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Weinseller Nr. 25 2021 (GIF)

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Dezember 2021 Schweiz CHF 14.– Deutschland € 14.–

chandrakurt.com Aboservice werdwerlag.ch

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Chandra Kurt’s

WEINSELLER JOURNAL DER REPORT

Familie Riedel – 11 Generationen Glasmanufaktur

CHEF’S TABLE

Krug X Onion in Jaipur DAS WEINBUCH WEINSELLER 2022

Die besten Schaumweine

Romana Echensperger zu biodynamischem Wein


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EDITORIAL

WEINSELLER JOURNAL 25 | 2021

AUSGABE N° 25 | 2021

Ein neues Design, Schaumweine, Magnumflaschen, die Merlot-Traube und die Glasmanufaktur Riedel sind in dieser Ausgabe zentral, genauso wie Martin Walkers exklusive Weihnachtsgeschichte.

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nser neues Buch «Reisen mit Wein» ist erschienen – eine Sammlung von 21 Coverstorys des Weinseller Journals, die wir überarbeitet und angepasst haben. Über 500 Fotos und spannende Reportagen aus acht Ländern – von der Schweiz bis nach Argentinien.

Das ist nicht die einzige Neuigkeit. Wie jeden Herbst ist auch der neue «Weinseller» erschienen – inzwischen die 24. Ausgabe – und zwar in neuem Design. Einem Design, das sich auch im «Weinseller Journal» weiterzieht. Wir haben alles etwas aufgefrischt und klarer gestaltet. Natürlich hoffen wir sehr, dass es Ihnen genauso gefällt wie uns – und wie immer freuen wir uns auf Ihr Feedback. In dieser Ausgabe reisen wir zusammen nach Kufstein, wo die Familie Riedel die Geschichte der Weinglaskunst massgeblich geprägt hat. Kaum ein Weinkenner auf der Welt, der nicht den einen oder anderen Wein bereits aus einem RiedelGlas genossen hat – oder dies noch tun sollte. Ein Genuss war auch die Entdeckung des ZwiebelProjektes des ChampagnerHauses Krug, das wir im Kapitel «Chef’s Table» vorstellen. Etablierte Köche aus aller Welt haben Gerichte kreiert, die die Zwiebel als Basis haben und

entstanden ist eine farbenfrohe Pracht, die sich natürlich gut zu einem Glas Champagner geniessen lässt. Da ich generell gerne mit Zwiebeln koche, fand ich das natürlich besonders interessant. Ganz exklusiv in dieser Ausgabe: Star-Autor Martin Walker hat für uns ein spezielles Weihnachtsmärchen mit Bruno, Chef de Police, verfasst, das perfekt zum jetzigen Moment passt. Wir haben dies auch zum Anlass genommen, ihn in seinem Zuhause im Périgord zu besuchen und mit ihm über Wein, Essen und das Périgord zu philosophieren. Ich freue mich ausserordentlich, dass Sie die neue Ausgabe des Weinseller Journals in den Händen halten. Ihre Chandra Kurt

Und wie immer sind Kommentare und Anregungen willkommen auf: chandra@chandrakurt.com. Wir wünschen Ihnen ein gutes Quartal.

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MIT 5 GLASTYPEN ZUM PROFI Aller Anfang ist schwer – vor allem, wenn das Angebot so gross ist. Mit folgenden fünf Weinglastypen ist man nicht nur für die meisten Weinmomente gewappnet, sondern hat auch eine gute Basis, auf der weiter aufgebaut werden kann. Bei der Anzahl Gläser sollte man daran denken, wie viele Gäste man in der Regel zu Besuch hat. Ein guter Start sind sechs Gläser pro Sorte.

Burgunder-Glas – Vom Chardonnay zum Pinot Noir: Dieses bauchige Glas eignet sich, wie sein Name bereits verrät, hervorragend für die zwei klassischen Burgundersorten Chardonnay und Pinot Noir. Das bauchige Glas mit grosser Öffnung lässt das intensive Aroma der im Eichenfass gelagerten Chardonnays optimal zur Geltung kommen.

Bordeaux-Glas – Vom Cabernet Sauvignon zum Merlot: Diese Glasform verfügt über einen grossen Kelch, der so geformt ist, dass beim Trinken der Wein den gesamten Gaumen ausfüllt. Die Cabernet Sauvignon/ Merlot-Glasform gilt immer noch als die klassische Form für alle roten Rebsorten, wobei wichtig ist, dass sie einen hohen Gerbstoffgehalt besitzen – wie zum Beispiel auch Sangiovese, aus dem der Chianti Classico vinifiziert wird.

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DER REPORT

WEINSELLER JOURNAL 25 | 2021

Rosé und Süsswein: In diesem Glas können zwei spezielle Weingattungen serviert werden: einerseits der Rosé und andererseits der Süsswein.

Schaumwein-Glas: Neben der klassischen Flûte werden Champagner-Weingläser immer populärer. Ihre leicht bauchige Form trägt dazu bei, dass sich der Wein besser entfalten kann und man so die unterschiedlichen Aromen schöner erkennt.

Weisswein-Glas: Das klassische Weissweinglas ist etwas kleiner als das Bordeaux-Glas und eignet sich für eine Vielzahl an Sorten. Vom Sauvignon Blanc über den weissen Bordeaux bis hin zu einem Vermentino. Um die Düfte dieser eher aromatischen Weine einzufangen, braucht es ein eiförmig geformtes Glas mit kleinerem Mundranddurchmesser.

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Punkto Innovationen ist die Champagne ein Top-Terroir. Sei es in der Verpackung oder auch in der Produktelancierung. Folgende vier Schaumweine sind Botschafter für diese önologische Evolution.

Mit dieser einzigartigen, verspielten und bunten Kreation, die speziell für Veuve Clicquot entworfen wurde, verwöhnt die ikonische Künstlerin Yayoi Kusama aus Japan das Auge zahlreicher Champagnergeniesser.

ChampagnerEvolution — 84


WEINSELLER JOURNAL 25 | 2021

CHAMPAGNER-EVOLUTION

Bereits im Jahr 2006 gab Yayoi Kusama für eine Wohltätigkeitsauktion in Tokio einem Originalporträt von Madame Clicquot durch ihre berühmten Polka Dots ihre eigene Handschrift.

BOLLINGER B13 2013

KREATION YAYOI KUSAMA LA GRANDE DAME 2012 Ein limitierter Champagner, der nicht zu übersehen ist – wurde doch die Verpackung von niemand Geringerem als der gefeierten japanischen Künstlerin Yayoi Kusama entworfen, sozusagen von Grande Dame zu Grande Dame. Die prachtvolle bunte Blume symbolisiert lebhafte Energie, Liebe und die Lust am Leben. Die Polka Dots, das Markenzeichen der Künstlerin, symbolisieren in diesem Fall die Perlage des Champagners. Kusama hat zudem ein Werk für 100 nummerierte Magnumflaschen kreiert, das den VEUVECLICQUOT.COM

Namen «My Heart That Blooms in The Darkness of The Night» trägt und ein önologisches Sammlerstück ist. Es ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen ihr und Veuve Clicquot, zumal sie bereits 2006 ihren «Stempel» auf dem Porträt von Madame Clicquot Ponsardin, der Gründerin des bekannten Champagnerhauses, hinterlassen hat. Kollaborationen zwischen Künstlern und Champagnerbrands sind eine optisch willkommene Entwicklung, der keine Grenzen im Weg stehen.

Bollinger hat diese limitierte Abfüllung anlässlich des turbulenten 2013er Jahrgangs lanciert. Es war ein Jahrgang, der einen langen Winter mit viel Schnee und Frost beinhaltete, dann einen regnerischen Frühling, gefolgt von einem sehr heissen Sommer mit heftigen Gewittern. Bei solch schwierigen Wetterbedingungen ist es nicht immer sicher, dass auch ein Jahrgangschampagner vinifiziert werden kann, was für das önologische Können des bekannten Hauses spricht. B13 steht für Bollinger 2013 und besteht zu 92 % aus Grand-Cru- und zu 8 % aus PremierCru-Pinot-Noir, der sieben Jahre auf der Hefe reifte. Das Resultat ist ein frischer, präziser und saftiger Champagner mit Noten von Mandelcroissant, Pfirsich, kandierter Zitronenschale und Fleur de Sel. Er wird in einem zu 100 % recycelbaren Etui geliefert, das hauptsächlich aus recycelten Materialien besteht, um zu zeigen, dass das Engagement von Bollinger für die Umwelt über den Weinberg hinausgeht. Sammlerobjekt mit Zeitgeist. CHAMPAGNE-BOLLINGER.COM

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«I GOTTA PEELIN’»PROJEKT Krug, Zwiebeln, Indien und Starköche sind im Projekt «I Gotta Peelin’» vereint. Wir stellen zwei Rezepte daraus vor und tauchen auch etwas ins Krug-Universum ein.

KRUG X ONION IN JAIPUR — 130

Rezepte ________ Hiroyuki Kanda, Ciccio Sultano Fotos ________ WhiteDog KRUG.COM


CHEF’S TABLE

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en bekannten Champagnermarken haben wir Innovationen zu verdanken, die weit über den Geschmack des jeweiligen Champagners hinausgehen. Sie assemblieren die Globalität ihres Produkts mit individuellen Kreationen und Interpretationen von Meistern ihres Faches.

Jaipur, die Hauptstadt des Bundesstaates Rajasthan, ist ein idealer Ort, um die köstliche Küche Indiens zu entdecken.

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MERLOT – IM TESSIN ZU HAUSE

In der Schweiz werden knapp 15 000 Hektaren Reben kultiviert, was etwa der Hälfte der Champagne und 0,2 Prozent der globalen Rebfläche entspricht. Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen, in denen praktisch überall Reben anzutreffen sind – einmal etwas mehr und einmal etwas weniger. Der Kanton Tessin ist die Hochburg der Merlot-Traube.

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WEINSELLER JOURNAL 25 | 2021

THE GRAPE

Keine andere Region der Schweiz ist so bekannt für Merlot wie das Tessin. Hier wird daraus nicht nur köstlicher Rotwein vinifiziert, sondern auch Rosé, Weiss- und Schaumwein, ganz zu schweigen vom Grappa di Merlot. Illustration ________ Pierre Corboz

A

uch wenn die Schweiz ein kleines Weinland ist, so ist sie doch ein unglaublich vielseitiges. In allen Landesteilen wird Wein produziert, der einen eigenen Stil hat und eng mit seiner Herkunftskultur verbunden ist. Die mediterranste Region ist das Tessin, deren Hauptsorte Merlot ihre Wurzeln in Amerika hat. Das war allerdings nicht immer so, zumindest bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nicht. Damals zerstörte die Reblaus den grössten Teil der Rebflächen – auch in der Schweiz. 1897 tauchte sie erstmals im Tessin auf und legte sozusagen den ganzen Weinbau lahm. Mit dem Wiederaufbau der Weinindustrie wurde ein junger Naturwissenschaftler namens Alderige Fantuzzi beauftragt, der mit dem Aufpfropfen von Merlot auf Reblaus-resistente amerikanische Unterlagsreben begann. Die Neupflanzungen waren so erfolgreich, dass diese

rote Traube auch heute noch die Hauptsorte des Kantons ist. Rund 83 Prozent der 1122 Hektaren Rebfläche sind nach wie vor mit Merlot bestockt. In keiner anderen Weinregion der Schweiz kann eine derartige Vielfalt an Merlotweinen entdeckt werden wie im südlichsten Kanton des Landes. Vom frischen Weisswein über den fruchtigen Roten bis zum komplexen Barriquewein. Das Tessin wird durch den Monte Ceneri in zwei grosse Weinbauregionen unterteilt, das nördliche Sopraceneri und das südliche Sottoceneri. Die Weinrebe findet man im ganzen Tessin, von Chiasso bis zum Gotthardpass. Mit viel Engagement kultivieren die über 3600 Winzer oftmals ganz kleine Landparzellen, die ursprünglich für den Waldbau bestimmt waren und sich an steilen Hängen befinden. Es ist ein fast heroischer Weinbau, der an ähnliche Regionen aus dem italienischen Alpengebiet erinnert, wie etwa das Valtellina, das Alto Adige oder das Valle d’Aosta. In all diesen Regionen gelang es den Winzern

durch enorme Anstrengung, Weine zu kultivieren. Persönlich bin ich immer wieder fasziniert, wie unterschiedlich dieselbe Traube schmecken kann. Denn jeder Winzer interpretiert sie anders und jeder Bodentyp hinterlässt andere aromatische Spuren. Vergleicht man die einzelnen Abfüllungen untereinander, könnten die Unterschiede nicht grösser sein. Die Aromen variieren von lieblich-beerig über gerbstoffreich-trocken zu barock-voluminös. Meist entdeckt man in einem Merlot Aromen von Erdbeerkompott, etwas Pfeffer und Schokolade. Kulinarisch ist Merlot ein sehr dankbarer Partner. Er passt zu einem Risotto, Pilzgerichten, reifem Alpkäse, Polenta mit Käse, Kaninchen und vielem mehr. Glücklicherweise ist das Tessin sehr stolz auf seine Weinkultur und so findet man in jedem Restaurant und Grotto eine Auswahl an Merlot-Weinen, die, wie erwähnt, auch weiss, rosa

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