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Du bist nicht allein, kleiner Aletschfloh (Kurzvorschau)

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ISBN 978-3-85932-990-4 Werd & Weber Verlag AG CH-3645 Thun/Gwatt www.weberverlag.ch

DU BIST NICHT ALLEIN, KLEINER ALETSCHFLOH    Beat Hugi  Karin Widmer

Der Grosse Aletschgletscher schwitzt. Eben hat das Schmelzwasser die Wohnung des kleinen Aletschflohs weggespült. Das beobachtet der Distelfalter, ein bunter Bewohner rund um das ewige Eis. Er verspricht dem Aletschfloh, sich mit Tieren und Pflanzen zu beraten. Die Bildergeschichte für Menschen ab 4 Jahren spielt im Unesco-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch. Sie handelt von der Suche nach dem grossen Glück, von Freundschaften, Solidarität, dem Wandel der Welt und des Klimas. Die Themen Alpenraum, Klima und sorgfältiger Umgang mit der Natur werden für die Erzählenden in einem zweiten Teil vertieft. Dazu gibt es Tipps für Ausflüge ins Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch – Informationen, die auch im Schulunterricht und für den nächsten Familienausflug dienlich sind.

Beat Hugi Karin Widmer


Beat Hugi  Karin Widmer


Alle Angaben in diesem Buch wurden von den Autoren nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und von ihnen und dem Verlag mit Sorgfalt geprüft. Inhaltliche Fehler sind dennoch nicht auszuschliessen. Daher erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Weder die Autoren noch der Verlag übernehmen die Verantwortung für etwaige Unstimmigkeiten. Alle Rechte vorbehalten, einschliesslich des auszugsweisen Abdrucks und der elektronischen W ­ iedergabe. ©  2019 Werd & Weber Verlag AG, Gwattstrasse 144, 3645 Thun/Gwatt Herausgeberin: Managementzentrum UNESCO-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch (SAJA), Bahnhofstrasse 9a, 3904 Naters, www.jungfraualetsch.ch Redaktion: Janosch Hugi, Beat Hugi Konzept und Texte: Beat Hugi, Janosch Hugi, UNESCO-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch (SAJA) Illustrationen: Karin Widmer Lektorat / Korrektorat: Madeleine Hadorn, Karin Büchler Satz und Layout: Karin Widmer, Beat Hugi, Stefan Zimmerli, Dominic Siegrist Fotos: Janosch Hugi, Raphael Schmid, UNESCO-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch (SAJA) Übersetzung der französischen Ausgabe: Paule Valiquer ISBN 978-3-85932-990-4 Der Verlag Werd & Weber wird vom Bundesamt für Kultur mit einem Strukturbeitrag für die Jahre 2016 bis 2020 unterstützt.

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Das ist der Grosse Aletschgletscher. Er liegt in den Schweizer Alpen. Im Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch. Er ist der längste Gletscher in den Alpen. Der Gletscher ist aus Eis. Bis zu 900 Meter dick! Das Eis ist gefrorenes Wasser. Bis heute nennen es die grossen Menschen «ewiges Eis». Der Gletscher ist viele tausend Jahre alt. Älter als die Grosseltern. Älter als die Urgrosseltern. Ewig eben. Aber: Der Aletschgletscher wird jedes Jahr ein bisschen kürzer. Er schwitzt. Er schmilzt wie seit langem nicht mehr. Warum schmilzt der Gletscher? Was bedeutet das für die vielen kleinen schwarzen Punkte auf dem Eis des Gletschers? Was sind das überhaupt für schwarze Punkte? Davon handelt diese Bildergeschichte. Dieses Buch. Von einem dieser schwarzen Punkte, seinen besten Freunden, vom ewigen Eis und von der erfolgreichen Suche nach dem grossen Glück.


Diese kleinen schwarzen Punkte kennen nur wenige Menschen, die sich speziell dafür interessieren. Weil die schwarzen Punkte winzig klein sind. Weil sie von blossem Auge kaum zu sehen sind. Die kleinen Punkte sind winzig kleine Gletscherflöhe. Sie leben auf dem Eis des Gletschers. Sie leben hier, wo das Leben für alle andern zu kalt ist. Viel zu kalt. Kälter als im Kühlschrank. Wie in einer Tiefkühltruhe. Das lieben, das brauchen die Gletscherflöhe. Genauso wie der kleine Aletschfloh. Er lebt auf dem Eis des Gletschers. Er liebt die Kälte des gefrorenen Wassers. Schmilzt das Eis, fliesst es als Wasser weg. Wie der Schnee in der Frühlingssonne. Deshalb sucht der kleine Aletschfloh auf dem Gletscher nach einem Ausweg. Nach Hilfe. Ohne Eis verschwindet nicht nur der Gletscher. Ohne Eis kann auch der kleine Aletschfloh hier nicht mehr weiterleben. Das macht ihn sehr traurig. Das nimmt ihm den Schnauf. Das macht ihm Angst.


Brrrrr, ist das kalt hier. Da frieren mir ja die Füsse weg, sagt der Distelfalter kurz nach der Landung auf dem Gletschereis. Er lebt nicht auf dem Gletscher. Dort ist es ihm viel zu kalt. Aber er liebt im Sommer die Berge, Wiesen und Wälder um den Gletscher herum, die Landschaft, die saubere Luft hier. Er hat die kleinen Pünktchen auf dem Gletscher beim Vorbeifliegen früher schon entdeckt. Jetzt ist ihm ganz und gar nicht egal, dass der kleine Aletschfloh traurig ist. Was ist denn los, kleiner Aletschfloh?, fragt der Distelfalter.


Gestern hat das Schmelzwasser unsere neue Wohnung weggeschwemmt, antwortet der kleine Aletschfloh. Er schnieft und wischt sich die Tränen aus den Augen. Hörst du, wie der Gletscher stöhnt? Es ist ihm nicht recht, dass das Eis als Wasser aus ihm fliesst. Dass es meine Wohnung und die meiner Verwandten und Freunde hier ständig wegschwemmt. Der Gletscher weiss sich nicht zu helfen. Ich mir auch nicht. Und du? Weisst du, was wir tun sollen? Du bist so weit gereist! Der Distelfalter klappt verlegen die bunten Flügel auf und zu. Verzeih, ganz ehrlich: Ich weiss es auch nicht. Noch nicht. Ich will mich gerne umhören, was die anderen Tiere, die rund um den Gletscher wohnen, dir raten. Ob sie auch Probleme mit Wasser in ihren Wohnungen haben. Danke, lieber Distelfalter, sagt der Aletschfloh: Leider kann ich dich nicht begleiten. Ganz ohne Eis. Ich warte lieber hier auf dich.


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