Skip to main content

medianet financenet

Page 1

medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 29. juni 2012 – 29

raiffeisen factor bank © RFB

Das neue Zauberwort heißt „Supply Chain Finance“ für Großkonzerne Seite 34

© APA/G. Hochmuth

financenet Uniqa österreich

Startschuss für Barkapitalerhöhung mit 46,7 Millionen neuen Aktien Seite 36

vermögende geändertes anlageverhalten © Johannes Kepler Universität Linz

Bei Rohstoffen ist die Luft vorerst draußen

ATX 20. Juni 2012 - 27. Juni 2012

ATX (Schluss 27.6.) 1.883,01 -4,71% Wochentop Wochenflop

HTI 13,51% Zumtobel -12,88%

Top 5 ATX Prime HTI Century Casinos Do&Co S Immobilien Bene

13,51% 4,16% 2,88% 2,79% 1,75%

Flop 5 ATX Prime Zumtobel voestalpine Uniqa Wienerberger Andritz

-12,88% -10,55% -9,40% -8,39% -7,62%

DAX

© Volksbank Investments; Saxo Bank; APA/Robert Jäger © Xxxxxxx Xxxxxxxx

20. Juni 2012 - 27. Juni 2012

DAX (Schluss 27.6.) 6.228,99 -2,55% Wochentop K+S Wochenflop Infineon

6,30% -7,24%

Top 5 DAX K+S E.ON Bayer Dt. Telekom RWE

6,30% 4,58% 1,57% 1,38% 1,31%

Flop 5 DAX Infineon VW BASF BMW MAN

-7,24% -5,74% -4,32% -4,23% -3,74%

Ausverkauf Experten wie Ole Hansen (Saxo Bank) und Uli Baumann (VolksbankInvest) sehen derzeit keinen Aufwind mehr an den Rohstoffmärkten. Alle Werte bis auf Erdgas schwächelten in den vergangenen Wochen, auch beim gelben Edemetall Gold scheint die Decke fürs Erste einmal erreicht zu sein. Seite 30 100 Prozent Mitarbeiter sollen erhalten bleiben

inhalt

Capital:Markets > Zumtobel: Gewinneinbruch

Skrill übernimmt paysafecard.com 30

Fonds:Park > Fidelity bietet Portfoliolösung für Fondsanleger 37

Insurance:Watch > Spezialmakler für Kreditversicherung sieht Potenzial 41 > Gothaer plant weitere Osteuropa-Expansion 42

© Paysafecard

Banking > Älteste Bank der Welt droht Sanierungsfall zu werden 42 > Bankenverband für österreich­weite Einlagenlösung 42

paysafecard.com-CEO Michael Müller: sind mit Übernahme nun global präsent.

Wien. Der UK-Online-Zahlungsdienstleister Skrill (Moneybookers) hat die österreichische paysafecard. com Wertkarten AG mit 150 Mitarbeitern zu 100% übernommen. Die bisherigen Eigentümer waren u.a. die Androsch Privatstiftung und die Dörflinger-Privatstiftung mit je 34,80% und die BAWAG PSK mit 11,24%. „Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart“, so Androsch-Anwalt Georg Riedl. Die Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen. paysafecard.com wurde vor mehr als zwölf Jahren gegründet und ist einer der führenden Anbieter von Prepaidlösungen und Online-Einkauf. (APA)


F i n a n c e : c ov e r

30 – financenet

Freitag, 29. Juni 2012

financenet@medianet.at

kolumne

Pfeifen im Wald?

Rohstoffe An den Commodity-Märkten gab es in den vergangenen Wochen offenbar nur ein Motto: Ausverkauf!

Tanken wird günstiger

Schwache Zahlen aus China und den USA – Rohöl ist als Reaktion darauf heftig eingebrochen. stabil bleiben. „Wenn man bedenkt, dass China für den Verbrauch von 50 Prozent mancher Rohstoffe verantwortlich ist und dort aber das Stimulus-Programm nicht so richtig greift, kann man abschätzen, wohin der Zug fährt.“ Beim Ölpreis spielt die Positionierung großer Fonds eine Rolle, sagt Baumann: „Viele OPEC-Staaten brauchen 80 US-Dollar je Fass, damit sich die Förderung rechnet.“ Bei dieser Marke sieht der Volksbank-Invest-Experte auch den Boden: „Da könnte dann die Disziplin der Ölstaaten greifen.“ Aktuell liegt der Preis für die Marke Brent bei rund 93 USD pro Fass.

reinhard krémer

W

ir befinden uns im fünften Jahr der Finanzkrise. Tatsächlich: Im September 2008 musste Lehman Brothers Insolvenz beantragen. Seitdem geht es rund auf dem gesamten Globus, besonders die Eurozone ist stark gebeutelt, ein Ende nicht in Sicht. Viele vermögende Anleger halten laut einer aktuellen Studie der Kepler Uni Linz für die Privatbank LGT massiv mehr Cash als noch vor einem Jahr (s. dazu Seite 33). In letzter Zeit versuchen auffallend viele Fondshäuser, Journalisten und Anlegern gleichermaßen wieder Mut zu machen – vielleicht auch sich selbst. Bloßes Pfeifen im Wald? Folgende Kernaussagen helfen: Global anlegende Fonds, die benchmarkunabhängig einem schlüssigen Bottomup-Ansatz folgen, bei dem unterbewertete Unternehmen gesucht werden, die entweder eine starke Pricing-Macht, ein gutes Geschäftsmodell, eine etablierte Marke oder einfach solide Zahlen (freier Cashflow) aufweisen, können immer noch auch in den PIIGS-Ländern fündig werden. Beispiele: der spanische Inditex-Konzern oder der portugiesische Jeronimo Martins oder Italiens Pirelli (seit Jahresbeginn ca. 20% Kursplus). An die 32% der Umsätze der im MSCI EuropaIndex enthaltenen Konzerne kommen aus den Emerging Markets. Merke: Es ist nicht alles immer nur schwarz-weiß.

Agrarrohstoffe stabiler

Nur Agrarwerte stark „Das Motto an den Rohstoffmärkten in der vergangenen Woche war offenbar: Ausverkauf! Vor allem Rohöl ist als Reaktion auf die schwachen Zahlen aus China und den USA heftig eingebrochen“, sagt Hansen. „Dass sich der DJ-UBS Rohstoffindex trotzdem seitwärts entwickelte, lag ausschließlich an Agrarwerten, die sich teilweise sehr stark zeigten“, so Hansen. Auch Goldinvestoren hätten sich mehr erhofft von der Sitzung des US-Offenmarktausschusses in den USA. „Da kaum Andeutungen für weitere Stimuli gemacht wurden, ging das Edelmetall wieder auf Talfahrt und verlor insgesamt mehr als dreieinhalb Prozent“, ist Hansen überzeugt. „Das ist der größte Einbruch seit Dezember.“ Damit schwankt Gold aktuell stetig zwischen 1.525 und 1.640 USD pro Feinunze, und alles deutet darauf hin, dass es erst einmal dabei bleiben wird. Bei Silber ist der Verlust sogar noch gravierender gewesen. „Das weiße Edelmetall ist

© dpa/Patrick Pleul

linda kappel

Wien. Die Preise für so gut wie alle Rohstoffe gaben während der letzten Wochen deutlich nach. Experten meinen, dass der Zenith bei vielen Commodities bereits überschritten ist. Der S&P GSCI Rohstoff-Index, der 24 verschiedene Futures umfasst, die an Warenterminbörsen gehandelt werden, hat seit seinem letzten Zwischenhoch mehr als 20% verloren. Außer Erdgas haben Energiewerte ihre Verluste vergrößert. „Brent verlor mehr als sieben Prozent und verringerte seinen Preisaufschlag zur Sorte ‚Crude‘ auf weniger als elf US-Dollar – das ist der geringste Wert seit Jänner“, erklärt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. „Und das, obwohl die geopolitischen Risiken keinesfalls vom Tisch sind.“

UIi Baumann, Volksbank-Invest: Der Boden beim Ölpreis liegt bei rund 80 US-Dollar.

auf ein Jahrestief gefallen und im Vergleich zu Gold so günstig wie seit Oktober 2010 nicht mehr“, erläutert hier der Saxo-Fachmann.

Weltwirtschaft schwächelt Uli Baumann, Rohstoff-Experte der Volksbank-Invest, sieht keinen Aufwind für die Rohstoffpreise in der nächsten Zukunft: „Mehrere Faktoren sind für den Abschwung verantwortlich: Erstens einmal die schwächelnde Weltwirtschaft mit Rückgängen auch in China; die Euro-Krise, die den Abwärtstrend verstärkt; Hedgefonds, die falsch

Zumtobel-Erlösprognose Mittelfristig weniger erwartet

positioniert waren in der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed mehr Liquidität in den Markt bringen würde – was sie nicht tat. Und letztendlich viele Unternehmen, die die Konjunkturaussichten gedämpft sehen und nicht zukaufen.“ Außerdem sind auch Finanzunternehmen wie die LBBW oder die Deutsche Bank aus ethischen Gründen aus dem Rohstoffhandel ausgestiegen. Da eigentlich, so Baumann, schon zwei Gründe für einen Rückgang reichen würden und keine rasche Änderung der Situation in Sicht ist, könnte der Abwärtstrend

Der Volksbank-Invest-Experte ist skeptisch für die weitere Entwicklung von Industrie-Metallen. „Stabil könnten hingegen Agrarrohstoffe wie Weizen, Mais, Soja oder Orangensaft bleiben; hier spielen die aktuellen Wetterkapriolen in den USA eine Rolle, wo Dürre, Überflutungen und Brände die Ernte gefährden.“ Baumann, der als einer der ersten Experten auf stark steigende Goldpreise verwies, glaubt nicht an einen weiteren rapiden Anstieg: „Wenn eine Anlageklasse über zehn Jahre hinweg 14 Prozent pro Jahr Ertrag bringt, scheint die Decke erreicht. Auch an eine stark anziehende Inflation, die den Goldpreis befeuern könnte, glaube ich nicht – Japan hat viel Geld gedruckt und keine Hyperinflation gesehen.“ Auch die Nachfrage aus Indien ist um 70% gefallen: „Der größte Gold-Hort der Welt – Indien besitzt 18.000 Tonnen Gold – hat offenbar das Interesse verloren.“ Ein Impuls könnte zwar von der chinesischen Nationalbank kommen, die zeitweise große Goldbestände kauft: „Doch dieser Marktteilnehmer agiert völlig instransparent – darauf zu setzen, wäre verfehlt“, meint Uli Baumann.

Ernst & Young Starker April, Mai, Juni flau; 5% mehr Börsengänge als im 1. Quartal

Gewinnverdunkelung IPO-Markt liegt derzeit brach

Die Hauptversammlung wird am 27. Juli über die Ausschüttung entscheiden.

Wien. Angesichts der Zuspitzung der Schuldenkrise in Europa und der wieder gestiegenen Volatilität an den Börsen hat sich das IPOKlima weltweit deutlich eingetrübt. Nachdem im April und Mai dieses Jahres 173 Börsengänge stattfanden, die insgesamt 36 Mrd. USD in die Kassen der Emittenten spülten, gab es im Juni weltweit nur noch 33 Börsengänge mit einem Volumen von insgesamt sechs

Für 2012/13 stellt das Zumtobel-Management Verbesserungen bei Umsatz und bereinigter EBITMarge in Aussicht, doch werde eine konkrete Prognose durch die unsichere konjunkturelle Entwicklung erschwert, heißt es im Ausblick.

Dividendenkürzung „Vor diesem Hintergrund“ nimmt der Vorstand seine mittelfristige Umsatzprognose eines durchschnittlichen Erlöswachstums von 10% p.a. für die nächsten Jahre zurück „und passt sie dem konjunkturellen Rahmen an“. Unter stabilen konjunkturellen Bedingungen habe die Gruppe das Potenzial, die bereinigte EBIT-Marge auf ein Niveau von über 10% zu steigern. 2011/12 sank das bereinigte EBIT gemessen am Umsatz von 6,4 auf 2,7%. Zumtobel will nun die Dividende von 0,50 auf 0,20 € je Aktie kürzen. Der Konzernumsatz legte prognosekonform um 4,2% auf 1,280 (1,228) Mrd. € zu. Während der Umsatz in Europa um 5,3% stieg, zeigte sich das außereuropäische Geschäft „enttäuschend“. (APA/lk)

Mrd. USD. Besonders deutlich war der Rückgang in den USA und Europa.

Kein IPO in den USA im Juni Im Juni gab es erstmals seit mehr als 20 Jahren europaweit keinen einzigen Börsengang mit einem Volumen von über 100 Mio. USD. Und in den USA wagte im Juni niemand den Sprung aufs Parkett.

© Ernst & Young/Andi Bruckner

© Zumtobel Group

Wien. Der Gewinn des börsenotierten Vorarlberger Leuchten-Herstellers Zumtobel ist im Geschäftsjahr 2011/12 (per 30.4.) stark eingebrochen. Das Jahresergebnis sackte um 69% auf 16,0 (51,3) Mio. € ab, das operative EBIT verringerte sich um 55% auf 34,6 (76,0) Mio. €, bereinigt sank das EBIT um 56% von 78,4 auf 34,6 Mio. €, so das Unternehmen. Analysten hatten weniger starke Rückgänge erwartet.

Insgesamt fanden zwischen April und Juni weltweit 206 IPOs statt, bei denen 41,8 Mrd. USD erlöst wurden – ein Plus um fünf bzw. 141% gegenüber dem Vorquartal, aber ein Minus um 46 bzw. 36% gegenüber dem 2. Quartal 2011, als bei 383 IPOs insgesamt 65,6 Mrd. USD erlöst wurden. Eine Verbesserung der Lage werde stark von der weiteren Entwicklung in der Eurozone abhängen – sollte sich eine Lösung dieser Krise abzeichnen, die auch die Kapitalmärkte überzeugt, könnte sich das IPO-Fenster rasch wieder öffnen. In Europa stieg zwar die Zahl der Börsengänge im Vergleich zum ersten Quartal von 37 auf 42. Allerdings sank das Emissionsvolumen von 3,29 Mrd. auf 788 Mio. USD. Im Juni fanden nur noch 8 IPOs statt (Volumen 127 Mio. USD).

Polen ist IPO-Kaiser

Eva-Maria Bechtold, E&Y: in Österreich häufig Verkaufsverhandlungen statt IPO-Exit.

Die meisten Börsengänge wurden in Polen gezählt (19; 68 Mio. USD), in Deutschland gab es drei chinesische IPOs, in Österreich wagte wieder kein Konzern ein IPO. (lk)


f o n d s : pa r k

Freitag, 29. Juni 2012

financenet – 31

financenet@medianet.at

Fidelity Worldwide Investment „Strategische Anlage Modellierung“ für private Fondsinvestoren; „Komplettlösung für individuelle Anlageziele”

Portfolio-Lösung für Fondsanlage Linda kappel

Kronberg im Taunus. Ab sofort bietet Fidelity Worldwide Investment mit der Strategischen Anlage Modellierung (SAM) privaten Fondsanlegern ein Vermögensmanagement mit Beratung an. Ob kurzfristige Anlage, private Altersvorsorge oder Eigenkapital für die Immobilie – SAM sei als Komplettlösung für individuelle Anlageziele gedacht, heißt es. Die SAM-Portfolien würden auf den Kundenbedarf abgestimmt, bis zur Auszahlung automatisiert gepflegt und die Risiken zum Ende der Laufzeit systematisch reduziert – ohne dass sich der Anleger ständig darum kümmern müsse. Das Vermögensmanagement SAM umfasst drei Schritte: eine Beratung zur Ermittlung des Anlagebedarfs und der geeigneten Anlagestrategie für den jeweiligen Risikotyp, eine darauf aufbauende systematische Portfolioeinteilung

und Fondsauswahl nach vorgegebenen Kriterien sowie eine automatisierte Reduzierung des Risikos im Portfolio, wenn der gewählte Auszahltermin näherrückt.

Schon ab 10.000 Euro „Anleger wissen heute besser denn je, dass sie ihr Vermögen breit streuen und ihr Depot regelmäßig anpassen müssen, um das Risiko zu reduzieren und Erträge über der Inflation zu erwirtschaften. Für diesen Bedarf suchen sie verstärkt passende Gesamtlösungen statt Einzelprodukte“, sagt Andreas Feiden, als Geschäftsführer bei

Fidelity Worldwide Investment verantwortlich für das Privatkundengeschäft. Der Anleger müsse sich nicht mehr allein im Dschungel der mehrere 1.000 zum Vertrieb zugelassenen Fonds zurechtfinden, sondern erhalte auf einfache und transparente Weise ein komplettes Depot mit für ihn geeigneten Bausteinen; „sein SAM-Portfolio ist diversifiziert, in Anlagestil und Fondsauswahl für ihn risikooptimiert und wird laufend für ihn automatisiert gepflegt“, wird betont. Dies geht schon ab Anlagebeträge von 10.000 € und auch in Verbindung mit Sparplänen.

© Fidelity Worldwide Investment

Vermögensmanagement mit Beratung; Automatische Risikoreduzierung.

A. Feiden: „Der Anleger muss sich nicht allein im Fondsdschungel zurechtfinden“

Lyxor AM Neue ETFs

Risikogewichtet Paris/Wien. Lyxor Asset Management hat zwei neue risikobasierte Exchange Traded Funds (ETFs) an die NYSE Euronext Paris gebracht. Die beiden ETFs sind die ersten einer ETF-Reihe, basierend auf einer neuen, von Lyxor eingeführten Index-Generation. Angesichts der Entwicklung der Aktienmärkte in den vergangenen zehn Jahren ist es wichtiger geworden, Klumpenrisiken zu vermeiden und eine stärkere Diversifikation vorzunehmen, heißt es. Die neuen Indizes stellten eine weniger volatile Alternative zu traditionellen, marktkapitalisierungsgewichteten Index-Lösungen dar. Die beiden neuen Fonds sind der Lyxor ETF Smartix Euro iStoxx 50 Equal Risk (europäische Aktien) und der Lyxor ETF MSCI World Risk Weighted (Weltaktien). (lk)

VBI „Fix Plus“ Garantiezerti

Neuauflage

Wien. Volksbank Investments lanciert mit dem Fix Plus Garant 5/ 2012 eine Neuauflage eines Zertifikatklassikers. Die Zeichner erhalten eine Fixverzinsung von 3,5% p.a. Je nach Entwicklung der Aktien ergibt sich die Möglichkeit auf eine Gesamtverzinsung von 6% p.a., wobei keine Aktie an einem von zwölf Beobachtungstagen im Jahr 80% des Startwerts berühren oder unterschreiten darf. Im Aktienkorb seien nur traditionelle und nachhaltig agierende Konzerne. (lk)

Ich hab was gegen komplizierte Texte.

Harald Krassnitzer

© APA/Herbert Neubauer

In meinem Job habe ich genug zu tun mit langen, oft komplizierten Texten. Deshalb bin ich froh, wenn mir meine Versicherung klar und verständlich sagt, was versichert ist und was nicht.

Volksbank-Zertifikat: nach Ablauf von sechs Jahren 100% Kapitalgarantie.

www.ergo-austria.at

ERGO_ANZ_TEXTE_MEDIANET_216x288JP_RZ.indd 1

08.05.12 17:33


f o n d s : Pa r k / B a n k i n g

32 – financenet

Freitag, 29. Juni 2012

financenet@medianet.at

ifa AG Beteiligungsmöglichkeit in österreichische Wasserkraft als Kommanditgesellschaft konstruiert; unbegrenzte Laufzeit der Beteiligung

Zu 100% Austro-Wasserkraft den eine durchschnittliche Stromerzeugungsleistung von mehr als 15.700 MWh aufweisen. Dies entspricht einem Versorgungsäquivalent von 4.000 Haushalten. Die Einsparung bei den CO 2-Emissionen gegenüber kalorischer Energieerzeugung entspricht 12.000 t jährlich.

linda kappel

Linz. Die ifa Institut für Anlageberatung AG mit Sitz in Linz bietet Privatinvestoren die Möglichkeit, in österreichische Wasserkraft zu investieren. Die Beteiligung an den drei heimischen Laufkraftwerken in Hoheneich an der Braunau (Bezirk Gmünd/NÖ), Hausmening an der Ybbs (Bezirk Amstetten/NÖ) und Fürstenfeld an der Feistritz (Bezirk Feistritz, Stmk) ist über eine Kommanditbeteiligung an der Kraftwerk Hofmühle Beteiligungs GmbH & Co KG möglich.

10.000 € Mindeststückelung Die Mindeststückelung dieser Beteiligung beträgt 10.000 €, die Laufzeit ist unbegrenzt. Die Kraftwerksgesellschaft plant Ausschüttungen ab dem Jahr 2014. Einer Prognose zufolge werden bis 2016 jährlich 2% auf das eingezahlte Kapital ausgeschüttet und von 2017 bis 2023 4%. Danach sollte die jährliche Ausschüttung auf bis zu 5,5% steigen. Die Ausschüttungshöhe ist auch von der Entwicklung des Strompreises abhängig. Dieser ist in Europa seit 2002 durchschnitt-

Ein Neubau Diese Gesellschaft werde 22 Mio. € ausschließlich Eigenkapital in den Erwerb der zwei Kraftwerksanlagen sowie in den Neubau des Kraftwerks Hausmening investieren. Es werden keine Fremdmittel aufgenommen. Die drei Kraftwerke wer-

Chancen bei Bankschuldverschreibungen

Wien/Bregenz/Bühler. Bei der Stilo AG ist der Generationenwechsel vollzogen. Der aus Lustenau stammende Unternehmer Hermann Vetter übernimmt gemeinsam mit dem Partner SAMSA Beteiligungs AG 90% der Anteile und ist per sofort alleiniger Geschäftsführer. Die Mezzaninfinanzierung wurde von GCP strukturiert und erfolgte aus dem GMP I Fonds in der Syndizierung mit der Hypo Vorarlberg. Die weitere Kreditfinanzierung kommt von der Hypo Vorarlberg und der Zürcher Kantonalbank. (lk)

REITs, die sich auf Objekte in ländlichen US-Gebieten konzentrieren, haben Potenzial.

New York/Wien. Bankschuldverschreibungen bieten Investoren derzeit attraktive Renditen und auch bei REITs mit fokussiertem Anlagekonzept ergeben sich selektiv interessante Einstiegsgelegenheiten, meint Jason Groom, Analyst des amerikanischen Asset Managers Janus Capital, in seinem aktuellen Marktausblick. „Die bisher gute Performance von Bankschuldverschreibungen hat uns überrascht“, sagt Analyst Groom. Per Mitte Mai haben die Anleger mit Bankpapieren eine Jahresrendite von 5,4% erzielt und für heuer liegen die Konsensusschätzungen bei sechs bis sieben Prozent. Haupttreiber: Die guten Geschäftszahlen vieler Emittenten. „Es sollte nicht vergessen werden,

dass diese Bonds Inflationsschutz bieten, der Markt könnte aber in eine Überhitzungsphase kommen.“ Selektive Anlagechancen sieht Groom bei REITs. Die börsenotierten Immo-Gesellschaften hätten vom günstigen Zinsumfeld und der Erholung an den Kreditmärkten profitiert. Das fundamentale Umfeld für Immobilien und damit auch für REITs werde sich in dem Maße weiter verbessern, wie sich die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft fortsetze. Beste Chancen hätten REITs, die ihr Portfolio mit hohem Fremdkapitaleinsatz finanzieren oder die sich auf Grundstücke, die Projektentwicklung, Einfamilienhäuser und Immobilien in kleinstädtischen Regionen konzentrieren. (lk)

Erste Bank-Studie Globaler Kreditabbau – britische und US-Banken bzw. Fonds sind am radikalsten

Kaum Kreditabbau bei Banken in CEE-6 Wien. Ausländische Banken haben ihre Finanzierung in den ost- und mitteleuropäischen Staaten kaum zurückgefahren. Ausnahme ist Ungarn, wo ausländische Mittel zwischen März 2011 und März 2012 um 5,8 Mrd. USD (4,65 Mrd. €) oder 5,8% des Bruttoinlandsprodukts zurückgegangen sind. Hier hätten sich aber Eingriffe der Regierung in das Bankensystem – etwa die vorzeitige Rückzahlung von Franken-Krediten – ausgewirkt. Zu diesem Schluss kommt Erste-GroupExperte Juraj Kotian.

Inzwischen werde mit Ausnahme Rumäniens in allen Ländern das Leistungsbilanzdefizit durch Investitionen ausländischer Firmen und durch EU-Mittel abgedeckt – also ohne dass die Staaten Schulden machen. Der Nettozufluss aus der EU hat sich zwischen 2008 und 2011 von 7,5 Mrd. auf 18,3 Mrd. € mehr als verdoppelt. Auch hatten diese Staaten schon vor Beginn der Krise relativ geringe

Staatsschulden sowie einen kleinen Bankensektor und waren daher nicht so abhängig von ihren Banken wie die Krisenländer in Südeuropa und Irland. Daher entgingen sie den beiden Szenarien, die Irland und Spanien (Banken) bzw. Griechenland (hohe Schulden) unter den Euro-Rettungsschirm gezwungen haben. Außerdem habe sich für die CEE-Banken stabilisierend ausgewirkt, dass die Finanzierung im

Unabhängiger geworden Seine Analyse vergleicht die Lage in Ungarn, Tschechien, Polen, Kroatien, Rumänien und der Slowakei (CEE-6). Insgesamt sind diese Staaten wesentlich weniger abhängig von ausländischer Finanzierung als vor Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008, da sie ihre Leistungsbilanzdefizite wesentlich reduziert haben. Der jährliche Bedarf an Nettoauslandsfinanzierung habe sich seit Ausbruch der Wirtschaftskrise auf 35 Mrd. USD halbiert.

xx02 105 x 66 © EPA

© Stilo

Die Ostschweizer Stilo AG ist ein Büromöbelhersteller.

© Panthermedia.net/Alexey Stiop

Hedgefonds rüsten für mehr Transparenz auf

MBI bei Stilo mithilfe von Mezzanininvestor

Die Ausschüttungsquote der Beteiligung hängt letztlich auch vom Strompreis ab.

Janus Capital Attraktive Renditen werden auf den US-Märkten bei Bankobligationen sowie bei REITs gesehen

short

Wien. Große Hedgefonds, die seit dem Ausbrechen der US-Immokrise mit darauffolgender globaler Finanzkrise stark in Verruf geraten sind, haben seither die Zahl ihrer Mitarbeiter deutlich erhöht. Damit wollen sie den regulatorischen Anforderungen entsprechen, aber auch dem Wunsch der Anleger nach mehr Transparenz und Kontrolle besser entsprechen. Im Gegensatz zur Vorkrisenzeit kommt jetzt der Großteil der zu veranlagenden Gelder nämlich nicht mehr von vermögenden Privatpersonen, sondern von institutionellen Investoren, die auf eine kräftige operative Infrastruktur und gründliche Kontrolle Wert legen, geht aus einer gemeinsamen Studie von KPMG und der Vereinigung AIMA hervor.

lich um 8% pro Jahr gestiegen, das heißt, der Strompreis hat sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. Die Kraftwerk Hofmühle Beteiligungs GmbH & Co KG erwarb die Grundstücke und die Kraftwerksanlagen Theresienthal und Hofmühle an der Ybbs im Bezirk Amstetten. Diese beiden Kraftwerke werden stillgelegt, das neue Kraftwerk Hausmening soll bis zum Jahresende 2013 errichtet werden. Mit der Papierfabrik Mondi Neusiedler GmbH wurde ein langlaufender Stromabnahmevertrag abgeschlossen, der die Abnahme der Produktion zu Marktpreisen garantiert. Ebenso wurden die Grundstücke und Kraftwerksanlagen an den Wasserkraftwerken Hoheneich an der Braunau (NÖ) und Fürstenfeld an der Feistritz in der Steiermark gekauft. Der Betrieb beider Kraftwerke ist an einen professionellen Betriebsführer verpachtet.

© EVN/Industrie Bild Muschl & Partner

Stromabnahme langfristig gesichert. Investitionsvolumen von 22 Mio. €; erzeugte Energie kann 4.000 Haushalte versorgen.

Nettozuflüsse gab es nach Deutschland, Österreich und in die Niederlande.

Wesentlichen durch Austro-Banken erfolgte, die ihre Engagement nicht zurückgefahren haben. Kotian verweist auch darauf, dass asiatische Firmen verstärkt Produktionsstellen in den CEEStaaten aufbauen und von dort exportieren. Dazu gehören neben Mittal Steel und Autofirmen vor allem Elektronikriesen wie Panasonic, LG oder Foxconn. CEE sei nun nicht mehr nur die verlängerte Werkbank Deutschlands, asiatische Firmen dürften ihre Gewinn in der Region reinvestieren. Aus der Eurozone sind von März 2011 bis März 2012 netto 360 Mrd. USD abgeflossen. Nutznießer waren vor allem UK (plus 342,9 Mrd. USD oder 19,7% des BIP) sowie Finnland (55,6 Mrd. USD/29%), in geringerem Ausmaß auch Schweden (19,7 Mrd. USD/5,1%). Verloren haben vor allem Frankreich (minus 167,2 Mrd. USD/8,4%) sowie die Problemländer Irland (73,4 Mrd. USD/46,9%), Italien (90 Mrd. USD/5,7%), Spanien (67,9 Mrd. USD/6,3 Prozent des BIP), Portugal (24,9 Mrd. USD/14,5%), Griechenland (26,8 Mrd. USD/12,5% des BIP). (APA/lk)


banking

Freitag, 29. Juni 2012

financenet – 33

financenet@medianet.at

LGT Bankenreport Die Studie über heimische Vermögende zeigt Veränderungen beim Anlageverhalten

short

Großbanken verlieren das ­Vertrauen der Reichen

UBS senkt Erste-Kursziel von 19,5 auf 18,7 Wien. Die UBS-Experten haben das Kursziel für die Aktien der Erste Group von 19,50 auf 18,70 € nach unten revidiert. Die Kaufempfehlung wurde aber bestätigt. Wegen erwarteter Steigerungen bei den Risikokosten (Stichtwort Ungarn) und Rückgängen bei den Zinseinnahmen senkten die Wertpapierexperten die Gewinnerwartungen für 2012 (-5%) und 2013. (red)

Privatbanken und Direktbanken werden beliebter, zur Beratung wird persönliches Umfeld wichtiger. kurt sattlegger

Wien. Vermögende Anleger in Österreich haben in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Vertrauen in Großbanken verloren. Ihre Renditeerwartungen werden zu wenig erfüllt. Außerdem ist der Diversifikationsgrad gerade in Österreich bei diesen Anlegern gering. Das sind einige Ergebnisse des „Private Banking Report 2012“ der Privatbank LGT (Liechtenstein Global Trust).

Sammelklage gegen UBS in den USA

Unsicherheit bleibt Die allgemeine Unsicherheit hinterlässt bei den Investitionsentscheidungen deutliche Spuren: das Risikobewusstsein ist hoch – nur 22% sehen sich als risikofreudig. Der Cash-Anteil in ihren Anlagen ist bei den Befragten auf 44% gestiegen (2010: 22%). Deutlich gesunken ist dagegen der Rohstoffanteil (von 19% auf 4%). In etwa gleich geblieben sind die Anlageklassen Ak-

US-Pensionskasse klagt auch gegen Ex-UBS-Chef Oswald Grübel.

© Johannes Kepler Universität Linz

Befragt wurden 103 Österreicher, die über ein frei verfügbares Einkommen von mehr als 500.000 CHF (408.830 €) verfügen. 73% von ihnen gaben an, mit ihrer Hauptbank zufrieden zu sein, 2010 waren das noch 91%. Im Bezug auf Großbanken zeigen sich nur noch 70% zufrieden, die Privatbanken kommen auf einen vergleichsweise hohen Wert von 80%. Interessant: Auch „andere Banken“ – gemeint sind etwa Direktbanken – können bei Vermögenden punkten: Mit ihnen sind 80% zufrieden. 80% hatten 2010 angegeben, ihre (konventionelle) Bank weiterzuempfehlen, aktuell sind das nur mehr 47%. Hier sind die Direktbanken klare Sieger: Sie werden von 62% weiterempfohlen, Privatbanken von 44%.

© EPA

Großbanken verlieren

Teodoro Cocca, Professor an der Kepler Universität Linz, untersuchte für LGT das Anlageverhalten von Vermögenden.

tien (29%) und Anleihen 19 %). Auch dem Euro bleiben die Befragten treu: Bei 72% blieb der Anteil, der in die Gemeinschaftswährung geparkt ist, gleich. Überhaupt sind die heimischen Anleger bei Währungen wenig fantasievoll: Fast alles wird in Euro gehalten. Das trägt zum insgesamt relativ niedrigen Diversifikationsgrad bei, den Studienautor Teodoro Cocca von der Kepler Universität Linz errechnet hat: „90 Prozent kommen nicht über eine mittelmäßige Diversifikationsgrad hinaus.“

Beratung durch Umfeld Was wollen die Kunden? 46% wollen einen „inflationsbereinigten Wertzuwachs erzielen“. Nur 7% möchten „den Markt schlagen“

und 17% sind schon zufrieden, wenn sie keinen nominellen Verlust erleiden. Interessant ist, dass sich die Entscheidungsfindung der Anleger gegenüber 2010 geändert hat: Der Anteil der Soloisten (sie entscheiden alleine) sank von 56% auf 43%. Dagegen stieg der Anteil jener, die auch das persönliche Umfeld in die Anlageentscheidung mit einbezieht deutlich von 14 auf 26%. 28% sprechen sich mit dem Anlageberater ab (2010: 30%), 3% delegieren ihre Anlageentscheidungen überhaupt. Wobei in Österreich, anders als etwa in der Schweiz, die Kundenbindung mehr eine Bindung an die Bank als an den jeweiligen Berater ist. Besonders wichtig bei der Beratung wird die daraus erzielte Rendite gesehen – die wird aber relativ gering erfüllt (4,4 von 10

möglichen Punkten). Anders als in der Schweiz ist es den heimischen Wohlhabenden nicht sehr wichtig, eine einzige Ansprechperson bei der Bank zu haben (71% zu 50%). Begrüßt wird es von 50%, wenn der Bankberater an externe Spezialisten verweist, ein höherer Wert als in der Schweiz.

Etatisten überwiegen Es scheint auch einen grundsätzlichen Mentalitätsunterschied zwischen heimischen und Schweizer Vermögenden zu geben, stellte Cocca fest: In der Schweiz ist die Gruppe der Marktliberalen mit 28% die größte – sie sind für das freie Spiel der Kräfte. In Österreich überwiegen dagegen die „Etatisten“ mit 31% – sie meinen, der Staat sollte die Märkte stärker reglementieren.

New York. Der Milliardenverlust durch einen Zockerhändler hat für die UBS ein juristisches Nachspiel. Eine Pensionskasse hat in den USA gegen die Großbank sowie gegen den damaligen UBS-Chef Oswald Grübel und Finanzchef John Cryan eine Sammelklage eingereicht.

Alizee Bank verdoppelt 2011 die Verluste Wien. Der Bilanzverlust der kriselnden Alizee Bank AG, Wien – der früheren M&A Bank – hat sich im Vorjahr mehr als verdoppelt. Er legte von 3,2 auf 6,7 Mio. € zu. Damit war Ende 2011 mehr als das halbe eingezahlte Kapital (10 Mio. €) aufgezehrt. Gegen die Bank läuft wegen verspäteter Meldung eines Eigentümerwechsels ein FMAVerfahren. In den 6,7 Mio. € ist ein Verlustvortrag enthalten, der von 0,9 auf 3,2 Mio. € gewachsen ist. In Aufsichtsratskreisen der Bank hofft man auf den Fortbestand des Instituts.

Schnelle und sichere Liquidität mit VB Factoring Mit

Zufriedenheitsgarantie!

„Cash is king“, so lautet bei vielen Unternehmen die Devise. Wer jetzt seine Rechnungen schnell und mit Skonto zahlt, punktet bei den Lieferanten. Ist der dafür erforderliche Cash in den eigenen Außenständen gebunden, hilft Factoring. Als flexibles Instrument zur Umsatz- und Wachstumsfinanzierung bringt es schnelle und sichere Liquidität. Wie beim Leasing ergibt sich beim Factoring noch der zusätzliche Effekt, dass es zu einer Bilanzverkürzung kommt. Beflügeln auch Sie Ihr Geschäft mit VB Factoring. Sprechen Sie mit unseren Experten. Mehr Info und direkter Kontakt unter www.vb-factoring-bank.at.

VBF_ANZ_medianet_271x130_02-2011.indd 1

Ihre Vorteile · Schnelle, gesicherte Liquidität · Entlastung im Debitorenmanagement · Schutz vor Forderungsausfällen · Bilanzverkürzung, Verbesserung der Eigenkapital-Quote VB Factoring Bank AG Salzburg: Markus Binderitsch, Tel.: 0662/62 35 53-130 Wien: Mag. Helmut Zimmel, Tel.: 050/40 04-4379

22.04.2011 13:48:50


b a n ki n g

34 – financenet

Freitag, 29. Juni 2012

financenet@medianet.at

In Europa im Schnitt 16,5% Wachstum Österreich hinkt mit 8,2 Prozent Plus hinterher, heuer hoffen die Factor-Banker auf weiteren Schwung

Factoring zeigt heuer wieder auf Raiffeisen Factor Bank setzt auf „Supply Chain Finance” für Großkonzerne: geeignet ab Einkaufsvolumen von 10 Mio. Euro.

factoring-märk t e 2 0 1 1

Österreich 8,99 Mrd. € (+8,2%) Belgien 38,2 Mrd. € (18,6%) Tschechien 5,11 Mrd. € (+16%) Deutschland 157,26 Mrd. € (+21,4%) Italien 175,18 Mrd. € (+21,9%) Niederlande 46 Mrd. € (+31,4%) Norwegen 16,39 Mrd. € (+8,8%) Spanien 122,12 Mrd. € (+8,2%) Schweiz 30,87 Mrd. € (−20,8%) Großbritannien 268 Mrd. € (+18,5%) Europa gesamt 1.217 Mrd. € (+16,5%) USA 105 Mrd. € (+10,5%) Japan 111 Mrd. € (+12,9%) China 275 Mrd. € (+77,9%) Welt 2.015 Mrd. € (+22,3%) Quelle: RFB/FCI

der Tatsache, dass laut einer Studie allein in Deutschland derzeit Lieferantenkredite über 300 Mrd. € ausständig sind. Dem stehen kurzfristige Bankfinanzierungen in annähernd der gleichen Höhe gegenüber. „Das ist ein potenzieller Markt für Factoring.” Für Österreich gibt es zwar keine Zahlen, doch dürfte die Tendenz bei Lieferantenkrediten ähnlich aussehen.

Ein neues Produkt für Großkunden soll für weitere Zuwächse bei der Raiffeisen Factor Bank sorgen: „Supply Chain Finance”. Darunter wird die unternehmensübergreifende Optimierung von Finanzstrukturen und -flüssen verstanden. Ein Großkonzern kann etwa ein Zahlungsziel von 100 Tagen in Anspruch nehmen; seine Lieferanten erhalten ihr Geld sofort. „In Österreich ist das noch nicht so weitverbreitet, es gibt hier einiges Potenzial”, so Vorstand Prenner. (gst)

Instrument für Großkunden Zwar verlief das Factoring-Geschäft heuer im 1. Halbjahr hierzulande noch schwach. Da aber die Neukundenakquisition im 1. Halb-

facts

„Die Unterstützung durch die Raiffeisen-

© RFB

Wien. 2011 war ein Rekordjahr für Factoring in Europa: Im Durchschnitt gab es ein Wachstum von 16,5%. Und in China gab es sogar einen Zuwachs von 77,9%; das Reich der Mitte hat damit den klassischen Factoring-Markt Großbritannien überholt. Auch der deutsche Markt war im Vorjahr stark. Österreich konnte mit den internationalen Spitzenreitern nicht Schritt halten, doch gab es immerhin ein Plus von 8,2 Prozent auf 8,99 Mrd. €. Das ist weniger als erwartet – vor allem, weil das zweite Halbjahr für die Branche schwach ausfiel, so die Raiffeisen Factor Bank-Vorstände Alfred Fadinger und Gerhard Prenner. Sie sehen heuer aber wieder Potenzial, nicht zuletzt aufgrund

bank vor Ort bringt

Raiffeisen Factor Bank-Vorstände Prenner, Fadinger: Zuwächse im Neugeschäft.

viel höhere Abschluss-

stärker, u.a. wegen des wichtigen Consumer-Geschäfts zu Weihnachten. Die Raiffeisen Factor Bank selbst erwartet heuer insgesamt rund 1,6 Mrd. € angekauftes Forderungsvolumen. Ihre Verankerung im Raiffeisensektor – und die starke Präsenz der Raiffeisenbanken bei den Kunden – wirken sich aus. „Die Unterstützung durch die Bank vor Ort bringt viel höhere Abschlussquoten”, sagt Fadinger.

quoten.“ alfred fadinger, raiffeisen factor bank-vorstand

jahr wesentlich besser gelaufen ist als 2011, blickt man optimistisch auf das Gesamtjahr. Im Factoring ist das 2. Halbjahr traditionell

Schon 60 bis 65% des Neugeschäfts kommt aus dem Raiffeisen-Sektor, früher waren es dagegen um die 30%. Was die Konjunktur betrifft, so ortet man zwar einige Branchen, die heuer mit Umsatzrückgängen konfrontiert sind, z.B. Elektronik und Transportwesen. In Summe sieht man den Geschäftsgang der Kundenunternehmen aber auf Vorjahreshöhe; die Konkurrenzsituation am Markt bleibe rege.

Supply Chain Finance Zielgruppe für das neue Produkt der Raiffeisen Factor Bank, Reverse Factoring (Supply Chain Finance), sind Handels- und Produktionsbetriebe mit einem Einkaufsvolumen ab 10 Mio. € p.a. Besonders geeignet ist Supply Chain Finance für Unternehmen mit hohem Einkaufsvolumen und hohen Verbindlichkeiten bzw. langen Produktionszeiten oder hohen Lagerbeständen; auch für expansive Unternehmen mit dynamischem Wachstum u.a. sei es gut geeignet. Die Vorgangsweise Der Factoringvertrag zwischen dem Kunden und der Raiffeisen Factor Bank definiert den Ankauf aller Forderungen von dessen benannten Lieferanten. Die Lieferanten liefern auf Ziel, die Raiffeisen Factor Bank bevorschusst einen Großteil ihrer Forderungen. Der Kunde zahlt erst zum vereinbarten Zahlungstermin.

Bank Austria Real Invest Topthema Vorsorgewohnungen: Krisensichere Kapitalanlage liegt hierzulande im Trend

Konservative Geldanlage für langfristige und gesicherte Erträge durch einen Vermietungsgrad von durchschnittlich 98% der bisher übergebenen Wohnungen eindrucksvoll dar. In der Huglgasse 26 in Wien 15 werden weitere 38 Vorsorgewohnungen samt Tiefgaragenplätzen von der Real Invest errichtet, die bereits während der Bauzeit zur Gänze von Investoren als Kapital-

„Die Bank Austria Real Invest bietet eine nachhaltige Möglichkeit zur wertbeständigen und ertragreichen privaten Vorsorge.“

PROMOTION

Servicepaket, Mietenpool Mit dem „Real Invest Servicepaket“ bietet die Bank Austria Real Invest ihren Investoren in jeder Phase der Projektumsetzung eine bequeme Lösung – getreu dem Motto: „Alles aus einer Hand“. Der „Real Invest Mietenpool“ ist ein seit Jahren bewährtes Konzept und sorgt für regelmäßige Erträge der Investoren, indem mögliche – durch Leerstände einzelner Wohnungen verursachte – Mietausfälle abgefedert werden. Der nachhaltige Erfolg dieses Dienstleistungspakets stellt sich

Die Geschäftsaktivitäten der Bank Austria Real Invest umfassen neben dem Geschäftsfeld der Vorsorgewohnungen die Entwicklung und Emission von Immobilienkapitalanlageprodukten wie Offene Immobilienfonds, Geschlossene Immobilieninvestments sowie Immobilienspezialprodukte, das Management von Immobilien sowie die

Best Practice by Bank Austria Real Invest: Petrusgasse 1a (1030 Wien) und ...

GERHARD DREYER, CEO BANK AUSTRIA REAL INVEST

anlage gekauft wurden; die Fertigstellung und Übergabe erfolgt noch im Sommer des heurigen Jahres.

Projekte in der Pipeline Infolge der anhaltend starken Nachfrage sind weitere Projekte in Vorbereitung, so zum Beispiel das Immobilienprojekt „Schottenfeldgasse 81–83“ in Wien-Neubau.

treuhändige Verwaltung von Investorengeldern. Mit ihrem Immobilien Know-how ist die Bank Austria Real Invest der Ansprechpartner bei Immobilienveranlagungen.

WEITERE INFOS Service-Telefon: 01/331 71-9000 service@realinvest.at www.realinvest.at

© Bank Austria Real Invest GmbH (3)

Wien. Wohnimmobilien erfreuen sich gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten großer Nachfrage und eignen sich ideal als Altersvorsorge. Vorsorgewohnungen bieten sicherheitsbewussten und langfristig orientierten Anlegern die Möglichkeit, ihr Vermögen gegen Geldentwertung zu schützen und vergleichsweise risikoarm zu investieren. Die Bank Austria Real Invest hat ihre mehr als 30 Jahre Immobilienkompetenz zuletzt mit dem Projekt „Alserbachstraße 26“ im traditionsreichen neunten Wiener Gemeindebezirk eindrucksvoll unterstrichen und das hochwertig errichtete Objekt mit 70 Wohnungen samt Garagenstellplätzen Ende März 2012 übergeben.

... Fendigasse 27 (1050 Wien). Vorsorge-Wohnungsobjekte bleiben ein Renner.


Freitag, 29. Juni 2012

i n s u r a n c e : watc h

financenet – 35

financenet@medianet.at

A.C.I.C. Kreditversicherungsmakler Spezialmakler wählt aus mehr als 100 Anbietern aus; Kooperation mit der Assurance Universelle Gruppe

Unterschätzt: Kreditversicherung Problembewusstsein fehlt weitgehend u.s. wegen Begriffsunschärfen. Wien. Ob Pleiten wie jüngst jene des Gashändlers Cemag durch Kreditversicherer vermeidbar wären, will Peter Androsch, geschäftsführender Gesellschafter der A.C.I.C. Krediversicherungsmakler GmbH, pauschal nicht in den Raum stellen. Jedoch ließe sich enormer volkswirtschaftlicher Schaden abwenden, so Androsch: „Jährlich werden drei Milliarden Euro wertberichtigt; das ist unmittelbar ertragswirksam und gleichzeitig entgehen dem Staat damit rund 700 Millionen an Steuern.“ Man sollte meinen, dass das Problembewusstsein über die passende Absicherung der Kreditrisiken mit der seit der LehmanPleite ausgebrochenen Krise geschärft worden sei – jedoch werde die Thematik in Österreichs Betrieben immer noch teils falsch eingeschätzt, meint Androsch. „Die Krise wird häufig vor allem als Problem der Staaten oder Notenbanken oder der Finanzwirtschaft gesehen. Und auf betriebswirtschaftlicher Seite wird gern übersehen, dass das Risiko im Umlaufvermögen, zu dem ja Forderungen gehören, oft viel höher ist, als jenes im Anlagevermögen.“ Dies liege auch ganz allgemein an irreführenden Begrifflichkeiten und Sichtweisen, macht Androsch aufmerksam. „Rechnungen mit Zahlungsziel werden nicht als Kredit wahrgenommen. Hinter den Worten ,offene Rechnung‘, ,Lieferschein‘ oder ,Zahlungskonditionen‘ verbirgt sich jedoch immer ein Kredit; Kunden sind Schuldner“, so Androsch.

Probleme damit, die Forderungen gut absichern zu können. Herausfordernd sei es auch für Unternehmen geworden, die beispielsweise an spanische Bauunternehmen liefern – von griechischen Handelspartnern ganz zu schweigen. Für diese Problemstellungen brauche es Makler, die sich ausschließlich diesem Spezialsegment widmen, ist Androsch überzeugt, weil sie, angeglichen an die Kundenbedürfnisse, bereits die Ausschreibung so strukturieren, dass die Auswertung nachvollziehbar sei und sich ein guter PartnerMatch ergebe.

facts Kreditversicherungen Der globale Markt der Kreditversicherungen ist fest in Händen der großen Drei: Euler-Hermes, Atradius und Coface. Daneben gibt es aber an die 100 weitere Anbieter, die auch in besonderen Situationen Kapazitäten zur Verfügung stellen. Die A.C.I.C. Kreditversicherungsmakler GesmbH (A.C.I.C. = Austrian Credit Insurance Counsel) kooperiert mit der Assurance Universelle-Gruppe, einem großen weltweit tätigen, unabhängigen Spezialkreditversicherungsmakler. Die 2009 als erster AustroMakler mit diesem Fokus gegründete A.C.I.C. kann auch auf die Ressourcen der RLB OÖ zurückgreifen, die 40% am Unternehmen hält.

© FCC

linda kappel

Ein gutes Bonitäts-Rating hilft spanischen Baufirmen derzeit nur bedingt.

Sie wollen ein gratis Konto? Dann wollen Sie easybank.

Stark unterversichert Erst langsam trete ein Umdenken ein – dies sei auch nötig, denn Österreichs Unternehmen, vor allem die Klein- und Mittelbetrieben, nutzten die Dienstleistungen der Kreditversicherer noch viel zu selten. „Dabei greift unsere Dienstleistung bereits sehr früh ein, etwa bei der Fakturierung, beim Mahnwesen usw. usf. bis hin zur Finanzierung und wir üben unternehmensberatende Funktionen aus“, erklärt Androsch. Derart gecoacht, ließe sich eine Insolvenz besser vermeiden. Eine weitere Aufgabe von Spezialmaklern wie A.C.I.C. sieht Androsch auch darin, Anbieter für Nischenthemen zu finden, Anbieter, die sich solcher Unternehmen annehmen, die z.B. Transitgüter über Österreich in exotische Länder und Regionen wie etwa Westafrika liefern, wo das Länder-Rating sich normalerweise als Hindernis darstellt. Auch Anlagenhersteller oder -montagefirmen hätten oft u.a. auf Grund der langfristigen Aufträge

easy gratis ist das kostenlose Gehalts- oder Pensionskonto für alle, die wissen was sie wollen: • GRATIS Kreditkarte • GRATIS Bankomatkarte • GRATIS Kontoführung

© A.C.I.C.

Sparen auch Sie bis zu € 100,– jährlich. Wechseln Sie jetzt zu Österreichs günstigstem Gehaltskonto. Gleich Infopaket anfordern unter www.easybank.at oder unter 05 70 05-507. Peter Androsch spricht Klartext: „Kunden sind auch Schuldner.“

* Quelle: wien.arbeiterkammer.at/konsument, Juli 2011. Getestet wurden 40 Produkte von 19 Banken in Wien. Das Gratis-Gehaltskonto ist an keine weiteren Bedingungen wie Mindestumsatz oder Nutzung weiterer Bankprodukte geknüpft.

easybank_easygratis_216x288_ssp_ztg.indd 1

14.12.11 18:24


i n s u r a n c e : watc h

36 – financenet

Freitag, 29. Juni 2012

financenet@medianet.at

© dpa/Marius Becker

Gothaer plant weitere Osteuropa-Expansion

Versicherer Gothaer setzt auf den Osten und Erneuerbare Energie.

Köln. Die Gothaer Versicherung hat 2011 den Konzerngewinn um 35% auf 145 Mio. € gesteigert. Die Bruttobeitragseinnahmen kletterten um 1,2 Prozent auf 4,05 Mrd. €. „Wir blicken sehr zufrieden auf das Jahr 2011 zurück“, sagte Vorstandschef Werner Görg. 2012 wolle die Gothaer vor allem ihr Angebot für Unternehmenskunden weiter ausbauen und die Internationalisierung in Mittelund Osteuropa vorantreiben. Nach dem Kauf des polnischen Versicherers PTU hatte die Gothaer zuletzt die Mehrheit am rumänischen Sachversicherer Platinum übernommen. Weiteres strategisches Geschäftsfeld sind die Erneuerbaren Energien. Die Gothaer sei inzwischen in mehreren Ländern (neben Deutschland u.a. in Frankreich, den Niederlanden und Litauen) der führende Windpark-Versicherer. (APA)

Helvetia versichert ungeschickte E-Biker Wien. Ab sofort bietet die Helvetia eine umfassende Versicherung für E-Bikes an. Fixer Bestandteil ist eine Kasko- und Haftpflichtversicherung. Als Zusatzbaustein kann eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen werden. In der Kasko können die E-Bike-Besitzer zwischen drei Varianten wählen: Klassisch, gehoben und exklusiv. Als erste Versicherung am österreichischen Markt deckt Helvetia in der E-Bike-Versicherung – in der gehobenen Variante – auch Schäden durch Ungeschicklichkeiten, heißt es. (red)

Uniqa Personenversicherung und Uniqa Sachversicherung werden zur Uniqa Österreich vereinigt. Wien. Der börsenotierte Uniqa-Konzern startet seine Ende April angekündigte Barkapitalerhöhung im Volumen von 500 Mio. €, die den bestehenden Aktionären angeboten wird und einen Zwischenschritt für die Erhöhung des Streubesitzes (Re-IPO) darstellt. Der Bezugspreis liege bei 10,50 €, das Bezugsverhältnis betrage 29:10, so der Versicherer. Die Bezugsfrist laufe voraussichtlich vom 28. Juni bis 12. Juli 2012.

Ein Drittel des Kapitals Beschlossen wurde die Ausgabe von rund 47,6 Mio. neuen Aktien, das entspricht einem Anteil von 33,3% des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft. Das Grundkapital der Uniqa Versicherungen AG erhöht sich dadurch von knapp 143 auf 190 Mio. €. Deutsche Bank AG und Raiffeisen Centrobank AG sind als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners der Kapitalerhöhung beauftragt worden. Die beiden Kernaktionäre Raiffeisen Zentralbank Österreich AG bzw. deren Konzerngesellschaften (RZB-Konzern) und Austria Versicherungsverein Beteiligungs-Verwaltungs GmbH (Austria Beteiligungs-Verwaltung) werden laut Uniqa ihre Bezugsrechte voll ausüben und haben sich darüber hinaus verpflichtet, die gegebenenfalls nicht von den anderen Aktionären übernommenen Aktien aufzugreifen, heißt es.

Uniqa-Chef Andreas Brandstetter: Neue Uniqa Österreich bringt schlagkräftigere Konzernstruktur und Einsparungen.

Geschäftsjahr 2012 dividendenberechtigt sein. Im Herbst 2012 soll dann die neue börsenfreundliche Konzernstruktur umgesetzt werden, bei der im Wesentlichen die Uniqa Sachversicherung und die Uniqa Personenversicherung zur neuen Uniqa Österreich fusioniert werden. Beim Verkauf der Tochter Mannheimer Versicherung werde das Closing demnächst erwartet, sagte Uniqa-Chef Andreas Brandstetter zur APA. Die Investmentbanken für das Re-IPO würden über den Sommer ausgewählt. Die Kapitalmaßnahmen zur Streubesitzerhöhung sollen je nach Börsenumfeld 2013 bzw. 2014 erfolgen, oberstes Ziel bleibe aber 2013, so Brandstetter.

Neue Struktur im Herbst Der Streubesitz des Versicherungsriesen liegt derzeit bei 9,5 Prozent und soll zusammen mit der Kapitalerhöhung 2013/14 auf bis zu 49% steigen. Die neuen Aktien werden für das gesamte

Bei den geplanten Hotelverkäufen seien in der zweiten Bieterrunde bis Ende Juni aus heutiger Sicht rund 20 Interessenten zu erwarten, die Entscheidung soll im dritten Quartal fallen. Brandstetter ist zuversichtlich, dass der Abbau von 200 Mitarbeitern in der Wiener Zentrale heuer erfolgen wird. Bisher seien bereits mehr als 90 Mitarbeiter ausgeschieden, mit weiteren 45 gebe es Verträge. Die Uniqa will bis 2015 insgesamt 600 Beschäftigte abbauen. Das Engagement in den PIIGS-Ländern hat man weiter stark reduziert; das Engagement in Portugal und Griechenland sei mittlerweile auf null gestellt. Mit der neuen Uniqa Österreich, die ebenso wie die Raiffeisen

Versicherung und die Uniqa International zu 100% im Eigentum der börsenotierten Holding (Uniqa Versicherungen AG) steht, entstehe eine schlagkräftige operative Einheit, so Brandstetter. Die Salzburger Landesversicherung wird eine 100%-Tochter der Uniqa Österreich. Der ‚Austria Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Privatstiftung‘ und die Collegialität Versicherung bringen ihre bestehenden Anteile an der Uniqa Personenversicherung in die Holding ein und erhalten dafür neue Stimmrechtsaktien. Verwenden will die Uniqa die Mittel aus der jetzigen Barkapitalerhöhung u.a. zur Stärkung der Kapitalbasis und für organisches Wachstum. (red/APA)

Umbaupläne Bankenverband gegen Sektoren-Modell

Älteste Bank Monte dei Paschi di Siena braucht Hilfe

Wien. Für eine österreichweite Lösung bei der Einlagensicherung spricht sich der österreichische Bankenverband aus. Man sollte sich bemühen, sehr rasch eine Einigung zu finden, um eine Österreich-Lösung voranzutreiben, sagte Bankenverbandspräsident und UniCredit Bank Austria-Chef Willibald Cernko. Er gehe von intensiven Gesprächen im Herbst aus und trete dafür ein, dass das Thema im Herbst erledigt sei.

Siena. Das älteste Kreditinstitut der Welt, die italienische Großbank Monte dei Paschi di Siena, droht zu einem der größten Sanierungsfälle der Euro-Zone aufzurücken. Bis Ende der Woche muss die 1472 gegründete Bank aus Siena der EUBankenaufsicht EBA erläutern, wie eine Kapitallücke von 3,26 Mrd. € gefüllt werden soll. Gelingt das nicht, droht Italien noch tiefer in den Euro-Krisenstrudel zu geraten. Bis zu 3 Mrd. € will die Bank an Staatshilfen beantragen, die Notenbank hat der Operation bereits grünes Licht gegeben, berichtete die römische Tageszeitung La Repubblica am Dienstag.

Cernko will Einlagensicherung neu 540 Jahre Erfahrung reichen nicht wird noch diskutiert. Cernko geht davon aus, dass sich die Diskussion um 1 Prozent bewegt. In Österreich liegen die gesicherten Einlagen bei rund 180 Mrd. €. Für Privatpersonen fallen bis zu 100.000 € unter die Einlagensicherung. Cernko sprach sich bei der Einlagensicherung für eine Art Bonus-Malus-System aus, nachdem es günstigere Konditionen für jene geben solle, die das System weniger stark beanspruchen. (ag)

Gegen Sektoren-System Es habe sich bei allem Verständnis für sektorale Lösungen gezeigt, dass diese nicht funktionierten. Cernko kann sich zudem nicht vorstellen, dass es sehr einfach wäre, an eine europäische Lösung mit einem sektoralen Modell anzudocken. In der EU wird derzeit eine Richtlinie zur Reform des Einlagensicherungssystems diskutiert, die auf eine Voraus-Finanzierung abstellt. Dabei geht es auch um den Zeitraum, in dem die Mittel aufgebaut werden sollen. Über die Höhe der Einzahlung, bei der derzeit 0,5 bis 1,5 Prozent im Gespräch sind,

Profumo, an einem Sanierungsplan bis 2015. Massiver Personalabbau und Gehaltskürzungen werden nicht ausgeschlossen. Außerdem sind Ausgabenkürzungen sowie die Veräußerungen nicht-strategischer Assets vorgesehen. So soll die Bank einen 60%-Anteil an der Tochter Biverbanca verkaufen. Zu den Interessenten zählt die Sparkasse der norditalienischen Stadt Asti, die 200 Mio. € ausgeben könnte, heißt es. (APA)

Profumo soll retten

UniCredit-Chef und Banken-Präsident Willibald Cernko: „Rasche Einigung“.

Die Bank will jetzt auf die sogenannten Tremonti Bonds zurückgreifen, um ihre Kapitaldecke zu stärken. Monte dei Paschi di Siena hatte bereits 2009 Staatshilfen in Höhe von 1,9 Mrd. € erhalten, die das Geldhaus noch nicht zurückgezahlt hat. Um die Bank zu retten, arbeitet der neue Verwaltungsratspräsident von Monte dei Paschi, Ex-UniCredit-Chef Alessandro

© EPA

Frankfurt. Der Stellenabbau in der deutschen Bankenbranche setzt sich gebremst fort. Die Zahl der Mitarbeiter sei 2011 um 0,6 Prozent auf 653.550 zurückgegangen, teilte der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes mit. Damit habe sich der Job-Abbau gegenüber den Vorjahren verlangsamt. Die privaten Institute allein reduzierten ihr Personal um 1,4 Prozent auf 176.500 Mitarbeiter. Hauptgrund waren Fusionen in der Branche. So übernahm die Deutsche Bank die Postbank und die Commerzbank die Dresdner Bank – beide Transaktionen führten zum Abbau von Stellen. Den Daten des Arbeitgeberverbandes zufolge stieg die Zahl der Frauen in Führungspositionen in den Bankhäusern 2011 weiter. Die Quote lag bei 29,1% nach 28,4% im Vorjahr. Vor mehr als zehn Jahren waren es weniger als 20%. (APA)

Uniqa: 500 Mio. €-Spritze für mehr Streubesitz

© APA/Georg Hochmuth

Deutsche Banken: Mehr Chefinnen

Nach Sparprogramm läuft Konzernumbau an Neue Uniqa soll auf bis zu 49 Prozent Streubesitzanteil kommen

© APA/Hans Klaus Techt

short

Ex-UniCredit-Konzernboss Alessandro Profumo soll ältestes Geldhaus retten.


medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

Freitag, 29. juni 2012 – 37

© Robert Polster

dws access wohnen iii

conwert SE übernimmt das Asset Management des Geschlossenen Fonds Seite 38

© Michael Sander

financenetreal:estate preisblase in deutschland

Ypos Consulting erwartet eine Fortsetzung der Immobilienpreisblase Seite 39

umsatzsteuer ÖVI befürchtet chaos ab herbst © ÖVI

Bauherrenbeteiligung als Sachwertanlage

Büro gesucht? 01 596 60 20 www.jpi.at JP ImmobIlIen

IMMO-AGS 20. Juni 2012 - 27. Juni 2012

Wochentop Wochenflop

© fotodienst/Katharina Schiffl (2) ; EOS Werbefotografie

IATX (Schluss 27.6.) 134,14 -2,22% S Immo 2,79% Immofinanz -3,55%

S Immobilien Atrium CA Immobilien Anlagen Warimpex conwert Immofinanz

2,79% 0,40% -1,15% -1,32% -3,23% -3,55%

IMMO-FONDS

Wiener Innenstadt-Development Ab 2014 bietet das Motel One im Stadtzentrum ca. 400 Low Budget-Betten. Anleger können sich schon jetzt in Form eines Bau­ herrenmodells der ifa AG (Vorstand Johannes Fischer, li.) beteiligen. Vorteile der­ artiger Modelle für Gutverdiener sieht auch Andreas Sigon (PFS Gruppe). Seite 38

1-Monats-Performance (per 27.6.) Monatstop First St. As Prop 6,15% Monatsflop Europa Immo Inv -7,84% Top 5 Immofonds First State Asian Prop. Sec. A Eu 6,15% BNPP L1 Real Est Sec. Pacific C 5,88% FF - Asia Pacific Prop. A Acc Eu 5,83% Henderson As-Pac. Pr Equ A2 Eu 5,11% ESPA Stock Asia Pac. Prop T 4,90% Flop 5 Immofonds Europa Immobilien Invest ESPA Stock Eur-Prop VA HUF Wr. Privatbank Eur. Prop. A BNPP L1 Real Est. Sec. Eu D Parvest Real Est. Sec. Eur. N1

ImmobilienScout24 Ca. 230 Besucher bei Experten-Treff

Erstes Immobilien-Forum in Wien

-7,84% -4,69% -3,15% -2,02% -1,85%

© ImmobilienScout24

20. Juni 2012 - 27. Juni 2012

CERX (Schluss 27.6.) 375,44 -1,77%

Country Manager Patrick Schenner stellte Leitfaden für Privatkunden vor.

Wien. Anlässlich seiner 1. österreichischen Immobilien-Foren – in Wien kamen mehr als 230 Interessenten – hat ImmobilienScout24 die Imagedaten rund um die Maklerbranche in Österreich erheben lassen. Die Branchenvertreter sind sich einig: Die Makler sind besser als ihr Ruf, sie müssen aber ihre Leistungen transparentenr machen. Nur 1,2% der Österreicher schenken Maklern und Autoverkäufern ihr Vertrauen, schlimmer steht es nur um die Politiker. Rund 29% der Befragten stimmen aber zu, dass die meisten Makler seriös sind, 36% meinen, sie seien heute sehr oder eher professionell. (lk)


i m m o : c ov e r

38 – financenetreal:estate

Freitag, 29. Juni 2012

financenet@medianet.at financenet@medianet.at

Startschuss Größtes Immobilien-Entwicklungsprojekt in der Wiener Innenstadt: Low Budget-Hotel entsteht

Makler der Woche: IMMOBILIEN Kaiser und Kleinsasser

Bauherrenmodell: nicht nur steuerlich interessant

Das Erfolgsunternehmen aus Spittal an der Drau kümmert sich seit 1983 um die Belange nationaler wie internationaler Klienten und vermittelt neben Baugründen, Häusern, Landwirtschaften und Almen

ifa AG bietet Privatanlegern Beteiligung an Jugendstil-Immobilie als Bauherrenmodell Nr. 400 an.

auch Burgen und Schlösser. Spezialisiert ist das 4-Personen-Team von Kaiser und Kleinsasser auf Ferienhäuser, Luxusimmobilien und Seeliegenschaften an den wunderschönen Kärntner Seen. Das besondere Extra des Immobilienbüros ist die ehrliche Rundumbetreuung. Ob bei der Auswahl eines Objekts oder beim Verkauf einer Liegenschaft - die Profis des Spittaler Unternehmens stehen Ihnen jederzeit hilfsbereit zur Seite! Auch bei Bankverhandlungen und Notariatsbesuchen greifen Ihnen mit den Maklern von Kaiser und Kleinsasser erfahrene Profis unter die Arme! Generell ist Kaiser und Kleinsasser am Puls der Zeit. So werden zum Beispiel kurze Wege mit dem betriebseigenen Elektromobil gefahren. Informieren Sie sich auf der äußerst detaillierten Internetseite www.immobilienkaiser. at über die hervorragenden Angebote des Immobilienbüros aus Kärnten.

An Mieteinnahmen beteiligt

Promotion

„Nach Abschluss der Generalsanierungsmaßnahmen ist die Vollvermietung auf 25 Jahre gesichert“, präzisieren die ifa-Vorstände Johannes Fischer und Ferdinand Lechner. Da der Hotelmieter Interesse am Erhalt der Gebäude in der historischen Form habe, sei das Bauherrenmodell Nr. 400 nicht nur ein langfristiges und wertbeständiges Investitionsprojekt, sondern es trage auch maßgeblich zur Erhaltung und Sanierung denkmalgeschützter Gebäude in der Wiener Innenstadt bei. Die Anleger genießen grundbücherliche Sicherheit und sind direkt an den Erträgen, den Mieteinnahmen, beteiligt, die jährlich ausgeschüttet werden. Ab einer Eigenkapitalzahlung von je 16.250 € im Jahr 2012 und in 2013 und einer Finanzierung über 100.000 € ist man Kommanditist. Fischer und Lechner

www.immobilienkaiser.at

short

„Viel Design für wenig Geld“, das ist das Motto des 2000 gegründeten Low-Budget-Hotelbetreibers Motel One.

stellen inflationsgeschützte Erträge von rund 3,6% p.a. in Aussicht. Die Linzer ifa AG ist seit mehr als 30 Jahren Spezialist für Sachwertanlagen, wird betont. Bisher seien rund 400 Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 1,5 Mrd. € realisiert worden, womit man in Österreich Marktführer sei.

Die Sanierung der Liegenschaften wird sensibel auf die Altsubstanz abgestimmt. Unter Zuhilfenahme modernster Bauphysik wird penibel darauf geachtet, die denkmalrelevanten Elemente und Bauteile wieder herzustellen. Die „alte“ Nutzung war gekennzeichnet durch Büroflächen, Mieter waren ÖBB und Telekom Austria. Überzeugt vom Wettbewerbsvorteil der Lage,

vereint mit der Attraktivität eines Jugendstilhauses, wird der 2000 gegründete Hotelbetreiber Motel One mit Sitz in München in diesem Gebäudekomplex ab 2014 das größte Hotel im 1. Wiener Gemeindebezirk betreiben. Auf einer Gesamtnutzfläche von rund 14.000 m� werden rund 400 Hotelzimmer entstehen. Ein weiteres, ebenfalls Linzer Unternehmen bietet Bauherrenmodelle an, die PFS Gruppe. Die überwiegend Wohnobjekte von PFS befinden sich ebenfalls schwerpunktmäßig in Wien, aber auch in den Landeshauptstädten Linz, Salzburg, Graz, Innsbruck. „Im Jahr realisieren wir drei bis fünf Projekte“, sagt Andreas Sigon-Wimmer, CCO der PFS Immobilienmanagement GmbH. Dem Anleger werde alles, angefangen von der Grundstückssuche, Bebauung, Planung über

fiskalische, steuertechnische und administrative Fragen bis hin zur Steuerberatung und Hausverwaltung abgenommen. Ein derartiges Investment sei vor allem für Anleger in der 50%-Steuerprogression sinnvoll. Beim sogenannten großen Bauherrenmodell erwerben Investoren Miteigentumsanteile an einer Liegenschaft und profitieren von der Berechtigung zum Vorsteuerabzug. Zusätzlich können Nebenkosten des Grundstückserwerbs, Ausarbeitung von Grundkonzeptionen, Steuerberatungs-, Treuhänder-, Vermittlungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Diese Tatsachen allein sollten aber nicht Hauptargument für ein Investment sein, Grund-, Nettobaukosten, Lage, Infrastruktur oder die Bauvorschriften sollten berücksichtigt werden.

BA Wohnbauanleihen

DWS conwert als Manager

Wüstenrot Ein Zehntel

Immofinanz Stillstand

Wien. Die Bank Austria Wohnbaubank hat in 2011 Wohnbauanleihenvolumen von 115 Mio. € begeben. Das Volumen „lag zwar neuerlich hinter den Erwartungen, insgesamt blieb aber das gesamte in Umlauf befindliche Emissionsvolumen von 4,06 Milliarden Euro annähernd unverändert“, so das Unternehmen. Für 2010 hatte die Bank Emissionen von 120 Mio. und einen Bestand von 4,15 Mrd. € gemeldet. (ag)

Wien. Die im österreichischen ATX gehandelte conwert Immobilien Invest SE setzt zusammen mit der Deutsche-Bank-Tochter DWS ihren dritten Geschlossenen Wohnungsfonds auf. Der speziell für Privatanleger konzipierte DWS Access Wohnen III investiert in deutsche Bestandsimmobilien und wird insgesamt ein Volumen von rund 120 Mio. € haben. Die Ausschüttung beträgt ab 2014 6% jährlich. „Gemäß der strategischen Ausrichtung ist der Ausbau des Fondsmanagements ein wichtiger Schritt zur weiteren Stärkung unseres wachsenden Dienstleistungsgeschäfts in Deutschland“, sagte Jürgen F. Kelber, Geschäftsführender Direktor der conwert. Das Konzept des neuen DWS Fonds sieht vor, rund 70% der Immobilien über eine Laufzeit von zehn Jahren zu halten. Die restlichen 30% stehen für den Handel zur Verfügung. Bisher sind 24 Mio. € an neun Standorten wie u.a. Potsdam, Berlin und Leipzig investiert worden. conwert übernimmt vom Einkauf über Verwaltung und Entwicklung bis zum Verkauf der Wohnungen das komplette Asset Management.

Wien/Salzburg. Wegen der Halbierung der Bausparförderung erwartet die Bausparkasse Wüstenrot laut Generaldirektorin Susanne Riess heuer rund ein Zehntel weniger Neuabschlüsse. Schon im März und April habe man rund um die Diskussion der Förderkürzung Rückgänge im Neugeschäft verzeichnet. Seit April müssen sich die 5,2 Mio. Bausparer in Österreich mit maximal 18 € Förderung im Jahr statt früher bis zu 36 € begnügen. (ag)

Wien. Der ehemalige Vorstand von Constantia Privatbank und Immofinanz, Karl Petrikovics, hat seinen am 3.1.2012 eingebrachten Einspruch gegen die Anklageschrift in der Causa Constantia zurückgezogen. Der Einspruch im Vorverfahren hätte bewirken sollen, dass „bisher ignorierte Beweisanträge von der Staatsanwaltschaft erledigt werden“. Nach sechs Monaten Stillstand sei das Ziel nicht mehr zu erreichen, heißt es. (ag/lk)

400 Low Budget-Betten

© UniCredit/Bank Austria

Sighartstein: Keine Zwangsversteigerung

Bank Austria: Gesamtes im Umlauf ­befindliche Volumen blieb etwa gleich.

Kein Einspruch

© APA/Helmut Fohringer

Los Angeles. Die kalifornische Stadt Stockton hat sich für zahlungsunfähig erklärt. Die rund 140 km östlich von San Francisco liegende Gemeinde hat am Dienstagabend vor Gericht Gläubigerschutz beantragt, sie ist die größte US-amerikanische Stadt, die jemals für bankrott erklärt wurde. Allein für heuer sieht die Stadtverwaltung ein Defizit von 26 Mio. USD (20,8 Mio. €) voraus. (ag)

© APA/Georg Hochmuth

Volumen kleiner Wohnungsfonds Vertragsminus

Kalifornische Stadt erklärt sich für bankrott

Salzburg. Schloss Sighartstein in Neumarkt am Wallersee (nordöstlich von Salzburg) ist nicht versteigert worden. Das Bezirksgericht musste die Zwangsversteigerung absagen, weil kein Bieter erschienen war. Die denkmalgeschützte Luxusimmobilie mit 74.000 m� Wald und Wiese sowie vielen Nebengebäuden ist auf einen Wert von 7,5 Mio. € geschätzt.

xx01 160 x 103 © fotodienst/Katharina Schiffl

Wien/Linz. Anfang Juli beginnen die Arbeiten am derzeit größten Wiener innerstädtischen Immobilien-Entwicklungsprojekt. Das denkmalgeschützte Ensemble am Karlsplatz/ Friedrichstraße, Operngasse und Elisabethstraße wird in den kommenden 18 Monaten zum ersten Low Budget Design-Hotel in der Wiener Innenstadt umgebaut. Die ifa AG – Institut für Anlageberatung, Linz, bietet allen Österreichern die Möglichkeit, sich an diesem Bauwerk am Gebäude Karlsplatz/Elisabethstraße 3 direkt über ein Bauherrenmodell zu beteiligen. Die Objekte am Karlsplatz werden von der ifa AG und der Immovate Projektentwicklungs GmbH, einem Spezialisten für sensible und nachhaltige Revitalisierung denkmalgeschützter Objekte, entwickelt und saniert.

Susanne Riess: „War keine Riesen­ förderung, aber immerhin Anreiz“.

Petrikovics: Hatte zuvor Einspruch ­wegen Unzulänglichkeiten eingeleitet.


immo:markets

Freitag, 29. Juni 2012

financenetreal:estate – 39

financenet@medianet.at

„Betongold“ Nach wie vor bei deutschen Anlegern sehr beliebt. Dass die Immo-Preissteigerungen bereits eine Preisblase sein könnten, wird ignoriert

Gespenst Immobilienpreisblase Fritz Haslinger

Darmstadt/Wien. „Eurokrise und wachsende Inflationsangst sorgen dafür, dass Immobilien mehr und mehr als ‚sicherer Hafen‘ in der Geldanlage gesehen werden“, sagt Christoph Leichtweiß, Geschäftsführer des auf Finanzthemen spezialisierten Beratungsunternehmens YPOS Consulting.

Katalysator für Immoblase Die gemeinsame Währung und der von der EZB (Europäische Zentralbank) festgelegte Leitzins für den gesamten Euroraum habe zu einem unangemessenen Zinsniveau für die doch sehr unterschiedlichen Wirtschaftsräume geführt. „Dies war einer der wesentlichen Gründe, warum in Spanien und Griechenland Immobilienblasen entstehen konnten und es zu einer erhöhten Verschuldung von

privaten und öffentlichen Haushalten in der europäischen Peripherie kam“, meint Leichtweiß. Während Deutschland seit Jahren steigende Inflationsraten aufweise, würden die PIIGS-Staaten (Portugal, Irland und Italien, Griechenland sowie Spanien) wegen der Sparmaßnahmen und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit in eine beginnende Deflationsspirale geraten. Seitens der EZB sei Hilfe nicht zu erwarten, mit Mario Draghi verfolge die EZB eine inflationär geprägte Krisenbekämpfung, die darauf abziele, durch Inflation zur Schuldenreduzierung in den Peripherieländern beizutragen.

Wichtig ist Ausstiegspunkt Das historisch niedrige Hypothekenzinsniveau sei ein zusätzlicher Anreiz, um Immobilien zu erwerben. Ein stark eingeengter Markt mit wenig Neubauaktivität sorgte in den letzten Jahren für zwangs-

läufig höhere Preise. Binnen Jahresfrist hätten Eigentumswohnungen in Hamburg-Hohenfelde um 45% zugelegt, in München um 23% und in Bayreuth um satte 36%. Leichtweiß mahnt: „Vor dem Hintergrund, dass sich die Preisblase in Deutschland fortsetzen sollte, müssen Privatanleger Folgendes beachten: Einerseits gilt es, einen attraktiven Einstieg zu finden, andererseits muss man den Ausstieg schon vor Augen haben. Hier ist insbesondere die Liquidität der Anlageform wesentlich, um eine schnelle Realisierung von Gewinnen vor dem Ende einer Immobilienpreisblase zu sichern.“

Auch Bayreuth hat sich zuletzt verteuert – ein Anlageobjekt muss liquid sein.

Ihre Analyse für

Wölbern Invest Fonds

Frankreich 05

Banking Exzellenz

victor ist eine eingetragene Marke von emotion banking.

Hamburg/Wien. Das Emissionshaus Wölbern Invest bietet ab sofort seinen 88. Auslands-Immobilienfonds zur Zeichnung an. Anleger können sich mit dem Fonds „Frankreich 05“ an der Unternehmenszentrale von Prisma Média, zweitgrößter Magazin-Verlag Frankreichs und Tochtergesellschaft des Bertelsmann-Konzerns, beteiligen. Die Mindestbeteiligungssumme liegt bei 10.000 € und die Fondslaufzeit beträgt zehn Jahre. Als jährliche Auszahlungen sind 5,25 Prozent prognostiziert. „Frankreich ist derzeit einer der attraktivsten Märkte für Immobilien, er hat sich gut von der Finanzkrise erholt“, erklärt Thomas Kühl, Generalbevollmächtigter bei Wölbern Invest. Der Fonds hat ein Volumen von 170 Mio. €, davon 85 Mio. € Eigenkapital. (fh)

Der historisch niedrige Leitzins von 1% sei für Deutschland viel zu niedrig. Eurokrise und die Politik des „billigen Gelds“ könnten jedoch als exogener Schock Ausgangspunkt einer Preisblase und damit eines Verlaufs sein, wie sie vom US-Ökonomen Hyman Minsky (1919–1996) beschrieben wurden.

© Michael Sander

Politik des „billigen Geldes“ und die tief verwurzelte Inflationsangst der Deutschen als Auslöser.

fairvesta Gutes 2. Quartal

Verkäufe laufen

Tübingen/Wien. Allein im zweiten Quartal 2012 hat fairvesta mehr Immobilien weiterverkauft als im ganzen Jahr 2011. Gleich mehrere Portfolien habe man mit Gewinn an den Mann gebracht, darunter ein Wohnungsportfolio in Süddeutschland, ein Mehrfamilienhaus im Norden und ein Bürogebäude in München, heißt es beim Anbieter von Beteiligungen. Bezogen auf die Haltedauer, wurden für die Anleger zweistellige Renditen erzielt, wird betont. (red)

Wer Marktforschung mit Wirkung sucht, nutzt victor. Standortanalyse victor zeigt mit dem 360º Feedback (Führungskräfte, Mitarbeiter, Kunden) die Stärken und Potentiale Ihrer Bank. Mit den ergänzenden victor Modulen liefert victor fokussierte Auswertungen in speziellen Themenfeldern wie Filiale, Segment, Abteilung etc.

Banksteuerung victor zeigt die dynamische Weiterentwicklung Ihrer Bank und ist eine profunde Basis für das Steigern betrieblicher Performances.

Wettbewerb victor zeigt im anonymen Vergleich Ihre Position mit der Chance auf den begehrten Titel „Bank des Jahres“. Die Auszeichnung erfolgt auf der glamourösen Gala am 20. 09. 2012, Stadttheater Baden bei Wien (A).

Qualitätssiegel © Fairvesta/Lydia Krüger

victor ist ein objektives Qualitätssiegel, das für herausragende Leistung verliehen wird und vom Mitbewerb differenziert.

Otmar Knoll, fairvesta: „Nutzen Sondersituationen, um günstig einzukaufen“.

Jetzt informieren!

Ihre Ansprechpartner: Dr. Barbara Aigner Mag. Christian Briggl, MBA Mag. (FH) Christina Tambosi Theaterplatz 5 | A-2500 Baden bei Wien T.: +43 (0) 22 52 25 48 45 victor@bankdesjahres.at www.bankdesjahres.com www.victorgala.com www.emotion-banking.com


l aw & o r d e r

40 – financenetreal:estate

Freitag, 29. Juni 2012

financenet@medianet.at

Verband der Immobilientreuhänder Eine Änderung bei den Umsatzsteuerbestimmungen könnte ab September für Chaos sorgen

„Ärzte als Mieter unattraktiv“

Kein Vorsteuerabzug mehr möglich, wenn man an unecht Steuerbefreite vermietet – das droht laut ÖVI ab Herbst. Wien. Der Österreichische Verband der Immobilientreuhänder (ÖVI) warnt vor einem Chaos bei Geschäftsraumvermietungen ab dem 1. September. Dann tritt nämlich eine Änderung bei den Umsatzsteuerbestimmungen in Kraft: Wird dann mit unecht steuerbefreite Unternehmern – zum Beispiel Ärzten und Kleinunternehmern – ein Mietvertrag abgeschlossen, kann der Vermieter für diesen Mietbetrag keine Vorsteuer mehr geltend machen. Ausgenommen von der neuen Regelung sind lediglich Vermieter, die bis zu diesem Zeitpunkt das Gebäude selbst errichtet haben.

Gleiches gelte für Verträge mit Klein- und Jungunternehmern. In der Praxis würde das so aussehen, meint der ÖVI: Man kauft ein Haus um 2.000.000 € zuzüglich 20% USt in Höhe von 400.000 €, die als Vorsteuer wieder geltend gemacht werden sollen. Hält der betreffende Mieter z.B. 10% der Fläche, ergibt dies zwingend eine Vorsteuerkorrektur in Höhe von 40.000 € für den Käufer. Die Vermietung an unecht steuerbefreite Unternehmer stelle damit eine Entwertung der Liegenschaft dar, heißt es seitens des Verbands.

Der Arzt als Mieter werde aber auch zur Belastung des Objekts bei aufrechtem Vertrag, meint Weinberger. Denn nach derzeitiger Ansicht der Finanzverwaltung sind bei jeder Eigentümerveränderung auf Vermieterseite die umsatzsteuerrechtlichen Änderungen anzuwenden. Bei einem Kauf des gesamten Hauses mit Umsatzsteuer sei dann auch gleich hinsichtlich des unecht steuerbefreiten Mieters die Vorsteuer zu berichtigen.

Entwertung des Hauses

Ärzte nicht mehr attraktiv

Aber auch die Wohnungseigentümergemeinschaften erleiden Nachteile, weil sie Vorsteuern, die auf Geschäftsraum- und GaragenWohnungseigentümer entfallen, nicht mehr geltend machen können.

Weinberger fordert als Lösung für das drohende Problem, dass Geschäftsraummieten generell der freien Vereinbarung unterliegen sollen. Bei Großobjekten war es bisher schon üblich, dass mit dem Mieter ein Ersatz des Vorsteuerentfalls vereinbart wurde. (ks)

Neue Risikokennzahl für Bankanleihen

In 2. Auflage im Manz Verlag: Aufsichtspflicht

Wien. Die Werthaltigkeit von vielen Bankenanleihen ist im Lichte der jüngsten Refinanzierungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank gesunken. Zu diesem Schluss kommt die Hypo Capital Management (HCM) in ihrer neuesten Analyse, in der sie anhand der neuen Kennzahl „Senior Coverage Ratio“ (SCR) das Risiko von Bankanleihen neu bewertet.

Neue Risikokennzahl

Deutsche Bank und Raiffeisen Bank International verfügen über einen hohen SCR.

Die Werthaltigkeit von hochrangigen (Senior-)Anleihen beruhe auf denjenigen Aktiva der Bank, die frei verfügbar sind, also nicht bereits als Sicherheit für andere Geschäfte dienen. Genau diese Menge an frei verfügbaren Werten sei allerdings

Wolf Theiss Besonderes Programm für Frauen

Liechtenstein Glücksspiel

CEE Beste Kanzlei

London. Bei den „European Women in Business Law Awards 2012“ der Euromoney Legal Media Group wurde Wolf Theiss erstmals mit dem „Best in Austria Award“ ausgezeichnet. Eva Fischer, Partnerin bei Wolf Theiss, konnte gemeinsam mit Counsel Ingrid Riedlmayer diese Auszeichnung im Rahmen der Preisverleihung im Londoner Savoy Hotel entgegennehmen. Die von der Euromoney Legal Media Group vergebenen Awards

Wien/Vaduz. Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein muss die erste und einzige Casinokonzession des Landes neu ausschreiben. Der Verwaltungsgerichtshof hat einer Beschwerde stattgegeben und die Konzessionsvergabe an die Spielbank Baden und ihren Partner aufgehoben.

Amsterdam. Die Rechtsanwaltskanzlei CMS wurde bei den diesjährigen „Chambers Europe Awards“ in Amsterdam erstmals mit der Auszeichnung „Law Firm of the Year“ für Zentral- und Osteuropa (CEE) gekürt. Peter Huber von CMS in Wien: „Das nachhaltige Engagement von CMS in CEE/SEE wird von unseren Klienten schon lange geschätzt. Eine derartige Auszeichnung bestätigt dies noch einmal.“ (red)

Gesunkene Werthaltigkeit

Albany. Einige der Opfer des US-amerikanischen Anlagebetrügers Bernard Madoff sollen 405 Mio. USD (323 Mio. €) Schadensersatz erhalten. Eine zivilrechtliche Einigung zwischen dem Hedgefondsmanager J. Ezra Merkin und Kunden Madoffs wurde erreicht. Merkin hatte vier Fonds mit Hunderten Anlegern geleitet und mehr als 2 Mrd. USD bei Madoff investiert. Die Entschädigung für die Opfer von Madoffs Schneeballsystem durch Merkin soll innerhalb der kommenden drei Jahre ausgezahlt werden. Madoff wurde 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt. (red)

Award für Frauen in Anwaltsfirmen Neuvergabe Anreiz für Anwältinnen „Wir sind sehr stolz auf die von unserer Partnerschaft initiierten Programme zur Unterstützung unserer Anwältinnen“, meinte Fischer. Sie seien ein Anreiz für junge Anwältinnen; auch Klienten würden positiv darauf reagieren. (red)

Riedlmayer, Fischer (Wolf Theiss) mit „European Woman in Business Award“.

CMS: Award

Chance für Novomatic Leer ausgegangen war die zweite Bewerberin Casino Admiral AG, hinter der der niederösterreichische Automatenkonzern ­Novomatic steht. Sie legte gegen den Entscheid Beschwerde ein und hat nun teilweise recht bekommen. Liechtenstein muss nun laut Gericht die Konzession neu ausschreiben. Liechtenstein hat erst 2010 das seit 1949 bestehende Glücksspielverbot aufgehoben. Die Casino Vaduzerhof AG erhielt Ende März den Zuschlag. An der Gesellschaft ist neben der Spielbank Baden auch der Unternehmer Wolfgang Egger beteiligt. Ursprünglich waren auch die Casinos Austria an Bord, die aber im Vorjahr ausstiegen. (red)

© CMS

zeichnen Anwaltskanzleien aus, die sich für die Förderung von Frauen im Anwaltsberuf einsetzen.

© Legal Media Group

KPMG-Tax Summit lockt 550 Teilnehmer an Wien. Beim zweitägigen „KPMG EMEA Tax Summit“ in Wien gaben internationale Steuerexperten 550 Teilnehmern Einblicke in die jüngsten steuerlichen Entwicklungen. Die Vortragenden befassten sich mit aktuellen Trends in der Steuerpolitik. Beleuchtet wurde der zunehmende internationale Wettkampf um Steuerquellen vor dem Hintergrund angespannter Staatsfinanzen sowie die Themen Performance Measuring und Steuer-Strategien. (red)

aufgrund des branchenweiten Trends zur Hinterlegung und der zunehmenden Inanspruchnahme der EZB stark geschrumpft.

Die HCM hat die neue Risikokennzahl SCR errechnet, die dieser Entwicklung Rechnung trägt. Sie ergibt sich aus der Division „Freie Aktiva“ durch „Senior Anleihen“. Dieser Wert sollte zumindest über 1 liegen. Das würde dann bedeuten, dass pro Euro, den die Bank ihren (Senior-)Gläubigern schuldet, ein Euro an Vermögen vorhanden ist. Je höher der Wert, umso besser sieht die jeweilige Bank aus Risikosicht aus. (ks)

© Raiffeisen Bank International

Schadensersatz für einige Madoff-Opfer

Udo Weinberger, Präsident des ÖVI, sieht ab September drohendes Chaos.

Senior Coverage Ratio Hypo Capital Management sieht Werthaltigkeit vieler Bankanleihen gesunken

short

Wien. Im Manz Verlag ist soeben die 2. Auflage des Ratgebers für Aufsichtspflichtige erschienen. Marco Nademleinsky, Rechtsanwalt und Lektor an der Universität Wien, befasst sich darin mit rechtlichen Fragen der Aufsichtspflicht für Kinder und Jugendliche. Es geht um Fragen wie: Wer hat die Aufsichtspflicht, welche Folgen haben Aufsichtspflichtverletzungen, wie kann man sich versichern, etc. (red)

© ÖVI

„Der Vermieter wird es sich in Zukunft mehrfach überlegen, ob er überhaupt mit Ärzten noch einen Mietvertrag abschließt“, meint ÖVI-Präsident Udo Weinberger.

Freie Vereinbarungen

Peter Huber von CMS in Wien freut sich über die internationale Auszeichnung.


pe o p le & dat es

Freitag, 29. Juni 2012

financenetreal:estate – 41

financenet@medianet.at

„Goldmünze 2012“ Neuer Preis für Finanzbranche wird zum ersten Mal in Wien bei einer feierlichen Übergabe an die Besten der Besten verliehen

And the Winner is: Neuer Award Eine Fachjury von unabhängigen Finanzexperten wählt aus insgesamt 339 Finanzprodukten in 27 Kategorien die Gewinner.

© gold-münze.at

Wien. Am 20. Juni nahmen die Vertreter der Finanzinstitute im Wiener Palais Ferstel, dem ehemaligen Prunksitz der Wiener Börse, die Preise der „Goldmünze 2012“ für die von ihnen angebotenen Finanzdienstleistungen entgegen. Eine Fachjury von unabhängigen Finanzexperten entschied über 339 Produkte in 27 Kategorien aus den Bereichen Versicherung, Bankprodukte, Fonds und Leasing. 39 Unternehmen platzierten sich, 16 davon sicherten sich einen ersten Preis. „Ziel des Wettbewerbs ‚Goldmünze‘ ist es, der Öffentlichkeit eine umfassende und transparente Orientierungshilfe am Markt zu geben“, so Jirí Scobák, Direktor der Media Project Agency und Organisator des Wettbewerbs. Der Wettbewerb Goldmünze wird seit 2005 in der Slowakei von der Media Project Agency veranstaltet. In Österreich fand der Wettbewerb 2012 nun zum ersten Mal statt.

Die Preisverleihung der „Goldmünze 2012“-Awards im Palais Ferstel in Wien.

„Österreichische Banken haben seit 1990 den osteuropäischen Markt erobert. So ist es jetzt zwar ungewohnt, aber nicht zufällig, dass ein Bewertungsmechanismus auf den österreichischen Markt dringt, der bereits seit 2005 jährlich in der Slowakei stattfindet“, so Veranstalter Scobák.

Die Gewinner Die Gewinner der einzelnen Kategorien waren: Uniqa (Klassische LV, Unfall, KMU/Gewerbe), Nürnberger (Fondsgebundene LV, Berufsunfähigkeit, Pflege), Dialog Lebensversicherung (Risikolebensversicherung), Merkur (Krankenversicherung), Wiener Städtische (Kfz-Haftpflicht, Staatlich geförderte Pension), Europäische Reiseversicherung (Reiseversicherung), HDI (Vollkasko), Generali (Betriebliche Altersvorsorge), easybank (Girokonten, Online-Banking),

ING-DiBa (Sparen täglich fällig, Sparen gebunden, Verbrauchkredite), Erste Bank (Vermögensmanagement), Bawag PSK (Kreditkarten), Bausparkasse Wüstenrot (Bausparen), Raiffeisen (Kommerzkonten), 3 Banken-Generali (Aktien Österreich Fonds), VB Leasing (Kfz-Leasing). Einen Punktegleichstand erzielten mehrere Unternehmen als Gewinner der Rubriken: Haushalt und Eigenheimversicherung (Wiener Städtische/Uniqa), Wohnbaufinanzierung (Erste Bank/Bausparkasse Wüstenrot/Bawag PSK) und Kommerzfinanzierungen (Bawag PSK/Raiffeisen). Die detaillierten Ergebnisse finden sich auf www.gold-muenze.at. Vom 21. August bis November findet zusätzlich noch eine öffentliche Umfrage über die besten Finanzprodukte in Österreich statt, die Abstimmungsergebnisse werden Mitte November veröffentlicht. (ast)

Wiener Stadterneuerungspreis 2012 Real Invest als Bauherr für das Wohnprojekt „Bonygasse“ ausgezeichnet

short

Real Invest gewinnt Stadterneuerungspreis Wien. Der mit 11.000 € dotierte, 27. „Wiener Stadterneuerungspreis 2012“ wurde kürzlich von der Wiener Wirtschaftskammer im Kursalon Wien verliehen. Die Bank Austria Real Invest wurde dabei als Bauherr des Siegerprojekts „Bonygasse 8“ im 12. Wiener Gemeindebezirk mit dem ersten Platz für die beste baumeisterliche Leistung unter den insgesamt 21 weiteren eingereichten Projekten ausgezeichnet.

Eine Fachjury, bestehend unter anderem aus dem Bundesdenkmalamt, der Bundes- und Landesinnung Bau, der Technischen Universität Wien und der Wirt-

schaftskammer Wien, hat dabei die Bonygasse aufgrund des „harmonischen Gesamtkonzepts des Umbaus“ und dem „gelungenen Miteinander zwischen Alt und Neu“ zum Siegerprojekt auserkoren. In der Bonygasse wurde ein Gewerbegebäude aus den frühen Nachkriegsjahren gemeinsam mit den benachbarten bestandsfreien Grundstücken im Rahmen einer geförderten „Totalsanierung mit Zubau” revitalisiert. Roland Pinz, Leiter des Investment Management der Bank Austria Real Invest, nahm die Auszeichnung entgegen. „Dieser Preis ermutigt uns, bei unseren Wohnprojekten weiterhin traditionelle Substanz mit modernen Elementen zu verknüpfen.” (ast)

Hallein Salzburg Wohnbau

Erste Bank Informationsstand bei der KinderuniWien

Graz Innocad ZT als Sieger

Salzburg. In Hallein übergab die Salzburg Wohnbau eine Wohnanlage in zentraler Lage am Griesmeisterplatz an die neuen Eigentümer. Die soeben fertiggestellte, moderne Anlage umfasst insgesamt 13 Eigentums- bzw. Mietkaufwohnungen. Für die Planung des Projekts zeichnete das Halleiner Architekturbüro Salmhofer verantwortlich. Die Gesamtbaukosten für das Objekt belaufen sich auf rund 2,1 Mio. €. (red)

Wien. Die KinderuniWien bietet auch heuer wieder ein buntes Programm für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren. Uniprofessoren und Wissenschafter werden dabei eine Palette an Themen in über 450 Lehrveranstaltungen auf altersgerechte Art und Weise näherbringen. Am 9. Juli wird dabei auch ein Workshop mit dem Titel „Wie kam das Geld in die Welt?“ angeboten. „Kinder sind sehr wissbegierig und wollen schon früh verstehen,

Graz. Von Herbst 2012 bis März 2013 wird die Kanonenhalle des Landeszeughauses in Graz nach Plänen der Innocad ZT GmbH neugestaltet werden. Das Projekt ensteht im Rahmen von „Graz als City of Design“ und in Kooperation mit der Creative Industries Styria. Das Grazer Architekturbüro Innocad ZT konnte die Jury von seinem Beitrag überzeugen und sich damit gegen sechs internationale Mitbewerber behaupten. (red)

Die Übergabe mit Vertretern von Politik, Salzburg Wohnbau und Eigentümern.

Kundenfest der Porr Bau und Teerag-Asdag

Die preisgekrönte Anlage der Bank Austria Real Invest in der Bonygasse.

wie Geld funktioniert”, meint Mario Stadler, Marketingleiter der Erste Bank Oesterreich. Aus diesem Grund hat die Erste Bank bei der KinderuniWien dieses Jahr auch einen Stand eingerichtet. Bei diesem können sich Kinder, die sich für weiterführende Informationen rund um das Thema Geld und Finanzen interessieren, von Mitarbeitern der Bank beraten lassen. Bei einem Quiz können die Kinder ihr Wissen selber testen. (ast)

© Porr

Profis erklären Kindern Geldwesen Kanonenhalle

Josef Pein (li.), Walter Lackner (mi.) und Peter Schaller (re.).

Unterpremstätten. Rund 600 Gäste begrüßten die Niederlassungsleiter der Porr Bau GmbH Steiermark und der TeeragAsdag AG, Peter Schaller und Walter Lackner, beim heurigen Kundenfest im Berggarten beim Schwarzl Freizeitzentrum. Bereits Tradition: die Instrumenten-Spende für die Musikkapelle, die von Schaller, Lackner und Porr Bau GmbHGF Josef Pein zwei Trommeln geschenkt bekam. (red)

Haselsteiner wird 2014 als Strabag-Chef gehen

© Innocard

© Kinderbüro der Universität Wien/Lisa Gastager

© Salzburg Wohnbau

Übergabefeier

Wien/London. Die Raiffeisen Centrobank (RCB) erhielt in der Vorwoche in London den „EMEA Achievement Award“ in der Kategorie „Best M&A Deal 2011“. Die österreichische Investmentbank mit starkem Fokus auf CEE wurde für die Beratungsleistungen im Rahmen der Übernahme eines 73%-Anteils des bulgarischen Braunkohlekraftwerks Enel Maritza East III durch Contour Global (Kaufpreis 545 Mio. €) ausgezeichnet. © Real Invest

Mischung aus Alt und Neu

RCB erhält EMEA Award für M&A Deal

Erste Bank will Kindern auf der KinderuniWien das Thema „Geld“ nahebringen.

So wird die Kanonenhalle aussehen: Visualisierung des Siegerprojekts.

Wien. Hans Peter Haselsteiner will seine Funktion als CEO der Strabag SE nach der im Juni 2014 geplanten Hauptversammlung zurücklegen. Sein designierter Nachfolger ist Vorstandsmitglied Thomas Birtel. (APA/red)


Goldener Hahn

3.5

Save the Date: 18. Oktober 2012 Alle Infos zum Kartenverkauf auf: www.goldenerhahn.or.at

, l e g รถ V e t n u b e l e i n h a h n Es gibt v e n e d l o G n e n i e r u n aber


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
medianet financenet by medianet - Issuu