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Wendt & Kühn - elfpunktepost 8 (Frühjahr/Sommer 2009)

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Achte Ausgabe Frühjahr / Sommer 2009

NACHRICHTEN AUS DEN WERKSTÄTTEN

WENDT & KÜHN


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Achte Ausgabe Frühjahr / Sommer 2009 | Seite 3

Liebe Leser der elfpunktepost Inhalt Glanzvolles Erwachen Wunderbar Neues aus den Grünhainichener Werkstätten

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Die Wiege von Wendt & Kühn Wechselvolle Geschichte einer erfolgreichen Wandlung – vom Verlegerhaus zur Manufaktur.

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Der Frühling hält Einzug im ganzen Land und neben den grünenden Zweigen und bunt sprießenden Blumen erfreut uns auch eine ganze Reihe von Neuheiten aus den Grünhainichener Werkstätten von Wendt & Kühn. Aus dem Land der Tulpen begrüßen uns zwei reizende Holländerkinder in traditioneller Tracht. Meine Tante Grete lernte die kleinen Holzschuhträger mit den hübschen Häubchen bei einer ihrer zahlreichen Reisen kennen und verewigte ihre Eindrücke in diesen zeitlosen Figuren. Weitere Frühlingsboten sind das Ostermädchen mit einem schwer beladenen Eierwagen sowie der anmutige Frühlingskranz, auf dem sich vier Frühlingskinder in pastellfarbenen Kleidchen ein Stelldichein geben. Auch eine neue Knaulfrau freut sich schon auf sommerliche Strickabende, diesmal im lindgrünen Rokoko-Kleid. Den Höhepunkt im Neuheitenreigen des Jahres 2009 bildet unsere Goldedition No 2. Nach dem Amorengel, der 2007 als Goldedition No 1 diese edle Kollektion ins Leben rief, folgt nun der Musikus. Als Hüter der musikalischen Schätze trägt er einen mit 990er Gold veredelten Notenschlüssel – ein besonders glanzvoller Blickfang für das große Orchester der Grünhainichener Engel. Alle Neuheiten finden Sie ab Seite 4. Waren Sie eigentlich schon einmal in Grünhainichen und haben unser Stammhaus besucht? Das historische Fachwerkhaus ist nicht nur ein ganz besonderes Kleinod historischer Architektur, sondern hat auch eine Menge Geschichten zu erzählen. Einige davon möchten wir in dieser Ausgabe mit Ihnen teilen. Ich selbst habe als Kind noch in diesem Haus gewohnt und das ehemalige Wohnzimmer meiner Tante Grete ist heute mein Büro. Wenn ich Gäste durch die Firma führe, müssen sie oft schmunzeln, wenn ich ihnen erzähle, dass unsere Buchhalterinnen im Schlafzimmer arbeiten – natürlich im ehemaligen. Seit unzähligen Jahren entstehen in diesem Haus Dinge von bleibendem Wert – die Geschichte ist hier allgegenwärtig.

Messe, Mangelwirtschaft… Seite 14 Wie die Verkaufschefin auch im Ruhestand noch immer tätig mit Wendt & Kühn verbunden bleibt. Kaleidoskop Sortimentsveränderungen Schautage 2009 Verschiedenes aus der Welt von Wendt & Kühn Impressum

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Apropos Geschichte: Auch die jüngere Vergangenheit hat so manche spannende Begebenheit zu bieten. In unserem Mitarbeiterporträt beschreibt diesmal die ehemalige Vertriebsleiterin Brigitte Ludwig ihre bewegte Zeit bei Wendt & Kühn. Die wirtschaftlichen Veränderungen, die sie in den 16 Jahren ihrer Tätigkeit bei uns erlebte, hätten locker auch für 50 oder sogar 100 Jahre gereicht. Als sie in unseren Werkstätten anfing, gab noch der gute alte Kurbelrechner den Ton an. Daran kann auch ich mich noch gut erinnern. Heute läuft bei uns die Verwaltung mit modernster Technik. Doch trotz all dieser Neuerungen und Wandlungen gibt es in unserem Hause glücklicherweise eine Konstante, die seit über 90 Jahren für eine wohltuende Beständigkeit sorgt: die zeitlosen Schöpfungen aus der Feder von Grete und Olly Wendt, die wunderbaren Figuren aus den Werkstätten von Wendt & Kühn.

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Herzlichst, Ihr Tobias Wendt


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Glanzvolles Wie jedes Jahr, wurden auch in diesem Frühjahr zahlreiche liebevolle Figuren aus unseren Archiven geweckt oder nach historischen Entwürfen neu gestaltet. Lassen Sie sich entführen auf eine abwechslungsreiche Reise durch die Welt der Neuheiten aus dem Hause Wendt & Kühn, die ab 2009 die Herzen von Sammlern und Liebhabern höher schlagen lassen!

Erwachen

650/70/18 Engel mit Querflöte auf Schweif

650/68 Engel mit Lyra

650/90/12b Engel mit Liederbuch und Vogel auf Klemme

650/115 Musikus mit vergoldetem Notenschlüssel, Goldedition No 2

Allen voran schreitet der majestätische Musikus, der als Goldedition No 2 den Reigen der Grünhainichener Engelmusikanten stilvoll anführt. Wie schon unser Amorengel, mit dem die Wendt & Kühn Goldedition 2007 Premiere feierte und der mit vergoldetem Pfeil und Bogen auf die Herzen aller Liebenden zielt, glänzt auch der Musikus mit einem hochwertigen vergoldeten Accessoire. Er trägt einen Notenschlüssel, der mit 990er Gold veredelt ist. Als Hüter der musikalischen Schätze reiht er sich als glanzvoller Blickfang in das große Orchester der Grünhainichener Engel ein. Das Engelorchester wird auch in diesem Jahr wieder um einige ganz besondere Musikanten bereichert. Der stehende Engel mit Lyra zaubert liebliche Töne auf einem ungewöhnlichen Instrument, der sitzende Engel mit Becken sorgt für den schwungvollen Rhythmus, auf dem Schweif kommt der Engel mit Querflöte angeflogen, und zu

5403/6 Räuchermann Nikolaus

den Schwebeengeln gesellt sich in diesem Jahr der Engel mit Mandoline. Für den festlichen Gesang sorgt der Klemmengel mit Liederbuch, der vom Zwitschern eines winzigen Vögleins begleitet wird. Auch die Margeritenengelchen haben fröhlichen Zuwachs bekommen. Wieder einmal helfen die fleißigen Engel bei den Vorbereitungen im Weihnachtshimmel – ein Engelchen näht dem Teddy das Ohr wieder an, der zweite Engel repariert die Eisenbahn und das dritte Engelchen hilft in den Grünhainichener Werkstätten beim Bemalen der Miniaturvariante des klassischen 28er Wendt & Kühn-Engels. Da werden nicht nur die Kinder zu Weihnachten strahlende Augen bekommen! Doch nicht nur zum Weihnachtsfest entstehen wunderschöne Überraschungen in den Werkstätten von Wendt & Kühn, sondern auch der Osterhase findet in Grünhainichen so manches einzigartige Geschenk. Besonders reizend ist das Ostermädchen mit Wagen, das eine bunte Ladung Eier ins Dorf bringt. Ob es diese wohl beim Osterhasen abgeholt hat? Mit dem kessen blauen Kleidchen und der feinen Schürze weckt das blond gelockte Ostermädchen Erinnerungen an unbeschwerte Kindertage – ebenso wie der mit zahlreichen liebevollen Details verzierte Frühlingskranz, der in diesem Jahr ganz neu ins Sortiment von Wendt & Kühn aufgenommen wurde. Vier reizende Kinder sitzen auf einem weißen Kranz und bringen mit


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liebevoller Figuren vom grünen Hain

650/130/4 Engel mit Mandoline, schwebend 634/70/15 Margeritenengel mit Eisenbahn

634/70/14 Margeritenengel mit Nadel und Teddy

650/11a Engel mit Becken, sitzend

634/70/13 Margeritenengel mit 28er Engel

6205/F Frühlingskranz

ihren pastellfarbenen Kleidchen und dem fröhlichen Lächeln den Frühling ins Haus. Ob Geschenke, Kaffeekanne, Kuchen oder Brief mit Blümchen – bei diesen lieben Gaben lacht die Frühlingssonne gleich noch schöner! Dazu gesellen sich vier kleine Vöglein und die ersten Blumen sind auf dem Kränzchen auch schon erblüht. Ob zum Schmuck der festlich gedeckten Kaffeetafel oder als Gruß fürs liebe Geburtstagskind – der neue Frühlingskranz ist wirklich eine ganz besonders schöne Schöpfung aus den Grünhainichener Werkstätten von Wendt & Kühn. Schön und nützlich ist auch unser Räuchermann, der in diesem Jahr erstmals seit langer Zeit wieder im Sortiment auftaucht. Ausschlaggebend für diese Neuauflage war der ausdrückliche Wunsch vieler Sammler, den wir mit unserem stattlichen Nikolaus gerne erfüllen. Mit seiner dicken

5240/7 Ostermädchen mit Wagen

539/26 Holländerjunge mit Akkordeon

539/30 Holländermädchen mit Blumenkorb

roten Mütze und der hellen Laterne macht der gemütliche Geselle nicht nur eine gute Figur, sondern pafft aus seinem Pfeifchen auch festlichen Weihnachtsduft in die ge-

mütliche Stube. Räuchermänner haben im Erzgebirge eine jahrhundertealte Tradition, die wir mit dieser Wendt & Kühn-Figur auf schöne Weise fortführen. Ein im dicken Bauch des Räuchermanns verstecktes Räucherkerzchen sorgt dafür, dass der Gute auch ordentlich raucht. Besonders pfiffig ist dabei die spezielle Haltevorrichtung für das Räucherkerzchen im Innern des Wendt & Kühn-Räuchermanns, denn es wird verkehrt herum aufgehängt. So kann es fast vollständig abbrennen, damit der schmauchende Geselle festlich seinen Duft verbreitet – schön anzuschauen und auch praktisch zu bedienen. Auf eine andere Reise, nämlich ins Land der Tulpen, entführt Sie das neckische Holländerpärchen, das in diesem Jahr ebenfalls wieder neu ins Sortiment aufgenommen wurde. Entstanden ist der Entwurf bei einer der zahlreichen Reisen, die Grete Wendt in


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Bereits 2005 betraten das „Mädchen mit Eierkorb“ (Art.-Nr.: 5240/3) und der „Junge mit großem Osterei“ (Art.-Nr.: 5240/1) die Osterwiese von Wendt & Kühn, während die kleinen Häschen (Art.-Nr.: 541/8a) schon lange zur Frühlingskollektion der Manufaktur gehören. Neu ist 2009 das kleine „Ostermädchen mit Wagen“ (Art.-Nr.: 5240/7).


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5311/3 Bauarbeiter mit Schubkarre

den 1920er Jahren unternahm. Die dabei gewonnenen Eindrücke verarbeitete sie in einer Vielzahl von Kreationen, zu denen noch weitere unverwechselbare Holländerfiguren gehören. In ihrer typischen Tracht mit Holzpantoffeln und traditionellem Kopfputz erzählen die kleinen Gesellen Geschichten aus dem Land der Tulpen und Windmühlen. In den 1930er Jahren gehörten die lustigen Holländer fest zum Sortiment der Werkstätten, bevor sie für Jahrzehnte im großen Musterschrank verschwanden. Erst in den Jahren 1958 bis ca. 1960 wurden 6 Figuren aus dieser Serie wieder für kurze Zeit angeboten. Diese Neuauflage 2009 erweckt vorerst ein Holländer-Paar wieder zum Leben. Der kleine Junge trägt ein fesches rotes Halstuch und spielt auf seinem Akkordeon stimmungsvolle Seemannsweisen, während das Mädchen eine Schale mit farbenfrohen Tulpen in den Händen hält. Die typischen Holzpantoffeln dürfen natürlich bei beiden nicht fehlen! Ja, und während die beiden Holländerkinder mit Akkordeon und Tulpenschale den Auftakt zu einer neuen Serie bilden, findet eine andere Serie in diesem Jahr ihren Abschluss. Mit Bauarbeiter und Maler ergänzen wir die beiden letzten Figuren der 7-teiligen Serie der fleißigen Handwerksburschen. Der Bauarbeiter wurde Ende der 1940er Jahre schon gefertigt, der Maler jedoch schlummerte bisher nur als Entwurf in einer dicken Mappe mit Werkszeichnungen im Musterarchiv. Jetzt wurde auch er zum Leben erweckt und sorgt mit seinen fleißigen Kollegen dafür, dass

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5311/7 Maler mit Leiter

am Bau alles seinen Gang geht. Maurer, Tischler und Ziegelträger waren ja schon in den letzten beiden Jahren fleißig am Werkeln, nun werden sie vom Bauarbeiter mit Schubkarre und dem Maler mit Leiter tatkräftig unterstützt. Fleißig, fleißig ist auch die neue Knaulfrau, denn sie hält in ihrem hübsch verzierten rosa Täschchen den Faden für alle Strickbegeisterten bereit, die sich mit den farbenfrohen Knaulfrauen von Wendt & Kühn den gemeinsamen Strickabend versüßen. Bereits im vergangenen Jahr feierten die historischen Knaulfrauen mit der Knauldame Biedermeier ihre umjubelte Premiere und nun wird das beliebte

Thema mit der Knauldame Rokoko fortgesetzt. In den nächsten Jahren werden noch weitere Knaulfrauen nach historischen Entwürfen hinzukommen – schließlich macht das Stricken in geselliger Runde am meisten Spaß. An verschiedenen Varianten besteht kein Mangel, denn auf dem Zeichentisch von Grete Wendt entstanden in den 1930er Jahren zahlreiche Entwürfe zu diesem wunderbaren Thema. Was alle Knaulfrauen gemeinsam haben, ist der dickbauchige Rock, unter dem sich der Wollknaul verbirgt, und natürlich der Pompadour – so nannte man früher die elegante, am Arm hängende Tasche, aus der man den Wollfaden zum Stricken herausziehen kann. Wie praktisch, wenn sich das Schöne auf so geschmackvolle Weise mit dem Nützlichen verbinden lässt! Freuen Sie sich also auf ein wundervolles Jahr voller Neuheiten aus den Grünhainichener Werkstätten von Wendt & Kühn, die Ihnen zu allen Anlässen viel Freude ins Haus bringen!

Kunstvoller Stricknachmittag Unter dem kugeligen Rockbausch der „Knauldame Rokoko” (Art.-Nr.: 5272/1) lässt sich zwar der Wollknaul fürs Stricken verstauen, aber eigentlich sieht die Dame einfach nur richtig gut aus…


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Die Wiege von Wendt & Kühn – vom Waren Sie schon einmal zu Besuch am Stammsitz der Firma Wendt & Kühn? Dann werden Sie sich sicher an das idyllische Fachwerkhaus erinnern, in dem seit über 90 Jahren das Herz der Grünhainichener Werkstätten schlägt. Doch die Geschichte des Hauses reicht bis in die dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts zurück. Die Holzkunst spielte in den altehrwürdigen Mauern von Anfang an eine wichtige Rolle. Wir möchten Sie auf eine kleine Zeitreise durch dieses histo-

Gestalt an. Der erste Anbau erfolgte vermutlich bereits im Jahr 1844 – darauf verweist eindrucksvoll die Jahreszahl im linken Türstock. Schon damals war Grünhainichen ein bekanntes Spielzeugdorf. Unzählige Heimarbeiter und kleine Handwerksbetriebe aus der Umgebung fertigten Puppenhäuser, Kaufmannsläden und Archen, die dann mit kleineren Figuren und Tieren bestückt wurden. In Körben und Kiepen, auf Karren und Wagen brachten die Handwerker ihre Waren zu den Verlegern. Als Verleger bezeichnete man jene

Bürger dies an, denen die Verschönerung des Ortes am Herzen lag. Grete Wendt war nach ihren Erfolgen bei Messen und Wettbewerben sowie der daraus resultierenden Nachfrage nach ihren Entwürfen auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude, wo sie ihre Figuren fertigen konnte. Da fiel ihr das alte Verlegerhaus im Ortszentrum von Grünhainichen auf, das sie 1915 käuflich erwarb. Durch den langen Leerstand war das Gebäude dem Verfall nahe und trotz großer finanzieller Unterstützung ihres Vaters war

Bildergeschichte Eine Handzeichnung beschreibt das spätere Verlegerhaus in einer Rückansicht (um 1830, Abb. links) – die wohl älteste fotografische Aufnahme hingegen dokumentiert das heutige Stammhaus von Wendt & Kühn noch als Verlegerhaus der Fa. Carl Weber mit „Freiluftkontor” zur Straße (ca. 1870, Abb. rechts).

rische Gemäuer entführen – Sie werden staunen, wie viele Geschichten die alten Wände zu erzählen haben! Erbaut wurde das Fachwerkhaus etwa im Jahr 1830 durch den Holzspielzeug-Verleger Carl Weber. Das ursprüngliche Haus war viel kleiner und bestand nur aus dem mittleren Teil des jetzigen Gebäudes. Im Laufe der Jahre erweiterte Weber den Bau durch Anbauten nach beiden Seiten und das Haus nahm nach und nach seine heutige

Handelshäuser, welche die Waren von den einzelnen Handwerkern aufkauften und auf Märkten, wie auf dem Striezelmarkt in Dresden, und Messen – unter anderem in Leipzig und Nürnberg – anboten bzw. in alle Welt vertrieben. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte das alte Weber’sche Spielwarenversand- und Lagerhaus einige Jahre leer gestanden und sollte eigentlich schon abgerissen werden – zumindest strebten einige Grünhainichener

die Aufnahme eines Kredites unumgänglich. Da das Gebäude bisher als Lagerhaus gedient hatte, musste ein zweckentsprechender Umbau stattfinden, um Wohnund Produktionsräume zu schaffen. Weil das Geld in den Anfangsjahren des Unternehmens knapp war, war man froh, dass man einen Teil des Inventars übernehmen konnte, unter anderem Regale und Schränke mit Schubkästen. Sogar ein kleines, vollständig eingerichtetes Kontor


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Verlegerhaus zur Manufaktur war vorhanden. Grete Wendts langjähriger Wunsch ließ sich endlich umsetzen und alle Arbeiten konnten in der eigenen Werkstatt ausgeführt werden. Bisher fertigte sie die Figuren in der Wohnung der Eltern oder in den Räumen der Gewerbeschule, deren Direktor ihr Vater damals war (siehe elfpunktepost Herbstausgabe 2007). Nun war jedoch gerade die Zeit des Ersten Weltkrieges, und als junge Frau war es von Grete Wendt besonders mutig, ein solches Unterfangen in Angriff zu nehmen. Doch sie hatte den großen Schritt gewagt und

das junge Unternehmen zog zu Pfingsten 1917 in das Gebäude ein. Im Erdgeschoss, dort wo jetzt unser Laden seine Besucher empfängt, befanden sich damals ein kleines Kontor, die Malerei und die Leimerei. Im heutigen Musterzimmer bzw. einem Teil des heutigen Versandes waren die Arbeitssäle mit Holzbearbeitungsmaschinen und der Zuschnitt untergebracht. Kaum vorstellbar, wie eng es in jener Zeit in den Werkstätten zugegangen sein muss! Das Obergeschoss blieb damals ausschließlich Wohnräumen vorbehalten,

während sich im Dachgeschoss Schlafund Abstellzimmer, aber auch einige Lagerräume befanden. Aufgrund der positiven Entwicklung der kleinen Firma kamen in den Anfangsjahren immer neue Erweiterungsbauten hin-

Im heutigen Verkaufsraum hatte die Malerei in den Anfangsjahren ihr Domizil (große Abb.), wie bereits der Grundriss mit den geplanten Umbauten von 1916 zeigt (Abb. unten links). Neben dem Fachwerkhaus befand sich damals das Holzlager (Abb. oben rechts) und für den Warentransport reichten bereits 2 PS (Abb. rechts).

Grete Wendt in ihrer Wohnung in der 1. Etage des Fachwerkhauses (ca. 1935). Nach dem Umbau im Jahr 1997 bezog hier Tobias Wendt sein Büro.


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Erweiterungsplan Der erste Umbau lag kaum 3 Jahre zurück, da folgte 1920 bereits der erste Anbau, um einen Kohlebunker sowie einen „Arbeitsraum für Hilfsmaschinen” zu schaffen. Er dient heute als Lager.

Die Dreherei – so wurde später im zunächst geplanten „Arbeitsraum für Hilfsmaschinen” von 1920 gearbeitet.

zu. Ab 1924 erfolgte der Bau eines neuen Produktionsgebäudes, das sich an das Fachwerkhaus anschloss. Auch das Herzstück der Firma, unser Musterzimmer, wurde in dieser Zeit eingerichtet und damals gleichzeitig als Büro genutzt. Bis zum Krieg wuchsen die Werkstätten immer weiter an und dann stand auch die Firma Wendt & Kühn mitten in den Wirren des 2. Weltkriegs. Im gesamten Haus wurden 22 Flüchtlinge aufgenommen; viele von ihnen kamen aus dem Baltikum, da Olly Wendt, die übrigens mehr als 60 Jahre lang im Fachwerkhaus wohnte, aus Riga stammte. Also hieß es noch enger zusammenrücken und das wenige verfügbare Essen miteinander teilen. In der Holzdecke des Flures im Obergeschoss, die wie das Treppengeländer von Grete Wendts Vater Albert geschaffen wurde, wurden Lebensmittel versteckt, ebenso wie im Musterschrank, wo man später Wein und Likör fand (darüber berichteten wir in der Frühjahrsausgabe 2008). Auch zwei russische Offiziere brachte man nach Kriegsende im Gebäude unter. Nach dem Krieg herrschte bis in die 1980er Jahre eine schwierige Wohnungssituation.

Familien vermietet. Auch Hans Wendt wohnte mit seiner Familie hier. Im Jahr 1980 wurde das Gebäude in die Zentrale Denkmalliste aufgenommen. Um die wertvolle historische Bausubstanz des

Auch die Firma Wendt & Kühn bekam die Auflage, entsprechende Wohnräume für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Und so wurde das Gebäude im Laufe der Jahre als Wohnraum an verschiedene

Werkstatt am grünen (Birken-) Hain Die zwei Birken flankierten schon frühzeitig den Eingang des Fachwerkhauses – auch wenn sie zwischenzeitlich neu gepflanzt bzw. gestutzt werden mussten.


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der Eingangstür befindliche Namenszug „Wendt & Kühn 1916“ wurde wieder sichtbar gemacht. Der Inhaber der von Wendt & Kühn mit den Sanierungsarbeiten beauftragten Baufirma, Klaus Höppe, hat persönlich den Türsturz bearbeitet und so lange ausgekratzt, bis der alte Porphyrstein

Mit dem Umbau im Jahre 1997 wurde auch ein moderner Verkaufsraum eingerichtet.

Ein Tor zur Welt Die neue, alte Tür des Fachwerkhauses öffnet sich heute nur, wenn Figuren und Spieldosen von Wendt & Kühn zum Versand in alle Welt abgeholt werden. Schön zu lesen: Die freigelegte Inschrift im Türsturz.

alten Fachwerkhauses zu erhalten, waren Sanierungsmaßnahmen unumgänglich. Zu DDR-Zeiten ließen sich die notwendigen Baumaterialien jedoch nur sehr schwer beschaffen, da diese aufgrund der herrschenden Mangelwirtschaft von staatlicher Seite zugeteilt wurden. Mit der Wende und der Reprivatisierung des Unternehmens konnten ab 1990 endlich auch dringende Werterhaltungsmaß-

nahmen am Gebäude realisiert werden. Wie schön es doch war, dass sämtliche Baumaterialien frei verfügbar waren und man nicht mehr auf die Zementzuteilung warten musste! Und so begannen ab 1990 umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten, die sich über das gesamte folgende Jahrzehnt erstreckten. Zuerst wurde der Sanitärbereich und das Treppenhaus erneuert. Auch der ursprünglich über

mit den Insignien wieder zum Vorschein kam. Herr Höppe ist jetzt Bürgermeister von Grünhainichen und er erinnert sich noch heute gern an diese Begebenheit: „Immer, wenn ich am Stammhaus von Wendt & Kühn vorbeilaufe, freue ich mich, wenn ich die freigelegte Inschrift sehe,“ sagt er schmunzelnd. 1997 begann dann die völlige Rekonstruktion des denkmalgeschützten Gebäudes unter Leitung des Architekten Jan Brückner. Zunächst wurden die Grundmauern nach neuesten technischen Möglichkeiten trockengelegt, anschließend die gesamte Dachfläche saniert und die Außenfassade restauriert, was auch eine teilweise Erneuerung des Fachwerks und des Putzes mit sich brachte. Neue Fenster wurden eingesetzt, selbstverständlich nach Originalvorlagen. Auch neue Fensterläden im typischen Wendt & Kühn-Grün kamen hinzu. Es wurde die Verbindung zum 1924 entstandenen Mittelbau erneuert, ebenso die gesamte Elektrik und Telekommunikation und die Heizungsanlage, die zunächst auf Öl und später auf Gas umgestellt wurde. Die ehemaligen Büroräume im Erdgeschoss wurden in die obere Etage verlegt.


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Noch „sichtlich gezeichnet” stellt sich die Fassade im Frühsommer 1997 während der Rekonstruktion dar.

Die frei gewordenen Räume im Erdgeschoss wurden zu Geschäftsräumen mit Lager umgebaut und auch ein Arbeitsraum für das Verkaufspersonal und eine kleine Reparaturabteilung entstanden. Ebenfalls neu gestaltet wurde das Musterzimmer. Passend zum großen Musterschrank wurden neue Vitrinen angefertigt, da die vielen Muster selbst im großen Musterschrank nicht mehr alle Platz fanden. Bei der gesamten Rekonstruktion und Modernisierung wurde größter Wert auf den sorgsamen Umgang mit der wertvollen historischen Substanz gelegt – schließlich haben wir es mit einem denkmalgeschützten

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Gebäude zu tun. Der Gestalter Ralf Brenner aus Zschopau brachte die historischen Vorgaben und die denkmalschützerischen Auflagen behutsam miteinander in Einklang und erstellte ein Konzept für die Bewahrung des Alten in Kombination mit sorgfältig ausgewählten Ergänzungen in Bezug auf Farben und Materialien. Wichtige historische Details wurden erhalten, was sich zum Beispiel in der Gestaltung und Farbgebung der neuen Türen und Geländer widerspiegelt. Angestrebt wurde eine größtmögliche Harmonie zwischen Farbgebung bzw. Gestaltung und der funktionellen Eignung. So findet man

Geschichtsträchtiger Bau Wenn das Fachwerkhaus an der Chemnitzer Straße 40 in Grünhainichen erzählen könnte, dann wäre


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im Erdgeschoss hochwertige Steinfußböden, wohingegen im Bürobereich strapazierfähiger Textilbelag verlegt ist. Auch den Außenanlagen wurde große Aufmerksamkeit gewidmet, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzielen. So flankieren heute wieder – wie schon vor vielen Jahrzehnten – zwei Birken die Eingangstür. Ein grüner Holzzaun, hinter dem sich wie früher blühende Ziergewächse verstecken, kennzeichnet die Grundstücksgrenze zur Straße. Die gesamte Rekonstruktion und Modernisierung war geprägt von einem hohen Anspruch zur Schaffung und Bewahrung einer charakteristischen

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Unternehmensarchitektur. Die Firmenfarben, insbesondere das typische Wendt & Kühn-Grün, spielten bei der Konzeption eine wichtige Rolle. Und so wurde der Charakter des fast 180 Jahre alten Hauses mit viel Feingefühl an die erzgebirgische Landschaft, das Grünhainichener Ortsbild und an die Gegebenheiten der neuen Zeit angepasst – damit das Haus heute wie in alten Zeiten ein Treffpunkt für alle Menschen sein möge, die das Schöne lieben und das Wertvolle zu schätzen wissen. Bei Künstlern und Kulturschaffenden war das Stammhaus von Wendt & Kühn zu jeder Zeit ein beliebter Ort der Begegnung

– von Helene Weigel und Hedwig Bollhagen über den Dresdner Kreuzkantor Prof. Rudolf Mauersberger bis hin zum kürzlich verstorbenen Hans Brockhage. Seit den 1930er Jahren kamen Journalisten und Filmteams besonders zur Weihnachtszeit immer wieder gern ins Haus der Engel und das ist bis heute so geblieben. Und natürlich ist uns in diesem altehrwürdigen Gemäuer jeder Gast willkommen, der die Geburtsstätte der weltberühmten Grünhainichener Engel einmal mit eigenen Augen sehen möchte.

sowohl die spannende Geschichte einer traditionsreichen Manufaktur zu hören als auch die über das bewegte Leben der Inhaberfamilie Wendt.


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Messen, Mangelwirtschaft

Immer in Bewegung So kennt man Brigitte Ludwig – freundlich, offen und immer mit Begeisterung bei der Sache. Und dass nach ihrer aktiven Berufslaufbahn keinesfalls Ruhestand angesagt ist, kann man ab und zu auch bei Wendt & Kühn erleben. Hier hilft sie gern noch im Ladengeschäft der Manufaktur oder zu den Schautagen aus.

Brigitte Ludwig war 16 Jahre lang gegenüber Händlern und Kunden das Gesicht von Wendt & Kühn. Bis 2005 begleitete sie als Vertriebsleiterin das Unternehmen in eine völlig neue Ära. „Innerhalb von 15 Jahren legten wir eine Zeitreise über 100 Jahre zurück“, erinnert sie sich. „Als ich anfing, wurde noch mit dem Kurbelrechner kalkuliert.“ Wir haben mit Frau Ludwig über Messen, Mangelwirtschaft und neue Wege des Vertriebs gesprochen. Frau Ludwig, wie sind Sie zur Firma Wendt & Kühn gekommen? Der Seniorchef Hans Wendt persönlich fragte mich, ob ich die Nachfolge des langjährigen Absatzleiters Herrn Claas nach

dessen Pensionierung antreten würde. Diese Aufgabe erschien mir überaus reizvoll. Ich kannte die Branche sehr gut, war vorher bei einem anderen Hersteller erzgebirgischer Volkskunst im Export tätig und fand die Figuren von Wendt & Kühn schon immer faszinierend. Also sagte ich ja und fing am 2.1.1990 bei Wendt & Kühn als Vertriebsleiterin an. Mit der gesellschaftlichen Veränderung 1990 begann für Sie persönlich und auch für Wendt & Kühn eine überaus spannende Zeit. Was verbinden Sie damit? Es war tatsächlich wahnsinnig spannend und ereignisreich. Jeden Tag passierte etwas anderes. Am aufregendsten war am Anfang meiner Tätigkeit die Vorbereitung

der Reprivatisierung. Wendt & Kühn war eines der ersten ostdeutschen Unternehmen, das pünktlich am Tag der Währungsreform, dem 1. Juli 1990, wieder in private Hände überführt wurde. Dies ist vor allem der Tatkraft und dem leidenschaftlichen Ansporn von Hans Wendt zu verdanken, der seit dem Tag des Mauerfalls mit viel Weitsicht auf dieses Ereignis hingearbeitet hatte. Er blühte sichtbar auf bei der Aussicht, die Firma seiner Familie nach so vielen Jahren wieder zurückzubekommen! Wie haben Mitarbeiter und Kunden die Umstellung empfunden? Sowohl nach innen als auch nach außen lief die gesamte Umstellung völlig reibungslos. Der einzige Unterschied am Anfang war,


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und neue Wege des Vertriebs dass sich am Telefon nun nicht mehr der VEB Werk-Kunst Grünhainichen meldete, sondern die Firma Wendt & Kühn. Was hat sich im Vertrieb der Firma nach 1990 geändert? Nun, dazu muss man wissen, dass zu DDR-Zeiten unsere Exportquote bei 97% lag – dabei galt allerdings auch der Westen Deutschlands als Exportland. Die Kontrolle lag beim Außenhandel, die Belieferung der Fachgeschäfte erfolgte über Großhändler. Ab 1990 hatten auch Einzelhändler die Möglichkeit, direkt zu bestellen. Diese Chance nutzten sie natürlich schnell und gerne, denn unsere Artikel waren auch in Westdeutschland „Bückware“ gewesen. (Als „Bückware“ bezeichnete man in der DDR solche Artikel, die nur unter dem Ladentisch verkauft wurden, weil sie so knapp waren). Die Großhändler bekamen auch zu DDR-Zeiten nicht so viele Wendt & Kühn-Artikel, wie sie gerne gewollt hätten. Die Händler mussten zwei Drittel allgemeine Erzgebirgsware abnehmen, um ein Drittel Wendt & Kühn zu bekommen. Das weckte natürlich Begehrlichkeiten. Wie sahen die ersten Kontakte zu neuen bzw. alten Kunden nach der Wende aus? Ich erinnere mich noch genau und sehr gern an den ersten Besuch eines unserer treuesten Kunden, Herrn Dr. Springer vom Kunsthaus Langhagen & Harnisch am Jungfernstieg in Hamburg, das seit Anfang der 1920er Jahre unsere Produkte im Sortiment führt. Nach der Wende konnte er endlich wieder direkt bei uns einkaufen und besuchte uns gleich zur ersten Messe 1990 in Leipzig. Ich fragte ihn höflich, ob ich ihm etwas anbieten dürfe. Er lächelte etwas verlegen und sagte dann: „Ich weiß nicht, wie es bei Ihnen aussieht hier im Osten... ob ich vielleicht eine Tasse Kaffee bekommen kann?“ So lebten viele alte Kontakte wieder auf. Zum Glück hatten wir noch eine alte Kundenkartei, die bis in die 1920er Jahre zurückreichte. Jeder Kunde, der jemals bei uns gekauft hatte, war darin aufgeführt, und zu sehr vielen konnten wir den Kontakt wieder aufnehmen.

Wie sah die Nachfrage in den neuen Bundesländern aus? Der gesamte Osten Deutschlands kam sozusagen als neuer Markt hinzu, denn hier waren die Liebhaber unserer Figuren mehr als 20 Jahre lang so benachteiligt gewesen, dass sie jetzt regelrecht verrückt nach unseren Produkte waren. Die Nachfrage war also gigantisch. In unseren Werkstätten arbeiteten jedoch gerade mal 100 Mitarbeiter in reiner Handarbeit, sodass es unmöglich war, den riesigen Bedarf zu decken. In den nächsten 10 Jahren wurde die Produktionskapazität immer wieder erweitert, bis wir über 160 Beschäftigte hatten und dennoch hielt der Zustand der Warenknappheit bis ins Jahr 2001! So lange brauchten wir, um den Rückstand an Begehrlichkeiten aufzuholen.

Brigitte Ludwig und Seniorchef Hans Wendt (1930-2008) in guter Stimmung auf dem Firmenmessestand.

In einer Manufaktur ist ja die Erweiterung der Produktionskapazität nicht so einfach. Mit welchen Herausforderungen hatten Sie diesbezüglich zu kämpfen? Es stimmt, es ist nicht einfach damit getan, ein paar Maschinen mehr aufzustellen! Wir mussten jede neue Fachkraft lange Zeit anlernen. Eine junge Malerin braucht etwa

zwei Jahre, bis sie in der gleichen hohen Qualität mit dem Tempo wie eine erfahrene Kraft arbeitet. In den 1990er Jahren fand neben dem Anlernen zusätzlicher Mitarbeiter auch noch ein Generationswechsel statt, sodass viele ältere Kolleginnen in den Ruhestand gingen und deshalb noch mehr neue Kräfte in der Manufakturarbeit ausgebildet werden mussten. Auch die Messen entwickelten sich in dieser Zeit zu einer wichtigen Vertriebsplattform. Welche Erinnerungen verbinden Sie damit? Der Seniorchef Hans Wendt pflegte immer zu sagen: „Als wir das erste Mal aus dem Fenster schauen durften, sind wir zur Messe nach Frankfurt gefahren.“ Damals präsentierten wir uns mit dem gesamten Erzgebirge an einem Gemeinschaftsstand. Jeder Hersteller hatte ca. 4 m² Ausstellungsfläche zugewiesen bekommen und auf dem winzigen Raum mussten wir unser gesamtes Sortiment präsentieren. Nun standen wir also ganz erwartungsvoll da und harrten der Dinge, die da kommen würden. Doch was dann passierte, hatte keiner von uns erwartet. Wir wurden regelrecht bestürmt von unseren Kunden! Wir konnten lediglich allgemeine Informationen an die Schar interessierter Händler geben. Die riesige Nachfrage konnte unmöglich bedient werden – eine Tendenz, die sich bei den folgenden Messen fortsetzte. Dadurch waren wir in der glücklichen Lage, uns selbst aussuchen zu können, welche Geschäfte wir mit unseren Artikeln beliefern – was durchaus ungewöhnlich war, besonders für Unternehmen aus den neuen Bundesländern. Bis Ende der 1990er Jahre schrieben wir bei den Messen keinen einzigen Auftrag, weil unsere Bücher schon voll waren, bevor wir zur Messe fuhren. Stattdessen suchten wir das Gespräch mit den Kunden, erläuterten die Philosophie unserer Firma und erklärten, wie man bei uns Neukunde werden kann. So gesehen war es ein echter Traumzustand für unsere Firma – wir waren eigentlich ständig ausverkauft. Das ging sogar so weit, dass wir im April regelmäßig Kundenaufträge


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kürzen mussten. Nach den Messen erhielt jeder Kunde ein Schreiben mit der Bitte um Auftragskürzung – der Gesamtwert dieser Kürzungen lag deutlich im sechsstelligen Bereich! Haben Sie Erinnerungen an einzelne Messen oder Kundenbesuche, die etwas ganz Besonderes waren? Bis 1993 konnten wir uns lediglich an einem Gemeinschaftsstand präsentieren. Über Umwege bekamen wir dann zur Frankfurter Herbstmesse erstmals einen

Und dann sind da natürlich noch die kleinen, eher persönlichen Erlebnisse, an die man immer wieder gern zurück denkt – wie der Messechef, der immer für seine „vier Tochtergesellschaften“ bei uns einkaufte (er hat vier Töchter, die große Wendt & Kühn Fans sind), oder die zwei hübschen jungen Damen, die zur Messe auf unseren Juniorchef zukamen und mit leuchtenden Augen erzählten, dass sie immer zur Adventszeit einen Cognac zusammen trinken und gemeinsam ihre Schätze von Wendt & Kühn auspacken. Nicht vergessen werde

Nur die Ruhe Vom neuen Büro aus pflegte sie bei Wendt & Kühn zusammen mit den Vertriebsmitarbeiterinnen die Kontakte zu Kunden in Deutschland und weit darüber hinaus.

eigenen Stand, worauf wir sehr stolz waren. Ganz am Anfang waren viele Messen dem wachsenden Ansturm an Ausstellern aus den neuen Bundesländern nicht gewachsen. So sollten wir 1991 zur Nürnberger Spielwarenmesse in einer provisorischen Halle mit gestampftem Lehmboden und auf kleinstem Raum ausstellen. Der Seniorchef war empört und rief: „Wir reisen ab!“ Ich konnte ihn dann doch mit Mühe zum Bleiben überreden. Als später in Leipzig die neue Messe gebaut worden war, bekamen wir einen ganzen Tag lang eine Privatführung vom Messechef, der uns die wunderschöne neue Anlage voller Stolz präsentierte. Das war schon ein besonderes Privileg, das wir sehr zu schätzen wussten!

ich auch das Ehepaar, das 1990 bei uns in Grünhainichen ins Musterzimmer kam und fragte, ob sie sich die Geburtsstätte der Engel einmal anschauen dürften. Als ich dann den Musterschrank öffnete und die Schätze zum Vorschein kamen, gab es ein großes „Oh!“ und „Ah!“, und die Frau fing sogar an zu weinen! Welche Auswirkungen hatten die Veränderungen im Vertrieb auf die interne Organisation? Da zu DDR-Zeiten die gesamte Auslieferung über Großhändler erfolgte, schrieben wir jeden Monat eine Rechnung an jeden Grossisten – also insgesamt etwa 10 Rechnungen pro Monat. Heute beliefern wir weit über tausend Händler, die teilweise

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mehrere Rechnungen im Monat von uns bekommen. Insgesamt schreiben wir über 10.000 Rechnungen im Jahr. Dies war mit der herkömmlichen Technik nicht mehr zu bewältigen. Als ich 1990 bei Wendt & Kühn anfing, hatte der Vertriebsleiter Herr Claas noch seine alte „Kurbel“, wie wir sie nannten – eine Rechenmaschine, die per Handkurbel betrieben wurde. Irgendwann sagte ich: „Hier müssen Computer her“. So zog auch in der Verwaltung von Wendt & Kühn das moderne Zeitalter ein. Einen Kopierer schafften wir uns ebenfalls irgendwann an. Bisher mussten wir zum Kopieren immer auf das Gemeindeamt gehen, doch irgendwann wurde es einfach zu viel. Auch das Anrufaufkommen wuchs sintflutartig an. In der Weihnachtszeit nahmen wir manchmal bis zu 500 Anrufe pro Tag entgegen, weil sich jetzt alle Händler und auch die Endkunden direkt an uns wenden konnten. Sie sagten, dass die „Mangelwirtschaft aus DDR-Zeiten“ bis 2001 bei Ihnen anhielt. Wie ging es danach weiter? Nun, irgendwann war der riesige Nachholbedarf aus DDR-Zeiten dann doch befriedigt und auch wir mussten uns auf marktwirtschaftliche Bedingungen einstellen. Allerdings war dies genau zu der Zeit, als wir unsere Produktionskapazität endlich auf dem Stand hatten, wie wir es uns die ganze Zeit gewünscht hatten. Nun mussten auch wir uns überlegen, wie wir uns nicht nur auf Messen überzeugend präsentieren konnten. Bereits 1997 hatten wir im ehemaligen Büro im Erdgeschoss ein eigenes Ladengeschäft eingerichtet. Auch vorher schon waren viele Kunden zu uns nach Grünhainichen gekommen und wir haben natürlich keinen von ihnen wieder weggeschickt. Diejenige Büromitarbeiterin, die ganz vorn saß, ist dann eben in die Packerei geflitzt und hat die entsprechenden Artikel aus dem Lager geholt. Viele dieser Besucher äußerten den Wunsch, sich auch die Werkstätten einmal anzuschauen, um zu sehen, wie die Artikel hergestellt werden. Ab 1997 trat Tobias Wendt als Juniorchef ins Unternehmen ein


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Achte Ausgabe Frühjahr / Sommer 2009 | Seite 17

haben sehr viele Stammgäste, die immer wieder kommen und sich schon auf die nächsten Schautage freuen. Das ist sicherlich auch eine Wirkung der elfpunktepost, denn die Leute wissen, was bei uns los ist und haben eine Beziehung zu uns. Nun lernen Sie in diesem Artikel auch noch die ehemalige Vertriebsleiterin kennen! (schmunzelt) Aber viele unserer Stammgäste kennen mich ja schon, denn ich stehe bei den Schautagen immer mit im Verkauf. Auch sonntags bin ich oft im La-

Festtafel Seit den 1920er Jahren bestehen bereits Geschäftsbeziehungen zur Fa. Langhagen & Harnisch – Hans Wendt (1930-2008, links außen) und Brigitte Ludwig (rechts außen) hier im Gespräch mit der Inhaberfamilie Springer zum 175. Firmenjubiläum in Hamburg.

und war verantwortlich für das Marketing. Er brachte viel Elan mit und frische Ideen – was mir schon sehr imponiert hat. So entstand unter anderem auch die Idee mit den Schautagen, die im Herbst 2002 zum ersten Mal umgesetzt wurde. Erzählen Sie doch mal ein bisschen von der Entstehung der Schautage! Nun, zunächst sollte es ja lediglich ein „Schaumalen“ werden. Die ursprüngliche Idee war, zwei Malerinnen und zwei Leimer ins Musterzimmer zu setzen. Die Verkäuferinnen in unserem Ladengeschäft erzählten allen Kunden von dieser Idee, und nach ein paar Wochen dachte ich, um Himmels Willen, das geht nicht gut! Also ging ich zu Tobias Wendt und sagte: „Herr Wendt, ich glaube, wir werden überrannt!“ Daraufhin haben wir dann doch einige unserer Produktionsräume geöffnet. Wir sagten auch absichtlich: „Wir nennen es nicht Tag der offenen Tür, weil nicht jede Tür geöffnet ist.“ Es war sozusagen eine Miniaturausgabe unserer heutigen Schautage. Die Mitarbeiter waren ziemlich aufgeregt, denn viele von ihnen hatten bis dahin noch nie geschäftlich mit Endkunden Kontakt gehabt! Und dann kam der große Tag. Wir konnten es kaum glauben: Es bildete sich eine riesige Schlange vor unserer Eingangstür, die Menschen stan-

den bis auf die Straße und warteten geduldig. Es konnte keine Stecknadel mehr zu Boden fallen, so dicht war der Andrang an Besuchern, die alle unsere Werkstätten besichtigen wollten. Wie haben sich die Schautage seitdem entwickelt? Wir haben die „offenen Türen“ in vier Etappen immer mehr erweitert. Zuerst kam die Dreherei dazu, dann öffneten wir das Holzlager und schließlich ergänzten wir das Angebot um eine Fotoecke und eine Bastelstraße. Man will es kaum glauben, aber der Ansturm reißt nicht ab! Wir

In der Wendt & Kühn Bastelstube Zu den Schautagen haben die Kinder Gelegenheit, mit Fantasie und den eigenen Händen kleine Überraschungen zu basteln - mit fachlicher Unterstützung natürlich.

Großer Andrang Bei den ersten Schautagen in Grünhainichen bildete sich eine lange Warteschlange vor dem Ladengeschäft. Heute kommen noch viel mehr Besucher, doch wir sind besser darauf vorbereitet.

den und freue mich, dass ich den Kontakt zu den Kunden heute noch halten kann! Besonders freut es mich immer zu hören, wenn mir die Kollegen nach aktuellen Messebesuchen erzählen, dass viele Kunden nach mir gefragt haben. Zahlreiche Kunden schreiben mir auch heute noch Karten. Was macht die Schautage immer wieder so besonders? Das Schöne ist, dass man bei den Schautagen den Mitarbeitern richtig bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen kann. Die Besucher können über 30 Kunsthandwerkern beim Drechseln, Leimen und Malen zusehen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Dabei haben sich schon zahlreiche persönliche Bekanntschaften entwickelt und viele Besucher kommen auch, um „ihre“ Malerin wieder zu treffen. Außerdem gibt es bei den Schautagen immer wieder etwas Neues zu entdecken. Die Dekorationen sind immer jahreszeitlich


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Kaleidoskop abgestimmt, ebenso wie die beliebte Fotoecke, in der sich die Gäste mit lebendigen Wendt & Kühn-Figuren fotografieren lassen können – im Frühjahr sind es die Blumenkinder, in der Vorweihnachtszeit die Engelchen. Ein besonderer Besuchermagnet ist auch die Figurenwelt in Seiffen, deren Entstehung Sie ebenfalls von Anfang an begleitet haben. Welche Erlebnisse und Erinnerungen verbinden Sie damit? Es stimmt, ich habe die Entstehung der Figurenwelt von Anfang an begleitet – auch das war eine Idee von unserem jungen Chef Tobias Wendt. Am Anfang fand ich das Vorhaben ziemlich verrückt, aber als ich dann sah, mit welchem Elan und welcher Begeisterung er das Projekt verfolgte, fing auch ich an dafür zu brennen. Seit der ersten Objektbegehung war ich immer mit dabei. Ich sagte damals: „Es ist eine Bruchbude in bester Lage.“ Umso erstaunlicher ist es, wenn man sieht, was daraus geworden ist. Die Schautage sind sicherlich eine besonders gute Gelegenheit, die Figurenwelt von Wendt & Kühn in Seiffen zu besuchen. Verraten Sie uns zum Schluss noch Ihre Hobbys? Ich reise wahnsinnig gern – sowohl weit weg als auch innerhalb von Deutschland. Mein Mann ist als ehemaliger Sportlehrer ebenfalls sehr aktiv. Besonders das Skifahren hat es uns angetan, ob Langlauf oder alpin ist egal – Hauptsache es geht sportlich zu. Im Sommer wandern wir sehr gern, besonders in den Alpen und natürlich bei uns im Erzgebirge. Ja, und dann haben wir auch drei Enkel im Alter von 7 Monaten, 2 und 5 Jahren, mit denen wir sehr gern unsere freie Zeit verbringen. Frau Ludwig, wir danken Ihnen herzlich für das sehr interessante Gespräch und freuen uns schon darauf, Sie bei den nächsten Schautagen in Grünhainichen wieder zu treffen!

2009 erfahren bei Wendt & Kühn auch einige Figuren ihre vorerst letzte Auflage, um anschließend in den großen Musterschrank der Grünhainichener Manufaktur zurückzukehren. Nachfolgend finden Sie eine vollständige Übersicht all jener Artikel, die nach 2009 für mindestens fünf Jahre nicht mehr im Sortiment von Wendt & Kühn sein werden: 650/85 Geburtstagsengel 2008, (nur bis Anfang 2009 erhältlich) 5229/1/2 Kinder mit Frühlingszweigen 5229/3-4 Kinder mit Waldzweigen 5256/3G Küken, groß 5256/7 Küken, klein 5269/3 2 Küken 5284 Rattenfänger 537/1-3 Beerensammlerkinder 538/1-2 Rastelbinder und Korbfrau 5407/1-2 Tänzerpaar 590 Mondfamilie, 6 Figuren 5322/4 Umzugswagen mit Engel 650/50 Engel-Wippe mit 2 Engeln 650/62 Engel auf Schlitten, liegend 650/63 Engel auf Schlitten mit Muff 650/64 Engel auf Schlitten, sitzend 5301/6 Weihnachtsmann, mit Baum und Stock 6311 Engel mit Instrument, auf Klemme (6 Figuren)

Termine für die Schautage 2009 bei Wendt & Kühn in Grünhainichen, jeweils von 10.00 - 17.00 Uhr: 21. - 23. 05. (Himmelfahrt) 30. 10. - 01. 11. (Reformationsfest) 28. 11. - 29. 11. (1. Advent) Termine für die Schautage 2009 in der Wendt & Kühn Figurenwelt Seiffen, jeweils von 10.00 - 17.00 Uhr: 11. - 12. 04. (Ostern) 17. - 18.10. (Tag des trad. Handwerks) Das Buch der himmlischen Boten Seit Ende 2008 ist das Buch über die „weltberühmten Engel von Wendt & Kühn“ auf dem Markt und liegt aufgrund der großen Nachfrage bereits in zweiter Auflage vor. Darin beschreibt der gebürtige Erzgebir-

Erhältlich im Buchhandel und in den beiden Ladengeschäften von Wendt & Kühn in Grünhainichen und dem Kurort Seiffen (ISBN 978-3-89876-408-7).

Beispiel für die 2009 letztmalig gefertigten Figuren: Die „Beerensammlerkinder” (Art.-Nr.: 537/1-3).

Ausstellung Vom 2. April bis 27. September 2009 zeigt das Husumer „Weihnachtshaus” die weltberühmten Wendt & Kühn-Figuren in der Sonderausstellung „Die himmlischen Boten und ihre irdischen Geschwister”. Vorgestellt wird ein Auszug von historischen Liebhaberschätzen und Figuren aus der aktuellen Wendt & Kühn-Produktion. (25813 Husum, Westerende 46)

ger Ehrhardt Heinold Sachsen als Engelland und entführt die Leser in die Grünhainichener Werkstätten, wo die Engel mit den elf weißen Punkten bis heute in liebevoller Handarbeit entstehen. Die Blumenkinder und Spieldosen kommen im Buch ebenfalls zu Ehren und auch die über 90-jährige Geschichte der Manufaktur wird gebührend beleuchtet. Bei seiner Recherche wertete der Autor zahlreiche historische Dokumente aus dem Firmenarchiv aus. Als praktisches Extra enthält das Engelbuch aus dem Husum Verlag einen Bilderkatalog aller 2008 lieferbaren Engel – die Neuen finden Sie hier in der elfpunktepost auf den Seiten 4 und 5.


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Stimmen und Gedanken Das folgende Gedicht verfasste die ehemalige Wendt & Kühn Mitarbeiterin Helene Semmler aus Borstendorf, die wie alle unsere Pensionäre jedes Jahr zu Weihnachten ein kleines Präsent aus dem Hause Wendt & Kühn erhält:

derum sehr gut gefallen … Diese jungen Menschen betreuten liebevoll den Bastelstand für die Kinder … es hat allen Beteiligten Spaß gemacht, selbst kreativ zu sein, wenngleich wir natürlich nicht im Entferntesten an die jahrelang trainierte Fähigkeit Ihrer Mitarbeiterinnen herankommen …“ Dr. M. Schneider, Naunhof

„Wieder hatte ein Bote vor der heiligen Nacht, verpackt so grün wie der Heimat Hain,

„Ich habe den Besuch in Ihren Werkstätten sehr genossen. Ich kam den langen Weg aus den USA, um Ihre Schautage zu erleben.“ E. I. Krall, Worthhampton, USA

golden verschnürt gar lieblich und fein, ein Päckchen in so manches Haus gebracht. Schon lassen Gedanken vorüber gehen eine lange, gute Zeit

Unvergessliche Erinnerungen Die liebevoll dekorierte Fotoecke bietet eine wunderschöne Kulisse für Erinnerungsfotos von Ihrem Besuch zu den Schautagen bei Wendt & Kühn in Grünhainichen.

„… vor einem Jahr entdeckten wir Ihre Seiffener Figurenwelt und waren begeistert. Hebt sie sich doch wohltuend von den anderen voll gestopften Läden ab. Wir erkannten sofort eine durchgängige Handschrift… Nun informierte uns Ihr Heft Herbst/Winter 2008 umfassend dazu.“ K. Lahr, Chemnitz

„… vor 1 Jahr habe ich Ihnen geschrieben wie gut es uns zum Tag der offenen Tür gefallen hat, ich schloss meine mail mit dem Versprechen ‚wir kommen wieder‘ – und das haben wir auch getan. Es hat uns wie-

„Ein Dankeschön aus Hamburg für die elfpunktepost von einem Christkind. Ich wurde … in Lugau/Erzgeb. geboren und bin mit Ihren Engelchen aufgewachsen.“ Chr. Hänig, Hamburg

der Arbeit und Beständigkeit, war auch alt unser Haus doch es war schön. Dem Chef sei Dank so wie jedes Jahr. Für die Freude die hält bereit Erinnerung zur Weihnachtszeit. Alles Gute wünscht die große Rentnerschar.“

„Ich sammel schon seit dem ich ein Kind bin die Wendt und Kühn Engel. Nun war ich zum Schautag in Ihrer Werkstatt, da war ich sehr begeistert, mit wie viel Liebe so ein kleiner Engel entsteht.“ J. Spitzer, Schneeberg

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Wendt & Kühn kg Werkstätten für feine figürliche Holzarbeiten und Spieldosen Chemnitzer Straße 40 09579 Grünhainichen Germany


elfpunktepost    Frühjahr / Sommer 2009

„Mit herzlichem Dank für Ihr Wirken und Tun, mit dem Sie so viel Freude auslösen; jedes Jahr sind wir gespannt auf die neuen Engel. Die Sammelleidenschaft wurde an die Kinder weitergegeben!“ A. Semmler, Panketal „… ich möchte Ihnen auf diesem Weg einfach nur einmal mitteilen, dass ich Ihren Internetauftritt ausgesprochen ansprechend und gelungen finde! Die Gestaltung ist informativ und liebevoll gestaltet, so dass ich mir zwischendurch immer wieder gerne diese Seiten anschaue.“ G. Kröhnert, Bielefeld

Das elfpunktepost-Abonnement Sie bekommen die elfpunktepost noch nicht zugeschickt oder möchten das Magazin gern einem Freund oder Verwandten zukommen lassen? Dann nutzen Sie unseren Service und werden Abonnent des Wendt & Kühn Kundenmagazins. Dazu senden Sie bitte die Postkarte (unten) vollständig ausgefüllt und frankiert an uns zurück, oder Sie registrieren sich im Internet.

Auf www.wendt-kuehn.de können Sie unter „Kontakt“ die elfpunktepost ganz einfach per Mausklick bestellen und schon ab der nächsten Ausgabe kommt diese zu Ihnen kostenlos nach Hause. Übrigens erscheint die elfpunktepost einmal im Jahr auch in Englisch – z.B. für Ihre ausländischen Freunde oder Verwandten! Wenn Sie aktuell über Wendt & Kühn informiert werden möchten, können Sie unter www.wendt-kuehn.de auch unseren elektronischen Newsletter anfordern.

Himmlische Auswahl Im Grünhainichener Ladengeschäft von Wendt & Kühn gehen nicht nur Engelträume in Erfüllung. Impressum Herausgeber: Wendt & Kühn KG Chemnitzer Straße 40, D-09579 Grünhainichen Telefon: 037294/86 286 · Telefax: 037294/86129 E-Mail: info@wendt-kuehn.de www.wendt-kuehn.de

So finden Sie uns Die kleine Anfahrtsskizze weist Ihnen den Weg ins Stammhaus nach Grünhainichen (Herstellung und Verkauf) oder in die Wendt & Kühn Figurenwelt Seiffen (Verkauf).

Verantwortlicher Redakteur: Gestaltung: Text: Fotografie: Druck:

Tobias Wendt brennerdesign, Zschopau Dr. Sylva-Michèle Sternkopf, Flöha S+M Rümmler, Flöha, Fotoarchiv der Wendt & Kühn KG, Privatarchiv der Familie Wendt und Detlef Granz Druckerei Gutermuth, Grünhainichen

Achte Ausgabe Frühjahr/Sommer 2009 Grünhainichen, März 2009

Als Antwortkarte bitte hier an der Linie abtrennen / Cut along dotted line

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