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Hotelier 03/22 (Kurzvorschau)

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Die grandiose Gala der Besten Daniel Koetser (l.) machte Le Grand Bellevue zum Hotel des Jahres. Giuseppe Rossi ist Hotelier des Jahres. Viele weitere Sieger liessen sich im Dolder Grand feiern.

Ferien sind ein ­UNO-Menschenrecht

Visionen am ­Vierwaldstättersee

2022

Hotelieree Hotelier

Das Schweizer Fachmagazin für Hotellerie


Ihr Hotelbäcker. Da greift man gerne zu: Mit viel Leidenschaft und Bäckerstolz produzieren wir als eigenständiges Schweizer Familienunternehmen ein breites Sortiment tiefgekühlter Feinbackwaren sowie Konditoreiprodukte und beliefern damit die ganze Schweiz. So können Sie Ihre Gäste jederzeit verwöhnen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf romers.swiss oder Ihren Anruf unter 055 293 36 36.


MOBILE EDITORIAL

Ferien Säumerei, Oase, Hermitage, Outdoor-­ Feuerküche sind Begriffe, mit denen «­Innovationen» im Sommer-Angebot von Hotels angepriesen werden. ­ Kombiniert sind sie nicht selten mit Wunsch nach Achtsam-, Nachhaltigoder Überschaubarkeit und Ruhe.

K

onzepte, die solche Traum-, Wunschoder eben Ferienwelten realisieren, die Eskapismus auf Zeit versprechen, be­­tonen häufig die Verbindung von Tra­d ition, Kultur und Regionalem. Gelegentlich wird das Bekannte in Verbindung mit dem Fremden, Nicht-Hiesigen, Exotischen gebracht. Diese Kombination soll dem Ankommen und Durchatmen in der Ferienwelt eine zusätzliche, einzigartige Note verleihen. Ferien sind eine «Zeitenwende» auf Zeit – für ein paar Tage oder wenige Wochen. Ferien sind in Artikel 24 der Erklärung der Menschenrechte von den Vereinten Nationen im Jahr 1948 als Recht – nicht auf Zeit – festgeschrieben worden. Was sind Ferien heute, in der realen «Zeitenwende»? Nach oder vor der Pandemie? Im Kontext des UkraineKrieges? Sie sind wohl der Versuch, die Widersprüche unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft, unseres Lebens für einige Zeit zu überlisten. Denn wir wissen, dass der Versuch scheitern wird und wir in den Alltag zurückkehren werden.

Für die Hotels ist es der permanente Versuch, die Krise mit der Kontinuität zu verbinden. Die Hotelièren und Hoteliers müssen das Spiel der «Zeitenwende» immer wieder spielen. Nicht selten ist ihr Einsatz die eigene wirtschaftliche Existenz. Hier, angesichts der K ­ rise(n), ist alles aufwühlt, alles in Frage gestellt, alles ist her­ ausfordernd. Dort, bei den Gästen, gibt es nur den Wunsch nach Ruhe, nach Erholung, nach Ent- oder nach Spannung. Die «Wunscherfüller» (Gottlieb Duttweiler) in den Hotels haben sich auch dieses Jahr wieder «Neues» ausgedacht. Sie haben Antworten gefunden, damit ihre Gäste in ihren Ferien eine kurze Zeit auf herausfordernde Fragen keine Antworten finden müssen.

Dr. Hilmar Gernet Chefredaktor

PS: «100 Beste Hotels» sind 100 beste Antworten, 100 beste Brücken zwischen Alltag und Auszeit.

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INHALT 03/2022

Titelstory Daniel Koetser, Giuseppe Rossi und viele weitere Gewinner

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Unternehmen: Szenisches 6 kurz & knackig 100 beste Hotels 12 People 24 Sechs wichtige Auszeichnungen 26 Das sind die 100 Besten der Schweiz 38 Hotels und aus­ländische Besitzer:

Der Gast fordert heute absolute Transparenz

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Inspirieren: Historisches Faule Ferien in der «Kraftstation» Hotel Ferien sind ein Menschenrecht

Unternehmen: Szenisches 46 «Wer seine Ferien nicht nimmt, ist unfähig» 48 «Zeitmanagement ist eine Kernkompetenz» 50 «Man braucht die Insel und den Freiraum» 52 Alles neu macht der Sommer 58 Neue Direktorin im Hyatt Place Zurich, The Circle 59 Bellerive au Lac Zürich mit neuem Direktor 60 Hermitage soll ein nachhaltiger Hotspot werden 65 Neuer General Manager im Grand Hotel

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Les Trois Rois

Hard Rock im Hotel – und im Blut


INHALT 03/2022

58 60

Architektur 90 Hotelbau, Hotelarchitektur, Innenausbau 68 70 72 74

und Ausstattung

Krone La Punt – 450-jähriges Gasthaus wird jünger Eine Oase im Appenzellerland – Hotel Heiden «Sonder-BAR» Sopranistin und Wirtschaftsförderer als Quereinsteiger im Piemont

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Unternehmen: Rechtliches

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Unternehmen: Nachhaltigkeit

79 80

Schön & gut

Juhui Ferien, aber es gibt rechtliche Stolpersteine

myclimate-Fonds investiert in den Regionen

So rösten wir Spitzenkaffee mit starkem Charakter

91 Nach der Krise ist vor der Krise – wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Umbau?

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Mittendrin: Politisches

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Vereinigung Diplomierter Hoteliers VDH

Bundesrat gegen Quersubvention von Hotels durch Zweitwohnungen

VDH am Puls der Zeit

Sommelier Verband Schweiz SVS 98 Anton Mosimann – L­ ieblingskoch von Königin Elisabeth II.

Bierselig träumerisch oder redselig weinwitzig

Digitales 82 Neues Pilotprojekt mit digitalen Sprachassistenten

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Sich anstrengen

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Marktliches

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Sich anstrengen Forbes-Five-Star-Award für Dolder, The Chedi und des Bergues Attraktive Ausbildung näher am Arbeitsmarkt

Umfrage

Auf den Schluss-Punkt gebracht 106 Fragen von Karl Wild an Franziska Richard 5


UNTERNEHMEN SZENISCHES

kurz & knackig EHL – Top 5 weltweit Die EHL Hospitality Business School (­ge­­gründet 1893 als Ecole hôtelière de ­Lausanne) hat ihre Position als weltweit ­führende Institution in der Hospitality ­Ma­­nagement Ausbildung im vierten Jahr in Folge bestätigt. Die EHL ist unter den Top 5 der Business Management Institu­ tionen der Schweiz und setzt ihren Aufstieg in der weltweiten Rangliste fort. Die unabhängige Organisation QS World University Rankings stützt sich bei der Erstellung ihrer internationalen Hochschulrankings nach Fächern vor allem auf die Antworten von 100 000 Akademikerinnen und Aka­demikern sowie 50 000 Personalverantwortlichen. «Diese Anerkennung ist besonders erfreulich, da sie die Arbeit unserer Teams und unserer Studierenden belohnt. Diese sind nach der Pandemie noch wichtiger ge­­ worden. Wir freuen uns sehr, dass unser Auftrag, eine innovative, qualitativ hochwertige Ausbildung anzubieten, die in der Forschung und der Managementpraxis verwurzelt ist, auf diese Weise anerkannt wird», sagt Dr. Inès Blal, Managing ­Di­­rector und Executive Dean der EHL.

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Louis Triomphe (21), Vorsitzender der EHL-Studierendenvertretung und Bachelorstudent, meint zur Auszeichnung: «Ich freue mich sehr, Teil einer Einrichtung zu sein, die in den akademischen Rankings glänzt. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass die Zeit nach der Pandemie viele Chancen für unsere Generation bereithält. Die Branche braucht unsere Ideen und Talente, um sich auf innovative und nachhaltige Weise neu zu erfinden.» mm/phg


UNTERNEHMEN SZENISCHES

Daniel J. Ziegler Er war die rechte Hand von Investor Karl-Heinz Kipp, ­g ründete für ihn die Tschuggen Hotel Group und machte das Eden Roc in Ascona zum besten Ferienhotel der Schweiz. Auch in den Luxushotels Ermitage (Schönried) und Park Gstaad leistete er hervorragende Arbeit. Vor ­v iereinhab Jahren wechselte er die Branche und ging zum Luzerner Familienunternehmen Gübelin, das im Uhrenund Schmuckbereich eine führende Rolle spielt. Als Geschäftsführer der Gübelin-Boutiquen in der Schweiz arbeitet Ziegler eng mit den lokalen Managern zusammen. Ausserdem ist er am Hauptsitz in Luzern unter anderen ­v erantwortlich für das Facility Management, für die Mit­ arbeiterschulung und das Backoffice. «Aus meiner Zeit als Hotelier weiss ich, dass Kompetenz und Begeisterung die Grundlagen sind für hervorragenden Service und ­B eratung», sagt Ziegler. Zwischen der Schmuck- und Uhrenbranche und der Hotellerie hat er gerade in diesen Bereichen viele Gemeinsamkeiten entdeckt. «Und meine Erfahrung aus vierzig Jahren Luxuhotellerie kommt mir immer wieder zugute.» Ziegler ist ein «begeisterter Hotelfan» geblieben und steht mit ehemaligen Kollegen beruflich oder privat regelmässig in Kontakt. Seine grosse Leidenschaft war schon immer das Reisen, und dabei ist es geblieben. Dass Gübelin pro Jahr gegen 80 Anlässe durchführt und dabei nur Tophotels berücksichtigt, erachtet er als grosses Privileg. Und es

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Nach einer zweijährigen Pause gastieren wieder regelmässig Künstlerinnen und Künstler im Atelier des Hotels 25hours an der Langstrasse in Zürich und hinterlassen am Ende ihres Aufenthalts ein Kunstwerk. Die erste Künstlerin im Mai war Irina Kurtishvili. Die Kuratorin wurde 1964 in Georgien geboren und pendelt heute zwischen Köln und Tiflis. Sie hat zahlreiche Ausstellungen, Publikationen und künstlerische Initiativen in Deutschland und Georgien mit dem Schwerpunkt Architektur, Kunst und Film in Georgien und in der Region Kaukasus realisiert. Lukas Meier, General Manager der beiden 25hours Hotels in Zürich, zeigt sich enthu­ siastisch: «Ich denke, es setzt ein starkes ­Zeichen, dass wir dieses wunderbare Kunst­ projekt wieder aufnehmen und gemeinsam in Kunst und Kultur investieren. Ziel des Projektes ist es, die Zürcher Kunstszene ins Hotel zu holen und einen Austausch zwischen den Künstlerinnen und Künstlern und Besuchern zu fördern. Dazu gehört auch immer, dass sich beide Seiten darauf einlassen. Und das macht es sehr spannend zu beobachten.» Die lebendige Kunstszene in der unmittel­ baren Nachbarschaft des Hotels war Inspiration für das Konzept «Artist in residence». Kuratiert wird das Projekt von der Zürcher Künstlerin und Verlegerin Esther Eppstein. Nebst Kost und Logis steht den Künstlern und Künstlerinnen das eigens dafür geschaffene Atelier als Werkstatt zur Verfügung. Im Gegenzug vermachen die Künstler*innen dem Haus nach dem Aufenthalt eines der geschaffenen Werke. «Die Vorbilder dafür sind Häuser wie das Chelsea Hotel in New York oder das Colombe D’Or in Saint-Paul-deVence», erklärt 25hours Gründer Christoph Hoffmann. «Häuser, die Künstler einladen, sich bei ihnen aufzuhalten. Unser Traum ist es, in zehn Jahren ein Hotel mit eigener künstlerischer Historie zu haben.» mm/phg

Was macht eigentlich …

bereitet ihm natürlich jeweils grösstes Vergnügen, eine Luxusherberge ausschliesslich aus Sicht des Gastes betrachten und beurteilen zu können.

Aus seiner Zeit als Spitzenhotelier sind ihm vor allem die

Begegnungen mit vielen interessanten Menschen in Erinnerung geblieben. Ob er sich ein Comeback in der Hotellerie vorstellen kann? «Neugierig sein und sich den Chancen

stellen, die das Leben bereit hält», sei einer seiner Leitsätze seit Kindertagen, sagt Ziegler. Die spannenden, interes­

santen Aspekte aus der Hotellerie finde er auch bei Gübelin. «Auch hier bin ich passionierter Gastgeber.»

Karl Wild

L es

«Artist in Residence» im 25hours Hotel

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100 BESTE HOTELS VERNISSAGE

Feiern mit den 100 besten Hotels und Hoteliers

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Urs Baeriswil (Fotos)

as Who’s who der Schweizer Hotellerie feierte die 100 besten Hotels und Hoteliers für das Jahr 2022/2023 am vorletzten Maiabend im The Dolder Grand Zürich. Ausgezeichnet wurden auch der Koch, der Concierge, der Newcomer und der Aufsteiger des Jahres. Gemeinsam mit ihren Teams tragen auch sie für ihre Gäste tagtäglich zum Gesamtkunstwerk Hotel bei. Vor rund 180 Gästen übergab Karl Wild die begehrten Urkunden seines 26. Hotel­ ratings sowie den Livetime-Award. Das Expertenteam mit Karl Wild hat die Tophäuser in der Schweiz besucht, sie nach ­einheitlichen Kriterien klassiert und kompetent be­­schrieben.

Der feierlich-fröhliche Anlass in Zürich bot die Chance zum kollegialen, freundschaftlichen Austausch und Entwickeln neuer unternehmerisch-kooperativer Ideen und Perspektiven. Mit anderen Worten: Die ­Vernissage zum Bestseller «100 Beste Hotels», die der Weber Verlag seit einem Jahrzehnt durchführt, ist das Must der Branche. phg

Auf dem Podium diskutierten Arina Ehrat, Andreas Züllig und Martin Nydegger unter der ­L eitung von Hilmar Gernet aktuelle Hotel-, Ferien- und Politik-Themen.

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100 BESTE HOTELS VERNISSAGE

Die Vernissage zum «Karl Wild Hotelrating» bot auch bei der 26. Ausgabe den Rahmen für ein «Klassen­

L es

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

treffen» der besonderen Art.

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TITELSTORY HOTEL CASTELLO DEL SOLE

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TITELSTORY DIE SIEGER

Daniel Koetser, Giuseppe Rossi und viele weitere Gewinner

Daniel Koetser.

Das Schweizer Hotelrating erscheint seit 26 Jahren in der ­«SonntagsZeitung». Im Zürcher Luxushotel The Dolder Grand wurden «Die 100 besten Hotels der Schweiz» soeben zum ­zehnten Mal auch in Buchform präsentiert. Und alle, alle kamen zum alljährlichen Branchenanlass der Superlative. Neben Daniel Koetser (Le Grand Bellevue, Hotel des Jahres) und ­Giuseppe Rossi (Hotelier des Jahres) wurden elf weitere ­Gewinner ausgezeichnet. Zu den grossen Siegern zählte auch die Schweizer Hotellerie. Roberto Bonardi (Fotos)

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as Bellevue in Gstaad. Es gab eine Zeit, da hätte niemand auch nur einen Franken darauf gewettet, dass dieses Hotel je eine Auszeichnung erhalten würde. Das 1913 von der Grand Hotel Bellevue und Kurhaus AG erbaute Haus konnte zwar in seiner langen Geschichte viel Prominenz beher­ bergen, doch ständige Wechsel in der Direktion und fehlende Mittel für überfällige Renovationen hinterliessen Spuren. Der dritte Stern konnte nach dem Zweiten Weltkrieg während Jahrzehnten nur knapp gehalten werden. Man lebte weitgehend von den Gstaader Events wie dem Swiss Tennis Open. Davor und danach stand man meist im Überlebenskampf. Um die Jahrhundertwende war klar, dass nur ein Wunder das heruntergewirtschaftete Haus noch retten konnte. Und der Märchenprinz tauchte tatsächlich

L es

Karl Wild (Text)

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Castello del Sole.

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100 BESTE HOTELS ANALYSE

Das sind die 100 Besten der Schweiz Wer es in den fünf Kategorien des Schweizer Hotelratings einmal auf Platz eins geschafft hat, verteidigt die Position mit derselben Leidenschaft wie ein Spitzenrestaurant seine drei MichelinSterne. Es liegen denn auch dieselben Häuser an der Spitze wie vor einem Jahr. Die Big Five haben in sämtlichen Bewertungs­ kriterien die Nase vorn – sie sind derzeit schlicht die Besten. Karl Wild

und Vitznauerhof (unten).

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Albergo Losone (oben)

Bestes Schweizer Ferienhotel ist das Castello del Sole in Ascona. Bei den Nice-PriceFerienhotels bleibt der Vitznauerhof vorn, bei den Wellnesshotels das Grand Resort Bad Ragaz, bei den Stadthotels The Dolder Grand und bei den Familienhotels das Albergo Losone. Zu den interessantesten Neuen zählen The Woodward Hotel in Genf, das Kempinski Palace in Engelberg, das Bergwelt in Grindelwald und das Parkhotel Margna in Sils-Baselgia. Jedes dieser Häuser ist auf seine Art eine Bereicherung für die helvetische Hotelszene. Bei anderen inte­ ressanten Objekten haben wir entschieden, vorerst die weitere Entwicklung abzuwarten. So etwa beim Luzerner Château Gütsch. Oder beim Park Gstaad, das zum Verkauf steht. Four Seasons soll sich für das Management im Mammutchalet interessieren.

Die Schweizer Ferienhotellerie blickt auf ein sehr gutes Jahr 2021 zurück. Zu verdanken ist dies der Treue der Schweizer Gäste, aber auch der Tatsache, dass die pandemiebedingten Restriktionen weit weniger streng ausfielen als in unseren Nachbarländern. Dass uns relativ grosse Freiheiten gelassen wurden, erwies sich als goldrichtig. Ungleich trauriger steht es nach wie vor um die Stadthotellerie. Die Zahl der Gäste aus dem Ausland ist zwar wieder im Steigen und auch der Freizeittourismus zieht wieder an, aber der Weg zurück ist noch weit. So berechtigt die Hoffnungen der Ferien­ hotellerie auf einen guten Sommer und Herbst auch sind: Es bleiben viele Frage­ zeichen. Ob Corona tatsächlich zum harmlosen Erkältungsvirus schrumpft, wissen wir nicht. Ebenso wenig wissen wir, wie kriegerische Auseinandersetzungen sich auf das globale Reiseverhalten auswirken werden. Sicher ist fast nur eines: Auch wenn die Risiken im Ausland geringer geworden sind, spricht vieles für Ferien im eigenen Land. Namentlich eine Hotellerie, die qualitativ noch nie so stark war wie heute.

L es

G

ewiss, man könnte sich ganz oben vielleicht etwas mehr Abwechslung wünschen. Aber in einem Hotelrating ist Abwechslung um der Abwechslung willen der Tod der Glaubwürdigkeit. Und acht Häuser, die neu Aufnahme gefunden haben, sorgen allemal für frischen Wind.

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INSPIRIEREN HISTORISCHES

Ferien sind ein Menschenrecht

«

Hilmar Gernet

Ferien sind ein selbstverständlicher, für viele sogar essenzieller Bestandteil der Lebensführung geworden und werden als solche nur ungern intellektueller Reflexion unterzogen.» Die Analyse ist 22 Jahre alt. Sie stammt von der Historikerin Beatrice Schumacher und ist in ihrer Doktorarbeit «Ferien» (1890–1950) festgehalten. Den zweiten Teil ihrer Feststellung, er dürfte noch immer zutreffen, lassen wir so stehen. «Selbstverständlich» sind Ferien derzeit gerade nicht. Zwei Jahre Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg haben unser Ferienverhalten beeinflusst. Sowohl das individuelle Verhalten gegenüber der «schönsten Zeit des Jahres» als auch die Entwicklungen bei den «Wunscherfüllern» haben sich verändert. Obwohl, das Bedürfnis «einfach wieder raus zu gehen» dürfte beim Ferienkonsum nahe an das Vor-Corona-Niveau heranreichen. Die Wertschätzung für das Reisen steigt. Man ist bereit, für Ferien mehr zu bezahlen bzw. bei den Ferien nicht zu sparen. Es besteht Nachhol­bedarf und die Angebote sind parat: Flüge, Hotels, Kreuzfahrtschiffe etc.

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INSPIRIEREN

1935 (Quelle: Beatrice Schumacher, Ferien; Hotelplan AG, Zürich)

L es

Plakat von Hotelplan aus dem Jahr

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HISTORISCHES

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UNTERNEHMEN SZENISCHES

Ob im Bad ...

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UNTERNEHMEN SZENISCHES

Hermitage soll ein nachhaltiger Hotspot werden Das Hermitage Lake Lucerne erstrahlt seit April in neuem Glanz. Doch der ganz grosse Wurf kommt erst noch. In den nächsten Jahren s­ ollen 50 bis 70 Millionen Franken investiert werden. Den Gestaltungsplan dazu hat das renommierte Basler Architekturunternehmen Herzog & de Meuron erarbeitet. Hilmar Gernet

N

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an beiden Orten ist bombastisch.

L es

... oder im Restaurant, die Aussicht

ach knapp viermonatiger Bauzeit und einem Interior-Redesign im Haupthaus öffnete das Hermitage im April 2022 erneut seine Türen. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron wurde das Hotel in Luzern mit einem bis ins letzte Detail kuratierten Innendesign neu gestaltet. Feinste Stoffe, Eichenholz und ein Farbkonzept, das mit der Umgebung verschmilzt, verwandeln die 20 neu renovierten Zimmer mit Panoramablick auf Berge, See und Stadt in Oasen des Wohlbefindens. Die modern gestylte Bar mit riesiger Theke verschmilzt mit der Lobby zum Zentrum und Herzen des Hauses und wirkt mit dem atembe­ raubenden Panorama wie eine Theaterbühne in Rot.

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SICH ANSTRENGEN HOTELFACHSCHULISCHES

Attraktive Ausbildung näher am Arbeitsmarkt

Christa Augsburger.

Interview mit Christa Augsburger, Direktorin, Schweizerische Hotelfachschule Luzern SHL

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hrista Augsburger, Sie haben sich stark für die Ausarbeitung des neuen Rahmenlehrplans Hotellerie und Gastronomie HF engagiert. Wie lief die Arbeit für den Lehrplan konkret? Die Mindestvorschriften für Bildungsgänge von Höheren Fachschulen, die in Rahmenlehrplänen festgelegt sind, müssen für die einzelnen Berufe periodisch durch die Trägerschaften der jeweiligen Rahmen­ lehrpläne überarbeitet werden. Die Trägerschaft des Rahmenlehrplans Hotellerie und Gastronomie besteht aus den drei Organisationen HotellerieSuisse, Gastro­ Suisse und Hotel & Gastro Union, deren Hotelfachschulen sowie der Hotelfachschule des Kantons Tessin. In zahlreichen Workshops wurde als Erstes das Berufsbild ermittelt. Wir haben uns intensiv mit der Frage befasst, welches aktuell und in Zukunft die Handlungskompetenzen sind, die Gastronom*innen und Hotelier*en in ihrer Ausbildung entwickeln müssen, um in ihrem Beruf erfolgreich zu sein. Dabei war die Zusammenarbeit mit der Branche sehr wichtig, um die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes abzudecken. Bei den überarbeiteten Handlungskompetenzen ging es nicht darum, zu definieren, was die Absolvent*innen in Zukunft wissen, sondern was sie effektiv können müssen.

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Erfahrungsgemäss dauern solche Prozesse lange … Tatsächlich, die Überarbeitung des Lehrplans dauerte zweieinhalb Jahre. Zumal wir auch neue regulative Bestimmungen erarbeiten mussten wie etwa das Verhältnis von schulischen und praktischen Lernstunden, die Zulassungsbedingungen sowie das Qualifi­ kationsverfahren. Was sind die augenfälligsten Veränderungen im Vergleich zum Rahmenlehrplan von 2009? Die essenziellen Bereiche Nachhaltigkeit, Innovation, Digitalisierung oder Facility Management sind nun fester Bestandteil des Rahmenlehrplans. Hinzugekommen sind zusätzliche Geschäftsbereiche eines Hotels wie Wellness & Spa, MICE, Sports und Gesundheit. Neu ist ebenfalls, dass der Lehrplan methodisch auf differenzierte Handlungskompetenzen ausgerichtet ist wie die Informations-, Planungs-, Realisierungsund Evaluierungskompetenz. Regulativ wurde das Element Berufserfahrung, also der Anteil Praktika, auf die Vorgaben der Mindestverordnung angepasst. Welche Neuerung im Rahmenlehrplan begrüssen Sie besonders? Dass das Berufsprofil der Hotelière-Gastronomin beziehungsweise des Hotelier-Gastronomen im Zentrum steht. Die daraus abgeleiteten neuen Themen im Lehrplan erhöhen sicherlich die Attraktivität der Ausbildung und der Absolventen und Absolventinnen auf


SICH ANSTRENGEN HOTELFACHSCHULISCHES

Theorie und Praxis sind im neuen Lehrplan noch besser ausbalanciert.

Neuer Lehrplan und geschützte Berufstitel Nicole Martin, Leitung Marketing & Communications SHL Erfolgreiche Studierende einer Hotelfachschule HF in der Deutschschweiz werden künftig den geschützten Titel dipl. Hotelier-Gastronom HF beziehungsweise dipl. HotelièreGastronomin HF tragen. Neu ist auch der Rahmenlehrplan für die Bildungsgänge der Höheren Fachschulen für

dem Arbeitsmarkt. An der SHL werden wir gewisse neue Themen – wie Nachhaltigkeit oder Innovation – als Spiralthemen in den Bildungsgang aufnehmen. Das heisst, dass diese nicht isoliert in einem Semester oder in einem Lernfeld behandelt und unterrichtet werden, sondern in allen Semestern aufgegriffen und aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt werden.

­H otel­l erie und Gastronomie vom Staatssekretariat für ­B ildung, Forschung und Innovation (SBFI) genehmigt. Ein Rahmenlehrplan wird periodisch überarbeitet, legt den geschützten Berufstitel sowie die Bezeichnung eines Bildungs­ ganges der Höheren Fachschulen fest und positioniert diese im Schweizer Bildungssystem. Er definiert die Ausführungen des ­B ildungsauftrages und trägt zur schweizweit einheitlichen ­Q ualitätssicherung bei. Er stellt sicher, dass die definierten Kompetenzen den Mindestanforderungen entsprechen und auf die Anfor­d erungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet sind. Berufliche ­A nforderungen und Kompetenzen hat die Trägerschaft RLP HF Hotellerie und Gastronomie, zu welcher die Branchenverbände und deren Hotelfachschulen HF sowie die Hotelfachschule des neuen ­R ahmenlehrplan festgelegt.

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Kantons Tessin zählen, in den letzten Jahren erarbeitet und im

Die Einführung des neuen Rahmenlehrplans führt zu Anpassungen der Bildungsgänge aller Schweizer Hotelfachschulen, die als

Höhere Fachschulen akkreditiert sind. Ein Jahr haben die Bildungs­ anbieter, die nach «altem» Rahmenlehrplan anerkannt wurden,

Zeit, beim SBFI ein Gesuch um Überprüfung der Anerkennung einzureichen. Nach positiver Prüfung wird mit den D ­ iplomen ein

neuer, geschützter Titel vergeben: dipl. Hotelier-Gastronom HF

beziehungsweise dipl. Hotelière-Gastronomin HF. Für diesen Titel hat man sich entschieden, da ‹Restaurateur› und ‹Restauratrice›

in der bisherigen Bezeichnung nicht selten für Verwirrung sorgten.

L es

Welche Vorteile bringt der neue Rahmenlehrplan für zukünftige Studierende? Da die Ausbildungsinhalte stärker den aktuellen Bedürfnissen im Arbeitsmarkt nach Handlungskompetenzen von jungen Führungspersönlichkeiten in Hotellerie und Gastronomie entsprechen, erhöht sich die Arbeitsmarktattraktivität der Absolvent*innen. Die Ausbildungsinhalte sind auch stärker auf das generalistische Berufsbild als auf spezifisches Fachwissen ausgelegt. Dazu ein Beispiel: Der zukünftige Hotelier oder die zukünftige Hotelière muss nicht beste Köchin oder bester Koch im Unternehmen sein, sondern ein tiefes Verständnis dafür haben, wo die Herausforderungen in dieser Abteilung liegen, wie diese Abteilung betriebswirtschaftlich effizient geführt werden kann und wie Mitarbeitende im Unternehmen gehalten werden können. Kurz gesagt, die Absolvent*innen werden noch fitter für die zukünftigen beruflichen Herausforderungen in einer Führungsposition.

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MITTENDRIN POLITISCHES

Bundesrat ist gegen Quersubvention von Hotels durch Zweitwohnungen Die Finanzierung von neuen oder die Finanzierung der Sanierung von älteren Hotels ist anspruchsvoll. Nationalrat Olivier Feller (FDP, VD) schlägt vor, künftig Geschäftsmodelle zu erlauben, bei denen es ausländischen Investoren möglich wird, touristisch genutzte Zweitwohnungen zu erstellen. Damit sollen I­ nvestitionen in Hotels erleichtert werden. Der Bundesrat spricht sich gegen solche Quersubventionierungen aus. Hilmar Gernet

Parlamentsdienste 3003 Bern (Foto)

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ie Debatten um den Krieg in der Ukraine, die Erhöhung des Armeebudgets, die Cybersicherheit oder die Änderung des Mehrwertsteuergesetzes haben die Sondersession des Nationalrats im Mai beherrscht. Es blieb keine Zeit für die Debatte, wie die Finanzierungen von Sanierungen und der Neubau von Hotels durch Personen im Ausland erleichtert werden könnten. Die im September 2020 vom Waadtländer FDP-Nationalrat Olivier Feller eingereichte Motion war zwar traktandiert, wartet aber weiterhin auf die Behandlung im Rat. Bewährtes Geschäftsmodell ausweiten Feller schlägt vor, dass Projekte zum Bau und zur Sanierung von Hotels auch für ausländische Investoren geöffnet werden sollen. Dies auch auf für den Fall, dass im Geschäftsmodell der Finanzierung des Projekts bzw. dessen Betrieb eine Quersubventionierung durch touristisch genutzte Zweitwohnungen vorgesehen ist. Heute dürfen ausländische Investoren Hotels erwerben und sanieren, jedoch ohne ein Geschäfts­ modell, das Erträge aus der touristischen Nutzung von Wohnungen vorsieht.

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Feller stellt in seiner Motion fest, dass Geschäftsmodelle ausländischer Investoren, die ein Hotel erwerben oder sanieren möchten, «meistens ein Projekt zur Erstellung von touristisch bewirtschafteten Wohnungen beinhalten». Mit anderen Worten: Die heutige Regelung verhindert in vielen Fällen die (kostspielige) Sanierung von Hotels mit ausländischem Kapital. Um Fellers Forderung gerecht zu werden, wäre eine Anpassung des heute geltenden Bundesgesetzes über Zweitwohnungen notwendig. Konsequenterweise schlägt Feller zudem vor, das Bundesgesetz, das die «Überfremdung des einheimischen Bodens» verhindern soll, anzupassen. Der Bundesrat solle eine Formulierung finden, die es erlauben könnte, ausländischen Investoren eine Bewilligung für das Erstellen von touristisch bewirtschafteten Wohnungen zu erteilen. Bundesrat: Ablehnung trotz Verständnis Der Bundesrat hat kein Gehör für die Vorschläge Fellers. Er beantragt dem Parlament, die Motion abzulehnen. Immerhin zeigt er «Verständnis für die vorgeschlagene Harmonisierung im Bereich Finanzierung


MITTENDRIN POLITISCHES

Gesetze mit problematischen Schnittstellen Die Wirkungsanalyse zum Zweitwohnungsgesetz (ZWG), welche die Bundesverwaltung sowie zahlreiche betroffene Verbände erstellten, zeigt problematische Schnittstellen zwischen ZWG und dem Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG). Nationalrat Olivier Feller.

Der Auffallend ist zunächst, dass die beiden Bundeserlasse Unterschiede in ihren Zielsetzungen aufweisen. Beim BewG geht es darum, den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland, beim Zweitwohnungsgesetz den Zweitwohnungsbau zu beschränken.

von Hotel-/Beherbergungsprojekten», wie sie der parlamentarische Vorstoss verlangt. Die Ablehnung begründet die Regierung im Wesentlichen mit zwei Argumenten: Zum einen müsse in der ganzen The­ matik «ein ganzheitlicher Ansatz» verfolgt werden. Dabei sei auch die «umfangreiche Rechtsprechung» der ­letzten Jahre zu berücksichtigen. Zum andern sei das «Ergebnis der Wirkungsanalyse» zum Zweitwohnungsgesetz einzubeziehen, die von der Bundesverwaltung in Zusammenarbeit mit betroffenen Verbänden erstellt worden ist.

Der Bundesrat, der den Bericht am 12. Mai 2021 zur Kenntnis nahm, sieht keinen wesentlichen Handlungsbedarf. Dies trotz problematischen Schnittstellen zwischen den beiden Gesetzen. Gemäss der Wirkungsanalyse der Bundesverwaltung sind diese in zwei Bereichen zu finden: • « Die Definitionen von Betriebsstätten im BewG und von touristisch bewirtschafteten Wohnungen (ZWG, Art. 7) weisen sowohl Unterschiede als auch Überschneidungen auf. Das Fehlen von klaren Trennlinien zwischen den beiden Begriffen kann im Vollzug der beiden Bundesgesetze zu Unsicherheiten führen. • Strukturierte Beherbergungsbetriebe, so sieht es das ZWG (Art. 8) vor, dürfen Wohnungen erstellen ohne Nutzungsbeschränkung als Erstwohnung oder ohne Auflage, dass sie touristisch bewirtschaftet werden müssen. Diese Möglichkeit, unter gewissen Bedingungen Zweitwohnungen erstellen zu können, wurde geschaffen, um die oft nötige Querfinanzierung bestehender oder geplanter Hotels zu ermöglichen. In Rahmen des BewG ist danach zu unterscheiden, welche Person welches Objekt zu erstellen oder erwerben beab-

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In der Zwischenzeit liegt der Analysebericht dem Bundesrat vor und wurde am 12. Mai 2021 diskutiert. Dabei kam die Regierung zum Schluss: «Es ist nicht notwendig, das Zweitwohnungsgesetz anzupassen. Der Bund braucht auch keine zusätzlichen Massnahmen zur Standortförderung zu ergreifen. Allerdings erkennt der Bundesrat Handlungsbedarf beim Vollzug, bei den Wissensgrundlagen sowie den Schlüsselbegriffen der Beherbergungswirtschaft.»

sichtigt: Für Personen im Ausland besteht keine Möglichkeit, Wohnungen ohne betriebliche Nutzung zu erstellen oder erwerben.»

Widersprüchlichkeiten oder zumindest Unklarheiten ergeben sich aus dem Verständnis darüber, was eine «Betriebsstätte» ist. Keine ­B e­­triebs­­stätte im Sinne des BewG ist Wohnraum, «der vermietet, ­v erpachtet oder mit dem Handel betrieben wird». Dagegen dürfen

«Wohnungen in Hotels, die hingegen rein betrieblich – d. h. aus-

schliesslich hotelmässig – genutzt werden», von «Personen im Ausland erworben oder erstellt werden». Solch unklare und wohl auch realitätsfernen Regelungen hat die Motion Feller im Auge. Dennoch

sieht der Bundesrat, der die Wirkungsanalyse zum ZWG am 12. Mai 2021 zur Kenntnis nahm, keinen wesentlichen Handlungsbedarf.

L es

Problem «Hauptnutzfläche» Konkret geht es darum, Schlüsselbegriffe der Beherbergungswirtschaft zu präzisieren. So «insbesondere die Anforderungen an den strukturierten Beherbergungsbetrieb und den Begriff Hauptnutzfläche». Zu diesem Fazit kam der Bundesrat, gestützt auf die ­A nalysen des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Bundesrätin Sommaruga) und des Departements für Wirtschaft, Bildung uns Forschung (Bundesrat Parmelin). Trotz der Ab­­ lehnungsempfehlung behält die Motion Feller ihre Aktualität und Brisanz. Ob das Parlament seiner ­Empfehlung folgt, bleibt offen. Affaire à suivre.

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VEREINIGUNG DIPLOMIERTER HOTELIERS VDH OFFIZIELLE VERBANDSMIT TEILUNGEN

VDH am Puls der Zeit Die diesjährige Mitgliederversammlung der VDH (Vereinigung diplomierter ­Hoteliers-Restaurateure) ging bereits am Sonntagnachmittag mit Vollgas los. Dank der Organisation von Ulrich Reinhard Blaser und Peter B. Grossholz durften die VDH-Mitglieder «Bärn angersch u nostalgisch im Swiss Poschi» erleben. Elisabeth Erber, Geschäftsstellenleiterin VDH

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it dem Saurer-Alpenwagen Baujahr 1953 ging es durch die Stadt Bern und das Berner Hinterland. Wer nicht herumkutschiert werden wollte, der war in die Berner Lohnbrauerei eingeladen. Einer der Gründer, VDH-Mitglied Olivier Jaggy, stellte den Brauprozess und selbstverständlich auch das Endergebnis vor. Im Anschluss durften die Brauerei-Besucher*innen die feinen Röstaromen der Rösterei Blasercafé einatmen. Manche sagen ja, Bier mache träge – dem konnte so mit einer Portion Koffein entgegengewirkt werden. Am Abend folgte das VDH-&-US/NDS-LehrgangsTreffen im «Chübu», im Kornhauskeller Bern mit über 70 Teilnehmer*innen. Gastgeber Daniel Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung Gastronomie Bindella terra vite vita SA, sowie Tobias Burkhalter, Präsident Gastro Bern, begrüssten die Anwesenden und eröffneten den Event unter dem Motto «Networking, Erfahrungsaustausch und Freundschaftspflege». Dank für Verena Kern Nyberg An der Mitgliederversammlung am Montag, 9. Mai 2022, im Best Western Plus Hotel in Bern verabschiedete der Präsident Roland Gasche die Vizepräsidentin Verena Kern Nyberg, die das Amt acht Jahre innehatte. Mit einer Videobotschaft aus Wildhaus überreichte der ehemalige Präsident Michael Max Müller ein persönliches Geschenk und dankte Verena für die gute Zusammenarbeit und ihren Einsatz für die VDH. Verena und Michael hatten sechs Jahre lang als Führungsgespann der VDH die Richtung gewiesen. Neue Mitglieder im VDH-Vorstand Wo die einen gehen, rücken andere nach. Zum neuen Vizepräsidenten wurde Murat Baki, General Manager

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AMERON Zürich Bellerive au Lac, per Akklamation gewählt. Er ist bereits seit 2019 im VDH-Vorstand. Für den Vorstand konnten drei junge und aufstrebende Hotel-Persönlichkeiten gewonnen werden: Catharina Schwarze blickt auf viele Jahre Erfahrung in der Gastronomie und Hotellerie zurück. Von Barcelona über Lugano, Pontresina und Bern. Die gebürtige Bremerin bringt somit viel Expertise ein. Die NDSAbsolventin und Preisträgerin der Stiftung Schellenberg für die beste Diplomarbeit («Burnout in der Gastronomie») ist heute Marktleiterin der Prodega Bern. Mit Marianne Beeler wurde eine weitere Preisträgerin einer besten Diplomarbeit in früheren Jahren in den Vorstand gewählt. Die ehemalige Lehrerin und Autorin der Diplomarbeit «Tue Gutes und sprich nicht darüber?! Zur Bedeutung der Nachhaltigkeitskommunikation in der Schweizer Hotellerie» startet demnächst als Hoteldirektorin der Probstei Wislikofen im Kanton Aargau. In den Vorstand gewählt wurde auch Philipp Wettstein. Er ist Geschäftsführer des im vergangenen Jahr eröffneten Restaurants Roof Garden in Zürich. Als be­­ sondere Erfahrung bringt er seine erfolgreiche Arbeit auf dem Kreuzfahrtschiff MS Europa 2 ein. Zudem hat er bereits mit einigen der besten Köch*innen der Welt zusammengearbeitet. An der Mitgliederversammlung nahmen sich Corina Gilgen, Präsidentin Hotellerie Bern+Mittelland, und Daniel Siegenthaler, Gastgeber Best Western Plus Hotel Bern, beide langjährige VDH-Mitglieder, die Zeit, um sich an die Teilnehmenden zu richten. Thomas Allemann, Mitglied der Geschäftsleitung HotellerieSuisse und Leiter Account Management, informierte über den bevorstehenden Hospitality Summit.


VEREINIGUNG DIPLOMIERTER HOTELIERS VDH OFFIZIELLE VERBANDSMIT TEILUNGEN

Wissen, Netzwerk, Zeitgeist – drei Pfeiler der neuen VDH-Strategie

Wissenstransfer Die VDH unterstützt und fördert den Nachwuchs unternehmerisch orientierter Führungskräfte. Das eidgenössisch anerkannte Nachdiplomstudium Hotelmanagement (NDS) steht für eine breit abgestützte und praxisrelevante Weiterbildung. Neu wird die VDH Vertiefungsworkshops anbieten, die auf dem erworbenen Wissen des NDS aufbauen. Netzwerk Die VDH ist und wird stets die Vereinigung der diplomierten Hoteliers und Restaurateure sein, welche für Netzwerk, Erfahrungsaustausch, Synergien und Freundschaftspflege steht. Der zentrale Punkt ist dabei die aktive Teilnahme an den branchenrelevanten VDH-Events.

Tun, nicht nur reden In der Mitgliederversammlung wurde nicht nur informiert und deklariert, sondern im «Next Generation Workshop» auch gearbeitet. Moderiert von Nicoletta Müller, Inhaberin Innovation, Sales & Marketing GmbH, und Ueli Schneider, Mitglied Geschäftsleitung HotellerieSuisse, Leiter Business Development, gelang es tatsächlich, den Puls der Zeit konkret zu spüren. Nachwuchskräfte und Auszubildende der Branche wurden angehört, um ihre Zukunftsvorstellungen und Werte zu verstehen. Das zentrale Anliegen, welches sie im Workshop für ihre Arbeitswelt formulierten, ist die Wertschätzung. Ein Anliegen, das von allen Betriebsleitungen, Hoteldirektionen, Praxisausbilder*innen und Mitarbeitenden der Gastronomie und Hotellerie, die mit jungen Menschen im Kontakt sind, gehört und wegen seiner Vorbildfunktion auch realisiert werden muss.

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Die VDH ist «Am Puls der Zeit, um Wissen und Erfahrung unserer Mitglieder zu vernetzen». So lautet die Losung, der eigene Anspruch. Wissenstransfer, Netzwerkausbau und Zeitgeist bilden die drei Pfeiler der neu formulierten VDH-Strategie.

Zeitgeist Die VDH ist am Puls der Zeit. Bei Unternehmer*innenTalks zu aktuellen Themen, Fachgesprächen oder Projektpräsentation wird ein Blick in die Zukunft geworfen. Dabei will die VDH ihren Mitgliedern spezifische Inputs vermitteln und ihnen regelmässig Möglichkeiten geben, sich über Innovationen und Trends der Branche zu informieren sowie sich mit Fachleuten und Praktikern auszutauschen.

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Vision, Mission und Strategie der VDH sind überarbeitet und vom Präsidenten Roland Gasche an der Mitgliederversammlung im Mai in Bern vorgestellt worden.

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SOMMELIER VERBAND SCHWEIZ SVS OFFIZIELLE VERBANDSMIT TEILUNGEN

Anton Mosimann – ­Lieblingskoch von Königin Elisabeth II. Er ist der liebenswürdigste Mensch und ein vollkommener Gentleman. Anton Mosimann, der weltweit berühmteste Koch der Schweiz, war und ist ein Visionär und der universellste Küchengott der Schweiz. Der erste Fernsehkoch ­seiner Zeit hat nicht nur Königin Elisabeth bekocht, sondern die gesamte High Society – Hollywoodstars, Politiker und Royals. In der Collection Mosimann in Bouveret sind nun seine gesammelten Artefakte zu besichtigen. Bruno-Thomas Eltschinger

M

ein kürzliches Treffen mit Anton Mosimann in seinem Museum am Genfersee hat viele Erinnerungen wachgerufen. Wie soll man ein Porträt über jemanden schreiben, der eine lebende Legende ist, der sein ganzes Leben lang die Schweiz weltweit als Botschafter repräsentierte und dafür nie Dank erwartete? 1988 verwirklichte sich Anton Mosimann einen Lebenstraum mit seinem exklusiven Klub-Restaurant Belfry in einer ehemaligen Presbyterianer-Kirche Londons. Erst im Januar 2022 hat er die Leitung seines ikonischen Hauses an seine beiden Söhne Philipp und Mark übergeben. Bereits im August 1995 hatte ich ihn dort besucht, um eine Reportage über ihn zu schreiben, und lernte einen grossartigen Menschen kennen. Grosszügig, bescheiden, hilfsbereit, resilient und emphatisch. Anton Mosimanns Wurzeln liegen in der Schweiz, wo er im Jahr 1947 geboren wurde. Aufgewachsen ist er in Nidau bei Biel. Seine Eltern führten dort ein gutbürgerliches Restaurant, in dem er schon früh mitwirkte. Im Bären in Twann absolviert er dann eine Lehre als Koch. Anton Mosimann war der jüngste eidg. dipl. Küchenchef der Schweiz und später dekoriert mit unzähligen Goldmedaillen, Auszeichnungen, Diplo-

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men und Abschlüssen. Er war gerade 28 Jahre alt, als er 1975 als Maître Chef de Cuisine ins Dorchester Hotel in London berufen wurde. Eine damals an Luxus kaum zu überbietende Topadresse. Der einfache Schweizer Bub war in der grossen weiten Welt angekommen. Berufung und Stil Empfohlen für diese Topstelle wurde Mosimann von Aldelrich Furrer, der damals in einer der ersten Zürcher Adressen, Baur au Lac, die Kochlöffel schwang. Das Dorchester erhielt unter Mosimanns Führung, als ­erstes Hotelrestaurant ausserhalb Frankreichs, Ende der 1970er-Jahre zwei Michelin-Sterne. Als Erstes verbannte er die raue, fluchende und grobschlächtige Art der alten Küchenchefs aus seinem Umfeld. Stattdessen machte er jeden Morgen zuerst die Runde in der Dorchester-Küche und gab jedem die Hand. Es war diese umwerfende Mischung aus absoluter fachlicher Autorität und einfühlender Menschlichkeit, die er mit seiner Präsenz an den Mann brachte. Auch Queen Elizabeth II. fand im Schweizer Bauernbuben ihren persönlichen kulinarischen Kronprinzen. Sie habe, so Mosimann, einmal leicht essen wollen. Daraus ist dann eine langjährige Kochmission für die königliche Familie entstanden.


SOMMELIER VERBAND SCHWEIZ SVS OFFIZIELLE VERBANDSMIT TEILUNGEN

Anton Mosimann ist eine historische Persönlichkeit der Schweizer Gastronomie. Nicht nur ein Botschafter der Qualität Schweizer Köche und Küche, er ist ebenso ein Botschafter der Schweiz, so wie es kein Politiker sein kann. Denn er redet auf der ganzen Welt mit jedem Menschen auf Augenhöhe, ob Studenten am College, Journalisten aus der Schweiz, Staatsoberhäuptern von Weltmächten oder Königinnen und Königen. Wirtebub und Starkoch, königlicher Hof­ lieferant und lizensierter Privatdetektiv, Schwinger und Ehrendoktor, Celebrity und Vater, Officer of the British Empire und Rallyefahrer. Anton Mosimann hat viele Leben gelebt.

en S A r ie den ti k el i k­ om m H ple eft tten !

Auszeichnungen in vielen Leben Anton Mosimann erhielt verschiedene Auszeichnungen, unter anderem verlieh ihm Königin Elisabeth II. 2004 den Order of the British Empire für seine Ver­ dienste um die britische Gastronomie. Eine Ehre, die

bisher nicht vielen Ausländern in England zuteil wurde. 2017 erschien Mosimanns Autobiografie «Life is a circus». Prince Charles, der Prince of Wales, schrieb ihm: «You are a complete hero.» Und im Jahr 2021 erkor ihn der Sommelier Verband Deutschschweiz SVS für seine Verdienste zum AmbassadorEhren­mitglied.

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TV-Koch und Cuisine Naturelle Der Koch der Königin kochte in über 80 Städten der Welt. Besonders hat ihn die japanische Küche fasziniert, wo er während der Expo 1970 in Osaka ein Team von 25 Japanern leitete und immens viel lernte. Diese Küche lenkte ihn auch später in besonderem Masse. Er wurde so zum Begründer der Cuisine Naturelle und beeinflusst seitdem die europäische Küche. Mosimann selbst wurde sozusagen über Nacht zum Koch der Staatschefs, der Reichen und Schönen. Als einer der ersten Fernsehköche hauchte Mosimann in der BBC der britischen Nation in Sachen Kulinarik neues Selbstbewusstsein ein. Aber nicht nur als Fernsehkoch, auch als Autor wegweisender Kochbücher be­­ wies er seine grosse Kreativität und Schaffenskraft. Er schuf Bücher, die richtige Kunstwerke und ihrer Zeit weit voraus waren. Mosimann wurde vom Handwerker zum Künstler. Und er meinte einmal, er könne selbst kaum glauben, wie weit ihn seine Reise gebracht habe.

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MARKTLICHES

Salto Systems

Holz sei Dank: PlastikGästekarten verschwinden Kleine Karte, grosse Wirkung. Neu gibt es eine umweltfreundliche Alternative zu Plastikschlüsselkarten. Die Firma Salto Systems präsentiert Gästemedien für Hotels auf der Basis von Papier, Bambus und Holz. Salto hat sich schon früh der Nachhaltigkeit verschrieben und verfolgt verschiedene Um­­ weltinitiativen. Diese zielen auf die Verwendung von erneuerbaren Ressourcen sowie weniger Plastik und fossilen Brennstoffen bei der Zutrittskontrolle ab. Neu bietet das Unternehmen für die Beherbergungsbranche Gästekarten an, die aus Papier, Bambus und Holz gefertigt sind. Die aus Holzzellfasern hergestellten, natürlich strukturierten Papierkarten sind leicht und dennoch sehr haltbar. Sie werden vollständig aus FSC-zertifiziertem Recyclingpapier hergestellt. Die Schlüsselkarten aus Holz haben sich im Vergleich zu traditionellen Schlüsselkarten aus Kunststoff als ebenso robust erwiesen. Die Basis besteht aus Bambus und Birke, wodurch sie langlebig und zugleich flach sind. Die hölzernen Gästekarten gibt es in drei verschiedenen Ausführungen: Bambus, Kirsche und Walnuss. mm/phg saltosystems.com

Die neuen Gästekarten von Salto sind

ADA Cosemtics

Kampf den Keimen beim Händewaschen Hände sind ein wesentlicher Übertragungsweg für Keime – nicht nur in Pandemiezeiten. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation den Welttag der Handhygiene ins Leben gerufen (5. Mai). ADA Cosmetics unterstützt den Appell und die Hotellerie mit hygienesicheren Spendersystemen. Für Hotels gelten seit jeher strenge Regeln für die Reinigung und Desinfektion. Hygienesicherheit spielte daher bei der Entwicklung des neuesten Spendersystems für den führenden Hersteller von Hotelkosmetik und Spendersystemen, ADA Cosmetics, eine zentrale Rolle. Das jüngste Produkt in diesem Kontext ist SHAPE – ein Pump-Spendersystem, das Design und Funktionalität mit maximaler Hygiene verbindet. Ein gesicherter Präzisionsverschluss verhindert das Eindringen von Keimen in die Kartusche. Die Kosmetikprodukte bleiben hygienisch sauber bis zum letzten Tropfen. SHAPE macht es damit Hotels und ihrem Personal einfach, den Gästen höchste Hygienestandards zu gewährleisten, und es wird viel Plastik- und Flüssigkeitsabfall vermieden. mm/phg ada-cosmetics.ch

Zieflekoch

Hotel Pollmanns: 900 Weinflaschen an der Decke Im Hotel Pollmanns in Ernst an der Mosel (bei Cochem) wurde das Restaurant stilvoll modernisiert. Das Interior-Design passt authentisch zum Weinbau-Ambiente der Region. Neue Bänke, Tische, Sitzmöbel sowie Deckenelemente wurden in Eiche Natur und hochwertigen Stoffen in frischen, erdigen Tönen eingerichtet. Der Hingucker ist das Beleuchtungskonzept mit rund 900 Weinflaschen, die an den Kapseln originell aufgehängt wurden.

eine umweltfreundliche Alternative zu ­P lastikkarten im Hotel- und Gastgewerbe (Foto: Salto Systems).

hotel-pollmanns.de zieflekoch.de

Hotel Pollmanns in Ernst bei Cochem.

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MARKTLICHES IMPRESSUM

wetrok – Produktneuheit

Monovac BeFree: Kabelloser Sauger mit magischem Handgriff Kabelstaubsauger verursachen einige Unannehmlichkeiten: Stolpergefahren, fehlende Steckdosen, Zeit fürs Umstecken oder unliebsame Verwicklungen. All das ist mit dem neuen Akkusauger Monovac BeFree passé. Das freie Bewegen im Raum sorgt für ein freies, unbeschwertes Gefühl beim Trockensaugen. Und es schlägt sich in der Effizienz nieder: Während Reinigungskräfte mit einem herkömmlichen Kabelsauger in 45 Minuten rund 20 Räume saugen, sind es mit dem Monovac BeFree 30 Räume. Besonders praktisch: Der Monovac BeFree lässt sich durch Berührung des Handgriffs ein- und ausschalten. Griff anfassen, und der Sauger startet – Griff loslassen, und der Sauger stoppt. Dadurch läuft der Monovac BeFree nur bei der effektiven Benutzung (keine Leerläufe), wodurch Reinigungskräfte bis zu 30 Prozent weniger Strom verbrauchen. Der Monovac BeFree eignet sich aufgrund der Kabellosigkeit ideal für Gebäude mit wenig Steckdosen, frequentierte Eingangsbereiche und überstellte Räume. Die Sauggeräusche sind so leise, dass der Sauger auch in der Tagesreinigung verwendet werden kann. Durch die optionale Ausrüstung mit einem HEPA-13-Filter werden Staub und Bakterien noch feiner gefiltert, wodurch der Monovac BeFree auch für Hotels oder Heime die prädestinierte Staubsauger-Lösung ist.

Der Akkusauger Monovac BeFree lässt sich durch die Berührung des Handgriffs ein- und ausschalten.

Chefredaktion Dr. phil. Hilmar Gernet (phg) h.gernet@hotelier.ch Karl Wild k.wild@hotelier.ch

Hotelier 28. Jahrgang hotelier.ch hoteliere.ch Herausgeberin Weber Verlag AG Gwattstrasse 144 CH-3645 Gwatt/Thun 033 336 55 55 weberverlag.ch Verlegerin Annette Weber-Hadorn a.weber@weberverlag.ch Verlagsleiter Zeitschriften Dyami Haefliger d.haefliger@weberverlag.ch

Anzeigenverkauf Maja Giger m.giger@hotelier.ch Aboverwaltung Anja Rüdin a.ruedin@weberverlag.ch Layout Nina Ruosch Cornelia Wyssen Bildbearbeitung Adrian Aellig Korrektorat Madeleine Hadorn David Heinen Druck AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 – 12 9403 Goldach

Preise Abonnement 1 Jahr (6 Ausgaben + 2 Sonderausgaben): CHF 120.– 2 Jahre (12 Ausgaben + 4 Sonderausgaben): CHF 240.– Einzelausgabe: CHF 16.–, Ausland zuzüglich Porto ISSN 1664-7548 WEMF/SWBeglaubigung 2021 Total gedruckte Auflage: 8000 Exemplare Total verbreitete Auflage: 7160 Exemplare Davon verkauft: 2676 Exemplare Verband Schweizer Medien Die Weber Verlag AG ist Mitglied im Verband Schweizer Medien

Alle Rechte vorbehalten. Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und genauer Quellenangabe gestattet. Mit Verfasser­namen be­zie­hungs­weise Kürzel gezei­chnete Veröffentlichungen geben die Auffassung der Autoren und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Publi­ziertes Bild­material, sofern nicht angeführt, wurde dem Verlag zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Für unaufgefordert eingereichte Manuskripte und Bilder kann keine Haftung übernommen werden.

Hotelieree Hotelier

Das Schweizer Fachmagazin für Hotellerie

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2022

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Cover Daniel Koetser (l.) machte Le Grand Bellevue zum Hotel des Jahres. Giuseppe Rossi ist Hotelier des Jahres.

Die grandiose Gala der Besten Daniel Koetser (l.) machte Le Grand Bellevue zum Hotel des Jahres. Giuseppe Rossi ist Hotelier des Jahres. Viele weitere Sieger liessen sich im Dolder Grand feiern.

Ferien sind ein UNO-Menschenrecht

Visionen am Vierwaldstättersee

Offizielles ­P ublikationsorgan «Hotelier» ist das offizielle Publikationsorgan des ­Schweizer Sommelier­­ver­bandes ASSP-SVS und der Swiss ­Hospitality & Marketing Association SHMA sowie der Vereinigung dipl. Hoteliers VDH.

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AUF DEN SCHLUSS-PUNKT GEBRACHT FRAGEN VON K ARL WILD AN FRANZISK A RICHARD

«Kellnerinnen und Kellner sind die Helden unserer Zeit» Womit langweilt man Sie am meisten? Mit Small Talk. Wenn man spricht, um nichts zu sagen.

Ihre Lieblingsbeschäfti­ gungen? Schwimmen im warmen See im Hochsommer.

Was weckt Ihre Begeisterung? Alles, was mit extremer S­ org­­falt und Hingabe gemacht wird.

Was möchten Sie gerne ­können? Ich wäre gerne eine Läuferin. Rennen ist so elementar und beschert einem wirkliche Glücksgefühle.

Was macht Sie glücklich? Aprikosenkuchen mit Schlagrahm. Und Mitarbeiter, die durchschnittlich gut arbeiten und plötzlich unglaublich gut werden. Gerade bei Lernenden löst das bei mir ein beglückendes Gefühl aus. Was macht Sie traurig? Der schwindende Berufsstolz in unserer Branche. Aber das ist nicht eigentlich verwunderlich, wenn eine Branche von den Medien so schlecht und undifferenziert dargestellt wird. Ihr bisher grösster Erfolg? Ich funktioniere nicht nach dem Denkmuster Erfolg und Misserfolg. Natürlich gibt es Dinge, über die ich mich freue. Zum Beispiel, dass es im ­Bellevue sehr gut läuft. Die Übernahme der Direktion war für mich schon ein Risiko. Schaffe ich diese Herkules­ aufgabe? Anscheinend ja. Der grösste Flop? Wie gesagt, ich denke nicht in diesem Schema.

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Welchen Traum würden Sie sich gern erfüllen? Ich suche seit einigen Jahren meinen Sehnsuchtsort in Frankreich. Einen Ort, wo mir so richtig das Herz aufgeht und wo ich immer wieder ­hingehen kann, um mich zu regenerieren. Ihr grösster Wunsch? Siehe oben. Ein Jahr lang Ferien – was würden Sie tun? Ich würde quer durch Frankreich wandern oder den Stiefel von Italien hinunter. Ich würde mir jeden Tag einen kräftigen Hunger erwandern und abends in sehr guten ­Restaurants essen. Welche drei lebenden ­Persönlichkeiten bewundern Sie am meisten? Ich finde gewisse Leute wie Bundesrätin Viola Amherd sehr authentisch, andere wie Mike Müller und Victor ­Giacobbo sehr lustig und

­ ieder andere wie Peter w ­Bichsel sehr virtuos. Wer wird Ihrer Meinung nach völlig unterschätzt? Die Kellner und Kellnerinnen. Sie schweigen, aber sie wissen alles. Sie sind die eigentlichen Helden unserer Zeit. Mit welcher Persönlichkeit würden Sie gern einen Abend verbringen? Mit keiner. Es muss anstrengend sein, mit Emmanuel Macron oder Letizia von Spanien an einem Tisch zu sitzen. Ist Ihr Leben heute spannender als vor zehn Jahren? Definitiv ja. Vor zehn Jahren sass ich als freie Journalistin im stillen Kämmerlein und habe Artikel geschrieben. Mein Berufsalltag als Hotelière ist heute viel komplexer, viel anspruchsvoller. Wo leben Sie am liebsten? In der Schweiz. Mir gefallen die Effizienz und die Sorgfalt in unserem Land.

Ihr Lebensmotto? Engagiere dich. Oder poetischer gesagt: Mach das, was du tust, mit Leidenschaft. Ihr Lieblingshotel? Das Vieux Manoir in Murten, das leider seit vielen Jahren geschlossen ist. Ihr Lieblingsrestaurant? Das Passrestaurant auf dem Col de la Tourne oberhalb von Neuenburg. Was soll man später einmal von Ihnen sagen? Diese Frage treibt mich glücklicherweise nicht um.

Franziska Richard führt seit bald vier Jahren mit grösstem

Was haben Sie im Leben ­verpasst? Vieles und doch nichts.

Erfolg das Bellevue Parkhotel & Spa in Adelboden. Das Haus ist seit drei Generationen im Besitz der Familie Richard und

Als was würden Sie am ­liebsten wiedergeboren ­werden? Als Katze. Ich würde mir eine gewisse Autonomie erhoffen. Und viel an der Sonne liegen.

zählt zu den besten Vier-SterneSuperior-Hotels der Schweiz. Franziska Richard hat Journalismus studiert und die Hotelfachschule Thun besucht.


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