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Ideenprotokoll Beimerstetten

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Lebenswertes Beimerstetten Ideenwerkstatt für den Ortskern 26. + 27. April 2023

Ideen­ protokoll


Inhalt

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Ideensammlung

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Zusammenfassungen der Ideenstammtische

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Ideenzettel - digital und analog

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Beiträge der Schulklassen


Ideensammlung Im Ideenprotokoll sind alle schriftlichen Beiträge, die im Rahmen der Ideenwerkstatt bzw. der Workshops eingebracht und erarbeitet wurden, dokumentiert.* Um einen Überblick über die Beiträge zu bekommen, wurden die eingebrachten Ideen vor Ort im Ideenbüro an einer Ideenwand nach Themen geclustert. Auch die Flipcharts mit den Themen, die in den Workshops erarbeitet wurden, wurden für alle sichtbar aufgehängt.

Zusätzlich zu den hier dokumentierten, schriftlichen Beiträgen flossen auch die Eindrücke aller Teammitglieder von nonconform aus den persönlichen Gesprächen mit den am Prozess Beteiligten in das Ergebnis ein. *Ideenzettel mit beleidigenden Inhalten sind von dieser Dokumentation ausgenommen.

Über die unterschiedlichen Ideenkanäle wurden zahlreiche Ideen und Vorschläge gesammelt: • Ideenboxen • Digitale Ideenwand • Ideenstammtische an den Abenden • Ideenbeiträge der Schule • Direkt im offenen Ideenbüro abgegebene Ideen und Konzepte (schriftlich und mündlich)

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Zusammenfassungen der Ideenstammtische Ideenstammtisch zum Schwerpunktthema Wohnen 26. April ab 18:30, in der Lindenberghalle Tisch 1: Welche Wohnformen braucht es (noch) in Beimerstetten? Welche Wohnformen und -angebote fehlen bislang in Beimerstetten? Welche Zielgruppen brauchen andere Wohnangebote? Welche genauen Bedarfe an Wohnraum gibt es? Das Einfamilienhaus mit viel Grünfläche ist das vorherrschende Wohnmodell in Beimerstetten. Speziell für ältere (alleinstehende) Menschen, die nicht mehr allein oder zu zweit in einem großen Haus wohnen können oder möchten, braucht es andere Angebote an Wohnformen. Ebenso für jüngere Menschen, die z.B. allein oder zu zweit wohnen möchten gibt es bisher wenig passendes Angebot (Stichwort Starterwohnungen). Neue Mehrparteien-Wohnprojekte wären deshalb interessant. Da die individuellen Anforderungen an den eigenen Wohnraum auch von der jeweiligen Lebensphase abhängen, sollen in Zukunft unterschiedliche, flexibel anpassbare Wohnformen unterstützt werden. Viele unterschiedliche Zielgruppen sollen in Beimerstetten und besonders 4

im Ortskern Wohnraum finden. Gleichzeitig leben die Menschen in Beimerstetten gern im Grünen und genug Privatsphäre und allein gestaltbarer Raum ist ihnen wichtig. Ein Ortsbild mit viel Grünraum und Wohnräume mit angemessenem Abstand zu Nachbarn soll weiterhin bestehen. Bestehende innerörtliche Grünflächen sollen sehr behutsam behandelt werden. Für ein neues Mehrparteien-Wohnprojekt wäre es denkbar, bestimmte gemeinschaftlich genutzte Räume und Flächen einzuplanen, z.B. für Werkstätten, Hobbyräume, gemeinsam gestaltete Gärten. Diese Funktionen sollen gut mit anderen gemeinschaftlichen Funktionen im Ortskern abgestimmt werden, damit es kein Überangebot und dadurch Konkurrenz an Treffpunkten gibt.


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Tisch 2: Wie könnte man Wohnhäuser tauschen, teilen oder weitergeben? Die meisten Menschen merken erst, dass ihr Haus zu groß geworden ist, wenn sie körperliche Schwierigkeiten bekommen und es somit nicht mehr vollständig nutzen können. Oft wird der letzte Umzug so zu einem unfreiwilligen ins Pflegeheim. Dem gegenüber stehen ca. 40 Familien, die in Beimerstetten eine Anfrage für Bauland gestellt haben, also ein Wohnhaus - meist für eine Familie – neu bauen wollen. Eigentlich wäre es gut, sich mit ca. 60 bereits darum zu kümmern in eine passendere Wohnung zu ziehen, denn so kann man diesen letzten Umzug selbstbestimmt gestalten. Hierzu fehlt jedoch das Angebot an guten Wohnungen fürs Alter. So ist es für viele 60-Jährige die naheliegende Variante im eigenen gewohnten Haus zu bleiben und ihre Wohnfläche, die seit dem Auszug der Kinder überdurchschnittlich groß ist, nicht zu hinterfragen. Damit der Umzug und somit das Freiwerden von Einfamilienhäusern über Einzelfälle hinaus funktionieren kann, muss demnach ein gutes Angebot vor Ort geschaffen werden, denn es ist den 6

Beimerstettener:innen wichtig, dass sie ihre sozialen Kontakte behalten können. Das Projekt in Burgrieden bietet hier eine gute Vorlage. Wichtig ist, dass man sich als agiler 60-Jährige:r wohl fühlt, dann aber die Sicherheit hat, dass man bei größerem Bedarf an Unterstützung gut versorgt ist. Es muss barrierefrei sein und eine Pflegeoption bieten. Das alte Haus muss dabei gar nicht notwendigerweise verkauft werden. Es könnte einer (neu zu gründenden) Hausverwaltung übergeben werden, die dezentral einzelne Wohnungen und Häuser betreut. Sie nimmt den einzelnen Vermieter:innen die aufwendige Verwaltung ab, könnte aber auch eine Mietausfallversicherung integrieren und so die Angst vor schwierigen Mieter:innen nehmen. Diese Hausverwaltung könnte zudem auch Wohnungen in geteilten Häusern verwalten. Viele Einliegerwohnungen in Beimerstetten stehen leer, da die Bewohner:innen keinen Bedarf haben zu vermieten und den Aufwand sowie das Risiko scheuen. Sollte im Einzelfall ein Umbau oder eine Modernisierung nötig sein, könnte die Hausverwaltung auch fachlich beraten und organisatorisch unterstützen. Schlussendlich könnte so auch das langfristig abbezahlte Einfamilienhaus weiter im Familienbesitz blei-

ben und so in die Erbmasse mit einfließen. Wichtig ist es, dass vor Ort darüber debattiert wird, wie der vorhandene Wohnraum besser ausgenutzt werden und so vielleicht auch die aufwendige und teure, aber auch ökologisch bedenkliche Neuausweisung von Bauland verhindert werden kann.


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Tisch 3: Was wollen wir bei zukünftigen Wohnprojekten kombinieren? Viele sehen gemeinschaftliche Wohnformen als Zukunftsmodell für Beimerstetten. Sie sollen ein ausgewogenes Verhältnis von Privatsphäre und Begegnungsräumen aufweisen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kleinen, leistbaren Wohnungen für Jung und Alt. Ergänzt werden diese durch ein vielfältiges Angebot von Gemeinschafts-Räumen und -Einrichtungen. Geteilt werden könnten beispielsweise Gästewohnungen, Fitnessräume oder Aufenthaltsbereiche aber auch Gemeinschaftsgärten und andere Freibereiche. Viele dieser Räume sollten multifunktional nutzbar sein. Das „Sharing“-Prinzip soll aber auch auf Fahrzeuge, Werkzeug oder die Energieproduktion ausgedehnt werden – gegebenenfalls auch quartiersübergreifend. Wohnen und Arbeiten soll enger verzahnt werden – z.B. in Form gemeinsamer Homeoffices oder „leiser Werkstätten“ im Wohnprojekt. Es soll untersucht werden, wie sich ein solches Wohnprojekt auch gemeinschaftlich entwickeln bzw. finanzieren lässt (Genossenschaft, Bürgerstiftung, Baugemeinschaft etc.). Die gemeinschaftlichen Einrichtungen in Wohnquartieren sollen in möglichst geringer Konkurrenz zu denen in der „Mitte für den gesamten Ort“ stehen. Aus den Überlegung zu gemeinschaftlich entwickelten Aktivitäten im Wohnquartier entstand die Idee, einen „Bänkle Hock“ zu veranstalten. 8


Tisch 4: Was können wir von Burgrieden lernen? Zwei Dinge sind notwendig, damit ein ähnliches Projekt in Beimerstetten entstehen kann: Ein Grundstück im Besitz der Gemeinde und engagierte Personen, welche das Projekt voran treiben. Beim Grundstück ist nicht die Größe sondern die Lage im Ort entscheidend. Auch eine Aufteilung auf mehrere Grundstücke ist möglich. Genauso wichtig wie das Grundstück ist die Gruppe an Menschen, welche hinter dem Projekt steht. Die Initialzündung muss dabei vom Gemeinderat ausgehen. Dieser Braucht den Mut, so ein neues Projekt zu starten. Die Frage nach der richtigen Rechtsform für das Wohnprojekt sollte durch eine Rechtsberatung im Rahmen des Prozesses geklärt werden.

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Ideenprüfstand zum Schwerpunktthema Treffpunkte 27. April ab 18:30, in der Lindenberghalle Frage des Abends: Wo ist die Ortsmitte (in Zukunft)? These des Abends: Das Moll-Areal als zukünftige Ortsmitte

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Tisch 1: Die Ortsmitte der Zukunft Die Kernfrage dieses Tisches war: Ist das „Moll-Areal“ der richtige Ort für die zukünftige Mitte? Nachdem diese Frage von nahezu allen Teilnehmenden mit JA beantwortet wurde, wurde diskutiert, welche Qualitäten dieser Ort bzw. die Baulichkeiten aufweisen sollen: Hier soll ein Ort für Alle entstehen. Möglichst viele Nutzungen sollen hier verknüpft und die exklusive Nutzung von Räumen durch eine einzige Gruppe oder Institution minimiert werden. Die Nachbarschaftshilfe und verschiedenste Vereine sollen hier ebenso Platz finden wie Musik, kulturelle Aktivitäten oder private Feiern. Es sollen ideale Rahmenbedingungen für den rentablen Betrieb einer Gastronomie (Cafè) geschaffen werden (Qualitätsvolle Räume und Umfeld, Veranstaltungen, Alltags-Nutzungen durch unterschiedlichste Zielgruppen etc.). Synergien mit Akteur:innen in der Umgebung (z.B. Metzger) sollen entwickelt werden. Die Hauptorientierung des Objekts ist zukünftig auf die Bahnhofstraße. Hier soll ein kleiner Vorplatz mit hoher Aufenthalts-Qualität entstehen. Gebäude und Freiräume sollen sich so zur Umgebung öffnen, dass dort stattfindende Aktivitäten in den umliegenden Straßenräumen gut sichtbar sind – für Menschen, 12

die dort zu Fuß, mit dem Fahrrad oder motorisiert unterwegs sind. Der Grünraum im Westen soll weitgehend erhalten, nach Norden stärker geöffnet und nach Süden etwas abgeschottet werden. Das Parken ist vom Areal durch die Straße getrennt. Die Bushaltestellen verbleiben als „Aufenthaltsorte“ in diesem Bereich. Es soll ein Weg gefunden werden, der Bestand und zeitgemäßes Bauen qualitätsvoll verknüpft und hier ein einzigartiges Ensemble entstehen lässt.


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Tisch 2: Wie sieht der Weg in die Ortsmitte aus (wörtlich genommen)? Der Weg in die Ortsmitte sollte hauptsächlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Ein störender Faktor dabei ist jedoch der starke Durchgangsverkehr. Um diesem Störfaktor auszuweichen, sollte auf das bereits bestehende parallele Wegenetz zurückgegriffen werden. Dieses ist jedoch oftmals nicht sonderlich attraktiv für die Benutzung zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Auch die zukünftige Umgehungsstraße würde dieses Problem lösen. Damit die fertiggestellte Umgehungsstraße benutzt wird, muss die Durchfahrt durch den Ort möglichst unattraktiv für den motorisierten Verkehr werden. Die Pläne für so eine Umgestaltung sollten erstellt werden, sobald die Umgehungsstraße sicher gebaut wird. Was braucht ein Attraktiver Fußweg? Damit ein Weg attraktiv ist sollte es ausreichend Sitzmöglichkeiten geben. Die ideale Ruhebank bietet Schutz vor Sonne und Wind (z. B. durch Vegetation),

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ermöglicht idealerweise einen Ausblick in die Umgebung und ermöglicht zwischenmenschliche Kommunikation (sehen und gesehen werden). Die Platzwahl für die Bank ist also entscheidend. Ordnung durch Gestaltung Derzeit ist ein Großteil der Fläche im Ort für den Motorisierten Verkehr vorgesehen und entsprechend versiegelt. Grünflächen werden oftmals aus den Restflächen dieser Verkehrsflächen gebildet. In Zukunft sollte auf eine bessere Gestaltung aller Verkehrsflächen geachtet werden, damit ein besseres „Miteinander“ der unterschiedlichen Verkehrsarten entsteht.


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Tisch 3: Was passiert mit dem Rest der Orte in Beimerstetten, wenn das Haus Moll zum zentralen Treffpunkt werden soll? Die Bahnhofstraße hat viele Nutzungen, die erhalten bleiben sollen und durch die Stärkung des Standorts Haus Moll profitieren sollten. Die Schule und die Lindenberghalle haben wichtige Funktionen, jedoch gibt es mit dem Gesangverein und der Musikschule Nutzungen, die gut in das Haus Moll integriert werden können, denn der freiwerdende Platz hilft der Schule. Die Kirche und das Rathaus sind die „Stars“ der öffentlichen Gebäude in Beimerstetten und sollten gestärkt werden. Der angrenzende Platz ist somit auch ein wichtiger Raum im Ort. Der derzeitige Parkplatz wird dem nicht gerecht. Die weitere öffentliche Nutzung in der Nähe, die Pizzeria, ist weiter weg und das Gebäude wendet sich von Rathaus und Kirche ab. Es wäre städtebaulich sinnvoll, wenn die Raumkante des abgetragenen Gebäudes, das früher auf der jetzigen Parkplatzfläche stand wieder hergestellt wird und eine öffentliche Nutzung erhält. Diese sollte 16

dem Haus Moll keine direkte Konkurrenz machen, kann jedoch den Ort gut ergänzen, beispielsweise durch eine Gastronomie, ggf. durch den Umzug der Pizzeria und einzelnen Räumen für die evangelische Gemeinde, die direkt an der Kirche liegen. Das Areal des evangelischen Gemeindehauses ist stark sanierungsbedürftig, enthält aber viele wichtige gemeinschaftliche Funktionen. Diese könnten sowohl ins Haus Moll ziehen, als auch näher zur Kirche an den Marktplatz. Einzelne Aktivitäten im direkten Umfeld der Kirche könnten Räumlichkeiten, teilweise auch Umkleiden gebrauchen. Andere Nutzungen sind eher losgelöst von der Kirche, bringen aber viele Menschen zusammen. Diese würden auch gut in die zukünftige Mitte im Haus Moll passen. Ein schöner und attraktiver Raum ist zudem das katholische Gemeindehaus, das unbedingt mitgedacht werden muss. Viele dieser Ideen sind für die Beimerstettener:innen nicht neu. Bereits im Rahmen der Planungen zum ersten Entwurf für ein Bürgerhaus gab es intensive Gespräche, die teilweise ergebnislos blieben. Hier wäre es wichtig, dass ein neuer Dialog auf Augenhöhe stattfinden kann. Angesichts dessen, dass viele Beteiligte im Ehrenamt tätig sind und ihnen in vielen

Fragen Wissen und Ressourcen fehlen, wünschen sie sich hier eine professionelle Begleitung. Die genaue Ausgestaltung, welche Nutzungen ins Haus Moll umziehen können und wie insbesondere auch finanzielle Vereinbarungen aussehen, muss in Ruhe und im gemeinsamen Dialog entwickelt werden.


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Tisch 4: Die „Software“ für Haus Moll Wie kann die zukünftige Nutzung von Haus Moll als Treffpunkt für den ganzen Ort alle organisiert werden? Wie kann ein Betreibermodell für eine feste Einrichtung, beispielsweise eines Cafés aussehen? Wer kann sich kümmern? Und was kann jetzt schon passieren? Schon jetzt kann das Haus Moll und der dazugehörige Außenbereich intensiver von der gesamten Bürgerschaft als Treffpunkt genutzt werden. Durch einfache Veränderungen, wie die Öffnung des Gartens zur Bahnhofstraße hin, Aufstellen und zur Verfügung stellen von Sitzgelegenheiten im Garten und Spielsachen für Kinder, etc. Kann vor allem der Außenraum einfach, von allen und zu jeder Tageszeit genutzt werden. In Erweiterung zu den bestehenden Aktivitäten der Vereine im Haus – wie die Nachbarschaftshilfe – können mit wenig Aufwand z.B. Stammtischabende, Biergarten im Sommer oder offenen Nachmittagskaffee-Tage organisiert werden, die auch weitere Beimerstettener:innen ansprechen, wie berufstätige, Eltern, Kinder und Jugendliche. Auf dem Weg zum Ort für alle sind solche einfachen Aktionen ein erster Schritt und bieten die Möglichkeit, einer Testphase, bevor Energie in langfristige Veränderungen investiert wird. 18

Mittelfristig braucht es eine zentrale Stelle, die die Nutzung, Belegung und das evtl. Kulturprogramm im Haus Moll koordiniert und Schnittstelle zwischen verschiedenen Nutzer:innen, z.B. Vereinen, sowie der Gemeinde ist. Dies könnte über eine eigene Stelle in der Verwaltung, z.B. über ein Förderprogramm finanziert verwirklicht werden. Für die langfristige Nutzung braucht es Gutachten zum Gebäudezustand, sowie räumliche Konzepte, wie es zukünftig umgebaut und genutzt werden kann. Das historische Gebäude ist ein wertvoller Teil von Beiemerstettens Geschichte und soll erhalten bleiben, bzw. umgebaut werden.


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Ideenzettel - digital und analog Ca. 200 Ideen für den Ortskern von Beimerstetten wurden insgesamt eingereicht, analog und digital. Während der Ideenwerkstatt wurden diese an der Ideenwand im Haus Moll sortiert und für alle sichtbar aufgehängt. Folgende Themen wurden dabei herausgearbeitet: Energie Vermutlich aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage war das Thema Energie sehr präsent. Es ging dabei hauptsächlich um Vorschläge zur Energieversorgung der Wohngebäude durch unterschiedliche erneuerbare Energieträger (PV, Warmwasser-Solar, Erdwärme, Nahwärmenetz, etc.) Es gab auch sehr spezielle Ideen, wie den Vorschlag, den Turm des Lagerhauses zu einem kinetischen Energiespeicher mit kleinen Aufzügen umzubauen. Verkehr und Mobilität Viele Vorschläge zu diesem Themenkomplex wurden eingereicht. Zwei große Themenblöcke lassen sich erkennen:

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ÖPNV: Der Bahnanschluss wird als sehr gut empfunden. Bei der Anbindung der Buslinien gab es einige Ideenzettel mit Verbesserungsvorschlägen. Auch ganze Konzepte zur Neuorganisation der Buslinien wurden eingereicht. Dominanz des motorisierten Verkehrs zurückdrängen Vielfach kam der Wunsch, die Geschwindigkeit des Durchgangsvekehrs zu reduzieren. Allgemein lässt sich eine Unzufriedenheit mit der Dominanz des KFZ-Verkehrs in Beimerstetten erkennen. Auch breitere Gehsteige und sicherere Übergänge über die Hauptstraßen waren gewünscht. Auch der Wunsch nach einer Realisierung der Umfahrung wurde des Öfteren geäußert. Versorgung und Einrichtungen Hierzu zählen Versorgungseinrichtungen für die Güter des täglichen Bedarfs. Mehrmals gewünscht wurde eine zentral gelegene, kleine Einkaufsgelegenheit. Auch ein breiteres Angebot an regional erzeugten Lebensmitteln wünschen sich einige Menschen. Zur einfacheren Vermarktung wurden automatisierte Lösungen wie ein Selbstbedienungsmarkt oder ein Regiomat vorgeschlagen. Aber auch die Einrichtung

eines Wochenmarktes war gewünscht. An zusätzlichen Einrichtungen war der Wunsch nach einer Bücherei deutlich erkennbar. Aktivitäten und Treffpunkte Aus den vielen Einreichungen war der Wunsch nach Platz für gemeinschaftliche Aktivitäten erkennbar. Sehr oft wurde ein Café als Treffpunkt gewünscht. Aber auch gut gestaltete Treffpunkte ohne Konsumzwang solle es zukünftig geben. Daneben bestand auch der Wunsch nach Räumlichkeiten für unterschiedliche gemeinsame Aktivitäten. Vom Sport über Basteln bis zum geselligen Beisammensein beim Kochen oder Kartenspielen. Auch das Schaffen von Aktivitätsmöglichkeiten im öffentlichen Raum (Spielgeräte für alle Generationen) wurde mehrfach als Idee genannt. Dorfplatz/Park Eng verbunden mit den Ideen für Aktivitäten und Treffpunkte ist der Wunsch nach einem Dorfplatz bzw. einem Dorfpark. Es gab unterschiedliche Ideen dazu, wo der Dorfplatz bzw. der Dorfpark im Dorf platziert werden sollte. Umfassend konnte aber der Wunsch nach einem gut


gestalteten öffentlichen Platz für Zusammenkünfte unterschiedlichster Art herausgelesen werden. Auch die bestehenden Plätze sollten bei der Neukonzipierung eines Dorfplatzes einbezogen werden und entsprechend neu gestaltet werden. Gestaltung Ein wichtiges Thema war die Gestaltung der Treffpunkte, des Dorfplatzes, sowie des öffentlichen Raumes allgemein. Es wurde mehr Grün in Form von Bäumen, Sträuchern und weiterer Bepflanzung gewünscht. Auch mehr Sitzgelegenheiten im gesamten Dorf, vor allem jedoch entlang der Bahnhofsstraße sollten aufgestellt werden. Bei der Möblierung sollte auf eine entsprechende Wertigkeit der ausgewählten Möbel geachtet werden. Spielplatz Das Themenfeld Spielplatz/Dorfplatz in der Bahnhofstraße ist wiederum eng mit den Themenfeldern Treffpunkte, Dorfplatz und Gestaltung verknüpft und könnte auch als ein Unterpunkt fungieren. Allerdings kamen viele Ideen und Einreichungen zu dem Thema, sodass es einen eigenen Schwerpunkt darstellt. Generell wurde eine Erneuerung und Verbesserung

des Spielplatzes gefordert. Die derzeitige Einrichtung wird als veraltet und nicht mehr zeitgemäß angesehen. Im Hinblick auf die neu geplante Bebauung nördlich des Spielplatzes kam der Wunsch auf, eine Durchgängigkeit vom Spielplatz zur Neue Straße herzustellen. Auch an anderen Orten im Dorf waren Spielgeräte gewünscht, um dort kleine Aufenthaltsbereiche entstehen zu lassen. Generell wurden mehr Angebote an Aktivitäten und Beschäftigungsmöglichkeiten für alle Generationen gewünscht, siehe dazu auch das Themenfeld Aktivitäten und Treffpunkte.

reichten Ideen zur Umgestaltung des Schulhofes ein. Sie wünschten sich vor allem mehr Spielgeräte (Torwand, Wippe, Schaukel) für die Aktivitäten in den Pausen und mehr Bepflanzung bzw. Begrünung. Im Folgenden sind alle eingereichten und gescannten Ideenzettel dokumentiert.

Wohnen Einige Ideen wurden zum Thema Wohnen eingebracht. Vor allem die Idee von mehreren Generationen in einem Gebäude wurde mehrfach genannt. Auch der Wunsch nach kleinen Wohnungen wurde deutlich. Die noch freien Flächen im Dorf wurden als potenzielle Orte für eine zukünftige Wohnbebauung genannt. Auch der Wunsch nach Einfamilienhäusern bzw. Neubaugebieten wurde formuliert. Schulhof Viele Schüler:innen nutzten die Gelegenheit und 21


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Beiträge der Schulklassen Auch von der Grundschule sind Ideen für den Ortskern eingebracht worden. Eine dritte Klasse hat Plakate eingereicht. Das Team von nonconform hat eine 4. Klasse am 27. April in der Schule besucht und mit den Kindern ihre Wünsche und Themen zum Ortskern im Rahmen einer Schulstunde besprochen. Folgende Themen der Kinder haben sich dabei herauskristallisiert: • Sicherheit im Straßenraum • sichere Fußgänger:innenüberwege, speziell Dornstadter Str. und Kreuzung Dornstadter Str./ Ulmer Str. • Erhalt von Grünflächen, Bäumen • Platz und Orte zum Spielen und Freund:innen treffen • Qualität von Spielplätzen und öffentlichen Grünflächen • Aufwertung und Erweiterung der Spielgeräte im Pausenhof der Schule

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Impressum nonconform ideenwerkstatt GmbH Verfasserstandort Büro Bayern c/o Kraftwoerk Klepperstraße 19 83026 Rosenheim Büro Berlin Reichenberger Straße 124 A, 10999 Berlin Büro Wien Lederergasse 23/8/EG, 1080 Wien www.nonconform.at office@nonconform.at Verfasser:innen Protokoll Eva Beham, Korbinian Kroiß, Christof Isopp, Torsten Klafft

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