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Vinschgerwind ausgabe 3-16 Vinschgau Südtirol

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 3 (269) 04.02.16 I.P. 12 Jg.

www.vinschgerwind.it

„Für meine Partei

undenkbar!“

LH Arno Kompatscher im „Wind“-Gespräch

b Skipass a 0 1,0 2 € r h U 12 ler)

(für Südti

ro

www.nauders.com


2 /Wandern/

Vinschgerwind 3-16

Schneeschuhtour

04.02.16

Winterwanderung

Höhentour

Ausflugtipp:

Der Reschensee im Winter Reich an Möglichkeiten, reich an Höhepunkten: Der Reschensee und die unmittelbare Umgebung rund um den Stausee haben im Winter einiges zu bieten. Wenn der gefrorene Schnee beim Wandern unter den Füßen knirscht, die Kufen beim Eislaufen über das glatte Eis gleiten oder die Snowkiter in der glitzernden Wintersonne ein buntes Schauspiel bieten... immer nimmt der zugefrorene Reschensee die Hauptrolle im zauberhaften Winterspektakel ein. Winterwandern am Seeufer entlang, Langlaufen gleich in drei Ländern oder aber Schneeschuhwandern in einer tief verschneiten Winterlandschaft: Die Vielfalt rund um den Reschensee

scheint schier unendlich zu sein. Und spätestens seit der Austragung der „Alternativen Elfstädtetour“ ist der auf knapp 1.500 Höhenmeter gelegene Stausee auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Der Weg, der rund um den Reschensee führt ist gewalzt und gut präpariert, sagt Uli Stampfer von der Ferienregion Reschenpass. Einem Winterwandervergnügen auf den 15,3 Kilometern, die rund um den See führen, steht demnach nichts im Wege. Sorgen bereitet den Verantwortlichen heuer allerdings die Natureisfläche, die bei eisigen Temperaturen 40 Zentimeter dick ist und täglich gehegt und gepflegt wird. Doch heuer fehlt der Dauerfrost. In diesen Tagen ist Eislaufen am Reschensee

nicht möglich, sagt Uli Stampfer. Leider. Und doch hoffen die Verantwortlichen, dass sich das vielleicht noch ändern wird. Schifahrer kommen im unmittelbar daneben liegenden und mehrfach ausgezeichneten Schigebiet Schöneben auf ihre Kosten, und für die Snowkiter ist der Reschenpass schlicht ein Paradies mit Wind, Wetter und Lage. Wer das Snowkiten mal ausprobieren will, kann sich einfach bei der KiteboardingSchule Reschen anmelden. Idealer Ausgangspunkt für sämtliche Aktivitäten, die rund um den Reschensee zur Auswahl stehen, ist die Seeresidence „Mein Dörfl“. Direkt am Reschensee gelegen und mit Restaurant und Barbetrieb ausgestattet, bietet es ideale Vo-

Den Reschensee im Winter erleben: zu Fuß, mit Schneeschuhen oder Skiern. Oder aber einfach nur das Schauspiel der Eissegler oder Snowkiter beobachten. Diese haben den Reschensee längst für sich entdeckt.

Einkehrtipp: Mein Dörfl, Restaurant, Bar & Chalets - direkt am Reschensee gelegen und zu jeder Tageszeit der ideale Treffpunkt.

raussetzungen, um gestärkt die atemberaubende und einmalige Natur zu erleben. Die Küche hier ist traditionell, aber auch offen für internationale Einflüsse und beeindruckt immer wieder mit neuen, frischen Ideen. Und die selbstgemachten Kuchenspezialitäten runden den herrlichen Ausblick auf den Reschensee und das Ortlermassiv ab. (ap)


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Inhalt

Vinschgerwind 3-16

/inhalt/ 3

Wie halten Sie sich fit? LH Arno Kompatscher im Wind-Gespräch Seite 6

Die Reaktionen auf die „Ausländische Milch“

Foto: Erwin Bernhart

Foto: Angelika Ploner

Kommentar

Seite 4

Mals: Wie begossene Pudel

Seite

4

Latsch: Skurrile Diskussion im Gemeinderat

Seite

5

Schlanders: Schlaflosigkeit und flimmernde Bildschirme

Seite

5

Minschuns: Skigebiet feiert 40 Jahre

Seite 10

Prad: Neujahrstreff - Das digitale Unternehmen

Seite 11

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Mals/Glurns/Schluderns: Ferienregion im Aufbruch

Seite 14

Menschen: Luis „Vogelsonger Luis“ Pircher, Schlanders

Seite 17

Wien/Vinschgau: Abschiedsfeier für Prof. Florin Florineth

Seite 18

Sonderthema: Zum Verlieben - Valentinstag I Spezial Einrichten

ab Seite 38

Nationalpark Stilfserjoch: Die Überraschung „Hintermartell 2015“

Hollawint - dr Schlonderscher Pirgrmoaschtr will, dass dr Antennenturn heacher als dr Kirchaturn weart.

Sell glabsch woll selber it. Di Frog isch, oub ma vo di Strohln oudr vo di Gloggn nimmer schlofn konn.

Seite 44

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Mutiger Mann Der junge Pater Urs Maria Stadelmann ist ein mutiger Mann. Den Pater Urs hat der Bauernbund Vinschgau zu einem Vortrag eingeladen. Bei der Bezirkstagung am vergangenen Montag hat Pater Urs vom Kloster Marienberg „Gedanken zur Landwirtschaft und Schöpfung aus christlicher Sicht“ vorgetragen. Die Bauern hatten einen penibel vorbereiteten und humorvoll vortragenden Gottesmann vor sich. Bei politischen oder auch wirtschaftlichen Entscheidungen solle man vorsichtig sein, mit Gott, mit der Bibel, auch mit dem Papst zu argumentieren, sagte Pater Urs unter anderem. Man hüte sich auch vor Ideologien, denn Ideologien gefährden das Gemeinwohl. „Ich rufe zu ehrlicher und transparenter Diskussion aller Parteien auf.“ Pater Urs bezog sich mit diesem Aufruf auf die Pestiziddebatte in der Gemeinde Mals im Besonderen und auf die Debatte von Anbaumethoden im Allgemeinen. Man solle Schritte aufeinander zumachen, denn es gebe auch Gift, welches die Herzen vergifte. Selbstverständlich rief er die Bauern auch zum Gebet zum Heiligen Geist auf und sie sollten den Sonntag heiligen. Ein denkwürdiges Beispiel führte der Pater an: Wenn er durch die klösterliche Backstube führe, kämen sehr viele Leute, die sich das Backen von Vinschger Paarlen erklären ließen. „Wenn viele Leute den Erklärungen eines Schweizers über das Vinschger Brotbacken lauschten, welches Potenzial habt ihr gebürtigen Vinschger dann, zu erklären, zu erzählen?“ Wenn ein Gottesmann, wie es Pater Urs einer ist, nicht nur „christliche Dekoration“ bei einer bäuerlichen Bezirkstagung gewesen sein soll, könnte das eine oder andere hängen geblieben sein , bei den Bauern, bei den Funktionären, bei der Politik. So der Heilige Geist will.


4 /politik/

Vinschgerwind 3-16

Apfel und Milch Apfel statt Schokoriegel, Joghurt statt Wurstsemmel: Mehr als 7.000 SchülerInnen in Südtirols Grundschulen nahmen an einem Projekt zwischen November 2015 und Februar 2016 teil.

Planeil/Mals/Bozen

Begossene Pudel

W

Foto: Erwin Bernhart

eil es schwierig ist, durch das Dorf Planeil zu fahren, vor allem mit schwerem Gerät - die engste Stelle ist 2,1 Meter breit - wollte die Gemeinde Mals jenen Feldweg, der der Puni entlang das Dorf Planeil umgeht, in eine Gemeindestraße umwidmen. Eine erste Bauleitplanänderung von 2003 ist gescheitert und nun ist auch die zweite von 2012 gescheitert. Die Grundeigentümer haben unter anderem gegen den Ratsbeschluss 64/2012 Rekurs eingelegt und vom Verwaltungsgericht in Bozen im November 2015 Recht bekommen. Das Urteil lässt die Gemeindeverwalter von Mals wie begossene Pudel aussehen: Obwohl man in der Gemeinde Mals gewusst hat, dass ein Gutachten auch von der Agentur für Umwelt einzuholen gewesen wäre, hat man das nicht gemacht. Zwei Tage vor der Verhandlung hat man dieses Gutachten hinterlegt. Das Verwaltungsgericht belehrt die Gemeindeverwalter despektierlich: „Ein weiterer Grund für die Annahme des Rekurses besteht darin, dass ein Gutachten nur seinen Zweck erfüllt, wenn es vor Erlass des Beschlusses erlassen wird. Ansonsten „verkommt“ das Gutachten zu einer Art nachträglichen Genehmigung. Im Anlassfall hätte das Gutachten also vor – und nicht nach - dem Bauleitplanabänderungsbeschluss Nr. 64/2012 ausgestellt werden müssen.“ (eb)

04.02.16

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

86,2 %

Würden Sie eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Nordtirol begrüßen?

JA

13,8 % NEIN

Neue Umfrage: Das Vinschgauer Energiekonsortium VEK sucht einen Namen für den Stromverkauf. Welcher der angeführten Namen gefällt Ihnen am besten? (demnächst online)

„Latte nazionale“ statt Nauders Vinschgau/Nauders/Bozen - Unsere Titelgeschichte „Ausländische Milch“ hat Wellen geschlagen. Mila-Geschäftsführer Robert Zampieri hat sich zu Wort gemeldet und am Tag nach Erscheinen unsere Fragen nachträglich beantwortet, die wir natürlich gerne veröffentlichen. Zudem hat Pius Leitner von den Freiheitlichen eine Landtagsanfrage („schöne Sonntagsreden über die Europaregion Tirol“) vorbereitet. Milchfragen bleiben spannende Fragen. Vinschgerwind: Stimmt es, dass Bergmilch mit der Produktion von Bio-Joghurt für Alce Nero im Februar starten wird? Robert Zampieri: Es stimmt, daß wir alsbald starten möchten, sobald a) die Milch verfügbar ist und b) Alce Nero die Produktentwicklung frei gibt (was noch nicht der Fall war). Vinschgerwind: Wieviele Bauern bzw. kg Bio-Milch pro Tag (oder alle zwei Tage) werden vom Vinschgau angeliefert? Zampieri: 23 Bauern liefern durchschnittlich ca. 3000 Liter pro Tag. Wir können also mit einer Produktion aus Südtiroler Biomilch in Kürze rechnen. Vinschgerwind: Rechnet sich damit der Bio-Milchtransport? Zampieri: Die Transportkosten sind natürlich höher als bei der konventionellen Milch. Durch Optimierungen (mehr Bio Milch - im März wird ein neuer Sammelwagen in Betrieb genommen) können die Kosten weiter gesenkt werden. Die höheren Sammelkosten werden auf alle Fälle von höheren Umsatzerlösen mehr als gut kompensiert. Vinschgerwind: Ist der Auszahlungspreis von Biomilch rund 60 Cent pro Kilo und jener der konventionellen Milch derzeit rund 36 Cent?

Zampieri: Der Auszahlungspreis der Bio Milch beträgt im Normalfall ca. 65 Cent/kg. Jener der konventionellen ca. 52-53 Cent/kg. Vinschgerwind: Die Nauderer Biobauern sind nicht von der Partie. Vor einem Jahr sind die Verhandlungen mit den Nauderern im Sand verlaufen. Was ist die Begründung von Bergmilch, diese Biobauern nicht

solut unverständlich, wenn wir uns um „ausländische“ Milch bemühen. Wir wünschen uns mehr Vinschger Bio-Bauern und freuen uns auf jeden, der die Bio-Umstellung wählt. Im Gegensatz zum Sterzinger Milchhof legen wir auf das Qualitätszeichen Südtirol großen Wert und suchen keine opportunistischen Lösungen zu Lasten der Südtiroler Milchwirtschaft. Zudem muss ich die Aussage im Vinschgerwind korrigieren: Alce Nero wünscht explizit „nationale“ Milch und will deren Produkte so auch ausloben. Die Aussage des Geschäftsführers von Alce Nero ist nach wie vor eindeutig. Vinschgerwind: Ist da auch Druck von Seiten der Tirol Milch gekommen? Zampieri: Nein, in keinster Weise. Allerdings ist die Tirolmilch sicherlich froh, wenn der Wipptaler Exodus nicht weitere Kreise zieht.

als Mitglieder aufnehmen zu wollen bzw. die Biomilch aus Nauders nicht annehmen zu wollen? Zampieri: Wir sind der Meinung, daß wir zu allererst die Milch unserer Südtiroler Mitglieder veredeln müssen und dies absolute Priorität hat. Wir haben noch überschüssige Milch und es wäre für unsere Mitglieder ab-

Vom Vinschgerwind damit konfontiert, dass der Präsident von Alce Nero, Lucio Cavazzoni im Telefonat gesagt hat, dass seine Philosophie vom Arbeiten „senza frontieri“ gelte, sagt Robert Zampieri, dass der Präsident unbedingt starten wolle, aber „sein Geschäftsführer hat ihn zum Punkt nationale Milch kompromisslos korrigiert.“ (eb)


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/politik/ 5

Latsch

Skurrile Diskussion im Gemeinderat inen gerade noch beschlussfähigen Latscher Gemeinderat informierte Michael Prader über den aktuellen Stand für die Elektrifizierung der Vinschgerbahn. Diese Herkulesaufgabe, die 2019 beendet werden soll, ist im Anlaufen. Heuer noch sollen einige der vielen Arbeiten begonnen werden, etwa für zwei Unterführungen in Laas und in Spondinig. Ziel sei es, so Prader, im Halbstundentakt die Linie Mals-Bozen befahren zu können. Für die Tausend Dinge, die zu bewerkstelligen sind, ist eine Investitionssumme von rund 56 Millionen Euro vorgesehen. 22 Millionen Euro koste die Elektrifizierung. Hinzu kommen die Verlängerung der Bahnhöfe (weil die neuen Flirtzüge länger sein werden), zwischen Laas und Schlanders sollen einige Stellen begradigt werden - dabei soll ein entscheidender Zeitgewinn von 30 Sekunden herausschauen - und in Goldrain soll eine Umspannkabine errichtet werden, die drei Dinge erfüllen soll: die Stromsicherheit sowohl

Foto: Erwin Bernhart

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BM Helmut Fischer und der Projektleiter für die Elektrifizierung der Vinschgerbahn Michael Prader von der STA in Latsch als auch in Schlandders soll gesichert werden und die Kabine, gespeist von der 132 kV-Leitung, versorgt die neue Vinschgerbahn dann mit Strom. Der Standort der geplanten Kabine vom Bahnhof Goldrain in Richtung Schlanders an der Kurve beim Bahnübergang gelegen, sorgte für Naserümpfen bei mehreren Gemeinderäten. Christian Stricker sagte, dass die Kabine in der Industriezone Vetzan idealer wäre, weg vom Ortseingang von Goldrain. Der Goldrainer Gemeindereferent Robert Zagler sagte, dass der Standort „sicher

nicht ideal ist“. Auch Stephan Bauer favorisierte die Industriezone als Standort. Der Standort gilt allerdings als fix, weil schon lange Verhandlungen vorausgegangen und Vorverträge vorhanden sind. Ohne dass dies dem Gemeinderat mitgeteilt worden ist. Eine Anfrage von Sepp Kofler und Thomas Pichler brachte dann eine Diskussion mit einer bestimmten Skurrilität. Ob es denn stimme, dass Speck und Schinken vom Speiseplan der Kindergärten verbannt seien und ob dies die Gemeinde ver-

ordnet habe. Der zuständige Referent Mauro Dalla Barba: Das stimme für drei Kindergartenküchen, eine mache noch ab und zu die Gerstsuppe mit Schinken neben einer Gerstsuppe mit Gemüse. Das Zurückdrängen des Schweinefleisches sei im Laufe der Zeit geschehen, den Speiseplan machen Diätologen in Zusammenarbeit mit der Direktion in Schlanders. Und da werde Rind-, Kalb und Truthahn bevorzugt. Die Gemeindeverwalter mischen sich da nicht ein. Und das alles habe nichts mit religiösen Dingen zu tun, es basiere ausschließlich auf gesunde Ernährung. Die Frage stelle sich, inwieweit man da unsere Kultur verwässere, schließlich gehöre Speck und Schinken zu unserer Kultur, zu den Tiroler Werten, morgen würden dann Äpfel vom Speiseplan verbannt, weil sie verspritzt seien, sagte Kofler und wo höre das auf. BM Helmut Fischer schloss die Diskussion mit der Frage, wer denn eigentlich anschaffe, was im Kindergarten gegessen werde. (eb)

Schlanders

Handyumsetzer bereitet Sorgen ir sind im Alltag von elektromagnetischen Feldern umgeben, d.h. von Elektrosmog. Viele Menschen schreiben dem Elektrosmog gesundheitliche Störungen zu. Einige behaupten gar, er sei die Pest des 21. Jahrhunderts. So steht es in einer Broschüre des Umweltinstituts München. In Schlanders wurde Ende letzten Jahres der Handyumsetzer neben dem Grundbuch bei der Einfahrt in die Göflanerstraße auf den neuesten Funkdienst umgerüstet. GSM, UMTS und der neueste Funkdienst LTE stehen nun zur Verfügung, damit mehr Daten noch schneller übertragen werden können. Im Hotel Linde von Peter Laimer und bei anderen Privatpersonen in unmittelbarer Nähe funktionierte plötzlich das Fernsehgerät nicht mehr. Man tauschte sich aus und

kam darauf, dass mehrere an Schlafstörungen leiden. Einige Gäste sind auch schon abgereist, nachdem sie den 24 m hohen Handyumsetzer neben dem Hotel gesehen haben, sagt Peter Laimer. Bei der Volksanwältin wurde vorgesprochen und Unterschriften wurde gesammelt, damit die Anlage außerhalb des Wohngebietes verlegt wird. Enttäuscht ist man, dass der Bürgermeister die Ermächtigung für die Aufrüstung erteilt hat. BM Dieter Pinggera sagt, dass drei positive Gutachten vorliegen und er keinen Spielraum hatte. Der Grenzwert liegt in Italien bei 6 Voltmeter (V/m), während er in Deutschland bei 41 V/m liegt. Nach bisherigen Messungen lag der Wert immer unter dem Grenzwert. Bei einer Aussprache mit Vodafon und Telecom, den

Betreibern des Handyumsetzers, sprach der Bürgermeister über die Notwendigkeit von zwei Umsetzern und alternativen Standorten. Nach Auskunft der Techniker braucht es beide Umsetzer und der beste Standort ist im Zentrum des Dorfes. BM Pinggera will Vertreter der Landesagentur für Umwelt einladen, damit diese Aufklärung leisten, Peter Laimer will sich weiter mit den Betroffenen treffen und nach Lösungen suchen. Die Fernsehgeräte funktionieren wieder. (hzg)

Foto: Heinrich Zoderer

W

Eine Bürgergruppe will sich in Schlanders für die Verlegung des Handyumsetzers am Dorfeingang einsetzen, BM Pinggera will eine Informationsversammlung mit der Landesagentur für Umwelt organisieren


6 /Titel/

Vinschgerwind 3-16

04.02.16

Denkbares und Undenkbares Mit Leidenschaft erklärt LH Arno Kompatscher seine Art und seine Form von Politik. Als ehemaliger Skiliftpräsident versucht Kompatscher grenzüberschreitende Liftprojekte einzuordnen, er spricht über die grenzziehende Flüchtlingsproblematik, über den Autonomie-Konvent und die möglichen Tabus, über grenzüberschreitende Zugverbindungen und über Grenzen bei der Sanitätsreform. Interview: Erwin Bernhart | Fotos: Angelika Ploner

Vinschgerwind: Wie hält sich der Landeshauptmann gesundheitlich fit? Arno Kompatscher: Derzeit leider nicht mehr so richtig gut. Normalerweise laufe ich am Sonntag in der Früh rund 20 Kilometer. Dann gehört der Sonntag der Familie. Die letzten paar Wochen ist es nicht jeder Sonntag gewesen. Vinschgerwind: Im Winter eher Ski alpin oder Snowboard? Kompatscher: Im Winter vor allem Eishockey. Ich war früher ein fanatischer Eishockeyspieler und hatte den Traum, Profi zu werden. Das Skifahren habe ich erst sehr spät erlernt. Wenn es sich ausgeht, gehe ich mit meinen Kindern am Sonntag zum Skifahren. Vinschgerwind: Bleiben wir beim Winterport. Sie waren Präsident der SeisSeiser Alm Bahn AG und deshalb können Sie lifttechnische Geschichten sehr gut einschätzen. In Skigebieten des Vinschgau bewegt sich einiges. Zum Beispiel in Schnals. Eine Pistenerweiterung wurde kürzlich teilweise von der Landesregierung genehmigt. Kompatscher: Es wurde nicht ein Projekt genehmigt, sondern eine Wirtschaftlichkeits- und Umweltverträglichkeitsstudie, weil sich die Schnalser außerhalb des Skipistenplans bewegen. Unsere Genehmigung ist Voraussetzung für eine Projekteinreichung. Es ist teilweise genehmigt worden, ein Teil der Studie wurde von vornherein ausgeschlossen... Vinschgerwind: ...jener Teil, der vom Umweltbeirat negativ bewertet worden ist? Kompatscher: Der wurde ausgeschlossen, so dass dafür kein Projekt eingereicht

werden kann. Für die anderen Bereiche können nun Projekte - mit bereits formulierten Auflagen - vorgelegt werden. Vinschgerwind: Auch aus dem Vinschger Oberland kommen demnächst zwei Machbarkeitsstudien. Einmal ist das der skitechnische Zusammenschluss St. Valentin-Schöneben und einmal ist das die Verbindung Langtaufers-Kaunertal. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung als Landeshauptmann mit der Erfahrung eines Präsidenten einer Liftgesellschaft? Kompatscher: Es geht um dasselbe, wie bei allen Projekten dieser Art. Nämlich dass neben der Umwelt- und Landschaftsverträglichkeit auch der wirtschaftliche Aspekt zu berücksichtigen ist. Es geht um Nachhaltigkeit. Es nutzt nichts, Skianlagen zu bauen, bei denen nicht sichergestellt ist, dass sie entweder selbst rentabel arbeiten oder dass Umwegrentabilitäten zur Abdeckung eventueller Defizite herangezogen werden können. Sonst ist das ein Himmelfahrtskommando. Die Wirtschaftlichkeit kann bei beiden Projekten möglich sein, sie kann aber unter Umständen bei beiden auch nicht gegeben sein. Das ist genau die Aufgabe der Projektbetreiber, den entsprechenden Nachweis zu erbringen. Vinschgerwind: Lassen Sie uns von einer grenzüberschreitenden Geschichte, wie sie die Verbindung Langtaufers-Kaunertal sein könnte, zu Grenzziehendem wechseln. Flüchtlinge fluten derzeit Europa. In Österreich wird eine Obergrenze von Flüchtlingen diskutiert, in Deutschland auch. Können Sie sich eine Obergrenze an Flüchtlingen für Südtirol vorstellen? Kompatscher: Es ist noch nicht geklärt, wie Staaten eine solche Obergrenze tatsächlich gewährleisten sollen. Ein Land wie Südtirol hat umso weniger die Voraussetzungen für eine Obergrenze, wenn die

Bewerkstelligung dafür selbst für Staaten noch nicht beantwortet ist. Vinschgerwind: Die Frage nach einer Obergrenze könnte sich tatsächlich stellen, wenn sich die Balkanroute für Flüchtlinge in Richtung Norditalien und damit auch über den Brenner oder über den Reschenpass ändert. Deshalb auch die Debatte in Österreich, an den Grenzen am Brenner und möglicherweise auch am Reschen verschärfte Grenzkontrollen einführen zu wollen. Kompatscher: Diese Diskussionen sind eine Folge davon, dass die EU ihre Außengrenzen nicht abzusichern imstande ist, wie es die EU-Verträge vorsehen. Gleichzeitig gibt es keine Kooperation innerhalb der EU, was die Verteilung der Flüchtlinge anbelangt. Deshalb machen sich nun Einzelstaaten auf den Weg, Grenzkontrollen und die Debatte über Obergrenzen sind die Folgen daraus. Tatsache ist, dass dies ein Armutszeugnis für die Europäische Union ist. Wenn das Abkommen von Schengen dauerhaft aufgehoben würde, wäre das eine Katastrophe für Südtirol. Für Europa sind die Grenzöffnungen mit dem Abkommen von Schengen eine Errungenschaft und besonders für uns Südtiroler war die Öffnung der Brennergrenze die größte Errungenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Wenn Italien nichts unternimmt, ist es wahrscheinlich, dass sich die Balkanroute nach Westen verlegt. Ich habe in einem Brief an Ministerpräsident Renzi die Forderung formuliert, dass Italien die Grenze zu Slowenien sichern muss. Wenn trotzdem vermehrt Flüchtlinge, die nach Deutschland oder nach Österreich wollen, in Südtirol stranden, müssen diese in das italienische System, wie jene Flüchtlinge von Lampedusa. Die Flüchtlinge müssen registriert und dann auf alle 20 Regionen Italiens aufgeteilt werden.


04.02.16

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Es gibt nie den absolut perfekten Zeitpunkt, es gibt aber jetzt relativ gĂźnstige rechtliche Voraussetzungen. Tatsache ist, dass unser Autonomiestatut von 1972 das Wort Europa nicht kennt.

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8 /Titel/

Vinschgerwind 3-16

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Foto: Erwin Bernhart

Selfie mit Arno: Oberschüler des Oberschulzentrums Schlanders nutzen die Gunst der Stunde, um ein von LH Arno Kompatscher ausgelöstes Selfie zu machen

Vinschgerwind: In diese aktuellen Debatten möchten wir Aktuelles einbetten. Und zwar den Start des Autonomiekonventes. Ziel soll ja sein, das Autonomiestatut Südtirol-Trentino an die heutige Zeit anzupassen. Ist es klug, diesen Autonomiekonvent in einer Zeit der europäischen Unsicherheit, der möglichen Rechtsrucke in den Parteienlandschaften, zu beginnen? Kompatscher: Es gibt nie den absolut perfekten Zeitpunkt, es gibt aber jetzt relativ günstige rechtliche Voraussetzungen. Tatsache ist, dass unser Autonomiestatut von 1972 das Wort Europa nicht kennt. Es hat damals weder das Schengenabkommen noch die Europa-Region Tirol gegeben. Wir haben im slowenischen Brdo jüngst den Start für die Makroregion Alpen gegeben, bei der Südtirol als Leader fungiert. Europa hat sich enorm weiterentwickelt. Dem trägt das Autonomiestatut nicht Rechnung. Die europäische Ausrichtung ist ein Thema. Es geht aber auch darum, dass wir unsere Autonomie gegenüber Rom neu definieren müssen, weil sich auch auf staatlicher Ebene vieles geändert hat. Wir bekommen aufgrund dieser Änderungen immer wieder Urteile vom Verfassungsgerichtshof, die uns nicht passen. Der Staat hat inzwischen Teile seiner Verfassung geändert. Es ist höchst an der Zeit, das Statut anzupassen, um uns gegen diese Eingriffe zu wappnen. Es wäre ein großer Fehler zu glauben die Autonomie verteidigen wir am besten indem wir nichts tun. Wir haben jetzt, mit der neuen Schutzklausel, erstmals die Garantie, dass unser Autonomiestatut nur mit unserer Zustimmung abgeändert werden kann. Gleichzeitig ist auch klar, dass jede Abänderung auch nur im Einvernehmen mit Österreich und unter

ausdrücklicher Bezugnahme auf Pariser Vertrag und Streitbeilegungserklärung erfolgen kann und darf. Sonst würden wir auch unsere Zustimmung nie geben. Vinschgerwind: In diesem Konventskonstrukt, das Forum der 100, der Konvent der 33, finden sich keine Verfassungsexperten aus Österreich. Kompatscher: Wer sagt das? Es werden fünf Rechtsexperten ernannt und diese Komponente wird sicher berücksichtigt. Die ganze Vorgehensweise ist in enger Absprache mit Österreich konzipiert worden mit Besprechungen beim Bundespräsidenten, beim Kanzler, beim Außenminister. Wir wissen seit den Verfassungsänderungen im Jahre 2001, dass wir den Kompetenzenkatalog neu fassen müssen, um unsere Befugnisse vollständig wiederherzustellen und weiter auszubauen. Aber erst mit der bereits genannten Einvernehmensklausel, die wir mit der Regierung Renzi im Zuge der jetzigen Verfassungsreform ausgehandelt haben, können wir das gefahrlos angehen. Vinschgerwind: Gibt es von Ihrer Seite aus Tabuzonen im Autonomiestatut, über die im Südtirol-Konvent nicht diskutiert werden darf? Kompatscher: Im Konvent herrschen Rede- und Gedankenfreiheit. Jeder kann seine Themen bringen, es ist im Prinzip also auch erlaubt, Unfug zu reden. Das andere ist, dass es für meine Partei, für die Südtiroler Volkspartei oder auch für die Regierungsmehrheit undenkbar ist, dass zum Beispiel der Proporz abgeschafft wird. Vinschgerwind: Letztlich ist der Landtag zuständig, Änderungen im Autonomiesta-

tut vorzunehmen. Kompatscher: Das sowieso. Das Autonomiestatut ist ein Verfassungsgesetz und kann auf zwei Wegen geändert werden. Entweder durch eine parlamentarische Initiative oder durch einen gleichlautenden Vorschlag der beiden Landtag von Bozen und Trient, welchem auch der Regionalrat zustimmen muss. Wie gesagt gilt neuerdings aber in jedem Fall das Prinzip, dass das Parlament vor der Verabschiedung des Verfassungsgesetzes unsere Zustimmung einholen muss... Vinschgerwind: ...dass in der Region Einigkeit herrschen muss, könnte aber auch ein Problem sein... Kompatscher: Richtig. Wir machen also in dieser Logik zwei verschiedene Konvente, denn in Trient gibt es das Thema Minderheitenschutz nicht wie bei uns. Wir müssen also unsere Themen schon selbst diskutieren. Es braucht aber anschließend eine Koordinierung, um Inkompatibilitäten vermeiden zu können. Damit bei der Endabstimmung in den Landtagen im Idealfall identische Texte verabschiedet werden und die Abstimmung in der Region dann nur noch eine Formalität ist. Das ist unser Ziel. Gelingt das nicht, können noch unsere Parlamentarier in Rom die Statutenänderungen einbringen und dafür um eine Mehrheit werben. Vinschgerwind: Kommen wir nochmals auf Grenzen zu sprechen. Es gibt eine Grenze, die Sie gerne durchlöchern möchten. Und zwar mit einer Zugverbindung MalsScuol. Die Elektrifizierung der Vinschgerbahn ist beschlossene Sache und Sie favorisieren einen Anschluss mit Scuol...


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Kompatscher: ...Lassen Sie mich da den Virgltunnel in Bozen einfügen. Der ist für den Vinschgau extrem wichtig. Darf ich erklären, warum? Vinschgerwind: Nur zu ... Kompatscher: Ich habe es geschafft, dass die RFI den Virgltunnel um 52 Millionen baut. Das kostet in etwa gleich viel wie die Elektrifizierung der Vinschgerbahn, wir zahlen aber keinen Cent. Steht der Virgltunnel im Jahr 2021, haben wir danach die Bahnlinie Bozen-Meran autonom. Dann können wir die Linie Bozen-Meran übernehmen und mit Flirtzügen den Halbstundentakt von Mals bis Bozen durchfahren. Vinschgerwind: Will Arno Kompatscher den Durchstich Mals-Scuol als Landeshauptmann erleben? Kompatscher: Es ist unrealistisch zu glauben, dass der Zug Bozen-Zürich in dem Zeithorizont, den ich mir als LH vorstelle, fahren wird. Ich mache jetzt eine Legislatur und wenn der Wählerwille und die Voraussetzungen da sind, eine zweite. Dann, das ist meine Auffassung, soll ein neuer, mit neuen Ideen und neuer Motivation weitermachen. Das ist eine Zeit von acht Jahren, da werden wir noch nicht von Bozen nach Zürich fahren. Mein Ziel ist es, in meiner Amtszeit diese Verbindung so aufs Gleis zu

stellen, um beim Bild zu bleiben, dass es sicher ist, dass diese Verbindung kommt, dass das unumkehrbar ist.

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/Titel/ 9

Vinschgerwind: Sie kommen gerade von einer Veranstaltung des Oberschulzentrums Schlanders zum Thema Krankenhaus Schlanders. Schüler haben Ihnen Texte vorgelesen, Sie haben einen Schüler umarmt. O-Ton der Veranstaltung: Das Krankenhaus Schlanders muss erhalten bleiben. Beeindruckt? Kompatscher: Ich bin vom Engagement der Schüler beeindruckt. Von der Forderung bin ich nicht beeindruckt, denn die ist eh klar. Nie hat jemand den Standort Schlanders in Frage gestellt.

zum „Spezialisten“ gehen, der eben gerade in Schlanders nicht vorhanden ist und am Ende bleibt nicht viel übrig. Deshalb glauben wir, mit der Überlegung „ein Krankenhaus - zwei Standorte“, einem Kliniksystem bestehend aus Meran und Schlanders und zwar beide auf Augenhöhe, die Standorte in Meran und in Schlanders so zu stärken, damit beide bestehen können. Das betrifft das Einzugsgebiet. Der Vinschgau ist mit 36.000 Einwohnern ein zu kleines Einzugsgebiet für ein Krankenhaus. Gemeinsam mit dem Burggrafenamt entsteht ein viel größeres Einzugsgebiet. Das betrifft auch den Mitarbeiterstab, der rotieren wird können. Die Möglichkeit, Leistungen aufzuteilen ist zudem gegeben. Das ist das Ziel.

Vinschgerwind: Wie bringt die Landesregierung die Bedenken, die Sorgen, die Forderungen usw. von Seiten der Vinschger Bevölkerung mit der angepeilten Sanitätsreform in Einklang? Wie soll das gelingen? Kompatscher: Ich bin überzeugt, dass dem berechtigen Wunsch der Vinschger langfristig ein funktionierendes, leistungsfähiges Krankenhaus zu haben - genau die Reform entgegenkommt. Warum? Wenn wir nichts tun, dann blutet das Krankenhaus Schlanders aus. Dann wird es so sein, dass die Leute mit den Füßen abstimmen,

Vinschgerwind: Können Sie in dieser Reformdiskussion die Arbeitsplätze am Krankenhaus Schlanders garantieren? Kompatscher: Ja, durch die Leistungsprofile. Diese Leistungsprofile sind sehr weitreichend und diese bedürfen viel ärztlichen und pflegerischen Personals. Wir haben gesagt, dass die Leistungsprofile auch personell machbar sein müssen. Allerdings haben wir seit Jahren schon zu wenig Personal. Wir haben für mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Budget frei gemacht, und die Ausschreibungen laufen.


10 /Wirtschaft/

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Val Müstair/Minschuns

40 Jahre Skigebiet

Fotos: Erwin Bernhart

Minschuns

M

it einem Gratis-Skifahr-Wochenende am 23. und 24. Jänner 2016 hat das Skigebiet Minschuns sein 40-Jahr-Jubiläum gefeiert. Musik auf den Hütten, Gratisskitests, erhebliche Preisreduzierungen beim Skiverleih - im kinderfreundlichen Skigebiet wurde einiges geboten. Als ausgewiesenes Wandergebiet auch im Winter lässt sich in geschützten Mulden die natürliche Winterlandschaft bei einer Wanderung von Hütte zu Hütte herrlich genießen. Das Skigebiet Minschuns ist in der Ortler Skiarena vertreten und orientiert sich auch damit in Richtung diesseits des Ofenpasses. Das kleine Skigebiet oberhalb von Tschierv ist für das Val Müstair maßgeblicher Taktgeber auch für seine touristische Entwicklung. Im Jahr 1967 wurde ein Initiativkomitee gegründet, welches auch auf die Gründung der Sportanlage AG Val Müstair im Jahr 1975 hingearbeitet hat. Die Skilifte „Era Sot“ und „Minschuns“ wurden 1976 gebaut und die erste Skisaison konnte 1976/77

Geplant ist, das Feriendorf in drei Etappen zu erstellen, jede Etappe 192 Betten, also 576 Betten insgesamt.

eröffnet werden. Zehn Jahre später erfolgte der Bau des Restaurants „Alp da Munt“ und 1992 kam der Skilift „Vallatscha“ dazu. Die erste Etappe für die künstliche Beschneiung wurde im Jahr 2000 verwirklicht und 2003 die zweite Etappe. Die Eröffnung der Skiservice-Station beim Skigebietseintritt „Era Sot“ erfolge im Jahr 2002. Seit 2008 beschäftigt man sich im Val Müstair wieder intensiver mit der Planung des Zubringerliftes Tschierv-Alp da Munt, ebenso mit einer möglichen Beschneiung der Piste Alp da Munt-Tschierv. Im vorigen Jahr haben Zukunftsplanungen mit sich in Arbeit befindenden Projekten neue Fahrt aufgenommen: Zu den zwei genannten Bios-

fera-Teilprojekten (neuer Lift Tschierv-Alp da Munt und Beschneiung der Piste) wird das Biosfera-Teilprojekt „Biosfera Feriendorf Chalchera“ konkreter. Die Planung für dieses Feriendorf (eine kleinere Ausgabe des Rockresorts in Laax) hat die Domenig-Gruppe aus Chur inne. Das Gesamtkonzept wird in Abstimmung mit der Standortentwicklungsstrategie Engiadina Bassa/Val Müstair vom Juni 2015 und dem lesenswerten Vertiefungsbericht (www.wirtschaftsforum-gr. ch) „Arealsynergien für Hotelinvestitionen“ des Wirtschaftsforums Graubünden vom Oktober 2015 erstellt. Bezeichnend: Seit November 2015 ist Jon Domenig von der Domenig-Architekten- und Immobiliengruppe im Verwaltungsrat der Sportanlagen AG Val Müstair vertreten. Geplant ist, das Feriendorf in drei Etappen zu erstellen, jede Etappe 192 Betten, also 576 Betten insgesamt. Der Verwaltungsrat bezeichnet diese Projekte als „systemrelevante Schlüsselprojekte“ und als „Quantensprung in ökonomischer Hinsicht“: markant mehr Logiernächte, Arbeit für das einheimische Gewerbe beim Bau und nachhaltig beim Betrieb des Feriendorfes und des Skigebietes. Arbeitsplätze werden geschaffen, die Bevölkerungszahl stabilisiert und Perspektiven für die nächsten Generationen im Val Müstair eröffnet. Will das Skigebiet Minschuns weiterhin Taktgeber für die touristische Entwicklung im Val Müstair bleiben, bedarf es tatsächlich einer Erneuerung, eines „Quantensprungs“. Die derzeit vorhandenen Skilifte geben dem Skigebiet zwar Charme, aber nicht den Charme des Modernen sondern eine Art „Retro-Charme“. Das 40-Jährige wurde mit diesem Charme gefeiert, zum 50-Jährigen möchte man in die Moderne katapultiert sein. (eb)


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/Wirtschaft/ 11

Prad/Vinschgau

Das digitale Unternehmen er Einladung der Handelskammer Bozen zum heurigen Neujahrstreff am 27. Januar 2016 in Prad sind nicht besonders viele Unternehmerinnen und Unternehmer gefolgt. Rund 40 Leute sind Versäumt haben jene, die der Veranstaltung fern geblieben sind, nicht viel. Denn der Handelskammerpräsident und der Generalsekretär der Handelskammer Alfred Aberer ließen es in ihren Einführungen an Leidenschaft für die Wirtschaft missen. Und dies obwohl sich die Handelskammer für das laufende Jahr 2016 eine „Steigerung der Effizienz und Eindämmung der Ausgaben“ vorgenommen hat, und zwar will man die Organisation umstrukturieren mit einer „stärkeren Präsenz in der Peripherie. Leidenschaftlich wohltuend war da schon der kurze Vortrag des gastgebenden Hausherren Luis Lechner. Aus den ersten Schritten mit einem Kompagnon 1981 ist heute ein großer Betrieb, der so ziemlich alles anbiete, geworden. Allein für die Verwaltungsaufgaben sind sieben Leute tätig. Der Wirkungsraum von Holzbau Lechner, sei nicht nur auf den Vinschgau beschränkt. Das Unterengadin, das obere Gericht bis ins Inntal als Arbeitsumfeld seien, so Lechner, ebenso wichtig. Derzeit

Fotos: Erwin Bernhart

D

Luis Lechner bei der Vorstellung seines Betriebes, rechts: die Lechner-Jungs Valentin und Josef eingerahmt von den BM Karl Bernhart (Prad) und Andreas Tappeiner (Laas) sei man bei einem großen Auftrag in Bayern tätig. Ohne digitale Datenübermittlung gehe heutzutage nichts mehr. Habe man vor 35 Jahren das Holz überwiegend mit der Handkreissäge bearbeitet, schneiden heute digital gesteuerte Maschinen die gewünschten Maße exakt zu. Auch habe man, so Lechner, die Krise erstaunlich gut überstanden. Von „Touchpoints“, also von diversen Berührungspunkten im Internet, wie Facebook, Twitter, Linkedin, Instagram, sprach Denis Pellegrini von der Zeppelin Group. Unternehmen, die in der digitalen Welt sichtbar sein wollen, müssten diese „Touch-

points“ bedienen. Die Leute suchen Inspiration und Emotionen, sagte Pellegrini. Die digitale Welt sei schon lange nicht mehr die klassische Webseite eines Unternehmens. Mit dem Einsatz von Mitteln und Methoden in den interaktiven Medien sei die Frage zu beantworten, wo sich die Kunden, die Leute, jene, die man erreichen möchte, im Netz aufhalten und wo befindet sich das Unternehmen. Die Nachbearbeitung fand in gemütlicher Runde bei Häppchen und Getränken in den Räumlichkeiten von Holzbau Lechner in der Prader Handwerkerzone statt. (eb)

Zahnarztpraxis

Dr. Gerlinde Siegmund Prad am Stj. - Silberstraße 21 - (Sprengel 1. Stock)

0473 614113

Ab 1. Februar befinden wir uns in PrAD, Silberstraße 21 im Sprengel 1. Stock Die Telefonnummer bleibt dieselbe.

AchTUNG: Wegen des Umzuges nehmen wir bis 15. Februar 2016 nur Notfälle an.

Ab 15. Februar sind wir wieder ganztags für Sie da.


12 /Leserbriefe/ Wind - Klick-Tipps

Google Adwords

von Roland Sprenger, Online-Berater roland@opc.online

I

n Google auf der ersten Seite gefunden werden, Neukunden gewinnen, die gewünschte Zielgruppe ansprechen. Wer sich mit Onlinewerbung befasst, kommt an Google AdWords nicht vorbei. AdWords sind Werbeanzeigen im Netzwerk von Google, welche ganz oben und am rechts von der “Suchergebnisseite” zu finden und mit einem gelben “Anzeige”-Feld markiert sind. Über 90% an Marktanteil und 40.000 Suchanfragen pro Sek. werden in Google abgewickelt. AdWords ermöglicht es, Unternehmen über die Anzeigenschaltung auf die ersten Positionen in der Google Suche zu bringen. Hinter jeder Anzeigenschaltung steckt eine Auktion. Welche Position die Anzeige über welche Suchanfrage bekommt, hängt u.a. von der Relevanzberechnung und de Mitbewerbern ab, die dasselbe “Keyword” für ihre Anzeigenschaltung verwenden. Neben der weltweiten, gezielten Reichweite von Onlinewerbung ist ein großer Vorteil, dass man pro Klick bezahlt: Eine erscheinende Anzeige verursacht noch keine Kosten, erst wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt, fallen Kosten an und Ergebnisse können gemessen werden. Onlinewerbung hat den Vorteil, dass man sowohl Kosten, als auch Nutzen messen kann. So kann u.a. gemessen werden wie viele auf die Anzeige klicken, anfragen oder buchen. Auch wenn Google AdWords einen schnellen und einfachen Einstieg in die Onlinewerbung ermöglicht, lohnt sich die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen bzw. zertifizierten Internetagentur.

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Dezemberartikel bezeichnet Frauen als Hühnerhaufen: Wer ist in Eurer „Schreibwirtschaft“ der „Hühnerhaufenwirt“? Frauen als Hühnerhaufen abzuwerten, ist Euer „Hühnermist“, für den emanzipierte Leserinnen eine Entschuldigung erwarten. Aber hallo! Frauen verdienen Respekt. Also, wer hat es bei Euch verbockt?? Männerpolitik tituliert Ihr doch auch als Männerangelegenheiten, warum dann nicht auch Frauenpolitik als Frauenangelegenheiten bezeichnen?! Frauen haben kein Glied, sie sind ein eigenständiges Glied. Sie sind ein potentes Glied unserer Gesellschaft!! Susanne Clemens Wurzer, Latsch

ser Joch, die bald Wirklichkeit sein wird, gut vorbereitet. Gestern (26. Jänner) hat Landesrat Richard Theiner dazu in Glurns die Bürgermeister der Nationalparkgemeinden informiert. Anfang Dezember hat der römische Ministerrat die Änderung der Durchführungsbestimmung zum Nationalpark Stilfser Joch genehmigt, Mitte Jänner folgte die Ratifizierung durch Staatspräsident Sergio Mattarella. Noch ausständig ist die Veröffentlichung der neuen Durchführungsbestimmung im Amtsblatt der Republik, wonach diese in Kraft treten kann. Damit steht der Übergang der Kompetenzen für den Südtiroler Flächenanteil am Nationalpark

Mehrsprachig und doch sprachlos Nach dem CLIL-Prinzip sollen bald alle Kinder spielerisch mehrere Sprachen sprechen können. Eine Partnersprache lernen ist gut und schön, doch die erste Sekundärsprache für uns Tiroler ist das Hochdeutsche. Die einzelnen Tiroler Dialekte, welche von Talschaft zu Talschaft unterschiedlich ausfallen, sind unsere Muttersprache und Primärsprache. Das Hochdeutsche als Vatersprache ist unsere erste Sekundär-bzw. Fremdsprache. Wir denken und sprechen beim Dialekt in Worten und einer Grammatik, die im Hochdeutsch oft wenig gemein haben. Aber so gar nichts hat unsere Mutter- und Vatersprache mit dem Italienischen gemeinsam. Die Geschichte lehrt uns, dass man einem Volk seine Sprache nicht verbieten kann. Deshalb ist es bedenklich wenn gerade die eigene Landesregierung der nächsten Generation die eigene Sprache wegtrainieren will. Eine Entwicklung die sprachlos macht und das ganz offiziell. Dietmar Weithaler, Partschins

LR Theiner trifft Bürgermeister der Nationalparkgemeinden Das Land ist auf die eigenständige Führung des Südtiroler Teils des Nationalparks Stilf-

Stilfser Joch an das Land unmittelbar bevor. Aus diesem Grund hat sich Landesrat Richard Theiner gestern Nachmittag (26. Jänner) in Glurns mit den Bürgermeistern der Nationalparkgemeinden getroffen. „Ziel dieses Treffens war es, die anstehende Übertragung der Verwaltungskompetenzen an das Land und die damit verbundenen nächsten Schritte mit den betroffenen Gemeinden zu

besprechen“, erklärte Theiner im Anschluss an die Sitzung mit den Bürgermeistern, bei der auch Ressortdirektor Florian Zerzer und Anton Aschbacher, Direktor der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung, anwesend waren. Mit dem Übergang der Kompetenzen an das Land wird die Außenstelle des noch bestehenden Nationalpark Konsortiums in Glurns wird zu einem Landesamt, das der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung angehören wird. Zur Sprache kam die unterbrechungsfreie Fortsetzung der Dienste ebenso wie verschiedene Verwaltungsabläufe. Landesrat Theiner informierte die B ü rge r m e i s te r auch darüber, dass Wolfgang Platter, Direktor des Konsortiums Nationalpark Stilfser Joch, in Absprache mit dem Trentino und der Lombardei zum Liquidator des Konsortiums vorgeschlagen wurde. Vertreter des Landes Südtirol im Koordinierungskomitee wird Landesrat Richard Theiner sein. Nun sind die Südtiroler Nationalparkgemeinden aufgerufen, ihren Vertreter im Koordinierungskomitee namhaft zu machen. (Landespresseagentur)

Vom wind gefunden

Chinesisches Neujahrsfest am 08.02.2017 Das chinesische Neujahrsfest, auch bekannt als Frühlingsfest, findet am zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende, also zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt. Dieses Jahr beginnt das neue Jahr am 8. Februar. Nach dem chinesischen Mondkalender beginnt 2017 das Jahr des Affen. Insgesamt gibt es 12 Erdzweige bzw. Tierzeichen. Letztes Jahr war das Jahr des Schafes und im kommenden Jahr am 28. Januar beginnt das Jahr des Hahnes. Den Tierzeichen wird zusätzlich für jedes Jahr ein Element aus der Fünf-Elemente-Lehre Holz, Feuer, Erde, Metall oder Wasser zugeordnet. Die fünf Elemente in Kombination mit Yin und Yang bilden die 10 Himmelstämme. Aus der Kombination der zehn Himmelsstämme und der zwölf Erdzweige ergibt sich ein Zyklus von 60 Jahren. Dieses und das nächste Jahr werden beherrscht vom Element Feuer. Deshalb beginnt am 8. Januar das Jahr des Feuer-Affen. Das Neujahrfest ist ein großes Familienfest und dauert 7 bis 15 Tage. (hzg)


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Sprach-Verwirrung. Die Schönheit, eigentlich die Würde der Palabirnbäume, ist sogar bei Nebel gut zu erkennen, geschweige dann in der Blütezeit. Und alles ohne ...zide jeglicher Art, die lieber Pflanzenschutzmittel genannt werden. Aber auch die Ministerien, die Krieg ausrufen, heißen Verteidigungsministerien und der Schnee aus der Kanone wird lieber programmierter als künstlicher Schnee genannt. Und ...

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/Impressionen/ 13


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von Albrecht Plangger

Rom-Infos ins Tal

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Kraft schöpfen im Kloster Orte der Kraft – Orte der Stille - Kraft schöpfen im Kloster: In einer Zeit, in der es immer auf Arbeit, Leistung, Geld und Erfolg ankommt, geht der Mensch vielfach verloren. Getrieben von Terminen, Wünschen und Sehnsüchten sucht er nach Orten und Zeiten der Stille. Einfach einmal abschalten können: Tage des Schweigens vom Fr, 22.04.2016 bis Mo, 25.04.2016. Veranstalter ist das Kloster Marienberg und Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung www.gwr.it. Infos: Tel. 0473 843989, info@marienberg.it; Anmeldeschluss: 11. April 2016

Entwicklungskonzept für die Ferienregion Obervinschgau

Seit Oktober 2015 wird in der Ferienregion Obervinschgau an neuen Tourismuskonzepten gearbeitet, um der Region neue Impulse zu geben. Betreut von Mitarbeitern der Agentur Kohl&Partner erarbeitete Arbeitsgruppen 29 Projekte. Fünf davon sollen nun konkret umgesetzt werden. Diese wurden kürzlich in Schluderns vorgestellt.

Einige der Protagonisten und Mitarbeiter an den Workshops v.l.: Gerald Burger, Kurt Sagmeister, Armin Windegger, Günther Bernhart und Lukas Gerstl

von Magdalena Dietl Sapelza

E

rklärtes Ziel für 2020 ist es, die Aufenthaltsdauer der Gäste von derzeit durchschnittlich 3,7 Tage auf 4 Tage zu steigern. Ausgegangen wurde vom Ist-Zustand, von der Analyse der Schwächen und Stärken. Arbeitsgruppen sammelten Ideen und erarbeiteten neue Projekte, um die touristische Entwicklung in der Ferienregion Obervinschgau (Mals, Glurns, Schluderns und Taufers i. M. auf Vordermann zu bringen. 29 Projekte lagen schließlich auf dem Tisch. Fünf davon wurden ausgewählt. Gesucht wurden Wege zur konkreten Umsetzung. Projekt 1. Die Tourismusbüro-Struktur: Sie muss effizienter und Gäste orientierter arbeiten (Öffnungszeiten,

Info Points 24 Stunden) Die Kommunikation nach innen und nach außen soll verbessert werden. 2. Freilichtbühne Glurns: Die mittelalterliche Stadt könnte Kulisse für Freilichtspiele wie zum Beispiel Musicals werden. Publikumswirksame „Glurnser Festspiele“ mit eigener Identität könnten die Nachsaison verlängern. 3. Erlebnisberg Watles: Dieser soll durch Skisportveranstaltungen aufgewertet werden, eine attraktive Rodelbahn erhalten und einen Ski-Weg nach Burgeis. 4. Naturregion Obervinschgau: Die Zusammenarbeit zwischen Tourismus, Landwirtschaft und Handel soll neuen Auftrieb bekommen. Konkret gestartet wird mit einigen ausgewählten Betrieben, die andere motivieren

sollen, es ihnen nachzumachen. Langfristiges Ziel könnte eine Naturregion Obervinschgau sein, vorausgesetzt die Bevölkerung stellt sich dahinter. 5. Vinschgau 360 Grad: Mehrere HochgebirgsWanderungen in Etappen, von demselben Hotel aus. Die Routen wurden bereits festgelegt. Es kann gestartet werden. Kritische Stimmen dazu kamen von Revierleiter Otto Jochberger. Er rief dazu auf, beigeplanten Wanderrouten von den Ruhezonen für das Wild auszuklammern. Für den Obmann des Heimatpflegevereins, Roland Peer, ist der SkiWeg Watles Burgeis ein zu großer Einschnitt in die Landschaft. Und Wanderführer Reto Wiesler rief dazu auf, an die Senioren zu denken und auch einfache Wanderungen anzubieten.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Wir haben einen neuen Regionenminister: Enrico Costa, Klasse 1969 - Piemonteser. Ich hatte bisher noch wenig mit ihm zu tun, aber mit anderen Piemonteser Kollegen habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Unterstaatssekretär im Ministerium für regionale Angelegenheiten wird zwar immer noch der PD Abgeordnete Gianclaudio Bressa bleiben, der ja in Bozen gewählt wurde, aber er bekommt jetzt einen Chef und somit wird nicht mehr alles so laufen, wie wir es uns bisher vorgestellt hatten. Sein Vater hat im fernen Jahr 1998 die Wasserkonzession in Marling - trotz mehrfacher politischer Versprechungen – über Nacht für weitere 16 Jahre (bis 2016!) an die Edison verlängert. Der Schaden für die Anrainergemeinden war gewaltig (ca. 1 Mio Euro im Jahr). Diese Hau Ruck Aktion aus Rom war für mich damals der Anlaß – mich bei der Konzession am Reschensee nicht mehr nur auf das politische Gewicht unserer Landesregierung zu verlassen, sondern direkt in Rom mit den Bürgermeisterkollegen beim damaligen Industrieminister Bersani und seinem Unterstaatssekretär Carpi vorstellig zu werden. Marling und Algund hatten Pech, wir das Glück des Tüchtigen. Der neue Minister hat nun die Möglichkeit der Wiedergutmachung. Mal sehen. Bezüglich der Legalisierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ist der Gesetzesentwurf jetzt im Senat. Noch kann die Politik die Richtung – soweit sie nicht schon von anderen europäischen Staaten vorgegeben ist – bestimmen.


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/Lokales/ 15

Schluderns

Gutes Jahr für das Vintschger Museum H

Erste Reihe v.l.: Karin Rainalter, Elfriede Mulser, Helene Dietl Laganda, Martha Innerhofer, Josef Frank, Harald Trafoier (neuer Präsident), Karin Klotz, Toni Patscheider und Kristian Klotz

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

arald Trafoier ist der neue Präsident des Vintschger Museums in Schluderns. Trafoier übernimmt das Amt von Michael Böttner, der im Oktober 2015 zurückgetreten war. „Die Chemie hat nicht gestimmt“, kommentierte Vorstandsmitglied Karin Klotz bei der Vollversammlung am 24. Jänner 2016 den Rücktritt. Böttner erhielt dennoch Lob. Er sei ehrenamtlich mit viel Schwung gestartet und habe viel Aktivitäten angeregt und auch mit deren Umsetzung begonnen. „Es war ein experimentelles Jahr“, so Klotz weiter in ihrem Rückblick. Die Führungen wurden ausgebaut zum Beispiel die Dorf- und Kirchenführungen – auch Nachtführungen sind ins Programm aufgenommen worden. Der Museums-Shop in Zusammenarbeit mit dem Dorflodn Schluderns öffnete und der Museums-Eingang wurde verlegt.

Der Museumsverein zählt 170 Mitglieder Dieser ist heute gleichzeitig der Eingang zum Tourismusbüro. Die Synergien zwischen Tourismus und Museum waren damit gefunden und wurden genutzt. Die neu eingeführten durchgehenden Öffnungszeiten kamen bei den Gästen sehr gut an. Kontakte zu den Gastwirten wurden gepflegt. Das Museum war bei den Ritterspielen aktiv vertreten, ein Rockkonzert begeisterte viele Jugendliche und vieles

mehr. Die Ausgaben von rund 73.000 Euro decken sich mit den Einnahmen. Finanzielle Beiträge kamen vom Land, der Gemeinde und der Raiffeisenkasse. „Die Kontoführung war tadellos“, lobte Rechnungsrevisor Josef Trafoier und merkte an: „Es war ein gutes Jahr für das Vintschger Museum“. Für Werbung sei mehr ausgegeben worden. Doch das habe auch mehr Einnahmen gebracht zum

Sozialdienste Vinschgau in der Bezirksgemeinschaft Vinschgau

Pflege- und Betreuungsangebote Anlaufstelle für Pflege- und Betreuungsangebote OBERVINSCHGAU und MITTELVINSCHGAU Pflege und Betreuung: Informationen, Beratung und Hilfe vor Ort und aus einer Hand Ab Jänner können sich betreuungs- und pflegebedürftige Menschen, deren Familien, Angehörige und Bezugspersonen direkt vor Ort in einer neuen Anlaufstelle im Sozialsprengel Obervinschgau in Mals und im Sozialsprengel Mittelvinschgau in Schlanders aus einer Hand über verschiedene Angebote und Möglichkeiten in der Pflege und Betreuung informieren. Stürze, Schlaganfälle und Demenz: Dies sind nur einige der Situationen, die Betroffene unter Umständen nachhaltig in ihrer Autonomie einschränken und in der Folge eine aufwändige Pflege notwendig machen. Die wenigsten Betroffenen wissen

jedoch, wie sie den Pflegealltag organisieren sollen, an wen sie sich wenden können um Hilfe zu bekommen und welche Leistungen ihnen zustehen. Die neue Anlaufstelle für Pflege und Betreuung in den beiden Sprengeln bietet daher künftig betroffenen Familien eine Unterstützung und Erleichterung, vor allem bei plötzlicher Pflegebedürftigkeit. An der Anlaufstelle beteiligt sind Sozialdienste, Gesundheitsdienste und Seniorenwohnheime des Sprengels. Sie soll dadurch auch vermeiden, dass sich Betroffene in dieser schwierigen Situation an mehrere verschiedene Dienste wenden müssen. Die Eröffnung der Anlaufstelle für Pflege und Betreuung erfolgt in Umsetzung eins Beschlusses der Landesregierung, welcher solche einheitliche Anlaufstellen in allen Sprengeln vorsieht. Betroffene und/oder deren Angehörige können sich in Zukunft

zu untenstehenden Öffnungszeiten mit den MitarbeiterInnen der Anlaufstelle in Verbindung setzen. Durch eine bereichsübergreifende Beratung an einem Ort werden eine umfassende Unterstützung gewährleistet, sowie Stresssituationen und Unsicherheiten bei den Angehörigen so weit als möglich reduziert. Die MitarbeiterInnen der Anlaufstelle geben den hilfesuchenden Bürgerinnen und Bürgern alle Informationen, die beim Auftreten von Pflegesituationen von Bedeutung sein können. Die Organisation der Pflege und die Auskunft über bestehende Angebote des Sozial- und Gesundheitswesens sind dabei genauso wichtig wie die Hilfe in der Abwicklung notwendiger Ansuchen und Anträge. Die Anlaufstelle bietet bei Notwendigkeit auch Unterstützung bei einer vorübergehenden oder endgültigen Unterbringung in stationären oder teilstationären

Beispiel mehr Besucher. Man müsse in diesem Zusammenhang vieles langfristig betrachten. Der frischgebackene Präsident Harald Trafoier kündigte an, auf dem bisherigen Niveau weiterzuarbeiten. Kümmern wolle er sich verstärkt um neue Vermarktungskonzepte. Ein nächstes großes Projekt ist die Römerausstellung, die Ende 2016 oder anfangs 2017 eröffnet werden soll. (mds)

Kontakte und Öffnungszeiten im Sozial- und Gesundheitssprengel Obervinschgau I. Stock, Marktgasse 4 39024 Mals im Vinschgau Tel.: 337/1520578 2 E-Mail: Obervinschgau@anlaufstelle.bz.it im Sozial- und Gesundheitssprengel Mittelvinschgau I. Stock, Hauptstraße 134 39028 Schlanders Tel.: 337/1520579 7 E-Mail: Mittelvinschgau@ anlaufstelle.bz.it Öffnungszeiten in beiden Sprengeln von Montag bis Freitag Montag: 15.00 – 17.00 Uhr Dienstag: 10.00 – 12.00 Uhr Mittwoch 10.00 – 12.00 Uhr Donnerstag: 10.00 – 12.00 Uhr Freitag: 10.00 – 12.00 Uhr Einrichtungen. Die Beratung erfolgt durch Fachpersonal aus den Gesundheitsdiensten, den Sozialdiensten und den Seniorenwohnheimen und ist für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos.


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Bozen

Vinschgau/Spondinig

„Völlig inakzeptabel“

Startschuss für grenzüberschreitende Förderprogramme

M

it einer Informationsveranstaltung in Bozen wurde vergangene Woche das Kooperationsprogramm INTERREG Va Italien-Österreich als Teil der territorialen Förderprogramme der EU bis 2020 eingeläutet. Der Vinschgau befindet sich im Programmgebiet der Förderung von grenzüberschreitenden Projekten zur regionalen Entwicklung. Im Rahmen des INTERREG-Rates „Terra Raetica“ wurde bereits an der Strategieentwicklung des neuen Programmes mitgearbeitet, welches folgende Prioritätenschienen enthält: Forschung und Innovation, Natur und Kultur, Institutionen und CLLDAnsatz. Wer Projekte oder Projektideen in Form einer grenzüberschreitenden Kooperation und eines messbaren Mehrwertes umsetzen möchte, kann

HAUPTMANN

SPADONE MARSCHIERT Szenen aus dem 1. Weltkrieg von Josef Feichtinger Regie: Konrad Lechthaler

Aufführungstermine im Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders Premiere

Freitag, 12. Februar 20 Uhr

Sonntag, Freitag, Samstag, Sonntag, Freitag, Samstag, Sonntag,

14. Februar 19. Februar 20. Februar 21. Februar 26. Februar 27. Februar 28. Februar

17 Uhr 20 Uhr 20 Uhr 17 Uhr 20 Uhr 20 Uhr 17 Uhr

thomaszagler.net

Reservierungen unter 346 40 66 069 von 10.30 bis 13.30 Uhr und von 17 bis 19 Uhr

Friedl Sapelza – Geschäftsführer der GWR und Mitglied im INTERREG-Rat Terra Raetica sich im Rahmen dieses Förderprogrammes bewerben. Aufgrund der komplexen Auflagen des Programmes und im Sinne der Projektvorbereitung bietet die Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig weiterhin laufende Beratungstätigkeit an. Gegen telefonische Voranmeldung kann am Sitz der GWR am Bahnhof in Spondinig ein Termin mit Friedl Sapelza vereinbart werden. Zudem besteht dabei auch die Möglichkeit, Grundsatzinformationen über andere EU-Strukturfonds z.B. ELER/LEADER zu erhalten, welche ebenfalls in der Startphase sind. (lu)

Theatergruppe Kortsch

Hauptmann Spadone marschiert Nach vier Monaten intensiver Theaterproben unter der Leitung von Konrad Lechthaler ist es nun soweit: Am Freitag, 12. Februar wird im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders um 20 Uhr das neue Volksstück von Josef Feichtinger „Hauptmann Spadone marschiert“ von der Theatergruppe Kortsch uraufgeführt. Über 20 Theaterspieler/innen aus Kortsch, Schlanders und anderen Dörfern im Vinschgau versetzen das Publikum zurück in die Zeit des 1. Weltkriegs. Feichtingers Stück spielt in St. Johann, einem Dorf im südlichen Tirol. Die Männer sind an der Front, und im Dorf müssen die Frauen unter schwierigen Bedingungen dafür sorgen, dass das Leben weiter geht. Aber als Hunger und Foto: „Wind“-Archiv

chammer und Steger: „Blockadepolitik völlig inakzeptabel!“ Gemeindewahlgesetz nach Nachtsitzung genehmigt Der Obmann der Südtiroler Volkspartei Philipp Achammer sowie der Fraktionssprecher im Regionalrat Dieter Steger kritisieren die erneute Blockadepolitik mehrerer Oppositionsvertreter rund um die Abgeordneten Andreas Pöder und Walter Blaas: „Es gibt keine Rechtfertigung dafür, dass Abgeordnete mit allen Mitteln sowie mit fadenscheinigen Argumentationen versuchen, die Arbeiten eines gesamten Gremiums lächerlich zu machen, zu stören, zu verzögern und zu verhindern.“ In einer äußerst kontroversen Nachtsitzung sei es schlussendlich dennoch gelungen, das von Regionalassessor Josef Noggler vorgelegte Gemeindewahlgesetz zu verabschieden.

Foto: Ludwig Fabi

A

Not zunehmen, der Krieg immer mehr Tote und Verletzte fordert, nehmen auch im Dorf die Spannungen zu, und Konflikte brechen offen aus. Karten zu dieser beeindruckenden Aufführung können unter 346-4066069 täglich zwischen 10.30 und 13.30 Uhr sowie zwischen 17 und 19 Uhr reserviert werden. Das Stück wird bis zum 28. Februar insgesamt achtmal aufgeführt. Die Termine und Aufführungszeiten finden Sie im „Theaterwind“.


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/Menschen/ 17

„Iaz leig i miar bessere Hosn oun unt gea in Dorf.“

„

Luis bezeichnet sich als „Kind armer Leute“. Mit viel Fleiß baute er sich als Maurer eine Existenz auf. Neben der Fürsorge für seine Familie galt sein Einsatz über 50 Jahre lang der Bürgerkapelle Schlanders. Heute genießt er das Kartenspiel und das „Hoangortn“- mit Humor und einer kleinen Portion Schalk im Nacken. von Magdalena Dietl Sapelza

G

Mai Beruaf isch mai Freid gweesn. I tat deis olm wieder

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

eschichten aus seiner kargen Kindheit weiß Luis einige zu erzählen. Er war der Älteste von acht Kindern. Nach der Geburt seines jüngsten Bruders kam der Pfarrer zu Besuch. Die Kinder mussten sich eng an die Wand drücken, damit der füllige Herr an ihnen vorbei zur Mutter in die Stube gelangen konnte. So eng war der Flur. Die Augen leuchteten, als der Pfarrer einen Geldschein aus der Brieftasche zog. „Di Muatr hot norr kennt a Kilo Butter kafn“ sagt Luis. Die Familie litt nicht nur unter der beklemmenden Enge der Mietwohnung, sondern auch an Hunger. „Deis isch a orme Zeit gweesn“, betont er. Was der Vater als Tagelöhner verdiente, reichte kaum, um die Mäuler zu stopfen. Ein wenig Getreide und Kartoffeln lieferte ein Pachtgut. „A kloans Gritzl“, so beschreibt es Luis. Beim Pflügen habe ihn die Mutter als Baby oft im Umhängetuch stundenlang mitgetragen bis sie „a bissl Wossr gespürt hot“ und ihn dann wickeln musste. Oft wurde Luis mit den Lebensmittel-Marken zum Einkaufen geschickt. Einmal verlor er die Marken. Das war für ihn eine Katastrophe. Bitterlich weinend lief er zum zuständigen Beamten. Dieser hatte Erbarmen und gab ihm neue. „Selm hon i a morts Freid kopp“, erzählt er. Zwei Jahre lang besuchte Luis die italienische Schule. Deutsch lernte er heimlich bei einer Katakomben-Lehrerin. Der verbotene Unterricht wurde entdeckt. „Di Schwarzkappler hoobm die Lehrerin pockt unt mitgnummen“, erzählt er. „Si isch norr oanfoch verschwundn.“ Mit dem Einmarsch der Deutschen 1943 wurde der Deutsch-Unterricht wieder eingeführt. Luis hatte

Luis Pircher „Vogelsonger Luis“, Jahrgang 1931, Schlanders. Fotos erinnern ihn an die Zeit beim Militär und bei der Bürgerkapelle einen schweren Stand in der Klasse, weil seine Eltern nicht für Hitler optiert hatten. Besser ging es ihm in den Ferien. Diese verbrachte er als Hütbub bei Bauern. Dort gab es meist genug zu essen. Die paar Lire Lohn gab er daheim ab. Dass er eine Lehre als Maurer in Meran beginnen und die Berufsschule besuchen konnte, bezeichnet er als großes Glück. Und überglücklich war er, als er in die Schlanderser Bürgerkapelle aufgenommen wurde. Er übte fleißig. Mit seiner Vespa, die er sich mit dem ersten ersparten

Geld gekauft hatte, fuhr er sogar von der Baustelle am Stilfserjoch zur Musikprobe nach Schlanders. Über 50 Jahre lang war Luis aktives Mitglied der Kapelle, als Posaunist und Tuba-Bläser. Mit der „Groß-Gold“-Auszeichnung wurde ihm dafür gedankt. Während seiner Militärzeit 1953/54 in Sterzing und Bruneck marschierte Luis in der Militär-Kapelle bei so mancher „sfilata“ mit. „Olm wenn hoache Göggl kemman sein“, scherzt er. Ein delikater Militäreinsatz rief ihn nach Udine. Damals tobte der Streit um Istrien. Es schien

so brenzlig, dass er und seine Kameraden überlegten, nach Österreich zu fliehen, sollte es zum Kampf kommen. Es blieb zum Glück ruhig. „Wenn miar dessertiert warn, hattn miar vielleicht bis heint nimmr hoam terft“, sagt er. Luis beendete den Dienst regulär und fand kurz darauf eine Anstellung bei einer Schlanderser Maurerfirma. Beim „Matscher“ arbeitete zu dieser Zeit die junge Verkäuferin Antonia Stricker aus Martell. Luis ging oft einkaufen, um sie zu treffen. 1963 führte er sie zum Traualtar. Die kurze Hochzeitsreise führte das Paar mit der Vespa in die Schweiz. Drei Kinder krönten das Eheglück. Von wechselnden Mietwohnungen schaffte es die Familie in eine Eigentumswohnung. 25 Jahre arbeitete Luis als Arbeitnehmer. Das lobende Arbeitszeugnis, das er in seiner Brieftasche mit sich trägt, hat er in Ehren. 1970 gründete Luis mit zwei Brüdern die eigene Baufirma. Viele Bauten im Vinschgau tragen die Handschrift der „Firma Pircher“. Luis hatte eine Vorliebe für Altbausanierungen. Auch nach seiner Pensionierung half er in der Baufirma mit, bis zu seinem 70. Geburtstag. Da sagte er: „Sou, iaz loss i Feirobat. Iaz leig i miar bessre Hosn oun unt gea in Dorf.“ Bis heute behält er das so bei. Er pflegt nur noch seine Reben im „Raut“, damit er den Freunden einen guten Tropfen Eigenbau einschenken kann. „Lei weart dr Wein olm zeitig fertig“, lacht er.


18 /Gesellschaft/

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Gemeinwohl

D

as Internationale Kolpingwerk hat im Jahre 2013 beschlossen ein Fünfjahresprogramm zu entwickeln. In den Jahren von 2013 bis 2017 wollen sich die Kolpinger auf der weiten Welt - im Rahmen des internationalen Verbandes - intensiv mit der katholischen Soziallehre, als eines der Fundamente des Kolpingwerkes, auseinandersetzen. In jedem Jahr soll ein Grundprinzip der katholischen Soziallehre im Mittelpunkt stehen: Was kann zur Umsetzung des Grundprinzips erreicht werden? Was ist bereits erreicht worden? Begonnen hat es 2013 mit Würde der Person, 2014 Solidarität, 2015 Subsidiarität und in diesem Jahr 2016 Gemeinwohl. Gemeinwohl ist das allgemeine Wohl. Es umfasst die Ganzheit der Bedingungen des gesellschaftlichen Lebens, die sowohl in Gruppen, beispielsweise Kolpingsfamilien, als auch den einzelnen Mitgliedern eine geistige und menschliche Entwicklung ermöglichen. Dabei ist das Gemeinwohl mehr als die Summe der Einzelinteressen. Bei der Bestimmung des Gemeinwohls müssen unabhängig von der gesellschaftlichen Ebene die Werte der Menschenwürde, der Freiheit, der Gerechtigkeit, des Friedens und der Rechtssicherheit des Einzelnen betrachtet werden. Als Mitglieder der Gesellschaft sind die Kolpinger als Personen vor Ort verpflichtet einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten. Nun stellt sich die Frage: Was tun wir als Kolpinger, dafür? Grundsätzlich stellen wir mit Freude fest, dass es uns durch unsere Partnerschaftsarbeit, als Kolpinggemeinschaft gelungen ist, die internationale Solidarität zu stärken und damit das Internationale Gemeinwohl zu fördern. Mehr darüber ein anderes Mal!

Gebärdensprache-Kurse in Schlanders Die Urania Meran macht einen Kurs in Gebärdensprache mit dem Gebärdensprach-Trainer Andreas Winkler. Angeboten wird ein Schnuppertreffen am Montag, 15. Februar in Schlanders, KVW Raum Hauptstraße Nr. 131, 18:30 bis 20:30 Uhr (Kosten: 5 Euro). Modul 1 für Anfänger besteht aus 10 Treffen immer montags von 18:30 bis 20:30, gestartet wird am Montag 7. März (Kosten für Modul 1: 80 Euro) Anmeldung und nähere Informationen: Urania Meran Tel 0473-230219

Abschiedsfeier Wien-Vinschgau-Südtirol - Mitte Jänner gab es an der BOKU Wien eine Abschiedsfeier und Abschiedsvorlesung von Florin Florineth. Gekommen sind nicht nur Arbeitskollegen aus Wien und Vertreter seiner neuen Heimatgemeinde Mödling, sondern auch viele Freunde und Weggefährten aus Südtirol.

Foto: Heinrich Zoderer

Kolping im Vinschgau

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In recht persönlichen Ansprachen lobten viele die Arbeiten von Florin Florineth, aber auch seine humorvolle und mitreißende Art: v.l. LR Arnold Schuler, Hanspeter Staffler, BM Dieter Pinggera, Rektor Martin Gerzabek, Rudolf Pollinger, Prof. Konrad Bergmeister, BM Hans Stefan Hintner, Prof. Karl Stampfer, Prof. Florin Florineth und Susi Florineth

von Heinrich Zoderer

A

m 17. November 2016, dem Tag des heiligen Florinus, wird Florin Florineth 70 Jahre alt. Er kann dann auf eine lange und vielfältige berufliche Tätigkeit und ein breites umweltpolitisches Engagement zurückblicken. Nach dem Studium der Botanik in Innsbruck war er zwei Jahrzehnte beim Sonderbetrieb für Wildbachverbauung beschäftigt und hat dort Pionierarbeit bei der Ufer- und Hangsicherung und bei der Begrünung von Erosionszonen geleistet. Mit diesen Arbeiten wurde er weit über die Landesgrenzen bekannt und es hat auch dazu geführt, dass er 1994 als Quereinsteiger zum Universitätsprofessor und Institutsvorstand des neu gegründeten Instituts für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau an der Universität für Bodenkultur in Wien wurde. Nach 21 Jahren Lehr- und Forschungstätigkeit und der

Durchführung vieler Projekte auf mehreren Kontinenten, hat der seit Oktober letzten Jahres emeritierte Universitätsprofessor zu einer Abschiedsfeier geladen. In sehr persönlichen Ansprachen haben nicht nur der Rektor der BOKU Wien, Martin Gerzabek, sondern auch der Präsident der Universität Bozen und Professor an der BOKU Wien, Konrad Bergmeister, Landesrat Arnold Schuler, Hanspeter Staffler, der Generaldirektor der Südtiroler Landesverwaltung, Rudolf Pollinger, der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Südtirol, sowie der Bürgermeister von Mödling, Hans Stefan Hintner und der Bürgermeister von Schlanders, Dieter Pinggera auf die vielfältigen Leistungen, die große Begeisterungsfähigkeit und die spontane und humorvolle Art von Florin Florineth hingewiesen. Erinnert wurde auch daran, dass er als langjähriger Vorsitzender der Umwelt-

schutzgruppe Vinschgau und als erster Präsident des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz einer der Vordenker der Umweltbewegung in Südtirol ist. Bei seiner Antrittsvorlesung sprach er zum Thema „Pflanzen statt Beton“. Dieses Motto wurde auch zu seinem Kernthema und sein Fachbuch trägt ebenfalls diesen Titel. In seiner Abschiedsvorlesung zum Thema „Mehr Grün für unsere Umgebung – Luxus oder Notwendigkeit?“, rief er dazu auf, nicht nur Bäume zu pflanzen, Wälder aufzuforsten und mehr Grünflächen auszuweisen, sondern auch die Dachbegrünung und Fassadenbegrünung voranzutreiben und weniger Flächen zu versiegeln. Dass Florin Florineth sich nicht zur Ruhe setzen, sondern noch einige Jahre Projekte durchführen und Studenten betreuen wird, das ist allen klar, die den quirligen Professor und Menschen näher kennen.


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Staben/Vinschgau/Südtirol

Eisenbahn – Verkehrsmittel der Zukunft

LH Arno Kompatscher und Walter Weiss, der Präsident der Freunde der Eisenbahn, setzen auf die Eisenbahn. Es gibt große Pläne für viele Projekte des Jahres von einer eigenen Jury gekürt. Dieses Jahr ist es der Bahnhof von WaidbruckLajen. Bei der Vollversammlung wurde das neue Buch „Zug um

St. Valentin

6er Fosnocht in St. Valentin

D

ieses Jahr findet wiederum die 6er Fosnocht am 07.02.2016 Faschingssonntag um 14:06 statt. Der Startpunkt des Faschingsumzuges wird beim Parkplatz unterhalb von „zum See“ sein und Ausklang wird beim Waldfestareal stattfinden. Der Umzug findet traditionell mit den 6er Jahrgängen und zahlreichen Vereinen wie

Musikkapelle, FF Haid, Skiclub, AVS Oberland, Jagdrevier Graun, Weisses Kreuz Oberland und vielen anderen mehr, die derzeit noch nicht verraten werden sollen, statt. Dieses Jahr nehmen auch mehrere fraktionsübergreifende Vereine beim Spektakel teil. Ganz besonders freut den 6er dass die 26er und die 36er aktiv am Umzug teilnehmen, einige Jahrgänge sind schon seit

Zug“ über die Vereinsgeschichte, die neue Vinschgerbahn und die Bahnwelt in Südtirol präsentiert. Die Kontakte mit der Schweiz werden gepflegt. Das Hauptreferat hielt der Landeshauptmann zum Thema „Die Zukunft der Eisenbahn in Südtirol“. Durch die neue Vinschgerbahn ist eine Wende im Mobilitätsverhalten der Bürger und bei der Südtiroler Verkehrspolitik eingetreten. Die Anzahl der Bahnfahrten nimmt jährlich zu, 2014 gab es eine Steigerung von 10%. Während früher vor allem auf das Auto gesetzt wurde, sieht die Landesregierung heute die Eisenbahn als Verkehrsmittel der Zukunft, so der Landeshauptmann. Und er zählte auch gleich eine Reihe von Projekten auf, die den öffentlichen Verkehr im Lande

Ende Oktober beim Ausknobeln der Themen. Hervorzuheben sind hier der Lehrer in Ruhestand Leo Noggler als einer der Erfinder des 6er Fasnacht und die Gute Seele der Fasnacht in St. Valentin Maria Plangger. Beide werden mit ihren knapp 90 Jahren beim Narrenumzug aktiv teilnehmen. Die 6er Fosnocht ist ein besonderes Carnevalsereignis bei dem die Jahrgänge mit einer 6er Endung des Dorfes im Rahmen eines großen Faschingsumzuges seit über 50 Jahren alles auf den Kopf stellen. Der Faschingsumzug hatte

und die Anbindungen an die umliegenden Regionen verbessern sollte. Neben der Elektrifizierung der Vinschgerbahn, dem Bau des Virgeltunnels und die Verlegung des Bahnhofs Bozen, erwähnte der Landeshauptmann auch den Brennerbasistunnel mit den Zulaufstrecken und die Riggertalschleife. Sehr klar sprach sich der Landeshauptmann auch für eine Bahnverbindung von Mals nach Scoul in die Schweiz und vom Pustertal nach Cortina im Veneto aus. Auch die Bahnlinie Bozen-Meran soll ausgebaut werden, damit ein durchgehender Halbstundentakt von Mals nach Bozen möglich wird. Bei der Vollversammlung wurden auch der 9-köpfige Vorstand, die beiden Rechnungsprüfer und das Schiedsgericht gewählt. (hzg)

Foto: „Wind“-Archiv

ir setzen auf die Eisenbahn, denn sie ist das Verkehrsmittel der Zukunft. Dies meinte LH Arno Kompatscher bei der sehr gut besuchten Vollversammlung der Freunde der Eisenbahn in Staben. Seit 15 Jahren ist Walter Weiss, der unermüdliche Präsident der Freunde der Eisenbahn, zusammen mit seinem Vorstand darum bemüht, die Begeisterung für die Bahn zu wecken und für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu arbeiten. Bahnfahrten und Gesprächsrunden werden organisiert, beim Jugend- und Erlebnisbahnhof in Naturns wird die Begeisterung für die Bahn geweckt, bei Tagungen und Vorträgen im Innund Ausland wird über die Bahnkonzepte berichtet. Seit vier Jahren wird der Bahnhof

Foto: Heinrich Zoderer

W

damals wie auch in den Jahrzehnten zuvor zahlreiche Schaulustige und Faschingsnarren nach St. Valentin gelockt. Selten hat man die Möglichkeit ein dermaßen buntes Treiben zwischen „Alt“ und Jung zu beobachten.


Bildungsausschuss Tarsch

Spielenachmittag Spielebegeisterte haben dort die Möglichkeit, von hunderten Spielen zu wählen und mit Freunden oder Familie zu spielen. Unsere freiwilligen Spielefeuerwehrmänner und -frauen helfen beim Lernen der Regeln und erklären die Spiele.

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

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Schluderns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Glurns

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Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars

Nähkurs für

Anfängerinnen

mit Sibylle Gurschler Infotreffen: Freitag, 5. Februar um 19.00 Uhr in der Bibliothek Tschars Start:

Dienstag, 16. Februar 2016 von 14.00 – 17.00 Uhr Ort: J.-Maschler-Haus Tschars Kursbeitrag: 90 € (ohne Materialkosten) weitere Termine: 23.

Datum: Dienstag, 16. Februar 2016 Ort: Grundschule Tarsch Dauer: 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr Leitung: Spieleverein Dinx Veranstalter: Bildungsausschuss Tarsch in Zusammenarbeit mit der Grundschule und Bibliothek Tarsch

Februar, 1. März, 8. März, 15. März

Anmeldung bis Freitag, 5. Februar 2016 bei Annemarie Platzgummer 335 5682247 Emilia Tappeiner 335 1685125 Begrenzte Teilnehmerzahl

Bildungsausschuss Stilfs

Pfluagziachn in Stilfs

I

n Stilfs steigt am 06. Februar 2016 wieder einer der originellsten Fasnachtsumzüge: das „Pfluagziachn“, bei dem ein Pflug durch das Dorf gezogen wird, wobei die Fasnachtler in ungewöhnlichen Maskierungen ein vielschichtiges „Streitspiel“ zwischen gegensätzlichen Gruppen aus dem Stegreif vortragen. Der Brauch kam lange Jahre außer Übung, bis 1982, also vor 25 Jahren, kulturbegeisterte „Stil- Der Pflug beim „pflügen“ durchs Dorf – Die Drescher bei der Arbeit am Kirchplatz; Fotos: Gianni Bodini zer“ wie Roland Angerer, Roman häufler benutzt wurde. Das Umherziehen der ler, Schuster, Scherenschleifer, Uhrmacher, Moser, Peter Grutsch und andere das PfluagArl und das spielerische, lärmende Austragen Haarschneider, Wilderer, Zussln, Doktoren ziachn erneut aufleben ließen. Der Bildungsunterschiedlicher Konflikte zwischen Alt und und andere. Das aufdringliche G’sindl und ausschuss unterstütze damals wie heute Jung, Mann und Frau, Sesshaften und Nichtdie Drescher tragen unentwegt Konflikte aus. dieses Vorhaben und der Theaterverein sesshaften, Bauern und Knechten und FasHöhepunkt, nach spektakulären ZwischenS’Lorgagassl ist ebenfalls dabei. Zur Tradition nachtlern und Publikum bilden die Inhalte stationen, bei denen u.a. die Doktoren den ist auch die Plakatgestaltung geworden, für des Pfluagziachns. Aktiv daran teilnehmen Schimmel „operieren“, ist vor der Kirche das welche heuer Kurt Hofer zeichnet. Das „Stildürfen aber, wie es die Tradition vorschreibt, sogenannte „Knödelessen“ bzw. „Knödelzer Pfluagziachn“ findet alle zwei Jahre statt nur die Männer. Auch die Frauenrollen werstehlen“ um 15.00 Uhr. Nachher gibt es noch und beginnt um 12.00 Uhr mit dem Angelusden von Männern besetzt. Die Gegenwelt zu Musik und Tanz in den Gasthäusern von Stilbeten beim Gomperle. Der zentrale Gegenden Bauersleuten und ihrem Gesinde bilden fs um eine fruchtbare und segensbringende stand des Umzuges ist der Arlpflug, eine Arl, die Figuren des „G’sindls“: die VogelhändFrühjahrs- und Sommerzeit. (lu) wie sie noch im 20. Jahrhundert als Erdäpfel-


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Bildungsausschuss Goldrain

27. Goldrainer Dorftage Vitale Schnellgerichte für Berufstätige und andere Eilige

Gesunde Ernährung muss nicht zeitraubend und aufwändig sein! Es kommt in erster Linie auf geschickte Vorratshaltung, die richtige Zusammenstellung hochwertiger Nahrungsmittel und deren schonende Zubereitung an. Dieser Kurs ist besonders für Interessierte geeignet, die trotz Zeitmangel nicht auf gesunde, genussreiche und vollwertige Ernährung verzichten möchten. Datum: Dienstag, 16.02.2016 Beginn: 19.00 Uhr Ort: Turmsaal Schloss Goldrain Referentin: Dr. Dora Hölzl Waldthaler (Biologin, Kräuterfachfrau, Bioköchin) Organisation: SBO Ortsgruppe Goldrain Kostenbeitrag: 12,00 € Anmeldung innerhalb 06.02. 2016 bei Gabi Tscholl Tel 320 9487626

Das Lebensende

Wunsch und Wirklichkeit Habe ich ein Recht darüber zu entscheiden?

Di. 16.02.2016 bis Fr. 26.02.2016

Was soll mit mir passieren, wenn ich meinen Willen nicht mehr ausdrücken kann? Datum: Mittwoch, 17.02.2016 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graf Hendl Saal auf Schloss Goldrain Referenten: Dr. Anton Pizzecco, Dr. Paul Rechenmacher Organisation: Bildungsausschuss Goldrain

Diabetes TYP 2

Prävention und Therapie Diabetes Typ 2, der umgangssprachliche „Alterszucker“, geht jeden an. Immer öfter erkranken auch junge Menschen und sogar Kinder daran. Was können Sie selbst durch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung zur Vorbeugung und Therapie dieser Volkskrankheit beitragen? Es ist nie zu spät und selten zu früh seinen Lebensstil zu überdenken. Datum: Donnerstag, 18.02.2016 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graf Hendl Saal auf Schloss Goldrain

Christine Pföstl, Ernährungstherapeutin Organisation: Bildungsausschuss Goldrain Referentin:

Anna Zuegg mit ihrer Band Crossroad Live in Concert

Akustische Versionen bekannter Pop-und Rocksongs sind das Spezialgebiet der Crossroad Acoustic Band, einer jungen, dreiköpfigen Formation aus Lana bzw. dem Passeiertal. Mit Stimme, Gitarre und Cajon oder Klavier ausgerüstet, tourt die Band nun schon seit mehreren Jahren gemeinsam durch das Land. Die gemeinsame Freude an der Musik steht für Anna, Simon und Justin dabei stets im Mittelpunkt und überträgt sich auch auf das Publikum. Zur Bekanntheit der Gruppe hat im Vorjahr besonders Sängerin Anna Zuegg beigetragen, welche sehr erfolgreich an der Castingshow „The Voice of Germany“ teilgenommen hat. Datum: Freitag, 19.02.2016 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graf Hendl Saal auf Schloss Goldrain Organisation: Bildungsausschuss Goldrain

Bildungsausschuss Schluderns

Bildungsausschuss Schlanders

Aquarell-Malkurs

Buchvorstellung

mit Alessio Nalesini

„Spuren des Lebens“

Fr., 19.02; Sa., 20.02; Fr. 26.02; Sa. 27.02.2016 jeweils von 14.00 bis 18.00 Uhr im Jugendzentrum Schlanders Kosten für alle Treffen: 120,00 Euro Information: Begrenzte Teilnehmerzahl Anmeldung: Innerhalb 18.02.2016 unter Tel. 333 320 3093 oder ba.schlanders@ rolmail.net

Helene Dietl-Laganda und Irmgard Tschöll Das Buch soll beitragen, dass Menschen sich Zeit für sich nehmen, ihre Gedanken fließen lassen und im Betrachten und Lesen positive Momente erleben und erkennen.

Am Donnerstag, 11. Februar 2016 um 19.00 Uhr in der Bibliothek Schluderns Bibliothek und Bildungsausschuss Schluderns

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


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„War gerne Kulturhauspräsident“ Martin Trafoier war fünf Jahre lang Präsident des Kulturhauses Schlanders. Vor kurzem war Hofübergabe. Die ehemalige Kulturreferentin Monika Holzner Wunderer übernimmt die Leitung. Der Vinschgerwind hat mit Trafoier die vergangenen Jahre Revue passieren lassen und in die Zukunft geblickt. Interview: Magdalena Dietl Sapelza | Foto: Angelika Ploner

Vinschgerwind: Herr Trafoier, vorab eine persönliche Frage: Das Kulturhaus Schlanders ist für Sie….. Martin Trafoier: Ein Teil meines Lebens gewesen und geworden. Vinschgerwind: Die Rolle des Präsidenten war Ihnen auf den Leib geschneidert. Ihre Nachfolge tritt die ehemalige Kulturreferentin Monika Wunderer an. Wunschkandidatin? Ich bin wirklich sehr froh, dass Monika Holzner Wunderer dieses Amt übernommen hat. Ich muss sagen, mir haben die fünf Jahre sehr viel Spaß gemacht, und ich habe das auch gerne getan. Aber die Arbeit in Schule und Kulturhaus ist gerade jetzt, wo in der Schule die Fünftagewoche eingeführt worden ist, eine Aufgabe, die sich nicht mehr so leicht kombinieren lässt. Weil ich mich wieder für fünf Jahre hätte verpflichten müssen, habe ich den Wunsch vieler, dass ich weitermachen sollte, ausgeschlagen. Und ich bin sehr froh, dass Frau Monika Holzner Wunderer das macht, weil sie zum einem in den vergangenen fünf Jahren fast an jeder Verwaltungsratssitzung als Vertreterin der Gemeinde teilgenommen hat und somit das Kulturhaus sehr gut kennt. Zum anderen kennt sie auch die Abläufe in der Gemeinde sehr gut. Denn die Gemeinde ist ja die Trägerin des Kulturhauses und auch der größte Finanzgeber. Es ist wichtig, dass die Kommunikation zwischen Gemeinde und Kulturhaus stimmt. Vinschgerwind: Lassen wir die vergangenen fünf Jahre im Kulturhaus Revue passieren. Wer oder was hat bleibende Ein-

drücke bei Ihnen hinterlassen? Also, da gibt es ganz viele Dinge, die ich aufzählen könnte. Beginnen wir mit dem letzten Neujahrskonzert der Camerata Salzburg. Ein ganz tolles Erlebnis war das Theaterstück „Unerhört“ für Gehörlose und Hörende. Wenn ich daran denke, dass wir Artisten aus Australien hier hatten oder Hip Hop Musiker aus Chicago, dass irische Tänzer zu Gast waren oder das Burgtheater Wien, das Thalia Theater Hamburg, so erfüllt mich das mit Freude. Vinschgerwind: Muss ein Präsident manchmal selbst oft Theater spielen? (lacht) Wir spielen ja alle in unserem Leben bestimmte Rollen. Ich spiele ja auch bei der Theaterbühne Kortsch Theater, und

ich kann sagen, Theater liegt mir irgendwie. Auch meine Rolle als Kulturhauspräsident habe ich sehr, sehr gerne und, ich hoffe, auch überzeugend gespielt. Vinschgerwind: Gab es Momente, in denen Sie sich dachte: Ich bin im falschen Film. Wenn ja, welche? Ja, solche Momente hat es auch gegeben. Und zwar hat das mit der Bürokratie zu tun, zum Beispiel mit dem Vergabeportal. Es müssen ja alle öffentlichen Aufträge über das Vergabeportal verteilt werden. Es ist vorgekommen, dass die Filmverleiher verpflichtet werden sollten, jeden Film in dieses Vergabeportal einzugeben. Nun muss man aber wissen, dass es für ganz Italien für einen bestimmten Kinofilm nur einen Verleiher gibt. Den

James Bond oder Star Wars hat nur eine Verleihfirma im Programm. Diese Firmen haben aber gesagt: das tun sie nicht, denn wenn sie jeden Film für jede Aufführung in ganz Italien hätten eingeben müssen, wären sie eine Woche lang nur damit beschäftigt, den Film in irgendein Portal einzuspeisen. Wir konnten dann eine Lösung finden, so dass Kinofilme wie Theater und Konzerte nicht über das Portal vergeben werden müssen. Da habe ich mir schon gedacht: Ich bin im falschen Film, weil es eine Zeit lang so ausgesehen hat, als ob man Kinofilme nicht mehr nach Schlanders hätte holen können. Die Bürokratie steht manchmal dem Hausverstand im Weg und dann kommt es vor, dass man über Bagatellen streiten muss.


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Zum Beispiel hat mir der Vizesekretär der Gemeinde Schlanders einmal gesagt, als ich wieder einmal mit einem Anliegen in sein Büro gekommen bin, ich sei „sein Sargnagel“. Zum Abschied habe ich ihm dann zum Spaß drei große Nägel überreicht.

350 - 400 Veranstaltungen

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haltes und verwalten für das Kulturhaus einen jährlichen Betrag von ca. 400.000 bis 450.000 Euro. Vi n s c h g e r w i n d : Was machen Sie jetzt mit Ihrer Zeit? Das ist eine schöne Frage (lacht), die ich wirklich als Kompliment empfinde. Impliziert wird, dass ich mein ganzes Leben lang nur Kulturhauspräsident gewesen bin. Ich habe das fünf jahre gemacht, habe aber zuvor auch schon ein ausgefülltes Leben gehabt. Ich bin wirklich sehr sehr gerne Lehrer. Ich habe in der Schule einiges zu tun, und ich habe jetzt noch mehr Zeit für meine Freunde und Bekannten (lacht) Ich weiß aber nicht, ob diese das am Ende als Drohung verstehen. Vinschgerwind: Die angelaufene Saison verspricht wieder einige Kultur-Highlights? Ja, es kommen mit dem Südtiroler Kulturinstitut wieder vier großartige Theateraufführungen

.000 40.000 -ch50 er Besu

1.595

Leute sahen „Honig im Kopf“

Vinschgerwind: Ihre beeindruckendste Begegnung? Ich habe in diesen fünf Jahren viele große beeindruckende Künstlerinnen und Künstler kennengelernt, zum Beispiel letzthin Frau Christine Kaufmann oder den Trentiner Tänzer Riccardo Meneghini, Philipp Hochmair, der bei den Vorstadtweibern mitspielt und der mit dem Thalia Theater in Schlanders war, oder auch Musiker und Dirigenten wie zum Beispiel von der Kammerphilharmonie St. Petersburg. Es waren, wie gesagt, viele beeindruckende Begegnungen mit vielen besonderen Menschen. Mit einigen bin ich immer noch in Kontakt.

Vinschgerwind: Musik, Theater, Kino, auf welche Veranstaltung, die Sie nach Schlanders geholt haben, sind Sie besonders stolz? Beim Film ist es dem Verwaltungsrat durch die Zusammenarbeit mit dem Kino in Kaltern gelungen, aktuelle Filme schnell nach Schlanders zu holen: z.B. der neue James Bond oder Star Wars sind beide einen Monat nach Erscheinen in Deutschland auch schon in Schlanders gezeigt worden. Was das Theater anbelangt, so freut es mich, dass es gelungen ist, Felix Krull mit dem Münchner Volkstheater, oder Musicals wie Sunset Boulevard oder die Oper Rigoletto bzw. das Sorbische National Ensemble in den Vinschgau zu holen. Vinschgerwind: Wie lauten die Kriterien, nach denen die Veranstaltungen nach Schlanders geholt werden? Das Kulturhaus Karl Schönherr ist ein für alle offenes Haus. Uns als Kulturhausverwaltung ist es wichtig, dass wir ein Programm

bieten, das alle Bevölkerungsschichten anspricht. Es sollen natürlich auch qualitativ hochstehende Angebote dabei sein. Das Haus hat auch dank der Vorgängerverwaltung viele gute Kontakte zu Konzert- und Theateragenturen. Außerdem pflegen wir gute Kontakte zum Südtiroler Kulturinstitut, den Vereinigten Bühnen Bozen usw. In den vergangenen fünf Jahren habe ich mir auch einige Male im Ausland Aufführungen angeschaut, um einen Eindruck zu bekommen, was geboten wird. Und es gibt, wie gesagt, viele bewährte Kontakte. Es kommt fast jeden Tag ein Angebot für Konzert- und Theater, das wir dann prüfen. Vinschgerwind: Zahlen zum Kulturhaus Schlanders. Das Kulturhaus ist wirklich eine Erfolgsgeschichte. Es finden im Jahr so an die 350 bis 400 Veranstaltungen statt. Dazu zählen Theateraufführungen, Kinofilme, Konzerte, Bälle, Vorträge, Ausstellungen und vieles mehr. Das Haus ist sehr gut ausgelastet. Es kommen im Jahr 40.000 bis 50.000 Besucher ins Kulturhaus. Sehr gut läuft im Moment das Kino. Zum Beispiel „Honig im Kopf“ haben 1.595 Leute gesehen. Vinschgerwind: Rote oder schwarze Zahlen? Das Kulturhaus schreibt nur schwarze Zahlen. Das hat damit zu tun, dass wir sowohl von der Gemeinde, vom Land, von der Raiffeisenkasse Schlanders, der SEL, der Stiftung Südtiroler Sparkasse und von vielen Betrieben und Privatpersonen des Vinschgaus unterstützt werden. Vinschgerwind: Können Sie uns den Jahresumsatz nennen? Wir sind Teil des Gemeindehaus-

/Gesellschaft/ 23

NEUE FÜHRUNG NUOVA GESTIONE

nach Schlanders. Wir werden im Herbst brasilianische Artisten zu Gast haben und im März die Theater-Aufführung „Am Horizont“, in dem es um Alzheimer geht. Wir planen eine Ausstellung mit Markus Daniel, Konzerte, Kino auf dem Kulturhausplatz. Im Dezember gibt ist ein WeihnachtsMusical, „Mahalia“, mit GospelSongs und vielleicht gelingt es uns sogar, das Musical „Evita“ in Schlanders zeigen zu können. Vinschgerwind: Die Zusammenarbeit mit Frau Monika Holzner Wunderer wird weitergehen? Ja, die geht weiter. Ich habe den Wechsel vor kurzem als Hofübergabe beschrieben, wo der Altbauer nicht total verschwindet, sondern im Hintergrund mithilft, wenn er gebraucht wird. Was das Programm betrifft, haben wir im Verwaltungsrat entschieden, dass wir das noch einige Zeit gemeinsam machen. Es ist mir ganz wichtig zu betonen, dass die Zusammenarbeit im Verwaltungsrat immer bestens funktioniert hat. Wir haben zügig, unkompliziert, störungsund reibungsfrei gearbeitet.


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Jugendtreff „fResch“ Reschen Ö Sa. 06.02.16 ab 19.00 Uhr Fasching mit Gaudi-Spielen Ö Fr. 12.12.16 Treff geschlossen! Jugendtreff „JuZe“ Hoad Ö Fr. 05.02.16 ab 18.00 Uhr Faschingsparty – nur für Madlan Ö Sa. 06.02.16 ab 19.00 Uhr Buabm-Faschingsparty Jugendzentrum JuMa Mals Ö von Mo. 08.02.16 bis Di 09.02.16 Hüttengaudi am Watles! Ö Mi. 10.02.16 um 10.00 Uhr Aktionstag Jugendtreff Chillhouse Stilfs Ö Sa. 06.02.16 Geschlossen Ö Fr. 12.02.16 ab 17.00 Uhr Wir „Weißeln“ unser Chillhouse Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Mi.10.02.16 ab 19.00 Uhr Spielenacht Ö Fr. 12.02.16 Treff geschlossen Citytreff Glurns Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Do. 11.02.16 ab 09.00 Uhr Skiausflug ins Schnalstal Jugendtreff La:Ma Laas Ö Sa. 13.02.16 Start: 18.00 Uhr Darts Turnier Ö Fr. 19.02.16 Eishockey Latsch Anmeldung erforderlich JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 05.02.16 ab 20.00 Uhr Faschingsdiscoparty Gratisgetränk für alle die verkleidet kommen Ö Sa. 06.02.16 Wir treffen uns um 14.30 Uhr im Dorf für den Schlonderser Faschingsumzug. Treff geschlossen. Jugendtreff Time Out Schnals Ö Sa. 06.02.16 ab 16.00 Uhr Faschingsparty Ö Sa. 13.02.16 ab 16.00 Uhr Paint my JuZe

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Kochen mit Kathi & Ugo @ JuZe Freiraum

Ob selbstgemachte Nudeln oder feinstes Tiramisu, vor nichts schrecken die jungen Köche und Köchinnen zurück. Schon seit einigen Monaten wird „bewusste Ernährung“ im Jugendzentrum Schlanders hoch geschrieben, sei es bei den täglichen Angeboten von Snacks und Getränken sowie auch bei den regelmäßigen Kochsessions mit den Jugendarbeiter Kathi und Ugo. Es wird auf frische, abwechslungsreiche und regionale Produkte gesetzt. Dabei darf das wichtigste natürlich nicht fehlen und zwar die Freude und der Spaß am Kochen, die Jugendlichen können selbst kreativ werden und ausprobiere was das Zeug hält. Zudem können auch kulinarische Köstlichkeiten probiert werden, ob traditionelle Tiroler Küche, italienische Gerichte oder marokkanische Leckerbissen, alles wird gekocht und probiert – ganz nach dem Motto „learning bei doing“.

Seit Juni letzten Jahres führt das Jugendcafé Latsch eine Spendenaktion für Flüchtlinge durch. Es wurden Hilfsmittel wie Kleidung, Medikamente und Lebensmittel für Flüchtlinge gesammelt. Am Dienstag den 26. Januar konnten wir unsere Flüchtlingskleidersammlungsaktion beenden. Am Morgen fuhren wir mit zwei Kleinbussen vollgepackt mit Kleidung nach Trient ins „Centro Sociale Bruno“. Dort wird Kleidung für Flüchtlinge aus verschiedenen Orten in Italien gesammelt und nach Mazedonien transportiert um Flüchtlingen vor Ort zu helfen. Wir bedanken uns an allen die an unserer Kleidersammelaktion teilgenommen haben.

Die Stilzer und Co. in Imst Samstag 08.00 Uhr und wir sind alle startbereit. Nach langer Fahrt erreichten wir endlich unser Ziel, Imst. Zuerst hatten wir viel Zeit um unsere Einkaufstüten zu füllen. Zwischen Spieleshops und Beautygeschäfte, für jeden war etwas dabei. Auch zum Essen hatten wir eine große Auswahl, Chinesisch, McDonald’s, Döner…. Alles was der „Bauch“ begehrt. Am Nachmittag ließen wir anschließend unseren Tag mit einem Kinobesuch ausklingen, bei welchem wir uns köstlich amüsierten. Müde aber glücklich traten wir unsere Heimfahrt an und waren alle froh, nach diesem langen Tag, endlich wieder zu Hause zu sein.


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Schlanders

Mittelschüler auf den Spuren der Frontsoldaten n den vergangenen Monaten beschäftigten sich die SchülerInnen der 3. Klasse Montessori der Mittelschule Schlanders im Geschichteunterricht auf unterschiedliche Weise mit dem Thema „1. Weltkrieg“. Einen Schwerpunkt stellte dabei der Gebirgskrieg dar. Bereits im Oktober waren wir auf „Spurensuche“ an der ehemaligen Ortlerfront unterwegs. Begleitet von Manfred Haringer, einem Experten der Ortlerfront, und unseren Lehrpersonen, erkundeten wir die Großbodenstellung am Fuße des Schafseck. Hier steht noch heute eine zerstörte Unterkunft der Artilleristen. Diese wurde 1916 von einer Staublawine verschüttet. Dabei starben 13 Soldaten. Haringer erklärte uns, dass u. a. die extreme Kälte für die Soldaten ein sehr großes Problem darstellte. Erfrierungen waren keine Seltenheit. So kontrollierten sich die Soldaten an den Wachposten gegenseitig, damit Verfärbungen an Ohren und Nase frühzeitig erkannt wurden. Insgesamt verloren 2/3 der Soldaten ihr Leben durch Naturkatastrophen und Unfälle.

Foto: „Wind“-Archiv

I

Auf den Spuren der Frontsoldaten im Ersten Weltkrieg Auf unsrer Wanderung erreichten wir einen wichtigen ehemaligen österreichungarischen Kontrollposten, von welchem aus durch Acetylenscheinwerfer auch nachts der gesamte Frontbereich im Trafoier Talschluss beleuchtet werden konnte. Zum Abschluss unserer Erkundungstour besuchten wir den Kriegerfriedhof inSpondinig. Auch über diesen erfuhren wir interessante Details: Hier wurden z. B. auch tote italienische Kriegsgegner begraben.

Überrascht waren wir von der Tatsache, dass das nahe gelegene Hotel Post während des 1. Weltkrieges als Lazarett diente, in dem verwundete und kranke Soldaten der Ortlerfront ärztlich versorgt wurden. Um das Thema noch weiter zu vertiefen, hielt Herr Haringer für alle dritten Klassen unserer Schule einen aufschlussreichen Vortrag in unsrer Aula. Da er sich schon seit über 30 Jahren mit dem Thema „Ortlerfront“ auseinander setzt, bereicherte er seine Ausführungen auch zusätzlich mit außergewöhnlichen Episoden aus dem entbehrungsreichen Alltag des Soldatenlebens. Besonders interessant fanden wir die kleine Ausstellung, die Herr Haringer für uns zusammen gestellt hatte und welche gesammelte Gegenstände von der Ortlerfront zeigte. Darunter befanden sich Tagebücher, Tabakspeifen, Steigeisen, Helme, faltbare Laternen und vieles mehr. Wir danken Herrn Haringer, dass er uns auf dieser Spurensuche begleitet hat und so einen Einblick in das Leben der Soldaten und das Geschehen an der Front vermittelt hat.

Latsch/Schlanders

Vinschgau

Projekt bringt Erfahrungen

Weihnachtslicht 2015 erneut erfolgreich

Die Schüler der 3B MS Latsch in der Lebenshilfe von Schlanders; links bei der Geldübergabe v.l.: Barbara Pichler, Gerd Zuegg, Felix Oberdörfer, Leiter Georg Horrer, Max Schweitzer, Präsidentin der Lebenshilfe Vinschgau Johanna Stecher

S

teigerung der Sozialkompetenzen und Abbau zwischenmenschlicher Barrieren“ so hieß ein Projekt der 3B an der Mittelschule von Latsch. Dieses Projekt führte die Schüler in die Werkstatt des Hauses Slaranusa der Lebenshilfe in Schlanders. Die Schüler haben mit Begeisterung gemeinsam mit den Menschen mit Behinderung und deren Begleitern Werke gebastelt und diese in der Vorweihnachtszeit beim traditionellen Markt der Lebenshilfe verkauft.

Ermöglicht haben diese Begegnungen die Lehrer Barbara Pichler und Gerd Zuegg sowie der Mitarbeiter der Lebenshilfe Hansjörg Mahlknecht. Die Schüler konnten der Präsidentin Johanna Stecher 535 Euro an Reinerlös übergeben und erhielten großes Lob für ihr nachahmenswertes Projekt. Beschenkt wurden auch die Schüler: mit wunderbaren Erfahrungen und schönen Momenten. Dafür bedankten sich die Schüler herzlich.

nfang Jänner überreichte hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser der Vorsitzenden der Südtiroler KrebshilfeVinschgau symbolisch einen Scheck über 5144 Euro. Der Betrag wurde durch die Aktion Vinschger Weihnachtslicht gesammelt und bereits im Vorfeld auf das Spendenkonto eingezahlt. Der hds bedankt sich bei allen teilnehmenden Betrieben und Kunden für die rege Teilnahme. Die Aktion wurde auch 2015 von den Raiffeisenkassen des Vinschgaus und Tele Radio Vinschgau unterstützt.

v. l. Leoni Claudia, Gstrein Doris, Hofer Jessica und Weissenegger Elke Bezirksausschussmitglieder, Dietmar Spechtenhauser Bezirkspräsident, Helga Schönthaler und Rebekka Wallnöfer Südtiroler Krebshilfe

Foto: „Wind“-Archiv

Fotos: „Wind“-Archiv

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pr-info - Moriggl GmbH begeht „Auftakt 2016“

Laas/Spondinig

„Mit Gottes Segen“

Basiskurs Marmor

Foto: Ludwig Fabi

senschaft marmor+ und der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig ein modularer Basiskurs erarbeitet. Didaktisch/ Methodisch wird eine Mischung aus theoretischem und praktischem Lernen angeboten. Die vier Kursmodule werden jeweils an Samstags am 20.02; 27.02.; 05.03 und 12.03.2016 in Laas abgehalten. Dabei gibt es viele Informationen über den Laaser Marmor, das Dorf Laas aber auch über den Umgang mit Gästen. (lu)

asiskurs zur Ausübung von Führungen in den Laaser Marmor-Abbaugebieten: Um Führungen in den Laaser Marmorabbaubetrieben abzuhalten oder sich einfach nur über den Laaser Marmor und seine Geschichte zu informieren, wurde von der Genos-

v.l.: Thomas und Johann Moriggl, Martin Höchenberger, Gunnar und Anton Josef Moriggl

Anmeldungen und Informationen sind noch bis 16.02.2016 bei der GWR in Spondining www.gwr.it möglich.

Foto: Moriggl GmbH

B

Seinen mittlerweile traditionellen Einstieg in das neue Geschäftsjahr hat das Unternehmen Moriggl auf Kloster Marienberg abgehalten. Den sprichwörtlichen „Auftakt“ bildete am ersten Arbeitstag des neuen Jahres die hl. Messe in der Marienberger Klosterkirche, die von Pater Philipp Kuschmann OSB zelebriert wurde. Nach der Messe wurde die mehr als 80-köpfige Mannschaft ins Klostermuseum gebeten, wo auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und eine Vorschau auf die Herausforderungen des neuen Jahres gegeben wurde. Insbesondere dankten die Geschäftsführer Thomas und Gunnar Moriggl allen Mitarbeitern für ihren EinsatzDen gemeinsamen Jahresauftakt innerhalb der historischen Klostermauern nutzten die Inhaber auch dieses Jahr wieder als würdigen Rahmen, um langjährige Mitarbeiter zu ehren. So dankten Sie Martin Höchenberger für seine zehnjährige Mitarbeit im Team und überreichten ihm als Wertschätzung eine Ehrenurkunde unter kräftigem Applaus der kompletten Belegschaft.

Planeil

Aus unserer Grundschule in Planeil I

Foto: „Wind“-Archiv

n unserer Grundschule werden derzeit sieben Schüler und Schülerinnen nach reformpädagogischen Konzepten unterrichtet. Im Rahmen dieser finden zahlreiche Ausflüge und Projekte statt. Nachstehend blicken wir auf das erste Semester zurück. Den Herbstausflug unternahmen die Kinder mit allen Lehrpersonen nach Schleis, um zusammen einen gemütlichen Tag auf dem Spielplatz zu verbringen. Im Rahmen des Religionsunterrichts besuchten die Kinder das Kloster im Münstertal. Für die Martinsfeier bereiteten die Kinder ein Schattentheater vor, das das Leben des hl. Martin darstellte. Nach dem Laternenumzug wurde im Dorfsaal gemeinsam gefeiert. Die Grundschule Schleis lud die Schüler zum Schulkino „Der kleine Nick macht Ferien“ nach Schleis ein und servierte Getränke und Knabbereien. In Schlanders besuchten die Kinder das Theaterstück „Oh wie schön ist Panama“. Ein anderes Theaterstück in italienischer Sprache

besuchte die vierte Klasse. Für die Weihnachtsfeier studierten die Kinder ein humorvolles Theaterstück über einen sturen Weihnachtsengel ein, der partout nicht bei den Vorbereitungen mithelfen wollte. Das Stück wurde einmal im Kindergarten Mals und zum Abschluss im Dorfsaal aufgeführt. Für das leibliche Wohl brachten die Kinder die zuvor im Gasthaus „Gemse“ gebackenen Kekse mit. Die Grundschule Planeil öffnete am 12. Dezember ihre Türen für uns Eltern. Mit diesem Tag wollten die Lehrpersonen uns Eltern einen Einblick in das Unterrichtssystem

an der Schule geben und die Räumlichkeiten der Schule vorstellen. Die Lehrpersonen hatten Stationen aufgebaut, an denen wir uns in Gruppenarbeit mit unseren Kindern in Geschicklichkeit, Feinmotorik, Sprache, Kreativität und Logik üben konnten. Während des ganzjährigen Projekts „Gesunde Jause“ bereiten die Kinder einmal pro Woche in der Schule ihre Jause selber zu. Unsere Schule – klein, aber oho! Und wer weiß, vielleicht ergibt sich einmal die Möglichkeit, die Türen für alle Interessenten zu öffnen. Eltern der Schüler


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Prad am Stilfserjoch

30 Jahre KFS Zweigstelle Prad A

links: Eines der ältesten Bilder des KFS Prad (Jahr unbekannt), rechts: die Spielgruppe im Dezember 2015

Fotos: „Wind“-Archiv

m Freitag, 22. Jänner 2016 war es soweit. Nach intensiver Vorbereitung hat die Zweigstelle Prad ihren „30er“ im großen Saal des „aquaprad“ gefeiert. Eingeladen waren alle ca. 200 Mitgliedsfamilien, die führenden Funktionäre der anderen 10 Zweigstellen des Bezirks Vinschgau mit der Leiterin Priska Theiner. Anwesend waren auch der Pfarrer Johann Georg Martin, der Vizebürgermeister Werner Egger, der Referent Udo Thoma und die ehemalige Referentin Tanja Ortler. Auch Günther Platter als „Gesandter“ der Raiffeisenkasse Prad-Taufers war unter den Gästen. Besonders gefreut hat sich der Zweigstellenleiter Hans Peter Steinhauser über die Anwesenheit der Präsidentin des KFS Angelika Mitterrutzner und des Geschäftsführers Markus Seppi. Auch die erste Leiterin Annemarie Gander war anwesend. Die Moderati-

on übernahm Kofler Norbert. In der Begrüßung durch den Leiter der Zweigstelle wurde die gute Zusammenarbeit mit dem Ausschuss, der Gemeinde, der Raiffeisenkasse und dem Bildungsausschuss hervorgehoben. Vor allem für die großzügige Hilfe, in finanzieller, bürokratischer und organisatorischer Hinsicht, sei an dieser Stelle nochmals gedankt. Erfreulich ist der „Zuwachs“ für den Ausschuss durch die Aufnahme von zwei jungen Müttern. Diese betreuen mit anderen Müttern die Spielgruppe

für Kleinkinder und deren Eltern. Nach der Begrüßung rief der Pfarrer den Segen Gottes auf alle Familien und deren Angehörigen herab. Die Ehrengäste lobten in ihren Grußworten den Einsatz und wünschten weiterhin viel Freude an dieser sehr wertvollen „Arbeit“ für die Familien und darüber hinaus. Es wurde betont, dass der KFS mit seinen Aktionen für das gute Zusammenleben in der Gemeinde sehr wichtig ist. Der Moderator gab eines seiner „Gedichte“ zum Besten.

Nach den Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft ging es in den „gemütlichen“ Teil über. Wie es sich für eine zünftige Feier gehört, wurde einiges geboten. Zur Musik von den „SORRYS“ gab es gut und reichlich zu essen und zu trinken. Der Moderator ließ es sich nicht nehmen, mit der Präsidentin den Tanz zu eröffnen. Erst nach mehreren „Zugaben“ ließ man die Musiker irgendwann nach Mitternacht ihre Instrumente einpacken.

der fremden Sprache abgelegt. Die jungen Lehrpersonen begegneten uns auf Augenhöhe, sorgten für eine lockere Atmosphäre und zeigten sich interessiert daran, wie wir gearbeitet haben. Das hat uns besonders motiviert. Angenehm war auch, dass wir Schülerinnen und Schüler der FOWI und SOGYM in den Kleingruppen durchgemischt wurden. So lernten wir neue Freunde kennen. Und nicht zuletzt fanden wir es schön, dass wir schon in den 2. Klassen an einer Intensivsprachwoche teilnehmen durften, normalerweise ist das den höheren Klassen vorbehalten. Wir würden so einen Kurs jederzeit wieder belegen.“ „English in Action“ wurde am Oberschulzentrum Mals von der Fachgruppe Englisch koordiniert. Die Englischlehrerinnen Victoria Grasser und Marylin Egger dazu: „Wir erlebten die Schülerinnen und Schü-

ler während dieser Intensivsprachwoche sehr positiv, sie lernten gerne, machten beherzt mit, gewannen Selbstvertrauen und erkannten den praktischen Nutzen der Übungen. Eine perfekte Ergänzung zum regulären Unterricht, weil authentisch und nachhaltig.“

Norbert Kofler

Oberschulzentrum Mals

Foto: „Wind“-Archiv

Eine Woche nur Englisch

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nglisch ohne Prüfungsstress, ohne Test, frei in praktischen Übungen aus dem Alltag - mit Theater, Witzen, Liedern, Rollenspielen, Diskussionen zu aktuellen Themen wie soziale Netzwerke, Globalisierung, Flüchtlingskrise und selbstverständlich kam auch die britische Kultur nicht zu kurz. Muttersprachliche Lehrpersonen übten mit Schülerinnen und Schülern der FOWI und SOGYM eine Woche in Klein-

„English in Action“, Intensivsprachwoche am Oberschulzentrum Mals. Englische Kultur, Rollenspiele, Lieder, Witze, Englisch aus und für den Alltag. Die Schülerinnen und Schüler der FOWI und SOGYM genossen die lockere Lernatmosphäre gruppen die englische Sprache, wie man sie im Alltag braucht, z. B. auf Reisen, bei Diskussionen, bei mündlichen Prüfungen. Am Ende der Woche präsentierten die Kleingruppen ihr Gelerntes. Die Schülerin Melanie Riedl und der Schüler Max Ebensperger sind sich einig: „Am meisten haben wir aus den verschiedenen Rollenspielen gelernt. Das war spannend und hat Spaß gemacht. Wir haben die Angst vor dem Sprechen

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des Nischler Georg & Co.

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Prad ist eine der Fasnachtshochburgen Tirols. Dort gibt es, und das ist einmalig, zwei ganz verschiedene Fasnachtsbräuche: das Zusslrennen und die Maschger. „Zoch und Pfott“ spielen als einzige Figuren bei beiden Bräuchen eine zentrale Rolle und zeigen auch ganz klar, um was es geht: es sind Fruchtbarkeitsbräuche, der Winter soll ausgetrieben und die Kräfte des Frühlings aufgeweckt werden. Und es geht um Verkleidung und eine Riesengaudi in der fünften Jahreszeit: den Fasching. Das Zusslrennen findet am Unsinnigen Pfinsta (Donnerstag) statt. Während sich die Bevölkerung auf dem Hauptplatz und entlang der Hauptstraße versammelt, startet der Umzug um 14 Uhr vom „Ganderegg“, etwas oberhalb der Ortschaft Prad. Der erste Umzug besteht aus einer Bauerngesellschaft, die mit allerlei landwirtschaftlichen Geräten aufs Feld zieht. Sechs weiß gekleidete Männer, die Schimmel darstellen, ziehen einen alten Holzpflug durch die Gassen. Dahinter folgt der Fuhrmann mit der „Goaßl“. Dieser treibt die Schimmel an und lenkt den Pflug. Hinter dem Fuhrmann kommt der Sämann mit dem Säkorb, aus dem er Sägemehl auf die Zuschauer streut, danach folgen Bauer und Bäuerin, Knecht und Dirn, sowie „Zoch und Pfott“ mit ihren Arbeitsgeräten. Beim zweiten Umzug finden wir wieder die sechs Schimmel. Im Mittelpunkt ist der Triebschellenträger. Er läuft ganz vorne zwischen den beiden Schimmeln, trägt im Unterschied zu diesen einen weißen Kittel und einen Hut mit Blumen geschmückt, sowie eine große, schwere Schelle. Dahinter kommen 20 bis 30 Zussl, die so wie die Schimmel, ganz in Weiß gekleidet sind und bunte Krepppapierblumen aufgenäht haben. Die Zussl tragen Schellen, die über 20 kg wiegen und einen Höllenlärm machen. Dahinter geht die Bauerngesellschaft, aber beim zweiten Umzug ohne Arbeitsgeräte.

Zusslrennen Der Zug bildet ein lebendiges, buntes Bild. Die Zussl, die den Frühling symbolisieren, sollen durch den Lärm den Winter, die Kälte und die Finsternis vertreiben, die Kräfte der Natur aufwecken, damit der Bauer den Boden bestellen und im Herbst dann wieder die Ernte einfahren kann. Wie mir Gilbert Stillebacher, ein begeisterter Goaßlschnöller, Musikant und Brauchtumskenner in einem langen Gespräch erzählte, gibt es neben dem Zusslrennen noch viele andere Besonderheiten bei der Fasnacht in Prad.

In Prad gibt es neben dem „Zusslrennen“ das „Honterlerennen“ die „Oltweiber-Mihl“ das „Nochrennen“, das „Zusslwecken“, das „Aufschellen“ und die Faschingszeitung „Revolverblattl“. In den letzten Jahren wurde der Zug mit den Zussln und den Bauersleuten begleitet von allerlei Wagen, die die verschiedenen Vereine gestalten. Aktuelle Themen im Lande und auf der Welt werden durch die aufwendig geschmückten Wagen auf humorvolle

Weise dargestellt. In früheren Jahren wurden nach dem Umzug der Zussl auf dem Dorfplatz die großen Weltereignisse auf einer Bühne nachgespielt und die aktuellen Nachrichten mit dem Wetterbericht durch das ZPF (Zweite Prader Fernsehen) verlesen. Bei diesem bunten Treiben darf auch die „Oltweiber-Mihl“ nicht vergessen werden, die aber nicht jedes Jahr aufgeführt wird. Alte Frauen werden in einem Trichter auf einem großen Wagen oben hineingeworfen und kommen unten als junge Damen heraus. Zur Fasnacht in Prad gehört auch das „Honterlerennen“. Junge Burschen, die sich verkleiden und Gesichtslarven tragen, haben die Hände bzw. Handschuhe voll Ruß und beschmieren damit die Gesichter der Zuschauer. Aber nur bis zum Ave-MariaLäuten um 17:45 Uhr. Das „Nochrennen“ ist ein Wettrennen zwischen einer Zussl und einem Zuschauer bis zum nächsten Gasthaus. Nur, wer beim Wettrennen auch immer verliert, das Glas Wein bezahlt der Zuschauer, nie die Zussl. Beim „Zusslwecken“ laufen Kinder mit Schellen am Nachmittag vor dem Unsinnigen im Dorf herum,


Maschger machen Lärm und wecken so die Zussl auf. Beim „Aufschellen“ laufen Erwachsene am Unsinnigen Pfinsta ab Mitternacht bis in den Morgenstunden mit Schellen im Dorf herum.

Maschger: Hochzeitszug, Fruchtbarkeitskult und Totentanz

Fotos: Elmar Brunner

Die „Proder Maschger“ sind ein einmaliger Brauch in Gesamttirol. Es gibt Parallelen in Kärnten und Salzburg. Die Maschger sehen aus wie ein bunter Hochzeitszug, bestehend aus der Braut und dem Bräutigam und sieben Paaren als Gäste, sowie einem Bajaz, einem Ziehharmonikaspieler und seit einigen Jahren begleitet von 2 bis 4 Schuhplattlern. Am Faschingssonntag und Faschingsdienstag ziehen sie am Nachmittag und am Abend von Gasthaus zu Gasthaus. Dort führen die Paare ihre Tänze auf, die Besucher werden von Zoch und Pfott abgebusst und der Bauer sammelt Spenden ein. Der Einzug der Maschger in ein Gasthaus erfolgt musikalisch. Der Bajaz, eine Art Harlekin,

mit kariertem Kostüm, weißer Halskrause und mit bunten Bändern und Blumen geschmücktem Spitzhut und einem Stab, springt im Takt zu den Klängen der Ziehharmonika, macht Platz für die Tanzpaare und fordert dann jedes Paar zum Tanz auf: Herr und Frau, die aussehen wie Braut und Bräutigam, Tuxer und Tuxnerin, Bauer und Bäuerin, Steirer und Steirerin, Zigeuner und Zigeunerin, Zillertaler und Zillertalerin, Mohr und Mohrin. Ob die Maschger wirklich einen Hochzeitszug darstellen, ist nicht ganz klar. Es schaut jedenfalls nach einem großen Fest und einer bunten Festgesellschaft aus. Vielleicht ist es ein Friedensfest, zu dem alle eingeladen werden: die Bauersleut, die Vertreter der verschiedenen Völker aus der Donaumonarchie und auch alle anderen Völkergruppen der Welt, wie die Zigeuner oder die Mohren. Sonderbar ist, dass alle Tänze Linkstänze sind. Vielleicht sind es auch Totentänze, vielleicht soll es ein Hinweis sein, bei allen Festen und Feierlichkeiten auch daran zu denken, dass am Ende der Tod steht und das Leben

Foto: Gilbert Stillebacher

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eine Gradwanderung zwischen Lebenslust und Todesangst darstellt. So wie beim Zusslrennen der Wunsch nach Fruchtbarkeit auf den Feldern zum Ausdruck kommt, symbolisieren Zoch und Pfott durch ihren plumpen, ausgelassenen Tanz und den anschließenden Begattungsakt vielleicht den Traum von großer Leidenschaft, hemmungsloser Hingabe und den Wunsch nach vielen Kindern. Jedenfalls geht es wieder um die Fruchtbarkeit, diesmal nicht auf den Feldern, sondern im Haus. Beim Auszug spielt der Ziehharmonikaspieler „Mussi denn, mussi denn zum Städtele hinaus“, die Paare stellen sich auf und marschieren weiter, zum nächsten Gasthaus. Während das Zusslrennen von der Bauernjugend und unter Beteiligung auch anderer Vereine organisiert wird, stellen jedes Jahr andere Vereine die Tanzpaare bei den Maschger. Letztes Jahr war es die Musikkapelle, dieses Jahr das Weiße Kreuz. Hoffentlich kommen viele Zuschauer und rennen viele Zussl mit. Denn „Viel Zussl, viel Korn“, so hat es früher geheißen. Heute muss es wohl heißen „Viel Zussl, viel Äpfl“. Jedenfalls wünschen wir viel Spaß und ein buntes, lebendiges Treiben beim Proder Fosching. Heinrich Zoderer Bilder: Gilbert Stillebacher hat mir viele Bilder von der Prader Fasnacht gegeben, die entweder er oder Elmar Brunner gemacht haben. Das Zusslrennen (links oben) findet am Unsinnigen Pfinsta ab 14 Uhr statt. Nicht nur 20-30 Zussl und eine Bauerngesellschaft begleiten den Zug, sondern auch mehrere geschmückt Wagen verschiedener Vereine. Die Maschger (rechts oben) ziehen mit dem Bajaz und dem Ziehharmonikaspieler am Fasnachtsonntag und Fasnachtsdienstag von Gasthaus zu Gasthaus. Acht Tanzpaare führen ihre Tänze auf. Zoch und Pfott spielen bei beiden Bräuchen eine wichtige Rolle.


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Schlanders

Schluderns

ICH-KANNWochenende

Schaffleisch kulinarisch

er Volks- und Sonderschullehrer und Diplom-Pädagoge Franz Josef Neffe konnte für ein Wochenende in Schlanders gewonnen werden. Er kommt vom 12. Bis 15. Februar 2016 ins Haus der Begegnung. Am Freitag um 19.00 Uhr beim Ich-kann-Schule-Vortrag mit Aussprache sind Problemfragen ausdrücklich erwünscht. Am Samstag von 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr beim Coué/Autosuggestions-Seminar sind die Schwerpunkte Geist/Seele und die Nutzung der Potentiale für Gesundheit und Lebenserfolg. Am Sonntag von 9 – 17 Uhr lernt man ganz praktisch die DORNMethode als sanfte Hilfe für den Rücken und für die Lösung vieler Gesundheitsprobleme. Neffe arbeitet mit der DORN-Methode seit 1990, lehrt sie seit 2000. Anmeldung und Infos bei Raphaela Gufler: 3384846039 oder Raphaela1982@gmail.com

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

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links: Die Köchinnen Doris und Evi Klotz am Herd; rechts: die Musiker Georg Kofler und Hubert Eberhöfer im Saal

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nser Ziel ist es, für Schafund Ziegenfleisch zu werben um die Vermarktung ein wenig zu unterstützen. Das gelingt am besten, wenn die Leute das Fleisch kosten können“, sagt Obmann Oswald Mair. Seit 2011 lädt der Schaf- und Ziegenzuchtverein Schluderns einmal im Jahr zum „Schöpsernen“ ins Kulturhaus. An die 170 Gäste aus dem ganzen Vinschgau nahmen die Gelegenheit heuer wahr. Der

große Andrang ist nicht zuletzt der Kunst der Köchinnen zu verdanken, die es bestens verstehen, geschmackvolle kulinarische Köstlichkeiten als FünfGänge-Menü auf die Teller zu zaubern. Für Stimmung sorgten die Schludernser Böhmische mit Hubert Eberhöfer und Georg Kofler. Der Schaf- und Ziegenzuchtverein Schluderns zählt über 50 Mitglieder, die rund 800 Schafe und 200 Ziegen hal-

ten. Den Sommer verbringen die Tiere auf den Hochweiden in Langtaufers, Planeil, Stilfs und Matsch. Die Vermarktung läuft über den Verband Südtiroler Kleintierzüchter. Besonders guten Absatz finden Lämmer, erklärt Mair. Hinter dem Schludernser Park steht den Züchtern ein eingezäuntes Areal zur Verfügung mit Bade- und Schärvorrichtung für die Tiere. Das Klauen- und Räudebad „genießen“ Schafe und Ziegen kurz bevor sie auf die Almen gebracht werden. Oft finden auf dem Gelände auch die Bezirkskörungen statt. Dabei werden Tiere aus dem ganzen Vinschgau bewertet und für die Zucht klassifiziert. Die Wolle übernimmt der Schafzuchtverein Oberland und verkauft sie nach Österreich. Für ein Kilogramm Schafwolle gibt es einen Euro. „Dieses Geld geht in die Vereinskasse“, sagt Mair. (mds)

Laas/Innichen/St. Vigil in Enneberg

Von Steinbildhauern und Schneeskulpturen ohl kaum etwas ist so kreativ gestaltet und gleichzeitig so vergänglich wie das, was in Innichen und St. Vigil in Enneberg in kurzer Zeit aus Schnee und Eis geschaffen worden ist; Kunstwerke, die Schaulustige und Passanten in ihren Bann ziehen – zumindest so lange, wie Väterchen Frost die Natur noch fest im Griff hat. Die Fachschule für Steinbearbeitung Laas war mit jeweils einer Mannschaft an besagten Schneeskulpturen-Wettbewerben vertreten. Ein Team mit Paula Ladner, Raffaela Serafino und Florian Rügemer ging in St. Vigil zu Werke. Ihr Entwurf – sicher etwas, was zum Nachdenken anregen dürfte: ein Gebäude mit der Aufschrift www.irrgarten.komm, also ein Labyrinth, dessen Wände mit Öffnungen versehen sind, die den Blick auf das Zentrum freigeben, wo sich eine Maus befindet (Anspielung auf Com-

Fotos: „Wind“-Archiv

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v. l.: Florian Rügemer, Raffaela Serafino, Paula Ladner; rechts v.l.: Florian Pfeiffer, Martin Hesse, Gaudenz Strauss putermaus). Überzogen ist das Bauwerk mit Meridianen, die zusätzlich auf das „World Wilde Web“ verweisen. „Es war eine tolle Erfahrung. Man lernt auf einem international besetzten Festival viele Leute kennen und sieht, wie andere an die Arbeit herangehen“, resümiert die Gruppe. Eine auf dem Rücken liegende Wespe war das Motiv des Teams, das in Innichen antrat. „Es ging eigentlich nur um die

ästhetische Darstellung eines Insekts, ohne einen Hintergedanken“, so Gaudenz Strauss. „Wir haben uns die Arbeit optimal eingeteilt, jeden Tag unser Plansoll erfüllt. Schwierig war die Umsetzung. Konnte man zu Beginn noch nach Maß arbeiten, so ging mit Fortdauer der Arbeit die Perspektive verloren und man musste sich einfach nach Gefühl vorantasten. Außerdem wagten wir wegen der Konsistenz des Eises nicht, die

filigranen Teile in gewünschtem Ausmaß herauszuarbeiten“, ist sich die Mannschaft, der noch Martin Hesse und Florian Pfeiffer angehören, einig. Jedenfalls wurde die Leistung mit einem hervorragenden 2. Platz honoriert. Was das Besondere an dieser Arbeit ist? „Das Schöne ist, dass das Ergebnis schnell sichtbar wird, auch wenn es oder vielleicht gerade weil es nur für kurze Zeit bewundert werden kann.“


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Burgeis/Vinschgau

Foto: Andreas Waldner

Festkonzert mit Gastdirigent Freek Mestrini

Wer ist Freek Mestrini? Freek Mestrini wurde 1946 in Heerlen (Holland) geboren. Er studierte Musik in Kerkrade und Antwerpen. Von 1964 bis 1973 war er Solotrompeter beim Militärorchester der Königlich-niederländischen Marine und Trompeter beim Opernorchester Rotterdam. Im Anschluss war er über 20 Jahre lang erster Flügelhornist des Blasorchesters Original Egerländer Musikanten. Er schreibt bis heute Kompositionen und Arrangements für Blasorchester. Mestrini ist internationaler Wertungsrichter, Dozent und Seminarleiter im Fach Trompete und Flügelhorn. 1994 gründete er seinen eigenen Musikverlag. Im gleichen Jahr eröffnete er ein Ladengeschäft in Kaufbeuren im Allgäu. Mittlerweile sind über 700 verlagseigene Werke in diesem Musikverlag erschienen.

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in Schnipps mit den Fingern, ein Wippen mit den Füßen des Gastdirigenten Freek Mestrini und schon wurde das Publikum mitgerissen. Im Kulturhaus Burgeis herrschte am Samstagabend (23.01.) vom ersten Augenblick an eine ganz besondere Atmosphäre. Im voll besetzten Saal wurde geklatscht, geschunkelt und mitgesungen. Wie eine Welle rissen Mestrini und die Obervinschger Musikanten die Zuhörer mit in die Welt der böhmischen Blasmusik im Egerländerstil. Mit der „Amselpolka“, komponiert von J. Vejvoda, wurde das fast zweistündige Konzert eröffnet. Zum siebten Mal hatte die Böhmische den Maestro zu einem Workshop eingeladen, dessen krönender Abschluss dieses 6. Fest-Konzert war. Toni Punt freute sich über die große Resonanz. In Abstimmung mit Mestrini hatte der musikalische Leiter der Obervinschgauer Böhmischen Gottlieb Gamper auch den diesjährigen Workshop gut vorbereitet. Freek Mestrini ist kein Unbekannter: er war 20 Jahre Konzertmeister und erster Flügelhornist bei Ernst Mosch und den Original

Egerländer Musikanten. Ein Highlight des Konzertes war die Uraufführung des von ihm geschriebenen und komponierten Liedes „Auf der Malser Haide“. Hier bekam das Publikum die Entstehungsgeschichte der Komposition durch den Autor und Komponisten aus erster Hand erzählt. Die Ankündigung: „Es ist das letzte Mal, dass ich euch begleite, ich höre auf. Ich gehe solange ihr „Schade“ sagt“, erwiderten die Obervinschger Musikanten klug, indem sie Mestrini zum Ehrenkapellmeister ernannten und ihm eine entsprechende Urkunde überreichten. Das Festkonzert bereicherten und verschönten Ernst Thoma, Martha Rauner und Hannes Ortler mit den berühmten Korrnrliadrn. Steffi Dietl aus Taufers und Carolin Heinisch aus Matsch ernteten sowohl als Solistinnen als auch als Duo auf ihren Steirischen verdienten und begeisterten Applaus. Mit dem Polkalied „Wir sind gute Freunde“ endete das Festkonzert. Die Besucher wurden anschließend traditionsgemäß zu Suppe und Schneemilch eingeladen. (aw)

Schlüssel für Zwei Komödie von John Chapman und Dave Freeman

Premiere: Sa. 20.02.16 – 20.00 Uhr

So. 21.02.16 – 17.00 Uhr Fr. 26.02.16 – 20.00 Uhr Sa. 27.02.16 – 20.00 Uhr So. 28.02.16 – 17.00 Uhr Sa. 05.03.16 – 20.00 Uhr So. 06.03.16 – 17.00 Uhr

Kulturhaus

Schluderns Platzreservierung: 339 76 00 113


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Spondinig/Mals

eruf und Alltag fordern uns täglich mehr. Daher wird es immer wichtiger, auf unser körperliches und energetisches Wohlbefinden zu achten. Die Kinesiologie geht von einem ganzheitlichen Bild des Menschen aus und leistet eine wertvolle Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen und energetischen Ausgewogenheit. Kinesiologie vereint viele verschiedene traditionelle aber auch neu entwickelte Arbeitsweisen. Methoden, die sich positiv und unterstützend auf das a l lge m e i n e , persönliche Gleichgewicht auswirken können. Die gemeinsame Basis ist der Muskeltest – ein dem Körper eigenes Rückmeldesystem – kann sowohl Auskunft über die energetischen Abläufe im Körper geben, als auch die Brücke zwischen dem Unbewussten und dem Körper dienen. Eine Ausbildung dazu wird ab 16. April im Vinschgau angeboten. Neben der methodischen Kompetenz wird dabei das Drei-Ebenen-Model „WER, WAS und WIE“ für jeden verständlich erklärt. Die Grundlage für den Erfolg der Arbeit ist das Vertrauen der Klienten. Denn nur wenn sich diese professionell betreut und gut aufgehoben fühlen, kann die Hilfestellung der Kinesiologie auch angenommen werden. (lu) Informationsabend über die Ausbildung zum kinesiologischen Hyperton X Praktiker mit Ferdinand Gstrein Mittwoch, 17. Februar 2016 von 19:00 – 21:00 Uhr im Oberschulzentrum Mals Weitere Auskünfte GWR-Spondinig 0473 618166

In geheimer Mission D

ie junge Truppe vom Volx Teatter Oubrwind bespielt die Bühne beherzt mit punktgenauen Aktionen und humorvollen „Knalleffekten“. Die englische Komödie „In geheimer Mission“ von Michael Parker ist die dritte Aufführung seit der Gründung des Volx Theaters. Die acht Schauspielerinnen und Schauspieler haben unter der Regie von Hanspeter und Heidi Plagg in vielen Probe-Stunden geübt und gefeilt. Beide haben sich bei Regisseur Christoph Brück einiges abgeschaut. Dieser hat im Vinschgau die Stücke Don Quichote (Bezirksspiel), Kaukasischer Kreidekreis (Der Kreis) erfolgreich inszeniert. Das Resultat in Mals ist eine gefällige Produktion- und eine qualitative Steigerung in der jungen Theatergeschichte. Gute Noten gibt es für die passende Kleidung, für die schönen Frisuren und für das stimmige

Martin Stocker als Butler, Elisabeth Zöggeler als Sekretärin, Hannes Warger als Botschafter, Barbara Noggler als dessen Geliebte Bühnenbild. Der Inhalt dreht sich um die trickreichen Versuche der Bewohner der amerikanischen Botschaft in London, die das Haus für ein ungestörtes „Wochenend-Schäferstündchen“ frei bekommen wollen. Was anfangs als einfaches Un-

terfangen erscheint, wird immer verzwickter. Und im Publikum ist Lachen ist angesagt. (mds) Info: Letzte Aufführung: Freitag 5.Februar um 20.00 Uhr im Kulturhaus Mals Reservierung: 333 773 26 80

Volksbühne Laas

Das Einakter-Menü schmeckt

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Foto: „Wind“-Archiv

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Mals - Volx Theater

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Kinesiologie: Lebensenergie in Bewegung

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Zwei Stunden Unterhaltung mit humorvollen Sketschs auf der Laaser Bühne im Josefshaus

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on den halbrund angeordneten Stühlen an kleinen runden Tischen aus ist der Blick zur Bühne frei. Getränke werden vor Beginn der Aufführung serviert. Und in die Pause gibt es einen kleinen Imbiss. (Das erste Getränk und der Teller sind im Eintrittspreis von 12 Euro inbegriffen). Das Ganze ist aufgemischt mit hochkarätigen Klavierklängen und humorvoll aufbereiteten Sketchs am laufenden Band auf der Bühne.

Das von der Volksbühne Laas servierte „Einakter-Menü mit Beilagen“ im Josefshaus in Laas trifft den Geschmack der Besucherinnen und Besucher. Das zeigte sich bei der ausverkauften Premiere am vergangenen Samstag. Die Mischung zwischen Theater und Geselligkeit, einer Fasching-Revue ähnlich, passt gut zur derzeitigen „fünften Jahreszeit“. Gekonnt meisterten die Akteure die humorvollen Stücke. Sie servierten

zwei Stunden lang gewürzte und gepfefferte Sketsch von Kishon, Loriot, Rosendorfer, Valentin und einige andere. Die Gäste im Saal amüsierten sich köstlich. Sie lachten herzhaft und applaudierten. Mit kritischen Anmerkungen zu aktuellen Themen, in ironisch witziger Form vorgetragen, regte der Hausmeister zum Nachdenken an. (mds) Nächste Aufführungen: siehe Theaterwind


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St. Valentin/Vinschgau

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it sichtlich viel Liebe hat Karin Lazzarotto, Obfrau der Musikkapelle St.Valentin und Bezirksbeirätin in Schlanders, den Kultursaal hergerichtet und die Vertreter der 24 Musikkapellen vom Tal zur 67. Jahreshauptversammlung herzlich empfangen. Bezirksobmann Manfred Horrer übernahm die Moderation und führte zügig durch die Tagesordnung. Er verlas den gestrafften Tätigkeitsbericht der vergangenen 3 Jahre. Die in einer Klausurtagung gesetzten Ziele wurden erreicht. Anschließend trugen der Bezirkskapellmeister, der Bezirksjugendleiter und der Bezirksstabführer ihr Berichte vor. Folgender Leitspruch von Bezirkskapellmeister Georg Horrer hat eine rege Diskussion über die Qualität der Musikkapellen hervorgerufen. „Solange „Besser“ möglich ist, ist „Gut“ nicht gut genug!“ Man gebe sich zu schnell mit Mittelmäßigkeit,

mit Normalität zufrieden. Bezirkskassier Stefan Schwalt legte seinen Kassabericht für 2015 vor. Dieser bestätigt, dass der Bezirk mit einem soliden Kassastand ausgestattet ist. Die Wahl des neuen Ausschusses verlief per Akklamation und ergab nur eine geringfügige Umgestaltung. Den bisherigen Bezirkskapellmeister Georg Horrer ersetzt nun sein bisheriger Stellvertreter Dietmar Rainer. Manfred Horrer bleibt für weitere 3 Jahre Bezirksobmann. VSM-Verbandsobmann Pepi Fauster bedankte sich bei Georg Horrer für seine 18jährige Arbeit als Bezirkskapellmeister. Es seien wirklich viele Sachen organisiert worden, neue Akzente gesetzt, die dann teilweise für andere Bezirke und für den Verband übernommen wurden. „Wir wissen, der Georg ist mit viel, viel Fleiß und Einsatz bei seiner Arbeit gewesen. Er hat, ohne Übertreibung, fast Tag und

Foto: Andreas Waldner

Jahresversammlung der Vinschger Musikkapellen

Vertreter der Musikkapellen vom Tal im Kultursaal von St. Valentin Nacht für die Blasmusik gedacht und sich bereit erklärt, da mitzumachen. Deshalb hat er das Thema „Mittelmäßigkeit“ angesprochen.“ lobt Fauster. Und zu Manfred Horrer gewandt: „Danke für die gute Zusammenarbeit. Im Vorstand bis Du eine ganz, ganz wichtige Person. Du bist nicht ein Kritiker im negativen Sinn sondern eine kritische Person, aber konstruktiv. Bürgermeister Heinrich Noggler zitiert in seinen Grußworten den Philosophen Nitsche: Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. „Von diesem Irrtum seid’s ihr

Musikanten meilenweit entfernt. Für euch ist Musik ein Teil eures Lebens“ meint der Bürgermeister. Musik sei eine unverwechselbare Sprache, die überall verstanden wird. Sie muss nicht erst übersetzt werden. Mit ihr fühlt sich jeder sofort angesprochen. Nach der Vollversammlung lud die Musikkapelle St.Valentin die Vertreter der Kapellen und die Ehrengäste zu einem delikaten, dreigängigen Mittagessen ein. Umrahmt wurde die Veranstaltung von den Haider Weisenbläsern. (aw)

Glurns

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Fresko aus dem 16. Jahrhundert restauriert

Das Fresko am Raiffeisen-Gebäude und Heimatpfleger Karl Sagmeister

D

er Obmann des Heimatpflegevereins Glurns, Karl Sagmeister, geht mit wachen Augen durch die mittelalterliche Stadt. Die kostbaren historischen Erbstücke aus der Vergangenheit

sind ihm ans Herz gewachsen. Und er setzt sich dafür ein, dass diese erhalten bleiben. Auf seine Anregung hin hat die Raiffeisenkasse Prad/Taufers kürzlich das Fresko an der Hausfront ihrer Filiale am Hauptplatz Mitarbeitern der Firma Pescoller aus Bruneck restaurieren lassen. Das Fresko aus dem 16.Jahrhundert zeigt den Hl. Martin. Das bei einer früheren Sanierung freigelegte Werk wies Verwitterungserscheinungen auf. Dieser Prozess wurde nun gestoppt. Wie das Fresko an der Raika-Filiale drohen auch andere freigelegten Freskos zu verblassen. „Die Werke sind einst freigelegt und nicht konserviert worden“, sagt Sagmeister. „Die Verwitterung zeigt ihre Spuren und man kann heute nur noch schwer nachvollziehen, was abgebildet ist“, so Sagmeister. Der Haken an der Sache: Viele der in Mitleidenschaft gezogenen Malereien zieren Privathäuser, und Restaurierungen kosten viel

Geld. Sagmeister nimmt auch das Landesdenkmalamt und die Gemeindeverwaltung in die Pflicht. Es brauche aktive Zusammenarbeit zwischen Besitzer und Amt und Verwaltern um wertvolles Kulturgut in die Zukunft zu retten. Vom Heimatpflegeverein durch Restaurierung gerettet

wurde die Martinskapelle am „Trai“ (Weg von Glurns nach St. Martin). Es ist die erste von einst drei Wegkapellen. Nun will man die Restaurierung der zweiten Kapelle in Angriff nehmen. „Die dritte Kapelle ist leider vor Jahren beim Beregnungsbau geschliffen worden“, weiß Sagmeister. (mds)


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Spezial

Einrichten

Das Bad als Wohlfühloase, die Zirbe als Königin der Alpen, die neuen Trends rund um Böden - Holz oder Fliese - haben wir hier im Sonderthema Einrichten für Sie zusammengestellt. von Angelika Ploner

Das Bad - Die Wohlfühloase Bad ist nicht gleich Bad. Die Trends zeigen es ganz klar: Das Bad wird immer mehr zur Wohlfühloase, zum Erholungs- und Entspannungsort. Wie selbstverständlich gesellen sich zum Grundbedürfnis - Hygiene und Körperpflege - die Aspekte Design und Ästhetik. Das Bad verwandelt sich also vom reinen Funktionsraum in einen Lebensraum, in dem Wohlfühlen, Entspannen Körper, Geist und Seele etwas Gutes tun - zunehmend eine Rolle spielt. Möglich macht dies die Bandbreite technischer Möglichkeiten: Die 3D-Planung etwa. Somit gibt es keine bösen Überraschungen und man weiß bereits vor Realisierung wie die eigene Wohlfühloase aussieht. EinrichtungsTIPP von Ebensperger in Prad a. Stilfserjoch.

Der Passeirer Stein.

Der Naturstein aus dem Passeiertal spielt mit den Farben Grau und Grün. Akzente setzt der heimische Stein innen wie außen. Geeignet ist das Stein- und Farbspiel auf dem Boden als auch an der Wand. (Foto Damian Pertoll, Sport & Wellness Resort Quellenhof*****) EinrichtungsTIPP der Fliesen Fuchs AG, Gewerbegebiet Vetzan.


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Holz oder Fliese? Das ist hier die Frage. In täuschend echter Holzoptik zeigen sich die neuen Fliesen mit bis zu 2,40 Meter Länge und nur 6,5 mm Stärke. Ideal für Sanierungen und Renovierungen: Einfach auf den alten Belag draufkleben... EinrichtungsTIPP der Fliesen Fuchs AG, Gewerbegebiet Vetzan.

Die Zirbe: Ein wahrer Alleskönner Zirbenmöbel, Schüsseln, Schalen, Duftsäckchen und Duftkissen für Bett und Schrank, kurz: Design aus Zirbenholz. Die Tischlerei Johann Kaserer in Plaus hat die Königin der Alpen für sich entdeckt und kreiert aus dieser edlen Baumart eine ganze Reihe von Produkten. Ganz frisch im Sortiment: Terrassen und Dielen in Zirbenholz. Die Zirbe ist ein wahrer Alleskönner. Zirbensäckchen wirken gegen Motten. Zirbenholz lindert Allergien, weil es die Atemwege beruhigt. Wetterfühligkeit und Kopfschmerzen können mit den Wirkstoffen der Zirbe langfristig abgemildert werden. Lebensmittel, in Zirbenholz aufbewahrt, bleiben lange frisch. Und ganz allgemein: Zirbenduft bringt Lebensfreude und gute Laune. Design aus Zirbenholz, EinrichtungsTIPP von der Tischlerei Johann Kaserer in Plaus.


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Blickfang: Treppengeländer aus Glas. Ganzglasgeländer überzeugen durch eine transparente Optik und durch zeitloses Design. Sicherheit und grenzenlose Freisicht werden vereint und sorgen zweifelsohne für einen Blickfang, ohne sich Trends zu unterwerfen. Edel in ihrer Wirkung sind Ganzglasgeländer, gleichzeitig lassen sie das Treppengeländer leicht, offen und lichtdurchflutet erscheinen. Die Treppe wird auf das Wesentliche reduziert und vermittelt den Hauch einer freischwebenden Stiege. EinrichtungsTIPP von Schlosserei Armin Gritsch in Prad a. Stilfserjoch.

Verwandlungskünstler: Der Ewe-Wandklapptisch bietet inspirierende Stauraumlösungen. Der Wand-Klapptisch verwandelt sich im Handumdrehen vom Wandschrank zum Esstisch für zwei Personen. Das spart nicht nur wertvolle Fläche, wenn Sie den Essplatz gerade nicht benötigen – mit der durchdachten Innenausstattung haben Sie Teller, Gläser und Besteck immer griffbereit. An der Aussenseite befindet sich zusätzlich eine Ledertasche, wo Sie zum Beispiel Ihre Lieblingszeitschriften verstauen können... EinrichtungsTIPP von Möbel Gerstl in Latsch.


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Naturstein: unverkennbar, lebendig und echt. Naturstein strahlt Ruhe und Geborgenheit aus und ist echt und lebendig. Das spürt man auf Anhieb. Gerade die Unebenheiten des Materials und die verschiedenen Farbnuancen schaffen Charakter und sind von Natürlichkeit geprägt. Wärme, Behaglichkeit und Wohlfühlatmosphäre: Die Strahlkraft von Naturstein ist unbestritten. EinrichtungsTIPP von Fliesen 3000 in Mals: regionale, nationale und importierte Natursteine und Fliesen vom einheimischen Fachmann verlegt.

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Nationalpark Stilfserjoch

Die Überraschung „Hintermartell“ 2015 Bartgeier (unten) und Steinadler (rechts) im Flugbild. Der Steinadler ist am kreisförmigen Schwanzende zu erkennen. Der Bartgeier hat einen rautenförmigen Schwanz. Beides sind Jungvögel. Der junge Bartgeier hat eine dunkle Kopffärbung, der juvenile Steinadler ist an den weißen Federpartien in den Flügeln und im Schwanz zu erkennen.

Foto: Andrea Zanella

Das Bartgeierjahr 2015 in den Alpen Teil des Alpenbogens und 9 halten sich im Schweizer Kanton Graubünden auf. Aus einer methodischen Kombination von Gleichzeitigkeitszählungen und einem statistischen Modell, das an der Universität Bern (Schaub et. alt., 2009) entwickelt wurde, kann die heutige Population von Bartgeiern im gesamten Alpenbogen zwischen den französischen Seealpen und Kärnten mit ca. 227 Einzelvögeln abgeschätzt und angegeben werden. Der östlichste Brutplatz der Bartgeier in den Alpen liegt derzeit in Rauris im salzburgischen Teil des Nationalparks Hohe Tauern.

Die ersten Feilassungen

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Josef Freinademetz, 28. Jänner 2016

I

m abgelaufenen Jahr 2015 konnten in den Zentralalpen in deren graubündner, lombardischen und südtiroler Tälern insgesamt 15 territoriale Bartgeier-Paare erfasst und beobachtet werden. Im Jahr 2014 waren es 13, im Jahr 2013 11 Paare gewesen. Die Zahl der territorialen Paare steigt damit langsam, aber stetig. Von den 2015 beobachteten 15 zentralalpinen Bartgeier-Paaren besetzen 6 Territorien im italienischen

Zur Erinnerung: Die ersten Freilassungen von jungen, noch nicht ganz flüggen Bartgeiern aus Aufzuchten in Zoos und Zuchtstationen zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen waren im Jahre 1986 erfolgt. Durch menschliche Verfolgung war der Bartgeier mit dem Abschuss des letzten Vogels im Jahre 1930 in den Alpen ausgestorben. Zu Unrecht im Volksmund als „Lämmergeier“ verschrien, war der Bartgeier grundlos verfolgt worden. Er ist nämlich ein reiner Aasfresser. Als Endglied der Nahrungskette kann der Bartgeier mit seiner extrem sauren Magensäure die Kalksubstanz von Röhrenknochen von Fallwild oder tödlich verunfallten Weidetieren auflösen und sich das fett- und eiweißreiche Knochenmark als Nahrung und Energiequelle erschließen.

Erste Naturbrut 1997 11 Jahre nach der ersten Freilassung war es im Jahre 1997 in den französischen Seealpen zur ersten erfolgreichen Bartgeier-Brut eines Paares aus der Gründerpopulation gekommen. Im Jahre 1998 folgte die erste Bartgeier-Brut des Paares „Braulio“ im Nationalpark Stilfserjoch. Seit 1998 sind von den Geierpaaren in den Zentralalpen bis einschließlich 2015 insgesamt 98 Bruten gezeitigt und dabei 65 Junggeier bis zum Ausfliegen aufgezogen worden. Im gesamten Alpenbogen


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/Nationalpark/ 45 Foto: Matteo Illini

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rechts oben: Ein juveniler Bartgeier in der typischen dunklen Körperfärbung.

sind im Zeitraum 1997-2015 insgesamt 148 Junggeier aus Naturbruten flügge geworden. Die Junggeier aus Bruten in den Zentralalpen machen damit 44% der seit 1997 geborenen und flügge gewordenen Bartgeier der Alpen aus. Damit haben sich bis jetzt die Berge der Lombardei und des Kantons Graubünden als geeigneter Lebensraum erwiesen und sie bilden ein wichtiges Zentrum der bisher erfolgreichen Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen. Ein zweiter Brutschwerpunkt liegt in den französischen Seealpen.

Überraschung 2015: „Hintermartell“ Groß war die Freude unter den am Wiederansiedlungsprojekt beteiligten Akteuren, aber auch unter den vielen Vogelfreunden und den Martellern selbst, als die Förster von der Parkstation Martell im Winter 2014/15 Paarbildung, Brutvorbereitungen und –verhalten von zwei Bartgeiern in ihrem Aufsichtsgebiet beobachten konnten. Schließlich konnten die Wildhüter auch den Horst ausfindig machen. Zum Schutz der Brut und der Aufzucht des Jungen haben wir unser Beobachtungen während des Brutgeschehens und der Nestlingszeit nicht der Öffentlichkeit bekanntgegeben. Nochmals groß war dann die Freude, als der „Hintermartell“ benannte Junggeier am 20. Juli flügge wurde und aus dem Horst ausflog. Bartgeier sind bekanntlich Winterbrüter. Die Eiablage 2015 des Weibchens aus dem Marteller Brutpaar war vor dem 14. Jänner erfolgt. Den 14. Jänner 2015 nehmen wir als Datum für den Brutbeginn an. Der Schlupf

Foto: Alberto Bontacchio

rechts unten: Adulter Bartgeier mit der hellen Federzeichnung an Kopf, Brust, Nacken, Bauch und Flügelunterseite. Der Bartgeier, den Alberto Bontacchio mit seinem spektakulären Foto porträtieren konnte, hat den Rest eines Gamsschädels gefunden. Bartgeier sind ein Endglied in der Nahrungskette. Mit ihrer aggressiven Magensäure können sie die Kalksubstanz von Röhrenknochen aus Aas auflösen und sich das fett- und eiweißreiche Knochenmark als Nahrung und Energiespender erschließen. des Jungvogels kann aus den beobachteten Huderbewegungen der Altvögel auf den 10. März datiert werden. Die Brutdauer betrug somit 55 Tage. Die Nestlingszeit zwischen Schlupf und Ausfliegen des Marteller Junggeiers 2015 betrug 132 Tage. Sie war damit überdurchschnittlich lang; im Schnitt sind Junggeier mit 120 Lebenstagen flügge.

Ornithologischer Erfolg Der Marteller Junggeier 2015 ist der erste Südtiroler Bartgeier aus einer Naturbrut seit ca. 100 Jahren, was uns freut und unsere Bemühungen im Rahmen des Wiederansiedlungsprojektes belohnt. Das BartgeierWeibchen des Marteller Brutpaares hatte im Jahre 2013 erstmals Nestbauverhalten gezeigt, war aber damals allein beobachtet worden. Erste Besuche eines BartgeierMännchens konnten im März 2014 beobachtet werden, also erst nach der für die winterliche Eiablage tauglichen Zeitspanne, so dass es 2014 nicht mehr zur Brut kam. 2015 schließlich hat das Paar bei seinem ersten Brutversuch sein Junges erfolgreich aufgezogen und zum Ausfliegen gebracht. Aus unserer Datenbank über die Bartgeier wissen wir, dass dies eine große Leistung der Bartgeier-Eltern ist, brauchen doch die meisten Paare 1-2 Brutversuche, bis sie erfolgreich sind. Unsere Datenbank gibt für die erste erfolgreiche Aufzucht eines Jungen ein Durchschnittsalter der BartgeierWeibchen von 8,4 Jahren aus. Aus allen oben aufgelisteten statistischen Daten wird klar, warum wir mit Hilfe unseres Aufsichtspersonals überneugierige Fotografen und Filmemacher, Freizeit-

sportler, Fels- und Eiskletterer, situationsverkennende Vogelfreunde und Alpinisten vom Brutgeschehen ferngehalten haben. Zu störungsanfällig und verletzlich ist eine Bartgeierbrut, zu klein der derzeitige alpenweite Bestand dieser Tiere.

Nochmals zur Erinnerung Zwischen den Jahren 2000 und 2008 hatten wir in der künstlichen Horstnische im Marteller Schludertal während 5 Freilassungsaktionen insgesamt 11 nicht ganz flügge Junggeier aus Zuchtstationen ausgewildert.

Von Marteller Eltern? Ob beide Eltern des Junggeiers „Hintermartell“ oder zumindest ein Elternteil aus den 11 freigesetzten Marteller Geiern stammen, wissen wir derzeit nicht, weil uns deren genetische Identitätskarte noch fehlt. Es gibt bei Bartgeiern zwar eine bestimmte Tendenz, zum Freilassungsort oder zum Geburtshorst zurückzukehren. Diese „Heimatverbundenheit“ wird in der Verhaltensforschung als Patrophilie bezeichnet. Nachdem Bartgeier aber erst im 5-7 Lebensjahr geschlechtsreif werden und bis dahin auf der Partnersuche weite Streifzüge durch große Teile des Alpenbogens zurücklegen, können die niedergelassenen Marteller Bartgeier auch gebietsfremde Vögel und Einwanderer sein. Am wichtigsten ist ja doch, dass sich die Bartgeier in Martell so wohl fühlen und die Voraussetzungen vorgefunden haben, dass sie zur Brut geschritten sind und den Jungvogel 2015 erfolgreich aufgezogen und zum Ausfliegen gebracht haben.


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Die Frage über die Motivation zum Rodeln wurde der 11-jährige Julia Tappeiner aus Laas gestellt: „Weil mein Freund und Nachbar auch Rodelsport praktiziert.“ Auf dieselbe Frage antwortet Miriam Waldbot aus Latsch: „Wegen Onkel, Opa, Tante...“ und Jenny Castiglioni vom ASV Latsch: „wegen Tata und Mama“. Jennys Mama, die berühmte Rodlerin Renate Kasslatter, ist Rodel-Trainerin in Latsch. (lp)

Fotos: Leonardo Pellissetti

Motivation zum Rodeln

Die 6-jährige Nina Castiglioni

v.l. Miriam Waldboth, Julia Tappeiner, Jenny Castiglioni

Lustige und mutige junge Rodler Fotos: Leonardo Pellissetti

Das 2. Raiffeisen Rennen in Laas war ein gelungenes Sporttreffen. Auf der von Erich Trenkwalder perfekt präparierten Rodelbahn fuhren 100 Südtiroler RodlerInnen der Jahrgänge 2009 bis 2002 also zwischen 6 und 13 Jahre. Wie Sektionsleiter Günther Staffler präzisiert, waren 20 VinschgerInnen am Start: 10 aus Laas, 8 aus Latsch und 2 aus Schleis. von Leonardo Pellissetti

Laas. Bei den Laaser Rodlern gibt es noch 3 Juniorinnen, 2 Junioren, von denen 3 im Landeskader und 2 im Förderkader (zukünftig Landeskader) sind. Trainer in der Sektion Rodel sind die Brüder und ehemaligen Rodler Johann und Günther Staffler. Der seit 5 Monaten neue Vereinspräsident Andreas Strimmer, der als Läufer Leichtathletik praktiziert, ist mit der Organisation dieser Wettkämpfe, wo circa 50 freiwillige HelferInnen tätig sind, 11 nur in Bar, sehr zufrieden. Strimmer lobt die Familienangehörigen, die die 8 bis 10 Kilo schwere Rodel tragen helfen. Er lobt auch noch den Mut aller Jungen. Neben Strimmer war auch Altpräsident Sepp Klotz bei der Veranstaltung anwesend. Die Ergebnisse. Bei den zwei Sportarten Rennrodel und Sportrodel praktizieren die Vinschger ausschließlich Rennrodel. Diese Rodel ist traditionell und einfacher gebaut. Die Sportrodel ist ein spezielles Sportgeräte.

v.l. Daniel und Johannes Gruber vom Verein Arunda Schleis

Siegerehrung der Baby männlich v.r: Johannes Santer, Platz 3 (Völlan), Michael Tinzl, 1. (Laas), Manuel Ladurner 2. (Latsch), Adrian Höllrigl, 6. (Laas), Lukas Tappeiner, 4. (Laas)

In Rennrodel eroberten Vinschger RodlerInnen 6 Siege in 8 Wettkämpfen. Julia Tappeiner (ASC Laas), Jasmin Tappeiner (ASC Laas), Nina Castiglioni (ASV Latsch), Michael Tinzl (ASC Laas), Johannes Gruber (ASV Arunda), Daniel Gruber (ASV Arunda). Mit Alexander De Martin, Alex Oberhofer und Julia Tappeiner eroberte der ASC Laas

Siegerehrung: Jasmin Tappeiner, Tinzl Elisabeth 5. links

Raiffeisen den 3. Platz in der Vereinswertung. Gegen Ende der Veranstaltung geschah ein Unfall. Der vorletzte Rodler Patrick Staffler vom ASC Laas stieß an den Rand der Schutzbarriere . Das Laaser Weisses Kreuz mit Hugo Daniel war sofort zur Stelle. Es wurde eine Prellung festgestellt. Am Ende war die Siegerehrung in Anwesenheit von Leander Moroder, Rodelkoordinator für Südtirol, und Irene Mitterstieler, Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft, BM Andreas Tappeiner, Sportreferent Ralf Muther, Präsident Andreas Strimmer unter Koordination von Sprecher Josef Platter. Präsident Strimmer dankte allen freiwilligen Helfern in der Sektion Rodeln, dem Pistenchef mit seinen Helfern, Bergrettung,

Kampfrichtern, Weißes Kreuz, Rennarzt, dem Hauptsponsor Raiffeisenkasse Laas und den Sponsoren, für die Geschenke, die alle Athleten bekommen haben: Außerloretzhof Laas (Fam. Tappeiner Günther), Cafe Greta Laas (Fam. Pinggera Walter), Bäckerei Kortsch, Randich Walter.

Schleis. Die im Rodelsport erfolgreiche Malser Fraktion hat fast einen Rekord erobert: mit nur 2 Rodlern, den Brüdern Johannes und Daniel Gruber, holte Schleis nämlich zwei Goldmedaillen. In Schleis werden zur Zeit 4 Rodler trainiert: die 3 Brüder Daniel, Johannes und Elias, zur Zeit in der National Mannschaft, der 4. ist Benjamin Erhard. Der Verantwortliche ist Lorenz Abart, zuerst Rodler und seit 30 Jahren Trainer.


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Tourenski Team Vinschgau

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ergwanderungen kennt jeder, auch Schneeschuhwanderungen. Aber einen Berg mit Ski besteigen, ist wohl nicht vielen bekannt. Diese Sportart nennt sich Tourenski. Die Sportler steigen dabei mit speziellen Skiern den Berg hinauf und fahren diesen anschließend wieder hinunter. Damit man beim Bergaufgehen nicht dauernd ausrutscht, sind Steigfelle notwendig, die von der Skispitze bis zum Ende aufgeklebt werden. Das Besondere erlebt man dann bei der Abfahrt, denn diese erfolgt nicht wie beim normalen Ski fahren über eine präparierte Piste, sondern durch die unberührte Schneelandschaft. Seit November 2015 gibt es im Vinschgau das Tourenski Team Vinschgau (TTV) „Meine Idee war eine Team in dieser Sportart zu gründen, bei dem zu 100 % die Faktoren Teamgeist,

Spaß, Ehrgeiz, aber auch Erfolg im Vordergrund stehen. Und genau das ist beim TTV der Fall. Auch was die Jugendförderung betrifft, so gab es bereits einige Gespräche mit interessierten Eltern“, so der Gründungsvater Andreas Bernhart. Bisher zählt das Team 18 Mitglieder, die bekanntesten sind wohl Oswald Weisenhorn und Anna Pircher, Siegerin des vergangenen Ötzi Alpin Marathons. Beide sind beim aktuellen Dynafit Vinschgaucup äußerst erfolgreich. Während sich Weisenhorn zwei Etappensiege sichern konnte, gelang Pircher der Tagessieg auf der 2. Etappe. Auch die weiteren TTV-Athleten sorgen mit ihren Ergebnissen für eine starke Teamleistung des TTV. Andere Mitglieder nutzen das Training, das immer Dienstag abends am Watles mit anschlie-

Foto: Andreas Bernhart

Wintersport im Freien der Natur

Die Mitglieder des Tourenski Team Vinschgau ohne Sponsoren, weshalb der TTV sich beim Erlebnisberg Watles ,Sportmode Ziernheld Burgeis, Hervis Sports Imst, Martini Sportswear, und Rufi für die Unterstützung und deren Glaube an den Erfolg bedanken möchte. (sam)

ßender Hüttengaudi auf der Höfer Alm stattfindet, zur Vorbereitung auf ihre Uphill-Rennen oder Alpin-Rennen oder bereiten sich auf den Ötzi Alpin Marathon vor. Natürlich ist die Gründung solch eines Teams nie möglich

Prad

Waffengleichheit für Prad it 40.000 Euro haben die Sportschützen in Prad (Luftgewehr und Luftpistole) ihre bislang analoge Schießanlage auf eine elektronische umgestellt. Damit herrscht wieder „Waffengleichheit“ zu den Schießanlagen im Lande, die bereits elektronisch aufgerüstet sind. Und wenn die Akkreditierung gelingt, kann Prad wieder als Austragungsort von Wettkämpfen in Betracht gezogen werden. Ohne die öffentliche Hand, die Gemeinde und die Separatverwaltung Prad, und ohne Sponsoren wäre diese Investition nicht machbar gewesen sagte Oberschützenmeister Helmut Wagmeister, der der Schützen-Gilde Prad als Präsident vorsteht. Bei der Einweihungsfeier am 23. Jänner 2015 konnten Wagmeister und der Schriftführer Udo Thoma gar einige Ehrengäste begrüßen. Die Sport-Landesrätin Martha Stocker hat den Termin früh zugesagt und hat den gleichzeitig

stattfindenden Biathlonbewerb in Antholz hintangestellt. Der Landesoberschützenmeister August Tappeiner ist gekommen, die Oberschützenmeister der Gilden Eyrs Mario Burgo und Tschengls Andreas Schiefer und Bezirksoberschützenmeister Valentin Grüner aus Schnals und auch Landesschießsport-

leiter Heinz Unterholzer. Der Prader Pfarrer Georg Martin hat den Segen gespendet. Udo Thoma ließ die Geschichte der Sportschützen in Prad Revue passieren: Seit 1969 gibt es die Scheibenschützen in Prad, im Laufe der Jahre haben die Übungsplätze mehrmals gewechselt und man habe enge Foto: Erwin Bernhart

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Die Sport-Landesrätin Martha Stocker beim Schuss auf die Festscheibe, hinten v.l.: der Schriftführer der Gilde Prad Udo Thoma, Landesoberschützenmeister August Tappeiner, Sektionsleiter Helmut Wagmeister und Bezirksoberschützenmeister Valentin Grüner

Verbindungen zur Sektion Laas aufgebaut und 1995 ist man in die neue Sportzone umgezogen und dem Sportclub beigetreten. 1996 konnte man mit internationaler Prominenz ein Goldschießen durchführen, 1997 ist Prad in die Landesliga aufgestiegen und 2. geworden. Helmut Wagmeister ist drei Mal Landesmeister im Einzelbewerb und Flavio Blaas ist 2011 3. bei der Italienmeisterschaft geworden. Bevor man symbolisch auf die Festscheibe geschossen hat, überbrachten VizeBM Werner Egger, die Sportclubpräsidentin Jessica Hofer, Landesoberschützenmeister August Tappeiner und Martha Stocker ihre Grußworte. Man war sich darin einig, dass Sport im Allgemeinen und der Schießsport im Besonderen der Jugend Tugenden vermittle, die in einer Welt der tausend Ablenkungen von fundamentaler Bedeutung sind. Eine davon sei die Konzentration, eine andere die Ausdauer. (eb)


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Aikido Mochizuki – Schlanders

Gesund und fit ab 40 mit Aikido Mochizuki D

ass eine regelmäßig und vernünftig betriebene sportliche Tätigkeit für die Gesunderhaltung von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Einen wichtigen Beitrag zu körperlicher und geistiger Fitness bis ins hohe Alter können auch die fernöstlichen Kampfkünste leisten, die durch ihre Inhalte eine ausgewogene Entfaltung des persönlichen Potenzials ermöglichen. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem Aikido Mochizuki zu. Es handelt sich dabei um eine sehr elegante, aber wirkungsvolle Kampfkunst, die durch geschmeidige und fließende Bewegungen gekennzeichnet ist. Das Aikido Mochizuki fördert körperliche sowie geistige Beweglichkeit, Konzentration, Koordination sowie Fitness,

bietet eine nicht alltägliche Aktivität als Ausgleichs- und Entfaltungsmöglichkeit und kann gerade im fortgeschrittenen Alter für eine große Beweglichkeit sorgen. Es ist somit für Frauen und Männer um die vierzig, denen Gesundheit und Mobilität bis ins hohe Alter wichtig sind, wie geschaffen, um sowohl für den Körper als auch für den Geist etwas Gutes zu tun und sich auf nicht alltägliche Weise sinnvoll sowie kreativ zu betätigen. Dieser spezielle Lehrgang wird von der Sektion Yoseikan Budo des ASC Schlanders ausgerichtet und von Klaus Schwienbacher (3. Dan Yoseikan Budo), einem erfahrenen und kompetenten Budo-Lehrer, der mit Heinz Fritz zu den Pionieren der fernöstlichen Kampfkünste im Vinschgau gehört, geleitet. Am Mittwoch, 17. Februar findet von 19.30 bis 21.00 Uhr

Aikido Mochizuki – Ganzheitliche Bewegung für Körper und Geist! Für Männer und Frauen (ideal für alle ab 40+), denen Gesundheit und Beweglichkeit bis ins hohe Alter wichtig sind. ein kostenloser Workshop statt. Interessierte können bei dieser Gelegenheit in die Welt des Aikido Mochizuki eintauchen und sich genauer informieren. Der anschließende Kurs umfasst 10 Einheiten (der Unkostenbeitrag für den Lehrgang beträgt 80 Euro) und findet jeweils Mittwochs, von 19.30 bis 21.00 Uhr in der Halle der Sektion (Untergeschoss der Großraumturnhalle in Schlanders) statt. Informationen können bei Klaus Schwienbacher unter folgenden Telefonnummern eingeholt werden: 335 69 202 51

AmateurSportClub Schlanders-Raiffeisen

Rom - Partschins

Weiterhin auf der Erfolgswelle

Ehrenzeichen für Peter Unterholzner

Foto: Sarah Mitterer

Schwimmclub Vinschgau/Raiffeisen - SSV Naturns

Simon Jungdolf

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er erste Schwimmwettkampf im Jahr 2016, der Wintersprint in Bozen, ist bereits wieder Geschichte und die Vinschger knüpften nahtlos an ihre konstanten Leistungen aus der vergangenen Saison an. Simon Jungdolf, der sich vor kurzem bei den Oberschulmeisterschaften über 50 Meter Rücken den Titel sicherte, konnte gleich zwei Mal eine Medaille mit nach Hause nehmen: über 50 Meter Freistil schlug der Laaser nach 25,63 Sekunden an und sicherte sich Platz drei. Über die Rückendistanz schwamm er zu Platz Zwei. Einen „Blechtag“ erlebte David Alber. Der Kastelbeller belegte zwei Mal den vierten Platz. Für

zwei weitere Bronzemedaillen sorgten Anita Wielander, die über 50 m Brust die Schnellste ihres Jahrganges war, jedoch mit der um ein Jahr älteren Konkurrenz starten muss und Simon Holzer. Mit Michaela Holzer, Joel Weissenegger, Sophie Abler, Emma Rainer, Carmen Wieser, Celine Gerstl, Valentina Wild, Jana Ausserer, Lisa Maringgele, Matthias Horrer und Laura Ilmer legten auch die restlichen Athleten einen guten Start ins neue Jahr hin. Am selben Tag fand ein Kinderschwimmen statt, bei dem die jüngsten Schwimmerinnen und Schwimmer Wettkampferfahrung sammeln konnten. Mit Noah Trojer konnte ein Vinschger auch einen Sieg feiern. Alex Geneth, Alissa Scherer, Zaccaria ElMiroun, Tobias Mantinger, Lea Gemassmer, Noah Trojer, Simon Niederfriniger und Anna Niederfriniger zeigten guten Einsatz. (sam)

S

eine ruhige und besonnene Art und sein unerschütterlicher Einsatz insbesondere für den Jugendfußball sind seine herausragendsten Eigenschaften, für die Peter Unterholzner landesweit bekannt ist. Seit über 20 Jahren ist er im Vorstand des ASV Partschins tätig und war zudem vor 12 Jahren Mitbegründer der überaus erfolgreichen Spielgemeinschaft Untervinschgau im Jugendfußball, der die Sportvereine Partschins, Plaus, Schnals und Naturns angehören. Für diese herausragenden Verdienste um den Amateurfußball wurde Peter Unterholzner kürzlich mit dem Ehrenzeichen des Nationalen Amateurfußballverbandes in Rom ausgezeichnet. Der Verleihung wohnte eine Delegation des Südtiroler Fußballverbandes angeführt von Präsident Karl Rungger bei. Der gesamte Vorstand des SSV Naturns Raiffeisen gratu-

AmateurSportClub liert Peter Unterholzner herzSchlanders-Raiffeisen lich für diese hohe Anerkennung. Astrid Pichler

v.l. Helmuth Stuppner (für den Bozner FC), Peter Unterholzner, die Fußballlegende Gianni Rivera, Cosimo Costantino (für Bozner Boden) und Konrad Markart (für den SSV Brixen).


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Kloster Marienberg

Wind-Termine

Tanz als Gebet

Unserem Weg vertrauen und ihm nachgehen im Tanz Im Kreistanz üben wir über die Musik mit unserem Alltag und unseren Sorgen umzugehen. Referentin: Stimpfl Anna Wann: Mo. 15.2.16 & Mo. 16.5.16 9.30 bis 17.30 Uhr Anmeldung: Tel. 0473 843989, info@marienberg.it

Kaufen/Verkaufen/Immobilien Die Bäuerinnenorganisation Schnals lädt alle zum traditionellen

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Theater Gruppe Kortsch „Hauptmann Spadone marschiert“ Szenen aus dem 1. Weltkrieg von Josef Feichtinger Regie: Konrad Lechthaler Ort: Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders Aufführungstermine: Premiere: Fr. 12.02.16, 20.00 Uhr; So. 14.02.16, 17.00 Uhr; Fr. 19.02.16, 20.00 Uhr; Sa. 20.02.16, 20.00 Uhr; So. 21.02.16, 17.00 Uhr; Fr. 26.02.16, 20.00 Uhr; Sa. 27.02.16, 20.00 Uhr; So. 28.02.16, 17.00 Uhr; Reservierung: 346 40 66 069 von 10.30 bis 13.30 Uhr und von 17 bis 19 Uhr

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Heimatbühne Matsch „A Monn muas he!“ Regie: Gotthard Theiner Ort: Kulturhaus Matsch Aufführungstermine: Premiere: Sa. 20.02.16, 20.00 Uhr; Sa. 27.02.16, 20.00 Uhr; So. 28.02.16, 15.00 Uhr; Sa. 05.03.16, 20.00 Uhr; Reservierung: 331 195 05 86

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54 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 3-16

04.02.16

Jahrestag/Danksagungen Wir sind traurig, daß Du gingst, aber dankbar, daß es Dich gab. Unsere Gedanken kehren in Liebe immer zu Dir zurück.

Jahrestag/Danksagungen

Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit der Stille, eine Zeit des Schmerzes und der Trauer, aber auch eine Zeit der dankbaren Erinnerung.

1. Jahrestag

Oskar Tschenett

Josef Gorfer

*31.03.1939 †18.01.2015 Schluderns

Jagdaufseher i. R.

Danken möchten wir auch all jenen, die uns im vergangenen Jahr beigestanden haben. In Liebe deine Familie

Unvergessen bleibt, was das Herz dem Herzen gab

Hermine Wwe. Thoman

* 19.3.1937

† 14.1.2016

DANKE

für jedes stille Gebet, für jeden Händedruck, wenn Worte fehlten, für alle Beileidsbekundungen, gesprochen oder geschrieben, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft, für die vielen Spenden, für das letzte Geleit. Danke allen, die unseren Josef in lieber Erinnerung behalten.

Die Frau Hedwig und die Kinder Reinhard, Stefan, Hannelore, Walter und Veronika mit Familien Bestattungen

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Schlanders

geb. Ratschiller

†16.01.2016 Schlanders

*01.03.1932

Danke

für ein stilles Gebet, für eine stumme Umarmung, für die tröstenden Worte, gesprochen oder liebevoll geschrieben, für einen Händedruck, wenn die Worte fehlten, für alle Zeichen der Liebe und der Freundschaft, für das letzte Geleit, für die Blumen und Gedächtnisspenden, für alle Hilfen, die uns in diesen schweren Tagen zuteil wurden. In Liebe deine Familie

Und immer sind Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle. Sie werden uns immer an dich erinnern und dich dadurch nicht vergessen lassen.

Von den Menschen, die wir liebten, wird immer etwas in unseren Herzen zurückbleiben: etwas von ihren Träumen, etwas von ihren Hoffnungen, etwas von ihrem Leben, alles von ihrer Liebe. 3. Jahrestag

Manfred Gemassmer *4.2.1960 † 22.2.2013 Versicherungsagent – Kortsch

In Liebe gedenken wir deiner bei der hl. Messe am Samstag, 20.02.2015 um 19.30 Uhr in der St. Johannes Kirche in Kortsch. Wir danken allen herzlich, die daran teilnehmen und Manfred in lieber Erinnerung behalten. Deine Lieben

Vinschgerwind Impressum 10. Jahrestag

Johann Josef Stecher Uhramocher Hans – Prad a.Stj. *21.02.1927 † 14.02.2006

Wir denken an dich ganz besonders bei der Heiligen Messe am Samstag, 13.02.2016 um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche von Prad am Stifserjoch. Isabella, Edith, Hermann mit Familie

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Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

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Einfach machen. Tipps und Tricks fürs Selbermachen Sie möchten renovieren? Und wissen nicht so richtig wie das geht? Lernen Sie das 1×1 des Heimwerkens. REFERENT/IN Hannelore Schwabl TERMINE Sa, 20.02. – Sa, 02.04.2016 (jeweils Sa) UHRZEIT 09.00 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 4 Treffen ORT Malserhof Mals Kursbeitrag 75 Euro ANMELDESCHLUSS Mi, 17.02.2016

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Jungstreff Gemeinsam werken, basteln und spielen wir. Du kannst deine Ideen einbringen und das Programm aktiv mitgestalten. REFERENT/IN Martin Spechtenhauser TERMINE Sa, 05.03. – Sa, 23.04.2016 (jeweils Sa) UHRZEIT 16.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 6 Treffen ORT Jugendzentrum Schlanders Kursbeitrag 30 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Di, 01.03.2016

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Einfach reden Miteinander reden ist wichtig. Es ist aber auch oft schwierig. In diesem Bildungsangebot lernen Sie, welche Möglichkeiten es gibt, mit schwierigen Situationen umzugehen. REFERENT/IN Elisabeth Hickmann TERMINE Mo, 29.02., Mo, 07.03., Mo, 14.03.2016 UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT WFO Schlanders Kursbeitrag 12 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 25.02.2016

REFERENT/IN

Gesundheit

Word und Excel Grundkurs Patrik Tschenett TERMINE Fr, 26.02. – Sa, 19.03.2016 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 115 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 22.02.2016

Marlene Horrer Mi, 17.02. – Mi, 30.03.2016 (jeweils Mi) 20.00 Uhr – 21.30 Uhr, insgesamt 7 Treffen Mittelschule Schlanders 105 Euro (ohne Unterlagen) Mo, 15.02.2016

Ferdinand Gstrein INFOABEND 17.02.2016 UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT OSZ Mals

Fr, 26.02. + Sa, 27.02.2016 Fr, 08.00 Uhr – 17.00 Uhr, Sa, 08.00 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen Feuerwehrhalle Prad am Stilfserjoch 195 Euro Mo, 15.02.2016

REFERENT/IN

werden bei der Anmeldung bekannt gegeben Di, 16.02.2016

Yoga mit Herz - Sanftes Yoga für Frauen zur Unterstützung bei Brustkrebs REFERENT/IN

Gesundheit

EDV

Basiskurs zur Ausübung von Führungen in den Laaser Marmor-Abbaugebieten TERMINE ANMELDESCHLUSS

Erste Hilfe im Rahmen der Arbeitssicherheit (Betriebe gemäß Klassifizierung A)

Regionale Fische und Meeresfrüchte Erwin Folie TERMINE Mo, 15.02., Di, 16.02., Do, 18.02.2016 UHRZEIT 19.30 Uhr – 23.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen ORT OSZ Mals Kursbeitrag 80 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 11.02.2016

Yoga für Männer und Frauen

Beruf

Orte der Kraft - Orte der Stille - Kraft schöpfen im Kloster REFERENT/IN

Philipp Kuschmann TERMINE Fr, 22.04. – Mo, 25.04.2016 UHRZEIT ganztags, insgesamt 4 Treffen ORT Kloster Marienberg Kursbeitrag 235 Euro inkl. Unterkunft im Einzelzimmer, Verpflegung und Begleitung Anmeldung Kloster Marienberg, Schlinig 1, I - 39024 Mals Tel. 0473 843989, verwaltung@marienberg.it ANMELDESCHLUSS Mo, 11.04.2016

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it

www

gwr.. it


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