DAS MAGAZIN
AUS DEM HAUSE WENDT & KÜHN
43. AUSGABE
H E R B S T/ W I N T E R 2 0 2 6
A U S D E M I N H A LT
4 Ein Fest für Herz und Gaumen Geschenk-Tipp 5 Gemeinsame Werte und Meisterschaft Adventskalender O wie Online-Marktplatz Grünhainichener Lexikon 6 Goldene Kamera und glanzvolle Ornamente Neuheiten und Wiederauflagen 2026 8 Meisterschaft in Perfektion Rarität 10 Wie wird man eigentlich Holzspielzeugmacher/in? Ausbildung 11 Netz-Werke. Frauen im Kunstgewerbe Neue Ausstellung 12 Die Figuren hinter Walt Disneys Schreibtisch Gespräch mit Ed Ovalle, Walt Disney Archiv 16 Im Zeichen der wetterbeständigen Fichte 111. Firmenjubiläum 18 „Wenn ich Musik spiele, ist das Glück.“ Ein Tag mit Gabriella Victoria, Harfenistin des Leipziger Gewandhausorchesters 20 Liebe auf den ersten Blick Lebendige Tradition 21 Veranstaltungen und App Wendt & Kühn erleben
LIEBE LESERINNEN UND LESER, ich verwende selten Superlative, wenn es um Vergleiche von Ereignissen, Gegenständen oder Leistungen geht. Doch bei der Einordnung einer Geschichte, die wir Ihnen in dieser Ausgabe der elfpunktepost erzählen, und der Ankündigung der neuen Ausstellung in der Wendt & Kühn-Welt mache ich es. Zu den überraschendsten Postsendungen, die in unserer Manufaktur jemals eingetroffen sind, zählt eine handgeschriebene Weihnachtskarte aus dem Walt Disney Archiv in Burbank, die uns im Dezember des vorigen Jahres erreichte. Wie aus dem Nichts heraus wird dadurch eine Verbindung wieder lebendig, deren Anfänge über 80 Jahre zurückliegen. Wir sind der Sache nachgegangen. Seien Sie gespannt auf ein im wahrsten Sinne des Wortes tiefgreifendes Interview ab Seite 14. Jede der konzipierten Ausstellungen, die wir in den vergangenen elf Jahren im historischen Teil der Wendt & Kühn-Welt in Grünhainichen gezeigt haben, bedurfte einer gründlichen Recherche und einer fundierten Einordnung in die jeweilige Zeitepoche. Die Vorbereitungen zur neuen Exposition „Netz-Werke. Frauen im Kunstgewerbe“ erweisen sich jedoch bereits jetzt als die bisher komplexesten Arbeiten. Das gilt sowohl für das Aufspüren der Verbindungen zwischen Frauen, die das Kunsthandwerk in Deutschland im beginnenden 20. Jahrhundert geprägt haben, kein Handy hatten und dennoch oft ein Leben lang vernetzt waren. Ebenso gilt es für die Beschaffung wertvoller und seltener Leihgaben. Ich möchte Sie bereits jetzt einladen, die neue Ausstellung zu besuchen, die wir am 3. Oktober 2026 eröffnen werden. Erste Einblicke gewähren wir auf Seite 10. Der über 35 Zentimeter große „Engel mit Lichterbogen“, den wir im Musterarchiv behüten, ist einer der Belege dafür, wie sich meine Großtante und Firmengründerin Grete Wendt und meine Omi Olly in ihrer Arbeit ergänzt haben. Das Meisterstück, das Perfektion, handwerkliches Können und über Generationen hinweg bewahrte Werte verkörpert, kehrt als Rarität im 111. Jahr des Bestehens unserer Manufaktur ins Sortiment zurück. Mehr dazu erfahren Sie auf den Seiten 8 und 9. Bei all jenen Leserinnen und Lesern, die mir ihre persönlichen Gedanken zu unserer Jubiläumsfigur „Engel mit Konzertharfe“ geschildert haben, möchte ich mich besonders bedanken. Jede dieser Geschichten ist so einzigartig, dass es keiner weiteren Superlative bedarf. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen der 43. Ausgabe der elfpunktepost. Ihre
22 Auf Wiedersehen Letztmalig 2026 gefertigt Claudia Baer, geb. Wendt
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G E S C H E N K-T I P P
Ein Fest für
HERZ UND GAUMEN
Wussten Sie, dass die Figuren aus unserer Manufaktur auch liebevolle Präsente für kleine und große Naschkatzen sein können? Mit Kuchen, Törtchen, Lebkuchen und Weihnachtsstollen sind die Elfpunkte-Engel ebenso vertraut wie mit Harfe, Geige, Trompete und Flöte – ein himmlisch-köstlicher Geschenk-Tipp.
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enn der Duft von frisch gebackenen Plätzchen und würzigen Lebkuchen durch die Räume zieht, kündigt sie sich an: die Weihnachtszeit. Es wird gerührt, geknetet und verziert, und mit jeder Zutat wächst die Vorfreude. Auch die Elfpunkte-Engel sind für Naschereien immer zu haben. Während der eine stolz sein mit Zuckerguss und Mandeln geschmücktes Lebkuchenherz präsentiert, hat der andere schon seinen Schlitten mit einem traditionellen erzgebirgischen Weihnachtsstollen beladen – bereit, einen lieben Menschen zu erfreuen.
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Wie schön wäre es, diese Figuren gemeinsam mit einer Kostprobe von selbstgebackenen Plätzchen zu verschenken? Oder passend zum Holz-Stollen mit einem echten Christstollen vom Bäcker Ihres Vertrauens? Eine Geste, die sowohl das Herz als auch den Gaumen erfreut. Auch als Überbringer einer Einladung zum gemütlichen AdventsKaffeekränzchen oder als stilvolles Geschenk für die Gastgeber eignen sich die Figuren. Vielleicht möchten Sie auch den Eltern oder Großeltern damit danken, die mit Ihnen in Kindertagen geduldig Plätzchen-Blech für Plätzchen-Blech backten und auch beim größten Küchen-Chaos stets ein Lächeln auf den Lippen hatten. Ganz persönlich wird das Präsent, wenn Sie ein überliefertes Familienrezept beilegen oder Ihr liebstes Plätzchenrezept weitergeben.
PRALINEN VON HALLINGERS
GEMEINSAME WERTE UND MEISTERSCHAFT
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ie Partner, mit denen wir zusammenarbeiten, wählen wir mit großer Sorgfalt aus. Uns verbindet weit mehr als die Freude auf gelungene Produkte – es sind immer auch gemeinsame Werte, die eine Zusammenarbeit „wert-voll“ machen. Deshalb fühlen wir uns mit Hallingers Genuss Manufaktur in besonderer Weise verbunden. In der Confiserie im schwäbischen Bad Wörishofen werden in diesem Jahr die 23 erlesenen Pralinen für den Wendt & KühnAdventskalender gefertigt. Hinter dem 24. Türchen wartet auch diesmal ein kleiner Himmelsbote. Wie bei Wendt & Kühn entstehen auch bei Hallingers in feiner Handarbeit und mit großer Sorgfalt Kunstwerke mit einem Anspruch an höchste Qualität. Doch nicht nur die Leidenschaft für das Handwerk verbindet uns. Hinzu kommt ein gemeinsames Herzensanliegen: Sowohl Hallingers als auch Wendt & Kühn unterstützen die Arbeit der World Childhood F oundation. Die Stiftung setzt sich dafür ein, Kindern weltweit eine behütete Kindheit zu ermöglichen und ihre Rechte zu
2 3 E R L E S E N E P R A L I N E N aus der Manufaktur
Hallingers versüßen die Adventszeit. Hinter der 24. Tür verbirgt sich eine Figur, die ausschließlich in diesem Adventskalender erhältlich ist.
stärken. Die Wendt & Kühn-Engel mit farbigen Flügelpunkten, die für die Partnerschaft mit der Stiftung entstanden, tragen diese Botschaft in die Welt. Das Engagement unserer beiden Unternehmen ist Ausdruck einer gemeinsamen Überzeugung: Wahre Meisterschaft zeigt sich nicht nur im Handwerk, sondern auch im Mit einander.
G RÜ N H A I N I C H E N E R L E X I KO N
O W I E O N L I N E - M A R K T P L AT Z
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uf dem digitalen Marktplatz unserer Manufaktur (www.wuk-shop.de) bieten Wendt & Kühn und autorisierte Fachhändler das aktuelle Sortiment mit Elfpunkte-Engeln, Blumenkindern, Spieldosen und vielem mehr an – samt zahlreicher Anregungen für Geschenk ideen oder Dekorationen. Mitunter ist hier auch noch die eine oder andere Rarität zu entdecken. Sind die Wunschfiguren gefunden, können ein Fachhändler oder auch die Manufaktur ausgewählt werden. Die Figuren werden dann direkt nach Hause verschickt. Der Online-Marktplatz ist somit immer dann die richtige Wahl, wenn der nächste Fachhändler weiter entfernt ist, es schnell gehen muss oder der Einkauf am Abend, am Wochenende oder ganz bequem vom heimischen Sofa aus erfolgen soll.
E I N K A U F S B U M M E L I M I N T E R N E T : Auf dem Online-Marktplatz von Wendt & Kühn lassen sich die Figuren und Spieldosen unserer Manufaktur ganz bequem von zu Hause aus bestellen.
Ebenso schön ist es natürlich, die Figuren in den Wendt & KühnVerkaufsgalerien in Grünhainichen und in Seiffen oder bei einem autorisierten Wendt & Kühn-Fachhändler zu entdecken. Hier lassen sie sich aus nächster Nähe betrachten und ganz bewusst auswählen. Eine persönliche Beratung macht den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Die Händlersuche auf unserer Website hilft Ihnen dabei, einen Fachhändler in Ihrer Nähe zu finden.
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AB SOFORT IM SORTIMENT
Goldene Kamera und glanzvolle Ornamente Die neue Goldedition sorgt bereits seit Juli dieses Jahres für glanzvolle Momente. Und auch der Engel mit Lichterbogen präsentiert sich im goldenen Schein. Wie die kostbare Rarität gefertigt wird, erzählen wir auf den Seiten 8 und 9.
G o l d e d i t i o n N o– 1 9
L i m i t i e r t e G o l d e d i t i o n N o– 1 9
C H R O N I S T, E N G E L M I T K A M E R A ,
C H R O N I S T, E N G E L M I T K A M E R A ,
V E R G O L D E T (6 cm)
A U F M E TA L L S O C K E L , V E R G O L D E T,
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NACHGEFRAGT
E R I N N E R U N G E N B E WA H R E N
Was hält der Engel der neuen Goldedition diesmal in seinen Händen? Das Accessoire stellt eine Faltenbalgkamera dar, wie sie über viele Jahrzehnte zum Fotografieren verwendet wurde. Doch wodurch unterscheidet sie sich von den Modellen, die heute zum Einsatz kommen? Darüber haben wir mit dem Fotografen Mirko Hertel gesprochen, der nicht nur moderne Kameratechnik kennt, sondern auch selbst eine historische Faltenbalgkamera besitzt. Sie ist Ihnen bestimmt schon auf der Titelseite dieser elfpunktepost aufgefallen. Im Interview berichtet er von der Faszination alter Kameras und vom Fotografieren früher und heute. Das Gespräch finden Sie auf unserer Website.
In den Händen des Chronisten, der Gold edition No– 19, ruht eine Kamera im Stil vergangener Jahrzehnte. Sie lässt zurückdenken an eine Zeit, in der das Öffnen des Faltenbalgs, das Einstellen des Fotoapparates und das Innehalten vor dem Auslösen sehr viel Aufmerksamkeit und Geduld erforderten. Erst wenn die Aufnahmen entwickelt waren, zeigte sich das Ergebnis – bildgewordene Augenblicke, festgehalten für die Ewigkeit. Die neue Goldedition erinnert auf charmante Weise daran, sich im oftmals turbulenten Alltag ganz bewusst den schönen Momenten zuzuwenden und zu bewahren, was sonst vergeht – ganz gleich, ob auf Zelluloid gebannt, auf dem Smartphone gespeichert oder im Herzen verankert. Ein wundervolles Geschenk für pas-
I N S P A N S C H A C H T E L (6 cm)
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sionierte Hobby- und Profi-Fotografen, für Menschen, denen man schöne FotoMomente auf ihren Reisen wünscht, oder für all jene, die den „Fokus“ nicht verlieren sollen. Die nostalgische Kamera ist in 999er Gold gehüllt. Ihre fein ausgearbeiteten Details machen sie zu einem glanzvollen Hingucker. In der Ausführung mit vergoldetem Sockel ist der Engel limitiert – nur 22.222 Mal wird er seinen Besitzern zur Seite stehen. Jeweils auf der Bodenmarke der Figur, im Begleitheft und auf der Spandose ist die Nummer aufgebracht – so wird jeder Engel zum wertvollen Einzelstück.
WEITERE NEUHEITEN UR ZUM
J BI
LÄUM
ENGEL MIT K O N ZE R TH A R F E , SITZEND, 111 JAHRE WENDT & KÜHN, JUBILÄUMSENGEL 2 0 2 6 (6 x 3,5 x 6 cm)
ENGEL MIT FLÖTE IN GRÜNEM EI, MIT M U S T E R U N G (5 cm)
651/4
SCHWEBEENGEL, KLEIN, MIT HARFE
ENGEL MIT GLÜCKSKLEE
(6 cm)
HEINZELMÄNNCHEN MIT SCHLÜSSEL U N D L I C H T (5,5 cm)
MARGERITENENGEL, M I T T E LG R O S S , M I T B L U M E (6,5 cm)
(12 cm)
65 0 /174
5243/7
634/8
5 2 4 8 / 31
MÄDCHEN MIT S T U D E N T E NB L U M E
(3 cm)
ENGEL MIT PA N F L Ö T E , S C H W E B E N D (5 cm)
ENGEL MIT STERN U N D L AT E R N E , I M M O N D (7,5 cm)
MARGERITENENGEL, SITZEND, MIT BRUMMK R E I S E L (4 cm)
KRONENENGEL, G RO S S, M I T KO R B, R E C H T E C K I G (9 cm)
6 3 0 7 /14 b
65 0 /1 3 0 / 2 7
65 0 / 7 0 / 51
634/70 /46
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65 0 / 2 0 2 6 /111 ausschließlich 2026 gefertigt
ENGEL, KLEIN, MIT S T E R NS C H N U P P E
(4,5 cm)
55 0 / k n w /17 5 ausschließlich in den hauseigenen Geschäften in Grünhainichen und Seiffen erhältlich und bestellbar
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* ENGEL IM RING (7,5 cm) M I T L E B KUCHENHERZ UND KUGEL; GLASK U G E L , S I L B E R (6 cm)
5 2 2 6 / 6 31 2 / 2 g o l d
5 2 2 6 / 6 31 2 / 2 s i l b e r
S C H L I T T E N (5 cm)
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* HANDELSMANN, * HANDELSFRAU, K L E I N (13 cm) K L E I N (12,5 cm)
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538/6
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ENDT &
K
E N G E L M I T FA R B I G E N F L Ü G E LP U N K T E N U N D T E D DY (6 cm)
65 0 / 2 0 2 6 / W C F USIVE
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KUCHENHERZ U N D K U G E L ; G L A S K U G E L , G O L D (6 cm)
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* ENGEL IM RING (7,5 cm) M I T L E B -
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* Erhältlich ab 5. Oktober 2026
KALENDERFIGUR 2027 K A L E N D E R B L ÄT T E R 2 0 2 7 RAHMEN FÜR KALENDER
(Figur: 4 cm, Rahmen: 16,5 x 4 x 16,5 cm)
(9 cm)
* ADVENTSKALENDER 2026, M I T F I G U R (33 x 45 cm)
5260 /3
AK 2026
E L E FA N T, G R O S S
Bitte beachten Sie: Die Artikel aus unserer Manufaktur erhalten Sie bei Ihrem Fachhändler oder in den hauseigenen Geschäften von Wendt & Kühn in Grünhainichen und in Seiffen sowie auf unserem Online-Marktplatz unter www.wuk-shop.de.
Figur exklusiv im Kalender erhältlich
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R A R I TÄT
Sehr behutsam wählen wir von Zeit zu Zeit wahre Kostbarkeiten aus unserem Musterschatz aus und fertigen sie einzeln und nur auf Bestellung. Diese Artikel zeugen in ganz besonderem Maße von der Meisterschaft unserer Manufaktur. In diesem Jahr haben wir uns für einen Engel mit Lichterbogen entschieden, der mit einer Bemalung beeindruckt, die ihresgleichen sucht. Ein Blick in die Werkstätten lässt den Entstehungsprozess lebendig werden.
Meisterschaft
ENGEL MIT LICHTERBOGEN, G R O S S (35,5 cm)
532/2
IN PERFEKTION
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A
us eins mach zwei“, heißt es in der Dreherei. Hier werden der schlanke Körper und der geschwungene Mantel des Engels gedrechselt. Zunächst noch kreisrund, werden sie im nächsten Schritt mit einer Säge entlang ihrer Symmetrieachse geteilt, bevor in der Leimerei-Abteilung jeweils eine Mantel- und eine Körperhälfte zusammengefügt werden und der Strahlenkranz eingesetzt wird. Anschließend werden die Arme an den Körper geleimt. Dabei ist äußerste Präzision vonnöten. Schon die kleinste Abweichung würde später das Anbringen des großen Lichterbogens unmöglich machen, denn die Spannbreite der Arme muss exakt der Bogenlänge entsprechen. In der TauchereiAbteilung erhält der Engel sein weißes Unterkleid. Auf einen Holzstab gesteckt und ins Farbbad getaucht, versetzen ihn geübte Hände in eine Drehbewegung. So wird die überschüssige Farbe abgeschleudert. Gar nicht so leicht – im wahrsten Sinne des Wortes! Immerhin wiegt der Engel 52-mal so viel wie ein kleiner Elfpunkte-Engel. „Da wirken ganz andere Kräfte“, weiß Gilbert Jäkel, Mitarbeiter der Taucherei, zu berichten.
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In der Malerei angekommen: Obwohl Andrea Weber bereits über viele Jahre Erfahrung in der Bemalung von reich verzierten Figuren verfügt, gibt sie zu: „Vor dieser Aufgabe habe ich schon Respekt.“ Sie ist es, die auf das cremefarbene Kleid, den Umhang und die altrosa Flügel die Goldverzierungen aufbringt. Mit dünnem Pinsel und ruhiger Hand setzt sie florale Elemente, feine Wellenlinien und zarte Punkte. „Das Kniffligste sind die Kreise, die müssen richtig schön rund sein“, beschreibt die Malerin die Herausforderung. Bei den Wellenlinien im Inneren hingegen kann sich A ndrea Weber „entspannen“ – schmunzelnd erklärt sie: „Das M I T F E I N E M P I N S E L erhält der Engel sein freundliches Gesicht. Die Augen können wahlweise offen oder geschlossen sein. Damit beim Malen genügend Freiraum bleibt, wird der Bogen mit den Lichtertüllen – der übrigens auch mit LED-Lampen bestückt werden kann – erst später angebracht.
sind Zitterlinien, die dürfen so sein.“ Mit jedem Ornament und jedem Punkt formt sich das Kunstwerk zu einem Ganzen – allein 17 Kreise beziehungsweise Halbkreise mit einer Vielzahl von Linien im Inneren schmücken das Kleid des Engels, hinzu kommen rund 600 Punkte. Ist die Bemalung der Vorderseite vollendet, „rahmt“ die Kunsthandwerkerin rückseitig den Umhang mit einer aufwändigen Bordüre und lässt im Zentrum ein üppiges Blumenmotiv entstehen. Anschließend werden die Flügel verziert. Das Gesicht erhält der Himmelsbote von einer der wenigen Gesichtermalerinnen – sie lassen den Engel sanft lächeln und gütig blicken. Auf Wunsch können die Augen sogar geschlossen gemalt werden, denn diese Variante findet sich ebenfalls in unserem Musterarchiv.
AUS EINS MACH ZWEI:
Ein gedrechselter Mantel und ein gedrechselter Körper werden längs zersägt. So entstehen die Holzteile für zwei Engel.
Apropos Archiv: Dank erhalten gebliebener Zeichnungen und Kataloge ist bekannt, dass der Engel bereits 1920 entstand. Die Form des anmutigen Lichterträgers entwarf Grete Wendt. Sein eindrucksvolles Muster hingegen entwickelte Olly Sommer (später Wendt), die zu diesem Zeitpunkt gerade erst ihre Arbeit in der Manufaktur begonnen hatte. So entstand ein wahres Schmuckstück, das wir behutsam in die aktuelle Produktion überführt haben und nun als außergewöhnliche Rarität fertigen. NOCH MEHR EINBLICKE UND VORBESTELLUNG:
Auf unserer Website zeigen wir mit vielen weiteren Fotos, wie der Engel entsteht. Dort ist unter anderem auch die Bemalung des Umhangs auf der Rückseite des Engels zu sehen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie die Figur in den hauseigenen Welten von Wendt & Kühn oder bei Ihrem Fachhändler vorbestellen können. Gegen eine Anzahlung von 300 Euro beginnen wir mit der Fertigung der für Sie bestimmten Figur. Die ersten Engel mit Lichterbogen werden Anfang Oktober 2026 die Manufaktur verlassen.
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AUSBILDUNG
Wie wird man eigentlich HOLZSPIELZEUGMACHER/IN? Luise Renner (22 Jahre alt) ist Auszubildende im dritten Lehrjahr bei Wendt & Kühn. Sie erzählt, wie sie bei der Bewerbung alles auf eine Karte setzte, warum sie die Drehbank zunächst lieber mied und was sie an ihrer Arbeit glücklich macht.
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m ehrlich zu sein, wusste ich nach der Schule noch nicht genau, in welche Richtung ich gehen wollte. Ich hatte schon ein Praktikum bei einem Tischler gemacht und das Arbeiten mit Holz hatte mir gefallen, doch irgendwie fehlte noch das gewisse Etwas. Mit meinem Berufsberater recherchierte ich, welche Berufe Holz und Kunst miteinander verbinden – und bin auf das erzgebirgische Kunsthandwerk gestoßen. Und als ich die Figuren von Wendt & Kühn gesehen habe, wusste ich: Das will ich machen! Tatsächlich habe ich mich auch nur hier beworben – zugegeben, ein bisschen riskant war das schon. Wenn es nicht funktioniert hätte, hätte ich sogar das Jahr überbrückt und es erneut versucht. In den ersten beiden Lehrjahren waren wir oft in der Berufsschule in Seiffen – das ist die einzige Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule in ganz Deutschland. Hier haben wir Theorieunterricht wie Deutsch und Englisch, aber auch fachbezogene Mathematik, Werkstoffbearbeitung, Maschinenkunde und AutoCAD. Den praktischen Teil lernen wir in der Verbundausbildung und natürlich direkt in der Manufaktur. Wir sind in allen Abteilungen – von der Dreherei über die Leimerei und Taucherei bis hin zur Malerei. Die größte Freude habe ich beim Malen. Mit jedem Pinselstrich werden die Figuren farbenfroher und detailreicher. Am Ende des Tages zu sehen, was man mit den eigenen Händen geschaffen hat, das macht mich glücklich. Nicht so glücklich war ich zunächst beim Drechseln, da hatte ich zu Beginn so meine Schwierigkeiten. Vor den Maschinen und den Kräften, die da wirken, hatte ich anfangs ordentlich Respekt und war entsprechend angespannt. Aber ich hatte gute und geduldige Lehrer, und irgendwann klappte es. Nun macht es mir sogar richtig Spaß. Wir Azubis sind immer mittendrin, wir machen nicht etwa Aufgaben, die sonst keiner erledigen will. Wir übernehmen Arbeiten, die wirklich gebraucht werden. Ich habe das Gefühl, dass ich ein wichtiger Teil des Unternehmens bin. Und wenn ich abseits
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H E R Z L I C H E N G L Ü C K W U N S C H : Kurz vor Redaktionsschluss hat Luise Renner ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und arbeitet nun in ihrer Lieblingsabteilung, der Malerei.
der Manufaktur auf Menschen treffe, die mir ganz persönliche Geschichten von ihren Wendt & Kühn-Figuren erzählen, dann spüre ich, dass ich mit meiner Arbeit tatsächlich etwas bewirken kann. Aktuell mache ich die letzten Handgriffe an meinem Prüfstück. Ich habe eine Spieldose gestaltet – von der ersten Idee über die Zeichnung bis zum fertigen Werkstück. Zu sehen, dass ich nach drei Jahren Ausbildung so etwas schaffen kann, macht mich stolz. N O C H M E H R P E R S Ö N L I C H E E I N B L I C K E gibt Luise im
Podcast ERZ LIVE (Folge „Ausbildung zum Holzspielzeug macher/in“) – überall dort, wo es Podcasts gibt. Darin berichtet sie unter anderem über ihre beiden USA-Reisen während der Ausbildung. Außerdem erzählt Komplementärin Claudia Baer, geb. Wendt, vom Bewerbungsprozess, möglichen Heimvorteilen und dem aufregenden Moment, wenn die Auszubildenden ihre Prüfstücke präsentieren. Alle Informationen zur Ausbildung „Holzspielzeugmacher (m/w/d)“ unter www.wendt-kuehn.de, Rubrik „Karriere“
NEUE AUSSTELLUNG
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N E T ZWerke FR AUE N IM KUNS TG E WE RBE
Monatelange Recherchen, eine intensive Spurensuche sowie zahlreiche Gespräche gingen der neuen Ausstellung voraus, die Besucherinnen und Besucher ab dem 3. Oktober 2026 in der Wendt & Kühn-Welt in Grünhainichen entdecken können. So komplex und intensiv wie bei dieser Schau waren die Vorbereitungen wohl noch nie. Wir stimmen Sie ein.
I tr ud Kleinhempel
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m Fokus der Ausstellung steund drei Lehrerinnen beleuchtet – hen die Netzwerke, welche darunter Gertrud Caspari (Kinderdie Firmengründerinnen buchautorin), Alice Dmitrijew Grete Wendt und Grete (Malerin) und Hedwig BollhaKühn sowie die Gestaltegen (Keramikerin). Mehr als 100 rin Olly Wendt (geb. Sommer) Ausstellungsstücke lassen die Gäste sowohl beruflich als auch privat eintauchen in die Welt der kreatirm mit anderen Kunstgewerblerinven Frauen. Neben Fotos, Briefen p le h em nst inh e uhl · nen pflegten. Alle drei Frauen hatund Figuren aus dem Wendt & Kühnl G er t r u d K ten die Kunstgewerbeschule in Dresden Firmenarchiv werden Leihgaben aus verbesucht – keine Selbstverständlichkeit, denn erst schiedenen Museen gezeigt, beispielsweise Bücher, ab 1907 wurden Damen dort überhaupt aufgenomGemälde, Textilien und Keramiken. Sogar ein fast men. Das Kunstgewerbe war bis dahin ein weitgezwei Meter hoher Wäscheschrank aus dem Bestand hend von Männern dominierter Bereich. Umso der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, entbedeutsamer war es für die Frauen, sich gegenseiworfen von Margarete Junge, gehört nun vorübertig zu unterstützen. Die Schülerinnen bauten ein gehend zum „Inventar“ der Wendt & Kühn-Welt. umfangreiches Netzwerk auf: Sie halfen sich bei der Erfüllung von Aufträgen, bei der Organisation von Die Ausstellung ist ab dem 3. Oktober 2026 in der Ausstellungen oder bei der Gründung eigener FirWendt & Kühn-Welt in Grünhainichen zu sehen men. Oft entstanden Freundschaften fürs Leben. (täglich 10 bis 17 Uhr). Begleitet wird sie von Die Ausstellung widmet sich nicht nur den einer abwechslungsreichen Veranstaltungsreihe, beruflichen und privaten Netzen, sondern die die Themen Freundschaft und Kreativität in würdigt auch die Werke der Frauen. Mit den Mittelpunkt stellt. Details zum Programm spannenden Exponaten wird das Leben unter www.wendt-kuehn.de/ausstellungund Wirken von elf Mitschülerinnen netz-werke-frauen-im-kunstgewerbe.
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© Disney E D O VA L L E im rekonstruierten Arbeitszimmer von Walt Disney. Der 57-Jährige ist seit 2006 im Walt Disney Archiv tätig. Gemeinsam mit seinem Team bewahrt er das historische Erbe Walt Disneys und des von ihm mitbegründeten Unternehmens. In Ed Ovalles Händen: der „Umzugswagen mit zwei Engeln“.
DIE FIGUREN HINTER
Walt Disneys
SCHREIBTISCH IM GESPRÄCH MIT E D O VA L L E A U S D E M WA LT D I S N E Y A R C H I V
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Manche Geschichten kann man nicht planen, sie passieren einfach – so geschehen im Dezember des vergangenen Jahres. Kurz vor dem Weihnachtsfest traf ein Brief bei uns ein. Auf der Rückseite des Umschlags fand sich der Absender: Walt Disney Archives, Burbank, California. Voller Spannung begannen wir die Zeilen zu lesen, die Ed Ovalle per Hand verfasst hatte. Wir waren überrascht und gerührt von den wohlgewählten Worten – und fest entschlossen, mehr über den leitenden Archivar der Walt Disney Company, seine Arbeit sowie die Verbindung des Filmemachers Walt Disney zu den Figuren von Wendt & Kühn zu erfahren. Ein Gespräch über kleine Figuren, große Wertschätzung und die Freude am Sammeln.
W E N D T & K Ü H N : Ed Ovalle, mit diesem Brief fing alles an. Lassen Sie uns kurz zurückschauen: Sie arbeiten seit 25 Jahren für die Walt Disney Company – zunächst in der Rechtsabteilung und seit 2006 im Walt Disney Archiv. Dort hatten Sie verschiedene Positionen inne und sind derzeit als leitender Archivar im Forschungsteam tätig. Was hat Sie dazu bewogen, den Brief an unsere Manufaktur zu schreiben? Heutzutage ist es eher ungewöhnlich, seine Wertschätzung „einfach mal so“ auszudrücken. Und dann auch noch handschriftlich statt per E-Mail! E D O VA L L E : Ich habe mich entschieden, meinen Dankesbrief handschriftlich zu verfassen, da in einer zunehmend von digitaler Kommunikation geprägten Zeit eine handgeschriebene Notiz persönlicher und angemessener erschien. Sie war eine Geste des Respekts gegenüber den Kunsthandwerkern, die die traditionell gefertigten Figuren von Wendt & Kühn erschaffen. Ich habe mich sehr über Ihre Antwort gefreut und war dankbar zu erfahren, dass meine Worte vom Team bei Wendt & Kühn so herzlich aufgenommen wurden. Übrigens: Als Forschungsarchivar verbringe ich einen Großteil des Tages damit, meine Notizen mit Bleistift und Papier zu verfassen. W E N D T & K Ü H N : Auch bei uns gibt es eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, die täglich tief in die 111-jährige Geschichte unserer Manufaktur eintaucht. Dabei arbeitet sie mit mehr als 4.500 Figurenmustern aus allen Epochen der Unternehmensgeschichte, mit prall gefüllten Archivkartons voller Fotos, Briefe und Verträge. Hinzu kommen Mappen und Sammlungen von rund 5.800 meist figürlichen Zeichnungen sowie persönliche Gegenstände aus dem Leben der Firmengründerin Grete Wendt, der Designerin Olly Wendt und deren Familien. Die Objekte werden von ihr geprüft, sortiert, dokumentiert, in einer elektronischen Datenbank erfasst, die derzeit mehr als 17.600 Einträge zählt, und aus-
© Disney
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itte entschuldigen Sie diesen unaufgeforderten Weihnachtsgruß von einem unbekannten Gratulanten. Mein Name ist Ed Ovalle und ich war 2015 als leitender Archivar an der Restaurierung von Walt Disneys Büro beteiligt. Im Büro sind einige Figuren von Wendt & Kühn ausgestellt […]. Es handelte sich um Weihnachtsgeschenke von seiner Tochter Diane, und sie gefielen ihm so gut, dass er sie dort aufstellte, wo er sie jeden Tag sehen konnte. Als ich sie in sein Büro zurückbrachte, war ich von der zarten Schönheit der Wendt & KühnFiguren verzaubert. Ihre Handwerker leisten großartige Arbeit, und ich war begeistert, als ich freudig feststellte, dass die Figuren noch immer in Deutschland handgefertigt werden, genau wie die in Walts Büro. […] Da Walts Wendt & Kühn-Figuren Weihnachtsgeschenke waren, dachte ich, es wäre nur passend, allen bei Wendt & Kühn ein frohes Weihnachtsfest zu wünschen! Mit besten Grüßen, Ed Ovalle“
H A N D G E S C H R I E B E N : Dieser Brief von Ed Ovalle, leitender Archivar des Walt Disney Archivs, erreichte uns im Dezember 2025.
gewertet. Das erfordert viel Ausdauer, Sorgfalt und Akribie – und nicht selten detektivisches Gespür. Wie ist das bei Ihnen? Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus? E D O VA L L E : Es klingt ganz so, als hätten Ihre wissenschaftliche Mitarbeiterin und ich viel gemeinsam. In meiner derzeitigen Funktion als leitender Archivar besteht meine Hauptaufgabe darin, zur Wahrung der historischen Genauigkeit beizutragen, indem ich interne Geschäftsbereiche sowie externe Forscher bei Fragen zur Geschichte von Disney unterstütze. Diese Anfragen können sich auf Animationen, Spielfilme, Themenparks, Musik oder die Unternehmensgeschichte beziehen und erfordern häufig den Zugriff auf historische Dokumente und Fotografien, die mit Walt Disney und dem Unternehmen in Verbindung stehen, das er 1923 gemeinsam mit seinem Bruder Roy O. Disney gründete. Es ist schwer, ein anderes Unternehmen zu finden, das so tiefgreifend Inspiration aus seiner eigenen Geschichte schöpft wie die Walt Disney Company. Unsere Sammlung interner Kommunikationsunterlagen dokumentiert die Vergangenheit im Verlauf ihres Geschehens und bietet heute einen einzigartigen Einblick in die Entwicklung des Unternehmens – von den Anfängen in einer Garage im Hinterhof bis hin zu dem weltweiten Konzern, der es heute ist.
Mein Arbeitsalltag ist abwechslungsreich: An einem Tag bereite ich vielleicht einen historischen Vortrag über Walt Disneys Faszination für die Luftfahrt vor, beantworte Rechercheanfragen – etwa nach dem Titel des letzten Schwarz-Weiß-Cartoons von Micky Maus –, korrigiere Texte für ein umfassendes Buch über die Geschichte von Donald Duck oder überprüfe die Echtheit eines Walt-Disney-Zitats. Einen Großteil meiner Zeit verbringe ich jedoch mit der Sichtung historischer Dokumente, von Tagebüchern und Tausenden von Fotografien, die die 100-jährige
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Geschichte der Walt Disney Company dokumentieren. Mein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Mitbegründer des Unternehmens, Walt Disney. Dazu gehören auch Tausende von Schriftstücken aus der Geschäftskorrespondenz, die von den Anfängen des Unternehmens bis zu Walts Tod im Jahr 1966 reichen.
© Disney
Ein Projekt, das in Erinnerung bleibt, war die Zusammenarbeit des Forschungsteams des Walt Disney Archivs mit dem Produktionsteam des Films „Saving Mr. Banks“ im Jahr 2013. Wir ermöglichten den Filmemachern den Zugang zu Walt Disneys Büros, damit sie die Räumlichkeiten fotografieren und detaillierte Zeichnungen für eine authentische Nachbildung des Filmsets anfertigen konnten. Der Film schildert die Entstehungsgeschichte von „Mary Poppins“ (1964). Besonders gefreut hat mich, dass die
WA LT D I S N E Y S A M M E LT E M I N I AT U R E N aller Art. Bunt gemixt, platzierte er sie in seinem Büro-Regal. Vier Figuren von Wendt & Kühn tummeln sich auf diesem Detailfoto (v.l.n.r.): der Tischkartenhalter „Mädchen mit Schlüsselblume“, das „Mädchen mit Sonnenblume“ in einer seltenen Malvariante (Blütenzentrum ohne Verzierung), der Tischkartenhalter „Junge mit Märzenbecher“ (Blume fehlt) sowie das „Mädchen mit Stiefmütterchen“.
Artikel von Wendt & Kühn in das Set von Walt Disneys Büro integriert wurden. Für mich als Archivar ist historische Genauigkeit unerlässlich, und die Figuren von Wendt & Kühn waren ein wichtiger Bestandteil von Walts Welt, der unbedingt dargestellt werden musste, um die Authentizität des Sets zu wahren. Später erfuhr ich durch Ihr englisches Kundenmagazin eleven dot post (Ausgabe 2014), dass diese Figuren von Ihrem Team zur Verfügung gestellt worden waren. W E N D T & K Ü H N : So begegneten Sie also den Wendt & Kühn-
Figuren? E D O VA L L E : Ja, ich lernte Walts Sammlung der Wendt & KühnFiguren im Jahr 2014 kennen, als Mitarbeiter des Walt Disney Archivs gemeinsam mit unseren Handwerkern Walts ursprüngliche Büros in den Walt Disney Studios in Burbank, Kalifornien, akribisch restaurierten. Als leitender Archivar war ich bei diesem
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einmaligen Projekt dafür verantwortlich, die Einrichtung mit den Originalmöbeln, Büchern und Artefakten aus dem Arbeitszimmer des großen Geschichtenerzählers zu beaufsichtigen – jenem Raum, den er von 1940 bis zu seinem viel zu frühen Tod im Jahr 1966 genutzt hatte. Gut sichtbar hinter Walts Schreibtisch in seinem offiziellen Büro ist eine ganze Reihe von Miniaturobjekten ausgestellt. Die meisten dieser Gegenstände sind Geschenke von Freunden und Geschäftspartnern. Einige waren – wie Walt schrieb – sogar „Andenken, die mir von meinen vielen unbekannten Freunden aus verschiedenen Teilen der Welt zugesandt wurden“. Die Sammlung unterschiedlichster Stücke umfasst Miniaturobjekte wie Stühle, ein Spinnrad, Keramik-Kängurus und einige mundgeblasene Disney-Figuren. Doch inmitten dieser Auswahl befanden sich auch mehrere Holzfiguren, die unverkennbar von einem Unternehmen stammten, bei dem es sich – wie ich später herausfand – um Wendt & Kühn handelte. Figuren wie das „Mädchen mit Teller“, das „Mädchen mit Sonnenblume“, der historische „Umzugswagen mit zwei Engeln“, die Spieldosen und andere beeindruckten mich sofort durch ihre klare Linienführung, die sanften Farben und ihre zarte Schönheit. Ein Blick auf unsere Archivfotos zeigt, dass die meisten – wenn nicht sogar alle – dieser Stücke aus den 1930er bis 1940er Jahren stammen. Die Aufnahmen belegen zudem, dass die Figuren zwar gelegentlich den Standort wechselten, aber über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren stets ihren Platz hinter Walts Schreibtisch behielten. W E N D T & K Ü H N : Wenn man die Fotos der Figuren ansieht, erkennt man, dass viele in sehr gutem Zustand sind. Die Spieldose „Abendlied“ wirkt fast wie neu. Manche Figuren weisen Gebrauchsspuren auf: Gelegentlich ist ein Blütenblatt abgebrochen oder eine Blume beziehungsweise ein Zweig fehlt. Auch die Farbe hat hier und da etwas gelitten. Wie Sie vielleicht wissen, haben wir in unserer Werkstatt eine Abteilung, die auf die Restaurierung und Reparatur beschädigter Figuren spezialisiert ist. Dort werden die Figuren – ob 10 oder 100 Jahre alt – von erfahrenen Kunsthandwerkerinnen restauriert, damit sie in „neuem alten“ Glanz erstrahlen. Die Farben werden präzise angemischt, um dem Erscheinungsbild des Lieblingsstücks zu entsprechen und den Charme der Figur zu bewahren. Fehlende Teile werden durch Neuanfertigungen ersetzt, die perfekt zur Figur passen. Hypothetisch gefragt: Würden Sie eine solche Restaurierung in Betracht ziehen, oder sollten die Figuren ganz bewusst genau so bleiben, wie sie sind? E D O VA L L E : Wenn man bedenkt, dass die meisten Figuren mittlerweile fast 85 Jahre alt sind, befinden sie sich in einem beachtlichen Zustand. Abgesehen von etwas Patina an der Handkurbel ist die Spieldose „Abendlied“ meiner Meinung nach eines der schönsten Stücke in Walts Sammlung. Durch meine Arbeit bei der Restaurierung von Walts Büro hatte ich die Gelegenheit, diese kleinen Holzfiguren in die Hand zu nehmen, und dabei fielen mir die Gebrauchsspuren auf. Zunächst war ich enttäuscht, dass sie sich nicht in perfektem Zustand befanden. Doch nachdem ich Fotos von Walt in seinem Büro aus einem Zeitraum von fast drei Jahrzehnten gesichtet habe, weiß ich ihren unvollkomme-
© 1940 Disney
WA LT D I S N E Y I N SEINEM BÜRO (1940).
Auf dem ersten Regalboden lassen sich die Spieldose „Abendlied“ und Blumenkinder erahnen, auf dem zweiten der Engelwagen.
nen Zustand heute als Teil ihrer Geschichte zu schätzen. Diese Figuren von Wendt & Kühn standen still hinter Walts Schulter und waren Zeugen der vielen Besucher, Kollegen und anderer Menschen, die von nah und fern kamen, um Walt zu treffen. W E N D T & K Ü H N : Ja, die Figuren könnten sicherlich so einige
Geschichten erzählen. Apropos Geschichten: Was ist über Walt Disneys Vorliebe für die Figuren von Wendt & Kühn bekannt? Können Sie sich vorstellen, warum ihm gerade diese Artikel gefielen und was ihn an ihnen faszinierte? Und eine etwas kühne Frage: Könnten sie ihn womöglich sogar beim Erschaffen seiner Figuren inspiriert haben? E D O VA L L E : In einer früheren Ausgabe der eleven dot post wird
Walts älteste Tochter, Diane Disney Miller, zitiert. Viele der Wendt & Kühn-Figuren seien von seiner Frau Lillian gekauft und ihm im Namen ihrer Töchter Diane und Sharon geschenkt worden, als diese noch Kinder waren. Schließlich fanden die Artikel ihren Platz in seinem Büro. Wie bereits erwähnt, zeigen Fotos, dass die Wendt & Kühn-Figuren zwar gelegentlich von einem Regal ins andere gestellt wurden, aber F I L M -T I P P über 25 Jahre hinweg Wendt & Kühn-Figuren in ihren Platz hinter seinem Hollywood: Für den Film „Saving Schreibtisch behielten. Mr. Banks“ (2013) schickten wir Meiner Meinung nach für die detailgetreue Nachbildung könnte diese dauerhafte des Arbeitszimmers von Walt Präsenz Walts ZuneiDisney Artikel ans Filmset. Das gung zu diesen kleinen Regal mit den Figuren ist bereits Holzfiguren sowie die im Trailer zu sehen. Der Film ist persönliche Verbindung nach wie vor bei verschiedenen zu seinen Töchtern, die Streamingplattformen verfügbar. er sehr liebte, widerspie-
geln. Darüber hinaus ist es schwierig, mit Gewissheit zu sagen, was Walt an den Wendt & Kühn-Figuren faszinierte. Sein Hobby, Miniaturen zu sammeln, um einen Ausgleich zum Stress der Studioleitung zu schaffen, ist gut dokumentiert. Ich habe jedoch nie Unterlagen gesehen, die sein Interesse erklären. Als Forschungsarchivar vermeide ich Spekulationen und stütze meine Schlussfolgerungen ausschließlich auf belegte Fakten. W E N D T & K Ü H N : Das leuchtet ein. Die Frage war natürlich mit einem Augenzwinkern gemeint. Aber von einer anderen Tatsache können Sie uns sicherlich aus verlässlicher Quelle berichten: In Ihrem Brief erwähnten Sie, dass auch Sie Figuren aus unserer Werkstatt sammeln und diese auf Ihrem Schreibtisch in den Walt Disney Studios stehen. Wie kam es dazu? E D O VA L L E : Wie hätte ich anders handeln können? Nachdem
ich während der Restaurierung von Walts Büro im Jahr 2014 so viel Zeit mit seiner Sammlung verbracht und die persönliche Geschichte hinter diesen kleinen Figuren kennengelernt hatte, entwickelte ich eine echte Zuneigung zu ihnen. Vor meiner Arbeit im Archiv wusste ich nichts von der Existenz der Wendt & KühnFiguren. Als ich sie dann aus der Nähe sah, wusste ich sofort, dass ich einige davon in meine persönliche Sammlung aufnehmen wollte. Ihre Schönheit und handwerkliche Qualität sind unbestreitbar, doch was sie für mich besonders bedeutsam macht, ist die Verbindung zu Walt Disney. Meine wachsende Sammlung umfasst mehrere Figuren, die auch in Walts Büro zu sehen waren – darunter das reizende Mädchen mit der Sonnenblume, das „Mädchen mit Teller“, das einen Vogel füttert, und den Wagen mit den zwei Engeln. Nun wachen sie von meinem eigenen Schreibtisch aus über mich, während ich daran arbeite, die Geschichte unseres Unternehmens zu bewahren.
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111. FIRMENJUBILÄUM
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IM ZEICHEN DER
wetterbeständigen Fichte
V O N C L A U D I A B A E R , G E B . W E N D T, K O M P L E M E N TÄ R I N D E R W E N D T & K Ü H N K G
Als meine Großtante, Firmengründerin Grete Wendt, ihrem Bruder Johannes im Jahr 1919 die kaufmännische Leitung von Wendt & Kühn übertrug und er Mitinhaber wurde, war aus der vier Jahre zuvor gegründeten Manufaktur ein Familienunternehmen geworden. Johannes verliebte sich in die junge Olly Sommer, die 1920 zunächst für ein Praktikum nach Grünhainichen gekommen war, letztendlich aber ein Leben lang blieb. Mit ihren Zwillingen Sigrid und Hans war die zweite Generation geboren. Mein Vater Hans Wendt übernahm 1957 als Mitinhaber neben seiner Tante Grete Verantwortung, und heute führen mein Bruder Florian und ich in dritter Generation das Unternehmen. Lässt sich die Familien- und Firmengeschichte so schnell erzählen?
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Mehr als ein Jahrhundert voller Geschichte(n):
1 Das Familienfoto zeigt Olly und Johannes Wendt
sowie die Zwillinge Sigrid und Hans im Juli 1936.
2 Hans Wendt im Jahr 1994. Er prägte 44 Jahre
lang die Entwicklung von Wendt & Kühn.
3 Blick in den Malsaal um 1950. Stehend:
Firmengründerin Grete Wendt.
4 Claudia Baer, geb. Wendt, eröffnete zum
100-jährigen Gründungsjubiläum der Manufaktur am 3. Oktober 2015 die Wendt & Kühn-Welt in Grünhainichen.
D
ie reinen Fakten aus 111 Jahren Firmengeschichte lassen sich rasch aufzählen, jedoch die Ereignisse „dahinter“ haben alles, was Familie bedeuten kann: Freude, Glück, Zusammenhalt und Liebe, unbeschwerte Kindertage, aber auch Brüche, Trennungen und Abschiede. Dazu äußere Rahmenbedingungen, die wechselvoller kaum sein können: Weltwirtschaftskrise, zwei Weltkriege, Zwangsverstaatlichung, sozialistische Planwirtschaft, Reprivatisierung, Währungsunion, deutsche Wiedervereinigung und Pandemie haben Märkte zusammenbrechen und neue entstehen lassen. Mitunter überlege ich, was es wohl früher bedeutet hat, ein Unternehmen zu führen. Und dann nehme ich mir die Zeit und blättere in vergilbten Dokumenten, lese Briefe, lasse die Aura des immer noch unveränderten Wohnzimmers meiner Omi Olly im historischen Fachwerkhaus
BLEIBENDE ERINNERUNG
an die Manufakturgründerin Grete Wendt: Seit Januar 2015 trägt eine Straße in Grünhainichen ihren Namen.
Materialbeschaffung. Doch er verstand es, mit der ihm eigenen Durchsetzungskraft Lösungen und Wege zugunsten der Qualität der gefertigten Erzeugnisse zu finden. Nach der Reprivatisierung 1990 wagte er voller Tatendrang den Neuanfang und konnte endlich das realisieren, was über drei Jahrzehnte unmöglich gewesen war. Damit legte er die Grundlagen für den heutigen Erfolg, der bei weitem kein Selbstläufer ist. Doch unsere Familie hat das Lebenswerk meiner Großtante Grete und meiner Omi Olly durch wechselvolle Zeiten geführt – stets mit dem höchsten Anspruch an die Qualität und die künstlerische Einzigartigkeit des Designs unserer Artikel. Damit können wir seit nunmehr 111 Jahren Menschen in aller Welt Freude bereiten. Diese Meisterschaft wollen wir bewahren und ein zukunftsfähiges Unternehmen in die vierte Generation überführen.
„Es war in jeder Etappe anders, aber nie einfacher, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um das zu bewahren und fortzuführen, was Wendt & Kühn vom ersten Tag an ausmacht.“ CLAUDIA BAER, GEB. WENDT
Worauf es dabei ankommt, werde ich mitunter gefragt. In erster Linie darauf, Verantwortung tatsächlich zu übernehmen und nicht zu delegieren, mutige Entscheidungen mit Weitblick und nicht für Quartale zu treffen, niemals die Zuversicht zu verlieren und im digitalen Zeitalter zu akzeptieren, dass der bloße Erhalt von Tradition keine ausreichende Strategie ist. M I T G Ä S T E N A U S A L L E R W E LT feierte Wendt & Kühn im Oktober 2023 den 100. Geburtstag der Elfpunkte-Engel im Gewandhaus zu Leipzig.
in Grünhainichen auf mich wirken, frage meine Mutter oder stimme mich mit meinem Bruder ab. Schnell wird klar: Es war in jeder Etappe anders, aber nie einfacher, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um das zu bewahren und fortzuführen, was Wendt & Kühn vom ersten Tag an ausmacht. Wenn ich nur daran denke, wie schwer es war, den guten Ruf unseres Familienunternehmens auch zu DDR-Zeiten zu erhalten. Das ist dem Geschick meines Vaters zu verdanken. Neben bürokratischen Hemmnissen gab es beispielsweise immer wieder Engpässe in der
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„Wenn ich Musik spiele, ist das Glück.“ E I N TA G M I T G A B R I E L L A V I C T O R I A ,
Harfenistin des Leipziger Gewandhausorchesters Zum 111-jährigen Jubiläums unserer Manufaktur verzückt der Engel mit Konzertharfe in diesem Jahr als Sonderfigur. Nachdem wir in der Frühjahrsausgabe der elfpunktepost bereits einen Blick hinter die Kulissen eines Harfenbauers warfen, tauchen wir nun ein in die Welt einer Harfenistin des Gewandhausorchesters. Ein Tag voller harter Arbeit, großen Gefühlen und jeder Menge französischem Charme. 8 : 5 0 U H R Gabriella Victoria stellt ihr Fahrrad zu den vielen
Rädern, die sich vor dem Personaleingang des Gewandhauses aufreihen. Im Gegensatz zu anderen Musikerinnen und Musikern hat sie ihr Instrument nicht dabei. Ihr erster Weg führt sie ins Harfenzimmer. Hier trifft sie ihre Kolleginnen. Ihr fröhliches Wesen macht gute Laune, und ihr charmanter französischer Akzent im nahezu perfekten Deutsch klingt allein schon wie Musik. Die 39-Jährige ist in Bordeaux in Frankreich geboren und kam 2011 für eine zweijährige Harfen-Ausbildung an die Mendelssohn-Orchesterakademie nach Leipzig. Seit ihrem Abschluss 2013 spielt sie als festes Mitglied des Gewandhausorchesters und hatte seitdem unzählige Auftritte im Gewandhaus selbst, in der Oper Leipzig und auf Tourneen rund um den Erdball.
G E WA N D H A U S Z U L E I P Z I G Das Konzerthaus gehört zu den bedeutendsten Spielstätten Europas. Seit Jahrhunderten steht es für musikalische Exzellenz und ist die Heimat des weltberühmten Gewandhausorchesters. Musikliebhaber aus aller Welt schätzen die besondere Atmosphäre und die herausragende Akustik des renommierten Hauses. Wendt & Kühn unterstützt das Gewandhaus zu Leipzig seit vielen Jahren als Classic Partner im Sponsors Club. Eine klangvolle Kooperation, denn die Musik, gemeinsame Werte und gelebte Traditionen verbinden.
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9 : 0 0 U H R Mit ihren Notenblättern unter dem Arm betritt Gab-
riella Victoria den großen Konzertsaal. Noch ist alles still. „Wir Harfenistinnen sind bei Proben oft die ersten – und die letzten“, schmunzelt die Frühaufsteherin, die am Morgen bereits ihre beiden Kinder in den Tag begleitet hat. „Ich bin meist schon eine Stunde vor Probenbeginn da, stimme mein Instrument und mache ein paar Fingerübungen“. Allmählich treffen ihre Kolleginnen und Kollegen ein. Alle in Zivil, meist in Jeans, bequemem Kleid oder Shirt. Ein ungewohnter, ganz authentischer Anblick – kennt man sie doch eher in Frack mit weißer Fliege und eleganten Kleidern. Geigen, Hörner, Flöten und Klarinetten erklingen, alle üben ein letztes Mal – ein wildes „Klangdurcheinander“, von dem sich Gabriella Victoria nicht aus der Ruhe bringen lässt. Es scheint fast so, als wäre sie in ihrer ganz eigenen Harfen-Welt. 1 0 : 0 0 U H R Das Orchester ist vollzählig, die Probe kann begin-
nen. Heute spielen die Musiker das Stück zum ersten Mal gemeinsam. Es wird wiederholt, wenn etwas noch nicht stimmig ist, variiert und optimiert. „In der Probe arbeiten wir vor allem daran, eine Verbindung zwischen den Instrumenten zu schaffen. Da liegen schon unzählige Stunden hinter uns, in denen jeder für sich geübt hat“, erklärt die Harfenistin die aufwendigen Vorbereitungen. 1 0 : 2 0 U H R Nun hat Gabriella Victoria ihren Einsatz. Sie lehnt die
große Harfe an ihre Schulter und lässt ihre Finger gefühlvoll über die Saiten gleiten. Wie ein zarter Goldfaden weben sich die sanften Harfentöne in den Klangteppich der knapp 90 Instrumente. „Manchmal vergeht auch eine Stunde, bis ich an der Reihe bin. Wenn es dann soweit ist, muss ich auf den Punkt da sein, auch wenn die Finger bis dahin ruhten“, beschreibt die Wahl-Leipzigerin eine der Herausforderungen. 1 2 : 3 0 U H R Die Probe ist zu Ende, die Musiker verlassen den
Saal. Nun eilt Gabriella Victoria nach Hause. Nach einer kleinen Stärkung heißt es: üben, üben, üben. Wenn sie nicht einen der dafür vorgesehenen Räume im Gewandhaus nutzt, geschieht das im heimischen Musikzimmer. 1 5 : 3 0 U H R Die nächsten zwei Stunden gehören allein ihren Kin-
dern. Wenngleich Gabriella Victoria fast immer, wie sie sagt, „Musik im Kopf“ hat, ist jetzt harfenfreie Zeit.
GABRIELLA VICTORIAS MUTTER
war Tänzerin. Im Nebenraum ihrer Tanzklasse wurde Harfenunterricht gegeben. Hier hatte sich die kleine Victoria in den Klang des Instruments verliebt und beschloss bereits als Dreijährige: „Ich will Harfe spielen“. Ihre Eltern schickten sie zunächst zum Klavierunterricht. Mit fünf Jahren durfte sie endlich Harfe lernen. Seitdem ist das Instrument ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Den Klang beschreibt die Französin als ‚sehr natürlich‘.
1 8 : 0 0 U H R Die Harfenistin macht sich zum zweiten Mal an die-
sem Tag auf ins Zentrum von Leipzig. Als sie eine halbe Stunde später erneut das Gewandhaus betritt, freut sie sich auf das „Geschenk der Woche“. Mit schönstem französischen Akzent ergänzt sie: „Das Konzert ist das Bonbon“. Im Harfenzimmer schlüpft sie in ihr langes schwarzes Kleid. Ihre großen dunklen Augen strahlen, das Rot des Lippenstiftes hebt ihr sympathisches Lächeln nun besonders hervor. „Jetzt sind wir alle schicker“, sagt sie mit einem Zwinkern. 1 8 : 4 5 U H R Zahlreiche Musikerinnen und Musiker sind auf der
Bühne und bereiten sich auf das Konzert vor. An diesem Abend stehen Werke von Debussy und Ravel auf dem Programm. Etwa eine halbe Stunde vor Konzertbeginn verlassen die Orchestermitglieder die Bühne – mit Ausnahme der Musiker an Harfen und Kontrabässen, die ihre Instrumente noch einmal stimmen. „Das ist einer meiner Lieblingsmomente“, erzählt Gabriella Victoria. „Im Saal herrscht vollkommene Stille. Dann öffnen sich zum ersten Mal die Türen für das Publikum und man hört, wie die Menschen nach und nach ihre Plätze einnehmen. Dieses leise Stimmengewirr hat etwas ganz Besonderes.“ 1 9 : 2 0 U H R Das Orchester versammelt sich hinter der Bühne. Die
Atmosphäre ist locker und zugleich von gespannter Erwartung geprägt. Es wird gelacht und geplaudert – ein letztes gemeinsames Durchatmen vor dem großen Moment. 1 9 : 3 0 U H R Die Musikerinnen und Musiker haben gemeinsam
unter dem Applaus des Publikums die Bühne betreten. „Für uns hat dieser Augenblick immer wieder etwas Magisches. Eine einzigartige Mischung aus Freude, Vorfreude und höchster Konzen tration“, schwärmt Gabriella Victoria, die jetzt ganz bei sich ist – fokussiert auf die Musik. „Auch nach so vielen Jahren habe ich noch großen Respekt vor der Institution Gewandhaus zu Leip-
„Das Instrument des Engels ist wunderschön gearbeitet und die Details sind erstaunlich präzise. Aus musikalischer Sicht ist es absolut stimmig, ich bin wirklich begeistert. Der Engel hat übrigens bereits einen besonderen Platz in meinem Büro gefunden. Er steht auf einem Regal direkt neben meiner Harfe und begleitet mich nun jeden Tag.“ GABRIELLA VICTORIA
zig und dem Publikum. Für mich ist unser Orchester das beste der Welt. Ich möchte alles geben. Wie bei einem Sportler, der tagtäglich übt und bei Olympia auf den Punkt abliefern muss. Wenn das gelingt, ist das fantastique (dt. fantastisch)“, beschreibt die Profi-Musikerin das Gefühl in ihrer Muttersprache. 2 1 : 4 5 U H R Im großen Saal ist der letzte Ton verhallt, das Pub-
likum applaudiert begeistert. Die Orchestermitglieder reichen sich die Hände. „Wir sagen unseren Kollegen ‚Bravo‘ für das, was sie geleistet haben. Das ist eine schöne Tradition.“ Wenn die Gäste und die anderen Musiker längst weg sind, ist Gabriella Victoria noch immer auf der Bühne. Sorgfältig hüllt sie ihr großes Instrument ein. Das Team der Orchesterwarte transportiert die 40 Kilogramm schwere Harfe mit einem speziellen Wagen in den Harfenraum. 2 2 : 0 0 U H R An diesem Tag fährt die Musikerin nicht gleich nach
Hause wie sonst zumeist, wenn sie am nächsten Tag eine Vormittagsprobe hat. Heute sitzt sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen noch ein Weilchen in der Kantine. Sie feiern das gelungene Konzert. 0 0 : 0 0 U H R Mit der letzten Straßenbahn kommt Gabriella Vic-
toria zuhause an. Sofort schlafen kann sie nicht. „Zu viel Adrenalin“, erklärt sie. Am liebsten hört sie dann noch ein bisschen Musik. „Aber keine Klassik“, fügt sie lächelnd hinzu.
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L E B E N D I G E T R A D I T I O N | Te i l 2 8
Liebe auf den
ERSTEN BLICK
Was geschieht, wenn zwei Wahl-Briten in der Vorweihnachtszeit Wendt & Kühn besuchen und sich Hals über Kopf verlieben, erzählen wir in der Geschichte von Kirsten und Jörg Wick aus Großbritannien.
S
eit etwa sieben Jahren nehmen die sympathischen VideoBlogger auf ihrem YouTube-Kanal „2 Germans in Britain“ (2 Deutsche in Großbritannien) ihre Zuschauer mit zu historischen Häusern in England, Schottland und Wales – stets mit einem feinen Gespür für liebevolle Details. Für eine Extra-Ausgabe zur Weihnachtszeit jedoch ging es zurück in die Heimat. Im weltbekannten Spielzeugdorf Seiffen begaben sie sich auf die Spuren deutscher Weihnachtstraditionen. Neben Freilichtmuseum und Weihnachtsmarkt in Seiffen stand auch ein Besuch bei Wendt & Kühn in Grünhainichen auf dem Programm. „Um ehrlich zu sein, kannten wir die Manufaktur bis
L I E B L I N G S S T Ü C K E : Die Knauldame „Prinzessin“ und der Engel mit Kerzenhalter reisten im Koffer der Wicks mit nach Großbritannien.
dahin kaum“, gibt Kirsten Wick etwas verlegen zu. Umso eindrücklicher war der Moment, als sie im November vergangenen Jahres die Erlebniswelt in Grünhainichen betraten. Während einer Führung tauchten sie ein in die Welt von Wendt & Kühn und waren fasziniert von der Firmengeschichte. „Besonders beeindruckt hat mich der Mut der beiden Gründerinnen“, sagt Kirsten Wick anerkennend. Für ihren Mann, der wegen eines Jobangebotes vor zehn Jahren den „Anstoß“ für den Umzug nach England gegeben hat, wecken die Figuren vor allem Kindheitserin-
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nerungen. „Ich mag die Figuren, die mich schmunzeln lassen: der Wolf im Bett der Rotkäppchen-Großmutter oder der Pinguin, der Zeitung liest.“ Nach dem Besuch in Grünhainichen fuhren sie nach Seiffen in die Wendt & Kühn-Figurenwelt. Die Reihenfolge war bewusst gewählt: „Erst wollten wir erleben, wo alles seinen Ursprung hat, und uns dann in der Verkaufsgalerie die Figuren anschauen“, erklärt Kirsten Wick die Reiseroute. Doch beim Schauen blieb es nicht. „Schon beim Betreten des Geschäfts wusste ich: Das wird knifflig“, erinnert sich die gebürtige Saarländerin. Jörg Wick blickt verschmitzt zu seiner Frau und sagt lächelnd: „Und auch ich ahnte schon: Jetzt will sie wieder alles haben.“ Als die beiden nach drei Stunden die Figurenwelt verließen, waren sie zu viert – zwei Figuren sollten mit ihnen nach England reisen: die Knauldame „Prinzessin“ und ein Engel mit einem Kerzenhalter. Warum ihre Wahl auf diesen außergewöhnlichen Engel fiel, kann Kirsten Wick nicht erklären. „Ich habe ihn gesehen und wusste, der soll es sein.“ Der Engel steht nun am Bild Der Film „Weihnachten in ihrer verstorbenen Mutter. Deutschland“ ist auf dem YouTube-Kanal „Kirsten & Auch bei der Knauldame war es Joerg: 2 Germans in Liebe auf den ersten Blick. Schon als Britain“ zu sehen. Auch die Wahl-Britin mit Faible für ausgewenn er größtenteils auf fallene Kleider die Figur in eleganter Englisch ist, sprechen Robe im historischen Musterschrank die Bilder für sich. Der Führung durch die in Grünhainichen entdeckte, war es Wendt & Kühn-Welt kann um sie geschehen. Mit einer Tücke: sogar in Deutsch gelauscht „Ich suche noch immer nach der werden (ab Minute 15). passenden Übersetzung für ‚Knaul dame‘“, lacht die studierte Anglistin. „Und stricken kann ich eigentlich auch nicht“, ergänzt sie augenzwinkernd. Von einer Mitarbeiterin hatte sie erfahren, dass die Knauldame ihren Namen ihrer besonderen Funktion verdankt: Unter dem bauchigen Rock lässt sich ein Wollknäuel verwahren, dessen Faden durch ein kleines Loch zu den Stricknadeln geführt wird – ohne zu verfitzen. Mit zwei neuen Lieblingsstücken und vielen Stunden Videomaterial im Gepäck kehrten die beiden nach England zurück. Daraus entstand ein 40-minütiger Film, der in das winterliche Seiffen und nach Grünhainichen in die Welt von Wendt & Kühn entführt.
EINLADUNG
KO N Z E RT M I T L E S U N G
ERWEITERT
Wendt & Kühn erleben
Engelsserenade
Wendt & Kühn-App
as ganze Jahr über lädt Wendt & Kühn zu interessanten Erlebnissen ein. So können in der Kreativ-Galerie der Figurenwelt in Seiffen mit Pinsel und Farbe kleine Kunstwerke gestaltet werden. In der Wendt & Kühn-Welt in Grünhainichen regen vielfältige Veranstaltungen zu einem Besuch an. Einen Blick hinter die Kulissen bieten zweimal jährlich die Schau- und Erlebnistage der Manufaktur. Beim Rundgang durch die Werkstätten können Sie unseren Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern über die Schulter schauen, selbst kreativ tätig werden und unbeschwerte Stunden mit Familie und Freunden verleben.
nter dem Motto „Musik ist die Sprache der Engel“ lädt die Elbland Philharmonie Sachsen im Dezember 2026 zu fünf Abenden voller Musik und Fantasie ein. Es erklingen unter anderem Werke von Händel, Boïeldieu, Tschaikowsky sowie Lieder des erzgebirgischen Volksdichters Anton Günther. Außerdem wird die „Angel’s Serenade“ in einer Fassung für Harfe und Streicher erklingen. Das Programm nimmt Bezug auf den diesjährigen Wendt & KühnJubiläumsengel mit Konzertharfe. Den literarischen Rahmen bildet eine Lesung der Autorin Tina Nero aus den beliebten Kinderbüchern „Wie der Engel zu seinen elf Punkten kam“ und „Wie alles begann“. Feierlicher Höhepunkt ist ein gemeinsames Weihnachtsliedersingen mit Begleitung durch das Orchester.
ie Wendt & Kühn-App – digitales Sammelheft und Lexikon in einem – wird stetig aktualisiert. Wir freuen uns, dass im Sommer unter Beachtung vieler Anregungen von Nutzerinnen und Nutzern weitere Verbesserungen gelungen sind. Was ist neu? Zum einen haben wir die dritte Sortimentsgruppe in der App ergänzt: die der Blumenkinder mit den „Steckbriefen“ der knapp 50 Figuren. Zudem wurden die Möglichkeiten, die persönliche Sammlung einfacher und besser verwalten zu können, ausgebaut. Immer aktuell: Der Veranstaltungskalender gewährt jetzt zu jedem Termin eine Routenplanung. Ein weiterer Grund zur Freude: Noch im Spätherbst dieses Jahres erwarten Sie als nächstes die Heinzelmännchen in der App. Später kommen weitere Figurengruppen hinzu. Wir wünschen viel Freude beim Entdecken.
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➤ Schautage Manufaktur Wendt & Kühn, Grünhainichen, 28. & 29.11.2026, 10 bis 17 Uhr ➤ Erlebnistag zum Muttertag, Wendt & Kühn, Grünhainichen, 9.5.2027, 10 bis 17 Uhr Details zu den Schautagen sowie viele weitere Angebote und Veranstaltungen finden Sie unter www.wendtkuehn.de/termine.
U
➤ 11.12. Kulturschloss Großenhain, 17.12. Landesbühnen Sachsen in Radebeul, 18.12. Neustadthalle in Neustadt (Sachsen), 22.12. Christuskirche Freital, 23.12. Zentralgasthof Weinböhla
D
Details und Tickets unter www.elblandphilharmonie-sachsen.de/konzerte
Hier erfahren Sie mehr zur App und zu den DownloadMöglichkeiten.
N A C H G E Z Ä H LT
205
Sekunden braucht es in etwa, um allein die Spitze des Elefantenrüssels per Hand an der Schleifscheibe in Form zu bringen. Immer und immer wieder wird sie modelliert, um einen nahtlosen und „elefantastischen“ Übergang der verleimten Einzelteile zu erhalten. Das ist nur einer von vielen aufwendigen Schritten bei der Holzbearbeitung sowie beim Leimen, Tauchen und Malen. Jeder der über 80 Arbeitsgänge erfordert Fingerspitzengefühl. Präzision bis in die Elefanten-Schwanzspitze.
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LETZTMALIG GEFERTIGT | 2026
Auf Wiedersehen Die abgebildeten Figuren werden in diesem Jahr vorerst letztmalig gefertigt. Anschließend kehren sie für mindestens fünf Jahre in das historische Musterarchiv der Manufaktur zurück.
HEINZELMÄNNCHEN MIT STOFFBALLEN
(5 cm)
5243/6
5243/2
HEINZELMÄNNCHEN MIT BESEN UND E I M E R (6 cm)
5 2 4 3 / 21
MÄDCHEN MIT Z A H L E N S AT Z , KLEID ROT GEPUNKTET
MÄDCHEN MIT Z A H L E N S AT Z , KLEID GRÜN GEPUNKTET
Z A H L E N S AT Z 0 – 9
(8,5 cm)
(8,5 cm)
6 3 4 /19 r
6 3 4 /19 g
ENGEL, KLEIN, MIT KUCHEN
ENGEL, KLEIN, MIT STRAUSS
(4 cm)
(4 cm)
65 0 / k /15 4 a
65 0 / k / S t
(2,5 cm)
6 3 4 /18
ENGEL MIT FLÖTE, SITZEND, OHNE S O C K E L (4 cm)
ENGEL MIT HARMONIKA, S I T Z E N D (5 cm)
ENGEL MIT BASSTROMPETE, S I T Z E N D (5,5 cm)
ENGEL MIT ZUGPOSAUNE, S I T Z E N D (6 cm)
ENGEL, KLEIN,
65 0 / 3 a
65 0 / 8 a
65 0 / 2 8 a
65 0 / 2 9 a
65 0 / k / 5 3 a
SPIELDOSE „ZWEI TÄ N Z E R I M B O G E N “, MIT 36-STIMMIGEM M U S I K W E R K (19 cm)
SERVIETTEN „W E I H N A C H T S ZAUBER“
KERZE „CHRISTBAUMSCHMUCK“
(33 x 33 cm)
(12 cm)
533 6 /52 A
5 2 6 / 2 2 / We i h n
WK /CBS
E N G E L R E I C H B E M A LT, G R O S S , M I T L I C H T N A P F, O R A N G E (17 cm)
(30 cm)
TISCHLEUCHTER, VIERARMIG, MIT VIER E N G E L N (21 cm)
55 3 / 4 R o r a n g e
582
6 2 0 5 /1 2
Editorische Notiz (Schreibweise männlich/weiblich/divers): Wir haben uns aus Gründen der besseren Lesbarkeit dafür entschieden, in einigen Texten das generische Maskulinum zu verwenden. Selbstverständlich sind damit alle Gendergruppen gemeint.
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HEINZELMÄNNCHEN M I T S T I E F E L (5,5 cm)
BERGMANN MIT LICHTERTÜLLEN
M I T G LO C K E U N D L I C H T (4 cm)
IMPRESSUM elfpunktepost · 43. Ausgabe · Grünhainichen, September 2026 Herausgeber: Wendt & Kühn KG · Chemnitzer Straße 40 · 09579 Grünhainichen · Telefon (037294) 86 286 · info@wendt-kuehn.de · www.wendt-kuehn.de Verantw. Redakteure, V.i.S.d.P.: Claudia Baer, Thomas Rost, Wendt & Kühn KG · Redaktion: Lena Sabotta, Thomas Rost, Sophie Lässig, Wendt & Kühn KG · Gestaltung: schech.net | Strategie. Kommunikation. Design. · Bildnachweise: Mirko Hertel (1, 2, 23), Wendt & Kühn (3, 5-8, 19, 21, 22), Lucie Eisenmann (4), AdobeStock/Kaspars Grinvalds (5), Juliane Mostertz (9, 10, 13, 17, 21), Archiv Wendt & Kühn KG (11, 16), © Deutsche Fotothek/Barbara Morgenstern (11, Foto von Hedwig Bollhagen), Bröhan Museum. Jugendstil Kunst Design/Martin Adam, Berlin (11, Abbildung Stuhl), Historisches Museum Bielefeld/Fotograf unbekannt (11, Foto von Gertrud Kleinhempel), © Disney (12–14), © 1940 Disney (15), Wolfgang Schmidt (16), www.tomthiele.com (19), Privat (20), AdobeStock/matinee (21) · Druck: Druckerei Willy Gröer GmbH & Co. KG
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