Page 1

medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 23. SEPTEMBER 2011

GOODWILL-AMBASSADORS

Diversity-Maßnahmen helfen den Umsatz ankurbeln. Unternehmen berichten Seite III

Angelina Jolie ist eine von 193, die für die UNO im Einsatz sind

EFFIZIENZPOTENZIALE AM BAU

Seite VI

© Strabag

UMSATZTREIBER

© EPA

© Simacek

CSRnet

Die Strabag SE forscht, um das „Eindringen in die Natur“ zu entschärfen Seite VIII

Staatssekretär Kurz: „Haben noch viel zu tun“

© APA/Herbert Neubauer

SHORT

© Erste Bank

Wien. Die Bank Austria ist neben der TU Graz und TU München Kooperationspartner des von Grünen-Politiker Christoph Chorherr initiierten Schulprojekts Ithuba Wild Coast College in Südafrika. Bank-Vorstand Willi Cernko (Bild) verabschiedete am 1. September Container mit Maschinen, Werkzeug, Verbrauchsmaterial und Sachspenden von Unternehmen wie Wiener Hafen, Würth, Obi/Sochor, bauMax, Makita und Libro Richtung Südafrika. (red)

© APA/Robert Jäger

Wien Sei 15. September bieten Wien. Seit die Erste Bank und Sparkassen spezielle Bankomatkarten für Kunden mit beeinträchtigter Sehkraft an. Die Karten wurden zusammen mit dem Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverband (ÖBSV) gestaltet, Experten der ÖBSVLandesgruppe Wien, NÖ und Burgenland brachten ihr Know-how bei der Konzeption mit ein. Die neuen Bankkarten können kostenlos in den Filialen der Erste Bank und Sparkasse bestellt werden. (red)

Möglichst vieles umsetzen Der Integrationsstaatssekretär möchte die vom Expertenrat im Integrationsbericht vorgeschlagenen Ziele realisieren. Seine Hauptanliegen sind Ausbildung, Steigerung der Erwerbstätigkeit von Migranten. Seite II

International > Ratingsysteme für Lieferketten weltweiter Industrien VI > Hamburg-Mannheimer: Wie es nicht sein soll VI Green Building > Immer mehr Unternehmen lassen nachhaltig bauen VIII

Antriebssysteme Umstieg wird von klima:aktiv gefördert

Drink für Entwicklungshilfeprojekt

Umrüstung beginnt zu greifen

© Initiative Zukunft

Integration > B2B Diversity Day: Projekte mit 30.000 € dotoiert II > T-Mobile kooperiert mit lobby.16 II > Integrationspreis: Heuer zum zweiten Mal vergeben III > Österreich beim MIPEXIndex nur auf Rang 24 III

Yobeliee Vermarktung von neuem Lifestyle-Getränk

Die EU-Institution Eureka Brüssel verlieh dieser Erfindung eine Goldmedaille.

Wien. Das Unternehmen Life Products Marketing GmbH, das Wirtschaftsunternehmen der Initiative Zukunft, hat einen Lifestyle-Drink lanciert, dessen Verkaufserlös in Entwicklungshilfeprojekte fließt. Yobeliee – Everlasting Joy ist eine hochwertige Entwicklung aus Österreich mit besonderer Wirkung, so Christine Fenböck, Diplom-Kinderkrankenschwester und Gründerin der Helping Hands Family, des Vereins, der das Projekt für die Errichtung eines Kinder- und Schulzentrums in Uganda organisiert. Das Getränk wird aus heimischen Frucht- und Blütenextrakten hergestellt – ohne Alkohol.

© APA/Andreas Pessenlehner

INHALT

Berlakovich: „1.800 klima:aktiv mobilPartner sparen 450.000 t CO2 p.a. ein.“

Wien. klima:aktiv mobil, die Initiative des Lebensministeriums für aktiven Klimaschutz, unterstützt auch Fuhrparkumstellungen. Per Ende August haben bereits 5.300 Fahrzeugbesitzer die Chance ergriffen, sich den Umstieg auf umweltfreundliche Antriebssysteme (Hybrid, Biogas, Elektro) von klima: aktiv fördern zu lassen. Die Förderpauschale für Unternehmen liegt zwischen 400 € (Hybrid) über 1.000 € (Biogas) bis zu 5.000 € (E-Antrieb). Der nachweisliche Einsatz von Ökostrom wird mit 400 €, der Kauf eines E-Bikes mit 200 € gefördert. Bis 2020 will man 250.000 EFahrzeuge auf die Straße bringen.


C S R: C OV E R

II – CSRnet

Freitag, 23. September 2011

financenet@medianet.at

Interview Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz plant gemeinsam mit dem AMS eine Info-Plattform für Migranten

KOMMENTAR

Kurz: „Integration sollte selbstverständlich sein“

Wortverwässerung

„Migranten-Index“ soll dafür sorgen, dass Österreich keine Talente und Qualifikationen verloren gehen. die bereits spezielle Förderungsprogramme für Jugendliche mit Migrationshintergrund gestartet haben. Diese Zusammenarbeit will ich intensivieren und ausbauen.

INTERVIEW: MICHAEL FEMBEK

Wien. Seit April dieses Jahres gibt es in Österreich ein eigenes Staatssekretariat für Integration, das mit dem erst 24-jährigen Sebastian Kurz besetzt wurde.

N

CSRnet: Haben Sie sich für Ihre Amtszeit konkret messbare Ziele gesteckt? Sebastian Kurz: Meine Ziele sind, einerseits das Klima bei der Integrationsdebatte zu verbessern, andererseits in den nächsten zwei Jahren möglichst viele Maßnahmen, die der Expertenrat im Integrationsbericht vorgeschlagen hat, umzusetzen. Zu meinen wichtigsten Anliegen gehören die Verbesserung der Deutschkenntnisse von Zuwanderern, die Anerkennung ausländischer Berufs- und Schulausbildungen, die Steigerung der Erwerbstätigkeit von Migrantinnen sowie die Förderung des Gesundheitsbewusstseins von Migranten. CSRnet: Ein Punkt des Expertenrats bezieht sich auf die Anerkennung von Berufs- und Schulausbildungen, unter anderen durch eine Info-Plattform. Was genau ist in diesem Bereich geplant? Kurz: Geplant ist, gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice eine InfoPlattform zu errichten, auf der sich gezielt Migranten informieren können, welche Job-Möglichkeiten mit welcher Qualifikation in Österreich angeboten werden. CSRnet: Die Anerkennung ist das eine, der Zugang zu Arbeitsmöglichkeiten ist der andere wichtige Punkt. Soll es hier Erleichterungen geben? Kurz: Wer legal hier in Österreich lebt, wer gewillt ist, seine Leistung für die Gesellschaft zu erbringen,

CSRnet: Österreich ist mit seinem Problem mit der Migration nicht allein. In anderen Ländern wurden und werden möglicherweise gute Lösungen entwickelt. Gibt es hier gezielte Ansätze, dieses Wissen nach Österreich zu holen? Kurz: Ich bin im ständigen Kontakt und Austausch mit unseren Nachbarländern und schaue mir dort auch regelmäßig ,best practice‘ Modelle im Bereich der Integration an.

Kurz: „Wer legal hier lebt und gewillt ist, Leistung für die Gesellschaft zu erbringen, soll die Chance bekommen, sich am Arbeitsmarkt etablieren zu können.“

der soll auch die Chance bekommen, sich am österreichischen Arbeitsmarkt zu etablieren.

dung, Sprachkenntnis, Herkunftsland, etc. – aufgelistet werden und gezielter beraten werden.

CSRnet: Sehr viele Asylanten haben besonders hohe Qualifikationen und können diese niemals nutzen, woran wohl auch die Anerkenntnis der Schulausbildung nichts nützen wird. Ärzte, Unternehmer, Dolmetschkenntnisse gehen der Volkswirtschaft verloren, abgesehen von den persönlichen Tragödien. Sehen Sie hier Handlungsbedarf? Kurz: Wir versuchen, dieses Problem mit der Erstellung eines ,Migranten-Index‘ zu beseitigen. Dabei sollen alle Paramater – Ausbil-

Jugend-Förderprogramme

Vorstand: Markus Bauer Herausgeber: Chris Radda, Paul Leitenmüller, Germanos Athanasiadis Verlagsleitung: Paul Leitenmüller Chefredaktion: Chris Radda medianet CSRnet Chefredakteur: Michael Fembek (mf) Redaktion: Fritz Haslinger (fh), Thomas Hohenberger (th), Kurt Sattlegger (ks), Gerald Stefan (gst) Chefin vom Dienst: Linda Kappel (lk) Fotoredakteur: Jürgen Kretten Lektorat: Christoph Strolz Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Lithografie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenproduktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Herold Druck und Verlag AG, 1030 Wien, Faradaygasse 6. Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbeiträge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken.

CSRnet: Sprachausbildung ist wichtig, gerade bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund fehlt es aber auch an anderen Kenntnissen, die ihnen z.B. einen Lehrlingsplatz ermöglichen würden. Lehrlinge wiederum werden von der Wirtschaft immer dringender gesucht. Sind hier Maßnahmen geplant? Kurz: Hier gibt es eine gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, v.a. mit der Wirtschaftskammer,

CSRnet: Abschließend, was wäre für Sie persönlich ein großer Erfolg? Haben Sie ein Thema, ein Gesetz, ein Teilproblem, das Ihnen besonders am Herzen liegt? Kurz: Ein großer Erfolg wäre es, wenn Integration selbstverständlich sein würde und Integration nicht mehr eingefordert werden müsste. Bis es aber so weit ist, haben wir noch sehr viel zu tun ...

B2B Diversity Day In jeder Hinsicht nachahmenswert

Unbegleitete Minderjährige Projekt „Bildungswege“

In Summe 30.000 € für Diversität

T-Mobile kooperiert mit lobby.16

© Simacek

IMPRESSUM Medieninhaber: medianet Verlag AG 1110 Wien, Geiselbergstraße 15 http://www.medianet.at

CSRnet: In manchen Berufen wie den Pflegeberufen und immer mehr Lehrberufen sowie in manchen Regionen fehlen bereits dramatisch Arbeitskräfte. Haben Sie vor, hier spezielle Initiativen für Menschen mit Migrationshintergrund zu setzen? Kurz: Für den Pflegebereich gilt dasselbe wie für andere Berufsbereiche: Wir müssen es den Migranten ermöglichen, jene Berufe zu erlernen bzw. auszuüben, in denen sie ausgebildet sind bzw. die ihren Talenten entsprechen – vorausgesetzt natürlich, sie beherrschen die deutsche Sprache und sie sind gewillt, Leistung zu erbringen.

Projekte wie „Dialog im Dunkeln“ und „The Connection“ erhielten Förderbeiträge.

Wien. „Seit rund zehn Jahren breitet sich Diversity Management auch im deutschsprachigen Raum, respektive in Österreich, aus – ob aus ökonomischen oder emanzipatorischen Gründen“, so die Pauser & Wondrak Diversity Consulting OG. Personelle Vielfalt im Bezug auf Alter, Geschlecht, ethnische und religiöse Zugehörigkeit, körperliche Behinderung oder sexuelle Orientierung wird als Chance erkannt. Auf Initiative der Simacek

Facility Management Group GmbH (s. auch S. III) ging heuer der B2B Diversity Day über die Bühne, in Kooperation u.a. mit Wirtschaftskammer, Bawag PSK, Akakiko, dem Jüdischen Museum Wien, Postbus, Orange und medianet. Parallel zur Tagung, bei der viele Best Practice-Beispiele besprochen und mit 30.000 € dotiert wurden, wurden ein Booklet zum Thema und ein „Praxisbuch Diversity Management“ (facultas Verlag) präsentiert. (red)

Wien. T-Mobile Austria unterstützt den Verein lobby.16 mit Lehrstellen. Seit Sommer 2010 sind drei junge Flüchtlinge als Lehrlinge im Unternehmen (Einzelhandel, Schwerpunkt Telekommunikation) beschäftigt. lobby.16 hilft jungen Flüchtlingen, einen sicheren Aufenthalt in Österreich zu erhalten und Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, die auch beim Aufbau eines neuen Lebens in der Heimat vorteilhaft sein können. Das Feedback von T-Mobile ist äußerst positiv – die Jugendlichen bewähren sich im Unternehmen, sind gut integriert, einer der drei Jugendlichen zählt mittlerweile im internen Lehrlingsranking zu den „Top3“.

Intensiv-Förderprogramm Zwischen T-Mobile und lobby.16 besteht ein kontinuierlicher Austausch betreffend die bildungsbezogene Arbeit mit den Jugendlichen. Diese Gespräche führten im Frühjahr 2011 zum Aufbau eines sechsmonatigen intensiven Förderprogramms – modellhaft zuerst für die Vorbereitung von jungen

© T-Systems Austria

achhaltigkeit“ wurde kürzlich das Unwort des Jahres genannt – zu Recht, denn es ist zur stehenden Floskel in Politikerreden verkommen, wie die Schlagwörter „Gesamtkonzept“, „ehrlich“ oder „Bürger“. „CSR“ ist auf dem besten Weg eben dort hin, denn der Begriff wird von PR-Abteilungen genauso gnadenlos missbraucht wie „Bio“ oder „Zukunft“. Dabei sind beide Begriffe klar: Nachhaltig ist alles, was in der nächsten und übernächsten Generation noch immer existieren kann. Steigende Schulden sind das Gegenteil von nachhaltig, und damit alles, was dranhängt. CSR („Corporate Social Responsibility“) ist eine Geschäftspolitik, die auf die Erträge genauso Rücksicht nimmt wie auf Umwelt und Gesellschaft. Sponsoring ist Sponsoring, nicht CSR. Es ist gar nicht so leicht, darüber zu schreiben, dass Unternehmen verantwortungsvoll handeln, „Gutes tun“, weil langsam die Begriffe dafür ausgehen. Anders gesehen ist das auch eine Chance: Wer wirklich nachhaltig denkt und nicht nur schreibt, wird dies ja wohl auch noch konkreter ausdrücken können. Und noch eine Herausforderung stellt sich an die „gute“ Kommunikation: „social“ kann nicht mit „sozial“ übersetzt werden; „social“ hat im englischen nicht nur die Bedeutung von Mitmenschlichkeit und Umverteilung, sondern auch neutral von „gesellschaftlich“. Aus diesem Grund haben „Social Media“ nichts mit „sozial“ zu tun. Und deswegen geht es bei uns im neudeutschen „Social Business“ um Sozialunternehmertum, wohingegen es in den Vereinigten Staaten von Amerika auch zu einem Sammelbegriff für erfolgreiche Geschäfte über die InternetDienste „Facebook” und „Twitter” geworden ist.

© APA/Robert Jäger

MICHAEL FEMBEK

Nähere Infos zum Lehrstellen-Förderprogramm finden sich nun im Internet.

Flüchtlingen auf eine Lehre bei T-Mobile; Unternehmen anderer Branchen wurden dann von lobby.16 für das Projekt „Bildungswege“ mit ins Boot geholt. T-Mobile unterstützt die Jugendlichen mit fachspezifischen Modulen im Bereich Telekommunikation, andere Firmen werden Inputs je nach Lehrberuf geben bzw. werden die Jugendlichen in Abstimmung branchenspezifisch qualifiziert. (red)


I N TE GR ATI ON

Freitag, 23. September 2011

CSRnet – III

Diversity Management Betriebe entwickeln jeweils eigene Methoden, um mit Integrationsmaßnahmen auch den Umsatz zu steigern

Integration als Umsatzhebel KURT SATTLEGGER

Wien. Müssen sich Unternehmen aktiv um die Integration von Mitarbeitern mit nicht-deutscher Muttersprache kümmern? Das ist für Davor Sertic, Geschäftsführer der Spedition UnitCargo, die falsche Frage. Er hat von vornherein aus strategischen Gründen auf Mitarbeiter aus diversen Kulturkreisen gesetzt, „um authentisch auf diesen Märkten agieren zu können“. „Fremde Muttersprachen” brachten ihm im Geschäft mit dem jeweiligen Land entscheidende Vorteile. Von einem türkischen Mitarbeiter lernte er etwa, dass man in der Türkei, nicht wie anderswo in Europa nur 20% der Zeit mit neuen Geschäftspartnern Small Talk betreibt; dort ist es genau umgekehrt: nur 20% der Kommunikation sind dem Geschäft vorbehalten. Weil es nicht leicht ist, Mitarbeiter mit der gewünschten

MIPEX Nur Rang 24

Abgeschlagen Wien. Nur Rang 24 von 31 erreicht Österreich im „Migrant Integration Policy Index“ (MIPEX). Dabei wird die Integrationspolitik der EU-Länder plus Norwegen, der Schweiz, Kanada und den USA verglichen. Kritisiert wird Österreich wegen restriktiver Bestimmungen bei der Familienzusammenführung, einer schwachen Bildungspolitik für Migranten und geringen Chancen der politischen Partizipation. Fortschritte werden erstmals bei gezielten Arbeitsmarktmaßnahmen für Migranten gesehen. Ganz oben im Index stehen Schweden vor Portugal und Kanada. Am schwersten haben es Migranten demnach in Lettland, Zypern und der Slowakei. Österreich liegt gleich auf mit Polen und knapp hinter der Schweiz. (ks)

Preisträger Zum 2. Mal.

Integrationspreis

© W. Schaub-Walzer/PID

Wien. Zum 2. Mal wurde im Juni 2011 der „Österreichische Integrationspreis“ vergeben. ORF, der Verein „Wirtschaft für Integration“ und Betriebe wie Novomatic, Uniqa oder die RZB zeichnen dafür verantwortlich. In der Kategorie „unternehmen & arbeiten“ wurde das Nachbarschafts-Service im Wiener Gemeindebau (wohnpartner) ausgezeichnet. Nominiert war u.a. das „Proviel Kompetenznetzwerk Lehre“ der VFQ Gesellschaft für Frauen und Qualifikation mbH.

Der „Österreichische Integrationspreis“ wurde im Juni zum 2. Mal vergeben.

Sprache und der erforderlichen Qualifikation zu finden, hat UnitCargo eine Akademie mit entsprechendem Ausbildungsplan gegründet, die die Mitarbeiter durchlaufen. Diversity Management muss aber auch in der Unternehmensführung verankert sein: „Ein türkischer Mitarbeiter hat andere Vorstellungen von Familienleben oder Ehre als ein slowakischer; darauf muss man in der Führung Rücksicht nehmen.“ In internen Veranstaltungen wird auch versucht, den Mitarbeitern die jeweils andere Kultur nahezubringen und Vorurteile abzubauen. Denn Inte-

gration, meint Sertic, heißt nicht Assimilation, sondern soll gleichzeitig, die Firmenkultur durch die Vielfalt bereichern.

Mitarbeiterbindung Auch der Facility Service-Anbieter Simacek, ein Familienbetrieb mit 3.500 Mitarbeitern aus 30 Nationen, fand Wege, um die Mitarbeiter in ihrer Integration zu unterstützen und gleichzeitig der Firma Gutes zu tun. Da an die 1.500 Mitarbeiter mehr oder weniger schlecht Deutsch beherrschten, wurde ein interner Deutschkurs geplant – öffentliche Kursangebote zu besu-

chen, war den Mitarbeitern, viele davon Frauen, nur schwer möglich. Es fanden sich Kunden der Firma, die Räumlichkeiten zur Verfügung stellten, sowie ein Bildungsanbieter, der die Kurse abhält. „Die Resonanz unserer Mitarbeiter war großartig“, erzählt Ina Pfneiszl, für CSR und Marketing zuständig. Die ersten 100 Plätze waren rasch belegt und bald stellte sich der Mehrwert für den Arbeitgeber ein: „Es stieg nicht nur die Mitarbeiterbindung deutlich an, sondern auch die Kundenzufriedenheit.“ Denn die Kunden können sich jetzt mit den Mitarbeitern im direkten Kontakt besser verständigen.

© Simacek

Mitarbeiterbindung, Kundenzufriedenheit als angenehmer Nebeneffekt von Diversity-Maßnahmen.

Deutschkurs der Firma Simacek: Die Kundenzufriedenheit ist gestiegen.


P R OM O TI O N / BM V I T

IV – CSRnet

Freitag, 23. September 2011

Intelligente Energienutzung „Smart Cities“ als Vorreiter auf dem Weg zur Erreichung der Klimaschutzziele

SHORT

Die Stadt der Zukunft

Technologieplattform Smart Cities Austria Wien. Die im April gegründete Technologieplattform Smart Cities Austria will innovative Wege zur Integration von Technologien sowie nichttechnologische Lösungen entwickeln, die es Städten und Gemeinden ermöglichen, hervorragende Lebensqualität und einen attraktiven Wirtschaftsstandort zu bieten und dabei zunehmend energie- und ressourceneffizient zu werden. Für die Aufnahme weiterer österreichischer Unternehmen, Städte und Institutionen ist die Plattform offen. office@energieinstitut.net

21 österreichische Städte sind auf dem Weg zur „Zero Carbon City“, der Stadt ohne CO2-Ausstoß. THOMAS HOHENBERGER

„Wirksamer Klima-

Wien. Intelligenten Städten – sogenannten Smart Cities – gehört die Zukunft. „Wirksamer Klimaschutz muss die urbanen Emissionen verringern, daher setzen wir bei den Städten an“, sagt Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds. Als erstes europäisches Land hat Österreich schon vor Jahren begonnen, intensiv an der SmartCity-Idee zu arbeiten. 20 Städte entwickeln derzeit Klima-Masterpläne, Nachhaltigkeitsstrategien und konkrete Pläne, wie sie ihre CO2-Emissionen deutlich senken und so zum Klimaschutz beitragen können. Mit dabei sind Wien, Graz, Salzburg und Linz. Aber auch kleinere Städte wie Wörgl, Marchtrenk, Villach, Klosterneuburg oder Deutschlandsberg nehmen am Förderprogramm teil. Hinter dem Konzept der Smart City steckt die

© sxc/Päivi Tiittanen

Die zweite Ausschreibung „Smart Energy“ startet Ende September.

urbanen Emissionen verringern.“ THERESIA VOGEL GF KLIMA UND ENERGIEFONDS

Idee, durch eine integrierte Stadtplanung bereits bestehende, innovative Technologien mit größter Effizienz zu kombinieren und damit effiziente, umweltfreundliche und lebenswerte Städte zu schaffen. Energie sparende Gebäude, die auch selbst Energie erzeugen und aktiv in das Management der thermischen und elektrischen Netze (Smart Grids) eingebunden sind,

© Klima- und Energiefonds

Wissen – Förderungen Smart Cities

schutz muss die

Von Villach bis Wien: Es gibt immer mehr umweltfreundliche „Smart Cities“.

gehören ebenso zum Konzept der Smart Cities wie die Integration erneuerbarer Energien und umweltfreundliche Mobilität. Ende September wird eine neue Ausschreibung mit einem Förder-

volumen von 13 Mio. € starten. Damit soll der Innovationsprozess beschleunigt werden und Österreichs Kompetenzen bei erneuerbaren Energien sollen noch sichtbarer werden.

Holz-Hybrid-Bauweise Modulares Hochbaukonzept mit flexibler Nutzung für Gebäude mit bis zu 100 Metern Höhe

Wien. Das Förderprogramm „Smart Energy Demo – Fit for SET“ zielt darauf ab, Pilotprojekte zu initiieren, die bestehende oder weitgehend ausgereifte Technologien und Systeme zu innovativen Gesamtsystemen integrieren. Damit unterstützt der Klima- und Energiefonds österreichische Akteure, um für SET-Projekte anschlussfähig zu sein. Gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten hat die EUKommission den „Strategischen Energie-Technologie-Plan“ gestartet. Handlungsfelder für die Umsetzung eines Demonstrationsprojekts sind: Gebäude, Energienetze, kommunale Verund Entsorgungssysteme, Mobilität, Kommunikation und Information sowie System „Stadt“ und „Urbane Region”. Eingereichte Vorhaben müssen die Integration mehrerer Themenbereiche und deren Schnittstellen zum Gesamtsystem beinhalten. Infos: www.smartcities.at

Zukunftspreis 2011 für LifeCycle Tower

Basierend auf 3 Säulen Neuartiges Bürogebäude macht energieeffizientes Bauen vor

WIFO Neue Studie

3. Ausschreibung für „Haus der Zukunft Plus“

Das Bürohaus von morgen

Krisenfeste F&E-Firmen

© www.hausderzukunft.at

Projekt ENERGYbase, der Errichtung eines Kompetenzzentrums für Erneuerbare Energie, setzt der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) neue Maßstäbe. Es wurde vom bmvit im Forschungsförderungsprogramm „Haus der Zukunft” gefördert. Das Projekt ENERGYbase wurde 2010 mit

© HEI consulting GmbH

Eingereicht werden kann noch bis zum 12. Oktober bei der FFG.

So wird der „ökologische Rucksack” leichter: mit innovativer Holz-Hybrid-Bauweise.

Konzept basiert auf Energieffizienz, Nutzung erneuerbarer Energie und Komfort.

1. Österreichischen Green Building-Award prämiert. Auf 7.500 m! stehen Betrieben sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen aus dem Bereich Erneuerbare Energien modernste Büroflächen zur Verfügung. Das Gebäudekonzept basiert auf 3 Säulen: Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energieträger sowie höchster Komfort für die Benutzer. Bei der Entwicklung des Projekts wurde der im Wohnbau bereits bewährte Passivhausstandard am Beispiel eines Bürohauses angewandt. Erneuerbare Energie wird in Form von Erdwärme und Solarenergie gewonnen. Von Planungsbeginn an wurde konsequent das Ziel verfolgt, die Energie der Sonne maximal auszunützen und die Luft im Gebäude mit Pflanzen zu befeuchten. Durch Kombination diverser Maßnahmen konnten gegenüber einem konventionellen Haus ca. 80% Energie eingespart und der CO2-Ausstoß um 200 Tonnen p.a. reduziert werden.

Wien. Gemäß einer WIFO-Studie hatten forschungsintensive Betriebe während der Wirtschaftskrise geringere Beschäftigungs- und Umsatzverluste und bereits 2010 mehr Mitarbeiter als vor der Krise. Dies gilt sowohl für Sachgütererzeuger als auch Dienstleister.

© sxc/Jean Scheijen

Das holzbasierte Bausystem für Gebäude mit Dimensionen bis zu 100 m Höhe überzeugte die Jury

© Hermann Kaufmann

Ökohaus überzeugte Jury

Wien. Die Senkung des Pro-Kopf-Verbrauchs an fossiler Energie und die damit verbundene Reduktion von Treibhausgasen zählt zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Um die Attraktivität hochenergieeffizienten Bauens zu steigern, sind Demonstrationsobjekte von besonderer Bedeutung. Mit dem

Wien. Im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms „Haus der Zukunft Plus“ können Projektanträge für die Themenschwerpunkte „Demonstrationsgebäude“ und „Industrielle Umsetzung innovativer Technologien“ noch bis 12. Oktober bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG ausschließlich via eCall eingereicht werden. Zielgruppe: Architekten, Planer, universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen sowie Einzelforscher. Infos: www.hausderzukunft.at

vor allem mit drei Eigenschaften: die industrielle Vorfertigung, die Ausrichtung auf vielgeschoßige Gebäude und die primäre Verwendung des nachwachsenden Baustoffs Holz. Das marktreife Produkt vereinbart viele Vorteile: um bis zu 90% reduzierte CO2-Bilanz, Halbierung der Bauzeit, um die Hälfte reduzierter „ökologischer Rucksack“, hohe Energieeffizienz, niedrige Betriebskosten und erhöhte regionale Wertschöpfung durch den Baustoff Holz. Flexible Nutzung als Bürogebäude, Hotel oder Wohnhaus und nahezu 100%ige Recyclingfähigkeiten – je nach Standort im Passivoder Plusenergiestandard – machen den LifeCycle Tower bereits heute zur Lösung für die Stadt von morgen.

Bregenz. Für das erste baureife Konzept eines Holz-Hybrid-Hochhauses mit bis zu 30 Stockwerken hat das Vorarlberger Unternehmen Cree GmbH den renommierten „Bregenzer Zukunftspreis 2011“ in der Kategorie Umwelt, Energie, Natur erhalten. Der „LifeCycle Tower”, so der Name des prämierten Gebäudes, wurde im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms „Haus der Zukunft“ des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) unterstützt.

Forschungsmusterschüler exportieren bis zu 15 Prozentpunkte mehr.

Diese Doppelseite entstand in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)


P R O MO TI ON/ BMV I T

Freitag, 23. September 2011

CSRnet – V

Biogas Demonstrationsanlage in Bruck an der Leitha als „Leuchtturmprojekt” für die Fabrik der Zukunft

VERANSTALTUNGEN

Smarte Energiegewinnung

Infos: http://www.bmvit.gv.at/ innovation/aktuell/ veranstaltungen/index.html

Biogas-Aufbereitung auf Erdgasqualität ist technisch machbar, energieeffizient und rentabel.

Fotovoltaik-Tagung im Oktober in Wien

die Membrantechnologie zur Reinigung von Gas auf Erdgasqualität, zum Einsatz. Der produzierte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und in der Anlage verwertet. Die anfallende Wärme nutzt man zum Beheizen von Behältern und Räumlichkeiten in der Anlage. Teile davon werden in das BiomasseFernwärmenetz Bruck/Leitha eingespeist. Das Gärsubstrat, welches nach der Vergärung zur Verfügung steht, gelangt wieder als Dünger in die Landwirtschaft. Dieses europaweit richtungsweisende Projekt zeigt, dass die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität technisch machbar, energieeffizient und rentabel ist. Ein weiteres innovatives Projekt ist die Entwicklung eines neuartigen Biogasbehälters in Fertigteilbauweise, der ebenfalls erstmals in Bruck an der Leitha errichtet und in die Biogasanlage integriert wurde.

Strom fürs öffentliche Netz Dabei kommt ein neues, an der Technischen Universität Wien entwickeltes Aufbereitungsverfahren,

Wien. Aufgrund der internationalen Entwicklungen im EnergieBereich gewinnt die Fotovoltaik auch für die heimische Energiewirtschaft an Bedeutung. Am 20. und 21. Oktober findet in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) die 9. Österreichische Fotovoltaik-Fachtagung sowie ein Symposium im Rahmen des bmvit-Programms „Haus der Zukunft“ statt.

Sichere und saubere Mobilität für morgen

Biogasbehälter lassen sich heute bereits in Fertigteilbauweise herstellen.

© Frank Hebbert/CC Lizenz

Bruck/Leitha. In einer Demonstrationsanlage in Bruck an der Leitha wird seit 2007 Biogas auf Erdgasqualität gereinigt. Jährlich werden bis zu 800.000 m! in das öffentliche Gasnetz eingespeist. Bei der Anlage, die im Rahmen des Projekts „Fabrik der Zukunft“ vom bmvit gefördert wurde, handelt es sich um eine sogenannte CoFermentationsanlage. Neben landwirtschaftlichem Substrat wie Gras, Silage oder Gülle werden auch Produkte und Reststoffe aus der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt. Das erzeugte Biogas wird in einer Kraft-Wärme-Koppelung zu Strom und Wärme umgewandelt.

© Christoph Kuh/ÖGUT

THOMAS HOHENBERGER

Diskussion um E-Mobilität in der Ovalhalle im MuseumsQuartier Wien.

Wohnhaussanierung Hohe Anforderungen bei denkmalgeschützten Anlagen aus dem späten 19. Jahrhundert

Wien. Das bmvit organisiert am 12. Oktober in Wien die Veranstaltung „Sicher, sauber leistbar – Mobilität für morgen“. Thema ist, wie E-Mobilität künftig gestaltet werden muss, um Transportwege zu entlasten, Staus zu minimieren und Verkehrsemissionen zu reduzieren. Anmeldungen per E-Mail: forum@bmvit.gv.at

Tschechenring: Fit für die nächsten 100 Jahre Felixdorf. Über 100 Jahre nach ihrer Errichtung war die Wohnhausanlage Tschechenring in Felixdorf (NÖ) kaum mehr als zeitgemäß zu bezeichnen; veraltete Grundrisse und durchgängiger Substandard bewogen die Gemeinde zu einer umfassenden Sanierung.

lungen aus den 1930er-Jahren durchgeführt werden. Beim ambitionierten Umbau des alten denkmalgeschützten Gebäudes in ein zeitgemäßes Niedrigenergiehaus wurde besondere Rücksicht auf die energetische Optimierung und auf den Einsatz erneuerbarer Energieträger und nachwachsender Rohstoffe gelegt. Vorhandene Flächen wurden durch den Ausbau des Dachgeschosses erweitert, die Fassade mit einer Innendämmung energetisch optimiert, alte Kunststofffenster gegen zertifizierte Holzfenster getauscht. Im Innenausbau wurde einer Tramdeckenkonstruktion der Vorzug vor einer Stahlbetondecke gegeben. Nach Abschluss ist die Anlage fit für die nächsten 100 Jahre ...

Energetisch optimiert: innen gedämmt, Fenster getauscht, neue Tramdecke gebaut.

Biohof Bau-Ökologie wird kombiniert mit innovativer Gebäudetechnik

Energieforschung

Pflanzen mit hohem Stellenwert

Öko-Förderung rechnet sich

Zum Einsatz gelangt, was die Natur zu bieten hat: Stroh, Lehm, Holz, Sonnenblumen.

qualität, binden Schadstoffe und nehmen damit einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. Der Einsatz von Pflanzen bildet einen ausgleichenden Gegenpol zur Konzentration auf hochtechnisierte Lösungsstrategien. Die innenraumklimatische Wirksamkeit der Innenraumbegrünung wird wissenschaftlich erhoben und – basierend auf der professionell geplanten Pflanzenauswahl und der durchgeführten thermischen Gebäudesimulation – ausgewertet. Eine besondere Herausforderung lag darin, den Energiebedarf auf nachhaltige Weise zu befriedigen. Der Biohof will auch die gesamte Fahrzeugflotte auf Pflanzenöl-Betrieb umstellen. Auf der im Zuge des Neubaus errichteten Tankstelle wird für die Fahrzeuge Biotreibstoff aus Sonnenblumen zur Verfügung stehen. Dabei wird das aus Sonnenblumen-Saatgut gewonnen Pflanzenöl mittels „Mini-Pipeline“ vom Nachbarhof angeliefert.

Wien. Betriebe in den Sparten Biomasse, Fotovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen setzten laut Studie des bmvit 2010 mit 27.617 Beschäftigten 3,6 Mrd. € um. Die öffentliche Hand förderte die Energieforschung 2010 mit ca. 92 Mio. €, 63 Mio. davon kommen vom bmvit.

Wien. Die Österreichische Plattform zur Förderung von alternativen Antriebssystemen und das bmvit veranstalten am 15. und 16. November eine internationale Konferenz zu alternativen Antriebssystemen und Treibstoffen. Vertreter von Automobilherstellern und -zulieferern, Forschungsinstitutionen und Entscheidungsträger aus der Technologiepolitik berichten über ihre neuesten Errungenschaften, Strategien und Roadmaps.

Smart Grids Week im Mai 2012 in Bregenz

Das Bregenzer Festspielhaus bildet den Rahmen der Smart Grids Week.

© Rainer Sturm/pixelio.de

ten zur Regulierung des Mikroklimas und des natürlichen Feuchtigkeitshaushalts zum Einsatz. Die Dächer des Verwaltungsgebäudes wurden als Gründächer ausgeführt, sie tragen so zur natürlichen Regenwasserregulierung bei. Zur Klimatisierung werden Pflanzen verwendet. Sie verbessern die Luft-

© Martin Schweighofer

Eferding. Der Biohof Achleitner hat sich der umweltverträglichen Innovation und dem zukunftsgerichteten Denken verschrieben. Das Gebäude ist ein reiner Holzbau, Wände und Dächer wurden mit Stroh gedämmt. Im Innenbereich kommen in den Räumen mit hoher Personenbesetzung Lehmbauplat-

Konferenz: Alternative Antriebssysteme

© Böhringer Fiedrich/CC Lizenz

Im Rahmen des Programms „Haus der Zukunft“, ein Forschungsförderungsprogramm vom bmvit, das von der Österreichischen Forschungsförderungs-gesellschaft (FFG) abgewickelt wird, sollte ein Demonstrationsprojekt zur Sanierung denkmalgeschützter Wohnhausanlagen des 19. Jahrhunderts und vergleichbarer Arbeitersied-

© Petra Blauensteiner

Vorzeigeprojekt

Die öffentliche Hand förderte 2010 die Energieforschung mit mehr als 92 Mio.

Diese Doppelseite entstand in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)

Bregenz. Die Tage vom 22. bis 25 Mai 2012 sind dem Thema Smart Grids gewidmet: Veranstalter ist das bmvit gemeinsam mit den Illwerken und der Vorarlberger Wirtschaftskammer. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, den in Österreich begonnenen Prozess der Weiterentwicklung von Elektrizitäts-Infrastrukturen weiter zu stärken und die Anbindung an die internationalen Entwicklungen zu forcieren.


I N TE RN ATI O NA L

VI – CSRnet

Freitag, 23. September 2011

Wenn Stars für die UNO aufmarschieren Angelina Jolie will Landminen beseitigen, gekrönte Häupter setzen sich für Flüchtlinge ein

UNO: „Goodwill Ambassadors“

© EPA

Einige der Sonderbotschafter lassen durchaus politisch von sich hören.

Schauspielerin Jolie trifft für die UNO Staatsoberhäupter und war schon im Irak.

New York/Wien. Die Vereinten Nationen setzen auf Sonderbotschafter, „Goodwill Ambassadors“, um ihre vor allem der Wohlfahrt geschuldeten Ziele zu erreichen: 193 solche „Botschafter des Guten Willens“ sind derzeit im Einsatz, so Koordinatorin Lucita Jasmin, mit prominenten bis sehr prominenten Namen. Sie verteilen sich auf rund ein Dutzend UNO-Organisationen bzw. -Initiativen. Schauspielerin Angelina Jolie ist ebenso ein Goodwill Ambassador (konkret für das FlüchtlingsHochkommissariat UNHCR) wie Kronprinz Haakon Magnus von Norwegen. Auch Topmodel Gise-

öfter zu konkreten Einsätzen. So war Angelina Jolie schon in Krisenregionen wie dem Irak anzutreffen; zuletzt war sie im August 2011 in Kroatien, sie stattete dort im Rahmen ihres UN-Mandats dem kroatischen Präsidenten Ivo Josipovic einen Besuch ab. Auf der Tagesordnung stand die immer noch ungelöste Frage der Landminen, die im Jugoslawien-Krieg von 1991 bis 1995 eingesetzt wurden und von denen viele immer noch unter der Erde lauern, heißt es bei der UNO. Ein kämpferischer Repräsentant Afrikas unter den Sonderbotschaftern ist Musiker und Grammy Award-Preisträger Youssou N‘Dour; er kritisierte vor Kurzem westliche Politiker dafür, die Probleme des Landes „lieber in Paris als in Addis Abeba“ (Äthiopien) zu diskutieren. Selbst hat der Musiker vor Kurzem entsprechende Flüchtlingslager besucht. (gst)

le Bündchen (Umweltprogramm UNEP) und die gesamten Wiener Philharmoniker (die allerdings in der UNO-Diktion nur als 1 Kopf gezählt werden – sie stehen für die WHO) marschieren zugunsten der UNO auf. Für die UNO-Aidshilfe (UNAIDS) engagiert sich Prinzessin Stephanie von Monaco, für das Nahrungsmittelprogramm WFP Sean Penn.

Auf Besuch in Krisenregion Auch zahlreiche Sportler und weitere Künstler sind für die UNO aktiv. Das Dasein als Sonderbotschafter führt durchaus

BAWAG P.S.K. schenkt ganz Österreich 150 Arbeitstage

Messung Textilindustrie

Die österreichische Bank unterstützt die Freiwilligen-Tätigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mit rund 4.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt die BAWAG P.S.K. zu den großen heimischen Arbeitgebern. Jeder Mitarbeiter der BAWAG P.S.K. kann ab sofort für eigene Freiwilligen-Tätigkeit maximal zwei Arbeitstage pro Kalenderjahr beantragen. Auf diese Weise wird das persönliche Engagement – oftmals auch Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit – aktiv gefördert, aufgewertet und belohnt. Die Bank versteht die 150 Freiwilligen-Arbeitstage als Investition in die Zukunft. Schließlich setzen die Mitarbeiter ihre dadurch gewonnene Zusatzqualifikation und soziale Kompetenz auch am Arbeitsplatz ein. Letztendlich möchte die BAWAG P.S.K. auch mit dieser Maßnahme zeigen, dass CSR bzw. die Übernahme von sozialer

Mexiko. Können CSR-Ratings dabei helfen, die Arbeitsbedingungen in den Lieferketten weltweiter Industrien wie der Textilbranche zu verbessern? Das wollten das Maquila Solidarity Network (MSN) und PODER (Project on Organizing, Development, Education, and Research) wissen und führten eine Studie mehrerer international eingesetzter Systeme durch. Denn diese liegen im Trend; so wurde erst im März 2011 von führenden Branchenplayern die „Sustainable Apparel Coalition“ gegründet, die ein solches Ratingsystem einführen will. Laut der Studie verfügen die bestehenden Systeme über gute Ansätze, haben aber immer noch große Probleme dabei, die geeigneten Indikatoren zu finden. Hier müsse weiter ausgebaut werden. (red)

Affäre Mannheimer Unter Dach und Fach: Die Vorstände der BAWAG P.S.K. Versicherung, Thomas Heimhofer (links) und Klaus Wallner (Bildmitte) übergeben die Polizze an BAWAG P.S.K. CEO Byron Haynes.

Lustreise: No-no

Verantwortung auch an konkreten Taten gemessen werden soll.

Düsseldorf. Wie es absolut gar nicht geht, zeigt die Case Study Hamburg-Mannheimer: Sie lud erfolgreiche Versicherungsvertreter zu einer „Sex-Party” in der Budapester Gellert-Therme; die bereits 2007 veranstaltete Lustreise schlägt weiterhin so hohe Wellen, dass sogar bereits strafrechtliche Folgen für einen Ex-Chef des Versicherers befürchtet wurden. Für die Ergo-Versicherungsgruppe, die die Mannheimer inzwischen übernahm, eine unangenehme Sache.

Mitten im Leben Byron Haynes, Generaldirektor der BAWAG P.S.K., erklärt: „Wir verstehen uns als Bank, die ‚Mitten im Leben’ steht. Mit 150 Arbeitstagen schenken wir unseren Mitarbeitern – und damit auch den Organisationen, Vereinen und Institutionen – Zeit für ihr Engagement. Auf diese

Weise lernen wir selbst aber auch neue Projekte kennen, die wir in Zukunft möglicherweise auch als Bank aktiv unterstützen werden.“ Auch CEO Byron Haynes hat bereits im Juli einen FreiwilligenTag in der WAG geleistet: Die WAG (www.wag.or.at) organisiert persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung, die dadurch ein selbstbestimmtes Leben führen können. Vor Ort wurden die neuen Büroräumlichkeiten ausgemalt und mit neuen Möbeln eingerichtet.

BAWAG P.S.K. Versicherung schützt und hilft mit

Günter Horniak, CSR & Diversity Beauftragter: „Tolle Errungenschaft.“

Generell haben ehrenamtlich bzw. freiwillig tätige Menschen oft das Problem, dass sie während der Ausübung der Tätigkeit nicht unfallversichert sind. Aus diesem Grund hat sich die BAWAG P.S.K. Versicherung sofort bereit erklärt, die Kosten einer Unfallversicherung zu übernehmen. Dadurch sind sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAWAG P.S.K. während ihrer Freiwilligentage auch unfallversichert. Zudem stellt auch

die BAWAG P.S.K. Versicherung den eigenen Mitarbeitern zehn Tage für Freiwilligentätigkeit zur Verfügung.

Verantwortung leben, Engagement unterstützen Auch CSR & Diversity Beauftragter Günter Horniak freut sich über diese neue Errungenschaft für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Ein Unternehmen hat unterschiedliche Möglichkeiten, soziale Verantwortung zu leben; die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei diesem unschätzbar wertvollen Engagement zu unterstützen, ist eine davon.“ Infos und CSR Report unter: www.bawagpsk.com, Rubrik „Über uns“ – „Verantwortung“.

© Ergo

PROMOTION

Gemeinsamer Mehrwert, soziale Verantwortung

CSR-Ratings

© BAWAG P. S.K. (2)

Untersuchungen belegen: Österreich ist ein Land der Freiwilligen. Unglaubliche 3,3 Mio. Österreicherinnen und Österreicher engagieren sich in ihrer Freizeit unentgeltlich bei Vereinen und Institutionen. Das verbindet und hält das gesellschaftliche Leben am Laufen. Die BAWAG P.S.K. unterstützt dieses soziale Engagement und setzt ihr Motto „Mitten im Leben“ in die Tat um: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank können jährlich insgesamt 150 Arbeitstage nutzen, um ihrer Freiwilligentätigkeit nachzugehen – ohne dass diese Tage vom persönlichen Urlaubskontingent abgezogen werden. 2011 wurde als das „Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit“ ausgeschrieben. Unabhängig davon hat Freiwilligkeit in Österreich eine lange Tradition. Die aktuellsten Zahlen können sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen: Millionen Österreicherinnen und Österreicher engagieren sich in ihrer Freizeit bei sozialen und/oder karitativen Organisationen. Auf diese Weise werden jede Woche rund 15 Mio. Arbeitsstunden unentgeltlich geleistet. Dieser Mehrwert kommt der ganzen Gesellschaft zugute.

Welt am Sonntag zufolge hat die Assekuranz die Reise steuerlich abgesetzt.


Freitag, 23. September 2011

UN TE R NE HME N & BR A NC HE N

CSRnet – VII

IT-Systemhaus AfB Ziel: Dauerhafte und sichere Arbeitsplätze mit Zukunft für möglichst viele Menschen mit Behinderungen zu schaffen

AfB-Gruppe: Solide Anstellungen Reparatur und Verkauf von Altgeräten dient auch dem Umweltschutz. Wien. Das Kürzel ist vielen schon ein Begriff – die wenigsten wissen aber, was AfB ausgeschrieben bedeutet: „Arbeit für Behinderte“. Das ist das Leitmotiv von Europas erstem gemeinnützigen IT-Systemhaus. Das Modell funktioniert so: Unternehmen mit sozialer Verantwortung überlassen AfB unentgeltlich ihre nicht mehr benötigte Hardware und AfB sorgt im Gegenzug für deren kostenlose Abholung sowie für eine professionelle und zertifizierte Datenlöschung. Anschließend werden die Systeme von AfB gereinigt, repariert und mit einer 12-Monate-Garantie versehen wiederverkauft. Zu den Kunden zählen vor allem sozial schwächer gestellte Personen wie etwa Pensionisten und Migranten, aber auch kleinere Gewerbetreibende. „Dadurch erhält auch der Verkauf eine soziale Kom-

Energiearmut Stromfonds

Verbund hilft Alpbach/Wien. Caritas und Verbund zogen in Alpbach für in „Energiearmut“ lebende österreichische Haushalte Bilanz. „Hohe Miet- und Energiekosten sowie hohe Lebenshaltungskosten ganz allgemein sind die drei größten Arme-LeuteUmbringer“, so Caritas-Präsident Franz Küberl. Bis Ende August 2011 seien rund 880 Haushalte bei den Stromkosten unterstützt worden, ca. 380 Haushalte hätten Strom sparende Geräte wie etwa Kühl-Gefrier-Kombinationen, Elektroherde oder Waschmaschinen aus dem Stromhilfefonds erhalten. Dazu Verbundchef Wolfgang Anzengruber: „Wir werden unsere Unterstützung des Stromhilfefonds mit jeweils einem Euro pro Haushalt und Jahr (in Summe: 250.000 Euro) fortsetzen.“ (fh/ag)

Prilasnig Austro-Teamchef

Homeless Cup

© Steindy/CC Lizenz

Wien. 2001 initiierten der Schotte Mel Young und der Österreicher Harald Schmied ihre Idee, Menschen am Rande der Gesellschaft durch Fußball neuen Lebensmut zu geben: Der „Homeless World Cup“ war geboren. 2003 fand in Graz die Erstauflage statt, heuer wurde in Paris gekickt. „Die Vergangenheit der Spieler ist kein Thema. Mir geht es vor allem um deren Zukunft“, so Österreich-Coach Gilbert Prilasnig. Hauptsponsoren sind u.a. Gaulhofer und Coca-Cola. (fh)

16-facher ÖFB-Teamspieler Gilbert Prilasnig: seit 2004 ehrenamtlich dabei.

ponente“, erklärt Ernst Schöny, Geschäftsführer von AfB Österreich, ein Unternehmen der Initiative 500 AG, und ergänzt: „Die Erträge, die wir erwirtschaften, bleiben in der Firma und dienen dazu, noch mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen.“

2010 Start in Österreich Während in Deutschland seit 2004 bereits neun Niederlassungen in Betrieb genommen werden konnten, startete der erste ÖsterreichStandort mit 1. September 2010. Die „AfB mildtätige und gemeinnützige Gesellschaft zur Schaffung

von Arbeitsplätzen für behinderte Menschen mbH“ in Wien beschäftigt aktuell 14 Mitarbeiter, davon 9 Behinderte.

150.500 Altgeräte in 2010 2010 hat die AfB Gruppe in Europa nach eigenen Angaben 150.500 Altgeräte übernommen und mit 140 Mitarbeitern, darunter 72 Behinderte, 4,95 Mio. € umgesetzt. Schöny: „Für 2011 erwarten wir ein positives Betriebsergebnis und möchten den Mitarbeiterstab, großteils Menschen mit Behinderungen, auf rund 20 Personen erhöhen. Und dies ohne staatliche Förderungen.“

© AfB/Michael Hetzmannseder

FRITZ HASLINGER

Bei AfB werden auch die alten Daten nach allen Regeln der Kunst gelöscht.


GRE E N BUI L D I N G

VIII – CSRnet

Freitag, 23. September 2011

Forschung und Entwicklung Erforscht werden z.B. die Wechselwirkungen zwischen Stadtklima und Gebäude beim Nachhaltigen Bauen

Stellschrauben für Nachhaltigkeit

© Strabag

Hohe Effizienzpotenziale für den Bau als größter sektorieller Energieverbraucher geortet. Auch neue Kundenbedürfnisse im Fokus.

Das Strabag-Bürohaus in Molzbichl erhielt im Juni die silberne ÖGNI-Plakette.

geforscht. „Es geht auch darum, Dienstleistungen und Software sowie diverse Planungsinstrumente zu realisieren, die Bauprozesse zu vereinfachen, damit das ,Eindringen in die Natur‘ entschärft und verkürzt wird“, erklärt Paula Rys, Mitarbeiterin der Strabag-Konzernkommunikation.

Nachhaltigkeitsaspekte eingeplant und bei der Durchführung der Bauarbeiten berücksichtigt. Dazu zählen zum einen der Umgang mit Produkten und Materialien, die Umnutzungsfähigkeit der Büroräume, wo besonders auf flexible Lüftungs- und Belichtungssysteme geachtet wird, sowie die generelle Gebäudeausstattung, die sich im guten Zusammenspiel zwischen Haus- und Fassadentechnik widerspiegelt. Wie auch in weiteren Strabag-Bürogebäuden wird in Molzbichl auf Geothermie gesetzt. Zahlreiche weitere Projekte werden nach diesen Gesichtspunkten errichtet: Für das in Hamburg entstehende Arcotel Onyx – Bauherr ist die Strabag Real Estate GmbH – wird die DGNB-Goldzertifizierung angestrebt. Das von der Strabag-Tochtergesellschaft Züblin AG gebaute Alnatura-Verteilzentrum hat den „Goldstandard“ bereits geschafft. (lk)

Einsatz von Geothermie Auch bei der Zertifizierung von Gebäuden nach Nachhaltigkeitskriterien ist die Strabag tatkräftig mit von der Partie: In Deutschland und Österreich sind StrabagAuditeure in Zertifizierungsabläufe eingebunden. Apropos Zertifizierung: Im Juni 2011 wurde ein Strabag-Gebäude – das Bürohaus in Molzbichl – mit der Silbernen Plakette der ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) bedacht. Bereits bei seiner Konzeption wurden

Wienerberger e4 Ziegelhaus 2020 erfüllt EU-Gebäuderichtlinie für das Jahr 2020; massive Gebäudehülle

SHORT

Erschwingliche Niedrigstenergiehäuser Zwettl. Seit Juli 2011 baut Wienerberger in Österreich das e4 Ziegelhaus 2020 gemeinsam mit einer privaten Bauherren-Familie. Das Haus übertreffe schon heute die Anforderungen der EU-Gebäuderichtlinie für das Jahr 2020 (2010/31/EU), wird betont. Im Fokus steht eine ganzheitliche Gebäudebetrachtung, die vier Eigenschaften berücksichtigt: eine energieeffiziente massive Gebäudehülle aus Ziegel, erneuerbare Energieträger, erschwingliche Bauund Energiekosten und einzigartige Lebensqualität. Christian Weinhapl, Geschäftsführer der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, erklärt: „Unsere Vision sind gesunde, energieeffiziente und nachhaltige Gebäude, die attraktiv und

© IG Lebenszyklus Hochbau

Eine Initiative für nachhaltigen Hochbau

Spezielle Ziegel Das erste e4 Ziegelhaus 2020 Europas entsteht in Zwettl. Laut EU-Gebäuderichtlinie für 2020 ist ein Niedrigstenergiehaus ein Gebäude, das seinen geringen Energiebedarf zu einem wesentlichen Teil mit erneuerbaren Energieträgern abdeckt. Vor allem der Primärenergiebedarf sowie der CO2-Ausstoß sollen so gering wie möglich bleiben. Um das zu erreichen, müssen Gebäudehülle und Heiz- und Haustechnik perfekt zusammenspielen. Zum Einsatz gelangt ein Ziegel, der mit dem mineralischen Dämmstoff Steinwolle kombiniert ist. (lk)

Gerhard Zatl (Baumeister Schiller), Alexander Lehmden, Christian Weinhapl (beide Wienerberger), Rainer und Bianca Lugauer, Günther Gerstbauer (Baumeister Schiller).

EHL-Bürostudie Ökokriterien werden immer wichtiger

NH Hoteles Es gehen auch schon mal die Lichter aus

Marktstabilisator Green Building

Korkensammeln für Bodenbeläge

Wien. Der Wiener Büromarkt hat sich stabilisiert – zu diesem Schluss kommt eine Analyse von EHL Immobilien. Wobei die größte Nachfrage im ersten Halbjahr 2011 nach modernen Objekten im mittleren Preisbereich bestand, die sich durch Flächen- und Energieeffizienz, hohe ökologische Standards und somit geringe Betriebskosten auszeichnen. Projekte in Wien, die dieses Anforderungsprofil laut EHL erfüllen, sind Viertel Zwei,

Madrid. Der spanische BusinessHotel-Betreiber NH Hoteles hat sich zum Ziel gesetzt, pro Jahr rund zwei Mio. Korken einzusammeln, die dann zu Bodenbelägen verarbeitet werden. Dies berichtet green-travel.de, das Portal für umweltbewusstes Reisen.

Green Worx, Marxbox, Cityspace7 und space2move. „Früher gaben bessere Energieeffizienz, aber auch andere Ökokriterien wie etwa ausreichend RadAbstellplätze, nur dann den Ausschlag, wenn Objekte bei anderen Entscheidungskriterien gleichwertig waren“, wird EHL-Geschäftsführer Michael Ehlmaier in Medien zitiert. Zum Teil seien Mieter bereit, signifikant mehr Miete zugunsten tieferer Beetriebskosten zu zahlen.

© EHL Immobilien

Die Initiatoren der neuen Initiative veranstalten einen Kongress am 8.11.

leistbar sind. Wir zeigen, dass das mit unseren Ziegeln möglich ist.“

Ehlmaier: Mieter zahlen teils 10% mehr, wenn ein Objekt ökologisch top ist.

len für Elektroautos in mittlerweile 21 Häusern über biologisch abbaubare Verpackungen bis zu umweltfreundlichen Fahrstühlen. Ausgezeichnet wurde die Hotelgruppe im vergangenen Jahr mit dem Green-Building-Siegel und dem Green-Light-Programm der EU-Kommission. Im NH Sustainable Club engagieren sich rund 40 Zulieferer in Europa und Lateinamerika, um Umweltkonzepte zu entwickeln. (lk)

Für zwei Stockwerke Das Projekt namens „Cork2Cork“ hat die Hotelgruppe gemeinsam mit dem portugiesischen Unternehmen Amorim ins Leben gerufen, dem nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Korkproduktion. In den 400 Hotels der Kette finden sich nun Sammelbehälter für die Flaschenkorken. Die erwarteten zwei Mio. gesammelten Korken sollen ausreichen, um zwei Stockwerke eines neuen oder zu renovierenden NH-Hotels mit einem Korkfußboden auszustatten, wie es heißt. Korkböden bieten zudem gute Isoliereigenschaften. NH-Hoteles hat bereits eine ganze Reihe innovativer Umweltmaßnahmen in den eigenen Hotels verwirklicht, von Stromtankstel-

© NH Hoteles

Wien. Sauberes Trinkwasser in ausreichender Menge ist derzeit für über eine Milliarde Menschen auf dieser Erde unerreichbar. SW Umwelttechnik (SWUT) stellt Behältersysteme her, die die Wassergüte gewährleisten helfen. SWUT rechnet damit, dass in den kommenden Jahren in Österreich mit verstärkter Sanierung bzw. Neubau des Trinkwassernetzes insbesondere dem Bau von Trinkwasserbehältern zu rechnen ist. Die Fertigteilwände werden – im Gegensatz zu Ortbetonbehältern – in liegenden Schalungen produziert, die Wandoberseite (beim fertigen Behälter die Innenwand) wird abgezogen und manuell abgerieben. So werde eine porenarme und lunkerfreie, schalölfreie Oberfläche erreicht.

© Wienerberger

SWUT: Behälter für sauberes Trinkwasser

Wien. ÖGNI, ATP Architekten und Ingenieure, M.O.O.CON, Heinrich & Mortinger, Delta sowie Heid Schiefer Rechtsanwälte haben die Interessengemeinschaft Lebenszyklus Hochbau gegründet. Das Ziel ist, öffentliche und private Auftraggeber bei der Umsetzung des Aktionsplans zur Nachhaltigen öffentlichen Beschaffung (NAP) zu unterstützen. Der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes werde berücksichtigt. Die IG Lebenszyklus Hochbau wendet sich an alle am Bauprozess beteiligten Gruppen. (lk)

Wien. Strabag-Vorstand HansPeter Haselsteiner hat nicht nur ein Herz für Straßenkinder und Obdachlose (s. medianet-Bericht vom 16.9.2011, S. 46), auch nachhaltiges Bauen nimmt einen hohen Stellenwert im Denken des gebürtigen Tirolers ein. So gibt es innerhalb des Strabag-Konzerns eine eigene Direktion, die sich allein dem Thema Umwelttechnik widmet. Die Abteilung beschäftigt sich mit alternativen und erneuerbaren Energien und baut entsprechende Anlagen, etwa Wasseraufbereitungs- oder Müllverbrennungsanlagen – für den Konzern und für Dritte. Damit setzt sie jährlich rund 300 Mio. € um. In der Forschungs- und Entwicklungseinheit „Zentrale Technik“, wird – teils mit anderen Unternehmen gemeinsam – an der Herstellung umweltverträglicherer Baumaterialien oder an der Entwicklung schlankerer Prozesse, die zu Ressourceneinsparungen führen,

NH Hoteles hat auch schon bei der WWF-Initiative „Earth Hour“ mitgemacht.

medianet CSRnet  

Corporate Social Responsibility - unternehmerische Verantwortung in Österreichs Wirtschaft.

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you