Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n째 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abge채ndert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen
Nr. 7 (249) 02.04.15 I.P. 11 Jg.
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Der Patriot
Burkhard Pohl im Wind-Gespr채ch
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02.04.15
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
Inhalt
Vinschgerwind 7-15
/inhalt/ 3
Kommentar Burkhard Pohl spricht über Konkurs, über Neid und wortbrüchige Laaser
Der Vinschgerwind antwortet auf die Frage: Wie transparent sind die Vinschger Gemeinden?
Seite 6
Seite 4
Bürokratie zwingt in die Knie
Seite
5
Latscher Handaufhalten
Seite
5
Naturnser Referentin Margot Svaldi stellt Gewissensfrage
Seite
5
Werner Netzer fordert Bettenausbau in Sulden und Trafoi
Seite
8
Aus dem Schlanderser Ratssaal
Seite
9
Menschen: Die Uhrenmacherin Tanja Gunsch
Seite 17
Das Reinluftgebiet Sulden
Seite 22
Anonyme Müllentsorgung vor der Kleiderkammer Schlanders
Seite 23
Bedingungsloses Grundeinkommen - frommer Wunsch?
Seite 24
Vorgestellt: Bäckerei Gander in Prad vorbildlich renoviert
ab Seite 34
Nationalpark Stilfserjoch - Das Bärenjahr 2014
Seite 44
Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it
Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser, Karin Pöll: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57
Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbe-
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von Redakteurin Angelika Ploner
Der nachhaltige Schuldenberg Satte 83.000 Euro an Schulden hat der Messner Konrad, Obmann von „arcus raetia“ mit seinem Kulturfestival XONG angehäuft. Die Raika Obervinschau will - nach fünf Jahren - nicht mehr auf ihr Geld warten. Nun soll - Achtung ! - gespendet werden. Das Spendenkonto steht schon bereit. Gespendet werden soll, weil XONG so viel Nachhaltigkeit für den Vinschau gebracht hat. Sagt der Messner Konrad. Können Schuldenberge neuerdings auch nachhaltig sein, stellt sich mir da die Frage. Es gibt ja im Vinschgau einige, die Nachhaltigkeit für sich entdeckt haben. Projekte, die mit besonderer Nachhaltigkeit gesegnet sind. Das Vinschger Regionalgeld zum Beispiel - eine Tauschwährung in Form von Gutscheinen - in dessen nachhaltigen Genuss wir noch nie gekommen sind, weil es zwar lautstark angekündigt, aber noch nie realisiert wurde. Auch um die GemeinwohlÖkonomie ist es leise geworden. Und da frag ich mich: Für wen sind sie denn nachhaltig, diese Projekte? Für die Brieftaschen jener, die sie ausarbeiten? Und wenn die Rechnung einmal nicht aufgeht, ja dann soll einfach gespendet werden? Derselbe Messner Konrad fordert in der jüngsten ff-Ausgabe „für jeden landwirtschaftlichen Betrieb eine hofeigene Buchhaltung, die eine klare Sicht auf die wirtschaftliche Situation ermöglicht.“ Ja richtig, eine klare Sicht auf die wirtschafltiche Situation, jene, die ihm selbst bei XONG offenbar abhanden gekommen ist. Also ich sag dazu nur eins: Mich ärgert das. Und zwar nachhaltig. Angelika Ploner
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4 /politik/
Vinschgerwind 7-15
Terra Raetica Die Zusammenarbeit im Grenzgebiet geht bis 2023 weiter: Am 27. 03. wurde von den Regierungsvertretern der neue Interreg-Partnerschaftsvertrag in Scuol unterzeichnet.
02.04.15
Wind - online
Umfrage auf www.vinschgerwind.it
69,7 %
Zum Vatertag zu Josefi am 19.03.2015 - Hilft Ihr Mann im Haushalt mit?
JA
30,3 % NEIN
Neue Umfrage: Sind Sie der Meinung, das Jäger Heger und Pfleger von Lebensräumen sind?
Wie transparent und bürgernah sind die Gemeinden? Transparenz und Bürgernähe sind wichtige Anliegen. Wir haben geprüft, wie transparent die einzelnen Gemeinden über ihre Tätigkeiten, ihre Vorhaben und ihre Beschlüsse die Bürger auf ihrer Homepage informieren. Welche Dokumente werden auf der Gemeindehomepage veröffentlicht? von Heinrich Zoderer
D
ie Aktivitäten des EUParlamentariers Herbert Dorfmann, seine Wortmeldungen im EU-Parlament kann man im Internet nachlesen, die Wortmeldungen der Abgeordneten im Südtiroler Landtag kann man als Video im Internet ansehen, auch alle Anfragen, Beschlussanträge, Gesetzesinitiativen, die Landesgesetze, die Beschlüsse der Landesregierung und eine ganze Fülle von Dokumenten und Publikationen des Landes sind über das Internet abrufbar. Doch wie sieht es in den einzelnen Gemeindestuben aus? Die Gemeindehomepage ist ein wichtiges Aushängeschild und eine Anlaufstelle für Einheimische und auch jene von auswärts. Grundsätzlich kann man feststellen, dass man auf der Homepage der einzelnen Gemeinden sehr viele Informationen findet: über die Gemeinde, das Dorfleben, Steuerbestimmungen, Gebühren, Veranstaltungen, Gremien und Einrichtungen der Gemeinde. Die Gemeindesatzung, viele Verordnungen, Regelungen und Formulare kann man als PDFDatei herunterladen. Auch die Gemeindeblätter sind als PDFDatei vollständig abrufbar, meistens gut sichtbar rechts oben platziert. Links oben findet man die Amtstafel mit den aktuellen Gemeinderats- und Ausschussbeschlüssen. Diese muss jede
Gemeinde
Protokolle der Ratssitzungen
Beschlüsse als PDF-Datei
Leitbilder, Projekte, Konzepte
Graun i.V.
keine
keine
Interregprojekt 2010
keine keine keine keine seit 2006 keine keine keine keine
keine keine keine keine keine keine keine seit 2007 keine
Martell
keine
keine
Kastelbell-Tschars Schnals
keine keine
keine keine
seit 2012
seit 2012
keine keine
keine keine
keine Dorfführer von Kindern für Kinder Projekt 2020; Ad Oppidum keine keine keine keine keine keine Erdbeerweg, Waldbergbauerweg Slow Food, Diplom- und Facharbeiten Jugendhaus Tomberg Touristisches Leitbild 2009 Bürger aktiv: Leitbild Tourismusentwicklungskonzept Verkehrskonzept keine keine
Mals Taufers i. M. Glurns Schluderns Prad Stilfs Laas Schlanders Latsch
Naturns Plaus Partschins
Gemeinde zehn Tage lang veröffentlichen. Auch den Punkt „Transparente Verwaltung“ muss jede Gemeinde führen. Dass dies jedoch nicht freiwillig und bürgernah gemacht wird, sieht man sofort. Bis man den Haushalt, den Bericht dazu und das Investitionsprogramm oder die Liste der finanziellen Zuwendungen findet, muss man sich lange durchklicken. Unter dem Punkt Haushalt findet man am Ende oft eine unübersichtliche Exceltabelle mit vielen Zahlen. Die Berichte zu den Haushalten sind ausführlich und aufschlussreich. Oft wird unter dem Menüpunkt „Transparente Ver-
waltung“ nach vielen Klicks nur auf ein Dekret verwiesen oder es steht: In Ausarbeitung. Die Protokolle der Gemeinderatssitzungen findet man nur auf der Homepage von zwei Vinschger Gemeinden: Prad und Naturns. Unter dem Stichwort Beschlüsse sind bei allen Gemeinden die entsprechenden Gemeinderats- und Gemeindeausschussbeschlüsse auffindbar. Aber man erhält meistens nur den Beschlusstitel, das Datum und die Beschlussnummer. Nur in der Gemeinde Schlanders und Naturns sind alle Beschlüsse auch als PDF-Datei abrufbar. Interessante Anhänge zu den
Beschlüssen sind nur selten vorhanden. Auf der Homepage der Gemeinde Naturns gibt es auf der Startseite einen eigenen Menüpunkt „Bürger aktiv“ mit dem Leitbild, Informationen über die Bürgerbeteiligung und den Arbeitsergebnissen der verschiedenen Arbeitskreise. Informationen über aktuelle Projekte findet man selten. Dabei könnte die Gemeindehomepage sowohl als Informationsplattform, als auch als Diskussionsforum genutzt werden. Die bevorstehenden Gemeinderatswahlen sind eine Gelegenheit, einen Blick auf die Homepage der eigenen Gemeinde zu werfen.
02.04.15
Vinschgerwind 7-15
Latsch
Tanas
Harmonie im Latscher Rat
Bürokratie plagt
/politik/ 5
D
Abnicken und Handaufhalten im Latscher Gemeinderat bei der jüngsten Ratssitzung
D
er Latscher Gemeinderat hat bei seiner letzten Sitzung am vergangenen Freitag in beeindruckender Eintracht eine Reihe wichtiger Vorhaben zum Laufen gebracht. Nach einem detaillierten Vortrag des Meraner Zivilschutzexperten Toni Gögele genehmigten die Räte zunächst einstimmig den Latscher Zivilschutzplan. Danach kündigte BM Helmut Fischer an, die Bevölkerung über eine Sondernummer des gemeindeeigenen Blattes „InfoForum“ über den Zivilschutzplan informieren zu lassen. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde das „Projekt betreffend die Sanierung der Infrastruk-
turen in der Gewerbezone Plima“ angenommen. Dabei wurde von den Räten beschlossen, dass die Betriebe der Zone im Sinne einer Wirtschaftsförderung nicht zusätzlich zur Kasse gebeten werden sollten. Die Kosten der geplanten Infrastruktursanierung belaufen sich auf insgesamt 580.000 Euro. Die Gemeinde hat für die Erstellung des Projektes bereits 40.000 Euro bezahlt. Weitere 210.000 Euro wird sie bis zum Abschluss der Arbeiten aus Eigenmittel aufbringen müssen. Eintracht ließ der Gemeinderat auch bei den Abstimmungen der übrigen Punkten der Tagesordnung walten. (jan)
half ihr nicht weiter. „Man konnas ist nicht mehr tragbar. te mir nicht erklären, wie es geht. Die Bürokratie zwingt uns Das Ganze ist so kompliziert aufKleinbetriebe zum Aufgeben“, gebaut, dass man es nicht selber schimpft die Bäuerin auf Obermachen kann“, so Telser. Beim frinig bei Tanas, Monika Telser. Bauernbund habe man ihr geraDie Witwe verkauft als Direktten, Kurse zu besuchen oder die vermarkterin Eier. Nun macht ihr Rechnungen machen zu lassen. die digitale Rechnungslegung „Das würde mich pro Rechnung sehr zu schaffen. Diese ist ab 1. 20 Euro kosten“, so Telser. Und April verpflichtend eingeführt das bedeutet, dass für sie unterm worden. Unternehmen, die LieStrich nichts mehr übrig bleibt. ferungen oder Dienstleistungen „Ich kann verstehen, dass digiim Auftrag öffentlicher Körpertal die Zukunft sein schaften tätigen, wird, was natürlich dürfen ihre Rechauch Vorteile mit sich nungen nur noch bringt, jedoch appelin elektronischer liere ich an die bäuForm über eine einerlichen Verbände, gerichtete Plattform den Kleinbetrieben einreichen. Die Hanmehr Hilfestellungen delskammer Bozen zu geben, damit nicht hat z.B. ein kostenjede kleine Einnahloses System zur Verfügung gestellt, Monika Telser,Tanas me an der Bürokratie scheitern muss oder mit dem die elektroeinfach nicht mehr rentabel ist. nischen Rechnungen ausgefüllt, Für Bergbauern geht dadurch so verschickt und aufbewahrt wermanches hart erwirtschaftetes den können. Telser bemüht sich Standbein zunichte oder der Nenun verzweifelt um Informatibenerwerb wird einfach aufgegeonen. Die Vorsprache bei der ben“, sagt Telser (mds) Handelskammer in Schlanders
Naturns
Leser-Foto
Die Gewissensfrage
Motus - Bewegnung
D
ie Satzungsänderung in der Gemeinde Naturns, die Referenten von vier auf fünf aufstocken zu wollen bei gleicher Bezahlung hat zu heftigen Diskussionen geführt. Margot Tschager Svaldi, für die Liste „Zukunft Naturns“ im Ausschuss, hat die Frage für ihre Zustimmung zur Gewisssensfrage erhoben. Vor 5 Jahren habe sie für einen Antrag vom Freiheitlichen Wolfgang Stocker für eine 20%ige Politikerkostenreduzierung zugestimmt. Der Antrag wurde aber mehrheitlich abgelehnt. Svaldi hat vor der Ratssit-
zung am 23. März dem Gemeindesekretär Urban Rinner einen Umschlag mit einem Scheck in Höhe von 9670 Euro übergeben. Dieser Betrag enthält die 20%ige Reduzierung ihrer Amtsentschädigung der vergangenen 5 Jahre. Sie habe die Reduzierung der Referenten und dann die Möglichkeit der Aufstockung als persönliche Beleidigung empfunden. Bis zum Schluss hat der Rat einstimmig die Aufstockung der Anzahl der Referenten auf 5 beschlossen. Diese werden sich die Kosten von vier aufteilen müssen. (eb)
Erst durch das Zusammenspiel mehrer Zahnräder kommt ein großer Mechanismus in Bewegung. Dabei steht nicht die Größe des einzelnen in Vordergrund, sondern eine präzise Interaktion aller Beteiligten. Das könnte auch das Motto für das Skigebiet Schöneben sein. 1000 Kubikmeter Schnee wurden in vier Wochen vom Künstler Urban Plagg mit Herbert Folie Ende Jänner 2015 bewegt. Entstanden ist die Schneeskulptur „Motus“ (lat. Bewegung) auf Schöneben. Text und Foto: Alfred Plangger
6 /Titel/
Vinschgerwind 7-15
02.04.15
...dann muss ich Konkurs anmelden
Burhard Pohl, Jahrgang 1935, feiert heuer am 8. August seinen 80. Geburtstag. Er steht noch voll im Saft und leitet die Marmorgeschäfte der Göflaner Marmorwerke. Pohl ist nicht dagegen, den Marmor über die Schrägbahn abzutransportieren. Vorausgesetzt: die Schrägbahn ist nicht in der Hand vom Konkurrenzbetrieb. Dass der Marmor in Südtirol zu wenig Wertschätzung erhalte, davon ist Pohl überzeugt. Interview und Foto: Angelika Ploner, Titelbild: Magdalena Dietl Sapelza
Vinschgerwind: Herr Pohl, haben Sie die Schadensersatzklage schon vorbereitet? Burkhard Pohl: Die wird vorbereitet, ja. Wieviele Aufträge haben Sie für die kommenden Abbau-Saison bereits in der Tasche? In der Tasche? Das ist schwierig zu sagen. Es geht jedenfalls um Aufträge in Millionenhöhe. Anders gefragt: Können Sie die wirtschaftlichen Folgen abschätzen, wenn im Bruch die Maschinen heuer stillstehen müssten? Wenn die Maschinen heuer still stehen, dann muss ich Konkurs anmelden. Das ist sicher. Wir leben vom Marmorverkauf und wenn wir nichts verkaufen können, dann fehlt das Einkommen. Ich muss die Leute zahlen, die Maschinen. Die Spesen sind da. Heute genau vor zwei Wochen (16. März, Anm. der Redaktion) gab es eine Mar-
mor-Elefantenrunde in Bozen mit allen Marmor-Beteiligten samt Landeshauptmann Kompatscher. Auch Sie saßen in Bozen am Verhandlungstisch. Was kam unterm Strich heraus? Burkhard Pohl (lacht): Gar nichts. Wie ist man verblieben? Man will weitere Gesprächsrunden machen. Zwei Stunden am runden Tisch für die Katz? Es wurde schon diskutiert, hin und her geredet. Und es war fast so, dass man gesagt hat: Es ist gut, dass wir angezeigt wurden, dass der richterliche Beschluss vorliegt und oben alles stillsteht, weil man so zu einer Lösung gezwungen wird. Warum glauben Sie, hat die „lasa marmo“ die Gemeinde, das Land, den Nationalpark und die Göflaner Marmorwerke GmbH angezeigt? Dass wir von der „lasa marmo“ angezeigt
worden sind, und die Annullierung der Abbaugenehmigung gefordert wurde, hat meiner Meinung nach genau zwei Gründe. Erstens ist Neid im Spiel und Zweitens glaube ich, dass man unseren Betrieb übernehmen will. Ohne Abbau- und Abtransport-Genehmigung steht Schlanders derzeit ziemlich nackt da. Zudem ist der Abtransport über die Straße – einst, am 24. März 2005 als Provisorium eingeführt – nun seit zehn Jahren aufrecht. Nun sollen eben Taten folgen. Wir haben den Transport nicht über, uns sind praktisch die Hände gebunden. Laas beharrt auf die Schrägbahn, Schlanders auf den Abtransport über die Straße. Wenn die Köpfe mindestens so hart sind, wie der Marmor, dann wird’s schwierig. Ihre persönliche Meinung. Ja, sehr schwierig. Dazu muss man sagen,
02.04.15
die Schrägbahn war für uns sicherlich interessant, solange wir oben in Laas eine Verarbeitungsstätte machen wollten. Bis 2010 war immer Laas als Verarbeitungsstätte im Gespräch. Aber durch verschiedene Umstände, wo die Schuld eigentlich die Laaser haben, habe ich dann Schlanders gewählt. Wenn auch mit wesentlich größeren Kosten. Ich musste diesen Gewerbegrund hier teuer kaufen (Anm. der Redaktion: Das Interview wurde im Lager der Göflaner Marmorwerke aufgezeichnet). Aber inzwischen ist es so, dass die Verarbeitungsstätte eben hier in Schlanders liegt und die Straße interessant geworden ist, weil sonst müsste man den Marmor oben hinüber zur Schrägbahn, bis nach Laas hinunter und dann wieder nach Schlanders bringen. Und da brauche ich keine Umweltstudie, da brauch ich gar nichts, das sagt einem der Hausverstand, dass das nicht sinnvoll ist. Warum sind die Laaser Schuld, dass Sie nicht Laas als Verarbeitungsstätte gewählt haben. Einmal, weil sie wortbrüchig geworden sind, und zum Zweiten haben sie keinen Baugrund zur Verfügung gestellt bzw. einen, der sich als ungeeignet herausgestellt hat. Wer wurde konkret wortbrüchig. Paul Tröger von der Fraktion Laas. Das ist kein Geheimnis. Ich hab gesagt: Mit solchen Leuten kann ich nicht arbeiten, dann muss ich halt nach Schlanders hinunter gehen. Glauben Sie an eine einvernehmliche Lösung? Ja, auf jeden Fall. Ich glaube nicht, dass man es sich leisten kann, 20 Familien ihr Einkommen zu nehmen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass bei uns, den Göflaner Marmorwerken finanziell alles in bester Ordnung ist, sondern nur Streitigkeiten die nicht von uns ausgehen und deshalb nicht unsere Schuld sind - der Grund sein würden. Wie könnte eine einvernehmliche Lösung aussehen? Also, wir waren nie gegen die Schrägbahn. Auch noch nicht, das sage ich hier offen und ehrlich. Die Schrägbahn geht mir gut. Nur, nachdem die Fraktion Laas die Schrägbahn an unseren Konkurrenten, die Lasa Marmo AG verpachtet hat, ist es für uns nicht tragbar über die Konkurrenzfirma unseren Marmor hinunter zu transportieren. Wenn schon, dann müsste man eine öffentliche Gesellschaft gründen, die neutral ist, und dann könnte man überlegen über die Schrägbahn hinunter zu transportieren. Für Sie ändert sich nichts. Ganz nach dem Motto: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Sie sind im Marmorgeschäft der lachende Dritte. Vertraglich ist Ihnen der Abtransport um 60 Euro pro Kubik zugesichert. Richtig, der Abtransport ist nicht mein Problem, sondern das Problem der Gemeinde.
Abgesehen davon, dass wir mittlerweile mit der Inflation schon auf 75 Euro pro Kubik sind. Wir zahlen immerhin mehr an die Fraktion und Gemeinde als es die Laaser tun, das ist sicher. Wieviel zahlen die Laaser? Das will ich nicht sagen, wir in jedem Fall mehr. Sie selbst sagten einmal zum Vinschgerwind: Die Renovierung der Schrägbahn ist Nonsens. Hat sich Ihre Meinung geändert? Mit der Kostenaufstellung der Lasa Marmo, die 13 Millionen Euro für die Renovierung vorsieht, da kann ich die Schrägbahn vergolden. Also, mir sagt niemand etwas über Schräg- oder Seilbahnen, ich war 20 Jahre bei der Schnalser Gletscherbahn und weiß auch wieviel ein Weg kostet, weil ich einen Großteil der Wege im Vinschgau selbst projektiert habe. Die Schrägbahn sanieren kann man mit 1 bis 2 Millionen. Und das ist finanziell tragbar. Und wenn man die Schrägbahn erhalten will, dann ist das Aufgabe der Öffentlichkeit, wir sind nicht für ein Kulturdenkmal zuständig. Dem Schlanderser Generalsekretär Georg Sagmeister sagt man nach, dass er die Dinge nicht am Tisch, sondern lieber vor Gericht ausmacht. Können Sie diese Meinung teilen? Dazu sag ich nichts. Anders gefragt: Sagmeister ist Sekretär der Eigenverwaltung bürgerlicher Nutzungsrechte Gölfan, Haupteignerin des Bruchs und Generalsekretär der Gemeinde Schlanders in einem. Wie geht das zusammen? Ihre Meinung. Das kann ich nicht beurteilen. Überall dort, wo nichts weiterging und Stillstand denn Weiterentwicklung herrschte – ich nenne Ihnen als Beispiele das Kaunertal, die Schnalstaler Gletscherbahnen – zogen Sie sich zurück. Haben Sie jemals darüber nachgedacht, die Göflaner Marmorwerke zu verkaufen? Nein. Überhaupt nicht. Es lag sogar einmal ein Angebot eines Schweizers auf dem Tisch, der mir über den Durnwalder gesagt hat, ich könnte verkaufen. Aber das könnte ich niemals tun. Ich bin zum Marmor aus reinem Patriotismus gekommen, weil ich als Vinschger den Marmor nicht einem Auswärtigen überlassen wollte. Anders gefragt: Haben Sie in den vergangenen Jahren den Kauf der damaligen „Tiroler Marmorwerke“ einmal bereut? Ich wusste damals nicht, welches Risiko ich eingehe. Wenn ich das alles gewusst hätte, was ich heute weiß, hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut. Aber jetzt bin ich froh, dass ich mich getraut habe. Wirtschaftliche Überlegungen waren es jedenfalls nicht, die mich bewogen haben, ins Marmor-Geschäft einzusteigen. Den Kaufpreis haben Sie nie benannt...
Vinschgerwind 7-15
/Titel/ 7
Es war viel Geld, in Millionenhöhe. Abgesehen davon ist dieser schwierig zu benennen. Immer wenn es um komplexe Dinge geht, werden Studien gemacht. Der Marmor ist da keine Ausnahme. Eine Studie von Tappeiner besagt: Die Marmorbrüche gehören in eine Hand. Teilen Sie diese Meinung? Nein. Konkurrenz haben wir keine, muss ich sagen. Unser Marmor unterscheidet sich vom Laaser. Nicht von der Qualität her, sondern von der Farbe. Und wir sind in dieser kurzen Zeit imstande gewesen, den Göflaner Marmor bekannter zu machen, als es der Laaser ist. Der bisher größte Auftrag, den Sie an Land gezogen haben, ist jener im Wolkenkratzer One57 am Central Park in New York. Zur Erinnerung: 95 Bäder wurden mit Göflaner Marmor ausgekleidet. Sie haben sich zum Ziel gesetzt mit diesem Auftrag die Luxusmarke Göflaner Marmor endgültig auf dem Weltmarkt zu etablieren. Ist das gelungen? Ja, das ist gelungen, eindeutig. Der Auftrag in New York war nicht der größte, sondern der bekannteste. Wir verkaufen den Marmor nach Indien, nach Amerika. Kanada ist ein guter Markt. Und Arabien. Nebenbei muss ich sagen, riesengroße Aufträge sind für uns nicht interessant. Wir sind eine zu kleine Firma für große Aufträge. Wir wollen nicht mehr als 2000 Kubikmeter abbauen, die Größe vom Bruch ist optimal dafür. Wir dürfen nicht vergessen. Wir arbeiten aufgrund der Höhe von 2.200 Metern nur 5 bis 6 Monate im Bruch oben. Nehmen wir an, Ihnen würde die „lasa marmo“ angeboten: Sie würden ablehnen? Ja ich würde ablehnen, ich bin nicht interessiert. Kommen wir zu den „Göflaner Marmorwerken GmbH“. Wieviele Menschen beschäftigen Sie? Wie schon gesagt, 20 Familien beziehen ihr Einkommen von den Göflaner Marmorwerken. Verraten Sie uns den Umsatz den Sie im Jahr machen? Ja, den kann ich schon sagen. Der Umsatz steigt von Jahr zu Jahr. Wir sind mehr als zufrieden. Wir haben noch nie eine negative Bilanz geschrieben. Selbstredend sagen Sie der Göflaner Marmor ist der schönste. Welche Vorzüge hat er, der Marmor aus dem Wantl? Der Laaser Marmor hat graue Venen und dazwischen ist er Weiß. Bei uns ist der Marmor geadert. Und in der Farbe und Art der Aderung sehr verschieden. Und vor allem: Er hat ein wärmeres Weiß. Und das ist gesucht. Wärmeres Weiß und die Marmorplatten sind die Zukunft im Marmorgeschäft.
8 /Wirtschaft/
Vinschgerwind 7-15
02.04.15
Schwester Zukic zu Gast
Die Eisenbahnwelt in Rabland ist wieder offen
Die bekannte und beliebte katholische Schwester Teresa Zukic kommt am 12. April um 19 Uhr ins Kulturhaus Morter und hält dort einen Vortrag. Organisiert hat diesen Besuch die Jungschar Morter.
Die Eisenbahnwelt in Rabland ist wieder geöffnet und geht in die siebte Saison. Höhepunkt 2015 ist eine Sonderausstellung mit dem Titel „Mendel, Nesti & Co. – Mythos Bergrennen in Südtirol“ , die zum 85. Jubiläum des legendären Mendelrennens organisiert wird. Eröffnung dieser Sonderausstellung ist der 18. April 2015. Auf die jüngsten Besucher wartet in dieser Saison eine neu gestaltete Kinderecke, in der selbständig eine Eisenbahngarnitur in Miniatur gesteuert werden kann.
„Ausbau des Bettenangebotes ist dringend notwendig“ Vinschgerwind: Herr Werner Netzer, was verbindet Sie mit Sulden? Werner Netzer: Die Einzigartigkeit des in die wunderschöne Hochgebirgslandschaft eingebetteten, sehr ansprechenden Familienurlaubsortes mit noch weitgehend intakter Natur, des langsam gewachsenen, ursprünglichen Ortsbildes sowie der Einstellung von Bürgern und Politik zur „sanften“ touristischen Nutzung im Hinblick auf Erschließungen und Nachhaltigkeit von Wertschöpfung und damit einhergehendem Lebensstandard. Mit dem Bau der Rosim-Bahn haben Sie eine wichtige Investition zur Stärkung des Tourismusstandortes Sulden getätigt? Wie sehen Sie Suldens Zukunft? In Anbetracht des derzeitigen Wintertourismus – Angebotes in Südtirol bzw. auch Nordtirol war es notwendig, durch die Errichtung des Rosimprojektes (neue Bahn, dazugehörende potente Schneeanlage, Erweiterung der Berggastronomie sowie dem Bau einer sehr anspruchsvollen, neuen Piste in Form einer Talabfahrt) jenen Akzent zu setzen, der Sulden in seiner Einzigartigkeit über die Angebote der Konkurrenz deutlich heraushebt, und für die Zukunft absichert. Die in den letzten Monaten eingefahrenen, internationalen Skigebiet - Auszeichnungen und Bewertungen bestätigen die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges – harmonisierend mit der Natur und im Einklang mit dem gehobenen, touristischen Angebotsprofil dem Gast jenen Urlaubsgenuss zu bieten, der weit abseits jeglicher Ballermann und Massenangebots-Touristik liegt. Was braucht Sulden noch, um als Skigebiet attraktiv und konkurrenzfähig zu sein?
Um die Attraktivität und wirtschaftliche Absicherung für die Zukunft zu gewährleisten, und auf weitere Investitionstätigkeiten im Skigebiet motivierend zu wirken, ist sicherlich der sukzessive Ausbau des Bettenangebotes dringend notwendig, die politischen bzw. gesetzlichen Grundlagen dafür wurden bereits geschaffen, die Seilbahn Sulden ist mit dem Neubau der Rosimbahn einem großen Teil der ihr zuzuschreibenden Hausaufgaben vorbildhaft nachgekommen, betreibt darüberhinaus in federführender Rolle ein mit modernsten Bussen geführtes Skibusnetz, um die Verkehrssituation zu entschärfen, den Individualverkehr massiv einzudämmen, und dadurch die Lebensqualität im Ort erheblich zu steigern. Einer schrittweisen Intensivierung einer weiterführenden Verkehrsberuhigung im gesamten Ort stehen wir äußerst positiv gegenüber, wohlwissend, dass die Umsetzung noch ein angepasstes Zeitfenster beanspruchen wird. Welche Investitionen sind ihrerseits geplant? Wir werden auch künftig im Bereich des wirtschaftlich Machbaren und der Unternehmensphilosophie entsprechende Qualitätsverbesserungen in allen Bereichen unseres Wintersport-Angebotes ins Auge fassen, um eben den eingangs bereits erwähnten Spitzenplatz in der externen Bewertung auf den ersten Rängen der Skigebiete halten zu können. Die Mutter von Trafoi ist Sulden, und die Schwachen sind mitzunehmen. Das sagten Sie in ihrer Festansprache bei der Einweihung der Rosim-Bahn. Werfen Sie dem Skigebiet Trafoi damit den Hoffnungsanker zu? Zum Thema Trafoi wiederhole ich meine
Foto: „Wind“-Archiv
Sulden - Werner Netzer ist Eigentümer der Gletscherbahnen Sulden und auch der Liftanlagen von Trafoi. Ein Gespräch, anlässlich der Einweihung der Rosim-Bahn in Sulden.
anlässlich der Eröffnung der Rosim-Bahn gemachten Aussagen im Bezug auf „Mitnehmen“ bzw. Fortbestand des Bahn- und Pistenangebotes in präzisierten Worten dahingehend, dass der Weiterbetrieb als gesichert zu sehen ist, wurden doch in den letzten sechs Jahren beträchtliche Summen in den Bau einer neuen und modernen Sesselbahn im Skigebiet, der Aufrüstung und Revision der bestehenden Zubringer–Sesselbahn als auch dem Zubau zum Bergrestaurant „Furkelhütte“ sowie der Anschaffung eines modernen Pistengerätes investiert, um dem Skigebiet das Niveau eines durchaus konkurrenzfähigen, kleinen und landschaftlich überaus anspruchsvoll gelegenen Familien-Skigebietes zu geben. Natürlich sei auch hier – gleichlautend zu Sulden – angemerkt, dass einem merklichen Bettenzuwachs größtes Augenmerk zu schenken ist, und für Trafoi die Modernisierung bzw. die Erweiterung der Anlagen in Sulden für jene Stabilität sorgt, die eben eine „Mutter“ für ihr „schwächelndes Kind“ bereit ist, aufzubringen. Interview: Magdalena Dietl Sapelza
08.01.15
Marmor
Aus dem Ratssaal I
Foto: Angelika Ploner
n einem hat RA Peter TappWas den „Dilettantismus“ einer recht: Es handelt sich betrifft, komme ich nicht umum einen rechtlich sehr komhin, auf den Inhalt des von plizierten SachverHerrn Tappeiner halt. Die von ihm zitierten Urteils gelieferte Zusamdes Verwaltungsmenfassung der gerichtes Bozen zu Vorgeschichte und verweisen: Darin die Beschreibung wird die Eigenverder Urteilsbegrünwaltung Göflan als dungen können „privates Rechtsdaher auch nur äusubjekt“ eingestuft ßerst oberflächlich und damit dem und dürftig sein. Sie Marmorabbau das könnten allerdings öffentliche Interesweniger einseitig se aberkannt. Nicht und voreingenomnur aus meiner Sicht men sein! Dies sei eine juridisch nicht ihm aber aufgrund nachvollziehbare Inseiner Laaser Wurterpretation: Die Eizeln nachgesehen. genverwaltung wird Ich glaube nicht, gemäß den Bestimdass man mir und mungen des L.G. der Gemeindever- Dieter Pinggera, Nr. 16 vom 12. Juni waltung Schlanders der Schlanderser 1980 von der in der „Rambomethoden“ Bürgermeister stellt jeweiligen Ortschaft oder „Brechstangen- klar ansässigen Bevölkepolitik“ nachsagen rung gewählt. Ihre kann. Dies entspricht sicher Tätigkeit wird von der eigenen nicht meiner Person und unSatzung geregelt, deren Geserer Politik. Unsere Aufgabe ist nehmigung der Kontrolle des es jedoch - im Gegensatz zu RA Sonderausschusses unterliegt, Peter Tappeiner - die Interessen wie auch die Genehmigung des der Marktgemeinde Schlanders Haushaltes, der Abschlussrechund der Eigenverwaltung Göfnung, der Errichtung, Ändelan zu vertreten und diese im rung und Löschung jeglicher Rahmen der gesetzlichen MögArt von Realrechten sowie die lichkeiten auch durchzusetzen. aktive und passive StreiteinDies machen wir am Verhandlassung. Alle diese Beschlüslungstisch und in Ausnahmese werden erst nach Kontrolle fällen, wenn alle anderen Mögdes Landes rechtswirksam, die lichkeiten ausgeschöpft sind, übrigen nach erfolgter Veröfauch auf dem Gerichtswege. fentlichung. Hierbei von einem Sicherlich ist es im Interesse privaten Rechtssubjekt zu spreder Marktgemeinde Schlanders chen, finde ich absurd. Kein auch die Bruchbetreiberin GöfWort darüber verliert RA Tapplaner Marmor GmbH zu schüteiner in seiner Rubrik „Aus dem zen, ihre Existenz abzusichern, Gerichtssaal“. Er scheint die im Einklang mit dem Grundsatz Urteilsbegründung sogar zu tei„Leben und leben lassen“. Und len. nichts anderes tun wir! Solange ich Bürgermeister Zu den anfallenden Proder Marktgemeinde Schlanzesskosten möchte ich klarstelders bin, setze ich mich dafür len, dass die Marktgemeinde ein, dass der Gemeinderat als Schlanders nur 10% aller anhöchstes politisches Organ fallenden Prozess- und Rechtsunserer Gemeinde jenes maßanwaltskosten zu tragen hat, gebliche Organ ist, welches und die restlichen 90% von der das öffentliche Interesse der Eigenverwaltung Göflan und Gemeinde Schlanders definiert Alminteressentschaft Göflan zu und umsetzt. übernehmen sind, dies genau im Verhältnis zur Beteiligung Der Bürgermeister am Marmorerlös. Dieter Pinggera
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von Albrecht Plangger
Prad/Schluderns/Glurns/Taufers
Rom-Info ins Tal
Manifest der Biobauern
In unserem politischen Alltag in Rom ist die Diskussion zum Ergebnis der Verf a s s u ngs re f o r m immer noch aufrecht. Ich war in der Verfassungskommission, ich habe mir 5 Monate regelrecht „den Hintern“ abgesessen und bin mit dem Ergebnis, trotz aller Kritik, zufrieden. Mehr war nicht drin. Die Sicherungsklausel – dass die neue Reform erst nach der Anpassung des Autonomiestatutes – aufgrund eines Einvernehmens („intesa“) zwischen Staat und Land – in Kraft tritt wurde maßgeblich von Südtirol ausgedacht und politisch durchgedrückt. Von den anderen autonomen Regionen (Aosta, Friaul, Sizilien, Sardinien) war niemand in der Verfassungskommission der sich für Sonderautonomie eingesetzt hat. Alle waren „Trittbrettfahrer“. Sie werden nun von den dortigen „aufrechten“ Autonomisten gelobt, während wir getadelt werden. So ungerecht ist die Politik. Im „operativen“ Bereich wurde in den vergangenen Tagen die Verjährungsfrist bei Korruption oder Straftaten, die Minderjährige betreffen, erheblich angehoben, sodass man sich in Zukunft kaum mehr mit ewigen Prozessen der Verantwortung entziehen wird können. Auch wurde die Immobiliensteuer GIS überarbeitet. Der 20%ige Abzug auf betriebliche Immobilien (Hotels, Handwerkerhallen usw.) kann bereits für das Steuerjahr 2014 geltend gemacht werden. Da haben unsere Senatoren gute Arbeit geleistet. Zur Zeit befassen wir uns wieder mit der Finanzierung der Auslandseinsätze des italienischen Heeres, Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung und mit der Einführung der Folter als Straftatbestand. Mit dem 13. April sollen Postämter in Südtirol geschlossen oder Öffnungszeiten reduziert werden. Die Post will an die Börse, dafür soll der Staat einige Milliarden kassieren. Daher wird gnadenlos rationalisiert. Zusammen mit Anderen kämpfe ich gegen diese Sparmaßnahmen im Berggebiet an. Mit massivem Protest konnten wir zumindest neue Verhandlungen erzwingen und einen Aufschub erwirken.
Manifest der Bio-Bauern von Prad, Schluderns, Glurns und Taufers: „Es ist höchste Zeit für die Landwirtschaft im Obervinschgau Rahmenrichtlinien zu erlassen. Die Politik beschwört mit der bisherigen Praxis in der Obstwirtschaft das Ende der Biobetriebe und den Ruin der Milchwirtschaft herauf. Der Verlust wertvoller Kulturlandschaft und der Biodiversität, sowie die Schädigung der Bienen sind ebenso Konsequenzen dieser Agrarpraxis. Eine Koexistenz von integriertem Obstbau und anderen Kulturarten ist mit der zur Zeit geltenden guten landwirtschaftlichen Praxis im Obstbau unmöglich. Die Kontamination aller anderen Kulturarten - sei es Grünland, Getreide, Gemüse, Kräuter oder private Hausgärten - ist mit zahlreichen positiven Rückstandsanalysen bewiesen. Das Grundrecht auf Unversehrtheit des privaten Eigentums wird durch die Praxis im integrierten Anbau ständig verletzt. Obstwirtschaft und Politik sind deswegen aufgefordert, umgehend Regeln für den Obervinschgau zu erstellen. Der Faktor Wind ist das Stichwort, an dem die Abdrift mindernden Maßnahmen scheitern und der Grund, warum eine Abstandsreduzierung auf 10 Meter nicht zu rechtfertigen ist. Deshalb ergeht folgende Forderung an die Politik und die Obstwirtschaft: (Für das Gemeindegebiet von Mals erübrigt sich dieses Thema, denn 75 Prozent der Bevölkerung sind gegen Pestizide, somit ist nur biologischer Anbau möglich!) 1. Die Bio-Bauern des Obervinschgaus fordern, alle anderen Kulturarten als sensible Zonen einzustufen, da die im Obstbau verwendeten Pestizide für diese nicht zugelas-
sen sind und somit KEINE Rückstände dieser Gifte in Getreide, Gemüse, Kräutern und Heu sein dürfen. Wenn die Obstwirtschaft mit sogenannten Abdrift mindernden Maßnahmen die vom nationalen Aktionsplan vorgesehenen 30 Meter auf 10 Meter Abstand reduziert, muss sie als ersten Schritt den Nachweis erbringen, dazu in der Lage zu sein. 2. Rückstandsanalysen müssen vom Obstbauern gezahlt werden. Bei einer Kontamination ist der Verursacher haftbar. Die bisherigen Rückstandsanalysen (die der Geschädigte bisher bezahlen musste!) sprechen eine deutliche Sprache: Mit der gängigen guten Agrarpraxis bleiben die Obstbauern mit den ausgebrachten Pestiziden nicht auf ihrem Grund. Das heißt, jeder Obstbauer, da man dies ja nachweislich kennt, schädigt den Nachbarn somit vorsätzlich. 3. Die vom Gesetz vorgeschriebenen 30 Meter Abstand gegenüber allen anderen Kulturarten, auch den biologisch angebauten Obstflächen, sind einzuhalten. Wenn Abdrift mindernde Maßnahmen nachweislich zum gewünschten Erfolg führen, kann der Abstand auf 10 Meter reduziert werden. Dies gilt für alle Neuanlagen sofort, ältere Anlagen sind innerhalb eines Jahres zurückzubauen oder auf die biologische Anbauweise umzustellen. Die Kontrollen sind rigoros durchzuführen und wirksame Sanktionen festzulegen. Wenn Rückstandsanalysen positiv ausfallen, ist der Schaden immer fällig und zu bezahlen. Diese Forderungen gelten auch für Kirschenanlagen und Obstbauern, die nicht Mitglied bei der Agrios sind.“ Für die Biobauern des oberen Vinschgaus Ägidius Wellenzohn
Latsch
Latscher Ensembleschutz
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uch die Gemeinde Latsch geht nun endlich das leidige Kapitel Ensembleschutz an. Sie hat den Kunsthistoriker Martin Laimer beauftragt, Vorschläge zum Ensembleschutz in Latsch zu erarbeiten. Am 26. März hat der Experte aus Lana den Latscher Interessierten eine Übersicht über das Wesen des Ensembleschutzes geboten. In seinem Vortrag bemühte sich der Fachmann, das Publikum für die Thematik zu interessieren und Ängste und Vorurteile abzubauen. Dabei rannte er, wie die kurze Diskussionsrunde am Ende der Veranstaltung zeigte, offene Türen ein. (jan)
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„…75%iger zukunftsfeindlicher Volkswille?“ Laut Buchstaben steht es so geschrieben in meinem Leserbrief „Vize-BM Sibille Tschenett?“ Die versehentliche Anwendung eines gegenteiligen Wortes kann unter Umständen zu noch mehr Nachdenken anregen. Sinngemäß, richtig und gut soll es 75%iger zukunftsfreundlicher Volkswille heißen. Nun, ob dieser Volkswille im Endeffekt einen Sieg, eine Niederlage oder Scheinheiligkeit ergibt, wird die Gemeinderatswahl und ihre Auswirkung an den Tag legen. Diese Malser Ausnahme-Volksabstimmung verdient ebenso eine Ausnahme-Volksvertreterwahl. Reden wir uns nicht schon in grundlegenden Dingen einander vorbei? Ja, weil wir mehr oder weniger absichtlich in betrügerischer Weise Worte verwenden, die nicht der Sache entsprechen. Zum Beispiel: Der Glaube ist etwas wesentlich anderes als Religion. Trotzdem gebraucht
der Massenmensch diese beiden Wortbegriffe, ohne dabei einen Unterschied zu machen. Nämlich, so kann ein Tiefreligiöser Gott und den Menschen viel Leid zufügen, während ein Tiefgläubiger, - er wird gerne als Atheist abgestempelt- der sich zu keiner Religion, zu keinem fixen Gottesbild bekennt, ein wahrer Diener Gottes ist. Ähnlich verhält es sich mit dem Wort „Bio“, das Leben heißt. Es kann kein Bioprodukt sein, wenn es durch Einsatz von Bio-Ziden, wobei „Ziden“ für Tötungsmittel steht, erzeugt wird. Also es kann nicht sein, dass es eine Bio-Monokultur gibt, da jede Monokultur mit „Bio-Pesti-Ziden“ behandelt werden muss, andernfalls in einer derzeitigen künstlichen Kloakenanlage nichts Genießbares gedeiht. Ob es sich dabei um chemischsynthetische oder „biologische“ Agrochemikalien handelt, ist im Grunde der gleiche Handel und Teufel. Kupfer-, Schwefel-, Kalk-, Stinkbrühen spritzen Monokultur-Biobau-
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ern öfters, als die sogenannten konventionellen und integrierten Bauern ihr chemisch-synthetisches Gift verwenden. Wenn Bio-Pestizide schneller von Früchten, Pflanzen abgewaschen, in der Luft und im Boden schneller aufgelöst werden, sind sie noch lange nicht biologisch abgebaut, d.h. in den Naturkreislauf (wieder) miteingebunden. Das erkennen wir heute deutlich in Reben-Monokulturen, wo seit über 100 Jahren eben Bio-Pestizide eingesetzt wurden; dort existiert z.B. kein Regenwurm mehr und der Bestand der unzählig vielen Mikroorganismen, welche für die Bodenfruchtbarkeit und die Gesundheit für Pflanzen, Tiere, Menschen Verantwortung zeichnen, steht vor dem Zusammenbruch, d.h. vor dem Umkippen in eine verdichtete luft- und wasserabweisende für höhere Lebewesen unbrauchbare und erodierbare stinkige Masse. Jede Monokultur ist eine MissMordkultur! Biodiverse Kultur
mit Fruchtfolge bei naturfreundlicher Bewirtung, heißt die richtige Lösung. Ich klage auch den Missbrauch des Wortes „Pflanzenschutzmittel“ an, welches im Zusammenhang mit dem Einsatz von Bio-Pestiziden – dazu zählt auch der Kunstdünger – gebraucht wird. Perfekte Verführungs-Wortanwendungen gibt es deren viele; aber es gibt nur ein eindeutiges und ganzheitliches Verständnis und Bekenntnis zur Biologie und zur Wahrheit in allem. Alles andere ist komplettes, selbstverschuldetes Vergehen, das in absehbarer Zeit zum Untergang der Menschheit führt. Es ist eine Sekunde vorm Ende! Kehren wir um? Ja! Lieber Gott, du gibst uns deine Kraft durch Lebensmittel, die wir naturfreundlich produzieren und in einer Fabrik, Backstube, Küche,… nicht denaturieren. Danke. Paul Gruber, Mals
12 /Leserbriefe/ Die Liste „Für Schlanders-Per Silandro“ tritt nicht mehr an Die Liste „Für Schlanders – Per Silandro“ wird sich bei den anstehenden Gemeindewahlen nicht mehr der Wahl stellen. Die Arbeit der Liste und ihrer Gemeinderäte hat nach einem von Interesse begleiteten Auftakt vor zehn Jahren mit der Zeit an Resonanz in der Bevölkerung verloren, sowohl was Inputs (Anregungen, Hinweise, Aufforderungen) als auch was Rückmeldungen betrifft. Das Fehlen brennender Themen und vielleicht auch die von vorneherein mangelnde Möglichkeit der Regierungsbeteiligung ermöglichten es uns nicht, engagierte Mitbürger - insbesondere auch Junge - für eine Kandidatur zu gewinnen. Viele Bürger sind von der Notwendigkeit einer politischen Alternative auf Gemeindeebene überzeugt, aber leider nicht bereit, sich einzubringen. Eine Rolle mag dabei auch die Tatsache gespielt haben, dass der Gemeinderat in den letzten Jahren abgewertet wurde und ihm wenige bedeutende Kompetenzen verblieben sind. Die politische Linie wird von Bürgermeister und Ausschuss vorgegeben, der Gemeinderat dient grundsätzlich der formellen Absegnung von Maßnahmen, die den Konsens in der Mehrheitspartei erhalten haben. Angesichts der erdrückenden Mehrheitsverhältnisse reduziert sich die Rolle der Opposition auf die Meinungsäußerung. Die seltene Einberufung der Sitzungen – durchschnittlich alle zwei Monate – erschwert zudem
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eine kontinuierliche Kontrolle und wirksame Oppositionspolitik, während der Ausschuss durch die tägliche Geschäftsführung einen enormen Informationsvorsprung besitzt. Die angekündigte Öffnung des Bürgermeisters der Opposition gegenüber hat sich als informative Formalität herausgestellt, bei der die Entscheidungen im Inhalt bereits gefallen waren. Trotzdem haben wir regelmäßig jene Vorschläge der Mehrheit unterstützt, die wir als sinnvoll erachteten. An der bedeutenden Erleichterung der Bürgerbeteiligung waren wir in konstruktiver Zusammenarbeit mit der Mehrheit maßgeblich beteiligt. Emotional aufgeladene Themen wie Marmor und Schwimmbad haben wir sachlich aufgegriffen und mittels Fragen und Anfragen das Vorgehen der Gemeindeverwaltung kontrolliert. Überhaupt war die Gemeinderäte unsere Liste die einzigen, die in den letzten beiden Amtsperioden schriftliche Anfragen zu diversen Themen eingebracht haben. Zu diversen Punkten haben wir uns kritisch geäußert, so z.B. bezüglich - der mangelnden Realisierung des versprochenen Radweges von Schlanders nach Vetzan - des Einsatzes von Herbiziden im Ortsgebiet (mit Erfolg) - des schleichenden Verfalls des Ortsbildes durch den Ersatz von Bäumen und Hecken durch Asphalt und Betonmauern (mit wenig Erfolg) - der hohen Ausgaben und heute schwer absehbaren Erfolgschancen des Ortsentwicklungsprojekts
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- der Kosten und Dimensionen der geplanten Wellnessanlage - der einseitigen Vorschlagspraxis für Verwaltungsräte und Ehrungen - der Befreiung auch von überdurchschnittlich großen Wohnungen von der Gemeindeimmobiliensteuer GIS - der Praxis der nachträglich zu genehmigenden Haushaltsänderungen Wir würden uns freuen, wenn sich doch noch motivierte Bürger finden, die solche und ähnliche Anliegen auch weiterhin vertreten möchten und selbstverständlich die notwendige Hilfestellung für eine Kandidatur leisten. Im Namen der Liste „Für Schlanders - Per Silandro“: Hansjörg Gluderer, Martin Daniel
Zur Lügengeschichte des Herrn Joachim Theiner (Der Wirtschaftsreferent der Gemeinde Mals im Interview mit dem „Der Vinschger“, Nr.5/15) Zu allererst mache ich den ehemaligen Verwaltungsräten Hutter und Sachsalber ein Kompliment, und zwar für zwei Dinge. Erstens, dass sie sich auch Jahre nach ihrem ehrenamtlichen Einsatz für „ihre“ Gesellschaft „Touristik- und Freizeit AG“ interessieren. Das belegt das Herzblut, mit dem sie sich für die Sache eingesetzt haben. Zweitens, dass sie ihre Besorgnis um die Zukunft der „Touristik- und Freizeit AG“ der Bürgerschaft kund tun. Als ehemaliger Verantwortlicher des Verwaltungsrates der „Freizeit AG“ sowie der „E-AG“ will ich dem Weg meiner ehemaligen Kollegen folgen und mich öffentlich zum Verkauf des Fernheiznetzes samt Anlage durch die „Freizeit AG“ äußern. Die Gesellschaften gehören ja beide der Gemeinde Mals, somit uns BürgerInnen. Und deshalb braucht es Transparenz. Und an dieser Stelle will ich meine Besorgnis äußern: Unter der Federführung von Wirtschaftsreferent Theiner (politisch Verantwortlicher) riskiert die Gesellschaft, in den kommenden Jahren ein negatives Kapitel in der Wirtschaftsgeschichte un-
serer Gemeinde zu schreiben. Joachim Theiner ist als Wirtschaftsreferent das Bindeglied zwischen Gemeindeausschuss und den Gesellschaften, wie er von sich selbst behauptet. Nun zur Sache: Die „Freizeit AG“ hat Schulden. Im Grunde gibt es drei Wege, Schulden abzubauen. Weniger Geld ausgeben, neue Einnahmequellen finden oder Eigentum abstoßen. Theiner unterstützte offensichtlich den dritten Weg. Das Eigentum der „Freizeit AG“ an Fernheiznetz und Anlage wurde an die „E-AG“ veräußert. Nun ist eine Feststellung zu machen und eine Frage zu stellen. Die Feststellung: Die Gemeinde Mals kauft über die „EAG“ erneut das Netz, welches sie bereits über die „Freizeit AG“ im Eigentum hat, für 1,6 Mio Euro, samt Gebühren und Spesen, und verschuldet somit die zweite Gesellschaft. Jetzt die Frage: Wurde der richtige Weg für den Schuldenabbau gewählt? Meine Antwort: Nein, eindeutig nicht. Ein normaler „Wirtschaftler“ stößt nur unnötiges, also unproduktives Eigentum ab. Das Eigentum an Fernheiznetz und Anlage hat der „Freizeit AG“ aber jährlich 300.000 bis 400.000 Euro Mietzins gebracht. Theiner hat sich sprichwörtlich dafür stark gemacht, das Tafelsilber zu verscherbeln. Was passiert nun mit der „Freizeit AG“? Sie wird zwar morgen am Bankkonto weniger Schulden aufweisen. Aber schon ab dem gleichen Tag fehlen ihr die Einnahmen aus dem Mietzins. Deshalb werden sich ihre Schulden übermorgen wieder erhöhen. Es bleibt die Frage, welche Möglichkeiten zum sinnvollen Wirtschaften Referent Theiner den nachkommenden Verwaltern „überlässt“. Herr Theiner sollte sich deshalb (und aus anderen Gründen) fragen, ob er in Zukunft noch die Wirtschaftspolitik in unserer Gemeinde leiten will. Auch wir Bürgerinnen und Bürger sollten uns fragen, ob er das noch soll. Fortsetzung wird wohl folgen… Sepp Noggler, ehemaliger Verantwortlicher des Verwaltungsrates der „EAG“ und der „Touristik- und Freizeit AG“
Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
Winter ade. In der Höhe werfen die letzten Skitourer ihren Schatten auf den dahin schmelzenden Schnee. Im Tal grünt alles langsam auf. Mein nächstes Bild, wird ein Frühlingsbild sein.
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Die „besten“ Vinschger Gemeinden
Eröffnung mit neuen Akzenten
Die Wochenzeitschrift ff hat in ihrer jüngsten Ausgabe Südtirols Gemeinden unter anderem auf Schulden, Zuwanderung und Investitionen geprüft und die „Besten“ gekürt. Das Ergebnis aus Vinschger Sicht: Bei den Kleingemeinden schafft es Stilfs auf den zehnten Rang, bei den mittleren Gemeinden ist Schlanders auf Platz 7 und Latsch auf Platz 8 zu finden. Bei den Großgemeinden oder Städten belegt Glurns ebenfalls Platz 8, allerdings ist das Städtchen auch bei den verschuldetsten Gemeinden auf den vorderen Rängen zu finden.
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it neuem Eingang und einem Museums-Shop ist bei der Eröffnung des Vintschger Museums am 21. März 2015 ein erster neuer Akzent unter der Leitung von Michael Böttner gesetzt worden. Der Eingang zum Tourismusbüro ist nun gleichzeitig der Eingang zum Museum. Eine Glastür gibt den Blick frei in den Eingangsbereich des Museums. „Die Gäste sollen so eingeladen werden, die Ausstellungen zu besuchen und auch den Museums-Shop nebenan“, so Böttner bei der Eröffnung. Es startet auch der Versuch, die Synergien zwischen Museum und Tourismusbüro auszunutzen, um effizienter zu arbeiten. Mitarbeiter der Ferienregion Obervinschgau und des Museums arbeiten abwechslungsweise Hand in Hand. Der MuseumsShop - eine Bereicherung der Struktur - wird in Zusammenarbeit mit dem „Dorflodn“ Schluderns und der Familie Trafoier geführt. Die Publikationen und Geschenkartikel stehen in enger Beziehung zu den Dauerausstellungen „Archaischer Vinschgau“, „Wassr Wossr“, „Schwabenkinder“ und „Mineralien“, und zu allen weiteren geplanten Sonderausstellungen. „Wir sind derzeit dabei ein Konzept mit entsprechender Angebotspalette auszuarbeiten“, sagt Harald Trafoier. Das Vintschger Museum startet mit neuen Öffnungszeiten und neuen Angeboten in die Saison. Am vergangenen Donnerstag wurde die Ausstellung von Robert Lessman „Die kleinen Menschen, die große Lasten tragen“, eröffnet. (mds)
Infos unter: www.vintschger@museum.com
Bürgerversammlung am Josefitag Laas - In Laas ist es Tradition, dass am Josefitag im Josefshaus, also am 19. März um 19 Uhr die Gemeinde- und die Fraktionsverwaltung der Bürgerschaft einen Rechenschaftsbericht vorlegt und sich der Diskussion stellt. Zwei Stunden wurde berichtet und anschließend eine Stunde diskutiert. v.l. Ralf Muther, Luis Tscholl, Verena Tröger, BM Andreas Tappeiner, Oswald Angerer, Gemeindesekretär Georg Lechner. Drei Ausschussmitglieder fehlten.
Foto: Heinrich Zoderer
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
Vintschger Museum
von Heinrich Zoderer
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m 11. April wird die neue Grundschule eingeweiht und damit ein großes Bauprojekt abgeschlossen. Erfreut zeigte sich die Schul- und Kulturreferentin Verena Tröger auch darüber, dass im Herbst eine fünfte Gruppe im Kindergarten eingerichtet werden konnte, der Franz Tumler Literaturpreis im September wiederum durchgeführt wird und auch für den Jugendtreff die Stelle eines Jugendleiters ausgebaut werden kann. Der Bürgermeister Andreas Tappeiner berichtete über die Maßnahmen zum Hochwasserschutz an der Etsch. Umfangreiche Ausbaggerungsarbeiten wurden durchgeführt, um die Etschsohle abzusenken und damit Laas wieder sicherer zu machen. Das Stromnetz soll angekauft und das Glasfasernetz ausgebaut werden. Der Sportre-
ferent Ralf Muther versicherte, dass im Juni die Bauarbeiten am Schwimmbad abgeschlossen werden. Im Mittelpunkt der Bürgerversammlung stand das Thema Marmor. Sowohl der Präsident der Eigenverwaltung Laas, Oswald Angerer, als auch der Bürgermeister gingen ausführlich auf das Thema ein. Durch die Gerichtsurteile sind die Karten neu gemischt und es muss mit Schlanders verhandelt werden. Da Schlanders die Vorgabe nicht eingehalten hat, wurde nicht nur die Ermächtigung für den Abtransport über die Straße, sondern auch die Konzession für den Marmorabbau annulliert. In einer Arbeitsgruppe sollen nun bis Ende April Lösungen erarbeitet werden. Die Eigenverwaltung und die Gemeinde, aber auch der Bruchbetreiber Georg Lechner betonten, dass für sie nur die Schrägbahn als Transportweg in Frage kommt
und die Straße nur in Ausnahmefällen benützt werden sollte. Dass im letzten Jahr 100 Fahrten über die Straße gemacht wurden, verwunderte einige Zuhörer. Lechner betonte auch, dass die Schrägbahn saniert werden muss. Erfreut zeigte sich Ralf Muther über die vielen Initiativen der Genossenschaft Marmor plus. 4.643 Personen nahmen an den Führungen teil und werden damit Laas als Marmordorf weit über die Grenzen hinaus bekannt machen. In der Diskussion brachte Raimund Niederfriniger seine Überzeugung zum Ausdruck, dass es falsch sei, die Gemeinderäte und Ausschussmitglieder zu reduzieren. Dietmar Spechtenhauser trug seinen Wunsch nach einem größeren Vereinssaal vor. Am Beginn der Bürgerversammlung berichtete der Dorfpolizist Klaus Obwegeser über Maßnahmen, um sich vor Diebstählen zu schützen.
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Nachgedacht
von Don Mario Pinggera
Dieses Jahr hatte ich wieder die Ehre, am Andreas Hofer Gedenktag in zwei Pfarreien als Aushilfspriester tätig zu sein. Es ist schon eindrücklich, wie die Vereine aktiv mitgestalten, allen voran auch die Schützen. An diesem Tag werden bekanntermaßen auch immer Gedenkreden gehalten. Unterschiedlicher als in den
beiden Pfarreien könnten diese denn auch nicht ausfallen. Während in der kleineren Pfarrei der Schützenhauptmann eine wahrhaftige Gedenkrede von hoher Qualität hielt, wurde in der größeren Pfarrei auf die patriotische Pauke gehaut. Abgesehen davon, dass ein solcher Stil vor den Denkmälern der Gefallenen der furchtbaren Weltkriege 1 und 2 völlig deplatziert ist, werden Fantasien kolportiert, die schon erstaunlich sind. Auch hier gilt: Auch wenn man einen Blödsinn öfters wiederholt, wird er dadurch nicht richtiger! Unter anderem versteifte sich der Festredner darauf, dass die Südtiroler die österreichische Staatsbürgerschaft zusätzlich bekommen sollen. Ein frommer Wunsch! Dabei sieht das österreichische Bundesgesetz grundsätzlich KEINE doppelte
Mithören. Mitreden.
Staatsbürgerschaft vor. Da ich selbst Österreicher bin, kenne ich die Problematik nur zu genau: Erst wenn ich dem Staat Österreich nachweisen kann, dass der Nichterwerb einer anderen Staatsbürgerschaft einen erheblichen beruflichen Nachteil bedeutet, kann ich vor dem Erwerb der zweiten Staatsbürgerschaft beim Amt der Wiener Landesregierung um die Beibehaltung der österreichischen Staatbürgerschaft unter Anführung der Gründe ansuchen. Und umgekehrt: Verleiht die Republik Österreich Ausländern die Staatsbürgerschaft, müssen diese vorher ihre bisherige Staatsbürgerschaft binnen 2 Jahren zurücklegen, erst dann wird die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Österreich müsste also zuerst das eigene Bundesgesetz ändern. Dass es
dazu kommt, ist wohl etwas mehr als ein unrealistischer Traum. Zudem leben in Österreich über eine Million ausländische Staatsbürger und zahlen Steuern. Diese hätten dann mindestens das gleiche Recht, Österreicherinnen und Österreicher zu werden. Ich erwarte am Andreas Hofer Gedenktag von Festrednern einen Stil, wie ich ihn in der kleineren Pfarrei antraf. Der Schützenhauptmann spannte den Bogen von den Verheerungen der beiden Weltkriege bis zu der überhaupt nicht selbstverständlichen Feststellung, dass wir seit Jahrzehnten das Privileg haben, in Frieden leben zu dürfen. Eine wahrhaft große Errungenschaft. Und, liebe Schützen, genau diese gilt es zu schützen!
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Vinschgau
Aido Vinschgau gegründet
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
Gustav Kofler aus Matsch (links im Bild mit Prof. Raimund Margreiter) ist Präsident der neu gegründeten AIDO-Gruppe-Vinschgau. Diese wurde am vergangenen Samstag im Vintschger Museum in Schluderns gegründet. Die Ver-
einigung AIDO bündelt die unterschiedlichen Anliegen rund um die Organspende, will informieren und sensibilisiern. Kofler lebt mit der Spenderniere seiner Schwester und hat dadurch wieder neue Lebensqualität gewonnen. (mds) Infos: 3393645603
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§ Ein bunter Strauß von Haftungsfällen Aus dem Gerichtssaal
Keine Angst, diesmal geht es nicht um Marmor und Schwimmbad und den damit verbundenen Verantwortlichkeiten. Die Rede ist vielmehr von drei etwas ausgefallenen Haftungsfällen. Dabei fällt auf, dass nicht nur die Amerikaner einfallsreich bei der Suche nach Schuldigen sind. Wir holen auf! Im ersten Fall, der sich in der Toskana zugetragen hat, war eine Mutter mit ihrem sechsjährigen Buben in den Spielpark der Gemeinde gegangen. Das Kind bestieg das Schaukelpferd und führte darauf seine Kapriolen aus. Im Eifer des Schaukelns verlor es das Gleichgewicht, stürzte und zog sich an den Halterungen des Pferdes schwere Verletzungen im Gesicht zu. Die Eltern verklagten die Gemeinde. Der Prozess ging durch alle Instanzen und endete mit einem „vollen Freispruch“ der Gemeinde: wenn jemand seine
Aufsichtspflicht verletzt hatte dann die Mutter des Jungen, welche besser auf ihren Sprössling hätte aufpassen müssen. Der zweite Fall hat sich in Mailand zugetragen. Eine Lehrerin begleitete ihre Schulklasse über die Stiegen ins Freie. Hinter ihrem Rücken gab ein Mädchen einem anderen einen Stoß, die Geschubste stürzte und schlug sich dabei ein paar Zähne aus. Die Eltern des Kindes verklagten das Unterrichtministerium wegen unterlassener Aufsichtspflicht. Der Staat ersetzte schließlich den Schaden, wollte sich aber an der Lehrerin schadlos halten. Der Rechnungshof sprach die Lehrerin mit der Begründung frei, dass Rempeleien unter Schülern auch unter Aufbietung größter Sorgfalt nicht vermieden werden können und daher als höhere Gewalt anzusehen sind, für deren Folgen
die Lehrer nicht verantwortlich sind. Der dritte Fall hat sich in Crotone in Kalabrien zugetragen. Ein Autofahrer war auf einer Staatsstraße auf einem Ölfleck ins Rutschen geraten und gegen einen Wehrstein geprallt. Er machte die Straßenverwaltung ANAS für den Schaden verantwortlich. Deren Aufgabe wäre es gewesen, den Ölfleck zu entfernen oder auf die Gefahrenquelle hinzuweisen. Durch diese Unterlassung hätte die ANAS ihrer Aufsichtspflicht nicht genügt. Diese Auffassung wurde vom Gericht geteilt und durch alle Instanzen bestätigt. Peter Tappeiner, Rechtsanwalt
Schluderns
„…wia di Schlummerin“
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ast jeden Tag betrachtet die fünfjährige Sophie Lingg das Portrait-Bild im Vinschgerwind Nummer 4 vom 19. Februar 2015. Dieses zeigt Nathalie Schwienbacher mit ihren zwei frisch geborenen Kitzen. Die Geschichte der Jungbäuerin vom „Schlummhof“ am Schludernser Berg hat es der Kleinen angetan. Immer wieder bittet sie ihre Oma Hilda Lingg, ihr die Geschichte vorzulesen. Und jedes Mal erklärt sie: „I wear aa a Bäuerin wia di Schlummerin, unt i wear a nia koane Epfl setzn“. Sophie hält sich oft bei den Ziegen im Stall ihres Onkels Martin Lingg auf. Sie liebt besonders die vielen Kitzlein, die vergnügt um sie herumtollen und die zu ihren Spielkameraden geworden sind. Ihr Liebling ist Lena, das weißes Kitz. Als ihr der Onkel kürzlich riet, sie müsse sich dann halt später um einen Bauern umschauen,
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
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Sophie Lingg mit ihrem Lieblingskitz Lena im Stall ihres Onkels Martin in Schluderns wenn sie Bäuerin werden wolle, antwortete sie spontan: „I brauch koan Bauer, i konn jo aa alloan Bäuerin werden, asou wia di Schlummerin“. (mds)
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Die Uhrenmacherin Die Schlanderserin Tanja Gunsch ist seit kurzem ausgebildete Uhrenmacherin und einige von wenigen (Frauen) in Südtirol, die diesen Beruf ergreifen. Konzentration, Geduld und eine ruhige Hand braucht es dafür, sagt sie. Und viel Freude. von Angelika Ploner
Fotos: Tanja Gunsch
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ass sie zu einer aussterbenden Zunft gehöre, das wisse sie schon. Doch genau darin liege ja auch der Reiz, sagt Tanja Gunsch, der Reiz einen seltenen Beruf ergriffen zu haben. In der Tat, Uhrenmacher gibt es nicht wie Sand am Meer, spärlich sind sie gesät, jene, die das Handwerk noch erlernen. In Südtirol gab es schon seit Jahren keine Abgängerin der Fachschule für Präzisions- und Uhrentechnik mehr, jener Fachschule in Karlstein in Niederösterreich, die seit 1873 Uhrmacher ausbildet. Vier Jahre lang erlernte die 23-jährige Schlanderserin dort die Uhrmacherkunst, mit Japanern, Deutschen, Schweizern, Georgiern drückte sie die Schulbank. An ihre Ausbildungszeit denkt Tanja Gunsch gerne zurück. Mit Stolz erzählt sie etwa von der sogenannten Österreichuhr. Die Österreichuhr - nur soviel zur Erklärung - ist eine ganz besondere Uhr, die von Tanja Gunsch und ihren fünf Klassenkameraden im vierten Lehrjahr gefertigt wurde. Die Platine hat die Form von Österreich und das Uhrwerk, das hatte der Werkstätten-Leiter selbst entworfen. Ein Unikum. Und dann ist da noch die Sache mit der Schraube. „Wenn in der Werkstätte ein Teilchen vom Tisch hüpfte, musste es gesucht werden“, lacht Tanja Gunsch. Da gab es kein Pardon. Einmal habe sie eine Stunde lang eine kleine Schraube gesucht, solange bis sie diese auf dem Boden wieder gefunden hat. „Das Suchen muss gelernt sein“, erklärt sie, denn ein Uhrenmacher repariere später vor allem auch Uhren, bei denen es keine Ersatzteile mehr gebe, Einzelstücke und Raritäten, bei denen nichts verloren gehen darf, weil sie sonst schlicht wertlos werden. Bei den Pendeluhren, den sogenannten Großuhren ist es vor allem die-
Die 23-Jährige Tanja Gunsch aus Schlanders hat einen seltenen Beruf ergriffen: Sie ist seit kurzem diplomierte Uhrenmacherin. ses sogenannte Servicieren, das gelernt sein will: das Zerlegen, Reinigen, das Wiederherstellen eventuell abgenützter Uhrenteile auf der Drehbank, das Ölen, Fetten und Wiedereinstellen. Wenn Tanja Gunsch vom Uhrenhandwerk erzählt, dann leuchten ihre braunen Augen. Das Interesse, sagt sie, war immer schon da. Als Kind sei sie bereits im Geschäft ihres Vaters gestanden und habe fasziniert auf die Uhren geschaut. Heute steht im Juweliergeschäft ihres Vater Karlheinz Gunsch ihre selbst entworfene und zusammengebaute Pendeluhr. Rund 800 Stunden tüftelte Tanja Gunsch an dieser sogenannten Großuhr, die jeder Absolvent während seiner Ausbildung zu fertigen hat. Und Achtung ! aus 112 Teilen besteht das Prachtexemplar. Seit wenigen Monaten ist die Schlanderserin nun diplomiert und hat im Anschluss über die Wirtschaftskammer sogleich ihren Meister gemacht. Das Ergebnis: Bestanden mit Auszeichnung. Bei der Prüfung, erzählt sie, sei sie ganz schön ins Schwitzen gekommen. Einen Chro-
nograf zerlegen, reinigen und wieder zusammenbauen lautete eine von drei Aufgaben. Bei der Stoppuhrfunktion hat’s dann gefuchst. Die Zeiger müssen nämlich so einreguliert werden, dass sie immer wieder genau auf die 12 zeigen, wenn die Stoppuhrfunktion betätigt wird. Das muss händisch eingestellt werden, nach mehrmaligen Versuchen hat’s dann schließlich geklappt. Konzentration war gefragt, Geduld, eine ruhige Hand, Fingerspitzengefühl, Genauigkeit, allesamt Fähigkeiten, die von einem Uhrmacher verlangt werden. Schließlich arbeitet man mit filigranen Teilen, die Millimeterarbeit einfordern. Es wird an Rädchen und Brücken, an Wellen, Zapfen und Trieben hantiert, es wird gefräst, gedreht, montiert und verziert, geschraubt, geprüft, geölt, es werden Oberflächen poliert und geschliffen und was sonst noch alles dazukommt. Alles feinste Handarbeit, ausgeführt mit Uhrenmacherlupe und Pinzette.
Eigentlich, sagt Tanja Gunsch, sagte man Uhrenmacher ja früher, heute lautet die richtige Bezeichnung für ihren Beruf Uhrentechniker, ganz einfach weil sehr viel Technik hinter einer Uhr steckt. Gerade die Schweizer sind – was Technik betrifft – eine Klasse für sich. Deshalb hat sie sich als Ziel gesetzt einmal in der Schweiz zu arbeiten. Derzeit arbeitet die junge Schlanderser Uhrenmacherin in Dresden, sammelt Erfahrungen bei „Glashütte Original“, einer der traditionsreichsten Firmen, die zur Swatch Group - dem weltweit größten Uhrenhersteller - gehört. Seit 1845 steht „Glashütte Original“ für feinste Uhrmacherkunst. Dort montiert Tanja Gunsch Uhren, baut Laufwerke. Es ist Präzisionsarbeit, „für den Berufseinstieg eigentlich ideal“, sagt die 23-Jährige. Und Ihre Traumuhr? Das ist genau eine „Glashütte Original“. „Der Preis für eine solche Uhr fängt bei 5.000 Euro an und hört bei 325.000 Euro auf“, lacht Tanja Gunsch. Und dann wär da noch eine Uhr von „Lange & Söhne“. Die teuerste Uhr aus diesem Hause, das nur ganz nebenbei bemerkt, kostet so um die 2 Millionen Euro, ohne Diamanten. Uhren von „Lange & Söhne“, schwärmt Tanja Gunsch, sind klassisch und sportlich zugleich und die Funktionen seien schlicht beeindruckend, für einen Uhrenmacher oder eine Uhrenmacherin natürlich ganz besonders. Eine Uhr, sagt die junge Uhrenmacherin, ist nämlich kein Fließbandprodukt, es braucht einen Menschen, der sie anfertigt. Keine Maschine wird je eine Uhr zusammensetzen, einstellen und regulieren können, schmunzelt sie zufrieden. Ganz aussterben wird er deshalb nie, der Beruf des Uhrenmachers.
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Wind - Klick-Tipps
Im Dienst der Gesundheitsfürsorge
Phishingfalle
Der Kiwanis Club Vinschgau hat am 10. März in Tschars einen Vortrag zum Thema „Herzinfarkt und Schlaganfall“ organisiert. Dabei hat der ehemalige Primar für Medizin am Krankenhaus Schlanders Dr. Hermann Zingerle das zahlreich erschienene Publikum über die Primär- und Sekundärprävention von Herzkreislauferkrankungen informiert. Auf sein detailiertes Referat zu den verschiedenen Krankheitsbildern folgten zahlreiche Fragen der interessierten Zuhörer.
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mmer wieder hört man von Phishing-Mails, aber was ist das? Den Begriff verwendet man, wenn Betrüger versuchen “geheime” Daten wie z.B. Passwörter, Bankkonten-Zugänge usw. zu “er-fischen”. Dazu werden oft bekannte Websites (z.B. von Banken, Online-Shops, usw.) nachgebaut, über die man gebeten wird, Zugangsdaten oder Sicherheitsdaten einzugeben. Zu so einer Seite wird man über ein Mail oder einen Virus weitergeleitet. Hat man die gefälschte Website erreicht und gibt dazu noch seine Daten ein, schickt man diese direkt an die Betrüger. Auch ist es möglich, dass man von einem bekannten Kontakt ein Mail mit einem Link zu einem solchen Formular erhält. Es gilt zu verstehen, dass seriöse Firmen und Banken NIEMALS darum bitten, geheime Daten wie Passwörter, Antworten auf Sicherheitsfragen oder TAN’s über ein Formular zu aktualisieren, dies ist immer nur im internen Bereich einer Seite möglich. Gefälschte Seiten erkennt man am besten über die Adresszeile (weiße Zeile oben im Browser), wenn dort nicht die Domain (z.B. google. com oder ihrebank.it) steht, ist Vorsicht geboten. Ebenso ist darauf zu achten, dass es sich um “zertifizierte” Seiten handelt, bei denen https:// davor steht. Sollte es trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen passieren, dass man die Daten weitergibt, gilt es, sofort das Passwort zu ändern und den jeweiligen Anbieter zu kontaktieren. Zudem gilt: Ein aktueller Virenschutz kann helfen.
Jäger schützen Lebensräume Schlanders - Die Hegeschau ist die wichtigste Veranstaltung der Jägerschaft, meinte der Landes- und Bezirksjägermeister Berthold Marx. Deshalb kamen auch viele der insgesamt 884 Jäger aus dem Bezirk Vinschgau ins Kulturhaus nach Schlanders. Landesrat Arnold Schuler verwies auf die Notwendigkeit der Jagd und rief zum Zusammenhalt innerhalb der Jägerschaft auf. Bei der Eröffnung der Hegeschau am 14. März waren nicht nur Jäger, sondern auch Vertreter der Gemeinde Schlanders, der Landwirtschaft, der Forstverwaltung und der Nationalparkverwaltung anwesend, genauso wie auch Altlandeshauptmann Luis Durnwalder
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von Roland Sprenger, Online-Berater
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von Heinrich Zoderer
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owohl der Bezirksjägermeister als auch der Landesrat berichteten mit Sorge von der abnehmenden Akzeptanz der Jagd innerhalb der Gesellschaft. Durch Rekurse werden Teile des Jagdsystems bzw. des Jagdkalenders infrage gestellt. Die Diskussion über eine mögliche Abschaffung der Jagd in Naturparken verunsichert die Jägerschaft. Besonders die nationale Presse liefert immer wieder Negativschlagzeilen. Marx stellte die Frage, was Südtirol ohne die Jagd wäre und betonte, dass durch die Jagd die Lebensräume nachhaltig geschützt werden und dass es nichts Besseres für die Hege und
Pflege gibt, als die Jägerschaft. Landesrat Schuler berichtete über die rechtlichen Schwierigkeiten durch die Rekurse, die Imageprobleme innerhalb der Gesellschaft und die Veränderungen in den Landesämtern. Er wird sich hinter die Jäger stellen und wenn es sein muss, auch vor die Jäger, um das Jagdsystem zu verteidigen und abzusichern und die Notwendigkeit der Jagd zu erklären. Berthold Marx führte in seinem Bericht aus, dass rund sechs bis sieben Jagdgänge für einen Abschuss notwendig sind. Die Jagd ist deshalb kein Hobby mehr, sondern mühevolle Arbeit. Der Bezirksjägermeister dankte den 853 Jägern und den 31 Jägerinnen, den Revierleitern und den 11
Jagdaufsehern für die Arbeit in den 12 Revieren im Vinschgau. Erfreut zeigte er sich über die starke Zunahme der Jägerschaft im Bezirk. 1984 gab es 517 Jäger und 3 Jägerinnen. Damit gab es in den letzten 20 Jahren nicht nur eine starke Zunahme an Jägerinnen, sondern insgesamt den größten Zuwachs an Jägern im Lande. Die Abschusspläne wurden zu rund 90% erfüllt. 659 Rehe, 1.197 Stück Rotwild und 405 Gamsen wurden erlegt und in der Hegeschau präsentiert. Die Eröffnung der Hegeschau wurde musikalisch von der Schnalser Jagdhornbläsergruppe „Similaun“ umrahmt, für Speis und Trank sorgte die Jagdhornbläsergruppe „Eustachius“ aus Mals.
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Schlanders/Vinschgau
Keine Angst vor dem Wolf n Villnöss wurde 1896 der letzte Wolf in Südtirol erlegt. Damals war man stolz darüber. Jahrhundertelang wurde die Geschichte vom Wolf als wildes Raubtier, das nicht nur Tiere angreift, sondern auch für den Menschen gefährlich ist, gepflegt. Dass dies mit der Realität nichts zu tun hat, erläuterte Ralph Manz in einem Vortrag in der Bibliothek Schlandersburg. Er koordiniert seit 2012 bei der Schweizer Forschungsstelle KORA ein Wolfmonitoring. Dabei geht es um die Überwachung des Lebensraumes der Wölfe, um Forschung und besonders um die Information beim Zusammenleben von Mensch und Raubtier. Über 100 Jahre gab es keine Wölfe in Deutschland und in den Alpen. Von den Apenninen drangen Wölfe zu Beginn der 1990er Jahre in die Alpen vor, 2010 wurde erstmals
Ralph Manz (Bildmitte) aus der Schweiz referierte in der Schlandersburg über das Zusammenleben von Mensch und Wolf. Klaus Bliem (links im Bild) vom AVS moderierte die Diskussion, Johanna Platzgummer (rechts im Bild) vom Naturmuseum Bozen führte in das Thema ein ein Wolf im Ultental gesichtet. Besonders in Osteuropa und im dinarisch-balkanischen Gebiet gibt es viele Wolfsrudel. Nach Ralph Manz gibt es nun in der Schweiz 27 Wölfe, die sich recht schnell vermehren und weite Wanderungen machen. Das Auftauchen des Wolfes in den Alpen hat bei Naturfreunden helle Begeisterung geweckt, bei Bauern aber auch große Bedenken ausgelöst. Der Wolf frisst besonders Rehe, Hirsche und Wildschweine. Schafe und Ziegen sind auch
Foto: Heinrich Zoderer
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gefährdet, während er Kühe und Pferde nur selten angreift. Um Schafe und Ziegen zu schützen, werden in der Schweiz Elektrozäune aufgestellt und Herdenschutzhunde eingesetzt. Die Bauern erhalten in der Schweiz für gerissene Schafe großzügige Entschädigungen. Knapp 2.000 Schafe wurden in den letzten 15 Jahren von Wölfen gerissen, während 35.000 durch Abstürze, Blitze oder Krankheiten umkamen. Wölfe sind scheu und misstrauisch, sie vermeiden
den direkten Kontakt zum Menschen. Deshalb brauchen wir auch keine Angst vor dem Wolf haben. In den letzten 50 Jahren gab es in Europa fünf Fälle von tödlichen Angriffen von tollwütigen Wölfen auf Menschen. In Deutschland und Frankreich sind keine gefährlichen Verhaltensweisen von Wölfen bekannt. Nach Manz braucht es Aufklärung, Kompromissbereitschaft und eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema. (hzg)
Naturns
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em Traum eines neuen Naturparkhauses im Bereich der ehemaligen Tankstelle in Kompatsch sind die Naturnser ein Stück näher. Bei der Wettbewerbs-Ausschreibung haben sich 46 Architekturbüros beteiligt und seit kurzem ist das Siegerprojekt von einer Fachkommission ausgewählt: Für das
rund 1,9 Millionen Euro Projekt wurde der Entwurf vom Bozner Architektenduo Roberto Pauro und Andrea Fregoni aufgrund klarer Kriterien als Siegerprojekt augewählt. Mit 3000 Kubikmetern und 420 Quadratmetern hätten die Architekten aus Bozen die Vorgaben in Punkto Urbanistik, Flächennutzung,
Funktionalität, architektonische Qualität und wirtschaftliche Aspekte am besten umgesetzt. Die 10 Erstplatzierten werden am 16. April 2015 um 19:30 Uhr im Rathaus vorgestellt. (eb)
Ostern im…
Schlanders
… Á-lá-Carte-Restaurant TRIO Reservierungen unter Tel. 0473 62 14 00 Schlanders · www.vierjahreszeiten.it
Foto: „Wind“-Archiv
Das Siegerprojekt für das Naturparkhaus
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Prad a. Stj.
Foto: Andreas Waldner
Mit Blasmusik in den Frühling
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it einem abwechslungsreichen Konzert im Raiffeisensaal „Aqua Prad“ begeisterte am Samstag, den 28. März die Musikkapelle Prad am Stilfserjoch ihre Zuhörer. Das Konzert eröffnete die Kapelle, unter der Leitung von Kapellmeister Alois Kuntner, mit dem Stück „Castellanum“ von Helmut Kogler. Weiter ging es mit dem Stück „Ouverture Royale“ von Reinhard Summerer. Als Einleitung zum Werk „La Legénde
de Sainte Odile“ von Mario Bürki benützte die Moderatorin des Abends Barbara Gatta die Legende der hl. Ottilia: Odilia stammte aus herzoglichem Geschlecht. Sie stiftete ein Kloster, das nach ihr Odilienberg genannt wurde. Die Legende erzählt, Odilia sei blind zur Welt gekommen. Deshalb habe ihr Vater sie verstoßen. Als sie dann mit 15 Jahren getauft wurde, sei ihr plötzlich das Augenlicht geschenkt worden. Die Heilige
wird bei Augenleiden angebetet. Das Werk ist 2012 von der größten europäischen Bibliothek für Blasorchesternoten CDMC (F) in Auftrag gegeben worden. Vor der 15minütigen Spielpause interpretierte die Kapelle die bekannteste Orgelkomposition von Louis James Alfred Lefébure, den Konzertbolero („Boléro de concert“) in g-Moll Opus 166. „Mit vereinten Kräften“, einem mitreißenden, schwungvollen Marsch von Hannes Apfolterer, eröffnete die Musikkapelle Prad den zweiten Teil des Konzerts. Anschließend lud die Moderatorin zu einem virtuellen Flug in einem Riesenjett ein. „Commemoration Overture“ von Robert Sheldon lieferte dazu die passende Musik. Mit „Voyage into the Blue“ von Naoya Wada stellten die Musikanten eindrucksvoll unter Beweis, welch Ausdruck,
Stimmgewalt und Filigranität in ihren Instrumenten steckt und mit „My Way“ demonstrierten sie nochmals ihr Können, bevor sie sich mit den Zugaben „Zwei fröhliche Musikanten“ und „Ich war noch niemals in New York“ unter tosendem Applaus verabschiedeten. Obmann Fabian Theiner stellt zwei neue Mitglieder der Musikkapelle vor: Sofie Masiero an der Trompete und am Flügelhorn und die Marketenderin Sieglinde Stocker. Dem Kapellmeister überreichte er noch als Anerkennung für seine Leistungen ein Geschenk und der Moderatorin ein Blumenstrauß. „Nächstes Jahr feiert die Musikkapelle Prad das 150jährige Jubiläum“ kündigte Theiner an. „Zu diesem Anlass möchte ich sie schon heute zum nächsten Frühjahrskonzert 2016 einladen“. (aw)
Trafoi
Vor 40 Jahren:
Drei Skiasse kämpfen um eine Kristallkugel uf den Tag genau 40 Jahre nach dem legendären Paralleltorlauf in Gröden, bei dem sich Gustav Thöni den Weltcup zum vierten Mal holte, trafen sich damalige Protagonisten im Hotel „Bellavista“ in Trafoi, darunter Piero Gros (Gesamtweltcup-Sieger 1974), Roland Thöni, Helmut Schmalzl, Mario Cotelli, Orsete Peccedi, Erich Demez… Vorgestellt wurde das Buch „Thoeni vs Stenmark l’ultima Porta“ von Lorenzo Fabiani. Vor dem entscheidenden Rennen am 23. März 1975 hatten auch Franz Klammer und Ingemar Stenmark Chancen auf den Weltcup-Gesamtsieg. Das heiße Duell lief zwischen Thöni und Stenmark. Vor 40.000 Zuschauerinnen und Zuschauern an der Piste in St. Ulrich und vor 20 Millionen Menschen an den Bildschirmen demonstrierte Thöni Nervenstärke und siegte.
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
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Erinnerungen werden aufgefrischt: im Mittelpunkt steht Gustav Thöni (Bildmitte) rechts daneben Piero Gros; rechts im Bild: Stephan Gander und Buchautor Lorenzo Fabiani Stenmark war am letzen Tor gescheitert. Unter den Fans Thönis brach ein Sturm der Begeisterung los. Diese berührte damals auch den neunjährigen Fabiani. „Jeder Sport bleibt durch außergewöhnliche Ereignisse besonders in Erinnerung und das entscheidende Rennen in Gröden war ein solches“, so Fabiani. Den Wettkämpf der drei Großen des Skisports bringt Fabiani im Kapitel „Kaiser Franz, Ingo und
Gustavo - Tre uomini e una coppa“ auf den Punkt. In Bild und Schrift dokumentiert Fabiani die erfolgreiche Zeit der „Valanga Azzurra“ in den 1970erJahren, die zu wahren Höhenflügen ansetzte und als stärkste Mannschaft der Welt galt. „In Gröden hat bei den Ausscheidungsrennen jeder für jeden gekämpft und alle für Thönis Gesamtweltcup-Sieg“, so Fabiani. Der Skisport wurde in Italien
populär. Erinnerungen weckte ein Film, den Thönis Schwiegersohn, Stephan Gander, einspielte. Vor dem gemeinsamen Essen standen zur Überraschung aller dann fünf WelcupTrophäen auf dem Tisch – die vier Kristallkugeln von Gustav Thöni der Jahre 1971, 1972, 1973 und 1975 und jene von Piero Gros aus dem Jahre 1974 – als eindrucksvoller Beweis der erfolgreichen Jahre. (mds)
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pr-info Haider Alm
Der Sommer auf der Haider Alm steht vor der Tür
!! Jeder gewinnt bei der Tombola!!
4. April 2015
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ereits am 6. Juni startet die Haider Alm heuer in die Sommersaison. Tolle Sommererlebnisse stehen vor der Tür, denn das Sommerprogramm ist gefüllt mit tollen Events und Neuheiten. Die lange Tradition der Gastfreundschaft wird fortgesetzt, Natur pur gibt es obendrauf, Abwechslung, Vielfalt und ein beraubendes Panorama. Natürlich lädt man zu Genusswanderungen, Ausflügen, zu Erholung eben. Sonne gibt es auf der Haider Alm satt, nicht zuletzt deshalb gilt sie als Sonnenstube des Vinschgaus, als ein einladendes Sommergebiet mit Wanderungen von gemütlich bis alpin. Der Paradeweg ist natürlich der Höhenweg. Doch sportliche Höhepunkte sind nicht nur die zahlreiche Wanderwege. Für die Biker ist die Haider Alm heuer eine lohnende Adresse, ein Geheimtipp: Neu sind mehrere verschiedene Enduro-Biketrails und Bag Jumps für diverse Sprünge vom Sprungturm oder mit dem Bike. Die Haider Alm wird zur Spielwiese für Bikerherzen, ein wahres Vergnügen für alle Allrounder. Und auch das Familienangebot ist stark. Die Verantwortlichen der Haider-Alm sind gute Gastgeber für Familien mit Kindern. Im Familypark warten Streichelzoo, eine Riesenrutsche, eine Funrutsche und eine Hüpfburg auf die Kinder und wollen erkundet und ausprobiert werden. Abenteuer, Spiel und Spaß sind demnach Programm auf der Haider Alm. Ein weiterer Höhepunkt sind die Abend-Öffnungszeiten der Bergbahn und des Restaurants in den Monaten Juli und August. Und warum da nicht die Übernachtungsmöglichkeiten auf der Haider Alm ausnutzen und einfach oben bleiben? Im Herbst steht dann mit dem Saligenmarsch ein weiterer Höhepunkt an. Tipp: Haider Alm im Sommer geöffnet vom 06.06 – 04.10. Übernachtungsmöglichkeit auf der Haider-Alm
> Freeride Ski, > Handschuhe und vieles mehr...
Vormittag
Anmeldung:
Freies Training
0473 - 634 628
info@haideralm.it
Start 13.00 Uhr
Startgeld:
10 €
! s o l s a w e h c Jede Wo jeden Montag Skitest mit Sport Tenne
von 10.30 - 14.00
jeden Donnerstag Schneeschuhwandern •
Ab 17.00 Uhr sind die Pisten frei für Schneeschuhwanderer und Tourengeher. Das für Speis und Trank
Käse-Fondue und Steak-Abend (auf Vorbestellung 0473 63 46 28) •
Gerne bringen wir Sie mit dem Pistenbully zur Haideralm und wieder hinunter.
Sommersaison 06.06.15 - 04.10.15
www.haideralm.it Tel. +39 0473 634 628
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pr-info Niederstätter
Foto: „Wind“-Archiv
Niederstätter als starker Partner im Zivilschutz Rund 70 Zivilschutz-Experten aus Deutschland und Italien besuchten am 19. März das Firmengelände der Niederstätter AG in Steg, und erhielten von Toni und Hilde Niederstätter einführende Informationen zum Einsatz von Notstromgeneratoren von Atlas Copco, Rampenstaplern von Manitou und Containern im Katastrophenfall. Die Firma Niederstätter leistet bei Stromausfällen schnelle und unbürokratische Hilfe. Toni Niederstätter erDie Firma Niederstätter empfing kürzlich in klärt dazu: „Die Situihrer Lagerhalle in Steg im Eisacktal die Teilation im alpinen Genehmer und Veranstalter des CIVIL PROTECT lände im Notfall bzw. CONGRESS 2015 - „BLACK OUT“ Black-Out erfordert spezielle Gerätschaften, aber auch entsprechende Erfahrung. Als offizieller Partner von öffentlichen und privaten Körperschaften bieten wir für die Stromgeneratoren einen 24-Stunden-Service mit Lieferung in kürzester Zeit.“ „Wir haben bereits vor Jahren beschlossen, die Themen „Blackout“ und Zivilschutz ernst zu nehmen und gemeinsam mit Behörden und freiwilligen Organisationen Lösungen auszuarbeiten, denn wir konnten immer wieder miterleben wie schnell und dramatisch ein flächendeckender Stromausfall sein kann,“ sagt Maria Niederstätter im Vorfeld der Veranstaltung. Die allerletzte Neuheit bei Niederstätter ist der mit LED-Lampen bestückte Leuchtturm von Atlas Copco.
Sulden
Reinluftgebiet Sulden
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ei Patienten mit metabolischem Syndrom verbessern sich Fettwerte und Botenstoffe des Fettgewebes im Blut durch einen 2-wöchigen Wanderurlaub auf einer Seehöhe von 1.900 Meter deutlicher als durch vergleichbares Wandern auf 300 Meter. Das ist die Schlussfolgerung eines ESFProjektes mit dem Titel: Klimatherapie und medizinische Wirkungen in Höhenlagen. In einem zweiwöchigen Trainingsprogramm wurden in Sulden Personen mit Herz- Kreislaufproblemen getestet. Dafür wanderten sie täglich, auf zwei Gruppen aufgeteilt, in freier Natur. Die einen auf 300 Meter Meereshöhe im Tal, in Nals, die anderen auf knapp 2000 Meter in Sulden. Obwohl das Training dasselbe war, fielen die Ergebnisse unterschiedlich aus.
tisch mehr anstrenge. Völlig unbekannt seien die Erkenntnisse demnach nicht. Die tatsächliche Auswirkung verschiedener Höhenlagen bei gleichem Training überrasche aber schon. Es geht eben um die Kombination Höhe und Belastung. Wirkliche Reinluftgebiete findet man in Mitteleuropa kaum mehr. Das liegt an der großräumigen, grenzüberschreitenden Ausbreitung der Luftverunreinigungen großer Industrie- und Ballungsräume. Sulden hingegen hat geringe Schadstoffverfrachtungen aus diesen Ballungsgebieten, kaum Hausbrand, guten Luftaustausch, keinen Feinstaub, große Waldfläche mit hoher Waldgrenze, einen geschützten Talkessel, ein einzigartiges Mikroklima und ist CO2 neutral. Deshalb ist das Suldner Reiz-
Niederstätter AG – Blumauer Straße 6 – 39040 Atzwang T +39 0471 061143 E info@niederstaetter.it W niederstaetter.it
Christian Wiedermann: „Eine Pilotstudie wird an einer kleinen Gruppe durchgeführt. Wenn das Ergebnis positiv ist dann ist es erst gerechtfertigt, die großen hohen Kosten einer großen Studie auf sich zu nehmen, womit dann der Traum von einem zertifizierten Luftkurort unterm Ortler umgesetzt werden könnte.“
39020 Goldrain – Vinschgaustr. 7 - Tel. 0473 74 26 94
• Frühstück ab 6 Uhr • Restaurant mittags 12 – 14 Uhr • Pizza abends 17 – 22 Uhr • Geeignet für Familienfeiern • Arbeitermenü
10. Mai Muttertag
„Unten im Tal hat man kaum Veränderungen gefunden, oben auf dem Berg hat man Veränderungen gefunden, die sich zumindest kurzfristig positiv auf die Risikofaktoren der Herz-Kreislauferkrankungen ausgewirkt haben“ sagte der Arzt Georg Valentin Hofer bei der Präsentation des ESF-Projektes im Gemeinschaftsraum der Grundschule Sulden am 26.03.2015. Die Gründe, warum die Höhenluft ein Kurmittel ist, seien zahlreich. Die Höhe bringe den Stoffwechsel in Schwung, der geringe Sauerstoffgehalt der Luft führe dazu, dass sich der Körper automa-
klima therapeutisch nutzbar, wobei das Klima-Wandern auf sechs Klimawanderwegen (der wissenschaftliche Begriff heißt „Terrainkur“) im Vordergrund steht und ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der regionalen Tourismusdestinationen darstellt. Mit den Ergebnissen der Pilotstudie erhofft sich Sulden ein neues Angebot im Gesundheitstourismus schaffen zu können. „Die Voraussetzungen dafür habe das Dorf allemal“ meint der Mediziner Christian Wiedermann, der die Studie begleitet und vorgestellt hat. Andreas Waldner
Naturns
Die Waldspielgruppe in Eliteplatz soll nicht entstehen. Das sagte die Referentin unter anderem auch für Familien zuständig Marianna Bauer Holzeisen. Der „Eliteplatz“ handelt von einer Waldspielgruppe in Naturns, welche in der Nähe der „Waldschenke“ Kinder vorwiegend im Freien betreut. Die Eigenverwaltung der bügerlichen Nutzungsrechte Naturns hat einen Antrag auf Bauleitplanänderung dem Naturnser Gemeinderat vorgelegt: Der VKE (Privatinitiative) möchte auf einer bisher teils als Wald und teils als Landwirtschaftsgebiet ausgewiesenen Fläche eine Waldspielgruppe (Wald- und Umweltpädagogik) errichten, weswegen die Zone als Freizeitanlage ausgewiesen werden solle. Im Rat gab es dazu einige Diskussionen. Hans Pöll, neben VizeBM Helmut Müller und Gemeinderat Helmuth Pircher selbst Mitglied in der Separtverwaltung, fragte nach, warum die Bauleitplanänderung nicht
Foto: Erwin Bernhart
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Der Einspruch von Franz Pircher, die Bauleitplanänderung nur mit einem 30-Meter-Abstand zur Obstanlage zu genehmigen, wurde angenommen; v.l. die drei Fraktionsverwalter Helmut Müller, Helmuth Pircher und Hans Pöll von der Gemeinde ausgegangen sei. „Ich habe das Gefühl, dass sich die Gemeinde da drückt“, sagte Pöll. Es könnte ein Pilotprojekt werden. Dass sich die Gemeinde da drückt, bestätigte Urbanistikreferent Zeno Christanell indirekt: „Die Gemeinde stellt deshalb nicht den Antrag auf Bauleitplanänderung, um keinerlei Verpflichtungen eingehen zu müssen.“ „Wir begeben uns in eine neutrale Position, weil wir nicht wissen, wohin
sich das bewegen wird“, sekundierte auch BM Andreas Heidegger. Mehrere Räte forderten eine Einbindung der neuen Waldspielgruppe. Das sei Aufgabe einer neuen Verwaltung, sagte Marianna Bauer. Es sei bislang vom rechtlichen her nicht klar, was diese Spielgruppe sei, eine Waldspielgruppe, eine Waldorfspielgruppe? Die Bauleitplanänderung wurde dann, bei zwei Enthaltungen, mehrheitlich genehmigt. (eb)
Schlanders
„So geht es nicht“ D
Foto: Angelika Ploner
rei schwarze große Müllsäcke standen am vergangenen Dienstag, den 24. März vor der Kleiderkammer in Schlanders. Anonym abgelegt. Vollgepackt mit feuchter, dreckiger Kleidung, mit schimmeligen Schuhen und vergammelten
Betten. „So geht es nicht“, ärgert sich eine der freiwilligen Helferinnen der Kleiderkammer. Immer wieder werden anonym Müllsäcke vor der Kleiderkammer abgestellt, obwohl das außerhalb der Öffnungszeiten (immer dienstags von
14 - 17 Uhr) nicht erlaubt ist. Sollte dieses unerlaubte Ablegen nicht aufhören, so würden Konsequenzen notwendig werden, wenn man das Wort Schließung auch nicht gerne in den Mund nimmt. Nichtsdestotrotz ist die Kleiderkammer Schlanders eine wichtige Instituion für jene, die sich Kleidung finanziell nicht leisten können. „Das sind nicht wenige“, weiß man in der Kleiderkammer. Der Dank gilt deshalb den freiwilligen Helferinnen und jenen, die saubere und gut erhaltene Sachen in die Kleiderkammer bringen. (ap) Anonym vor der Kleiderkammer in Schlanders entsorgt: Schimmelige Schuhe, vergammelte Kleidung und Betten
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Marienberg
Kolping im Vinschgau
Bedinungsloses Grundeinkommen FreundeskreisPräsident Andreas Folie mit Sepp Kusstatscher; der FreundeskreisChor feiert unter der Leitung von Meinrad Warger (rechts) in Marienberg Premiere
Sind diese heute nicht überholt? Leben wir heute nicht in einer Zeit, wo der Mensch seine Individualität, sein Anderssein herausstellen will und daher nicht geneigt ist, durch Mitgliederabzeichen, eben durch Kolpingzeichen oder durch ein Banner, sich zu einer größeren Sache, zu einer größeren Gemeinschaft zu bekennen. Diese Fragen stellen nicht nur Sie sich, liebe Le-
serinnen und Leser, sondern wohl auch die Verantwortlichen in der Kolpingsfamilie, im Kolpingwerk International. Dabei ist die Antwort auf diese Frage eigentlich leicht zu finden. Wer sich einmal davon löst, was so gesagt und geschrieben wird, wer die vielen rationalen Argumente einmal beiseite lässt, und nur die ihn umgebende Umwelt genau beobachtet, wird schnell spüren, wie wichtig auch heute Symbole, Zeichen - Kolpingzeichen - sind. Wie sehr sich der Mensch heute solcher Symbole und Zeichen bedient, um etwas auszudrücken, um sich zu etwas zu bekennen. Die Bedeutung von Symbolen und Zeichen im Kolpingwerk - nach dieser Einleitung - möchten wir in der nächsten Kolumne konkreter zum Kolpingabzeichen, darlegen.
Foto: Erwin Bernhart
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eit Beginn dieses Jahres erscheint die Kolumne „Kolping im Vinschgau“, dazu wird immer das Kolpingzeichen abgedruckt. Unser Kolping-Zeichen, das Kolping-Banner … sind Symbole und Zeichen, die Gemeinsamkeit ausdrücken.
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u seiner 30. Klausurtagung in der Fastenzeit hatte der Freundeskreis Marienberg heuer am 1. März 2015 den ehemaligen Landtagsabgeordneten und EU-Parlamentarier Sepp Kusstatscher zu Gast. Über das „bedinungslose Grundeinkommen“ referierte Kusstatscher. Utopie? Keineswegs, sagt Kusstatscher. Denn ein vom Staat garantiertes Grundeinkommen würde allen ein würdevolles Leben ermöglichen. Die Vollbeschäftigung sei eine Illusion. Kusstatscher warnte davor, dass alles über die Lohnarbeit definiert würde. Denn in den vergangenen Jahren haben in den Industrieländern prekäre Arbeitsverhältnisse zugenommen, was einer neuen Sklaverei gleichkomme. Es sei ein radika-
ler Abbau des Sozialstaates festzustellen, einhergehend dazu eine bestimmte Politikverdrossenheit. Kusstatscher, selbst studierter Theologe, hielt die goldene Regel der Weltreligionen entgegen: Gehe mit den anderen so um, wie du willst, dass diese mit dir umgehen.“ Krisen erfordern ein radikales Umdenken. Denn die Ursachen von Krisen ist die Dreifaltigkeit „Geld-Geiz-Gier“. Ein bedinungsloses Grundeinkommen sei ein solch radikaler Ansatz. Der Iran, im Westen als Schurkenstaat abgestempelt, habe seit einigen Jahren ein Grundeinkommen eingeführt. Die Armut wurde damit so gut wie eliminiert. Und zur Finanzierbarkeit meinte Kusstascher, dass in Deutschland im Jahr 2011
rund 760 Milliarden Euro an sozialen Transferzahlungen geflossen seien. Rechnet man diese Summe auf die Bevölkerung um, kämen 800 Euro Grundeinkommen heraus. „Die Finanzierbarkeit ist überhaupt kein Problem“, sagte Kusstatscher. Nach kurzer Diskussion nahmen die Freundeskreis-Mitglieder am Conventamt teil - mit einer Premiere: Erstmals war der Freundeskreis-Chor, geleitet von Meinrad Warger und initiiert von Hans Aondio, in der Marienberger Stiftskirche zu hören. Nach einer Führung durch Abt Markus Spanier mit Erläuterungen über die Bauvorhaben waren die Mitlgieder zu einem köstlichen und liebevoll vorbereiteten Mittagsmahl geladen. (eb)
OstermOntagskOnzert
mit dem Barockensemble „la filomela“
Stefanie Steger - Sopran
Andrea Ferroni - Barockvioline
Josef Höhn - Barockvioline
Matteo Bodini - Violoncello
Marian Polin - Cembalo & Leitung
Werke für Sopran und Streicher von Stradella, Bonporti, Corelli, Scarlatti und Vivaldi
am OstermOntag, 6. april 2015 um 20 Uhr im kulturhaus karl schönherr in schlanders eintrittspreise: € 15, € 12 Dolomitenvorteilskarte/Kulturpass, € 10 Senioren ab 65 Jahren und € 5 Schüler und Studenten Karten sind im Büro des Kulturhauses Karl Schönherr in Schlanders (Göflanerstr. 27) und an der Abendkasse ab 19 Uhr erhältlich
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Naturns
Musikalisches Frühlingserwachen W
ie in den vergangenen Jahren, war auch heuer zu Frühlingsbeginn der Saal im Bürger- und Rathaus mit gespanntem Konzertpublikum gefüllt. Die Musikkapelle Naturns lud am 21. März zum Frühjahrskonzert und läutete musikalisch die farbenfrohe Jahreszeit ein. Die „Sinfonia Nobilissima“ von Robert Jager, ein sehr facettenreiches Stück, dessen sanfter Mittelteil beinahe wie eine Filmmusik ins Ohr geht, brachte die Vorzüge der Musikkapelle Naturns bestens zur Geltung. Der volle Klangkörper – Kapellmeister Dietmar Rainer dirigierte beinahe 70 Musizierende – und ein präziser, gut einstudierter Schluss überzeugten gleich im ersten Stück. Mit Alfred Reeds „Fourth Suite for Band“ griff der Kapellmeister einen Komponisten auf, der bei kaum einem Blasmusikkonzert fehlen darf. Das danach
folgende, choralartige „Sleep“ von Eric Whitacre bewies Mut zu Dissonanzen, die die Musikanten aber so präzise platzierten, dass kein Gefühl von Unsicherheit bemerkbar war. Der Kontrabass kam in diesem Stück besonders gut zur Geltung und verlieh der Blasmusik eine spezielle Note. Mit Leonard Bernsteins „Candide Overture“, einem spielerisch-neckischen Stück, weckte die Musikkapelle Naturns das Publikum vor der Pause wieder auf. Die rhythmisch sehr eigenwillig, teils frevelhafte Ouvertüre wirkte sehr mühelos, vom Saal aus gesehen, schien das Dirigieren des Kapell-
meisters teilweise fast schon tänzerhaft, sehr galant und edel. Im zweiten Teil des Konzertabends durften mehrere Solisten brillieren. Das Bläserquintett um Manuel Tumler (Trompete), Philipp Götsch (Posaune), Roman Tumler (Tuba), Stefan Gritsch (Horn) und Michael Hanni (Trompete) schlüpfte musikalisch in verschiedene Rollen der Commedia dell’arte. Die sehr anspruchsvolle „Masquerade pour Brass Quintette et orchestre“ von Serge Lancen war ein – wirklich gelungener – Höhepunkt des diesjährigen Frühjahrskonzerts. Bevor die rhythmisch sehr variie-
rende „Tivoli Festival Overture“ von Søren Hyldgaard den Konzertabend in Naturns beschloss, erfreute auch der vormalige Obmann Paul Huber – er hatte das Amt dieses Jahr an Roman Tumler übergeben – mit einem Solostück, der romantisch-spielerischen „Serenade for Alto-Sax“ von Trevor J. Ford, die Zuhörer. Das Fazit, wie jedes Jahr: ein überaus gelungener Konzertabend einer musikalisch und technisch sehr lobenswerten Blaskapelle mit voll besetzten Registern und einem Kapellmeister, der daraus das Beste herauszuholen vermag. (ju)
Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders
„la filomela“
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m Ostermontag, 6. April 2015 um 20 Uhr findet ein Konzert mit dem Barockensemble „la filomela“ im Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders statt. Das Originalklang-Ensemble wurde im Jahr 2014 von seinem künstlerischen Leiter Marian Polin und Cellist Matteo Bodini gegründet und widmet sich der Interpretation der sog. Alten Musik (vor 1750) nach den Grundsätzen der Historischen Aufführungspraxis. In zum Teil wechselnden Besetzungen musizieren junge Musiker aus allen Tiroler Landesteilen, wobei die Zusammenarbeit mit aufstrebenden Solisten im Vordergrund steht. Zum Debüt spielte „la filomela“ Solokantaten von J. S. Bach mit den hochkarätigen Solisten Matthias Hoffmann (Bariton) und Thomas Meraner (Barockoboe). Im Sommer 2015 steht ein Projekt mit Musik aus Tiroler Klöstern des 17. Jahrhunderts, in Zusammenarbeit mit „Musica Viva“ und dem Festival „Musica sacra“ auf dem Programm. Dafür werden großteils unbekannte Werke von „heimischer“ und oberitalienischer Herkunft erarbeitet. Die Musiker spielen auf historisierenden Instrumenten und in historischen Stimmungen/Temperierungen: Stefanie Steger (St. Johann) – Sopran; Andrea Ferroni (Trient) – Barockvioline; Josef Höhn (Lana) – Barockvioline; Matteo Bodini (Schlanders) – Violoncello (Bild); Marian Polin (Mals) – Cembalo & Leitung.
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Schlanders
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hard, Lehrbeauftragter an der Uni Brixen, bei einem Vortrag am 18. März, am Vortag des Vatertages, über die Rolle der Väter in der Erziehung. Die Familie ist heute großen Herausforderungen ausgesetzt, oft fehlen die Väter in der Erziehung, bzw. die Rolle der Väter ist nicht ganz geklärt, meinte der Schuldirektor Reinhard Zangerle bei der Einführung zum Thema. Nach Bernhard sind die Familien heute gesellschaftlich benachteiligt. Es gibt mehr Abhängigkeiten, mehr Druck von allen Seiten, weniger Verwandte, die einspringen können und grö-
ie Vaterrolle ist noch keine gesellschaftlich anerkannte Rolle. Obwohl rund zwei Drittel der Väter in einer Umfrage angaben, dass sie mehr bei der Familie und bei den Kindern sein möchten, nehmen in Südtirol nicht ganz 10% der Väter Elternzeit. Bis zum ersten Kind werden die Arbeiten zwischen Mann und Frau aufgeteilt, der große Umbruch erfolgt danach. Viele sind überfordert und oft kommt nach dem ersten Kind die Scheidung. Deshalb wäre eine Begleitung junger Eltern sehr wichtig. Dies waren einige der Aussagen von Armin Bern-
ßere finanzielle Ausgaben. Die Familie soll leisten, was die Gesellschaft nicht schafft, die Verantwortung wird auf den Einzelnen abgeschoben, die gesellschaftlichen Netzwerke werden kleiner und schwächer. Durch den Berufseinstieg der Frauen, der gesellschaftlich gewollt und unter dem finanziellen Aspekt auch notwendig ist, hat sich nicht nur das Rollenbild der Frau, sondern auch das der Männer verändert. Trotzdem ist die Männlichkeit immer noch an die Erwerbsarbeit gebunden. Die Väter sind oft nur am Wochenende und in
Foto: Heinrich Zoderer
Die unsichere Vaterrolle
Armin Bernhard ist Diplompädagoge und Lehrbeauftragter an der Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen der Freizeit präsent. Kinder erleben Männer nicht im Alltag. (hzg)
St. Valentin auf der Haide
Sonne und Wind D
Aufwändige Schneeräumung auf der Zufahrt zum Pumphaus der Sel, zum E-Werk Zerzerbach und zur Kläranlage der Gemeinde Graun
Foto: Andreas Waldner
er Wind und die Sonne stritten sich, wer es wohl schaffen würde, den einsamen Wanderer dazu zu bringen, seinen Mantel auszuziehen. Der Wind blies und stürmte und der arme Mann zog seinen Mantel immer fester um seinen Leib. Dann war die Sonne dran. Liebevoll sandte sie ihre Strahlen aus und schon bald öffnete der Mann den obersten Mantelknopf und kurze Zeit später zog er den Mantel aus. Warum diese Story als Vorspann? Ich habe immer, wenn ich auf der Suche nach dem Sinn meines Lebens war oder wenn ich ein Problem zu lösen hatte, nach einer entsprechenden Geschichte, Erzählung, Parabel, Analogie oder einem Gleichnis gesucht, um den Knackpunkt zu finden. Denn eine Story stellt
immer auch etwas virtuelle Realität dar. Und man kann brauchbare Ratschläge und einfache Problemlösungen finden. Die Fabel im Vorspann hilft uns, Wind und Sonne besser zu verstehen, damit wir ihre Kräfte nicht gegen uns, sondern für uns einsetzen. Im Oberland gibt es derart viele Schneewechten, dass sie
dort einen eigenen und nur lokal verständlichen Namen erhalten haben: „Gawint“. Eine der imposantesten und ins Auge fallende, welche die berüchtigten Schneestürme jeden Winter auftürmen, ist jene beim „Kortscherhaus“, zwischen Staatsstraße und Absetzbrücke. Seit die Kläranlage gebaut wurde, wird die 350 Meter lan-
ge Zufahrt geräumt. Das kostet Jahr für Jahr eine Menge Geld. Bei der Ersträumung genügt der Keilpflug. Nach kurzer Zeit muss schon ein Radlader her, um den meterhohen Triebschnee aus der entstandenen Gasse zu heben. Schließlich schafft es nur noch die große Schneefräße. Und das immer auch bei niederschlagsarmen Wintern, wie dem heurigen. Es müssen nahezu 4.000 m³ Triebschnee aus der entstandenen Gasse gehoben werden. Würde die Straße nur um einen Meter erhöht werden, würde Wind und Sonne künftig gratis und zuverlässig die oben genannte Schneeräumung übernehmen und eine apere Fahrbahn im Winter garantieren. Andreas Waldner
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02.04.15
Prad am Stilfserjoch
Dorfereignisse in alten Filmen ahrelang lagen die Filmrollen in irgendwelchen Kisten auf dem Dachboden. Doch seit die Filmfreunde in Prad sich daran machten, alte Filme zu digitalisieren und der Bevölkerung zu zeigen, suchen immer mehr Bürger nach diesen verborgenen Schätzen. So konnten am 20. April beim 14. Filmabend seit 2012 wiederum eine ganze Reihe alter Filme dem interessierten Publikum vorgeführt werden. Die Qualität der vorgeführten Filme dieser Prader Hobbyfilmer war großteils nicht gut, trotzdem wurde viel gelacht, als man bekannte Prader Bürger, von denen einige längst verstorben sind, auf den Filmen wiedererkannte. Walter Gander fing früh an Dorffeste, Prozessionen und wichtige Dorfereignisse zu filmen. 1973 war die Jubiläumsfeier 25 Jahre Pfarrkirche Maria Königin. Diese Feier und die Ausstellung über die
Foto: Heinrich Zoderer
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Groß war wiederum das Interesse beim 14. Filmabend der Filmfreunde Prad. Zäune bei Hochzeiten, Feuerwehrfeste und eine Jubiläumsfeier der Pfarrkirche standen im Mittelpunkt des Filmabends jahrzehntelangen Bemühungen um den Bau einer Pfarrkirche, hielt Gander in einem eimaligen Filmdokument fest. Hochzeiten waren früher Dorfereignisse, wobei sich besonders die Vereinskameraden allerlei einfallen ließen. Der langjährige Sportclubpräsident Ambros Karner filmte viele dieser Ereignisse. Am Filmabend wurden mehrere Hochzeitsfeiern und besonders
„Zäune“ bei Hochzeiten aus den 60er, 70er und 80er Jahren gezeigt. Auch Ausschnitte aus der Hochzeitsfeier von Gustav Thöni und Ingrid waren zu sehen. Gerhard Schwarz filmte Feste, Wettbewerbe und Treffen der Prader Feuerwehr. Zu sehen waren ein Feuerwehrwettbewerbe in Kaltern und im Pustertal, ein Bezirksfeuerwehrfest in Schlanders, sowie Feuerwehrtreffen
in der Patengemeinde Neu Ulm und in Zürich. Roland Rieder hat die alten Filme zu einem Film zusammengeschnitten und mit passender Musik untermalt. Weiter geht es mit den Filmabenden am 24. April. Ein Kurzfilm über den Kirchenbrand in Agums im Jahre 1971, sowie mehrere Filme über Unwetter und Lawinen aus dem Jahre 1983 werden gezeigt. (hzg)
pr-info Rinner Garage
Laas/Schluderns
Mitarbeiterinnen im Gleichgewicht Ab ins Reifenhotel Rinner
Foto: Ludwig Fabi
Rudy Wellenzohn und die Mitarbeiterinnen bei der Qi-Übung Bogenschütze
U
nter dem Motto „Ein Betrieb ist so stark und leistungsfähig wie seine MitarbeiterInnen“ organisiert der Konsortialbetrieb der Senioren- und Pflegeheime von Schluderns und Laas im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung verschiedene Entspannungs- und Bewegungsangebote direkt am Arbeitsplatz. Ob mit meditativen Trommelrhythmen und Kreistänzen oder mit Massagegriffen für den Hausgebrauch oder bei Qi-Gong Kursen, die MitarbeiterInnen fühlen sich bei allen Angeboten sichtlich wohl. Bei Wellness-Trainer Rudy Wellenzohn lernen die Mitarbeiterinnen mit
verschiedenen Übungen im Rahmen von Qi-Gong wie man Stress abbaut, die Konzentrationsfähigkeit fördert und die Gesundheit in körperlicher, emotionaler und geistiger Hinsicht verbessert. Die gezielte Steuerung des Qi erfolgt durch eine bestimmte Körperhaltung, bestimmte Bewegungsabläufe, eine spezielle Atemführung, meditative Konzentration und das bewusste Steuern und Leiten des Qi durch Gedankenkraft. Direktorin Sibille Tschenett ist erfreut darüber, dass die Mitarbeiterinnen diese Angebote immer gerne annehmen, von denen letztendlich auch die HeimbewohnerInnen profitieren. (lu)
Nicht jeder hat in der Garage oder im Keller den Platz, um seine Reifen für eine ganze Saison einzulagern. Vor diesem Hintergrund wurde in der Garage Rinner in Latsch, direkt an der Staatsstraße, das logistische Konzept erneuert und kurzerhand ein Reifenhotel eingerichtet. Die Garage Rinner - bekannt für ihre guten Serviceleistungen - erweitert damit ihr Angebot. Die Reifen werden genau etikettiert und korrekt, optimal und fachgerecht gelagert. Das heißt in einem separaten Lager und ohne Witterungseinflüsse: Das verlängert auch die Lebensdauer der Reifen. Die Vorteile liegen auf der Hand: kein verschenkter Platz im Keller oder in der Garage mehr. Keine Schlepperei und dreckige Hände mehr. Außerdem werden die Räder vom Profi vorbereitet: Die Profiltiefe wird gemessen, die Räder werden ausgewuchtet und der Luftdruck überprüft, sprich die Reifen werden einer genauen Zustandsanalyse unterzogen. Damit Sie in der nächsten Saison wieder sicher unterwegs sind.... (ap) TIPP: Sie wissen nicht, wohin mit Ihrer Sommer- bzw. Winterreifen-Garnitur? Dann kommen Sie ins Reifenhotel Rinner in Latsch. Lagern Sie Ihre Reifen ganz einfach, bequem und stressfrei ein.
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Latsch
Partschins
Gemeinsames Schwelgen in Ehe-Erinnerungen Top Secret
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oben: Feier der Jubelpaare Fotos: Sarah Mitterer
ie Jubelpaare aus Latsch waren Ende März vom Katholischen Familienverband Latsch eingeladen, gemeinsam ihren 25., 30., 35., 40., 45., 50. und 55. Hochzeitstag zu feiern. Der Tag begann mit einem festlichen Gottesdienst in der Latscher Pfarrkirche, bei dem die Paare den Segen von Pfarrer Johann Lanpacher erhielten. Musikalisch umrahmt wurde die Messe vom Medjugorje Chor aus Schlanders. Anschließend machten sich die Paare auf den Weg in den Fraktionssaal, wo ihnen anlässlich ihres Jubiläums ein Festmenü, vorbereitet von den Frauen des Familienverbandes, serviert wurde. Nach den Begrüßungsworten der Zweigstellenleiterin Doris Stecher und ihrer Stellvertreterin Sandra Platzgummer, richtete Bürgermeister Helmut Fischer einige philosophische Worte an die Jubelpaare: “Ich hoffe, dass Sie mit Stolz und
Freude auf die vergangenen gemeinsamen Jahre zurückblicken können und auf alles, was Sie miteinander durchgemacht, erlebt und aufgebaut haben. Für Ihre weiteren Ehejahre wünsche ich Ihnen allen viele Sonnenstunden und dass auch die Stunden, in denen es regnet oder der Wind bläst, gemeinsam durchgestanden werden.“
links: Sandra Platzgummer und Doris Stecher Für Unterhaltung während dem gemütlichen Beisammensein sorgte Dominik Plattner auf seiner steirischen Harmonika sowie die Volksbühne Latsch, die zu diesem Anlass vier Sketche einstudiert hatte. Lustige Gespräche und Erinnerungen an die vergangenen Ehejahre rundeten die gelungene Feier ab. (sam)
ie im vergangenen Jahr eröffnete Sonderausstellung des Schreibmaschinenmuseums „Top Secret – Vom Verschlüsseln geheimer Botschaften“ wird verlängert. In diesem Jahr widmet sich die Ausstellung dem Aspekt der digitalen Verschlüsselung und dem verantwortungsbewussten Umgang von persönlichen Daten im Internet. Paolo Gasperi, IT-Sicherheitsexperte, steht allen interessierten Schulklassen für einen Vortrag über Verschlüsselung/Sicherheit im Internet zur Verfügung. Termine können im Museum kostenlos gebucht werden. Ergänzen wird das Angebot ein Vortrag von Richter Stefan Tappeiner, der am 8. April. Infos unter: 0473 967581 www.typewritermusem.com
Flamingo Group Schlanders
Einblicke in eine bunte Welt T
Fotos: Flamingo Group
age der offen Tür bei der Flamingo Group in Schlanders: Rund 400 Besucher blickten vom 13. bis 15. März 2015 hinter die Kulissen des Unternehmens. Produkte und Maschinenpark des Großformat-Digitaldruckzentrums – mit denen „Visionen verwirklichen und große Ziele erreicht“ werden – beeindruckten und lockten auch zahlreiche Ehrengäste an: den Schlanderser BM Dieter Pinggera etwa, Josef Negri, den Direktor des Unternehmerverbandes, Walter Baumgartner, den Präsidenten des FC Südtirol und Fußballer Hannes Fischnaller.(ap)
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Alle Treffen Ö Sa. 11.04.15 Gardaland Jugendtreff Reschen Ö Sa. 04.04.15 und Sa. 11.04.15 GESCHLOSSEN!!! (wegen Ostern + Gardalandfahrt!) Jugendtreff JuZe St. Valentin Ö Fr. 10.04.15 ab 19.00 Uhr 3D – Filmabend + Flammkuchen (2€) Ö Sa. 04.04.15 und Sa. 11.04.15 GESCHLOSSEN!!! (wegen Ostern + Gardalandfahrt!) Jugendtreff Burgeis Ö So. 12.04.15 Graffityworkshop Jugendzentrum JuMa Mals Ö Do. 02.04.15 ab 10.00 Uhr Aktionstag Ostern Ö Di. 07.04.15 ab 10.00 Uhr Kino Imst fast & furios 7 Jugendtreff Chillhouse Stilfs Ö Sa. 11.04.15 ab 17.00 Uhr Her mit den Ideen! Wir (ver)planen den Sommer Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 03.04.15 18.00 – 22.30 Uhr Karfreitag in Europa Citytreff Glurns Ö Fr. 10.03.15 ab 15.30 Uhr Schokofondue Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Do. 16.04.15 ab 17.00 Uhr Baguette Abend Jugendtreff JU!P Explosiv Ö Mi. 08.04.15 ab 16.00 Uhr Pizza backen Ö Fr. 17.04.15 ab 20.00 Uhr Wattn und Schiabm Anmeldung erforderlich! Jugendtreff La:Ma Laas Ö Sa. 11.04.15 um 19.00 Uhr Poker Abend Ö Fr. 17.04.15 ab 18.00 Uhr Smoothie mixen JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 03.04.15 um 19.00 Uhr Osterfeier Ö Fr. 10.04.15 um 19.00 Uhr Jahresvollversammlung Jugendtreff All In Kastelbell/ Tschars Ö Fr. 03.04.15 15.00 – 17.00 Uhr Mädelstag im Jugendhaus Tschars Jugendtreff Time Out Schnals Ö Sa. 04.04.15 ab 16.00 Uhr Ostereiersuche im Jugendtreff Jugendzentrum JuZe Naturns Ö Di. 07.04.15 Start 10.00 Uhr Action Day Anmeldung bis Mo. 06.04.15 Ö Fr. 10.04.15 ab 16.00 Uhr Volleystart im JuZe-Garten Jugendtreff Kosmo Plaus Ö Fr. 10.04.15 ab 17.00 Uhr Kochen mit Luk
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Theateraufführung
„Tatort“
Eine Gruppe von Schülern der Theaterschule in Bruneck tourte im Februar im Auftrag des Amtes für Jugendarbeit durch Südtirol. Die letzte Aufführung ihrer Tour fand im Jugendzentrum Naturns statt. Dieses organisiert jährlich Präventionstage zu verschiedenen Themen; aktuell zum Thema „Aggression in den elektronischen Medien“. Der Inhalt des Theaterstücks war wie darauf zugeschnitten. Es wurde auf die Gefahren von diversen sozialen Plattformen und sonstigen Online–Treffpunkten hingewiesen: - Von Mobbing an Schülern oder Lehrpersonen, was via Internet ungemein schnell geht, sehr, sehr viele Freunde und Bekannte mitbekommen und liken („gefällt mir“ anklicken) können. - Von Sexting und der Gefahr, dass die Nacktbilder vom/von der Ex mit einem Klick ins Internet gestellt werden können. - Von Stalking einer Internetbekanntschaft mit Gewaltandrohungen und sexuellen Anspielungen bis hin zu Pädophilen, die sich falsche Profile anlegen und so in Kontakt mit ihren Opfern kommen.
Die Schüler der Theaterschule Bruneck erarbeiteten das Stück in Projektarbeit. Als Anregung wurden die Texte einer 3. Mittelschulklasse verwendet und verarbeitet. Die Aufführung war sehr lebendig, kurzweilig und aufschlussreich. In einer anschließenden Dialogrunde erzählten die Theaterschüler, wie sie das Stück erarbeitet hatten und beantworteten Fragen der Zuschauer. Zudem wurden an Interessierte Handreichungen verteilt. Darin wird das Thema vertieft, Begriffe erklärt und Anregungen gegeben, wie es in Gruppen- und Schulstunden erarbeitet werden könnte. Das Lob und den Applaus von Seiten des Publikums hatten sich die jungen Darsteller wahrlich verdient. Abschließend hatte die Theatergruppe noch die Idee mit den Zuschauern ein Gruppenfoto zu machen.
Jugendtreff Reschen
Mädchenabende Die Mädchenabende, welche einmal im Monat freitags stattfinden, werden im Jugendtreff Reschen groß geschrieben und kommen bei den teilnehmenden „Rescher Madlan“ im Mittelschulalter gut an. Hier einige „Höhepunkte“ der letzten Monate: Im Januar gab Ramona Punter aus St. Valentin ihr professionelles Wissen und Können in den Bereichen Schminken und Nageldesign an die Girls weiter. Im Februar amüsierten sich die Kids bei einem Activity – Abend. Im März kreierten und probierten sie die spanische Speise „Tortilla“ und das Getränk „Sangria“ (natürlich alkoholfrei!). Für April und Mai stehen weitere ausgelassene und spannende Mädelsabende an.
Chinesisch Essen Am 27. Februar 2015 wollten einige Partschinser Jugendliche einmal eine „andere Küche“ ausprobieren und besuchten ein chinesisches Restaurant in Meran. Sie wurden von den Servicefachkräften willkommen geheißen und zu einem großen Tisch gewiesen. Schon der erste Blick in die Speisekarte verwunderte so einige, weil nämlich jedes Gericht nummeriert war. Die Karte beinhaltete zahlreiche außergewöhnliche Speisen. Die Jugendlichen waren mutig und probierten Verschiedenes aus. Sie waren für die chinesische Esskultur offen und ließen es sich schmecken. Es war ein schöner Ausflug in eine andere Kultur.
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Kortsch
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Latsch
Hauswirtschaft fällt auf, wenn sie ausfällt
Es lebe der Zopf
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pätestens nach dem Comeback von Dirndl und Trachtenmode feierte auch der Zopf, also die Kunst des Haare Flechtens einen neuen Aufschwung. Besonders auch bei Kindern und Jugendlichen. Vom klassischen eingeflochtenen Zopf bis hin zum hochmodernen Fischgräten-Zopf, das Zöpfe flechten will gelernt sein! Diesem Anliegen nahm sich nun der Katholische Familienverband in Latsch an. Ein „Zopfkurs“ wurde veranstaltet. Monika Tscholl bot sich als Organisatorin an. Ihr gebührt ein herzliches Dankeschön, sowie den fleißigen Referentinnen Thea Kofler, Emma Mantinger, Emilia Ennemoser und Ilse Fleischmann. (sil)
Foto: Angelika Ploner
Foto: Silvia Illmer
D
ie Frauen sind für die Hauswirtschaft zuständig. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage von Schülerinnen der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch. Konkret: Nur 8 Prozent der Befragen gaben an, dass die Männer für Hauswirtschaft zuständig seien, 54 Prozent hingegen sagten, die Frauen seien zuständig und 37 Prozent bekundeten, beide hätten im Haushalt Hand anzulegen. Bei 10 Pozent der Befragten helfen auch die Kinder im Haushalt mit. Insgesamt 65 Fragebögen wurden ausgefüllt. Die Schülerinnen der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch hatten einen Tag vor dem Welttag der Hauswirtschaft - am 20. März - die Umfrage in der Fußgängerzone Schlanders gestartet und Passanten eine Reihe von Fragen gestellt. Ganz nebenbei bemerkt: 35 Prozent der Befragten waren Männer. Die Ergebnisse wurden noch am selben Tag ausgewertet: 30 Prozent wissen demnach, dass am 21. März der Welttag der Hauswirtschaft ist. 88 Prozent sind der Meinung, dass Hauswirtschaft erlernt werden muss. 80 Prozent der Befragten kennen die Fachschule für
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Hauswirtschaft in Kortsch. Und 31 Prozent der Befragten haben bereits Kurse dort besucht. (ap)
Partschins
Morter/Latsch
Bei Bäcker Egger wird gebacken
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Foto: „Wind“-Archiv
nfang März lud die Bibliothek Partschins-Rabland die erste und zweite Klasse der Grundschule Rabland sowie die erste Klasse der Grundschule Partschins jeweils zu einer besonderen Reise ein: In einer Mischung aus Erzählung und Naturkunde erlebten die Kinder neunzig Minuten lang die Abenteuer des Däumlings Nils Holgersson und seinen tierischen Freunden in Schweden. Gemeinsam mit Verena Preyer vom Naturmuseum Südtirol erfuhren sie hautnah, wie sich die Wildgänge im Formationsflug fortbewegen und lernten
Abenteuerliche Reise mit den Kindern
viel Wissenswertes über die Lebensweise der Gänge und die damit verbundenen Kuriositäten, Gefahren und Reisen. Besonders faszinierend war für die Kinder die Möglichkeit, selber die Schreie der Wildgänse zu hören und nachzuahmen sowie echte Daunen, Federn und Flügel zu berühren und zu fühlen. Die Literaturvermittlerin Martina Koler erzählte den Kindern zudem mit ihrem Kamishibai (Tischtheater, japanisches Papiertheater) die abenteuerliche Reise von Nils Holgersson auf dem Rücken der Gänse in wechselnden Bildern mit (Stab-)Figuren und kurzen Texten. Auf sehr ansprechende, kindgerechte Weise vermittelten die beiden Referentinnen in einer wunderbaren Kombination von Sachinformation und Erzählung viel Wissen über die Wildgänse und schafften es gleichzeitig auch, den geliebten Kinderklassiker Nils Holgersson den Kindern auf einzigartige Weise nahezubringen. Barbara Rechenmacher Pircher
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Gelungene Kinderveranstaltung
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ie 1. und 2. Klasse der Grundschule Morter wurde zum Brotbacken in der Bäckerei Egger in Latsch eingeladen. Eifrig durften die zwölf Kinder mithelfen und dem Teig eine Form geben. Das gebackene Brot nahmen die Kinder letztendlich mit nach Hause, um es mit ihrer Familie zu teilen. Durch diese Erfahrung wurde den Kindern bewusst, dass Brot in unserem Leben eine wichtige Rolle spielt. Brot ist nicht nur ein Nahrungsmittel, das unseren Hunger stillt, sondern viel mehr. Das Brotbacken ist ein wichtiger Teil der Erstkommunionsvorbereitungen. Ein herzliches Dankeschön dem Bäckerei-Egger-Team! (sil)
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02.04.15
Georg Paulmichl hat Parkinson und ist an den Rollstuhl gefesselt. Seit 1980 hat Georg in enger Zusammenarbeit mit Dietmar Raffeiner viele wunderschöne Texte geschrieben. Dabei kommt die Spontanität und Kreativität seiner Gedankenwelt zum Ausdruck.
Georg Paulmichl
Ein Dichter in der Behindertenwerkstatt Die alten Leute rücken von der Ofenbank ab. Sie wollen noch einmal das Leben wagen. Die letzten Schneefelder zerrinnen vor dem Sonnenlicht. Die Gesichter der Menschen werden wieder fröhlicher. Das Wachstum und das Gedeihen lassen sich nicht mehr aufhalten. (aus: Der Georg, Seite 76)
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as sind die letzten Zeilen eines Textes, der „Frühlingserwachen“ heißt. Das ist die Sprache von Georg Paulmichl. Er ist 1960 geboren, stammt aus Prad und besucht seit 1977 die Behindertenwerkstatt, zuerst in Tschengels, dann in Prad. Georg ist geistig behindert, seit 2005 hat er Parkinson und seit einigen Jahren sitzt er im Rollstuhl. Das Reden fällt ihm schwer. Er muss betreut werden. Aber Georg Paulmichl ist berühmt,
er ist ein Dichter und Maler, aber vor allem ein Sprachkünstler. Neun Bücher mit seinen Texten und Bildern gibt es, auf Wikipedia wird er als Südtiroler Schriftsteller und Maler vorgestellt, auf Youtube gibt es mehrere Ausschnitte von Lesungen und einen Film des ORF aus dem Jahre 1991. Es gibt eine Homepage über Georg und sein Werk, er hat im gesamten deutschsprachigen Raum Lesungen gehalten, es gab Ausstellungen und er erhielt zahlreiche Preise. Unter anderem das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, die höchste Auszeichnung der Republik Österreich für einen Künstler. Seine Heimatgemeinde Prad ernannte ihn 2007 zum Ehrenbürger. Im Herbst 2014 ist das letzte Buch mit Texten und Bildern von Georg Paulmichl unter dem Titel „Bis die Ohren und Augen aufgehen“ im Hymon Verlag erschienen. Am 12. Februar 2015 gab es einen Vortrag und eine Lesung in Innsbruck,
am 13. März 2015 eine Ausstellung und Lesung in Zürich. Der Nordtiroler Autor Felix Mitterer ist nur einer von vielen Schriftstellern und Schauspielern, die von den Texten begeistert sind und diese vorlesen. Georg ist das Kind einer Lehrerfamilie. Sein Vater Otto Paulmichl hat ihm schon sehr früh viele Geschichten vorgelesen und Georg konnte sich dafür begeistern. Mehrere Jahre war er in einer Sonderschule in Vorarlberg. Dort lernte er lesen und Hochdeutsch reden und zeichnen. In der Behindertenwerkstätte wurde viel gebastelt. Das konnte er nicht und das wollte er auch nicht. Er hat viel geredet und ging damit anderen auf die Nerven, bis sein Betreuer Dietmar Raffeiner anfing, das Gerede aufzuschreiben. Das war 1980. Am Anfang waren es Bildgeschichten. Georg zeichnete und Dietmar schrieb die Erklärungen dazu, die Georg von sich gab.
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Mit der Zeit entstand eine fruchtbare Zusammenarbeit, eine Kooperation, ein Dialog, ein spielerisches Entwickeln und Verarbeiten der Alltagserlebnisse von Georg. Dietmar Raffeiner saß an der Schreibmaschine, Georg erzählte, Dietmar stellte Fragen und schrieb die Antworten auf. In dieser Zusammenarbeit entstanden die Texte. Georg in Reinkultur gibt es nicht, sagt Dietmar Raffeiner. In diesem Dialog entstand ein Spiel mit Worten. Auf die Fragen kamen überraschende Antworten. In der Offenheit für das Zufällige und Spontane entwickelte Georg neue Gedankengänge, neue Wortschöpfungen, neue Verbindungen. Es sind kurze Sätze mit klaren Aussagen. Er erzählt nicht, er argumentiert nicht, er stellt einfach fest. Und er stellt vieles auf den Kopf und kombiniert Unkombinierbares. Es sind geniale Wortschöpfungen, wie Felix Mitterer meint, die den Leser und Zuhörer zum Lachen bringen, aber auch zum Nachdenken. Über die Schützen schreibt Georg Paulmichl: „Aufgabe der Schützen ist es, Habt acht zu stehen“ und am Ende des Textes „Ihre Freizeit verbringen sie bei einem gemütlichen Stutzen Bier. Nachher sehen sie die Heimat doppelt.“ aus: Der Georg, Seite 53 Im Text über Österreich schreibt er in der letzten Zeile: „Vom Kaiser Franz Josef blieb nur mehr der Kaiserschmarrn übrig“ aus: Der Georg, Seite 85 Überraschend und sehr phantasievoll sind mache Formulierungen: „Hinter dem Nebel versteckt sich die Sonne und faulenzt den ganzen Tag. Gegen den Nebel kann man nichts machen, man muss ihn seinen Lauf lassen.“ aus: Der Georg, Seite 80
Insgesamt neun Bücher mit Texten und Bildern von Georg Paulmichl sind bisher erschienen. Er ist im ganzen deutschen Sprachraum bekannt und hat eine große Fangemeinde.
Im Jahre 1984 wurden erstmals mehrere Texte von Georg als Sondernummer der Innsbrucker Zeitschrift „LOS“ von Volker Schönwiese, damals Universitätsassistent am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck herausgegeben. Die Resonanz war groß und so wurde dann von Dietmar Raffeiner und Gabriel Gründer 1987 im Eigenverlag das erste Buch „strammgefegt“ mit Geschichten, Märchen und Bildern von Georg herausgegeben. Ab 1990 veröffentlichte der Haymon-Verlag dann mehrere Bücher. Diese Texte wurden zu einem Geheimtipp für bestimmte Kreise. Georg und Dietmar Raffeiner wurden zu Lesungen und Ausstellungen eingeladen. Es gab eine Zeit, da hätte Georg jede Woche eine Lesung machen können, meint Dietmar. Georg genoss den Auftritt vor einem unbekannten Publikum. Er las selber die Texte und verblüffte mit seinen Antworten so manchen Fragesteller nach der Lesung. „In der Werkstatt bin ich ein Dichter. Dichter sein ist ein feiner Beruf“, das schrieb er schon sehr früh über sich selbst. Nachdem Georg mit seinen Texten erste Erfolge hatte und bei Lesungen auftrat, fingen auch andere in der Werkstätte an zu schreiben. Aus der Behindertenwerkstatt wurde für kurze Zeit eine Dichterwerkstätte, zumindest beinahe. Die Betreuer der Werkstätte in Prad gingen mit den Behinderten auf verschiedene Märkte, um dort ihre Arbeiten zu verkaufen, sie spielten Theater und förderten die Kreativität. Dieser Freiraum ermöglichte es, dass Georg zu einem Dichter wurde. Und er hat unter der Anleitung von Dietmar Raffeiner auch fantastische Bilder gemalt. Das Malen ist heute noch ein Schwerpunkt in der Werkstätte. Über die Landesgrenze hinaus bekannt ist Georg Paulmichl aber vor allem durch seine Texte. Er hat ein tiefes Gefühl
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für Sprache, er beobachtet sehr aufmerksam sein Umfeld und zieht seine eigenen Schlüsse. Diese bestehen in einem Wortwitz, neuen Wortschöpfungen und in Gedankenverknüpfungen, über die man lachen und staunen kann. Seit seine Parkinsonerkrankung voll ausgebrochen ist, schreibt und malt er nicht mehr. Aber seine Texte werden weiterhin gelesen und seine Fangemeinde wächst immer weiter, im Ausland noch viel stärker als im Inland. Heinrich Zoderer
Der Mensch Der Mensch entstammt der Wiege. Zwischendurch lebt der Mensch in der Arbeit. Wenn das Menschengeschlecht nicht arbeitet, kippt es in die Abgründe. Arbeit hält die Sinne steif. Der Mensch braucht Wasser, Flut, Feuer, Licht und Finanzspritzen. Der Mensch behaust überall, wo er hinkommt, das Erdreich. Auf der Welt hat er seinen Ansitz. Im Beichtstuhl tilgt der Mensch den Sündenfall. Die Feuerwehr schützt die Leute vor der Brandursache. Der Mensch futtert den Fresssack voll. Eine wichtige Menschenerfindung ist das Erdbeben. In der Not trinkt der Mensch aus dem Strohhalm. Mit der Bahre sagt der Mensch dem Ableben adieu. Nach dem Sterben kommt der Tod. (aus: Der Georg, Seite 8)
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Bäckerei Gander renoviert Nahversorgung gesichert Prad am Stilfserjoch - Die Bäckerei Gander am St. Anton Weg in Prad am Stilfserjoch ist nicht nur eine Top - Adresse für eine breite Brot-Palette aus regionalem Korn und eigener Backstube, sondern sie trägt mit einem kleinen Nahrungsmittelsortiment auch dazu bei, dass die Nahversorgung für die wachsende Zahl der Bewohner im Viertel gesichert ist. Vor kurzem ist die Bäckerei vollständig renoviert worden. von Magdalena Dietl Sapelza
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it uns geht morgens die Sonne auf“. Dieser Schriftzug ist einladend
über dem Eingang in die „Bäckerei Gander“ in Prad zu lesen „… wenn auch keine scheint“, ergänzt Chefin Renate humorvoll. Die Kundenfreundlichkeit wird
in der Bäckerei Gander großgeschrieben. Bereits morgens in der Früh ab 5 Uhr riecht es nach frischem Brot, und Renate öffnet Frühaufstehern gelegent-
lich die Hintertür. Das nutzen an Wochenenden Jugendliche, die sich zur Stärkung ein „Gipfele“ holen, bevor sie sich nach dem nächtlichen Disko-Besuch
…die können was! Wir lieferten: • Spezial- Torten-Wurst-Käsetheken • Kühlregale mit Glasdrehtüren (ca. 50% Energieeinsparung) • neueste energiesparende Kältetechnik
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Großes Bild links: das wohl sortierte und ansprechend präsentierte Angebot in der modernisierten „Bäckerei Gander“ am St. Antonweg in Prad zieht die Blicke auf sich. Die neue Innengestaltung ist qualitativ hochwertig, attraktiv und gelungen, oben links: der Außenbereich; in der Mitte: Verkäuferin Petra Proserpio und Chefin Renate Gander; rechts: die Kühltheke mit einem Sortiment an Käse und Fleischwaren
sich Chefin Renate. Sie führt die Bäckerei zusammen mit ihrem Mann Edwin, dem passionierten Bäckermeister, der zusammen mit zwei Mitarbeitern nachts in der Backstube Hand anlegt. Der Arbeitstag beginnt von Sonntag bis Donnerstag um 22.00 Uhr, vom Freitag auf den Samstag um 21.00 Uhr. Sonntag ist Ruhetag. Immer wieder kreiert Edwin neue Rezepturen und probiert sie aus. Er verwendet ausschließlich Mehl aus den Südtiroler Mühlen und aus heimischer Produktion. Täglich gibt es Dinkelbrot, das vor allem Allergiker schätzen. Allen, die an irgendwelchen Un-
verträglichkeiten zu leiden haben, kommt zugute, dass sämtliche Brotsorten der Bäckerei Gander ausschließlich ohne Milch hergestellt werden. Der Ersatz ist Olivenöl. „Die Kunden sollen gute Qualität bekommen, eine Abwechslung haben, und sie sollen vor allem
zufrieden sein“, bekräftigt Renate. Doch nicht nur die Nachtschwärmer schätzen die Kundenfreundlichkeit, sondern auch alle übrigen Kundinnen und Kunden. Auf Wunsch steht das von ihnen bestellte Brot bis spätestens 6:30 Uhr vor der Haustür.
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heimwärts begeben. In „aller Herrgottsfrüh“ schmeckt so ein „Gipfele“ besonders gut. Und es kommt deshalb nicht von ungefähr, dass Renate liebevoll „Brotfee“ genannt wird. Rund dreißig unterschiedliche Brotsorten werden täglich in der Bäckerei Gander in Prad mit viel Liebe und Herz auf traditionelle Weise gebacken. Die Backwaren sind authentisch, lebendig, haben eine Seele. Und das spüren die Kundinnen und Kunden. Geschätzt sind zum Beispiel die „Brotkleepaarlen“, für die Käufer von weither kommen. „Eine Kundschaft kommt jeden Samstag aus Allitz zu uns und eine sogar aus Eppan“, freut
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Das gilt für Hotels, Restaurants, Gasthöfe, Geschäfte genauso wie für Private in Prad und Umgebung. „Private sind uns willkommen. Wenn es auf der Strecke liegt, liefern wir gerne, auch wenn nur kleine Men-
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gen benötigt werden“, bekräftigt Renate. Vor 40 Jahren eröffneten Hermann und Maria Gander die neue „Bäckerei Gander“ am St. Antonweg. Denn ihre Bäckerei in der Mühlbachgasse im Orts-
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„
Es war schon lange mein Wunsch, das Geschäft zu sanieren, denn das alte war nicht mehr zeitgemäß. von Renate Gander
kern von Prad, die sie mühevoll aufgebaut hatten, entsprach nicht mehr den Anforderungen. Sohn Edwin begann seine Lehre in der elterlichen Bäckerei. Damit war die Betriebsnachfolge gesichert. Im Jahre 2004 übernahmen Edwin und seine Frau Renate Burger die Bäckerei. Sie führten diese im Sinne der Gründer weiter und setzten neue Akzente unter anderem im Bereich der Produktpalette. Den jüngsten Akzent setzen sie nun mit dem Umbau der Bäckerei. „Es war schon lange mein Wunsch, das Geschäft zu sanieren, denn das alte war nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Renate. In Sabine Baratella von der Firma Fronza in Trient fand das Ehepaar Gander eine kompetente Ansprechpartnerin für die Planung. Baratella ist die Tochter des Kältetechnikunternehmers Zorzi in Meran. „Ich bin ihr sehr dankbar. Sie hat das umgesetzt was ich mir gewünscht und vorgestellt habe“, sagt Renate. Der Verkaufsraum ist durch große Fensterfronten erhellt worden. Die Einteilung ist übersichtlich und kundenfreundlich gestaltet. Die gewählten Materialien, die Einrichtung und die Geräte wie zum Beispiel die drei Kühltheken sind in Formen und Far-
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ben geschmackvoll aufeinander abgestimmt, bilden ein harmonisches Ganzes. Bestens geklappt hat die Zusammenarbeit der am Umbau beteiligten Unternehmen. „Alle haben professionell, Hand in Hand und vor allem schnell gearbeitet“, lobt Renate. Die Umbauzeit ging vom 26. Jänner bis 6. Februar 2015 über die Bühne. Das Geschäft war zwar geschlossen, doch gebacken und ausgeliefert wurde wie gewohnt. Nun läuft der Betrieb im neuen modernen Kleid traditionsbewusst weiter und lässt morgens mit den duftenden frischen Brotsorten im wahrsten Sinne des Wortes die Sonne aufgehen.
INFO Bäckerei Gander St. Antonweg 38 A, 39026 Prad am Stilfserjoch Inhaber: Edwin und Renate Gander Umbauzeit: 26. Jänner bis 7. Februar 2015 Planung: Sabine Baratella von der Firma Fronza Trient Bauausführende: Fachbetriebe aus der Gegend (siehe Anzeigen) Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 7.00 bis 12.00 Uhr, 15.30 bis 18.30 Uhr Samstag 7.00 bis 12.30 Uhr – ganzjährig geöffnet Telefon: 0473 616 319 baeckerei.gander@gmail.com
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Nationalpark Stilfserjoch
Das Bärenjahr 2014 Foto: Paolo Forconi
Eine Zusammenfassung aus dem 8. Trentiner Bärenreport
Wolfgang Platter, am Ostermontag, 6. April 2015
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nfangs März dieses Jahres ist der 8. Trentiner Bärenreport veröffentlicht worden. Dieser Bericht des Landesamtes für die Forste und die Wildtierfauna der Autonomen Provinz Trient bezieht sich auf die Population der Braunbären in deren Kerngebiet in der Adamello Brenta Gruppe und auf die daraus ausgewanderten männlichen Bären im Berichtsjahr 2014. In meinem heutigen Beitrag möchte ich eine Zusammenfassung des Braunbärenjahres 2014 versuchen.
Zahlenmäßiger Bestand Der zahlenmäßige Bestand der BraunbärenPopulation in der Trentiner Adamello BrentaGebirgsgruppe wird auf 41 -51 Tiere geschätzt. Von diesen konnten im Berichtsjahr 2014 41 Individuen tatsächlich auch beobachtet und identifiziert werden. Die Überwachung der Braunbärenpopulation erfolgt mit verschiedenen Methoden, wobei nicht alle Bären jedes Jahr beobachtet und erfasst werden können. Daher wird ausgehend von den tatsächlich beobachteten Tieren die Gesamtpopulation nach einer wissenschaftlich standardisierten Methode geschätzt. Das Monitoring zur Abschätzung der zahlenmäßigen Zusammensetzung der Bärenpopulation, aber auch zu ihrer Alters- und Geschlechterstruktur und zu ihrer genetischen Verwandtschaft bedient sich verschiedener
Feldmethoden so etwa der Fotofallen an Kratzbäumen, der Radiotelemetrie und der Satellitentelemetrie, der genetischen Analyse von Haaren, Kot und anderer DNA-enthaltenden Proben. Die direkten Beobachtungen im Feld und Zufallssichtungen sowie Fotoaufnahmen von Bären tragen nur zu einem kleinen Teil zur Erhellung der Kenntnisse über die Bärenpopulation bei. In den Jahren 2002 – 2012 ist die Trentiner Bärenpopulation stetig gewachsen, ab dem Jahr 2013 ist sie stabil bis leicht rückläufig. Nachstehend für die am Detail interessierten Leserinnen und Leser die Angaben der tatsächlich nachgewiesenen Tiere für das jeweilige Jahr: 2002: 11 Bären, 2003: 10, 2004: 15; 2005: 18: 2006: 22; 2007: 23; 2008: 27; 2009: 29; 2010: 39; 2011:40; 2012: 49; 2013: 46; 2014: 41.Relativ breit ist die genetische Variabilität: Im Zeitraum 2002-2014 haben sich insgesamt 17 Bärinnen und 9 männliche Bären fortgepflanzt. Zur Erinnerung: In den Jahren 1999-2001 waren insgesamt 10 slowenische Bären (7 Bärinnen und 3 Bären) im trentiner Naturpark Adamello Brenta zur Belebung der nicht mehr fortpflanzungsfähigen Kleinstpopulation von 3-4 autochthonen Adamello-BrentaBären freigelassen worden.
Würfe 2014 Für das abgelaufene Jahr 2014 konnten durch das genetische Monitoring 5 Würfe mit insgesamt 11 Jungen nachgewiesen werden.
Von den fünf gebärenden Bärinnen waren 2 Dreier-Würfe, 2 Zweier-Würfe und 1 Wurf mit einem Jungen zu registrieren. Von den 11 Jungen des Jahres 2014 haben nach heutigem Kenntnisstand 7 Junge überlebt. Seit dem ersten Wurf im Jahre 2002 haben die Bärinnen in den 13 Jahren bis 2014 insgesamt 41 Würfe gesetzt und dabei in Summe 88 Junge geboren, davon 45 Männchen, 33 Weibchen und 10 Junge, von denen das Geschlecht unbestimmt geblieben ist. Das Geschlechterverhältnis der Jungbären liegt damit bei 1:0,74 zwischen Männchen und Weibchen. Im Untersuchungszeitraum 20062014 lag das Lebensalter der erstgebärenden Bärinnen bei 4,17 Jahren. Das Zeitintervall zwischen einem und dem nächsten Wurf lag bei einer Stichprobenbreite von 21 Würfen im Zeitraum 2002 -2014 bei 2,10 Jahren. Die mittlere Wurfgröße liegt bei 2,15 Jungen je Wurf. Erstgebärende Bärinnen haben kleinere Würfe als ältere Bärinnen.
Die Geschlechter- und Altersstruktur Von der Ende 2014 sicher nachgewiesenen und identifizierten Bärenpopulation der 41 Individuen waren 20 erwachsene Bären (davon 9 Männchen und 11 Weibchen), 14 Jungbären (10 Männchen, 4 Weibchen) und 7 einjährige Junge (3 männlichen, 2 weiblichen und 2 unbestimmten Geschlechtes). Das Durchschnittsalter der Bären liegt Ende 2014 bei 5,22 Jahren und steigt noch leicht an, obwohl im Berichtsjahr mit den Altbären Dani-
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Foto: Cesarino Leoni
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Ein Braunbär auf einem Gebirgssattel im Kalkgestein.
za und Gasper die letzten zwei aus Slowenien eingeführten Bären der Gründerpopulation verendet sind.
Tote Bären Im Zeitraum 2002 – 2014 wurden insgesamt 23 Bären tot aufgefunden. Die Todesursachen waren: In 5 Fällen natürlicher Tod, in 1 Fall Wilderei, in 3 Fällen Straßenunfall, 3 Fälle von Abschuss von Problembären und in 8 Fällen unbekannte Todesursache.
Die Raumnutzung Von den 41 im Jahre 2014 nachgewiesenen und erfassten Bären haben 33 das Trentino nicht verlassen und sich nur im Stammgebiet der Adamello-Brenta-Gruppe aufgehalten. Fünf Bären haben auch das Südtiroler Gebiet durchstreift (MJ4, MJ2G1, M22, M25, M28). Insgesamt haben im Zeitraum 2005 2014 22 Bären, bis jetzt allesamt Männchen, das Gebiet der Provinz Trient überschritten, 9 davon sind tot oder gelten als verschwunden, weitere 9 sind in das Trentino zurückgewandert, 2 sind dauerhaft ausgewandert und 2 halten sich derzeit noch außerhalb der Provinz Trient auf (M25 und M28). Bisher wurde keine Auswanderung von Bärinnen registriert. Das Stammgebiet („home range“) der weiblichen Bären ist 958 km² groß und liegt im Adamello-Brenta-Gebirgsstock. Das Wander- und Streifgebiet der Männchen ist weit größer und beträgt derzeit in den Zentralalpen 13.567 km². Dies entspricht in
etwa der doppelten Landesfläche Südtirols. Im Jahre 2014 waren 3 Bären mit Halsbandsendern markiert. Ihre Ortswechsel konnten damit genau dokumentiert werden: Das junge Männchen M25 hat im Berichtsjahr ein Gebiet von 6.929 km² durchstreift. Demgegenüber war das Streifgebiet des Jungen führenden Weibchens Daniza mit 132 km² klein und das adulte Männchen M6 durchwanderte ein Gebiet von 494 km².
Der Fall Daniza Zweifelsohne hat der Tod der Altbärin Daniza nach einer Narkose zum größten Medienecho über die Trentiner Bären im Jahre 2014 geführt. Zur Erinnerung: Daniza gehörte noch zu den Gründertieren aus der slowenischen Einfuhr zwischen den Jahren 1999-2002. Die Bärin hatte im Winter 2013/14 wieder zwei Junge geworfen. Am Hochunserfrauen-Tag, 15. August 2014 geriet ein Pilze-Sammler oberhalb von Pinzolo in der trentiner Val Rendena zwischen die Bärin und die Jungen und die Bärin attackierte und verletzte den Pilze-Sammler, so dass er spitalärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und mit 40 Stichen genäht werden musste. Nach diesem Angriff wurde beschlossen, auf der Grundlage des Bärenmanagementplanes PACOPACE und eines Dringlichkeitsdekretes des Trentiner Landeshauptmannes, die Bärin einzufangen und in ein Gehege zu verlegen. Das Dekret des Trentiner Landeshauptmannes zum Einfangen der Bärin war durch ein fachliches
Gutachten des nationalen wildbiologischen Institutes ISPRA abgesichert und vom Umweltministerium geteilt. Am 10. September 2014 konnte die 19-jährige Bärin Daniza mittels Narkosegewehr betäubt werden. Die Bärin ist während der Einfangaktion verendet. Die beiden inzwischen 8-9 Monate alten Jungen von Daniza wurden, bei massiver Kritik einiger Tierschützer, in Freiheit belassen, eines davon mit einem Radiosender bestückt und intensiv monitoriert. Beide haben bis in den Eintritt in die Winterruhe überlebt. Seither gibt es keine neueren und publizierten Informationen.
Das junge Männchen M25 Das Jungmännchen M25 wurde nach seiner Einwanderung in Südtirol im Frühjahr 2015 nach einigen Haustierrissen in der Gegend von Söll bei Tramin vom Südtiroler Landesamt für Jagd und Fischerei eingefangen und mit einem Halsbandsender für die Satellitentelemetrie besendert. Seither konnten seine Wanderungen nahezu lückenlos dokumentiert werden. Der Jungbär hat gewaltige Strecken zurückgelegt, ist über das Unterland in das Burggrafenamt und in den Vinschgau bis an den Eingang des Martelltales gekommen, dann über Ulten und Nonsberg wieder in das Trentino gewandert, über den Tonale und Aprica-Pass in das obere Veltlintal, weiter in das schweizerische Pusclav (Val Poschiavo) und zurück in das Veltlintal, wo das Männchen überwintert hat.
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17 Jahre Sektion Schwimmen Er ist der Mann der in Naturns den Schwimmsport wieder zum Leben erweckt hat. Der Sportlehrer Edi Götsch gründete im Jahre 1998 die Sektion Schwimmen neu und ist seitdem ein bekanntes Gesicht im Südtiroler Schwimmsport. (sam)
Zeitnehmer-Team Was die Zeitmessung anbelangt, so kann sich der Schwimmverein seit Jahren auf ein eingespieltes Team verlassen: Stephan Waldner, Julian Paulmichl, Georg Tapfer, Anneliese Aufderklamm und Werner Rinner (im Bild mit Siegmar Trojer) haben an der Uhr stets alles unter Kontrolle. (sam)
Nachwuchs schwimmt um die Wette Fotos: Sarah Mitterer
Ende März machte sich Südtirols Schwimmnachwuchs auf den Weg nach Latsch zum VSS-Vinschgersprint. Seit Jahren veranstaltet der Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen diesen Nachwuchswettkampf, der auch in diesem Jahr wieder perfekt organisiert wurde. Über 200 Kinder von sieben Südtiroler Vereinen nahmen an den Rennen in den Disziplinen Brust, Freistil und Rücken teil.
Auf die Plätze fertig los!
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eit Jahren findet im März traditionell im AquaForum von Latsch der Vinschgersprint statt. Und erneut war es ein gelungenes Schwimmfest, das mit perfekter Organisation und reibungslosen Abläufen eine vorbildhafte Veranstaltung war. Sieben Vereine aus Südtirol (Meran, Naturns, Bruneck, Leifers, Gröden, Bozen und der SC Vinschgau Raiffeisen) hatten sich auf den Weg in den Vinschgau gemacht. Teilnehmen durften Nachwuchsschwimmer der Jahrgänge 2003 bis 2008. Während die Athleten der Jahrgänge 2006 bis 2008 eine Strecke von 25 Metern bewältigen mussten, gingen die restlichen Schwim-
mer über die doppelte Distanz an abliefern. Und sie enttäuschten den Start und zeigten, dass viel nicht: vier Heimsiege konnten Potenzial in ihnen steckt. Für sie feiern, insgesamt holten sich viele Kinder war es der erste didie Athleten des Schwimmclub rekte Vergleich mit Schwimmern Vinschgau/Raiffeisen zehn Poaus anderen Vereinen und sie destplätze. Noah Trojer, Enkel konnten erstmals Wettkampfervon Trainer Siegmar Trojer, fahrung sammeln. Unter den setzte sich gleich zwei Mal die Anfeuerungen der Familien, Siegerkrone auf. Wenige WoFreunden, Trainern und Betreuchen zuvor holte er bereits beim ern lieferten sich Kinderwettkampf in Südtirols SchwimmBozen Gold. Zakastars von morgen ria El Miroun holte spannende Rennen. sich ebenfalls einen Vor allem die VinHeimsieg genauso schger Nachwuchswie Anita Wielander, schwimmer, die von die sich zudem Platz Siegmar Trojer und drei sicherte. WeiChristine Garber betere Podiumsplattreut werden, wollten zierungen gab es für in ihrem Heimbe- Doppelsieger Noah Paul Obwexer (zwei cken gute Leistungen Trojer Mal), Alissa Scherer,
Lea Gemassmer und Manuel Matzohl. Mit dem SSV Naturns war ein weiterer Vinschger Verein am Start. Die Athleten von Edi Götsch und Mathias Christanell glänzten ebenfalls mit tollen Ergebnissen. Ivandro Gögele gewann Gold, Lukas Hanny holte Silber, Emma Rainer, Nadine Obexer, Simon Holzer und Max Ausserer schwammen zu Platz drei. Die Siegerehrung, bei der immer die ersten Sechs prämiert wurden, fand im Anschluss in der Turnhalle statt. Auf diesem Weg bedankt sich der Verein bei allen freiwilligen Helfern, der Direktion des AquaForums und dem Hauptsponsor, den Raiffeisenkassen des gesamten Vinschgaus.
Fotos: Sarah Mitterer
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Rodel-Landestrainer Hannes Pichler
„Auch Rodelsport ist eine Schule fürs Leben“
Foto: „Wind“-Archiv
er prominente Rodelsportler Hannes Pichler ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Seit 20 Jahren arbeitet er als Röntgentechniker im Krankenhaus Schlanders. Wie hat für Sie der Rodelsport angefangen? „Mit 7 Jahren saß ich zum ersten Mal auf einer Rennrodel. Mit acht Jahren habe ich mein erstes Rennen in St. Felix am Nonsberg bestritten. Auf halber Strecke hat mich der nachfolgende Läufer überholt. Dieses Erlebnis hat mich bewogen weiterzufahren, denn dabei wurde mein Ehrgeiz angestachelt.“ Ihre Erfolge als Athlet? „Mit elf Jahren wurde ich erstmals Landesmeister in der Kategorie Schüler. Mit 16 Jahren kam ich in die Italienische Nationalmannschaft (bis 1995). Es folgten mehrere Landesmeister- und Italienmeistertitel im Einsitzer und Doppelsitzer. Die schönsten Erfolge waren der
Foto: „Wind“-Archiv
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Pichler Hannes (links) mit Karl Antholzer Sieg beim Goßen Preis von Kanada in Calgary (1988) und der erste Platz beim Großen Preis der Schweiz in Davos (1999), wo ich als Junior mit Tagesbestzeit gewann. Mein größter Erfolg war aber sicherlich der Weltmeistertitel im Doppelsitz mit Andreas Jud 1990 in Gsies.“ Warum und wann wurden Sie Trainer? „Eine schwere Sprunggelenksverletzung beim Fußball bedeutete das Aus im aktiven Rodelsport. Im Winter 2004-
Yoseikan Budo – Vinschgau/Predazzo
Edelmetall für Vinschger Budokas
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Foto: „Wind“-Archiv
m 14. und nahmen Jakob 15. März Reichelt (U12) fand in Predazzo und Franziska die diesjährige Riedl (U18) teil. Yoseikan Budo Sie verpasste nur Regionalmeisterknapp die Goldschaft statt. Jan medaille und siund Kai Platzcherte sich somit gummer, sowie einen guten 2. Lena Ritsch vom Platz. Nach Platz ASC Schlanders 2 bei der LanRaiffeisen stelldesmeisterschaft ten sich der He- Kai Platzgummer (Gold), reichte es für Lena Ritsch (Bronze) und rausforderung. Jakob diesmal Bei den verschie- Jan Platzgummer (Gold) nicht für einen denen Kämpfen Podiumsplatz, er konnten sich die Brüder Platzschaffte es auf Platz 4. gummer durchsetzen. Jan (U15) Für die jungen Budokas war es sicherte sich den ersten Platz ein aufregendes Wochenende, und ist somit Regionalmeister das am 11. und 12. April eine 2015. Auch sein Bruder Kai (U12) Fortsetzung findet. In Pomezia erkämpfte Gold und ist somit Sie(Rom) wird dann um den natioger des Trofeo Regionale. Auch nalen Titel bzw. die Coppa Italia Lena Ritsch (U18) erkämpfte sich gekämpft. Wir wünschen uneinen Podestplatz und sicherte seren Athleten für diesen Wettsich die Bronze-Medaille. kampf viel Erfolg und drücken Vom ASV Mals Yoseikan Budo ihnen die Daumen.
05 begann ich als Trainer in Latsch. Seit 6 Jahren arbeite ich als Landeskadertrainer und seit 4 Jahren bin ich verantwortlicher Cheftrainer.“ Ihre Erfahrungen als Landestrainer? „Mein Trainerteam, Trockentrainer Rudi Mair (Sarntal), Bahntrainer Karl Antholzer (Tiers) und ich betreuen zur Zeit zwischen Landeskader Südtirol und dem Förderkader 17 Rodlerinnen und Rodler aus dem ganzen Land. Die Jugendarbeit der Südtiroler Rodelvereine ist hervorragend und beispielhaft. Uns Landestrainern bleibt die Aufgabe des letzten „Feinschliffs“ in Technik und die Vorbereitung auf die Nationalmannschaft. Mich fasziniert die Arbeit mit jungen Athleten, denn sie zeigen uns immer wieder ihre Dankbarkeit für die geleistete Arbeit und unseren Einsatz. Für mich ist es wichtig, Vereinsbetreuer und Eltern ins Umfeld des Teams und in die Arbeit einzubeziehen.“ Heuer wurde das erste Mal der Juniorenweltcup ausgetragen. „Ziel des Juniorenweltcups ist es, den Stellenwert der Junioren (Alter 16-20 Jahre) zu heben. Die Rennserie bestand heuer aus 4 Rennen, mit einer Gesamtwer-
tung. Mit ein wenig Stolz kann ich sagen, dass die Athleten vom Landeskader Südtirol alle drei Titel in den Gesamtwertungen Damen, Herren und Doppelsitzer gewonnen haben.“ Was bringt der Naturbahnrodelsport jungen Menschen? „Wie jeder Sport, ist auch der Rodelsport eine Schule fürs Leben. Beharrlichkeit, Ausdauer, körperliche Fitness und Konzentration sind Grundvoraussetzungen. Der Athlet lernt als Einzelsportler mit Niederlagen, aber auch mit Erfolg richtig umzugehen.“ Wie sieht die Zukunft im Naturbahnrodelsport aus? „Schwierig zu beantworten! Seit über 30 Jahren wird darum gekämpft, dass Rennrodeln auf Naturbahn olympische Disziplin wird, leider bis heute ohne Erfolg. Überall muss gespart werden, leider auch im Rodelsport. In Südtirol wird hervorragende Arbeit rund um den Rodelsport geleistet. Einige wenige Idealisten bemühen sich schon seit Jahrzehnten unermüdlich den Rodelsport weiterzubringen. In kleinen Schritten wird es gelingen dem Naturbahnrennrodelsport den Stellenwert zu geben, den er sich verdient.“ (lp)
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1. Amateurliga
Nach Fehlstart wieder in der Spur oller Tatendrang sind die Latscher in die Rückrunde, die gleich mit drei Vinschger Derbys wartete, gestartet, immer mit dem Ziel vor Augen, das sie sich bereits zu Beginn der Saison gesetzt hatten: der sofortige Wiederaufstieg. Doch zum Auftakt der Rückrunde erhielt diese Mission einen Dämpfer. Beim Heimspiel gegen Schlanders musste sich die Truppe von Spielertrainer Christian Platzer mit 0:1 geschlagen geben. Die Niederlage war umso bitterer, war man doch die stärkere Mannschaft und kassierte in der 90. Minute das 0:1. Das Drama perfekt machte der vergebene Elfmeter von Matthias Gufler in der 94. Minute. Dass es sich jedoch nur um einen Ausrutscher handelte, zeigten die weiteren Spiele, in denen die Latscher klare Siege einfahren konnten. Beim Derby gegen Kastelbell ließen sie
Latsch gegen Schlanders nichts anbrennen und siegten 3:0, auch der 4:1 Heimsieg gegen Terlan unterstrich, dass die Latscher wieder auf der Siegerstraße zurückgekehrt sind. Das letzte Saisonderby für den Tabellenführer fand gegen Mals statt. Doch auch die Obervinschger konnten dem Landesliga-Absteiger kein Bein stellen.
Die Latscher hatten das Match stets unter Kontrolle und fuhren am Ende mit einem souveränen 4:0 Sieg nach Hause. Die Gegner sind nun gewarnt, denn die Latscher sind wieder voll in Fahrt. Die Jungs dürfen bloß nicht locker lassen, dann steht dem Wiederaufstieg nichts im Weg. (sam)
Fotos: Sarah Mitterer
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Latsch besiegt Kastelbell
Spielszene Mals gegen Latsch
Naturns
SSV Naturns Raiffeisen bekommt Zuwachs D
hiv
Foto: „Wind“-Archiv
er SSV Naturns Raiffeisen ist um eine Sektion reicher. Seit Anfang 2015 drehen auch die Naturnser Einradfahrer ihre Runden für gelb-blau. Vor rund 10 Jahren wurde mit der Durchführung der Zirkuswoche der Grundstein für die Einradgruppe Naturns gelegt. Denn dort wurden die Geschwister Nadia und Anna-Maria Perk-
mann von Sepp Marmsoler mit dem „Einradvirus“ infiziert. Um auch andere für das Einradfahren zu begeistern, begab man sich auf die Suche nach einem Partner und wurde mit dem VKE - Verein für Kinderspielplätze und Erholung Sektion Naturns - auch gleich fündig. In den vergangenen Jahren wurde die Tätigkeit rund um das Ein-
radfahren im Eiltempo Dank des Einsatzes der Familie Perkmann/Luner ausgebaut. Die Tätigkeit steigerte sich zu monatlichen Trainingseinheiten in der Turnhalle und auf dem Sportplatz. Im Herbst 2013 wurde schließlich die Einradgruppe Naturns aus der Taufe gehoben. Mittlerweile ist die Gruppe auf über 40 Einradfahrer angewachsen und trainiert wöchentlich aufgeteilt in einer Anfänger- und Fortgeschrittenen Gruppe unter der Leitung von Trainerin Nadia Perkmann. Die Einradgruppe Naturns kann bereits große Erfolge vorweisen. So waren die Naturnser Einradfahrer sehr erfolgreich bei der 1. Landesmeisterschaft im Freestyle
in Villanders im März 2014 und auch bei technischen Wettkämpfen konnten im Sommer 2014 in Villanders mehrere Medaillen gewonnen werden. Auch bei den Italienmeisterschaften im Freestyle im November 2014 konnten die 11 Teilnehmer der Einradgruppe Naturns überzeugen. So stellt die Einradgruppe mit AnnaMaria Perkmann die JuniorenItalienmeisterin im Freestyle und auch in der Paarkür holte sich das Geschwisterpaar Nadia und Anna-Maria Perkmann den Italienmeistertitel. Bereits jetzt haben die Trainingseinheiten als Vorbereitung auf die nächste Landes-, Italien- und Europameisterschaft begonnen. Das Einradfahren hat sich in Naturns zu einer beliebten Sportart entwickelt. Die SportlerInnen trainieren mittlerweile in verschiedensten Disziplinen. Für die Sektion Einrad Tanja Saurer
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Glurns/Schluderns
Vinschger Kicker feuern den FC- Südtirol an ür die 44 jungen Kicker der Spielgemeinschaft Schluderns/Glurns war der Samstag, 7. März ein ganz besonderer Tag. Auf Einladung des FC-Südtirol erlebten sie im Drusus-Stadion in Bozen die Fußball-Partie FCSüdtirol gegen Real Vicenza. 15 Jugendliche der Spielgemeinschaft erhielten sogar die Gelegenheit, als Balljungen hautnah „mitzuspielen“. Für viele Jugendliche war es die erste Fußballbegegnung auf höherem Niveau. Der FC-Südtirol peilt den Aufstieg in die Lega-Pro-Prima-Divisione an. Nach Bozen begleitet wurden die jungen Spieler von den Sportvereins-Präsidenten Raimund Pali (Schluderns) und Stefan Sagmeister (Glurns), von mehreren Trainern und Betreuern beider Orte sowie von Eltern. Ob nahe am Spielfeldrand als Balljunge oder als Zuschauer auf der Tribüne – die Vinschger
an Taid. „Die haben mit großer Geduld Autogramme geschrieben, lange mit unseren Spielern geplaudert und mit ihnen Selfis gemacht“, freut sich Umberto Ghitti, Fußball-Sektionsleiter in Glurns. Die Einladung zum Spiel in Bozen hatte der treue FC-Südtirol oben: die Fan-Gruppe aus Fan Erwin Tscholl Schluderns und Glurns in Bozen aus Schluderns in Absprache mit Ghitti links: Die Funktionäre der in die Wege geleitet. Spielgemeinschaft Schluderns Tscholl kennt die Glurns Spieler und Funktionäre der Mannschaft und hat seine Kontakte spielen schauer letztendlich zufrieden. lassen. Ghitti ist ihm und allen Zu einem Höhepunkt wurde anderen Mitwirkenden sehr die anschließende Autogrammdankbar, die den besonderen stunde mit den Spielern Hannes Tag möglich gemacht haben. Kiem, Hannes Fink, Michael Cia, (mds) Manuel Fischnaller und FabiFotos: „Wind“-Archiv
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Gruppe fieberte mit und feuerte ihre Idole in Südtirols Vorzeigemannschaft lautstark an. Es reichte zwar nicht zum Sieg. Doch auch mit dem 1:1 Unentschieden waren die jungen Vinschger Zu-
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für unsere Produktion mit eigenem Verkaufsgeschäft Anforderungen: Sie sind Weberin oder haben Freude, dieses Handwerk zu erlernen Sie sind belastbar, verkaufsfreudig, kreativ sowie einem alten Handwerk zugetan Sie haben kaufmännisches Wissen oder Grundlagen Sie haben Freude ein kleines Team zu führen Sie verfügen über gute Umgangsformen und Führungsqualitäten Sie verfügen über gute Deutschkenntnisse, Interesse für die ital./romanische Sprache ... und Sie sind flexibel Das können wir Ihnen bieten: Möglichkeit in einem kleinen und jungen Team arbeiten zu können Abwechslungsreiche und kreative Arbeit Unterstützung durch den Stiftungsvorstand Bewährter Handwerksbetrieb seit über 80 Jahren Arbeiten in einem wunderschönen Tal wo andere Ferien machen! Fühlen Sie sich angesprochen? Wir freuen uns auf Ihre Unterlagen. Weitere Auskünfte sowie Bewerbungen richten Sie bitte an folgende Adresse: Stiftungspräsidentin, Frau Gabriella Binkert Becchetti, Paclera 90, 7536 Sta. Maria V.M. Tel. +41 (0) 79 335 44 74 oder E-Mail: g.binkert@bluewin.ch Schriftliche Bewerbungen nehmen wir gerne bis zum 15.04.2015 entgegen.
54 /Kleinanzeiger/
Vinschgerwind 7-15
02.04.15
Jahrestag/Danksagungen Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig. Erzählt lieber von mir und traut euch ruhig zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen euch, so wie ich ihn im Leben hatte.
Da Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.
Kathi Wwe. Niedermair
2. Jahrestag
geb. Niedermair *01.07.1923 † 22.03.2015 Goldrain
Margit Schaller geb. Telser
* 22. August 1953
† 7. April 2013
Zeit heilt keine Wunden, Zeit lehrt, mit dem Schmerz und dem Verlust zu leben, sich an den schönen Erinnerungen festzuhalten. Wir gedenken meiner lieben Margit am Ostermontag, 6. April, um 9.45 Uhr bei der Messe in der St.-Johannes-Kirche von Kortsch. Du wirst immer in meinem Herzen sein. Hans
Vi lascio, ma il mio amore per voi non finirà mai. Vi amerò dal cielo come vi ho amato in terra.
Vergelt’s Gott, für die tröstenden Worte gesprochen, oder geschrieben, für den Händedruck, wenn die Worte fehlten, für Blumen, Kerzen und Spenden, und allen, die mit uns Abschied genommen haben. Ein besonderer Dank gilt der Geistlichkeit, dem Schützenverein Goldrain und den Geschwistern Theiner, die unserer Mutter auf unserem letzten Weg die Ehre erwiesen haben. Die Trauerfamilie
Immer wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich gefangen, so als wärst du nie gegangen. Was bleibt, sind Liebe und Erinnerung.
1. anniversario
Bruno Lorenzani *14.04.1940 † 14.04.2014 Lasa
Ganz besonders gedenken wir deiner am Sonntag, 12. April 2015 um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Laas. Continuiamo ad amarti… Mariuccia, Mirka, Roberta e famiglie
Alois Bernhart * 13.08.1930 † 17.02.2015 Mals
Danke
Für die große Anteilnahme die wir in dieser schweren Zeit der Trauer erfahren durften, bedanken wir uns herzlich. Dankeschön für die vielen tröstenden Worte, die stillen Umarmungen und für alle Zeichen des Mitgefühls und der Verbundenheit. Ein Dank gilt auch allen, die unseren lieben Luis im Leben geschätzt haben, ihn in lieber Erinnerung behalten und seiner im Gebet gedenken. Die Trauerfamilie
Der Tod eines lieben Menschen ist wie das Zurückgeben einer Kostbarkeit die uns Gott geliehen hat.
10. Jahrestag
Gottfried Thoma *28.7.1932 † 1.4.2005 Eyrs
10 Jahre sind nun schon vergangen, seit du uns verlassen hast. Wir gedenken deiner beim Gottesdienst am Ostersonntag, 5. April 2015 um 10 Uhr in der Pfarrkirche von Eyrs und danken allen, die dich in lieber Erinnerung behalten. Deine Familie
Dank sei dem von Herzen der am Grab noch an mich denkt und aus seinem guten Herzen mir ein Vaterunser schenkt.
Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich sehen können, wann immer wir wollen.
19. Jahrestag
Herbert Lösch * 30.07.1969 † 31.03.1996 Freiberg Kastelbell
Ganz besonders gedenken wir unseres lieben Herbert am Sonntag, 12. April bei der hl. Messe in Freiberg um 9.45 Uhr.
2. Jahrestag
Artur Fuchs *23.12.44 † 07.04.2013 Morter
In Liebe gedenken wir Deiner am Ostersonntag, 5. April 2015 um 20.00 Uhr in der Pfarrkirche von Morter.
Deine Familie
Die Familie
02.04.15
Vinschgerwind 7-15
/Kleinanzeiger/ 55
Allfälliges/Weiterbildung Busfahrt am Sonntag, 26. April 2015
Sa. 4. April 2015
Ostermarkt
Bodenseeschifffahrt
im Blumenparadies
mit den südt. Spitzbuam Anmeldung Tel. 0473 668 058 Prokulus Reisen-Schupfer
Orchidee 2 Latsch – Schlanders Tel. 338 24 25 250
KAUFE
9,90 €
Stiele
Tauschmarkt des KFS Naturns
Verkauft wird alles für das Kind bis 14 Jahren. Annahme: Freitag, 17.04.2015 8.30 – 11.30 Uhr, 15.00 – 18.00 Uhr Verkauf: Samstag, 18.04.2015 durchgehend 8.00 – 18.00 Uhr Rücknahme: Montag, 20.04.2015 10.00 – 12.00 Uhr, 15.00 – 17.30 Uhr NEU: Pro Person werden maximal 30 Artikel angenommen. Interessierte Verkäufer brauchen eine Kundennummer. Kundennummernausgabe: Mittwoch, den 15.04.2015 zwischen 17.00 und 18.00 Uhr im Eingangsbereich des Rathauses. Info abends Tel.0473/666 116 oder 0473/666153
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Patrik Tschenett Fr, 10.04. – Sa, 09.05.2015 (jeweils Fr und Sa) 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 8 Treffen OSZ Mals 115 Euro Mo, 08.04.2015
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Martina Thanei TERMINE Fr, 17.04., Fr, 24.04., Fr, 08.05.2015 UHRZEIT 15.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT JUMA Mals Kursbeitrag 12 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Di, 14.04.2015
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Hubert Piccolruez TERMINE Mo, 27.04. – Fr, 01.05.2015 UHRZEIT 08.30 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 5 Treffen ORT Kulturhaus „Karl Schönherr“ Schlanders Kursbeitrag 120 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 23.04.2015
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Karin Gärber und Daniel Telser Fr, 01.05., Sa, 02.05., So, 03.05.2015 Fr, 14.00 Uhr – So, 14.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen Tomberg Kastelbell 70 Euro Mo, 27.04.2015
Info – Anmeldung:
Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it
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10. YETITROPHÄE Skirennen um die Yetitrophäe
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