28832 Berlin #16 Magazin f端r Druck | Medien
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Editorial
Woran denken Sie, wenn Sie das Wort „Weiß“ lesen? Wir denken natürlich zuerst an weißes Papier. Ist es nicht etwas Wunderbares? Die Möglichkeiten, aus weißem Papier etwas zu machen, sind nahezu unbegrenzt – wie man nicht zuletzt anhand der bisherigen Ausgaben unseres Magazins sehen kann. Weißes Papier ist allerdings nicht ganz ohne Tücke. Ein beliebiges, von uns als „weiß“ bezeichnetes DIN-A-4-Blatt, das wir morgens zur Hand nehmen, ist am Mittag schon nicht mehr dasselbe. Jedenfalls scheint es uns, als habe sich die Farbe verändert. Schuld an diesem Phänomen ist natürlich das Licht, das je nach Sonnenstand, Jahreszeit und Witterung seine spektrale Zusammensetzung ändert. Während wir es bei Sonnenaufgang mit langwelligen Strahlen zu tun haben, die unserem weißen Blatt einen Stich ins Orangerote verleihen, sorgt das kurzwellige Licht am Mittag für einen eher blauvioletten Schimmer. Dies ist beileibe nicht der einzige Grund, warum Weiß eine Herausforderung für professionelle Gestalter ist, wie wir in unserem Beitrag auf Seite 16 darlegen. Grund genug also, dieser besonderen Farbe einmal ein ganzes Heft zu widmen – und durch ein spezielles Layout gleich anschauliche Beispiele für ihre außerordentliche Wirkung mitzuliefern. Und da das Lesen auch Freude machen soll, finden Sie hier neben einer kleinen Kulturgeschichte der Farbe Weiß auch diverse Tipps, wie Sie sich mit Büchern, CDs oder Alkohol auf angenehme Weise mit dem Thema vertraut machen können. Bei der Gelegenheit wollen wir es nicht versäumen, Ihnen schon jetzt zu wünschen, dass Sie Weihnachten so erleben, wie es sein muss: weiß. Ihr Reinhard Berlin
3 INHALT #16
Titelthema ab 4| Weiße Sachen ab 5| 28832 Das Archiv: Leo Krumbacher und die Typonauten 8| Weiß als Herausforderung für den Gestalter 16| Auftragsinfosystem (AIS) 18| News, Fragebogen,Tipps & Tricks ab 19| Umschlag: Weiß ist Weiß?
Das ungebrochene Licht Keine Farbe ist mit soviel Symbolik aufgeladen wie das Weiß. Nicht einmal in ihren Antipoden, das Schwarz, kann soviel Bedeutung hineingelesen werden wie in diese besondere Farbe (oder ist es ein Zustand?), die durch das Mischen aller Farben entsteht. Weiß kann sowohl für Unschuld, Reinheit und Frieden stehen als auch für Tod, Fremdenfeindlichkeit und Krankenhaus-Atmosphäre. Eine kleine Kulturgeschichte der Farbe Weiß.
„Ein großes Schweigen, welches für uns absolut ist.“ So hat der Maler Kandinski die Farbe Weiß beschrieben. Für ihn ist das Weiße so dominant, dass er es selbst noch im Schwarz erkennt, denn schwarze Flächen werfen noch drei bis sieben Prozent des Lichtes zurück. Auch der moderne Maler Ludger Hinse weiß, was er am Weiß hat: „Als ich die Farbigkeit durchschritten hatte, waren alle Farben in mir und ich konnte mich dem Weiß zuwenden.“
Weiß i“t alle Liturgie Die Symbolik von Weiß wird durch die Assoziation mit dem Licht bestimmt. Auf Griechisch heißt Weiß „leukos“ – daher das deutsche Wort „leuchten“. Im Buddhismus ist die weiße Lotusblüte das Symbol für Auferstehung und Reinkarnation. Idealisiert wird das Weiß nicht zuletzt durch seinen Gegenpol: Weiß gegen Schwarz, das ist der ewige Kampf des Guten gegen das Böse,
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WEISSE SACHEN
das Ringen zwischen Gott und dem Teufel. Weiß ist die Farbe der Auferstehung, die Auferstandenen treten in weißen Kleidern vor Gott. So hat es Jesus schon gehalten. Kein Wunder, dass Weiß für die Katholische Kirche die wichtigste der sechs liturgischen Farben ist. Sie wird rituell bei den höchsten christlichen Festen verwendet, den Festen des Herrn: Wenn Ostern, Christi Himmelfahrt, Weihnachten, Epiphanie und Fronleichnam gefeiert wird, haben die Gewänder und Behänge in den Kirchenräumen weiß zu sein. Und den ersten Sonntag nach Ostern nennen fromme Katholiken den „Weißen Sonntag“, was auf die altkirchliche Sitte zurückzuführen ist, alle in der Osternacht Getauften bis zu diesem Tag in weiße Gewänder zu hüllen. Weiß ist ein Symbol für den Weg und die Bemühungen um Vollkommenheit. Mit Weiß verbinden sich Vorstellungen von Unschuld und vollkommener Reinheit, von ewiger Herrlichkeit und siegreicher Verklärung (Offenbarung). Da wird verständlich, warum sich die Päpste das alleinige Vorrecht sicherten, sich auch außerhalb der Herrenfeste in Weiß zu kleiden – lässt sich doch am weißseidenen Talar erkennen, dass die Pontifexe quasi von Amts wegen eine weiße Weste tragen. Apropos weiße Weste: Dieses Symbol für untadeliges Verhalten (oder zumindest für die Unmöglichkeit, das Gegenteil nachzuweisen) geht auf einen alten Brauch zurück: Wer sich im antiken Rom um ein Amt bewerben wollte, musste zunächst der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen und dabei eine weiße Toga tragen. Der Begriff Kandidat kann auf das lateinische „candidus“ zurückgeführt werden, worunter ein glänzendes Weiß zu verstehen ist. Und warum gibt es in Washington ein Weißes Haus und nicht etwa ein Schwarzes? Klar, hier residieren die Guten, schwarze Schafe soll man bitteschön woanders suchen. Ursprünglich stand Weiß auch in Europa – wie noch heute im Orient und in China – symbolisch für Trauer und Tod. Dies allerdings in einem gänzlich anderen Sinn als bei der heute im Abendland üblichen Trauerfarbe Schwarz. Während die positive Kraft der Farbe Weiß der Gewissheit auf ein Weiterleben im Jenseits Ausdruck gab, steht die Trauerfarbe Schwarz mit ihrer negativen Symbolkraft für den Schmerz über den endgültigen Verlust.
Getränketipp: White Rus“ian Ein cremig-süßer Shortdrink
Zutaten für die klassische Variante: 4 cl Wodka 2 cl Kahlua 3 cl Sahne
Zubereitung: Wodka, Kahlua und Sahne in einen Tumbler mit Eiswürfeln geben und umrühren. Das Verhältnis von Wodka zu Kahlua zu Sahne kann beinahe beliebig variiert werden. Bei gleichen Anteilen (2:2:2) ist der „White Russian“ zwar recht süß, aber dennoch relativ stark. Hingegen ergibt das Verhältnis 4:2:1 einen starken und weniger süßen Drink mit markantem Kaffeegeschmack. Besonders beliebt ist die cremig-süße Variante 4:2:3. Der Sahneanteil kann aber je nach Geschmack auch gerne auf 2:2:7 gesteigert werden. Wird die Sahne lediglich als Häub-
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chen oben drauf serviert, spricht man im Allgemeinen nicht von einem „White
Russian“, sondern treffender von einem „Black Russian“.
Warum wird in Weiß geheiratet?
Dass verschiedene afrikanische Völker ihre Toten in weiße Tücher einwickeln, um sie so vor bösen Dämonen zu schützen, verweist auf eine weitere Bedeutung der Farbe Weiß: auf ihren abwehrenden (der Fachmann sagt apotropäischen) Charakter. Schon im Altertum trugen Priester, Zauberer, Druiden und Medizinmänner weiße Gewänder als Schutz beim Kontakt zu den mächtigen Gottheiten und Dämonen. Auch das weiße Hochzeitskleid hatte ursprünglich eine schützende Funktion. Frauen, die heute in Weiß heiraten, tun dies zwar im Allgemeinen nur noch aus romantischen Gründen, aber in einigen katholischen und islamischen Gegenden wird auf diese Weise immer noch die Jungfräulichkeit der Braut symbolisiert – ähnlich wie beim nach der Hochzeitsnacht herausgehängten Laken, das dann allerdings nicht mehr ganz so weiß ist. Und ähnlich wie beim typischen Opfertier, dem weißen Lamm, das nach dem Opfern gar nicht mehr so aussieht, wie man sich das Symboltier Christi gerne vorstellt. Bei vielen Naturvölkern hat Weiß noch eine andere symbolische Bedeutung. Es gilt als Geisterfarbe, als Farbe des Todes. Dies ist auch der Grund dafür, dass europäische Eroberer und Missionare zur Zeit der Entdeckungen von ihren Opfern als Götter verehrt wurden. Auch weiße Tiere sind vielen Naturvölkern heilig und stehen unter besonderem Schutz. Das Töten eines Albinorinds ist in manchen Gegenden Afrikas ein unverzeihliches Verbrechen. In Indien verkörpern weiße Rinder das Licht und stehen mit dem Göttlichen in enger Verbindung.
Weiße und schwarze Magie
Nüchtern betrachtet üben Farben eine unterschiedliche Wirkung auf uns aus. Während ein frisches Grün beruhigend sein kann und uns ein feuriges Rot eher aggressiv macht, ruft das Weiß bei uns im Allgemeinen positive Empfindungen hervor. Zwar nennt sie kaum jemand als seine Lieblingsfarbe, aber gewöhnlich wird ihr eine eindeutig positive Wirkung zugesprochen. Die 1907 durch die Haager Landkriegsordnung auch offiziell anerkannte weiße Fahne wird ebenso wie die weiße Taube von Völkern auf der ganzen Welt als Zeichen des Friedens verstanden. Bei den Ägyptern zur Zeit der
Buchtipp: Eva Heller: „Wie Farben wirken – Farbpsychologie,
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Farbsymbolik, kreative Farbgestaltung“. Erschienen im Rowohlt-Verlag zum Preis von 28 Euro.
Pharaonen war Weiß die Farbe der Freude und des Glücks. Im Märchen, in der Sage und in der Fantasy-Literatur sind es nur die guten Zauberer, die sich der „weißen“ Magie bedienen, während die Anwendung der „schwarzen“ Magie den bösen vorbehalten bleibt. Sucht man hingegen nach Beispielen für eine negative Bedeutung der Farbe Weiß, findet man kaum etwas. Zwar gibt es etwa die so genannte „Weiße-Kragen-Kriminalität“. Aber auch hier haben wir es immerhin mit etwas Elitärem zu tun, mit den unblutigen und meist nicht aufgeklärten Verbrechen der höheren sozialen Schichten aus dem Bereich der Wirtschaftskriminalität nämlich. Und wenn der Ku-Klux-Klan weiße Kutten trägt und die Skinheads ihren dumpfen Rassismus durch weiße Schnürsenkel (meist in schwarzen Springerstiefeln) ausdrücken, dann tun sie es eben nicht, um ihre Niederträchtigkeit zu zeigen. Eher schon geht es ihnen darum, sich dadurch symbolisch von niederträchtigen Taten reinzuwaschen.
Gandalf gegen die weiße Hand
Schließlich steht Weiß auch für Reinlichkeit und Sauberkeit. Diese psychologische Wirkung ist so stark, dass die Werbespots für Waschmittel wie „Weißer Riese“ oder „Persil“ („persilweiß“) so zum Gotterbarmen einfallslos sind und sich in den letzten Jahrzehnten kaum geändert haben. Zugleich wirkt Weiß hygienisch. Deshalb ist dies die Farbe der Berufskleidung von Menschen, die in direkten Kontakt mit Lebensmitteln kommen – Köchen, Bäckern und Fleischern. Und deshalb sind alle Ärzte („die Halbgötter in Weiß“) und das Krankenpflegepersonal weiß gekleidet. Und die ebenfalls weiß gewandeten Spieler eines bestimmten spanischen Fußballvereins wissen ganz genau, warum sie in Weiß auflaufen: Sie sind die „Königlichen“ und spielen nicht irgendwo, sondern für Real Madrid. Auch der Autor des Jahrhundertbuchs „Der Herr der Ringe“ wusste die Symbolkraft der Farbe Weiß wirksam einzusetzen. Jemandem, der gelesen hat, wie J. R. R. Tolkien seinen großen Zauberer Gandalf („den Weißen“) zur „weißen Stadt“ Minas Tirith reiten lässt, braucht man das nicht zu erzählen. Doch rührt der weltweite Erfolg der Fantasy-Trilogie und auch ihrer spektakulären Verfilmung durch Peter Jackson nicht zuletzt daher, dass Tolkien es mit der Schwarzweißmalerei nicht so sehr übertreibt, wie es im von ihm begründeten Genre heute üblich ist. In Tolkiens vielschichtigem Werk haben die Guten nicht einmal die Farbe Weiß für sich gepachtet, wie man daran sehen kann, dass er als Symbol von Gandalfs Gegenspieler Saruman eine weiße Hand wählte. Zwischen Schwarz und Weiß gibt es eben unzählige Facetten von Grau.
28832 DAS ARCHIV
Un“er Archiv zur Ergänzung Ihrer Art-buying-Kartei.
Als Druckerei und Mediendienstleister interessieren wir uns natürlich für alles, was ein gelungenes Druckwerk ausmacht. Dazu gehören auch Fotografen, Illustratoren,Typografen und andere, die wir Ihnen hier an dieser Stelle mit einigen Arbeiten vorstellen. Bisher wurden vorgestellt: +malsy Axel Thomae Boris Schimanski Burkhard Schittny Carsten Heidmann Christian Muhrbeck Christian Nielinger Claudia Schiffner Eckhard Twistel Elke Graalfs Emir Haveric Eva König Helga Clauss Henrique Lemes Ikonen (Freeware) Jan Schmitt Jörg Bierfischer Kai Peters Lars F. Herzog Michael Jungblut Nikolai Wolff Nova Art Explosion Oblaten Ole Kaleschke Petra Beisse Tristan Vankann Uli Mattes Wolfgang Eschenhagen
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| 2001 | 2001 | 1998 | 1999 | 1999 | 2000 | 2001 | 2001 | 1999 | 2003 | 2003 | 1999 | 1998 | 2003 | 1999 | 2002 | 1998 | 1999 | 2000 | 2000 | 2002 | 2001 | 2001 | 2000 | 2000 | 2000 | 1998 | 2003
weitere Infos sowie Adressen und Telefonnummern unter: www.berlindruck.de
9 Leo Krumbacher
represented by zeezoo Tel. 069.4 60 98 88-8 info@zeezoo.de
Fotografie, Digital Imaging, Buchgestaltung
Leo Krumbacher Glashüttenstraße 85 a D-20357 Hamburg
Tel. 040.27879847 Fax 040.27806259 mobil 0172.4143809 leo@krumbacher.net www.krumbacher.net
* 1972 1999 Fotograf • 2000 Studio in Hamburg BFF-Junior • 2002, 2003 Konzeption und Realisation des „BFF-Junioren-Buchs”
Credits der Serie „Blue“ • Nino Allegro (Hair & MakeUp) using Aveda Products • Christian Schildmacher (1st Assistant) • Lavinia Mayer (2nd Assistant) • Louise@placemodels • natascha@placemodels • Feuerwehr Fallingbostel • Viebrockhaus GmbH
The Toy Box Four Comic Stories and Three Other Stories Plus XRay Gun and A Space Map Ausgezeichnet im ADC Nachwuchswettbewerb 2003
13 Die Typonauten
Preise und Auszeichnungen • „Die schönsten Deutschen Bücher 2001“ • „Die schönsten Deutschen Bücher 2002“ • Platz 1 beim Wettbewerb „Literarische Woche Bremen 2002“ • Debitel Media Design Preis 2001
Typografie, Schriftgestaltung, Corporate-Design, Illustration
Die Typonauten HanserKrepinskyKrömer GbR Büro Bremen Berliner Straße 23 28203 Bremen Tel./Fax 0421.5962273 info@typonauten.de www.typonauten.de
• 1999 Christoph Hanser, Ingo Krepinsky und Stefan Krömer gründen eine Werkgruppe • 2000 Abschluss des Studiums als Diplom-Designer, Gründung des Grafik-Ateliers und der Type-Foundry „Die Typonauten“
• 2001 Gründung eines Büros in Bremen, Alte Neustadt • seit 2001 Auftragsarbeiten und Freelancer-Tätigkeiten • 2002 Gründung eines Zweitbüros in Hamburg, Schanzenviertel • 2003 Umzug in das neue Büro am Weserufer
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DIN-FORMATE: Ein Versuch, das Weiß zu ordnen ... so teilt man
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Aller Anfang der Gestaltung mit Weiß war das (mehr oder weniger) weiße Papier als Träger der schwarzen Schrift (siehe Papiermuster in der Klappseite dieser Ausgabe). Trotz seiner hohen symbolischen Bedeutung (siehe Seite 4) galt Weiß bis in das 20. Jahrhundert hinein nicht als eigenständiger visueller Wert, sondern allenfalls als Begleiterscheinung. Die „Entdeckung“ dieser besonderen Farbe für Gestaltungszwecke begann nicht zuletzt im Zuge der Dada-Bewegung – z.B. durch das Experimentieren mit Text ohne Beachtung seiner inhaltlichen Bedeutung. Der Text ist hier eine Art Grauwert, Buchstaben sind etwas rein Abstraktes und werden als Bildelement unter rein ästhetischen Gesichtspunkten eingesetzt.
WEISS FORDERT GLEICHBERECHTIGUNG
einen (weißen) Bogen Papier auf.
Wie beim Ying-Yang-Symbol oder beim Schachbrett wollen Weiß und Schwarz bei der Gestaltung gleichrangig behandelt werden. Das Papierweiß fordert die gleiche Beachtung wie die Druckerschwärze der Buchstaben. Dies ist allerdings nicht ganz ungefährlich, denn werden beide zu gleichwertig eingesetzt (etwa indem ein Text einfach mittig auf eine weiße Fläche gestellt wird), ermüdet das Auge schnell. Schwarz betont die Wirkung von Weiß: Liegen eine weiße und eine schwarze Fläche direkt nebeneinander, wirkt das Weiß nahe der Berührungslinie viel strahlender. Dessen eingedenk machten sich Typographen
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Gestaltung mit Weiß ODER: WENIGER WAR SCHON IMMER
FONS M. >NICHTS SCHWARZ EINFACH
HICKMANN (GRAFIKDESIGNER) : HAT MEHR FACETTEN ALS UND WEISS, DER REST IST NUR BUNT.<
WEISSE KLANGPERLEN
The Thievery Corporation: The richest Man in Babylon
Buchtipp: Auf seinem dritten Album richtet Black and White Graphics, Gingko Press, 224 S., das Washingtoner Duo eine esote2003, 29,90 EUR (von A wie Abele bis W wie Woodtli) risch angehauchte Melange aus Trip-Hop, Dub und Weltmusik an. Eine runde Sache auch dank des gelungenen Packagings, das neben
wie Otl Aicher* (1922 - 1991) für eine sinnvolle und lesbare Typographie stark, wie wir sie heute als angenehm empfinden. Durch einen abwechslungsreichen Umgang mit Weißräumen, Text und Bildern, mit bedruckten und unbedruckten Flächen bekommt das Papierweiß unterschiedliche Helligkeitswerte und die Gestaltung damit einen Rhythmus. Gestalten mit Weiß bedeutet häufig, mit einer „Negativwirkung“ zu operieren. Erst durch das Weglassen bestimmter Elemente, Farben oder Typografien bekommt das Ganze seinen Sinn. Diese Reduktion auf das Wesentliche, der Reiz des Einfachen, war besonders in den sechziger Jahren z. B. bei Dieter Rams** tonangebend. Letztlich ist die Gestaltung mit Weiß die Organisation freier Flächen. Das kann frei geschehen (aus der Vorstellung heraus) oder mit Hilfe von Rastern. Mehr als eine Hilfestellung geben, können Raster allerdings nicht. Richtig wählen, anwenden und ausfüllen muss sie der Grafiker.
der ganz in weiß gehaltenen CD auch ein sorgfältig gemachtes Booklet mit Schwarz-Weiß-Fotos
aus aller Welt und Texten enthält.
Trio: Trio, (Regenterstr. 10a, 2907 Großenkneten 2,
* Otl Aicher:Typografie, Druckhaus Maack; 1989 **Dieter Rams, einer der wichtigsten zehn unter den lebenden Designern, war Vorreiter des Prinzips „Weniger ist mehr“. Werke des ehemaligen Leiters der Designabteilung beim Elektrokonzern Braun sind noch bis zum 14. März im Designzentrum Bremen zu sehen.
Tel.: 04435 / 23 00) Das erste Album von Trio wurde Anfang 1981 auf einer 16-SpurMaschine in einem umgebauten Kuhstall in Husum aufgenommen. 2001 wurde dieses Album von einer Musikzeitschrift zur drittwichtigsten deutschen Platte gewählt. 2003 erschien eine
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klanglich verbesserte Deluxe-Edition als Neuauflage auf CD.
AUFTRAGSINFOSYSTEM (AIS)
EIN KLICK - ALLES IM BLICK Wir scheuen keinen Vergleich, egal welche Messlatte Sie auch anlegen: sei es ein hervorragendes Druckergebnis oder die Schnelligkeit, sei es das Preis/Leistungsverhältnis oder die kompetente Beratung. Und in Sachen Service und Transparenz macht uns keiner was vor. „Wie weit ist eigentlich unser Salesfolder, sind die Endverbraucher-Prospekte schon gedruckt? Haben Sie die Poster gestern wirklich rausgeschickt? Keine faule Ausrede, bitte. Kein kranker Drucker, keine defekte Maschine!“ Schauen Sie uns Online über die Schulter und beobachten Sie den Auftragsfortschritt „just in time“ im Internet. Möglich macht es das bundesweit wohl einzigartige Auftragsinfosystem (AIS) auf der Website www.berlindruck.de. Hier können Kunden über ein sicheres Kennwort-Login nicht nur ganz komfortabel den Stand ihrer laufenden Projekte abfragen, sondern ohne langes Suchen auf die technischen Daten bis zu neun Jahre alter Druckaufträge zugreifen. Zahlreiche Suchfunktionen (Volltext, Auftragsnummern, Bestellnummern, Jahrgänge u.a.) führen zum gesuchten Objekt. Eine kleine Abbildung hilft bei der Identifizierung. Von einer Nachdruckanfrage sind Sie jetzt nur noch einen Mausklick entfernt. Einfach unter www.berlindruck.de auf „Auftragsinformationssystem“ klicken und los geht’s. Schon in der Demoversion sehen Sie alle Vorteile: AKTUELLE DARSTELLUNG DES PRODUKTIONSFORTSCHRITTS ALLER LAUFENDEN AUFTR GE JEDERZEIT ZUGRIFF AUF TECHNISCHE DATEN ALLER IHRER AUFTR GE - BIS ZU 9 JAHRE ZUR CKLIEGEND EINDEUTIGE IDENTIFIZIERUNG IHRER DRUCKOBJEKTE DURCH BILDLICHE DARSTELLUNG UNKOMPLIZIERTE ANGEBOTSANFORDERUNG F R VER NDERTE ODER UNVER NDERTE NACHDRUCKE OPTION, PDFS ALLER OBJEKTE DOWNLOADEN ZU K NNEN
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Seit kurzem ist der neue Web-Guide der Print- und Medienindustrie „publish.de“ auf dem Markt. Darin werden über 600 ausgewählte Internet-Auftritte kommentiert und bewertet. Der neue Web-Auftritt von BerlinDruck rangiert unter den TOP-10 der Dienstleister und glänzt mit der höchsten Einstufung „6 Sterne“. Die Jury: „Der komplett überarbeitete Auftritt präsentiert sich im souverän nach den neuesten Design-Vorgaben gestalteten Layout. Der Besucher sollte sich beim Durchklicken Zeit lassen, es lohnt sich.“
TIPPS+ TRICKS
PDF/X
Die richtige Schrift “chnell gefunden
Wie eine Helvetica aussieht, weiß jeder. Doch wie genau wirkt eine Adobe Garamond Semibold Italic in 13 Punkt auf den Betrachter?
PDF/X – bei Berlin allgegenwärtig
In solchen Fragen hilft das vom Schweizer Verlag Smartbooks ver-
Obwohl es nicht aus dem Hause Microsoft stammt, hat sich das Portable Document Format (PDF) der Firma Adobe als Standard für den universellen Austausch von Dokumenten etabliert. Mit der Vorstellung des Programms „Acrobat 6.0 Professional“, dass den Umgang mit den PDF-Dateien deutlich erleichtert, unternahm Adobe kürzlich einen weiteren großen Schritt, um sich gegenüber dem übermächtigen Konkurrenten aus Richmond zu behaupten. So sorgen zahlreiche Neuerungen und Weiterentwicklungen dafür, dass sich das professionelle Format PDF/X als Standard für die Datenaufbereitung in der Druckvorstufe etabliert. BerlinDruck hat die Zeichen der Zeit längst erkannt. Im Hause Berlin ist PDF/X allgegenwärtig. „Bereits seit längerer Zeit haben wir unseren Workflow auf dieses leistungsfähige Format abgestimmt. Alle in der Druckvorstufe tätigen Mitarbeiter haben entsprechende Schulungen absolviert und gehen versiert und routiniert mit PDF/X um“, erläutert Sonja Cordes, Leiterin der DTP-Abteilung bei BerlinDruck. Aufgrund der hohen Funktionalität ist PDF/X derzeit konkurrenzlos. Dateien dieses Formats genügen allen wesentlichen Anforderungen, die heute im Bereich der Druckvorstufe (PrePress) gestellt werden. Die Leistungsmerkmale umfassen die komplette Einbettung von Schriften, Bildern, Grafiken bis zu ICC-Profilen, mit deren Hilfe dann beispielsweise farbverbindliche Proofs erstellt werden können. In Frage gestellt ist das „alte“ PDF damit allerdings nicht, im Gegenteil: Da mittels „Acrobat 6.0 Professional“ alle gewöhnlichen PDF-Dateien ins Format PDF/X konvertiert werden können, ist eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit auch im für PDF/X optimierten Workflow erfüllt. Im Druckereialltag hat PDF/X seine Feuerprobe längst bestanden. Mit dem Acrobat-PlugIn „PDFInspektor“ von der Firma callas software kann jede Datei auf ihre Drucktauglichkeit überprüft und wie in Acrobat 6 als PDF/X-Datei gespeichert werden, wodurch sich viele Handlingfehler schon im Ansatz vermeiden lassen. In der neuesten Version PDF/X-3 lassen sich neben CMYK nun auch Sonderfarben und ICC-basierende Farbräume einbinden. Sonderfarben bereiten keinerlei Probleme mehr. Diese Vielseitigkeit sorgt für eine bisher unbekannte Flexibilität bei der Bearbeitung von Druckaufträgen.
öffentliche Buch „bodytypes“. Die in dem über 500 Seiten starken Kompendium versammelten 138 Schriften und Schriftfamilien dank einer sauberen Gliederung schnell nachschlagen zu können, dürfte auch für altgediente Grafiker eine willkommene
Unterstützung sein, um die richtige Schrift auszuwählen. Denn neben ausführlichen Infos über die Designer und die Entstehung ihrer Schriften werden sie praxisnah in der zur jeweiligen Type passenden grafischen Aufmachung präsentiert. Zur Einstimmung liefert Autor Günter Schuler, der bereits vor drei Jahren seinen viel beachteten „Typo-Atlas“ vorgelegt
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hat, einen spannenden Insiderreport über Geschichte und
www.smartbooks.ch/dtp/ Gegenwart der Satzschriften.
bodytypes.phtml, 44,90 Euro
FRAGEBOGEN: Uwe Vandreier, Kundenbetreuung Was ist für Sie das größte Unglück? Kriege im Kleinen und im Großen Wo möchten Sie leben? Italien Was ist für Sie das vollkommene Glück? Das ist mir zu hoch! Wein, Weib und Gesang tun’s auch Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten? Solche, über die man lachen kann Ihre Lieblingsgestalt in der Kulturgeschichte: Michelangelo Ihre liebste Werbefigur: Harald Schmidt im Nescafé-Spot „Geschmackserhöhung“ Ihre Lieblingsheldin in der Wirklichkeit: Chefin des Kleinunternehmens „Familie“ Ihr Lieblingskomponist: Giuseppe Verdi Was aus der Welt der Technik hat Sie besonders beeindruckt? Dass Flugzeuge fliegen können Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten? Zuverlässigkeit Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten? Charakter Was kauften Sie von Ihrem ersten selbstverdienten Geld? Ein Moped: 50er Herkules Ihre Lieblingstugend: Geduld Ihre Lieblingsbeschäftigung: Motorradfahren, Heimwerkern Wer oder was hätten Sie sein mögen? Zahnarzt Welches technische Produkt halten Sie für überflüssig? Waffen jeder Art Und welches für unentbehrlich? Das Rad Ihr Hauptcharakterzug: Loyalität Ihr Lieblingsschriftsteller: Das Leben schreibt die besten Bücher Ihr Lieblingsname: Antje, Christian Ihre Lieblingsfarbe: kräftiges Blau Ihre Lieblingsschrift: lesbar und groß genug Ihr Lieblingspapier: Job Parilux Was verabscheuen Sie am meisten? Gewalt gegen Kinder Welche kreativen Leistungen bewundern Sie am meisten? Geniale Texte Wenn Sie einen Wunsch an die Technik frei hätten, welcher wäre es? Kraft und Wärme aus Wasserstoff Welches kulturelle Ereignis hat Sie besonders beeindruckt? Christos Reichstagsverpackung Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen? Heilung durch Handauflegen Ihr Motto: Don’t worry, be happy
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IMPRESSUM Herausgeber: BerlinDruck, Oskar-Schulze-Straße 12, 28832 Achim, Tel.: 0421/43871-0, Fax: 0421/43871-33, ISDN 0421/43871-55, E-Mail: info@berlindruck.de, www.berlindruck.de Redaktion, Typografie und Design: moskito public relations, Bremen Lithografie: Reproteam, Bremen Danke für die freundliche Unterstützung: Leo Krumbacher, Die Typonauten Auflage: 1.500, November 2003
TIPPS+ TRICKS
The Making Of
Gedruckt wurde diesmal in Euroskala plus zwei Sonderfarben (Pantone 443 und Pantone Warm Grey 2) auf unserer Heidelberger CD 102-5LX. Der Umschlag wurde außen mit einem angemischten PerlmuttTon im Siebdruck bedruckt und auf einem original Heidelberger Zylinder genutet und gestanzt. Als Material kam für den Umschlag 300 g/qm Consort Royal glänzend hochweiß zum Einsatz. Der Inhalt wurde auf 150 g/qm Consort Royal glänzend hochweiß gedruckt. Consort Royal ist eine Marke von Scheufelen exklusiv bei Schneidersöhne Papier. Die Weiterverarbeitung (Falzen, Heften, Schneiden) besorgten wir im eigenen Haus auf Maschinen der Firma Heidelberger (Stahl). Die 32 Musterpapiere wurden manuell eingeklebt.
NUR F R UNSERE LESER! Soeben beim ADC-Nachwuchswettbewerb ausgezeichnet und exklusiv für 28832Berlin-Leser jetzt zu Sonderkonditionen: „Toy Box“ – das Comicbuch der Typonauten, 32 Seiten, dreifarbig im Digitaldruck produziert, hand-
Rechnen wie von Geisterhand
Stößt man in einem Dokument auf eine Rechnung, muss man sie nicht umständlich durch Abtippen in den systemeigenen Rechner eingeben. Im System Mac OS 9 genügt es, die Aufgabe durch die Copyfunktion Befehl-C in den Speicher zu holen und durch Befehl-V in unseren kleinen Rechnerfreund einzuspeisen. Wie von Geisterhand bewegen sich nun die kleinen Tasten, und wir erfahren: 25+27-2=50.
T“chernobyl-Kalender
Anfang November 2003 erschien unter dem Titel „Worpsweder Landschaft“ ein Benefiz-Kalender zugunsten der niedersächsischen Landesstiftung „ KINDER VON TSCHERNOBYL“. Die SW-Aufnahmen sind von Rüdiger Lubricht im Teufelsmoor bei Worpswede fotografiert worden. Der Kalender, der von Andreas Wilhelm, Studio 37, gestaltet wurde, ist im Duplex-Verfahren gedruckt. Das Format ist 450 x 520 mm und kann für einen Preis von 25.- Euro über die Niedersächsische Landesstiftung „Kinder von Tschernobyl“, Tel. 0511-1 20 42 07, erworben werden.
nummeriert und in der Erstauflage mit Originalzeichnung (!) auf 50 Exemplare limitiert. Auf der Homepage der Typonauten wird es erst Anfang Dezember angeboten – 28832 Berlin-Leser können sich jetzt ihr Exemplar zum Vorzugspreis von 35,- Euro (später 40,- Euro) plus Porto, Nachnahme und Verpackung sichern. Einfach eine Mail an info@typonauten.de senden.
Stichwort: „Leser 28832 Berlin“.
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TIPPS+ TRICKS
... MEHR WEISSE KLANGPERLEN The White Stripes: Elephant Das US-amerikanische Geschwisterpärchen Meg und Jack White hat es weit gebracht. Als zweiköpfige Indie-Band „White Stripes“ stehen die von allen Fachorganen, aber auch vom „Spiegel“ hochge-
Word: Schneller navigieren
Um schnell zu einer bestimmten Seite, Grafik, Überschrift oder Tabelle in einem Word-Dokument zu springen, wird die praktische Funktion „Nach Objekt durchsuchen“ aus Unkenntnis viel zu wenig genutzt. Aufrufen lässt sie sich über das Kreissymbol rechts unten im Scroll-Balken des aktuellen Fensters. Je nachdem, welche Option ausgewählt ist, springen die Doppelpfeile des Scroll-Balkens zum nächsten oder vorhergehenden Vorkommen des Elements.
Illustrator: Hilfslinien ziehen wie die Profis
lobten Noise-Rocker auf der
Schwelle zum Hallen- und Stadienrock. Der Aufwand, den das Wunderpärchen dafür treibt, ist denkbar gering. Die erste Scheibe „White Blood Cells“ wurde angeblich für nur 9.500 Dollar produziert und die aktuelle CD „Elephant“ war kaum teurer. Eingespielt wurden die puristischen Songs in einem Hinterhofstudio mit Original-70er-Jahre-Equipment. Atemberaubend aber ist es, Meg und Jack live zu erleben: Während sie mit ihren Trommel-
Beim Ziehen von Hilfslinien in Adobes „Illustrator“ sollte man doppelte Arbeit vermeiden. Es gibt einen eleganteren Weg, als zunächst die Hilfslinien aus dem Lineal zu ziehen und anschließend Ungenauigkeiten auszugleichen, indem man sie über die Palette „Transformieren“ auf einen exakten Wert verschiebt. Wird die Hilfslinie bei gedrückter Umschalttaste aus dem Lineal gezogen, wird eine Art Magnetfunktion wirksam, mit der die Hilfslinie in den Schritten platziert wird, die auch im Lineal sichtbar sind, also bei entsprechender Einstellung z. B. in Millimeterschritten.
Wert“toff
Abfall macht häufig Ärger – und manchmal so richtig was her. Dass dieses Thema auch ästhetische Seiten – in diesem Falle 110 – haben kann, beweist das Buch „Vom Aufstieg des Abfalls“. 100 Jahre Bremer Entsorgung in öffentlicher Hand: Wie man diesen Stoff kreativ, ja opulent gestalten kann, zeigt die Arbeitsgemeinschaft Marita Wetter, Atelier für Grafik-Design / G.2 (Gestalt und Gehalt). So ziert z.B. eine zerdrückte Blechdose den aus Metallplatten hergestellten Umschlag. Gebunden wurde das Buch mit einer aus der Kalenderfertigung bekannten Metallspirale (Wire-O-Bindung). Achim Saur hat die wechselvolle Story recherchiert und geschrieben. So wertvoll war Abfall noch nie. Vom Aufstieg des Abfalls: 20,- Euro, erhältlich bei den Bremer Entsorgungsbetrieben, Telefon 0421-361-3611
stöcken vorzugsweise stur und brachial auf die Eins prügelt, haut Jack die Akkorde aus der E-Gitarre raus, übernimmt obendrein die Arbeit eines Bassers und Shouters „Der moderne Technikschrott der vergangenen Jahrzehnte hat der Musik die Seele beraubt“ sagt Jack White. Er darf das sagen, denn
dass die White Stripes Soul haben, ist unbestreitbar.
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„Schneeweiß“ sagen wir und meinen etwas Absolutes. Doch wie weiß ist der Schnee, den die Inuit-Sprache mit hunderten verschiedenen Begriffen beschreibt? Noch viel mehr Nuancen kennt die Farbe Weiß – eine echte Herausforderung für den Gestalter.