Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n째 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abge채ndert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen
Nr. 6 (197) 21.03.13 I.P. 9 Jg.
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Pestizideinsatz Vinschgau
Unterschiedliche Positionen
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Betriebsheftservice
powered by WINFARMER® - Team Gritsch Stefan und Ladurner Markus Gritsch Stefan (Wirtschaftsdoktor, Abschluss der landwirtschaftlichen Oberschule Laimburg, sowie Ausbildung im Bereich Informatik und Softwareentwicklung) und Ladurner Markus (Abschluss der Handelsschule mit Matura, Abschluss der landwirtschaftlichen Oberschule Fürstenburg, Ausbildung im Bereich Informatik und Softwareentwicklung), beide hauptberuflich in der Landwirtschaft tätig. Um aber auch die anderen Ausbildungen nutzen zu können, suchten wir eine Möglichkeit, diese Fähigkeiten in unseren Hauptberuf zu integrieren: als es konkrete Pläne der Vip gab (2009), im Vinschgau das digitale Betriebsheft verpflichtend einzuführen wurden wir aktiv. Wir prüften zwei Ideen, eine (weitere) Agrarsoftwarelösung zu entwickeln und / oder einen Service für Landwirte anzubieten, welche aus verschiedensten Gründen keine Möglichkeit haben, das digitale Betriebsheft selbst zu führen. Unsere Zielgruppe waren von Anfang an Ältere oder im Umgang mit dem Computer nicht Geschulte Landwirte, und jene Landwirte, die diese Aufzeichnungen ganz einfach outsourcen wollen. Daraus entstand die Idee zur Dienstleistung „Betriebsheftservice“. Nach einer kurzen Markt-
recherche kamen wir schnell zum Schluss, dass es bereits genügend Anbieter von Agrarsoftware in Südtirol gibt. Somit wurde die erste Idee fallen gelassen. Wir testen die verfügbaren Programme und entschieden uns für die Software „Winfarmer“ von der Firma NovaSys aus Salurn. Daraus entwickelte sich mit der Firma eine enge Zusammenarbeit und wir übernahmen zudem die Betreuung der Kunden von Winfarmer im Vinschgau. Der Dienst „Betriebsheftservice“ übernimmt die komplette Digitalisierung der Pflichtaufzeichnungen im Obstbau. Der Kunde dokumentiert weiterhin seine Behandlungen händisch und gibt diese Unterlagen dann an uns weiter. Wir übernehmen diese in die Landwirtschafts Software „Winfarmer“. Zum Abgabetermin werden diese Daten dann telematisch an die VIP übermittelt. Der Kunde profitiert dabei in mehrerer Hinsicht: er erspart sich den Kauf oder die Miete der Software, er hat eine zusätzliche Kontrolle von unserer Seite und profitiert noch ausserdem von unserer praktischen Erfahrung als Landwirte. Wir starten nun bereits erfolgreich in das 4. Jahr unserer Tätigkeit. Was sagen unsere Kunden dazu:
Mantinger Fritz (Latsch):
„Ich habe mich bereits im ersten Jahr, als dieser Service angeboten wurde, dafür entschieden,
Weitere Infos bezüglich Betriebsheftservice oder Winfarmer bei:
Stefan Gritsch Tschirland 87 - I-39035 Naturns Mobile: +39 335 6659000
335 6659000 oder 335 6645665
diesen in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen der Junglandwirteausbildung habe ich alle gängigen Agrarsoftwarelösungen kennengelernt und gemerkt, dass ich meine Zeit besser einzusetzen weiss, als mich mit dem Computer und den Programmen zu ärgern . Mit der Arbeit des Betriebsheftservice bin ich sehr zufrieden, da ich sehr entlastet werde. Durch das händische Aufschreiben und das Verschicken der Daten an Betriebsheftservice per Mail habe ich eine 3 fache Kontrolle meiner Aufzeichnungen. Insgesamt habe ich eine massive Zeitersparnis durch diesen Service.“
Thaler Jürgen, Naturns:
„Ich nutze die Dienstleistung „Betriebsheftservice“ seit 2010. Da ich mich nicht viel mit dem Computer beschäftige, ist der Dienst eine gute Möglichkeit, trotzdem das digitale Betriebsheft zu führen. Ein Vorteil ist die leichtere und schnellere Aufzeichnung der Behandlungen, da ich mehrere Betriebe mit mehreren Grundstücken bewirtschafte. Ausserdem kann man die zusätzliche Kontrolle nutzen, die durch das digitale Betriebsheft möglich sind. Ich starte nun zusammen mit dem „Betriebsheftservice“ in die 4. Saison und möchte mich auf diesem Weg für die problemlose Zusammenarbeit beim ganzen Team bedanken!“ Ladurner Markus Eichgasse 17 - I-39025 Naturns Mobile: +39 335 6645665
Inhalt
Kommentar
von Chefredakteur Erwin Bernhart
Zauderer oder Zauberer? Die Katze ist aus dem Sack: Richard Theiner tritt für die Wahl des SVP-Spitzenkandidaten an. Wer diese parteiinternen Vorwahlen gewinnt, wird wohl von der Partei in die Position des Landeshauptmannes getragen werden. Der Zauderer aus Latsch mit Plawenner Wurzeln hat lange zugewartet, hat vor allem den Ausgang der Parlamentswahlen abgewartet. Theiner hat gerade bei den Parlamentswahlen alles riskiert - und vordergründig alles gewonnen (wenn sich denn in Rom eine Regierung bilden lässt). Der Zauderer hat sich demnach nachträglich als Zauberer erwiesen. Wird der Vinschgau Landeshauptmann? Spaziergang wird das keiner, aber Theiner hat seine Chance. Vorausgesetzt, Theiner ist imstande, vor allem die zahlenmäßig wohl größte Mitgliedergruppe innerhalb der SVP zu mobilisieren, nämlich die Arbeitnehmer. Wer kann das, wenn nicht Theiner? Auf der anderen Seite, zumindest bis jetzt, steht Arno Kompatscher. Der unverbrauchte Bürgermeister aus Völs, Präsident des Gemeindenverbandes, hat durchaus mächtige Einflüsterer und Unterstützer: viele SVP-Bürgermeister. Diese Bürgermeister werden möglicherweise ihren Einfluss auf Parteimitglieder - bei den Vorwahlen - geltend machen. Mal schaun, wer in der jeweiligen Konstellation den besseren Hebel anzusetzen weiß. Eines muss man noch wissen: Die mächtige Ebner-Familie, die „Dolomiten“-Herrscher im Bozner Weinbergweg, mag den Theiner nicht. Schon gar nicht als möglichen Landeshauptmann. Die SVP-Mitglieder werden sich unter dieser Voraussetzung eine besondere Lesart künftiger „Dolomiten“.-Artikel angewöhnen müssen - und dann gefeit in die Vorwahlen gehen.
Inhalt Schluderns/Bozen: Anfrage über Gründe auf dem Flugplatz
Seite 4
Plaus: Die Gretchenfrage in Plaus geht an die Bürger
Seite 4
Göflan/Schlanders/Bozen: Gemeinde ist rechtlich nicht in Ordnung
Seite 5
Latsch/Bozen: Richard Löwenherz tritt an
Seite 5
Titel (Bild): Versprühte Tatsachen
Seite 6
Fürstenburg: Bis zur Matura
Seite 8
Mals: Schuldenfreie Ferienregion
Seite 8
Vinschgau: Industrie ist für „Stecher-Variante“ Seite 8 Partschins: Ausgangslage mit Blick in Zukunft
Seite 9
Menschen: Islam Shafiqul, Naturns-Bangladesch
Seite 15
Sonderthema: Landwirtschaft
ab Seite 28
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Der Vinschger Wind 6-13
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Politik & Lokales
Schluderns/Bozen
Rasch reagiert
BM Jürgen Klotz und Referent Heinrich Kainz: unklare Situation - von Sitzung zu Sitzung andere Zahlen
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ie Freiheitlichen reagieren rasch. Anlass ist der Artikel im Vinschgerwind 5/13 „LH’s Vorschlag“. Pius Leitner (Bild) hat dazu folgende Landtagsanfrage vorbereitet: „Scheinbar wurde den Pächtern des Flugplatzes in Schluderns in Aussicht gestellt, die Flächen käuflich zu erwerben. Der Landeshauptmann wird in der Zeitschrift Vinschgerwind damit zitiert, dass er der Landesregierung einen entsprechenden Vorschlag machen werde, wenn sich der Bauernbund einig sei und hinter der Sache stehe. Es zeichnet sich nun allerdings eine Auseinandersetzung mit den Nachkommen der ehemaligen Grundbesitzer ab, denen seinerzeit die Gründe enteignet worden waren und die teilweise bis heute keine Entschädigung erhalten haben. Die Landesregierung wird um die Beantwortung folgender Fragen ersucht: 1. Wie viele Pächter gibt es, welche die Fläche des Flugplatzes in Schluderns bewirtschaften? (Bitte um Auflistung der Pächter, der entsprechenden Flächen und der Pachtpreise); 2. Wie groß ist die Fläche insgesamt?; 3. Stimmt es, dass die Landesregierung Vertretern des Bauernbundes in Aussicht gestellt hat, dass die Pächter unter Einhaltung einer 15-jährigen Bindung die Gründe käuflich erwerben können?; 4. Fände es die Landesregierung nicht angebracht, auch den Nachkommen der ehemaligen Besitzer ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten und diese vorzüglich zu behandeln?; 5. Wäre es nicht sinnvoll, den Grund oder zumindest einen Teil davon der Gemeinde zur Verfügung zu stellen?“
Wind - online
Umfrage auf www.vinschgerwind.it Soll das Land die Felder auf dem Schludernser Flugplatz an deren Pächter verkaufen? (97 abgegebene Stimmen) 62,9 %
(61 Stimmen)
JA
37,1 % NEIN
(36 Stimmen)
Neue Umfrage: Können Sie sich eine „Bioregion Gemeinde Mals“ vorstellen?
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Plaus
Die Gretchenfrage in Plaus E
rbost verlässt Heinrich Kainz frühzeitig die Gemeinderatssitzung. Er lasse sich doch nicht vorwerfen, dauernd mit falschen Zahlen zu operieren. Zuvor war es zu einem Wortscharmützel gekommen, in dem Kainz vorgeworfen wurde, von Sitzung zu Sitzung immer wieder andere Zahlen zu präsentieren. Waren es vor einiger Zeit noch rund 250.000 Euro, so sind es mittlerweile an die 400.000 Euro. So viel Geld soll es kosten, wenn die Gemeinde im Kellergeschoss der neu zu bauenden Kirche einen Aufbahrungsraum, eine Leichenkapelle samt Nebenräumen mit dazugehöriger Rampe bauen und finanzieren würde. Tatsächlich muss die Gemeindeverwaltung demnächst ohnehin derartige Strukturen erstellen, samt Friedhofserweiterung. Im Mai 2012 hat der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss gefasst und darin unter anderem festgehalten, dass es bezüglich finanzieller Beteiligung an der neuen Kirche bzw. für den Bau von Leichenkapelle, Aufbahrungsraum usw. eine informelle Bürgerbefragung geben sollte. Die Anberaumung einer solchen Bürgerbefragung war nun Thema bei der Ratssitzung in Plaus am Montag vor einer Woche. Gefeilscht wurde an der Fragestellung, die den Plauser Bürgern vorgelegt werden soll. „Es muss klar herauskommen, was die Gemeinde tun muss“, forderte Heinrich Kainz. Kainz ist gleichzeitig Mitglied des Pfarrgemeinderates von Plaus und dort als eine Art Schatzmeister tätig. Der Pfarrgemeinderat möchte in Plaus bekanntlich eine neue Kirche errichten. Das Siegerprojekt und die dazugehörige Kostenaufstellung sollen am morgigen Freitag, den 22. März 2013 öffentlich vorgestellt wer-
den. Jeder Euro für die Finanzierung ist dabei willkommen, denn die neue Kirche soll zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Euro kosten. Die möglichen Euros aus der Gemeindekassa sind möglicherweise für den Neubau der Kirche ausschlaggebend. „Wenn wir die Kirche bauen wollen, müssen wir zusammenstehen“, mahnt Kainz die Gemeinderäte. Die Räte, so war es der Diskussion zu entnehmen, waren weniger an der Kirche interessiert, sondern vielmehr an den institutionellen Aufgaben der Gemeinde - eben den Neubau der Friedhofskapelle und des Aufbahrungsraumes, mit Nebenräumen und Friedhofserweiterung. Zwei Möglichkeiten stehen der Gemeinde offen und darüber sollen nun die Bürger bei der informellen Bürgerbefragung am 7. April 2013 abstimmen. Die Fragestellung, auf die sich der Gemeinderat einstimmig geeinigt hat, lautet: „Welche der beiden vorliegenden Möglichkeiten bevorzugen Sie? - Die Gemeinde unterstützt den Bau einer neuen Kirche gemäß Siegerprojekt mit rund 300.000 Euro. Die Räumlichkeiten zur Aufbahrung der Verstorbenen (Leichenkapelle) gehen ins Eigentum der Gemeinde über. - Die Gemeinde unterstützt nicht den Bau einer neuen Kirche gemäß Siegerprojekt und realisiert unabhängig davon den in ihre Zuständigkeit fallenden Aufbahrungsraum (Leichenkapelle) samt Friedhofserweiterung.“ Über diese Gretchenfrage werden also die Plausern am 7. April 2013 von 8 bis 18 Uhr im Grundschulgebäude abstimmen und der Gemeinderat wird sich nach der Mehrheit richten. (eb)
Politik & Lokales
Schlanders/Bozen
Auf die Rübe D
ie Gemeinde Schlanders hat gleich zweimal eins auf die Rübe bekommen. Das Verwaltungsgericht in Bozen hat verfügt, dass der Rekurs der Autonomen Provinz Bozen in Teilen angenommen worden ist (der Vinschgerwind hat berichtet). Folglich wird der Gemeinderatsbeschluss Nr. 22/12 und die Anordnung des BM Nr. 36/12 aufgehoben. Zur Erinnerung: Der Schlanderser Gemeinderat hatte per Beschluss die „Marmorstraße“ zwischen dem Tafratzhof und dem Göflaner Wantlbruch als Gemeindestraße klassifiziert. Und zur Erinnerung: BM Dieter Pinggera hat mit seiner Anordnung die Straße gleich wieder gesperrt - MamorLKWs, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Forstfahrzeuge oder Fahrzeuge mit eigener Genehmigung ausgenommen. Nicht angenommen hat das Verwaltungsgericht allerdings den Rekursteil des Landes, welches auch gegen den Ausschussbeschluss zur Einleitung des Enteigungsverfahrens und gegen das Enteignungsdekret des BM mit dem Hinweis auf „Befugnisüberschreitung“ rekurriert hatte. Bei diesen zwei Punkten fehle, so das Verwaltungsgericht, der Autonomen Provinz Bozen die „aktive Klagebefugnis“. Und genau in diesen zwei Punkten kamen die iuridischen Kanonen aus einer anderen Richtung. Ein Göflaner Bürger hatte gegen die Einleitung der Enteignung mittels Ausschussbeschluss und gegen das Enteignungsdekret des BM rekurriert - und Recht bekommen. Sowohl der Gemeindeausschussbeschluss (Einleitung des Enteignungsverfahrens) als auch das Dekret für
die Enteignung des BM werden aufgehoben. Zudem wird in diesem separaten Urteil der Gemeinderatsbeschluss zur Klassifizierung einer Gemeindestraße ein zweites Mal aufgehoben. Die Gemeinde Schlanders wird die Prozesskosten des Klägers in der Höhe von 4000 Euro zu tragen haben. Die Schlanderser Gemeindeväter wollten mit einem frechen Befreiungsschlag den Mamorabtransport in eigenen Händen wissen. Vor allem mit dem Konzessionsvertrag aus dem Jahr 2003 im Nacken, in dem sich die Schlanderser verpflichtet haben, den Transport des Marmors für 60 Euro pro Kubikmeter selbst zu organisieren und zu gewährleisten. Alles riskiert und alles verloren? Ein Rekurs vor dem Staatsrat wird - angesichts der durchaus bestechenden Argumentation des Bozner Verwaltungsgerichtes („beim Marmorbruch handelt es sich nicht um eine wesentliche Einrichtung der Gemeinde“) - schwierig. Ein Rekurs von Seiten der Schlanderser ist höchstens ein Zeitgewinn - und schwächt die Schlanderser eher im Hinblick auf mögliche Verhandlungen mit den Laasern. (eb)
Latsch/Vinschgau/Bozen
Wind-Leserfoto
Löwenherz H
Formschön
Gunsch Koch steht elga Thaler Auhinter Theiner. Koch ßerhofer hat am will selbst für den vergangenen Montag Landtag kandidieabgesagt. Sie kanren, ist von den Bedidert nicht bei den zirksarbeitnehmern SVP-internen Vorbereits vorgeschlawahlen. So werden gen und profitiert sich am Sonntag, möglicherweise von den 21. April 2013 der Frauenquote. Ein der SVP-Obmann Drittel der Kandiund Gesundheitsdaten sollten Frauen landesrat Richard sein, so die parteiinTheiner und der Präterne Vereinbarung. sident des GemeinAm Monatag hat der denverbandes Arno SVP-BezirksausKompatscher den schuss vereinbart, SVP-Mitgliedern in Der SVP-Obmann der Vorwahl stellen. Richard Theiner will drei Kandidaten zu unterstützen: Derzeit Die Parteigremien es wissen sind dies Sepp Nogghaben zwar noch bis zum 31. März 2013 Zeit, wei- ler, Richard Theiner und Rosetere Kandidaten vorzuschlagen linde Gunsch Koch. Kommen und möglicherweise ins Rennen mehr Kandidaten bis 31. März hinzu, wird es am 21. April im zu schicken. Der SVP-Bezirk Vinschgau un- Bezirk ebenfalls Vorwahlen geter dem Vorsitz von Roselinde ben. Sonst nicht. (eb)
„Die Natur als Architekt, formschön und rein.“ Gesehen am Piz Terza Foto: Hubert Pilser, Schlanders Haben auch Sie einen beeindruckenden und nicht alltäglichen Schnappschuss gemacht? Dann schicken Sie uns das Foto an reaktion@vinschgerwind.it - Stichwort „Wind-Leserfoto“. Wir veröffentlichen das Bild (bitte in guter Auflösung) in dieser Rubrik „Wind-Leserfoto“ bei Gelegenheit.
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Titel
Andreas Tappeiner, Bezirksobmann des Bauernbundes und Präsident der BZG
„…jeder ist dazu verpflichtet, anderen nicht zu schaden.“
Eva Prantl, Vorsitzende der Umweltschutzgruppe Vinschgau (USGV)
„…es gibt kein harmonisches Nebeneinander.“
Versprühte Tatsachen Am 8. März fand die Veranstaltung der Umweltschutzgruppe Vinschgau (USGV) zum Thema des „zunehmenden Obstanbaues aus Sicht der Bevölkerung“ in Mals statt. Geleitet wurde diese von der Vorsitzenden Eva Prantl. Helmuth Pörnbacher, wissenschaftlicher Leiter der Apollis (Institut für Sozialforschung und Demoskopie Bozen) stellte das Ergebnis der Umfrage, die man zu diesem Thema in Mals durchführte, vor. Zum Vorschein kam, dass die Malser Bevölkerung zum biologischen Anbau tendiert, bzw. den Anbau neuer Kulturen als Nachteil empfindet, aufgrund des damit verbundenen Pestizideinsatzes. Auch das veränderte Landschaftsbild, sowie das Verdrängen der traditionellen Landwirtschaft wird als negativ beurteilt. 63,6% der 250 befragten Personen sind vollkommen bzw. eher schon für eine Bioregion Mals. Interessant ist dabei der Aspekt, dass die meisten dieser Personen selbst in Bezug zur Landwirtschaft stehen. von Sylvia Ilmer Wieser
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echt ruhig, aber keineswegs eintönig, verlief die anschließende Diskussion. Fragen wie: „Wer trägt Schuld, wenn jemand einen finanziellen Schaden durch Pestizidrückstände erleidet?“ oder: „Warum muss niemand für diese Schäden aufkommen?“, fliegen durch den Raum, meist gerichtet an Karl Dietl, Obmann der VIP oder Andreas Tappeiner, welche ebenfalls bei der Veranstaltung anwesend waren. Auch Karl Primisser aus Prad ergriff das Wort und forderte endlich eine klare Gesetzgebung zum Schutz des biologischen Anbaues: „Mit Verordnungen ist es nicht getan.“ Tappeiner warf ein, dass die sachliche Ebene zu oft verlassen würde und dass 6
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allgemein eine subjektive Einschätzung der Tatsachen verbreitet werde: „Es bleibt die Entscheidung des Grundbesitzers selbst, was er aus seinem Besitz macht, dies muss auch in Zukunft so bleiben.“ Aegidius Wellenzohn erklärte, man müsse sich energischer an die Gemeinden wenden, dort beharrlicher sein, wobei ein Malser Gemeindevertreter darauf hinwies, dass die Gemeinden keinerlei Kompetenzen im Bereich der Abstandsregelungen haben, diese bestimmt das Land. Peter Gasser, langjähriger Vorsitzender der USGV, wies auf das Beispiel Malosco hin und meinte: „Die Gemeinden mögen sich so langsam schon rühren.“ Nicht Aggressivität, eher ein Hauch
von Verzweiflung war im Laufe der Diskussion zu spüren. Keiner will streiten, keiner will der Böse sein. Verlangt wird eine Problemlösung durch Erlassung von fairen Gesetzen. Fair ist natürlich ein weitläufiger Begriff, fair gegenüber der Wirtschaft oder fair zur Umwelt? Darüber scheiden sich die Geister. Und in diesem Fall heißt das Lösungswort wohl, einen Geist zu brechen, den einen oder den anderen, den konventionellen oder den biologischen. Denn ein Miteinander bzw. Nebeneinander wird schwierig. Laut Andreas Tappeiner setzt sich der Bauernbund mit dem Thema Pestizidrückstände schon seit längerem auseinander. Auf die Frage, ob das Thema
Titel
Aegidius Wellenzohn, Biobauer aus Glurns
Josef Wielander, Direktor der VIP
„…ich garantiere, dass sich zum Zeitpunkt der Ernte keine gesundheitsschädigenden Substanzen auf den Äpfeln befinden.“ Rückstände „aufgebauscht“ wird, antwortet Tappeiner, dass das Wort an sich schon einen negativen Charakter habe und gleich kombiniert werde, mit dem Wort gesundheitsschädigend. Bis zur Ernte seien die Rückstände jedoch sehr gering und die Substanzen so weit abgebaut, dass diese keinen schädigenden Einfluss mehr auf die Gesundheit hätten. Tappeiner: „Es wird sich noch einiges tun in dieser Hinsicht, auch eine nochmalige Reduzierung des Gesamteinsatzes von Pestiziden.“ Er betont auch, dass die VIP mit Obmann Karl Dietl um klare Regelungen sehr bemüht sei: „Wobei es eben nicht von heute auf morgen geht.“ Tappeiner spricht von einem Miteinander, wenn sich alle an die Regeln halten und versuchen auf sachlicher Ebene zu kommunizieren. Eine Problematik stelle sich mehr ein, wenn Getreidefelder oder Kräutergärten mitten in behandelten Obstbaugebieten liegen, da die Erntezeit dieser nicht mit der Erntezeit der Äpfel übereinstimmt. Er findet es nicht unbedingt sinnvoll, Bioanlagen mittendrin zu errichten: „Auch die BZG hat sich für den biologischen Kräuteranbau des Rehabilitationszentrums Latsch Felder am Eingang von Martell gesucht.“ Er betont aber auch, dass er es nicht unbedingt für richtig halte, wenn neue Obstanlagen in eine andere Kulturlandschaft eingebaut werden, wie es derzeit im oberen Vinschgau der Fall ist. Die AGRIOS, Arbeitsgruppe für integrierten Obstbau, hat für diese bereits Verordnungen erstellt, dass sie mit einer Heckenumrandung versehen werden sollen. Auch das
„…wir hören immer nur die halbe Wahrheit.“
Spritzen von außen nach innen wurde als allgemeine Richtlinie geltend gemacht, manch einer bestreitet jedoch dessen Einhaltung. Josef Wielander, Direktor der VIP, spricht dann von „schwarzen Schafen“, denen man das Handwerk legen müsse: „Leider werfen diese ein schlechtes Licht auf den gesamten Obstanbau.“ Wielander betont aber auch: „Es besteht keineswegs eine Gefahr für die Gesundheit durch Pestizide, wenn jeder vernünftig damit umgeht und sich an die Regeln hält.“ Er zieht einen Vergleich mit dem Straßenverkehr, wenn sich jeder an die Verkehrsregeln hält, kann auch nichts passieren. Außerdem betont er, dass es wirklich nur wenige Außenseiter seien: „Wie es eben fast überall vorkommt.“ Wielander sieht das Problem auch in der Aufteilung der Grundstücke allgemein, in viele kleine Parzellen, wo es als sinnvoller erscheint, den Apfel als IP Ware, also aus integrierter Produktion, einzuliefern. Als Bauernbundfunktionär, sagt Andreas Tappeiner, gerät er gern in die Kritik, weil es heißt: „Ihr sagt nichts, ihr tut nichts.“ Er finde aber, dass er eben niemanden etwas aufzwingen möchte, wie es die USGV aus seiner Sicht tut, indem sie zu biologischem Anbau drängt, schon fast nötigt, sollte Mals z.B. zu einer Bioregion erklärt werden. Aegidius Wellenzohn, gebürtiger Kortscher, hat bereits 1988 mit dem Anbau von biologischem Obst und Getreide in Glurns begonnen. Einer der ersten sozusagen, ein Pionier. Wellenzohn bezeichnet sich selbst als einen „speziellen Fall“, da er auch sämtliche Pflegemittel vermeidet.
Geboren wurde die Idee aus seiner geistigen Grundhaltung heraus, die besagt, kein Leben zu zerstören. Er schildert die Artenvielfalt, sowie den nährstoffreichen Boden in seinen Anlagen und wie das Leben aus den mit Pestiziden behandelten Anlagen, verschwunden bzw. ausgerottet wurde. „Auch die Luft, die wir einatmen, ist im oberen Vinschgau noch eine andere als jene in Kortsch z.B.“, sagt Wellenzohn. Dies beschrieb die amerikanische Biologin Rachel Carson in ihrem Buch „The silent Spring“ (deutscher Titel: Der stumme Frühling), bereits vor 50 Jahren, dass Pestizide zwar ihren ursprünglichen Zweck erfüllen, aber dabei Mensch, Tier und Natur gefährden, wenn nicht gar zerstören. Tatsächlich landen nicht einmal fünf Prozent aller verabreichten Pestizide auf den Schädlingen die sie bekämpfen sollen. Der Großteil - 95 bis 98 Prozent - gelangt über das Grundwasser oder die Nahrungskette irgendwann wieder zu uns. Im Schmelzwasser antarktischer Gletscher fand man Spuren von Pestiziden. Dass Krankheiten des Nervensystems, wie z.B. Parkinson, nachweislich durch Pestizide hervorgerufen werden können, wurde wissenschaftlich belegt. Neueste Studien ergaben, dass der Hauptverursacher des rätselhaften Bienensterbens, das auch im Vinschgau mittlerweile zum Thema wurde, auf den Einsatz von Pestiziden zurückzuführen ist. Was für die einen eine umwelttechnische Katastrophe bedeutet, ist für die anderen der Erhalt des Wohlstandes und des Wettbewerbes. Der Kampf um das Recht auf sein Eigentum hat begonnen.
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Wirtschaft
Fürstenburg/Kortsch
Stellungnahme
Bis zur Matura
„Die „Stecher Variante“ ist ein konstruktiver Vorschlag“
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ie Direktorin der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg Monika Aondio und der Koordinator der Fachschule für Hauswirtschaft Kortsch haben allen Grund zur Freude. Ab dem Schuljahr 2014/15 wird das fünfte Schuljahr eingeführt. Das heißt, in den Fachschulen können die Schülerinnen und Schüler nun die Matura erlangen. Nach jahrelangen Bemühungen hat nun ein Dekret der Landesregierung grünes Licht gegeben, nachdem das Ganze in Rom abgesegnet worden war. Die Durchführungsbestimmungen müssen erst noch erlassen werden. Die „Schule bis zur Matura“ bedeutet „kein Abschluss ohne Ausschluss“, wie es Aondio formuliert und ist eine Aufwertung der beiden Fachschulen.
M
it Bezug auf das Interview mit hoch leistungsfähigen mit Geometer Werner Breitbandleitungen, die eine Stecher, Amtsdirektor des Straschnelle und sichere Datenüßendienst West, in der Ausgabe bertragung gewährleisten, un5-13 im „Der Vinschger Wind“ bedingt notwendig ist. „Gerade bekräftigt der Bezirksausschuss bei der Verwirklichung von InVinschgau im Unternehmerverfrastrukturprojekten braucht es band seine in den vergangenen irgendwann klare und mutige Jahren bereits mehrfach vorge- Hans Moriggl: Entscheidungen. Es immer albrachte Überzeugung: Gerade die Unternehmer len – zumindest auf den ersten im oberen Vinschgau muss die fordern klare und Blick – recht zu machen, ist Erreichbarkeit verbessert wer- mutige Entscheileider ein Ding der Unmögden. Um die Verkehrsprobleme dungen lichkeit. Häufig aber zeigt sich, in den Griff zu bekommen, dass Entscheidungen, die zubraucht es eine übergemeindliche Lösung, nächst unpopulär erscheinen, sich später also die sog. „große Umfahrung“, wel- als richtig erweisen“, bringt Bezirksverche die Orte Schluderns, Glurns, Tartsch, treter Hans Moriggl (Moriggl GmbH) die Latsch und Mals mit einschliesst. Alle Meinung der Vinschger Unternehmer auf anderen möglichen Alternativen wären den Punkt. Die sog. „Stecher-Variante“ für lediglich Einzel- bzw. Kompromisslö- die Lösung der Verkehrsprobleme im Vinsungen, die zu keinem nachhaltigen Er- schgau ist ein konstruktiver Vorschlag, der gebnis führen würden. Gleichzeitig un- es verdient, von allen Partnern sachlich terstreichen die Unternehmer, dass die und emotionslos diskutiert zu werden, ist rasche Versorgung des gesamten Gebietes sich Moriggl sicher.
Mals/Schluderns/Glurns
Endlich schuldenfrei Monika Aondio und Martin Unterer
Diese behalten jedoch weiterhin auch die dreijährige (bis zum Abschluss der Bildungspflicht) und die vierjährige Ausbildung (Spezialisierungsjahr) bei. „Die Dreistufen-Ausbildung hat den Vorteil, dass Schülerinnen und Schüler auch nach drei, beziehungsweise vier Jahren ein Abschlussdiplom in die Hand bekommen, mit dem sie etwas anfangen können“, so Aondio. Für das fünfte Jahr können sich all jene einschreiben, die die vierte Klasse einer Fachschule oder eine berufsbildende Schulen mit Vollzeitausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Die Lerninhalte des fünften Schuljahres setzen sich zu 70 Prozent aus allgemeinbildenden Fächern zusammen. Zu 20 Prozent werden Inhalte zu den Fachausrichtungen gelehrt: a) Landwirtschaft und Umwelt, b) Industrie und Handwerk, c) Verwaltung, Handel und Tourismus und d) soziale Dienstleistungen. 10 Prozent der Inhalte können die jeweiligen Schulen selbst bestimmen. (mds)
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ie Bemühungen der letzten Jahre haben Früchte getragen: Die Ferienregion Obervinschgau ist endlich schuldenfrei. Diese Botschaft konnte der derzeitige Präsident Thomas Theiner mit den Erläuterungen von Wirtschaftsberater Siegfried Wegmann den Mitgliedern v.l.: der Präsident der Ferienregion Obervinschgau bei der Vollversammlung am Thomas Theiner, Lukas Gerstl, Klaus Theiner und Silvia vergangenen Samstag in Bur- Tumler: Durch die Kurtaxe könnte der freiwillige Mitgeis überbringen. Noch etwas gliedsbeitrag etwas gesenkt werden Erfreuliches gesellte sich dazu: Das Jahr 2012 konnte mit einem Nächti- tritt der Ferienregion werde jenem von gungsplus von rund 7 Prozent (gegenü- Vinschgau Marketing angepasst, neue Lober 2011) mit einer Nächtigungszahl von gos für die Drucksorten stehen bereit. Kurt 411.000 und von 127 Auslastungstagen Sagmeister, Direktor von Vinschgau Marabgeschlossen werden. Einige Glurnser keting, brachte den Schwerpunkt seiner Geschäftsleute seien aus der Ferienregion Tätigkeit mit dem Satz „Die Musik spielt ausgestiegen, dafür seien seit heuer die im Internet“ auf den Punkt. Neben den Tauferer Beherbergungsbetriebe Mitglieder Erbschaften, die als Produkte eingesetzt der Ferienregion. werden, wie den Vinschger Höhenweg, Die Mitarbeiterin Silvia Tumler blickte auf den Fahrradtag konzentriere man sich mit die Tätigkeiten des Vereines zurück und neuer Webseite, interaktiver Karte und eininformierte die Mitglieder über Künftiges: heitlichem Auftritt auf das Internet. Bei der einen eigenen Unrlaubsbegleiter wird es Gäste-Card forderte Sagmeister eine andeheuer nicht mehr geben, der Internetauf- re Ausrichtung. (eb)
Wirtschaft
Partschins/Rabland/Töll
Stolze Zahlen mit Zukunft D
er Toursimus sei einer der wichtigsten Wirtschaftszweige der Gemeinde Partschins. BM Albert Gögele ließ bei der Vollversammlung des Tourismusvereines Partschins/Rabland und Töll vor vierzehn Tagen im Rablander Geroldsaal keinen Zweifel über die Bedeutung der Touristiker aufkommen. Auf 7 Promille habe man die IMU für die Gastbetriebe senken können, für die Privatzimmervermieter auf 5 Promille. Ein Zeichen, so Gögele, wollte man damit setzen. Der Präsident des Tourismusvereines Hanspeter Weiss und die Geschäftsführerin Karin Thaler konnten stolze Zahlen präsentieren: Mit 161 Vollauslastungstagen bei rund 311.000 Nächtigungen konnte das Jahr 2012 abgeschlossen werden. Der leichte Rückgang italienischer Gäste konnte mit einem Zugewinn an Schweizer Gästen ausgeglichen werden. Angesichts solcher Zahlen war es wie eine Selbstverständlichkeit, dass die Bettenbeiträge heuer um 2 Prozent erhöht wurden. Auf die bisherigen Erfolgsfaktoren „Wandern, Regionalität und Authentizität“ wolle man weiterhin setzen.
Und vieles hat man für das heurige Jahr vor, wie Thaler der gut besuchten Vollversammlung mitteilte: „Gerichte mit Geschichte“, traditionelle Südtiroler Bauerngerichte wird es ab Mai in Partschins geben; an der Aktion des Bildungsausschusses Partschins „Partschins schleudert...“ wird man sich im April beteiligen. Von Juni bis Juli wird das „Blaue Gold“, das Wasser mit dem Partschinser Wasserfall im Zentrum, eine herausragende Rolle spielen. Klaus Nischler von der „Ötzi Bike Academy“ lieferte Informationen rund um das Thema Mountainbike. Dazu hat eine Arbeitsgruppe um Peter Eisenkeil in den letzten Jahren ein Testprojekt „Wandern und Mountainbike am Nörderberg“ gemeinsam mit den Gemeinden Partschins und Algund und der Forstverwaltung vorbereitet, samt Beschilderung, Kartierung, Versicherungsfragen und allem Drum und Dran. Wert hat man dabei vor allem auf die Trennung zwischen Wanderern und Bikern gelegt. Das Projekt ist ab sofort startklar. (eb)
v.l.: die TV-Geschäftsführerin Karin Thaler, TV-Präsident Hanspeter Weiss und die Tourismusreferentin Birgit Egger Ladurner
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Leserbriefe
Leserbriefe Das Oberland schreibt Geschichte
Nun ist unser „Abi“, wie Albrecht Plangger von allen genannt wird, in Rom. Aus dem Opfer der Mandatsbeschränkung ist ein „Onorevole“ geworden und es ist gut so. Der ehemalige Grauner Bürgermeister nimmt seine Sache ernst. Viele Wirtschaftstreibende werden diese neue Chance nutzen und man wird sich die Klinke in die Hand geben. Da drängt sich mir die Frage auf: Ist die Landwirtschaft nicht auch „Wirtschaft“? Ich denke ja, auch ohne Obstanbau. Nur leidet dieser Teil der Wirtschaft im Obervinschgau unter ausgeprägter Strukturschwäche. Für einen Traktor hat es gerade noch gereicht, die Schulden aus der Beregnungsanlage sind zwar abgestottert, jedoch die Anlage nun betriebsunfähig aus Altersgründen und die Zukunft sieht düster aus. Nicht unbedingt wegen der kargen Ertragslage, sondern vielmehr wegen des wirtschaftlichen Umfeldes im Oberland. Die Jugend setzt auf Tourismus und die Jobs in der nahen Schweiz. Die Landwirtschaft, mit der sie groß geworden sind, betreuen noch „die Alten“. Nachher wird sie wohl nicht einmal mehr Nebenerwerb sein. Wer wird denn hart verdientes Geld in unrentable Investitionen stecken? Die Jugend hat nicht Unrecht. Die Betriebseinheiten sind relativ klein, die Grundstücke durch die Realteilung zerstückelt. Die Anschaffung von Maschinen ist unrentabel, Viehzucht für die meisten nicht attraktiv. Die hohen Betriebskosten, ständig steigende Futtermittelpreise und zu niedrige Flächenprämien im Vergleich zu anderen Regionen lassen kaum positive Stimmung zu. Heute setzt sich die Jugend ins Auto und pendelt in die Schweiz. Aber was geschieht mit Grund und Boden? Wo bleibt der Landschaftsgärtner, wo die Absicherung des Besitzes für kommende Generationen? Wenn Landwirtschaft 10 Der Vinschger Wind 6-13
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vernünftig den heutigen Bedingungen angepasst wird, wenn technische und absatzbezogene Voraussetzungen geschaffen werden und die nötige Eigeninitiative dazukommt, dann wird Landwirtschaft attraktiv und kann auch erfolgreich betrieben werden. Es gibt genügend Alternativen zum reinen Viehzuchtbetrieb, welche sich als Haupterwerb oder zum zweiten Standbein aufbauen lassen. Gesunde Nahrungsmittel sind keine Phantasie, sondern eine noch viel zu wenig genutzte Marktlücke. Voraussetzung sind intakte Beregnungsanlagen und die damit verbundenen Wasserkonzessionen auf unseren Wiesen. Der Weg in die Schweiz ist währungsabhängig und keine Garantie für die Zukunft. Die Jugend braucht mehrere Säulen, auf die sie bauen kann. Eine davon kann und soll die Landwirtschaft sein. Da sind natürlich die Bauern und die Bauernbundobmänner vor Ort insbesondere gefordert. Ein Sprichwort sagt: Wer will, sucht nach Möglichkeiten, wer nicht will, nach Gründen. Wenn wir nach Möglichkeiten gesucht haben, dann können auch wir bei „Abi“ anklopfen. Fliri Engelbert, Graun
Achtung Hintermann!
Auf dem Fußballplatz weiß man genau, was damit gemeint ist. Da droht Gefahr von hinten und mit dem Warnruf von der Trainerbank will man den Spieler auf etwas aufmerksam machen, was er nicht sehen kann. Und da kommen wir der Sache schon etwas näher. Die Hintermänner, die ich meine, sind nicht am Fußballplatz, sondern in der Politik oder besser noch, im Machtapparat unserer Gesellschaft. Auch sie sieht man nicht, doch leider gibt es da keine Trainerbank oder Zuschauertribüne, von welcher der Warnruf kommen könnte. Meine Hintermänner sind zudem noch viel gefährlicher, als die des Fuß-
ballspiels. Die lassen sogar den Ball verschwinden, bestimmen darüber, wer auf das Spielfeld darf, suchen sich den Schiedsrichter aus, legen die Ausmaße des Spielfeldes fest, auch Höhe und Breite der Tore und haben meistens die Trillerpfeife selbst im Mund, wenn es darum geht, jemand zurückzupfeifen. Selbst die Zuschauertribüne haben sie unter Kontrolle und bestimmen, wann Applaus oder Schmährufe einzusetzen haben. Wenn wir von Lobby in Zusammenhang von unseren Volksvertretern und Machtverteilung sprechen, wissen wir ungefähr, was wir damit meinen. Hintermänner sind aber noch viel schlimmer, eben weil man sie nicht sieht. Sie sind kein Verband oder Verein, sie tragen keine Fahne und haben keine Webseite, sie sind überall und nirgends. Sie treten nie in Erscheinung, sind aber stets präsent, mehr als einem lieb sein kann. Ihre Eingriffe und ihren Wirkungskreis entdeckt man immer erst nachher, wenn es schon zu spät ist, wenn alles schon gelaufen ist, so ähnlich wie an der Börse. Hintermänner agieren wie die Zeiger unserer Uhr, sie bewegen sich scheinbar nicht und trotzdem ändern sie dauernd ihre Stellung. Das klingt fast nach Geheimdienst. Ist es auch, nur arbei-
Miar Vintschger
tet der Geheimdienst prinzipiell für unsere Sicherheit, also zu unserem Nutzen, die Hintermänner jedoch zu unserem Schaden und nur zum eigenen Nutzen. Sie bedienen sich der Volksvertreter und Vertreterinnen, sie setzen die Ampel auf rot oder grün. Und was machen wir, das einfache Volk? Wir bezahlen die Zeche, resigniert und apathisch, geduldig und voller Hoffnung. Wir äußern höchstens unseren Unmut, diskutieren am Stammtisch und hauen mit der Faust auf den Tisch. Aber die Hintermänner sind anderswo. Selbst in der Wahlkabine entscheiden wir nur über die Spieler und nicht über Manager, Trainer und Schiedsrichter. Die stehen dann in der Umkleidekabine mit erhobenem Zeigefinger und bestimmen die Taktik des Spiels, noch bevor die Spieler das Spielfeld betreten. Anders formuliert für eventuelle Nichtfußballer, Politiker können ausgetauscht werden, aber die Hintermänner bleiben. Die stehen nicht im Rampenlicht, sonst würden sie Vordermänner heißen, nein, die sieht man nicht, deshalb nennt man sie Hintermänner. Und hier die wohl berechtigte Frage: „Gibt es auch Hinterfrauen? „ Sebastian Felderer, Schlanders
Miar Vintschger – hopps keart, ibr ins teanse klogn, dass mir itt olm di Woorat tean sogn, obr in Grund hott dr Vintschger an ehrlichn Kearn, s’Liagn hottr earsch fa di Fremme glearnt. Fan olle Seitn seines kemman, olle hobm grupft und olm lei zupft, manch ormen Vintschger zun Korrn zuigschupft. Drum seines holt misstrauisch gwortn, insre Leit, di Noat hobmse kopp und itt dein Wohlstond fa heint. Und koa Mocht um sich z’weirn, koa Recht sich z’beklogn, drum hobmse a nitt olm di Woorat kennt sogn, obr dies hoasstma itt liagn, dies isch Diplomatie und isch fir ins Vintschger „Überlebensstrategie“. Rosina Spiess
Im Dorf der „kleinen“ Freude. Tschengls bekommt in der Winterzeit keine Sonne. Erstmals kommt die Sonne am 11. Februar, zuerst auf der Kirchturmspitze, dann mit jedem Tag ein paar Minuten mehr. So eine kleine, kurze Minute kann eine große, lange Freude bereiten. Da kann man etwas lernen... Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
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Leserbriefe
Leserbriefe Bekommt Rabland (k)eine Umfahrung?
Diese bedrückende Frage stellen sich angesichts der jüngsten Entwicklung immer mehr besorgte Bürger. Sie betrauern nicht nur zwei tote Mitbürger innerhalb eines Monats (sie wurden auf dem Zebrastreifen von Rasern erfasst und tödlich verletzt; Geschwindigkeitskontrollen gibt es kaum), sondern sehen auch kein Licht am Ende des Tunnels. Sie müssen vielmehr befürchten, dass noch viele Jahre täglich im Durchschnitt über 15.000 Fahrzeuge (Tendenz stark steigend) durch Rabland fahren/rasen und die Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität der Anwohner drastisch gefährden werden. Die Untertunnelung Rablands scheint nämlich – zumindest für die nächste Zukunft – in Frage gestellt, da nach Ansicht der Landesregierung (siehe Bericht des Bürgermeisters im Gemeindeinformationsblatt „Zielerwind“ Nr. 6/2012) auf Grund hydrogeologischer Studien im westlichen Teil eine neue Trassierung notwendig werden könnte. Wenn dies zutrifft, stehen wir wieder am Anfang und der endlose bürokratische Hürdenlauf beginnt von neuem. Deshalb fordern die Bürger die verantwortlichen Behörden, insbesondere die Landesregierung, auf, die angezogene Handbremse zu lösen und sich mit vollem Einsatz des Problems anzunehmen. Nicht zu verstehen ist, dass die Umfahrung/Untertunnelung von Rabland – was die Dringlichkeit der Realisierung betrifft – anderen Projekten im Bereich Burggrafenamt/Vinschgau klar hintangestellt und dementsprechend behandelt wird. Auch der Ausbau des „Stadelbauer Feldweges“ zur kleinen (und vor allem kostengünstigen) Umfahrungsstraße Rabland/Oberdorf, der von der Bevölkerung und dem Gemeinderat 12 Der Vinschger Wind 6-13
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einhellig befürwortet wird, ist nach Ansicht der Landesregierung derzeit nicht sinnvoll, da er möglicherweise der neuen Trassenführung der SS38 angepasst werden müsste. Die neue (im Beschluss Nr. 1298 vom 03.09.2012 nicht angeführte) Argumentation können die Anwohner der Lahn-, St. Jakob- und Geroldstraße in keinster Weise akzeptieren. Sie bedeutet nämlich, dass sie unter Umständen noch Jahrzehnte auf die höchst notwendige Entlastungsstraße warten müssen. Zudem bewerten sie diese Haltung als reine Verhinderungsstrategie. Eine eventuelle in ferner Zukunft notwendige Anpassung der Einmündung in die SS38 stellt mit Sicherheit kein allzu großes Problem dar. Deshalb fordern die Anwohner, dass – unabhängig von der Entwicklung der SS38 – der Ausbau des Stadelbauer Feldweges von der Landesregierung ermöglicht und von der Gemeinde so rasch wie nur möglich realisiert wird. Die Anfechtung des Beschlusses Nr. 1298 vom 03.09.2012 der Landesregierung durch die Gemeinde ist mutig, konsequent, notwendig und verdient die Anerkennung der Anwohner. Der Sprecher der Anwohner Trafoier Karl
Charakter der Namen
Das Alter mancher Ortsnamen reicht über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende zurück. Die meisten unserer Ortsnamen haben eine einfache Herkunft. Sie wurden nicht spontan vergeben und waren oft schon in Gebrauch, bevor sie erstmals schriftlich erwähnt wurden. Bis ins 19. Jahrhundert waren viele unserer Vorfahren des Schreibens nicht kundig und der Pfarrer schrieb bei der Registrierung kirchlicher Amtshandlungen die Familien- wie auch die Ortsnamen, so wie er sie verstand. Dialektische Sprachfärbungen und der Wechsel des
Pfarrers konnten dazu führen, dass sich die Schreibweise eines Namens änderte. Echte Ortsnamen dienen lediglich zur Orientierung der Menschen. Schreibtischerfindungen eines Ettore Tolomei hingegen sollen Besitzrechte eines Nationalstaates legitimieren. Der Frage, ob Namen deshalb wirklich nur Schall und Rauch sind, kann auf der Internetseite www.toponomastik.com nachgegangen werden. Dietmar Weithaler, Partschins, Sprecher der SOKO Tatort „Alto Adige“
„Unser Kreuz mit Europa“
Reaktion auf RA Peter Tappeiners „Aus dem Gerichtssaal“ Herrn RA Peter Tappeiner ist zu raten, sich eingehend mit den Freiheitsbestrebungen und den Initiativen der Unabhängigkeitsbewegungen in Europa zu befassen. Er könnte mithelfen, die Zukunft zu gestalten, anstatt sich an Schlagbäumen festzuhalten. Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
Wasserkraftwerk Saldur - Öffentliches Interesse geht vor Kapitalinteresse
Der Gemeinderat von Schluderns hat in der Sitzung vom 27. Dezember 2012 mit einer breiten Mehrheit (9 dafür, 2 Enthaltungen und 2 dagegen) beschlossen, dass die Gemeinde Schluderns bei dem durch die Elektrogesellschaft Gschneirer Wal GmbH zu errichtenden E-Werk in Schluderns – Konfall zu mindestens 50% beteiligt sein soll. Die 9 Gemeinderäte, welche für den Beschluss stimmten, taten dies aus folgenden Gründen: - Wasser ist ein öffentliches Gut und die damit erzielten Einnahmen sollten deshalb der gesamten Bevölkerung zu Gute kommen; - Bei der Elektrogesellschaft
Gschneirer Wal GmbH handelt es sich um eine gewinnorientierte Kapitalgesellschaft, welche bereits zwei Werke betreibt und einen 6-stelligen Jahresgewinn erzielt. - Bereits beim Bau des ersten Kraftwerkes gab es im Gemeinderat eine Diskussion um eine Beteiligung der Gemeinde Schluderns, wobei man damals nach ausführlicher Diskussion der Meinung war, dass die Gesellschaft den Gewinn „nur“ beim ersten Werk zu 100% behalten sollte. - Die Gemeindeverwaltung führt für die gesamte Berglandwirtschaft (auch für die 13 EWerk-Hofbesitzer) folgende Dienste aus: Schneeräumung, Transportdienste, Straßenbau, Straßeninstandhaltungsarbeiten, Abwasserentsorgung, usw. - Mit der oben genannten Beteiligung könnten die Waalwege, Bergwaale, Bergstraßen, Asphaltierungsarbeiten, öffentliche Beleuchtung, Gehsteige usw. erhalten werden. Die Erhaltung der oben genannten Projekte wäre für heute und für die Zukunft unserer Kinder gesichert. Somit käme die Beteiligung der gesamten Bevölkerung von Schluderns zu Gute. - Weiters könnte in Zukunft die IMU in einigen Bereichen reduziert werden. Die Baukommission von Schluderns hat das eingereichte Projekt der Gschneirer Wal GmbH bereits mehrfach aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Wir sind der Meinung, dass zum Wohle der Allgemeinheit, im Interesse der Gesamtbevölkerung und aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit eine Beteiligung der Gemeinde Schluderns an besagtem Werk gerechtfertigt und notwendig ist. Die Gemeinderäte von Schluderns: Rainalter Martin, Stecher Martin, Telser Alexander, Hauser Heiko, Thaler Anna Maria, Stocker Mirko, Koch Elmar und Trafoier Pia
Lokales
pr-info Flamingo Group
Hochwertig und umweltfreundlich Die Erfolgskurve der Flamingo Group, dem textilen GroßformatDruckzentrum zeigt nach oben: Zum leistungsfähigsten Textildrucker Südtirols ist der Schlanderser Betrieb in nur einem Jahr avanciert. Möglich geworden ist der Erfolg von Thomas Graber und Andreas Unterholzner auch durch ein Höchstmaß an technischer Perfektion. Deshalb steht am Firmensitz in der Andreas-Hofer-Straße ein moderner Maschinenpark, zu dem seit kurzem die neue Textildruckmaschine, „Rhotex 320“ zählt. Das Beeindruckende: Druckbreiten bis zu 320 Zentimeter ermöglicht der „Rhotex 320“ aus dem Hause der Brixner Firma Durst. Durst steht nicht nur für Inno-
vation, sondern auch für umweltschonende und nachhaltige Druckmaschinen. So arbeitet etwa eben jener „Rhotex 320“ mit wasserbasierenden Tinten, die die Umwelt nicht belasten und geruchlos sind. Überhaupt wird der Umweltfreundlichkeit sowohl bei der Firma Durst als auch bei der Firma Flamingo Group großer Platz in der Unternehmensphilosophie eingeräumt. Mit anderen Worten: Sie gehört zum Qua-
litätsmerkmal. Und: wird überprüft. Jüngst gab’s deshalb für die Durst Maschine das Greenguard-Zertifikat. Das „Greenguard Environmental Institute“ ist eine unabhängige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebensqualität in Gebäuden und jene des Menschen zu verbessern. Ein Beratungskomitee aus weltweit anerkannten, unabhängigen Experten ist für die Überprüfung verantwortlich. Ein mit dem GreenguardZertifikat ausgezeichnetes Material – wie jene Produkte, die bei der Flamingo Group zum Einsatz kommen - wurde nach strengen Testreihen auf die Freisetzung von chemischen Stoffen und Schadstoffen überprüft. Das Greenguard-Siegel, das diese
Produkte erhalten haben, hebt die geringe Schadstoffemission hervor. Und damit diese geringe Schadstoffemission auch langfristig gesichert ist, werden die Materialien jährlich erneut getestet. Der Umwelt wird demnach bei Durst und auch bei der Flamingo Group besondere Wertschätzung entgegengebracht. Das schätzen auch die neuen Kunden der Flamingo Group, sowohl im In- als auch im Ausland. Dazu zählen: Red Bull Italien, Karstadt Deutschland, Mercedes Rumänien , Brauerei Forst, Seilbahnen Kronplatz, Outletcenter Parndorf Österreich, EOS, Iprona, Rettl Österreich, Odlo, Dr. Schär u.v.m.. Online-Shop: www.flamingo-shop.eu Flamingo Group Gmbh Schlanders - Andreas Hofer Strasse 28 - Tel. 0473 620374
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Lokales
SeitenWind
Vinschgau - AUS DEM GERICHTSSAAL
Partschins. „Di Oschpilemugge unt ondra Fiicho wi du unt i“ (Die Hoppalamücke und andere Tiere wie du und ich): Der Toblacher Schauspieler und Sprachspieler Wolfgang Sebastian Baur präsentiert heiter-ernste Tiergeschichten, von der Kirchenmaus, dem Schweinigel bis zur Warteschlange ... in Pusterer Mundart. Donnerstag, 21. März 2013, 20 Uhr, Bibliothek Partschins. Vinschgau. Wenn Menschen mit Konflikten und Ängsten nicht mehr weiter wissen, kann das zu psychischen Problemen führen. Unsere Selbsthilfegruppe „Zusammen heller sehen“ trifft sich jeden 2. Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr in den Räumen der Caritas Schlanders (Widum). Kontaktperson ist Emma Pobitzer (Tel.3487686251). Die nächsten Termine sind 28.03., 11.04. und 25.04.2013.
Grünes Licht für Bioregion Wir haben in einem früheren Artikel über die Möglichkeiten geschrieben, welche für die Gemeinde Mals bestehen, unter Berufung auf das europäische Umweltrecht die Probleme in den Griff zu bekommen, welche sich durch das Vordringen des intensiven Obstbaus bis in den oberen Vinschgau ergeben. Als Beispiel haben wir dabei die Gemeinde Malosco am Nonsberg erwähnt, die sich in einer ähnlichen Lage befindet. Die dortigen Verwalter haben eine Verordnung erlassen, mit welcher beim Spritzen von Bäumen ein Abstand von 50 Metern nicht nur von Gebäuden, Schulen, Gärten sowie Sportund Parkanlagen vorgeschrieben wurde, sondern auch von Nachbargrundstücken, die als Wiesen, Äcker, Gemüsefelder oder für den Anbau von Bee-
ren oder Kräutern genutzt werden. Dieser Beschluss wurde zuerst vor dem Verwaltungsgericht in Trient und anschließend vor dem Staatsrat angefochten. Das oberste Verwaltungsgericht hat nun das Urteil der Erstrichter bestätigt und damit die Grundsätze bekräftigt, auf welche sich auch die Gemeinde Mals berufen kann, wenn sie gestützt auf das europäische Umweltrecht regulierend in den Obstbau auf ihrem Territorium eingreifen will. Sie beruhen auf dem auch im Urteil des Staatsrates wiederholten Vorsorge- und Vorbeugungsprinzip. Dieser Handlungsgrundsatz bedeutet, dass der Bürgermeister als örtliche Gesundheitsbehörde nicht erst einschreiten kann, wenn ein konkreter Schaden für die Gesundheit eingetreten ist, sondern auch schon, wenn Besorgnis
einer möglichen Gesundheitsund Umweltbeeinträchtigung besteht. Und eine solche Gefährdung ist gerade im Gemeindegebiet von Mals bei den dortigen Windverhältnisse allemal gegeben. Denn auch bei noch so sorgfältigem Umgang beim Ausbringen der Spritzmittel lässt sich eine Verbreitung auf umliegende Flächen kaum vermeiden. Ein Konflikt mit dem Bauernbund scheint sich abzuzeichnen. Der lässt sich natürlich nicht vorschreiben, in welcher Form der Bauer seinen Grund und Boden bewirtschaften soll. Andererseits hat das Recht auf Gesundheit einen höheren Stellenwert. Die Lösung für die Gemeinde könnte in der Förderung von sog. Umweltvereinbarungen bestehen. Doch darüber ein andermal! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt
Dorftheater Schleis
Der falsche Bräutigam Theaterprobe des Dorftheaters Schleis
Alois Stiftner, seines Zeichens Landwirt und Ökologe, hasst nichts mehr als Jäger und Finanzbeamte. Der erste Wirbel beginnt, als Stiftners Köchin Zenzi ihren Freund vorstellt von Beruf Jäger! Der zweite - und noch größere Wirbel entsteht, als Madlen, die Tochter des Hauses, ihren Bräutigam, einen Finanzer, mit ihren Eltern bekannt machen möchte. Als falscher Bräutigam, der 14 Der Vinschger Wind 6-13
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dann doch der richtige ist, wird Max dem Vater untergejubelt und... Das Dorftheater Schleis ist fleißig am Proben und am 23. März 2013 gibt es die Premiere vom Stück „Der falsche Bräutigam“, einem Schwank von Peter Steiner. Das Dorftheater freut sich auf Ihren Besuch. Termine und Anmeldungen siehe „Theaterwind“.
Menschen
Die Leute behandeln einen freundlich, solange man selbst freundlich ist
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990 war ein Jahr, in dem ich viel erlebt habe. Ich kam mit dem Flugzeug nach Rom, um ein Fuball-WM-Spiel live zu sehen. In Rom haben dann viele Ausländer eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Daraufhin haben sich einige entschieden hierzubleiben. So wie ich. Ich wohnte dann zwei Jahre in Mailand und suchte Arbeit. Doch vergeblich. Als ich 1992 hörte, dass es in Südtirol leichter wäre, eine Arbeitsstelle zu finden, zog es mich dorthin. In Bozen kaufte ich mir eine Zeitung und sah, dass das Gasthaus „Schwarzer Adler“ in Naturns einen Zweitkoch suchte. Ich bewarb mich, ohne jemals eine Kochausbildung gemacht zu haben. Und ich bekam den Job. Nur durch Zuschauen lernte ich kochen. Ich war dort ein Jahr lang als zweiter Koch tätig, doch dann bot sich mir eine andere Stelle als Koch im Hotel „Naturnserhof“, in dem ich dann auch meine Wohnung hatte. Am Anfang verständigte ich mich nur mit Händen und Füßen, einiges lernte ich mir selber mit dem Wörterbuch. Doch am besten habe ich Deutsch erst durch den Kontakt mit anderen Leuten gelernt. Fünf Jahre lang lebte ich alleine hier in Südtirol doch 1998 kam meine Frau aus Bangladesch nach Südtirol. Noch im selben Jahr heirateten wir. Wir
Islam Shafiqul, 49, Bangladesch
zogen gemeinsam in eine andere Wohnung und meine Frau fand eine Arbeit in einem Obstmagazin, in dem sie heute noch arbeitet. Das Glück wich in diesem Jahr nicht von unserer Seite und es wurde uns unsere Tochter Sinthia geschenkt. Ich bin sehr stolz auf meine Tochter, denn sie ist eine gute Schülerin und eine sehr nettes Mädchen mit vielen Freunden. Meine Frau und ich zogen Sinthia in unserer Muttersprache Bengalisch auf. Doch naürlich spricht sie auch Deutsch, so wie all die anderen Kinder hier. Zudem beherrscht sie die englische, italienische und indische Sprache. Im Schuljahr 2012/2013 wird sie ein Gymnasium in Meran besuchen. Meine Frau, Sinthia und ich gehören alle dem islamischen Glauben an. Obwohl in Meran eine Moschee ist, gehen wir selten dorthin, um zu beten. Lediglich bei wichtigen Festtagen, wie zum Beispiel zu Beginn des Ramadans, besuchen wir die Moschee. Zuhause beten wir viel, aber nicht immer haben wir Zeit, fünf Mal am Tag zu beten, was für uns auch nicht weiter schlimm ist. Trotzdem ehren wir unsere Religion und es stand nie in Frage, dies aufzugeben, nur weil wir in Südtirol leben. Neben der Religion pflegen wir die Weiterführung der indischen Küche, sowie der bengalischen Sprache, die wir zu Hause sprechen. Da mir der Kontakt zu meiner Heimat und meiner Kultur immer noch sehr wichtig ist, fahre ich alle ein bis zwei Jahre zurück nach Bangladesch, um meine Familie und meine Freunde zu besuchen. Auch wenn ich meine alte Heimat immer noch sehr schätze, lebe ich sehr gern in Südtirol, da es im Vergleich zu Bangladesch viele Vorteile hat. Meine neue Heimat ist im Vergleich zu Bangladesch sehr offen und es gibt bessere Arbeitsmöglichkeiten, weil hier nicht so viele Menschen leben. Es
gibt hier mehr Platz für die Verwirklichung eigener Träume und auch die öffentlichen Gebäude, wie z.B. Krankenhäuser, sind sehr viel hygienischer. doch am meisten bewundert habe ich nach meiner Ankunft hier die hohen Berge und vor allem den Schnee; die weißen Flocken kamen mir vor wie kleine Wunder, als ich sie das erste Mal sah. Als ich nach Südtirol kam, hatte ich eine gewisse Vorstellung vom Leben hier, da ich schon viele Eindrücke aus dem Fernsehen gewonnen hatte, aber das Ganze live zu erleben, war eine ganz neue Erfahrung. Auch die vielen Bräuche der Südtiroler beobachte ich jedes Jahr mit viel Freude und bewundere, auch wenn ich nicht an allen Festen aktiv teilnehme, die Südtiroler für ihre Kultur. Im Grunde ist der einzige große Vorteil in Bangladesch, den ich gegenüber von Südtirol sehe, dass meiner Meinung nach die alten Menschen hier in Südtirol einfach in die Altersheime abgeschoben werden, sobald sie nicht mehr für sich sorgen können, während man in Bangladesch schon für wenig Geld eine Pflegehilfe für zu Hause engagieren kann. Ich kann nur sagen, dass ich mein Leben hier in Südtirol sehr genieße, ich habe viele neue Leute kennengelernt und wurde eigentlich auch immer freundlich aufgenommen. Meiner Meinung nach wird man überall akzeptiert, solange man arbeitet und sich ein wenig an die neue Kultur anpasst. Hier in Naturns finde ich mich sehr gut zurecht, denn halb Naturns kennt mich und überall, wo ich hingehe, werde ich immer freundlich begrüßt. Ich glaube, dass man immer freundlich aufgenommen wird, solange man selbst auch freundlich ist. Ein wichtiger Grund, weshalb ich von Mailand nach Südtirol gegangen bin, ist, dass man hier leichter Arbeit findet und das ist mir sehr wichtig, denn ich will arbeiten. Ob ich jemals wieder nach Bangladesch zurückgehe, weiß ich nicht genau, aber ich weiß, dass, obwohl ich sehr gerne in Südtirol lebe, Bangladesch immer meine Heimat bleiben wird. Dieses Portrait entstand im Rahmen des Projektes „Zuhause in der Ferne“ im Schuljahr 2011/2012 in der 3B des Sprachengymnasiums Schlanders. Das Projekt begleitete die Fachlehrerin für Deutsch Helga Karner. Der Vinschgerwind bedankt sich bei den Schülerinnen, der Fachlehrerin und den Portraitierten, dass sie uns die Portraits – diese und weitere – zur Verfügung stellen.
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Gesellschaft
SeitenWind
Prad
Vinschgau. EOLO ist eine Internet Breitband-Funkverbindung der Firma NGI. Seit dem 19. November 2012 ist EOLO nun auch im Vinschgau verfügbar. Insgesamt wurden 5 BTS (Sender) aktiviert. Die Standorte sind Naturns, St. Martin, Montoni, Watles und Reschen. EOLO bietet zu sehr fairen Preisen qualitativ hochwertige Internet Verbindungen. Somit hebt sich dieses Produkt deutlich von den bisherigen Funkverbindungen ab. Im Unterland, Bozen und Burggrafenamt ist EOLO nun schon seit längerem aktiv und die Kunden sind begeistert. EOLO bietet günstige Verbindungen für Private und Unternehmen und auch individuelle Lösungen für anspruchsvolle Kunden. Weitere Informationen und laufend News rund um EOLO sind auf http://eolo.bz.it zu finden. Auf der Website kann auch in wenigen Minuten die Bestellung online durchgeführt werden.
Hauptplatzgestaltung und kein Ende
Burgeis. Seit 30 Jahren
urlaubt die Familie Schwochow aus Senden bei Ulm in Burgeis. Kürzlich wurde die Treue – über 90 Besuche an der Zahl - belohnt: Neben der Ehrenurkunde erhielten die Gäste ein Geschenk von der Malser VizeBM Sibille Tschenett. Mit Menschen und Natur ist die Familie Schwochow eng verwoben, deshalb gehört ein Besuch auf der Höfegruppe „Gstoder“ oder beim Plawinner Sepp zum Urlaub dazu. Die heutige Gastgeberfamilie von der Garni Almrausch bedankte sich für die Treue mit einem Bild mit Burgeiser Motiv.
Sibille Tschenett, Hildegart Schwochoch, Felderer Willi, Bernd Schwochoch, Margerita Felderer
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ie Umstände rund um die Umgestaltung des Hauptplatzes seien das jüngste Negativ-Beispiel für missachtete Bürgernähe und mangelnde Information von Seiten der SVPMehrheitspartei in Prad, kritisierte der Sprecher der „Liste für Prad“ Udo Thoma, kürzlich bei der Bürgerversammlung Die Bevölkerung sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Es habe weder Informationen noch Diskussionen gegeben. Thoma bemängelte auch, dass es seit zwei Jahren keine Bürgerversammlung mehr gegeben habe, obwohl das Leitbild jährlich eine fordere. BM Pinggera halte generell wenig von Meinungsvielfalt und führe im Gemeinderat meist Zwiegespräche mit den Referenten. „Vieles, was wir von der Liste für Prad sagen, wird einfach ignoriert. Was den
Hauptplatz betrifft, wissen wir so gut wie gar nichts, weil man es uns vorenthält.“ In diesem Punkt sprach Thoma vielen anwesenden Bürgerinnen und Bürgern aus der Seele. In hitzigen Wortmeldungen bemängelten sie das undurchsichtige und wenig demokratische Vorgehen im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Hauptplatzes und der Ansiedlung der Filiale einer Lebensmittelkette. Viele vermuten, es handle sich um eine Gefälligkeitsgesetzgebung zum Vorteil eines Privaten mit vielen Ungereimtheiten. Das dementierte BM Pinggera jedoch heftig: „Alles hat seine gesetzliche Richtigkeit, wir arbeiten für eine Dorfbelebung, so wie es im Leitbild formuliert ist.“ Teile der einst verkehrsberuhigten Zone am Hauptplatz mussten inzwischen für den Verkehr geöffnet werden, zum
Leidwesen der Anrainer. Für weitere Aufregung am Hauptplatz sorgen jetzt der geplante große Brunnen aus Beton und das futuristische Windschutzsegel. Für einige sind das teure Investitionen ohne Kopf und Fuß. Tatsache ist, der Prader Dorffrieden ist gestört „Wenn am Hauptplatz sogar die Proteste von drei ehemaligen SVP Ortsobmännern ungehört verhallen, wird die von der SVP vielgepriesene Basisdemokratie ad absurdum geführt“, resümiert Wunibald Wallnöfer. Er rief den Verwaltern jene Punkte des Leitbildes ins Gedächtnis, in denen klar formuliert ist, dass die Bevölkerung in Entscheidungen eingebunden werden soll. „Wenn ihr euch nicht daran haltet, dann ist das teure Leitbild für die Katz. Dann könnt ihr es zusammenreißen.“ (mds)
Schlanders
Neuer Primarius
O
reste Pieramico (Bild) heißt der neue Primar der Abteilung für Innere Medizin am Krankenhaus Schlanders. Pieramico trat am 4. März die Nachfolge des im vergangenen Jahr emeritierten Primars Hermann Zingerle an. Pieramico leitete 10 Jahre lang im Krankenhaus Meran die Gastroenterologie und Endoskopie und war stellvertretender Primar. Seine zwei Steckenpferde sind Bauchspeichel und Helicobacter pylori. Anton Theiner, der ärztliche Leiter nahm bei der Vorstellung des neuen Pri-
mars am 6. März auch die Mitarbeiter in die Pflicht: „Sie sind gefordert, dass ein guter Start gelingt.“ Otto Innerhofer, Mann der ersten Stunde am Krankenhaus Schlanders hätte immer gesagt, Schlanders sei ein schwieriger Posten. Nach Hans von Elzenbaum ist Oreste Pieramico, der in Tübingen seinen Facharzt für Innere Medizin erlangt hat, der zweite habilitierte Arzt mit Spezialisierung Endo-
skopie. Der Primar selbst sieht zweierlei Herausforderungen: Einmaldie Verbesserung der Organisation, zum Zweiten die Verbesserung der Qualität, die ohnehin schon sehr hoch sei. In der Abteilung Innere Medizin am Krankenhaus Schlanders arbeiten zurzeit elf Ärztinnen und Ärzte, dazu kommen 56 Pflegerinnen und Pfleger und fünf Verwaltungsmitarbeiter. Betten hat die Abteilung 46. (ap)
Gesellschaft
Naturns
Mit dem Rad hoch hinaus A
uf der Vollversammlung des Tourismusvereins Naturns blickte Präsident Stefan Perathoner auf eine eher verhaltene Saison 2012 zurück. Die Ankünfte stiegen zwar von 88.347 im Vorjahr auf 90.428 um 2,36 Prozent, jedoch konnten die Nächtigungen von 530.281 in 2011 nur um 0,08 Prozent auf 530.683 gesteigert werden. Plaus, allein betrachtet, verzeichnete einen Rückgang von 5,76 Prozent zum Vorjahr bei den Ankünften. Die Anzahl der Gäste sank um 586 auf 9.582. Bei den Nächtigungen war es gar ein Minus von 9,94 Prozent mit 53.955 zu 59.912 Übernachtungen. Einen leichten Rückgang verzeichnete auch die Seilbahn Unterstell mit 113.132 gegenüber 127.781 Fahrten in 2011. Die deutschen Urlauber sind mit 63 Prozent der Nächtigungen
Gast Nr. 1 in Naturns, gefolgt von den Schweizern mit fast 21 Prozent. Italiener kommen mit rückläufigen knapp 8 Prozent auf Platz 3. Tourismusvereinsdirektor Ewald Brunner stellte den Haushaltsvoranschlag 2013 sowie das Tätigkeitsprogramm, das wieder viele Veranstaltungen und Highlights beinhaltet, vor. Eine wichtig Zielgruppe sind mittlerweile die Radfahrer. Im letzten Jahr brachte die Ötzi Bike Academy bei knapp 350 Touren immerhin 2.156 Teilnehmer auf das Rad. Der Trend zum Fahrrad, insbesondere zum Mountainbike, ist steigend. Dies ist ein Entwicklungspotential für Naturns als MTB-Destination, das Martin Gruber vom TIS Innovationpark Bozen in einem Konzeptpapier vorstellte. Derzeit besteht kein „legales“ Angebot für MTB-Fans. Mit der
v.l.: Stefan Perathoner ehrte Peter Unterholzner für 20 Jahre und Ewald Brunner für 35 Jahre treue Mitarbeit
Einrichtung eines Höhenweges am Nörderberg möchte man dies ändern. „Mittlerweile sind wir auf einem sehr guten Weg, auch wenn ich zwischenzeitlich oft deprimiert war.“ berichtet Perathoner. Um den Weg zu realisieren, müssen Grundbesitzer, Jäger, Förster, etc. unter einen Hut gebracht werden. Bürgermeister Andreas Heidegger lobte die gute Zusammenarbeit zwischen TV und Gemeinde. Aus touristischer Sicht wird sich hier auch einiges tun. Der Klettersteig Schnalswaal so-
wie der Themenweg Hinzl in Tabland sollen in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Die Verkehrsinsel in Staben wird neu gestaltet und neben der Bahnhofsbrücke entsteht eine zusätzliche Brücke für Fußgänger. Die umgestaltete Kochenmoosquelle wird vielleicht noch mehr aufgewertet, denn derzeit wird geprüft, ob das Wasser als Thermalwasser eingestuft werden kann. „Naturnser Thermentraum“ umschrieb Heidegger süffisant das Projekt. (ew)
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Gesellschaft
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Schlanders/Vinschgau
Schluderns. Imke-
Blutspender leisten Unverzichtbares
rei- früher und heute Bienen und Imker stehen derzeit im Mittelpunkt einer interessanten Veranstaltungsreihe in Schluderns, organisiert von den Imkern des Ortes um Ortsobmann Reinhard Patscheider im Rahmen der 850-Jahrfeier. Den Auftakt bildete ein Informationsseminar für Interessierte am 9. März. Anschließend wurde im Foyer des Gemeindehauses die Ausstellung zum Thema: „Imkerei- früher und heute“ eröffnet, die bis zum 23. März Einblicke in die Geschichte der Imkerei und in die Arbeitsvorgänge rund um die Honiggewinnung gewährt. Zu betrachten waren Utensilien der Imker, von historischen „Beuten“ (Bienenkästen) aus Stroh und Holz, alten Schleudern und Behelfsmitteln bis hin zu den modernsten Geräten und den neuesten Bienenkästen aus Styropor. Flankiert wird das Ganze von Informationsplakaten und einem Stand mit Produkten, die auch verkostet werden können. Den Abschluss bildet am Samstag, 23. März mit Beginn um 19.00 Uhr ein Vortrag mit der Ernährungsberaterin Renate Frank zum Thema „Ernährung mit Bienenprodukten“. Der Eintritt ist frei. (mds)
Schlanders. Auf Initiative des „Circolo culturale Val Venosta“ wurde der Film „La sua voce“ am 9. März 2013 in der Schlanderser Fachoberschule für Wirtschaft vorgestellt. Die unter Regie von Manuel Koch gezeigten Eindrücke und Themen widerspiegeln die aktuellen Probleme der Jugend. Besonders geschätzt wurden die technischen und filmischen Ideen des Regisseurs und seiner Mitarbeiter, besonders die musikalischen Kompositionen von Mattia Merlini. (lp) 18 Der Vinschger Wind 6-13
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Herbert Raffeiner, der Präsident der Blutspender im Vinschgau (r.): „Mit Freude bei der Sache.“
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ur 55. Generalversammlung der Vinschger Blutspender lud Herbert Raffeiner heuer am 1. März ins Kulturhaus „Karl Schönherr“. Raffeiner, Präsident der Blutspendervereinigung, legte den Mitgliedern Zahlen und Daten vor: 1054 Mitglieder - 732 Männer und 322 Frauen - zählte die Vereinigung im vergangenen Jahr. 110 Mitglieder sind neu dazugekommen, 41 hingegen ausgeschieden. Die Blutspenden sind genau vorgegeben: Der Blutplan, den das Land Südtirol mit der Blut-
spendervereinigung AVIS vereinbart hat, sieht für den Bezirk Vinschgau monatlich 119 Beutel Blut der verschiedenen Blutgruppen vor. Raffeiner: „Dafür rufen wir die Spenderinnen und Spender nach einem ausgeklügelten Plan zweimal wöchentlich, also acht Mal im Monat, zur Spende.“ Jeden Dienstag und Donnerstag spenden 25 Personen ihr Blut, das sind im Monat 200 Personen, die im vergangenen Jahr insgesamt 1559 Beutel und rund 700 Liter Blut gespendet haben. 313 Beutel da-
von stammen von Frauen, 1246 von Männern. Männer werden demnach zweimal im Jahr zur Spende gerufen, Frauen einmal. Über den Blutplan wacht die Sekretärin Ilse Thoma. Ihr galt deshalb besonderer Dank bei der Versammlung. Die Ehrungen sind alljährlich fester Bestandteil des Programms: 27 Blutspender durften heuer die Silbermedaille - vergeben bei 24 Spenden - entgegennehmen, sieben die Goldmedaille, die bei 50 Spenden vergeben wird und einer die Goldmedaille mit Rubin für 75 Spenden. (ap)
pr-info Polyfaser AG Prad am Stilfserjoch
Ehrung für Firmentreue „Unsere größte Ressource sind unsere langjährigen Mitarbeiter!“ Mit diesen Worten leitete Helmut Wagmeister bei der traditionellen Weihnachtsfeier im Dezember die Ehrungen für 16 langjährige Mitarbeiter der Polyfaser AG ein. Gemeinsam mit seinen Brüdern Horst und Manfred bedankte er sich bei Kuntner Herbert und Moriggl Hermann für vorbildliche 35 Jahre Firmentreue, bei Niederfriniger Rudi für 30 Jahre Firmenzugehörigkeit und bei Koch Carmen, Pisoni Gianni und Tlili Jamel für mehr als 2 Jahrzehnte beim Produzenten von Schwimmbecken und Schwimmbadüberdachungen. Des Weiteren konnten Eller Johann, Gutgsell Herbert, Kössler Antonia, Moser Oswald, Prugger Florin, Sabljakovic Enis, Schöpf Alexander, Telser Arno, Veith Markus und
v.l.: Kuntner Herbert, Horst, Manfred und Helmut Wagmeister, Hermann Moriggl
Zoderer Michael die Trophäe für „10 Jahre Polyfaser“ entgegennehmen. Abschließend wurde noch Thöni Gebhard geehrt, der zum Jahresende die wohlverdiente Pension antreten konnte. Dankende Worte fand die Geschäfts-
leitung schließlich auch für die restliche Belegschaft, die tagtäglich für den Erfolg des Unternehmens verantwortlich ist. Die Herren Wagmeister wünschen allen weiterhin alles Gute und noch zahlreiche gemeinsame Jahre.
Gesellschaft
Schnalstal/Kurzras
Untergrund für das Skidorf D
ass die Entwicklung von Kurzras alle Schnalser Bürger betrifft, zeigte die rege Teilnahme an der Vorstellung des Masterplans im Rahmen des Tourismusentwicklungskonzepts. Vorausgegangen war eine Bestandsanalyse und Konzeptentwicklung, die bereits von den Verwaltungsgremien begutachtet und mit den Betroffenen abgestimmt wurde, bevor der Plan jetzt dem Gemeinderat vorgelegt werden soll, erklärte BM Karl Josef Rainer. Nach einem Grundsatzbeschluss wird der Masterplan dann bindenden Charakter haben. „Einen Spiegel vorhalten, sei die Aufgabe des Planers“. Die von Architekt Wilfried Moroder zur Einführung gezeigten Sommerbilder der Zufahrt von Kurzras bewiesen dies eindrücklich. Vorne Blechlawine, hier und dort eine Bude und immer wie-
der Schranken im Schilderwald. „Der Glanz des Zielortes verfällt, je näher man kommt. Der „große Kasten“ von Pionier Leo Gurschler stört am wenigsten“, erklärte Moroder. Seine Planung soll der Destination im herrlichen Talschluss wieder einen Bergdorf-Charakter geben. Dazu soll Kurzras unterirdisch Der TEK-Masterplan der erschlossen werden. Schnalstaler Fraktion KurzVorgesehen ist ein ras (Grafik: MPS Moroder etwa 800 m langer Project Service) Tunnel, der die Autos in die Tiefgaragen neuer Hotels zu vereinbarten Zeiten. Die lenkt. Auch die Anbindung be- Autos der Tagesgäste sollen in stehender Hotels ist angedacht, terrassenförmigen Garagen im um Kurzras weitestgehend au- Hang verschwinden. Um das tofrei zu bekommen: Lieferver- Skigebiet Lazaun besser anzukehr über Untergeschoss oder binden, ist eine Talstation mit
Sporthalle und Serviceeinrichtungen auf der anderen Bachseite vorgesehen. Unterhalb des Glockenliftes sollen Kindertagesstätte und Restaurant entstehen. Hinter einer Freifläche gliedern sich die neu zu errichtenden Hotels. Konkrete Planungen gibt es noch nicht. Sie werden im Zuge der Bauleitplan-Eintragungen sowie der Durchführungspläne für die Unterzonen erfolgen. Fragen zu Kosten und Finanzierbarkeit müssen erst noch geklärt werden. Der anwesende Landesrat Thomas Widmann begrüßte das zukunftsweisende Projekt und sicherte die Unterstützung des Landes zu. (ew)
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Gesellschaft
Schlanders
Musizieren mit Leidenschaft
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it der prachtvollen Toccata Festiva von Jan Van der Roost eröffnete die Bürgerkapelle Schlanders am vergangenen 10. März ihr 30. Festkonzert. Unter der mitreisenden musikalischen Leitung des Kapellmeisters Georg Horrer konnte die Bürgerkapelle Schlanders den voll besetzten
Sparkassensaal mit Programm und Klangzauber wieder beeindrucken und begeistern. Mit der lyrischen Romanza von James Charles Barnes gelang es dem Blasorchester mit sehr guter Intonation und ausdrucksvoller Leidenschaft die Zuhörerschaft tief zu berühren. Die epische Tondichtung Fan-
pr-info Drogerie Conrad Val Müstair
Sämtliche Bereiche im Beauty-Bereich v.l.: Sarah Tschenett und Angela Salvett: Sämtliche Facetten im Beautybereich werden in der Drogerie Conrad abgedeckt
Angela Salvett, die Chefin in der Drogerie Conrad im Val Müstair, ist es gelungen, eine hochqualifizierte Mitarbeiterin für den Beauty-Bereich zu gewinnen: Die Praderin Sarah Tschenett hat als Kosmetikerin und Masseurin viele Erfahrungen in renommierten SpaHotels sammeln können und war zuletzt Spa-Managerin im Andreus in Passeier. Sie hat voriges Jahr den Spa Award „Spa Managerin Italiens“ gewonnen. Angela Salvett ist seit 30 Jahren in der Kosmetikbranche tätig und setzt in ihrem Studio auf individuelle Professionalität. Mit Sarah Tschenett hat sie nun 20 Der Vinschger Wind 6-13
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eine wertvolle Mitarbeiterin gefunden. Um optimale Resultate mit kosmetischen Behandlungen zu erreichen, versteht Angela Salvett den Kunden als einzelne Persönlichkeit, erkennt den Grund für sein kosmetisches Problem, beherrscht das professionelle Wissen, um das Problem zu lösen, besitzt die Mittel, um gegen das Problem anzugehen und gewinnt so das Vertrauen der Kundschaft. Terminvereinbarungen unter: 0041 (0)81 858 56 80 oder unter der E-Mail-Adresse: drogerie@conradsa.ch
tasy Tales von Piet Swerts stellte mit ihrer farbenprächtigen Orchestrierung und den gut herausgearbeiteten Spannungsbögen den musikalischen Höhepunkt dieses außerordentlichen Blasmusikabends dar. Der zweite beschwingtunterhaltsame Konzertteil war von virtuosen tänzerischen Werken geprägt, welche die Bürgerkapelle Schlanders mit erstaunlicher Leichtigkeit und großer Spielfreude präsentierte.Das gesamte Festkonzert stand im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums von Manfred Horrer als Obmann der Bürgerkapelle Schlanders. Bürgermeister und Obmannstellver-
treter Dieter Pinggera und der wiederbestätigte Obmann des Verbandes Südtiroler Musikkapellen Peppi Fauster hoben in ihren Ansprachen die großen Verdienste des Obmannes zum Wohle des Vereines und des Verbandes hervor und stellten ihn als großes Vorbild für alle Musikanten/innen dar. Der Obmann der Raiffeisenkasse Schlanders Erich Ohrwalder überreichte in diesem feierlichen Rahmen dem Blasorchester ein Flügelhorn und ein Tenorsaxophon. Die Bürgerkapelle Schlanders bedankte sich bei der Raiffeisenkasse Schlanders und bei allen anderen Sponsoren für die großzügige Unterstützung ihrer kulturellen Tätigkeit. (Foto: Foto Wieser, Schlanders)
Für die Bürgerkapelle: Dieter Pinggera
Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders
Chéz Tango Kommen Sie herein. Seien Sie Gast bei „CHÉZ TANGO“. Dies ist im Grunde eine ganz normale Kneipe. Gut. Es gibt das eine oder andere Problem, doch wir lassen uns den schönen Abend nicht vermiesen. Der Koch ist verliebt, der Gast mag den Kellner, aber nicht das Essen, der Kellner würde lieber mit dem Lieferanten … Der Vagabund, der Tellerwäscher, der Barkeeper: Jeder hat seine Geschichte. Und dann sind da noch die Musiker, die eigentlich für Unterhaltung sorgen sollten, aber gestern in die Gewerkschaft eingetreten sind. Erleben Sie eine köstliche Unterhaltung zwischen Ernst und Ironie, dargestellt mit der Kunst des Tango Argentino in Musik,
Schauspiel und Tanz. Lorena und Daniel Ferro/Tango-Tänzer, Choreographen und Schauspieler sind seit 1995 gemeinsam auf den Bühnen Europas zu Gast. Das Musiktrio „Chéz Tango“ unter der Leitung des renommierten Bandoneonisten aus Argentinien Luciano Jungman bringt mit seinem virtuosen Spiel die richtige Stimmung ins Geschehen, begleitet die Tänzer und feuert sie an. Am Sonntag, 7. April 2013 um 20.00 Uhr. Kartenvorverkauf im Büro des Tourismusvereins Schlanders-Laas in Schlanders in der Göflanerstr. 27 (Kulturhaus) von Montag bis Freitag jeweils von 9.00-12.30 Uhr und von 14.0018.00 Uhr sowie an der Abendkasse ab 19 Uhr
Gesellschaft
Prad
Schlanders
Von klugen Mädchen und listigen Frauen
Bodini abstrakt
v.l.n.r.: Niederegger Irmgard, Tanja Ortler, Margareta Fuchs und Caroline Mayrhofer
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en internationalen Tag der Frau (8.3) hat man am 10. März im Saal der Musikschule von Prad mit einer feinen Feier gebührend gewürdigt. Zu Beginn ergriff Gemeindereferentin Tanja Ortler das Wort und hieß die Besucher(in) willkommen. Im Anschluss darauf konnte man
in eine farbenfrohe Welt voller Klänge und Geschichten hineinlauschen und die Alltagssorgen waren erstmals vergessen. Heuer war es nämlich die Brixner Gruppe „Wort.Klang“, die diesen Abend mit ihrem Erzähl&Musik-Programm gekonnt ausschmückte und zum Schmunzeln und zur Besinn-
lichkeit anregte. Geschichten rund ums starke und schwache Geschlecht, lustige Anekdoten zu zwischenmenschlichen Kapriolen, unterhielten das illustre Publikum. Passend zum Tag der Frau verstanden es die Künstlerinnen Margareta Fuchs und Caroline Mayrhofer prächtig, die einfarbige Alltäglichkeit auszublenden und waren Garanten für einen amüsanten, kurzweiligen und angenehmen Abend, welcher später dann wie gewohnt bei einem feinen Buffet und Smalltalk den gebührenden Abschluss fand. „Auch heuer findet man im Rahmen der laufenden Prader Gesundheitstage neuerlich ein außerordentlich vielschichtiges Angebot“, ist sich die Vorsitzende des Bildungsausschusses Prad Irmgard Niederegger sicher. (re)
Wie ein Jäger sei er, der Gianni Bodini, wie ein Jäger, der nach Motiven jagt. Mit seinen Fotografien entdecke er den Vinschgau, zeige immer wieder neue Seiten. Gesagt hat das Hans Wielander bei der Ausstellungseröffnung des Laaser Fotografs im Cafè Schuster in Schlanders. Bis Ostern widmen Martina, Martin und Werner Schuster dort den abstrakten Fotografien Bodinis Platz und Raum. (ap)
Bei der Eröffnung im Cafè Schuster
Rabland/Vinschgau
„Kunst und Krempel“
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ie Eisenbahnwelt Rabland startet am Samstag, 23. März mit einer ungewöhnlichen Aktion in die neue Saison 2013, nämlich mit der Publikumsinitiative „Kunst oder Krempel“. Die Sendung ist den meisten aus dem deutschen Fernsehen bekannt, wo besondere Objekte unter die Lupe genommen und von Experten begutachtet werden. Haben sie eine Lok oder einen Waggon zu Hause, die sie vielleicht als Kind geschenkt bekommen haben und möchten erfahren, wie viel sie Wert
sind oder möchten sie über ein Stück, das sie besitzen, die Meinung eines unabhängigen Beraters einholen? Am Samstag, den 23. und Sonntag, den 24. März ganztägig, haben alle BesucherInnen die Möglichkeit, kostenlos Informationen - aber auch Kuriositäten - über ihr mitgebrachtes Exemplar von Modelleisenbahn zu erfahren. Cheftechniker Christian Schöpf und Carlo Peretti besprechen und bewerten die mitgebrachten Stücke und geben gute Tipps, wie man die Modelle aufbewahrt, reinigt oder auch wieder zum Fahren bringt. Jeder Besucher, der an diesem Wochenende ein Exemplar zur Begutachtung in die Eisenbahnwelt mitnimmt, zahlt keinen Eintritt!
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Jugend JuZe Freiraum Schlanders Ö Mi. 27.03.13 ab 16.00 Uhr Spielenachmittag. Ö Sa. 30.03.13 Geschlossen Ö Mi. 03.04.13 ab 15.00 Uhr Spielenachmittag Phönix Schluderns Ö Sa. 23.03.13 ab 17.00 Uhr Vollversammlung Ö Mi. 27.03.13 ab 19.00 Uhr Übernachtung im Jugendtreff für Mittelschüler; mit Anmeldung! Ö Di. 02.04.13 ab 13.00 Uhr Kinobesuch im Cineplexx Bozen; Anmeldung erforderlich! Citytreff Glurns Ö Fr. 22.03.13 ab 15.00 Uhr Buttons machen Ö Di. 02.04.13 ab 13.00 Uhr Kinobesuch im Cineplexx Bozen, Anmeldung erforderlich! Ö Fr. 05.04 ab 14.00 Uhr Selbstverteidigungskurs für Mädchen, Anmeldung bis 29.03.! Chill House Stilfs Ö Fr. 22.03.13 um 16.00 Uhr Frühlingsspaziergang mit Foto-shooting; Treffpunkt Chill House Ö Sa. 23.03.13 ab 17.00 Uhr Kleine Fotowerkstatt, anschließend gemeinsam kochen Ö Mi. 27.03.13 Play-Station-Contest – versch. Spiele Ö Fr. 29.03.13 Karfreitag – Besinnliches zu Ostern Ö Sa. 30.03.13 Vorbesprechung Gardaland; Anmeldungen für Gardaland-Fahrt JuZe Naturns Ö Fr. 22.03.13 ab 15.00 Uhr Playstation 3 Turnier mit Skate 2 Jugendtreff KOSMO Plaus Ö Fr. 22.03.13 ab 18.00 Uhr KOSMO Party Vol. 2 Ö Do. 28.03.13 Ausflug ins Cineplexx Bozen; Mit Anmeldung! Jugendtreff „Juze“ St. Valentin Ö Sa. 30.03.2013 Geschlossen Ö Fr. 05., 12., 19. April 2013 Vorverlegung Öffnung Jugendzentrum JUMA Mals Ö Do. 21.03.13 um 20.00 Uhr „Ich bin 13 und will ausgehen“ Vortrag übers Thema Pubertät für Eltern & Interessierte Ö Do. 28.03.13 + Fr. 29.03.13 Iglubauworkshop mit Übernachtung, 15 Euro; Anmeldung unter: 327 83 52 518 Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Fr. 22.03.13 Kinonachmittag Bozen Infos und Anmeldung bei Myri Ö Do. 28. – Fr. 29.03.13 Iglubauworkshop in Kasern Jugendtreff Martell Ö Sa. 23.03.13 Gewaltprävention durch Kampfesspiele; Anmeldung und Infos bei Myri und Facebook Jugendtreff Laas Ö Sa. 22.03.13 ab 19.00 Uhr Spieleabend Ö Sa. 30.03.13 „Girls Time“ – Keine Jungs Jugendtreff Tarsch Ö Sa. 23.03.2013 14.00 – 16.00 Uhr Palmbesen binden (bitte bunte Maschen bringen) Jugendtreff Tschengls Ö Di. 26.03.13 – Kortnturnier Jugendtreff Explosiv Prad Ö Mi. 27.03.13 ab 15.00 Uhr Herzblatt Jugendraum Revoluzer Taufers Ö Fr. 22.03.13 ab 16.00 Uhr Just dance Ö Fr. 29.03.13 ab 16.00 Uhr Miteinander kochen-mexikanisch
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Südtiroler Calcettocup Am 03.03. fand im Pippo in Bozen zum sechsten Mal der Südtiroler Calcettocup statt. Er wurde, wie jedes Jahr, vom N.e.t.z., Netzwerk der Jugendtreffs und Jugendzentren Südtirols, organisiert. Bereits im Vorfeld wurden in allen Teilen des Landes Vorausscheidungen veranstaltet. So auch im Vinschgau, wo es im Citytreff Glurns abgehalten wurde. Die erst- und zweitplatzierten Mannschaften jeder Kategorie dieser Vorrunde qualifizierten sich dann für das Finale in Bozen. So wurden 10 Jugendliche am Sonntag von den jeweiligen Jugendarbeitern ihrer Treffs nach Bozen begleitet. Dort angekommen, wurden noch ein paar Probespiele gemacht und dann ging es auch schon los. Alle Beteiligten spielten in ihrer Kategorie bei den Vorausscheidungen und einige schafften es dann auch in die Finalspiele. Den ganzen Tag wurde eifrig Calcetto gespielt und währenddessen durften sich alle bei einem leckeren Buffet stärken. Nach einem erfolgreichen und tollen Tag ging es dann wieder zurück nach Hause. So war es auch in diesem Jahr wieder ein schöne Veranstaltung, bei der sich Jugendliche aus ganz Südtirol trafen und kennenlernten. Ein großes Dankeschön geht auch heuer wieder an die Bank the Futur, für die großzügige Unterstützung.
Lukas Erlacher – Pädagogischer Leiter im JuZe Naturns In meinem neunten Arbeitsjahr im JuZe darf ich mit Freude neue Herausforderungen annehmen. Vielleicht gibt es sogar den/die eine/n oder anderen, der aufmerksam mitgezählt hat und jetzt den Finger hebt und sagt: „Neun Jahre ist falsch! Ich hab den Luk bereits im Jahr 2004 im JuZe angetroffen.“ Das ist natürlich richtig. Im Februar 2004 begann mein Zivildienst bei der Gemeinde Naturns, die mich eine halbe Woche ins Altersheim und eine halbe Woche ins Juze schickte. Im November 2004 feierte ich meinen „Concedo“, also das Ende des Dienstes für den Staat. Im Januar 2005 trat ich dann meine richtige Anstellung im JuZe an. Seitdem ist viel passiert, ich habe viel dazugelernt und viele tolle Erfahrungen im JuZe gemacht. Oft war es auch anstrengend und ziemlich nervenaufreibend. Viel Know How und Motivation für meine Arbeit habe ich mir immer wieder bei Fortbildungskursen geholt. Vor allem die Ausbildung zum diplomierten Jugendarbeiter beim Zentrum für Wissenschaft und Weiterbildung „Schloss Hofen“ und der Lehrgang zum Erlebnispädagogen beim ÖAV haben mir weitergeholfen, meine Arbeit gut zu machen. Zum Start in mein neuntes Arbeitsjahr wurde ich nun vom Verein zur Förderung der Offenen Jugendarbeit JuZe Naturns mit der pädagogischen Leitung des JuZe beauftragt.
Bonsaiaktion Vol. 3 Jugendcafé „Chillout“ Latsch Zum dritten Mal findet heuer wieder die Bonsaiaktion in Latsch statt. Das Jugendcafé „Chillout“ Latsch beteiligt sich durch diese Aktion an einem Projekt der Vereinigung ANLAIDS Onlus gegen Aids. Auf nahezu 3.000 italienischen Plätzen wird versucht, in den Ostertagen durch diese Aktion Sensibilisierungsarbeit zu leisten. Die Bevölkerung wird um einen kleinen Beitrag gebeten und erhält im Gegenzug dafür ein rotes Schleifchen als Zeichen der Solidarität für die an Aids erkrankten Menschen, sowie bunte Luftballone und einen Bonsai (in verschiedenen Größen erhältlich). Wir würden uns freuen, wenn auch ihr am Samstag, den 30. März 2013 (ab 9.00 Uhr) auf dem Lacusplatz in Latsch vorbeischauen würdet und uns bei dieser Aktion unterstützt.
Gesellschaft
Schlanders
„Das Netz benützen, sich aber nicht benützen lassen“ Vollbesetztes Podium zum Thema „Mein Kind & Internet“
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ie Meinungen jener, die am Podium saßen - immerhin derer zehn– gingen am Ende gar nicht so weit auseinander. Der Grundtenor: Keine Angst, aber Vorsicht ist mit dem Internet auf alle Fälle geboten. Auf den Vortrag „Mein Kind und Internet“ zwei Wochen zuvor, folgte am 6. März eine Podiumsdiskussion. Die Gäste, die vor halbvoller Aula der WFO in Schlanders saßen, waren vielseitige: Hans Zoderer (Jugendlicher), Kathrin Fleischmann (Mitarbeiterin des Jugendzentrums), Miriam Egger (Jugenddienst Mittelvinschgau), Christian Folie (psycho-
sozialer Dienst Caritas), Armin Bernhard (Forum Prävention), Ivo Plotegger und Francesco Campisi (Post- und Kommunikationspolizei), Helmar Oberlechner (Medienpädagoge), Walter Marsonser und Silvia Kruger-Pinggera (beide Elternvertreter). Internet ist wichtig und positiv, diese Meinung teilte der Großteil der Teilnehmer auf dem Podium. Jugendliche pflegen Beziehungen im Internet, Informationen werden in Sekundenschnelle geholt, mit anderen Worten: Ohne Internet läuft eigentlich nichts mehr. Die Schattenseite ist eine andere: Kinderpornografie, Betrug
im Netz, Pädofilie, Cybermobbing. Campisi von der Postund Kommunikationspolizei: „Kinderpornografie ist in Südtirol im Netz sehr verbreitet.“ Auch Verleumdungen und Beleidigungen, Verletzungen der Privatsphäre, die Kinder und Jugendliche in kritische und peinliche Situationen bringen können, stünden an der Tagesordnung. „Kinder im Alter zwischen sechs und neun Jahren haben im Netz nichts verloren“, sprach Campisi deutliche Worte. Und: „Facebook ist erst ab 13 erlaubt.“ Mit Scheinprofilen würde oft versucht, an Kinder ranzukommen, Pornos
würden pausenlos angesehen. „Wie Kinder damit die Sexualität erleben, ist nicht in Ordnung“, warnte Campisi. Die Regel „Nimm keine Zuckerlen von fremden Menschen“ gelte im übertragenen Sinne auch fürs Internet. Vorbeugung und Aufklärung sind demnach das Gebot der Stunde, auch darin war man sich am Podium einig. Die Post- und Kommunikationspolizei, erklärte Direktor Reinhard Zangerle abschließend, wird deshalb in absehbarer Zeit in der Mittelschule Schlanders „über die andere Seite des Netzes informieren“. (ap)
Kastellbell an der Staatsstraße Tel. 0473 62 41 92
Alles für Ihren Garten:
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Syrien: Geschichte(n) einer problematischen Beziehung Um Antworten und ein differenzierteres Bild des Lebens in Krisenregionen zu bekommen, hat der Bildungsausschuss Mals die Anwesenheit von engagierten ReportageJournalisten in Mals genutzt, um jenseits des gängigen Stereotyps von sich bekämpfenden Lagern ein anderes Bild zu bekommen. Am Beispiel Syrien erläuterten die Bildungswissenschaftlerin Nadja Thoma aus Mals und Padre Jihad Youssef aus Syrien bei zwei Vorträgen vor Oberschülern und Interessierten ihre Sichtweisen dazu. Grundsätzlich sind die Menschen in Krisenländern nicht „zu blöd“ oder zu „rachsüchtig“, um ihr Schicksal in den Griff zu kriegen, sondern die Dynamik von Konflikten ist extrem komplex und schwer zu durchbrechen. Thoma wies darauf hin, dass die Berichterstattung über Syrien großteils sehr einseitig sei und oft ohne Anwesenheit vor Ort berichtet werde. Erst wenn man den Alltag der Menschen miterlebt hat und das eigene Kulturverständnis gegenüber fremden Kulturen analysiert, sollte man sich Urteile erlauben. Padre Jihad lebt in einer Klostergemeinschaft, genannt Mar Musa in den syrischen Bergen, wo Christen, Muslime und Juden gemeinsam leben, arbeiten und beten. Das Konzept dieses Klosters ist das des Brückenbauens unter den Menschen und Religionen, ganz nach der biblischen Vorgabe des Zeltes von Abraham. Nach allen Seiten offen, aber
Brennpunkte der Welt in Mals v. l.: Uli Reinhardt (Agentur Zeitenspiegel), SibilleTschenett (Ba Mals), Nadja Thoma (Mals/Wien) , Padre Jihad Youssef (Mar Musa-Syrien)
von oben beschützt, wird in diesem Kloster die Gastfreundschaft gelebt und die Herausforderungen des Alltages angenommen. Eine beindruckende Fotoausstellung von Ivo Saglietti im Oberschulzentrum von Mals untermauerte bildhaft diesen Ansatz. Eine hochkarätige Journalistenjury tagte im Kulturhaus von Mals und vergab den heurigen Hansel-Mieth-Preis 2013 an den Autor Jan Christoph Wiechmann und den Fotografen Seamus Murphy für ihre SternReportage „Ein Leben in Kabul“, die die Geschichte von fünf afghanischen Brüdern erzählt – eine Geschichte, in der sich das
Leiden eines ganzen Landes widerspiegelt. Das Gabriel-Grüner-Stipendium 2013 geht an die Autorin Yasemin Ergin und den Fotografen Marcel Mettelsiefen, welche eine Reportage über Frauen in Tadschikistan, die von ihren im Ausland nach Arbeit suchenden Männern zu Hunderttausenden zurückgelassen werden, planen. In Erinnerung an Gabriel Grüner versucht der Bildungsausschuss Mals gemeinsam mit der Agentur Zeitenspiegel und den Geschwistern Grüner für engagierten Journalismus und soziale Themen zu sensibilisieren. (lu)
Prader Gesundheitstage 2013 Vortrag
„Welche Krebsfrüherkennung ist sinnvoll?“ Referent: Dr. Wunibald Wallnöfer Datum: Freitag, 22. März 2013 Beginn: 20.00 Uhr Treffpunkt: Öffentliche Bibliothek Prad Veranstalter: KVW Prad
Frühjahrskonzert der Musikkapelle Prad
Kochkurs in Lichtenberg
Datum: Beginn: Ort:
Referent: Daria Pietroantonio Datum: Mo. – Mi. 8., 9., 10. April 2013 Beginn: 19.00 Uhr Ort: Haus der Dorfgemeinschaft Lichtenberg Anmeldung: Tel.0473/616 100 oder Tel. 0473/616 041
Samstag, 23. März 2013 20.00 Uhr Aquaprad – Raiffeisensaal
Ganzjährig bietet der Bezirksservice Weiterbildung den Bildungsausschüssen Beratung und Informationen an. Informationen: Bezirksservice Weiterbildung, Bahnhof Spondinig, Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 - fax +39 0473 618116, mail: bezirksservice.vinschgau@gwr.it ; Homepage des Landes www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf 24 Der Vinschger Wind 6-13
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Zweisitzrakete
s zu sehen
Hans Hofers Kino-Debütfilm in Schlander
Nach mehreren Dokumentar-, Spiel- und Kurzspielfilmen sorgt derzeit der erste Kinofilm von Hans Hofer auf österreichischen und Südtiroler Kino-Leinwänden für luftigleichte Kino-Unterhaltung. Der gebürtige Prader Hans Hofer studierte an der Filmakademie Wien und lebt dort als freischaffender Regisseur und Autor. Südtirol nimmt in Hofers Depüt Kinofilm names „Zweisitzrakete” einen entsprechenden Platz ein und der Film knüpft an die Tradition der österreichischen Komödien der vergangenen Jahrzehnte an. Zum Inhalt: Zwei junge Menschen, Manuel, ein Fotograf einer Wiener Bezirkszeitung und Mia eine Dolmetscherin träumen und philosophieren hoch über den Dächern
Jugend-Theatergruppe „Hennenschtoll“-Schlanders
von Wien über ihr Leben und die Zukunft. Dann fährt Mia nach Südtirol und verliebt sich dort in einen italienischen Piloten. Und Manuel, der eigentlich in Mia verliebt ist, unternimmt alles um ihre Liebe trotzdem zu gewinnen und will, einen Kindheitstraum von Mia erfüllend, eine Zweisitzrakete aus dem technischen Museum in Wien stehlen, um mit ihr zu den Sternen zu fliegen. Eine unterhaltsame Liebesgeschichte, bei der zwei Tauben gespielt von Michael Niavarani und Gerti Drassl, die menschlichen Irrwege von oben kommentieren. Mit Lukas Spisser aus St. Ulrich und Gerti Drassl aus Eppan sind neben der Regie und Drehbuch des Vinschgers Hans Hofer auch zwei Südtiroler als Schaupieler im Film zu sehen. (lu)
zeigt
„Die coolen Tussis“
Text, Lieder und Spielleitung: Günther Vanzo
Donnerstag, 21.03.2013 20.00 Uhr Schülervorstellungen: Di., 19.03.2013 und Do., 21.03.2013, jeweils um 14.15 Uhr
Kino-Termine im Schönherr-Kino von Schlanders: Montag, 01. April 2013 20.00 Uhr Mittwoch, 03. April 2013 20.00 Uhr Sonntag, 07. April 2013 17.00 Uhr
Aula Magna der WFO, Plawennpark Eintritt: Freiwillige Spende
Der Obervinschger Kulturbus kann zur Vorführung am Mittwoch, den 03.04.2013 kostenlos in Anspruch genommen werden. Er macht nach Bedarf in allen Dörfern von Reschen bis Laas - auch in Stilfs – Halt. Anmeldungen sind innerhalb 02.04. 2013 - 12.00 Uhr im Büro der Ferienregion Obervinschgau, Tel. 0473 831190 oder mals@rolmail.net, möglich.
L I T ER AT U R R UN DE Besprochen wird das Buch „Hoppe“ von Felicitas Hoppe mit Erich Daniel
Über den Dächern von Wien träumen Manuel und Mia von ihrer Zukunft - Hans Hofer freut sich über seinen ersten Kinofilm
Impressum: Initiative von
Schlanders, Bibliothek Schlandersburg Mo., 25.03.2013, Beginn 19:30 Uhr
......in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen des Vinschgaus Koordination: Ludwig Fabi
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Kultur
Göflan Ein vollständiges Dorf - was ich darunter verstehe, will ich erklären. Angefangen bei den Festen, bei den kirchlichen, wobei auf die beeindruckende musikalische Gestaltung hingewiesen sei, die hier in Göflan höchste Qualität erreicht. Was die weltlichen Feste betrifft, wurde die Rede zur Andreas Hofer Gedenkfeier im Februar 2013 durch Wendelin Weingartner mit Spannung erwartet. Was würde er, der ehemalige Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol, vor dem Kriegerdenkmal den zahlreichen Schützen und den vielen anderen Teilnehmern zum Tiroler Freiheitskrieg sagen? Politisch Zukunftweisendes? Weingartner ist Europäer, aber er erinnert auch an die Tiroler Wurzeln, an den Willen, die Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Ich selbst kann mich an einen wichtigen Pressemann erinnern, der nach einer Parteiversammlung die ihn bedrängenden Hitzköpfe abzuwehren versuchte, sie aber gleichzeitig - das war vor 1960 - aufgefordert hat: „Tiats eppas, nit lai redn, tiats endlich eppas!“ Ich habe es gehört, damals noch Student, es war auf der Terrasse der Stainer-Bar in
Schlanders, als wir Jungen in diesem Sinne aufgefordert wurden. Nach der Feuernacht, nachdem endlich „eppas“ getan worden war, da gab es überall Dementis und allgemeines Unschuldsbekunden. Der Wendelin gehört nicht zu den Politikern, die in den schwierigen 60ger Jahren zuerst zu Protestaktionen aufgerufen haben, um sich dann, nach der immer bedrohlicher werdenden Militär- und Polizeiinvasion von diesen Aktionen zu distanzieren. Obwohl noch „politisch“ jung, hat er schon damals das Aufbegehren unterstützt. In Südtirol selbst gab es den Göflaner Politiker Hans Dietl, der sich nicht distanzierte und Verantwortung auf sich nahm. Er gilt als politischer Vordenker: Seine Strategie führte zur allmählichen Loslösung von Trient und zur mühsam erkämpften Autonomie unserer Heimat Südtirol. Unerwartet Vieles hat sich in diesem kleinen Dorf an geschichtlich und kulturell Wichtigem ereignet, wobei Weingartner in seiner Rede auch auf das Grillparzerdenkmal in Wien hingewiesen hat, das aus einem Göflaner Marmorblock gehauen wurde: Weißer Stein für den schwermütigen Dichterfürsten. Zu Wien muss ich auch etwas erzählen, was direkt mit Andreas Hofer zu tun hat, zugleich auch mit dem Erzherzog Johann, der zusammen mit den Tiroler Helden in Kärnten den Aufstand von 1809 vorbereitet hat. Auf Vermittlung meines Laaser Freundes Norbert Florineth bekam ich 1980 in Wien einen Termin bei Günther Nenning, dem prominenten
Rechts: Gotik über wippenden Hahnenfedern, Schützen bei der Andreas Hofer Feier in der Pfarrkirche von Göflan.
Links: Der Festredner Wendelin Weingartner, ehemaliger Landeshauptmann von Nordtirol, würdigte alle Verteidiger der Heimat, alle Freiheitskämpfer, auch jene der 60ger Jahre. Hinter ihm das Kriegerdenkmal mit den Gefallenen beider Weltkriege von 1914 1918 und 1939 - 1945. Zusammen mit den Schikanen der Faschisten ergeben diese harten Jahre einen „Einundreißigjährigen“ Krieg.
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Kultur
Naturschützer. Der Journalist, Autor, politische Aktivist wollte ein Buch schreiben: „Andreas Hofer – ein früher Grüner?“ Das hat mich interessiert, eventuell auch als Publikation für die ARUNDA - Reihe. Aber zuerst musste ich mir diesen überraschenden Ansatz des Vordenkers erklären lassen. Hofer überlegte nämlich – so die Behauptung von Nenning – zusammen mit Erzherzog Johann die Errichtung einer Alpenrepublik, oder vielleicht eines Tiroler Fürstentums. In Wien wurden diese revolutionären Ansätze misstrauisch registriert, auch vom allmächtigen Metternich, der nach dem misslungenen Aufstand in Tirol nichts mehr von der Freiheit und Selbstregierung des Volkes wissen wollte. Dem Erzherzog wurde sogar vom kaiserlichen Bruder die Einreise nach Tirol untersagt, für viele Jahre! Der rührige und später für die Steiermark so segensreich wirkende Unternehmer musste ausweichen, ging nach England und studierte dort Ökonomie und erlebte hautnah die Veränderungen der aufkommenden Industrie. Dadurch wurde er auch mit den Problemen der entwurzelten Arbeiter bekannt. Die Landbevölkerung bekam zwar ein schnelles Geld in die Hand, aber bei der geringsten Krise versanken sie im Elend. Dies wollte der Erzherzog vermeiden, wollte aber auch Industrie und Gewerbe fördern. Aber vorsichtig! Er wollte den Familien ein Häuschen mit Garten ermöglichen. Das ist ihm auch gelungen, in der schönen, grünen Steiermark. Und Ähnliches wollte Andreas Hofer? Jede Zeit erschafft sich ein neues
Hoferbild. Jedenfalls war der Freiheitskämpfer nicht nur kaisertreu, Verteidiger der religiösen Traditionen, sondern auch ein denkender Praktiker. Händler, Frächter, Wirt, er war mit der Not der Bevölkerung vertraut. „Politiker“ wurde er als umsichtiger Kenner der wirtschaftlichen Lage und somit ein „Grüner“, wie Nenning dies sehen wollte. Das Buch ist übrigens nicht erschienen, zumindest nicht unter diesem Titel; die Ansätze aber wurden aufgegriffen, überall, auch hier in Göflan, im „vollständigen“ Dorf, das so viel kreative Menschen hervorgebracht hat! Deshalb gibt es hier auch zwei Kirchen mit bedeutenden Kunstwerken der Romanik und Gotik, thronend auf einem Moränenwall mit weißen Marmorfindlingen. Hoch über der Etsch mit dem ewig rauschenden Wasser - auch das gehört zur Vollständigkeit. Hans Wielander
Rechts: Der Tiroler Adler auf dem Gürtel ist Stolz aller Schützen. Die Federkielstickereien geben Auskunft über den Heimathof des Besitzers, über Treue zum Land Tirol. Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Adler ein uraltes Reichssymbol ist und an die lange Zugehörigkeit unseres Landes zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation erinnert. Er weist damit symbolisch in Richtung Vereintes Europa.
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Landwirtschaft Sonderthema
Vinschgerwind Sonderthema Landwirtschaft
Vom Korn zum Brot Am 1. Oktober 1992 übernahm der Bäckermeister Günther Angerer die Haider Dorfbäckerei. Er ist nebenher auch Getreidebauer und bearbeitet mit seiner Schwester Dolores ca. einen Hektar an Ackerfläche auf 1450 m Meereshöhe. von Andreas Waldner
S
ie sind dabei, das Feld mit pfluglosem Ackerbau zu bewirtschaften, was Verzicht auf Bodenwendung bedeutet. Das typische Gerät für pfluglose Bodenbearbeitung ist der Grupper. Durch die weitgehende Erhaltung der Bodenhorizonte und vor allem der Bodenfauna wird die Bodenfruchtbarkeit erhöht. Sie bauen Dinkel und Roggen für spezielle Brotsorten an, wobei das ganze Korn zu hundert Prozent verwendet wird. Dieses Korn wäre zu schade, daraus nur ein Auszugmehl zu machen. Mit drei Dinkelähren, die in einem Zwischenboden gefun-
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Landwirtschaft Sonderthema den und in einer Zeitung vom Jahre 1880 gehüllt waren, hat Angerer begonnen, diese alte Getreidesorte zu vermehren. Das erste Jahr konnte er 300 Ähren ziehen. Im dritten Jahr erntete er bereits 7 kg Dinkelsamen und jetzt hat er schon einen ganzen Acker angesät. Er hofft, dass er nächstes Jahr daraus Brot backen kann. Den Roggensamen hat Angerer vom Zerkaserhof in Langtaufers erhalten. Dieser ist schon akklimatisiert. Er wurde schon über 50 Jahre angebaut. Geschmacklich wirkt sich das alte Getreide eher negativ aus, weil es kleinere Körner und mehr Schale hat. Für die Gesundheit jedoch ist es besser. Es ist vitaler. Angerer unterscheidet Lebensmittel von Nahrungsmitteln. Das Lebensmittel „lebt“ und soll so wenig wie möglich kaputt gemacht werden. Beim Korn muss das Ganze dabei sein, die Schale, ganz wichtig der Keim und der Mehlkörper. Sie enthalten die wichtigsten
Minerale, Fette und Spurenelemente und Ballaststoffe. Richtiges Vollkornmehl hält nicht lange. Höchstens ein paar Wochen. Es verliert täglich an Wert. Wenn dieses Mehl nicht aufgearbeitet wird, wird es ranzig. Beim normalen Brot ist nur der Mehlkörper drinnen, also nur Stärke. Und das ist nur wie Zucker. Da wird dem Mehl noch ein Zusatzmittel, ein Askorbin, beigemischt. Dann kann das Mehl über Jahre verwendet werden. Das bedeutet aber, dass es tot ist. Brot aus solchem Mehl stuft der Bäckermeister als Nahrungsmittel ein. Es sei geringwertig. Reiche Leute haben sich früher ein besser ausgemahlenes Mehl leisten können. Das Mehl wurde öfters gemahlen, dadurch war weniger Schale dabei. Das Mehl wurde immer heller und wird Vorschlagmehl genannt. Es ist feines, helles, raffiniertes Roggenmehl. Arme Leute haben eher das
dunkle Mehl genommen, der Menge wegen. Es war jedoch gesünder. Man glaubte früher, Vorschlag wäre etwas Besseres. Heute weiß man, dass es umgekehrt ist. Früher war es Brauch, dass das Korn zur Mühle gebracht wurde. Der Müller hat es gemahlen. Das Mehl war dann frisch zum Backen entweder nach Hause oder zum Bäcker gebracht worden. Denn Mehl muß frisch sein nicht das Brot. Der Keim war aber damals noch drinnen. Damit haben die Leute schon etwas Vitales, ohne es zu wissen, bekommen. Für Gastwirte, Landwirte und Betreiber von „Urlaub auf dem Bauernhof“ möchte Angerer den alten Brauch weiter anbieten. Sie können das Getreide selber anbauen. Sie bringen ihm dann 20 kg Korn, das gemahlen und zu dunklem Brot mit Natursauerteig gebacken wird. Mit reinem Gewissen kann dann gesagt werden, das ist Hoader Brot, Brot von
meinem Acker. Es kann auch Dinkel mit Roggen gemischt werden. Angerer stellt nur eine Bedingung: Wenn schon, dann nur Vollkorn. Er entfernt die Schale nicht. Es wäre einfach zu schade, von unserem wertvollen Korn etwas wegzuschmeißen. Angerer empfiehlt Landsorten anzubauen. Sie haben sich an unser Klima schon angepasst. Zuchtsorten sind gezüchtete Sorten, die zwar mehr Ertrag versprechen aber mit dem Risiko behaftet sind, einmal nicht aufzugehen, weil sie unser Klima nicht gewohnt sind. Landsorten sind nicht manipuliert, nicht verändert und sind natürlich wie früher. Zuchtsorten sind sicher genetisch manipuliert. Viele Konsumenten haben dann Probleme. Dann empfiehlt der Arzt, keinen Dinkel oder Dinkelmischungen mehr zu essen. Angerer empfiehlt dann, den richtigen Dinkel, den Urdinkel zu konsumieren. Der wird dann vertragen.
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Landwirtschaft Sonderthema
„Den einzelnen Verbänden könnte schon bald die Luft ausgehen“ In Südtirol gibt es fünf Tierzuchtverbände und zwei Genossenschaften 2. Grades mit eigenen Verwaltungsstrukturen. Dazu kommt noch die KOVIEH als SchlachtviehVermarktungs-Organisation. Alle Verbände erhalten Beiträge aus dem Steuertopf. Seit über zwei Jahrzehnten reden die Zuständigen von einer einheitlichen Struktur. Eine Studie sollte eine mögliche Fusion ausloten. Ein Verfechter der Fusion ist der Südtiroler Braunviehzucht-Obmann Luis Hellrigl. von Magdalena Dietl Sapelza
Vinschgerwind: Herr Hellrigl, als Obmann des Südtiroler Braunviehzuchtverbandes versuchen Sie die Bauern für eine Fusion zu gewinnen. Ein schwieriges Unterfangen? Luis Hellrigl: Ja und nein. In Gesprächen mit meinen Mitgliedern und auch jenen der anderen Verbände stelle ich immer wieder fest, dass der Großteil einen Zusammenschluss als sinnvoll erachtet. Diesen sehen sie als den richtigen Weg für die Zukunft. Viele befürworten eine Fusion nicht zuletzt deshalb, weil sie in ihren Ställen oft mehrere Rassen stehen haben, was mehrere Mitgliedschaften erfordert. In der Studie wurde ausgelotet, wie eine mögliche Fusion organisiert werden könnte? Ja. Es wurde Folgendes vorgeschlagen: Es würde eine einzige zentrale Verwaltungsstruktur geben, einen gemeinsamen Auftritt, eine gemeinsame Vermarktung. Jede Rasse würde aber ihren Platz beibehalten können. Außerdem könnten verschiedene andere Dienstleistungen für die Bauern übernommen werden. Natürlich wäre auch ein Einsparpotenzial programmiert. Sie sagen, der Großteil der Bauern wäre für eine Fusion. Sind also die Funktionäre der einzelnen Verbände die Bremser? Nein. Das kann man nicht so sagen. Die Studie haben alle Obmänner und Geschäftsführer gemeinsam mitgetragen. Das 30 Der Vinschger Wind 6-13
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Luis Hellrigl, Taufers i. M. ist seit 2008 Obmann des Südtiroler Braunviehzuchtverbandes
ist schon einmal positiv. Auch sonst reden wir miteinander. Wir haben ja mit dem Haus der Tierzucht einen gemeinsamen Treffpunkt. Warum sollten wir nicht endlich auch eine gemeinsame Verwaltung haben? Das liegt ja auf der Hand. In Zeiten der knappen Mittel sind sich alle bewusst, dass sich die Verbände über kurz oder lang zusammenraufen und einen gemeinsamen Weg einschlagen müssen, um zu rationalisieren und vor allem Kosten zu sparen. Da führt kein Weg vorbei. Wir vom Braunviehzuchtverband haben intern bereits mehrheitlich für einen Zusammenschluss gestimmt. Auch im Kleintierzuchtverband ist das passiert. Die anderen Verbands-Obleute lassen sich mit einer Entscheidung Zeit?
Wenn’s letztlich ums Eingemachte geht, wendet sich das Blatt unserer Kollegen speziell im Rinderbereich schlagartig. Die Entscheidung ist bereits gegen eine Fusion gefallen. Deshalb können derzeit keine weiteren Schritte gesetzt werden. Momentan ist alles auf Eis gelegt. Die Sache mit der Fusion muss wahrscheinlich noch reifen, obwohl das Thema schon lange aktuell ist. Doch ich hoffe, dass das Eis schon bald taut und die Vernunft siegt. Die KOVIEH und die Vereinigung der Tierzuchtverbände hängen natürlich direkt von dieser Entscheidung ab, weil die Vorstände ein- und dieselben Vertreter sind. Die für Landwirtschaft zuständigen Politiker drängen seit Jahren zu einem gemeinsamen Weg der Tierzuchtverbände. Erhöhen sie den Druck? Ja, den Druck macht das Geld. Den einzelnen Verbänden könnte irgendwann die Luft ausgehen, wenn das Land die Beiträge zurückschrauben muss, weil das Geld nicht mehr da ist. Spätestens dann müssen sie sich für die Gemeinsamkeit entscheiden und an einem Strang ziehen, um die Mitglieder nicht zur Kasse bitten zu müssen. Ich hoffe, dass eine Entscheidung zur Fusion nicht von oben her erzwungen werden muss. Wir sollten uns vorher einigen, denn nur dann können wir auch mitreden und eine neue Struktur mitgestalten.
Landwirtschaft Sonderthema pr-info - Versicherungsbüro Strobl
Das Versicherungsbüro Strobl in Schlanders hat Grund zum Feiern gentur im Jahre 1998 war nachträglich betrachtet ein absoluter Glücksfall. Ein Meilenstein ist auch die Übersiedlung in unsere neuen Büros in Meran und Schlanders im Jahr 2003.
Das Versicherungsbüro Strobl aus Schlanders hat Grund zum Feiern: Am 3. Mai diesen Jahres begeht es das 30-jährige Bestehen. Ein Gespräch mit Michael Strobl, Firmengründer und Geschäftsführer: Herr Strobl, 1983 sind Sie als Einzelperson gestartet und heute besteht Ihr Team aus 13 Personen in den Büros von Schlanders, Meran, Brixen und Sterzing. Wie erklären Das Team in Schlanders Sie sich Ihren Erfolg? Wir haben ohne Frage eine kleine Erfolgsstory hingelegt. Ein solides Gespür für den Kundenbedarf, eine genaue Beobachtung der Marktentwicklungen, Innovationskraft und Fleiß sowie das richtige Timing der Initiativen brachten uns auf die Erfolgsspur. Erfreulicherweise stand uns in der einen oder anderen Situation auch Glück zur Seite. Heute sind wir fest im lokalen Markt verankert – das macht mich schon ein wenig stolz. Welche Ereignisse in der Unternehmenshistorie erachten Sie als besonders wichtig? Sicherlich die Übernahme der Agentur Vinschgau der ehemaligen RAS Versicherung im Jahre 1987. Eine Art Schlüsselmoment war aber die Gründung der SVD GmbH (Südtiroler VersicherungsDienst) mit Partner Kurt Brantsch als Mehrfachagentur im Jahre 1992. Auch die Trennung von der RAS-Versicherung als Monoa-
Was ist Ihr Erfolgsrezept? Für uns steht seit jeher die bedarfsorientierte unabhängige Kundenberatung im Mittelpunkt unserer Tätigkeit. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wird unser Büro als sog. „Plurimandat“ – Agentur geführt, d.h., wir halten Mandate mit mehreren namhaften Versicherungsgesellschaften, mit dem großen Vorteil eines breitgefächerten Versicherungsangebotes für unsere Kunden. Ein weiterer wesentlicher Garant für unternehmerischen Erfolg sind selbstverständlich unsere motivierten, zuverlässigen Mitarbeiter. Haben Sie ein „Spezialgebiet“? Wir bieten unseren Kunden Versicherungsschutz in allen Zweigen an. Mein persönliches Hauptaugenmerk galt von Anfang an der Hagel/Frost -Versicherung der Landwirte. In dieser Sparte haben wir inzwischen einen Marktanteil von ca. 13% sowohl an Prämien als auch an Versicherungssummen in unserem Lande erreicht.
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Landwirtschaft Sonderthema
Der Wein-Pionier Der „Feinschmecker“, jene Zeitschrift, die sich dem gehobenen Genuss verschrieben hat, ist schon vor Jahren auf Oswald Schuster aufmerksam geworden. Besser gesagt auf seine Produkte. Weine - Raritäten, Stars und Bodenständiges –werden am Befehlhof in Vetzan gekeltert, Destillate - hochwertig, fein und aromatisch – gebrannt. von Angelika Ploner
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ruchtig und frisch, blumig, schlank und elegant mit einer ausgeprägten mineralischen Säure: Wenn Oswald Schuster vom Fraueler spricht, dann kommt er ins Schwärmen. Fast wäre sie ausgerottet worden, die uralte Vinschger Weißwein-Rebsorte, bis Oswald Schuster sie am Befehlhof in Vetzan wieder angebaut hat. Vierzig Jahre ist das nun her, eine echte Rarität ist der Fraueler in Vetzan und im Vinschgau geblieben, denn reinsortig wird er einzig am Befehlhof vinifiziert. Verkauft wird der Fraueler unter einem anderen Namen: Jera. „Jera“, sagt Magdalena Schuster, die Tochter des Hauses „ist eine solare Rune, welche den Zyklus des Jahres widerspiegelt: entstehen, werden, sein, vergehen.“ Ein Synonym für das Weinjahr, die gute Ernte. Der Weinbau steht am Befehlhof an zweiter Stelle, angeführt wird die gemischte Landwirtschaft vom Apfelanbau. „Mit 1,1 Hektar Weingut“, lacht Oswald Schuster „könnte man bei weitem nicht leben.“ Wenn auch nicht vordergründige Einkommensquelle, so hat die Weinkultur vor allem Tradition am Befehlhof. Bereits bei seiner zweiten urkundlichen Erwähnung 1370, die erste geht übrigens auf das Jahr 1313 zurück, ist von Weinanbau am Hofe die Rede. Das Zehent, die damals übliche zehnprozentige Abgabe, ist an das Frauenkloster in Santa Maria in Form von Wein verrichtet worden. Gebrochen hat man mit der Tradition des Weinbaus am Befehlhof nur einmal. Das war damals anfangs der 60er Jahre, als der lukrative Obstbau Einzug im Vinschgau hielt. Doch schon zehn Jahre
Landwirtschaft Sonderthema später ersetzte Oswald Schuster einen Teil der Birnen- und Apfelbäume wieder durch Rebstöcke und zwar durch solche, die man im Vinschgau nicht oder nur wenig kannte: Sylvaner, Gewürztraminer, Kerner, MüllerThurgau, Blauburgunder. Der Riesling, der Weißburgunder und der Zweigelt kamen etwas später hinzu. Pionierarbeit hat Oswald Schuster damals geleistet, den Riesling hat er als Erster im Vinschgau angebaut. Heute ist er Aushängeschild des Vinschgaus. Guter Wein entsteht am Stock. Davon sind Magdalena und Oswald Schuster überzeugt. In diesen Wochen werden die Reben geschnitten, später werden sie festgebunden. Bis zur Ernte, die Mitte bis Ende September anfängt, stehen Oswald und Magdalena Schuster noch oft im Weinberg. Die ersten Trauben, die geerntet werden, sind der frische Weißburgunder und der würzige Müller-Thurgau. Der beerige Blauburgunder und der fruchtbetonte Zweigelt fol-
INFO Auf Voranmeldung darf der Befehlhof besichtigt und die Produkte verkostet werden. Tel. 0473 742197
gen als nächste und Schlusslicht sind der Riesling und der Fraueler. „Der Fraueler ist bei uns immer der letzte“, sagt Magdalena Schuster „und wird traditionell von Frauen gelesen.“ Der Wein vom vergangenen Jahr schlummert noch in den Fässern und wird in den nächsten Tagen auf die Flasche gefüllt. Man setzt auf verschiedene Gärführungen hier am Befehlhof, was ganz unterschiedliche Weine hervorbringt. So scheut man sich nicht, einige Weine spontan zu vergären und auf die natürlich im Wein vorhandenen Weinhefen zu setzen. Der Wein werde vielschichtiger, sagt Oswald Schuster, komplexer und interessanter beschreibt Magdalena Schuster den Unterschied. Bei anderen Weinen setzt man
hingegen auf Reinzuchthefen und die temperaturgeregelte Gärung in Stahltanks. Die Krönung in der Weinproduktion am Befehlhof nennt sich Sällent, ein Sekt aus fruchtigem Weißburgunder und feinem Riesling. Der Name, erklärt Magdalena Schuster stammt von der Sällentspitze im Martelltal und soll Synonym für jenen Höhepunkt sein, den der Sekt im Keller des Winzers darstellt. Frisch und fruchtig sei er im Trunk, den Riesling selbst erkennt man an seinen fruchtig, würzigen Aprikosenaromen. Oswald Schuster ist einer der neun offiziellen Abfüller im Vinschgau. Der Sonnenberg bietet ideale Voraussetzungen für deren Qualitätsweine. In Vetzan selbst sind es die Schieferböden,
die Weine von großer Qualität erlauben. Nicht umsonst sind die 8.000 Flaschen Wein, die man im Jahr am Befehlhof keltert, jedes Jahr ausverkauft. Oswald Schusters Hobby sind neben Weinen, auch Destillate. Fünf an der Zahl stehen in seinem Keller: der Grappa aus roten Trestern, der Apfel-, Birnen-, Marille- und der Apfel-Wacholderbrand. Das Wichtigste beim Brennen, sagt Befehlhof-Bauer, ist beim Feinbrand den Vor- vom Nachlauf zu trennen, das Herzstück des Destillats herauszufiltern. Da kommt es auf eine gute Nase an. Und genau die scheint der Befehlhof-Bauer zu haben, denn einige der Destillate haben sich bereits Auszeichnungen geholt.
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Hubert und Renate Stillebacher im Arbeitsraum ihrer Imkerei in Prad. Aus dem heißen Bienenwachs formen sie goldgelbe Waben.
Ihre Freizeit gehört den Bienen Renate und Hubert Stillebacher haben den Schritt vom privaten Imker hin zum Direktvermarkter gewagt. Honig ist seitdem nur ein Produkt von vielen, das auf großes Interesse stößt. von Magdalena Dietl Sapelza
D
er angenehme Geruch vom frischen Bienenwachs durchströmt das Wohnzimmer. Der Duft kommt aus dem blitzblanken Arbeitsraum nebenan, in dem Renate und Hubert Stillebacher derzeit Mittelwände für die Waben der „Holzbeuten“ (Bienenkästen) gießen. „Ich pflege ausschließlich den eigenen Wachskreislauf und kaufe kein Wachs dazu“, erklärt Hubert. Die „Holzbeuten“ zimmert Hubert selbst, meist aus Zirm-Holz, genauso wie die Rahmen für die Waben. Das Handwerk beherrscht er als gelernter Zimmermann. Seit fünfzehn Jahren übt er den Beruf des Försters aus. Nebenbei ist er für den Imker-Verband als Wanderlehrer und Gesundheitswart unterwegs. Die Freizeit widmen er und seine Frau den Bienen und ihrer Imkerei. Diese führen sie mittlerweile im Rahmen der kontrollierten
Qualitätsbestimmungen der „Südtiroler Schutzmarke“ und verkaufen ihren Honig seit 2005 als Direktvermarkter. Strikte Hygienebestimmungen sind einzuhalten. Laufend können Experten diese kontrollieren und unangemeldet Honigproben holen und untersuchen. Anhand der Pollenanalyse lässt sich der Ursprung feststellen. „Der Schritt vom privaten Imker bis hin zum Direktvermarkter ist mit einiger Bürokratie verbunden“, sagt Hubert. „Kontrolle ist wichtig zum Schutz der Konsumenten und auch der Imker.“ Renate und Hubert haben den Schritt bisher nicht bereut. 2012 stellten sie sich mit ihren Honigsorten den Fachexperten der Südtiroler Honigbewertung und eroberten zweimal Gold. Honig ist nur eines von vielen Produkten, das ein Bienenvolk produziert. Blütenpollen, Wachs, Propolis und
Gelee Royale (Königinnenfuttersaft) sind sehr hochwertige und gesunde Bienenprodukte. „ Es wird eine neue Herausforderung diese Produkte in Zukunft zu ernten, um sie unseren Kunden anzubieten“ sagt Hubert. Huberts Interesse an den Bienen weckte ein Imker mit seinen Bienenstöcken am Prader Berg. Fortan half Hubert mit, bis er sich 1984 entschied, eigene Bienen anzuschaffen. Später teilte seine Frau Renate mit ihm die Freude an der Imkerei. „Anfangs hatte ich Angst vor den Bienenstichen und musste mich überwinden“, beschreibt sie. Mittlerweile weiß sie mit den Tieren umzugehen und ist fasziniert vom Leben der Bienen. Zum Beispiel von der Aufzucht von Königinnen, die für die Jungvölker benötigt werden und um alte Königinnen auszutauschen. Hubert und Renate betreuen bis zu 60 Bie-
Landwirtschaft Sonderthema nenvölker. Das größte Problem ist derzeit die Varroa Milbe. „Diese Milbe lebt auf der Biene und entwickelt sich in der Bienenbrut“, erklärt Hubert. Entscheidend bei der Bekämpfung ist es, das Leben der Milbe zu kennen und zu wissen, ab wann sie dem Bienenvolk gefährlich wird. Hubert und Renate behandeln ihre fleißigen Insekten sorgsam, ob beim Einsammeln neuer Schwärme, bei der wöchent-
lichen Durchsicht der Völker… „Wir legen Wert auf artgerechte Bienenhaltung“, betont Hubert. Die naturbelassenen „Holzbeuten“ lassen sich beliebig aufstapeln, sodass die Bienenvölker entsprechend ihrer Größe (im Sommer sind es bis zu 70.000 Bienen in einem Volk) immer genügend Platz haben. Nach der Blüte im Frühjahr bringt das Ehepaar die Bienen vom Tal in die höher gelegenen Regionen. Besonders schmackhaft und
wertvoll ist der Honig aus Gebirgskräutern. Im Spätsommer ist die Zeit der Haupternte. Die mit wertvollem Honig gefüllten und mit Wachs versiegelten Waben können entnommen werden. Diese werden in Handarbeit „entdeckelt“ (d.h. die Wachsschicht wird entfernt). Die aufwändige Arbeit erledigen Renate und ihre Schwiegermutter Martina. Anschließend wird der Honig aus den Waben herausgeschleudert. Dessen Konsi-
stenz hängt von der Honigsorte und der Reife des Honigs ab. Verkauft wird der Honig ab Hof oder auf Bauernmärkten. „Der Honig ist meist viel zu schnell aufgebraucht. Heuer mussten wir viele Kunden auf den Sommer vertrösten.“ Der Blütenhonig im Frühjahr dient zuerst dem Aufbau des Bienenvolkes. Erst dann werden die Bienen wieder die Waben füllen, die ihnen Hubert und Renate derzeit gießen.
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Wolfgang Platter, am Josefitag, 19. März 2013
Nationalpark Stilfserjoch:
Der Trentiner Bärenreport 2012 Eine Zusammenfassung Vor wenigen Tagen ist der Trentiner Bärenreport 2012veröffentlicht worden. Der Bericht wird seit dem Jahre 2007 jährlich vom Landesamt für Forst und Fauna der Autonomen Provinz Trient herausgegeben. Im heutigen Beitrag möchte ich die wesentlichen Inhalte aus diesem Jahresberichtes 2012 zur Entwicklung der Trentiner Braunbären-Population zusammenfassen.
Erkenntnis aus Erfahrung
In der Einleitung zum Bericht schreibt Dr. Maurizio Zanin, der Amtsdirektor des oben genannten Amtes in der Trentiner Landesverwaltung, dass das Jahr 2012 neben dem biologischen Fortpflanzungserfolg der Bären gezeigt hat, wie das Bärenprojekt in eine kritische Phase eingetreten sei. Änderungen im Projektansatz würden in kurzen Fristen notwendig sein. Zahlenmäßig nähert sich die Bärenpopulation mit 50 Individuen der Mindestgröße für eine überlebensfähige Population, aber gleichzeitig und gegenläufig sei die soziale Akzeptanz der Bären stark abnehmend. In der Einschätzung von Dr. Zanin besteht ein unaufschiebbarer Bedarf, die Instrumente zum Handling der Bärenpopulation dringend anzupassen. So müssten die Kriterien zu den „problematischen Verhaltensweisen“ von einzelnen Braunbären dringlich neu definiert werden. Dies gelte vor allem für die Gefährlichkeit und Schädlichkeit von verhaltensauffälligen Exemplaren. Die aus den bisherigen Erfahrungen abgeleiteten Schlussfolgerungen sollten ihren Niederschlag auch im Managementplan für die Braunbären (PACOBACE genannt) finden. Des Weiteren sollten die Befugnis, bestimmte Maßnahmen zur Intervention zu setzen, vom Umweltminister auf eine dezentralere Ebene herunterdelegiert werden. Dies wünscht sich ein Verantwortungsträger vor Ort, der fast täglich mit der Betreuung nicht einfacher Details im Rahmen des Bärenprojektes befasst ist.
Das Monitoring
Unser Wissen über die Bärenpopulation aus der Brenta-Gruppe und über deren Entwicklung stammt aus intensiven Beobachtungen, Überwachungen und deren Auswertung. Das Trentiner Bären-Monitoring, das in Zusammenarbeit mit den Nachbargebieten betreut und umgesetzt 36 Der Vinschger Wind 6-13
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Das Titelblatt des Bärenreports 2012 des Landesamtes für Forste und Fauna der Autonomen Provinz Trient
wird, umfasst im Wesentlichen vier Bausteine: • das genetische Monitoring mit der Untersuchung von Haar- und Kotproben, • das systematische Monitoring mit Informationen aus dem Fang und der Wiederfreilassung von Bären, • das Zufallsmonitoring aus Beobachtungen, Sichtungen und deren Meldung,
• das fotografische Monitoring über Fotofallen. Im Jahre 2012 wurden beispielsweise 646 Haar- und Kotproben eingesammelt und der genetischen Analyse unterzogen. Insgesamt wurden damit seit Beginn der genetischen Untersuchungen im Jahre 2002 4.952 Proben eingesammelt und untersucht. Das Monitoring über Fotofallen an soge-
nannten Kratzbäumen wurde hingegen im vorigen Jahr 2012 zum ersten Mal durchgeführt. Im Zeitraum Mai bis Oktober haben die Bären insgesamt 128 Mal den Infrarotsensor an einem der 20 Fotoapparate ausgelöst. Die Bären an den Kratzbäumen waren in der weit überwiegenden Mehrzahl Männchen. Die Forscher vermuten, dass die Braunbären über dieses Kratzen an Baumstämmen auch ihre Hierarchie in der Gruppe festlegen.
Einige Ergebnisse
Aus den genetischen Analysen konnten im Jahre 2012 43 verschiedene Bären identifiziert werden. Dazu müssen noch 7 Junge gezählt werden, welche aus 4 Würfen stammen, die genetisch derzeit noch nicht zuordenbar, aber regelmäßig beobachtet und fotodokumentiert worden sind. Abzuziehen sind für die Berechnung der Mindestpopulation hingegen 7 Bären, 5 tote und 2 in das Friaul Julisch Venetien abgewanderte Tiere. Die geschätzte Populationsgröße liegt 2012 bei 43 – 48 Individuen (z.Vgl. 2011: 33 – 36). Unter den 5 toten Bären von 2012 befinden sich auch die drei Brüder M12, M13 und M14 aus dem Geburtsjahr 2010. M14 ist am 22. April 2012 auf der Staatstraße südlich von Klausen unter ein Auto gekommen und verendet. M12 hingegen ist am 8. Juni 2012 beim Überqueren der Schnellstraße Me-Bo auf der Höhe von Vilpian ebenfalls bei einem Zusammenprall mit einem Auto tödlich verletzt worden. M13 hat im südbündnerischen Puschlav überwintert und ist mit einem Erlass der Schweizer Bundesbehörde zu einem Risikobären erklärt und am 20. Februar 2013 bei Miralago im Puschlav erschossen worden. Bereits im Sommer 2012 war das Männchen verhaltensauffällig geworden, hatte auf Almen Weidetiere gerissen und Bienenstöcke zerstört und war immer wieder ohne Scheu vor den Menschen in die Wohnsiedlungen gekommen, auf der Suche nach Nahrung auch in ein Ferienhaus eingebrochen. Vergrämungsaktionen hatten den Bären nicht aus der Nähe zu Wohnsiedlungen vertreiben können. Im Jahr 2012 waren insgesamt 7 Würfe mit 16 Jungen zu vermerken. Seit dem Jahr 2002 sind damit in den 11 Jahren bis 2012 insgesamt 34 Würfe mit mindestens 69 Jungen zu verzeichnen. Junge, die tot geboren werden oder nach dem Wurf sterben, sind nicht erfassbar. Die Jungen stammen von insgesamt 14 verschiedenen Weibchen und 5 Männchen. Das Durchschnittsalter der erstgebärenden Bärinnen liegt bei 3,6 Jahren. Das Intervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Würfen betrug durchschnittlich 2,1 Jahre. Die durchschnittliche Wurfgröße (aus 33 Würfen im Zeitraum 2002-2012 ermittelt) lag
Die Entwicklung der Braunbärenpopulation in der Trentiner Brenta-Gruppe im Zeitraum 2002 – 2012. Die Abbildung ist dem Trentiner Bärenreport 2012 entnommen.
Anzahl der Würfe und Anzahl der Jungen in der Trentiner Braunbärenpopulation im Zeitraum 2002-2012. Mit der ersten gelben Säule ist die Anzahl der Würfe im jeweiligen Jahr dargestellt, mit der zweiten Säule ist das Geschlecht der Bärenjungen dargestellt: Rosa=Weibchen blau=Männchen, grau=Junge, deren Geschlecht noch nicht identifiziert ist. Die Darstellung ist dem Trentiner Bärenreport 2012 entnommen.
bei 2,06 Jungen pro Wurf. In ihrer Altersstruktur ist die Trentiner Bärenpopulation 2012 aus 17 erwachsenen Bären (7 Männchen und 10 Weibchen), 11 Jungbären (8 Männchen, 3 Weibchen) und 15 Jungen (7 Männchen, 1 Weibchen, 7 mit derzeit noch unbestimmten Geschlecht) gebildet.
Raumnutzung und Wanderungen
Das Areal, das von den männlichen Bären aus dem Trentino im Jahr 2012 bestrichen worden ist, beträgt 19.425 km² und entspricht damit im Größenvergleich der 2,6-fachen Südtiroler Landesfläche. Die Weibchen halten sich dagegen nach wie vor in einem sehr viel kleineren Kerngebiet von 1.062 km² um den Brenta-Stock im westlichen Trentino auf. Im Zeitraum 2005-2012 haben insgesamt 21 Bären, allesamt männliche Jungbären das Gebiet der Provinz Trient verlassen. Vier davon sind gestorben, zwei gelten als abgewan-
dert, einer als vermisst. 14 dieser 21 jungen Männchen sind im Jahre 2012 erfasst worden, 6 davon sind in das Trentino zurückgewandert. Drei Bären waren im Jahr 2012 mit Senderhalsband ausgestattet und wurden mittels Satellitentelemetrie in ihren Ortswechseln und Wanderungen überwacht. Einer dieser Bären war der bereits erwähnte M13. Der Trentiner Bärenbericht 2012 enthält auch einen Anhang zum Luchs und zum Wolf im Trentino. Zu diesen zwei Beutegreifern will ich in einem anderen Beitrag berichten. Im Nationalparkhaus aquaprad ist derzeit noch unsere Wechselausstellung zu den „Großen Drei“ (Wolf, Luchs und Bär) zu sehen. Wer den Trentiner Bärenreport 2012 in der ausführlichen Gesamtlänge lesen will, der findet ihn im Internet unter www.orso.provinicia.tn.it Der Bericht ist in italienischer Sprache abgefasst.
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Sport
Martell – Italien Cup und Italienmeisterschaft
Paul Traut Italienmeister
Oben: Neo-Italienmeister Paul Traut; rechts: Vor ihrem Turnus betrachten junge BiathletInnen von oben die von Speaker Luis Mahlknecht animierte Veranstaltung
Die Sieger Sanfilippo und Windisch gratulieren sich am Ende
E
in Tag mit Wolken und ein Tag mit Sonne beim Biathlon Italien Cup und bei der Italienmeisterschaft, insgesamt angenehmes Wetter. Beim Italien Cup waren Federica Sanfilippo und Markus Windisch die Sieger im Sprint sowie in
der Verfolgung. Bei der Italienmeisterschaft holte der Anwärter Paul Traut vom ASV Martell Raiffeisen Silber im Sprint und Gold in der Verfolgung, wo Peter Tumler 10. bzw. 4. wurde. Jan Kuppelwieser war 8. und 11.. Bei den Jungen war
Andreas Rinner 13. im Sprint und 11. in der Verfolgung. Bei den Anwärterinnen besetzten Andrea Ladurner und Anne Gufler den 10. bzw. 20. Platz im Sprint und den 12. bzw. 20. Platz in der Verfolgung. Martell spielt eine beträchliche Rolle bei den nationalen Biathlon-Veranstaltungen. Bei der Italienmeisterschaft waren auch 14 Behinderte am Start, von 5 technischen Funktionären und der Nationalpräsi-
dentin Tiziana Nasi begleitet. Roland Ruepp eroberte zwei Vize-Silbertitel. Auch die Schludernserin Dorothea Agethle war beim Wettkampf am zweiten Tag dabei. Interessant zu beobachten, wie jede AthletIn die eigene Rodel auf die eigene körperliche Behinderung abstimmen und bauen lässt. Der Einsatz der AthletInnen mit Behinderung ist beeindruckend und ein ganz positives Beispiel für alle. (lp)
Skitourenrennen im Martelltal
Marmotta Trophy am 24. März In knapp 2 Wochen am 24. März 2013 findet im Martelltal die 6. Auflage der Marmotta Trophy statt. Die Veranstaltung zählt heuer zum FISI-Italienpokal, zum Austria Skitour Cup sowie zur Rennserie Coppa delle Dolomiti. Die Veranstalter haben keine Mühen gescheut um wiederum ein spektakuläres und anspruchsvolles Skitourenrennen auf die Beine zu stellen. Auch dem Publikum wird einiges geboten, so müssen die Athleten heuer den Rundkurs zweimal bewältigen und können somit gleich zweimal im Start/Zielgelände angefeuert werden. Insgesamt müssen die Teilnehmer der Kategorien Herren Senior/ Master knapp 1.900 Höhenmeter und eine Strecke von 17,2 km bewältigen. Die Teilnehmer der Kategorien Damen Senior/ Master und Herren Junior nehmen eine etwas reduzierte Stre-
Programm:
Samstag, 23.03.2013 ab 16.00 Uhr: Startnummernausgabe 18.00 Uhr: Technisches Briefing im Bürgerhaus
Sonntag, 24.03.2013 09.00 Uhr: Start Frauen und Junioren 09.20 Uhr: Start Männer Senioren und Master ca. 12.00 Uhr: Siegerpräsentation im Ziel 14.30 Uhr: Siegerehrung im Bürgerhaus Teilnehmer:
Teilnehmen dürfen nur FISI-tesserierte Athleten bzw. Athleten gleichgestellter ausl. Verbände.
Info und Anmeldung:
Weitere Infos sowie die Anmeldeformulare auf der Internetseite www.marmotta-trophy.it oder Email info@marmotta-trophy.it
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cke mit 1.418 Höhenmeter in Angriff. Die Kategorien Cadetti und Frauen Junior haben nur einmal die kurze Strecke (700 Höhenmeter) zu bewältigen. Der Start erfolgt wie in den letzten Jahren beim altehrwürdigen Hotel Paradies auf ca. 2.088m. Es folgt der erste Aufstieg über die Zufallhütte zum Aussichtspunkt „Klösterle“ (2.448m). Die Vorbereitungen fürs Rennen laufen auf Hochtouren. Am letzten Wochenende wurde die gesamte Strecke vollständig gespurt. Zurzeit herrschen im Martelltal optimale Bedingungen. Hoffen wir dass es bis zum Rennen so bleibt. Die Einschreibungen sind bereits geöffnet und können über das hierfür vorgesehene Formular (www.marmotta-trophy.it) oder über die ASTC Anmeldung durchgeführt werden.
Sport
Prifa CCM-Cup
Naturns gewinnt das „Kleine Finale“ D
as Abschlussturnier des Prifa CCM Cups, das heuer in Prad stattgefunden hat, war ein wahres Hockeyfest. Drei Spiele bekamen die zahlreich erschienenen Fans, die für eine super Stimmung sorgten, zu sehen. Vor allem das Vinschger Derby ASV Prad gegen den SSV Naturns Blue Cannibals wurde mit großer Spannung erwartet. Nachdem der Traum vom Finale für beide Vinschger Teams geplatzt war (Prad scheiterte am HC Wikinger Vilpian, Naturns schied gegen den HC Gardena Bulls Queens aus), tra-
fen die beiden Mannschaften im kleinen Finale aufeinander. Prad ging selbstbewusst ins Spiel, denn die Obervinschger hatten beide Saisonduelle klar für sich entschieden. In der 18. Minute verhinderte die Querlatte die Führung der Hausherren. Zudem ließen die Prader die Chance aus, in doppelter Überzahl ein Tor zu erzielen. Wie so oft im Eishockey, rächte sich dies wenig später. In der 25. Minute agierte Naturns mit einem Mann mehr auf dem Eis. Florian Kirchler überlistete die Prader Verteidigung und ließ mit seinem Schuss ins Kreuzeck dem Prader Goalie keine Chance. Kurz darauf hätte Naturns auf 2:0 erhöhen können, doch der Prader Torhüter war zur Stelle. Prad kämpfte verbissen um den Ausgleichstreffer, scheiterte aber immer wieder am Naturnser Goalie. Eine Minute
vor Spielende nahm Prad seinen Tormann für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch der ersehnte Ausgleichstreffer der Hausherren wollte nicht mehr fallen und die Naturnser holten sich mit dem knappen 1:0 Sieg die Bronzemedaille. Den Meistertitel sicherte sich der HC
Gardena dank eines 3:0 Sieges gegen den HC Wikinger, das Spiel um Platz 5 gewann der HC Power Bulldogs gegen den HC Valrendena, die Partie um Platz 7 fiel aus. Mit der anschließenden Abschlussparty endete eine lange Eishockeysaison.(sam)
Südtiroler Amateur-Sportverein Naturns Raiffeisen
Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen
Karate – Tag für Kinder mit Handicap
Die Erfolgsserie geht weiter
A
D
m Samstag, den 2. März 2013 fand in ganz Italien für die Disziplin Karate die „giornata disabili“ statt, wo sich Kinder und Jugendliche mit Handicap (Behindertensport) in Wettkämpfen messen konnten. Für Norditalien wurde das Turnier in Marling ausgetragen und ca. 20 Athleten aus der Lombardei, Veneto und Trentino Südtirol waren anwesend. Auch einer unserer Karatekas Sektion Karate SSV Naturns Raiffeisen hat eifrig an den Wettkämpfen teilgenommen und konnte sich so selbst beweisen und auch den anderen zeigen, was er bis jetzt alles gelernt hat. Nach einer kurzen Trainingsphase und einem Kennenlernen der Beteiligten fand ein regulärer Wettkampf in der Disziplin KATA (Scheinkampf) statt und Manuel, der sehr ehrgei-
Manuel Lampugnani mit Sensei Bianchi Maurizio
zig und sehr streng mit sich ist, hat eine super Leistung erbracht und uns als Sektion und SSV Naturns/Raiffeisen alle Ehre gemacht. Wir wünschen Manuel auch für die Zukunft alles, alles Gute und weiterhin viel Spaß beim Sport Karate. Christian Gostner
er Erfolgslauf der Vinschger Schwimmerinnen und Schwimmer setzt sich fort. Bei den Landesmeisterschaften der Anwärter A und B feierte Miriam Innerhofer einen Doppelsieg: sie siegte über 50 m Freistil in 30,89 Sekunden und 100 m Freistil in 1:08,55 Minuten, über 200 Meter blieb ihr nur Blech. Top 10 Platzierungen gab es für Michel Niedermair und Emma Rainer. Lukas Niedermair, Norah Gruber, Alena Lamprecht, Lukas und Emma Hanny, Sophie Abler, Lisa Maringgele, Eva Schweizer, Mara Sulzer und Nadja Windegger zeigten starke Auftritte. Bei den Landesmeisterschaften der älteren Kategorien platzierten sich Simon Jungdolf und Sonja Profaizer unter den besten Sechs, Sofia Marcadent und Andreas Tscholl zeigten einen guten Einsatz. Auch die Kleinsten Reihen
einen Erfolg an den anderen. In Brixen sicherte sich Anita Wielander zwei Mal Gold. Eliah Trojer holte sich einen Sieg und einen dritten Platz, Vanessa Luggin gelang ebenfalls der Sprung aufs oberste Treppchen. Alexander Unterthiner gewann zwei Mal Silber. Manuel Matzohl und Leonardo Recchia konnten ihre Leistungen steigern. (sam)
Lukas und Michel Niedermair 21.03.13
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Sport
SeitenWind
Landesberufschule Schlanders
Fußballstart der 1.Liga von Malser Seite betrachtet.
Christian Gruber ist König im Marmordrücken
Mit Ausnahme von Partschins hat es einen guten Start für 3 der Vinschger Mannschaften mit den benötigten 3 Punkten gegeben. Laas gewann 2:1 gegen Frangart. Auch der Kalender hat eine Rolle gespielt: Mals gewann nämlich auswärts gegen den Tabellenletzten Schenna. Schlanders gewann 1:0 in Partschins. Torschütze war gerade der zurückgekehrte Di Gallo. Von außerordentlichem Pech waren die Gastgeber verfolgt, welche dreimal das Holz trafen und einen Elfmeter nicht verwirklichen konnten. Der 43-jährige, dynamische Malser Trainer (im zweiten Jahr) Helmuth Thurner (im Bild) betrachtet mit Zuversicht den Vinschger Fußball
Während des Wettbewerbes, mit Patrick Platzgummer im vollen Einsatz, unter Kontrolle seines Lehrers Michael Traut
Z
wei Hantelscheiben aus Laaser Marmor galt es heuer beim Tag der offenen Tür der LBS Schlanders so oft wie möglich von der Brust wegzudrücken. Die knapp 90kg schwere Hantelstange begeisterte Athleten und Publikum durch ihre noble und einzigartige Erscheinung. In
zahlreichen Arbeitsstunden wurde sie an der Fachschule für Steinbearbeitung Laas und der Metallfachschule Schlanders eigens für diesen Wettbewerb angefertigt. Vor einem Jahr gewann der aus Morter stammende Athlet das Bankdrücken auf Maximalkraft mit 165kg. Heuer zeigte Christian
keine Blöße, die von Patrick Platzgummer aus Naturns und Elias Wallnöfer aus Prad vorgelegte Bestmarke von 18 Wiederholungen zu toppen. Erst bei siebenundzwanzig ging ihm die Kraft aus. Dankend zeigte sich das mitfiebernde Publikum mit einem kräftigen Applaus. Im Stechen um Patz zwei setzte sich der Marmorschüler Elias Wallnöfer durch. Gute Leistungen zeigten auch Werner Sagmeister, Jürgen Fleischmann und Alessandro Vilardo, alle mit sechzehn Wiederholungen. (ah)
v.l.: Elias Wallnöfer, Christian Gruber, Patrick Platzgummer
Fußball: Oberliga und insbesondere die 1. Liga, wo die Meisterschaft interessant und für den Ligasieg Nals oder Laas - offen bleibt. „Was Mals betrifft“, sagt er, „ist es mein Ziel, eine zufriedenstellende Meisterschaft zu bestreiten, etwas mehr als den einfachen Klassenerhalt. Das entspricht den gegebenen Voraussetzungen, wo die gute Mischung von alten und jungen Spielern eine wichtige Rolle spielt, und auch der Malser Fußball-Tradition entspricht. Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, wobei zu erwähnen ist, dass die Vorbereitung für die Rückrunde in der Winterzeit unter strengen Bedingungen stattgefunden hat.“ Bei den Vinschger Mannschaften findet Thurner jene von Latsch reich an interessanten Möglichkeiten. (lp)
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Negative Wende
links: wundervolle Kapriole von Moriggl, ein malerischer Beweis des jugendlichen Einsatzes eines kräftigen Spielers des Jg. 1979 rechts: Huber-Attacke
I
n der sehr schwierigen heurigen Meisterschaft der Oberliga (auch wegen der zahlreich drohenden Serie D-Abstiege mit Konsequenzen für die Oberliga-Abstiege) hat Naturns in den Heimspielen vom 17.02. und 4.03. goldene Punkte erobert. Die Leistungen sind besonders zu unterstreichen, weil sie ohne den verletzten, starken Vertei-
diger-Kapitän Armin Rungg erreicht wurden. Ganz wichtig war im Spiel gegen Albiano der Mittelfeldruck von Jakob Moriggl und Damian Huber, vom Torinstinkt des Stürmers Elias Tappeiner vollendet. Im Spiel gegen Bozen waren noch einmal Huber und Moriggl im Mittelfeld dominierend. Im Laufe der beiden Spiele waren
auch die makellose Parade der Tormänner Andreas Nischler und Ulrich Rungg für das Ergebnis entscheidend. Dann kam die negative Wende. 3:4 Niederlage im Abstiegsderby gegen Plose, 2:4 Niederlage im Aufholspiel gegen Comano und das Schlimmste von allen die 0:5 Heimniederlage gegen Mori, übrigens eine Mannschaft, welche mit 14 Unentschieden bis jetzt einen Rekord zu suchen scheint. Vor dem Spiel erklärte ein Vorstandmitglied von Mori, dass sein Verein mit einem Unentschieden gegen Naturns zufrieden gewesen wäre. Als eine Art Entschuldigung kann für Naturns gelten: die Abwesenheiten von Armin Rungg, Moriggl, Huber sowie Sanson. (lp)
Sport
Fußball: Landesliga
Morter
Kostbare Punkte für Latsch A
Ein Morterer in Goldrain
uch die Landesliga-Meisterschaft, in der Latsch als einzige Vinschger Mannschaft spielt, ist sehr schwierig (auch - wie in der Oberliga - unter Druck wegen drohender Abstiege aus höheren Kategorien). Im letzten Heimspiel gegen Sarntal, eine Art Abstiegsderby, haben die Latscher einen wichtigen Sieg errungen. Auch in diesem Fall waren wichtige Abwesenheiten zu beklagen, wie Michael Tscholl (Disqualifizierung) und Hannes Stecher - nach seinem Ski-Unfall noch nicht ganz fit. Entscheidend war die Neigung der Lat-
Latscher Freude nach dem Tor von Paulmichl, Bestätigung für einen erwarteten Sieg
scher, Tore zu schießen: zuerst Hannes Schwemm schon in der 2. Minute. Mit raffinierter Eleganz verdoppelte Andreas Paulmichl. Und Stefan Rinner verwirklichte mit einem Strafschuss das Tris der absoluten
Sicherheit, obwohl die Sarner bis zum Ende tapfer weiterkämpften. Der klingende Sieg war für die Latscher Mannschaft besonders wichtig aus moralsicher Sicht und natürlich auch als Sauerstoff für die Tabelle. Für Latsch sowie für Naturns bleibt allerdings keine Zeit zu rasten, weil der Weg des Klassenerhaltes noch hart und lang ist. In der Latscher Führung rechnet man damit, dass noch 18 bis 20 Punkte zu sammeln sind, um das Ziel der Rettung zu erreichen. Auch etwas Glück, was in der Hinrunde gefehlt hat, wird als notwendig erachtet und erhofft. (lp)
Christian Stricker (Bild oben), im Fußball als Didi bekannt, seit immer in Morter wohnend, war langjähriger Spieler in der Goldrainer Kampfmannschaft. Man kann sogar von einem Rekord sprechen: 10 Jahre lang war er in der Goldrainer Mannschaft der einzige Spieler aus Morter. Trainingstätigkeit. Mit 15 Jahren hat er die Tätigkeit als Trainer angefangen (für die 11-jährigen Spieler). 20 Jahre lang war er Jugendtrainer in Latsch, dann Trainer der Kampfmannschaft in Morter, als diese in der Saison 2003/2004 gegründet wurde. Dann ist Stricker in die Politik eingestiegen und war von 2005 bis 2010 VizeBM in Latsch. (lp)
SSV Naturns Raiffeisen Industriepool
Es herrscht Vertrauen
I
n der heurigen Saison 2012/2013 ist Luis Pföstl (Bild), Jg. ’60, einst berühmter klassischer Libero-Verteidiger, der neue Naturnser Fußballsektionsleiter. Am Ende der letzten Saison hat der alte Ausschuss, mit Armin Gasser an der Spitze, das Amt niedergelegt. Geblieben sind jene, welche die Jugend betreuen, mit Luis und Günther Pföstl an der Spitze. Wie sieht Luis Pföstl die Fußball-Lage im Allgemeinen und die Lage der ersten Mannschaft? Trotz derzeitiger Schwierigkeiten bleibt er ruhig und zuversichtlich. „Unser Ziel“, erklärt er, „bleibt die Einbindung der Jungen, weil wir überzeugt sind, dass sie
über das notwendige Potenzial verfügen. Ein gewisser Schwung ist gegeben: In 11 Spielen heuer sind wir in Führung gegangen. Ich bin überzeugt dass wir heuer unser Hauptziel, den Klassenerhalt, schaffen werden, wenn unsere Gruppe kompakt bleibt und die positive Einstellung der Jungen bleiben wird. Wir haben nämlich die Chancen!“ Der Sektionsleiter erinnert an die wunderschönen 90er Jahre mit Trainer Bertinato von der 2. Liga bis in die Oberliga und nachher die folgenden 20 Jahre bis heute immer zwischen Landes- und Oberliga. Ganz wichtig noch war die Schaffung der Spielgemeinschaft. (lp)
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die Gemeindeverwaltung von Glurns auf die Fahnen geschrieben, preiswerte und qualitativ hochwertige Wohnungen und Geschäftslokale zu verkaufen oder eventuell auch zu vermieten. Gerade für Erstwohnungskäufer sind zurzeit großzügige öffentliche Unterstützungen möglich. So können neben der seit ca. einem Jahr bestehenden Ortskernförderung (Unterstützung in Abhängigkeit von der verbauten Kubatur), 48.000 Euro in 10 Jahren in Abzug gebracht werden. Letztere staatliche Unterstützung ist vorerst nur bis 30.06.2013 möglich. Zudem kann jeder Erstwohnungsanwärter natürlich noch die ihm zustehende Wohnbauförderung nutzen. Als öffentliche Körperschaft ist es der Gemeinde zudem möglich, die Spesen und Gebühren beim Kauf auf ein Minimum zu reduzieren. Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen und melden Sie sich unter der Rufnummer 0473/835526 (Dominik Telser) oder der E-Mail Adresse projekt2020@glurns.eu unmittelbar in der Gemeinde um näheres über die beiden Objekte zu erfahren!
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Impressum: Dantestraße 4, 39028 Schlanders
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21.03.13
Der Vinschger Wind 6-13
45
Anzeiger
Ganz still und leise, ohne ein Wort, gingst du aus diesem Leben fort. Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruht es still, doch unvergessen. Es ist schwer zu verstehen, dass wir jetzt getrennte Wege gehen.
Wind-Termine Lust auf Mountainbiken???
Dann komm zum Bike Schnupperkurs für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren des Amateursportverein Kortsch/Raiffeisen – Sektion Mountainbike. Wann: Sa. 23. März 2013 – um 14.00 Uhr Wo: Sportplatz Kortsch Mitzubringen: lediglich Rad und Radhelm! Bei Fragen: Sektionsleiter Herr Geiser Jürgen Tel. 335 54 20 539
Wir danken allen, die meinen lieben Mann und unseren herzensguten Tata, Herrn
Erich Unterweger *15.02.1956 † 02.03.2013 Laatsch
Vortrag zum Thema:
… auf seinem letzten Weg begleitet haben. Ein herzliches Vergelt’s Gott der Geistlichkeit, Dekan Stefan Hainz und Altpfarrer Norbert Wilhalm für die würdevolle Feier des Trauergottesdienstes. Danke Herrn Robert Wolf für die Gestaltung der Rosenkränze sowie für die tatkräftige Mithilfe und Unterstützung bei der Organisation der Begräbnisfeier. Danke allen, die einen Dienst bei der Beerdigung übernommen haben. Danke für die Beileidsbekundungen, mündlich und schriftlich und für die Gedächtnisspenden. Danke unserem Hausarzt Dr. Josef Stocker, den behandelnden Ärzten und dem Pflegepersonal im KH Schlanders. Danke allen, die meinen Mann, unseren Vater in Erinnerung behalten und seiner im Gebet gedenken. Renate mit Bianca und Jennifer Menschenleben sind wie Blätter, die lautlos fallen. Man kann sie nicht aufhalten auf ihrem Weg. All unsere Liebe vermag nicht, sie zu halten.
Ernährung mit Bienenprodukten
Wo: Kulturhaus Schluderns – Raiffeisensaal Wann: Samstag, 23. März 2013 Beginn: 19.00 Uhr Referentin: Renate Frank aus Deutschland Freier Eintritt
Osterkonzert
der Musikkapelle Tarsch Wann: Sonntag, 30. März 2013 um 20.00 Uhr Wo: im Vereinshaus Sigmunt Angerer in Tarsch Leitung: Benjamin Blaas Obmann: Josef Kuppelwieser Sprecherin: Petra Gamper
CHÉZ TANGO
TANGO ARGENTINO CON PASIÓN – COMÉDIA Humoristisches Tango-Tanz-Theater in 2 Akten mit Live-Musik Wann: am Sonntag, 7. April 2013 um 20.00 Uhr Wo: Kulturhaus „Karl Schönherr“ in Schlanders Karten: Büro des Tourismusvereins Schlanders-Laas & an der Abendkasse ab 19 Uhr.
Maria Wwe. Wielander geb. Schuster
*28.05.1919 † 27.02.2013 Schlanders
Liebe Tant Moidl, danke, dass du immer für uns da warst Horst und Kurt
Oft stehen wir an deinem Grab mit dem Herzen schwer noch vieles möchten wir dich fragen, doch Antwort gibst du uns keine mehr. Der Tag an dem du von uns gingst, kam viel zu früh, vergessen werden wir dich nie.
17. Jahrestag
Herbert Lösch *30.07.1969 † 31.03.1996 Freiberg
Wir gedenken deiner ganz besonders beim Gedenkgottesdienst am Sonntag, 31. März 2013 um 09.45 Uhr in der Pfarrkirche von Freiberg. Allen die daran teilnehmen ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie
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21.03.13
Jahrestag/Danksagungen Wir vermissen dich so oft und hatten doch gehofft, die Tür geht auf, du kommst herein, und alles wird wie früher sein. Die Zeit ist schnell vergangen, doch unsere Trauer nicht, du bist von uns gegangen, aber aus unserem Herzen nicht.
5. Jahrestag
Albert Pircher * 07.04.1957 † 31.03.2008 Naturnser Sonnenberg
In Liebe gedenken wir deiner ganz besonders bei der hl. Messe am 30.03.2013 um 19.00 Uhr, in der Pfarrkirche von Naturns. Allen, die daran teilnehmen und für unseren Albert beten, danken wir von Herzen. Deine Familie
Anzeiger
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REFERENT/IN Martina Thanei KURSBESCHREIBUNG Mosaik ist die Kunst, aus vielen kleinen Einzelteilen wie Glasnuggets, Keramik, Natursteinchen oder Spiegelmosaiksteinen ein harmonisches Ganzes zu schaffen. Kugeln, Spiegeln, Dekor-Schalen, Windlichtern und vielen anderen Gegenständen kann mit dieser Technik ein ganz besonderer Stil verliehen werden. Lass dich von dieser alten Handwerkskunst verzaubern! TERMINE Sa, 06.04. – Sa, 11.05.2013 (jeweils Sa) UHRZEIT 09.30 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 4 Treffen ORT Schlanders (JUZE) Kursbeitrag 15 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Mo, 01.04.2013
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