Skip to main content

Hotelier_2026-05_RZ_VORSCHAU_ES

Page 1

Roman Codina, Direktor BEAUSiTE Zermatt: «Leichtigkeit im Hotel ist eine Qualität»

Trinkgeld bleibt ein steuerfreies Geschenk

05

Investment Club: Wo CEOs prognostizieren und philosophieren

2026

Hotelieree Hotelier

Das Schweizer Fachmagazin für die Hotellerie


Die smarte Lösung für Ihr Hotel Immer perfektes Wasser Keine PET-Flaschen Kein Lageraufwand Nachhaltiger Betrieb

uns! Besuchen Sie d C2077 Halle 2, Stan .2026 25. bis 28.10 in Luzern

Wasserspender kostenlos testen


EDITORIAL

Geld

D

as Trinkgeld. Gerade weil in der Welt die grosse Unordnung herrscht, bleiben kleine Dinge wichtig. Dass auch beim Trinkgeld eine beachtliche gesellschaftsund sozialpolitische Debatte entstehen kann, zeigte der Nationalrat in der Herbstsession. Linke Stimmen wollten, dass das freiwillige Trinkgeld künftig besteuert wird. Ohne die zusätzliche ­Steuerabgabe befürchtete man Ausfälle für die Sozialwerke und mehr Schwarzarbeit. Dass es beim Trinkgeld, sei es mit einer Zehnernote oder um die Aufrundung bis zum nächsten Franken, um etwas ganz anderes geht, wurde vergessen. Der Gast möchte mit seinem freiwilligen Trinkgeld danke sagen. Er will ein Zeichen setzen für eine gut erbrachte, persönliche Dienstleistung. Ohne dass der Staat sich einmischt und die hohle Hand macht. Ein Zeichen setzten auch Ion Eglin, Daniel Schneider und Karin Emmenegger mit der bereits fünften Austragung des Swiss Hospitality Investment Clubs (SHIC). Die beiden Gründer und die Projektmanagerin haben mit ihrem Investment-Event ein einzigartiges Angebot geschaffen, bei dem viele Interessierte auf eine lange Warteliste ge­­ setzt werden mussten. Nicht nur für jene, die nicht dabei sein konnten, berichtet der Hotelier als SHIC-Medienpartner über den Event, bei dem es ganz selbstverständlich um Geld ging. Beim SHIC in Zürich fiel mir auf, dass Hotelmanager und Investoren auch Philosophen des Alltags sein können. Einige von ihnen setzten Bedenkenswertes in die Welt des Investments. Die folgenden Beispiele sollen Sie gluschtig auf mehr (Seite 88) machen:

Frank Marrenbach, CEO Althoff Hotels, sagte frisch von der Leber weg: «5-Sterne-Hotels be­­ treiben ist das Geilste.» Und «Ein Luxushotel zu betreiben ist für Menschen, die schon alles haben, ein Projekt zur Entmaterialisierung.» Markus Lehnert, Senior Vice President Inter­ national Hotel Development Marriott, sieht die hiesige Hotellerie als Erbe von César Ritz: «Die Schweiz hat ein Gastgeber-Gen. Wenn der Kunde keine Lust hat auf Tech, gibt man ihm keine Tech, sondern das Lächeln der Mitarbeitenden, das er wünscht.» Thomas Kleber, COO, Sorell Hotels, erkannte im Trend, dass immer mehr Investments in die Luxushotellerie gehen, eine grosse Chance für seine 3- und 4-Sterne-Hotels: «Der 5‑Sterne-Trend freut uns. So werden die Möglichkeiten in un­­ serem Bereich grösser.» Reto Candrian, CEO Candrian Hospitality Hold­ ing, scheint die Erfolgsformel für sein Unter­ nehmen gefunden zu haben: «Wir werden Hotels weiterhin nur im Eigenbesitz betreiben. Der Hotel-Owner gewinnt immer.»

Dr. Hilmar Gernet, Chefredaktor

3


INHALT 05/2026

16

88 56

3

Editorial

Geld

6

Kurz und knackig

8

Persönlichkeiten

Titelgeschichte 16 Roman Codina, «Ein Hotel führen ist keine Raketenwissenschaft»

Szene 26 Belvedere Grindelwald plant Erweiterung 26 150 Jahre Hotel Edelweiss in Sils-Maria 27 CAAS lanciert Circle of Excellence 28 Huus Bären international geehrt 30 Im Rollstuhl ins Fünf-Sterne-Hotel: Was zählt, ist der Mensch 32 Regentin der Unsichtbaren – Schweizerhof-Hausdame in der Luzerner Belle Epoque

36

Messevorschau Zagg

Fokus-Thema: Schlafen 44 Süsse Träume 47 Hotel des Jahres 2027 vertraut auf BICO 48 Wie auf Wolken gebettet 51 Wo guter Schlaf Teil echter Gastfreundschaft wird

Next Generation 52 Mehrere Standorte, ein System: City Pop vertraut RoomPriceGenie

53 85 % auf Rechnung. Am nächsten Morgen bereit zum Versand

Unternehmen 54 DMD2 – Musik, die zum Ort passt 55 Das Treffen der Hospitality-Branche im Berner Oberland

56 Die Philosophie des Hauses zum Anziehen Sonderteil: Architektur und Design 60 Zwischen Empfangsschalter und ­Himmelspforte

62 Alpine Wellness neu erleben: Vita Borni im Grand Hotel Zermatterhof

64 Ein Blick auf 30 Jahre Raumgestaltung

4


INHALT 05/2026

98

36

44

84 66 Tradition bewahren, Zukunft gestalten 68 Villars Palace Hotel – B­ eginn einer ­ eitreise Z 74 VOGLAUER HOTEL CONCEPT – Der ­Generalunternehmer im Hotel­ innenausbau

Essen und Trinken 76 LA PASTERIA® – Schweizer Pastakunst für die Gastronomie

80 250 Jahre Louis Roederer: Der Luxus, sich Zeit zu lassen

82 Ein digitaler Marktplatz für den

gesamten Einkauf 84 Was nichts kostet, kann unbezahlbar sein 86 Lasst uns feiern!

Swiss Hospitality Investment Club 88 Hotellerie-Chefs sind auch Prognostiker und Philosophen

Politik 92 Trinkgeld muss eine steuerfreie ­Schenkung bleiben

95 Ohne Chance: neue Ideen beim Steuer­ rabatt für Hotels

Recht 96 Wann braucht es ein Arztzeugnis – wer muss was beweisen?

98

Unterwegs

VDH Hospitality Alumni ­Network 104 Diplomarbeit im KI-Zeitalter: Neue

­Formen für echte Kompetenznachweise

Sommelierverband Schweiz SVS 108 Junge Talente brauchen eine Bühne 110 Yvorne, wo Geschichte im Glas weiterlebt Am Markt 78 Gastronovi, Hilcona AG 112 Le Creuset, Hero AG Zu Gast beim Hotelier 114 Marie Reichenbach-Julen

5


TITELGESCHICHTE

16


TITELGESCHICHTE Roman Codina, Direktor im ­BEAUSiTE Zermatt

«Ein Hotel führen ist keine Raketenwissenschaft» Die Geschichte eines Hotels in heutiges Wohlbefinden für Gäste zu transformieren, ist eine Leidenschaft und Kompetenz von Roman Codina. Dass der Direktor des BEAUSiTE Zermatt dabei nicht immer dem Zeitgeist folgt, ist eine Qualität, die sowohl für ihn als auch für sein Hotel spricht. Dass er damit richtig liegt, zeigt die Aus­ zeichnung bestes 4-Sterne-Ferienhotel des Andrin-Willi-Hotelrating Schweiz 2026|27. Hilmar Gernet

«Hotellerie zählt zu den ältesten Gewerben. Wenn wir die Geschichte historischer Hotels respektieren, können wir viel lernen. Grand Hotels waren immer schon sehr kreativ. Sie machten bereits Erlebnis-Hotellerie, als dieser Begriff noch kein Marketing-Instrument war. Das Maloja Palace hat früh Massstäbe gesetzt, indem es Konzerte mit Musikern aus Mailand durchführte», erzählt er. Beeindruckt ist Codina von der Architektur der

Zukunft gegen den Zeitgeist Klar ist für Roman Codina auch: «Ein Hotel ist kein Museum. Ausser es gehört zum Konzept, dass man Übernachtungen wie um 1900 anbietet.» Transformation bedeutet für ihn, ein Hotel neu zu gestalten, ohne sich jedoch vom Zeitgeist verführen zu lassen. Adaptieren, anpassen ist für ihn das Zauberwort. «Die menschlichen Bedürfnisse haben sich nicht wesentlich geändert.»

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Das erste Thema, das uns beschäftigt, ist die Affinität von Roman Codina für Geschichte, für historische Hotels. Ihn interessiert nicht nur, wie es einmal war. Ihn interessiert, wie man den historischen Kern transformieren, und – baulich und konzeptionell – in unsere Zeit bringen kann. In den Hotels BEAUSiTE Zermatt, Giessbach oder im Omnia, ebenfalls in Zermatt, hat er solche Transformationsprozesse erfolgreich geleitet.

Grand-Hotel-Pionierbauten. «Ihre Querschnitte passen noch heute.» Er meint sogar, dass die heutige Hotelarchitektur davon lernen könnte. Denn oft würde es Architekten nicht gelingen, Funktionalität und Design zusammenzubringen. «Die Möglichkeiten neuer Erfindungen sind beschränkt, vieles war schon da.»

So legt er im BEAUSiTE Wert darauf, den Gästen besonderen Service und besondere Betreuung zu bieten, ohne viel Digitalisierung. Diese Haltung – gegen den Zeitgeist – werde geschätzt. «Die Leute wollen mit Menschen reden. Eine persönliche Begegnung hat eine Dimension, die das Digitale nicht hat.» Im BEAUSiTE würden deshalb auch noch klassische Wanderkarten eingesetzt, wenn man Gästen den Weg der Fünf-Seen-Wanderung zeigt. «Bei der Wahl zwischen Haptik und Digitalem siegt die Haptik bei uns oft.» Als er dies sagt,

L es

P

lätschvoll ist der Zug. Es werde der schöns­te ­Tag des Jahres, sagt ein Wanderer im Abteil nebenan. Es ist Mitte September und ich steige am Morgen in den Zug nach Zermatt. Tatsächlich, aus diesem sonnigen Morgen kann nur ein traumhaft schöner Tag werden. Gibt es eine schönere Erwartung, eine Steigerungsform des Wohlseins? Roman Codina, Direktor des BEAUSiTE Zermatt, dürfte es wissen.

17


SZENE

Im Rollstuhl ins Fünf-Sterne-Hotel: Was zählt, ist der Mensch Barrierefreiheit lässt sich nicht einfach mit einem Häkchen im Buchungssystem erledigen. Das zeigt der Aufenthalt von Rollstuhlfahrer Alex Oberholzer im Grand Hotel Villa Castagnola in Lugano: Das historische Fünf-Sterne-Hotel ist nicht überall hindernisfrei – dafür setzt es auf persönliche Betreuung, ehrliche Auskunft und individuelle Lösungen. Jonathan Spirig

Z

um ersten Mal in seinem Leben checkt Alex Oberholzer im Alter von 73 Jahren in ein Fünf-SterneSuperior-Hotel ein. Der erfahrene Filmjournalist und Reisende kennt die Welt aus vielen Perspektiven – inzwischen auch aus dem Rollstuhl. Er hat damit unter anderem eine Wallfahrt unternommen und eine Flussschifffahrt erlebt. Nun führt ihn seine Reise ins Tessin.

Historisches Juwel am Lago di Lugano: die Villa Castagnola.

30

Die Vorzüge eines historischen Luxushotels wie der Villa Castagnola bringen für einen Rollstuhlfahrer eigene Herausforderungen mit sich. Teppiche erschweren das Rollen, manche Türen sind der alten Bausubstanz entsprechend eher schmal. Und zwischen Zimmer und der grosszügigen Terrasse mit Blick auf den Lago di Lugano wartet eine knapp vier Zentimeter hohe Schwelle. Individuelle Bedürfnisse berücksichtigen Auch die Badezimmer sind zwar so gut wie möglich zugänglich gemacht, laut Alex Oberholzer aber vor allem mit einem Handrollstuhl bequem nutzbar. Zwei der 38 Zimmer sowie mehrere der 33 Suiten sind behindertengerecht ausgestattet. Entscheidend ist deshalb die individuelle Abklärung vor der Buchung. «Rollstuhlgängig» ist nicht automatisch gleichbedeutend mit «für jeden Rollstuhl und jede Situation geeignet». Der Wellnessbereich mit Innenpool ist zugänglich, einen Einstiegslift für den Pool gibt es allerdings nicht. Auch der ­private Lido Club am See ist mit dem Rollstuhl nicht erreichbar. Die Villa Castagnola kommuniziert diese Grenzen offen. Ein Telefonat genügt, um abzuklären, welches Zimmer und welche Voraussetzungen zu den persönlichen Bedürfnissen eines Gastes passen. Besonders eindrücklich erlebt Oberholzer die Bereitschaft zu individuellen Lösungen. «Ich bin schon zwei Stunden mit dem iPad in der Hand durch die Gänge gelaufen, bis ich für den Gast das richtige Zimmer gefunden habe», er­­


SZENE

Palmen, Park und Seesicht: die Aussicht vom Hotel auf den Monte San Salvatore.

Barrierefreiheit wird immer wichtiger Es sind solche Feinheiten, die Oberholzer in Erinnerung bleiben. Nicht Rang, Vermögen oder Bekanntheitsgrad ­z ählen, sondern der Mensch. Eine Haltung, die für die Schweizer Tourismusbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt. Rund 1,8 Millionen Menschen leben in der Schweiz mit einer körperlichen Beeinträchtigung. Gleichzeitig altert die Gesellschaft weiter. Für die Tourismusbetriebe wird ­Barrierefreiheit deshalb auch angesichts einer älter werdenden Gästestruktur zu einem immer wichtigeren Thema. Dabei geht es um weit mehr als ein rollstuhlgängiges Zimmer. Barrierefreiheit betrifft die gesamte Infrastruktur und den gesamten Aufenthalt – vom Check-in über das Bade­ zimmer und den Balkon bis zum Zugang zum Spa. Immer mehr touristische Anbieter stellen sich auf unterschiedliche Bedürfnisse ein. Entscheidend ist eine möglichst konkrete

und transparente Information über die tatsächlichen Ge­­ gebenheiten. Denn was für den einen Gast funktioniert, kann für einen anderen zum Hindernis werden. Gelebte Gastfreundschaft Die Villa Castagnola kann als historisches Haus nicht jede bauliche Hürde beseitigen. Aber sie kennt ihre Möglich­ keiten – und ihre Grenzen. Vor allem nimmt sie sich die Zeit, darüber zu sprechen. Genau darin liegt die besondere Stärke. Für Alex Oberholzer ist das gelebte Gastfreundschaft. Die Villa Castagnola sei «kein modernes, komplett barrierefreies Hotel». Aber sie nehme «Menschen mit Einschränkungen ernst». Und vielleicht ist das am Ende wichtiger als ein makelloses Verzeichnis baulicher Standards. Denn sein schönstes Erlebnis aus Lugano lässt sich nicht an der Breite einer Tür oder an der Höhe einer Schwelle messen. Er ist im Rollstuhl gekommen, «als ganz gewöhnlicher Gast». Und gegangen ist er mit dem «ziemlich ungewöhn­ lichen Gefühl», in einem Fünf-Sterne-Hotel ganz selbst­ verständlich dazuzugehören. Das ist vielleicht der eigent­ liche Luxus: nicht trotz des Rollstuhls willkommen zu sein, sondern als Mensch. www.villacastagnola.com

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

zählt Antonella Archidiacono, Sales & Marketing Manager. Für Oberholzer ist damit klar: «Hier geht es nicht darum, möglichst schnell ein ‹behindertengerechtes Zimmer› zu ver­kaufen. Hier geht es darum, das richtige Zimmer für den richtigen Gast zu finden.» Zwei Stunden, um für einen einzelnen Gast die passende Lösung zu suchen – für Oberholzer sagt das viel über die Gastfreundschaft des Hauses aus. Die Betreuung sei aufmerksam, aber nie aufdringlich, diskret, stilvoll und herzlich. Niemand mache aus dem Gast eine Attraktion. «Man wird einfach gut behandelt.»

L es

Gastfreundschaft, die sich Zeit nimmt: Sales & Marketing Manager Antonella Archidiacono mit Alex Oberholzer im Hotelpark.

31


ZAGG ADVERTORIAL

Gemeinsam zur Höchstleistung Auch in diesem Jahr sorgt die Zagg für Nervenkitzel und Spitzenleistungen unter Zeitdruck. Beim Battle of Zagg zeigen junge und erfahrene Talente ihr Können – in der Küche ebenso wie im Service.

W

enn jede Minute zählt Vom 25. bis 27. Oktober 2026 messen sich am Battle of Zagg täglich zwei Kochteams aus unterschiedlichen Betrieben und kreieren unter Wettkampfbedingungen ein Dreigangmenü inklusive Brotkonzept. Dank verglaster Showküchen verfolgen die Zagg-Besuchenden die Dreierteams hautnah. Den Service übernimmt täglich eine Restaurationsfachklasse im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr, die ebenfalls im Wettbewerb steht. Küche und Service werden von einer Fachjury sowie den Gästen des ­Restaurants Battle of Zagg bewertet. Gefragt sind fachliches Können und starke Teamarbeit.

Passionatas gegen Alpenbrise gegen Wickis Im Restaurationswettbewerb treten das Team «Alpenbrise» des Bildungszentrums Interlaken bzi, die «Passionatas» der B.H.M.S. Business & Hotel Management School und das Team «Wickis» des Berufs- und Weiterbildungszentrums Toggenburg gegeneinander an. Die jungen Talente messen sich in Tischdekoration, Mise en Place, Serviceorganisation, Storytelling sowie Getränke- und Speiseberatung. Zudem stellen sie ihr Können bei Kaffee- und Tee-Spezialitäten, Mocktails und Weinkenntnissen unter Beweis. «Wir möchten die Gäste bereichern, indem wir eine einladende Atmosphäre schaffen und Brücken zwischen Menschen schlagen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären», so die Passionatas. «Uns zeichnet aus, dass wir Herausforderungen gemeinsam annehmen und offen für Neues sind. Wir möchten die Gastronomie professionell vertreten und unser Bestes geben», betont das Team Alpenbrise. Und auch das Team Wickis blickt mit Vorfreude auf das Battle of Zagg: «Wir freuen uns besonders auf spannende Challenges und darauf, unser Können unter Beweis zu stellen und gemeinsam Vollgas zu geben.» Geniessen und mitentscheiden Wer nicht nur zuschauen, sondern auch über den Sieg mitentscheiden möchte, reserviert einen Platz im Restaurant Battle of Zagg. Für 65 Franken geniessen die Gäste das Wettbewerbsmenü inklusive Getränken und geben anschliessend ihre Bewertung ab. Tickets fürs Restaurant Battle of Zagg sind unter zagg.ch/tickets erhältlich und beinhalten die Platzreservation sowie den Tageseintritt an die Zagg.

36


ZAGG

Professionelle Wasserlösungen für Hotel & Gastro

A

n der Zagg zeigen wir das komplette Spektrum an Trinkwasserlösungen für Hotel und Gastronomie. Dazu ge­­ hören die optimale Wasserqualität für die Kaffee­ zubereitung, glänzende Gläser ohne Kalkflecken sowie Wasserspender, die in verschiedenen Be­­ reichen wie der Lobby, im Backoffice oder im Spaoder Wellnessbereich bereitgestellt werden können. Auch für eine einfache und effiziente Wasserversorgung im Restaurant bietet BWT passende Lösungen. Gerne beraten wir Sie, welche Lösung zu Ihrem Betrieb passt. www.bwt.com // Halle 2, C 2077

Here comes the Sun!

D

ie Sonne steht für Freude, Wärme und Positivität und macht die neue DoblaSchokoladendekoration zu einem echten Allrounder, der vielseitig einsetzbar ist – weit über den Sommer hinaus. Sie verleiht Oster- und Frühlingsdesserts eine sonnige Note, setzt auf sommerlichen Dessert- und Glacekarten fröhliche Akzente und zaubert im Winter auf Terrassen müden Skifahrern ein Lächeln ins Gesicht. That’s the Dobla Touch! Die neue Schokoladendekoration «Smiling Sun» von Dobla wird aus feinster, hochwertiger Schokolade hergestellt und ist UTZ-/Rainforest-zertifiziert. Sie ist seit Juli 2026 im Abholund Belieferungsgrosshandel erhältlich.

E

in guter Tag beginnt mit Hero – Frühstücken mit einem Lächeln im Gesicht: Zelebrierer freuen sich über das reichhaltige Buffet, herrliche Brote, fruchtige Konfitüren und regionalen Käse. Die Müesli-Anhängerin hingegen sucht den direkten Weg zu den schmackhaften Mischungen, während sich das Süssmaul als ewiges Kind mit viel Schoggi-Aufstrich und zwei frischen Croissants eindeckt. Ob Gesundheitsfreaks oder lebensfrohe Schlemmer: Unsere Produkte decken die Bedürfnisse aller Frühstücker ab! gastro.hero.ch // Halle 1, Stand B 1057

L es

Guten Zmorgen Schweiz

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

www.hug-foodservice.ch // Halle 1, Stand B 1079

37


RUBRIK

Fokus-Thema: Schlafen

42


L es

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

RUBRIK

43


SONDERTEIL: ARCHITEKTUR UND DESIGN ADVERTORIAL

Alpine Wellness neu erleben: Vita Borni im Grand Hotel Zermatterhof Das Grand Hotel Zermatterhof ist ein Haus mit Geschichte. Im Dezember 2025 öffnete, nach achtmonatiger Renovation, das neue Spa des H ­ auses: das Vita Borni. Der Name bedeutet «Leben aus der Quelle» und ist Programm. Er steht für Regeneration, Erdung und die Rück­ besinnung auf natürliche Kraftquellen.

Der Eisbrunnen STALAGMIT produziert ­innerhalb kürzester Zeit Crushed Ice für eine intensive Abkühlung

62

R

egeneration durch Kontraste Das Vita Borni erstreckt sich über meh­ rere Ebenen und vereint Bewegung, Entspannung und moderne Spa-Kultur in einer klaren, zugleich warmen alpinen Gestaltung. Innenpool, Finnische Sauna, Sanarium, Dampfbad, Erlebnisduschen, Eisbrunnen sowie Innenund Aussenwhirlpool folgen dabei einem durchdachten Prinzip: dem gezielten Wechsel von Wärme, Kälte und Ruhe. Umgesetzt wurde dieses Konzept mit hochwertigen Wellnesslösungen von KLAFS, die Funktionalität, Technik und Atmosphäre miteinander verbinden. Unterschiedliche Wärmeangebote: von sanft bis intensiv Das Herzstück des Spa bildet die Sauna PROFI mit VITALITY BOOST. Die Kabine ist mit rustikal gedämpfter, gebürsteter Fichte ausgekleidet und bietet mit ihrer dreistufigen Liege- und Sitzan­ ordnung grosszügigen Raum für unterschiedliche Wärmeempfindungen. Der VITALITY BOOST PRO bereichert das klassische Saunaerlebnis mit intensiven automatischen Aufgüssen. Gezielte Luftbewegungen und fein abgestimmte Wärmeimpulse aktivieren den Kreislauf, fördern die Durchblutung und erzeugen einen spürbaren Energieschub.


SONDERTEIL: ARCHITEKTUR UND DESIGN ADVERTORIAL

Finnische Sauna mit VITALITY BOOST von KLAFS für intensive automatische Aufgüsse KLAFS Dampfbad mit innovativem ­Dampfauslass in Kugelform

flächen schaffen eine alpine Atmosphäre voller Geborgenheit, während der Aussenbereich mit Blick auf die Bergwelt den Erholungseffekt verstärkt.

Ein weiteres Highlight ist das KLAFS Dampfbad, das mit einer Luftfeuchtigkeit von nahezu 100 Prozent ein besonders intensives Dampferlebnis bietet. Neben der massiven Bauweise und der U-förmigen Sitzanordnung ist vor allem der innovative Dampfauslass in Kugelform ein Hingucker. Dieser verteilt den Dampf gleichmässig im Raum.

«Viele unserer Gäste beschreiben das neue Spa als ruhig, klar und wohltuend – ohne überladen zu sein», sagt Frau Marti, Mitglied der Direktion. Es zeigt eindrucksvoll, wie moderne KLAFS-­ Technologie, durchdachte Raumkonzepte und ausgewählte Materialien zu einem ganzheitlichen Wellnesserlebnis verschmelzen.

Gestaltung und Atmosphäre: Ruhe als ­bewusstes Element Gestalterisch bleibt das Vita Borni bewusst ruhig und klar. Holz, Stein und hochwertige Ober­

L es

Abkühlung mit Erlebnisduschen und Eisbrunnen Für den gezielten Kältereiz im Anschluss an ein heisses Saunabad stehen der Eisbrunnen ­STALAGMIT sowie Erlebnis- und Kübelduschen zur Verfügung. Der Eisbrunnen produziert innerhalb kürzester Zeit Crushed Ice und ermöglicht eine Abkühlung wie mit Schnee. Die Erlebnis­ duschen mit unterschiedlichen Strahlbildern intensivieren den Temperaturwechsel und beleben den Körper.

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Ergänzt wird die intensive Saunaerfahrung durch das KLAFS SANARIUM® PROFI, das mit milderen Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit vielseitige schonende Badeformen erlaubt.

63


ESSEN UND TRINKEN

Von rechts nach links: Jean-Claude Rouzaud, Vater von Frédéric Rouzaud, Frédéric Rouzaud, Président-­Directeur Général von Louis Roederer, Jean-Baptiste Lécaillon, Chef de Cave

250 Jahre Louis Roederer: Der Luxus, sich Zeit zu lassen Das Champagnerhaus Louis Roederer feiert 2026 seinen 250. Geburtstag – als eines der letzten grossen Häuser der Champagne, das unabhängig und in Familien­besitz ist.

G

egründet 1776 in Reims, geführt heute in siebter Generation von Frédéric Rouzaud: Louis Roederer gehört zu den wenigen grossen Champagnerhäusern, die weder einem Konzern noch einer Investorengruppe angehören. Über das Jubiläumsjahr hat das Haus das Motto «Kreation ist Liebe» gestellt. Gefeiert wird kein Rückblick, sondern eine Haltung – die Freiheit, in langen Zeiträumen zu denken und Qualität vor Wachstum zu stellen.

80

Vom Weinberg her gedacht Den entscheidenden Schritt machte Louis Roederer ab 1833, als er der Maison seinen Namen gab. Gegen die damaligen Gepflogenheiten kaufte er eigene Parzellen in den besten Lagen, statt ­Trauben zuzukaufen. Aus dieser Entscheidung ist ein Weinbergsbesitz von 250 Hektar erwachsen, welcher grösstenteils als Premier Cru und Grand Cru klassifiziert ist. Mehr als 420 Parzellen verteilen sich auf die Montagne de Reims, das


ESSEN UND TRINKEN ADVERTORIAL

Maschinen eingesetzt. Mit 135 Hektar biozertifizierter Rebfläche bewirtschaftet Louis Roederer heute den grössten biologisch geführten Weinberg der Champagne. Jede Parzelle wird einzeln geerntet, separat gepresst und einzeln vinifiziert.

Der grösste Bioweinberg der Champagne Seit über 20 Jahren arbeitet das Haus unter Kellermeister Jean-Baptiste Lécaillon an einem präzisen, achtsamen Weinbau: Verzicht auf Herbizide, massale Selektion, lange Brachezeiten, Hecken, organischer Kompost, und es werden Pferde statt

Über den Champagner hinaus gehört zur Roederer Collection ein weit grösseres Ensemble: zwölf Weingüter, mehr als 1100 Hektar Rebfläche, über 1000 Mitarbeitende, ein Handelshaus, eine Kunstund Kulturstiftung sowie mehrere Hotels und Gästehäuser – darunter das Christiania in Vald’Isère.

Drei Jubiläen in einem Jahr

– 2 50 Jahre Maison Louis Roederer: ­g egründet 1776 in Reims, seit 1833 unter diesem Namen, heute in siebter Generation in Familienbesitz. – 1 50 Jahre Cristal: 1876 für Zar Alexander II. kreiert, der erste Prestige-Champagner der Geschichte. – 1 30 Jahre Domaines Ott*: Die ikonischen und biozertifizierten Roséweine aus der Provence.

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Cristal und die Handschrift des Hauses 1876 kreierte die Maison für Zar Alexander II. den Champagner Cristal – den ersten Prestige-Champagner überhaupt. Er feiert 2026 seinen 150. Ge­­ burts­tag. Im 20. Jahrhundert prägten zwei Persönlichkeiten das Haus: Camille Olry-Roederer, die es 43 Jahre lang führte und durch die schwierigste Zeit seiner Geschichte brachte, und Jean-Claude Rouzaud, der den Qualitätsanspruch verschärfte und die Maison in andere Weinregionen führte.

Maisons Marques et Domaines (MMD) Suisse SA Villa Weiermatt 5012 Schönenwerd 062 289 70 70 info@mmdsuisse.com mmdsuisse.com

L es

­Vallée de la Marne und die Côte des Blancs – ausgewählt nach Ausrichtung, Gleichgewicht und Ausdruckspotenzial, meist an Halbhängen.

Für die gehobene Küche gemacht Für die Gastronomie interessant ist vor allem, wie breit das Sortiment aufgestellt ist. Die Cuvée ­Collection ist als grosser Multi-Vintage-Blend angelegt; sie stützt sich auf eine 2012 begonnene Réserve Perpétuelle, auf im Holz ausgebaute Reserveweine und auf die Ernte des jeweiligen Jahres – und erfindet sich damit jedes Jahr neu. Carte Blanche ist die Variante mit stärkerer Dosage, eine Hommage an den Stil des 19. Jahrhunderts; sie passt zu würzigen Gerichten ebenso wie zu wenig süssen Desserts. Die Jahrgangschampagner – Vintage, Rosé, Blanc de Blancs und Brut Nature sowie Brut Nature Rosé – sind als Begleiter ganzer Menüs gedacht und lagerfähig, ohne an Vitalität zu ver­lieren. Mit Hommage à Camille führt das Haus zudem eine Kollektion an Stillweinen aus der Champagne, die nur in Jahren mit besonderer Traubenreife entsteht.

81


WEIN

Lasst uns feiern! Wann wurden Sie das letzte Mal so richtig begeistert vom Enthusiasmus Ihres Gegenübers für eine Sache?

Marc Almert *

L

angsam kann ich es nicht mehr hören; allerorts wird der Abgesang der Weinwelt, des Genusses und den Trinkfreuden der Jugend beschrieben und beinahe panisch geschildert. Sicherlich, es gibt Herausforderungen, die in dieser Kolumne auch schon be­­ schrieben wurden: konkrete Zahlen, die den Rückgang der konsumierten Weinmenge belegen sowie Begleiterscheinungen, wie zum Beispiel das Sterben der Nachtclubs, da die jungen Er­­wach­ senen zunehmend weniger trinken. Genau deshalb müssen wir uns vor Augen führen, wie oft tatsächlich noch mit Genuss und durchaus massvoll ­konsumiert wird – auch von unter Dreis­­sigjährigen. Und wir müssen uns überlegen, weshalb es bei ihnen funktioniert.

86

Persönlich erlebte ich dies jüngst beim Weinfest in Maienfeld. Alljährlich lädt ein anderes Bündner Weindorf zum Fest – und Tausende folgen. Es war ein grosses Vergnügen, dort im Kreise zahlreicher Sommeliers und Freunde des Hauses auszuschenken, und zu sehen, dass viele – vor allem Junge – als Gruppe zum Fest kamen. Unbeschwert genossen sie eine Flasche – begleitet durch frisches Brunnenwasser – und tanzten zur Musik inmitten der Reben. Dass Weinevents auch junge Genies­ serinnen und Weinfreunde anziehen können, sieht man im Ausland schon lange. In Düsseldorf gibt es seit Jahren das «Weinzelt» eines Händlers, der eigentlich auf erlesene Rieslinge spezialisiert ist, dort aber mehreren tausend Begeisterten das Feiern mit Wein er­­ möglicht. In den historischen Mauern des burgundischen Clos de Vougeots


WEIN

* Marc Almert, Geschäftsführer Baur au Lac Vins & Walhalladrink AG, ASI Best Sommelier of the World 2019, Chef Sommelier Baur au Lac

Als Gegenbeispiel eine Anekdote, die kürzlich in Luzern an einer Messe ­stattfand. Ein junges Pärchen ging von Stand zu Stand und wollte Weine probieren. Dort wurden sie altersbedingt leider meist ignoriert, da man ihnen scheinbar keine umsatzstarken Bestellungen zutraute. Eine dabeistehende

In diesem Sinne, lasst uns die Weinwelt und den gemeinsamen Genuss feiern. Dabei wollen wir vor allem auch die jungen Geniesserinnen und Geniesser einladen und mit offenen Armen empfangen. Ich bin mir sicher: Wenn sie Wein bei einem Event kennen und schätzen lernen, folgen die grossen Bestellungen in den Restaurants und im Handel ganz von allein.

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Auch in Zürich finden zunehmend mehr Weinevents statt, die eher Partycharakter haben, ja gar das Hallen­ stadion füllen. Dort erlebt man, wie wichtig eine niedrigschwellige Ansprache des Publikums, unkomplizierter Genuss und möglichst wenig Fachjargon ist.

Kollegin – die selbst schon früh Weinakademikerin wurde – sagte mir: «Marc, so ging es mir als junge Frau oft. Obwohl ich schon in der Ausbildung war, bin ich bei diesen Events so oft ignoriert, dass ich irgendwann gar keine Lust mehr auf klassische Tastings hatte».

L es

findet im September stets die «Vin et Hip-Hop»-Party statt, bei der 20 Domaines knapp 700 Gäste verwöhnen. Und beim Münchner Oktoberfest ist das Weinzelt schon lange Standard.

87


SWISS HOSPITALITY INVESTMENT CLUB

Hotellerie-Chefs sind auch Prognostiker und Philosophen Wer Trends erkennt und umsetzt, gehört zu den Gewinnern. Hotellerie-Top-Shots ­liessen beim 5. Swiss Hospitality Investment Club in Zürich Blicke in ihre Zukünfte zu. Dabei zeigten sie sich als Business-Prognostiker und Philosophen des Luxus. Hilmar Gernet

N

eue Trends: Paradigmenwechsel oder Strohfeuer? Unter diesem Titel gelang es Moderator Daniel Schneider, Gründer von Monoplan, dass vier Hotel-Top-Manager ihren Zukunftsideen freien Lauf liessen. Es wurde aber nicht nur philosophiert. Hart prognostiziert wurde auch, welche Trends gekommen sind, um zu bleiben. In der beinahe unbegrenzten HotelWelt, so scheint es, gibt es fast für jeden Trend einen Platz oder zumindest ein Plätzchen. Auch wer auf Luxus als Mega-Trend verzichtet, hat erfolgversprechende Zukunftsperspektiven.

Blaubeeren statt Glace Igor Sehic, Human Performance Coach & High ­Performance Specialist «Die meisten Menschen sehen den Schlaf nur als Verbindung zwischen zwei Tagen. Schlaf ist jedoch weit mehr. Er ist das Fundament von Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Es ist wichtig, dass wir ein biologisches Gleichgewicht finden, denn es ist die Basis für alles. Dazu gehört, im Business und im Leben, bewusst zu essen und zu trinken, sich zu bewegen und ein Wertbewusstsein zu pflegen. Um zu diesem Ziel aufzubrechen, kann man mit etwas Einfachem beginnen. Ich habe beispielsweise meine Ernährung umgestellt. So liebe ich heute Blaubeeren viel mehr als eine Glace. Glace war bis vor wenigen Jahren mein Lieblingsessen. Heute aber liebe ich die gesunden Blaubeeren über alles.»

88

Intensiv haben die vier Manager über die HotelSterne diskutiert. Sie fanden heraus, dass jeder Stern seine Chancen hat. Wenig überraschend waren sie sich einig, dass KI und Digitalisierung für die Zukunft wichtig bleiben. Allerdings gibt es sehr unterschiedliche Ansatzpunkte, wie die verschiedenen Hotelunternehmen die Technologie gegenüber den Gästen einsetzen. Während die einen die Technik bewusst im «Backhouse» halten, lassen andere mit neuen Empfangskonzepten ihre Gäste zwischen «Tech oder Touch» wählen. Was sagten die vier Hotel-Manager, die Mit- und Vordenker des Trend-Podiums, im O‑Ton? Hier ihre Interpretationen zur Zukunft von Luxus, Digitalisierung oder Hotel-Sternen. Reto Candrian, CEO Candrian Hospitality ­Holding «Das Segment der 3‑ und 4-Sterne-Hotels hat die meisten Übernachtungen, aber eine dünne Kostenstruktur. Zirka 20 Prozent der besten 3‑ und 4-SterneHotels in Hotelratings sind profitabel. Entscheidend aber ist, welche Sicht der Investor auf ein bzw. sein Hotel hat. (…) KI und Digitalisierung werden Effizienzgewinne bringen. Wir werden weiter in In­­frastruktur investieren, beispielsweise Spa. Denn das Entscheidende wird Real Estate bleiben. So werden wir Hotels weiterhin nur im Eigenbesitz betreiben. Der Hotel-Owner gewinnt immer.»


SWISS HOSPITALITY INVESTMENT CLUB

Für die Agenda 2027 Ion Eglin, Karin Emmenegger und Daniel Schneider (v.l.n.r.), das Team des Swiss Hospitality ­Investment Club lädt auch 2027 zu einem einzigartigen Event nach Zürich. Man sieht sich: 9./10. September 2027. hospitalityinvestmentclub.ch

Frank Marrenbach, CEO Althoff Hotels «5‑Sterne-Hotels zu betreiben, ist das Geilste. Es ist die Herausforderung, das Komplexeste, das Besondere, das Faszinierendste. Ein Luxushotel zu betreiben ist für Menschen, die schon alles haben, ein Projekt zur Entmaterialisierung. (…) Strategie ist zur Hälfte, zu wissen, was man nicht machen soll. Dabei sind Marktoptionen selbstverständlich zu nutzen. (…) Unsere Digitalisierungsphilosophie lautet: halb Tech, halb Touch. Warum kommen Gäste überhaupt ins Hotel? Doch sicher nicht, um nur von Technologie begrüsst zu werden. Man will Gefühle. Man möchte nett empfangen werden, sich geborgen und sicher fühlen. Das ist der Kern von Hospitality. (…) Unsere Zukunftsstrategie ist unsere traditionelle: Kaufen und ­Leasen.»

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Thomas Kleber, COO, Sorell Hotels «Mit den Sorell Hotels, einer Genossenschaft, müssen wir Geld verdienen. Es ist nicht eine Selbst­ verwirklichung, sondern wir sind ein Unternehmen mit dem Fokus auf 3‑ und 4-Sterne-Hotels. Wir machen keinen Luxus, wir bleiben bei unse-

rem Fokus, das ist unsere Zukunft. Der 5‑SterneTrend freut uns. So wird unser Bereich grösser und wir können auch mit den Preisen in unserem Bereich nachziehen. (…) In einer Zukunftsstra­ tegie ist es sicher sinnvoll, nicht alle Eier in einen Korb zu legen. Alle eigenen Eier erfolgreich zu gestalten, das ist wirklich schön. (…) In den nächsten zwei Jahren werden wir unserer Linie treu bleiben. Dabei sind KI und die Sanierung verschiedener Hotels die Schwerpunkte.

L es

Markus Lehnert, Senior Vice President ­International Hotel Development Marriott «Luxus geht immer. Wie viel Luxus ist die entscheidende Frage. Ist ein Hotel ein Renditeprojekt oder ein Projekt der persönlichen Verwirklichung eines Investors? (…) Die Königsklasse für einen Hotelier, ein Hotelunternehmen, ist die Mischung verschiedener Hotelklassen, auch mit 5-SterneHotels. Aber das Geld bringen die anderen Klassen, nicht die 5-Sterne-Häuser. (…) Backhouse ist Digitalisierung weiterhin eine sehr wichtige Zukunftsaufgabe. Wenn der Kunde aber keine Lust hat auf Tech, gibt man ihm keine Tech, sondern das Lächeln der Mitarbeitenden, das er wünscht. Die Schweiz hat begriffen, wohl ein Erbe von Cäsar Ritz, dass die Mitarbeiter für die Gäste nicht verschwinden sollen. Da hat die Schweiz ein Gastgeber-Gen. (…) Bei Marriott ist die grosse Herausforderung ein neues PMS (Property Ma­na­ gement System) in den 10 000 Partner-Hotels einzuführen. Dieses Netzwerk wollen wir weiterhin ausbauen, mit diesen Partnern gute Deals machen – und bei den Trends dabei sein.»

89


POLITIK

Trinkgeld muss eine steuerfreie Schenkung bleiben Der Bundesrat hat den Auftrag, keine Trinkgeld-Steuer einzuführen. Ständerat und Nationalrat wollen, dass Trinkgeld, egal ob in bar oder elektronisch bezahlt, ein Geschenk bleibt. Ohne hohle Hand des Staates. Hilmar Gernet

F

reiwillige Trinkgelder, egal ob bar oder elektronisch ge­­ge­­ ben, müssen steuerfrei blei­ ben. Dafür haben National- und Ständerat dem Bundesrat jetzt einen klaren gesetzgeberischen Auftrag erteilt. Im Ständerat war die Sache bereits in der Frühjahrssession sehr klar mit 42:1 Stimmen (die eine Stim­me kam von Maya Graf, Grüne/BL). Der Nationalrat folgte ebenfalls der Motion des Wal­ liser Mitte-Ständerats Beat Rieder und der ständerätlichen «Vorgabe». In der vor Kurzem abgeschlossenen Herbstsession kam es mit 125:52 Stimmen bei 21 Enthaltungen zu einer deut­ lichen Mehrheit. Hatte das Ergebnis in der vorberatenden Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates noch 16:9 gelautet (Verhältnis rund 2/3 zu 1/3), war das Verhältnis in der Schlussabstimmung leicht schwächer: gut 62 Prozent Ja, 25 Prozent Nein und mit 10 Prozent recht viele Enthaltungen.

Charles de Montesquieu: Manchmal ist es nötig, kein Gesetz zu machen.

92


POLITIK

Ständerat Beat Rieder: keine Steuer

Der Auftrag für den Bundesrat ist klar: Freiwillige Trinkgelder sind vom massgeblichen Lohn und vom steuerbaren Einkommen auszunehmen. Dies in je­­nen Branchen «und nur in diesen, die Trinkgelder gemäss der Wegleitung über den für die AHV, IV und EO massgeblichen Lohn abgeschafft bzw. den Service in die Preise integriert haben».

Tiefere Renten, Druck auf ­Mindestlohn «Trinkgelder gehören zum Gehalt», erklärte Barbara Gysi (SP/SG) für die neunköpfige, nationalrätliche Kommis­sionsminderheit. Trinkgelder

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Im Nationalrat war die Sache zügig abgehandelt. Die zwei Kommissionssprecher – Lorenz Hess (Mitte/BE) und Cyril Aellen (FDP/GE) – erläuterten, warum es keine rechtliche Ungleichbehandlung zwischen bar oder elektronisch bezahltem Trinkgeld geben sol­le. Als zweiten Beweggrund für das steuerfreie Trinkgeld sagte Hess: «Nicht nur nach landläufiger Auffassung, sondern auch gemäss dem Bundesgericht handelt es sich bei Trinkgeld um eine Schenkung. Man will sich für einen gu­ten Service, für eine freundliche Behandlung erkenntlich zeigen, letztlich also eine gute Leistung wertschätzen.» Dafür soll keine Abgabe erhoben werden.

Bundesrätin ­Elisabeth Baume-­ Schneider

Nationalrätin Barbara Gysi: ­Absicherung

L es

Versuchung den Riegel geschoben Motionär Rieder hatte in der Ständeratsdebatte die Notwendigkeit seines Vorstosses damit be­­ gründet, dass der Bundesrat «die Abgabepflicht bei den Trinkgeldern losgelöst von der AHV 2030 neu regeln» wolle. Und zwar in einer Verordnung, nicht im Gesetz. Dazu hatte Rieder ausgeführt: «Dies könnte dazu führen, dass der Bundesrat der Versuchung erliegt, die zusätzliche Besteuerung der Trinkgelder vorzunehmen, ohne dass das ­Parlament etwas zu diesem Sachverhalt gesagt hätte. Mit anderen Worten: Hier versucht man, bei den Klein- und Kleinstverdienenden in un­­ serer Gesellschaft ein Steuersubstrat abzukassieren, um jede noch so kleine Lücke zu schliessen.» Dieser befürchteten Versuchung schob nun der Nationalrat definitiv den Riegel. Gegen den ausdrücklichen Willen von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider bzw. des Bundesrates.

93


VDH HOSPITALITY ALUMNI NETWORK OFFIZIELLE VERBANDSMITTEILUNGEN

Diplomarbeit im KI-Zeitalter: Neue Formen für echte Kompetenznachweise Künstliche Intelligenz verändert das wissenschaftsnahe Schreiben. Das neue NDS HF Hotelmanagement verzichtet deshalb bewusst auf eine klassische Diplomarbeit und setzt auf praxisnahe, überprüfbare Leistungsnachweise.

B

Leiter Programme Weiterbildung an der Hotelfachschule Thun, VDH-Vorstandsmitglied, 25 Jahre operative Führungserfahrung in der Hospitality-Branche und Inhaber von Samuel Menti Hospitality.

«Im neuen NDS setzen wir nicht auf eine Diplomarbeit, sondern auf sichtbare Nachweise, dass Wissen verstanden, hinterfragt und in der Praxis wirksam eingesetzt wird.»

104

ei der Neukonzeption des NDS HF Hotelmanagement 2026 haben wir entschieden, keine klassische Diplomarbeit mehr zu verlangen. Dieser Schritt richtet sich nicht gegen vertieftes Arbeiten. Wir wollen Leistungen beurteilen, die fachliche Substanz, eigenständiges Denken und den Transfer in die Praxis sichtbar machen. Generative KI hat das Schreiben grundlegend verändert. Sie kann strukturieren, formulieren und Texte schnell er­­ zeugen. Wird sie unkritisch eingesetzt, entstehen Arbeiten, die vollständig wirken, aber wenig tragen: zu ausführlich, repetitiv und oberflächlich. Analysen bleiben lückenhaft, Zusammenhänge werden nicht konsequent geprüft und Handlungsempfehlungen zu früh formuliert. Häufig fehlt zudem die Verdichtung: Fakten werden aneinandergereiht, aber nicht gewichtet, verknüpft oder zu belastbaren Erkenntnissen weiterverarbeitet. Der Text kann sprachlich überzeugen, ohne dass Tiefgang und Eigenleistung erkennbar sind. Für Bildungsinstitutionen stellt sich deshalb nicht primär die Frage, ob KI erlaubt oder verboten werden soll. Entscheidend ist, welche Kompetenzen ge­­ prüft werden – und mit welchem Format dies glaubwürdig gelingt. Im neuen NDS setzen wir auf mehrere Leistungsmomente: Reflexionsdossiers, bewer-

tete Mini-Gruppenarbeiten, Fallstudien, Projekte und Präsentationen. Leistung wird so über den gesamten Lernprozess hinweg sichtbar. Das abschliessende Echtzeitprojekt ver­ bindet Wissen aus Führung, Marketing, Innovation, Digitalisierung, Finanzen und Strategie mit einer realen betrieblichen Fragestellung. Die Teilnehmenden müssen analysieren, priorisieren, Entscheide begründen und Lösungen entwickeln. Solche Projekte lassen sich fundierter beurteilen als fiktive Businesspläne oder halb wissenschaftliche Arbeiten. Bewertet werden Analysequalität, Tragfähigkeit und der Transfer in die betriebliche Praxis. Die folgenden drei Beiträge markieren diesen Übergang: Zwei Arbeiten stammen aus den letzten NDS-Lehrgängen, in denen die klassische Diplomarbeit noch Teil des Abschlusses war. Sie ­z eigen, welchen Praxiswert solche Arbeiten entfalten können, wenn sie auf einer konkreten betrieblichen Fragestellung basieren. Ergänzt werden sie durch einen Beitrag aus einer CASAbschlussarbeit. Denn die Neuausrichtung betrifft gezielt das neue NDS HF Hotelmanagement – sie ist keine generelle Abkehr von schriftlichen Ab­­ schlussarbeiten.


VDH HOSPITALITY ALUMNI NETWORK OFFIZIELLE VERBANDSMITTEILUNGEN

Unsichtbares Branding: Wenn ein Hotel in Erinnerung bleibt Was bleibt von einem Hotelaufenthalt in Erinnerung? Oft sind es Eindrücke, die wir kaum bewusst wahrnehmen. Dazu gehört der Duft. Richtig eingesetzt, schafft er Atmosphäre und stärkt die Wahrnehmung einer Hotelmarke.

Für den gezielten Einsatz gilt deshalb: weniger ist mehr. Der Duft sollte dezent eingesetzt werden, zum Charakter des Hauses passen und sich stimmig in das Gesamterlebnis einfügen. Duft soll begleiten, nicht dominieren. Wie gut Duft funktioniert, hängt stark davon ab, wo er eingesetzt wird. Lobby und Eingangsbereich eignen sich, um den ersten Eindruck und das Gefühl des Ankommens zu unterstützen. Im Spa- und Wellnessbereich kann Duft Ruhe und Entspannung verstärken. Anders sieht es in Restaurants und Bars

Eine flächendeckende Beduftung ist deshalb nicht die beste Lösung. Erfolgversprechender ist ein gezielter Einsatz an ausgewählten Kontaktpunkten. Ein Corporate Scent kann zum wiedererkennbaren Bestandteil der Hotelidentität werden – vorausgesetzt, er passt zur Positionierung, zur Raumfunktion und zum tatsächlichen Gästeerlebnis.

Alexander Paveglio Vizedirektor des Hotels Rigi Kaltbad. Seine Laufbahn in der Hotellerie führte ihn über ­verschiedene Tätigkeiten im F&B- und Eventbereich in seine heutige Führungsfunktion. Im Lehrgang 51 des NDS HF Hotelmanagement beschäftigte er sich in seiner Diplomarbeit «Unsichtbares Branding» mit der Wirkung von Duft auf die Markenwahrnehmung in der Hotellerie.

Doch Duft ist auch ein Versprechen. Er darf weder unerwünschte Gerüche überdecken noch Defizite des Hotel­ erlebnisses kompensieren. Ebenso gilt es, Empfindlichkeiten der Gäste zu berücksichtigen. Was der Duft über Atmosphäre und Marke vermittelt, muss das Hotel auch einlösen. Richtig eingesetzt bleibt Duft im Hintergrund und kann gerade dadurch in Erinnerung bleiben. Er ersetzt weder Qualität noch Gastfreundschaft, kann diese Eindrücke aber emotional verbinden. So wird ein Hotel nicht nur gesehen und erlebt, sondern erinnert.

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Diese Verbindung wird als «ProustEffekt» bezeichnet: Gerüche können Erinnerungen und damit verbundene Gefühle hervorrufen. Duft kann Atmosphäre schaffen, das Wohlbefinden unterstützen und dazu beitragen, dass ein Haus als hochwertig und stimmig wahrgenommen wird. Seine besondere Stärke liegt im Unaufdringlichen. Ein Duft muss nicht bewusst erkannt ­werden, um einen Eindruck zu hinterlassen.

aus: Dort sollte den natürlichen Aromen von Speisen und Getränken der Vortritt gelassen werden. Auch Hotelzimmer sind sensibel, da sie den Rückzugsort des Gastes darstellen.

«Duft soll begleiten, nicht dominieren. Richtig eingesetzt, kann er ein Hotel in Erinnerung halten.»

L es

H

otels investieren viel in ein stimmiges Gästeerlebnis. Architektur, Interior Design und Licht prägen, was wir sehen, Musik schafft Atmosphäre und Kulinarik eigene Geschmackserlebnisse. Doch ein Sinn bleibt häufig im Hintergrund: der Geruchssinn. Er ist eng mit Emotionen und Erinnerungen verbunden. Ein bestimmter Duft kann uns innerhalb weniger Augenblicke an einen Ort oder ein Erlebnis zurückversetzen.

105


SOMMELIERVERBAND SCHWEIZ SVS OFFIZIELLE VERBANDSMITTEILUNGEN

Top-5-Sommellerie, v. l. n. r.: Maurizio Chiocca von Arvino in Zürich, Daria Pichler vom Hotel Schweizerhof Bern & Spa in Bern, Marvin Bezzola vom Baur au Lac in Zürich, Pascal Clémençon von Les Bulles in Zürich, Lucila Buschor von der Intervinum AG in Schlieren.

Junge Talente brauchen eine Bühne Die Flasche ist geöffnet. Der Wein steht bereit. Der Gast wartet auf die Empfehlung. Was jetzt folgt, sieht nach Routine aus. Für das junge Talent ist es aber der entscheidende Moment: Fachwissen allein reicht nicht. Jetzt muss es sitzen. Alexandra Banhidi, SVS-Präsidentin

D

er Live-Mittagsservice ist die letzte und vielleicht unmittelbarste Herausforderung des Marmite Youngster Wettbewerbs. Hier gibt es keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Die Kandidatinnen und Kandidaten beraten, empfehlen, servieren – und werden dabei von einer erfahrenen Fachjury

108

genau beobachtet. Ein Sommelier muss mehr ­können, als einen Wein zu erkennen. Gefragt sind Aufmerksamkeit, Fingerspitzengefühl, Sicherheit im Auftritt und echte Gastgeberqualität. Im Service zeigt sich, ob aus gelerntem Wissen echte Kompetenz wird.


SOMMELIERVERBAND SCHWEIZ SVS OFFIZIELLE VERBANDSMITTEILUNGEN

Gerade in einer Zeit, in der Gastronomie und Ho­tel­­lerie über Fachkräftemangel und Nachwuchs sprechen, braucht es Plattformen, die junge Berufsleute sichtbar machen. Der Marmite Youngster Wettbewerb bietet dafür eine besondere Bühne. Die Vorbereitung ist intensiv. Die Kandidatinnen und Kandidaten setzen sich bewusst mit ihrem Beruf auseinander, trainieren ihre Sinne, vertiefen ihr Wissen und lernen, auch in ungewohnten Situationen konzentriert zu ­bleiben. Dazu kommen der Austausch mit an­­ deren jungen Talenten und Begegnungen mit erfahrenen Fachleuten.

Hier übernimmt der Sommelierverband Deutschschweiz SVS eine wichtige Rolle. Mit seinem En­­ gagement beim Marmite Youngster Wettbewerb bringt er junge Talente mit erfahrenen Fachleuten zusammen und schafft eine Plattform, auf der Leistung gefordert, beurteilt und gefördert wird. Die Branche braucht junge Menschen, die neu­ gierig bleiben, Verantwortung übernehmen und Freude an ihrem Beruf haben. Der Marmite Youngster Wettbewerb zeigt, wie viel Potenzial in dieser Generation steckt – und warum es sich lohnt, ihnen Raum zu geben.

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Erfahrung trifft auf Nachwuchs Die Sommellerie-Jury vereint unterschiedliche Erfahrungen aus der Gastronomie, der Weinwelt und aus internationalen Wettbewerben. Aurélien Blanc, Restaurant Manager des Marguita im Baur au Lac in Zürich, bereichert die Jury mit seiner langjährigen Erfahrung in der gehobenen Gastronomie und Sommellerie. Marc Almert, ASI Bester Sommelier der Welt 2019 und Chefsommelier im Baur au Lac, kennt die Anforderungen internationaler Wettbewerbe aus eigener Erfahrung. Silvia Zuberbühler, Personal Sommelier, bringt ihre umfassende Erfahrung und ihr feines Gespür für die Praxis der Sommellerie ein. Bewertet wird entsprechend umfassend. Neben der fachlich ­korrekten Antwort oder der Einschätzung eines Weines zählen ebenso Auftreten, Kommunikation, Präzision und der Umgang mit dem Gast.

Weinwissen entsteht nicht nur aus Büchern Nicht alle werden am Ende auf dem Podest stehen. Aber alle nehmen etwas mit: Erfahrung, neue Kontakte und ein klareres Bild davon, wo sie fachlich stehen und wohin ihr weiterer Weg führen kann. Gerade für die Sommellerie ist dieser Austausch wertvoll. Weinwissen entsteht nicht allein aus Büchern. Es entwickelt sich beim Verkosten, im Gespräch, im Service und durch Menschen, die bereit sind, ihre Erfahrung weiterzugeben.

Jury Sommellerie, v. l. n. r.: Marc Almert, Andrea Vogt, ­ Alexandra Banhidi, Anita Römer, Silvia Zuberbühler, Florentina Birlo und Stefano Petta.

L es

In der Kategorie Sommellerie ist der Sommelierverband Deutschschweiz SVS für die Durchführung verantwortlich. Die Prüfung ist vielseitig aufgebaut: Den Auftakt bildet das Tasting, bei dem die Kandidatinnen und Kandidaten Weine sensorisch erfassen, analysieren und präzise beschreiben müssen. Danach folgt die Theorieprüfung, die ein breites Fachwissen rund um Wein und Sommellerie verlangt. Den Abschluss bildet der Live-Mittagsservice. Diese Kombination macht die Herausforderung besonders anspruchsvoll. Eine Empfehlung muss zum Gericht, zum Gast und zur Situation passen. Gleichzeitig darf der Service nie wie eine Prüfung wirken – für die Gäste soll er selbstverständlich und persönlich bleiben.

109


AM MARKT

Le Creuset

Le Creuset: Factory to Table Sale Vom 28. bis 31. Oktober 2026 erwartet Besucherinnen und Besucher am Factory to Table Sale in Zürich Oerlikon eine einzigartige Gelegenheit, hochwertige Küchen­ produkte von Le Creuset zu attraktiven Sonderpreisen von bis zu 70 Prozent Rabatt zu entdecken. Das Sortiment umfasst eine Vielzahl von Produkten aus unterschiedlichen Kategorien, darunter ikonische Gusseisen-Bräter und Pfannen, farbenfrohes Steinzeug und stilvolle Küchenaccessoires. Die Veranstaltung findet in der Pink Tree Hall in Zürich Oerlikon statt. Frühbucher erhalten bereits am Mittwoch, 28. Oktober, Zugang zum Verkauf, die regulären Verkaufstage laufen vom Donnerstag, 29., bis Samstag, 31. Oktober 2026. Tickets sind im Vorverkauf erhältlich. Der Ticketpreis wird am Veranstaltungstag bei einem Einkauf vor Ort als Rabatt abgezogen. Weitere Informationen und Tickets unter:

Hero AG

Winterliche Genussmomente aus der Tortelli-Küche Mit Parmadoro Pasta ripiena ergänzen Sie Ihre Speisekarte um vielseitige Tortelli-Spezialitäten. Das Sor­t i­ ment umfasst beliebte Klassiker wie Tortelli Ricotta Spinat, Käse Birne, Funghi, Limone oder Brasato sowie saisonale Spezialitäten für das ganze Jahr wie Tortelli Kürbis oder Spargel. Die Frischeierteigwaren werden in der Schweiz nach traditionellen Rezepturen her­ gestellt und überzeugen mit einer Füllung von über 50 Prozent sowie Eiern aus Schweizer Freilandhaltung. Die tiefgekühlten Tortelli sind lose gefroren, einfach portionierbar und in nur vier Minuten servierbereit. Für die Wintersaison sorgen zwei Limited Editions für zusätzliche Genussmomente. Ab Oktober ist die Sorte Tortelli Raclette Speck erhältlich: eine herzhafte ­Kombination aus Raclettekäse, Speck und Kartoffeln. Ab November folgt die Sorte Tortelli Tartufo mit einer raffinierten Füllung aus Trüffel und Ricotta. Beide ­Sorten sind nur für kurze Zeit verfügbar und eignen sich ideal, um Gästen saisonale Highlights und neue Geschmackserlebnisse anzubieten. www.gastro.hero.ch

112


VORSCHAU / IMPRESSUM

Vorschau Fokus Digitalisierung – Smarte Lösungen und ­Integration von digitalen Möglichkeiten in der Ausbildung und im Berufsalltag der Hotellerie und Gastronomie Sonderteil Wellness & Health – Entspannung und Fitness im Hotel, von Sauna über Pool bis zum Gym

Die nächste Ausgabe «Hotelier» erscheint am 4. Dezember 2026. Der Newsletter Hotelier Weekend erscheint jeden Freitag um 16 Uhr.

IMPRESSUM

Hotelieree Hotelier

Aboverwaltung abo@weberverlag.ch Telefon 033 334 50 44 Layout Cornelia Wyssen Bildbearbeitung Adrian Aellig

Hotelier 32. Jahrgang hotelier.ch Herausgeberin Weber Verlag AG Gwattstrasse 144 CH-3645 Gwatt/Thun 033 336 55 55 weberverlag.ch Verlagsleitung Annette Weber-Hadorn a.weber@weberverlag.ch Dyami Häfliger-Hadorn d.haefliger@weberverlag.ch Chefredaktion Dr. phil. Hilmar Gernet (phg) h.gernet@hotelier.ch Projektleitung Corinne Kneubühler c.kneubuehler@weberverlag.ch Anzeigenverkauf Thomas Kolbeck t.kolbeck@weberverlag.ch

Druck AVD Goldach AG Sulzstrasse 10–12 9403 Goldach Bildnachweise Patrick Bäriswyl: Cover, 25; The Mansard/Melanie Uhkötter: S. 6 (oben); AC Hotel by Marriott Bulle: S. 6 (unten); Xandra M. Linsin: S. 9; Swiss Deluxe Hotels: S. 10; Grand Hotel & Spa Walliserhof: S. 11; Mandarin Oriental Savoy Zürich: S. 12; Park Hyatt Zürich: S. 13; BelArosa Suiten & Wellness: S. 14; Hotel & Gastro Union: S. 15; Julius Hirtzberger: S. 16–24; Hotel Belvedere Grindelwald AG: S. 26 (oben); Hotel Edelweiss Sils-Maria: S. 26 (unten); Daniel Rihs: S. 27; Elge Kenneweg: S. 32, 34–35; Christoph Arnet: S. 36; Martin Meier: S. 37 (unten); Andreas Scherrer: S. 38 (oben); Merlin Photography Ltd: S. 40 (unten); Felix Peter: S. 41 (unten); iStock: S. 40, 45, 46, 58, 61, 113; Jack

Harding: S. 47 (oben); Phil Wenger: S. 48, 49 (links); Hüsler Nest AG: S. 51; RoomPriceGenie AG: S. 52; Pia Neuenschwander: S. 53 (rechts); Roli Boog: S. 55; H&dM/Robert Rieger: S. 60; Thomas Straub: S. 62–63; Raffael Soppelsa: S. 64; Villars Alpine Resort: S. 68–73; Hotel Grindelwalderhof: S. 74; Imlauer Palais Mirabell: S. 75; Flavian Couvreur: S. 80; Louis Roederer: S. 81; Food Visuals: S. 84; David Biedert: S. 87; Wikimedia: S. 92; parlament.ch/ Alessandro Della Valle: S. 93, 94; parlament.ch/Daniel Ammann: S. 95; Felix Meinhardt: S. 97; Auviso: S. 108; Olivier Maire: S. 111

Geneh­m igung der Redaktion und genauer Quellenangabe gestattet. Mit Verfasser­n amen be­z ie­h ungs­w eise Kürzel gezei­c hnete Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autorinnen und Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Publiziertes Bild­m aterial, sofern nicht angeführt, wurde dem Verlag zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder kann keine Haftung ­ü bernommen werden.

Hotelieree Hotelier

Roman Codina, Direktor BEAUSiTE Zermatt: «Leichtigkeit im Hotel ist eine Qualität»

Trinkgeld bleibt ein steuerfreies Geschenk

Das Schweizer Fachmagazin für die Hotellerie

05

2026

Jetzt abonnieren!

Cover Roman Codina, Direktor BEAUSiTE Zermatt: «Leichtigkeit im H ­ otel ist eine Qualität»

Investment Club: Wo CEOs prognostizieren und philosophieren

Preise Abonnement 1 Jahr (6 Ausgaben): CHF 120.– 2 Jahre (12 Ausgaben): CHF 240.– Einzelausgabe: CHF 22.–, Ausland zuzüglich Porto ISSN 1664-7548 Beglaubigung 2026 Total gedruckte Auflage: 4000 Exemplare Total verbreitete Auflage: 3634 Exemplare

Offizielles ­P ublikationsorgan «Hotelier» ist das offizielle Publikationsorgan des ­S chweizer Sommelier­­ver­b ands ASSP-SVS und der Vereinigung dipl. Hoteliers-Restaurateure VDH.

Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit schriftlicher

113


ZU GAST BEIM HOTELIER MARIE REICHENBACH-JULEN, LE MIRABEAU RESORT & SPA ZERMATT

Work hard, play hard Was tun Sie gegen Langeweile? Lange… was? Was macht Sie glücklich? Zeit mit meiner Familie zu verbringen! Besonders dann, wenn wir uns nach einer erfolgreichen Saison die Zeit und Freiheit nehmen können, gemeinsam inspirierende Reisen zu erleben, um unserem Sohn die Welt zu zeigen. Was macht Sie traurig? Was mich emotional mitnimmt, sind die Zeiten, in denen ich den Spagat zwischen meinem Job als Hoteldirektorin und meiner Rolle als Mutter nicht gut hinbekomme. Zum Beispiel ­während der Weihnachtszeit oder wenn wir Umbauoder Neubauprojekte haben, ist es oft schwierig, meine Prioritäten richtig zu setzen. Zum Glück ­verbringe ich wenigstens genug Zeit mit meinem Mann Francis, da wir das Hotel ja zusammen führen. Was war Ihr grösster Erfolg? Dass mein Mann und ich die Übergabe des Betriebes von meinen Eltern geschafft haben. Nachfolgeregelungen, vor allem von einem so ­grossen Betrieb, und in dritter Generation, können komplex und emotional sein, und anfangs war es für alle Beteiligten sehr mühsam. Aber nach einer Zeit haben wir alle unseren Platz gefunden. Jetzt greifen mein

114

Mann und ich gerne auf die Erfahrung und das ­Wissen meiner Eltern zu­­ rück, und sie helfen auch aus, wenn Not am Mann ist. Der grösste Flop? Ich habe mir anfangs bei der Hotelübernahme zu wenig zugetraut und zu lange an neuen Ideen gezweifelt. Dadurch haben wir bei der Umsetzung ­wertvolle Zeit verloren. Aber am Ende ist alles so gekommen, wie es sollte. Ihre Lieblingsfarbe? Momentan die Farbe, welche ich für den anstehenden Umbau unserer Hotelzimmer ausgesucht habe: Kittiwake blue von Farrow & Ball. Ein sanftes, samtiges Blaugrau, das an Gletscher­ wasser erinnert. Ihr Lieblingstier? Unsere 12‑jährige Cavalier King-Charles-Spaniel-­ Hündin Daisy. Ihre Lieblingsblume? Meine Hortensien, welche ich mit viel Liebesmühe in unserem Garten (auf 1650 m ü. M.!) geschafft habe, anzupflanzen. Was tun Sie mit einem geschenkten Jahr? Verlockender Gedanke! Sicherlich mehr Zeit zu Hause und mit Freunden verbringen. Vielleicht auch ein längeres Sabbatical mit einer Weltreise … Es gibt so viele Orte, die noch oder

wieder auf meiner BucketList stehen. Welche drei Personen schätzen Sie besonders und warum? Meinen Sohn, weil er mir zeigt, wie wichtig und einfach es ist, abzuschalten und im Hier und Jetzt Spass zu haben. Meinen Mann schätze ich für seine unermüdliche Ausdauer und Verlässlichkeit als Businesspartner – und für seine Geduld und liebevolle Art als Lebenspartner und Vater. Anstatt einer dritten Person oder meiner Familie und Freunde möchte ich noch unsere langjährigen Mitarbeitenden erwähnen, ­welche ich besonders wertschätze. Von unserem V ­ izedirektor bis hin zur Frühstücksdame – und viele andere – ohne ihre Treue und ihre Leidenschaft für unseren Betrieb wäre vieles von dem, was wir heute erreicht haben, nicht möglich gewesen. Was fehlt nie in Ihrem Kühlschrank? Hering in Tomatensauce und Chili-Crunch – verurteilen Sie mich nicht, bevor Sie es nicht selbst ausprobiert haben! Am besten auf in Olivenöl getoastetem Brot. (Bitte, gern geschehen.) Welches ist Ihr Lieblingshotel und warum? Das Siam Kempinski Hotel Bangkok. Nicht nur, weil mein Mann, während wir in Thailand gelebt haben, dort

Marie Reichenbach-Julen ist in Zermatt im familieneigenen Hotelbetrieb aufgewachsen. ­ An der EHL Hotelfachschule Lausanne lernte sie ihren späteren Mann Francis Reichenbach kennen. Ihre Karriere führte sie über Paris nach London, bis nach Bangkok und Zürich, bis sie 2014 mit ihrem Mann nach ­Zermatt zurückkehrte und in den Familienbetrieb einstieg. Seither führen und entwickeln sie das Le Mirabeau Resort & Spa ­Zermatt. Ihre besondere Leidenschaft gilt den zahlreichen Um- und Neubauprojekten – insbesondere dem Interior Design, das sie persönlich konzipiert und ausführt. Gemeinsam mit ihrem Mann Francis, ihrem sechsjährigen Sohn Leonard und Hündin Daisy lebt sie nur einen Steinwurf vom Hotel entfernt.

gearbeitet hat, und es uns deswegen am Herzen liegt, sondern auch, weil das Design und die Lage perfekt sind und die Servicequalität schlichtweg inspirierend ist. Ihr Leitspruch fürs Leben? Work hard, play hard. Was soll man später einmal über Sie sagen? Dass ich wirklich da war – ehrlich, präsent, mit viel Leidenschaft, Lebensfreude und einer guten Portion Verrücktheit.


COLOURS OF SWISS NATURE

SPIRIT O

F THE AL

UNIQUE

DRIFT

PS

WOOD

BY THE SEA sknife ltd., Neuengasse 5, 2502 Biel/Bienne

SHAPE

D BY T

IME

CREATE YOUR STYLE www.sknife.com


25.– 28.10.2026

los! ’s t h e g n e g a T 9 In ern: zagg.ch Jetzt Ticket sich

Messe Luzern

Der nationale Treffpunkt mit relevanten Trends für Gastronomie und Hotellerie.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Hotelier_2026-05_RZ_VORSCHAU_ES by WEBER VERLAG - Issuu