Gut aufgestellt Windlasten nach neuer Norm DIN 1055-4 [2005-03]
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Einleitung
Windlasten
Mit Wirkung vom 1. Januar 2007 gilt die neue Normenreihe DIN 1055 – Einwirkungen auf Tragwerke. Der Teil 4 beinhaltet den Einfluss der Windlasten auf Bauwerke. Gründe für die Neufassung waren einerseits die europäische Vereinheitlichung und die Einführung des Teilsicherheitskonzeptes, andererseits die Realisierung eines höheren Sicherheitsniveaus für Tragwerksplaner und Architekten. Die bisherige Windlastnorm aus dem Jahr 1986 betrachtete den Einfluss der Windgeschwindigkeit einheitlich auf das gesamte Geltungsgebiet und bezog sich ausschließlich auf die Gebäudehöhe. Mit Einführung der neuen Fassung erfolgt eine Einteilung Deutschlands in vier Windzonen. Dadurch erfolgt eine Differenzierung der Bemessungslasten aufgrund des heutigen Erkenntnisstandes. Betrachtet man die regionalen Bauweisen in Deutschland, so lässt sich eine klare Trennung zwischen Nord und Süd erkennen. Im Norden sind zweischalige Wandaufbauten üblich, während im Süden die einschalige Bauweise – verputzt – bevorzugt wird. Unabhängig vom Wandaufbau stellt die Ziegelbauweise eine der sichersten und nachhaltigsten Konstruktionen dar. Seit Einführung der Energieeinsparverordnung hat die Winddichtigkeit bei Wohngebäuden einen wesentlich höheren Stellenwert erlangt. Ziegelwandkonstruktionen haben sich in dieser Hinsicht bewährt.
Tabelle 1: Gegenüberstellung alt/neu DIN 1055-4 [1986-08]
DIN 1055-4 [2005-03]
Einheitliche Betrachtung für gesamt Deutschland
Aufteilung in vier Windzonen
Globales Sicherheitskonzept
Teilsicherheitskonzept
Lastannahmen nach Gebäudehöhen
Differenzierte Betrachtung: – Lastannahmen nach Gebäudehöhen und Windzonen – Vereinfachte Lastermittlung für Gebäudehöhen ≤ 25 m*
Begriff: Staudruck
Begriff: Geschwindigkeitsdruck
*auf den Inseln der Nordsee gilt ≤ 10 m
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Erläuterungen Die neue Windlastnorm DIN 1055-4 betrachtet Windlasten in Form von Winddrücken und Windkräften. Dabei wirken die Winddrücke auf die Außenwände und Dächer senkrecht zur betrachteten Oberfläche. Nach der Norm genügt es, eine statische Ersatzlast anzusetzen, die auf Grundlage von Böengeschwindigkeiten angenommen wird. Ziegelbauwerke in einschaliger und zweischaliger Bauweise sind als steife, nicht schwingungsanfällige Baukörper zu betrachten. Für Gebäude mit einer Höhe bis zu 25 m können vereinfachte Geschwindigkeitsdrücke in Abhängigkeit der vier Windzonen angesetzt werden (vereinfachtes Verfahren). Winddrücke (we bzw. wi) Die auf ein Gebäude wirkende Belastung infolge von Winddrücken ist eine Resultierende von Außen- und Innendrücken. Wirkt sich der Innendruck bei der Ermittlung der Einwirkungen entlastend aus, ist er zu null zu setzen. Winddruck auf Außenfläche we = cpe · q(ze)
Winddruck auf Innenfläche wi = cpi · q(zi)
Windkräfte Einen erheblichen Einfluss auf den Lastangriffspunkt der Gesamtwindkraft hat die Form bzw. Gestalt des Baukörpers. Zur Berechnung spielen die Verhältnisse von Höhe und Länge des Gebäudes eine entscheidende Rolle. Zur Ermittlung von Winddrücken und Windkräften wird der Geschwindigkeitsdruck herangezogen. Für nicht schwingungsanfällige Konstruktionen liegt dem Geschwindigkeitsdruck eine entsprechende Böengeschwindigkeit zugrunde. Die Gesamtwindkraft, die auf ein Bauwerk oder ein Bauteil einwirkt, wird wie folgt berechnet: Fw = cf · q(ze) · Aref
cpe
= aerodynamischer Beiwert für Außendruck
cpi
Abbildung 1: Überlagerung von Innen- und Außendruck
= aerodynamischer Beiwert für Innendruck
q(ze) bzw. q(zi) = Geschwindigkeitsdruck ze bzw. zi
= Bezugshöhe
cf
= aerodynamischer Kraftbeiwert
Areff
= Bezugsfläche für den Kraftbeiwert
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Abbildung 2.1: Ansatz Geschwindigkeitsdruck für Gebäude h ≤ b und h ≤ 25 m nach DIN 1055-4 [2005-03] Abschnitt 10.2
Vereinfachtes Verfahren für Bauwerke bis zu einer Höhe von 25 m Geschwindigkeitsdruck q(ze) Der Ansatz des Geschwindigkeitsdrucks ist abhängig vom Verhältnis der Gebäudebreite zur Gebäudehöhe. Hierbei werden drei Situationen unterschieden (Abbildung 2). Für typische Ziegelbauten wie Ein- und Mehrfamilienhäuser bis zu einer Höhe von 25 m sieht die DIN 1055-4 [2005-03] in Abschnitt 10.2 ein vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung der einwirkenden Windkräfte vor. Dabei wird der Geschwindigkeitsdruck konstant über die gesamte Gebäudehöhe angenommen (Abbildung 2.1 / Tabelle 2) Tabelle 2: Vereinfachte Geschwindigkeitsdrücke für Bauwerke bis 25 m Höhe Windzone 1 2
3
4
Geschwindigkeitsdruck q in kN/m2 bei einer Gebäudehöhe h in den Grenzen von h ≤ 10 m
10 m < h ≤ 18 m
18 m < h ≤ 25 m
Binnenland
0,50
0,65
0,75
Binnenland
0,65
0,80
0,90
Küste und Inseln der Ostsee
0,85
1,00
1,10
Binnenland
0,80
0,95
1,10
Küste und Inseln der Ostsee
1,05
1,20
1,30
Binnenland
0,95
1,15
1,30
Küste Nord- und Ostsee und Inseln der Ostsee
1,25
1,40
1,55
Inseln der Nordsee
1,40
–
–
Abbildung 2.2*: Ansatz Geschwindigkeitsdruck für Gebäude b < h ≤ 2b
Anmerkungen zu Tabelle 2: • Für Gebäude auf den Inseln der Nordsee ist das vereinfachte Verfahren nur bis zu einer Gebäudehöhe von 10 m zugelassen. • Als Küste wird ein 5 km breiter Streifen landeinwärts definiert • Die Tabelle gilt nicht für Bauwerksstandorte in Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge sowie oberhalb 800 m üNN
Abbildung 2.3*: Ansatz Geschwindigkeitsdruck für Gebäude h > 2b
*für die Abbildungen 2.2 und 2.3 ist der Geschwindigkeitsdruck nach DIN 1055-4 [2005-03] Abschnitt 10.3 zu ermitteln
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Außendruckbeiwert (cpe) Die Außendruckbeiwerte sind abhängig von der Anströmrichtung: senkrechte oder parallele Anströmung.
Abbildung 3: Einteilung der Wandflächen bei vertikalen Wänden zur Bestimmung des Außendruckbeiwertes cpe Vertikale Wände von Gebäuden mit rechteckigem Grundriss werden nach der Windanströmrichtung der vorliegenden geometrischen Verhältnisse in die Wandbereiche A bis D unterschieden.
Abbildung 3.1 senkrecht angeströmt
Abbildung 3.2 parallel angeströmt Ansicht A für e < d
Abbildung 3.3 parallel angeströmt Ansicht A für d < e < 5d
Abbildung 3.4 parallel angeströmt Ansicht A für e > 5d
e = b oder 2h der kleinere Wert ist maßgebend
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Zusätzlich hängen die Außendruckbeiwerte von der Größe der Lasteinzugsfläche A ab. Man unterscheidet: cpe,1 für A ≤ 1 m2 oder cpe, 10 für A > 10 m2 2 2 Zwischenwerte werden ermittelt durch: cpe = cpe,1 + (cpe,10 - cpe,1) · lgA für 1 m < A ≤ 10 m Die Werte für Lasteinzugsflächen A < 10 m2 sind ausschließlich für die Berechnung von Verankerungen zu verwenden. Tabelle 3: Außendruckbeiwerte in Abhängigkeit der Anströmrichtung für vertikale Wände rechteckiger Gebäude parallel angeströmt Bereich
A
senkrecht angeströmt
B
C
D
E
h/d
cpe+10
cpe+1
cpe+10
cpe+1
cpe+10
cpe+1
cpe+10
cpe+1
cpe+10
cpe+1
z. B. große Gebäudehöhen
≥5
-1,4
-1,7
-0,8
-1,1
-0,5
-0,7
+0,8
+1,0
-0,5
-0,7
z. B. EFH/MFH
1
-1,2
-1,4
-0,8
-1,1
-0,5
+0,8
+1,0
z. B. Gewerbe, eingeschossig
≤ 0,25
-1,2
-1,4
-0,8
-1,1
-0,5
+0,7
+1,0
Zusätzliche Regelung für Reihenmittelhäuser Nach Musterliste der Technischen Baubestimmungen, Anlage 1.1/1 kann folgende Annahme getroffen werden: „Die Einwirkung des Windes auf Reihenmittelhäuser bei gesicherter Nachbarbebauung ist als veränderliche Einwirkung auf Druck oder Sog nachzuweisen. Die Einwirkung von Druck und Sog gemeinsam darf als außergewöhnliche Einwirkung angesetzt werden.“
-0,5 -0,3
-0,5
Für einzeln in offenem Gelände stehende Gebäude können im Sogbereich auch größere Sogkräfte auftreten. Zwischenwerte dürfen linear interpoliert werden. Für Gebäude mit h/d > 5 ist die Gesamtwindlast anhand der Kraftbeiwerte aus DIN 1055-4 [2005-03] Abschnitt 12.4 bis 12.6 und 12.7.1 zu ermitteln. = für das vereinfachte Verfahren maßgebend
Innendruckbeiwert (cpi) Innen- und Außendruck sind gleichwirkend anzunehmen. In durchlässigen Außenwänden ist der Innendruck zu berücksichtigen. Gebäudeöffnungen, wie Fenster, Türen, Tore werden als geschlossene Elemente betrachtet. Zweischalige Wandkonstruktionen gelten als nicht durchlässige Außenwandbekleidungen im Sinne dieser Norm. Die Bemessung des Mauerwerkes erfolgt nach DIN 1053-1.
Aufnehmbare Schubspannung [N/mm2]
1,00 0,90 0,80 0,70
POROTON-Planziegelmauerwerk Druckfestigkeitsklasse 12 vorhandene Normalspannung = 0,95 N/mm2
0,60 0,50 0,40
Tragreserve 125 %
Bei POROTON-Planziegelmauerwerk besteht gerade im Vergleich zu bindemittel gebundenen Baustoffen ein guter Haftverbund zwischen Ziegel und Mörtel. Versuche haben gezeigt, dass die aufnehmbare Schubkraft deutlich über den Bemessungswerten der DIN 1053-1 liegt.
0,30 0,20 0,10
Bemessungswert
Schubversuch
Planziegelmauerwerk bietet somit eine hohe Tragreserve für jedes Sturmtief!
0,00
7
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Ablaufdiagramm – Ermittlung der Bemessungswindkraft für Gebäude ≤ 25,0 m
Fw = cf · q(ze) · Aref Gebäudehöhe ≤ 25,0 m bzw. ≤ 10 m auf den Inseln der Nordsee
nein
Differenziertere Betrachtung • Beurteilung der Schwingungsanfälligkeit • Betrachtung der Rauhigkeit • etc.
ja
Verlauf des Geschwindigkeitsdrucks nach Abbildung 2.1
Vereinfachter Geschwindigkeitsdruck q(ze) nach Tabelle 2
Außendruckbeiwert cpe nach Tabelle 3 und Abbildung 3
Ermittlung der für die zu bemessende Wand anteiligen Windkraft
Schubbemessung nach DIN 1053-1 [1996-11] Abschnitt 6.9.5. Vereinfachtes Verfahren bzw. Abschnitt 7.9.5 Genaueres Verfahren Bild: www.pixelquelle.de
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14.02.2008 15:33:10 Uhr
Berechnung einer aussteifenden Außenwandscheibe in einem Reihenmittelhaus Windzone 2 – Binnenland
1 11 5 17 5
3,70
3,33
17 5
1,51
17 5
42 5 5,49
1,01 49 76 49 76 49 76
2,38 5 11 5 1,26 5
A
1,26
11 5
? 1 = 5,26
2,76 1,30
A
30 5
DIN 1055-4 Abschnitt 12.1 Tabelle 3
17 5
Außendruckbeiwert: h/d = 9,37 / 10,99 m = 0,85 ~ 1,0 cpe = |+0,8 |+| -0,5| = 1,3
Stahlbetondecke d = 18 cm
2,38 5
Tabelle 2
3,01
1,43
Geschwindigkeitsdruck: Windzone 2, Binnenland q(ze) = 0,65 kN/m²
17 5
11 5
7,20 5
2,64
DIN 1055-4 Abschnitt 10.2
17 5
Überprüfung Voraussetzung für vereinfachte Annahme des Geschwindigkeitsdruckes: Höhe über Gelände = 9,37 m < 25 m ✓
17 5
Beispiel
1,38 5
10,99
Gem. Musterliste der Technischen Baubestimmungen, Februar 2006, Anlage 1.1/1 darf die Windlast nur als Druck oder Sog angesetzt werden, wenn die Nachbarschaftsbebauung als gesichert angesehen werden kann. Nachbarschaftsbebauung ist gesichert, Annahme nur Druck: cpe = 0,8 DIN 1055-4 Abschnitt 8 (4)
15 % des ermittelten horizontalen Kraftanteils einer Wand dürfen auf andere Wände umverteilt werden, wenn dies das statische System erlaubt. Der Horizontallastanteil der Außenwand wurde so um 15 % gemindert. Die Umlagerung erfolgt auf eine maßgebende, aussteifende Innenwand.
DIN 1053-1, Abschnitt 6.4
Der Anteil zu übertragender Horizontallasten ergibt sich für die zu bemessende Wandscheibe zu 9,5 %.
Herleitung hier nicht dargestellt
Abbildung 4: Gebäudegeometrien
1,37
Die Windlast ergibt sich so zu: w1 = 0,8 · 0,65 · 10,99/2 · 0,095 = 0,27 kN/m w2 = 0,8 · 0,65 · 10,99 · 0,095 = 0,54 kN/m
3,17
Windlast: we = cpe · q(ze)
Nachweis aussteifende Außenwandscheibe als Hintermauerwerk aus POROTON-Planziegel-T. Nach bauaufsichtlicher Zulassung Z-17.1-678. • Druckfestigkeitsklasse 8 • Rohdichteklasse 0,8 • Wärmeleitfähigkeit 0,18 W/mK • zul. σ0 = 1,4 MN/m²
H L1
w1
DG
Die Bemessung erfolgt nach DIN 1053-1 – Vereinfachtes Nachweisverfahren.
Herleitung hier nicht dargestellt
2,80
60
H L2
OG w2
2,80
9,37
DIN 1053-1 Abschnitt 6.4 (1)
8,00
Horizontallasten aus Lotabweichung: Außer den Windlasten werden auch die Horizontallasten aus der Schiefstellung des Gebäudes (Lotabweichung) bei der Berechnung berücksichtigt. HL1 = 0,75 · 0,095 = 0,071 kN HL2 = 2,30 · 0,095 = 0,219 kN HL3 = 2,46 · 0,095 = 0,234 kN
1
Aussteifende Wandscheibe
H L3
EG
10,99
DIN 1053-1 Abschnitt 6
9
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Überprüfung der Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten Verfahrens: Wanddicke d = 17,5 cm ≥ 17,5 cm ✓ Deckenstützweite l1 = 5,26 m ≤ 6,0 m ✓ Lichte Geschosshöhe hs = 2,62 m ≤ 2,75 m ✓ Verkehrslast p = 2,75 kN/m² ≤ 5,0 kN/m² ✓ Gebäudehöhe ü. Gelände H = 9,37 m ≤ 20 m ✓ Ermittlung der Schlankheit hk = · hs = 0,75 für d = 17,5 cm und vollflächige Auflagerung der Decken hk = 0,75 · 2,62 = 1,97 m = hk / d = 1,97 / 0,175 = 11,26 < 25 ✓
DIN 1053-1 Abschnitt 6.7.1
Abminderungsfaktor für zulässige Mauerwerksdruckspannung Grundwert zul. 0 = 1,4 MN/m²; zul. D = k · 0 k = min (k1 · k2 oder k1 · k3) k1 = 1,0 für Wände k2 = (25 - hk/d) /15 = (25 – 11,26) /15 = 0,92 k3 = 1,7- l1/6 = 1,7 – 5,26/6 = 0,82 p maßgebend! k = 1,0 · 0,82 = 0,82 zul. D = 0,82 · 1,4 = 1,15 MN/m² Nachweis der Biegedruckspannung am Wandfuß maximale Normalkraft max N = 79,55 kN
Herleitung hier nicht dargestellt
Moment aus Wind und Lotabweichung am Wandfuß MWL,F = 0,27 · 3,17 · (2,80 + 2,80 + 0,60 + 3,17/3) + 0,54 · (2,80 + 2,80 + 0,60)² /2 + 0,071 · (2,80 + 2,80 + 0,60 + 2,18) + 0,219 · (2,80 + 2,80) + 0,234 · 2,80 = 18,41 kNm Ausmitte e = M / max N = 18,41 / 79,55 = 0,23 m
< 0,43 m = bmww/3 > 0,22 m = bmww/6
p teilweise gerissener Querschnitt Länge des überdrückten Querschnitts 3 Lc = 3 · (bmww/2 – e) = 3 · (1,30/2 - 0,23) = 1,26 m max. Randspannung R = 2 · max N / (3 Lc · d) = 2 · 79,55 / (1,26 · 0,175 · 1000) = 0,72 MN/m² vorh. D = R ≤ zul. D 0,72 < 1,15 ✓ Nachweis erbracht!
10
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14.02.2008 15:33:22 Uhr
Nachweis der Schubspannung am Wandfuß minimale Normalkraft min N = 64,36 kN MWL,F = 18,41 kNm
Herleitung hier nicht dargestellt
Abbildung 5: Ermittlung der Spannungsverteilung der überdrückten Fläche A
Lc
Querkraft am Wandfuß QWL,F = 0,27 · 3,17 + 0,54 · (2,80 + 2,80 + 0,60) + 0,071 + 0,219 + 0,234 = 4,72 kN Ausmitte e = M / min N = 18,41 / 64,36 = 0,29 m
e
b/2
R N M Q über drückte F läche A
< 0,43 m = bmww/3 > 0,22 m = bmww/6
d
p teilweise gerissener Querschnitt b
Länge des überdrückten Querschnitts 3 Lc = 3 · (bmww/2 – e) = 3 · (1,30/2 - 0,29) = 1,08 m
σ R /2 σR
vorh. Schubspannung: vorh. = c · Q / A
3 . Lc
H/L = 2,80/1,08 = 2,59 > 2 p c = 1,5 vorh. = 1,5 · 4,72 / (1,08 · 0,175 · 1000) = 0,037 MN/m² τ
zugehörige max. Randspannung: R = 2 · min N / (3 Lc x d) = 2 · 64,36 / (1,08 · 0,175 · 1000) = 0,681 MN/m² mittlere Bemessungsspannung: DM = 0,5 · R = 0,5 · 0,681 = 0,341 MN/m² zulässige Schubspannung: zul. = HS + 0,2 · DM ≤ max. = 0,010 · Nst HS = 0,11/2 = 0,055 MN/m² zul. = 0,055 + 0,2 · 0,341 = 0,123 MN/m² max. = 0,010 · 8 = 0,08 MN/m² p maßgebend!
gem. Z-17.1-678 max. = 0,010 · Nst DIN 1053-1 Abschnitt 6.9.5
HS nach DIN 1053-1 Tabelle 5 unvermörtelte Stoßfugen
vorh. ≤ max. 0,037 < 0,08 MN/m² ✓ Nachweis erbracht!
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14.02.2008 15:33:25 Uhr
Nachweis der Randdehnung bei Scheibenbeanspruchung und klaffender Fuge
DIN 1053-1 Abschnitt 6.9.1
R = R · bmw -1 ≤ 10-4 E 3 Lc
(
)
Lastfall 1: maximale Normalkraft am Wandfuß Randspannung R = 0,72 MN/m² Elastizitätsmodul E = 3000 · 0 = 3000 · 1,4 = 4200 MN/m² Länge des überdrückten Querschnitts 3 Lc = 1,26 m R = 0,72/4200 · (1,30/1,26 – 1) = 5,44 · 10-5 < 10-4 Nachweis erbracht!
✓
Lastfall 2: minimale Normalkraft am Wandfuß Randspannung R = 0,681 MN/m² Elastizitätsmodul E = 3000 · 0 = 3000 · 1,4 = 4200 MN/m² Länge des überdrückten Querschnitts 3 Lc = 1,08 m R = 0,681/4200 · (1,30/1,08 – 1) = 3,30 · 10-5 < 10-4 Nachweis erbracht!
✓
12
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14.02.2008 15:33:30 Uhr
Zweischalige Konstruktionen gelten im Sinne der DIN 1055-4 als nicht durchlässige Außenwandbekleidungen. Die Bemessung erfolgt an der Hintermauerschale. Die Verankerung der Verblendschale an der Hintermauerschale erfolgt gem. DIN 1053-1, Abschnitt 8.4.3.
Zweischalige Wandkonstruktionen
Verankerungen Die Mauerwerksschalen sind gemäß DIN 1053-1 durch Drahtanker aus nichtrostendem Stahl (Edelstahl nach DIN 17440, Werkstoff Nr. 1.4401 oder 1.4571) zu verbinden. Sie müssen in Form und Maßen Abbildung 6.1 entsprechen. Sie sind unter Beachtung ihrer statischen Wirksamkeit so auszuführen, dass sie keine Feuchte von der Außen- zur Innenschale leiten können (z. B. durch Aufschieben einer Kunststoffscheibe). Werden Drahtanker in Leichtmörtel eingebettet, so ist dafür LM 36 erforderlich. Der vertikale Abstand der Drahtanker zueinander soll höchstens 50 cm, der horizontale Abstand höchstens 75 cm betragen (Abbildung 6.2). Die Mindestanzahl und der Durchmesser der Drahtanker je m2 Wandfläche sind gemäß Tabelle 4 vorzusehen. Zusätzlich sind drei Drahtanker je lfdm. Randlänge an allen freien Rändern anzuordnen, z. B. von Öffnungen, an Gebäudeecken, entlang der Dehnungsfugen und an den oberen Enden von Außenschalen. Andere Ankerformen (z. B. Flachstahlanker) und Dübel im Mauerwerk sind zulässig, wenn deren Brauchbarkeit nach den bauaufsichtlichen Vorschriften nachgewiesen ist. Für Planziegelmauerwerk empfehlen wir Multi-Luftschichtanker der Fa. Bever oder EURO-Flachstahlanker der Fa. H&R Nähere Informationen: Bever GmbH H&R GmbH Auf dem niederen Bruch 12 Corunnastraße 38 57399 Kirchhunden-Würdinghausen 58636 Iserlohn Tel.: 0 27 23/9 76 00 Tel.: 0 23 71/1 39 67 Alternativ sind die handelsüblichen Drahtanker (empfohlener Durchmesser 4 mm) einzusetzen. Beim Planziegelmauerwerk werden diese mit dem abgerundeten Ende in die jeweiligen Ankerlöcher gesteckt und höhenbündig eingeschlagen.
Tabelle 4: Mindestanzahl und Durchmesser von Drahtankern je m2 Wandfläche nach DIN 1053-1, Tab. 11 Drahtanker Wandbereich
1
2
3
Mindestens sofern nicht Zeilen 2 und 3 maßgebend Wandbereich höher als 12 m über Gelände oder Abstand oder Mauerwerksschalen über 70 bis 120 mm Abstand der Mauerwerksschalen über 120 bis 150 mm
Mindestanzahl Stück/m2
Durchmesser mm
5
3
5
4
7 oder 5
4 5
13
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14.02.2008 15:33:34 Uhr
Schornsteinsysteme
Bewehrungsset – bis 3 m freistehend
höh A
Höh üb
Bewehrungslänge L = < 600 cm
D
hH
u
D
h
g
Das Bewehrungsset besteht aus 4 Stück feuerverzinkten Rippenstahlstäben, Länge nach statischer Erfordernis und untenstehender Tabelle. Die Festlegung der erforderlichen Stablänge erfolgt in Verbindung mit unserer entsprechenden Systemstatik. Freistehende Länge über Dach = erforderliche Länge unter Dach Freistehende Höhe x 2 = erforderliche Stablänge Stab Ø mm
Stablänge cm
8
260
8
315
8
380
10
580
Schornsteine über Dach sind ebenfalls dem Wind ausgesetzt. Je nach Kopfausbildung sind unterschiedliche Maximalhöhen über Dach zu berücksichtigen. Durch ein Bewehrungsset können Schornsteine bis max. 3,0 m über Dach hinausgeführt werden. Schornsteine, die über 3,0 m über Dach geführt werden, sind gem. DIN V 18160-1 [2006-01] als freistehende Schornsteine zu bemessen. Mit unserem KAMTEC-Kaminsystem ist man auch in diesem Bereich „gut aufgestellt“. Maximale Schornsteinhöhen über Dach ohne zusätzliches Bewehrungsset: Unter www.wienerberger.de service downloads finden Sie Tabellen bis zu welcher Höhe ein Schornstein ohne zusätzliches Bewehrungsset über Dach geführt werden kann. Zusätzlich sind hier charakteristische Haltekräfte an der obersten Halterung angegeben. Die maximale Höhe über Dach ist abhängig von: • Baustoff des Mantelsteins (Leichtbeton oder Ziegel) • Größe des Mantelsteins (einzügig / zweizügig) • Kopfausbildung
Tondachziegel Die Dachziegel-Innovation in stürmischen Zeiten
Kiel
SCHLE ESWIG-H HOLSTEIN N
4
Das neuartige, exklusiv von Koramic entwickelte Befestigungssystem, das einfach zu montieren ist, nur „schrauben und klicken“.
3
MECKLEN CKLENBURG-VORPOMMERN Schwerin
HAMBU BURG BU G
2
BREM MEN M E
NDENBURG
NIEDERSACHSEN
Das sturmsichere Sturmfix-System gibt es für die Modelle: • Flachdachziegel Alegra 8, Alegra 10 und Alegra 12 • Hohlfalzziegel Cavus 14 • Flachziegel Acuta 10
Hannover
SACHSEN-ANHALT L NORDRH ORDRHEIN-WESTF FALEN
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Düsseldorf Erfurt
Dresden
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Weitere Informationen zu unserem Sturmfix-System und unseren Dachziegelmodellen finden Sie unter www.koramic.de
BERLIN R
ostdam
THÜRINGEN
1
Wiesbaden
Mainz
RHEINLAND-PFALZ F SAARLAND ND Saar arrrbrücken
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Stuttgart
Für Detailfragen erreichen Sie unsere technische Beratung unter: (0511) 610 70-831 oder per Mail unter Sturmfix@koramic.de
BADEN-WÜRTEMBERG M München
14
BRS 15022 14
14.02.2008 15:33:42 Uhr
Wandkonstruktionen Monolithische Wandkonstruktion (d ≥ 30,0 cm) zul. / max gem. zul. Mauerwerks- Schubnachweis Druckfestigkeitsdruckspannung nach DIN 1053-1, klasse zul. 0 [MN/m2] Abschnitt 6.9.5 und 7.9.5
Empfehlung für Windlastzonen
bauaufsichtliche Zulassung
Wärmeleitfähigkeit [W/(mK)]
POROTON-T 8
1-3
Z-17.1-872
0,08
≥6
0,9
5)
POROTON-T 9
1-3
Z-17.1-674
0,09
≥6
0,7
4)
POROTON-S 11
1-4
Z-17.1-812
0,11
6
1,2
2)
POROTON-T 10
1-3
Z-17.1-889
0,10
6/8
0,7/0,9
1)
POROTON-Planziegel-T 12
1-3
Z-17.1-877
0,12
6/8/10
0,7/0,8/1,0
1)
POROTON-Planziegel-T 14
1-4
Z-17.1-651
0,14
6/8/12
1,0/1,2/1,5
2)
Produkt
Hintermauerwerk zweischaliger Wandkonstruktionen (d = 17,5; 24,0 cm) zul. / max gem. zul. Mauerwerks- Schubnachweis druckspannung nach DIN 1053-1, zul. 0 [MN/m2] Abschnitt 6.9.5 und 7.9.5
Empfehlung für Windlastzonen
bauaufsichtliche Zulassung
Wärmeleitfähigkeit [W/(mK)]
Druckfestigkeitsklasse
POROTON-Planziegel-T 14-D
1-3
Z-17.1-651
0,14
6
1
2)
POROTON-Planziegel-T 16-D
1-3
Z-17.1-651
0,16
8
1,2
2)
POROTON-Planziegel-T-D
1-4
Z-17.1-678
0,18
8
1,4
6)
POROTON-Planziegel-T 14
1-3
Z-17.1-651
0,14
8
1,2
2)
Produkt
POROTON-Planziegel-T 16
1-3
Z-17.1-490/-651
0,16
8
1,2
Z-17.1-651: 2), -490: 6)
POROTON-Planziegel-T
1-4
Z-17.1-678
0,18
8
1,4
6)
POROTON-HLz-Planziegel-T-0,9
1-4
Z-17.1-728/-868
0,42
12
1,8
6)
POROTON-HLz-Planziegel-T-1,2
1-4
Z-17.1-728/-868
0,50
20
2,4
6)
POROTON-HLz-Planziegel-T-1,4
1-4
Z-17.1-728/-868
0,58
20
2,4
6)
POROTON-Planziegel-T 500
1-4
Z-17.1-706
0,50
12
1,8
3)
Empfehlung für Windlastzonen
bauaufsichtliche Zulassung
Tragende Innenwände (d ≤ 24,0 cm)
Produkt
DruckfestigkeitsRohdichteklasse klasse
zul. / max gem. zul. Mauerwerks- Schubnachweis druckspannung nach DIN 1053-1, zul. 0 [MN/m2] Abschnitt 6.9.5 und 7.9.5
POROTON-Planziegel-T-D
1-3
Z-17.1-678
0,8
8
1,4
6)
POROTON-HLz-Planziegel-T-0,9
1-4
Z-17.1-728/-868
0,8/0,9
8/12
1,4/1,8
6)
POROTON-HLz-Planziegel-T-1,2
1-4
Z-17.1-728/-868
1,2
20
2,4
6)
POROTON-HLz-Planziegel-T-1,4
1-4
Z-17.1-728/-868
1,4
20
2,4
6)
POROTON-Planziegel-T 500
1-4
Z-17.1-706
1,2
12
1,8
3)
POROTON-Planfüllziegel PFZ-T
1-4
Z-17.1-537
2,0
8
1,7
7)
POROTON-Planfüllelement PFZ-T500
1-4
Z-17.1-537
2,0
8
1,7
7)
1) 0,33 · zul. bzw. max. nach 6.9.5 bzw. 7.9.5 2) 0,50 · zul. bzw. max. nach 6.9.5 bzw. 7.9.5 3) 0,60 · zul. bzw. max. nach 6.9.5 bzw. 7.9.5
4) nach 6.9.5 zul. = 0,02 MN/m2, nur vereinfachtes Verf. möglich 5) nach 6.9.5 zul. = 0,04 MN/m2, nur vereinfachtes Verf. möglich 6) nach 6.9.5 zul. = 0,01 · NSt bzw. nach 7.9.5 Rz = 0,025 · NSt 7) max. für Hochlochsteine nach 6.9.5
15
BRS 15022 15
14.02.2008 15:34:01 Uhr
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Oldenburger Allee 26 D-30659 Hannover
* (4 ct/min aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichende Preise aus dem Mobilfunknetz)
15002 08/07 5.0
Telefon (0511) 61070-0 Fax (0511) 614403 www.wienerberger.de
Technische Bauberatung Service-Telefon POROTON 0 18 01-12 03 40* TERCA 0 18 01-12 03 60* KAMTEC 0 18 01-12 03 50* SONDERBAUTEILE 0 18 01-12 03 90*
BRS 15022 16
14.02.2008 15:34:03 Uhr