Ausgabe Herbst / Winter 2006
NACHRICHTEN
AUS DEN WERKSTÄTTEN WENDT & KÜHN
kostenlose Kundenzeitschrift
Traditionsreicher Weihnachtsbote vom grünen Hain Er sorgt als liebevolle Überraschung für ein gelungenes Weihnachtsfest.
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 2
Liebe Leser der elfpunktepost und Freunde des Hauses Wendt & Kühn, langsam werden die Tage wieder kürzer, und auch wenn wir uns noch gar nicht so recht vom herrlichen Altweibersommer verabschieden möchten, naht doch die Weihnachtssaison schon wieder mit riesigen Schritten. Für uns ist die Weihnachtszeit natürlich die schönste Zeit des Jahres. Unsere fleißigen Engelchen laufen wieder zu Höchstform auf und geben ihr Bestes, um Ihnen die Vorfreude auf das Fest zu versüßen. Aus diesem Grund möchten wir Sie herzlich zu unserem beliebten Schaumalen im Oktober einladen. Bei einem Blick in unsere Werkstätten erhalten Sie einen anschaulichen Eindruck vom geschäftigen Treiben, das in der Vorweihnachtszeit unsere Manufaktur bestimmt. Sie haben Gelegenheit, unseren kunstfertigen Handwerkern über die Schulter zu schauen und auch selbst einmal ihr kunsthandwerkliches Können auf die Probe zu stellen! Anlässlich des Weihnachtsfestes möchten wir Ihnen mit großer Freude die aktuellen Neuheiten vorstellen, die wir für Sie aus dem wertvollen Fundus unseres Musterarchivs ans Licht gebracht haben. Dazu gehört auch der Margeritenengel mit Schaf, den meine Großmutter Olly Wendt entworfen hat. Als Kind saß ich oft stundenlang mit ihr in der Malstube, beobachtete Omi - wie in der Abbildung rechts - und staunte, wie sie durch das Malen der Gesichter die Figuren zum Leben erweckte. Manchmal wischte sie eines, das ihr nicht gefiel, einfach wieder weg und malte es neu, bis sie rundum zufrieden damit war. Diese Perfektion, dieser Wille und dieser hohe Anspruch an Schönheit und Ästhetik sind es, die unsere Figuren auch heute noch so besonders machen. Einen jungen Mitarbeiter, der sich ebenfalls diesem hohen Anspruch verschrieben hat, möchten wir Ihnen in diesem Heft vorstellen. Tino Epphardt ist den Besuchern unserer Schautage als kunstfertiger Drechsler des filigranen Laubbaumes bekannt, der unsere Frühlingsspieldose ziert. Er hat sein Handwerk von der Pike auf in unseren Werkstätten gelernt und ist heute einer unserer fähigsten Leute. Wenn Sie erfahren möchten, wie er alte Musterteile nur nach Zeichnung wieder auferstehen lässt oder wie er imposante Großfiguren fertigt, lesen Sie unseren Beitrag ab Seite 10. Dass unsere reizenden Figuren auch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus berühmt sind, dürfte mittlerweile weithin bekannt sein. Am 3. Oktober 2006 fanden sie anlässlich des Tages der Deutschen Einheit auch in der Deutschen Botschaft in Washington zahlreiche Fans – darunter der ehemalige US-Präsident George Bush sen. und Altbundeskanzler Helmut Kohl. Die Geschichte vom Siegszug der kleinen Engelchen im großen Amerika lesen Sie auf Seite 16. Und zum Abschluss möchte ich Ihnen noch einen ganz besonderen Fernsehtipp fürs Weihnachtsfest mit auf den Weg geben: Am 25. Dezember strahlt der MDR in seinem Weihnachtsprogramm einen Film über die Geschichte der Firma Wendt & Kühn aus. Lassen Sie sich diesen Leckerbissen nach dem Gänsebraten nicht entgehen und genießen Sie die unzähligen schönen, unwiederbringlichen und seltenen Momente, die der MDR für Sie auf Zelluloid gebannt hat! Und wer nicht so lange warten möchte, dem sei die Sonderausstellung „Wendt & Kühn“ im Sächsischen Industriemuseum in Chemnitz empfohlen. Hier erleben Sie über 90 Jahre Wendt & Kühn hautnah, mit vielen seltenen und einmaligen Ausstellungsstücken von unschätzbarem Wert. Ein Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte! Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen unserer elfpunktepost!
Herzlichst, Ihr Tobias Wendt
elfpunktepost
Inhalt Weihnachtlicher Lichterzauber Die lange Geschichte des „28er Engels” wartet im Herbst 2006 mit einer Fortsetzung auf.
Seite 4
Wolkenschäfchen Neue Himmelsboten für die irdische Sammelleidenschaft von Olly Wendt.
Seite 8
Olly Wendt | 1973
Wenn Engel sich drehen Junge Hände halten traditionsreiches Handwerk lebendig.
Seite 10
Große Spieldosen Kleine Kostbarkeiten gelangen ganz groß in den Mittelpunkt.
Seite 11
Sortimentsveränderungen Figürliche Kompositionen kehren zurück in den Musterschrank der Manufaktur.
Seite 12
Schautage bei Wendt & Kühn Seite 14 Einblicke in feine deutsche Handarbeit Kaleidoskop Verschiedenes aus der Welt von Wendt & Kühn.
Seite 15
Impressum Herausgeber: Wendt & Kühn KG Grünhainichen Bildredaktion/Gestaltung: brennerdesign, Zschopau Fotografie: S+M Rümmler, Flöha; Fotoarchiv der Wendt & Kühn KG und Privatarchiv der Familie Wendt Druck: Druckerei E. Gutermuth, Grünhainichen Wendt & Kühn KG Chemnitzer Straße 40, D-09579 Grünhainichen Telefon: 037294/86 286, Telefax: 037294/86129 www.wendt-kuehn.de
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 4
elfpunktepost
Weihnachtlicher Lichterzauber hat in Der sogenannte „28er Engel” wurde bereits vor der Firmengründung im Jahre 1912 entworfen und legte den Grundstein für die nachfolgenden Figurenkompositionen der Werkstätten Wendt & Kühn. Zu Weihnachten 1914 schickte Grete Wendt einen weißen, lichtertragenden Engel mit grünen Flügeln ihrem Bruder Johannes, der als Soldat im Ersten Weltkrieg zu dieser Zeit fern der Familie an der Front war, als liebevollen Weihnachtsgruß und himmlischen Hoffnungsboten aus der Heimat. Grete Wendt schrieb dazu später: „Vor dem ersten Kriegsweihnachten wandte ich mich wieder dem figürlichen Gebiet zu und machte einen kindlichen Weihnachtsengel als Kerzenträger, um ihn meinem Bruder ins Feld zu schicken.” Er wurde - bezogen auf seine spätere Katalognummerierung - zum sogenannten „28er Engel”. Die Geschichte jenes Lichterengels nahm jedoch schon früher ihren Anfang. Grete Wendt, die 1915 mit Grete Kühn die Grünhainichener Werkstätten Wendt & Kühn gründen wird, hatte die Idee zu der Figur bereits 1912. Auf Empfehlung Karl Schmidts, dem Gründer der Deutschen
Werkstätten Hellerau, reiste Grete Wendt 1911 nach München. Hier wollte die junge Absolventin der Dresdner Kunstgewerbeakademie ihre Kenntnisse erweitern, hatte sie doch bereits für das Fertigungsprogramm der Werkstätten Hellerau eine Weihnachtskrippe gestaltet. Während ihrer Münchner Arbeit im Künstlerausschuss zur Vorbereitung der „Bayrischen
Gewerbeschau 1912” entwarf sie einen vielbeachteten gedrechselten Ringleuchter, der mit einem Figurenreigen aus lichtertragenden Engelsfiguren dekoriert war. Der darauf aufbauende spätere Entwurf des Lichterengels für ihren Bruder Johannes sollte fortan die legendäre Schar der Wendt & Kühn Figuren anführen.
Weihnachtspost ins Feld Zusammen mit lieben Zeilen schickte Grete Wendt am 28. November 1914 den Lichterengel als Weihnachtspost an ihren Bruder. „Lieber Hans, ich sende Dir viele herzliche Weihnachtsgrüße und auch einen kleinen Weihnachtsengel und ich wünsche, daß er Dich zum Weihnachtsabend an daheim und an die Angehörigen erinnert, die alle am Heiligabend Eurer besonders gedenken werden… Hoffentlich kannst Du Deinen Stollen vergnügt und gemütlich vertilgen und kannst Dir einen Punsch oder Kaffee kochen…”
Historische Himmelsboten in langer Reihe Die alte Katalogaufnahme zeigt den legendären „28er Engel” im Lichterreigen zusammen mit seinen vielen Geschwistern. Allesamt im weißen Kleid und mit grünen Flügeln, die ein weißes Sternendekor ziert.
elfpunktepost
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 5
Grünhainichen eine lange Tradition Die Gestalterin bemerkt dazu: „Der Formgebung dieses Engels legte ich die schon früher erprobte Art der Herstellung zu Grunde und erreichte damit bei klarer Form und einfacher Technik die erstrebte Kindlichkeit im Ausdruck.” In den vielen liebenswerten Entwürfen der Folgezeit erfuhr der Engel eine sorgsame Pflege und Weiterentwicklung. Als drei Jahre später, am 1. Oktober 1915, die Werkstätten Wendt & Kühn in Grünhainichen gegründet wurden, zählte natürlich auch jener Engel unter der namensgebenden Artikelnummer 28 zum Sortiment. Von Anfang an auf den Messen vertreten Einer der ersten Messestände (vor 1919) der Werkstätten Wendt & Kühn in Leipzig zeigt neben bemalten Dosen und Spanschachteln auch den Ringleuchter sowie den „28er Engel”.
Eine Idee nimmt Gestalt an Wie immer bei ihren Entwürfen, nähert sich Grete Wendt zunächst zeichnerisch der figürlichen Gestalt, bevor die Umsetzung im Werkstoff Holz erfolgt. Hier ein Ausschnitt aus der Entwurfszeichnung zum Ringleuchter.
Seine Bekanntheit durch die Vorstellung auf zahlreichen Messen und Ausstellungen sowie durch die Veröffentlichung im ersten Firmenkatalog belebte die Nachfrage der Geschäfte enorm. Damit war der Anfang der Manufaktur geglückt. Und auch die heute zum Markenzeichen von Wendt & Kühn gewordenen Grünhainichener Engel ® mit ihren elf weißen Punkten auf den grünen Flügeln haben ihren Ursprung in dem 28er Lichterengel. Der „28er Engel” wurde im Laufe der Jahre in seiner Form sowie dem malerischen Dekor variiert und auch in unterschiedlichen Größen angeboten. Von der historischen Vorlage mustergetreu in die aktuelle Kollektion Die Handzeichnung zur Größe Nr. 5 trägt die Jahresangabe 1914. Noch vor der Firmengründung war Grete Wendt mit dem Entwurf einer Serie verschieden großer Engelfiguren beschäftigt. Und bis heute dienen diese Zeichnungen als Grundlage für die Fertigung.
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 6
elfpunktepost NEU
Heute, nach mehr als 90 Jahren, hat jener historische Entwurf wieder einen festen Platz im reichen Sortiment der Werkstätten. Bereits 1999 gelangte nach langen Jahren im Musterschrank zunächst der weiße Lichterengel mit der Artikelnummer 528/4 (Höhe 11 cm) wieder als Neuauflage in die Kollektion. Ab September 2003 folgten zwei weitere Engelsfiguren in den Größen von 14 cm (Art.-Nr. 528/5) und 18 cm (Art.Nr. 528/6) sowie weitere Farbvarianten - rot kariert mit grünen Flügeln und blau kariert mit roten Flügeln. Mit dem Herbst diesen Jahres werden nun zwei weitere Figuren stilvoll den schönen Engelsreigen ergänzen - ein großer mit 21 cm Höhe (Art.-Nr. 528/7) und ein ganz kleiner mit einer Höhe von lediglich 8,6 cm (Art.-Nr. 528/3). Auch diese beiden Größen werden in jeweils 3 Farbvarianten erhältlich sein - in weiß, mit rot kariertem und blau kariertem Rock.
NEU
528/3rk - 7rk Lichterengel, rot kariert, Größe 3 - 7 NEU
NEU
528/3bk - 7bk Lichterengel, blau kariert, Größe 3 - 7 NEU
NEU
Variantenreicher Engelsreigen Der Lichterengel in allen Größen, die seit dem Herbst 2006 zum Sortiment der Grünhainichener Manufaktur gehören. (v.l.n.r.: Lichterengel, weiß, Größe 7 | Art.-Nr. 528/7, …Größe 4 | Art.-Nr. 528/4, …Größe 6 | Art.-Nr. 528/6, …Größe 3 | Art.-Nr. 528/3, …Größe 5 | Art.-Nr. 528/5).
elfpunktepost
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 7
Farbenfroh inmitten tierischer Begleitung Zur Lesezeit der Familie Rabe (Art.-Nr. 5265/1-4) spendet der „28er Engel” sein erhellendes Kerzenlicht - hier in der farbigen Ausführung mit rot kariertem Kleid (Art.-Nr. 528/5, Abbildung in Originalgröße).
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 8
elfpunktepost
Wolkenschäfchen und Schneeflockenengel Olly Wendt prägte gestalterisch neben Grete Wendt das Gesicht der Grünhainichener Werkstätten nachhaltig. Auch der „Engel mit Lamm und Blume”, der 2006 auf ganz liebevolle Art und Weise den kunstvollen Figurenreigen der Schneeflockenengel ergänzt, geht auf ihren Entwurf zurück.
Seit Herbst 2006 wieder auf Erden erhältlich Der „Engel mit Lamm und Blume” (Art.-Nr. 634/3N) zählt erneut zur aktuellen Kollektion der Grünhainichener Manufaktur Wendt & Kühn.
Himmelsboten in zutiefst irdischer Umgebung Der „Engel mit Lamm und Blume” (links, Art.-Nr. 634/3N) scheint zusammen mit dem „Margeritenengel, sitzend mit Lamm” (rechts, Art.-Nr. 634/70/5) das irdische Vergnügen des jungen Tages auf Erden freudvoll zu genießen. Und schon gehen die ersten Wünsche per Briefpost ein…
Mit einer Neuauflage aus unserem reichen Archiv ans Licht geholt, bereichert ein weiterer Schneeflockenengel ab Herbst 2006 das feine Sortiment aus den Werkstätten Wendt & Kühn. Seine Neuauflage beruht auf einem Entwurf aus dem Jahre 1958. Bereits in den 1920er Jahren von Olly Wendt entworfen, wurde diese Figur jedoch über viele Jahre hinweg nicht mehr hergestellt und war nur im großen Musterschrank der Manufaktur zu finden. Der kleine Himmelsbote ist nun eine schöne Kollektionsergänzung, insbesondere auch zu dem bereits im Januar aufgelegten „Engel mit Buch” (Art.-Nr. 634/21) und der ebenfalls neuen Miniatur eines „Margeritenengels, sitzend mit Lamm” (Art.-Nr. 634/70/5) aus dem Jahre 2005. Die winzigen Engelkinder im weißen Kleidchen, unsere „Schneeflockenengel“, wie sie heute liebevoll genannt werden; Sie alle entstanden unter den kunstfertigen Händen von Olly Wendt. Sie prägte das Gesicht der Manufaktur neben Grete Wendt nachhaltig. Zahlreiche figürliche Kompositionen, die das Sortiment von Wendt & Kühn bis heute bereichern, ge-
hen auf ihre begnadeten Entwürfe zurück. Und sie fügen sich nahtlos in die typische Wendt & Kühn Figurenwelt ein, so dass sie selbst für Kenner des historischen Werdeganges der Firma nur schwer von denen der Firmengründerin Grete Wendt zu trennen sind.
Wie Grete Wendt war auch Olly Wendt, geb. Sommer, Absolventin der Dresdner Kunstgewerbeakademie. Ihre Lehrerin an der Akademie, Frau Prof. Junge, erkannte das Talent der jungen Olga Sommer (später nur Olly genannt) und empfahl ihr, nach Grünhainichen in die Firma von Grete
Himmelsbotschaft neu verlesen Der „Engel mit Buch, groß” (Art.-Nr. 634/21) übernimmt dies gern.
Festliche Himmelsboten Die drei „Brokatengel” (Art.-Nr. 535) zählen in Form und Dekor zu den typischen Entwürfen Olly Wendts.
elfpunktepost
Wendt zu gehen, die bereits einige Jahre früher die Kunstgewerbeakademie absolviert hatte. Olga Sommer folgte dem Rat ihrer Lehrerin und ging im Februar 1920 nach Grünhainichen. Sicher hat sie damals nicht geglaubt, dass sie ihr ganzes Leben in diesem kleinen Erzgebirgsort verbringen würde. Aber es war eine Entscheidung, die sie nicht bereute. Hier konnte sie ihre ganze schöpferische Kraft in einem spannenden neuen Aufgabengebiet entfalten. Einige Jahre später heiratete sie Grete Wendts Bruder Johannes. Aus dieser Ehe sind zwei Kinder hervorgegangen: die Zwillinge Sigrid und Hans Wendt. Hans Wendt nahm später die Geschicke der Firma in die Hand und leitete das Unternehmen 47 Jahre lang. Ab 2002 übernahm sein jüngster Sohn Tobias die Leitung der Firma. Die aus Riga stammende Olly Sommer brachte insbesondere in ihre frühen Entwürfe viel Charakteristisches ein, das an die Orthodoxie des nordrussischen Volkslebens erinnert. Man kann dies z.B. gut anhand der von ihr entworfenen Brokatengel (Abb. auf Seite 8) nachvollziehen. Neben zahlreichen Figuren – seien es nun die kleinen Schneeflockenengel im weißen Kleid, die reich geschmückten Engel mit
Olly Wendt mit dem damaligen Verkaufsleiter der Firma Wendt & Kühn, Herrn Kellner (1930).
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 9
feinem Dekor oder denen im roten Jäckchen - entwarf Olly Wendt auch verschiedene Tiergruppen. Ebenso stammt das 1925 entstandene Figurenensemble der Mondfamilie mit dem Mondvater im nachtblauen Sternenmantel, der Mutter Sonne in roten Pantoffeln und den pausbäckigen kleinen Sternenkindern aus ihren
auszuprobieren oder auch allerlei Dosen zu bemalen. Manchmal kochte sie auch nur Kaffee für die Mädels und ließ es sich zu bestimmten Anlässen nicht nehmen, jeder Malerin eine kleine Nascherei auf den Platz zu legen - und die Malerinnen liebten sie, ihre Frau Wendt. Olly Wendt war es vergönnt, das 60. Jubiläum ihrer Betriebszugehörigkeit feiern zu können. Ungezählt viele Gesichter hat sie in all diesen Jahren auf die Kugelköpfchen gezaubert, kindliche Mininasen und Schmollmünder, die den Betrachter mit ihrem kindlichen Ausdruck auf ganz wundervolle Art gefangen nehmen. Sie war eine außergewöhnliche Frau mit großem Talent und einem bemerkenswertem Gefühl für Formen und Farben. Im gelungenen Zusammenspiel von künstlerischem Entwurf und kunsthandwerklicher Fertigung erreichten ihre figürlichen Kompositionen jene wunderbare Natürlichkeit, die für das Sortiment von Wendt & Kühn
Olly Wendt in Aufnahmen aus den 1950er Jahren, oben an ihrem Arbeitstisch beim Dekorieren der reich bemalten Engel.
Olly Wendt in einer Aufnahme aus dem Jahre 1973.
Händen. Seit ihrer Entstehung hat diese Figurengruppe einen festen Platz im Programm der Werkstätten Wendt & Kühn. Über Jahrzehnte hat Olly Wendt darauf geachtet, dass „ihre Mädels“, wie sie ihre Mitarbeiterinnen liebevoll nannte, bei der Bemalung der Figuren mit größter Sorgfalt zu Werke gehen. Bis ins hohe Alter hat sie sich noch selbst an ihren Arbeitstisch gesetzt, um Farbvarianten für eine Figur
bis heute prägend sind. Sie erlebte noch mit, als die Firma im Juli 1990 reprivatisiert wurde und sich damit endlich wieder in Familienbesitz befand. Aber diese Freude währte nur kurz, denn im Juni 1991 schloss Olly Wendt für immer ihre Augen.
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 10
elfpunktepost
Wenn Engel sich drehen und Späne fliegen ...dann kann Tino Epphardt eigentlich nicht weit sein, denn er ist einer unserer begnadetsten Drechsler. Auch er hat, wie viele unserer Mitarbeiter, sein Handwerk in unseren Werkstätten von der Pike auf gelernt. Stellvertretend für viele andere begabte Mitarbeiter unserer Manufaktur möchten wir ihn als Vertreter der Zunft vorstellen, die unseren Figuren mit kunstfertigen Händen ihre unverwechselbare Form verleiht. Schon als Kind war Tino Epphardt fasziniert, was man aus Holz so alles machen kann. Stundenlang hat er aus Holz Figuren und kleine Gegenstände gebastelt und sich dabei so manche handwerkliche Fähigkeit
angeeignet. Diese Leidenschaft wollte er natürlich gern zum Beruf machen. 1989 bekam er eine der begehrten Lehrstellen bei Wendt & Kühn. Unter der fachkundigen Anleitung vom erfahrenen Gesellen Roland Schubert kam sein Talent schon bald zu Tage. In seinem Gesellenstück stellte er sein Können anschaulich unter Beweis. Natürlich hatte er sich nicht irgendeine Figur ausgesucht. Nein, es musste schon etwas Besonderes sein. Und so wagte sich Tino Epphardt an die Großfigur Jan Kimm nach einem Entwurf aus den 30er Jahren, die ihm vortrefflich gelang. Eine ähnliche Figur wie der Jan Kimm ist als Jahresfigur 2006 noch bis Dezember in unseren Geschäften in Grünhainichen
und Seiffen erhältlich (Mönchguter Fischer, Höhe 7,5 cm). Nun fiel Tino Epphardts Lehre genau in die von zahlreichen Veränderungen geprägte Wendezeit. Zum Glück war die Auftragslage in den Grünhainichener Werkstätten gut, so dass wir Tino Epphardt nach seiner Lehrzeit in unsere Mannschaft übernehmen konnten. Dort steht er nun seit mittlerweile 14 Jahren Tag für Tag an der Drechselbank und kann sein Können bei zahlreichen spannenden und oft auch schwierigen Aufgaben unter Beweis stellen. Tino Epphardt hat ein untrügliches Gespür für Formen, was vor allem bei der Fertigung von Großfiguren, Kleinserien und Musterteilen eine wichtige Rolle spielt. Unter seinen Händen entstanden zahl-
Mit Augenmaß an der Drechselbank Bevor die endgültige Form des Laubbaumes entsteht werden die viereckig zurechtgesägten Kanteln zunächst rund gedreht (Abb. oben). Anschließend wird das entstandene Rundholz mit verschiedenen Eisen weiter an der Drechselbank bearbeitet, um das eigentliche Blattwerk herauszuarbeiten (große Abb. links). Eine kunstvolle Verwandlung, die große Fertigkeit verlangt.
reiche große Figuren, unter anderem die Engel für die große Spieldose im Grünhainichener Ortszentrum und die Figuren für die rund 4 Meter hohen Spieldosen in unserer Seiffener Figurenwelt. Auch zur Ergänzung unseres Musterarchivs hat Tino Epphardt beigetragen. Manchmal sind von alten Figuren nur noch Zeichnungen und Fotos vorhanden oder es kommt vor, dass uns ein Kunde eine Figur zur Restauration überlässt, die es nicht mehr in unserem Archiv gibt. In
elfpunktepost
diesen Fällen werden die Drehteile der Figuren nur anhand der bildlichen Vorlagen nachgefertigt und erstrahlen dann später im Musterschrank in neuem alten Glanz. Besonders liegen Tino Epphardt alte Drechseltechniken am Herzen. So erfordert beispielsweise das Drechseln des Laubbaumes auf unserer Spieldose Kinderreigen eine hohe Fingerfertigkeit. An ein Stück Lindenholz müssen durch das geschickte Ansetzen des Meißels lange Späne angedreht werden, so dass letztendlich ein filigraner Baum entsteht. Nicht ohne Grund erfreut sich dieser schwierige und spannende Arbeitsgang bei unseren Schautagen immer wieder großen Interesses von Seiten der Besucher.
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 11
vereins Nordisch/Alpine in seiner Heimatstadt Zschopau. Hier ist er als Trainer und Übungsleiter für den Sportlernachwuchs tätig. Außerdem ist Tino Epphardt ein großer Fitness- und Radsportfan. Kein Wunder, dass er oft von seinem Wohnort in das ca. 15 km entfernte Grünhainichen radelt. Und wenn Sie Tino Epphardt einmal beim Drechseln über die Schulter schauen möchten, dann können Sie das auch dieses Jahr wieder anlässlich unserer Schautage tun. Hier können Sie selbst verfolgen, wie er es schafft, dass bei unserer Spieldose Weltkugel Ober- und Unterteil immer auf wundersame Weise zusammenpassen, auch wenn sie handgedrechselt sind. Das ist eben gutes Augenmaß, kombiniert mit exakter Messung, traditioneller Technik und handwerklichem Können!
Spieldosen ganz groß In Grünhainichen und Seiffen sind die Spieldosen aus dem Sortiment unserer Manufaktur lebensgroß zu bestaunen. Wer Grünhainichen bereits besucht hat, kennt sie bestimmt schon, die große Spieldose unmittelbar an der Straße, die hin zu unseren Werkstätten führt. Vom Früh-
Klingender Kinderreigen Zur Übergabe der Spieldose in Grünhainichen 1999: Hans Wendt, Sohn Tobias Wendt und Bürgermeister Klaus Höppe (Abb. oben, v.l.n.r.).
Mit augenscheinlicher Freude dabei Tino Epphardt sorgt sich mit dem Drechseleisen um immer reichlich Nachschub für Figurenmontage, Taucherei und Malerei.
Auch das traditionelle Reifendrechseln gehört zu den alten Kunsthandwerkstechniken, die der junge Drechsler beherrscht. Können Sie sich vorstellen, einen Ring so zu drechseln, dass beim Auseinanderschneiden lauter kleine Schäfchen daraus werden? Oder zarte Löckchen für unsere Engelsschöpfe? Dazu bedarf es eines hohen Grades an Augenmaß und Formgefühl, das Tino Epphardt ohne Zweifel besitzt. Doch nicht nur in unserem Unternehmen, sondern auch darüber hinaus ist der aktive 34-Jährige ein Mann der Tat. Er ist Mitglied des Betriebsrates und des Ski-
Imposante Begleitung Die große Frühlingsspieldose ist ein schöner Blickfang für die Besucher der sonnigen Ausstellungslandschaft in der Wendt & Kühn Figurenwelt Seiffen - und ein musikalischer Genuss obendrein.
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 12
jahr bis in den Herbst hinein dreht sich die vergrößerte Frühlingsspieldose, deren kleines Original in unserem Katalog unter der Bezeichnung Spieldose Kinderreigen (Art.-Nr. 5303/4A) zu finden ist. Sie ist ein Geschenk der Werkstätten Wendt & Kühn an die Gemeinde Grünhainichen und wurde 1999 zum 650-jährigen Ortsjubiläum feierlich übergeben. Auch in der großen Verkaufsgalerie von Wendt & Kühn im Spielzeugdorf Seiffen drehen sich zwei große Exemplare als besonderer Blickfang für die Besucher. Während die Spieldose Engelszug (im Katalog unter der Art.-Nr. 5303/70A) in der Weihnachtswelt unter den Lichtersternen steht, ist in der sonnigen Frühlingswelt die Spieldose Kinderreigen zu bestaunen.
elfpunktepost
Sortimentsveränderungen Sie erfahren 2006 bei Wendt & Kühn ihre vorerst letzte Auflage und führen schon bald als gesuchte Sammlerstücke ein interessantes Eigenleben. Kleine Figuren auf ihrem Weg zurück in den Musterschrank der Manufaktur. Nochmals möchten wir hier auf die Sortimentsveränderungen unseres Hauses aufmerksam machen. Längst gehört es zur Tradition unseres Hauses, dass jedes Jahr Entwürfe aus dem reichen Fundus unseres Archives in kunstvoller Handarbeit eine ganz liebevolle Neuauflage erfahren. Wie schon in der Vergangenheit werden neben den zahlreichen neuen Figuren und
Himmlische Musik Im Weihnachtsland der Wendt & Kühn Figurenwelt Seiffen sorgt ein Engelszug auf der gleichnamigen großen Spieldose für festliche Stimmung unterm Sternenzelt.
Spieldosen aber auch einige Kompositionen unsere bisherige Kollektion verlassen und führen als gesuchte Sammlerstücke danach ein interessantes Eigenleben. Nachfolgend finden Sie deshalb nochmals eine kurze Aufstellung all jener Artikel, die im Jahr 2006 letztmalig von uns gefertigt werden. Wenn Sie darunter vielleicht Ihren ganz besonderen Favoriten entdecken, dann sollten Sie nicht lange zögern. Diese kleinen Sammlerstücke werden dann für mindestens fünf Jahre nicht mehr bei Wendt & Kühn zu finden sein: 5241/1-2 Dorfschulkinder, 1 Paar 6228/N Lampionkinder, 6 Figuren 550/Mst Madonna mit Christkind, stehend 550/br 3-stufiger Engelberg, rund, ohne Kerzentüllen 553/S-weiß 7 Engel, weiß 6224/5 Kinder mit Schlitten, 1 Paar 6301/4N Weihnachtsmann mit Baum und Lichtnapf 634/12 Engel mit Napf und Korb 634/14 Engel mit Schlitten und Ball 634/90 Engel mit Geschenkewagen 634/91 Engel mit Blumenstock und Brief 5225/1-2 Fußballer, 1 Paar (diese werden für 3 Jahre nicht mehr gefertigt)
Eine unvollständige Auswahl Drei von jenen Miniaturen, die ab 2007 für mindestens fünf Jahre nicht mehr gefertigt werden (Engel mit Napf und Korb | Art.Nr. 634/12, Engel mit Blumenstock und Brief | Art.-Nr. 634/91 , Engel mit Geschenkewagen | Art.-Nr. 634/90; von oben nach unten).
elfpunktepost
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 13
Weihnachtsgeschichte aus Grünhainichen Bei der Madonna mit Christkind, reich bemalt (Art.-Nr. 550/MR) zeigt sich auf wunderschöne Art und Weise, welchen großen gestalterischen Einfluss Olly Wendt mit ihrer Farbgebung und der phantasievollen Ornamentik auf die Anmutung der Figuren nahm.
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 14
Schautage Auch am Ende des Jahres 2006 lädt Wendt & Kühn wieder mit interessanten Einblicken in kunstvolles Handwerk und einem abwechslungsreichen Familienprogramm zu den Schautagen nach Grünhainichen und Seiffen ein. Termine für die Schautage 2006/2007 Bei Wendt & Kühn in Grünhainichen: 28. - 31. 10. 2006 (Reformationstag) 2. - 3. 12. 2006 (1. Advent) 17. - 19. 5. 2007 (Himmelfahrt) 31.10. - 4.11. 2007 (Reformationstag) 1. - 2. 12. 2007 (1. Advent) In der Wendt & Kühn Figurenwelt Seiffen: 7. - 8. 4. 2007 (Ostern) 20. - 21. 10. 2007 (Tag des traditionellen Handwerks) Es dauert nicht mehr lange und die Grünhainichener Manufaktur wird wieder ihre Türen für die Besucher öffnen. Vom 28. bis zum 31. Oktober ist es erneut so weit. Etwa 70 fleißige Hände zeigen, wie viel Geduld, handwerkliches Geschick und Sorgfalt nötig sind, bis Engel, Blumenkinder & Co. oder auch Spieldosen ihre Reise zu den Sammlern und Kunden in aller Welt antreten können. Diesmal öffnen wir unseren Besuchern weitere Räumlichkeiten. Zusätzlich führt dann der Weg auch durch den Holzzuschnitt und das Holzlager. Im Lager warten bereits vorgerichtete Hölzer auf die Weiterverarbeitung. Mit etwas Phantasie lässt sich hier schon erahnen, dass aus diesen Leisten, Profilstäben und Kanteln einmal Instrumente, Sterne, Engel und Blütenblätter entstehen. Anschauliche Tafeln geben Hintergrundinformationen und illustrieren die Entstehung ausgewählter Figurenteile. Danach kann es weitergehen zum Drechseln und in die Leimerei. Schauen Sie auch zu, wenn die Engel im Tauchbad ihr weißes Kleid anziehen und entdecken Sie,
wie die Figuren nach und nach gemalte Arme, Haare und Instrumente bekommen. Auch unsere Gesichtermaler werden wieder mit spitzem Pinsel Augen, Mund, Nase und rosige Wangen zaubern und damit den kunstvollen Figuren ihr kindliches Antlitz verleihen. Im nächsten Raum können Sie dabei sein, wie die Schweizer Musikwerke den Weg in unsere Spieldosen finden. Für die kleinen Besucher wird es natürlich wieder eine Bastelstraße geben. Hier kann aus vielen Kleinteilen neben einer kleinen Lokomotive oder der Mini-Babywiege auch eine Feuerwehr gebastelt werden. Der Phantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt, denn Kleinteile stehen in ausreichender Menge zur Verfügung. Außerdem helfen unsere Betreuerinnen den Kindern gern beim Basteln, damit die Kleinen am Ende mit strahlenden Augen ihren Schatz mit nach Hause nehmen können. Selbstverständlich sind auch Muttis und Vatis ganz herzlich eingeladen, sich mit ihren Kindern an den Basteltisch zu setzen. Beim Bummel durch unsere Werkstatträume werden die Besucher sicher dem einen
elfpunktepost
Werkstattimpressionen Ein Besuch in unserer Manufaktur bietet nicht nur interessante Einblicke in die handwerkliche Fertigung der liebevollen Figuren. Unsere Mitarbeiter beantworten selbstverständlich auch gern Ihre Fragen.
Blick in die Spieldosenmontage Das Spielwerk ist kontrolliert und eingebaut, der Baum montiert - noch ein prüfender Blick und die Spieldose kann auf Reisen gehen.
elfpunktepost
oder anderen lebendigen Blumenkind oder Engel begegnen, das Süßigkeiten verteilt und auch gern in der Fotoecke mit den kleinen Gästen posiert. Vor einer zauberhaften Dekoration entstehen hier Kinderund Familienfotos, die als ganz besondere Gruß- oder Glückwunschkarten viel Freude schenken. Freuen können Sie sich auch wieder auf unser Gewinnspiel, das eine Menge Überraschungen für Sie bereithält.
Momentaufnahme 2006 Aus unserer Fotoecke von den vergangenen Frühlingsschautagen bei Wendt & Kühn in Grünhainichen.
Ausgabe Herbst / Winter 2006 | Seite 15
Zu unseren Adventsschautagen am 2. und 3. Dezember heißen wir alle Besucher in unserem Weihnachtshaus willkommen. Unsere Werkstatträume verwandeln sich an diesem Wochenende des ersten Advents in große Weihnachtsstuben mit zauberhafter Dekoration. Man wird hier nicht nur Weihnachtsartikel aus dem laufenden Sortiment finden, sondern auch viele historische Stücke aus dem reichen Archiv der Manufaktur. Und natürlich wird auch der Weihnachtsmann zugegen sein und zwar als ganz und gar kein hölzerner Geselle. Quicklebendig steht er mit der Schar kleiner Engelkinder als Fotomodell für die Weihnachtskarte zur Verfügung. Am 3. Dezember 2006, dem letzten Schautag bei Wendt & Kühn in diesem Jahr, erfolgt unter allen bis 12.00 Uhr eingegangenen Karten die große Auslosung unseres Gewinnspiels. Ein kleiner Engel wird dabei 16.00 Uhr Fortuna spielen und aus der großen Trommel der richtigen Einsendungen die Gewinner ziehen. Die Preise werden allen Gewinnern – sofern sie an diesem Tag nicht anwesend sind – per Post zugesandt. So finden Sie uns Die kleine Anfahrtsskizze weist Ihnen den Weg zu uns nach Grünhainichen oder ins Spielzeugdorf Seiffen. Als Besucher aus Richtung Flöha beachten Sie bitte die ausgewiesene Umleitung von Augustusburg nach Grünhainichen.
Kaleidoskop Stimmen und Gedanken „…über Ihre 2. Ausgabe der elfpunktepost haben wir uns sehr gefreut. Vielen Dank! Diese Idee finden wir sehr gut, denn dadurch sind wir immer auf dem Laufenden über Neuerscheinungen und ‚SchlafFiguren’ im Musterschrank.”… (D. Müller, Chemnitz) „…Sie haben mit der elfpunktepost voll ins Schwarze getroffen! Vorhin ist sie gekommen und hat bei mir sogleich einige nette Erinnerungen geweckt. Ich war schon zweimal in Ihrem sehr geschätzten Haus und werde wieder auftauchen, sollte ich das Glück haben, wieder nach Chemnitz zu kommen. Von dort aus ist es ja nur ein Katzensprung.”… (W.-D. Stadler, Nürnberg) „…seit 1960 sammele ich Ihre reizenden, kunsthandwerklich wertvollen Figuren. Ich habe sie gekauft, oder sie wurden mir geschenkt… und ich genieße es, die liebenswerten Figuren auf all unseren Reisen in jeder großen oder auch kleinen Stadt zu entdecken und zu kaufen. Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir regelmäßig die elfpunktepost zusenden würden. Es ist eine Freude festzustellen, wenn es Neuauflagen von Figuren (z.B. die Fußballer) gibt, die einem sonst unter Umständen verborgen bleiben.”… (G. Gerster, Wetzlar) …von einer Heimatfreundin habe ich gestern leihweise die Herbst-Ausgabe 2005 und die Frühjahrs-Ausgabe 2006 Ihrer sehr gut gelungenen elfpunktepost erhalten. Diese beiden Hefte… interessieren mich nicht nur als Sammler, sondern haben auch Erinnerungen an meine Jugendzeit geweckt… Es würde mich sehr freuen, wenn Sie mich in den Bezieherkreis der elfpunktepost aufnehmen könnten. (W. Stiehler, Zwickau)
elfpunktepost Herbst / Winter 2006
Wendt & Kühn Engel begeistern in Washington Washington. Die Präsentation der Firma Wendt & Kühn im Rahmen der Feierlichkeiten zum „Tag der Deutschen Einheit“ in der Deutschen Botschaft in Washington war ein voller Erfolg. Fast 2.500 Besucher kamen zu dem vom Freistaat Sachsen ausgerichteten Fest, viele von ihnen besuchten auch den Stand der für die Herstellung figürlicher Holzkunst bekannten Firma Wendt & Kühn aus Grünhainichen, unter ihnen auch Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt.
Die Vorstellung der 1915 gegründeten und heute etwa 170 Mitarbeiter zählenden Holzkunstfirma in der Deutschen Botschaft in Washington erfolgte im Rahmen der Präsentation des Freistaates Sachsen, die unter dem Motto „Baroque Meets High Tech“ stand und neben der Vorstellung des traditionsreichen Handwerks Einblicke in die sächsische Forschungs- und Wirtschaftslandschaft sowie einen Blick auf das Kunstund Tourismusland Sachsen gewährte.
wird traditionsreiches Handwerk zu einem hautnahen Erlebnis. Industriemuseum Chemnitz Zwickauer Straße 119 09112 Chemnitz Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag 09.00 - 17.00 Uhr Samstag und Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr
Grete Wendt im Chemnitzer Industriemuseum
Tipp für das Fernsehprogramm am 1. Weihnachtsfeiertag
Große Resonanz Sachsens Ministerpräsident (rechts) bei Wendt & Kühn zur Firmenpräsentation in Washington im Gespräch mit Firmenchef Tobias Wendt (2. von rechts) und Engelmalerin Frau Dittmann (links).
„Bei den zahllosen Gesprächen, die wir während der Präsentation in Washington führen konnten, stellte sich heraus, dass viele deutsche Besucher Wendt & Kühn bereits kannten und auch viele von ihnen unsere berühmten Engel schon gekauft haben. Auch waren einigen amerikanischen Besuchern unsere Engelchen nicht gänzlich unbekannt“, freute sich Firmenchef Tobias Wendt. „All jenen, die uns noch nicht kannten, konnten wir die Einzigartigkeit unseres Handwerkes erläutern und vor Ort demonstrieren“, sagte Herr Wendt. Die Besucher des Firmenstandes zeigten sich vor allem von der filigranen Arbeit der Malerin beeindruckt, die vor Ort in der Botschaft zeigte, wie die Engelchen ihr Markenzeichen – die grünen Flügel mit elf weißen Punkten – bekommen.
Große Ausstellung im Chemnitzer Industriemuseum Seit der Eröffnung des Chemnitzer Industriemuseums im Jahre 2003 hat Grete Wendt, die Gründerin unserer Manufaktur, neben anderen verdienstvollen Persönlichkeiten Sachsens, einen festen Platz in der ständigen Sammlung. 2006 wird sich Wendt & Kühn mit der imposanten Sonderausstellung „beflügelt” als lebendige Traditionsmanufaktur präsentieren. Vom 17. November 2006 bis 14. Januar 2007 können sich die Ausstellungsbesucher auf ca. 650 m2 in die Welt feiner deutscher Handarbeit begeben. Mit zusätzlichen Schauvorführungen am Eröffnungstag von 17.00 bis 19.00 Uhr und am 16. Dezember von 11.00 bis 17.00 Uhr
Zurzeit entsteht ein 30-minütiger Film über die Firma Wendt & Kühn, der voraussichtlich am 25. Dezember 2006, 19.00 Uhr im Fernsehprogramm des Mitteldeutschen Rundfunks ausgestrahlt werden wird. Über den Inhalt soll an dieser Stelle jedoch noch nichts verraten werden – lassen Sie sich überraschen und schauen Sie mal rein.
Aufnahmeort Leipziger Herbstmesse Das MDR-Team auf dem Messestand von Wendt & Kühn zur Leipziger Herbstmesse „Cadeaux”.