Auszug
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Visuelle Kommunikation
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
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MA Visuelle Kommunikation Abschlussarbeiten
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Studierendenverzeichnis
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Auszug 24/25 Visuelle Kommunikation Linz
Liebe Leserinnen und Leser, Wir verstehen uns als Kollektiv – Lehrende, Forschende und Studierende gemeinsam. Was uns in diesem Jahr beschäftigt hat, lässt sich auf zwei Bewegungen verdichten, die immer wieder auftauchten: der Mut, die eigene Stimme zu ergreifen – und das Vertrauen, dass es andere gibt, die zuhören. Diese Broschüre zeigt, was entstanden ist, wenn beides zusammenkommt. Das spiegelt sich in allem, was Sie auf den folgenden Seiten finden werden: in Lehrveranstaltungen, in denen viele Menschen dieselbe Frage mit ganz verschiedenen Mitteln beantwortet haben, in Abschlussarbeiten, die zeigen, wie jemand zu einer eigenen Haltung gefunden hat, und in Forschungsprojekten, welche die Abteilung weit über sich hinaus getragen haben – in Kliniken, in die Wissenschaft, in den öffentlichen Raum. Das Jahr brachte auch personelle Veränderungen. Christian Hoffelner wurde an eine Professur in Deutschland berufen – er hat sich viele Jahre mit seinem Wissen rund um Typografie und Raum eingebracht und für die Studierenden den Begriff der »Gefäße« stark geprägt. Gleichzeitig durften wir Enrico Bravi willkommen heißen, der uns nun mit seinem Wissen in der Typografie und insbesondere den Bereich der Datenvisualisierung unterstützen wird. Abschiede und Ankünfte gehören zum Leben einer Abteilung – sie erinnern daran, dass das Kollektiv lebt, wächst und sich verändert. Wir laden Sie ein, sich von der Vielfalt dieser Arbeiten überraschen zu lassen. Tina Frank
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Gestalterische Forschung bedeutet für uns, die eigenen Werkzeuge und Haltungen in Felder zu tragen, die eine andere Sprache sprechen. In diesem Jahr haben wir neben Klimaforscher*innen, Neurowissenschaftler*innen und einem Musikfestival mit vielen weiteren Kooperationspartner*innen zusammengearbeitet – jeweils an einem Punkt, an dem die andere Disziplin an ihre Ausdrucksgrenzen stieß. Eine Stadt, die gleichzeitig wärmer und kälter wird. Ein Vortrag, der sich in Echtzeit in Bilder verwandelt. Zellen, die kommunizieren, bis sie verstummen. In all diesen Projekten steckt dieselbe Überzeugung: dass Gestaltung und Bilder etwas zu sagen haben, wo andere Sprachen schweigen.
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02 Institut für Medien ↪Visuelle Kommunikation
Institut für Medien ↪Visuelle Kommunikation
Christian Kosmas Mayer (geb. 1976 in Sigmaringen, D) lebt und arbeitet in Wien. Mayer studierte an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken, an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der Glasgow School of Art. Seine medienübergreifenden und installativen Arbeiten basieren auf eingehenden historischen und zeitgeschichtlichen Recherchen. Sie dienen einer kritischen Neubewertung von Geschichte und Gegenwart, indem sie Evolutionäres und Naturhaftes in einen kulturgeschichtlichen und wissenschaftlichen Bezugsrahmen stellen.
↪kunstuni-linz.at/viskom
↪kunstuni-linz.at/viskom
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
In seiner Arbeit besitzt die Auseinandersetzung mit Fragen des Archivierens und Konservierens als geschichtsbewusstem Handeln zentrale Bedeutung.
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»Schnittstelle 72 –76« – Gastvortragsreihe mit Yoko Shimizu, Theo Deutinger, Andreas Fogarasi, After Hours Workclub und Christian Kosmas Mayer Abb. 01 – 04 Plakatgestaltung: Hleb Rusalouski
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
»Viskom Ringvorlesung« – Einblicke in aktuelle Forschungs- und Designpraktiken an der Abteilung Visuelle Kommunikation mit Tina Frank, Katharina Mayrhofer und Christa Amadea Abb. 05
Poster: Lukas Hoffmann & Ivan Sukhov
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 06 Daniel Paul thematisiert in »In the Shadow of Love« die Verletzlichkeit von jungen Klimaaktivistinnen. Foto: Alisa Matern
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 07 »Golfclub Asphalt Linz« – Lisa Puchner & Valentin Fiala laden ein, Wohnstraßen zu bespielen. Abb. 08 Das kollektive Projekt »gras über die sache« entwirft ökofeministische Stadtutopien. Fotos: Alisa Matern
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»Splitting Image« – ein KI-Mitzeichner für Live-Vorträge
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Was passiert, wenn eine Maschine einem Vortrag zuhört? KI als künstlerische Übersetzungsmaschine zwischen gesprochenem Wissen und Bild
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 09 – 12 Während des diskursiven Programms von Unsafe + Sound 2025. Fotos: Theresa Haas
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»The Silent Scream of Cells«
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 13 Das Projekt visualisiert die fragile Kommunikation neuronaler Prozesse als interaktive Installation. Foto: Marianne Lechner
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 14 Zell-Akteure reagieren auf Besucher*innen und machen Stress und Überstimulation im neuro nalen Netzwerk sinnlich erfahrbar. Foto: Marianne Lechner
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
»Rund Viskom« Faltblatt der Visuellen Kommunikation im Rahmen des Rundgangs der Kunstuniversität 2024 Abb. 15
Gestaltung: Hleb Rusalouski
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»In alphabetischer Reihenfolge« Ausstellung als Teil der Konferenz »Define Redefine« im Interdisciplinary Lab der Angewandten, Wien 15
Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Abb. 16 – 17 Ausstellungsansichten Fotos: Enrico Bravi
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»Schnittstelle« Gastvortragsreihe
Die Ausstellung ist Teil des Projekts »Klima soziales Linz«, einem inter- und transdisziplinären Forschungsprojekt der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz, ATTAC Linz, der Volkshilfe Oberösterreich, dem BRG Hamerlingstraße, dem BEIGEWUM und der Armutskonferenz gefördert vom Klimafonds der Stadt Linz.
»Schnittstelle« ist eine etablierte Vortragsreihe der Abteilung Visuelle Kommunikation an der Kunstuniversität Linz. Die Reihe bringt Künstler*innen, Design er*innen, Kurator*innen und Autor*innen zusammen, die in ihren Arbeiten innovative Verbindungen zwischen Design, Fotografie, Kunst, Performance und Forschung schaffen. Mit einem Fokus auf interdisziplinäre Ansätze und die Überschneidung verschiedener Medien und Disziplinen bieten die Vorträge spannende Einblicke 10 in kreative Prozesse und fördern den Austausch über die Grenzen der traditionellen Gestaltung hinaus. Institut für Medien ↪Visuelle Kommunikation
↪kunstuni-linz.at/viskom
Vortragende: Yoko Shimizu, Theo Deutinger, Andreas Fogarasi, After Hours Workclub und Christian Kosmas Mayer
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»Viskom Ringvorlesung«
Die Ringvorlesung bietet Einblicke in aktuelle Forschungs- und Designpraktiken der Abteilung Visuelle Kommunikation. In vier Vorträgen präsentierten Dozierende ihre Projekte und kreativen Prozesse, die Schnittstellen zwischen künstlerischer Forschung, Designpraxis und kritischer Theorie erkunden. Die Themen reichten von klassischem Grafikdesign über fotografische Entwicklungen bis zu generativen digitalen Anwendungen. Ein besonderer Fokus lag auf der Beziehung zwischen Gestaltung und Bild und deren Rolle in aktuellen gesellschaftlichen Diskursen. Vortragende: Tina Frank, Katharina Mayrhofer und Christa Amadea
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»Klimasoziale Stadt« Ausstellung
Die Ausstellung »Klimasoziale Stadt« zeigt Utopien und Wirklichkeiten aus künstlerischen Perspektiven: Kunst kann sichtbar machen, wo Sprache versagt. Wie sieht die klimasoziale Stadt der Zukunft aus? Wie können Klimaerwärmung und soziale Kälte gemeinsam überwunden werden?
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
Kuratiert von: Marianne Lechner
»Splitting Image« – KI-Simultanzeichner für Live Vorträge, Beta Now 007
»Splitting Image« ist eine KI-gestütz te, interaktive Visualisierungsmaschine, die gesprochene Beiträge in Echtzeit analysiert und in Zeichnungen übersetzt. Während eines Vortrags werden Textfragmente mithilfe unterschiedlicher inhaltlicher Persönlichkeiten interpretiert und als Bilder ausgegeben. Alle zwei Minuten entsteht daraus eine Postkarte, auf der eine Zeichnung gemeinsam mit einem Ausschnitt des gesprochenen Texts zu sehen ist. Auf diese Weise entwickelt sich während des Vortrags eine experimentelle, performative Form der Dokumentation des Gesagten. »Splitting Image« ist das siebte Projekt des Co.Lab Beta Now, dem Space for Performative Image, und entstand im Rahmen einer Kooperation mit dem Musikfestival Unsafe + Sounds 2025 in Wien. Tina Frank, Ozan Tezvaran https://betanow.kunstuni-linz.at/
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»The Silent Scream of Cells«
Diese Installation übersetzt die sensible Kommunikation von Zellen in eine interaktive Skulptur. Unterschiedliche zelluläre Entitäten reagieren auf Besucher*innen und erzeugen Bewegung und wechselnde Lichtmuster. Kommunikation und Überstimulation werden sichtbar und münden in erzwungene Stille. Die fragile Choreografie neuronaler Prozesse wird so zur sinnlichen Erfahrung. Die Arbeit ist Teil des SciArt-Projekts ASTER+S, initiiert von Rocío García Robles (Uni-
versität Sevilla). Internationale Künstlerinnen entwickelten in Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftler*innen künstlerische Positionen als Antwort auf aktuelle Forschung. Marianne Lechner (AT), Katharina Mayrhofer (AT), Daniel García González (ES), Clara Gómez Cruz (ES), Miguel Fernández de la Torre (ES)
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»Rund Viskom«
Das Faltblatt zum Rundgang 2024 der Kunstuniversität Linz listet alle ausgestellten Arbeiten der Abteilung Visuelle Kommunikation auf – und ist selbst eines der bemerkenswertesten Objekte der Ausstellung. Die Gestaltung, entwickelt von Hleb Rusalouski, spielt mit dem Spannungsfeld zwischen typografischer Expressivität und sachlicher Information: Einem streng gegliederten Innenleben steht eine Kombination aus massiven, fragmentierten Letterformen gegenüber, die in weiterer Folge als Logo und Orientierungssystem im Gebäude genutzt wurde. Die konsequente Schwarz-Weiß-Entscheidung wirkt dabei radikal und selbstbewusst. Das Blatt wurde im Rahmen des Joseph Binder Designwettbewerbs ausgezeichnet – ein Zeichen dafür, dass gestalterische Qualität unserer Studierenden auch über die Abteilung hinaus Anerkennung findet. Design: (H)Gleb Rusalouski
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»In alphabetischer Reihenfolge« Konferenz Define Redefine 08. – 09.04.2025
Die Ausstellung »In alphabetischer Reihenfolge« präsentierte die Ergebnisse der Studierenden aus der Lehrveranstaltung Typografie 2, basierend auf dem »Glossar für faire Bezahlung in der bildenden Kunst« von Sheri Avraham (IG Bildende Kunst) und Michael Strasser (Künstler*innen Vereinigung Tirol). Wobei Format (A6) und einfarbige Produktion für alle gleich waren, zeigten die Projekte eine bemerkenswerte Vielfalt an gestalterischen Ansätzen. Jede Publikation interpretierte die Glossarinhalte typografisch und layouttechnisch auf eigene Weise, wodurch unterschiedli-
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Veranstaltungen / Forschung / Kooperationen
che Lesestrukturen, visuelle Hierarchien und expressive Mittel sichtbar wurden. Die Arbeiten spiegelten die Bandbreite möglicher typografischer Strategien wider und boten den Besucher*innen die Gelegenheit, die individuellen Positionen zu vergleichen. Die Ausstellung war Teil der Konferenz »Define Redefine« (8.–9. April 2025, Wien, Angewandte Interdisciplinary Lab) und ergänzte das interdisziplinäre Programm aus Performances, RoundTables und Diskussionen. Studierende: Louis Charim Bartscherer, Daryna Bondarenko, Eren Talha Bozkaya, Martin Naydenov Colov, Júlia Cruz Gómez, Anna Daud, Timm Jonathan Felder, Nino Gonashvili, Diego Ruben Haubeil Eguiluz, Nadezhda Ivanova, Sinaida Maria Madreiter, Laia Martínez Gastón, Clara Sofie Müller, Francisco Perloiro, Ani Shahrikyan, Euk Kung Yoo
Leitung: Enrico Bravi, Angewandte Interdisciplinary Lab AIL
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
In den Lehrveranstaltungen des Bachelors geben wir ein Thema vor – und lassen dann los. Welche Werkzeuge jemand wählt, welche Form, welchen Blickwinkel: das entscheidet jede Person selbst. Dass dabei so unterschiedliche Arbeiten entstehen, ist kein Nebeneffekt, sondern das Ziel. Ein Glossar über faire Bezahlung wird zur typografischen Position. Quantenphysik wird zur spekulativen Kreatur. Sonne und Mutterschaft finden eine eigene Bildsprache. Das gemeinsame Thema macht sichtbar, wie verschieden wir denken – und das gemeinsame Arbeiten gibt jedem Einzelnen den Rückhalt, das auch zu riskieren.
Lichthof im Kreis – WEST 4. Etage, Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8
Ausstellung von: Grafik-Design und Fotografie Visuelle Kommunikation
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Sum
1.Juni 2025
Südwand – WEST 3. Etage, Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8
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Mit Arbeiten von : Sarah Aistleitner, Emma Bockelmann, Eli Büchner, Natalia Chaykina, Martin Colov, Leyla Dehring, Timm Felder, Ann-Kathrin Häupl, Tessi Lehner, Alisa Matern, Philip Paulus, Liza Rashica, Eliana Rodrigues, Lea Trathnigg, Eva Werner, Ana Teresa Zerbes Künstlerische Betreuung: Christa Amadea
Foto: Eliana Rodrigues Grafik: Leyla Dehring
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»Summery along the line 2.0« 20
BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 18 Ausstellungsposter. Foto: Eliana Rodrigues, Gestaltung: Leyla Dehring
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»Mutter, Großmutter, Urgroßmutter« Praxis Fotografie 21
BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 19 Sarah Aistleitner Abb. 20 Franz Witzmann
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
»Critterverse« – Projekt 3+5 Fiktive quantenphysikalische Wesen versammelt auf einer gemeinsamen Webseite als spekulativer Zoo verschränkter Existenzen
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 21 »tangle« – Emma Bockelmann Abb. 22 »Resonara« – Sina Madreiter Abb. 23 »es te« – Lautlesebuch von Johanna Heller Abb. 24 »Quanta’s Playground« – Elisabeth Büchner
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»Attitudes and Form« 24
BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 25 Martin Colov Abb. 26 Clara Sofie Müller
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 27
Marlene Gläß
Autodecke Haare
gerunzelte Stirn
Augenbraue
Haare
Augenbraue
Auge
Auge Haare
Nase
Ohr
Schnurrbart
Zunge Anzug Anzug Krawatte
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
»Bilder lesen« Abb. 28 Alina Lang
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 29 Lilli Ingruber Abb. 30 Lea Trathnigg
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»What’s in my bag?«
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 31 Übung »Punkt, Linie, Fläche«. Die Studierenden legen mit Objekten, die sie bei sich tragen, auf einem DIN A4 Blatt Kompositionen zu den Begriffen Ordnung und Unordnung.
33.
12.
3.
31.
16.
19.
wart kurz – Mappe
14.
Haarklammer 5.
Brille 28.
Geldbörse 13.
Taschentücher 4.
Gestaltung: Noël Barz, 2024
Handcreme
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Kopfhörer
Muji-Stift
Notizbuch
Blush
Ladekabel 26.
Kordeln 30.
Nähzeug
Kaugummi 23.
29.
15.
Knopf 35.
Schlüssel
Kamera
Geodreieck 11.
Laptop
1.
20.
Wasserflasche
34.
2.
Aquarellfarben
Schmerztabletten
Federpenal 17.
SD-Karte
10.
24.
Lipgloss
9.
21.
Parfüm
Haarbürste
Sonnenbrille 22.
Toiletttasche
32.
8.
Nascherei
18.
7.
Kontaktlinsendose
36.
– ok passt gemma
Festplatte
6.
* nach emotionalem Wert geordnet
M&Ms
25.
Augencreme 27.
Blasenstift
Stecknadeln
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Ich hörte Ihn schon von der Weite und wusste – das muss Er sein. Es war ein Ding der Unmöglichkeit Ihm nicht Nachzurennen, zu Sprinten, mir die Seele aus dem Leib zu rennen; doch konnte ich nur Seinen immer weiter entfernten Rücklichtern im Nebel nachblicken. Keuchend und enttäuscht schaute ich Ihm nach und machte mich verbittert auf den Heimweg. Ich kickte ein paar Kieselsteine über den verlassenen Gehsteig und reminiszierte über das Erblicken
Ich fing an zu weinen und zu lachen gleichzeitig, sprang in die Luft und hob meine Fäuste Richtung Himmel. Zögerte ob ich einen Rückwärtssalto probieren sollte, unterließ es jedoch aus Angst mir das Genick zu brechen. Kurzerhand begann ich mein Werk. Flink und leise öffnete ich die rote Motorhaube und nahm meinen lang erwarteten Schatz heraus. Ich packte den Motor in meine kleine Tasche, verschwand im Dunklen und hinterließ nicht
meines Lieblingswagens. Mein Traum, mein Ziel - meine Motivation des täglichen Erwachens! Doch als ich um die nächste Ecke bog, konnte ich meinen eigenen Augen kaum glauben. Da stand Er doch wirklich. Mutterseelenallein. Wirkte traurig und vereinsamt. Wer hatte dieses Meisterwerk alleine zurückgelassen? Der rote Audi RS 6 Avant Performance funkelte im Mondlicht in Seiner vollen Pracht
mehr als eine Staubwolke. Nun kann mich niemand mehr aufhalten. Wenn ich möchte, drehe ich auf der linken Spur der Autobahn meine morgendlichen Runden. Sprinte durch Linz, werde geblitzt, doch renne jedes Mal vor der Polizei davon. Zum Aufwärmen jogge ich einmal nach Bratislava und wieder zurück. Niemand ist schneller. Niemand wird es jemals sein.
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
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Abb. 32 Noel Barz Abb. 33 Leonie Streibl Abb. 34 Alina Lang Abb. 35 Mariella Neuberg
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
»Typografie 2« Abb. 36 – 37
Louis Bartscherer
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»Typografie 3« 31
BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 38 Sinaida Madreiter Abb. 39 Daryna Bondarenko
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
»Public Art« Entwürfe für die Neugestaltung des Wartebereich der Kindernarkoseambulanz Kepler Universitätsklinikum Linz Abb. 40
Clara Sofie Müller
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 41
Liza Rashica & Leyla Dehring
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»Words into Vision« 34
BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 42 Ankündigungsplakat. Design: Ivan Sukhov, Foto: Laura Reither
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
Abb. 43 Marcel Dziewulski Abb. 44 Nino Gonashvili Abb. 45 Zere Valeyeva Abb. 46 Lea Trathnigg Abb. 47 Ivan Sukhov Abb. 48 Clara Sofie Müller
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»Summery along the line 2.0« – Ausstellung fotografischer Arbeiten in den Räumen der Visuellen Kommunikation
gangspunkt eines künstlerischen Experiments zu machen. Im Zentrum stand die Frage, wie sich Konzepte wie Superposition, Verschränkung oder Unschärfe auf kreative Weise in Design und Medienkunst übersetzen lassen. Inspiriert von Donna Haraways Begriff des Critters entwickelten die Studierenden ein eigenes quantenphysikalisches Wesen: eine Entität mit Herkunft, Verhalten und Eigenschaften, beschrieben in Text und ergänzt durch grafische, animierte oder interaktive Elemente. Alle Projekte versammelten sich auf einer gemeinsamen Webseite – ein spekulativer Zoo verschränkter Existenzen und unscharfer Grenzen.
Die Ausstellung versammelt fotografische Arbeiten der Abteilung Visuelle Kommunikation. Den Stud ierenden wurde ein thematisch dichtes Ausgangsmaterial zur Verfügung gestellt: zum einen wurde Elfriede Jelineks Sprachkomposition »Sonne, los jetzt« in bildliche Entsprechungen übersetzt, zum anderen widmete sich ein zweiter Themenkomplex der Mutter-Kind-Beziehung: ihrer Intimität, ihrer Ambivalenz, ihrer universellen Wucht. In beiden Fällen entstanden Arbeiten in unterschiedlichen Formaten, verbun- »tangle« von Emma Bockelmann macht Quantenphänomene visuell und akustisch erfahrbar. den durch die Intensität des jeweiligen Sujets. Das Projekt »Resonara« von Sina Madreiter nutzt cymatische Muster als Grundlage für eine neue Künstlerische Betreuung: Christa Amadea sprachliche Ordnung. Johanna Hellers Lautlesebuch »es te« untersucht, wie sich Bedeutung Mit Arbeiten von: und Klang in der deutschen Sprache verschieben. Sarah Aistleitner, Emma Bockelmann, Eli Büchner, In Elisabeth Büchners »Quanta’s Playground« Natalia Chaykina, Martin Colov, Leyla Dehring, verändert sich was man sieht, wenn man genau Timm Felder, Ann-Kathrin Häupl, Tessi Lehner, hinschaut. Alisa Matern, Philip Paulus, Liza Rashica, Eliana Lichthof im Kreis – WEST 4. Etage, Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8
Austellung von: Grafik-Design und Fotografie Visuelle Kommunikation
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Südwand – WEST 3. Etage, Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8
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Sum
1.Juni 2025
Frau
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Mütt e
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Mit Arbeiten von :
Sarah Aistleitner, Emma Bockelmann, Eli Büchner, Natalia Chaykina, Martin Colov, Leyla Dehring, Timm Felder, Ann-Kathrin Häupl, Tessi Lehner, Alisa Matern, Philip Paulus, Liza Rashica, Eliana Rodriques, Lea Trathnigg, Eva Werner, Ana Teresa Zerbes Künstlerische Betreung: Christa Amadea
Foto:©Eliana Rodriques Grafik: Leyla Dehring
Rodrigues, Lea Trathnigg, Eva Werner, Ana Teresa Zerbes
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»Meine Mutter, meine Großmutter, meine Urgroßmutter«
Leitung: Tina Frank Unterstützt von: Katharina Mayrhofer
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»Attitudes and Form«
Die Lehrveranstaltung »Praxis FotoIn der Lehrveranstaltung »Attitudes grafie« nahm das Thema Mutter, and Form« wurden Werke der bildenGroßmutter, Urgroßmutter zum Ausden Kunst diskutiert, die politische, gangspunkt einer fotografischen Erkundung. Im gesellschaftliche oder ethische Haltungen, anZentrum stand die Frage, wie sich Mutterschaft, ders gesagt: so etwas wie Weltanschauung verweibliche Genealogie und die Ambivalenz von mitteln. Konkret ging es um Kunst, die mit vorFürsorge und Zuschreibung fassen lassen – jen- gefundenem Material arbeitet und so direkten seits idealisierter Vorstellungen. Die Studieren- Bezug auf unsere Welt nimmt. Im praktischen den näherten sich dem Thema mit persönlichen Teil wurde anhand von selbst gewählten, schon und dokumentarischen Mitteln und entwickelten existierenden Bildern durch Bearbeitung, Konfotografische Positionen, die familiäre Geschich- textualisierung, Untertitelung und andere Mete, Körper und Erinnerung sichtbar machen. thoden eine eigene Einstellung kommuniziert. Leitung: Christa Amadea
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Critterverse: Quantenkritzel, Metamorphosen und verschränkte Begegnungen
Leitung: Anna Artaker
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»Bilder lesen«
In der Lehrveranstaltung BILDER LESEN werden Bilder als InformatiIm Jahr 2025 wurde das 100-jährige onsträger analysiert: von MontageJubiläum der Quantentheorie gefeiert – Anlass genug, um dieses Wissensfeld zum Aus- Anleitungen über Medien- und Werbebilder bis
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
zu Werken der bildenden Kunst. Die Bestands- 31 »Typografie 3« aufnahme von Faktoren, welche für die Lesbarkeit von Bildern eine Rolle spielen, erfolgt über Schrift im öffentlichen Raum – nicht praktische Experimente und auf einer konzeptuals Dekoration, sondern als Forellen, sprachlichen Ebene. So wird auch der schungsfeld: Alltägliche Schriftzüge Übergang bzw. Berührungspunkte zwischen und Botschaften wurden beobachtet, dokumenSprache als Medium, das unseren Verstand tiert und analysiert, ihre materielle und räumliformt, und Bildern, die wir mit unseren Sinnen che Präsenz neu befragt. In drei Phasen – Explowahrnehmen, thematisiert. ration, Recherche und Interpretation – wählten die Studierenden Fundstücke aus, untersuchten sie und entwickelten sie durch Veränderungen Leitung: Anna Artaker von Text, Inhalt oder Materialität weiter. Die Ergebnisse präsentierten sie bei einem »Typo Walk« – einem Rundgang durch das Linzer 28 »What’s in my bag?« Stadtzentrum, bei dem sie an verschiedenen In spielerischen, analogen Übungen er- Stationen ihren Arbeitsprozess erläuterten und arbeiten die Studierenden die gestalte- die entstandenen Arbeiten vor Ort zeigten. rischen Grundelemente Punkt, Linie und Fläche – ausgehend von Gegenständen, Leitung: Enrico Bravi die sie bei sich tragen. Schrittweise entstehen daraus komplexere Formen, Buchstaben und Kompositionen. Rhythmus, Balance, Farbe, Ras- 32 »Public Art« ter und Textur werden gemeinsam erarbeitet und münden in einer Posterreihe zum Thema Wie lässt sich ein medizinischer Raum »What’s in my bag« – über Entwurf, Diskussion so gestalten, dass er Kinder willkomund kollektive Entscheidung. men heißt statt einschüchtert? Mit dieser Frage entwickelten Studierende Gestaltungsvorschläge für die KindernarkoseLeitung: Alexandra Möllner ambulanz des Kepler Universitätsklinikums Linz. Das realisierte Projekt verbindet ein Kinderbuch, das die Abläufe der Ambulanz altersgerecht er30 »Typografie 2« klärt, mit eigens entwickelten Figuren, die auch Im Rahmen der Lehrveranstaltung »Ty- auf Wandtapeten erscheinen und als Aufkleber pografie 2« untersuchten die Studieren- an die kleinen Patient*innen weitergegeben den Formate, Konventionen und Hierar- werden – eine einladende, spielerische Umgechien des Lesens, mit Schwerpunkt auf bung in einem Raum, der Kindern sonst Unbe konsultierendem Lesen. Ausgangspunkt war hagen bereitet. das »Glossar für faire Bezahlung in der bildenden Kunst«, das umfassende Informationen zu öfLeitung: Anna Artaker fentlichen Förderungen für Künstler*innen bietet. Jede*r Studierende erhielt den unformatierten Gesamttext mit allen Glossarbegriffen und 34 »Words into Vision« Erläuterungen. Das Format wurde beibehalten, die Produktion auf eine Farbe reduziert. Auf dieKurze Wortgruppen und Zitate werser Basis gestaltete jede*r Teilnehmer*in die den in generative Bildwelten übergesamte Publikation typografisch neu. Dabei setzt – Bedeutung wird zu Bewegung, wurden Mikro- und Makrotypografie berück- Sprache zu visueller Erfahrung. Die Arbeiten entsichtigt, Prototypen entwickelt und Aspekte stehen in Echtzeit: Manche pulsieren im Rhythwie Lesbarkeit, Struktur und Hierarchien reflek- mus von Sound, andere reagieren auf Interaktitiert. Ziel war es, eine Publikation zu schaffen, on. Gemeinsam sind sie auf einer Website die das Lesen informativ, verständlich und zu- versammelt – ein Raum, in dem Worte nicht nur gleich attraktiv gestaltet. gelesen, sondern empfunden werden. wart kurz –
Gestaltung: Noël Barz, 2024
– ok passt gemma
Leitung: Enrico Bravi
Leitung: Katharina Mayrhofer https://codeanddesign.kunstuni-linz.at/2025/
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BA Grafik-Design und Fotografie Lehrveranstaltungen
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
In den Abschlussarbeiten des Bachelorstudiums Grafikdesign und Fotografie wählen die Studierenden alles selbst: das Thema, die Mittel, die Form. Was dabei entsteht, zeigt, was in den vergangenen Jahren gewachsen ist – ein Gespür für die Möglichkeiten visueller Kommunikation, die Fähigkeit, komplexe Inhalte in eine klare gestalterische Sprache zu übersetzen, und die Bereitschaft, eine eigene Haltung sichtbar zu machen. Das verlangt Mut, denn wer eine eigene Position bezieht, wird auch daran gemessen. Was dieses Risiko tragbar macht, ist die Gemeinschaft, in der es eingegangen wird – und die Gewissheit, dass das, was hier entsteht, erst der Anfang ist.
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
»New Fourteenth Street« Yixue Bo
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
»How are you able to do anything with those?« Liza Rashica & Leyla Dehring
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
»Schreibende Körper« Johanna Heller
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
»WET METAMORPHOSES« Sophie Morelli
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
»GTools« Hleb Rusalouski
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
»Wahrheit, Materialität und Veränderung« Timm Felder
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
»Time Is a Sequence of Flowers« Ivana Miloš
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
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»CONSTRUCT AND ARRAY« Philipp Paulus
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»New Fourteenth Street« Street Vendor Signage in Xinyang« Yixue Bo
hen. Ausgehend von der bewegungsorientierten Tanzanalyse und typografischen Ansätzen entstand ein System, das Handschriften analysiert und in eine digitale Schriftform überführt. Darauf aufbauend wurden dreidimensionale Skulpturen entwickelt, digital und analog, in denen die körperliche Choreografie des Schreibens sichtbar wird, als Bewegung, die sich in den Raum einschreibt.
Über zwei Jahre dokumentierte dieses Projekt die Straßenküchen in Xin yang, China – mit Fotografie, Video und Buchgestaltung. Im Mittelpunkt steht die visuelle Sprache der Händler*innen: farbstark, kontrastreich, typografisch direkt, entstanden aus echtem Bedarf und knappen Mitteln. Das Projekt übersetzt diese fremde Gestaltungslo- 43 »WET METAMORPHOSES« gik in einen westlichen Kontext und macht damit Sophie Morelli nachvollziehbar, warum chinesische Lokale auch hier so anders gestalten als wir es gewohnt Das Projekt lädt ein, die eigene emosind. Eine Wand aus Schildern in dunklem Raum tionale Beziehung zum Wasser neu lässt die Atmosphäre des Nachtmarkts unmitzu betrachten. Fotografien von der telbar spürbar werden – und hält eine visuelle Donau und der venezianischen Kanäle werden Kultur fest, die durch den rasanten Wandel der zum Ausgangspunkt eines Dialogs über unsere chinesischen Stadt zu verschwinden droht. Verbundenheit mit fragilen Ökosystemen – und über die Verantwortung, die daraus erwächst. 41
»How are you able to do anything with those?« Liza Rashica & Leyla Dehring
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»GTools« Hleb Rusalouski
»How are you able to do anything with those?« ist der Titel von Liza Rashicas GTools ist eine Sammlung grafischer und Leyla Dehrings Projekt zu Nail Art, Werkzeuge, Programme und Webder künstlerischen Gestaltung von Finseiten mit Fokus auf Creative Coding gernägeln. Die Fragen, mit denen die beiden als – einem entdeckungsbasierten Prozess aus ErTrägerinnen von auffälligen Kunstnägeln im All- forschung, Iteration und Reflexion. Das Projekt tag konfrontiert waren, wurden zum themati- befragt die Machtstrukturen des Softwareschen Ausgangspunkt für Fake Nails, die sie bei markts: Welche Rolle spielen Open-Sourceunterschiedlichen Nail Artists in Auftrag gege- Plattformen, KI oder vergessene Internettools ben und anschließend an den Händen der ver- neben den großen Monopolisten? Dahinter steht schiedenen Träger*innen kunstvoll in Szene ge- eine grundsätzlichere Frage – nach Abhängigsetzt und großformatig fotografiert haben. Der keit, Autorschaft und den unsichtbaren Bedinschriftliche Teil der Arbeit enthält Interviews mit gungen, unter denen gestalterisches Arbeiten den beauftragten Künstler*innen, gibt einen heute stattfindet. Überblick über die Entwicklung von Nail Art als Kunstform, die oft auf stereotypischen Geschlechterrollen basierenden Vorurteile, mit 45 »Wahrheit, Materialität und Verändedenen ihr begegnet wird und ihre Bedeutung in rung« Timm Felder der Popkultur. Was ist ein fotografisches Bild – und wie stabil ist es wirklich? Die Bachelorarbeit 42 »Schreibende Körper« untersucht, wie Materialien, Prozesse und physische Eingriffe das Bild grundJohanna Heller legend verändern: Fotopapier, verzerrte PolaDiese Arbeit widmet sich dem manuel- roids, auf Wachs und Eis gedruckte Aufnahmen lem Schreiben als Spur von Bewegun- zeigen, dass Fotografie nicht fest, eindeutig oder gen – einem Zusammenspiel von Körper, objektiv ist. Die Veränderungen – Schmelzen, Raum und Ausdruck, um Handschrift als Lösen, Verschwimmen – werden gefilmt und so choreografierten Bewegungsprozess zu verste- selbst zum Bild. Fotografie erscheint hier nicht
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
als Dokumentation, sondern als offener, formbarer Prozess. 46
»Time Is a Sequence of Flowers« Ivana Miloš
»Time Is a Sequence of Flowers« ist eine Auseinandersetzung mit den Jahreszeiten der lebenden Welt, unterschiedlichen Farbsystemen und dem poetischen Potential der Farbbenennung. Das Projekt fokussiert sich auf die Stärkung der Verbundenheit mit natürlichen Übergangs- und Veränderungsprozessen, die durch die Jahreszeiten unter den aktuellen klimatischen Bedingungen noch zu spüren sind. Aus tagebuchartigen, langzeitbelichteten Handy-Fotos von Pflanzen, geordnet nach Jahreszeiten, wurden Farbpaletten und -kombinationen extrahiert. Die mit historischen Farbsystemen abgeglichene Namen der Farben, notiert auf der Hinterseite der Stoffbahnen, rufen poetische Dimensionen der pflanzlichen Präsenz hervor. Die Installation besteht aus vier Siebdruck-Stoffbahnen: eine drei Meter lange Stoffbahn pro Jahreszeit, die 16 Farben der dazugehörigen Jahreszeit abbildet. Diese öffnen eine farbliche und atmosphärische Welt, die Verbindungen zu natürlichen Elementen einladen und eine Auseinandersetzung mit unserer Farb- und Naturwahrnehmung fördern. 47
»CONSTRUCT AND ARRAY« Philipp Paulus
Die Bachelorarbeit »Construct and Array« untersucht das Zusammenspiel von Grafik-Design und Malerei: Welche Rolle spielen Farbe, Form und der Prozess des Konstruierens? Struktur und Ordnung dienen dabei als gestalterische Leitprinzipien. Den praktischen Kern bildet eine Einzelausstellung, die im Jänner 2025 in der Initiative Raumschiff in Linz gezeigt wurde – mit Arbeiten aus dem Jahr 2024 sowie einer Zeichnungsserie, die aus einer Artist-in-Residence in Red Wing, Minnesota entstand (No Stars But Stripes (Play ground)), und deren malerischer Weiterentwicklung.
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BA Grafik-Design und Fotografie Abschlussarbeiten
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
In den Lehrveranstaltungen des Masters trifft gestalterisches Denken auf reale Bedingungen – auf Orte, Menschen und Situationen, die ihre eigenen Anforderungen mitbringen. Dieses Jahr bedeutete das einerseits die Auseinandersetzung mit historischem Archivmaterial, das neu gelesen, neu montiert und in die Gegenwart geholt wurde – mit der Frage, was von Vergangenem bleibt und wer entscheidet, wie es weiterlebt. Andererseits die Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Techniker*innen und Neurowissenschaftler*innen in einem offenen, experimentellen Format. Beides sind Situationen, in denen Gestaltung nicht im Leeren stattfindet – sondern in Bezug auf ein konkretes Gegenüber, auf andere Disziplinen, auf die Welt da draußen. Was dabei gelernt wird, ist nicht nur handwerklich: Es ist die Erfahrung, dass gestalterische Entscheidungen Konsequenzen haben – für andere Menschen, für die Art, wie Vergangenheit erinnert wird, für das, was sichtbar wird und was nicht.
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
»Gestern trifft Heute: Amateuraufnahmen und Medien-Metamorphose«. Eine Kooperation mit der Österreichischen Mediathek. Abb. 61 Foto: Leyla Dehring, Lukas Meixner
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
Doppelseiten aus den Heften: Abb. 62 Hund im Garten, Anna Akopova Abb. 63 Arcs, Anna Bunina Abb. 64 Das Land hat Sorgen, Lukas Meixner Abb. 65 Verkehrte Welt, Cornelia Dirnberger
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
Doppelseiten aus den Heften: Abb. 66 Autofreier Tag, Jil Peters Abb. 67 Paragraph 144, Luise Klett Abb. 68 Besuch in der Josefstadt, Jongmin Kim Abb. 69 Kritische Analyse des Playboy Narrativs, Leyla Dehring
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Abb. 70 White Feminism, Liza Rashica Abb. 71 Titelseiten der Hefte. Foto: Leyla Dehring, Lukas Meixner
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
»Cohesia – a culinary future« Das gemeinsame Essen als spekulatives Ritual radikaler Fürsorge und kollektiver Zukunft.
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
Zwischen Geste, Geschmack und Gespräch entwirft Cohesia eine temporäre Gemeinschaft jenseits fester Identitäten. Abb. 72 – 74 Fotos: Jongmin Kim
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
»Vervea« Eine rituelle Reise zurück zu den vergessenen Sinnen Abb. 75 – 76 Fotos: Jongmin Kim
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
»Werkstatt wo bist du?« Abb. 77 –78
Fotos: Jil Peters, Laura Reither
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»Sonne, los jetzt!« Abb. 79
Natalia Chaykina
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»Sonne, los jetzt!« 61
MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
Abb. 80 Eva Werner Abb. 81 Ann-Kathrin Häupl
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»Stochastic Resonance« Nebel wird als Rauschen zum Träger von Erinnerungen und macht das Unsichtbare erst wahrnehmbar. 62
MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
Abb. 82 – 83 Installationsansicht Ars Electronica 2025. Foto: Emma Silvana Tripaldi
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
»Spices of Speeches Vol. I – Commencement Speech« Abb. 84 – 86 Arbeit und Fotos von Ann-Kathrin Häupl
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»Die Maske«
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
Abb. 87 Lukas Meixner Abb. 88 Natalia Chaykina Abb. 89 Alisa Matern, Leyla Dehring und Liza Rashica Abb. 90 Martin Colov
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
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Martin Colov
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
»Asche« – eine performative Auseinandersetzung mit Texten von Elfriede Jellinek; Beta Now 006
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
Abb. 92–95 Standbilder des Dokumentationsvideo der Aufführung. Schnitt: Franziska Hufnagl
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»Gestern trifft Heute: Amateuraufnahmen und Medien-Metamorphose« Labor I
xis des Widerstands, zu einer Performance radikaler Zusammengehörigkeit. Laura Reither, Cornelia Dirnberger, Jongmin Kim
»Gestern trifft Heute« untersucht die mediale Reinterpretation historischer »Vervea« entführt in eine dystopische Zukunft (Amateur-)Aufnahmen im Kontext der des sensorischen Verfalls: Vier magische Wesen österreichischen Kultur- und Zeitge- führen durch eine Kapsel-Erfahrung, die Schmeschichte. Im Rahmen der Lehrveranstaltung cken, Riechen und Fühlen neu erweckt – eine Labor I arbeiteten Masterstudierende mit Ar- rituelle Reise zurück zu den vergessenen Sinnen. chivmaterial der Österreichischen Mediathek des Technischen Museums Wien und entwickelLuise Klett, Jil Peters, Liza Rashica, Leyla Dehring ten daraus individuelle Publikationen in Form eines 24-seitigen Heftes. Durch die Neukombination von Bild- und Tonmaterial entstanden 59 »Werkstatt wo bist du?« alternative Narrative, die verborgene Aspekte Theorie und Methoden I des Materials sichtbar machen – und Fragen nach Zeitlichkeit, Entstehungskontext und der Studierende der Kunstuniversität Linz Relevanz des Vergangenen in der Gegenwart können die zahlreichen Werkstätten der aufwerfen. verschiedenen Fachbereiche nutzen und so verschiedene Techniken ausprobieren und erlernen. Das Projekt »Werkstatt wo bist du?« macht das Leitung: Tina Frank, Enrico Bravi vielfältige Angebot sichtbar. Vor den Zugängen Beteiligte: Anna Akopova, Anna Bunina, Leyla zu allen 38 Werkstätten an den Standorten der Dehring, Cornelia Dirnberger, Jongmin Kim, Kunstuniversität wurden auf dem Boden farbige Luise Charlotte Klett, Lukas Meixner, Jil Peters, Hinweisschilder angebracht. Um einen exem Liza Rashica plarischen Einblick in die Räume zu bekommen, haben die Schilder die Form der Raumgrundrisse. Auch die Einträge zu den Werkstätten auf der 56 »Connect, NOW!« Labor II Homepage wurden aktualisiert und ein Vor»Connect, NOW!« – so lautete die Ein- schlag für einen neuen Webauftritt auf der ladung, mit der die Lehrveranstaltung Homepage der Kunstuniversität erarbeitet. startete: nicht als These, sondern als Haltung. Ausgehend von der BeobachLeitung: Anna Artaker tung, dass politische und mediale Diskurse vor Beteiligte: Anna Bunina, Martin Colov, Jongmin allem das Trennende betonen, fragten die StuKim, Luise Klett, Lukas Meixner, Jil Peters und dierenden nach dem Gegenteil – nach ZugeLaura Reither wandtheit, Verbundenheit und den möglichen Folgen eines kollektiven Abwendens vom Abwenden. Die Studierenden erkundeten in einer 60 »Sonne, los jetzt!« spekulativen Futuring Exercise, was es bedeuTheorie und Methoden III ten würde, wenn sich Menschen einander wirklich zuwenden. Ausgangspunkt war »Sonne, los jetzt« – ein Text aus Elfriede Jelineks Trilogie, deren fragmentierte SprachkomposiLeitung: Marianne Lechner, Tina Auer tion in fotografische Bildkompositionen »Cohesia – a culinary future« Wir versammeln überführt wurden. Der Theatertext als perforuns um einen gemeinsamen Tisch – ein Ritual aus matives, sprachlich aufgeladenes Material einer spekulativen Zukunft, in der Fürsorge, Aus- stellt das Standbild vor eine Herausforderung: tausch und kulturelle Fermentierung den Alltag Wie lässt sich etwas Flüchtiges, Gebrochenes, prägen. Werkzeuge, Gesten und Stimmen aus Stimmhaftes im Bild festhalten? Die entstandeverschiedenen Welten kommen in einer temporä- nen Arbeiten suchen – jede auf ihre Weise – ren Gemeinschaft zusammen und verwischen nach mutigen, kohärenten Antworten. die Grenzen zwischen Disziplinen, Identitäten und Vorstellungswelten. Essen wird zu einer PraLeitung: Christa Amadea
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MA Visuelle Kommunikation Lehrveranstaltungen
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Beteiligte: Christian Azzouni, Natalia Chaykina, Anika Haider, Ann-Kathrin Häupl, Katarina Matić, Eliana Rodrigues, Eva Werner, Ana-Teresa Zerbes
Risograph-Verfahren gedruckten Publikation zusammengeführt.
»Stochastic Resonance – Threshold of Perception«
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Die Lehrveranstaltung »Postdigital« fand in Kooperation mit Rocio Garcia-Robles (Universität Sevilla), Marianne Lechner und Barbara v. Rechbach statt, um Erfahrungen im Bereich SciArt zu sammeln und die Methode ASTER+S praktisch anzuwenden – eine Methode, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Kunst, Design, Technik und Neurowissenschaft fördert. Interdisziplinäre Teams von Studierenden und Künstler*innen nahmen an zwei Hackathons teil; die entstandenen Projekte wurden im Rahmen der Ars Electronica 2025 Campus-Ausstellung gezeigt.
Leitung: Enrico Bravi
»Die Maske« Praxis Fotografie
Die Maske – als Gleichnis, Metapher und Symbol – stand im Mittelpunkt dieser fotografischen Lehrveranstaltung. Ausgehend von ihrer Rolle in Sagen, Märchen und Theater, aber auch in der bildenden Kunst – exemplarisch dafür steht Cindy Shermans performative Arbeit mit Verkleidung und Identität – entwickelten die Studierenden eigene körperliche Inszenierungen. Die entstandenen Performances wurden analog, in Schwarzweiß, fotografisch übersetzt: Bilder, die hinter Oberflächen fragen, was sich verbirgt – und was sich erst durch die Maske zeigt
»Stochastische Resonanz« bezeichLeitung: Christa Amadea net ein Phänomen, bei dem schwaBeteiligte: Anna Bunina, Natalia Chaykina, Martin che Signale durch gezielt hinzugeColov, Leyla Dehring, Alisa Matern, Lukas Meixner, fügtes Rauschen erst sichtbar werden. Was, Liza Rashica wenn das menschliche Gehirn nur dann bewusst wahrnimmt, wenn ein bestimmtes Maß an Rauschen vorhanden ist? Und ist Rauschen 66 »Asche« – Eine performative Auseinander Schlüssel zu unserem Unbewussten? Die dersetzung, Beta Now 006 Installation geht diesen Fragen nach: Auf Nebel projizierte Bilder erinnern an fragmentierte ErAusgehend von Elfriede Jelineks Text innerungen – Nebel, sonst Hindernis der Wahr»Asche« entwickelten Studierende nehmung, wird hier zu ihrem Medium. im Rahmen des Co.Lab Beta Now performative Bildwelten und Rauminstallationen, in denen Körper, Stimme, Projektion und Beteiligte: Lina Gamler (AT), Emma Silvana Raum miteinander in Dialog treten. Das Co.Lab Tripaldi (IT), Sabine Wimmer (AT), Peter Walla (AT) ist ein interdisziplinäres Labor, das Bilder auf ihre performativen Potenziale hin erforscht – insbe63 »Experimentelle Typografie« sondere dort, wo Klang, Körper und Raum zu eiTypografie ist kein neutrales Medium – nem visuellen Ausdruck verschmelzen und Bilsie formt Bedeutung aktiv, an der der nicht Repräsentation, sondern aktives Schnittstelle von Sprache, Technologie, Element eines Gesamtprozesses sind. Die entKultur und Ästhetik. Ausgehend von standenen Szenen wurden in einer gemeinsadiesem Verständnis stand die inszenierende men Aufführung im Studio 1 präsentiert – die Typografie im Zentrum: Schrift als interpretie- gezeigten Standbilder entstammen der Videorendes und performatives Mittel, in dem Buch- dokumentation dieser Live-Performance.. staben zugleich lesbarer Text und visuelles Element sind. Als Ausgangsmaterial wählte jeLeitung: Christa Amadea & Tina Frank de*r Studierende eine individuelle CommenceAusstellungsbeteiligte: ment Speech – eine zeremonielle Ansprache Emma Bockelmann, Leyla Dehring, Lu Hainy, Elena anlässlich einer Graduationsfeier – und interHauselberger, Suzuka Nakao, Liza Rashica, Helena pretierte sie typografisch neu. Die entstandeBeatrice Wagner, Anna Akopova, Anna Bunina, nen Arbeiten wurden in einer gemeinsamen, im Noah Destrée, Camilla Scholz https://betanow.kunstuni-linz.at/
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MA Visuelle Kommunikation Abschlussarbeiten
Im Masterstudium verschiebt sich etwas: Es geht nicht mehr ums Erlernen einer Sprache, sondern darum, was man mit ihr sagen will. Die Abschlussprojekte der Masterstudierenden sind Verdichtungen: Jede Arbeit steht für eine Frage, die jemand über lange Zeit mit sich getragen hat, und für die Entscheidung, dieser Frage mit gestalterischen Mitteln nachzugehen. Nicht um sie zu beantworten – sondern um sie schärfer, sichtbarer, erfahrbarer zu machen. Das ist eine Haltung gegenüber der Welt, nicht nur gegenüber dem eigenen Werk. Wer so arbeitet, behauptet nicht zu wissen, wie es sein sollte. Aber er oder sie besteht darauf, genau hinzuschauen – und zeigt, was dabei sichtbar wird.
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»Kreat[e]ur« Alisa Matern
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»Sprüche aus der guten neuen Zeit« Lena Kralicek
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»Inventing Life« Lukas Hoffmann
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»Presence/Absence« Ana Teresa Zerbes
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»The Shape of Thoughtless Motion« Eliana Rodrigues
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»Kreat[e]ur: Reflexion und Perspektivenwechsel zu Kleidung, ihrem Konsum und ihrer Verbindung mit dem Körper« Alisa Matern
werden bewusst ins Bild aufgenommen. So werden Pressefotos als gemachte Objekte erfahrbar, die sich sichtbar von der Realität distanzieren. Eine begleitende Zeitung, gestützt auf Texte von Susan Sontag und Roland Barthes, vertieft diese Perspektive.
Kleidung ist Grundbedürfnis und kulturelle Identität zugleich – und die Modeindustrie zählt zu den größten Umweltverschmutzern weltweit. »Kreat[e]ur« 78 »Presence/Absence« setzt an dieser Spannung an: Durch einen forAna Teresa Zerbes schenden Prozess, der verschiedene Praktiken und Begegnungen mit dem Material umfasste, Übergangsräume wie Flure, Treppenentstand eine Ausstellung, die Kleidung als eihäuser oder Warteräume werden oft genständige Akteurin begreift – als Wesen mit als nebensächlich betrachtet. Doch einer Geschichte aus Herstellung, Gebrauch und das Dazwischen, durch das wir von einem klar Transformation. Fotografien in unterschiedlichs- definierten Raum in den nächsten gelangen, bieten Formen machen diese oft unsichtbaren Di- tet auch die Möglichkeit Zeit und Raum sowie die mensionen sichtbar und suchen durch ästheti- Art und Weise, wie wir in beidem existieren, neu sche Erfahrung ein neues Bewusstsein für wahrzunehmen. Der Experimentalfilm »Presennachhaltigen Konsum zu wecken. Im Titel ste- ce/Absence« ist der Versuch, die Stimmungen, cken zwei Bedeutungen: »Kreatur« und »Krea- die der Aufenthalt in solchen liminalen Räumen teur*in« – das Wesen und jene, die es erschaffen. hervorruft, mit filmischen Mitteln zu erzeugen. Der Fokus liegt also nicht auf den architektoni74 »Sprüche aus der guten neuen Zeit« schen Eigenschaften solcher Räume, sondern vielmehr darauf, wie wir sie erleben. Durch anaLena Kralicek loge visuelle Texturen, abstrakte Formen und Das Masterprojekt »Sprüche aus der vielschichtige Klänge schafft der Film eine Atguten neuen Zeit« interpretiert die im mosphäre der Mehrdeutigkeit und Introspektion ländlichen Raum verbreiteten, meist und lädt Zuschauer*innen zu einer kontemplativon Frauen angefertigten Stickbilder ven Erfahrung ein. neu – jene, die binäre und veraltete Geschlechter stereotype zementieren. Anstatt Frauen auf die häusliche Sphäre und die oft unbezahlt geleiste- 80 »The Shape of Thoughtless Motion« te reproduktive Arbeit festzuschreiben, propaEliana Rodrigues gieren Lena Kraliceks Stickereien progressive Werte: Wahlfreiheit, Chancengleichheit, MenIn Schreibwarengeschäften hinterschenwürde. Anders als die traditionell in Handlassen Menschen täglich unbewusarbeit für private Räume geschaffenen Vorbilder ste Spuren auf Testblättern – flüchwerden Kraliceks Sprüche von einer Stickma- tige Gesten, ohne Absicht, ohne Bedeutung, schine gefertigt und fotografiert, um als 16 Bo- einen Moment lang existierend, bevor sie weggen Plakate im öffentlichen Raum gezeigt zu geworfen werden. Gesammelt und analysiert werden. offenbaren diese Zettel verborgene Muster: eine Tendenz zu Wellen und organischen Formen, als würden gedankenlose Bewegungen Strukturen 76 »Inventing Life« der Natur nachzeichnen. Auf Basis dieser menschlichen Spuren wird ein Pen Plotter mit Lukas Hoffmann generativen Algorithmen programmiert, der die»Inventing Life« nimmt drei Fotogra- se unbewussten Gesten nachbildet – und damit fien aus dem »Life Magazine« zum die Frage aufwirft: Kann eine Maschine einen Ausgangspunkt und fragt, was ihrer »unbewussten« Zustand haben? Und ist ZufälPublikation vorausgeht: Auswahl, Sequenzie- ligkeit jemals wirklich zufällig? rung, Reproduktion. Das Projekt macht diese konstruktive Ebene sichtbar – buchstäblich: Gebrauchsspuren der gescannten Bilder bleiben erhalten, Spiegelungen der Studiobeleuchtung
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Sarah Aistleitner S. 21 Anna Akopova @ai.koup S. 53, 55 Noel Barz @noble.arz S. 29 Louis Bartscherer S. 30 Yixue Bo S. 40 Emma Bockelmann @emma.bockelmann S. 22 Daryna Bondarenko S. 31 Elisabeth Büchner S. 23
Ann-Kathrin Häupl @ak_haeupl S. 61, 63 Johanna Heller johannaheller.com @_johanna_heller S. 23, 42 Lukas Hoffmann @ksparluks S. 76–77 Franziska Hufnagl franziska-hufnagel.tumblr.com @franziska_hufnagel S. 67 Lilli Ingruber @lilli.ingruber_visuals S. 27 Jongmin Kim S. 56–57, 58, 59
Anna Bunina S. 53, 54
Lena Kralicek lenakralicek.at @lenaie S. 74–75
Natalia Chaykina S. 60
Alina Lang S. 26, 29
Martin Colov S. 24, 64, 65
Sinaida Madreiter S. 31
Leyla Dehring S. 20, 33, 41, 52, 54, 55, 64
Alisa Matern maternalisa.com alisamatern.com @maternalisa.co S. 8–9, 64, 72–73
Cornelia Dirnberger S. 53 Marcel Dziewulski @marcel.dz S. 35 Timm Felder timmfelder.com @timm.felder @timmfelder.archive S. 45 Valentin Fiala S. 9
Lukas Meixner meixnerlukas.com @lume2022 S. 52, 53, 54, 55, 64 Ivana Miloš ivanami.com @skajlau S. 46 Sophie Morelli @sophie_morelli S. 43
Marlene Gläß @ronjaleni_art S. 25
Clara Sofie Müller S. 24, 35
Nino Gonashvili S. 35
Mariella Neuberg S. 29
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Studierendenverzeichnis
Philipp Paulus philip-paulus.com @philip__paulus S. 47 Daniel Paul S. 8 Lisa Puchner S. 9 Liza Rashica @liza_ne_boten.e_cudirave S. 33, 41, 64 Laura Reither laurareither.com @laura.reither S. 34 Eliana Rodrigues @elianarodrigues.design S. 20, 80–81 Hleb Rusalouski psgleb.com @psgleb S. 6, 7, 14, 44 Leonie Streibl leoniestreibl.at S. 29 Ivan Sukhov @sukhov.xyz S. 7, 34–35 Ozan Tezvaran @ozantezvaran.design S. 10–11 Emma Silvana Tripaldi @emmasilvanatrip S. 62 Lea Trathnigg S. 27, 35 Zere Valeyeva S. 35 Eva Werner S. 61 Franz Witzmann franzfotowitzmann.at @franzwitzmanns S. 21 Ana Teresa Zerbes @zerbesteresa S. 78–79
Herausgegeben von Kunstuniversität Linz Visuelle Kommunikation Hauptplatz 8, 4020 Linz Für den Inhalt verantwortlich Tina Frank Redaktion Tina Frank Janine Weger ©2026 Texte Christa Amadea Anna Artaker Enrico Bravi Tina Frank Marianne Lechner Katharina Mayrhofer Texte teilweise unter Verwendung von KI-Assistenz verfasst und redigiert Layout und Satz Janine Weger nach einer Vorlage von Iris Karl Format 160 × 240 mm Papier Crush CRH*, Cherri, 250 g/m2 Impact, 100% Recyling, 80 g/m2 Schrift Linz Sans Druck Wograndl Druck GmbH Druckweg 1 7210 Mattersburg kunstuni-linz.at/viskom facebook.com/VisKom instagram.com/viskom_linz Diese Publikation steht auf kunstuni-linz.at/viskom zum kostenlosen Download zur Verfügung. Linz, März 2026
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Asche Attitudes and Form
B Bilder lesen C CONSTRUCT AND ARRAY Cohesia – a culinary future Critterverse D Die Maske E F
T
U V
Viskom Ringvorlesung
W Wahrheit, Materialität und Veränderung WET METAMORPHOSES Werkstatt wo bist du? What’s in my bag? Words into Vision X
G Gestern trifft Heute GTools
Y
H How are you able to do anything with those?
Z
I
The Silent Scream of Cells The Shape of Thoughtless Motion Time Is a Sequence of Flowers
In alphabetischer Reihenfolge Inventing Life
J K Klimasoziale Stadt Kreat[e]ur: Reflexion und Perspektivenwechsel zu Kleidung, ihrem Konsum und ihrer Verbindung mit dem Körper. L M Mutter, Großmutter, Urgroßmutter N New Fourteenth Street O P Presence/Absence Public Art Q R Rund Viskom S
Schnittstelle Schreibende Körper Sonne, los jetzt! Splitting Image Sprüche aus der guten neuen Zeit Stochastic Resonance Summery along the line 2.0
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