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Programmheft »Shifting Symmetries«

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shifting symmetries


shifting symmetries Concertante Hans van Manen In the Middle, Somewhat Elevated William Forsythe Brahms-Schoenberg Quartet George Balanchine

PREMIERE 23. DEZEMBER 2023 – WIENER STAATSOPER


über die heutige vorstellung »Choreographie ist eine Sprache. Sie ist wie ein Alphabet, und man braucht keine Wörter zu buchstabieren, die man bereits kennt. Die Bedeutung einer Sprache wird durch den Kontext bestimmt, in dem sie erscheint. Das Wichtigste ist, wie man diese Sprache spricht, und nicht, was man sagt«, äußerte sich William Forsythe einmal und formulierte damit eine Perspektive auf den Tanz, die nicht nur für seine eigenen Arbeiten gilt, sondern ebenso für Künstler wie Hans van Manen und George Balanchine. Das Triple Bill Shifting Symmetries eröffnet einen Dialog dieser drei Meister, deren verbindendes Element die konsequent zupackende Auseinandersetzung mit der Kunstform Ballett ist. Hans van Manen ließ sich 1994 für sein Ballett Concertante von der Ausdrucksvielfalt, den dynamischen Rhythmen und dem zwingenden Charakter der Petite symphonie concertante Frank Martins zu einer Choreographie inspirieren, in der sich acht Tänzer*innen mal fröhlich, mal voller Erotik, mal voller Aggression, immer voller Überraschungen und doch einer inneren Logik folgend zu tänzerischen Momentaufnahmen fügen. Mit In the Middle, Somewhat Elevated, 1987 von William Forsythe im Auftrag Rudolf Nurejews für das Ballet de L’Opéra de Paris kreiert, kommt eines jener Werke erstmals ins Wiener Repertoire, die das Ballett grundlegend revolutioniert haben. Zu den elektronischen Klängen seines künstlerischen Partners Thom Willems führt Forsythe nach dem Muster von Thema und Variation und mit dem Mittel der Dekonstruktion und Manipulation in einer von exzentrischer Coolness geprägten Atmosphäre auf virtuose Weise das klassische Ballett ad absurdum. George Balanchines 1966 entstandenes Brahms-Schoenberg Quartet ist eine Hommage an Marius Petipa. Zur prächtigen Orchesterfassung, die Arnold Schönberg 1937 von Johannes Brahms’ Klavierquartett g-Moll op. 25 angefertigt und stolz als dessen »Fünfte Symphonie« bezeichnet hatte, kreierte Balanchine vier Miniaturballette für insgesamt 55 Tänzer*innen: voller Eleganz im Allegro, voller Romantik und Lyrik in den beiden Mittelsätzen, mit berauschender Virtuosität im Finale.

ÜBER DIE HEUTIGE VORSTELLUNG

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