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Freitag, 2. September 2016

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career network Neue universitäre Wege Hochschulgespräche beim Forum Alpbach 78

Hannah’s cooler Plan Eventmanagerin Hannah Neunteufel im Gespräch 86

It’s a man’s world Teilzeit ist immer noch weiblich, Führung männlich … 89

© Panthermedia.net/Dario Lo Presti

© Robin Peller

„Punschkrapferl“ © APA/AFP/Yoshikazu Tsuno

Aidas neue ­Uniform

Die Arbeitswelt wird digitaler und weiblicher Die Schwerpunktausgabe „Fokus Frauen“ spannt den Bogen von Alpbach bis zu Wonder Womans Jobperspektive.

© Reed Messe Wien | David Faber

09.-10. November 2016 | Messe Wien Österreichs wichtigste Fachmesse für HR-Visionäre

WIEN. „Ist die neue ‚Aida‘Uniform süß oder sexistisch?“, fragte Heute in der Mittwochausgabe. Die ­Konditorei Aida hatte mit T-Shirts für die Mitarbeiterinnen für Aufsehen gesorgt. Aufschrift: „Zimt­schnecke“, „Punschkrapferl“ … Bei Aida versteht man die Aufregung nicht. Die Mitarbeiterinnen trügen die Shirts freiwillig. (APA/red)

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Dorothee Ritz Ritz war seit 2004 in verschiedenen Führungspositionen für Microsoft tätig. 2015 avancierte sie zur Geschäftsführerin von Microsoft Österreich.

© Pepo Schuster © Xerox Austria

Sandra Kolleth Kolleth ist seit 2004 Mitglied der österreichischen Geschäfts­ leitung von Xerox Austria und seit drei Jahren General Managerin.

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Wonder Woman verzweifelt gesucht Frauen in Technik & IT sollten eine Selbstverständlichkeit sein, wie auch Männer in der Pflege. Sind sie aber nicht, so BFI-Chefin Valerie Höllinger.

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Tatjana Oppitz Oppitz war bei IBM als eine der ersten Frauen im Vertrieb tätig. Seit Anfang 2011 ist sie ­Generaldirektorin von IBM ­Österreich.

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n sich sollte man das Thema im 21. Jahrhundert nicht mehr hervorstreichen müssen – schließlich müssten Frauen in Technik- und IT inzwischen gleichermaßen eine Selbstverständlichkeit sein wie etwa Männer in Pflegeberufen. Dennoch sehen wir uns mit einem Paradoxon konfrontiert: Die Chefsessel der „Großen“ in der heimischen IT-Szene sind mittlerweile durchwegs weiblich besetzt. „Egal ob Xerox, IBM oder Microsoft – die rotweiß-roten Dependancen dieser Milliardenkonzerne werden alle erfolgreich von Frauen geleitet“, bestätigt Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien. „Gleichzeitig sehen wir aber den Fachkräftemangel in diesen Branchen, und der Frauenanteil in IT und Technik ist – formulieren wir es einmal vorsichtig – ‚ausbaufähig‘. Frauen gelten in diesen Berufszweigen immer noch als Exotinnen – und wie es für Exotinnen zum traurigen Alltag gehört, müssen sie permanent damit rechnen, kritisch bis interessiert beäugt zu werden, im Schaufenster zu stehen und mit einem anderen Maß gemessen zu werden als die männliche Kollegenschaft.“ Höllinger setzt sich seit Jahren intensiv mit den Themen Digitalisierung und Aus- und Weiterbildung auseinander.

Schuld sind die Männer? Dass sich die Situation so darstellt, liege dabei aber nicht nur an „undurchlässigen Männerzirkeln, sondern durchaus auch an uns Frauen selbst“, so Höllinger. „ Technik- und IT-Jobs schrecken viele ab – einerseits, weil viele Angst vor dem beschriebenen Exotinnendasein haben und weil in den Köpfen vieler noch die anti­quierte Sichtweise verwur-

zelt ist, dass Frauen für Technik und IT von der Veranlagung her nicht geeignet sind. Das ist natürlich absoluter Mumpitz.“ Selbst sind die Frauen Es liege nun an den Frauen, dieses Bild zurechtzurücken. Warum man sich diesen vermeintlichen Stress antun sollte? „Ganz einfach: Weil es um die Gestaltung unserer Zukunft geht“, sagt

© BFI Wien/Ian Ehm

© Microsoft

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Expertin Valerie Höllinger ist Geschäftsführerin des BFI Wien und setzt sich seit Jahren intensiv mit den Themen Digitalisierung und Aus- & Weiterbildung auseinander.


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Frauen gelten in IT und Technik immer noch als Exotinnen – und wie es für Exotinnen zum traurigen Alltag gehört, müssen sie permanent damit rechnen, kritisch bis interessiert beäugt zu werden.“

Kompetenz schlägt Kraft Höllinger: „Keine Branche wird künftig gänzlich digifreie Zone sein.“ Wer die Sprache verschiedener Fachdisziplinen spricht – also Digitalkompetenzen und Fach-Know-how mitbringt –, hat beste Chancen am Arbeitsmarkt. „War es früher oft die Muskelkraft, mit der man punkten konnte, ist es heute das Köpfchen. Und genau das sollten wir Frauen einsetzen, unsere Digitalkompetenz in Angriff nehmen und die frauenfreie Zone in IT- und Technik in die Geschichtsbücher verbannen“, meint Höllinger. (sb)

© APA/AFP/Frederic J. Brown

die BFI-Chefin. „Auf Facebook, Amazon und Co. zu surfen, ist zwar amüsant. Das war‘s aber noch nicht: Auch wenn Cyborgs und menschenlose Fabriken noch Science-Fiction sind – die Zukunft ist digital. Und warum sollten wir Frauen davon nicht profitieren?“ Dabei müssten jetzt nicht alle Programmiererinnen oder Roboteringenieurinnen werden – „auch wenn die Jobaussichten in diesen Feldern verlockend sind“. Aber die Berufsfelder verschwimmen durch die Digi­ talisierung zunehmend. Und die Nachfrage nach Menschen, die branchenübergreifend vermitteln – also als Übersetzer zwischen den einzelnen Disziplinen, etwa zwischen „Tekkies“ und „fachlichen Experten“, fungieren –, steigt.

„Wonder Woman“-Figur in den W ­ arner BrosStudios im kalifornischen Burbank. Sie war die erste ­klassische „Superheldin“ (DC Comics).


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Quer gebildet Forum Alpbach: Hochschulbildung für Migranten als Katalysator für eine Bildungsreform? Gastbeitrag ••• Von Günter Koch

1945 Historie Das Forum wurde 1945 von Otto Molden und Simon Moser geründet.

Günter Koch Chairman execupery, Pionier der Wissensbilanzierung im deutschsprachigen Raum, Generalsekretär des New Club of Paris.

qualifiziert. Die Kiron University macht sich dabei zunutze, dass insbesondere in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern heute eine Vielzahl von Online-Kursen, sogenannte MOOC (Massive Open Online Courses), auch von hochmögenden Universitäten wie zum Beispiel Stanford, Harvard, Yale oder dem MIT sowie von deren Fernstudien-Ablegern wie etwa Udacity, Kahn Academy oder Coursera usw. bereits frei verfügbar sind. Blended Learning Kirons besondere Leistung besteht darin, dass es seine Programme durch sinnvoll geschnürte Pakete von bestehenden Kursen konfiguriert – und damit den Inskribenten ihrer University ein sogenanntes Blended Learning-Angebot machen kann, dessen jeweilige erfolgreiche Absolvierung zur Hochschulreife führt. Ziel ist es, auf diesem Weg einmal eigene, vollwertige Hochschulkurse anbieten zu können. Das Spannende an diesem Projekt ist, dass sich auf diesem Weg schnell viel neues intellektuelles Kapi-

Novum In Alpbach vorgestellt: Akademische Bildungsangebote außerhalb klassischer Pfade (Bild: das umgebaute Congress ­Centrum).

Idee für Österreichs Unis? Bei den Alpbacher Gesprächen wurde angeregt, dass sich auch Österreich Kirons Programm anschließen sollte. Der Clou könnte sein, dass eine solche Form, neue Bildungspfade zu erschließen, unsere Diskussion über Reformen von Programmen zur höheren Bildung befeuern könnte. Karl Peter Pfeiffer, seit 2009 Rektor und wissenschaftlicher Geschäftsführer der FH Joanneum, zeigte sich von der Idee sehr angetan. Bei den Hochschulgesprächen im Rahmen des diesjährigen Europäischen Forum Alpbach unter dem Generalthema „Neue Aufklärung“ reichte das Spektrum von Bürgerwissenschaft über die Suche nach einer neuen Theorie zur Schaffung von Wohlstand bis hin zu den Chancen und Herausforderungen der Flüchtlingsbewegung für die Hochschulen.

© Andrei Pungovschi

Von der University auf die Uni Die bei uns nicht geschützte Bezeichnung „University“ mag insoweit irreführend sein, als es bei diesem Projekt darum geht, den eingeschriebenen Teilnehmern mittels der Kurse von Kiron Wissen zu vermitteln, das diese dann anschließend für ein „echtes“ Universitätsstudium

© APA/Barbara Gindl

„Wir schaffen das“ Davon ausgehend, dass die Asylwerber überhaupt anerkannt werden, stellt sich als Nächstes die Frage, ob und auf welchem Niveau sie sich in unsere Wirtschaftsprozesse eingliedern lassen. Die Ansage „Wir schaffen das“ war zumindest in Deutschland auch von dem Gedanken inspiriert, das demografische Defizit an zukünftigem „intellektuellen und handwerklichen Kapital“ durch eine neue Generation Eingewanderter ausgleichen zu können. In einem Klima von Start-upEuphorie und sozialem Engagement haben die zwei Gründungsunternehmer Markus Kreßler und Christoph Staudt 2015 in Berlin die „Kiron University“ ini­tiiert, deren Ziel es ist, Flüchtlingen mit Vorqualifikation den Weg zu einem Universitätsstudium zu ebnen.

© Michael Bode

ALPBACH. Als die letzte große Welle von Flüchtlingen unser Land erreichte, fand bestenfalls die Erfassung der Identität und Herkunft der Einwandernden statt. Keiner fragte gleich zu Anfang nach Bildung und nach Vorkenntnissen, was eine wichtige Entscheidungshilfe hätte sein können, um herauszufinden, welches Wissen sich da eigentlich in unser Land importieren ließe, darunter etwa das von Hunderten von Ärzten …

tal schaffen lässt, auch wenn ­Kiron derzeit noch keine eigenen, staatlich anerkannten Universitätsabschlüsse anbieten kann. Aber im Sinne von „im Zweifel für den Studierenden“ wird diese Initiative auch seitens der deutschen Bildungsbehörden positiv gesehen und begünstigt.

Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner in Alpbach.


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© Panthermedia.net/Peshkova

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Frauen im Job: Neue Wege, alte Muster Die Arbeitswelt orientiert sich an den Bedürfnissen von Männern. Das kommt nicht von ungefähr.

••• Von Daniela Prugger

S

ie bleiben nahezu unverändert männerdominiert: die obersten Führungsgremien in Österreich. Jedes vierte der 200 größten Unternehmen kommt in der Geschäftsführung und Aufsichtsrat gänzlich ohne Frauen aus, zeigt der AK-Frauen Management Report 2016 auf. Dass dieser Umstand nicht auf die schlechtere Ausbildung oder fehlende Kompetenzen von Frau-

en zurückzuführen ist, liegt auf der Hand. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Erwerb ist nach wie vor hauptsächlich ein Frauenproblem, genauso wie die Benachteiligung am Arbeitsmarkt – die sich auch in der Einkommensschere zwischen den Geschlechtern manifestiert. Gerade weil die Ursachen für diese Ungleichbehandlung so vielseitig sind, muss von einem strukturellen Problem gesprochen werden. Ob der Wunsch Familie und Beruf vereinbar sind und wie

das im Ländervergleich funktioniert, hat ein Forschungsprojekt der Johannes Kepler Universität Linz untersucht. Dass vor allem Frauen einen Großteil der Kinderbetreuungs- und Haushaltsaufgaben übernehmen, ist ein Muster, das sich durch alle untersuchten Länder zieht. Pay Gap als Existenzbedrohung Trotzdem haben es vor allem österreichische Frauen schwer; sie sehen sich „besonders häufig mit Stereotypen und wenig sozialer

Akzeptanz aus der Gesellschaft konfrontiert, wenn sie sowohl eine internationale Karriere als auch Familie haben“, so Univ.Prof.in Iris Fischlmayr. Unterschiede in der Behandlung von Frauen und Männern werden auch bei der Entlohnung gemacht. Nur in Estland war die Lohnschere zwischen Frauen und Männern im Vorjahr noch größer als in Österreich, so Eurostat. Zwar schließe sich der „Gender Pay Gap“ kontinuierlich, allerdings nur ganz langsam und


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Frauenanteil in der GF

25% Im Jahr 2013 hatten 25% der Frauen zwischen 25 und 34 Jahren einen Tertiärabschlus (also Uni, FH o.Ä.), dagegen waren es bei den Männern nur 18%. Quelle: Gender Index 2015, Bundesministerium für Bildung und Frauen

betrug 2014 laut Statistik Austria 18%. Dass dieser Umstand zum existenziellem Problem werden kann, zeigt der Unterschied bei der Höhe des Arbeitslosengelds: Der durchschnittliche Tagsatz betrug bei Frauen im Jahr 2015 26,8 €, bei Männern waren es 32,2 €, so Hilde Stockhammer, Leiterin der Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Frauen des Arbeitsmarktservice gegenüber dem Standard (17. August). Gerade um eine Benachteiligung

Grund auf benachteiligt. Auch ein Blick auf die verschiedenen Wirtschaftsbranchen ist ernüchternd: Eben dort, wo die meisten Frauen arbeiten, sind sie an der Spitze am wenigsten vertreten. Die meisten weiblichen Führungskräfte wies im Jänner 2016 das Segment Dienstleistungen auf (13,4%). Doch im Handel und Finanz-Sektor – also Branchen, in denen die Beschäftigung von Frauen relativ hoch ist – bleiben die Werte mit 5,6% bzw. 6,6% auf

von Frauen im Beruf zu verringern, verfolgen viele wirtschaftliche und politische Experten den Ansatz, Frauen in Führungspositionen zu bringen. Top-Branchen für Frauen Das Ungleichgewicht der Einkommen ist die Folge tiefverwurzelter gesellschaftlicher Entwicklungen; sie haben über Jahrzehnte hinweg ein Wertesystem geformt, das Frauen teilweise brutal, aber zumindest von

Beste Arbeitgeber für Frauen im Handel Gleich- kununuberechtigung Score

1

Penny Österreich – Rewe Group

3,91

3,45

2

Lidl Österreich

3,86

3,66

3

Ikea Möbelvertrieb OHG

3,86

3,27

4

Unito Versand & Dienstleistungen GmbH

3,76

3,54

5

Rewe International AG

3,74

3,61

6

Hofer KG

3,63

3,28

7

Spar Österreich

3,55

3,50

8

Billa AG

3,54

3,34

9

D. Swarovski & Co.

3,47

3,18

Quelle: kununu GmbH; User konnten von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut) bewerten; Stand: September 2016.

© Panthermedia.net/HighwayStarz

Rang Arbeitgeber

Sektor Dienstleistung Finanz Handel Industrie Top 200

2014 2015 2016 9,6% 11% 13,4% 5,1% 4,7% 6,6% 4,4% 5,3% 5,6% 4,6% 4,5% 4,9% 5,6% 5,9% 7,2%

Quelle: Trend/AK Wien; Zusammensetzung: Dienstleistungen (45 Unternehmen), Handel (33), Industrie (92), Finanz (30)

einem niedrigen Niveau. Jene ­österreichische Unternehmen, in denen Gleichberechtigung besonders groß geschrieben wird, hat das Arbeitgeber-Bewertungsportal kununu.com ermittelt. Laut den aktuellsten Zahlen (Stand: September 2016) finden sich unter den Top 10 des Gesamtrankings nur Unternehmen aus dem Personalwesen, der EDV und dem DienstleistungsSektor. Mit 4,97 von maximal 5 erreichbaren Punkten im Bereich Gleichberechtigung wurde die Unitis Personalberatung GmbH auf Platz eins gewählt. Im Extra-Ranking für Unternehmen aus dem Bereich Handel/ Konsum führt die Rewe-Tochter Penny, gefolgt von der deutschen Discounter-Größe Lidl und dem schwedischen Möbelhaus Ikea. Insgesamt gibt es immer noch Unterschiede in Gehalt, Aufstiegschancen und Förderung, weiß auch Florian Mann, Geschäftsführer von kununu; er kritisiert abschließend: „Viele Arbeitgeber positionieren sich nach außen hin als ‚frauen- oder familienfreundlich’ – schaut man sich allerdings die Erfahrungsberichte der Mitarbeiter an, sieht die Wahrheit oft anders aus.“


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Kinderlosigkeit

Höhere Bildung hat kaum Einfluss

© APA/Hans Klaus Techt

WIEN. Höher gebildete Frauen bekommen seltener Kinder. Dennoch hat die Zunahme von höherer Bildung im 20. Jahrhundert weniger Einfluss auf den Geburtenrückgang gehabt als bisher angenommen, zeigt eine aktuelle Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Viel wichtiger dürften kulturelle und sozioökonomische Veränderungen sein. (red) Verschleiert im JOB

EU-Kommission hält sich raus

Ende Juni übergab Josef Moser sein Amt an Margit Kraker: Erstmals gibt es in Österreich eine Rechnungshofpräsidentin.

BRÜSSEL. Die EU-Kommission will sich nicht in die in mehreren EU-Staaten, darunter in Österreich, laufende Diskussion um ein Verbot von Burka oder Burkini einmischen. Es liege an den EU-Staaten, zu regeln, wie Gesellschaften zusammenleben sollen, so ein Kommissionssprecher am Donnerstag. Auf die Frage, ob die EU-Kommission spezielle Bekleidungsvorschriften habe, oder ob es möglich sei, auch in einer Burka in der EU-Kommission in die Arbeit zu kommen, sagte der Sprecher: „Wir haben keine solchen Regeln in der Kommission.“ Es gebe vonseiten der EU lediglich ein sehr spezifisches AntiDiskriminierungsverbot am Arbeitsplatz. (APA)

Zwar ist belegt, dass Firmen mit Frauen in Führungspositionen ökonomisch erfolgreicher agieren, aber die Mühlen mahlen langsam. WIEN. Zugegeben: Den Rechnungshof führt mit Margit ­Kraker nun erstmals eine Frau. Doch der entsprechende politische Kommentar dazu – „Das ist ein wichtiges und richtiges Signal für Österreich“ – beweist bei aller inneren Wahrheit den Nachholbedarf der Alpenrepublik. Vorständinnenquote im ATX In einem Punkt ist Österreich immerhin – relativ – fortschrittlich: Mit Regina Prehofer bei

Im großen Deutschen Börsenindex DAX (30 Unternehmen) führt nur bei Henkel mit Simone Bagel-Trah eine Frau den Aufsichtsratsvorsitz, als Miteigentümerin des Unternehmens hat sie aber eine besondere Rolle. Auch im MDAX (50 Unternehmen) wurden 2015 die Aufsichtsräte nur in der AarealBank (Marija Korsch) und bei Zalando (Cristina Stenbeck) geführt, Stenbeck ist Anfang 2016 ausgeschieden. (sb)

Wienerberger und Edith Hlawati bei der Post gibt es bei den im ATX gelisteten Unternehmen zumindest zwei Aufsichtsratsvorsitzende; zwei Monate lang, vom Start von Hlawati im April 2015 bis zum Ausscheiden von Kerstin Gelbmann bei conwert im Juni 2015, waren es sogar drei. Angesichts von nur 20 ATX-Unternehmen sind das zehn Prozent. Das ergab eine Untersuchung der Unternehmensberatung hkp Group.

Eine Frage der Ehre? Nur ein Fünftel der Ehrenzeichen geht an Frauen. WIEN. Nur etwa ein Fünftel der in Österreich verliehenen wichtigsten Auszeichnungen geht an Frauen. 2015 erhielten 212 Frauen das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich im Vergleich zu 818 Männern. Das geht aus Daten, die der APA vom Bundeskanzleramt zur Verfügung gestellt wurden, hervor. Der Frauenanteil veränderte sich in den vergangenen

Jahren kaum: Während 2006 17% der Ausgezeichneten Frauen waren, betrug der Frauenanteil 2015 20,6%. Auch bei den Auszeichnungen im Bereich Wissenschaft und Kunst beläuft sich der Frauenanteil seit 2006 im Durchschnitt auf 19,4%. Das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst etwa wurde 2015 an drei Männer verliehen, Frau gab es keine unter den Geehrten. (APA/red)

© APA/Robert Jäger

© Panthermedia.net/Oleg Dudko

Wenn Frauen führen

Jelinek und ihr Nobelpreis: eine Ausnahme und ein internationaler Preis.


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84 careernetwork

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© APA/Harald Schneider

Nachholbedarf Viele Schulen scheitern trotz größten Bemühens daran, jene Defizite auszugleichen, die Kinder schon aufgrund eines bildungsfernen oder sozial schwachen Elternhauses mitbringen.

Fehlstart in der Schule Karriere beginnt in der Schule: „Problemschulen stärken, Bildungsverlierern vor Ort helfen“ ist das Rezept, das der Thinktank Agenda Austria empfiehlt. Gastbeitrag ••• Von Wolfgang Feller

Verantwortung übertragen Eine Schulautonomie, die diesen Namen verdient, ermöglicht Direktoren und Lehrerteams die Entscheidung vor Ort darüber, welche Maßnahmen und welcher Mitteleinsatz den Bedürfnissen der Schüler gerecht wird. Auch sollte die Verantwortung der Schulen gegenüber den Schülern neu definiert werden.

© Agenda Austria/Katharina Roßboth

WIEN. Eines der akuten Probleme des österreichischen Bildungssystems ist der hohe und stark wachsende Anteil an sogenannten Bildungsverlierern. Vor allem in Ballungszentren mit einem hohen Anteil an migrantischer Bevölkerung scheitern Schulen daran, Defizite auszugleichen, die Kinder aufgrund eines bildungsfernen oder sozial schwachen Elternhauses mitbringen. Ein bedrückend hoher Anteil dieser Kinder verfügt am Ende der Schulpflicht über unzureichende Grundkompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen; ihre Chancen am Arbeitsmarkt sind gering, und die Gefahr ist groß, dass sie ein Leben lang im Sozialsystem hängen bleiben. Was zu tun wäre: Die Finanzmittel dahin lenken, wo sie gebraucht werden: Schulen mit hohem Anteil an Risikoschülern („Problemschulen“) sollten mehr Geld bekommen als Schulen mit weniger Risikoschülern. Es geht um eine bedarfs­orientierte Mittelverteilung zum Ausgleich sozialer Nachteile bestimmter Schü-

ler. Deren Schulen sollten mit den zusätzlichen Geldern Unterstützung in Form von Sprachlehrern, Sozialarbeitern und Schulpsychologen einkaufen können.

Sie endet nicht, wenn die Schüler alle Klassen durchlaufen haben, sondern erst, wenn klar definierte Bildungsstandards und Kompetenzen erreicht sind. Diese zu erzielen, liegt in der Verantwortung der Lehrer und Schulen. Transparenz bei den Finanzierungsströmen herstellen: Eine wichtige Voraussetzung für eine bedarfsorientierte Finanzierung der Schule ist, die Verwendung der Mittel transparent darzustellen. Derzeit werden die Gehälter der Lehrer vom Bund bereitgestellt, die Entscheidung, wie viele Lehrer in den Pflichtschulen

Es braucht klar ­definierte Bildungs­ standards und ­Kompetenzen.

Wolfgang Feller

eingesetzt werden, treffen jedoch die Länder – ohne darüber Rechenschaft ablegen zu müssen. Über den Finanzausgleich sind Gemeinden, Städte und Länder mit vielen Problemschulen mit mehr Geld auszustatten – oder noch besser: sie heben die dafür benötigten Mittel über eine Steuerhoheit selbst ein. Neues Lehrerdienstrecht Unverzichtbare Basis für jede zukunftsweisende Reform der österreichischen Schule ist ein leistungsorientiertes Lehrerdienstrecht, das ein Jahresarbeitszeitmodell, Anwesenheitspflicht am Schulstandort und verpflichtende Weiterbildung in der unterrichtsfreien Zeit beinhaltet. Um dies so rasch wie möglich umzusetzen, sind sofortige Verhandlungen mit den Lehrergewerkschaften aufzunehmen. Lehrer sollten sich direkt an den Schulen bewerben. Der Kündigungsschutz ist an die Regelungen des Angestelltengesetzes anzugleichen. Der Autor Wolfgang Feller ist Projektleiter Bildung der Wiener Denkfabrik Agenda Austria.


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Freitag, 2. September 2016

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Hannahs Plan ist cool Von der Gastronomie zur Eventagentur, von der Szene-Kellnerin zur LocationBetreiberin: Hannah Neunteufels „Career“ kann sich sehen lassen! ••• Von Paul Christian Jezek

ßen auf. Dadurch gibt’s für die Creativagentur Viennabold die eigene Eventlocation und für das ViennaBallhaus die denkbar beste Agentur. Darüber hinaus verfügen wir seit Kurzem über das Inhouse-Fotostudio Videoframe incl. Greenbox für rasche, professionelle Visualisierungen der Mieter wie auch für eingemietete Fotoproduktionen.

WIEN. Nach „gefühlten drei Leben in Gastronomie und Konzertgeschäft“ beschloss Hannah Neunteufel (50) pünktlich(st) zur Jahrtausendwende den Sprung in die Selbstständigkeit – und wie! Seitdem steht ihr der Sinn nach auffälligsten Messeauftrit­ ten, herausforderndsten Verleihungen, gewaltigen MultimediaInszenierungen, schwierigsten Locations und heikelsten Gratwanderungen. Motto: „Unser Hunger nach Neuem ist unstillbar.“

Das ViennaBallhaus füllt eine Lücke und etabliert ganz neue Standards im ­Gleichklang mit ­einem ausgezeichneten Preis-LeistungsVerhältnis.“

© Robin Peller

medianet: Mit Verlaub, auch Ihr Hunger nach Verwirrungen scheint uns durchaus beachtlich. Erklären Sie uns Nichtganz-so-Kreativen bitte Viennaballhaus, Meshwork & Co.! Hannah Neunteufel: Aber das ist doch ganz einfach! (lacht.) Am Anfang war das ViennaBallhaus, eine legendäre, denkmalgeschützte Location im Herzen des 9. Bezirks. Oder eigentlich stand es eher am Ende, denn ich habe mich von Ort zu Ort ‚weiterentwickelt‘ und es sind immer mehr Quadratmeter geworden … Das ViennaBallhaus also, als Bestandteil von Viennabold, unserem Meshwork Super Space für Kreative: ein kuratierter und moderierter Coworking Space und als solcher (auch) eine lebendige, bunte, eifrige Creative Alliance, ein Competence Center für Zeitgeist und Entwicklung, ein Meeting Point und Melting

Hannah ­Neunteufel „Man muss sich einfach ein bisschen was trauen.“

Event Budget Service Erster Weg Hannah’s Plan sondiert Prioritä­ten, klärt Notwendigkeiten, hinterfragt Angebote – Schlichten, Streichen, Sortieren. „Und Sie wissen, was Sie für Ihr Geld bekommen.“

Zweiter Weg Vor der Budgetplanung wird eine Kostenskizze für das jeweilige Vorhaben bzw. den Event entworfen. Hannah Neunteufel: „Danach wissen Sie, was Sie bereitstellen sollten.“

Pot im Wiener Servitenviertel, firmenrechtlich seit dem Vorjahr ordentlich und brav als Bold, Frame & Ballhaus GmbH eingetragen. medianet: Ein Umfeld, das wohl in erster Linie als Plattform für Start-ups gedacht ist? Neunteufel: Was bei globalen Playern wie Google oder Microsoft schon Standard ist, hat damit auch in Wien Einzug gehalten: Offene Büros, optimierte Kreativräume und unterschiedliche Arbeitslandschaften schaffen den Nährboden, auf dem sexy Ideen reifen und schlagkräftige Konzepte entstehen. Im Sinne von Schwarmintelligenz arbeitet jeder an eigenen Projekten; dabei treten wir als Viennabold gemeinsam nach au-

Die „Fakten“ 16 Jahre „Hannah’s Plan“ bedeuten 34.578 handschriftlich adressierte Eventeinladungen, 914 Präsentationen, 570 ganze Schweine, 21.800 Flaschen Champagner, 202.380 Knödel, 227 bespielte Eventlocations, 1.173 KünstlerBookings, 287 beantragte Halteverbote, 570.000 verlegte Kabelkilometer, etc. (Auswahl)

medianet: Summa summarum also eine Weiterentwicklung von ‚Hannah’s Plan‘? Neunteufel: Durchaus. Unverändert erfolgreich offerieren wir seit inzwischen mehr als eineinhalb Jahrzehnten optimale Event-Designs: Wir finden die Idee, die Redaktion der Veranstaltung, setzen kreativ um, casten und besetzen Moderatoren und Show-Acts und lassen dabei die Basics wie Bühnenbau, Technik oder Catering niemals zu kurz kommen. Letztlich leisten wir mit unseren Events ideale Hilfestellung zur Kommunikation – vom Schüttbuffet bei der Biennale in Venedig über das Fundraising Dinner bei der Velázquez-Sonderausstellung im Kunsthistorischen Museum bis hin zur Feier des 110. Geburstags unseres geliebten Café Korb.


Starke Ansage Alexander Labschütz und Brigitte Ecker setzen auf kreative Umsetzung, digitale Wow-Effekte und die Kraft der Innovation.

Seit drei Jahren leiten Brigitte Ecker und Alexander Labschütz Österreichs führenden Out-of-Home-Anbieter. Event „Erzbergrodeo“ sowie der Kulturinitiative „Kunst im Dialog“ feiern und sorgte für Begeisterung bei den Besuchern. Im Gespräch erklärt Ecker ihre Vision der digita­ len Revolution. Redaktion: Digital-out-of-Home boomt und ist ein Wachstumsmarkt. Welche Strategie verfolgen Sie mit dem EPAMEDIA LEDTower?

Brigitte Ecker: Wir leben einen sehr unkonventionellen Zugang zur digitalen Außenwerbung und haben in einer mehr als einjähri­ gen Entwicklungszeit ein Produkt geschaffen, das unverwechselbar ist und der kreativen Umsetzung neue Möglichkeiten bietet. Redaktion: Welche neuen Einsatzmöglichkeiten bieten Sie mit dem acht Meter großen Turm?

© EPAMEDIA (2)

ÖSTERREICH. Mit rund 21.500 Plakatflächen, über 4.000 Citylights und 1.000 Scrollerflächen sowie Big Boards, Telelights, Sonderwerbe­ flächen und mobilen Plakatflächen ist EPAMEDIA der führende An­ bieter für effiziente Außenwerbung in Österreich. Das beachtliche Portfolio ist für die beiden Geschäftsführer aller­ dings nur die Basis, um neue Er­ folgswege zu beschreiten. Mit dem kürzlich vorgestellten EPAMEDIA LED-Tower hat sich die Geschäfts­ führung nichts Geringeres als die Revolution der digitalen Außen­ werbung vorgenommen und ein Produkt auf den Markt gebracht, das schon auf den ersten Blick aus der Masse heraussticht. Beeindru­ ckende acht Meter Höhe und drei überdimensionale Screens sorgen für einen nachhaltigen Eindruck und die unverwechselbare Insze­ nierung von Werbebotschaften auf nahezu jedem Ort der Welt. Seine ersten Auftritte konnte der einzigartige EPAMEDIA LEDTower bereits bei dem Festival „Rock in Vienna“ oder dem Mega-

Revolution der digitalen Außenwerbung mit dem EPAMEDIA LED-Tower.

Redaktion: Welchen Mehrwert haben Kunden, die auf den neuen LED-Tower setzen? Ecker: Im Gegensatz zu klas­ sischer digitaler Außenwer­ bung verfügen wir über ein Infotainment-Produkt, das neue Standards setzt. Die drei Screens lassen sich individuell nutzen und können über den High SpeedInternetzugang mit aktuellen Informationen bespielt oder auch mittels Kinect-Technologie in ein virtuelles Interaktionserlebnis eingebunden werden. Damit ist der EPAMEDIA LED-Tower ein innovatives Bindeglied im Mar­ kenerlebnis und schafft eine voll­ kommen neue N ­ utzererfahrung. Redaktion: Welche Möglichkeiten bieten sich in der Kampagnen­ planung? Ecker: Gemeinsam mit inter­ aktiven Citylights, klassischen Plakaten und kreativen Sonder­ umsetzungen setzen wir mit dem EPAMEDIA LED-Tower einen star­ ken digitalen Akzent. Wir erfinden Außenwerbung als StorytellingMedium neu und werden damit dem zunehmenden Wunsch nach Content-Marketing gerecht.

PROMOTION

Unkonventionelle digitale Zugänge

Ecker: EPAMEDIA macht beein­ druckende digitale Außenwerbung an nahezu jedem Ort der Welt möglich und sorgt für einen WowEffekt, der in Erinnerung bleibt. Mit dem EPAMEDIA LED-Tower sorgen wir international für neue Branding-Möglichkeiten und ha­ ben auch schon sehr viele Anfra­ gen aus dem Ausland.


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Freitag, 2. September 2016

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FRAUENFÖRDERUNG

10. Durchgang für „Zukunft.Frauen“ WIEN. Im Rahmen einer Festveranstaltung in der Wirtschaftskammer wurden die 20 Absolventinnen des zehnten Durchgangs von Zukunft.Frauen ausgezeichnet. Das FührungskräfteProgramm findet immer mehr Zuspruch, bereits 220 Frauen haben es absolviert. Im Herbst findet der elfte Durchgang statt, aufgrund der großen Nachfrage sind bereits zwei weitere Durchgänge 2017 in Planung. (pj)

© Anna Rauchenberger

© Panthermedia.net/Depositedhar; Wifi

Literaturtipp Der neue Leitfaden zur Mitarbeiter­ führung.

So wird „Career“ gemacht Mitarbeiterführung ist ein Erfolgsfaktor. Ein kostenloser Leitfaden richtet den Fokus auf eine Fertigkeit, die erlernt werden kann.

WU EXECUTIVE ACADEMY

MBA & Master of Laws Info-Session

WIEN. 40% der Unternehmen, die Mitarbeiter beschäftigen, sind Klein- und Kleinstbetriebe. Ein neuer Leitfaden des Wifi Unternehmerservice legt den ­Fokus besonders auf das Potenzial dieser KMU-Mitarbeiter. Der Leitfaden enthält Anregungen, wie die besten Mitarbeiter gefunden und gebunden werden und wie die jeweiligen Stärken erkannt und gefördert

werden können. Weiters enthält der Leitfaden Einblicke in die Kunst, eine gute Chefin oder ein guter Chef zu sein und erfolgreich Teams zu bilden. Stärken (weiter) stärken „Als Unternehmer weiß ich, wie herausfordernd es ist, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem talentierte Mitarbeiter gewonnen, gehalten und zur Entfaltung gebracht werden können“, sagt Markus Raml, Wifi Österreich-

Kurator. „Der neue Leitfaden soll dazu dienen, den Fokus auf die Mitarbeiterführung zu legen. Es ist ein Werkzeug, das auch zum Unternehmenserfolg beiträgt.“ Die kostenlose Broschüre wurde vom Wifi Unternehmerservice gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft herausgegeben; sie kann bestellt oder heruntergeladen werden: www.unternehmerservice.at/ publikationen

Der Business Beat Monitor Start-up entwickelt Tool für Mitarbeiterumfragen.

© Panthermedia.net/Deklofenak

WIEN. Bei dieser Infoveranstaltung am 22.9. können sich Interessenten von 19:00 bis 20:30 Uhr über das umfangreiche MBA & Master of Laws-Angebot informieren. Dabei stehen die Dekanin der WU Executive Academy, Barbara Stöttinger, und die Verantwortlichen des Executive MBA, Professional MBA und der Master of Laws-Programme für persönliche Gespräche und individuelle Auskünfte zur Verfügung. Im Anschluss an die Präsentation sprechen Alumni der WU Executive Academy in einer Q&A-Session über ihre Erfahrungen während und nach dem MBA/Master of Laws-Studium. WU Executive Academy, 1020 Wien, Welthandelsplatz 1, Gebäude EA. (pj)

••• Von Paul Christian Jezek

INNSBRUCK. Die Trigger Research OG hat in den vergangenen Monaten den Business Beat Monitor entwickelt. Mit diesem Tool kann man mit wenig Aufwand für die Mitarbeiter Befragungen durchführen und sehr rasch Trends und Rückschlüsse erkennen: Die Befragten bekommen auf ihrem Handy standardisierte Fragen gestellt, die sich nach wenigen Wochen wieder-

holen und so schnell Vergleichswerte produzieren. „Warum sinkt die Zufriedenheit von Mitarbeitern mit den Vorgesetzten seit einiger Zeit? Warum sind sie mit der Firmen­ strategie nicht einverstanden? Das sind Dinge, die über unternehmerischen Erfolg und Nichterfolg mitentscheidend sind“, ist Investor Wieland Alge vom Business Beat Monitor überzeugt. (pj)


medianet.at

Freitag, 2. September 2016

careernetwork Fokus Frauen  89

It’s a man’s world Die Teilzeitbeschäftigung hat in den letzten Jahren bei Frauen stark zugenommen; Führungspositionen werden noch immer vor allem mit Männern besetzt. 10% 9% 8%

7,2

7% 6%

5,0

5%

4,6

4% 3%

5,3

4,8

5,1

5,6

7,2%

5,9

5,6

4,4

3,7

2% 1% 0%

2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016

l Frauenanteil in den Vorstandsetagen

Quelle: Erhebung der AK Wien, Quelle: Firmenbuch (Stichtag 4.1.2016); Top 200-Unternehmen, Geschäftsführung nach Männern und Frauen

0

18%

20

20,2% 21,0%

Verkehr und Lagerei

Frauenanteil/ Beschäftigte l 2015 l 2009

57,9% 60,1%

Gastgewerbe, Beherbergung und Gastronomie 33,1% 33,4%

Information und Kommunikation

76,2% 76,8%

Gesundheits- und Sozialwesen

68,9% 70,6%

Erbringung v. sonstigen Dienstleistungen Private Haushalte mit Hauspersonal; Herstellung von Waren u. Erbringung von Dienstleistungen durch private Haushalte

60 54,7% 54,8%

84,0% 89,3% Ausgewählte Wirtschaftsbereiche im Tertiärsektor; Quelle: WKO Statistisches Jahrbuch 2016 und Jahrbuch 2010

Im Jahr 2014 lag die Einkommensdifferenz von ganzjährig vollzeitbeschäftigten Männern und Frauen in Österreich bei 18%.Während das Bruttojahreseinkommen von Frauen 2014 im Schnitt 34.092 € betrug, verdienten Männer 41.556 €. Quelle: Statistik Austria

908.500

908.500

431.000

1995

40

Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen

Wo sind die Frauen? Der Frauenanteil schwankt je nach Wirtschaftsbereich mehr oder weniger stark. Im Jahr 2015 betrug er im Primärsektor 34,9%, im Sekundärsektor 21% und im Tertiärsektor 54%. Der größte Frauenanteil lässt sich nach wie vor im Bereich der privaten Haushalte finden.

Die österreichischen Chefetagen bleiben weiterhin männerdominiert: Im Jahr 2016 betrug der Frauenanteil in den Vorständen der 200 größten Unternehmen des Landes 7,2%. Im ­Jänner 2016 waren lediglich 44 von insgesamt 609 Geschäftsführungen weiblich besetzt.

2014

84.200

238.000

1995

2014

Thema Teilzeit: Bei Frauen hat die Teilzeitbeschäftigung in den vergangenen Jahren in einem stärkeren Ausmaß zugenommen als bei den Männern: Im Jahr 2014 waren 908.500 Frauen und 238.000 Männer Teilzeit beschäftigt; 1995 lag die Anzahl der weiblichen Teilzeitbeschäftigten bei 431.000, die Zahl der Männer bei 84.200.


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