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Wendt & Kühn - elfpunktepost 4 (Frühjahr/Sommer 2007)

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Ausgabe Frühling / Sommer 2007

NACHRICHTEN

AUS DEN WERKSTÄTTEN WENDT & KÜHN

kostenlose Kundenzeitschrift

Die wohl schönste Liebeserklärung. Als Goldedition No 1 erfahren die Amorengel der Manufaktur eine glanzvolle Neuauflage.


Ausgabe Frühling / Sommer 2007 | Seite 2

Liebe Leser der elfpunktepost die Frühjahrsausgabe der elfpunktepost fällt mit einem ganz besonderen Jubiläum zusammen: dem 120. Geburtstag von Grete Wendt, der Gründerin und prägenden Gestalterin des Hauses Wendt & Kühn. Am 24. Februar 2007 wäre Grete Wendt, die viele Jahrzehnte lang die „gute Seele“ unseres Hauses war, 120 Jahre alt geworden. Ihren Ideen, ihrem Schöpfungsreichtum ist es zu verdanken, dass die Figuren aus dem Hause Wendt & Kühn seit über 90 Jahren die Herzen der Menschen erfreuen und in aller Welt Freunde und Liebhaber gefunden haben. In diesem Heft wollen wir Ihnen diese außergewöhnliche Frau, die wir bei Wendt & Kühn in liebevoller Erinnerung tragen, etwas näher vorstellen. Auch ich kann mich noch ganz genau an Tante Grete erinnern. Als Kind liebte ich es, sie zu besuchen und mit den vielen „Schätzen“ in ihrer Wohnung zu spielen. Besonders ihre Pyramide hatte es mir angetan – vielleicht auch ein Grund, warum wir diese 2004 wieder in das Sortiment unseres Hauses aufgenommen haben. Wann immer ich sie auch besuchte, meine Tante Grete hatte immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Das sagen auch die Mitarbeiter unserer Werkstätten, die sie noch persönlich kannten. Eine liebenswerte Frau, die das Unternehmen mit viel Charme und Herzlichkeit führte und als begnadete Künstlerin den berühmten Figuren von Wendt & Kühn ihren ganz besonderen Charakter verlieh. Die Wohnung von Tante Grete, in der ich als Kind so gern spielte, ist heute mein Büro. Ich sehe noch ganz genau vor mir, wie es hier vor 30 Jahren aussah. So begleitet mich der Geist von Tante Grete auch heute noch Tag für Tag und hilft bei manch schwieriger Entscheidung. Keine schwierige Entscheidung, sondern eine echte „Herzensangelegenheit“ war für uns die Wiederaufnahme der romantischen Amorengel aus den 1920er Jahren in unser Sortiment. Mit Pfeil und Bogen bewaffnet, treffen sie nicht nur Verliebte, sondern auch begeisterte Sammler mitten ins Herz. Und weil ein echter Schatz nicht mit Gold aufzuwiegen ist, haben wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: In der exklusiven Goldedition No 1 schießt Amor seine Pfeile aus einem mit 990er Gold überzogenen Bogen. Edler kann man die Liebe zu seinem „Goldstück“ wohl kaum zum Ausdruck bringen! Wie immer stellen wir Ihnen in diesem Heft auch weitere Neuheiten vor, die den Weg aus unserem wertvollen Musterarchiv zurück in die Produktion gefunden haben. In unserem Beitrag über unsere Leimerin Frau Heim erfahren Sie, wie Bayernfrau, Sparöfen und andere Klassiker aus unseren Werkstätten aus vielen kleinen Einzelteilen zusammengefügt werden. Zudem informieren wir Sie über eine Veränderung an unseren Spieldosen, in denen wir ab sofort die 36er Spielwerke unseres Schweizer Lieferanten einbauen. So erklingen die Melodien jetzt in 36 glasklaren Tönen in unseren liebevoll bemalten Dosen. Lassen auch Sie die Töne des Frühlings in Ihren Herzen erklingen, begleitet von den Figuren aus dem Hause Wendt & Kühn.

Herzlichst, Ihr Tobias Wendt

elfpunktepost

Inhalt

Die Schöpferin der Engel Seite 4 Grete Wendt, die Gründerin und prägende Gestalterin der Manufaktur, wäre heute 120 Jahre alt geworden. Amorengel begründen die Goldedition No 1 Amorengel in glanzvoller Neuauflage und himmlische Geschwister in Groß und Klein beflügeln das Sortiment.

Seite 6

Alles neu macht der Mai Auch für das nahe Osterfest gibt es farbenfrohe Neuigkeiten.

Seite 8

Klangvolle Mechanik Schweizer Musikwerke bringen Spieldosen zum Klingen.

Seite 11

Wie Engel auf die Beine… In der Leimerei sorgen Frauenhände für lebenslangen Halt.

Seite 12

Kaleidoskop Seite 14 Sortimentsveränderungen, Schautage 2007 und Verschiedenes aus der Welt von Wendt & Kühn. Impressum Herausgeber: Wendt & Kühn KG Grünhainichen Gestaltung: brennerdesign, Zschopau Text: Dr. Sylva-Michèle Sternkopf, Flöha Fotografie: S+M Rümmler, Flöha; Fotoarchiv der Wendt & Kühn KG, Privatarchiv der Familie Wendt, Reuge (Seite 10) Druck: Druckerei E. Gutermuth, Grünhainichen Wendt & Kühn KG Chemnitzer Straße 40, D-09579 Grünhainichen Telefon: 037294/86 286, Telefax: 037294/86129 www.wendt-kuehn.de


Ausgabe Frühling / Sommer 2007 | Seite 4

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Die Schöpferin der Am 24. Februar 2007 wäre Grete Wendt, Gründerin und gute Seele unserer Werkstätten, 120 Jahre alt geworden – ein schöner Grund, diese außergewöhnliche Frau und ihre Leistungen in der elfpunktepost zu würdigen.

werkskunst Dresden-Hellerau, auf die junge Gestalterin aufmerksam und holte sie in seine renommierten Werkstätten. Dort entwarf sie vornehmlich Möbelstücke, aber auch Artikel für die angegliederte Spielzeugabteilung. Das Figürliche hatte es ihr schon immer besonders angetan. Auf einer Studienreise nach München hat sie Gelegenheit, ihre Kenntnisse zu vertiefen und auszubauen – für sie „eine Zeit wunderbaren Schaffens“, wie sie später sagte. Während dieser Zeit schuf sie auch die Figurenkomposition, die die Grundlage für den späteren Erfolg der Firma werden sollte: Sie beteiligte sich an einem Wettbewerb für gute

Reiseandenken des Sächsischen Heimatschutzes und entwarf dafür die „Beerenkinder“. Eine reizvolle Figurenkomposition mit zwei Mädchen und einem Jungen, die alle Krüge randvoll mit Beeren tragen – eine Gestaltung mitten aus dem Leben, volksverbunden und realitätsnah, so wie die Menschen es liebten. Grete Wendts Arbeit erhielt eine Auszeichnung und wurde daraufhin in zahlreichen Zeitschriften veröffentlicht. Die Resonanz war überwältigend. Alle schienen diese zarten kleinen Beerenkinder haben zu wollen. Gemeinsam mit den besten Drechslern Grünhainichens machte sie sich daran, die Flut der Bestellungen zu erfüllen.

Grete Wendt auf dem Stand von Wendt & Kühn zur Leipziger Messe, Ende der 1930er Jahre.

1887 erblickt Grete Wendt in Grünhainichen das Licht der Welt. Schon als Kind malte und zeichnete sie gern und zeigte ein besonderes Talent fürs Gestalten. Ihr Vater, Albert Wendt, war Leiter der Grünhainichener Gewerbeschule und hatte die Begabung seiner Tochter wohl erkannt. Sie verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit in den Werkstätten des Elternhauses und in den Drechselstuben der Grünhainichener Spielzeugmacher. Malen und Zeichnen, Bauen und Basteln, das war ihre Welt. Und so schickte der Vater die junge Grete auf die Königlich-Sächsische Kunstgewerbeakademie nach Dresden, die schon damals als erstklassige Adresse für zeitgenössische Gestaltung galt. Dort erlernte die talentierte junge Dame bei Frau Prof. Junge die fachlichen Grundlagen für ihre Kunst. Die ersten Entwürfe aus der Hand der jungen Grete weisen schon früh eine eigene Handschrift auf. Noch an der Kunstgewerbeschule wurde Karl Schmidt, Gründer der Deutschen Werkstätten für Hand-

Grete Wendt mit gütigen und wachen Augen bei ihren Frauen in der Malerei. Die Aufnahme stammt aus den 1950er Jahren und zeigt die Firmengründerin während dem täglichen Gang durch die Fertigung.


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Engel wird 120 Grete Wendt kannte kein Rasten, und die Resonanz seitens der Kunden zeigte, dass ihre Entwürfe beim Publikum ankamen. So gründete sie gemeinsam mit ihrer Studienfreundin Margarete Kühn, die sie auf der Königlich-Sächsischen Kunstakademie kennen gelernt hatte, am 1. Oktober 1915 die Firma „M. Wendt & M. Kühn“. Bescheiden beschrieben sie ihr Angebot als „Feine Holzarbeiten, Spiel- und Tändelkram“. Lichterengel, Truhen, Spanschachteln und gedrechselte Dosen gehörten zu den ersten Erzeugnissen der Werkstätten. Stetig kamen neue Entwürfe hinzu, so dass die Kollektion schon nach kurzer Zeit mehrere hundert Artikel umfasste.

Ideenvielfalt und Schöpfungsreichtum begleiteten das gesamte Schaffen von Grete Wendt. Mit ihrem einmaligen Talent für Formen und Farben schuf sie einen Fundus von unschätzbarem Wert, aus dem unsere Manufaktur noch heute schöpft. Sie war

Grete Wendt am Zeichentisch in einer historischen Aufnahme aus dem Jahr 1934.

die Erste, der es gelang, den gedrechselten Figuren eine höchst lebendige Bewegung und Anmut zu verleihen. Dazu verwendete sie schräg angeschnittene Teile, die dem natürlichen Bewegungsfluss entsprechend verleimt wurden – eine bahnbrechende Leistung zur damaligen Zeit, die noch immer den unverwechselbaren Charakter der Figuren aus unserer Traditionswerkstatt bestimmt. Noch mehr jedoch als die technische Weitsicht prägte das Wesen der kreativen Schöpferin den einmaligen Charme der Wendt & Kühn Figuren. Von kindlicher Leichtigkeit und Unbeschwertheit, immer mit einem sanften Lächeln auf den Lippen, und so voller Güte, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit – in ihren Figuren brachte Grete Wendt genau die Eigenschaften zum Ausdruck, die sie selbst nicht nur zu einer begnadeten Künstlerin, sondern auch zu einem außergewöhnlichen Menschen machten. Was sie in den Anfangsjahren in ihrer bescheidenen Manier als „Spiel- und Tändelkram“ bezeichnete, eroberte sich bald

einen festen Platz in der Erzgebirgischen Holzkunst und wurde zum Maßstab für alles Kommende. Grete Wendt lebte für ihre Kunst. Es war nicht immer einfach, die Firma nach den schweren Anfangsjahren durch die Zeit der Weltwirtschaftskrise und den zweiten Weltkrieg bis in die DDR-Zeit zu führen. Doch ihre Kreativität hat sie sich nie nehmen lassen. In ihren Figuren entwarf sie eine liebevolle, „heile Welt“, in der kindliche Kreationen Idylle und Nostalgie verströmen und so den Menschen eine Möglichkeit geben, dem hektischen Alltag zu entfliehen. Dies ist es, was die Figuren aus dem Hause Wendt & Kühn auch heute noch so beliebt macht. Und so arbeiten wir auch heute noch nach den einmaligen Entwürfen der großen Grete Wendt – wohl wissend, wie viel Freude wir damit in die Welt hinaustragen. Lassen wir anlässlich ihres 120. Geburtstages die letzten Sätze ihrer kleinen Ansprache zum 50-jährigen Firmenjubiläum im Oktober 1965 erneut erklingen:

Grete Wendt während ihrer Rede zum 50-jährigen Firmenjubiläum im Oktober 1965.

„Unser Dank gilt allen und wir hoffen, dass wir in dem gemeinsam geschaffenen Werk weiter verbunden bleiben. Wir wollen es nicht vergessen: bei jeder Arbeit liegt der Erfolg darin, dass sie von einem guten Geist erfüllt ist.“


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Amorengel begründen die Goldedition No 1 Die Amorengel wurden bereits in den 1930er Jahren entworfen. Mit der Goldedition No 1 gelangen die besonderen drei Himmelsboten als außergewöhnlich glanzvolle Neuauflage nun wieder in die Kollektion der Grünhainichener Engel ®. Hat ein Engel nicht immer auch etwas mit Liebe zu tun? Und ist Liebe nicht immer etwas Himmlisches? Dieser Gedanke muss wohl Pate gestanden haben, als Grete Wendt Mitte der 1920er Jahre die reizenden Amorengel entwarf. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen zielen die himmlischen Helfer mitten ins Herz aller Sammler und Verliebten. Wie genau sich Amor an seine „Liebesopfer“ annähert, weiß man leider nicht genau – kommt er von oben geflogen, nähert er sich verschmitzt aus dem Gebüsch bei einem Spaziergang in freier Natur oder kommt er schnurstracks auf die Verliebten zugeschritten? Um alle Zweifel aus dem Weg zu räumen, gibt es den Amorengel von Wendt & Kühn gleich in sechs verschiedenen Variationen: schwebend, stehend und kniend, jeweils von links und von rechts. So finden Sie bestimmt die richtige Position, um Ihren Liebsten mitten ins Herz zu treffen! Anlässe, seinen Schatz mit diesem edlen Extra zum

Strahlen zu bringen, gibt es immer wieder: Zum Hochzeitstag, zum Valentinstag, für einen neuen Anfang oder einfach mal so zwischendurch um zu sagen: „Du bist mir Goldes wert!“

650/112 Amorengel, schwebend

650/110 Amorengel, stehend

Goldedition No 1 Die glanzvolle Neuauflage der himmlischen Kreationen setzt dazu einen ganz besonderen Glanzpunkt, der Sammler und Verliebte gleichermaßen zum Strahlen bringt: In der Goldedition No 1 sind Pfeil und Bogen der göttlichen Liebesboten mit 990er Goldauflage versehen. Der Köcher ist versilbert und mit einem Anlaufschutz gegen das Schwarzwerden überzogen. Die neu aufgelegte Goldedition bietet Liebhabern und Sammlern im wahrsten Sinne des Wortes etwas ganz Besonderes. Wie schon der Name „Goldedition No 1“ vermuten lässt, darf man sich vielleicht in Zukunft über weitere edle Goldeditionen freuen, die ihre Betrachter mit einem von Echtgold überzogenen Element zum Strahlen bringen.

650/111 Amorengel, kniend

Historische Vorlagen für einen neuen Auftritt Aus dem Katalog von 1930 stammt diese historische Abbildung der Amorengel sowie dem Tänzerpaar. Sie dienten neben überlieferten Skizzen und Musterzeichnungen als Vorlage für die 2007 neu erscheinende Figurenserie.


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Ausgabe Frühling / Sommer 2007 | Seite 7

Himmlische Geschwister in Groß und Klein 650/70/10 Engel mit Trommel auf Komet

Die bekannten Grünhainichener Engel ® bekommen im neuen Jahr in kleiner und auch großer Form musikalische Unterstützung. Jahr für Jahr ziehen neue Musikanten in das Grünhainichener Engelsorchester ein. Im Jahr 2007 bereichert der Engel mit Melodika den Klang des himmlischen Orchesters um ein neues Instrument. Neben ihm haben schon der sitzende Engel mit Mundharmonika sowie der Engel mit Mandoline Platz genommen, der es sich auf einer praktischen Klemme bequem macht - ein hervorragender Platz, um an einem Tannenstrauß oder am Weihnachtsbaum eine gute Figur zu machen. Himmlisch begleitet werden die drei vom Engel auf Komet mit Trommel. Für die Liebhaber unserer Grünhainichener Engel® stehen ab dem Sommer 2007 auch Großfiguren mit einer Höhe von ca. 30 cm bereit. Ganz gleich, ob zum Aufstellen – dafür ist jeder Verpackung ein kleiner Aufsteller beigelegt – oder zum Aufhängen an den mitgelieferten Dekofäden, die großen Himmelsboten machen immer eine gute Figur. So reiht sich Groß und Klein in den Reigen der himmlischen Heerscharen ein. Genießen Sie das Engelskonzert, das sich in Ihrer Sammlervitrine entfaltet, und lassen Sie am Wendt & Kühn Konzert auch andere Menschen teilhaben. In Ihrem Fenster aufgehängt fühlen sich die großen Engelsfiguren besonders wohl. Hier haben sie die Welt im Blick, und hier können sie Vorübergehende und Besucher Ihres Hauses mit ihrer Anmut erfreuen.

650/66 Engel mit Melodika

650/26a Engel mit Mundharmonika, sitzend 650/90/4 Engel mit Mandoline auf Klemme

Die großen Engelsmusikanten von Wendt & Kühn präsentieren sich seit kurzem im neuen Gewand. Bisher wurden sie von einem Lizenzpartner gefertigt, jetzt wurde der Entwurf einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen. Die Form wurde flüssiger und natürlicher gestaltet und entspricht den Originalentwürfen von Grete Wendt. Bei jeder Figur kommen verschieden gestaltete Körperteile zum Einsatz, so wie es der natürlichen Körperhaltung beim Spielen des jeweiligen Instruments entspricht. Auch viele kleine Details wurden so nah wie möglich an das Original angepasst. So sehen große und kleine Engelsschwestern aus wie aus einem Ei.

Das geht nur im Himmel: Das Sortiment der kleinen Christbaumengel hat großen Nachwuchs bekommen. Ab Sommer 2007 laden die großen und kleinen Geschwisterpaare zu einem himmlischen Konzert. (Höhe ca. 30 cm).


Ausgabe Frühling / Sommer 2007 | Seite 8

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Alles neu macht der Mai Neu und farbenfroh begrüßt Sie die Traditionsmanufaktur Wendt & Kühn mit zwei Ostermädchen im neuen Jahr. Daneben sorgen viele weitere Figuren für eine liebevolle Erweiterung der Kollektion des Grünhainichener Hauses. Lust auf ein Tänzchen? Dann wagen Sie mit unserem reizenden Tänzerpaar den Tanz in den Frühling! Erfreuen Sie sich am wiegenden Schritt des kleinen Tänzers, der seine entzückende Partnerin zu einer fröhlichen Partie auffordert. Sie hebt ihre Hand zur Berührung, rafft ihr hellblaues Röckchen und schwingt mit ihm gemeinsam über die blühenden Frühlingswiesen – schnurstracks ins Glück. Bereits im Nachtrag zum ersten Firmenkatalog von 1924 hielt das kindliche Tanzpaar in das Sortiment von Wendt & Kühn Einzug. Nach langer Tanzpause kehrt es nun im Jahr 2007 voller Schwung in die Kollektion zurück. Auch die Schar der Osterkinder bekommt in diesem Jahr Zuwachs. Bereits vor zwei

Jahren erfreuten wir die Liebhaber unserer Figuren mit zwei österlichen Kreationen, die jetzt vom Mädchen mit Osterkorb und dem Mädchen mit Schürze lustige Begleitung erhalten. Besonders neckisch ist, wie das blonde Mädchen sein weißes Schürz-

5407/1-2 Tänzerpaar

chen rafft, um darauf drei bunt bemalte Eier sicher in ihr Versteck zu tragen. Darunter trägt sie ein apartes Kleidchen mit schicken Vichy-Karos. Begleitet wird sie von ihrer brünetten Freundin im hellblauen Kleid mit strahlend weißer Schürze, die ein leuchtend rotes Ei aus ihrem kleinen Osterkörbchen genommen hat und es gerade im Grase verstecken will. So wird die Ostersuche zur fröhlichen Partie unter strahlend blauem Himmel – eine Osterfreude voller Lebensfreude und kindlichem Charme.

5240/5-6 Ostermädchen

Osterüberraschung vom grünen Hain Was im Jahr 2005 mit dem Mädchen mit Eierkorb und Hase (links) sowie dem Jungen mit großem Osterei (3. von links) begann, setzen wir 2007 mit der Wiederauflage des Mädchens mit Osterkorb (rechts) sowie des Mädchens mit Schürze (2. von links) fort.


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Ausgabe Frühling / Sommer 2007 | Seite 9

Jahresfigur 2007 Alle Sammlerherzen schlagen höher: Eine fesche Bayernfrau mit Tasche, Hut und Schirm hält exklusiv und nur in diesem Jahr Einzug in das Sortiment von Wendt & Kühn. Seit einigen Jahren kommen wir dem Wunsch vieler Sammler nach, besondere Figuren in Jahreseditionen aufzulegen. Nach Fischer und Badekindern aus dem Norden wenden wir uns nun den südlicheren Gegenden Deutschlands zu und haben für Sie das Bayernmädchen aus unserem reichen Musterarchiv auferstehen lassen. Erstmals war die fesche Bayerin im Katalog von 1937 zu sehen. Adrett gekleidet in der Mode jener Zeit macht sie auch heute noch eine gute Figur. Mit schickem Karokleid, über dem sie eine blütenweiße Schürze und ein knappes blaues Jäckchen trägt, macht sie sich auf den Weg in die Stadt. Eine große Handtasche wird die Einkäufe bergen, und der rote Schirm zeugt von Stilsicherheit und Flair. Vielleicht trifft sie ja in der Stadt sogar einen zünftigen bayerischen Buben, den wir Ihnen dann im nächsten Jahr vorstellen dürfen. Wie in unserer Jahresedition zur schönen Tradition geworden, präsentiert sich auch das Bayernmädchen in einer edlen grünen Passpartout-Faltschachtel, die der adretten Erscheinung einen würdigen Rahmen verleiht. Sichern Sie sich diese zeitlich limitierte Sammleredition in exklusiver Verpackung und freuen Sie sich mit uns auf den männlichen Begleiter, der ab 2008 nicht nur das Herz des Bayernmädchens erfreuen wird!

Sonderedition in aufwändiger Verpackung Umhüllt von einer besonderen Verpackung wird die schöne Tradition der jährlich limitierten Sammlereditionen auch 2007 fortgeführt.

Wer will fleißige Handwerker seh’n… Die insgesamt 7-teilige Serie fleißiger Handwerker aus den 1940er Jahren beginnt mit einer Neuauflage aus zunächst drei Figuren ihr emsiges Aufbauwerk in der aktuellen Kollektion des Jahres 2007. Kunst mit Bezug zum wahren Leben war schon immer ein Markenzeichen aus dem Hause Wendt & Kühn, und in diesem Sinne sind auch die fleißigen Handwerker – eine Auftragsarbeit aus den 40er Jahren

5311/1 Maurer mit Reibebrett und Kelle

im Zuge des Wiederaufbaus der Stadt Dresden – typisch für die figürliche Gestaltung unseres Hauses. Als Zeugen des schwierigen Aufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg packen sie tatkräftig bei den Aufbauarbeiten mit an. Mit Kelle und Reibebrett sorgt der Maurer für einen glatten Putz an frisch gemauerten Wänden, der Ziegelträger sorgt für Nachschub an Material, und der Bauarbeiter mit Hacke hebt schon das Fundament für das nächste Bauwerk aus. Die fleißigen Gesellen erhalten in den nächsten beiden Jahren tatkräftige Verstärkung von ihren Kollegen – einem Maler, einem Tischler und zwei weiteren Maurern. So legt die Kollektion 2007 den Grundstein für eine Handwerkergarde der ersten Reihe. Darüber freuen sich nicht nur Liebhaber und Sammler, sondern auch frisch gebackene Gesellen und Meister, Architekten oder die Mitarbeiter von Handwerksbetrieben.

5311/2 Bauarbeiter mit Hacke

5311/4 Ziegelträger mit Kiepe


Ausgabe Frühling / Sommer 2007 | Seite 10

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Schaffen Sie Ihr Geld auf die Ofen - Bank Welche Oma, welcher Opa steckt den lieben Enkeln nicht mal gern was in die Sparbüchse? Mit den neu aufgelegten Ofenbänken macht das Sparen gleich doppelt so viel Spaß, denn sie sind nicht nur eine Freude für die Börse, sondern auch fürs Auge. Einst kam man an den langen, verschneiten Winterabenden am Kachelofen zusammen und musizierte gemeinsam oder erzählte sich Geschichten. Davon muss Grete Wendt inspiriert gewesen sein, als sie um 1930 eine ganze Serie unterschiedlicher Sparöfen entwarf. Zwei davon gelangen

5286/2 Katze, schwarz

5289/2 Mäuschen, sitzend

5289/1 Mäuschen, laufend

5286/1 Katze, grau getigert

2007 wieder in die aktuelle Kollektion unserer Manufaktur. Kennen Sie das noch, die wohlige Wärme, die ein alter Kachelofen ausstrahlt? Wie die wärmenden Strahlen den gesamten Raum erfüllen und dabei eine Stimmung schaffen, wie sie mit keiner Heizung zu erreichen ist? Da konnte man sich nach getaner Arbeit den Rücken wärmen, die Füße hochlegen und den Feierabend so richtig genießen. Oftmals war der Kachelofen nicht nur Wärmespender, sondern auch Mittelpunkt des kulturellen Lebens in den eigenen vier Wänden. Hier traf man sich zum Geschichtenerzählen, Plaudern und Musizieren. Auch die Miez kuschelte sich gern auf den Schoß und ließ sich schnurrend im Fell kraulen. Diese nostalgischen Szenen erwachen wieder zum Leben, wenn man die liebevoll gestalteten Sparöfen aus dem Hause Wendt & Kühn betrachtet. Halten Sie es wie das blondbezopfte Mädchen auf der Ofenbank und genießen Sie mit Ihrer Katze

den wohl verdienten Feierabend, oder schunkeln Sie zu den zünftigen Klängen, die der Anblick des Jungen mit Akkordeon im Ohr des Betrachters wachruft. Lebendige Szenen aus dem wahren Leben in den 1930er Jahren, die Grete Wendt so oder ähnlich erlebt haben wird, als sie eine ganze Serie unterschiedlicher Ofenmotive entwarf. Dazu haben die phantasievollen Kreationen noch eine überaus nützliche Funktion: Durch den kleinen Schlitz an der Oberseite des Ofens lässt man Münze für Münze in den dunklen Tiefen verschwinden – nicht um Geld zu verbrennen, sondern um später das Gesparte wieder ans Tageslicht zu befördern und sich zu freuen, was über die Zeit so zusammengekommen ist. Katz und Maus in Miniatur Als liebevolle Details aus den SparofenMotiven sind Katze und Maus auch separat erhältlich. Ob in majestätischem Schwarz oder dezent grau-getigert – die Miez

5271/14 Sparofen, Mädchen mit Katze

scheint zu schlummern, hat aber garantiert ein wachsames Auge auf das Mäuschen. Da hilft es auch nicht viel, wenn sich das Mäuschen noch so klein macht – eine wahre Herausforderung für die Fingerfertigkeit der Kunsthandwerkerinnen, die dieses filigrane Figürchen von nur wenigen Millimetern Größe fertigen!

Sparen kann so schön sein Der liebevoll gestaltete Sparofen lädt regelrecht dazu ein, etwas zu seiner Füllung beizutragen – und mit dem angesparten Geld ließe sich z.B. dann auch der andere Sparofen finanzieren…


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Klangvolle Mechanik aus der Schweiz Seelenverwandt in dem anspruchsvollen Bekenntnis zu feinem Kunsthandwerk pflegt Wendt & Kühn seit den 1920er Jahren Geschäftsbeziehungen in die Schweiz. Im kleinen Dorf Sainte-Croix werden heute jene mechanischen Musikwerke gefertigt, die den Spieldosen ihren Wohlklang verleihen. 1865 beginnt Charles Reuge mit der Fabrikation von Musikuhren im Schweizer Sainte-Croix und sein Sohn Albert gründet 1886 ein Geschäft für Musikdosen. Später führt Guido Reuge den Betrieb. Er ist ein innovativer Unternehmer, der schwierige Jahre überwindet, indem er u.a. eine wegweisend neue Skibindung erfindet. Heute gehört Reuge zu einer der wenigen Schweizer Manufakturen, die in der Lage sind, der anspruchsvollen Fabrikation von Musikwerken gerecht zu werden. Das verbindet Wendt & Kühn seit vielen Jahren mit dem Schweizer Qualitätslieferanten. Und so werden wir auch trotz aktueller Preiserhöhungen seitens der Firma Reuge weiterhin die Spielwerke aus Sainte-Croix beziehen. Die Preiserhöhung für unsere Spieldosen beruht neben den gestiegenen Materialund Energiepreisen aber auch auf einer entscheidenden Neuerung: Anstatt der

Blick in die mechanische Welt der Musik Prüfend nimmt der kleine Engel das Spielwerk in Augenschein, bevor das mechanische Instrument im hölzernen Körper einer Wendt & Kühn Spieldose seine Melodie erklingen lässt.

bisher 28-stimmigen Werke werden von nun an nur noch 36-stimmige Werke bei Wendt & Kühn eingesetzt. Eine kleine Klangrevolution, die man hören kann: runder, melodischer und reicher. Der zauberhafte Charme der nostalgischen Musikmechanik bleibt erhalten und erschafft Melodien von besonderer Fülle. Wir hoffen, liebe Kunden, dass Sie unsere Entscheidung

trotz der Preiserhöhung verstehen und im Sinne eines noch besseren Klangbildes unserer Spieldosen befürworten. Dafür versichern wir Ihnen, dass Wendt & Kühn ausschließlich hochwertige Spielwerke aus Original Schweizer Produktion verwendet – eine kunstvolle Allianz, in der sich die feine deutsche Handarbeit unseres Traditionshauses mit Schweizer Präzision auf wunderbare Weise ergänzen.

Die Reuge Manufaktur für Musikdosen Seit 1811 werden in Sainte-Croix Musikdosen hergestellt, wodurch das kleine Dorf zu internationalem Ruhm gelangte. Trotz einer wechselvollen Geschichte lebt das traditionsreiche Handwerk bis heute und wird hier seit 1865 von der Reuge Manufaktur erfolgreich gepflegt und weiterentwickelt.


Ausgabe Frühling / Sommer 2007 | Seite 12

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Wie Engel auf In der Leimerei sorgen ihre kunstfertigen Hände und ihr geschulter Blick dafür, dass aus filigranen Einzelteilen die unverwechselbaren Figuren von Wendt & Kühn ihr mustergetreues Aussehen erhalten. Sucht man in unseren Werkstätten Annette Heim, so findet man sie zusammen mit ihren fleißigen Kolleginnen in der Leimerei zwischen Kisten und Kästen, die mit Armen und Beinen, Körpern oder Hosen gefüllt sind. Es riecht nach Holz und Weißleim, wo sie ihren Platz hat. Mit sicherer Hand, geübtem Blick und scharfem Schnitzmesser macht sie sich ans Werk und half im Laufe der Jahre schon vielen Engeln und Blumenkindern auf die Beine. Bereits Annette Heims Vater Hans Sobeck war Spielzeugmaler, hatte seinen Beruf bei Wendt & Kühn gelernt und auch die Gewerbeschule Grünhainichen (wo Albert Wendt einst tätig war) besucht. Als Kind wuchs sie mit Wendt & Kühn Figuren auf, da ihr Vater einst auch in unseren Werkstätten arbeitete. Er war es auch, der seine älteste Tochter

begleitete, als sie sich im Frühjahr 1981 bei Betriebsdirektor Hans Wendt vorstellte. Sie erinnert sich noch genau an diesen Tag, berichtet die 46-jährige. „Dann geh’ doch mit deiner Tochter gleich mal raus in die Werkstätten und zeige ihr alles, damit sie sich selbst ein Bild machen kann“, hätte damals sinngemäß Hans Wendt zu ihrem Vater gesagt. Die Leimerei war die erste Abteilung, in die die damals sehr schüchterne junge Frau geführt wurde. Die Meisterin wohnte in der Nähe der Sobecks und Annette war ziemlich froh, zwischen all den Unbekannten wenigstens ein ver-

Frauen- und auch Männerhände fügen in der Leimerei die oft winzigen Holzteile mustergetreu zu fertigen Figurenkompositionen.

trautes Gesicht zu entdecken. Als es mit der Besichtigung dann weitergehen sollte, lehnte sie ab und sagte, ihr gefalle es hier gut, sie müsse die anderen Abteilungen nicht unbedingt auch noch sehen. Also wurde sie Figurenleimerin, eigentlich aus Verlegenheit. Was damals so zufällig entstand, sollte sich später als Glücksgriff erweisen, denn heute kann Frau Heim nicht ganz ohne Stolz auf eine über 25-jährige Betriebsangehörigkeit zurückblicken. Auch nach all den Jahren ist es für sie immer wieder ein Erlebnis, ihre kleinen Engel aus Einzelteilen zu erschaffen und ihnen „als Geburtshelferin“ zur Seite zu stehen. Doch aller Anfang war schwer und so begann auch sie zunächst mit dem Leimen von einfacheren Figuren, ihr erster Musikantenengel war der Dirigent, sagt sie. Da ihr die Arbeit leicht von der Hand ging, konnte sie sich stetig weiterentwickeln und sich später auch an so schwierige Figuren wie den Rattenfänger wagen. Was bei ihr heutzutage so leicht und selbstverständlich wirkt, ist das Ergebnis vieler einzelner kleiner Schritte. Denn das Zusammenfügen der kleinen Arme, Beine und sons-

Während der Schautage der Manufaktur wird die Figurenmontage nicht nur gezeigt, sondern auch gern von Frau Heim ausführlich erklärt.

Neben den filigranen Einzelteilen ist nur wenig erforderlich, um den hölzernen Figuren Leben einzuhauchen – Leim, Pinsel, ein scharfes Messer und manchmal eine Lehre – der entscheidende „Rest” ist sorgsame Handarbeit und die Liebe zum Detail.

tigen Teile der Figürchen ist keineswegs so leicht, wie es aussieht. Die Löckchen der Engel werden zunächst als Reifen gedrechselt, bevor sie mittels scharfer Klinge ihre endgültige Form bekommen. Halten die Engelchen ein Instrument, muss der


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die Beine kommen Arm in einem ganz bestimmten Winkel angeschnitten werden. Stimmt dieser nicht exakt, hat das Instrument eine falsche Position oder es entstehen Schlitze zwischen Körper und Arm, die später störend wären. Als wir sie treffen, leimt Frau Heim gerade die Engelmusikanten, die erst seit Januar Mitglied unseres himmlischen Orchesters sind, die Engel mit Melodika. Es sei allerdings nach wie vor der Engel mit Cello, den sie am liebsten leimt. Er gefiele ihr einfach am besten, sagt sie. Einen Ausgleich für ihre filigrane Arbeit

findet die gebürtige Zschopauerin in allerlei sportlichen Aktivitäten. Ski alpin und Radfahren gehören ebenso zu ihren Lieblingssportarten wie Laufen. Und außerdem sei sie, so sagt sie mit einem Augenzwinkern, auch ein großer Fußballfan. Seit Jahren schlägt ihr Herz für ihren Verein, sie fährt zu Spielen oder fiebert wenigstens jedes Mal vor dem Fernseher mit. Von ihrer damaligen Schüchternheit ist heute nicht mehr viel geblieben, mittlerweile besticht sie durch Freundlichkeit und ihre bescheidene Art. Davon kann

man sich selbst zu unseren Schautagen in Grünhainichen und Seiffen überzeugen. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen vermittelt Frau Heim dort Interessantes aus der Figuren- und Spieldosenherstellung bei Wendt & Kühn, beantwortet ausführlich Fragen und weiß den interessierten Besuchern große und kleine Geschichten rund um Herkunft, Entstehung und Besonderheiten der gerade gefertigten Figuren zu erzählen.

Geburtshilfe mit freudiger Hingabe Von Anfang an lebt der kindliche Zauber der Figuren vom Ausdruck des künstlerischen Entwurfes sowie von der freudigen Hingabe und großen Sorgfalt bei der handwerklichen Fertigung. Das ist natürlich nicht nur bei der neu aufgelegten Serie kleiner Handwerksgesellen so, die gerade von Frau Heim in der Leimerei zusammengesetzt werden.


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Kaleidoskop Auch 2007 werden bei Wendt & Kühn einige kleine Figuren ihre vorerst letzte Auflage erfahren, um danach in den Musterschrank der Manufaktur zurückzukehren.

Bereits im Frühjahr lädt Wendt & Kühn wieder mit interessanten Einblicken in kunstvolles Handwerk und einem abwechslungsreichen Familienprogramm zu den Schautagen ein.

Neben den jährlichen Neuauflagen werden auch einige Kompositionen unsere aktuelle Kollektion verlassen – und als gesuchte Sammlerstücke danach ein interessantes Eigenleben führen. Nachfolgend haben wir für Sie eine kurze Aufstellung all jener Artikel erstellt. Wenn Sie darunter vielleicht Ihren ganz besonderen Favoriten entdecken, dann sollten Sie nicht lange zögern – diese kleinen Sammlerstücke werden nach 2007 für mindestens fünf Jahre nicht mehr bei Wendt & Kühn zu finden sein: 5231/1/7 Mädchen mit Wiege, groß 5277/240 Kinder auf Serviettenring, 6305/N Luciazug 650/40 Lampionengel 634/15 Engel mit Schlitten und Baum 634/16 Engelpaar mit zwei Zahlensätzen 634/16l-r Engelpaar ohne Zahlen 634/18 Zahlensatz von 0 bis 9 634/47 Weihnachtsmann mit Schlitten

Termine für die Schautage 2007 Wendt & Kühn in Grünhainichen, jeweils von 10.00 - 17.00 Uhr: 17. - 19.5.2007 (Christi Himmelfahrt) 31.10. - 4.11.2007 (Reformationstag) 1. - 2.12.2007 (1. Advent) Wendt & Kühn Figurenwelt Seiffen, jeweils von 10.00 - 17.00 Uhr: 7. - 8.4.2007 (Ostern) 20. - 21.10.2007 (Tag des traditionellen Handwerks) Wer kennt sie nicht, die zarten kleinen Engelchen aus der Traditionsmanufaktur Wendt & Kühn, deren tannengrüne Flügel von 11 weißen Punkten geziert werden? Auch in diesem Jahr öffnen die Werkstätten in Grünhainichen wieder ihre Tore, um die interessierten Besucher im Haus der Engel willkommen zu heißen. Und tatsächlich werden die Gäste dort von reizenden kleinen Engelchen im weißen Hemdchen be-

stürzen und anschließend in der Malerei ihr unverwechselbares Gesicht erhalten. Ob beim Leimen, Schleifen, Drechseln, Polieren, Malen oder Verzieren – unter den fleißigen Händen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Wendt & Kühn entstehen zauberhafte Kreationen vor den staunenden Augen der interessierten Zuschauer. Doch auch darüber hinaus gibt es eine Menge zu entdecken. Das ganze Haus verwandelt sich in eine einzigartige Schauwerkstatt, in der die ganze Familie einen unvergesslichen Nachmittag verleben kann. Die viel besuchte Bastelstraße erweist sich immer wieder als unwiderstehlicher Magnet für die Kinder – alle werkeln eifrig mit, wenn es gilt, aus einzelnen gedrechselten Holzteilen kleine Eisenbahnen, Feuerwehren oder Babywiegen zusammenzubasteln. Anschließend können die selbst geschaffenen Kunstwerke eigenhändig bemalt werden. In der liebevoll dekorierten Fotoecke kann man schließlich die Erinnerungen an diesen wunderschönen Tag für alle Ewigkeiten festhalten. Als reizende Begleitung stehen je nach Jahreszeit bezaubernde

Momentaufnahme Nachdem die Blumenkinder mit einer deckend weißen Grundierung versehen wurden, erhalten sie – wie die Grünhainichener Engel ® oder all die anderen kindlichen Figuren auch – ihr farbiges Gewand.

Eine unvollständige Auswahl der 2007 letztmalig gefertigten Figuren Junge mit Harmonika (Art.-Nr. 5277/240/2), Engel mit Schlitten und Baum (Art.-Nr. 634/15), Weihnachtsmann mit Schlitten (Art.-Nr. 634/47).

grüßt und durch die Werkstätten begleitet, die einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen gewähren. Hier kann man den Drechslermeistern bei ihrem kunstfertigen Handwerk über die Schulter schauen und zusehen, wie die Engelchen Flügel, Löckchen und Füße bekommen. Man kann dabei sein, wenn sie sich kopfüber ins Tauchbad mit weißer Grundierfarbe

kleine Engelchen oder zarte Blumenkinder gern mit den Besuchern vor der Kamera. Auf diese Weise lassen sich herrliche Motive für die ganz private Post an Freunde und Bekannte verwirklichen. Lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen und besuchen Sie uns auch in diesem Jahr! Wir freuen uns auf Sie!


elfpunktepost

Ausgabe Frühling / Sommer 2007 | Seite 15

Bei den Engeln zum Fototermin Kleine Impressionen aus unserer Grünhainichener Fotoecke während der vergangenen Schautage im Herbst bzw. in der Adventszeit 2006.

Presseecho Die Frauenzeitschrift „Tina“ veröffentlicht in Ausgabe 10/2007 auf Seite 80/81 einen Bericht mit dem Titel: „Willkommen bei den Blumenkindern“. Seit nunmehr 78 Jahren erfreuen diese zauberhaften Kreationen aus dem Hause Wendt & Kühn die Herzen von Groß und Klein und sind heute wie früher ein wunderschönes Geschenk zu jedem Anlass. MDR-Film am 1. Weihnachtsfeiertag war ein echter Zuschauermagnet Am 25. Dezember, zur besten Sendezeit um 19.00 Uhr, versammelten sich 1,2 Millionen Zuschauer aus ganz Deutschland vor

ihren Fernsehbildschirmen und verfolgten die Sendung „Die weltberühmten Engel aus Grünhainichen“ – eine liebevoll gedrehte Reportage über die Geschichte und die Erzeugnisse des Hauses Wendt & Kühn im MDR. Seltene historische Aufnahmen erlaubten einen Einblick in die spannende Geschichte der Traditionsmanufaktur, die vom künstlerischen Schöpfungsreichtum und dem unternehmerischen Geschick Grete und Olly Wendts geprägt war. Beim Rundgang durch die Werkstätten konnte man den Drechslern, Leimern und Malern über die Schulter schauen. Geschäftsführer Tobias Wendt, der das Familienunternehmen in dritter Generation leitet, erzählte

so manche spannende Geschichte, und auch zahlreiche Liebhaber und Fans der Figuren kamen zu Wort. Über die große Resonanz der Zuschauer haben wir uns hier im Hause alle sehr gefreut. Wir haben zahlreiche Zuschriften aus ganz Deutschland und auch dem Ausland erhalten. Sogar in Ungarn wurde unser Beitrag gesehen, wie der nette Brief der Familie Jeszek aus Murakeresztúr (in der Nähe von Heviz) zeigt: „Welch eine Freude, bei Ihnen arbeiten zu dürfen … Auch beim Zusehen der Sendung haben Sie große Freude uns in unser Haus, hier an einem Ende Ungarns, gebracht. … Ich finde die Lichterengel ganz besonders schön. Es wurden ja die vielen Handgriffe gezeigt, ehe er fertig ist. Er strahlt wohl auch die Freude der Menschen aus, die ihn so liebevoll herstellen …“ Weitere Stimmen und Gedanken „… Für Ihre elfpunktepost, die Sie mir regelmäßig geschickt haben, möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Vor allen Dingen für die darin enthaltenen Informationen. An den 2 Fußballfiguren hatten wir besonders während der Weltmeisterschaft viel Spaß und Freude …“ (A. Jakob, Salzgitter)


elfpunktepost    Frühling / Sommer 2007

„… Herzlichen Dank für Ihre wieder so herrliche Ausgabe sowie Zusendung der elfpunktepost – rundum perfekt! Da geht mir das Herz auf – zum Davonfliegen und eine wohltuende Heimeligkeit und Verbundenheit zieht ein …“ (K. Pampel, Dresden) „… Die neue Herbstausgabe Ihrer elfpunktepost begeistert uns sehr. Der traditionsreiche Weihnachtsbote auf der Titelseite, den auch wir in unserer Sammlung haben, erfreut das Herz. Wir lieben ihre wunderbaren Figuren seit unserer Kindheit …“ (G. Frerichs und E. Nowak, Schortens) „… Mich erfreuten in diesen Tagen Ihre elfpunktepost-Nachrichten Herbst/Winter 2006. Ich lese alles mit Interesse (Geschichte Ihres Hauses, Neuheiten, Schautage usw.) und lege diese Hefte auch für mich ab – Anregungen für Einkäufe, Geschenke Ihrer Produkte. Großartig, wie Sie Ihre Kunden pflegen und für Ihr Haus interessieren …“ (J. Behrendt, Seesen/Harz) „… Sie haben mir mit der Zusendung Ihrer elfpunktepost wieder eine große Freude bereitet. Es bedeutet für mich ein Geschenk! …“ (I. Kächele, Borsdorf)

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Wendt & Kühn - elfpunktepost 4 (Frühjahr/Sommer 2007) by Wendt & Kühn - Issuu