MIS MAGA ZIN – FÜR DESIGNVERLIEBTE UND GENIESSER
FEDERNDES GOLD
Ein technisches Wunder.
Das neue Wellendorff-Armband aus federndem Gold schmiegt sich an, umarmt Dich. Bei jeder Berührung, jeder Bewegung erinnert es Dich an Dein Glück, Deine Dankbarkeit und Deine Liebe.
FÜR DESIGN V ERLIEBTE UND GENIES SER
N˚ 3 | H E R B S T 2 0 21 | B E R N | F R . 14 . –
N˚ 3 Herbst 20 21 BERN
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kunstmarkt-beo.ch Online-Verkauf Bereits über 330 Kunstwerke eingeliefert und über 140 verkauft!
Die idyllische Alp im Berner Oberland an der Wand – ein Bild, das längst nicht mehr gefällt. Eine Ansicht des Niesens, die im Estrich verstaubt. Oder eine Sammlung an Thuner Originalbildern, die im Keller auf die Wiederentdeckung wartet. Oder aktuelle Kunst von Berner Oberländer Kunstschaffenden. Dies und vieles mehr soll den Weg in den Kunstmarkt finden und von dort zu neuen Besitzern und Besitzerinnen gelangen. Die Werke können auch in der Kunstgalerie Hodler besichtigt und direkt gekauft werden.
Engel Werner, «Stockhorn».
Informieren Sie sich auf kunstmarkt-beo.ch über das ständig wachsende Angebot.
Bedingungen + Angenommen und verkauft werden ausschliesslich Kunst werke (Bilder, Grafiken, Skulptu ren, Objekte) von lebenden oder verstorbenen Berner Oberländer Kunstschaffenden oder mit An sichten des Berner Oberlandes. + Es muss sich um Originalbilder oder Grafiken in gutem Zustand handeln. Kunstdrucke werden nicht angenommen.
In Zusammenarbeit:
+ Die Einlieferung der Kunst gegenstände erfolgt laufend direkt in der Kunstgalerie Hodler. + Grundsätzlich entscheidet der Galerist über die Annahme. Er legt zusammen mit dem Verkäufer/der Verkäuferin den Verkaufspreis fest. + Die Angebote werden auf der Internetplattform kunstmarktbeo.ch, die durch
Atelier & Kunstgalerie Hodler GmbH Frutigenstrasse 46A, 3600 Thun +41 33 223 15 41, atelier@hodlerthun.ch www.hodlerthun.ch
den Werd & Weber Verlag betreut wird, veröffentlicht. Die Objekte verbleiben bis zu einem Jahr auf der Internet plattform und können laufend erworben werden. + Für jedes angenommene Werk ist eine Grundgebühr von Fr. 20.– in bar zu bezahlen. Die Provision bei einem Verkauf beträgt 30 %; dem Einlieferer verbleiben 70 %.
Werd & Weber Verlag AG Gwattstrasse 144, 3645 Thun/Gwatt +41 33 336 55 55, mail@weberverlag.ch www.weberverlag.ch
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IMPRESSUM Herausgeber Werd & Weber Verlag AG Annette Weber-Hadorn Gwattstrasse 144, 3645 Thun / Gwatt Telefon 033 336 55 55 redaktion@mis-magazin.ch mis-magazin.ch
Screenshot: instagram.com/daniela_dambach
E D I TO RI A L
Redaktionsteam Daniela Dambach (Chefredaktorin) Bettina Ogi (Art Direction) Fabienne Righetti (Kundenberaterin, Marketing) Alain Diezig (red. Mitarbeit) Blanca Bürgisser (red. Mitarbeit) Adrian Aellig (Bildbearbeitung) Werbung und Beratung Fabienne Righetti, Telefon 033 336 55 55 inserate@mis-magazin.ch Die Mediadaten sind zu finden auf mis-magazin.ch. Auflage (Nr. 3, Herbst 2021) 50 000 Expl. Erscheinungsweise 4 × jährlich. Die nächste Ausgabe erscheint am 24. November 2021. Foto Fotografinnen und Fotografen gemäss Quellenangabe oder stock.adobe.com Druck AVD GOLDACH AG, avd.ch
Liebe Leserin, lieber Leser
Abonnements Jahres-Abo: 4 Ausgaben für Fr. 48.– Schnupper-Abo: 2 Ausgaben für Fr. 24.– Bestellung: mis-magazin.ch, abo-service@mis-magazin.ch
32 … So alt war ich vor nicht allzu langer Zeit. Auf Seite 32 finden Sie ein Interview mit der digitalen Handwerkerin Consuelo Keller, die ihre Colliers mittels Codings entwirft. Genug um den heissen Brei getextet, echt jetzt: Auf so viele Zähne habe ich mir knirschend gebissen, denn diese Zahl steht auch für die Stunden, in denen ich in einer durchschnittlichen Woche auf meinem Smartphone scrolle, swipe, simse: O du liebe Zeit, Bildschirmzeit!
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Nachbestellung Sie können alle Ausgaben online unter mis-magazin.ch/abo oder direkt via redaktion@mis-magazin.ch bei uns bestellen. Trotz grösstmöglicher Sorgfalt bei der Recherche kann keine Haftung für Irrtümer oder Fehler übernommen werden. Alle Angaben sind bei Drucklegung gültig, doch behält sich MIS MAGAZIN das Recht auf Änderungen vor. Die angegebenen Preise gelten bis 31.10.2021. Für das Copyright der Produktabbildungen sind die anbietenden Geschäfte verantwortlich, ausser es ist explizit anders vereinbart worden. Unterstützt durch Produktplatzierungen. Das Kopieren, Wiederverwerten und Verbreiten der redaktionellen Inhalte und Inserate Dritter ist ohne ausdrückliches Einverständnis untersagt. Verstösse gegen dieses Verbot werden rechtlich verfolgt. Das Urheberrecht liegt bei MIS MAGAZIN. Aufgrund der Corona-Krise sind Änderungen bei den Veranstaltungen u. Ä. nach Drucklegung möglich. Bitte konsultieren Sie die entsprechenden Webseiten der Veranstalter und des BAG.
Meine Top-Drei: WhatsApp, Webbrowser, Instagram. Zugegeben, ich war zuerst entsetzt, blickte kurz vom Display auf … und stellte dann fest: Ich finde am vielen Virtuellen nichts Verwerfliches, solange wunderbar Wirkliches dahintersteckt – echte Menschen, mit denen ich kommuniziere, handfeste Recherchen und Inspirationen, die nicht zuletzt in dieses Magazin einfliessen. Trauen Sie sich auch, sich aus der Komfortzone zu klicken und Ihre Bildschirmzeit nachzuschauen? Bestenfalls reduziert sich diese sowieso seitenaufschlagartig durch die neue Ausgabe, weil Sie diese nicht mehr aus den Händen legen wollen, beispielsweise weil Sie das Porträt über die Künstlerin Nikol Kraken liken, die digital Dunkelschönes designt (S. 50) oder die Magie von Multimedia Ihre «Emojionen» weckt (S. 42). Es sei Ihnen verziehen, wenn Sie «Digital Detox» vertagen und sogleich das Handy zücken, um ein nachhaltiges Accessoire zu fotografieren und es mit Ihrer Freundin zu teilen, wenn Sie aus Neugier die Webseiten der Schweizer Kreativen googeln oder online ein Abo lösen …
😉
Trotz faszinierender Wisch-und-weg-Welt tut man gut daran, den kleinen Kasten hie und da bewusst nicht zu entsperren. Manchmal verpasst man nämlich durch den Screen starrend pixelgenau das Bewegende, was man eigentlich festzuhalten wünscht: Mit Herz statt Hertz. Daumen hoch für eine hochauflösende, ungefilterte Herbstzeit! Daniela Dambach
😘
Medienpartner von Cover Artwork: Nikol Kraken, Thun | Fotovorlage: Andrea Abegglen | Model: Walter Tännler, Inhaber Media-Line, Bern, Thun und Interlaken.
mis-magazin.ch
facebook.com/mismagazin
Chefredaktorin daniela.dambach@mis-magazin.ch
instagram.com/mis_magazin mis-magazin.ch | 3 · 2021
3
INH A LT
DIGITAL BERÜHREND
OFFLINE SEIN
50
Colliers per Code: Schmuck der digitalen Handwerkerin Consuelo Keller.
Foto: «Stille Orte der Schweiz – Band 3»
Foto: Anja Zurbrügg
Foto: zvg
Foto: Nikol Kraken
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Digitale Kunst, so kontrastreich wie das echte Leben.
3 EDITORIAL
38 – 41 WOHNEN
7 HINTER DEN KULISSEN
42 – 49
Du liebe Zeit, Bildschirmzeit!
Wie ein Foto als Kunstvorlage entsteht …
8 – 13 NEWS & HIGHLIGHTS
Starke Signale aus den Schweizer Ateliers
14 – 19 MODESTRECKE
«Sode» – geküsst von der Herbstsonne zwischen Tokio und Thun
20 – 34 MODE & ACCESSOIRES
Drag-and-Drop des Designs: Luxus von handgemacht bis hightech
35 – 37 MEN’S WORLD
Mit vollem Haar und Tech-Gadgets durch die Saison
Ruhemodus für die eigenen vier Wände
TITELSTORY
Die High-Definition von Magie: Das Familienunternehmen «Media-Line» aus der Region.
50 – 53 PORTRÄT
Wie Nikol Kraken digital dunkelschöne Artworks schafft
54 – 59 GENUSS & GASTRO
Lauschiger die Pilze nie sprossen!
60 – 61 INTERVIEW
Wenn sich das Glück fügt: Lisbeth Mathys und ihr «Hotel Eden»
62 – 69 TOOLS & TECHNIK
Visionäre Ideen für Mobilität und Fotografie
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3 · 2021 | mis-magazin.ch
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INH A LT
AUFGEHENDE
WONNE
Foto: Bang & Olufsen
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Sehenswerter Klang: Multimedia-Meisterwerke von «Bang & Olufsen».
70 – 75 AUSFLUSGSTIPPS
76 – 81 EVENTS & TERMINE
Fiktion oder Realität? Multimediale Kunst entdecken
82 WETTBEWERBE
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Foto: Christoph Walther
Stecker ziehen und rein in das analoge Naturleben!
Gewinnen und mit Tech-Accessoires aufrüsten!
mis-magazin.ch | 3 · 2021
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Eröffnung: 17.12.2021
Hereinspaziert!
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HIN T E R D E N K UL I S S E N
Bei ohrenverwöhnendem Sound, der aus kunstvoll designten Anlagen klang, inszenierte Fotografin Andrea Abegglen die Familie Tännler in ihrem Geschäft in Thun. Ein Porträt von Walter Tännler, der «MediaLine» vor 30 Jahren gründete, diente als Vorlage für die Thuner Künstlerin Nikol Kraken: Sie kreierte exklusiv für das Cover ein digitales Artwork in ihrem typisch mystischen Stil, der die Wirklichkeit surreal wirken lässt. TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ANDREA ABEGGLEN, ZVG
HINTER DEN
KULISSEN
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1 Location voller Lautsprecher: Das Thuner Geschäft von «Media-Line», mit weiteren Standorten in Interlaken und Bern, verwandelte sich in ein Fotoset.
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2 | 5 Illustriert auf dem iPad: Von Hand zeichnet Nicole Hubler alias Nikol Kraken das Porträt pixelpräzise. 3 Sound on! Rolf, Walter und Beatrice Tännler, sind es gewohnt, Hand in Hand zu arbeiten – zusammen vor der Kamera zu stehen, ist eine neue, aber spassige Erfahrung. 4 Walter Tännler «durchlief» im wahrsten Sinne des Wortes alle Generationen an Multimedia-Geräten …
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mis-magazin.ch | 3 · 2021
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NE W S & HI GHL I GH T S
MAGISCH MELANGIERT Das feine, braun rhodinierte Silbercollier «Melange» der Schmuckmanufaktur «Gellner» vereint einen mit Roségold umrahmten Perlmutt-Anhänger, einen Einhänger aus elf Brillanten und eine handverlesene Tahiti-Zuchtperle. Zigerli+Iff, Spitalgasse 14, Bern. zigerli+iff.ch
Fr. 2110.–
AUSSTELLUNG: GUT GEBRÜHT, LÖWS! Liquide Löwenküsse machen Naschkatzen wild: Die Schwestern Fabia und Laura Löw aus Zürich haben sich auf eine süsse Safari ausserhalb ihres Schokoladen geheges gewagt und einen Likör kreiert, der ihren Kokos-Maracuja-Pralinen nachempfunden ist. loewdelights.com
WANDELN IM DIGI-TAL
Ausstellung «Information (Today)», bis 10. Oktober 2021, Kunsthalle Basel, Steinenberg 7, Basel. kunsthallebasel.ch
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3 · 2021 | mis-magazin.ch
Fr. 24.–
IN CASE OF… Im Falle, dass man zu den musikliebenden Vielverlierern zählt: AirPods-Etui aus Upcycling-Mikrofaser mit Öffnung zum Anschliessen des Ladegeräts und seitlichem Ring zur Befestigung an einer Tasche. lnelondon.com
Fr. 18.–
Fr. 338.– LUGEN WIE GEDRUCKT Nichts als die Wahrheit: Die Sonnenbrillen des Berner Labels «Lars» kommen aus dem 3D-Drucker! In vier Produktionsschritten entstehen aus pulverförmigem Ausgangsmaterial robuste Fassungen wie das Modell «Matter», das sich unbeschwert leicht trägt. larsbrillen.ch
WOLKENLEICHTE GEDANKEN Olaf Egner kreiert in seinem Studio in St. Gallen digital gedruckte Keramiken wie das Objekt «Cloud in the Head» (14.5 × 19 cm) aus seiner Serie «Moral Models», für die er sich mit Vergrösserungen von Internet-Fundstücken befasst hat. seremik.ch
Fr. 52.–
Foto: Michel Gilgen | Model: Barathy, Option Model Agency
Verschlüsselte Netze, digitale Währungen, künstliche Intelligenz und empfindsame Maschinen: Ob gewollt oder nicht, es gibt kein Entrinnen aus dem ungestümen Informationsfluss, der uns unablässig umströmt. Diesen Effekten widmet sich die Gruppenausstellung «Information (Today)» in der Kunsthalle Basel. Sechzehn internationale Kunstschaffende zeigen ihre Werke, die durch die Auseinander setzung mit Daten, Technik und Information entstanden sind. Doch um in die spielerische, materiell vielschichtige Ausstellung zu gelangen, müssen die Besucherinnen und Besucher zuerst die grimmigen, verchromten Sicherheitsabsperrungen der Künstlerin Marguerite Humeau passieren, die mit Laserleuchten und Lärm verdutzen. Schliesslich erforscht man vor Installationen, Gemälden, Videos und Performances, wie Information die «postfaktische» Ära charakterisiert. Beispielsweise beschäftigt sich die Skulptur «Gleichgewicht des Unsichtbaren und des Vorhersehbaren» von Gabriel Kuri, bestehend aus Kreditkarten-Logos und Schlafsäcken, mit der geplatzten Immobilienblase und der damit verbundenen Obdachlosigkeit. Über das Gemälde «Dein Bett ist ein magischer Ort, wo du dich an all das erinnerst, was du tagsüber vergessen hast / Deine Eitelkeit ist mächtig genug, um alles zu besiegen», das sich mit der vom Smartphone ausgehenden Texthysterie beschäftigt, hirnt man möglicherweise gerade dann, wenn man abends mit dem Handy unter die Decke kriecht …
NE W S & HI GHL I GH T S
NEUERÖFFNUNG:
VON «HUS» AUS
STILVOLL
HERBSTLICHE LICHTGRÜSSE
ABBLÄTTERN? Das tun diesen Herbst nur die Blätter der Bäume: Dank den langanhaltenden Nagellacken von «Kure Bazaar» in Nuancen wie «Bohemian», «Khol» und «Corso» mit veganen, zu 90 % natürlichen Inhaltsstoffen. pflegbar.ch
Studio Hus, Viktoriastrasse 70a, Bern. studiohus.ch
© leamoser.ch
Absenderin ist die gebürtige Zugerin Arienne Birchler, deren neue Kollektion man freundlichst kopfnickend zurückgrüsst. Geprägt von der Antwerper Modeakademie, sind die Kreationen der ausgezeichneten Designerin eine Liaison von Kunst und Mode mit avantgardistischer Attitüde. ariennebirchler.com
Wer kennt das nicht? Eigentlich will man nur eine neue Lampe, um die heimischen Lichtverhältnisse im anbrechenden Herbst zu verbessern. Eigentlich. Dann aber, kaum den Store betreten, verspürt man dieses (durch-) dringende Begehren, sogleich auch die Kissen und Keramiksachen, ja eigentlich sogar die Kellen in der Küche, auszutauschen. So ergeht es einem, wenn man durch den neuen «Concept Store» von Leila Arbia flaniert. Die Bernerin folgte damit ihren Leidenschaften für unkonventionelles Design und langlebiges Handwerk, die sich während ihrer 15-jährigen Tätigkeit bei verschiedenen Mode- und Textilunternehmen ausprägten. Nachdem sie 2015 ihre Geschäftsidee als fünfwöchiges Pop-up testete, ist sie nun in der «Feuerwehr Viktoria» sesshaft geworden. Hier kuratiert sie Alltagsgegenstände wie Körbe, Pflanzentöpfe oder Besteck, die nicht nur schön aussehen, sondern aus nachhaltigen (Recycling-)Materialien fair produziert sind. Getreu ihrem Verständnis von Nachhaltigkeit sammelt sie Kisten und Verpackungen, um sie möglichst mehrfach zu verwenden. Möglicherweise nimmt man die hölzerne Lampe im geometrischen BauhausStil sowieso unverpackt mit nach Hause – schliesslich kann man es kaum erwarten, diese von der eigenen Decke strahlen zu sehen.
Fr. 21.50 mis-magazin.ch | 3 · 2021
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NE W S & HI GHL I GH T S
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ODE AN DAS
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OFFLINE-SHOPPING Das neue schweizweit einzigartige Ladenkonzept im Coop Marktgass Bern ermöglicht nicht nur bequemes einkaufen, sondern bereicherndes: Echten Erlebnissen sei Dank. TEXT DANIELA DAMBACH | FOTO ANDREAS VON GUNTEN / IVAN STEINER
So praktisch es auch ist – gerade zu Zeiten von «stay at home» – die Knabbereien per Klick in den virtuellen Warenkorb zu legen, so inspirierend ist es, dies wieder eigenhändig zu tun. Einfach mal vor dem Regal der Knusper-Konkurrenz stehen und in sich hineinfühlen, welche Verpackung das Wasser im Mund zum Zusammenlaufen bringt und welche Cookies man zulassen will. Einfach mal kurz den Wein-Sommelier vor Ort fragen, welcher exzellente Tropfen denn am besten zum geplanten Trüffelrisotto mundet, statt sich durch sternchenreiche Rezensionen scrollen. Kein Formular per «Autofill» ausfüllen, um den Kauf abzuschliessen, sondern an der Kasse ein hashtagfreies H allo-Dankeschön-Tschüss mit der sympathischen Kassiererin oder anderen Mitarbeitenden wechseln. Statt dann den Laptop zuzuklappen, beim Rausgehen einfach mal spontan in der KaffeeBar mit eigener Rösterei einen Cappuccino ordern. Coop hebt das reale Einkaufen auf
eine neue Ebene des Erlebens: An der Marktgass 24 in Bern eröffnete die Detailhändlerin einen Laden auf einer Fläche von insgesamt 2100 m 2, der das Prädikat «super» verdient. Sieben Monate hat es gedauert, um aus dem einstigen Coop City im denkmalgeschützten Gebäude «ein Schmuckstück» zu machen, wie es Geschäftsführerin File Gjokaj betitelt. «Vielfalt, Besonderheiten und ein noch nie dagewesenes Laden konzept machen den Unterschied», so die 39-Jährige weiter. Hinter Tageslicht spendenden Fensterfronten wartet ein Angebot an frischen, heimischen Produkten auf einkaufende Menschen, die gerne mit eigenen Augen sehen und mit eigenen Händen fassen, was in ihrem Einkaufkorb landen soll. Wer beim Anblick der frischen Zutaten ein freundlich-forderndes Knurren aus der Magen gegend vernimmt, bringt dieses am FoodCourt vergnüglich zum Verstummen: Hier schlemmt man Pasta, Pizza, Salate oder
oke-Bowls, ohne Gefahr zu laufen, auf die P Tastatur zu tropfen. Viele der kulinarischen Köstlichkeiten sind hausgemacht, wovon man sich durch die offen gestalteten Produktionsstätten selbst überzeugen kann. Wer zwar offline shoppt, aber – gerade nach einem saftig-sättigenden Grillpoulet – beim Gedanken an das Nachhause schleppen stockt, bucht den bequemen Heimlieferservice. Das ist nur die erste Etappe des Erlebens: Denn es sind regelmässige Kulinarik- und Kulturveranstaltungen geplant und Ende September eröffnete in den Untergeschossen ein «update Fitness» auf 1400 m 2. Beim Auspowern ein Selfie für Social Media zu schiessen, ist natürlich jedem selbst überlassen. Doch die Freude, die all die Erlebnisse unter einem Dach auslösen, vermag ein simples Emoji kaum hinlänglich auszudrücken. Coop Marktgass Bern, marktgass-bern.ch
1 | 2 Mitte August feierte Coop die Eröffnung des ersten Ladens nach neuem Konzept: Von hochwertigen Materialien und Tageslicht geprägt ist das Ambiente, in dem man einkauft oder sich verpflegt. 3 Kompetente Beratung, Freundlichkeit und grosses Engagement – das zeichnet Geschäftsführerin File Gjokaj und ihr Team aus.
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3 · 2021 | mis-magazin.ch
UNIKAT
UMWICKELN Fr. 325.–
Der GOTS-zertifizierte Digitalprint der Wickelbluse «Sneeuw», inspiriert von einer Aquarell-Landschaft, variiert je nach Schnittführung, wodurch jedes Exemplar ein Einzelstück ist. Auch in den Farbkombinationen BlauWeiss und Blau-Schwarz erhältlich. pfefferverbeek.com
ÄPFEL FÜR DIE «APPLE WATCH» Nein, es ist keine Veräppelung: Das Uhrenarmband in Apfelbackenrot von «Sohotree» aus Zürich besteht aus wasserabweisendem Apfelleder, ein nachhaltiges Nebenprodukt der Apfelsaft-Herstellung. sohotree.ch
Alle zwei Jahre prämiert «formforum», der grösste Verein für zeitgenössisches Kunsthandwerk und Design, herausragende Arbeiten seiner 500 Mitglieder. Die sechsköpfige Jury verlieh dem Stauraummöbel «Tenuto da filo» in Patchwork-Optik von Heinz Baumann das Gütesiegel «Masterpiece». Um Holzstücke zu verbinden, geht der Schreiner verblüffende, irritierende Wege: Er «näht» sie mit Metallfäden zusammen und verschmilzt so Holz- und Textilhandwerk.
Fr. 389.90
G(R)USS AUS DER DESIGNKÜCHE Der Fingerring mit drei goldenen Appetithäppchen des Thurgauers Moritz Ganzoni, der eine Guss technik im Wachsausschmelzverfahren anwendet, ist ein wahres «Amuse-Bague» … moritz-ganzoni.ch
TRENCH-SETTER Der Klassiker aus Baumwolle und Polyamid von «Lamarel», unter fairen Bedingungen in Portugal gefertigt, ist kompatibel mit Kundenbe suchen, Karaokepartys oder allfälligen Krimi-Auftritten … shoplamarel.com
Fr. 75.–
Fr. 60.–
GENÄHTES HOLZ
Infos und weitere Preisträger, darunter auch junge Talente: formforum.ch
Fr. 2870.–
DAUERGRINSEN Mit der schlanken und ranken Edelstahl-Powerbank von «Design Letters» hält das Lächeln an und an – ebenso wie der Akku, den es unterwegs schnell auflädt (10 W). niste.ch
MEISTERSTÜCK GEKÜRT:
SOFTES FÜR DIE HARDWARE Damit der Laptop zum herbstlichen Look passt: Die rotorange Wildlederhülle «The Copenhagen» (11 oder 12 Zoll) des Zürcher Labels «The Boho Potato» könnte man geradeso gut am Feierabend als Clutch ausführen. thebohopotato.com
EVENT-TIPP:
LEDER
AUF DEM LAUFSTEG Für zwei Tage verwandelt sich das grösste Lederfachgeschäft in der Schweiz in einen Laufsteg: «Ledermode Neuenschwander» präsentiert die neue Kollektion in zeitlosen wie auch unübersehbaren Farben. Dank der entspannten Atmosphäre traut man sich auch, diese einfach anzuprobieren, lässt sich überraschen und stösst auf 500 m2, zwischen ledernen Jacken, Hosen und Accessoires, auf das Leben an – und auf die Langlebigkeit! Mode-Event, 6./7. November (Shows jeweils um 14 und 16 Uhr und am Samstag zusätzlich um 18 Uhr), Ledermode Neuenschwander, Industriestrasse 4, Oberdiessbach. neuenschwander.ch
mis-magazin.ch | 3 · 2021
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