Skip to main content

Zeitung Vinschgerwind 21-12 Bezirk Vinschgau

Page 1

Nr. 21 (187) 18.10.12 I.P. 8 Jg.

www.vinschgerwind.it

Fest verankert Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Ortler Skiarena ist Taktgeber für den Winter

Mit der Pensionsvorsorge von GENERALI gewinne ich immer! 4,17 %

3,70 %

3,70 % 4,25 % 5,52 %

Zinszuwachs in den letzten 5 Jahren

Hannes Kiem, FC Südtirol

Kapitalgarantie, 2% Jahresmindestverzinsung Die in Vergangenheit erwirtschafteten Ergebnisse sind nicht bindend für die Zukunft. Vor Vertragsunterzeichnung bitte Informationsbroschüre lesen.

Q Prad 0473 616644 Q Schlanders 0473 730789 Q Naturns 0473 668277 Q Meran 0473 449344


K4 | K4+

K7e | K8e

neo | neo SAT

Schafft alle Hürden! Besuchen Sie uns vom 15. bis 17. November auf unserem Stand D26/18 Wir präsentieren Ihnen: K4: preiswertes Einstiegsmodell K7e: Bühnenhöhe 2,80 m für Hagelnetze K8e: noch stärker, noch leistungsfähiger neo: automatisches be- und entladen neo SAT: GPS-gesteuert

+

interssante Neuentwicklung für Biobauern!

Alle unsere Maschinen sind laut gültigen EU-Normen zertifiziert. Neues auf der Interpoma! K8e heißt unser neues Flaggschiff für den Einsatz in steilstem Gelände. Die stärkste Windegger-Hebebühne übertrifft die bewährten Eigenschaften der K7e und setzt damit neue Maßstäbe. Durch die große Bereifung trotzt sie jedem Gelän-de. Ein neu entwickeltes Stapelsystem unterstützt Sie zudem bei der Ernte.

Windegger Maschinen GmbH St.-Florian-Gasse 3-1 - 39011 Lana Tel. 0473 564630 info@windegger.eu www.windegger.eu

Neben dem neuen Flaggschiff K8e werden auch das satellitengesteuerte Kistentransportsystem neo SAT sowie weitere Neuheiten vorgeführt.

Beratung und Verkauf Lamag GmbH - Reichsstraße 76 - 39012 Sinich/Meran Tel. 0473 247122 info@lamag-bz.it www.lamag-bz.it


Inhalt

Kommentar

Inhalt Latsch: Den Dorfkern austrocknen?

Seite 4

Mals: Die Malser Haide atmet wieder frei

Seite 4

Taufers i.M.: Betriebsgeheimnis ist gelüftet

Seite 5

Rabland: Kleine Umfahrung gestoppt

Seite 5

Titel (Bild): Der Winter-Motor im Westen

Seite 6

Laas: Kompromiss beimFlussraumforum

Seite 8

Müstair: Preis für LICO

Seite 8

Schlanders/Vinschgau: Der Film vom Circolo

Seite 9

Menschen: Wieslaw Frelik, Naturns/Polen

Seite 15

Schlanders: Großartige Leistungen auf der Bühne

Seite 14

Sonderthema: Auto - Tipps für Besonderes und Brauchbares

ab Seite 28

Sonderthema: Landwirtschaft - Fleiß und Vielfalt

ab Seite 32

Glurns: Einzigartig in Italien: „Puni Whisky Destillerie“

Seite 44

Impressum: Dantestraße 4, 39028 Schlanders

Tel. 0473 732196 Fax 0473 732451

Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: info@vinschgerwind.it Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 333 45 10 025 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Redaktion: redaktion@vinschgerwind.it Grafik: grafik@vinschgerwind.it Sport: sport@vinschgerwind.it Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) www.vinschgerwind.it Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Fotos: Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp)/Sarah Mitterer (sam), Redaktion: Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Erich Daniel, Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Sigrid Zagler (sig), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Sarah Stecher (sar), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate Eberhöfer (re), † Christian Riedl (chr), Dagmar Telfser (dag), Andreas Waldner (aw) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57

Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Max und Michl Feuer am Dach: Michl Laimer, mittlerweile Ex-Landesrat und mittlerweile auch ExLandtagsabgeordneter, und sein Adlatus Maximilian Rainer, Ex-SEL-Geschäftsführer, haben im Vorfeld der Konzessionsvergabe für 12 Kraftwerke getrickst. Sie sollen Unterlagen der SEL dermaßen frisiert haben, dass sie damit die Konkurrenz bei der Konzessionsvergabe ausgestochen haben. Der Michl, den LH Luis Durnwalder öffentlich als „Esel“ und als „dumm“ bezeichnet hat, hält sich selbst zugute, dass er alles nur für die öffentliche Hand getan habe und nichts in seine eigene Tasche gewirtschaftet hat. Maximilian Rainer ist von anderem Kaliber: Er hat zum einen mit Laimer mitgetricks - auf der anderen Seite wird ihm am Kraftwerk „Stein an Stein“ vorgeworfen, tatsächlich in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Laimer muss unter enormen Druck, unter Strom, gestanden haben. Von mindestens zwei Seiten: Die Vorverträge, die mit den Stromriesen abgeschlossen worden sind, haben Strafzahlungen für die SEL beinhaltet, wenn die Konzessionen nicht an Land gezogen werden. Auf der anderen Seite hat LH Luis Durnwalder die Energie von Anbeginn zur Chefsache erklärt - nach dem Motto: Die Konzessionen müssen an die SEL (gemeinsam mit dem bisherigen Konzessionsinhaber) gehen. Und nun der Scherbenhaufen. Sollten die Konzessionen aufgrund der Ermittlungsergebnisse zurückgegeben werden müssen, entsteht ein enormer finanzieller Schaden für die Gemeinschaft. Dann ist für einige die Zeit gekommen, zu gehen.

Tipp JN 0LUPCFS Schmuckstücke mit weißem Marmor Der weiße Marmor aus dem Vinschgau ist so hochwertig, dass er in der ganzen Welt geschätzt wird. Dieses Schmuckstück wird durch die Symbolik des Apfels und den Marmor zu etwas Unverwechselbarem aus unserer Heimat. Die Schmuckstücke bestehen aus Gelbgold, Weißgold, Silber und weißem Marmor. Entworfen und gefertigt von Goldschmied Gamper Latsch und Schlanders Tel. 0473/623288 und Tel. 0473/620350

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

3


Politik & Lokales

Latsch

Wären die beiden Windräder stehen geblieben, gäbe es auf der Malser Haide möglicherweise einen größeren Windpark. Will man das? Eine Befragung der Bevölkerung zu diesem Thema hat nicht stattgefunden

Entvölkerter Dorfkern

D

ie Fünf-Tage-Woche in den Schulen presst den Stundenplan zusammen, lässt Schüler und Lehrer schwitzen, bringt aber eine direkte Wirtschaftsförderung. Weil, je nach Schulstandort, viele oder einige Schüler die Schulausspeisung zu Mittag in Anspruch nehmen müssen und weil diese Mittagessen in die örtliche Gastronomie ausgelagert werden mussten. In Latsch haben BM Karl Weiss (Bild) und der Gemeindeausschuss die Schulausspeisung am 6. September 2012 an die Herilu GmbH von Heinz Fuchs vergeben. Diese hat mit 7,45 Euro pro Essen das günstigste Angebot gemacht. Also Schulausspeisung mit Rolltreppe in Latsch. Um den Kirchturm im Dorf zu lassen, hat es eine Ausschreibung gegeben pro forma, denn eine Ausschreibung wäre aufgrund der Vergabesumme von rund 10.000 Euro gar nicht nötig. Der Gemeindeausschuss hätte den Auftrag mittels Direktauftrag vergeben können. Tatsächlich haben einige Gasthäuser im Dorf abgewunken und sich an der Ausschreibung gar nicht beteiligt. Das Gasthaus Lamm in Latsch hat sich beteiligt, ist aber mit einem Kostenvoranschlag von 8 Euro pro Essen abgeschlüpft. Der Gastwirt Dario Hoffer stellt sich allerdings die Frage, ob der Dorfkern aufgrund des mikrigen Preisunterschiedes mit der Auslagerung der Schulausspeisung weiter entvölkert werden soll und zwar in ein Lokal, welches problemlos ohnehin den gesamten Winter hindurch geöffnet haben wird. (eb)

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Finden Sie es richtig, dass über die Bezirksgemeinschaften Fragen zu den Flurnamen gelöst werden sollen? (69 abgegebene Stimmen) 55,1 %

(38 Stimmen)

44,9 %

(31 Stimmen)

NEIN

JA

Neue Umfrage: Soll LH Luis Durnwalder aufgrund des neuerlichen SEL-Skandals zurücktreten?

4

Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

Mals

Windräder sind Geschichte D

ie Windräder sind verräumt, die Malser Haide atmet wieder frei durch. Der Weg, der zum Abbau geführt hat, ist mit Skurrilem, Versäumnissen, Protesten und Wehklagen gepflastert. Was haben die Windräder gebracht? Geld für die Gemeinden, Unmut in der Bevölkerung. Bereits 2003, beim Aufstellen des ersten Windrades, gab es vor allem in St. Valentin Proteste. Das Landschaftsbild leide nachhaltig unter dem Windrad. Das Versprechen vom damaligen BM Albrecht Plangger, das Windrad vom landschaftlich prominenten Standort zu versetzen, wurde nicht eingehalten. Das zweite Windrad brachte weniger Protest. Als im Herbst 2010 eine Machbarkeitsstudie von bis zu sieben Windrädern veröffentlicht wurde, nahmen die Proteste stark zu. Die Touristiker der Gemeinden Mals und Graun lehnen einen Windpark ab (Vinschgerwind 24/2010). Der BM der Gemeinde Graun, Heinrich Noggler, überlegt eine Volksbefragung, die im Frühjahr 2011 abgehalten werden könnte. Noggler hat sich im Vorfeld in der „Miteigentumsgemeinschaft Marein“ gegen sieben angedachte Windräder quergelegt. Eine „Initiativgruppe Malser Haide“ bildet sich, die sich gegen den Windpark stark macht. Eine Gästebefragung wird durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass sich von rund 5000 befragten Gästen die große Mehrheit gegen einen derartigen Eingriff in die Landschaft ausgesprochen hat. Der Malser BM Ulrich Veith spricht zu Beginn des Jahres 2011 ebenfalls von einer möglichen Volkbefragung. Die Volksbefragungen werden nie abgehalten. Weil am Sattelberg oberhalb von Sterzing auch ein Windpark geplant ist, nehmen im Lande Stimmen zu, die sich grundsätzlich gegen Windräder in Südtirol aussprechen. Der Alpenverein und der Heimatpflegeverband stellen den Landschaftsschutz vor die Windnutzung. Die Landesregierung verabschiedet ein Reglement für Windräder. Für die Windräder auf der Malser Haide, welche eigentlich Bannzone ist, schlägt LH Luis Durnwalder eine verbleibende Laufzeit von 5 Jahren vor. Mit der Zunahme der Proteste

kommen Versäumnisse von den Betreibern zu Tage. Für die beiden Windräder sind die provisorischen Genehmigungen längst abgelaufen. Das Ansuchen für eine Verlängerung, welches der Malser BM Ulrich Veith beim damaligen Landesrat für Energie, Michl Laimer, einreicht, wird abgelehnt. „Aus für Windräder“ hat der Vinschgerwind vor einem Jahr getitelt. In der Presse liefern sich Befürworter und Gegner in den Leserbriefspalten Schlagabtausche. Im Gemeinderat von Mals wird heftig debattiert, werden Beschlussanträge zum Abbau der Windräder eingebracht. Die Befürworter der Windräder auf der Malser Haide beginnen über den bevorstehenden Abbau von einem „Schildbürgerstreich“ zu sprechen. Im September bringt der Vinschgerwind erstmals konkrete Zahlen, wieviel ein Abbau kosten könnte. Der Projektmanager der Firma Leitner wirft bei einer überschlägigen Schätzung rund 600.000 Euro in den Raum. Die Wogen gehen wiederum hoch. In den Gemeindestuben überbietet man sich mit Zahlen über den Abbau. Im März 2012 leitet BM Veith ein Verfahren zur Feststellung eines Bauvergehens ein. Das Schicksal der Windräder ist damit besiegelt. Die Initiativgruppe Malser Haide schaltet sich wegen der Abbaukosten ein, holt Offerte ein. Der Abbau ist in den vergangenen Wochen erfolgt und wird weit weniger kosten, als jene Zahlen, die bisher in den Ratsstuben kursiert sind. In der letzten Woche brachte der „Corriere dell’Alto Adige“ die Nachricht, dass Sepp Noggler, Ulrich Veith und Leitner Chef Michl Seeber in das Ermittlungsregister der Staatsanwaltschaft eingetragen worden sind. Grund der Ermittlungen: die Windräder seien ohne Baugenehmigung und ohne Umweltverträglichkeitsprüfung gestanden. Im Büro bei Leitner in Sterzing und in Prad bei Georg Wunderer sind die Carabinieri des nucleo operativo ambientale Noe mit der Beschlagnahmung von Akten für die Windräder in der vergangenen Woche bereits vorstellig geworden. (eb)


Politik & Lokales

Taufers i.M.

Betriebsgeheimnis gelüftet D as Betriebsgeheimnis rund um das Avinga-Kraftwerk in Taufers ist gelüftet. Nach jahrelangem Bohren von Seiten des Freiheitlichen Gemeinderates Fridolin Wittmer (Bild), sekundiert von den Gemeinderäten Wolfgang Kapeller und Margit Gaiser, geben kürzlich aufgetauchte Unterlagen den Fragenden Recht. „Ein Etappensieg“, sagt Wittmer. Unzählige Anfragen im Gemeinderat, mehrere Landtagsanfragen vom Freiheitlichen Pius Leitner haben zutage gebracht, was immer vermutet worden ist: Beim Avinga-Kraftwerk wird wesentlich mehr Wasser abgeleitet als konzessioniert. BM Hermann Fliri hat auf die Anfragen bisher ausweichend geantwortet, im Gemeinderat ist von Lügen die Rede gewesen. Nach holprigem Start des E-Werkes im Jahr 2006 mit einer konzessionierten Wassermenge von maximal 20 Litern pro Sekunde, hat BM Fliri im Jahr 2011 eine bereits anstehende Sanierung der Turbine öffentlich als Potenzierung verkauft, mit dem Hinweis auf ein Betriebsgeheimnis eines Turbinenherstellers aus dem Sarntal. Die Ausschreibung für den Ausbau der Turbine hat BM Fliri gleich selbst vorgenommen. In Taufers wurde nachgerechnet und man ist - eine Wassermenge von 20 Sekundenlitern vorausgesetzt - auf einen sagenhaften Wirkungsgrad von 148 Prozent gekommen. Taufers hat demnach ein „perpetuum mobile“, ein E-Werk, in dem mehr Strom erzeugt werden kann, als es die physikalischen Gesetze hergeben. Der Widerspruch: BM Fliri sprach nach der Potenzierung von einer elektrischen Leistung von 73 Kilowatt, der damalige Landesrat Michl Laimer sprach in der Beantwortung einer Landtagsanfrage, dass sich

„laut Berechnungen der Landesämter, eine elektrische Leistung von 53 kW“ ergebe. Schon im April ist in der Gemeinde ein Schreiben von der Amtsdirektorin Cinzia Flaim eingegangen, in dem Flaim die Gemeindeverwalter auffordert, „die Begrenzung der maximalen Wasserableitung auf den vorgeschriebenen Wert von 20 Litern pro Sekunde abzueichen“, und das innerhalb von 60 Tagen. Dies ist jedenfalls bislang nicht geschehen. Auf eine Anfrage von Fridolin Wittmer antwortete BM Fliri am 29. August unter anderem: „Damit die konzessionierte Wasserableitung von 20 l/s nicht überschritten werden kann, wird demnächst eine entsprechende Vorrichtung in die Turbine eingebaut.“ BM Fliri sitzt nun zwischen Hammer und Amboss: Für die konzessionierte Wassermenge hat er das E-Werk überdimensioniert - es müsste demnach rückgebaut werden. BM Fliri geht in die Offensive: Die Gemeinde hat inzwischen um eine Konzessionserhöhung von zusätzlichen 20 Sekundenlitern angesucht, wohl mit der Absicht, die Anlage durch die Hintertür zu legalisieren. Damit wird endlich zugegeben, was bisher im Tauferer Gemeinderat - im Gemeindeausschuss vor allem - zugedeckt worden ist und die Anfragenden öffentlich als „Stirger“ beschimpft worden sind. Fridolin Wittmer und seine Mitstreiter hatten mit ihren Vermutungen ausnahmslos Recht. Um eventuelle Schadensforderungen gegenüber den Verantwortlichen zu prüfen, liegt die Angelegenheit nun beim Rechnungshof. Politische Transparenz sieht anders aus. (eb)

Rabland/Bozen

Wind - Leserfoto

Fehlende Kommunikation

Bunker und Ballen

T

eilweise Genehmigung von Abänderungen zum Bauleitplan der Gemeinde - Ratsbeschluss Nr. 7 vom 06.03.12 - mehr steht nicht drin im Beschluss der Landesregierung vom 3. September 2012. Noch nicht. Es geht um die kleine Umfahrung in Rabland West - ein Stück über den Feldweg, dann den Stadelbauerweg entlang bis zur Hauptstraße. Damit wäre die Lahnstraße in Rabland entlastet, die Schulwege um ein Stück sicherer, die Texelbahn ohne Probleme erreichbar. Sämtliche Gutachten gaben für das Vorhaben grünes Licht. Ein Grundbesitzer hat Rekurs gegen den Ratsbeschluss eingereicht ( Vi n s c h g e r w i n d 10/2012). BM Albert Gögele (Bild)

hat bisher immerhin herausbekommen, dass die Anbindung der Zone „Linter“ genehmigt ist, der Ausbau des Feldweges aber abgelehnt worden ist. Das Warum bzw. die genaue Begründung der Landesregierung fehlt. Gögele wartet noch auf den offiziellen Beschluss. Die Anrainer der Lahnstraße in Rabland sind sauer (sh. Leserbrief Seite 12) und gehen auf die Barrikaden. Der Sprecher der Anwohner, Karl Trafoier, fordert BM Gögele auf, den Beschluss der Landesregierung (notfalls) vor dem Verwaltungsgericht anzufechten. BM Gögele ärgert sich. Nicht über die Anrainer, sondern viel mehr über die fehlende Kommunikation aus der Landesregierung. (eb)

Coole Kombination: Patrizia Gunsch Niederholzer hat uns das obige Bild zugeschickt mit der Bemerkung: „Ein Bunker in Laatsch bei Mals - eingebettet von Silageballen. Ein Landwirt als Landschaftskünstler beabsichtigt oder planwidrig platziert? Ich finde, es ist demjenigen gelungen.“ Wir packen die Gelegenheit beim Schopf und eröffnen eine neue Rubrik: „Wind-Leserfoto“. Wenn Sie eine ähnlich „coole Kombination“ als Foto aufgenommen haben, schicken Sie es an den Vinschgerwind - redaktion@vinschgerwind.it. Ein Kommentar zum Foto ist erwünscht, nicht zwingend. Veröffentlichen werden wir die Bilder bei Gelegenheit.

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

5


Titel

Fritz Raffeiner, Geschäftsführer der Ortler Skiarena: „Die Marke Ortler Skiarena hat sich etabliert. Kleine Skigebiete gruppieren sich um die Großen, so dass ein gemeinsamer Werbeauftritt für alle erschwinglich bleibt.“ Erich Pfeifer, Präsident der Ortler Skiarena: „Große Erwartungen setzen wir lokal in die für die Gäste konzipierte Vinschgau SkiCard. Die Produktvermarktung liegt in den Händen von Vinschgau Marketing.“

Der Taktgeber im Winter

Der Verwaltungsrat der Ortler Skiarena wurde im Juni neu gewählt. Die Öffentlichkeit hat davon kaum etwas mitbekommen, so ruhig sind die Wahlen verlaufen. Der alte Präsident ist auch der neue. Die Skiarena ist nicht mehr umstritten, auch ihre Tätigkeiten nicht. Die SkiCard Meran haben die Touristiker entworfen und mit der Vinschgau SkiCard drückt die Skiarena den Touristikern im Vinschgau ein vermarktbares Produkt in die Hand. Man ist auf die Vermarktung des Produktes gespannt. von Erwin Bernhart

­E

rstaunlich: Die Saisonkarte für die Ortler Skiarena ist heuer billiger als im vorigen Jahr. Wer die Saisonkarte nämlich bis zum 18. November 2012 erwirbt, zahlt 10 Prozent weniger. Damit positioniert sich die Ortler Skiarena gegen jeden politischen Trend (IMU usw.) und gegen die Tendenz in der wirtschaftlichen Krise (steigende Preise). „Gerade weil wir wissen, dass die Leute in Krisenzeiten weniger Geld zur Verfügung haben, haben wir diesen Schritt gesetzt“, sagt Erich 6

Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

Pfeifer. Im Vorstand habe es dazu durchaus unterschiedliche Meinungen gegeben. Die sensible Vernunft habe sich durchgesetzt. Pfeifer wurde im heurigen Juni in der Vollversammlung wiederum in den Verwaltungsrat gewählt und dort wiederum zum Präsidenten der Ortler Skiarena gekürt. Ihm zur Seite stehen Helmuth Sartori von den Schnalstaler Gletscherbahnen als Vize-Präsident, Walter Weger von Meran 2000, Hansjörg Trafojer aus Ulten und der

Haudegen aus St. Valentin Ernst Hohenegger. Auch der Geschäftsführer Fritz Raffeiner wurde wieder in sein Amt bestellt. Erstaunlich ruhig verliefen die Verwaltungsratswahlen im heurigen Jahr. Vor drei Jahren war das anders („Wem gehört die Ortler Skiarena?“ Vinschgerwind 12/2009). Da drängten junge Touristiker in den Verwaltungsrat, Thomas Aichner etwa, der Direktor der Meraner Marketinggesellschaft. Aichner hat im Burggrafenamt damals eine „SkiCard Meran“


Titel

geschmiedet, eine Gästekarte für fünf Skigebiete. Diese SkiCard Meran gibt es auch in diesem Winter. Aufgrund der Entfernung der Skigebiete und aufgrund der großen Preisunterschiede zwischen den Skigebieten läuft die SkiCard Meran mehr schlecht als recht. Aber sie ist ein Anfang - den Tourismusorganisationen innerhalb der Ortler Skiarena ein gästetaugliches Instrument in die Hand zu geben. Der Vinschgau hat nachgezogen. Vor drei Jahren hat es erstmals die „Vinschgau SkiCard“ gegeben. Ausschließlich für Gäste. Sieben Skigebiete - Schöneben, Haideralm, Maseben, Watles, Sulden, Trafoi und Minschuns im Münstertal - sind in dieser „Vinschgau SkiCard“ enthalten, für 3, 4, 5 oder 6 Tage. „Die SkiCard hat guten Anklang gefunden“, sagen Pfeifer und Raffeiner. Auch weil die Skigebiete nicht sonderlich weit voneinander entfernt sind und auch weil die Preisunterschiede in den einzelnen Gebieten beherrschbar sind. Die „Vinschgau SkiCard“ gibt es heuer auch wieder. Die Ortler Skiarena verbindet damit große Erwartungen an die Vinschgau Marketing. „Wir stellen mit der „Vinschgau SkiCard“ den Touristikern ein Produkt zur Verfügung, welches sie dann vermarkten können“, sagt Pfeifer. Eine der Hausaufgaben hat die Ortler Skiarena damit gemacht: regionale SkiCards, angepasst auf den jeweiligen Markt. Es wird ein Gradmesser für den Direktor der Vinschgau Marketing, Kurt Sagmeister, sein, welche Vermarktungserfolge er mit der SkiCard im Vinschgau erzielen wird können. Die Erwartung der Ortler Skiarena ist wohl dieselbe Erwartung der Hoteliere: dass mehr Gäste im Winter in den Vinschgau gelockt werden. Die Einarbeitungszeit für Sagmeister gilt für den kommenden Winter nicht mehr. Ihre Vorstellungen haben die Verantwortlichen der Ortler Skiarena bereits bei Sagmeister deponiert: Mehr Werbegelder sollen für den Winter ausgegeben werden. Der Wunsch ist zwar nicht neu, neu bzw. höher dürfte allerdings das aktuelle Budget von Vinschgau Marketing im Werbebereich sein. Mit der vergangenen Saison jedenfalls sind Pfeifer und Raffeiner, gemessen an der Wirtschaftskrise, zufrieden. Es seien in einigen Skigebieten auch aufgrund des Schneemangels Einbußen zu verzeichnen. Aber innerhalb der Ortler Skiarena, zu der 15 Skigebiete im Westen Südtirols gehören, sei man mit einem blauen Auge davongekommen. Abgesehen vom Schneemangel, unter dem alle Skigebiete zu leiden hatten, gibt es noch einen Grund, mit dem man an einer Katastrophe vorbeigeschrammt ist: die

Gästeschichten. Im Westen Südtirols sei, so Pfeifer, der deutsche Gast Stammgast. Dazu kommen Gäste aus den Beneluxländern, aus der Schweiz. „Dolomiti Superski“ im Osten - der Zusammenschluss der Skigebiete im Pustertal, Gröden und Val Badia - hatte da ärger zu leiden: Der Gast im Osten kommt zu einem Großteil aus Italien. Aufgrund der Krise, aufgrund der Sparmaßnahmen des italienischen Staates und des sich daraus ergebenden Unsicherheitsfaktors sind die Italiener ausgeblieben. Nicht katastrophal - aber im Vergleich dazu hat die Ortler Skiarena besser abgeschnitten. „Dass wir bisher das Geld nicht hatten, stark auf dem italienischen Markt präsent zu sein, hat sich diesmal als Vorteil erwiesen“, sagt Erich Pfeifer. Dass die Skigebiete in der Ortler Skiarena in der Vergangenheit die Gäste in den Beneluxländern im Visier hatten, daraus haben sie nie ein Hehl gemacht. Auf diese Forderung wird weiterhin bestanden: Neben den Hauptmärkten in Deutschland soll vermehrt in den Niederlanden, in Belgien und Luxemburg, aber auch in der Schweiz um Gäste geworben werden. Die Südtiroler Marketinggesellschaft hat über die durchschnittlichen Ausgaben von Gästen Zahlenmaterial. Der Gast aus der Schweiz gibt im Winter pro Tag im Durchschnitt 161 Euro aus und ist damit der Gäste-Krösus auf dem europäischen Festland. Nur die Briten, die Gäste aus England also, toppen, laut SMG, diese Ausgaben: ganze 241 Euro im Winter pro Tag und Gast. Die Deutschen geben im Schnitt pro Tag 134 Euro aus, die Italiener 140 Euro. Im Vergleich dazu geben Holländer und Belgier mit je 123 Euro pro Tag weniger aus. Dafür sind die Beneluxgäste treu und weniger krisenanfällig. Für die Bewerbung der Ortler Skiarena nach außen ist ein Drei-Jahres-Projekt angelegt. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Tourismusregionen Vinschgau, Meran, Eisacktal und Südtirols Süden und aus

einem Vertreter der Ortler Skiarena bestimmt die Marschrichtung und die SMG koordiniert den Werbeauftritt. 90.000 Euro fließen jährlich in dieses Projekt, 45.000 Euro von den Tourismusverbänden und 45.000 Euro von der Ortler Skiarena. Das Projekt geht heuer in das zweite Jahr und hat grundsätzlich die Aufgabe, die Skiarena in den jeweiligen Märkten Italien, Deutschland, Schweiz, Holland usw. zu bewerben. Ein für alle sichtbares Zeichen: Seit vergangenem Montag Abend ist die neue Internetseite der Ortler Skiarena online. „In Südtirol machen wir den Werbeauftritt selber“, sagt Fritz Raffeiner. Für die Skigebiete, die unter dem GenossenschaftsDach der Ortler Skiarena vereint sind, ist ein gemeinsamer Auftritt wichtig. Mittlerweile ist der Begriff Ortler Skiarena bekannt und die Institution an sich auch unter den Mitgliedern anerkannt. Die Skikarten werden unter einem Dach eingekauft, die Systeme sind mit den Automaten von SkiData in allen Gebieten dieselben. So ist ein gegenseitiges Verrechnen möglich, welches die Ortler Skiarena vornimmt. Ursprünglich ist die Skiarena ganz im Westen, im Vinschgau, entstanden. Vor mehr als 30 Jahren. Eine gemeinsame Sasionkarte für Einheimische war damals Ziel. Am Grundsatz hat sich bis heute nichts geändert. Allmählich dazugekommen sind die Skigebiete im Burggrafenamt, der Rosskopf bei Sterzing, Reinswald im Sarntal und das Rittner Horn. „15 Skigebiete, 300 Pistenkilometer und 1 Skipass, das ist die Ortler Skiarena. Ideal für Genussurlauber, für Naturliebhaber und all jene, die es in ihrem Winterurlaub lieber gemütlich angehen wollen.“ In der Selbstdarstellung steckt jener Grundsatz eines Skipasses von damals drin. Das Gemütliche soll den Gegensatz zum Dolomiti Superski im Osten bezeichnen, der im Gästeaufkommen in den Tourismushochburgen ganz andere Dimensionen aufweist. In der vorigen Saison hat die Ortler Skiarena, trotz Schneeproblemen und Krise, rund 7000 Saisonkarten in Südtirol verkauft. Dieses Ergebnis möchte man heuer mit dem Angebot des 10-prozentigen Rabattes bis 18. November toppen. Unter den Saisonkarten-Besitzern wird auch heuer ein Auto verlost. Dass ein neuer Golf 7 am 24. Februar heuer ausgerechnet auf dem Watles verlost wird, schließt für Raffeiner einen Kreis: Er war lange Jahre dort Geschäftsführer.

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

7


Wirtschaft

Graubünden/Vinschgau

Laas

Holz-Sonderpreis für den Büroneubau von LICO

Flussraumforum Laas: Kompromiss in Aussicht B

I

m Rahmen des gesamtschweizerischen Architekturwettbewerbes „Prix Lignum 2012“ erhielt das Projekt des Büroneubaus der Fa. LICO in Müstair einen Anerkennungspreis in der Kategorie „Produzieren und Werken für den handwerklich hohen und qualitativ ausgezeichneten Einsatz von Holz“. Dieser Preis wird von Graubünden Holz, der Dachorganisation der Bündner Wald- und Holzwirtschaft unter 51 eingereichten Projekten von einer ausgewählten Jury vergeben. „In Anlehnung an das Engadiner Haus wurde das Gebäude außen eindrucksvoll inszeniert und innenarchitektonisch wurde bis ins letzte Detail auf hohe Stimmigkeit und Qualität geachtet. Mit einem raffinierten Lichtund Raumkonzept ist es gelungen, eine besondere Stimmung und den erforderlichen Überblick zu schaffen. Die Büroräume weisen heute noch viel Luft bzw. viel RaumReichtum auf. Als ein Zeugnis des hohen Standards einheimischer Holzverarbeitungsbetriebe ist ein anerkennungswürdiger Büroneubau in Holz im Münstertal entstanoben: „Vinschgerwindden“ begründete Spezial“: Büroneudie Jury ihre Entbau der Firma Lico in scheidung. Das Müstair - AnerkenArchitekturbüro nungspreis; Ideengeber Andri+Zangerle Karl Heinz Steiner in Müstair, die Handwerker und der Kopf dieses Umbaus, Karl Heinz Steiner freuten sich über diese Anerkennung und sehen sich darin bestätigt, mit moderner Architektur die Industrie- und Handwerkerzonen aufzuwerten. (lu) 8

Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

eim EU-Projekt „Hochwasserschutz Laas“ (EFRE 2007-2013) gehen die Projektvorschläge in die Endrunde. Im Rahmen des „3. Flussraum-Forum Laas“ vor wenigen Tagen wurden die zwei verbliebenen Varianten für den Laaser Hochwasserschutz im Detail diskutiert. Die Projektbeteiligten, Vertreter von Land, Gemeinden und verschiedene Interessensgruppen, steuern auf eine gemeinsam erarbeitete Lösung zu. Ende 2012 sollen die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. „Im Jahr 2008 wurde der EtschDialog ins Leben gerufen, um Defizite hinsichtlich Hochwasserschutz, Raumnutzung, Ökologie und Erholungsfunktion der Etsch im gesamten Oberen Vinschgau zu beseitigen“, betont Rudolf Pollinger, Direktor der Abteilung Wasserschutzbauten. Seit Februar 2012 arbeite man konkret in Laas daran - im Austausch mit den verschiedenen Interessenvertretungen – diese Ziele in der Gemeinde und den umliegenden Fraktionen umzusetzen, so Pollinger. Der Startschuss für den Hochwasserschutz Laas fiel im Februar 2012, nun wurden im „3. Flussraum- Forum Laas“ mit verschiedenen Arbeitsgruppen zwei Lösungsansätze analysiert, diskutiert und bearbeitet, die dem Schutz der Bevölkerung dienen, gleichzeitig aber auch einen ökologischen und freizeittechnischen Mehrwert für die Region darstellen: Die kleinere Variante sieht die Nutzung der Eyrser Au als Rückhaltebecken im Falle von 30- und 100-jährlichen Hochwassern und den Gerinneausbau der Etsch und des Schgumser Grabens in Laas vor. Die größere Variante zusätzlich zu den genannten Maßnahmen, die Retention von 100-jährlichen Hochwassern in den angrenzenden Obstwiesen mitsamt Reaktivierung des Altarms der Etsch. Bei beiden Varianten ist darüber hinaus die Aufweitung der Etsch auf öffentlichem Grund westlich von Laas geplant, um bei einem Hochwasser den Geschiebetransport der Etsch in den Griff zu bekommen. „Bei der Abstimmung für eine der Lösungen, stellte sich eine klare Präferenz für die Variante mit der Reakti-

vierung des Altarms heraus, vor allem da sie einen großen Mehrwert für die Natur und die Freizeitaktivitäten der Bevölkerung und des Tourimus darstellt. Jedoch äußerten die Interessensvertretungen der Landwirtschaft gewisse Vorbehalte, weshalb man sich nun mit allen Betroffenen in den nächsten Wochen zusammensetzen wird“, so Pollinger.

Dies unterstützt auch Bürgermeister Andreas Tappeiner, er will mit allen beteiligten Grundeigentümern gemeinsam mit der Abt. Wasserschutzbauten einen Konsens finden: „Ich sehe bevorzugt einen stufenweisen Ausbau des Hochwasserschutzes, beginnend mit der kleinen Variante, sprich mit der Nutzung der Eyrser Au.“ Alle Projektpartner streben einen möglichst breiten Konsens an, weshalb ein Kompromiss für machbar erachtet wird. „Es wäre wünschenswert, die Planungen für die große Variante als „Auftrag“ aus dem Meinungsbildungsprozess im Flussraumforum mitzunehmen und fertigzustellen. Die Gesamtkonzeption erlaubt es, während der Umsetzung der ersten Stufe die Details für die zusätzlichen Retentionsflächen und die Reaktivierung des Altarmes der Etsch aus wasserbaulicher und ökologischer Sicht auszuarbeiten und mit den betroffenen Grundeigentümern und sonstigen Nutzern abzustimmen“, sagt Ingenieur Walter Gostner, stellvertretend für die mit der Variantenstudie und der Projektierung beauftragte Arbeitsgemeinschaft. Die Ausführungsplanung wird laut Gostner in den nächsten Wochen erstellt und der Laaser Bevölkerung mit Ende dieses Jahres vorgestellt.


Wirtschaft

Schlanders/Vinschgau

Kunst, Kultur und Tradition im Film D

ie Vinschger sind neugierig und geduldig. Am vergangenen Freitag hat der Circolo Culturale della Val Venosta zur Premiere des Films „Vinschgau: Kunst, Kultur und Tradition“ in die Aula magna der Fachoberschule für Wirtschaft geladen. Der seit mehr als 30 Jahren dem Circolo als Präsident vorstehende Leonardo Pellissetti konnte zahlreiche Besucher willkommen heißen. Weil der Film, unter der Regie von Gianpaolo Azzarone, den Bogen von der Etschquelle bis zum Onkl Taa auf der Töll gespannt hat und darin 19 Vinschger Charakterköpfe zu Wort gekommen sind, dauerte der Film gut zwei Stunden. Die Geduld der Zuschauer wurde auf die Probe gestellt. Allerdings überwog letztlich die Neugier. Azzarone hat in mühevoller Kleinarbeit viel Filmmaterial, von ihm und Alfred Habicher zusammengetragen, zusammengeschnitten und mit Ton unterlegt. Herausgekommen sind authentische Kurzinterviews, teils mutig zweisprachig vorgetragen, die Einblick in Museen, in Schlösser und in die Arbeit im Vinschgau gewährten. Das Ziel, die Zuschauer mit

Nach der Filmpremiere am vergangenen Freitag, v.l.: Gianpaolo Azzarone, Circolo-Präsident Leonardo Pellissetti, Alfred Habicher, Julian Gurschler und Karl Platino

dem Film anregen zu wollen, sich selbst ein Bild über die Vielfalt im Vinschgau zu machen, wurde nicht verfehlt. In den vergangenen drei Jahren hat der Circolo drei Filme nach literarischen Vorlagen produziert, mit Schauspielern aus der Umgebung. Ein gewagtes aber gelungenes Unterfangen. Heuer haben die passionierten Filmer ein interessantes Mosaik aus dem Vinschgau zusammengestellt und Leute aus dem

Vinschgau zu Wort kommen lassen. Pellissetti und Azzarone sind mit dem Anklang beim Publikum, darunter BM Dieter Pinggera, VizeBM Monika Holzner Wunderer, LA Sepp Noggler, Alt BM Heinrich Kofler, Direktor Herbert Raffeiner usw. zufrieden. Am vergangenen Samstag hat dann eine zweite Publikumsgruppe, Naturns war gut vertreten, den Film genossen. Mit viel Geduld und noch mehr Neugier. (eb)

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

9


Leserbriefe

Leserbriefe Recht auf Sicherheit

Wo sind die Autofahrer, welche den Fußgängern auf den Zebrastreifen als den schwächsten Verkehrsteilnehmern mit Rücksicht begegnen und ihnen den vom Gesetz vorgesehenen Vortritt zugestehen? Gibt es sie noch? Gibt es sie auch unter den einheimischen Autofahrern oder sind es bloß Touristen, die im Urlaub sind und genug Zeit zum Anhalten haben? Mir ist jedes Mal mulmig, wenn ich in die Nähe eines Zebrastreifens komme, um diesen zu überqueren. Nie setze ich achtlos meinen Fuß darauf, sondern lote immer den erforderlichen Bremsweg herankommender Autos aus. Trotzdem ist es mir schon öfters passiert, dass ich bereits auf dem Zebrastreifen stand und ein Autofahrer diesen haarscharf vor mir überquerte. Ist dieses Verhalten nicht einfach verantwortungslos? Ich glaube nicht, dass die Autofahrer in Unkenntnis der diesbezüglichen Gesetze sind. Oder ist es Zerstreutheit? Eine solche wäre sehr gefährlich. Oder ist es einfach ein Gefühl der Überlegenheit? In meinen Augen ist es Unkultur, die schnellstens ausgemerzt werden muss. Bloß, wer ahndet diese Vergehen? Die Strafen wären extrem hoch. Wo aber ist die Polizei? Muss wirklich jeder Zebrastreifen mit einer Radaranlage ausgestattet werden, um den Fußgängern zu ihrem Recht zu verhelfen? Ich jedenfalls werde nicht ruhen, bis dieses Übel aus der Welt geschafft ist. Und ich fordere alle Fußgänger auf, auf diesem vom Gesetz vorgesehenen Recht zu bestehen. Robert Ruepp, Schluderns

Kornkammer erhält EU-Gelder!

Herrn Reinhold Holzer steht es sicherlich frei, über die Effizienz von EU-Geldern im Vinschgau eine negative Meinung zu haben. Als Gründungsmitglied der Kornkammer sollte er aber 10 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

wissen, dass sich die Kornkammer – Interessensgemeinschaft für den Getreideanbau im Vinschgau - intensiv um EU-Gelder bemüht hat und diese auch zugesprochen bekam. Ein wenig Bescheidenheit und Zurückhaltung würde ihm im Sinne von Heinrich Heines Versepos „Wasser predigen und Wein trinken“ gut tun, damit die Glaubwürdigkeit der Kornkammer auch in Zukunft bewahrt werden kann. Friedl Sapelza; Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung – Spondinig

Hüttenwahn

Der Architektenwettbewerb sollte Zweckarchitektur in sensible Räume bringen. Welche sensiblen Räume sind gemeint? Sensibilität gehört sich doch auch den Talgemeinschaften, den Gästen und vor allem den über Generationen tätigen Familien der Hüttenwirte gegenüber. Für diese Menschen sind sie nicht nur Zweckbauten und sie sind für ein ganzes Tal prägend. Das Langtauferer Tal wurde maßgeblich durch die Erschließung der Ötztaler Alpen über die Weißkugelhütte in seiner Tourismusentwicklung beeinflusst. Wenn sich der CAI oft nur auf Drängen der Hüttenwirte engagierte, sind es doch genau diese, die ausschließlich in Eigeninitiative die Innovationen in ihren Hütten ermöglichten. Über Generationen war dabei der Kampf um das eigene Lebenswerk bestimmend für die Zukunftsfähigkeit. Mancher hätte sich gewünscht, innovativer sein zu können, wenn man ihn denn gelassen hätte. Was nützt die modernste Hütte, wenn sie nicht zusätzlich in ein passendes Zukunftskonzept eingebunden wird. Gravierende Gletscherrückgänge und damit einhergehend steigende Permafrostgrenzen haben große Teile der tradierten Tourenzugänge in den letzten Jahren unsicherer gemacht und Hüttenanbindung

an deren Hausberge erschwert. Das ist vor allem auch ein Problem im inneren LangtaufererTal. Der breite Tourismus hat sich auf mittelschwere kürzere Tagestouren verlagert und sucht Alternativen zu alten Wegen. Ich vermisse diese Perspektiven bei den Planungen der neuen Hütten, ein Gletscherweg wie an der Weißkugelhütte reicht alleine nicht aus. Das aktuelle Vorgehen des Landes Südtirol macht den Eindruck einer Zwangssanierung ohne den Blick auf die Sensibilitäten in den Identitäts-, Kultur- und Naturräumen. Ein Wort zum Erscheinungsbild der Weißkugelhütte. Die Zeiten vom alpinen Zuckerbäckerstil sind vorbei, aber so? Ich hatte beim ersten Eindruck die Assoziation mit Betonbauten in den Wiesen zwischen Malser Haide und Reschenpass und die stehen nicht für eine moderne Zeit. Vielleicht muss man auch einmal das Wort Denkmalschutz für diese über 120 Jahre alten Hütten in die Waagschale werfen. Dabei wäre nicht der künstlerische, sondern der kulturelle und identitätsstiftende Wert für ein Tal, eine Region und eine alpine Begeisterung von Menschen bei einem solchen Bauwerk zu beachten! René Franken, Dorsten (D)

Es ist gut so!

Nun sind die Windräder also abgetragen und es ist gut so. Zu vieles wurde falsch gemacht, zu viele nicht berücksichtigt. Wenn man heute über den Haidersee Richtung Ortler blickt kann man die Standortwahl nicht nachvollziehen. Wie kann man von ökologischem Bewusstsein und Klimaschutz reden und dabei diesen Standort wählen. Man hat der sehr wertvollen und ressourcenschonenden Windkraft damit keinen guten Dienst erwiesen. Ebenso wie einige ihr jetzt noch einen schlechten Dienst erweisen. Im Gegenteil, man scheint nahezu erpicht darauf der Windkraft eine negative

Seite zu geben. Ebenso macht wenig Sinn nach dem Abbau nach einer Volksbefragung zu rufen, vor allem wenn der Ruf von der Seite kommt, die vor dem Aufbau eine Befragung verhindert hat. Übrigens hat im September 2003 eine Befragung in St. Valentin stattgefunden mit einer ca. 18% Wahlbeteiligung, damals war das Ergebnis, dass 90% gegen diesen Standort waren. Nun sollte man also, anstatt zu „plärren“ und Schuldzuweisungen zu tätigen und einen sehr einseitigen und kreativen Umgang mit Wahrheiten zu verfolgen, anstatt kuriose nicht verständliche Behauptungen und Vergleiche anzustellen, etwas aus der Sache lernen. Die Sorgen und Ängste der Menschen sind ernst nehmen und nicht einfach nur mit fadenscheinigen Versprechungen abwürgen. Konflikte sind zu lösen und ein gewisses Maß an Rücksicht ist bedeutend mehr Wert als alles nur mit Geld zu entschuldigen, denn letztens ging es ja nur darum. Das tatsächliche Problem wurde und wird nicht angesprochen und das war und ist eine katastrophale Standortwahl über die Köpfe der Betroffenen hinweg. Von Anfang an hätte klar sein müssen, dass dies zu Konflikten führen wird. Natürlich werden jetzt Schuldige gesucht, aber mal wieder am falschen Ort. Anstellen etwas dazuzulernen wird polemisiert und beschuldig, schade eigentlich. Von unserer Seite möchte ich mich für den starken Rückhalt in der Bevölkerung, den Gästen, Vereinen und Verbänden und quer durch die politischen Parteien bedanken. Sie alle haben die Zeichen erkannt und nicht gegen die Windkraft, sondern für die einmalige und schützenswerte Landschaft Partei ergriffen und für diese Weitsicht sind wir dankbar. Abschließend möchte ich noch sagen: Es gibt kein schlechtes Windrad, nur einen schlechten Standort. Noggler Theo Bürgerinitiative Obervinschgau


Menschen in der Uina Schlucht. Der Weg durch die Uina Schlucht ist die aufregendste Skulptur unserer Gegend. Ein Kunstwerk, schlicht und einfach, in die Natur gewachsen. Knapp 100 Jahre alt und schon Mythos geworden. Foto und Text: Gianni Bodini

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

11


Leserbriefe

Leserbriefe Als krasse und folgenreiche Fehlentscheidung empfinden die Anwohner der Lahn – St. Jakob – und Geroldstraße in Rabland die Ablehnung der kleinen Umfahrungsstraße von der Geroldstraße über den „Stadelbauerweg“ zur Vinschgauer Staatsstraße durch die Landesregierung. Und das ein halbes Jahr nach der Beschlussfassung durch den Gemeinderat Partschins. Auf diese Entlastungsstraße haben sich die Anwohner und die Gemeinde nach jahrzehntelangem Ringen geeinigt. Am 6. März 2012 hat der Gemeinderat das entsprechende Projekt nahezu einstimmig (17 Ja – 1 Enthaltung, keine Gegenstimme) genehmigt. Ebenso eindeutig ist die Zustimmung der Anwohner. Lediglich ein Bauer hat dagegen rekuriert, ein Recht, das ihm niemand streitig macht. Umso überraschter und verblüffter waren die

Anwohner, als sie erfahren mussten, dass die Landesregierung (in Unkenntnis der realen Situation vor Ort?) diesen Rekurs angenommen und die berechtigten Bedürfnisse von mehreren hundert Anwohnern einfach ignoriert hat. Den Anwohnern drängt sich der Verdacht auf, dass bei der Entscheidung der Landesregierung das Lobby-Verhalten die entscheidende Rolle gespielt hat. Wir verhehlen nicht, dass wir über die Entscheidung der Landesregierung wütend sind. Die Umfahrungsstraße ist notwendig, weil das Verkehrsaufkommen (vor allem der Schwerverkehr, der Busverkehr und der Transitverkehr von und nach Partschins in Richtung Vinschgau) rasant zunimmt, die Lärmbelästigung unzumutbar ist, die Sicherheit (vor allem der Kinder auf dem Weg zum Kindergarten und zur Schule) nicht gegeben ist und die Lebensqualität der

Orchestra · Orchester

Monteverdi onlus

Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt Medici dell´Alto Adige per il Terzo Mondo

Direzione · Dirigent: EMIR SAUL onlus

Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt Medici dell´Alto Adige per il Terzo Mondo

onlus

Charity Concerts

ll´

Al

to A

dig e

onlus

S ü dti r

r il Terzo Mon

M e di

pe

ci d

e

Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt Medici dell´Alto Adige per il Terzo Mondo

te

do

ol e

rz

für

el t d i e D r i t te W

Ven · Fr 19.10

Sab · Sa 20.10

ore 20.00 Uhr

SILANDRO | SCHLANDERS

ore 20.00 Uhr

BOLZANO | BOZEN

KULTURHAUS KARL SCHÖNHERR

CONSERVATORIO | KONSERVATORIUM

BEETHOVEN: Symphony No. 6 “Pastorale”

BEETHOVEN: Symphony No. 6 “Pastorale”

BEETHOVEN: Piano Concerto No. 2

CHOPIN: Piano Concerto No. 1

Pianoforte · Klavier: ARSENI SADYKAU

Pianoforte · Klavier: LU RUAN ore 19.00 Uhr Introduzione al concerto · Einführung ins Konzert: GIACOMO FORNARI

Tel. 0473 732 052 | www.kulturhaus.it

12 Der Vinschger Wind 21-12

Tel. 0471 978 764 | www.konservatoriumbozen.it

18.10.12

www.insidebz.net

Fehlentscheidung

Anwohner stark beeinträchtigt ist. Sie ist aus urbanistischer, ökologischer und ökonomischer Sicht auch vertretbar und finanzierbar. Handelt es sich dabei im Wesentlichen doch nur um den Ausbau eines bereits bestehenden und 1 km langen Feldweges. Der Verbrauch von Kulturgrund wäre somit gering und die Kosten niedrig. Zudem haben die allermeisten Grundeigentümer/ Bauern ihre Bereitschaft signalisiert, im Verhandlungsweg den notwendigen Grund zur Verfügung zu stellen, wofür ihnen Dank und Anerkennung gebührt. Auch beeinträchtigt diese Straße in keinster Weise ein auf Verkehrsberuhigung ausgerichtetes Gesamtkonzept. So gibt es nach unserer festen Überzeugung keinen sichtlichen Grund für die Ablehnung, zumal unseren Informationen zufolge ein positives Gutachten der Landesraumordnungskommission als auch eine Unbedenklichkeitserklärung der Abteilung 12 (Straßendienst) vorliegen. Deshalb ersuchen wir die Gemeindeverwaltung eindringlich, konsequent und hartnäckig ihr Projekt zu verteidigen und alle Mittel auszuschöpfen (Verhandlungen, Volksbefragung, Vermittlung durch die Volksanwaltschaft, Rekurs beim Verwaltungsgericht u.a.m.) um das Projekt zu realisieren. An die zuständigen Landespolitiker appellieren wir, ihre Entscheidung zu überdenken und dahingehend zu revidieren, dass eine Lösung im Interesse der Anwohner – immerhin handelt es sich um einige Hundert – und der Wirtschaft (Bauvorhaben in der Zone Linter Wies) ohne Verzögerung möglich wird. Auch geben wir zu bedenken, dass für uns Bürger eine gut funktionierende Gemeindeautonomie, die es zu sichern und auszubauen gilt, wichtiger ist als eine sogenannte „Vollautonomie“, wenn diese nur zur Machtkonzentration in den Händen des Landeshauptmannes/ der Landesregierung führen sollte. Nach wie vor gilt die Erkennt-

nis der alten Römer: „errare humanum est, perseverare diabolicum“ (Irren ist menschlich, verbissen im Irrtum verharren ist teuflisch). Für die Anwohner Dr. Karl Trafoier, Rabland

Bilanz Standort Süd-Tirol

Nachdenklich und empört verfolgt der Bürger im Land, was in den vergangenen Monaten bzw. letzthin in den Medien von SüdTirol u. Rom zu erfahren ist. Laut Reaktion auf höchst politischer Ebene und dank der Überheblichkeit geprägt von Arroganz und Postenschacher unserer politischen Vertreter, sind wir soweit, dass Süd-Tirol mit der besten Autonomie der Welt finanziell sowie politisch im italienischen Sumpf steckt. Tatsache ist auch, dass man seit über zehn Jahren nichts anderes als zweifelhafte Kompromisse mit Rom eingegangen ist. Mailänder Abkommen usw.. Die Warnung von hochrangigen Ex Politikern der SVP, Roland Riz, Alfons Benedikter, Franz Pahl, Ferdinand Willeit sowie die Stimme des Volkes wurden einfach ignoriert. So stehen wir heute auf einem übergroßen Scherbenhaufen. Die kriechende Haltung gegenüber Rom u. Ettore Tolomei (Totengräber Süd-Tirols) in Sachen faschistische Ortsnamen ist erschreckend. Wenn diese faschistischen Namen wirklich bleiben sollten, dann macht unsere Landesregierung aus einem Verbrechen ein Recht. Nicht nachvollziehbar ist die Ehrung für den Staatspräsidenten Napolitano, der die Autonomiebestimmungen mit Füßen tritt und die Gesetze samt Verfassung nicht achtet. Vor so viel „Diplomatie“ des Landeshauptmannes kann man nur den Kopf schütteln. Diesbezüglich ist festzustellen, dass unsere höchsten Volksvertreter in Rom und Bozen unfähig sind, die Interessen Süd-Tirols zu verteidigen. Sind diese Politiker wirklich Ihr Geld wert? Luis Pixner, Kastelbell


Ihr Einkaufserlebnis auf über 1200 m2 Latsch

Gold-Patina als Markenzeichen

D

ie Ausstellung „Metamorphose“ - Bronze und Malerei - der Irma Hölzl, neigt sich ihrem Ende zu. Seit Mai tagt die Ausstellung im „Spazio Rizzi“ in Latsch. Hölzl zeigte ihre Kunst bereits in Karthaus im Schnalstal sowie im Hotel Vitalis in Naturns. Auf die Frage, wie ihre Werke bei den Vinschgern angekommen seien, antwortete sie mit einem resoluten „Sehr gut, also meiner Meinung nach haben sie im Vinschgau einen sehr guten Anklang gefunden“. In ihrer Ausstellung zeigt Hölzl vor allem ihre Figurenund Figurengruppen aus Bronze, in einer speziellen gold- und silberfarbenen Patina, die längst zu ihrem persönlichen

Markenzeichen geworden ist. Die hellen, leuchtenden Bronzeplastiken sind teils in mutiger Größe geformt, wobei sich Dynamisches und Statisches die Balance halten. Im Bild zu sehen „Die Tänzerin“, die sich in Größe präsentiert und in eleganter Pose über das Parkett zu schweben scheint. Nicht zuletzt verleihen die Räume des wasserumrahmten „Spazio Rizzi“ in Latsch den Skulpturen einen würdigen und eleganten Nachklang. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 20. Oktober. Im nächsten Jahr plant Hölzl eine Ausstellung im Hotel Lindenhof in Naturns, die von Juni bis Jänner zugänglich sein soll. (sil)

pr-info hasenwirt

Hasenwirt ist wieder offen Leise, ohne viel Aufsehens haben die neuen Pächter den Hasenwirt in Schlanders eröffnet. „Wir lassen unsere Küche sprechen“, sagt der neue Wirt des Hasenwirts, am Eingang der Fußgängerzone gelegen. Mundpropaganda ist und bleibt immer noch die beste Werbung, ist er überzeugt. Die Küche im Hasenwirt orientiert sich an mexikanischen Spezialitäten, an Pizza und an traditioneller Küche. Aus mehreren Speisekarten dürfen die Gäste demnach kulinarisch auswählen. Die mexikanische Küche serviert scharfe, weniger scharfe, immer aber bunte Teller: Enchiladas, Tapas oder Tortillas mit Guacamole etwa, um nur einen kleinen Auszug aus der Karte wiederzugeben, die an die 40 verschiedene Gerichte, darunter Die Neuen im Hasenwirt spezielle Kinderteller, führt. Nicht viel weniger Auswahl haben Gäste bei den Pizzaspezialitäten, die direkt aus dem Holzofen auf die Teller kommen. Zum Service im Hasenwirt gehört aber noch etwas, das viele zu schätzen wissen dürften: Die mexikanischen Gerichte und die Pizzas gibt es mittags und abends auch zum Mitnehmen. (ap)

Mals – Staatsstraße 13 /i °Êä{ÇÎÊnÎxÊÎnÎÊqÊ v J Ìi ÌÞÀ ° Ì ÜÜܰÃV i > ðV

Sensationell günstig! iÌÌi > Ì t

>ÃÊÃV B}ÌÊ> iÃt Zu echten Kuschelpreisen einkaufen Jetzt bei SCHENK in Mals (vom 15.10. – 31.10.12)

Schenk, das ist die Topadresse in Mals an der Vinschgauer Straße UÊ-iiÀÃÕV iÀÊ iÌÌÜBÃV iÊ ÕÀÊ15,00 Euro UÊ->Ì LiÌÌÜBÃV iÊ19,00 Euro UÊ7 ÌiÀv>ÃiÀLiÌÌÊ29,90 Euro UÊ6 `>Õ i >ÃÃiÌÌi LiÌÌÊ99,00 Euro

1 ÃV >}L>À\Ê` iÊ i ÀÞ > ÌÃV >Õ >ÌÀ>ÌâiÊ 199,00 Euro

Das ist Schenk

Ruhetag gibt es keinen. Tel.: 0473 732 332

Die beste Adresse zum Einrichten und Matratzenkauf ist immer noch Schenk!


Gesellschaft

SeitenWind

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Taufers i. M. Auf Hofers Spuren: Der Gottesdienst in der Pfarrkirche, zelebriert von Pater Martin Angerer vom Kloster Marienberg, bildete am Samstag, den 22. September den Auftakt zur Jahrgangsfeier. Am Tag darauf fuhren die 60-Jährigen Tauferer mit Bus und Vinschgerbahn nach St. Leonhard in Passeier, wo sie das „Höfemuseum“ besuchten

und die bäuerliche Welt vergangener Jahrhunderte nachvollziehen konnte. Anschließend wandelten sie auf den Spuren des Freiheitskämpfers Andreas Hofer und speisten im Gasthof „Sandwirt“. Zu Fuß wanderten die Tauferer am frühen Nachmittag über den Waalweg von Riffian nach Kuens und dann ging’s wieder mit Bus und Bahn zurück in den Vinschgau. (mds)

Rabland. Ein Riesen-Kürbis schmückt derzeit die Einfahrt zum Stockerhof in Rabland und bringt eine gelassene, herbstliche Stimmung. Ganze 288 Kilogramm bringt der Kürbis auf die Waage. Die Entstehung von so einer Größe kommt nicht durch Zufall, sondern erfordert einiges Fachwissen und sehr viel Fleiß. Seit einigen Jahren ist das Kürbis-Ziehen ein Hobby vom Stockerbauer Konrad. Nach vielen Internetrecherchen wurde ein Samen von einem anderen Hobby-Züchter bezogen und seither ständig weiter selbst entnommen. Ein Geheimnis ist der gute Boden sowie das richtige Auslegen der Läufer... Gepflanzt am 25.05. und am 28.09. geerntet. David Schnitzer (3 Jahre) auf dem Riesen-Kürbis

14 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

Orchester Monteverdi zu Gast in Schlanders

F

reunde der klassischen Musik werden sich dieses Konzert nicht entgehen lassen: Am Freitag, 19. Oktober um 20 Uhr kommt das Orchester Monteverdi des Bozner Musikkonservatoriums erstmals in das Kulturhaus Karl Schönherr nach Schlanders. Die jugendlichen Musikerinnen und Musiker werden unter der Leitung von Emir Saul eineinhalb Stunden lang Musik von Beethoven eindrucksvoll interpretieren. Auf dem Programm steht zunächst Beethovens Klavierkonzert Nr. 2, bei dem der junge Weißrusse Areseni Sadykau sein Können am Klavier unter Beweis stellen wird. Auf dieses Frühwerk von Beethoven, das er selbst am Klavier 1795 im Wiener Burgtheater uraufgeführt hat, folgt ein Meisterwerk des Komponisten, seine 6. Symphonie, bekannt als „Pastorale“.

Das Orchester Monteverdi

Die Karten für das Konzert, das von der Stiftung Südtiroler Sparkasse und der SEL gefördert wird, gibt es ab 19 Uhr an der Abendkasse (6 Euro bzw. ermäßigt 4 Euro für Schüler, Studenten und Senioren).

Das Orchester unterstützt mit diesem Konzert auch die Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt, welche im Anschluss an den Konzertabend noch Spenden für ihre Arbeit in den Krisengebieten der Welt sammeln werden.

Schlanders

Ausdrucksstark und berührend

D

ie Schauspieler und Schauspielerinnen mit und ohne Beeinträchtigung zeigten eine großartige Leistung. Manuela Falser, Mattia Peretto, Melanie Goldner und Alexandra Hofer beeindruckten das Publikum kürzlich im Kulturhaus von Schlanders mit einer wunderbaren Aktionskunst, inspiriert vom Stück „Minotaurus“ von Friedrich Dürrenmatt. Das Stück „Munotaurus“ entstand im Rahmen des Projektes „Kunst der Vielfalt“ in Zusammenarbeit mit dem „Teatro la Ribalta“, der Lebenshilfe, Theatraki und Bolzano Danza. Regie führten Antonio Vigano` und die Choreografin und Tänzerin Julie Anne Stanzak vom Tanztheater Wuppertal. Der Inhalt dreht sich um ein Wesen aus der griechischen Mythologie, das halb Stier und halb Mensch ist.

Großartige Leitungen auf der Kulturhaus-Bühne

Es geht um das Anderssein. „Anderssein entsteht sobald sich der Mensch in der Selbstbegegnung nicht selbst erkennt“, so definiert Dürrenmatt die Figur des „Minotaurus“. In einem Spielgel-Labyrinth

gefangen, erwirbt das „Ungeheuer“ das Bewusstsein seiner selbst und als soziales Wesen mit Gefühlen. Ausdrucksstark und berührend waren die Tanzeinlagen der beiden Mitglieder der Lebenshilfe. Sie tauchen ein in ein Spiel mit räumlichen Koordinaten und mit kreisförmigen Bewegungen zeichnen sie das unsichtbare Labyrinth nach. Die Figuren bewegen sich kletternd und rutschend auf einer schiefen mit Erde bestreuten Ebene. Sie befinden sich im Kampf gegen Ausgrenzung und fordern zum Nachdenken auf. Deutlich wird, wie unterschiedlich die Wirklichkeit wahrnehmbar ist. Unsichtbares wird sichtbar, Unbekanntes wird bekannt und Verdrängtes wird bewusst. „Minotaurus“ ist die zweite Inszenierung nach dem Stück „Spuren der Seele“. (mds)


Menschen

Wieslaw Frelik, 52, Polen

Dieses Portrait entstand im Rahmen des Projektes „Zuhause in der Ferne“ im Schuljahr 2011/2012 in der 3B des Sprachengymnasiums Schlanders. Das Projekt begleitete die Fachlehrerin für Deutsch Helga Karner. Der Vinschgerwind bedankt sich bei den Schülerinnen, der Fachlehrerin und den Portraitierten, dass sie uns die Portraits – diese und weitere – zur Verfügung stellen.

Ich fühle mich hier pudelwohl, aber nicht zuhause

Z

um ersten Mal kam ich 1991 mit Kollegen als Apfelpflücker hierher. Südtirol war für mich wie ein Traumland. Ich liebe die Natur, gehe gerne wandern, Ski sowie Fahrrad fahren; und bin Mitglied beim Alpenverein. In Polen habe ich auch bei einer Tanzgruppe mitgewirkt. Letzteres mache ich hier nicht mehr. 1994 wanderte ich dann alleine von einem kleinen polnischen Dorf namens Kraszewo, das 214 km von Warschau entfernt ist, nach Naturns aus. Meine Gründe waren familiäre und finanzielle. Ich wollte nach meiner Scheidung ein neues Leben beginnen. Zudem haben mich die besseren Verdienstmöglichkeiten angelockt. Hier in Südtirol lernte ich auch meine slowakische Frau kennen. Mittlerweile haben wir zwei Kinder im Alter von sechs und acht Jahren. Mit ihnen spreche ich oft polnisch, jedoch antworten sie mir meist im Südtiroler Dialekt. Meine Frau unterhält sich mit ihnen auf Slowakisch. Diese Sprache beherrschen sie auch besser. Deutsch habe ich mir selbst beigebracht. Daher hatte ich keine großen Schwierigkeiten, mich zu integrieren. Allerdings bereitete mir der Dialekt anfangs Probleme. Seit meiner Ankunft arbeite ich als Hausmeister in einem Hotel in Naturns. Eigentlich wäre ich gelernter Ingenieur. Jedoch

habe ich nie in diesem Beruf gearbeitet. In Polen arbeitete ich nach dem Gymnasium und dem fünfjährigen Studium als technischer Arbeiter an einer Universität. Je länger ich hier bin, umso mehr Kontakte knüpfe ich mit den Einheimischen. In Naturns kennen wir Polen uns alle untereinander. Ich versuche auch viel von der polnischen Kultur in den Familienalltag einzubringen. So kochen wir oft landestypische Gerichte. Die polnische Mentalität mit ihrer Offenheit und Gastfreundschaft vermisse ich. Außerdem fehlen mir meine vier Geschwister und meine Mutter sowie meine Freunde, welche noch in Polen leben. Eine Schwester ist auch hier in Südtirol. Ich habe viele Freunde, die auch ausgewandert sind und nun auf der ganzen Welt verstreut, unter anderem auch in New York, leben. Ich halte guten Kontakt über das Telefon, E-Mail und Skype zu meiner Familie und meinen Freunden. Mindestens einmal im Jahr treten wir die zwanzigstündige Fahrt nach Polen an oder wir reisen in die Slowakei. Nächste Woche besuchen wir meine Schwiegermutter, um ihren 70. Geburtstag zu feiern. Danach sind wir zur Hochzeit meiner ältesten Tochter in Polen eingeladen. Sie spricht fließend Deutsch, Französisch und Englisch. Ihr zukünftiger Ehemann ist ein Engländer. Ich freue

mich schon sehr auf diesen Anlass, weil wir Polen sehr familiär sind. Vor allem zu Allerheiligen und Weihnachten steht die Familie an oberster Stelle. Bei uns ist es allerdings nicht üblich, dass die Kinder zu Allerheiligen von ihren Paten Geschenke bekommen. Am 24. Dezember fasten wir den ganzen Tag über, erst am Abend wird ein großes Festmahl gegessen. Wer es sich leisten kann, bereitet zwölf verschiedene Gerichte zu. Nach alter polnischer Tradition wird ein Platz für einen unerwarteten Gast freigelassen. Außerdem bringt bei uns Sankt Nikolaus, nicht das Christkind, die Geschenke. Ich finde es gut, dass ihr ein solches Projekt macht, weil ich es als wichtig erachte, andere Kulturen kennenzulernen. So habe ich bereits in Deutschland, Österreich, Griechenland, Holland und Frankreich gelebt und gearbeitet. Dadurch hab ich viele interessante Erfahrungen gesammelt. Bis vor einigen Jahren dachte ich, dass ich eines Tages in mein Land zurückkehren werde. Doch nun habe ich mich dagegen entschieden, weil für meine Kinder die Heimat hier ist. Außerdem müsste meine Frau dann die schwierige polnische Sprache erlernen. Marilena Parth und Kathrin Renner

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

15


Gesellschaft

SeitenWind

Taufers i.M.

Aufgabe hatte jüngst Walter Tappeiner aus Tschengls zu erledigen. Der passionierte Imker wurde gerufen, um ein Wesepennest an einem Befruchterbaum zu entfernen. Beim Zupfen war das Nest noch nicht gebaut, bei der Ernte dann die große Überraschung. Tappeiner meisterte seine Aufgabe mit Bravour und entfernte das Wesepennest. Das Klauben wurde damit wieder sicherer.

Eyrs. Dass im Vinschgau nicht nur Äpfel, sondern auch Bananen wachsen, zeigt sich in Eyrs: Filomena Zangerle pflanzte in ihrem Garten Bananenbäume. Diese tragen ihre Früchte mit Stolz und scheuen auch keine neugierigen Blicke, die es nicht zu wenig gibt.

„Da Blechhaufn“

I

hren Blechinstrumenten entlocken sie die Töne in lockerer, lässiger Weise und ohne Notenblätter vor sich zu haben. Das Repertoire, das die sieben unkonventionellen und schauspielerisch talentierten VollblutBläser der burgenländischen Gruppe „Da Blechhaufn“ den rund 200 Besuchern in der Sportturnhalle von Taufers i. M. boten, dreht sich um das Blechblasen in ihrer professionellen Form, gespickt mit Brass-Entertainment und Klamauk. Bedient wurden die Liebhaber von Ever-

schmerzen zählen zu den neuen Volkskrankheiten. Durch Prävention können diese vermieden werden. Die Krebshilfe Vinschgau organisiert zum Thema „Gesunder Rücken“ am Mittwoch, den 24. Oktober zu einem Vortragsabend mit dem Referenten Martin Parigger von der Stiftung Vital. Ort der Veranstaltung ist das Haus der Lebenshilfe Vinschgau in Schlanders.

16 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

und für eine top professionelle Blasmusik gespickt mit Schmäh und Ironie. Das Konzert mit der österreichischen Gruppe bildete den Abschluss des Jubiläumsjahres „150 Jahre Musikkapelle Taufers i. M“. Obmann Hanspeter Joos bedankte sich bei den Musikern und bei allen, die sich bei den einzelnen Jubiläumsfeiern eingesetzt hatten und vor allem bei den Sponsoren, ohne die es beispielsweise nicht möglich gewesen wäre, die Gruppe „Da Blechhaufn“ zu verpflichten. (mds)

Eyrs

20 Jahre Seniorenclub Eyrs

Z

Schlanders. Rücken-

greens und moderner Musik. Bedient wurden auch Klischees rund ums Autofahren, die sich durch das Programm zogen. Es ging um Pannen, Trunkenheit, Unfall und in Szene gesetzte Inkontinenz. Der Mix aus Blasmusikklängen und theatralischen Einlagen sorgte für herzhaftes Lachen im Saal. Einige Gäste fühlten jedoch ein leichtes Unbehagen, da einzelne Szenen die Grenzen des guten Geschmacks berührten. Doch alles in allem sorgte die Blechbläsergruppe für zwei unterhaltsame Stunden

wei Jahrzehnte hat der Seniorenclub Eyrs auf dem Buckel: Am 7. Oktober feierte man deshalb mit einem gebührenden Fest Geburtstag. Fast auf den Tag genau, denn am 8. Oktober 1992 wurde der Seniorenclub Eyrs von Burgl Tschenett aus der Taufe gehoben. Im Jahr 1998 gab Tschenett den Vorsitz an Frieda Alber weiter, seit 2010 steht dem Seniorenclub – der als Untergruppe des KVW-Eyrs geführt wird – Alois Fleischmann

vor. Den Auftakt des gelungenen Festes bildete ein Gottesdienst in der Eyrser Pfarrkirche, von dort ging’s direkt in den Kultursaal, der – festlich geschmückt – die 71 Gäste begrüßte. Der Vorsitzende Alois Fleischmann hieß herzlich willkommen und eröffnete damit den geselligen Teil des Festakts mit Mittagessen, gemütlichem Beisammensitzen und Kaffe und Kuchen. Das, was Köchin Annemarie Markt für das Fest gezaubert

Foto: Ernst Bayer

Tschengls. Eine heikle

hat, servierten die fleißigen Hände der Ausschussmitglieder Alois und Herta Fleischmann, Burgl Tschenett, Edith Kainz, Edith Wallnöfer, Regina Thoma, Helene Perscoldung, mit Unterstützung der Ausschussmitglieder des KVW-Eyrs. Dass der Seniorenclub Eyrs ein aktiver ist, zeigt ein kleiner Blick ins Tätigkeitsjahr: Törggelen, Ausflüge, Besichtigungen, Faschings- und Weihnachtsfeier, Grillfeiern wurden organisiert und dankbar angenommen. Außerdem sorgen die Schul- und Kindergartenkinder von Eyrs mit ihrem Mitwirken immer wieder für heitere Momente bei den älteren Leuten. Glückliche Gäste und viel Lob gab’s für den Ausschuss des Seniorenclubs, „das ist für uns der schönste Lohn“, resümiert Alois Fleischmann. (ap)


Gesellschaft

Prad/Südtirol

Erfolg für Vortragsreihe „Die letzte Sekunde deines Lebens“

V

or kurzem ging das Projekt „Die letzte Sekunde deines Lebens“ mit dem deutschen Polizeikommissar Jürgen Hildenbeutel erfolgreich zu Ende. Eine Woche lang war der deutsche Polizeikommissar gemeinsam mit der KVW Jugend und der Weißen Kreuz Jugend in Prad, Aldein, Lana, Mühlwald und Wiesen unterwegs. Die Vortragsreihe wurde

von über 320 Jugendlichen und jungen Erwachsenen besucht. „Die letzte Sekunde deines Lebens“ ist eine sehr bewegende Power – Point – und Filmpräsentation, die bereits seit acht Jahren in Deutschland an Schulen/Berufsschulen, Ausbildungsstätten und sonstigen Veranstaltungen angeboten wird. Die Vortragsreihe wurde im Jahr 2006 erstmals vom

Vinschgerwind nach Südtirol bzw. in den Vinschgau geholt und kam sehr gut an.Die KVW Jugend hat in der Folge neben anderen Hildenbeutel nach Südtirol geholt. Die Veranstaltung war bereits in den vergangenen Jahren ein voller Erfolg, doch die Erwartungen wurden in diesem Jahr weitaus übertroffen. Mit einer sehr emotionalen Präsentation und

Zeitungsausschnitten von Verkehrsunfällen, die in den letzten Jahren in Südtirol junge Todesopfer gefordert hatten, wurde den jungen Menschen aufgezeigt, warum Drogen, Alkohol und Raserei auf den Straßen nichts verloren haben. Zudem wurden auch die Beifahrer aufgefordert, sich gut zu überlegen, zu wem sie ins Auto steigen.

Rabland

Das Tauschprinzip V

or über zwei Jahren hatten einige Frauen einen Traum: nach dem Vorbild anderer Gemeinden sollte auch im Einzugsgebiet des Naturnser Sozialsprengels eine Kleiderstube errichtet werden. Diese Personen mit Idealismus waren überzeugt davon, dass gerade in der heutigen Zeit eine derartige Einrichtung erforderlich ist, bei welcher kostenlos Bekleidung und Gebrauchsgegenstände abgeholt und abgegeben werden können. Die Suche nach geeigneten Räumen in Naturns war erfolglos bis ihnen im Rablander Widum entsprechende Lokale zur Verfügung gestellt wurden. Der Traum ist nun Wirklichkeit geworden, die Kleiderstu-

be unter der Trägerschaft der Naturnser Pfarrcaritas konnte eröffnet werden. Leider konnten nicht mehr alle federführenden Idealisten zur Einweihung kommen. So ist Wilma Dall’Acqua, welche sich sofort für das Projekt begeisterte und nach ihrer Pensionierung tatkräftig bei der Führung mithelfen wollte, noch vor der Eröffnung verstorben; nunmehr trägt die Einrichtung ihren Namen. Die Stube öffnet jeden Dienstag Nachmittag, wobei unter der Leitung die Kleider einzig von Freiwillgen vermittelt und entgegengenommen werden. Christina Eberhöfer, Leiterin des Naturnser Sozialsprengels, bestätigt bei der Einweihung durch Dekan Hilpold, dass man

Bei der Einweihung der Kleiderstube in Rabland

mit dieser Einrichtung dem allgemeinen Wegwerftrend entgegenwirken will. Heinrich Kainz vom Sozialsprengel versteht die Kleiderstube als eine soziale Einrichtung. Man lebt heute mehr denn je in einer Wegwerfgesellschaft. Dies erkennt man daran, dass bei der Altkleidersammlung der Caritas immer mehr Säcke weggeworfen werden. Durch

die Kleiderstube brauche sich niemand schämen, da er nicht mehr die eigene Armut am eigenen Körper zeigen müsse. Die Kleiderstube soll den Gedanken des Weitergebens fördern und sich nicht nach dem Motto eines selbstversorgenden Bauern richten: Ich habe alles, was ich brauche und brauche alles, was ich habe. (klab)

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

17


Gesellschaft

Graun

Fohlenbrennen in Graun A

m 15. September fand auf dem Gelände beim Kirchturm im Reschensee das traditionelle Fohlenbrennen der gesamten Vinschger Haflinger statt. Es handelt sich dabei um die Erhebung des Fohlenjahrganges 2012. Wer die Geburt rechtzeitig im Herdenbuchbüro des Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverbandes Gen.u.ldw.Ges. gemeldet hat, erhielt gleich vor Ort den Equidenpass (Pferdepass) ausgehändigt. Er ist ein Identitätsdokument für Pferde, welches zur Umsetzung der EU-Richtlinie 504-2008 eingeführt wurde. Die Fohlenerhebung wird vom Landeszuchtverband organisiert. Der Rasseinspektor des Nationalverbandes nimmt die Identifizierung des Fohlens vor, das dann – sofern es den Zuchtzielen entspricht und

Hier bekommt das Fohlen gerade sein Brandzeichen. Das etwa 800°C heiße Eisen mit Haflingerstern wird ein bis zwei Sekunden auf den linken Schenkel des Fohlens gepresst. Die Luft riecht nach versengtem Eiweiß

keine gravierenden Mängel vorliegen – in das Fohlenregister eingetragen wird. Daraufhin erhält das junge Tier den Fohlenbrand am linken Schenkel; gleichzeitig wird es zur Identitätssicherung mit einem Mikrochip, welcher auf

der linken Halsseite gesetzt wird, versehen. Bei der Fohlenerhebung wird das Fohlen zusammen mit der Mutterstute vorgestellt. In Graun wurden heuer siebenunddreißig Pferdepässe für Fohlen aus dem Bezirk Vinschgau ausgestellt.

Grund für diese Kennzeichnung sind Tierseuchenvorsorge und Verbraucherschutz. Es sollen Doppelausstellungen von Pässen vermieden werden, um im Fall von Seuchen einen genauen Überblick über Anzahl, Besitzer und Standort der Pferde zu haben. Ferner dürfen mit bestimmten Medikamenten behandelte Pferde nicht in die Nahrungskette gelangen. Durch die Speicherung der Microchipnummer beim Pferdezuchtverband sollen derartige Dinge gewährleistet werden. Für die Organisation, das leibliche Wohl und das musikalische Rahmenprogramm sorgten die Mitglieder des Vinschger Haflingerpferdezuchtvereines. Das Fohlenbrennen ist immer auch eine Vergleichsschau auf Vereinsebene und ein Fest der Haflingerfreunde. (aw)

Bibliothek Partschins

Faust oder Die Hochzeit zwischen Himmel und Hölle

E

rzählt und gespielt von Klaus Adam: Die Geschichte beginnt mit einem Vorspiel. Der liebe Gott traf sich ab und zu mit dem Teufel, um mit ihm über Gott und die Welt zu plaudern. Im Laufe eines ihrer Gespräche kommen sie auf den Doktor Heinrich Faust zu sprechen, einem vereinsamten, frustrierten Arzt und Wissenschaftler, der Wissen und Erkenntnis verflucht und alles hinter sich lassen will. Der Teufel bietet dem lieben Gott eine Wette an: „Was wettet Ihr? Den sollt Ihr verlieren, wenn Ihr mir die Erlaubnis gebt, ihn meine Straße sacht zu führen, solange er auf dieser, unserer Erde lebt.“ Der liebe Gott schlägt ein. Und schon nimmt Fausts Schicksal seinen Lauf. Als Faust wieder einmal mit seinem Schick-

18 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

sal hadert und irgendwelche Geis-ter beschwört, erscheint ihm Mephisto und bietet ihm einen Pakt an: „Ich will mich hier zu deinem Dienst verbinden, auf deinen Wink nicht rasten und nicht ruhn, wenn wir uns drüben wiederfinden, so sollst du mir das Gleiche tun.“ Faust unterschreibt den Vertrag mit einem Tropfen Blut. Der Teufel breitet einen Zaubermantel aus und fliegt mit Faust davon… In der Bibliothek Partschins war Klaus Adam schon mehrmals für Schüler und auch für Erwachsene mit Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ zu Gast und wird sicher auch diesmal – als Abschluss der Einweihungsfeier der neuen Zweigstelle in Rabland - mit seiner Fabulierkunst begeistern!


Gesellschaft

Glurns

Schlanders/Bozen

Motoren und Body-Painting

Einzigartiges Kunstexperiment

A

V

lles drehte sich Sportgeräte“, erklärt um starke Moein junger Teilnehtoren, lauten Sound, mer. Das Treffen hatheiße Musik und ten die drei Glurnser schöne Frauen im Motorsportfreunde Body-Painting-OutGünther Fritz, Anfit. Die Motoren der dreas Angerer und auffrisierten Autos Martin Prieth orgaan den Leistungsnisiert. Als Träger prüfständen auf dem der Veranstaltung ehemaligen Kaserzeichnete die Glurnnengelände bei Glurser Schützenkompans waren weitum zu nie verantwortliche, hören. Zahlreiche deren Hauptmann interessierte ZuPrieth ist. Ein muschauerinnen und tiger Schritt für den Zuschauer verTraditionsverein. folgten das Gesche„Als Vorlage für hen im Freigelände das „Tuningtrefoder beobachteten fen“ haben wir den im Zelt, wie nackte Auto-Film „The Oberkörper junger past and the FuriFrauen mit Pinsel ous“ gewählt“, erund Farbe bekleiklärt Fritz. Er zeigte det wurden. Beim sich mehr als erfreut „1. markenoffenen über den großen AnTuningtreffen“ in Die Malereien auf der nackten Haut zogen mindestens drang trotz schlechGlurns kamen kürz- gleich viele Blicke auf sich, wie die heißen Schlitten; ten Wetters. Der lich Freunde und unten: die Organisatoren des ersten Tuningtreffens Contest „sexy CarFreundinnen der PSWash“ mit den bestarken Wagen und den Begleitmalten Frauen beim klischees voll auf ihre Kosten. Autowaschen fiel Weit über 400 Pferdestärken deshalb ins Wasser. wurden gemessen. Gewertet Ihren Auftritt hatten wurden der lauteste Auspuff, die lebenden Kunstdie lauteste Hifi-Anlage, das werke bei der Sietiefste und das breiteste Auto gerkür im Festzelt. und vieles mehr. Die Wagen Das 1.Tuningtreffen sind zugelassen und straßenklang mit einer Aftauglich. Allerdings müssen PS-starkes Auto. Das ist mein ter-Show-Party mit DJ Lukas die Besitzer stattliche Steuern Hobby, andere kaufen sich Eller aus. Ein nächstes Treffen bezahlen. „Ich leiste mir ein Flugdrachen oder extravagante soll 2013 folgen. (mds)

om 12. bis zum 26. Oktober ist die Kollektivarbeit „Objekt Mensch“ im Foyer des Museion zu sehen. Ein Jahr lang haben Besucher und Mitarbeiter des „Treffpunkts“ für psychisch kranke Menschen der Bezirksgemeinschaft Vinschgau in Schlanders an ihrer Skulptur „Objekt Mensch“ gearbeitet. Das Ergebnis ist eine bunte menschenähnliche Figur aus Draht, Papier, Klebstoff, Holz, Wolle und Acryl. Das Thema dieser kollektiven „Arbeit“ ist die „Suche nach Gleichgewicht“ als „Balance

„Objekt Mensch“: Arbeit auf der Suche nach Gleichgewicht

zwischen Impulsen und Wahrnehmung, Kopf und Bauch, öffentlich und intim, zwischen verwirren und entwirren“. „Objekt Mensch” ist vom 12. bis zum 26. Oktober im Foyer des Museion zu sehen. Der Eintritt ist frei.

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

19


Kultur

Architekten und Karrner Sie, die Leute von der Architekturstiftung, sind am Samstag, dem 29. September 2012 durch den Vinschgau gezogen und versammelten sich am Abend als Höhepunkt der Tagung in der Markuskirche von Laas, um sich über die „besonders auffällige und wertvolle Bausubstanz des Vinschgaus“ zu unterhalten. Also sie zogen nicht mit dem Karren auf zwei Rädern, sondern mit dem Auto, auch nicht bettelnd oder stehlend, sondern unter der Leitung von Susanne Waiz und anderer Prominenz, die sich um die Baukultur unserer Orte kümmert. Besucht wurde zuerst das sanierte Pfarrhaus von Tabland, dann ein „weitergebautes“ mittelalterliches Haus in Galsaun, die Erweiterung der Grundschule in Schlanders, die Bahnremise in Mals und der zum Museum ausgebaute Wirtschaftstrakt im Kloster Marienberg. Diese große Gruppe - Künstler, Historiker, Architekten, Wirtschaftler, Filmautoren, Designer, aber auch Lokalpolitiker, Kaufleute, Handwerker, Landschaftsökologen und Heimatpfleger - bildete für einen Tag eine vollständige architektonische Akademie; eine solche könnten wir hier im Vinschgau als Dauereinrichtung brauchen. Aber nun zurück nach Laas. Zuerst in die Krone, zur Maridl, die mit Gespür für die Stimmung des Gastlokales einen wichtigen Beitrag zur Dorferneuerung geleistet hat, dann weiter zur „überdachten Mistlege“ , einem Werk von Werner Tscholl nach Vorgaben des Künstlers Jörg Hofer.

Um diese „Kapelle“ zu verstehen braucht es (neben gutem Willen) viel ästhetisches Gespür. Vor allem auch juristische Fähigkeiten. Was hier in eine Gassenecke hingebaut wurde und wie mit den Abständen gespielt wurde, das kann nur als „übervinschgerisch“ verstanden werden. Damit meine ich nichts Negatives, sondern eben jenes „Mehr“, das einige Vinschger auszeichnet. Ein Mehr an Ideen, aber auch an Mut. Die „Mischtleg“ hat eine lange Geschichte, beginnend vor 80 Jahren mit dem faschistischen Bürgermeister, dem „Podestá“, der den Befehl ausgab, alle Misthäufen mit Sacktüchern abzudecken, damit die kostbaren römischen Nasen nicht Tiroler Gestank atmen müssten. Dabei ist zu bedenken, dass früher das ganze Dorf voll Misthäufen war und dass bei uns die Redewendung galt: Wo Mistus, da Christus. Gemeint ist damit die innige Verbindung zwischen ertragreicher Landwirtschaft und christlichem Glauben. Tatsächlich hängt gegenüber auf der Mauer ein altes Kruzifix; dort befindet sich auch das Atelier des Künstlers. Und da er, der Jörg Hofer, schon lange beste Verbindungen mit Architekten pflegt, war es klar, dass er früher oder später versuchen würde, die zum Abfallhaufen missbrauchte Hausecke zu erneuern und zu beleben. Und nun kommt das Juristische: Baubestimmungen, der Kampf mit den Abständen vom Nachbarn, von der Straße. Ein sophistisches Meisterwerk! Als ich nämlich nach dem Sinn eines dünn ausgesparten

Laas Die überdachte Mistlege in Laas mit Ausblick auf das Nachbarhaus. Der Architekt Werner Tscholl spielt mit der Dachlandschaft der sich hier kreuzenden Gassen. Bauherr ist der Künstler Jörg Hofer; die Einhaltung der Baubestimmungen erforderte viel Scharfsinn. Entstanden ist ein juristisch-architektonisches Kunstwerk, vielleicht ein neues Heiligtum. 20 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12


Kultur

Mauerschlitzes fragte - natürlich mit dem Hinweis, dass ich diese Idee für sehr interessant finde -, bekam ich als Antwort die Erklärung, dass es sich hierbei um eine Blendmauer handle, die nicht mit dem Hauptbau verbunden ist und deshalb näher an das Nachbarhaus heranrücken kann; auch ein Vordach ist nicht an die sonst gebotenen drei Meter Abstand gebunden! Der bräunlich getönte Betonbau wiederholt die Dachlandschaft der hier sich kreuzenden Gassen, viel zu schade für eine Garage, wie beim Bauvorhaben angegeben. Die Laaser „Kapelle“ ist der anspruchsvolle Ausdruck eines Künstlers, dem die Bedürfnisse der Gegenwart zu eng sind. Wir besuchen nun aber ein Objekt in Schluderns. Es weist mehr in Richtung Kargheit, so zum Beispiel mit einem zweistöckigen „Hochbau“ im Ortszentrum. Auch er wurde über einer Mistlege errichtet; die Holztreppe in den oberen Stock wird nur mehr von einer Katze benutzt. Wahrscheinlich gehört dieses Gebilde mehreren Besitzern. Das ist auch die Ursache für den beklagenswerten Zustand des dahinter liegenden, alten Hofes, zu dem der Stockbau vielleicht gehört. Die Zersplitterung des Besitzes war eine der Ursachen für das Karrnerwesen. Die vielen Kinder, also die weichenden Hoferben, waren gezwungen, sich als Wanderhändler, Pfannenflicker, Handlanger, Rosshändler, Unterhalter, Sänger und Schauspieler das Nötigste zu verdienen. Der Platz im Heimatort wurde immer knapper und

so zogen die Familien auf einem Karren durch das ganze Land und kehrten erst im Winter zurück, hausten dann vielleicht im warmen Stall. Dieses harte Leben und vor allem das Auswandern hat erst vor Jahrzehnten endgültig aufgehört. Nicht aber die Zerstückelung des Besitzes. Dazu konnte Erwin Wegmann, Bürgermeister von Schluderns, den Teilnehmern des 3. Dorfgespräches in Laas einen auch architektonisch bedeutsamen Erfolg melden. Eine Genossenschaft von sieben Bauwilligen konnten innerhalb des Dorfes ein großes Gelände erwerben, bestehend aus einer Brandstätte, einem denkmalgeschützten Haus und einigen Scheunen. Dem Bürgermeister ist es gelungen, eine viel größere Förderung als üblich zu erreichen. Als Grund für diese Bevorzugung wird der Umstand genannt, dass bei diesem Projekt - im Gegensatz zu Neubauten im Grünen - eine Menge von Erschließungskosten wegfallen. Dieses wohnungspolitische Kunststück, das die Nutzung leerstehender Bausubstanz ermöglicht, ist auch wichtig für andere Gemeinden. Es betrifft den Artikel 87 des Gesetzes für geförderten Wohnbau. Die Heimatschützer und Freunde der Architektur - und vielleicht auch Nachkommen der Karrner sind den Vinschger Politikern und dem rührigen Bürgermeister dankbar! Hans Wielander

Schluderns Bäuerliche Architektur im Dorfkern von Schluderns: Vier Besitzer, weit verstreut im Ausland lebend, können sich nicht einigen. Ähnliches gilt für zahlreiche vernachlässigte Bauten. Einen Ausweg hat der Bürgermeister Erwin Wegmann gewiesen und zwar für ein großes Projekt mit Hilfe des Artikels 87 des Gesetzes für Wohnbauförderung.

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

21


Gesellschaft

Mals/Ratzeburg/Vermont

Schule als Weltzugang und Kopfgymnastik

I

n der ersten Ausgabe des Jahrbuches des Oberschulzentrums Claudia von Medici in Mals beginnt der Direktor Gustav Tschenett sein Vorwort mit einem Zitat von Heinz Hermann Tenorth (verfasst in einem „Die Zeit“ Artikel), welches Schule als Weltzugang und Kopfgymnastik bezeichnet. Das Oberschulzentrum von Mals setzt diesen Ansatz bereits seit Jahren um, indem Schüleraustauschprogramme einen Schwerpunkt bilden. Gleichzeitig als Rück- und Ausblick wünscht sich Direktor Tschenett eine Schulgemeinschaft, die Weltzugang erfahrbar macht und einen Schutzraum bietet, in dem Lehrer die Phase des „temporären Irrseins“ der Schüler überwiegend mit Verständnis ertragen und auch noch Kopfgymnastik mit ih-

Gemeinsam rudern, kochen und vieles mehr mit Schülern aus aller Welt

nen schaffen. In diesem Sinne reisten fünfundzwanzig Mädchen und Jungen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums nach Ratzeburg in den Norden Deutschlands und wurden von Gastfamilien aufgenommen. An der Gelehrtenschule von Ratzeburg, die für ihre Ruderer weltbekannt ist, übten sie sich in ihrem besten Standarddeutsch, lernten das Rudern im Drachenboot kennen und besichtigten

mit den Austauschschülern die Städte Hamburg und Lübeck. Im kommenden Januar werden bei einem Gegenbesuch die neugeknüpften Kontakte in der Vinschger Winterlandschaft vertieft. Als Gäste konnten im September eine Biathlon- und Langlauftrainingsgruppe der amerikanischen Partnerschule Green Mountain Valley School (Vermont) empfangen werden. Die amerikanischen Sportler

nahmen am Trainingsalltag der Sportoberschule teil und erzählten im Unterricht von den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA. Kulinarisch wurden sie bei einem gemeinsamen Kochabend verwöhnt. Drei Schülerinnen und Schüler der Sportoberschule Mals werden demnächst von der Gelegenheit Gebrauch machen, einen Monat an der Partnerschule in Vermont zu verbringen. (lu)

Finstermünz/Nauders/Vinschgau

Tag des Denkmals in Altfinstermünz

E

nde September (am 30.09.) fand in der Erlebnisburg Altfinstermünz im Gemeindegebiet von Nauders der „Tag des Denkmals“ statt. Hunderte

22 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

Besucher, darunter viele Vinschger, besuchten die Klausenanlage. An der einstigen Zoll- und Grenzburg führte die römische Via Claudia Augusta vorbei, daneben bestanden Wegverbindungen in das Schweizer Engadin. Der erste schriftliche Beleg über eine Befestigung „castrum Luech“ stammt aus dem Jahr

1263. Im 15. Jahrhundert wurden unter dem Landesfürsten Sigmund die Festung Sigmundseck und die Höhle erbaut, die durch einen begehbaren Felsengang miteinander verbunden sind. Am Tag des Denkmals fanden Führungen zur Fertigstellung der historischen Teile der Gesamtanlage statt, dane-

ben wurde in der Felsenschlucht der Film über das Fuhrwesen und den Zoll vorgeführt. In Kooperation mit der Universität Innsbruck wurde die dendrochronologische Ausstellung „Hölzer und Jahrringe – Zeugen der Umwelt- und Nutzungsgeschichte in den Alpen“ gezeigt. (aw)


Gesellschaft

Marienberg/Schnals

Von Karthaus nach Unser Frau D

as Schnalstal war heuer Ziel des traditionellen Herbstausfluges des Freundeskreises Marienberg unter dem bewährten Motto „Kultur und Kulinarium“. In Karthaus führte der dort ansässige Historiker Benjamin Santer in die wechselvolle Geschichte des Kartäuserklosters ein, mit profundem Wissen und kurzweiligen Anekdoten. Fast 70 Freunde Marienbergs, unter ihnen Abt Markus Spanier, die Patres Sebastian Kuenrath und Ulrich Faust und der Novize Frater Ralph lauschten aufmerksam den Ausführungen Santers und wanderten im Anschluss an die Führung durch herbstliche Wälder - in Natur oder Gesprächen vertieft, jedenfalls bestens gelaunt - von Karthaus nach Unser Frau. Nach einer kurzen Andacht in der Wallfahrtskirche von Unser

Freundeskreis-Präsident Andreas Folie überreicht den ehemaligen Klosterschülern (1962 in Marienberg eingeschult) ein Buchgeschenk, v.l.: Reinhard Fabi, Franz Angerer, Heinrich Gurschler, Anton Pfitscher, Franz Gögele, Konrad Wieser und Hermann Walder

Frau empfing die Gastwirts-Familie Götsch mit einer zünftigen Marende im Panoramahotel „Goldenes Kreuz“. Die traditionelle Herbstwanderung, die Kombination von Kultur und ungezwungener Gesellschaft des Freundeskreises Marienberg erfreut sich, zur Freude des Freundeskreis-Vorstandes um Präsident Andreas Folie, immer größerer Beliebtheit,

die jährlich steigende Zahl an TeilnehmerInnen beweist dies. Im Freundeskreis hervorgehoben werden jährlich jene Schüler, die vor 50 Jahren in die erste Klasse der damaligen Lateinmittelschule von Marienberg eingeschult worden sind. Präsident Folie überreichte ihnen, passend für die Umgebung der heurigen Herbstwanderung, das Büchlein „Mein Leben bei

den Trollen“ von Hellmut von Cube. In liebevoll ironischer Weise beschrieb der deutsche Schriftsteller von Cube seine Gast-Aufenthalte am Schnalser Finailhof. 1961 ist das Büchlein erstmals erschienen, die Schnalser wollten ab da mit dem Schriftsteller nichts mehr zu tun haben, 2008 brachte der raetia-Verlag eine Neuauflage. (eb)



Eyrs 0473 73 99 38

Mals 0473 83 01 88



08.09.11

Der Vinschger Wind 18-11

23


Oberländer

Aktionstage 2012

Referent: Dr. Leo Andergassen Klaviermusik: Dott. Pasquale Bonfitto Termin: Mittwoch, 24.10.2012 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graun – Grundschule Organisation: Museumsverein Vintschger Oberland

Vortrag

Aktion gesunde Zähne

Die Wichtigkeit einer korrekten Zahnpflege

Tag der offenen Tür

Historische Grenzbefestigungen am Reschenpass

Mit neuen Informationen, kostenlosen Führungen und musikalischer Begleitung öffnet der Bunker. Termin: Sonntag, 21.10.2012 Dauer: 11.00 bis 16.00 Uhr Ort: Reschen – Bunker an der Etschquelle Leitung: Kultur- und Förderverein Oculus

Vortrag

Kulturgüter rund um den Reschensee

Landeskonservator Dr. Leo Andergassen spannt aus Anlass der Übergabe einer spätgotischen Madonna an das Museum Vintschger Oberland einen Bogen zu den Kulturgütern am Reschensee.

Inhalte: Zahnputztechniken, Zahnbürsten, Zahncreme und Zubehör, Trink- und Ernährungsgewohnheiten, Prävention: Versieglungen und Fluorprophylaxe, Zahnpflege bei Spangen und Prothesen, schlechter Zahnstatus und systemische Erkrankungen, Folgen einer ungenügenden Zahnhygiene. Referent: Dr. Christian Greco Termin: Donnerstag, 25.10.2012 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graun – Vereinssaal Organisation: KFS – St. Valentin a.d. H

Workshop

Alles im Griff?!

Infos zu und Umgang mit Substanzen... Inhalte: Wir geben Jugendlichen die Möglichkeit, sich in Kleingruppen über legale und illegale Substanzen, deren Konsumformen und damit verbundenen Risiken zu informieren. Treten dabei Fragen auch zu anderen Themen auf, werden diese besprochen. Ausgangspunkt für die Diskussionen sind: persönliche Wünsche und Erfahrungen – Motive für Substanzkonsum - verschiedene Konsumformen

24.10. - 11.11.2012

– aktuelle Erkenntnisse zu Wirkungen und Schädigungen durch die verschiedenen Substanzen Referentin: Elisabeth Rechenmacher Forum Prävention Termin: Samstag, 27.10.2012 Beginn: 15.00 Uhr Ort: Reschen – Vereinssaal Zielgruppe: Jugendliche ab 15 Jahren Organisation: SVP-Junge Generation und Jugendtreffs Oberland

Vortrag

Lieben + Grenzen setzen = Sucht vorbeugen? Ein Gespräch über Süchte und deren Vorbeugung Referentin: Elisabeth Rechenmacher Forum Prävention Termin: Samstag, 27.10.2012 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Reschen – Vereinssaal Zielgruppe: Eltern, Lehrpersonen und Interessierte Organisation: SVP-Junge Generation und Jugendtreffs Oberland

Die Oberländer Aktionstage werden vom Bildungsausschuss Graun in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen, der Gemeindeverwaltung und den Bibliotheken organisiert.

Alle Toten fliegen hoch von und mit Joachim Meyerhoff Preisträger des Franz-Tumler-Literaturpreises 2011

Im Rahmen der Laaser Krautwochen laden wir herzlich ein zum Vortrag

Gesund durch den Winter Turbovitamine der Natur

Bei diesem Vortrag erfahren wir auf unterhaltsame Art und Weise, worauf wir bei der Ernährung während des Winters achten sollten und in welchen Lebensmitteln besonders viele und wertvolle Vitamine enthalten sind.

Referent: Dr. Christian Thuile

ärztlicher Leiter des Dienstes für Komplementärmedizin im Krankenhaus Meran, Gesundheitsbezirk Meran

Josefshaus Laas | Mittwoch, 24. Oktober 2012 | 20.00 Uhr

Ein Gastspiel des Burgtheaters Wien Donnerstag, 25.10.2012 Schlanders, Kulturhaus „Karl Schönherr“ Beginn: 20 Uhr Einführung: 19.15 Uhr Dauer: 1 Stunde 30 Minuten Keine Pause

Es laden ein: der Bildungsausschuss Laas, Familie Herbert Lechner –Vinschger Bauern-Sauerkraut, die Kaufleute –u Gastwirte, die Bibliothek Laas

Sa. 27.10.12 - 19.00 Uhr: Vorstel-

In der Schlandersburg

lung der italienischen Übersetzung des Buches „Baukultur in der Gemeinde Schlanders“

Sa. 27.10.12 - 20.00 Uhr:

Preisverleihung Fotowettbewerb „Zeichen - Symbole - Bilder“ und Eröffnung der Ausstellung der schönsten Fotos

Ganzjährig bietet der Bezirksservice Weiterbildung den Bildungsausschüssen Beratung und Informationen an. Informationen: Bezirksservice Weiterbildung, Bahnhof Spondinig, Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 - fax +39 0473 618116, mail: bezirksservice.vinschgau@gwr.it ; Homepage des Landes www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf 24 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12


Malettes Information, Unterhaltung und Kultur in der Gemeinde Mals

BILDUNGS HERBST

Der vergessene Symphoniker Johann Rufinatscha Klavierabend und Kurzfilm

Die Filmdokumentation von Stefan Nicolini (Idee-Buch) und Günther Neumair (Kamera-Schnitt) ist ein Beitrag zur Würdigung des zu Unrecht verschollenen Musikers, Komponisten und Pädagogen Johann Rufinatscha und zeichnet dessen musikalisch-biografischen Werdegang nach. Im Anschluss an den Kurzfilm spielt die Pianistin Marlies Nussbaumer ausgewählte Klavierstücke von Johann Rufinatscha.

Termin: Beginn: Ort: Organisation:

Samstag, 20. Oktober 2012 20.00 Uhr Kulturhaus Mals Marktgemeinde Mals

Schmerztherapie und Komplämentärmedizin Schmerz ist KEIN unumgängliches Schicksal. Schmerz kann gelindert oder auch geheilt werden. In diesem Vortrag werden verschiedene Behandlungsansätze beleuchtet. Die Komplementärmedizin bietet verschiedene Therapiemöglichkeiten, die für viele Schmerzpatienten mehr Lebensqualität bedeuten. Referent: Dr. Alexander Angerer Termin: Freitag, 26. Oktober 2012 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Kulturhaus Burgeis Organisation: KFS-Zweigstelle Burgeis & Seniorenclub Burgeis

Ziachorgl-Treffen Die Volkstanzgruppe Mals veranstaltet für junge und junggebliebene, routinierte und frischgebackene, vielspielende und seltenspielende, große und kleine Ziachorgelspieler/innen aus nah und fern mit Freude an der Musik das 1. Malser Ziachorgeltreffen. Im Mittelpunkt stehen die Musikanten mit Ihren Darbietungen. Für Speis und Trank, Spaß und Tanz ist gesorgt Termin: Samstag, 27. Oktober 2012 Dauer: 10.00 bis 20.00 Uhr Ort: Kulturhaus Mals Organisation: Volkstanzgruppe Mals

Nistkästen und Nisthilfen

Biodiversität in der Kulturlandschaft „Hoache“ Praktische Anleitung zum Selbstbau von Nistkästen und Nisthilfen. Das Bauen von Nistkästen macht Spaß und eignet sich hervorragend, um uns mit Tieren und deren Lebensweise vertraut zu machen. Referent: Kurt Kusstatscher, Achim Winkler, Wunderer Margit, von

2OI2

Prader Bildungstage

Scarpatetti Martina Termin: Samstag, 27. Oktober 2012 Beginn: 14.00 bis 17.00 Uhr Ort: Mittelschule Mals, Technikraum Material und Werkzeug alles vorhanden Organisation: Gemeinde Mals im Rahmen des INTERREG Projektes Italien/ Schweiz „Biodiversität in der Kulturlandschaft Hoache“

· Oktober – November 2012 ·

Hennaschtund

Zunn Orbatn zu spat, zunn schloufn gean zfria Es lesen: Wilhelmine Habicher/Mals, Rosina Spiess/Taufers, Theresia Mair/Schnals; Anton Angerer/Schlinig; Hermann Lampacher/Latsch; Es singen und spielen: Geschwister Theiner Moderation: Ludwig Schöpf Technik: Hubert Eberhöfer Termin: Sonntag, 28. Oktober 2012 Beginn: 14.30 Uhr Ort: Kulturhaus Mals Organisation: Wilhelmine Habicher und Südtiroler Heimatpflegeverband

Prader Filmabende

„Schatten der Freiheit“ –

Tanzkurs für Anfänger Der Kurs richtet sich an alle, die gerne Walzer, Polka, Boarisch, einfache Volkstänze und Disco-Fox erlernen möchten. Termin: Dienstag, 30. Okt. 2012 – jeweils (6 Treffen) Beginn: 20.00 Uhr Ort: Turnhalle der Grundschule Mals Anmeldung: Ulrich Moser Tel. 349 158 75 50 oder Elisabeth Menghin Tel. 349 812 96 79 Organisation: Volkstanzgruppe Mals

Miteinander im Glauben wachsen Gemeinsam feiern im Jahreskreis

Die Referentin gibt ihre eigenen positiven Erfahrungen im religiösen Familienleben weiter und ermutigt, sich auf diesen Weg einzulassen. Das ist in der heutigen Lebenswelt nicht immer einfach, doch können Eltern ihre Kinder stärken und ihnen einen Glaubenszugang eröffnen, der für das ganze Leben tragend sein kann. Referentin: MMag. Veronica-Maria Schwed – Theologin und Religionspädagogin, diplomierte Erwachsenenbildnerin Termin: Dienstag, 30. Oktober 2012 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Kulturhaus Burgeis Organisation: KFS-Ortsstelle Burgeis und KFS-Bezirk Vinschgau

Ludwig Veith Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Freitag, 19.10.2012 19.30 Uhr Mittelschule Prad/Aula Filmfreunde Prad

Tag der Bibliotheken/Kasperltheater

„Der Kasperl in der Bibliothek“ Spieler: Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Evi Pinggera u. Team Mittwoch 24.10.2012 15.00 Uhr Bibliothek Prad Öffentliche Bibliothek Prad

Vortrag

„Bluthochdruck – ein stiller Killer“ Referentin: Dr. Christina Tomasi Datum: Mittwoch, 24.10.2012 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Haus der Dorfgemeinschaft Lichtenberg Veranstalter: Bäuerinnen Lichtenberg

Vortrag

Liebevoll und bestimmt Grenzen setzen – aber wie? Referentin: Alexandra Schreiner Hirsch Dipl. Sozialpädagogin Datum: Donnerstag, 25.10.2012 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Mittelschule Prad/Aula Veranstalter: Schulsprengel Prad

Erlebnisbericht

„Der Kilimanjaro“ Immer wieder lockt das Abenteuer Referent: Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Toni Stocker – Bergführer Freitag, 26.10.2012 20.00 Uhr Bibliothek Prad Bildungsausschuss Prad

Impressum: Initiative von

......in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen des Vinschgaus

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

25


Jugend Juze Freiraum Schlanders Ö Fr. 19.10.12 – So. 21.10.12 Hüttengaudi im Martell; Treffpunkt: Jugendzentrum Freiraum; Start: Fr. 19.10. um 16.00 Uhr; Rückkehr: So. 21.10. ca. 12.00 Uhr; Kosten: 27 E / 25 E für JuZe Mitglieder Anmeldung erforderlich bis Sa. 06.10. im Juze Ö Mi. 24.10.12 ab 16.00 Uhr Spielenachmittag Ö Mi. 31.10.12 ab 20.00 Uhr Halloween Kostümparty!!! Jugendraum „Enjoy“ Graun Ö Mi. 31.10.12 ab 19.00 Uhr Halloween–Party (mit Buffet + Halloweenfilm), Eintritt (verkleidet): 3 E Jugendtreff Reschen Ö Sa. 27.10.12 ab 19.00 Uhr Wie soll unser Treff heißen? Jugendtreff „Juze“ St. Valentin Ö Sa. 20.10.12 ab 19 Uhr „Keschtn“ braten Jugendtreff „Juze“ St. Valentin Ö Sa. 20.10.12 ab 19.00 Uhr „Keschtn“ braten Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Neue Öffnungszeiten Mittwoch: 15.00 – 19.00 Uhr Freitag: 15.00 – 21.00 Uhr Samstag: 15.00 – 22.00 Uhr Jeden 2. und 4. Samstag im Monat Ö Sa. 20.10.2012 – 21.10.2012 „Spann den Bogen über deine Grenze(n)“ Interreg – Projekt Kosten: 15,00 E Ö Fr. 26.10.12 Schminktipps von den Profis Kosten: 15,00 E Anmeldung bis 20. Oktober bei Myri im Chillout Ö Sa. 27.10.12 ab 17.00 Uhr „Tischl deck di“ Wir kochen albanisch Ö Mi. 31.10.12 ab 17.00 Uhr Halloweenfete Jugendtreff Tschengls Ö Do. 25.10.2012 Filmabend und Hot Dog Chill House Stilfs Ö Fr. 19.10.12 ab 15.00 Uhr Monopoly-Day Ö Sa. 20.10.12 ab 17.00 Uhr Singstars-Battle Ö Mi. 24.10.12 Treff geschlossen Ö Fr. 26.10.12 ab 15.00 Uhr Calcetto-Turnier Ö Sa. 27.10.12 ab 17.00 Uhr Brettspiele Phönix Schluderns Ö Sa. 20.10.12 ab 10.00 Uhr Wir renovieren!! Das Jugendhaus wird geweißelt Ö Do. 01.11.12 geschlossen

JuZe Fußballturnier Heuer bereits zum neunten Mal fand am Samstag, dem 15. September 2012 das Fußballturnier des Jugendzentrum Naturns auf dem Stabner Sportplatz statt, an dem sieben bis unter die Haarspitzen motivierte Mannschaften teilnahmen. In einer Meisterschaftsrunde, in der jedes Team sechs Spiele auszutragen hatte, lieferten sich die Kicker spannende und taktisch hochklassige Matsches, an deren Ende die Mannschaft „Jux Lana“ als verdienter Sieger vom Feld ging. 18 eroberte Punkte und ein Torverhältnis von 29 geschossenen und nur 3 kassierten Toren ergaben ein klares Bild bezüglich der Überlegenheit der Männer von Spielertrainer „Koub“, auch wenn das direkte Duell um Platz eins lange Zeit auf Messers Schneide stand und knapp mit 1 zu Null gegen den Tabellenzweiten „Road Runner“ aus Naturns gewonnen wurde. Auf Platz drei landete mit dem Titelverteidiger aus dem Vorjahr „Hoo da JuZe“ das Team mit der internationalsten Besetzung. Platz 4 ging an das „Pup zum Hirschen „ –Team, dessen Kapitän Kevin bei der Preisverteilung folgendes Statement abgab: „Das Niveau des Turniers war heuer deutlich höher als im letzten Jahr, aber auch wir haben uns deutlich gesteigert, was nicht nur auf unsere Neueinkäufe zuführen ist. In den entscheidenden Momenten hatten wir außerdem das Pech den Pfosten an Stelle des Tors zu treffen, was dem Turnierverlauf eine andere Wendung gegeben hätte.“ Sturmspitze „Gunni“ bedankte sich in seiner kurzen Rede beim langjährigen Sponsor und Namensgeber des Teams und bedauerte, dass dieser in Zukunft leider nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Platz 5 eroberten die Spieler von

BMX Show

Philip Sinner, Tobias Schmidt, Samyo Pereira, Luca Bertagnolli, Christian Ceresato und Felix Hofer, so hießen die Artisten der BMX Show am Sonntag, 23. September. In Naturns fand an diesem Tag ein „FahrRadTag!“ statt, bei dem verschiedene Attraktionen organisiert worden sind. Das Jugendzentrum JuZe Naturns beteiligte sich mit einer BMX Show um 15 und um 17 Uhr auf dem Funpark. Die Zuschauer staunten nicht schlecht über die sechs jungen, trainierten BMXer aus Meran. Der Älteste war 18 und der Jüngste gerade mal 10 Jahre alt. Sie zeigten den „FahrRadTag!“-Besuchern atemberaubende Tricks. Angespornt von passender und vor allem lauter Musik für die Jakob Putzer und DJ G@ibriell Höllerigel zuständig waren und dem Applaus der Zuschauer gelang Christian und Luca sogar ein „take no hands“ (d. h. sie sprangen freihändig mit dem BMX Fahrrad in die Höhe), Philip ein „Wallride“ (d.h. er sprang mit dem BMX an die Wand und ohne den Boden zu berühren

„Streetlife“ aus Meran, die heuer das erste Mal dabei waren und dieser Unerfahrenheit Tribut zollen mussten. Das jüngste Team im Teilnehmerfeld, von einigen „alten Hasen“ unterstützt, waren die Lokalmatadore die „Wilden Stabner“, die den hochverdienten 6ten Platz belegten. Dass am Tabellenende und somit auf Platz 7 die Mannschaft von „Jungle reloaded” landete, war zumindest was die Qualität der Einzelspieler betraf, eine Überraschung. Dank der freundlichen Unterstützung der Südtiroler Volksbank konnten alle Spieler einen tollen Sachpreis mit nach Hause nehmen, die drei erstplatzierten Mannschaften außerdem einen kleinen aber feinen Pokal. Wichtiger war jedoch, dass sich niemand ernsthaft verletzt und alle Teilnehmer Spaß hatten, was auf das faire Verhalten der Fußballer und deren Fans zurück zuführen war. Abschließend möchte sich das JuZe-Team bei allen freiwilligen Helfern, die zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben und ohne die die Durchführung nicht möglich gewesen wäre, bedanken.

zurück in die Rampe), Tobias ein „eliup 540°“ (d. h. er drehte sich eineinhalb Mal in der Luft bevor er wieder den Boden unter dem Rad hatte), Felix ein „Air“ (d. h. er sprang mit dem BMX in die Luft und dreht sich 180° um die eigene Achse und landete wieder in dieser Rampe wo er absprang) und Samyo ein „360° Air“ (d. h. er drehte sich in der Rampe um 360° und landet wieder in dieser Rampe). Manuel Haller hielt die wagemutigen Sprünge mit der Fotokamera fest. Auf der Homepage des Jugendzentrums www.juze-naturns.it können diese auch jetzt noch bewundert werden.

Nageldesign-Workshop Das richtige Fingerspitzengefühl

Kreative Köpfchen am Werk… Kreativworkshop im Jugendclub „Taifun“ Martell

Am 25.09.2012 fand im JuZe Schlanders ein Nageldesign-Workshop statt, welcher von Jessica Holzknecht von „beauty&more“ begleitet wurde. Zu Beginn gab es eine kleine Einführung in das Thema Nagelpflege bzw. Nageldesign. Nach der Theorie folgte die Praxis, in zweier Gruppen durften sich die Mädchen gegenseitig die Nägel nach Lust und Laune gestalten. Dank der Unterstützung von Jessica und dem Engagement der Jugendlichen, war der Nageldesign-Workshop ein voller Erfolg.

Am 6. Oktober 2012, fand im Jugendclub „Taifun“ Martell ein Kreativworkshop statt. Im Zuge der Umbauarbeiten im Freizeitzentrum „Trattla“ soll in Zukunft auch im „Taifun“ ein frischer Wind wehen. Insgesamt 20 Jugendliche konnten ihren Ideen, Wünschen und Vorstellungen in Bezug auf die ideale Treffgestaltung freien Lauf lassen. Gestärkt durch ein gemeinsames Mittag essen, sind tolle Collagen voll von spannenden und sehr kreativen Ideen der jungen Marteller „Innenarchitekten“ entstanden. Gemeinsam mit den Jugendlichen sollen diese, zu Papier gebrachten Pläne, in den kommenden Wochen und Monaten nun auch in die Tat umgesetzt werden. Vorerst werden wir jedoch, Anfang November, ins Cineplexx Bozen fahren und wir würden uns freuen, wenn auch ihr dabei seid (Infos auf Facebook, Anschlagetafeln im Dorf oder Kirchenblatt). Vielen Dank an alle Jugendlichen die uns tatkräftigt unterstützt haben, wir hoffen euch alle wieder im „Taifun“ zu sehen.

34 Der Vinschger Wind 18-11

08.09.11


Gesellschaft

Schleis

Helfer aus der Natur

Sport- und Spielefest

Unsere Kräuterecke

W

Gelenkschmerzen

ie immer um halb elf läuteten auch an diesem Sonntag des 22. September die Kirchenglocken zur Sonntagsmesse in Schleis. Doch die Kirche blieb an diesem Tag leer. Aufgrund des Sportund Spielefestes, zu dem der ASV(Amateursportverein) Arunda Raiffeisen Schleis geladen hat, fand die Messfeier diesmal unter freiem Himmel auf dem allseits beliebten Spielplatz am Dorfende statt. Bei herrlich schönem Wetter lauschte man andächtig den zum Spielefest einleitenden Worten des Herrn Pfarrers, der als Vertretung aus Nauders angereist war. Nach dem Gottesdienst begrüßte der Vereinspräsident Arnold Tscholl alle Anwesenden und erklärte kurz den geplanten Tagesverlauf. Für das leibliche Wohl

Elias Riedl und Dominik Patscheider beim „Schubkarrelefohrn“; links: Christoph Amenitsch und Günther Schenk beim Musizieren

war auch bestens gesorgt und nach dem Mittagessen konnte es dann mit der von den Ausschussmitgliedern ausgeklügelten Spielerally losgehn. Sechs Mannschaften zu je fünf bis sechs Spielern, Groß und Klein gemischt, durften ihr Können beim Quizzen, bei Konzentrationsspielen, Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Pantomime unter Beweis stellen. Nach Durchlauf aller

Stationen und darauffolgender Auswertung der erbrachten Ergebnisse gab es drei beste Gruppen mit gleichem Punktestand. Die Siegergruppe wurde schließlich beim Toreschießen auserkoren. Nach der Preisverleihung wurde das Fest noch mit Volksmusik auf der „Ziachorgel“ und einem recht originellen MultiTasking-Instrument abgerundet. (car)

Oberschulzentrum Mals

Wie Hollywood Geschichte „nicht“ erzählt

D

urch die Anwesenheit der Journalistin, Übersetzerin, Historikerin und Lehrerin Erika Rosenberg im Oberschulzentrum von Mals wurde Zeitgeschichte real vermittelt und historische Details um Steven Spielbergs Kinohit „Schindlers Liste“ ins rechte Licht gerückt. Erika Erika Rosenberg und Gustav Tschenett Rosenberg ist die Biographin von Emilie und „Schindler-Juden“ gekümmert Oskar Schindler und war mit hat. Beide haben dabei Kopf Emilie Schindler eng befreun- und Kragen riskiert, Medikadet. Während ihrer Recherchen mente besorgt und Transporte zur Rettung der 1200 „Schind- organisiert, um „ihre“ Juden ler-Juden“ führte sie stunden- vor der Vernichtung in Auslange Gespräche mit ihr und chwitz zu retten. Für Rosendeckte auf, was der Film ver- berg ist es rätselhaft, warum fälscht darstellt. Nämlich, dass Spielberg während seiner Reauch Emilie sich gemeinsam cherchen zu seinem Film kein mit ihrem Mann Oskar um die einziges Mal den Kontakt zu

Emilie gesucht hat. Auch dann nicht, als er alle noch lebenden „Schindler-Juden“ für die Schlussszene des Films nach Jerusalem eingeladen hatte. Emilie saß bei der gemeinsamen Feier mit der Filmcrew am Vorabend ganz hinten an einem der letzten Tische. Weder Spielberg selbst noch jemand von seinem Team hatten Notiz von Emilie Schindler genommen, bis plötzlich gerettete „Schindler-Juden“ ihre „Retterin“ erkannten und in ihre Mitte nahmen. Im Anschluss an den Vortrag in der Aula Magna führte sie eine engagierte Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern, stets an die Werte Solidarität, Zivilcourage und Mut zur Wahrheit appellierend und auch an den „Respekt vor zwei Menschen, die alles geopfert haben, um Menschen zu helfen.“ (lu)

Gerade jetzt ist die kalte Jahreszeit im Anmarsch. Dann kommen sie wieder, die ungeliebten Gelenkschmerzen. Diese sind reine Entzündungen, und diese beeinträchtigen unser Wohlbefinden. Eine gute Pflege der Gelenke ist wichtig, und die Badetherapien haben wieder Saison. Das Entschlacken des Körpers ist wichtig. Aus dem Kräuterschatz können wir uns sehr gut helfen, z.B. mit Teeaufgüssen: Je 20 Teile Wallwurz, Arnika, Weidenrinde, Spierblumen (Mädesüß) und Wachholderbeeren. Bitte 2 Min. kochen lassen und dann noch ca. 10 Min. ziehen lassen. Über den Tag verteilt 2-3 Tassen davon trinken (lauwarm). Die Wassertherapie und anschließende Behandlung mit Kräuterölen ist sehr wirksam. Zum Baden gehen Erkältungsbäder, Wachholder, Tannenspitzen usw. Bei den Einreibungen sollen vor allem wärmende Öle verwendet werden wie Wachholder, Lavendel, Zimt, Niauli und Nelken. Aber auch Rosmarin und Kampfer, Eukalyptus und Pfefferminze wirken vorzüglich. Die ätherischen Öle werden bis zu 10 Tropfen in ein fettes Massageöl gemischt, und damit werden die schmerzenden Stellen gut eingerieben und massiert. Wärme und Bewegung sorgen für eine größere Beschwerdefreiheit; Trinken ist wichtig, um dem Körper genügend Feuchtigkeit zu geben. (trockene Gelenke reizen). Rückfragen direkt an den Autor: juerg.baeder@bluewin.ch

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

27


Gesellschaft

Naturns

Juze-Vorstand auf der Alm

D

er Vorstand des Juze Naturns hat sich einen Tag zur Klausur auf die Alm zurückgezogen. Die offene Jugendarbeit wird in Naturns großgeschrieben. Seit über 10 Jahren ist der Verein Juze der Träger der Aktivitäten. Dabei betreut dieser nicht nur das Jugendzentrum, sondern auch den Fun Park sowie ein Probelokal für Bands. „Neben den attraktiven Infrastrukturen sind natürlich unsere hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter das Herz des Vereins. Vor allem die Kontinuität trägt wesentlich dazu bei, dass Jugendliche aber auch Erwachsene Vertrauen aufbauen und Beziehungsarbeit möglich wird“, erklärt der Präsident Zeno Christanell. Nach der Besteigung der Naturnser Hochwart ging es bei der Klausur auf der Mauslochalm genau um diese. Als aktueller Höhepunkt stehen die Präven-

Der Vorstand des Jugendzentrums von Naturns hat sich auf die Mauslochalm zurückgezogen, um in aller Ruhe über aktuelle Themen zu diskutieren

tionstage unter der Regie der Juze-Mitarbeiterin Evi Gufler auf dem Programm. Heuer zum Thema Sexualpädagogik und Geschlechterrollen. Neben zahlreichen interessanten Informationsveranstaltungen lockt dabei ein ganz besonderer Höhepunkt. Die mittlerweile auch außerhalb der Landesgrenzen erfolgreichen „Zuppermandor“ sind im Anflug: Am Freitag, 26.10.2012, werden sie um 20.30 Uhr im Rahmen der Neuwahlen des Naturnser Jugendparlaments im Juze passend zum Thema

die „Die Zuppermandor Schou in love“ präsentieren – falls sie nicht doch noch in das Finale der „Großen Chance“ einziehen sollten. Daneben berichtete Geschäftsführer Martin Christanell über den Verlauf des traditionellen Open Airs. Die Naturnser Jugendreferentin Barbara Pratzner zeigte die Baufortschritte bei der Erweiterung des Jugendzentrums auf. Bis Mitte Oktober sollten die Hauptarbeitern abgeschlossen sein, dann muss über die Anschaffung der Einrichtung diskutiert werden. „Auf jeden Fall

werden der neue Mehrzweckraum und der Medienraum bald zur Verfügung stehen“, freut sich Pratzner. Ein weiteres Thema wurde ausführlich diskutiert: Extremismen. Dabei wurde von den Jugendarbeitern einhellig bestätigt, dass es zwar etwas ruhiger geworden ist, aber auch weiterhin Jugendgruppen existieren, die sich mit rechtem Gedankengut identifizieren können. „Wichtig ist, dass die Dorfgemeinschaft in diesem Bereich sensibel ist und klar Stellung nimmt: Wir geben Rassismus keine Chance“, fordert der Vorstand des Jugendzentrums zu allgemeiner Zivilcourage. Die Mitglieder des Vorstandes betonten abschließend nochmals die Bedeutung und Vielfältigkeit der Jugendarbeit und dass diese in der aktuellen Spardebatte weder auf Landes- noch auf Gemeindeeben nicht Opfer des Rotstiftes werden dürfe.

Mals

Basteln für den Martinimarkt D

ie einen weben, die andern sticken, wieder andere bündeln Holzstäbchen zu Anzündern und entblättern Kräuterstängel für Teemischungen. In der Stube im Martinsheim sind Seniorinnen und Senioren konzentriert damit beschäftigt, Handarbeiten für den Martinimarkt am Sonntag, den 11. Konzentriertes Arbeiten in der Stube des Martinsheimes in Mals November anzufertigen beziehungsweise fertig- Auch viele Freiwillige von liebgewonnene Abwechslung zustellen. Die Heimbewohner außerhalb stellen Selbstgeba- für die Senioren geworden. arbeiten das ganze Jahr über steltes und Selbstgestricktes Den Auftakt bildet um 10 Uhr mit ihren Freizeitgestalte- zur Verfügung. Das Fest zu die Hl. Messe in der Kapuzirinnen Karolina Frank und Ehren des Heimpatron, der nerkirche, umrahmt von der Marion Grass auf das große hl. Martin, ist mittlerweile ein Musikkapelle Reschen. AnZiel hin, den Martini-Markt. Tag der Begegnung und eine schließend wird der Markt mit 28 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

den vielen Besonderheiten im Mehrzwecksaal eröffnet. Wie die Erfahrung zeigt, finden die Handarbeiten ihre Liebhaber und deshalb sehr guten Absatz. Den ganzen Tag über herrscht ein Kommen und Gehen. Zu Marktschluss ist meist alles ausverkauft. „Der Markterlös kommt den verschiedenen Freizeitaktivitäten im Heim zugute“, erklärt die Direktorin Roswitha Rinner. Sie legt großen Wert auf ein offenes Haus und ist allen Helferinnen und Helfern dankbar, die in diesem Sinne ein und aus gehen und die Welt im Heim mit der draußen verbinden. (mds) Martinimarkt im Martinsheim in Mals am Sonntag, den 11 November von 10.00 bis 17.00 Uhr.


Auto Sonderthema

Bei Reparatur Abschleppen GRATIS mit Toni’s Abschleppwagen. Gesehen bei Karosserie Toni in Latsch

Auto im Blick Der Vinschgerwind richtet den Fokus auf das Auto: neue Automodelle, Angebote, Besonderes und Brauchbares finden deshalb Platz auf dieser und den nächsten zwei Seiten. von Angelika Ploner

:LH HLQ :HJZHLVHU LQ GLH DXWRPRELOH =XNXQIW /DVVHQ 6LH VLFK YRQ ,QIRWDLQPHQW V\VWHPHQ GHU QHXHVWHQ *HQHUDWLRQ LQ IRUPLHUHQ QDYLJLHUHQ XQG XQWHUKDOWHQ žEHU GHQ VHULHQPÂŚÂĄLJHQ 7RXFKVFUHHQ N¸QQHQ 6LH ,KUH 0XVLN XQG 1DYLJDWLRQV GDWHQ K¸FKVW LQGLYLGXHOO YHUZDOWHQ RGHU YLHOH )DKU]HXJLQIRUPDWLRQHQ DEUXIHQ 6W¸ EHUQ 6LH SHU VRJHQDQQWHP Ç–:LVFKHQÇ” ]XP %HLVSLHO GXUFK ,KUH 0XVLNVDPPOXQJ Ç? VR LQWXLWLY XQG VSLHOHULVFK ZLH DXI HLQHP 6PDUWSKRQH RGHU 7DEOHW &RPSXWHU 'LH IDV]LQLHUHQGHQ %HGLHQ XQG 'DUVWHO OXQJVRSWLRQHQ JLSIHOQ LQ GHU QHXHQ $Q QÂŚKHUXQJVVHQVRULN -H QDFK 9HUVLRQ HUNHQQW GDV 6\VWHP YRUDE RE 6LH GHQ %LOGVFKLUP EHUžKUHQ P¸FKWHQ Ç? XQG SDVVW GHQ $Q]HLJHPRGXV DXWRPDWLVFK DQ

,038/6(

%(, (,1(5 %(5Â&#x17E;+581* :(5'(1 ',( 0,7 Â&#x17E;%(5 É&#x161;ȧȧ 0 6 921 '(1 ),1*(563,7=(1 =80 *(+,51 *(/(,7(7 ,178,7,9 %(',(1%$5 ,1',9,'8(// 352*5$00,(5%$5 ',( 1(8(1 ,1)27$,10(176<67(0( 0,7 %,6 =8 ČŤÉ&#x201A; &0 *5266(0 728&+6&5((1

É&#x153;ČŤ É&#x153;ČŚ

$EELOGXQJ ]HLJW GLH $XVVWDWWXQJVOLQLH Ç&#x2013;+LJKOLQHÇ&#x201D; PLW 5DGLR 1DYLJDWLRQVV\VWHP Ç&#x2013;'LVFRYHU 3URÇ&#x201D; .UDIWVWRIIYHUEUDXFK LQ O É&#x153;É&#x201A;É&#x201A; NP NRPELQLHUW ]ZLVFKHQ Ȩ ČŚ XQG ČŚ Ȳ &2 (PLVVLRQHQ LQ J NP NRPELQLHUW ]ZLVFKHQ É&#x153;ČŤÉ&#x153; XQG ɤɤ

Freue Dich. Ab jetzt bestellbar und in KĂźrze auch fahrbar. Wo?

Bei Deinem offiziellen Volkswagen Partner: MotorUnion Meran, GoethestraSSe 37, Tel. 0473 519 430 Auto Brenner by Autocenter Polin Mals, Staatsstrasse 20, Tel. 0473 519 480

â?&#x2026;

Angebot Winterreifen:

â?&#x201E;

â?&#x201E;

Michelin (Alpin A4) 195/65R15 inkl. Montage und gratis Wintercheck

80,00 Euro pro Reifen

â?&#x201E;

â?&#x2020;

Auch Samstag Vormittag sind wir fĂźr Sie da

Latsch, ReichsstraĂ&#x;e 1 Tel. 0473 74 20 81 www.garage-rinner.it

18.10.12

â?&#x201E;

Der Vinschger Wind 21-12

29


Auto Sonderthema Der neue Ford BMAX begeistert mit einem

genialen und einzigartigen Fahrzeugkonzept, das in seiner Klasse Maßstäbe setzt. Die innovativen PanoramaSchiebetüren mit integrierter B-Säule eröffnen auf beiden Seiten einen unerreicht komfortablen Einstieg von eineinhalb Metern Breite. So genießen nicht nur die Passagiere des neuen Ford B-MAX enorm viel Platz beim Ein- und Aussteigen - auch sperriges Gepäck lässt sich auf der in diesem Segment einmaligen 2,35 m langen Ladefläche im Handumdrehen verladen. Hinter so viel raffiniertem Design und Liebe zum Detail steckt beim neuen Ford B-MAX auch ein erstklassiges Sicherheitskonzept: Bei geschlossenen Panorama-Schiebetüren entsteht eine vollwertige B-Säule, die mit ultrahochfestem Boronstahl verstärkt und für höchste Sicherheitsstandards entwickelt wurde.

Gesehen bei Auto Sagmeister, Glurns, www.ford-sagmeister.com

Das Sortiment an Reifen und Felgen im Schludernser Betrieb setzt sich aus namhaften Herstellern zusammen. Das hat einen Grund: Sie erfüllen jenen Anspruch, den man an die Qualität stellt. Der großen Auswahl an gängigen Reifengrößen und Felgen vertrauen Kunden nun schon seit Jahren. Das gilt für Reifen und Felgen von PKWs zum einen, im Besonderen aber auch für landwirtschaftliche Maschinen, Traktoren etwa oder Anhänger, Baumaschinen, LKWs und Busse. Gerade bei letzteren ist Transalbert eine namhafte Adresse. Mit einer fachgerechten Montage ist auch ein dynamischer Service garantiert.

Aktuell: Alufelgen extra winterfest in allen Größen. Transalbert KG, Reifenservice – Werkstatt, Glurnserstraße 26a, Schluderns

30 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

Ihre Autoscheiben tönen zu lassen lohnt sich: Mehr Schutz, weniger Hitze, weniger Blendung, weniger Einblicke. Eine Tönungsfolie vom Fachmann montiert gibt ihrem Auto ein anderes Aussehen und gewährt bei entsprechender Undurchlässigkeit einen guten Sichtschutz. Zusätzlich reduziert sie die Aufheizung des Innenraumes eines Fahrzeugs und wird auch als Sonnenschutz verwendet. Fast alle Tönungsfolien absorbieren die aggressive UV-A und UV-B Strahlung um zu ca. 99 %. Diese Strahlen tragen im Wesentlichen zum Ausbleichen von Materialien im Innenraum bei und schädigen die Haut der Insassen. Je nach Art und Tönung der Folien weisen diese die Wärmestrahlung der Sonne um bis zu 60 % zurück und verringern das Aufheizen des Fahrzeuginnenraumes. Eine Tönungsfolie von einer zertifizierten Fachwerkstatt montiert ist eine sinnvolle Investition in ihre Sicherheit. Durch ihre Splitterschutzwirkung stellen Tönungsfolien einen zusätzlichen Schutz vor Glassplittern bei einem Unfall dar. Außer der Frontscheibe aus Verbundsicherheitsglas, bestehen die weitaus meisten Autoscheiben noch immer aus Einfachverglasungen. Dessen Splitter können bei einem Unfall Verletzungen verursachen. Tönungsfolien können Glassplitter binden und die Verletzungsgefahr so vermindern.

Gesehen bei Idea, Naturns


Auto Sonderthema

Der neue Subaru XV überzeugt mit einer über-

Winterreifen-Aktion

legenen Allrad-Technik aus dem Hause Subaru. Auf unvorhersehbare Ereignisse ist der Subaru XV vorbereitet. Dafür sorgen die reaktionsschnelle Leistungsentfaltung, das dynamische Handling und die hohe Sicherheit, wie sie sich nur aus der Kombination des SUBARU BOXER-Motors und dem Allradantrieb “Symmetrical AWD” erzielen lassen. Die Ausstattung: Xenonscheinwerfer, Freisprechanlage, Sitzheizung, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Rückfahrkamera, 20 Turbodiesel Boxermotor mit 350 Nm-Drehmoment und 150 PS. Preis 20 TD inkl. Vollausstattung: 26.900 Euro.

Gesehen bei Garage Rinner, Latsch

Hankook Winterreifen. Winterreifen von Hankook bieten Erstausrüstern und Endverbrauchern ein umfangreiches, attraktives und technisch hochqualitatives Sortiment, das keine Wünsche offen lässt. Hankook steht für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und setzt sich engagiert dafür ein, dass witterungsbedingte Verkehrsunfälle gar nicht erst zum Thema werden. Hankook Reifen ist einer der wachstumsstärksten Reifenhersteller des gesamten Planeten und steht momentan auf Rang Sieben der Weltrangliste. Erhältlich bei Harrys Tankstelle in Latsch

�1�0�0 �9�5 �7�5

�2�5 �5 �0

�1�2�_�1�0��w�i�n�t�e�r�r�e�i�f�e�n �F�r�e�i�t�a�g�,��1�2�.��O�k�t�o�b�e�r��2�0�1�2��1�6�:�0�3�:�3�3

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

31


Landwirtschaft Sonderthema

Senner und Bauer mit Leib und Seele

Hofkäserei „aft mult“, Ulten/Mals – Vor einigen Wochen ist Ernst Patscheider mit seinen 20 Kühen, dem Alpkäse und den Schweinen von der „Brugger Alm“ auf den „Gruber Hof“ im Weiler Ulten heimgekehrt. Pause als Senner gibt es für ihn jedoch keine. In seiner Hofkäserei „aft mult“ verarbeitet er derzeit jeden zweiten Tag an die 300 Liter Milch zu Käse. Rund vier Stunden dauert der Prozess bis aus der Milch durch Beigabe von Säurewecker und Lab und durch mehrmaliges Schneiden und Rühren der „Käsebruch“ entsteht, der dann in die Formen gepresst wird. Text und Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

32 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12


A

n die 850 Liter Milch wird Patscheider in einigen Monaten verarbeiten, wenn die Milchkühe nach dem Abkalben wieder ihre volle Leistung bringen. Das bedeutet, dass er fast rund um die Uhr beschäftigt ist, ob beim Füttern der Tiere, beim Melken, in seiner kleinen Käserei oder im „Kaskeller“ bei der Pflege der Käselaibe. Mehrere Male in der Woche putzt er diese mit einer Bürste, taucht die Laibe ins Salzbad und legt sie umgedreht auf die Stellagen. Für diese Arbeitsvorgänge braucht er jedesmal mehrere Stunden. Patscheider verarbeitet ausschließlich die silofreie Milch seiner eigenen Kühe. Über eine Rohrleitung gelangt die Milch von der Melkkammer direkt in den Verarbeitungsraum der Hofkäserei im Parterre des Wohngebäudes. Das „Kaswasser“ läuft dann wieder über eine Leitung in den Stall zurück, wo damit die Schweine gefüttert werden. Neben der Käseproduktion ist die Speckherstellung, ausschließlich aus eigener Zucht, sein zweites Standbein. Viel Zeit nehmen die Reinigungsarbeiten in Anspruch. Denn Hygiene ist das A und O für gute Qualität. Und Qualität bedeutet guten Absatz. Patscheider hat sich einen Kundenstock aufgebaut, auf den

er kontiuierlich zählen kann. Mit seinem Markennamen „aft mult“, in Anlehnung an den gebräuchlichen Flurnamen der Gegend um seinen Heimathof, hat sich Patscheider als Direktvermarkter einen Namen gemacht. Er verkauft seine Produkte ab Hof, auf den größeren Jahrmärkten im Vinschgau, und er beliefert mehrere Geschäfte, die regionale Produkte in ihrem Angebot führen. Es sind vor allem die kleinen, schmackhaften Käselaibe, die typisch für die Hofkäserei „Aft mult“ sind. Neben dem Käse mit traditioneller Rezeptur treffen vor allem jene Sorten den Geschmack der Kunden, denen Patscheider Gewürze, Kräuter oder Früchte beimischt. Er experimentiert gerne. Seine neueste Käsekreation ist der „Marillenkäse“. Die begemengten getrockneten Marillenstücke geben dem Käse eine besondere Geschmacksnote. Patscheider liebt seine Arbeit. Er legt die nötige Ausdauer an den Tag und überzeugt mit seinem Käse und auch mit den Speckund Wurstwaren. „Man muss von der Sache überzeugt sein und Mut haben, dann lässt sich auf einem Hof vieles machen“, sagt Patscheider. Mut hatte er bereits bewiesen, als er dem Vinschgau einst den Rücken kehrte und als Weltenbummler umherzog. Zwölf Jahre lang

war in fast allen Ländern Europas unterwegs. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich mit den unterschiedlichsten Arbeiten. Doch schließlich fand er - um viele Erfahrungen reicher- wieder zu seinen Vinschger Wurzeln zurück. Er absolvierte die Senner-Ausbildung und gab 1997 sein Debüt in der Käseherstellung auf der Planeiler Alm. Den Almen ist er bis heute treu geblieben. Und mit seinem Almkäse erobert er regelmäßig Auszeichnungen. 2006 pachtete er seinen Heimathof von seinem Bruder, richtete die Hofkäserei ein und wurde Direktvermarkter. Mittlerweile ist er Besitzer des Hofes geworden. Er ist Bauer und Senner mit Leib und Seele. Auf dem Hof und auf der Alm unterstützt ihn seinePartnerin Sonja Gerstgrasser. Seine zwei Buben Luis (3) und Franz (2) schauen ihm oft über die Schultern und lassen sich „Tatas Käse“ schmecken. Von Ende September bis anfangs Juni läuft die Produktion in der Hofkäserei „aft mult“. Dann zieht die Familie samt Kühe und Schweine wieder auf die „Brugger Alm“ im Zerzertal. Patscheider hat diese für sechs Jahre von den Burgeiser Bauern gepachtet, mit der Auflage, auch deren 30 Kühe aufzunehmen und auch deren Milch zu verarbeiten. 

Großes Bild: Ernst Patscheider pflegt den Käse im „Kaskeller“; links: Mit der „Käseharfe“ schneidet er die warme, gallertige Milchmasse; unten: Das Käse-Sortiment besteht aus dem Alpkäse, den er auf der „Brugger Alm“ hergestellt hat, und den großen und kleinen Käselaiben, die in der Hofkäserei entstehen

Verkauf von Qualitätsweinen Weinverkostungen Fam. Forcher Leo Galsaun, Römerstraße 23 I-39020 Kastelbell Forcher Leo Tel. 335 5927008 Büro/Michael Tel. 338 8939071 Fax 0473 727354 www.rebhof-vinschgau.com

Weine aus dem r Vinschgaue t ie Anbaugeb

Vinschger Weißburgunder DOC Südtirol Vinschgau Weißburgunder stellt unter den weißen Rebsorten den Hauptanteil und gedeiht in die höchten Lagen in Kortsch. Der Charakter dieses Weines variiert von sehr fruchtig mit mineralischer Säure bis komplex duftig und ausladend voll je nach Lage und Mikroklima


Landwirtschaft Sonderthema

„Weg in die richtige Richtung“ Die Milchhöfe MILA und SENNI haben als eigenständige Genossenschaften seit 15 Jahren in der Genossenschaft zweiten Grades MILKON zusammengearbeitet. Im September 2012 kam es zur Fusion von MILA und SENNI. Daraus entstand die „BERGMILCH SÜDTIROL“. Die Fusion wird am 1. Jänner 2013 rechtskräftig. Im März/April 2013 finden die ersten Wahlen statt, bei der die Mitglieder 78 Delegierte und 16 Ausschussmandatare in elf Teilbezirken wählen, vier Bezirke im Senni-Gebiet (Pustertal, Gadertal) und sieben im Mila-Gebiet (Vinschgau, Ulten-Passeier, Tschöggelberg, Reggelberg, Sarntal, Ritten und Kastelruth). Die Auschussmandatare wählen den Obmann. Der Vinschgerwind hat mit dem scheidenden MILAObmann Alfred Pobitzer aus Schleis gesprochen. Interview: Magdalena Dietl Sapelza

Vinschgerwind: Herr Pobitzer, die Fusion von MILA und SENNI ist fast ohne Gegenwind über die Bühne gegangen. Zufrieden damit? Alfred Pobitzer: Ja, ich bin mehr als zufrieden damit, denn es ist der Weg in die richtige Richtung. Ich bin stolz darauf, dass es ohne Schwierigkeiten gelungen ist, die milchproduzierenden Bauern aus allen Teilen des Landes vom Vinschgau bis ins Pustertal unter einen Hut zu bringen, etwas, was beispielsweise den Obstgenossenschaften von Laas und Eyrs noch nicht gelungen ist. Die entscheidenden Argumente für den Zusammenschluss? Wir haben in Zukunft nur noch eine Verwaltungsstruktur. Durch die Fusion sparen wir laut ersten Berechnungen an die 150.000 Euro an Kosten. Das ist ein Argument. Ein anderes ist, dass man gemeinsam stärker ist. Im Kreis der vielen großen Milchproduzenten finden auch die Kleinen ihren Platz. Der Langtauferer Kleinbauer hat dasselbe Recht wie der Brunecker Großbauer. 2012 stellen MILA und SENNI voraussichtlich rund 220 Million Kg Milch. Wie viel kommt aus dem Vinschgau? 32,5 Millionen Liter kommen jährlich aus dem Vinschgau. Rund 75 Prozent der Gesamtmenge werden veredelt, Der Rest geht an andere Milchhöfe in Südtirol, und wird als Versandmilch verkauft. Die Verarbeitungs- und Vermarktungsschiene muss stimmen, denn es handelt sich um ein Frischprodukt, das sofort verarbeitet und in den Handel kommen muss. Wir haben 34 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12


Landwirtschaft Sonderthema

ein sehr gutes Vermarktungsmanagement. Eine Million Kg Milch geht wöchentlich in die Joghurt-Produktion. Wir beliefern hauptsächlich den italienischen Markt. Problematisch wird es oft im Sommer, wenn die Milchmengen schrumpfen, weil viele Kühe auf der Alm sind. Durch bessere Milchpreise wird versucht das auszugleichen, sehr zum Missfallen der Befürworter der Almwirtschaft. Wir haben nichts gegen die Almwirtschaft. Doch die fehlende Milch im Sommer macht uns sehr zu schaffen. Wir müssen unsere Kunden kontinuierlich beliefern, sonst laufen wir Gefahr, sie zu verlieren, und das würde den Absatz insgesamt gefährden. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Südtirol ein Tourismusland ist und im Sommer mehr Milch braucht. Man sollte einmal darüber nachdenken, ob es im Sommer nicht möglich wäre, zumindest teilweise Milch von den Almen zu holen, so wie es auf den Schweizer Almen üblich ist. Wie ist die Beziehung zu den übrigen Milchhöfen und zu den Hofkäsereien? Wir sind mit allen verbündet und beliefern

sie je nach Bedarf, so zum Beispiel die Milchhöfe Sterzing, Meran und Brixen, auch die Sennerei Burgeis. Den Betreibern der Hofkäsereien kommen wir beispielsweise entgegen, indem wir ihnen überschüssige Milch abnehmen, wenn sie ihre Produktion kurzzeitig aussetzen. Allerdings bekommen diese dann einen 20 Prozent niedrigeren Preis ausbezahlt. Zurück zur „Bergmilch Südtirol“. Gewählt werden 78 Delegierten und 16 Ausschussmandatare. Wie viele stellt der Vinschgau? Das hängt von der Milchmenge und den Mitgliederzahlen ab. Der Vinschgau hat derzeit 563 Mitglieder, allerdings sind die Zahlen sinkenden. Ich schätze, es könnten elf, zwölf oder dreizehn Delegierte aus dem Vinschgau sein und zwei fixe Ausschussmandatare (im MILA-Gebiet 46 Delegierte und acht Ausschussmandatare). Die Milchbauern können nun direkt mitbestimmen. Auch das war ein Argument für die Fusion. Die Mitgliederzahlen sind rückläufig? Ja, 2011 hatten wir im Vinschgau 40 Aus-

tritte. Denen entgegen stehen vier Neuzugänge. Michwirtschaftsbetriebe werden laufend von Spezialkulturen abgelöst. Auch das schlägt sich auf die Almwirtschaft nieder. Die Milch wird kanpper. Für die Bergbaueren in Höhenlagen wird die Milchwirtschaft auch weiterhin wichtiges wirtschaftliches Standbein bleiben. Sie sind derzeit noch Chef in einem starken MILA-Bezirk mit sieben der elf Teilbezirke. Sie könnten der erste Obmann der „Bergmilch Südtirol“ werden. (lacht) Darüber mache ich mir keine Gedanken. Das entscheiden in erster Linie die Bauern, die Delegierten und zuletzt die Ausschussmandatare.  Angelieferte Milch der 3.300 Mitglieder im MILKON 2011: 215,512.000.000 Kg SENNI- Gebiet: 99.804.ooo kg MILA-Gebiet: 115.127.000 kg Vinschgau: 32.500.000 kg BIO- Milch Vinschgau: 581.000 kg (sieben Mitglieder)

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

35


Landwirtschaft Sonderthema Familie, Freunde und Stammgäste halfen beim Wimmen

Langwies: Natur und Tradition In sonniger Panoramalage, unweit der Talstation der Untersteller Seilbahn befindet sich die Jausenstation Langwies, die unter Naturnsern auch durch den Vulgonamen „Beim Ruandler Sepp“ oder „Beim Prantl“ bekannt ist. von Maria Gerstgrasser

D

er Ort liegt auf geschichtsträchtigem Boden von eigenartiger Felsformation umgeben. Von Kompatsch aus gelangt man nach Langwies, und nach einer kurzen Wegstrecke am Hof vorbei trifft man das „Neuräutl“, eine überdachte Felsenhöhle, die als älteste Siedlungsstätte im Vinschgau

gilt. Langwies ist eine willkommene Raststätte für Wanderer am Wallburgweg und am Waalweg, der heute Teil der Meraner Waalrunde ist. Da der Bauernhof des Josef Prantl sehr klein ist, suchte er einen Nebenerwerb. Er nutzte die Lage seines Hofes in der Zeit des aufblühenden Fremdenverkehrs und errichtete

einen Buschenschank, den er mit seiner Familie vortrefflich zu führen verstand. Bereits 1987 wurde der Schank in ein Gasthaus umgewandelt, das nun zum Haupterwerb geworden ist und als Familienbetrieb geführt wird. Zurzeit arbeiten vier Generationen am Hof. Alle Familienmitglieder arbeiten zusammen mit Köchin

Petra im Gastbetrieb und in der Landwirtschaft. Neben spezifischer Arbeitsteilung bleibt doch jeder Mädchen für alles. Man ist das ganze Jahr hindurch bemüht, hofeigene Produkte anzubieten. Marmeladen werden aus Marillen, Pfirsichen, Himbeeren und Erdbeeren selbst hergestellt, und Säfte werden ebenso aus Äp-

v.l.: gemütliche Stuben laden zum Verweilen ein; Florian Prantl mit Sonya und Söhnchen Manuel; Chefin Wally ist für den Ausschank zuständig; hier entstehen die hofeigenen Destillate; Josef Prantl bei der Arbeit

36 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12


Landwirtschaft Sonderthema feln, Trauben, Minze, Holunder und Erdbeeren gewonnen. Sepp und Florian sind Jäger. So können Wildgerichte aus eigener Jagd zubereitet werden. Außerdem ist Langwies der einzige Betrieb im Dorf, der auf lebende Forellen zurückgreifen kann. Der Apfelanbau wurde zugunsten von Birnen und Zwetschgen verringert, und Josef und Florian wenden sich nun intensiver der Weinkultur zu. Sie betätigen sich als Kellermeister und wissen, wie aus ihren Rebsorten, Blauburgunder, Weißburgunder und Vernatsch, ein guter Tropfen entsteht. Außerdem werden Tafeltrauben im Bauernladen abgegeben. 2002 wurde der alte Stall zu einer Schnapsbrennerei, in der Josef und Florian aus Trauben, Marillen, Zwetschgen, Williams, Kirschen und Äpfeln jährlich fast immer 300 l reinen Alkohol destillieren, die dann beinahe die doppelte Menge an veredeltem und verkaufsfertigem Schnaps erbringen. Es wird damit der Bauerladen beliefert und ab Hof verkauft. Der größte Abnehmer ist ein Feinkosthandel in Innichen. Die bodenständige Küche bringt hofeigene und saisonabhängige Gerichte auf die Speisekarte, wie jetzt im Herbst Kastanien und Schlachtplatten beim Törggelen. Besonders begehrenswert sind dabei die sehr schmackhaften selbstgemachten Hauswürste. Das gepflegte Haus mit herzlich familiärer Gastfreundschaft und großer Sonnenterrasse lockt das ganze Jahr

hindurch Einheimische an, für die immer Plätze reserviert sind. Besonders Jäger und Fischer bevorzugen die Gaststätte. Alle finden diese ideal für fröhliche Abende mit Freunden bei Musik und Kartenspiel, aber auch für größere Feste und private Feiern. Erst kürzlich fand hier ein Ziehharmonikatreffen statt. Außerdem scheut die Gastgeberfamilie keine Mühe, sich am Dorfleben und seinen Events, wie bei Nacht der Lichter und der Spitzbubenwoche, aktiv zu beteiligen. Im Sommer mangelt es nicht an Touristen, die Rast und Entspannung suchen. Die Chefin weist darauf hin, dass Gesundheit, Zufriedenheit und vor allem Bescheidenheit sehr wichtig sind, dass Zukunftspläne nicht einfach sind, wenn man baulich etwas ändern möchte, ohne dabei den bäuerlich-ländlichen Charakter etwas einzubüßen. Das wäre auch keineswegs im Sinne der vielen Stammgäste. Man müsste sich darauf beschränken, bloß die Küche und den Pudel zu vergrößern, um deren Wohlbefinden und Wohlgefallen nicht zu mindern. Am Samstag hält der Gastbetrieb seinen Ruhetag, ansonsten wird von 12 bis 14 Uhr und von 17 bis 21 Uhr warme Küche angeboten. Kleine kalte Gerichte und hausgemachte Kuchen gibt es auch am Nachmittag. Die Familie Prantl freut sich über jeden Besuch, und über allem wacht Basko, der Familienhund und Kuschelfreund des kleinen Manuel. 

„Langwies“, am Fuße des Sonnenhangs

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

37


Landwirtschaft Sonderthema

Das Vinschger

Bauern-Sauerkraut Bei den Laaser Krautwochen lässt man alljährlich den Kobis hochleben. Das kommt nicht von ungefähr. Der Laaser Familienbetrieb Lechner ist der einzige Sauerkrauthersteller in ganz Südtirol und das Kraut, das er verarbeitet, stammt aus Laas und seiner Umgebung. Dort gedeiht es nämlich besonders gut. Text und Fotos: Angelika Ploner

N

ein, das Geheimnis werde nicht verraten, lacht Evelyn Lechner. Und eigentlich sind es ja viele kleine Geheimnisse und nicht ein einziges großes, von dem das ausgezeichnete Laaser Sauerkraut lebt. Das wusste schon Großvater Richard, der Vater des heutigen Sauerkrautherstellers Herbert Lechner. Herbert Lechner, seine Frau Evelyn und die beiden Söhne Kevin und Dennis haben in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Es herrscht Hochbetrieb bei Lechner Sauerkraut, Ernte und Verkauf gehen zeitgleich über die Bühne. Keine Minute steht im Büro das Telefon still. Evelyn Lechner lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen, eine Zeit im Jahr, in der es wirklich ruhig ist, gebe es im Familienbetrieb ohnehin nicht, sagt sie. Die Zeiten haben sich geändert. Es war kurz nach dem 2. Weltkrieg, als Großvater Richard Lechner begann, Kraut einzuschneiden. Die entwässerte Vinschger Talsohle bot gute Bedingungen für den Anbau von Gemüse. Die sogenannten „Laaser Möser“ erwiesen sich mit ihrem hohen Kalkgehalt als besonders geeignet, vor allem für das Kraut. Bis nach Meran und auch Bozen machte Richard Lechner das Vinschger Bauern-Sauerkraut bekannt, tingelte mit einem Pritschenwagen von Gasthaus zu Gasthaus. Die ausgezeichnete Qualität wusste man alsbald zu schätzen, soweit, dass die Leute nach dem frühen Ableben Richards bei Frau Marie und Tochter Trudi in Laas das begehrte Sauerkraut holten. Wenn man heute Sauerkraut sagt und Lechner meint, dann ist das aber Herbert Lechner, dem Sohn von Richard und Marie, zuzuschreiben. Ihm und seiner Familie. 38 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

Lia Emma Lechner, der jüngste Sproß der Familie Lechner auf einem Krautfeld in Spondinig

Den gesamten Kobis, der zu Sauerkraut verarbeitet wird, baut die Familie selbst an. Die Felder liegen zwischen Laas und Prad auf perfekter Höhenlage. Hier, sagt Herbert Lechner, gedeiht der Kobis am Besten, die kühlen Nachttemperaturen und der kalkreiche Boden sind ein wahrer Segen für die Qualität. Nicht zu hart soll er sein, der Kobis in seiner Beschaffenheit, und nicht zu luftig, damit feine Krautstreifen gehobelt werden können. Jeden Nachmittag von Mitte August bis Mitte November wird auf den Feldern der Lechners Kobis gestochen, so sagt man, wenn der Weißkohlkopf geerntet wird. Auf die Ladefläche des Traktoranhängers kommen

nur sauber geputzte Kohlköpfe, die äußeren Blätter bleiben auf dem Feld liegen. Die Verarbeitungsstätte, jener Ort, wo aus dem Kobis Sauerkraut wird, liegt in der Handwerkerzone in Laas. Bevor allerdings die Schneidemaschine dort die Krautköpfe fein hobelt, wird der Strunk, im Dialekt „Storz“ genannt, entfernt. Eine Maschine bohrt sich in den Krautkopf und holt den Strunk heraus. Auf die feinen Krautstreifen wartet dann einer von 27 Silos, die im Magazin von Herbert Lechner in Reih und Glied stehen und gefüllt werden wollen. Schicht um Schicht. Das sieht so aus, dass zwei Männer mit Stiefeln - sauberen natürlich - im Silo Teamarbeit leisten: Einer


Landwirtschaft Sonderthema schichtet die Krautstreifen, die von einem Fließband in den Behälter fallen, der andere stampft und tritt sie an, dass es ordentlich matscht unter den Stiefeln und der Zellsaft aus den Kobisstreifen tritt. Das setzt wiederum die Milchsäuregärung in Gang. Und: verhindert Hohlräume zwischen den Krautschichten. Luftige Hohlräume erzeugen nämlich Fäulnis und Schimmel und würden das Sauerkraut ungenießbar machen. Luftdicht versiegelt muss das Kraut deshalb werden, wenn der Silo bis zum Rand gefüllt ist. Früher hat man dazu ein Leintuch über das Kraut gedeckt, darüber Holzbretter gelegt und alles mit einem Stein beschwert. Heute setzt das Kraut eine Nylonplane und Wasser buchstäblich unter Druck. Dadurch wird das Kraut gleichmäßig angedrückt und kann ungestört seiner Reife entgegengären. Wie lange das Kraut gären muss, bis es am Höhepunkt seines Geschmacks angekommen ist, hängt von der Temperatur des Kobis ab, als er eingeschnitten wurde. „Das Kraut, das im August gestochen wird, gärt nur 12 bis 14 Tage, jenes das Ende Oktober eingeschnitten, sechs Wochen und mehr“, erklärt Herbert Lechner. Besteht das Sauerkraut seine Kostprobe am Ende des Reifeprozesses, wird der Silo geöffnet, dann „nimmt man das Kraut auf“ und füllt es in Kübel oder in

Die Familie Lechner: v.l. Johanna, Petra, Evelyn mit Lia Emma, vorne: Kevin, Dennis und Herbert

Gläser und beliefert Metzgereien und Geschäfte. Mit dem Törggelen hat auch die Sauerkrautsaison angefangen. Sauerkraut ist gesund, das ist mittlerweile bekannt. Zwei bis drei Gabeln rohes Sauerkraut auf den Tag verteilt gegessen, wirkt vorbeugend gegen Magen- und Darmkrebs. Vitamine enthält das Sauerkraut gleich mehrere, Vitamin A, B, C und K, Ballaststoffe und Mineralstoffe ebenso. Da verwundert es nicht, dass man in Laas das Sauerkraut hochleben lässt und alles auf den Beinen

ist, wenn die Laaser Krautwochen anstehen und der einzige Sauerkrauthersteller in Südtirol – der Familienbetrieb Lechner – seine Türen öffnet.  Laaser Krautwochen: 24.10. - 11. 11. 2012 Mittwoch, 24.10.2012 von 8 - 14 Uhr Oktobermarkt und Beginn der Krautwochen Mittwoch, 24.10.2012 bis Sonntag, 11.11.2012 Laaser Kraut-Spezialitätenwochen, weiters: Wandern Vorträge, Buchvorstellungen... www.laas.info und S.24 Vinschgerwind

Unsere Baumschule produziert qualitativ hochwertiges Pflanzmaterial um Ihnen hohe Erträge zu sichern!

Baumschule Werth - Unterrain 65/A - I-39050 St. Pauls-Eppan Tel. 0471 637 030 - Mobil 335 531 63 86 - Fax 0471 637 600

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

39


Landwirtschaft Sonderthema

An alle Besitzer von

Nussbäumen von Hubert Pohl, Köflgut Kastelbell

E

Nussbaum mitten in Schlanders (Foto Gianni Bodini)

40 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

s gibt bei uns bekanntlich ein Gesetz, nach dem große Bäume nur mit Genehmigung der Gemeinde oder der Forstbehörde geschlagen werden dürfen. In unseren Dörfern handelt es sich dabei in erster Linie um Nussbäume, oft auch um Kastanien und, im Oberland, um Palabirnen. Gepflanzt hat man diese Bäume hauptsächlich wegen des Ertrages und ihre Früchte spielten früher eine wichtige Rolle in unserer Bauernküche - aber nicht zuletzt auch wegen des Schattens im Sommer und vielleicht auch aus ästethischen Überlegungen. Heute schätzen wir diese großen Bäume sehr. Große Bäume verbreiten stets ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit, besonders die alten Nussbäume. Ohne sie würden unsere Dörfer, vor allem im Obstbaugebiet, heute traurig aussehen: Im Sommer immer mehr Hagelnetze und im Winter die Zementlandschaft mit vier Meter hohen Säulen, welche viele Bauern am liebsten bis in den Hof hinein aufstellen würden. (Man muss sich fragen: Warum bekommen diese Säulen nicht von der Fabrik aus eine Farbtönung, damit sie besser in die Landschaft passen?) Das Problem besteht heute darin, dass die großen Bäume immer mehr unter Krankheiten und vor allem auch Schädlingen zu leiden haben und dass die Besitzer nicht imstande sind, deren Bekämpfung selbst auszuführen. Auch die Obstbauern sind heute weder technisch noch fachlich in der Lage, einen 10 bis 20 Meter hohen Nussbaum richtig zu spritzen. Es fehlt auch jede Beratung. Dabei haben wir gerade hier im mittleren Vinschgau schon seit rund 10 Jahren fast


Landwirtschaft Sonderthema einen totalen Ernteausfall bei Nüssen, verursacht durch die Walnussfruchtfliege, welche Anfang August auftritt. Von ihr werden zwar nur die Außenschalen, die „Bratschen“ befallen, diese faulen aber und die Nuss ist damit unbrauchbar. Sie fällt schwarz und schmierig vom Baum und verschmutzt auch noch die Höfe. Die Marssonische Krankheit, eine Art von Schorf, verursacht im windigen Vinschgau zum Glück weniger Schaden. Im Leitfaden des Beratungsringes für Obstund Weinbau kann man lesen, dass man gegen die Fruchtfliege Gelbfallen, eine Art von Fliegenfänger, einsetzen kann. Auch ein Spritzmittel (Laser) wird empfohlen. Es heißt aber, dass man nur mit einer Nebenwirkung rechnen kann. Man kann daher wohl nicht erwarten, dass ein Nussbaumbesitzer mit viel Mühe seinen Baum spritzt und auf diese „Nebenwirkung“ hofft. Da müssen schon andere Mittel her! Noch dazu gibt ihm niemand einen genauen Einsatztermin. Mein Vorschlag: Die Laimburg und der Beratungsring sollten sich viel mehr als bisher um die Krankheiten und Schädlinge der Nussbäume kümmern. (Die Kastanien haben ja bereits einen Förderverein.) Die Nüsse sind schließlich auch Obst und vor allem tragen die Bäume wesentlich zum Landschaftsbild bei.

Wenn der Besitzer schon per Gesetz zum Erhalt der Bäume verpflichtet ist, dann sollte die öffentliche Hand auch ihren Beitrag zu deren Erhalt und Pflege beitragen. Dies geschieht meines Erachtens am besten dadurch, dass sie die Krankheits- und Schädlingsbekämpfung übernimmt. Dazu braucht es ein geeignetes Spritzgerät und wahrscheinlich auch einen entsprechenden Leiter. Außerdem braucht es einen Fachberater, der sowohl den Termin wie auch die einzusetzenden Mittel bestimmt. Die Ausführung könnte entweder die Bauernjugend, die Jungfeuerwehr oder die Gemeinde selbst übernehmen. Die nächste Frage lautet: Wie kann man Bauern und Hausbeitzer dazu bringen, wieder Nussbäume zu pflanzen? Zuerst einmal muss dafür gesorgt werden, dass sie an den alten Bäume wieder Spaß haben, eben dadurch, dass ihenen von der öffentlichen Hand bei deren Pflege geholfen wird. Man könnte auch daran denken, einen „Verein Freunde der Nussbäume“ zu gründen, welcher die Besitzer von Nussbäumen berät und betreut. Damit, dass man ihnen junge,

mit guten Sorten veredelte Bäume zur Nachpflanzung besorgt, wäre schon viel geholfen. Die heute stehenden alten Bäume sind ja alles Zufallssämlinge, das heißt, praktisch ist jeder Baum eine andere Sorte. Die Nüsse könnten - soweit man sie nicht selbst verbraucht an unseren Bäcker geliefert werden, der daraus die Vinschger (oder Kastelbeller) Nusstorte kreiert. Heute müssen wir uns die „Engadiner Nusstorte“ kaufen oder eine „Linzer Torte“ backen! In unserem Dorf stehen heute noch - zum Glück - mehr als ein Dutzend herrliche alte Nussbäume. In ihrem Schatten könnte man jeden Sommer die Nussfreunde zu einer gemütlichen Marende einladen, mit dem Höhepunkt: Vinschger Nusstorte zu einem guten Nusseler. Zum Abschluss könnte man dann das berühmte Lied „Der Nussbaum“ von Robert Schumann singen und sitzen bleiben, bis einem die (gesunden) „Nussen“ auf den Kopf fallen. 

www.braun-apple.com Tel.: 0471 660640 · Fax: 0471 660190 Lammweg 23c · 39057 Girlan

www.kiku.it

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

41


Landwirtschaft Sonderthema

Das

Himmelreich auf Erden

Längst sind die Vinschger Qualitätsweine aus dem Schatten angesehener Südtiroler Weine getreten. Mit einer anständigen Qualität kann der Vinschgau mittlerweile önologisch mithalten. Einer, dem die Aufmerksamkeit gewiss ist, heißt Markus Fliri, Bauer vom Himmelreich-Hof in Tschars. Da stehen die Trauben Spalier und der Wein in Reih und Glied. von Angelika Ploner

D

as heurige sei ein ausgezeichnetes Weinjahr, sagt Markus Fliri. Der Rotwein verspricht besonders aromatisch mit gutem Bouquet zu werden, der Weißwein hingegen spritzig und fruchtig. Der Grund, erklärt der Bauer vom Himmelreich-Hof in Tschars, liege in den idealen Wetterbedingungen. Während die Trauben untertags angenehme Temperaturen genießen und von der Sonne verwöhnt werden, kühlt es an den Abenden und in den Nächten stark ab. Die kühlen Nachttemperaturen bewirken ein ausgeprägtes Säure-Frucht Verhältnis. Mit der Weinlese wartete deshalb Markus Fliri heuer länger als sonst, die Trauben durften optimal reifen. Während die Sorten Blauund Weißburgunder, Müller-Thurgau, Gewürztraminer und jüngst die Zweigelt- und Vernatschtraube – in dieser Reihenfolge - erfolgreich geerntet sind, ist in diesen 42 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

Tagen der Riesling dran. „Der Riesling ist der König der Weißweine“, ist der Himmelreich-Hof-Bauer überzeugt. Markus Fliri ist einer der neun offiziellen sogenannten Abfüller im Vinschgau. Eine überschaubare Gruppe, die untereinander in gesunder Konkurrenz verbunden ist. Dem Sonnenberg, den angelegten Terrassen dort, die besten Früchte zu entlocken, ist ihre Leidenschaft. Im Vinschgau, sagt Markus Fliri, finde der Wein ideale Bedingungen: Die besondere Lage des Vinschgauer Sonnenberges, die 250 Sonnentage im Jahr, die Niederschlagsarmut und die mineralischen Böden bringen gute Qualität und interessante, hochwertige Weine hervor. Sorgen bereiten den Bauern allenfalls die Vögel, die an den heranreifenden Trauben picken und Schäden anrichten. Das ist auch der Grund, warum immer

mehr Weinbauern ihre Trauben mit Vogelnetzen einpacken. Man kann darüber diskutieren, oder auch nicht. Fakt ist, sagt der Himmelreich-Hof-Bauer, dass jeder, der das ganze Jahr über im Weinberg arbeitet, auch ernten will. Bestockte Stelen hat Markus Fliri in eigenem Besitz und in Pacht. 2004 krempelte er den Himmelreich-Hof um und begann mit erweitertem Weinanbau. Seitdem stehen seine Qualitätsweine auf der Karte verschiedener Restaurants, im Vinschger Bauernladen und natürlich in seinem Hofschank, der an Freitagen, Samstagen und Sonntagen mit einem zusätzlichen Verkostungsraum beliebte Einkehr fürs Törggelen oder für Weinverkostungen ist. Vorangemeldet versteht sich, denn Jutta Fliri, Bäuerin am Himmelreich-Hof bereitet die Spezialitäten allesamt frisch zu, das ist Ehrensache am Himmelreich-Hof.


Landwirtschaft Sonderthema

links: Jutta und Markus Fliri: „Vom Setzen des Rebstocks, der Hege und Pflege im Jahreskreis, der Lese, Einkellerung, während des Reifungsprozesses und schlussendlich bis zur Abfüllung verlässt der Wein nie den Himmelreich-Hof.“ Foto oben: Martin Kaserer

In vino veritas - wenn Wein keinen Kopfweh macht, dann ist das naturbelassener, ehrlicher Wein, so, wie er am HimmelreichHof in Tschars zu finden ist. Neben den sortenreinen Weinen, dem Vernatsch, dem Zweigelt, dem Blau- und Weißburgunder und dem Riesling (ab 2013) keltert Markus Fliri zwei Weinverschnitte ein. Der Malea ist ein Cuvèe vom Gewürztraminer und Müller-Thurgau, der Rosè, Morgenrot genannt, ein gemischter Satz vom Zweigelt,

vom Blauburgunder und vom Lagrein. Der Rosè kam auf dem Himmelreich-Hof im vergangenen Jahr das erste Mal ins Glas und ist das jüngste Produkt dessen, was gelebt wird: Mit intensiver Handarbeit und mit laufender Qualitätskontrolle im Weinberg und im Keller das erhalten und konservieren, was die Trauben aus den Weingärten mitbringen. Das Ergebnis sind natürliche, ehrliche und charakterstarke Weine. Übrigens: Der Zweigelt ist eine Rarität, die in Südtirol

hauptsächlich im Vinschgau gedeiht. Nicht umsonst ist der Zweigelt deshalb – bei den Rotweinen - der Lieblingswein von Markus Fliri, bei den Weißweinen hingegen bevorzugt er den Weißburgunder, den Klassiker. Rund 15.000 Flaschen Wein füllt Markus Fliri insgesamt ab. Im Keller lagern sie dann, bis sie verkauft werden. In ganz Südtirol. Denn längst sind die Vinschger Qualitätsweine aus dem Schatten angesehener Südtiroler Weine getreten. 

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

43


Landwirtschaft Sonderthema

Puni Whisky Destillerie Einzig in Südtirol und Italien Glurns – Die Whisky-Brennerei in der Glurnser Gewerbezone hat die Tore geöffnet. Die „PUNI Destillerie“ ist die erste in Südtirol und die erste in Italien. So innovativ wie die Idee zur Whiskyherstellung, ist auch das Gebäude. Der Kubus mit den roten Ziegeln trägt die Handschrift des Architekten Werner Tscholl, aber auch die des Bauherrn und Baumeisters Albrecht Ebensberger selbst. Das imposante Gebäude ist neuer Anziehungspunkt vor den Toren der mittelalterlichen Stadt.

Der neue Glurnser Whisky-Kubus

von Magdalena Dietl Sapelza

E

inzigartig, edel und funktionell, so lässt sich die Whisky-Produktionsstätte in Glurns beschreiben. Der Kubus hat die Ausmaße von 13 Metern Höhe und 13 Metern Länge. Die versetzten Ziegelsteine, die an traditionelle Scheunen-

fenster erinnern, umhüllen die gläsernen Innenwände wie einen Mantel. Durch die kleinen Ziegelöffnungen fällt das Licht ein. Es entstehen Licht- und Schattenspiele, die eine angenehme und wohlige Atmosphäre schaffen. Vom großzügig angelegten Ge-

Planung und Bauleitung der Thermosanitäranlage und der Elektroanlage, Brandschutzprojekt, Energietechnisches Konzept und Begleitung

schäftsraum im Erdgeschoss fällt das Licht durch Glasfronten in das Kellergeschoss. Es ist das Herzstück der Whisky-Brennerei. Dort stehen der Maischekessel, die Getreidemühle und die zwei handgeschmiedeten kupfernen Brennblasen, die in der be-

Ihr Partner in Energiefragen!

Das Team von Energytech mit seinen rund 20 Mitarbeitern durfte für dieses ehrgeizige Projekt die Planung der neuen Biomasseheizzentrale, der Thermosanitäranlage und der Elektroanlage sowie der Kraft- Wärmekoppelungsanlage durchführen und die Bauleitung dieser Anlagen abwickeln. Für die Struktur wurde auch das Brandschutzprojekt erstellt und das Brandschutzkonzept in Abstimmung mit der architektonischen Planung, der Bauherrschaft und dem Brandschutzabnahmeprüfer umgesetzt. ENERGYTECH INGENIEURE G.m.b.H. Ausgehend von der Erstellung des Energieversorgungskonzeptes wurden die Energieflüsse für die Beheizung der Räumlichkeiten und vor allem für die Prozesstechnik geplant, in der Ausführung begleitet Negrellistrasse 13 — I - 39100 Bozen und optimiert. Für die Kraftwärmekoppelungsanlage wurden Weiters sämtliche GenehmigungsverfahT: 0471 054040 — F: 0471 054041 www.energytech.it ren mit dem Energieversorger, dem Zollamt und dem GSE abgewickelt.

44 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12


Landwirtschaft Sonderthema form befindet sich ein Verkostungsraum mit selbsttragenden Gewölben. Dieser bietet Platz für größere Gruppen. Einzelne Whisky-Fässer lagern in einem gegenüberliegenden Raum. Der große Whiskylagerraum befindet sich in einem Bunker nahe Glurns. Die Idee, Whisky herzustellen, entwickelte Albrecht Ebensberger vor Jahren während seiner Die Brennblasen in der Destillerie Sommelier-Ausbildung. Und die Idee ließ ihn nicht mehr los. Er begann zu experimentieren und überzeugte auch seine Frau Daniela und die Söhne Lukas, Jonas und Max. Es fiel die Entscheidung, das Ganze professionell anzugehen, als Investition in die Zukunft. Denn Whisky braucht Zeit zum Reifen. Bereits während der Bauzeit kaufte Ebensberger Getreide ein, zum Großteil von Vinschger BauDer stimmungsvolle Verkostungsraum ern. Mühle, Maischekessel und Brennblasen gingen im Februar 2012 erstmals in Betrieb. Die Anlage ist Computer gesteuert, muss aber ständig überwacht werden. „Den ersten Whisky wollten wir erst 2015 verkosten. Doch wir haben gemerkt, dass auch die jungen Tropfen schmecken“, sagt Albrecht Ebensberger. Deshalb stehen nun in kleineren Abfüllungen der „ITALIAN SINGLE MALT Die Whisky-Brenner Albrecht und Jonas Ebensberger WHITE“, ein frisch destillierter klarer und milder Whisky zum kannten schottischen Kupferschmiede For- Probieren bereit, und der bereits rötlich einsyths-Rothes angefertigt worden sind. „Auf gefärbte „ITALIAN SINGLE MALT RED“, unsere Anfrage hin hat sich der Chef per- der eine sechsmonatige Lagerzeit im Marsönlich um uns gekümmert, was uns sehr salafass hinter sich hat. Dieser lässt bereits erstaunt hat“, sagt Jonas Ebensberger. Im jetzt den typischen Whiskygeschmack erKellergeschoss dominieren ebenfalls die kennen und verspricht ein großer Jahrgang roten Ziegel. Neben der Produktionsplatt- zu werden- einzigartig und edel. 

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

45


pr-info Raiffeisen Versicherungsdienst

Mit der Landwirtschaftsversicherung von Raiffeisen ist der Bauer gut abgesichert.

Rundumschutz

Versicherungspaket für den Landwirt Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Das wissen vor allem Landwirte, weil sie besonders vielen Gefahren ausgesetzt sind. Schutz bietet hier die Landwirtschaftsversicherung. Laut Gesetz muss der Bauer für Schäden aufkommen, die durch seine Tätigkeit oder durch Tiere auf dem Hof dritten Personen zugefügt werden. Wenn etwa beim Holzschlägern ein rollender Baumstamm das Nachbarhaus beschädigt, haftet der Bauer, der den Baum schlägert.

beinhaltet Feuerversicherung, Betriebshaftpflicht und Familienhaftpflicht. Dabei werden die lokalen Besonderheiten berücksichtigt, etwa, dass die Hofstellen oft ausschließlich in Holz erbaut sind. Ein Blitz genügt, um Stadel und Arbeitsmaschinen zu zerstören.

Dreifach geschützt

Nebentätigkeiten abgesichert

Vor den finanziellen Folgen schützt die Landwirtschaftsversicherung von Raiffeisen/Assimoco. Das Versicherungspaket 46 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

Die Versicherung deckt auch Nebentätigkeiten wie den Urlaub auf dem Bauernhof oder die Arbeit auf Bauernmärkten.

Abgesichert sind Schäden, welche Dritte durch den Betrieb, den Landwirt, seine Arbeiter oder seine Familie erleiden. Zudem enthält die Landwirtschaftsversicherung auch eine wichtige Zusatzgarantie bei der Ausübung von Tätigkeiten für den Maschinenring. Landwirte, die im Rahmen des Maschinenringes Südtirol mit landwirtschaftlichen Maschinen kontinuierlich Arbeiten wie Schneeräumung, Bagger- oder Mäharbeiten ausführen, können sich gegen Haftpflichtschäden gegenüber Dritten absichern. 


Der Verkaufsförderung dienende Werbeanzeige. Vor Vertragsunterzeichnung nehmen Sie bitte prüfende Einsicht in das entsprechende Produktheft.

Mein Haus und Hof . . .

. . . überlasse ich nicht dem Zufall. Im Schadensfall kann die wirtschaftliche Existenz des Betriebes und damit die eigene Lebensgrundlage schnell gefährdet sein. Ein Rundumschutz von Haus und Hof schafft beruhigende Sicherheit. Informieren Sie sich in Ihrer Raiffeisenkasse.

www.raiffeisen.it


Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Gallus (irischer Glaubensbote in Gallien und Alemannien, geb. 550), 16. Oktober 2012

Nationalpark Stilfserjoch:

Sondrio Festival 2012 26. Auflage des Dokumentarfilm-Wettbewerbes

Bildnachweis: Sondrio Filmfestival

Sondrio Festival ist für den naturkundlichen Dokumentarfilm in Schutzgebieten das, was Trient für den Bergfilm ist. In der 1. Oktoberwoche hat das Filmfestival von Sondrio heuer seine 26. Auflage erlebt. Rund um die Vorführung und Prämierung von naturkundlichen Dokumentarfilmen gibt es im Stadtzentrum von Sondrio inzwischen ein breit gefächertes Rahmenprogramm mit Angeboten zur Umweltbildung für die Schulen aber auch für das breite Publikum, Buchpräsentationen, Filmwerkstätten für Schüler, kulinarische Angebote aus der regionalen Küche und Verkostungen von Weinen von den rhätischen Terrassen im Veltintal. Der Nationalpark Stilfserjoch ist mit einem Infostand und einer Ausstellung seit Jahren Mitorganisator und Preisauslober von Sondrio Festival. Heuer hat der Nationalpark seinen Infostand im großen Veranstaltungszelt am zentralen Stadtplatz von Sondrio der weiteren Aufklärung zum Thema Braunbär gewidmet. Die Betreuung der Ausstellung und des Infostandes 48 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

lag in den Händen des Naturwissenschaftlers Dr. Massimo Favaron, welcher im Team des Nationalparks Stilfserjoch für die Umweltbildung im lombardischen Parkanteil verantwortlich ist. Der aus der trentiner Brentagruppe stammende männliche Bär M13 hat seit seiner Wiederbesenderung durch die Schweizer Biologen am 30. Juni dieses Jahres in

Graubünden über 1.200 Kilometer Wanderstrecke zurückgelegt. Er hat im Dreiländereck Lombardei, Graubünden und Südtirol die Haupt- und Seitentäler des Puschlav, Livigno, Oberes Veltlintal, Münstertal, Trafoital mehrfach durchstreift und ist dabei zum Beispiel auch über den Madatschgletscher gestiegen, um vom Trafoital in das Zebrútal im Vetlin zu wandern.


Am 8. Oktober d.J. war der Bär im Oberen Veltlintal unweit der Seen von Cancano unterwegs. Vor der Zweitbesenderung war er gegen eine Zuggarnitur der Rhätischen Bahn geprallt und hatte dabei seinen ersten Halsbandsender verloren.

Die Filme Für die diesjährige Auflage des Sondrio Festivals wurden über 50 naturkundliche Dokumentarfilme eingereicht. Vom wissenschaftlichen Beirat wurden 12 Filme für die Endrunde zugelassen und von der internationalen Jury bewertet. Unsere Mitarbeiterin Dr. Loredana Dresti hat den Nationalpark Stilfserjoch in dieser Bewertungsjury vertreten und auch den abschließenden sonntäglichen Ausflug für Juroren und Preisträger zu den Laghi di Cancano und in das Val Alpisella zu den Quellen der Adda organisiert. Beim Sondrio Festival werden während der Veranstaltungswoche täglich zwei der Filme, welche zum Finale zugelassen sind, im großen Zelt auf dem Stadtplatz Piazza Garibaldi bei freiem Eintritt dem interessierten Publikum gezeigt. Das Sondrio Festival ist mit drei Geldpreisen dotiert, welche von der Stadt Sondrio mit einer Dotation von 5.000 €, dem Konsortium Nationalpark Stilfserjoch (3.000 €) und der Region Lombardei (3.000 €) gestiftet werden.

harren, dass sie mit ihrem Schnabel und ihrer Zunge den Nektar aus langen Röhrenblüten heraussaugen können und dabei auch mit ihrem Kopfgefieder den Pollenstaub zwischen den Blüten übertragen. Unter den Kolibris gibt es die kleinsten Warmblütler. Diese werden kaum größer als eine Hummel und haben den höchsten Stoffumsatz unter den eigenwarmen Tieren. Das Herz dieser Kleinkolibris rast bei Flugaktivität mit über 1.000 Schlägen pro Minute. Die Jury war vor allem von den spektakulären Filmaufnahmen begeistert, welche mit einer hochauflösenden Schnellschusskamera gedreht worden sind. Auch der wissenschaftliche Aussagewert des Filmes und die Filmmusik wurden in der Begründung der Juroren besonders gewürdigt.

der Natur auf, dort wo der Mensch die Natur gewähren lässt ohne einzugreifen.

Der Preis der Region Lombardei Die Region Lombardei verknüpft ihren Preis mit einem Film aus einem EU-Land. Der diesjährige Preis ist an den Film über den Bayrischen Wald des deutschen Filmemachers Jürgen Eichinger ergangen. Gedreht im Jahre 2012 für den Bayrischen Rundfunk BR und den Norddeutschen Rundfunk NDR, zeigt der Film unter anderem auch die Regenerationsfähigkeit

Dokumentarfilm-Festivals über Berge und Natur gibt es inzwischen in den Alpenländern an verschiedenen Veranstaltungsorten, mit verschieden langen Traditionen und nuancierten Abänderungen in den Themenschwerpunkten. Ein kleines Vademecum des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention in Innsbruck gibt zum Stand 2009 einen Überblick und führt 14 Veranstaltungsorte und Veranstalter von Bergfilm-Festivals zwischen Frankreich und Slowenien auf.

Der Stadtplatz von Sondrio während der Veranstaltungswoche des Dokumentarfilm-Festivals Sondrio Festival 2012

Ein Blick in das Ausstellungszelt mit einer Schülergruppe am Braunbären-Diorama. Fotos von Dr. Massimo Favaron

Weitere Belobigungen Sondererwähnungen der Jury ob ihrer hohen Qualität erhielten auch die Filme „Puma“ des bundesdeutschen Filmemachers Uwe Müller, ein Film 2012 für NDR und Arte gedreht sowie „Weiße Löwen“ von Joe Kennedy ebenfalls 2012 im südafrikanischen Krüger Nationalpark gedreht. Den Preis der Schüler erhielt der Film „Der Bär aus dem Dschungelbuch“ von Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg (2012 Deutschland). Der Publikumspreis ging an den Film über die Kolibris.

Der alpenweite Blick

Die Siegerfilme Der 1. Preis der Stadt Sondrio ging heuer an den Film „Eine Dynastie von Tigern“ des indischen Regisseurs Subiah Nallamuthu. Der Film wurde im Auftrag der BBC England produziert und in den indischen Nationalparks Ranthambore und Sariska über zwei Jahre gedreht. Er zeigt das nicht konfliktfreie Zusammenleben von Menschen mit Tigern. Die Jury war vor allem von der hervorragenden Fotografie, dem spannenden Drehbuch aber auch von der Filmmusik überzeugt.

Die Kolibris Der 2. Preis, als Preis des Nationalparks Stilfserjoch vergeben, ging an den Regisseur Paul Reddish für seinen 2012 gedrehten Film zu den Kolibris. Der Dokumentarfilm, auftrags österreichischer Produzenten in brasilianischen und equadorianischen Nationalparks und Schutzgebieten gedreht, zeigt die Kolibris als Bestäuber von tropischen Blütenpflanzen. Kolibris sind phantastische Flugakrobaten: Sie beherrschen den Schwirrflug und können in der Luft an einer Stelle mit solcher Präzision ver-

Schüler beim Umweltspiel zur Biologie des Braunbären.

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

49


Sport

Naturns

Radsport

Karten-Rekord

Saisonausklang bei Kaiserwetter

N

aturns hat beim vorletzten Heimspiel den ersten erwarteten und wichtigen Sieg und vielleicht einen Rekord erlebt. Der Rekord wurde vom Schiedsrichter gestellt. Der Spielleiter aus Bozen hat nämlich bei den zwei Heimspielen hintereinander in Naturns insgesamt 8 Rote und 13 Gelbe Karten gezückt. Beide Spiele

waren sicher nicht böse und so eine Spielleitung scheint absolut übertrieben. Manche Spieler haben zuviel gemault, aber der Schiedsrichter ist auch ein Erzieher, welcher auch mündliche Mahnungen abgeben kann und muss. Dies bestätigen auch erfahrene Schiedsrichter wie Toni Perfler. Das Spiel steigerte sich und die Karten wurden immer mehr am Spielende gegeben. Es schien – wie Zuschauer kommentierten – dass der Spielleiter seine eigene Entscheidungsfähigkeit bestätigen wollte. Matthias Alber bemerkt: „Wenn so viele Karten verteilt werden, heißt das, dass der Schiedsrichter das Spiel nicht unter Kontrolle hat.“ (lp) v.l.: Armin Rungg und Franz Cosa

D

er ASV Kortsch/Raiffeisen beendete die heurige Radsaison am 16. September mit einem gemütlichen Radausflug für alle Athleten und Eltern zu den „Magrianböden“ bei Latsch. Während die älteren Athleten noch einige Kilometer mehr fuhren, begnügten sich die kleineren Biker mit der Fahrt von Schlanders über „Talair“ zum Treffpunkt. Es wurde gegrillt, viel gelacht und vor allem auf eine erfolgreiche Saison zurückgeblickt. Der Abschluss gehörte einem

nach dieser Saison – verdienten – Eis. Einen großen Dank möchte der ASV vor allem an seine Sponsoren (Raiffeisenkasse Schlanders, Bikeman, Gufler Roland, Motorpoint, Stecher Walter, Kofler Bauunternehmer, Vanzo Metall, Market Rungg, Angerer Fliesen, MT Sport, Südtirol Massivhaus, Kurz Rudolf, BSV, Kunstdünger) und an alle Eltern der Kinder und freiwilligen Helfer aussprechen, die den Verein seit Jahren tatkräftig unterstützen. Georg Perger, ASV Kortsch

Felsenfest versichert.

Mit dem „Schutzschild“ der TIROLER VERSICHERUNG ist Ihr Hof in besten Händen: Verlässlichkeit, verständliche Sprache und schnelle Hilfe sind für uns selbstverständlich.

www.tiroler.it

Vor Unterschrift lesen Sie bitte unser Informationsblatt.

Eduard Brunner im Antholz-Obertal:


Sport

Karl Pfitscher

Giro im Jahr 2005

Radsport: 24.-25. Mai 2013: Giro wieder im Vinschgau

Giro entdeckt Martelltal D

er Giro d’Italia ist eine Sportveranstaltung von großem Echo und entsprechender Werbung. Die Konkurrenz ist somit groß. Der Vinschgau verfügt über etwas absolut Einmaliges und das

ist das Stilfserjoch mit seinen 2758 Metern Höhe. Deswegen ist der Giro schon 9-mal durch den Vinschgau gefahren. Im Mai 2013 wird es das Jubiläum des 10. Males geben, diesmal aber in die Gegen-

richtung, von Bormio herauf und dann durch die 48 Kehren hinunter. Etappenziel wird das Martelltal sein. Am nächsten Tag Start in Schlanders mit dem Ziel - die weltberühmten Drei Zinnen von Lavaredo.

Die Initiative ist vom Tourismusverein Schlanders-Laas gestartet, wo Präsident Karl Pfitscher mit dem gesamten Ausschuss und Matthias Tschenett für Vinschgau Marketing eine wichtige Rolle gespielt haben. SchlandersLaas waren sofort interessiert, nahmen Kontakt mit Landeshauptmann Luis Durnwalder auf, welcher seine Unterstützung zusagte. Dann kamen die Kontakte mit Amtsdirektor Hansi Felder und am Ende kam das Zusammentreffen in Mailand. Karl Pfitscher sieht immer die Giro-Veranstaltung als Gesamtkonzept für den gesamten Vinschgau. Jetzt folgt die Gründung eines Organisationskomitees. Beim Giro selbst werden rund 1000 Leute erwartet. Inzwischen sind die Vorbestellungen schon im Gange. (lp)

ASV Prad Raiffeisen Werbering: Die Meinung von Daniel Riedl

Umbruch übertrifft Erwartungen A ls Verein der vielen Änderungen hat Prad auch heuer viel zu vermelden. Die erste Tatsache ist die Eroberung der Tabellenspitze beim vorletzten Spiel. Im Mai hat Daniel Riedl die Mannschaft übernommen, um eben den großen Umbruch zu verkraften. Aus verschiedenen Gründen stehen 8 Spieler nicht mehr für die erste Mannschaft zur Verfügung. Es ist verständlich, dass Studien- bzw. Berufsgründe oder Altersgründe für ein Ende der Karriere prioritär sind. Riedl freut sich über den Einsatz und den Trainingsfleiß der Spieler sehr und ist selbstverständlich

positiv überrascht über den guten Start der Meisterschaft. Riedl bleibt trotzdem bescheiden und auf die Fragen über die Ziele der Saison für Verein und Trainer antwortet er: „Unser Ziel ist es, so viel Spiele wie möglich positiv zu beenden. In dieser Meisterschaft werden ca. 25 Punkte notwendig sein, um den Klassenerhalt zu erreichen, was unser primäres Ziel ist.“ Wie schaut es heuer in der 2. Liga aus? „In dieser Liga wird teils guter Fußball gespielt, was mich beeindruckt. Ich denke, dass Kastelbell der absolute Titelfavorit ist und dahinter einiges passieren kann.“ (lp)

Manuel Tanzer und Stefan Kobler (im Bild gegen Schlanders), leider wie Christian Tscholl (rechts) stehen sie für Riedl momentan nicht zur Verfügung

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

51


Sport

SportWind

Eishockey Latsch

Kastelbell/Tschars:

Die eisfreie Zeit ist zu Ende

Charakter bis zur Tabellenspitze. Dass es Kastelbell ernst meint, wurde besonders im Spiel gegen Riffian deutlich. Es ging nämlich um die Tabellenspitze (am Ende zusammen mit Prad erreicht). Der Spiel-Anfang sprach für Kastelbell, aber 2 gute Chancen wurden nicht genutzt. Dann blieben die Riffianer zu 10., gingen aber kurz vor der Pause unerwartet in Führung. Nach Diskussion in der Heim-Kabine fing die zweite Hälfte an. Liridon Ahmedi (unten) und Lukas Schuler (oben) kippten das Ergebnis mit 4:1 für Kastelbell. Jeden Dienstag, beim ersten Training der Woche, wird je eine halbe Stunde für die Besprechung des letzten Spiels hergenommen. Während der Spiele notiert Sektionsleiter Remo Mengon systematisch das Geschehen, um konstruktiv reflektieren zu können.

Kastelbeller Hoffnungen. Mehr als

ein überzeugender Sieg war jener der Kastelbeller U 10. In der VSS Meisterschaft gewannen die von Franz Weithaler trainierten Jungs der Leistungsklasse A das vorletzte Spiel mit 12:0. (lp)

v.l.: Max Jennewein (4 Tore), Jeremia Weithaler (1 Tor), Jakob Pohl (5 Tore), 2 Tore wurden von David Pitigoi (nicht im Bild) erzielt.

52 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

E

ndlich ist es wieder soweit! Nach sechs langen Monaten ohne den schnellsten Mannschaftssport der Welt rutscht in Latsch wieder der Puck übers Eis. Bereits seit Mai schwitzen die Spieler des AHC Vinschgau, um topfit in die Saison 2012/13 zu starten. In der Jugendabteilung stellt der Verein jeweils eine Mannschaft in der U8 und U10. Da die Spielerdecke bei einigen Jahrgängen sehr dünn ist, wird der Verein in den Kategorien U12 und U14 mit dem ASV Prad zusammenarbeiten, die U16-Spieler werden beim HC Meran Junior spielen.

Auch in der Serie C, an der heuer elf Teams aus Italien teilnehmen, sind die Eisfix wieder am Start. Neben den erfahrenen Latscher Spielern haben heuer einige Nachwuchsspieler einen Stammplatz in der ersten Mannschaft erhalten. Nach dem jahrelangen Aufbau der eigenen Jugend war es nun an der Zeit, den „jungen Wilden“, die in den vergangenen Jahren hart an sich gearbeitet und sich stets verbessert haben, die Chance zu geben, sich dort zu beweisen. Zudem werden heuer wieder Spieler aus Prad und dem Burggrafenamt die Eisfix verstärken.

Das erste Spiel der neuen Saison bestreitet der AHC Vinschgau Eisfix Volksbank auswärts gegen Chiavenna. Das erste Heimspiel bestreiten die Hockeycracks am 27. Oktober um 20 Uhr gegen den SG Malé Val di Sole, eine Woche später trifft das Team im IceForum auf den HC Valpellice. (sam)

Laas

Anna Stricker - Radsport-Stern geht auf

D

ie Mitschülerinnen, Mitschüler und Lehrpersonen überraschten die erfolgreiche Radsportlerin Anna Stricker bei ihrer Rückkehr in die Klasse spontan mit einem Kuchen und feierten mit ihr. Die Süßspeise hatte Sportlehrerin Jessica Colò kurzfristig organisiert. Die Maturantin an der Handelsoberschule mit Schwerpunkt Sport in Schlanders kann auf ein äußerst erfolgreiches Sportjahr 2012 zurückblicken. Stricker eroberte den Italienmeistertitel (Borgo Valsugana) und den Vize-Europameistertitel (Goes Niederlande). Die Teilnahme an der Jugend Europameisterschaft in Valkenburg (Niederlande) krönte Stricker mit Silber. Und Bronze schaffte sie bei der Junioren Weltmeisterschaft in Limburg (Niederlande) Der Stern der jungen Laaserin ist 2012 am Radhimmel richtig aufgegangen. Mit ihren großartigen Leistungen unterstreicht sie, dass sie mittlerweile zu den größten Radsport-Talenten Europas zählt.

Die erfolgreiche Radsportlerin Anna Stricker aus Laas wurde zweimal überrascht; einmal von der Klassengemeinschaft und einmal offiziell von der Schulgemeinschaft

Das hatte der italienische Nationaltrainer Edoardo Salvoldi längst erkannt, als er sie für die internationalen Rennen nominierte. Die Ergebnisse geben ihm Recht. Trainiert wird die junge Laaser Athletin von Massimo Cisotti und von ihrem Vater Markus Stricker. Mit dem Radfahren hat Anna mit acht Jahren begonnen. Mittlerweile tritt sie täglich in die Pedale. Am vergangenen Freitag fand in der HOB die offizielle Ehrung der Radsportlerin statt, bei der im Kreise von zahlreichen Ehrengästen ihre großartigen Leistungen gewürdigt wurden. Ihr Talent hat Anna Stricker mit Trainingsfleiß, Willensstärke und Konsequenz in Erfolge umgemünzt, die nicht nur die Schulgemeinschaft stolz machen, sondern auch die Laaser Bürger und die Radsportbegeisterten in ganz Südtirol. „Erste Ziele habe ich mit der WM-und EM-Teilnahme heuer erreicht. Mein großes Ziel ist die Olympiade in Rio de Janeiro 2016.“ (mds)


Sport

Martell

Biathleten bereiten sich auf WM vor Roland Ruepp in Aktion. Der erfolgreiche Behindertensportler ist mit Edelmetallen von Weltmeisterschaften und Olympiaden dekoriert. Im Biathlon will er es noch einmal wissen

D

ie italienische BiathlonNationalmannschaft der BehindertensportlerInnen hielt sich Ende September ein Wochenende lang zu einem Trainingslager in Martell auf. Sechs Sportler und eine Sportlerin nutzten die Biathlon-Struktur mit neuer Rollbahn und dem Schießstand, um sich zum einen auf die kommenden WeltcupBewerbe vorzubereiten, die im November beginnen, und zum

anderen auf die Weltmeisterschaft in Solleftea (Schweden) vom 21. Februar bis 04.März 2013. Die Biathleten im Behindertensport laufen je nach Bewerb Distanzen von 7,5 km oder 12,5 km. Sie zielen mit ihren Luftdruckgewehren ausschließlich liegend auf eine zehn Meter entfernte Scheibe. Die Gewehre werden den Athleten am Schießstand gereicht. Unter den Teilnehmern in Martell befand

WELLNESS & KUREN

BUSREISEN

- ISCHIA im Herbst:

- LIGURIEN – Kunst an der Blumenriviera Samstag, 27.10. bis Mittwoch, 31.10.2012

wöchentliche Fahrten ab sofort bis 24.11.12 auch 10-11 Nächte möglich Fragen Sie nach dem detaillierten Katalog!!! - BAD FÜSSING 13.11. bis 18.11.2012 FLUGREISEN ZYPERN in den Semesterferien 09.02. bis 16.02.2013

-

sich als einziger Südtiroler der Langlauf Olympiasieger Roland Ruepp aus Schluderns. Neben seinen zwei Goldmedaillen im Langlauf hatte er bei den Paralympics in Salt Lake City 2002 auch eine Bronzemedaille im Biathlon gewonnen. Diese ist allerdings damals in der allgemeinen Euphorie um die zwei Langlauf Olympiasiege etwas untergegangen. „Biathlon hat mich immer schon gereizt und

ich will es in dieser Disziplin noch einmal versuchen“, so Ruepp. „Ich habe einen neuen Schlitten konstruiert, das hat einen Reiz und bedeutet für mich eine neue Herausforderung“. Sein Ziel ist die Olympiade in Sotschi 2014 (Russland), wo er noch einmal an die einstigen Erfolge anknüpfen möchte. Es ist ihm aber bewusst, dass es schwer werden könnte. Den Marteller Betreibern der Biathlon-Anlage spricht Ruepp große Anerkennung aus. „Alles war bestens hergerichtet und wir wurden bestens betreut. Die Anlage auf 1.700 Metern Meereshöhe entspricht allen Anforderungen, um Großveranstaltungen zu organisieren. Die Behindertensportler werden sich möglicherweise Anfang März 2013 wieder in Martell zu den Italienmeisterschaften treffen. (mds)

Frühlingstraum MALLORCA 17.03. bis 24.03.2013

- Kunst & Weingenuss in NORDSPANIEN 19.05. bis 25.05.2013

39011 Lana – Hofmann Platz 1 Tel.: 0473 56 30 71 info@martinreisen.com – www.martinreisen.com

- Shopping in MAILAND mit LAGO MAGGIORE Samstag, 03.11. bis Sonntag, 04.11.2012 - ROM – die ewige Stadt Sonntag, 11.11. bis Mittwoch, 14.11.2012 - Gourmetreise TOSKANA Montag, 12.11. bis Donnerstag, 15.11.2012 - WIEN – BUDAPEST – PLATTENSEE Mittwoch, 14.11. bis Sonntag, 18.11.2012 - Oberkrainer Volksfest in BLED Samstag, 17.11. bis Sonntag, 18.11.2012 - PRAG die goldene Stadt Freitag, 07.12. bis Sonntag, 09.12.2012 - LEIPZIG,WEIMAR & CHEMNITZ Samstag, 08.12. bis Dienstag, 11.12.2012 - Silvesterfahrt nach Köln Rhein in Flammen mit Neujahrskonzert von ANDRÈ RIEU Sonntag, 30.12. bis Mittwoch, 02.01.2013 - FLANDERN Reise Sonntag, 10.02. bis Freitag, 15.02.2013

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

53


Sport

Mals - Andreas Fabi

Laas

Sport und Verwaltung

D

er Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Andreas Fabi (Bild) hat 15 Jahre in der im Jahr 1967 gegründeten Kampfmannschaft von Mals - in der 3. Liga - gespielt. Er trug die Nr. 10 und der spätere BM Albert Flora war Libero. Fabi war später auch Mittelstreckenläufer und dann spielte er bei den Altherren von Tisens, wo er wohnt. Fabis Frau Elisabeth Lochmann ist Schwester von Alfred, der in Schlanders, Goldrain und Lana spielte. (lp)

Sportbar Sisinius als Beispiel D ie Führung einer Bar in Sportzentren ist bekanntlich nicht leicht, wie auch die Meinungen der befragten Pächter sowie der häufige Führungswechsel bestätigen. Hauptgrund ist die starke Konzentration der Tätigkeit, hauptsächlich am Sonntag und auch in bestimmten Momenten vor und nach den Veranstaltungen oder der Fußballspiele sowie in den Pausen nach der ersten Halbzeit. Die Bar des Sportzentrums Sisinius von Laas, von Architekt Arnold Gapp projektiert, ist harmonisch gestaltet, geräumig, transparent - einfach schön. Nach Ernesto Sanson und Holger Vieider ist jetzt der Schludernser Simon Klotz seit Februar am Zug. Was das Personal betrifft, unterstreicht Simon, dass „man für das Wochenende Verstärkung einstellen muss.

Simon und Andrea mit dem sichtbar gut gelaunten Personal in der Mitte

Die Struktur ist Gemeindebesitz und durch den Sportverein verwaltet. Die Miete ist günstig, ideal, damit junge Leute eine Bar-Tätigkeit beginnen können. Mit der Fünf-Tage Woche der Schule ist der Frei-

tag-Abend gut besucht.“ Simon hat, zusammen mit seiner Frau Andrea Burger aus Stilfs, die Arbeit gefunden, welche ihren Charakteren entspricht: Beide lieben und pflegen nämlich Kontakt mit den Leuten. (lp)

Uster Jenesien Tegernsee Berlin

Die Herbstsaison hat begonnen D

er Vereinsausflug des Rennerclubs Vinschgau fiel heuer mit dem für viele Renner wichtigen Berghalbmarathon auf dem Soltn zusammen. So fuhren nur 10 LäuferInnen nach Uster, Kanton Zürich, um ihre Form zu testen (für Gerald und Helmut war’s ein Marathontest). Die beiden, sowie Monika Siller, Theo Plangger und Gebi Erhard liefen den Halbmarathon um den Greifensee auf sehr welliger Strecke. Die 10 km bewältigten Lotte Stecher, Petra Waldner, Elmar Koch, Kassian Paulmichl und Georg Thanei. Regnerisches Wetter und ein kühles Lüftchen sorgten für schnelle Zeiten. Beim erwähnten Lauf auf dem Soltn waren 20 aus dem Vinschgau dabei und sie holten sich prompt die Mannschaftswertung. Die meisten Punkte 54 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

Dietmar Waldner und Konrad Hanni in Berlin

holten Michael Burger als 5. insgesamt und 3. seiner Klasse, Anton Steiner und Helmut Platzgummer (Sieger ihrer Kategorie bzw. 12. und 14. insgesamt), Konrad Schwalt (gesamt 16. und 5. in der AK), Rudi Schöpf (4.), Helmut Pazeller (3.), Michael Lutz, Werner Rufinatscha, Florian Kuppelwieser und Erwin Bal-

dauf (jeweils 7.) und natürlich die sehr starken Damen, wie Petra Pircher und Tamara Schwienbacher (4.) und Dunja Pitscheider (8.). Einen schnellen Halbmarathon um den Tegernsee rannten Andrea Riedl (3.), Manuel Koch (insegasmt 17. und 9. seiner Klasse) und Donny (12.). Die 10 km liefen Roswitha Kofler

und ihr Mann (jeweils Platz2). Berlin-Marathon zum 50.: Dieses große Ziel hatte sich Dietmar Waldner heuer gesetzt; und er erreichte es mit einer Zeit unter 4 Stunden (3:55). 8 Minuten schneller als beim Wien-Marathon war Peter Pfeifer: „Die Einteilung des Rennens war nicht perfekt, aber ich bin zufrieden. Ein erstes Statement aus dem Hochgefühl heraus: Die Stimmung in Berlin war unglaublich, jubelnde Zuschauer fast auf jedem Meter entlang der Strecke. Die Temperaturen waren perfekt (obwohl der Wind ziemlich kühl war). Fazit: Das macht Lust auf mehr Marathons und sicher noch einmal den Berliner“. Seinen ersten Marathon lief auch Thomas Hanny in Berlin und schaffte ihn auf Anhieb in 3:22. Helmut Zischg


Anzeiger

Kaufen/Verkaufen Apfelwurzelstöcke

Schluderns Tel. 0473 61 51 05

zu verschenken

Gebrauchte Betonsäulen 7x7cm günstig abzugeben Tel. 348 74 00 688

Junglandwirt sucht

Pachtgrund im Raum Naturns/Plaus Tel. 333 98 56 646

Richtigstellung! Herr Ratschiller stellt richtig, dass die Treppe im Inserat der Sonderbroschüre „Holz“ von Ernst Pohl Tarsch gefertigt und von der Firma Ratschiller oberflächenbehandelt wurde. Sollte etwas anders suggeriert worden sein, entschuldigt sich die Fima Ratschiller hiermit.

Glückwünsche

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

55


Anzeiger

Kaufen/Verkaufen/Immobilien Schöne 3-Zi-Wohnung teilmöbliert, mit Wohnküche und

Keller im Zentrum von Laas an Einheimische zu vermieten Tel. 338 25 95 189

Reinigung von Teppichböden und losen Teppichen, Matratzen und Polster-Gruppen. Tel. 346 23 84 234

Beistellherd/Ofen 65 x 60 x 40 Postkästchen 33 x 26 x 10 Autoradio Tel. 0473 96 72 61

Freiberufler (keine Mitarbeiter)

Kleinraumbüro

im Raum Kastelbell bis Naturns Tel. 338 / 19 72 407

Große Lagerhalle in Latsch zu verkaufen Tel. 0473 62 32 45

Geschäftslokal, 55 m , 2

im Zentrum von Mals zu günstigen Konditionen zu vermieten Tel. 346 76 26 072

Fördert die regeneration und Verjüngung der Haut.

kpl, Solaranlagen, Hygiene und Pufferspeicher, Holz und Pelletskessel direkt vom Hersteller (auch mit Montage) preiswert ab Lager Meran zu verkaufen. Ikarus Solarsysteme Tel. 335 59 18 485

Glatter Teint ohne Skalpel – für neidvolle Blicke

Zu verkaufen: Schlanders: 2- und 3Zimmerwohnungen im Dachgeschoss ab € 185.000 Schlanders-Vezzan: Neuwertige 4-Zimmerwohnung, 125 m², edle Ausstattung, viele Extras Latsch-Morter: Möblierte, sehr gemütliche Kleinwohnung mit Garage um € 75.000 Plaus: Teilmöblierte 2-Zimmer-Mansardenwohnung um € 98.000 Partschins: Gemütliche 2-Zimmerwohnung in ruhiger Lage um € 160.000

r

Gasthof (mit 25 Betten) im Ortskern von Prad: Bar – Restaurant – inkl. Wohnung ab Mitte November zu sehr guten Konditionen zu verpachten Infos unter Tel. 347 03 05 829 Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ... www.wohntraeume.it

Mieter aufgepasst!! Laas-Zentrum: Sanierungsbedürftige 3-Zimmerwohnung im Dachgeschoss um Euro 120.000 zu verkaufen! Heidelinde Gurschler · Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 heidelinde@wohntraeume.it

Heidelinde Gurschler · Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 heidelinde@wohntraeume.it

Gut für den Ausblick IDEENSERVICE

Lagerbestand ab Werk.

Gutgsell

Fenster - Finestre

I-39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 39 0473 616666

Volksbefragungen in Mals und in Taufers i.M. Im Hinblick auf die bevorstehenden Volksbefragungen am Sonntag, den 25. November 2012 in den Gemeinden Mals und Taufers im Münstertal - die Zukunft des Rambaches betreffend – steht der “Vinschgerwind” allen Position beziehenden Personen und Institutionen für entgeltliche Anzeigen zur Verfügung. Zur Auswahl stehen folgende Anzeigemöglichkeiten mit entsprechenden Preisangaben:

Beilage (DIN A4)

www.fensterbau.it

r r

Messner Immobilien Tel. 335 12 07 248 www.messnerimmobilien.it verkauft • Baugrund für ein Reihenhaus oder Eckreihenhaus oder Doppelhaushälfte oder Einfamilienhaus in Naturns • Total sanierte Wohnung bestehend aus 2 Schlafzimmern, Wohnzimmer mit Kochecke, Bad, Keller, Dachgeschoss, Garten in Schluderns, Euro 140.000 • Wohnprojekt mit Einfamilienhaus und verschiedengroße Wohnungen in Eyrs

Reinigung von Teppichen

mit Fleckenbeseitigung Gratis Abholdienst Preis: 30 – 50 Euro www.teppichreinigung.it Tel. 335 58 73 528 Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ... www.wohntraeume.it

Mittelvinschgau: Gut eingeführter Gastbetrieb mit Betriebswohnung, eventuell auch als Investitionsobjekt, zu verkaufen! Heidelinde Gurschler · Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 heidelinde@wohntraeume.it

Stellenmarkt

Euro 400

Zuzüglich 21 % Mehrwertsteuer. Die Beilage wird den VinschgerwindZeitungen in den Gemeinden Mals, Taufers und Münstertal beigelegt. Zahlung: 30 Tage nach Rechnungslegung; Vormerkungen per Fax (0473732451) oder direkt im Büro werden ab sofort (ab 18. Oktober 2012) vorgenommen. Die Aufträge müssen alle wesentlichen Elemente (inkl. Steuernummer) enthalten und mit leserlicher Unterschrift versehen sein. Des Weiteren gelten die allgemeinen Gechäftsbedingungen, die zu Bürozeiten (8-12 und 14-17 Uhr) in der Dantestraße 4, Schlanders, eingesehen werden können.

Info Media GmbH, Albert Flora

18.10.12

2NENQS RHBGSA@QDQ $QENKFå

Nur exklusiv bei:

Neue Fenster aus

56 Der Vinschger Wind 21-12

Zur Behandlung von: r '@TSTMQDHMGDHSDM AHR GHM YT JMD r %@KSDM KSDQREKDBJDM r /HFLDMSRSÙQTMFDM

r

Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ... www.wohntraeume.it

Günstig zu verkaufen:

sucht

Sonnenkollektoren,

Die Dreiländerapotheke Graun sucht ab sofort eine freundliche und engagierte

Apotheker/in oder Apothekenhelferin/PKA in Voll- oder Teilzeit Tel. 0473 63 21 19

Haideralm AG sucht für die Wintersaison 2012/13 für Tagesbetrieb im Bergrestaurant:

• 2. Koch/Köchin • Barist/Baristin für IGLU-Talstation:

• selbständigen Barist/ Baristin

Tel. 0473 63 46 28 oder 346 85 53 990 – info@haideralm.it


Anzeiger

Stellenmarkt Südtiroler Gewerkschaftsbund Bezirk Meran Vinschgau Unione Sindacale Territoriale Merano – Val Venosta

Wir suchen DICH! ….

eine/n motivierten Mitarbeiter/In bzw. ein/e Pensionist/in

für die zukünftigen Steuerperioden in unserer Außenfiliale in Mals. Du solltest lernfähig, sowie im Besitze guter Italienisch-, und PC-Kenntnisse sein. Einschulung und Einarbeitung in das Steuerrecht erfolgt durch den SGBCISL CAF/Steuerservice. Kontakt: B ezirkssekretär: Walter Gasser Tel. 0473 497193/Meran oder Filiale Mals – Gen.-Verdross-Strasse Tel. 0473 831418

Latsch Laces

Wir suchen eine/n motivierte/n, fleißige/n

Raumpfleger/in

Wir suchen einen

Geometer oder Technischen Zeichner (m/w) für den Bereich Projekt- und Prozessmanagement Ihre Aufgaben: • Im Bereich Produktion-, Projekt- und Prozessmanagement bringen Sie sich zielführend ein und gestalten Abläufe maßgeblich mit. • Als wichtige Schnittstelle zwischen verschiedenen Fachbereichen wie Management, Produktion, Einkauf und Qualität, aber auch zu Kunden und Lieferanten sind Sie verantwortlich für die Einhaltung und Umsetzung von Vorgaben und Prozessen. • Die Termin- und Budgetplanung sowie die Kontrolle der Einhaltung obliegen Ihnen ebenfalls. • Unterstützung der Projektleitung bei der Erreichung der Zeit-, Budget- und Qualitätsziele • Organisation der Teams und der Unterprojekte als Assistenz der Produktions- und Geschäftsleitung • Reporting der Projektergebnisse Ihr Profil: • Abschluss einer technischen Oberschule sowie Erfahrung im Bau- und Produktionsbereich sind Ihre Basis. • Interdisziplinäres Arbeiten, Begeisterungsfähigkeit, Dynamik, kommunikatives Geschick und Durchsetzungsvermögen zeichnen Sie ebenso aus wie Teamfähigkeit. • Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift. • Aufgeschlossenheit gegenüber internationale Kontakte und Mitarbeiter sind für sie selbstverständlich.

in Teilzeit (20 Stunden) als Mutterschaftsersatz! Sie sind flexibel, genau und zuverlässig?! Arbeitszeiten: Vormittags; Senden Sie ihre Bewerbung mit Lebenslauf und Foto bitte an info@vivalatsch.it Informationen: 340 2452172

HANGL‘S SPORT UND MODE liegt mitten im Zentrum des bekannten Schweizer Zollfrei-Ortes Samnaun, direkt am Fuße der internationalen Skiarena Samnaun/Ischgl. Geschulte Mitarbeiter rund um Skiweltmeister Martin Hangl sind Basis unseres Erfolges. Wir suchen ab Beginn der Wintersaison 2012 / 2013 (Ende Nov. 2012) oder nach Vereinbarung:

Freizeitmode-Verkäufer/in (m/w) Sportmode-Verkäufer/in (m/w) Sport- und Modebrillen-Verkäufer/in (m/w) :: Sie haben Erfahrung im Verkauf von hochwertigen und exclusiven Marken :: Berufsanfänger sind ebenfalls willkommen, Voraussetzung ist eine abgeschlossene Lehre im Bereich Sport, Textil oder Optik. WIR BIETEN:

Unser Angebot: • Mitarbeit in einem internationalen, aufgeschlossenen, jungen Team mit interessanten Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten • Leistungsorientierte Vergütung

• Saison- oder Jahresstelle • freie Unterkunft und Verpflegung • sehr gute Entlohnung • geregelte Freizeit mit attraktivem Freizeitangebot • Förderung durch Schulungen und Weiterbildung • attraktives Arbeitsumfeld in komplett umgebauten und neu eingerichteten Geschäftsräumen

Schicken Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung an

Wenn Sie gerne engagiert und verantwortungsbewusst in einem erfolgreichen Team arbeiten möchten, dann freuen wir uns auf Ihre schriftliche Bewerbung mit beigefügtem Foto.

Lasa Marmo GmbH, Herrn Erich Tscholl, Marmorstr. 4, 39023 Laas (BZ) oder via E-Mail an erich.tscholl@lasamarmo.it

KONTAKT: Martin Hangl od. Elisabeth Federspiel

Tel. 00 41 / 81 / 861 93 30 – sport@hangl.ch

w w w. h a n g l . c h

Die Lasa Marmo GmbH/Lechner Marmor AG ist ein Traditionsunternehmen mit Sitz in Laas (BZ), tätig im Abbau und der Verarbeitung des weltberühmten Laaser Marmors.

HANGL‘S SPORT UND MODE Dorfstrasse 5 · CH-7563 Samnaun-Dorf

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

57


Anzeiger

Stellenmarkt

Wir suchen ab sofort

Raumpflegerin für Ferienwohnungen in Samnaun für die Wintersaison 2012/13 ab Mitte Dezember für samstags gesucht Tel. 0041 41 850 54 05 (ab 13 Uhr)

• Verkäufer/in

Wind-Termine

für Lebensmittelgeschäft in Morter

• Verkäufer/in

für Marktstand mit Führerschein B Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung: Bäckerei Egger katharina@eggerbrot.com +39 366/6684248

Die Firma FORM-TEC KG, tätig im Bereich Werkzeug und Formenbau, sucht zum sofortigen Eintritt bzw. nach Vereinbarung einen

Maschinenschlosser Geboten werden angemessene Einschulung und leistungsgerechte Entlohnung. CNC Kenntnisse gewünscht, können aber auch bei uns erlernt werden. Verlangt wird Bereitschaft zur Schichtarbeit und persönlicher Einsatz.

Bewerbungen bitte an: Form-tec KG Glurnserstraße 38 39020 Schluderns Tel. 0473 616 859 / 348 150 29 48 E-mail: franz.s@form-tec.it

Finden statt suchen Welche homöopathische Arznei Viktor Lerke passt zu mir? Presidente

Socied

Camino 8 Die Funktion Toscas verstehen de = dieMagnolia Arznei erkennen! Las Candias, 38300 Die neuesten Erkenntnisse ausLa derOrotava Quantenlogischen Medizin Tenerife , España Tel: 0034 619 Diskussionsrunde 92 73 10 Mit anschliessender

Medicina

Wann: Mi., 31. Oktober 2012 um 20.00 Uhr Wo: Schloss Goldrain Referent: Viktor Lerke weitere Infos: www.viktorlerke.com Eintritt: kostenlos

AM MITTWOC U SCHLO SCHLOS Orchester Monteverdi 39021 GOLDRAIN ,SÜDT Dirigent: Emir Saul

FINDEN

Wann: Freitag, 19. Oktober 2012 um 20.00 Uhr Wo: Kulturhaus Karl Schönherr, Schlanders Was: Beethoven: Symphony No. 6 “Pastorale” Beethoven: Piano Concerto No. 2 Pianoforte · Klavier: Arseni Sadykau

STATT SUCHE

Welche homöopathische Arznei passt

Jahrestag/Danksagungen

Weinet nicht. Ich hab es überwunden. Ich bin erlöst

Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung

Kaufmännische(n) Angestellte(n) mit Handelsoberschul-Abschluss

Ihr Arbeitsbereich umfasst: das Rechnungswesen/die Buchhaltung, das Geldwesen, den Zahlungsverkehr sowie allgemeine administrative Arbeiten. Ihre Arbeitszeiten sind von Montag bis Freitag, 9.00 Uhr – 18.30 Uhr. Ihr Arbeitsort liegt in der Zollfreizone Samnaun. Sie sind engagiert, selbständig, aufmerksam, exakt und fleissig, haben gute EDV- und Buchhaltungskenntnisse? Wir bieten Ihnen eine interessante, abwechslungsreiche Aufgabe mit grosser Verantwortung und Selbständigkeit. Ein gut eingespieltes und motiviertes Team freut sich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. Auskünfte und Bewerbungen: Acla da Fans, Zollfreies Einkaufscenter, Bettina Zannier, CH-7560 Martina Telefon 0041/81 861 84 20 oder b.zannier@acla-da-fans.ch

58 Der Vinschger Wind 21-12

18.10.12

Von Schmerz und Pein, denkt gern zurück an mich inArzne Die Funktion verstehen = die schönen Stunden und lasst mich in Gedanken bei euch sein.

Danksagung

Die neuste Erkenntnisse aus der Quantenlogi

Alfred Schwienbacher *12.11.1946 † 26.09.2012 Schlanders

mit anschliessender Diskussionsrunde

Außerstande allen einzelnen zu danken, sagen wir Vergelt’s Gott Eintritt kostenfrei für die vielen tröstenden Worte, für das stille Gebet und eine stumme Umarmung, für alle Zeichen der Liebe und FreundSpenden zugunsten der Gesellschaft für Quantenlogis schaft, für einen Händedruck, weil Worte fehlen, für die zahlsindder willkommen reiche Teilnahme an den Rosenkränzen und Beerdigung. Danken möchten wir auch den Ärzten und Krankenschwestern. Die Trauerfamilie , www.vik weitere Information: www.med-c-l.com

Camino Toscas de Magnolia 8, Las Candias, 38300 La Oro Tel.: 922 33 05 16 móvil: 619 92 73 10 Fredy Schöpf E-Mail: viktor.lerke@mac.com website: www.med* 20.10.1966 † 17.10.2007 Prad

Man sagt die Zeit heilt Wunden gäbe es nur nicht diese bitteren Stunden. Dein Platz zu Hause ist leer. Wir gedenken deiner bei der Hl. Messe am Samstag, den 20. Oktober, um 18 Uhr in der Pfarrkirche Prad. Danke allen, die daran teilnehmen. Anita mit Julia & Dominik


Anzeiger 2-tägige Adventsfahrt

Ulm und Memmingen

Sa. 1. â&#x20AC;&#x201C; So. 2. Dez. 2012

Herbstaktionswochen Mi. 24. Okt. â&#x20AC;&#x201C; Sa. 10. Nov.

FrĂźhzeitige Anmeldung: Tel. 0473 668 058 Prokulus Reisen-Schupfer

Damenund Herrenhosen

Ganzheitliche Gesundheitsgymnastik, KĂśrpergerechte

â&#x20AC;&#x201C;10 %

Bewegung, Osteoporoseprävenzion donnerstags ab 18. Okt. um 20 Uhr (10 Einheiten) Infos unter Tel. 349 54 12 652

*2/' 81' 6,/%(5+$1'(/ 6WHIDQ +RKHQHJJHU $Q 9HUNDXI YRQ $OWJROG 6LOEHU =DKQJROG 6FKPXFN 6RIRUWDXV]DKOXQJ QDFK 7DJHVNXUV 6FKODQGHUV .LUFKEUHLWVWU 7HO +DQG\ ZZZ KRKHQHJJHU LW

Allfälliges/Weiterbildung

Laas Tel. 0473 626 553

AUTO-ANKAUF

Sie mĂśchten Ihr Auto verkaufen? Wir nehmen alles ... Pkws, Busse, Lkws, Fa. Fahrzeuge ab â&#x20AC;&#x2122;98 mit und ohne Collaudo, mit vielen km, auch Unfallwagen und nicht fahrbereite Fahrzeuge ... und zahlen HĂśchstpreise und bar! Inkl. Abmeldung!

Naturns â&#x20AC;˘ HauptstraĂ&#x;e 26

Der traditionelle Herbstmarkt in Laatsch bei Mals

Auch an Sonn- & Feiertagen erreichbar:

Tel. 342 37 92 000 kfzankauf@gmx.com SeriĂśse Abwicklung!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Danke fĂźr die Hilfe nach dem Unfall Am Freitag, den 28.September 2012 ereignete sich auf der HauptstraĂ&#x;e bei Schluderns eine schwerer Unfall, bei dem die Jugendlichen Werner Wegmann und JĂśrg Donner erheblich verletzt wurden. Die Hilfe kam schnell, von vielen Seiten. Wir danken den Helferinnen und Helfen vom WeiĂ&#x;en Kreuz â&#x20AC;&#x201C; Sektion Mals, dem Notarzt, den Männern der Freiwilligen Feuerwehr Schluderns, den Carabinieri von Schlanders und Reschen, allen Menschen, die uns in irgend einer Form Beistand geleistet haben und noch leisten. Danke den Ă&#x201E;rzteteams in den Krankenhäusern von Schlanders und Bozen. Die Familien Wegmann und Donner, Schluderns

Allgemeine Weiterbildung SPINNKURS REFERENT/IN TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Maria Theresia Eller Sa, 27.10. â&#x20AC;&#x201C; So, 28.10.2012 09.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 16.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen Erlebnisschule Langtaufers 60 Euro Mo, 22.10.2012

ARBEITSSICHERHEIT FĂ&#x153;R ARBEITNEHMER REFERENT/IN JĂźrgen Hafner TERMINE Mo, 29.10. â&#x20AC;&#x201C; Di, 30.10.2012 UHRZEIT abhängig von der Risikoeinstufung des Betriebes lt. ATECO-Sektoren ORT GWR Spondinig Kursbeitrag abhängig von der Risikoeinstufung des Betriebes lt. ATECO-Sektoren ANMELDESCHLUSS Di, 23.10.2012

ENGLISCH FĂ&#x153;R ANFĂ&#x201E;NGER (STUFE II) REFERENT/IN TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Michaela Parth Mo, 05.11. â&#x20AC;&#x201C; Do, 06.12.2012 (jeweils Mo und Do) 19.30 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 21.30 Uhr, insgesamt 10 Treffen OSZ Mals 130 Euro Mi, 31.10.2012

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf unserer Homepage www.gwr.it

und viel Musi

KRAUT KAS KESCHTN VIECHER BROT KLAMOTTN SAURE GULASCH UND

AUFFRISCHUNGSKURS WINDOWS 7 und MS-OFFICE 2010 REFERENT/IN Patrik Tschenett TERMINE Sa, 10.11. + Sa, 17.11.2012 (jeweils Sa) UHRZEIT 14.30 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 18.30 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 60 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 05.11.2012

FOTOS UND BILDER MIT ADOBE PHOTOSHOP BEARBEITEN FĂ&#x153;R ANFĂ&#x201E;NGER UND LEICHT FORTGESCHRITTENE REFERENT/IN TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

GĂźnther Fritz Mo, 12.11. â&#x20AC;&#x201C; Di, 27.11.2012 (jeweils Mo und Di) 19.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 21.00 Uhr, insgesamt 6 Treffen OSZ Mals 100 Euro Mi, 07.11.2012

DIE VIELFALT DER KARTOFFEL IN DER KĂ&#x153;CHE REFERENT/IN Erwin Folie TERMINE Di, 13.11. â&#x20AC;&#x201C; Fr, 16.11 2012 (Di, Do und Fr) UHRZEIT 19.30 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 23.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 75 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 07.11.2012

Info â&#x20AC;&#x201C; Anmeldung:

HauptstraĂ&#x;e 1 â&#x20AC;&#x201C; Bahnhof Spondinig â&#x20AC;&#x201C; 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 â&#x20AC;&#x201C; E-mail: info@gwr.it Ă&#x2013;ffnungszeiten: Mo â&#x20AC;&#x201C; Do: 08.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 12.00 Uhr

18.10.12

Der Vinschger Wind 21-12

59


Volkswagen empfiehlt

Volkswagen Winterreifen Service. Weil alle Autos sich die Volkswagen Qualität verdienen.

BERNI

2: 27.10.201 Samstag ktion* a n terreife in W e ß ro G für Sie! ngeboten ra e p u S it m

www.volkswagen.it

WIN

Mit Volkswagen ter gewinnen Sie an Sicherheit und mit etwas Glück auch in unserem Gewinnspiel! Sobald die Temperatur unter 7 Grad sinkt, vertrauen Sie am besten der Erfahrung von Volkswagen Service. Die einfachste Art, um auf Nummer sicher zu gehen und dabei einen der tollen Preise zu gewinnen. Entdecken Sie die Details unter www.volkswagenwinter.it

Winterreifen für den Golf schon ab

€ 313,00

(Für Golf, Golf Plus und Golf Variant - Angebot gültig bis 30.11.12, solange Vorrat reicht)

Damit Ihr Volkswagen ein Volkswagen bleibt. Volkswagen Service.

Auto Brenner

MotorUnion

BOZEN - Lanciastraße 3 - Tel. 0471 519450 BRIXEN - Bahnhofstraße 32 - Tel. 0472 519450 NEU: BRUNECK - J.-G.-Mahl-Straße 32 - Tel. 0474 572111 www.autobrenner.it

MERAN - Goethestraße 37 Tel. 0473 519450 www.motorunion.it

* Samstag, 27.10. ganztägig für Sie geöffnet - Vormerkung erbeten - gesetzliche Winterreifenpflicht ab 15.11.2012!


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Zeitung Vinschgerwind 21-12 Bezirk Vinschgau by Vinschgerwind - Issuu