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Zeitung Vinschgerwind 7-13 Bezirk Vinschgau Südtirol

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Nr. 7 (198) 04.04.13 I.P. 9 Jg.

www.vinschgerwind.it

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Marteller Gesundheitstag am Samstag, den 6. April 2013 um 15.00 Uhr im Sozialzentrum • • •

Informationen rund um das Thema „Wie ernähre ich mich gesund und ausgewogen?“ Informationen rund um das Thema „Diabetes“ mit anschließender Blutzuckermessung Zubereitung und Verkostung von verschiedenen kleineren Gerichten mit dem Schwerpunkt „Gesunde Ernährung“

Alle Bürger sind zu diesem Gesundheitstag mit anschließendem Umtrunk recht herzlich eingeladen!

Was dich im Seminar erwartet: Persönlichkeitsprofil Fähigkeitsworkshop „Fun-Übungen“ Werte und Wünsche Nächste Schritte in der Lebensplanung

Organisation: Gemeinde Martell, Bildungsausschuss Martell und Bibliothek Martell

Autogenes Training

Für wen ist dieser Workshop? Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren sind dazu herzlich eingeladen!

mit Marlene Horrer

ab Mittwoch, 10.04.2013 – 7 Treffen 20.00 bis 21.00 Uhr Aula der MS-Schlanders

Was ist der Power Check? Power Check ist ein erprobtes, professionelles Werkzeug, das dir hilft, folgende „Puzzlestücke“ zu sammeln und sie zusammenzusetzen: Wer bin ich? Was kann ich? Wie denke ich? Welche Fähigkeiten habe ich?

Yoga mit Marianella Bertagnolli

ab Dienstag, 09.04.2013 bis 11.06.2013

18.30 bis 19.30 Uhr 20.00 bis 21.00 Uhr (bei genügender Anmeldezahl) Turnraum Lebenshilfe Info und Anmeldung: Ba Schlanders – 333 9763752 Anna.zingerle@alice.it

Anmeldung bis spätestens 14.04.2013 an verena@powercheck.it Weitere Infos unter: www.xpanditalia.it

Vortrag

„Die 5 Säulen der Gesundheit“ nach Sebastian Kneipp mit Monika Engl, Kneipp Gesundheitstrainerin

Montag, 08. April 2013, um 19.30 Uhr im J.-Maschlerhaus Tschars

Ort: Jugendzentrum Freiraum Schlanders Termin: Freitag, bis Sonntag, 19.04. - 21.04.2013 Freitag: 18:00 - 21:00 Uhr Samstag: 09:00 - 18:30 Uhr Sonntag: 09:00 - 13:00 Uhr Ein Pilotprojekt der Marktgemeinde Schlanders (Gruppe »Gemeindeorientierte Präventionsarbeit«) und xpand-Südtirol

Ganzjährig bietet der Bezirksservice Weiterbildung den Bildungsausschüssen Beratung und Informationen an. Informationen: Bezirksservice Weiterbildung, Bahnhof Spondinig, Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 - fax +39 0473 618116, mail: bezirksservice.vinschgau@gwr.it ; Homepage des Landes www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf Impressum: Initiative von

......in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen des Vinschgaus Koordination: Ludwig Fabi


Inhalt

Impressum:

Kommentar

Dantestraße 4, 39028 Schlanders

Tel. 0473 732196 Fax 0473 732451

Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: info@vinschgerwind.it Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 333 45 10 025 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Redaktion: redaktion@vinschgerwind.it Grafik: grafik@vinschgerwind.it Sport: sport@vinschgerwind.it Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) www.vinschgerwind.it Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Fotos: Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp)/Sarah Mitterer (sam), Redaktion: Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Erich Daniel, Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate Eberhöfer (re), † Christian Riedl (chr), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Carmen Telser (car) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

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von Chefredakteur Erwin Bernhart

Südtirol geht shoppen Hängen wir mit unserer Autonomie in der Luft? Bei den Ladenöffnungszeiten zum Beispiel. Das Verfassungsgericht hat die lokale Handelsordnung auseinandergenommen. In zwei Punkten hebt das Urteil die Südtiroler Handelsordnung auf: zum einen hat das Verfassungsgericht geurteilt, dass die vom Land entschiedene Einschränkung der Öffnungszeiten zum Schutz der kleinen Geschäfte ein Eingriff in das Wettbewerbsrecht und damit in die staatliche Zuständigkeit sei. Mit dem Ergebnis: Auch am Sonntag können die Geschäfte, wenn sie das wollen, geöffnet bleiben. Und das im heiligen Land Tirol? So heilig ist das Land dann auch wieder nicht (mehr). Denn die Kirchen sind am Sonntag nicht mehr bis auf die letzten Kirchenbänke gefüllt. Im Gegenteil. Und welche Wünsche haben die Leute am Sonntag? Familientag? Oder doch shopping, und das in den großen Kaufhäusern, die aufgrund ihres Personalstockes am Sonntag offen halten. Arme Nahversorger. Unsere Geschäfte in den Dörfern sehen Gefahr in Verzug. Die große Konkurrenz könnte auch durch die Sonntagsöffnung die Existenz der Kleinen gefährden. Auch von einer anderen Seite droht Gefahr. Das Urteil hat auch den Detailhandel im Gewerbegebiet aufgehoben. Bisher regelte das Landesgesetz, dass im Gewerbegebiet wenige Warengruppen angeboten werden können. Nun ist die „grüne Wiese“ offen, den großen Einkaufszentren Tor und Tür geöffnet. Nur noch ein Jahr soll die alte Handelsregelung gelten - unabhängig vom Urteil des Verfassungsgerichtes. Eines ist klar: Der Detailhandel vor Ort, die Kleinen also, werden künftig eine stärkere Zusammenarbeit anstreben müssen. Wenn sie überleben wollen.

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Der Vinschger Wind 7-13

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Politik & Lokales

Prad/Rom

Engstelle in Staben: derzeit einspurig befahrbar; eine Lösung soll ein Raumordnungsvertrag bringen, der dem Besitzer vergoldete Brücken baut

E-Werk Prad ausgezeichnet

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ie Umweltorganisation Legambiente in Rom hat in der vergangenen Woche ihren achten Bericht über die Nutzung erneuerbarer Energieträger in italienischen Gemeinden vorgelegt – und dabei auch die Arbeit des genossenschaftlich geführten E-Werks in Prad am Stilfserjoch als vorbildhaft ausgezeichnet. Der Obmann der E-Werk-Genossenschaft Prad und Vizepräsident des Südtiroler Energieverbands, Georg Wunderer, nahm den Preis entgegen. Ausschlaggebend für diese Anerkennung ist der konsequente Innovationskurs des E-Werks: Unter dem Motto „Energie von daheim“ bemüht sich das E-Werk-Prad die eigene Gemeinde mit autonom erzeugter Energie zu versorgen. Dabei stehen erneuerbare Energieträger im Mittelpunkt: Strom und Wärme werden in Prad in vier kleinen Wasserkraftwerken, einer Photovoltaikanlage und zwei mit einheimischer Biomasse befeuerten Fernwärmeheizwerken produziert. Die E-WerkGenossenschaft, der 1.100 Mitglieder angehören, ist auch Eigentümerin des kommunalen Fernwärmenetzes und der Stromleitungen. Damit gehört Prad am Silfserjoch in Italien zu jenen „Comuni rinnovabili“, die ihren Bedarf an elektrischer und thermischer Energie zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energieträgern decken. Von den 22 im Jahr 2012 italienweit erhobenen „Comuni rinnovabili“ lagen 16 in Südtirol.

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it Können Sie sich eine „Bioregion Gemeinde Mals“ vorstellen? (149 abgegebene Stimmen) 60,4 % JA

(90 Stimmen)

39,6 %

(59 Stimmen)

NEIN

Neue Umfrage: Am Sonntag einkaufen?

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Der Vinschger Wind 7-13

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Naturns/Staben

Auferstanden aus Ruinen W

er schon einmal auf dem Fahrradweg durch den Vinschgau geradelt ist, kennt sie, die Engstelle in Staben - wo es zwischen dem aufgelassenen Postgebäude und der Etsch nur einspurig vorangeht. Schon seit einiger Zeit will die Gemeinde Naturns dieses Nadelöhr entfernen, nicht nur um den Fahrradweg zu verbreitern, sondern auch um die Ortskerngestaltung Stabens abzuschließen. Die Lösung: ein Raumordnungsvertrag mit dem Grundeigentümer. Doch so wird aus einem heruntergekommenen Lagerraum in Staben 880m³ Baurecht in bester Lage im Hauptort Naturns. Ein Umstand, der bei der jüngsten Gemeinderatssitzung für Diskussionen sorgte. Seit zweieinhalb Jahren ist der Radwegabschnitt Staben-Tschars eröffnet und genauso lange schlägt sich die Gemeindeverwaltung von Naturns mit dem Problem des ehemaligen Postgebäudes in Staben herum. Bereits während der Bauphase des Radweges konnte die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, damals Bauträgerin, keine Einigung mit dem Grundeigentümer erzielen. Und so schloss diese die Arbeiten mit der Einspur-Regelung ab und bürdete die Angelegenheit den Naturnser Verwaltern auf. Die Gemeinde fand dann auch bald ein geeignetes Mittel für eine Lösung, einen Raumordnungsvertrag. Damit wollte man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: den Radweg verbreitern, das als Schandfleck bezeichnete Postgebäude entfernen und die Kirchplatzgestaltung vorantreiben - und zugleich so wenig wie möglich Geld auf den Tisch legen. Der Vertrag sah vor, dass der Eigentümer den Abriss des alten Gebäudes sowie die Verbreiterung des Radweges auf eigene

Kosten übernimmt. Laut eines Schätzgutachtens dürften dafür ca. 205.000 Euro anfallen. Im Gegenzug erhielt er das Recht 880 m³ Kubatur in Staben zu verbauen. Doch nun tauchten neue Probleme auf, denn in der folgenden Zeit schaffte man es nicht die zur Verfügung stehende Kubatur in irgendeiner Weise in Staben zu realisieren. Es gab zwar „mehrere Initiativen“, wie es bei der Ratssitzung hieß, zustande kam aber nichts. Und so sah sich die Gemeinde gezwungen, zuzulassen, dass die gesamte Kubatur in eine von vornherein festgelegte Zone nach Naturns verlegt werden kann. Man einigte sich auf die so genannte Zone 5, zwischen der bestehenden Siedlungsgrenze und dem Naturnser Etschdamm - eine TopLage im Dorf. Der Haken an der Sache: Laut dem örtlichen Siedlungsentwicklungskonzept ist dieser Schritt eigentlich gar nicht zulässig. Eine Einschränkung die sich die Gemeinde vor zwei Jahren selbst auferlegt hatte um eben Kubaturverlegungen von den Fraktionen in den Hauptort zu verhindern. Um sich aber dem leidigen Thema Postgebäude zu entledigen, will man nun wegen des „dringenden öffentlichen Interesses“, eine einmalige Ausnahme machen, wie es Bürgermeister Andreas Heidegger formulierte. Während die Mehrheit im Gemeinderat zustimmend von einem transparenten Projekt sprach, aber auch die Ausnahme dieses Vorganges bekräftigte, waren die beiden Oppositionspolitiker Franz Gritsch und Dietmar Rainer nicht glücklich mit dem Vorhaben. Ihrer Meinung nach sei der Schätzpreis zu hoch und sie witterten Bauspekulation. Nach längerer Diskussion mit teils heftigen Wortgefechten wurde der Antrag mit 14 Zustimmungen, bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen angenommen. (map)


Politik & Lokales

Mals

Man ruft Geister

BM Ulrich Veith: Vorbildgemeinde in Sachen Direkte Demokratie

D

ie Tourismuszone unterhalb von Prämajur und Röfen, die Albert Hutter vor Jahren beantragt und bekommen hat, gibt es nicht mehr. Der Gemeinderat von Mals hat die Zone wieder in landwirtschaftliches Gebiet umgewidmet. Eine ähnliche Umwidmung in Burgeis hat hingegen keine Mehrheit im Gemeinderat gefunden. Zügig durchgespult wurde die 19-Punkte Tagesordnung am Mittwoch vor einer Woche. Eine längere Diskussion gab es zur Umfahrung von Planeil. Die Gemeinde möchte den Weg unterhalb des Dorfes als Gemeindestraße klassifizieren, damit größere Fahrzeuge, die durch die engen Gassen des Dorfes nicht passen, zu den Trinkwasserquellen, zum E-Werk, zur Planeiler Alm und zu sonstigen Arbeiten im Tal gelangen können. Dagegen gab es Einwände von einigen Planeiler Grundbesitzern: von Josef Winkler, Dora Steck, Ludwig Steck und Alois Blaas. BM Ulrich Veith las die Einwände vor, ebenso die Befürwortungsschreiben von der Freiwilligen Feuerwehr, vom Ortsbauernrat und von der Fraktionsverwaltung Planeil. Gemeinderat Gerold Frank drängte auf eine Vertagung des Punktes und forderte BM Veith auf, nochmals mit den Grundeigentümern zu verhandeln. Der Kompromiss: Man wies die Einwände mehrheitlich zurück, lässt das Verfahren für die Klassifizierung weiterlaufen und BM Veith wird mit den Eigentümern um ein öffentliches Durchfahrtsrecht verhandeln. Die Verordnung zur Durchführung von Volksabstimmungen wurde einstimmig genehmigt. Mals sei damit, so BM Veith, eine Vor-

bildgemeinde. Volksabstimmungen wird es demnach entweder auf Gemeinde- oder auf Fraktionsebene geben. Jeder Bürger kann sich für das Unterschriftensammeln ein Mandat vom BM holen. Das Sammeln soll mit einem Euro pro Unterschrift (maximal 250 Euro) von der Gemeinde bezahlt werden. Mit der Verordnung werden Volksabstimmungen erheblich erleichtert und man wird damit Geister rufen, mit denen umzugehen man erst noch lernen wird müssen. Zudem wurde eine Kommission eingesetzt, welche die Fragestellung einer Volksabstimmung im Vorfeld überprüfen soll. Neben der Generalsekretärin Monika Platzgummer (die übrigens auch zur Antikorruptionsverantwortlichen ernannt worden ist) werden Marion Markart vom Gemeindeaufsichtsamt und der VizeBM von Plaus Christoph Gögele diese Kommission bilden. 2.500 Euro muss die Gemeinde für Gerichtsspesen des Rekursstellers Florian Schuster bezahlen. Der Gemeindeausschuss hat im Selbstschutzweg seine eigenen Verpachtungsbeschlüsse für die Obstanlage unterhalb des Tartscher Bichls annulliert. Dafür wird die Anlage an den Tartscher Hansjörg Eberhöfer für ein Jahr zur Bearbeitung zu einem Preis von 17.400 Euro übergeben. (eb)

Vinschgau

Glosse: Aprilscherz oder Vision

Irritationen

Begrüßenswerte Neuerung

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Milch aus dem Vinschgau wird seit neuestem auch zu UHTMilch verarbeitet. Dank einer Kooperation mit der „Latteria di Livigno“ wurde eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösung für die Vinschger-Überschussmilch möglich. Die Idee, einheimische UHT-Milch anzubieten, stammt von den Geschäftsführern der Sennereigenossenschaften Burgeis und Prad. Seit dem 01. April 2013 wird deshalb überschüssige Milch zwischen Reschen und Töll gesammelt und mit einem Lastwagen, welcher 15.000 Liter Milch fasst, via Ofenpass über die Grenze nach Livigno gebracht. Dort wird die Milch mit dem Ultra-Hoch-Temperatur-Verfahren (UHT) sterilisiert und abgepackt. Danach gelangt die Überschussmilch in den Vinschgau zurück und steht der einheimischen Bevölkerung und auch unseren Feriengästen als echtes, regionales Produkt zur Verfügung. Wir freuen uns sehr, ein weiteres, regionales Nahrungsmittel in unserem Sortiment zu wissen!

as Titelbild des letzten Vinschgerwind hat Irritationen, vor allem in Bauerskreisen, bewirkt. Vor allem die Kombination des Bildes mit der Überschrift „Pestizideinsatz Vinschgau“. Das Titelbild suggeriere, so die Kritik, dass im Vinschgau auf Teufel komm raus gespritzt werde. Und zwar in rauen Mengen. Das stimmt so natürlich nicht. Das Titelbild ist, zur Präzisierung, eine Aufnahme beim Kräuterschlössl in Latsch. Der Kräuterschlösslbauer, der biologisch anbauen möchte, hat, um sich gegen nachbarschaftliche unerwünschte Einträge von Pestiziden einen „Wasservorhang“ errichtet. Der auf dem Titelbild dargestellte „Nebel“ ist also eine Wasserwand, und

nicht, wie gemutmaßt wurde, ein Pestizid-Nebel. Tatsache ist, das kann auch in Bauerskreisen nicht geleugnet werden, dass die Problematik rund um den Pestizideinsatz in zunehmendem Maße in der Gesellschaft eine Rolle spielen wird. Vor allem dann, wenn Einträge auf Nachbarsgrund nichts zu suchen haben. (eb)

Burgeis/Prad, am 01.04.2013 (aw)

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Der Vinschger Wind 7-13

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Titel

Projekte mit und für die Menschen in der Region Seit über einem Jahrzehnt besteht die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung mit Sitz in Spondinig. Aufbauend auf die Kontakte und Erfahrungen mit den EU-Förderprogrammen für ländliche Entwicklung (LEADER und INTERREG) wurde diese Genossenschaft 2001 ohne institutionellen Auftrag gegründet, um den Geist der ländlichen Entwicklung im Vinschgau weiter zu tragen und entsprechende Initiativen anzuregen, zu begleiten und umzusetzen. Ohne große EU-Fördertöpfe und im Hintergrund agierend hat die Genossenschaft diese Herausforderungen erfolgreich angenommen. Eine Zwischenbilanz. von Ludwig Fabi

Wenn am 08. April 2013 die elfte Vollversammlung der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (GWR) abgehalten wird, kann der Verwaltungsrat wie seit der Gründung ein ausgeglichenes Bilanzergebnis präsentieren. Eine beachtliche wirtschaftliche Leistung, denn die GWR musste nicht unerhebliche Investitionen am Umbau und der Adaptierung von Räumlichkeiten am Bahnhof Spondinig aus eigener Kraft und ohne öffentliche Förderungen stemmen. Neben den guten Zahlen können sich aber auch der Umfang und die Entwicklung der Tätigkeiten sehen lassen. Diese erstrecken sich über Angebote für die allgemeine Aus- und Weiterbildung, über die Vorbereitung und Durchführung regional bedeutsamer Projekte und den Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

in den Bezirken Vinschgau, Unterengadin und Landeck. Die wirkliche Stärke der Genossenschaft ist neben dem schlanken Verwaltungsapparat und flexibler Personalpolitik vor allem die Verbundenheit mit den Menschen und Einrichtungen vor Ort, die kurze Wege und eine effiziente Kalkulation für den Endverbraucher ermöglichen. „Wir denken und handeln zwar im Sinne eines Unternehmens, verfolgen dabei jedoch ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke ohne jegliche Gewinnabsicht. Wir sind bestrebt, auf die Bedürfnisse unserer Kunden und Interessenspartner einzugehen und verschaffen uns regelmäßig ein Bild über ihre Zufriedenheit“ kann im Bildungskonzept der GWR nachgelesen werden. Eine weitere Maxime der GWR sind Offenheit, Vernetzung und Innovation. Diese Ansätze

10.265 10.000

9.453

9.702

9.125 8.440 8.000

6.000

4.000

4.765

4.301

4.428

3.723

3.782

3.622

1.101

1.243

1.315

4.910

3.724 3.838

2.000 878

spiegeln sich in den durchgeführten Projekten und Maßnahmen der GWR wider, von denen einige kurz angerissen werden.

Lokal verankerte und vernetzte Weiterbildungsangebote

Den Ansatz der Vernetzung mit den Menschen und Einrichtungen vor Ort symbolisiert schon der Sitz der Genossenschaft am Bahnhof in Spondinig. Verkehrsmäßig günstig an Hauptstraße, Bahn- und Radstrecke gelegen, kann das Knüpfen von Netzen für eine bedarfsorientierte Weiterbildung vor Ort erleichtert werden. Wo es geht, werden bestehende Strukturen als Seminarräume genützt (z.B. in Schulen), öffentliche Verkehrsmittel bei den Kurszeiten berücksichtigt und flexibel auf Wünsche der Kursbesucher ein-

Bildungstätigkeit im Aufwind Mit 10.265 durchgeführten Weiterbildungsstunden im Jahr 2012 hat die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig ihre führende Position als Weiterbildungseinrichtung im Vinschgau ausgebaut und gefestigt. Die Weiterbildungsstunden im Rahmen der integrierten Volkshochschule Vinschgau konnten in fünf Jahren fast verdoppelt werden. Die Sommerprogramme/Sommerschule für Kinder und Jugendlichen bietet neben unzähligen Schul- und Freizeitangeboten zudem Sommerjobs für über sechzig StudentInnen aus der Region.

3.887

1.468

Gesamt Weiterbildungsstunden/Jahr Allgemeine Weiterbildung/Sprachen Sommerangebote/Sommerschule Integrierte Volkshochschule Vinschgau

2008

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2009

04.04.13

2010

2011

2012


Titel

Organigramm/Tätigkeitsbereiche der GWR in Spondinig

Die Projekte gehören der Region Friedl Sapelza Geschäftsführer GWR

Geschäftsleitung: Josef Hofer (Obmann) - Gustav Tschenett (Stellvertreter) - Friedl Sapelza (Geschäftsführer)

Weiterbildung/ Sprachen Annerose Paulmichl Miriam Stocker

Integrierte Volkshochschule Vinschgau Juliane Stocker

Sommerschule/ Spielend lernen/ Aktivity Evelyn Peer

INTERREG-RAT „Terra Raetica“ Gustav Tschenett, Friedl Sapelza, Andreas Tappeiner, Josef Hofer

Beratende Mitglieder für Weiterbildung und Regionalentwicklung Markus Joos und Andreas Tappeiner (Landwirtschaft/Regionaltisch); Albrecht Ebensberger (Wirtschaft und Handwerk); Florian Eller und Ludwig Fabi (Kultur und Bildung); Franz Xaver Kircher (Schulen)

gegangen. Eine strategische politische Vernetzung und Zusammenarbeit besteht mit der Bezirksgemeinschaft und den Gemeinden des Vinschgaus, dessen Präsident im Vorstand der GWR vertreten ist. In den einzelnen Dörfern ist die GWR dank einer engen Zusammenarbeit mit den vierzehn Bildungsausschüssen des Tales präsent. Als Dienstleiter wickelt die GWR die steuerrechtlichen Formalitäten für die Bildungsausschüsse und den Verein der Vinschger Bibliotheken ab. Ein weiteres, sehr umfangreiches Netzwerk hat sich durch die Trägerschaft und die Koordinierung der Sommerangebote/Sommerschule für Kinder und Jugendliche gebildet. Dabei arbeiten Sozialdienste, Schulsprengel, Berufsschule, Gemeinden und Jugenddienste mit der GWR zusammen. Mit sozialen Einrichtungen wie Caritas, Lebenshilfe, Arbeitskreis Eltern Behinderter und Arbeitsgemeinschaft Behinderter besteht im Rahmen der integrierten Volkshochschule Vinschgau, deren Träger die GWR ist, Kontakt. Kursangebote im sozialen Bereich werden mit den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaft und den Alten- und Pflegeheimen von Laas und Schluderns abgestimmt.

Internationale Sprachenzertifikate vor Ort ermöglicht

Im Bereich der Angebote zur Steigerung von Sprachkenntnissen hat sich die GWR im Vinschgau und sogar landesweit einen Namen gemacht, indem sie es ermöglicht hat, einen Prüfungsteil und zwar den italienischen, zur Erlangung der Zweisprachigkeit im Vinschgau abzulegen. Mit Unterstützung des Oberschulzentrums Claudia von Medici in Mals und des Dante-Alighieri-Institutes/Außenstelle Bozen kann eine Prüfung zum Erhalt das europäischen Sprachenzertifikates in

italienischer Sprache „PLIDA“ in Mals zweimal jährlich abgelegt werden. Die GWR bietet entsprechende Vorbereitungskurse dafür an. Ein weiteres zukunftsweisendes Projekt ist der Aufbau und die Führung der integrierten Volkshochschule Vinschgau. Diese richtet sich nun schon seit fünf Jahren mit einem vielfältigen Bildungsangebot an Menschen mit und ohne Behinderung. In den Bereichen Kultur, Kunst, Kreativität Gesundheit, EDV, politische Bildung Musik, Tanz und Freizeitgestaltung wird dabei ein halbjährliches Bildungsprogramm erstellt und Projekte nach dem Konzept der Inklusion durchgeführt.

Gemeinsame Wurzeln, gemeinsame Zukunft - Die „Terra Raetica“ rückt weiter zusammen

An der Gründung der grenzüberschreitenden Plattform INTERREG-Rat „Terra Raetica“ war die GWR im Jahr 2007 maßgeblich beteiligt. Mit der Corp. Regiunala Val Müstair (CH), der Pro Engiadina Bassa (CH), der Bezirksgemeinschaft Vinschgau (I), dem RegioL Landeck und der Bezirkshauptmannschaft Landeck wurden dabei die politischen und organisatorischen Weichen für die INTERREG-Programme im Grenzraum Schweiz-Österreich-Italien gestellt. Eine Vielzahl an Projekten konnten dadurch in den Bereichen Kultur, Natur/Umwelt, Mobilität/Wirtschaft, Tourismus und Humanressourcen durchgeführt werden. Aus Fördermitteln des INTERREG-Kleinprojekte-Fonds wurden zudem vierzig Kleinprojekte begleitet, welche oft als Vorbereitungsmaßnahmen zur Umsetzung größerer Projektvorhaben dienen. Arbeitsgruppen, Regionalforen und Regionaltische sind die Werkzeuge dieses INTERREG-Rates, der bereits für die Programmperiode 2014-2020 plant.

Vinschgerwind: Was macht für Sie eine gute Regionalentwicklung aus? Eine wesentliche Voraussetzung ist eine positive Einstellung der Bevölkerung und der Organisationen zur Region. Erst dann können umsetzungs- und lösungsorientierte Ansätze den nötigen langen Atem bekommen, der in der Regionalentwicklung notwendig ist. Dem derzeit leider oft grassierenden „SchlagzeilenAktivismus“ kann ich nichts abgewinnen. Wir als GWR sehen uns als Dienstleister für Regionalentwicklung, die sich der Netzwerkbetreuung, (Sektoren übergreifend) der Umsetzungsbegleitung und Prozessmoderation widmet. Zum Teil sind wir auch Ideengeber.

Unsere Region gilt als Abwanderungsgebiet. Was kann man dagegen tun? Hier gilt es die regionsspezifischen Möglichkeiten und die vorhandenen und bekannten Stärken und Fähigkeiten weiter auszubauen. Der Schulstandort Vinschgau (Marmor, Sport, Land- und Forstwirtschaft) sollte zusätzlich internationalisiert, die öffentlichen Dienste (Landesverwaltung/Landesbetriebe usw.) dezentralisiert und eine Diversifizierung der Berufswelt (Technische Berufe) angestrebt werden. Eine vorurteilfreiere Haltung gegenüber Zuwanderungen wäre angebracht. Welche Entwicklung beobachten Sie in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit? Durch unsere gemeinsamen Wurzeln gibt es ähnliche Problemstellungen im Grenzgebiet ITA-CH-AUT. Die Gemeinsamkeiten müssen aber noch gestärkt und ausgebaut werden. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit darf nie als Förderungsinstrument, sondern muss als eine Geisteshaltung gesehen und gelebt werden. Dadurch wird Erfahrungsaustausch ermöglicht und Wissen gesteigert. Durch die vielen INTERREG-Programme konnte in den letzten Jahrzehnten viel erreicht werden und grenzüberschreitende Kooperation im Alltagsgeschäft ist eine Selbstverständlichkeit geworden.

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Der Vinschger Wind 7-13

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Wirtschaft

Vinschgau

Mals/Tartsch/Vinschgau

Klar positioniert

Innovatives Verfahren

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ortmeldungen am Ende des Abends gab’s keine. Stumm blieb’s bei der Versammlung der LVH-Bezirke Oberund Untervinschgau am vergangenen 18. März im CulturForum in Latsch. Wohl auch weil die Tagesordnung eine ehrgeizige und die Veranstaltung eine abendfüllende war. Nichtsdestotrotz: Erhard Joos, (Bild u.o.) Bezirksobmann Obervinschgau und Andreas Nagl, (Bild u.)Bezirksobmann Untervinschgau positionierten das Handwerk klar: als Arbeitgeber und Ausbilder Nummer eins im Vinschgau. Die 900 Handwerksbetriebe stellen 4.000 Arbeitsplätze und halten 54,4 Prozent der Ausbildungsplätze. Froh sei man über den neuen Ausschreibungsmodus bei öffentlichen Bauvorhaben: Die Ausschreibung erfolgt nun wieder nach Gewerken und auch kleine Handwerker kommen demnach zum Zug. Kritik gab’s vor allem für jenes Vorhaben des Landes, der MEMC verbilligten Strom aus dem Ausland über eine eigene Leitung über den Brenner zukommen zu lassen. Nagl: „Wir brauchen auch im Vinschgau dringend verbilligten Strom.“ Sepp Noggler reagierte prompt: „Drei Milliarden Kilowattstunden Strom braucht Südtirol, sechs Milliarden Kilowattstunden werden erzeugt. Das mit der MEMC ist nur ein Vorwand, um endlich ins internationale Stromgeschäft einsteigen zu können.“ LVH-Präsident Gerd Lanz hatte wenig Konkretes mit ins Gepäck nach Latsch genommen: „Wir sind nah am Kunden und müssen unsere Qualitäten kommunizieren.“ Und: „Es ist eine Frechheit, was da z.B. für die Arbeitssicherheit verlangt wird.“ Lösungen oder Ansätze waren keine dabei. Nicht nur was den bürokratischen Aufwand im Bereich Arbeitssicherheit betrifft, sind viele Handwerker überfordert, auch mit den Kursen, die absolviert werden müssen, werden die Handwerker überfrachtet. (ap)

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Der Vinschger Wind 7-13

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v.l.: Armin Bertagnolli, Paul Wellenzohn, Karlheinz Robatscher und Walter Gostner: Innovative Technik „Inliner“ für BeregnungsRohrsanierung bei der Beregnungsanlage Mals/Tartsch

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ie Bewässerungsanlagen, die auf mehr als 8000 Hektar Grundfläche das notwendige Wasser liefern, werden vom 1963 gegründeten Bonifizierungskonsortium Vinschgau betreut. Von Partschins bis Mals. Die Anlagen bedürfen laufender Wartungsarbeiten. Konsortiumspräsident Paul Wellenzohn nennt einige Zahlen: „In der Periode 2006 bis 2010 wurden in ordentliche und außerordentliche Instandhaltungen von rund 50,5 Millionen Euro investiert. Davon 17 Millionen Euro in die neue Anlage auf der Malser Haide. In den letzten 25 Jahren waren es insgesamt 111 Millionen Euro, die in Sicherheitsmaßnahmen, zum Austausch alter Rohrleitungen usw. investiert worden sind. Diese Investitionen kommen überwiegend der lokalen Wirtschaft zugute.“ „Sanierungen werden auch dazu genutzt, auf Tropfberegnung umzustellen, Speicherbecken zu bauen und in einen hohen Standard für die Sicherheit zu investieren“, ergänzt Vize-Präsident Armin Bertagnolli. Eine von den insgesamt 50 Anlagen im Vinschgau ist die Beregnungsanlage TartschMals mit rund 220 Hektar. Seit Jahren wird dort laufend saniert. Man habe seit 2002 den Sandfang bei der Fassung an der Puni erneuert, Leitungen und Armaturen ausgetauscht, neueste Sicherheitsventile eingebaut, sagt der planende Ingenieur Walter

Gostner. Die Mitglieder haben die Gesamtkosten für die Sanierung in einer Höhe von 2,75 Millionen Euro einstimmig bewilligt, immerhin bleiben, nach Abzug der Förderungen, für die Bauern 5000 Euro pro Hektar aufzubringen. In Teilen der Anlage kommt ein für Südtiroler Verhältnisse innovatives Verfahren zur Anwendung: das „Inliner-Verfahren“. Die Rohre bleiben in der Erde, innen wird das Rohr mit einem glasfaserverstärkten Gewebeschlauch mit Epoxidharz ausgeklebt. Das Verfahren wird im Rahmen eines EU-Projektes durchgeführt und kostet weder dem Bonifizierungskonsortium noch den Bauern etwas. Karlheinz Robatscher von der Firma Rotech in Natz-Schabs überwacht und begleitet die Arbeiten. Für das Konsortium ist es ein Testlauf. „Gerade im Dorfbereich, bei Unterführungen oder bei schwierigen Grabungsarbeiten könnte das Verfahren das System der Wahl sein“, sagt Wellenzohn. „Oder auch bei Baukonzessionsproblemen oder bei Unterquerung von privaten Grundstücken“, ergänzt Gostner. Jedenfalls werden den sanierten Rohren eine Lebensdauer von 50 Jahren zugeschrieben. In Deutschland ist dieses Verfahren erprobter Stand der Technik. Dass es noch teuer in der Anwendung ist, ist unbestritten.

Schlanders/Glurns/Südtirol

Zeit für Innovation zu knapp

B

ei der Jahresversammlung im LVH wurde eines klar: Wenn einerseits die Konsumenten die hohen Qualitätsansprüche der Metzgermeister schätzen, ist die Belastbarkeit der Handwerker der Lebensmittelbranche am Limit angelangt. Kurt Leggeri wurde als Obmann bestätigt. Die Lebensmittelbranche im Handwerk genießt großen Zuspruch. Das Geschäft läuft in den Metzgereien gut, die Konsumenten schätzen die hohen Qualitätsansprüche der Handwerker und vertrauen den Metzgermeistern in puncto Verfolgbarkeit des

Fleisches und Herstellung der Produkte. Bei der Jahresversammlung konnten die Mitglieder allerdings auch ihren Unmut nicht verbergen. Die Vielzahl der Normen und Auflagen, denen heute eine Metzgerei unterworfen ist, überfordert schlichtweg die Kleinbetriebe. Da kommt die Frage von Leggeri vor ungeduldig versammelten Kollegen zurecht: „Wann sollten wir uns unserer eigentlichen Aufgabe widmen, nämlich der Pflege der Kunden, der Suche nach neuen, innovativen Produkten und der eigenen Weiterbildung im Fleischerhandwerk?“


Wirtschaft

Vinschgau

Gastgeber begeben sich auf Spurensuche W

er über Kulturstätten und über Museen im Vinschgau und im Meraner Land gut informiert und auch deshalb begeistert sein kann, kann sowohl Begeisterung als auch Informationen den Gästen leichter und besser vermitteln. Die Verantwortlichen von Vinschgau Marketing um Direktor Kurt Sagmeister haben aus diesem Grund eine Zusammenarbeit mit der Marketinggesellschaft Meran (MGM) gesucht und lancieren im April gemeinsam das Projekt „Zeit und Raum für Gastgeber“. Vom 8. bis zum 20. April 2013 werden exklusiv für Gastgeber - Besichtigungen in Museen und anderen Sehenswürdigkeiten geboten. Die Burggräfler Touristiker praktizieren diese Besichtigungstouren schon seit einigen Jahren und das Interesse steigt von Jahr zu Jahr. Dabei wurden solche Touren auch in den Vinschgau unternommen. Der Gast kennt schließlich keine Tal- oder Tourismuszonengrenzen. Einige Beispiele, wo sich Hoteliers und Gastwirte, Zimmervermieter, Rezeptionisten oder einfach Mitarbeiter von Gast-

gebern informieren können: Am Montag, den 8. April 2013 bildet eine Kulturfahrt in den oberen Vinschgau, eine „Zeitreise in die mittelalterliche Kulturlandschaft“ ,den Auftakt. St. Benedikt und Fröhlichsturm in Mals, St. Nikolaus in Burgeis und St. Veit auf dem Tartscher Bichl stehen auf dem Programm. Am Nachmittag geht es in das Unesco-Weltkulturerbe nach St. Johann in Müstair. Schloss Trauttmansdorff, das Bildungshaus Schloss Gold- Vinschgau Marketing-Direktor Kurt Sagmeister und rain, das Schreibmaschinenmu- Verena Niederegger: Für Gastgeber wertvolle Tipps, die seum und die Hofbrennerei im dann den Gästen zugute kommen Gaudententurm in Partschins, die Nationalparkhäuser naturatrafoi und ben, um mit dem erworbenen und erlebten culturamartell, die Landesfürstliche Burg Wissen dem interessierten Gast fundierte in Meran, der Marmor in Laas und viele Auskünfte geben zu können. Einrichtungen mehr stehen den GastgeInformationen und Anmeldung (erbern offen. Die Gastgeber sollen sich, so das Ziel der Veranstaltungsreihe, auf Spu- forderlich) bei Vinschgau Marketing rensuche in Sachen Kultur und Natur bege- 0473/620480, info@vinschgaumarketing.net

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Leserbriefe

Leserbriefe Vernunft soll entscheiden Der Winter ist fast vorbei und die Tauferer dürfen am 7. April über das Schicksal von geschätzten 4 Km ihres 24,7 km langenen Talbaches entscheiden. Die nahende Abstimmung möchte ich zum Anlass nehmen,um Grundsätzliches und Wissenswertes zu diesem inzwischen fast „abgedroschenen,“ aber noch aktuellen Thema zu schreiben.
Vor ungefähr 3 Jahren wurde das Thema „Kraftwerk Rambach“ aufgegriffen und im Beisein verschiedener Vereinsobleute unserer Gemeinde diskutiert. Zu diesem Zeitpunkt lagen bereits 2 Projekte zur Realisierung eines Kraftwerkes am Rambach mit 38 bzw. 30 Mill. kWh Leistung vor. Bei den Gemeinderatswahlen hat sich die Ratsfraktion „Für Taufers“ sehr dafür eingesetzt, die Bürger bei derartigen Projekten mitentscheiden zu lassen. Dieser Weg wurde konsequent beschritten und steht kurz vor der Umsetzung. Es war uns wichtig, die vorliegenden Projekte, die zu große Einschnitte in die Natur erfordert hätten, vorerst zu stoppen. Eine schwierige Aufgabe, da gezielt desinformiert bzw. undurchsichtig informiert wurde! Es wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen und zur Entscheidungsfindung unterschiedliche (Experten)Meinungen eingeholt. Ein Beschlussantrag im Gemeinderat, um den Rambach für eine bestimmte Zeit unter Schutz zu stellen wurde abgelehnt. Auf Anraten des ehemaligen LR Michl Laimer wurde der Rambachdialog ins Leben gerufen. Ebenso wurde angeraten, die Umweltpläne in den Gemeinden Mals und Taufers abzuändern. Dr. Reichhalter arbeitet die Argumentation aus, die allein schon für eine Unterschutzstellung gereicht hätte. Eine Festschreibung einer max. Höchstgrenze von 3000 kW wurde gefordert. Diese Politik der kleinen Schritte führte letztlich dazu, dass die beiden vorliegenden Projekte verworfen wurden und dass eine max. Nennleistung von 3000 kW festgeschrieben wurde. Man hat das Maximale versucht und vielleicht

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das Optimale erhalten. Parallel dazu organisierte die Gruppe „pro Rambach“ verschiedene Veranstaltungen, um die Bevölkerung für eine Unterschutzstellung zu sensibilisieren.
Der Rambach entwässert ein Gebiet von ca. 129 Quadratkilometern. Er entwässert eine an und für sich niederschlagsarme Region. Dementsprechend sind die Wassermengen, die an der Messstelle in Müstair gemessen werden, unterschiedlich. Wassermengen um die 6000 Liter/sec, während der Schneeschmelze, Spitzenwerte bis zu 1000 Liter/sec in Regenzeiten, aber auch Werte um die 1000 Liter/sec in wasserarmen Wintern. 
Was bedeutet diese Begrenzung von 3000 kW? Bei geschätzten 300 Höhenmetern von der Grenze bis zur Calvenbrücke bräuchte es eine Wassermenge von ca. 1500 Liter pro Sekunde, um diese Leistung zu erzielen. Diese Wassermenge ist in Zeiten der Schneeschmelze oder in Regenzeiten unbedeutend. In den Wintermonaten allerdings problematisch. Aus diesem Grund werden 2/3 der geplanten Energiemenge in den Monaten MaiOktober produziert, ein Drittel mit der entsprechend verminderten Wassermenge im Winter. Bei zu geringen Wassermengen werden Kraftwerke auch abgeschalten.
Bei verschiedenen Veranstaltungen wurde das Modell eines Rohres mit einem Durchmesser von 1,5 Metern zur Schau gestellt. Dem Laien wurde damit suggeriert , dass darin der gesamte Rambach verschwinden könnte. Tatsache ist, dass es aus technisch-physikalischen Überlegungen eine derartige Dimension braucht um die Strömungsverluste in der Leitung zu minimieren. 
Ist der Rambach ein naturbelassener Bach? Manche Experten sagen Ja, andere Nein. Folgende Tatsachen sind zu bedenken: Die Renaturierungen in den Flachstücken Tschierv und Müstair sind nicht natürlich, sondern von Menschen gemacht, im Teilstück Grenze Calvenbrücke sind unzählige Sohlenrampen als Hochwasserschutz eingebaut,

an mindestens 2 Stellen wird Wasser für Beregnungszwecke abgezweigt, auf Schweizer Seite fließen bis heute die Klärwasser der Kläranlage Val Müstair in den Ram. Von der Marengbrücke bis zur Mündung in Glurns ist der Bach kanalisiert.
Durch die Begrenzung der Leistung auf 3000 kW ist eine Halbierung der benötigten Wassermenge erreicht worden, für viele ein akzeptabler Kompromiss. Ökologie und Technik schließen einander nicht aus, wenn man mit Maß und Ziel und behutsam agiert. Dieses Resümee zog die Arbeitsgruppe auch aus einem Gespräch mit Frau Gabriela Binkert , damals Geschäftsführerin der Biosfera Val Müstair. Viele Gemeinden und Fraktionen im Vinschgau, gerade solche, die direkt an Großkraftwerken oder Stauseen liegen, haben sich Einnahmequellen verschafft (z.B. Rojenbach, Ochsental in Langtaufers). Diese bewirken Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von den Finanzgebarungen unseres Landes und kommen so der Bevölkerung und der lokalen Wirtschaft zu Gute. Erlöse können in zukunftsweisende Projekte investiert werden. Es ist illusorisch zu glauben , dass es in naher Zukunft zu einer Umverteilung von Geldern zu Gunsten von Gemeinden kommt, die auf ein Kraftwerk aus Gründen des Naturschutzes verzichten. 
Leider wird oder wurde die Bürgerbefragung in den Gemeinden Mals und Taufers nicht zeitgleich abgehalten. Für den Rambach wäre es allerdings fatal, wenn Taufers mit Nein stimmt. Ab der Gemeindegrenze zur Gem. Mals wäre dann ein Werk von 3000 kW möglich, Der Projektwerber müsste wahrscheinlich an die Grenze der gesetzl. vorgeschriebenen Restwassermenge gehen um die Leistung zu erzielen, das wären momentan 2 Liter pro Quadratkilometer Einzugsgebiet das heißt der Bach würde dann vollends ausgebeutet. 
Wie sollen nun die Tauferer abstimmen?
Ein vehementes „Nein“ kommt von den Umweltschützern,
„Ja“ sagt die Vernunft.
„Nein“ warnt die

Vorsicht, auf die Gefahr hin, dass ein privater Werber das Werk baut.
Oh nein, sagt die kritische Demokratie zur Frage, weil bei der Premiere der Bürgerbefragung einiges nicht optimal gelaufen ist. 
Also lassen wir die Vernunft walten….
 Wolfgang Kapeller, ehem. Gemeinderat in Taufers

Vertrauen in die Politik ist möglich - durch Transparenz Das Vertrauen in die Politik ist auf dem Nullpunkt. Jeder ist sich selbst der Nächste und Verantwortung für die Allgemeinheit scheint vielen ein Fremdwort. Es ist zum Volkssport geworden, von der öffentlichen Hand zu fordern, selber aber nichts beizutragen. In einer solchen Situation befinden wir uns in Südtirol und hat sich auch die Kleinstadt Martin in der Slowakei befunden. Dementsprechend desolat waren die Finanzen der öffentlichen Verwaltung. Bis ein neuer Bürgermeister, ein politischer Quereinsteiger, das Heft in die Hand nahm. Der Bürgermeister erarbeitete also ein Programm für seine Stadt und machte alles öffentlich nachvollziehbar und kontrollierbar: Alle Verträge der Stadt, alle Käufe und Verkäufe öffentlicher Objekte, alle Ausschreibungen müssen ins Netz gestellt werden. In Martin gibt es nicht bloß alle vier Jahre Demokratie, gerade wenn gewählt wird. In Martin ist jetzt Demokratie und Bürgerbeteiligung jeden Tag. Doch nicht nur das politische Engagement der Einwohner in Martin wird gestärkt, das Modell „Transparente Stadt“ hat auch ganz konkrete Auswirkungen auf das Budget: Ein Drittel der Ausgaben konnte eingespart werden. Für die Einwohner ein überzeugendes Argument. Sie halten den Bürgermeister für gut und seriös, die hohe Transparenz begrüßen sie. – Ein nachahmenswertes Bei-spiel auch für Südtiroler Gemeinden? Hanns Fliri, Naturns


Frühlingsfarben. Wenn die Schneeschmelze beginnt, verwandelt sich die weiße Decke des Reschensees in eine bunte Landschaft. Verschiedene Mineralien, im Wasser gelöst, malen abstrakte Bilder. Eigentlich ein Aquarell der Natur. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Leserbriefe

Leserbriefe 8 gute Gründe für innovative Unternehmen in Schluderns zu investieren... 1 besserer Grund es nicht zu tun...

8 gute Gründe..., mit diesem Slogan umwirbt die Gemeinde Schluderns Unternehmer. Was würden wohl diese innovativen, investitionswilligen Unternehmer sagen, wenn sie den Leserbrief der Schludernser Gemeinderäte Wasserkraftwerk Saldur... Ausgabe 6/13 Vinschgerwind vom 21.03.2013 lesen? Wie groß wäre dann deren Bereitschaft zu investieren, und sich in Schluderns anzusiedeln? Liest man diesen Leserbrief unvoreingenommen, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass zumindest für diese demokratisch gewählten Gemeinderäte gewinnorientiertes Arbeiten in Schluderns unerwünscht, ja vielleicht sogar strafbar ist ? Dabei sind Gewinne für die Gemeinde Schluderns durchaus erwünscht, führt man sich die Tatsache vor Augen, dass auch die Gemeinde auf dem Gebiet der Energiegewinnung als Unternehmer auftritt. Die Gewinne aus dem Photovoltaikpark ( 7-stellig) und dem E-Werk Lochhof sind mehr als erwünscht. Nicht zu vergessen die Gewinne, die die Gemeinde aus dem Verkauf ihres Anteils an der Stromerzeugung der SEL AG (in der Höhe ihres Aktienanteils an der A.G. ) mit 10 – 15 % Gewinn auf dem freien Markt erhält, oder die Gewinne, die erzielt werden aus der Übernahme des örtlichen Stromverteilernetzes der SEL AG . Wie viel von diesen Gewinnen wurde denn direkt an die Bürger, z.B. durch günstige Strompreise weitergegeben? Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Gemeinde Kredite für beispielsweise die Errichtung ihrer Kraftwerke zinslos erhält und für die aus der 12 Der Vinschger Wind 7-13

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Stromerzeugung erzielten Gewinne kaum oder gar keine Steuern entrichtet. Auch diese Vergünstigungen (Steuerersparnisse) für die Gemeinde werden letztendlich von steuerzahlenden Bürgern mitfinanziert! Wo schlägt denn da das Gewissen und wo sind da die Gedanken an die Allgemeinheit und die Zukunft unserer Kinder? Im Gegenteil, an die Gemeinde entrichten die doch so gewinnorientierten Bergbauern brav ihre Steuern auf die erzielten Gewinne und die Zinsen für die Kredite, die sie zur Errichtung des E-Werkes Saldur benötigen. Daher ergibt sich doch die Frage, wer hier wohl wen abzockt: Der steuerzahlende Bürger (Bergbauer) die Gemeinde oder doch der Unternehmer Schluderns die Allgemeinheit? Die Tatsache, dass die Gemeinde Schluderns als Unternehmer sich ihre (Bau-) Konzessionen selber ausstellt und auch die Regeln (z.B. Durchfahrt für Druckrohrleitungen, bis hin zu Zwangsenteignungen von Grundstücken) dafür festlegt, sprechen für sich. Ebenso wie die Tatsache, dass die Hürden für investitionswillige Unternehmen so hoch gelegt werden, dass denen das Interesse an Projekten in Schluderns schnell vergehen kann (siehe Projekt Wasserkraftwerk Saldur). Als Beispiel für die Vorgehensweise der Gemeinde sei noch die Tatsache erwähnt, dass diese den Betrieb von Photovoltaikanlagen in Bodeninstallation für private Investoren und Unternehmer verbietet, selber aber den Photovoltaikpark zum Teil auf dem Boden betreibt. Wenn die Gemeinderäte schon die Wohltaten für die Bergbauern aufzählen, sollten sie nicht vergessen zu erwähnen, dass ein Großteil der Ausgaben (bis 100%) vom Land übernommen bzw. gefördert werden. Die Abwasserentsorgung, an

die lange nicht alle Bergbauern angeschlossen sind, wurde zum Großteil vom Land Südtirol finanziert, während die Gemeinde bereits Kostenaufstellungen für die Abwasserentsorgung zustellte, bevor auch nur ein Liter Abwasser in die Kanalisation geflossen war. Glasfaserkabel wurden dabei aber nicht eingelegt ( gab es dafür keine Zuschüsse? ), obwohl die Landespolitiker wortreich das Recht eines jeden Bürgers auf schnellen Interanschluss bejaht hatten. Die Bergbauern, die noch einem Beruf nachgehen - und welcher muss das nicht, um seinen Hof halten zu können, können diesen im Winter nur ausüben, wenn sie die Gemeindestraßen selber räumen. Die gelobte Schneeräumung durch die Gemeinde erfolgt sporadisch und viel zu spät. Auch für die Schneeräumung gibt es im Übrigen nicht unerhebliche Beiträge vom Land. Gott sei Dank sind aber Bergbauern nicht so leicht zu erschüttern und ausdauernd. Ein Hinweis zu der Aufgabe der Baukommission für die im oben angegebenen Leserbrief genannten Gemeinderäte der SVP. Die Baukommission gibt eine Empfehlung – Gutachten – ab. Sie kann weder ablehnen noch genehmigen. Dies kann lediglich der Bürgermeister der Gemeinde. Im Fall des Kraftwerkes Saldur ist das Bauprojekt bereits durch die zuständigen Landesämter genehmigt und die Zustimmung erteilt worden. Der Bürgermeister kann in diesem Fall das Projekt nur noch zustimmend zur Kenntnis nehmen. Eine Empfehlung für nachhaltiges und zukunftsorientiertes Wirtschaften zum Wohle unserer Kinder. Reduziert die Anzahl der Gemeinderäte und der Gremien auf das Nötigste und legt die so ersparten Sitzungsgelder und Aufwandsentschädigungen gewinnbringend an. Was sich aus dem Leserbrief der Gemeinderäte – neben

sozialistischem und kommunistischem Gedankengut – herauslesen lässt, sind Missgunst und Neid auf die rührigen und innovativen Bergbauern, die auch steuerzahlende Bürger der Gemeinde Schluderns sind. Heute geht man gegen die Bergbauern vor, morgen gegen die Bürger (Unternehmer) von Schluderns. Maria Luise Kuppelwieser – Morgenstern, Schluderns

Freiwillig

Freiwillig bedeutet, aus eigenem Willen heraus zu handeln. In Südtirol, und nicht nur hier, ist Freiwilligkeit überall zu finden: die Großmutter passt auf ihren Enkel auf, den Einkauf erledigt heute der Nachbar und die Lehrerin gibt den Schülern Nachmittagshilfe. Auch leben wir in Dörfern mit einer Vielzahl von Vereinen, egal ob Kultur-, Sport- oder Musikverein, alle werden von Ehrenamtlichen mit einem großen Zeitaufwand verwaltet. Dafür ein anerkennendes DANKE an alle freiwilligen Kolleginnen und Kollegen, ohne die es hier nicht funktionieren würde. Diese Gelegenheit nutze ich auch, um hervorzuheben, dass dieser Einsatz nicht selbstverständlich ist. Es wird nicht immer so bleiben, deshalb muss man sich Gedanken machen: Eine Möglichkeit wäre das bedingungslose Grundeinkommen, welches jeder Person ein Einkommen garantiert. Der Bauer und seine Bäuerin könnten wieder, ohne um ihre Existenz zu fürchten, den Hof weiterführen, die Hausarbeit wäre endlich gleich viel Wert wie jeder andere Beruf und auch das Ehrenamt zum Nutzen aller wäre anerkannt. Freiwillig bedeutet dann nicht mehr nur, aus eigenem Willen heraus zu handeln, sondern auch zu arbeiten, aber aus Interesse an der Arbeit und ohne Angst vor dem Loch in der Geldtasche. Tobias Stecher


Lokales

Schlanders/Vinschgau

Der Vinschger Landesjägermeister B

ezirksjägermeister Berthold Marx ist der neue Landesjägermeister. Der Putschversuch gegen Klaus Stocker vor einem Jahr von Vinschger Seite hat nun – so scheint’s – Früchte getragen. Fakt ist, der Wechsel an der Spitze war längst überfällig und vom Großteil der Jäger lange ersehnt. Dass Marx mit dem Amt liebäugelt, war schon bei der Hegeschau des Bezirks Vinschgau drei Tage vor der Wahl am 20. März bekannt. Marx hat bei der Hegeschau Position bezogen: Jagd ist Schutz der Wildtiere. Jagd ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur. Jagd ist das Fortführen einer langen Tradition. Jagd ist das Bereitstellen von unvergleichlichen Nahrungsmitteln. Und Jagd ist eine anspruchsvolle Freizeitbeschäftigung. Die Botschaft war klar: Jagd ist richtig und wichtig. Gründe für

Bezirks- und nun auch Landesjägermeister: Berthold Marx

die klaren Worte gibt es gleich mehrere: Einmal wächst der Widerstand der Tierschützer gegen die Jagd, zum andern steht die Jagd rechtlich auf dem Prüfstand. Die Dekrete des Landeshauptmanns zum Abschuss von Steinwild und Murmeltieren wurden im vergangenen Jahr immer wieder angefochten und ausgesetzt. Der Bericht des abgelaufenen Jagdjahres fiel nichtdestotrotz positivaus:DerRehabschussplan ist bei den Böcken zu 93 Prozent

pr-info Glurns Marketing

und bei den Geißen zu 100 Prozent erfüllt worden. Tolle Arbeit hätten, so Marx, die Jägerinnen und Jäger beim Rotwild geleistet. 97 Prozent Abschussplanerfüllung beim Kahlwild, 93 Prozent bei den Trophäenhirschen und 100 Prozent bei den Jährlingen könne sich sehen lassen, auch vor jenem Hintergrund, dass die Rotwildjagd eine sehr schwierige ist. Lob dafür gab’s von Luis Durnwalder. Zum einen. Zum andern zürnte der Landeshaupt-

mann mit dem Rechnungshof. Der sage mit den Dekreten zur Murmeltier- und Steinwildjagd hätte er, der Landeshauptmann, Schaden am Vermögen des Staates und einen Imageschaden angerichtet. Durnwalder wörtlich: „Ich glaube, der italienische Staat wird nicht dadurch geschädigt, dass hier bei uns ein paar Murmeltiere und Steinböcke geschossen werden.“ Die Zukunftsaussichten waren wenig einladend: „Es wird schwieriger und bürokratischer.“ (ap)

Paul Flora ‒ Leben und Werk

Initiativen von Glurns Marketing Die gemeindeeigene Einrichtung Glurns Marketing betreibt und organisiert auch im Jahr 2013 wieder Ausstellungen und verschiedene Veranstaltungen. So ist seit Ostern der Schludernser Torturm mit der Ausstellung zur Geschichte der Stadt Glurns geöffnet. Im Tauferer Torturm kann von Mai bis Oktober die Dauerausstellung des Glurnser Künstlers Paul Flora besichtigt werden. Zusätzlich zu den Ausstellungen werden von Glurns Marketing Stadtführungen organisiert. In den Monaten Juli und August finden abwechselnd Nachtstadtführungen sowie „Musik im Turm“ Abende statt. Eine Neuheit in diesem Jahr ist die Öffnung der restaurierten Stadtmühle, die in den Monaten Juli und August jeweils montags von 16.00 - 18.00 Uhr besichtigt werden kann. Glurns Marketing organisiert in Zusammenarbeit mit den Vinschger Direktvermarkter/Bauernmarktler im Jahr 2013 monatlich von Mai bis Oktober die Glurnser Laubenmärkte zu folgenden Themen: Blumen & Gartenmarkt, Freizeit & Hobbymarkt, Feinschmeckermarkt, Altes und traditionelles Handwerk, Palabiramarkt, Bunter Herbstmarkt. Nach den tollen Erfolgen der letzten beiden Jahre wird am 27.07.2013 der Acht-Gipfel-Marsch abgehalten. Startpunkt ist der Stadtplatz in Glurns von dem es 8 Gipfel bis zum Ziel zum Stilfserjoch zu überwinden gilt. Informationen zu den Veranstaltungen und Ausstellungen finden sie unter www.glurns.eu Glurns Marketing unterstützt den jungen Künstlerverein Glurns-ArtPoint (GAP). GAP zieht heuer in den Pfarrsaal der Stadt um, wobei verschiedene Ausstellungen junger internationaler Künstler geplant sind. Aktuelle Informationen über GAP sind auf glurns-art-point.blogspot.it abrufbar.

Seit dem 29. Juni 2011 befindet sich im Tauferer Torturm eine Dauerausstellung des Glurnser Künstlers und Zeichners Paul Flora unter dem Motto „Paul Flora ‒ Leben und Werk . Zu sehen sind an die 60 Werke des Glurnser Ehrenbürgers von den Anfängen seines Schaffens aus dem Jahre 1938, über seine Werke in 1970er Jahren mit seinen bekannten „nervösen Strichgewittern bis hin zu seinen letzten Werken aus dem Jahre 2009. Öffnungszeiten: Mai/Juni/Oktober: Dienstag bis Sonntag 11.00 ‒ 16.00 Uhr Juli/August: täglich 10.00 ‒ 17.00 Uhr September: Dienstag bis Sonntag 11.00 ‒ 17.00 Uhr

Eine Initiative von Glurns Marketing www.glurns.eu

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Lokales

SeitenWind

Vinschgau - AUS DEM GERICHTSSAAL

Prad. Die Prader Filmfreunde laden zu einem Filmabend am Freitag, den 5. April 2013 um 19.30 Uhr in die Mittelschule Prad. Der Dokumentarfilm „Von Kastelbell nach Mals“ von Roland Rieder und „Hoamweah“, ein Film von Rudi Capone über das Schicksal der Schwabenkinder, welcher in einem Projekt der Mittelschule Mals 2004 entstanden ist stehen auf dem Programm. Schluderns. Die öffent-

liche Bibliothek lädt in Zusammenarbeit mit den Bäuerinnen Schluderns zu einem Gartenvortrag: „Bewährtes und neues Wissen rund um den Hausgarten“ mit Edith und Robert Bernhard. Donnerstag,11 April 2013 um 20.00 Uhr im Raiffeisensaal im Kulturhaus Schluderns.

Unkenntnis schützt nicht vor dem Gesetz An diesen Rechtsgrundsatz aus dem römischen Recht musste sich der Besitzer eines Fahrzeuges erinnern lassen, welcher gemeint hatte, er könnte den Schlaumeier spielen. Der Ausgangsfall einer jüngsten Entscheidung des Obersten Gerichtshofes hatte sich in Ferrara zugetragen: Ein Pkw war mit „flottem Tempo“ unterwegs. Die Verkehrspolizei „blitzte“ zwar das Fahrzeug, konnte aber den Lenker nicht ausforschen. Die Ordnungshüter richteten daraufhin an den Eigentümer die Aufforderung, „Ross und Reiter“ zu nennen. Dieser stellte sich taub und antwortete, er habe eine große Anzahl von Firmenautos und sei daher außerstande, herauszufinden, wer zum fraglichen Zeit-

punkt mit dem inkriminierten Pkw unterwegs gewesen war. Den Einwand ließ der Friedensrichter nicht gelten und „verdonnerte“ den Fahrzeughalter zu einer Geldbuße sowohl wegen Geschwindigkeitsüberschreitung als auch wegen unterlassener Angaben über die Identität des Lenkers. Der Fall landete vor dem Kassationsgericht, welches jedoch kein Verständnis für die vorgebrachten „Entschuldigungen“ aufbrachte. In Anlehnung an ein Urteil des Verfassungsgerichts wurden dem „verschwiegenen“ Fahrzeugbesitzer zwar keine Führerscheinpunkte „abgeknöpft“, welche dem unbekannt gebliebenen Lenker abgezogen worden wären. In diesem Punkt besteht nämlich seit einer Grundsatzentscheidung der Verfassungsrichter

aus dem Jahre 2005 Rechtssicherheit: der Abzug von Punkten kann nur vorgenommen werden, wenn der Lenker auch tatsächlich identifiziert wurde. Eine objektive Haftung auf Grund einer bloßen Schuldvermutung ist mit der Verfassung nicht in Einklang zu bringen. Für die übrigen Übertretungen kam der Halter jedoch voll „zum Handkuss“. Die Höchstrichter wiesen nämlich mit erhobenem Zeigefinger darauf hin, dass es Pflicht eines jeden Eigentümers sei, den Lenker des Fahrzeuges jederzeit zu kennen, um bei Bedarf der Polizei die gewünschten Angaben machen zu können, denn Unkenntnis ist kein Rechtfertigungsgrund. Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

Heimatbühne St. Valentin auf der Haide

Männerwirtschaft Komödie in drei Akten von und Gabi und Birgit im BeArmin Vollenweider; Regie: trieb als Unterstützung einCilli Blaas , Hedwig Probst stellt, scheint alles positiv zu Sepp Stadler ist der Wirt im laufen. Aber... etwas heruntergekommenen Die Heimatbühne St. Valentin „Restaurant Krone“. Im Gast- ist derzeit fleißig beim Prohof herrscht infolge Personal- ben und lädt alle Theaterbemangels ein großes Chaos. geisterte zu den Aufführungen Um seine Kasse etwas auf- der Komödie herzlich ein. zubessern, veranstaltet er ilTermine und Anmeldung sh. legale Spielabende in einem Extrazimmer. Aber auch seine Theaterwind beiden Freunde und Nachbarn, Metzger Karl und Bäcker Roland haben Probleme. Ihre Frauen Senta und Rosa sind über die Zustände in der „Krone“ nicht begeistert und üben entsprechend Druck auf ihre Männer aus. Als Sepp reagiert Theaterprobe der Heimatbühne St. Valentin 14 Der Vinschger Wind 7-13

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Menschen

„...derselbe Menschschlag wie die Tiroler“

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ag für Tag stand Sebastian Conrad in seinem Kiosk oder an der Tankstelle hinter der Grenze im Münstertal. Rührig und humorvoll bediente er jahrzehntelang seine Kunden. Gut in Erinnerung haben ihn viele Kinder, denen er gelegentlich ein „Sckokostängeli“ zusteckte. Sein „Handwerk“ lernte er bei seinen Eltern, die in Müstair ein Geschäft eine kleine Landwirtschaft und ein Gasthaus führten. Er war Einzelkind, und von Anfang an stand fest, dass er anpacken und irgendwann alles weiterführen musste. „Als Einzelkind ist man aber oft einsam“, bemerkt er. „Ich hätte lieber ein Dutzend Geschwister gehabt, als alleine zu sein.“ Kaufmännische Kenntnisse eignete er sich in einer „Sekretärschule“ in Bad Radaz an. „Es war eine Schnellbleiche für Eilige“, meint er. Eilig hatte er es, denn er wurde daheim gebraucht, weil in der Nachkriegszeit die Geschäfte zu blühen begannen. Das umfangreiche Warenangebot und auch die gute Schweizer Schokolade lockten viele Vinschgerinnen und Vinschger zum „Conrad“. Tabakwaren, Saccharin und Kaffee waren um vieles günstiger als in Italien. Sebastian konnte laufend mit Großkäufern aus dem Mailänder Raum lukrative Geschäfte abschließen. Und er nannte ihnen die Namen von Trägern aus dem Vinschgau. Regelmäßig packte er die begehrten Waren in Jutesäcke und übergab sie den Trägern. Eines stellt Sebastian klar: „Aus Schweizer Sicht war alles ganz legal. Wir haben regulär verkauft und die Waren im Zollamt in Sta. Maria deklariert.“ Nachdem die Route ins Feltlin zu stark kontrolliert wurde, gingen die Schleichwege über die grüne Grenze bei Taufers, oder über den Chavalatsch und das Jöchl. Sebastian war jedes Mal froh, wenn er erfuhr, dass die Träger den vereinbarten Treffpunkt jenseits der Grenze erreicht und die Säcke übergeben hatten. „Die Träger erhielten gemessen an den Löhnen der damaligen Zeit oft mehr als einen Monatslohn für einen Botengang“, weiß er. Geschäftlich lief es auch für ihn bestens. Privat fand er das Glück mit Barbara Ruinatscha, die er 1954 heiratete. Ein Kind nach dem anderen brachte Leben ins Haus und die Einsamkeit, die Sebastian in

Sebastian Conrad, geb. 1929, Müstair Der charismatische Geschäftsmann ist noch längst nicht müde und bringt sich in die Geschäftsabläufe ein. Das was er aufgebaut hat, weiß er bei seinen Kindern in besten Händen

Kindertage gefühlt hatte, war überwunden. Es herrschte Aufbruchstimmung. Er eröffnete 1957 den Kiosk mit Tankstelle nahe der Grenze. Kurz darauf wurde das Familienglück getrübt. Die kleine Marie Bernadette starb im Alter von zweieinhalb Jahren an Diphterie. Dieser Verlust schmerzt Sebastian bis heute. „Das hat mir im Leben am meisten weh getan“, bekennt er. Mit Arbeit lenkten er und seine Frau sich ab. Dankbar waren sie, dass die übrigen fünf Töchter und der Sohn gesund aufwuchsen. In den 70er Jahren endeten die goldenen Zeiten. Währungsbedingt war das Einkaufen in der Schweiz weniger lukrativ geworden. „Bei Grenzgeschäften muss man immer auf Schwankungen vorbereitet sein, und sich anpassen“, erklärt er. Mit der Eröffnung der Drogerie 1975 versuchte er Einbusen auszugleichen. Und es gelang ihm, eine Marktlücke zu besetzen. Er eröffnete auch ein Lebensmittelgeschäft in Müstair und aus dem alten Geschäftshaus wurde ein Gasthof. Seit jeher beschäftigte er viele Mitarbeiter aus dem

Vinschgau. „Mit denen sind wir sehr zufrieden, denn wir sind ja derselbe Menschschlag wie die Tiroler“, bemerkt er. Stolz ist er darauf, dass vier seiner Kinder in seine Fußstapfen getreten sind. Die Geschäfte werden in seinem Sinne weitergeführt. Sorge bereitet ihm derzeit der starke Schweizer Franken und er weiß, dass neue Herausforderungen zu meistert sind. Doch er ist zuversichtlich, dass seine Nachkommen es schaffen. Mittlerweile ist Sebastian etwas kürzer getreten. Heuer will er sich mit seiner Frau eine Reise nach Fatima gönnen. „Wir sind Verehrer der Gottesmutter“, sagt er und fügt scherzend hinzu: „Je größer der Sünder, desto mehr Heilige braucht er.“ Die Geschäftsabläufe behält er nach wie vor genau im Auge. „Die Regel ist: morgens früh und abends spät“, unterstreicht er. Und er lässt es sich nicht nehmen, abends im Kiosk an der Grenze die Abrechnungen zu machen, trotz seines hohen Alters - wie eh und je - Tag für Tag. Magdalena Dietl Sapelza

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Gesellschaft

SeitenWind

Schlanders

MORIGGL rüstet auf: Neue Zertifizierung erlangt. Seit drei Generationen steht der Name MORIGGL für maßgeschneiderte Energie- und Wasserkonzepte. Das Unternehmen aus dem Vinschgau beschäftigt knapp 80 Mitarbeiter und realisiert technische Anlagen in Südtirol aber auch über die Landesgrenzen hinaus im oberitalienischen Raum sowie in Österreich. Vor kurzem konnte das Unternehmen die für öffentliche Wettbewerbe vorgeschriebenen SOA-Zertifizierungen aufstocken. „Mit der neu erlangten Zertifizierung in der 4. Klasse der SOAKategorie OG11 sind wir berechtigt, an öffentlichen Ausschreibungen bis zu einem Gesamtbetrag von 3,1 Mio. Euro teilzunehmen“, so

Schlanderser Schützen blicken zurück

E

in arbeitsreiches Jahr liegt hinter der Schützenkompanie Schlanders, bilanzierte Hauptmann Karl Pfitscher (i. Bild) bei der jüngsten Vollversammlung. 25-mal ist man mit der ganzen Kompanie, 51-mal mit einer Abordnung ausgerückt. 32 aktive Mitglieder zählt die Schützenkompanie Schlanders: 26 Schützen und

sechs Marketenderinnen. Sandra Waldner ist bei den Marketenderinnen der jüngste Neuzugang und wurde bei der Versammlung im Haus der Begegnung in Schlanders willkommen geheißen. Mit einer Urkunde und einer Brosche für ihre 10-jährige Mitgliedschaft in der Kompanie geehrt wurde hingegen die erste Marketenderin Karin Meister.

Hervorgehoben – abseits vom Tätigkeitsbericht – hat Pfitscher gleich mehrere Punkte: Die Sanierungsarbeiten bei der Kirche - ein Projekt der Hilfsaktion „Dorf Tirol in Brasilien“ - sind abgeschlossen. 2.500 Euro haben die Schlanderser Schützen dazu beigesteuert. Der Fortund Weiterbildung werde in der Kompanie große Wichtigkeit beigemessen: Nicht gut besucht war der Vortrag von Martha Stocker zur Ortsnamengebung, sehr gut besucht hingegen jener von Manfred Haringer zum Thema „Kriegsende 1918“. „Mit unserer Tätigkeit“, schloss Pfitscher die Jahresversammlung, „haben wir, so glaube ich, für das Schützenwesen, aber auch für die Gemeinde einen kleinen Beitrag für das Gemeinwohl, aber auch für das soziale Umfeld geleistet.“ (ap)

Graun

KVW-Seniorenklub wechselt Führung Geschäftsführer Thomas Moriggl. „Sehr wenige Betriebe aus unserer Branche können sich in der Generalkategorie OG11 zertifizieren, noch weniger davon in der 4. Klasse, darauf sind wir stolz!“ Mit der SOA-Zertifizierung in der Kategorie OG11 ist MORIGGL automatisch auch für die einzelnen Kategorien dieser Einstufung zugelassen (OS3 – Wasser, Heizung; OS28 – Heizung/Lüftung; OS30 – Elektroinstallationen). Das Unternehmen verfügt zudem über weitere SOAZertifizierungen in den Kategorien OG9 (Photovoltaik) und OG10 (Mittelspannungsanlagen). MORIGGL ist somit vor allem für Bauund Generalunternehmen ein idealer Partner für die schlüsselfertige Realisierung größerer Projekte.

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er Seniorenklub Graun ist kein Verein im üblichen Sinn. Er ist eine Organisation von Menschen über 60 innerhalb des KVW. Er verlangt keine regelmäßigen Aktivitäten, er bietet Aktivitäten. Am 25.Oktober 2012 feierte der Klub sein 25-jähriges Bestandsjubiläum. Gleichzeitig gab Rosa Prenner die langjährige Führung der Senioren ab. Der Vinschgerwind berichtete darüber. Zurzeit zählt der Klub 351 Mitglieder. Er darf also als einer der großen Vereine in der Gemeinde Graun bezeichnet werden. Ein Großteil der Mitglieder steht in einem fortgeschrittenen Alter und freut sich, an den Klubanlässen teilzunehmen. Dazu braucht es aber auch eine stattliche Anzahl jüngerer Mitglieder, die bereit sind, die Anlässe zu planen, durchzuführen und die älteren Gäste zu betreuen. Der Seniorenklub spricht

also alle Einwohner der vier Fraktionen ab ca. 60 Jahren an, an diesem Zusammenspiel von Geben und Nehmen mitzuwirken. Niemand ist zu jung oder zu alt, um dabei zu sein. Das Klub- Ziel ist hinten v.l.: Edith Dietl Folie, Irmhild Eller gelebte Solidarität. Hohenegger, Anna Seifart Kofler, Erwin Vizebürgermeisterin Köllemann, Brigitta Kral Stecher; vorne und Sozialreferen- v.l.: Oswald Thöni, Elisabeth Rufinatscha tin Karoline Gas- Stecher, Alfons Wallnöfer, Konrad Stecher, ser Waldner wurde Maria Thöni Baldauf ersucht, freiwillige Ortsvertreter für die Leitung Thöni Baldauf Dorfvertreter des Seniorenklubs Graun zu von Graun und Fotograf für die Fotodokumentation. Haid suchen. Seit Februar ist Alfons Wallnö- vertreten Anna Seifart und fer Leiter des Seniorenklubs. Konrad Stecher, Langtaufers Als Vize steht ihm Oswald Edith Dietl Folie. In Reschen Thöni zur Seite. Irmhild Eller ist Brigitta Kral Stecher AnHohenegger ist Schriftführe- sprechpartnerin. Am 25. März rin. Elisabeth Rufinatscha hat traf sich die neu nominierte die Kassa übernommen. Er- Seniorenklubleitung zur ersten win Köllemann ist mit Maria Sitzung. (aw)


Gesellschaft

Schluderns/Vinschgau

Tipps und Tricks für Theaterregisseure D

er Regisseur Christoph Brück betreut die Aufführung „Don Quichote“, die von Vinschger Schauspielerinnen und Schauspielern als Bezirkstheater derzeit einstudiert wird. Brück traf sich kürzlich auf Einladung der Bezirksleitung um Arnold Pirhofer und Konrad Lechthaler mit Spielleiterinnen und Spielleitern im Vintschger Museum. Zentrales Thema war: Wie kann ich aus Amateuren gute Spieler formen? Laut Brück sind Amateure oft sogar bessere Spieler als Berufsschauspieler. Die Amateure sind der Wirklichkeit nahe und können aus dem Leben schöpfen. „Wichtige Aufgabe der Regisseurin, des Regisseurs ist es, das Geschehen auf der Bühne genau zu beobachten und darauf zu reagieren. Die Spielerinnen und Spieler dürfen nicht allein

gelassen werden. Sie brauchen Führung und das Gefühl der Sicherheit. Regisseure müssen ihnen Aufgaben geben, denen sie auch gerecht werden können“, so Brück. Oft helfen kleine Tricks. „Wenn ein Spieler beispielsweise immerfort mit den Händen redet, sage ich ihm, er soll die Hände in die Hosentasche stecken und sie ja dort lassen“, beschreibt Brück. „Oder, wenn sechs Leute auf die Bühne treten, müssen nicht von vorneherein sechs Stühle bereitstehen. Bei vier Stühlen und sechs Leuten entstehen neue spannende Situationen.“ Die Talente müsse man schonend entwickeln, und Charaktere können auf der Bühne geformt werden. Wenn etwas nicht gelinge, müsse man einen anderen Weg einschlagen, den die Person auf der Bühne leichter schaffen könne. „Es

rechts: Christoph Brück, Regisseur und Betreuer des Vinschger Bezirkstheaters: „Amateure sind oft bessere Spieler als Berufsschauspieler und der Wirklichkeit nahe.“ hinten: Konrad Lechthaler

ist nicht gut, jemanden gegen die Natur zu dressieren“, so Brück. „Wichtig ist es, dass man über das Spiel lacht und nicht über die Figuren.“ Fazit:

Beim Theater hört man nie auf zu lernen. Jedes Stück ist ein Abenteuer und man weiß nie, ob es gelingt oder nicht. (mds)

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Gesellschaft

Rom/Vinschgau

Der erste offizielle Akt unseres neuen Abgeordneten im römischen Parlament

„Abis“ Erlebnisbericht M

eine Ankunft in Rom am 13. März ist gut verlaufen. Der neue Papst ist gewählt und der Vinschgau ist weiterhin im römischen Parlament vertreten. Die Tage danach sind ernüchternder. Untergebracht sind wir in einem der teuersten Hotels von Rom, im Hotel „Nazionale“direkt neben dem Palazzo Montecitorio. Normalerweise wäre immer noch Papstkonklave gewesen, daher waren alle normalen Hotels ausgebucht und die römischen Sekretärinnen wollten das „Team Südtirol“ gemeinsam und nahe am Parlament unterbringen. Sie haben es sicher gut gemeint und stornieren ging nicht mehr. Das gehört zum Schicksal der Neuankömmlinge. Heute Donnerstag, der 14. März ist der letzte Arbeitstag der Alt-Parlamentarier, die wir um Mithilfe bei der Bildung der Parlamentsgruppe und zur Überwindung der organisatorischen Probleme nach Rom gebeten hatten. Um 9.00 Uhr zeigt uns Senator Pinzger seine römische Bleibe. Nicht schlecht – ein „offenes“Kloster direkt gegenüber dem Senatsgebäude – ruhig, aber nicht gerade billig, aber jedenfalls nach meinem Geschmack. Zuerst will ich aber wissen, wo mein zukünftiges Büro sein wird. Erst dann werde ich mir eine Bleibe suchen. Um 9.30 Uhr erwartet uns schon unser Freund Siegfried Brugger. Er zeigt uns die Büros unserer Parlamentsgruppe, des sog. „Gruppo Misto“ und stellt uns das Personal vor. Es sind viele Frauen und zwei Männer, aber erschreckend, wie eng sie alle untergebracht sind. Da bekommt man Platzangst. Unser zukünftiger Redenschreiber begnügt sich aber schon seit 12 Jahren mit einer Büroecke von 2x2 Metern und fährt übrigens täglich 120 km aus Umbrien an. Also muss die Arbeit in Rom, neben den oder für die Abgeordneten, doch

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interessant und reizvoll sein. Die meisten wissen aber nicht, ob sie bei uns bleiben können… aber hoffen es zumindest, denn Siegfried hatte als „Presidente“ alles vorbildlich geregelt und organisiert. Das Arbeitsklima scheint gut, trotz der Enge und Unsicherheit. „Onorevole hin, Onorevole her“ - das klingt für mich komisch… wir werden ja erst morgen vereidigt. Auch ich werde mich gewöhnen müssen. Danach kommt unser zukünftiger – von Siegfried Brugger und Karl Zeller- auserkorener Präsident der „Gemischten Parlamentsgruppe“: Pino Pisicchio. Ein väterlicher Typ aus Bari - ein alter Christdemokrat - Professor in Verfassungsrecht und Journalist, ein alter Fuchs , der mit kurzen Unterbrechungen schon seit 1987 im Parlament sitzt und auch schon Unterstaatssekretär war. Er wirkt aber vertrauensselig. Siegfried will uns mit diesem Pisicchio und seiner Gruppe (sie sind übrigens zu 6.) eine Mehrheit in der gemischten Parlaments-Gruppe organisieren, damit wir bei den Strukturen und Kommissionen nicht zu kurz kommen. In der gemischten Gruppe sind die „Fratelli d´Italia“ des Ex-Verteidigungsministers La Russa die größte Gruppe (9 und wir von SVP und Patt zu 5.). Siegfried knüpft auch die Kontakte mit einigen „eher linken“ Auslandsitalienern , damit wir eine Mehrheit in der Gruppe sind, da neben den Fratelli auch noch 4 versprengte Sozialisten sind, die niemand bei sich in der Gruppe haben will. Der uns bekannte Giorgio Holzmann wurde nicht mehr gewählt , sonst wäre auch er einer der „Fratelli“. Am Nachmittag erledigen wir im Parlament unsere organisatorischen Vorarbeiten – Foto – Ausweis, Bankverbindung, E-Mail-Adresse usw.. Alle Parlamentsangestellten reden uns beim Namen an. Sie haben ein Buch mit unserem Foto und den

Namen. Dieses haben sie sich seit Tagen eingeübt. Für die meisten ist dies aber sowieso Routine. Eine Neapolitanerin, die nur über den Mehrheitsbonus ins Parlament gekommen ist, bedankt sich spontan bei mir bzw. bei der Südtiroler Volkspartei. Eine nette Geste. Uns ist der Mehrheitsbonus ja auch zugute gekommen, daher stehe sie nicht in unserer Schuld. Ich wünsche mir aber eine gute Zusammenarbeit. Am nächsten Tag soll der/die Präsident/in der Kammer gewählt werden. Unsere Koalition hat durch den Mehrheitsbonus eine satte Mehrheit, aber es soll „weiß“ gewählt werden. Erst am Samstag, wenn sich in der „ganz hohen Poilitik“ mit der Gruppe um Premier Monti oder den Grillini nichts tut, dann werden wir jemand aus unserer Koalition wählen. Vor der Wahl rede ich mit einem Grillino. Ich erkläre ihm die Südtiroler Volkspartei. Er hat erst nach den Wahlen davon gehört. Ich erzähle ihm von der Basiswahl, vom persönlichen Wahlerfolg und von der Erwartungshaltung meiner Wähler in Bezug auf meine zukünftige Arbeit. Der Grillino ist aus Umbrien. Dort hat er gerademal 34 Stimmen erhalten, wahrscheinlich von seinem engsten Verwandtenkreis. Er hat sich aber über „web“ der „No-TAV“Bewegung angeschlossen und wurde durch seinen „virtuellen“ Wahlkampf im Internet gewählt: Er kennt zum Unterschied von mir seine Wähler aber nicht. In diesem Detail liegt der große Unterschied. Sonst ist es ein ganz normaler Typ, mit dem man auch über die Berge und die Jagd reden kann. Über seinen „politischen Ziehvater“ Beppe Grillo will er nicht reden, dieser wird schon alles richten. Die Wahlprozedur ist langwierig. Jeder kann noch sitzen, wo er will, da die Parlamentsgruppen noch nicht definitiv sind. Kol-

lege Alfreider kommt als einer der Ersten dran. Ich schaue dem Vorgang interessiert zu. Nach Alfreider kommt Bersani, dann Biancofiore, dann unser Freund aus Bozen vom Partito Democratico Gianclaudio Bressa, später der Trentiner Landeshauptmann Lorenzo Dellai… Der Vorgang ist höchstinteressant, man kann viele Kollegen kennen lernen. Nach zwei Stunden komme ich dran. Sie sprechen meinen Namen korrekt aus. Der Stimmzettel bleibt weiß, obwohl ich in meiner Gruppe erklärt habe , den Patt-Kollegen Mauro Ottobre

Albrecht „Abi“ Plangger schickt seine ersten Eindrücke in den Vinschgau

zu wählen und ihm somit in die Zeitungen zu verhelfen. Eine Wahl ist aber doch eine ernste Sache. Ich lasse diesen Blödsinn und werfe den leergebliebenen Wahlzettel in die Urne.Der erste Amtsakt ist gesetzt. Wie wird es weitergehen? Ich bin grundsätzlich ein Optimist. Solche Vorgänge gehören höchstwahrscheinlich zum „politischen Spiel“, das vielleicht „die Grillini“ ändern können – aber nicht ich als Vertreter des Vinschgaus zum Guten oder auch noch tiefer ins Chaos. Wer weiß: Morgen bei der richtigen Wahl ist vielleicht alles anders. Albrecht Plangger, SVP-Kammerabgeordneter


Nachgedacht „Innerer Halt und Lebensmut gehören zusammen. Und heute sind von Don Mario viele Menschen dabei, beides einPinggera zubüßen. Und das hat viele Gründe“. So schreibt der selige Bischof Reinhold Stecher in seinem Buch ‚Geleise ins Morgen‘. Es fällt mir alles andere als leicht, über einen derart ‚wert – vollen‘ Menschen zu schreiben. Aber zum einen hat er ja Vinschger Wurzeln und gehört damit auch in den „WIND“. Was allerdings noch von viel größerer Bedeutung ist, das war sein vielfältiges Wirken als Priester, Theologe, Literat, Maler, Bischof, Lehrer und vor allem und in allem als Mensch. Wie wenige Zeitgenossen strahlte er Halt und Lebensmut aus und war sogar in der Lage, diese beiden tragenden Lebenselemente auch weiterzugeben. In aller Gradlinigkeit, mit aller Bescheidenheit und mit allem Humor. Unter seinen Bischofskollegen war er eine wohltuende Ausnahmeerscheinung. Gerade auch im Hinblick auf die soeben erwähnten Eigenschaften. Er ist ohne weiteres im gleichen Atemzug zu nennen, wie der verstorbene Franz Kardinal König. Wie auch er verstand es Stecher, sein Bischofsamt in erster Linie als Brückenbauer wahrzunehmen, den Menschen inneren Halt zu geben und Lebensmut vorzuleben. Was geschieht, wenn wider besseres Wissen Bischöfe ernannt werden, die genau diese Eigenschaften nicht besitzen, oder sogar gegenteilige, das wurde der Kirche nicht nur in Österreich schmerzhaft vor Augen geführt. Wie sehr muss dies einem aufrichtigen Reinhold Stecher wehgetan haben, mit anschauen zu müssen, wie „Hirten“ der Kirche großen Schaden anrichten… Bischof Stecher hat in seinem Leben Erfahrungen sammeln müssen, die derart schwerwiegend waren, dass es nach menschlichem Ermessen an ein Wunder grenzt, dass er so wirken konnte, wie er wirkte. Immer wieder schreibt er in seinen Büchern über die abgrundtiefen Erfahrungen auf den Schlachtfeldern des 2. Weltkrieges bei eisiger Kälte im russischen Winter. Wie plötzlich wieder Kameraden neben ihm durch eine Granate zerfetzt wurden, oder wie am nächsten Tage nur noch wenige lebten. „Der Granattrichter wird zwar überwachsen sein. Aber wenn ich mich auf einen der Granitblöcke setzte, die da herumlagen, - ich glaube nicht, dass ich zunächst das Grauen verbannen könnte und die Last der Erinnerung. Aber wenn dann der Wind leise durch die zarten Blätter der Birken führe, die inzwischen gewachsen sind – dann müsste doch auch eine verhaltene, tröstliche Melodie über die Waldwiese am Polarkreis hinwegsingen, eine Weise von Todesahnung und Geborgengeit und einer über allem waltenden Vorsehung…“ Diese Worte aus seinem eingangs erwähnten Buch zeigen, wie stark er Halt und Lebensmut erfahren hat. Aber das geht nur, wenn Gott nicht nur einfach ‚mit dabei‘ ist, sondern wenn Gott das Leben trägt. Die Botschaft von Bischof Stecher in all seinen Schriften läuft immer auf das Eine hinaus: Mensch, lass dich von Gott tragen, du darfst dich gehalten wissen, wage mutig dein einmaliges Leben. Nicht auszudenken, welch ein Geschenk es für die Kirche wäre, wenn einmal ein Mensch dieser Größe auf dem Stuhle Petri Platz nehmen sollte oder besser dürfte. Der eine Botschaft verkündet, die betroffen macht, die dich wirklich betrifft und mitreisst. Der das Evangelium nicht nur verliest, sondern der selbst „lebendiges Evangelium“ ist, wie es Kardinal Martini in seinem letzten Buch ausdrückte. Als Papst Franziskus die ersten Worte an die Gläubigen richtete, da schien diese leise Hoffnung tatsächlich wahr zu werden (dieses ‚Nachgedacht‘ wurde nämlich schon an Maria Lichtmess verfasst, dem Tag von Bischof Reinholds Requiem). Mögen Gott und auch die Gläubigen Papst Franziskus zutiefst beistehen!


Gesellschaft

Sta. Maria/Taufers/Scuol/Sils

Tierärzte-Team versorgt Val Müstair T

oni Theus geht mit 30. Mai 2013 in die wohlverdiente Pension. Theus ist seit dem 1. Juni 1978 Tierarzt im Val Müstair. Tag und Nacht, denn in den vergangenen 35 Jahren hat er den 24-Stunden-Notfalldienst für das Tal inne. Hilfe hat er vor 20 Jahren von einem jungen Tauferer bekommen. Von Wolfgang Kapeller, der bereits in seinen Studienjahren mit dem Schweizer Tierarzt im Val Müstair unterwegs war. Mit der Pensionierung von Theus verwaist die Tierarztstelle im Val Müstair. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht, denn von den rund 2000 Nutztieren werden rund die Hälfte in Muttertierhaltung gehalten. Diese Kühe sind gegenüber dem Milchvieh gesünder, brauchen den Tierarzt kaum. Also hat ein Tierarzt mit ständigem Sitz im Val Müstair kein Auskommen mehr.

Das Tierärzteteam für das Val Müstair: vorne v.l.: Marianne Caviezel und Nadine Almasi, Wolfgang Kapeller, hinten: Toni Milicevic und Charlotte Wüger

Trotzdem wird im Val Müstair ein Tierarzt benötigt und ein 24-Stunden-Notfalldienst. Vor gut einer Woche hat sich deshalb ein Tierärzteteam den Münstertaler Bauern vorgestellt. Das Team, bestehend aus zwei Tierärzten mit einer Praxis in Sils, zwei aus Scuol und dem Tauferer Wolfgang Kapeller hat sich bereiterklärt, den 24-Stunden-Notfalldienst für Nutztiere und Pferde zu übernehmen, eine Kleintierpra-

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MarktgeMeinde

SchlanderS

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xis mit Apotheke in Müstair zu errichten und in der Stallsaison zweimal wöchentlich vor Ort zu sein. Start der tierärzltichen Versorgung in dieser Form soll am 1. Juni 2013 sein. Großes Interesse herrschte bei den Münstertaler Bauern. Von den rund 50 Bauern im Tal haben wenige gefehlt, um das Tierärzteteam mit Fragen, Wünschen und Bedenken einzudecken. Die Frage nach dem Tarif für einen Stallbesuch konnte

zwar nicht endgültig beantwortet werden, aber er dürfte sich, so Tierarzt Toni Milicevic zwischen 50 und 60 Franken bewegen. Es hänge noch einiges von den Verhandlungen mit der Gemeinde Val Müstair ab. Die allgemeine Zufriedenheit darüber, dass das Val Müstair wiederum mit Tierärzte nund Tierarzneien versorgt sein wird, hat bei der Versammlung in der Scuola veglia in Sta. Maria überwogen. Nach der Versammlung haben viele Bauern die Tierarztvereinbarung bzw. die Medikamentevereinbarung unterschrieben. Toni Theus, dessen Arbeit im Laufe der Jahre immer mehr zurückgegangen ist, ist über die Nachfolgeregelung froh. Für ihn sei das Kapitel Tierarzt im Val Müstair spätestens am 30. Mai 2013 abgeschlossen. Er wird wegziehen. (eb)


Gesellschaft

Burgeis/Schlanders

pr-info Niederstätter

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schlanders

m Dienstag, den 05. Februar kam die 2. Klasse des Realgymnasiums Schlanders in die Grundschule Burgeis. Frau Malloth und Frau Towet begleiteten die Oberschüler. Wir, die Schüler der 5. Klasse, empfingen die Oberschüler aufgeregt. Während Frau Towet uns in Zweiergruppen einteilte, bereiteten die Oberschüler die Experimente vor. Unter der Anleitung der Oberschüler experimentierten wir mit Strom, Wasser und Luft. Die Oberschüler waren gut vorbereitet und erklärten uns die Experi-

mente genau. Wir hatten viel Spaß und arbeiteten gut zusammen. Der Gegenbesuch fand am Montag, den 25. Februar statt. Wir fuhren um 07:20 Uhr mit dem Zug nach Schlanders ins Realgymnasium. Uns begleiteten die Lehrpersonen Herr Paulmichl und Frau Folie. Zu Beginn führten wir Zauberexperimente wie z.B. die Herstellung von Elefantenzahnpasta, durch. Außerdem stellten wir Gummibärchen und Brausetabletten her. Mit Stickstoff froren wir Lebensmittel ein. Nach einer Stärkung präsentierten wir die Zauberexperimente. Gegen 11:00 Uhr verabschiedeten wir uns von den Oberschülern und deren Lehrpersonen. Als Dankeschön überreichten wir einen Geschenkskorb. Die zwei Vormittage waren für uns sehr lehrreich und spannend. Die Schüler/innen der 5. Klasse GS Burgeis

Bagger wird verlost

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ie Niederstätter AG steht in Bezug auf die Vielfalt ihres Angebots an Baumaschinen für die Vermietung italienweit an erster Stelle. Mit unseren Premium Marken setzen wir auf maximale Zuverlässigkeit und Qualität bei unseren Geräten. Für 2013 haben wir uns für unsere Kunden eine ganz besondere Gelegenheit ausgedacht, nämlich die Verlosung eines Baggers von Wacker Neuson! Seit einiger Zeit setzen wir bei den Kompaktbaggern auf die Marke Wacker Neuson, es handelt sich hier um Geräte, die sich im Einsatz auf der Baustelle, aber auch im landwirtschaftlichen Bereich sehr bewährt haben. Immer wieder bekommen wir positive Rückmeldungen von zufriedenen Kunden. Lassen Sie sich in unserem Lager in Schlanders in der Fraktion Vetzan, Gewerbegebiet 11, von unserem Filialleiter Franco Hofer beraten. Die Bagger-Verlosung findet am Samstag, 26. Oktober 2013 um 11 Uhr in unserem Miet- und Maschinenpark in Steg im Eisacktal im Rahmen unserer Hausmesse (25. – 27.Oktober ) statt. Alle Kunden, die im Laufe des Jahres einen Bagger mieten (1 Lotterie-Los), ein Bagger-Revisionspaket kaufen (1 Lotterie-Los) oder einen neuen/gebrauchten Bagger kaufen (5 Lotterie-Lose), sind bei der Verlosung dabei, und es gibt nicht nur einen Bagger, sondern auch eine ganze Reihe an anderen Preisen zu gewinnen. Wir freuen uns, Sie bei unserer BaggerVerlosung willkommen zu heißen.

sichlanders • Foto: Dieter Drescher

Grundschüler experimentieren mit Oberschülern

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Gesellschaft

v.l.: Manfred Thöni, Gustav Thöni, Präsident Günther Bernhart und Paul Jörg; einer der Gründerväter Josef „Tischler Sepp“ Telser

Watles/Burgeis/Mals

Watles feiert 40-jähriges Jubiläum N

ostalgischer Jubel auf dem „Erlebnisberg“: Die Touristik- und Freizeit AG hat mit einem großen Skitag den Bau und die Inbetriebnahme des Skigebietes von 1973 gefeiert. Wintersportler aus nah und fern, unter ihnen Skilegende Gustav Thöni, strömten zum Berg um mitzufeiern. Und wer ein Jubiläum begeht, zieht gerne Bilanz. Noch dazu, wenn es sich um derart erfolgreiche Meilensteine im Winter- und Sommertourismus handelt, die der amtierende Präsident Günther Bernhart lebendig und einzeln aufzählte. Das Ski- und Wandergebiet mit dem Langlaufzentrum Schlinig und dem Hallenbad verzeichne einen enormen Aufschwung für die Großgemeinde Mals und darüber hinaus. Umfangreiche Investitionen, professionelle Organisation, modernes Denken

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und letztendlich die hinreißende Naturkulisse seien der Mix, der den Erfolg des beliebten Skiund Wandergebietes in den 40 Jahren stetig wachsen ließ. Die Freundlichkeit der Gastgeber in der Region und der Partnerbetriebe, großzügig ausgebaute Abfahrten, Skiwege, Langlaufloipe, Rodelbahn und ein unvergleichliches Bergpanorama, spannende sportliche Veranstaltungen und viel Spaß für große Könner und kleine Anfänger machen das Skigebiet zu einem der beliebtesten in der OrtlerSki-Arena . Nicht umsonst wurde der Erlebnisberg Watles in zwei Königsdisziplinen des österreichischen „Skiareatest“ klarer Testsieger: Sieger Innovationspreis- bestes Kinderangebot und Sieger Erlebnisberg des Jahres 2012. Und für Südtiroler Authentizität an den Skipi-

stenrändern wurde der Höferalm der „Schneestern“ verliehen, eine Auszeichnung der Gastronomie - Kritik „Extrawurst“ des Wochenmagazins ff. Das Skigebiet plant im Sommer 2013 den Bau einer Skicross – Piste. Die Bescheiungsanlage soll bis ganz nach oben verlängert werden. Und die 20-jährige Revision, die 1,2 Mio. verschlingen wird, steht an. „Dem Luis Weger sage ich riesen-großes Vergeltsgott. Er hat das Schigebiet und die Höferalm fürs Jubiläum so schön dekoriert. Und auch dem Urban Plagg gilt mein Dank, der den schönen 40er gezaubert hat“ schloss der Präsident seine Ansprache und lud die Ehrengäste zum Mittagessen. Mit der Tricktechnik des Zauberkünstlers Ben Hyven entstanden während des nostalgischen

Festessens Momente des Staunens, der Fassungslosigkeit und schließlich der kindlichen Freude darüber, dass wirklich alles möglich zu sein scheint. Selbst den Richard Theiner zog der 23-jährige Unterhaltungskünstler aus Tirol in seinen Bann. Für alle anderen Festteilnehmer und Skisportler begann eine Nostalgieparty mit dem Duo „Die Vinschger“ auf der Plantapatschhütte und der Gruppe DirtyLovers an der Talstation. Mittels einer tollen Tombola wurde ein Watles-Saisonsskipass 2013/14 als Hauptpreis verlost. Wer in nostalgischer Ski-Kleidung, Holzskiern und Schnürschuhen kam, konnte auf der Tschunggai–Piste an einem spannenden NostalgieRennen teilnehmen, welches in Form eines Riesentorlaufs, ausgesteckt mit Haselnussstangen, ausgetragen wurde. Den Teilnehmern ist es gelungen, bei den Zuschauern eine verklärende, fast wehmütige Sehnsucht nach Vergangenheit zu wecken. Andererseits hat der Präsident Günther Bernhart in seinen Ausführungen dargelegt, dass die Zukunft begonnen hat. Alle aber werden dieses Jubiläumsfest am Erlebnisberg Watles in nostalgischer Erinnerung haben, und für immer wissen, dass am 10.März 2013 ein herrlich schönes Wetter war. (aw)


Gesellschaft

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Michael aus Lönneberga kommt nach Schlanders Das theater tabor aus Oberösterreich bringt auch heuer zwei Kinderklassiker ins Kulturhaus Karl Schönherr nach Schlanders. Am Montag, 15. April um 16.00 Uhr wird Michel aus Lönneberga mit seinen lustigen Streichen große und kleine Kinder ab 5 Jahren zum Lachen bringen, wenn er versuchen wird, Linas entzündeten Zahn zu ziehen oder wenn er seinen Kopf in die

Suppenschüssel steckt. Am Tag danach, am Dienstag, 16. April um 16.00 Uhr wird der liebenswert schrullige Pettersson, zusammen mit seinem spitzfindigen Kater Findus, die Hühnerschar des Hofes vor einem Fuchs schützen. Außerdem geht es drunter und drüber, wenn Pettersson für Findus eine Geburtstagstorte backen will.

Auch Petterson und Findus sind zu Gast im Kulturhaus von Schlanders

Kartenvorverkauf im Büro des Tourismusvereins SchlandersLaas in Schlanders in der Göflanerstr. 27 (Kulturhaus) von Montag bis Freitag jeweils von 9.00-12.30 Uhr und von 14.00-18.00 Uhr sowie an der Abendkasse ab 19.00 Uhr

Eyrs

Jubiläums-Suppensonntag

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er Suppensonntag in Eyrs – organisiert vom rührigen Ausschuss der KVW-Ortsgruppe Eyrs - hat seit genau zehn Jahren Tradition. Zu diesem runden Jubiläum hat man am heurigen 10. März im Kultursaal in Eyrs gebührend aufgetischt. Ganze sechs leckere Suppen standen zur Auswahl: Dem Anlass entsprechend eine Jubiläumssuppe, dazu gesellten sich noch eine Fischsuppe, eine Gulaschsuppe, eine Frühlingssuppe, eine

Kräuter-Nockerlsuppe und zu guter Letzt noch eine Saure Suppe. Weil die Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat Eyrs eine gute ist, verwöhnten freiwillige Helfer desselben jene, die zahlreich gekommen waren mit Kaffee und Kuchen. Besonders den fleißigen Helferinnen Anna Kofler, Silvia Marth, Angelika Trafoier und Babs Riedl sei im Namen des KVW-Ausschusses Eyrs an dieser Stelle besonders gedankt. (ap)

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Kultur

Die Kugel rollt

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ielleicht haben Sie sich auch schon darüber gewundert, warum in einigen Ortschaften des Vinschgaues Wege oder Straßen mit dem Namen „Kugelgasse“ anzutreffen sind, aber niemand mehr weiß, woher die Bezeichnung kommt und womit sie zu tun hat. Dieser Frage hat auch Wilhelm Oberegelsbacher aus Kortsch versucht nachzugehen, und hat dazu im „Schlern“ des Jahres 1951 einen Aufsatz veröffentlicht. Ich finde diesen Bericht interessant genug, um ihn hier im Wortlaut noch einmal vorzustellen (Text siehe gegenüberliegende Seite). Darin verweist der Autor auf einen früheren, ebenfalls im „Schlern“ abgedruckten Beitrag von Josef Schgör aus Schlanders, der sich an ein mittlerweile vergessenes Spiel erinnert, an dem sein Vater noch teilgenommen hatte. Das sogenannte „Kolbenschlagen“ oder „Kolbnen“, das angeblich bis zum Jahr 1885 in Taufers noch gespielt wurde, erfreute sich damals größter Beliebtheit, wobei es unterhaltsam und lautstark zuging, manchmal auch darüber hinaus, sodass sich Lehrerschaft und Pfarrer zum Einschreiten veranlasst sahen. Bei dieser Unterhaltung handelte es sich um eine Art Golfspiel, bei dem zwei konkurrierende Gruppen, ausgerüstet mit hölzernen Schlägern, eine faustgroße Kugel durch die Gegend zu schleudern versuchten. Über dieses Spiel berichtet auch Josef Pardeller aus Stilfs (Schlern 1947), der auf eine Eintragung im Stilfser Dorfbuch aus dem Jahre 1555 verweist, worin ein Verbot ausgesprochen wird, auf Wiesen zu „khegeln“, so lange das Vieh die Weiderechte dort beansprucht. Damit ist jedoch nicht das uns noch bekannte Kegeln gemeint, sondern ein Geländespiel namens „Kolbnen“ (Kolben = Schläger, Schlagholz). Scheinbar dasselbe Spiel mit der Bezeichnung „Kolven“ wurde in den Niederlanden und Flandern des 14. und 15. Jahrhunderts gespielt. In Italien waren ähnliche Spiele namens „cambuca“ oder „paganica“ bekannt, die schon im alten Rom praktiziert wurden. Gespielt wurde bei uns nur im Frühjahr, sobald die Wiesen schneefrei und das frische Gras noch kaum ausgetrieben hatte, oder im Herbst. Von Pinggàra gings hinaus zum Kâtzenpichl, wobei teils gewaltige Hindernisse zu überwinden waren, und von dort wieder zurück. Jene Gruppe, welche ihre Kugel mit so wenig wie möglichen Schlägen hin und retour befördern, und zum Schluss noch das Loch im Boden bei Pinggàra zu belegen vermochte, errang den ausgesetzten Preis. 24 Der Vinschger Wind 7-13

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Nun ist es leicht vorzustellen, dass Oberegelsbacher mit seiner Vermutung, die Kugelgassen seien dörfliche Spielstätten gewesen, durchaus Recht hatte. Es gibt auch keine anderen, nachvollziehbare und sinnvolle Erklärungen für diesen Namen. In den Kugelgassen wurde jedoch nicht dieses oben beschriebene Kolbnen gespielt, sondern andere Formen, ähnlich der heute noch betriebenen BocciaSpiele, - französisch Boule oder Petanque. Kugelspiele zählen zu den ältesten, auch archäologisch nachweisbaren Unterhaltungen. Auf Schloss Tirol wurden Kugeln aus Ton ausgegraben, mit denen im 13./14. Jahrhundert gespielt wurde. Im Südtiroler Unterland war das „Wotschelen“ (bočelen) bis in die 1960 Jahre ähnlich beliebt wie das Kartenspiel, und auf den Wiesen der Mendel und des Fennberges wird noch immer fröhlich weitergekugelt. Unseren damaligen Spielformen am ehesten verwandt ist das französische Boule (Kugel), das sowohl auf einem dafür vorgesehenen Platz gespielt wird, aber auch querfeldein, auf Wiesen, Wegen, Flussufern usw. Den Spielern ist jedes Gelände recht, sofern es halbwegs flach und nicht befestigt ist, - das ja auch bei den Vinschgauer Kugelgassen genauso der Fall war. Vielleicht ist es einer gewissen „Neuerungsverweigerung“ der Vinschger zu verdanken, weshalb der Name Kugelgasse sich in einigen Gemeinden des Tales erhalten hat, während anderenorts davon nichts mehr zu hören ist. Wir können aber davon

ausgehen, dass es in vielen Ortschaften einen Weg solchen Namens gegeben hatte. Als Beispiel möchte ich die Stadt Innsbruck erwähnen, wo bis ins 18. Jahrhundert ein „Kuglgässchen“ bekannt war, das im Jahr 1464 erstmals schriftlich erwähnt, schließlich umbenannt wurde und dann in Vergessenheit geriet. Dieser Weg befand sich außerhalb der Stadtmauer, gesäumt von Gärten und Anger. Im italienischen Kulturraum findet man viele Unterscheidungen dieses Namens, wie etwa „Via Boccia, Via delle Bocce, Via delle Boccie, Via della Palla, Vicolo delle Palle, oder Vicolo delle Palline“, wobei Bocce und Palle nicht dasselbe sind. Vom 14. bis ins 17. Jahrhundert scheinen die verschiedenen Ball- oder Kugelspiele eine weite Verbreitung, und als Modespiele große Beliebtheit erreicht zu haben, ähnlich des heutigen Fußballspieles, wo es auch kaum keine Ortschaft ohne eigenen Fußballplatz gibt. Als Glücksspiel und Unterhaltung, aber auch als Metapher des Schicksalhaften oder Unvorhergesehenen, spielen Kugeln seit jeher eine besondere Rolle. Das Bild der rollenden Kugeln vermag den glücklichen oder verhängnisvollen Lauf der Dinge nach- oder vorzuzeichnen (solange die Kugel rollt, ist nichts entschieden, aber dann: rien ne va plus). Eine vergeistigte Version des „Kugelspieles“ hat Nikolaus von Kues mit seinem Dialogus De Ludo Globi, hinterlassen, als er 1463 anhand einer von ihm erfundenen „erbaulichen Meditation“, unter Mithilfe einer präparierten Kugel, uns

Bauern beim „Kolven“ von Pierre-Louis-de-Surugue um 1750


Kultur

die Bedeutung Gottes, der Schöpfung und der Stellung des Menschen darin zu veranschaulichen versucht (Landesausstellung 2000 Brixen, Hofburg). Man sollte sich aber vor Augen halten, dass von Seiten der Kirche alle Spielarten, inklusive des Musizierens und Tanzens nicht nur ungern gesehen, sondern oft der Gotteslästerung gleichgesetzt und bekämpft wurden. Dementsprechend haben sich auch die historischen Aufzeichnungen, zumindest in unseren Gegenden bis heute nicht um die Spiele des Volkes (gioco paganico) gekümmert, weshalb wir auch über keine entsprechenden Nachrichten verfügen. Die Spielereien in den Gassen sind verschwunden, ja selbst die Erinnerung daran ist verloren. Es ist auch kaum mehr vorstellbar, dass Gemeindewege oder Straßen als Spielplätze gebraucht werden könnten. Immerhin, das Kugelspiel in dieser Form, betrieben auf öffentlichem Platz, ohne Abgrenzung, ohne Gitter und Zäune, ohne Eintrittstor, gibt einen sehr interessanten Hinweis auf etwas anderes: Mit selbstgemachten Regeln, selbstorganisiert, selbstverwaltet, ohne Statuten und ohne Struktur, wird hier die Auflehnung gegen Bevormundung und Unterdrückung in Szene gesetzt, und uns an eine real lebbare Anarchie erinnert , - wenn auch nur in spielerischer Weise. Erich Kofler Fuchsberg

Kugelweg – Kugelgasse Zu den sehr alten Wegnamen unserer Heimat, die teilweise vom Volke schon vergessen oder geändert worden sind und deren Deutung bereits schwierig geworden ist,

gehört wohl auch Kugelweg-Kugelgasse. Urkundlich erwähnt werden die unten aufgezählten Wege in: Hofnamen des Landesgerichtes Schlanders, Hofnamen des Landesgerichtes Kastelbell (beide von Dr. Richard Staffler), Hofnamen des Burggrafenamtes (J. Tarneller), sowie in den Urbaren der Stifte Marienberg und Münster {Ausg. P. Basil Schwitzer). Die älteste Erwähnung dieses Namens in diesem Gebiete dürfte jene vom Jahre 1317 (Marienberger Urbar) sein: Hainrich Kugelweger, praepositus in Mais. Im Urbar des Frauenstiftes Münster von 1394 steht: « bonum Chunczonis dicti Kigelwegers » Ob Kigel hier alte Mehrzahlform von Kugel oder nur Fehlschreibung ist? Sicher ist die Entstehung dieser Namen viel früher vor sich gegangen. Nach Begehung und genauer Besichtigung der unten angeführten Kugelwege wurden für diese folgende gemeinsame Merkmale gefunden: 1. alle liegen eben oder fast eben, kleine Unebenheiten können leicht von teilweisen Übermurungen herrühren. 2. alle führen fast geradeaus oder haben nur wenige und nie scharfe Biegungen. 3. alle sind abseits vom Hauptwege der Ortschaft, oder am Rande oder gar außerhalb derselben. 4. Pflasterung ist auf diesen Wegen keine oder nur in kurzen Stücken zu sehen; diese ist aber, nach Arbeit und Zustand zu schließen, nicht alt. Diese Eigenschaften verleiten zu einem naheliegenden Deutungsversuch des Namens, zumal, wenn man weiß, wie gerne einst die Jungmannschaft unseres Volkes vor dem Aufkommen der neuen Sportarten und Vergnügungen an Feierabenden und Feiertagen das Kegelspiel betrieben hat und in abgelegenen Orten noch betreibt. Das

im Schlern 1947, S. 219, von Dr. Schgör für Taufers im Münstertal beschriebene Kolbenschlagen wird auch andernorts so oder ähnlich getrieben worden sein; oder das «Watscheln» - wir Schulbuben taten es mit kleinen Steinplatten -, wozu man ja nur Wege mit den aufgezeigten Eigenschaften benützen konnte und wobei man vom Verkehr möglichst ungestört sein wollte. Sofern ein solcher Weg noch keinen allgemeinen Namen hatte, wurde er auf Grund dieses in seiner ursprünglichen Form jetzt wohl nicht mehr bekannten Kugelspieles je nach seiner Beschaffenheit Kugelweg oder Kugelgasse benannt. Gewiß ist das noch geübte «Speckern» der Schuljugend Nachahmung und vielleicht bald Ausklang jenes einstigen Kugelspieles der Großen. Außer den hier angeführten Kugelwegen gibt es solche sehr wahrscheinlich auch noch in anderen Orten, kaum aber in Bergdörfern an Talhängen oder im alten, engen Teile unserer Städte. G1urns - außerhalb der Stadt, vom einstigen Tauferer Tor links talabwärts, entlang der südlichen Stadtmauer. Laas - am rechten Etschufer von der Brücke talaufwärts mit Richtung gegen Bad Schgums. Schlanders - beim Gasthaus zur Rose vom Hauptplatze weg südlich gegen Steinberger (Sandhof) und früher wohl weiter bis Urtl und von dort in die Felder hinaus. Latsch - beim Gasthaus zum Rößl von der Hauptstraße weg gegen Süden und dann gegen Westen am Südende der Ortschaft entlang. Ga1saun - vom Dorfe ab gegen Südosten, bis zum Steinkellerhof, in dessen Südmauer in Höhe des ersten Stockwerkes eine ziemlich große Steinkugel eingemauert ist, und sicher ehemals, die «ganz alte Landstraße» überquerend, weiter in die Wiesen hinaus. Partschins - vom Ansitz Spauregg weg östlich gegen den Töllgraben, außerhalb der Ortschaft. Obermais - Name verschwunden. Nach einem alten Plan von Mais wahrscheinlich der untere Teil der heutigen Fluggigasse mit Fortsetzung im heutigen Schillerpark. Untermais - Name verschwunden. Nach den Urkunden gegen den Hagen hinaus, beim Schöberlegut vorbei. Tisens - von der Ortschaft weg nordöstlich gegen die Vorbichl hinaus. Mag. pharm. Wilhelm Oberegelsbacher

„Kugelspiel“ Werkstatt des David Teniers des Jüngeren, Antwerpen-Brüssel um 1680

(Nachtrag: Im Oberinntal gibt es Kugelgassen in Prutz, Imst und Roppen, in Naturns wurde erst in den 1960er Jahren ein Weg zur Kugelgasse, hier aber in Erinnerung an das weit verbreitete Sagenmotiv eines „Goldenen Kegelspieles“, in Zusammenhang mit dem nahegelegenen Hof Martschein)

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Gesellschaft

Kortsch/Kematen

Dorftheater Schleis

Top-Ergebnis

Nette Pointen sorgen für Lachen

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I

op – Ergebnis beim Landeshauswirtschaftscup für die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch: Der 6. Landeshauswirtschaftscup für die Fachschulen für Hauswirtschaft und Ernährung aus Nord-, Ost-, und Südtirol 2013 fand heuer am 21. März an der Höheren land- und forstwirtschaftlichen Schule hlfs in Kematen statt. Ziel des Hauswirtschafts-Cup ist das gegenseitige Kennenlernen, der Aufbau und die Pflege von Partnerschaften aber auch der fachliche Wettbewerb. Die Teams setzten sich durch

atz hobm miar wiedr amol richtig glocht“, bemerkte eine ältere Dame, während sie nach der Theatervorstellung den Saal verließ. Und sie erhielt die Zustimmung ihrer Begleiterinnen. Mit der Komödie „Der falsche Bräu- von links: Priska Schenk, Peter Abarth und Hildegard Schenk (Familie Stifter); tigam“ von Peter rechts: Markus Eller (als Jäger Max) und Judith Abart (als Köchin Zenzi) Steiner boten die sechs zum Großteil jugend- Regisseur Peter Abarth hatte seinen Vorstellungen entsprelichen Schauspielerinnen und das Stück frisch und frech in- chen. Durch eine List kann er Schauspieler des Schleiser szeniert. Der Inhalt drehte sich schließlich umgestimmt werDorftheaters ihren Zuschaue- um die Liebschaften der Toch- den. Die drei geplanten Aufrinnen und Zuschauern zwei ter des Hauses zuem einen und führungen waren bereits kurz vergnügliche Stunden. Peter der Köchin zum anderen. Der nach den Werbeschaltungen Abarth, Priska Schenk, Hilde- Hausherr versucht die Verbin- ausverkauft, sodass zwei Zugard Schenk, Judith Abart, Flo- dungen zu verhindern, weil die satzaufführungen angehängt rian Waldner und Markus Eller Brautwerber, ein Finanzer (mit werden mussten. (mds) Die letzte Aufführung findet setzten sich beherzt in Szene italienischem Akzent) und ein und sorgten mit vielen Poin- Jäger (mit bayrischer Schnau- am 6. April statt. ten für schallendes Gelächter. ze) sind und ganz und gar nicht Infos: 346 62 49 418

Schluderns/Vinschgau die 2. Schülerin von links ist Andrea Nischler und die 1. von rechts ist Christiane Gurschler

Losentscheid aus zwei Schülerinnen verschiedener Fachschulen zusammen. Die Teams konnten vormittags ihre Kompetenzen im Bereich Küchenführung zum Thema „Süße Versuchung“ unter Beweis stellen. Am Nachmittag musste ein Parcours von 10 Stationen wie zum Beispiel Allgemeinwissen, Wäscheversorgung, Gartenbau, Ernährung, Umwelterziehung und so weiter bewältigt werden. Die Schülerinnen Andrea Nischler (2. Platz) und Christiane Gurschler (3. Platz) haben sich hervorragend geschlagen. Durch das Top-Ergebnis haben sie sich für die Teilnahme am Bundes-HauswirtschaftsCup 2013 in Gröbming qualifiziert. 26 Der Vinschger Wind 7-13

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Honig hat therapeutische Wirkung

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it zwei Löffel Honig am Tag kann die Gesundheit positiv beeinflusst werden, weil Honig 30 verschiedene Wirkstoffe enthält, die positiv zusammenspielen und die Immunkräfte stärken, Krankheiten vorbeugen und heilen können. Diese Botschaft nahmen die Zuhörer vom Fachvortrag zum Thema: „Ein Leben lang gesund mit Honig“ der Ökotrophologin und Ernährungsberaterin Renate Frank mit nach Hause. Der Vortrag im Schludernser Kulturhaus“ war von den Imkern um Reinhard Patscheider organisiert worden. Frank zeigte die antibakterielle und antivirale Wirkung der Honiginhaltstoffe

in einfacher Form anhand der Vorgänge im Körper auf und zitierte aus anerkannten Studien. Der Honig zähmt die „Freien Radikalen“, schützt das Erbgut der Zellen und beugt so schweren Krankheiten vor, wie z. B. Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt….„Honig in Verbindung mit Ingwertee ist ein hervorragendes Schmerzmittel bei Migräne. Einige Löffel Honig, eingenommen vor und nach einer Bestrahlung, können Schäden verringern. Auf offene Wunden aufgetragen ist Honig heilungsfördernd“,

Reinhard Patscheider beschreibt alte „Bienenbeuten“ aus Stroh

Frank nannte viele Beispiele und räumte mit Vorurteilen auf. Es sei überholt, dass Diabetiker auf Honig verzichten müssen. Honig erhöhe keinen Blutdruck, sondern senke ihn. Honig mache nicht dick, sondern er hemme die Lust auf das Süße. Die Energie des Honigs werde langsam aufgenommen, während Zucker sofort verpuffe und nach mehr rufe, z. B. nach einem weiteren Stück Schokolade. Zucker wirke wie ein Streichholz und Honig wie ein Brikett. Frank gab Tipps: Honig leidet beim Einfrieren keinen Schaden. Er gehört nie ins heiße Wasserbad. Der Honig muss naturbelassen sein. Dem industriell verarbeiteten Honig (zum günstigen Preis) fehlen meist wichtige Wirkstoffe, weil diese entnommen und an die Pharmaindustrie verkauft worden sind. (mds)


Gesellschaft

Naturns

Naturnser überzeugen mit heißen Rhythmen

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m 16. März lud die Musikkapelle Naturns zum traditionellen Frühjahrskonzert, um das zaghafte Frühlingserwachen der Natur musikalisch willkommen zu heißen. Bereits zum dritten Mal stand Dietmar Rainer der Musikkapelle als Dirigent vor; dass der Kapellmeister und seine Truppe sehr gut harmonieren, merkte man bereits bei den Anfangstakten der Toccata aus der „Suite Gothique“ von Leon Boëllmann, die besonders das Holzregister forderte. Im ersten Teil des Konzerts, der Werke aus dem 19. Jahrhundert aufgriff, durfte das Publikum etwa in Johannes Brahms’ akademischer Festouvertüre den voluminösen Klangkörper der Kapelle im Tutti genießen – bemerkenswert die technischen Leistungen aber auch bei den dezenten Pianostellen, die die große Kapelle scheinbar mühe-

los von sich gab. Der zweite Konzertteil war ganz den lateinamerikanischen und mediterranen, feurigen Stimmungen verschrieben. „Hispaniola“ von Jan de Haan beschreibt die Reise des großen Kolumbus. Auf die Reisevorbereitungen, toll vertont mit dem spanischen „Must-Have-Instrument“, den Kastagnetten, folgt eine gefährliche Fahrt, in der vor allem das Blech die Stimmung vorgibt, bis endlich die Schiffsglocke das lang erwartete „Land in Sicht!“ und Erleichterung mit zum Teil hymnisch-preisenden Melodien bringt. Auf diese berühmt gewordene europäische Amerikareise folgte ein wahrlich rasantes Werk von Victoriano Valencia Rincon: „Territo-

Im Rahmen der Feier nach dem Konzert konnten Obmann Paul Huber, Kapellmeister Dietmar Rainer und Thomas Hölzl, Vizeobmann des Verbandes Südtiroler Musikkapellen, eine besondere Ehrung vornehmen: Manfred Nischler wurde nach 56 Jahren aktivem Musizieren zum Ehrenmitglied ernannt (im Bild mit Frau Rosmarie und BM Andreas Heidegger)

rios Norte“ ist eine glänzende Anhäufung aller mit Lateinamerika verbundenen Stereotypen – feurig, heiß und rhythmisch. Die vielen, teils ungewohnten Taktarten und –wechsel brachten die Musikkapelle Naturns so richtig ins Schwitzen, ohne sie jedoch an Leichtigkeit ihres Spiels einbüßen zu lassen. Musikalisch zum Stierkampf rief Manuel Tumler im „La Virgen De La Macarena“ von Bernardino Monterde. Der To-

rero überzeugte das Publikum mit seinen sehr sauberen und klaren Trompetensignalen – der Applaus nach diesem Stück bezeugte die große Bewunderung der Zuhörer, die auch nach dem Schlussstück „Galileo“ von Thomas Doss nicht abbrach. Fazit des Abends: Anspruchsvolle Werke, dargeboten von einer technisch und musikalisch sehr ausgereiften Kapelle mit einem Kapellmeister voller Tatendrang und Mut an der Spitze. (ju)

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„Zoom – it“

ein fokussierter Blick auf Beziehung, Öffentlichkeit und Grenzen Möchtest auch du die Chance nutzen, gemeinsam mit einem professionellen Fotografen die Kunst des Fotografierens zu erlernen? Dann bist du bei uns richtig! Das Jugendzentrum „Freiraum“ organisiert gemeinsam mit Myriam Sanzio Egger von den Treffs im Mittelvinschgau und dem Fotografen Oliver Wieser, dank der Unterstützung von Interreg IV, einen Fotoworkshop. Hier kannst du viele Infos und Ideen rund ums Thema Fotografieren erhalten und du bekommst die Chance, von einem professionellen Fotografen fotografiert zu werden. Denn fotografieren und posieren bedeutet, sich auch von einer anderen Seite zu zeigen. Besonders in den sozialen Netzwerken wie z.B. facebook ist es vielleicht auch für dich manchmal eine Herausforderung, sich von der besten Seite zu zeigen. So kannst du bei diesem Workshop auch ein Gespür entwickeln, welche Fotos für welchen Zweck geeignet sind. Außerdem kannst du neue Kontakte knüpfen und auch neue Umgebungen kennenlernen, da auch Jugendliche aus der Schweiz herzlich eingeladen sind. Kreativität und Teamarbeit werden uns durch die Tage begleiten. Wir freuen uns auf dich!

Wann findet dieser Workshop statt? Freitag, den 26.04.2013 von 15.30 Uhr bis 19.00 Uhr Samstag, den 27.04.2013 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr Hast auch du Lust die Kunst des Fotografierens zu erlernen? Anmeldeschluss: Samstag, der 20. April 2013 Weitere Infos gibt es bei Myri: 346 37 18 597 oder bei Kathrin: 339 88 15 119

Spray your picture Dank der finanziellen Unterstützung des Interreg IV- Präventionprojektes konnte ein StencilNachmittag organisiert werden, 10 Meisterwerke entstanden an diesem Nachmittag und so manch einer entdeckte die Stencil-Kunst für sich. Die gewünschten Objekte werden auf Karton übertragen, wie Schablonen ausgeschnitten und anschließend auf Leinwände gesprayt. Ein Dankeschön den hervorragenden Referenten Tobe und Pippo! Teil zwei des Projektes werden die Graffititage im kommenden Sommer sein.

Vortrag: Am Donnerstag, 07. März kam Peter Koler vom Forum Prävention zu uns in den Jugendtreff Prad und referierte über das Thema Drogen. Organisiert wurde dieser Abend vom Jugendzentrum Mals, der eine Reihe an Vorträgen zu interessanten und aktuellen Themen anbietet.


Gesellschaft

Kortsch

Kortsch

Hauswirtschaft mit Zukunft

Mit Bergrettern und Förstern unterwegs…

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as ist der ökologische Fußabdruck? Was lässt sich aus Gummi gestalten? Wie entsteht ein Protein? Wie lässt sich die Frische von Eiern feststellen? Warum sind Hülsenfrüchte vergessene Perlen? Und was sind hängende Gärten? Die Antworten auf diese Fragen gaben Schülerinnen und FachlehrerInnen beim Tag der offenen Tür an der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch. Heuer fand dieser am 16. März statt und war einem besonderen Thema gewidmet: Zukunft. Und nicht zuletzt kamen die Schülerinnen der Fachschule für Hauswirtschaft zum Schluss: Zukunft, das sind wir. Und Zukunft, das ist auch das fünfte Schuljahr, die Matura, die ab dem Schuljahr 2014/15 an der Fachschule angeboten wird.

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Darauf sind Monika Aondio, die Direktorin der Fachschulen Haus-, Land- und Forstwirtschaft und Martin Unterer (im Bild oben), der Leiter der Fachschule für Hauswirtschaft

besonders stolz. Komplimente für das Angebot am Tag der offenen Tür gab es zuhauf: Die Besucherinnen und Besucher waren schlichtweg beeindruckt. (ap)

Schlanders/Latsch

Einblicke in die Kitas Schlanders und Latsch

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ufgrund der sich ändernden Lebensformen in unserer Gesellschaft, rückt die außerfamiliäre Betreuung von Kleinkindern immer mehr in den Vordergrund. Die Kindertagesstätten, kurz Kitas, bieten Familien die Möglichkeit, Beruf und Familie zu vereinbaren. Die Kitas Latsch und Schlanders bieten qualitative und kontinuierliche Betreuung. Geführt werden beide von der Sozialgenossenschaft Tagesmütter, im Auftrag der jeweiligen Gemeinde. Die Sozialgenossenschaft Tagesmütter zeichnet eine 20-jährige Erfahrung im Bereich der Kleinkindbetreuung

in Südtirol aus. In Zusammenarbeit mit den Eltern wird jene Betreuungsform angeboten, die sich an den individuellen Bedürfnissen des Kindes orientiert. Je nach Bedarf können Eltern ihr Kind täglich oder auch nur an einzelnen Wochentagen zur ganzjährigen Betreuung in die Einrichtung bringen. Die Öffnungszeiten orientieren sich jährlich am Bedarf der Eltern. Den Familien werden während dieser Zeitspanne flexible Eintritts- und Abholzeiten angeboten. Die Gemeinden und das Land unterstützen die Eltern finanziell mit einem familienfreundlichen Tarif. Die einzelnen Tarife werden daher anhand des Einkommens der jeweiligen Eltern berechnet. Das Team der Kitas besteht aus diplomierten Kinderbetreuerinnen, und wird

- zusätzlich – von einer Pädagogin kontinuierlich begleitet. Die Kindertagesstätte in Latsch gibt es mittlerweile nun schon seit 8 Jahren und erfreut sich stets großer Beliebtheit. Sie war die erste Kindertagesstätte im Vinschgau. Die Gemeinde Latsch arbeitet inzwischen auch erfolgreich mit den Nachbargemeinden Kastelbell/Tschars und Martell zusammen. Die Kita in Schlanders hat seit Januar 2008 geöffnet, sie befindet sich im Kindergartengebäude von Göflan und kann seit ihrer Eröffnung fortwährend positive Rückmeldungen verzeichnen. Einblick genommen in die Kitas Latsch und Schlanders kann am Tag der offenen Tür, am Samstag den 20. April von 9 – 12 Uhr. Fragen und Informationen werden beantwortet und für die kleinen Besucher Spielmöglichkeiten im Freien angeboten.

m 19. Februar fand für die Schülerinnen und Schüler der 3., 4. und 5. Klasse der Grundschule Kortsch ein Wintererlebnistag in Martell statt. Die Lehrpersonen konnten die Bergrettung Schlanders und die Förster des Nationalparks Stilfserjoch dafür gewinnen, diesen Tag mitzugestalten. Die Förster haben den Kindern mit viel Einfühlungsvermögen und professioneller didaktischer Aufbereitung das Leben der Tiere im Nationalpark näher gebracht und sie auf viele Spuren und Fährten im verschneiten Winterwald aufmerksam gemacht. Richtig spannend wurde es dann, als die Kinder mit den Bergrettern eine Suchübung durchführen konnten. Dabei erhielten sie wichtige Informationen über das Verhalten in einem Notfall. Allen in Erinnerung bleiben wird das aufregende Abseilen an der Brücke. Hungrig wurden die Kinder und die Lehrpersonen anschließend im Cafè Hölderle aufs Beste versorgt. Gestärkt durch das gute Mittagessen konnten die Kinder noch einen wunderschönen Nachmittag inmitten des verschneiten Winterwaldes beim Rodeln genießen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen wunderschönen Tag ermöglicht haben.

Die Schülerinnen und Schüler der 3., 4. und 5. Klasse der Grundschule Kortsch

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Gesellschaft

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Prad

Schlanders. Visionen für

Prader Gesundheitstage

unser Land: Südtiroler Gesellschaft - wohin? Die Schlandersburger Gespräche - im vergangenen Jahr erstmals initiiert - widmen sich heuer Zukünftigem. Erich Kofler Fuchsberger (Künstler), Eva Prantl (Umweltschutzgruppe Vinschgau) und Josef Stricker (KVW) stellen ihre Ideen vor, wie es mit unserem Land weitergehen könnte und diskutieren mit dem Publikum. Moderation: Erich Daniel. Wann? Am Dienstag, 9. April um 20.30 Uhr in der Bibliothek Schlandersburg.

Planiel. Sparen lohnt sich

und macht Spaß! Das hat die Volksbank den jungen Kun-

den von 6 bis 11 Jahren mit einer „Blue-Spar-Aktion“ vermittelt: Im Herbst haben die Schulkinder in ihrer Volksbank-Filiale ein Planetenheft bekommen, in dem viele Fragen und Antworten rund ums Weltall, die Sterne und Planeten enthalten sind. Die Beschreibungen zu den acht Planeten unseres Sonnensystems konnten sich die Kinder mit einer kleinen Spareinlage in ihrer Filiale abholen. Zu jedem Aufkleber gehörte ein kleines Geschenk, nämlich der Planet als 3-D-Puzzleball. Am Ende des Spiels hatte jeder Sparer eine vollständige Planeten-Sammlung, die er bei sich aufhängen konnte. Nun stehen die Gewinner der Verlosung des Planetenspiels fest: Die 3. Klasse der Grundschule Planeil (Bild) hat eine von insgesamt 8 Klassenfahrten zur Sternwarte St. Valentin in Gummer gewonnen. In Naturns war Elias Patrick Leiter der Sieger – er hat eines von 26 Teleskopen von Stephan Theiner, dem Filialleiter der Filiale Naturns erhalten.

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iederum großes Lob gebührt dem Prader Bildungsausschuss, der auch heuer mit Engagement und Einbindung der Vereine die Abwicklung der Gesundheitstage erfolgreich meisterte. Die Vorsitzende Irmgard Niederegger erklärt sich die Attraktivität dieses Kulturevents folgendermaßen: Brandaktuelle gesellschaftliche Themen werden aufgegriffen und thematisiert. Wobei jeder beteiligte Verein (Katholische Frauenbewegung, öffentliche Bibliothek, Jugendtreff, KVW, Pfarrgemeinderat, Bäuerinnen) die Themen und Referenten - spezifisch genau auf ihr Umfeld abgestimmt auswählen kann. Der Bildungsausschuss übernimmt alsdann

Wunibald Wallnöfer referiert zur Frage: „Welche Krebsfrüherkennung ist sinnvoll?“

die nötige Koordination und das bunte, vielseitige Informations- und Kulturangebot beginnt Format anzunehmen. Eckpfeiler waren auch heuer die Vorträge, welche von Burnout, Rente, Krebsvorsorgeuntersu-

chungen, bis hin zu modernen Drogen und Altersdiabetes alles abhandelten und obendrein mit Wohlfühlmomenten wie Entspannungsklangbad, duftenden Schätzen aus der Natur und der Kraft der Ruhe alternierten. In dieser Vielschichtigkeit liegt denn auch der Erfolg: Gesundheit kann so aus verschiedenen Blickwinkeln und Positionen heraus wahrgenommen und dringliche Fragen mit hochkarätigen und kompetenten Referenten vor Ort abgeklärt werden. Die Begeisterung der zahlreichen und bunt gemischten Besucher bestätigte den Veranstaltern jedenfalls, auch 2013 die Zutaten der Gesundheitstage absolut richtig abgemischt zu haben. (re)

Glurns

Projekttag „Gesundheit“

A

nfang März fand in der Mittelschule Glurns der Projekttag über Gesundheit statt. Die ersten Klassen behandelten das Thema Bewegung, das Thema Sucht wurde in den dritten Klassen bearbeitet. Wir, die zweiten Klassen, kümmerten uns um das Thema „gesunde und ungesunde Ernährung“. Es gab sechs Stationen, jede Station wurde von einer Lehrperson beaufsichtigt. Frau Karin Kaserer füllte mit uns Rätsel aus, sprach über Ernährungskrankheiten und über die Stoffe, die in unserer Ernährung enthalten sind. Während eine Gruppe bei Frau Stefania Regazzi Ungesundes aß, mach-

ten wir Versuche mit Frau Irene Thöni. Dabei handelte es sich um Fette, Farbstoffe und Kohlenhydrate. Anschließend erklärte uns Herr Günther Fritz, was Kalorien sind und welche Rolle sie in unserem Leben spielen. Auch über den Verbrauch von Kalorien sprachen wir, am Ende seiner Station wurde uns ein Kurzfilm aus dem realen Leben von einem Mädchen gezeigt. Es handelte sich um Magersucht. Zugleich lernten wir, dass es auch bei uns in Südtirol viele Menschen mit Übergewicht gibt. Ebenfalls unterhielten wir uns mit unserem Religionslehrer Herrn Gustav Gurschler über Kalo-

rien, über die Organe im Körper des Menschen und maßen den Darm mehrerer Tiere ab. Bei Frau Anna Erhard machten wir gesunde Powerbrötchen, in denen Schinken, Käse, Salat und Peperoni enthalten waren. Jede Gruppe machte zudem ein gesundes Müsli. Von diesen Sachen aßen wir viel und uns schmeckte es sehr, es blieb kein Krümel mehr übrig! Dieser Projekttag gefiel uns sehr gut. Wir haben viel dazugelernt und hoffen, dass sich die Schüler im nächsten Jahr auch so amüsieren werden. Celine Wegmann, Claudia Stecher, Klasse 2A


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Nationalpark Stilfserjoch:

Können, Geduld und Glück Die Sieger des 8. Fotowettbewerbes 2012

Das Siegerbild des Fotowettbewerbes 2012 stammt von Maurizio Pol. Der Fotograf hat ihm den Titel „Lotta“ gegeben.

Am Freitag, 22. März 2013 hat am Zentralsitz des Konsortiums Nationalpark Stilfserjoch in Bormio die Abschlusssitzung der Fachjury zur Bewertung der Bilder stattgefunden, welche im Rahmen der 8. Auflage des Fotowettbewerbes „Den Nationalpark fotografieren“ eingesendet worden waren. Der Fotowettbewerb wird seit seiner ersten Auflage in Zusammenarbeit mit dem italienischen Generalimporteur der optischen Geräte des Tiroler Unternehmens Swarovski Optik ausgelobt und durchgeführt. In der nunmehr zum Abschluss gekommenen Auflage 2012 war der Wettbewerb zum dritten Mal vom Nationalpark Stilfserjoch zusammen mit den zwei italienischen Nationalparken Gran Paradiso und Abruzzen, Latium und Molise und dem französischen Nationalpark La Vanoise durchgeführt worden.

Vier Kategorien

Bei der letztjährigen Auflage des Wettbe38 Der Vinschger Wind 7-13

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werbes für Naturfotografien wurden Digitalfotos in vier Kategorien zugelassen und außerdem drei Preise für die Kategorie übergreifenden „Gesamtsieger“ vergeben. Die Kategorien mit der jeweils eingesendeten Anzahl von Fotos waren: Landschaftsfotos mit insgesamt 743 Einsendungen, Wildtierfauna (829), Makrofotografie (547), Digiskoping (28). Das Digiskoping ist eine neuere Technik aus der Zeit der Pocket-Digitalkameras. Bei dieser Fototechnik wird die Digitalkamera mit dem Fernrohr gemeinsam eingesetzt. Der Fotoapparat wird mittels einer Adaptervorrichtung hinter dem Okular des langen Spektivs montiert. Die Sachpreise in Form von optischen Geräten und Zubehören wurden auch für den 8. Wettbewerb von Swarovski Optik Italien zur Verfügung gestellt. Weitere Preise in Form von Kurzaufenthalten und Büchern oder Fotoveröffentlichungen

werden von den Nationalparken oder Verlagshäusern beigesteuert.

Ein Bisschen Statistik:

Im Jahr 2012 wurden insgesamt 2.250 Bilder eingesendet. Davon wurden 2.147 Fotos zugelassen und von der Fachjury unter dem Vorsitz von Lello Piazza bewertet.

Die Sieger:

Als absolute „Gesamtsieger“, aus allen Kategorien ermittelt, wurden prämiert. 1. Preis: Maurizio Pol mit dem Foto „Lotta“, kämpfende Steinböcke. 2. Preis: Massimo Arcaro mit dem Motiv „Ali di luna“, einen Bläuling auf einem Grasfruchtstand vor dem Mond darstellend. 3. Preis: Franco Fratini mit dem Foto „Rondine“, Rauchschwalbe auf Schilfähre.


Bläuling auf Grasfruchtstand vor dem Mond. Der Fotograf Massimo Arcoaro erhielt dafür den 2. Platz in der Gesamtkategorie.

In der Kategorie „Wildtierfauna“ wurden prämiert: 1. Preis: Emilio Ricci „La strana coppia“, Schneehase und Hermelin. 2. Preis: Davide Glarey “Tuffo nel blu”, Tauchende Wasseramsel. In der Kategorie „Landschaften“ wurden prämiert: Landschaft im Nationalpark Stilfserjoch: Cesarino Leoni „In cima allo Stelvio“, Hornkraut, Alpenwucherblume und Rhätischer Mohn vor dem Hintergrund der letzten Kehren der Stilfserjoch-Straße auf der Vinschgauer Rampe. Landschaft im Nationalparks Gran Paradiso: Maurizio Pol „Dopo la bufera“, Seenplateau und verschneite Bergrücken. Landschaft im Nationalpark Abruzzen, Latium, Molise: Angelina Iannarelli „Opi nell´ampolla“, Dorf in der Ampulle. Landschaft im Nationalpark La Vanoise: Yves Jacquemoud: „Gypse ety Glace“, Gletscher und Formen aus Wasser und Steinen.

Rauchschwalbe auf Schilfähre. Der 3. Preis in der Gesamtkategorie geht an Franco Fratini.

In der Kategorie „Makrofotografie“ siegten: 1. Preis: Giuseppe Bonali „Dopo la grande pioggia“, Spinne auf Stein im Wasser. 2. Preis: Vittorio Ricci „Rana temporaria“, Grasfrosch auf Laichklumpen. 3. Preis: Marco Colombo „Mosaico verde – Olios argelasius”, Spinne an Blattunterseite. Als bestes Foto eines Nachtgreifvogels wurde das Foto „Aegolius funereus“ von Ottorino Mazzucco ausgezeichnet. Es zeigt einen Raufußkauz (ital. Civetta capogrosso). In der Kategorie Digiscoping siegte Andrea Roverselli mit dem Foto „Toilette di tortolino“. Das Bild zeigt einen MornellRegenpfeifer bei der Gefiederpflege. Die Jury hat außerdem 9 Fotos als besonders gelungen und hochwertig mit der Verleihung eines Diplomes belobigt.

1. Preis in der Kategorie Wildtiere: Emilio Ricci für das Bild „La strana coppia“ – Ein seltsames Paar.

Den Preis für die Fotos in der DigiscopingTechnik erhielt Andrea Roverselli für das Foto, das den Mornell-Regenpfeifer bei der Körperpflege zeigt.

Sieger in der Kategorie: „Landschaften“: Cesarino Leoni. Polster von Blütenpflanzen oberhalb der letzten Kehren der Passstraße zum Stilfserjoch.

Mit dem Foto „Dopo la grande pioggia“ hat Giuseppe Bonali den 1. Preis in der Kategorie Makro gewonnen.

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Sport

Yoseikan Budo – Vinschgau/Carisolo (TN)

3 Regionalmeister aus dem Vinschgau

Bild links ASC Schlanders: Raffaele D’Ambra (Schiedsrichter), Lena Ritsch, Liana Verdross, Marion Fritz (Coach), Konrad Bachmann, Jan Platzgummer, Aaron Dalago, Jennifer Tarneller, Kai Platzgummer, Edmar Telser, Florian Spechtenhauser (Trainer in Schlanders); Bild rechts ASV Mals: Thomas Mair (Trainer in Mals), Adrian Theiner, Franziska Riedl, Iwan Tischler;

A

m Sonntag, 10. März 2013 traten 11 Vinschger Athleten bei der diesjährigen Regionalmeisterschaft in Carisolo (TN) an. Die diesbezügliche Vorentscheidung fand am 2. bzw. 3. Februar 2013 bei den Landes-

meisterschaften in Lana (der Vinschger Wind berichtete) statt. Hierbei qualifizierten sich alle Budokas des ASC Schlanders Raiffeisen Sektion Yoseikan Budo und drei Athleten des ASV Mals Sektion Yoseikan Budo.

Auch bei den Regionalmeisterschaften ist es gelungen gute Erfolge zu erzielen. Die Platzierungen im Überblick: ASC Schlanders Raiffeisen Yoseikan Budo: Konrad Bachmann Platz 1 (U15 –50 Kg), Jennifer Tarneller Platz 1

(U15 –60 Kg), Kai Platzgummer Platz 2 (U12 –40 Kg), Jan Platzgummer Platz 3 (U15 –45 Kg), Lena Ritsch Platz 3 (U15 –65 Kg), Team U15 (Konrad Bachmann, Jan Platzgummer und Lena Ritsch) Platz 3, Edmar Telser Platz 3 (Seniores –80 kg), Aaron Delago Platz 4 (U12 –40 Kg), Liana Verdroß Platz 4 (U15 –65 Kg); ASV Mals Yoseikan Budo: Franziska Riedl Platz 1 (U15 open), Adrian Theiner Platz 3 (U15 –36 Kg), Iwan Tischler Platz 3 (Seniores open). Die Vinschger Budokas freuen sich auf die Italienmeisterschaft zu der sich alle erst- und zweitplatzierten der U12 und U15 sowie die erst-, zweit- und drittplatzierten der Senioren qualifiziert haben. Am 13. und 14. April 2013 wird in Rovereto (TN) um den Nationalen Titel gekämpft.

Vinschger Fußball der 1. Liga

Laas unter den fünf Favoriten L aas hat die Rückrunde gut begonnen. Nach dem torlosen Unentschieden in Lana kam das Heimspiel gegen Kaltern. Voll Emotionen und Abwechslungen sah man auf der von zahlreichem Publikum besetzten und vollen Tribüne zuerst Laas dominierend mit den Toren von Georg Kaufmann, Roman Perkmann sowie drei riesige Chancen für die Jungen von Markus Tröger. In der zweiten Hälfte reagierten die keinesfalls resignierten Kalterer tapfer, erzielten ein Tor und blieben sogar in Zahlüberlegenheit. Nach hartem Kampf konnten die Laaser die 3 Punkte nicht verlieren. Mannschaft der Prominenzen. Es bleibt noch zu melden, dass 40 Der Vinschger Wind 7-13

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beim SC Laas mit Sektionsleiter Roman Perkmann auch Gemeindereferent Ralf Muther (Bild) als notwendig gewordener Ersatztormann spielte, obwohl er seit seiner Wahl in den Gemeinderat im Jahr 2010 nicht mehr gespielt hat. (lp)Über die Lage in der 1. Liga, besonders was Laas betriff, sagt Sektionsleiter Roman Perkmann: „Momentan

v.l.: Roman Perkmann, Ossi Köllemann, Markus Tröger, mit Tochter Milena, Kletterin und Fußballerin

gibt es eine überraschend gute Lage für Laas, die Meisterschaft ist doch sehr ausgeglichen und viele Mannschaften können Meister werden.“ Der Kassier Ossi Köllemann, laut Perkmann „der Mann für alles“ spezifiziert: „Fünf Mannschaften scheinen gewinnen zu können: Laas, Nals, Terlan, Neumarkt und Passeier. Momentan wird, nicht nur in Laas

sondern im ganzen Vinschgau gute Arbeit mit vielen Jungen geleistet. Es ist ganz wichtig die Jungen in den Fußball- und in die Kampfmannschaften einzubauen.“ In Laas werden am 8. und 9. Juni 2013 die Finalspiele der Landespokalspiele für 1., 2. und 3. Liga bestritten. (lp)

Treuer Laaser Fan v.l.: Franz Schönthaler ehemaliger Präsident und Sektionsleiter mit dem 94-jährige Odino Zanovello


Sport

Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen

Schwimmer glänzen beim „Heimwettkampf“

Die Nachwuchsschwimmer des Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen und des SSV Naturns

S

üdtirols Schwimmstars von morgen waren Mitte März zu Gast im AquaForum, wo der Schwimmclub Vinschgau/ Raiffeisen den VSS-Vinschgersprint ausrichtete. Sieben Südtiroler Vereine waren nach Latsch gekommen; 220 Kinder der Jahrgänge 2001 bis 2006 kämpften in den Schwimmlagen Brust, Freistil und Rücken um Medaillen. Auch in diesem

Jahr sorgten die Anfeuerungen der Familien und Freunde für eine gute Wettkampfstimmung. Für den Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen und den SSV Naturns war es erneut ein erfolgreicher Wettkampf. Die Vinschger schafften neun Podestplatzierungen und stellten viele neue Bestleistungen auf. Die Naturnserin Miriam Innerhofer schwamm über 50 m

Freistil souverän zum Sieg, je zwei Mal Gold gab es für Anita Wielander aus Schlanders und Ivandro Gögele aus Naturns. Lukas Hanny gewann Silber, Manuel Matzohl sicherte sich zwei Mal Platz drei und Michael Niedermair gewann eine Bronzemedaille. Emma Rainer, Norah Gruber und Alena Lamprecht platzierten sich unter den besten Sechs. Erwähnens-

wert sind auch die Leistungen von Vanessa Luggin, Tobias Geneth, Joel Weissenegger, Paul Christandl, Franziska Tischler, Janna Ebnicher, Jana Ausserer, Eliah Trojer, Alexander Unterthiner, Mara Sulzer, Sophie Abler, Vanessa Fliri, Eva Schweitzer, Natalie Nigg, Nadja Windegger, Emma Hanny, Julia Höller, Hannah Ratschiller, Annalena Götsch und Miriam Tonezzer. Wie in den vergangenen Jahren glänzte der Verein auch in diesem Jahr mit einer perfekten Organisation, wofür sich der Schwimmclub bei allen freiwilligen Helfern bedanken möchte. Ein weiterer Dank gilt der Direktion des AquaForums, der Obstgenossenschaft von Latsch und dem Hauptsponsor, den Raiffeisenkassen des gesamten Vinschgaus. (sam) Miriam Innerhofer, 2-fache FIN-Landesmeisterin

Vinschger Fußball der 2. Liga

Fußball - Naturns

Guter Start für Kastelbell

Trainerwechsel

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ie Rückrunde hat für den ASV Kastelbell/ Tschars/Raiffeisen gut angefangen, mit einem Sieg. Der 1:0 Sieg gegen Plaus gelang aber in keiner einfachen Weise. Trotz des Tores von Lukas Schuler und einiger nicht Der Ball ist drinn. Torschütze Lukas Schuler genützter Chancen und Max Nanni jubeln aus mehr als überfür die Gastgeber zeugter Begeisterung blieb das Ergebnis nämlich bis zum Ende offen. Leistung des 42-jährigen Max Eine wichtige Rolle spielte Nanni entscheidend, ausgeauch der Plauser Tormann. Für zeichnet sein Positionsgefühl, den Kastelbeller Sieg war die seine Beweglichkeit und sei-

ne Spielübersicht. Auf der anderen Seite konnte Plaus in Spielgemeinschaft mit Naturns (6 Spieler aus Naturns!) gefährliche Stürmer wie Timothy Tappeiner, Michael Gufler und Michael Vent entgegen stellen. Der Weg für den begehrten Aufstieg, wie Vizepräsident Udo Gurschler präzisieren möchte, ist allerdings noch lang und hart, wobei Riffian und Prad mitzureden haben. Eine weitere Chance für Kastelbell ist allerdings der Pokal, wo das Halbfinale schon erreicht wurde: Das nächste Pokalspiel wird am 25. April bestritten. (lp)

D

ie schwierige Lage durch die ungünstigen Ergebnisse der letzten Spiele der Naturnser Mannschaft haben zu einem Trainerwechsel geführt. Anstelle von Gustav Grünfelder leitet (Bild) wird sein Bruder Engelbert die Mannschaft leiten. Wichtige Beobachter drücken die Meinung aus, dass dem Gustav Anerkennung gebührt, nachdem er heuer die Verantwortung übernommen hatte, in der neuen Saison eine Mannschaft mit jungen Spielern in die Oberliga zu leiten. (lp)

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Otto Gurschler * 16.9.1923

† 18.3.2013

Schlanders Außerstande allen einzeln zu danken, sagen wir Vergelts Gott für die vielen tröstenden Worte, für das stille Gebet und eine stumme Umarmung, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft, für einen Händedruck, weil Worte fehlten, für alle Hilfe und Verbundenheit in der schweren Zeit, für die zahlreiche Teilnahme am Rosenkranz und an der Beerdigung. Danken möchten wir der hochw. Geistlichkeit, dem Kirchenchor, der Vorbeterin, dem Mesner und den Ministranten für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier. Ein herzlicher Dank geht an Dr. Oswald Tappeiner, an die Mitarbeiterinnen des Hauspflegedienstes, sowie die Ärztinnen und Ärzte und an das gesamte Personal der Abteilung Medizin des Krankenhauses von Schlanders für die liebevolle Betreuung. Ein herzliches Vergelts Gott für die Blumen- und Gedächtnisspenden, sowie für die zahlreichen Beileidsbriefe. Weiters danken wir allen, die unseren lieben Otto in Erinnerung behalten und seiner im Gebete weiterhin gedenken. Die Trauerfamilie

Bestattungen

TONEZZER Schlanders

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man auch durch den Tod nicht verlieren. (J. W. v. Goethe)

Meinrad Dietl *09.01 1923 † 06.03.2013 Taufers i. M.

DANKSAGUNG Viele tröstende Worte sind gesprochen und geschrieben worden. Viele stumme Umarmungen, viele Zeichen der Liebe und Freundschaft durften wir erfahren. Wir danken allen, die uns in schwerer Zeit nahe waren, die uns in irgendeiner Weise in der Zeit der Krankheit und der Trauer unterstützt haben.

Danke

- d en zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Seelenrosenkränzen und an der Beerdigung - a llen, die zur würdevollen Abschiedsfeier beigetragen haben - f ür die Blumen und die Geldspenden für einen guten Zweck. - a llen, die unseren lieben Verstorbenen in lieber Erinnerung behalten. Für alles sagen wir ganz einfach „Vergelt’s Gott“

Raiffeisenkasse Prad-Taufers

Die Trauerfamilie

04.04.13

Der Vinschger Wind 7-13

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Anzeiger

Allfälliges

Jahrestag/Danksagungen

Immobilienversteigerung 16. April 2013 um 9.00 Uhr am Landesgericht Bozen

Versteigerung von Obstbauwiesen in Schluderns à – 10.648 m2 zu Euro 17,38 pro m2 – 4.622 m2 zu Euro 23,64 pro m2

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren.

– 4.132 m2 zu Euro 27,52 pro m2 –

Wohnung von 184 m2 – Euro 95.765,62 (Zentrum Schluderns)

Informationen beim gerichtlichen Verwahrer

Wir danken allen, die meinen lieben Mann, unseren Tata, Neina Urneina

Josef Fritz

RA Ingo Wielander – Meran Tel. 0473 233 778

Jahrestag/Danksagungen Oft stehen wir an deinem Grab mit dem Herzen schwer noch vieles möchten wir dich fragen, doch Antwort gibst du keine mehr. Der Tag an dem du von uns gingst, kam viel zu früh, doch eines sollst du wissen, vergessen werden wir dich nie.

(Fritza Josl)

*10.08.1928 †11.03.2013 Graun auf seinem letzten Weg begleitet haben.

1. Jahrestag

Alois Muther Spengler in Ruhestand *09.05.1936 †22.04.2012 Laas

In Liebe denken wir an dich ganz besonders bei der hl. Messe am Freitag, den 26. April 2013, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Laas. Allen, die daran teilnehmen und sein Grab besuchen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie

Ein herzliches Vergelt’s Gott an die hochw. Geistlichkeit Siegfried Pfitscher, Anton Pfeifer, Paul Schwienbacher und Alois Oberhöller für die würdige Gestaltung des Gottesdienstes und die Trauerfeier. Einen besonderen Dank dem Kirchenchor von Graun für die feierliche Begleitung während der Trauerfeier. Danke dem Messner Leo für die Gestaltung der Rosenkränze. Ein Vergelt’s Gott der FF Graun, die ihrem Kameraden die letzte Ehre als Sarg-, Licht- und Kranzträger erwiesen haben, sowie den Abordnungen der Wehren des Oberen Vinschgaus. Danke dem Bestattungsdienst Tonezzer für die tatkräftige Mithilfe. Danke dem Hausarzt, Dr. Waldner, den Ärzten und dem Pflegepersonal der med. Abteilung KH Schlanders. Danke allen Verwandten, Freunden, Bekannten, für die tröstenden Worte, Umarmungen, mündlichen und schriftlichen Beileidsbekundungen und Gedächtnisspenden. Danke allen, die meinen Mann unseren Tata, Neina, in Erinnerung behalten und weiterhin im Gebet gedenken. Sefa mit Kinder

Danksagung

Manfred Gemassmer Versicherungsagent * 4.2.1960

† 22.2.2013

Kortsch Anlässlich des plötzlichen Todes unseres geliebten Manfred ist es uns ein ganz besonderes Anliegen, all jenen Menschen zu danken, welche sofort und ohne zu zögern auf der Piste Erste Hilfe geleistet, und auch jenen, welche seelischen Beistand geleistet haben. Ebenso danken wir für die würdevolle Begleitung und Verabschiedung unseres lieben Manfred in Sulden. Es ist uns unmöglich, jedem Einzelnen persönlich für Briefe, Kerzen, Spenden, Blumen und vor allem für das herzliche Mitgefühl zu danken. Überwältigt von der großen Teilnahme am Gebet und an der Verabschiedung in seinem Heimatdorf Kortsch, möchten wir auf diesem Wege allen von Herzen danken, die uns helfen, dieses schwere Leid zu tragen. Die Trauerfamilie Bestattungen

TONEZZER Schlanders

46 Der Vinschger Wind 7-13

04.04.13

Ganz still und leise, ohne ein Wort, gingst du aus diesem Leben fort. Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruht es still, doch unvergessen. Es ist schwer zu verstehen, dass wir jetzt getrennte Wege gehen.

Wir danken allen, die meinen liebe Mann, Tata und Opa

Angerer Meinrad *21.04.1943 † 22.03.2013 Prad

auf seinem letzten Weg begleitet haben. Ein herzliches Vergelt’s Gott der Geistlichkeit, Georg Martin, Florian Öttl, Hermann Senoner, Pater Mirmol Gomez und Prof. Johann Theiner für die würdevolle Feier des Trauergottesdienstes. Danke Herrn Thoma Werner für die Gestaltung der Rosenkränze, dem Jahrgang 1943, dem Sportclub Prad/Sektion Fußball, dem Organisten Brunner Alois und den Ministranten, die einen Dienst bei der Beerdigung übernommen haben. Danke allen für die Teilnahme an den Rosenkränzen und der Beerdigungsfeier, für die schriftlichen und mündlichen Beileidsbekundungen und für die Gedächtnisspenden. Danke allen, die unseren Meinrad in Erinnerung behalten und seiner im Gebet gedenken. Die Trauerfamilie


Anzeiger

Wind-Termine

Allfälliges

Konzert

„Made in austria“ WTH Trio – Christian Wegscheider, Klaus Telfser, Peter Paul Hofmann Wann: am Samstag, 13.04.2013 um 20.30 Uhr Wo: Raiffeisensaal im Kulturhaus Schluderns

Naturns • Hauptstraße 26

Michl in der Suppenschüssel

Wann: am Montag, 15. April 2013 um 16.00 Uhr

Petterson & Findus

N

Imbiss

in Schluderns

Öffnungszeiten: 9.30 – 21.00 Uhr Montag Ruhetag

Haarverdichtung und Haarverlängerung Great Lengths gibt ihrem Haar die Kraft und das Volumen die formvollendete Frisuren einfach brauchen.

Haarzimmer Sandra Platzgummer

zeitlos schön

Vitalis & Haarzimmer - Kompatscherstraße 4 - I-39025 Naturns Vitalis: +39 0473 666 018 - Haarzimmer: +39 0473 667 093 www.vitalis-beauty.com - www.haarzimmer.com

Sonnenkollektoren, NEUE LIEBE - NEUES GLÜCK 0471 053388 I www.wir-2.it

Tiefbauunternehmen

Freitag, 12.04.2013 18.00 Uhr

Ihr Spezialist für Aushub-, Schreitbagger& Baggerarbeiten

Gasthof schwarzer adler Laas

ZISCHG HARRY

Wann: am Dienstag, 16. April 2013 um 16.00 Uhr Wo: Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders Das Theater Tabor aus Österreich überträgt diese beiden Kinderklassiker auf die Bühne. Ein Theatererlebnis für kleine und große Kinder ab 4 Jahren.

U E

3. Preiskarten turnier

kpl, Solaranlagen, Hygiene und Pufferspeicher, Holz und Pelletskessel direkt vom Hersteller (auch mit Montage) preiswert ab Lager Meran zu verkaufen. Ikarus Solarsysteme Tel. 335 59 18 485

Allgemeine Weiterbildung

Planierungsarbeiten, Aushubarbeiten, Außengestaltung, Errichtung von Holzzäunen, Pfosten- und Ankerschlagen für Obstbau, Gerotexmauern, Kreinermauern aus Holz, Abbruch von Mauern, Errichten von Waldwegen; Dorf 100 – Stilfs Mobil 347 72 61 451

gruppe 1 Watten (mindestens 16 teilnehmer)

gruppe 2 Jassen (mindestens 16 teilnehmer)

nenngeld: 50,00 euro Der erlös geht an ein soziales Projekt im Vinschgau abendessen und ein Getränk inklusive Preise: sehr, sehr wertvolle!

Bademode

ehrenspieler: Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder

– 30 % bis – 70 %

anmeldung bitte paarweise bis innerhalb Mittwoch, 10.04. 2013 um 18.00 Uhr an: kiwanis@kdmarket.it Fax 0473 / 741600 tel. 0473 / 741 526 (Carmen)

Gold-und silberhandel Stefan Hohenegger An- & Verkauf von Altgold, Silber, Zahngold, Schmuck ... Sofortauszahlung nach Tageskurs! Schlanders - Kirchbreitstr.19 Tel. 0473 /732921 Handy 342 3519644 www.hohenegger.it

infogay 6342 0471 97

Info + Beratung von Schwulen für Schwule, BISex und freunde > jeden dI. 20–22 uhr > infogay@centaurus.org

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf unserer Homepage www.gwr.it

KINAESTHETICS FÜR PFLEGENDE ANGEHÖRIGE REFERENT/IN Jakob Reichegger TERMINE Fr, 12.04. – Mo, 27.05.2013 (erste Treffen Fr, dann immer Mo) UHRZEIT 15.00 Uhr – 18.30 Uhr, insgesamt 6 Treffen ORT Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius, Laas Kursbeitrag 100 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 08.04.2013

Info – Anmeldung: Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

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