald Moritz, neuer zweiter Geschäftsführer bei Mercer Österreich.
cherung: „Wenn ein Kunstliebhaber nur eine Haushaltsversicherung hat, ist er vermutlich unterversichert“, erklärt Xaver Wölfl, Leiter Market Management der Allianz. Einerseits werde übersehen, dass eine übliche Haushaltsversicherung nicht den notwendigen individuellen Versicherungsschutz für Kunstwerke biete, und andererseits gehe es vor allem um die Entschädigung im Versicherungsfall
für einzelne Kunstgegenstände, die dem aktuellen Marktwert entsprechen sollte, so Wölfl. Neben dem Versicherungskonzept zähle auch Beratung rund um Sicherheitsvorkehrungen, Aufbewahrung, Konservierung und Transport von Kunstwerken zu den Serviceleistungen der Allianz. Kunstsachverständige entscheiden direkt vor Ort, ob und welche Kunstgegenstände versichert werden können. Diese werden vor Versicherungsabschluss inventarisiert, fotografiert und bewertet. Der Eintrag im „Art Loss Register“ erleichtert im Worst Case das Wiederfinden gestohlener Objekte.
Individuell zugeschnitten
© Allianz Gruppe
Wien. Das internationale Consultingunternehmen Mercer, Berater bei betrieblicher Altersvorsorge, erweitert die Geschäftsführung in Österreich: Neben Josef Papousek, Country Head, und Michaela Plank, Prokuristin, wurde Gerald Moritz als zweiter Geschäftsführer geholt. Er leitete die letzten neun Jahre die österreichische Zweigstelle von Towers Watson und wird ab 1. Oktober für den Ausbau der Cross Business-Aktivitäten sowie für das Regional Market Development verantwortlich zeichnen. (red)
© VB Tullnerfeld
Wien. Die Bank Austria bietet Firmenkunden als erstes Institut in Österreich Fremdwährungskonten in der chinesischen Währung Renminbi für den Zahlungsverkehr mit China an. Vorteile für Unternehmen, die mit China Geschäfte machen, sind Kostenersparnisse und Risikominimierung, denn es fallen Kursrisiko und Konvertierungskosten weg. (red)
© SPK Chemnitz
Dieter Hengl, Vorstand Corporate & Investment Banking der Bank Austria.
Xaver Wölfl: „Normale Haushaltsversicherung bietet nicht den nötigen Schutz.“
Die Allianz bietet eine individuell zugeschnittene Lösung: Für Kunstsammler, die Werte von über 100.000 € besitzen, kann „Art Privat“ als Zusatz zu einer bestehenden Haushaltsversicherung abgeschlossen werden, für Kunstsammlungen mit einem Wert von über 400.000 € wird die Kunstversicherung mit der Haushaltsversicherung kombiniert. (ast)
Wien. Familien geben viel Geld für ihre Kinder aus, die Absicherung gravierender Risiken wie Unfall oder Krankheit werde jedoch oft vernachlässigt, meint Vertriebsvorstand Harald Steirer von der Generali Versicherung. „Mit dem neuen Vorsorgepaket ‚Kids Care‘ bieten wir Top-Sicherheiten zu einem attraktiven Preis“, so Steirer.
Dreifacher Schutz „Kids Care” besteht aus Gesundheitsvorsorge, Unfallschutz und finanzielle Vorsorge und kann für Kinder bis zum 15. Geburtstag abgeschlossen werden. Die finanzielle Vorsorge startet bei 15 € Monatsprämie. Der Unfallschutz beinhaltet neben Unfallkapital und Unfallrente u.a. auch finanzielle Soforthilfe nach Spitalsaufenthalt. Bei der Gesundheitsvorsorge steht zur Auswahl: Sonderklasse nach Unfall mit Option auf Erweiterung für Sonderklasse auch bei Krankheit, MedReise (Reisekrankenversicherung) sowie Privatarzt & Alternative Vorsorge. (red)
medianet
INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.
FREITAG, AG, 16. SEPTE SEPTEMBER TEM TE M BER 2011 – 41
Allianz beteiligt sich am Shoppingcenter Skyline Plaza in Frankfurt Seite 42
JUSTIZREFORM ZIEHT SICH
Verfassungsrechtler Heinz Mayer plädiert für den Bundesstaatsanwalt Seite 44
REKORD BAUVOLUMEN G DER BUWOG
© Stephan Huger
© CA Immo
CA IMMOBILIEN AG
© eup.at/keinrath
financenetreal:estate JPI expandiert bei Gewerbeimmobilien IMMO-AGS 7. - 14. September 2011
IATX (Schluss 14.9.) 140,92 Wochentop Wochenflop
-4,51%
CA Imm. -1,94% Warimpex-15,61%
CA Immobilien Anlagen Immofinanz conwert Sparkassen Immobilien Atrium Europ. Real Estate Warimpex
-1,94% -4,93% -5,44% -6,41% -6,73% -15,61%
© JP Immobilien (2); JP Gewerbeimmobilien//Erich Reismann
IMMO-FONDS 1-Monats-Performance (per 14.9.) Monatstop Lupus alpha Jap. 3,81% Monatsflop iShares FTSE Epra -8,82% Top 5 Immofonds Lupus alpha Japanese REITs 3,81% iShares Stoxx Am600 R E Cap. 3,16% Morgan Stanley US Prop. I EUR 2,55% BNPP L1 R E Sec. Pacific I 2,55% WIP Global R E Sec. A EUR 2,50% Flop 5 Immofonds iShares FTSE EPRA/Nareit UK -8,82% iShares Stoxx EU 600 R E Cap. -8,65% DWS Inv. RREEF As.P. RE Sec -8,22% ComStage ETF Stoxx Eur 600 -8,08% AI - European Reit Fund C EUR -737%
Eigenes Geschäftsfeld JP Immobilien-Geschäftsführer Martin Müller (re.) holt sich für den neuen Geschäftsbereich Gewerbeimmobilien den Profi Matthäus Jiszda ins Haus. Nun werden nicht nur Wohnprojekte entwickelt, sondern auch Büro- und Gewerbeimmobilienprojekte konzipiert und realisiert. Seite 42
7. - 14. September 2011
Stadt Wien Siedlungsgenossenschaften einheitlicher
Neuregelung der Baurechtsverträge CERX (Schluss 14.9.) 399,01 -13,64%
01 596 60 20 www.jpi.at JP IMMOBILIEN
© A.W. Rausch
Wohnung gesucht?
Stadtrat Ludwig: „Neuer Tarif: statt 0,9 Cent nun 70 Cent am m² je Monat“.
Wien. Ende 2012 laufen einige Baurechtsverträge aus, die zwischen der Stadt Wien und Siedlungsgenossenschaften in den 1930erJahren abgeschlossen worden waren. Mit dem Neuabschluss der Verträge kommt eine einheitliche Regelung; dabei werde der Baurechtszins „an die Gegenwart“ angepasst, so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Der neue, von der Lage unabhängige Tarif orientiert sich am niedrigsten Freigrundwert der Liegenschaften, der von Sachverständigen ermittelt wird. Für die Berechnung des Baurechtszinses werden 90% davon herangezogen, umgesetzt wird binnen 10 Jahren.
I MMO : C OV E R
42 – financenetreal:estate
Freitag, 16. September 2011
financenet@medianet.at
Faire Geschäfte mit unseren Kunden, unseren Partnern sowie mit unseren Mitbewerbern sind uns wichtig. Wir wollen Erfolg, aber nicht um jeden Preis! Erst wenn Sie zufrieden sind, waren wir erfolgreich.”
www.hf-immobilien.at
JP Immobilien: Offensive bei Gewerbeimmobilien Wiener Markt gilt als „sicherer Hafen“, so Jiszda: deutsche Investoren kommen, Staat mietet viel. Wien. JP Immobilien startet die Expansion im Bereich der Gewerbeimmobilien: Um das Dienstleistungsspektrum zu vergrößern, wurde dafür ein eigenes Geschäftsfeld unter der Leitung von Matthäus Jiszda gegründet. Er hat nach über vierjährigem Auslandsaufenthalt und seiner Tätigkeit bei internationalen Gewerbeimmobilien-Dienstleistern zuletzt für das weltweit größte Makler-Netzwerk Re/Max die GewerbeUnit in Österreich aufgebaut und geleitet. Ziel von JP ist, den Kunden „ab sofort Top-Beratung in allen Segmenten der Immobilienberatung und -verwertung anbieten zu können”, sagt Martin Müller, Geschäftsführender Gesellschafter. Jiszda wird als Geschäftsführer und Partner beim neuen Geschäftsfeld mit einem erfahrenen Team von Immo-Experten das JP-Team verstärken. Damit stehen neben der Entwicklung hochwertiger Wohnprojekte nunmehr auch die Konzeptionierung und Realisierung von Büround Gewerbeimmobilienprojekten in Wien auf dem Plan, heißt es. Müller: „Mit Matthäus Jiszda und seiner zusätzlichen großen Expertise können wir nun ein volles Paket an Leistungen aus den Geschäftsfeldern Bauträger, Sanierung, Asset Management, Wohnimmobilienvermarktung und jetzt auch zusätzlich Gewerbeimmobilienvermarktung anbieten. Bei uns bekommen die Kunden alles aus einer Hand.“
Martin Müller, Geschäftsführender Gesellschafter JP Immobilien, mit neuem Partner und Gewerbeimmo-Chef Matthäus Jiszda.
an, Wien wird als sicherer Hafen gesehen.“ Der Preis sei (in der RenditeBetrachtung) bei rund 5,23 Prozent für gute Lagen recht stabil. „Derzeit kommen verstärkt deutsche Investoren und sehen sich um, was man am Einstieg von Deka beim Bürozentrum ‚Viertel Zwei‘ sieht.“ Dabei ortet Jiszda aber einen deutlichen Trend zu Top-Objekten. Generell sei der Büromarkt nach wie vor flau und vor allem durch die Nachfrage der Öffentlichen Hand stabil: „Sie hat rund die Hälfte der vermieteten Flächen im letzten Jahr übernommen.“ Bei den Mietern, also Unternehmen, besteht ein starker Trend zu Standort-Optimierungen, die neu fertiggestellten Objekte liefern sich einen harten Wettbewerb. Gewerbeimmo-Experte Jiszda
Gewerbe: Experten gefragt Jiszda sieht zahlreiche Möglichkeiten im Bereich der Gewerbeimmobilien, allerdings drücken die Nachwirkungen der Finanzmarktkrise nach wie vor auf die Märkte. Daher gilt es zu differenzieren, sagt er: „Generell zieht die Immobiliennachfrage
war vor Re/Max lange Jahre bei der Constantia-Gruppe tätig und über drei Jahre Geschäftsführer beim internationalen Immobiliendienstleister DTZ. Er hat an Transaktionen u.a. den Europe Tower der Erste Bank Hungary in Budapest (12.000 m ) vermietet und das 40.000 m
große „Marximum“ als erstes Österreich-Entwicklungsprojekt des deutschen Baukonzerns Hochtief realisiert. Auch während der Krisenjahre wickelte er prominente Transaktionen wie u.a. den Verkauf Mariahilfer Straße 54 von Deka an die Schöps AG ab. (gst)
FACTS Makler-Schwergewicht Die JP Immobilienmakler GmbH wurde vor 14 Jahren gegründet und sieht sich als einen der Marktführer bei Qualitätsobjekten in Österreich. JP ist auf den Großraum Wien spezialisiert und sowohl Immobilienmakler wie auch Projektentwickler.
worden. In einem anderen Geschäftsbereich, nämlich dem Luxussegment, werde man beim aktuellen Ausbau des Palais Principe erstmals in die Preisklasse von über 25.000 € pro m² vorstoßen (für Dachausbau-Wohneinheiten), so JP Immobilien. Das Palais Principe liegt am Hohen Markt im 1. Wiener Gemeindebezirk und damit in der teuersten heimischen Immobiliengegend; über 25.000 € seien aber bisher auch hier noch nie erzielt worden – im Gegensatz zu teuren europäischen Metropolen.
Hohe Preise für Luxus Dabei kommt JP Immobilien aktuell der Boom bei Vorsorgewohnungen zustatten: Das letzte Projekt sei innerhalb von 4 Wochen an den Kunden gebracht
Wienerberger Modellziegelhaus am Kältepol Österreichs
CA Immobilien Shoppingcenter Skyline Plaza
Mit Buslinien
Energieautark im Waldviertel
Allianz steigt zu 80 Prozent ein
RAIL-Vorstand Wehinger, Paul und Thomas Blaguss, Blaguss Reisen.
Wien. Die private Bahngesellschaft Westbahn, die ab Dezember bis zu 18 Mal täglich Wien mit Salzburg verbinden will, wird auch fünf Busverbindungen zu ihren tragenden Haltestellen in Wien, Linz und Graz einrichten; ab 2012 soll eine sechste Verbindung dazukommen, gab WestbahnHauptaktionär Hans-Peter Haselsteiner bekannt. Die Busstrecken werden zweimal am Tag (Salzburg-München viermal) gefahren. Durchgeführt wird das von der Westbus, einem JV mit dem Busunternehmen Blaguss. Der Start der Westbahn könne pünktlich erfolgen, ist Vorstand Stefan Wehinger zuversichtlich.
Wien. Mit einem beispielhaften Ziegelhaus im nördlichen Niederösterreich will eine Gruppe von „Massivhausbauern“ Häuslbauer davon überzeugen, dass es möglich ist, selbst unter schwierigen Bedingungen ein energetisch optimiertes „leistbares“ Haus zu errichten. Das Einfamilienhaus „e4 Ziegelhaus 2020“ hat den Anspruch, trotz moderater Errichtungskosten „im Mittelfeld“ drei bis vier Mal energieeffizienter sein als vergleichbare konventionelle Häuser. Es sei CO2-neutral und liefere mehr Energie als es konsumiere. „Wir haben den Standort gewählt, weil es uns wichtig war, zu beweisen, dass ein solches Haus nicht nur in Gegenden wie der Südsteiermark oder dem Südburgenland funktioniert“, sagte Wienerberger-Manager Christian Weinhapl. Zwettl gilt als ein Kältepol im Winter, die Sonneneinstrahlung dort ist vergleichsweise gering. Das rund 277 m große Haus (beheizbare Nutzfläche) soll mit einem Energiebedarf von nur 20.000 kWh p.a. auskommen (Raumwärme, Warmwasser, Strom). Basis ist dabei ein mit Steinwolle gefüllter
neuer Wienerberger-Ziegel, dessen Dämmwerte eine eigene Isolierschicht unnötig machen. Wärme und Strom werden durch Solarthermie und Fotovoltaik sowie durch einen mit Holz beheizten Kessel geliefert. Herzstück der Anlage ist ein knapp 10.000 l umfassender Warmwasserkessel. Finanzieller Aufwand: ca. 1.700 € pro m . Errichtet wird das Haus von der Baufirma Schiller, überwacht wird das Projekt vom AIT. (lk/APA)
Frankfurt/Wien. Die Allianz wird sich mit einem Anteil von 80% an dem Shoppingcenter Skyline Plaza in Frankfurt am Main beteiligen. Verkäufer sind die CA Immo Deutschland GmbH und die ECE, die beide jeweils 10% an der Immobilie halten werden. Die Immobilie wird nach ihrer Fertigstellung im Herbst 2013 eröffnet. Das Europaviertel ist in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, zur Frankfurter Messe und zum Bankenviertel
Bernhard H. Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung von CA Immo Deutschland und CTO der CA Immobilien Anlagen AG: „Mit dem Skyline Plaza wird nach dem Tower 185 ein weiteres Leuchtturmprojekt im Europaviertel realisiert.“ Es erfülle strenge Nachhaltigkeitskriterien. Alexander Otto, CEO der ECE, sieht im frühen Einstieg der Allianz die Attraktivität des Konzepts am Frankfurter TopStandort. (lk)
Um ca. 360 Mio. €
Das „e4 Ziegelhaus 2020“ soll im Sommer 2012 bezugsfertig sein.
„Die Investition der Allianz in das Skyline Plaza bildet einen weiteren Höhepunkt unserer Investitionstätigkeit in Deutschland“, sagt Stefan Brendgen, CEO der Allianz Real Estate Germany. „Mit der ECE und CA Immo haben wir zwei ausgezeichnete Partner an unserer Seite, für die Projektphase wie auch für den späteren Betrieb. Unserem Ziel, den Einzelhandelsanteil in unserem Portfolio auszubauen, sind wir einen deutlichen Schritt näher gekommen.“ Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei rund 360 Mio. €.
© CA Immo
© Rail Holding AG/APA-Fotoservice/Preiss
Westbahn Blaguss
© Wienerberger Ziegelindustrie GmbH
PROMOTION
Die Firma H - F ImmobilienProjektentwicklungs-Consulting GmbH wurde 1994 mit Firmensitz in der Steiermark, Bruck an der Mur, gegründet. Im Jahr 2003 erfolgte die Eröffnung des Standorts in Wien. Durch den raschen Kundenzuwachs und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großinvestoren erkannte das Unternehmen rechtzeitig den Trend zu lukrativen Investitionsmöglichkeiten im Osten Europas und eröffnete 2004 ein Netzwerk mit mehreren Partnern in den CEEStaaten. Seit der Gründung des ursprünglich steirischen Unternehmens steht der Name H - F Immobilien-Projektentwicklungs-Consulting GmbH für die Qualität der erbrachten Dienstleistungen. „Unsere Aufgaben erledigen wir mit Enthusiasmus und Mut zur Verbesserung, worin wir die Hauptstärke unseres Unternehmens sehen. Mit unserem Know-how und Ihrem Vertrauen konzentrieren wir uns auf das, was wir am besten können: Die rasche und ordnungsgemäße Abwicklung von Immobiliengeschäften. Unsere Dienstleistungsgedanken lassen uns erfolgreich und zielorientiert Ihre Ansprüche erkennen und in entsprechende Konzepte umsetzen.
Neuer Geschäftsbereich Gewerbeimmobilienprofi Matthäus Jiszda übernimmt die Leitung
© J+P Immobilien, J+P Immobilien Erich Reismann
Makler der Woche: H - F IMMOBILIEN
Skyline Plaza erfüllt laut CA Immobilien strenge Nachhaltigkeitskriterien.
R E A L : MA R K E TS
Freitag, 16. September 2011
financenetreal:estate – 43
financenet@medianet.at
Freifinanzierter Wohnbau Fßr das Unternehmen eine immer bedeutendere Geschäftsschiene – soll auf 40 bis 50 Prozent Anteil anwachsen
Buwog mit Bauvolumen-Rekord FRITZ HASLINGER
Wien. Humor kennt keine Grenzen: „Ich glaube mit Fug und Recht sagen zu kĂśnnen, die Buwog ist die bekannteste Wohnbaugesellschaft des Landes. Aber wir leiden nicht unter dieser Situation. Im Gegenteil: Wir verkaufen und vermieten besser denn je und unser Geschäft funktioniert auf allen Ebenen“, sagt ein gut gelaunter Daniel Riedl, GeschäftsfĂźhrer der Buwog. Und die Daten scheinen ihm recht zu geben.
Rekord bei Bauvolumen
Bereits jetzt habe das Bauvolumen ein Rekordniveau erreicht. Knapp Ăźber 1.000 Wohnungen seien in Bau und der Start von Projekten mit weiteren 1.500 Einheiten werde vorbereitet. Dieser Wachstumskurs soll in Zukunft noch verstärkt werden. „Wir werden in den kommenden fĂźnf Jahren so viele Wohnungen fertigstellen wie noch nie zuvor in der 60jährigen Geschichte des Unternehmens“, erklärt Riedl. Wobei sich die Schwerpunkte der Neubauaktivitäten deutlich verschieben sollen. Insbesondere werde der Eigentumsanteil deutlich erhĂśht und die Zahl der neu zu errichtenden Mietwoh-
nungen tendenziell gesenkt. „Die Kombination unseres langfristigen Bestandsgeschäfts mit dem in erster Linie auf Eigentumswohnungen fokussierten Entwicklungsgeschäft wird die Ertragskraft der Buwog weiter stärken.“
Freifinanzierter Wohnbau Entfielen in den vergangenen Jahren noch rund 80% des Wohnungsneubaus auf gefÜrderte Wohnungen, so sollte der Anteil des freifinanzierten Segments in den nächsten drei bis fßnf Jahren auf 40 bis 50% steigen. „Die hohen Grundstßckspreise in Wien und die
schrittweise Reduktion der WohnbaufĂśrderung werden insgesamt zu einem Schrumpfen des gefĂśrderten Sektors fĂźhren. Wir werden unsere Wachstumschancen im Bereich des freifinanzierten Wohnbaus forcieren“, sagt Riedl. GleichermaĂ&#x;en mĂśchte man das Vorsorgewohnungsgeschäft stärker ausbauen. Bis dato habe man fĂźnf Projekte mit 224 Wohnungen abgeschlossen, der Start weiterer Projekte mit zusammen 190 Wohnungen sei aktuell in Vorbereitung. Und mit jährlich rund 150 bis 200 Vorsorgewohnungen will Riedl zur Nummer 1 im Vorsorgewohnungsgeschäft aufsteigen.
Š Stephan Huger
Auch das 2009 gestartete Geschäftsfeld „Vorsorgewohnungen“ wird weiter ausgebaut werden.
Riedl: „Werden Chancen im Bereich freifinanzierter Wohnbau forcieren“.
Unter dem Motto „glĂźcklich wohnen“ konzipiere, realisiere und bewirtschafte die Buwog/ESG eine breite Palette an individuellen WohnlĂśsungen in ganz Ă–sterreich – aktuell an die 31.000 Bestandsobjekte mit 2,41 Mio. m! Nutzfläche.
Modell Lebenszyklus
www.alpine.at
FĂźr Hochbau Wien. Die Ăśsterreichische Gesellschaft fĂźr Nachhaltige Immobilienwirtschaft (Ă–GNI), ATP Architekten und Ingenieure, M.O.O.CON, Heinrich & Mortinger, Delta und Heid Schiefer Rechtsanwälte stellten vor Kurzem die „IG Lebenszyklus Hochbau“ vor: eine Initiative zur Entwicklung einer „lebenszyklusorientierten Verfahrensweise bei Projekten im Hochbau“. Der Ăśsterreichische Aktionsplan zur nachhaltigen Ăśffentlichen Beschaffung (NAP) verlangt den „Lebenszykluskosten-Ansatz“ seit 2010. Das Ziel der IG ist, Reibungsverluste bei Projekten im Hochbau zu minimieren, die Qualität zu garantieren wie auch langfristige Kostensicherheit zu bieten. DafĂźr wurde ein Abwicklungsmodell entwickelt. (fh)
Alpine StraĂ&#x;enbauprojekt
Spatenstich Salzburg/Wien. Die Alpine Bau GmbH hat vor Kurzem mit der bulgarischen StraĂ&#x;enbaubehĂśrde API einen Vertrag unterzeichnet. Das Auftragsvolumen fĂźr die Sanierung einer 109 km langen BundesstraĂ&#x;e in SĂźdwest-Bulgarien beträgt rund 20 Mio. ₏, heiĂ&#x;t es seitens Alpine. „Mit diesem Auftrag beweisen wir unsere Kompetenz im Verkehrswegebau und bauen unsere Präsenz am Markt weiter aus“, sagt Roman Esterbauer von Alpine Bau. (fh)
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-Magazin von
Konzern 1.2011 // Das
ALPINE
Š Alpine
Unter inside.alpine.at kĂśnnen Sie unser Konzernmagazin INSIDE kostenlos bestellen, die Download-Version direkt herunterladen oder weiterfĂźhrende Artikel in unserem Online-Magazin lesen.
Verstärkung des Belags und neue StraĂ&#x;enentwässerung sind Teil des Projekts.
I MMO: MA R K E TS / L AW & O R D E R
44 – financenetreal:estate
Freitag, 16. September 2011
financenet@medianet.at
SHORT
Hat die Justizreform ausgereicht? Der Wiener Verfassungsrechtler und Juridicum-Dekan Heinz Mayer will mehr
„Bundesstaatsanwalt her!“
DLA Piper mit neuem Senior Associate
Umstrittene Wirtschaftscausen: Österreich braucht vor allem „unabhängige Staatsanwälte“. GERALD STEFAN
© DLA Piper
Wien. Für Univ.Prof. Heinz Mayer, österreichischer Verfassungs- und Verwaltungsjurist und Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, gehen die bisherigen Schritte der Justizreform nicht weit genug: Mayer fordert nach den zahlreichen Skandalen der jüngeren Vergangenheit, (Stichworte sind etwa Buwog oder Eurofighter) vehement die Ernennung eines Bundesstaatsanwalts als oberste Instanz für alle österreichischen Staatsanwälte; das bisherige System, bei dem die Staatsanwaltschaften dem Justizminister weisungsgebunden sind, müsse ad acta gelegt werden, so Mayer bei einer Publikumsveranstaltung von Ecker & Partner. Mayer betonte, dass es für das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz nicht nur entscheidend sei, was passiert, sondern auch wie
Maria Griesmayr: auf streitiges Versicherungsrecht spezialisiert.
© eup.at/keinrath.com
Wien. Die internationale Anwaltskanzlei DLA Piper WeissTessbach hat mit Rechtsanwältin Maria Griesmayr einen neuen Senior Associate im Team. Die 30-Jährige ist Spezialistin für Versicherungsrecht und Prozessführung. Griesmayr wechselt von Wolf Theiss in die Litigation & Regulatory Gruppe von DLA Piper WeissTessbach. In den letzen Jahren hat sie Versicherungen, Banken und Industrieunternehmen insbesondere in Bereichen des Versicherungs- und Schadenersatzrechts beraten und vor Gericht vertreten. „Mit Fau Griesmayr gewinnen wir eine erfahrene Expertin im Versicherungsrecht und können unser diesbezügliches Angebot weiter ausbauen“, so Claudine Vartian, Managing Partnerin von DLA Piper WeissTessbach. (red)
Uni-Dekan Heinz Mayer: Bundesstaatsanwalt statt Weisungen vom Justizminister.
Russische Sberbank kauft Volksbank International Schönherr, Freshfields, Dorda, Bredin Prat u.a. berieten
Die Berater beim Volksbanken-Deal mit VBI
© APA/Helmut Fohringer
Der Verfassungsgerichtshof hat eine umstrittene Netzgebühr gekippt.
Wien. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat entschieden, dass die 2009 via Verordnung eingeführten Netzverlustentgelte verfassungswidrig sind. In Folge seien nun Schadenersatzforderungen in Höhe von rund 40 Mio. € jährlich für die Zeit der Geltungsdauer möglich. „Diese Summe müssen die Netzgesellschaften jetzt den Erzeugern voraussichtlich refundieren”, teilte die Lobbyingorganisation „Oesterreichs Energie“ mit. (APA)
Société Générale und J.P. Morgan waren financial advisors der Sberbank; Troika Dialog beriet laut Aussendung ebenfalls bei der Transaktion. Citigroup lieferte eine „fairness opinion“ für das Executive Board der Sberbank.
100%-Übernahme Im Rahmen der Transaktion übernimmt die Sberbank 100% der VBI und bezahlt dafür „1.0x VBI book value (excluding VB Romania)“, also den Buchwert – mit Ausnahme der Tochter VB Romania, die nicht verkauft wird. Der endgültige Kaufpreis wird sich zwischen 585 Mio. und 645 Mio. € bewegen, je nach der Geschäftsentwicklung der VBI.
© APA/Helmut Fohringer
Wien/Moskau. Die VolksbankenAG (ÖVAG) verkauft ihre Tochter Volksbank International (VBI) an die russische Sberbank. Dabei kamen eine Reihe von großen Namen als Berater zum Zug. So wurde die Sberbank von Freshfields Bruckhaus Deringer beraten; Wirtschaftsprüfer Deloitte übernahm die „financial and tax due diligence“ für die Russen. Ähnliche Dienste leistete die KPMG für die ÖVAG. Der rechtliche Part aufseiten der ÖVAG wurde von der Kanzlei Schönherr übernommen, die auch die deutsche DZ Bank und WGZ Bank (an VBI beteiligt) beriet. Bredin Prat und Dorda Brugger Jordis waren legal counsels für für die ebenfalls an der VBI beteiligte französische BPCE.
Höchstgericht kippt Netzverlustentgelte
Die russische Sberbank bezahlt bis zu 645 Mio. € für die Volksbanken-Tochter VBI.
Gastkommentar Einst war Top-Sekretärin der „gute Geist“, heute ist „Corporate Facility Management“ sein Inbegriff
Der „Gute Geist“ ist heute Profi-Business
© First Facility
VKI: „Ja“-SMS reicht zum Bezahlen nicht aus Wien. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat eine Verbandsklage gegen Klauseln in den AGB der Firma Paybox in erster Instanz gewonnen. Demzufolge ist ein einfaches „Ja”-SMS nicht ausreichend, um einen Zahlungsvorgang zu autorisieren. Das Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) verlangt zur sicheren Abwicklung von Zahlungen von einem Zahlungsdienstleister, dass personalisierte Sicherheitsmerkmale (etwa ein PIN-Code) zur Verfügung gestellt werden. Demnach genügt ein SMS mit dem schlichten Inhalt „Ja“ nicht, da jede beliebigen Person im Besitz des Mobiltelefons es versenden könnte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
die Justiz repräsentiert wird und wer an ihrer Spitze steht. „Wieso kann der Staatsanwaltschaft nicht jemand vorstehen, der außerhalb der Politik steht?“ Ein solcher Bundesstaatsanwalt könnte ähnlich dem Rechnungshof-Präsidenten vom Parlament gewählt werden oder nach einem Dreiervorschlag durch die Höchstrichter vom Bundespräsidenten bestellt werden. „So lange die Politik der Justiz vorsteht, wird man der Strafjustiz auch weiterhin politische Gängelung vorwerfen.“ Neben der allgegenwärtigen Ressourcen- und Personalknappheit habe die Justiz in Österreich laut Mayer vor allem ein Hauptproblem. Entscheidend sei der Stellenwert, den die Politik der Justiz beimesse. „Staatsanwälte sind nicht bessere oder schlechtere Menschen als alle anderen“, so Mayer. „Das Problem ist, dass sie einem Politiker untergeordnet sind.“
Früher gab es sie noch, die Sekretärin – eine wertvolle, allumfassende Hilfe im Betrieb, die für alles zuständig war, was niemand wirklich erledigen wollte, der sogenannte gute Geist. Im Wandel der Zeit mutierte diese Position aus unerklärlichen Gründen zum „Office Assistant“. Es war vollbracht: Man schaffte eine Bezeichnung, die „genderkonform“ und somit politisch korrekt erschien – und endlich auch eine Stellenbeschreibung. Doch es kam anders als man dachte. Glücklich mit dem neuen Begriff, näherte sich scheinbar das nächste Unheil – „Headcount“. Sprach man früher von „Zahl der Mitarbeiter“, reduzieren wir den Mitarbeiter nun auf „Head“ – die Gliedmaßen verschwanden in der Unschärfe der Betrachtungsweise. In Zeiten der Umsatzeinbrüche und schwindenden Märkte war der Sparstift anzusetzen – eine Sekretärin, ein Chauffeur, eine Stockwerksdame (ja, auch die gab es einmal), die Unwörter eines jeden börsennotierten Unternehmens, Luxus, den man sich offiziell nicht mehr leisten darf. E-Mails sind selbst zu beantworten, von A nach B hat man selbst zu fahren, im Zeitalter des Handy wird man schon lange nicht mehr verbunden. Da war die Lösung rasch geboren: „Corporate Facility Management“ – ein Schlagwort, noch dazu in Englisch. Perfekt. Der „gute Geist“ des Unternehmens wurde neu geboren – kostenoptimiert, versteht sich. Professionelle Leistung ist nun gefragt und das in allen Bereichen, die nicht zum sogenannten Core-Business eines Unternehmens gehören. Der Bogen spannt sich vom Fuhrparkmanagement über Rezeptionsdienste und Catering bis hin zur Lieferung und zum Betreiben von Druckzentren. Das klassische Verhältnis von Auftraggeber und Auftragnehmer schwindet zunehmend. Es entsteht ein wirkliches Miteinander – eine Art von Partnerschaft. Die externen Dienstleister sitzen vor Ort, bereichern die eigene/ fremde Unternehmenskultur – sie werden zu Kollegen, kennen die internen Abläufe und werden ein Teil davon. Der „gute Geist“, der unterstützt – heute ein professionelles Business. Ein Service, das zunehmend in Anspruch genommen wird. Gut ausgebildete Mitarbeiter, die im Zuge ihrer Tätigkeit weiterentwickelt und spezialisiert werden. Die Fuhrparkverwaltung, die bis dato meist im zentralen Einkauf abgehandelt wurde, wird zu einem optimierten Fuhrparkmanagement. Reduzierte Kosten, schnelle Reaktionszeiten und erhöhte Verfügbarkeit, das sind die Messlatten, die an ein zeitgemäßes Fuhrparkmanagement gestellt werden. Firmenübergreifende Dienstleistungen, Bündelungen von Einkaufsvolumina, innovative Konzepte, Auslastungssteigerungen und flexible Anpassung von Service Level sind die Herausforderungen für die neuen „internen Dienstleister“. Jeder Veränderungsprozess birgt die Möglichkeit, bestehende Strukturen neu zu formen, um den erweiterten Kundenanforderungen künftig besser gerecht zu werden. Professionelles „Corporate Facility Management“ ist heute der Inbegriff des „guten Geistes“. DI Peter Panis ist Leiter New Business Development der First facility GmbH. Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Kürzung vor.
L AW & O R D E R
Freitag, 16. September 2011
financenetreal:estate – 45
financenet@medianet.at
Großbritannien und USA UK-Banken benötigen mindestens 10 Prozent Kernkapital, wenn es nach Finanzminister Osborne geht
Engere Fesseln für die Banken London/Waschington. Britischen Banken sollen so enge Fesseln angelegt werden wie in kaum einem anderen Land. Finanzminister George Osborne stellte sich hinter die Empfehlungen einer von der Regierung beauftragten Expertenkommission. Sie schlägt in ihrem Abschlussbericht einen „Schutzschild“ um die Spareinlagen vor, um das Privatkundengeschäft vom riskanteren Investmentbanking abzuschirmen. Zudem sollen die Institute mehr Kapital vorhalten als Banken in den meisten anderen Ländern. Nach Schätzungen der Experten um den früheren Notenbanker John Vickers wird das die Branche im Jahr vor Steuern vier bis sieben Mrd. £ (4,62 bis 8,08 Mrd. €) kosten. Mit der Royal Bank of Scotland (RBS) und Lloyds hatten zwei der vier britischen Großbanken in der Krise vom Staat gerettet werden müssen. Die Institute sollen ihr inländisches Privatkundengeschäft ab 2019 mit
Gutachten Nicht gedeckt
Franken-Affäre Linz. Ein Gutachten bringt neue Perspektiven in die Franken-Affäre der Stadt Linz. Die vom Verfassungsdienst des Landes im Auftrag der Landesregierung erstellte Expertise sagt, dass Frankenkredit und Swap – bisher verlustreich für die Stadt – von der Gemeindeaufsicht hätten genehmigt werden müssen, die Transaktion sei daher rechtlich nicht gedeckt. In der Affäre geht es um einen Swap-Vertrag von 2007. Die Stadt hat zur Absicherung einer auslaufenden Kreditlinie über 195 Mio. CHF (damaliger Kurs: 152 Mio. €) mit der Bawag eine Art KursZins-Wette abgeschlossen. Durch den Kursanstieg des Franken ist der Wert des Swaps 4175 inzwischen auf mehrere hundert Mio. € gewachsen, die zusätzlich zur Kreditschuld zu zahlen wären.
eBay Streit mit Craigslist
Ermittlungen
© newyork.craigslist.org
San Francisco. Der jahrelange Rechtsstreit zwischen dem Internet-Auktionator eBay und dem Annoncenvermittler Craigslist hat jetzt die Staatsanwälte auf den Plan gerufen. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob eBay-Mitarbeiter vertrauliche Informationen von Craigslist missbräuchlich verwendet haben. Craigslist wirft dem InternetGiganten vor, dafür einen Sitz im Aufsichtsrat missbraucht zu haben. Der Streit beschäftigt seit Jahren die Zivilgerichte.
eBay hält einen Anteil von fast 29% am Kleinanzeigen-Provider Craigslist.
mindestens 10% hartem Kernkapital – Grundkapital und Gewinnrücklagen – unterlegen. Insgesamt sollen sie 17 bis 20% Eigenkapital vorhalten, mit dem Verluste aufgefangen werden können. So weit geht bisher nur die Schweiz. Weltweit geben die Aufseher künftig 7% hartes Kernkapital vor, für systemrelevante Banken sollen es bis zu 9,5% werden.
USA: Notfallpläne gefordert Auch für die größten der USBanken gelten neue Auflagen: Sie müssen den Aufsichtsbehörden darlegen, wie sie im Fall eines
drohenden Bankrotts vorgehen und ihre Aktiva zu Geld machen wollen. Die staatliche Einlagenversicherung FDIC setzte eine Regelung in Kraft, die vom Kongress im Rahmen der Finanzmarktreformen beschlossen worden war. Damit soll verhindert werden, dass der Staat eine Problembank retten muss. Betroffen von der Regelung sind Banken mit Vermögenswerten von mehr als 50 Mrd. USD (36,6 Mrd. €). Sie müssen u.a. der FDIC und der Notenbank Pläne vorlegen, in denen sie ihre Geschäftsabläufe sowie ihre Rücklagen und andere Kerndaten offenbaren. (lk/ag)
© EPA
Neue Regeln für Einlagensicherung in den USA in Kraft getreten.
Für die großen Banken wie BoA und Citigroup gilt die Regelung schon ab Juli 2012.
P E O P L E & DATE S
46 – financenetreal:estate
Freitag, 16. September 2011
financenet@medianet.at
Engagement Bauunternehmer Hans-Peter Haselsteiner wird interimistischer Vorstandsvorsitzender des jesuitischen Concordia-Hilfswerks
Nebenberuf: Concordia-Vorstand
Haselsteiner: „Man muss sich die Zeit nehmen, für das, was einem wichtig ist.“
Wien. Pater Georg Sporschill, Gründer des Hilfswerks „Concordia“, hat seine bisherige Funktion als Vorstandsvorsitzender des Hilfswerks zurückgelegt, um sich künftig neuen Aufgaben widmen zu können. An seiner Stelle übernimmt der Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner interimistisch, wie er sagt, das heißt für die kommenden drei bis fünf Jahre, den Vorsitz. Sporschill, der kürzlich seinen 65. Geburtstag gefeiert hat, zieht sich aus dem operativen Bereich zurück, werde dem Hilfswerk aber weiterhin verbunden bleiben. Auch Concordia-Mitgründerin Ruth Zenkert zieht sich zurück;
bar sein“, so Haselsteiner, der die Wohlhabenden dazu mahnt, auf eine Balance in der Gesellschaft zu achten, denn auch sie trügen Schäden davon, wenn diese gestört sei. „Wenn es denn nicht aus einer inneren Haltung und Ethik geschieht, so ist es darüber hinaus ein Gebot der Stunde.“ Am Rande der Pressekonferenz machte sich Haselsteiner gegenüber financenet für einen Governance Code für die Politik stark, wenngleich „kein Kodex verhindern kann, dass sich Menschen bereichern oder sonstwie ehrenrührig verhalten“; ein Kodex könne nicht eine fehlende Ethik herbeizwingen. Das von dem Vorarlberger Jesuitenpater Sporschill vor rund 20 Jahren gegründete Hilfswerk betreibt in Rumänien, Moldawien und Bulgarien u.a. Sozialzentren für Straßenkinder, Wohngemeinschaften, Familiengruppen und berufsausbildende Werkstätten. (lk)
mit Sporschill, der sich wieder verstärkt seiner Berufung als Priester, Ordensmann und Sozialarbeiter widmen „und etwas Neues beginnen“ will, wird sie Hilfsprojekte z.B. für die Roma in Rumänien oder für Bedürftige in Transnistrien auf die Beine stellen. Gleichzeitig übernimmt Sporschill die Funktion des Ombudsmanns für die gesamte, rund 75.000 Personen umfassende Belegschaft der Strabag SE. Haselsteiner gilt als langjähriger Förderer und ehemaliger Concordia-Beiratsvorsitzender. „Concordia soll ein jesuitisches Werk bleiben und als solches erkennbar auch von außen identifizier-
Biz Zwei 18.500 m²
Deka als Käufer Wien. Die EHL Investment Consulting GmbH, eine Tochter von EHL Immobilien, hat beim Verkauf des Büroobjekts Biz Zwei den Käufer, die deutsche Immobiliengruppe Deka, beraten. Der Deal ist einer der größten in Österreich im laufenden Jahr. Die Immobilie wurde von der IC Projektentwicklung GmbH entwickelt, umfasst eine Gesamtnutzfläche von 18.500 m2, davon 17.000 m2 Bürofläche. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Unter den Mietern befindet sich eine Reihe renommierter internationaler Unternehmen, u.a. Johnson & Johnson und Xerox Austria. Das Objekt profitiert u.a. von der Verkehrsanbindung (U2 und die nahegelegene Autobahnauffahrt) sowie vom hohen Freizeitwert der Umgebung.
Lauda Markenbotschafter
Aabar investiert Abu Dhabi. Die Investmentgesellschaft Aabar Investments PJS aus Abu Dhabi hat den dreifachen Formel 1-Weltmeister Niki Lauda als Markenbotschafter gewonnen. Die Partnerschaft begann bereits mit dem „Großen Preis von Italien“ in Monza am 9. November. Aabar baut so das Engagement in der Formel 1 weiter aus. Bereits seit 2009 ist Aabar Großaktionär von Mercedes Grand Prix Limited, dem Formel 1 Team der Daimler AG. Zudem hält Aabar 9% an der Daimler AG. (lk)
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Strabag-Boss: „Unabdingbar, die Gesellschaft in eine Balance zu bringen“.
Niki Lauda war drei Mal Weltmeister der Formel 1 – 1975, 1977 und 1984.