Skip to main content

Vinschgerwind Ausgabe 4-14

Page 1

Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 4 (221) 20.02.14 I.P. 10 Jg.

www.vinschgerwind.it

Nachdenken über Organspende im Vinschgau

www.nika-gmbh.com

Wir suchen Verstärkung für unser Team!

NIKA GmbH Industriezone 1/C – Latsch Tel. 0039 0473 73 96 99 info@nika-gmbh.com


2 /wandern/

Vinschgerwind 4-14

Winterwanderungen

Höhentouren

Foto: ©Vinschgau Marketing/Frieder Blickle

Schneeschuhtouren

20.02.14

Ausflugtipp:

Der Reschensee im Winter Reich an Möglichkeiten, reich an Höhepunkten: Der Reschensee und die unmittelbare Umgebung rund um den Stausee haben im Winter einiges zu bieten. Wenn der gefrorene Schnee beim Wandern unter den Füßen knirscht, die Kufen beim Eislaufen über das glatte Eis gleiten oder die Snowkiter in der glitzernden Wintersonne ein buntes Schauspiel bieten... immer nimmt der zugefrorene Reschensee die Hauptrolle im zauberhaften Winterspektakel ein. Winterwandern am Seeufer entlang, Langlaufen gleich in drei Ländern oder aber Schneeschuhwandern in einer tief verschneiten Winterlandschaft: Die Vielfalt rund um den Reschensee

scheint schier unendlich zu sein. Und spätestens seit der Austragung der „Alternativen Elfstädtetour“ ist der auf knapp 1.500 Höhenmeter gelegene Stausee auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Der Weg, der rund um den Reschensee führt ist gewalzt und gut präpariert, sagt Uli Stampfer von der Ferienregion Reschenpass. Einem Winterwandervergnügen auf den 15,3 Kilometern, die rund um den See führen, steht demnach nichts im Wege. Sorgen bereitet den Verantwortlichen heuer allerdings die Natureisfläche, die bei eisigen Temperaturen 40 Zentimeter dick ist und täglich gehegt und gepflegt wird. Doch heuer fehlt der Dauerfrost. In diesen Tagen ist Eislaufen am Reschensee

nicht möglich, sagt Uli Stampfer. Leider. Und doch hoffen die Verantwortlichen, dass sich das vielleicht noch ändern wird. Schifahrer kommen im unmittelbar daneben liegenden und mehrfach ausgezeichneten Schigebiet Schöneben auf ihre Kosten, und für die Snowkiter ist der Reschenpass schlicht ein Paradies mit Wind, Wetter und Lage. Wer das Snowkiten mal ausprobieren will, kann sich einfach bei der KiteboardingSchule Reschen anmelden. Idealer Ausgangspunkt für sämtliche Aktivitäten, die rund um den Reschensee zur Auswahl stehen, ist die Seeresidence „Mein Dörfl“. Direkt am Reschensee gelegen und mit Restaurant und Barbetrieb ausgestattet, bietet es ideale Vo-

Den Reschensee im Winter erleben: zu Fuß, mit Schneeschuhen oder Skiern. Oder aber einfach nur das Schauspiel der Eissegler oder Snowkiter beobachten. Diese haben den Reschensee längst für sich entdeckt.

Einkehrtipp: Mein Dörfl, Restaurant, Bar & Chalets - direkt am Reschensee gelegen und zu jeder Tageszeit der ideale Treffpunkt.

raussetzungen, um gestärkt die atemberaubende und einmalige Natur zu erleben. Die Küche hier ist traditionell, aber auch offen für internationale Einflüsse und beeindruckt immer wieder mit neuen, frischen Ideen. Und die selbstgemachten Kuchenspezialitäten runden den herrlichen Ausblick auf den Reschensee und das Ortlermassiv ab. (ap)


20.02.14

Inhalt

Vinschgerwind 4-14

/inhalt/ 3

Kommentar Organspenden im Vinschgau: Leben retten

Das Realgymnasium Schlanders ist in PISA-Studie Spitze

Seite 6

Seite 5

St. Valentin/Graun: Säumige Gemeinde

Seite

4

Schlanders: Konkurrenz am Schlandraunbach

Seite

4

Schluderns: Wegmann fordert „kleines Edelweiß“, sonst „Wegi-Liste“

Seite

5

Lana/Mals: Steiniger Weg bei „Stiegen zum Himmel“

Seite

8

Prad: Tourismusverein Prad startet durch

Seite 10

Tartsch: Vinschger ist herausragender Pizzaiolo

Seite 10

Leserbriefe

Seite 12

Partschins: Die größte AVS-Ortsstelle in der Sektion Meran

Seite 14

Bozen/Schnals: Filmpremiere „Das finstere Tal“

Seite 15

Menschen: Jacques Guidon - „Rätoromanisch ist die Sprache meines Herzens Seite 16 Goldrain/Vinschgau: Wertschätzung wertvollster Wert

Seite 23

Schlanders: MO.SE-Projekt in der TFO Schlanders

Sonderthema: „Leben an der Grenze“

ab Seite 29

Nationalpark Stilfserjoch: König der Lüfte - Steinadler-Monitoring Di Schweizer hobm ogstimmp unt gsogg, dass si gegn a Masseneinwonderung sain. I glab it, dass si do a di Vinschgr gmoant hobm.

Seite 25 Seite 36

I war drfir, dass miar Vinschger olle zur Schweiz gean sollatn. Miar brachtn it lai di Lait, sondern a s’Tol mit in die Schweiz. I will driber a Volksobstimmung.

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Kulturregion Vinschgau? Bei den Tourismusvereinen im Tal scheint überall der Zusatz auf „in der Kulturregion Vinschgau“. Als „Kulturregion“ soll unser Tal also touristisch vermarktet werden. Vinschgau Marketing, das Zentrum der Vermarktung unter dem Direktor Kurt Sagmeister, hatte diese Idee. Sind das bloß hohle Worte? Schall und Rauch? Eine Art Alibi, damit man sich irgendwie von den anderen Ferienregionen in Südtirol unterscheiden kann? Es hat den Anschein. Ein Beispiel: Kürzlich fand in Lana die Vollversammlung der Teilnehmer am Projekt „Stiegen zum Himmel“ statt. Keiner aus den Reihen von Vinschgau Marketing hat daran teilgenommen. Das vor Jahren als InterregProjekt angelegte Ansinnen, Kulturstätten im Vinschgau, romanische Bauten, Kirchen, Schlösser usw. begehbar, sichtbar, bekannt zu machen, ist in der obersten Etage der Tourismusverantwortlichen offensichtlich nicht angekommen. Ausgegangen ist das Projekt zudem von der Ferienregion Obervinschgau, also keine von außen aufgepfropfte Idee, sondern eine, welche Vorhandenes aufwerten, ins Bewusstsein rücken wollte. Und: Die Nachbarn aus der Schweiz, das Burggrafenamt, das Unterland, den Nonsberg hat man miteingebunden. Ein Projekt mit Strahlkraft, mehrfach grenzüberschreitend, ein nachhaltiges Projekt, möchte man meinen, ein viel versprechendes auch. Denn die Kirchen, die Fresken, die Mauern waren da, sind und bleiben, während Vorstände, Direktoren, Politiker, Tourismusmanager wechseln. Will man tatsächlich Kulturregion sein, wird man um Vorhandenem - und kostbare Bauten aus romanischer Zeit hat der Vinschgau und dessen Umgebung gar einige zu bieten - wohl kaum herumkommen. Kulturregion aber nur als Feigenblatt ist mir zu wenig, zu billig auch. Also ihr Tourismusoberen, macht’s einmal eine nasefassende Kulturfahrt durch die Kulturregion Vinschgau - und darüberhinaus.

BILDER & RAHMEN

Mannsbilder

TISCHLEREI + RAHMENWERKSTATT KARL FLEISCHMANN Lafermweg 2 39028 Schlanders (BZ) Tel. 0473 621204 mobil 340 5014320


4 /politik/

Vinschgerwind 4-14

Wind - online

Experten-Wunder

Konkurrenz

J

Foto: Erwin Bernhart

ahrelange und teilweise auch zähe Verhandlungen hat es gebraucht, um eine neue stromtechnische Nutzung des Schlaandraunbaches auf Schiene zu bringen. Der Schlanderser BM Dieter Pinggera (Bild) und der Präsident des Sonderbetriebes Gemeindewerk Schlanders Gottfried Niedermair haben alle Konzessionäre am Schlandraunbach unter einen Hut bringen können - die Landwirtschaft behält ihr Wasser auf jeden Fall und die Erlöse aus der Stromgewinnung kommen der Allgemeinheit zugute, so das Prinzip der Vorgangsweise. Bisher erzeugt das E-Werk Schlanders mit seinem Werk rund 7,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Der Malser Ingenieur Walter Goster hat ein komplexes, mehrstufiges E-Werksprojekt ausgearbeitet, wonach eine Stromproduktion von rund 20 Millionen kWh pro Jahr herausschauen könnte. Am 30. August 2013 ist mit dem Lokalaugenschein das Wasserrechtsverfahren eröffnet worden. 30 Tage danach ist im Amt für Stromversorgung ein Konkurrenzprojekt der Linderhof GmbH eingereicht worden. Am 26. Februar 2014 gibt es einen diesbezüglichen Lokalaugenschein. Mit vielen Eingaben gegen das Konkurrenzprojekt ist die Gemeinde Schlanders gewappnet. Denn es kann nicht sein, dass ein durch jahrelange Verhandlungen erreichtes und austariertes System so Mirnichtsdirnichts durcheinandergebracht werden soll, heißt es in Schlanders. (eb)

Glauben Sie, dass die Landwirtschaft in Zukunft in Südtirol/im Vinschgau ein Image-Problem bekommen wird? (50 abgegebene Stimmen)

54 % JA

(27 Stimmen)

46 % NEIN

(23 Stimmen)

Neue Umfrage: Stehen Sie grundsätzlich als Organspender bereit?

Säumige Gemeinde St. Valentin a.d.H. - Der Bericht im Vinschgerwind 3/14 über den Schneehaufen an der Bushaltestelle in St. Valentin hat nun den Besitzer des beanstandeten Grundstückes auf den Plan gerufen. Christoph Hofer von der „Pension Hofer“ verweist auf einen Schriftverkehr mit der Gemeinde Graun, der im Sommer 2013 begonnen hat.

von Erwin Bernhart

C

hristoph Hofer hat mit einem Schreiben bereits im Juni 2013 die Gemeinde Graun darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht angehe, an der Grenze zu seinem Privatgrundstück, der Bauparzelle 31, eine Bushaltestelle zu errichten. Schüler und Fahrgäste müssten so beim Aussteigen über den Grund Hofers gehen. Die Gemeinde solle zu diesem Umstand Stellung beziehen. Hofers Wunsch war es, dass diese Situation geändert werde. Weil es die Gemeindeverwaltung bzw. BM Heinrich Noggler für nicht notwendig erachtete, auf den Brief Hofers zu antworten, machte Hofer bei den Carabinieri eine Anzeige, in der er der Gemeinde „unterlassene Amtshandlung“ vorwarf. Daraufhin kam eine Antwort von BM Noggler. Sinngemäß: Hofer möge sich in der Gemeinde melden, „nach vorheriger Termin-

BM Heinrich Noggler (links) hat nach dem Artikel im Vinschgerwind sofort die Vermessungstechniker geschickt

vereinbarung“, zusätzlich ein Notabene - „Sprechstunde Bürgermeister Dienstag Vormittag.“ Hofer fühlte sich gefrotzelt und zog es vor, am 30.August 2013 schriftlich noch einmal - auch mit dem Hinweis auf den bevorstehenden Schulbeginn - auf eine Lösung des Bushaltestellenproblems hinzuweisen. „Mir drängt sich der Verdacht auf, dass meine Anfrage nicht beantwortet wurde, weil ich in Fragen Gletscheranbindung KaunertalPitztal einen für die Gemeinde unbequemen Standpunkt vertrete“, schrieb Hofer. Auch der Mittelschuldirektion teilte Hofer seine Bedenken über die Nutzung des Privatgrundes mit. Schriftliches kam nichts von der Gemeinde, dafür wieder eine Einladung für eine mündliche Aussprache. Hofer nahm diese wahr und machte der Gemeinde Vorschläge für eine Lösung: eine Art Raumordnungsvertrag, oder einen Parkplatzersatz. Die Gemeinde willigte in keinen

der Vorschläge ein. Dann kam der Schnee, der Schneehaufen, den unter anderem der LandesSchneepflug angehäuft hat dann kamen die Proteste und letztlich der Bericht im Vinschgerwind . „Es wäre fast so, dass ich den Schneehaufen auf meinem Grund verräumen sollte, damit die Leute ihn als Gehsteig benutzen können“, ärgert sich Hofer über die säumigen Gemeindeverwalter. BM Heinrich Noggler meint, mit den Vorwürfen Hofers konfrontiert, dass Hofer einen TamTam aus der Sache mache. Die Gemeinde habe letzte Woche einen Techniker beauftragt, die Grundverhältnisse genau auszumessen, die Ergebnisse lägen vor und Hofer sei für diese Tage für ein klärendes Gespräch eingeladen. Sollte es tatsächlich sein, dass der gesamte Grund Hofer gehört, werde man eben auch über eine Enteignung nachdenken müssen.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Schlanders

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Foto: Erwin Bernhart

Die Landesregierung hat eine Expertenrunde eingesetzt, die Strategien im Bereich Stromerzeugung und -verteilung erarbeiten soll. Den Vorsitz hat der Prader Georg Wunderer inne.

20.02.14


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

Schlanders/Vinschgau

/politik/ 5

Vinschgau

D

M

ie Zahlen versetzen Lehrerteam und Direktor regelrecht ins Schwärmen. Die Zahlen, das sind die Schulergebnisse der PISA-Studie, die frisch auf dem Tisch liegen und bei denen die Schülerinnen und Schüler des Real- und Sprachengymnasiums Schlanders ausgezeichnet abschneiden und die Schule selbst einen Bildungserfolg auf ganzer Linie einfährt. In allen drei Disziplinen – Mathematik, Lesen, Naturwissenschaften – liegen die Schüler vorn, im Spitzenfeld. Die Maßstäbe gibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz OECD vor. Einen satten Wissensvorsprung haben die Musterschüler nicht nur, wenn man den Vergleich zu diesem OECDMittel sucht, sondern auch gegenüber der deutschen Schule und der deutschen Gymnasien in Südtirol (s. Grafik). Getestet wurden im Schuljahr 2011/2012 insgesamt 43 Schülerinnen und Schüler, die nach dem Zufallsprinzip ausgelost wurden. Während die Ergebnisse nach Län-

Grafik: OECD/Vinschgerwind

Die Glanzleistung

Höchste Wahlbeteiligung

Real- und Sprachengymnasium Schlanders

Deutsche Schule

Deutsche Gymnasien Südtirol

OECD-Mittel

Die Grafik zeigt die Ergebnisse der Schule in Relation zum gleichen Schultyp, zum Gesamtdurchschnitt der deutschen Schule und zum OECD-Mittel.

dern bereits Ende vergangenen Jahres bekannt wurden, liegen die schulspezifischen Ergebnisse eben jetzt vor. Die Ergebnisse der weltweit durchgeführten PISA-Studie, so heißt es darin, „spiegeln die gesamte Lernlauf-

bahn der 15-jährigen wider und kann nicht nur auf die jeweilige Oberstufe reduziert werden.“ Lob gebührt demnach auch den Grund- und Mittelschulen Vinschgaus, die eine gute Basis gelegt haben. (ap)

it 30,8 Prozent Wahlbeteiligung bei der Volksabstimmung am 9. Februar 2014 weist der Vinschgau landesweit den höchsten Prozentsatz auf. Dass dem so ist, ist wohl einer äußerst aktiven Bezirksgruppe der Initiative für mehr Demokratie geschuldet - und auch dem Vinschgerwind . Kurz vor der Vo l k s b e f r a gung konnte unsere Titelgeschichte über den Inhalt der Befragung zumindest etwas aufklären. Eine äußerst sperrige institutionelle Bekanntmachung über Inhalt und Zielsetzung der Volksbefragung in den Tageszeitungen hat ihre Wirkung wohl komplett verfehlt. Zudem sind die Wahl-Plakatflächen großteils leer geblieben. Landesweit haben sich 26,8 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt. Mit 65,2 Prozent Nein-Stimmen wurde das SVP-Gesetz zur Bürgerbeteiligung abgelehnt. (eb)

Schluderns

Wind-Leser Foto

Kommt eine „Wegi-Liste“?

...kontrast - arm...

er bis kurz vor Weihnachten 2013 gewesene BM von Schluderns Erwin Wegmann (Bild) verunsichert und düpiert den SVP-Ortsausschuss von Schluderns. In einem Schreiben an den SVP-Ortsobmann Martin Reinalter, an den neuen SVPBezirksobmann Plangger und an den SVP-Obmann Theiner hat Wegmann mitgeteilt, dass er seine nochmalige Kandidatur für das Amt des BM „bekannt gibt“. Und zwar für die SVP. Eigentlich ist es Sache des SVP-Ortsausschusses, seine Kandidaten für den Gemeinderat und auch die BM-Kandidaten ausfindig und namhaft zu machen. Reinalter vermutet im eingeschriebenen Brief eine ungeschickte Formu-

lierung von Seiten Wegmanns. Jedenfalls ist in der Causa am vergangenen Montag im SVPPräsidium in Bozen im Beisein von Reinalter und Wegmann beraten worden. Man solle, so hieß es aus dem Präsidium, auf Volk und Partei-Statuten achten. Wegmann hat in Bozen das „kleine Edelweiß“ gefordert. Bekomme er das nicht, werde er eben eine eigene Liste zusammenstellen. Kommt der offizielle Antrag auf ein „kleines Edelweiß“, muss der Ortsausschuss innerhalb 8 Tagen darüber befinden. Allerdings hat Wegmann auch klar gemacht, dass er mit Teilen des alten Rates und mit Teilen des Ortsausschusses nicht zusammenarbeiten könne. (eb) Foto: Erwin Bernhart

D

Foto: Patrizia Gunsch Niederholzer aus Mals Haben auch Sie einen interessanten Schnappschuss gemacht? Schicken Sie ihn an redaktion@vinschgerwind.it. Wir veröffentlichen das Foto bei Gelegenheit.


6 /Titel/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Organspende

Aufklärung ist wichtig In Südtirol gibt es 255 Dialysepatienten, im Vinschgau sind es 27. Die Betroffenen müssen mit vielen Einschränkungen leben. Eine Spenderniere könnte ihnen Lebensqualität zurück geben - ihr Leben retten. Bei der Informationsveranstaltung in Schluderns versuchen Fachleute die komplexe Thematik Organspende zu beleuchten und zu informieren. Unter den Referenten befindet sich der weltbekannte ehemalige Leiter der Transplantationsmedizin an der Universitätsklinik Innsbruck Prof. Raimund Margreiter.

D

ie beste Therapie ist eine Transplantation“, sagt Gustav Kofler aus Matsch. „Die Dialyse ist nur eine Ersatztherapie.“ Und er weiß wovon er spricht. Er ist Dialysenpatient und hat mit einer Spenderniere gelebt. Doch der Reihe nach. Nach der Diagnose Niereninsuffizienz wurde Kofler 2004 zum Dialysepatienten, der dreimal in der Woche die sogenannte „Blutwäsche“ über sich ergehen lassen musste. Die Aufenthalte in der Dialysestation zwängten sein Leben in ein Korsett - mit festgelegtem Wochenplan. Er musste darauf achten, keine kaliumhaltige Nahrungsmittel zu sich zu nehmen und so wenig wie möglich zu trinken. Koflers Leben war der Dialyse untergeordnet. Er ließ sich in die Warteliste für eine Nierentransplantation in der Universitätsklinik in Innsbruck eintragen. Der erlösende Anruf kam 2008. Eine neue Niere schenkt ihm die verloren gegangene Lebensqualität zurück. „Das Schönste war, dass ich endlich nach Herzenslust trinken konnte“, betont Kofler. Er fühlte sich wieder frei und wohl. Vier Jahre später versagte die Spenderniere. Als Grund vermutet er ein falsch eingesetztes Schmerzmittel. Seit Dezember 2012 ist Kofler wieder Dialysepatient und hängt dreimal wöchentlich für vier bis fünf Stunden am Dialysegerät im Krankenhaus Schlanders. Dort trifft er regelmäßig auf Egon Blaas aus Schluderns, dem Ähnliches widerfahren ist. Blaas hatte nach Jahren der Dialyse 2004 ebenfalls eine Spenderniere in Innsbruck erhalten. Zehn Jahre lang funktionierte diese, dann verschlechterten sich die Werte. Seit 2013 ist auch er wieder Dialysepatient. Spendernieren halten durchschnittlich sieben bis acht Jahre. Doch es gibt auch Menschen die jahrzehntelang mit einer Spenderniere leben. Kofler und Blaas sind wieder in der Warterliste in der

Universitätsklinik Innsbruck eingetragen und hoffen auf die Transplantation. Derzeit macht Kofler zusätzlich die Proben für eine Lebendspende. Seine Schwester will ihm eine Niere schenken. Das Warten zermürbt ihn. „Den Durst halte ich kaum noch aus“, klagt Kofler. Jeder Dialysepatient ist sich bewusst, dass das Blutreinigungsgerät seine Niere nicht auf Dauer ersetzen kann. Die Nebenwirkungen können zu Gefäß-, Herz- und Gelenkserkrankungen führen. Ein Leben unter dem Damoklesschwert also. Jederzeit kann Unvorhergesehenes passieren. Die körperlichen und seelischen Belastungen sind groß. Und manche Patienten überleben die Wartezeit nicht. In der Dialyse-

station im vierten Stock des Schlanderser Krankenhauses unterziehen sich derzeit 27 Patientinnen und Patienten dreimal wöchentlich dem Dialyseverfahren. Dabei werden Schadstoffe und Wasser aus dem Blut herausgefiltert. Für die einen ist die Prozedur mehr belastend, für andere weniger. In Südtirol müssen sich derzeit 255 Patienten der Dialyse unterziehen. 2011 warteten in Italien 5.591 Personen auf eine Niere, 990 auf eine Leber und 718 auf ein Herz. Betroffene in der Warteschleife klagen oft über fehlende Spenden-Bereitschaft. Diese Befindlichkeit relativiert der ärztliche Landeskoordinator für Transplantation, Primar Bruno Giacon: „Die Bereitschaft Organe zu spenden ist in Südtirol durchaus gegeben. 2013 kam es zu 22

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

von Magdalena Dietl Sapelza

Gustav Kofler aus Matsch, Vinschger Koordinator im Südtiroler Nierenkrankenverein „nierene“ und Vereinsmitglied Egon Blaas aus Schluderns haben den hochkarätig besetzten Informationsabend zum Thema Organspende in Schluderns organisiert: „Wir wollen sensibilisieren“


20.02.14

Hirntod-Feststellungen. In elf Fällen wurden die Organe gespendet. Damit lag Südtirol über dem nationalen Durchschnitt.“ Dass die Bereitschaft zu spenden gestiegen ist, hänge auch damit zusammen, dass unter der Leitung von Primar Peter Zanon eine Fachgruppe eingesetzt worden ist, die sich in den Intensivstationen den Fragen zur Organspende stellt und das komplexe Thema Transplantation unterstützt. Wird der Hirntod bei einem Menschen festgestellt, der seinen Willen als Organspender nicht bekundet hat, haben die Ärzte einer Intensivstation die delikate Aufgabe, die Angehörigen zu fragen, ob sie einer Organspende zustimmen könnten. Die schwierige Situationen setzt ein großes Feingefühl voraus. Es entscheiden die nächsten Angehörigen (Eltern, Ehepartner, Lebensgefährte, volljährige Kinder). Für Minderjährige entscheiden die Eltern beziehungsweise deren gesetzliche Vertreter. Die Voraussetzung, dass Organe entnommen werden können, ist der irreversible Ausfall des Gehirns in seiner Gesamtheit bei gleichzeitiger künstlichen Aufrechterhaltung des Kreislaufs durch maschinelle Beatmung. Falls jemand die Organspende schriftlich ablehnt, kommt diese nicht in Frage. Die Organspende in Südtirol ist durch gesamtstaatliche gesetzliche Bestimmungen geregelt (Gesetz aus dem Jahre 1999). Zum Teil fehlen noch die Durchführungsbestimmungen. Grundsätzlich können alle mündigen volljährigen Personen Organspender werden, die ihren Willen bekunden, dass im Falle ihres Todes ihre Organe zu Transplantationszwecken entnommen werden können. Klarheit schafft eine zu Lebzeiten hinterlegte schriftliche Verfügung (ausfüllen des blauen Ausweises beim Gesundheitsministerium, oder bei der Vereinigung der Organ- Gewebe- und Zellenspender A.I.D.O.; Info: www.aido.it/bolzano). Ärzte haben im Falle eines Hirntodes dann sofort Zugang zu den entsprechenden Daten. Die Erfahrung zeigt, dass sich die wenigsten Menschen sich mit den Gedanken an den Tod beschäftigen. Potentielle Organspender sind deshalb oft Opfer von Unfällen, bei denen die Gehirnfunktion unwiederbringlich zerstört worden ist und die restlichen Organe noch transplantierbar sind. Anders als in Italien gibt es in vielen europäischen Staaten, so zum Beispiel in Österreich, die Widerspruchslösung. Das heißt: Jede/jeder gilt als potentieller Organspender, der sich nicht zu Lebzeiten ausdrücklich dagegen ausgesprochen hat. Der italienische Gesetzgebers zieht in Erwägung, möglichst alle Bürger zur dokumentierten Zustimmung zu bewegen. Einiges in diesem Zusammenhang ist allerdings noch nicht verbindlich geregelt. Die am häufigsten gestellte Frage im Zusammenhang mit der Organspende lautet:

Vinschgerwind 4-14

/Titel/ 7

Informationsabend

des Südtiroler Nierenkrankenvereins „nierene“ zum Thema: „Organspende kann Leben retten“ am Freitag, 21. Februar 2014 um 19.30 Uhr im Kulturhaus von Schluderns Referenten: Prof. Dr. Raimund Margreiter – ehemaliger Leiter der Transplantations-Chirurgie der Uniklinik Innsbruck Primar Dr. Bruno Giacon – Ärztlicher Landeskoordinator für Transplantation Dr. Davide Willeit – ehemaliger Gesundheitsdirektor Bezirk Bruneck Dr. Claudia Bösmüller – Oberärztin - Transplantations-Chirurgie Innsbruck Dr. Peter Zanon – Geschäftsführender Primar Anästesie und Intensivmedizin Dr. Kurt Habicher – Oberarzt Anästesie und Wiederbelebung im KH Schlanders Dr. Gregor Rungger – Facharzt für Neurologie Dietrich Oberdörfer – Vorsitzender Südtiroler Nierenkrankenverein Hochwürden Paul Schwienbacher – Pfarrer von Matsch, Schluderns und Glurns Johanna Stecher – Koordinatorin der Dialysestation Schlanders Barbara Vidal – seit 22 Jahren transplantiert Gustav Kofler – Dialysepatient in Vorbereitung für Lebendspende Moderation: Dr. Ulrich Seitz – Geschäftsführender Direktor - Amt für Krankenhäuser Prov.BZ

Ist es ganz sicher, dass der Verunglückte, der explantiert werden soll, auch tot ist? Aus medizinischer Sicht ist ein Mensch tot, wenn alle Hirnfunktionen unwiderruflich ausgefallen sind. Der Ausfall kann sicher und ohne Irrtum festgestellt werden. Bei einem Patienten mit ausgefallener Hirnfunktion wäre längst der Atem- und Herzstillstand eingetreten, wenn diese nicht auf der Intensivstation künstlich aufrecht erhalten würden. Bei möglicher Organspende unterliegt die Feststellung des Todes eines Patienten einer strengen gesetzlichen Regelung. Eine dreiköpfige Ärztekommission bestehend aus einem Neurologen, einem Intensivmediziner und einem Rechtsmediziner testet innerhalb des festgesetzten Zeitraumes von sechs Stunden den unwiederbringlichen Ausfall sämtlicher Gehirnfunktionen. Bei Abschalten der Maschinen würde der Mensch sterben. Die Katholische Kirche akzeptiert eine in ethischer Form durchgeführte Organspende. Bei Lebendspenden (wenn z.B. ein Sohn dem Vater ein Organ spenden will) kommen in Italien nur Niere und ein Teil der Leber in Frage. Entscheidend ist dabei der Gesundheitszustand des Spenders. Es muss einwandfrei festgestellt sein, dass dieser zum Beispiel nach dem Verlust einer Niere gut weiterleben kann. Entscheidend ist auch die Kompatibilität zwischen Spender und Empfänger. Innerhalb der Familie ist diese am größten. In Südtirol gab es 2013 drei Lebendspenden. Die Transplantationen an Südtirolern werden, laut Gaicon, fast ausschließlich in

der Universitätsklinik in Innsbruck durchgeführt. 2013 wurden den Südtiroler Patienten dort 28 Organe implantiert. 27 Organe kamen im Gegenzug aus Südtirol. „Es ist uns erstmals gelungen, ein Gleichgewicht zwischen dem Nehmen und dem Geben herzustellen“, sagt Giacon. Er gibt zu bedenken, dass längst nicht alle Organe jener transplantiert werden können, die ihre Bereitschaft bekundet haben. „Die Organe müssen absolut gesund sein“, so Gaicon. Diese werden genauestens histologisch untersucht. Bei kleinster Schädigung kann das Organ nicht verwendet werden. Das Durchschnittsalter der Spender in Italien beträgt 63 Jahre. Das sagt einiges aus. Kofler und Blaas sind Mitglieder im Südtiroler Nierenkrankenverein „nierene“ (mit rund 300 Mitgliedern). Kofler ist Koordinator im Vinschgau. Beide haben nun den Informationsabend in Schluderns organisiert. Es ist ihnen gelungen, namhafte Referenten zu gewinnen. Das Ziel ist es, die Bevölkerung für das Thema Organspende zu sensibilisieren und umfassende Informationen zu liefern. „Man kann im Zusammenhang mit Organspende noch einiges mehr tun. Und es ist sehr wichtig, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren“, meint Giacon. Je mehr Menschen Bescheid wissen, umso größer wird der Kreis jener werden, die ihre Bereitschaft bekunden, Organe zu spenden. Das bedeutet mehr Chancen für kranke Menschen, ein Spenderorgan und dadurch wieder Lebensqualität zu bekommen. Denn - um es mit Koflers Worten zu sagen - „Die beste Therapie ist eine Transplantation.“


Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Erfolg: Südtirol Pass

Kompatschers Nachfolger

Vor zwei Jahren wurde der „Südtirol Pass“ eingeführt. Seither hat sich dieser für alle öffentlichen Verkehrsmittel gültige Fahrschein etabliert. Derzeit sind 121.525 Pässe im Lande aktiv genutzt, sowie 5353 Südtirol Pässe „free“ für Menschen mit Invalidität.

Helmuth Sartori (Bild), bisheriger Geschäftsführer der Schnalstaler Gletscherbahnen und Vizepräsident der Ortler Skiarena, verlässt das Schnalstal. Am vergangenen Freitag war sein letzter Arbeitstag. Sartori wird Nachfolger von Arno Kompatscher, der als BM von Völs auch als geschäftsführender Präsident die Liftanlagen auf der Seiseralm geführt hat. Der Wechsel von Sartori auf die Seiseralm bedingt auch eine Neubesetzung in der Ortler Skiarena.

von Albrecht Plangger

Steinige Stiegen

Italien braucht dringend Reformen. Ministerpräsident Letta soll mutig seinen Weg weitergehen und der Parteisekretär Renzi soll Italien effektiv verändern und zur Besserung bringen. Letta wird nach den Reformen „ausgelaugt sein“ , dann aber sollte der Renzi immer noch frisch genug sein, den Reformprozess in positive Resultate für das Land und seine Bürger umzumünzen. Das wäre mein guter Rat an die beiden Hauptakteure in Rom. Trotz schwelendem Streit um die Führungsrolle und der AntiPolitik der Grillini jenseits von jedem demokratischen Grundverständnis, geht der Reformprozess weiter. Der Senat wollte die Abschaffung der direkten Parteienfinanzierung „versanden“ ( in Zukunft gibt es kein direktes Geld vom Staat, sondern nur Beiträge als Spenden von Privaten und Firmen oder einen Anteil vom Steueraufkommen, wenn die Parteimitglieder das berühmte „Kreuzchen“ auf der Steuererklärung machen). Ministerpräsident Letta hat aber zu Silvester gegengesteuert und nun den Senat gezwungen, die Reform umzusetzen. Dies hat er jetzt widerwillig getan, trotz vieler positiver Nebenwirkungen für die Kleinparteien im Lande. Das Wahlgesetz geht am 18. Februar in die Endrunde und ist am „Andreas Hofer Tag“ vielleicht schon in erster Lesung genehmigt. Positive Resultate der Regierungsarbeit sind auch im Dekret „ Destinazione Italia“ enthalten (Italien will sich damit attraktiver für ausländische Investoren gestalten): Neben Trient und Venedig erhält unser Land in Bozen eine spezielle Sektion des Unternehmergerichtes und somit mehr Rechtssicherheit und kürzere Verfahrenszeiten für die Firmen im deutschsprachigen Raum, Maßnahmen für weibliche Unternehmerinnen usw. .Auch im sog. Dekret „ Milleproroghe“ wird zwar wieder viel „verschoben und aufgeschoben, „aber durchaus auch im Sinne Südtirols (Harmonisierung der öffentlichen Buchhaltungssysteme, Aufschub und Entbürokratisierung von Brandschutzvorschriften bei mittelgroßen Gastbetrieben usw.).

Mals/Vinschgau/Lana - Das Interreg-Projekt „Alpine Straße der Romanik - Stiegen zum Himmel“ ist mit 31.12.2013 ausgelaufen. Die Kulturstätten wollen vorerst ohne finanzielle Hilfe aus EU-Töpfen weitermachen. Einige sind aus dem Projekt ausgestiegen. v.l.: Leo Andergassen (Schloss Tirol), Annemarie Schwarz (Kloster Marienberg, die nördlichste Kulturstätte), Projektleiterin Silvia Tumler, im Projektteam Maria Kreidl und der Traminer BM Werner Dissertori (mit St. Jakob in Kastelaz die in Südtirol südlichste Stätte)

Foto: Erwin Bernhart

Rom-Info ins Tal

Foto: Erwin Bernhart

8 /Wirtschaft/

von Erwin Bernhart

L

aas ist im laufenden Jahr nicht mehr beim Projekt „Alpine Straße der Romanik - Stiegen zum Himmel“ dabei. St. Sisinius, Sankt Marx und die Pfarrkirche zum hl. Johannes werden ab heuer nicht mehr auf dem Kartenmaterial des Projektes aufscheinen. Schloss Kastelbell ist ausgestiegen. St. Jakob in Söles ist noch fraglich. Auch bei den Schweizer Kulturstätten ist es bisher fraglich, ob sie mitmachen werden. Man sei zumindest in Verhandlung, auch mit der Biosfera des Val Müstair, um St. Johann in Müstair noch mit im Boot zu haben. Das viel versprechende Interreg-Projekt „Alpine Straße der Romanik“ ist mit 31. 12. 2013 ausgelaufen, die Gelder aus den Interreg-Fördertöpfen sind aufgezehrt. Dem gegenüber stehen 21 Kulturstätten und dahinter 14 Institutionen, die trotzdem dem Projekt treu bleiben und an das Potenzial, an die Anziehungskraft romanischer und kulturell wertvoller Kulturstätten glauben. Mit einem bescheidenen Budget von knapp 20.000 Euro für das Jahr 2014 sollen Grundstrukturen wie Öffnungen und Führungen und die Pflege der Webseite aufrecht erhal-

ten bleiben. Der Druck der Faltkarte und die Fortbildungen und die Veranstaltung „Zeit für Gastgeber“ sind 2014 wieder im Programm. Auch der erfolgreiche Tag der Romanik, bei dem 2013 rund 1200 Personen teilgenommen haben, wird am 11. Oktober 2014 heuer zum 7. Mal stattfinden. Die Projektleiterin Silvia Tumler und Maria Kreidl haben bei der Vollversammlung in der Bibliothek von Lana Rückschau gehalten und Ausblicke in eine „überschaubare Situation“ (Tumler) gegeben. Eine Erklärung über das Ausscheiden bisheriger Projekt-Teilnehmer konnten sie nicht liefern. Mögliche Änderungen im Faltkartenformat wurden in der Diskussion angeregt. Bei der Vollversammlung stark vertreten waren mit der BM von Dorf Tirol Elisabeth Laimer und dem neuen Direktor von Schloss Tirol Leo Andergassen und anderen das Burggrafenamt und neben anderen mit dem Traminer BM Werner Dissertori das Unterland. Dissertori wies darauf hin, dass im Unterland auch andere Kulturstätten im Programm aufgenommen werden könnten. Das Projekt, welches in der Ferienregion Obervinschgau seinen Ausgangspunkt genommen hat, bekommt demnach Verstärkung vor allem aus dem Süden Südtirols.


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/Wirtschaft/ 9

Latsch - Karl Pedross AG

Fotos: Karl Pedross AG

Wieder ein Grund zum Feiern

E

nde Januar wurde in der Produktionshalle der Pedross AG in Latsch der 50. Geburtstag des Firmeninhabers Martin Pedross gefeiert. Fast alle Mitarbeiter waren der Einladung zum exklusiven Frühstücksbrunch gefolgt. Bereits am Geburtstag selbst, Anfang Januar, hatten ca. 50 Mitarbeiter ihrem Chef mit ihrer eigenen Version des Liedes „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen ein Überraschungsständchen geboten und ihn

mit einem schönen Geschenk erfreut. Nach einer kurzen Ansprache von Martin Pedross wurde das großzügige Buffet eröffnet. Bei gemütlichem Zusammensein wurde viel gelacht und gescherzt. Der Höhepunkt war die Übergabe der Geschenke. Die Mitarbeiter hatten sich einiges einfallen lassen und ihr Chef war sichtlich gerührt. Damit nicht genug, ein Gedicht und Musik dem Geburtstagskind zu Ehren durften natürlich nicht fehlen und rundeten das Ganze ab.

Für das leibliche Wohl sorgte das Team von „Hannah & Elia“. Hier blieben keine Wünsche offen, vom einheimischen Honig über Käse, Wurst und Fisch bis zum selbst gemachten Brot mit Äpfeln oder frischen Früchtespießchen und Säften sowie deftigen Weißwürsten oder Knödelsuppe als Abschluss, war für jeden etwas dabei. Gefeiert und gelacht wurde bis in die Nachmittagsstunden.


10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Prad

Tourismusverein Prad zeigt sich selbstbewusst urzer Rückblick: Mit 5. August letzten Jahres gründete sich der Tourismusverein Prad um den Hotelier Alfred Karner neu. Grund: Viele Prader Betriebe fühlten sich in der Ferienregion Ortlergebiet hinten angestellt, eine gemeinsame Ausrichtung fehlte. Der Fokussierung Suldens auf den Wintertourismus konnte man in Prad nicht mehr folgen und so entschied man sich für die Trennung. Der Zuspruch von Seiten der Prader Touristiker war groß und so beantragten bei Gründung schon gut 80 Prozent die Mitgliedschaft im Verein. Der Zeitpunkt war bewusst gewählt. Die Einführung der Ortstaxe und die vereinsübergreifende Arbeit von Vinschgau Marketing schafften laut Karner gute Rahmenbedingungen für einen Alleingang. Ein Vereinspräsident war, mit Initiator Alfred Karner, schnell gefunden und der Ausschuss, bestehend aus Karin Wunderer, Michael Nigg und Fabian Rungg, wurde mit erfahrenen Leuten besetzt. Seit 1. Jänner diesen Jahres ist man nunmehr in Prad auf sich alleine gestellt. Einige Ungereimtheiten mit Sulden wurden ausdiskutiert und gelöst, einige sind noch aufzuarbeiten. Das Tourismusbüro in Prad wurde übernommen, die eigene Internetseite steht

Foto: Peter Pfeifer

K

Mitglieder und Ausschuss im Raiffeisensaal des aquaprad und die Drucksorten sind in Ausarbeitung. Eine völlige Isolierung beiderseits, da ist man sich einig, wäre wenig produktiv. Gemeinsame Projekte werden daher weiterhin stattfinden. Mit der 1. Vollversammlung am 28. Jänner gab es nun die erste offizielle Zusammenkunft. Zahlreich war man erschienen, auch weil noch viele Fragen offen waren, nicht zuletzt aufgrund der Einführung der Ortstaxe. Neben vielen Mitgliedern, mittlerweile 35 an der Zahl, und dem Ausschuss waren u.a. der Prader BM Hubert Pinggera als Vorstandsmit-

glied, sowie Vinschgau Marketing-Direktor Kurt Sagmeister anwesend. Alfred Karner betonte gleich zu Beginn noch einmal die Gründe für den eigenen Weg, den man nun eingeschlagen hatte. Die Aufwertung des Sommertourismus, die Einführung der Ortstaxe und die damit verbundene finanzielle Absicherung, sowie die vereinsübergreifende Arbeit von Vinschgau Marketing sind laut Karner Beweggrund und zugleich Grundpfeiler des Vereins. Mit diesen konnte man sich guten Gewissens an die Vereinsgründung wagen, so Karner. BM Pinggera gratulierte zur Neugründung und sicherte unterstützende Maßnahmen von Seiten der Gemeinde zu. Kurt Sagmeister klärte über die Tätigkeit von Vinschgau Marketing auf. Er betonte die Wichtigkeit eines gemeinsamen Auftretens der Tourismusvereine im Vinschgau. Dazu gehört auch das gemeinsame Layout der Websites. Auch jene des Tourismusvereins Prad fällt unter dieses gemeinsame Layout, ebenso die Drucksorten. Abschließend lobte er die rasche Entwicklung des Tourismusvereins Prad. Innerhalb kürzester Zeit seien wichtige Schritte und Maßnahmen für eine erfolgreiche Arbeit getroffen worden. (pp)

Tartsch/Rimini

Die Bosse kommen

Remo räumt Preise ab

B

R

Foto: „Wind“-Archiv

ei den Schnalstaler Gletscherbahnen werden Nägel mit hohen Köpfen gemacht: Am kommenden Donnerstag, den 26. Februar 2014 wird der Verwaltungsrat neu bestellt. Die bisherige Garde um Präsident Florian Kiem ist bis dahin noch geschäftsführend im Amt. Aus den Reihen der neuen Mehrheitseigner, der Schröcksnadel-Gruppe und der Athesia Druck GmbH, drängen die Bosse in den Verwaltungsrat. Es ist nicht auszuschließen, dass Michl Ebner und Markus Schröcksnadel ganz an die Spitze des Verwaltungsrates, also in Richtung Präsidentschaft streben. Ebner, so wird in Schnals gemutmaßt, will aus den Gletscherbahnen - eine Frage der Ehre - ein Musterskigebiet machen und die SchröcksnadelGruppe fügt mit Schnals ihren bislang neun Skigebieten das einzige Gletscherskigebiet hinzu. Klar dürfte auch sein, dass die Gletscherbahnen für einen rentablen Betrieb neue Betten in Schnals benötigen. (eb)

emo Sanson hat bei der größten internationalen Bäckerei-Messe in Rimini groß abgeräumt. Bei der „Fiera Sigep“ hat Remo unter 200 Teilnehmern in der Kategorie Choreografie - Presentazione mit einem Steinbock aus Salzteig seine Mitbewerber alt aussehen lassen und den ersten Platz errungen. In der Kategorie „klassische Pizza“ hat der Tartscher einen dritten Platz und mit seiner Kamut-Pizza hat er ebenfalls einen dritten Platz erobern können. Der Vinschger Remo Sanson, der in Tartsch die weitum bekannte „Pizzeria Remo“ betreibt, hat damit zum wiederholten Male den italienischen Pizzaioli in ihrer ureigenen Disziplin Paroli geboten. Die „Sigep“ ist die größte Ausstellung für Speiseeisherstellung, Konditorenbedarf und Bäckereizubehör. Im Rahmen dieser Ausstellung finden beachtenswerte internationale Wettbewerbe und Meisterschaften statt, in denen sich jeweils die Künstler ihres Faches einem internationalen Fachpublikum präsentieren. Im vorigen Jahr konnte die Messe gut 144.000 Besucher verzeichnen, Aussteller aus 140 verschiedenen Nationen waren vertreten. Heuer waren es

Foto: „Wind“-Archiv

Schnals

Remo Sanson mit Salzteig-Steinbock in Rimini: Sieger in der Kategorie Choreografie knapp 180.000 Besucher, die sich für die Nahrungs- und Genussmittelneuheiten am italienischen Markt interessierten. Sanson hat sich damit in einer fachlich anspruchsvollen Umgebung mit Phantasie und Können präsentieren können und in Rimini eindrucksvoll vorgeführt, dass eine Pizza aus Südtirol in der Zusammenstellung, im Geschmack und in der Präsentation mit den italienischen Pizze nicht nur mithalten, sondern sie sogar übertreffen kann.


/Wirtschaft/ 11

HaiderAlm Malga San Valentino 20.02.14

Schlanders

Vinschgerwind 4-14

Schlonderser Fosching 2014

S

chneewittchen und die Ferrarizwerge, die MGV-LoveParade, Don Vetzan im Kampf gegen die Schottermühlen..... der Schlonderser Foschingsumzug 2014 verspricht gar einige Hingucker in seiner 5. Auflage. Die Ideen der 17 Gruppen, die den Schlonderser Foschingszug heuer bilden sind bunt, wie die Teilnehmer selbst. Fantasievolle Kostüme und fahrbare Konstruktionen werden am 1. März, dem Faschingssamstag, Karibikfeeling in Schlanders verbreiten oder die Zuschauer ins Wunderland entführen. Auf die Kinder wartet Süßes, während die „Lotterweibelen“ im Namen des „Schlonderser Foschingsumzugs“ eine kleine freiwillige Spende erbitten und als Dankeschön Wäscheklammern von der Lebenshilfe Vinschgau gefertigt - verteilen. Und weil es schade ist, die aufwändigen Faschingskostüme nur einmal zu sehen, werden vier Gruppen

tische FantasneeSch nisse verhältder auf al m H aider

auch am Faschingsdienstag in der Fußgängerzone weilen und für Unterhaltung sorgen. Trägerverein des 5. „Schlonderser Foschingsumzugs“ ist der TV Schlanders-Laas, die Gemeinde Schlanders und verschiedene Wirtschaftstreibende unterstützen das Ganze finanziell. Am Rande erwähnt: Genau 5 Faschingsumzüge waren es, die in den 70er Jahren von den Vätern des „Schlonderser Foschingsumzugs“ organisiert wurden. Und genauso viele sind es mit dem heurigen Umzug, der an diese alte Faschingstradition in Schlanders anknüpft. (ap) Start: 14:30 Uhr. Strecke: Kulturhausplatz - Andreas-HoferStraße – Bürgerheim – Krankenhaus - FUZO – Stainerparkplatz - Gerichtsstraße – FUZO. In der Fußgängerzone endet der „Schlonderser Foschingsumzug“ und die Gruppen verbleiben dort.

s t h g i l h g i H r Winte

nerstag > Jeden Dounhwanderung Schneesch der > Heuer NEU

g a B r i A g i B

ggebliebene n u J d n u g n u für J ringt sie mit b s u ib k S r > De kipass ans Ziel

gültigem S k

Mitten drin im Obervinschgau www.haideralm.it / Tel. +39 0473 634 628


12 /Leserbriefe/

Vinschgerwind 4-14

Fairplay in Latsch Teil 2 Vorweg erst mal ein paar Gedanken zu Einkaufszentren. 1956 entstand in Minnesota (USA) das 1. Shopping Center der Welt. Ausgedacht von einem Österreicher namens Grünbaum. Sein Bauplan sah jedoch nicht nur ein Shopping-Center, sondern auch Wohngebäude, Schulen, Theater, Park usw. vor. Seine Idee war, den amerikanischen Vorstätten einen Ortskern zu geben, ein Zentrum zu schaffen wie Grünbaum es aus den Städten und Dörfern aus Österreich kannte. Gebaut wurde am Ende aber nur die Mall (Shopping-Center). Im Laufe der Zeit wurden dann immer größere und noch größere Malls aus den Boden gestampft. Doch zu Beginn des 21.Jh. wurden Shopping Centren zum Problem. Bis heute ist die fehlende Einbindung in die vorstädtischen Strukturen der Grund für den Niedergang vieler Malls, ihr Bauort war oft zu beliebig. Seit 2006 wurde in den USA kein neues Shopping-Center mehr gebaut. Einst waren sie Symbole des Wachstums und Wohlstands, heute sind von vielen amerikanischen Malls nur noch Ruinen übrig. Eine Art digitale Ruhestätte für sterbende Einkaufszentren ist: deadmalls. com – die web-site für tote Einkaufszentren, und die gibt’s in den USA massenhaft. Sogar eine Forschungsrichtung „Mall Archeology“ gibt’s. Heute werden Lifestyle Centren gebaut. Eigentlich das, was Grünbaum schon am Anfang machen wollte. Quelle: Spiegel Online – US Shopping Malls, Untergang

20.02.14

der Konsumtempel 2008 Bild. de 2013: Chinas mega Mall ist mega leer. Die „New South China Mall“ 600 000 qm Verkaufsfläche und mit Kino, Freizeitpark, Achterbahn und.. und .. 2005 eröffnet. 2008 sind von 1500 Geschäften gerade mal ein Dutzend belegt. In Europa: DIEZEIT.de 22.10.1965 Nr. 43 -Die leere Ladenstadt-, also schon 1965 schrieb man: Man nehme möglichst viele Parkplätze, errichte viele Einzelhandelsgeschäfte mit vollständigem Angebot von Lebensmitteln und Gebrauchsgütern.... fertig ist das Einkaufszentrum. Dieses scheinbar einleuchtende Rezept ist jedoch eine Milchmädchenrechnung. Denn wenn bestimmte Faktoren nicht stimmen, kann dies zu Problemen führen. Allen voran der Standort, aber auch viele Zweckkäufer bei Discountern und zu wenig Einkaufsbummelanten. So war’s 1965 in Köln. Heute wird in Europa noch Geld in Einkaufszentren investiert; viel in re-starting von Centren, die in den 70- und 80er Jahren gebaut wurden und in wenige neue Große (wobei ganz genau geschaut wird wo... und was...). Deutlich ist auch in Deutschland, Frankreich und Niederlande der Trend zu den amerikanischen Lifestyle Centren ersichtlich. Also zu belebten, offenen Flächen mit Ortszentrumcharakter, Ladenpassagen mit Freilufttheater usw.... genau was Grünbaum schon 1956 sagte und in die USA bringen wollte. Wir in Latsch wollen nun dahin, wo die anderen wieder herkommen. In Innsbruck und Bozen baut man jetzt EKZ

Sonntags geöffnet! Dienstag Ruhetag

Tel.+39 0473 831189 www.hotel-greif.com

Hotel - Restaurant Greif in Mals im März:

> Am Aschermittwoch: Traditionelles Stockfischgröstl sowie eine gehaltvolle Fischsuppe > Jeden Freitag in der Fastenzeit: Frischer Fisch in allen Variationen oder exzellente vegetarische Gericht für den, der es lieber fleisch- und fischfrei wünscht Anmeldung erwünscht! 0473-831189 Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Familie Sagmeister

in den Stadtzentren (Benko). Sozusagen eine Runde Karusell. Größer, weiter, schneller hat nicht nur Vorteile. Auf der anderen Seite gibt es zuhauf Studien über Revitalisierung von Innenstädten und Ortszentren als Folge der Einkaufszentren außerhalb der Orte. Und man ist sich auch voll der hohen Kosten dafür bewusst. Kommt der Gemeinde am Ende eine Wiederbelebung des Ortskerns viel teurer zu stehen als sie mit dem ominösen Raumordnungsvertrag profitiert? Von den Argumenten für eine Erweiterung des „Herilu“, welche der Gemeinderat vorbrachte, ist das der Arbeitsplätze das einzig logische; wenn auch mit Abstrichen. Ein Ratsmitglied bemerkte, dass Arbeitsplätze im Einkaufzentrum nicht so hundert prozentig gute Arbeitsplätze sind. Die Geschäftsstrategie der Kettenläden ist bekanntlich nicht vordergründig personalfreundlich. Auch werden in der Umgebung mehr Arbeitsplätze abgebaut als neue geschaffen werden (belegen Studien). Den Vogel abgeschossen hat der Gemeinderat mit dem Argument der nicht gegebenen Mindest-Wohnqualität des Baulands. - Eine glatte Beleidigung der Menschen, die in der direkt angrenzenden Wohnsiedlung wohnen. - Eine gewaltige Unterschätzung unserer international anerkannten Vinschger Architekten, dort eine angemessene Wohnqualität zu schaffen. Sinngemäß sagte man: „In dem Loch geht niemand hinunter wohnen“, wobei jedes Kind schon im Sandkasten lernt, dass man ein Loch auch auffüllen kann. -Die nicht so tolle Aussicht auf die Rückseite des „Herilu“, wohin glaubt ihr schauen die Leute im Zentrum, wenn sie aus dem Fenster schauen? (ich z.B. schau auf eine Häuserfront in nicht mal 6 m Entfernung). Einziger Ausweg wäre eine totale Zersiedelung. Die „Dolomiten“ vom 22.06.2013 schreibt, dass der Vizebürgermeister im Auftrag die gewünschte, rasche Lösung für den Raumordnungsvertrag anstreben sollte. Auftragspolitik zum Quadrat, Kollateralschäden einkalkuliert, und dem Gewissen zuliebe doch mit etwas

Bauchweh. Dabei sollte die Rolle der Volksvertreter doch auch eine gewisse Verantwortung zu bestimmten Grundsätzen mit sich bringen. DIE MORAL DER HERRSCHENDEN IST DIE HERRSCHENDE MORAL (B.B.), d.h. will man nicht in Chaos und Anarchie verfallen, sollte man auf das eigene Tun achten. Weil Politiker mit ihrer Arbeit auch die Gesellschaft lenken, haben sie meiner Meinung nach auch Pflichten, und zwar der Zukunft gegenüber moralisch, sozial, gleich usw zu handeln. „Im Namen der öffenlichen Hand“ sollte nicht mit „Im Namen der offenen Hand“ verwechselt werden. Karl Gamper, Latsch

Hoppla....jetzt habe ich die Übersicht verloren! Habe ich bei diesem Referendum nun gewonnen oder verloren? Sicher ist nur, dass die Mehrheit ein Gesetz zur Direkten Demokratie wollte und es auch gemacht hat. Die Opposition war wie immer dagegen, wobei allerdings auch der Koalitionspartner der Mehrheitspartei NEIN sagte. Warum sagten die NEIN, wenn sie JA sagen müssten? Die Mehrheitspartei beantragte nun, wohlgemerkt nicht die Oppositionsparteien, ein Referendum (Kosten 3 Mio.€), um mit einem JA das Gesetz zu bestätigen. Das überzeugende Argument für ein Referendum war, die „mündigen Bürger“ wissen, was richtig ist. Diese sogenannte „mündigen Bürger“ waren mit dem Schnee beschäftigt, ärgerten sich über Regen und die Lawinen und dachten sich, soll doch eine kleine Minderheit entscheiden. Die da in Bozen machen sowieso, was sie wollen. JA oder NEIN, ich gestehe, ich habe gestern in der Wahlkabine die Übersicht verloren. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich dafür oder dagegen gestimmt habe. Könnte sein, dass ich mit JA gestimmt habe, denn ich war ja immer schon dafür, dass das Gesetz nicht in Kraft treten darf. Das nächste mal werde ich mich doch besser konzentrieren müssen! Kurt Duscheck, Dorf Tirol


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/Impressionen/ 13

Glurnser Köpfl (Teil 1.). Um den schönsten Blick von Glurns zu bekommen, bin ich auf das Glurnser Köpfl gestiegen. Im frischen Schnee ist der Aufstieg sehr mühsam gewesen, aber dort angekommen hat mich die Aussicht reichlich belohnt. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


Vinschgerwind 4-14

20.02.14

„Das Fremde“

„Südtiroler Gasthaus“ expandiert

Am 22. Februar ab 19.00 Uhr wird in der Filmwerkstatt Meran - Untermais das neue Magazin von 39NULL vorgestellt. Das brisante Thema „Fremdheit“ wird diesmal beleuchtet.

Neue Gastbetriebe wurden mit 2014 in die Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ aufgenommen, darunter auch der „Oberraindlhof“ im Schnalstal. Die Zahl der Mitglieder, die sich unter der Marke „Südtiroler Gasthaus“ vereinen, ist auf insgesamt 32 gestiegen. Im Vinschgau sind der Gasthof „St. Nikolaus“ der Familie Thanei in Burgeis, das Hotel Gasthof „Oberraindlhof“ der Familie Raffeiner im Schnalstal, das Hotel Restaurant „Hanswirt“ der Familie Laimer in Rabland und der Gasthof Hotel „Sonne“ der Familie Ganthaler in Partschins bei der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“.

Für Kranke

M

Foto: Angelika Ploner

iar singen a poor Lieder fir die Kronken“, sagt der 5-jährige Noah. „Unt besuchen sie“, ergänzt ihn die 4-jährige Dorothea. Dann beginnen die Kindergartenkinder - erst verhalten, dann lauter - zu singen, um zu zeigen, wie fleißig sie geübt haben in den vergangenen Wochen. Von Stockwerk zu Stockwerk zieht die kleine Gruppe dann im Krankenhaus Schlanders, um den kranken Menschen dort mit ihren Liedern eine Freude zu bereiten. Elke Kofler, die Leiterin des Kindergartens, brachte sogar ihre Gitarre mit, um die Stimmen akustisch zu begleiten. Und auch selbstgebastelte kleine Grußkarten teilen die Kinder aus: Für jeden Patienten eine. Vom Besuch der kleinen Gäste überrascht, ist die Freude bei den Patienten groß. Der Besuch im Krankenhaus am Dienstag vor einer Woche war vom Pfarrgemeinderat Schlanders angeregt worden: Am 11. Februar ist nämlich der Welttag der Kranken. Diesen internationalen Tag führte Papst Johannes Paul II 1993 „im Gedenken an alle von Krankheit heimgesuchten und gekennzeichneten Menschen“ ein. In der ganzen Welt werden

verschiedene Veranstaltungen abgehalten. Kleine und große. Jene des Kindergartens Schlanders ist eine kleine Aktion. Mit großer Wirkung. (ap)

Größte Ortsstelle Mit 876 aktiven Mitgliedern ist die Ortsstelle Partschins im Alpenverein die größte Ortsstelle in der Sektion Meran und einer der aktivsten Vereine in der Gemeinde Partschins. Hochalpinisten werden ebenso umsorgt wie Kinder und Familien. Der Obmann Matthias Mayr erhält aus den Händen von Simeoni Georg die Ehrenurkunde für 40 – jährige Tätigkeit als Obmann des AVS Partschins

Foto: „Wind“-Archiv

Schlanders

von Thomas Holzknecht

A

m Samstag, den 25. Jänner 2014 zog der Alpenverein Partschins zusammen mit ca. 110 Mitgliedern im Haus der Dorfgemeinschaft von Partschins Bilanz über das vergangene Vereinsjahr. Der Obmann Matthias Mayr stellte in seinem zusammenfassenden Bericht eine rege Vereinstätigkeit fest. Mit 43 Neueinschreibungen im Jahr 2013 und einer aktiven Mitgliederzahl von 876 ist Partschins die größte Ortsstelle in der Sektion Meran. Neben den traditionellen Veranstaltungen wie dem Vereinsskirennen auf Schöneben mit über 60 Teilnehmern, der Bergsteiger- und Hirtenmesse

auf der Lodnerhütte, den Frühlings-, Herbst- und Winterwanderungen nach Serfaus, am Gardasee und dem Colfuschger Höhenweg sowie dem Törggeleausflug, um nur einige zu nennen, fanden noch zahlreiche andere Aktivitäten statt. Auch für Hochalpinisten war wieder etwas dabei. Am 06.07. und 07.07. fand die Hochtour auf den Monte Vioz statt. Auch für die Jugend wurden wieder zahlreiche Aktivitäten organisiert. So waren die Kletterübungen am Burgstallknott und das Hüttenlager auf der Zanser Alm im Sommer, sowie der Besuch eines Hochseilgartens im August wieder sehr gefragt. Auch die Familiengruppe konnte in ihrem Jahrsrückblick

auf ein sehr intensives Jahr zurückblicken. Ein Erlebniswochenende auf der Zanser Alm bildete wohl, neben dem Besuch eines Hochseilgartens und dem Winterspaß auf der Seiser Alm, den Höhepunkt dieses Jahres. Neben dem Tätigkeits- und Kassabericht nutzte auch der Bürgermeister Albert Gögele, sowie Simeoni Georg, Landesleiter des Alpenvereins Südtirol die Gelegenheit und dankte dem Vorstand für seinen Einsatz. Ihm oblag es auch, dem langjährigen Obmann Matthias Mayr für seine- 40-jährigen Einsatz für die Ortstelle Partschins zu danken und ihm eine Ehrenurkunde samt Geschenk zu überreichen. Augschöll Konrad und Rungg Richard wurde ebenfalls für ihre 40-jährige Tätigkeit im Ausschuss gedankt. Piazzi Sieglinde erhielt eine Anerkennung für ihre 15 – jährige Tätigkeit. Wichtigste Neuigkeit im Einzugsgebiet des AVS Partschins ist wohl die Einweihung des neuen Gipfelkreuzes auf dem Tschigat im vergangenen Jahr. Abgerundet wurde der Abend mit dem gemeinsamen Absingen des Südtiroler Heimatliedes sowie bei gemütlichem Beisammensein mit Gulaschsuppe.

Foto: „Wind“-Archiv

14 /Lokales/


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

Fotos: Erwin Bernhart

Schnals/Bozen

„Das finstere Tal“ U

nter Anwesenheit von Schauspielern, Akteuren und viel Südtiroler Prominenz feierte der Film „Das finstere Tal“ seine Italien-Premiere, nachdem er auf der Berlinale und in Wien vorgestellt wurde. Bozen kam durch seine Nähe zum Schnalstal zu dieser Ehre, da der Film zum Großteil hier gedreht wurde. In eindrucksvollen Bildern setzte Prochaska den Roman von Thomas Willmann um. Geschickt versteht der Regisseur ohne Einsatz vieler Worte das düstere Geheimnis des Tales, die Gewaltherrschaft des Brenner-Clans, Ohnmacht und Schuld der duldsamen Bevölkerung in Szene zu setzen. Dialekt wird zum Instrument in einer Mischung aus „Alpenwestern“ und Heimatfilm. Regisseur Andreas Prohaska bringt es auf der Bühne auf den Punkt: „Ohne das Schnalstal hätte der Film in dieser Form

nicht realisiert werden können.“ Für ihn war die Filmförderung der BLS zwar ein Anreiz, aber der Drehort ausschlaggebend und ein Glücksgriff. Die drei Höfe Marchegg und Kofel in Kurzras boten perfekt das passende Ambiente ohne großartig Kulissen bauen zu müssen. „Beeindruckt war ich immer wieder, wenn man in der Kurve hinter dem Stausee in eine neue Klimazone eintauchte.“ Für den britischen Hauptdarsteller Sam Riley, der den Rächer „Greider“ spielt, war das Schnalstal die erste Erfahrung mit den Bergen. Winter in dieser Form, bei den Dreharbeiten herrschten eisige Temperaturen, hat er nur überlebt „dank 4 Paar Socken und dem Salbeischnaps von Helene im Marchegghof.“ Auch Tobias Moretti schwärmte von ihren Kochkünsten und der Gastfreundschaft im ganzen Tal. Dieser Gastfreundschaft

oben v.l.: Shootingstar Sam Riley und Regisseur Andreas Prochaska v.l.: LH Arno Kompatscher und Tobias Moretti bei der Filmpremiere in Bozen aller unzähligen Beteiligten ist es wohl auch zu verdanken, dass der Drehort in allen Medien kommuniziert wird, was bei Produktionen in dieser umfangreichen Form nicht immer üblich ist. In lockerer Atmosphäre traf man sich − vom Landeshauptmann bis zum Feuerwehrmann − mit der Filmcrew nach der Vorführung im Capitol Cafè, um über den Film und das ge-

Liegenschaften auf einen Blick

Suchen Sie Ihre Liegenschaft lieber online. Im größten Liegenschaftsportal* des Landes finden Sie verfügbare Gewerbeimmobilien und Gewerbeflächen aus allen Teilen des Landes. Sie haben auch die Möglichkeit Ihre eigene Immobilie zu inserieren. Verschaffen Sie sich einen Überblick oder kontaktieren Sie unseren Experten Armin Ragginer persönlich unter liegenschaften@bls.info oder T � �� ���� ��� ���. * In Kooperation mit der deutschen und der italienischen Maklervereinigung

www.bls.info

/Lokales/ 15

meinsam Erlebte zu diskutieren. Zwei Preise hat der Film bereits bekommen: Beim 35. Bayrischen Filmpreis wurde Andreas Prohaska für die Regie ausgezeichnet und Tobias Moretti als bester Darsteller. Zur Premiere im Vinschgau lädt der Filmclub Schlanders am 26. Februar 2014 um 20 Uhr ein. Viele Akteure und Beteiligte werden erwartet, am Rahmenprogramm wird derzeit gefeilt. (ew)


16 /Lokales/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

§ Etwas bleibt immer hängen Aus dem Gerichtssaal

Diese sprichwörtliche Redensart kannten schon die alten Römer: „Aliquid semper haeret.“ Wenn du verleumdet und in deiner Ehre verletzt wirst, kannst du dich noch so rein waschen, ein Restverdacht bleibt übrig. Der griechische Philosoph Plutarch verglich daher die Verleumdung mit einer Bisswunde, von der immer eine Narbe zurückbleibt. Anlass für diese Gedanken bildete die Nachricht in der Presse, dass im Dopingverfahren gegen Alex Schwazer nun auch gegen den Meraner Primar Dr. Christian Thuile ermittelt wird. Nun ist allein der Umstand, dass von den eben erst eingeleiteten Erhebungen schon in den Medien berichtet wird, eine Ungeheuerlichkeit, unterliegen doch solche delikaten Verfahrenshandlungen der absoluten Geheimhaltung. Aber es wäre nicht das erste

Mal, dass über gezielt ausgestreute Indiskretionen Beschuldigte aus der Zeitung erfahren müssen, dass der Staatsanwalt gegen sie vorgeht. Das Problem dabei ist, dass Pressemitteilungen über strafrechtliche Voruntersuchungen Menschen zugrunde richten können. Denn für den Mann von der Straße spricht der Staatsanwalt mit der Autorität des Staates. Heribert Prantl schreibt in der „Süddeutschen“ im Zusammenhang mit dem Verhalten mancher Staatsanwälte gegenüber Prominenten von „krankhafter Verfolgungssucht“, in seiner schlimmeren Form gar von „Verfolgungsgeilheit“. Für das Gesetz gilt der Beschuldigte zwar bis zur rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig, allerdings nur für das Gesetz. Denn für die Öffentlichkeit ist der Verdacht des Staatsanwalts schon Beweis, für sie ist damit

das Urteil schon vorweggenommen. Im Mittelalter gab es zwar den Pranger, aber damals kamen die Leute wenigstens erst nach der Verurteilung an den Schandpfahl. Heute brauchen wir kein Urteil mehr, es reicht eine Nachricht in der Presse. Über die verheerende Wirkung von sensationslüsternen Zeitungsberichten zeugt ein Fall aus unserer näheren Umgebung, der vor ungefähr 7 Jahren für großes Aufsehen sorgte. Die am zweitmeisten gelesene deutsche Tageszeitung wusste von einer Kellnerin in einem öffentlichen Lokal zu berichten, in dem es zu regem Verkehr gekommen sein sollte. Im Artikel wurde zwar kein Namen genannt, doch waren die Hinweise so eindeutig, dass die „Lokalisierung“ der Betroffenen für „Ortskundige“ kein Problem darstellte. Diese verklagte die Zeitung, den He-

rausgeber und den Verfasser des Berichts, welche nun vom Obersten Gerichtshof in Rom wegen Rufschädigung und Verletzung der Persönlichkeitsrechte rechtskräftig zu Schadenersatz in Höhe von 60.000 Euro plus Prozesskosten verurteilt wurden. Davon stand dann allerdings nichts mehr in der Zeitung! Doch auch in diesem Falle kann die ohnehin späte Genugtuung die verletzte Ehre nicht wiedergutmachen, denn „etwas bleibt immer hängen“! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

Slaping Saxes E n sem b l ek o n ze r t Da niela Ohr wa lder (Schlander s) Christina Schmidl (Kärnten) Isabella Lingg (Vorarlberg) Rapha el Huber (Tirol) Eintrittspreise: € 8 ermäßigt € 5

Montag, 24. Februar 2014 um 20 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders Kartenvorverkauf im Büro des Kulturhauses Karl Schönherr in der Göflanerstraße 27 und an der Abendkasse ab 19 Uhr. 0$5.7*(0(,1'(

6&+/$1'(56


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/Menschen/ 17

„Rätoromanisch ist die Sprache meines Herzens“ Jacques Guidon ist Schweizer, Graubündner, Engadiner. Er wohnt in Zernez, war 30 Jahre lang Lehrer. Er wollte eigentlich Maler werden, aber dann hätte er wegziehen müssen. Er ist viel gereist, aber immer wieder zurückgekommen und geblieben. Das Engadin ist ein Juwel, sagt er. Und dieses Juwel will er erhalten. von Heinrich Zoderer

J

acques Guidon kann mit Wörtern und mit Farben umgehen. Er ist Maler, Zeichner, Karikaturist, er schreibt Kurzgeschichten, Theaterstücke, Satiren und Aphorismen und hat die rätoromanische Kulturzeitschrift „Il Chardun“ (Die Distel) herausgegeben. Vor allem aber ist er Romane, einer, der mit großer Sorge für den Erhalt des Rätoromanischen kämpft, die Sprache seines Herzens. Dabei ist er mit seinen 82 Jahren immer ein offener und neugieriger Mensch geblieben, mit einem weiten Horizont und einer großen Bildung. Die Schweiz macht Reklame mit den vier Sprachen, aber nur 0,6% der Schweizer sprechen rätoromanisch, laut Volkszählung sind es 36.000 Personen. Das Rätoromanische ist im Rückgang begriffen. In den Stammländern wird rätoromanisch gesprochen, aber es gibt Sprachinseln. Die Rätoromanen sind ein gebeuteltes Volk, durch den Tourismus kolonialisiert und germanisiert, meint Guidon. Die Jugend wandert ab. Der Tourismus ist die wichtigste Wirtschaftssäule. Das Rätoromanische wird nur erhalten, solange man davon profitiert. Dabei gibt es nicht nur eine Sprache, sondern 5 Idiome, d.h. 5 rätoromanische Dialekte und 5 Schriftsprachen. Bis zur dritten Klasse wird in rätoromanisch unterrichtet, aber die Schulbücher müssen in 5 verschiedenen Schriftsprachen gedruckt werden. Das ist kompliziert und teuer. Heinrich Schmid, ein Sprachwissenschaftler aus Zürich hat 1982 eine rätoromanische Einheitssprache, das Rumansch Grischun vorgelegt. Vom Großen Rat, dem Parlament von Grau-

Jacques Guidon, ein Suchender, der sich für die rätoromanische Sprache und Kultur engagiert und gegen den Ausverkauf der Heimat kämpft

bünden wurde diese einheitliche Schriftsprache als Amtssprache eingeführt. Guidon ist ein großer Befürworter des Rumantsch Grischun. Er sagt, sie ist genial gemacht, alle verstehen sie, aber ein großer Teil der Bevölkerung will sie nicht. Es ist eine Kunstsprache, von oben aufgezwungen und das funktioniert nicht. Die gemeinsame Schriftsprache könnte das Zusammengehörigkeitsgefühl festigen und so die Sprache stärken. Guidon ist außerdem ein Kritiker, ein Aktivist, ein Warner, einer der protestiert. Er kämpft gegen Bodenspekulation und Immobilienhandel, gegen den Ausverkauf und die Zerstörung der Heimat. Er wurde von den Tourismustreibenden angegriffen und hat gelitten, aber er ist stark geblieben. Ich sitze ihm gegenüber in seinem Haus, etwas oberhalb von Zernez. Hin-

ter der Kirche, einer Straße entlang, etwas abseits steht es. Er erzählt mit großer Begeisterung, ruhig und konzentriert. Ich habe nicht das Gefühl, dass er sich als Verlierer sieht und seine Kämpfe aufgegeben hat. Wahrscheinlich ist sein Haus so, wie er selbst.

„

Absolute Priorität gibt es nur eine – atmen von J. Guidon

Etwas abseits vom großen Geschehen, um einen besseren Überblick zu haben und mit der Kritik von außen ins Zentrum zu wirken. In seinem Haus hat er einen Raum zum Schreiben und zwei Ateliers. Ein kleines Atelier, das er im Winter heizen

kann und ein großes, wo er im Sommer arbeitet. Er ist jetzt dabei seine vielen Karikaturen zu sammeln, um ein neues Buch herauszugeben. Seine Bilder bezeichnet er als ungegenständliche Kunst, ein Zusammenspiel von Farben und Formen. Es sind kräftige Bilder. Bei manchen überwiegt das Blau, bei anderen das Rot. Und dann drängt sich immer ein kräftiges Gelb oder Rot, ein grauer Strich oder ein schwarzer Fleck dazwischen, das dem Bild eine Dynamik gibt. Jacques Guidon ist Autodidakt, er hat einige Malkurse besucht, aber vor allem malt er mit dicken Pinseln und im Dialog mit dem Bild. Eigentlich hätte er Pfarrer werden sollen, weil viele aus seiner Familie Pfarrherren waren. Der missionarische Eifer und der Sinn für das Wesentliche sind ihm geblieben.


Bildungsausschuss Schlanders

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

20.02.14

Schluderns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

Vinschgerwind 4-14

Glurns

18 /Bildungszug/

Bildungsausschuss Laas

[ Young Generation ]

Power Check Der Schlüssel zu deiner Zukunft bist du selbst! Wer bin ich? Was kann ich? Wie denke ich? Welche Fähigkeiten habe ich?

Was ist der Power Check?

Power Check ist ein erprobtes, professionelles Werkzeug, das dir hilft, folgende „Puzzlestücke“ zu sammeln und sie zusammenzusetzen: • Wer bin ich? • Was kann ich? • Wie denke ich? • Welche Fähigkeiten habe ich? ? So kannst du dich selbst besser kennen und verstehen lernen! Mit dem Power Check kannst du anhand deiner individuellen Stärken und Fähigkeiten deinenLebensweg entwerfen: • Was wünsche ich mir eigentlich für meine Zukunft? • Wo will ich hin in meinem Leben? • Welcher Beruf könnte zu mir passen?

Was dich im Seminar erwartet:

• Persönlichkeitsprofil • Fähigkeitsworkshop • „Fun-Übungen“ • Werte und Wünsche • Nächste Schritte in der Lebensplanung Power Check Trainer begleiten dich bei der Entwicklung deiner Visionen und Zukunftsperspektiven. Gemeinsam bündelt ihr die Ergebnisse und überlegt konkrete Umsetzungsschritte.

Ort:

Jugendzentrum Freiraum Schlanders Aufgrund der großen Nachfrage im Vorjahr werden heuer 2 Workshops für unterschiedliche Altersstufen angeboten: Workshop A (für Mittelschüler der 2. und 3. Klasse) Fr., 07.03.2014 von 09:00 - 17:00 Uhr (eintägig) Workshop B (für Jugendliche und junge Erwachsene zw. 15 und 20 J.) Sa., 08.03.2014 von 09:00 - 18:00 Uhr und So., 09.03.2014 von 09:00 - 16:00 Uhr (zweitägig)

Was kostet der Workshop?

Preis Workshop A: 45 E pro Person (inkl. Unterlagen) Preis Workshop B: 70 E pro Person (inkl. Unterlagen)

Anmeldung innerhalb 28.02.2014 bei: Juze Freiraum – Tel. 339 8815119 – mail: juze-schlanders@gmx.net

„Die Etsch bricht durch“ Fotoausstellung im Gasthaus zur Krone vom 23. Februar - 3. März 2014 Eröffnung am Sonntag, 23. Februar 2014 um 18.00 Uhr Am 8. August 1951 regnete es stark. Die Etsch trat über die Ufer. Häuser rechts und links des Flusses wurden unter Wasser gesetzt, die Möser überschwemmt. Beim Kaspar Korl musste das Vieh mit einem Floß auf das Trockene gebracht werden. Der Fotograf Luis Gurschler aus Schlanders hat von der Katastrophe Bilder geschossen, 24 davon werden nun gezeigt. Die Ausstellung wird am 23.02. im Gasthaus zur Krone eröffnet. Wer Erinnerungen an das Hochwasser hat, möge kommen und erzählen, wer Bilder hat, ist gebeten, sie mitzubringen. Am Eröffnungsabend erzählen ehemalige Feuerwehrleute und andere Dorfbewohner und Elisabeth Hauser, Oberegger bringt ein Süppchen! Es würde uns gefallen, wenn alle, die das Unwetter noch erlebt haben, über ihre Erinnerungen berichten und viele Interessierte zum spannenden Abend kommen.

Bildungsausschuss Laas

Kulturfahrt nach Reims (F) Termin: Do., 24.04.2014 bis So., 27.04.2014 Programm: 1. Tag: Fahrt nach Colmar mit Stadtführung und Museumsbesuch 2. Tag: Weiterfahrt nach Reims - Stadtführung mit Besichtigung der Kathedrale 3. Tag: Weiterfahrt nach Straßburg mit Kulturprogramm und Bootsfahrt durch das historische Straßburg 4. Tag: Rückfahrt über Freiburg Spesenbeitrag: 495 Euro pro Person (Bus; Übernachtungen im Doppelzimmer; 3mal Abendessen und 3mal Mittagessen; Stadtführungen, Bootsfahrt inklusive Reiserücktrittsversicherung) Getränke und Eintritte separat Einzelzimmerzuschlag 128 Euro (Beschränkte Verfügbarkeit) Anmeldung: Ab sofort und innerhalb 28.02.2014 bei Christine Stark Tel. 0473 739856 oder Liselotte Parth Tel. 0473 626124 Nach erfolgter Anmeldung teilen wir Ihnen das Detailprogramm und die Einzahlungsmodalitäten mit.


20.02.14

Bildungsausschuss Mals

Vinschgerwind 4-14

/Bildungszug/ 19

Bezirksservice Bildungsausschüsse

Der neue Abenteuerbericht von Helmut Pichler:

Atacama – Anden – Amazonas Bolivien und Chile intensiv: Wüste – 6.000er – Regenwald Die spannendsten Erlebnisse aus drei Reisen nach Südamerika präsentiert der Gosauer Weltenbummler Helmut Pichler in seinem neuesten Bild-Abenteuer. Er war im Winter 2011 in Chile unterwegs. Bolivien bereiste er sowohl im Winter als auch im Sommer 2012. Fantastische Bilder und spannende Erlebnisse, erzählt in urig-originellem Gosauer Dialekt.

Schwerpunktthema 2014 - ZusammenLeben Ziel ist es, bereits bestehende oder geplante Projekte, Initiativen und Ideen zur politischen Bildung nach Möglichkeit im Aktionszeitraum 2014: 23. April - 9. Mai und drum herum durchzuführen. Infos und Anmeldung bis 28.02.2014 www.provinz.bz.it/aktionstage Bildungsausschuss Mals

Freitag, 07.03.2014 Kulturhaus Burgeis Beginn: 19.30 Uhr Montag, 3. März 2014, 20.00 Uhr

Marienberg, Vortragssaal - Vortrag von Prof. Dr. P. Ulrich Faust „Die deutschen und österreichischen Benediktiner im Dritten Reich“

Bildungsausschuss Stilfs

Stilzer Pfluagziachn Fasnachtsbrauch mit Umzug, Musik und Tanz im ganzen Dorf, in den Gassen, in den Gasthäusern.

Samstag, 1. März 2014 von 12.oo bis 16.oo Uhr in Stilfs Knödel mit Kraut gibt es ab 12.o0 Uhr (solange der Vorrat reicht)

Hitler war Schüler des Stiftes Lambach in Oberösterreich. Gab es Verbindungen des Diktators zum Orden des hl. Benedikt? Diese Frage bewegte P. Ulrich bei der Ausarbeitung seines Vortrages über das Thema „Die deutschen und österreichischen Benediktiner im Dritten Reich“. Die Nationalsozialisten nahmen gegenüber den Abteien und Stiften der Benediktiner eine feindliche Haltung ein und suchten nach Möglichkeiten, diese zu unterdrücken und ihren Besitz einzuziehen. Das war nicht ganz einfach; denn durch ihre Schulen in Bayern und Österreich waren die Benediktiner ihren ehemaligen Schülern, die teilweise zu Ansehen und Einfluss gekommen waren, nicht ohne Fürsprecher und Beschützer. Das Reichskonkordat und das österreichische Konkordat garantierten die Tätigkeit der Orden. Nach dem Einmarsch der Deutschen in Österreich verfügte Hitler, dass nach dem Untergang der Republik Österreich auch das Konkordat keine Bedeutung mehr hatte. Da folgte die Abschaffung der Ordensschulen und die Aufhebung der Stifte. In Bayern kam es zu Schikanen gegen die Orden infolge von Hausdurchsuchungen und Sittlichkeitsprozessen. Das Ineinander von Bestandsgarantien und Verbot der Schultätigkeit aufzudecken, war das Bestreben von P. Ulrich Faust bei der Ausarbeitung dieses Vortrags. Freiwillige Spende zu Gunsten des Fördervereins „Goswin“

Bildungsausschuss Mals / Schlanders

Bildungsausschuss Schlanders

Das alte Wirtshaus Rhythmus und eingängige Melodien gepaart mit Witz und Humor

Sonntag, 2. März 2014 Schlanders, Plawennsaal, 17.00 Uhr Mals, Bärenwirt 20.00 Uhr Geige, Gesang – Anna Feichter Cello – Matteo Bodini Gitarre, Harfe – Gernot Niederfriniger Percussion – Max Calanducci Cembalo, Gesang – Lukas Punter

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

LITERATURRUNDE Foto: Felix Blasinger

Alehousemusic aus Schottland und Irland, alte Tänze aus Spanien, Italien, Südtirol

Lene Morgenstern liest

mit lieben Grüßen Lene Morgenstern ist Sprachkünstlerin. Die mehrfach preisgekrönte Slammerin lebt mit Ernst und Heiter in SüdSüdtirol, ist die Ideatorin der Lesebühne MundWerk und hinterlässt buchstäbliche Spuren im Reich der Literatur. Montag, 24.02.2014 – 19.30 Uhr – Bibliothek Schlandersburg

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


GYMNASIEN MERAN GYMME

Auf Allgemeinbildung und PersĂśnlichkeitsentwicklung setzen

Das gymme - kurz fßr Gymnasien Meran – bietet im Rahmen einer nachhaltigen gymnasialen Allgemeinbildung unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte. Die fßnf gymnasialen Schultypen ermÜglichen neben kompetenzorientiertem Wissenserwerb auch die Entwicklung der kreativen und emotionalen Fähigkeiten von Jugendlichen.

Schulvorstellung

Œ 1VNWZUI\QWV[^MZIV[\IT\]VOMV QV LMZ )]TI 5IOVI LMZ ;KP]T[\MTTM >MZLQ[\ZIŽM Montag, 17.02.2014, 16.30 Uhr Dienstag, 25.02.2014, 16.30 Uhr Mittwoch, 12.03.2014, 16.30 Uhr Donnerstag, 20.03.2014, 16.30 Uhr Mittwoch, 26.03.2014, 16.30 Uhr

Â&#x152; <IO LMZ ;WVVMV[KPQZUM

b]Z >WZ[\MTT]VO LM[ 3TI[[Q[KPMV /aUVI[Q]U[ ]VL LM[ ;XZIKPMVOaUVI[Q]U[ IV LMZ ;KP]T[\MTTM 7\\W 0]JMZ ;\ZIÂ&#x17D;M am Freitag, 14.03.2014 ab 14.00 Uhr.

Â&#x152; 1VNWUM[[M IV LMZ =VQ *WbMV

20., 21. und 22. Februar 2014

Schulbesuche

1V LMZ BMQ\ ^WU JQ[ VIKP >WZIVUMTL]VO QU ;MSZM\IZQI\

Sozialwissenschaftliches Gymnasium, Landesschwerpunkt Musik und Kunstgymnasium

Â&#x152; >MZLQ[\ZIÂ&#x17D;M d ! 5MZIV d <MT .I`

Klassisches Gymnasium und Sprachengymnasium

Â&#x152; 7\\W 0]JMZ ;\ZIÂ&#x17D;M d ! 5MZIV d <MT ! .I` e-mail: os-gym.meran@schule.suedtirol.it


[WbQIT _Q[[MV[KPINMV

EINE SCHULE FÜNF GYMNASIEN ;WbQIT_Q[[MV[KPIN\TQKPM[ /aUVI[Q]U Erkenntnis und Selbst-

erkenntnis /QT\ LMQV 1V\MZM[[M LMZ UMV[KPTQKPMV 6I\]Z ]VL /MUMQV[KPIN\' 5 KP\M[\

musik

L] [Xq\MZ QV LMV *MZMQKPMV *QTL]VO ;WbQITM[ 3WUU]VQSI\QWV WLMZ /M[]VLPMQ\ IZJMQ\MV' ,IVV TI[[ ]V[ I]N -V\LMKS]VO[ZMQ[M OMPMV 8[aKPWTWOQM ;WbQWTWOQM 8qLIOWOQS ]VL 8PQTW[WXPQM JMNI[[MV [QKP UQ\ LMU UMV[KPTQKPMV -ZTMJMV ]VL >MZPIT\MV ]VL PQV\MZNZIgen seine Entwicklung und Erziehung. Eine spannende Reise können wir garantieren. <PMI\MZ_MZS[\I\\ <MQTVIPUM IU .WZ[KP]VO[XZIS\QS]U

;WbQIT_Q[[MV[KPIN\TQKPM[ /aUVI[Q]U UQ\ 4IVLM[[KP_MZpunkt Musik Musik ist das Unsagbare *M[\QUU\ 5][QS LMQV 4MJMV' ,IVV

ÅVLM[\ L] QV LQM[MU ;KP]T\aX MQVM /MUMQV[KPIN\ ^WV /TMQKPOM[QVV\MV ]VL MQVM JZMQ\M Auswahl von praktischen und theoretischen Musikfächern. Bei uns hast du die Möglichkeit, deine Begabung zu fördern und eine solide gymnasiale Ausbildung in den Bereichen *QTL]VO ]VL ;WbQITM[ b] MZTIVOMV ;W [\MPMV LQZ VIKP LMQVMU )J[KPT][[ ^QMTM < ZMV W‫ٺ‬MV Weihnachts- und Abschlusskonzert Teilnahme an Wettbewerben

3TI[[Q[KPM[ /aUVI[Q]U Bildung ohne Verfallsdatum Willst du in LQM OZQMKPQ[KPM )V\QSM ZMQ[MV' 1V\MZM[[QMZMV LQKP OZQMKPQ[KPM 5a\PMV ;IOMV ]VL /M[KPQKP\MV' ?QTT[\ L] LMV =Z[XZ]VO ^WV .IKPJMOZQ‫ٺ‬MV ]VL ? Z\MZV LM[ )TT\IO[ SMVVMVTMZVMV' )ZO]UMV\QMZ[\ L] TMQLMV[KPIN\TQKP' ,MVS[\ L] OMZVM JMZ LQKP ]VL LMQV 4MJMV VIKP' ?QTT[\ L] MQVMV JM[WVLMZMV *QTL]VO[_MO MQV[KPTIOMV' ?MVV L] UMPZMZM .ZIOMV UQ\ Ê2I¹ JMIV\_WZ\MV SIVV[\ LIVV JMZTMOM LWKP MZV[\PIN\ LQKP QV LI[ 3TI[[Q[KPM /aUnasium einzuschreiben! Schwerpunkt: Kommunikation-Rhetorik-Theater Schulbrücke Europa, Schulbrücke Weimar

STI[[Q[KPM bildung

[XZIKPMV

;XZIKPMVOaUVI[Q]U Sprache als Tor zur Welt Hast du Lust, verschie-

LMV[\M ;XZIKPMV ]VL 3]T\]ZMV SMVVMVb]TMZVMV LQM[M b] TMJMV ]VL LIUQ\ LMQVM 8MZ[ VTQKPSMQ\ b] JMZMQKPMZV' -Z_MQ\MZM LMQVM ;XZIKPSMVV\VQ[[M L]ZKP b][q\bTQKPM .ZMUL[XZIKPMV _IPT_MQ[M .ZIVb [Q[KP ;XIVQ[KP WLMZ :][[Q[KP ]VL 4I\MQV IJ LMZ MZ[\MV 3TI[[M 1V\MZM[[QMZ\ LQKP MQVM ^QMT[MQ\QOM ]VL I][OM_WOMVM )TTOMUMQVJQTL]VO' /MNITTMV LQZ S]T\]ZPQ[\WZQ[KPM ]VL VI\]Z_Q[[MV[KPIN\TQKPM .qKPMZ' ,IVV JQ[\ L] JMQ ]V[ ZQKP\QO ;]KP[\ L] :I]U LMQVM <ITMV\M ]VL 3ZMI\Q^Q\q\ b] MV\NIT\MV SZQ\Q[KPM[ ,MVSMV b] MV\_QKSMTV' 5Q\ LMU ;XZIKPMVOaUVI[Q]U [\MPMV LQZ ITTM < ZMV W‫ٺ‬MV Schwerpunkt Kommunikation-Rhetorik-Theater Sprach- und Projektwochen in Europa

3]V[\OaUVI[Q]U UQ\ ;KP_MZX]VS\ /ZIÅS Kreativität und Gestaltung 0I[\ L] 4][\ [KP XNMZQ[KP \q\QO b] [MQV' )V ]V[MZMU 3]V[\OaUVI[Q]U UQ\

.IKPZQKP\]VO /ZIÅS PI[\ L] QU :IPUMV MQVMZ ^MZ\QMN\MV XZIS\Q[KPMV ]VL \PMWZM\Q[KPMV )][JQTL]VO LQM /MTMOMVPMQ\ OZIÅ[KPM 3WVbMX\M b] MV\_MZNMV <MKPVQSMV ]VL 5I\MZQITQMV SMVVMVb]TMZVMV ]VL LMQVM 1LMMV ]Ub][M\bMV -QVM [WTQLM OaUVI[QITM *QTL]VO _QZL L]ZKP [XMbQÅ[KP S V[\TMZQ[KPM .qKPMZ MZOqVb\ ]VL MZU OTQKP\ LQZ ]V\MZschiedliche Berufsziele. Gemeinschaftsausstellungen Kooperation mit kunstmeran

kunst


FOS macht Schule Drei Fachrichtungen, eine Schule: Die FOS "Marie Curie" in Meran lebt ihre Vielfalt. Aufgeschlossen und modern bildet sie eine innovative Schulgemeinschaft. Ob Sprachen, Wirtschaft oder Naturwissenschaften, die FOS bietet mit den Fachrichtungen Tourismus, Biotechnologie im Sanitätsbereich und dem Landesschwerpunkt Ernährung sowie den zahlreichen zusätzlichen Tätigkeiten (CLIL, Jugendparlament, EUProjekt, Chemieolympiade u. v. m.) ein umfas-

Fachrichtung BiotechnoFachrichtung BiotechnoFachrichtung Tourismus logie mit Landesschwerlogie im Sanitätsbereich punkt Ernährung Zukunftsorientierte Ausbildung im Bereich Naturwissenschaften mit rund 50% praktischem Unterricht im Chemie-, Physikraum und Untersuchungen im Freien.

Innovative Ausbildung in den Bereichen Sprachen, Tourismus und Wirtschaft mit dem zusätzlichen Angebot des „Entrepreneurship Education“.

Einzigartige Ausbildung in den Bereichen Naturwissenschaften und Ernährung mit rund 50% praktischem Unterricht im Labor und in der Küche.

Zukunftsperspektiven:

Zukunftsperspektiven:

Zukunftsperspektiven:

Beruf: Labor, Apothekenlabor, Arztpraxis, Tierarztpraxis, Versuchsanstalten, Untersuchungen, Forschung, Entwicklung in verschiedenen Unternehmen

Beruf: Rezeption, Verwaltung, Beruf: Labor, Apothekenlabor, Betriebsführung usw. Forschung, Arztpraxis, Versuchsanstalten, ProduktentReiseleiter/in, Fremdenfühwicklung und Qualitätskonrer/in, Flugbegleiter/in, Reisetrolle in lebensmittelverarbeiund Tourismusbüro usw. tenden Betrieben

Studium: Biologie, Ökologie, Zoologie, Pharmazie, Chemie, Medizin, Tiermedizin, Claudiana u. a.

Studium: Sprachen, Dolmetscher, Wirtschaft, Tourismusmanagement, Rechtswissenschaften u. a.

sendes Bildungsange-

Studium: Biologie, Pharmazie, Chemie, Medizin, Tiermedizin, Lebensmittelchemie, Ernährungswissenschaften, Claudiana u. a.

bot. Am Tag der offe-

nen Schule am 28.

Tag der offenen Schule

Februar und an weite-

Freitag, 28.02.2014

ren Terminen im März

8.00-13.00 Uhr – 14.00-17.00 Uhr

können die Mittelschü-

Themennachmittag und

ler/innen in die spannende Welt der FOS eintauchen.

Einschreibeberatung Dienstag, 11.03.2014 – 14.00-17.00 Uhr Freitag, 21.03.2014 – 14.00-17.00 Uhr

Einschreibeberatung Montag, 17.03.2014 – 14.00-17.00 Uhr Freitag, 28.03.2014 – 14.00-17.00 Uhr

www.fos-me.it

Tel.: 0473-201213

os-tfo.meran@schule.suedtirol.it


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/Gesellschaft/ 23

Goldrain/Vinschgau

Wertschätzung ist wertvollster Wert

Fotos: Angelika Ploner

Workshops, dazwischen ein Kurzfilm und eine Bilderausstellung, standen auf dem Programm. Die Referenten kamen aus den unterschiedlichsten Ecken: Don Paolo Renner - Fundamentaltheologe, Marianne Bauer - Direktorin des Kindergartensprengels Vinschgau, Manfred Schweigkofler - Entertainer und Event-Organisator, Heiner Nicolussi-Leck - Rechtsanwalt, Rechnungs- und BuchEin proppenvoller Rittersaal auf Schloss Goldrain bei den ersten Vinschger Wertetagen: David Hüger (r.) prüfer, Johannes Hüger - Coach, und sein Vater Johannes, beide begehrte Redner, eröffneten den Referats- und Workshop-Marathon Jacqueline Walcher-Schneider Sportlerin und Personaltrainerin. it den Werten ist es wie mit einem Bedie ein Mensch in sich hält, die halten ihn.“ Hinter dem ersten Vinschger Wertetag stehen triebssystem. Wir benutzen es und Oder aber: „Wir brauchen weder alte noch gleich mehrere: der Verein Xpand Südtirol, haben keine Ahnung, was im Hintergrund neue Werte, wir brauchen sie nur anders zu ein lokales Organisationsteam und Schloss eigentlich abläuft.“ Es war gegen Ende seiwerten.“ Vater Johannes Hüger benannte Goldrain. Xpand Südtirol mit Präsident Mannes Auftaktreferates, als David Hüger, Mediden über 100 Anwesenden Wertschätzung fred Schweigkofler – so ist nachzulesen – ator und Musikproduzent zu dieser Metapher als den wichtigsten Wert, als einen Grundunterstützen „Menschen und verwirklichen griff und spätestens damit ein passendes wert, der sehr viel in Bewegung setzen kann. dies durch Seminare, Training, Beratungen Bild für ein abstraktes Thema – die Werte – „Wertschätzung ist nicht gleichzusetzen mit und Coaches. Die Basis sind christliche Wergefunden hatte. Ein Bild, das sich in Hügers Loben. Wertschätzung ist eine Haltung, Lote und Überzeugungen.“ Keine einmalige Vortrag beim ersten Vinschger Wertetag am ben tut man mit Worten.“ Der Zeitplan am erVeranstaltung soll dieser Vinschger Wertetag 1. Februar nahtlos zwischen Beispielen, Ersten Vinschger Wertetag auf Schloss Goldrain bleiben, sondern jährlich eine Fortsetzung lebnissen und Zitaten einreihte. „Die Werte, war ein eng getakteter: Vier Referate und vier finden. (ap)

M

pr-info

Marienberg

Fastenwoche nach Hildegard von Bingen

Ausbildungslehrgang für Kinesiologie und Lernberatung

ie hl. Hildegard von Bingen hat auf Grund von Visionen und Eingebungen medizinische Bücher verfasst. Christiane Ernst-Paregger erklärt engagiert: „Was mich bei dieser Medizin so fasziniert, ist, dass sie effektiv eine Medizin aus der Weisheit Gottes ist. Eine höhere Medizin gibt es wohl nicht.“ Die Erfolge bestätigen es. Auf dem Tagesplan sind medizinische Impulse von Frau Dr. Paregger zur Hildegardmedizin, dem visionären Ursprung, Grundlagen, Ernährung, Ausleitung durch Aderlass und Schröpfen, Heilmittel, spezielle Therapien für die wichtigsten Krankheiten, Laster und Tugenden bei Hildegard von Bingen. Die Kursbesucher sind herzlich eingeladen, an der täglichen Konvent-Messe, am Stundengebet und an der Anbetung teilzunehmen. Einzelgespräche werden nach Vereinbarung gerne angeboten. Geplant ist ein

in besonderer Ausbildungslehrgang wird von der GWR/Spondinig am Giernhof in Reschen angeboten. Kinesiologie und Lernberatung setzt sich aus den Grundlagen der Edu-Kinestetik (Brain Gym) nach Dr. Paul Dennison und Elementen von Touch for Health (Gesund durch Berühren) zusammen. Die Ziele bestehen darin, die volle Entfaltung jedes Menschen durch Lösen von Blockaden zu unterstützen. Kinesiologie ist immer dann hilfreich, wenn Stress abgebaut, das Lernpotenzial optimal genutzt und das Wohlbefinden im körperlichen, geistigen und seelischen Bereich gefördert werden soll. Die Methode ist in den unterschiedlichsten Bereichen wie Lernen, Sport, Musik, Prävention und bei Personen in allen Altersgruppen einsetzbar. Die Ausbildung ist für Eltern, Lehrer, Erzieher, Kinder-gartenpädagog(inn)en, Therapeut(inn)en, Sportler und Trainer und Interessierte, die eine fundierte kinesiologische Ausbildung erhalten möchte, geeignet. Der zertifzierte Lehrgang besteht aus acht Modulen und erstreckt sich von April 2014 bis Jänner 2015 und wird vom Edu-Kinestetik Instructor Ferdinand Gstrein geleitet. (lu)

D

gemäßigtes Fasten. Trotzdem ist ein Vorfasten angesagt. Es sollte drei Tage vor der Fastenwoche auf Süßigkeiten, Fleisch, Kaffee, Alkohol und Rauchen verzichtet werden. Wer Medikamente einnehmen muss, sollte seinen Hausarzt fragen, ob die Fastenwoche ratsam ist. Referenten: Christiane ErnstParegger (medizinische Impulse) und Prior P. Philipp (geistige Impulse). Termin: Sa. 01.03.2014 – Fr. 07.03.2014 (Sa. ab 16.00 Uhr bis Fr. 14.00 Uhr) Ort: Kloster Marienberg Kursbeitrag € 120; Übernachtung und Verpflegung: € 312 im EZ; ohne Übernachtung: € 102. Anmeldung: bis 20. Februar unter Tel. Nr. 0473 843989 oder info@marienberg.it Eine Lehrveranstaltung vom Kloster Marienberg und der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung www.gwr.it

E

Infos: www.gwr.it und Informationsabend am Mittwoch, den 12.03.2014 am Bahnhof in Spondinig mit Beginn um 19.00 Uhr


24 /Jugend/

Vinschgerwind 4-14

JuZe Freiraum Schlanders Ö Sa. 22.02. ab 19.00 Uhr Woolschell-Abendessen Ö Sa. 22.02.14 um 19.00 Uhr
 Mitgliedervollversammlung und Neuwahlen Ö Di. 04.03.14 19.00 – 22.00 Uhr
 Faschingsdisco für Mittelschüler Jugendtreff Ju!p Prad Ö Sa. 22.02.14 ab 19.00 Uhr Fighting like a sumoringer Ö Sa. 01.03.14 ab 23.00 Uhr Spiel(e)nacht für Jungs Info und Anmeldung im Treff Programm Glurns Ö Sa. 22.02. ab 14.00 Uhr Vollversammlung Ö Do. 27.02. ab 17.00 Uhr Faschingsparty Jugendzentrum JUMA Mals Ö Fr. 21.02.14 ab 19.00 Uhr Nachtrodeln für Ü 16 Ö Fr. 28.02.14 ab 19.00 Uhr Faschingsfete für Mitelschüler Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 22.02.14 ab 16 Uhr Training Freerunner Ö Mi.26.02.14 ab 14.30 Uhr Faschingskrapfen Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 21.02.14 ab 16.00 Uhr Kochnachmittag Ö Fr. 28.02.14 ab 16.00 Uhr Faschingsfeier Jugendtreff JuZe Naturns Ö Fr. 21.02.14 ab 20.00 Uhr Kurzfilmabend mit Prämierung des besten Films Ö Sa. 22.02.14 ab 20.00 Uhr 4 Girls only: Kleine Mädchenkulturnacht Ö Do. 27.02.14 ab 16.00 Uhr Faschingsparty für Mittelschüler Kosmo Plaus Ö Fr. 21.02.14 ab 15.00 Uhr Billardturnier Ö Mi. 26.02.14 ab 15.00 Uhr Faschingsdeko basteln Chill House Stilfs Ö Fr. 21.02.14 ab 18.00 Uhr Kochabend Ö Mi. 26.02.14 ab 18.00 Uhr Kleine Malwerkstatt Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Do. 20.02.14 ab 19.30 Uhr Eltern Info Abend; Natürlich, heimlich oder peinlich? Aufklärungsworkshop für Mädchen Info bei Myri im Chillout Ö Sa. 22.02.2014 16 – 18 Uhr Natürlich, heimlich oder peinlich? Info & Anm. bei Myri im Chillout Ö Fr. 28.02.2014 ab 17.00 Uhr Kleine Faschingsfeier Jugendtreff Tschengls Ö Do. 06.03.2014 ab 17.00 Uhr Watturnier; Info & Anm. bei Myri Jugendtreff Eyrs Ö Di. 4.03.2014 ab 17.00 Uhr Kinonachmittag für Mittelschüler im Jugendtreff Eyrs Jugendtreff Tarsch Ö Sa. 22.02.2014 ab 18.00 Uhr Öffnungszeit Treff Jugendclub „Taifun“ Martell Ö Sa. 22.02.2014 ab 20.00 Uhr Playstation Turnier Info & Anmeldung bei Myri Jugendtreff „La:Ma“ Laas Ö Sa. 1.03.2014 ab 19.00 Uhr Faschingsparty Jugendraum „Enjoy“ Graun Ö Sa. 01.03.14 ab 17.30 Uhr Faschingsparty (3 € für Essen & Getränke) Jugendtreff Reschen Ö Fr. 21.02.14 ab 18 Uhr „Essen wie in… China“ – wir kochen im und mit dem Wok

20.02.14

POWER CHECK

der Schlüssel zu deiner Zukunft bist du selbst! Wie nie zuvor werden junge Menschen mit großen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert. Täglich technische Neuerungen, immer neue Berufe, ständig neue Lernfelder… aber es gibt auch, mehr denn je, vielfältige und attraktive Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten. Der Power Check unterstützt junge Menschen dabei, bewusste Gestalter ihrer Zukunft zu werden. Dafür ist es wichtig, dass sie sich selbst besser kennen lernen. Der Power Check bietet dabei eine große Hilfe. In diesem Workshop begeben sich junge Menschen auf die Erforschung ihrer eigenen Persönlichkeitsmerkmale, Fähigkeiten, Stärken, Wünsche und Leidenschaften. Aufgrund der großen Nachfrage im Vorjahr werden heuer 2 Workshops für unterschiedliche Altersstufen angeboten: Workshop A (für Mittelschüler der 2. und 3. Klasse) Fr., 07.03.2014 von 09.00 – 17.00 Uhr (eintägig, Kosten: 45€ inkl. Unterlagen) Workshop B (für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 20 Jahren) Sa., 08.03.2014 von 09.00 – 18.00 Uhr und So., 09.03.2014 von 09.00 – 16.00 Uhr (zweitägig, Kosten: 70€ inkl. Unterlagen) Der Power Check wird in Zusammenarbeit mit Xpand-Südtirol, dem Juze Freiraum, der Gruppe gemeindeorientierte Präventionsarbeit und dem Bildungsausschuss Schlanders organisiert. Ausführlichere Infos und Anmeldung bei: Jugendzentrum Freiraum Schlanders; juze-schlanders@gmx.net oder facebook JuZe Freiraum; Tel. 339 8815119 – Göflanerstraße 4, 39028 Schlanders

Üben für den Ernstfall Feuerwehrprobe im“ Chillout“ Latsch und im „Taifun“ in Martell „Üben für den Ernstfall“ so unser Ziel für die beiden Feuerwehrproben im Jugendcafé „Chillout“ in Latsch und im Jugendclub „Taifun“ in Martell, die am 21.und 24. Jänner 2014 stattfanden. In beiden Dörfern hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich direkt an der Probe zu beteiligen und stellten sich als die „zu rettenden Personen“ für die Feuerwehrmänner zur Verfügung. Um den simulierten Brand so real wie möglich wirken zu lassen, kam künstlicher Rauch zum Einsatz, der sich bald ganz in den Jugendtreffs ausgebreitet hat. Durch den Einsatz des Atemschutztrupps, ausgerüstet mit Wärmebildkamera, Seil und Trage, konnten alle „Verletzten“ gefunden und gerettet werden. Den Jugendtreffs war es wichtig, die Jugendlichen direkt an der Probe zu beteiligen, um ihnen zu zeigen, wie man sich im Ernstfall verhalten soll. Die Feuerwehrmänner hatten die Möglichkeit, die Räumlichkeiten der Treffs zu sehen und für den schlimmsten Fall Bescheid zu wissen. Beide Jugendtreffs werden in naher Zukunft noch einmal eine Übung mit der Feuerwehr vor Ort planen. Wir bedanken uns bei den Feuerwehrmännern von Latsch und Martell und bei den Jugendlichen für die Probe und freuen uns auf das nächste Mal „Üben für den Ernstfall“. Jugendtreff „Juze“ Hoad

Smokey Eyes und mehr…

Schminkabend im „Juze“ Am 18. Januar war ich als Betreuerin im „Juze“ und nahm meine Schminktasche mit. Denn an diesem Abend kamen Mädels und auch ein paar Jungs zum Schminkabend vorbei. Wer wollte, konnte seine Kosmetikartikel wie Nagellack oder Lidschatten mitbringen und diese „ausprobieren“. Zuerst machte ich bei den Girls French Nails (eine Maniküre der Fingernägel, bei der die Nagelspitzen weiß bleiben) und danach zeigte ich ihnen, wie man ein Abend-Make-up macht. Vor allem interessierten sich die Kids für Smokey Eyes. Das ist ein Schminkstil, bei dem die Augen mit dunklen Farben betont werden. Zu guter Letzt durften die „Madlan“ auch bei mir Probeschminken und ihr Können unter Beweis stellen. „Flott“ geschminkt gingen wir dann nach Hause. Katrin Köfele

OBERVINSCHGER RODELNACHT Am Freitag, 24. Jänner trafen sich insgesamt knapp 30 Jugendliche und 4 Jugendarbeiterinnen in Reschen zum Nachtrodeln. Gemeinsam die Piste hochgewandert, wurde anschließend schnell über die perfekte Piste hinuntergejagt. Nach ein paar Rodelrunden ging es dann in den Jugendtreff Reschen, wo sich alle bei Tee und Chili con carne stärken konnten, um gemeinsam bei Billard und Calcetto den Abend ausklingen zu lassen. Ein großes Dankeschön allen Organisatoren, vor allem den ehrenamtlichen Helfern und der Jugendarbeiterin vor Ort!


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/Jugend/ 25

Schlanders

Johann Stocker stellt MO.SE-Projekt vor A

cqua alta“ heißt es in diesen Tagen wieder in Venedig: Die Flut bricht durch die Öffnungen der Lagune über die Stadt herein und setzt sie zum Teil unter Wasser. Dann werden hölzerne Stege ausgelegt, auf denen Einwohner und Touristen ihren Weg fortsetzen können. In solchen Fällen trug Johann Stocker Fischerstiefel, nur so konnte er trockenen Fußes ins „Consorzio Nuova Venezia“ kommen. Diesem Unternehmensverbund übertrug der Staat Italien die Planung des Projektes MO.SE. Der biblische Name steht für „Modulo Sperimentale Elettromeccanico“, zu Deutsch elektromechanisches und experimentelles Modul. Dabei handelt es sich um ein Schleusensystem, das die Lagune vor dem immer häufiger auftretenden und stärker werdenden Hochwasser schützen soll. Der gebürtige Tschermser Johann Stocker koordinierte 20 Jahre lang den Bau des MO.SE – Projektes. Er stellte im Jänner dieses Jahres den angehenden Mechatronikern der Technologischen Fachoberschule das System, bei dem riesige Stahlklappen

Die Klasse 3B mit Johann Stocker, ehemaliger Koordinator des MO.SE - Projektes

die drei Öffnungen zum Meer verschließen, vor. Als Jugendlicher besuchte Stocker die Geometeroberschule in Bozen und widmete sich anschließend in Padua dem Bauingenieur-Studium. Nach Arbeitserfahrungen in Wien stieg er in das „Consorzio Nuova Venezia“ ein. Die Schüler lauschten den Ausführungen des seit kurzem pensionierten Ingenieurs gebannt. Sie hatten sich bereits im fächerübergreifenden Unterricht mit dem Thema auseinandergesetzt: Neben Vorträgen und Recherche-Aufgaben über Ursachen und Folgen des Hochwassers bauten die Schüler der Klassen 3A und 3B eine Klappe im Maßstab 1:100 aus Aluminium

nach, deren Hohlraum mit Wasser gefüllt ist. Sie liegt bei normalem Wasserstand am Boden. Hochwasser wird durch einen Sensor erkannt, wodurch automatisch die Ansteuerung der Pneumatik erfolgt. Durch Druckluft wird nun das Wasser aus der Klappe verdrängt. Durch den Auftrieb steigt die Klappe über den Meeresspiegel und bietet der Lagune den nötigen Schutz. Im April werden die Schüler nach Venedig fahren, um das Projekt vor Ort zu begutachten. Ob die 5,5 Milliarden Euro, die MO.SE voraussichtlich verschlingen wird, gut investiert sind, wird sich 2016 zeigen. Dann wird das System betriebsbereit sein. (bmp)

Vinschgau

Singen an der Musikschule für Kinder, Jugendliche und Erwachsene punkten zur Persönlichkeitsbildung der SchülerInnen bei. Neben den bereits bewährten Angeboten der musikalischen Früherziehung im Kindergarten und dem Singangebot für Grundschüler können sich heuer erstmals Oberschüler für den Bereich Gospel-, Rock- & Popgesang Musikalische Früherziehungsgruppe Prad mit dem Lehrer Josef anmelden. Darüber Sagmeister hinaus gibt es in Prad für Kinder der 3. ie Bedeutung des Singens und des SingKlasse Grundschule Singen als expertengeunterrichtes im Allgemeinen wird an der stützten Unterricht in der Grundschule selbst. Musikschule Oberer Vinschgau im Schuljahr Durch diese Zusammenarbeit zwischen öf2014/2015 großgeschrieben. Denn die Erfentlicher Schule und Musikschule werden gänzungsfächer wie Singen, Rhythmik und die Kinder bestmöglich gefördert, denn sie Musiklehre sind Grundlage der fundierten erhalten die Möglichkeit, ohne zusätzlichen musikalischen Ausbildung, sie legen den Zeitaufwand direkt in der Schule einen proGrundstein für lebenslange Freude an der fessionellen Singunterricht zu erhalten. Ab Musik und tragen unter vielen Gesichtsdem Schuljahr 2014/2015 können sich auch

D

Erwachsene bei einem Vokalensemble der Musikschule Oberer Vinschgau einschreiben und eine Vokal- und Gesangausbildung im Bereich Gospel & Co. erhalten. (lu)

Überblick Singangebot Musikschule Obervinschgau Mückenschwarm - Musikalische Früherziehung für Kinder ab 5 Jahren in den Kindergärten Prad, Mals und Schluderns Lollipop - Singen ab der 1. Klasse Grundschule (in St. Valentin, Prad und Mals) Happy Voices Gospel, Rock & Popgesang für Oberschüler ab der 1. Klasse Vokalensemble für Erwachsene: Vokalausbildung und Gesang im Bereich Gospel Anmeldung und Einschreibung: Musikschule Oberer Vinschgau vom 10. bis 31. März 2014 www.musikschule.it/de/musikschuldirektionen.html


26 /Kultur/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Triumph der Schönheit „Dürre Spinnen, die ständig gequält wirken“, so der freche und humorige Kommentar von Berliner Journalistinnen zum Thema „Model auf dem Laufsteg“. Ob die Sprecherin der Radiosendung die richtigen Maße hat? Vielleicht ist sie dicklich und nur neidisch; jedenfalls hat sie keine Angst, ihre Meinung klar zu formulieren. Aber welche Angst treibt die Menschen dazu, sich in Richtung Schönheit zu quälen, sich zu züchtigen, blutig zu schlagen wie die Flagellanten des Mittelalters? Damals erhofften sich fanatisierte Bruderschaften Sündenvergebung durch Selbstgeißelung; heute empfinden sich viele Menschen als zu dick und büßen mit anderen Instrumenten. Das überflüssige Fett wird als „sündig“ empfunden und der Sieg darüber als Triumph. Essen ist eigentlich gleichbedeutend mit Sündigen, Fasten aber ist gottgefällig. Askese mit Karotten und Salatblättern. Daraus entsteht der Heiligenschein. Dass alle schön sein wollen, ist das letzte, alle Menschen verbindende und gemeinschaftsstiftende Ideal. Verehrt wird damit die heidnische Gottheit Aphrodite oder Venus, wie sie im alten Rom genannt wurde. Oder die Wallküren, die Schlachtjungfrauen aus der germanischen Mythologie; sie führen die Tapfersten der gefallenen Krieger nach Walhall. Das ist ihre Belohnung im Himmel. Ausgefüllt mit Kämpfen und irdischen Genüssen steigern die Wallküren die

Kleidung als Rüstung. Kriegerische Frauen sind aus allen Zeiten bekannt. Oft sind sie Schutzgottheiten der Städte, ähnlich darin der heiligen Maria, die immer wieder von kämpfenden Soldaten angerufen wurde und helfen sollte.

Der Reifrock: Gestänge aus verschiedenen Materialien Holz, Blech, Fischbein, sogar Bronze - wölben sich gleich den Breitengraden um den Unterleib; auf dem Globus darüber triumphiert die Frau mit ihren Brüsten.


20.02.14

Wonnen des jenseitigen Lebens, ähnlich den Versprechungen des Islams für ihre Selbstmordopfer, also für die Märtyrer des Glaubens. Dass alle Kultur letztlich aus einem religiösen Anspruch entsteht, wurde immer wieder erkannt und auch begründet; es ist also weiter nicht verwunderlich, dass auch der Schönheitskult als eine Art Gottesdienst gesehen wird. Begriffe wie Sünde und Tugend finden heute kaum mehr Verwendung; ersetzt werden sie durch Training und Diät. Dabei entsteht alles aus einem - philosophisch gesprochen - erkenntnistheoretischen Missverständnis: Die jungen Menschen sehen sich nämlich viel dicker, als sie wirklich sind. Eine erfahrene Ärztin einer großen psychiatrischen Klinik setzte magersüchtige „Spinnen“ vor einen Spiegel, gab ihnen Papier, Bleistift, Farben und forderte sie auf, sich selbst zu zeichnen. Die meisten Selbstdarstellungen zeigten fettstrotzende, aus allen Nähten platzende Leiber, die Abscheu erregten. Vorüber sind die Zeiten, in denen Mutterschaft und Frausein gleich bedeutend war. Die weiblichen Votivgaben aus der Vorzeit waren rundliche, gebärfreudige Idole, weit entfernt von dem, was wir uns heute unter einer Venus vorstellen. Also auf zum Turngerät, auf die Folterbank, ganz so wie im Mittelalter. Damals wollte man die Wahrheit erpressen. Heute will niemand mehr Wahrheit, nur Schönheit. Und Schlankheit. Im burgundischen Reich des Mittelalters entstand ein neues Schönheitsideal mit gotisch schlanken Gestalten und

„Alles, was wir sehen, könnte auch anders sein“ (Ludwig Wittgenstein) Illustration: Andreas Töpfer/Merve. (Berlin TAZ.DIE TAGESZEITUNG Ausgabe vom 17.12.2013)

Vinschgerwind 4-14

/Kultur/ 27

„Der eingeschnürte Leib - das Korsett“, Ausstellung im Meraner Frauenmuseum bis zum Samstag, 22. Februar 2014. Die Welt der Frau wird in dieser Sammlung hervorragend erklärt und zusätzlich durch Werke der Gegenwart, diesmal vom Meraner Künstler Mario Melchiori, ergänzt.

eng anliegenden Gewändern. Auch die Beine und Füße verdünnten sich und endeten spitz wie Bohnenschoten. Der weibliche Leib wurde eingezwängt, wie in Rüstungen … aber damit sind wir bereits in der Neuzeit. So auch bei der Kaiserin Elisabeth, die mit Turngeräten, Fasten und dem Aufschreiben kostbarer Gedanken - Briefe und Gedichte - zum Vorbild der Zeit wurde. Sie hat sich wiederholt in Meran aufgehalten; dort steht auch ihr Denkmal mit dem ideal geformten Leib. „Der eingeschnürte Leib - das Korsett“, so der Titel einer Ausstellung im Frauenmuseum. Und dann der Hinweis auf die 1970iger Jahre, als das Korsett angeblich vom Modethron gestürzt wurde. Weit gefehlt! „Trotz aller moderner Körperaufklärung hat sich dieses unsterbliche Folterinstrument weiblicher Silhouettenformung heutzutage in einem mittlerweile unüberschaubaren Angebot des ‚body shaping‘ reinkarniert.“ Wer schön sein will, muss leiden: „Maßgeschneiderte Korsetts von der Hand des Schönheitschirurgen“… Aber was soll dieses düstere Warnen? Schönheitskult gibt es in unendlicher Vielfalt auch im Tierreich, dort vor allem bei den Männchen. So auch bei den Bartgeiern. Der einst sehr gefürchtete Lämmergeier ist der größte Greifvogel der Alpen. Er wurde in Martell, im Vinschger Nationalpark, wieder erfolgreich angesiedelt; den Namen verdankt er dem Bart unter seinem scharfen Schnabel. Er wird auch Rotbartgeier genannt, weil er für die Balz sein Halsgefieder in rostfarbigen Schlamm steckt und so als roter Ritter das Weibchen umwirbt. Hans Wielander


28 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 4-14

St. Valentin

20.02.14

Theatergruppe Kortsch

Besondere Ehrung

Kortscher schlachten Sparschwein

ine besondere Gästeehrung fand vor wenigen Tagen im Hotel Mall statt. BM Heinrich Noggler und Karl Gapp, Präsident der Tourismusregion Reschenpass, ehrten Friedrich Niemeier aus Spenge (HF) für 40 Jahre und Familie Dietmar Schwettmann aus Rahden (MI) für 20 Jahre Winterferien in St.Valentin. 40 bzw. 20 Jahre den Urlaub im Oberland zu verbringen, zeugt von großer Leidenschaft für die Gegend und die Menschen von St. Valentin. Friedrich-Wilhelm kommt seit 1974 im Winter nach St. Valentin, zum ersten Mal mit der Landjugend Herford, die in der damaligen Jugendherberge „Villa Waldkönigin“ logierte. Dort hat er auch seine Frau kennen gelernt. Inzwischen verbringen

elbst die Blicke himmelwärts nützen nichts: „Was für eine Reise, mein Gott, was für eine Reise.“ Alle Erwartungen sind enttäuscht. Dabei hatte sich die Truppe, im Landgesangsverein harmonisch und weniger harmonisch verbunden, ihre Reise nach Paris so schön ausgemalt. Jeder auf seine Weise, natürlich, in jedem Falle aber aufsehenerregend. Um die Reise zu finanzieren, schlachteten sie ihr Sparschwein, das sie mit jeder falsch gesungenen Note jahrelang gefüttert hatten. Doch Paris wurde so gar nicht, wie man es sich erträumt hatte. Da wird man im Nobelrestaurant an der Nase herumgeführt, landet als vermeintliche Diebesbande aus der Provinz im Gefängnis und entgeht beim Rendezvous bei einem Heiratsvermittler nur knapp einer erneuten Verhaftung. Und während den Spielern der Theatergruppe Kortsch im Kampf gegen

v.L.: Martin Mall, Herr und Frau Schwettmann, Karin Mall, Karl Gapp, Heinrich Noggler bereits seine Enkel den Skiurlaub in St. Valentin. „Haid ist mir meine zweite Heimat geworden. Die Liftmander rufen mich bei meinem Namen. Hier bin ich noch Mensch und nicht nur eine Nummer“, freut sich Friedrich. Der Erhalt der Haider Alm liegt den Geehrten sehr am Herzen. Deshalb informierten sie sich detailliert beim Bürgermeister über die Zukunft des Skibetriebes. Karin und Martin Mall bedankten sich bei den Gästen mit einer kleinen Feierstunde für die langjährige Treue. „Es ist toll, solch angenehme und freundliche Gäste beherbergen zu dürfen“, ließ der Gastwirt Martin wissen. „Die Tatsache, dass sie immer wieder gerne kommen, motiviert uns als Gastgeber sehr.“ Als Dankeschön für die Treue zum Ort überreichte der Bürgermeister und der Tourismuspräsident den Geehrten eine Urkunde. (aw)

S

Foto: Angelika Ploner

Glänzen in ihren Rollen: die Schauspieler der Theatergruppe Kortsch

die Tücken von Paris das Lachen mehr und mehr vergeht, bleibt beim Publikum kein Auge trocken. Fürsorglich gibt Karlheinz Vater als Champbourcy den Ton in der Truppe an, an seiner Seite Heike Gruber, seine jungfräuliche Schwester Leonida, die an den Mann gebracht werden soll. Das frisch verliebte Paar Blanche und Felix spielen Svetlana Lechthaler und Mathias Wieser. Mit Gustav Gurschler steht ein vom Bezirkstheater bekanntes Gesicht auf der Bühne, diesmal ist er ein ungehobelter Bauer. In die Rolle des „dünstenden“

Apothekers Cardenbois schlüpft Franz Steiner, während Jürgen Tonezzer den unbestechlichen Polizeikommissar verkörpert. Und während Martin Trafoier als eifriger Heiratsvermittler auf der Bühne steht, gibt sich Karl Fleischmann als verschmitzter Kellner. Auch die Gesangeinlagen in der Neufassung von Christopf Brück und der Regie von Konrad Lechthaler überzeugen. Das Sparschwein: Amüsement auf ganzer Linie. (ap) Weitere Aufführungen s. Theaterwind.

Schlanders

Was geht ab? B

ereits eine Stunde vor dem Auftritt probte man eifrig in der Aula der WFO und versuchte das Lampenfieber unter Kontrolle zu halten. Die Tänzerinnen wiederholten ihre Performance im Foyer, die Hip-Hop-Dancer auf der Bühne und die Sängerinnen probten ihre musikalische Premiere. Proppenvoll war dann die Aula am 31. Jänner, als die ersten Künstler auf der Bühne standen und die Show des Jugendzentrums Freiraum in Schlanders eröffneten: die freie Trommelgruppe, Erwachsene, die unter Anleitung jeden Freitag im Proberaum des Juze

Foto: Angelika Ploner

Foto: „Wind“-Archiv

E

trommeln. Offen steht die Trommelgruppe für jeden, der Lust und Laune hat zu trommeln. Das nur nebenbei erwähnt. Probe- und Aufnahmeraum im Juze nutzte noch eine Gruppe der Show: die Sängerinnen, die den Juze-Song komponierten und von Paul Kofler akustisch begleitet wurden. Katharina Fleischmann und Ugo Stona, die pädagogischen Mitarbeiter tauften die Show „Was geht ab?!“ und gaben damit allen vier Workshops, die in den vergangenen Wochen vom Juze angeboten wurden, einen passenden Namen. Der Auftritt der Parkour-Gruppe und

der Hip-Hop-Tänzerinnen und Tänzer sorgte dann für rasante Show- und bunte Tanzeinlagen: lässige Moves und coole Hüftschwünge. Die Tanzlehrerinnen der Hip-Hop-Gruppe gaben noch einmal separat einen Einblick in ihr Können und holten sich – wie alle Teilnehmer - herzlichen Applaus vom Publikum. Neben diesen Workshops im Juze, gibt es regelmäßige Angebote mit dem offenen Treff, dem Art Cafè oder der Nachmittagsbetreuung. Katharina Fleischmann erklärte die Rolle des Juze in ihrer Begrüßung: „Das Juze ist ein Ort des Zusammenseins.“ (ap) Volle Bühne in der Aula der WFO Schlanders bei der „Was geht ab“-Show des Juze Freiraum Schlanders


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/leben an der Grenze/ 29

von Andreas Waldner

I

m Frühjahr 1977 wurde die BAUGUT als Maurer- und Malerfirma von Alfred Hohenegger, Alois Folie und Robert Seifart gegründet und im Jahre 1982 um den Bereich Tiefbau erweitert. Im Gründungsvertrag der BAUGUT OHG steht programmatisch im Art. 2, Zweck der Gesellschaft schlicht und einfach: Durchführung von Maurer- und Malerarbeiten. 2008 wird die OHG in eine GmbH umgewandelt. Der Firmenstandort in Reschen, nur einen Kilometer von der Staatsgrenze Ö/I entfernt, schien alles andere als günstig. Aufträge jenseits des rot-weißen Schlagbaumes waren damals noch undenkbar. Der Vinschgau war für das Handwerk eine Sackgasse. Nur kleinere Bauaufträge im Ortsgebiet und die ersten öffentlichen Bauaufträge der Gemeinde Graun halfen der jungen Firma auf die Beine. Mit Wehmut erinnert sich Alfred Hohenegger an die großzügigen Akkontozahlungen der öffentlichen Hand. Das motivierte und bescherte der Firma die nötige Liquidität. Von Anfang an legten die Firmeninhaber großen Wert auf Beratung, Betreuung und Termineinhaltung. Nach drei Jahren beschäftigte die BAUGUT bereits 20 Arbeiter. Allerdings standen nur Hilfsarbeiter zur Verfügung. Über eine Fachausbildung verfügten nur die Gesellschafter, die selber, übrigens bis zum heutigen Tag, am Bau mitarbeiten. Deshalb begann man schon damals mit der Ausbildung junger Fachkräfte. Die Arbeitsbeschaffung für 20 bis 25 Arbeiter wurde zur Herausforderung, vor allem, weil im Gemeindegebiet 5 Baufirmen tätig waren. Deshalb begann man schon Anfang der achtziger Jahre im aufstrebenden,

nur 7 km entfernten Nauders Aufträge zu finden. „Zuerst wurden wir nicht so recht akzeptiert“, erinnert sich Seifart. „Nach 60-jähriger Landestrennung haben sich die Nachbardörfer immer mehr auseinandergelebt, sind sich fremd geworden. So wurden wir fast als Italiener angesehen. Die Nauderer glaubten, wir wären nur Pfuscher und Schwarzarbeiter. Bis sie gesehen haben, dass auch wir arbeiten können und dass sie uns vertrauen können. Sie führen die BAUGUT in die zweite Generation, v.l.: Dann haben wir so langsam Fuß Juniorchef Helmut Hohenegger mit den Gründungsmitgefasst. Sie haben gemerkt, dass gliedern Alfred Hohenegger und Robert Seifart wir gleichwertige Arbeit bieten, uns teilweise ein großes Problem und wird ja sogar bessere. Sonst wären wir da gar es weiterhin bleiben“, sagt Hohenegger. „Ich nicht hinüber gekommen.“ kann die Arbeiter ja verstehen. Schließlich Aber nicht nur die obengenannten Vorurbekommen sie am Ende des Monats den teile, sondern auch behördliche Schikanen doppelten Lohn“. an der Grenze und Wartezeiten mussten in Dass Arbeiter trotzdem gehalten werden Kauf genommen werden. Nichtsdestotrotz können, verdankt die BAUGUT der klugen besorgte sich die Firma die erforderliche Mitarbeiterführung und den kurzen Wegen Eintragung in die Handelskammer Wien zur Arbeit. 99% der derzeitigen Mitarbeiter und erfüllte die Auflagen der Zollbehörden. wurden im eigenen Betrieb ausgebildet und Seit der Öffnung der Grenze am 1. April 1998 sind hoch motiviert. Sie ziehen das menschsind Aufträge jenseits der Grenze problemliche Arbeitsklima und gelebte Kameradlos geworden. Und mittlerweile ist dort die schaft höherem Einkommen vor. BAUGUT sehr bekannt und angesehen. Al„Es braucht an der Grenze eine Baufilein in Nauders erzielte das Unternehmen rma“, ist Juniorchef Helmut Hohenegger im Geschäftsjahr 2013 40 % des Gesamtumüberzeugt. „Deshalb werden wir weitermasatzes. chen. Sind wir doch das einzige BauunterDer Arbeitsmarkt in der Gemeinde Graun nehmen in der Gemeinde, das bis heute gut wird sehr stark von der nahen Schweiz beüberlebt hat. Aber es drängen Firmen von einflusst. Das spürt besonders auch die BAUunten herauf. Daher müssen wir mit der beGUT. „Es hat Zeiten gegeben, da bildeten wir währten Betriebsführung weitermachen. Ich Fachleute aus, dann sind diese von Schweisehe keine Probleme für die Zukunft.“  zer Firmen abgeworben worden. Das war für

Foto: Andreas Waldner

Wirtschaftsstandort am Reschenpass


30 /leben an der Grenze/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

100 Jahre

Schweizer Nationalpark

Der Schweizer Nationalpark ist nicht nur der älteste Nationalpark der Alpen und Mitteleuropas, er ist auch der einzige Wildnispark mit einem totalen Naturschutz. Hans Lozza, zuständig für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit meint, dass neben dem Naturschutz außerdem die Forschung und die Information die zentralen Aufgaben sind. von Heinrich Zoderer

D

er Park wurde vor 100 Jahren gegründet, damit ein Stück Natur sich frei von Einflüssen der Menschen entwickeln kann. Die Jagd ist verboten, die Waldschlägerung und auch der Bergbau. Es darf kein Feuer gemacht und nicht campiert werden. Es gibt keine bewohnten Gebiete im Park, nur ein Hotel und die Ofenpassstraße, die durch den Park führt. 20 Nebentäler im Park sind für Menschen gesperrt und dienen als Ruhezonen für das Wild. Beim Durchfahren sieht man viele abgestorbene Bäume. Sie bleiben stehen, bis sie umfallen und dann bleiben sie liegen, bis darauf wieder ein neuer Wald entsteht, in 50 oder 100 Jahren. Für die schnellen Besucher ist dies ein unaufgeräumter Wald, wenig ästhetisch, für viele wird er sogar als krank wahrgenommen. Wer sich Zeit nimmt und an einer der geführten Wandertouren mitmacht oder alleine einen der insgesamt 21 Spazierwege im 80 km langen Wegenetz erwandert, kann Natur erleben, Tiere beobachten und die reiche Pflanzenwelt kennen lernen. Es gibt sogar digitale Wanderführer, die man im Besucherzentrum ausleihen kann oder man ladet die App iWebPark auf das iPhone und erhält so viele standortbezogene Informationen.

Umweltbildung und Information Neben dem totalen Naturschutz ist auch die Information und Umweltbildung eine wichtige Aufgabe. Außerhalb der Parkzone, in Zernez, befindet sich im altehrwürdigen Schloss Planta-Wildenberg die Verwaltung des Nationalparks mit großen, bemalten Hausgängen und schön vertäfelten Amtsräumen. Auf der anderen Straßenseite ist seit 2008 das neue Besucherzentrum. Es sieht aus wie ein großer Betonwürfel mit drei großen Fenstern auf einer Seite. Es wirkt nach außen schlicht und kalt, im Innern gibt es eine erlebnisorientierte Dauerausstellung, viele Informationen und auch Spezialausstellungen. In den Sommermonaten gibt es viele Angebote:

Familien- und Kinderexkursionen, Vorträge, Wildbeobachtungen oder geführte Wanderungen auf einen der Themenwege. Es gibt z.B. einen geologischen Pfad, einen Bärenpfad, einen Kinder- und Naturlehrpfad. Hans Lozza erzählt, dass jährlich 150 Schulklassen aus der ganzen Schweiz kommen, um eine Woche im Nationalpark zu verbringen. Das Eintauchen in die Wildnis, die Forschung und die Begegnung mit Tieren und der Natur stehen im Mittelpunkt. 20 Personen aus der Region machen Führungen. Das sind junge Studenten, aber auch naturverbundene Rentner, die bei den Wanderungen den Besuchern die Welt des Nationalparks näher bringen und für ein intensives Naturerlebnis sorgen. 150.000 Personen besuchen jedes Jahr den Schweizer Nationalpark. Nach einer Studie des Geografischen Instituts der Universität Zürich aus dem Jahre 2013 hat der Nationalpark große Auswirkungen auf den Sommertourismus. Rund ein Drittel der Besucher der Region können als Nationalparktouristen bezeichnet werden. In den letzten 15 Jahren hat es eine Steigerung von 20% gegeben. Die Wertschöpfung für die Region durch den Nationalpark beträgt nach dieser Studie 20 Millionen Schweizer Franken pro Jahr. Außerdem erhalten die 5 Parkgemeinden, die ihre Gebiete an die Nationalparkstiftung vermieten, einen jährlichen Pachtzins von 400.000 Franken.

Forschung durch 10 Forschungsinstitute Ein dritter Schwerpunkt ist die Forschung. Es laufen 60 bis 70 Forschungsprojekte im Jahr. Die Parkverwaltung übernimmt die Koordination, verschiedene Universitäten und Forschungsinstitute führen über Jahre ganz unterschiedliche Forschungsprojekte durch. Seit 1917 wird auf verschiedenen Flächen die Entwicklung der Pflanzenvielfalt und die Wechselwirkung mit dem Klima, dem Boden und der Tierwelt untersucht. Die Entwicklung des Permafrostes, das Verhältnis zwischen Wald und Wild, der Lebensraum von Ameisen und Schmetterlingen sind einige Forschungsfelder.


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/leben an der Grenze/ 31

Fotos: Schweizer Nationalpark

Wichtige Informationen Ăźber den Schweizer Nationalpark

Seit 1920 gibt es eine Wetterstation und entsprechende Aufzeichnungen. Ă&#x153;ber verschiedene Interregprogramme gab es auch eine intensive Zusammenarbeit mit dem Stilfserjoch Nationalpark z. B. bei der Wiederansiedelung des Bartgeiers oder der Erfassung der Wanderbewegungen von Hirschen und SteinbĂścken. Im Jahre 2010 gab es ein SchĂźlerprojekt mit OberschĂźlern aus SĂźdtirol, Nordtirol und dem GraubĂźnden Ăźber die Wiedereingliederung von Wildtieren. Im Jahre 2010 wurde das UNESCO Biosphärenreservat gegrĂźndet, mit dem Nationalpark als Kernzone und Biosfera Val MĂźstair als AuĂ&#x;enzone. Durch die internationale Zusammenarbeit wird der Naturschutz, die Forschung und Information noch verstärkt und im MĂźnstertal das Programm einer nachhaltigen Entwicklung Schritt fĂźr Schritt umgesetzt.

100-Jahrfeier in diesem Jahr In diesem Jahr gibt es verschiedene Aktionen unter dem Motto â&#x20AC;&#x17E;100 Jahre echt wildâ&#x20AC;&#x153;. Eine interaktive Ausstellung mit 30 Alpentieren im Origami Stil macht Halt in 16 groĂ&#x;en Einkaufszentren in der ganzen Schweiz. Es gibt ein Freilichtspiel und eine Sonderausstellung im Besucherzentrum. HĂśhepunkt wird ein groĂ&#x;es Volksfest am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag und GrĂźndungstag des Nationalparks. Musik und StraĂ&#x;enkunst und eine Live-Ă&#x153;bertragung durch das Schweizer Fernsehen sollen den Schweizern ihren bisher einzigen Nationalpark noch näher bringen. ď&#x20AC;ź

Adresse Chastè Planta-Wildenberg, 7530 Zernez Telefon +41-81-851 41 41 E-Mail info@nationalpark.ch Internet http://www.nationalpark.ch Hans Lozza Leiter Kommunikation und Ă&#x2013;ffentlichkeitsarbeit Heinrich Haller Direktor GrĂźndung 1.8.1914 (Beginn: 1909 mit der Val Cluozza, Zernez) Ziele totaler Naturschutz, Forschung, Bewusstseinsbildung und Information Fläche 170,3 km2, (17.030 ha) Gemeinden Zernez (66,5%), S-chanf (13,5%), Scuol (13,2%), Val MĂźstair (4,7%), Lavin (2,1%) HĂśhe 1.400 (Clemgia, Scuol) bis 3.173 m Ăź.M. (Piz Pisoc, Scuol) Struktur 28% Wald, 21% Matten, 51% Fels und GerĂśll Flora 650 hĂśhere Pflanzenarten Fauna 30 Säugetier- und 100 Vogelarten, ca. 5.000 wirbellose Tierarten Rothirsche 1.800 â&#x20AC;&#x201C; 2.000 Tiere (nur Sommeraufenthalt) Bartgeier wurden von 1991 bis 2007 wieder angesiedelt Cratschla Tannenhäher, Name der Parkzeitschrift und Logo des Nationalparks Wanderwege 21 Routen auf 80 km, 18 Rastplätze, 1 Blockhaus Rastplätze 18 (Feuern und biwakieren verboten) OfenpassstraĂ&#x;e 10 Parkplätze (Platzzahl beschränkt) Ă&#x153;bernachtung im Park: im Blockhaus Chamanna Cluozza, Hotel Parc Naziunal Il Fuorn Parkwächter 8 Vollamtliche und rund 20 Personen, die FĂźhrungen im Sommer machen Parkzentrum Zernez, das ganze Jahr geĂśffnet Pachtzins 400.000 CHF (330.000 â&#x201A;Ź) , das die 5 Gemeinden erhalten WertschĂśpfung 20 Millionen Schweizer Franken pro Jahr Besucher ca. 150.000 pro Jahr, davon rund 150 Schulklassen, welche 1 Woche bleiben

Der Vinschger Wind und der Meier-beck ein sackstarkes Duo Kennen Sie den Meier-beck aus dem schĂśnen Val MĂźstair?

Nein?

Aber mit Sicherheit den Vinschger Wind! $) 4UB .BSJB r 5FM r XXX NFJFSCFDL DI


32 /leben an der Grenze/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Auf den Spuren der Schmuggler Grenzgänger, Pendler, Abenteurer, Überlebenskünstler von Barbara Wopfner

W

enn Walter Schöpf zurück denkt, schmunzelt er aus den Augenwinkeln, wenn er mir erzählt, wie er seinem Vater bereits als 5-Jähriger beim Schmuggeln half. Viele im Vinschgau haben sich dem Schmuggel in der Zwischen- und Nachkriegszeit verschrieben. Die Menschen lebten vielfach von der Hand im Mund, hatten kaum Arbeit, waren aber voller Einfallsreichtum und Kraft. Grenze hatte für sie vielerlei Bedeutung: Grenzerfahrungen, die der Krieg mit sich brachte, Überleben, Armut, persönliche Grenzen überschreiten und da war auch das Leben mit der geografischen Grenze, das auch als Chance gesehen wurde. Geschmuggelt wurde fast alles, was gebraucht wurde: Tabakwaren, Zucker, Kaffee, Maschinen und Vieh. Grenzpendler waren auch sie damals: junge, kräftige Männer, die die Wälder des Dreiländerecks so gut wie ihre Westentasche kannten. Es war eine Aufgabe, Überleben, Reiz und Abenteuer zugleich, die

sie antrieben, Nacht um Nacht unterschiedliche Waren über die Grenzen von Österreich und der Schweiz nach Italien zu bringen.

Vom Feuerzeug zu Tabak, Saccharin, Kaffe und Vieh…. Walter Schöpf erinnert sich an die Zeit als er ein kleiner Bub war: „Do hots bo ins lei die Cerini gebm und kuane Fuierzuger.“ Diese waren rar, scheinbar sogar verboten, und vielleicht gerade deswegen gefragte Ware. Es gab sie hinter der Grenze und wer wiff genug war, konnte sich damit ein paar Centesimi dazuverdienen. „Mitn Voter bin i mitgongen, epper a 5 Jor olt bin i gwesn. Sell hon i die Lederhousn unkop und vourn hinter der Klopp sein Fachlen gwesen, wou sui mir die Feuierzuiger versteckt hom. Sem hot jo neamad nochg-

schaug“. So wurde Walter Schöpf mit dem Gewerbe vertraut, wuchs damit auf, wurde gewiefter und erweiterte über die Jahre sein Repertoire. Walter Schöpf erzählt von seinen Touren um den Piz Lad, den er nicht nur einmal umwandert oder überquert hat. Für ihn war das damalige „Pendeln“ über die Grenze eine gute Einnahmequelle, vor allem Vieh aus Österreich brachte gutes Geld ein. Tabak, Saccharin und Kaffee holte er aus der Schweiz, hier - weiter südlich vom Reschen – fanden diese Waren viele Abnehmer. Das meiste kaufte er in „Strada“ im Engadin ein, dort war er gern gesehener Kunde. Die Ware wurde in „Pinggl“ gebunden und kiloweise über die grüne Grenze getragen.

Mit dem Sarg nach Bozen…. Einmal bot sich Walter Schöpf die Gelegenheit, mit Freunden 100 Kilogramm Kaffee auf einmal zu holen. Das war schon eine körperliche und logistische Herausforderung, diese Aktion musste sorgfältig geplant werden. Forstwege gab es noch keine, quer durch den Wald nutzten sie Routen, welche die Finanzer am wenigsten kontrollierten. Sie starteten in der Nacht, die Dunkelheit bat ihnen einen zusätzlichen Schutz. Diese 100 Kilogramm Kaffee verpackten sie schließlich in einen Sarg, schmückten diesen mit einem Kranz und verfrachteten so die Ladung gut getarnt bis nach Bozen. Zu helfen wussten sie sich schon, die jungen Vinschger.

Eine Zeit ohne flächendeckendes Telefon, Internet und Handy

Einer von ihnen war der Reschner Walter Schöpf, geboren 1924. Mit nun knapp 90 Jahren trägt er viele Geschichten und Anekdoten mit sich herum, doch vieles habe er auch vergessen, es ist doch schon lange her. Foto: Barbara Wopfner Hintergrundbild: Der Dreiländerberg Piz Lad; Foto: Piz Lad Dreiländerbroschüre

…und doch hat es meist geklappt. Die Informationen waren nicht schwer zu bekommen, man half sich gegenseitig und ein Wort, ein Handschlag, das galt für Walter Schöpf und seine Kollegen als Vereinbarung. Man schrieb sich noch keine SMS oder Mails, rief sich nicht an oder hinterließ sich eine Facebooknotiz. Nein, sie kannten andere Kommunikati-


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/leben an der Grenze/ 33

INFO

In den Wäldern und steinigen Geländen in den Grenzgebieten des oberen Vinschgaus findet man heute noch viele Zeichen dieser riskanten und kargen Zeit. Auf geführten Wanderungen lassen sich Schmugglerpfade im oberen Vinschgau wiederentdecken. Infos dazu bei den Tourismusbüros, z.B: • Route auf den Piz Chavalatch, eine viel genutzte Route vom Vinschgau ins Münstertal • geführte Wanderungen durch die Uinaschlucht • Gaudirennen, wie das Schmuggelerrennen auf die Sesvennahütte, lassen Erinnerungen an damals wieder aufleben. Literatur dazu: „Schüttelbrot und Wasserwosser“ erschienen im Rotpunktverlag www.schnalstal.com; www.vinschgau.net

onsmöglichkeiten. Walter Schöpf erinnert sich an die Bäuerin vom Tenders-Hof. Sie hatte für die Schmuggler einen Warndienst installiert, indem sie eine Laterne in das oberste Fenster ihres Hofes hängte. Das war die Warnung für die Schmuggler, dass Grenzpatrouillen auf Streife waren und sie besser einen Umweg machen sollten. Damals gab es alleine in Graun eine ganze Finanzkaserne, wie viele genau stationiert waren, weiß er nicht, doch 30 waren es bestimmt. Auf den benachbarten Grenzen wurde ebenso stark kontrolliert, die Österreicher trafen ihn sogar mit einem Streifschuss am linken Unterarm. „Selm bin i grennt, durchn Wold sein sie mer noch, ober kriag hom sie mir nit.“

Eine Kuh brachte einen Monatslohn… In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg, war der Handel mit Vieh aus Österreich ein lukratives Geschäft, Vieh konnte nur in den warmen Monaten geschmuggelt werden, erinnert sich Walter Schöpf, denn den Marsch durch Schnee und Eis hätten die Tiere nicht geschafft, zudem hätten die Spuren sie auch

verraten. Vieh war im Vinschgau schwer zu kriegen und die Nachfrage war groß. Zweiter Pluspunkt war der günstige Wechselkurs, ein Schilling kostete damals 2,5 Lire. Walter Schöpf brachte mich zunächst ins Rechnen, wer damals fleißig und viel gearbeitet hatte, bekam einen Monatslohn um die 40.000 Lire, eine geschmuggelte Kuh brachte auf dem Markt schon mal das Doppelte, das war dann schon ein rentabler Verdienst. Er erinnert sich mit einem Lächeln an eine Episode, als er eine Nacht in der Finanzkaserne verbringen musste, er wurde des Schmuggelns bezichtigt. An die geschmuggelte Kuh erinnert er sich noch genau. Sie trug die eingebrannten Initialen ihrer Vorbesitzerin „T.F.“, das T stand für Theresia. Die Finanzwache rief den Tierarzt von Mals, einen Italiener, an er sollte die Herkunft des Tieres feststellen. Ihm steckte Walter Schöpf 10.000Lire zu und erschwindelte sich so ein „È una vacca italiana“. Das Geschäft hat sich dennoch gelohnt.

Geschmuggelt wurde alles was gebraucht wurde… Die Nachfrage regulierte das Angebot.

Waren wiederum mehrere Soldaten in der Grenzregion stationiert, stieg die Nachfrage an billigeren Zigaretten und Schnupftabak. Seine Familie besaß Wiesen auf der österreichischen Seite, die bestellt werden mussten. Auch das nutzte er zu seinen Gunsten. Einmal sollte er für einen Bekannten ein Gewehr besorgen. Er startete mit „Segnes und Rechen“, die er mit einem großen Tuch zusammenband und über die Schulter warf. Doch er ging nicht zum Heu mähen. Er beschaffte sich das Gewehr, band es zwischen seine Arbeitsgeräte und marschierte wieder unkontrolliert über die Grenze zurück. „Woasch sell hom sie gmuant i bin afn Feld orbatn gwesen“, meint er mit einem Augenzwinkern. Die Zeiten waren hart und man half zusammen, so erzählt er, wie er auf seinen Märschen oftmals alleine startete und dann in Begleitung auf der anderen Seite ankam. Meist waren es heimkehrende Soldaten, denen er unbemerkt über die grüne Grenze verhalf. So begleitete er auf seinen Touren auch Schicksale und half beim Start in ein neues Leben. 


34 /leben an der Grenze/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

oben: die Kortscher Gastgeberinnen unten: Das Los entscheidet, wer mit wem zum Wissenstest antritt links: Wissenstest rund um den Apfel

Vinschger Äpfel im Mittelpunkt Kortsch - „Rund um den Apfel“ Unter dieses Motto hatten die Gastgeber der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch den „Landeshauswirtschaftscup“ gestellt. Der Gesamt-Tiroler Wettbewerb mit Teilnehmerinnen aus Nord- Ost- und Südtirol fand heuer zum siebten Mal statt. von Magdalena Dietl Sapelza

D

ie Schülerinnen in der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung in Kortsch hatten sich mit Unterstützung ihrer Lehrpersonen bestens auf den Besuch ihrer Kolleginnen aus den anderen Landesteilen vorbereitet. Die Räume waren geschmackvoll dekoriert. Auf Anhieb war zu erkennen, dass sich beim siebten GesamtTiroler Wettbewerb vieles um die Vinschger Äpfel drehen würde. Doch erstmals gab’s für die Gäste ein Frühstücksbuffet zur Einstimmung. Dann folgte die offizielle Begrüßung durch Schulleiter Martin Unterer und die Gruppenzuteilung mittels Los. Die Teilnehmerinnen aus Süd- und Nordtirol vermischten sich und mussten dann paarweise zusammenarbeiten. Die Kortscher Schülerinnen hatten die angenehme Aufgabe, ihre Gäste zu umsorgen. Dafür waren sie von der Teilnahme am Wettbewerb freigestellt. Der „Landeshauswirtschaftscup“ der hauswirtschaftlichen Fachschulen findet jährlich abwechslungsweise in Nord- und

Südtirol statt. Die Vorbereitung auf den Bewerb ist einerseits eine gute Möglichkeit für die Schülerinnen, den Lernstoff zu vertiefen, und andererseits die Gelegenheit ,sich kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Am Bewerb in Kortsch nahmen Bewerberinnen aus den Schulen Rotholz, St. Johann, Imst, Kematen, Innsbruck, Tiesens und Dietenheim teil. An acht Stationen stand theoretisches Wissen auf dem Prüfstand. In der vorgegebenen Zeit mussten Aufgaben in den Bereichen Ernährung, Arbeitssicherheit, Wäscheversorgung, Reinigung, Garten, Geschichte, EDV, Ergometrie, Service und speziell auch Fragen zu Äpfeln und Apfelwirtschaft im Vinschgau beantwortet werden. Konzentriert bewältigten die Schülerinnen die einzelnen Aufgaben. Und sie zeigten erstaunliche Fachkenntnisse. Lehrpersonen bewerteten die Aufgabenlösung nach einem Punktesystem. Der Nachmittag stand im Zeichen der Praxis. Es wurde gekocht. Die Wettbewerbs-

teilnehmerinnen kreierten anhand eines vorgegebenen Warenkorbes ein dreigängiges Menü, das anschließend verkostet wurde. Siegerinnen des Landeshauswirtschaftscups wurden Monika Gruber (Dietenheim) und Magdalena Hausberger (Kematen). Die Laudation hielten Martin Unterer und Direktorin Monika Aondio. Für die Lehrpersonen aus den einzelnen Schulen, die als Begleitpersonen in den Vinschgau gekommen waren, hatten die Verantwortlichen der Kortscher Fachschule ein interessantes Rahmenprogramm zusammengestellt mit Stadtführung in Glurns, den Besuchen der Whisky-Brennerei und der Fürstenburg. 


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/leben an der Grenze/ 35

Innovativ erfolgreich LICO/Müstair - Qualität, Flexibilität, Zuverlässigkeit und Innovation sind die Attribute, die den Bodenbelagshersteller LICO wohl am treffendsten beschreiben. Nach bescheidenen Anfängen hat sich der Produktionsbetrieb zu einem erfolgreichen, weltweit tätigen Familienunternehmen entwickelt. von Magdalena Dietl Sapelza

„Wo gibt es was Neues zu sehen?!“, erster Ansprechpartner auf die Antwort dieser Frage scheint –zumindest im Bereich Fußbodenbeläge - die Firma LICO in Müstair geben zu können. Der Ruf als Innovationstreiber der Branche ist in Kundenkreisen die beste Referenz. Wahrscheinlich war es auch diese Produktvielfalt, die es LICO in den letzten Jahren erlaubte weiter zu wachsen, während der Markt im Bereich Fussböden weltweit um ca. 5% geschrumpft ist. Über 3 Millionen Quadratmeter Böden sind im vorigen Jahr an Abnehmer in über 44 Länder der Welt gegangen. Somit verlassen täglich fünf bis sechs beladene LKW`s das Werk in Müstair. Bausteine des Erfolgs: 1. Innovation, ständige Weiterentwicklung und der Mut, Neues zu wagen; 2. motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese Philosophie mittragen und LICO-Mentalität leben; 3. beste Qualität - Materialien und Produktionsverfahren mit hohem ökologischen Anspruch; 4. Flexibilität und Entscheidungsfreudigkeit; 5. gezieltes Marketing und beste Kundenbetreuung. Neue vielversprechende Märkte eröffnen sich zurzeit in China, Russland, Südamerika und Skandinavien. „In Shanghai haben wir vor kurzem unseren ersten LICO-Shop eröff-

net“, erklärt Edwin Lingg. Er führt das Unternehmen im Münstertal zusammen mit seinem Bruder Alfred Lingg. 73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei LICO beschäftigt, der Grossteil davon aus dem Vinschgau. 1998 hat LICO in Müstair mit der Produktion von Kork- und Linoleumböden begonnen. Mittlerweile können die Kunden aus zehn Produktionslinien auswählen. Die Palette reicht von Kork-, Linoleum-, Vinyl- Böden bis hin zu Böden aus Leder und Natursteinen. Alle Böden sind als Klebevariante, als Klick mit HDF oder als wasserfester Klick zu haben. Absoluter Renner ist der der digital bedruckte Korkboden - „Printcork“. Diese Linie punktet mit den bewährten Eigenschaften von Kork-Naturböden und ermöglicht gleichzeitig eine unendliche Gestaltungsvielfalt. Neben traditionellen Holz- oder Steinmotiven, können Computergrafiken oder Fotografien als Grundlage für aussergewöhnliche Kundenwünsche her genommen werden. Ein russischer Oppositionspolitiker wählte für ein Wahllokal beispielsweise LICO-Böden mit Karikaturen gegen Putin. Ein Scheich aus Dubai bestellte einen Boden mit Echtgold-Einlegearbeiten. Selbst internationale Marken wie „The Body-Shops“ mit weltweit 3.600 Filialen überzeugte die Symbiose aus Qualität und Nachhaltigkeit. Bei der weltgrößten Messe DOMOTEX in Hannover werden jährlich die zwölf innovativsten Böden der Welt prämiert. 2013 stammten drei davon aus dem Unternehmen LICO und 2014 waren es sogar vier. Auch das ist beste Referenz.

links: Das LICO-Werk in Müstair mit einer Fläche von insgesamt 48.000 Quadratmetern, verbaut sind 20.000 Quadratmeter, die Produktionshalle umfasst 15.000 Quadratmeter; Mitte: die Inhaber des Unternehmes Edwin Lingg (Schluderns) und Alfred Lingg (Mals); rechts: das neue Bürogebäude


36 /Nationalpark/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Nationalpark Stilfserjoch

König der Lüfte Foto Roberto Boccucci

Das Steinadler-Monitoring im Nationalpark Stilfserjoch 1998-2013 Der Steinadler hat als winterliche Nahrung einen Schneehasen im Schnee geschlagen, der noch nicht vollständig umgefärbt und daher unvollständig getarnt war.

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Valentin von Terni, 14. Februar 2014

D

er Steinadler ist der Taggreifvogel, der als großer Beutegreifer im Alpenbogen nie ausgestorben ist. Steinadler sind Grifftöter: Sie schlagen und töten ihre Beute mit den kräftigen Zehenkrallen, die sich wie Dolche in das Beutetier bohren. Verpaarte Steinadler sind ausgesprochen territorial. Das Territorium eines Brutpaares, das aktiv gegen eindringende Artgenossen, aber auch artfremde Konkurrenten verteidigt wird, ist zwischen 40 und 100 km² groß. Steinadler sind langlebig und können ein Alter von bis zu 25 Jahren erreichen.

Das Monitoring im Nationalpark Stilfserjoch Der Steinadler bildet das Emblem des Nationalparks Stilfserjoch. Auch aus diesem und mehreren weiteren Gründen haben sich unsere Ornithologen in den Jahren

zwischen 1998 und 2013 besonders des Steinadlers angenommen. Die intensive Phase des Monitorings hat dabei in den drei Länderanteilen des Nationalparks verschiedene Zeiträume betroffen (Südtirol: 1998-2001, Lombardei 2004-2010, Trentino 2007-2010).

Elemente des Monitorings Die Beobachtungen im Freiland und die Untersuchungen im Labor lassen sich in vier Arbeitsfeldern zusammenfassen: • die Kontrolle der Brutpaare, • die Gleichzeitigkeitszählungen des Bestandes, • das genetische Monitoring, • die Aufschlüsselung der Speisekarte.

Der Steinadlerbestand Der derzeitige Bestand der Steinadler in Europa wird auf 8.400 – 11.000 Brutpaare geschätzt. Für Italien wird ein Bestand von 486 – 547 Adlerpaaren angegeben, für die Lombardei werden hingegen 100 Paare ge-

schätzt. Am Beginn unseres Monitorings waren im Jahre 2004 im trentiner und im lombardischen Parkanteil 7 Brutpaare und 27 Nester bekannt. Am Ende des Jahres 2013 sind uns für den gesamten Nationalpark Stilfserjoch und die angrenzenden Täler 32 Brutpaare und 160 Horste bekannt. Diese Zahlenangaben stammen wie alle weiteren in meinem heutigen Beitrag von unserem Ornithologen Enrico Bassi, der sich in den letzten Jahren intensiv um Bartgeier und Steinadler gekümmert hat. Aus den Beobachtungen von 23 Brutpaaren ergibt sich für den Nationalpark eine SteinadlerDichte von 15,7 Paaren je 1.000 km². Zu den territorialen Brutpaaren der Adler kommen noch die unverpaarten, noch nicht territorialen und herumvagabundierenden Jungadler hinzu. Zur Produktivität der Steinadler können wir aus den Erhebungen der letzten Jahre sagen, dass von den 134 in den Jahren beobachteten Brutpaaren 86 zur Eiablage geschritten sind und 52 einen Jungvogel


20.02.14

zum Ausfliegen gebracht haben. Der Aufzuchterfolg lag damit bei 0,39. Anders ausgedrückt: Nur jedes dritte Adlerpaar bringt im selben Brutjahr einen Jungvogel bis zum Ausfliegen.

Die Adlerhorste Übrigens: Steinadler bauen nicht nur ein einziges Nest. Statistisch besitzt jedes Steinadlerpaar 5-7 Horste, welche abwechselnd in den Jahren zum Brüten oder als Schlafplatz verwendet werden. Die Horste im Nationalpark liegen im Mittel auf einer Meereshöhe von 2.200 Metern, also etwa auf der Höhenlinie der Waldgrenze. Die Lage des Horstes in dieser Höhenlage hat einen ganz praktischen und funktionalen Grund: Das Hauptbeutetier der Steinadler ist das Murmeltier, ein Bewohner der alpinen Rasen oberhalb der Waldgrenze. Es ist weniger anstrengend für den Adler, die geschlagene Beute abwärts in den Horst zu transportieren als sie im Flug aufwärts zu schleppen. Unter den 160 erfassten Horsten befinden sich 157 Felshorste und drei Baumnester. Der im Laufe der Jahre mehrfach benützte Horst wird vor der Eiablage immer wieder neu mit grünen Zweigen und Ästen von harzigen Nadelhölzern wie Lärche und Latsche bestückt. Das Harz hat keimtötende Wirkung. Die Eiablage erfolgt beim Steinadler zwischen 15. März und 15. April. Beim Bartgeier erfolgt sie im hochwinterlichen Jänner, spätestens anfangs Februar. Wie der Bartgeier legt auch der Steinadler zwei Eier. Nur in besonders nahrungsreichen Jahren ziehen manche Steinadler-Paare beide Jungen auf. Das später geschlüpfte und daher schwächere Junge verhungert oder wird vom größeren Geschwister gehackt und es verendet. In der Verhaltensforschung wird dieser Brudermord nach dem biblischen Mord von Kain an Abel als „Kainismus“ bezeichnet. Beim Steinadler ist der Kainismus fakultativ, beim Bartgeier hingegen obligatorisch. Dies bedeutet, das beim Bartgeier immer nur ein Junges aufgezogen wird, auch wenn beide Eier befruchtet sind und ein gutes Nahrungsjahr zu verzeichnen ist.

Vinschgerwind 4-14

Die Gleichzeitigkeitszählungen Seit dem Jahre 2004 haben unsere Ornithologen mit bis zu 400 Hobby-und Profihelfern in einer Frühjahrs- und einer Herbstzählung insgesamt 19 sogenannte Gleichzeitigkeitszählungen in großen Flächenanteilen des Nationalparks durchgeführt. Dabei wird jedem Zähler ein Planquadrat zugewiesen. Von 09.00 bis 14.30 Uhr werden alle mit Fernglas und Spektiv beobachteten Greife und Geier mit genauer Angaben der Uhrzeit erfasst und kartografisch eingetragen. Mit der Gleichzeitigkeitszählung können nicht nur Brutpaare und Einzeltiere erfasst, sondern auch die Größe ihres Territoriums definiert werden. Bartgeier und Steinadler zeigen ein unterschiedliches Territorialverhalten: Der Bartgeier verteidigt sein Territorium nur ca. 1 km² um den Horst herum, durchstreift aber auf der Suche nach Fallwild und deren Knochen das Territorium von 7-8 Steinadlerpaaren. Verpaarte Steinadler verteidigen hingegen ihr eigenes Territorium in seiner ganzen Ausdehnung bis an dessen Außenränder mit Attacken gegen Artgenossen und Artfremde.

Das genetische Monitoring Beim genetischen Monitoring von Vögeln wird aus Federfunden, Gewebe von Muskeln oder Knochen oder aus dem Blut die Desoxyribonukleinsäure (DNS) extrahiert und der darin enthaltene Chromosomensatz als Träger der Erbsubstanz bestimmt. Bei der Gewinnung der DNS unterscheidet man nach der Herkunft der Proben nicht invasive und invasive Methoden. Nicht invasiv ist beispielsweise die Gewinnung der DNS aus den Kielen von ausgefallenen Federn, die unter oder im Horst gesammelt werden. Eine invasive Methode ist die Blutabnahme aus lebenden Vögeln oder die Gewebsbiopsie aus Totfunden. Von den Steinadlern, welche innerhalb des Nationalparks leben, wurden in den letzten 10 Jahren insgesamt 301 Federn gefunden und gesammelt. Außerdem wurden kleine Muskelgewebsproben aus Tottierfunden entnommen. In seinem gene-

/Nationalpark/ 37 tischen Labor in Bologna hat Dr. Alberto Santini in den Jahren 2010 -2013 im Auftrag des Nationalparks insgesamt 269 Proben von Flügelfedern, Flaumfedern oder Geweben von Steinadlern genetisch untersucht. Die genetische Untersuchung ermöglicht Aussagen etwa zur Zusammensetzung der Brutpaare, zum Geschlecht der Vögel, zu einem Partnerwechsel im Paar, zu den Verwandtschaftsverhältnissen oder zur genetischen Variabilität der Adlerpopulation. Die genetischen Untersuchungen von Dr. Santini haben aus den 269 verwertbaren Proben 49 verschiedene Genotypen von Steinadlern im Nationalpark Stilfserjoch und in den angrenzenden Tälern ergeben. Die genetische Vielfalt der zentralalpinen Steinadlerpopulation ist damit nicht sehr breit. Von den Bartgeiern wissen wir, dass die genetische Variabilität heute noch geringer und kritisch schmal ist: 50% der im Freiland geschlüpften Junggeier stammen von nur 10 Eltern der Gründerpopulation.

Der Speiseplan von Bartgeiern und Steinadlern Im Zuge des Monitorings dieser zwei großen Vogelarten hat Enrico Bassi in den letzten Jahren mit Hilfe schwindelfreier Kletterer, Förster und anderer Mitarbeiter durch Abseilen in die Felsenhorste auch Nahrungsreste eingesammelt. Das Abseilen erfolgte dabei immer in den Herbstmonaten September und Oktober, in der die Jungen das Nest bereits verlassen haben und die Eltern den Horst nicht befliegen. Die Zeitwahl für die Probenentnahme ist klar begründet: Das Brutgeschäft darf in gar keinem Fall gestört und der Aufzuchterfolg nicht gefährdet werden. Das Einsammeln der Nahrungsreste diente der Bestimmung des Speisezettels von Bartgeier und Steinadler. Vom Steinadler konnten 176 Proben aus 16 Horsten, vom Bartgeier 94 Proben aus 6 Nestern gewonnen werden. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Speisepläne des Lebendbeutegreifers Steinadler und des reinen Aas- und Knochenfressers Bartgeier in der Tat unterschiedlich zusammengesetzt sind.

Steinadler

176 Proben aus 16 Horsten

Murmeltier

34,7%

Hase

10,7

Bartgeier

94 Proben aus 6 Horsten

Steinwild

27,6%

Gämse

13,8

Gämse

6,8

Murmeltier

9,6

Steinwild

6,3

Schaf

9,6

Schneehuhn

5,1

Reh

4,3

Hausziege

3,4

Rotwild

4,3

Birkhuhn

2,0

Hausziege

4,3

nicht definierbar

31,0

nicht definierbar

26,5

Foto: Michele Mendi

Foto: Michele Mendi

Die Speisekarte von Steinadler und Bartgeier


Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Vom Torwart zum Moderator

Rodeln und Kunst

Werner Schuler, ehemaliger Latscher Fußballtormann, führte die Zuschauer und Athleten durch das Rennen und sorgte für eine tolle Stimmung. Immer wieder übernimmt Schuler Moderatorenjobs, wie zum Beispiel beim Nikolausumzug oder beim Lederhosenfest. (sam)

Sara Bachmann (Mitte) ist nicht nur eine begabte Naturbahnrodlerin, sondern besitzt auch große künstlerische Fähigkeiten, die sie beim Jugendrennen unter Beweis stellte. Gemeinsam mit ihren Kollegen von der Laaser Berufsfachschule für Steinbearbeitung zauberte sie im Zielgelände der „Gumpfrei“ tolle Kunstwerke in den Schnee. (sam)

Fotos: Sarah Mitterer

38 /Sport/

Nachwuchs-Rodelfest in Tarsch Anfang Februar fand auf der „Gumpfrei“ Rodelbahn in Tarsch das dritte Raiffeisen Jugend-Rennen der Naturbahnrodler statt, bei dem die Vinschger groß auftrumpfen konnten. Auf der perfekt präparierten Bahn gelangen den Nachwuchshoffnungen drei Siege und fünf weitere Podestplätze.

Fotos: Sarah Mitterer

Jenny Castiglioni feierte auf ihrer Heimbahn einen Sieg

von Sarah Mitterer

1

26 Kinder der Jahrgänge 2000 bis 2006 aus ganz Südtirol waren in Tarsch beim 3. Raiffeisen- Jugendrennen 2014 im Renn-und Sportrodelrennen auf der Naturbahn am Start. In allen Kategorien gab es nur einen Wertungslauf. Der Veranstalter, der ASV Latsch Raiffeisen, sorgte trotz Schneefalls am Vormittag beim einzigen Trainingslauf für bestmögliche Bedingungen. Immer wieder wurde die Bahn vom Neuschnee geräumt, um den Athleten faire Bedingungen zu schaffen. Rechzeitig zu Rennbeginn hörte der Schneefall auf und den Nachwuchsrodlern stand eine perfekt präparierte Rodelbahn zur Verfügung. Unter den 15 Südtiroler und drei österreichischen Vereinen waren mit dem Gastgeber ASV Latsch Raiffeisen, dem

ASC Laas und dem ASV Arunda Schleis auch drei Vinschger Rodelvereine in Tarsch dabei, die allesamt bei den Rennrodlern antraten. Allen drei Vereinen gelang ein Sieg, vor allem die Laaser zeigten eine starke Mannschaftsleistung. Bei den Zöglingen feierten die Laaserinnen einen Doppelsieg: Andrea Kuntner sicherte sich mit 6/100 Vorsprung den Sieg vor ihrer Vereinskollegin Nadine Staffler. Der dritte Platz ging

an Nina Zöggeler, die Tochter des Völlaner Kunstbahnrodlers und Olympiasiegers Armin Zöggeler, der in Sotschi an seinen sechsten Olympischen Spielen teilnahm. Das Rodel-Gen hat auch Jenny Castiglioni in die Wiege gelegt bekommen. Die Tochter des Vizeweltmeisters von 2005, Andreas Castiglioni, und der WM-Dritten von 2009, Renate Kasslatter, feierte bei den Kindern mit über drei Sekunden Nachwuchsrodler aus ganz Südtirol waren in Tarsch am Start

Vorsprung einen souveränen Sieg vor der Laaserin Julia Tappeiner. Der dritte Vinschger Sieg ging an Johannes Gruber vom ASV Arunda Schleis, der mit fast zwei Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten die Ziellinie überquerte. Podestplätze gab es zudem für die Laaser Alex Oberhofer und Jasmin Tappeiner, die beide Bronze holten, der Schleiser Daniel Gruber sicherte sich Platz zwei. Die Tagesbestzeit auf der 640 Meter langen Bahn bei den Mädchen gelang Andrea Kuntner mit einer Zeit von 50,17 Sekunden, bei den Buben war der Latzfonser Leon Felderer mit 48,80 Sekunden der Schnellste. Der letzte Bewerb dieser Rennserie findet am 23. Februar in Gröden statt und die Vinschger möchten auch dort wieder ein Wort um Siege und Podestplätze mitreden.


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/Sport/ 39

Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen – SSV Naturns

Das Jahr beginnt erfolgreich

DAS GUTE GEFÜHL DER SICHERHEIT

Einbruchhemmende Fenster und Türen von FINSTRAL

Foto: Sarah Mitterer

FINSTRAL Sicherheitsfenster schützen, was Ihnen lieb ist: mit speziellen Sicherheitsgläsern, geprüften Beschlagsteilen und absperrbaren Fenstergriffen genügen die „Protect“-Ausstattungen hohen Ansprüchen in Sachen Einbruchschutz. FINSTRAL – damit Sie sich sicher fühlen können.

M

it dem Wintersprint in Bozen hat für die Athleten des SSV Naturns und des Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen das neue Jahr begonnen. Nachdem Simon Jungdolf ein äußerst erfolgreiches Jahr hinter sich hat, beweist er 2014, dass er noch lange nicht müde ist, seine Leistungen zu steigern. Über 50 m Kraul verbesserte sich der 16-jährige Laaser, der in der allgemeinen Kategorie startet, auf 26,7 Sekunden. Zudem gewann er über 50 m Rücken Bronze. Beim FIN-Schwimmen einige Wochen später schlug Simon über 100 m Rücken nach 1:06,08 Minuten an und sorgte erneut für eine neue Bestmarke. Weitere Medaillen beim Winter-

sprint gab es für Anita Wielander und den Naturnser Lukas Hanny. Top 8 Platzierungen gab es für Ivandro Gögele, Sophie Abler, Nadja Windegger, Emma Rainer und Judith Windegger. Einen tollen Jahresstart feierten Eliah Trojer, Joel Weissenegger, Emma Hanny, Julia Höller, Lisa Maringgele, Sofia Marcadent, Hannah Ratschiller, Karoline Wielander und Martin Karnutsch. Auch im neuen Jahr nehmen beide Vereine zudem an Kinderwettkämpfen teil, dort zeigten die Naturnser und Vinschger Kinder bereits tolle Leistungen und konnten einige Erfolge feiern. (sam)

Verona/Vinschgau

Verona, Halbmarathon

B

Foto: „Wind“-Archiv

eim Halbmarathon Montefortiana unweit Verona machten auch 4 vom Rennerclub mit: Dunja Pitscheider, Gerald Burger, Dietmar Waldner und Eugen Prieth. Es hat sich ausgezahlt: Einerseits haben zwei der Renner einen Preis geholt, andererseits wurde fleißig Werbung für den Reschenseelauf gemacht.

v.l.: Eugen Prieth, Dunja Pitscheider, Dietmar Waldner, Gerald Burger

Dieser Halbmarathon, ein Lieblingslauf von Didi Waldner: „Heuer hat’s nur geregnet, und das auch nur am Anfang, voriges Jahr fiel auch noch Schnee.“ Er beginnt mit einer ziemlichen Steigung; nach einem flachen Abschnitt geht’s wieder bergab. Die 2 Preise gab es für je einen 4. Platz: Gerald mit 1:23:07 (Platz 54 insgesamt) und Eugen: 1:31:19 (gesamt 191.). Dunja Pitscheider hatte diesen Lauf nicht auf ihrem Wettkampfplan. Doch sie schaffte mit 1:49:27 Platz 16 in ihrer starken Klasse. Dietmar Waldner lief trotz beleidigter Achillessehne heuer schneller als im Vorjahr. Allerdings wog seine Laufjacke heuer nicht so viel, vergangenes Jahr war sie von km zu km schwerer geworden. Helmut Zischg

FINSTRAL AG Gastererweg 1 . 39054 Unterinn/Ritten (BZ) T 0471 296611 . F 0471 359086 finstral@finstral.com . www.finstral.com


40 /Sport/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Schlanders

Fotos: „Wind“-Archiv

Jahresrückblick

D

er Amateur-Tennis & Freizeitclub Schlanders (A.T.F.C) kann 2013 auf ein gutes Jahr zurückblicken und hat im Bereich Tennis viele Tätigkeiten und einige Erfolge vorzuweisen. Besonders zu vermerken ist der große Zuwachs an Kindern und Jugendlichen, welcher dazu führt, dass mittlerweile ca. 90 Nachwuchsspielerinnen aller Altersklassen vom Trainerteam Presti Christian, Holzner Mirko, Gurschler Armin und Gurschler Werner im Sommer wie im Winter betreut werden. Im Jahr 2013 schrieb der A.T.F.C. Schlanders Vereinsge-

schichte. Unser junger Spieler Mirko Holzner gewann den Titel in der 3. Kategorie beim Masters Grand Prix „Coop Trentino”. Herzlichen Glückwunsch! Einige unserer wichtigsten Tätigkeiten kurz zusammengefasst: Am 06.04 fand unser jährlicher „TennisSchnuppertag” statt, bei welchem Kinder, aber auch Erwachsene unter Anleitung der Trainer und erfahrener Clubmitglieder diesen schönen Sport in all

seinen Seiten (Schlagtechniken, Geschicklichkeit, Koordination, u.v.m.) ausprobieren können. Vom 27.04. bis zum 05.05. wurde auf den Tennisplätzen in Schlanders nun schon zum 3. 5. das Gedächtnisturnier für unseren Spieler Tschenett Erhard ausgetragen, welches immer als offizielles F.I.T. Turnier (nationales Tennisturnier–Raiffeisen Grand Prix 2013) gewertet wird. Anzuführen ist auch die Mannschaftsmeisterschaft, welche sich jedes Jahr von Mitte Mai bis Mitte Juni abspielt und bei der wir auch 2013 wieder mit 9! Mannschaften (4x 4. Liga, 1x 2. Liga, 2x U12, 1x Over 50, 1x Over 55) teilgenommen haben. Ziel der teilnehmenden Damen und Herren sind hierbei der Klassenerhalt, welcher allen gelungen ist, oder ein Aufstieg. Nicht vergessen möchten wir natürlich die Teilnahme unserer „Oldies” an der Over 35 Bezirksmeisterschaft, bei welcher diese in der Kategorie „NichtLiga-Spieler” einen ausgezeichneten 2.

Platz erzielt haben. Lobend erwähnen möchten wir dann noch die 2 Mannschaften, welche von Oktober bis Anfang Dezember am „Indoor Cup 2013”, einer Meisterschaft auf Hallenplätzen, teilgenommen haben. Höhepunkt des Kinder- und Jugendbereiches war die Abhaltung des VSS-RVD-Tennisturnieres vom 03. – 06. Juli, an welchem 50 Kinder aus den Bezirken Vinschgau und Burggrafenamt mit viel Spaß, Freude und Ehrgeiz teilgenommen haben. Dieses ereignisreiche und spannende Jahr konnten wir nur durch die Unterstützung unserer vielen Sponsoren durchführen, und wir möchten uns auf diesem Wege nochmals für die gute Zusammenarbeit bedanken, welche in der heutigen Zeit nicht immer selbstverständlich ist. Bereits jetzt sind wir fleißig in Planung und im Training, um auch für 2014 tolle Tätigkeiten und gute Leistungen bieten zu können. Neue SpielerInnen (Anfänger und Fortgeschrittene) sind uns immer herzlich willkommen. Für den A.T.F.C. Romana Pöhli

Mauro Ceol aus Mals

Fußball - Oberliga

Schiedsrichter und Zeitmesser

Trotz Niederlage guter Anfang

Hobbys - Spieleleiten und Zeitmessen - mit der Arbeit zu verbinden. Dazu kommt, dass ich durch meine Hobbys an der frischen Luft und in Kontakt mit den Leuten bleiben kann.“ Fußball passioniert ist Ceol bis ins Trentino bekannt, wo er in den 80er und 90er Jahren viele Oberliga Fußballspiele geleitet hat. Jetzt leitet er den Jugendfußball beim VSS. Die Frage, wie lange er noch pfeifen möchte, beantwortet er mit Humor lachend: „Bis ich 92 Jahre alt sein werde!“ (lp)

winnen. Der neue Trainer Engl Grünfelder hat dennoch bewiesen, gute Arbeit geleistet zu haben. Trotz 6 abwesender Spieler (wegen Krankheit und Ferien) war die Naturnser Mannschaft sehr lebendig und in manchen Spielphasen sogar überlegen. Es bleibt doch einmal für immer die Frage, ob in einer so schwierigen Meisterschaft, in der jeder Punkt notwendig ist auch weil zahlreiche Abstiege sein werden - Geschenke gemacht werden können. (lp) Foto: Leonardo Pellissetti

r hat schon 45 Jahre als Fußball-Schiedsrichter und 25 als Zeitmesser hinter sich. Der gerade 60 Jahre alt gewordene Mauro Ceol (im Bild beim Biathlonzentrum in Martell) aus Mals nimmt andauernd mit Begeisterung an den Sportereignissen im Vinschgau teil. Von Fußballbis Hockeyspielen, Rodelrennen oder Langlauf bis Leichtathletik-Wettkämpfen: Fast bei jeder sportlicher Veranstaltung ist Ceol anwesend. „Für mich“, erklärt der Sportsfreund, „ist es immer wichtig gewesen, meine

Foto: Leonardo Pellissetti

E

D

as erste Spiel der Rückrunde in der Oberliga zeigte ein sehr motiviertes und bewegungsreiches Naturns. Die Gäste aus Mori nutzten ihre wenigen Torchancen allerdings besser und konnten somit knapp ge-


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/Sport/ 41

Biathlon

Südtirols Nachwuchs in Martell Samstag, 22. Februar Basteln mit dem Verein Kinderwelt

Fotos: Sarah Mitterer

von 15 – 17.30 Uhr im 1. Stock

Die Kinder zeigten viel Einsatz; rechts: Felix Ratschiller (Nummer 21) sprintete auf Platz 3

I

m Biathlonzentrum von Martell herrschte im Jänner Hochbetrieb. Nachdem bereits die Junioren-Italienmeisterschaften dort ausgetragen wurden, fand auf der Grogg-Alm nun auch eine Etappe um die Hubert Leitgeb Trophäe statt. Teilnehmen durften Nachwuchsbiathleten der Jahrgänge 1999 bis 2005. 87 Kinder aus ganz Südtirol waren beim Rennen am Start. Mit viel Einsatz und unter den Anfeuerungen der Fami-

lien kämpften die Nachwuchshoffnungen auf der Loipe und am Schießstand um gute Platzierungen. Je nach Kategorie mussten die Kinder ohne Gewehr, das bereits am Schießstand für sie bereit lag, eine bestimmte Strecke zurücklegen. Geschossen wurde zwei Mal liegend, Strafrunden gab es keine. Pro Fehlschuss erhielten die Kinder Strafsekunden, die zur Zeit, die sie im Ziel erreichten hinzuaddiert wurden. Für gute Stimmung sorgte zudem

der Platzsprecher Luis Mahlknecht, der die Athleten anfeuerte und viele Geschichten über den Biathlonsport und seine Stars erzählte. 15 Nachwuchshoffnungen des ASV Martell/Raiffeisen waren beim Sprintrennen am Start, gleich drei Mal freuten sich die Hausherren über Bronze. Anna Dalpiaz, Felix Ratschiller und Jakob Rudolfson Bachmann schafften es in ihren Kategorien auf Platz drei. (sam)

Samstag, 01. März von 15-18 Uhr im 1. Stock

Faschingskrapfen gratis bei jeden Einkauf ab

20 Euro Aktion gültig bis 08. März

NEUE FÜHRUNG im

Prifa CCM Cup

Foto: Sarah Mitterer

Halbfinalkracher ist perfekt

Die Naturnser beendeten den Grunddurchgang auf Platz 1

E

s ist geschafft. Im Halbfinale der Freizeitliga im Eishockey kommt es zum ersehnten Vinschger Derby Naturns gegen Prad. Die Blue Cannibals vom SSV Naturns, die den Grund-

durchgang für sich entscheiden konnten, setzten sich im Viertelfinale mit drei Siegen gegen den HC Wikinger Vilpian durch, während die Prader, auf Platz vier nach dem Grunddurchgang,

ebenfalls nach drei Siegen gegen den HC Valrendena ins Halbfinale einzogen. Die beiden bisherigen Aufeinandertreffen entschied immer die Heimmannschaft für sich. Auch das Halbfinale wird im Best of Five Modus ausgetragen, die Mannschaft, die zuerst drei Siege feiern kann, zieht ins Finale ein. Die ersten beiden Spiele haben bereits stattgefunden, das dritte Spiel wird am 26. Februar um 21.30 Uhr in Latsch angepfiffen. Sollte bis dahin kein Team drei Siege errungen haben, so findet das 4. Spiel am 28.02. um 20.30 Uhr in Prad und ein eventuelles 5. Match am 5. März um 21.30 Uhr in Latsch statt. Für Spannung ist garantiert und eine Vinschger Mannschaft steht sicher im Endspiel. (sam)

METZGER N N A M H C O L T R NORBE


42 /Sport/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Reschen

Kirchliche „Olympiade 2014“ in Reschen B

v.l.: Bischofssekretär Michael Horrer, Bischof Ivo Muser, Pilot Hanssepp Lechtaler Foto: Andreas Waldner

ereits vor zwei Jahren schlug Pfarrer Sebastian Pfitscher der Diözese vor, den Wintersporttag in Reschen auszutragen. Die Verantwortlichen der fünf Oberländer Pfarreien empfanden den Auftrag, die kirchliche „Olympiade 2014“ in ihrem Seelsorgeeinheitsgebiet zu organisieren und auszutragen, als große Ehre. Für den reibungslosen Ablauf waren folgende Organisationen, Vereine und Personen bemüht; für Vorbereitung und Durchführung: der Vorstand des Pfarrgemeinderates; für Organisation der Wettbewerbe und die Zeitnehmungen: die Schöneben AG in der Person des Präsidenten Oswald Folie und des Dienstleiters Hohenegger Nikolaus mit ihrem Team; weitere Unterstützung kam vom Fraktionsvorsteher Hubert Schöpf und dem Sportclub Reschen mit Präsidenten Franz Mall. Über 30 Priester, Ordensleute und Kurienmitarbeiter stellten in den Disziplinen Rodeln, Langlauf und Riesentorlauf ihr Können unter Beweis. „Heute möchte ich gewinnen. Sonst im Leben ist es nicht wichtig immer zu gewinnen, aber heute möchte ich die Goldmedaille“,

verriet er einem Journalisten des ORF. Der Oberhirte beginnt gut gelaunt seine Rodelpartie am „Mühlbrüggl“ gemütlich hochgefahren mit dem Motorschlitten, auch wenn in ihm ein richtiger Sportler steckt. Obwohl der junge Fanclub aus der Grundschule Reschen und viele Schaulustige den Bischof Ivo Muser auf der Rodelpiste lautstark anfeuerten, sauste der Oberhirte um entscheidende Sekunden am Siegertreppchen vorbei und musste sich dem Malser Kooperator Josef Augsten geschlagen geben. Außergewöhnlich war der Sieg im Langlaufrennen des 81jährigen Deutschordensbruders Gabriel Hochkofler, der mit fast sieben Sekunden Vorsprung den Sieg bei den Seniorpriestern holte. Die Tagesbestzeit musste er

allerdings an den ständigen Diakon Massimo Mura abtreten. Sieger auf der Riesentorlaufpiste „Fraiten“ in Schöneben wurde, wie erwartet, Pfarrer Siegfried Pfitscher und verteidigte damit seien Titel als „rasantester“ Priester der Diözese. Wie Hochkofler im Rodeln, so musste auch er die Tagesbestzeit in dieser Disziplin an Presseamtsleiter Martin Pezzei abgeben. Am Nachmittag folgte im Vereinshaus in Graun die Siegerehrung bei einem gemütlichen Beisammensein. Für ansprechende Dekoration im Festsaal und für wohlschmeckende, einheimische Gerichte sorgten Frauen und Männer der Seelsorgeeinheit. BM Heinrich Noggler begrüßte die vornehmen Gäste aus der ganzen Diözese und stellte seine Gemeinde

mit der tragischen Seestauung vor. „Bereits beim Aussteigen aus dem Auto bemerkte ich eure Freundlichkeit, eure Freude, eure Gastfreundschaft, euer Dahinterstehen. Herzlichen Dank. Ihr habt ein wunderbares Land, eine wunderbare uralte Kulturgegend, vom Schöpfer verwöhnt“, bedankte sich der Bischof. „Ich nenne jetzt niemand und meine alle. Ich weiß, wie viele Menschen es braucht, damit so eine Begegnung, so ein Tag gelingen kann“ Auch Oswald Folie freute sich schon damals über die Anfrage durch Pfarrer Pfitscher und, dass er die Gegend und das Skigebiet hat zeigen können. „Wir haben euch gerne bewirtet.“ Dem Dekan Stefan Heinz ist das Oberland zur zweiten Heimat geworden. Auch er bedankte sich für den gelungenen Tag. Er ließ die Runde einige Besonderheiten wissen. Das Dekanat Mals grenzt an drei Diözesen: an Innsbruck, Chur und Como. Und die höchstgelegendste Pfarrkirche unserer Diözese befindet sich in Hinterkirch in Langtaufers. Er wünschte zum Schluss eine gute Heimfahrt und eine bleibende Erinnerung an diesen Tag. (aw)

Latsch/Tarsch - 26. FIL-Jugendspiele auf Naturbahn

Stimmungsvoller Rodeltag mit Armin Zöggeler

v.l.: Johannes, Elias und Daniel Gruber (Arunda Schleis); Mitte v.l.: Fußball-Sektionsleiter Roland Pirhofer, Pistenzuständiger Herbert Alber, Rodel-Skl. Herbert Schwarz; rechts: Armin und Nina Zöggeler

E

ine recht schöne Stimmung hat das Rodelrennen bei der Tarscheralm charakterisiert. Perfekte Piste und geeignetes Winterwetter waren die Kulisse. Wie bei der Eröffnungszeremonie im Vereinshaus und bei der Siegerehrung von Präsidentin Dolly Stecher gesagt wurde, haben die freiwilligen Helfer zur Organi-

sation der Veranstaltung vieles beigetragen. Die 74 jungen Rodler aus 5 Nationen der Jahrgänge 2000 bis 2006 haben unter den aufmerksamen Augen des Dienstarztes Stefan Haumer unfallfrei gekämpft. Sehr gut waren die Ergebnisse für Südtirol: 7 Siege in 8 Kategorien. Gute Ergebnisse gab es für den Vinschgau mit dem

Sieg von Jenny Castiglioni auf ihrer Heimpiste und mit jenem von Daniel Gruber und seines Bruders Johannes von Arunda Schleis, die Rodler ohne Heimpiste. In Schleis, wie Sektionsleiter Lorenz Abart klagt, gibt es keine Piste mehr, weil die Gemeinde und der Sportverein den Rodelsport wenig unterstützen. Silber

gab es für die Latscherin Annalena Waldboth und Bronze für Selina Stecher und Elisabeth Tintl aus Laas. Für den Laaser Verein gingen 13 TeilnehmenerInnen an den Start. Es hätten 15 sein müssen, 2 waren verletzt. „Der Trainer Johann Staffler ist gut“, sagt Petra Weisenhorn, die auch seine Frau ist. 6 Rodler kamen aus Latsch und 3 aus Schleis. Die große Attraktion des Tages war der Auftritt des Olympiateilnehmers Armin Zöggeler, welcher in 6 Olympiaden 6 Medaillen erobert hat. Seit einem Tag von Sochi zurückgekehrt, kam er nach Latsch, um seine Tochter Nina zu begleiten, welche einen zweiten Platz eroberte. (lp)


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/Kleinanzeiger/ 43

Kaufen/Verkaufen/Immobilien

Latsch, Reichsstraße 1 Tel. 0473 74 20 81 www.garage-rinner.it

Theater Gruppe Kortsch „Das Sparschwein“

Komödie von Eugène Labiche; Neufassung: Christoph Brück; Regie: Konrad Lechthaler Ort: Haus der Dorfgemeinschaft in Kortsch Aufführungstermin: So. 23.02.14, 17.00 Uhr; Mi. 26.02.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 346 40 66 069 (tägl. von 10.30 – 13.30 & 17.30 – 19.30 Uhr)

Volksbühne Laas

„Pinguinwetter“

von Britta Sabbag (für die Bühne bearbeitet von Sabine Misiorny und Tom Müller) Regie: Heidemarie Stecher Ort: Josefshaus Laas Aufführungstermin: P remiere: Sa. 01.03.14, 20.00 Uhr; So. 02.03.14, 17.00 Uhr; Sa. 08.03.14, 20.00 Uhr; So. 09.03.14, 18.00 Uhr; Sa. 15.03.14, 20.00 Uhr; So. 16.03.14, 17.00 Uhr; Reservierung: Tel. 377 18 69 082

Super-Angebot bis 28. Februar: Fiat Grande Punto 1.2i, km 0, silber, 5-türig € 9.200,00 Fiat 500 1.2i, Bj. 2012, km 24.000, Lounge, dunkelgrau € 9.800,00

Weitere Gebrauchtwagen-Angebote: Daihatsu Terios 1.5i, Bj. 2011, km 20.000, 4x4, AHK, silber Suzuki Gran Vitara 2.0 TD, Bj. 2002, km 140.000, grün Fiat Panda 4x4 1.3 TD, Bj. 2010, km 70.000, Cross, grün Fiat Panda 1.2i, Bj. 2010, km 65.000, schwarz

Bremsenwochen

im Februar bis Ende März Auf alle Bremsenteile inkl. Arbeitsleistung 10 % Rabatt! Verkaufe günstig

Wohnung in Latsch,

ca. 70 m² mit Wohnküche, Wohnzimmer und 2 Schlafzimmern an Einheimische zu vermieten Tel. 0473 623 337

Verkaufe sonnige

4-Zi-Wohnung

in Schlanders, zentral gelegen, 110 m2 netto, förderbar. Tel. 333 42 53 397

Silo-Grasballen 1. und 2. Schnitt

zu verkaufen Raum Vinschgau Tel. 348 54 39 924

5-Zi-Wohnung

mit Kinderspielplatz, Garage und Keller in Algund günstig zu vermieten Tel. 333 12 31 047

2-Zi-Wohnung in Laas zu vermieten Tel. 348 09 80 743 Mittelvinschgau: Baugrund für eine Einfamilienwohnhaus in ruhiger Lage zu verkaufen! Zuschriften Ciffre: Vinschger Wind Bau/04-14; Dantestr. 4; 39028 Schlanders

Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ... www.wohntraeume.it

Zu verkaufen: Schlanders: • € 155.000.- neue, bezugsfertige 2-Zimmerwohnung, KlimaHaus A Latsch: • Schöne, großzügige 3-Zimmerwohnung mit Grünfläche und Garage • Zweizimmerwohnung mit Garage, ideales Investitionsobjekt Goldrain: • € 198.000.- 3-Zimmerwohnung mit Garten und Garage Naturns: • Neue 2-Zimmerwohnung mit Garten, KlimaHaus A Rabland: • Sehr geräumige Pension, 4 Stockwerke, Garagen und Hofraum in ruhiger Lage Heidelinde Gurschler · Immobilien Goldrain - Tel. +39 0473 743057 heidelinde@wohntraeume.it

stabile

POHL TREPPENBAU

d. Ernst Pohl, Tischlerei u. Zimmerei

• Holztreppen • Trittstufen für Beton- u. Metallkonstruktionen • Treppengeländer u. Handläufe

www.pohltreppen.com Tel. 0473 62 23 98 – 333 59 27 391

Zu verkaufen: •O bstwiese 4.622 m2 in Schluderns (Gp. 493/2 und Gp. 494, E.Zl. 1820/II KG Schluderns) • Bauerwartungsland 960 m2 Nähe Bahnhof (Gp. 2456 und Gp. 2457, E.Zl. 879/II KG Schluderns) Informationen unter folgender Tel. 340 357 24 18 (Mo. – Fr. zwischen 15.00 Uhr und 17.00 Uhr)

Tischfräse

X Achse 150 mm Y Achse 120 mm Z Achse 210 mm mit Feinzustellung + Digitallineal, Motoraufnahme Euronorm 43 mm Gewicht 21 kg Tel. 0473 621 406 (mittags/abends)

Messner Immobilien Tel. 335 12 07 248 www.messnerimmobilien.it verkauft • Grundsanierte Wohnung bestehend aus 2 Schlafzimmern, Wohnzimmer mit Kochecke, Bad, Keller, Dachgeschoss, Garten in Schluderns, Euro 140.000

Nach vielen Jahren als Bankbeamter mache ich mich zu meinem 50. Geburtstag selbstständig.

Erwin Vent – Ihr neuer Investmentberater! Wählen Sie Ihre Strategie selbst • dynamisch erektioniert • forsch schamlos • risikoreich dauerscharf • konservativ mit Schutz Mein Spezialgebiet ist die Veranlagung in Erotik-Aktien wie Beate Uhse, Playboy oder Fifty shades of Erwin.

wegen Umbau sofort abzugeben.

zu verschenken

Die gesicherten Renditen (bis zu 30%!!) werden den Beratern in den Dorfbanken die Tränen in die Augen treiben. Rufen Sie mich an und sichern Sie sich kostenlos 1.000 € Startkapital für Ihre Veranlagung.

Tel. 338 50 12 742

Tel. 335 80 97 666

Tel. 338 2201698 / jederzeit erreichbar

Gebrauchte Küchenund Stubeneinrichtung

Wurzelstöcke


44 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Kaufen/Verkaufen/Immobilien

Hier findest Gut für den Ausblick Du Deine Neue Fenster aus Lagerbestand ab Werk.

Beauty by

MiMa N a g e l s t u d i o

NEU in Galsaun – Römerstr. 25 ärztl. geprüfte Fußpflegerin

Gepflegte Hände & Füße

Marina Mitterer

www.immoweb.it

Badmöbel Mod. Maia original verpackt zu verkaufen. Breite: 1m Tel. 377 28 51 211

Geschenksgutscheine; Flexible Arbeitszeiten, auf Wunsch Hausbesuche Terminvereinbarung: Tel. 333 1179 071

Hausflohmarkt

in Schlanders Café Widmann Fr. 7. März & Sa. 8. März 2014 und evtl. Mo. 10. März 2014 Tel. 333 620 48 98 9 – 12 & 14 – 18 Uhr Ein Teil vom Erlös kommt der Krebshilfe zugute

Sonnenkollektoren,

kpl, Solaranlagen, Hygiene und Pufferspeicher, Holz und Pelletskessel direkt vom Hersteller (auch mit Montage) preiswert ab Lager Meran zu verkaufen. Ikarus Solarsysteme Tel. 335 59 18 485

AUTO-ANKAUF

Sie möchten Ihr Auto verkaufen? Wir nehmen alles ... Pkws, Busse, Lkws, Fa. Fahrzeuge ab ’98 mit und ohne Collaudo, mit vielen km, auch Unfallwagen und nicht fahrbereite Fahrzeuge ... und zahlen Höchstpreise und bar! Inkl. Abmeldung! Auch an Sonn- & Feiertagen erreichbar:

Tel. 342 37 92 000 kfzankauf@gmx.com Seriöse Abwicklung!

IDEENSERVICE

TRAUMWOHNUNG

Gutgsell

Fenster - Finestre

I-39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 39 0473 616666

www.fensterbau.it

Obstbauern aufgepasst!

Betriebsheftservice das Original

einfach – übersichtlich – schnell Stefan Gritsch: 335 66 59 000 Markus Ladurner: 335 66 45 665

Busfahrt Samstag, 22. Feb. 2014 (über Reschen)

Jagd- & Fischereimesse Salzburg

Busfahrt Samstag, 01. März 2014

Karneval in Venedig

Prokulus Reisen-Schupfer Anmeldung Tel. 0473 668 058

Kinderkrebshilfe Südtirol „Regenbogen“ www.kinderkrebshilfe.it Ihre Spende hilft! Infos unter: 0472 83 48 24

Alte Täfelungen, Bodenbretter, Möbel, Korntruhen, Bilder, sakrale Volkskunst, ganze Nachlässe zu kaufen gesucht

Stellenmarkt

Tel. 338 32 00 159

Stellenmarkt

Taxi Top in Laatsch

zur Erweiterung unseres Teams suchen wir

Fahrer/in

www.nika-gmbh.com Qualifizierter

Elektrotechniker mit mehrjähriger Erfahrung im Industriebereich gesucht. Schriftliche Bewerbung an: peter@nika-gmbh.com oder NIKA GmbH z. Hd. Niederfriniger Peter Industriezone 1/C 39021 Latsch

mit Führerschein B-CAB Tel. 333 84 20 444 info@taxitop.it

Schlanders | Latsch wir suchen

• Floristin • Gärtner/in

• Verkäufer/in

Tel. 335 60 71 354 (ab 18 Uhr)

Tischlerei Platzgummer Paul

Wir suchen ab sofort fleißige

Naturns sucht Tischlerlehrling

Bedienung in Jahresstelle.

und Tischlergesellen Tel. 0473 667 103

Tel. 0473 615 238 Hotel Alte Mühle – Schluderns

Ihr Druck- & Werbezentrum / Schlanders / Südtirol

PROFESSIONELLEN FOLIERER & MONTEUR Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir per sofort (Einsatzgebiet Engadin – Val Müstair) einen gelernten/selbständigen

Zimmermann

mit Erfahrung als Schreiner Schreiben Sie uns oder nehmen Sie telefonisch mit uns Kontakt auf, wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Foffa Conrad Holzbau AG z.Hd. Herrn Dietrich Spiess CH-7535 Valchava Tel. 0041 (0)79 405 96 36 dspiess@foffa-conrad.ch

IHRE AUFGABEN: Folieren von Fahrzeugen, Scheiben, Platten & Messeständen Bedienen von Großformat-Druckmaschinen (DURST) & Zünd-Schneidecutter Durchführung von verschiedenen Montagearbeiten im In- & Ausland IHR PROFIL & QUALIFIZIERUNGEN: Sie sind pünktlich, fleißig, verlässlich und belastbar Sie sind handwerklich geschickt und lernfähig Von Vorteil sind Erfahrungen im Druck- oder Werbebereich

BEWERBUNG NUR MIT ERFAHRUNG & UMGANG MIT KLEBEFOLIEN! Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail an: bewerbung@flamingo-group.eu Unser- I-39028 jungesSchlanders Team freut sich Sie kennenzulernen! Flamingo Group GmbH - Andreas-Hofer-Strasse 28 - www.flamingo-grou.eu


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/Kleinanzeiger/ 45 Stellenmarkt

Nachhilfslehrerin

15-jährige sucht

Lehrstelle

Wir freuen uns zur Verstärkung unseres Teams folgende Top-Jobs anbieten zu können:

· MITARBEITER FÜR REZEPTION – BÜRO

als Malerin ab August Tel. 333 60 41 009

in Mathematik für Oberschülerin 2. Kl. im Raum Schlanders – Naturns gesucht. Tel. 334 77 65 512

(Eintritt nach Vereinbarung)

· HOTEL-GOUVERNANTE – HAUSDAME

(Eintritt Anfang Juni 2014) Ganzjahresstelle Geregelte Arbeitszeit nach Vereinbarung Beste Bezahlung Entlohnung je nach Praxis und Qualifikation Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit Arbeitsort: A-NAUDERS; Dienstgeber: Hotel Almhof, Kröll GmbH, 4*Superior, 180 Betten, A-6543 Nauders, Tel 0043-5473-87313 Bewerbungen an GF Luis Kröll; Tel.: +43 (0) 5473 87313 E-Mail: luis.kroell@meinalmhof.at

Kuratorium Schloss Kastelbell Genossenschaft

sucht

RECA ITALIA RECA | CONNECTS.PERFORMS.INSPIRES Wir sind ein internationales Unternehmen mit Sitz in Tramin und Verona. WIR sind DIE Profis in Sachen Befestigungstechnik, Zerspanung und persönliche Schutzausrüstung. Wir suchen für unser Verkaufsgebiet

AUSSENDIENSTMITARBEITER (m/w) für den Raum Vinschgau Wir bieten: • Bestens eingeführter Kundenstock mit konsolidierten Umsatz (seit 20 Jahren) • Freiberufliche Einstufung (ENASARCO) • Ergebnisorientierte Entlohnung • Spesenrückvergütung

Person für Führungen auf Schloss Kastelbell Zeitraum: 1. Mai – 31. Oktober Teilzeitvertag Anforderungen: Volljährigkeit, selbstsicheres Auftreten, sehr gute Sprachkenntnisse (deutsch-italienisch), einschlägige Erfahrungen od. entsprechende Ausbildung als Kulturführer/In von Vorteil; Bewerbungen u. Informationen: Kuratorium Schloss Kastelbell – Schlossweg 1 – 39020 Kastelbell Obmann: Dr. Wielander Georg Mobil: 335 84 13 107 e-mail: info@schloss-kastelbell.com

Wir erwarten: • Ansässigkeit im Verkaufsgebiet oder Umgebung • Sicheres und freundliches Auftreten • Selbstmotivation und Einsatzfreudigkeit • Zweisprachigkeit Sie glauben die notwendigen Voraussetzungen zu besitzen und wollen in unseren Team aktiv mitarbeiten, dann kontaktieren Sie Herrn Unterholzer unter folgender Nummer +39 335 750 45 86 oder senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an martin.unterholzer@recaitalia.it. Wir freuen uns auf ein Gespräch mit Ihnen!

Mitarbeiter m/w für unsere Furnierabteilung • Tischler/Furnierexperte • Mitarbeiter Furnierabteilung • Lehrling Furnierbearbeitung Ihre Aufgaben sind herausfordernd • Bearbeitung der Furnieraufträge unserer Kunden in aller Welt • Furnierbearbeitung, -sortierung und -veredelung unserer 80 lagernden Furniersorten Als inhabergeführtes Familienunternehmen mit über 200 Mitarbeitern an 3 internationalen Standorten, steht Pedross seit fast 60 Jahren für Innovation und Qualität. Als starker Partner gehören wir im Bereich Fußbodenzubehör zu den führenden europäischen Herstellern. Zur Unterstützung unseres Teams und um unsere Marktstellung zu festigen, suchen wir in Vollzeit und zum sofortigen Eintritt einen:

So überzeugen Sie uns • Selbständige, exakte & strukturierte Arbeitsweise • Interesse sich immer weiter zu bilden • Bereitschaft zum Schichtdienst Wenn Sie sich mit der beschriebenen Aufgabenstellung identifizieren sollten wir uns bald mit Ihnen unterhalten. Schicken Sie Ihre aussagekräftige schriftliche Bewerbung bitte an: KARL PEDROSS AG, z.Hd. Herr Perkmann Industriezone 1 c • 39021 Latsch Tel. +39 0473 722 200 - Fax +39 0473 722 300 guenther.perkmann@pedross.com - www.pedross.com

...NATÜRLICH GUTE ÄPFEL.

Obstgenossenschaft JUVAL Zur Aufstockung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Eintritt

eine/n Stapelfahrer/in Wir bieten ein interessantes Arbeitsumfeld im Obstsektor Rufen Sie uns an oder schicken Sie Ihre Bewerbung an: Obstgenossenschaft JUVAL Kastelbell-Tschars-Staben landwirtschaftliche Gesellschaft z.Hd. Personalabteilung Staatsstraße 26 39020 Kastelbell Tel. 0473/727500 helene.lamprecht@vip.coop


46 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 4-14

20.02.14

Allfälliges

Wind-Termine

LESBEN TELEFON 0471 976342

Slaping Saxes

INFO + BERATUNG > JEDEN DO. 20–22 UHR > LESBIANLINE@CENTAURUS.ORG

Jahrestag/Danksagungen Ein besonderer Mensch, wie du es warst, wird niemals vergessen. Du bleibst in unseren Gedanken… Du bleibst in unseren Herzen

Ensemblekonzert u.a. mit Daniela Ohrwalder (Schlanders) Wann: am Montag, 24. Februar 2014 um 20.00 Uhr Wo: im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders Kartenvorverkauf: im Büro des Kulturhauses in der Göflanerstr. 27 und an der Abendkasse ab 19 Uhr

Entdecken Sie, was Sie stark macht

1. Jahrestag

Manfred Gemassmer *4.2.1960 † 22.2.2013 Versicherungsagent – Kortsch

In Liebe gedenken wir deiner am Samstag, 22. Februar 2014 um 19.30 Uhr in der St. Johannes Kirche von Kortsch. Deine Familie

2. Jahrtag

Forcher geb. Platzgummer * 12.03.1985 † 14.02.2012 Naturns

2 Jahre ohne dich! Zwei Worte, so leicht zu sagen und doch so schwer zu ertragen. Uns bleiben unzählige wunderbare Erinnerungen und deine Liebe, die wir tief in unseren Herzen bewahren. Deine Familie mit Hannes Vor einem Jahr, lieber Konrad, haben sich unsere Wege getrennt. Wege, die wir niemals alleine gehen wollten… Konrad, du fehlst uns jeden Tag. Unsere Herzen und unsere Gedanken bleiben auch über den Abschied hinaus verbunden und wir werden uns eines Tages wiederfinden. 1. Jahrestag

Konrad Alber *23.03.1933 † 20.02.2013 Kortsch

Lieber Konrad, wir denken ganz besonders an dich bei der Hl. Messe am Sonntag, 23. Februar um 9.45 Uhr in der St. Johannes Kirche in Kortsch. Deine Lieben

Seminar – Das eigene Potenzial entfalten Wann: Fr. 28. 2. 2014 von 14.00 bis 22 Uhr – Sa. 1.3.2014 von 9 bis 17 Uhr Wo: Meran Infos/Anm.: Tel. 333 3229797 www.renate-gluderer.com

Faschingsball

im Gasthof Pizzeria Avinga Wann: Freitag, 28. Februar 2014 Wo: Gasthof Pizzeria Avinga in Taufers i.M. Was: Live-Musik für Jung und Alt Eintritt frei

Faschingsparty im Schupferkeller Wann: am Samstag, 1. März ab 16.00 Uhr & am Dienstag, 4. März ab 19.00 Uhr Wo: Schupferwirt – Schlanders

Erfolg mit einer Anzeige in „Wind-Termine“! Wollen Sie Ihre Veranstaltung, Ihre Kurse, Ihre Vorträge usw. erfolgreich ankündigen? Anzeige mit Bild und Text (92 x 30 mm) in „Wind-Termine“ Euro 50 + MwSt. Sie können Ihre Anzeige telefonisch (0473 73 21 96), per Fax (0473 73 24 51) oder per E-mail (info@vinschgerwind.it) aufgeben. www.vinschgerwind.it

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Kathrin Gluderer: 0473 732196 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Peter Pfeifer (pp), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.-

Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

www.vinschgerwind.it


20.02.14

Vinschgerwind 4-14

/Kleinanzeiger/ 47

Allfälliges 56-jähriger mit schÜnem

Informationen unter

Eigenheim im Raum Meran sucht ehrliche, sympathische Partnerin, gerne auch mit Kind Tel. 333 12 31 047

Pensionistin, unabhängig, naturverbunden, sportlich sucht gleichgesinnten Partner +/- 60 fßr Sommer und Winter unterwegs im Leben. Zuschriften bitte an: berg.u.hund.@bluewin.ch

Tel. 0473 624 320 info@sr-gest.it www.sr-gest.it

Wir programmieren Ihre Webseite Lieferung, Installation & Reparatur

!

NEW - PC

â&#x20AC;˘ Buchaltungs-, Fakturierungs-Programme und Programmierung â&#x20AC;˘ Buchhaltung & Dokumentverwaltung am PC

*2/' 81' 6,/%(5+$1'(/

Werden Sie bei uns Mitglied Info: 0473 621 721

6WHIDQ +RKHQHJJHU $Q 9HUNDXI YRQ $OWJROG 6LOEHU =DKQJROG 6FKPXFN 6RIRUWDXV]DKOXQJ QDFK 7DJHVNXUV 6FKODQGHUV .LUFKEUHLWVWU 7HO +DQG\ ZZZ KRKHQHJJHU LW

Schluderns Tel. 0473 61 51 05

Weiterbildung

Weiterbildung vor Ort Freizeit

Schindeln â&#x20AC;&#x201C; selbst eindecken

Sprachen

REFERENT/IN Firma Lechner Holzbau TERMINE Sa, 15.03. â&#x20AC;&#x201C; Sa, 05.04.2014 (jeweils Sa) UHRZEIT 14.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 18.00 Uhr, insgesamt 4 Treffen ORT Prad am Stilfserjoch â&#x20AC;&#x201C; Handwerkerzone â&#x20AC;&#x201C; Lechner Holzbau Kursbeitrag 50 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Di, 25.02.2014 Gesundheit

Fastenwoche nach Hildegard von Bingen

Neu!

REFERENT/IN Christiane Ernst-Paregger TERMINE Sa, 01.03. â&#x20AC;&#x201C; Fr, 07.03.2014 im UHRZEIT Sa. ab 16.00 Uhr Kloster bis Fr. um 14.00 Uhr, Marien insgesamt 7 Treffen ORT Kloster Marienberg berg Kursbeitrag 120 Euro (inkl. Seminarunterlagen) UNTERKUNFT Unterkunft im Kloster Marienberg mĂśglich (40,00 Euro im Einzelzimmer mit Dusche/WC und FrĂźhstĂźck) Anmeldung Kloster Marienberg, Annemarie Schwarz, Tel. 0473 843989 ANMELDESCHLUSS Do, 20.02.2014 Gesundheit

Sprachen

REFERENT/IN Michaela Parth TERMINE Di, 11.03. â&#x20AC;&#x201C; Di, 06.05.2014 (jeweils Di u. Do) UHRZEIT 19.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 21.00 Uhr, insgesamt 10 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 130 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 06.03.2014 IVHS â&#x20AC;&#x201C; Freizeit

Spanisch fßr Anfänger (STUFE II)

REFERENT/IN Vanessa Cahuana TERMINE Di, 11.03. â&#x20AC;&#x201C; Do, 06.05.2014 (jeweils Di u. Do) UHRZEIT 19.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 21.00 Uhr, insgesamt 10 Treffen ORT Mittelschule Laas Kursbeitrag 130 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 06.03.2014

Info â&#x20AC;&#x201C; Anmeldung:

HauptstraĂ&#x;e 1 â&#x20AC;&#x201C; Bahnhof Spondinig â&#x20AC;&#x201C; 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 â&#x20AC;&#x201C; E-mail: info@gwr.it Ă&#x2013;ffnungszeiten: Mo â&#x20AC;&#x201C; Do: 08.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 12.00 Uhr

Runter vom Sofa! Ich will tanzen REFERENT/IN Lotte Gamper TERMINE Fr, 14.03. â&#x20AC;&#x201C; Fr, 11.04.2014 (jeweils Fr) UHRZEIT 19.15 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 20.15 Uhr, insgesamt 5 Treffen ORT Mittelschule, Latsch Kursbeitrag 25 Euro ANMELDESCHLUSS Di, 11.03.2014

IVHS â&#x20AC;&#x201C; Freizeit

Filzerei fĂźr Kinder REFERENT/IN Hedwig Brenner TERMINE Fr, 14.03. â&#x20AC;&#x201C; Fr, 28.03.2014 (jeweils Fr) UHRZEIT 15.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 18.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT Sandweg 15/A, Prad am Stilfserjoch Kursbeitrag 27 Euro (zuzĂźglich Wolle nach Verbrauch) ANMELDESCHLUSS Di, 11.03.2014

Hormonyoga

REFERENT/IN Marlene Horrer TERMINE Do, 06.03. â&#x20AC;&#x201C; Do, 24.04.2014 (jeweils Do) UHRZEIT 20.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 22.15 Uhr, insgesamt 7 Treffen ORT Mittelschule Schlanders Kursbeitrag 98 Euro (ohne Unterlagen) ANMELDESCHLUSS Mo, 03.03.2014

Englisch fßr Anfänger (STUFE II)

IVHS â&#x20AC;&#x201C; Freizeit

Paradiesisch Kochen mit Eva.

Vegane KĂźche fĂźr Fortgeschrittene. REFERENT/IN Eva Runggaldier TERMINE Fr, 14.03. â&#x20AC;&#x201C; Fr, 11.04.2014 (jeweils Fr) UHRZEIT 19.00 Uhr â&#x20AC;&#x201C; 22.30 Uhr, insgesamt 4 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 45 Euro ANMELDESCHLUSS Di, 11.03.2014

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

www

gwr.. it


Schlanders


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Vinschgerwind Ausgabe 4-14 by Vinschgerwind - Issuu