

Zeit für Leichtigkeit
Liebe Leserinnen und Leser
Der Sommer weckt Lebensfreude: Sonne auf der Haut, barfuss durchs Gras, ein Sprung ins kalte Wasser. Diese Jahreszeit erinnert uns daran, wie gut Bewegung und Leichtigkeit tun.
In dieser Ausgabe widmen wir uns Themen, die in der Badesaison besonders aktuell sind. Unter anderem steht die Haut im Mittelpunkt. Denn sie braucht besonders viel Aufmerksamkeit im Sommer, wenn Sonne und Schweiss sie auf die Probe stellen. Auf Seite 22 � nden Sie die besten Tipps aus Ihrer Apotheke für eine gesunde Haut. Ausserdem: Wussten Sie, dass auch Hormone für Hautunreinheiten und Hyperpigmentation verantwortlich sein können? Mehr dazu in der Rubrik Gesundheit.
Wer gerne so richtig ins Schwitzen kommt, � ndet im Beitrag über Cross� t Inspiration für ein Training, das Körper und Geist gleichermassen fordert. Wie wärs danach mit Kryotherapie? Dabei wird Kälte zur Quelle für Regeneration und Wohlbe� nden.
Auch ein Blick in die Natur lohnt sich: An Waldkindergärten zeigt sich, wie sehr Kinder von frischer Luft, Matsch und Freiheit pro� tieren –ein Perspektivenwechsel, der daran erinnert, wie wertvoll Einfachheit sein kann.
Wir wünschen Ihnen einen Sommer voller Energie und schöner Momente.
Bis bald in Ihrer Apotheke!
Ihre Apothekerin, Ihr Apotheker
DAS MAGAZIN ERSCHEINT 4 MAL PRO JAHR – IM MÄRZ, JUNI, SEPTEMBER UND DEZEMBER
Herausgeber und Anzeigen: Winconcept AG, Untermattweg 8, Postfach, 3001 Bern, Telefon 058 852 82 00, contact@winconcept.ch; Projektleitung, Koordination und Gestaltung: STO Pharmawerbung AG, Gallusstrasse 33a, 9501 Wil; Chefredaktion: Nina Steiner, STO Pharmawerbung AG, 9501 Wil; Fotos: GettyImages; Druck: Stämp�i AG, 3001 Bern; Adressänderungen: Bitte wenden Sie sich an Ihre Feelgood’s Apotheke. Weitere Themen sowie weitere Ausgaben �nden Sie unter: www.feelgoods-apotheken.ch; Hinweis zu Weblinks und Empfehlungen: Alle im Magazin aufgeführten Verweise auf Angebote Dritter, wie Weblinks, App- oder Buchempfehlungen, werden bei Redaktionsschluss bezüglich Verfügbarkeit geprüft. Allfällige spätere Änderungen von Inhalt, Verfügbarkeit und Preisen bleiben vorbehalten. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. «NEWS aus Ihrer Apotheke» ist das Kundenmagazin der Feelgood’s Apothekengruppierung.
Drucksache
myclimate.org/01-26-889260






4 Gesundheit
Die Haut im Bann der Hormone 10 Aktiv
Krass fit mit Crossfit
13 Tipps & Tricks
15 Wussten Sie’s Omega-3-Fettsäuren für Herz und Gehirn
18 Medizin erklärt Wie das Hirn sich selbst heilt
22 Rat aus der Apotheke Hautgesundheit in der Apotheke
25 News & Empfehlungen
26 Perspektivenwechsel Lernen und spielen im Wald
Sudoku 33 Aus der Schweiz Schwingen – ein Schweizer Sport 36 Wohlbefinden Kälte als Therapie
40 Aus dem Leben Unter Strom
WIN NOW

TIPPS
aus der Apotheke
Nicht immer ist ein Eingriff mit starken Medikamenten nötig. Der Wirkstoff Benzoylperoxid etwa, der zur Aknetherapie eingesetzt wird, ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich und wirkt antibakteriell. Auch Vitamin-APräparate können helfen – als Tablette bei schwerer Akne oder als Creme bei leichteren Formen. «Fettende Cremes sind sehr ungünstig», sagt der Zürcher Dermatologe Severin Läuchli. Besser seien feuchtigkeitsspendende Produkte mit entzündungslindernden und abschuppenden Wirkstoffen. Neben Vitamin A zählt da beispielsweise auch Salicylsäure dazu.
Die Haut im Bann der Hormone
Ob Pubertätsakne, Schwangerschaftsglow oder Altersfalten: Die Haut erzählt die hormonelle Geschichte eines ganzen Lebens. Und zeigt, wie sehr sie als grösstes Organ des Menschen dem Auf und Ab der Hormone ausgesetzt ist.
Hautzellen können Hormone umwandeln, speichern und sogar selbst herstellen.
Kein anderes Organ zeigt so unmittelbar, wie es um das hormonelle Gleichgewicht steht wie die Haut. In jeder Lebensphase beeinflussen hormonelle Schwankungen die Feuchtigkeit, Elastizität, Pigmentierung, Talgproduktion und den Haarwuchs. Dabei ist die Haut nicht nur Empfängerin hormoneller Signale, sondern selbst ein aktiver Teil des endokrinen Systems: Hautzellen können Hormone umwandeln, speichern und sogar selbst herstellen. Die bekanntesten Einflüsse kommen von den Sexual hormonen, die den Körper und damit auch die Haut das ganze Leben begleiten. In der Kindheit ist die Haut weich, glatt, nahezu makellos, die Talgdrüsen noch inaktiv. Mit der Pubertät erhöht sich die Sexualhormonproduktion und hormonelle Schwankungen beeinflussen zunehmend das Hautbild. Männliche Sexualhormone wie Testosteron regen die Talgproduktion an und können bei genetischer Veranlagung zu Akne führen. Das weibliche Sexualhormon Östrogen wiederum sorgt für glatte, elastische Haut, unterstützt die Zellregeneration und verbessert die Feuchtigkeitsbindung. In der Schwangerschaft erreicht der Östrogenspiegel Höchstwerte – und verleiht der Haut den sprichwörtlichen Glow. Nach der Geburt des Kindes fällt der Hormonspiegel der Mutter abrupt ab. Pigmentveränderungen wie das sogenannte Melasma, Flecken im Gesicht, an Hals oder Dekolleté können von dieser hormonellen Achterbahnfahrt zeugen.
AUCH MÄNNER SIND BETROFFEN
In der Menopause zeigt sich die enge Verbindung zwischen Haut und Hormonen besonders deutlich. Mit dem Rückgang der Östrogene verliert die Haut an Spannkraft. In der Folge sinkt der Kollagengehalt, Elastinfasern werden weniger, die Wasserbindung lässt nach. Die Haut wird dünner, trockener und faltiger. Auch Progesteron, ein weiteres weibliches
Hormon, sinkt in dieser Lebensphase; ein Mangel an Östrogen kann zu unreiner oder akneähnlicher Haut führen. «Tatsächlich sind rund zehn Prozent aller über 40-jährigen Frauen von Spätakne betroffen», sagt der Zürcher Dermatologe Severin Läuchli. Männer erleben hormonelle Veränderungen – abgesehen von der Pubertät – deutlich schleichender. Doch auch bei ihnen sinkt etwa ab dem 40. Lebensjahr die Produktion der Sexualhormone. Die Folgen sind ähnlich wie bei der Frau: Die Haut wird trockener und zunehmend schlaffer, sie verliert an Elastizität, Falten und Tränensäcke zeigen sich.
Severin Läuchli rät bei plötzlich auftretender starker Akne zu einer ärztlichen Abklärung. «Zum Beispiel gibt es die Option, die Antibabypille zu verschreiben, was die hormonell begünstigte Akne lindert», sagt er. Auch Antibiotika seien eine Möglichkeit, da sie die Entzündung hemmen und jene Bakterien reduzieren, die Akne mitverursachen.
Ebenfalls spielen Ernährung und Lebensstil für die Hautgesundheit eine wichtige Rolle. Nicht rauchen, ausreichend Bewegung, genug Wasser trinken sowie eine Ernährung reich an Antioxidantien und Omega3-Fettsäuren helfen, das hormonelle Gleichgewicht zu stabilisieren und die Haut widerstandsfähiger zu machen.
Stephanie Schnydrig
HAUT UNTER STRESS
Nicht nur Sexualhormone prägen das Hautbild, auch andere Botenstoffe greifen ein. «Stress kann entzündliche Hauterkrankungen verstärken», sagt Severin Läuchli. Das ausgeschüttete Cortisol kurbelt Entzündungen an, verzögert die Heilung, erhöht die Talgproduktion und schwächt die Abwehr. Auch die Hormone Insulin und Melatonin hinterlassen Spuren: Hoher Insulinspiegel fördert Akne, ein Mangel trocknet die Haut aus. Fehlt Melatonin, verliert die Haut ihren eigenen UV-Schutz und ihren gesunden Schimmer.

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DEM KÖRPER GUTES TUN
Die Intensität von Crossfit verlangt dem Körper und speziell den Muskeln viel ab. Eine gezielte Unterstützung kann die Erholung fördern und beschleunigen. In Ihrer Apotheke erhalten Sie Rat und folgende Produkte:
• Salben für die Pflege der Muskulatur vor und nach dem intensiven Training
• Magnesium-Präparate, die Muskelkrämpfen vorbeugen und bei der Regeneration helfen
• Shakes zur Deckung des erhöhten Proteinbedarfs bei Intensivsport
• Isotonische Getränke, die während und nach dem Training den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt regulieren
Krass fit mit Crossfit
«CrossFit» ist der Markenname eines Fitnesstrainings, das verschiedene Methoden kombiniert. Typisch für Crossfit ist die Vielfalt der Übungen und die Intensität. Es verbessert die körperlichen Fähigkeiten in den Bereichen
Kraft, Ausdauer, Flexibilität und Koordination.
Crossfit ist eine intensive Trainingsart, die sich nicht auf einzelne Muskelgruppen konzentriert, sondern den gesamten Körper beansprucht. Dabei werden verschiedene Trainingsmethoden und Elemente aus diversen Sportarten zu einem ganzheitlichen Training kombiniert. Das charakteristische Merkmal von Crossfit ist demnach die Vielfalt. Ziel ist es, die Sportlerinnen und Sportler in verschiedenen Fitnessbereichen wie Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Balance, Koordination und Genauigkeit ausgewogen zu entwickeln.
EIN TRAINING FÜR ALLE
Das charakteristische Merkmal von Crossfit IST
DIE VIELFALT.
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Die Crossfit-Trainings sind hochintensiv und bringen jeden Körper an seine Grenzen. Die Übungen setzen sich aus verschiedensten Sportarten zusammen: Rennen, Rudern, Seilspringen, Schwimmen, Klettern, Tragen und Stemmen von grossen Lasten. Es kommen aber auch unterschiedliche Geräte wie Hanteln, Gymnastikringe, Klimmzugstangen und Kettlebells zum Einsatz. Ein weiterer Teil sind Eigengewichtsübungen. Alle Übungen werden auf Zeit und Anzahl Wiederholungen ausgeführt. Eine Trainingseinheit dauert in der Regel etwa eine Stunde und besteht aus drei Abschnitten: Warm-up, Work-out of the day, bei dem nach einem für diesen Tag zusammengestellten Programm intensiv trainiert wird, und Stretching, um Muskelkater zu vermeiden und den Kreislauf herunterzufahren.
Crossfit wurde 1980 von Greg und Lauren Glassmann entwickelt. Der erste Crossfit-Raum, die sogenannte «Box», wurde 1995 eröffnet. Seither sind auf der ganzen Welt Tausende von Crossfit-Studios entstanden, in denen lizenzierte Trainerinnen und Trainer die passende Umgebung für das Training sowie Kurse anbieten. Ein wichtiges Merkmal ist die Ausführung von Crossfit in der Gemeinschaft. Es wird in der Regel nicht alleine trainiert, sondern in Gruppen von acht bis zehn Personen. Das Gruppengefühl ist ein wichtiger Teil dieses Sportes. Alle motivieren sich gegenseitig zu neuen Bestleistungen, wobei die Übungen individuell angepasst sind und jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten und Vorlieben trainiert. Crossfit ist deshalb für Jung und Alt sowie für jede Konstitution geeignet, vorausgesetzt es liegen keine Erkrankungen oder Verletzungen vor. Im Internet werden auch Übungen gezeigt, die zu Hause ausgeführt werden können. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich besonders für Anfängerinnen und Anfänger, einen Einstiegskurs in einer anerkannten Crossfit-Box mit einer lizenzierten Trainerin oder einem lizenzierten Trainer zu absolvieren. Diese können auf allfällige Fehlhaltungen aufmerksam machen und bei der Zusammenstellung des individuellen Programms beraten. Überanstrengung oder gar Verletzungen sind trotz der hohen Intensität auf keinen Fall das Ziel von Crossfit.
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Ist Matcha der bessere Kaffee?
Aus guten Gründen trinken buddhistische Mönche seit Jahrhunderten Matcha, ein zu Pulver vermahlener Grüntee, im Rahmen der traditionellen Teezeremonie vor der Meditation. Auch in der Schweiz hat sich das intensiv grüne Pulver in den letzten Jahren zum beliebten Alltagsgetränk entwickelt. Besonders an Matcha ist sein ausgewogenes Wirkprofil. Das Pulver fördert die Konzentration am Tag und kann abends zu mehr innerer Ruhe beitragen. Gleichzeitig unterstützt Matcha den Zellschutz, wirkt entzündungshemmend und stärkt Stoffwechsel sowie Immunsystem. Im Gegensatz zum GrünteeAufguss wird bei Matcha das ganze gemahlene Blattpulver konsumiert, wodurch die wertvollen Inhaltsstoffe in deutlich höherer Konzentration ent halten sind. Ob traditionell mit warmem Wasser und Bambusbesen zubereitet, als cremiger Latte oder im Smoothie – Matcha lässt sich vielseitig geniessen und ist eine sanfte Alternative zu Kaffee.
Saubere Ohren
Die Ohren reinigen sich in der Regel von selbst. Gut zu wissen: Ohrenschmalz ist kein Schmutz, sondern ein wichtiger Schutzfilm. Denn Ohrenschmalz hält den Gehörgang geschmeidig, wirkt antibakteriell und transportiert Schmutzpartikel nach aussen. Für die tägliche Pflege genügt es, die äussere Ohrmuschel mit Wasser zu reinigen und anschliessend gut zu trocknen. Wer zu vermehrter Ohrenschmalzbildung neigt, kann ein- bis zweimal pro Woche milde Ohrensprays oder pflegende Tropfen auf Ölbasis anwenden. Wer anfällig für Gehörgangsentzündungen ist, kann nach dem Schwimmen zusätzlich alkoholhaltige TaucherOhrentropfen einsetzen, um den Gehörgang zu trocknen und Infektionen vorzubeugen. Die wichtigste Regel lautet aber: Keine Wattestäbchen im Ohr. Sie schieben das Schmalz tiefer in den Gehörgang und können einen Pfropf, Reizungen oder sogar Verletzungen verursachen.
Intimpflege: Bitte sanft
Viele Frauen kennen die Symptome einer trockenen, gereizten Vaginalschleimhaut wie Brennen, Jucken, Spannungsgefühle oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Häufig treten diese Beschwerden durch den Hormonabfall in und nach den Wechseljahren auf. Doch auch Antibiotika, enge Kleidung oder ungeeignete Hygieneprodukte können die Schleimhaut in jedem Alter reizen. Für die tägliche Intimpflege gilt: Weniger ist mehr. Lauwarmes Wasser oder milde, pH-neutrale Waschlotionen reichen völlig aus. Bei Trockenheit helfen Gels oder Cremes mit Milchsäure, pflegenden Lipiden und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen. Zusätzlich stehen – auf ärztliche Verschreibung –östrogenhaltige Vaginalprodukte zur Verfügung, die direkt an der Schleimhaut wirken. Sie stellen eine wirksame Behandlung bei vaginaler Trockenheit dar und können auch vor wiederkehrenden Blasenentzündungen schützen.
Bleiben Sie rund um die Gesundheit aktuell informiert: www.feelgoods-apotheken.ch Wünschen Sie weitere Informationen oder saisonale Tipps? Gerne berät Sie Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker.
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Omega-3-Fettsäuren für Herz und Gehirn
Omega-3-Fettsäuren sind in aller Munde. Sie gelten als echtes Multitalent für die Gesundheit. Sie sollen das Herz stärken, die seelische Balance fördern und sogar bestimmten Erkrankungen vorbeugen. Doch wie viel Wahrheit steckt tatsächlich hinter all diesen Versprechen?
Bei den Omega-3-Fettsäuren handelt es sich um mehrfach ungesättigte essenzielle Fettsäuren. Sie sind wichtig für die Zellbildung, die Funktion des Nervensystems und den Energiestoffwechsel. Da sie der Körper nicht selbst in ausreichender Menge herstellen kann, müssen Omega-3-Fettsäuren laufend über die Nahrung zugeführt werden. Für den Körper besonders wertvoll sind die langkettigen Omega3-Fettsäuren. Dazu zählt vor allem die Eicosapentaensäure, kurz EPA, die entzündungshemmend wirkt und Herz sowie Gefässe unterstützt. Docosahexaensäure wiederum, kurz DHA genannt, spielt eine zentrale Rolle für Gedächtnisleistung, Konzentration und eine gute Sehkraft.
Die positiven Effekte von Omega-3-Fettsäuren auf das Herz-Kreislauf-System sind wissenschaftlich gut belegt, und auch für Sehvermögen, Gehirnfunktionen und Stimmungsregulation können sie eine unterstützende Rolle spielen. Ausserdem besitzen sie eine vorbeugende oder behandlungsunterstützende Funktion bei entzündlichen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen.
ERHÖHTER BEDARF BEI SPORT, SCHWANGERSCHAFT UND IM ALTER
Die empfohlene tägliche Aufnahme liegt zwischen 250 und 500 mg EPA und DHA. Das entspricht etwa zwei Portionen Fisch pro Woche. In besonderen Lebensphasen, zum Beispiel in der Schwangerschaft, im Alter oder für Sportlerinnen und Sportler, ist der Bedarf teilweise höher.
Omega-3-Fettsäuren können sogar zur Förderung der Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit von Studierenden in Prüfungsphasen beitragen. In hohen Dosen können Omega-3-Fettsäuren jedoch eine blutverdünnende Wirkung haben und das Blutungsrisiko erhöhen. Personen, die gerinnungshemmende Medikamente nehmen, sollten daher entsprechende Ergänzungspräparate nicht ohne vorherige Rücksprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt einnehmen.
Sophie
Membrez
EINIGE TIPPS FÜR DIE AUSREICHENDE VERSORGUNG MIT OMEGA-3-FETTSÄUREN:
• Essen Sie fetten Fisch wie Sardinen, Sardellen oder Makrelen.
• Geniessen Sie Speiseöle mit hohem Gehalt an Omega3-Fettsäuren wie Raps-, Leinsamen-, Walnussöl nur kalt.
• Setzen Sie grünes Blattgemüse und Nüsse auf Ihren Speiseplan.
• Essen Sie vorzugsweise Fleisch, wie Kaninchen, Pferd, Wild, das reich an Omega-3-Fettsäuren ist.
• Reichern Sie Speisen mit Leinsamen und Chiasamen an.
• Ersetzen Sie Marmelade durch Haselnussoder Mandelmus.
Ihre Meinung zählt!
Haben Sie Anregungen zum Magazin? Schreiben Sie uns:
contact@feelgoods-apotheken.ch
Winconcept AG, Feelgood’s Leserinput Untermattweg 8, Postfach, 3001 Bern
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Wie das Hirn sich selbst heilt
Nach einem Schlaganfall zeigt sich, wie erstaunlich anpassungsfähig das menschliche Gehirn ist. Dank seiner Möglichkeit zur Regeneration kann es verloren gegangene Fähigkeiten neu erlernen. Das hilft Schlaganfallpatientinnen und -patienten oft, ihre Beweglichkeit und ihre Kommunikationsfähigkeit zurückzuerlangen.
Eben noch lächelte er. Kurze Zeit später hängt der linke Mundwinkel herab, das Sprechen fällt schwer. Ein Schlaganfall verändert das Leben innert Minuten. Wird ein Gefäss im Gehirn verstopft oder platzt es, erhalten Teile des Organs zu wenig Blut. Mit jeder Minute sterben Millionen von Nervenzellen. Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall (siehe Box), jeden Tag sind mehr als 40 Menschen in der Schweiz betroffen. Die Folgen sind oft Lähmungen, Sprech-, Seh- oder Gedächtnisverlust. Doch bei der Rehabili-
tation dürfen Betroffene auf einen starken Helfer zählen – auf ihr Gehirn.
Obwohl unterversorgte Hirnareale oft geschädigt bleiben, erholen sich viele Patientinnen und Patienten Schritt für Schritt. Möglich macht dies die sogenannte Neuroplastizität, die Fähigkeit des Gehirns, sich an Veränderungen anzupassen. Was im Kindesalter beim Lernen entscheidend ist, hilft auch nach einer Schädigung. Durch das Umbauen von Strukturen kann das Gehirn verlorene Funktionen teilweise kompensieren.
«TIME IS BRAIN» – ZEIT IST HIRN
Etwa 20’000 Personen pro Jahr erleiden in der Schweiz einen Schlaganfall. Entscheidend ist die schnelle Erstversorgung im Spital, dabei zählt jede Minute. Der FAST-Test hilft Warnzeichen zu erkennen.
F – Face: Lächeln lassen. Hängt ein Mundwinkel?
A – Arms: Beide Arme heben. Sinkt einer ab?
S – Speech: Satz nachsprechen. Klingt die Sprache verwaschen? Dann gilt:
T
– Time: Keine Zeit verlieren, Notruf 112 wählen
Mit zunehmendem Alter und familiärer Vorbelastung steigt das Risiko für einen Schlaganfall. Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Alkohol, Bewegungsmangel und Stress fördern es.
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Betroffene bei FRAGILE Suisse unter www.fragile.ch
NEUES ZELLNETZWERK TRITT IN AKTION
Der faszinierende Mechanismus startet bereits in den ersten Stunden nach einem Schlaganfall. Aus intakten Hirnarealen spriessen Nervenzellen in die geschädigte Region. Die Zellfortsätze, Axone genannt, verbinden sich über Kontaktstellen mit gesunden Nervenzellen. Normalerweise unterdrücken Eiweisse
Durch das Umbauen von Strukturen kann das Gehirn
VERLORENE
FUNKTIONEN TEILWEISE KOMPENSIEREN.
das unkontrollierte Wachsen von Zellfortsätzen, um das Gehirn stabil zu halten. Bei einer Schädigung wird der Eiweiss-Spiegel gesenkt, sodass Nervenzellen wieder aussprossen können. Gleichzeitig regen Wachstumsfaktoren die Blutgefässe an, sich zu regenerieren. So kann ein neues Netzwerk von
Nervenzellen entstehen und stellvertretend neu die Aufgaben übernehmen, die die geschädigten Hirnareale nicht mehr steuern können – etwa die Bewegung einer zuvor gelähmten Hand.
Die Plastizität des Gehirns ist bei kleinen Kindern am stärksten ausgeprägt. Aber auch Erwachsene verfügen – abhängig von Alter, Vorerkrankungen wie Herzproblemen oder Demenz – über erstaunliche Selbstheilungskräfte. Bei einem Schlaganfall reichen diese allein nicht aus. Eine schnelle Erstversorgung ist zentral. Ist ein Gefäss verstopft, wird der Blutpfropf medikamentös aufgelöst oder mit einem Katheter entfernt. Eine Hirnblutung wird mit Präparaten, die die Gerinnung des Blutes fördern oder operativ gestoppt.
TRAINING UND NOCHMALS TRAINING
Die anschliessende, gezielte Rehabilitation fördert die Neuroplastizität. Wiederholtes Training in Physio-, Ergo- und Logopädie regt das Gehirn an, neue Verbindungen zu bilden. Regelmässiges Üben verstärkt die frisch gebildeten Verknüpfungen der Nervenzellen. Auch intelligente Hilfsschienen an Armen und Beinen mit Sensoren helfen, Bewegungsmuster neu zu erlernen. Zudem können Gleichstrom- oder Magnetstimulation aussen am Kopf sowie Medikamente die Neuroplastizität fördern. Zentral ist auch guter Schlaf für die Erholung nach einem Hirnschlag. Die Rehabilitation dauert meist sechs bis zwölf Monate, wobei danach permanente Schäden bleiben können.
Bettina Jakob
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NACHGEFRAGT
in der Apotheke
«Warum darf eine Kortisoncreme nicht längerfristig aufgetragen werden?»
Von der längerfristigen Anwendung einer kortisonhaltigen Creme wird aufgrund der Nebenwirkungen ab geraten. Das Kortison kann die Haut schädigen, über wunde Hautstellen in den Blutkreislauf gelangen und etwa zu unerwünschten hormonellen Wirkungen führen. Bei übermässiger Anwendung kann es mit dem Ab setzen der Behandlung zudem zu einem ReboundEffekt kommen, also zu kurzzeitig ver stärkten Symptomen nach dem Absetzen. Die Anwendung darf daher in der Regel nur über einen begrenzten Zeitraum und unter strenger Einhaltung der verschriebenen Dosierung erfolgen.

Peter Burkard
Inhaber der Apotheke Chiesa und Präsident der Apothekerkammer des Kantons Tessin
Hautgesundheit in der Apotheke
Angesichts der langen Wartezeiten für einen Hautarzttermin wird bei Hauterkrankungen immer häufiger Rat in der Apotheke gesucht. Hier kann nach einer ersten Beurteilung eine Behandlung für leichte Beschwerden empfohlen werden. Im Gespräch erklärt Peter Burkard, Inhaber der Apotheke Chiesa, das Vorgehen in der Apotheke.
Welches sind die wichtigsten Hauterkrankungen, die Sie in der Apotheke behandeln?
Peter Burkard: Wir haben häufig mit verschiedenen Hautproblemen zu tun, die von Pilzinfektionen und Lippenherpes bis hin zu Akne oder allergischen Hautreaktionen reichen. Oft werden wir auch um Rat gefragt bei leichten Verbrennungen, bei schwer erkennbaren Ekzemen sowie bei Erkrankungen der Kopfhaut oder bei Schuppen. Auch Insektenstiche sind ein häufiges Anliegen, ebenso wie die Wundbehandlung.
Welche wichtigen Fragen werden Patientinnen oder Patienten mit Hauterkrankungen zur Abklärung gestellt?
Wir beginnen immer mit der allgemeinen Einordnung, auch Anamnese genannt. Seit wann bestehen die Beschwerden und handelt es sich um eine einmalige Episode oder um ein wiederkehrendes Leiden? Anschliessend fragen wir nach den genauen Symptomen wie Juckreiz, Kribbeln, Brennen oder Schmerzen, um herauszufinden, welche Art von Hautschädigung vorliegt. Zudem erkundigen wir uns bei den Betroffenen nach den Umständen, unter denen die Beschwerden auftreten. Oft sind Aktivitäten im Freien, Kontakt mit Tieren, Rückkehr von einer Reise oder neue Kosmetika, Kleidung oder Wäsche die Auslöser. Wir prüfen, ob sich die Patientin oder der Patient gerade einer neuen Therapie unterzieht, ob sie oder er bereits versucht hat, die betroffene Hautstelle zu behandeln, ob ein Medikament eingenommen oder auf der Haut angewendet wurde.
Anhand welcher Kriterien lässt sich entscheiden, ob eine Behandlung in der Apotheke genügt oder ob eine Ärztin oder ein Arzt konsultiert werden muss?
Eine Behandlung in der Apotheke ist nur eine Option, wenn eine Diagnose gestellt werden kann. Ist dies der Fall, empfehlen wir eine Behandlung und bitten die Patientin oder den Patienten nach ein paar Tagen wiederzukommen. Je nachdem, wie sich die Läsion entwickelt, entscheiden wir dann, ob in der Apotheke weiterbehandelt oder eine ärztliche Konsultation empfohlen wird.
Einige verschreibungspflichtige Medikamente können heute im Rahmen einer Konsultation in der Apotheke abgegeben werden. Was umfasst diese Versorgungsleistung?
Seit fünf Jahren können unter der Verantwortung der Apotheke bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente abgegeben werden. Das Vorgehen ist dabei streng geregelt und erfolgt mit einer vertraulichen Anamneseerhebung durch das Apothekenfachpersonal im Behandlungsraum. Dies ermöglicht es, einen Eindruck von der Situation zu gewinnen, das klinische Bild zu beurteilen und eine Behandlung sowie Pflegeund Präventionsmassnahmen zu empfehlen.
Welche Hygiene- und Pflegetipps geben Sie Patientinnen oder Patienten mit Hautproblemen am häufigsten?
Wir raten vor allem dazu, den Faktor, der die Haubeschwerden vermutlich auslöst, also beispielsweise Sonne, Pollen oder Feuchtigkeit, zu vermeiden. Oft lässt sich durch die vorbeugende Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, Sprays oder Cremes ein erneutes Auftreten des Problems verhindern. Zudem geben wir Empfehlungen für jeweils geeignete Hautpflegeprodukte sowie einfache Hygienetipps, etwa das häufige Wechseln der Handtücher oder die regelmässige Desinfektion bei Infektionen. Die Vorbeugung ist entscheidend, um zu verhindern, dass die Hauterkrankung erneut auftritt.
Sophie Membrez
HIER IST VORSICHT GEBOTEN
Warnzeichen bei einer Hauterkrankung sind plötzliche, schwere Reaktionen, ein sich verschlechternder Hautausschlag, anhaltende Hautschäden und das Vorliegen allgemeiner Anzeichen wie Fieber, Müdigkeit, Gewichtsverlust sowie Hautprobleme, die auf ein systemisches Syndrom mit Beteiligung mehrerer Organe hinweisen könnten. Bei diesen Symptomen sollten Sie eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
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AUF DIE RICHTIGE VORBEREITUNG KOMMT ES AN
Ein guter Insektenschutz ist im Wald wichtig. Lange Kleidung, eine Kopfbedeckung und feste Schuhe sind empfehlenswert. In der Apotheke sind ausserdem Insektenschutzmittel erhältlich. Die Zeckenimpfung empfiehlt das BAG ab einem Alter von drei Jahren. Eltern sollten ausserdem mögliche Allergien oder besondere Empfindlichkeiten ihrer Kinder vorab mit den Betreuungspersonen besprechen, damit sich die Kinder gut geschützt im Wald aufhalten können.
Lernen und spielen im Wald
Matsch statt Malkasten, Baumstamm statt Turnbank –im Waldkindergarten lernen Kinder spielerisch mitten in der Natur.
Das Konzept boomt. Doch was steckt dahinter, und für wen ist diese Form der Betreuung geeignet?
Waldkindergärten unterscheiden sich deutlich von herkömmlichen Einrichtungen. Statt in Gruppenräumen, Bastelzimmern und Turnhallen verbringen die Kinder ihren Tag im Freien und das praktisch bei jedem Wetter. Der Wald wird zum Klassenzimmer, die Natur zum Lernraum. Dort spielen, basteln und entdecken die Kinder mit einfachen Mitteln wie Ästen, Steinen oder Blättern, statt mit Spielzeug und herkömmlichem Bastelmaterial.
Der Wald wird zum Klassenzimmer, DIE NATUR ZUM LERNRAUM.
Der Ursprung vom Waldkindergarten liegt in Skandinavien. In den 1950er-Jahren entstanden dort die ersten Waldkindergärten. In den 1990er-Jahren schwappte die Idee in den deutschsprachigen Raum über, zuerst nach Deutschland, dann auch in die Schweiz. Heute sind Waldkindergärten vor allem in der Deutschschweiz bekannt, während sie im Tessin und in der Romandie noch wenig verbreitet sind.
BEWEGUNG, WAHRNEHMUNG UND SELBSTVERTRAUEN
Ein grosser Vorteil des Lebens im Freien ist, dass sich Kinder in Waldkindergärten mehr bewegen. Beim Klettern, Balancieren oder Rennen trainieren sie ihre Motorik, Koordination und Tiefensensibilität,
also das Körpergefühl und die Wahrnehmung der eigenen Bewegungen. Auch ihre Sinne werden intensiver geschult. Sie riechen, fühlen, hören und beobachten ständig neue Dinge.
Im Wald erleben Kinder Selbstwirksamkeit und haben Erfolgserlebnisse. Durch das Klettern auf Bäume werden sie beispielsweise darin geschult, sich etwas zuzutrauen und Risiken abzuschätzen. Die Kinder entwickeln im Waldkindergarten Selbstbewusstsein und eine bessere Resilienz. Da die Kinder bei fast jedem Wetter draussen sind, lernen sie, sich anzupassen und Situationen zu akzeptieren, wie sie sind.
HERAUSFORDERUNGEN UND VORAUSSETZUNGEN
Natürlich bringt das Konzept auch Herausforderungen mit sich. Die Kinder sind Wind und Wetter ausgesetzt, bei starkem Regen oder Sturm finden Aktivitäten meist drinnen statt. Auch mit Gefahren wie Zecken oder giftigen Pflanzen müssen Betreuende umzugehen wissen. Wichtig ist eine gute Vorbereitung. Dazu gehören wetterfeste Kleidung, Insektenschutz und Kenntnisse im Umgang mit Allergien oder kleinen Verletzungen.
Waldkindergärten eignen sich grundsätzlich für alle Kinder, die Freude an Bewegung und Natur haben. Sie sind weniger geeignet für Kinder, die eine intensive medizinische Betreuung brauchen oder körperlich eingeschränkt sind. Die Plätze im Waldkindergarten sind rar und begehrt. Es gibt also nicht für alle Kinder, die gerne möchten, auch einen Platz.
In der Schweiz gibt es immer mehr Waldkindergärten, die meisten davon in der Deutschschweiz. Pädagoginnen und Pädagogen benötigen in der Regel eine Ausbildung als Fachperson Betreuung oder als Kindergärtnerin oder Kindergärtner, ergänzt durch eine Zusatzqualifikation in Wald- oder Naturpädagogik, die bei verschiedenen Fachstellen erworben werden kann.
Nina Steiner
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FÜR KINDER

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Die ersten Anzeichen von Lippenherpes sind meist Jucken und ein Spannungsgefühl in den Lippen. Danach rötet sich die Haut und es bilden sich Bläschen. Aviral® Crème dient zur lokalen Behandlung von Fieberbläschen.
WICHTIG
ZU WISSEN
• Es ist wichtig, die Crème beim Auftreten der ersten Symptome wie Kribbeln, Jucken oder Brennen sofort aufzutragen.
• Allerdings ist es zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung möglich, mit der Therapie mit Aviral ® Crème zu beginnen.
• Die schmale Tubenöffnung der Crème ermöglicht eine sparsame Entnahme.
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• Fragen Sie in Ihrer Apotheke oder Drogerie nach der praktischen Aviral® Crème Schutzdose, diese schützt die Tube vor äusseren Einflüssen, z. B. in der Handtasche.
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• Fieberbläschen möglichst nicht berühren, es besteht Gefahr der Übertragung auf andere Körperstellen (z. B. Augen, Genitalbereich).
• Nach jeder Berührung der Bläschen Hände gründlich waschen.
• Fieberbläschen nie aufkratzen oder aufstechen, es könnten Bakterien eindringen, die sich in der Wunde vermehren.
• Gläser, Besteck, Zahnbürsten, Lippenpomaden und Handtücher nicht mit anderen Menschen teilen.
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* Bei Kindern unter 12 Jahren ist eine erstmalige Verordnung durch den Arzt erforderlich.
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Schwingen –ein Schweizer Sport
Schwingen ist gelebte Schweizer Kultur, die Fairness, Gemeinschaft und Tradition auf sportliche Weise verbindet. Ob Mann oder Frau: In der Sägemehlarena sind alle gleich. So lange bis der König oder die Königin gekürt ist.
Zehn Fakten rund ums Schwingen.
WUSSTEN SIE, DASS...
... hierzulande alle drei Jahre am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) der Schwingerkönig gekrönt wird, was der höchsten Ehre im Schwingsport entspricht? Der König gewinnt Ruhm und einen Stier als Preis. Das nächste ESAF findet vom 25. bis 27. August 2028 in Thun, im Berner Oberland, statt.
... es beim Schwingen kein Geld zu gewinnen gibt, sondern Naturalpreise wie Kühe, Glocken, Holzschnitzereien oder Kränze? Es gibt etwa den eidgenössischen Kranz als höchste Ehre, den Teilverbandskranz oder den Kantonalkranz. Beim Schwingen zählen der Ehrenkodex und die Kameradschaft mehr als Preisgeld.
... der Schwingsport seit Jahrhunderten betrieben wird? Bereits auf Alpenfesten im 13. Jahrhundert traten Hirten gegeneinander an, um ihre Kräfte zu messen.
... in einem Sägemehlring gekämpft wird, der einen Durchmesser zwischen sieben und 14 Metern aufweist? Der Gang gilt als sofort gewonnen, wenn der Gegner oder die Gegnerin mit dem Rücken ganz oder bis Mitte beider Schulterblätter gleichzeitig den Boden berührt.
... sich die Schwinger respektive die Schwingerinnen nach jedem Gang gegenseitig das Sägemehl vom Rücken klopfen? Das ist ein Zeichen des Respekts, unabhängig davon, wer gewonnen hat.
... in der Schwingersprache die besten Kämpfer «Böse» genannt werden? Wer an einem Fest gegen einen «Bösen» antritt und gut mithält, verbessert seinen eigenen Ruf.
Beim Schwingen zählen
Ehrenkodex und Kameradschaft
... seit den 1980er-Jahren auch Frauen den Schwingsport erobern? Heute existiert ein eigener Verband, der Eidgenössische Frauenschwingverband (EFSV), wo ebenfalls jährlich Königinnen erkoren werden.
... die verschiedenen Techniken und Griffe im Schwingen spezielle Namen haben wie Brienzer, Kurz, Übersprung oder Hüfter? Erfahrene Schwingerinnen und Schwinger kombinieren diese zu individuellen Stilen, ähnlich wie Tänzerinnen und Tänzer ihre Choreografie.
... es in der Schweiz Schwingerfamilien wie die Sempachs, die Orliks oder die Stuckis gibt, in denen die Schwingkunst seit Generationen weitergegeben wird.
... es eine Schwinger-App mit einem Liveticker und wichtigen Nachrichten rund um den Schwingsport gibt? Die Digitalisierung hat auch im jahrhundertealten Sport Einzug gehalten.
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KÄLTEBEHANDLUNG
AUS DER APOTHEKE:
Kühlpflaster und -pads können Schmerzen und Schwellungen lindern, zum Beispiel bei Prellungen, Verstauchungen, Insektenstichen oder Muskelkater. Sie sind flexibel anwendbar und ideal für unterwegs. Kühlpflaster haften direkt auf der Haut und geben kontinuierlich Kälte ab, während Kühlpads flexibel einsetzbar sind und im Kühlschrank oder Gefrierfach gekühlt werden. Ihr Apothekenteam berät Sie gerne, damit Sie die geeignete Kältebehandlung für Ihre Beschwerden erhalten.
Kälte als Therapie
Kälte kann Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen und die Regeneration fördern. Die Kryotherapie nutzt diesen Effekt gezielt –von einfachen Kühlanwendungen zu Hause bis hin zur professionellen Behandlung in der Dermatologie oder Sportmedizin.
Die Kryotherapie, auch Kältetherapie genannt, nutzt die gezielte Anwendung von Kälte, um Beschwerden zu lindern oder Heilungsprozesse zu unterstützen. Kälte führt dazu, dass sich Blutgefässe zusammenziehen. Dadurch wird die Durchblutung einer betroffenen Region vorrübergehend verringert, was entzündliche Prozesse abschwächen kann. Gleichzeitig dämpft Kälte die Weiterleitung von Schmerzsignalen, was kurzfristig zu einer spürbaren Linderung führen kann.
KÄLTE DÄMPFT DIE
WEITERLEITUNG VON SCHMERZSIGNALEN,
was kurzfristig zu einer spürbaren Linderung führen kann.
SCHNELLERE REGENERATION
Die Formen der Kryotherapie reichen von einfachen lokalen Anwendungen bis hin zu Ganzkörperbehandlungen. Lokale Anwendungen wie Eisbeutel, kalte Wickel oder Kältesprays eignen sich etwa bei Prellungen, Zerrungen, Sehnenreizungen oder einem Tennisarm. Sie reduzieren die klassischen Entzündungsmerkmale wie Schwellungen, Rötungen und Überwärmung und können dazu beitragen, betroffene Stellen zu beruhigen. Auch nach Operationen kann die kühlende Wirkung sinnvoll sein. In der Kryochirurgie kann krankes Gewebe mittels extremer Kälte von – 100 °C bis – 196 °C gezielt zerstört werden. Dabei wird der betroffene Bereich
beispielsweise mit flüssigem Stickstoff vereist. Die Methode wird häufig zur Behandlung von Warzen, Narbengewebe oder oberflächlichen Hauttumoren eingesetzt. Sie erfolgt meist ambulant und benötigt in vielen Fällen keine Betäubung. Die Ganzkörper-Kryotherapie findet meist in speziellen Kältekammern statt, in denen Temperaturen von unter – 100 °C für wenige Minuten wirken. Sie wird vor allem in der Sportmedizin zur Regeneration eingesetzt, etwa nach intensiven Trainingseinheiten oder bei Muskel- und Gelenkverletzungen. Hier soll Kälte helfen, Muskelschmerzen zu verringern und die Regeneration zu beschleunigen. Studien berichten von positiven Effekten bei rheumatischen Er krankungen, Arthrose oder Muskelschmerzen.
KÄLTEBEHANDLUNG ZU HAUSE
Kälteanwendungen wie die Auflage von Kühlpads lassen sich einfach zu Hause durchführen. Für eine sichere Anwendung sollte die Kälte jeweils etwa zehn bis fünfzehn Minuten eingesetzt werden. Ein Tuch zwischen Haut und Kühlpad schützt vor Erfrierungen. Zwischen den Anwendungen braucht es Pausen, damit sich das Gewebe wieder normal erwärmen kann.
Nicht anwenden sollte man Kälte bei Störungen der Durchblutung wie etwa beim Raynaud-Syndrom, Sensibilitätsstörungen, Herzerkrankungen oder offenen Wunden. Kurzfristige Hautreaktionen wie Rötungen oder Taubheitsgefühle können auftreten. Direkter Kontakt mit sehr kalten Materialien sollte vermieden werden, um Erfrierungen zu verhindern. Richtig eingesetzt kann Kälte Schmerzen lindern, Entzündungen reduzieren und den Heilungsprozess unterstützen.
Sarah Steg














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Unter Strom
Manche lieben ihn, weil er sie zur Höchstform auflaufen lässt.
Andere hassen ihn, weil er ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit ernsthaft bedroht. Doch wie entsteht er, wann kippt er ins Negative und wie viel Stress haben Sie gerade?

Zahlreiche Unternehmen werben bei der Personalsuche mit guten Arbeitsbedingungen, Work-LifeBalance oder internen Achtsamkeitskursen. In der Wahrnehmung der Arbeitnehmenden hat jedoch im letzten Jahrzehnt ausgerechnet der Stress am stärksten zugenommen. Gemäss den Zahlen des Bundesamtes für Statistik fühlen sich vier von zehn Berufstätigen in der Schweiz gestresst. Im Gesundheits- und Sozialwesen, wo jede vierte berufstätige Frau arbeitet, sind es sogar 29 Prozent. Mit über 30 Prozent leiden junge Menschen unter 30 Jahren am häufigsten unter Stress. Als Ursachen werden genannt: emotionale Beanspruchung, geringe soziale Unterstützung, Diskriminierung und Gewalt, aber
Chronischer Stress MACHT KRANK.
auch die Angst um den Arbeitsplatz, hoher Zeitdruck oder geringer Gestaltungsspielraum. Wird Stress zu einem Dauerzustand, kann er eine ganze Reihe von psychischen und organischen Erkrankungen begünstigen, darunter Depressionen, Reizdarmsyndrom, Herzinfarkt, Diabetes, Infektionen, Tinnitus oder Hautkrankheiten. Bereits bestehende Erkrankungen können durch Stress verstärkt werden, umgekehrt können vorhandene Krankheiten wie Krebs ebenfalls Stress auslösen.
KÖRPER IN ALARMBEREITSCHAFT
Dabei war Stress für die ersten Menschen überlebenswichtig, denn er aktiviert bei Gefahr die Kampf-oder-Flucht-Reaktion. Das heisst, der Körper schüttet die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus, wodurch Herzfrequenz und Blut-
druck steigen, der Atem schneller geht, mehr Sauerstoff eingeatmet und maximale Energie bereitgestellt wird. Jetzt sind alle Sinne hellwach, der Körper ist in Alarmbereitschaft. Kurzfristig kann Stress anspornen und zu Topleistung verhelfen. Doch steht jemand häufig und das über längere Zeit unter Stress, ist der Körper ständig in Alarmbereitschaft. Das überfordert und raubt Kraft. Ohne Ausgleich in Form von Sport oder Entspannungstechniken wie Progressive Muskelrelaxation, Meditation oder Yoga kann chronischer Stress entstehen. Typische Symptome sind erhöhter Puls, Schweissausbrüche, Zittern, Schlafstörungen oder MagenDarm-Beschwerden, aber auch erhöhte Reizbarkeit, innere Unruhe, Angst, Wut oder Unzufriedenheit. Oft verschlechtern sich die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit, das Denken wird langsamer, man wird vergesslich. Auch kann der Kaffee-, Nikotinoder Alkoholkonsum ansteigen oder man isst plötzlich viel mehr oder viel weniger als üblich. Falls Sie sich erkennen, vertrauen Sie sich Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker an. Im Gespräch werden sie ge meinsam Stressauslöser identifizieren und hilfreiche Strategien zur Stressbewältigung festlegen. Warten Sie nicht zu lange – Ihrer Gesundheit zuliebe.
Suzana Cubranovic
BAUEN SIE STRESS AB!
• Sport: Ein regelmässiges Work-out hilft Ihnen Druck abzubauen und wirkt wie ein Ventil gegen Stress.
• Entspannungstechniken: Erlernen Sie autogenes Training, üben Sie sich in Achtsamkeitsmeditation, praktizieren Sie regelmässig Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson oder besuchen Sie einen Yogakurs.
• Psychotherapie: Entscheidend, ob es zu einer Stressreaktion kommt oder nicht, sind nicht nur äussere Reize wie eine Abgabefrist, ein launischer Vorgesetzter oder der verpasste Zug, sondern auch die eigenen Denkmuster und Bewertungen, also die Art, damit umzugehen. Durchbrechen Sie bestehende Verhaltensmuster mittels Gesprächstherapie.
• Stresssymptome lindern: Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach pflanzlichen Wirkstoffen. Ashwagandha beruhigt, Rosenwurz unterstützt bei Erschöpfung und Konzentrationsstörungen, Ginseng steigert die Leistungsfähigkeit, Taigawurzel die Belastbarkeit, Baldrian, Passionsblume und Melisse wirken schlaffördernd. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und unterstützen die Nerven. Lassen Sie sich beraten.
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Fakt oder Mythos?
Ein tiefer Schnitt im Finger, eine o�ene Stelle am Knie nach dem Sturz mit dem Velo – im Alltag kommen Wunden oft vor. Wie diese rasch und möglichst ohne Narbe verheilen, erfahren Sie im Faktencheck.
EINE GUTE WUNDVERSORGUNG KANN
DIE NARBENBILDUNG VERMINDERN. Eine Narbe möchte wohl niemand zurückbehalten. Sie lässt sich vermeiden, wenn die Wunde während des Heilungsprozesses feucht gehalten wird. So können die neuen Zellen schnell vom Wundrand zur Mitte hin wandern, die Wunde schliesst sich gleichmässiger. Wird die Wunde permanent feucht gehalten, fällt auch die Narbe kleiner und unau� älliger aus.
Schlussfolgerung: Fakt!
EINE JUCKENDE WUNDE DEUTET AUF
EINE INFEKTION HIN.
Damit eine Wunde verheilt, muss der Körper möglichst schnell viele neue Zellen produzieren. Diesen Prozess regulieren Botensto�e wie Histamin, die Juckreiz auslösen können. Zusätzlich verstärkt wird der Juckreiz von der neuen, leicht gespannten Hautschicht. Eine juckende Wunde zeigt also keine Infektion an, sondern ist ein gutes Zeichen für die voranschreitende Heilung.
Schlussfolgerung: Mythos!
EIN PFLASTER SCHAFFT EIN FEUCHTES WUNDMILIEU, DAS DIE WUNDHEILUNG BESCHLEUNIGT. In einer feuchten Wunde können neue Blutgefässe und Gewebezellen schneller wachsen. Alle für die Wundheilung wichtigen Prozesse laufen im feuchten Milieu besser ab, das Risiko für eine Infektion sinkt. Spezielle hydroaktive Gele und dünne, atmungsaktive P�aster scha�en die besten Voraussetzungen dafür, dass die Wunde immer ein wenig feucht bleibt und schneller heilen kann.
Schlussfolgerung: Fakt!
EINE WUNDE MUSS AUSTROCKNEN.
Bis vor wenigen Jahren galt noch die Regel: Eine Wunde braucht ausreichend Luft, um zu trocknen. Heute ist bekannt, dass sich die Fachleute geirrt haben. Denn eine trockene Wunde braucht länger, um zu heilen. Ein Schorf wirkt wie ein Deckel, unter dem die Zellen ihrer Arbeit nicht so gut nachgehen können. Als Folge steigen das Infektionsrisiko und die Gefahr, dass sich eine unschöne Narbe bildet.
Schlussfolgerung: Mythos!
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit:
Die Herbst-Ausgabe erscheint Anfang
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