CAVALLERIA RUSTICANA Pietro Mascagni PAGLIACCI Ruggero Leoncavallo
INHALT
Cavalleria rusticana – Die Handlung & Synopsis in English Pagliacci – Die Handlung & Synopsis in English Über dieses Programmbuch Die Kunst der ungeschminkten Wahrheit → Franz Tomandl
Aufstieg und Fall des Verismo → Ernst Krause Verismo und die »Spaltung« des Ichs → Mathias Spohr Mascagni & Leoncavallo → Marcel Prawy Der Tod im Verismo kommt schnell → Jendrik Springer im Gespräch
Mit spielerischer Freude → Diana Kienast Von echten und falschen Premieren → Andreas Láng Cavalleria rusticana → Giovanni Verga Die kleinen Katastrophen des Herrn Giovanni V. → Oliver Láng
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Erwartungen, von der Realität übertroffen → Pietro Mascagni
Verschollene Verwandte → Klaus Adam Rituale Bedeutung → Wystan Hugh Auden Marginalien zur Trinkszene der Cavalleria rusticana → Gerd Rienäcker
A ventitrè ore! → Ann-Christine Mecke Zwei Minuten vokales Seelenpanorama → Klaus Adam Illusion und Realität → Wystan Hugh Auden
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L’autore ha cercato invece pingervi uno squarcio di vita … ed al vero ispiravasi. Der Dichter hat versucht, Euch ein Stück des Lebens zu malen … und ließ sich von der Wahrheit inspirieren.
He threatens her with his knife and demands that Nedda reveals her friend’s name. She remains silent. Beppe is able to get the knife away from Canio and, thus, the worst is avoided. What is more, it is almost time for the people to arrive for the performance. With difficulty Canio calms himself and gets ready for the play.
INTERMEZZO —
ACT 2 Shortly before the comedy begins: Tonio beats on a large drum; the audience, including Silvio, is waiting with anticipation. Nedda, who is collecting money, warns her lover about Canio’s jealousy. The play about Columbina, Arlecchino, Taddeo and Pagliaccio begins. When Nedda in her role as Colombina uses the same words to say goodbye to the serenading Arlecchino as she spoke to Silvio, Canio gets the play and real life all mixed up. Beside himself with jealousy, he demands on the public stage to know the name of Nedda’s lover. Colombina/Nedda tries to resume the play, but Canio threatens all the more. Even the audience begins to suspect that something over and above the play is going on. When Nedda remains stubbornly silent, Pagliaccio/ Canio stabs her and kills her. Her cries for help, directed at Silvio, result in Canio turning to the youth who is hurrying to her side and he kills him as well. »La commedia è finita«. The play is over.
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PAGLI ACCI – SY NOPSIS
ÜBER DIESES PROGRAMMBUCH Nach dem Sensationserfolg ihrer Uraufführung 1890 konnte Pietro Mascagnis Cavalleria rusticana so rasch wie kaum ein anderes Werk der Operngeschichte die Bühnen der Welt erobern. Die Emotionalität der volkstümlich wirkenden Musiksprache, die üppige Melodik sowie die konzise Dramaturgie des effektvollen, aus dem literarischen Verismo entnommenen Sujets (siehe dazu den Beitrag von Oliver Láng auf S. 66), das Liebe, Leidenschaft, Ehebruch, Eifersucht und »Ehrenmord« im sizilianischen Bauernmilieu schildert, sicherten diesem Einakter eine bis heute ungebrochene Popularität. Angeregt von diesem Werk schuf Ruggero Leoncavallo 1892 mit P agliacci in nur wenigen Monaten den Prototyp einer »veristischen« Oper: bereits der Prolog kündigt an, dass auf der Bühne wahres, ungeschminktes Leben vorgeführt werden soll. Franz Tomandl (S. 12), Ernst Krause (S. 22) und M athias Spohr (S. 30) beleuchten in ihren Beiträgen unterschiedliche Aspekte des Verismo und seiner Stellung innerhalb der Opernliteratur. Im Gespräch mit Oliver Láng erläutert Jendrik Springer ferner die musikalische Faktur dieser letztendlich gar nicht so ähnlichen siamesischen Opernzwillinge (S. 38), ausführliche musikalische Betrachtungen über die Arie »Vesti la giubba« in Pagliacci respektive die Trinkszene in Cavalleria rusticana liefern Klaus Adam (S. 75) und Gerd Rienäcker (S. 80). An der Wiener Staatsoper waren beide Werke von Anfang an höchst erfolgreich und blieben dauerhaft im Spielplan verankert. Nicht zuletzt die aktuelle Produktion von Jean-Pierre Ponnelle aus dem Jahr 1985 erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Einen Überblick über die 130jährige Staatsoperngeschichte bietet Andreas Láng (S. 52), Erinnerungen an die Zusammenarbeit mit Ponnelle Diana Kienast (S. 48). Dass ventitrè ore, die in Pagliacci angekündigten Beginnzeit der Komödie, 19 Uhr bedeuten soll, überrascht vielleicht so manchen im Publikum. Licht in dieses Stunden-Dunkel bringt Ann-Christine Mecke auf S. 87 Abgerundet werden die Beiträge durch je eine Preziose des englischen Szenenbild aus Germis Dichters, Schriftstellers und Librettisten Wystan Hugh Auden über Cavalle Pietro Sedotta e abbanria rusticana und Pagliacci (S. 78 und S. 92) donata, 1964 Ü BER DIE SE S PROGR A M MBUCH
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José Cura als Canio, 2011