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Hotelier_2026-01_RZ_ES

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GASTGEBER:INNEN

22. bis 24. März 2026

Der Treffpunkt der HospitalityBranche

Alkohol

Wenn wir Wein, Bier, Kafi Luz oder Absinth geniessen, trinken wir nicht in erster Linie Alkohol. Es geht um Genuss, Geselligkeit, gesellschaftliche Rituale, Entspannung und Kultur. Wenn nun ein politischer Streit zwischen dem Bundesamt für Gesundheit, dem Bundesrat und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen die verantwortungsbewussten Genuss­Trinkerinnen und ­Trinker im Nationalund Ständerat läuft, so ist das mehr als eine übliche Differenz zwischen Interessengruppen (vgl. Seite 96 ff). Es wird ein Kulturkampf ausgefochten.

Es gilt, das eigene Menschenbild zu verteidigen. Dem Kampfbegriff «Alkoholkonsum» steht der Slogan «Genuss mit Haltung» gegenüber. Sucht und Gesundheitsrisiko stehen gegen Kulturgut* und Eigenverantwortung. Den einen geht es wieder einmal um den neuen Menschen, der erzogen und betreut werden muss. Die anderen verteidigen seine Selbstbestimmung und Freiheit. Risiken beinhalten beide Positionen.

Die Alkohol­ Gegner riskieren mit einer interventionistisch übertriebenen staatlichen Gesundheitsund Suchtvorsorge die Liberalität des Einzelnen und der Gesellschaft. Propagiert wird das staatlich gereregelte, risikofreie Leben. Die Alkohol­Geniesser mit Haltung hingegen neigen zu einer gewissen Nonchalance bei übermässigem Alkoholkonsum und seinen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen. Es stellt sich die Frage des Masses. Bei der Beantwortung dieser Dauerfrage ist jedoch dem Einzelnen und seiner Verantwortung zu vertrauen.

Die gesundheitlichen Risiken existieren, wie bei jedem Übermass. Sind es 23 oder über 200 Gesundheitsprobleme, die bei übermässigem Trinken alkoholischer Getränke entstehen können? Verliert man dadurch zehn oder mehr Lebensjahre oder nur ein Jahr? Unterschiedliche Studien stellen –erwartungsgemäss – Unterschiedliches fest. Individuelle Risikoabschätzungen mit solch riesigen Spreizungen sind wenig hilfreich. In der heutigen Welt, die scheinbar nur noch aus Risiken besteht, wirken solche Angaben unterkomplex. Dagegen hilft nur, sich jeden Tag, bereits beim Aufstehen, bewusst zu machen, dass das Leben lebensgefährlich ist und tödlich endet – eben der gesunde, eigenverantwortliche Menschenverstand.

Bei den WHO ­Warnungen für Europa musste ich an das Buch «Die letzten Tage der Menschheit» (1922) von Karl Kraus denken. Darin thematisiert Kraus unter anderem, dass Sprache korrumpiert und zum Tatort gemacht wird. Beispielsweise, wenn Angst durch Zahlen produziert wird. Oder wenn Menschen nur noch als Masse betrachtet werden, die sich im Rausch betäuben und sich selbst zerstören. Solche «Sprach­Tatorte» sind auch in der WHO ­Alkohol­Strategie hundert Jahre später noch immer bedenkenswert.

«Beim Alkoholkonsum gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge. (…) Egal, wie viel man trinkt – das Risiko für die Gesundheit beginnt schon beim ersten Tropfen jedes alkoholischen Getränks.»

Quelle: WHO, Regionalkomitee Europa

Ja, es liesse sich aus der Essenz von Karl Kraus ein «nüchternes» Plädoyer für ein gesundes Verhältnis zu Wein, Bier, Absinth oder Kafi Luz ableiten. Eines, das die Illusion einer cleanen, risiko ­ und rauschfreien, einer betreuten Gesellschaft überwindet. An ihre Stelle würde ein erwachsenes Statement für eine massvolle, eigenverantwortliche Balance von Genuss und Gefahr gesetzt. Eine Haltung, die auch bekannt ist unter dem Begriff «Leben».

Dr. Hilmar Gernet, Chefredaktor

* Zu diesem Kulturgut gehört auch die Kulturlandschaft Lavaux am Genfersee. Die Weinanbau-Region wurde 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe promoviert. Eine Alkohol-Landschaft?

Persönlichkeiten

Titelgeschichte

16 Patrick Jäger: «Meine Antwort wird wohl zur Titel­Schlagzeile»

Andrin Willi Hotelrating

26 Familie testet Familienhotels

28 Gastia

Szene

36 Eine Zusammenarbeit, die Hotellerie, Luxus und Design neu denkt

38 Wer wird Goldener Koch 2027?

40 Ambiente 2026 – Aktuelles in der HoReCa­Branche

41 Ein Impuls für eine neue Art der Zielsetzung

42 Vom Kachelofa­Stübli zu «7050 – Alpine Signature Dining»

43 Frischer Lifestyle in der Stadt Unterwegs

44 Demokratischer Tourismus: ein not wendiges Premium­Produkt

Sonderteil: Textilien im Hotel

52 Berufsbekleidung im Wandel

54 Effizienz beginnt bei der Wäschebeschaffung

56 Stilvoll. Individuell. Professionell. Corporate Fashion neu definiert

57 Ganzheitlich nachhaltige Wäschereilösungen

Unternehmen

58 Wellness trifft Jugendstil

Architektur

60 Eine Geschichte von Innovation und Transformation

63 Das Architektenbett. Mehr Raum durch schwebende Optik

64 Für drinnen und draussen – vom Eiger bis zum Matterhorn

Essen und Trinken

66 Von Kimchi zu Kombucha

68 Erhebt Eure Stimme – und das Glas

Sonderteil: Kaffee und Tee

72 Der eigene Blend

76 Kapselfreier Kaffee, begeisterte Gäste

78 Ausbildung zum Schweizer KaffeeSommelier®

80 Genuss aus Schweizer Hand

82 Teegenuss, der in Erinnerung bleibt

84 «Ist der Kaffee am Ende schlecht, bleibt nur das in Erinnerung»

86 Langjährige Partnerschaft und gegenseitiges Vertrauen

89 Das perfekte Duo für besten Kaffee

Next Generation

91 Tschüss Flickwerk

Politik

92 Christoph Hürlimann, Direktor

HotellerieSuisse: «Die Ideen soll reisen.»

95 Europaweite Sammelklage gegen Booking.com eingereicht

96 Alkohol – Streit über Genuss oder Verdruss

Recht

102 Einhaltung der Mindestlöhne: Arbeitgeber in der Pflicht

Vereinigung diplomierter

Hoteliers-Restaurateure VDH

104 Strukturierte Weiterbildung für eine Branche im Wandel

106 Wie das neue NDS Führungskräfte zum Gestalten befähigt

107 Leadership mit Weitblick: Warum das Studium mehr ist als ein Diplom

Sommelierverband Schweiz SVS

108 It’s Tea Time – prickelnde (fast) alkoholfreie Alternativen aus Dänemark

112 Am Markt

Zu Gast beim Hotelier

114 Nicole Pampel

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Neuer Küchenchef im AMERON Davos Swiss Mountain Resort

Das AMERON Davos Swiss Mountain Resort startet mit frischem Schwung in die neue Saison: Seit kurzem leitet Dominic Adamantidis als neuer Küchenchef die gastronomischen Geschicke des Hauses. Der gebürtige St. Galler bringt umfassende Erfahrung aus der Schweizer Spitzengastronomie und internationalen Luxusdestinationen mit. Er hatte bereits führende Positionen im Hotel Schweizerhof Zermatt, im 3100 Kulmhotel Gornergrat und im Matterhorn Glacier Paradise inne. Sein kuli na rischer Stil ist geprägt von einer modernen, authentischen Alpenküche, die Regionalität, Leichtigkeit und kreative Akzente vereint. Mit seiner Er nennung stärkt das AMERON Davos Swiss Mountain Resort sein kulinarisches Profil weiter und unterstreicht den Anspruch der AMERON Collection, hochwertige Gastronomie mit authentischem Stil und regionaler Verbundenheit zu vereinen. mm/sl

Nach 30 Jahren neue

Drei Jahrzehnte prägten Thomas und Brigitte Frei den «Bernerhof Gstaad» mit Passion, Weitsicht gagement. Nun haben sie beschlossen, ihre Mehrheitsbeteiligung an der Hotel Bernerhof AG an die neuen Eigentümer, The Risk Management Group SA, mit Sitz in Genf, und die Holdingstone AG, eine Investitionsund Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Zug, zu übertragen. Die neuen Eigentümer beabsichtigen entwickeln dürfnisse einer sich wandelnden Gästegruppe auszurichten. Die opeHotels übernahm François Grohens. Sein Fokus liegt darauf, den «Bernerhof» als vertrauten Ort zu bewahren und gleichzeitig neue Gäste für die lebendige Atmomm/sl

Mövenpick Wein verstärkt die Geschäftsleitung

Mövenpick Wein stellt seine Geschäftsleitung neu auf, um auf die tiefgreifenden Veränderungen im Weinhandel zu reagieren. Dieser ist zunehmend durch digitale Informations­ und Kaufprozesse geprägt. Das Schweizer Unternehmen legt den Fokus auf Digitalisierung, künstliche Intelligenz und die Weiterent wick lung von Erlebnis­ und

Vorreiterinnen im nachhaltigen Tourismus

Weniger Licht, mehr Natur. Die Beleuchtung wertet Ardez nachhaltig auf.

Genusswelten. Die neuen Mitglieder der Geschäftsleitung sind Michél Weber, Geschäftsführer von Mövenpick Wein Deutschland, Samuel Schawalder, Leiter von On­ und Offtrade bei der Mövenpick Wein Schweiz AG, und Nikolaus Eggers, Verantwortlicher für den Bereich Geschäftsentwicklung. (Fotos: v. l. n. r.) mm/sl

Die Ferienregionen Engadin Scuol Zernez und Val Müstair sind die ersten in der Schweiz, die das TourCert­Label «Nachhaltiges Reiseziel» zum zweiten Mal in Folge erhalten haben. Ein zentrales Ziel der Regionen ist es, mehr Gäste über öffentliche Verkehrsmittel zu gewinnen, was als Herausforderung angesehen wird. Die Förderung von Regionalität wird als entscheidend für den Schutz der Natur sowie die Stärkung der lokalen Wirtschaft und der Lebensqualität hervorgehoben. Beispielsweise bietet das Hotel Bär & Post in Zernez ein naturnahes Spa­Erlebnis und nutzt regionale Bio ­Produkte, wodurch es von erhöhter Sichtbarkeit profitiert. In Ardez werden neue, energieeffi ziente Lichtquellen installiert, um die öffentlichen Räume nachts sanft zu beleuchten, ohne unnötige Lichtemissionen zu erzeugen. Es wird betont, dass die Regionen für nachhaltigen Tourismus prädestiniert sind und authentische, nachhaltige Erlebnisse bieten, die bei den Gästen zunehmend geschätzt werden. mm/sl

Sechs Talente, ein Ziel

Die sechs Finalteilnehmenden von gusto26, der Schweizer Meisterschaft für Kochlernende, stehen fest. Sie sind ein Beispiel für die Vielfalt und Qualität der Schweizer Kochausbildung. Flurina Schibig (2. Lehrjahr, Seehotel Waldstätterhof) überzeugt mit einem lebens­ und farbenfrohen Kochstil sowie einem ausgeprägten Gespür für Aromen. Jelena Hopf (2. Lehrjahr, Gasthof Kreuz) verbindet unterschiedliche Kochkulturen und betrachtet das Kochen als persönliche und handwerkliche Weiterentwicklung. Livia Küry (2. Lehrjahr, Restaurant Gotthard) arbeitet leidenschaftlich und kreativ und legt besonderen Wert auf Kräuter und Spontaneität. Mateo Hoefliger (3. Lehrjahr, Casino Bern) setzt auf Regionalität, Einfachheit und eine präzise umgesetzte Nose­to­Tail­Küche. Tiziano Palazzo (3. Lehrjahr, The Omnia Zermatt) kocht detailverliebt, kreativ und fokussiert, geprägt von der alpinen Produktwelt seines Ausbildungsbetriebs. Vivien Burkhard (2. Lehrjahr, Schüpbärg­Beizli) vereint Teamgeist, Präzision und Geschmack und steht für eine frische, saisonale Küche. Die Finalistinnen und Finalisten zeigen ein hohes fachliches Niveau, eine klare Handschrift und ein grosses Engagement für die Zukunft der Schweizer Gastronomie. Das Finale findet am 26. März 2026 statt. Einen Tag danach findet die Siegerehrung im Kursaal Bern statt. mm/sl

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Franz W. Faeh – Sein und Werden in der Küche des Gstaad Palace

Der «Saanebueb» Franz W. Faeh kochte in den Küchen der Welt auf höchstem Niveau. Culinary Director im «Gstaad Palace» ist er seit zehn Jahren. Zum «Koch des Jahres» wählten ihn verschiedene renommierte Jurys. Letztes Jahr überreichte ihm Bundesrat Guy Parmelin die Auszeichnung, um nun dem erlesenen Kreis «Mérite Culinaire Suisse» anzugehören. Im Austausch mit dem «Hotelier» bringt er seine Küchenphilosophie exklusiv und ohne «Chichi» auf den «Punkt».

Interview Hilmar Gernet

Was ist typisch an und in der Küche des «Gstaad Palace»?

Das Typische ist, dass wir uns konsequent am Geschmack und an den Favoriten unserer Gästeschaft orientieren. Wir haben insgesamt 140 Positionen auf unserer Karte. Das ist einzigartig. Kommt hinzu, dass wir eine gradlinige, ehrliche Küche pflegen, kein Chichi, down­to ­thepoint. Wir haben viele Klassiker auf der Karte, hinzu kommen meine Long­Time ­Bestseller wie den «Loup de Mer Hongkong Style» – ein Gericht mit asiatischem Twist. Ich war ja über 20 Jahre in Asien tätig, unter anderem auch für das Königshaus von Thailand. Diese Gerichte sind ebenfalls authentisch und mit Zutaten, die man so nirgends findet. Sozusagen meine kleinen Geheimnisse …

Was unterscheidet oder differenziert Ihr Kochen vom Kochen anderer Spitzenköche? Ich kann nicht über meine Kollegen urteilen. Ich orientiere mich nicht an Punkten, Sternen oder Kritikern, sondern an den Wünschen unserer weitgereisten und kulinarisch erfahrenen Gäste. Wichtig: Nicht ich koche, sondern wir sind ein Team von 55 Topkräften. Ein Team also, das meine rechte Hand, Luca Gatti, virtuos führt.

Was hat sich im «Gstaad Palace» geändert, als Sie die Aufgabe als Culinary Director übernommen haben?

An den Gerichten per se haben wir fast nichts geändert. Wir wollen den File Rouge weiterführen – ergänzt mit meinen Duftnoten aus Asien. Wir haben vor allem das Gesicht jedes Restaurants im Hause geschärft. Wir wollten nicht mehr überall alles und jedes servieren. Sondern am richtigen Ort die besten Dinge. Zudem habe ich die Klassiker etwas entschlackt, sprich weniger Doppelrahm, Butter etc. Auch die Portionsgrösse haben wir leicht angepasst, damit wir den Foodwaste reduzieren können. Das hat viel gebracht. Lieber servieren wir ein Supplement, wenn ein Gast dies wünscht.

Was wird es in der Küche des «Gstaad Palace» nie oder nie mehr geben?

Sag niemals nie, würde ich sagen. Klar habe ich meine klaren ethischen Vorstellungen und esse gewisse Dinge konsequent nicht. Aber wir sind nicht hier, um unsere Gäste zu erziehen. Wir beraten unsere Kundschaft. Zudem arbeiten wir generell nur mit Partnern und Lieferanten zusammen, die um das Tierwohl besorgt sind. Das ist ohnehin mein oberstes Credo. Unsere Lieferanten sind wie unsere «Freunde». Und auf Freunde kann man sich verlassen.

Wie sehen Sie die Zukunft der Hotelküche generell – in der Schweiz und global?

Ich denke, unsere Linie ist genau richtig. Menschen wollen Klassiker, echten Gout, wahre Passion und Gerichte, die «fäged». Eigentlich eine gute Haute Cuisine, ehrlich. Punkt. Keine Fusion, die ich immer spasseshalber «Confusion» nenne.

Kein Chichi, keine Nouvelle Cuisine. Alles passé. Die Klassiker sind immer modern.

Gab es einen Wunsch, den Sie als Koch in Ihrer Karriere nicht realisieren konnten?

Ich darf sagen, dass ich ein enorm reiches und erfolgreiches Kochleben habe. Ich durfte an fast allen Orten der Welt mit hochinteressanten Menschen und Kollegen arbeiten. Einzig in Afrika war ich nie. Sprich, ich habe auf diesem Kontinent (noch) keine Erfahrungen sammeln können.

Welchen Wunsch haben Sie sich in der «Gstaad Palace»-Küche erfüllt?

Einen Kinderwunsch. Ich bin, seit ich ein kleiner Bub war, stets am «Palace» vorbeimarschiert. Meine Eltern wohnten neben dem «Palace» am Oberbort. Mein Vater war der Hausfotograf fürs «Palace», mein Grossvater ebenso. Und ich habe natürlich die Lehre im «Palace» gemacht. Schon damals gabs nur einen Wunsch – einmal Grand

Chef im «Palace» zu werden. Diesen Wunsch durfte ich mir, dank Andrea Scherz, des Besitzers des Hauses in dritter Generation und guten Freundes, erfüllen.

Gibt es in Ihrer Hotelküche etwas, das immer bleiben wird, bleiben soll, wie es ist?

Ja, die Passion. Es ist eine Teamleistung. Es geht nicht um Sololäufe. Wir müssen als Könnerinnen und Könner, alle auf ihrer Position, performen. Bis zu 700 Gerichte schicken wir am Abend. Das ist die Kunst. Und das mit einer Stimmung, die «verhebed». Wir mögen uns. Wir krampfen. Aber wir haben es auch lustig. So soll es sein, so soll es bleiben.

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Club Grand Hôtel & Palace gibt sich eine junge Zukunft

Zwei neue, junge Köpfe unterstützen den Club-Mitgründer und CEO Hans-Ueli Gubser. Janik Tapella ist künftig COO und Marcel Lapierre CFO der neu gegründeten GmbH. Marketing und Kommunikation für das wertvolle Hotelerbe der Schweiz sollen auf digitalen Kanälen verstärkt werden.

Das neue Team führt den Club Grand Hôtels & Palace in die Zukunft und sichert damit die einzigartige Sammlung und das Archiv von Hans-Ueli Gubser, v. l. n. r: Janik Tapella, COO; Hans-Ueli Gubser, CEO; Marcel Lapierre, CFO.

in glückliches Schicksal im letzten Herbst», sagt CEO Hans­Ueli Gubser, «stellt die Zukunft der Hotelgruppe Club Grand Hôtel & Palace sicher.»

Er leitet die einzigartige Institution, die sich dem kulturellen Hotelerbe in der Schweiz widmet, seit ihrer Gründung im Jahr 1984. Gubser bemühte sich seit Langem um eine Nachfolgelösung, die mit dem Tod der Mitgründerin Silvia MeyerBattaglia dringlich wurde. Über freundschaftlich­familiäre Kontakte lernte er die beiden Studenten Janik Tapella und Marcel Lapierre kennen. Die beiden 20 ­Jährigen begeistern sich für historische Hotels und waren sofort vom einzig­

artigen Hotelarchiv in Basel beeindruckt. Janik Tapella, deutscher Staatsbürger, der die neue Aufgabe als Finanzchef übernimmt, studiert Wirtschaft an der Universität St. Gallen. Der schweizerisch­französische Doppelbürger Marcel Lapierre, der im Frühjahr die Matura macht, wird sich um organisatorische Belange sowie Marketing und Kommunikation kümmern.

Vom Club zur GmbH

Um den Club Grand Hôtel & Palace erfolgreich in die Zukunft zu führen, wurden neben der personellen Erweiterung der

Geschäftsleitung auch organisatorische und strategische Weichen gestellt. Im Januar haben die drei Mitglieder der neuen Geschäftsleitung den Club Grand Hôtel & Palace zur GmbH umfirmiert und im Basler Handelsregister eintragen lassen. Um das kulturelle Erbe der Grand­ und Palace­Hôtels zu bewahren, was nach wie vor als wichtigste Aufgabe erachtet wird, soll die Kommunikation künftig auf den digitalen Kanälen Instagram, TikTok und Facebook verstärkt werden. Die beiden Jungmanager bringen die dafür notwendige digitale Kompetenz in den Club ein.

Präsenz erhöhen

Konkret ist für das Jahr 2026 eine PR­Kampagne geplant, um neue Mitglieder zu gewinnen und die Ziele des Clubs zu kommunizieren. Das Bewusstsein für das Hotelerbe in der Schweiz soll bewahrt und bei der jüngeren Generation gestärkt werden. Parallel zu den Social­Media­Artikeln sollen Inserate in Zeitschriften platziert werden. Einen besonderen Fokus legt man auf den Ausbau der einzigartigen Sammlung historischer Ansichtskarten, die erweitert werden soll. Der Druck und der Verkauf historischer Ansichtskarten für die Mitglieder­Hotels und andere Interessierte sollen intensiviert werden. Die bestehenden Mitgliedschaften bzw. Mandate des Clubs Grand Hôtel & Palace bei HotellerieSuisse, Schweiz Tourismus und in der Stiftung Hotelerbe Schweiz (Einsitz im Stiftungsrat) sollen aktiv wahrgenommen werden. Um die persönlichen Kontakte zu pflegen, ist eine Präsenz am Schweizer Ferientag (15./16. April in Zermatt) und beim Swiss Hospitality Summit (3./4. Juni in Bern) geplant. Im November 2027 ist eine Präsenz an der Igeho in Basel geplant.

Hotelerbe und Sammlung sichern

Das neue Team macht sich auch Gedanken über die Weiterentwicklung und Sicherung der umfangreichen Sammlung verschiedenster Artefakte (Ansichtskarten, Bücher, Karten, Hotelgeschirr, Souvenirs etc.) aus und zu Grand­ und PalaceHôtels in der Schweiz. «Langfristig möchten wir das Archiv und die Sammlung in das Schweizerische Wirtschaftsarchiv der Universität Basel überführen», erklärt Hans­Ueli Gubser. Dafür sind jedoch umfangreiche Abklärungen und Gespräche zwischen der neuen Stiftung Hotelerbe Schweiz, der Stiftung Hotelarchiv Schweiz und dem Wirtschaftsarchiv notwendig. Zudem sind bestehende testamentarische Fragen zu überprüfen. Es gibt also viel zu tun für das neue Team. Das Wichtigste ist jedoch, dass der Club Grand Hôtel & Palace eine junge Zukunft gefunden hat und sein unermessliches Erbe somit gesichert ist.

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Die neue Geschäftsleitung der SV Group ab Mai 2026 (v. l. n. r.): Claudio Lermer, Jörg Rutschke, Daniel Meier, Franziska Kuhn, Marco Meier, Markus Binkert, Daniela Corboz, Dirk Rosenberg.

Veränderungen in der SV Geschäftsleitung

In den gastronomischen Geschäftsbereichen der SV Group kommt es zu personellen Veränderungen auf Stufe Geschäftsleitung.

Mit den personellen Veränderungen richtet die SV ihre Führungsstruktur konsequent auf die strategischen Zielsetzungen der kommenden Jahre aus – ein gezielter Schritt für die Weiterentwicklung der Organisation.

Daniela Corboz, derzeit CEO der SBB ­Tochter Elvetino, übernimmt als ausgewiesene Führungspersönlichkeit die Leitung der Gemeinschaftsgastronomie Schweiz. Mit ihrer langjährigen Führungserfahrung, ihrem ausgeprägten Verständnis für Gäste und Auftraggeber sowie ihrem strategischen Blick bringt sie ideale Voraussetzungen mit, um die Gemeinschaftsgastronomie Schweiz in der nächsten Entwicklungsphase zu begleiten.

Franziska Kuhn, seit 2009 bei SV tätig, übernimmt die Öffentliche Gastronomie. Sie war Teil der erweiterten Geschäftsleitung und spielte eine zent­

rale Rolle in der organisatorischen und operativen Weiterentwicklung. Mit ihrer langjährigen Führungserfahrung, ausgeprägter Prozessorientierung sowie ihrem Fokus auf Qualität und Gästeerlebnis bringt sie ideale Voraussetzungen mit, um die Öffentliche Gastronomie in die nächste Entwicklungsphase zu führen.

Jörg Rutschke, Geschäftsführer SV Deutschland, wird Teil der achtköpfigen Geschäftsleitung von SV. Das Deutschlandgeschäft soll künftig stärker in die gruppenweite Führung und Steuerung eingebunden werden. Deutschland ist ein zentraler Wachstumsmarkt für SV. Mit der Aufnahme von Jörg Rutschke wird die länderübergreifende Zusammenarbeit gestärkt und die strategische Bedeutung des Deutschlandgeschäfts unterstrichen. mm/sl

Neuer CEO Hospitality bei Andermatt Swiss Alps AG

Per 1. Januar 2026 ernannte die Andermatt Swiss Alps AG James Lamb zum CEO Hospitality. In dieser Funktion übernimmt er die strategische und operative Führung sämtlicher Hospitality­Aktivitäten der Gruppe. Mit dieser Ernennung baut die Andermatt Swiss Alps AG eine dedizierte Hospitality­ Geschäftseinheit auf, in der alle kundenrelevanten Hospitality­Berührungspunkte unter einer gemeinsamen Führung gebündelt werden. Diese neue Geschäftseinheit bildet die Grundlage für das zukünftige Wachstum und umfasst Hotellerie, Gastronomie, Retail und Sport. Ziel ist es, ein ganzheitliches 360 ­ GradGästeerlebnis auf höchstem Niveau zu schaffen und Andermatt als führende Prime Alpine Destination weltweit zu positionieren. James Lamb bringt umfassende internationale Führungserfahrung in den Bereichen Hospitality und Finanzen mit und hatte leitende Verwaltungsrats­ und Managementfunktionen in der Schweiz und in Deutschland inne, in denen er umfassende Transformations­ und Wachstumsprogramme verantwortete. mm/sl

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Patrick Jäger: «Meine Antwort wird wohl zur Titel­Schlagzeile»

Die Vermutung von Patrick Jäger, Direktor im Vier-Sterne-Superior-Hotel Eden Spiez, ist dem Hotelier ein augenzwinkernder Befehl. Die Antwort findet sich im Artikel. Ebenso seine These: Nicht das Hotel, sondern die Gäste machen den USP.

Hilmar Gernet

Kaum sitzen Patrick Jäger und ich in der Bibliothek des «Eden», erzählt und erzählt er. Kein Schwall, sondern ruhig, reflektiert, wohl dosiert. In die Schweiz ist er seiner zeit für eine Saison nach der Kochlehre im «Maritim Stuttgart», dem damals grössten Tagungshotel in Süddeutschland, gekommen. Motiviert hatte ihn die Chef­Patissière, die ihn im «Maritim» betreute: «Du musst in die Schweiz und etwas aus dir machen.» Das «Etwas» ist heute der erfolgreiche Direktor des Hotel Eden Spiez.

«Die Schweiz kannte ich aus Familienferien im Berner Oberland und am Vierwaldstättersee. Auf einem Job ­Portal fand ich eine Stelle im ‹Lenkerhof›. Am 1. August 2009 startete ich mein vertragliches Jahr. Das hohe Qualitätsniveau im Restaurant Spettacolo gefiel mir sehr gut. Dennoch blieb ich nur drei Monate. Der Kulturwechsel von Stuttgart ins kleine Dorf machte mir zu schaffen. Ausschlaggebend für meine Kündigung war der Chef. Er war für mich kein Vorbild.» Ein Küchenkollege handelte ebenso. Ohne voneinander zu wissen, hatten sie sich im «Eden» beworben und beide erhielten einen Job. «Ein bunter Zufall.»

«Das Gesamte interessierte mich»

Bei einem Zufall sollte es nicht bleiben, wie Patrick Jäger erzählte. Direktor im Hotel Eden wurde 2011 kurze Zeit später Jürgen Kögler. «Er hatte in Stuttgart meinen Ausbildungsvertrag unterzeichnet.»

Die Arbeit in der «Eden»­Küche gefiel Jäger. Aber Küchenchef war nie sein Ziel. «Mich hat das Gesamte eines Hotels interessiert. Irgendwann wollte ich ein Hotel leiten.» So kündigte er 2012 und bewarb sich auf eine Servicestelle im Congress Hotel Seepark der UBS in Thun. Er habe nicht nur einen Job gesucht, sondern wollte möglichst viel Neues kennenlernen. Die Ambition erfüllte sich. Er entdeckte und lernte viel – Kommunikation, Mitwirken beim Aufbau des Gourmet­Restaurants. Besonders Eindruck machten ihm die Menü­Briefings. «Es ging nicht nur um die Lebensmittel, sondern darum, die Menü­Idee des Küchenchefs zu erkennen.» Besonderen Spass habe er beim Verkauf der Weinbegleitung gehabt, schaut Patrick Jäger mit einem zufriedenen Lachen zurück.

Seine Neugierde führte ihn weiter an die Hotelfachschule Thun. «Da habe ich soooo viel gelernt.» Und es ereignete sich, diesmal wohl etwas gesteuert,

Patrick Jäger.

ein dritter Zufall. Nach den Hotelfachschuljahren rief «Eden»­Direktor Kögler an. Er hatte eine Stelle als Direktionsassistent zu besetzen. Im «Eden» hatte Patrick Jäger als Hotelfachschul­Student ein Praktikum in der Meeting­ und Event­Leitung gemacht. Er packte die Assistenzstelle. «Nach einem halben Jahr kündigte der Vizedirektor – und jetzt ist 2026», fasst Jäger den Gang der weiteren Geschichte zusammen.

«Es hat gepasst»

Bei der Pensionierung und dem Wechsel von Direktor Kögler in den Verwaltungsrat habe die Besitzerin des Hotel Eden, Lisbeth Mathys, das Gespräch mit ihm gesucht. Man vereinbarte, dass er für ein Jahr als Resident Manager, als Co ­ Geschäftsführer mit Jürgen Kögler, arbeite. 2021 übernahm Patrick Jäger den Direktor­Posten. Er war dafür bestens qualifiziert, hatte er doch jeden (!) Bereich des Hauses bereits einmal geleitet. «Es hat gepasst und in all den Jahren sind das Haus und ich miteinander gewachsen.» Neue Geschäftsfelder sind entwickelt worden. Im Fokus stand die Zeit von «O bis O, von Oktober bis Ostern», sagte Jäger. Mit Wellness, Seminaren,

Hochzeiten und einem speziellen Blick auf Individualgäste wurden neue Akzente gesetzt und zugleich die Strategie von 2006 kontinuierlich weiterentwickelt. «Entscheidend war Frau Mathys», wird Patrick Jäger im Verlauf des Gesprächs noch mehrmals sagen.

Die Hotel-Vision von Lisbeth Mathys Lisbeth Mathys, die Eigentümerin des «Eden Spiez», hatte das Hotel erworben, das viele Jahre geschlossen war, und nach einer Totalsanierung 2006 mit ihrer Vision eröffnet. Die Witwe des Medizintechnik­Pioniers und Unternehmers Robert Mathys († 2000, Mathys AG Bettlach) reiste gerne – auch allein. Sie entwickelte dabei eine Vision eines Hotels nur für Alleinreisende, erzählt Patrick Jäger. Mit diesem Konzept startete das Hotel Eden 2006. «Seither entwickeln wir das Haus mit Frau Mathys weiter, ohne die Uridee aufzugeben.»

«Frau Mathys ist für das Hotel noch immer sehr wichtig und ist regelmässig im Haus. Entscheidungen – im Sinne der Vision – werden mit ihr getroffen.»

Entscheidend für sie sei die Sicht des Gastes. Patrick Jäger illustriert: «Heute Nachmittag suchen wir die

Im Garten wird allerlei Gemüse angebaut.

Winter-Wunderwelt: das Hotel Eden in Spiez.

neuen Kugelschreiber für das Hotel miteinander aus. Wichtig ist ihr, dass der Stift gut in der Hand liegt, gut schreibt und die Farbe hilft, ihn in der Handtasche zu finden. Lisbeth Mathys stellt immer den Nutzen für den Gast in den Mittelpunkt.»

Ihre Wünsche zum Haus bringe sie immer an, respektiere dabei die Hierarchie und wende sich nie direkt an die Mitarbeiter, auch wenn sie alle Mitarbeitenden mit Namen kenne. «Sie isst gelegentlich im Mitarbeiter­Restaurant. Sie will wissen, was die Mitarbeiter zu essen bekommen. Ausgewogenes, wertiges Essen ist ihr wichtig. Dem Küchenchef gibt sie direkt Feedback. Sie mag keine Künstlichkeit. Und sie bezahlt für das Essen, das ist für sie selbstverständlich.» Das Dabeisein gehöre zu ihrem Selbstverständnis, sei ein Ausdruck der vollen Identifikation, woraus das beiderseitige Vertrauen entstehe, erläutert Jäger die Bedeutung von Lisbeth Mathys. «Aus dieser Haltung entsteht auch die Philosophie und die besondere Atmosphäre des Hauses. Ein Ort, der für alle Gäste offen ist.» Beispielsweise Familien, kaffeetrinkende Zeitungsleserinnen, Tagungsgäste oder Nicht­ und Krawattenträger.

Die «Eden»-Luxus-Formel

Für das Hotel Eden habe Lisbeth Mathys die gültige Luxus­Formel geprägt, erklärt Patrick Jäger. Das Hotel soll einen «Raum zum Sein» schaffen. Wie setzt er diese Luxus­Leitidee im «Eden» um? «Luxus ist es, jedem Gast seinen Raum für sein Sein zu geben, den er gerade in diesem Moment braucht.» Die Aufgabe des Hotelteams sieht er darin, «Raum zum Sein und die Erinnerung daran» zu kreieren. Von Erinnerungen zehrten die Gäste lange und würden dies in Rückmeldungen auch schreiben. «Wir haben kein handfestes Produkt. Unser Produkt ist die Erinnerung. Wenn wir das erreichen, dann haben wir den Job gut gemacht.» Wie produziert man im Hotel Eden Erinnerung?, so die unverzichtbare Anschlussfrage des Historikers. «Zeit ist ein wichtiger Faktor», philosophiert der Direktor. «Die Gäste benötigen Zeit, sich auf den Raum einzulassen. Sie sollen nicht gestört werden, nicht dies und das im Kopf haben und sich so lange mit ihrem Sein im Raum befassen können, wie sie wollen.»

Also bildet sich die Erinnerung im Jetzt des Hotelaufenthalts.

Patrick Jäger

Hotelsterne

Was steckt für Patrick Jäger in den HotelSternen? Für ihn sind sie «eine Klassifizierung». Sie hätten eine «gewisse Wichtigkeit» für die Orientierung der Gäste. Auf jeden Fall stehen die Sterne für ihn nicht im Vordergrund. Aber abschaffen will er sie nicht. «Was wir tun, orientiert sich nicht an den Sternen. Es geht um die Gäste und die Mitarbeitenden.» Sein Haus positioniert sich als Vier-Sterne-Superior-Hotel. In vielen Bereichen erreiche man sogar fünf Sterne: «Es fehlt an nichts.» Selbst besuchte der «Eden»-Direktor schon Sechs- und Sieben-Sterne-Hotels im Mittleren Osten – aus Gwunder. Dort habe er sich immer überlegt, warum alles so gross sein müsse. Warum man Cappuccino mit Goldstaub serviere? Warum man mit dem Auto an die Hotellobby fahren soll? Beim Sinnieren sei ihm klar geworden: «Ich bin hier falsch und ich hatte den Eindruck, die Mitarbeitenden des Hotels vermittelten mir das auch.»

«In guten und in schlechten Zeiten» Seit seiner Koch-Ausbildung in Deutschland arbeitet Patrick Jäger in der Schweiz und nur in der Schweiz. Globale, internationale Erfahrungen sammelte er nicht, wie sie in der Branche oft gehypt werden. Warum? «Anfänglich hat es sich ergeben. Später ist es eine Entscheidung geworden. Kontinuität ist mir immer wichtiger geworden. Bin ich deshalb ein schlechterer Direktor als jemand, der x-mal seinen Arbeitgeber wechselte? Kontinuität, so denke ich, schafft Wert für Unternehmen. Es ist eine Leistung, an einem Ort dran zu bleiben. Was ist der Wert von häufigen Wechseln? Da hat es bei mir Klick gemacht. Für mich ist jemand ein Vorbild, der in guten und in schlechten Zeiten für sein Hotel arbeitet. Einen Erfahrungsschatz kann man bei einem Wechsel erst mitnehmen, wenn man viele Jahre für ein Haus ge arbeitet hat. Mit diesem Hintergrund kann man ein anderes Haus wirklich weiterbringen.»

7/24/365 und der Familiengarten

Patrick Jäger ist ein 7/24/365-Direktor. Er neige dazu, immer erreichbar zu sein, damit es im Fall der Fälle rasch eine Lösung gibt. «Weil ich anbiete, immer erreichbar zu sein, werde ich aber nicht bei jeder Kleinigkeit kontaktiert.» Seine Freizeit gehört seiner Familie. Die freie Zeit misst er nicht in Tagen, sondern in stimmigen Momenten. So brachte er vor unserem Gespräch, wie jeden Mittwoch, seine Tochter in den Kindergarten. Im Familiengartenverein Spiez, im 250-m2-Garten, pflanzt die Familie Gemüse, Obst, Beeren, Zwiebeln, Spargel und vieles mehr an. Die saisonalen Ernten freuen den gelernten Koch und kommen auf den Familientisch. Dennoch, ohne die 7/24/365-Formel geht es nicht. Er könne sich nicht vorstellen, Silvester nicht im Hotel zu verbringen. «An Silvester arbeiten, ist megacool. Schon jetzt freue ich mich auf den 15. Silvester im Hotel Eden und den gemeinsamen Rutsch ins 2027.»

Um seinen persönlichen Raum zu gewinnen, verzichtet Patrick Jäger auf seinen Reisen oder bei Anlässen darauf, zu fotografieren. «Ich will die Erinnerung in mir haben. Ich will da sein, den Moment, die Stimmung, die Atmosphäre spüren.»

Wenn man viel fotografiere, bestehe die Gefahr, dass man das Fotosujet nicht wirklich gesehen oder erlebt habe. Bezogen auf das touristische Fotografieren seiner Gäste stellte Jäger fest, dass es Unterschiede gibt. Amerikanische Gäste fotografieren kaum, während asiatische Gäste ganz anders sind.

«Der Gast ist kein König»

Obwohl Patrick in der Familie Jäger der erste Hotelier ist, hat er Gastfreundschaft seit frühester Kindheit erlebt. «Bei meiner Grossmutter gab es häufig ein volles Haus. Die Familie versammelte sich bei ihr. Alles war entschleunigt. Dort war immer alles möglich. Jeder hatte Platz – sie praktizierte eine Rundumgastfreundschaft. Dasein für alle, wie meine Grossmutter, das wollte ich auch – Gastgeber sein.»

Diese Art Gastgeber zu sein, könne er im Hotel Eden, sinniert Patrick Jäger. Ihm gehe es darum, alles daran zu setzen, die Vorstellung, mit der ein Gast anreise, zu ermöglichen. Wertschätzend und wohlwollend sein, sind ihm dafür zwei zentrale Begriffe. Selbstverständlich hätten die Gäste unterschiedlichste Vorstellungen. Wünsche von den Lippen lesen, bevor sie ausgesprochen würden, das könne auch er nicht. Aber eine Vorstellung zu haben, was Leute wünschen, das sei ein wesentlicher Teil seiner Arbeit. «Wir ermöglichen einfach Dinge, das sehe ich aber eigentlich nicht als dienen.» Die Hotelmitarbeitenden und die Gäste müssten auf Augenhöhe, im Dialog, miteinander verkehren. «Wenn das nicht gelingt, dann sind es für das Hotel Eden nicht die richtigen Gäste.»

Wie hält es Patrick Jäger mit der Devise «der Gast ist König»? «Meine Antwort wird wohl zur TitelSchlagzeile. Der Gast ist kein König. Denn einem König begegnet man nicht auf Augenhöhe.» Bedingungslose Unterordnung unter einen König gehe nicht. «Das funktionierte noch nie», sagt Jäger. «Wir arbeiten gewissermassen im Team –Gäste und Hotelmitarbeitende.»

Im Spa können Sie sich wunderbar entspannen.

um

«Keep it simple but significant»

Patrick Jäger versteht sich nicht als «Direktor mit Vorzimmer», nicht als «Spitze der Machtpyramide». Er versuche, nahe bei den Mitarbeitenden zu sein. Was auch gelinge, da er schon lange im Haus sei. Seine 73 Mitarbeitenden (48 Vollzeitäquivalente), inklusive neun Lernenden, sehen den Chef regelmässig, wie er im täglichen Betrieb im Haus unterwegs ist. So entstehen viele spontane Gespräche. «In den ersten Sekunden spüre ich, ob mir der Mitarbeiter etwas mitteilen will oder nicht.» Dass sie ihm vertrauen würden, spüre er an den Anliegen, mit denen sie zu ihm kämen. Manchmal sind es persönliche Anliegen, manchmal Kleinigkeiten und auch betriebliche Angelegenheiten, ohne dass die Abteilungsleiter immer informiert wurden.

Im vertrauensvollen Miteinander könne vieles unkompliziert optimiert werden, und zwar nicht

nur im Sinne der Kosten. Zu wissen, was die Mitarbeitenden denken und für ihre Arbeit brauchen, ist ihm wichtig. So würden bei einem Leitungswechsel in einem Bereich Neuerungen nicht eingeführt, nur weil eine neue Person die Führung übernommen habe. Eingeführt würde nur sinnvolles Neues. Er nennt beispielsweise Reinigungsmittel, Reinigungswägen, längere Staubsaugerkabel. Im Team wird über solche Dinge erst geredet, dann getestet und schliesslich geordert, wenn sie sich bewähren.

Durch solche gemeinsamen Entscheidungen könnten Dinge und Prozesse sicherer und weniger fehleranfällig gemacht werden. «Ich sehe mich als Direktor, der Dinge ermöglicht und dafür jederzeit eine offene Tür hat.» Wenn er ein Motto für seinen Führungsstil nennen müsse, dann sei es «keep it simple but significant».

Die Smokers Lounge – perfekt,
eine Zigarre zu rauchen.

Seminarraum mit grossartiger Sicht auf Spiez.

Hotel­USP braucht Zusammenspiel, nicht Superlative

Das angeregte Gespräch dauert bereits zwei Stunden. Patrick Jäger ist voll bei der Sache, konzentriert und authentisch. Als sich zwei zeitungslesende, kaffeetrinkende Gäste an einen Nebentisch setzen, wird seine Stimme etwas leiser. Mir scheint, dass er die Gäste bei ihrer Lektüre nicht stören möchte. Mithören können sie selbstverständlich, denn auf die Frage, was denn das Besondere, der USP, seines Hotels sei, antwortet er mit einem äusserst reflektierten Gedanken, schien mir. Der erste Teil seiner Antwort war eher Standard – Gäste suchten Hotels, die eine Seele hätten, wo das Menschliche spürbar sei.

Dann formulierte er den interessanten Gedanken: «Einen USP unseres Hotels kann ich nicht zeigen. Die Gäste machen den USP. Das Zusammenspiel aller, das Angebot, der Ort sind entscheidend. Es gehe nicht darum, ein USP mit der Idee zu verfolgen, das hat noch kein anderer gemacht. Der USP ist kein Superlativ. Es ist etwas anderes, etwas Lebendiges. Ein USP braucht Beiträge von allen. Ein USP entsteht nur dann, wenn sich alle wohlfühlen, die Gäste und die Mitarbeitenden.»

Gäste, die sich im Hotel Eden wohlfühlen, kommen wieder. Wie zeigt sich, ob sich die Mitarbeitenden wohlfühlen? Patrick Jäger erzählt eine kleine Story. Der Referent für eine interne KI­Mitarbeiterschulung fragte Cornelia, die seit zwei Jahren an der Bar arbeitet, wie sie auf der Skala von 1 bis 10 mit ihrem Job zufrieden sei. 10 war die Antwort. Die Begründung: Sie hätte hier alles, um den Job gut zu machen – genügend Gläser, eine funktionierende Kasse, eine grosse Auswahl an Getränken. Darin sieht der Hoteldirektor das Wesentlichste bzw. die Voraussetzung für das Wohl fühlen, sozusagen als Ergebnis des Gelingens: «Wir wollen die Mitarbeitenden befähigen, ihren Job wirklich tun zu können. Dann braucht es kein Employer­Branding, keine Benefits, kein Fitnessabo.» phg

7 Fragen – 1 Joker

Welchen Platz bekommt der Einzelreisende, wie ich, im Speisesaal?

Plakativ gesagt: jenen Platz, an dem sie sich in diesem Moment am wohlsten fühlen. Wir sprechen mit den Leuten über ihren Platz – Raum zum Sein. Es gibt Alleinreisende, die wollen nicht allein im Speisesaal sein, sondern ziehen es vor, in der Bar oder in der Bibliothek zu essen – und wir bieten überall die gleiche Karte an.

Grösstes Kompliment von einem Gast?

Eine Frau, deren Mann verstorben war, sagt mir: «Sie helfen mir, meine Erinnerung an meinen Mann zu erhalten.» Die Erinnerung an diese Aussage berührt mich jedes Mal, wenn ich daran denke. Bewahrer von Erinnerungen sein zu dürfen, ist für mich das Schönste.

Grösste berufliche Peinlichkeit?

Ehrlich, mir ist nichts peinlich. Man trifft so viele Menschen in so vielen Situationen.

Ist die Minibar im Hotelzimmer-Preis inbegriffen? Warum ja/nein?

Nicht inbegriffen. Wir legen Wert auf eine transparente Abrechnung. Der Gast

soll bezahlen, was er konsumiert, denn wir haben in der Minibar ein breites Angebot.

Welches Buch aus der Hotelbibliothek haben sie gelesen?

«Dissonanzen» von Flavio del Ponte. Der Kriegschirurg behandelte im Auftrag der Schweizer Armee in verschiedenen Kriegen weltweit Schwerverletzte. Seine erste Lesung in der Deutschschweiz fand im «Eden» statt und war sehr bewegend.

Was wird in ihrem Hotel am meisten mitlaufen gelassen/gestohlen?

Bademäntel und Wellness­Taschen. Die Taschen haben wir inzwischen so konzipiert, dass sie mitgenommen werden dürfen.

Welche Gäste möchten Sie nie mehr in ihrem Hotel?

Gäste, die Mitarbeitende oder unsere Dienst leistung nicht respektieren. Wenn sie ihre Rechnung nicht bezahlen und abreisen, was allerdings selten vorkommt.

Natürlich kommt auch der Gaumenschmaus nicht zu kurz.

Das Superior Doppelzimmer strahlt in gemütlichen Farben.

Das Schöne, Wahre, Gute

Patrick Jäger, was ist für Sie das Schöne? (Überlegt lange) Wenn es heute funktioniert und zu wissen, dass es auch morgen wieder funktioniert.

Was ist für Sie das Wahre?

Der Kontakt und Austausch mit den Mitarbeitenden und den Gästen.

Was ist für Sie das Gute?

Das Gegenteil wäre das Böse. Das Gute ist, hier zu sein, nicht in Angst, nicht mit Sorgen zu leben. Für das Selbstverständliche, das wir hier haben, dafür darf man dankbar sein.

Projekt: Hotel Giardino in Ascona

Familie testet Familienhotels

Alexander Däppen ist seit 2024 Teil des Redaktions- und Testerteams des Andrin Willi Hotelratings. Meist besucht er gemeinsam mit seiner Familie Betriebe der Kategorie Familien-Ferienhotels, um die Angebote für Kinder und Familien erleben und bestmöglich bewerten zu können.

Alexander Däppen

DAttraktives Kinderprogramm, das noch lange in Erinnerung bleibt: Tauchkurs für Kinder im Hotelpool des Albergo Losone.

Zeit als Business Travel Consultant, als Student an der Tourismusfachschule und später in der Beratung von NRPProjekten in der Parahotellerie sowie dem MICE­Bereich war ich eng mit der Hotellerie verbunden. In meinen dreieinhalb Jahren als Verantwortlicher für Kommunikation und Marketing bei der Igeho bin ich es natürlich erst recht.

ie Hotellerie ist eine unglaublich spannende und vielseitige Branche, die mich seit meiner Lehre in einem Geschäftsreisebüro eines grossen Basler Pharmaunternehmens fasziniert. Als Lernender war es für mich immer ein Highlight, mit Arbeitskolleginnen und ­kollegen neueröffnete Hotels, wichtige Vertragspartner unserer Kunden oder Häuser mit spannenden Konzepten im In­ und Ausland besuchen und erleben zu können. Gelegentlich mit Übernachtung, manchmal einfach als kurze Präsentation des Hauses mit Rundgang. Auch während meiner

Der Vorteil, wenn Familienhotels von Familien getestet werden Natürlich, ich könnte ein Familienhotel auch allein besuchen und versuchen, als erwachsener Mann einen Betrieb durch Kinderaugen zu erleben. Zusätzliche Tritte bei der Rezeption für Kinder, die Kinder­ Cocktails auf der Barkarte, einen zweiten Handlauf auf halber Höhe bei der Treppe, das Kinderbuffet mit speziellem Kinderbesteck, den Zustand der Bowlingbahn, den Spieltisch im Hotelzimmer oder die Ausstattung der Räume der Kinderbetreuung – all das können wir Erwachsene wahrnehmen. Aber das Erlebnis Familienhotel funktioniert nicht ohne Kinder – ihre Emotionen fehlen. Die Kinder zeigen uns Erwachsenen ungeschönt und direkt, welche Ideen funktionieren. Was ein kleines Plüschtier als Geschenk auf dem Hotelbett auslöst, welche Rolle schon kleine Sprachbarrieren in der Kinderbetreuung spielen, welches Rahmenprogramm wirklich begeistert oder gar langweilt, ob der verkleidete Animator ankommt oder was bei einer Schnitzeljagd durch das Hotel wichtig ist, erfährt man nur in Begleitung von Kindern.

Wir führen keine repräsentative Studie mit den verschiedenen Familienmodellen und Kindern aller Altersstufen durch. Bei unserem Besuch vor Ort erstellen wir eine Momentaufnahme. Die persönlichen Gespräche mit Vertreterinnen und

Alexander Däppen, dipl. Tourismusfachmann, Brand & Communications Manager der Igeho und Gastautor für verschiedene Schweizer Gastronomie-Fachmagazine.

Vertretern der Direktion, ergänzt durch Online­Recherchen und Berichten von vergangenen Testbesuchen, helfen uns dabei, neben dem aktuellen Zustand auch die Vergangenheit und die Zukunft zu betrachten.

Direkt nach unserem Testbesuch bewerte ich das Hotel strikt anhand des vorgegebenen Kriterienkatalogs, um zukünftigen Hotelgästen – den Leserinnen und Lesern des Andrin Willi Hotelratings «Die 150 besten Hotels der Schweiz» –eine Orientierungshilfe zu bieten. Das gemeinsame Testen des Hotels mit meinen Kindern hilft mir, die Konzepte und Angebote der Hotels aus der Perspektive einer Familie zu erleben und insbesondere die Kriterien mit einem hohen Anteil an Softfaktoren wie Gastfreundschaft, kategorienspezifische Angebote und subjektiver Gesamteindruck zu bewerten.

Interviews und Rundgänge mit der Direktion

Die Interviews und die Rundgänge mit den Vertreterinnen und Vertretern der Direktion sind für mich persönlich immer sehr bereichernd. Mehr über die Gastgeberinnen und Gastgeber zu erfahren, die mit viel Engagement und Herzblut ihre Betriebe führen, sowie hinter die Kulissen blicken zu dürfen, fasziniert mich. Die Interviews erweitern meinen Horizont, denn man lernt im Leben bekanntlich nie aus. So ergaben sich beispielsweise interessante Gespräche

Angebote der Familienhotels mit Kindern testen: Klettern im neuen Superdome in Morschach.

über Kita­Betreuungsschlüssel mit Dominik Lichtenhahn auf dem Stoos, über die Bekämpfung der Tigermücke mit Diego Glaus im Tessin, über kommunale Abfallentsorgungskonzepte auf Melchsee­Frutt mit Cornelia Zschunke oder die Planung und Umsetzung von Indoorspielplätzen mit Pascal Waser in Morschach.

Eine grosse Freude ist für mich, in die Geschichte der jeweiligen Häuser einzutauchen. Wie waren die Anfänge? Welche Entwicklungen fanden statt? Wer hat die verschiedenen Dekaden geprägt? Wie haben sich das Angebot und möglicherweise auch die Besucherstruktur verändert? Antworten auf diese Fragen erhalte ich bei den Rundgängen vor Ort und in meinen Gesprächen.

Positives Feedback der Familienhotelbetreiberinnen und -betreiber

Dass wir von den Gastgeberinnen und Gastgebern jeweils grossen Zuspruch erhalten, die Betriebe mit unseren Kindern zu testen, bestätigt uns auch als Redaktionsteam in unserem Vorhaben. Die nächsten Besuche stehen schon an. Ebenso freue ich mich auf ein Wiedersehen mit vielen Hoteliers und Hotelièren am 18. Mai 2026 im Zürcher «The Dolder Grand» bei der Buchpräsentation der 150 besten Hotels der Schweiz, Ausgabe 2026 | 27.

In nur drei Ausgaben hat sich die Gastia als zentraler Branchentreffpunkt für die Grossregion Ostschweiz und Graubünden etabliert. Vom 22. bis 24. März 2026 bringt die Fach- und Erlebnismesse für Gastfreundschaft Entscheidungsträger:innen aus Hotellerie und Gastronomie in St. Gallen zusammen – mit klaren inhaltlichen Akzenten rund um KI, Frauen in der Hospitality und Nachwuchs.

Gastia 2026: Austausch, der weiterbringt W

as vor wenigen Jahren noch als Zukunftsthema galt, prägt heute den Alltag der Betriebe. «Viele unserer Ausstellenden und Besuchenden fragen sich nicht mehr, ob sie KI nutzen sollen, sondern wie», sagt Viviane Stadler, Messeleiterin der Gastia. Genau an diesem Punkt setzt die vierte Ausgabe der Fachmesse an.

Orientierung für Betriebe

Die Gastia 2026 positioniert sich als Branchentreffpunkt mit einem klaren Profil und einem wirkungsvollen Mix aus Wissens­ und Dialogformaten. Rund 160 Ausstellende präsentieren Produkte, Dienstleistungen und Lösungen für Hotellerie und Gastronomie – von der Ausstattung über Food­ und Beverage­Angebote bis hin zu digitalen Anwendungen. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein starkes Rahmenprogramm, das aktuelle Branchenthemen aufgreift, vertieft und den Austausch fördert.

Fokusthema KI – praxisnah und verständlich Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem Fokusthema KI. In der neuen Sonderschau «Fokus KI» zeigen Unternehmen, wie smarte Technologien Betriebe im Alltag entlasten können – etwa in der

Olma Messen St. Gallen
Viviane Stadler ist Messeleiterin der Gastia.

Gästekommunikation, bei Prozessen im Hintergrund oder in der Planung. «KI ersetzt keine Gastgeber:innen, sie verschafft ihnen Zeit für das Wesentliche», bringt es Rafael Bettio, Gründer von Opinstar und Aussteller in der Sonderschau «Fokus KI», auf den Punkt. Vertieft wird das Thema in Podiumsgesprächen im Forum sowie am KI­Summit, der den Dialog zwischen Betrieben und Technologieanbietenden stärkt.

Haltung, Führung und neue Perspektiven

Neben technologischen Fragen rückt die Gastia auch den Menschen in den Mittelpunkt. Im Forum stehen Themen wie zeitgemässe Führung, Frauen in der Hospitality­Branche und neue Wege gegen den Fachkräftemangel im Fokus. Zu den Gästen zählt unter anderem Köchin und Gastgeberin Elif Oskan. «Es geht heute weniger um Inszenierung und mehr um echte Begegnung», sagt Oskan. «Gerade in Zeiten des Wandels braucht es Führungspersönlichkeiten mit Haltung.»

Begegnungen mit Mehrwert

Nach der erfolgreichen Premiere 2025 findet auch der Tag des Nachwuchses wieder statt. Am Dienstag, 24. März 2026, gestalten Schüler:innen der EHL Hotelfachschule Passugg ein Programm

«von Lernenden, für Lernende» und ermöglichen jungen Talenten den direkten Austausch mit Betrieben und Entscheidungsträger:innen.

Die Gastia 2026 vereint Fachmesse, praxisnahen Wissenstransfer und Networking auf hohem Niveau – und bestätigt ihren Stellenwert als jährlicher Pflichttermin für alle, die die Zukunft der Hotellerie und Gastronomie aktiv mitgestalten wollen.

Der Tag des Nachwuchses findet an der Gastia 2026 zum zweiten Mal statt.

Die Gastia 2026 im Überblick

Datum: Sonntag, 22. März, bis Dienstag, 24. März 2026

Ort: Olma Messen St. Gallen, Hallen 2 und 3

Anzahl Ausstellende: rund 160

Anzahl Besuchende: über 8500 Infos und Tickets: www.gastia.ch

Vo Maloja bis zum Bodesee.

Alles für hervorragendi Gastronomie.

Treffen Sie Pistor an der Gastia und freuen Sie sich auf vertraute Gesichter, persönliche Gespräche und regionale Verbundenheit. Wir heissen Sie bei uns am Stand herzlich willkommen!

Lernen Sie unsere Produkte und Dienstleistungen für die Ostschweiz kennen.

Mehr Informationen: pistor.ch/gastia

22. bis 24. März 2026 Olma Messe, St. Gallen Halle 3.1 Stand 3.1.25

Vo Maloja bis zum Bodesee.

Halle: 3.1. Stand: 3.1.25 // www.pistor.ch/gastia

Alles für hervorragende Gastronomie und Hotellerie in der Ostschweiz. Die Schweizer Grosshandelspartnerin Pistor kennt die Gastrobranche und unterstützt Betriebe genauso, wie sie es brauchen: Mit einer umfassenden Produktauswahl, persönlicher Beratung durch feste Ansprechpersonen aus der Region und zuverlässiger Direktlieferung bis in die Lagerräume. Pistor ist 2026 bereits zum vierten Mal an der Fach­ und Erlebnismesse Gastia präsent und stellt in diesem Jahr ihre enge Verbundenheit mit der Ostschweiz in den Fokus. Die Gastia ist ein wichtiger regionaler Treffpunkt, um Nähe zu leben und persönliche Kontakte zu pflegen. Für Pistor steht deshalb während der Messe der direkte Austausch mit Kundinnen und Kunden im Zentrum. Vom 22. bis 24. März lädt Pistor in die St. Galler Olma­Hallen ein – mit Häppchen, Gesprächen und einem nachhaltig umgesetzten Messestand.

Mehr Platz, weniger schleppen: BWT WasserBar

Kisten schleppen, Treppen hoch, Treppen runter – mit der BWT WasserBar gehört das Herumtragen von Wasserflaschen der Vergangenheit an. Sie steht genau dort, wo man sie braucht – an der Theke, in der Küche oder im Service. Das entlastet das Team, macht den Arbeitsalltag leichter und schafft endlich Platz, wo vorher die Harassen standen. Gäste lieben es, wenn etwas besonders wirkt. Die BWT WasserBar liefert gefiltertes, lokales Wasser direkt aus der Leitung, gekühlt, still oder mit Kohlensäure. Serviert in stilvollen Glasflaschen, kann das Wasser nach Belieben personalisiert werden – mit Ihrem Logo oder einem eigenen Namen, zum Beispiel passend zur Gastia als «Gastia Wasser». Das steht für Qualität und zeigt Engagement für Regionalität. Die BWT WasserBar ist für kleine wie grosse Betriebe geeignet und flexibel installierbar. An der Gastia stellen wir unsere verschiedenen Geräte vor und unterstützen Sie dabei, die passende Lösung zu finden. Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen mit einem Glas Wasser anzustossen.

Halle 3.0, Stand 3.0.48 www.bwt.com

MEIKO Spültechnik für glänzende Momente

Halle 3.0, Stand 3.0.55 // www.meiko-suisse.ch

Ganzheitliche Schlafkompetenz

Erholsamer Schlaf ist ein zentraler Qualitätsfaktor in der Hotellerie. An der Gastia 2026 präsentieren sich die Schwob AG und BICO gemeinsam und zeigen, wie sich textile Kompetenz und innovative Schlafsysteme zu ganzheitlichen Lösungen für den Hotelalltag verbinden lassen. Die langjährige Partnerschaft zwischen der Schwob AG und BICO besteht seit vielen Jahren und basiert auf einer gemeinsamen Haltung: Hochwertige Schlafqualität entsteht durch das präzise Zusammenspiel aller Komponenten – von der Matratze bis zum Textil. Während BICO für hochwertige, langlebige und ergonomische Schlafsysteme steht, bringt die Schwob AG ihre umfassende Expertise in den Bereichen Hoteltextilien, Hygiene und Pflegeleichtigkeit ein. Am gemeinsamen Messestand erleben Besuchende praxisnahe Lösungen, die speziell auf die Anforderungen der Hotellerie ausgerichtet sind: langlebig, wirtschaftlich, nachhaltig und komfortabel für den Gast. Im Fokus stehen dabei individuelle Schlafkonzepte, die sowohl den Komfortanspruch der Gäste als auch die operativen Bedürfnisse der Betriebe berücksichtigen. Die Gastia bietet damit die ideale Plattform, um zu zeigen, wie durch abgestimmte Produkte, fundierte Beratung und eine eingespielte Partnerschaft echte Schlafkompetenz für Hotels entsteht –und wie Gastgebende davon messbar profitieren.

Am Stand von MEIKO finden Sie Spültechnik, die sich für kleine bis grosse Gastronomiebetriebe eignet. Präsentiert wird eine Auswahl an Spülmaschinenmodellen der Produktefamilien M­iClean und UPster mit ihren diversen Vorteilen. Etwa die automatische Korberkennung bei den M­iClean Haubenspülmaschinen oder das Spülresultat einer Untertischspülmaschine mit Umkehrosmoseanlage GiO und Wärmerückgewinnung ComfortAir für beste Ergebnisse. Ebenfalls vor Ort sind eine Utensilienspülmaschine für grosses Spülgut, passende Einund Auslauftische sowie eine BioMaster­Eingabestation für Speisereste. Sind Sie unschlüssig? Die Spezialisten von MEIKO helfen gerne, die für Ihren Betrieb beste Lösung zu finden. Die Qualität der Spültechnik entscheidet mit über die Qualität des Gesamtbetriebs. Mit der Spültechnik von MEIKO sind Sie auf der sicheren Seite. Neben einer hohen Maschinen­ und Ergebnisqualität sind die Lösungen äusserst leistungsstark, zuverlässig, ressourcenschonend, bedienungsfreundlich und langlebig.

Halle 3.1, Stand 3.1.10 www.schwob.swiss www.bico.ch

Parmadoro: Schweizer Genuss auf Italienisch D

ie mediterrane Küche begeistert uns Schweizerinnen und Schweizer seit jeher, denn sie ist nicht nur abwechslungsreich, sondern schmeckt einfach herrlich. Kein Wunder also steht die Mittelmeerküche auf Rang 1 der beliebtesten Landesküchen. In Parmadoro Produkten steckt nicht nur viel «Italianità», sondern sie erfüllen ebenfalls die hohen Schweizer Qualitätsanforderungen. Eine grosse Auswahl, Effi zienz und ideale Gebindegrössen sind Ihnen wichtig? Das bietet unsere grosse Vielfalt an Tomatenprodukten, klassischen und gefüllten Teig waren, Reis, servierfertigen Saucen, Antipasti sowie Olivenölen und Essigen, Pilzen und Mehlen. Verwöhnen Sie Ihre Gäste mit Parmadoro Pasta ripiena in raffinierten Varianten wie z. B. Tortelli Käse Birne, Tortelli Brasato oder saisonale Tortelli mit Spargeln oder Kürbis. Mmmh … schmeckt wie hausgemacht! Natürlich, denn wir produzieren unsere Frischeierteigwaren in der Schweiz nach traditionellen Rezepten. Überzeugen Sie sich selbst von der Qualität und geniessen Sie unsere Pasta ripiena direkt an unserem Stand.

Gemeinsam für eine starke Gastronomie

Transgourmet / Prodega tritt an der GASTIA St. Gallen gemeinsam mit Saviva auf. Der Messeauftritt steht im Zeichen der Begegnung mit der Gastronomie. Der Stand dient als Treffpunkt für Kundinnen und Kunden, Partner sowie Branchenkolleginnen und ­kollegen. Im Fokus steht der persönliche Austausch, die Pflege bestehender Beziehungen sowie das Knüpfen neuer Kontakte. Die Standmitarbeitenden von Transgourmet / Prodega und Saviva stehen für Gespräche, Beratung und den direkten Dialog rund um Sortiment, Dienstleistungen und Lösungen für die Gastronomie zur Verfügung. Ziel des gemeinsamen Auftritts ist es, Nähe zur Branche zu zeigen, Kompetenz erlebbar zu machen und Transgourmet / Prodega sowie Saviva als starke, verlässliche Partner der Gastronomie zu positionieren.

Halle 3.1, Stand 3.1.21 www.transgourmet.ch

Halle 3.0, Stand 3.0.23. // www.hero.ch

Schweizer Tradition neu

gerollt

Mit höchster Qualität in Langenthal hergestellt: unsere neue Schweizer Rolle, inspiriert von der klassischen Berner Platte. Sie ist gefüllt mit den charakteristischen Zutaten Sauerkraut, Dörrbohnen, Kartoffeln und Speck. Diese Kombination, umhüllt von knusprigem Teig, schafft ein völlig neues Geschmackserlebnis, das den Charakter der traditionellen Schweizer Küche einfängt. Neben den Schweizer Rollen präsentiert die KADI AG weitere Neuheiten wie beispielsweise die KADI Bio Rösti Portionen und natürlich dürfen unsere KADI SUPER­FRITES nicht fehlen. Überzeugen Sie sich selbst von der KADI­ Qualität! Besuchen Sie uns vom 22. bis 24. März 2026 an der Gastia und erleben Sie unsere Genusswelt live.

Halle 3.0, Stand 3.0.29 www.kadi.ch

Flexible Kaffeelösungen

Rex­Royal, der Schweizer Hersteller hochwertiger vollautomatischer Kaffeemaschinen, präsentiert vielseitige Lösungen, die gezielt auf unterschiedliche Anforderungen in der Gastronomie zugeschnitten sind, sowie praxisnahe Anwendungsszenarien, die die Anpassungsfähigkeit der Systeme verdeutlichen. Im Fokus steht die Frage, wie intelligente Technologie die Flexibilität und Effizienz im Betriebsalltag steigern kann. Ein zentraler Bestandteil ist die Rex­Royal S300 im Selbstbedienungs­Setup. Sie verarbeitet zwei Milchsorten: klassische Kuhmilch sowie Hafermilch und ermöglicht dank integriertem Aromamodul eine breite Auswahl an Spezialgetränken auf Knopfdruck. Für den bedienten Service wird die kompakte S2 vorgestellt. Mit der automatischen Dampflanze PowerSteam eignet sie sich neben klassischen Kaffees auch für Trendgetränke wie Matcha oder Chai Latte. Ergänzt wird der Auftritt durch die Kombination aus Sanremo D8 PRO und Rex­Royal XMd, die Baristas maximale Flexibilität und optimierte Abläufe bietet.

Halle 3.0, Stand 45 www.rex-royal.ch

Eine Zusammenarbeit, die Hotellerie, Luxus und Design neu denkt

Im Herzen Zürichs beginnt ein neues Kapitel Zürcher Gastfreundschaft: Das Wohnkonzept der Topmarken Monocle und Widder Hotel erschafft ein neues Ferienerlebnis, das Diskretion mit Stil verbindet.

Hier verbinden sich urbanes Wohnen und der Luxus eines Fünf-Sterne-Hotels – die Betten von Mattson Beds laden mit ihren natürlichen Materialien in eine Wohlfühl-Atmosphäre ein.

Neun historische Häuser, eine Schweizer StarArchitektin: Tilla Theus schuf bis zur Eröffnung 1995 eine einzigartige Verbindung aus alten Steinmauern und modernen Materialien für das Widder Hotel. Das Fünf­Sterne­Superior­Hotel ist ein Teil von The Living Circle, das für naturnahen, geschichtsträchtigen und regional verwurzelten Luxus steht. Eine Erweiterung stellt das Monocle Townhouse at the Widder Hotel dar, das die Verbindung aus altehrwürdigem Gebäude und moderner Designsprache verkörpert.

Ein besonderer Designpartner Für die Aufnahme eines sich über zwei Stockwerke erstreckenden Townhouses in das Angebot des Widder Hotels und die Kreation eines modernen, urbanen Formats suchte The

Living Circle nach einer passenden Designsprache und fand diese bei Monocle. Bekannt geworden als Printmagazin über globale Themen, Wirtschaft, Design und Kultur, bietet das Unternehmen mittlerweile auch preisgekrönte Podcasts, ein 24­Stunden­Digitalradio sowie Bestseller­Bücher, Cafés, Shops und internationale Konferenzen für die Kreativbranche an. Die Zusammenarbeit funktioniert, da beide Marken auf hochwertiges Design, aussergewöhnliche Gastfreundschaft und kultivierte Lebensqualität setzen. So schaffen sie einen einzigartigen Ort, der ein neues Hospitality­Konzept beherbergt. Das Ziel: ein Ort, der Gäste zum länger Bleiben, bewusster Reisen und Zürich­Erleben einlädt und gleichzeitig die redaktionelle Welt Monocles bewohnbar macht – ein Zuhause mit Hotelkomfort.

Sophie Souvignier

Ein besonderes Designkonzept

Das Design soll die fünf Sinne ansprechen. Hierfür gibt es zwei speziell für das Townhouse kreierte Signature ­ Cocktails, natürliche Materialien, das Monocle­Radio, das 24 Stunden am Tag für die perfekte Stimmung sorgt, und Fotografien aus dem Monocle­Archiv. Das Briefing: eine Wohnatmosphäre, die sich anfühlt, als wäre sie tatsächlich durch ein in den vier Wänden verbrachtes Leben entstanden. Dies wird vor allem durch den Einsatz von handverlesenen Vintage ­Stücken er reicht, die in Kombination mit Möbeln von Schweizer Designern wie USM Haller und Studio Seitz und internationalen Marken wie Olaio und Mattson Beds eine Verbindung aus lokalem und weltweitem Flair erzeugen – passend zur Verbindung von Monocle und dem Widder Hotel. Die Monocle­Ästhetik wird durch klare Formgebung, natürliche Elemente und sorgfältig ausgewählte Details unterstrichen, während die Einrichtung durch bekannte Lampen aus dem Monocle­ Café sowie eine Vielzahl vom Monocle­Magazinen und ­Büchern bereichert wird. Zugleich sind auch Bücher über Zürich, den «Widder» und die Augustinergasse ein wichtiger Teil der Einrichtung, sodass die Globalität von Monocle und das Gespür für den Ort selbst verschmelzen.

Der massgefertigte Tisch von Studio Seitz schafft Raum zum gemeinsamen Geniessen und für gute Gespräche.

Massgeschneiderte Hotellerie

Das Apartment verbindet die Privatsphäre einer Wohnung mit dem umfassenden, luxuriösen Serviceangebot des Widder Hotels. Je nach Wunsch kann daher der HousekeepingService täglich oder auf Wunsch nur zweimal wöchentlich erfolgen. Persönliche Concierge­Leistungen und ein unbegrenzter Zugang zum Fitnessbereich des Hotels sind ebenso inklusive wie ausgewählte Produkte aus der Welt des Widder Hotels und von The Living Circle. Zudem gibt es die Möglichkeit, nicht nur In­Room­Dining aus dem Hotel zu erhalten, sondern auch Zutaten für die eigene Nutzung der vollausgestatteten Küche. Darüber hinaus kann mit einem Privatkoch aus dem Widder Hotel im Townhouse in die kulinarische Welt der Gastgeber eingetaucht werden. Ab April lädt zudem die begrünte, beinahe 100 m2 fassende Terrasse ein, das Treiben von Kreis 1 zu geniessen. Mit dem grossen, für das Townhouse handgefertigten Tisch im Esszimmer wird das Appartement zum idealen Ort, um Gäste zu empfangen. Auf insgesamt 250 m2 gibt es drei Schlafzimmer für sechs Personen, die bei einer Mindestaufenthaltsdauer von zwei Nächten ab CHF 2600 pro Nacht buchbar sind. Auch für Eventbuchungen ist das exklusive Townhouse voraussichtlich verfügbar und eignet sich besonders für Gäste, die die Zürcher Altstadt länger erkunden möchten.

Das Finale im Februar 2025 – auch 2027 wird wieder um den Titel gekocht.

Wer wird

Goldener Koch 2027?

Nach dem beeindruckenden Sieg von João Coelho im Februar 2025 startet nun die offizielle Ausschreibung für die Ausgabe 2027. Mit einem neuen, innovativen Halbfinal-Camp wird ein starkes Zeichen für die Förderung von Kochtalenten gesetzt.

Seit über 30 Jahren ist der Titel «Der Goldene Koch» der Inbegriff für kulinarische Exzellenz in der Schweiz. Ab sofort sind ambitionierte Köchinnen und Köche aus der ganzen Schweiz dazu aufgerufen, sich für die 22. Ausgabe des bedeutendsten Live ­Kochevents des Landes zu bewerben.

Die Anmeldung für den «Goldenen Koch 2027» ist eröffnet und ein neues Kapitel wird aufgeschlagen: Es gibt keine Halbfinal­ Gerichte mehr. Stattdessen steht das Fleischgericht des Finals von Anfang an im Mittelpunkt. Dadurch verringert sich der Aufwand für die Teilnehmenden deutlich, da die zeitintensive Vorbereitung für die Halbfinalgänge entfällt. So können auch Personen teil­

nehmen, die sonst keine Zeitressourcen hätten. Eine Nominationsjury wählt auf Basis des Gerichts Halbfinalistinnen und Halbfinalisten aus. Gesucht wird ein klares kulinarisches Statement, das Technik, Kreativität und eine persönliche Handschrift vereint und innerhalb eines genau definierten Rahmens umgesetzt wird. Das Gericht setzt sich aus Schweizer Schweinskarree und Schweizer Schweinshaxe mit drei Garnituren nach Wahl und einer einzigen Sauce zusammen. Als Pflichtzutaten miteinzuarbeiten sind Haselnüsse und Grapefruits.

Teilnahmeberechtigt sind alle hauptberuflichen Köchinnen und Köche der Schweizer Gastronomie aus Restaurant­, Hotel und Gemeinschafts­

betrieben. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufslehre sowie mindestens fünf Jahre Berufserfahrung. Eine Schweizer Staatsbürgerschaft ist nicht erforderlich. Die Teilnehmenden müssen jedoch während der gesamten Wettbewerbsdauer in der Schweiz tätig und wohnhaft sein.

Eine weitere Neuerung ist das Halbfinal­ Camp, das zum ersten Mal vom 12.–13. Oktober 2026 stattfindet. Dieses innovative Format vereint Wettkampf, Weiterbildung und Networking. Der Kochwettbewerb und die Kochkunst stehen weiterhin im Vordergrund. Neu profitieren die Camp ­Teilnehmenden zusätzlich von gezieltem Feedback auf die Koch­Performance, was unmittelbar als Learning für das Finale eingesetzt werden kann. Doch nicht nur die zukünftigen

Finalistinnen und Finalisten profitieren: In InputSessions erhalten alle Teilnehmenden zusätzliche Einblicke in die Kochkunst und Kulinarik. Das Halbfinal­ Camp bietet der Jury zudem die Möglichkeit, die Kandidatinnen und Kandidaten über zwei Tage hinweg in verschiedenen Disziplinen wie Planung, Präzision und spontane Kreativität kennenzulernen.

Der «Goldene Koch 2027» hält viele Neuigkeiten und Vorteile bereit. Interessiert? Dann melden Sie sich bis zum 31. Mai 2026 an! Alle Informationen dazu gibt es auf www.goldenerkoch.ch. Auf die Plätze, fertig, kochen! mm/sl

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Ambiente 2026 –Aktuelles in der HoReCa­Branche

Vom 6. bis 10. Februar war Frankfurt a. M. wieder Austragungsort der weltweit wichtigsten Konsumgütermesse in den Bereichen «Dining», «Living» und «Giving»: die Ambiente. Der «Hotelier» hat sich auf der Messe umgesehen: eine subjektive Bestandsaufnahme zu aktuellen Bewegungen der Hotel-, Restaurant- und Catering-Branche.

Ob Teller, Besteck oder Gläser: Was vor uns auf dem Tisch liegt, sieht man durch den Besuch der Ambiente neu. Traditionen, Geschichten, kreative Prozesse und nachhaltiges Handwerk bilden Markenkerne und schaffen Grundlagen für die Ästhetik, Werthaltigkeit und das Handling von Geschirr. «Guy Degrenne» aus Frankreich bietet beispielsweise ein «Vintage» ­Besteck an, das durch seine matten, ungeschliffenen Oberflächen auf spannende Weise mit Erwartungen an Diningzubehör bricht. Natürlichkeit von Oberflächen und Formen – ein Grundzug, der in viele Produktbereiche Einzug gehalten hat. So auch bei dem belgischen Hersteller «Fine. Dining & Living». Mit der Kollektion «Bubba» wurde etwa ein Geschirr entwickelt, das ausladende Ränder und reaktive Glasuren aufweist, die einzigartige Texturen erzeugen. Für Aufsehen sorgt weiter «Splitglass», ein modulares System der italienischen Firma «Trebonn»: Im Handumdrehen wird aus einem eigenständigen Kristallglasbecher ein elegantes Weinglas.

Die «Interior Looks» machen einen weiteren Aspekt der HoReCa­Branche zum Thema: Möbel für Innenräume. Durch gedimmte Farben, Holz und geschwungene Formen oder eine reduzierte Geradlinigkeit bestechen unter anderem Designs der Objekte von Artanova aus der Schweiz oder Jan Kurtz aus Deutschland. Sie schaffen atmosphärische Räume, denen man sich nicht entziehen kann.

Auch ein Blick in die beiden Bereiche «Living» und «Giving» führt also zu Entdeckungen, wie weiter das Geschirr des japanischen Herstellers «buoy». Produziert aus Plastik, das an Stränden aufgesammelt wird, schaffen die Stücke ein Bewusstsein für die Realität der Meere, die Lebewesen und unser Ökosystem. Funktionalität wird in Hinsicht auf die Natürlichkeit von Oberflächen und Formen bis auf die Materialebene durchdrungen. Die Musterung ist bei jedem Teller anders, ein Statement gegen den Einsatz von Plastik für Massenproduktion und das damit verbundene Wegwerfverhalten der Verbraucher:innen.

Natürliche Oberflächen und Formen, die an Erde und Gestein oder auch Pflanzenwuchs erinnern, aber ebenso Formreduktion und Schlichtheit sind wiederkehrende Themen im Geschirr­ und Möbeldesign. Dabei kommen Individualität und die persönliche sinnliche Erfahrung ebenso zum Tragen wie ein über das Vor­Augen­Liegende hinausreichendes Bewusstsein für unsere Umwelt und die Erde.

Die offizielle Vertretung der Messe Frankfurt für die Schweiz und Liechtenstein ist: Tina Schneebeli, tms@tf­solutions.ch, Tel. 0445039400.

Ein Impuls für eine neue Art der Zielsetzung

Die Theorie der SMARTen Zielsetzung ist bekannt, doch greift sie in der Realität oft zu kurz. Häufig scheitern Unternehmen nämlich nicht an der Zielsetzung, sondern an der Kommunikation und anschliessenden Umsetzung dieser. Ein Impuls, der zum Neudenken einlädt.

Ziele müssen spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein, um Sicherheit in der Planung und Orientierung in der Umsetzung zu geben. Damit diese jedoch ihr volles Potenzial entfalten können, müssen sie in konkrete Handlungen überführt werden. Gerade im hektischen Alltag der Hotellerie und Gastronomie geraten Jahresziele oft aus den Augen. Hierbei hilft es, Zielarbeit als strategischen Prozess zu verstehen: emotional verankert, methodisch klar und operativ umsetzbar. Ziele, die greifen, müssen mehr als SMART sein. Sie benötigen Klarheit, die Orientierung und Handlungssicherheit schafft, eine Struktur aus einzelnen Etappen, die konsequente Planung und Verteilung der Verantwortlichkeiten sowie das Sichtbarmachen von Erfolgen zur Motivation des Teams. Die Etappenlogik bricht dabei das Jahresziel in Quartale, Monate und Wochen runter, um vom Ziel zur konkret geplanten Umsetzung gelangen zu können. Ein Ziel ohne Plan bleibt ein Wunsch – und ohne klare Verantwortungsverteilung ist auch der beste Plan wirkungslos. Hierbei unterstützt gute Sichtbarmachung: Projekt­ oder Visionboards und Checklisten sind nicht nur schön anzusehen, sie schaffen Verbindlichkeit, einen emotionalen Anker und Commitment im Team. Regelmässige Reviews steigern dieses zusätzlich, so kann der Weg zum Ziel flexibel justiert und Fortschritt erlebbar werden. Das motiviert zum Weitermachen, denn das Erreichen der Etappen liefert konstante Motivationsschübe – und das nachhaltig. Zielarbeit wird damit zur Führungsaufgabe, die nicht nur Aufgaben verwaltet, sondern das Team motivierend in der Umsetzung begleitet. So werden aus Zielen messbare Erfolge.

Willkommen bei Hospitality Networking Hinter diesen Gedanken steckt Frank Reutlinger, Geschäftsführer bei Kohl & Partner Schweiz AG, der das Hospitality Networking, ein Kompetenz­Zentrum und Treffpunkt für die Hospitality­Branche in Thun, ins Leben gerufen hat. Gastgeber ist auch die Gschwend AG Gastro­Bau, deren einmalige Räumlichkeiten zum Verweilen und Austauschen beim Apéro einladen. Die monatlichen Impulsreferate sind mehr

als nur Vorträge, sie sind eine Gelegenheit, neue Perspektiven zu entdecken und schaffen einen Raum für offene Gespräche unter Gleichgesinnten, wofür das Haus auch tagsüber immer offensteht. Hier kommt die Praxiserfahrung von Mitarbeitenden und Führungspersonen aus Gastronomie, Hotellerie und Tourismus zusammen, um als Netzwerk die Themen und Probleme der Hospitality Branche innovativ anzugehen, voneinander zu lernen und die Zukunft zu gestalten.

Die nächsten Daten der Impuls-Referate

Mittwoch, 11. März 2026, 17.00–18.00 Uhr: MENSCHEN: Das wichtigste Design-Element in Hospitality. Mittwoch, 08. April 2026, 17.00–18.00 Uhr: RÄUME. Der stärkste Erlebnis-Verstärker in Hospitality.

Hospitality Networking

c/o Gschwend AG Gastro-Bau

Talackerstrasse 52

3604 Thun

Telefon: +41 33 334 22 22

E-Mail: info@hospitality-networking.ch

Das traditionsreiche Kachelofa-Stübli im Waldhotel Arosa schlägt ein neues Kapitel auf und tritt in eine neue Ära ein – mit einem neuen Namen, einer klaren Ausrichtung und einem weiterentwickelten kulinarischen Profil.

Vom Kachelofa­Stübli zu «7050 – Alpine Signature Dining» A

us dem Kachelofa­Stübli wurde letzten Dezember «7050 – Alpine Signature Dining». Der neue Name nimmt Bezug auf die Postleitzahl von Arosa und steht als starkes Symbol für Regionalität, Authentizität und alpine Identität. «7050» verkörpert die Essenz des Ortes: natürliche Vielfalt, hochwertige Kulinarik und echte Gastfreundschaft – modern interpretiert.

Kulinarische Weiterentwicklung auf Spitzenniveau

Mit dem Namenswechsel geht eine klare konzeptionelle Schärfung einher. Unter dem neuen Label

bietet «7050 – Alpine Signature Dining» eine kulinarische Handschrift, die regionale Produkte, moderne Techniken und kreative alpine Inspiration verbindet.

Das Konzept wurde in enger Zusammenarbeit mit Peter Reithmayr, seit Anfang November neu­ er Küchenchef im Waldhotel Arosa, entwickelt. Seine präzise Handschrift, seine Liebe zu hochwertigen Produkten und seine Fähigkeit, alpine Klassiker neu zu interpretieren, prägen die Neuausrichtung wesentlich. «Traditionelle Gerichte bleiben erhalten – jedoch verfeinert, weiterentwickelt und mit moderner Leichtigkeit auf ein neues Niveau gehoben», so Peter Reithmayr.

«Die vertraute, warme und gemütliche Atmosphäre des ehemaligen Kachelofa­Stüblis bleibt spürbar. Gleichzeitig wird der Raum behutsam weiterentwickelt, um dem neuen SignatureDining­Konzept einen authentischen und zeitgemässen Rahmen zu bieten», freut sich Andy Abplanalp, Verwaltungsratspräsident und Eigentümer des Waldhotels Arosa

Ein Schritt in die Zukunft – ohne die Wurzeln zu verlieren

Der Zeitpunkt für die Umbenennung wurde bewusst gewählt und steht im Zusammenhang mit der strategischen Weiterentwicklung des gastronomischen Angebots im Waldhotel Arosa. mm/sl

Lebendig, kreativ und authentisch – so gibt sich der MoxyBrand.

Frischer Lifestyle in der Stadt

Verspielt, urban und authentisch: Die Zürcher Hotellandschaft ist seit letztem Dezember um ein Highlight reicher: das Moxy Zürich.

Das Moxy Zürich vereint trendbewusstes Design, energiegeladene Gastfreundschaft und urbanen Lifestyle. Nur einen Katzensprung vom LetzigrundStadion entfernt, lädt das Moxy mit seiner unkonventionellen Art dazu ein, das Leben mit positiven Vibes zu feiern. An der Moxy Bar wird eingecheckt und sogleich das erste Getränk serviert. Die Atmosphäre ist lebendig und die Elektrobeats versprühen gute Laune. Wer hier ankommt, taucht in ein kreatives Miteinander aus digitalem Arbeiten, sozialem Austausch und Community­Spirit ein. Das Design ist ein Mix aus industriellem Charme, verspielten Details und cleveren Liebesgrüssen an die Schweiz. 162 gemütliche Gästezimmer bieten smarte Funktionalität, bequeme Betten und stylishe Bäder mit begehbaren Duschen.

Ob ein Cappuccino am Morgen oder ein Mitternachtssnack: Im 24/7 Grab & Go ist immer etwas los. Für die WorkoutSession sorgt ein moderner Fitnessbereich. Drei flexibel nutzbare Boardrooms für sieben bis zwölf Personen bieten Platz für neue Ideen. Und in der Community­Lounge, dem pulsierenden Herzstück, verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeiten und Socializen.

Das Moxy Zürich spiegelt, was Zürich so besonders macht: divers, lässig, energiegeladen. Ideal gelegen zwischen den beliebten Ausgehquartieren und dem Letzigrund­Stadion ist das Hotel der ideale Ausgangspunkt für Entdeckerinnen und Entdecker. Wer es lieber ruhiger mag, fährt mit dem Tram innerhalb von 13 Minuten direkt in die Zürcher Altstadt und zum Zürichsee. mm/sl

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Demokratischer Tourismus: ein notwendiges Premium­Produkt

«Unterwegs» von Martin Nydegger und Hansruedi Müller zeigt Perspektiven für den Tourismus in der Schweiz auf. In der vorliegenden «Hotelier»-Ausgabe lesen Sie eine gekürzte Fassung der Diskussion der Autoren mit Dr. Marcel Dietrich, Präsident von Reka. Die Genossenschaft ist seit 1939 dem demokratischen Ansatz verpflichtet, erschwingliche Reisen und Ferien für alle zu ermöglichen.

Der Tourismus hat viele Facetten und unterschiedlichste Erscheinungsformen – vom Low­BudgetCamping bis zur exklusiven Luxuskreuzfahrt.

Verständlicherweise können sich weniger Menschen hochpreisige Angebote leisten, während günstige Angebote von einer grossen Anzahl in Anspruch genommen werden. (…) Damit der Tourismus akzeptiert wird, muss er für die eigene Bevölkerung erschwinglich sein. Wenn sich die Bevölkerung Reisen im eigenen Land leisten kann, steigt die Toleranz und das Verständnis sowie die Gastfreundlichkeit. Wenn die Bevölkerung die glücklichen Momente des Reisens selbst erlebt, statt sie nur als exklusive Privilegien anderer wahrzunehmen, wirkt sich das positiv auf die allgemeine Tourismusakzeptanz aus. (…)

Um erschwingliche Reisen und Ferien für viele Menschen zugänglich zu machen, scheint es, als müsse die öffentliche Hand tätig werden. Das kann sein, muss aber nicht. (…) Ein Paradebeispiel ist die 1939 gegründete Genossenschaft Schweizer Reisekasse (Reka). Wir haben den Reka­Präsidenten Marcel Dietrich getroffen, um mit ihm über die Demokratisierung des Reisens und über die Reka als einzigartige Institution zu sprechen. (…)

Tourismus – ein Wirtschaftszweig mit sozial-politischen Akzenten

Marcel Dietrich stellt fest: «Tourismus ist zunächst als Markt im Sinne von Angebot und Nachfrage zu verstehen. Zweitens ist es wünschenswert, dass der Zugang zum Tourismusmarkt wegen seiner positiven Auswirkungen breit ist. Ein solcher breiter Zugang bedingt drittens öffentliche und/oder private Initiativen. Übernutzungen sind schliesslich zu verhindern.»

Hansruedi Müller ist einverstanden, denn Tourismus sei primär ein Wirtschaftszweig, der den Mechanismen von Angebot und Nachfrage folge. (…) Doch bereits im ersten schweizerischen Tourismuskonzept aus dem Jahr 1979 sei als oberste Zielsetzung nachzulesen: «Gewährung einer optimalen Befriedigung der touristischen Bedürfnisse für Menschen aller Volksschichten im Rahmen leistungsfähiger touristischer Einrichtungen und einer intakten Umwelt.» (…)

Im Tourismus seien immer private und öffentliche Güter im Spiel, meint Hansruedi Müller. (…) «Hinzu komme, dass Tourismus als Wohlstandsphänomen eine eher neuzeitliche, westliche Errungenschaft sei, die es in vielen Kulturen dieser Welt bis vor Kurzem noch kaum gegeben habe.»

– Promovierter Ökonom (Dr. rer. pol.) der Universität Fribourg mit einem Philo sophieGrundstudium

– Bis 2012 diverse Führungs positionen im Detailhandel (u. a. CEO von Globus)

– Seit 2012 selbstständig als Berater und professioneller Verwaltungsrat

– Seit 2017 Präsident der Reka-Genossenschaft

«Kein Staatsversagen»

Die Erfahrung zeige, meint Marcel Dietrich, dass öffentliche, frei verfügbare Güter die Tendenz haben, übernutzt zu werden, was in Zeiten von Social Media schnell passieren könne. Übergenutzte freie Güter sollten geschützt werden. Dennoch sei es für ihn wichtig, dass auch im Tourismus der Markt spiele. Er sei jedoch einverstanden, dass Reisen und Ferien mehr sind als nur Konsumgüter. (…) Deshalb sei ein breiter Zugang wichtig. Als dem Gemeinwohl verpflichtete Organisation geht Reka mit gutem Beispiel voran, indem sie Ferien zu einem attraktiven Preis­Leistungs­Verhältnis anbietet. Diese werden durch vergünstigtes Reka­ Geld sowie durch gezielt gewährte Unterstützungen aus der Reka Stiftung Ferienhilfe noch erschwinglicher.

Martin Nydegger fragt, ob es sich um ein Staatsversagen handle, dass eine private, gemeinnützige Institution wie die Reka nötig sei. Er glaube nicht, meint Marcel Dietrich, denn die Schweiz sei nach dem Subsidiaritätsprinzip aufgebaut. Aufgaben würden so weit wie möglich nach unten delegiert respektive verteilt. (…) «Den Schweizer Ansatz erachte ich als wünschenswert und zielführend. Also bestimmt kein Staatsversagen.»

Reka – seit 1939 ein Unikat

Wer die Reka verstehen möchte, muss in die Geschichte eintauchen: In den 1930er­Jahren wurde von den Gewerkschaften ein Ferienanspruch erkämpft. (…) 1939 schlossen sich Arbeitnehmer­ und Arbeitgeberseite mit Institutionen aus dem Tourismus und dem öffentlichen Verkehr zusammen und gründeten die Genossenschaft Schweizer Reisekasse. Das Ziel war die Förderung und Erleichterung von Ferien und Reisen in der Schweiz, vor allem für Leute mit beschränkten finanziellen Mitteln. «Es war ein Akt der Solidarität und der Förderung der sozialen Kohäsion, aber auch – typisch für Genossenschaften – ein Akt der Selbsthilfe mit Vorteilen für die Gründungsmitglieder», erklärt Marcel Dietrich.

Eingeführt wurden sogenannte Ferienmarken, die Vorgänger der Reka­ Checks und der heutigen Reka­ Cards. Es handelte sich um vergünstigtes Feriengeld. In den 1960er­Jahren entstand mit dem Feriendorf Albonago die erste eigene Ferienanlage. Seither kombiniert Reka mit Geld und Ferien zwei ganz unterschiedliche Geschäftsfelder unter einem Dach. (…) Als Non­Profit­ Organisation werden erwirtschaftete Erträge laufend in die Vergünstigung von Reka­ Geld, die Reka Stiftung Ferienhilfe, den Klimaschutz, neue Anlagen oder umfassende Renovationen reinvestiert. So entstehen Mehrwerte statt Gewinnausschüttungen. «Während sich ursprünglich die sozialtouristischen Werte auf das gesamte Reka­Ferienangebot bezogen, wird heute differenziert: So

liegen beispielsweise Angebote Dritter preislich im Markt. Beim Reka ­Kernangebot, den Reka ­Feriendörfern und ­häusern, wird jedoch auch heute noch konsequent der sozialtouristische Auftrag umgesetzt und auf die volle Ausschöpfung von Preispotenzialen verzichtet», betont Marcel Dietrich. (…)

Regionalentwickler Reka

Mit den Feriendörfern ist die Reka auch ein wichtiger Regionalentwickler, denn die Standorte sind weitgehend abseits der grossen touristischen Zentren gelegen. «Beruht die Entscheidung, die Reka­Anlagen nicht in grossen Zentren zu bauen, auf den höheren Immobilienkosten oder benötigen die grossen Zentren die Reka­Ferienanlagen einfach nicht?», fragt Martin Nydegger. «Reka möchte grundsätzlich erschwingliche Ferien ermöglichen», antwortet Marcel Dietrich. «Deshalb hat Reka eine natürliche Affinität zu Standorten, die sich günstiger entwickeln lassen. Und zweitens: Wenn wir ein Reka­Feriendorf neu bauen, brauchen wir Partnerschaften, denn es handelt sich um recht grosse Projekte. Das ist in der Peripherie leichter möglich.»

Demokratisierung des Tourismus – aktueller denn je Verschiedene Trends deuten auf eine steigende touristische Nachfrage hin: steigender Wohlstand, flexiblere Arbeitszeiten, mehr verfügbare Zeit, erhöhte Angebotskapazitäten und verlockende Preise, insbesondere im Flugverkehr. Hinzu kommt, dass die Welt durch das Internet, soziale Medien, Filme usw. zunehmend vernetzt ist, wie Marcel Dietrich meint: «Das alles führt zur Multiplizierung von Begehrlichkeiten. Doch die Konsumdemokratisierung ist ein allgemeines Phänomen, nicht nur im Tourismus, sondern auch bei Kleidern, Autos, Handys usw. – und nicht nur in westlichen Ländern.»

«Dennoch», gibt Martin Nydegger zu bedenken, «je erschwinglicher touristische Angebote werden, desto stärker wächst auch die Gefahr, dass an einzelnen Stellen Engpässe entstehen, zu viele Menschen unterwegs sind und es zu Übernutzungen kommt. Deshalb müssen wir lenkend eingreifen, indem wir jene Jahreszeiten und Angebote mit einem geschickten Marketingmix bewerben, die freie Kapazitäten haben, und so zu einer verbesserten Verteilung beitragen. Die Akzeptanz des Tourismus erfordert Investitionen, vor allem auch in die Herzlichkeit.» (…) Marcel Dietrich bestätigt: «Ich war lange im Detailhandel tätig. Die Art und Weise, wie du mit deinen Mitarbeitenden umgehst, überträgt sich auf deren Umgang mit den Kunden.» Martin Nydegger ergänzt: «Investitionen in die Gastlichkeit sind das eine, Investitionen in bezahlbaren Wohnraum das andere, wenn wir die Tourismusakzeptanz stärken möchten.»

Doppelstrategie in der Akquisition

Man ist sich am Tisch einig, dass wir im Export, also in der Akquisition von ausländischen Gästen, bei unserem Lebensstandard und dem notorisch starken Schweizer Franken kaum Alternativen zu einer Premiumstrategie haben, um erfolgreich zu sein. Die Schweiz muss sich im internationalen Tourismusmarkt als Destination für hohe Qualitätsansprüche positionieren: In jedem Segment – nicht nur in der Luxusklasse – ist der Fokus auf ein gutes Preis­LeistungVerhältnis sowie möglichst authentische Schweizer Erlebnisse zu legen. (…)

Marcel Dietrich erläuterte, eine Discount­Strategie könne niemals erfolgreich sein, doch sei es wünschbar, dass touristische Angebote in verschiedenen Preislagen vorhanden

Kreislauf des Reka-Geldes

Bei Reka-Geld handelt es sich um ein eigenes Ökosystem. Es ist nicht nur für Ferien, sondern auch für alltägliche Freizeitaktivitäten einsetzbar, also Reka-Ferien, Hotels, Reisebüros, Bergbahnen, ÖV, Individualverkehr, Sport, Essen, Trinken usw.

– Wandel in der Geldform: Von der Reka-Marke (1939) über den Reka-Check (1966) zur RekaCard (2006).

– Über 4000 Abgabestellen (z. B. Unternehmen, Gewerkschaften, öffentliche Behörden/Institutionen usw.) ermöglichen ihren Mitarbeitenden, limitiert Reka-Geld mit einer Ermässigung von bis zu 20 % zu beziehen; auch Coop gewährt ihren Kunden einen Rabatt von 3 % auf RekaGeld.

– Der Rabatt wird zu 1,5 Prozent durch die Reka, der Rest durch die abgebende Stelle finanziert.

– Die Benutzer setzen das Reka-Geld bei über 10 000 Annahmestellen als Zahlungsmittel 1:1 ein, d. h. für 100 Franken bezahlen sie mit 100 Franken Reka-Geld.

– Die Annahmestellen rechnen das eingelöste Reka-Geld gegenüber der Reka ab und erhalten dafür den Betrag in Franken abzüglich einer vertraglich vereinbarten Kommission analog einer Kreditkarte.

– Rund 500 Mio. Franken Reka-Geld sind im Umlauf.

– Über 1 Mio. Schweizer und Schweizerinnen nutzen Reka-Geld.

seien, die die Gästeerwartungen erfüllen würden. Das heisse, dass auch in der Schweiz günstigere Angebote wie Camping, Jugi, Reka­Dörfer bestünden, auch wenn diese im Preisvergleich mit dem Ausland ebenfalls etwas teurer seien. «In der Vermarktung darf man sich nicht nur auf Luxus fokussieren, sondern muss das Schweizer Erlebnis und dessen Erholungswert und die breite Vielfalt vom Luxushotel bis zu den Lodges ins Zentrum stellen.» Es gehe um Preis und Leistung, um Mehrwert für das Geld. (…)

Fazit

Die Debatte über die Demokratisierung von Reisen und Ferien geht der Frage nach, ob das Reisen eine Art Menschenrecht darstellt oder ob es aufgrund von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten begrenzt werden sollte: (1) Ferien und Reisen sollten für möglichst viele Menschen erschwinglich und zugänglich sein. (…) Zudem begünstigt eine reisefreudige Bevölkerung die Tourismusakzeptanz. (2) Tourismus sollte aufgrund seiner Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft stärker begrenzt werden, um Nachhaltigkeit, kulturelle Werte und verträgliche Belastungen von Infrastruktur und Bevölkerung sicherzustellen. Die Diskussion mit Marcel Dietrich hat gezeigt, dass beide Anliegen – Zugang für viele und Schutz der Umwelt sowie lokaler Gemeinschaften – legitim sind, sich der Zielkonflikt jedoch nie abschliessend lösen lässt. Wichtig erscheint, den Zielkonflikt immer wieder aufzugreifen und angepasste Lösungen unter Einbezug der relevanten Akteure zu suchen und umzusetzen.

Bei der Förderung erschwinglicher Ferien und Reisen für alle Bevölkerungsgruppen ist zwischen der Rolle des Marktes, der öffentlichen Hand sowie privater Initiativen zu unterscheiden. Die Reka ist ein Beispiel für eine solchen private Initiative. (…) Die Reka leistet in der Schweiz einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung von Ferien und Reisen. (…) Da für viele Menschen Ferien und Reisen auch heute noch kaum erschwinglich sind, ist die Demokratisierung des Tourismus weiterhin von Bedeutung. Trotzdem muss es gelingen, ökologische und soziale Belastungsgrenzen zu respektieren, denn frei verfügbare Güter haben die Tendenz, übernutzt zu werden. Deshalb müssen Besucherströme geschickt gelenkt werden. Im Ausland muss der Schweizer Tourismus seine Premiumangebote ins Zentrum stellen, denn der Alpenraum ist zu klein für eine reisebereite Weltbevölkerung. Eine breite Discount­Strategie kann niemals erfolgreich sein, doch ist im gesamten Angebotsmix eine breite Vielfalt sowie ein vorteilhaftes Preis­LeistungsVerhältnis anzustreben.

Unterwegs

400 Seiten, 130 mm × 230 mm

Fadenheftung, Hardcover Mit 56 Abbildungen

ISBN 978-3-03818-539-0

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Sozialtouristische Institutionen in der Schweiz

Schweizer Reisekasse (Reka): gegründet 1939 als Genossenschaft mit dem Ziel, Ferien und Reisen in der Schweiz vor allem für Leute mit beschränkten finanziellen Mitteln zu fördern.

Zu den Gründern gehören Vertreter von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen, von Tourismusorganisationen sowie vom öffentlichen Verkehr. Das Angebot der sozial engagierten Reka:

– Vergünstigung von Leistungen für die breite Bevölkerung über das vergünstigte Reka-Geld sowie über den Verzicht auf eine maximale Preisabschöpfung bei Reka-Ferien

– Fokus auf Familien

– Reka Stiftung Ferienhilfe, über die mehr als 1000 Familien jährlich eine Woche Ferien für 200 Franken machen können und begleitete Ferien für Alleinerziehende unterstützt wird

– Förderung barrierefreier Angebote, unter anderem in Zusammenarbeit mit «Denk an mich», und Beiträge für Ferienlager für Menschen mit Behinderung

– Patronale Stiftung für die Personalvorsorge

International Social Tourism Organization (ISTO): gegründet 1963 als gemeinnützige Insti tu tion. ISTO bringt Interessenvertreter aus den Bereichen sozialer, nachhaltiger und solid arischer Tourismus aus der ganzen Welt zusammen und fördert barrierefreien und verantwortungsvollen Tourismus.

Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus: gegründet 1973. Ziel ist es, den Sozialtourismus in der Schweiz durch den Bau und die Einrichtung von Herbergen für Jugendliche, Schulen und Familien in Zusammenarbeit mit anderen Institu tionen zu fördern. Im Zentrum steht das Schaffen von Mehrwerten dank enger regionaler Partnerschaften.

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Sonderteil: Textilien im Hotel

Berufsbekleidung im Wandel

In den letzten Jahren hat sich die Berufsbekleidung in der Hotellerie und Gastronomie grundlegend gewandelt. Während sie früher vor allem funktional war, gilt sie heute als strategischer Erfolgsfaktor.

Die Branche ist geprägt von intensivem Gästekontakt, wachsendem Wettbewerbsdruck sowie anhaltendem Fachkräftemangel. Berufsbekleidung muss heute mehr leisten als «nur anzuziehen». Sie wirkt sowohl nach innen als auch nach aussen und wird so zum Bindeglied zwischen Mitarbeitenden, Marke und Gästen.

Mitarbeiterzufriedenheit beginnt beim Tragegefühl

Berufsbekleidung spielt eine entscheidende Rolle in der «Employee Experience» und hat einen direkten Einfluss auf Wohlbefinden, Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden. Funktionale Merkmale wie gut platzierte Taschen und pflegeleichte Stoffe tragen zur Effizienz bei. Hochwertige Berufsbekleidung vermittelt Wertschätzung und Professionalität, stärkt das Zugehörigkeitsgefühl und die Identifikation mit dem Unternehmen. Einheitlich gestaltete Kleidung fördert den Teamgeist, während individuelle Anpassungsmöglichkeiten die Inklusion unterstützen.

Kleidung als Markenbotschafter

Der erste Eindruck zählt. Berufsbekleidung ist die visuelle Visitenkarte eines Betriebs und trägt entscheidend zur Markenbildung sowie zur Kommunikation von Werten bei. Durch die gezielte Auswahl von Farben, Schnitten und Materialien spiegelt sie das gastronomische Konzept wider und verdeutlicht Werte wie Qualität, Nachhaltigkeit, Regionalität und Innovation. So hebt sich ein Betrieb von anderen ab. Authentische Berufsbekleidung mit individuellem Design stärkt die Glaubwürdigkeit der Marke. Sie vermittelt ein konsistentes Erscheinungsbild und sorgt für Orientierung und Wiedererkennung. Als nonverbales Kommunikationsmittel beeinflusst sie die Wahrnehmung der Servicequalität und prägt den Gästekontakt. Ein einheitlicher Auftritt wird so zum Qualitätsversprechen gegenüber den Gästen.

Nachhaltigkeit als neues Muss Nachhaltige Berufsbekleidung wirkt sich positiv auf Gäste aus, die Wert auf verantwortungsbewusstes Wirtschaften

Laura Spielmann

legen, und stärkt gleichzeitig die Identifikation der Mitarbeitenden mit ihrem Arbeitgeber. Der Einsatz umweltfreundlicher Materialien wie Bio ­Baumwolle, Recyclingfasern oder langlebiger Mischgewebe wird immer wichtiger. Langlebigkeit, Reparierbarkeit und zeitlose Designs sind nachhaltige Alternativen zum häufigen Austausch von Kleidung. Ebenso wichtig sind ressourcenschonende Produktionsprozesse und transparente Lieferketten. Zertifizierungen wie GOTS oder OEKO ­TEX® bieten Orientierung und schaffen Vertrauen.

Berufsbekleidung als Investition in Menschen und Marke Moderne Berufsbekleidung verbindet Komfort, Funktionalität, Markenwirkung und Nachhaltigkeit. Sie trägt zur Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden bei, stärkt das Markenprofil und beeinflusst den ersten Eindruck im Gästekontakt massgeblich. Anstatt sie als reinen Kostenfaktor zu betrachten, sollte Berufsbekleidung als langfristige Investition in Menschen und Marke verstanden werden. Berufsbekleidung ist ein strategisches Werkzeug, das Betriebe dabei unterstützt, sich im Wettbewerb um Fachkräfte und Gäste erfolgreich zu positionieren.

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Ihre Textile Visitenkarte

Ob repräsentative Uniformen für den Empfang, elegante Outfits für den Service, bequeme Kleidung für das Housekeeping oder funktionale Workwear für die Küche, unsere Corporate Fashion Lösungen unterstreichen Ihre Identität, fördern den Teamgeist und sorgen für ein Erscheinungsbild, das Kompetenz und Gastfreundschaft ausstrahlt.

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Effizienz beginnt bei der Wäschebeschaffung

Die Wahl von Hotel- und Gastronomiewäsche ist weit mehr als eine Preisfrage. Entscheidend ist, wie effizient ein Textil über seinen gesamten Lebenszyklus gepflegt werden kann. Wer Beschaffung als Prozessentscheidung versteht und Wäscherei, Handling und Logistik mitdenkt, kann Qualität sichern und gleichzeitig Kosten nachhaltig senken.

In der Hotellerie und Gastronomie zählt jeder Eindruck. Ob makellose Tischwäsche, hygienisch aufbereitete Bettwaren oder gepflegte Berufsbekleidung, Textilien tragen massgeblich zur Wahrnehmung von Qualität und Professionalität bei. Ein Textil wird jedoch nicht nur einmal bewertet, sondern bei jedem Einsatz neu. Entscheidend ist deshalb weniger der Einkaufspreis als die Kostensumme aller Pflegezyklen.

Die Art und Weise der Verarbeitung von Textilien in der Wäscherei hat massgeblichen Einfluss auf den optischen Eindruck und die Kosten der Wäschepflege. Ein Bettbezug oder eine Tischdecke wird im professionellen Einsatz dutzende, oft hunderte Male gewaschen, getrocknet, gemangelt, gefaltet und transportiert. Jeder dieser Schritte verursacht Aufwand. Dennoch konzentriert sich die Beschaffung häufig primär auf Material, Waschtemperatur oder Grammatur. Die späteren Verarbeitungskosten bleiben unsichtbar – bis sie im laufenden Betrieb spürbar werden. Hier lässt sich viel optimieren und so Kosten und Aufwand reduzieren.

Aus demselben Stoff und doch verschieden Textilien aus ähnlichem Material können in der professionellen Wäscherei völlig unterschiedliche Kosten verursachen. Entscheidend ist nicht nur die Faser, sondern die Verarbeitung: Nähte, Formate, Farben, Etikettierung und Sortierbarkeit beeinflussen, wie effizient ein Produkt gewaschen und weiterverarbeitet werden kann.

Können verschiedene Textilien gemeinsam gewaschen werden oder erfordern sie separate Chargen? Passt ein Format auf bestehende Faltautomaten? Wie schnell lässt sich ein Artikel mangeln? Muss nachgebessert oder von Hand gefaltet werden? Fragen, die man mit der Wäscherei klären sollte, denn solche Faktoren bestimmen den realen Preis eines Textils im Alltag. Was zu Beginn attraktiv wirkt, kann sich in der Pflege als teuer erweisen.

Textilien als Prozessentscheidung

Die Beschaffung von Hotel­ und Gastronomiewäsche ist daher weniger eine Einkaufsfrage als eine Prozessent schei­

dung. Wer Gesamtkosten minimieren will, muss den Lebenszyklus eines Textils betrachten – von der Herstellung über die tägliche Nutzung bis zur Ausmusterung.

Relevante Faktoren sind unter anderem:

– Herstellung, Verfügbarkeit und langfristiger Nachkauf der Textilien

– Materialalternativen und Mischgewebe im Hinblick auf Haltbarkeit

– Textilpflege, beispielsweise in Bezug auf Trocknungszeiten und Energiebedarf

– Sortierbarkeit und Handling im Betrieb

– Format­ und Grössenstandardisierung

– Nachverfolgbarkeit und Bestandskontrolle durch RFIDSysteme

Für Hotelbetriebe ist die Wahl der Wäsche daher weniger eine Einkaufsentscheidung als eine Frage des Prozessdesigns. Wer Kosten stabilisieren will, muss den gesamten Lebenszyklus eines Textils betrachten.

Wäschereien als One-Stop-Textildienstleister Immer mehr Betriebe lagern Beratung, Beschaffung und Pflege ihrer Wäsche an spezialisierte Wäschereien aus, die als Textildienstleister fungieren. Eine Entscheidung, die sich nicht nur qualitativ, sondern vor allem wirtschaftlich auszahlt: Statt einer Dreiecksbeziehung zwischen Hersteller, Betrieb und Wäscherei entsteht ein integriertes System mit klarer Verantwortung und einem einzigen Ansprechpartner. Prozesse lassen sich so durchgängig planen, optimieren und überwachen.

Ein Beispiel für dieses Modell ist die Wäsche ­Perle AG in Interlaken. Das Unternehmen verbindet seit über 40 Jahren Textilpflege, Vermietung, Entwicklung und Logistik, Seite an Seite für Hotellerie und Gastronomie. Durch die Kombi­

nation aus Beschaffungskompetenz und Wäschereibetrieb können Textilien bereits bei der Auswahl auf Pflegeeffizienz und Lebensdauer abgestimmt werden. Ergänzt wird dies durch Track­and­Trace­Systeme, die Transparenz über Bestände und Umläufe schaffen.

Lukas Röthlisberger, Geschäftsführer seit 15 Jahren.

Die Wäsche-Perle

Die Wäsche-Perle AG bietet seit über 40 Jahren eine textile Kreislaufwirtschaft für Hotellerie und Gastronomie im Berner Oberland und in der Zentralschweiz an. Das Unternehmen bietet Beratung, Beschaffung, Pflege, Vermietung und Logistik aus einer Hand.

Mit eigener Signature-Wäschelinie und RFIDgestütztem Track-and-Trace-System verbindet die Wäsche-Perle Funktionalität, Design und wirtschaftliche Pflegeprozesse. So ersetzen die kostengünstigen EASY-Servietten aus recycelter Baumwolle und PET beispielsweise herkömmliche Papierservietten. Ergänzend dazu bietet Gastro-Wear moderne Berufsbekleidung für den professionellen Einsatz.

www.waesche-perle.ch www.gastro-wear.ch

Stilvoll. Individuell. Professionell. – Corporate Fashion neu definiert

Im Gespräch mit Patrice Weber, CEO der Image Wear AG, erfahren wir, wie das Zürcher Unternehmen neue Massstäbe für Berufsbekleidung für Schweizer Hospitality-Unternehmen setzt, die Wert auf Qualität, ein individuelles Erscheinungsbild und Nachhaltigkeit legen.

erufsbekleidung ist weit mehr als nur Kleidung – sie ist ein Teil der Markenidentität», sagt Patrice Weber. In der Hotellerie und Gastronomie spielt das Erscheinungsbild der Mitarbeitenden eine entscheidende Rolle für das Gesamterlebnis der Gäste. Es geht darum, Werte zu kommunizieren und die Unternehmensidentität zu transportieren. «Unsere Aufgabe ist es, Kleidung zu schaffen, die sowohl Marke als auch Funktionalität und Stil vereint», erklärt Weber.

Ob für den Empfang, den Service, das Housekeeping oder die Küche – Image Wear bietet massgeschneiderte Lösungen, die den hohen Anforderungen der Branche gerecht werden. Die Kombination aus hoher Qualität, Tragekomfort und ansprechendem On­Brand­Design steht dabei immer im Vordergrund.

Ganzheitlicher Service für mehr Effizienz

«Wir verstehen uns nicht nur als Anbieter von Berufsbekleidung, sondern als Partner, der den gesamten Prozess begleitet», so Weber. Image Wear bietet ein Rundum­Paket – inklusive Grössenermittlung, Änderungsdiensten bis hin zu Webshop ­ und Lagerlösungen sowie Recycling. «Unsere Kunden schätzen es, alles aus einer Hand zu bekommen – von der Beratung bis zum End­ of­Life der Produkte», betont der CEO. Für Image Wear ist Nachhaltigkeit ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmens. Dies zeigt sich nicht nur in der Materialauswahl, sondern auch in den angebotenen Services wie dem Recycling von Kleidung, der Pflegeberatung oder der Möglichkeit, Uniformen zu reparieren.

Individuelle Lösungen für jedes Unternehmen

Laut Weber ist der Schlüssel zum Erfolg die Individualität. «Jedes Unternehmen hat seine eigene Identität und seine eigenen Anforderungen. Deshalb bieten

wir massgeschneiderte Designlösungen sowie Corporate Collections an, die genau auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt sind.» Mit einem modularen Ansatz vereint eine Corporate Collection Markenkonsistenz mit den individuellen Präferenzen der Mitarbeitenden.

Langjährige Partnerschaften als Fundament

Image Wear pflegt langjährige Beziehungen zu renommierten Hotels, Restaurants, Casinos und Airlines, die auf die Expertise des Unternehmens vertrauen. «Unsere Kunden schätzen nicht nur unsere Produktqualität, sondern auch unser Engagement für Nachhaltigkeit und die Nähe zu ihren Bedürfnissen», sagt Weber.

Image Wear AG

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8045 Zürich

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Die Wäschereilösungen von Electrolux Professional bringen einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen und eine werterhaltende Textilpflege in eine perfekte Balance.

Ganzheitlich nachhaltige Wäschereilösungen

Die eigene Wäscherei gibt einem Hotel, das grossen Wert auf Individualität legt, auch bei der Wahl seiner Textilien maximale Freiheit. Sie gewährt eine sorgsame Aufbereitung der Textilien – bei voller Kontrolle über die Warenqualität. Zudem bietet sie eine hohe Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit bei der Bereitstellung der benötigten Artikel. Dabei ist es längst ein Muss, dass die Wäschereimaschinen auch auf das Konto von Umweltschutz, Ressourcenschonung und Emissionsreduzierung einzahlen.

Die effizienten Wäschereilösungen von Electrolux Professional tragen den Anforderungen der Hotellerie an die eigene Wäscherei in jeder Hinsicht Rechnung. Waschmaschinen, Trockner, Mangeln und Finish­ Geräte sind bei optimalen Pflegeergebnissen besonders sparsam im Verbrauch, verringern dadurch den Kohlendioxid­Ausstoss (CO₂) eines Hauses und erhöhen dessen Wirtschaftlichkeit. Innovationen bei Maschinentechnik und Prozessführung haben dem schwedischen Konzern im März 2023 eine Auszeichnung in Silber bei EcoVadis eingebracht.

Die nachhaltige Strategie von Electrolux Professional ist an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ausgerichtet. Jede Produktlösung bringt einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen und eine werterhaltende Textil­

pflege in eine perfekte Balance. So bestimmen moderne Wiegezellen in den Industriewaschmaschinen das exakte Gewicht eines Waschpostens bei der Beladung und während des gesamten Waschprozesses und sorgen bei jedem Programmschritt automatisch für eine bedarfsabhängige Wasser­ und Waschmittelzufuhr. Das Power­Balance ­System optimiert den Schleudervorgang; die erreichte minimale Restfeuchte in den Textilien senkt den Energiebedarf beim Trocknen.

Ein echtes Energiesparwunder ist der Wärmepumpentrockner von Electrolux Professional. Er nutzt die eingesetzte Energie optimal und spart dadurch bis zu 65 Prozent der Stromkosten eines vergleichbaren Ablufttrockners ein. Gleichzeitig bewirkt die schonende Trocknung eine lange Lebensdauer der Textilien. Nachhaltige Wäschereilösungen sind bei Electrolux Professional ganzheitlich gedacht!

Electrolux Professional AG

Allmendstrasse 28

6210 Sursee

+41 (0) 41 926 81 81 info.ch@electroluxprofessional.com www.electroluxprofessional.com/de-ch

Wellness trifft Jugendstil

Pünktlich zum Start der Wintersaison öffnet das Hotel Joseph’s House in Davos nach umfassender Sanierung wieder seine Türen – und verbindet dabei auf eindrucksvolle Weise historischen Charme mit zeitgemässem Komfort.

Das einstige Nonnenkloster aus dem Jahr 1901, ein liebevoll restauriertes Jugendstil­Bijou unweit der Jakobshornbahn, präsentiert sich heute als Drei­Sterne­Superior­Hotel mit 71 stilvollen Zimmern und einem Wellnessbereich, der Massstäbe setzt.

Herzstück des Hauses ist der über 200 Quadratmeter grosse Wellnessbereich, der in Zusammenarbeit mit KLAFS, Weltmarktführer für Saunen und Spas, realisiert wurde. Hier entfaltet sich ein stimmiges Gesamtkonzept aus Wärme, Wasser, Licht und Ruhe, das perfekt auf die Bedürfnisse aktiver Gäste abgestimmt ist, die nach einem Tag in den Davoser Bergen Entspannung suchen.

Bereits beim Betreten der Saunawelt wird klar: Qualität und Atmosphäre stehen im Vordergrund. Die KLAFS Sauna PROFI überzeugt mit edlen Hemlock­Holzpaneelen, Natursteinakzenten und einer dreistufigen Liegelandschaft. Für intensive Aufgüsse und langanhaltende Wärme sorgt der leistungsstarke Saunaofen Majus mit 100 Kilogramm finnischen Olivinsteinen. Ergänzt wird das Angebot durch das sanfter temperierte SANARIUM®, das mit gedämpftem Licht, indirekter LED ­Beleuchtung und dem bewährten Bonatherm­Warmluftsystem besonders schonend wirkt.

Dampf, Wasser und Eis – Erfrischung auf höchstem Niveau

Ein weiteres Highlight ist das grosszügige Dampfbad mit automatischer Duftdosierung, stimmungsvollem Sternenhimmel und integrierter Dampfkamin­Lösung. Die U­förmige Sitzanordnung und das warme Licht schaffen ein beinahe meditatives Flair. Für den gezielten Temperaturwechsel sorgen die KLAFS Erlebnisduschen: Vom warmen Tropenregen mit Vogelgezwitscher über die kühle Nebeldusche bis zur erfrischenden Schwalldusche mit Duft und Wasserklang wird jede Dusche zum multisensorischen Erlebnis. Den krönenden Abschluss bildet der Eisbrunnen POLARIS. Das feine Flockeneisgranulat prickelt angenehm auf der Haut, belebt die Sinne und unterstützt die Regeneration nach dem Saunagang. Robust, hygienisch und wartungsarm fügt sich der Eisbrunnen nahtlos in das hochwertige Gesamtkonzept ein.

Kompetenz und Gestaltung im Einklang «Unser Anspruch war es, einen Wellnessbereich zu realisieren, der technisch auf höchstem Niveau ist und sich gleichzeitig harmonisch in den Charakter des Hauses einfügt», sagt KLAFS ­Fachberater Martin Thurnheer. «Im ‹Joseph’s House› ist genau diese Balance gelungen und damit ein rundum stimmiges Wellnesserlebnis.» Auch Architektin Deborah Vetsch, die das Projekt von Beginn an intensiv begleitete, betont die Bedeutung des sensiblen Zusammenspiels von Alt und Neu: «Das ‹Joseph’s House› lebt von seiner Geschichte. Unsere Aufgabe war es, den Jugendstil respektvoll weiterzudenken und gleichzeitig Räume zu schaffen, die heutigen Ansprüchen an Komfort und Wellness gerecht werden.»

Alles unter einem Dach Ergänzt wird das Wohlfühlangebot durch einen lichtdurchfluteten Ruheraum, einen Fitnessraum mit modernsten Kardio ­ und Fitnessgeräten und Blick auf die Davoser Bergwelt sowie eine Auswahl an Massagen. Kulinarisch lädt die stilvolle Joseph’s Bar zum entspannten Ausklang des Tages ein, während die zentrale Lage in Davos Platz das Hotel zum idealen Ausgangspunkt für Winter­ und Sommeraktivitäten macht.

Mit dem neu gestalteten Wellnessbereich und der hochwertigen Ausstattung von KLAFS setzt das ‹Joseph’s House› ein klares Zeichen für ganzheitliche Erholung. Ein Haus mit Geschichte, das heute mehr denn je Raum für Ruhe, Genuss und neue Kraft bietet – mitten in den Bündner Bergen.

Klafs AG Oberneuhofstrasse 11 6340 Baar T +41 41 760 22 42 info@klafs.ch www.klafs.ch

Eine Geschichte von Innovation und Transformation

Dies ist die Geschichte von zwei Architekten-Designern und einer Innenarchitektin-Designerin mit einer gemeinsamen Leidenschaft für zukunftsweisende Produkte für den Innenausbau, als intelligente Problemlöser und zugleich attraktive Hingucker.

Die flexible Raumtrennwand Dooor gibt es in vielen Farb- und Materialvarianten.

Die Kreativen heissen Giò Ponti, Virginia Maissen und Christophe Marchand. Ponti entwarf das System, Marchand und Maissen erkannten und nutzten das Potenzial. Die beiden Hotels, in denen das neue System – die dooors­Textilfalttüren – erfolgreich eingebaut wurde, sind das Hotel Schönegg in Zermatt und das Hotel Speer in Rapperswil.

Ehre, wem Ehre gebührt: Giò Ponti (1891–1979), genialer Architekt, Designer, Künstler und Verleger, gilt als anerkannter Vater des italienischen Designs. Seine Architektur und seine Produkte haben Zeiten und Trends überdauert und wirken bis heute ebenso zeitlos wie modern. Mailand­Reisende kennen seinen markanten Pirelli Tower (1956–1960) nahe der Stazione Centrale. Das von ihm in den frühen 1960er­Jahren erbaute und eingerichtete – und bis heute nahezu unveränderte – Hotel Parco dei Principi in Sorrent zählt zu den Ikonen der internationalen Hotelwelt. In vielen Privaträumen sind die legendären Stühle der Superleggera­Serie (1957) zu finden: nur 1,7 Kilogramm leicht, scheinbar fragil und dabei nahezu unzerstörbar – was Ponti eindrücklich demonstrierte, indem er einen Stuhl aus dem vierten Stock auf die Strasse warf.

Aktuell erfährt die textile Falttür «dooor» ein Revival. Ponti entwarf sie in den 1950er­Jahren für seine Mailänder Stadtwohnung, um Räume flexibel zu zonieren und neu zu definieren. Der Schweizer Architekt und Designer Christophe Marchand entdeckte das System am Salone del Mobile in Mailand und vertreibt es seither mit seiner Firma 4ida GmbH in der Schweiz. Die renommierte Innenarchitektin Virginia Maissen setzte «dooor» als eine der Ersten in der

Suzanne Schwarz

Schweiz im Chalet­Hotel Schönegg in Zermatt und 2025 im Rahmen der Totalrenovation des Boutique­Hotels Speer in Rapperswil erfolgreich ein.

Eine geglückte, anspruchsvolle Totalrenovation

Die Neugestaltung des Sorell Hotels Speer gestaltete sich anspruchsvoll. Historische Elemente waren keine vorhanden, jedoch eine Fassade in einem ansprechenden klassischen Stil, angelehnt an die Jahrhundertwende. Der Innenausbau war vor allem schlicht und funktional, wirkte jedoch unfertig und wenig inspirierend – fast wie ein Bild ohne Rahmen, erklärt Virginia Maissen.

Die Lobby mit Honesty-Bar schafft eine einladende Atmosphäre zum Verweilen.

Die Bauherrschaft wünschte sich ein Boutique ­Hotel. Ziel war daher eine langlebige, zeitlose Innenarchitektur mit Boutique ­ Charakter und einer harmonisch eingebetteten Gestaltung mit individuell gestalteten, unverwechselbaren Elementen. Die Interior­Designerin dazu: «Wir haben fast alles selbst entworfen und eigens produzieren lassen. Alte Stiche von Rapperswil dienten als Vorlage für textile Wandbespannungen. Ebenso entstanden Teppiche, Bettkopfteile und Kissen mit handgezeichneten, bewusst unregelmässigen Karomustern. Zudem setzten wir auf neu interpretierte Täfelungen und einen wertigen Kammputz an den Wänden.»

Wohnlicher Charakter und Akustiklösung: Falttüren von dooors ermöglichen bei Bedarf die flexible Trennung von Rezeption und Lobby.

Für die textile Wandtäfelung setzte das Studio Maissen auf das Gewebe «Naturtex», da dieses besonders robust und unempfindlich gegen Kofferstösse ist. Gleiches gilt auch für den Kammverputz der Wände: Er vermittelt ein schönes, lebendiges Bild und ist unempfindlich und langlebig. Für die Polster­ und Sitzmöbel mit Charme und Charakter wurde intensiv recherchiert. Viele davon stammen aus Schweizer Produktionen, so wie der Stuhl­Klassiker von Bruno Rey der Firma Dietiker AG, der mit RAL­Farben in Ultramarin neu lackiert wurde und so neues Leben erhielt.

Obwohl die Rezeption nahezu rund um die Uhr besetzt ist, muss sie für Anlässe abtrenn­ und abschliessbar sein. Statt einer klassischen Tür fiel die Wahl – wie bereits im Hotel Schönegg – auf das dooors­System, um die Rezeption von der Lobby mit der neuen Honesty­Bar abzutrennen. Die Falttüren haben einen tollen, wohnlichen, textilen Charakter und sind zudem eine gute Akustiklösung, sagt Virginia Maissen. Der Boden besteht aus extra grossen Kreramikfliesen mit Terrazzo ­Effekt. Maissens Honesty­Bar gefiel der Bauherrschaft übrigens so gut, dass sie nun für weitere Hotels der Gruppe übernommen wird.

Das dooor-System

Schon in den 1950er­Jahren erkannte ein Hersteller das Potenzial der textilen Falttür von Giò Ponti und legte den Grundstein für ihre industrielle Fertigung. Durch konti­

nuierliche Weiterentwicklung wurde das System zu einem zeitgemässen Designelement – mit modernisierten Schiebeund Verriegelungsmechanismen.

Diese und weitere strategische Schritte führten zu einer grundlegenden Transformation: von einem handwerklichen Nischenprodukt hin zu einer flexiblen, architektonischen Lösung. Dank modularer Andocksysteme und dem Verzicht auf Bodenführungsschienen bietet das Falttürsystem maximale Gestaltungsfreiheit. Möglich sind Türen bis zu sechs Metern Höhe, nahezu unbegrenzte Breiten sowie komplexe Geometrien wie Kurven oder S ­Formen – etwa eine fünf Meter lange, geschwungene Tür, die nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch überraschend leicht zu bedienen ist.

Die Materialpalette reicht von recycelten Stoffen über feuerfeste Textilien bis hin zu Naturfasern wie Wolle und Kaschmir oder auch Leder. Jede Tür wird massgefertigt, dreidimensional geplant und mit modernsten Technologien wie CNC­Fräsen und Laserschweissverfahren produziert. Trotz aller Innovation bleibt der Prozess tief in der Handwerkskunst und im Geist des Erfinders Giò Ponti verwurzelt.

www.ida.ch www.sorellhotels.com www.virginiamaissen.com

Das Architektenbett. Mehr Raum durch schwebende Optik

Form follows Leichtigkeit. Mit dem Architektenbett hat der Architekt Ulrich Pape eine Lösung entwickelt, die den Raum nicht «vermöbelt». Er räumt radikal auf und hinterlässt ein bequemes Bett, das im Raum zu schweben scheint, ja, es denkt den Raum mit.

Das Architektenbett, freistehend oder an der Wand montiert, spielt mit der Schwerkraft: Die Matratze balanciert auf einem Block, der Stauraum und Abstellmöglichkeiten bietet, aber auch als Gegengewicht dient. Das Bett ist grosszügig in seinen Dimensionen, ohne dabei massig oder erdrückend zu wirken. Das Geheimnis liegt in der Konstruktion, die eine fast schwebende Liegefläche auf einem soliden, zurückgesetzten Fundament balancieren lässt. Der Raum gewinnt so an Luftigkeit und lässt den Blick frei schweifen.

Für beide Varianten trifft zu: Das Spannbetttuch verdeckt die gesamte Bettkonstruktion aus Stahl. In einem Aluminiumprofil am Stahlrahmen befinden sich dimmbare LEDs, die nach unten strahlend dem Bett Leichtigkeit verleihen. Es fasst Bettgestell, Nachttisch, Nachtleuchte und Kopfteil zu einem einzigen, spannenden Solitär zusammen. Eine unter dem Bett versteckte, geräumige Schublade ersetzt den klassischen Nachttisch. Buch, Wasserglas und Ladekabel verschwinden dezent aus dem Blickfeld und nichts stört die puristische Ästhetik.

Auch das Kopfteil wurde neu gedacht: Zwei scheinbar frei in der Luft stehende Kopfkissen bilden eine flexible und komfortable Rückenlehne.

Ein weiterer, nicht zu verachtender Vorteil liegt für die Hotelmitarbeiter:innen in der zeitsparenden Reinigung. Nichts steht mehr im Weg und muss zur Seite gerückt werden.

Bei der Vorstellung des Architektenbettes während der letzten Monate konnte sein Designer sowohl an den BlickfangMessen in Hamburg, Basel und Zürich Kontakte zu innovativen Hoteliers knüpfen, deren Projekte sich gerade in der Planung oder Bauphase befinden. In Hamburg wurde Pape der Designpreis Blickfang Hamburg 2025 verliehen. www.pa-ul.com

Suzanne Schwarz

Für drinnen und draussen – vom Eiger bis zum Matterhorn

Die Wunder der Bergwelt mühelos und hautnah erleben. Nichts weniger als das macht der bereits mehrfach preisgekrönte Architekt Luca da Ros mit der Dolomitisch-Kollektion möglich.

Die Dolomitisch­Möbel integrieren die Wunder der Natur in ein spielerisches und zeitgemässes Design: Die topografischen Abschnitte der Gebirgszüge dringen in die Räume als ein sich ständig veränderndes, originelles Kunstwerk ein, aber auch als Objekt für den täglichen Gebrauch.

Dolomitisch ist ein innovatives Start­up mit Sitz in Bozen, das diverse topografische High­Tech­Möbel anbietet. Die Möbel, die aus verschiedenen Holzarten in Kombination mit anderen Materialien hergestellt werden, interpretieren Gebirgszüge aus der ganzen Welt. Ob als Motiv der eigene Hausberg gewählt wird oder ein anderes Bergmassiv, entscheiden die Käufer. Das topografische Modell des ausgewählten Berges (geländebasiert) wird auf Satellitenlaserscans erstellt, die mit einem High­Fidelity­ CNC­Stromabnehmer mit maximaler Genauigkeit und Detailgenauigkeit in einen Massivholzblock geschnitzt werden. Mittels innovativer 3D ­Datenanalyse und hochpräzisen, numerisch gesteuerten Prozessen im Dialog mit handwerklicher Exzellenz in der Holz­ und Metallbearbeitung entstehen so individuelle und auf die Auftraggeber bezogene Tische, Beistelltische, Bänke und andere Einrichtungselemente.

Dolomitisch wählt ausschliesslich Hölzer aus zertifizierten Wäldern aus und setzt sich bei der Gewährleistung einer grossen Vielfalt für kurze Lieferketten und die Rückgewinnung von lokalem Material aus Naturkatastrophen, beispielsweise nach Stürmen, ein. Das Unternehmen setzt sich zudem für Nachhaltigkeit ein, mit dem Ziel, einen Wald aufzubauen, der mit jedem verkauften Objekt wächst. Die Wachstumsphasen des neuen Ökosystems werden überwacht, um seinen langfristigen ökologischen Erfolg zu sichern.

www.dolomitisch.com

Suzanne Schwarz

Von Kimchi zu Kombucha

Fermentation, die neuste Trend-Technik oder eine uralte Methode?

Einmachen – eine der ältesten Formen der Fermentation.

In den letzten Jahren ist Fermentation immer präsenter geworden. Kimchi, Kombucha oder Miso finden sich heute regelmässig auf Speisekarten, nicht nur wegen ihrer gesundheitlichen Vorteile, sondern vor allem wegen ihres charakterstarken Geschmacks. Für mich ist Fermentation jedoch weniger ein neuer Trend, sondern vielmehr ein Déjà­vu. Sie weckt Erinnerungen an meine Kindheit im Wallis, an Herbsttage in der Küche meiner Grosseltern. Nach der Kabis­

Andreas Williner, Leiter der Culinary Fachberatung Schweiz, erklärt Fermentation als Zusammenspiel von Tradition und Trend.

ernte wurde dieser geschnitten, gesalzen und in Töpfe gegeben, um ihn zu fermentieren und haltbar zu machen. Ein Klassiker bei uns daheim war und ist Sauerkraut. Dieses Sauerkraut ist heute noch bei allen beliebt und wird traditionsgemäss noch nach der gleichen Methode hergestellt. Damals sprach man jedoch noch nicht von Fermentation, sondern vom Einmachen. Genau deshalb fühlt sich Fermentation für mich nicht neu an, sondern wie eine uralte Methode, die heute ein Revival erlebt.

Mehr als nur Haltbarmachen

Auch wenn die Technik der Fermentation seit Jahrhunderten nahezu unverändert ist, hat sich der Grund für ihren Einsatz deutlich verschoben. Früher, ohne Tiefkühlschränke und bei geringer Verfügbarkeit von Lebensmitteln, ging es primär darum, die Vorräte über lange Zeit haltbar zu machen. Spannend dabei ist, dass viele Lebensmittel erst durch Fermentation überhaupt entstehen. Sauerteigbrot, Joghurt, Kefir, Essig und viele mehr sind das Ergebnis mikrobieller Prozesse.

Im Kern beschreibt Fermentation einen natürlichen Prozess, bei dem Mikroorganismen Zucker

in Säuren, Gase oder Alkohol umwandeln. Diese Stoffe prägen nicht nur den Geschmack, sondern sorgen auch für die Haltbarkeit. Ein klassisches Beispiel ist die Milchsäuregärung, wie sie bei Sauerkraut oder Kimchi stattfindet. Milchsäurebakterien wandeln den natürlichen Zucker im Gemüse in Milchsäure um. Der pH­Wert sinkt, unerwünschte Keime werden gehemmt und das Produkt bleibt über Monate stabil. Ein weiteres Beispiel ist Kombucha, ein fermentiertes Teegetränk aus gesüsstem Tee und einer lebenden Kultur aus Hefen und Bakterien.

Warum ich fermentiere

Natürlich ist Fermentation eine hervorragende Methode, um saisonale Produkte das ganze Jahr über zu nutzen. Für mich liegt die Faszination jedoch im Gesamtpaket. Sie reicht von den gesundheitlichen Vorteilen wie der Stärkung der Darmflora bis hin zu wertvollen Nährstoffen, die das Immunsystem unterstützen und Lebensmittel bekömmlicher machen. Mindestens genauso wichtig ist jedoch der Geschmack.

Fermentation verleiht Lebensmitteln Tiefe und Spannung. Säure, Umami, feine Bitterkeit oder leichte Süsse entwickeln sich mit der Zeit, und

Das neueste Trend-Getränk Kombucha zeigt, wie durch Fermentation feine Kohlensäure und ein komplexes Aroma entstehen.

dabei entwickelt sich jedes Produkt etwas anders. Genau das ist das Besondere an diesem Prozess. Etwas ansetzen, beobachten, auch experimentieren, warten und schliesslich ausprobieren und vergleichen. Diese Mischung, nicht nur aus den Zutaten, sondern auch aus Wissen, Geduld und Neugier, macht Fermentation für mich zu einem Zusammenspiel zwischen Kindheitserinnerungen und den neuesten Trends.

All diese über Jahre gesammelten Erkenntnisse, von salzig bis süss, von Vorspeise bis Dessert, greifen wir in unseren Future Trends Workshops im Chefmanship Centre Thayngen auf. Einen Tag lang zeigen wir die neuesten oder vielleicht auch gar nicht so neuen Möglichkeiten der Fermentation in der Küche.

Und vielleicht ist es mit der Fermentation wie mit alten Musikbands oder früheren Modetrends: Sie verschwinden nie ganz, sondern kommen irgendwann zurück, neu interpretiert und zeitgemäss gedacht.

* ASI Best Sommelier of the World 2019, Geschäftsführer

Baur au Lac Vins

& Chef Sommelier

Baur au Lac.

Erhebt Eure Stimme –und das Glas

Marc Almert*

Endlich löst sie sich, die Schockstarre.

Zu lange hat die Weinbranche sich das Narrativ aus der Hand nehmen lassen und fast tatenlos und voller Selbstmitleid zugesehen, wie in den Medien Panik gemacht wurde, «dass jeder Tropfen Wein gesundheitsschädlich sei». Gleichwohl es zahlreiche Studien gibt, die einen moderaten Weinkonsum weniger kritisch und teils sogar positiv sehen.

Hierzulande erhob früh der Schweizer Master of Wine, Philipp Schwander, seine Stimme. International folgen nun nach und nach mehrere Ver­

bände; selbst die sonst eher zurückhaltende OIV (Internationale Organisation der Rebe und des Weins) traute sich endlich, bei der WHO zu intervenieren.

Besonders prägnante Beispiele sind der Deutsche VDP, der aufzeigt, wie lange Wein schon Kulturgut ist, und dies unter anderem mit den recht jungen Smartphones oder gar den «nur» 550 Jahre alten Büchern vergleicht. Ähnlich argumentiert die Vereinigung Schweizer Weinhandel, die ihre Kampagne «Wein ist Kultur» zunehmend sichtbarer macht. Originell ist auch die amerikanische Initiative «Come Over October», die zum gemeinsamen Genuss einlädt; wohlgemerkt als Gegenpol

zum «Sober October», dem wenig geliebten Vorboten des «Dry January».

Dies alles, notabene, nicht mit dem Ziel, Alkoholkonsum zu verharmlosen. Unstrittig ist, dass ausufernder Konsum gravierende Folgen hat und immer noch zu verbreitet ist, auch in der Hotellerie und Gastronomie. Gemeinsam mit vielen weiteren Protagonisten der Weinwelt unterstütze ich daher seit Jahren die Initiative «Wine in Moderation». Doch so mir nichts, dir nichts ein Kulturgut zu dämonisieren, das in Massen seit Jahrhunderten Genuss bereitet, Menschen zusammenbringt, Kulinarik fördert und eine treibende Wirtschaftskraft vieler (vor allem europäischer) Länder ist, sollte man nicht tun.

Oft höre ich: «Pass auf, mit Wein wird es wie mit Tabak, ein paar Jahre noch und er ist ganz verschwunden.» Darauf antworte ich stets: «Wann gab es denn je eine Mess­Zigarette in der Kirche?!» Es ist naiv, zu glauben, dass Wein die gleiche flüchtige Verankerung in der europäischen Tradition und Kultur hat wie Tabak.

Falls das Gegenüber Schweizer ist, bitte ich gelegentlich um Folgendes: «Stelle dir das Waadtland und das Wallis ohne Reben vor. Wie sähe das wohl aus?» Schnell wird dann klar, welch integralen Teil unserer Landschaft die Weinberge bilden – vor allem, wenn sie ökologisch bewirtschaftet werden.

Doch das wichtigste Argument ist sicherlich folgendes: Was passiert mit all den Arbeitsplätzen, den Beiträgen zur Weltwirtschaft, inklusive den Steuereinnahmen, den zahlreichen direkt oder indirekt an Weinproduktion und ­handel beteiligten Menschen, wenn der Wein ohne fundierte Grundlage verteufelt wird?

Dies würde allen voran die Hotellerie und Gastronomie treffen. Denn wohl die wenigsten Restaurants erzielen mit ihren Speisen gleich hohe Margen wie mit Weinen. Daher mein Appell: Kämpfen Sie für die Akzeptanz des massvollen Weingenusses. Pflegen Sie ein attraktives Weinangebot in Ihren Betrieben. Und weisen Sie jene souverän in die Schranken, die meinen, dass Weinkultur unwichtig und schädlich sei.

Es geht schliesslich um (Ihre) Existenzen.

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Sonderteil: Kaffee und Tee

Der eigene Blend

Ein eigener Kaffee-Blend kann zum geschmacklichen Aushängeschild werden. Röstmeister Adrian Gisler erklärt, warum individuelle Kaffeemischungen Markenbotschafter sind und worauf es bei ihrer Entwicklung ankommt.

Herr Gisler, individuelle Blends sind in der Hotellerie zunehmend präsent. Was macht einen eigenen Blend heute zu mehr als nur einem Produkt?

Für den eigenen, exklusiven Blend wählen Gastronominnen und Gastronomen verschiedene Kaffees mit jeweils individuellen Röstprofilen und unterschiedlichen Aromakomponenten. Sie zeigen damit ihre Leidenschaft für Kaffee und positionieren ihr Restaurant und ihr Hotel bei den Gästen auch über die Kaffeekonzeption. Ein eigener Blend ist heute in der Hotellerie und Gastronomie ein eigentlicher Markenbotschafter und Teil des Storytellings des Betriebes. Ein eigens konzipierter Blend transformiert den Kaffeegenuss in ein exklusives Erlebnis, das die Werte des Hauses geschmacklich transportiert.

Ab wann ist der richtige Zeitpunkt, über einen eigenen Blend nachzudenken?

Ein Blend ist eine Mischung aus verschiedenen einzelnen Kaffeesorten. Ein eigener Blend lohnt

sich, wenn die Markenidentität des Hotels, des Restaurants, des Gastrobetriebes geschärft ist und das Haus sich über ein Alleinstellungsmerkmal abheben möchte. Denn mit einem in seinem Geschmack unverwechselbaren Kaffee differenziert sich ein Gastro ­Unternehmen im kompetitiven Konkurrenzumfeld. Eine individuelle Kaffeekreation, perfekt eingebettet in ein Gesamtkonzept, prägt und stärkt den eigenen Brand.

Welche grundlegenden Fragen sollten sich Hotelièren und Hoteliers stellen, bevor sie den Schritt zu einem eigenen Blend wagen?

Gastronominnen und Gastronomen sollten sich fragen: Passt unser Kaffee zu unserem Kernversprechen? Verfügen die Mitarbeitenden über das nötige Know­how und die grundlegende Leidenschaft für eine optimale Kaffee­Zubereitung? Sind wir bereit, die Geschichte hinter dem Kaffee aktiv zu erzählen?

Wie eng sollte ein Blend mit der Identität eines Hauses verknüpft sein, um authentisch zu bleiben?

Die Verknüpfung muss nahtlos sein. Ein traditionelles Berghotel beispielsweise benötigt ein anderes Röstprofil als ein urbanes Boutique­Hotel. Authentizität entsteht, wenn die gewählte Kaffeemischung die Kultur des Hauses und die Atmosphäre des Ortes widerspiegelt. Eine eigene Kaffeerezeptur muss die Gäste begeistern, zum Betriebskonzept passen und diesem einen unverwechselbaren Glanz geben.

Welche Rolle spielen Positionierung, Zielgruppe und Preisstruktur bei der Konzeption eines individuellen Blends?

Diese Faktoren definieren die Wahl des Rohkaffees. Eine eigene Kaffeerezeptur ist dann sinnhaft, wenn das Gastrounternehmen auch über eine Kaffeekonzeption verfügt oder eine solche gezielt entwickeln will. Das Qualitätsbewusstsein der Gastronomin oder des Gastronomen steht am Anfang

Der Experte

Adrian Gisler ist Röstmeister und leitet zusammen mit Beatrice Rast und Evelyne Rast die Rösterei Rast Kaffee mit Sitz in Ebikon bei Luzern. Das inhabergeführte Familienunternehmen gewann 2022 zum zweiten Mal die Auszeichnung «Röster des Jahres».

der Konzeption und ist der eigent liche Grund für die Nachfrage nach einem exklusiven Blend. Die Gäste mit ihren Bedürfnissen definieren sodann die Ausgestaltung. Das Preisbewusstsein ist verständlich und selbstverständlich nicht falsch. Doch dieses an erste Stelle zu setzen, macht wenig Sinn. Ist doch der Erfolg beim Kaffeeausschank ein eigentlicher Umsatztreiber für einen Gastrobetrieb.

Wie verläuft der Entwicklungsprozess eines eigenen Blends von der Idee bis zur finalen Rezeptur?

In unserer Rösterei machen wir «Customized Blends», also massgeschneiderte Kaffeemischungen, möglich. Das ist die höchste Form von Individualisierung. Dabei eruieren wir gemeinsam mit der Gastronomin und dem Gastronomen zuerst die Wünsche und Bedürfnisse, analysieren das Gästesegment, gleichen dieses mit den Präferenzen des Unternehmens ab und ziehen auch die vorhandenen Kaffeemaschinen – Voll­ oder Halbauto­

maten (Siebträger) – in alle Überlegungen und Entwicklungsschritte mit ein. Das Kreieren einer Mischung ist wie die Herstellung eines Parfums: Je nach Konstellation ist das Resultat eher blumig, fruchtig oder nussig, schokoladig. Im Kaffee wurden insgesamt bereits über 2000 natürliche Aromen entdeckt, der eigenen Kreativität sind also fast keine Grenzen gesetzt. Bei der Entwicklung der ganz eigenen Kaffeemischung stehen wir den Gastronominnen und Gastronomen zur Seite und stellen ihnen unsere langjährigen Erfahrungen als Kaffeeröster und Kaffeeverkosterinnen zur Verfügung. Sodann rösten wir verschiedene Muster und verkosten diese gemeinsam mit den Auftraggebenden, bis das Resultat stimmt. Das entsprechende Röstprofil definiert den exklusiven Blend. Damit dieser in der Tasse die angestrebte Wirkung entfaltet, richten wir die Zubereitung exakt darauf aus und schulen die Mitarbeitenden entsprechend.

Welche sensorischen Parameter stehen am Anfang?

Am Anfang steht das gewünschte Gästeerlebnis. Denn eine Kaffeerezeptur sollte niemals am Gästesegment vorbei entwickelt werden. Erst wenn feststeht, wie sich der Gast fühlen soll und welchen Kaffee er geniessen will, werden Herkunft, Röstgrad und Aromaprofil darauf abgestimmt.

Woran erkennt man, wann ein Blend wirklich «stimmt»?

Wenn im gewählten Brühverfahren konstant die gewünschte Qualität und die avisierte Aromenvielfalt geliefert werden kann. Aber vor allem: Wenn die Gäste den Kaffee hochschätzen und ihn als Markenbotschafter in Mund­zu­Mund­Propaganda hinaustragen.

Welche Herausforderungen werden bei eigenen Blends häufig unterschätzt?

Es sind drei Faktoren, die aus dem exklusiv entwickelten Blend den perfekten Kaffee machen: Die Schulung des Personals, um die Konstanz in der Qualität bei der Zubereitung sicherzustellen, die Einstellung der Maschine und die Frische des Kaffees, damit der gewählte Kaffee alle seine Qualitäten entfalten kann.

Welchen Rat würden Sie einer Hotelière oder einem Hotelier geben, der erstmals über einen eigenen Blend nachdenkt?

Worauf Gastronominnen und Gastronomen bei der Kreation einer individuellen Kaffeemischung achten müssen, hängt ganz von den eigenen Vorlieben und den Ansprüchen und denen ihrer Gäste ab. Damit sich eine eigene Mischung nachhaltig positionierend bei den Gästen festsetzen kann, empfiehlt es sich, mit der Mischung weniger einen aktuellen Trend abzubilden, als vielmehr eine Beständigkeit über die Zeit zu erreichen. Auch sollte der eigene Blend als Basis verschiedene Zubereitungsarten möglich machen. Ganz grundsätzlich gebe ich interessierten Gastronominnen und Gastronomen den Rat: Suchen Sie sich einen Röstpartner auf Augenhöhe, der nicht nur liefert, sondern die Vision Ihres Hauses versteht, Ihr Team kontinuierlich schult und für Sie da ist, wenn’s «brennt». Ein eigener Blend ist kein «Setand­forget» ­Projekt, sondern ein lebendiger Teil der Betriebskultur

Röstmeister Adrian Gisler entwickelt mit und für Gastronominnen und Gastronomen einen eigenen, massgeschneiderten Blend. Er sagt: «Das Kreieren einer Kaffeemischung ist wie die Herstellung eines Parfums.»

Die wichtigsten Dos & Don’ts für die Entwicklung eines eigenen Blends:

5 Schritte zum Erfolg

1. Fokus auf das Gästeerlebnis: Definieren Sie zuerst das Zielgefühl bei den Gästen, bevor Sie über die Kaffeebohne sprechen.

2. Einfachheit bewahren: Starten Sie mit zwei bis drei Ursprüngen. Das erleichtert das Verständnis für die einzelnen Komponenten und macht spätere Feinjustierungen kontrollierbar.

3. Storytelling integrieren: Nutzen Sie die eigens konzipierte Kaffeerezeptur, um die Werte Ihres Unternehmens zu kommunizieren. Gäste schätzen Transparenz und die Geschichte hinter dem Kaffee.

4. Mitarbeitende schulen: Entscheidend für den perfekten Kaffee in der Tasse ist der Mensch. Systematische Schulungen ermöglichen die optimale Zubereitung, sodass der Blend des Hauses auch seine Wirkung entfaltet.

5. Konstante Qualität sicherstellen: Arbeiten Sie eng mit Ihrem Röster zusammen, um sicherzustellen, dass das Geschmacksprofil stabil bleibt.

5 häufige Fehler

1. Überkomplexität: Mischen Sie nicht zu viele Sorten.

2. Die Zubereitung vernachlässigen: Ein exklusiver Blend nützt nichts, wenn Mahlgrad, Wassertemperatur oder die Sauberkeit der Maschine nicht stimmen.

3. Nur nach Preis entscheiden: Minderwertige Bohnen lassen sich auch durch eine gute Röstung nicht kaschieren. Ein «billiger» Blend schadet langfristig der Reputation Ihres Hauses.

4. Die Zielgruppe ignorieren: Ein zu experi menteller Blend kann die Gäste überfordern. Der Blend muss zur Positionierung des Hauses passen.

5. Zu grosse Mengen lagern: Kaffee ist ein Frischeprodukt. Vermeiden Sie Überbestände, die ihr Aroma verlieren, bevor sie verbraucht werden.

Kapselfreier Kaffee, begeisterte Gäste

Wie CoffeeB jedes Hotelzimmer in einen Ort für bewussten Genuss verwandelt.

Ein Hotelzimmer ist weit mehr als ein Schlafplatz. Es ist ein Rückzugsort, ein Raum der Entspannung und ein Ort, an dem Gäste sich rundum wohlfühlen möchten. Für viele gehört es dazu, den Tag mit einer guten Tasse Kaffee zu beginnen – dem ersten Schluck, der die Lebensgeister weckt, begleitet vom Duft, der den Start in den Tag versüsst. Nach einem langen Tag voller Meetings, Sightseeing oder Reisen sehnen sich Gäste wiederum nach einem Moment der Ruhe – eine Tasse Kaffee ist hier oft genau das Richtige.

Kein Wunder also, dass eine Kaffeemaschine im Hotelzimmer mittlerweile zum Standard gehört. Besonders Kapselmaschinen sind beliebt: Sie sind platzsparend, einfach zu bedienen und leicht zu reinigen. Doch sie haben einen entscheidenden Nachteil – den nicht zu unterschätzenden Kapselabfall und dessen Auswirkungen auf die Umwelt.

Nachhaltigkeit im Fokus für moderne Hotels

Genau dieser Kapselabfall steht allerdings im Widerspruch zu den Erwartungen vieler Gäste: Rund die Hälfte achtet inzwischen bei der Wahl des Hotels auf nachhaltige Krite­

rien. Massnahmen wie die Reduktion von Plastik und Abfall kommen dabei besonders gut an. Doch gerade bei Kapselmaschinen im Hotelzimmer wird es schwierig, diesen Anspruch zu erfüllen. Pro Maschine fallen jährlich etwa 300 Aluminium­ oder Plastikkapseln an – eine Menge, die vor allem umweltbewusste Gäste zunehmend kritisch sehen.

CoffeeB – das Kapselsystem ohne Kapseln Immer mehr nachhaltig denkende Hotels setzen deshalb auf CoffeeB – das erste Kapselsystem ohne Kapseln. Die Kaffeemaschinen von CoffeeB sind perfekt für den Einsatz im Hotelzimmer: modernes Design, einfache Bedienung, zuverlässige Brühtechnologie und leichte Reinigung. Das CoffeeB ­System bietet alle Vorteile herkömmlicher Kapselmaschinen – schnelle und leise Zubereitung sowie eine breite Auswahl an Sorten und Stärkegraden – jedoch ohne Kapseln aus Aluminium oder Plastik.

Stattdessen kommen die innovativen Coffee Balls zum Einsatz. Diese bestehen aus reinem Kaffee, umhüllt von einer natürlichen Schutzschicht, die das Aroma bewahrt und für vollmundigen Geschmack sorgt. Nach Gebrauch können die Coffee Balls einfach im Bioabfall oder Kompost entsorgt werden – oder als Pflanzendünger dienen. Damit ist CoffeeB die ideale Lösung für Hotels mit nachhaltigem Anspruch.

Hochwertiger Kaffee für anspruchsvolle Gäste Neben der Nachhaltigkeit überzeugt CoffeeB durch höchste Kaffeequalität. Die Coffee Balls, die erstklassigen Kaffee aus besten Hochland­Bohnen enthalten, werden in der Schweiz geröstet und produziert. Mit elf Sorten – vom milden Lungo bis zum kräftigen Ristretto – ist für jeden Geschmack etwas dabei. Partnerschaften mit illycaffè und La Semeuse erweitern das Kaffeeportfolio um spannende Varianten.

Mit CoffeeB bieten Hotels ihren Gästen ein modernes und nachhaltiges Kaffeeerlebnis – Genussmomente, die in Erinnerung bleiben.

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Erfahren Sie auf www.coffeeb.ch in der Rubrik «CoffeeB für Unternehmen», warum das Hotel Hemizeus & Iremia Spa in Zermatt auf CoffeeB setzt.

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Ausbildung zum Schweizer Kaffee­Sommelier®

Kaffee fasziniert, ist eines der meistbestellten Getränke und wichtiger Umsatzträger in der Gastronomie. Die Kaffeequalität und das richtige Kaffeekonzept sind die entscheidenden Voraussetzungen für diesen Kaffeeumsatz. Die Erwartungshaltung und das Qualitätsbewusstsein der Gäste und Kaffeekunden sind hoch und müssen von der Gastronomie an der vollautomatischen Kaffeemaschine genauso wie am Siebträger er füllt werden. Die Ausbildung zum Schweizer KaffeeSommelier® unterstützt deshalb dabei, die Kaffeequalität kompetent zu verbessern, das richtige Kaffeekonzept für jede Art von Betrieb zu entwickeln und das betriebswirtschaftliche Potenzial von Kaffee gewinnbringend einzusetzen.

Zielgruppe: Die Ausbildung zum Schweizer Kaffee­Sommelier® richtet sich an die gesamte Breite der Schweizer Gastronomie, an Unternehmer:innen und Kadermitarbeitende aus der Café­/Kaffee­Branche und Gastronominnen und Gastronomen sowie an Interessierte mit Vorwissen im Bereich Kaffee (z. B. Praxiserfahrung oder Barista­Kurse).

Ausbildungsablauf: Die Ausbildung besteht aus sechs Kurstagen, einer praktischen und mündlichen Abschlussprüfung sowie einer Abschlussarbeit. Vier Kurstage widmen sich dem theoretischen und praktischen Kaffeewissen, während an den anderen zwei Kurstagen betriebswirtschaftliche Grundlagen, Verkaufsförderung und die Entwicklung eines Kaffeekonzepts vermittelt werden. Alles mit dem Ziel, das erlangte Fachwissen verkaufsfördernd und gewinnbringend ein­ und umzusetzen.

Ausbildungsziele – Teilnehmer:innen der sechstägigen Ausbildung zum Schweizer Kaffee-Sommelier®:

– verfügen über die Kompetenzen, Kaffeequalität zu beurteilen und Massnahmen zur Qualitätskontrolle und Qualitätssteigerung einzuleiten,

– kennen die Kundenbedürfnisse und Kundenwünsche im Schweizer Kaffeemarkt und können diese erfüllen,

– verstehen das betriebswirtschaftliche Potenzial von Kaffee in der Gastronomie,

– entwickeln ein Kaffeekonzept und können dieses nach innen und aussen kommunizieren.

Die Kursdaten: Schweizer Kaffee-Sommelier® (Herbst 2026)

– Kurstage 1 & 2: Mittwoch, 23.9. & Donnerstag, 24.9. (Blasercafé, Bern)

– Kurstage 3 & 4: Dienstag, 6.10. & Mittwoch, 7.10. (Zürich)

– Kurstage 5 & 6: Mittwoch, 21.10. & Donnerstag, 22.10. (Turm Barista Academy, Schlieren)

– Prüfungstag: Freitag, 20.11. (Zürich)

Kurskosten

– Mitglieder CafetierSuisse / Schweizer Röster Gilde bzw. Teilnehmer:innen, die in einem Mitglied­Betrieb arbeiten: CHF 2700.00

– Nicht­Mitglieder CafetierSuisse / Schweizer Röster Gilde bzw. Teilnehmer:innen, die in einem Nicht­MitgliedBetrieb arbeiten: CHF 2950.00

– Beitrag Sponsor 2026: Für alle Teilnehmer durch Exklusiv­Partner Brita Wasserfilter­Systeme AG: CHF 250.00.

Anmeldung und AGBs zum Kurs auf www.kaffee-sommelier.ch

Trägerschaft: Die Ausbildung zum Schweizer Kaffee-Sommelier ® wird in gemeinsamer Trägerschaft der Verbände Schweizer Röstergilde und CafetierSuisse angeboten. Sie richtet sich als Grundlagenausbildung an die gesamte Breite der Schweizer Gastronomie und Kaffeebranche und soll zur Steigerung der Kaffeequalität und des Kaffeeumsatzes beitragen.

CafetierSuisse

Bleicherweg 54 8002 Zürich +41 44 201 67 77 info@cafetier.ch www.cafetier.ch

Kaffee ist ein wichtiger Umsatzträger in der Gastronomie.

Genuss aus Schweizer Hand

In Dällikon nahe Zürich wird zwar nicht Kaffee hergestellt, trotzdem dreht sich alles um das Heissgetränk. Oder besser gesagt um die Maschinen, die den Kaffee möglich machen. Der zentrale Gedanke: langlebige, nachhaltige Produkte für alle Herausforderungen der Gastronomie herstellen.

Seit 1937 befindet sich der Hauptsitz der heutigen Rex­Royal AG in Zürich. Die Familie Sager, die bis heute das Geschäft führt, stellte zunächst Filtergeräte her und spezialisierte sich über die Jahre immer mehr auf die Herstellung von Kaffeemaschinen.

Schweizer Qualität

Auch 89 Jahre nach der Gründung produziert das Unternehmen vollständig in der Schweiz. «Die heimische Produktion bietet zahlreiche Vorteile», erklärt Marco Schwarzenbach, Head of Marketing. «Wir können flexibel auf Kundenwünsche eingehen, da Entwicklung und Fertigung am gemeinsamen Standort erfolgt. Wir verfügen sogar über eine eigene Spenglerei.» Kurze Transportwege und direkte Kommunikation helfen beim Erfüllen der Kundenwünsche und ermöglichen einen effizienten Support.

Aus einer Hand

«Unser Angebot deckt sämtliche Anforderungen der Hotellerie ab», erklärt Schwarzenbach weiter. Ob Bankett, Personalrestaurant, Hotelbar oder Frühstücksbuffet – Rex­Royal bietet für jede

Anforderung eine Maschine. Gleichzeitig vereinfacht sich die Wartung durch das Vertriebs­ und Serviceteam aus der Schweiz, das sämtliche Maschinen betreut.

Langlebig und nachhaltig

Das Familienunternehmen achtet darauf, nachhaltig zu arbeiten. «Wir verwenden kreislauffähige Materialien und hochwertige Komponenten», so Schwarzenbach. Rund 75 Prozent der Kaffeemaschinen bestehen aus Edelstahl, was die Recyclingfähigkeit verbessert. Zudem sind die Geräte so aufgebaut, dass Reparatur, Service und das Austauschen von Ersatzteilen einfach durchführbar sind. «Energieeffizienz spielt ebenfalls eine grosse Rolle, weshalb die vollautomatischen Kaffeemaschinen mit thermisch isolierten Heizkreisläufen ausgestattet sind und die Heizung digital gesteuert wird, um den Energieverbrauch zu optimieren», erklärt Schwarzenbach. Zusätzlich setzt Rex­ Royal auf Refurbished ­ Kaffeemaschinen: Ältere Modelle werden fachgerecht instandgesetzt und für eine zweite Lebensdauer aufbereitet.

KaffeemaschinenKombination S500 und S300 mit passenden Beistellgeräten.

Die Rex-Royal S500 – die hochleistungsfähige, vollautomatische Kaffeemaschine im professionellen Einsatz.

Im Produktionsprozess werden nachhaltige Massnahmen umgesetzt, indem Abfallmaterial direkt an den Hersteller zurückgeführt und wiederverwendet wird. Für das fachgerechte Recycling der Produkte arbeitet Rex­Royal mit SENS eRecycling zusammen. Zudem stammen rund 75 Prozent der für die Produktion und den Betrieb des Standorts benötigten Energie aus der firmeneigenen Photovoltaikanlage. Das Ziel: hochwertigen Kaffeegenuss mit einem verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen zu verbindet.

Rex-Royal AG Industriestrasse 34 8108 Dällikon +41 44 847 57 57 info@rex-royal.ch rex-royal.ch

Erweitern Sie Ihr Angebot mit den Ka eemaschinen von Rex-Royal. Vielseitig. Zuverlässig. Swiss Made.

Teegenuss, der in Erinnerung bleibt

Gastfreundschaft ist ein Versprechen – und eine hochwertige Teeauswahl trägt wesentlich dazu bei.

Die erlesenen Tee-Raritäten der Ronnefeldt Teastar ®Collection sind eine Einladung an Kenner und Geniesser, Teekultur in ihrer edelsten Form zu erleben.

Gäste erwarten heute nicht nur Tee in guter Qualität, sondern Momente, die in Erinnerung bleiben: den ersten duftenden Aufguss am Morgen, den feinen Begleiter zum Afternoon Tea oder die entspannende Tasse am Abend. Ein stimmiges Teeangebot kann so zum Markenzeichen Ihres Hauses werden und Ihre Gäste nachhaltig begeistern.

Heute ist Ronnefeldt in der nationalen und internationalen Premium­Hotellerie und Gastronomie als exklusive Teemarke fest etabliert. Das 1823 von Johann Tobias Ronnefeldt gegründete Familienunternehmen ist eines der ältesten Teehandelsunternehmen Europas mit eigener Produktionsstätte in Worpswede nahe Bremen.

In über 80 Ländern weltweit liefert das Unternehmen eine breite Palette exquisiter Teesorten und setzt den Standard für eine exzellente Teekultur. Dabei bleibt Ronnefeldt seiner ursprünglichen Philosophie treu, nur die hochwertigsten Blatt­Tees aus den besten Teegärten der Welt zu verarbeiten.

Von der sorgfältigen Auswahl der Rohstoffe bis zur schonenden Verarbeitung und Verpackung erfolgen sämtliche Prozesse bei der Herstellung nach dem Grundprinzip der Nachhaltigkeit. In enger Zusammenarbeit mit Teegärten und Partnern wie dem Ethical Tea Partnership und dem Childaid Network unterstützt Ronnefeldt gezielt lokale Entwicklungsinitiativen und Programme, die Bildung, Gleichberechtigung, faire Arbeitsbedingungen sowie umweltverträgliche Anbaumethoden stärken – dort, wo der Tee wächst.

Expertise und Angebot überzeugen

Von der Auswahl der Blätter bis zur Veredelung folgt jeder Schritt mit handwerklicher Sorgfalt einem einfachen Prinzip: höchster Anspruch an Qualität – für die perfekte Tasse Tee. Von kräftigen Schwarztees über feine Grüntees bis hin zu fruchtigen und aromatischen Kompositionen – die grosse Auswahl an Sorten in Kombination mit einem breiten Angebot an Zubehör eröffnet Ihnen unzählige Möglichkeiten. So können Sie Ihr Teeangebot individuell gestalten und genau die Auswahl treffen, die zu Ihrem Haus passt.

Individuelle Tee-Konzepte für Ihr Haus

Individuelle Beratung durch die professionell geschulten Teefachberater und massgeschneiderte Teekonzepte ergänzen das umfangreiche Angebot. Ronnefeldt ist damit der perfekte Partner für Hotels und Restaurants, die ihren Gästen ein einzigartiges Tee­Erlebnis bieten und sich vom Wettbewerb abheben möchten.

Professionelles Training für Ihr Team

Mit der Ronnefeldt Tea Academy® erhalten Hoteliers und Gastronomen praxisnahes Wissen, um Tee perfekt zu inszenieren – vom ersten Aufguss bis zum Gastkontakt. In aufeinander aufbauenden Seminaren – vom Basis­Seminar über TeaSpecialist® und TeaMaster® Silber bis hin zu TeaMaster® Gold – werden Mitarbeitende Schritt für Schritt zu echten Tee ­Experten ausgebildet. So entsteht ein rundum stimmiges Tee­Erlebnis, das Gäste begeistert.

Lassen Sie sich beraten – persönlich und individuell

Ihr Ronnefeldt­Teefachberater Dominique Friedmann freut sich darauf, Ihr Haus kennenzulernen und ein Tee­Konzept zu entwickeln, das Ihre Gäste überrascht und inspiriert.

Friedmann.

J.T. Ronnefeldt KG

Telefon: +49 69 793005-0

Mobil: +41 79 378 61 56

E-Mail: dfriedmann@ronnefeldt.de

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Dominique

«Ist der Kaffee am Ende schlecht, bleibt nur das in Erinnerung»

Enrico Di Vincenzo, Verkaufsleiter water + more bei BWT, spricht über die Bedeutung von Wasserqualität, gängige Herausforderungen in der Branche sowie moderne Wasseraufbereitungstechnologien.

Wasserqualität spielt in der Gastronomie und Hotellerie eine zentrale Rolle – und das nicht nur beim Trinkwasser. Enrico Di Vincenzo betont, dass Wasser in nahezu allen Bereichen eines Betriebs eingesetzt wird: vom Dampfgarer über die Spülmaschine bis hin zur Eiswürfel­ und Kaffeemaschine. Je besser die Wasserqualität, desto geringer sind der Aufwand und die Wartungskosten. Gleichzeitig verbessert sich auch der Geschmack der Speisen und Getränke.

Derzeit stehen viele Betriebe vor der Herausforderung, Kosten zu sparen und gleichzeitig ökologisch zu handeln. «Wenn das Wasser optimiert wird, müssen Geräte weniger oft gewartet werden – das spart Geld und schont die Umwelt», so Di Vincenzo. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Gäste stetig. Gerade in einem Sterne­Restaurant gehört es dazu, dass Gläser und Besteck frei von Wasserflecken sind. Allerdings möchte niemand, dass ein Mitarbeiter stundenlang die Gläser poliert. Deshalb sorgt der richtige Filter dafür, dass Gläser und Besteck makellos sind – ganz ohne zusätzlichen Aufwand.

Um die Wasserqualität gezielt zu verbessern, ist es wichtig, die Anforderungen im Betrieb genau zu kennen. Erst dann lassen sich geeignete Filtersysteme auswählen. «Dabei spielen Aspekte wie Kalkschutz, die Entfernung von Bakterien oder Pestiziden sowie die Vermeidung von Wasserstagnation in Geräten, die Keimbildung begünstigen können, eine grosse Rolle», informiert Di Vincenzo.

Gerade im Kaffeebereich ist es wichtig, das Wasser gezielt mit Mineralien anzureichern. So schmeckt der Kaffee am

besten. Ein schlechter Kaffee nach einem guten Menü bleibt eher in Erinnerung als das gute Dessert. Genau das möchten Gastronomen unbedingt vermeiden.

Die Wirkung der Wasseraufbereitung ist je nach Einsatzbereich unterschiedlich. In der Spültechnik werden Filter eingesetzt, um Kalk und andere Substanzen aus dem Wasser zu entfernen und so Flecken auf Geschirr und Gläsern vorzubeugen. Bei Eiswürfelmaschinen sorgt reines Wasser für kristallklare Eiswürfel, die in Cocktails besser aussehen. Die Specialty Coffee Association (SCA) hat eindeutige Standards für die Zubereitung von Kaffee festgelegt, die nur mit entsprechend aufbereitetem Wasser erreicht werden können. Dazu wird das Wasser mit Magnesium angereichert, um den Geschmack zu verbessern und eine bestimmte Härte zu erreichen.

Die Wasseraufbereitung hat auch Auswirkungen auf die Betriebskosten. Im Personalbereich lassen sich Zeitersparnisse erzielen, wenn das mühsame Polieren von Gläsern entfällt. Die Mitarbeitenden können sich so stärker auf die Gäste konzentrieren, während gleichzeitig die Wartungskosten sinken. Denn Kaffeemaschinen und Spülmaschinen sind dank weniger Kalk und geringerem Verschleiss deutlich seltener servicebedürftig.

In der Regel benötigt jede Anwendung einen eigenen Filter, da jedes Gerät andere Anforderungen an die Wasserqualität stellt. «Wenn jedoch mehrere Geräte im Einsatz sind, kann eine zentrale Lösung sinnvoller sein. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte ROC – Reverse Osmose Compact von BWT. Dabei wird das Wasser unter hohem Druck durch eine hauchdünne

Membrane gepresst, sodass nur die reinen Wassermoleküle hindurchgelangen. Das Ergebnis ist nahezu destilliertes Wasser», so Di Vincenzo. Der Vorteil dieser Technologie liegt in der besonders hohen Reinheit, die mit herkömmlichen Filtern nicht vollständig erreicht wird. Wenn etwa Gläser ohne Flecken benötigt werden, ist reines Wasser ganz besonders wichtig. Vereinzelte Substanzen, die Flecken hervorrufen könnten, bleiben bei herkömmlichen Filtern im Wasser. Eine grosse Besonderheit des ROC­Systems ist die Möglichkeit, bis zu fünf Geräte anzuschliessen – daher ist es nicht notwendig, für jedes einen separaten Filter zu verwenden. Das System erfordert ausserdem wenig Wartung: Die Membrane spült sich selbstständig und ist in der Regel erst nach zwei Jahren zu wechseln.

Gastronomen, die auf gefiltertes Wasser setzen, bemerken sofort den Unterschied: Die Gläser glänzen, es bilden sich keine Flecken mehr und das Personal muss nicht mehr stundenlang polieren. Gäste nehmen diese Qualität ganz selbstverständlich wahr und schätzen ein stimmiges Gesamtbild. «Saubere Gläser sind einfach Teil des guten Gesamteindrucks. Gerade im Vier­ bis Fünf­Sterne­Bereich bleibt so etwas nicht unbemerkt», sagt Di Vincenzo.

Wer zum ersten Mal über Wasseraufbereitung nachdenkt, sollte laut Di Vincenzo zunächst die bestehende Wasserqualität im Betrieb analysieren und prüfen, wo sie wirklich verbessert werden muss. Weiter empfiehlt er, Kosten und Nutzen abzuwägen – denn gute Wasseraufbereitung spart langfristig Zeit, Arbeit und Geld. Und ganz wichtig: Jede Anwendung ist individuell zu betrachten, denn nicht jedes Gerät stellt dieselben Anforderungen an das Wasser.

BWT AQUA AG Hauptstrasse 192 4147 Aesch +41 61 755 88 99 info@bwt-aqua.ch www.bwt.com

Enrico Di Vincenzo.

Nespresso

Momento Black

Series und Steamer

Pro: die perfekte Kombination für alle Rezepte mit Milch.

Langjährige Partnerschaft und gegenseitiges Vertrauen

Hervé Bellin, B2B Commercial Director von Nespresso Schweiz, spricht über die Partnerschaft mit der Schweizer Hotel- und Gastronomiebranche.

Seit über 40 Jahren begleitet Nespresso Schweiz die Branche. «Ich möchte diese Publikation nutzen, um allen Schweizer Kunden und Partnern zu danken, die wir immer zahlreicher gewinnen und oft Inspirationsquellen für unsere Innovationen sind. Mein Dank gilt auch unseren treuen Partnern: HotellerieSuisse, Responsible Hotels of Switzerland, Swiss Deluxe Hotels oder Relais & Châteaux, die uns jedes Jahr aufs Neue ihr Vertrauen schenken», sagt Hervé Bellin.

Qualität, Service und Nachhaltigkeit als Schlüsselfaktoren Schlüsselfaktoren wie die konstante Kaffeequalität und das von den Kunden sehr geschätzte Geschmacksprofil machen Nespresso Schweiz zu einem wichtigen Partner der Branche. Laut Bellin werden zudem die Stabilität und die Vielfalt der Maschinen sowie die Kundenbetreuung mit personalisierten Lösungen geschätzt. Ein weiterer wichtiger Aspekt sei die Nachhaltigkeit der gesamten Wertschöpfungskette des Unternehmens.

Massgeschneiderte Lösungen

In der HORECA­Branche gibt es sehr unterschiedliche Geschäftsbedürfnisse. Kunden müssen sich auf einen Partner verlassen können, der leistungsstarke Maschinen anbietet, die die Zubereitung zahlreicher Rezepte ermöglichen und einen hohen Mehrwert für Unternehmen bieten. Darüber hinaus sind diskrete, stilvolle Maschinen für die Zimmer sowie Maschinen für den Selbstbedienungsbereich erforderlich.

Einfachheit, Effizienz und Innovation

Besonders geschätzt wird zudem die Möglichkeit, «alle Kapseln im Nespresso Professional­Webshop bestellen zu können. Die Hotellerie ­ und Gastronomiebranche meidet operative Komplexität und strebt nach immer mehr Agilität», so Bellin. Die Nachfrage nach dieser Einfachheit ist gross. Die Antwort von Nespresso Professional? «Immer innovativ sein, immer weiter vereinfachen!» Ein Beispiel ist die neue Momento Black Series. Auf Einfachheit und Schnelligkeit ausgelegt, glänzt sie bei Hochbetrieb und ist ideal für Caterer und Eventprofis. Sie ermöglicht die Zubereitung eines Espressos in nur 25 Sekunden, bequem auf Knopfdruck. «Die Nespresso Momento Black Series bietet Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und einfache Bedienung. Sie ermöglicht es uns, bei unseren Veranstaltungen eine grosse Anzahl von Kaffees zuzubereiten und dabei die gewohnte Nespresso ­ Qualität zu gewährleisten», sagt Nicolas Burgi, Geschäftsführer von Traiteur de Châtelaine in Genf, begeistert. Die Momento Black Series kann mit dem neuen, unabhängigen Accessoire Streamer Pro kombiniert werden. Dieses wurde aufgrund der hohen Nachfrage nach Milchrezepten und alternativen Milchsorten wie Haferdrink entwickelt. Auf diesen basieren heute 35 Prozent der konsumierten Milchgetränke. «Mit dem Streamer Pro erhält man einen feinen Schaum, der ideal für Latte Art ist», erklärt Dario Pieber, vierfacher Schweizer Meister in Latte Art.

Kaffee als Erlebnis und kreative Zutat im F&B-Angebot Hotels können ihr F&B ­Angebot durch Kaffee auf vielfältige Weise bereichern. Zwar ist Kaffee im Bereich der Heissgetränke auf Speisekarten und Menüs präsent, sein Potenzial ist jedoch – ähnlich wie bei Wein oder Tee – deutlich grösser. Ob pur, kalt, heiss, eisgekühlt, mit Alkohol oder als Bestandteil eines Desserts: Kaffee ist eine vielseitige Zutat, die Aromen verfeinert und deren Beliebtheit exponentiell wächst. «Wir lieben es, Hoteliers und Gastronomen dabei zu unterstützen, ihre Kaffeekarte zu gestalten und das Kaffee­Erlebnis einzigartig zu machen. Kürzlich haben wir

für ein ikonisches Hotel am Ufer des Genfersees eine massgeschneiderte und personalisierte Kaffeekarte entwickelt, in der die Aromen und Ursprünge der Kaffees erklärt werden», so Bellin.

Nespresso – eine Schweizer Marke mit internationaler Ausrichtung

Nespresso ist eine Schweizer Marke mit internationaler Reichweite: Der Kaffee wird in mehr als 96 Märkten vertrieben. Er stammt aus allen Teilen der Welt, wird mit über 168 000 Kaffeebauern beschafft, in den drei Produktionszentren in Avenches, Orbe und Romont geröstet und gemischt. In der Schweiz gibt es mehr als zwanzig Boutiquen. Alle gesammelten Aluminiumkapseln werden in der Recyclinganlage der Barec­ Gruppe in Moudon recycelt. Diese starke Schweizer Verankerung steht für Qualität und Knowhow und ist für die Kundinnen und Kunden ein entscheidender Faktor bei der Wahl ihres lokalen Partners.

Hervé Bellin, B2B Commercial Director Nespresso Schweiz

Nestlé Nespresso S.A.

Chaussée de la Guinguette 10 1800 Vevey 0800 55 52 53 internet-email@nespresso.com www.nespresso.com/ch/de

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AUF KMUVERSICHERUNGEN

VERGÜNSTIGUNGEN

Das perfekte Duo für besten Kaffee

WWahrhaft guter Kaffee gelingt nur mit einer kalkfreien und sauberen Maschine. as nützen eine hochwertige Kaffeemaschine und edle Bohnen mit perfektem Röstgrad, wenn Kalk und ölige Rückstände in der Maschine den Kaffeegeschmack trüben?

Die Kaffeemaschine leistet täglich wertvolle Dienste. Daher braucht sie intensive Pflege: Sowohl die gründliche Entkalkung als auch die hygienische Reinigung sind dabei essenziell. Beides sind unterschiedliche und gleichsam wichtige Schritte. Denn in der viel benutzten Kaffeemaschine sammeln sich nicht nur Kalk, sondern auch unhygienische Kaffeerückstände an.

Bei der Entkalkung wird schädlicher Kalk aus den wasserführenden Teilen entfernt. Wird das Entkalken vernachlässigt, kann dies die Leitungen verstopfen und somit zu Defekten führen. Kalk umschliesst zudem die Heizelemente und verhindert, dass die richtige Brühtemperatur erreicht wird.

So können sich die Kaffee ­Aromen nicht richtig entfalten und der Kaffee schmeckt plötzlich bitter. Kalkbeläge erhöhen ausserdem den Stromverbrauch. Die Kaffeemaschine muss daher gründlich und regelmässig entkalkt werden. durgol swiss espresso ist die ideale Lösung, materialschonend und für alle Kaffeemaschinen geeignet. Alle drei Monate angewendet, sorgt der durgol Spezial­Entkalker für eine langlebige Kaffeemaschine.

Bei der Reinigung werden Kaffeeöle, Kaffeefette und Pulverreste in der Brüheinheit, im Mahlwerk und bis hin zum Kaffeeauslauf beseitigt. Kaffeerückstände sind zusammen mit Wärme und Feuchtigkeit ein idealer Nährboden für Bakterien und beeinträchtigen den Kaffeegeschmack erheblich. Die durgol Reinigungs­Tabletten für Kaffeemaschinen aller Arten entfernen Kaffeerückstände effektiv und hygienisch. Am besten alle zwei Wochen anwenden, für ungetrübten Kaffeegeschmack.

Das perfekte Pflege-Duo für alle Kaffeemaschinen.

Düring AG Langwiesenstr. 1 8108 Dällikon Tel. 044 847 27 47 info@durgol.com www.durgol.ch

Seit über 60 Jahren Beratung mit Herz.

Tschüss Flickwerk

Eine sauber aufgesetzte CASY Hotelverwaltungssoftware schafft Ordnung, Entlastung und Mehrertrag.

Marianne und Rolando Vonlanthen

Gabriela Kaufmann (fiktiver Name), Hotelière aus Leidenschaft, zückt ihr Smartphone, prüft die Neubuchungen, beantwortet E­Mails und erledigt auch gleich die HESTA­Statistik. Der erste Teil des Meetings war gut, nun spricht ein Gastreferent über ein weniger interessantes Thema.

Eine halbe Stunde später sitzt sie mit anderen Hoteliers am Mittagstisch. Es wird lebhaft diskutiert, welche Tools für ein modernes Hotel unverzichtbar sind. Eine Weile hört sie zu, dann ergreift sie das Wort: «Hochglanzprospekte sind das eine, die Realität etwas anderes.»

«Wie meinst du das?», fragt ihre Tischnachbarin zwischen zwei Gabeln Lachs­ Carpaccio. «Die meisten Anbieter von Hotelverwaltungssoftware versprechen Mehrertrag, aber niemand sagt dir, dass der Erfolg mit einem sauber abgestimmten Set­up der Software steht und fällt. Die Mehrerträge kommen – aber sie stehen am Schluss des Prozesses.» Zustimmendes Kopfnicken.

«Und mir wollten sie für mein kleines Hotel ein riesiges Softwarepaket verkaufen. Ich bleibe bei meinem Excel», wirft der graumelierte Herr gegenüber ein. Gespannt richten sich sechs Augenpaare auf Gabriela Kaufmann; der Mann hat einen wunden Punkt angesprochen. «Das kann sein», antwortet sie, «aber nicht bei CASY. Dort passen sie die Software modular an individuelle Bedürfnisse an. Man ist lösungsorientiert, auch Spezialwünsche werden umgesetzt und das Beste: Ich rede direkt mit dem Schweizer Chef.»

«Und wie machst du es mit den Gästekarten?» Niemand isst mehr, alle haben das Besteck hingelegt. «Die sind seit kurzem auch integriert. Bei mir läuft das automatisch ab und erspart uns an der Rezeption viel Arbeit. Ich habe gehört, dass sie Schnittstellen zu Ticino Ticket, Deskline Feratel, Sleep and Ski Graubünden und vielen anderen haben. Meine Empfehlung: Tschüss Flickwerk.»

CASY – einfach, intuitiv und zuverlässig

Seit über 30 Jahren ist die Schweizer Hotelverwaltungssoftware CASY erfolgreich auf dem Markt. Auch dank fairer Preise.

Mehr: www.casy.ch

«Die Ideen sollen reisen»

Der neue Direktor von HotellerieSuisse, Christian Hürlimann, im ersten HotelierInterview. Er zeigt sich positiv überrascht von der Dynamik des Verbandes. Dass die Ideen zwischen Bern und den Regionalverbänden reisen, wünscht er sich.

Christian Hürlimann, seit einem Dreivierteljahr sind Sie Direktor von HotellerieSuisse. Was war anders, als Sie es erwartet haben?

Christian Hürlimann: Die Vielseitigkeit der Tätigkeit und des Verbandes war mir nicht voll bewusst. Unser Verband ist in rund 15 nationalen Gremien vertreten. Das erfordert ein intensives Stakeholder­Management. Eine wirklich positive Überraschung ist die stark verankerte Hotel­DNA, die ich bei den Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle wahrnehme. Sie identifizieren sich sehr mit der Hotellerie, auch wenn nicht alle selbst in einem Hotel gearbeitet haben. Zudem ist meine anfängliche Unsicherheit, ob ein Verband für mich das Richtige ist, völlig verflogen. Da ich aus der Privatwirtschaft komme, war ich eine hohe Dynamik gewohnt. Die Dynamik im Verband steht ihr aber in nichts nach. Da ist nichts von gemächlich, sondern extrem viel Energie.

Neuer Direktor, neue Ideen – welche sind Ihre neuen Ideen? Was will oder muss der Verband anpacken? Der Verband ist sehr professionell und sehr gut organisiert. Das zeigen mir auch die Feedbacks, die ich in externen Gesprächen bekomme. In erster Linie geht es in nächster Zeit darum, die von der Delegiertenversammlung beschlossenen strategischen Handlungsfelder umzusetzen. Für mich ist es wichtig, in gewissen Themen noch stärker zu fokussieren und Akzente zu setzen. Das einzelne Mitglied soll den Dachverband spüren. Man soll wissen und erfahren, warum man einen Mitgliederbeitrag zahlt. Das ist eine herausfordernde Aufgabe, im Zusammenspiel mit den starken und gut arbeitenden Regionalverbänden unsere Arbeit zu profilieren. Gelingen wird das, indem wir die Zusammenarbeit mit den Regionalverbänden intensivieren und fördern. Oder anders gesagt: Die Ideen sollen reisen.

Gab es bereits Höhepunkte seit Ihrem Start als HotellerieSuisse-Direktor im letzten Sommer?

Zwei Wochen nach Start bereits beim Hospitality Summit dabei zu sein, war ein erster Höhepunkt. Dann auch die Delegiertenversammlung Ende November mit dem Grusswort von Bundesrat Guy Parmelin, den ich dabei bei einem Kaffee persönlich kennenlernen durfte. Die Erfahrung zu machen, wie nahbar die Politik in der Schweiz ist, war sehr lässig. Als sehr nah und wertschätzend erlebte ich auch die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden.

Sind Ihre Ideen und Schwerpunkte vom Amtsantritt auch heute noch Ihre Schwerpunkte oder gab es Akzentverschiebungen?

Mit konkreten, fixen Ideen bin ich eigentlich nicht angetreten. Ankommen und verstehen war mein Motto. Das war für mich der wichtigste Punkt. Inzwischen habe ich alle Regionalverbände besucht, um ihre Bedürfnisse kennenzulernen. Bedürfnisse werden nun mit den Leistungen der Geschäftsstelle gespiegelt, um diese den realen Bedürfnissen anzupassen. Das ist mein Schwerpunkt: Bedürfnisse erfüllen. Wir auf der Geschäftsstelle müssen diese Haltung verinnerlichen. Denn die Mitgliederbeiträge sind der grösste Teil unseres Budgets. Eine eigene Agenda hatte und habe ich nicht, was für diese komplexe und heterogene Branche auch nicht angemessen wäre. Aber ich bin angekommen. Wir sind jetzt in einem On­going­Prozess. Die Anpassungen laufen – auch mit dem Präsidenten Martin von Moos, der ebenfalls noch relativ neu im Amt ist. Wichtig ist mir, aufmerksam und agil zu bleiben, da sich die Bedürfnisse der Branche stetig verändern.

HotellerieSuisse und GastroSuisse haben zum Teil die gleiche Zielgruppe – Hotels, Beherbergungsbetriebe. Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen beiden Verbänden? Zwischen den beiden Verbänden gibt es kein Konkurrenzverhältnis. Beide werben um Mitglieder. In der Zusammen­

Interview Hilmar Gernet

Christian Hürlimann

Der neue Direktor von HotellerieSuisse hatte seine letzte Tätigkeit nach zwanzig Jahren «ins Blaue hinaus» gekündigt, wie er sagt. Das habe Mut gebraucht, denn Christian Hürlimann ist verheiratet und zur Familie gehören drei Kinder. Mit 52 Jahren wollte er noch einmal etwas Neues beginnen. Er gründete die Beratungsfirma für die Hotellerie Add-On GmbH. Als er sich um den Direktorenposten bewarb, lief seine Firma bereits gut und er habe sich da unbeschwert in die Gespräche be geben. «Und mit jedem Gespräch wurde mein Interesse an der Aufgabe grösser.»

Seit dem 1. Juni 2025 steht Christian Hürlimann als Direktor an der Spitze von HotellerieSuisse. Er bringt über 15 Jahre Erfahrung aus der nationalen wie internationalen Hotellerie mit. Unter anderem bei Hilton International in Australien, im Widder Hotel Zürich sowie im Art Deco Hotel Montana in Luzern. In den vergangenen zwei Jahrzehnten prägte er den Aufbau und die Entwicklung des Deutschschweizer Geschäfts der EldoraGruppe massgeblich. Zuletzt verantwortete er als COO das operative Geschäft in der ganzen Schweiz.

Er ist Absolvent der Schweizer Hotelfachschule Luzern SHL. Seine Führungskompetenz vertiefte er durch Weiterbildungen am IMD und der HSG. Seit rund 15 Jahren engagiert er sich zudem als Verwaltungsrat. Aktuell unter anderem an der EHL und im Vorstand des Schweizer Tourismus-Verbands STV. phg

arbeit sprechen wir uns in vier Treffen pro Jahr ab. In den gemeinsamen Themenfeldern können wir so Synergien nutzen. In politischen Fragen stimmen wir uns ab und arbeiten zusammen. Zusätzlich treffen sich die Abteilungen Politik und Bildung ebenfalls regelmässig, um an gemeinsamen Themen zu arbeiten.

Die Dichte von Verbänden im Tourismus-Sektor ist sehr hoch. Ist eine Fusion von HotellerieSuisse und GastroSuisse ein Thema für Sie?

Die Dichte der Verbände im Tourismus­Sektor steht für mich nicht im Vordergrund. Entscheidend ist der Mehrwert für die Mitglieder und die Branche. Separate Verbände mit differenzierten Haltungen können eine stärkere Wirkung erzielen als nur ein Grossverband. Es würde sich auch die Frage stellen, wie ein so grosser Verband organisiert sein soll. Jeder Verband braucht Agilität. Mir sind zwei Schnellboote, die in die gleiche Richtung fahren, lieber als ein Supertanker, bei dem man am Morgen am Steuer drehen muss, damit er sich am Nachmittag in die richtige Richtung bewegt. Super finde ich, dass wir die Zusammenarbeit intensivieren. Das heutige Modell stimmt für mich.

Der Präsident von GastroSuisse, Beat Imhof, sagte in einem Interview mit dem «Hotelier» «Sag niemals nie», als ich ihn nach einer Fusion fragte. Was sagen Sie?

Ob es in der Zukunft eine Fusion gibt, dazu stelle ich keine Prognose. Sag niemals nie, das sage ich grundsätzlich zu allen Fragen. Auf meiner aktuellen Zielliste steht eine Fusion nicht. Denn es müssten auch die Diversitäten und die Kulturregionen, das Alpine und das Urbane oder die Sprachregionen unserer Verbände und unserer Branche vereint werden.

Ein Kernproblem der Branche sind die Personalsorgen, der Fachkräftemangel. Sehen Sie konkrete, neue Ansätze, um dieses Problem anzupacken oder gar zu lösen? Positiv ist, dass wir eine erhöhte Nachfrage bei Lernenden haben. Die Berufsbilder in unserer Branche müssen dem Zeitgeist entsprechen. Da sind die Branche und die Betriebe in der Pflicht, die Attraktivität ihrer Berufe zu steigern. Die HOKO ­Lehre – Hotel­Kommunikations­Fachleute – ist da ein Erfolgsmodell mit rund 150 Bewerbungen für einen Lehrstellenplatz. Diese Minihotelfachschule in Form einer dreijährigen Lehre interessiert Berufseinsteiger offensichtlich. Da brauchen wir mehr Lehrbetriebe, die wir akquirieren, um dem Bedürfnis nach Lehrplätzen nachzukommen.

In anderen Berufsfeldern der Hotellerie scheint es schwieriger, Nachwuchs zu finden. Nicht zwingend. Wir haben eine steigende Zahl von Lernenden in der Küche. Aber wir müssen gewisse Berufsbilder überdenken und laufend dem Zeitgeist anpassen, beispielsweise den Service. Eventuell könnte ein kurzer Ausbildungsabstecher in die Küche ein Weg sein. Wir stehen im engen Austausch mit GastroSuisse sowie mit Hotel & Gastro Forma­

Neue Berufstitel: Professional Bachelor und Professional Master

Der Ständerat sprach sich bereits früher für die beiden neuen Titel in der höheren Berufsbildung aus – «Professional Bachelor» und «Professional Master». In der letzten Wintersession stimmte der Nationalrat ebenfalls für die Neuerung. Die neuen Titelzusätze wurden vom Parlament als wichtiges Signal gegen den Fachkräftemangel und zur Steigerung der Berufsattraktivität in der Schweiz erachtet. Zudem werde damit im Ausland erkennbar, dass es sich um Abschlüsse auf Tertiärstufe handle. Das Parlament sprach sich dagegen aus, die Titel von höheren Fachschulen von den eidgenössischen Berufsprüfungen abzugrenzen.

Skeptischer Bundesrat

Die Titel-Reform war in beiden Parlamentskammern weitgehend unbestritten. Nur wenige argumentierten, die neuen Titelzusätze seien unnötig und könnten Verwirrung stiften. Der Bundesrat hatte gewisse Bedenken geäussert, da die Zahl der Hochschulabschlüsse in den vergangenen Jahren stärker zugenommen habe als jene in der höheren Berufsbildung. Er sah darin ein Risiko, dass den KMU durch die Akademisierung berufspraktisch ausgebildete Fachkräfte fehlten. Für HotellerieSuisse sind die beschlossenen Titelzusätze Professional Bachelor und Professional Master «ein Meilenstein für die Attraktivität der höheren Berufsbildung». Dafür habe man sich mit Partnern aus der Berufsbildung über ein Jahrzehnt engagiert. Die beiden neuen Titel stärken «die Sichtbarkeit und Anerkennung eines Bildungswegs, der in der Branche zentral ist», schrieb HotellerieSuisse nach dem Parlamentsentscheid. Noch nicht offen ist, ab wann die neuen Titel vergeben werden dürfen. HotellerieSuisse will Vorbereitungen des Bundes zur Einführung eng verfolgen. phg

tion Schweiz in Weggis. Gemeinsam wollen wir die Berufsbilder unserer Branche anpassen, um ihr Zukunftspotenzial zu stärken. Denn unsere Berufe bieten auf der ganzen Welt, zu Land und zu Wasser, auf Schiffen einzigartige berufliche Möglichkeiten.

Das andere, wichtige politische Feld für HotellerieSuisse ist das Verhältnis Schweiz–EU und der ausgehandelte Kooperationsvertrag. Welche Bedeutung messen Sie diesem Vertrag für die Hotellerie bei? Zumal einer der Hauptopponenten, Urs Wietlisbach, der gemeinsam mit seiner Frau Eigentümer des Hotels Arosa Kulm ist, an vorderster Front gegen einen Vertragsabschluss Schweiz–EU kämpft.

Die Personenfreizügigkeit ist für uns beim Vertragspaket, wir reden da immer von den bilateralen Verträgen, das Wichtigste. Sie ist existenziell für die Branche. Aber auch andere Faktoren wie die Forschungszusammenarbeit oder der erleichterte Austausch von Waren und Dienstleistungen sind Gründe, warum wir uns hinter die Verträge stellen. Ein vertragsloses Verhältnis zur EU erachten die Branche und ihre Verbände als schädlich für die wirtschaftliche Entwicklung. Wir brauchen einen stabilen, vertraglichen Zustand. Nicht nur wegen der Mitarbeitenden, sondern auch wegen der Gäste.

Zurück zu Urs Wietlisbach, dem Mitgründer von Partners Group. Wie sehen Sie sein Engagement gegen die Verträge als Hotel-Eigentümer? Er ist jemand, der in viele Branchen investiert. Ich weiss nicht, wie er die Personalfrage in seinem Hotel lösen wird, ohne die Personenfreizügigkeit als Teil der neuen Verträge. Bisher konnte ich mich aber noch nicht mit ihm austauschen. Bei uns habe ich noch keine Stimmen gehört, die diese Verträge zwischen der Schweiz und der EU nicht wollen. Auch beim Schweizer Tourismusverband STV ist dies der Fall. Aber bei verschiedenen Wirtschaftsführern ist eine gewisse Unsicherheit zu spüren. Umso wichtiger sind der laufende Meinungsbildungsprozess und die Diskussion mit anderen Verbänden.

Gibt es eine Frage, die Sie als Direktor von HotellerieSuisse nie beantworten möchten?

(Denkt nach) Wieso hat der Dachverband plötzlich 20 Prozent weniger Mitglieder? Wenn also der Nutzen des Verbands in Frage gestellt würde. Dass ich diese Frage nie beantworten muss, dafür arbeiten wir. Deshalb ist es wichtig, den Mehrwert und den Nutzen für die Mitglieder sichtbar und spürbar zu machen. So wie es in Corona­Zeiten gelungen ist, wollen wir die gute Leistung auch in Nicht­Krisenzeiten bieten.

Europaweite Sammelklage gegen Booking.com eingereicht

HotellerieSuisse und GastroSuisse beteiligen sich an der Sammelklage gegen Booking.com. Konkret wird die Klage von Hotrec, Europäischer Gastgewerbe-Dachverband, über seine Stiftung «Hotel Claims Alliance» geführt.

ie hohe Anzahl teilnehmender Betriebe zeigt, wie gross der Unmut über die Marktbedingungen im Online­Buchungsmarkt ist», sagt Christian Hürlimann, Direktor von HotellerieSuisse. Auch Kareen Vaisbrot, Direktorin von GastroSuisse, sieht darin ein starkes Zeichen aus der Branche: «Die Sammelklage stösst auf grossen Rückhalt in der Schweizer Wirtschaft. Sie verdeutlicht die breite Kritik an den Geschäftspraktiken der Online ­Buchungsplattformen.»

Die Ende Januar 2026 eingereichte Sammelklage richtet sich gegen die jahrelange Verwendung sogenannter Paritätsklauseln durch Booking.com. Diese Klauseln untersagten es Beherbergungsbetrieben, Zimmer auf anderen Vertriebskanälen, einschliesslich der eigenen Website, zu günstigeren Konditionen anzubieten als auf Booking.com. Diese Praxis gilt heute als wettbewerbswidrig.

Hotrec hatte im Mai 2025 eine europaweite Sammelklage gegen Booking.com lanciert. Die beiden Branchenverbände HotellerieSuisse und GastroSuisse haben bereits im vergangenen Jahr ihre Mitglieder aus der Beherbergung in der Schweiz über die Möglichkeit informiert, sich dieser Sammelklage anzuschliessen. Der Zuspruch war gross: Mehrere tausend Betriebe aus ganz Europa, darunter auch einige hundert aus der Schweiz, reichten ihre Unterlagen ein, um Schadenersatz für die Anwendung der Paritätsklausel geltend zu machen. Eingereicht wurde die Klage beim zuständigen Bezirksgericht in Amsterdam, da Booking.com seinen Sitz in den Niederlanden hat. mm/phg

Alkohol – Streit über Genuss oder Verdruss

Liegt schon im ersten Tropfen Alkohol ein Gesundheitsrisiko? Dazu streiten Parlament, Bundesrat und Bundesverwaltung. 1:0 für die Politik. Der Ständerat will einen «Marschhalt» statt neuer Empfehlungen zum Alkoholkonsum.

Genüsslich ist der politische Streit nicht, der im Bundeshaus zum richtigen Ge nuss von Wein, Bier, Kirsch oder Damassine ausgetragen wird. Noch hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) keine neuen Empfehlungen zum Alkoholkonsum vorgeschlagen. Der Bundesrat hat noch keine neuen Empfehlungen herausgegeben. In der Wein­, Bier­ und Spirituosenbranche befürchtet man jedoch das Schlimmste. Man will den Anfängen wehren. Denn es gibt eine Aussage der Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2023): «Es gibt keine gesundheitlich unbedenkliche Menge Alkohol.» Dieses Narrativ, so wird befürchtet, habe beim BAG bereits Fuss gefasst. Es könne nicht angehen, so argumentierte Ständerat Würth (Mitte, SG) in der vergangenen Wintersession, «dass steuerfinan zierte Behörden auf wissenschaftlich unzureichender Basis einen Paradigmenwechsel vornehmen, der weitreichende Bedeutung hat». Er meinte neben der gesundheitlichen auch die gesellschaftlichen und die wirtschaftlichen Komponenten des Alkohols.

Ständerat Würth ist Präsident der Vereinigung AOP­IGP. Diese europaweit verbreitete Vereinigung setzt sich für qualitativ hochstehende, regionale Produkte ein. Er reichte im Ständerat eine Motion, unterstützt von zwanzig Mitunterzeichnenden (Mitte, SP, FDP, SVP), ein, die vom Bundesrat einen Marschhalt verlangt, bevor «neue Richtlinien zum mässigen Alkoholkonsum» beschlossen werden. Der Ständerat teilt diese Haltung in der Dezembersession 2015 mit 31 gegen 8 Stimmen. In der parlamentarischen Diskussion verwahrte sich Würth gegen die bundesrätliche Interpretation, er habe der WHO beim Alkoholkonsum eine Nulltoleranzstrategie vorgeworfen. Er kritisiere vielmehr die WHO ­Aussage, es gebe für die Gesundheit keine sichere Menge Alkohol, das Risiko für bestimmte Krankheiten beginne bereits bei kleinsten Mengen, und eine Reduktion oder ein Verzicht auf Alkohol sei in jedem Fall vorteilhaft. Für eine solche Aussage, so Würth, gebe es «keinen wissenschaftlichen Konsens». Zudem wies er Bemerkungen zurück, seine Motion sei eine «Halligalli­Übung».

Ständerätin Flavia Wasserfall (SP, BE) sah in der Motion ein Instrument, mit dem Unsicherheit verbreitet werde, weil «der WHO Unwissenschaftlichkeit» vorgeworfen werde. Es sei «happig», wenn «Interessenvertreter eines moderaten Alkoholkonsums entscheiden, was wissenschaftlich ist und was nicht». Ständerätin Mathilde Crevoisier Crelier (SP, JU) kritisierte, dass mit der Motion der Unterschied zwischen «sympathischem» und «gefährlichem» Alkoholkonsum aufrechterhalten werden soll. «Diese klare Unterscheidung gibt es einfach nicht. Es gibt keinen oder fast keinen Fall, in dem Alkohol einen Nutzen für die Gesundheit hat.» Sie verwies auf die gesellschaftlichen Kosten von rund 2,8 Mrd. Franken jährlich oder die häusliche Gewalt, die in Zusammenhang mit Alkohol stünde.

Bundesrätin Elisabeth Baume­Schneider sprach davon, dass die Situation durch die Motion Würth dramatisiert werde, weil ein Paradigmenwechsel befürchtet werde. Sie sprach sich für die individuelle Freiheit, jedoch auch unter Berücksichtigung

Marschhalt statt fragwürdiger

Studien

Beni Würth, Ständerat, Präsident der Vereinigung AOP IGP «Kennen Sie die Blue Zones? (...) Es sind Regionen, in denen Menschen statistisch gesehen besonders alt werden. Forscher haben untersucht, welche besonderen Faktoren in diesen Regionen zu hohen Lebensaltern führen. Ganz wichtig ist die Gemeinschaft. Natürlich sind auch Bewegung und Ernährung wichtig. Blue Zones in Europa sind: Menorca (Spanien), Sardinien und Kalabrien (Italien) sowie Ikaria (Griechenland). Interessanterweise befinden sich in diesen Regionen auch einige der besten Weinbaugebiete. Wir können sicher sein: Die Menschen, die dort alt geworden sind, haben sicher nicht nach dem Prinzip «No Safe Level» gelebt. Schon Paracelsus sagte: «Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.» Es ist die Eigenverantwortung jedes Einzelnen, das gesunde Mass zu finden. Es ist nicht Aufgabe des Staates, unreflektiert und wissenschaftlich fragwürdige Empfehlungen auszusprechen, die sich gegen unser kulturelles und kulinarisches Erbe richten. (...)

Die Schweizer Vereinigung AOP IGP (Appellation d’origine protégée, Indication Géographique Protégée) setzt sich für traditionelle Qualitätsprodukte aus ihren Ursprungsorten ein. Dazu gehören auch vier alkoholische Produkte unserer Mitglieder, die den staatlichen Schutz AOP geniessen: Eau-de-vie de poire du valais AOP, Zuger Kirsch und Rigi Kirsch AOP, Damassine AOP sowie Abricotine AOP. Es ist zu beachten, dass geschützte alkoholische Getränke wie die erwähnten AOP-Spirituosen und AOC-Weine nicht nur Zutaten sind, sondern vielmehr Produkte, die zu unserem kulinarischen Erbe gehören. Sie sind Bestandteile unserer Kultur und unserer Tradition. Sie prägen wunderschöne, typische Landschaften, sichern vielen Familien in dezentralen Gegenden ein Einkommen und fördern das Gesellige. (...)

Das Leben ist lebensgefährlich. Schon beim Überqueren der Strasse oder beim Treppensteigen. Niemand käme auf die Idee zu sagen: «Bleiben Sie zu Hause!» nach dem Prinzip «No Safe Level». Es ist wichtig, dass unsere neue Vereinigung Gaudium kräftig Gegensteuer gibt. Es ist klar: Der Alkoholkonsum nimmt ab. In einer freien Gesellschaft ist das zu akzeptieren. Nicht zu akzeptieren ist jedoch, wenn mit Steuergeldern und fragwürdigen Studien ein solcher Trend noch verstärkt werden soll.»

Benedikt Würth.

wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Alkoholkonsum, aus. Die Empfehlungen zum Alkoholgenuss würden bis 2028 gelten und der Bundesrat habe nicht die Absicht, diese Strategie kurzfristig zu ändern. Selbstverständlich werde er wissenschaftliche Erkenntnisse in seine Empfehlungen einbeziehen, jedoch weiterhin eine pragmatische Politik verfolgen. Baume­Schneider wies darauf hin, dass die verschiedenen Politiken rund um den Alkohol nicht vermischt werden dürften. Es gäbe die Unterstützung für die Weinproduktion, aber auch die Verantwortung für die öffentliche Gesundheit. Der Bundesrat vertrete nicht eine Politik der Abstinenz, sondern eine der Verantwortung. Dabei würden wissenschaftliche Erkenntnisse einbezogen und mit einem pragmatischen Ansatz umgesetzt.

Liest man die ständerätliche Debatte zur Motion «Marschhalt bei neuen Empfehlungen zum mässigen Alkoholkonsum» im amtlichen Bulletin nach, so könnte man meinen, es habe sich um einen üblichen Streit zur Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Studien gehandelt. Studie versus Gegenstudie. Aber es ging beziehungsweise geht um viel mehr. Es prallten zwei Weltanschauungen aufeinander. Es ist eine selten heftige politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und emotionale und am wenigsten wissenschaftliche Auseinandersetzung, ja ein Kampf im Gang.

Ständerätin Eva Herzog (SP, BS) sagte: «Die Pround Contra­Argumente, die ich in letzter Zeit an allen möglichen Orten gelesen habe, haben mit der Motion relativ wenig zu tun.» Fabien Fivaz (Grüne, GE) bedauerte, dass die Empfehlungen zum Alkoholkonsum leider nicht in die parallellaufenden Diskussionen zum «Entlastungspaket 2027» für den Bundeshaushalt einfliessen würden. Dort wurden zusätzliche Bundesbeiträge für den Weinbau bewilligt. Selbst Benedikt Würth zeigte sich überrascht von der «Resonanz» des Vorstosses: «Als ich das Wort ‹Kulturkampf› las, wurde ich definitiv stutzig.»

Der Begriff «Kulturkampf» wurde sowohl vom Tages­Anzeiger (10.12.2025) als auch von der NZZ (4.12.2025) verwendet. Der Tagi wollte «Nüchternes zum Kulturkampf um den Alkohol» einbringen. Es ist vom «Aufstand» der Alkohol­Lobby

die Rede. Sie verberge ihre wirtschaftlichen Interessen «hinter vermeintlichen Wertefragen»; ein «Charakteristikum von Kulturkämpfen». Auf der anderen Seite würden die «Gesundheitswächter» der WHO predigen: «Nur kein Glas ist kein Glas zu viel.» Und «jeder Tropfen Alkohol berge ein Krebsrisiko». Die NZZ konstatierte: «Politiker starten einen Kulturkampf um den Apéro.» Ihnen gehe es darum, den «massvollen Alkohol­ Genuss nicht zu stigmatisieren». Und zum Trinken soll niemand animiert werden.

Im «Kulturkampf» spielen noch andere Ingredienzien eine Rolle, die daraus eine explosive Energy­Drink­Mixtur der besonderen Art machen. Das kulturelle Erbe und die Kulturgüter Wein, Schnaps und Bier, die gegen die öffentliche Gesundheit ausgespielt werden. Die Arbeitsplätze der Branche stehen unter Druck. Der Pro ­KopfKonsum von 10,6 Litern reinem Alkohol vor zwanzig Jahren ist auf heute 7,6 Liter – rund 30 Prozent weniger – zurückgegangen. Auch deshalb werden Bundesubventionen für den Weinbau von der einen Seite willkommen geheissen, wie sie von der anderen bestritten werden. Freiheit und Eigenverantwortung versus staatliche Bevormundung ist eine weitere Argumentationsschiene. Die Kontroverse um wissenschaftliche Methoden und Studien und damit verbundene Spannungen zwischen Bundesverwaltung und Politik spielen nicht nur unterschwellig in den «Kulturkampf» hinein. Aber auch weltanschauliche und religiöse Überzeugungen, persönliche Erfahrungen, ideologische Ziele, karrierefördernde Narrative oder wirtschaftliche Fak toren gehören zum Kulturkampf­Mix. Und alle Seiten setzen für und gegen die Spirituosen viel Esprit ein.

Gastgewerbe ist eine Antithese zu Social Media

Beat Imhof, Präsident GastroSuissse «Wir alle stehen für innovative und nachhaltige Entwicklungen in unseren Branchen. Wir unterstützen die Initiative Gaudium Suisse – Genuss mit Haltung.

Warum haben wir uns zur Allianz Gaudium formiert? Die Antwort ist einfach: Die aktuelle Debatte rund um die überaus restriktive Alkoholpolitik der WHO wird vor allem emotional geführt. Sie basiert auf umstrittenen Studien, die unsere Genusskultur und somit den Konsum von alkoholischen Getränken per se stigmatisieren. Wir wollen verhindern, dass fragwürdige Trinkempfehlungen unhinterfragt übernommen und als neuer Standard etabliert werden.

Wir stehen heute an einem Wendepunkt. Die WHO und nationale Akteure forcieren mit ihrer «No-Safe-Level-Kampagne» eine restriktive Alkoholpolitik, die den Genuss zunehmend stig matisiert. Genuss ist Teil unserer Tradition, unserer Identität und unserer Lebensqualität und muss auch weiterhin einen festen Platz in unserer Gesellschaft haben. Er darf nicht durch pauschale Restriktionen oder einseitige Empfehlungen verdrängt werden. (...)

Die Betriebe des Gastgewerbes bieten einen Rahmen, in dem Genuss verantwortungsvoll gelebt werden kann. In einem Umfeld, das Begegnung ermöglicht, Austausch fördert und soziale Kontrolle auf natürliche Weise schafft. Das Gastgewerbe ist damit eine Antithese zu Social Media. Bei uns begegnen sich Menschen wirklich. Sie sprechen miteinander am Tisch, nicht in digitalen Blasen. Bei uns findet echter sozialer Austausch statt.»

Beat Imhof.

Gaudium Suisse – Lobby für Genuss­ Geist (nicht nur) aus der Flasche

Die neue Lobby­ Organisation Gaudium Suisse (dt. Freude Schweiz) formuliert ihre Mission deutsch und deutlich in der Beizeile zum lateinischen Namen: «Genuss mit Haltung». Sie setzt sich ein gegen pauschale Stigmatisierung und Bevormundung beim Konsum von Wein, Bier und Spirituosen. Eine solche Absicht wirft sie der WHO Europa vor, die eine immer restriktivere Alkoholpolitik propagiert. Ihr Ziel sei die Verteidigung des gepflegten Genusses und der Lebensqualität. Ihre Botschaft sei klar, schreibt sie auf ihrer Webseite: «Wein, Bier und Spirituosen sind Genuss und Kultur zugleich – Teil der Lebensqualität und der Geselligkeit. Sie ehren das kulinarische Erbe und das einheimische Schaffen.»

Gründungsmitglieder der Allianz sind Beat Imhof, Präsident GastroSuisse, Benedikt Würth, Ständerat und Präsident AOP­IGP, Marcel Kreber, Direktor Schweizer Brauerei­Verband, Philippe Schwander, Weinhändler / Selection Schwander, André Parsic, Präsident Spiritsuisse, und Lorenz Furrer, Politberater und Managing Partner furrerhugi. Um die Interessen der Gastronomie, der Genussmittel her steller, des Konsumgütervertriebs, der Unterhal­tung, der Kulinarik, des Nachtlebens und des Tourismus mit Gaudium Suisse auf eine breite gesellschaftliche Basis zu stellen, die über reine Brancheninteressen hinausgeht, wurde ein politisches Komitee gegründet. Aktuell gehören dem Komitee folgende Bundesparlamentarier an: die Nationalräte Philipp Bregy (Mitte, VS), Damien Cottier (FDP, NE), Andreas Meier (Mitte, AG) und Nicolò Paganini (Mitte, SG) sowie die Ständerätin Esther Friedli

(SVP, SG) und ihre Ratskollegen Fabio Regazzi, Präsident Schweizerischer Ge werbeverband (Mitte, TI) und Benedikt Würth (Mitte, SG).

Gaudium Suisse ist es, den moderaten, verantwortungsvollen Alkoholkonsum als Teil des kulturellen Erbes, der Geselligkeit und der Lebensqualität zu verteidigen. Die Organisation will sich politisch und kommunikativ dafür einsetzen, dass Genuss nicht moralisiert oder tabuisiert wird und dass staatliche Empfehlungen ausgewogen, sachlich und gesellschaftlich realitätsnah bleiben. Dabei betont Gaudium Suisse ausdrücklich, dass es nicht um Trinkförderung geht, sondern um den Schutz von Genuss, Eigenverantwortung und kultureller Vielfalt vor ideologischer Vereinfachung».

Der neue Akteur will sich politisch und kommunikativ dafür einsetzen, dass Genuss nicht moralisiert oder tabuisiert wird. Er will, dass staatliche Empfehlungen – auch beim Genuss von geistigen Getränken – ausgewogen, sachlich und gesellschaftlich realitätsnah bleiben. Trinkförderung ist ausdrücklich keine Zielsetzung von Gaudium Suisse. Ihr gehe es um «den Schutz von Genuss, Eigenverantwortung und kultureller Vielfalt vor ideologischer Vereinfachung.»

Sittenwächter des Genusses

Nicolò Paganini, Nationalrat, Präsident

Schweizer Brauerei-Verband

«In der heutigen gesellschaftlichen Debatte um Alkohol steht der Konsum von Wein, Bier und Spirituosen nicht nur für eine jahrtausendealte Tradition, sondern auch für eine Kultur des Genusses und der Lebensart. Ein Glas Bier oder Wein zum Essen symbolisiert Gemeinschaft, Sinnesfreude und kulturelles Erbe. Dennoch zeigt der gesellschaftliche Trend in der Schweiz klar: Wir trinken immer weniger Alkohol. Besonders der Weinkonsum hat sich stark reduziert.

Selbstverständlich gibt es Menschen, die aus guten Gründen keinen Alkohol trinken. Die Entscheidung von Menschen, die abstinent leben oder aus gesundheitlichen, religiösen oder anderen Gründen keinen Alkohol trinken, respektiere ich. Es ist unbestritten, dass übermässiger Konsum erhebliche Risiken birgt und das Suchtproblem ein ernstes Thema ist. Dennoch darf man Wein, Bier oder Spirituosen nicht einfach als Gesundheitsrisiko abtun. Hunderte Studien zeigen, dass ein moderater Konsum durchaus positive Effekte haben kann. (...)

Was mich ärgert, ist die starke Tendenz zur Überreglementierung durch die Sittenwächter des Genusses. Mit ihren Forderungen wollen sie die individuelle Freiheit und das kulturelle Erbe unverhältnismässig einschränken. (...)

Die propagierte «Nulltoleranz» ist für mich eine zu harte Linie, da sie die Realität und Vielfalt menschlichen Verhaltens negiert und unsere alkoholhaltigen kulinarischen Kulturgüter verkennt. «Nulltoleranz» stösst bei mir auf «Nullverständnis». Das eigentliche Kunststück unserer Zeit ist es, die Balance zwischen Genuss und Verantwortung, zwischen Tradition und moderner Gesundheitsvorsorge zu finden. Genuss darf kein Luxus sein, der einem verwehrt wird, nur weil er Alkohol enthält. Bier, Wein und Spirituosen öffnen Türen zu Begegnungen, Geschichten und Kulturen. Wer das leugnet, beraubt uns eines Stücks Lebensfreude.»

Nicolò Paganini.

Einhaltung der Mindestlöhne: Arbeitgeber in der Pflicht

Das Arbeitsgericht Zürich hatte 2023 die Frage zu entscheiden, wie weit die Prüfpflicht bei einer Einreihung in die Mindestlohnkategorie gehe. Es kam zum Schluss, dass die Arbeitgeberin eine umfassende Prüfpflicht trifft. Fehlen einem Arbeitgeber Informationen, sind diese bei den Mitarbeitenden einzufordern.

Das Obergericht des Kantons Zürich stützt diesen Entscheid.

Eine aus Italien stammende Mitarbeiterin trat 2017 als Küchenhilfe in den Betrieb der Arbeitgeberin ein. Rund vier Jahre später wurde sie zur Chef de Partie befördert, ohne einen höheren Lohn erhalten zu haben. Ein Jahr später kündigte die Mitarbeiterin die Stelle auf Ende 2022 und verlangte Lohnnachzahlungen in der Höhe von rund 25 000 Franken. Weil die Arbeitgeberin nicht zahlen wollte, musste das Arbeitsgericht entscheiden (AGer­Z 2024 Nr. 2).

Dieses hiess die Klage in diesem Punkt gut.

L-GAV-Kontrollstelle bemängelte

Einstufung nicht

Die Arbeitnehmerin argumentierte, dass sie mit ihrem Bewerbungsschreiben ihren Lebenslauf sowie Kopien von ausländischen Diplomen eingereicht habe. Daraus geht offenbar hervor, dass sie in Italien eine fünfjährige Ausbildung mit zwei Diplomen («Operatore dei servizi della ristorazione – settore cucina» und «Tecnico dei servizi della ristorazione») erfolgreich abgeschlossen hatte. Bevor sie in die Schweiz kam, hat sie zudem drei Jahre einschlägige Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt.

Die Arbeitgeberin hingegen stellte sich auf den Standpunkt, dass die Arbeitnehmerin keine

schweizerische Anerkennung der italienischen Diplome vorgelegt habe. Dies, obwohl im Arbeitsvertrag auf die Möglichkeit hingewiesen wurde, beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation die Gleichwertigkeit der Diplome anerkennen zu lassen. Die klagende Arbeitnehmerin hat erst fast ein halbes Jahr nach Austritt die schweizerische Anerkennung der italienischen Diplome organisiert.

Aus dem Urteil kann man den interessanten Aspekt entnehmen, dass offenbar eine L ­ GAVKontrolle durchgeführt wurde und diese die Lohneinstufung nicht kritisierte. Dabei wurde gleich argumentiert wie die Arbeitgeberin, es seien keine in der Schweiz anerkannten Diplome vorgelegen.

Anerkennung ausländischer Diplome nicht nötig

Allerdings half dies der Arbeitgeberin vor dem Arbeitsgericht herzlich wenig. Der zuständige Arbeitsrichter verwies auf den L­ GAV­Kommentar zu Art. 10 Ziff. 2 L­ GAV, wonach der Arbeitgeber bei Arbeitnehmern mit einem ausländischen Berufsabschluss zu prüfen hat, ob die Voraussetzungen für eine bestimmte Mindestlohnkategorie erfüllt seien.

Konkret steht im Urteil (E3.1.): «Die Pflicht zur Einstufung ihrer Mitarbeiter in die korrekte Mindestlohnkategorie liegt bei der Beklagten als Arbeitgeberin. Sie trifft in diesem Zusammenhang eine umfassende Prüfpflicht. Bei der Einstufungsprüfung hat sie alle Informationen, die ihr vorliegen, miteinzubeziehen und fehlende Informationen, bei entsprechenden Hinweisen, vom Mitarbeiter nachzufordern. Nimmt die Beklagte bei Unsicherheiten eine Einstufung in eine zu tiefe Mindestlohnkategorie vor, läuft sie Gefahr, die Differenz zum Mindestlohn nachzahlen zu müssen, sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass die Einstufung falsch war.»

Aktiv Diplome und andere Unterlagen einfordern

Das Argument der Arbeitgeberin, sie habe die Klägerin mehrfach nach Diplomen gefragt, die Klägerin habe jedoch nie eines eingereicht, auch kein italienisches, hält das Gericht für «unbehelflich» – wie es im Juristendeutsch heisst. Unter Verweis auf das umfassende Weisungsrecht des Arbeitgebers hätte die Beklagte insistieren müssen, wenn eingeforderte Diplome von der Mitarbeiterin nicht abgegeben worden seien. Gemäss Urteil hätte die Arbeitgeberin ihr Weisungsrecht mit den entsprechenden Massnahmen durch­

Martin Schwegler, lic. iur. / RA Der Autor dieses Beitrags ist seit 1994 Dozent für Arbeitsrecht an der SHL Schweizerischen Hotelfachschule Luzern. Hauptberuflich ist er in der von ihm gegründeten Anwaltskanzlei Schwegler & Partner Anwälte und Notare AG in Menznau (LU) tätig. 2020 hat er die correct.ch ag gegründet, die arbeits rechtliche Dienst leistungen für die Hotel- und Gastrobranche anbietet. Ein Produkt der Firma ist correctTime, eine Zeiterfassung, die nach L-GAV und ArG korrekt rechnet.

setzen müssen. Da kann wohl nur gemeint sein, dass die Arbeitgeberin mindestens hätte abmahnen, aber wohl eher mit Kündigung hätte drohen müssen.

Die Realitätsnähe solcher Erwartungen der im Nachhinein urteilenden Juristen darf man hinterfragen. Das Obergericht hatte daran nichts auszusetzen. Schliesslich half der Arbeitgeberin auch nicht, dass die Klägerin auf einem Formular bestätigte, keine gastgewerbliche Lehre abgeschlossen zu haben. Denn im Lebenslauf sei ja aufgeführt gewesen, dass eine Kochausbildung in Italien absolviert wurde.

Alles in allem ergeben sich zwei Haupterkenntnisse aufgrund dieses Urteils:

– Egal was die L­ GAV­Kontrollstelle feststellte, die abschliessende Beurteilung, ob Mitarbeitende in die richtige Lohnkategorie eingereiht sind, obliegt der Beurteilung der Gerichte.

– Erkennt man aufgrund des im Bewerbungsprozess eingereichten Lebenslaufes, dass Diplome vorhanden sind, so muss man vor (!) Vertragsabschluss darauf beharren, dass deren Gleichwertigkeit in der Schweiz festgestellt wird.

Strukturierte Weiterbildung für eine Branche im Wandel

Rohn, Projektkoordinator NDS

Das NDS-Hotelmanagement 2026 im Überblick

Die Anforderungen an Führungskräfte in der Hotellerie haben sich in den letzten Jahren deutlich erweitert. Neben operativer Exzellenz sind heute strategisches Denken, wirtschaftliches Verständnis, Innovationsfähigkeit und Führungskompetenz gefragt. Weiterbildung übernimmt dabei eine zentrale Rolle – vorausgesetzt, sie ist klar strukturiert, praxisnah und auf die Realität der Branche ausgerichtet.

Mit dem Nachdiplomstudium (NDS) HF Hotelmanagement 2026 wird ein Weiterbildungsprogramm lanciert, das diese Anforderungen systematisch aufgreift. Trägerin des weiterentwickelten Bildungsangebots ist die Hotelfachschule Thun, die ihre langjährige Erfahrung in der Führungsausbildung der Hospitality­Branche in das neue Programm ein­

bringt. Es richtet sich an erfahrene Führungspersonen der Hospitality­Branche und verbindet Managementkompetenz, Praxisbezug und zeitgemässe Didaktik in einem modularen Gesamtkonzept.

Drei Cluster, neun Module, ein Gesamtbild

Das NDS 2026 ist in drei thematische Cluster mit insgesamt neun Modulen gegliedert. Diese Struktur ermöglicht sowohl einen ganzheitlichen Kompetenzaufbau als auch eine flexible Teilnahme.

Der Cluster LEAD bildet die Grundlage. Er befasst sich mit Führung, Kommunikation und Organisationsverständnis. Themen wie Selbst­ und Teamführung, Leadership im Wandel sowie Organisationsentwicklung stehen hier im Fokus.

Darauf aufbauend richtet der Cluster CREATE den Blick nach aussen: auf Markt, Gäste und Innovation. Strategisches und digitales Marketing, Experience Design sowie datenbasierte Geschäftsmodelle greifen zentrale Zukunftsfragen der Hospitality­Branche auf.

Der abschliessende Cluster DRIVE vertieft strategische und betriebswirtschaftliche Kompetenzen. Finanzen, Performance Management, Projektarbeit und internationale Trends bilden den Rahmen für eine übergeordnete Managementperspektive.

Alle neun Module zusammen führen zum Abschluss «Dipl. Hotelmanager NDS HF». Einzelne Module oder ganze Cluster können jedoch auch separat absolviert und zertifiziert werden.

«Das neue NDS ist für mich eine Lernreise, auf der aus Erfahrung Haltung wird und aus Ideen echte Wirkung entsteht.»

Klare Ausrichtung auf die Praxis

Inhaltlich verfolgt das NDS drei übergeordnete inhaltliche Ziele: den Aufbau strategischer Führungskompetenz, ein vertieftes Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und den konsequenten Transfer in den Berufsalltag. Reale Fragestellungen aus dem eigenen Betrieb bilden die Grundlage für Projekte, Fallstudien und Lernsequenzen. Weiterbildung wird damit nicht als theoretischer Raum verstanden, sondern als unmittelbarer Teil der beruflichen Praxis.

Didaktisch kombiniert das Programm den Flipped Classroom mit immersiven Lernformaten (praxisnahe Lernsettings mit aktivem Handeln und Simulation). Die Wissensvermittlung findet teilweise in der Vorbereitungsphase statt, während die Präsenzzeit gezielt für Anwendung, Diskussion und Vertiefung genutzt wird. Praxisnahe Szenarien, Simulationen und eine strukturierte Reflexion unterstützen den nachhaltigen Kompetenzaufbau.

Zielgruppe und Zulassung

Das NDS richtet sich an Führungskräfte aus Hotellerie und Hospitality mit mehrjähriger Berufserfahrung – darunter Kaderpersonen, Unternehmer:innen, Direktor:innen sowie Quereinsteiger:innen mit Führungsverantwortung. Die Zulassung erfolgt über einen Abschluss auf Tertiärstufe oder im Rahmen eines «sur dossier»­Verfahrens.

Lehrgang 52

Der erste Lehrgang des NDS ­Hotelmanagements startet am 26. Oktober 2026 und dauert 15 Monate. Die weiteren Termine sind unter hfthun.ch/de/nachdiplomstudium­nds aufgeführt.

Weiterbildung als strategische Entscheidung

Das NDS ­Hotelmanagement 2026 positioniert sich als klar strukturiertes, praxisorientiertes Weiterbildungsangebot

für Führungskräfte der Hospitality­Branche. Es bietet einen systematischen Rahmen, um Managementkompetenzen gezielt zu vertiefen und betriebliche Herausforderungen fundiert anzugehen – und ergänzt damit die im Interview vertiefte persönliche Perspektive auf Führung und Entwicklung in der Branche.

Weitere Informationen unter www.hfthun.ch/de/nachdiplomstudium-nds

Save the Date

Freitag, 20. März 2026, VDH@NDS-Projektpräsentationen, Hotelfachschule Thun

Montag, 23. März 2026, VDH@Gastia, St. Gallen

Sonntag, 19. April 2026, VDH & US/NDS Lehrgangstreffen, Rheinfelden

Montag, 20. April 2026, VDH-Generalversammlung, Rheinfelden

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.vdh.swiss

Wie das neue NDS Führungskräfte zum Gestalten befähigt

Interview mit Samuel Menti, künftiger Programmleiter des neuen NDS an der Hotelfachschule Thun

Herr Menti, warum braucht die HospitalityBranche heute ein neu gedachtes Nachdiplomstudium – und nicht einfach ein Update des Bestehenden?

Samuel Menti: Weil ein Update zu kurz greifen würde. Die Branche steht massiv unter Druck: Digitalisierung, Fachkräftemangel, veränderte Gästebedürfnisse, steigende Komplexität. Klassische Weiterbildungen sind oft zu theoretisch, zu langsam und zu weit weg vom Alltag. Dieses neue NDS ist kein «Refresh», sondern ein echter Paradigmenwechsel. Wir wollen Führungskräfte befähigen, nicht nur mitzuhalten, sondern aktiv zu gestalten – ab dem ersten Modultag.

Das neue NDS ist in die drei Cluster LEAD, CREATE und DRIVE gegliedert. Was steckt dahinter?

Wir haben uns bewusst von klassischen Fachsilos verabschiedet. LEAD legt das Fundament: Selbstführung, Teamführung, Organisation. CREATE dreht sich um Wertschöpfung – Innovation, Marketing, Digitalisierung. Und DRIVE sorgt dafür, dass Ideen auch Wirkung entfalten: Finanzen, Performance, Umsetzung. Diese Struktur bildet den realen Führungsalltag ab: führen, gestalten, umsetzen. Genau das erleben unsere Teilnehmenden auch im Programm.

Sie sprechen von digitalem, immersivem und praxisnahem Lernen. Wie muss man sich ein Modul konkret vorstellen?

Ein Teil der Wissensvermittlung passiert vorab digital – effizient, flexibel und fokussiert. Die Präsenzzeit nutzen wir dann konsequent für Anwendung: Cases, Simulationen, Planspiele, Diskussionen, echte Problemstellungen aus der Branche. Lernen passiert bei uns nicht nur mit Folien, sondern mit Kopf, Hand und Haltung. Entscheidend ist: Der Transfer passiert sofort – nicht Monate später.

Ungewöhnlich ist auch, dass die Module einzeln buchbar sind. Warum dieser Schritt?

Das ist eine Antwort auf die Realität der Branche. Zeit ist knapp, Bedürfnisse sind individuell. Die Modularität ermöglicht einen niederschwelligen Einstieg in Weiterbildung

auf HF­Niveau – ohne Qualitätsverlust. Unternehmen können gezielt Kompetenzen aufbauen. Gleichzeitig bleibt der NDS ­Titel klar anspruchsvoll und geschützt: Wer ihn will, absolviert alle neun Module.

Besondere Highlights sind der Innovation Sprint, das Planspiel «Hotelmanager» oder die internationale Trend Tour. Was bringen solche Formate?

Sehr viel. Lernen wirkt am stärksten, wenn es erlebbar ist. Im Innovation Sprint arbeiten die Teilnehmenden strukturiert an realen Herausforderungen. Im Planspiel treffen sie Entscheidungen – und erleben die Konsequenzen. Die Trend Tour wiederum öffnet den Blick nach aussen, ermöglicht Perspektivenwechsel und internationales Benchmarking. Emotionale Erlebnisse verankern Wissen nachhaltig.

Auch Data & AI for Hospitality ist Teil des Curriculums. Wie praxisnah ist das Thema angelegt?

Wir bilden keine Techniker aus. Es geht um Anwendungsverständnis: Welche Daten sind relevant? Wie können KITools Führung, Marketing, Pricing oder Prozesse unterstützen? Wo liegen Grenzen und ethische Fragen? Ziel ist ein souveräner Umgang – ohne Berührungsangst, aber auch ohne blinden Hype.

Für wen ist dieses NDS besonders geeignet – und für wen eher nicht?

Für Menschen mit Verantwortung oder Gestaltungswillen. Für Führungskräfte, die offen sind, reflektieren und umsetzen wollen. Nicht für Titel­Sammler oder passives Konsumieren. Das Programm fordert und fördert. Wer dabei ist, arbeitet aktiv mit.

Zum Schluss: Woran erkennen Sie in zwei Jahren, dass dieses NDS ein echtes Leuchtturmprojekt geworden ist?

An Absolventinnen und Absolventen, die sichtbar Wirkung in ihren Betrieben entfalten. An Arbeitgebern, die gezielt nach diesem Abschluss fragen. An einer starken nationalen Wahrnehmung der Hotelfachschule Thun. Und an einem Netzwerk von Macherinnen und Machern.

Leadership mit Weitblick: Warum das Studium mehr ist als ein Diplom

Drei Auszeichnungen, ein Diplom – doch der wahre Gewinn liegt tiefer: im persönlichen Wachstum, im Netzwerk fürs Leben und in der Erkenntnis, dass Leadership mit Haltung beginnt. Das Studium an der Hotelfachschule Thun war anspruchsvoll, aber dank Disziplin, Unterstützung und Leidenschaft möglich.

Wer ein Nachdiplomstudium zum Hotelmanager NDS HF beginnt, weiss: Es wird herausfordernd. Es wird intensiv. Und es wird verändern. Genau das war meine Motivation: nicht nur mein Wissen zu vertiefen, sondern mich auch persönlich weiterzuentwickeln. Heute, mit dem Diplom in der Hand und den zusätzlichen Auszeichnungen im Gepäck, blicke ich voller Dankbarkeit, Stolz und Inspiration zurück.

Leadership beginnt bei einem selbst Leadership ist kein Titel, es ist eine Haltung. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Orientierung zu geben, Unterstützung zu bieten und in herausfordernden Momenten Haltung zu zeigen. Während meines Studiums habe ich gelernt, dass Leadership nicht in der Theorie, sondern in der Praxis gelebt wird: In Gruppenarbeiten mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. In Diskussionen, in denen man Position beziehen muss. Und in Momenten der Erschöpfung, in denen es darauf ankommt, weiterzumachen. Doch wahres Leadership geht noch weiter. Es ist weit mehr als zu delegieren und einen Titel zu tragen. Es bedeutet, selbst mit anzupacken, präsent zu sein, empathisch zuzuhören, Kritik anzunehmen und Herzintelligenz zu beweisen – also mitfühlend, klar und mutig zu führen. Wer andere begeistern und bewegen will, muss selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Gerade in unserer Branche, in der Menschen im Mittelpunkt stehen, ist eine emotionale Führungskompetenz entscheidend. Die Fähigkeit, Menschen zu erkennen, zu fördern und ehrlich zu inspirieren. Führung bedeutet auch, sich selbst gut zu führen. Den Fokus zu behalten. Reflektiert zu handeln. Und vor allem: authentisch zu

bleiben. Das Studium vermittelt nicht nur das nötige Wissen, sondern bietet auch den Raum, sich selbst als Führungspersönlichkeit zu entdecken – mit Ecken, Kanten und klarer Vision.

Kontakte, die bleiben

Ein oft unterschätzter Aspekt des Studiums sind die Menschen, die man trifft. Mitstudentinnen und Mitstudenten, mit denen man durch Höhen und Tiefen geht, Dozenten, die ihr Wissen und ihre Erfahrung aus der Praxis vermitteln, sowie Branchenkontakte, die sich als wertvolle Türöffner erweisen. Das Netzwerk, das ich an der HF Thun aufbauen durfte, ist weit mehr als ein LinkedIn­Kontaktverzeichnis. Es sind echte Verbindungen, geprägt von Vertrauen, Respekt und gegenseitiger Unterstützung.

Alles unter einen Hut bringen – geht das überhaupt?

Beruf, Studium, Privatleben – die Anforderungen waren hoch. Es gab Phasen, in denen ich ans Limit kam. Doch gerade hier zeigte sich, wie wichtig eine klare Struktur, Selbstdisziplin und ein unterstützendes Umfeld sind. Mit der richtigen Planung, einer Portion Gelassenheit und dem starken Rückhalt von Familie, Freunden und Kollegen lässt sich vieles möglich machen. Unterstützung anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke und Weitsicht.

Adriano Michel Votta, VDH- Mitglied, NDS-Lehrgang 50, Leiter Marketing & Sales, Mitglied der Geschäftsleitung Hotel Lenkerhof Gourmet Spa Resort.

Dieses Studium hat mich sowohl fachlich als auch menschlich geprägt. Es zeigte mir erneut, wie wichtig klare Werte, echte Verbindungen und kontinuierliches Lernen für nachhaltige Führung sind. Mein Weg ist noch lange nicht zu Ende, aber ich gehe ihn heute bewusster, klarer und mit einem starken Netzwerk im Rücken.

It’s Tea Time – prickelnde (fast) alkoholfreie Alternativen aus Dänemark

Alkoholfreie Getränke liegen im Trend. Die SVS Sommeliervereinigung liess sich bei einer exklusiven Verkostung zu Sparkling Tea informieren. Entdeckt wurde ein prickelndes Bio-Getränk mit komplexer Geschmacksvielfalt und eleganter Finesse.

Susanne Raschke

«Etwas ist faul im Staate Dänemark», sagte schon Marcellus in Shakespeares Hamlet. Doch das berühmte Schloss Kronborg befindet sich nicht in Kopenhagen, sondern im idyllischen Helsingør. Zurück in der dänischen Hauptstadt, die längst als Hotspot für Kulinarik und Genuss gilt, eröffnet die Copenhagen Sparkling Tea Company eine neue Facette des Teegenusses. Im Herzen Kopenhagens, unweit des königlichen Schlosses Amalienborg, beginnt eine neue Ära, in der traditioneller Tee mit sprudelnder Leichtigkeit verbunden wird und so das Geschmackserlebnis neu definiert wird.

Hyggelig – das dänische Wort für «gemütlich» –beschreibt treffend die Atmosphäre der Boutique im Stadtzentrum Zürich. Hier hatte Premium Trade am 26. Januar 2026 Sommeliers und Mitglieder des Sommelierverbandes Deutschschweiz zu einer exklusiven Verkostung eingeladen. Im Fokus stand der innovative Sparkling Tea, ein prickelndes Bio ­Schaumgetränk, das mit seiner komplexen Geschmacksvielfalt und eleganten Finesse überrascht. Die Veranstaltung bot faszinierende Einblicke in die Welt des hochwertigen Teegenusses und zeigte, wie Tradition und Innovation harmonisch verschmelzen können.

Zum Apéro gab es eine Magnum Flasche von Sparkling Tea Blå.

13 verschiedene Sparkling Tees

Jacob Kocemba, preisgekrönter dänischer Sommelier und Mitbegründer des Unternehmens, präsentierte die sorgfältig komponierten Sorten. Dabei erfuhren die Teilnehmer viel über den Herstellungsprozess, der ein kunstvolles Zusammenspiel aus langer Ziehzeit bei unterschiedlichen Temperaturen, biologischen Teesorten und einem Hauch Traubenmost oder Weisswein ist. Bis zu 13 verschiedene Tees – weiss, grün und schwarz – verschmelzen hier zu einem vielschichtigen Genussserlebnis. In den Flaschen reifen die TeeCuvées acht bis zwölf Wochen, um ihre volle Komplexität zu entfalten.

Kocembas Inspiration entstand auf der Suche nach einem passenden Begleiter für ein Dessert mit wilden französischen Walderdbeeren – ein Wein passte nicht, stattdessen entwickelte er einen hausgemachten Teeauszug aus verschiedenen exklusiven Tees, der schnell zum Favoriten der Gäste avancierte. Aus hunderten Versuchen

Angela Marchesi und Peter Schafferer (SVS IT-Verantwortliche) stossen auf den Abend an.

Weisser Tee

Silver Needle gilt als der edelste weisse Tee weltweit –ge schätzt für seinen unverwechselbaren Geschmack und sein feines, aromatisches Bouquet. Dieser Premium-Tee wächst in den Bergen der Provinz Guangxi in Südchina, etwa 1000 Meter über dem Meeresspiegel, wo das Klima ideale Bedingungen für seine besondere Qualität schafft. Richtig zubereitet offenbart Silver Needle eine leuchtend klare Farbe in apricotfarbenem Ton. Sein Duft ist frisch und intensiv mit angenehmen blumigen Nuancen. Am Gaumen zeigt er sich weich und mild, frei von Adstringenz oder Schärfe, mit einem dezent süsslichen, blumigen Nachklang, der das Ergebnis abrundet. Weisser Tee zeichnet sich durch seine minimalistische Verarbeitung aus: Er wird geerntet, bevor die Blätter sich vollständig entfalten. Die jungen Knospen sind noch von feinen weissen Härchen bedeckt – ein klares Qualitätsmerkmal. Die sorgfältige Handernte und Auswahl sichern die Reinheit und den Charakter dieses aussergewöhnlichen Tees.

Mirko Djeric (SVS-Sekretariat) und Jacob Kocemba (preisgekrönter dänischer Sommelier und der Gründer der Copenhagen Sparkling Tea.

kreierte er schliesslich mehrere ausgewogene Geschmackskombinationen – die Basis für die Sparkling­Tea­Varianten.

Gemeinsam mit Bo Sten Hansen, einem erfahrenen Geschäftsentwickler mit Leidenschaft für die Gastronomie, gründete er im Jahr 2017 die Copenhagen Sparkling Tea Company. Die erste Flasche wurde am 26. Mai 2017 in Kopenhagen verkauft. Heute exportiert das Unternehmen in über 50 Länder und beliefert mehr als 100 Sternerestaurants weltweit.

Dänisch-asiatische Balance

Sparkling Tea verbindet skandinavische Innovationskraft mit asiatischer Teetradition. Das Ergebnis ist ein moussierendes Bio ­ Getränk, das alkoholfrei oder mit geringem Alkoholgehalt erhältlich ist. Kocembas Ansatz erinnert an Wein: Er legt Wert auf Terroir und Einzellagen, zahlt für Spitzenqualitäten bis zu 400 Euro pro Kilogramm und verwendet ausschliesslich Bio ­Ernten erster Güte.

Die geheimen Zutaten, aus denen der Sparkling Tea entsteht.

Seine Rohstoffe kommen aus verschiedenen Regionen: aus Teegärten in China und Japan oder aus weitläufigen Plantagen in Sri Lanka. Diese Regionen bieten eine reiche Vielfalt an Teesorten, die mit ihren charakteristischen Aromen jeden Gaumen ansprechen. Kocemba, der kreative Kopf hinter den Rezepturen, arbeitet dabei eng mit ausgewählten Teeproduzenten zusammen und legt grossen Wert auf biologische Zutaten. Er erklärt, wie jede Teesorte gezielt zur Geschmacksbalance beiträgt. Weisser Tee sorgt für eine sanfte Rundheit. Grüner Tee bringt Tiefe und Umami ins Spiel, während schwarzer Tee dem Aufguss Körper, Tannine und einen harmonischen Abgang verleiht. Ziel ist es, mit der Kombination verschiedener Teesorten einen kräftigen Auftakt und einen eleganten, aromatischen Ausklang zu schaffen.

Tee-Cuvée mit vielen Charakteren

Das Ergebnis überzeugt die Mitglieder des Verbandes durch sein facettenreiches Aromenprofil. Jede Cuvée trägt einen dänischen Namen, der ihren Charakter widerspiegelt. Der alkoholfreie «BLÅ» (ausgesprochen «blo», dänisch für «blau») vereint dreizehn sorgfältig ausgewählte Teesorten. Sein feiner Jasmin­ und Zitruscharakter, geprägt vom Darjeeling First Flush, macht ihn zum idealen Aperitif und zu einem harmonischen Begleiter zu Gemüsegerichten. Der roséfarbene «Lyserød» kombiniert elf Teesorten und besticht durch rotbeerige Noten von Oolong­ und SilverNeedle ­Tee. Er harmoniert perfekt mit Austern oder Meeresfrüchten.

Die feine Perlage entsteht durch ein speziell entwickeltes Verfahren. Dabei wird Kohlensäure bei abgestimmten Temperaturen unter kontrolliertem Luftdruck eingeleitet, wodurch die Aromen optimal zur Geltung kommen.

Für Liebhaber alkoholischer Getränke gibt es zwei Versionen mit fünf Prozent Alkoholgehalt, die mit deutschem Riesling aus Baden­Württemberg veredelt wurden. Die komplexeste Variante, «Grøn», vereint sieben Teesorten mit Limette, Granny Smith, Wermutkraut sowie Ingwer­ und Zitronengrasnoten und bietet so ein facettenreiches Trinkvergnügen mit nordischem Flair. «Rød» hingegen präsentiert sich trocken und erinnert mit Nuancen von dunklen Beeren­, Minzund Hibiskusaromen an Rosé ­ Champagner.

Save the Date

Montag, 1. Juni, Ordentliche Generalversammlung Sommelierverband Deutschschweiz SVS, Zürich

Montag, 8. Juni, Get-2-Gether im Restaurant Blindekuh mit Peter Keller (NZZ Bellevue), Zürich

ASSP­Sommelierkurs startet im Mai 2026

Spark ling Tea ist vielseitig: Pur genossen oder als Basis für Cocktails ergänzt er Spirituosen wie Gin oder Rum ideal und eröffnet unzählige kreative Möglichkeiten.

Skål – mit Tee

Mit jeder Variante zeigt Copenhagen Sparkling Tea eindrucksvoll, dass komplexer Geschmack auch bei niedrigem Alkoholgehalt möglich ist.

Dieses Getränk steht für höchste Qualität und handwerkliche Präzision und hebt den Teegenuss auf ein neues Niveau. Ganz im Sinne skandinavischer Tradition ertönt dabei das herzliche «Skål!», ein Trinkspruch voller Respekt und Freude, der in Dänemark, Norwegen und Schweden Gastfreundschaft und Gemeinschaft symbolisiert.

Dieses Gefühl von Verbundenheit möchten die Gründer mit ihrem prickelnden Tee weltweit zum Ausdruck bringen – ein Getränk, das Traditionen ehrt und zugleich neue Wege geht. So wird ein Glas Copenhagen Sparkling Tea zu einem Genussmoment und lädt dazu ein, die Vielfalt des Tees neu zu entdecken.

WE Wine Education lanciert im Auftrag des SVS Sommelierverband Deutschschweiz und akkreditiert durch den Schweizerischen Verband der Berufs­Sommeliers (ASSP) den ASSP­Sommelierkurs 2026 in der Deutschschweiz.

Die Anmeldung öffnete im Februar 2026. Der deutschsprachige Kurs startet am 17. Mai 2026, der englischsprachige Kurs im August 2026.

Das Programm umfasst 120 Unterrichtsstunden, findet im Präsenzunterricht statt und ist auf 20 Sonntage in drei Module gegliedert. Der Kurs ist öffentlich zugänglich, erfordert keine Vorkenntnisse und bietet eine strukturierte Vorbereitung für Personen, die in der Gastronomiebranche tätig sind oder eine weiterführende Qualifikation anstreben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Schweizer Weinen, ergänzt durch internationale Weinregionen, Degustation und Service.

Die Kurse finden in Luzern statt. Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen erhalten zum Abschluss das ASSPDiplom sowie den ASSP­Pin. Der Frühjahrskurs 2026 ist auf 20 Teilnehmende begrenzt.

wineeducation.ch

Die drei neuen Produkte von Sparkling Tea (Vinter, Rod, Gron).

Erweiterter

Designklassiker

Die Designserie 270 von HEWI erhält ein neues, besonders strapazierfähiges Finish. Der charakteristische Türdrücker ist ab sofort in edlen PVD ­Beschichtungen sowie in fünf matt geschliffenen Farbvarianten – Messing, Nickel, Gold, Bronze und Kupfer – erhältlich. Er harmoniert ausgezeichnet mit Materialien wie Holz, Glas oder Beton, eröffnet vielfältige gestalterische Möglichkeiten und eignet sich somit perfekt für anspruchsvolle architektonische Konzepte. PVD (Physical Vapour Deposition) steht für ein präzises Beschichtungsverfahren im Vakuum, das extrem robuste und langlebige Ergebnisse liefert. Die metallisch schimmernden Oberflächen überzeugen durch hohe Kratzfestigkeit, Reinigungsfreundlichkeit und Korrosionsschutz. Gleichzeitig sorgen sie für besondere Farbtiefe und elegante Haptik – ideal für stark frequentierte Objektbereiche mit Designanspruch. Gefertigt wird am Unternehmenssitz in Nordhessen – für kurze Wege, höchste Qualität und gelebte Verantwortung in Design, Technik und Nachhaltigkeit: made in Germany.

www.hewi.com

The Bitery Cookies zum Selberbacken

Der Münchner Cookie ­Experte The Bitery erweitert sein Angebot um eine neue Foodservice ­Linie, die speziell für die Systemgastronomie, Hotellerie und Gastronomiebetriebe vorgesehen sind. Die beliebten Cookies sind vielseitig einsetzbar und eignen sich sowohl für Frühstücksbuffets als auch für Nachmittagskaffees und Lunch­Boxen. Sechs Sorten ihrer beliebtesten Cookies können direkt bei gängigen Grosshändlern als Grossverpackung bestellt werden. Erhältlich sind mit jeweils 60 oder 85 Gramm die vegane Chocolate­ Chip ­Variante sowie die Sorten Macadamia White Chocolate, Peanutbutter Chocolate, Double Chocolate, Rainbow Drops und Salted Caramel. Mit vorportionierten, backfertigen Cookie­Teigbällen können in nur 12 bis 15 Minuten frisch gebackene Cookies zubereitet werden, ohne zusätzlichen Aufwand. Auch zum Weiterverkauf an der Rezeption oder in der Minibar eignen sich die Cookies ideal. Bei The Bitery stehen Qualität und bewusster Genuss im Vordergrund. Verwendet werden ausschliesslich hochwertige Zutaten, wie belgische Schokolade und natürliche Aromen. Auf Palmöl und Konservierungsstoffe wird konsequent verzichtet.

www.thebitery.de

Vorschau

Fokusthema Hotelbad und Hygiene – Das Hotelbad ist Visitenkarte und Qualitätsmerkmal zugleich. Von durchdachter Raumplanung über langlebige Materialien bis hin zu smarten Hygienekonzepten: Wie zeitgemässe Badkonzepte Design, Funktionalität und Nachhaltigkeit verbinden und damit Komfort, Sicherheit und Markenidentität stärken. Lösungen für Reinigung, Instandhaltung und effiziente Betriebsabläufe im Fokus.

Sonderteil: Finanzen – Wirtschaftlichkeit sichern, Investitionen klug planen und Risiken steuern: Der Finanz­Sonderteil beleuchtet aktuelle Entwicklungen in Finanzierung, Controlling und Kostenmanagement. Expert:innen zeigen auf, wie Betriebe ihre Kennzahlen optimieren, Fördermöglichkeiten nutzen und auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld nachhaltig erfolgreich bleiben.

Messevorschau Hospitality Summit – Am 3. und 4. Juni 2026 trifft sich die Schweizer Hospitality­Branche zum Hospitality Summit. Der Anlass bringt Entscheidungsträger:innen aus Hotellerie, Gastronomie und Tourismus zusammen und bietet Raum für Innovationen, Trends und strategischen Austausch. Impulse aus Wirtschaft und Politik, praxisnahe Best Practices und Networking auf höchstem Niveau machen den Summit zu einem zentralen Treffpunkt der Branche.

Die nächste Ausgabe «Hotelier» erscheint am 8. Mai 2026.

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IMPRESSUM

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Hotelier

32. Jahrgang hotelier.ch hoteliere.ch

Herausgeberin

Weber Verlag AG

Gwattstrasse 144

CH-3645 Gwatt/Thun 033 336 55 55 weberverlag.ch

Verlegerin

Annette Weber-Hadorn a.weber@weberverlag.ch

Verlagsleiter Zeitschriften

Dyami Häfliger-Hadorn d.haefliger@weberverlag.ch

Chefredaktion

Dr. phil. Hilmar Gernet (phg) h.gernet@hotelier.ch

Projektleitung

Laura Spielmann l.spielmann@weberverlag.ch

Anzeigenverkauf Thomas Kolbeck t.kolbeck@weberverlag.ch

Aboverwaltung abo@weberverlag.ch Telefon 033 334 50 44

Layout

Cornelia Wyssen

Bildbearbeitung Adrian Aellig

Korrektorat Blanca Bürgisser Sophie Souvignier

Druck AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 – 12 9403 Goldach

Bildnachweise

Luca: Cover, S. 17; Lars Behrendt: S. 6; ultimaIT.ch/djh: S. 7 (oben links); Marcus Gyger: S. 7 (rechts Gebäude); Kurt Reichenbach: S. 7 (rechts Paar); Karsten Rabas: S. 8 (oben rechts); nachtaktiv / Lichtplanung Scuol (unten); Merlin Photography Ltd: S. 9, 34 (unten); Melanie Uhkötter, Gstaad Palace: S. 11; Fotoman: S. 12; SV Group: S. 14; Valentin Luthiger: S. 15; Javier Lopez: S. 19; Hotel Eden Spiez: S. 20; Stöh Grünig: S. 24; Michael Huwiler: S. 29; Pius Amrein: S. 31; Gabriela

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ISSN 1664-7548

WEMF/SWBeglaubigung 2025

Total gedruckte Auflage: 4283 Exemplare Total verbreitete Auflage: 3824 Exemplare

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Offizielles Publikationsorgan «Hotelier» ist das offizielle Publikationsorgan des Schweizer Sommelier verbands ASSP-SVS und der Vereinigung dipl. Hoteliers-Restaurateure VDH.

Cover Patrick Jäger: Im Hotel Eden Spiez schaffen Gäste und Mitarbeitende den USP gemeinsam

«Visionen brauchen Mut, Ausdauer und Vertrauen»

Was tun Sie gegen Langeweile?

Ich kenne Langeweile eigentlich nicht. Es gibt immer etwas zu verbessern, neue Ideen zu entwickeln oder Abläufe zu verfeinern – Stillstand fühlt sich für mich einfach nicht richtig an. Wenn einmal Freiraum da ist, schnalle ich mir die Ski an oder steige aufs Bike und tauche in die Natur hier oben ein.

Was macht Sie glücklich?

Dass es meiner Familie gesundheitlich gut geht, das ist die Basis von allem. In meinem Beruf macht es mich glücklich, wenn Gäste mit leuchtenden Augen vor mir stehen und mir rückmelden, wie wohl sie sich bei uns fühlen. Diese echte Zufriedenheit zu spüren ist unbezahlbar. Und auch die langjährige Verbundenheit mit Stammgästen sowie treuen Mitarbeitenden. Diese gewachsene Beziehungskultur ist ein zentrales Fundament unseres Hauses und erfüllt mich mit besonderer Freude.

Was macht Sie traurig?

Mich stimmt es nachdenklich, wie sorglos wir Menschen mit unserer Umwelt und unseren Ressourcen umgehen – und auch miteinander. Ich wünsche mir mehr Achtsamkeit, mehr Geduld und mehr Empathie. Gerade im Miteinander liegt so viel Potenzial für Wärme und Verständnis, das wir nicht verlieren dürfen.

Was war Ihr grösster Erfolg?

Dass wir unser Hotel vor einigen Jahren als Familie übernehmen durften und von der Gemeinde Pontresina so viel Vertrauen erhalten haben. Und ganz persönlich: Dass ich drei gesunde Kinder zur Welt bringen durfte – das ist und bleibt mein grösstes Geschenk.

Welches der grösste Flop?

Einen klassischen Flop im Sinne eines kompletten Scheiterns hatten wir zum Glück noch nicht. Es gab jedoch Ideen oder Angebote,

die nicht sofort die gewünschte Wirkung gezeigt haben. Solche Situationen reflektieren wir sorgfältig – aus Verantwortung für unser Haus, unser Team und unsere Gäste. Manchmal sind wir mit einem Angebot unserer Zeit auch ein Stück voraus, dann braucht es einfach Geduld.

Ihr Leitspruch fürs Leben?

An sich glauben, dranbleiben und nie aufgeben. Visionen brauchen Mut, Ausdauer und Vertrauen – aber genau daraus entsteht alles, was wirklich Bedeutung hat.

Ihre Lieblingsfarbe?

Die Farben der Natur. Je nach Licht, Jahreszeit und Stimmung zeigen sie sich immer wieder neu. Das fasziniert mich.

Ihr Lieblingstier?

Unsere zwei Vierbeiner zu Hause, Hund und Katze. Besonders unser Hund strahlt viel Ruhe aus. Unsere Katze hingegen ist überzeugt, überall dabei sein zu müssen, was unseren Alltag oft sehr unterhaltsam macht.

Was tun Sie mit einem geschenkten Jahr?

Ich würde Reisen und die Welt kulinarisch entdecken. Neue Geschmäcker, Kulturen und Begegnungen inspirieren mich sehr.

Welche drei Personen schätzen

Sie besonders – und warum?

Meinen Ehemann, der mein wichtigster Partner ist – im Leben wie im Beruf. Wir gehen seit vielen Jahren gemeinsam durch alle Höhen und Tiefen, das schätze ich enorm. Dann meine Kinder, die mit grosser Selbstverständlichkeit mit einer berufstätigen Mutter aufgewachsen sind. Sie erinnern mich täglich daran was wirklich zählt: Familie, Zeit und echte Momente. Und schliesslich Menschen im Hintergrund, die mit Herz arbeiten – ob im Team oder im Alltag. Diese stillen Leistungsträger, die mitdenken und Verantwortung übernehmen, verdienen grosse Anerkennung.

Ihr Lieblingswort?

«Danke». Ein kleines Wort mit grosser Wirkung.

Was fehlt nie in Ihrem Kühlschrank?

Eine gute Auswahl an frischen Lebensmitteln, etwas Feines für zwischendurch, und immer etwas Gekühltes für einen spontanen Apéro. Gastfreundschaft beginnt oft im Kleinen.

Wo leben Sie am liebsten? Im Moment hier in den Bergen. Pontresina und das Engadin sind wunderbare Orte für eine Familie. Bevor ich meinen Mann

kennen gelernt habe, war es Zürich. Ich liebe diese Stadt noch immer und vermisse sie ab und zu – besonders die kulinarische Vielfalt, die man dort an jeder Ecke findet.

Ihr Lieblingshotel – und warum?

Ich habe mein Lieblingshotel noch nicht gefunden. Vielleicht, weil ich immer weitersuche, beobachte und dazulerne. Umso mehr freut und ehrt es mich, wenn Gäste sagen, dass sie ihres bereits bei uns gefunden haben.

Lesen Sie gerade ein Buch, welches?

Im Moment lese ich «Der Sanitas Health Forecast – In dir steckt mehr als du denkst». Es geht um die Gesundheit der Zukunft und darum, welches Potenzial in uns steckt. Das inspiriert mich sehr, auch im Hinblick auf unseren Hotelbetrieb, und wie wir Gästen langfristiges Wohlbefinden ermöglichen können.

Was soll man später einmal über Sie sagen?

Dass wir unsere Zeit im Hotel mit Respekt vor der Geschichte, mit Herzblut und mit Blick in die Zukunft geführt haben – und dass man diese Haltung noch lange spürt.

Nach der Ausbildung zur Restaurantfachfrau sammelte Nicole Pampel Erfahrung in der Spitzengastronomie, unter anderem in Betrieben mit 19 GaultMillau-Punkten. Nach einem Auslandsaufenthalt in den USA übernahm sie Verantwortung als Betriebsassistentin in Zürich und absolvierte anschliessend die Ausbildung an der Hotelfachschule Thun. Danach sammelte sie mehrere Jahre Erfahrung in der Hotellerie-Personalplanung. Parallel dazu erlangte sie ein Nachdiplom FH in Unternehmensführung. Nach mehrjähriger opera tiver Verantwortung im Familienbetrieb übernahm sie vor 13 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann das Sporthotel Pontresina (3-SterneSuperior) mit über 50 Mitarbeitenden. Sie ist Mutter eines 18-jährigen Sohnes und von 15-jährigen Zwillingen.

Nicole Pampel

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Koch oder Köchin im Hauptberuf mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung, davon 3 Jahre in der Schweiz. Viel Leidenschaft für den Kochberuf und Begeisterung für anspruchsvolle Kulinarik.

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Halbfinal-Camp

11. – 13. Oktober 2026

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Unbedingt bis zum 31. Mai 2026 bewerben

Weitere Infos: goldenerkoch.ch oder via QR-Code

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Finale

22. Februar 2027 im Kursaal Bern

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João Coelho, Gewinner des Goldenen Kochs 2025

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