Nr. 24 (190) 29.11.12 I.P. 8 Jg.
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Freitag, 30. November Samstag, 1. Dezember SCHLANDERS • SULDEN • PRAD
Inhalt
Kommentar
Inhalt Mals: Schlacht gewonnen - Krieg steht bevor
Seite 4
Schlanders: Der Protest der Marx AG
Seite 4
Mals: Zuviel Geld im Spiel bei der Pacht der Obstanlage?
Seite 5
Latsch: Die Werstoffinseln kommen weg
Seite 5
Titel (Bild): Die einfachste Lösung am Joch
Seite 6
Nauders: Bauen an der B 180
Seite 8
Gastkommentar: Besser leben
Seite 8
St. Valentin: Sieg der Vernunft
Seite 8
Vinschgau: Imker erzeugen Gold-Honig
Seite 9
Eyrs/Vinschgau: Neue Gesichter für Politik und Wirtschaft
Seite 12
Latsch: Der Raika-Karikaturenkalender von Peppi Tischler
Seite 14
Menschen: Von Höhe und Weite - Claudia May
Seite 15
Schlanders: Die Ehrenbürger von Schlanders
Seite 16
Vetzan: „Kunstdünger“ ist familienfreundlich
Seite 16
Mals: Erstes Biohotel Italiens feiert Geburtstag
Seite 18
Prad: Rauchen und Übergewicht erzeugen Herzinfarkt
Seite 19
Kultur: Begegnung mit einem Maler - Buch über Erich Stecher
Seite 20
Sonderthema: Was sich Kinder zu Weihnachten wünschen
ab Seite 33
von Chefredakteur Erwin Bernhart
Auf eine Zigarette Am vergangenen Freitag ist Abt Bruno auf dem Friedhof von Sankt Stephan beigesetzt worden. Viele haben Abschied genommen, ein Zeichen freundschaftlicher Verbundenheit. Abt Bruno hat sich in den 27 Jahren seiner Amtszeit in die historische Reihe von Äbten eingefügt, die jeweils das Erbe Marienbergs angetreten und verwaltet haben. Der Vinschgerwind hat ihm 2009 eine Titelgeschichte - „Gottesmann mit Schwung“ - gewidmet. Abt Brunos Werdegang, vor allem seine weltlichen Entscheidungen, wurden darin nachgezeichnet. Als großer Spiritueller wird Abbas Bruno nicht in die Geschichte eingehen, dazu war er zu bodenständig (eine „geerdeten Spiritualität“ hat ihm der neue Abt Markus zugeschrieben). Als hemdsärmeliger, begeisternder und offenherziger Abt, der viel Frischluft ins Kloster hereingelassen hat, sehr wohl.
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Politik & Lokales
Mals
Schlacht ist geschlagen
I
n der Gemeinde Mals ist am vergangenen Sonntag die erste Bürgerbefragung über die Bühne gegangen, deren Ergebnis für die Gemeindeverwalter bindend ist. Von den rund 4800 Stimmberechtigten haben mehr als 38 Prozent an der Abstimmung teilgenommen, das sind mehr als 1800 WählerInnen. 58,5 Prozent davon (1068) haben sich dafür ausgesprochen, dass am Rambach ein Kraftwerk von bis zu drei Megawatt Leistung errichtet werden kann. 41,5 Prozent (758 WählerInnen) sprachen sich für eine Unterschutzstellung aus. Die Abstimmung ist gültig, weil das Quorum von 20 Prozent bei Weitem überschritten worden ist. Der Ausgang der Abstimmung ist eindeutig. Die Gemeindeverwalter von Mals werden sich um die Konzession für eine Kraftwerk bemühen und mit einem möglichst guten Umweltplan ins Rennen gehen müssen. Die Gangart wird nicht einfach. Auf der einen Seite wollen die Malser abwarten, wie in Taufers (voraussichtlich Anfang Jänner) abgestimmt wird. Erst dann kann grundsätzlich über eine Aufteilung der Beteiligung diksutiert werden. Um eine Einbindung des Grundeigetümers am Ram, die Fraktion Laatsch, wird man auch nicht herumkommen. Der Bär wird dann trotzdem noch nicht erlegt sein, denn auch private Anbieter werden sich um die lukrative Konzession am Ram ins Zeug legen. Helmuth Frasnelli von der Eisackwerk GmbH zum Beispiel. (eb)
Wind - online
Umfrage auf www.vinschgerwind.it Die Volksbefragung in der Gemeinde Mals: „Sind Sie für die Errichtung eines Kleinkraftwerks mit einer maximalen Nennleistung von 3 MW am Rambach?“ (92 abgegebene Stimmen) 50,0 %
JA
50,0 %
NEIN
(46 Stimmen)
(46 Stimmen)
Neue Umfrage: Die LehrerInnen wehren sich gegen finanzielle Kürzungen. Zu Recht? 4
Der Vinschger Wind 24-12
29.11.12
„Werte Kundschaft“ heißt es auf dem Bekundungsschreiben der Firma Marx AG, Vetzan; Betonstangen stapeln sich in den Obstanlagen
Schlanders
Stopp für private Anlieferungen M it einem Schreiben, das die Firma Marx AG an die Kundschaft verteilt, macht diese darauf aufmerksam, dass die Bauschuttdeponie für private Anlieferung vorerst geschlossen bleibt. „Sollte dies nicht ausreichen, werden wir auch für zukünftige sämtliche Drittanlieferungen schließen“, so Marx weiter in seinem Schreiben. Hiermit gibt die Firma Marx AG ihren Protest gegen die Entscheidung der Gemeindeverwaltung Schlanders kund, die Erweiterung bzw. die Verlagerung der Bauschuttrecyclinganlage nicht zu genehmigen. „Die Anlage platzt aus allen Nähten, wir können so nicht weiterarbeiten“, sagt Franz Marx im Gespräch. Der Frage, inwieweit sich die Firma Marx AG mit ihrer Handlungsweise im Recht befindet, versucht die Gemeindeverwaltung Schlanders nun auf den Grund zu gehen. Laut Bürgermeister Dieter Pinggera ist Marx verpflichtet, gewerbliche Betreiber anzunehmen, außer die Struktur ist überlastet, bzw. die Anlage ist voll, und genau mit dieser Aussage argumentiert Marx gegen den Gemeindebeschluss. Dies, so Pinggera, würde aber auch bedeuten, dass Marx seinen eigenen Bauschutt nicht mehr annehmen dürfe und hätte somit ein Problem. Ein anderes Problem stellt sich durch das neue gesetzesvertretende Dekret, betreffend die Landwirtschaft, dar, welches den Transport für Bauschutt mit Traktoranhängern illegal macht. Denn mit dem Argument, diesen Bauschutt nicht annehmen zu können, da er nicht legal transportiert wurde, sei Marx wieder im Recht und somit wieder auf der stärkeren Seite. Besonders mit den Betonstangen, die sich zurzeit in vielen Obstanlagen stapeln, weiß nun zurzeit niemand recht wohin. Die Gemeinde fühlt sich jedoch nicht unter Druck gesetzt, sagt Pinggera. Auf jeden Fall gilt es nun mit den Landesämtern in Bozen abzuklären, inwieweit sich die Firma Marx AG vom rechtlichen Handeln entfernt. Die
Bezirksgemeinschaft Schlanders erklärt, dass die Bauschuttrecyclinganlage außerhalb ihres Kompetenzbereiches liege, und dass sie angesichts dieser verzwickten Lage auch sehr froh darüber sei. Auch Giulio Angelucci, Amtsdirektor für Abfallwirtschaft Bozen bestätigt, dass die Firma Marx AG eine rein private Anlage sei. Martha Gärber, Amtsdirektorin für Industrie und Gruben Bozen schreibt, dass das Landesamt die Ermächtigung zum Abbau von Schotter nach einem im L.G. 7/2003 geregelten Verfahren erteilt, in dem sowohl die Dienststellenkonferenz im Umweltbereich, die Gemeinden als auch die direkt Betroffenen (Grundeigentümer und Grubenbetreiber) involviert sind. Das Landesamt ist weiters zuständig für die Gewährung von Beiträgen für betriebliche Investitionen und für Initiativen zur Steigerung der Internationalisierung laut L.G. 4/97, wobei die Beitragsbegünstigten jederzeit im Bürgernetz abgerufen werden können. Diesen Informationen zufolge bleibt für die Gemeinde Schlanders wohl noch einiges abzuklären. Laut BM Pinggera kann derzeit Bauschutt abgegeben werden, und zwar bei der Firma Mair Klaus, ebenfalls in Vetzan. Die Kapazität der Recyclingbauhöfe reicht leider nur für sehr geringe Mengen, die letztendlich wieder zu der Firma Marx AG zurückgelangen und sehr teuer sind. Wer die Preise in die Höhe treibt, bleibt dahingestellt. Im Vergleich: 1 Tonne Bauschutt bei der Firma Marx AG in Vetzan kostete 7,70 Euro. Am Recyclinghof Latsch kostet 1/4m³ Bauschutt 7,50Euro. Bei Mair Klaus Vetzan kostet 1m³ reiner Bauschutt 5Euro, unreiner Bauschutt 10 Euro. Alternative wird somit geboten, sollte die Firma Marx AG ihre Drohung jedoch wahrmachen und zukünftig auch für Drittanlieferung schließen, könnte die Gemeindeverwaltung Schlanders wohl doch etwas unter Druck geraten. (sil)
Politik & Lokales
Mals
Zu viel Geld F
lorian Schuster versteht die Welt nicht mehr. Er hat der Gemeinde Mals 10.000 Euro pro Hektar Pacht geboten für die Obstanlage unterm Tartscher Bichl. Das würde bei den gut zwei Hektar (Vinschgerwind 23/12) etwas mehr als 20.000 Euro pro Jahr und in fünf Jahren 100.000 Euro an Pachtschilling ausmachen. Bei der Pachtvergabe ist Schuster allerdings nicht berücksichtigt worden. Der Gemeindeausschuss von Mals hat am 13. November beschlossen, die knapp 2,2 Hektar Obstwiese für 5.500 Euro pro Hektar an Mathias Peer aus Mals zu verpachten. Knapp 60.000 Euro für fünf Jahre. Verzichtet die Gemeinde damit auf Einnahmen von rund 40.000 Euro? Schuster, Biobauer aus Vetzan, hat die Malser Anlage zwei Jahre lang als Betriebsleiter bearbeitet und auf Bio umgestellt. Er kennt die Anlage, wie seine Westentasche. Für ihn ist die Vergabe durch die Malser Kommission, bestehend aus den Referenten Josef Thurner und Andreas Heinisch und der Generalsekretärin Monika Platzgummer nicht nachvollziehbar. Er habe zuviel Pacht geboten, deshalb sei er disqualifiziert worden, hieß es aus der Gemeindestube, sagt Schuster. Muss eine Gemeinde nicht darauf schauen, dass die eigenen Güter möglichst ertragreich bewirtschaftet werden, fragt sich Schuster. Schuster überlegt sich ernsthaft, Rekurs gegen die Pachtvergabe einzulegen. Tatsächlich haben insgesamt sieben Bewerber ihr Offert in der Gemeinde abgegeben. Ein einziger aus der Gemeinde Mals. Und der hat dann den Zuschlag bekommen. „Die hätten in ihrer Ausschreibung hineinschreiben sollen, dass die Anlage nur
v.l.: der Malser Landwirtschaftsreferent Josef Thurner und der Vetzaner Biobauer Florian Schuster
an Malser Bauern zu vergeben ist“, ärgert sich Schuster. Der Idealfall wäre ein Jungbauer aus Mals und OVEG-Mitglied gewesen, sagt Josef Thurner. Das Angebot von 10.000 Euro pro Hektar von Schuster sei viel zu hoch. Aus dem Bauernbund, der den Pachtvertrag aufsetzen soll, sei die Information gekommen, dass man Verträge bis zu höchstens 6.500 Euro pro Hektar verfassen würde. Alles was darüber sei, sei viel zu viel Geld, sagt Thurner. Dies bestätigt BB-Bezirksdirektor Johann Wallnöfer. Ein Pacht von 10.000 Euro pro Hektar sei jenseits der Wirtschaftlichkeit, sagt Wallnöfer. Bevor der Pachtvertrag aufgesetzt wird, wolle man nun die Rekursfristen abwarten. Bei der Vergabe der Pacht ist allerdings zusätzlich eine schiefe Optik entstanden: Thurner hat seine Kühe im Stall von Mathias Peer stehen. „Ich arbeite seine Kühe dafür mit“, bestätigt diesen Umstand Thurner. Einen diesbezüglichen Pachtvertrag gebe es nicht. Die schiefe Optik will Thurner nicht sehen. (eb)
Latsch
Wind - Leserfoto
Was kommt danach?
Der Kälte entfliehen
D
ieses Bild gehört ab 1. Jänner für die Gemeinde Latsch, samt Bezirke, der Vergangenheit an. Für das Dorfbild entsteht kein größerer Schaden, denn so säuberlich sieht es an den Müllsammelstellen nicht immer aus, von Geruchsbildung einmal abgesehen. Schlimmer aber sei der Zustand in den Containern drinnen. Laut Gemeindereferent Roland Riedl werde zu viel Restmüll eingeworfen. Und dies sei nicht nur in der Klauber-Zeit der Fall, wie
von manchen behauptet wird. Schon seit 3 Jahren suche man eine Lösung für dieses Problem, aber es hätte jetzt keinen Sinn mehr. Die Wertstoffinseln kommen weg, dies sei seit der Gemeinderatssitzung vom 19. Oktober beschlossene Sache. Bereits ab 1. Jänner werden alle Wertstoffinseln entfernt sein. Einigermaßen verärgert sei man in der Bevölkerung, da z.B. ältere Menschen nicht immer die Möglichkeit hätten, mit einem Auto zum Recyclinghof zu gelangen, aber es wird laut Riedl eine Alternative geboten werden. Diese sieht dann wahrscheinlich einen Sammeldienst für jene Menschen vor, welcher von der Bevölkerung aber nicht ausgenützt werden dürfe. (sil)
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29.11.12
Der Vinschger Wind 24-12
5
Titel
Die Stilfserjochstraße ist Musik:
Intro - Staccato - Crescendo Das Stilfserjoch hat drei Dimensionen: die Provinz Südtirol, das Val Müstair und die Provinz Sondrio. Von allen drei Seiten kann aufs Joch gefahren werden. Ab 1. Jänner 2013 wird es auf Südtiroler Seite eine Maut geben. Ohne die Lombarden und ohne die Schweizer miteinbezogen zu haben. Es ist ein vorläufiger Schlussstrich unter eine jahrelange Diskussion. Hat man für eine „ErlebnisCard“, ähnlich jener am österreichischen Großglockner, die Chance vertan? von Erwin Bernhart
E
ine Maut gab es schon mal am Joch. Fast 10 Jahre lang. Von 1894 bis 1903. Die Postmeister von Mals, Eyrs, Trafoi und Bormio haben damals die Schneeräumung für die ganze Strecke zwischen Spondinig und Bormio übernommen. Die Maut sollte die daraus entstehenden Kosten teilweise decken. Der Fremden- und Touristenverkehr nahm über die Passstraße zu. Damals hielten die Vinschger (Postmeister) zusammen. Natürlich nicht ohne Eigennutz. Denn der Tourismusverkehr per Postkutsche generierte lukrative Einnahmen. Die Bedeutung der Stilfserjochstraße als Touristenmagnet hat sich seither nicht wirklich geändert. Und eine Bemautung der Jochstraße hätte durchaus Bedeutung für den gesamten Vinschgau. Der Wirtschaftsprofessor Gottfried Tappeiner hat im Jahr 2000 eine Bemautung angeregt (in „Die Stilfserjochstraße“, Wolfang Jochberger, Gerd Klaus Pinggera, Gottfried Tappeiner, Athesia, 2000). Tappeiner schreibt unter anderem: „Gerade für das Stilfser Joch ist beispielsweise die „Markenwirkung“ ein ganz wesentlicher Faktor. „Stelvio“ (gemeint ist damit das Stilfser Joch) ist einer der bekanntesten Begriffe des Vinschgaus im italienischen Raum.“ Ab Frühjahr 2013 wird für das Befahren der Stilfserjochstraße eine Maut fällig. Der Beschluss der Landesregierung liegt seit 30. Juli 2012 vor. Die Maut wird als „greencard“ ausgegeben und, so wie sie beschlossen ist, ist sie Ausdruck der Schwäche der Vinschger und Ausdruck dafür, dass in der Landesregierung die eine Hand nicht weiß, was die andere tut. Tourismus und Straßenbau gehen, das lässt sich vorab feststellen, nicht Hand in Hand. Und das gerade da nicht, wo sich die Zusammenarbeit nicht nur anbieten, sondern aufdrängen würde: an der „Königin der Alpenstraßen“. Auch 6
Der Vinschger Wind 24-12
29.11.12
vinschgauweit, vor allem in Tourismuskreisen, hat man die Bedeutung des Stilfserjochs wohl noch nicht erkannt. Man hat in der Vergangenheit kleinräumig gedacht. Der Hoteliers- und Gastwirteverband im Vinschgau hat sich grundsätzlich gegen eine Maut ausgesprochen. Der Tourismusverband - heute Vinschgau Marketing - hat sich in die Diskussion um eine Maut und deren Folgen erst gar nicht eingeklinkt. Im Vinschgau wird dem Stilfser Joch bzw. der Passstraße demnach keine Bedeutung zuerkannt. Nicht so in der Gemeinde Stilfs. Dort ist jahrelang überlegt worden, was man mit der Jochstraße alles machen könnte. Seit 1998 die Straße von der ungeliebten ANAS in die Landesverwaltung übergegangen ist, sind die Diskussionen konkreter geworden. Das Land hat seitdem rund 25 Millionen Euro in die Instandhaltung und Sicherung der Stilfserjochstraße investiert. Eine Bemautung ist immer wieder verschoben worden. Bis Landesrat Florian Mussner im vergangenen Juli Nägel mit Köpfen gemacht hat und in der Landesregierung die Zahlen beschließen ließ. Nägel mit Köpfen? In der Gemeinde Stilfs ist man aufgewacht. In politischen Kreisen und in Tourismuskreisen zirkuliert seit Anfang des Jahres 2012 eine Grobstudie von
Stephan Gander. Bei einer Klausursitzung der Landesregierung wurde diese Studie vorgestellt. Darin wird eine „ErlebnisCard“ für das Stilfserjoch angedacht. Die Grundidee: Mit einer „ErlebnisCard“ könnten Gäste, die aufs Joch fahren, gleichzeitig vorhandene Infrastrukturen besuchen und nutzen, aquaprad und naturatrafoi etwa, das Messner Mountain Museum in Sulden und viele andere mehr. Ganders Konzept geht über die Grenzen hinaus. In Bormio könnten die dortigen Thermalbäder in die „ErlebnisCard“ miteinbezogen werden, im Münstertal das Kloster St. Johann, welches Unesco Welt-Kulturerbe ist. Ganders Vorschlag, der sich auch an der Großglock-
Bem
aut
nerstraße in Österreich orientiert, hat viele Freunde in Tourismuskreisen gefunden. Nicht nur, dass damit der Preis für die „ErlebnisCard“ den Gästen gegenüber leichter zu verkaufen sei, sondern auch die interne Rechnung: Nimmt man rund 200.000 Fahrzeuge (Autos und Motorräder) pro Saison an, bei einem Preis für die „ErlebnisCard“ von 20 Euro, würden pro Saison 4 Millionen Euro abfallen. Utopie? Keineswegs. Die Maut am Timmelsjoch kostet 18 Euro. Und das Timmelsjoch ist nicht mit der weitaus bekannteren Stilfserjochstraße gleichzusetzen. Am Großglockner kostet das Tages-Ticket 32 Euro für PKWs und 22 Euro für Motorräder. „Die berühmteste Alpenstraße führt Sie ins Herz des Nationalparks Hohe Tauern, zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner (3.798 m) und seinem Gletscher, der Pasterze. Die Alpenstraße ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Österreich. Auf 48 Kilometern Hochalpenstraße mit 36 Kehren, bei einem Höhenanstieg bis auf 2.504 Meter erwartet Sie ein Naturund Fahrerlebnis der besonderen Art! Sie durchqueren eine einzigartige Gebirgswelt mit blühenden Almwiesen, duftenden Bergwäldern, mächtigen Felsen und ewigem Eis bis zum Fuße des Großglockners, der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe!“ Mit diesen Sätzen wirbt die Großglockner Hochalpenstraße AG. Die Parallelen zur Stilfserjochstraße sind frappierend: mitten ins Herz des Nationalparkes Stilfserjoch, das Ortlermassiv mit seinen Gletschern, die Geschichte der Stilfserjochstraße und was als Sahnehäubchen dazukommt: das Stilfserjoch ist dreidimensional und verbindet drei überaus verschiedene Landesteile: die Provinzen Bozen und Sondrio und mit dem Umbrailpass die Schweiz. Ein Dreisprachenpass. Ein Potenzial, welches der Großglockner nicht vorzuweisen hat. Tatsächlich hat sich die Landesregierung für den kleinsten gemeinsamen Nenner entschieden. Für eine Wochenvignette von 10 Euro für PKWs und für Motorräder. Ausschließlich auf Südtiroler Seite. Im Vergleich zu anderen Mautkarten ist die Silfserjochstraße spottbillig zu haben. Eine reine Straßenbewirtschaftung, die mit einem Tourismuskonzept nicht viel zu tun hat. Die Einnahmen, man rechnet mit ca. 2 Millionen Euro, sind immerhin so verplant, dass 1,6 Millionen der Straßenerhaltung zugeführt werden, 200.000 Euro bekommt die Gemeinde Stilfs (einen Teil davon Prad) und 200.000 Euro die Ferienregion Ortlergebiet. Irgendwie bedauern sowohl der Stilfser BM Hartwig Tschenett als auch der Prader BM Hubert Pinggera, dass die „EventCard“
Timmelsjoch: nicht z u m Zuge gekommen ist. Man komme sich als Versuchskaninchen für die Maut auf den Dolomitenpässen vor, sagt Pinggera. Tschenett wäre es auch lieber gewesen, dass die Maut mit Bormio und dem Val Müstair abgesprochen worden wäre. Jedenfalls regen beide BM an, dass die „ErlebnisCard“ in einem zweiten Moment eingeführt werden solle. Wenn nun einseitig, von der Südtiroler Seite aus, bemautet wird, befürchten die Eidgenossen im Val Müstair eine Verkehrslawine über den Umbrail. Der Müstairer Großrat Georg Fallet hat dies mit den Tourismustreibenden im Val Müstair erörtert. Fallet sagt, dass Verkehr grundsätzlich wichtig sei. Aber ein Verkehr, der vor Ort nur Lärm und Abgase lasse und ansonsten nichts einbringe, sei nicht zu tolerieren. Fallet ist von einer „ErlebnisCard“ unter Einbeziehung des Val Müstair durchaus angetan. Da müsse man darüber reden. Der Bürgermeister von Bormio, Giuseppe Occhi, ist vom Alleingang auf Südtiroler Seite nicht begeistert. Die Sache hätte mit den Nachbarn accordiert werden sollen. Der Begriff Maut gefällt Occhi überhaupt nicht. Eher sollte es „Eintritt in ein Museum“ heißen, und dafür mehr bieten, als nur eine Straßemaut. Occhi kommt gerade von der Besichtigung eines großen Nationalparks aus den USA zurück. Dort sagt Occhi, schließe der Eintrittspreis sämtliche Infrstrukturen mit ein.
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Großg
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Stilf
Arnold Gapp, in der Regierung von Sepp Hofer VizeBM und als Tourismusreferent im Ausschuss und seit 2010 einfaches Gemeinderatsmitglied in Stilfs, sieht die Dinge pragmatischer. Obwohl auch er einer „ErlebnisCard“ durchaus Positives abgewinnen kann. Vor Jahren habe man über Konzepte an der Jochstraße nachgedacht, mit Kjettil Thorsen einen Professor aus Norwegen geholt. Thorsen und der Ingenieur Siegfried Pohl, Arnold Gapp und der Künstler Ulrich Egger haben 2006 eine Studie zur Gestaltung der „Panoramastraße Stilfersjoch“ erstellt. Landesrat Florian Mussner stand Pate (Vinschgerwind Nr. 17, August 2007). Die Jochstraße sei eine Per-
Titel
serjo
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ch:
Woc h PKW envign ette Mot orra d Sais Euro 1 PKW onkarte E uro 0 /Mo 10 torra d Euro 60
le, sagt Gapp, die die Einheimischen als solche noch nicht erkannt haben. Fast wäre die damalige Studie in der Schublade stecken geblieben, eine Dreiteilung der Strecke - das „Intro“ von Spondinig bis Trafoi, das „Staccato“ von Trafoi bis zur Franzenshöhe und das „Crescendo“ von dort bis auf die Passhöhe. Ein schönes Straßenprojekt. Erst die aktuelle Notwendigkeit, im Vinschgau bzw. an der Jochstraße Automaten für die „greencard“ aufstellen zu müssen, hat eine Rückbesinnung auf diese Studie bewirkt. Vinschgaus Straßenchef Werner Stecher hat die Landesbeamten auf die Studie verwiesen. Konkret wird nun die Ausweisung von Parkplätzen (dort werden einige Automaten aufgestellt) und die Adaptierung von Teilen der Festung in Gomagoi vorangetrieben. Auch auf dem Joch selbst sollen Parkplätze samt Automaten entstehen. Konkret wird auch ein Kreisverkehr in Spondinig, der die Kreuzung entschärfen und der auch auf die Stilfserjochstraße hinweisen soll. Im kommenden Langes, wenn der Winter die Straße aufs Joch wieder frei geben wird, soll alles pronto sein. Für die „greencard“. Die hemdsärmeligen Postmeister im Vinschgau gibt es nicht mehr. Sicher ist, dass es äußerst schwierig werden wird, eine „ErlebnisCard“ in einem zweiten Moment einzuführen. Außer es gibt nach dem bisherigen „Intro“ (die Diskussionen) und dem derzeitigen „Staccato“ (der Beschluss der Landesregierung) ein „Crescendo“ (eine Neufassung des Beschlusses?).
29.11.12
Der Vinschger Wind 24-12
7
Wirtschaft
Nauders/Vinschgau
Gastkommentar
Die B 180
Besser leben
R
eschenstraße zwischen Pfunds und Nauders wegen Bauarbeiten für PKW gesperrt, Umleitung über Martina“. Diese und ähnliche Verkehrsnachrichten hörten wir seit April 2012 regelmäßig in den Radios. Wir werden sie auch noch im nächsten Jahr zu hören bekommen. Ursache dafür ist der Bau der „Tschingelsgalerie“. Die Reschenstraße hat eine Länge von 42,6 km und führt vom Ende des Autobahnzubringers in Fließ/ Zams durch das Oberinntal zur Grenze nach Italien vor dem Reschenpass, von dem sie ihren Namen hat. Die im Jahr 46 begonnene Römerstraße Via Claudia Augusta war die erste befahrbare Straße über den Reschenpass. Unter der Leitung der Baumeister Carl von Ghega und Josef Duile, einem gebürtigen Grauner, wurde zwischen 1850 und 1856 eine neue
Straße von Nauders bis zur Kajetansbrücke erbaut, die bis 1918 als Vinschgauer Reichsstraße bezeichnet und 1921 als Bundesstraße übernommen wurde. 1926 wurde sie verbreitert und asphaltiert. Bis 1938 wurde sie als B 76 bezeichnet, nach dem Anschluss Österreichs bis 1945 als Teil der Reichsstraße 24 geführt und von 1949 bis 1971 als B 187 bezeichnet. Gemäß Bundesstraßengesetz von 1971 sollte die Reschenschnellstraße S 15 die Vinschgauer-Straße ersetzen. Diese Schnellstraße wurde jedoch nicht gebaut, deshalb wird die Reschenstraße seit 1999 wieder als Bundesstraße geführt und als B 180 bezeichnet. Seit 1. April 2002 steht sie unter Landesverwaltung und führt zwar das B in der Nummer weiterhin, nicht aber die Bezeichnung Bundesstraße. Am 15. Mai 2002 wurde die Schreibweise der nunmehrigen Landesstraße vom Tiroler Landtag in Reschenstraße geändert. (aw) 8
Der Vinschger Wind 24-12
29.11.12
Mauro Stoffella, Leiter des Bereichs Kommunikation im Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (hds)
B
esser leben“: So hat sich vor Kurzem ein bekannter deutscher Handelsriese umbenannt. Entsprechend groß ist die begleitende Werbekampagne. Mit diesem neuen Claim will der Riese die Wahrnehmung bei den Kunden verbessern – trotz einem bereits hohen Bekanntheitsgrad von 97 Prozent und den zweiten Platz im Handelsranking. Wieso also diese Umbenennung? Die Verantwortlichen erklären das so: Der Kundennutzen soll in den Vordergrund rücken, z. B. die Nähe zum Kunden, der direkte Kontakt im Geschäft, die Bedeutung bewusster Ernährung für das Leben, Frische, Einfachheit oder die Verantwortung auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Auf den
Punkt gebracht: die Lebensqualität. Was hat das jetzt mit Südtirol zu tun? Die vielen Geschäfte und Nahversorger in Südtirols Dörfern, meist Klein- und Familienbetriebe, brauchen ihren Namen nicht zu ändern. Mit ihrer flächendeckenden Präsenz von Abtei bis Wolkenstein, ihrer Nähe zu den Menschen und ihrem persönlichen Service sorgen sie bereits für Lebensqualität in unseren lebendigen Dörfern. Südtirols Gemeinden verfügen über eine noch großteils intakte Nahversorgung. Sie ermöglicht den Einkauf vor Ort und schafft Arbeitsplätze (16.000 in ganz Südtirol) in den Orten. Auch in kleineren Gemeinden können sich die Kunden direkt vor Ort mit dem Notwendigsten versorgen. In vielen Ortschaften geht das Angebot sogar noch darüber hinaus. Südtirols flächendeckende Handelsstruktur ermöglicht zudem ein ökologisches Einkaufsverhalten: Die meisten Kunden (über 50 Prozent) tätigen ihre Einkäufe zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Bus oder mit der Bahn. Über 60 Prozent der Südtiroler kaufen täglich in der Nähe der eigenen Wohnung ein. Das ist europaweit einzigartig und ein unschätzbarer Wert, den es zu erhalten und weiterzuentwickeln gilt. Mauro Stoffella
St. Valentin a.d.H.
Die Vernunft hat gesiegt I n der Gemeinde Graun, genauer in St. Valentin, wurde -der Vernunft der Gemeindeverwaltung sei Dank - eine Absurdität verräumt. Im März dieses Jahres hat der Vinschgerwind auf die Gefahrenstelle hingewiesen, die der - falsch angebrachte - Zebrastreifen an der zur Schule, zum Kin-
dergarten und zur Feuerwehrhalle führenden Kreuzung darstellt. „Tödliche Diagonale“ haben wir damals getitel (Bild links). Nun ist der Zebrastreifen so verlegt, dass er eine logische Verlängerung des Fußgängerweges ist (Bild rechts). St. Valentin ist damit ein Stück sicherer geworden. (eb/aw)
Wirtschaft
Vinschgau
Vinschger Imker erzeugen Gold-Honig D
ass sie beste Honig-Qualität erzeugen, stellten acht Imker aus den Bezirken Ober- und Untervinschgau unter Beweis. Bei der „9. Südtiroler Honig-Bewertung“ in Innichen wurden sie mit Gold dekoriert, und das mit voller Punktezahl von 110. Die Honigbewertung findet alle vier Jahre statt. Die Südtiroler Imker/Innen können sich auf freiwilliger Basis daran beteiligen. Dieses Jahr standen 100 gefüllte Honiggläser zur Bewertung bereit. Der Honig wird zuerst in einem chemischen Landeslabor vorgeprüft und dann einer genauen Analyse am Institut für Botanik an der Universität Innsbruck unterzogen. Untersucht werden Werte wie Wassergehalt, elektrische Leitfähigkeit und Pollengehalt. Wird der Honig diesen Qualitätsmerkmalen gerecht, überprüfen ihn die Mitglieder einer Bewertungskommission auf Reinheit, Geruch, Geschmack... und vergeben die Punkte. „Es ist in der Imkerei nicht immer leicht, den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, denn vieles hängt vom Trachtangebot und vom Wetter ab“, erklärt Hubert Stillebacher aus Prad. Das Jahr 2012 war
Gold für ihre Honigqualität ging an v. l. Walter Tappeiner (Tschengls), Hermann Tumler (Prad), Renate Ortler Stillebacher (Prad), Herbert Kuntner (Tschengls), Hubert Stillebacher (Prad) Helmut Kiem (Tschars), Johann Trauning (Plaus) und Konrad Tscholl (Laas)
abgesehen vom verregneten Juli ein gutes Honigjahr. Sehr zu schaffen macht den Imkern die Varroa-Milbe, die Bienen befällt. Eine Bekämpfung der Parasiten ist schwer, weil chemische Mittel nicht erlaubt sind. Zu schaffen machen den Imkern auch einzelne „schwarze Schafe“ unter den Bauern, die beim „Spritzen“ oft zu wenig Rücksicht auf die Bienen nehmen. Die meisten Obstbauern haben jedoch den Nutzen der
Bienen für die Befruchtung und als Voraussetzung für eine gute Ernte erkannt. „Die Zusammenarbeit zwischen Imkern und Bauern funktioniert immer besser, auch dank gut ausgebildeter Jungbauern“, so Stillebacher. Dem Bezirk Untervinschgau, geleitet von Konrad Tscholl, gehören 320 Imker an. Im Bezirk Obervinschgau mit Robert Gander an der Spitze sind es 180 Mitglieder. (mds)
Leserbriefe
Leserbriefe Hurra, Natur wieder pur!
Wir Südtirolfreunde freuen uns außerordentlich wieder über den Reschen, Malser Haide in das schöne Vinschgau fahren zu können. Endlich können wir den Anblick der Monster-Windräder, die die wunderschöne Natur und den Blick auf den Ortler verdorben haben, vergessen machen. Es macht wieder Spaß, im Vinschgau zu wandern und für den Fremdenverkehr ist es wieder eine Bereicherung. Bedanken möchten wir uns bei der Landesregierung und bei all denen, die dazu beigetragen haben, die ursprüngliche Natur auf der Malser Haide wieder ins Naturleben gebracht zu haben. Dieter Maier, Aalen
Pestizidrückstände
Auch heuer weisen verschiedenste Kräuter- Getreide und Heuproben im Obervinschgau Pestizidrückstände auf. Die Bürgerinitiative Adam und Epfl ist besorgt über die Ergebnisse der erneuten Rückstandsanalysen in Getreide, Heu und Kräutern. Von 8 Proben an Getreide und Kräutern wurden in 5 Fällen bedenkliche Rückstände gefunden. Auch mehrere Heuproben aus dem heurigen Erntejahr waren mit Pestiziden belastet. Studien belegen, dass Pestizidrückstände in den Nahrungsmittelkreislauf gelangen und somit eine Gefahr für die Gesundheit des Menschen darstellen. Dies erzeugt nicht nur Existenzängste bei Milchbauern und Biolandwirten, sondern auch große Unsicherheit in der Bevölkerung, welche sich in letzter Zeit öfter mit ihren Sorgen an die Bürgerinitiative wandte. Die Rückstände zeugen nach Ansicht der Bürgerinitiative auch davon, dass es trotz Bemühungen von Obstbauverbänden und Landwirten nicht möglich ist, im oberen Vinschgau mit seinen Gegebenheiten die Verunreinigung der Nachbarflächen durch Pestizide des intensiven Obstbaus zu verhindern. Zudem fehlen jegliche gesetzliche Grundlagen,
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welche es betroffenen Bauern, Besitzern von Hausgärten usw. ermöglichen, auf die Unversehrtheit ihrer Flächen zu pochen. Dies bedeutet, dass mit zweierlei Maß gemessen wird und Milchbauern und Biolandwirte dem intensiven Obstbau weichen müssen. Die Bürgerinitiative und mit ihr große Teile der Bevölkerung sind sehr besorgt über diese Ergebnisse und fragen sich, welche Belastungen es wohl bei den zahlreichen Hausgärten, Kinderspielplätzen, Spazier- und Radwegen geben wird. Dort wurden bisher keine Proben gezogen. Die Bürgerinitiative Adam und Epfl wünscht sich konkrete Schritte in Richtung Bioregion Obervinschgau. Für die Bürgerinitiative Adam und Epfl, Alexander Agethle
Mangos noch nicht …
.. aber immerhin Äpfel, lieber Herr Heiss. Und müssen es gleich Mangos sein? Ich gebe mich auch mit Erdäpfeln zufrieden und die waren da oben immer schon heimisch. Ihre Antwort auf den Kommentar von Erwin Bernhart „Links von der Mitte“ hat mich aus der Reserve gelockt, denn allzu treffend sind Ihre Feststellungen, doch teils zu simpel Ihre Argumente. Mein Weg begann in diesen famosen 70er-Jahren und als Flopp habe ich kaum etwas erlebt. Es war schon eher die damalige deutschsprachige Oppositionslandschaft, die einen Durchbruch der Sozialdemokratie in Südtirol erschwerte, ganz abgesehen von der pragmatischen Taktik der sogenannten Sammelpartei. Zudem waren die Initiatoren stets Abtrünnige der Volkspartei und die Zeit für eine echte politische Alternative war einfach noch nicht reif. Die Haltung der Südtiroler Arbeiter und Angestellten beschreiben Sie treffend. Dies galt jedoch auch für die Arbeitnehmer in der SVP. Deshalb konnten auch die nie über ihren Schatten springen. Ein Arbeitnehmer, sobald
er einen Job und eine Wohnung besitzt, geht am Wahlsonntag andere Wege. Von den Arbeitnehmern, die in der Wahlkabine wieder zu Bauern- oder Handwerkerkindern werden, gar nicht zu reden. Zudem war es damals nicht einfach, alle Sozialverbände in die Furche zu zwingen. KVW, Gewerkschaften und andere Sozialverbände waren gut aufgestellt im Land und wussten zu genau, woher die Mittel kamen. In der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs ist es sowieso schwierig, soziale Themen in den Vordergrund zu stellen. Doch immer noch leichter als grüne Themen. Die hat man den „Spinnern“ überlassen. Doch diese haben Recht bekommen, durch und durch. Vinschgerbahn, Citybus, Radwege, Biomärkte, Klimahaus und Renaturierung von Bächen sind eindeutige Beweise dafür. Ich bin nicht der Meinung, dass der Zug schon abgefahren ist, im Gegenteil, er wird erst im Bahnhof erwartet und die Ampel steht auf „Rot“ und nicht auf „Grün“. Den Leuten beginnt’s unter den Nägeln zu brennen und sie haben verstanden, dass die Nimmersatten im Lande ihre Trümpfe schlecht gespielt haben, dass sie geschummelt haben. Das Volk hat das Vertrauen in diese Leute verloren, es will umsteigen. Die Alternative „Rot“ gibt es nicht, deshalb wird Blau und Grün zumindest rot blinken müssen, um gesehen und gehört zu werden. Es könnte so ähnlich werden, wie bei den Blaubeeren. Da sagt auch das Kind zum Vater: „Diese Blaubeeren sind ja nicht blau, sondern rot!“. Sagt der Vater: „ Das ist nur, weil sie noch grün sind“. Und sollte dieses „Links von der Mitte“ nicht zum Tragen kommen, dann werden wir zumindest denen, die sich auf Kosten unseres Landes ungerechtfertigt bereichert haben und Privatinteressen vor das Gemeinwohl gestellt haben, die „rote Karte“ zeigen. Auch denen, die von nichts gewusst haben wollen.
Ein Wort zu Ihnen noch und Ihrem Abgang, lieber Herr Heiss. Dass Sie zufällig in die Politik gerutscht sind, hätten Sie nicht sagen sollen. Das nimmt gerade Ihnen niemand ab. Das passiert anderen und die bleiben auch zufällig drinnen in der Politik und merken es gar nicht. Doch nicht Sie, bei Ihrem Einsatz und Ihrem Talent. Schade, dass Sie aufhören, zum falschen Zeitpunkt wie Christine Kury, aber persönliche Entscheidungen gehen eben vor. Die AufdeckerQualitäten haben schon ihren Dienst getan, doch die sind Vergangenheit, diese Aufgabe haben nun der Rechnungshof und der Staatsanwalt übernommen. Für die Zukunft braucht es Visionen und Maßnahmen des gerechten Ausgleichs. Diese müssen Niederschlag finden in einfach und klar formulierten Programmen, vertreten von vertrauenswürdigen und ehrlichen Personen. Dann starten wir in eine neue Zukunft, mit einem neuen Zug, so wie die Vinschgerbahn. Es ist nämlich „höchste Eisenbahn“! Und irgendwann, lieber Herr Heiss, könnten auch Mangos wachsen, die Klimaerwärmung lässt grüßen. Sebastian Felderer, Schlanders
Zur Toponomastik
Wenn die Politiker scheitern, müssen wir etwas unternehmen. Das könnte funktionieren, es hat schon funktioniert. So wie damals mit den geschlossenen Höfen. 1929 setzten die Faschisten das Tiroler Höfegesetz außer Kraft. Aber es kam nicht zur befürchteten Zersplitterung der Höfe. Die meisten Bauern ignorierten das Dekret und teilten ihre Höfe weiterhin nicht! Von 1929 bis 1954, als das Gesetz durch das Autonomiestatut wieder in Kraft trat, wurden nur 6 Prozent der Höfe geteilt. Heute sollten wir uns weigern, die Tolomeischen Namen im Alltag zu gebrauchen und die Sache wird sich von alleine regeln. Gianni Bodini, Schlanders
Herbstfarben. Jetzt ist es wirklich soweit, der Altweibersommer ist vorbei und der Herbst ist da. Mit allen seinen Farben: Goldgelb ist eine. Gelb ist die Farbe der Sonne, also des Lebens. Vielleicht ist dies meine Lieblingsfarbe. Foto und Text: Gianni Bodini
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Leserbriefe
Leserbriefe
SeitenWind Schluderns. Im Vintschger
Museum in Schluderns öffnet am Freitag, den 30. November um 16.00 die Daueraustellung „Schwabenkinder“. Vorausgegangen war eine umfangreiche Spurensuche im Vinschgau und im Schwabenland mit entsprechender Dokumentation. Kinderscharen aus dem Vinschgau und dem Oberen Gericht zogen einst Jahr für Jahr im März meist zu Fuß über den Reschen- und Fernpass ins Schwabenland, um daheim „von der Schüssel zu sein“. Auf dem Kindermarkt in Friedrichshafen suchten sich die Bauern der Gegend dann ihre jungen Knechte und Mägde aus. Anfangs November kehrten die Kinder wieder in die Heimat zurück. Ihr Lohn war ein Gewand. Viele Schwabenkinder waren ihren Herren schutzlos ausgeliefert. Sie mussten Schelten, Misshandlungen, Vergewaltigungen erdulden. Andere fanden gütige, menschliche Dienstherren. Die Ausstellung dokumentiert ein dunkles Kapitel der Vinschger und Tiroler Geschichte, das in der Not seinen Ursprung hat. (mds)
„Von uns mitfinanziert“ Unerhörte Werbung auf Titelseite des Tagblattes der Südtiroler „Dolomiten“ Als Geschäftsfrau der Peripherie und als langjährige, treue Dolomiten-Abonnentin möchte ich meinem Ärger darüber Luft machen, dass auf der Titelseite der Samstag/Sonntag Dolomiten vom 11./12. Nov. für ein ausländisches Geschäftsunternehmen Werbung gemacht wurde, wo zudem Hr. Michl Ebner, unser Handelskammerpräsident, uns Kaufleute in Südtirol unterstützen sollte. Derselbe hat auch im Ausland seinen großartigen Geburtstag gefeiert und diesen auf zwei Seiten des Tagblattes vorgestellt, eine Selbstbeweihräucherung, von uns Abonnenten mitfinanziert. Aber wo Geld fließt, da hört auch für die Dolomiten, die anscheinend sonst so viel auf Heimat hält, auf. Ich werde mein Abonnement aufkündigen. Brigitte Müller, Schlanders
Unverschämt Ich bedanke mich beim Fahrer eines Pritschenwagens, der am Mittwoch, 14.11.2012 Vormittag in der Dr.-Karl-Tinzl-Str. 9 (Sackgasse) unser Privatgrundstück zum Wenden nutzte, dabei mein Auto (dunkelgrauer VW Touran) beschädigte und ohne eine Nachricht zu hinterlassen einfach davonfuhr. Ein Nachbar hat einen weißen Pritschenwagen in unserer Einfahrt beobachtet, dessen Fahrer mit einem Passanten
gesprochen hat. Sollte dieser Passant diesen Leserbrief lesen, bitte ich ihn, mich zu kontaktieren. Michael Gemassmer, Schlanders
Gedanken zur Jahreszeit… Weihnachten, ein Bild der Ruhe und Zeit…zumindest hier in der Val Müstair. An nette Stunden und an liebe Menschen zu denken. Zeit auch, Dankeschön zu sagen sowie dankbar zu sein, für das Jahr, welches bald wieder vergangen ist, für Glück, Gesundheit, Frohsinn. Erfolg und neue Freundschaften, die entstanden sind. Was für eine herrliche Zeit, was für schöne Weihnacht wird es wieder in Müstair sein; kristallklare Luft atmen, weiße Winterwelt entdecken, Winterzauber, geschmückte Tannenbäume, die faszinieren wie zu Großelterns Zeiten… Viele Menschen haben genug von Weihnachten und können mit dem Fest eigentlich nichts mehr anfangen. Sie fühlen sich diesem Fest einfach ausgeliefert, ohne sich dagegen wehren zu können. Die Weihnachtsbeleuchtung und mag sie noch so schön sein, wird mancherorts in den Straßen und Geschäften jedes Jahr immer früher aufgehängt, die Weihnachtsdekorationen borden jedes Jahr mehr und mehr über und die Werbung wird das Wort Liebe in der Weihnachtszeit jedes Jahr wieder von Neuem entdecken. Natürlich geschieht all das völlig selbstlos und nur zum Besten des Kunden. Viele haben genug und wollen sich dem Geschenke-Diktat nicht
mehr beugen. Wer will es ihnen verübeln? Mit diesem Friede, Freude, Eierkuchen…mit den bestehenden Konflikten, mit denen wir jeden Tag und ständig konfrontiert werden…Was kann man von einem Fest halten, das fast trotzig den Frieden auf Erden beschwört – und wir sehen dennoch jeden Tag die Tragödien überall auf der ganzen Welt; im Irak, in Syrien, in Afghanistan, im Nahen Osten und und und… Frieden auf Erden? Alles geht so an der menschlichen Realität vorbei, diese Weihnachten…und trotzdem ist Weihnachten feiern eine Erfolgsgeschichte. Menschen feiern es immer noch. Vielleicht auch deshalb, weil Weihnachten zum Träumen anregt: Wie wäre es wenn wir Menschen im Umgang mit unseren Mitmenschen wirklich menschlicher würden, wenn die zermürbenden Streitereien des Alltags nicht wären, wie sähe die Welt aus, wenn sie wirklich friedlicher wäre, wenn die Kraft dazu von Weihnachten ausginge? Weihnachten macht uns Mut für das Leben. Für kurze Zeit brechen wir aus der Realität aus – und denken uns in eine andere, eine friedvollere Welt und das gibt so viel Kraft, dass sie für manche ein ganzes Jahr vorhält… Bis dann im nächsten Jahr wieder Weihnachten ist. Ja, ja Weihnacht…, wenn es sie nicht längst schon gäbe: Sie müsste erfunden werden! Famiglia Elsbeth & Giacumin Bass, Müstair
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Lokales
Eyrs/Vinschgau
In Politik und Wirtschaft braucht es neue Gesichter
v.l.: Josef Noggler, Ulrich Linser, Andreas Tappeiner, Klaus Theiner, Renate Lambacher Laimer, Luis Lechner und Harald Stampfer. Lechner und Stampfer vertreten den Bezirk im Landeswirtschaftsausschuss
E
in Tagesordnungspunkt bei der SVP Bezirks-Wirtschaftsausschuss-Sitzung in Eyrs war kürzlich die Gebäudesteuer IMU. Ins Geld gehen die hohen Katasterwerte in Südtirol. „Viele Betriebsinhaber klagen, doch anscheinend ist die Sache gar nicht so brenzlig, sonst wären mehr Leute zur Sitzung gekommen“, meint der Vorsitzende Luis Lechner. Neben fünf Wirtschaftsvertretern saßen Bezirkspräsident Andreas Tappeiner und LA Josef
Noggler am Tisch. Um die IMU zu senken, müssten die Gemeinden künftig mehr tun, um Einsparmöglichkeiten auszuloten, meint Tappeiner. Kritisiert wurde der schleppende Ausbau der Datenverbindung. Nicht mehr tragbar sei die Bürokratie und der aufgeblähte Beamtenapparat. In diesen Bereichen sei großes Sparpotential da. „Derjenige, der für den Aufbau der Bürokratie verantwortlich ist, wird diese nicht abbauen“, sagt Noggler und meint damit LH
Luis Durnwalder. Um etwas zu verändern, brauche es neue Gesichter. Man warte seit Langem auf das Standard-KostenModell zur Überprüfung der Gesetze im Hinblick auf den Bürokratie-Aufwand. Neue Gesichter brauche es auch im Landes-Wirtschaftsausschuss: „Manche Funktionäre schaffen nur Probleme“, so Noggler. Eine Chance zur Veränderung bietet die anstehende Neuwahl. Die Probleme der SVP, entstanden durch den SEL-Skandal
erläuterte Noggler ebenfalls. Das Positive daran sei, dass die Vinschger Gemeinden bei der anstehenden Kompromisssuche um das Stromgeschäft nun bessere Karten hätten. Lechner wertet die Entschärfung der Arbeitssicherheitskontrollen als positiv. Die Kontrollen waren bei der Sitzung im September als Schikanen angeprangert worden. Die Landtagsanfragen Nogglers hatten ergeben, dass im Vinschgau tatsächlich öfters kontrolliert wird als in Bozen und Umgebung. Der mögliche Grund wird im Kilometergeld gesehen. Im Hinblick auf die Nominierung der Kandidaten für die Landtagswahlen machen sich die Wirtschaftsvertreter zwar Gedanken, lassen sich aber noch nicht in die Karten schauen. Als kämpferischer Rebell hat sich Noggler in Position gebracht. (mds)
info Fernheizwerk LEEG Laas
LEEG-Mitglieder werden informiert Die Laaser-Eyrser Energiegenossenschaft LEEG hat 25 Kilometer Leitungen vergraben, 550 Anschlüsse werden mit Wärme beliefert, jedes Jahr kommen an die 15 Anschlüsse neu dazu. Jeder neue Anschluss ist herzlich willkommen, weil der Gesamt-Wirkungsgrad der Fernwärmeanlage mit jedem neuen Anschluss verbessert wird, weil sich die Anlage schneller amortisieren lässt und - für die Wärmenutzer vor allem interessant - weil die Wärme 25 Prozent günstiger ist als sie mit Gas oder Öl bereitgestellt wird. Unter anderem mit diesen Informationen eröffnete der LEEG-Heizwart Hugo Trenkwalder nach der Begrüßung durch Andreas Tappeiner den Infoabend am vergangenen Freitag in Laas. Hochzufrieden zeigte sich Trenkwalder auch vom Pufferspeicher, der seit rund einem Jahr in Betrieb ist. Weil mit dem Speicher die Spitzen besser abgedeckt, ein besserer Wirkungsgrad und damit bessere Emmissionswerte erzielt werden können, sei der Pufferspeicher eine sinnvolle Investition, sagte Trenkwalder. Viele Mitglieder sind der Einladung gefolgt, vor allem um mehr über den derzeitigen Bau der Holzver-
gasungsanlage zu erfahren. Das Hackgut wird im VergaserReaktor bei rund 1000 Grad Celsius in seine Bestandteile zerlegt. Kohlenmonoxid, Methan und Wasserstoff sind die drei wichtigsten Gase, die dann aufwändig gereinigt werden, bevor sie in einem Verbrennungsmotor samt Generator zu Strom und Wärme verarbeitet werden. Den v.l.: LEEG-Präsident Andreas Tappeiner, Andreas MaWeg der Hackschnitzel zu Strom rocco (Geschäftsführer Pyrox Italien), Bernhard Dietz und Wärme beschrieb Bernhard (Geschäftsführer Pyrox Deutschland) und Heizwart Dietz von der Firma „Pyrox“, Hugo Trenkwalder die derzeit unter Hochdruck die Holzvergaseranlage in der LEEG-Zentrale det werden, keine Teller-Tank-Diskussion. installiert. In seinen Ausführungen assistiert Die LEEG-Verantwortlichen haben sich wurde Dietz von Andreas Marocco (Pyrox nach eingehender Diskussion und InformaItalia). Eine Referenzanlage laufe bereits in tionsbeschaffung für die zukunftsweisende Mondovi im Piemont. Holzvergasung entschieden. Das Ziel, die Mit einem Gesamtnutzungsgrad von rund Grundlast außerhalb der Heizperiode ohne 75 Prozent (35 Prozent elektrisch und 40 Wärmevernichtung abdecken zu können, Prozent thermisch) lasse sich, so Dietz, ein wird man mit der Holzvergasung verwirklisehr hoher Wirkungsgrad erzielen, und zwar chen können. Wenn aus der LEEG-Zentrale abwasserfrei, vollautomatisch, CO2-neutral eine Gasflamme schlagen wird, ist das Zeiund man habe, weil Hackschnitzel verwen- chen dafür, dass es losgeht.
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Gesellschaft
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Vinschgau - AUS DEM GERICHTSSAAL
Vinschgau/Südtirol. Ein Gedanke - ein Bild: Südtiroler Autoren, neben anderen mit Toni Bernhart, Nadja Thoma, Luis Stefan Stecher aus dem Vinschgau, steuern Gedichte, Gedanken, ein kurzes Zitat bei und der Profifotograf Othmar Seehauser jeweils ein Bild aus Südtirol; Menschen, Berge, Bäume hinreißende Bilder mit Licht geschrieben. Herausgekommen ist „Südtirol 365 Wortbilder“, im Raetia-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich. Eine nette, unaufdringliche Begleitung durch den Jahreskreis, sogar mehrjährig verwendbar, denn die Jahreszahlen fehlen. 752 Seiten; Euro 29,90; ISBN 978-88-7283-402-2; © Edition Raetia 2012
Tabland. Krippenausstel-
lung im neuen Widum Tabland: Am Samstag, 08.12. wird die Ausstellung mit der Segnung der Krippen eröffnet und ist dann bis 20 Uhr für das Publikum zugänglich, genauso am Sonntag, 09.12. von 10 bis 19 Uhr. Heuer wird eine Krippe zugunsten der Kinderkrebshilfe Peter Pan verlost, wobei die Lose bei der Krippenausstellung erworben werden können und der Gewinner am Sonntag um 18 Uhr ermittelt wird. Auf reges Interesse freuen sich die sechzehn Kursteilnehmer unter der Leitung von Rudi Martin und Oswald Oberhofer. (ria)
Diese Krippe von Rudi Martin wird zugunsten der Kinderkrebshilfe Peter Pan verlost
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Alle Schuldner sind gleich Der Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen ein ernstes, manchmal sogar ein existenzbedrohendes Problem, besonders in Italien, wo die Justiz gewöhnlich im Schneckentempo unterwegs ist. Deshalb war und ist es auch für die Europäische Union ein Anliegen, der Zahlungsmoral „auf die Sprünge“ zu helfen. Dies geschah nicht nur durch die Einführung eines auf dem gesamten Gemeinschaftsgebiet gültigen europäischen Zahlungsbefehls, sondern auch durch europaweit einheitliche Verzugszinsen. Diese lagen, beschränkt jedoch auf Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen, seit dem Jahre 2002 bei 7% über dem Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank
(EZB). Die so berechneten Verzugszinsen schwankten in der Vergangenheit zwischen 8% und 11,20%. Eine eigenartige Besonderheit dieser Regelung bestand darin, dass der Staat und alle anderen öffentlichen Stellen (Land, Gemeinden, Körperschaften wie die Sanitätsverwaltungen) davon ausgenommen waren! Während also für „gewöhnliche Sterbliche“ gesalzene Zinsen im Falle eines Zahlungsverzuges anzuwenden waren, konnten die öffentlichen Stellen ungestraft „sündigen“. Damit soll jedoch ab Jänner 2013 Schluss sein. Die Regierung hat nämlich vor kurzem in Umsetzung einer EU-Verordnung eine Bestimmung erlassen, wonach mit nächstem Jahr auch für Verträge mit der öffentlichen Hand die Verzugszinsen gelten, welche auf Geschäftsbezie-
hungen zwischen Unternehmen Anwendung finden. Einheitliches Zahlungsziel sind 30 Tage ab Rechnungsstellung. Eine Abweichung davon ist nur aufgrund von Besonderheiten des Vertrages sachlich gerechtfertigt und darf 60 Tage nicht überschreiten. Zwischen privaten Unternehmen kann eine längere Zahlungsfrist vereinbart werden, allerdings muss dies ausdrücklich und in schriftlicher Form erfolgen. Schließlich wurde auch noch der Mindestzinssatz von 7 auf 8 Prozentpunkte über dem Bezugszinssatz der EZB erhöht. Man kann nur hoffen, dass sich diese Regelung positiv auf die Zahlungsmoral auch der öffentlichen Hand auswirkt, die nun nicht mehr Wasser predigen und selber Wein trinken kann! Tappeiner Peter, Rechtsanwalt
Latsch/Vinschgau
Dem Latscher Peppi Tischler zum 70.
S
eit 18 Jahren bringt Florian Pichler den Raika-Kalender, mit Karikaturen und Zeichnungen seines Freundes Peppi Tischler, heraus. Behilflich dabei ist seit Jahren Pichlers Tochter Kristin. Jedes Jahr sei es eine Freude, sagte Pichler anlässlich der Vorstellung des Kalenders kürzlich in der Raika Latsch. Eine kleine Ausstellung mit Tischlers Karikaturen rahmte die Feier ein. Kein Zufall war die Vorstellung heuer in Latsch: Tischler ist gebürtiger Latscher und feiert heuer seinen 70. Geburtstag. Sein Vater stammt aus Taufers im Münstertal, seine Mutter aus Kortsch, führte Laudator Marjan Cescutti in die vita des Humoristen ein. Tischler habe Vinschger Wurzeln, aber eine Meraner Sozialisation. In reichlichem Maß besitze Pepi die Begabung des Zeichnens
Kalendervorstellung in der Raika Latsch v.l.: Marjan Cescutti, Kristin Pichler, Florian Pichler, Peppi Tischler und Raika-Präsident Walter Rizzi
und Entwerfens. Karikaturen können böse sein. Bei Peppi Tischler sei das nicht der Fall. Tischler, sagte Cescutti, sei ein sensibler Künstler, skeptisch als Karikaturist aber mit Humor als Grundhaltung. Er sei mit drei Jahren von Latsch nach Meran weggezogen. Deshalb seien aus Latsch
nicht viele Erinnerungen geblieben. Viele Banker aus dem Vinschgau, Kunstfreunde und Bekannte sind der Einladung nach Latsch gefolgt, haben sich die Karikaturen Tischlers zu Gemüte geführt. Der Raika-Karikaturen-Kalender ist in den Raika-Filialen erhältlich. (eb)
Menschen
Claudia May, geboren am 20. Oktober 1976 in Grömitz a.d. Ostsee, SchleswigHolstein, Wahlheimat Südtirol
Von Höhe und Weite C
laudia May lebt seit 10 Jahren in Südtirol, wie sie sagt, ihrer Wahlheimat. Auch nach längeren Aufenthalten und Besuchen zu Hause an der Ostsee, kehrte Claudia immer wieder gerne zurück auf den 1450 m hoch gelegenen Bergbauernhof auf Trumsberg, den sie zusammen mit ihrem Lebensgefährten und ihrem fünfjährigen Sohn, nach intensiven Umbau- und Renovierungsarbeiten, vieles in Eigenleistung und mit Hilfe von Bekannten und Freunden, seit 3 ½ Jahren bewirtschaftet. Neben der täglich anfallenden Arbeit am Hof mit den 40 Ziegen, den Hühnern, dem Haushalt und der Heuernte im Sommer, fährt Claudia auch ins Tal, um Geld zu verdienen. Jedes Jahr im April geht Claudia zum Spargelstechen nach Kastelbell, im Herbst arbeitet sie bei der Apfelernte mit und zur Weihnachtszeit hilft Claudia in der Bäckerei beim Keksebacken. Nur im Februar und März, wenn sich die „Kitzzeit“ und die „Melkzeit“ einstellte, konnte Claudia den Hof nicht verlassen. Oft war sie dann rund um die Uhr bei ihren Ziegen, sogar einen Kaiserschnitt musste sie schon durchführen. Zu dieser Zeit, wo sie nicht ins Tal fuhr, begann für Claudia auch immer das Filzen, also das Herstellen von „Hauspotschen“, Hüten, Taschen, bis hin zu Kleidungsstücken und allen erdenklichen Arten von Dekorationsgegenständen, aus roher, eingefärbter Schafwolle. Das Filzen ist Claudias große
Leidenschaft. „Ziel ist es“, sagt sie, „beim Filzen immer zu wissen, was hinterher dabei rauskommt“. Claudia war mit ihren Filzprodukten auf verschiedenen Christkindlmärkten und erteilt sogar Filzkurse, wenn es die Zeit zulässt. Aufgewachsen ist Claudia zusammen mit ihren drei Geschwistern an der Ostsee, „direkt am Meer“, wie sie sagt. Spielen am Strand und am Wasser waren für sie Alltag. Sie erklärt, dass es für Kinder dort wichtig sei, möglichst früh das Schwimmen zu erlernen. Claudia erzählt von einer unbeschwerten und schönen Kindheit. Im Jugendalter ging es manchmal nach Hamburg zum Feiern auf die Reeperbahn. Für einige Zeit lebte sie auch in Hamburg, wo sie als gelernte Tierarzthelferin in einer großen, bekannten Tierklinik arbeitete. Aber bereits ab ihrem 21. Lebensjahr kehrte sie ihrer Heimat den Rücken. „Mein Traum war es immer, in Skandinavien zu leben“, sagt Claudia. Sie verbrachte dann drei Jahre auf Island bei einem landwirtschaftlichen Betrieb. Auch hier bestanden ihre Aufgaben darin, bei der Heuernte und im Haushalt mitzuhelfen, Kühe und Tiere zu versorgen und Islandpferde zu trainieren. Eigentlich wollte Claudia für immer bleiben, aber es kam doch noch einmal anders. Sie machte Reisen nach Nepal und Indien und verbrachte einen Sommer in Irland, wo sie auf einem Demeter-Hof mit Gemüseanbau arbeitete. Ihre erste Stati-
on in Südtirol war ein Bergbauernhof mit Almwirtschaft oberhalb von Salurn. In dieser Zeit absolvierte Claudia auch einen Sennkurs und durfte sich von nun an als Sennerin bezeichnen. Von Salurn ging es dann auf die Mitter Alm in Taufers und für Claudia folgte eine große Entscheidung. Die Stelle in einer Hofkäserei, die ihr in Deutschland angeboten wurde, anzunehmen, oder in Südtirol zu bleiben. Und nachdem sie schon die halbe Strecke mit dem Auto zurückgelegt hatte, kehrte Claudia noch einmal um. Zuerst wohnte sie in Vetzan und arbeitete in der Obstgenossenschaft, bevor es auf den Hof nach Trumsberg ging. Auf die Frage, warum es Claudia in den Vinschgau verschlagen hat, folgte ein recht philosophischer Vortrag über Höhe und Weite. Es sei eben die Höhe der Berge, die die Weite der Ostsee überragen lässt. In den Bergen gewinnt Claudia sozusagen an Weitblick. Außerdem sei es die Herausforderung, die ihr fehlt, wenn sie wieder einige Zeit zu Hause, am „Flachland“ verbracht hat. Claudia findet auch, dass die Arbeit und Tätigkeit im landwirtschaftlichen Bereich in Südtirol mehr Anerkennung finde als in Deutschland und auch mehr geschätzt und höher belohnt werde. Natürlich sind es auch Familie und Freunde, die den Vinschgau für Claudia zu einem neuen Zuhause werden ließ. Sylvia Ilmer Wieser
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Gesellschaft
SeitenWind
Schlanders
Prad. Koatlacker Nikolaus-
Die Ehrenbürger von Schlanders
umzug und Gumser Advent im Film. Am Freitag, den 30.11.2012 findet in der Mittelschule von Prad ein weiterer Filmabend statt. Die Prader Filmfreunde laden dazu recht herzlich ein. Die Veranstaltung ist diesmal dem Agumser Filmer Dietmar Gander gewidmet. Auf dem Programm stehen zwei Filme, die sehr gut in diese Jahreszeit passen. Der erste Film handelt vom „Koatlacker Nikolausumzug“, der zweite berichtet über den „Gumser Advent“.
Meran/Vinschgau. Am 2.
Dezember 2012 (So), 17 Uhr, findet im Meraner Kursaal ein besonderes Konzert statt. Mit
„Junge Solisten am Podium 2012“ setzt das Tiroler Kammerorchester InnStrumenti die erfolgreiche länderübergreifende Konzertinitiative zur Förderung junger herausragender Instrumentalsolisten fort. Kooperationspartner sind dabei das Südtiroler Institut für Musikerziehung, Musik Meran und der Wettbewerb „Prima la musica“. Mit dem Divertimento Concertante für Kontrabass und Orchester von Nino Rota mit dem Tiroler Kammerorchester InnStrumenti wird eine besondere Rarität mit dem Schlanderser Klaus Telfser (Bild) zu hören sein.
Mals. Werke der in Glurns lebenden Künstlerin Patrizia Castano in den Vitrinen der Tischlerei Weiskopf in Mals ziehen derzeit die Blicke auf sich. „Out“ nennt sich die Ausstellung deshalb, weil sich die Werke nach außen richten. 16 Der Vinschger Wind 24-12
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Ein Leben für Werte und Kirche, für die Bildung und für die Kunst: Dekan Josef Mair, Karl Grasser und Heinrich Kofler sind die neuen Ehrenbürger der Markgemeinde Schlanders
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ergessen waren die Querelen im Vorfeld im Gemeinderat und im politischen Vorraum, friedlich zog der Festzug vom Plawennpark zum Kulturhaus „Karl Schönherr“. Bürgerkapelle, Musikkapelle und Männergesangsverein defilierten, die Schützen paradierten, in ganzer Pracht feierte man die neuen Ehrenbürger von Schlanders: Karl Grasser, Heinrich Kofler und Dekan Josef Mair. Das, was man bei Alfons Benedikter verabsäumt hatte, hat man nun bei anderen, dreien, nachgeholt. Bei der Entscheidung nach 20 Jah-
ren wieder Ehrenbürgerschaften zu verleihen, dürfte dieser Umstand mitgeschwungen haben, oft genug war man mit dem Vorwurf des Versäumnisses konfrontiert und der Forderung ausgesetzt posthum Benedikter zu Ehren kommen zu lassen. Die Ehrenbürgerschaft ist die höchste Auszeichnung, die in Schlanders überhaupt vorgesehen ist und am Rednerpult im Kulturhaus bei der Feier am vergangenen 16. November standen wortgewaltige Laudatoren: ein Marjan Cescutti, ein Bruno Hosp und Generalvikar
Josef Matzneller. Ein Auszug aus den Laudationes: „Karl Grassers Leben und Werk speisen sich aus Ausdauer, Fleiß und Religiösität. Einfachheit, Würde und Schlichtheit sind die Wesensart seiner Werke.“ (Cescutti) „Heinrich Kofler ist ein Mann von weitem Horizont und gutem Ruf. Die Gemeinschaft ist seine Familie und das Wissen seine Nahrung.“ (Hosp) „Dekan Josef Mair, der heuer sein 50-Jähriges Priesterjubiläum feiert, ist rund um die Uhr unterwegs und zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Menschenkenntnis und außergewöhnliche Belesenheit aus.“ Und während die weltliche Spitze, der Landeshauptmann, die drei Geehrten als Beispiel für jene sah, die etwas getan haben für dieses Land, ging Bischof Ivo Muser persönlich auf die drei zu Ehrenden ein: „Karl Grasser - ein Leben für die Kunst, Heinrich Kofler – ein Leben für die Bildung und Dekan Josef Mair – ein Leben voller Pflichtbewusstsein.“ (ap)
Vetzan
Familienfreundliches Arbeitsklima
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ie Firma „Künstdünger Gmbh“ wurde kürzlich als einer der ersten Betriebe im Vinschgau mit dem Zertifikat der Handelskammer Bozen zum „audit familieundberuf“ ausgezeichnet. Es wurden Zielvereinbarungen getroffen, die innerhalb der nächsten drei Jahre umgesetzt und kontinuierlich überprüft werden. Ideale Arbeitsbedingungen für Mütter, Förderung der aktiven Vaterschaft, kurzum eine kontinuierliche Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das sind die Ziele. Auf die Bedürfnisse der 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird eingegangen. „Um den Anforderungen des Marktes
Christian Walzl
gerecht zu werden und unserer gesellschaftlichen Verpflichtung nachzukommen, fördern wir unsere Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter unter Beachtung der jeweiligen familiären Situation“, sagt Geschäftsführer Christian Walzl. Der Betrieb positioniert sich als attraktiver Arbeitgeber auf dem Markt, was die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördert. Die Firma „Kunstdünger“, gegründet 1995, steht für Innovation und kreative Produkte (Displays, Schilderbefestigungssysteme, Infohalter, Absperrpfosten, CD-Ständer, Accessoires rund um Büroeinrichtungen und dergleichen). „Kunst“ steht für die Entwicklung neuer Idee, „Dünger“ für messbare Markterfolge, die zum Leben erweckt werden. (mds)
Schluderns
1.Kinder-Schemen-Treffen
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chluderns ist die Hochburg der Kinderschemen. Heuer sind es 42 an der Zahl, von denen sich die meisten ihre Blech-Larven selbst angefertigt haben. Heuer haben KFS-Verantwortliche einen Bastelkurs organisiert. Bereits am Abend nach dem Katharinamarkt bevölkern die kleinen schaurigen Gestalten erstmals den Rathausplatz. Der Tradition Rech-
Justin Stecher mit der selbstgebastelten Schemen-Larve
nung tragend, organisiert der Schemenverein um Chef Edmund Tragust am Samstag, den 1. Dezember das „1 Südtiroler Kinder-Krampus-, Kinder-Tuifl- und Kinderschementreffen“ in Schluderns. Auftakt ist ein Umzug mit Beginn um 16. 30 Uhr, zu dem sich inzwischen 13 Gruppen aus verschiedenen Ortschaften angemeldet haben. Die Zuschauer erwartet um 19 Uhr ein Auftritt der Kleinen auf dem Hauptplatz mit „Schemennandl“ Gabi Obwegeser. Anschließend gibt es eine Feuershow. Flankiert wird die Veranstaltung von einer Larvenausstellung. Je näher es auf den Nikolaustag zugeht, desto größer werden in Schluderns die Schemen. 50 schaurige Gesellen werden den „Heiligen“ am Mittwoch, den 5. Dezember beim Umzug begleiten. (mds)
Schlanders
Die „Autodidaktin“
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ine Ausstellung ist eine Begegnung, ist ein Fest. Leonardo Pelissetti, der Präsident des „Circolo culturale Val Venosta“ eröffnete die Bilderausstellung der Künstlerin Lisetta Neri mit feierlichen Worten. Neri, Schlanderserin, malt mit Vorliebe Landschaften oder Stillleben. Deshalb hängen in der Bibliothek Schlandersburg noch heute und morgen Bilder, wie die „Mühle in Allitz“, die „Kirche St. Martin in Göflan“ oder jene von „St. Sisinius in Laas“, Blumenvasen oder herbstlich bunte Laubbäume in Plawenn. Darunter findet sich aber auch ein besonderes Werk der Künstlerin: Eine Arbeit aus ihrer Studienzeit, die das Jahr 1955 trägt und unter den Argusaugen von Professor Volante in Meran entstanden ist. In ihrem weiteren künstlerischen Schaffen pflegte Lisetta Neri
Lisetta Neri stellt erstmals ihre Bilder aus
Kontakte mit mehreren Vinschger Künstlern. Höhepunkt bei der Ausstellungseröffnung am 10. November war neben den Bildern von Lisetta Neri noch etwas: der Gospelchor von Schlanders, bei dem die Malerin selbst begeisterte Sängerin ist. Zu Eröffnung und Ausstellung lud der „Circolo culturale Val Venosta“ zusammen mit dem BA Schlanders. (ap)
Gesellschaft
Mals
Erstes BIO-Hotel Italiens feiert Geburtstag V
or zehn Jahren eröffnete das Bio-Hotel Panorama in Mals als erstes in Südtirol und in Italien seine Tore. Friedl Steiner setzte die Idee der ökologischen Gastronomie als Pionier zusammen mit seiner Frau Thea Schenk um und besetzte eine Marktlücke. Beide verfolgten den eingeschlagenen Weg konsequent, trotz mancher Schwierigkeiten. „Es war anfangs nicht leicht, auch weil das Bewusstsein für BIO und oft auch das Verständnis fehlten. Anstrengend war es oft, die Nahrungsmittel aus biologischer Landwirtschaft zu bekommen. Doch das Durchhaltevermögen hat sich gelohnt“, sagt Steiner. Aus seiner innovativen Idee wurde ein Vorzeigemodell, das mittler-
Friedl und Thea Steiner mit dem Biowein-Anbauer Heinrich Mayr vom Nusserhof in Bozen
schulzentrum „Claudia von Medici“ in Mals. Unter dem Motto „Zukunftswerkstatt – die BIO-Hotels 2020“ ging es in Vorträgen, Workshops und vielen Gesprächen unter anderem darum, sich nach den Jahren der Pionierphase noch stärker und nachhaltiger auf dem ökologischen Reisemarkt zu positionieren und die große Bedeutung des biologischen Landbaus noch mehr zu unterstreichen. Flankiert wurde die Tagung von einer biologischen Produktmeile, wo Produzenten ihre biologisch hergestellten Produkte unter anderem mit dem Siegel „Best of Bio“ vorstellten. Ein Festessen zum zehnten Geburtstag gab es zum Abschluss im BIOHotel Panorama. (mds)
Theaterverein Schlanders
Schlanders
Neuer Bezirkssprecher
Viel Beifall für „Bella Donna“
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en Mutigen gehört die Zukunft!“, so lautete das Motto der ersten Vinschgauer Bezirksvollversammlung der Süd-Tiroler Freiheit, die kürzlich in Schlanders stattfand. Das große Hauptthema der Veranstaltung war die Ankündigung des Selbstbestimmungsreferendums der Süd-Tiroler Freiheit für 2013. Lebhafte Diskussionen begleiteten den Vortrag vom Landtagsabgeordneten Sven Knoll, der über ähnliche Freiheitsbewegungen in Schottland, Katalonien, Baskenland und in Belgien berichtete. Zum neuen Bezirkssprecher wurde Alfred Theiner aus Prad gewählt, ihm zur Seite steht der langjährige Bezirkssprecher und Gründungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit Reinhold Ladurner (Tschars).
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weile eine große Gästeschicht anzieht und mehrere Nachahmer in Südtirol gefunden hat. Immer mehr Gäste wünschen sich, ihren Urlaub in einer natürlichen Umgebung verbringen zu können und schätzen kulinarische Genüsse aus Produkten der biologischen Landwirtschaft und der kleinen Kreisläufe. „Das Angenehme ist inzwischen, dass nur jene Gäste zu uns kommen, die auch zu uns passen“, erklärt Thea Schenk. Zum Zehnjährigen trafen sich rund 140 Vertreter der 80 Mitgliederbetriebe des Vereins „Die BIO-Hotels“ aus Südtirol, Österreich, der Schweiz und Deutschland zur diesjährigen Hauptversammlung vom 10. bis 14. November im Ober-
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östlich: Zum Jubiläum tischte der Theaterverein Schlanders mit Regisseurin Daniela Montini-Alber seinem Publikum unterhaltsame Theaterkost auf. „Bella Donna“ wird die Tollkirsche genannt. Das Gift der Tollkirsche führt zu Atemlähmungen und zum Tode. Und genau damit entsorgt Carmen ihre Lebensgefährten im Zwei-Jahres-Rhythmus. Man soll schließlich „Platz für Neues schaffen“ und Männer haben eben „ein Ablaufdatum, so zwischen Spaghetti und Dosengemüse“. Doch man muss „Bella Donna“ wohl dosieren, denn sonst erstehen Totgeglaubte plötzlich auf und das Chaos ist perfekt. Und mitten im Chaos, brandet immer wieder Zwischenapplaus auf: Das Publikum lässt seiner Begeisterung freien Lauf. Das mag zum einen an der Kriminalkomödie selbst liegen, die seine Zuschauer wohl deshalb fesselt, weil sie mehr Komö-
die als Krimi ist. Vor allem hat das aber einen anderen Grund: Die Schauspieler – sechs an der Zahl - trumpfen grandios auf. Den zwei Bühnenneulingen Daniel Trafoier (Martin) und Desiree Hafner (Tochter Sabine) stehen vier zur Seite, die bereits Bühnenerfahrung haben: Stefano Tarquini (Bernie), Christian Giongo (Valentin Strachwitz), Erich Senoner (Vater Strachwitz) und vor allem Susanne Resch Villardo (Carmen Wolf). Sie fühlt sich in ihrer Rolle ungemein wohl, füllt sie vortrefflich aus und
geizt mit (schauspielerischen) Reizen nicht. Das Bühnenbild ist reduziert, mehrere Wände stellen die Räume einer Wohnung dar und ganz vorne hängt ein goldener Rahmen, der für den psychologischen Hintergrund des Stücks steht, jener nämlich, dass Carmen selbst verlassen und mit ihrer Tochter sitzen gelassen wurde. Das kommt erst gegen Ende so richtig zum Vorschein, doch bevor sich der Vorhang schließt, gibt es schon wieder einen Toten auf der Bühne. (ap) „Bella Donna“ zeigte Wirkung: Viel Beifall für reichlich Unterhaltung
Gesellschaft
Prad
Rauchen und Übergewicht erhöhen Herzinfarkt-Risiko Bei der Fahrradergometrie: Meinhard Reinalter aus Laatsch tritt in die Pedale. Physiotherapeut Christian Haring aus Tschars zeichnet die Werte auf
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er Andrang zum HerzFitness-Test am Samstag, 10. November war groß. 90 Mitglieder der Raiffeisenkasse Prad erhielten die Möglichkeit, sich in den Räumen des Hauptsitzes auf „Herz und Nieren“ durchchecken zu lassen. Sie mussten verschiedene Tests absolvieren und erhielten kurz darauf die Ergebnisse, die Fachleute mit ihnen besprachen. Der Gesundheitstest erfolgte in Zusammenarbeit mit der Südtiroler Herzstiftung, deren Sponsor die Raiffeisenkassen Südtirols sind. Organisator der „Gesundheitsstraße“ in der Raiffeisenbank war der Kardiologe im Schlanderser Krankenhaus Dr. Helmuth Weiss. Er sprach im Anschluss zum Thema „Ist ein Herzinfarkt zu vermeiden?“ Der Tod infolge von Herzkreislauferkrankungen steht
in Europa an erste Stelle. Der Grund ist die Arteriosklerose, die Verstopfung der Adern durch Einlagerungen. Die Folgekosten von Herzinfarkt und Schlaganfall sind volkswirtschaftlich enorm. Nicht beeinflussbare Risikofaktoren sind der Alterungsprozess und die genetische Belastung. Beeinflussbare Risiken sind hoher Blutdruck, hohes LDL-Cholesterin, Diabetes, Fettwechselstörungen und Übergewicht. Durch Bewegung und gesunde Ernährung kann dagegengesteuert werden. Absolut schädlich sind Übergewicht und das Rauchen. „Wer damit aufhört, hat schon innerhalb weniger Tage bessere Werte. Es senkt das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko um ein Vielfaches. Auch das Risiko, an Krebs zu erkranken, sinkt“, unterstreicht Weiss. (mds)
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Kultur
Begegnung mit einem Maler Seine Wohnung in Mals hat er nie aufgegeben und nicht nur auf dem Papier ist er ein stolzer Malser geblieben, auch im Herzen. Aufgewachsen an den unteren Ausläufern des mächtigen Malser-Haide-Schuttkegels, hat Erich Stecher dort jene Wurzeln erhalten, welche ihn kreativ beflügelten. Hundertfach hat er „seine Malser Haide“ durchfahren, durchwandert und durchmalen. Nun treffe ich ihn in Bozen an der Uni-Bar und er ist froh darüber, dass wenigstens sein Bruder noch einige Wiesen des elterlichen Hofes im Nebenerwerb bewirtschaftet. „Ich hatte das Glück, immer an schönen Orten zu leben, sei es in Mals, in Gröden, in der Toskana und jetzt im Bozner Stadtteil Gries“. Diese Schönheit gab ihm immer wieder Halt und führte seine Malerhand. Mit dieser Hand skizziert und malt er besonders gerne in seinem Bozner Atelier, welches er mir begeistert mit Fotos eines Fotografiestudenten vor Augen führt. Wegen Umbau musste er seine Werke in Mals und in einer Bozner Garage zwischenlagern. Und da hat sich bisher einiges angesammelt, denn die Malerei ist seine große Leidenschaft, wenn er sie auch nie zum Hauptberuf gemacht hat. Diesen Schritt hat er nie gewagt, das enge ihn künstlerisch zu sehr ein, das mache ihn zu abhängig von der Kunstkritik und
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ein professioneller Verkäufer sei er auch nicht. Seinen Lebensunterhalt verdient er seit Jahrzehnten als Mittelschullehrer im Fach Kunst, derzeit in der „Stifter Mittelschule“ in Bozen. Mit jungen Menschen zu arbeiten, gibt ihm sehr viel Energie und er lässt sich von der jugendlichen Lebensfreude gerne anstecken. Stecher ist ein Lebemensch, der es genießt, in Gesellschaft zu sein. Bezeichnend dafür zeigt er mir ein privates Foto, auf dem er umgeben von einem riesigen Sonnenblumenfeld in der Toskana zu sehen ist. Für ihn stellt dieses Bild eine bejahende, positive Lebenseinstellung zur Kunst dar, wohlwissend dass er nur einen begrenzten Teil seines Alltags der Kunst widmen kann, diesen aber in all seiner Pracht in sich aufsaugen kann. Er möchte nicht zu einem introvertiertpessimistischen Künstler verkommen, dem die Fähigkeit abhanden gekommen ist, aktiv am Leben teilzunehmen. Für ihn ist die Kunst, die Malerei eine Ergänzung und Bereicherung zum prallen Leben, nicht aber dessen primärer Inhalt. Ganz nebenbei kommt er auf den Grund unseres Gespräches zurück, nämlich dem Erscheinen eines Buch-Kataloges unter dem Titel „Erich Stecher – Maler“, welcher eine Retrospektive seiner Werke aus den letzten fünfundzwanzig Jahren darstellt und mit
Textbeiträgen von Karin Dalla Torre, Florian Hofer und Herbert Raffeiner ergänzt wurde. Er hat das Buch zwar noch nicht in Händen gehalten, aber er ist bereits in den Buchhandlungen erhältlich und wird auf Einladung des Bildungsausschusses am 30. November in Mals vorgestellt. Darin und bei einer anschließenden Bilderausstellung kann man die Vielfalt seines bisherigen künstlerischen Schaffens bewundern. Der Ratssaal der Bezirksgemeinschaft Vinschgau in Schlanders bietet zudem eine Art „Dauerausstellung“, wie Stecher seine künstlerischen Fähigkeiten umzusetzen vermag. Seine Bildsprache wurde den üblichen Wappenabbildungen in solchen Sälen vorgezogen und er verstand es eindrucksvoll, mit dreizehn Bildern über die Gemeinden des Vinschgaus eine verbindende Gesamtkomposition zu gestalten und doch macht jedes einzelne Bild, jede einzelne Gemeinde mit seinen besonderen Merkmalen auch alleine eine gute Figur. Das Malen ist für ihn eine Bauchsache, es beinhaltet viele Wahrheiten, viele Zugänge. Seine Kunst ist eine ständige Suche und nicht einordenbar. Sie ist ein Versuch, in die wachsende Vereinsamung und Ichbezogeneheit unserer Gesellschaft Farbe zu bringen. Ludwig Fabi
Bildquellen: Erich Stecher Maler – Athesia Verlag
Kultur
INFO Buchvorstellung: Erich Stecher – Maler (Athesia-Verlag) am Freitag, 30.11.2012 um 19.00 Uhr im Kulturhaus Mals
Begegnung mit dem Künstler im Rahmen einer Bilderausstellung: Samstag, 01.12.2012 von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 15.00 bis 17.00 Uhr Sonntag, 02.12.2012 von 10.00 bis 12.00 Uhr Ort: Kulturhaus Mals Organisation: Bildungsausschuss Mals
Ohne den Betrachter, seinen wachen Blick, seine Fragen ist die Kunst stumm. Im Dialog mit dem Künstler bekommt der Betrachter Antworten auf seine Fragen! „Die Buchvorstellung und anschließende Ausstellung bietet eine Gelegenheit, unserem Malser Künstler Erich Stecher einen öffentlichen Raum zu geben, der obwohl er seinen Wohn- und Arbeitsort in Bozen hat, durch und durch ein Malser und ein Freund geblieben ist, den viele kennen und schätzen. Es besteht die Möglichkeit der Begegnung mit dem Werk und dem Künstler selbst, der die zwei Tage anwesend ist, um mit den Besuchern in einen kreativen Austausch zu treten.“ Sibille Tschenett – Kulturreferentin Gemeinde Mals
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Gesellschaft
Vinschgau
Schlanders/Vinschgau
Für Frühchen
Benefizabend für „medica mondiale“
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orab muss etwas ins Bewusstsein gerückt werden: Eltern von Frühchen haben keine Möglichkeit, Babykleidung im Fachhandel einzukaufen, weil die Größe schlichtweg fehlt. Vor diesem Hintergrund starteten die europäischen Elternverbände und der Verein „Frühgeborene Südtirol“ die Aktion „Stricken für Frühchen“, ein Aufruf an alle, die Socken oder Mützchen zu stricken oder zu häkeln wissen. Miriam Mair vom Geschäft „StrickArt“ in Schlanders trug die Aktion in den Vinschgau
as Schicksal der vergewaltigten, traumatisierten Frauen nach dem Bosnienkrieg (1992 bis 1995) berührte die Gynäkologin Monika Hauser. Sie setzte alles in Bewegung, um das Leid zu lindern. Es war die Wut auf das frauenfeindliche Umfeld, an dem die Frauen nach dem Krieg zerbrachen. „Es gab in diesen Situationen keine Alternative zum Handeln“, betont sie. Aus dieser Wut entstand die Organisation „medica mondiale“, die sich mit Spenden finanziert und sich mittlerweile in vielen Kriegsgebieten für traumatisierte Frauen einsetzt. Ein Schwerpunkt ist auch die
Sensibilisierung der Männer. Denn die Finger zeigen viel zu oft auf die Opfer und nicht auf die Täter. „Wir versuchen die Dinge zu benennen, um den Frauen ihre Würde zurückzugeben“, so Hauser. Eindrucksvoll schilderte sie kürzlich auf Einladung des Kiwanis-Club Vinschgau im Kulturhaus von Schlanders die Situation der Frauen in Afghanistan. Diese sind Leidtragende der internationalen Interessen, bei denen es nicht um die Menschen geht. Der Kiwanis-Club übergab der Ärztin 5.000 Euro für „medica mondiale“. (mds) www.medicamondiale.org
Mals
und diente als Informationsund Anlaufstelle für jene, die zu den Nadeln griffen und die Eltern Frühgeborener und die Neugeborenen- Intensivstation am Krankenhaus Bozen tatkräftig unterstützen wollten. Zusammengekommen bis zum weltweiten Frühchen-Tag am 17. November sind unzählige Mützchen, dazu passende Söckchen, Regenwürmchen und Stirnbändchen, die nun allesamt an der NeugeborenenIntensivstation den Kleinen angezogen werden können. Im Schnitt kommen in Südtirol im Jahr 500 Babys zu früh auf die Welt, viele von ihnen mit einem Gewicht von wenigen hundert Gramm. (ap)
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Jahrgang 1972 feiert
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er Malser Jahrgang 1972 feierten heuer den 40. Geburtstag. Zur Freude aller sind sehr viele von ihnen am Samstag, 10. November zur Jahrgangsfeier gekommen, zu der das Organisationskomitee mit Veith Gerd, Stecher Barbara, Nadja Valentino und Mirjam Tschenett geladen haben. 52 im Jahre 1972 geborene Bürger der Gemeinde Mals trudelten zum Weißwurstfrühstück im Försterbräu Mals ein. Des Wetters wegen gab es eine Programmänderung und anstatt der vorgesehenen Wanderung von St. Peter bei Tanas nach Allitz marschierte die Truppe nach Glurns, um dort die
neue Whiskeydestillerie zu besichtigen. Nach einer Führung durch das beeindruckende Betriebsgebäude und anschließender Verkostung des jungen „Punidestillates“ wanderten die Teilnehmer zum Tartscher Bühel, wo in die St. Veithskirche, wo bei besinnlichen Texten innegehalten wurde. Auch dem
gleichaltrigen Michl Jörg, der dieses Jahr verstorben ist, wurde gedacht und eine Kerze angezündet. Mit dem Taxi ging’s dann nach Allitz zum Gasthof Sonneck, wo man beim Törggelen, Musik und Gesang noch gemütlich beisammensaß und das 40er Fest ausklingen ließ. (car)
Gesellschaft
Graun/Innsbruck
Latsch
Kulturfahrt zum Rundgemälde nach Innsbruck
Teufeltreiben kann beginnen
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Grauner SVPKoordinierungsausschuss auf Bildungsfahrt
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er SVP-Koordinierungsausschuss der Gemeinde Graun organisierte am 10. November eine besondere Kultur-Fahrt nach Innsbruck zur Besichtigung des neuen Museums „Das Tirol-Panorama“ am Bergisel. Mit einem modernen Reisebus der Firma Matzohl aus Graun starteten die Teilnehmer bei Schneeregen um 13.00 Uhr in St.Valentin. In Reschen stieg Kurt Ziernhöld mit einer starken Gruppe zu. Er übernahm die Reisebegleitung mit der Begrüßung der Teilnehmer. Eloquent und mit profundem Wissen begann er, die „vorbeifliegenden“ historischen Bunker, Grenzsperren und Festungen, Ruinen und Burgen, Orte und Landschaften entlang der Via Claudia Augusta zu erklären. So vorbereitet und eingestimmt erreichten die Teilnehmer das Museum „Tirol-Panorama“ am Bergisel. Es
beherbergt u.a. das historische und restaurierte Innsbrucker Riesenrundgemälde, das den Tiroler Freiheitskampf in 360 Grad Sicht festhält. Das bereits bestehende Kaiserjägermuseum auf dem Bergisel wurde dazu um einen großzügigen modernen Anbau erweitert. Im neuen Verbindungstrakt zwischen dem Rundbau für das Riesenrundgemälde und dem Kaiserjägermuseum können Besucher ebenfalls in die Geschichte Tirols eintauchen: In der Tirol-Ausstellung werden Museumsstücke der Tiroler Landesmuseen rund um die Themen Religion, Mensch, Politik und Natur ausgestellt. Anschließend werden die Besucher auf eine Reise durch spannende Stationen der Tiroler Geschichte geführt. Höhepunkt ist das Innsbrucker Riesenrundgemälde. Das restaurierte Gemälde von Michael Zeno Diemer aus dem Jahr
1896 zeigt auf 1000 Quadratmetern in 360 Grad Rundsicht die Schlacht der Tiroler gegen Franzosen und Bayern am 13. August 1809, die auf dem Bergisel stattgefunden hat. Zuletzt war das Riesenrundgemälde in der dazugehörigen Rotunde im Tal untergebracht. Nun wurde es restauriert und nach neuesten museumstechnischen Maßstäben am Bergisel wirkungsvoll in Szene gesetzt - inklusive zentraler Besucherplattform und eines so genannten faux terrain, einer künstlichen Landschaft zwischen Bild und Betrachter. Die Rückfahrt wurde mit einem Abendessen im „Trofana – Restaurant“ in Mils unterbrochen. Alle Teilnehmer waren von dieser besonderen Kulturfahrt begeistert und bedankten sich beim Reisebegleiter Kurt und beim Busfahrer Robert mit anhaltendem und kräftigem Applaus. (aw)
in besonderes „Zuckerl“ für einige Schüler der Mittelschule Latsch bot heuer der Techniklehrer Gerd Zuegg. Seit September fertigt er mit neun Schülern Krampusmasken an. Das Wahlfach fand großen Anklang und neigt sich nun langsam dem Ende zu. Das Prinzip für das Basteln der Masken ist einfach und genial, aber auch zeitaufwändig. Zuerst wurde ein Gerüst aus Hasendraht hergenommen. Für die Gesichtskonturen wurden Papierwürste angebracht und anschließend außen mit Klebeband beklebt und innen mit Schaumstoff ausgebettet. Zähne und Hörner aus Holz, Papier oder echtem Horn, genauso wie Augen wurden angebracht. Im Anschluss wurde mit Papier weitergearbeitet, ganz nach PappmachéArt. Nach dem Bemalen der Masken und dem Verkleiden der Hinterseite mit Fell kann nun das Krampusrennen in den Dörfern beginnen. Die Schüler der Mittelschule sind bestens gerüstet, und das zum Nullkostentarif, denn die Schule übernahm die Spesen, die der Lehrer jedoch sehr tief gehalten hat.
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Advents- und Weihnachtsveranstaltungen in der Gemeinde Kastelbell-Tschars
Advent in Latsch* NOVEMBER 2012/DEZEMBER 2012 Fr. Sa.
So.
Kochstammstisch mit Otto Theiner
Mi.
Fr.
Thema: „Menü für festliche Anlässe“
Sa.
Dienstag, 4. Dezember
19.00 Uhr in der Bibliothek Kastelbell Anmeldung bis 1. Dezember unter Tel. 3355682247
So.
Mi.
„Weihnachten rund um die Welt“
30 Verkauf von Adventkränzen
ab 14.00 Uhr, Vereinshaus Tarsch KVW, KFB, PGR Tarsch
1 Tarscher Adventfenster
ab 17.00 Uhr (tägl. vom 1. – 24. Dez.)
Maskenausstellung Weihnachtsmarkt Glühweinstandl Adventkranz-Segnung und 1. Rorate Adventkranz schmücken Lebkuchenhaus-basteln 2 Maskenausstellung Lebkuchenhaus-basteln Weihnachtsmarkt Glühweinstandl Anklöpflen/Adventsingen 5 Erzählung der Nikolauslegende Bilderausstellung Nikolausumzug Latsch Nikolausumzug Tarsch – Andacht in der Kirche Nikolaus-Hausbesuche Nikolausumzug in Goldrain
10.00 – 18.00 Uhr, Lacus, Latscher Tuifl 10.00 – 19.00 Uhr, Lacuswiese, Latscher Tuifl 10.00 – 22.00 Uhr, Lacuswiese, Latscher Tuifl 16.00 Uhr, Pfarrkirche Latsch, Grundschule Latsch 14.00 Uhr, AVS Jugendraum, AVS Jugend Latsch 14.30 – 17.00 Uhr, Lacuswiese, Kath. Familienverband Latsch 10.00 – 17.00 Uhr, Lacus, Latscher Tuifl 14.30 – 17.00 Uhr, Lacuswiese, Kath. Familienverband Latsch 10.00 – 18.00 Uhr, Lacuswiese, Latscher Tuifl 10.00 – 18.00 Uhr, Lacuswiese, Latscher Tuifl in Goldrain, Männerchor Vierklang 16.30 Uhr, Latscher Tuifl 16.30 Uhr, Kindergarten Latsch 17.00 Uhr, Latscher Tuifl 17.00 Uhr, ausgehend vom Vereinshaus Bescherung im Schulhof, Pfarrgemeinderat Tarsch – KVW Tarsch Anmeldung, Latsch, Kath. Familienverband Latsch um 17.00 Uhr vom Schulhaus aus durchs Dorf bis zum Platzl und großer Adventskalender, Schützenkompanie, Goldrainer Tuifl 20.00 Uhr, CulturForum (Raiffeisensaal), Tanzclub Latsch-Vinschgau 19.30 Uhr, Schloss Goldrain, Krippenfreunde Goldrain 10.00 Uhr, Pfarrkirche Tarsch, Kirchenchor Tarsch 17.00 Uhr, Buschen Platz Tarsch 14.30 Uhr, Schießstand, Seniorenrunde Goldrain, Vereine von Goldrain 10.00 – 12.00 Uhr & 14.00 – 18.00 Uhr Schloss Goldrain, Krippenfreunde Goldrain 9.00 – 12.00 & 13.30 – 18.00 Uhr, Schloss Goldrain 8.30 Uhr, Pfarrkirche Morter in Goldrain, Männerchor Vierklang 10.00 – 12.00 Uhr & 14.00 – 18.00 Uhr Schloss Goldrain, Krippenfreunde Goldrain 9.00 – 12.00 & 13.30 – 18.00 Uhr, Schloss Goldrain 14.00 Uhr, Fraktionssaal Latsch, Senioren-Club & Musikschule Latsch 15.00 Uhr, Bibliothek Goldrain
7 Tanzabend Krippensegnung 8 Radiomesse mit RAI Eröffnung der Dorfkrippe Jubiläumsfeier – 20 Jahre Seniorenrunde Goldrain Krippenausstellung Weihnachtsmarkt Jubiläumsfeier des Kirchenchor Morter 9 Anklöpflen/Adventsingen Krippenausstellung Weihnachtsmarkt 12 Senioren Weihnachtsfeier Weihnachtsgeschichte für Kinder
Weihnachtslesung mit Selma
Mahlknecht und Kurt Gritsch Mit frechen und besinnlichen Texten und Liedern, Tee und Gebäck stimmen wir uns gemeinsam auf die Weihnachtszeit ein.
Sonntag, 9. Dezember 18.00 Uhr Bibliothek Kastelbell Veranstalter: Der Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars und die Bibliotheken Bildungsausschuss Schluderns in Zusammenarbeit mit Kulturhaus, Musikkapelle, Bibliothek, Wirtschaftsverbände, KVW, Landwirtschaft, Schemenverein, Feuerwehr, Katholischer Familienverband und Gemeinde Schluderns
Ganzjährig bietet der Bezirksservice Weiterbildung den Bildungsausschüssen Beratung und Informationen an. Informationen: Bezirksservice Weiterbildung, Bahnhof Spondinig, Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 - fax +39 0473 618116, mail: bezirksservice.vinschgau@gwr.it ; Homepage des Landes www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf 24
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Bild: Florian Eller
„Hoadr Kunstfenster“
Organisation: Bildungsausschuss, AVS – Oberland, Familienverband – Zweigstelle St. Valentin
02.12.2012 – 07.01.2013
Florian Eller, geboren in Mals am 08.11.1961, Besuch der Kunstlehranstalt St. Ulrich (Gröden); 1989 diplomiert an der neuen „Akademie der Schönen Künste“ in Mailand; lebt und arbeitet in Langtaufers. „Ich habe versucht, traditionsgemäß die Kirche, die Natur, die Kultur und das Brauchtum sowie die Grundfarbe Blau in einer gesamten Komposition zusammenzuführen. Nicht alles in der Natur kann zugleich wahrgenommen und dargestellt werden, jedoch in der Zeit des Advents vergegenwärtigen wir eine Landschaft mit der Tradition und der Grundfarbe Blau. Die Farbe Blau wirkt beruhigend und entspannend, mit ihr verbinden wir Menschen die Weite und Ferne des Himmels und sie ist mit Abstand die beliebteste Farbe der Menschheit. Die Farbstrukturen entfalten sich schwebenden Empfindungen, die gleichsam auf seelische und mystische Kräfte unserer Generation hinweisen. Die Bilder spannen einen Bogen über die Entwicklung von den figürlichen Bildphantasien bis zu bewegten Farbfeldern.“
Samstag, 02.12.2012 (1. Advent) 17.00 Uhr – Pfarrkirche St. Valentin a.d.H. •A dvent-Feier mit Bläsern der Musikkapelle St. Valentin a.d.H., Musikschule Obervinschgau, Eyrser Viergesang, Nauderer Madlen, Hoadr Adventssinger. Frieda Weissenhorn liest besinnliche Texte. •O ffizielle Anleuchtung der Kunstfenster am Vereinshaus •V erkauf von Weihnachtsgebäck und Getränken
Sonntag, 09.12.12 (2. Advent)
„Toulr Kapella-Liachtr“ 02.12.2012 – 06.01.2013
Auch heuer werden während der Advents- und Weihnachtszeit in Langtaufers acht Kapellen angeleuchtet. Von Raffein bis Melag erinnern die angeleuchteten Kapellen für alle sichtbar an die Verkündigung und Geburt Christi. Am zweiten Advent- Sonntag (09.12.2012) wird mit einer Lichterwanderung von Patzin bis Perwarg diese Aktion im Rahmen des Oberländer Advents offiziell vorgestellt. Der Bildungsausschuss bedankt sich bei allen Besitzern der Kapellen für die Zusammenarbeit.
16.30 Uhr – Lichterwanderung von Patzin bis Perwarg • Musikalische Einstimmung und besinnliche Texte in der Kapelle in Patzin. Anschließend Wanderung von Patzin bis Perwarg auf dem Forstweg. Wir bitten die Teilnehmenden Laternen mitzubringen. • In Perwarg spielen die Weisenbläser der MK Reschen. Genießen Sie ein heißes Getränk und eine wärmende Suppe. • Busdienst: Ab St. Valentin 15.40 Uhr – Reschen 15.55 Uhr – Graun 16.05 Uhr – Melag 16.15 Uhr. Der Bus hält an allen Bushaltestellen. Rückfahrtmöglichkeit von Kapron Richtung Melag um 18.50 Uhr, von Kapron Richtung Graun um 19.10 Uhr.
Nachgefragt beim Ba Graun Der Oberländer Advent vom 02.02.2012 bis 07.01.2013 wird heuer bereits zum sechsten Mal in allen Dörfern der Franz Prieth – Gemeinde Graun orgaVorsitzender nisiert. Welche Zielsetdes Ba Graun zungen verfolgt der Bildungsausschuss? Beim Oberländer Advent stehen im Gegensatz zu den üblichen Advents-, Nikolaus- und Weihnachtsmärkten nicht der Kommerz und Kitsch und die diversen künstlich geweckten Bedürfnisse im Mittelpunkt. Vielmehr geht es um eine „freiwillige Vorfreude” auf Weihnachten. Das Selbstgemachte, das Persönliche, das Echte und das Typische stehen im Vordergrund, wel-
cher Raum zum Innehalten und Nachdenken bietet. Auch bei den Namensgebungen der einzelnen Aktionen wie dem „Hoadr Kunstfenster” am 02.12, den „Toulr Kapella-Liachtr” am 09.12., der „Graunr Wegkrippe” am 16.12 und dem „Reschr Advent” am 22.12. sind wir diesem Vorsatz treu geblieben. Wer beteiligt sich bei der Aktion? Das Fundament der Veranstaltung bildet die Bereitschaft der einzelnen Vereine, Verbände, Organisationen sich gemeinsam mit dem Bildungsausschuss an der Vorbereitung und Durchführung der einzelnen Programmpunkte zu beteiligen. Die vielseitigen kreativen und meditativen Angebote passen stimmungsmäßig in die einzelnen Dörfer und zur Adventzeit. Nur so ist eine echte Identi-
fikation mit den Veranstaltungen von Seiten der Bevölkerung zu erreichen. Was ist das Besondere an dieser Aktion? Im Mittelpunkt stehen die ortstypischen Bräuche und Traditionen, welche sich im Zusammenhang mit dem wahren christlichen Grund des Weihnachtsfestes gebildet haben. Es ist uns nun Schritt für Schritt innerhalb von sechs Jahren gelungen, dorfübergreifend an einer Idee, einem Projekt zu arbeiten und es gemeinsam umzusetzen. Viele freiwillige und ehrenamtliche HelferInnen tragen zum Erfolg bei, welchen ich bei dieser Gelegenheit herzlich danke. Alle Oberländer und Interessierte aus nah und fern sind herzlich zu unseren Veranstaltungen in St. Valentin a.d.H., in Langtaufers, in Graun und Reschen eingeladen.
Impressum: Initiative von
......in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen des Vinschgaus
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Gesellschaft
Partschins
Heimatbühne Prad
Heiteres zwischen Knast und Amerika
Traditionell und innovativ
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ass Tradition und Innovation sich nicht gegenseitig ausschließen müssen, beweist die Musikkapelle Partschins mit der Veröffentlichung ihrer CD „Dem Land Tirol die Treue“ im weltweiten Netz. Seit Anfang September sind die Partschinser Musikanten nun in den großen Online-Kaufhäusern für Musik präsent und senden somit eine klare Botschaft nach außen: Tradition hat im modernen Zeitalter nach wie vor ihren angestammten Platz, sie kann allerdings durch die digitalen Medien viel einfacher und weit über die Grenzen hinaus kommuniziert werden. Als erste von derzeit 211
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it dem Schwank in drei Akten „Der ehrliche Lügner“ von Josef Anton Schuler gab Berni Koch sein Debüt als Regisseur der Prader Heimatbühne. Er hatte diese Rolle mit dem langjährigen Regisseur Alfons Paulmichl getauscht. Dieser betrat dieses Mal als ulkiger Schauspieler die Bühne. Paulmichl spielte den Kleinbauern Hans Wachter. Der Inhalt dreht sich um die üblichen Klischees der traditionellen Bauerntheater, gespickt mit humorvollen Pointen. Von seiner Frau Maria (Rita Angerer) bevormundet und von seinem Sohn Florian (Hanspeter Trafoier) genervt, entschließt sich dieser gegen eine Entschädigung von 10.000 Euro anstelle des Nachbarn, den Viehhändler mit demselben Namen Wachter (Georg Reisigl) in den
Alfons Paulmichl als Kleinbauer Hans Wachter bei seiner inszenierten Rückkehr aus Amerika, die sich als Bluff erweist
Knast zu gehen. Das Vergehen: Vaterschaftsverleugnung. Den Seinen gaukelt der Bauer eine künstlerische Verpflichtung in Amerika vor, für die er eine satte Gage bekommt. Die Frau des Viehhändlers Roswitha (Silke Maria Pinggera) möchte ihre Tochter Gitti (Tatjana Dietl) mit Florian verheiraten. Dieser hat aber nur Augen für Sabine (Michaela Gander). Diese ist jedoch der Grund für die Vaterschaftsklage. Die daraus entstehende Verwirrung und die Rückkehr des „Amerikaners“ sorgen für Erheiterung. Das Ganze löst sich in allgemeinem Wohlgefallen auf. Bei den vier Aufführungen konnten sich die Prader Theaterleute auf der Bühne und die Helferinnen und Helfer hinter der Bühne über zahlreiche Besucher freuen. (mds)
Buchtipp
„Ein Lob der Frau, die backen kann“
O Musikkapellen in Südtirol vertreibt die MK Partschins ihre CD in mehr als 38 Ländern der Erde über bekannte Musikanbieter wie iTunes (mit dem zurzeit wohl größten Musikangebot weltweit), AmazonMP3, Spotify oder auch Nokia Music. Im Unterschied zur klassischen CD kann die Musik in allen angebotenen Ländern nach dem Kauf einfach und bequem auf den PC oder Smartphone gedownloadet und sofort angehört werden. Durch den Wegfall der Wartezeiten und Spesen für den Versand der CD soll der Weg für ein breiteres und auch jüngeres Publikum geebnet werden, erwartet sich die Musikkapelle. 26 Der Vinschger Wind 24-12
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b Rosenkuchen, Omas Gugelhupf, Orangenschnitten oder Kaffeekekse – es läuft einem das Wasser im Mund zusammen bei so viel charmanter Präsentation und liebevoller Empfehlung. Schön auch der Hinweis, dass die Rezepte mit wenigen Handgriffen zubereitet werden können. Angesprochen sind alle, die sich gerne von Kochbüchern begeistern lassen, die Lust zum Selberbacken haben, die auf die Motivation zum Ausprobieren und den Mut zur eigenen Kreativität zählen können: Kochen ist ein kulturgeschichtliches Ereignis, die bäuerliche Küche ist darin fest verankert. Das neue Buch „Südtiroler Bäuerinnen backen“ (Löwenzahn, 2012, 208 S.) bringt auch Rezepte, „die noch nicht in einem Kochbuch stehen“.
Es sind Lieblingsrezepte der Autorinnen (Maria Reichalter Prader, Annelies Schwarz Plattner, Christine Alber Viertler, Herta Nöckler Erschbaumer, Inge Rabanser Gabloner, Maria Plattner Huber, Veronika Mahlknecht Stampfer), verfeinerte Rezepte, Überraschungen für die Gäste und Backvorschläge, an die sich auch Kinder wagen können. Das Herz ist dabei, das merkt man – der Rosenkuchen in Herzform ist eine Liebeserklärung und der Gugelhupf eine Hommage an die Großmutter. Ansporn für das Nachbacken sind gewiss die schönen Fotos, es sind durchwegs Bilder von appetit-
lich dargereichten Bäckereien – auf stilvollen Glastellern oder in einem rustikalen Körbchen auf schönen Tischdecken mit Kreuzstich oder kunstvoller Spitze. Hilfreich sind die Tipps zu einfachen aber effektiven Variationen oder zu dieser und jener Eigenart, die einen nicht erschrecken soll, wenn vielleicht der schwere Kastanienkuchen nach dem Backen zusammenfällt. Mit den Backideen aus ganz Südtirol reiht sich das Buch in die lange Liste der kulinarischen Erkundungen des Landes. Claudia Theiner
Gesellschaft
Neuer Stall ermöglicht eine artgerechte Tierhaltung Der neue „Hirscherhof“ in Schleis mit Laufstall, mit Auslauffläche im Freien und mit Güllekanal-Entmistung entspricht der modernen Tierhaltung. von Magdalena Dietl Sapelza
V
or gut einem Monat hat Urban Hirschberger seine 13 Kühe und die zehn Jungrinder vom engen Stall im Ortskern von Schleis in den neu-
en Stall etwas außerhalb gelegen gebracht. Die Umstellung von der herkömmlichen Anbinde-Haltung in eine neue Umgebung und in die Freiheit des Laufstalles ist den
Kühen leichtgefallen. „Bereits in der ersten Woche ist die Milchleistung von 175 Litern auf 190 Liter gestiegen“, freut sich der Jungbauer.
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Gesellschaft
Daten zum Hirscherhof: Bauherr: Urban Hirschberger Planer: Technisches Büro Brenner Bau-Ausführung: Handwerker, Zulieferer und Dienstleister vorwiegend aus dem Vinschgau/Südtirol (siehe Anzeigen) Bauzeit: April bis Oktober 2012 Stalldimension: 38 mal 18 Meter Gesamtvolumen über der Erde: 3.084 m2 Photovoltaikanlage: 77 m2 13,5 kWp Die Stallanlage bietet Unterstellplätze für landwirtschaftliche Maschinen und Wohnraum in einer kleinen integrierten Wohnung
Der Jungbauer Urban Hirschberger hält in seinem neuen Stall oft kurz inne und beobachtet die Tiere „Von Anfang an haben sich die Kühe im neuen Laufstall wohl gefühlt“, erklärt er. Im alten dunklen Stall waren sie stets unruhig. Sie brüllten, trampelten, zogen an den Ketten. „Drinnen habe ich mich auch deshalb nicht mehr als Bauer gefühlt“, betont er. Nun ist alles anders. Der neue Stall ist geräumig. Durch die Fensterfronten an der Südseite fällt viel Licht ein. Die Kühe und Jungrinder verhalten sich auffallend ruhig. Frei und gemächlich bewegen sich die einen auf dem Spaltenboden, schieben ihre Köpfe zwischen die beweglichen Abgrenzungsstangen hindurch zum Fut-
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tertisch. Dort liegt stets genügend Heu bereit, das sie nach Lust und Laune fressen können. Die anderen liegen auf den weichen Matten der Hochboxen und lassen sich beim Wiederkäuen nicht aus der Ruhe bringen. Wieder andere ziehen es vor im Freien auf der zirka 1.000 Quadratmeter großen umzäunten Fläche ihre Runden zu drehen. Die Tiere gehören alle der Fleckviehrasse an. Hirschbergers Vater Hermann hatte bereits vor 15 Jahren auf diese Rasse gesetzt. Der Sohn ist ebenfalls von ihr überzeugt. „Die Fleckviehrasse ist wegen der Doppelnutzung wirtschaftlich interessant. Die Milch- und die Fleischleistungen sind gleichermaßen gut. Für ein Fleckviehstierkalb bekommt
man beispielsweise 400 bis 500 Euro, während man für ein Braunviehstierkalb oft nur 120 bis 200 Euro bekommt“, erklärt Hirschberger. Seit es den Tieren gut geht, blüht der Jungbauer auf. Nun kann er der modernen Tierhaltung gerecht werden, die er sich einst als Schüler in der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft in der Fürstenburg Burgeis eingeprägt hat. Die Freude an der Milchwirtschaft ist wieder zurückgekehrt. Der neue Stall ist für 35 Großvieheinheiten ausgerichtet und kann bei Bedarf mit einer einfachen Schrankenvorrichtung in drei einzelne abgeschlossene Abteilungen umfunktioniert
Gesellschaft
links: Die Fleckvieh-Kühe im Hirscherhof in Schleis genießen die Bewegungsfreiheit im neuen Stall unten: in der Kälberbox bei „Miranda“: Klein Daniel mit seinem Vater Urban Hirschberger
werden. Mehrere separate Boxen stehen bereit, für Kühe die beim Abkalben ihre Ruhe brauchen, für die frisch geborenen Kälber oder für Neuzugänge, die sich erst in die Gruppe eingliedern müssen. Dort besteht auch noch die Möglichkeit, die Tiere anzubinden, wenn es notwendig ist. Beim Bau wurden qualitativ hochwertige Materialien verwendet, sei es bei der Gebäudestruktur wie auch bei der Einrichtung. Alles ist so strukturiert, dass ein rationelles Arbeiten möglich ist. Die verschiedenen Arbeitsabläufe sind bei der Gesamtplanung und speziell bei der Einrichtungsplanung genau durchdacht worden, ob beim modernen Melkstand oder in der Milchkammer oder was die
Fütterungsabläufe betrifft. Der Heustock in der Scheune an der Nordseite steht in direkter Verbindung zum Futtertisch. Die Gülle fließt durch die Bodenspalten über einen Kanal in die Güllegrube. In regelmäßigen Abständen wird die Gülle zur Energiegewinnung in die Biogasanlage nach Schluderns gebracht. Nach dem Vergärungsprozess kann sie in den Feldlagern bei Schleis, Laatsch oder Burgeis wieder geholt und auf den Feldern ausgebracht werden. Die verschiedenen Arbeiten im Stall gehen Hand in Hand. Das bedeutet für Hirschberger eine beachtliche Zeitersparnis. „Im alten Stall habe ich jeweils eine
Stunde lang für das Melken gebraucht, jetzt schaffe ich es in einer halben Stunde“, erklärt er. Die Zeitersparnis kommt ihm auch bei seiner Nebenbeschäftigung als Mitarbeiter der Bergbahnen Nauders entgegen. Seit 17 Jahren verdient er sich dort im Winter etwas dazu. Die Freude an den Tieren im neuen Stall teilt Hirschberger mit seinem Sohn Daniel. Dessen Liebling ist das zwei Monate alte Kalb „Miranda“, das er oft besucht. Der Kleine freut sich schon auf die Fertigstellung der kleinen Wohnung, die im Stall integriert ist, damit er seinen Tieren nahe sein kann. Und der Siebenjährige erklärt, dass auch er später Bauer werden wolle.
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Jugend Freiraum Schlanders Ö Fr. 30.11.12 ab 20.00 Uhr Discoparty mit Dj Jok3R Ö Sa. 01.12.12 Kegeln Ö Fr. 07.12.12 ab 18.00 Uhr Im JuZe Kochen! :P Ö Sa. 08.12.12 Geschlossen Ö Mi. 12.12.12 ab 16.00 Uhr Spielenachmittag Ö Fr. 14.12.12 ab 16.00 Uhr Kekse backen! JUMA Mals Ö Sa. 01.12.12 Geschlossen Ö Mi. 05.12.12 Geschlossen Ö Do. 06.12.12 ab 18.00 Uhr Tiroler Abend mit selbstgemachten Spinatspatzlen Ö Fr. 07.12.12 ab 10.00 Uhr Mittelschulkino Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 01.12.12 Geschlossen Ö Mi. 05.12.12 Geschlossen Ö Sa. 08.12.12 Geschlossen Jugendtreff Reschen Ö Sa. 01.12.12 ab 19.00 Uhr gemütlicher Abend für Ehrenamtliche & Jugendliche Ö Sa. 08.12.12 Treff geschlossen (wegen Feiertag Maria Empfängnis) Jugendraum „Enjoy“ Graun Ö Fr. 07.12.12 ab 17.00 Uhr Schneemänner machen zum Verschenken oder selbst Naschen, Kosten: 2 Euro Jugendtreff „Juze“ St. Valentin Ö Sa. 01.12.12 ab 19.00 Uhr Gemütlicher Abend für Ehrenamtliche & Jugendliche im Jugendtreff Reschen Ö Sa. 01.12.12 Treff geschlossen (wegen Krampusumzug) Jugendzentrum JuZe Naturns Ö Sa. 01.12.12 ab 20.00 Uhr ROS Album Release Hardcore Metal / Meran UNAVOIDABLE Hardcore Metal / Wien Ö So. 02.12.12 ab 16.00 Uhr JuZe Sunntig! Abhängen im JuZe auch am Sonntag. Ö Mo. 10.12.12 ab 15.00 Uhr Kekse backen Jugendtreff KOSMO Plaus Ö Mi. 12.12.12 ab 15.00 Uhr Kekse backen Citytreff Glurns Ö Fr. 30.11.12 ab 15.00 Uhr Pinnwand neu gestalten Ö Fr. 30.11.12 ab 19.00 Uhr Pizza machen Ö Mi. 05.12.12 + Sa.08.12.12 Geschlossen Ö Fr. 07.12.12 Weihnachtsgeschenk basteln Phönix Schluderns Ö Do. 29. + 30.11. ab 17.30 Uhr Teestandl beim „Scheimen schaugn“ Ö Sa. 01.12.12 + Mi.05.12.12 Geschlossen Ö Do. 06.12. ab 17.00 Uhr Weihnachtsgeschenk basteln
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Freerunning/Parkour
Neue Trendsportart im Vinschgau Seit einiger Zeit üben sportbegeisterte Jugendliche aus Prad und Latsch eine neue Sportart namens Parkour und Freerunning aus. Team Flying Art ist die erste Gruppe, die diese Sportart professionell im Vinschgau ausübt. Gegründet wurde sie von 2 Prader Jungs, Marcus Kurzeja und René Gamper. Bei den Jugendlichen wurde „TFA“ hauptsächlich über Youtube-Videos, die von Felix Niederegger gefilmt und geschnitten werden, bekannt. Die Mitgliederzahl steigt ständig. Immer mehr Jugendliche interessieren sich für Parkour. Doch was ist Parkour und Freerunning eigentlich? Bei Parkour ist nicht der Hindernisparcour gemeint. Um es auszuführen, braucht man keine besondere Ausrüstung, nur ein Paar Turnschuhe und Turnhosen. Das französische „Le Parkour“ ist eine von David Belle begründete Sportart, bei dem die Teilnehmer unter Überwindung sämtlicher Hindernisse einen möglichst geraden Weg von A zum selbstgewählten Ziel B nehmen. Der Läufer überwindet dabei höchst akrobatisch und effektiv alle Hindernisse, die ihm in den
Weg kommen. Egal, ob mit einem Vorwärtssalto oder mit einer „Dive Rolle“, indem er wie ein Taucher, der ins Wasser springt, über das Hindernis hinwegrollt. „Freerunning“ ist, wie so oft gemeint, kein Synonym für Parkour. Freerunning ist die Kunst der Fortbewegung. Der „Freerunner“ bewegt sich dabei akrobatisch und möglichst flüssig in seiner Umgebung. Dabei führt der „Freerunner“ verschiedene Bodenturntechniken aus, wie zum Beispiel „Flik Flaks“ oder „Saltos“ mit mehreren Schrauben. Der „Freerunner“ tut dies aber in seinem eigenen Stil, der bei den Jugendlichen deutlich besser ankommt, als der z.B. etwas elegantere Stil eines Kunstturners. Die Athleten ziehen dabei die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich, da die Sportler Parkour und Freerunning nicht nur in der Turnhalle, sondern auch auf Straßen oder Wiesen usw. praktizieren. In der Turnhalle werden nicht nur die schon eingeübten Tricks perfektioniert, sondern neue Tricks ausprobiert und eventuell einstudiert. Die Benutzung der Turnhalle bekommt das Team von Flying Art vom Jugendtreff Prad „Explosiv“ gesponsert. Für den Ju!P ist es wichtig, diese neue Sportart zu fördern, weil sie in Südtirol bei den Jugendlichen immer beliebter wird und eine progressive und dem Zeitgeist entsprechende Alternative zu traditionellen Sportarten darstellt. Interessierte können sich unter youtube.com/teamflyingart Videos der Gruppe anschauen.
10 Jahre JuZe „Freiraum“ Schlanders Vor kurzem wurde anlässlich der Vollversammlung des „Trägervereins Jugendzentrum “ das 10-jährige Bestehen des Jugendzentrums Schlanders gefeiert. Dabei wurde gemeinsam auf die Gründung des „Vereins Jugendzentrum“ und die anschließende Errichtung des Jugendzentrums „Freiraum“ zurückgeblickt. Der heutige Vorstand sowie die Mitarbeiter, bedankten sich im Rahmen einer kleinen Feier bei all jenen Personen, die sich bereits ab Ende der 90er Jahre für die Errichtung eines Jugendzentrums eingesetzt haben und somit dazu beigetragen haben, dass das JuZe ein beliebter Treffpunkt der Schlanderser Jugend werden konnte. Auch die Jugendlichen nutzten die Gunst der Stunden, um mit einem Video zum Ausdruck zu bringen, wie wichtig ihnen ein Ort des Zusammenseins ist. Der Abend wurde mit einem Buffet und einem Konzert abgerundet. Weiterhin freuen wir uns auf schöne gemeinsame Stunden im JuZe Schlanders.
Kreativ im Herbst Im Jugendtreff Reschen waren die vielen Jugendlichen auch im Herbst wieder sehr aktiv und vor allem kreativ: sie sprayten, bohrten, klebten, schnitzten und backten. GESPRAYT wurde bereits im September: Die langweiligen und kahlen Sperrholzplatten des DJ Pultes wurden unter Eigenregie von engagierten Mittelschülern in bunte Kunstwerke verwandelt. GEBOHRT und GEKLEBT wurde Anfang November und kleine Regenbogen-DiskoLichter hergestellt. Die fleißigen Kids bohrten, schleiften,
klebten und bastelten an u-förmigen Kunststoffbögen, bis sich in den darin befindlichen Leuchtdioden schließlich ein buntes Farbspiel zeigte. Die fertigen Werke konnten dann mit nach Hause genommen werden. Mitte November wurden passend zur Jahreszeit Gesichter und Grimmassen in Kürbisse GESCHNITZT. Aus dem Kürbisfleisch BACKTEN die Jugendlichen zu guter Letzt köstliche Kürbiskekse. Die Aktionen entstanden unter anderem in Anlehnung an das Jahresthema „Kreativität“ des Schulsprengels Graun. „Eine kreative Idee ist nur eine Idee, so lange daraus keine Taten folgen. Du musst handeln, sonst bist du nicht kreativ.“ (Glen Hoffherr)
Gesellschaft
Schlanders/Zürich
Helfer aus der Natur
Sichtbacksteine, Klinkersteine und Schaumglasschotter M
Unsere Kräuterecke
an kennt diese Baustoffe im Südtiroler Raum, sie finden hier aber selten Verwendung. Daher plante die 3. Klasse Maurer der LBS Schlanders mit ihrem Fachlehrer Linser Norbert eine Lehrfahrt dorthin, wo diese Produkte hergestellt und besichtigt werden können. In Frick bei Zürich produziert die „Keller Ziegeleien AG“ neben vielen anderen Produkten auch Sichtbacksteine und Klinkersteine. Dort konnten die Schüler den ganzen Produktionsvorgang vom Rohmaterial bis zum Endprodukt vor Ort miterleben. Interessant fanden sie dabei vor allem, dass bei den Sichtbacksteinen die vielen verschiedenen Farbtöne von gelb über grau bis zum leichten Violett ausschließlich durch verschiedene
Wetterfühligkeit
Fachlehrer Linser Norbert mit der 3. Klasse Mauer
Lehm–Ton-Gemische erreicht werden. Am zweiten Tag ging die Fahrt nach Surava bei Chur zur Firma „Misapor“, die sich auf die Herstellung von Schaumglasschotter spezialisiert hat. Dieser wärmedämmende Schotter wird zu 98% aus Recyclingglas hergestellt. Dadurch wurde den Lehrlingen eindrücklich vor Augen geführt, dass im Hoch- und Tiefbau Recycling-
materialien immer mehr an Bedeutung gewinnen, womit in der Baubranche gleichzeitig auch die Umweltbelastung verringert werden kann. Für die angehenden Maurer war der Blick über die Landesgrenzen sehr informativ. Sie konnten Theorie und Praxis anschaulich miteinander verbinden und neue Eindrücke für ihren Arbeitsalltag mitnehmen.
Latsch
Hurra, wir waren bei 1, 2 oder 3!
Klasse 5A 5B; Felix, Sophie, Lukas mit M0derator Elton
A
m 15.10.12 fuhren wir schon um 5:00 Uhr mit dem Bus Richtung München (Unterföhring) ins ZDF Studio zur Sendung 1, 2 oder 3. Wir fuhren über den Reschenpass und schließlich über den Fernpass. Im Bus unterhielten wir uns alle gut. Nach einer langen Fahrt kamen wir aufgeregt an und konnten es kaum mehr erwarten. Als wir im Studio waren, erklärte uns ein Mann namens Florian ausführlich wann und wie wir unsere Teilnehmer anfeuern sollten. Nun konnte
die Aufzeichnung beginnen. Wir waren alle gespannt auf Elton und Piet Flosse, aber vor allem auf unsere Kandidaten Sophie, Felix und Lukas. Das Thema Fernsehen, das zufällig zu unserem Jahresprojekt Medien passt, wurde vorgestellt und gleich wurden auch schon die ersten Fragen gestellt. Unsere Kandidaten machten es sehr gut und zeigten ihr Wissen bei der Beantwortung der teilweise sehr schwierigen Fragen. Sie erzielten insgesamt 12 Punkte, das machte 240 Euro für die
Klassenkasse. Als unsere Kinder nach der Show kamen, feierten wir sie. Später besuchten wir noch die Bavaria Filmstadt. Dort konnten wir uns verschiedene Filmkulissen anschauen und noch viel Wissenswertes über das Fernsehen erfahren und einige Fotos machen. Besonders toll waren die Kulissen von Wilde Kerle 5, Wickie und die starken Männer und die Wilden Hühner. Es war natürlich sehr spannend. Nach diesem erlebnisreichen Tag machten wir uns auf die Heimreise und kamen in Latsch glücklich und zufrieden an. Nun freuen wir uns schon darauf, die Aufzeichnung im Fernsehen zu schauen. Unsere Sendung wird nämlich am 8. Dezember 2012 im ZDF und am 09. Dezember 2012 im Kika gezeigt. Schüler und Schülerinnen der 5A/5B Grundschule Latsch
Der Herbst und der Winter sind oft an Störungen unseres Wohlbefindens schuld. Das Wetter macht Sorgen, und die wechselnden Temperaturen tragen das Ihre dazu bei. Hier gibt es aber auch viele gute Möglichkeiten, diese Befindlichkeitsstörungen zu mildern. Ich denke da an mehr Bewegung, körperliche Fitness also, und genügend Schlaf. Neben den Teeanwendungen haben wir wiederum das Wasser als Quelle der Gesundheit. Mit Sauna und Dampfbad, We l l n e s s und Jogging bringt man den Körper in Schwung. Mehr noch – er wird auch abgehärtet und gestählt. Dabei brauchen wir wenige Zusatzmittel. Saunaaufguss und Badezusätze mit feinem Kräuteraroma sind gefragt: Eukalyptus, Rosmarin, Thymian, Orangenund Lindenblüten, um nur einige zu nennen. Für den innerlichen Menschen empfehle ich eine gute Teemischung, die allen Wettern trotzt. Eine solche Teemischung sollte folgende Kräuter enthalten: Lavendel, Anis, Königskerze, Kamille und Lindenblüten zu gleichen Teilen. Gesüßt wird mit Honig. Den Tee kann man über Tag trinken, auch mehrere Tassen. Den Tee warm trinken (nie heiß). Rückfragen direkt an den Autor: juerg.baeder@ bluewin.ch
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Gesellschaft
Laas
Burgeis/Tartsch/Schleis/Matsch
Vier Bühnen auf einer Bühne
Feine Klänge
E
ine Stimmung der Ruhe und Einkehr schuf das Ensemble „Suvendes“ vor kurzem bei seinem Konzert in der Pfarrkirche von Laas. Unter der Leitung der gebürtigen Münchnerin und Wahl-Lichtenbergerin Martina Wienchol (Bild) sangen neun Sängerinnen und Sänger aus dem oberen und mittleren Vinschgau geistliche Lieder. Heike Schöntaler las zwischen den Stücken die Liedtexte. Das Konzert begann mit einer Vokalise, die in das „Christus Factus Est“ mündete. Sprachlich experimentierte das Ensemble mit dem Psalm „Kehre meine Seele zu Deiner Ruhe zurück“. Dabei trugen die Sängerinnen und Sänger den Psalmtext zunächst jeder für sich und durcheinander vor, bis alle zu einem Rhythmus fanden und den Psalm gemeinsam sangen. Ein weiteres Klangexperiment wagte „Suvendes“ mit dem Choral „Anima Mea“, der aus zehn kleinen versetzt vorgetragenen Singmodellen besteht. Eine meditative Stimmung hielt sich während des gesamten Konzerts, das mit Abendliedern endete. Zum Schluss verließ das Ensemble den Altarraum und zog singend in die Apsis, wo das letzte Lied „Komm, Trost der Welt“ mit leisen Tönen wie in der Ferne verklang.(lu) Ensemble „Suvendes“ beeindruckt mit feinen Klängen
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v.l.: die Heimatbühne Matsch, das Dorftheater Schleis, das Bichltheater Tartsch und der Theaterverein Burgeis
N
ach 2004 und 2008 fand heuer das dritte EinakterTheaterfestival in der Gemeinde Mals, im Kulturhaus von Burgeis statt. Das Konzept des Bildungsausschusses Mals ist es, eine kulturelle Gruppe in der Gemeinde mit ihrer Tätigkeit in den Vordergrund zu stellen. Heuer waren wieder die Theaterleute dran. Mit dem Bichltheater Tartsch, mit dem Theaterverein Burgeis, mit dem Dorftheater Schleis und mit der Heimatbühne Matsch bespielten vier ganz verschiedene Theatervereine
mit verschiedenen Einaktern an zwei Abenden die Bühne in Burgeis. Das Publikum war begeistert, denn die jeweiligen Einakter boten einen konzentrierten Einblick in die Philosophien der Theaterleute. Zudem konnten Theaterspieler, vor allem junge, in die Theaterwelt hineinschnuppern. Die Matscher und die Schleiser haben die Jugend - mit Erfolg - spielen lassen. Das Bichltheater Tartsch hatte ein üppiges Bühnenbild zum Stück „Afn St. Veithsmorkt“ von Genoveva Telser in Reimform
zusammengestellt. Die Burgeiser legten im „Das Interview“ den Schwerpunkt auf Wortwitz und auf hervorragende Schminke. „Hänsel und Gretel beim Anwalt“ brachte die Jugend im Dorftheater Schleis mit Frische auf die Bretter. Die Heimatbühne Matsch brachte mit „S’Gamsl vom rotn Kofl“ Bodenständiges in deftiger Ausdrucksweise. Fazit: Superidee mit immer wieder wechselnden Schauspielern, weshalb Frische, Neues und Experimente Platz haben. (eb) Video auf www.vinschgerwind.it
Kortsch
„Ewig long nimmer gsegn ...“ D
ie Verbundenheit zur alten Schule ist nicht abgerissen: Viele der Abgängerinnen der Schuljahre 1971/72, 1981/1982, 1992/93 und 2001/2002 fanden kürzlich den Weg in die Fachschule für Hauswirtschaft zum traditionellen Absolventinnen-Treffen und nahmen die Einladung mit Freude an. Während viele der ehemaligen Schülerinnen die Gelegenheit nutzen, alte Schulfreunde wiederzusehen und Erinnerungen wach werden zu lassen, ist das Treffen für Direktor Martin Unterer „eine gute Gelegenheit, die Entwicklung der Schule aufzuzeigen.“ Nicht nur baulich hat sich einiges verändert an der Fachschule für Hauswirtschaft, auch die Ausbildung gewann neue Lerninhalte und neue Lernformen. Die Fachschule fördert die Schülerinnen mit
Sie haben vor zehn, rund zwanzig, dreißig und vierzig Jahren die Schulmauern der Fachschule für Hauswirtschaft verlassen und sahen sich nun beim Absolventinnen-Treffen wieder
Lernkonzepten, die sich „nach den Stärken und den Schwächen des Lernenden“ richten. Martin Unterer: „Dieses Konzept, das Frau Direktor Monika Aondio eingeführt hat, hat sich sehr gut bewährt“. Dass die Fachschule für Hauswirtschaft eine lebendige Schule war und ist, zeigen die Schülerinnenzahlen: 102 Schüle-
rinnen und – eine Premiere – 1 Schüler zählt man in diesem Schuljahr. Dem gebührenden Empfang mit Cocktails und Sekt folgte ein köstliches und exzellent vorbereitetes Buffet am Nachmittag, während die ein oder andere Schulepisode in Erinnerung gerufen wurde und für herzhaftes Lachen sorgte. (ap)
Kinderträume Sonderthema
Kinderträume „I winsch mr a Barbiehaus, weil in Ken honni schun!“
„I wünsch mir an Zug, der elektrisch geat, odr an ferngstuiertn Quad.“
Stefanie Telser, 4 Jahre, Agums
Erik Wieser, 5 Jahre, Morter
„I wünsch mir zwoa groaße Resslen, und an gr0aßn Filly-Turm und a Lego-Friends-Haus mit a poor Mandlen.“
„Ich mechat an Roboter und an groassn Cars, sunscht nichts.“
Anna Innerhofer, 4 Jahre, Goldrain
Nando Wieser, 3 Jahre, Schlanders
Glurnser Advent
Licht Düfte Klänge
Der schönste im Lande Vor mittelalterlicher Kulisse wird auch heuer wieder der Glurnser Advent mit Lichtern, Düften, Klängen und einer einzigartigen Atmosphäre heimelig und verzaubern sein. Zum 12. Mal wird dieser im Vinschger Städtchen stattfinden. Vom 7. bis zum 09. Dezember wird Glurns verkehrsfrei, wird wohnlich, gemütlich. „Von anderen Märkten und Weihnachtsveranstaltungen unterscheiden wir uns maßgeblich“, sagt dazu Prieth Elmar vom organisierenden Verein Laubenkomitee – OK Glurnser Advent. Tatsächlich ist wiederum eine außergewöhnliche Zeit zu erwarten: Anstatt Weihnachtsgedudle aus Lautsprechern
wird es in Glurns insgesamt an die 25 Bläsergruppen und Chöre geben. Adventbesinnliches wird es ebenso mit verschiedenen Chören und Musikern in der Pfarrkirche zum Hl. Pankratius geben. Auf dem Stadtplatz und in der Laubengasse werden über 40 Marktstände aufgebaut. Angeboten werden regionale Produkte, Kunsthandwerkliches und vieles mehr. Die detaillierte Programmbroschüre und weitere Informationen rund um der Veranstaltung findet der Besucher unter der der Webseite: www.glurns.eu.
Glurnser Advent
Dezember 2012
Adventmarkt · Musik Adventspiel · Adventsingen
Freitag, 07. von 14 Uhr bis 21 Uhr Samstag, 08. von 11 Uhr bis 21 Uhr Sonntag, 09. von 11 Uhr bis 21 Uhr Wir danken für die Unterstützung!
Laubenkomitee - OK Glurnser Advent Stadt Glurns
Autonome Region Trentino-Südtirol Regione Autonoma Trentino-Alto Adige
AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL Abteilung 35 - Handwerk, Industrie und Handel
PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE Ripartizione 35 - Artigianato Industria e Commercio
Stadtgemeinde Glurns Cittá di Glorenza SPORT - MODE - TRACHTEN Geschenke und Südtiroler Spezialitäten Stadtplatz Glurns www.fredshopping.com
Restaurant Steinbock Florastr. 9 - Glurns - Tel. 0473 831 495 Einheimische traditionelle Küche
Glurns Marketing
Fritz, Schlanders
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Kinderträume Sonderthema „I winsch mr a Barbiekutsche und a Barbiepferd. Und zwoa Schatztruhen, weil i hon Kinderlen und Schiachlen nor konn i in oanr di Schiachlen inni tean und in oanr di Kleidlen.“
„An Traktour und an Ounhängr!“
Patrick Lutt, 3 Jahre, Prad
Romina Tischler, 4 Jahre, Taufers i. M.
„Zu Weihnochtn wünsch i mir a Mundstickl fir dr Flöte as Holz.“
Selina Alber, 8 Jahre, Morter
„I wünsch mir fan Christkindl a Poppawagele mit a Poppa drin und a Butterbrot“
Arifee Gerstgrasser, 2 Jahre, Naturns
„I wünsch mr a Giraffe, a groaße zun Aufhängen. Wenns Christkindl it bring, wos i mir wünsch, isch mir gleich. Holt a Packtl.“ Emma Blaas, 4 Jahre, Laatsch
„I mog Poppelewagele und a kluans Poppele und a Hondtaschele von Hello Kitty“ Sophie Garber, 2 Jahre, Kastelbell
Kinderträume Sonderthema „A Carrerabohn und kluane Lego und an richtign, kluanen Hund wia di Anna hot“
Simon Pauli, 4 Jahre, Plaus
„A sou a groaßes Schloss, wou a sou kloane Menschn drin sain. Playmobil – Mandlan mit Kleidr. Hem gibs a Baby und a Wiege.“ Lea Kofler, 5 Jahre, Taufers i. M.
„I wünsch mir a lila Lampele firn Nochtkastl des in olle Forbn leichtet. Rot, grian, blau.“
Lisa: „Rollschuah!“ Felix: „A Paktale mit an Goggele…“
Julia Wieser, 3 Jahre, Morter
Lisa Agetle, 6 Jahre und Felix Agetle, 3 Jahre, Prad
„I wünsch mira Dartsscheibe und a Trikot fun Mario Gomez.“
Paul Christandl, 8 Jahre, Schlanders
„An goldanan oder weißn Traktour mit Wintrroafn!“
Leon Plant, 4 Jahre, Stilfs
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Kinderträume Sonderthema „A sou a Spielzuigmotorradl mit den i a bissl fohrn konn, fa Playmobil a Fuierwehrauto und nor nou an richtign Motorradlhelm mit Visier“ Laurin Garber, 4 Jahre, Kastelbell
„I wünsch mir von Christkindl a Poppa zun Turnen.“
Linn Wieser, 5 Jahre, Schlanders
„An blauan Roudl…!“
„Von Chrischtkindl winsch i mir a poor Schi, sell isch ollz… a und a poor scheane Patschlan.“
Dominik Carbogno, 3 Jahre, Stilfs
Fabienne Angerer, 5 Jahre, Stilfs
„I hat gearn Aquarell. Des sein a sou Forbn zun Moln und kimp olm in dr Werbung.“
„Ba Weihnachtn gfollt mir olls: dr Weihnachtsbam und die Geschenke und s Christkindl natürlich. I winsch mr a Riesntrampolin mit Netz.“
Corina Rinner, 9 Jahre, Latsch
Silvia Blaas, 7 Jahre, Laatsch
Prad - Koatlacker Nikolausumzug
Einer der meistbesuchten Auch in Prad hält man an vielen alten Traditionen und Bräuchen fest, wie der Koatlacker Nikolausumzug. Traditionell findet der Umzug am 4. Dezember statt und in den letzten Jahren ist dieser zu einem der größten, aufwendigsten und meist besuchten Nikolausumzügen unseres Landes geworden . Der Umzug trägt den Namen des Prader Dorfteils „Koatlack“ und hat auch da seinen Ursprung und Ausgangspunkt. Organisiert wird der Umzug vom „Koatlacker Nikolauskomitee“ und wurde in den vergangenen Jahren von einigen Tausend Schaulustigen besucht. Ziel dieses Komitees ist es diesen Brauch nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und ihn an die Kinder und Jugendlichen sowie an die vielen Zuschauer weiterzugeben. 36 Der Vinschger Wind 24-12
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Am Tage des Umzugs werden bereits ab 15 Uhr warme Getränke und kleine Imbisse am Dorfplatz verabreicht. Interessierte ist es dort möglich im Vorfeld am Getränkestand Gutscheine zu erwerben, mit denen dann die Säckchen in Ruhe und ohne Gedränge beim Nikolaus abgeholt werden können. Am Sonntag, den 02.12. ist auch eine Lorfnausstellung am Dorfplatz von 14-18 Uhr, um die Masken der Koatlacker Tuifl noch besser betrachten zu können, und den Kindern die Angst zu nehmen.
„I mecht a gelbe Vespa und a Biachl und a Gummibärele.“
Matias Rinner, 2 Jahre, Latsch
„A Puzzle und fa dr Kuch eppas”
Sara Pauli, 2 Jahre, Plaus „A Poppele und a Spielhittl und olls Spielsochn“
Greta Platter, 3 Jahre, Kastelbell
„I mecht ´s Gleiche wia meine Zwillingsschwestr, mir wünschn inz eigentlich olm ´s Gleiche.“
Elisa Alber, 8 Jahre, Morter
„An Legotechnik-Hubschrauber und an Helm zu Orbatn“
Felix Schupfer, 6 Jahre, Naturns
„Van Christkindl winsch i mr a Videospiel mit Monschtr, wou i ban Fernseh spieln konn. Und die Monschtr afn Glos auitean.“ Elias Karnutsch, 5 Jahre, Taufers i. M.
„I mog a Poppa, a groaße mog i“ „I wünsch mir van Christkindl a Rennauto mit Stuierung.“
Lena Innerhofer, 2 Jahre, Goldrain
Leon Spögler, 4 Jahre, Kortsch
„ I wünsch miar zu Weihnachten an Gutschein in an Hotel für die gonze Familie.“ Pia Christandl, 11 Jahre, Schlanders
„I wünsch miar a Spielpferd, wos Geräusche mocht.“
Maja Christandl, 5 Jahre, Schlanders
„I hat van Christkindl gearn a Rennautoboun.“
Simon Pinggera, 4 Jahre, Latsch
„A Ritterburg wou Piraten innigian und a Rutschbohn“
„I winsch mr an Compiutar und a DVD…“
Nico Platzer, 5 Jahre, Prad
Jonas Baumgärnter, 3 ½ Jahre, Naturns
„I winsch mr a Spielzuig und an Haufn Schnea!!“
Raphaela Paulmichl, 3 Jahre , Stilfs
„I winsch mr a Tromml. Nochr a Motorradl. Nochr nu an Kronknwogn. Nochr nu an Jeep mit zwoa Motorradlan afn Onhängr.“
„An Hubschraubr und an Traktr….“
Florin Gunsch, 4 Jahre, Taufers i. M.
Anna Agetle, 4 Jahre, Prad
„Van Christkindl wünsch i mir dein Stift zun ountippn mitn Hexnbuach drzua.“
Anne Ilmer, 7 Jahre, Goldrain
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Kinderträume Sonderthema „An Überraschung und eppas scheans….!“
„I wünschet mir a GolaTasch zun umrhängen, vielleicht sogor mit Glitzer drauf.“
Rebekka Schöpf, 4 Jahre, Stilfs
Sarah Plattner, 7 Jahre, Latsch
„I winsch mr an ferngsteiertn Baggr, der an schnellschtn rennen konn - schnellr als olle Baggr und als dr Hund und als dr Dino.“
„A Barbie und an Igel“
Klara Schupfer, 3 Jahre, Naturns
Maximilian Christandl, 4 Jahre, Taufers i. M.
„I mecht a nuie Sunnenbrill mit Gläser drinnen und an Luftballon.“
„An elektrischn Monstertruck und an Spiderman der sich als Auto verwondlen konn, und a Ferrariauto für di Carrerabohn und nou in Vettel“
Teresa Spögler, 2 Jahre, Kortsch
Noah Geiser, 4 Jahre, Plaus
pr-info Martin Reisen
Zypern - Insel der Götter Sanfte Hügel und bewaldete Berge, weiße Sandstrände und bizarre Steilküsten, schattige Pinienwälder und karge Steppen, blumenübersäte Felder, azurblaues Meer und eine ewig lachende Sonne: Kaum ein anderer Ort könnte geeigneter sein als Geburtsstätte der Aphrodite, der Göttin der Schönheit und Liebe. Reisen Sie mit uns durch dieses Bilderbuch der Geschichte und genießen Sie ein mediterranes Paradies.
von Samstag 09. Februar bis Samstag, 16. Februar 2013; Preis pro Person Euro 890,00 im Doppelzimmer im 4-Sterne-Hotel 1. Tag – Samstag, 09. Februar 2013: Abfahrt von Lana und Transfer nach München. Zusteigemöglichkeiten nach Vereinbarung. Von München fliegen wir nach Larnaca. 2. Tag: zusätzlich buchbar Ausflugspaket: Kourion – Paphos – „Auf den Spuren der Römer“ 3. Tag: zusätzlich buchbar Ausflugspaket: Troodosgebirge – Kloster Kykkos – Omodhos – „Reichtum Zyperns im grünen Herzen der Insel“ 4. Tag: zusätzlich buchbar: Ausflugspaket Nicosia – „Die geteilte Stadt“ 5. Tag: Zur freien Verfügung, zusätzlich buchbar: Ausflug „Land und Leute“ 6. Tag zusätzlich buchbar: Ausflugspaket: Salamis – Famagusta „Ruinenzauber im Norden Zyperns“ 7.Tag: Zur freien Verfügung, zusätzlich buchbar: Meze Abend 8. Tag: Zypern – Deutschland Infos: Martin Reisen Tel. 0473 56 30 71 info@martinreisen.com
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Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Katharina, 25. November 2012
Nationalpark Stilfserjoch:
Julius von Payer (1842-1915) Kartograph, Bergsteiger, Alpen- und Polarforscher, Maler Links: Grabstein für Julius Payer im Ehrenhain Nr. 32 A am Wiener Zentralfriedhof. Foto: Wolfgang Platter Kleines Bild: Julius von Payer, Militäroffizier und Kartograph, Alpin- und Polarforscher, Maler und Entdecker, 1842-1915. Fotonachweis: Internet
(1799-1858. Ihm verdankt die Welt die Erbauung des Suezkanales), Johann Nestroy, Hans Moser (1880-1964), Paul Hörbiger (1894-1981), Max Weiler (1910-2001), Johann Strauss Vater und Sohn, C. von Millöcker, J. Lanner, F. von Suppè, J. Brahms. Allein die Position des Ehrengrabes am Wiener Zentralfriedhof zeigt, dass Julius Payer ein Großer war. In den Jahren 18651869 hat Julius Payer mit seinem legendären Suldner Bergführer Hans Pinggera wesentlich zur Erschließung der OrtlerGruppe beigetragen. Grund genug, das Leben von Julius Payer und seine Leistungen im heutigen Beitrag vorzustellen.
Eine erste Kurzbiographie
Das Internet Lexikon Wikipedia fasst das Leben Julius Payers gerafft folgendermaßen zusammen: „Julius Johannes Ludovicus Payer, seit 1879 Ritter von Payer, geboren am 1. September 1842 in Schönau bei Teplitz in Böhmen, gestorben am 30. August 1915 in Veldes (Bled) in der Krain in Slowenien, war ein österreichisch-ungarischer Offizier, Polar- und Alpenforscher, Kartograph und Professor an der Militärakademie, der sich auch als Maler einen Namen machte und in den erblichen Adelsund Ritterstand erhoben wurde.“ Ein Gang durch den Wiener Zentralfriedhof im November dieses Jahres hat mich auch an das Grab des Ritters Julius von Payer geführt. Den Namen von Julius Payer verknüpfen wir zuallererst mit Sulden, der Payer-Hütte und den Erstbesteigungen in der Ortler- und Großglockner-Gruppe und den kartographischen Darstellungen. Der Grabstein dieses großen Österreichers steht im Ehrenhain Nr. 32 A im Wiener Zentralfriedhof in unmittelbarer Nähe der 40 Der Vinschger Wind 24-12
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Präsidentengruft. Der Grabstein trägt die Inschrift JULIUS von PAYER F.LEHRER D. NORDPOL-EXPEDITION 1872-1874 und HISTORIEN-MALER 1.9.184230.8.1915. Im gleichen Feld der Ehrengräber ruhen illustre Persönlichkeiten und große Österreicher aus Musik, Theater, Schauspielkunst, Malerei und Technik so etwa L. v. Beethoven, W.A. Mozart, F. Schubert, Karl Ritter von Ghega (Erbauer der Semmering-Bahn), Alois von Negrelli
Stationen des Lebens
Payers militärische Ausbildung erfolgte am Kadetteninstitut bei Krakau und an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt. Am 24. Juni 1859 erlebt er die österreichische Niederlage bei Solferino. Von 1860-1868 war Payer an verschiedenen Orten in Oberitalien stationiert. In diese Zeit fällt die Erkundung verschiedener Alpengipfel. Dreißig Erstbesteigungen in der Ortler- und in der Glockner-Gruppe
werden ihm zugeschrieben. 1865 wirkte Payer auch als Lehrer für Geschichte und Geographie an der Militärakademie. 1866 wurde er bei Custozza dekoriert und zum Oberleutnant befördert. 1868 wurde er als Generalstabsoffizier zum k.u.k. militärgeographischen Institut nach Wien berufen. Im gleichen Jahr verlieh in die Universität Halle aufgrund seiner bergsteigerischen Forschungen und Publikationen die Ehrendoktorwürde.
Polarexpeditionen
1869/70 nahm Payer auf dem Schiff „Germania“ an der zweiten deutschen Nordpolexpedition nach Ostgrönland teil. Die Expedition erreichte als nördlichsten Punkt die Shannon-Inseln. Die grönländische Küste zwischen dem 73. und 76. nördlichen Breitengrad wurde vermessen. Payer unternahm mehrere Schlittenfahrten zur Erforschung des Landes und bestieg küstennahe Berge. Der 1.793 m hohe Payer Tinde ist nach ihm benannt worden. Eine zweite Expedition führte Payer mit Karl Weyprecht auf dem Schiff „Isbörie“ in die Gewässer zwischen Spitzbergen und Nowaja Semlja. Diese Fahrt bereitete die große österreichisch-ungarische Nordpolarexpedition vor, welche 1872-74 von Carl Weyprecht als Kommandant zur See und Julius Payer als Kommandant am Land mit dem Expeditionsschiff „Admiral Tegetthoff“ unternommen wurde. Die Expedition führte zur Wiederentdeckung des „Römebeck-Landes“ (Nils Fredrik Römebeck, 1868) und zu seiner Umbenennung in „Franz-Josefs-Land“. Das vom Packeis eingeschlossene Schiff driftete nordwärts durch die Barentssee und stieß auf den Archipel, der eben zu Ehren des amtierenden Kaisers als Franz-Josefs-Land benannt wurde. 1874 gab die Mannschaft das Schiff auf und kehrte wieder in die Zivilisation zurück. Die mühevolle Reise hielt Julius Payer auch als Maler fest. Die Bilder und ein Modell des Expeditionsschiffes „Admiral Tegetthoff“ sind im Marinesaal des Heeresgeschichtlichen Museums im Arsenal in der Nähe des Südbahnhofes in Wien zu bestaunen. Monumentalgemälde von J. Payer mit arktischen Themen sind weiters am oberen Ende der Hauptstiege im Naturhistorischen Museum ebenfalls in Wien ausgestellt. Nach der Rückkehr von der Expedition meldeten Kritiker Zweifel an der Existenz des Franz-Josefs-Landes und an den Erlebnissen der Expeditionsteilnehmer an. Durch Zeugenaussagen, Tagebuchaufzeichnungen und wissenschaftliche Skizzen konnte Payer zwar die Wahrheit beweisen, er war aber in seiner Ehre so gekränkt, dass er den Militärdienst quittierte.
Der damalige Suldner Pfarrer Dr. Josef Hurton bei der heiligen Messe vor der Payer-Hütte am Sonntag, 23. Juli 2000 anlässlich der 125. Wiederkehr des ersten Baues der Hütte im Jahre 1875. Unter den Teilnehmern auch der damalige 1. Vorsitzende des Alpenvereins Südtirol Luis Vonmetz. Foto: Wolfgang Platter
Julius Payer als Maler
Payer war auch studierter Maler. Seine Ausbildung hierzu absolvierte er am Städel-Institut in Wien. In Frankfurt beschäftigte er sich mit der Anatomie an Leichen und der zeichnerischen Perspektive. Dort griff er auch zum breiten Pinsel und malte Ölbilder. In den Jahren 1880-82 setzte Payer seine Ausbildung an der Münchner Akademie fort. In München schuf Payer einen großen Zyklus über die Polarexpedition. Ende 1882 zog Payer mit seiner Familie von Frankfurt nach Paris, wo er in den folgenden Jahren ein Atelier unterhielt. 1884 verlor er in Folge einer Infektion ein Auge. Obendrein war er von Jugend an kurzsichtig.
Das Alter
1877 hatte Julius Payer die geschiedene Bankierstochter Fanny Kann-Gumpertz geehelicht. Zwei Kinder wurden geboren. 1890 trennte sich Julius Payer von Frau und Kindern. Angeblich hatte Fanny von Payer einen ausgeprägten Hang zum gesellschaftlichen Leben und es lag ihr daran, den berühmten Nordpolarforscher überall herumzuzeigen. Dies missfiel Payer offenbar zunehmend. Nach der Trennung kehrte Payer von Paris nach Wien zurück und eröffnete eine Malschule für junge Damen. Seit 1882 fühlte er sich krank und an nervöser Erschöpfung leidend. Ab 1895 zeigte er Interesse an den Planungen zu einer deutschen Südpolexpedition. 1898 besuchte ihn Fridtjof Nansen in Wien. Der Zoologe, Polarforscher und nachherige Diplomat Nansen durchquerte 1888 als Erster
Grönland über das Inlandeis und erreichte 1995 den Rekord der bis dahin größten Annäherung an den geographischen Nordpol. Für seine Verdienste in der internationalen Flüchtlingshilfe erhielt der Diplomat Nansen 1922 den Friedensnobelpreis. In den folgenden Wiener Jahren hielt Payer über 1.000 Vorträge, mit denen er einen Teil seines Auskommens verdiente. Um 1903 geriet Payer weitestgehend in Vergessenheit. Seine Sommerurlaube verbrachte er regelmäßig am See von Bled zwischen den Julischen Alpen und den Karawanken in Slowenien. 1912 traf ihn ein Schlaganfall, es war ihm nur mehr die schriftliche Verständigung möglich. Am 30. August 1915 starb Payer in Bled infolge einer Herzattacke, am 4. September wurde er im eingangs erwähnten Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.
Zur Erinnerung
Nach Julius Payer benannt sind: • Die Payer-Hütte auf 3.029 m MH am Tabaretta-Grad zwischen dem Suldenund dem Trafoital unterhalb des Ortlers. Die Hütte wurde von der Sektion Prag des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins unter dem damaligen Vorstand Johann Stüdl im Jahre 1875 erbaut. Bereits im Jahre nach ihrer Erbauung wurde die Payer-Hütte erstmals erweitert, was in den Folgejahren wegen des großen Zuspruchs noch mehrfach erfolgte. Nach einem Brand vermutlich infolge Blitzschlags wurde die PayerHütte wieder aufgebaut. Mit der Angliederung Südtirols an Italien im Jahre 1919 ging die Payer-Hütte an den Staat Italien über, der sie der Sektion Mailand des italienischen Alpenvereins CAI weitergeben hat. Im Jahre 1999 ist die Hütte mit anderen Schutzhütten vom Staat an das Land Südtirol übergegangen. Seit über 30 Jahren wird die Payer-Hütte im Sommer mit großem Engagement von der Familie Hermann Wöll bewirtschaftet. Die Hütte kann heute 80 Personen in Betten und weitere 80 Personen im Lager aufnehmen. Weiters erinnern an die große Persönlichkeit von Julius Ritter von Payer: • die Payer-Spitze in Ostgrönland, • die Payer-Gruppe in Neuschwabenland, • die Julius Payer-Gasse in Wien Donaustadt, • die Payergasse in Wien Ottakring, • die Vega-Weyprecht-Payer-Kaserne in Wien Penzing. In seinem Suldner Museum zum Thema „Berg und Eis“ zeigt Reinhold Messner fünf originale Ölbilder zur Polarexpedition 1872-74 von Julius Payer und schließt damit einen schlüssigen Kreis zu den Pionierleistungen von Payer vor über 150 Jahren.
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Sport
Fußball 3. Liga ASV Goldrain
Meisterschaft mit Motivation bestritten Johann Metz (links im Bild), 45 Jahre, Spieler und Trainer sein ganzes Leben lang. Spieler in Kortsch, Schlanders, Prad, Kastelbell, seit 20 Jahren Trainer: in Burgeis, Kortsch, Laas, Schlanders und zurzeit in Goldrain. Jugendtrainer in Schlanders, Kortsch, Laas, Kastelbell. Vinschgerwind: Wie sehen Sie die 3. Liga? Johann Metz: Es ist nicht leicht, weil alle Mannschaften mit viel Leidenschaft, Motivation und Einsatz spielen. Man muss gut vorbereitet sein. Alle Spieler haben Arbeits- oder Studien-Verpflichtungen, somit kostet das Trainieren viel
Mühe. Wir trainieren 2-mal in der Woche plus Vorbereitungen. Die aktuelle Spielrunde? Für den Aufstieg besonders motiviert sind Eyrs, LaugenTisens und Gries. Wo herrscht besonderer Derby Geist? In Morter, Kortsch und Eyrs, weil alle Nachbarn sind. Die Besetzung der Mannschaft? Wir haben 16 bis 17 Spieler. Leider hat sich Emmanuel Raich gegen Eyrs verletzt und nach dem 1:0 für Goldrain (Endergebnis 1:2) habe ich ihn austauschen müssen. Wir warten auf seine Rückkehr. Einige Spieler sind aus Arbeitsgründen ausgeschieden. Die Stimmung? Gut. Man arbeitet und das Publikum folgt uns heimwärts. Ich
Jugendhockey U14
Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen
Aller Anfang ist schwer
ie Spielerinnen und Spieler der Eisfix Juniors und des ASV Prad spielen in diesem Jahr gemeinsam in der Kategorie U14 für den AHC Vinschgau, um an der Meisterschaft teilnehmen zu können. Da sich viele Spieler vor dem Zusammenschluss nicht kannten, musste das Team erst einmal zueinander finden und den Teamgeist entwickeln. Zwar konnte noch kein Spiel gewonnen werden, doch die Mannschaft gibt immer ihr Bestes und kämpft bis zum Schluss um jeden Puck. Und mit der Zeit wird sie sicher erste Erfolge feiern können, denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Auch nicht im Eishockey. (sam) 42 Der Vinschger Wind 24-12
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habe auch im Bereich Disziplin gearbeitet, weil die Strafkarten für alle schädlich sind. Meine Absicht ist es, die Fähigkeiten der Spielern zur Entfaltung zu bringen. Wir haben eine junge Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielern wie Markus Steinkeller, Christoph Wellenzohn und Martin Thaler. Begeisterung ist wichtig. Bis jetzt
haben wir eine ziemlich gute Meisterschaft bestritten. Letzte Freude für Goldrain und Johann Metz war vor kurzem der Sieg gegen den Ersten der Tabelle und gegen Morter im Pokal. Beim letzten Pokalspiel gegen Eyrs hat Goldrain ein prestigevolles Unentschieden (1:1) erreicht. (lp)
Seite an Seite mit Olympiasiegern und Europameistern
E D
Martin Tscholl im Spiel gegen Eyrs
s ist seit Jahren Tradition, dass der SSV Bozen Anfang November ein internationales Meeting veranstaltet und immer wieder internationale Schwimmstars nach Südtirol lockt. Unter den Startern befanden sich heuer unter anderem Schwimmgrößen wie der Staffelwelt-
meister- und Olympiasieger sowie Olympiazweite Nick Thoman, Europarekordlerin Rike Moeller Pedersen und der spanische Kurzbahneuropameister Aschwin Wildeboer Faber. Neben zahlreichen italienischen Profis waren auch Südtirols Schwimmasse Laura Letrari und Lisa Fiss-
Michael und Jakob mit Alessandro Terrin, einer der besten Brustschwimmer Italiens
neider dabei. Gleich sechs Schwimmer des Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen schafften die Qualifikation für dieses Meeting und konnten internationale Wettkampfluft schnuppern. Simon Jungdolf und Michael Tscholl zeigten erneut eine sehr gute Leistung, Karoline Wielander, Andreas Tscholl, Sonja Profaizer und Miriam Innerhofer schwammen persönliche Bestzeiten. Für die Athleten war es erneut ein aufregendes Erlebnis, den Profis über die Schultern zu schauen, sich mit ihnen zu messen und einige Erinnerungsfotos schießen zu dürfen. Auf diesem Weg bedankt sich der Verein beim Hauptsponsor, den Raiffeisenkassen des Vinschgaus, und den restlichen Sponsoren für die Unterstützung. (sam)
Sport
Fußball - 1. Liga: Schlanders-Mals
Stimmungsvolles Derby Hauptziel ist es, Sport für alle und besonders für die Jugend attraktiv zu machen.
Herz-Fanclub.
Vor 2 Wochen wurde ein Schlanderser Fanclub gegründet. Initiatorinnen und tragende Kräfte sind 3 fesche junge Damen. Viel Begeisterung herrscht gegenüber den Schlanderser Fußballern. Von den 3 Damen, die am Rücken den Namen ihres Helden tragen, kommen zwei aus Goldrain bzw. Latsch. (lp)
Kapitän Patscheider mit einem erfolgreichen Kopfball
D
as Derby Schlanders-Mals hat alle Zuschauer recht glücklich gemacht. Auch weil das Ergebnis von allen akzeptiert worden ist. Die Schlanderser haben daran zu leiden, dass beim Spielstand von 0:0 wieder ein Elfmeter verschossen worden ist (übrigens der 4. bei 5 erhaltenen Penaltys!). Dann ist Mals durch Robert Tappeiner in Führung gegangen. Die Geister einer gefürchteten Heim-Niederlage wurden von Hans Zangerle beseitigt. Die Stimmung war am Ende ganz gut, obwohl die Schlanderser Tabellenlage Sorgen bereitet und, wie es Sektionsleiter Gambaro formuliert, es könnten am Ende diese verschenkten Punkte fehlen. Mit dem 6. Tor in dieser Meisterschaft ist allerdings Zangerle eine positive Überraschung. Dass in Mals wie auch in Schlanders die Torschützen etwas fehlen, sind beide Sektionsleiter einverstanden. Einige Meinungen. Für den Meraner Generalsekretär Günther Bernhart war es ein schönes Spiel. Für Karl Schuster ist dieses Ergebnis nur für die Moral gut. Die Malser: Der ehemalige Funktionär Elmar Peer sieht das Ergebnis als gerecht und die Schlanderser seien spritzig. Der Arzt Josef Stocker fand das Spiel ausgeglichen. Das Ergebnis entsprach also dem Ge-
schehen. Nach Spielende kam es zu freundschaftlichen Treffen und vielen Gesprächen in der Sportbar. Der junge Simon Paulmichl (Bild rechts unten), Sohn des Schludernser Trainers Karl, wurde von vielen Schlanderser Zuschauern für seine bewegungsintensive Leistung im Mittelfeld sehr sportlich gelobt.
Christian Kofler, neuer junger Präsident.
Seit Juli dieses Jahres ist der 22-jährige Christian Kofler neuer Schlanderser Sportvereins-Präsident für die nächsten 3 Jahre, als Nachfolger des verdienstvollen Blidmund Kristler, der für 3 Amtsperioden, d.h. 9 Jahre lang, an der Spitze des Vereines stand (6 Jahre als Kassier kommen hinzu). Kristler unterstützt den jungen Präsident als Ausschussmitglied. Was die Schlanderser Kampfmannschaft betrifft, erklärt Altpräsident Kristler, dass
die junge Mannschaft über ein gutes Potential verfügt und das Einzige, was fehlt, sei etwas mehr Erfahrung.
Sport und Ehrenbürgerschaften.
Manche Sportfreunde sind tatsächlich der Überzeugung, dass in der Zeit der - wie in Schlanders vor wenigen Tagen - zugeschriebene Ehrenbürgerschaften auch die nicht selten jahrelangen ehrenamtlichen Tätigkeiten von Sportfunktionären in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden sollten. Seit einigen Jahre ist in Schlanders die zukunftsorientierte Tendenz entstanden, die Jungen in führende Funktionen einzuführen. Der beruflich tätige Geometer Kofler war bis zum Vorjahr aktiv bei der JuniorenMannschaft und hat wegen Bandriss aufgehört. Die neue Tätigkeit gefällt ihm ganz gut und er wird versuchen, alle Sportarten zu berücksichtigen.
v.l.: Wolfgang Raffeiner und Manuel Putz rechts (20 Jahre Mitarbeiter als Linienrichter), rechte und linke Hand von Trainer Thurner
v.l.: Anna Steinkeller, Tatiana Viterbo und Sofia Pegger
Präsident Kofler mit dem ehemaligen Tormann der Junioren und jetzigen Stürmer Thomas Schöpf; unten: Simon Paulmichl
Beim Elfmeter von Bernd Muther ist der Ball links außen gelandet
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Sport
SportWind
Riva/Frangart
Nationalspieler. Valon Ahmedi, talentierter Fußballer in Latsch ausgebildet, zuerst Landesmeister mit den von Hubert Mantinger trainierten Allievi und dann nach Kastelbell emigriert, wurde am Ende der Saison 2011/2012 an den FC Südtirol „halbverkauft“. Jetzt ist der 18-jährige Stürmer in die U-19 National-Auswahl von Albanien berufen worden.
Die letzten regionalen Halbmarathons
Goldener Ring in der Rodelwelt. Die brilliante
Rodlerin Melanie Schwarz
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s waren Wasserund Schlammschlachten, die beiden letzten Halbmarathons der Region. Trotz miserabler Wetteraussichten haben 16 Verwegene den Weg nach Riva nicht gescheut und sind auch gestartet. Über 1000 der Eingeschriebenen waren Die starke Vinschger Vertretung (Foto H. daheim geblieben. Zischg) Erfolgreichster Vinschger war Manuel Koch: Er 1:30. Schnellste der Vinschlief nach 1:19:50 als insgesamt ger Damen war Andrea Riedl, 51. durchs Ziel. Auch Manfred gefolgt von Monika Siller, TaStecher, Roland Altstätter und mara Schwienbacher, Dunja Theo Plangger blieben unter Pitscheider, Lotte Stecher und
Petra Öttl. Von den Männern kämpften sich auch Kassian Paulmichl, Gebi Erhard, Georg Thanei, Elmar Koch, sowie Ferdi und Dietmar Waldner erfolgreich durch Regen und Lockn. In Frangart wurde beim Herbsthalbmarathon auch die Regionalmeisterschaft ausgetragen. Silber gab es für Petra Pircher, Mirka Lorenzani und Helmut Zischg (so war der Trainingslauf in New York doch nicht ganz für die Katz) und Bronze für Ilse Schütz, Günther Angerer und Josef Marsoner. Mit von der Partie waren auch Dounnasr „Donny“, Rudi Schöpf und Hubi Pilser. Helmut Zischg
Vinschgau
hat am vorvergangenen Samstag in Tarsch geheiratet. Der blaue Prinz ist Philipp Antholzer, Sohn von Karl, Trainer des Landeskaders. Bei der WM in Umhausen gewann Melanie Bronze, hinter Renate Gietl und Jekaterina Lawrentiewa. Im Bild bei der JuniorenWM 2008 in Tarsch: wieder Bronze für Melanie Schwarz hinter Melanie Batkowski und Evelyn Lanthaler.
Vinschgau-Cup startet v.l.: Anton Steiner (Laas), Franz Gruber (Glurns), Alexander Erhard (Burgeis) und Klaus Wellenzohn (Kortsch)
Nachgereicht. Im letz-
ten Wind wurde über die Schlanderser Allievi berichtet. Es ist hinzuzufügen, dass Freddy Wellenzohn und Peter Wielander die Betreuer sind, mit Sektionsleiter Paolo Gambaro in der Mitte.
44 Der Vinschger Wind 24-12
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F
ünf Skitourenoder SchneeschuhBewerbe werden im Jänner 2013 im Rahmen des Vinschgau-Cups gestartet. Mitmachen können Frauen und Männer. Organisatoren sind einerseits die passionierten Tourengeher Anton Steiner, Franz Gruber, Alexander Erhard und Klaus Wellenzohn, die Logistik und Gesamtwertung im Auge behalten, andererseits die Betreiber der Skigebiete, die für die einzelnen Rennen verantwort-
lich zeichnen. „Gemeinsam wollen wir sportlich etwas bewegen und gleichzeitig für die Kinderkrebshilfe sammeln“, erklärte Gruber kürzlich bei der Pressekonferenz in Prad. Den Auftakt bildet das Rennenauf Maseben am 4. Jänner. Es folgen die Rennen in Schnals am 11.Jänner, auf der Haider Alm am 1. Februar, in Sulden/Kanzel am 22. Februar und am Watles am 15. März, wo das Finale statfindet. Wer in die Endwertung kommen
will, muss mindestens an vier Bewerben teilnehmen. Drei braucht es, um Sachpreise gewinnen zu können. Im Schnitt sind 700 Höhenmeter zu bewältigen. Starttag ist immer ein Freitag. Gestartet wird um 19.30 Uhr. Die Organisatoren haben klare Richtlinien ausgearbeitet.Teilnahmeberechtigt sind Sportlerinnen und Sportler ab 18 Jahren. (mds) Anmeldung und Infos: 335 8447257 www.ski-running.com
! s s a l r e V Darauf ist
„Ich bin Mitglied beim Weißen Kreuz, weil ich weiß, dass es eine gute Sache ist und mir zahlreiche Vorteile bringt.“ Werde auch du Mitglied 2013. Danke.
Sport
ASV Prad Hallenturnier
Freizeithockey CCM-Cup
Fußball Indoor
Prader Derbysieg im Regen
Der ASV Prad Raiffeisen - Werbering ladet alle Freizeitvereine und Fußballbegeisterte zum traditionellen Hallenturnier Indoor 2012 in die Sporthalle Prad am Samstag, 08.12.2012 ein. Gespielt wird mit 1 Torwart und 4 Feldspielern. Startgeld 75 Euro. NEU! 1. youthINDOOR Turnier Samstag Vormittag für U 11 Mannschaften Anmeldung und Infos bis einschließlich Mittwoch, 05.12.2012 bei Alber Rafael Tel. 349 - 8751121 (bitte abends nach 18.00 Uhr) E-Mail: alber_rafael@yahoo.de
O
bervinschgau gegen Untervinschgau, Prad gegen Naturns. So lautete das erste Vinschger Hockeyderby der Saison, das mit Spannung erwartet und in Prad ausgetragen wurde. Dabei gingen die Blue Cannibals des SSV Naturns gegen die Hausherren im wahrsten Sinne des Wortes baden. Bei strömendem Regen stoppten die Obervinschger die Siegesserie der Naturnser, die ersatzgeschwächt ins Spiel gingen, und besiegten den Tabellenersten klar mit 6:1.
Das Prader Team ging in Führung, doch die Gäste schafften den schnellen Ausgleich und das Spiel
gestaltete sich weiterhin offen. Mit der Zeit wurden die Platzbedingungen immer schlechter, das Eis war aufgeweicht und an ein schönes Passspiel war nicht zu denken. Die Naturnser drängten auf den Führungstreffer, doch der gelang dem Gastgeber, der kurz darauf auf 3:1 erhöhte. Nun war der Widerstand der Untervinschger gebrochen, am Ende verbuchte die Mannschaft des ASV Prad einen 6:1 Sieg gegen den Lokalrivalen und nimmt so nun Platz zwei in der Tabelle hinter Naturns ein. (sar)
Eishockey Latsch
Meister eine Nummer zu groß
E
rstmals in der neuen Saison trafen die Eisfix zu Hause auf den amtierenden Italienmeister Auer. Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und führten nach zwölf Minuten schon mit 4:0. Danach machte Torhüter Alessio Rizzon für den jungen Latscher Christian Pedross Platz. Nach dem
vierten Gegentreffer wachten die ersatzgeschwächten Vinschger auf, kamen besser ins Spiel, ein Tor gelang ihnen jedoch nicht. Die Vorentscheidung fiel in der 25. Minute mit dem fünften Treffer für Auer. Die Eisfix kämpften weiter und versuchten Ergebniskosmetik zu betreiben. Kurz vor Ende
des Spiels kam es zu einem Tumult vor dem Latscher Tor und ein gegnerischer Spieler wurde nach einem Foul an Torhüter Pedross vorzeitig unter die Dusche geschickt. Am Ergebnis änderte sich jedoch nichts. Der AHC Vinschgau musste sich mit 3:8 geschlagen geben. (sam)
Schnalstal
Spannender Snowboard-Wettkampf
Der Sieger Max Zebe im Gentlemenriders Nitro Snowpark in Kurzras (Foto: Alex Berger)
P
erfektes Wetter erwartete die über 30 Teilnehmer aus ganz Europa beim zweiten „Fakieshop Jib the Line“ im 46 Der Vinschger Wind 24-12
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Gentlemenriders Nitro Park Schnals. Bei diesem Rail Event mussten die Rider bei einer Jib Session auf einem speziellen
Setup ihre Skills zeigen. Das Niveau der Fahrer war sehr hoch. Unter ihnen befanden sich internationale Größen wie Janne Lipsanen aus Finnland oder Ziga Racovec und Andrej Marincic aus der Slowakei sowie einige bekannte Österreicher. Auch die italienische Nationalmannschaft mit Junioren-Weltmeister Marchino Grigis und der Südtiroler TopFahrer Simon Gruber waren vertreten. Trotzdem konnten sie an diesem Tag nichts gegen den jüngsten Teilnehmer Max Zebe aus Bozen ausrichten, der mit einer Spitzenleistung
bei seinen Tricks punktete und gewann. Auf dem zweiten Platz konnte sich Andrej Marincic vor dem Deutschen Lukas Lengle platzieren. Nach der Preisverteilung bekamen die besten acht Rider in Zweier-Teams jeweils eine GoPro-Kamera und hatten die Möglichkeit, sich gegenseitig in der Jib Line zu filmen. Der beste Run jedes Fahrers ist auf www.facebook.com/fakieshopcom online und es kann gevoted werden. Der Sieger erhält 500 Euro und derjenige, der ihn gefilmt hat, eine Kamera. (ew)
Sport
Das Ok-Team informiert über die Langlauf-Veranstaltungen
Val Müstair
FIS Swiss-Cup Generalprobe für Tour de Ski-Veranstaltung M
it dem Langlauf FIS Swiss-Cup am 1. und 2. Dezember 2012 startet die Generalprobe für die zweite Etappe des internationalen „Tour de Ski“ Bewerbs am Neujahrstag 2013. Rund 120 bis 150 Langlaufathleten werden beim FIS Swiss-Cup an den Start gehen. Das Münstertal hat den Zuschlag für das große Sportereignis „Tour de Ski“ bekommen. Das mag zum einen damit zusammenhängen, dass der dreifache „Tour de Ski“Sieger Dario Cologna aus dem Tal stammt und zum anderen
damit, dass man dem Verein „Tour de Ski Val Müstair“ um den Präsidenten Alfred Lingg die Organisation der Großveranstaltung zutraut. „Das Ganze war für uns eine große Herausforderung, denn im Gegensatz zu anderen Austragungsorten fehlen im Münstertal sämtliche Langlaufstrukturen“, so Lingg. „Doch der Aufwand könnte sich touristisch lohnen, wenn das Rennen in der ganzen Welt live zu sehen ist.“ Mittlerweile sind die Sponsoren gefunden und der Countdown läuft. Die Langlaufstrecken profitieren vom
Schneefall am 11. November. Derzeit werden die Loipen mit Hilfe von Schneekanonen prepariert. Infrastrukturen, wie Tribünen für zirka 1.000 Zuschauer, Pressezentrum für rund 200 Journalisten, Parkplätze und die damit zusammenhängende Logistik werden laufend perfektioniert. Großer Aufwand muss betrieben werden, um Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen. Alle Beherbergungsbetriebe im Vinschgau sind aufgefordert, ihre freien Betten für die Nacht vom 30. auf den 31. Dezember 2012 zu melden. (mds)
Termine und Infos: FIS Swiss Cup
Samstag, 1. 12. 2012 - Sprint (freie Technik, Vierer-KOAusscheidung) Sonntag, 2. 12. 2012 Klassisch (Damen 5 km, Herren 10 km) FIS Tour de Ski Val Müstair 1. Jänner 2013 - Ski-Sprintrennen (Prolog, Finallauf ) Infos: Tel. 0041 (0) 81 858 55 66 info@tour-de-ski.ch www.tour-de-ski.ch
Partschins
Sportmentaltraining A m Dienstag, den 13. November fand in der tollen, neuen Sportanlage von Partschins ein Impulsvortrag zum Thema „Mentaltraining im Sport - Nutzen von verborgenen Leistungsreserven“ statt. Der Sportlehrer und diplomierte Mentaltrainer Andreas Fischer vermittelte den Teilnehmern erste Einblicke in die faszinierende Materie und zeigte anhand von tollen Beispielen auf, was der Mensch mit einem gezielten Training des Geistes in der Lage ist zu erreichen. Die Macht der
Gedanken sei enorm groß, so Andy Fischer. Anwesend waren der VSS-Geschäftsführer Klaus von Dellemann, der VSS-Bezirksvertreter vom Burggrafenamt Thomas Ladurner, der alle Teilnehmer im Namen des VSS herzlich begrüßte, sowie der VSS-Bezirksvertreter vom Vinschgau Josef Platter. Auch der Präsident des ASV Partschins Andreas Gerstgrasser war anwesend, der ohne größere Probleme die tollen Räumlichkeiten der Sportanlage zur Verfügung stellte. Insgesamt
nahmen an der Veranstaltung um die 60 Teilnehmer (Sportfunktionäre, Sportler, Trainer, Übungsleiter) aus dem Vinschgau und dem Burggrafenamt teil. Das Feedback von den Teilnehmern war sehr positiv. Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Andreas Fischer durch ein kurzes Video des bekannten Films „ Cool Runnings“. Die Teilnehmer wurden in den Bann gezogen, da der Referent auch immer wieder Beispiele brachte, wo die Anwesenden aktiv mitmachen mussten.
Der Mentaltrainer Andreas Fischer: positives Feedback
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Anzeiger
pr-info – Feinbäckerei Egger
Weiterbildung wird groß geschrieben
Schlanders | Latsch | Morter | Mals (Mittwoch Wochenmarkt) Latsch - Kugelgasse 2 | Tel. 0473 623366 www.eggerbrot.com
Katharina Kaserer, Mitarbeiterin in der „Feinbäckerei Egger“ in Latsch, war die einzige Südtiroler Teilnehmerin beim Zertifikatsstudiengang „Filialmanager/in im Bäckerhandwerk“ an der „Akademie Deutsches Bäckerhandwerk“ in Weinheim nahe Heidelberg. In der Zeit von August bis November besuchte sie dort viermal dreitägige Seminare. Die einzelnen Module umfasssten Warenkunde, Filialmanagement, Controlling, Rechtsgrundlagen zum Verkauf, Arbeitsrecht, Lebensmittelhygiene, Lebensmittelrecht, Führung von Mitarbeitern, Teamorganisation und Kommunikation. Mit sehr gutem Abschluss kehrte sie kürzlich zurück. Betriebsinhaber Horst Egger kennt den Wert einer guten Aus- und Weiterbildung seiner rund 30 Mitarbeiter/Innen und fördert diese. Die „Feinbäckerei Egger“, mit Filialen in Latsch, Schlanders und Morter, setzt die neuen Ideen um. Das wirkt sich positiv auf das Arbeitsklima und auf die Qualität der Produkte aus. Und davon profitieren die Kundinnen und Kunden. Die Produkte schmecken, ob Brot aus Regiokorn, Früchtebrote, Schüttelbrot oder Weihnachtsbackwaren. Denn es sind Fachkräfte am Werk, die kompetent und mit Liebe arbeiten. (mds) Feinbäckerei Egger
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Für die Wintersaison 2012/2013 suchen wir für das Skigebiet WATLES, selbständige/n und einsatzfreudige/n
• BARIST/BARISTIN (Iglu Watles) Auskunft und weitere Informationen unter: Tel. Nr. 0473/835456 oder Handy Nr. 349/5759584 E-Mail: info@watles.net
Wir sind das innovative Spitex-Team des Gesundheitszentrums Val Müstair und suchen per 1.1.2013 oder nach Vereinbarung einen Kollegen oder eine Kollegin als
Einsatzleiter/-in (60%) od. Stv. Einsatzleiter/-in (dipl. Pflegefachperson)
Der Einsatzbereich umfasst im Wesentlichen die Einsatzplanung sowie die Teamführung. Es ist uns daher wichtig, dass Sie Führungserfahrung mitbringen, Erfahrung mit RAI HC haben und dass Ihnen die vorwiegend administrative Tätigkeit Freude bereitet. Die Spitex ist im Gesundheitszentrum Val Müstair integriert und Sie haben dadurch engen Kontakt zur Praxis, zum Spital und zum Pflegeheim. Alles Weitere unter: www.csvm.ch oder direkt bei Sylvia Kruger Pinggera, Pflegedienstleiterin, Tel. 081 851 61 00, sylvia.kruger@ovmgr.ch oder Manuela Angerer, Tel. 081 851 61 88, GL Spitex, manuela.angerer@ovmgr. ch.
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Impressum: Dantestraße 4, 39028 Schlanders
Tel. 0473 732196 Fax 0473 732451
Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: info@vinschgerwind.it Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 333 45 10 025 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Redaktion: redaktion@vinschgerwind.it Grafik: grafik@vinschgerwind.it Sport: sport@vinschgerwind.it Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) www.vinschgerwind.it Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Fotos: Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp)/Sarah Mitterer (sam), Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Erich Daniel, Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Sigrid Zagler (sig), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Sarah Stecher (sar), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate Eberhöfer (re), † Christian Riedl (chr), Dagmar Telfser (dag), Andreas Waldner (aw) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57
Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen
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Jahrestag/Danksagungen 1. Jahrtag In lieber Erinnerung an
Mathias Thöni langjähriger Volksschullehrer Eyrs * 15.04.1918 † 15.12.2011
Wir gedenken deiner ganz besonders bei der hl. Messe am 16. Dezember um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Eyrs. Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen. Die Familie Die Liebe zu den Deinen war stets dein großes Streben. Trotz Arbeit, Kummer und Sorgen, hast immer Halt und Trost gegeben. Nun stehen wir alleine ohne deine starke Hand, doch in unseren Herzen liebste Mutter hält uns ein unzertrennliches Band. 3. Jahrtag
Anna Wwe. Rainer geb. Grüner
* 22. Januar 1930 † 04. Dezember 2009 Unser Frau Schnals
Wir gedenken unserer lieben Mutter, Oma und Uroma bei der hl. Messe am Sonntag, 02. Dez. 2012, um 09.00 Uhr in der Pfarrkirche von Unser Frau Schnals.
Deiner Kinder
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