thun dasmagazin spezialnatur Christoph Sauser: Unterwegs auf der Goldroute 6 Philipp Fankhauser: Der etwas andere Blues am Wasser 18 Thunersee: Eine «Kreuzfahrt» zu den Perlen am See 36
STI – Ihr Ausflugspartner in der Region Verkehrsbetriebe STI Grabenstrasse 36, Postfach 2662, 3601 Thun Telefon 033 225 13 13, Fax 033 225 13 14 www.stibus.ch, info@stibus.ch
Blumen
Vom Amsoldingersee zum Dittligsee
STI-Linie 31/32
STI-Linie 51/52
Mit dem Bus ab Bahnhof Thun bis nach Heiligenschwendi Reha. Ca. zweistündige Wanderung bis auf den Blumen, wo Sie auf dem 16 m hohen Aussichtsturm den Blick über Thun geniessen können.
Mit dem Bus (Linie 52) ab Bahnhof Thun bis Kirche Amsoldingen. Wanderung dem Amsoldinger- und Uebeschisee entlang nach Uebeschi. Über den Weiler Bächlimatt nach Kärselen und Längenbühl. Zurück mit Bus (Linie 51). Herrliches Panorama. Wanderzeit ca. 1 Stunde.
Promenade entlang der Zulg im Innereriz STI-Linie 41
Mit dem Bus ab Bahnhof Thun bis Linden Eriz. «Abstieg» zur Zulg. Ein romantischer Spaziergang der Zulg entlang führt Sie nach Innereriz Säge (ca. 1 Stunde). Rückfahrt mit dem STI-Bus ab Innereriz Säge nach Thun.
Passwanderung Sichle STI-Linie 41
Mit dem Bus ab Bahnhof Thun bis Innereriz Säge. Passwanderung vom Tal der Zulg über die Sichle (1679 m) bis Merligen. Wanderzeit ca. 51⁄ 2 Stunden.
St. Beatus-Höhlen STI-Linie 21
Mit dem Bus ab Bahnhof Thun bis Beatushöhlen. Ein imposantes Naturschauspiel erwartet kleine und grosse Gäste. An den östlichen Gestaden des Thunersees, in unmittelbarer Nähe des weltbekannten Ferienortes Interlaken, erstrecken sich die St. Beatus-Höhlen ins Innere des gewaltigen Niederhorn-Massivs. Viele Bus-Einsteigeorte ermöglichen eine individuelle Wanderroute Richtung Thun oder Interlaken.
STI-Linie 21
> jederzyt niederhornzyt Vielseitig zu jeder Jahreszeit ist ein Niederhorn-Ausflug. Ob zum Terrässeln, Spazieren, Wandern, Gleitschirmfliegen, Trottinettfahren – neu Kindertrottis oder Orientierungslaufen am Niederhorn in den wärmeren Jahreszeiten. Winterwandern, Boarden, Skifahren, Schlitteln oder einfach dem grauen Alltag entfliehen im Winter: Es ist immer «Niederhornzyt». Information: Informat Telefon 033 841 08 41, www.niederhorn.ch Tele
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EDITORIAL
Natur und Schönheit. Schon gewusst? und aussergewöhnliche Vielfalt an Naturschönheiten in unserer Umgebung. Sicher, die Highlights wie Berge und See sind bekannt, doch es gibt so viele andere Aspekte, welche die Natur mit sich bringt. Sie ist Nährboden, Sportumgebung, Inspiration, Tourismusmagnet und vieles mehr. Davon berichten wir in diesem Heft. Und hoffen damit, so mancher Leserin und manchem Leser Lust auf mehr zu vermitteln. Sei es auf eine Fahrt mit dem Bike, auf einen Spaziergang, auf eine Wanderung oder auch nur auf eine Schlendertour durch das schöne Thun – «seine Hometown» wie der bekannte Musiker Philipp Fankhauser sagt. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass Sie durch Ihre Reisen und Ferien gewisse Orte und Regionen manchmal besser kennen als die eigene Umgebung? Hatten Sie auch schon ein «Aha»-Erlebnis, als Sie nach Jahren oder per Zufall in Ihrer näheren Umgebung über eine Naturschönheit stolperten und dachten Wow! Manchmal geht vergessen, was vor der Haustüre liegt.
Geniessen Sie die Stadt Thun und Region rund um den Thunersee – sie sind einzigartig!
Mit der Sonderausgabe «natur» von «thun! das magazin» würdigen wir, was unsere Region so einzigartig macht: die umwerfende
Philippe Haeberli Leiter Stadtmarketing Thun
Naturidylle am Gurnigel.
IMPRESSUM ISSN 1662-0992 HERAUSGEBER: Stadtmarketing der Stadt Thun, Thunerhof, Postfach, 3602 Thun, Tel. 033 225 82 24, E-Mail stadtmarketing@thun.ch VERLAG, KONZEPT, REALISATION: Weber AG, Werbeagentur und Verlag, Gwattstrasse 125, 3645 Gwatt, Tel. 033 336 55 55, Fax 033 336 55 56, E-Mail thun@weberag.ch LEITUNG: Britt Messmer, Stadt Thun; Martin Hasler, Weber AG, Werbeagentur und Verlag. INSERATE: Bernhard Hunziker, Weber AG. REDAKTION: Britt Messmer (Leitung), Marco Oswald, Jürg Alder, Beat Straubhaar und Martin Hasler. TITELBILD: Marco Oswald. AUFLAGE: 52000 Exemplare DRUCK: Weber Benteli AG, Brügg PAPIER: 100gm2, holzfrei ungestrichen VERTEILUNG: Stadt Thun, Aeschlen, Allmendingen, Amsoldingen, Bleiken, Blumenstein, Buchen, Eriz, Fahrni, Forst, Gunten, Gwatt, Heiligenschwendi, Heimberg, Heimenschwand, Hilterfingen, Höfen, Homberg, Horrenbach-Buchen, Hünibach, Innereriz, Längenbühl, Merligen, Oberhofen, Pohlern, Ringoldswil, Schwanden Sigriswil, Schwarzenegg, Schwendibach, Sigriswil, Steffisburg, Süderen, Teuffenthal, Thierachern, Tschingel, Uebeschi, Uetendorf, Unterlangenegg und Zwieselberg.
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Inhaltsverzeichnis 3 6 10 12 14 16
Christoph Sauser: Unterwegs auf der Goldroute
Jungfrau 4158 m
Jungfraujoch 3454 m
Karte Biketouren Uferwege: Lebensraum für Mensch und Tier Fischerei: Der See als nachhaltiger Brotkorb
Lauberhorn 2472 m
Brätlistellen am Thunersee: Heisse Tipps für coole Abende in der freien Natur Philipp Fankhauser: Der etwas andere Blues am Wasser
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Ausflugsziel Bergwelt: Stockhorn, Niesen, Diemtigtal und Gantrisch
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Karte Wandertipps
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Mönch 4099 m
EDITORIAL / IMPRESSUM
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Eiger 3970 m
Kleine Scheidegg
Steche Wengen
Panorama-Rundweg Thunersee: Hängebrücken, Weltrekorde und Aussichten Lauterbrunnen
Ueli Steck: «Am Berg zählt nur das Hier und Jetzt» Familienausflüge: Spass und Wandern gehen Hand in Hand Thunersee: Eine «Kreuzfahrt» zu den Perlen am See Naturpark Thunersee-Hohgant: Landschaftserlebnis und lockere Weiterbildung
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Oesch’s die Dritten: Schwarzenegg und die Region als Lebenselixier
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Ausflugsplattform: Freizeitplanung leicht gemacht
UELI STECK
Schynige Platte
2100 m Der Eiger ist sein Hausberg Zweilütschinen Klettern und Bergsteigen: Das ist das Leben von Ueli Steck. Als Extremalpinist verblüfft er weltweit mit seinen Leistungen. Im Berner Oberland zieht er sich zurück, trainiert und klettert. Sein Hausberg: der Wilderswil Eiger. Die Herausforderung: die Nordwand. Bönigen Seite 30
Heimwe
Tell-Spiele
Matten
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Interlaken Goldswil
Unterseen Harder Kulm
Ringgenberg
Habkern Hohgant 2197 m
CHRISTOPH SAUSER Justistal: seine Goldroute Der Mountainbike-Weltmeister im Cross-Country liebt es, mit dem Bike durch das Justistal zu fahren. Nicht nur als trainierender Sportler, sondern auch als Geniesser einer wunderbaren Naturidylle. Seite 6
Inner-Er
Breithorn 3782 m
Blümlisalp 3664 m
Doldenhorn 3643 m
Balmhorn Altels 3709 m 3629 m
Wildstrubel 3243 m
Schilthorn 2970 m
Mürren
Frutigen
Morgenberghorn 2249 m Kiental
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Niesen 2362 m
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Reichenbach
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Mülenen Aeschiried Därligen
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PHILIPP FANKHAUSER
Segelschule Neuhaus Sundlauenen Gemmenalphorn Niederhorn 1950 m
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Blues am Wasser Spiez Reutigen Schloss Spiez Spiezberg Der Vollblutmusiker und Wahl-Zürcher erzählt, weshalb er sich Thun und dem Einigen Segelschule Thunersee verbunden fühlt, und weshalb er Angst hat, im Wasser ertrinken zu können. ThunerseeSeite 18
Beatushöhlen Beatenberg
Sigriswiler Rothorn 2050 m
Oberbergli
Gwatt Zentrum
Beatenbucht
Gwatt Merligen Sigriswil
Gunten Aeschlen
Schloss Oberhofen Längenschachen
Segelschule Schloss Schadau Thun Panorama
Oberhofen
OESCH’S DIE DRITTEN Tschingel Goldkehle mit Heimatgefühlen Melanie Oesch und ihre Familie sind als Sternwarte Schwanden Oesch’s die Dritten auf Erfolgskurs. In Schwarzenegg und der Region finden sie Blueme Teuffenthal Zeit und Raum, sich zurückzuziehen. Äusser-Eriz Denn das ist ihre Heimat und die NaturBuchen schönheiten das Lebenselixier. Seite 42
Hilterfingen Schloss Hünegg Hünibach Heiligenschwendi Schloss Thun Goldiwil
Steffisburg
Fahrni
Süderen Heimenschwand
Thun
Heimberg
«So ein Olympiasieg – das wär’s natürlich schon!»
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CHRISTOPH SAUSER
Unterwegs auf der Goldroute Er ist Mountainbike-Weltmeister im Cross-Country, holte an den Olympischen Sommerspielen in Sydney Bronze, liebt das Justistal, Südafrika, Käse und Nussgipfel, ist 33 Jahre jung und will es nochmals wissen: Christoph Sauser, der Profi-Biker aus Sigriswil.
Hoch über dem Thunersee ist Christoph Sauser oft auf seiner Goldroute unterwegs.
Seit 1993 fährt Christoph Sauser Mountainbike-Rennen. Erst für Cannondale, seit 2006 für Specialized. Beinahe hätte er vor Jahresfrist Doppel-WM-Gold geholt – im Cross-Country und im Marathon. Auf der Langdistanz wurde ihm aber der Sieg am grünen Tisch aberkannt – wegen eines umstrittenen Sturzes im Zielsprint mit Roel Paulissen. So blieb dem Sigriswiler «nur» Silber. Goldige Zeiten im Mountainbike: seltene Momente. Die Konkurrenz ist gross, je nach Parcours gibt’s in einem Rennen 20 Favoriten auf den Sieg. Wie am 6. September 2009, im australischen Winter in Canberra. «Die Titelverteidigung im Cross-Country wird schwierig. Es gibt nur einen Aufstieg, alles sehr technisch, kurvig. Du musst voll aggressiv fahren – sonst bist du chancenlos», erzählt Christoph Sauser. Er hängt gerade den Rucksack um, um zur Geniessertour zu starten … Sigriswil: Ausgangspunkt für die «Rundfahrt» durch das Justistal, vorbei an Niederhorn und Gemmenalphorn, in Richtung Sichle, in unmittelbarer Nähe der Sieben Hengste. Das Ziel von Sausers Goldroute: die Zettenalp. Von dort geht’s dann via Schwanden zurück nach Sigriswil. Der Profi rechnet mit dreieinhalb Stunden (für Geniesser), in zwei Stunden spult er den Weg ab, wenn’s um Wattzahlen geht.
Szenenwechsel: Vor Canberra steigt am 23. August 2009 die Marathon-WM im österreichischen Graz. «Hier habe ich noch eine Rechnung offen», lacht der Profi. «Dann geht’s direkt in den Flieger nach Australien.» Bislang lief die Saison 2009 nicht optimal: Christoph Sauser absolvierte vier Weltcup-Rennen, gewann keines und war zwei Mal krank. Im Spätsommer will er «parat» sein – «ich bin immer ein Spätzünder», lacht und fährt davon. Die Geniessertour auf die Zettenalp ist stressfrei – kein beinhartes Training, keine Übersäuerung, keine müden Beine zum Schluss. Einzig zwischendurch mal absteigen – weil es etwas zu steil ist. Im prallvollen Rucksack hat Sauser Ersatzkleider, einen Fotoapparat, etwas zu essen und Geld für die Beiz. Gipfelwein – Fehlalarm. Im Bidon ist Wasser. Die Aussicht auf den Thunersee ist traumhaft, der Bergsommer fantastisch. «Ich geniesse die Natur hier in vollen Zügen. In dieser Region liegen meine Wurzeln, hier bin ich zu Hause», erzählt der Profi-Biker, der pro Jahr bis 20 000 Trainingskilometer abspult und zwischen 35 und 40 Wettkämpfe absolviert … Ist Olympia 2012 ein Thema? Sauser pedalt, geht aus dem Sattel – und schweigt. Erst 100 Meter später sagt er: «Ich entscheide
Einfach tolle Ausflüge.
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CHRISTOPH SAUSER
schi. «Auch der Längenberg oder die Tour Linden – Süderen – Schallenberg sind tolle Strecken. Da kurve ich oft rum …» Nach dem Rücktritt, wann immer er kommt, würde er gerne in der Entwicklung – oder bei Specialized im Marketing arbeiten. «Oder in Südafrika, warum nicht.» Ob er dann immer noch rund 13 Velos zu Hause habe, wisse er noch nicht. Sicher werde er aber das Training nicht mehr so intensiv hoch halten wie heute, wo er im Winter auch zwei Mal wöchentlich Kraft trainiert. Oder auf Skitouren geht. Meist mit Kollegen, Freunden.
Nicht nur Fahren ist ein Genuss: Christoph Sauser nimmt sich auf einer Wiese eine Auszeit.
Die Nachmittagssonne brennt mitten ins Gesicht – Schwanden ist passiert, es naht Sausers Heimatdorf Sigriswil. Nach dreieinhalb Stunden ist die Geniesserfahrt vorbei – Sauser hat’s genossen; er kann auch langsam. Ausser beim Wettkampf. Da kämpft er wie ein Löwe. Für sich, für den Erfolg. Die nächsten Ernstkämpfe stehen schon an – es werden mit Sicherheit keine Geniessertouren mehr sein … Text: Marco Oswald Bilder: Marco Oswald/zvg
nächstes Jahr.» 2012 ist er bereits 36-jährig. Die Motivation für Olympia müsste 100 Prozent sein – es würde nur der Sieg zählen; alles andere bringe nichts. «Aber so ein Olympiasieg – das wär’s natürlich schon.» Sagt’s und verschärft sogleich das Tempo, als ob er die Olympiaringe im Tal leuchten sähe. Die Sichel im Blickfeld – links das Sigriswiler Rothorn, rechts das Gemmenalphorn. Das Justistal – ein Traum für Mountainbiker, Wanderer und Geniesser. Sauser ist ohne MP-3-Player und ohne ipod unterwegs. «Ich liebe die Ruhe, das Zwitschern der Vögel, das Rauschen des Bachs, das Pfeifen des Windes – ich will den Moment, den Augenblick, das Tal, die Wiesen, die Blumen und die frische Luft geniessen – da brauche ich keinen Sound», lacht und stellt sein Enduro an einen Kuhgitterzaun. Zeit für ein Stück Käse mit Brot. Er liebe Käse, Justistaler, leicht salzig. «Da gibt’s nichts Besseres, auf so einer Tour…» Er sei glücklich mit seinem Job. «Wir sind ein super Team, das Umfeld ist top professionell – so gut wie noch nie.» Oft trainiert Christoph Sauser in Südafrika, seinem zweiten Zuhause. Der Unterschied zwischen Tafelberg und Zettenalp? «Am Kap siehst du das Meer, hier Berge und See.» An beiden Orten habe er aber schon über sein Leben nachgedacht – und über Details, wie er noch besser werden könnte. «Das gehört dazu: Ich muss meine Schwächen erkennen – nur so kann ich mich verbessern.» Mittlerweile ist die Zettenalp erreicht. Ein Panorama wie aus dem Bilderbuch. Jetzt geht’s via Schwanden zurück. Zweieinhalb Stunden dauert der Geniessertrip mittlerweile. Sauser kennt die Region wie kaum ein zweiter: «Ja, hier fahre ich tausende von Kilometern rum.» Aber auch die Route Sigriswil – Blueme – Margelsattel liebe er. Oder rasch mit dem Rennvelo um den Thunersee, oder eine Fahrt ins Thuner Westamt, via Amsoldingen, Uebe-
Beliebt bei Mountainbikern: das Justistal.
Jungfrau 4158 m
Breithorn 3782 m
Blümlisalp 3664 m
Doldenhorn 3643 m
Balmhorn Altels 3709 m 3629 m
Schilthorn 2970 m
Kleine Scheidegg
Mürren Kandersteg
Stechelberg Wengen
Frutigen
Morgenberghorn 2249 m
Lauterbrunnen
Kiental
Niesen 2362 m
Zweilütschinen Reichenbach
Suldtal
Mülenen Aeschiried Wilderswil
Därligen Heimwehfluh
Aeschi
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Krattigen
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Tell-Spiele
Faulensee
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Golf 18h
Interlaken
Segelschule Neuhaus Sundlauenen
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Gemmenalphorn Niederhorn 1950 m
Harder Kulm
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Spiez
Beatushöhlen
Schloss Spiez
Beatenberg
Sigriswiler Rothorn 3 2050 m
Oberbergli
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Segelschule
Thunersee
Beatenbucht
Merligen Sigriswil
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1 Gunten Aeschlen
Schloss Oberhofen Längenschachen
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Schwanden
Hilterfingen Schloss Hünegg Hüni Heiligenschwendi Schloss Goldiwil
Blueme Teuffenthal Inner-Eriz
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Süderen Heimenschwand
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Biketouren – drei Tipps
Wildstrubel 3243 m
Biken in der Region Thunersee: «natur» bringt Sie auf den Sattel – pedalen Sie mit uns durch die Gegend. Hier drei Tipps …
Adelboden
Lenk
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St. Stephan
Stockhorn 2190 m
Erlenbach
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Boltigen
Reutigen
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Gwatt Zentrum
Niederstocken
1 Gunten – Sigriswil – Tschingel – Ringoldswil – Meiersmaad – Teuffenthal – Schwendi – Tschingel – Sigriswil – Gunten. Die «Blueme» ist bei den Bikern äusserst beliebt. Das herrliche Alpenpanorama mit dem Thunersee lässt die Mühen des Aufstiegs rasch vergessen. Aber es gibt nicht nur den Aufstieg via ThunerseeSeite – auch via Teuffenthal ist die «Blueme» erreichbar. Tipp: Kurze Besteigung des Stahlturms – es bietet sich eine herrliche Rundsicht. Der Weg zurück ab Tschingel führt wieder via offizielle Strasse, auf welcher via Gunten – Sigriswil bereits die Anfahrt erfolgte. Auf der Route gibt es wenig (Berg-)Restaurants (ausser in Sigriswil) – daher empfiehlt sich, die Verpflegung selbst mitzunehmen. Strecke: 32 Kilometer. Höhendifferenz: 1340 Meter. Dauer: Rund 4 Stunden. Handycaps: Teils Trails im Downhill. 2 Familientour Glütschbachtal: Thun – Wimmis – Reutigen – Niederstocken – Oberstocken – Uebeschi – Amsoldingen – Zwieselberg – Hani – Alte Schlyffi – Guntelsey – Allmendingen – Thun. Die Tour über das «Reutigmoos» ist einfach und ideal für Familien mit Kindern. Die Route führt meist über Naturstrassen, in überwiegend flachem Gelände, und ist erst zum Schluss gespickt mit einem «Singletrail» – einem kleinen Schnupperkurs für das «etwas hartere Biken». Die Fahrt durch das Stockental bietet eine schöne Panoramasicht auf die umliegenden Berge sowie das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau, führt entlang an Amsoldingen, mit dem Amsoldinger- und Uebeschisee. Nach dem Zwieselberg geht es via Hani zur Alten Schlyffi, durch das Glütschbachtal, vorbei am Schiessplatz Guntelsey zurück nach Allmendingen – Thun. Entlang der Route hat es zahlreiche Restaurants mit Verpflegungsmöglichkeiten. Strecke: 35 Kilometer. Höhendifferenz 295 Meter. Dauer: Knapp 3 Stunden. Ideal mit Kindern.
Gwatt
schule Schloss Schadau Thun Panorama
Amsoldingersee
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Thun
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Uebeschisee Blumenstein
Steffisburg
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Heimberg
Uetendorf
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Text: Marco Oswald Karte: Weber Verlag W
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3 Sigriswil – Justistal (Grön) – Sichle – Oberes Hörnli – Obere Zettenalp – Stampf – Schwanden – Sigriswil. Die Tour gehört zu den Goldrouten von Mountain-Bike-Weltmeister Christoph Sauser aus Sigriswil. Als Geniessertour hat sie dennoch ihre Tücken: Es gibt Passagen, die so steil sind, dass vom Bike abgestiegen werden muss. Dafür ist die Rundumsicht und das Alpen- und Bergpanorama umso atemberaubender. Die Fahrt durch das Grön auf die Sichle, vorbei an Käsereien und weidenden Kühen, auf die Obere Zettenalp ist fantastisch – jedoch auch anstrengend. Für Einsteiger ist die Route weniger empfehlenswert. Strecke: 30 Kilometer. Gesamtaufstieg 1372 Meter, maximale Höhe 1677 Meter, minimale Höhe 780 Meter. Dauer: Rund 3,5 Stunden. Handycap: Teilweise sehr steil.
UFERWEGE
Die Weissenau – idyllisch für Wanderer, ein Paradies für Wasservögel und Amphibien.
Lebensraum für Mensch und Tier Der Thunersee bietet viele Uferbereiche mit besonderer Schönheit und Idylle. Einige stehen unter Schutz, andere sind uneingeschränkt zugänglich.
Der Strandweg vom Dürrenast ins Gwatt im unteren Seebecken ist beliebt. Teilweise auf alten Wegen, teils auf Holzstegen, kann man einen Blick auf die Brutnester der Schwäne, Blässhühner und Haubentaucher erhaschen. Die Nähe zum werdenden Leben erfordert spezielle Rücksicht, insbesondere von Hundehaltern.
Der Thuner Ornithologe Martin Wettstein im Beobachtungsturm des Naturschutzgebietes Gwattlischenmoos.
Am Ende des Bonstettenparkes beginnt das kantonale Naturschutzgebiet Gwattlischenmoos, neben der Weissenau in Interlaken eines der letzten grossen Schilfgebiete am Thunersee. Das Flachmoor ist im Inventar der Wasser- und Zugvogelreservate von nationaler Bedeutung enthalten und gehört zum grössten Teil der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft. Das Gebiet hat einen Beobachtungsturm, der geführten Exkursionsteilnehmern Einblick ins Mosaik von Flachmoor, Schilfbereich und offener Seefläche ermöglicht. Vor kurzem wurde ein zweiter, öffentlicher Beobachtungsturm eingeweiht und ein Versuch gestartet, den Eisvogel anzusiedeln. Martin Wettstein, Feldornithologe und grosser Kenner der Wasservögel, schwärmt von Begegnungen mit dem Kranich, dem Seiden- und dem Rallenreiher, der am Rand des Schilfgürtels eben einen Frosch verzehrt. «Die ruhige Bucht ist Anziehungspunkt für seltene Durchzügler und Wintergäste», bemerkt er. Flussregenpfeifer und Gartenrotschwanz Weiter seeaufwärts befindet sich das Kanderdelta, ein weiteres Auengebiet von nationaler Bedeutung. «Flussdeltas mit solcher Dynamik gibt’s nur wenige in der Schweiz», sagt Wettstein. Deshalb musste ein neuer Schutzbeschluss eingeführt werden. Das
Gebiet darf vom See her nur auf eine Tiefe von rund 30 Metern betreten werden. Dieses Frühjahr brüteten zwei Paare des seltenen Flussregenpfeifers. Für Beobachtungen eignet sich ebenfalls der Strandweg Spiez – Faulensee. Hier trifft man regelmässig auf Familien von Kolbenenten und Gänsesägern. Sogar ein Baumfalken-Paar konnte Martin Wettstein beobachten. Der angrenzende Spiezer Rebberg bietet Eidechsen einen idealen Lebensraum und auch der Gartenrotschwanz fühlt sich hier wohl. Froschkonzert Im oberen Seebecken bei Interlaken wartet dann die Weissenau: Das Naturschutzgebiet steht seit 1943 unter dem Schutz des Kantons. Es empfiehlt sich ein Spaziergang am Morgen. Der alte Baumbestand mit tief ausladenden Ästen, das Vogelgezwitscher und ein Concerto grosso der Frösche und Wasservögel wirken wohltuend. Der Weg und die Brücken gehören dem Menschen, der Rest ist für die Tierwelt bestimmt. Diese nutzt die Schilfbestände, Auenwälder und Gebüschstreifen als Brut-, Rast- und Überwinterungsplätze – sogar der Biber hat erste Nagespuren hinterlassen. Für den Erhalt der Biodiversität in all diesen Gebieten setzen sich der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee, die Naturwissenschaftliche Gesellschaft, der WWF und Pro Natura Berner Oberland ein. Letztere übrigens auch ausserhalb der Uferzonen – zum Beispiel auf der Thuner Allmend, im Libellenparadies Gwattmösli oder der Schintere im Lerchenfeld, wo mit neuen Weihern der Laubfrosch-Bestand gestärkt werden konnte. Text und Bilder: Beat Straubhaar
Wasserfrosch und Seerosen.
Blässhühner mit Jungmannschaft.
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FISCHEREI
Der See als nachhaltiger Brotkorb Berufsfischer Kurt Klopfenstein aus Faulensee fährt seit über 30 Jahren täglich auf den See zum Setzen der Fangnetze. Der Felchen ist sein Brotfisch – auch wenn die Fänge kleiner geworden sind, zum Leben reichts.
Beim Setzen der Netze: Nicht immer zeigt sich der See so romantisch im abendlichen Gegenlicht.
Abendliches Ablegen in Faulensee, die Spitze des Fischerbootes zeigt in Richtung Justistal, der 25-PS-Motor läuft bald auf Hochtouren. Bei schäumender Gischt steuert Berufsfischer Kurt Klopfenstein seine momentanen Fischgründe vor Oberhofen an. «Am liebsten würde ich vor der Haustüre fischen, aber dort sind die Fänge zurzeit sehr gering», meint er. Seit über 30 Jahren fährt er täglich hinaus, bei jedem Wetter. Er hat den «Kläranlagen-Knick», welcher den See sauberer aber auch fischärmer machte, hautnah miterlebt. «Früher fingen zehn Berufsfischer im Jahr 300 Tonnen, heute sind es noch rund 30 Tonnen.» Gemäss dem Schweizerischen Berufsfischerverband sind momentan auf dem Thunersee für sechs Betriebe sieben Patente ausgestellt. Jeder Handgriff sitzt Kurt Klopfenstein drosselt den Motor, blickt kritisch und fragend übers Wasser. Den starken Nordwestwind wie heute hat er nicht gerne. Er setzt die erste Boje mit einer Fahne und seinem Namen drauf und dann geht es rassig, jeder Handgriff sitzt, ist tausendfach geübt. Netz für Netz läuft von der Aluminiumstange ins Wasser,
alle werden sie zu einem grossen Netz mit rund 800 Meter Länge zusammengeknüpft. Jetzt wird auch dem Laien klar, weshalb der starke Wind fürs Setzen der Netze nicht beliebt ist. Der Umgang mit den feinen Schwebnetzen erfordert schon bei ruhigem Wetter sehr viel Gefühl. «Die ersten zwei Minuten sind heikel, bis sich die Netze von der Oberfläche absenken», erklärt der 61-Jährige. Ein Segelschiff würde ihm in diesem Augenblick mit dem Schwert oder dem Kiel die Netze zerstören – eine kostspielige Angelegenheit, kostet doch jedes der 100-Meter-Netze 500 bis 700 Franken. Die heute verwendeten Schwebnetze haben eine Maschenweite von 35 bis 40 Millimeter. «Sie sind für Fische mit einem Gewicht von 200 bis 400 Gramm gedacht – wichtig ist, dass kleinere durch die Maschen gehen.» Hechte und Seeforellen zerreissen das feine Garn und suchen das Weite. Des Berufsfischers Nächte sind kurz Im Westen macht sich die Sonne bereits ans Untergehen, es ist kurz nach 21 Uhr. Der Berufsfischer benötigt die Dunkelheit der Nacht, am Tag würden die Fische den Netzen ausweichen. Ins
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gleiche Kapitel geht die momentan wieder stärker auftretende Grünalge. Nicht nur, dass die Netze täglich mehrere Stunden zusätzlich geputzt werden müssen – von Algen befallene Netze werden bei hellem Mond von den Fischen eher wahrgenommen. Kurt Klopfenstein macht eine letzte Kontrollfahrt um die vier im Wind flatternden Signalfahnen und dann geht’s mit Vollgas dem heimatlichen Hafen zu, denn die Nacht des Berufsfischers ist kurz. Um fünf Uhr bindet er sein Fischerboot wieder los, morgens immer in Begleitung seiner Frau Edith. «Beim Einholen der Netze sind vier Hände sehr dienlich», betont er. Pünktlich um sieben Uhr rollt Edith die Beute in Containern vom See über die Strasse in den Verarbeitungsraum, Kurt trägt die Netze. «Reicht der Fang für alle Bestellungen?» Ins Netz gehen von Anfang April bis Ende September vorwiegend die Fischarten Felchen, Albock, Brienzlig und Kropfer, die eigentlichen Brotfische der Thunerseefischer. In der Menge unterschiedlich, mal etwas mehr, mal weniger, aber recht stabil. «Wir Berufsfischer haben ein sehr gutes Einvernehmen untereinander, man hilft sich wenn möglich aus», erklärt Klopfenstein. Aber auch mit den Hobbyfischern werden intensive Kontakte gepflegt. Sie sind es, denen öfters ein Hecht oder eine Seeforelle an die Angel geht und die dann professionelle Unterstützung bei der Verarbeitung und Vermarktung brauchen. Der heutige Fang wird für den Kanton gezählt und gewogen und dann arbeitet das Ehepaar als Team blitzschnell. Eine Stunde nach Eintreffen am Land sind sämtliche Fische von Hand und maschinell filetiert. Nur wenig später steht der erste Privatkunde da und möchte Fisch – er erhält top frischen Fisch. Dann werden die Lieferungen für die Bestellungen des Tages vorbereitet und die Frage «reicht der Fang für alle Kunden» beantwortet. Neben der grossen Privatkundschaft werden eine ganze Anzahl Hotels der Region beliefert. Eine sehr beliebte Spezialität ist das kalt geräucherte Felchenfilet, das vorher während zehn Stunden im Kräutersud eingelegt wird.
Teamarbeit beim Vorbereiten der Fische von Hand und dem maschinellen Filetieren.
Edith Klopfenstein hat das Auffüllen der Rauchkammer für die ganzen Brienzlinge im Griff.
Für Nachhaltigkeit selber besorgt Wie die Hobbyfischer, die unterstützt vom Kanton den Laichfischfang im Aeschen-Schongebiet Schadau betreiben, sorgen auch die Berufsfischer für Nachhaltigkeit in ihren Fischgründen. Im Dezember lösen sie während der Schonzeit eine Sonderbewilligung und betreiben eine Woche Laichfischfang. «Das natürliche Ablaichen wird für die Felchen zum Problem, viele Feinde sind auf ihre Eier aus», erklärt Kurt Klopfenstein. Zudem könnten Planktonausfälle in den ersten zehn Tagen für ganze Jahrespopulationen tödlich sein. Deshalb werden die Eier in der Fischzucht Faulensee ausgebrütet und gestaffelt ausgesetzt. Damit die jungen Felchen in drei bis fünf Jahren als Leckerbissen der Seeregion auf dem Teller landen. Blick in den Container mit dem Tagesfang an Felchen verschiedener Sorten.
Text und Bilder: Beat Straubhaar
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BRÄTLISTELLEN AM THUNERSEE
Heisse Tipps für coole Abende in der freien Natur Ob Cervelat am Spiess, Schlangenbrot oder frische Fische: Sommerzeit = Grillzeit. Rund um den Thunersee hat es Brätlistellen und Grillplätze wie Sand am Meer. «natur» bringt ein paar Vorschläge.
Cervelat am Spiess: Nach wie vor der Klassiker beim Bräteln an der offenen Feuerstelle.
Das einzige was Sie, liebe Leserin, lieber Leser von «natur», noch tun müssen, ist das Fleisch marinieren, den Fisch salzen, die Cervelats einschneiden, den Salat waschen, die Sauce anmachen, das Brot und die Pommes Chips einpacken und den Wein und das Mineral in die Kühlbox legen – und dann nichts wie los und ab auf den Brätliplatz. Brätlistelle Seewiese, Thun-Einigen: Zwischen Gwatt-Zentrum und Kandergrien liegt mit direktem Seeanstoss die Seewiese Einigen. Der Grillplatz ist erreichbar via Bushaltestelle «Kanderbrügg» oder ab Parkplatz Gwatt-Zentrum (gebührenpflichtig). Die Brätlistelle Seewiese ist öffentlich, in den Sommermonaten ist ein Snack-Wagen auf dem Gelände; für Besucher ohne Wohnsitz innerhalb der Gemeinde Spiez kostet das Benutzen der Brätlistelle 3 Franken – Baden inklusive, natürlich.
Grillplatz Strättligburg Thun-Gwatt: Wer auf die «Burg» will, muss sich erst den Schlüssel besorgen. Dieser ist im Thunerhof erhältlich – eine frühzeitige Reservation ist empfehlenswert. Die Strättligburg ist für Feste und Anlässe bis 50 Personen geeignet; weniger für ein Familienbräteln. Die «Burg» verfügt über eine grosse Grillstelle, über gedeckte Sitzplätze und eine WC-Anlage. Kosten: CHF 120.00; Schulen / Militär CHF 80.00 pro Benutzung. Informationen unter 033 225 82 73. Brätlistellen Tropfsteinhöhlen Thun-Allmendingen: Die Tropfsteinhöhlen nahe der Guntelsey im Schorenwald liegen in einer grossen Wald- und Auenlandschaft. Das Gebiet gilt als einer der beliebtesten Naherholungsorte der Stadt Thun. Bei den Tropfsteinhöhlen hat es zwei grosse Grillstellen, links- und rechtsseitig des Glütschbachs, direkt bei den Höhlen, im schattigen Wald. Die Benutzung der Brätlistellen ist gratis. Keine Reservationen möglich.
Direkt am See: Die Brätlistelle auf der Seewiese zwischen Gwatt-Zentrum und Kandergrien.
Forsthaus Burech, Hilterfingen: Das Forsthaus mit Brätliplatz kann für Familienfeste sowie Vereins- oder Betriebsanlässe gemietet werden. Kosten: CHF 180.00 pro Tag. Auskünfte: 033 243 43 12.
Brätliplatz auf der Egg, Därligen: Die öffentliche Brätlistelle auf der Egg in Därligen kann nicht reserviert werden. Ein herrlicher Platz, wo die Grilladen dank der tollen Atmosphäre noch besser schmecken. Es gilt: «Der ender isch der gschwinder».
Forsthaus Bloch, Oberhofen: Das Forsthaus oberhalb des Gebiets Bloch in Oberhofen wird nur an ortsansässige Personen oder Vereine vermietet. Oberhalb des Blochs bietet sich auf dem Brätliplatz eine herrliche Sicht auf den Thunersee und die Spiezer Bucht.
Rund um den Thunersee hat es natürlich noch zahlreiche weitere Grillplätze – die lokalen Behörden oder Burgergemeinden können Auskunft über die Benutzung geben. Wer eher den Grillplausch in «Indianermanier» liebt, hat rund um den Thunersee zahlreichste Möglichkeiten – es hat in allen Wäldern offene Grillstellen … Text und Bilder: Marco Oswald
TIPPS FÜRS GRILLEN IM FREIEN… Damit es beim Grillplausch im Freien zu keinen Pannen kommt, hier die wichtigsten Tipps in Kürze: 1. Auf Rasenflächen nur hochbeinige Grills (mit rund 30 cm Abstand zum Boden) oder Feuerstellen benützen. 2. Vorsicht mit der Glut: Asche vor dem Entsorgen gut auskühlen lassen – oder mit Wasser löschen. 3. Grill nie unbeaufsichtigt lassen – Rücksicht nehmen auf spielende Kinder. 4. Grillplatz am Ende sauber und aufgeräumt zurücklassen – die nächsten Besucher sollen nicht als erstes den Grillplatz säubern müssen…
«Das Wasser will mich. Irgendwann. Ich spüre es.»
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PHILIPP FANKHAUSER
Der etwas andere Blues am Wasser Seine Musik: voller Seele und Leidenschaft. Sein Blues: abgrundtief und atmosphärisch. Seine Welt: die Südstaaten, Zürich und der Thunersee. Seine Angst: dass er im Wasser ertrinken könnte. Die andere Seite des Musikers Philipp Fankhauser.
Zeit der Musse: Philipp Fankhauser geniesst vor dem Schloss Schadau das Alpenpanorama.
Es gibt nur einen Weissen ausserhalb der Südstaaten, der eine derart wuchtige, abgrundtiefe und atmosphärische Stimme hat: Philipp Fankhauser. Der Blues-Musiker aus Thun eroberte New Orleans, Memphis, Tennessee und den Mississippi – und ist auch in Thun und der Schweiz ein Star. Für sein elftes Album «Love Man Riding» wurde er eben mit Gold ausgezeichnet – und bei der Prix-Walo-Verleihung 2008 räumte er in der Sparte Blues, Country und Roots ab. Kommt er jeweils aus den Vereinigten Staaten oder der grossen, weiten Welt zurück, verschlägt es ihm vor dem Berner Oberländer Alpenpanorama fast die Sprache. «Es klingt läppisch – aber da kommen Heimatgefühle auf.» Philipp Fankhauser lacht – und schaut vom Schadaupark aus übers Wasser. «Das Wasser will mich. Irgendwann. Ich spüre es.» Er wird nachdenklich. Der Blues am Wasser ist für Philipp Fankhauser ein zwiespältiger. «Sieben Mal bin ich fast gestorben. Sieben Mal im Wasser.» Als er es erzählt, verschwindet die Nachmittagssonne hinter einer Wolke. Der Musiker zieht seine Sonnenbrille ab und sagt: «Es begann, als ich 5-jährig war. Ich rutschte im Schnee aus und fiel in Thun in den eisigen Kanal. Ich tauchte rücklings auf
Grund und sah hinter der dünnen Eisschicht in diffusem Licht nur noch verschwommen die Silhouetten meiner Gschpänli. Wäre da nicht die Nachbarin samt Schuhen, Strümpfen, Rock und aufdupierten Haaren Hals über Kopf ins Wasser gesprungen, wäre es zu spät gewesen.» Philipp Fankhauser und das Wasser – ein seltsamer Blues. Sechs weitere Male kämpfte er in seinem späteren Leben gegen das Ertrinken. Er fürchte sich vor der Physik, vor Dingen, die er nicht selber in der Hand habe, selber steuern könne. «Wo ich keine Einflussnahme habe, ist es mir nicht wohl», gesteht er. Sein zehntes Album trägt den Titel «Watching from the safe side.» Handelt deshalb keiner seiner Songs vom Wasser? «Das habe ich mir noch gar nie überlegt – aber es stimmt. Wasser kommt da nie vor.» Aber eigentlich liebe er das Gewässer, das Meer, den See, den Fluss, den Bach, den Weiher. «Aber ich bin kein guter Schwimmer. Obwohl ich Schwimmen als die bestmögliche sportliche Betätigung sehe.» Doch Philipp Fankhauser mag es eher gemächlich, in ruhigen Gewässern – und gesteht, «physisch etwas faul zu sein». Er sei ein Workaholic: 80 bis 100 Konzerte pro Jahr, viel reisen, unregelmässig arbeiten – die wilden Achtziger,
Bewusst leben. Umweltgerecht entsorgen. Energie gewinnen.
Wir sind die führende Unternehmung für die Sammlung, Verwertung, Behandlung und Entsorgung von Siedlungsabfällen und Wertstoffen in der Region Berner Oberland, Aaretal und Emmental. Seit 1973 stellen wir für 149 Gemeinden und deren ansässigen Unternehmen die umweltgerechte und wirtschaftliche Entsorgung sicher. In der Kehrichtverbrennungsanlage Thun gewinnen wir aus dem Verbrennungsprozess Energie und nutzen diese als Fernwärme und elektrischen Strom. Bereits GDTSDÄDQEÂKKDMÄVHQÄCHDÄ9DQSHÆÄYHDQTMFRJQHSDQHDMÄEÂQÄC@RÄ0T@KHS«SRYDHBGDMÄM@STQL@CDÄ A@RHBÄmÄC@RÄ2BGVDHYDQÄ0T@KHS«SRK@ADKÄEÂQÄ2SQNLÄ@TRÄ ÄDQMDTDQA@QDMÄ$MDQFHD
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Nun gehen wir einen Schritt weiter und setzen neue Massstäbe – mit der Realisation der ersten regionalen Biogasanlage in Spiez, welche voraussichtlich 2010 ihren Betrieb aufnehmen wird. Diese unterstreicht das Bestreben von AVAG neue Chancen zu nutzen und für neue Entwicklungen in der Technologie offen zu sein. Dies einerseits in der Verwertung und andererseits in der Gewinnung von erneuerbaren Energien.
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PHILIPP FANKHAUSER
die «Fankhaus-Bar»-Zeiten im alten Platzschulhaus, die Konzerte im «Chäs» und sein Leben an der Oberen Hauptgasse 5 und 57, an der Gerberngasse, im Blüemlimattquartier oder an der Gwattstrasse 77 sind endgültig Geschichte. Nicht aber Thun und die Region: «Irgendwann komme ich in diese Region zurück.» Wann? «Ich liebe Zürich – eine irrsinnig schöne Stadt, superinteressante Leute, kulturell sensationell – aber Thun, ja Thun – hier sind halt eben meine Wurzeln.» Heimatgefühle: Der Musiker Philipp Fankhauser sagt es nicht allzu laut – aber denkt es: Thun ist seine heimliche «Real World» – so hiess sein achtes Album. Es sei halt mittlerweile etwas schwierig, in Thun unterwegs zu sein. «Hier kennen mich alle – alle möchten was. Und eigentlich bin ich eher der Solo-, der Single-Typ.» Oder der Blues in kleinem Rahmen – wie früher, als in den Klubs noch «Members only» galt – was er dann im Album «On Broadway» auch aufnahm. Philipp Fankhausers Zeit läuft ab – in Thun, am Wasser. Er muss weiter: auf eine Harley-Tour in die USA. Von New Orleans nach Chicago. Im August kommt er zurück: ans Thunfest, auf die Hauptbühne – sein nächstes Heimspiel. Noch ein letzter Blick vom Schloss Schadau aus in Richtung Thunersee, noch ein letzter Schluck aus seinem mit Eis gefüllten Glas voller PfefferminzSirup – dann steht er auf und sagt: «Ich liebe die Wolken, die da
Die Thuner Hauptgasse – lange Zeit Philipp Fankhausers Zuhause.
über dem See hängen. Da kommen Gefühle auf.» Fankhauser steckt viel davon in seine Musik. Auf «Welcome to the Real World» aus dem Jahr 2000 heisst der zweite Song «Home Town» – er ist Thun gewidmet.
Philipp Fankhauser zeigt die Wolken über dem See – er liebt das Licht- und Schattenspiel.
Text und Bilder: Marco Oswald
AUSFLUGSZIEL BERGWELT
Stockhorn Blick über den Hinterstockensee in Richtung Bergstation Stockhorn: Der Thuner Hausberg (2190 Meter über Meer) ist ein Paradies für Wanderer, Kletterer, Fischer, Gleitschirmflieger und Deltasegler. Wer den Adrenalin-Kick liebt, kann den 125-Meter-Sprung aus der Seilbahnkabine buchen. Geniesser brunchen oder tafeln im Panoramarestaurant, Sportliche vor dem Aufstieg auf den Berg im Restaurant Chrindi der Mittelstation. Die Stockhorn-Region: ein Genuss. Mehr Infos unter www.stockhorn.ch
Niesen Steil, steiler, Niesenbahn: 2010 feiert die Standseilbahn ihr 100-Jahr-Jubiläum. Seit kurzem erstrahlt das Bähnli in neuem Glanz. Einmal im Jahr steht die Bahn still – für den Höllenritt auf der Treppe. Roland Salzmann schaffte 2009 die 11 674 Treppenstufen in einer Stunde, drei Minuten und sieben Sekunden – und gewann mit dieser Zeit den 8. Niesen-Treppenlauf. Sonntagswanderern empfielt sich die Bahn via Schwandegg (1669 Meter über Meer) bis Niesen Kulm (2362 m). Mehr Infos unter www.niesen.ch
AUSFLUGSZIEL BERGWELT
Diemtigtal Pure Idylle im Hochmoorgebiet am Aegelsee: Das Diemtigbergli ist ein beliebtes Ausflugsziel; das Restaurant Bergli ein Geheimtipp für den traditionellen Sonntagsbrunch oder für eine Erfrischung nach der Wanderung. Das Diemtigtal ist das grösste Seitental des Simmentals und die fünftgrösste Gemeinde im Kanton Bern. Acht Bäuerten bilden mit eigenen Schulgemeinden das weit vergabelte Tal. Rund 2000 Einwohner leben in Oey, Diemtigen, Bächlen, Horben, Riedern, Entschwil, Zwischenflüh und Schwenden.
Gantrisch Blumenpracht und Naturschauspiel im Gurnigelgebiet: Eine der beliebtesten Wanderrouten ist der Gantrisch-Panoramaweg. Dieser liegt im Naherholungsgebiet der Städte Freiburg, Bern und Thun und gilt als einer der schönsten Panorama-Wanderwege im Berner Voralpengebiet. Der Gantrisch-Panoramaweg führt vom freiburgischen Zollhaus (908 Meter über Meer) nach Hällstett, über den Horbühlpass via Pfyffe, Süfternen-Kreuzung und von Schüpfenfluh auf den Gurnigel-Berg (1540 m). Text und Bilder: Marco Oswald
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Eiger 3970 m
M önch 4099 m
Jungfrau 4158 m
Breithor n 3782 m
Blümlisalp 3664 m
Jungfraujoch 3454 m
Schilthor n 2970 m
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Lauterbrunnen Schynige Platte 2100 m
Kiental Zweilütschinen
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Schnüren Sie die Wanderschuhe und entdecken Sie die wunderbare Region Thunersee.
1 Zu uralten Kirchen am Thunersee Sehr abwechslungsreiche Wanderung, anfänglich auf vorzüglich angelegtem Uferweg, dann auf aussichtsreichem Höhenweg und schliesslich durch Wald und Reben in die grüne Spiezbucht. Kulturelle Stätten am Wege sorgen für ein unvergessliches Wandererlebnis, so die mächtigen Baumbestände im Bonstettenpark, der Schwindel erregende Strättligsteg, das uralte Kirchlein von Einigen, die gepflegten Rebgärten am Spiezberg, die historische Baugruppe mit Schloss und Kirche in der Spiezbucht. Kürzere Hartbelagsstrecken auch ausserhalb des Siedlungsgebietes. Routenverlauf: Thun–Gwatt–Einigen–Spiezberg–Spiez. Routenlänge: 11,0 km. Wanderzeit: 2:50 Stunden. 2 Genussreiche Höhenwanderung Genussreiche Höhenwanderung über die Sonnenterrasse von Heiligenschwendi zum waldumschlossenen Aussichtsturm auf der Blueme. Beglückend sind die stets wechselnden Ausblicke von Rabeflue, Goldiwil, Blueme und Margel zum eindrücklichen Voralpen- und Alpenpanorama. Wenig Hartbelag. Routenverlauf: Thun–Goldiwil–Heiligenschwendi–Blueme–Gunten. Routenlänge: 16,0 km. Wanderzeit: 5:35 Stunden.
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Wandertipps
Schloss Oberhofen Längenschachen
Tschingel Sternwar te
Segelschule Schloss Schadau Oberhofen Thun Panorama Hilter fingen 1 Schloss Hünegg Hünibach 2 Heiligenschwendi Schloss Thun Thun Goldiwil
Blueme Stef fisburg Buchen
3 Pilgerweg nach Interlaken Der Pilgerweg erschliesst die romantisch-sagenumwobene, geschichtlich, geologisch und botanisch aber ebenso interessante Gegend am oberen Thunersee. Perlen am Wege: der vorzügliche Aussichtspunkt Widmannplatz (wohl der schönste am oberen Thunersee), die Tropfsteinhöhlen bei der Beatus-Grotte und der Vogelreichtum im Naturschutzgebiet Neuhaus-Weissenau. All das in einer äusserst malerischen, abwechslungsreichen Landschaft. Fast durchwegs Naturweg. Routenverlauf: Merligen – Beatushöhlen – Neuhaus – Weissenau – Interlaken. Routenlänge: 13,0 km. Wanderzeit: 3:30 Stunden. 4 Auf den Spuren Ferdinand Hodlers Abwechslungsreiche Wanderung an den Ufern und an der schattseitigen Flanke des Thunersees durch die Landschaft, welche für den Maler Ferdinand Hodler zum Mittelpunkt seines BernerOberländer-Arbeitsgebietes wurde. Prächtige Ausblicke seeaufund -abwärts. Längere Hartbelagteilstücke. Routenverlauf: Spiez–Krattigen–Leissigen–Därligen–Interlaken. Routenlänge: 19,0 km. Wanderzeit: 4:45 Stunden. Weitere Routen unter www.thunersee.ch/wandern Text: zvg Karte: Weber Verlag
Fahrni
Heimberg
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PANORAMA-RUNDWEG THUNERSEE
Hängebrücken, Weltrekorde und Aussichten Rund um den Thunersee erstreckt sich ein dichtes Netz von Wanderwegen. Mit dem Projekt Panorama-Rundweg Thunersee sollen diese Wege und die schönsten Aussichtspunkte miteinander verbunden werden: mit den längsten Hängebrücken der Welt.
Rund um den Thunersee sollen sechs neue Hängebrücken das Wanderwegnetz miteinander verbinden.
Tief unter dem Strättligsteg im Gwatt bahnt sich die Kander als reissender Fluss ihren Weg zum Thunersee. Das grün-braune Wasser tost und gurgelt. Es ist ein tolles Gefühl, von der Metallbrücke mit dem Gitterboden hinunter in die Kander und zu ihren Uferböschungen zu blicken. Dieser Blick von oben wird dem Wanderer auf dem Panorama-Rundweg Thunersee noch einige Male die Sprache verschlagen. Der Strättligsteg ist eines der Bindeglieder des Panorama-Rundweges Thunersee. Peter Dütschler, Ideenvater und Vereinspräsident des Panorama-Rundwegs, hat den Strättligsteg als neue Querung in das Projekt aufgenommen. Eigentlich sollte der Weg auf der linken Seite des Thunersees von Einigen gegen Thun vorwiegend am Ufer entlang führen. «Aber der Steg verbindet noch einmal schöne Aussichtspunkte miteinander. Deshalb haben wir ihn offiziell in dieses Projekt einbezogen», so Dütschler. Neben dem Amt als Vereinspräsident ist
Peter Dütschler gleichzeitig oberster Touristiker des Thunersees. Als Präsident von Thunersee Tourismus liegt ihm viel an touristischen Attraktionen. Bereits heute finden Feriengäste ein weitverzweigtes Wanderweg-Netz mit wunderbaren Aussichtspunkten. Die Wege führen dem Ufer entlang oder verlaufen in der Höhe. «Es gibt keinen eigentlichen Rundweg um den See. Mehrere Schluchten müssen überwunden werden – teilweise mit steilem Ab- und Aufstieg», erklärt Dütschler. Das soll sich nun ändern. Vor vier Jahren reifte der Plan, am Thunersee die vorhandenen Ressourcen sinnvoll zu nutzen und miteinander zu verknüpfen. Die Idee ist simpel: die bestehenden Wanderwege – das sind rund 95 Prozent des neuen Panorama-Rundweges – mit Brücken zu verbinden und zu einem Ganzen zusammenzufügen. «Bei den Brücken handelt es sich mit Ausnahme des Strättligsteges ausschliesslich um Hängebrücken. Und diese werden die längsten
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Hängebrücken der Welt sein», freut sich Peter Dütschler. Über sieben Brücken soll der Weg führen, sechs davon müssen noch gebaut werden. «Dann können wir alle beim Wandern Peter Maffay singen», lacht Peter Dütschler.
Peter Dütschler mit Hündin Zora vor dem Strättligsteg, der siebten Brücke auf dem Panorama-Rundweg.
Eine dieser geplanten Hängebrücken soll mit einer Länge von über 250 Metern über die Cholerenschlucht zwischen Thun und Heiligenschwendi führen. Die zweite Brücke wird über das sogenannte Chelli bei Thun gebaut. Diese Brücke ist ungefähr 80 Meter lang. Die dritte Hängebrücke führt über den Riderbach bei Oberhofen. Sie gehört mit über 260 Metern zu den längsten. Mit 86 Metern über dem Boden ist hier ein toller Ausblick auf die Region Thunersee garantiert. Die längste Hängebrücke aber ist mit über 350 Metern Länge und einer Höhe von 165 Metern über Boden jene beim Guntenbach bei Sigriswil. Die Hängebrücke über den Chrutbach bei den Beatushöhlen misst 85 Meter in der Länge.
Auf der linken Seeseite bei Leissigen ist schliesslich die letzte neue Hängebrücke vorgesehen. Sie überbrückt den Spissibach und misst immerhin stattliche 157 Meter, bei einer Höhe von 59 Metern über Boden. Werden die Spaziergänger und Wanderer in so luftiger Höhe durch die Schwankungen der Brücken nicht seekrank? «Nein, die Brücken sind sehr stabil gebaut», erklärt Peter Dütschler. Da werde man kaum merken, dass man auf einer Hängebrücke sei. Ob er recht hat, wird sich zeigen: 2010 sollen die ersten beiden Brücken begehbar sein. Im Sommer 2010 jene in Leissigen und im Herbst des gleichen Jahres die längste Hängebrücke in Sigriswil. «Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Panorama-Rundweg eine wirklich grosse Tourismus- und Wanderattraktion realisieren», freut sich Peter Dütschler. Es werden völlig neue Wanderperspektiven eröffnet, egal ob für Wanderer, Jogger, Nordic-Walker oder Familien, die spazieren gehen möchten. Und so ganz nebenbei wird mit dem Panorama-Rundweg auch ein verbindendes Angebot für die Tourismusorganisationen rund um den See geschaffen. «Eine echte Attraktion, die wir sehr gut vermarkten können. Denn durch die längsten Hängebrücken der Welt wird das Wanderweg-Netz zu etwas Einmaligem.»
UNTERSTÜTZUNG ERWÜNSCHT Der Verein Panorama-Rundweg wird ausschliesslich von Spenden und von freiwilligen Helfern getragen. Das Projekt kann entweder finanziell oder mit Freiwilligenarbeit unterstützt werden. Nähere Informationen zum Projekt sind erhältlich beim Verein Panorama-Rundweg Thunersee, Geschäftsstelle Sandra Zimmerli, Höheweg 22 in 3626 Hünibach, Telefon 033 243 05 75, oder im Internet unter www.brueckenweg.ch.
Ein herrliches Panorama eröffnet sich den Wanderern auf den Wanderwegen wie auch auf den geplanten Hängebrücken.
Text: Martin Hasler Bilder: zvg
«Ich bin ein ängstlicher Mensch. Beim Klettern ist Angst jedoch gefährlich!»
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UELI STECK
«Am Berg zählt nur das Hier und Jetzt» Klettern und Bergsteigen: Das ist Ueli Stecks Passion und Berufung. Der Ringgenberger gehört zu den besten Bergsteigern und Kletterern der Welt. Trotz luftigen Höhen bleibt er mit den Füssen aber am Boden. Denn er weiss: Am Berg zählt nur das Hier und Jetzt.
Ueli Steck, Sie sind Extremalpinist und Kletterer. Sind Sie heute schon geklettert? Ja. Wenn es der Zeitplan erlaubt, klettere ich jeden Tag. Mit Extremen verbindet man auch Risiko. Sind Sie besonders risikofreudig? Nein. Ich kalkuliere und minimiere das Risiko. Das tue ich, indem ich mich ganz akribisch auf alle meine Touren vorbereite: sei es nun eine Expedition oder eine Speedbegehung. Angst scheinen Sie keine zu haben … … oh doch. Ich bin ein sehr ängstlicher Mensch. Nur glaubt mir das niemand. Beim Klettern ist Angst jedoch gefährlich! Wichtig sind dagegen Respekt und Sorgfalt. Sie helfen, dass ich mich nicht überschätze.
Was fasziniert Sie am Bergsteigen beziehungsweise am Klettern? Es ist der Bewegungsablauf, die Freude an der Natur. Am Berg zählt nur das Hier und Jetzt. Hinzu kommt, dass viele Faktoren mitspielen müssen, bis ein Projekt auch wirklich gelingt. Das kann manchmal Jahre dauern, da von der Idee bis zur Umsetzung viele Schritte nötig sind. Das macht das Ganze enorm spannend. Ihr Hausberg ist der Eiger. Weshalb? Jeder kennt die Eigernordwand, sie ist ein Mythos. Sie ist unberechenbar und hat viele Tragödien erlebt. Wann immer ich dort klettere, klettert die Geschichte mit. Das Ambiente in dieser Wand ist schlicht einzigartig. Zudem gibt es ganz viele verschiedene Routen in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden.
Wird Ihnen auf dem Weg nach oben mit Blick nach unten nicht manchmal mulmig? Warum nach unten schauen … Das Ziel ist immer oben! Haben Sie Verständnis dafür, dass Betrachter eines Bildes vom FreeSolo bei der Route Excalibur schweissnasse Hände kriegen? Ja. Denn was ich tue, ist für viele unbegreiflich. Würde ich mich nicht so intensiv damit befassen, würde ich vielleicht ähnlich reagieren. Wie halten Sie Ihre Hände in solchen Extremsituationen eigentlich trocken? Ich habe immer einen Magnesiumbeutel dabei. Fit sein ist wichtig: Ueli Steck beim Training auf dem Brienzergrat.
Sie haben die Matterhorn-Nordwand in knapp zwei Stunden erklommen. Andere brauchen dazu zwei Tage. Sind Sie ein Übermensch? Nein. Ich trainiere sehr hart für meine Ziele. Die Speedbegehungen an den grossen drei Nordwänden in den Alpen waren ein grosser Traum von mir. Sie sind das Ergebnis einer langen und sehr intensiven Arbeit. Weshalb sind Sie eigentlich Profi-Bergsteiger oder -Kletterer geworden und nicht ein «bodenständiger» Zimmermann geblieben? Weil Klettern das ist, was ich am besten kann. Es war ein langsamer Prozess. Mit der Herausgabe des Buches «Solo» kamen immer mehr Anfragen für Vorträge. Auch konnte ich zusätzliche Sponsoren gewinnen. So beschloss ich, voll auf die Karte Profibergsteiger zu setzen.
Gibt es noch einen anderen Berg, den Sie besonders mögen? Die Annapurna-Südwand. Diese Wand einmal zu klettern, ist auch ein grosser Traum von mir. Ansonsten gibt es sehr viele wunderschöne Berge in der Schweiz und im Ausland. Welchen Berg möchten Sie im Berner Oberland unbedingt noch erklettern? Hmmm …, da kommt mir spontan keiner in den Sinn. Die meisten Gipfel, die mich im Oberland faszinieren, habe ich schon erklettert. Gab es schon Momente, an denen Sie auf eine Tour verzichtet haben? Verzichtet nicht. Umkehren musste ich. Das war 2005 in Nepal. Ich hatte bereits erfolgreich im Alleingang die Cholatse-Nord-
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Aus A us Erf Erfahrung ahrung
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UELI STECK
wand sowie den Tawoche begangen und war unterwegs am Ama Dablam. Auf 5900 Meter über Meer musste ich umkehren. Das Wetter hatte umgeschlagen. Waren Sie sehr enttäuscht? Ja, es war hart, zumal der Gipfel nicht mehr weit war.
Welche Hobbys haben Sie eigentlich? Klettern … leider fehlt mir im Moment einfach die Zeit für anderes. Freie Zeit geniessen Sie aber trotzdem? Ja, Geniessen und Abschalten ist für mich sehr wichtig. Ich koche dann sehr gerne und trinke ab und an auch ein Glas Wein. Wie lange wollen Sie noch bergsteigen und klettern? Meine körperliche Leistung wird in den nächsten drei, vier Jahren abnehmen. Mit Erfahrung kann ich diese Zeit noch etwas hinauszögern. Aber dann erbringe ich diese Topleistung nicht mehr. Was ich danach machen werde, kann ich mir noch nicht vorstellen. Damit befasse ich mich jetzt auch nicht. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, wird sich das schon ergeben. Welchen Traum wollen Sie unbedingt noch verwirklichen? Die Annapurna-Südwand. Aber wann ich dieses Projekt noch einmal in Angriff nehme, weiss ich nicht.
Zwischenhalt: Ueli Steck erholt sich von den Strapazen des Kletterns.
Machen Sie eigentlich eine spezielle Vorbereitung vor einer Tour oder ist das Klettern für Sie fast schon Routine? Ich setze mich immer sehr genau mit einer Route auseinander. Wenn ich nicht absolut sicher bin, dass ich die Route auch wirklich klettern kann, dann steige ich nicht ein. Sie haben dieses Jahr den Piolet d’Or erhalten. Diese Auszeichnung wird auch Oscar für Bergsteiger genannt. Welchen Stellenwert hat der goldene Eispickel für Sie? Es ist eine sehr grosse Ehre für mich. Diese Auszeichnung wird von Bergsteigern vergeben, die wissen, worauf es beim Bergsteigen ankommt. Dieser Preis soll ja auch zukunftsweisend sein. Es ist eine wunderbare Bestätigung, dass Simon Anthamatten und ich auf dem richtigen Weg sind. Denn Vergleiche sind im Bergsteigen nicht möglich. Es geht in erster Linie um das persönliche Erlebnis und die persönliche Herausforderung. Mit moderner Technik ist heute ja praktisch alles erreichbar. Der Bergsteiger ist also nicht mehr der entscheidende Faktor für den Erfolg. Dies sollte aber so sein. Deshalb ist es wichtig, sich an gewissen Richtlinien zu messen. Sie sind viel im In- und Ausland unterwegs. Was bedeutet Ihnen Ihr Zuhause in Ringgenberg? Ich komme immer sehr gerne nach Hause. Für mich ist es wichtig, irgendwo eine Basis zu haben. Ich lebe zusammen mit meiner Frau in einem alten, heimeligen Holzhaus. Für mich ist das Zuhause sehr wichtig, da kann ich mich zurückziehen, Pläne schmieden oder mal einfach zur Ruhe kommen.
Gehört zu seinem Leben: Ueli Steck gibt Auskunft über seine Erlebnisse am Berg.
Interview: Martin Hasler Bilder: zvg
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FAMILIENAUSFLÜGE
Spass und Wandern gehen Hand in Hand Familien finden rund um den Thunersee zahlreiche Möglichkeiten, erlebnisreiche, spannende, erholsame und unterhaltsame Wochenend- oder Ferientage zu verbringen. Dabei kommen auch Bewegungsmuffel auf Touren.
Spass für die ganze Familie: eine Fahrt mit dem Trotti-Bike.
Über Stock und Stein, im lichten Wald, auf der Wiese, an Bächen oder Seen – in der Region Thunersee gibt es für Familien zahlreiche tolle Angebote. Idealer Ausgangspunkt dafür ist das Bödeli.
Spass bieten am Niederhorn die beiden neuen Orientierungslauf-Trails.
Natur und Fun am Niederhorn Der Weg hinauf führt von der Beatenbucht mit der Standseilbahn nach Beatenberg. Wer noch nicht wandern mag, erreicht den «Gipfel» bequem mit der Gondelbahn. Oben angekommen, eröffnet sich ein phänomenales Panorama. Bräteln an einer der Feuerstellen ist erlaubt, im Bergrestaurant gibt es aber für den kleinen und den grossen Hunger auch eine grosse Auswahl. Neu bieten die Thunersee-Beatenberg-Niederhorn-Bahnen zwei verschiedene Orientierungslauf-Trails zwischen Niederhorn und Vorsass an. Dabei kann die Natur auf mannigfaltige Art und Weise entdeckt werden. Bei der Mittelstation Vorsass können Trotti-Bikes gemietet werden. Zwei abwechslungsreiche Routen führen von dort nach Beatenberg. Familien bezahlen für die Fahrt aufs Niederhorn nur für das erste Kind. Jedes weitere Kind fährt gratis, sofern es von mindestens einem Elternteil begleitet wird.
Ein Besuch des Alpenwildparks lohnt sich, bevor es mit der Bahn hinauf auf den Harder Kulm geht.
Harder Kulm: Wo sich Steinböcke und Murmeli gute Nacht sagen Lust auf die Vogelperspektive? Dann nichts wie rauf auf den Harder Kulm. In nur acht Minuten befördert die knallrote Drahtseilbahn die Gäste auf den 1322 Meter hohen Aussichts- und Ausgangspunkt. Vor der Fahrt lohnt sich ein Besuch im Alpentierpark. Hier leben Steinböcke und Murmeli und sagen sich damit sprichwörtlich gute Nacht. Von der Bergstation Harder Kulm sind es nur ein paar Schritte zum stolzen Gasthaus mit grosszügiger Sonnenterrasse und Blick auf die Jungfrau-Region. Der Rundweg auf dem Harder Kulm ist ein leicht zu bewältigender Bergweg. Wer statt mit der Bahn zu Fuss den Rückweg nach Interlaken antritt, braucht dafür zwei Stunden. Nach Ringgenberg oder Unterseen sind es rund eineinhalb Stunden. Die Saison auf dem Harder Kulm dauert von April bis Oktober. Rasanter Spass für die ganze Familie auf der Heimwehfluh Nostalgie und Action gehen auf der Heimwehfluh Hand in Hand. Hier die über 100 Jahre alte Drahtseilbahn, dort die unzähligen Freizeitvergnügen für Gross und Klein: die Piratenbahn, das Hamsterrad oder die Mini-Scooter. Die Fahrt auf dem «Bob Run» führt rund um den Spielplatz und das Restaurant. Das Non-PlusUltra für Eisenbähnler: die Modell-Eisenbahn-Grossanlage, Spur O. Sie gilt als eine der grössten und modernsten Anlagen. Während einer Vorführung werden den Besucherinnen und Besuchern alle technischen Finessen der 200 Meter langen Doppel-Anlage gezeigt. Als krönenden Abschluss des Ausfluges auf der Heimwehfluh sollte man den Aussichtsturm erklimmen. Danach wartet die «grosse» Rodelbahn, mit der die Gäste zurück ins Tal flitzen können. Text: Martin Hasler Bilder: zvg
Beschaulich mit der Heimwehfluh-Bahn oder doch lieber auf der Rodelbahn zurück ins Tal?
INFO Mehr Informationen im Internet: www.niederhorn.ch www.harderkulm.ch www.heimwehfluh.ch
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THUNERSEE
Eine «Kreuzfahrt» zu den Perlen am See Lust auf eine «Kreuzfahrt» zu den «Perlen» an den Ufern des Thunersees? Einige der schönsten Plätze liegen am Wasser, unweit der Anlegestellen der Thunersee-Kursschiffe.
Mit dem Schiff zu den schönsten Plätzen am See: Schloss Oberhofen.
Natur pur und ein wenig Dolce far niente: An den Ufern des Thunersees lässt sich wunderbar verweilen. Zahlreiche Plätze haben sich deshalb die Bezeichnung «Perlen am See» verdient. Wer diese entdecken will, der unternimmt die Reisen dorthin am besten auf einem der zahlreichen Kursschiffe der BLS Schifffahrt Berner Oberland. Schadaupark Stämmige Bäume, weite Wiesen, ein Märchenschloss und der Blick auf die wunderbare See- und Bergwelt: Das ist der Schadau-
park in Thun. Wer mit dem Kursschiff in Thun ankommt, dem steht ein Fussmarsch von rund einer Viertelstunde bevor. Den Mittelpunkt des Parks bildet das Schloss Schadau mit dem Gourmet-Restaurant Arts. Gastronomie-Interessierte können das im Schloss beheimatete Gastronomiemuseum besuchen. Im Park gibt es einen grossen Kinderspielplatz, eine Mini-Dampflokbahn, und ein Gehölzlehrpfad bietet Informationen zu über 128 verschiedenen Bäumen, Sträuchern und Blumen. Ebenfalls im Park befindet sich das berühmte Thun Panorama mit dem Rundbild der Stadt Thun um 1810.
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Nächster Halt: Schlosspark Oberhofen Eine knappe halbe Stunde dauert die Fahrt mit dem Schiff von der Ländte Thun nach Oberhofen. Im ehemaligen Ländte-Haus hat die BLS mit einer Cafébar ein kleines Bijou geschaffen. Hier lässt sich das mediterrane Klima auch noch an warmen Oktobertagen geniessen. Nur ein paar Schritte von der Ländte entfernt liegt der Schlosspark Oberhofen. Er gehört zu den prächtigsten Gärten der Alpenregion. Der historische Landschaftsgarten ist mit seinen markanten Baumgruppen, seinen exotischen Gehölzen, seinem schattigen Laubengang und den farbenprächtigen Blumenparterres eine ideale Oase zum Schlendern, zum Verweilen und zum Kräfte-Tanken. Aber auch der gepflegte Sortengarten und das schmucke Kinderchalet sind besondere Attraktionen. Wer den Park unterstützen möchte, kann dies in Form einer Patenschaft im Wert von 10 Franken tun. Quer über den See in die Lounge Der direkteste Weg von der Perle in Oberhofen zu jener in Spiez führt quer über den See. Die Bucht liegt eingebettet zwischen Spiezberg und dem Bürg-Quartier. Bevor man dem Ufer entlang nach Faulensee spaziert, lädt die Outdoor-Lounge des Bistros «Dolce Vita» am Schiffssteg zum Verweilen und Geniessen ein. Danach offenbart der 2,5 Kilometer lange Strandweg nach Faulensee lauschige Plätze am Wasser. Zudem zieren insgesamt 12 Kunstwerke zum Thema «Begegnung» den Weg. Grotten, Wasserfälle und Tropfsteine In Faulensee angekommen, dauert die Fahrt mit dem Schiff zu den imposanten St.-Beatus-Höhlen 22 Minuten. Von der Schiffstation Beatushöhlen/Sundlauenen führt ein Spazierweg den Wald hinauf zum Höhleneingang. Über Millionen von Jahren wurden dort durch das Wasser bizarre und zugleich zauberhafte Gesteinslandschaften geschaffen. Ein Teil des kilometerlangen, weitverzweigten Höhlensystems steht den Besuchern offen und bietet Einblick in eine einzigartige Welt mit Grotten, Wasserfällen und Tropfsteinformationen.
Eine wunderschöne Parkanlage lädt beim Schloss Oberhofen zum Verweilen und Kraft Tanken.
Von Bord den See in aller Ruhe geniessen: bei der Bistro-Bar und Gelateria «Dolce Vita» an der Schiffländte Spiez.
MEHR INFORMATIONEN www.beatushoehlen.ch www.spiez.ch www.schlossoberhofen.ch www.schloss-schadau.ch www.bls.ch/schifffahrt
Text: Martin Hasler Bilder: Martin Hasler / zvg
Blick in die Beatushöhlen mit schönen und bizarren Gesteinsformationen.
NATURPARK THUNERSEE-HOHGANT
Landschaftserlebnis und lockere Weiterbildung In die halbe Schweiz hinaus blicken oder das Naheliegende betrachten, über Neues staunen oder sich von Geschichtlichem überraschen lassen: Im Naturpark Thunersee-Hohgant liegen Landschaftserlebnis und lockere Weiterbildung nahe beieinander. Biobauer Daniel Siegenthaler lebt mitten drin und scheint keine Ferien zu brauchen.
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NATURPARK THUNERSEE-HOHGANT
Spleen, ein Hobby des sechsfachen Familienvaters, der sich auch gerne Zeit nimmt, in einem der nahen Hochmoore seltene Kleinlebewesen zu beobachten. Oder Rothirsche, für die er schon Dutzende Male morgens um zwei aufgestanden ist, um sich ihnen im Mondschein bis auf 20 Meter zu nähern. «Einzelne Tiere kennen mich mittlerweile und bleiben stehen», berichtet er. Bei all seinen Abenteuern bleibt er meist auf eigenem Grund: 100 Hektaren, das Mehrfache eines Schweizer Durchschnittsbetriebs, umfasst das zu einem Drittel bewaldete Anwesen zwischen dem Eriz-Tälchen im Berner Oberland und dem obersten Emmental – mitten im Naturpark Thunersee-Hohgant.
Biobauer Daniel Siegenthaler mäht Gras inmitten der Naturidylle des Naturparks Thunersee-Hohgant.
«Ferien machten wir letztmals vor 23 Jahren. Da waren wir auf Hochzeitsreise im Nationalpark.» Man traut seinen Ohren nicht, als Daniel Siegenthaler dies sagt. In der abschüssigen Weide ob Schangnau im oberen Emmental krault er eine seiner seltenen Walliser Schwarzhalsziegen, die hier unter einem zerzausten Apfelbäumchen liegen. Man lässt den staunenden Blick an diesem sonnigen Sommer-Nachmittag vom lächelnden Biobauern weg über die Landschaft schweifen: Im Westen, nur wenige Kilometer entfernt, liegt zwischen mächtigen Felsgraten ein sanft ausgerundeter Passübergang – auch die «Sichle» scheint zu lächeln. Über sie gelangt man ins Justistal und zum Thunersee. Dahinter blinken aus unwirklicher Ferne Oberländer und Westschweizer Schneeberge herüber. Das Auge schweift weiter nach links, Richtung Süden, über die sieben Felsbuckel der Sieben Hengste, zu einem Werbecliché des Berner Oberlandes, dessen Anblick Unkundige hier überrascht: Eiger, Mönch und Jungfrau, die hinter dem nahen, tannenbewachsenen Grünenberg-Pass thronen. Nachts Rothirsche beobachten Weiter links schiebt sich das Wahrzeichen der Region ins Bild: das Hohgant-Massiv mit dem Hohgant-Westgipfel, ziemlich genau 1000 Höhenmeter über Siegenthalers Hof auf dem Scheidzunbödeli. «Etwa drei Viertel Stunden», erinnert sich der 55-Jährige, habe er zu seinen besten Zeiten gebraucht, um über halsbrecherische Gamspfade und Runsen der schattigen Nordflanke von zu Hause aus auf den 2200 Meter hohen Gipfel zu kraxeln – ein
Grösser als der Kanton Schaffhausen «Naturpark» ist kein Etikettenschwindel. Unberührte Natur und gepflegte Kulturlandschaft, für Ausflüge und Aufenthalte dennoch gut erschlossen, kennzeichnen die Region zwischen Berner Oberland und Oberem Emmental. Von den Sonnenhängen an den Nordufern des Thuner- und des Brienzersees über die Gipfel des Niederhorns und des Hohgants bis zum Kanton Luzern erstreckt sich der Naturpark, der mit 350 Quadratkilometern grösser ist als der Kanton Schaffhausen. Mit ganz verschiedenen Gesichtern: von der südländisch anmutenden «Thunersee-Riviera» mit Rebhängen und Föhrenwäldern über verwinkelte Hügellandschaften mit verträumten, einsamen Gehöften und schattigen Schluchten bis zu Flachmooren mit seltenen Vögeln und Insekten, schroffen Felsformationen und bizarren Karrenfeldern auf rund 2000 Metern über Meer. Wer den Naturpark Thunersee-Hohgant besucht, kann sich aber auch auf viele spannende Themen des früheren und heutigen Lebens der Menschen einlassen. Markus Schneiter, Realschullehrer in Schangnau, sagt es so: «Die geschichtlichen Spuren in unserem Tal bergen manches, das auch Einheimische überrascht hat.» Themenpfade, Führungen, Anlässe Ein äusserst reichhaltiger Strauss von Angeboten, abrufbar auf der Website www.ihrpark.ch , ermöglicht eine individuelle Gestaltung des Aufenthaltes: Wandervorschläge, Besuche von Sehenswürdigkeiten und von selbst erklärenden Themenpfaden eröffnen meist völlig unbekannte Welten: Wer weiss schon, dass sich das unterirdische Höhlensystem zwischen Hohgant und Thunersee über 250 km Länge verzweigt, oder dass vor über 200 Jahren am Niederhorn Braunkohle abgebaut und Kalk zur Herstellung von Mörtel gebrannt wurde? Dass in Schangnau seit über zehn Jahren Wasserbüffel gehalten und am Schallenberg-Pass Alphörner gebaut werden? Zu manchen Themen stehen auch Führungen, Anlässe, Ausstellungen und Unterrichtsangebote für Schulklassen auf dem Programm. «Ranger» auf der Lombachalp Eine der unberührtesten Landschaften der Region ist die Lombachalp ob Habkern, eine Hochebene zwischen Brienzersee und Hohgant. Hier ist einer der ersten «Ranger» der Schweiz tätig: Andreas Zurbuchen, 37. Oft vor Ort, auch im Winter, steht er für
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SO KANN MAN DEN NATURPARK ERLEBEN Der Naturpark Thunersee-Hohgant lässt sich sowohl individuell wie auch über organisierte Angebote und Ausstellungen erleben. Auf der sehr reichhaltigen Website www.ihrpark.ch finden sich detaillierte Angaben und Möglichkeiten, bis hin zu Online-Anmeldungen. Die Schwerpunkte: Kennenlernrouten: Sieben sorgfältig ausgewählte Wanderrouten ermöglichen, die Vielfalt der Landschaften und Sehenswürdigkeiten im Naturpark kennenzulernen. Geführte Touren und Besichtigungen: Das Spektrum reicht vom Esel-Trekking über Vogel-Exkursionen bis zu HöhlenBesichtigungen oder der Vorführung alter Handwerke. Naturreisen: Mehrtägige Programme zu Themen wie dem früheren Kohleabbau, Heilquellen, Sagen der Region, Goldwaschen und vielem mehr. Ausstellungen: Immer wieder finden aktuelle Ausstellungen zu Naturpark-Themen statt – z.B. zum Thema «Heu». Bikerouten: Diese können in allen Details bis und mit Distanzen und Höhenprofilen abgerufen werden. Schulen: Der Naturpark richtet sich explizit auch an Schulen und organisiert spezielle Angebote wie Projektwochen und Führungen. Weitere Informationen: Geschäftsstelle Naturpark Thunersee-Hohgant Seestrasse 2, 3600 Thun Telefon: +41 (0)33 511 27 11 Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 und 13.00 bis 17.00 Uhr E-Mail: info@ihrpark.ch, Internet: www.ihrpark.ch
Auskünfte zur Verfügung, achtet aber auch darauf, dass die zahlreicher gewordenen Ausflügler dem Naturparadies keine Schäden zufügen. «Eigentlich habe ich einen Traumjob», sagt der vom Naturpark unabhängige, bei der Gemeinde Habkern angestellte diplomierte Ranger. «Hin und wieder begegne ich aber auch Leuten, die dieser grossartigen Landschaft wenig Respekt entgegenbringen.» Zurbuchen kennt jedes Flachmoor, jeden Stein und jeden Graben, Pflanzen und Tiere – und berichtet Interessierten aus seinem eindrücklichen Wissensfundus über den seltenen Auerhahn bis hin zu historischen Episoden. Etwa aus jenen harten Zeiten, als im 19. Jahrhundert auf der Lombachalp noch Holz geschlagen und im Frühling die Schneeschmelze genutzt wurde, um das Material im Bachbett der jungen Emme nach Kemmeriboden und Schangnau zu spülen. Von dort wurde es schliesslich per Ross und Wagen ins Unterland geführt.
Immer wieder zu sehen: Steinböcke und andere Wildtiere.
Lokale Produkte – auch vom Wasserbüffel Auch in neuerer Zeit weiss man sich zu helfen. Die Meringue etwa, im Gasthof Kemmeriboden-Bad bei Schangnau mit üppigen Mengen Schlagrahm genossenes Eiweiss-Zucker-Gebäck, soll vor dem zweiten Weltkrieg in einer Phase der Milchschwemme aufgekommen sein. «Der damalige Kemmeriboden-Wirt beauftragte demzufolge meinen Vater, ein Gebäck zu liefern, das mit viel Rahm kombiniert werden soll», berichtet Bäcker Christian Oberli von der Bäckerei Stein bei Schangnau. Oder die mächtigen schwarzen Wasserbüffel, sonst in Indien und Pakistan heimisch, liefern besonders nahrhafte Milch, die auch für Büffelmozzarella oder Büffelkäse verwendet wird. «Nun tüfteln wir einen Schafsmozzarella aus», kündigt Hans Bieri, Schangnauer WasserbüffelPionier der ersten Stunde, die nächste Neuerung an. Auch dies gehört zum Naturpark-Erlebnis: die vielen lokalen Produkte, vom «Söiblueme»- (Löwenzahn-)Wein über Wurstwaren und Wasserbüffel-Ragout bis zum Naturpark-Guetzli. Mittlerweile ist Daniel Siegenthaler in seinem langen Bergbauernschritt wieder zu seinem Hof hinunter gestapft. «Weshalb also sollte ich in die Ferien fahren? Mir gefällt’s so gut hier», meint er trocken. Man glaubt es ihm, trotz des strengen Bergbauernalltags. Und man möchte just hier ausspannen, Ferien machen, mitten im Naturpark Thunersee-Hohgant. Text: Jürg Alder Bilder: Simon Wüthrich
«Schwarzenegg, das Eriz und die Natur bedeuten uns alles.»
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OESCH’S DIE DRITTEN
Schwarzenegg und die Region als Lebenselixier Früher ging die Familie im Sommer zum Bräteln aufs Möösli oder in den Schachen, im Herbst auf den Grünenberg-Pass und im Winter waren Annemarie und Melanie mit ihren Skischülern auf den Skipisten unterwegs. Heute ist Schwarzenegg und die Region ihr Lebenselixier.
Stimmungsvolle Licht- und Schattenspiele im Hintereriz: Blick in Richtung Schwarzenegg / Unterlangenegg und die Region Bern.
Hansueli Oesch (51) lehnt sich zurück – und lächelt: ganz entspannt. Glücklich. Zufrieden. Über ihm rauschen die Blätter des Kastanienbaums im Sommerwind. Aus den Rabatten ragen gelbbraune Sonnenblumen in den Himmel und im Hintergrund – bis tief zum Horizont – leuchtet das Wiesengras in hellem Grün. Sein Schwyzerörgeli ist für einmal weit weg. Für kurze Zeit geniesst der «Pöschteler» vom Stalden die Abgeschiedenheit, die Ruhe, die Einsamkeit. Mit ihm: seine Familie. Ehefrau Annemarie (46), Tochter Melanie (22) sowie die beiden Söhne Mike (20) und Kevin (19). Hinterwäldler, Exoten, Landeier: Was haben sie in der grossen weiten Welt nicht schon alles über sich gehört. Aber es stört sie nicht. Oesch’s die Dritten wissen, woher sie kommen – und wo ihre Wurzeln liegen. «Schwarzenegg, das Eriz und die Natur bedeuten uns alles», sagt Melanie, welche sich mit dem Ku-KuJodel vor Jahresfrist in die Herzen des Schweizer Publikums gesungen hat. «Unsere wahre Oase ist unser Zuhause», erzählt Mutter Annemarie, diplomierte Pflegefachfrau und Sängerin. «Hier sind wir wohl, hier laden wir jeweils unsere Batterien wieder auf.»
In Schwarzenegg sind Platin-Auszeichnungen, Prix Walos, Goldene CDs und Stadelsterne sekundär – hier zählt vor allem die eigene Familie, die Natur, das Einkaufslädeli, die Käserei, die Bäckerei und die Ruhe. «Wir haben die perfekte Balance zwischen Auftritten und Privatleben gefunden», so Vater Hansueli. «Sind wir unterwegs, sind wir weltoffen, modern und jung und wissen, auf was es ankommt. Sind wir daheim in Schwarzenegg, sieht die Welt anders aus.» Oder anstelle von Lachsbrötli, Cüpli oder Rindsfilet gibt es wieder Spaghetti Bolognese, eine Bratwurst oder zum Znacht ein einfaches «Café complet». Auch im Eriz zählen andere Werte, Postbote Hansueli erlebt das täglich: «Da interessiert die Leute primär, dass die Zeitung pünktlich ausgetragen wird. Oder man spricht über das Wetter, über die aktuelle Finanzkrise oder über Gott und die Welt.» So sei es übrigens auch am Stammtisch, in der Linde Eriz. «Die Gegensätze sind oftmals gewaltig und das ist überaus interessant», lacht Hansueli Oesch. Fürs gemeinsame Skifahren im Eriz oder für das Wandern oder Brätlen auf dem Grünenberg-Pass reicht es heute kaum noch – zu gross ist das Engagement von Oesch’s die Dritten auf den Bühnen im In- und Ausland.
NEUES LEBEN AM BACH F Ü R FA M I L I E N M I T K I N D E R N G I B T E S I N D E R N AT U R IMMER WIEDER VIEL ZU ENTDECKEN. ZUM BEISPIEL AM GLÜTSCHBACH
IN
AMSOLDINGEN:
DORT
WURDE
EIN
S T Ü C K B A C H R E N AT U R I E R T – M I T G E L D E R N A U S D E M ÖKOFONDS.
Am Glütschbach in Amsoldingen warten 185 Meter Natur pur auf neugierige Entdecker: Das Stück Bach, an dem die Fischerei-Pachtvereinigung Thun (PV Thun) früher während 50 Jahren eine Fischzuchtanlage betrieben hatte, wurde renaturiert und damit ökologisch aufgewertet. Zuvor war die Anlage während einiger Zeit verwaist gewesen: Die Temperaturunterschiede zwischen Aufzucht- und Einsatzgewässer (Zulg und Aare) hatten dazu geführt, dass das Fischereiinspektorat des Kantons keine Besatzfische mehr aus der Aufzuchtanlage am Glütschbach übernehmen konnte. Bevor die Anlage vollends verwahrloste, beschloss die PV Thun, der Natur zurückzugeben, was ihr «von Rechts wegen» sowieso gehörte. vorher
Zurück zur Natur Tatsächlich bedeutet «Renaturierung», dass etwas Künstliches wieder in seinen Urzustand versetzt wird. So wurden am Glütschbach 40 Kubikmeter Beton- und 2,5 Tonnen Stahlteile entfernt, ebenso der Stachel- und Maschendrahtzaun und zwei Baracken. Entstanden ist ein mäandrierender Bach, der zahlreichen Kleinund Kleinstlebewesen Lebensraum bietet. Diese können von aufmerksamen «Forschern» entdeckt und in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Mit Ökostrom einen Beitrag leisten Finanziert wurde das Projekt nicht mit Steuergeldern, sondern durch den Förderfonds der Energie Thun AG, Pro Natura Bern, den Bernisch Kantonalen Fischereiverband und die PV Thun. Der Förderfonds der Energie Thun AG wird geäufnet durch den Verkauf von Thuner AAREstrom: Pro verkaufte Kilowattstunde Wasserstrom fliesst ein Rappen in den Fonds. So unterstützen Ökostrom-Kunden unmittelbar Projekte zur Erhaltung von Naturparadiesen und tragen zur naturnahen Gestaltung von Lebensräumen in Thun und Umgebung bei.
nachher
Ökostrom: «Strom vo hie!» Der Ökostrom der Energie Thun AG ist nach «naturemade star» zertifiziert und erfüllt strenge Auflagen. Private und Unternehmen können ihren gesamten Strombedarf mit Ökostrom decken oder auch einen fixen Teil des Bedarfs. Zurzeit beziehen ca. 700 Kunden zertifizierten Ökostrom von der Energie Thun AG. Für weitere Informationen und Bestellung: www.energiethun.ch/oekostrom.
INFO Thuner AAREstrom stammt aus den AAREwerken in Thun; im Jahr 2008 wurden rund 35 Millionen Kilowattstunden davon produziert. Thuner AAREstrom ist weitgehend CO2-neutral und unterstützt das naturemade Fördermodell für neue erneuerbare Energien. Solarstrom wird mit fünf Solaranlagen in Thun produziert. Im Jahr 2008 betrug die Menge 214 000 Kilowattstunden. Erhältlich ist Solarstrom zum Aufpreis von 55 Rp./kWh.
Energie Thun AG Industriestrasse 6 Postfach 733 3607 Thun Telefon 033 225 22 22 Fax 033 225 22 11 www.energiethun.ch info@energiethun.ch
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OESCH’S DIE DRITTEN
Oesch’s die Dritten lieben die Natur: (v. l.) Mutter Annemarie, Kevin, Vater Hansueli, Melanie und Mike.
Der sportlichste Oesch der Familie ist Mike, gelernter Kaufmann und Skirennfahrer. «Wann immer es die Zeit erlaubt, bin ich auf dem Bike – entweder quer durchs Eriz – oder am Schallenberg.» Leider sei er seit über 18 Monaten am Knie verletzt, so dass Skirennfahren zuletzt kaum mehr möglich gewesen sei, so der ehemalige Vize-Schweizermeister im Super-G am Lauberhorn. Bruder Kevin mag es lieber ruhiger: «Tischfussball, pokern und ‹chillen› – mit Kumpels im Schachen oder beim Bräteln am Bach.» Schwester Melanie hält sich für die Jodel-Auftritte dank regelmässigem Fitness in Schwung – ihr Hobby als Skilehrerin musste sie letzte Saison buchstäblich auf Eis legen. «Es reicht einfach nicht für alles – aber ich vermisse es schon. Es machte Spass, zuzusehen, wie die siebenjährigen Knirpse, jeweils am Montag in die Skischule Eriz eingerückt, fast stehend aus der Bindung gefallen und Ende Woche furchtlos die Hänge runter gefetzt sind.» Und dann ist noch das Bänkli am Wald, im hinteren Teil von Schwarzenegg. Von hier aus ist die gesamte Stockhornkette überblickbar – ein paradiesischer Ort. «Kein Mensch weit und breit – Einsamkeit pur», schwärmt Vater Hansueli. «Hier tanken wir immer wieder auf, leben den Moment, geniessen den Erfolg,
freuen uns über das Jetzt und Heute, auf Heinz Haldis’ Rückkehr mit seiner Handorgel – und träumen von mehr Zeit und neuen Kompositionen.» Kevins Traum liegt noch etwas entfernter – in den USA, im Spielerparadies Las Vegas. «Hier möchte ich noch einmal hin; zum Gambeln in die grossen Casinos. Denn letztes Mal, als wir mit der Familie in Amerika waren, war ich noch zu jung – und durfte nicht an die Spielautomaten.» Von wegen: Oesch’s die Dritten seien Hinterwäldler, Exoten und Landeier … Text und Bilder: Marco Oswald
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NEUE AUSFLUGSPLATTFORM LÖTSCHBERGER
Freizeitplanung leicht gemacht Der Lötschberger ist mehr als ein Transportmittel. Die Website www.loetschberger.ch ist ein Ideenlieferant für gelungene Ausflüge. So führt ein Tipp zu einer Fahrt auf der steilsten Postautostrecke Europas. Diese liegt im Kiental.
Die Anfahrt gleicht einem Flugzeugstart: die Griesalp – steilste Postautostrecke Europas
28 Prozent beträgt die Steigung. Überträgt man die Zahl mit einem Geo-Dreieck auf ein Blatt Papier, so sieht das Ganze gar nicht so spektakulär aus. Sitzt man im Postauto, spürt man die Steigung durch die Schwerkraft und vermutet sich in einem Flugzeug kurz nach dem Abheben. Die steilste Postautostrecke Europas befindet sich im Kiental und führt auf die Griesalp. Ausgangspunkt für die Fahrt ist der Bahnhof Reichenbach i. K. Der Weg beginnt durch das 3000-Seelen-Dorf. Er führt vorbei am Dorfzentrum mit seinen schönen alten Holzhäusern und der alten Kirche, vorbei an saftigen Wiesen hinauf zur Postauto-Endstation beim Berghaus Griesalp. Das Berghaus ist ein idealer Ausgangspunkt für zahlreiche einfache, aber auch anspruchs-
volle Wanderungen ins hintere Kiental, von dem ein Teil zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Einmalig ist der neue «Alpwirtschafts- und Naturlehrpfad». Dieser bringt die Wanderer unter anderem in die Alpkäserei, wo den Besuchern gezeigt wird, wie nach alter Tradition Alpkäse und Mutschli zubereitet werden. Ausgangs- und Endpunkt des Lehrpfads ist das Berghaus Griesalp. Von dort führt dann auch das Postauto wieder zurück zum Bahnhof Reichenbach i. K. Damit der Ausflug auf die Griesalp zum Erfolg wird, benötigt es eine gute Planung. Auf www.loetschberger.ch findet man schnell und bequem alle nötigen Infos. Nebst allem Wissenswerten zum
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Ausflugsziel findet man hier direkt den Fahrplan sowie Wetterprognose für die nächsten 4 Tage, damit der Ausflug dann nicht ins Wasser fällt.
planung zum Kinderspiel werden lässt», sagt Jan Cermak, Leiter Produktmanagement BLS AG. Der Lötschberger verkehrt von Montag bis Samstag morgens und abends sowie am Sonntag stündlich direkt ab Bern sowohl Richtung Spiez–Brig als auch Richtung Zweisimmen. In der übrigen Zeit verkehrt der Ausflugszug ab Spiez nach Brig und Zweisimmen. Ein Ausflug ins Simmental lohnt sich vor allem für Tierfreunde. Bei einer Wanderung über blumige Wiesen und Bergweiden begegnet man dem Simmentaler Fleckvieh, das weit über die Schweizer Grenzen für Milch und Fleischqualität bekannt ist. Turmfalken, Steinadler und Mäusebussarde kreisen über den Köpfen und suchen die Gegend nach Murmeltieren oder Hermelinen ab. Und vor zwei Jahren kehrten zwei in der Schweiz fast ausgerottete Tiere ins Simmental zurück: der Hirsch und der Luchs. www.loetschberger.ch
Zieht seine Kreise im Simmental: der Turmfalke.
Lust auf einen Ausflug? Lötschberger Travel Guide: 130 Seiten Tipps zur Bahnstrecke und den Ausflugszielen.
Verbindungsglied zwischen den Regionen Die von der BLS initiierte Ausflugsplattform Lötschberger.ch hat zum Ziel, den Kunden detaillierte Infos und Ausflugstipps aus einer Hand zu bieten. Verbindendes Element zwischen den 40 Partnern ist der Lötschberger, der die Gäste bequem ans Ziel bringt. «Der Lötschberger ist mehr als ein Zug. Es ist eine schweizweit einzigartige destinationsübergreifende Ausflugsplattform, die dank dem Ausflugsplaner im Internet die Freizeit-
INFO Lötschberger Der Lötschberger ist seit dem 14. Dezember 2008 auf der Strecke Bern–Spiez–Brig sowie von Bern nach Zweisimmen unterwegs. Die 13 Niederflurzüge mit dem auffälligen Design und dem silbernen Schriftzug verkehren im Stundentakt. Seit dem 1. Mai findet man auf der neuen AusflugsplanungsWebsite www.loetschberger.ch über 200 Ausflugsideen und alle nötigen Infos aus einer Hand. Lötschberger Travel Guide Der Lötschberger Travel Guide liefert auf über 130 Seiten spannende Informationen und Tipps zur Bahnstrecke und den Ausflugszielen. Der kostenlose Reisebegleiter ist erhältlich in jedem BLS-Reisezentrum sowie unter Telefon 058 327 60 30 und im Internet unter www.loetschberger.ch
Text: Britt Messmer Bilder: zvg
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