Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen
Nr. 20 (186) 04.10.12 I.P. 8 Jg.
www.vinschgerwind.it
Investor im Schlepptau
Neue Betten für Kurzras BM Karl Josef Rainer bremst
zbroschüre 2012“ Mit Wind-Spezial „Hol
Georg Lechner, Mitglied seit 1998 Laaser Marmor
„Beim Marmorabbau in Laas gelingt es, eine Tradition gewinnbringend fortzuführen. Genau wie bei meiner Bank.
100% überzeugt. Von meiner Bank.“
www.volksbank.it
Inhalt
Kommentar
Inhalt Schlanders: Die Konsortialpauschale nachgereicht
Seite 4
Naturns: Das austarierte System bei der IMU
Seite 4
Schnals: Der ungeliebte Ensembleschutz
Seite 5
Mals/Bozen: Die nachträgliche Sanierung
Seite 5
Schlinig: Rätsel gelöst: „Amannsäule“?
Seite 5
Titel (Bild): Leo Gurschlers Erben
Seite 6
Stilfs: Vom Großen zum Kleinen
Seite 8
Schnals: Treffpunkt Ötzifundstelle
Seite 8
Prad: Gottfried Tappeiner bei den Bankern
Seite 9
Leserbriefe
Seite 10
Menschen: Lahsen Mouzouni, Marokko - Schlanders
Seite 15
Naturpark Kaunergrat/Vinschgau: Gemeinsam Grenzen überwinden
Seite 16
Vinschgau: Theater-Bezirksspiel verursacht Bauchweh
Seite 19
Kultur: Die Rückkehr der Schafe - Langtaufers
Seite 20
Vinschgau: Die Woche der Romanik
Seite 22
Partschins: Partschins hat ein Dorfbuch
Seite 23
Burgeis: Almabtrieb mit Gästeehrung
Seite 24
Sonderthema: Die Wahl des Architekten, Bauen, Sanieren
ab Seite 30
von Chefredakteur Erwin Bernhart
IMU Bei den Gemeinderatsbeschlüssen, die IMU - die Gebäudesteuer betreffend, wird eines deutlich: Zwischen den Apfelbauern und dem Rest der heimischen Wirtschaft besteht eine große Kluft. In Naturns tragen die Bauern mit insgesamt rund 60.000 Euro zu den mehr als 2 Millionen Euro an der IMU bei. In Schlanders ist es ähnlich. Dabei nehmen mittlerweile die Genossenschaftsbauten -neben den Kirchen - eine prägende Rolle in den Dörfern ein. Dass die IMU aus Rom kommt und dass es der Frau SVPSenatorin Helga Thaler Ausserhofer dort gelungen ist, die Bauern grundsätzlich von der IMU zu befreien, ist wenig tröstlich. Auch ist es wenig tröstlich, dass das Land für die Bauern dann die 2 Promille eingeführt hat, um den Frieden im Land nicht völlig aufs Spiel zu setzen. Ich plädiere dafür, eine steuerliche Unterscheidung zwischen den Apfel anbauenden Talabauern und den Vieh haltenden Bergbauern zu machen, um mehr Steuergerechtigkeit schaffen zu können.
Residence Klimahaus A
Wielander Martin-Teimer-Straße, Schlanders
Josef Aichner Mobil 340 4103928 156.000,- € 2-Zimmer-Wohnung
349.000,- € 4-Zimmer-Wohnung
168.000,- €
AIMO IMMOBILIEN GMBH Cadornastraße 17-A 39100 Bozen T. 0471 401 818 Fax 0471 401 826 www.aimo.bz immobilien@aimo.bz
2-Zimmer-Wohnung
277.000,- € 3-Zimmer-Wohnung
247.000,- € 3-Zimmer-Wohnung
Politik & Lokales
Schlanders
Nachgereicht
N
icht etwas vorenthalten wollte der Vinschgerwind seinen Leserinnen und Lesern, schlichtweg untergegangen sind beim Artikel „Gilbert und Georg“ in der jüngsten Ausgabe die Diskussionen um die Überstunden von Doppelsekretär Georg Sagmeister. Sagmeister, Glurnser Stadtsekretär und Schlanderser Generalsekretär – das sei nun nachgereicht - wird nicht für seine Überstunden entlohnt, vielmehr erhält der Doppelsekretär einen sogenannten Konsortialzuschlag, in dem die Überstunden pauschal enthalten sind. Die stolze Summe von 19.000 Euro macht dieser Konsortialzuschlag im Jahr aus, „9.500 Euro zahlt die Gemeinde Schlanders, 9.500 Euro die Stadt Glurns“, erklärte Bürgermeister Dieter Pinggera den Schlanderser Gemeinderäten bei der jüngsten Sitzung. Diese Summe erhält Sagmeister zusätzlich zu seinem Lohn und unabhängig daDoppelsekretär von, wieviele Georg Sagmeister Überstunden er macht. Apropos Lohn: Ein Generalsekretär, tönte Sagmeister vor kurzem in der Schlanderser Ratsstube, „kostet einer Gemeinde mindestens 100.000 Euro“. Auch das möchte der Vinschgerwind seinen Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten. (ap)
Wind - online
Umfrage auf www.vinschgerwind.it Wären Sie bereit, für Brot aus einheimischen Korn mehr Geld auszugeben, als für Brot aus Mehl, dessen Herkunft unbekannt ist? (164 abgegebene Stimmen) 53,0 %
(87 Stimmen)
47,0 %
(77 Stimmen)
JA
NEIN
Neue Umfrage: Finden Sie es richtig, dass über die Bezirksgemeinschaften Fragen zu den Flurnamen gelöst werden sollen?
4
Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Ingenieur Siegfried Pohl (links) stellt die Studie für einen Neubau des Bauhofes dem Gemeinderat in Naturns vor. Die Vorgabe des Gemeiderates: nicht mehr als eine Million Euro darf der Umbau des Bauhofes kosten. Das Geld soll zur Gänze vom Rotationsfonds kommen
Naturns
Glückliche Lage in Naturns D
ie IMU, die leidige und von der Regierung Monti aufgebrummte staatsweite Gebäudesteuer, ist eine komplizierte Sache. In den Gemeinden laufen die Rechner heiß. Letztlich bekommt jeder Besitzer einer Immobilie die IMU in seinem Geldbeutel schmerzlich zu spüren. Der Staat hat per Gesetz Hebesätze und mögliche Variablen vorgegeben, das Land hat a bissl korrigiert (hat z.B. die Besteuerung von Genossenschaften und von „Urlaub auf dem Bauernhof“ mit zwei Promille eingeführt) und die Gemeinden können’s vor Ort ausbaden. In Naturns war die IMU Thema bei der Ratssitzung am Montag vor einer Woche. Die Naturnser haben sich in einer Arbeitsgruppe, bestehend aus allen Interessensvertretern und mit Hilfe des Gemeindesekretärs Urban Rinner, im Vorfeld der Ratssitzung auf ein Modell geeinigt, welches bei der Sitzung als „sozial ausgewogener und guter Vorschlag“ (Hans Unterthurner, SVP-Fraktionssprecher), als „vernünftige Lösung“ (Valentin Stocker, Kulturreferent), als „Paket der Sozialpartnerschaft (Zeno Christanell, Bautenreferent), als „Vorbild für ganz Südtirol“ (Helmuth Müller, VizeBM) und als „positives Zeichen für Dorfgemeinschaft“ (BM Andreas Heidegger) bezeichnet worden ist. Trotzdem gab es heftige Diskussionen. Wolfgang Stocker (Freiheitliche) plädierte für die Senkung der IMU für die Erstwohnungen auf zwei Promille. Bei der Abstimmung dafür schloss sich Franz Gritsch (Bürgerunion) an, Dietmar Rainer (Süd-Tiroler Freiheit) enthielt sich. Die SVP Fraktion bzw. die Arbeitsgruppe hatte für die Erstwohnung einen Hebesatz von 3 Promille vorgesehen und stimmte gegen den Antrag Stockers. Die Begründung: Es sei ein austariertes System entstanden, sagte Unterthurner.
Aufgrund der gut aufgestellten Wirtschaft, ist die Gemeinde Naturns in einer glücklichen Lage. Unterm Strich waren es 226.000 Euro, mit denen man an den Hebesätzen herumschrauben und so den Bürgern entgegenkommen konnte. Die Wirtschaft selbst, so die zuständige Referentin Barbara Pratzner, habe auf eine Reduzierung verzichtet, im Sinne eines „gegenseitigen Unterstützens“. Die Rechnung, die sich jede Gemeindeverwaltung macht, schaut in Naturns so aus: Durch diverse (neue) Abgaben an den Staat hat die Gemeindeverwaltung von Naturns heuer 565.000 Euro weniger Einnahmen. 932.000 Euro sind aus der aktuellen IMUEinnahme an den Staat abzuführen, das sind 38 Prozent der IMU-Einnahmen laut staatlicher Regelung. 730.000 Euro hat man im laufenden Haushalt als ICI-Einnahmen aus dem Jahr 2011 eingeplant. Zählt man diese drei Posten zusammen, kommt man in Naturns auf rund 2,2 Millionen Euro. Diese Summe muss die Gemeindeverwaltung über die IMU einheben. „Wir verzichten auf Mehreinnahmen durch die IMU“, betonte BM Andreas Heidegger. Würden die Naturnser nämlich die staatlichen Hebesätze anwenden, könnten sie 2,453 Millionen Euro einheben. Die Differenz von 2,453 und 2,2 Millionen Euro ergeben die oben genannten 226.000 Euro, die man den Bürgern gutschreiben hat können. Ein Beispiel: Die Erstwohnung wurde von 4 auf 3 Promille herabgesetzt. Ähnlich wie in Schlanders (Vinschgerwind 19/12) verhält es sich auch anteilsmäßig in Naturns: Der Löwenanteil der IMU wird von der Wirtschaft bestritten (1,8 Millionen Euro), die Erstwohnungen steuern rund 590.000 Euro bei und die Bauern sind mit insgesamt 60.000 Euro mit dabei. (eb)
Politik & Lokales
Schnals
Rote Karte für Bauern? M
it dem Ensembel-Schutz tun sich die Gemeinden grundsätzlich schwer. So auch die Schnalser Gemeindeverwalter. In Schnals hat eine lose Arbeitsgruppe rund 30 mögliche Ensembles ausgemacht. „Weiter sind wir nocht nicht“, sagte BM Karl Josef Rainer bei der Ratssitzung vor einer Woche. Nun gehe es darum, eine Kommission einzusetzen, die dann ein Verzeichnis erstellt, damit die Ensembles in den Bauleitplan eingetragen werden können. Das Amt für Umweltschutz hat mit einem Schreiben die Schnalser aufgefordert, endlich mit dem Ensembelschutz Ernst zu machen. Ein wohlwollender Wind weht dem Ansinnen in Schnals nicht entgegen. Große Bedenken hat es von einigen Betroffenen bei einer Informationsveranstaltung mit dem Landeskonservator Leo Andergassen gegeben. Diese Bedenken wurden bei der Ratssitzung wiederum laut. Konkret formulierte dies der ehemalige Bürgermeister Hubert Variola: „Ich bin gegen einen Ensembleschutz. Wir haben den Denkmalschutz, wir haben den Landschaftsschutz. Ich sehe den Ensembelschutz als weiteren bürokratischen Eingriff. Wir haben in den letzten 25 Jahren in Schnals sehr viel erhalten, so dass wir uns damit mit allen Gemeinden messen können.“ Landwirtschaftsreferent Josef Götsch pflichtete Variola bei: „Mit Natura 2000 Gebieten usw. wird den Bauern die rote Karte gezeigt. Man wird doch wohl imstande sein, die Kulturlandschaft mit Verstand und Herz zu schützen.“ Mindestens jene, die keinen Widerstand leisten, solle man in das Verzeichnis aufnehmen, meinte BM Rainer. Er sei
überzeugt, dass Zäune, Landschaften oder die Waalwege in Schnals unter Ensembleschutz zu stellen seien. „Wenn man nur Freiwillige in das Verzeichnis aufnimmt, welchen Sinn hat dann das alles?“, hielt Variola dagegen. Auf Vinschgerwind-Titel Nr. 16/2006 die Frage von Egon Raffeiner, warum der BM nicht selbst in der Kommission vertreten sein wolle, gab BM Rainer die Antwort: „I drtua nit olles.“ Schließlich schlichtete Paul Grüner: „Es muss nicht sein, dass wir uns wegen so etwas mit dem Land anlegen.“ Mit zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme (Variola) wurde dann die Kommission für Ensembleschutz genehmigt: VizeBM Gerhard Müller, der Architekt Siegfried Gurschler, der Kunsthistoriker Benjamin Santer, Silvano Pergher, der Geometer Egon Raffeiner und Landwirtschaftsassessor Josef Götsch haben die Aufgaben, ein Verzeichnis für den Ensembleschutz zu erstellen, mit den Betroffenen zu reden und der Widerspenstigen Zähmung zu übernehmen. (eb)
Richtig gestellt
Bozen/Mals
Die Freunde in Bozen M it einem Beschluss hat die Landesregierung einen unterschwelligen politischen und rechtlichen Streitpunkt in Mals bereinigt. Am 24. September 2012 hat die Landesregierung die 25-jährige Bindung, die auf das EnalAreal grundbürgerlich vermerkt war, aufgehoben. Der Artikel 20 vom Landesgesetz 2/1987, auf den sich die Aufhebung der Bindung bezieht: „Die ... Liegenschaften dürfen nur dann veräußert werden oder eine andere Zweckbestimmung erhalten als die ursprünglich vorgesehene, wenn die Landesregierung ... dies erlaubt.“ Zur Erinnerung: BM Ulrich Veith hat das Enal-Haus abreißen lassen und Parkplätze geschaffen, ohne die Landesregierung um ihr Einverständnis zu fragen. Die Kritik war heftig (Vinschgerwind Nr.
BM Ulrich Veith und Ex-BM Sepp Noggler: mächtige Freunde in Bozen
12/2012 „Vermögen vernichtet“), ebenso die Gegenreaktion von Veith (Vinschgerwind Nr. 13/2012) und dann die Gegenreaktion vom ehemaligen Malser BM Sepp Noggler (Vinschgerwind Nr. 14/2012). Veith ist mit dem Beschluss der Landesregierung in dieser Frage nachträglich rehabilitiert. Die Begründung der Landesregierung: Die Eintragung sei unkorrekt, weil die 25-jährige
„Amann-Säule“? Bindung nur auf die unentgeltliche Abtretung von Liegenschaften an Gemeinden und andere juristische Personen zutreffe. Tatsächlich ist der damalige Deal - das Land hat die Forststation bei der Markthalle erhalten, die Gemeinde im Gegenzug das Enal-Gebäude - nicht unentgeltlich über die Bühne gegangen. Die Gemeinde musste rund 98.000 Euro für den Tausch aus dem Jahr 1999 draufzahlen. Der Beschluss der Landesregierung ist auf Antrag von BM Veith erfolgt. Interessant dabei ist das Datum des Antrages: Veith hat den Antrag in Form einer E-Mail am 12. Juli 2012 an die Landesregierung verschickt. Am 12. Juli 2012 ist der Vinschgerwind erschienen, mit der „Richtigsstellung zur Richtigstellung“ von Sepp Noggler. (eb)
Die Nicht-Benutzung der Lesebrille hat einen neuen Begriff kreiert: „Amann-Säule“ (Vinschgerwind Nr.19/12). Zur Erinnerung: Vier Männer sind im vergangenen Winter im Schlinigertal von einer Lawine erfasst worden und mit Prellungen davongekommen - einer davon der Sesvenna Hüttenwirt Andy Pobitzer. Als Dank wurde eine Säule geschaffen. „Amann-Säule“? „4mann-Säule“ hätte es heißen sollen. Pobitzer hatte nach dem Erscheinen des Artikels viele Fragen von Freunden und Gästen zu beantworten. Der Begriff „Amann-Säule“ hatte anscheinend Flügel bekommen. Wir bedauern unsere wohlgemeinte Wortschöpfung und befreien Pobitzer mit unserer Richtigstellung aus seiner Erklärungsnot. Die Redaktion 04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
5
Titel
Wenn Wirklichkeit auf Theorie trifft Schnals - In Schnals könnte der Traum von neuen Hotels Wirklichkeit werden. Mit einem deutschen Investor aus Oberstdorf werden gemeinsam mit der Schnalstaler Gletscherbahn AG konkrete Pläne geschmiedet. Eine Gesellschaftsform ist angedacht und in Ausarbeitung, einen Zeitplan gibt es auch. Der Gemeinderat drängt mehrheitlich - nur einer bockt: Bürgermeister Karl Josef Rainer. Er mahnt zu Vorsicht und zu mehr Diskussion. von Erwin Bernhart
W
as kann in Schnals Besseres passieren, als der Neubau eines (oder gar zweier) Hotels? Wozu hat die Gemeinde Schnals ein TourismusEntwicklungskonzept eingereicht und damit 550 neue Betten zugesprochen bekommen? Die einhellige Meinung in Schnals ist, dass es neue Betten braucht. Für die Belebung des Tourismus im Tal, für einen Aufschwung - auch für einen moralischen und vor allem für die Auslastung der Gletscherbahn. Und plötzlich steht ein möglicher Investor vor der Tür, der - gemeinsam mit der Schnalstaler Gletscherbahn AG - ein neues Hotel in Kurzras bauen möchte. Mit einem für Schnalser und für Südtiroler Verhältnisse innovativen Konzept, welches vor allem auch den Schnalser zugute kommen könnte. Ein Hotel im Dreisternebereich, ohne eigene Gastronomie, 110 Zimmer also rund 220 Betten. Angesprochen werden sollen junge, internetaffine Leute, die
kurzfristig buchen, die das Abenteuer suchen, die sich zum Schlafen im Hotel, zum Konsumieren außerhalb davon aufhalten. Der Gletscherbahn AG um Präsident Florian Kiem ist es gelungen, über die Münchner „Treugast“, einer Beraterfirma vor allem im Hotel- und Gastronomiebereich, einen möglichen Investor und Hotelbetreiber für ein Engagement in Kurzras zu gewinnen. Die „Treugast“ hat mit Ulrich Demetz vom Hotel Dominik einen Ableger in Brixen. Demetz hat Anfang August gemeinsam mit den Verwaltungsräten der Gletscherbahn dem Gemeinderat von Schnals zwei Konzepte vorgestellt. Eines von der deutschen Hotelkette „travelcharme“ und eines von der Hotelkette „Explorer“. Konkret ist das Konzept von der Gruppe „Explorer“ von Jürnjakob Reisigl. Reisigl ist Gründer der Hotelgruppe „Oberstdorf Resort“, zu der sieben Betriebe mit knapp 600 Betten und einem Jahresumsatz von mehr als 12 Millionen Euro gehören. Reisigl hat zudem
mit den „Explorer Hotels“ einen neuen Geschäftszweig aufgetan. Ein Hotel steht im Allgäu in der Nähe von Oberstdorf, eines in Vorarlberg in Montafon. Ein drittes ist in Nesslewang in Bau. „Explorer hat eine Liste von 18 möglichen Standorten in den Alpen, an denen Interesse besteht, zu bauen. Kurzras ist derzeit an dritter Stelle“, sagt Ulrich Innerhofer, Verwaltungsratsmitglied der Gletscherbahnen. Die Gletscherbahn AG hat mit Reisigl bereits Abmachungen, wie man an die Sache rangehen möchte. Für den Bau eines Hotels gibt es Gespräche für eine eigene Gesellschaft, je zur Hälfte sollen die Gletscherbahn und „Explorer“ dabei sein. Die genauen Prozente sind derzeit in Verhandlung. Rund 8 Millionen Euro, so die überschlägige Schätzung wird der Bau kosten. Als Betreiber steht „Explorer“ fest, der dann der übergeordneten Gesellschaft eine entprechende „Pacht“ für die Rückzahlung der Baukredite entrichtet. Die Architektur des „Explorer-Hotels“ (im Bild links jenes in Monatfon) soll eins zu eins in Kurzras übernommen werden. Die Architektur die grüne Farbe, die verschindelte Fassade, das Giebeldach - gehört zum „Corporate Design“ der „Explorer“-Gruppe. Jürnjakob Reisigl, Hotelier und „Explorer“Chef in einem Interview: „Wir bekommen mit unserem Konzept vielleicht keinen Architekturpreis, haben uns aber etwas dabei gedacht. Wir wollen keinen Alpenbarock, sondern greifen die Tradition von Bauernhäusern auf, indem wir einen vorderen geschindelten Versorgungsteil errichten und dahinter in Anlehnung an den früheren Stall den senkrecht verkleideten Bettentrakt.“
6
Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Titel
Einsamer Hirte BM Karl Josef Rainer: Wenn der gesamte Ausschuss und die Gemeinderäte (außer einen) anders stimmen als der Bürgermeister, wer könnte dann eher falsch liegen? Unten: drängende Gletscherbahnler v.l.: Verwaltungsrat Ulrich Innerhofer, Geschäftsführer Helmut Sartori und Verwaltungsrats-Präsident Florian Kiem haben die Stellungnahmen bei der Gemeinderatssitzung aufmerksam verfolgt
Die Gletscherbahn, in der auch die Gemeinde Schnals Aktionär ist, hat Vorarbeit geleistet und lässt damit den Wunsch im Schnalstal nach neuen Betten reale Gestalt annehmen. Seit knapp zwei Wochen liegt in der Gemeinde bereits ein Antrag auf, den Bauleitplan in Kurzras zu ändern und eine entsprechende Tourismuszone auszuweisen. Denn die Operation „Explorer“ soll so schnell wie möglich durchgezogen werden, um den Investor nicht zu verlieren. Die Marschrichtung: Im Frühjahr bzw. Sommer 2013 bauen und zu Weihnachten 2013 eröffnen. Nun prallt das Ansinnen auf die politische Realität in Schnals. Bei der letzten Gemeinderatssitzung vor einer Woche wurde dies sicht- und hörbar. BM Karl Josef Rainer stellt sich gegen die Geschwindigkeit der Vorgangsweise. Die Schnalstaler Gletscherbahn hatte den Antrag gestellt, die Kriterien für die Zuweisung von Betten aufgrund des Tourismusentwicklungskonzeptes abzuändern. Denn dort waren weder ein Drei-Sterne-Hotel noch 220 Betten für einen einzigen Betrieb vorgesehen. Man wolle eine Neuzuweisung nur für Vier-Sterne-Hotels und maximal 80 Zimmer (160 Betten) vornehmen. Vorerst
galt es diese Hürde zu knacken. Er werde sich der Stimme enthalten, kündigte BM Rainer an und begründete dies mit einer schriftlich vorbereiteten Stellungnahme. Er sei mit der Vorgangsweise nicht einverstanden. In seinem Programm komme damit ein Bruch, weil ein Masterplan für Kurzras in Ausarbeitung sei. Es seien viele Fragen offen, etwa ob der neue Betrieb Miglied des Tourismusvereines werde und viele mehr. „Mir geht das zu schnell. Ich werde mich enthalten“, sagte BM Rainer. Dann prasselten die Wortmeldungen der Gemeinderäte auf Rainer. In den letzten 15 Jahren sei im Tourismus eine negative Entwicklung in Schnals festzustellen, sagte Peter Grüner. Jetzt sei ein innovatives Projekt am Tisch, welches zwar kein Vier-Sterne-Hotel sei, aber in die richtige Richtung gehe. Er verstehe den Bürgermeister nicht, der jetzt sage, es gehe ihm zu schnell. Schließlich sei der Bürgermeister auch Referent für den Tourismus. Egon Raffeiner, Paul Grüner, der VizeBM Gerhard Müller, die Referenten Hubert Variola, Harald Rainer und Josef Götsch hieben in etwa in diesselbe Kerbe. Es seien neue Akzente im Tourismus zu setzen und Investoren rennen uns nicht die Türen ein, so die Summe der Wortmeldungen.
Einzig von Leo Luis Weithaler unterstützt war BM Karl Josef Rainer mit seiner vorsichtig abwartenden und verzögernden Haltung allein. Es dürfte ein Novum sein, dass die Ausschussmitglieder anders abstimmen als der Bürgermeister. Mit 10 Stimmen dafür bei zwei Enthaltungen (Referent Hubert Variola hat bei der Abstimmung den Saal verlassen, weil er für die Gemeinden im Verwaltungsrat der Gletscherbahnen sitzt) wurden die Kriterien so abgeändert, dass ein Neubau auch für ein Drei-Sterne-Hotel mit 110 Betten möglich wird. Und nach der Abstimmung wurde weitergebohrt. Bei der Klausur des Gemeinderates sei gesagt worden, dass auch weitere Schritte einzuleiten seien, sagte Paul Grüner. Grüner meinte die Richtung Bauleitplanänderung. Rund 10 Tage vor der Ratssitzung hat die Gletscherbahn AG ein Ansuchen um eine Bauleitplanänderung eingereicht. Der Punkt hätte auf der Tagesordnung Platz haben können, wenn BM Rainer die entsprechenden Gutachten mit einer bestimmten Eile eingeholt hätte. War er aber nicht. So wird es wohl bald wieder eine Ratssitzung in Schnals geben, wenn man will, dass neue Betten weder Traum noch frommer Wunsch bleiben sollen.
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
7
Wirtschaft
Schnals
Stilfs
Mystischer Ort
Vom Großen zum Kleinen
D
ie Fundstelle vom „Mann aus dem Eis“ steht auch nach über 20 Jahren seiner Auffindung im internationalen Medieninteresse und Wissenschaftler aller Disziplinen versuchen mit immer feineren Methoden, Ötzi sein Geheimnis zu entlocken. Hunderte von Bergbegeisterten steigen jedes Jahr vom Schnalstal und Ötztal herauf, um die archäologisch höchst interessante Stelle zu sehen, an dem Ötzi gefunden wurde. Der Ort und seine Geschichte haben eine mystische Anziehungskraft entwickelt, die seinesgleichen in den Alpen sucht. Um diesen Trend von Südtiroler Seite aus zu verstärken, wurde das Tourenprogramm in Zusammenarbeit mit dem ArcheoParc Schnals, der Bergführervereinigung Passeier-Schnals und dem Tourismusverein Schnalstal mit der „Ötzi Glacier Tour“ in diesem Jahr ausgeweitet und qualitativ aufgewertet. Die Touren wurden hervorragend angenommen und waren teilweise sogar überbucht. Manfred Waldner, Direktor des Tourismusvereins Schnalstal ist von der Bedeutung der Fundstelle für die weitere Entwicklung des Bergtourismus überzeugt. „Dieser Ort hat seine ganz eigene Mystik ähnlich wie Stonehenge. Aber hier liegt der besondere Reiz darin, dass er nicht mit dem Bus erreichbar ist und das macht ihn so einzigartig, nicht nur für Journalisten aus aller Welt, sondern auch immer mehr für Bergbegeisterte. Diese Faszination gilt es zu erhalten und vermehrt zu nutzen. Wir sind davon überzeugt, mit einer Aufwertung der Fundstelle auf dem richtigen Weg zu sein. Bereits jetzt werden die angebotenen Skitouren der kommenden Wintersaison vermarktet und das gezeigte Interesse bestätigt uns.“ Wie interessant die Stelle des archäologischen Sensationsfundes ist, haben mittlerweile auch Unternehmen erkannt. Rund 5300 Jahre nach Ötzi führte die ἀ„GoreTex-Experience-Tour AlpCross 2012“ vom Ötztal ins Schnalstal. Bei dieser Alpenüberquerung wurden die internationalen Teilnehmer von „VIPs der Berge“ begleitet. 8
Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Vinschgerwind: Im Jänner war auf der Bürgerversammlung von einem Projekt mit 25 Eigentumswohnungen und 5 Mietwohnungen im Stilfser Altdorf die Rede. Vorher wurde zudem auch eine Bürgerbefragung initiiert, um die Hauptgründe der Abwanderung zu erfassen und gegensteuern zu können. Wie haben sich die Projekte bis heute weiterentwickelt? Armin Angerer: Man ist weitergegangen und hat mit Architektin Susanne Waiz aus Bozen eine Spezialistin auf dem Gebiet der BM Hartwig Tschenett und der Referent für öffentliche Sanierungen in sensiblen Zonen Bauten Armin Angerer beauftragt. Zurückgerudert ist man insofern, als dass man vom Großen ins Arztambulatorium und Kindergarten, anKleine zurückgekehrt ist, da viele Exper- derseits aber könnte gleichzeitig dazu auch ten davon abgeraten haben, um nicht den die notwendige energetische Sanierung unverkennbaren Dorfcharakter zu stark zu des Gebäudes vonstattengehen. Architekt beeinträchtigen. Also will man klein mit 2 Stecher Kurt aus Prad hat nun den Auftrag leer stehenden Häusern und 2 Stadeln star- bekommen, das Vorprojekt mit detaillierter ten. Die Vorverträge dazu wurden bereits Kostenschätzung zu erstellen. Laut erster abgeschlossen. Die Idee der Architektin ist, Machbarkeitsstudie würden sich die Gevon Neubauten abzugehen und bestehende samtkosten hierfür auf ca. 2,2 Mio belauBausubstanz durch Sanierungsmaßnahmen fen. Gleichzeitig könnte das alte Rathaus so umzuformen, um Eigentumswohnungen Raum für Bank, Vereine, Bibliothek und modernster Wohnqualität zu schaffen. Des neue Parkplätze schaffen. Weiteren ist Frau Waiz der Auffassung, dass solche Sanierungen nicht nur den Wie weit ist man in Sachen WassernutDorfcharakter wahren, sondern zudem zung für die Landwirtschaft bzw. hat man auch kostengünstiger sein würden. Vorran- die Grundeigentümer von der Notwendiggiges Ziel der Gemeindeverwaltung ist es, keit der Legalisierung bestehender Bedas Altdorf in seiner Eigentümlichkeit zu regnungsleitungen überzeugt und ist wie bewahren. Es mit jungen Stilfsern zu bele- geplant einem Bonifizierungskonsortium ben und Wohnqualität zu schaffen, welche beigetreten? auch modernen Ansprüchen voll entspricht: BM Hartwig Tschenett: In diesem Falle mit Autoabstellplatz, kleinem Garten und sind wir nun soweit, dass in jenen Zonen, wo bereits Beregnungsleitungen verlegt einem angemessenen Preisniveau. sind, diese legalisiert und saniert werden. Es soll konkrete Pläne zur Erneuerung Auf landwirtschaftlichen Gebieten, wie z.B. bzw. Verlegung des Gemeindehauses ins den Böden und Gastei, müsste man neu abKulturhaus geben. Wie weit ist die Pla- grenzen und abstimmen, ob man mitmacht. Ob dieser Weg begehbar ist oder nicht, wisnung dazu bereits fortgeschritten? Armin Angerer: In der letzten Klausurta- sen wir noch nicht, sind aber derzeit dabei, gung des Gemeinderats hat man sich durch- mit allen „Ableitungen“ zu sprechen. Am gerungen, im Haus der Dorfgemeinschaft 15. Oktober jedenfalls findet eine Sitzung auch das Rathaus unterzubringen. Im Vor- mit Walter Gostner statt, welcher auch die feld dieser Entscheidung wurde eine Mach- Vorstudie dazu erstellt hat. Positiv in diebarkeitsstudie für den Neubau des alten Ge- ser Angelegenheit ist die Zusammenarbeit meindegebäudes sowie die Sanierung des und das Entgegenkommen seitens des EHauses der Dorfgemeinschaft erstellt: Ko- Werkes von Stilfs. Schwierig ist allerdings, stenpunkt ca. 6 Mio. Euro; für eine kleine dass das Bonifizierungskonsortium eine 2/3 Gemeinde wie der unseren also mittelfristig Mehrheit der Grundeigentümer verlangt, nicht finanzierbar. Also hat man sich nun viele aber keinen Bezug zu ihren Feldern für die bessere (2 in 1) Lösung entschieden. mehr haben und daher kein großes Interesse So wäre im Haus der Dorfgemeinschaft ei- vorhanden ist. Interview: Renate Eberhöfer nerseits Platz für Gemeinderäumlichkeiten,
Wirtschaft
Prad
„Der Abbau der Windräder ist rückwärtsgewandt“ D
ie Frage aus dem Publikum, ob es eine Aussicht gäbe, dass Italien jemals seine Schuldenlast reduzieren könne, beantwortete der Wirtschaftsprofessor Gottfried Tappeiner mit einem klaren „Ja“. Denn was die Gesamtverschuldung der einzelnen Volkswirtschaften angehe, liege Italien entgegen allgemeiner Auffassung an fünfter Stelle. Tappeiner sprach kürzlich beim „Treffpunkt“ im Hauptsitz der Raiffeisenkasse Prad-Taufers vor „Treffpunkt“ mit Universitätsprofessor Gottfried Tappeiner (rechts) in der Raiffeisenkasse Prad-Taufers 150 Zuhörerinnen und Zuhörern zum Thema: „Möglichkeiten einer kleinen komotive der kommenden 20 Jahren sei die bereitung des Absatzmarktes (auch durch Region in turbulenten Zeiten“. Doch beru- Energiewende. Diese könne die Wirtschaft Verbesserung der Sprachkenntnisse), Weihigen konnte er dennoch nicht. Europa be- beleben und neue Arbeitsplätze schaffen. terentwicklung des touristischen Sommerfinde sich nach der Finanz- und Wirtschafts- „Der Abbau der beiden Windräder auf der angebotes. Die Banken ruft Tappeiner zur krise nun auch in einer Vertrauenskrise Malser Haide ist deshalb rückwärtsgewandt Vorsicht bei notleidenden Positionen und und es fehle an Visionen. Es komme noch und kontraproduktiv“, so Tappeiner. Für das Zwangsvollstreckungen auf. Allgemein foreiniges auf die Gesellschaft zu: weitere un- lokale Handeln in den derzeit schwierigen derte er zu mehr Zuversicht und Vertrauen vorhergesehene Sparpakete, Stagnation Zeiten rät Tappeiner: Weiterentwicklung in die lokale Wirtschaft auf. Man solle nicht des Wachstums in den nächsten 12 bis 18 der lokalen Energiepolitik, Wiederbelebung nur das Negative sehen, sondern auch die Monaten, das Ansteigen der Energiepreise, der Produktionszonen, Überprüfung der positive Entwicklung in unserer Region, in steigende Inflation mit höherem Zinsni- Finanzierungsstrukturen angesichts der zu der die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zu veau. Tappeiner sprach von einem bevor- erwartenden Zinssteigerungen, intelligente anderen Staaten Europas sehr niedrig sind. stehenden „langen Weg aus der Krise“. Lo- Betriebsnachfolge und Kooperationen, Vor- (mds)
KaDeWe - Berlin
interstore.it
Zürich - Naturns - Venedig
Leserbriefe
Leserbriefe „Zeit wird Recht geben...“
„Unabhängige Zeitschrift“ hat sich der Vinschgerwind mal genannt, nun hat der Vinschgerwind wohl gedreht, nun geht der Unterwind, der übliche Politund Wirtschaftsfilz hat Einzug gehalten beim Vinschgerwind. Nur so ist es zu erklären, wie ein kleines Kind wie die Kornkammer, im Wachstum begriffen, von der Zeitschrift angegriffen wird und das auf der Titelseite, mit vielen Falschaussagen. Das Kind ist aber stark, es lebt von Phantasie, Begeisterung und gutem Korn aus dem windigen Vinschgau, der es jeden Tag formt. Zum Glück haben wir bei der Kornkammer Sinnvolleres zu tun als so einem manipulierten Hirngespinst aufzusitzen. Enttäuschend ist nur, dass gerade der sich so kritisch gebende Vinschgerwind auf die Schippe nehmen lässt und dem üblichen Interessenmarkt, den alten Filzriegen unseres Landes nun dient. Die Zeit wird uns Recht geben, bis heute sind alle Projekte, welche durch Politik und EU-Gelder meinten, die Energie zu schöpfen, gescheitert, vor allem im Vinschgau. Weil nichts von innen kommt, sondern nur des Geldes und der Beiträge wegen gemacht wird. Das Kind ist immer begeistert und glaubt mit Sicherheit an die Verwirklichung, gleich was andere sagen, die Gelassenheit und die Ruhe im Fortschreiten sind die Kraft der Kornkammer. Hoffnung bleibt: Vielleicht war es einfach nur Unachtsamkeit und wenig Wahrnehmung bei dem Artikel. Reinhold Holzer, Kornkammer-Gründungsmitglied
Offener Brief an die Bürgermeister des Bezirkes Vinschgau Im Vinschger Nr. 30/12 war zu lesen, dass sich die Bürgermeister des Tales bei ihrem letzten Treffen u.a. mit dem Vorschlag aus Bormio, eine Tunnelverbindung zwischen dem „Veltlin“ und Trafoi zu
10 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
errichten, beschäftigten. Dies ist legitim, diese Idee aber gleich gut zu heißen, ohne je mit ihren Bürgern über die Sinnhaftigkeit eines solchen Projektes diskutiert zu haben, ist aber unverfroren. Auch wenn man versichert, dass es sich dabei nicht um „…eine alpenquerende Straßenverbindung a‘ la Ulm-Mailand, sondern um einen einröhrigen, möglicherweise schienengestützten Tunnel nach der Art des Vereina-Tunnels in der Schweiz…“ handeln würde, sollte auch über mögliche negative Folgen für Bevölkerung und Landschaft Gedanken verloren werden. Überhaupt stellen sich eine ganze Menge von Fragen: - Welche negativen und positiven Folgen hätte das „Loch“ am Ende des Trafoitales für die Ortschaften entlang der Stilfserjochstraße und des oberen Vinschgaus? - Welche Interessengruppen sind an einem solchen Projekt interessiert? - Welche Eingriffe wären auf der „Zulaufstrecke“ und am Eingang des Tunnels auf Trafoier Seite notwendig? - Hat man bedacht, welche Ängste man in der Bevölkerung wieder wecken könnte? - Wird es eine öffentliche Diskussion darüber geben? - Soll die betroffene Bevölkerung nach Abwägung der Vor – und Nachteile des genannten Großprojektes (man spricht immerhin von ca. 200 Millionen Euro) in die Entscheidung mit einbezogen werden oder macht das der „Bürgermeisterzirkel“ (Es gibt ja inzwischen keinen halbwegs demokratischen Bezirksrat mehr) unter sich aus? Wenn es auch im Moment hoffentlich nur Hirngespinste sind, sollte man doch den Anfängen wehren und Spekulationen im Keim ersticken, die die schon gestorbene Idee der Autobahn Ulm - Mailand wieder aufleben lassen würde. Sollte dieses Großprojekt dennoch konkret angegangen werden, fordert die Liste für Prad
die Bürgermeister auf, das Ganze öffentlich zu diskutieren und die Bevölkerung des gesamten oberen Vinschgaus in die Entscheidung mit einzubeziehen und nicht im stillen Kämmerlein vollendete Tatsachen schaffen, die vielleicht nur einigen Lobbys von Nutzen sind. Die Liste Für Prad
Entschleunigung Als ich kürzlich für ein paar Tage in Mals war - mehr zufällig auf dem Weg von einer Wanderung durch den Vinschgau - ist mir die Gestaltung ihres kleinen Zentrums sehr positiv aufgefallen. Sehne ich mich doch als Städterin nach etwas Ruhe vor hektischem Verkehr in kleinen Orten. Ich finde die Idee, einfach ein paar Stühle im Ort zu verankern, dazu ansprechende Holzbänke sowie Infosäulen aus Holz , nicht zuletzt die kleine Straßenbibliothek, eine gelungene Umsetzung zur Entschleunigung. Schön, dass es so möglich ist, weitgehend abgasfrei den Espresso oder das Gläschen Wein auf der Straße genießen zu können. Dass Sie dabei weitgehend heimische Materialien verwendet haben, gefällt mir sehr gut! Die Fässer mit den rot blühenden Geranien sind ebenfalls ein Hingucker und willkommener Kontrast. Ich wünschte mir mehr solche Initiativen in Ihrem Landstrich. Übrigens gibt es seit wenigen Jahren auch in New York! solche verkehrsberuhigten Zonen mit Stühlen und markierten Fußbodenarealen, wo es einfach möglich ist, sich auf der Straße zu begegnen und zu verweilen. Hellga Baltschun, Nürnberg
Kindergarten Forum Latsch
Bei der Gemeindeverwaltung in Latsch muss ab nun die schärfste Konzentration an den Tag gelegt werden, sonst geht der dritte Planungsanlauf für den neuen Kindergarten auch glatt in die Hose! Um dies zu vermeiden, ist ange-
raten, dem Projektanten diesmal einen klaren Auftrag zu erteilen. Für diejenigen aber, die weiterhin „kindelen“ wollen, sollte im neuen Kindergarten eine eigene Sektion mit eingeplant werden. Es dürfte im Rahmen des Möglichen liegen, dass die Kindergartentante für diese „Sondersektion“ vom Gemeindenverband, ohne große Stellenausschreibung, direkt beauftragt wird. Die Spielsachen könnten ruhig mit den Kleinen gemeinsam benutzt werden. Besonderes Augenmerk sollte das unterweisende Personal allerdings auf den Bürgermeister und auf den Sportreferenten Theiner werfen, um zu verhindern, dass diese den anderen Kindergartenbesuchern vorweg das Essen auslöffeln. Die beiden Herrn machen es nämlich mit den Haushaltsmitteln genauso: Da werden einfach 140.000 Euro frech und ohne zu fragen aus der zukünftigen Fülle des Gemeindehaushaltes “reserviert“, um im Hallenbad die Saunalandschaft aufpolieren zu lassen, und kein einziges Mitglied der gesamten Gemeindeverwaltung weiß etwas davon. Das lobe ich mir, eine besonders vorbildliche, rechtmäßige und transparente Gemeindeverwaltung! Wenn man bedenkt, dass der Gemeindereferent Theiner, seines Zeichens homologierter Gemeindesekretär von Plaus und Schnals, zu jedem ausgabenwirksamen Beschluss bei seinem Arbeitgeber ein verwaltungsrechtliches und buchhalterisches Gutachten abgeben muss, dann ist sein Verwaltungsstil in Latsch eine saubere Arbeit. Das Grundprinzip jeder Ausgabentätigung in der öffentlichen Verwaltung ist, dass nur die Ausgaben beschlossen werden, können die auch im Haushalt vorhanden sind. Man kann sich nur wundern, wenn gerade die, die sich als Saubermänner und Puritaner aufspielen, in ihrem Tun ganz wo anders sind. Was wohl der Rechnungshof dazu sagen würde? Markus Pircher, Kastelbell
Alle haben es mit der Freiheit. Freistaat, freie Kirche, freie Uni, freie Liebe, Freiraum .... Mir ist alles recht. Aber warum darf ein Bach nicht frei fließen können? (Das Wort „frei“ stammt aus der indogermanischen Sprache und bedeutet soviel wie: schonen, schützen, gern haben; also lieben!) Foto und Text: Gianni Bodini
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
11
Leserbriefe
Leserbriefe Gelebte Demokratie in Taufers i. M. und Mals
Die Gemeindeverwaltungen von Taufers i. M. und Mals werden zwei Volksabstimmungen zur Zukunft des Rambaches abhalten. Wir begrüßen diese Möglichkeit der aktiven Bürgerbeteiligung. Sie sind ein positives Beispiel für gelebte Demokratie und sollten dementsprechend gut vorbereitet werden. Die Gemeinde Mals möchte die Volksabstimmung gemäß neuer Satzung und alter Durchführungsverordnung abhalten. Diese Kombination erscheint uns nicht zielführend. Anstatt die Bürger in die neue Materie der direkten Mitbestimmung einzuführen, schafft sie eher Verunsicherung. Die Gemeinde Mals sollte ihre ursprüngliche Vorbildfunktion, die man ihr in Sachen direkter Demokratie
landesweit zugesprochen hat, damit nicht aufs Spiel setzen. Nachdem es sich in diesem Fall um ein übergemeindliches Thema handelt, wäre eine Anpassung der beiden Satzungen und Durchführungsverordnungen von Mals und Taufers i. M. empfehlenswert. Dann könnte eine gemeinsame Volksabstimmung abgehalten werden, damit die Bevölkerung der beiden Gemeinden nicht in Konkurrenz gesetzt wird. Zusätzlich zum Urnengang sollte den Bürgern die Beteiligung per Briefwahl ermöglicht werden. Wir erwarten uns eine ausgewogene und vollständige Information aller Stimmberechtigten und befürworten die Bereitschaft der beiden Gemeinden, ein gemeinsames Abstimmungsheft zu erstellen sowie Bürgerversammlungen abzuhalten. Im Abstimmungsheft
Gasthof
Weingart ffnet
Wieder geö
Vetzan
Vetzan 19 · Schlanders Tel. 0473 524 958
he Küche c li r e g r ü b t • Gu rggelen ö T m u z l a • IdfeVorbestellung au mmen o lk il W r e r • Wande Dienstag Ruhetag Warme Küche Mittags & Abends: 12.00 – 14.00 & 18.00 – 21.00 Uhr 12 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
sollen Befürworter und Gegner ihre Standpunkte ohne Zensur darlegen können. Die Gemeinden tun gut daran, ihre Bürger über die Rechtswirksamkeit und die Garantien für die effektive Umsetzung des Abstimmungsergebnisses aufzuklären. Erstmals können sich Jugendliche ab 16 Jahren an den Abstimmungen beteiligen. Die Gemeinden, Jugendorganisationen und Oberschulen sind aufgerufen, ganz besonders die jungen Mitbürger über die Inhalte und diese neue Möglichkeit der Mitbestimmung zu informieren. Zur Meinungsbildung tragen ganz wesentlich auch die Medien durch eine ausgewogene und objektive Berichterstattung bei. Wir hoffen, dass sich möglichst viele Bürger aktiv an der Diskussion und den Abstimmungen beteiligen. Initiative für mehr Demokratie Bezirk Vinschgau in Zusammenarbeit mit den Ortsgruppen Mals und Taufers i. M.
Haben wir hier in Latsch keine Kinder?
Es ist schon lange die Rede, dass am Ex- Freibad in Latsch, wo wirklich ein toller Spielplatz ist und der gut besucht ist, ein Jugendhaus gebaut werden soll. Viele Eltern reden davon, dass es einfach schade wäre, wenn dieser Platz verbaut würde da es mit Jugendlichen und Kindern auf einem Platz sicher schwierig würde, da so schon oft Scherben und Dosen herumliegen und sich keiner darum kümmert. Ich kann von mir selber sprechen, dass wir fast jeden Tag diesen Spielplatz besuchen, weil er im Frühjahr und Sommer schön schattig ist und man keine Angst haben muss dass Kinder auf die Straße laufen, so werden auch viele Kindergeburtstage auf dem Spielplatz gefeiert. Leider mussten wir in der letzen Zeit feststellen, dass nichts getan wird, einige Geräte
sind veraltet und müssten ausgetauscht werden. Das Holz bei der Sandkiste war längst schon faul und so wurde das Holz nur entfernt, aber jetzt ist nur mehr ein Sandhaufen übrig ohne Umrandung. Bei einer anderen Rutsche ist auch eine Sandkiste, die schon seit Jahren mehr Sand bräuchte. Zudem wird im Sommer immer donnerstags am Vormittag die Beregnung eingeschalten, so dass man den ganzen Tag den Spielplatz nicht besuchen kann, was sicher auch in der Nacht bewässert werden könnte. Es wird immer geredet, dass man viel für die Kinder tut, aber man muss immer wieder feststellen, dass es nicht so ist. So fragt man sich schon, wie geht es weiter, wenn erst mal dieses Jugendhaus dort gebaut wird, können dort noch Kinder in Ruhe spielen ohne Lärm, Rauchen und Müll? Es ist so ein schöner und gut besuchter Platz, muss man den wirklich verbauen und den Kindern nehmen? Warum findet man nicht eine andere Lösung für das Jugendhaus? Außerdem ist zu hoffen, dass auch der Kindergartenbau in Latsch endlich verwirklicht wird und nicht immer nur versprochen wird! Am Eingang des Kindergartens ist ein kleines Gittertor, das von jedem Kind geöffnet werden kann und es eigentlich nur eine Frage der Zeit ist, bis ein Kind auf die Straße läuft und etwas passiert! Muss es wirklich immer so weit kommen? Zudem kommt dazu dass teilweise die Spielräume der Kinder mit Schimmel versehen sind und man sollte schon auf die Gesundheit unserer Kinder achten. warum schaut man hier weg? Warum findet man nicht eine andere Lösung für das Jugendhaus? Man kann nur hoffen, dass diesen Brief einige lesen und sich bewusst werden, ob es wirklich sein muss und ob es nicht schon längst an der Zeit ist, endlich etwas in Latsch für die Kinder zu tun? Eltern aus Latsch
Gesellschaft
SeitenWind
Vinschgau - AUS DEM GERICHTSSAAL
Aufruf: Militär und Krieg gelten als Männer-sache. Es hat aber auch in Südtirol während des Zweiten Weltkrieges Frauen gegeben, die „Kriegsdienst“ geleistet haben: als Flakhelferinnen, Telefonistinnen, Übersetzerinnen, Arbeiterinnen in der Rüstungsindustrie, Krankenschwestern in Lazaretten und Helferinnen in ähnlichen Funktionen. Der Bozner Verlag Edition Raetia hat deshalb eine Projektgruppe ins Leben gerufen: Martha Verdorfer, Astrid Kofler, Sarah Trevisiol und Thomas Hanifle sollen diese Erinnerungen in einem Buch- und Ausstellungsprojekt verarbeiten. Die Projektgruppe sucht deshalb Frauen, die uns über solche Erfahrungen erzählen können oder Angehörige, die Fotos oder andere Unterlagen aus dieser Zeit haben. Kontakt: Thomas Hanifle 333 26 90 479, thomas. hanifle@raetia.com
Der europäische Erbschein Von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt ist Ende Juli dieses Jahres eine Verordnung der EU in Kraft getreten, mit welcher eine Art Europäisches Nachlasszeugnis eingeführt wurde. Damit wird es in Zukunft möglich, bei Erbfällen mit einem grenzüberschreitenden Bezug mit einem einzigen Erbschein in allen Staaten der Union auszukommen. Diese betreffen mittlerweile zehn Prozent aller Erbschaften in Europa, das sind fast 450.000 Fälle bei einem jährlichen Gesamtwert von rund 123 Milliarden Euro, wodurch der Bedarf nach einem solchen einheitlichen Zeugnis deutlich wird. Neu nach der europäischen Erbrechtsverordnung ist das sog. Wohnsitzprinzip. Demnach unterliegt die gesamte Ab-
hip hip circus h 0 p circus h0p
BESTE AUSZEICHNUNG EDINBURGH GUIDE
D ie Show S ens ation aus Australien
Mittwoch, 10. 10. 2012 um 20 Uhr Kulturhaus „Karl Schönherr“ Schlanders Kartenvorverkauf über Athesia-Ticket und an der Abendkasse ab 19 Uhr Tourneeleitung: Konzertdirektion Landgraf, Lärchenweg 1, 79822 Titisee-Neustadt, Tel: 07651-207 0, Fax: 07651-207 77, www.landgraf.de
Plakatgestaltung: Strut & Fret, Michael Kaiser-Schmid • Druck: Todt-Druck + Medien GmbH + Co. KG, VS-Villingen 2012
Tourneeleitung: Konzertdirektion Landgraf • Lärchenweg 1 • 79822 Titisee-Neustadt • Tel: 07651-207 0 • Fax: 07651-207 77 • www.landgraf.de • Plakatgestaltung: Strut & Fret, Michael Kaiser-Schmid
14 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
PL-TOM-TOM-A2-07-12-0182
Edinburgh Fringe Festival
wicklung eines Erbfalls dem Recht des Staates, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt des Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Die Regelung bildet im Übrigen nur einen weiteren Schritt in Richtung europäische Integration, deren Ziel es ist, einen „Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ zu schaffen. Vorgänger dieser letzten Maßnahme war die mittlerweile fast schon nicht mehr beachtete gegenseitige Anerkennung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil-und Handelssachen. Ein weiterer Schritt war der seit ein paar Jahren klaglos funktionierende europäische Zahlungsbefehl. Damit können Unternehmen ihre Forderungen gegenüber ausländischen Kunden mit einem vereinfachten und beschleunigten Verfahren geltend machen und zu einem Vollstre-
ckungstitel gelangen, der problemlos die Grenzen der Mitgliedsstaaten überspringt. Also, die Europäische Gemeinschaft sollte nicht nur immer mit der Eurokrise und anderen Turbulenzen in Verbindung gebracht werden. Die positiven Aspekte wie unsichtbare Grenzen, der freie Personen-, Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie die Freiheit der wirtschaftlichen Betätigung sind inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden. Eine Rückkehr zur Kleinstaaterei wäre ein Debakel. Daran sollten auch unsere heimischen Selbstbestimmungs- und Freistaatphantasten denken, zumal mittlerweile ohnehin 80% der Gesetze bereits durch Gemeinschaftsrecht festgelegt sind! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt
Menschen
Lahsen Mouzouni, 44, Marokko
Arbeit ist meine Religion
M
ein Name ist Mouzouni Lahsen und ich wohne zurzeit in Schlanders. Ich wurde im Jahr 1968 in Rabat, Marokko, geboren. Dort habe ich begonnen Jura zu studieren, da ich Rechtsanwalt werden wollte. Die Regierungsform in Marokko ist eine Monarchie und die soziale Lage ist sehr kritisch. Es gibt nicht viel zwischen Arm und Reich, der Großteil der Bevölkerung gehört der Unterschicht an. Obwohl meine Religion der Islam ist, hat der Glauben für mich keine große Bedeutung. Ich habe zwei Schwestern und zwei Brüder, welche ebenfalls im Ausland leben. Mein Vater besitzt ein Bekleidungsgeschäft, wo ich aushalf, um mein Studium zu finanzieren. Er war schon 1981 nach Südtirol gekommen mit dem Vorhaben, sich hier niederzulassen, doch er vermisste seine Familie so sehr, dass er nach Marokko zurückkehrte. Im Jahre 1992 beschloss ich alleine eine mehrmonatige Reise durch Europa zu machen, welche in Trient bei meinem Cousin beginnen sollte. Da das Geld für einen Flug zu knapp war, fuhr ich mit dem Bus 24 Stunden lang bis nach Barcelona, dort übernachtete ich und fuhr am nächsten Tag weiter bis nach Mailand. Als ich in Trient
angekommen war, wollte ich eine Arbeit für zwei Monate suchen, um die Rundreise zu finanzieren. Ich begann als Abspüler und arbeitete mich hoch zum Kellner. Da der Verdienst gut war und ich mich wohl fühlte, entschied ich, in Südtirol zu bleiben. Als ich von Trient nach Kaltern kam, bemerkte ich, dass hier eine ganz andere Sprache gesprochen wird. Ich entschied mich, einen Deutschkurs zu belegen, weil ich mich anpassen wollte. Anfangs war es für mich nicht so leicht, da ich mich kaum verständigen konnte. Dadurch dass ich später die Sprache gut beherrschte, lernte ich viele Einheimische kennen und wurde gut in die Gesellschaft integriert. Meiner Meinung nach kann sich jeder Ausländer integrieren und hat keine Probleme, solange man sich anständig verhält. Wenn ich heute in eine Bar gehe, kennen mich die Menschen und ich kann mit vielen reden. Als ich vor sieben Jahren Urlaub in Marokko machte, lernte ich meine Frau kennen, welche dann bald danach auch nach Südtirol kam. Wir heirateten in Marokko. Wir haben drei gemeinsame Kinder, die alle in Schlanders geboren sind und den deutschen Kindergarten beziehungsweise die Kita besuchen. Zuhause sprechen wir arabisch, meine Mutterspra-
che. Religion bekommen meine Kinder von mir keine aufgezwungen und ihre Zukunft sehe ich in Südtirol, da hier ein viel besseres Schulsystem ist. Das Wichtigste, das ich in Südtirol gelernt habe, ist die Arbeitsmoral. Diese wird in Marokko ganz anders gesehen, denn dort will man für wenig Arbeit viel Geld. Ich arbeitete sogar schon mit Fieber, denn ich liebe meine Arbeit und will für meinen Verdienst auch etwas dazu beitragen. Einmal im Jahr besuche ich meine Familie in Marokko, denn am meisten vermisse ich meine Mutter. Ich dachte nie, dass ich es in Südtirol so weit bringen würde, da ich mit gar nichts gekommen bin. Ich sage mir immer wieder, wenn man „voglia hot, konn men olls erreichn!“ Milena Rainalter und Johanna Wellenzohn Dieses Portrait entstand im Rahmen des Projekts „Zuhause in der Ferne“ im Schuljahr 2011/12 in der 3B des Sprachengymnasiums Schlanders. Das Projekt begleitet hat die Fachlehrerin für Deutsch Helga Karner. Der Vinschgerwind bedankt sich bei den Schülerinnen, der Fachlehrerin und den Portraitierten, dass wir die Portraits – dieses und weitere - veröffentlichen dürfen.
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
15
Interreg
INTERREG – Gemeinsam Grenzen überwinden A
m 21. September wurde in ganz Europa die europäische Zusammenarbeit gefeiert. Drei Informationskampagnen unter dem Motto „Gemeinsam Grenzen überwinden” fanden in Südtirol statt. Der INTERREG Rat „Wipptal“ organisierte eine grenzenlose Wanderung rund um die Tribulaune, der INTERREG Rat „DolomitiLive“ organisierte ein Partnerkindergartentreffen von Sillian, Heinfels, Toblach und Innichen, bei denen sie ihre Sprachprojekte „Wir lernen die Sprachen unserer Nachbarn“ vorstellten. Der INTERREG Rat Terra Raetica im Dreiländereck Schweiz-Österreich-Italien organisierte im Naturparkhaus Kaunergrat ein Bauerngolf-Turnier und Führungen
zum bronzezeitlichen Brandopferplatz am Piller Sattel. Passend zum Austragungsort stand der Arbeitskreis Natura Raetica, der neben den Arbeitskreisen Cultura Raetica und Humana Raetica besteht, im Mittelpunkt. Gemeinsam mit den Partnern im Vinschgau (Nationalpark Stilfser Joch) und Engadin (Schweizerischer Nationalpark) präsentierten Mitarbeiter des Naturparkes Kaunergrat mehrere Projekte im Bereich Naturschutz und Naturtourismus. Darunter die „Bärenwochen Terra Raetica“, die Bemühungen zur Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Fledermausart „Große Hufeisennase“ und die Maßnahmen zur Rettung der dunklen „Tiroler Biene“ Der
Vorsitzende des INTERREG-Rates Terra Raetica Andreas Tappeiner hob hervor, dass die EU-Strukturfonds, besonders die INTERREG Programme Italien-Schweiz und Italien-Österreich eine Aufbruchsstimmung im Dreiländereck bewirken, welche durch überregionale Vernetzung in allen Bereichen des täglichen Lebens positiven Einfluss hat. Die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig hat dabei auf Vinschger Seite eine tragende Rolle inne. Die gute Stimmung in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit war beim Bauern-Golf-Turnier sichtbar, bei welchen mit einem Gummistiefel sieben Löcher/Stationen bespielt werden mussten. (lu) v.l.: Gerald Jochum (Regionalmanagement Landeck) Ulrich Veith (BM von Mals) Hanspeter Bock (BM von Fließ), Demian Zucal (EU Förderstelle Bozen); Christian Stampfer (EU-Förderstelle Innsbruck) Andreas Tappeiner (Vorsitzender INTERREG-Rat Terra Raetica) bei den Projektpräsentationen. Unten v.l. Grenzüberschreitende Zusammentreffen live: Marlies Trenkwalder und Thomas Tappeiner; Joachim Winkler und Kurt Kusstatscher; Evi Jörg und Engelbert Stenico
16 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Interreg ENGIADINA
•
IMST
•
LANDECK
•
VAL MÜSTAIR • VINSCHGAU
– Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Oben: Interessiert verfolgte die Vinschger Delegation den Ausführungen von Evi über die Funde am bronzezeitlichen Brandopferplatz (Tiroler Heiligtum) in der Nähe des Piller Sattels. In tiefen Felsspalten wurden wichtige Funde gemacht, die im Archäologiemuseum in Fließ ausgestellt sind.
Beim Bauerngolf-Turnier nahmen acht Gruppen zu vier Personen in einem Waldstück neben dem Naturparkaus teil: Gustav Tschenett (GWR-Spondinig) bei Loch 1 beim „Abschlag-Wurf“ mit Gummistiefel, Friedl Sapelza (GWR-Spondinig) zeigt es an: „Die Terra Raetica ist gemeinsam stark“. Die Mannschaft des Nationalparks Stilfser Joch konnte die begehrte „Terra-Raetica-Bauerngolf-Trophäe“ für sich entscheiden und setzte sich vor den favorisierten Bauern mit Andreas Tappeiner an der Spitze durch; v.l. Lukas Hofer, Hanspeter Gunsch, Ilona Ortler und Johannes Dietl
e Sei r gioni un
UNIONE EUROPEA Fondo europeo per lo sviluppo regionale
• Se ch sR
e ion eg n Z ie l n ei
Italien • Österreich
Homepage: www.terraraetica.eu Kulturkalender: www.terraraetica.eu/de/ cultura-raetica Bus und Bahn: www.terraraetica.eu/de/ fahrplan-online
ob ie tt
ivo
EUROPÄISCHE UNION Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Terra Raetica - links
Italia • Austria
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
17
Gesellschaft
Stilfs
Prad
Kreatives Gestalten und Weben
Auf dem Meer kennen wir uns aus
D
er Bildungsausschuss Stilfs setzte sich im Jahr 2012 das Ziel, etwas dazu beizutragen, dass kreative und handwerklich begabte Personen eine Möglichkeit finden, diese Talente auszuüben und zu einem möglichst lukrativen Nebenerwerb zu machen. Eine Studie des Handwerkerverbandes belegt, dass in der Gemeinde Stilfs in den letzten 10 Jahren über 20 Handwerker schließen mussten. Das Potential an qualifizierten und kreativen Personen ist aber nach wie vor groß. Es geht nicht darum, neue Betriebe anzusiedeln, sondern diesen Potentia-
Impressionen aus dem „Wikingerschiff“
B
ereits sehnlichst von vielen Kindern erwartet, fand am 14. September endlich der von der Raika PradTaufers angekündigte Filmabend statt. Zu sehen war auf Großleinwand im Hauptsitz der Raiffeisenkasse in Prad der Abenteuerfilm „Wickie auf großer Fahrt“. Für die Kinder der weiter entfernten Filialen organisierte man eigens Zubringerdienste für Hin- und Rückfahrt - Rundumbetreuung
durch eigenes Personal inklusive. Somit wurde auch Kids aus Sulden, Stilfs, Taufers, Laatsch, Glurns und Schluderns eine unproblematische und reibungslose Teilnahme ermöglicht. Und um für diese abenteuerliche Reise an Bord des Raika-Hauptschiffes ausreichend gerüstet zu sein, gab es zudem für jedes „Besatzungsmitglied“ ausreichend Popcorn, Chips, Erdnüsse, Getränke und anderen Proviant.
Dermaßen ausgestattet begab man sich gemeinsam mit Wickie auf die ca. 1½ Stunden währende, große Fahrt. Allerlei Abenteuer und knifflige Situationen ließen die über 200 Kinder mit ihren Leinwandhelden mitfiebern und so verließ die quirlige Crew am Schluss höchst zufrieden das Raika-Schiff, um wieder an Land - sprich nach Hause - zu gehen. Das überaus große Interesse und die tolle Atmosphäre vor Ort bekundeten einen gelungenen Filmabend und zollten den Organisatoren gleichzeitig Dank für das außergewöhnliche und feine Event. Bleibt zu hoffen, so Kinder und Eltern, dass diese lobenswerte und unterhaltsame Initiative auch in Zukunft eine Fortsetzung findet. (re)
Laatsch
len Raum und Gestaltungsmöglichkeiten zu geben, um auf die Besonderheiten im Gemeindegebiet aufmerksam zu machen und das Kleinhandwerk in den Mittelpunkt zu stellen. Gemeinsam mit der Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung in Spondinig und der Gemeindeverwaltung wurde unter der Bezeichnung „Stilfser Werkstätten“ ein modulares Kursangebot mit folgenden Inhalten entwickelt: praktische Erfahrungen in Entwurf und Gestaltung mit Elisabeth Stillebacher, Annäherung an die Kunst des Webens mit Gerda Pichler und theoretisches Hintergrundwissen zum Wert der Arbeit mit Eva Gütlinger. Kursstart ist Samstag, der 13. Oktober 2012. (lu) Information und Anmeldung: GWR Spondinig 0473 618166 oder info@gwr.it
18 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Lange Nacht im Heimatmuseum W os sein Schelprn, wos a Hurt? Kennt’s in Riebl und in Schworzplentaturt?“ Fragen über Fragen, gestellt an die Kinder, die sich, wie zahlreiche Erwachsene auch, am vergangenen landesweiten Aktionstag „Lange Nacht der Museen“ im Heimatmuseum in Laatsch einfanden. Ernst Thoma aus Mals führte gekonnt und spannend durch den Abend. Er unterhielt mit witzigen Sprüchen, Geschichten und Begebenheiten zum Thema „Küche und Kost“. Außerdem griff er des Öfteren zur Gitarre und gab mehrere Lieder, darunter auch „Korrnrliadr“ zum Besten. Das musikalische und erzählerische Repertoire von Ernst Thoma wurde immer wieder durch einen kulinarischen Beitrag erweitert. Zuerst wurde die „Brennsupp“, zubereitet von Anna Hutter, den Zuhörern zur Verkostung
Emma Blaas (80 Jahre) erklärt die Zubereitung des „Eartepflriebls“
gereicht. Danach folgte der „Eartepflriebl“ mit „Epflmuas“ von Emma Blaas und schlussendlich, als Nachtisch, wurde der „Schworzplentaturt“ verzehrt, den mehrere Frauen des Dorfes für den außergewöhnlichen Abend gebacken hatten. Die anwesenden Schulkinder stellten fest, dass sie nicht nur die alten Begriffe nicht mehr kennen, sondern auch von den aufgetragenen Speisen noch nie etwas gehört und gesehen haben. Geschmeckt hat es aber allen und wer weiß, vielleicht ändert sich bei dem ein oder anderen zu Hause der Speiseplan und es kommen hin und wieder die fast schon vergessenen Köstlichkeiten auf den Tisch, auch wenn sie damals als „arme Kost“ galten. Das Erbe unserer Vorfahren bliebe jedenfalls erhalten und geriete nicht in Vergessenheit. (pa)
Gesellschaft
Vinschgau
Bezirksspiel verursacht Bauchweh I
m Mai wird es ein Bezirksspiel im Theaterbezirk Vinschgau geben. Das haben die anwesenden Vertreter der Vinschger Theaterbühnen mit einer Enthaltung kürzlich bei der Bezirksversammlung beschlossen. Gespielt wird das Stück „Don Quichote“ unter der Leitung von Christoph Brück. Die Koordination hat Konrad Lechthaler von der Theatergruppe Kortsch übernommen. Aufführungsort ist der KarlSchönherr-Saal in Schlanders. Der Trägerverein ist der dortige Theaterverein. Das Ganze war allerdings eine Schwergeburt, weil die Stimmung im Saal alles andere als euphorisch war. Zum einen empfanden einige Vertreter der Vinschger Bühnen, dass mit zehn ausgewählten Spielerinnen und Spielern der Bezirksgedanke zu kurz komme. Zum anderen verursacht die
Glurnserstr. 1B - Schluderns Tel. 0473 61 51 05
v.l.: Heidemarie Stecher, Konrad Lechthaler, Arnold Pirhofer, hinten: Vertreter des Landesverbandes und des Theatervereins Schlanders
Vorfinanzierung Bauchweh. Denn jede Bühne ist aufgefordert, leihweise 1.000 Euro zur Verfügung zu stellen. In den Ausschüssen der einzelnen Bühnen war im Vorfeld heiß diskutiert worden. Viele Obleute taten sich schwer, ihre Leute für das Bezirksspiel zu gewinnen. Die Sorge ist groß, dass man bei der Endabrechnung kein Geld mehr sieht. Eine Sorge, die Bezirksobmann Arnold zerstreut. Er erwarte sich eine solidarische Rückendeckung für das Bezirksspiel, denn dieses biete eine einmalige
Möglichkeit zur Weiterbildung. Er sprach sich dafür aus, jenen Bühnen entgegen zu kommen, die knapp bei Kasse sind. „Wer die Mittel nicht hat, der kann mit einem niedrigeren Beitrag zeigen, dass er hinter dem Bezirksspiel steht“. Lechthaler sieht ebenfalls große Weiterbildungschancen: „Alle Interessierten können mitarbeiten, Regieassistenten, Souffleusen, Bühnenbauer, Beleuchter, Kostümschneiderinnen, Maskenbildner“, so Lechthaler und er ruft auf, sich zu melden. Er schätzt die Kosten für die
Produktion auf 63.000 Euro (13.500 für die Regie). Dem gegenüber stehen geschätzte 48.000 Euro an Einnahmen. Das ergibt einen Fehlbetrag von 15.000 Euro, die man mit Sponsoren abdecken will. Pirhofer und Lechthaler sind zuversichtlich, dass die Mittel aufgebracht werden können. Die drei Hauptrollen haben Markus Gamper (Schlanders), Gustav Gurschler (Schnals) und Rudi Hölbling (Mals) übernommen. Sieben SchaupielerInnen verwandeln sich laufend und schlüpfen in rund 50 Figuren. (mds)
HERBSTGEFÜHLE ...
Kultur
Die Rückkehr der Schafe E
s ist früh am Morgen, doch am Festplatz in Grub herrscht bereits reges Treiben. Mitglieder des Schafzuchtvereines Obervinschgau stellen Tische und Bänke in und um das Festzelt und beginnen bereits mit der Vorbereitung der Speisen. Zwanzig Lämmer wurden für die heurige „Schoad“ geschlachtet. Die „Schaoufschoad“ ist für Langtaufers immer noch das Volksfest schlechthin – die Schule bleibt geschlossen und die Arbeiter nehmen sich frei. Zwischen Festplatz und Gangl stellen die Bäuerinnen ihr Standl mit Wollartikel auf, daneben wird das Käsestandl der Ochsenberger Ziegenalm aufgefüllt. Ich möchte heuer den jahrhundertealten Langtauferer Schafabtrieb mit meiner Kamera begleiten und schicke mich an, über Kappl ins Melagertal zum Übernachtungsplatz der Herde aufzusteigen. Hier wurden im Laufe der Woche die Schafe vom Inneren und Äußeren Schafberg gesammelt.
20 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Die Schafsuche im Kaunertal und in den Nauderer Bergen, wohin sich immer wieder kleinere Grüppchen verirren, ist abgeschlossen. Mit aufgehender Sonne bevölkert sich unten der Festplatz. Die Schafhalter aus Graun, St.Valentin und dem Vinschgau stellen ihre Viehtransporter ladebereit neben den Schafgangl. Die Einteilung der Schafhalter stammt noch aus jener Zeit, als das Langkreuz Bezirks- und Sprachgrenze war und der Vinschgau verwaltungsmäßig dort endete. Sogar der Name „Langtaufers“ („Taufers ob dem Langkreuz“, was dann kurzweg in Langtaufers sich umbildete) hat mit diesem Langkreuz zu tun. Kaum verlasse ich Kappl erscheint schon der Schaftrieb, angeführt von Kurt und der ältesten „Schellöib“, aus dem Melager Tal. Tausenddreihundert Schafe werden von zwanzig Treibern vor der Kulisse der Kaunertaler Berge über die Zäune der
Bergwiesen von Innerlangtaufers in Richtung Grub getrieben. Immer wieder wird eine Weidepause eingelegt. Mal springt ein Schaf in die Höhe und landet unverhofft auf einem anderen, mal rennt eines plötzlich aus der Herde in die entgegengesetzte Richtung davon, sofort gefolgt von Artgenossen. Die Schafhirten rennen und rufen und setzen die Herde immer wieder in Gang. Eine Schellöib (weibliches Leittier) hat gelämmert. Günther hält der Mutter das nasse Kleine hin, damit sie es beriecht und annimmt. Ich positioniere mich mit meiner Kamera am Kappler Bach. Hier hat uns dieser damals noch unverbaute, reißende Wildbach vor 53 Jahren, ich war damals Treiber, unbarmherzig zwei Lämmer in die Tiefe gerissen. Nun ist die Abflussrinne mit zahlreichen Dosiersperren versehen, sodass die Schafe freiwillig das Hindernis überqueren.
Kultur
links: 1300 Schafe im großen Gangl bei Grub; oben: Lammspezialitäten, hausgemachte Kuchen und Hochgradiges beim Volksfest für die Schafbauern, für die Hirten und für die vielen Schafliebhaber
Die Schafherde hat Gabriel Folie, der langjährige Schäfer in Langtaufers, gut über den Sommer gebracht
Vom Festplatz steigt Rauch auf. Ich glaube, Schöpsernes zu riechen. Von dort ertönt mit Widerhall überlaut das Lied „Eine Herde weißer Schafe ist mein Königreich…..“ Die Grauner Goaslschnöller lassen einen Zweitakter erschallen. Fünf Mädchen im Alter von fünf bis zehn Jahren sind mir gefolgt. Ich frage die Zehnjährige, welches die drei höchsten Tage im Jahre sind: „Weihnachten, Ostern und ‚Schaoufschod’.“ Der Schaftrieb erreicht nun den trichterförmig auslaufenden Viehtrei von Grub. Die Lämmchen versuchen bei jedem kleinsten Halt zu säugen. Hunderte Einheimische und Gäste beobachten vom Parkplatz aus das Geschehen am Hang. Wie der Sand in einer Sanduhr verschwinden die Schafe in Dreierreihen im schmalen Trei und gelangen schließlich im großen Gangl, den die Förster vor Jahren für die Schoad am orografisch linken Ufer des Karlinbaches errichtet haben. Dieser ist mit weiteren kleinen Pferchen mit Toren verbunden, in denen die geschiedenen Schafe der einzelnen Bauern gesammelt werden. Den Abschluss bilden die Mutterschafe mit ihren Lämmern, die Treiber mit Lämmern im Rucksack, die in der Nacht zur Welt gekommen sind und der Schäfer Gabriel mit seinem Hund, begleitet von Kameraleuten,
Mal pro Jahr Nachwuchs bekommen kann. Im Schnitt bekommt ein Tiroler Bergschaf 1,8 bis 2,5 Lämmer pro Jahr. Das Schaf wird bei einer Widerristhöhe von maximal 90 cm bis zu 90 kg, der Widder von 100 cm bis zu 130 kg schwer. Die Ergiebigkeit der Wolle beträgt bei Schafen 2,5 bis 4,0 kg und bei Widdern 3,0 bis 5,0 kg pro Jahr“. Schafe sind äußerst vielseitige Nutztiere. Sie liefern Fleisch, Milch, Wolle, Fett und Leder. Heute spielen die blökenden Rasenmäher vor allem als Landschaftspfleger eine wichtige Rolle. Seit Jahrtausenden ist das Schaf eines der wichtigsten und weitest verbreiteten Nutztiere in der Berglandwirtschaft. Seine Genügsamkeit, die Trittsicherheit im alpinen Gelände, die gute Futterverwertung und die Widerstandsfähigkeit wegen ungünstiger Wetterbedingungen machen es gerade für die alpine Region Südtirols unverzichtbar. Viele karge und unwirtliche Regionen im Alpenraum können ohne Schafhaltung unmöglich bewirtschaftet werden. Der Beitrag der Schafzucht zur Erhaltung der Berggebiete als lebendiger Wirtschafts- und Erholungsraum und als Aushängeschild für den Südtiroler Tourismus kann daher nicht hoch genug eingeschätzt werden. Andreas Waldner
Reportern, Fotografen und Zaungästen. Die tausendreihundert Schafe sind im Gangl. Die Schoad geht los. Die Bauern beginnen aus dem wogenden Meer an wollenen Rücken ihre eigenen Schafe herauszufischen und sie in die kleinen Pferche oder sofort in die Schaftransporter zu zerren. Das Schaf wird von hinten überrascht, an der Wolle gepackt und zwischen den Beinen eingeklemmt, sodass man an der Marke am Ohr herausfinden kann, welchem Bauern es gehört. Das Aussortieren und Verladen dauert einige Stunden. Zuletzt bleiben nur noch die Touler Schafe übrig. Sie werden auf die Weide zurückgetrieben und bleiben dort bis es zuschneit. Derweil wird auf dem Festplatz nebenan gefeiert, gefeilscht und natürlich über die Vorzüge des Tiroler Bergschafes gefachsimpelt. „Die Oberländer züchten und verwerten zu neunundneunzig Prozent das Tiroler Bergschaf“ ließ mich Eduard wissen. „Es gilt als groß bis mittelgroß. Es ist reinweiß und darf keine Pigmente oder Birkaugen aufweisen. Charakteristisch sind die langen, breiten und hängenden Ohren sowie der schmale, stark geramste und hornlose Kopf. Für die Zucht ist das bedeutendste Merkmal, dass das Tiroler Bergschaf sehr fruchtbar ist und zwei
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
21
Gesellschaft
SeitenWind
Vinschgau
Latsch. Die CHRIS-Studie startet in Latsch: Nach Schlanders sind ab sofort auch die Einwohner von Latsch eingeladen, an der Südtiroler Gesundheitsstudie CHRIS teilzunehmen. Die offiziellen schriftlichen Einladungsbriefe für alle Latscher werden demnächst verschickt.
Die Woche der Romanik I
Termine Infoabende:
Mittwoch, 24. Oktober 2012 im CulturForum LATSCH; Dienstag, 30. Oktober 2012 in der Feuerwehrhalle GOLDRAIN; Dienstag, 13. November 2012 im Vereinssaal MORTER; Mittwoch, 14. November 2012 im Vereinssaal TARSCH - Beginn ist jeweils um 19 Uhr
Latsch. „Der SBB-Ortsgruppe Latsch, Herausgeber des Werkes „Geschlossene Höfe in den Katastralgemeinden Latsch, Goldrain, Morter Tarsch und St. Martin im Kofel“ bedauert den Vorfall, dass einzelne Textpassagen unbeabsichtigt aus dem Werk von Prof. Prieth Elias entnommen wurden, ohne ihn als Verfaser zu erwähnen.“ Für die SBB-Ortsgruppe Latsch, der Koordinator, Stefan Mayr Trafoi. Am Sonntag, den 14.
Oktober, lädt das Nationalparkhaus naturatrafoi von 14-18 Uhr zum traditionellen Tag der offenen Tür. Zu sehen sind die Ausstellungen „Der Rothirsch“ und „Leben an der Grenze“. Bereits um 14.00 Uhr startet eine geführte Besichtigung der Rothirsch-Ausstellung und ab 15.00 Uhr werden dem Besucher dann die wilden Hühner unserer Berge nähergebracht: Nationalparkförster Andrea Buffa referiert zum Thema Raufußhühner und gewährt interessante Einblicke in ihr Leben. Um 16.30 Uhr, während Erwachsene bereits bei Kaffee und Kuchen beisammensitzen, können dann auch die Kinder „Die wilden Hühner“ auf Zelluloid Revue passieren lassen.
22 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
m Rahmen von „Stiegen zum Himmel – Alpine Strasse der Romanik“ findet vom 09. bis 13. Oktober 2012 ein vielseitig gestaltetes Programm „Unterwegs auf der Straße der Romanik“ mit Besichtigung der romanischen Kulturstätten statt. Kostenlose Führungen in mystischen und spärlich beleuchteten auf der „Straße der Romanik“ Räumen von Kirchen und profanen Bauten bringen Sie dem Mittelalter ein Stück näher, eröffnen Ihnen einen neuen Blickwinkel auf eine Epoche, welche voller Geheimnisse ist. Am Tag der offenen Tür kann die „Alpine Straße der Romanik“ mit öffentlichen Verkehrsmitteln und eigenen Shuttlebussen erfahren werden. Im Vinschgau wird am Dienstag, 9. Oktober 2012 eine Kultur-Radtour „Stiegen zum Himmel“ veranstaltet: von
Möglichkeiten ohne Grenzen
Mals nach Laas mit geführter Besichtigung der romanischen Kulturstätten Glurns, St. Jakob in Söles, St. Johann in Prad, Pfarrkirche Laas. ElektrobikeVerleih möglich. Treffpunkt: Gemeinde Mals, Bahnhofstraße 19, Start 13.00 Uhr. Eine zweite Kultur-Radtour startet am Donnerstag, den 11. Oktober am Bahnhof von Latsch nach Meran. Eine Kulturfahrt bietet die Ferienregion Obervinschgau am Freitag, den 12. Oktober an, mit Aufenthalten bei der St. Nikolaus Kirche in Burgeis, St. Veith am
Tartscher Bühel, St. Leonhard in Laatsch und St. Benedikt in Mals. Treffpunkt: Kirche St. Benedikt in Mals; Dauer ca. 3 Stunden. Die Woche der Romanik gipfelt am Samstag, den 13. Oktober in einen Tag der Romanik, freier Eintritt und kostenlose Führungen in den Stätten der Romanik. Nähere Informationen in der Ferienregion Obervinschgau, St. Benediktstr. 1, Mals, Tel.: 0473 831190 oder auf www.stiegenzumhimmel.it
Rabland
Die Nacht in der Eisenbahnwelt
Eine Familie aus der näheren Umgebung beim Bestaunen der Südtirol-Anlage in Miniatur
D
ie „Eisenbahnwelt“ hat auch heuer wieder an der Langen Nacht teilgenommen. Zu diesem Anlass war der Eintritt am Samstag für alle BesucherInnen ab 18.00 Uhr kostenlos. Besonders interessiert haben sich die zahlreichen BesucherInnen für die diesjährige Sonderausstellung mit dem Ti-
tel „Panzer, Flieger&Kanonen“, die spannenden Fragen nachgeht, wie z.B. Kaiser und Könige reisten, als es noch kaum Autos und Flugzeuge gab, oder wieso eine der bekanntesten Waffen des Ersten Weltkrieges „dicke Berta“ genannt wurde. Sehr geschätzt wurde, neben den kostenlosen Führungen
durch die Sonderausstellung, die Anwesenheit des Sammlers Prof. Cesare Bruno aus Rovereto, der über seine besonderen Modelle und langjährige Leidenschaft Auskunft gab. An die 1.000 Neugierige haben sich in der Eisenbahnwelt eingefunden, um sich - bis zu später Stunde - auf eine Reise in die Welt der Modelleisenbahn zu begeben. Gerade Familien aus der näheren Umgebung haben die Gelegenheit genutzt, die Eisenbahnwelt erstmals zu besichtigen. Aufgund des großen Erfolges und Interesses wird die Eisenbahnwelt auch im nächsten Jahr wieder an der Initiative teilnehmen. Für das leibliche Wohl haben Snacks und Getränke gesorgt, welche die lokalen Sponsoren anlässlich der südtirolweiten Initiative gespendet haben.
Gesellschaft
Partschins
Dorfbuch von Ewald Lassnig als Lebenswerk P artschins hat ein Dorfbuch. Zwischen zwei Buchdeckeln und auf 576 Seiten hat der langjährige Grundschullehrer, das langjährige Gemeindeausschussmitglied und der Hobbychronist Ewald Lassnig sein Lebenswerk verfasst. Es ist die insgesamt 10. Publikation von Lassnig. Am Mittwoch vor einer Woche wurde das Buch in der öffentlichen Bibliothek von Partschins vorgestellt. Eine Feier, ganz auf den Autor zugeschnitten, hatte der Bildungsausschuss Partschins auf die Beine gestellt: musikalisch umrahmt von der jungen Combo „Zielergluat“ und als Überraschung der Kirchenchor von Rabland, dessen Mitglied Lassnig 31 Jahre lang war, und ein reichhaltiges Buffet für Diskussionen im Anschluss an dem offiziellen Teil. Grußworte kamen von der Präsidentin des
Bildungsausschusses Johanna Laimer Schönweger, von BM Albert Gögele und vom Referenten für Schule und Kultur Hartmann Nischler. Lassnig ließ es sich nicht nehmen, ausgiebig aus seinem Dorfbuch vorzulesen und zu zitieren: aus der Welt der Sagen in Partschins, aus der Episode der kleinen Eiszeit, aus Anekdoten, auch selbsterlebte und über Flurnamen, die ihm sehr am Herzen liegen. Zum Abschluss sang Lassnig ein Solo, einen selbst verfassten Text mit selbst verfasster Melodie. Die Buchvorstellung stieß auf reges Interesse und die Dorfbücher waren begehrt. Lassnig, der seinen Helferinnen und Helfern ein Buch mit Widmung überreichte, signierte im Anschluss an die Veranstaltung geduldig Dorfbücher für die rund 100 erschienenen Bürger aus den
v.l.: die Präsidentin des Bildungsausschusses Partschins Johanna Laimer Schönweger, der Autor Ewald Lassnig, Bildungsreferent Hartmann Nischler und BM Albert Gögele
Fraktionen der Gemeinde Partschins. Unter den Zuhöreren befanden sich neben BM a.D. Robert Tappeiner der Künstler Friedrich Gurschler, die Mundartdichterin Maridl Innerhofer, Lassnigs Frau Erika und der gesamte Gemeindeausschuss. Lassnig hat das Buch unentgeltlich verfasst und für die
Drucklegung der rund 2500 Exemplare bei der Union-Druck von Heinz Tappeiner stellten die Gemeinde Partschins, die Region Trentino Südtirol (Abt. Sprachminderheiten), die Abteilung deutsche Kultur, die Raiffeisenkasse und der Bildungsausschuss Partschins Gelder zur Verfügung. (eb)
Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders
„Minotaurus“ in Schlanders Das Teatro La Ribalta zeigt – zusammen mit Schauspielern der Lebenshilfe, mit Tanz Bozen und Teatraki – eine beeindruckende Inszenierung von Dürrenmatts Minotaurus. Die Choreografin und Tänzerin Julie Annemarie Stanzak und Regisseur Antonio Viganò sprengen Grenzen, und die Schauspieler der Lebenshilfe zeigen uns, wie unterschiedlich die Wirklichkeit wahrnehmbar und erlebbar ist. Freitag, 05. Oktober 2012 um 20 Uhr - Karten gibt es an der Abendkasse - Eintrittspreis 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Vinschgau/Hochzeitsbilder
Welches Hochzeitspaar gewinnt? Im Vinschgerwind Nr. 19/2012 waren viele schöne Bilder von Hochzeitspaaren aus dem Vinschgau. Auf unserer Internetseite www.vinschgerwind.it haben wir ein „Voting“ eingerichtet. Sie, liebe Leserinnen und liebe Leser, haben die Wahl, das schönste Hochzeitspaar 2012 zu küren. Die Wahl läuft noch bis zum 22. Oktober 2012. Wir haben für die drei Erstplatzierten einige Preise vorbereitet, um die Anfangsphase des Eheglücks etwas zu versüßen. Süßes im eigentlichen Sinne haben wir zwar nicht als Preise, dafür aber Bücher, Weine und Theaterkarten. Wir danken an dieser Stelle unseren Sponsoren. Die Siegerpaare werden am 31. Oktober 2012 bekannt geben.
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
23
Gesellschaft
Vinschgau
Burgeis
Gesund im Alter
Almabtrieb mit Gästeehrung
D
M
ie ganzheitliche Lehre der Hildegard von Bingen findet auch im Vinschgau Anhänger. Die Hildegardfreunde im Bezirk pflegen seit geraumer Zeit das Wissen um die richtige Verwendung von Heilkräutern, um die Lebensweisheiten und um die Achtung der Schöpfung. Die Mitglieder treffen sich, tauschen sich aus und planen ein Jahresprogramm mit verschiedenen Veranstaltungen. Im Ausschuss arbeiten Irmgard Telser (Schluderns), Ilse Strobl (Mals), Angelika Reisigl (Prad), Adalbert Pobitzer (Mals), Luis Folie (Reschen) und Harald Schuster (Laatsch/ Tartsch). Das Herbstprogramm startet mit der Fahrt nach Rom am Sonntag, den 7. Oktober. An diesem Tag wird Hildegard von Bingen vom Papst Benedikt XVI zur Kirchenlehrerin ernannt. Für die Herbstfortbildung am Mittwoch, den 17. Oktober mit Beginn um 20.00 Uhr, im Mehrzwecksaal des Martinsheimes in Mals, konnte mit der Referentin Jutta Claus aus Bochum eine erfahrene, staatlich geprüfte Heilpraktikerin verpflichtet werden. Sie spricht zum Thema: „Gesund bis ins hohe Alter mit der Hildegard von Bingen Heilkunde“. Claus ist in einer Familienbildungsstätte als Kursleiterin im Resort Gesundheit und medizinische Prävention tätig. Sie vermittelt im Dialog naturheilkundliches Wissen zur Selbstbehandlung und zur Ergänzung der Schulmedizin. Die verwendeten Rezepte sind in jahrzehntelanger Praxiserprobung durch Hildegardtherapeuten in ihrer Anwendbarkeit belegt. (mds) 24 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
it einem bäuerlichen Volksfest, umrahmt von der „Obervinschger Böhmischen“ feierten die Burgeiser kürzlich den Almabtrieb von der „Oberdörfer-“ und der „Bruggeralm“ im Zerzertal. Die bekränzten Milchkühe und Ziegen samt Hirten, Kleinhirten und Senner zogen zum Platz vor der „Bar Gerda“, wo sie mit musikalischen Ständchen und viel Applaus begrüßt und vielfach abgelichtet wurden. Im Publikum stand auch das Gäste-Ehepaar Margit und Hans Werner Hermann aus Solm in Deutschland. Die beiden fühlen sich in Burgeis seit über drei Jahrzehnten wie zu Hause. Sie genossen das Fest in vollen Zügen und waren mehr als erstaunt, als sie plötzlich selbst im Mittelpunkt standen und einen ganz persönlichen Höhepunkt erle-
Ehrentafel für ihre langjährige Treue, und die Musikanten spielten ihnen einen schwungvollen Egerländer Marsch auf. Unter den Gratulanten befand sich auch die Malser Vizebürgermeisterin Sibille Tschenett. Sie überbrachte die Glückwünsche der Gemeindeverwaltung. Das Ehepaar Hermann besucht Burgeis so oft es kann, im Sommer zum Wandern und im Winter zum v.l.: Margit Hermann, Gerda Fabi-Noggler Skifahren. Mittlerund Hans Werner Hermann weile sind auch die beiden Töchter in ben konnten. Aus der Hand ih- die „Urlaubsfußstapfen“ ihrer rer Gastgeberin Gerda Fabi- Eltern getreten. Und das freut Noggler erhielten sie eine die jungen Burgeiser. (mds)
Valchava/Val Müstair/Vinschgau
Erntedankfest in Valchava A us dem Gesellschaftsleben im Val Müstair ist das Erntedankfest nicht mehr weg zu denken. Bereits zum 7. Mal findet es statt und hat sich zur fixen Größe im Tal entwickelt. Verantwortlich dafür ist sicher der farbenprächtige Umzug, der jedes Jahr die Hauptattraktion des Festes darstellt. Diesmal steht er unter dem Motto Tour de Ski 2013. Dass alle Teilnehmenden nun in Langlaufausrüstung antreten werden, ist nicht anzunehmen, aber einige themennahe Sujets dürften durchaus zu finden sein. Und falls die Zeit günstig und das Glück groß, läuft vielleicht gar der Superstar und Langlaufheld Dario Cologna mit. Ansonsten sind aber sicher die Ziegen wieder dabei, die Esel vielleicht auch und die vielen, reich
dekorierten Wagen, die den Querschnitt der Ernte im Val Müstair zeigen. Nebst dem Umzug gibt es auch dieses Jahr wieder einen großen Markt. Bereits über 60 Marktstände präsentieren ihre Waren aus dem Val Müstair, dem Engadin und
dem benachbarten Südtirol. Bauern oder solche, die es werden wollen, können sich am Melkwettbewerb beweisen. Und dass es nicht nur im Val Müstair Brauchtum gibt, sondern auch in Südtirol, beweisen dann die Goasselschnöller. Und weil man ja auch ohne Alkohol lustig sein kann, schenkt die TrendyBar nicht alkoholische Getränke aus. Solche, die auch Kinder problemlos genießen können. Wenn sie denn dazu kommen, schließlich gibt’s für die kleinen Festbesucher noch spezielle Attraktionen wie Eselkutschenfahrten, Gesichtsmalerei und dergleichen mehr. Und als Einstimmung auf das grosse Fest organisiert die Jugend Sta. Maria – Valchava am Vorabend ab 18 Uhr in der Halle Gervas einen Ball mit Grill.
Circolo culturale Val Venosta - Silandro/Schlanders
Graf Johannes Trapp
Gernot Niederfriniger
FILM: Val Venosta: arte, cultura, tradizioni Vinschgau: Kunst, Kultur, Traditionen Venerdì 12 e sabato 13 ottobre 2012, ore 19 Aula magna dell’Istituto secondario (ex Itc) - Silandro
Pater Max Frank
Manfred Zangerle
Freitag, den 12. und Samstag, den 13. Oktober 2012, 19 Uhr Aula Magna der WFO (ehemals HOB) – Schlanders Ingresso libero – Eintritt frei Maria Mayr
Ringraziamento alla Direzione dell’Istituto, Comune e Bildungsausschuss di Silandro, Assessore provinciale alla cultura Christian Tommasini, Presidente del consiglio regionale Rosa Zelger Thaler
Dekan Josef Mair
Dank an: Schuldirektion WFO, Gemeinde und Bildungsausschuss Schlanders, Landesrat Christian Tommasini, Regionalsratspräsidentin Rosa Zelger Thaler
Franz Prieth
Maria Hopfgartner
Der Circolo culturale Val Venosta, der seit 31 Jahren von Leonardo Pellissetti als Präsident geführt wird, stellt den mittlerweile 6. Film in Eigenproduktion vor, mit dem Titel: „Vinschgau: Kunst, Kultur, Traditionen“. Mit einem Mosaik an Bildern, mit verschiedenen Interviews und den Kommentaren von Regisseur Paolo Azzarone, von Hilfs-Regisseur Alfred Habicher unterstützt, wird eine Reise, der Etsch entlang, durch den Vinschgau unternommen. 19 Persönlichkeiten aus dem Vinschgau (siehe Fotos) werden zu verschiedenen Themen interviewt. Manche Interviews sind zweisprachig, andere nur in Deutsch, von denen Gianni Bodini eine italienische Version zusammengefasst hat. Schon zu Beginn der Arbeiten für diesen Film war der Filmemacher Azzarone von der Vielfalt und der Menge an Interessantem im Vinschgau beeindruckt. In dem rund zwei Stunden langen Film konnte so nur ein Teil der Vinschger Substanz berührt werden. Regisseur Paolo Azzarone erklärt: „Wir wollen die Zuschauer nämlich neugierig machen und sie sozusagen anregen, sich selbst ein Bild vom Vinschgau zu machen, um mehr über dieses Tal in Erfahrung zu bringen. Wir wollen in ihnen den Wunsch wecken, die Kultur, die Kunstdenkmäler, die Traditionen des Vinschgaus besser kennen zu lernen. Unser Film soll ihnen dazu diesen Anstoß geben.“ (lp)
Florian Hofer
Martin Moriggl
Karl Platino
Hansjörg Götsch
Egon Pircher
Karl Gurschler
Gabi Obwegeser
Julian Gurschler
Florian Eller
Karin Lamprecht
Peter Pircher
Oberländer
Aktionstage 2012
Zielgruppe: Interessierte jeden Alters Anmeldung: Innerhalb 10.10.2012 bei
Workshop
Holzwerkstatt für Kinder Neben der Entwicklung der Fantasie und der handwerklichen Fähigkeiten geht es in diesem Werkstattkurs darum, das gestalterische Potential vom Naturstoff Holz näher kennen zu lernen. Dieses Naturmaterial lässt sich gut bearbeiten und bietet jedem Teilnehmer genügend Freiraum, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Referent: Walter Tschenett Termin: Samstag, 13.10.2012
von 14.00 bis 17.00 Uhr Ort: Graun – Vereinssaal Zielgruppe: Kinder im Alter von 8 bis Vortrag
Der Mensch ist das Problem Entwicklungen auf verschiedenen Gebieten lassen immer wieder die Frage aufkommen: Wo steht der Mensch? Die Erfahrung, dass soviel an Zerstörung und Unmenschlichkeit vom Menschen ausgeht, lässt an der Würde des Menschen zweifeln. Auf der anderen Seite, wo der Mensch nur mehr als Nummer in automatisch ablaufenden Prozessen gesehen wird, ist die Frage nach einer unzerstörbaren Würde des Menschen unüberhörbar. Vielleicht helfen uns die Überlegungen der Menschen, die in der Bibel aus ihrer Gottesleidenschaft heraus um das Problem „Mensch“ gerungen haben, weiter? Referent: Dr. Arnold Stiglmair, ProTermin: Beginn: Ort: Organisation:
fessor für Altes Testament Freitag, 12.10.2012 20.00 Uhr Graun – Vereinssaal Pfarrgemeinderat Graun
YOGA FÜR ALLE (10 Treffen) mit
Marianella Bertagnolli (ital. Sprache), geprüfte Yogalehrerin Beginn: Dienstag, 09.10.2012 von 18.30 bis 19.30 Uhr für AnfängerInnen Dienstag, 09.10.2012 von 20.00 bis 21.00 Uhr für Fortgeschrittene Ort: Turnraum der Lebenshilfe Schlanders Mitzubringen sind bequeme Kleidung und Socken, eine Decke für die Entspannung, ein kleines Kissen Anmeldung: BA Schlanders 333 320 30 93
10 Jahren in Begleitung eines Elternteiles oder Erwachsenen Anmeldung: Innerhalb 10.10.2012 bei Midl (Tel. 340 5811480) Kostenbeitrag: 10 Euro Teilnehmerzahl: Max. 8 Kinder Organisation: KFS-Zweigstelle Reschen Schnupperkurs
Gospel-Musik Einführung in die Gospel Musik mit Stimmbildung und Erlernen verschiedener Lieder. Vor allem wird den Teilnehmern Spaß und Freude an der eigenen Stimme und am Singen im Chor vermittelt.
Franz (Tel. 335 702 99 31) Organisation: Bildungsausschuss Kochkurs
Herbstliche Gerichte mit Kastanien Leitung: Manfred Ziernheld Termin: Dienstag, 16.10.2012 und
Donnerstag, 18.10.2012 jeweils ab 20.00 Uhr Graun – Vereinshaus Anmeldung: Innerhalb 13.10.2012 bei Helene (Tel. 347 34 31 357) Kostenbeitrag: 40 Euro Organisation: Bildungsausschuss Dauer: Ort:
Jubiläum
25 Jahre Seniorenclub Oberland Theater: Mechthild S(o)arglos packt aus Kurzreferat: Otto von Dellemann Musik: Trio Martin, Gernot & Judith Termin: Samstag, 20.10.2012 Beginn: 14.30 Uhr Ort: Graun – Vereinssaal Organisation: Seniorenclub und
Gemeinde
Referenten: Manuel Regensburger
und Birgit Weissenegger (Gospelchor Schlanders) Termin: Samstag, 13.10.2012 von 14.00 bis 18.00 Uhr Ort: Graun – Grundschule
Die Oberländer Aktionstage werden vom Bildungsausschuss Graun in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen, der Gemeindeverwaltung und den Bibliotheken organisiert.
Bildungsausschuss Schlanders Vorstellung des Bildbandes
Gesundheitsgymnastik
von Hans Wielander mit Dias und Lesung von Sebastian Marseiler
mit Erna Dietl
„Der Vinschger Sonnenberg“ Ort: Bibliothek Schlandersburg Termin: Mittwoch, 17.10.2012 um 20.00 Uhr Organisation: Gemeinde Schlanders, Bildungsausschuss und Bibliothek
FIT IN DEN MORGEN (18 Treffen)
Beginn: Donnerstag, 18.10.2012 von 09.00 bis 10.00 Uhr Ort: Turnsaal im Gamperheim Schlanders Anmeldung: BA Schlanders 333 320 30 93
Ganzjährig bietet der Bezirksservice Weiterbildung den Bildungsausschüssen Beratung und Informationen an. Informationen: Bezirksservice Weiterbildung, Bahnhof Spondinig, Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 - fax +39 0473 618116, mail: bezirksservice.vinschgau@gwr.it ; Homepage des Landes www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf 26 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Heimatpflegeverein und Bildungsausschuss Latsch Goldrain Tarsch
Bildungsausschuss Goldrain
Bildungsfahrt Samstag, 20. Oktober 2012
Auf den Spuren der Saurier
Der Heimatpflegeverein lädt in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen der Gemeinde alle Mitglieder, deren Familienangehörige und Freunde und alle Kulturinteressierten zur Fahrt am 20. Oktober ins Engadin ein. Wir besichtigen Schloss Tarasp und fahren weiter nach St. Moritz. Schloss Tarasp - Kaum eine andere Burganlage unseres Landes beherrscht eine Landschaft so markant wie das mächtige Schloss Tarasp. Auf einem hundert Meter hohen Felsen erbaut, wacht die Festung über die Weiler am Fuße des Schlosshügels. In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts bezogen hier die Herren von Tarasp ihren Wohnsitz, die aus der Gegend des Comer Sees ins Engadin gezogen waren. Im Jahre 1239 gelangte die Festung an die Grafen von Tirol. Da das Unterengadin zum Bistum Chur gehörte, folgten verschiedene heftige Auseinandersetzungen zwischen den Tiroler Grafen, den Abfahrt: 7.50 Uhr Bündnern und den Bischöfen von Chur. in Tarsch, Bushaltestelle 8.00 Uhr Ab 1464 war Tarasp eine österreichische in Latsch, Kirchplatz in Goldrain, Bushaltestelle 8.05 Uhr Grafschaft. St. Moritz - St. Moritz ist einer der bekanntesten Ferienorte der Welt: schick, elegant und exklusiv inmitten der Oberengadiner Seenlandschaft. Neben seiner wunderschönen Lage oberhalb und neben dem See bietet St. Moritz eine attraktive Mischung von Natur, Kultur, Sport, Betrieb und Ruhe.
Einen besonders spannenden und lehrreichen Tag verbrachten zwanzig GoldrainerInnen auf Einladung des Bildungsausschusses Goldrain. Die heurige Bildungsfahrt führte nach Aldein zum UNESCO–Weltnaturerbe „Geoparc Bletterbach“. Im Besucherzentrum wurden den TeilnehmerInnen Wissenswertes und Interessantes zur Entstehung der Gesteinsarten vermittelt. Bei der anschließenden Wanderung durch die Schlucht konnten dann Jahrmillionen der Erdgeschichte regelrecht von den Steinen abgelesen werden. Sechszehn Tafeln entlang des Weges informierten über die verschiedenen Gesteinsschichten und gaben Auskunft über die vielen wertvollen Funde von verkohlten Pflanzen und Gehölzen, versteinerten Mikroorganismen, Schalentieren und die zahlreichen Fährten verschiedenster Saurierarten. Nach der Wanderung durch die Schlucht bis zum Butterloch und dem steilen Aufstieg über den Jagersteig zur Lahneralm, kehrten die Teilnehmer etwas müde aber begeistert und mit manch „steinernem“ Erinnerungsstück von dieser Bildungsreise zurück. (lu)
Rückkehr: ca. 20.00 Uhr Information und Anmeldung: Martina Oberhofer 333 6166098 Sandra Kuppelwieser 338 8713279 Hannes Gamper 0473 623288 Der Preis für die Busfahrt und die Führung beträgt 15 Euro. Anmeldeschluss: 10. Oktober 2012 Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!
Die Goldrainer „Fossiliensucher“ beim Abstieg in den Bletterbach bei Aldein
Bildungsausschuss Glurns
Kunstwettbewerb GLÜH+BIRNE Um junger zeitgenössischer Kunst Raum und Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten, wurde der Verein „Glurns Art Point“- GAP gegründet. Dieser schrieb im Rahmen der heurigen Palabiratage einen Kunstwettbewerb zum Thema: GLÜH+BIRNE aus. Innerhalb kurzer Zeit sind siebzehn Einsendungen aus Deutschland, Österreich, Südtirol und dem restlichen Italien eingegangen, welche im derzeitigen „Stützpunkt“ von GAP in Glurns ausgestellt und prämiert wurden. Die Jury, bestehend aus Ulrich Egger, Roman Niederholzer und Erich Pircher, konnte sich nicht auf einen Sieger einigen und vergab zwei erste Preise. Anna Moser aus Prad überzeugte mit ihren „Repliken einer aussterbenden Art“ und Tommaso Colesanti mit seinem „up-cycling“ Experiment. Zur abschließenden Finnisage konnten die fast vollständig anwesenden KünstlerInnen sich selber und ihre Ideen zu den ausgestellten Objekten präsentieren. Mit diesem Kunstwettbewerb setzten GAP und der Bildungsausschuss Glurns einen kreativen Akzent, der einen neuen Zugang zur Palabirne ermöglichte und sie in ein ganz besonderes „Glühbirnen-Licht“ stellte. Alle ausgestellten Werke sind im Internet auf www.glurns-art-point.blogspot.it abrufbar. (lu)
Birne Helene von Adina Guarnieri
Taschenlampe von Maria Dietl Per...ombra von Paolo Seppi
Impressum: Initiative von
......in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen des Vinschgaus
Glurns.Art.Point
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
27
Jugend JuZe Freiraum Schlanders Ö Mi. 03.10.12 ab 16.00 Uhr Spielnachmittag Ö Fr. 05.10.12 ab 20.00 Uhr Film&Popcorn Ö Sa. 06.10.12 um 16.00 Uhr Info-Nachmittag über Hüttengaudi in Martell Ö Mi. 10.10.12 ab 16.00 Uhr Spielnachmittag Ö Fr. 12.10.12 ab 18.00 Uhr Törggelen Ö Sa. 13.10.12 ab 20.30 Uhr Konzert Ö Mi. 17.10.12 ab 16.00 Uhr Spielnachmittag Ö Fr. 19.10.12 – So.21.10.12 Hüttengaudi in Martell Treffpunkt: Jugendzentrum Freiraum Start: Fr. 19.10. um 16.00 Uhr Rückkehr: So. 21.10. um ca. 12.00 Uhr, Kosten: 27 Euro / 25 Euro für JuZe Mitglieder, Anmeldung erforderlich bis Sa. 06.10. im Juze Jugendtreff Burgeis Ö Neuer Öffnungstag: Mi. 14.30 – 16.30 Uhr Ö Sa. 06.10.12 ab 18.00 Uhr Spaghettata Ö Mi. 10.10.12 ab 14.30 Uhr Herbstcitytrio durch Burgeis Jugendraum „Enjoy“ Graun Ö Neue Öffnungszeiten Sa. 19.00 – 22.00 Uhr Jugendtreff Chill House Stilfs Ö Sa. 06.10.12 ab 17.00 Uhr Filmabend mit Spaghettata Ö Mi. 10.10.12 ab 18.00 Uhr Vorbereitungen Vollversammlung Ö Fr. 12.10.12 um 15.00 Uhr Köschtnbrotnen auf Karmatsch Ö Sa. 13.10.12 um 17.00 Uhr Herbstwanderung durch Stilfs Ö Mi. 17.10.12 Treff geschlossen Ö Do. 18.10. 12 ab 18.00 Uhr Treff offen!! Jugendzentrum JuZe Naturns Ö So. 07.10.12 ab 16.00 Uhr JuZe Sunntig Ö Sa. 13.10.12 ab 20.00 Uhr Live Konzert „Naturns under attack“ Mit internationalen Metalbands: The Beyond (Trient), 5th of November (Austria) Meat Devourer und Blood Edition (Naturns) Komso Plaus Ö Mi. 10.10.12 ab 19.30 Uhr Kinder fragen, Eltern…? Sexualerziehung in der Familie Infoabend für Eltern und Interessierte Ö Mi. 10.10.12 – Mi. 31.10.12 Literatur für Jugendliche zu den Themen: Gefühle, Beziehungen, Freundschaften, Körper und Sexualität Jugendzentrum JUMA Mals Ö Fr. 05.10.12 ab 19.30 Uhr Elternabend im JuMa – alle Eltern sind herzlich willkommen Ö Sa. 06.10.12 ab 20.00 Uhr Deutschland sucht das Supertalent auf Großleinwand für alle Ö Fr. 12.10.12 ab 18.00 Uhr Kulinarischer Kochabend Sushi Anmeldung im Juma Ö Sa. 13.10.12 Paintball ab 14 Jahren Anmeldung im JuMa
28 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Europapark Rust Zum ersten Mal werden heuer die Jugendzentren und Treffs des Obervinschgaus gemeinsam nach Rust zum Europapark fahren. Besonders zu dieser Zeit bietet der Erlebnispark viele Attraktionen. Zu den zahlreichen Angeboten und vielen Neuheiten, wie die gigantische Holzachterbahn, treiben an diesen Tagen Kobolde, Hexen und Dämonen ihr Unwesen, passend zu Halloween. So wird sich der Schlosspark in ein gruseliges Mittelalterdorf verwandeln und lustiger Gruselspaß ist in Deutschlands größtem Kürbismeer garantiert. Also komm mit und erlebe zwei unvergessliche Tage! Gestartet wird in den Schulferien am Dienstag, den 30.10., abends übernachten wir im Camp Resort des Parks im beheizten Tipi-Zelt Und dann erwartet uns am 31.10. ein weiterer spannender Tag im Europapark.
Wer: alle ab 11 Jahren Kosten: 155 Euro; (160 Euro für Nichtmitglieder) Wann: 30. + 31.10.12 Anmeldeschluss: 13.10.12!!!! Info und Anmeldung unter: Juma Mals: Veronika 327 835 25 18 Jugendtreff Burgeis: Evelyn 388 7978864 Jugendtreff Ju!P Prad: Sieglinde 389 51 95 833 und Annamaria 329 333 33 61 Jugendtreffs Oberland: Jutta 320 4849 198 Jugendtreff Phönix Schluderns und Citytreff Glurns: Franziska 329 721 52 36 Jugendtreff Chill House: Burkhard 389 519 58 45
Spann den Bogen über deine Grenze(n) Vom 20. Bis 21. Oktober geht es für einige Mittelschüler ab ins Schnalstal zum Projekt „Spann den Bogen über deine Grenze(n)“. Das Projekt wurde vom JuMa in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst Mittelvinschgau ausgearbeitet und nun dank der finanziellen Unterstützung durch das Interreg IV Projekt (EU- Fond, Terra Raetica und Interreg Italien- Schweiz) durchgeführt. Mit dem Zug geht es am Samstag, dem 20.Oktober vom jeweiligen Heimatdorf ins Schnalstal zum Ganztages- Bogenbaukurs mit Materialien aus der Natur – sprich Ratan. In Begleitung der Jugendarbeiter und eines „OutdoorErlebnis & Höhenexperten“ kann eine Basis für eine gute Gruppendynamik geschaffen werden. Am Sonntag, den 21.Oktober gestärkt durchs Frühstück geht’s in den zweiten Projekttag, an dem die Jugend-
lichen die Wirkungen, die sich aus dem Umgang mit Dingen aus der Natur, in diesem Falle, mit dem selbstgebauten Bogen, erleben sollen. Diese Möglichkeit bietet der 3D Bogenparcour mit 16, der Natur nachempfundenen Zielen. Begleitet von den Referenten und den beiden Jugendarbeiterinnen Miry und Veronika wird dieser Ausflug hoffentlich für alle ein unvergessliches Erlebnis. Das Projekt wird vom Interreg IV finanziell unterstützt und kann so für alle Interessierten für 15 Euro durchgeführt werden- inkl. Bogenbaukurs, Abendessen, Übernachtung, Frühstück und 3-D-Bogenparcour. Infos & Anmeldung unter: Myri (Jugenddienst Mittelvinschgau) 346 37 18 597 Veronika (JuMa Mals)
Jugendraum „Enjoy“ in Graun
Schon länger haben wir über einen peppigen Namen für unseren neuen Jugendraum nachgedacht. Nachdem mehrere Vorschläge gemacht wurden, wählten die Jugendlichen den Namen „Enjoy“ in einer Umfrage im Internet aus. Zeitlich passend wurde dieser beim Graffitiworkshop in Tösens von einigen Jugendlichen auf eine Holzplatte gesprayt. Mit neuem Namen ist der Jugendraum „Enjoy“ nun wieder jeden Samstag von 19.00 bis 22.00 geöffnet! Wir freuen uns auf euch!
Hallo, ich bin Andy Tappeiner, der neue Jugendarbeiter im Jugendtreff „Submarine“ in Laas. Ich bin 31 Jahre alt und komme aus Laas. Ich bin Bildhauer, „Künstler“, sehr kreativ und freue mich auf die Arbeit mit den Jugendlichen im Treff. Ich lade alle recht herzlich ein, mich in Laas zu besuchen und mich und den Treff näher kennen zu lernen. Ich freue mich darauf, mit euch das Treffleben zu gestalten.
CHILL HOUSE: Suldner Jugendliche begeistert! Das Angebot, Suldner Jugendliche in den Stilfser Jugendtreff zu bringen, wird von diesen begeistert angenommen. Seit nunmehr 2 Monaten können sie samstags von 17 bis 20 Uhr im großzügig umgebauten CHILL HOUSE mit gleichaltrigen Stilfsern den verschiedensten
Beschäftigungen, die dort angeboten werden, nachgehen. Dabei soll nicht nur allein die Freizeitbeschäftigung im Vordergrund stehen, sondern auch Umgang, gegenseitiger Respekt und das miteinander Auskommen der Jugendlichen beider Dörfer.
Gesellschaft
Naturns
4. Naturnser Einradtag Rekord 2010: 104 Einradfahrer am Ring
A
m Sonntag, 07.10.2012 findet von 10.00 bis 17.00 Uhr der 4. Naturnser Einradtag, organisiert vom VKE Sektion Naturns, statt. Auf dem Sportplatz von Naturns können alle Fans des Einrad-
sports ihre Runden drehen und ihr Können auf dem Geschicklichkeits-Parcours unter Beweis stellen. Alle Teilnehmer sind herzlich eingeladen, ihre Tricks auf dem Einrad vorzuführen. Sepp Marmsoler, die
Seele des Einradtages, führt durch den ganzen Tag. Ein Auftritt des Einradweltmeisters, David Weichenberger, steht ebenso auf dem Programm, wie eine Einlage der Einradgruppe aus Villanders.
In diesem Jahr soll der letzte Rekord von 2010 mit 104 Einradfahrern am Ring gebrochen werden, deshalb hoffen die Veranstalter auf rege Teilnahme, um diesen Rekord knacken zu können.
Schnals - Nachtrag
Fürstenburg/Stilfser Joch
Die St. Kathrein-Böhmische und die Bergl-Alm
Auf den Spuren des Ersten Weltkrieges
A
A
uch in diesem Jahr spielte die St. Kathrein Böhmische ihr bereits zur Tradition gewordenes Konzert bei Karo und Schmid Die St. Kathrein-Böhmische bei ihrem traditioauf der Bergl- Alm. nellen Auftritt auf der Bergl-Alm in Schnals Heuer fiel der Termin auf Sonntag, den 05. Au- von den neuen schwungvollen Stücken und Schnellpolkas, gust 2012. Am Sonntagmorgen starteten welche der musikalische Leiter die gut gelaunten Musikanten der Böhmischen, Walter NischRichtung Bergl- Alm. Oben ler, mit der Truppe ganz neu einangekommen wurde gemein- studiert hatte. Dies wiederum sam gegessen und anschließend führte zu einigen Zugaben... trotz des nicht strahlenden Son- Anschließend nach einem nenscheins keinen Augenblick 4-stündigen Konzert wurde gezögert und alles aufgebaut. Goaßl geschnellt, gegrillt und Ganz getreu unter dem Motto gemeinsam gegessen und so der Böhmischen: „Wenn miar klang der Abend bei gemütspielen regnts jo decht nia! Und lichem Beisammensein in froher iaz kemp Leit, verblosn mr dia Runde aus. Wieder konnte die schiachn Nebl...“, wurde der St. Kathrein Böhmische auf eine erste Marsch schwungvoll ein- sehr gelungene Sommersaison und einen wunderbaren Auftritt geschlagen. Tatsächlich kam bald die Sonne stolz zurückblicken. Ein Dank zum Vorschein und alle blieben von von Seiten der Böhmischen vom Regen verschont. Dies hob gilt Karo und Schmid und natürdie Stimmung der Musikanten lich auch den Grillern für die suund der Zuhörer noch um ein per Bewirtung. Die Böhmische Weiteres an. Besonders be- freut sich bereits jetzt schon auf geistert und angetan war das sehr das nächste Jahr und auf den zahlreich erschienene Publikum Bergl-Alm-Auftritt.
m 18. September brachen wanderte entlang der Schweizer alle ersten Klassen der Stellungen in Richtung UmFachschule für Land- und Forst- brailpass und stieß, auch wie die wirtschaft Fürstenburg im Rah- erste Gruppe, auf Unmengen men des Geschichte-Projektes Stacheldraht, verfallene UnterRichtung Stilfser Joch auf, um künfte, Kavernen und verrostete Teile des Frontabschnittes des Dosen. Die dritte Gruppe wanErsten Weltkrieges näher zu er- derte vom Stilfser Joch aus zur kunden. Begleitet wurden die 60 Dreisprachenspitze und weiter Schüler und Schülerinnen von zum Lempruch-Lager. Gegen den Lehrpersonen Punter Karl, Nachmittag erreichten sie den Paulmichl Andreas, Schgör Kleinboden mit den MaschinenInge, Pobitzer Hannes, Theiner gewehr-Stellungen. Am frühen Elias, Eisenschmid Maria und Abend traten die inzwischen in Biller Andreas. Am Joch ange- Trafoi wieder vereinten „Frontkommen, wurden die Schüler gänger“ den „Rückzug“ bzw. und Schülerinnen in drei Grup- die Heimreise an. Das schöne pen eingeteilt. Die erste Gruppe Wetter trug dazu bei, dass diemachte sich auf den Weg zum ser Lehrausgang ein unvergessMonte Scorluzzo, dem strate- liches Erlebnis für die Schüler gisch wohl wichtigsten Punkt in und Schülerinnen wurde. diesem Abschnitt der Gebirgsfront für die damaligen österreichisch-ungarischen Streitkräfte. Danach ging es weiter zu den italienischen Stellungen unterhalb des Berges. Eindrucksvoll war vor allem das Soldatendorf am Filone dei Mot. Fürstenburger Schüler als „Frontgänger“ am Die zweite Gruppe Stilfser Joch
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
29
sell well
Bauen Sonderthema
Drum prüfe, wer sich bindet ... die Wahl des Architekten Reinhold Messner sagte in einem Interview: Die Architektur im Vinschgau ist die beste in ganz Südtirol, denn die Vinschger sind kreativer. Gemeint sind Künstler wie Architekten. Beste Voraussetzungen für Bauherren. Und doch: Die Entscheidung für einen Architekten will sorgsam getroffen sein. von Angelika Ploner I Quelle: Internet
Vision wird Realität
Bauen mit System – Innovative Lösungen mit Betonfertigteilen Industriell vorgefertigte Betonfertigteile bieten fast grenzenlose Gestaltungsfreiheit für den Architekten und Planer, haben nichts mit vorgegebenen Einheitslösungen zu tun und ermöglichen eine ungeahnte Symbiose aus Moderne, Individualität sowie schnellem Baufortschritt. Progress ist regionaler Marktführer in der Produktion von Betonfertigteilen sowie in der Errichtung von Objekten in Betonbauweise im Gewerbebau, Wohnbau, Hotelbau, Landwirtschaftsbau und Tiefbau.
PROGRESS Julius-Durst-Straße 100, I-39042 Brixen (BZ), Tel. +39 0472 823 111, info@progress.cc, www.progress.cc
30 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
N
immt man’s genau, ist ein guter Planer vieles: Er ist Entwerfer, er ist Manager, er ist Kostenplaner und er ist nicht zuletzt auch ein stückweit Psychologe. Zusammengefasst: Der Architekt ist Ansprechpartner bei der wahrscheinlich kostenintensivsten Investition im Leben von Bauherren. Er plant, lenkt, organisiert und überwacht das ganze Bauvorhaben vom ersten Vorprojekt bis zum letzten Detail, ob das nun ein Neubau, eine Sanierung, ein Umbau oder eine Erweiterung ist. Die Arbeit ist komplex, umfasst eine Kostenschätzung und -kontrolle, die Baugenehmigung, das Vor- und Ausführungsprojekt, die Bauleitung, die Bauabrechnung, die Klimahausberechnung und vieles mehr. Und deshalb ist die Wahl des Architekten wichtig und alles andere als einfach. Der Architekt ist eine Vertrauensperson, die Bauherren seine Auftraggeber. Das ist das Spannungsfeld, in dem sich die mehrmonatige Zusammenarbeit abspielt und am Ende ein Traumhaus stehen soll. Und die Zusammenarbeit ist schließlich ausschlaggebend, ob sich ein Bauprojekt weiterentwickelt, konkrete Formen annimmt oder ob das Ganze ins Stocken kommt und das ganze Projekt strauchelt. Das Streitpotential ist ein großes, eine gemeinsame Streitkultur nicht unwichtig. Rege Diskussionen für die gegenseitige Inspiration sind nämlich unabdingbar. Das wichtigste Entscheidungskriterium dürfte die Stilrichtung eines Architekten sein. Fachzeitschriften, Wohnmagazine, auch der „Vinschgerwind“ mit seinen Sonderthemen sind hier Ideenfundus und helfen nicht nur beim Sammeln und Suchen von Stilrichtungen der Architekten, sondern auch beim Konkretisieren der eigenen Vorstellungen. Denn je präziser die eigenen Vorstellungen sind, desto leichter lässt sich auch der passende Architekt finden. Eine weitere Möglichkeit kann das Internet sein. Jeder Architekt
Bauen Sonderthema hat meist eine Homepage mit einer Liste von realisierten Bauten. Diese allfälligen Referenzen können weitere Entscheidungshilfen sein. Konkreter wird das Ganze, wenn Objekte besichtigt werden. Denn das eine sind Fotos, das andere – viel Wichtigere – ist das prüfende Auge vor Ort. Und hier können Fragen an die Hausbesitzer für zukünftige Bauherren besonders dienlich sein. Denn über Erfahrung geht nun mal nichts: War die Zusammenarbeit mit dem Architekten zufriedenstellend? War er ein guter Berater? Hat er den Zeitplan eingehalten? Hat er den Kostenrahmen eingehalten? Was waren seine Stärken und Schwächen? Sind irgendwelche Schäden oder Mängel bei der Ausführung entstanden?
WENIG AUFWAND FÜR MEHR WOHNKOMFORT
Fensteraustausch: einfach, schnell und sauber. Wer wünscht sie sich nicht: neue Fenster, die den aktuellsten Ansprüchen an Wärme-, Schall- und Einbruchschutz genügen? Fenster- und Türensysteme von FINSTRAL werden ohne Mauerarbeiten montiert und passen sich harmonisch an Form und Stil Ihres Hauses an. FINSTRAL für mehr Wohnkomfort.
Referenzen und Erfahrungsberichte hin oder her, grundsätzlich gilt: Wer einen guten Zuhörer hat, findet meist auch einen guten Architekten. Nur ein Architekt, der zuhören kann und zu dem Vertrauen gefasst wird, kann nämlich jenes Haus planen, das dann auch wirklich den gestellten Anforderungen gerecht wird, baulich, ästhetisch und auch finanziell. Apropos finanziell. Ist die Entscheidung für einen Architekten gefallen, ist eins wichtig: das Finanzielle gleich anfangs zu klären und ein Honorar festzusetzen. Wichtige Infos finden für Bauherren auch unter www.arch.bz.it - Bauherren Info.
Schritt für Schritt. Sich kundig machen. Fachzeitschriften, Themen-Beilagen in Zeitungen (z.B. Vinschgerwind), Fachliteratur in der Buchhandlung oder Recherchen im Internet eignen sich, um die persönlichen Vorstellungen vom Traumhaus zu konkretisieren und Stilrichtungen von Architekten, um damit allfällige Referenzobjekte zu finden. Referenzobjekt besichtigen und Gespräch mit den Bewohnern suchen. Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Architekten? Wurden sämtliche vereinbarten Leistungen erbracht? Wurden Kostenrahmen und Zeitplan eingehalten? War der Architekt ein guter Berater, auch bezüglich der Vergabe der Bauarbeiten an zuverlässige Baufirmen und Handwerker? Erschien er bei der Bauausführung generell kompetent? Antworten auf diese Fragen können zukünftige Bauherren einen wichtigen Schritt weiterbringen. Persönliches Gespräch mit dem Architekten ansetzen. Im persönlichen Gespräch erkennen Bauherren am besten, ob ihre Vorstellungen und jene des Architekten korrespondieren und man Vertrauen aufbauen kann. Vertrauen ist Voraussetzung für eine fruchtbare Zusammenarbeit.
FENSTER AUSTAUSCHEN UND DABEI 55% SPAREN!
FINSTRAL AG Gastererweg 1 . 39054 Unterinn/Ritten (BZ) T 0471 296611 . F 0471 359086 finstral@finstral.com . www.finstral.com
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
31
Bauen Sonderthema Neues Aluminium-Fensterprogramm von FINSTRAL Schmale Fensterrahmen, Aluminiumprofile und eine hervorragende Wärmedämmung - für anspruchsvolle Bauherren blieb dieser Dreiklang bisher unvereinbar. Jetzt bietet Finstral exakt für diese Anforderungen eine Lösung. Denn ein neu entwickeltes Aluminium-Programm FIN-Project erfüllt dank eines intelligenten Konstruktionsaufbaus endlich alle drei Eigenschaften gleichzeitig: Äußerlich zeigen sich extrem schmale Fensterrahmen in elegantem Aluminium, versteckt im Inneren der Fensterprofile übernimmt ein integrierter Kunststoffkern die hohe Wärmedämmung. FIN-Project-Fenster gibt es als klassische Fensterflügel Classicline, als außen kaum sichtbare Fensterflügel Nova-line oder als Multifunktionselement mit zwischen den Scheiben liegenden Jalousien. Alle Fenstervarianten sind wahlweise auch mit flächenbündiger Optik auf der Innenseite oder mit außenseitig nicht sichtbarem Blendrahmen verfügbar. Mehr unter www.finstral.com
Bautipp von Finstral, Ritten
Bauen im Blick Produktentwicklungen, Neuheiten, Bausysteme, die für technischen Fortschritt stehen: Der Vinschgerwind richtet hier den Fokus auf Neues und Aktuelles in der Baubranche. von Angelika Ploner
Dämmmaterial: Mineralwolle Dämmen mit Mineralwolle verbindet Sicherheit mit optimalem Wärme- und Umweltschutz. Mineralwolle ist wärmedämmend, sehr diffusionsoffen, nicht brennbar und daher besonders für hohe Gebäude geeignet. (Quelle: Röfix)
Bautipp von Lösch Leo, Kastelbell
PROGRESS Thermowand Bauen mit gedämmten Betonfertigteilen im KlimaHaus Standard Die Entwicklung der PROGRESS Thermowand erweist sich als besonders innovative, fortschrittliche und zukunftsfähige Technologie. Dabei handelt es sich um ein industriell vorgefertigtes Betonfertigteil mit innenliegender Wärmedämmung, welche durch die äußere Scheibe einen wirksamen Schutz erhält. Neben ihren statischen Vorteilen, ihren optimalen Dämmeigenschaften und dem schnellen Baufortschritt kommt die PROGRESS Thermowand dem häufig geäußerten Wunsch nach einem anspruchsvollen ästhetischen Erscheinungsbild des Architekten und Bauherren in besonderem Maße entgegen, da die Oberfläche metallschalungsglatt ist und somit ein ansprechendes Aussehen gewährleistet. Die PROGRESS Thermowand wird aufgrund ihrer thermischen Eigenschaften im Wohnbau, im Gewerbebau sowie im Hotelbau eingesetzt und ermöglicht eine energieeffiziente Bauweise im „KlimaHaus Standard“.
Bautipp von Progress, Brixen
32 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Placca Carraro GF25 Gipsfaserplatten ohne Zellulose Die Platten bestehen ausschließlich aus „Gesso scagliola“, Wasser und Glasfasern. Die absolute Vermeidung von Zellulose verhindert die Schimmelbildung, fördert die Luftdurchlässigkeit und unterstützt die Funktion der Platten als Feuchtigkeitsregler.
Bautipp von Baumänner, Kastelbell
Bauen Sonderthema
Sie haben eine ViSion, wIe IHR HAUS AUSSeHen SoLL?
IntellIgente QualItät von HARTL HAUS HARTL HAUS Italien GmbH Carlo-Abarth-Straße 18, 39012 Meran (BZ), 0473 491 413, info@hartlhaus.it, www.hartlhaus.it
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
33
Bauen Sonderthema
pr-info Rubner - Kiens
Holzleidenschaft bekommt ein neues Zuhause E
s ist das neues Zuhause für Holzleidenschaft: Das Kompetenzzentrum von Rubner in Kiens umfasst ein Bemusterungszentrum, ein technisches Projektierungsbüro, ein eigenes Forschungslabor und die Rubner Türenwelt. Am Samstag, 22. September 2012 fand die offizielle Einweihung statt. 600 Gäste, darunter Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder, machten sich ein persönliches Bild von der Begeisterung eines ganzen Unternehmens für den Rohstoff Holz.
Das neue Rubner Kompetenzzentrum: • Oberirdisches Volumen: ca. 3.500 m3 pro Stockwerk, bei 3 Stockwerken = 10.500m3 • Unterirdisches Volumen: 4.000 m3 • Energieklasse: KlimaHaus Klasse A • Bauweise: Holzrahmenbauweise • Fassade: Glas mit Verschattungssystem in Holz
34 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Rubner ist einer der prägenden Holzhausbauer in Europa. Führend in Bezug auf die Größe und vor allem auch hinsichtlich der Kompetenz und der Leidenschaft für das Thema Holz. „Wir sind beseelt von diesem Rohstoff und schaffen im neuen Kompetenzzentrum die Möglichkeit, Begeisterung und Wissen unter einem Dach zu vereinen“, bringt es Stefan Rubner, Präsident der Rubner Holding, auf den Punkt. Der Neubau am Stammsitz in Kiens hat das Potenzial, die Südtiroler Gemeinde zum wichtigsten Impulsgeber für den modernen Holzbau in Europa zu machen. Auf jedem der 10.000 Kubikmeter Gesamtvolumen, die sich auf drei Stockwerke verteilen, steht Holz im Mittelpunkt
des Interesses. „Ziel ist es, Holz in einem möglichst natürlichen, unbehandelten Zustand für jeden erlebbar zu machen“, sagt Stefan Rubner. „Für Planer und Architekten genauso wie für private Bauherren. Ihnen allen steht das neue Haus ab sofort offen.“
Holz fühlen und verstehen
Im Bereich für Bemusterung bietet Rubner Service und Fachberatung für die Gestaltung von Lebensräumen in Holz. Hier findet jeder Kunde seine ganz individuelle Holzatmosphäre. Langjährige Kundenberater und Innenarchitekten stehen mit ihrem umfassenden Know-how mit Rat und Tat zur Seite. Dass Holz nicht nur ein vielfältiges Gestaltungselement für Türen ist, sondern auch funktional allen Werkstoffen das Wasser reichen kann, wird in der Türenwelt deutlich. Über 60 verschiedene Türmodelle für innen und außen können hier angefasst und emotional erlebt werden. In jeder einzelnen steckt eine technisch ausgereifte Lösung. Architekten und Planer tauchen mit ihren Kunden in eine unvergleichliche Türenkollektion ein, die – jeweils auf Maß gefertigt – alle Wünsche erfüllt.
Bauen Sonderthema
Um die Eigenschaften von Holz als Baustoff im Detail verstehen und überprüfen zu können, wird im neuen Trakt ein eigenes Forschungslabor eingerichtet. Hier wird beispielsweise das Verhalten von Holz unter extremen Bedingungen analysiert. Weiters werden im Labor Materialtests an Rubner-Wandsystemen, Türen und Fenstern durchgeführt. Rubner überprüft und bestätigt im Labor den eigenen Produktionsprozess und antizipiert externe Zertifizierungen. „Unsere Holzleidenschaft“, betont Stefan Rubner, „ist dann im wahrsten Sinne des Wortes wissenschaftlich fundiert.“ Ein Beweis mehr, wie eng Liebe zum Produkt und Kompetenz bei Rubner miteinander verknüpft sind. In die Planungen eingebunden war auch das renommierte Fraunhofer Institut aus Stuttgart. „Die Abteilung für ‚Innovative
Working Spaces’ hat unseren Technikern eine Arbeitsumgebung geplant, die die verschiedenen Anforderungen in jeder einzelnen Phase eines Projektes abzubilden vermag. Das bedeutet zum Beispiel, dass unsere Mitarbeiter an ihrem neuen Arbeitsplatz immer die optimale Umgebung hinsichtlich Beleuchtung, Raumgröße und Kommunikationsmittel vorfinden. Je nachdem, in welchem Planungsstadium sie sich gerade befinden.“
Nachhaltig geplant
Auch in Sachen Energieeffizienz geht Rubner mit bestem Beispiel voran: „Wir verwenden ausschließlich Materialkombinationen, die modellhaft für die Realisierung künftiger Großbauten stehen und so eine Referenz für derartige Projekte bieten“, so Stefan Rubner.
Über Rubner
Die Rubner Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Kiens/Südtirol ist in den fünf Geschäftsfeldern Holzindustrie, Ingenieurholzbau, Objektbau, Holzhausbau und Holztüren tätig. Sie ist einer der führenden Anbieter in der Branche und ging aus dem 1926 von Josef Rubner sen. gegründeten Sägewerk hervor. Der Familienbetrieb befindet sich heute in der dritten Generation. Die Gruppe beschäftigt an den Standorten in Italien, Österreich, Schweiz, Deutschland, Slowenien, Frankreich und Polen 1.515 Mitarbeiter. Mit echter Holzleidenschaft und seiner lückenlosen Wertschöpfungskette erwirtschaftet Rubner einen Jahresumsatz von rund 370 Millionen Euro.
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
35
Bauen Sonderthema
Idee - Aufbau - Ausbau
fertig los
Unter diesem Motto entstand in Tabland binnen kürzester Bauzeit ein stattliches Fertighaus mit Einliegerwohnung in individueller Bauweise. Text und Fotos: Elke Wasmund
Optimale Raumnutzung und Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten zeichnen dieses individuell geplante Fertighaus aus; Großzügigkeit auch im Bad; geschützte Dachterrasse
I
ndividuell und an die baulichen Gegebenheiten optimal angepasst, so präsentiert sich der Neubau. Eine Außentreppe führt vom Untergeschoss mit Garagen und viel Nutzfläche auf die Eingangsebene. Eine umlaufende Mauer auf dem auskragenden Untergeschoss sorgt für Schutz vor Blicken und dem Vinschger Wind. Das Innere des Hauses überzeugt durch klare Linien sowie großzügige und helle Räume. Ein großer Wohnraum mit Ofen, eine helle Küche mit Essplatz und ein TagesWC befinden sich im Erdgeschoss. Über ein lichtdurchflutetes Treppenhaus erreicht man den ersten Stock mit Schlafzimmer, großem Bad sowie zwei Zimmern für die Kinder „in spe“. Davor befindet sich eine großflächige Dachterrasse über dem Anbau für die Mutter mit 30 qm Wohnfläche mit herrlichem Ausblick Richtung Schloss Juval. Das Haus entstand zunächst komplett in den Köpfen der beiden Bauherren: „Wir haben tagelang alles entworfen und eingeteilt.“ erzählt der Bauherr Benjamin Holzknecht und die Bauherrin Sonja Blaas fügt schmunzelnd hinzu „Und auch zwei-, dreimal gestritten.“ Aber im Grunde wur36 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
den ihre Wünsche bis auf wenige statische Anpassungen durch den Geometer Josef Mitterhofer aus Marling dann genauso umgesetzt. Auf die Frage nach der Länge der Planungsphase antwortet Sonja Blaas spontan: „Viel zu lang.“ Bürokratische Hürden im Hinblick auf Kubatur und Förderungen mussten genommen werden. Dann erst konnte die Hausbestellung erfolgen. Während die Fertigteile im Bau waren, riss man bereits in Eigenregie das alte Haus ab und führte den Aushub durch. Das Untergeschoss mit Werkstatt und Doppelgarage wurde von einem durch den Fertighaus-Lieferanten empfohlenen Unternehmen erstellt. Am 18. April war es soweit und das Fertighaus von HARTL HAUS im KlimahausStandard A wurde geliefert. Der Transport der riesigen Hausteile im Dorfkern eine Meisterleistung des LKW-Lenkers auf Millimeterniveau. Auf engstem Raum wurden die Teile per Kran an die richtige Stelle gehievt. Während im Obergeschoss noch der Aufbau vonstatten ging, fing der Elektriker bereits im Erdgeschoss zu arbeiten an. Die Haustür und die Fenster waren bereits in den Wänden integriert. Mit dem Einbau der
Holztreppe und der kompletten Hydraulik durch einheimische Handwerker dauerte das Ganze termingerecht nur wenige Tage. Dann ging es im „Do it yourself“-Verfahren weiter. 14 Tage Urlaub des Bauherrn, danach musste es am Abend weitergehen. Familie, Freunde und Arbeitskollegen packten mit an und binnen etwas mehr als drei Monaten wurden ein Kachelofen gemauert, Türen eingebaut, Holzböden und Fliesen verlegt, gespachtelt, verputzt, gestrichen und... Ende Juli war die Wohnung der beiden samt großzügiger Einbauküche bezugsfertig. Noch fehlen einige Sachen, wie der geplante Wäscheschacht oder die Treppe in den Keller. Die möchte der Hausherr, gelernter Schlosser, aber gerne selber bauen, ebenso wie die pfiffigen Gestaltungsflächen im Treppenhaus aus Metall. Die Einliegerwohnung für die Mutter soll erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgebaut werden. Jetzt stehen erst einmal die komplette Außengestaltung und ein Steinkeller im Untergeschoss an. Aber wenn es in dieser Geschwindigkeit weitergeht, kann dies nicht allzu lange dauern.
Bauen Sonderthema
Energetischer
Quantensprung Gerhard Janser, Planer und Bauleiter:
Direktor Reinhard Zangerle sieht die Sanierung der Mittelschule Schlanders auch als „best-practise“-Beispiel: „Die Schüler lernen einen bewussten Umgang mit den knapper werdenden Ressourcen.“ Die Schule ist eben ein Ort des Lernens. Und das Thema Energie soll ja schließlich auch Schule machen. Text und Fotos: Angelika Ploner
S
eit einer Woche ist das Gerüst an der deutschsprachigen Mittelschule in Schlanders abmontiert und die Sanierung – außen – abgeschlossen. Es war ein
Mammutprojekt in vielerlei Hinsicht: Zeitrahmen, Organisation und Kosten. Notwendig gemacht haben die energetische Sanierung der Mittelschule Schlanders
die enormen Heizkosten und die ständigen Rohrbrüche. Im vergangenen Jahr machten allein die Heizkosten die Summe von 32.500 Euro aus.
„Die Realisierung der Arbeiten in dieser kurzen Zeit gelang nur durch die hervorragende Zusammenarbeit von Auftraggeber, den Planern, den beteiligten Firmen und der Schule selbst.“
Zu Ihren Füßen legen wir die schönsten Böden! Stachelburgstr. 17 • 39028 Schlanders • Tel. +39 473 730 395 • www.fleischmann.bz.it
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
37
Bauen Sonderthema
Reinhard Zangerle, Direktor des SSP Schlanders: „Es ist wichtig, dass die Gemeinde Schlanders diesen Schritt gemacht hat. Es ist natürlich so, dass eine Sanierung immer Unannehmlichkeiten mit sich bringt, nichtsdestotrotz ziehe ich insgesamt eine positive Bilanz. Lobend erwähnen möchte ich die Mitarbeit der Verwaltung und der Schulwarte. Sie alle haben die Energien gebündelt und sich gegenseitig unterstützt.“
Viele Sanierungskonzepte hat die Mittelschule in den vergangenen über 50 Jahren nicht gesehen. Einmal, in den Jahren 1999 und 2000 wur-
38 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
de das Gebäude unwesentlich erweitert (Mensa, Bibliothek, Lehrerzimmer) und teilweise saniert. Einer Generalsanierung unterzogen und energetisch auf
die Höhe gebracht, wurde das Gebäude nie. Nur die Rohrleitungen wurden damals – vor zwölf Jahren – allesamt gegen neue ausgetauscht. Und: die Mensa gebaut. Die ist mittlerweile zu klein geworden. Mit der 5-Tage-Woche sei man vor eine neue Herausforderung gestellt worden, sagt die zuständige Referentin Monika Holzner-Wunderer. 40 Grundschüler und 140 Mittelschüler besuchen am Dienstag und am Donnerstag die Mensa in Schlanders. 425 Oberschüler müssen am Montag und am Mittwoch – aufgeteilt auf die Mensa, das Bürgerheim, das Gamperheim und verschiedene Schlanderser Gastbetriebe - verköstigt werden, rund 100 Berufsschüler kommen täglich dazu. Das nur am Rande erwähnt. Im Jahr 1960 plante der Bozner Architekt Luis Plattner die Mittel- und die Grundschule. Das Areal oberhalb des Stainerparkplatzes sollte er bespielen. Es war jenes Grundstück von dem man glaubte, dass es genügend Platz und Kapazitäten für spätere Jahre bieten würde. Plattner hat ein – an Buchstaben angelehntes – Konzept ent-
worfen, die Mittel- und Grundschule – ein Ensemble - aus einem längs gerichteten und einem L-förmigen Flügel wurden mit dem Turnhallentrakt zwei Jahre später zu einem Z
Hubert Telser, Bauleiter und Sicherheitskoordinator: „Das Umsetzen der Arbeiten in dem Umfang und in der kurzen Zeit wie bei der Sanierung der Mittelschule Schlanders mit Installation der PVAnlage war nur durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten am Bau möglich. Angefangen bei der Gemeindeverwaltung, bei der Schulleitung, bei den Technikern und vor allem bei den ausführenden Firmen. Als Sicherheitskoordinator und Bauleiter ist es ein toller Erfolg, wenn das Bauwerk termingerecht übergeben,- und die Arbeiten ohne Schaden an Personen zum Abschluss gebracht werden können.“
Bauen Sonderthema verbunden. Horizontal verlaufende Holzlamellen sollten als traditionelle Motive die Fassade gestalten. Dieser architektonische Charakter blieb bei der energetischen Sanierung der Mittelschule unangetastet, die Architektursprache dieselbe. Verantwortlich dafür war der Schlanderser Architekt Stefan Marx. Alle Fassaden erhielten einen außen liegenden 18 Zentimeter dicken Vollwärmeschutz, auf Dämmplatten aus Mineralschaum fiel die Wahl der Projektverantwortlichen. Mineralschaum hat mehrere Vorteile: Einerseits spricht der ökologische Aspekt für dieses Material und natürlich der hervorragende Dämmwert, andererseits ist er atmungsaktiv und nicht brennbar. „An insgesamt über 1.800 Quadratmetern Fläche ist außen Wärmedämmung angebracht worden“, sagt der Planer und Bauleiter Gerhard Janser. Beim Dach übernimmt hingegen eine 23 Zentimeter dicke Steinwolle-Schicht die
Dämmung, hier sind insgesamt 1.700 Quadratmeter Fläche gedämmt worden. Ein energieund natürlich kostenschonendes öffentliches Gebäude steht nun am Ende der thermischen Gebäudesanierung. Die Wärmeeinsparung, sagt Janser, liege bei 150.000 kWh, das entspricht einer Reduzierung von Energiekosten um 65 Prozent. Zusätzliches Plus: Auf dem sanierten Dach produziert eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 85,5 kwp insgesamt pro Jahr über 88.000 kWh Strom. In einer Rekordzeit von nur
drei Monaten ist die energetische Sanierung der Mittelschule Schlanders über die Bühne gegangen. Flexibilität hieß das Zauberwort. „In Spitzenzeiten arbeiteten rund 30 Arbeiter gleichzeitig am Bau. Viele Arbeiten mussten nahtlos ineinander übergehen, alles zu koordinieren war die größte Herausforderung“, resümiert Ulrich Linser vom Generalunternehmen Baumänner. Die 290 Schülerinnen und Schüler, die derzeit - aufgeteilt auf 15 Klassen - an der Mittelschule unter-
richtet werden, lernen nun in einer wesentlich angenehmeren Atmosphäre. Direktor Reinhard Zangerle: „Die Lernatmosphäre im Inneren mit der Akustik hat sich gebessert.“ Janser bestätigt: „Mit der energetischen Sanierung ist das ganze Gebäude schwerer und deshalb akustisch träger geworden, dadurch ist die Behaglichkeit angestiegen.“ Gekostet hat die energetische Sanierung samt Nebenspesen 1,8 Millionen Euro. Davon, sagt die Referentin Monika Holzner Wunderer, „bekommen wir 1,3 Millionen als vergünstigtes Darlehen aus dem Rotationsfonds.“
Monika Holzner Wunderer Referentin für Schule und Kultur: „Ich möchte mich für das Verständnis in den ersten Schulwochen bedanken. Das Schulpersonal musste Einschränkungen im Schulbetrieb hinnehmen und das Reinigungspersonal hatte einen Mehraufwand zu bewältigen. Das Schwierigste bei dieser energetischen Sanierung war sicherlich die Koordination.“
Gut für den Ausblick Neue Fenster aus
IDEENSERVICE
Lagerbestand ab Werk.
Gutgsell
Fenster - Finestre
I-39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 39 0473 616666
www.fensterbau.it Lieferung und Montage der Fenster
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
39
Bauen Sonderthema
Blickbeziehungen Zwei Kuben, ein Haus. Der Schlanderser Architekt Christian Kapeller hat mit diesem Wohnhaus in Mals einen geometrischen und neuartigen Entwurf gewagt und damit eine geschickte Antwort auf eine schwierige Bauaufgabe gegeben. Text: Angelika Ploner | Fotos: Renè Riller
A
ls die Bauherren das Grundstück in Mals erwarben, stand darauf ein alter Stadel, der direkt an sein Nachbarhaus grenzte. Das war auch die Ausgangslage für den Architekten Christian Kapeller. Keine leichte, zweifelsohne, „eine der größten Herausforderungen war der geringe Abstand zu den Nachbarhäusern“, erklärt Kapeller dem Vinschgerwind. Doch der Schlanderser Architekt zeigte planerisches Geschick. An die Stelle des alten Stadels trat ein Wohnhaus, besser gesagt zwei
sich gegenüberstehende Kuben, die in Blickbeziehung zueinander ihr Dasein behaupten und von ihrer Nachbarschaft losgelöst wurden. Durch diese Form des Hauses, das an ein U erinnert, entstand ein geschützter Innenhof mit einer Terrasse, die– wenn man so will - den Wohnraum hinaus ins Grüne verlängert. Ein Lieblingsplatz ist hier für die Familie entstanden, von Küche, Wohnzimmer und Essraum gleichzeitig begeh- und genießbar. Vom alten Bestand blieben
einzig die alten Steinmauern übrig und geben die Proportionen vor. Diese Mauern grenzen gleichzeitig das Haus ein, empfangen den Besucher und tragen die Vergangenheit sichtbar nach außen. Das Haus selbst fügt sich unaufdringlich in seine Nachbarschaft ein. Passend zur alten Steinmauer tragen auch die Fenstereinfassungen dunkelbraun, genauso wie die Dacheinfassung. Fast schon poetisch verschmelzen Altes und Neues, Kapeller hat nicht nur den Ton der umliegenden Umgebung getroffen,
sondern auch jenen der Bauherren. Großzügigkeit und Licht ins Haus zu bringen, waren dem Architekten und den Bauherren ein Anliegen. Das ist gelungen. Über mehrere Eckfenster gelangt viel Licht ins Innere und durchflutet die Räume. Außerdem, sagt Kapeller, „führen die genau gewählten Fensteröffnungen den Blick vorbei an die Nachbarschaft in die umgebende Landschaft“. Mit anderen Worten: Präzise Fensterausschnitte lenken die Blicke in die Umgebung und holen Tageslicht und Natur ins Innere
kurz & bündig: Wieser KG des Wieser Georg Martin & CO. Gewerbegebiet 13 Vetzan – 39028 Schlanders Tel. 0473 742603 – Fax: 0473 740370 www.metallverarbeitung-wieser.com info@metallverarbeitung-wieser.com Mobil. 335/6381010
Ausführung der Schlosserarbeiten 40 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Architekt: Nettowohnfläche: Dachform: Bau: Bauzeit:
Christian Kapeller 150 Quadratmeter Satteldach Massivbauweise ein Jahr von April 2011 bis April 2012
Bauen Sonderthema
r. zwei Kuben - ein Haus; l. Eichenholz und weiß lackierte Oberflächen im Wechselspiel
des Hauses. Das Kommunizieren mit der Umgebung gehört zu Kapellers architektonischem Stil, der neue Kindergarten von Schlanders ist jüngstes Beispiel davon. Zur Architektur passend wählten Architekt und Bauherren auch innen schlichtes Mobiliar. Die offene Wohnküche samt Essraum im ersten Geschoss ist auf Maß vom Architekten entworfen worden, Backrohr und Dampfgarer wurden in die Schrankwand an der Rückseite integriert, auch kein Griff stört die Ästhetik des Küchenmobiliars. Eine Theke – in Eiche
gehalten – schützt vor neugierigen Blicken. Weiß lackierte MDF-Oberflächen wechseln sich mit Eiche ab und treten im Küchenmobiliar – und – im gesamten Haus abwechselnd auf, harmonieren. Auch bei Böden, bei Fenstern und bei Türen gibt Eiche den Ton an. Ausnahmslos alle Räume zeugen von Gespür für Maß und Material. Und: von Lichtplanung. Indirektes Licht und Lichtkuben sorgen für eine besondere, sich wechselnde Lichtstimmung. Höhepunkt daneben ist ein Luftraum im Wohnzimmer, durch den zusätzlich Licht herein geholt wird. Während das erste Obergeschoss den Bereichen Wohnen, Kochen, Essen und Arbeiten vorbehalten ist, gehört die dritte Ebene des Hauses den pri-
vaten Rückzugsräumen, den Zimmern und dem Bad. Und auch hier ist der Materialeinsatz mit Eiche und weiß lackierten MDF-Oberflächen ein konsequenter. Mit dem Ergebnis sind
home
lebensräume
Bauherren und Architekt gleichermaßen zufrieden: Mit den zwei eleganten Kuben ist ein besonders geschickt komponiertes Haus entstanden. Eine architektonische Premiere.
türen
weiskopf‘s world
wohnraum mals meine neue küche
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
41
Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Michael, 29. September 2012, nach dem soeben begonnenen neuen Schuljahr besonders den Sch체lerinnen und Sch체lern als Impuls zum Weiterlesen und Vertiefen in eigenorganisiertem Nachschlagen zugedacht.
Nationalpark Stilfserjoch:
Biodiversit채t
Der Nationalpark als Artenpool
Sumpfmeise - Parus palustris - Cincia bigia und Haubenmeise - Parus cristatus - Cincia dal ciuffo. Foto Giuseppe Bonali
Wasseramsel - Cinclus cinclus - Merlo acquaiolo. Foto Silvio Tavolaro
Sperlingskauz - Glaucidium passerinum - Civetta nana. Foto Armando Maniciati
Auerhahn - Tetrao urogallus Gallo cedrone. Foto Renato Grassi
Birkhahn - Tetrao tetrix - Gallo forcello. Foto Michelangelo Pedergnana
Mornellregenpfeifer - Charadrius morinellus Piviere tortolino. Foto Davide Glarey
Steinadler - Aquila chrysaetos - Aquila reale. Foto Michele Mendi
Alpenmurmeltier - Marmota marmota - Marmotta. Foto Rosalino Toretta
Schwarzes und rotes Eichhörnchen - Sciurus vulgaris Scoiattolo nero e rosso. Foto Pierfrancesco Mingo
Schneehase - Lepus timidus - Lepre variabile. Foto Davide Galrey
Hermelin - Mustela erminea - Ermellino. Foto Ezio Calosso
Rotfuchs - Vulpes vulpes - Volpe. Foto Francesco Mignosa
Braunbär - Ursus arctos Orso bruno. Foto Emanuele Arecco
Rothirsch - Cervus elaphus - Cervo. Foto Matteo Berbenni
Schutzgebiete sollen unter anderem auch Artenschutz betreiben. Seit langem weiß man, dass Artenschutz ohne Lebensraumschutz nicht möglich ist: Der Frosch braucht den Laichtümpel, um zu überleben. Aus unseren Erhebungen wissen wir, dass von den fünf Klassen von Wirbeltieren im Nationalpark Stilfserjoch die Klasse der Vögel mit 178 beschriebenen Arten die artenreichste ist, gefolgt von den Säugetieren, welche mit 59 Arten vorkommen. Vögel und Säugetiere sind eigenwarme Wirbeltiere, d.h. mit eigener Regulierung der Körpertemperatur. Weil der Nationalpark Stilfserjoch ein Gebirgsnationalpark mit tiefen Wintertemperaturen ist und die anderen drei Wirbeltierklassen wechselwarme Tiere sind, kommen sie in einem niedrigen Artenspektrum vor: die Fische mit 8, die Lurche mit 5 und die Kriechtiere mit 9 Arten.
Rothirsch - Cervus elaphus - Cervo. Foto Matteo Berbenni
Bergfink - Fringilla montifringilla - Peppola. Foto Matteo Riccardo Di Nicola
Buntspecht - Picoides major - Picchio rosso maggiore. Foto Ottorino Mazzucco
Blaumeise - Parus caeruleus - Cinciarella. Foto Marco Angeli
Alpensteinbock - Capra ibex ibex Stambecco. Foto Yves Jacquemoud
Gämse - Rupicapra rupicapra - Camoscio. Foto Franco Fratini
Gämse - Rupicapra rupicapra - Camoscio. Foto Andrea Morelli
Sport
ASV Laatsch/Raiffeisen
2. Jugendfußballturnier um die Calva-Trophäe
K
ürzlich wurde vom ASV Laatsch/Raiffeisen das 2. Jugendfußballturnier um die Calvatrophäe durchgeführt. Nach der wetterbedingten Verschiebung des Turniers um eine Woche, konnten die Spiele bei
herrlichem Wetter ausgetragen werden. Dieses Turnier ist für Trainer und Kinder eine willkommene Gelegenheit, noch rechtzeitig vor Beginn der Fußballsaison in Schwung zu kommen. Dies zeigt die
zahlreiche Beteiligung. Beim U-10 Turnier beteiligten sich 8 Mannschaften (Burgeis, Glurns, Laas, Mals, Oberland, Schlanders, Schluderns, Taufers/Laatsch). Die Schlanderser gewannen das Finalspiel mit 1:0 (n.S.) gegen die SPG Taufers/Laatsch. Auch der Torschützenkönig kommt aus Schlanders und heißt Beluli Endrin. Beim U-11 Turnier beteiligten sich 3 Mannschaften (Laatsch/Taufers, Mals, Schluderns), von denen die Malser als die Sieger hervorgingen. Aufgrund des derzeitigen Um-
pr-info Motorunion
VSS - Tätigkeit
Hallo move up!
Sie enthält viele zusätzliche nützliche Helfer und verschönert das Ausgangsmodell innen und außen. Neben einer umfassenden Serienausstattung mit Isofix, Easy Entry mit Memory Funktion, Kopf-Thorax-Airbags für Fahrer und Beifahrer, 5 Sterne NCAP Sicherheitspaket & Tagfahrlicht ist das kupplungsfreie automatisierte Schaltgetriebe (ASG) neu. Es bietet den maximalen Komfort eines Automatikgetriebes und den geringen Verbrauch des heutigen Standards. Ein
44 Der Vinschger Wind 20-12
baus des Sportplatzgebäudes und des fehlenden Parkplatzes in Laatsch konnte das Turnier auf dem alten Sportplatz in Mals ausgetragen werden. Dafür gebührt dem ASV Mals ein herzliches Dankeschön. Weiters gedankt wird folgenden Sponsoren: Raiffeisenkasse Prad-Taufers, Zimmerei Fliri Erich, Bauunternehmen Reinalter Arnold und Bauunternehmung Erhard & Tedoldi, die durch ihre Unterstützung die Durchführung des Jugendturniers förderten. ASV Laatsch /Raiffeisen
04.10.12
3 Zylinder Otto Motor mit 999 cm³ bringt spritzige 75 PS (55 kW) auf die Straße. Auf Grund seines „Leichtgewichts – 932kg“ ist der up! nicht nur als bequemer Stadtflitzer geeignet, sonder auch für alle Führerscheinneulinge. Selbstverständlich sind alle Modelle Euro 5 klassifiziert und in der umweltfreundlichen Version BlueMotion erhältlich. In Mals, direkt vor Ort ist Herr Julian Stecher ihr Ansprechpartner für den Raum Vinschgau. Er informiert Sie selbstverständlich gerne über
Der Kleinste in der Volkswagenfamilie präsentiert seine neue Sonderausstattung move up!
weitere Details. Sie möchten den move up! mal Probe fahren? Unter Tel. 0471 519480 können Sie nach Ihren Wünschen einen Termin vereinbaren. Auto Brenner by Autocenter Polin in Mals, Nationalstraße 20.
U-8 Turniere
A
m vergangenen Sonntag, den 30. September haben die VSS U 8 (E-Jugend) Turniere in Göflan (10 Mannschaften) und in Prad (9 Mannschaften) begonnen. Im Burgrafenamt erstrecken sich die U 8 Turniere vom 17. September bis zum 29. Oktober. Im Turnier wird mit 7 Feldspielern plus Tormann 14 Minuten lang ohne Pause gespielt. Am 21. Oktober werden Turniere in Schlanders und Schluderns stattfinden. Am 9. Dezember werden die Turniere in der Halle in Latsch und Schlanders veranstaltet. Eingeschrieben haben sich 19 Mannschaften, eine mehr als im Vorjahr. Wie von vielen gewünscht, wird am 13. Oktober in Göflan von 8.30 bis 12.00 Uhr eine Trainerschulung für U 8 und U 10 - Trainer abgehalten. Technische und psychologische Aspekte der Fußballtätigkeit werden behandelt. Der Vinschger VSS-Bezirkspräsident Karl Schuster verweist darauf, dass mehr detaillierte Informationen im entsprechenden Rundschreiben zu entnehmen sind. (lp)
Sport
Aggressiver Auftritt von Michael Tscholl gegen die Bozner
ASV Latsch Raiffeisen
Substanz mit wechselnden Ergebnissen N
ach dem glänzenden Ergebnis in Bozen gegen Virtus hat Latsch sein erstes Heimspiel mit wenig Glück und mit negativem Ergebnis durchgeführt. Es war so etwas wie im Pokalspiel gegen Naturns: Leistung ohne Tore. Der vielen Bewegung, Arbeit und Initiative der Latscher Mannschaft stand leider zu wenig Torinstinkt gegenüber. Seitens der Latscher Führung bleibt es dennoch beim Vertrauen, weil die von Penasa geleitete Mannschaft wieder Substanz gezeigt
hat. Über die Notwendigkeit von mehr Toren hatte sich auch Alttrainer Sigi Ortwein gerade im Heim-Pokalspiel gegen Naturns klar ausgedrückt. Latsch scheint stärker auswärts (Siege in Stegen und Sarntal) als vor heimeischer Kulisse zu spielen. Die Niederlage gegen die Bozner entsprach doch den Machtverhältnissen, und zwar, dass die Mannschaft der Hauptstadt klarerweise stärker war. Nach 6 Spielen kann festgestellt werden: Latsch hat viel Motivation und eine
gute Mannschaft, bei der allerdings das Zusammenspiel noch im Aufbau ist. Die Stärke des Sturmes, insbesondere die Außenseiten, besteht hauptsächlich aus individuellen Leistungen. In der Tabelle ist die Lage gut, weil die Siege die Mannschaft nach oben bringen, während die Unentschieden tabellenmäßig statisch sind (wie es in der Oberliga der Fall von Naturns ist: mit 4 Unentschieden und nur einer Niederlage steht die Mannschaft in einer gefährlichen Zone). Als Neu-
aufsteiger scheint jedenfall Latsch allgemein eine gut zusammengestellte Mannschaft. Noch eine Besonderheit ist zu erwähnen und zwar die Latscher Torbesetzung (Bild): Wegen einer Verletzung von Kevin Vornberger stand Hannes Lechner im Tor (Jahrgang 1993), während sein Vater Andreas (Jahrgang 1964) ReserveTormann war, ( der ehemalige berühmte Tormann der Schlanderser Mannschaft), welcher seinen Sohn in die Kunst des Torhütens eingeführt hat. (lp)
Fußball: 1. Liga - SV Mals
Ein guter Anfang ist die halbe Arbeit
D
ie heurige Saison hat eindeutig gut angefangen. Mit 3 Siegen und 2 Unentschieden sind die Malser Vize-Tabellenführer. Laut einem alten Sprichwort, wer gut beginnt, hat die halbe Arbeit bereits gemacht. Gibt es somit stolze Ziele? Trainer Helmuth Thurner bewahrt Vorsicht und Ruhe. „Ziel ist es“, sagt er, „bei jedem Spiel das Beste herauszuholen. Wichtig ist es auch, Kontinuität und Zielstrebigkeit zu behalten. Positiv ist, dass heuer die Vinschger Mannschaften
Malser Freude nach einem siegreichen Spiel am Saisonende rechts: Helmuth Thurner
gut gestartet sind. Um einige Mannschaften zu nennen: Latsch, Mals, Laas, Schlanders, Kastelbell, Prad, Schluderns. Das Ziel für Mals ist es, eine gute Meisterschaft zu
bestreiten und auch den Fußball im Vinschgau zu beleben. Fußball ist nämlich attraktiv und auch im sozialen Bereich wichtig. Wenn die Zeit reif ist, dann kann eine Mannschaft in
die Landesliga kommen, das wäre Ziel für Mals in Sinne der Malser Tradition. Was den Mannschaftskader betrifft, gibt es in dieser Saison wenig Änderungen. Die Mannschaft bleibt ziemlich gleich. Das bedeutet Kontinuität, sicher ein positives Element wie die bestehende gute Mischung von jungen und erfahrenen Spielern. Manuel Sandbichler von Schluderns und Mario Parth von Oberland sind gekommen. Alexander Horrer ist nach Schlanders zurückgekehrt.“ (lp) 04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
45
Sport
Goldrain - Sportschützen VSS/Raiffeisen-Landesmeisterschaft
Der Vinschger Nachwuchs führt
A
m vorletzten Wochenende waren im Schießstand in Goldrain unter der Regie von Schießsektionspräsident Kurt Platzgummer die jungen Landes-Sportschützen tätig. Die Vinschger waren die Besten. Die Gilde Schlanders/ Kortsch eroberte 3 GoldMedaillen. August Tappeiner, Oberschützenmeister und Präsident vom Schießstand Schlanders/Kortsch, zu dem ca. 100 Mitglieder gehören, sagt, dass mit der Jugend viel gearbeitet werde. Fünf quali46 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
fizierte Trainer begleiten die Jungen, in erster Linie Thomas Oberregelsbacher mit Elmar Holzer. Gold eroberten bei den Schülern Lisa Oberregelsbacher, Evi Stieger und Marion Rufinatscha (alle Schlanders/ Kortsch). Bei den Zöglingen gab es Silber und Bronze für Katharina Gruber und Natalie Schönthaler (beide Eyrs), 6. Stefan Prugger und 7. Tatjana Stocker (beide Schlanders/ Kortsch), 9. Adrian Kaserer (Kastelbell-Tschars), 11. Erika Luggin (Laas). (lp)
Anzeiger
Wind-Termine
Schlanders
Konzert Wer: Da Blechhauf’n Wo: Schulturnhalle Taufers im Münstertal Wann: Sonntag, 07.10.2012 Beginn: 20.30 Uhr Kartenreservierung: blechhaufn@tauferermusi.com Preis Vorverkauf: Euro 15,00 Restkarten an der Abendkasse: Euro 20,00 Mit freundlicher Unterstützung der Raiffeisenkasse Prad-Taufers
Tom Tom Crew
Hip Hop Circus Die Show Sensation aus Australien Wann: Mi., 10. Oktober 2012 um 20.00 Uhr Wo: Schlanders, im Kulturhaus „Karl Schönherr“ Kartenvorverkauf: über Athesia-Ticket und an der Abendkasse ab 19 Uhr
Naturns • Hauptstraße 37
Teatro Theater – Abbonamenti gratuiti – Gratis Abo Anche per la stagione teatrale 2012/2013 la Cassa di Risparmio di Silandro mette generosamente a disposizione diversi abbonamenti gratuiti destinati ai giovani per gli 8 spettacoli teatrali a Merano e Bolzano del Teatro stabile di Bolzano. Trasporto per i viaggi è gratuito per tutti. L’organizzazione fa capo al Circolo culturale Val Venosta. Gli interessati possono telefonare a Leonardo Pellissetti 349 60 29 116. Auch für die Theatersaison 2012/2013 stellt die Sparkasse Schlanders großzügigerweise verschiedene Gratis-Abos für Jugendliche für die 8 Aufführungen in Meran und Bozen von Teatro stabile di Bolzano zur Verfügung. Bustransport ist für alle kostenlos. Für die Organisation zeichnet der Circolo culturale Val Venosta verantwortlich (Tel. Leonardo Pellissetti 349 60 29 116)
Tanzcafe
Impressum: Dantestraße 4, 39028 Schlanders
Tel. 0473 732196 Fax 0473 732451
in Schluderns mit Livemusik: Duo Bergkristall Wann: Samstag, 13.10.2012 – 20.30 Uhr Wo: im Kulturhaus Schluderns.
Ab sofort: Große Auswahl an Krampusanzügen, Bockfellen und Krampuszubehör! Bauernladen - Felle und Lederwaren Regionale Bauernprodukte bottega del contadino pelletterie
Pobitzer
Mals - Tel . 0473 831 421 - www.bauernladen-vinschgau.com
Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: info@vinschgerwind.it Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 333 45 10 025 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Redaktion: redaktion@vinschgerwind.it Grafik: grafik@vinschgerwind.it Sport: sport@vinschgerwind.it Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) www.vinschgerwind.it Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Fotos: Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp)/Sarah Mitterer (sam), Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Erich Daniel, Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Sigrid Zagler (sig), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Sarah Stecher (sar), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate Eberhöfer (re), † Christian Riedl (chr), Dagmar Telfser (dag), Andreas Waldner (aw) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57
Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen
• Räumungsverkauf • Räumungsverkauf • Räumungsverkauf • Räumungsverkauf • Räumungsverkauf • Räumungsverkauf •
Räumungsverkauf wegen Übersiedelun12g vom 15. – 25. Oktober 20
WOHLFARTER o p t i k _ o t t i c a naturns - hauptstraße 24 tel. + fax 0473 66 77 87 optik.wohlfarter@rolmail.net
• Räumungsverkauf • Räumungsverkauf • Räumungsverkauf • Räumungsverkauf • Räumungsverkauf • Räumungsverkauf •
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
47
Anzeiger
Kaufen/Verkaufen/Immobilien
„Minotaurus“
nach FRIEDRICH DÜRRENMATT Das Teatro La Ribalta zeigt – zusammen mit Schauspielern der Lebenshilfe, mit Tanz Bozen und Teatraki – eine beeindruckende Inszenierung von Dürrenmatts Minotaurus. Ort: Kulturhaus Karl Schönherr, Schlanders Aufführungstermin: F r. 05. Oktober 2012, 20.00 Uhr; Karten: an der Abendkasse – Eintrittspreis: € 10 (ermäßigt € 5)
Gold-und silberhandel
Vinschger Qualitätsprodukt für nachhaltige lokale Wertschöpfung
Laufend hochwertige Türen direkt ab Lager zu verkaufen! 5 Jahre Garantie & Service
Neu im Programm: Telser-Klimahaustür Telefon: 0473 836811 Sie zahlen für Ihre alte, ungenützte Baukubatur unverschämt viel IMU? Wir haben die Lösung, denn wir suchen für unseren Firmensitz ein passendes Objekt im Vinschgau! Rufen Sie uns an 3331497408
Simon Tscholl-LAAS
Fischereiartikel von A bis Z
jetzt –50% auf Karpfentackle Jagd- und Freizeitbekleidung von ASTRI, Pinnewood, Deerhunter und Jack Wolfskin
Stefan Hohenegger An- & Verkauf von Altgold, Silber, Zahngold, Schmuck ... Sofortauszahlung nach Tageskurs! Schlanders - Kirchbreitstr.19 Tel. 0473 /732921 Handy 342 3519644 www.hohenegger.it
Sonnenkollektoren,
kpl, Solaranlagen, Hygiene und Pufferspeicher, Holz und Pelletskessel direkt vom Hersteller (auch mit Montage) preiswert ab Lager Meran zu verkaufen. Ikarus Solarsysteme Tel. 335 59 18 485
AUTO-ANKAUF
Sie möchten Ihr Auto verkaufen? Wir nehmen alles ... Pkws, Busse, Lkws, Fa. Fahrzeuge ab ’98 mit und ohne Collaudo, mit vielen km, auch Unfallwagen und nicht fahrbereite Fahrzeuge ... und zahlen Höchstpreise und bar! Inkl. Abmeldung! Auch an Sonn- & Feiertagen erreichbar:
Tel. 342 37 92 000 kfzankauf@gmx.com Seriöse Abwicklung!
Grundstücke im Obervinschgau für Bioanbau
zu pachten gesucht. Auch für gemeinsame Bewirtschaftung. Tel. 331 34 69 532
Büro oder Geschäftslokal
Busfahrt: Madonna della
Corona und Gardasee Sonntag, 07. Oktober
Prokulus Reisen-Schupfer Anmeldung Tel. 0473 668 058
Gasthof (mit 25 Betten) im Ortskern von Prad: Bar – Restaurant – inkl. Wohnung ab Mitte November zu sehr guten Konditionen zu verpachten Infos unter Tel. 347 03 05 829
Glurns:
345 m² Baugrund in guter Lage zu verkaufen
Auskunft: 0049/176 632 928 81
Schöne 3-Zi-Wohnung teilmöbliert, mit Wohnküche und Keller im Zentrum von Laas an Einheimische zu vermieten Tel. 338 25 95 189
in Prad günstig zu vermieten. Tel. 335 24 33 35
Verschiedene, gut erhaltene Möbel (Esstisch, Stühle, Schlafzimmer, Schrank) günstig zu verkaufen. Tel. 338 14 89 480
Laufband
„Atala Runfit 2500“
neuwertig, zu verkaufen Tel. 335 12 88 529
Reinigung von Teppichböden
Stilfs: neurenovierte
3-Zi-Wohnung
und losen Teppichen, Matratzen
(mit Landesbeitrag) Tel. 338 44 97 542
Tel. 346 23 84 234
und Auto-Innenreinigung.
langfristig zu vermieten
Gut für den Ausblick
Suche eine Doppelgarage im unteren Vinschgau für meine Oldtimer zu kaufen (Kaufpreis bis 22.000 Euro). Markus, Tel. 339 10 33 879
Neue Fenster aus Lagerbestand ab Werk.
Gut eingeführter
Friseursalon
(Damen und Herren) ca. 55 m2 im Zentrum von Mals zu besten Bedingungen ab Januar 2013 zu vermieten Tel. 346 76 26 072
IDEENSERVICE
Kultruhaus Karl Schönherr
Messner Immobilien Tel. 335 12 07 248 www.messnerimmobilien.it verkauft • Baugrund für ein Reihenhaus oder Eckreihenhaus oder Doppelhaushälfte oder Einfamilienhaus in Naturns • Total sanierte Wohnung bestehend aus 2 Schlafzimmern, Wohnzimmer mit Kochecke, Bad, Keller, Dachgeschoss, Garten in Schluderns, Euro 140.000 • Wohnprojekt mit Einfamilienhaus und verschiedengroße Wohnungen in Eyrs
Gutgsell
Fenster - Finestre
I-39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 39 0473 616666
www.fensterbau.it
Schlanders · Schlandersburgstr. 34
Chinesische Küche zu guten Preisen
Fisch am Freitag Mehr Wohnraum mit www.cover.ch Terrassen und Balkonverglasung, schützt vor Regen, Wind und Lärm. 50 % Steuerbegünstigung. Beratung und Verkauf Richard Tel. 335 1226640
48 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Vielfältiges Menü
Info und Voranmeldung: 0473 730 285 · Sie können alle Gerichte auch mitnehmen
Anzeiger
Kaufen/Verkaufen Sie möchten Ihr Brautkleid verkaufen? Im Wedding Shop bieten wir Ihnen die Möglichkeit: www.perfectplans.it Tel: 366 72 76 927
Stellenmarkt Fleißige einheimische Frau
für Reinigungsarbeiten in 4 Personenhaushalt in Kortsch 1 – 2 mal wöchentlich gesucht. Tel. 0473 73 04 45 von 18-19 Uhr
VERSICHERUNGSBÜRO
Wir suchen ab sofort
STROBL ☎ Schlanders 0473 621333 sucht
• Verkäufer/in
Sekretär/in
für Lebensmittelgeschäft
michael.strobl@svd.it
für Marktstand mit Führerschein B
• Verkäufer/in
in Teilzeit. Bewerbungen bitte an:
• Mitarbeiter/in
für Verpackung & Versand Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung: Bäckerei Egger katharina@eggerbrot.com +39 366/6684248
Wir suchen für unseren Standort in Mals einen
Seehotel Reschen Bedienung für die Wintersaison und Servicelehrling gesucht. Seehotel Reschen Tel. 0473 63 31 18
Technischen Zeichner oder Absolvent einer technischen Oberschule (m/w) Verantwortungsbereich/Aufgaben: - Ausarbeitung von Sicherheitsplänen - Bearbeitung von Projekten im Hochbaubereich
Erfahrener Arbeiter (Landwirtschaft und Baggerarbeiten) sucht ganzjährig Stelle in der Landwirtschaft im Raum Mittelvinschgau. Handy 347 93 05 289 abends
Kenntnisse/Fähigkeiten: - CAD-Kenntnisse wünschenswert - EDV-Anwenderkenntnisse in MS Office - Zweisprachigkeit (deutsch, italienisch) in Wort und Schrift
Putzfrau
Senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bitte an: Ingenieure Patscheider & Partner GmbH Glurnserstraße 5/k | 39024 Mals | e-mail: info@ipp.bz.it
für 2 – 3 Stunden 2 x im Monat in Laas gesucht. Tel. 327 17 39 267 Erfolg mit Kleinanzeigen 1 Modul (44 mm x 21 mm) Euro 20 + MwSt. Rufen Sie an: 0473 73 21 96 Fax: 0473 73 24 51 info@vinschgerwind.it
Wir suchen ab November 2012
• Erfahrene Hotelsekretär/In in Jahresstelle
• Frühstückskoch / kalte Küche Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung einen
Schreiner-Monteur Sie sind zwischen 25 und 40 Jahre alt und verfügen über eine abgeschlossene Berufslehre sowie einige Jahre Berufserfahrung. Selbstständiges, teamorientiertes Arbeiten ist für Sie selbstverständlich. Bei unseren Neu- und Umbauten, vorwiegend bei Privatkunden, zeigen Sie ein hohes Mass an Verantwortungsbewusstsein, Initiative und Einsatzwillen. Ihre offene, unkomplizierte Arbeitsweise schafft bei Kunden und Mitarbeitern Vertrauen. Ein Fahrausweis ist notwendig. Es erwarten Sie eine moderne Schreinerei mit guten Zukunftsaussichten, attraktive Rahmenbedingungen in einem überschaubaren Familienbetrieb sowie eine interessante Tätigkeit mit den notwendigen Kompetenzen.
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann erwarten wir gerne Ihre Bewerbung, welche wir selbstverständlich vertraulich behandeln. Abart A. GmbH · Schreinerei/Innenausbau Industrie West 3 · 8756 Mitlödi · Schweiz Telefon +41 (0)55 644 45 50 · www.schreinerei-abart.ch
• Sous Chef • Commis/Küchenhilfe • Erfahrene(r) Kellner/In
Haus Angerhof in Nauders sucht für Ferienwohnungen in der Wintersaison 2 Reinigungskräfte für Samstag. Tel. 0043-5473-87617 oder 0043-699-19073975
Sporthotel Paradies**** Sulden info@sporthotel-paradies.it
„Gesundheit und Wellness mit Dorn-Breuss“
Ausbildung für Masseure die ihren Gästen und Kunden mehr bieten wollen. Kostenlose Infoabende • Datum: 13. Oktober, 20.00 Uhr Ort: Sand in Taufers, Bürgersaal, Hugerstrasse 5 •D atum: 18. Oktober, 20.00 Uhr Ort: Leifers, Bio&Eco Laden, D. Chiesa Strasse 1 •D atum: 25. Oktober, 20.00 Uhr Ort: Meran, Sinich, Naturaliabau Info und Anmeldungen unter der Nummer: 0473 211 990 oder info@therapie-bz.com oder www.therapie-bz.com
„Prana-Ausbildung“
Gesundheit und Lebenskraft über Hände spenden - Krankheiten stoppen und vorbeugen - Jeder gesunde Mensch ist in der Lage Lebenskraft zu spenden - Ich will Pranaspender werden Referentin ist die, seit über 20 Jahren tätig, Pranatherapeutin Bernadette Schwienbacher Info und Anmeldungen unter der Nummer: 0473 211 990 oder info@therapie-bz.com oder www.therapie-bz.com
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
49
Anzeiger
Jahrestag/Danksagungen
Jahrestag/Danksagungen
Wir vermissen dich so oft und hatten doch gehofft, die Tür geht auf, du kommst herein, und alles wird wie früher sein. Die Zeit ist schnell vergangen, doch unsere Trauer nicht, du bist von uns gegangen, aber aus unserem Herzen nicht. Was wir an dir verloren, versteht so mancher nicht, nur die, die wirklich lieben, wissen, wovon man spricht.
2. Jahrestag
10. Jahrestag
Martin „Climsi“ Lamprecht
*12.10.1985 † 26.09.2002 – Staben –
10 Jahre ist es nun her, doch wir vermissen Dich immer noch sehr. Die schönen Erinnerungen erleichtern uns die Schmerzen, doch vergessen werden wir Dich nie. Durch einen tragischen Verkehrsunfall von Gott zu sich gerufen, doch bleibst du immer in unseren Herzen. In Erinnerung, deine Freunde Wer glaubt, ist nie allein! Du, Herr, wirst mit uns sein, mit deiner Kraft, die Leben schafft. Wer glaubt, ist nie allein!
Unfassbar bleibt für uns der Tag, an dem unser lieber
Josef Thöni
* 8.4.1942 in Mals † 23.2.2012 in Mals / Watles Skipiste
verunglückt ist. Wir gedenken seiner am Sonntag, 14. Oktober, um 14 Uhr bei einer kleinen Bergmesse auf der Plantapatsch-Hütte am Watles. Alle sind recht herzlich dazu eingeladen. Hannelore Thöni Brigitte, Ulrike, Manuela und Carolin mit Familien Garching a.d.Alz, im Oktober 2012
Janine Kaserer * 05.10.1992 † 16.10.2010 Schluderns
In Liebe gedenken wir Deiner ganz besonders bei der hl. Messe am 13.10.2012 um 19.30 Uhr, in der Pfarrkirche von Schluderns. Allen, die daran teilnehmen und für unsere Janine beten, danken wir von Herzen. Deine Familie
Wir danken allen für das Mitgefühl und die Zeichen der Verbundenheit, die uns beim Abschied von unserem lieben
Johann Wörnhart Tamper-Hans
* 27.12.1928 † 18.8.2012
entgegengebracht wurden. Wir danken dem Herrn Dekan Dr. Josef Mair, dem Pfarrer Alois Oberhöller, den Ministranten, der Mesnerin und Vorbeterin sowie den Sargträgern für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier. Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Personal des Krankenhauses von Schlanders sowie dem Team des Altersheimes von Latsch für die herzliche und kompetente Betreuung. Weiteren Dank an alle, die unseren Hans und Tata in liebevoller Erinnerung behalten. Vetzan, im August 2012
Danksagung
Mathilde, Arthur und Heidi mit Familien
Christine Alber geb. Lafer
* 23.12.1936
† 9.9.2012
Außerstande allen einzeln zu danken, sagen wir Vergelt‘s Gott für die vielen tröstenden Worte, für das stille Gebet und eine stumme Umarmung, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft, für einen Händedruck, weil Worte fehlten, für alle Hilfe und Verbundenheit in der schweren Zeit, für die zahlreiche Teilnahme an den Rosenkränzen und der Beerdigung. Danken möchten wir der hochw. Geistlichkeit, der Singgruppe, den Vorbeterinnen, dem Mesner und den Ministranten für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier. Ein herzlicher Dank ergeht dem gesamten Pflegepersonal vom Palliativzentrum Martinsbrunn und vom Altenheim Latsch für die liebevolle und fürsorgliche Betreuung. Ein herzliches Vergelt‘s Gott für die Blumen- und Gedächtnisspenden sowie für die zahlreichen Beileidsbriefe und Telegramme. Weiters danken wir allen, die uns ihr Mitgefühl ausgedrückt haben und unsere liebe Christine in Erinnerung behalten und ihrer im Gebete weiterhin gedenken. Schlanders, im September 2012
50 Der Vinschger Wind 20-12
04.10.12
Die Trauerfamilie
3. Jahrestag
Rafael Kofler Schluderns * 14.10.1993 † 12.10.2009
Es scheint, als hätte sich nichts geändert, und doch ist die Welt für uns ohne dich, lieber Rafael, ganz anders geworden. Dein Blick, dein Lachen, dein Sein… Kein Tag vergeht, an dem wir nicht in Gedanken und lieben Erinnerungen bei dir sind. Wir denken an dich, ganz besonders am Samstag, den 13. Oktober um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns. Danke allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten. In Liebe deine Eltern Esther und Peter sowie dein Bruder Jonas
Anzeiger
Allfälliges/Weiterbildung
Stromaggregat Honda
Kastelbell an der Hauptstr. Tel. 0473 62 43 77
Haben Sie Fragen zu Ihrer Arbeit - Beruf - Partnerschaft - Liebe - Gesundheit? Eine TAROTberatung gibt Ihnen Antworten und zeigt Lösungen auf. Germana Fleischmann ganzheitliche Lebensberatung Tel. 0039 348 22 84 161 germana.fleischmann@gmail.com
Gebe Sprachunterricht in Deutsch und Italienisch Raum Mals Tel. 347 58 61 729
Allgemeine Weiterbildung SOZIALE NETZWERKE - CHANCEN UND RISIKEN FACEBOOK, GOOGLE+, TWITTER USW. REFERENT/IN Stefan Kontschieder TERMINE Di, 09.10.2012 UHRZEIT 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 40 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 08.10.2012 bis 12.00 Uhr
ERSTE HILFE IM RAHMEN DER ARBEITSSICHERHEIT (BETRIEBE GEMÄSS KLASSIFIZIERUNG A) REFERENT/IN Ausbilder unter Aufsicht eines Arztes – WK Bozen TERMINE Fr, 12.10. – Sa, 13.10.2012 UHRZEIT Fr, 14.00 Uhr – 18.00 Uhr, Sa, 08.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Feuerwehrhalle Prad am Stilfserjoch Kursbeitrag 195 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 08.10.2012
DEKORATIVE KRÄNZE AUS NATURMATERIALIEN REFERENT/IN Gerlinde Pazeller TERMIN Fr, 12.10.2012 UHRZEIT 19.30 Uhr – 23.00 Uhr ORT OSZ Mals Kursbeitrag 15 Euro ANMELDESCHLUSS Di, 09.10.2012
AUFFRISCHUNGSKURS ARBEITSSICHERHEIT FÜR ARBEITNEHMER (D.LGS. NR. 81 VOM 09.04.2008) REFERENT/IN Jürgen Hafner TERMINE Fr, 19.10.2012 UHRZEIT 08.30 Uhr – 15.30 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT GWR Spondinig Kursbeitrag 75 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 15.10.2012
WORD UND EXCEL GRUNDKURS
REFERENT/IN Patrik Tschenett Dauer Fr, 19.10. – Sa, 17.11.2012 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT Fr, 20.00 Uhr – 22.00 Uhr Sa, 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 110 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 15.10.2012
SPINNKURS
REFERENT/IN Maria Theresia Eller TERMINE Sa, 27.10. – So, 28.10.2012 UHRZEIT 09.00 Uhr – 16.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Erlebnisschule Langtaufers Kursbeitrag 60 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 22.10.2012
ARBEITSSICHERHEIT FÜR ARBEITNEHMER
REFERENT/IN Jürgen Hafner Dauer Mo, 29.10. – Di, 30.10.2012 UHRZEIT abhängig von der Risikoeinstufung des Betriebes lt. ATECO-Sektoren ORT GWR Spondinig Kursbeitrag wird bei der Anmeldung bekannt gegeben ANMELDESCHLUSS Di, 23.10.2012
Integrierte Volkshochschule Vinschgau – Weiterbildung für Menschen mit und ohne Behinderung DIE SCHREIBWERKSTATT: SCHREIBEN ALS ABENTEUER
REFERENT/IN wird bekannt gegeben KURSBESCHREIBUNG Die Schreibwerkstatt ist für alle geeignet, die gern schreiben. Hier können Sie in der Gruppe schreiben. Sie können Ideen sammeln und eigene Erfahrungen aufschreiben. Sie können kurze, lange und kreative Texte schreiben. Oder auch Gedichte. TERMIN Di, 09.10. – Di, 18.12.2012 (jeweils Di) UHRZEIT 15.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 6 Treffen TREFFPUNKT Lebenshilfezentrum Schlanders KURSBEITRAG 30 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 08.10.2012
RECHNEN LERNEN MIT LINKS… UND MIT RECHTS.
REFERENT/IN Sieglinde Platzer KURSBESCHREIBUNG Was schon Goethe so treffend formuliert hat, ist auch heute noch richtig. Beim Rechnen lernen braucht es viele Leistungen. Man muss sich zum Beispiel im Raum orientieren können. Das Konzept „Rechnen lernen mit links und mit rechts“ beruht auf neue Ansätze. Dabei werden die Hände eingesetzt. So werden zum Beispiel beide Gehirnhälften aktiviert. Und man kann sich das Gelernte besser und länger merken. Bei diesem Einführungsabend lernen Eltern und Interessierte die Rechenmethode „Rechnen mit links… und rechts“ kennen. TERMIN Do, 11.10.2012 Folgetermine werden gemeinsam vereinbart UHRZEIT ab 19.30 Uhr TREFFPUNKT Laas (Wohn- und Pflegheim, Eingang Seniorenwohnungen, Vinschgaustr. 50) KURSBEITRAG wird bekannt gegeben ANMELDESCHLUSS Mo, 08.10.2012
KUNSTATELIER MALS UND KUNSTATELIER KIDS
REFERENT/IN Vincenzo De Christofaro KURSBESCHREIBUNG Sie können im Kunstatelier Malen, Zeichnen, Gestalten und Ausprobieren. Sie können mit Pinseln, Stiften und Farben arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Kreativität. Sie können den Kurs in der Zeit zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr besuchen. Jedes Treffen ist einzeln buchbar. TERMIN Sa, 20.10. – Sa, 15.12.2012 (jeweils Sa) UHRZEIT 14.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 6 Treffen TREFFPUNKT Alte Handelsschule Mals KURSBEITRAG 45 Euro (inkl. Materialspesen) Einzeltermin: 6 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 17.10.2012
Info – Anmeldung: Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr Details zu den Kursangeboten finden Sie auf unserer Homepage www.gwr.it
04.10.12
Der Vinschger Wind 20-12
51
Foto © G. Khuen Belasi
* 10% Rabatt auf den gesamten Stromverbrauch exkl. Steuern, weitere 1% Rabatt für jedes im Haushalt lebende minderjährige Kind. Der Rabatt wird auf den Energiepreis, die Kosten für Transport, Verteilung und Bilanzierung sowie auf die Systemkomponenten angewendet; auf die Verbrauchssteuern und die Mehrwertsteuer findet er keine Anwendung. ** Laut Erhebung von „Trova offerte“ der AEEG vom 28.09.2012 sind die PlusProdukte der SELTRADE die günstigsten Stromtarife aller in Südtirols tägigen Anbieter
FAMILIENPLUS
DER PASSENDE STROMTARIF FÜR FAMILIEN
STEN DIE GÜNSTIG DTIROLS E SÜ Gas) für Strom und STROhMdieTAEEAGR(AIF ufsicht sbehörde **
Best ätig t durc
U N D M EH
• online unter www.sel.bz.it/familienplus • ohne Stromunterbrechung
Mo – Fr 8.30 – 12.00 | 13.30 – 17.00
11R%SPAREN! *
Einfach und kostenlos Anbieter wechseln!
www.sel.bz.it