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ThunerseeLiebi_Herbst_2026_Vorschau

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Thunersee

3 / HERBST 2026 / CHF 14.–

Liebi

SEELIEBE DIE GÄNSE VOM AAREKANAL PERSÖNLICHKEITEN ESTHER PAUCHARD GANZ PERSÖNLICH

NATUR UND OUTDOOR AUF DER HIRSCHPIRSCH MIT HANSPETER LATOUR UND ROLF EICHER

Entdecken,

was bleibt


IHRE HOTELGRUPPE AM THUNERSEE

WO MAN SICH ZU HAUSE FÜHLT Erleben Sie Ihren Kurzurlaub für Körper und Geist mit den Day Spa Angeboten der Hauenstein Hotels.

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EDITORIAL

Liebe

Leserin, lieber Leser Highlights Plötzlich ist er da: der Herbst. Die Winterjacke wandert vom Estrich zurück in die Garderobe. Nebel, Regen, kürzere Tage. Er ist wie ein guter Regisseur: Wir wissen nie genau, was als Nächstes kommt. Im Auto liegen Flipflops neben dem Eiskratzer, und plötzlich stehen überall Kürbisse. Niemand weiss so recht, wie das passiert ist. Vielleicht mag ich den Herbst genau deshalb so. Er nimmt Tempo aus dem Alltag. Während die Eichhörnchen Vorräte sammeln, sammeln wir Geschichten. Geschichten von Menschen, die berühren. Zum Beispiel Esther Pauchard. Bei einer Tasse Minztee erzählt sie vom Standhalten und davon, warum wir gerade dort wachsen, wo es im Leben «häscheret». Ein Gespräch, das mir lange in Erinnerung bleiben wird.

Ein Fischerhüttli am Thunersee. Ein Ferrari mit Holzstuhl. Beat «Fisch» Hofer erzählt aus seinem Leben. Er erzählt von Erinnerungen, seinem Bruder Polo und nächtlichen Witzen. Ein Leben, das man nicht erfinden könnte.

Oder Beat «Fisch» Hofer. Zwischen Fischerhüttli, Erinnerungen an seinen Bruder Polo Hofer, einem Ferrari mit Holzstuhl und einer guten Portion Selbstironie erzählt er aus seinem Leben. Ich habe viel gelacht – und manchmal auch kurz geschluckt. Am Thunersee haben aber auch die tierischen Bewohner ihren grossen Auftritt. Wir begleiten Hanspeter Latour und Rolf Eicher auf Hirschpirsch, schauen Imkerin Stephanie Bürgy über die Schultern, während 50 000 Bienen flüssiges Gold produzieren, beobachten die Gänse am Aarekanal und entdecken, dass hinter einem Kaninchen weit mehr steckt als zwei lange Ohren und ein flauschiges Fell.

50 000 Bienen, eine Königin und flüssiges Gold: Imkerin Stephanie Bürgy zeigt, warum Honig weit mehr ist als ein süsser Brotaufstrich. Wir werfen einen faszinierenden Blick in den Bienenstock, wo jedes Detail seinen Platz hat.

Diese Ausgabe wäre ohne all die Menschen, die uns ihre Türen geöffnet, ihre Zeit geschenkt und ihre Geschichten anvertraut haben, nicht dieselbe. Dafür sagen wir von Herzen: Danke. Wir wünschen Ihnen einen Herbst voller Farben und kleiner Entdeckungen. Und falls draussen der Nebel einmal gar dicht wird – zwischen diesen Seiten ist die Sicht garantiert besser.

Maria-Theresia Zwyssig Leitung Redaktion Weber Verlag AG, Thun/Gwatt

Manche Momente dauern nur einen Augenblick. Amelia Gattlen hält sie mit ihrer Kamera fest – eindrücklich, stimmungsvoll und mit viel Gespür für das besondere Licht. Bilder, die zum Innehalten und Staunen einladen.

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GOURMET

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Thunersee Natur & Outdoor: Latour mit Eicher, im Tal der Stille Architektur: Das Clubhaus am See Seeliebe: Die Weissenau und der obere Thunersee – ein Rückzugsort für Mensch und Tier Tierwelten: Mehr als Küngel: wie ein Verein Tradition bewahrt Tradition: Der Täggelibock – 100 Jahre Tägg, Tägg, Tägg Fotografie rund um den Thunersee: Momente im Fokus Kraftorte: Vom Harder Kulm über den Thunersee Geschichte: Tourismus-Marketing in Thun … im Fin de Siècle

Persönlichkeiten Esther Pauchard: Ein Gespräch, das bleibt Beat Hofer: Fisch, Ferrari und Geschichten aus dem Leben

Genuss & Heilen Food-Report: Apéro – die schönste Jahreszeit. Mit Liebe produziert: Die Bienenkönigin Geniessen ab Hof: Angusbeef aus Seftigen Gesundheit: Auf guten Sohlen

Kunst & Handwerk Der Kunsttäter zwischen Graffiti und Bergwelt Stich für Stich – Kunstwerke aus Nadel und Faden Basteln: Herbstzeit ist Apfelzeit Basteln: Apfel stricken als Schnurspender Basteln: Apfelgelee-Leckereien – für gross und klein

Literatur Lesen macht glücklich! Buchtipps von Lucie Schmid Bärndütsch: Friejer ischt mu Poscht am Aben ga reichen

Kreuzworträtsel Gute Adressen Veranstaltungen Was bleibt? & Impressum

Publireportage Auserlesen. Abwechslungsreich. Genussvoll.


Latour mit Eicher, im Tal der Stille Text und Bilder: Rolf Eicher

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NATUR & OUTDOOR GOURMET

Das Telefon klingelt, am anderen Ende mein guter Freund Hanspeter Latour. Sofort erzählt er von seinem grossen Wunsch: ein perfektes Bild vom grössten bejagbaren Tier der Schweiz, dem Rothirsch. «Hast du morgen Zeit, mit mir ins Justistal auf die Pirsch zu kommen?» Er brauche noch eines für seine Vorträge über die Biodiversität.

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Der Mond dominiert den Himmel und schwebt eindrucksvoll über dem Gebirgskamm.

Erstes Morgenlicht fällt auf die Felslandschaft vom hinteren Teil des Sigriswilergrates.

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NATUR & OUTDOOR

Morgendliche Wildbeobachtung mit Hanspeter Latour.

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Faszination Justistal Warum gerade im Tal der Stille, dem Justistal? Dieser Ort ist einer von zwei Brunftplätzen des Rotwildes in unserer Region. Die Brunft (Paarungszeit) beginnt Mitte September und dauert circa einen Monat. Am beeindruckendsten ist es in der Dämmerung, morgens oder abends. Ich selbst war vor einiger Zeit im selben Jahr vierundzwanzig Mal zu jeder Tag- und Nachtzeit im Tal, um dieses einzigartige Schauspiel zu erleben und vor allem zu hören. In der Finsternis kann das laute Röhren der Hirsche auch sehr beängstigend sein, obschon wir nichts zu befürchten haben. Dieses Erlebnis ist eine Reise ins Tal der Stille wert. Für mich ist dieser Ort einzigartig. Die Strasse führt von Sigriswil nach Beatenberg. Ungefähr auf halbem Weg, im Grön, ist die Abzweigung ins Justistal. Oberhalb des Grön, beim Püfel, öffnet sich das etwa 7,5 km lange Tal mit Sicht bis zur Sichel, dem Passübergang ins Eriz. Es wird getrennt durch den Grönbach, der schleichend daherkommt und in Merligen in den Thunersee fliesst. Hoch oben zeigen sich rechts der Sigriswilergrat, links der Güggisgrat.

Was ist die Faszination an diesem Tal, einem Ort, der zum Nachdenken einlädt? Die Stille, die Weite, die Gegebenheit, die beiden Grate mit verschiedenen Ecken und Kanten, zuhinterst die Sichel, der Übergang ins Eriz in Richtung Emmental. Ein Übergang, der für jeden Wanderer überwindbar ist. Hier ist man nicht dem Alltagsstress ausgesetzt, im Gegenteil, es geht auch ohne Smartphone und ohne Post in den Sozialen Medien, einfach die Zeit geniessen. Den Rucksack gepackt mit einem kleinen Imbiss und einem warmen Getränk, je nach Wetter mit guter, warmer Kleidung und einer Gesässunterlage. Wenn möglich ein Fernglas und eine gute Fotokamera mit einem lichtstarken Objektiv. Wenn dies nicht vorhanden ist, bricht die Welt nicht zusammen. Hauptsache, man geht und geniesst die Momente in diesem einzigartigen Tal.

Ein verhängnisvolles Telefonat Nun zurück zu meinem Freund. Am Telefon fragte er mich noch nach meiner Meinung, er wolle von zuhause im Eriz über die Sichel ins Justistal wandern, das wäre doch was. Ich habe ihm zögernd abgeraten, in seinem fortgeschrittenen Alter sei dies schon ein sehr weiter Fussmarsch, zudem noch alleine, mit Fernglas und Fotokamera. Nichtsahnend klingelte am folgenden Tag erneut das Natel. Latour. «Weisst du, wo ich bin? Ich steige gerade in Merligen in den Bus nach Thun». Er habe sich

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eider musste ich dem euphorischen Latour eine Absage erteilen, schliesslich bin ich noch berufstätig. Ich versprach ihm aber, in nächster Zeit einen Tag für dieses besondere Bild einzuplanen.

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ARCHITEK TUR

Das

Clubhaus am See Text: Corinne Kneubühler P Bilder: zvg

Direkt am Ufer des Thunersees, mit dem Beatenberg und dem Niederhorn auf der einen, der Därliggrat auf der anderen Seite, liegt der Golfplatz des Golfclubs Interlaken-Unterseen. Im Juni wurde hier die Eröffnung des neuen Clubhauses gefeiert.

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ARCHITEK TUR

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GOURMET

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THUNERSEE-PERSÖNLICHKEITEN

Esther Pauchard: Ein Gespräch, das bleibt Text: Maria-Theresia Zwyssig Bilder: Miriam Kolmann

Noch auf dem Heimweg bestelle ich ihre beiden Sachbücher. Ich höre Interviews und schaue TVAuftritte. Ein Klick führt zum nächsten. Über die Psychiaterin, Psychotherapeutin, Krimiautorin und Referentin wurde schon vieles geschrieben. Man kennt ihre Bücher, ihre Haltung, ihre pointierten Aussagen. Aber wer ist die Frau hinter all dem? Ich frage sie nach einem Gespräch. Sie sagt ja.

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ennen Sie Menschen, denen man stundenlang zuhören könnte? Bei Esther Pauchard passiert genau das. Nicht, weil sie laut ist oder mit Fachbegriffen jongliert. Sondern weil sie erzählen kann. So, dass ein Satz hängen bleibt. Einer, der einem noch einfällt, wenn man längst wieder auf dem Heimweg ist. Zum ersten Mal begegne ich ihr an einem Vortrag. Der Saal ist bis auf den letzten Platz besetzt. Esther Pauchard tritt ans Rednerpult – ruhig, unaufgeregt, mit einer Präsenz, die keine grossen Gesten braucht. Mit ihrer warmen Stimme spricht sie über Resilienz. Über das Leben. Darüber, dass wir gerade dort wachsen, wo es unbequem wird. Dann erwischte es

mich kalt: «Dert wos häscheret im Läbe, dert lehre mir öpis derzue.» Pause. Keine inszenierte Pause. Eher eine Einladung, den Gedanken wirken zu lassen. Manchmal genügt ein einziger Satz, um Dinge zurechtzurücken. Für mich war das so einer.

Ein paar Wochen später stehe ich vor ihrem Haus in Thun. Es liegt etwas versteckt, eingerahmt von Sträuchern, Rasen, Garten. Mein Blick bleibt sofort an einem kleinen Gartenhäuschen hängen. Unscheinbar steht es da. Gerne möchte ich einen Blick hineinwerfen. Die Haustüre öffnet sich. «Hoi Thesi, chum ine. Exgüse für ds Schueh-Chaos. Es isch e läbigs Huus.» Noch bevor ich antworten kann, huscht eine Katze elegant die Treppe hinauf.

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Dieses Porträt erzählt von einem gemeinsamen Vormittag. Zwischen frischem Minztee, viel Humor und klugen Gedanken entsteht ein Gespräch über das Schreiben, das Menschsein und die Frage, wie wir auch standhalten, wenn es im Leben einmal «häscheret».

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Kleine Schnauze, grosse Neugier – selbst Stroh wird zum spannenden Snack.

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TIERWELTEN

Mehr als

Küngel:

wie ein Verein

Tradition bewahrt

Text: Laura Spielmann P Bilder: Maria-Theresia Zwyssig

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Mit Blick auf See und Stockhorn hoppeln sie durch den Stall: Kaninchen verschiedener Rassen und Grössen. Die Kaninchenzucht ist weit mehr als nur ein Zeitvertreib, verbindet sie doch Menschen aus der Region und schafft Begegnungen. So wird eine immer seltener werdende Tradition bewahrt.

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FOOD-REPORT

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FOOD-REPORT

Apéro – die schönste

Jahreszeit Text: Blanca Bürgisser, Alain Diezig, Samuel Krähenbühl, Aline Veugel, Annette Weber-Hadorn, Maria-Theresia Zwyssig Bilder: Autoren und Autorinnen, iStock

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mtrunk gibts auch anderswo, aber wohl nirgendwo sonst ist das gesellige Beisammensein bei Häppchen und Getränken so tief in der Kultur verankert wie in der Schweiz: Der Apéro bringt Fremde und Freunde gleichermassen zusammen und ins Gespräch. Manchmal, etwa bei Hochzeiten, steht er am Anfang und markiert den angemessenen Beginn der Festivitäten. Manchmal, wie bei der GV und anderen Sitzungen, steht er am Schluss und läutet den innig ersehnten sozialen Teil des Anlasses ein. Manchmal gönnt man sich einen über Mittag, denn die Gelegenheit ist günstig und eine kleine Abwechslung vom grauen Alltag hat noch niemandem geschadet. Und manchmal ersetzt der Apéro auch Frühstück, Mittagsmahl oder Abendessen – oder gleich alle drei zusammen.

Die Schweiz wird bekanntermassen als Willensnation betrachtet, und auf derselben Grundlage beruht auch die Institution des Apéro. Wo immer sich Menschen guten Willens mit mindestens ein paar Nüssen oder Salzstangen und ein paar Flaschen Mineralwasser oder Bier einfinden, dort ist der Apéro, zu dem man sich gerne gesellen kann – sei es, um jemanden näher kennenzulernen, oder bestehende Beziehungen zu vertiefen. Die integrative Kraft des Apéro erstreckt sich übrigens auch auf die kulinarische Komponente, die weit über Fertigprodukte aus der Tüte hinausgeht und – wie sich auf den folgenden Seiten zeigen wird – oft mit grosser Sorgfalt zusammengestellt ist. Was immer sich auf einem Tellerchen mit einem Glas Wein balancieren lässt, ist willkommen: Von Avocado-Dips bis Ziegenkäse ist alles möglich. In der vollendeten Form des «Apéro riche» kann es der Apéro gar mit einem vollwertigen Restaurant-Menü aufnehmen. Wir versichern Ihnen also, dass wir sie hier nicht mit Nüssli und Chips abspeisen. Stattdessen laden wir Sie ein zu diversen Apéros rund um den Thunersee, bei denen für jeden Geschmack und jeden Anlass etwas dabei ist.

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Regen oder Sonnenschein, Vormittag oder spät am Abend, Beförderung, Geburtstag oder Hochzeit, zu Lande, zu Wasser und in der Luft – es ist immer Zeit und Gelegenheit für den Schweizer Nationalsport, das gepflegte Aperölen!

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MIT LIEBE PRODUZIERT

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Bienenkönigin Text: Corinne Kneubühler P Bilder: S. Bürgy

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Frohes Wimmeln auf der Wabe von Imkerin Stephanie Bürgy.

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GOURMET

Der Täggelibock auf dem Weg in die Werft: Von der Eisenbahnbrücke in Interlaken aus bietet sich ein seltener Blick auf das traditionsreiche Schiff.

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TRADITION

Der Täggelibock – 100 Jahre Tägg, Tägg, Tägg Aus einem gesunkenen Ledischiff wurde ein schwimmendes Pfadiheim. Seit fast sechs Jahrzehnten fährt der Täggelibock über den Brienzersee – getragen von Freiwilligen, geprägt von der Pfadibewegung und angetrieben von einem legendären Benz-Motor aus dem Jahr 1926. Nun feiert das Herzstück des Schiffes seinen 100. Geburtstag.

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Bilder: Maria-Theresia Zwyssig, zvg

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Text: Samuel Krähenbühl

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Das Stockhorn liegt unter violettem Himmel. 22 92


FOTOGRAFIE RUND UM DEN THUNERSEE

Momente im Fokus Text: Maria-Theresia Zwyssig P Bilder: Amelia Gattlen

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GOURMET FOTOGRAFIE RUND UM DEN THUNERSEE

Wenn das Herbstlicht die Berge beleuchtet oder die Wellen an den Klippen im hohen Norden brechen, ist Amelia Gattlen oft mit der Kamera unterwegs. Die Thuner Fotografin verbindet ihre Liebe zum Reisen mit der Leidenschaft, besondere Stimmungen und einzigartige Landschaften festzuhalten.

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ie Fotografie begleitet Amelia Gattlen schon seit vielen Jahren. Aufgewachsen am Bielersee und später in Spiez am Thunersee, lebt die 43-Jährige heute in Thun. Beruflich ist sie seit zwei Jahrzehnten im kaufmännischen Bereich tätig, ihre grosse Leidenschaft gehört jedoch der Kamera und dem Entdecken besonderer Momente.

Wenn Reisen zur Inspiration werden Die Begeisterung für die Fotografie entstand auf Reisen. Schon als Jugendliche zog es sie in die Ferne, um neue Länder, Landschaften und Kulturen kennenzulernen. Zunächst hielt sie ihre Eindrücke mit einer kleinen Digitalkamera fest. Mit 29 Jahren erfüllte sie sich schliesslich den Wunsch nach einer Systemkamera mit Wechselobjektiv – ein Schritt, der ihre fotografische Entwicklung nachhaltig prägen sollte. Von da an war die Kamera auf ihren Reisen stets dabei und wurde zur treuen Begleiterin bei unzähligen Abenteuern rund um den Globus. Während andere Souvenirs sammelten, brachte Amelia oft vor allem eines nach Hause: Speicherkarten voller Erinnerungen. Vom Schnappschuss zur Leidenschaft Lange Zeit standen Erinnerungsbilder im Vordergrund. Erst während der Corona-Pandemie begann

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Das Blatt zeigt an den Rändern bereits herbstlich braune Verfärbungen.

Amelia Gattlen, sich intensiv mit den technischen und gestalterischen Aspekten der Fotografie auseinanderzusetzen. Sie vertiefte sich in Themen wie Licht, Blende, ISO und Verschlusszeit, studierte Fachvideos und experimentierte mit grosser Neugier selbst. Aus einem schönen Hobby entwickelte sich Schritt für Schritt eine echte Leidenschaft. Mit wachsendem Wissen über die Fotografie wuchs auch die Ausrüstung. Was einst in eine kleine Kameratasche passte, benötigt heute einen stattlichen Fotorucksack – sehr zum Leidwesen der Schultern, aber zur Freude der Fotografin.

Das Berner Oberland als Bühne für besondere Momente Obwohl ihre Reisen sie immer wieder in die Ferne führen, findet Amelia Gattlen auch direkt vor der Haustüre unzählige Motive. Das Berner Oberland mit seinen imposanten Berglandschaften, klaren Seen, stimmungsvollen Lichtverhältnissen und dem ständig wechselnden Wetter bietet ihr eine faszinierende fotografische Kulisse. Gerade diese Vielfalt macht für sie den besonderen Reiz der Region aus. Vom ersten Sonnenlicht an den Gipfeln bis zu mystischen Nebelschwaden über dem Thunersee bietet sich fast täglich ein neues Schauspiel. Wer hier fotografiert, lernt schnell, dass WetterApps zwar hilfreich sind – die Natur sich aber nicht


GOURMET

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Das Wasser liegt im Herbstlicht und die Kirche thront auf dem Hügel in der goldigen Sonne.

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GESUNDHEIT

Auf guten Sohlen Text: Blanca Bürgisser

Bilder: Maria-Theresia Zwyssig

Unsere Füsse tragen uns durch das Leben und doch schenken wir ihnen oft nur wenig Beachtung. Ganz anders sieht das bei den Orthopädieschuhmacher:innen Anna und Andreas Graber aus. In ihrem Geschäft in Thun helfen sie Menschen, schmerzfrei und stabil unterwegs zu sein.

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ndreas Graber liegt das Schusterhandwerk im Blut. Bereits in vierter Generation führt er zusammen mit seiner Frau Anna die Graber Orthotech GmbH in Thun. Gegründet hat das Unternehmen Andreas’ Urgrossvater Jakob 1920 in Sigriswil. Damals war der Schuhmacher-Beruf noch viel verbreiteter als heute. Durch den Ausbruch des 1. Weltkriegs stieg die Nachfrage nach Schuhmachern, denn die Soldaten benötigten gutes Schuhwerk. Deshalb wurden Schuhmacher auch nicht in die Armee eingezogen. Nach Ende des Krieges und der Industrialisierung sanken die Aufträge für Schuhmacher wieder.

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Trotzdem gelang es Jakob Graber, das Geschäft erfolgreich weiterzuführen und so übergab er 1947 den Betrieb an seinen Sohn Ernst, der sich zum Schuhmachermeister weiterbildete. 1977 eröffnete Ernst junior, Andreas’ Vater, sein Geschäft in Thun und bildete sich 1982 zum Orthopädieschuhmachermeister (OSM) weiter. Heute arbeiten im Betrieb neben Anna und Andreas, der auch OSM ist, ein weiterer Orthopädieschuhmacher, ein Lernender sowie jemand am Empfang. Seit 2002 gibt es nebst Schuhmacher EFZ auch die vierjährige Ausbildung zur Orthopädieschuhmacherin EFZ. Graber Orthotech bietet alle drei bis vier Jahre eine entsprechende Lehrstelle an.


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Durch das Abtasten der Füsse erkennt Andreas Graber wichtige Details über den Zustand der Füsse.

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Durch Stickereien kann jedes Kleidungsstück personalisiert und dem persönlichen Stil angepasst werden.

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KUNST & HANDWERK

Text: Sophie Souvignier P Bilder: Maria-Theresia Zwyssig, Sophie Souvignier

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Stich für Stich – Kunstwerke aus Nadel und Faden

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Handarbeit ist wieder voll im Trend – auch bei den Jüngeren. Stricken, Häkeln und Sticken werden zum künstlerischen Zeitvertreib und ihre Produkte zu stolzen Beispielen für das eigene Schaffen. Die Motive sind dabei so vielseitig wie bunt und häufig auch mit einer persönlichen Note versehen.

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Was bleibt? Impressum Herausgeberin und Verlagsleitung: Annette Weber-Hadorn, Weber Verlag AG

Tierwelt «Ich finde es fasz inierend, dass sich der gesa mte Stammbaum auf ein einz iges Gänsepaar zurückfü hren lässt.» Samuel Krähenbühl, Redaktor

Konzept, Realisation: Weber Verlag AG, Gwattstrasse 144, 3645 Gwatt, Tel. 033 336 55 55, Fax 033 336 55 56, www.thunersee-liebi.ch, mail@thunersee-liebi.ch Projektleitung: Maria-Theresia Zwyssig, m.zwyssig@weberverlag.ch Inserate: Fabienne Righetti, f.righetti@weberverlag.ch Maria-Theresia Zwyssig, m.zwyssig@weberverlag.ch Autor:innen: Steffan Biffiger, Sonja Berger, Blanca Bürgisser, Alain Diezig, Rolf Eicher, Andreas Feuz, Andrea Fischbacher, Dr. Jon Keller, Corinne Kneubühler, Nina Ruosch, Samuel Krähenbühl, Lucie Schmid, Sophie Souvignier, Laura Spielmann, Konrad Venetz, Aline Veugel, Anna Wingeier, Maria-Theresia Zwyssig Titelbild: Amelia Gattlen

Persönlichkeit

Fotos: Sonja Berger, Stephanie Bürgy, Blanca Bürgisser, Nicole de Weck, Alain Diezig, Rolf Eicher, Andrea Fischbacher, Amelia Gattlen, Gerber & Brechbühl, Luisa Habegger, Corinne Kneubühler, Miriam Kolmann, Samuel Krähenbühl, Nina Ruosch, Herbert Siegenthaler, Aline Veugel, Annette Weber-Hadorn, Anna Wingeier, Maria-Theresia Zwyssig

«Mich hat berührt, wie zufrieden Beat Hofer mit seinem einfachen Leben wirkt. Seine Geschichte erinnert mich daran, dass Glück für jeden anders aussieht – und genau das macht es so schön.»

Layout und Grafik: Nina Ruosch, Aline Veugel,

Corinne Kneubühler, Redaktorin

Bildbearbeitung: Adrian Aellig Lektorat: Sophie Souvignier, Blanca Bürgisser, Corinne Kneubühler Korrektorat: Konrad Venetz Erscheinungsweise: 4 × jährlich

Augenblicke

elia «M ich faszin ier t, wie Am und n ise Gattlen auf ihren Re r me im d im Berner Oberlan gen un mm Sti wieder besondere gt, zei te ich ein fän gt. Ihre Gesch ier ug Ne da ss Leidenscha ft, Bilder und Gedu ld oft die besten entstehen lassen.» Aline Veugel, Ge stalter in

Verteilung: Abonnenten, Kiosk, Anwohner um den Thunersee, KKK 1&2, VIPs, Geschäfte, Arztpraxen Abonnementspreise: 1 Jahr mit 4 Ausgaben CHF 48.– (inkl. 2,5 % MwSt.); 2 Jahre mit 8 Ausgaben CHF 89.– (inkl. 2,5 % MwSt.) ISSN-Nummer: 2296-8504 Nächste Ausgabe: Anfang Dezember 2026 Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen ist verboten. Kontakt/Aboservice: Tel. 033 336 55 55, Fax 033 336 55 56 oder abo@weberverlag.ch, www.thunersee-liebi.ch

Wir sagen Danke fürs Mitlesen und wünschen Ihnen einen farbenfrohen Herbst. Die Winterausgabe 04/2026 der ThunerseeLiebi erscheint Anfang Dezember.

Seeliebe P Tierwelten P Natur & Outdoor P Thunersee-Persönlichkeiten P Naturheilkunde P Mit Liebe produziert P Geniessen ab Hof P Kunst und Handwerk aus der Region P Geschichte 30 146


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PAUCHARD & ZWYSSIG Gespräche an der langen Leine

Zwei Frauen. Zwei Perspektiven. Ein Thema – und kein Blatt vor dem Mund.

WEITERE SENDUNGEN AUF niesenwelle.ch

Die Psychiaterin, Ärztin und Autorin Esther Pauchard und die Abenteurerin und Redaktorin Maria-Theresia Zwyssig sprechen über das, was uns bewegt: Multitasking-Märchen, Mut, Scheitern, Freiheit, Reisen und das Älter werden. Ehrliche Gespräche mit Tiefgang, manchmal unbequem – und gerade deshalb so spannend.

Hier geht’s zur Sendung:

GESCHICHTEN, DIE BLEIBEN


Rainbow Collection FRIEDEN

Wir bringen die Uhren- und Schmucktrends nach Thun

BLÄUER · Bälliz 40 · Thun · 033 223 21 66 · info@blaeuerag.ch · www.blaeuer-uhren.ch FRIEDEN · Obere Hauptgasse 37 · Thun · 033 222 28 77 · info@frieden.ch · www.frieden.ch


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