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Döllerer Zeitung Ausgabe 02/2026

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AUSG ABE 02/2026

WA H R E R G E N U S S H AT H E I M AT. S E I T 1 9 0 9 .

DOELLERER.AT


MITEINANDER VERBUNDEN ZU SEIN, IST IN DER N AT U R E I N E S E L B S T V E R S TÄ N D L I C H K E I T. D A S I S T AU C H M I T U N S M E N S C H E N S O. O F T B ES I N N E N W I R UNS DES SEN VIEL ZU WENIG. DAS WOLLEN WIR MIT DIESER AUSG ABE ÄNDERN.

I M P R E S S U M Für den Inhalt verantwortlich: Döllerer Stammhaus GmbH, doellerer.at · Redaktion: Barbara Hutter, Döllerer · Gestaltung: Designbüro:Struijk-Debus ·

Druck: Druckerei Samson · Fotos: Döllerer, Alexandre Bonnet (Titelbild), Paolo Scavino (Vorwort), Guglhof, Familie Lürzer (Lürzer Haus), Rainer Fehringer (Gerhard Lürzer), Ca’ Marcanda, Weingut F.X. Pichler, Weingut Triebaumer, Pamela Schmatz (Weingut Knoll), Julius Hirtzberger (Weingut Hirtzberger), Rainer Friedl (Weingut Bründlmayer), Fritz Karl, Roman Baumgartner (Streichquartett Sonare), Joerg Lehmann, Patrick Langwallner · Diese Zeitung wurde auf Naturpapier gedruckt.

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VORWORT

Dieses Druckwerk ist nach dem Standard von „Cradle to Cradle“ zertifiziert, schont Ressourcen und ist damit vollkommen nachhaltig. Es ist unser umweltbewusster und sozial verantwortungsvoller Beitrag für eine Zukunft.


Verbundenheit in all ihren Formen Wir sind vernetzt. Und wie. Wir chatten in Echtzeit mit Menschen in der Wachau oder dem Piemont, teilen der Welt unsere Ansichten in Foren und auf Social-Media-Plattformen mit, ja, manche von uns haben sogar einen Kühlschrank, der dem Smartphone meldet, wenn Milch oder Butter zur Neige gehen. Und wer seine Kontakte erweitern möchte, besucht ein Networking-Event. Schöne neue Welt. Eine Welt, mit der wir doch eigentlich lieber verbunden sein wollen als vernetzt. Also plaudern statt chatten, über Ideen diskutieren, statt sie zu posten, ein herzlicher Händedruck, ein Lachen – und vielleicht hilft uns ja der Nachbar mit einem Stück Butter übers Wochenende. Verbundenheit lautet das Zauberwort, das stark macht: unsere Gesellschaft und damit auch Familien wie unsere. 117 Jahre Döllerer, das geht nur mit Zusammenhalt, mit gegenseitiger Unterstützung, mit gemeinsamem guten Willen, mit Herzlichkeit und Verständnis. Es ist ein Zusammenwachsen und ein zusammen Wachsen. Innerhalb der Familie, innerhalb des Teams, mit Lieferanten und Partnern und natürlich auch mit unseren Gästen. „Sehr verbunden“ hieß es früher, wenn ein schlichtes „Danke“ zu wenig schien. Und genau diese kräftige Prise Dankbarkeit spüren auch wir seit vielen Jahren und immer noch, wenn wir sagen: Wir fühlen uns verbunden. Das ist die Grundlage unseres Tuns, ein Fundament, auf das wir unsere kleinen und großen Pläne stellen. Ein Netzwerk, das uns hält – nicht aus Daten, sondern aus Menschen.

D O E L L E R E R . AT


WIR STELLEN VOR:

GUGLHOF, HALLEIN Der Volksmund gibt sich hierzulande gern pessimistisch und meint: Es kommt nix Besseres nach. „Von wegen!“, antworten wir. Bestes Beispiel: der Guglhof in Hallein bei Salzburg. In der ältesten Brennerei des Landes kommt mit jeder Generation eine weitere Stufe an Qualität und Raffinesse dazu. Zwischen den historischen Mauern des einstigen Gutshofs hütet man in der vielfach ausgezeichneten Destillerie die Tradition ebenso wie das Wissen um die höchste Brennkunst. Was er von seinem Vater gelernt hat, gibt Anton Vogl verfeinert und ausgebaut an seine Söhne Christoph und Toni weiter. Christophs Frau Lilly ist ebenso eine wichtige Stütze des gemeinsamen Erfolgs. Im Portfolio: klassische Obstbrände aus vollreifen Früchten alter Sorten, von Marille und Gravensteiner Apfel bis zu edler Vogelbeere oder Wildkirsche. Ohne Zucker, ohne Zusätze, gern auch als limitierte Jahrgangsbrände aus dem Eichenfass. Doch hier ist noch lange nicht ausgetüftelt. Herausragend sind im Guglhof auch der Gin-Alpin und der Sloe Gin-Alpin sowie der exzellente Single Malt Whisky aus Salzburger Tauernroggen. Jeder Tropfen ist ein Erlebnis.

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P R O D U K T W E LT

D E R M U S T- H AV E APERITIF FÜR ZU HAUSE! WERMUTH 0,5 L . € 22,50

TO N I , A N TO N U N D C H R I STO P H VO G L

Döllerers Produktwelt

Unsere vinophile Vielfalt und unser umfangreiches Know-how finden Sie auch online: für Endverbraucher auf shop.doellerer.at und für Großhandelskunden auf weinhaus.doellerer.at


1. D ÖLLERER GL ASKULTUR VINOPHIL SUPREME Kurt Tucholsky bedauerte einst, dass „man Wein nicht streicheln kann“. Doch, man kann: Wenn der edle Tropfen sich in ein Glas unserer Vinophil Supreme Serie schmiegt und so seine Aromen entfaltet – in mundgeblasenem, seidig-elastischem Bariumkristall. Perfekte Gläser für Kenner und Entdecker. 1

DÖLLERER VINOPHIL

4 DÖLLERER VINOPHIL

SUPREME FRESHNESS

SUPREME POWER

6er-Kar ton . € 219,00

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SUPREME SÜDWEIN

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6 D Ö L L E R E R V I N O P H I L

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SUPREME SÜSSWEIN 6er-Kar ton . € 207,00

6er-Kar ton . € 234,00

Döllerers Glaskultur Weinkenner sind sich einig: Die Form eines Weinglases prägt das Aroma seines Inhalts. Denn die Art, wie Wein und Aroma im Glas eingeschlossen werden, definiert das Erlebnis, das Empfinden und den Genuss. Und das Auge trinkt ja schließlich auch mit.

2. D ÖLLERER GL ASKULTUR SUPREME K AR AFFEN Mehr Tiefe, Komplexität, Fülle – eine Karaffe aus der Döllerer Vinophil Supreme Linie bitte! Welche es sein soll, ist ganz einfach herauszufinden. In der POWER Karaffe werden Weißweine profunder, voller, aber auch gereifte Rotweine. Die HARMONY Karaffe macht Kraft und Tannin von Rotweinen offener und runder. D ÖLLERER VINOPHIL SUPREME POWER K ARAFFE für bis zu 0,5 L . € 45,90 für bis zu 1 L . € 58,20 für bis zu 1,6 L . € 82,00 DÖLLERER VINOPHIL SUPREME HARMONY KARAFFE für bis zu 1 L . € 62,60

3.

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D ÖLLERER GL ASKULTUR VINOPHIL S TANDARD Der kleine Luxus für den Alltag. Unsere Standard Serie zeigt sich von ihrer besten Seite: extrem leicht, maschinengefertigt, stabil und elastisch. Sie ermöglicht einen neuen Blick auf die Glaswahl, nicht die Frage nach Rot oder Weiß, sondern nach leicht oder gehaltvoll und gibt das ideale Glas für den Trinkgenuss vor. Für den täglichen, unkomplizierten Einsatz.

DÖLLERER VINOPHIL S TA N D A R D C U P 6er-Kar ton . € 40,20

2 DÖLLERER VINOPHIL S TA N D A R D H E AV Y 6er-Kar ton . € 54,00 3 DÖLLERER VINOPHIL S TA N D A R D L I G H T 6er-Kar ton . € 51,00

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4 DÖLLERER VINOPHIL 4

S H O P. D O E L L E R E R . AT

S TA N D A R D S PA R K L E 6er-Kar ton . € 51,00


heimatverbund authentis

leid S O E I N E F A M I L I E ist schon ein ganz besonderes Konstrukt. Vollständig erklärbar ist dieser Mechanismus, dieses Miteinander kaum, man muss wohl in einem Familienverband aufgewachsen sein, eine Familie erlebt haben, um dieses Zusammenspiel nachspüren zu können. Damit eine Familie „funktioniert“, braucht es so einiges: Vertrauen und Zuneigung, Rücksicht und Nachsicht, Respekt und Offenheit. Und vor allem: Verbundenheit. Und, zugegeben, wenn wir auf 117 Jahre Döllerer zurückblicken, sind wir sogar ein wenig stolz darauf. Denn große Familienbetriebe entstehen – und bestehen – nicht dadurch, dass jede Generation alles gleich macht. Sondern indem jede Generation der nächsten genug Vertrauen schenkt, ihren eigenen Weg zu finden.

„Bewahren und weiterdenken – beides gehört untrennbar zusammen“, meint Laura. Für Christian bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen, für das, was einem anvertraut wurde, und gleichzeitig die Freiheit zu haben, Neues zu entdecken. Die Familie zieht ihre Kraft aus der Gemeinschaft ganz unterschiedlicher Persönlichkeiten, die einander dennoch verbunden sind. Weil das „Wir“ einfach stärker ist als das „Ich“. Raimund Döllerer fasst das so zusammen: „In einem Familienbetrieb sollte man sich selbst nie zu wichtig nehmen. Wirkliche Stärke zeigt sich darin, eine zweite Meinung anzuhören und sie auch akzeptieren zu können.“ Auch wenn man diese nicht teilt. Entscheidungen entstehen im gemeinsamen Austausch. Das macht das Band stärker. Genau diese Verbundenheit ist unsere tägliche Energiequelle, sie gibt uns Sinn und treibt uns an. Gemeinsam führen wir den Familienbetrieb in vierter Generation, das macht uns sehr dankbar. Dankbar für die Freiheit, die wir einander geben, für den Platz für eigene Ideen und Wege, für die Umarmungen und für das Loslassen, für das gemeinsame Anpacken ebenso wie das Genießen, für das Lachen und das Weinen miteinander. Doch auch wenn wir eine große Familie sind, wo jeder und jede innerhalb des Unternehmens seinen eigenen Verantwortungsbereich hat, haben wir das alles, ehrlich gesagt, nicht im Alleingang zustande gebracht. Wie? Ganz einfach. Wir haben unsere Familie erwei-

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FA M I L I E


herzlich

den sch regional denschaftlich tert. Die Verbundenheit, das Wissen, Teil eines Ganzen zu sein, ist zu einem Leitmotiv geworden, einem Lebensmotto. Sie ist die Basis für Beziehungen, die uns jahrzehntelang begleiten, für das Gestalten und das Wachsen von Ideen und Projekten. Und das teilen wir mit unseren Mitarbeitenden ebenso wie mit unseren Produzenten, mit Winzern und Künstlern und natürlich unseren Gästen. Ein Zusammenspiel aus Menschen, Erinnerungen und gemeinsamen Werten. Die Verbundenheit unserer Mitarbeiter zu uns und unseren Betrieben – schließlich sind viele schon jahrzehntelang im Betrieb und kommen selbst oft aus großen Familien – ist die Verfolgung eines gemeinsamen Ziels und stärkt den Zusammenhalt in der ganzen Vielfalt der Döllerer-Betriebe. Wir teilen die Leidenschaft für Gastlichkeit, für Kulinarik und Genuss, für Service und Wein. Allein das verbindet. Oder, um es in den Worten von Laura zu sagen: „Wir sind viele und verschieden, aber genau das macht uns stark.“ Für Andreas liegt gar die Zukunft der österreichischen Küche im Allgemeinen und der Alpine Cuisine im Besonderen am intensiven Zusammenspiel von Köchen und Produzenten – einem Netzwerk, das man sich über Jahre konsequent aufgebaut hat und dem man tief verbunden ist. Die Verbundenheit unserer Gäste mit uns ist ein ganz besonderer Schatz und zeigt uns immer wieder, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der gemeinsame Genuss, kulinarische Höhepunkte oder vinophile Erlebnisse – unsere Gastfreundschaft hat uns viele Freunde und langjährige Weggefährten geschenkt und sie tut das immer noch. Dieses Vertrauen verbindet uns auch mit den Großhandelskunden unseres Weinhauses, durch konstante Qualität über viele Jahre hinweg bei Service und Produkten, durch sehr persönliche Betreuung, durch Beratungs- & Weinkompetenz ebenso wie durch ein sorgfältig kuratiertes Sortiment. Apropos Wein: Auch mit vielen unserer Winzer und Lieferanten pflegen wir eine jahrelange Beziehung – hier verbindet uns das gegenseitige Verständnis von Herkunft, Qualität, Geschmack und die Haltung in Bezug auf Respekt für Natur, Boden und Umwelt.

UNSERE LIEBLINGSORTE

D A S I S T H E I M AT

„Heimat ist für mich da, wo ich mich zu Hause fühle.“ M E I N E H E I M AT F L I E S S T: Ich fühle

„Heimat ist für mich, wenn alle gemeinsam am Tisch sitzen.“ E I N O R T, W O I C H K R A F T TA N K E

und meine Akkus auflade, das ist für mich Heimat. Und die finde ich dort, wo meine Familie zusammenkommt – meist rund um unseren großen Küchentisch, das Herz unserer Wohnung und unserer Familie. Ich mag es, wenn bei uns viel los ist. Dort essen wir miteinander, lachen und singen, diskutieren und streiten sogar manchmal. Ein Fixpunkt, ein Hafen, wo wir uns nachmittags zur gemeinsamen Mahlzeit treffen, wo wir spätabends nach der Arbeit bei einem Glaserl den Tag Revue passieren lassen und wo wir den Familien-Sonntagsbrunch genießen. So einen Tisch, an dem alle willkommen sind, kenne ich aus meiner Kindheit, und er gibt mir immer noch ein unglaublich schönes, warmes Gefühl. CHRISTL DÖLLERER

D O E L L E R E R . AT

mich zu Hause am leise plätschernden Bach, am klaren Bergsee, am Flussufer oder am Meer. Wasser verlangt nichts, es ist einfach da – still, kraftvoll, unaufgeregt. Das berührt mich tief. Wenn das Leben an Tempo gewinnt oder Gedanken zu laut werden, finde ich am Wasser die tröstliche Gewissheit, dass alles seinen Weg findet. Am liebsten tauche ich selbst ein – zu jeder Jahreszeit. Der Kopf ist unter Wasser, die Welt wird still. Alles Überflüssige bleibt an der Oberfläche. Das gibt Klarheit, Weite und das Gefühl, ganz bei mir zu sein. Heimat ist vielleicht nicht ein Ort, den man besitzt, sondern an dem die Seele zur Ruhe kommt. Für mich ist dieser Ort das Wasser – seit ich denken kann und immer wieder aufs Neue. SABINE DÖLLERER


MENSCHEN, DIE BLEIBEN WIR HABEN VIELE MENSCHEN UM UNS, DIE UNS UNTERSTÜTZEN, MIT UNS ARBEITEN ODER UNS ALS GÄSTE SEIT VIELEN, VIELEN J A H R E N D I E T R E U E H A LT E N . W I R H A B E N U N S E R E FA M I L I E S O Z U S A G E N E I N W E N I G A U S G E B A U T. S E C H S D I E S E R W U N D E R B A R E N MENSCHEN MÖ CHTEN WIR IHNEN HIER VORSTELLEN.

Verbundenheit ist das Thema dieser Ausgabe. Wodurch spürst du diese Verbundenheit im Arbeitsalltag am meisten?

F A M I L I E I S T A N S T E C K E N D . Nun ja, unsere auf jeden Fall. In das, was wir jeden Tag leben und tun, nehmen wir die, die mit uns, also „beim Döllerer“, arbeiten, einfach mit. Und das bringt eine kräftige Portion Freude – für uns sowieso, aber auch für unsere Mitarbeitenden. Viele von ihnen sind schon seit langen Jahren bei uns – irgendwas machen wir also richtig – und schon längst nicht nur Teil eines Unternehmens, sondern einer eingeschworenen Gemeinschaft, einer großen Familie eben. Da wird nicht nur gemeinsam gearbeitet. Man kennt und unterstützt einander, feiert Erfolge gemeinsam. Schön zu sehen, dass unsere Prinzipien auch in unserer erweiterten Familie funktionieren: Respekt und Gespräche auf Augenhöhe statt Hierarchien, eigene Bereiche, um individuelle Stärken entwickeln zu können, anstatt fixer Anordnungen. Ein guter Nährboden, auf dem jeder und jede wachsen kann, wo sich Talente zeigen, Ideen aufkommen. Klingt ambitioniert, ist es auch. Aber es wirkt. Und tut gut. Wir teilen gern unsere Leidenschaft, diese Begeisterung für echten Genuss, für Gastfreundschaft, Qualität, Kultur und – Regionalität. Denn viele, die in unserem Haus beschäftigt sind, stammen ja aus der Region, kennen die Produzenten und Produkte, erzählen so ein Stück Heimat. Was gibt es Sinnvolleres, als anderen Freude zu bereiten? Das erleben wir mit unseren Gästen jeden Tag, und das macht uns wie auch unsere Gäste glücklich – also die ganze erweiterte Familie. Gemeinsam an einem solchen Strang zu ziehen, das verbindet.

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E R W E I T E R T E FA M I L I E

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Arbeitstag? Was ist dir bis heute in Erinnerung geblieben? Ja, an meinen ersten Arbeitstag erinnere ich mich noch genau. Es war der 11. November 2017, ein Samstag. Am selben Wochenende fand die GAST-Messe in Salzburg statt. Anstatt wie in meinem vorherigen Zwei-Sterne-Betrieb rund 30 Gäste zu bekochen, wurde ich beim Döllerer gleich von einem ausgebuchten Service mit etwa 100 Gästen empfangen. Das war schon eine ziemliche Herausforderung, die ich aber gern angenommen habe. Mein damaliges Ziel war es, Chef de Partie zu werden – da hieß es Gas geben und meinen Platz im Team zu finden! M A R KUS L E U TG E B, S O US C H E F VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 2017

Verbundenheit spüre ich jeden Tag – im Team, im Umgang mit unseren Gästen und vor allem im menschlichen Mitei­ nander. In den fast 16 Jahren bei Döllerer habe ich viele schöne Momente erlebt und mich immer als Teil einer großen Familie gefühlt. Besonders dankbar bin ich der Familie Döllerer – allen voran Christl und Andreas. Sie haben für mich und meine Familie immer Verständnis, wenn privat einmal etwas ist, nehmen sich Zeit und unterstützen uns, wo sie können. Das ist für mich alles andere als selbstverständlich und zeigt, dass hier der Mensch im Mittelpunkt steht. Deshalb ist Döllerer für mich nicht einfach nur ein Arbeitsplatz, sondern ein Ort, an den ich jeden Tag gern komme. S T E FA N I E K A I N D L , R E Z E P T I O N & K ARTENBÜRO GOLLINGER FESTSPIELE VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 2011


” Es gibt viele Gründe, irgendwo zu arbeiten. Was hat dich all die Jahre mit Döllerer verbunden? Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, in der Veränderungen zum Alltag gehören. Umso stolzer bin ich darauf, als kleiner „Dinosaurier“ seit 28 Jahren Teil desselben Unternehmens zu sein. Dabei habe ich nicht 28 Jahre lang das Gleiche gemacht – ganz im Gegenteil. Veränderung ist die einzige Konstante: Neue Aufgaben, neue Herausforderungen und die Möglichkeit, mich ständig weiterzuentwickeln, haben meinen beruflichen Weg geprägt. Genau diese Vielfalt, der familiäre Rahmen und ein starkes Miteinander machen die Verbundenheit zum Döllerer (und den Döllerers) bis heute aus. D A N I E L A G A B L E R , B U C H H A LT U N G VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 1998

Du hast viele Veränderungen miterlebt. Was ist es, das sich bei Döllerer trotz allem nie verändert hat? Ich bin schon 31 Jahre im Betrieb und, ja, in dieser Zeit ist der Döllerer sehr gewachsen und es hat sich vieles verändert. Gleich geblieben ist jedoch das Miteinander, das immer noch persönlich und familiär ist. Das betrifft sowohl den Umgang im Team als auch mit der Familie Döllerer. Ich schätze den guten Zusammenhalt und den netten Umgang miteinander sehr. Da kommt man immer wieder gern in die Arbeit. M A N D A G A S PA R E V I C ,

Was bedeutet Verbundenheit für dich – und warum findest du sie bei Döllerer? Für mich bedeutet Verbundenheit Zusammenhalt und Vertrauen. Ich weiß, dass die Döllerers einem im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei jeglichen Problemen beistehen. Wenn ich in der Früh in die Firma komme, empfinde ich Verbundenheit, wenn ich von meinen Kolleginnen & Kollegen mit einem Lächeln oder einem lustigen Spruch begrüßt werde. Ich fühle mich aber auch der Kundschaft verbunden, wenn ich merke, dass sie mir als Lieferanten vertrauen, wenn sie mir z. B. einen Schlüssel bereitlegen, um die Ware abliefern zu können, oder wenn mir eine Tasse Kaffee angeboten wird und man miteinander ein paar persönliche Worte wechselt. Neben der Verbundenheit empfinde ich aber auch ein bisschen Stolz, weil ich die tollen Weine ausliefern darf. Ich habe schon manche Winzer persönlich besucht und wurde immer herzlich aufgenommen. Das hinterlässt einen bleibenden Eindruck und stärkt meine Verbundenheit zu ihren feinen Tropfen. K A R L KO L B E , L A G E R & L I E F E R S E R V I C E , FL APO SEIT DER ERSTEN STUNDE VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 2008

Wenn du an deine Anfänge bei Döllerer zurückdenkst – wann hattest du zum ersten Mal das Gefühl: „Hier gehöre ich dazu“?

ZIMMERMÄDCHEN VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 1995

Ehrlich gesagt, gab es diesen einen Moment gar nicht. Mich hat von Anfang an einfach das Vertrauen begeistert. Mit dem Stammhaus und dem Weinhaus habe ich eine geniale Spielwiese bekommen, um meine Leidenschaft für Wein voll auszuleben. Und das Beste ist: Hier lebt jeder denselben Anspruch an Qualität und Gastfreundschaft. Genau das verbindet mich bis heute mit Döllerer.

Liebe Döllerers! Ihr habt etwas ganz Besonde­ res geschaffen: einen Platz, an dem ihr und euer Team uns stets mit herzlicher Gast­ freundschaft empfangt, unse­ re Gaumen mit Köstlichkeiten aus Küche und Keller auf höchstem Niveau verwöhnt und uns jederzeit mit schein­ barer Leichtigkeit aufs Beste umsorgt – immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Ob ein Abendessen zu zweit oder in netter Runde, ob Familien­ feier oder einfach ein Leber­ kässemmerl aus der Metzgerei am Samstagvormittag – jeder Besuch bei euch schenkt uns besondere Genussmomente. Der Döllerer ist für uns ein besonderer Ort – nicht daheim und doch zu Hause. Möge euer Haus noch lang Menschen zusammenbringen und glücklich machen. IN FREUNDSCHAFT VERBUNDEN E . P O I N T N E R , T. R A M S A U E R

Liebe Familie Döllerer, „Döllerer“ ist für uns die Feine Kost, wo wir hochwertige Lebensmittel, Fleisch, Wurst, Käse und Fisch aus unserer Umgebung einkaufen. „Döllerer“ ist auch die ge­ mütliche Bar im Stammhaus, wo wir gerne einen Aperitif trinken und dann ein wunder­ bares Essen von Andreas im Wirtshaus oder im herzigen Gastgarten genießen. Dazu gehört natürlich auch ein lus­ tiger Tratsch mit Christl und Andreas. Zu Döllerer gehören für uns im Sommer auch die Festspiele auf der Burg, die wir mit unseren Freunden im­ mer gern besuchen. „Döllerer“ ist für uns auch der Wein­ handel & die Enoteca, die von Sabine und Raimund geführt wird. Dort verkosten wir zu­ meist am Freitag mit unseren Freunden gute Weine und ge­ nießen eine italienische Jause, die liebevoll hergerichtet wird. Uns verbindet mit den Dölle­ rers eine lange geschäftliche und private Freundschaft, die schon mit Martha und Hermann begonnen hat und heute mit der nächsten Gene­ ration weiterlebt.

A L E X KO B L I N G E R , M A S T E R S O M M E L I E R , H E A D O F W I N E I N D Ö L L E R E R S S TA M M H A U S , S E R V I C E & Q U A L I TÄT S M A N A G E R I N D Ö L L E R E R W E I N H A U S

LIEBE GRÜSSE

VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 2016

CHRISTL UND EBERHARD

D O E L L E R E R . AT


E V E N TS O K TO B E R–J U N KULINARIK

ONLINE

WEIN-EVENT

Wild-Wochen in Döllerers Wirtshaus

Herbst-Abverkaufstage in Döllerers Webshop

Weinberg Arlberg im Gourmetdorf Lech Zürs

Andreas Döllerer verwöhnt Sie in Döllerers Wirtshaus mit feinen Gerichten rund um heimisches Wild. Wir freuen uns auf Ihre Reservierung!

Freuen Sie sich auf unseren Online-Abverkauf mit großartigen Rabatten auf Weine, Schaumweine, Geschirr, Accessoires & andere kunterbunte Kleinigkeiten für zu Hause. Nicht verpassen!

Kommen Sie zur hochkarätigen GenussVeranstaltungsreihe, die jährlich zu Beginn der Wintersaison am Arlberg stattfindet. Mit dabei sind unsere Produzenten Claire Lurton, Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande & Gaja!

6.10.–7.11. 26

2 2 .–24.1 0. 26

6.+8.+9.12 . 26

KULINARIK

WEIN-EVENT

Jeunes-RestaurateursChefs-Roulette in Döllerers Restaurant

Wein-Erlebnis-Tag für Weinliebhaber in Döllerers Stammhaus

KULINARIK

JRE-Spitzenköche aus Österreich tauschen an diesem Abend ihre Restaurants und überraschen mit einem 5-Gänge-Menü. Wer wird wohl bei uns kochen?

Beim eintägigen Wein-Workshop zu österreichischen Weinen lernen Sie von Master Sommelier Alex Koblinger alles, was Sie für ein perfektes Weinservice daheim wissen müssen. Kulinarisch umrahmt wird der Tag von der Döllerer-Küche.

Am Silvesterabend erwarten wir Sie im Restaurant mit einem Begrüßungsaperitif und einem GalaMenü inkl. Weinbegleitung. Im Wirtshaus können Sie kulinarische Höhenflüge auch à la carte erleben.

7.10. 26

Silvestermenü in Döllerers Stammhaus

31.12 . 26

23.1 0. 26

WEIN-EVENT

KULINARIK

Solo le Donne – Dolce Vita für einen Abend in Döllerers Enoteca Wenn es in Döllerers Enoteca einen Abend lang „Ladies only“ heißt, bedeutet das für alle Damen: die Mädels und viel gute Laune einpacken und es sich bei uns bei Speis‘, Trank und Musik von der Kultschlagerband „Schaumbad“ so richtig gut gehen zu lassen.

9.10. 26

WEIN-EVENT

Winzerbegegnung Álvaro Palacios, Spanien in Döllerers Stammhaus Freuen Sie sich auf diesen spannenden Abend mit dem Superstar der Weinwelt, Álvaro Palacios, und den großartigen Weinen seiner drei spanischen Weingüter! Begleitet werden die feinen Weine von einem köstlichen AlpineCuisine-Menü von Andreas Döllerer.

3.11. 26

„Brust oder Keule“ – am besten beides! in Döllerers Wirtshaus Kommen Sie zum Family-Style-Dinner mit großen Stücken & großen Flaschen in Döllerers Wirtshaus!

4. 2 . 27 KULINARIK

Heringsschmaus in Döllerers Stammhaus

9.+10. 2 . 27

WEIN-EVENT

Weinfest HEIMSPIEL in Golling & Kuchl Gemeinsam mit Ihnen und fast 100 ProduzentInnen unseres Sortiments verwandeln wir Kuchl & Golling zu Genussschauplätzen. Es erwarten Sie zwei Weindegustationen, eine Podiumsdiskussion und zwei Winzer-Galadiners inkl. Weinbegleitung!

12 .+13.10. 26

KULINARIK

Gansl-Tage in Döllerers Wirtshaus

10.–14.11. 26 Trüffel-Wochen in Döllerers Wirtshaus

17.11.–5.12 . 26

Winzer-Stammtisch mit Weingut Krutzler, Eisenberg in Döllerers Enoteca

KUNST & KULINARIK

Advent-Festspiele Auf der Burg Golling mit Soupers in Döllerers Stammhaus (S. 18).

15.10. 26

10

Fisch-Wochen in Döllerers Wirtshaus

11. 2 .–6.3. 27

KULINARIK

WEIN-EVENT

Verkosten Sie in unserer geselligen Stammtisch-Runde die wunderbaren Rotweine von Reinhold und Clemens Krutzler und genießen Sie dazu ein 3-GängeWirtshausmenü um nur € 89,00!

KULINARIK

1.+2 .12 . 26

TERMINE

WEIN-EVENT

Winzerbegegnung Ca’ del Bosco, Lombardei in Döllerers Stammhaus Ca’ del Bosco, seit den frühen 1970er-Jahren ein Pionier unter den Weingütern, ist einer der führenden Produzenten von Franciacorta-Weinen sowie von Stillweinen aus Curtefranca & Sebino IGT. Lernen Sie die Winzerlegende Maurizio Zanella und seine Weine persönlich kennen und genießen Sie dazu ein köstliches Alpine-Cuisine-Menü von Andreas Döllerer.

10.3. 27


KO C H K U R S E

NI KULINARIK

Oster-Special in Döllerers Wirtshaus In der Osterwoche kredenzen wir Ihnen köstliche Gerichte rund um Osterlamm und Osterkitz.

23.–27.3. 27

25.9., 9.10.26

12.3.27

Wilde Zeiten

Alpine Cuisine

Begeben Sie sich mit Andreas Döllerer auf die Pirsch nach köstlichen Gerichten und allerlei Zubereitungstipps rund um heimisches Wildbret aus Reh, Hirsch, Gams & Co. Weidmannsheil!

Andreas Döllerer zeigt Ihnen seine ganz eigene Interpretation der alpinen und der Salzburger Heimatküche.

WEIN-EVENT

Döllerers Sommelier-Event „ENTKORKT“ in Döllerers Restaurant 3 Sommeliers • 15 Gläser • 1 geheimes Menü: Die Küche überrascht. Die Sommeliers antworten. Ein Abend, den es nur ein Mal gibt.

29.4. 27 KO C H K U R S + W E I N W I S S E N

Erlebnis-Tag Kochen & Wein für Paare in Döllerers Stammhaus Während der/die eine zusammen mit Andreas Döllerer eine Exkursion zu seinen regionalen Lieferanten macht und danach mit ihm gemeinsam den Kochlöffel schwingt, wird der/die andere von Master Sommelier Alex Koblinger in die Geheimnisse der österreichischen Weiß- und Rotweine eingeweiht.

25.6. 27 WEIN-EVENT

Winzer-Stammtisch mit Weingut Markowitsch, Carnuntum in Döllerers Enoteca Verkosten Sie in unserer geselligen StammtischRunde die wunderbaren Weine der Familie Markowitsch und genießen Sie dazu ein 3-GängeWirtshausmenü um nur € 89,00!

3.6. 27

19.3.27

13.11.26

Ostern

Trüffel Es ist Trüffelzeit: Kochen Sie gemeinsam mit Andreas Döllerer und verwenden Sie das Piemonteser Gold!

Kreieren Sie gemeinsam mit Andreas Döllerer ein perfektes Ostermenü rund um Bluntausaibling, Osterlamm und Osterkitz!

7.5.27

4.12.26

Muttertag: Herzensküche für Mamas

Weihnachtsmenü Nach diesem Kochkurs wissen Sie, was Sie Ihren Lieben zu Weihnachten auftischen: Sie erhalten Tipps für den Einkauf, die Vorbereitung und natürlich auch die Zubereitung.

Für alle, die ihrer Mama eine Freude machen wollen: traditionelle Familiengerichte mit dem gewissen Etwas, damit Ihre Familienfeier lange in Erinnerung bleibt!

14.5.27

23.1.27

Cucina Italiana

Fleischgenuss „From Nose to Tail“

La dolce vita pur: Andreas Döllerer zeigt Ihnen die Eckpfeiler der italienischen Küche.

Bei diesem Kochkurs lernen Sie überlegtes und ganzheitliches Verarbeiten von Fleisch und wie einfach Sie diese Art des Kochens zu Hause anwenden können.

4.6.27 Leichte Sommerküche

29.1.+23.4.27

Mit diesem Kochkurs kann der Sommer kommen, denn Sie werden kulinarisch bestens vorbereitet sein!

Die Wirtshausküche WEIN-EVENT

Winzerbegegnung Weingut Dr. Bürklin-Wolf, Pfalz in Döllerers Stammhaus Freuen Sie sich auf diesen Abend mit der Winzerin Bettina Bürklin-von Guradze vom Weingut Dr. Bürklin-Wolf, dessen Tradition bis ins Jahr 1597 zurückreicht und das eines der größten und bedeutendsten Weingüter Deutschlands ist. Begleitet werden die feinen Weine von einem köstlichen Alpine-Cuisine-Menü von Andreas Döllerer. Nicht verpassen!

16.6. 27

Der Kurs zum Döllerer Wirtshaus-Kochbuch. Unternehmen Sie mit Andreas Döllerer eine kulinarische Reise.

H SIC N! SIE EN EHE S G S T N LA E HT NIC DAS

4.+5.3.27 Saucen Das Zubereiten von Saucen gilt unter Köchen als Königsdisziplin, die auch Andreas Döllerer sehr am Herzen liegt.

D O E L L E R E R . AT

Alle Informationen zu den Events und den Kochkursen finden Sie unter doellerer.at/eventkalender


Was bleibt, ist die Verbindung. R AIMUND D ÖLLERER IM GESPR ÄCH MIT GERHARD LÜRZER

Über Heimat, Gastgeben und Freundschaft – und, warum echte Verbundenheit Zeit, Haltung und den Mut zur Veränderung braucht.

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FA M I L I E S T E L LT V O R


Obertauern ist weit mehr als ein Urlaubsort. Für viele Menschen ist es ein Gefühl des Ankommens. Was verbindet die Familie Lürzer mit diesem Fleck Erde – und was macht Hei­ mat für euch aus? RAIMUND DÖLLERER:

Obertauern ist kein gewachsener Ort im klassischen Sinn. Es war immer ein Durchzugsort – und vielleicht haben wir gerade deshalb gelernt, aus dem Durchzug Verbundenheit zu machen. Heimat ist für uns nicht nur eine Postleitzahl oder Besitz. Heimat ist dort, wo man Verantwortung übernimmt, die Menschen kennt, auch Widerspruch aushält und nach einer Reise gern wieder ankommt. Zu Obertauern gehören für uns die Berge und der Winter, aber genauso die Stille nach der Saison. Dieser Ort gibt Energie und fordert uns. Vielleicht ist das Heimat: ein Platz, der einen nicht festhält, sondern Rückhalt gibt.

GERHARD LÜRZER:

GERHARD LÜRZER

Für Gerhard Lürzer bedeutet Unternehmertum weit mehr als wirtschaftlicher Erfolg. Es geht darum, Menschen zusammen­ zubringen, Gastfreundschaft zu leben und Räumen eine Seele zu geben. Seit 1987 prägt er die LürzerUnter­nehmens­gruppe in Obertauern mit und hat sie gemeinsam mit seinen Brüdern Harald und Heribert mit Leidenschaft, Kreativität und Mut zu einem vielseitigen Familien­ unternehmen entwickelt. Heute vereint sie zahlreiche Betriebe aus Hotellerie, Gastronomie, Handel und Tourismus – verbunden durch den Anspruch, Gästen unvergessliche Erlebnisse zu schenken.

In Jahrzehnten als Gastge­ ber begegnet man Tausenden Menschen. Gibt es eine Begeg­ nung oder einen Gast, der euch bis heute begleitet – weil er euch berührt, überrascht oder sogar verändert hat? R. D. :

G . L . : Es ist weniger ein einzelner Name

als eine Art von Begegnung. Besonders berührt uns, wenn Menschen nach Jahren wiederkommen und man spürt, dass aus einem Aufenthalt ein Stück gemeinsamer Geschichte geworden ist. Manche lernt man als Paar kennen, später kommen sie mit ihren Kindern – und irgendwann steht schon die nächste Genera­ tion vor einem. Als Gastgeber glaubt man anfangs, man müsse vor allem etwas geben. Mit der Zeit versteht man: Die Gäste geben genauso viel zurück. Sie bringen andere Blickwinkel, Lebensgeschichten und manchmal genau den Satz, den man in diesem Moment gebraucht hat. Solche Begegnungen verändern nicht laut, aber dauerhaft. Es gibt Häuser, in denen al­ les perfekt ist – und trotzdem fehlt etwas. Was ist dieses „Et­ was“, das Atmosphäre entstehen lässt und das man weder kaufen noch planen kann? R. D. :

G . L . : Man kann gute Architektur, schöne

„Verbundenheit entsteht nicht über Nacht. Sie wächst durch gemeinsame Wege, Vertrauen und unzählige kleine Begegnungen.“ GERHARD LÜRZER

Stoffe und perfekte Abläufe kaufen. Echtes Interesse kann man nicht bestellen. Atmosphäre entsteht, wenn Menschen nicht nur Aufgaben abarbeiten, sondern einander wahrnehmen. Das beginnt bei den Mitarbeitern: Wer Akzeptanz und Wertschätzung spürt, gibt diese Haltung ganz selbstverständlich an den Gast weiter. Ein Haus darf Ecken haben und ein Mensch auch. Gerade darin liegt oft die Wärme. Perfektion beeindruckt vielleicht für einen Augenblick; Authentizität bleibt. Oder, wie wir gern sagen: vielleicht nicht perfekt, aber glücklich. R . D . : Unsere Familien verbindet längst mehr als Wein. Aus einer Geschäftsbeziehung ist über vie­ le Jahre echte Freundschaft ge­ worden. Was braucht es, damit Vertrauen nicht nur entsteht, sondern sogar Generationen überdauert?

L . : Vertrauen wächst nicht durch große Erklärungen, sondern durch viele kleine Erfahrungen: Ein Wort gilt. Man spricht Dinge früh an. Man bleibt auch dann verlässlich, wenn es gerade unbequem ist. Und man lässt zu, dass der andere die Welt anders sieht. Freundschaft heißt nicht, Konflikte zu vermeiden. Sie heißt, nicht bei jedem Unterschied die ganze Beziehung infrage zu stellen. Wenn Kinder erleben, dass Respekt, Handschlagqualität und Freude am Miteinander wirklich gelebt werden, übernehmen sie nicht bloß eine Geschäftsverbindung. Sie übernehmen eine Haltung. So können Vertrauen und Freundschaft Generationen überdauern.

G.

Heute scheint vieles schnel­ ler zu werden. Gäste buchen kurz­ fristiger, Mitarbeitende wechseln häufiger, Beziehungen wirken oft unverbindlicher. Warum sind gera­ de heute langfristige Partner­ schaften vielleicht wertvoller denn je? R. D. :

Je schneller die Welt wird, desto kostbarer ist etwas, das nicht bei jeder Bewegung neu verhandelt werden muss. Langjährige Partner kennen nicht nur unsere Stärken, sondern auch unsere Eigenheiten. Das spart Energie und macht Ehrlichkeit möglich. Beständigkeit ist dabei kein Stillstand. Eine gute Verbindung muss man – wie einen Sauerteig – füttern, auffrischen und führen. Dann trägt sie gerade in unsicheren Zeiten. Sie gibt Stabilität, ohne Entwicklung zu verhindern, und oft auch den Mut, gemeinsam etwas Neues zu beginnen.

G. L.:

R . D . : Gab es in eurem Leben einen Moment, in dem euch bewusst geworden ist: Genau dafür ma­ chen wir das alles?

Solche Momente kommen selten mit Ansage. Eigentlich gibt es nicht den einen, sondern viele – in der Lürzer Alm, in der Edelweissalm, im Freudenhaus und in unseren anderen Lürzer-Betrieben. Als dort jeweils zum ersten Mal Menschen gemeinsam feierten, wurde aus einem Gebäude ein Ort der Begegnung. Wenn ein Haus voller Leben ist, Gäste miteinander lachen, Mitarbeiter stolz auf ihre Arbeit sind und aus einem Besuch eine schöne Erinnerung wird, dann weiß man: Genau darum geht es. Nicht nur Häuser zu betreiben, sondern Räumen ein Leben zu geben. Wenn Gäste, Mitarbeiter, Freunde und die Familie sich darin wohlfühlen, bekommt die ganze Arbeit ihren Sinn.

G. L.:

R . D . : Wenn eure Kinder oder Enkel einmal sagen würden: „Typisch Lürzer“ – was würdet ihr euch wünschen, dass sie damit mei­ nen?

verändern, und gleichzeitig die Dankbarkeit für das, was andere vor ihr aufgebaut haben. Und wenn am Ende noch „vielleicht nicht perfekt, aber glücklich“ dazukommt, wäre das sehr schön. R . D . : Vervollständigt bitte diesen Satz ganz spontan: „Verbunden­ heit bedeutet nicht …, sondern …“ G . L . : Verbundenheit bedeutet nicht, im-

mer einer Meinung zu sein, sondern einander so zu vertrauen, dass Unterschiede die Beziehung nicht bedrohen. R . D . : Wenn ihr auf euer Leben zu­

rückblickt: Welche Verbindungen bleiben am Ende wirklich? Sind es Orte, gemeinsame Erlebnisse, Werte – oder ganz bestimmte Menschen?

Am Ende bleiben die Menschen. Orte sind die Bühne, Werte der Kompass und gemeinsame Erlebnisse der Stoff, aus dem Erinnerungen entstehen. Aber jede Erinnerung bekommt irgendwann ein Gesicht und eine Stimme. Familie, Freunde, langjährige Wegbegleiter, Mitarbeiter und Gäste – sie geben einem Ort erst Bedeutung. In einer Bilanz steht nicht, wer im richtigen Moment zugehört, mitgelacht oder widersprochen hat. Für das Leben ist genau das oft der größte Wert.

G. L.:

R . D . : Unsere Familien gehen seit vielen Jahren ein gemeinsames Stück Weg. Wenn ihr an die Fami­ lie Döllerer denkt: Welcher Mo­ ment, welches Bild oder welche Erinnerung steht für euch sinn­ bildlich für diese Verbundenheit? G . L . : Es ist weniger ein einzelner spektakulärer Moment als ein wiederkehrendes Bild: ein langer Tisch, an dem das Geschäftliche längst besprochen ist und trotzdem niemand aufsteht. Man erzählt, lacht, diskutiert offen, schenkt noch einmal nach – und merkt, dass aus Partnern Freunde geworden sind. Diese Selbstverständlichkeit kann man nicht beschließen. Sie wächst über Jahre und ist ganz wertvoll. Für uns steht genau dieses Bild für die Verbindung mit der Familie Döllerer: Man kann miteinander arbeiten, feiern und auch ehrlich verschiedener Meinung sein, ohne dass das Gemeinsame kleiner wird. D . : Wenn ihr eure Familienge­ schichte in einem einzigen Satz an die nächste Generation weiterge­ ben müsstet – welcher wäre das? R.

G . L . : Bleibt neugierig, übernehmt Verantwortung für Menschen und Orte, und habt den Mut, Dinge zu verändern, ohne zu vergessen, wem ihr sie verdankt.

LÜRZER

B E T R I E B E O B E R TA U E R N

W W W . L U E R Z E R . AT

G . L . : Dass wir neugierig geblieben sind,

Verantwortung nicht weitergeschoben und lieber etwas ausprobiert als nur darüber geredet haben. „Typisch Lürzer“ darf ruhig auch heißen: ein bisschen impulsiv, manchmal hartnäckig, aber immer mit Herz für Menschen und Orte. Uns wäre wichtig, dass die nächste Generation nicht bloß Betriebe übernimmt. Sie soll den Mut übernehmen, Dinge zu

D O E L L E R E R . AT

GERHARD UND SABINE LÜRZER, SABINE UND RAIMUND DÖLLERER


FAKTOR ZEIT D I E N AT U R K A N N M A N N I C H T Ü B E R H O L E N . A L L E S B R A U C H T S E I N E Z E I T, W E N N E S G E L I N G E N S O L L . W E I N A L S N AT U R P R O D U K T I S T DAFÜR DAS BESTE BEISPIEL .

„ D I E Z E I T V E R W A N D E LT uns nicht, sie entfal-

tet uns nur“, sagte der große Schweizer Schriftsteller Max Frisch. Das gilt für das Individuum genauso wie für alle zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber trifft das nicht auch auf den Wein zu? Auch er braucht Zeit, um sich zu entwickeln, um zu reifen, um seine Größe zu erreichen. Fast wie eine philosophische Antithese zu einer Welt, die sich immer schneller dreht, in der Trends im Wochentakt wechseln und das Kurzfristige oft die Oberhand gewinnt. Da erinnert Wein an etwas Wesentliches: Wahre Qualität entsteht nicht im Moment, sondern über Jahre. Große Weine lassen sich nicht beschleunigen. Sie entstehen mit Geduld, reifen über Jahre und gewinnen mit der Zeit an Tiefe, Charakter und Persönlichkeit. Zeit ist im Wein kein Kostenfaktor. Sie ist eine der wichtigsten Zutaten.

Wein und Zeit. Beide verbinden Menschen. Weil gutes Essen und Wein ein geniales Duo sind – und aus persönlicher Leidenschaft – knüpfte Hermann Döllerer früh erste Bande mit der österreichischen Weinwelt. Vor genau 40 Jahren begann mit den „Big Five“ – Knoll, F.X. Pichler, Bründlmayer, Hirtzberger und Triebaumer – ein gemeinsamer Weg, der bis heute anhält. Aus Geschäftspartnern sind längst Freunde geworden. Eine Beziehung, die von gegenseitigem Respekt, Vertrauen und dem gemeinsamen Anspruch, Jahr für Jahr das Beste zu schaffen, getragen ist; auch wenn sich Stilrichtungen verändern, Märkte weiterentwickeln, immer neue Trends aufpoppen und wieder verschwinden. Dem flüchtigen Zeitgeist folgen gute Winzer ohnehin nicht, der Zeit allerdings schon, jenem Faktor, der für sie arbeitet. Weitere Zutaten für große Gewächse: Herkunft, Überzeugung und ein eigener Weg. Das macht Weine einzigartig – oder, wie unser Master Sommelier Alex Koblinger sagt: „Beständigkeit schlägt Beliebigkeit.“ Bei Weinen wie bei Menschen. Große Partnerschaften sind wie große Weine. Da entsteht nichts über Nacht. Beide entwickeln sich weiter, gewinnen an Tiefe und Charakter, ohne ihre Identität zu verlieren. Vielleicht ist genau das die schönste Form von Verbundenheit. Nicht gemeinsam zu beginnen, sondern gemeinsam zu reifen.

U N S E R U M FA N G R E I C H E S W E I N A N G E BOT F I N D E N S I E A U F S H O P. D O E L L E R E R . AT

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E R W E I T E R T E FA M I L I E


„Langjährige Partner& Freundschaften wie mit diesen Produzenten sind das A und O unseres Erfolgs.“ RAIMUND DÖLLERER

W E I N G U T F. X . P I C H L E R , WA C H A U VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 1999

Große Qualität braucht Konsequenz. Welche Rolle spielt Vertrauen zu langjährigen Partnern dabei? Große Qualität entsteht nicht von heute auf morgen. Sie ist das Ergebnis von Konsequenz, gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Mit der Familie Döllerer verbindet uns seit über 40 Jahren eine Partnerschaft, die auf gemeinsamen Werten basiert: kompromisslose Qualitätsansprüche, Verlässlichkeit und die Leidenschaft für außergewöhnlichen Genuss. JOHANNA & LUCAS PICHLER

W E I N G U T K N O L L , WA C H A U VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 1999

Euer Weingut wird seit Generationen von derselben Familie geprägt. Was bedeutet es für dich, Verbundenheit über Generationen hinweg zu leben – und warum ist sie heute wertvoller denn je?

W E I N G U T B R Ü N D L M AY E R , K A M P TA L VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 1999

Vor über 200 Jahren siedelten sich unsere Vorfahren in Unterloiben an. Aus einem kleinen Weingut wurde ein Leitbetrieb der Region – ohne abrupte Kehrtwenden, mit Kontinuität, aber auch mit Mut. Verbundenheit heißt für uns Respekt, Anerkennung, Dankbarkeit und Vertrauen: vor dem Geleisteten wie vor dem, was neu gewagt wird. Sie erdet uns und entschleunigt, ohne dass wir uns Neuem zu verschließen. In einer schnelllebigen Welt gibt sie Halt – in der Familie, unter den Hauerkollegen der Vinea Wachau und in Partnerschaften wie jener mit dem Hause Döllerer – seit mittlerweile 40 Jahren! EMMERICH H. KNOLL

W E I N G U T H I R T Z B E R G E R , WA C H A U

Ihr entwickelt euch ständig weiter und bleibt euren Wurzeln trotzdem treu. Wie gelingt dieser Spagat – im Wein genauso wie in langjährigen Partnerschaften? Den Wurzeln bleiben wir immer treu. Meine Familie, unser Team und die bis zu mehr als hundertjährigen Reben sind in Langenlois tief verankert. Die großen Herkünfte sind das Herz unseres Weinguts. Sie bringen Weine mit besonderer Persönlichkeit hervor. Gleichzeitig entwickeln wir uns ständig weiter. Aus den Stärken unserer Weingärten entstanden neue Wege – vom Sekt bis hin zu unseren alkoholfreien Produkten, die alle ihre Basis in unseren Weingärten haben. Genauso sehen wir auch Partnerschaften: Kurzfristige Geschäfte interessieren uns nicht, sondern langjährige, vielleicht sogar generationsübergreifende Beziehungen. Ich bin vollkommen überzeugt, dass sich die Partnerschaft zwischen Weingut Bründlmayer und dem Weinhaus Döllerer bestens und lebendig in den kommenden Jahrzehnten weiterentwickeln wird. Auch wenn die verantwortlichen Personen wechseln, bleiben der grundsätzliche Geist und die Treue zu feinster Qualität erhalten.

VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 1999 W I L L I B R Ü N D L M AY E R

In einer Welt, in der sich vieles ständig verändert, welche Werte geben euch Halt und welche davon verbinden euch seit Jahrzehnten mit Döllerer? Zusammenhalt steht für unsere Familie an erster Stelle, privat und im Weinbau, bereits in der 5. Generation. Unsere Arbeit ist geprägt von Verlässlichkeit, Kontinuität und Ruhe. Wir stellen uns infrage, wir wachsen an- und miteinander, mit dem gemeinsamen Ziel, stets das Beste zu erreichen. Alle diese Werte verbinden uns auch mit der Familie Döllerer, die seit 40 Jahren zuverlässig unser ideales Sprachrohr in die österreichische Spitzengastronomie ist. Über die Zeit ist eine stabile und herzliche Freundschaft gewachsen, getragen von gegenseitigem Vertrauen und gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor.

WEINGU T TRIEBAUMER, RUST VERBUNDEN MIT DÖLLERER SEIT 1999

Jeder große Wein trägt die Handschrift seines Winzers. Woran erkennt man für dich eine Partnerschaft mit Charakter? In einer guten Partnerschaft realisieren alle Beteiligten ihre Vorstellungen so, dass keiner einen Nachteil hat, die Gemeinschaft aber profitiert und sich erfolgreich weiterentwickelt! Unsere langjährige Geschäftsbeziehung zeichnet sich durch eine gewachsene, vertrauensvolle Zusammenarbeit über Jahrzehnte hinweg aus. Gute Winzer erkennen die Talente ihres Produktes und lassen die Weine entfalten, ohne sie in zeitgeistige Schablonen zu pressen. FA M I L I E T R I E B A U M E R

FA M I L I E H I R T Z B E R G E R

D O E L L E R E R . AT


Der Geschmack der Kindheit Es wird viel weitergegeben in großen Familien. Vieles, das die Menschen verbindet und den Zusammenhalt stärkt, das Identität und Kraft über Generationen hinweg bringt. Mit etwas Glück sind auch einige Rezepte dabei.

K E N N E N S I E D A S ? Ein Geruch streift Ihre Nase,

ein flüchtiger Duft, und schon sitzen Sie siebenjährig in der Stube Ihrer Oma und warten ungeduldig auf die Grießnockerlsuppe. War das ein Hauch von Kernseife in Verbindung mit Liebstöckel? Oder Sie beißen von einem frischen Stück Guglhupf ab und sind in der Sekunde wieder bei Tante Anni, am Heimweg vom Kindergarten, wo Ihr Gaumen und Ihre Nase Sie innerhalb eines Sekundenbruchteils abgesetzt haben. Vielleicht sitzt gerade der große Schriftsteller Marcel Proust neben Ihnen und taucht mit dem gleichen verklärten Blicke eine „Madeleine“, einen kleinen Kuchen aus Rührteig, in den Lindenblütentee seiner Tante Léonie – sozusagen ein Guglhupf in klein. Der Ausdruck „Madeleine de Proust“ beschreibt im Französischen heute noch ein Geschmackserlebnis, das unvermittelt und voll freudiger Emotionen in die eigene Kindheit zurückversetzt. Gerüche und Geschmäcker werden in einem der ältesten Areale unseres Gehirns abgespeichert: dem limbischen System. Und dort bleiben sie oft, abgespeichert etwa als Momente des absoluten Wohlgefühls. Agatha Christie schwärmte noch als alte Dame von den Rosinenkeksen der Familienköchin, Leonardo da Vinci war, so die Historiker, süchtig nach der Florentiner Minestrone seiner Kindheit, und auch Mozart blieb sein Leben lang dem Sauerkraut seiner Salzburger Heimat verbunden, das er auf seinen Reisen schmerzlich vermisste. Dass die Nase – oft in Verbindung mit dem Gaumen – viel mehr kann als nur unschuldig schnuppern und Angenehmes wie Unangenehmes konstatieren, hat der amerikanische Psychologe Donald Laird erstmals festgehalten. Sie sei, so Laird, in unserem Kopf quasi direkt verbunden mit den Bereichen für Emotion und Erinnerung. Bei aller Wertschätzung der

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KULINARIK


„Wenn es uns gelingt, den Geschmack der Kindheit auf den Tisch zu bringen, schaffen wir Momente, die ein Gast niemals vergisst.“ ANDREAS DÖLLERER

Forschung: Das wissen wir schon lange. Aus eigener Erfahrung, quer durch die Familie.

Der Gaumen hat ein gutes Gedächtnis Andreas Döllerers Kindheitserinnerungen spielen eine große Rolle in seinem kulinarischen Portfolio. Und die stammen sehr oft von der Alm, wo er die langen Sommer bei seiner Großmutter verbrachte. Auf den Tisch kam dort das, was die Oma quasi aus dem Nichts, aber auf jeden Fall aus dem Ärmel geschüttelt hat und was den Gaumen des kleinen Andreas geprägt hat – „Blattl­ krapfen“, „Schwarzbeernocken“ und immer wieder das legendäre „Muas“. Mehl, ein wenig Butter, ein bisserl Milch, verfeinert etwa mit frischen Beeren und anderem, was Wald und Obstbäume hergegeben haben. Stets mit Umsicht und Respekt verwendet. Fleisch? Das war für Sonntag reserviert. Eine Küche aus einfachsten Zutaten, eine „cucina povera”, aus der wie beim südlichen Nachbarn Italien auch bei uns die allerbesten Rezepte hervorgegangen sind. Hier wie dort werden diese in den Familien von Generation zu Generation weitergegeben und verbinden Menschen am gemeinsamen Tisch. Wenn man Glück hat. Wir haben Glück. Die Erinnerung an die Oma, an ihre Kochlöffel, Töpfe und Pfannen ist nach wie vor präsent. Diese Gerichte! „Und dann bekommt man sie bei uns fast so gut wie bei der Oma, und man erinnert sich an die Kindheit“, sagt Christl Döllerer mit einem plötzlich ein wenig verträumten Lächeln. Verspeist werden solche köstlichen Überlieferungen am besten gemeinsam. Am großen Küchentisch, dem Herzen des Hauses. Der ist ohnehin Christls Lieblingsplatz. „Man diskutiert, weint, lacht, genießt, lernt – fürs Leben und für die Schule – und lebt da als Familie und Freunde miteinander.“ Ein Umschlagplatz auch für Traditionen, für weitergegebenes Know-how, für Oma-Rezepte und Küchentricks.

manchmal gelingt, dieses Ideal zu erreichen, schaffen wir Momente, die ein Gast niemals vergisst und die auch wir nicht vergessen. Andreas erinnert sich: „Vor einigen Jahren hatte ein Gast wirklich Tränen in den Augen, weil wir als Kindheitserinnerung ein Grießkoch serviert haben. Das hat er so das letzte Mal bei seiner Mama bekommen, die aber nicht mehr da war. Er hat sich bei mir bedankt, das war vielleicht einer der berührendsten Momente seines Lebens.“ Das zeigt, wie sehr Gerichte eben auch verbinden können, Emotionen abrufen können – das sind die Gerichte, die unter die Haut gehen und viele Generationen überleben. Nichts stiftet so sehr Identität, verbindet ganze Völker, wie ihre Küche. Historische Korrektheit steht da weniger im Vordergrund als die Emotionen. Soll sein, dass das Wiener Schnitzel seinen Weg von Konstantinopel über Mailand zu uns gefunden hat – wer an österreichische Küche denkt, denkt mit Sicherheit auch an das Wiener Schnitzel. Auch Spaghetti und Pizza – eigentlich von süditalienischen Emigranten aus den USA wieder in die Heimat zurückgebracht – stehen flächendeckend für Italiens Küche und werden heute im Veneto genauso verspeist wie in Kalabrien. Was im Großen wirkt, gilt auch im Kleinen: in der Familie. Verbundenheit entsteht, ein „Wir“ voller Genuss, wenn Menschen, Gerüche, Geschmack, Landschaft, Erinnerungen, gemeinsame Erlebnisse zu einer tiefen, runden Emotion werden. Ein Glücksgefühl, das sich in unserer Familie rund um den Tisch immer wieder abrufen lässt. Einfach hinsetzen, einen Löffel voll „Muas“ genussvoll in den Mund nehmen, und auf einmal steht die Oma wieder in der Küche.

Wohnen & Genießen mit Döllerers Pauschalen Hotelzimmer gibt es viele. Warum unsere Stammgäste so gern wiederkommen, sich immer wieder für unser „Zuhause auf Zeit“ entscheiden und uns über so viele Jahre verbunden bleiben, verraten wir gerne: Wir füllen dieses „Zuhause“ mit vielen kleinen und größeren Wohlfühlmomenten und die bringen schöne Erinnerungen, von Köstlichem auf dem Teller und im Glas bis zu entspannten Gesprächen. Kurz gesagt, die Seele baumeln lassen, feine Kulinarik genießen – dabei können, wie erwähnt, schon ein paar Kindheitserinnerungen auftauchen. Danach schlummert man wohlig in unserem gemütlichen Hotel. Das lässt sich am besten mit unseren Döllerer Pauschalen verbinden, etwa der Almwinkel-Pauschale.

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Emotionen, die auf der Zunge liegen Wer bei uns isst, hat die Wahl zwischen zwei Welten – oder, wie Andreas es ausdrückt: „Im Restaurant servieren wir ausschließlich eigene Kreationen an Gerichten, und kein Gast hat wirklich eine Vorstellung davon, was ihn erwartet.“ Wer sich auf diese Reise ins Unbekannte einlässt, wird am Ende glücklich und im besten Fall begeistert sein. Dann ist da auch unser Wirtshaus. Da kochen wir gegen die Oma – eigentlich ein aussichtsloser Wettbewerb. Sie hat nämlich den besten Kaiserschmarrn wie auch die besten Pofesen gemacht, um nur zwei Gerichte zu nennen. Sie hatte dieses untrügliche Gespür für das Notwendige und Richtige. Nach Rezepten, denen man das Kompliment „enderfunden“ machen darf. Wenn es uns allerdings

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ADVENT FESTSPIELE DI, 1 . DE ZE M BE R 2026 M I, 2 . DE ZE M BE R 2026

Fritz Karl & Streichquartett Sonare Linz „ AU S G E R E C H N E T W E I H N AC H T E N “ Fritz Karl Peter Gillmayr Kathrin Lenzenweger Christoph Lenz Judith Bik

Stimme 1. Violine 2. Violine Viola Violoncello DÖLLERERS WEINABO

Freuen Sie sich zur stillsten Zeit des Jahres auf erheiternde Literatur, rezitiert von Publikumsliebling Fritz Karl und umarmt von erwärmenden Streicherklängen des Streichquartetts Sonare Linz! Mit Charme, feinem Humor und großer Schauspielkunst erweckt der mehrfache ROMY-Preisträger Fritz Karl liebevoll ausgewählte Weihnachtsgeschichten zum Leben. Ob aus der Sicht des Krippenesels oder eines Familienvaters – augenzwinkernd räumt er mit dem Klischee der stillen Weihnacht auf und zeigt ihre unterhaltsamen Kehrseiten. E I N L A S S & E M P FA N G :

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€ 119,00 Ticket inkl. wärmenden Aperitif auf der Burg & anschließendem festlichen 4-Gang-Menü im Wirtshaus € 201,00 Ticket inkl. wärmenden Aperitif auf der Burg & anschließendem Souper im Restaurant

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Immer wieder dieselben Lieblingsweine trinken? Schön. Aber manchmal ist es noch schöner, sich überraschen zu lassen und etwas Neues zu entdecken. Genau dafür gibt es Döllerers Weinabo. Damit kommt regelmäßig eine handverlesene Auswahl aus unserer Weinwelt zu Ihnen nach Hause – mit viel Leidenschaft ausgesucht und immer wieder aufs Neue zusammengestellt. Kein Suchen. Kein Grübeln. Einfach aufmachen, einschenken und genießen. Sie entscheiden selbst, wie oft Sie auf Entdeckungsreise gehen möchten: vier, sechs oder zwölf Mal im Jahr – oder einfach endlos. Ein schönes Geschenk an sich selbst – oder an einen lieben Menschen, der die Leidenschaft für guten Wein mit Ihnen teilt.

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Weihnachtsfeier beim Döllerer Wenn das Jahr geht, kommt die Vorfreude. Weihnachten: ein wunderbarer Grund zum Feiern. Egal, ob Sie das gern im engsten Kreis tun, mit besten Freunden und Freundinnen, als Vereinsfeier oder mit der Firmenbelegschaft – bei uns finden Sie so viele Möglichkeiten, wie es Weihnachtsbräuche gibt. Das Ambiente: die gemütlich-urigen Stuben im Wirtshaus, unser Restaurant, das Atelier, das gemütliche Wohnzimmer und unser – im Winter fast märchenhafter –

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Im Dezember dürfen sich alle, die gern Kunst, Kultur & Kulinarik verbinden, auf zwei ganz besondere Veranstaltungen auf der Burg Golling freuen. Auftakt der vorweihnachtlichen Genussabende – ideal auch für Weihnachtsfeiern – ist ein wärmender Aperitif auf der Burg Golling. Nach der Veranstaltung lässt man den Abend mit einem festlichen Souper in Döllerers Wirtshaus oder Restaurant genüsslich ausklingen.

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TIPP

WEINGUT WOHLMUTH Eine Steilvorlage im wahrsten Sinne des Wortes: Auf extremen Hanglagen auf uraltem Phyllitschiefer, im wechselhaften Zusammenspiel von alpiner Kühle und mediterraner Wärme gedeihen die herausragenden Weine der Winzerfamilie Wohlmuth. Seit 1803 steht das Weingut im südsteirischen Sausal für kompromisslose Qualität. Ihre Weine, allen voran der Riesling, sind geprägt von Mineralität, Eleganz und Vielschichtigkeit, die dieses spezielle Terroir im Sausal unverfälscht erlebbar machen. Es braucht Leidenschaft, um solche Weingärten zu bewirtschaften, mit Konsequenz, intensiver Handarbeit und Mut zur Irrationalität. Denn, so wissen die Wohlmuths, mit der Natur zu arbeiten, heißt, auf sie zu vertrauen, auch wenn es knifflig wird. Die Verantwortung für kommende Generationen und die Verbundenheit mit der Region stehen da stets im Mittelpunkt.

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Genusspackerl S O L L E S eine kleine Aufmerksamkeit sein, manchmal ein großes Dankeschön. Für Lieblingsmenschen, Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftspartner – unsere Genusspackerl machen Schenken unkompliziert und genussvoll. Gefüllt mit feinen Weinen, hausgemachten Spezialitäten, Feiner Kost und ausgewählten Köstlichkeiten unserer Lieblingsproduzenten und -winzer. 60 fixfertige Packerl stehen zur Auswahl – oder wir stellen Ihre ganz persönliche Geschenkbox zusammen, passend zu Anlass, Geschmack und Budget. Für Unternehmen individualisieren wir die Packerl auf Wunsch mit Firmenlogo und persönlicher Grußbotschaft. Bei größeren Bestellungen übernehmen wir auch den Versand

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Restaurant

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In Andreas Döllerers vielfach ausgezeichneter Küchenlinie Alpine Cuisine spiegeln sich seine Liebe zu traditionellen Gerichten und deren moderner Interpretation ebenso wider wie seine Wertschätzung für regionale Produkte.

Seit 1909 ist das unkomplizierte, ursprüngliche und herzliche Wirtshaus ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Genießens. Hier schmeckt es einfach nach daheim.

MI–FR: 18.00–24.00 UHR

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DIE AKTUELLEN ÖFFNUNGSZEITEN A L L E R D Ö L L E R E R- B E T R I E B E F I N D E N S I E I M M E R U N T E R D O E L L E R E R . AT/ KO N TA K T- U N D - O E F F N U N G S Z E I T E N

Genießerhotel

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Im Vier-Sterne-Haus mit seinen 25 liebevoll eingerichteten, eleganten Studios und Suiten lässt es sich wohlfühlen.

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In Döllerers Weinhaus mit seiner Enoteca vereint sich die Liebe der Familie Döllerer zu Service, Wein und ihren Kunden aus Gastronomie und Hotellerie sowie privaten Wein- und Genussfans zu einem großen Ganzen.

Die venezianische Weinbar mit rundum verlaufender Weinbibliothek lädt Wein- und Genussfreunde zum Verkosten, Verweilen und Einkaufen ein. DI–D O: 10.00–18.00 UHR FR: 10.00–23.00 UHR SA: 9.00–13.00 UHR SO & MO: GESCHLOSSEN

D O E L L E R E R . AT

Weingroßhandel

shop.doellerer.at

Mit 117 Jahren Erfahrung in der Gastronomie und über 40 Jahren im Weinhandel ist die Familie Döllerer für Groß­ handelskunden ein kompetenter Partner in Sachen Wein, Getränke und Service.

E I N G E BU N G & G USTO K E N N E N K E I N E U H R Z E I T. R U N D U M D I E UHR ( W )EINK AUFEN.

SEIT 1909.


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