Nr. 25 (216) 05.12.13 I.P. 9 Jg.
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„Das ist Unternehmertum“ Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen
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05.12.13
Inhalt
Vinschgerwind 25-13
/inhalt/ 3
Kommentar Christoph Hoppe verlangt die Gasleitung bis nach Schluderns
Vinschger Stromfrieden - Vinschger gebenTrumph aus der Hand
Seite 6
Seite 4
Schlanders: Die „einarmigen Banditen“ mĂźssen weg
Seite
4
Mals: Technischer Haushalt - transparente Antworten
Seite
5
Partschins: Ăœber die zwei Linden am Platz
Seite
5
Kortsch: Weihnachtsmarkt
Seite
9
Mals/Vinschgau: Schutzwald in Gefahr
Seite 10
Tschengls/Vinschgau: Arunda präsentiert sich vital
Seite 11
Leserbriefe
Seite 12
Latsch: @fire - internationale Rettungsorganisation - auch Vinschger dabei
Seite 14
Schlanders: Nicht hungrig einkaufen gehen
Seite 15
Menschen: Matthias Breitenberger/Marein
Seite 17
Sonderthema: „I winsch miar...“ Kinderträume
ab Seite 30
Nationalpark Stilfserjoch: Insecta 2014
Seite 36
Sport: Latsch - Kleine Puckjäger im Einsatz
Seite 38
Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it | grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it
DantestraĂ&#x;e 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 BĂźrozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 339 78 90 036 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin ThĂśni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Peter Pfeifer (pp), Heinrich Zoderer (hzg)
Druck: Fotolito Varesco, Auer, NationalstraĂ&#x;e 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; auĂ&#x;erhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung verĂśffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurĂźckzuweisen. FĂźr die Inhalte der Werbeinserate und die
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von Chefredakteur Erwin Bernhart
Wenig Mut Etwas mehr Mut hätt’ ich vom designierten Landeshauptmann Arno Kompatscher schon erwartet - bei den Koalitionsverhandlungen, bei der Bildung der Landesregierung. Die Vorzugsstimmen, die diesen Mut beflĂźgelt hätten, hat Kompatscher von den Wählern bekommen. Kompatscher muss wohl SVP-intern zurĂźck- oder angepfiffen worden sein. Am vergangenen Montag hat der SVP-Ausschuss offiziell beschlossen, eine Koalition nur mit dem PD, dem Partito Democratico, zu machen. Basta. Das ist die Variante, die am wenigsten Aufwand - fĂźr die SVP - erfordert. Neu ist das alles nicht. Es ist die Fortsetzung der Vergangenheit. Und was eine Fortsetzung der Vergangenheit bei Wahlen an Stimmen bringen kann, haben die Landtagswahlen im Oktober gezeigt. Neu daran ist aber, dass es der gut gewählte Kompatscher ist, der diese Linie nach auĂ&#x;en zu verteidigen hat. Wenig trĂśstlich ist da die Aussage, dass man mit der Opposition in Zukunft gute Kontakte pflegen wolle, dass man deren Vorschläge ernst nehmen wolle, dass man die Opposition insgesamt versĂśhnlich stimmen wolle. Die gut gewählte Opposition - seien es die GrĂźnen, seien es die Freiheitlichen - soll, geht es nach der SVP, Kreide fressen und mĂśglichst ruhig sein. Es gehe ja ein neuer Wind, ein neuer Stil in der Politik umher. Man darf gespannt sein, wie hart die Opposition sein wird, nachdem der Einbindungsversuch bei den Gesprächen nach den Wahlen letzlich in eine Sackgasse gefĂźhrt hat. Und man darf auch gespannt sein, wie sich Arno Kompatscher innherhalb der eigenen SVP-Reihen verhalten, durchsetzen oder andere Akzente als bisher wird setzen kĂśnnen. Ich verbleibe immer noch in der Hoffnung auf mehr Mut.
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6 /Titel/
Vinschgerwind 25-13
05.12.13
Schmerzhafte Dinge Christoph Hoppe sagt, dass es ihm fast den Magen umgedreht habe, als er die Belegschaft über die Schließung des Werkes in St. Martin informieren musste. Eines ist das theoretische Durchspielen von Umstrukturierungs-Notwendigkeiten, etwas anderes ist es, die harten Entscheidungen den Menschen mitteilen zu müssen. Hoppe spricht im Interview über die betriebsinternen Veränderungen, über die Umbrüche in der Baubranche, über die Stärkung der Werke im Vinschgau und über die Energieproblematik in seinen Werken. Interview: Erwin Bernhart
Vinschgerwind: Lassen Sie uns mit einem Zitat beginnen: „Sämtliche Standorte der heutigen Unternehmensgruppe HOPPE sind nicht primär an verkehrstechnischer und sonstiger Infrastruktur orientiert, sondern in erster Linie daran, die Betriebsstätten dort aufzubauen, wo Mitarbeiter zuhause sind, wo sie leben wollen und wo sie – ohne ihren angestammten Kulturkreis verlassen zu müssen – Arbeit suchen.“ Wer könnte das gesagt haben? Christoph Hoppe: Das klingt mir sehr stark nach meinem Vater. Würden Sie diese Aussagen unterstreichen? Ja, vollumfänglich. Das war tatsächlich Ihr Vater Friedrich Hoppe anlässlich der 1. Churburger Wirtschaftsgespräche 1986. Die Schließung des HOPPE-Werkes in St. Martin in Passeier sagt uns, dass sich an den Wertvorstellungen einiges verschoben hat. Sind die Werke in Schluderns und Laas vor einer möglichen Schließung sicher? Es ist ganz, ganz schwer heute etwas sicher zu behaupten. Gerade in der Industrie und in der sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage. Man muss das etwas umfassender beschreiben. Sie haben gesagt, die Wertvorstellungen hätten sich hier geändert. Das ist falsch. Ich möchte Ihnen erklären, wie wir dazu kamen. Seit gut fünf Jahren sind wir daran, unsere gesamte Strategie zu überprüfen. Dabei ging es nicht darum, auf Gedeih und Verderb irgendetwas Neues zu machen, sondern wir wollten, solange wir dazu stark genug sind, unsere Strategie auf den Prüfstand stellen. Im Rahmen dieser gesamten Untersuchung, dieser Analysen, die übrigens sehr tiefgründig ausgeführt worden sind, haben wir festgestellt, dass wir sieben Standorte so nicht erhalten können. Und deswegen mussten wir einen Standort schließen. Nicht weil sich irgendwelche Werte geändert hätten.
Welchen Auslöser hat es gegeben, eine solche Analyse zu machen? Das ist einfach Unternehmertum. Man muss sehen, wie man mit der Zukunft umgehen will, solange man noch manövrierfähig ist. Wenn man McKinsey im Haus hat oder die Banken diktieren, was zu tun ist, ist es zu spät. Deswegen haben wir die Analyse frühzeitig eingeleitet. Im Umkehrschluss: Mit der Schließung des Werkes in St. Martin ist die HOPPE wieder manövrierfähig. Nein, das hieße ja, wir wären nicht manövrierfähig gewesen. Wir sind manövrierfähig, deshalb können wir das möglichst sozialverträglich für die Mitarbeiter gestalten, mit einem Sonderbonus. Wir sind danach noch manövrierfähiger und überlebensfähiger. In der Baubeschlagbranche hat sich alles geändert. Früher, als mein Vater das eingangs zitierte Zitat brachte, gab es ein paar italienische Hersteller, es gab ein paar portugiesische Hersteller, es gab den einen oder anderen Spanier, vielleicht noch einen Franzosen und ein paar deutsche Hersteller. Das war sehr überschaubar. Man kannte seine Konkurrenz, man hat im Prinzip mit den gleichen Waffen gekämpft. Inzwischen hat sich das komplett geändert. Die Konkurrenz kommt ganz stark aus dem Osten, aus Polen, aus der Türkei, aus China sowieso und inzwischen sogar, weil China zu teuer in den Lohnkosten geworden ist, aus Vietnam. Wenn sich draußen alles ändert, kann man nicht erwarten dass im Betrieb drinnen alles gleich bleibt. Deshalb haben wir uns der Analyse unterzogen und dabei sind Dinge herausgekommen, die sehr schmerzhaft, aber unumgänglich waren. Wer hat diese Analysen gemacht? Wir haben die gemacht, unter Anleitung eines Unternehmensberaters. Aber es sind unsere Analysen, unsere Werte, es sind unsere Folgerungen und unsere Entscheidungen.
Das Werk in Crottendorf wird, nach der Schließung von St. Martin, das MontageLogistik-Zentrum der HOPPE-Gruppe und das Werk in Chomutov übernimmt die Fertigung der Messingbeschläge. Ist das Werk in St. Martin den niedrigeren Arbeitskosten in Tschechien zum Opfer gefallen? Nein. In dieser Analyse hat sich ergeben, dass wir 97 unterschiedliche Fertigungslinien, sozusagen Prozesse, haben. Wir haben versucht, in einer „Idealen Fabrik“ diese Fertigungslinien anzuordnen und dann auf unsere 7 Standorte aufzuteilen. Das hat nicht funktioniert. Wir hatten verschiedenste Szenarien mit 7 Standorten, aber nirgendwo konnten wir die Prozesse sinnvoll aufteilen, so dass alle 7 Standorte genug zu tun hatten. Deswegen mussten wir die Entscheidung treffen, ob wir 7 Standorte mit hohem finanziellen Aufwand aufrecht erhalten und unter Umständen sehr langfristig die gesamte Gruppe gefährden. Oder wir sagen, so schmerzlich es ist, wir schließen einen Produktionsstandort, um eine zukunftsfähige Struktur in der die Prozesse optimal zusammengefasst werden können, für die Zukunft zu haben. Sie nannten das „Fitnessprogramm“. Wie ist der Zusammenhang zwischen interner Restrukturierung und dem Weltmarkt? Es war ein Gesamt-Fitnessprogramm. Die Produktion ist nur ein Teilprojekt. Daneben gibt es Markterweiterungsprojekte. Wir haben zum Beispiel in Shanghai eine Vertriebsgesellschaft mit Lager gegründet, um dort wesentlich aktiver zu werden. Wir haben neue Produkte im Aluminiumbereich eingeführt, die am Markt sehr erfolgreich sind. Sie gehen mit Ihrer Fertigung und mit Ihrem Lager dorthin, wo die Konkurrenz aktiv ist? Nein. Wir sind ein in Europa produzierendes Unternehmen. Mit einer Vertriebsgesellschaft sind wir vor Ort. Das machen wir in England schon seit den 80er Jahren so.
05.12.13
Vinschgerwind 25-13
/Titel/ 7
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
Christoph Hoppe (Bild) ist der President der HOPPE Holding AG. Die HOPPE Holding AG ist die übergeordnete Struktur der HOPPEGruppe und sie hat ihren Sitz in Müstair. 1952 von Friedrich Hoppe gegründet, ist HOPPE heute eine weltweit tätige Unternehmens-Gruppe mit Sitz in der Schweiz. Geführt und geprägt wird das FamilienUnternehmen in der zweiten Generation von den beiden Eigentümern Wolf und Christoph Hoppe. Seit 2012 ist Christian Hoppe, der älteste Sohn von Wolf Hoppe, in das Unternehmen eingestiegen.
8 /Titel/
Vinschgerwind 25-13
05.12.13
Am vorvergangenen Samstag haben Sie die Belegschaft der Werke in Südtirol in Mals über eine umfassende Umstrukturierung informiert. Was haben Sie den Leuten gesagt? Am 8. November wurde in einer Betriebsversammlung die Werkschließung bekannt gegeben. Bei dieser kurzen Versammlung war natürlich der Schock sehr stark und man konnte nicht alle notwendigen Informationen an der Stelle vermitteln. Fehlende Information erzeugt Unsicherheit, natürlich auch die Frage, was passiert mit anderen Standorten. Da gab es jede Menge Informationsrunden in den Betrieben. Wir haben den Mitarbeitern erklärt, warum die Schließung eines Werkes notwendig war und warum das das Werk St. Martin sein musste. Hat es da eine Diskussion gegeben? Nein. Was haben Sie für ein Gefühl, wie die Leute an den Standorten in Schluderns und in Laas die Nachricht über die Schließung aufgenommen haben? Am Anfang, ohne Frage, sehr geschockt. Ich glaube aber, dass inzwischen die Notwendigkeit eingesehen worden ist. Der Standort St. Martin ist ja nicht durch Zufall ermittelt worden. Das eine ist, wir wollten Werke, die eine besondere Kompetenz haben, stärken. Zum anderen wollten wir Volumina zusammenführen. Und das Dritte war, dass wir versucht haben, einen Prozess nur noch einmal in der HOPPE-Gruppe zu machen. Wir haben uns die Standorte angeschaut und haben überlegt, wo schaffen wir eine Schließung mit möglichst wenig Verlust an Professionalität, an Wissen, an Kompetenzen. Da waren die deutschen Standorte unter der Lupe. Die sind sehr stark spezialisiert. Da waren die Südstandorte unter der Lupe und natürlich auch der Standort Chomutov. Sie brachten vorher die Personalkosten ins Spiel. Die haben natürlich einen Einfluss. Aber die machen etwa ein Viertel der Produktivitätsgewinne aus. Drei Viertel kommen aus der Struktur. St. Martin war schwerpunktmäßig in der Herstellung von Messingbeschlägen tätig. Im Jahr 2008 haben wir etwa 54 Millionen Euro Umsatz mit Messingbeschlägen gemacht. Damit waren beide Werke, St. Martin und Chomutov relativ gut ausgelastet. Das ist inzwischen auf 22 Millionen Euro heruntergegangen. Im kommenden Jahr werden es etwa 20 Millionen sein. Ist das der Rückgang in der Baubranche? Nein. Der Rückgang bei Messing speziell. Es gibt einen ganz starken Trend in Richtung silberfarbige Beschläge, Edelstahl oder Aluminium. Dieser hohe Rückgang an Messingbeschlägen hat dazu geführt, dass in St. Martin für andere Werke gefertigt worden ist. Wir haben also versucht, Arbeit in das Werk hi-
neinzubringen, weil wir gehofft haben, dass diese Krise, in der wir uns im 5. Jahr befinden, irgendwann vorüber sein wird. Im Moment werden in Europa zu wenige Wohnungen gebaut, um entsprechenden Wohnraumbedarf zu decken. Entscheidend war aber, dass die Struktur mit 7 Werken nicht funktionierte. Also mussten wir handeln. Aber, das muss ich betonen, es hängt in keiner Weise mit der Qualität der Mitarbeiter in St. Martin zusammen. Das sind sehr, sehr gute Mitarbeiter. Sie hatten nur den kleinsten Standort innerhalb unserer Produktion und sie hatten ein Produkt, das am Markt ganz stark zurückgegangen ist.
„
Eine Preissteigerung bei der Wärmelieferung von 168 Pozent in 11 Jahren ist schon heftig.
Eine Seite sind die Personalkosten, eine andere Seite sind die Energiekosten. Die Energiefrage in den HOPPE-Werken in Südtirol war immer schon betriebsintern ein Thema. Ihr Vater hat über Stromschwankungen und Stromausfälle geklagt, welche zu Schäden von „hunderten Millionen“ Lire geführt haben. Die Energiefrage ist aktueller denn je. Sie verlangen seit Jahren, dass die Gasleitung bis zu Ihrem Werk in Schluderns geführt werden soll. Werden die HOPPE-Werke von den Fernheizwerken in Laas und in Schluderns schlecht versorgt? Nein, das kann man so nicht sagen. Die Fernwärme, das ärgert mich am meisten, wurde in den letzten Jahren extrem teuer. Wir hatten in den letzten elf Jahren im Fernheizwerk Schluderns eine Preissteigerung von 168 Prozent. Das ist schon heftig. In Laas waren es in neun Jahren etwa 89 Prozent. Nur, Wärme ist ja nur ein Teil. Wir haben einen hohen Energieverbrauch bei der elektrischen Energie. Die elektrische Energie ist in keinem Werk der HOPPE auch nur annähernd so teuer, wie sie in Schluderns, in Laas ist und in St. Martin war. Strom kostet hier um 16 Cent pro Kilowattstunde. In Chomutov liegt er bei 10 Cent. Wenn wir für Schluderns und für Laas den Strom zu den Bedingungen von Chomutov einkaufen könnten, würden wir allein deswegen 740.000 Euro im Jahr einsparen. Mit den Änderungen, die wir jetzt vornehmen, bekommt Schluderns die gesamte Gießerei. Damit wird sich unser Energiebedarf um rund die Hälfte steigern. Sind Sie bereits in Verhandlung mit den Stromlieferanten? Das ist ja die SEL. So einfach ist das nicht.
Es gibt Unternehmen in Südtirol, das habe ich mir sagen lassen, die kriegen eine neue Stromleitung über den Brenner. Über den Reschen wollen wir keine bauen. Wenn wir Gas hätten, wären die Einsparungen enorm. Ich möchte keine Extrawurst für irgendwelche Subventionen. Ich möchte nur das im oberen Vinschgau haben, was in Schlanders bereits ist, denn bis dort geht die Gasleitung und was wir in St. Martin auch hatten. Und wenn die Gasleitung nicht kommt? Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind und eine Lösung finden. Wenn nicht, wäre es sehr schlecht. Wenn wir den Strom dann weiter so kaufen müssen, wären das Kosten von um die 2 Millionen Euro, die eigentlich nicht nötig sind. 2 Millionen, das sind etwa die Kosten von 80 Mitarbeitern. Diese 2 Millionen müssen wir dann am Markt wieder mehr verdienen. Oder wir müssen jeden Tag einen Tanklastzug mit Gas herholen. Haben Sie mit dem Vinschgauer Energiekonsortium Kontakt aufgenommen? Ich persönlich bis jetzt noch nicht. Wir sind am Thema seit Jahren dran. Bis jetzt sind wir nicht wirklich durchgedrungen. Warum gibt es keine Photovoltaikanlagen auf den HOPPE-Dächern? Wir haben ein entsprechendes Projekt gehabt, mit enormen Investitionskosten und einer Rückzahlzeit von 15 bis 16 Jahren. Das ist in der heutigen Zeit, bei der politischen Lage gerade in Italien, für uns zu riskant. Zum Standort Südtirol. Die Gasleitung ist das eine. Gibt es noch anderes, was den Standort im Vinschgau betrifft? Sie meinen die Verkehrsfrage? Nein. Wenn ich die Ware auf dem LKW zwei Stunden länger habe, das macht keinen Unterschied. Noch ein Zitat zum Schluss: „Für unser Unternehmen gilt, dass der damalige Entschluss, die Industrieansiedlung hier in Schluderns und später auch in St. Martin vorzunehmen, die Gesamt-Unternehmensgruppe HOPPE in Europa schlagkräftiger und konkurrenzfähiger gemacht hat.“ Ihre Prognose für die Firma HOPPE - für die Standorte Schluderns und Laas. Nehmen wir das auseinander. Wir konzentrieren uns auf sechs Standorte. Diese werden sehr stark ausgelastet sein. Schluderns und Laas profitieren davon. Beide Standorte werden stärker. Fast die gesamte Gießerei vom Standort in Crottendorf kommt nach Schluderns. Das sind mehrere große Gießanlagen. Die zweite Eloxalanlage kommt auch hierher. Also werden die Standorte auch mitarbeitermäßig ausgebaut werden. Das von Ihnen gebrachte Zitat stimmt nach wie vor. Wenn wir davon nicht überzeugt wären, würden wir die Standorte hier nicht stärken.
Vinschgerwind 25-13
/Wirtschaft/ 9
Foto:s Angelika Ploner
05.12.13
Kortsch
Einstimmung auf die schönste Zeit ... E
s weihnachtete bereits beim Eintreten. Schöne Details fielen ins Auge, liebevolle Arrangements, Handgemachtes in kunstvoller Ausfertigung. In jeder Ecke steckt an der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch Kreativität. Sich dem Reiz des alle zwei Jahre stattfindenden Weihnachtsmarktes zu entziehen, ist schlicht unmöglich. Viel Engagement steckt in jedem angefertigten und
Bild o. Lehrkräfte und Schülerinnen, u. r. Martin Unterer und Monika Aondio
ausgestellten Stück. Viel Inspiration. Viel Kreativität. Und immer wiederbeeindruckt Neues. Nicht zu vergessen allerlei Hausgemachtes, Leckereien und Wohltuendes: auch als Geschenkidee. Es ist gebündelte Kreativität, die von den Schülerinnen und Lehrkräften der Fachschule für Hauswirtschaft beim traditionellen Weihnachtsmarkt präsentiert wird.
Am Vormittag stimmte das weihnachtliche Angebot auf die schönste Zeit des Jahres ein, am Nachmittag stand es zum Verkauf und war im Nu ausverkauft. Der Weihnachtsmarkt der Fachschule für Hauswirtschaft in Kortsch zählt nämlich zu den beliebtesten hier im Vinschgau, einer der Augen, Gaumen und nicht zuletzt das Herz anspricht. (ap)
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4 /politik/
Vinschgerwind 25-13
Am 9. März 2014 Nach dem Tod von BM Karl Weiss muss die Gemeindespitze erneuert werden. Die Landesregierung hat den Termin für die Gemeindewahlen in Latsch am 9. März 2014 festgelegt.
Schlanders
Einarmige Banditen
D
ie „einarmigen Banditen“, wie Spielautomaten landläufig auch genannt werden, sorgen in Schlanders für Unmut. Ein Landesgesetz besagt, dass Spielautomaten in „sensiblen“ Zonen, also rund um Schulen oder soziale Einrichtungen, zu entfernen sind. In Schlanders waren es 8 Lokale, in denen Automaten zu finden waren und in denen der Rubel rollte. 5 Lokale und Bars sind den Aufforderungen der Gemeinde Schlanders gefolgt und haben ihre Automaten entfernt. Drei sind noch übrig. Zwei von diesen befinden sind ausgerechnet im Dunstkreis der Gemeinde: die Kegelbar, die vom Kulturhaus Schlanders verpachtet wird und die Bahnhofsbar, die im Konzessionswege von der Gemeinde Schlanders weiterverpachtet wird. Gerade dieser Umstand führt bei Barbesitzern, die folgsam waren und ihre Automaten entfernt haben, zu großem Unmut. Kurt Leggeri (Bild), der zuständige Wir tschaftsreferent sagt, dass die Bescheide, Mahnungen und Bußgeldbescheide unterwegs seien und dass die Fristen für eventuelle Rekurse vor dem Verwaltungsgericht laufen würden. Und dass die genannten Bars gleich behandelt würden, wie alle anderen auch. Der dritte im Bunde, der sich beharrlich weigert seine Automaten aus dem Lokal zu entfernen, ist der singende CremlWirt, die Bar Cremona in der Fußgängerzone also. (eb)
05.12.13
Wind - online
Umfrage auf www.vinschgerwind.it
Mit wem soll die SVP eine Koalition eingehen (neben der von Statut vorgesehenen italienischen Partei)? (40 abgegebene Stimmen)
52,5 % Freiheitlichen
(21 Stimmen)
47,5 % Grünen (19 Stimmen)
Neue Umfrage: Empfinden Sie es als kulturelle Bereicherung, wenn Krampusschauläufe auch im Vinschgau bereits im November stattfinden?
Vinschger Stromfrieden Einen gewaltigen Vertrauensvorschuss geben die Vinschger Stromkämpfer rund um VEK Obmann Albrecht Plangger der Politik in Bozen, der SEL und den Landesämtern. Die Vinschger haben ihren Rekurs zurückgezogen. Nun sind die Bozner dran, ihren Versprechungen und Verpflichtungen nachzukommen. VEK-Obmann Plangger mit dem VEK-Anwalt Bettoni im Kassationsgericht in Rom nach der Unterzeichnung der Akten
27. November 2013, 9.00 Uhr: Oberster Wassermagistrat in Rom - Kassationsgerichtshof 4. Stock – “Aula della Torre “ -Verhandlung Vinschger Energiekonsortium gegen Autonome Provinz Bozen und HYDROS srl Am 25. Oktober konnte zwischen dem Vinschger Energiekonsortium (VEK), der Landesregierung und den Landesgesellschaften SEL und Hydros GmbH ein außergerichtlicher Vergleich in der Frage der Konzessionsvergabe beim Kraftwerk Laas/Martell erzielt werden. Das Energiekonsortium hatte gegen die Entscheidung der Landesregierung vom 31.12.2009 vor dem Obersten Wassermagistrat Rekurs eingelegt, da man der Überzeugung war,
einen besseren Umweltplan und ein besseres Projekt zur Kraftwerkspotenzierung abgegeben zu haben. Am 27. November wäre die Angelegenheit vom Richter und Berichterstatter Dr. Metro an den Richtersenat zum definitiven Urteilsspruch im März 2014 verwiesen worden . Doch dazu wird es nicht mehr kommen. Die Parteien haben nämlich am Mittwochvormittag auf Grund einer außergerichtlichen Vereinbarung und eines Interessensausgleiches den Stromstreit zwischen der EDISON, deren 40%e Beteiligung niemals in Frage gestellt werden konnte (dann hätte man wie in Mühlbach ein neues Kraftwerk und ein neues Umspannwerk zum Stromabtransport bauen müssen), dem
Land und seinen Landesgesellschaften, die von den restlichen 60%, rund 35 % behalten werden und den Anrainergemeinden Laas, Martell und Latsch und dem VEK - als Konsortium zwischen 13 Vinschger Gemeinden und einigen Energie- und Biomassegenossenschaften definitiv beendet, sodass das Urteil nicht mehr gefällt werden muss. „Es ist dies für beide Seiten ein guter Weg, da kein Urteilsspruch hundertprozentig vorausgesehen werden kann“, so der Obmann des Vinschgauer Energiekonsortiums Albrecht Plangger, der betont, dass „ein Vergleich immer ein Akt der Vernunft ist“. Während den Landesgesellschaften in der Frage der immer noch provisorischen Ableitungen und der Stromverteilung - aber auch den Landesämtern - ein gewaltiger Vertrauensvorschuss gegeben wurde, da sämtliche Verpflichtungen auf dieser Seite liegen, hat das Vinschgauer Energiekonsortium mit dem Rekursverzicht alle seine Verpflichtungen schon erfüllt. Plangger ist froh, „endlich die enorme Verantwortung los zu sein und sich wieder neuen Aufgaben widmen zu können, auch im Energiesektor. Es gibt Probleme mit dem Umweltplan bei den Kraftwerken Töll, Pfitsch, St. Florian und Bruneck. Nun werde ich diesen Anrainergemeinden Kraft meines politischen Amtes zu ihrem Recht verhelfen und meine einschlägige Erfahrung zur Verfügung stellen“, so der Vinschger Kammerabgeordnete abschließend.
05.12.13
Vinschgerwind 25-13
/politik/ 5
Mals
Technischer Haushalt - technische Antwort U
m ab 1. Jänner 2014 funktionsfähig zu sein, haben wir einen technischen Haushalt erstellt“, sagte die Malser Generalsekretärin Monika Platzgummer Spiess. Es stimme einfach nichts mehr zusammen. Eine definitive Vereinbarung über die Gemeindenfinanzierung zwischen Land und Gemeindenverband fehle bislang. Auch was die Lokalsteuern anbelange, herrsche große Unsicherheit. Und die Gelder werden weniger: Als Beispiele nannte Platzgummer die Amortisationsbeiträge. 3,2 Millionen Euro waren diese noch im Jahr 2011, 2013 waren es nur noch 2,3 Millionen. Oder die Pro-KopfQuote: 2011 betrug diese 2,4 Millionen Euro, 2013 waren es nur noch 1,6 Millionen. Mals ist die erste Gemeinde, die sich bereits im November an den Haushaltsvoranschlag 2014 gewagt hat. Genehmigt wurde bei der Ratssitzung am 29. November 2013 vor allem der Investitionshaushalt mit einem Volumen von 3,7 Millionen Euro. Weil davon sehr viel in Infrastrukturen
Monika Platzgummer Spiess und BM Ulrich Veith investiert werden soll, soll das Geld vorwiegend über den Rotationsfonds aufgebracht werden. Die Wunschliste der Gemeindeverwalter ist um einiges höher und zwar um 2,3 Millionen Euro. Mit einer einzigen Ausnahme gab es so gut wie keine Diskussion im Gemeinderat. Egon Alber regte an, den Ankauf des Ex-GentiliniGebäudes in Tartsch zurückzustellen. BM Ulrich Veith will das Gebäude um veranschlagte 300.000 Euro kaufen, um darin den Bauhof unterbringen zu können. Dieses Schnäppchen, so Veith, dürfe man sich nicht entgehen lassen. Veith nutzte auch die Gelegenheit, um Gerüchten an der Malser Nordumfahrung
entgegenzutreten. Geplant war diese Umfahrung mit 350.000 Euro, gekostet habe sie schließlich 252.000 Euro. Abzüglich der Beiträge seien der Gemeinde 52.000 Euro an Investitionen geblieben. Und man habe mehr Straße zurückgebaut, als neu gebaut worden ist. Neben der Genehmigung des „technischen Haushaltes“ hat auch der Freiheitliche Peppi Stecher eine „technische Antwort“ bekommen. Von den zwei Interpellationen zum Thema „Tourismusbüro Burgeis“ sei eine - wegen der Transparenz - zitiert: „Laut Protokoll zur 3. Vorstandssitzung der Ferienregion Obervinschgau (des Weiteren
Partschins
Wind-Leser-Foto
Müssen Bäume gefällt werden?
Uina bei Nacht
M
üssen die beiden Linden, die auf dem Peter-Mitterhofer-Platz in Partschins stehen, aufgrund der neuen Platzgestaltung gefällt werden? Geht es nach dem UmgestaltungsPlan von Architektin Angelika Margesin, müssen die Bäume weg. Neue Bäume sollen gepflanzt werden. Der Plan hat alle Genehmigungsinstanzen hinter sich und ist bereits in der Umsetzungsphase. Gegen das
Bäumefällen hat sich der Heimatpflegeverein von Partschins gestellt. Mit einem Gutachten will der Heimatpflegeverein prüfen lassen, ob die Bäume einer Umgestaltung (einer einheitlichen Pflasterung) standhalten können. BM Albert Gögele hat zugestimmt, auf dieses Gutachten warten zu wollen. Und, so Gögele, der Heimatpflegeverein solle dann auch garantieren, dass die Bäume nach der Umgestaltung nicht eingehen. Sonst soll der Heimatpflegeverein für die anfallenden Zusatzkosten aufkommen. Die Gemeindeverwalter haben ein Gutachten von der Gärtnerei Galanthus in der Hand. Ein Baum sei krank und der andere werde die Umgestaltung wohl nicht lange übeleben, heißt es in diesem Gutachten. (eb)
nur mehr TV) vom 08. November 2012 wurde die Verlegung des TV-Büros in Burgeis beschlossen. Dazu folgende Fragen: - Wer vertritt die Gemeinde Mals im TV? - Wer ist der Präsident des TV? Waren beide Herren bei oben genannter TV-Sitzung anwesend? - Wohin wurde das TV-Büro von Burgeis verlegt? - Wem gehört die Immobilie des neuen Standortes in Burgeis? - Ist der Referent Theiner Joachim bei der Sitzung des Gemeindeausschusses vom 26.03.2013 bei der Festlegung des jährlichen Beitrags an den TV anwesend gewesen? -Hat der Referent für Tourismus bei der Vergabe des Beitrages mit abgestimmt?“ Die Antworten von BM Veith dazu: „Die Gemeinde Mals wird vom Bürgermeister vertreten. - Fragen 2, 3, 4, und 5: diese Informationen sind nicht aktenkundig. - Referent Joachim Theiner war bei der Sitzung am 26.03.2013 anwesend; in dieser wurde jedoch kein Beitrag an den Tourismusverein beschlossen.“ (eb)
Lichter? Menschen? Gespenster? Domänen? Geister? Hexen? Ganz viele Klänge und sehr viel Regen Das war Uina bei Nacht 2013 Text und Foto: Reto Wiesler, Taufers i.M.
10 /Wirtschaft/
Vinschgerwind 25-13
05.12.13
von Albrecht Plangger
Mals
Rom-Info ins Tal
Schutzwald in Gefahr
Es war eine der spannendsten Wochen in meiner noch kurzen Parlamentszeit. Das Stabilitätsgesetz als wichtigste parlamentarische Aufgabe des Jahres ist in der ersten Lesung über die Bühne gegangen und wird für Südtirol wichtige Möglichkeiten bringen. Die Beamten der „Ragioneria dello Stato“ haben sich mit allen Mitteln zur Wehr gesetzt (da sie ihren Einfluss auf einem Teil des Staatsgebietes verlieren), aber trotzdem konnte man bei der Finanzhoheit des Landes in Bezug auf die lokalen Steuern wie IRAP und IMU einen „Fuß in die Türe setzen“ und die Rechtsbasis für effektive Verhandlungen zur freien und verantwortungsvollen Gestaltung der Lokal-Steuern schaffen , auch zur Übernahme der Finanzämter wie Agentur für Einnahmen und die ganze Zollverwaltung (Verbrauchssteuern wie Alkohol, Treibstoffe, elektrische Energie usw.). Auch beim Nationalpark und bei den Gerichtsämtern hat sich wieder ein „Fenster geöffnet“. Senator Karl Zeller war hier Allein- und Chefverhandler und er hat diesbezüglich – aus meiner Sicht - sehr gute Arbeit geleistet. Auch mein persönlicher Einsatz um den Verbleib der Gemeinden in unseren Liftgesellschaften war nach vielen Rückschlägen mit Erfolg gekrönt. Ein Monti-Dekret hatte mit September 2013 die Abstoßung der Beteiligung vorgesehen, wenn diese Gesellschaften defizitär sind. Das Dekret wird nun abgeschafft , die Gemeinden können in den Gesellschaften verbleiben und mithelfen und mitgestalten, wenn sie auch mehr in die Verantwortung genommen werden und somit frühzeitig reagieren müssen , sollte die Gesellschaft in eine finanzielle Notlage geraten. Mit Hilfe eines aus dem Trentino stammenden Unterstaatssekretärs war es gelungen , die Problematik ganz nach oben und zu einer Lösung zu bringen . Dieser Unterstaatssekretär aus der Nähe von Madonna di Campiglio hätte mein privilegierter direkter Ansprechpartner werden können , nun wird er aber – da weiterhin bei der Berlusconi-Partei „Forza Italia“– sein Regierungs-Amt abgeben müssen und ich werde mich nach einem neuen Ansprechpartner umsehen müssen. Es ist gut, dass Berlusconi mit seinen persönlichen Rechtsproblemen die Regierungsarbeit jetzt vielleicht weniger „einbremsen“ kann. Dazu braucht es einfach die „große Koalition“ bzw. „larghe intese“und nicht viele Kleinparteien, die nur ihre „eigene Suppe kochen“ wollen.
I
m Vinschgau gibt es die größten Lärchenwälder Südtirols, aber mehr als ein Drittel dieser Waldfläche ist überaltert und nicht mehr imstande, die Schutzfunktion auszuüben. Deshalb wurde vom Forstinspektorat Schlanders das Projekt „LärchenSchutzWaldVinschgau“ durchgeführt und am letzten Dienstag im Zivilschutzzentrum in Mals präsentiert. Unter den zahlreichen Zuhörern kam es zu heftigen Diskussionen, vor allem über die Jagd. Der Amtsdirektor des Forstinspektorats Schlanders Mario Broll und Kurt Ziegner von der Schutzwald-Plattform Tirol erklärten in ihren Ausführungen die Bedeutung des Schutzwaldes. Dieser spielt eine wichtige Rolle gegen Naturgefahren. „Wenn nichts passiert, führt das zur Auflösung des Schutzwaldes, er überaltert und bricht zu-
in anderen Gebieten. Der Klimawandel ist sichtbar und spürbar, meinte Ziegner. Die Sommerniederschläge nehmen ab, es gibt häufiger Dürreperioden und Niederschlagsextreme. Die Gletscher gehen zurück und der Permafrost taut auf. Andererseits wird der Wald als Freizeitpark von immer mehr Einheimischen und Touristen genutzt. Die Zunahme von Infrastrukturen im Gebirge führt zu mehr Verkehr, mehr Lärm und mehr Schadstoffen, was einen Einfluss auf das Ökosystem und die Tierwelt hat. Ein großes Problem ist auch die hohe Wilddichte mit großen Verbissschäden, meinte Broll. Es gibt 8-12 Hirsche pro ha, 4-5 sollten es sein. Der stellvertretende Amtsdirektor im Forstinspektorat Schlanders, Georg Pircher, erläuterte in seinem Referat sehr ausführlich das Lärchenschutzwald Projekt. Neben der Überalterung ist der Wald auch schlecht strukturiert. Die Baumdichte ist teilweise gering und damit die Lawinengefahr sehr hoch. Rund 80% der Lärchenwälder befinden sich auf Hängen mit einer Hangneigung von über 60%. Um die Lärchenwälder zu schützen, mussten in den letzten Jahren insgesamt 72 km Wildzäune und 59 km Weidezäune errichtet werden. Allein im letzten Jahr wurden 6 km Wildzäune aufgestellt. Die drei Referenten des Informationsabends: v.l. der Durch die frühen Wintereinbrüstellvertretende Amtsdirektor Georg Pircher, Amtsdirekche und Wetterextreme fiel im tor Mario Broll und Kurt Ziegner von der SchutzwaldLärchenwald mehr Schadholz Plattform Tirol an, als durch die Waldarbeiter entnommen wurde. Dies führt sammen“, meinte Ziegner. Deshalb sichert zur Schwächung des Schutzwaldes. Um den eine aktive, vorsorgende SchutzwaldverLärchenschutzwald zu erhalten, sind nach besserung nachhaltig den Lebensraum. Es Pircher in den nächsten 10 Jahren umfangist ein Schutz des Bodens vor Erosion, ein reiche Schutzwaldsanierungsmaßnahmen Schutz vor Lawinen, Steinschlag und Munotwendig, welche rund 11 Millionen Euro ren, ein Schutz des Ökosystems und der kosten würden. Über 2 Millionen sollen für Wasserqualität. Der Wald schützt vor HochAufforstungen und Durchforstungen und wasser, er reguliert das Klima und ist ein 9 Millionen für technische Maßnahmen wirksames Mittel gegen Luft- und Lärmververwendet werden. Um dieses Zehnjahresschmutzung. Um diese vielfältigen Funktiprogramm umsetzen zu können, sind neue onen zu erfüllen, werden jährlich im VinschKooperationen und Partnerschaften notgau 2,5 Millionen Euro für den Schutzwald wendig. Unter anderen regte Broll an, die investiert, wie Broll ausführte. Dabei ist die Umweltgelder aus Energieeinnahmen für Schutzwaldpflege am billigsten. Die Schutzeinen besseren Schutzwald zu verwenden. waldsanierung durch das Aufstellen von In der anschließenden Diskussion beWeide- und Wildzäunen kostet bereits das tonten mehrere Redner die Wichtigkeit Zehnfache und noch teurer sind technische des Schutzwaldes und verlangten von den Verbauungen, z.B. Lawinenschutzbauten, Jägern höhere Abschüsse. Die Jäger müsdie kosten das Hundertfache. sen nicht nur die Abschusspläne erfüllen, Durch den Klimawandel und die hösondern mit der Forstbehörde auch an den heren Belastungen steht die Forstbehörde Zielsetzungen arbeiten. Vielleicht sind auch vor neuen Herausforderungen. Im Alpenandere Jagdmethoden notwendig, um den raum ist die Temperatur in den letzten 240 Wald zu schützen, meinte ein DiskussionsJahren um 1,5 Grad angestiegen, mehr als teilnehmer. (hzg)
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/Wirtschaft/ 11
Tschengls/Vinschgau
Schlanders
Arunda präsentiert sich vital
Neue Adresse
E
A
ine bunte und vitale Gesellschaft hat sich Mitte November im Kulturgasthaus Tschenglsburg von Karl Perfler eingefunden. Geladen hatte die Redaktion der Kulturzeitschrift Arunda, welche seit 1976 Publikationen herausgibt, die oft für einiges Aufsehen gesorgt haben. Hans Wielander und Gianni Bodini haben gerufen und Freunde und Gönner sind diesem Ruf gerne gefolgt. Die neue Arunda „Böhmen hin und zurück“ wurde in Tschengls vorgestellt. Die Autorin Wolftraud de Concini geborene Schreiber, in Böhmen geboren und als kleines Kind Opfer der Vertreibung, ist an ihre Geburts- und Kindheitsstätte zurückgekehrt, hat sich diesen Stätten fotografisch und literarisch genähert. Entstanden sind ganz persönliche, auch erschütternde Geschichten, die durchaus Parallelen zur Option in Südtirol zulassen. De Concini lebt in der Valsugana. Die kurze Lesung wurde von einer Fotoausstellung von Gianni Bodini auch mit Bildern aus dem Vinschgerwind-Zyklus flankiert. Bodini kündigte damit fotografisch und dann auch mündlich eine neue Arunda-Publikation an, und zwar eine über die
v.l.: Gianni Bodini, Hans Wielander und Wolftraud de Concini in Tschengls Via Claudia Augusta. Im kommenden Jahr ist der 2000. Todestag von Kaiser Augustus, der die Alpentransversale angestoßen hatte. Auch Arunda-Kopf Hans Wielander, der Kulturchef des Vinschgerwind, kündigte eine weitere Publikation für das kommende Jahr an: Unsere Nachbarn im Trentino. Zu den von Arunda-Sekt beflügelten und angeregt geführten Gesprächen wurden von Karl Perfler Tiroler Spezialitäten aufgetragen und von Geigen- und Gitarrenklängen begleitet. (eb)
pfelgrün ist der neue Auftritt des Tourismusvereins Schlanders-Laas: Einmal trägt das Logo des Tourismusvereins apfelgrün, zum anderen ist auch der Boden im neuen Büro in der Kapuzinerstraße in grün gehalten. Präsident Karl Pfitscher und die Mitarbeiterinnen Melanie Längerer und Brunhilde Kofler sind jetzt dort zu finden, wo vormals das Vinschgau-Marketing untergebracht war. Warum man mit diesem Umzug „in die alte Heimat zurückkehrt“, erklärte Pfitscher bei einer kleinen Eröffnungsfeier. Aus der Fusion von Verkehrs- und Verschönerungsverein ist vor 34 Jahren der TV Schlanders (damaliger Präsident: Luis Schuster) hervorgegangen, der in der Kapuzinerstraße untergebracht war. Manfred Pinzger beerbte Schuster und mietete im Jahr 1996 die Büroräume im Kulturhaus an, in denen der TV Schlanders-Laas bis heute beheimatet war. Fortan wird in diesen das Büro des Kulturhauses zu finden sein. (ap)
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Fehlende Ziffer
die Stelle zu entschärfen, indem das Eck mit einem Stahlboden (siehe Foto)verbreitert wird. Die Arbeiten wurden schließlich am 18. Oktober 2013 fertiggestellt. Dies als ergänzende Information zum erschienenen Artikel vom 22. Oktober 2013. Dr. Martin Stifter, Verantwortlicher der Bereiche Umwelt, Mobilität und Technische Dienste der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt
Beim pr-Bericht für die AYURVITA in Schlanders der Hedy Altstätter in der VinschgerwindNummer 24 ist uns bei der Handy-Nummer eine Ziffer abhanden gekommen. Hier die richtige Telefonnummer: 333 69 74 606
Bauliche Barrieren - Radweg Naturns Im Artikel „Naturns - Bauliche Barrrieren“ der letzten Ausgabe des Vinschgerwindes wurde bemängelt, dass man mit Rettungsfahrzeugen über Kompatsch nicht auf den Radweg kommt,da die Kurve auf der neuen Brücke zu scharf bzw. zu eng ist. Nun, die
ten, Straßen und Geschäften jedes Jahr immer früher aufgehängt, die Weihnachtsdekorationen borden jedes Jahr mehr und mehr über und in der Werbung wird das Wort Liebe in der Weihnachtszeit jedes Jahr wieder von Neuem entdeckt. Natürlich geschieht all das völlig selbstlos und nur zum Besten des Kunden. Viele haben genug und wollen sich dem Geschenke-Diktat nicht mehr beugen. Wer will es ihnen verübeln? Mit diesem Friede, Freude, Eierkuchen... mit den bestehenden Konflikten, wie wir jeden Tag und ständig konfrontiert werden... Was kann man von einem Fest halten, das fast trotzig den Frieden auf Erden beschwört - und wir sehen dennoch jeden Tag die Tragödien überall auf der ganzen Welt... Frieden auf Erden? Alles geht so an der menschlichen Realität vorbei, diese Weihnachten... und trotzdem ist Weihnachtsfeiern eine Erfolgsgeschichte. Menschen feiern es immer noch. Vielleicht auch deshalb, weil Weihnachten zum Träumen anregt: Wie wäre es, wenn wir Menschen im Umgang mit unseren Mitmenschen wirklich menschlicher würden, wenn die zermürbenden Streitereien des Alltags nicht wären, wie sähe die Welt aus, wenn sie wirklich friedlicher wäre, wenn die Kraft dazu von Weihnachten ausginge? Weihnacht macht uns Mut für das Leben. Für kurze Zeit brechen wir aus der Realität aus - und denken uns in eine andere, eine friedvollere Welt und das gibt so viel Kraft, dass sie
Alle Jahre wieder...
Fotos: Martin Stifter
Feststellung der Hürde ist richtig und wurde von der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt effektiv als Mängel erkannt. Aus diesem Grund hat die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt bereits Anfang August 2013 ein Vinschger Unternehmen beauftragt,
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Was für eine herrliche Zeit, Weihnacht steht vor der Tür; weiße Winterwelt, geschmückte Tannenbäume, die faszinieren, wie zu Großelterns Zeiten die auf besinnliche Weihnachten hoffen lassen... Obwohl die Welt ist, wie sie ist, oder auch gerade deswegen. Im Münstertal genießen wir Weihnachten wie es früher war. Kein Rennen zur Bescherung hin. Kein Schenken ohne Sinn. Frostklirrend eine Heil‘ge Nacht, die frischer Schnee winterlich gemacht. Voll Freude angefüllt die Herzen, Kinderglück im Schein der Kerzen... Ach ich wünsche mir dieses Jahr Weihnacht wie sie als Kind mir war! Es war einmal, so lang ist’s doch gar nicht her... Ja die heutige Zeit; viele Menschen haben genug von Weihnachten und können mit dem Fest eigentlich nichts mehr anfangen. Sie fühlen sich diesem Fest einfach ausgeliefert, ohne sich dagegen wehren zu können. Die Weihnachtsbeleuchtung, und mag sie noch so schön sein, wird manchenorts in den Städ-
für manche ein ganzes Jahr vorhält... Bis dann im nächsten Jahr wieder Weihnachten ist. Ja,ja Weihnacht... wenn es sie nicht längst schon gäbe: Sie müsste erfunden werden! In diesem Sinne wünsche ich allen frohe und besinnliche Weihnachten. Giacumin Bass, Müstair
Super Liebe Frau Rechenmacher Elisabeth, einfach super Ihr Lesebrief (Vinschgerwind Nr.24), endlich mal eine, die es sagt, ich möchte Sie nur noch bitten, immer im Interesse der Kinder, auch bei der geschätzten Gerichtsbarkeit zu intervenieren, weil, wie in unserem Fall, wir waren uns schon einig, so nebenbei hat diese Einigung uns 4.800 € gekostet und gebracht hat sie gar nix, alles schön schwarz auf weiß bei mir zu lesen. Wenn Eltern und auch die „Gerechtigkeit“ an die Kinder denken und auf sie schauen, kann es nur gut gehen für alle Beteiligten. Dass Eltern auseinander gehen, ist heutzutage so und es ist auch ok, nur Kinder brauchen beide Eltern! Und bitte, es bringt nix, wenn jetzt Eltern in glücklichen Beziehungen mitreden, die machen alles richtig, in meinen Augen müssen Betroffene reden, weil die auch ganz einfach wissen, über was geredet wird. Bei den anderen ist es einfach viel besser, sich weiterhin zu freuen, in einer glücklichen Familie leben zu dürfen. Walter Stieger, Partschins
Prad/Taufers
Gemeinwohl-Ökonomie bedeutet Werte teilen ür die diesjährige Veranstaltung TreffPunkt in der Raiffeisenkasse Prad-Taufers mit dem Thema „Gemeinwohl-Ökonomie; Neue Spielregeln für die Wirtschaft. Möglichkeit oder Utopie?“ konnten zwei renommierte und sehr kompetente Referenten gewonnen werden – Günther Reifer und Michil Costa. Beide Referenten haben sich ganzheitlich dieser GemeinwohlLebenseinstellung verschrieben. Reifer von der didaktischen Seite, im Sinne der Beratung und
Foto: „Wind“-Archiv
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v.l: Michil Costa, Raika-Direktor Werner Platzer und Günther Reifer Kommunikation und Erdenker der Gemeinwohlbilanz und Costa als lebendiges Beispiel für
ein Leben in dem Sinne, dass es neben der herkömmlichen Lebens- und Werteeinstellung auch noch etwas anderes, nämlich die Gemeinwohlökonomie gibt. Gemeinwohlökonomie bedeutet, so Reifer, den 360-Grad-Blick zu haben, die Sinnfrage hinter allem stellen und ethischen Konsum zu forcieren. Es bedarf einer klaren Änderung des derzeitigen Anreizsystems, welches den Konsum an erster Stelle stellt. Hierfür ist aber vor allem auch ein entsprechendes Vorleben und
vor allem eine starke Förderung durch die öffentliche Hand notwendig; all dies sind Voraussetzungen für die Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz, das Messinstrument für die effektive Praktizierung von Gemeinwohl. Michil Costa, ein echter Querdenker und praktizierender Gemeinwohl-Ökonom, leistet sich, wie er von sich selbst behauptet, einen besonderen Luxus: Er denkt, was er will, sagt, was er denkt, und macht das, wovon er spricht.
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/Impressionen/ 13
Rasten oberhalb von „ Platz“ bei Kastelbell. Unsere Fähigkeit, die Landschaft zu verändern, ist zigmal größer, als unsere Fähigkeit, die Folgen auf lange Sicht vorauszusehen. Vielleicht tut es gut, mal eine Pause zu machen. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
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Tag der offenen Tür
Spenden-Lichter im Vinschgau
Die Klassen mit MontessoriAusrichtung der GS Schlanders laden am Mittwoch, den 11. Dezember 2013 von 14:30 Uhr bis um 16 Uhr alle Interessierten zum Tag der offenen Tür ein.
Mit einer netten Aktion ruft der hds - Bezirk Vinschgau - seine Mitgliedsbetriebe zu einer Spendenaktion auf. Pro Adventstag einen Euro, so der Aufruf von hds-Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser und Direktor Walter Holzeisen und wer mitmacht, soll eine Kerze vor dem Geschäft brennen lassen. Kurz vor Weihnachten sollen die Spenden der Vinzenzgemeinschaft Vinschgau um Präsident Herbert Habicher übergeben werden. Spenden können auf das Spendenkonto IT 44 V060 4558920000005001955 überwiesen werden.
@fire – int. Rettungsorganisation
Schlanders
Mehr vom Leben
baut Team in Südtirol auf
Foto: Angelika Ploner
s waren die Vortragshäppchen von Primar Herbert Heidegger, Psychologe Oskar Ausserer, Komplementärmediziner Christian Thuile und Primar Christian Wenter, die den Abend anreicherten. Ihnen darf wohl der große Andrang in die Aula der WFO am 27. November zugeschrieben werden. Die Botschaften zum Thema „Gesund älter werden“ appellierten vor allem an die Eigenverantwortung: Bewegung ist das beste Medikament. Eine ausgewogene Ernährung schützt vor Krankheit. Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Alkohol, Stress oder zu wenig Schlaf sollten vermieden werden. In Südtirol liegt die Lebenserwartung erstmals bei 80,5 Jahren bei den Männern und bei 85,8 Jahren bei den Frauen. Die Tendenz: Die Anzahl der gesunden Lebensjahre nimmt zu. Petra Theiner von „Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt“, die eine ansehnliche Summe an Spenden für
Herbert Heidegger, Oskar Ausserer, Christian Thuile, Christian Wenter die Müllmenschen in Indien sammelte, darf den Abend als vollen Erfolg verbuchen. Roland und Alfred Pohl von der Generali-Versicherung als Organisatoren des Vortragsabends samt Verlosung ebenso. Michl Lösch am Klavier bereicherte den rund zweistündigen Abend mit sanften Klavierklängen. (ap)
Die gemeinnützige und internationale Hilfsorganisation @fire hat hochspezialisierte Mitglieder für schnelle Hilfen im Katastrophenfall. Mitglieder kommen auch aus dem Vinschgau. v.l. Lukas Tinkhauser, Felix Niederwanger und Manuel Mitterer beim ihrem Einsatz im Hochwassergebiet.
Foto: „Wind“-Archiv
E
von Sylvia Ilmer Wieser
M
it dem Präsidenten Florian Kupperion aus Latsch zählt der internationale Katastrophenschutz @fire 9 neue Mitglieder aus dem Vinschgau und Pustertal. @fire wurde in Deutschland gegründet und hat sich auf die Waldbrandbekämpfung, sowie auf den Einsatz von Erdbebenkatastrophen spezialisiert. Sie ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation, die weltweit schnelle Nothilfe nach verheerenden Naturkatastrophen leistet. Zusätzliche Teams gibt es in der Schweiz, Österreich und Teneriffa, die Mitgliederschaft liegt bei 200 Freiwilligen. Zum Spezialgebiet der ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeiter gehören unter anderem die Suche und Rettung von verschütteten Personen, sowie das Abstützen von einsturzgefährdeten Gebäuden. Ein Abkommen mit
der portugiesischen Stadt Villa Real ermöglicht es, die lokalen Feuerwehren jedes Jahr bei den zerstörerischen Waldbrandkatastrophen zu unterstützen. Um optimal für den Ernstfall gerüstet zu sein, werden die Mitglieder nach Europäischen und US-Amerikanischen Richtlinien ausgebildet und auf Einsätze vorbereitet. Mitglied kann auch im Team Südtirol Jede/r werden. Flexibilität und die Bereitschaft zur ständigen Aus- und Fortbildung sind dabei Grundvoraussetzung. In der Vergangenheit war die Organisation bei mehreren verheerenden Erdbeben wie z.B. in Haiti oder Pakistan im Einsatz. Dieses Jahr wurde @fire aber auch innerhalb Deutschland alarmiert. Bei der Flutkatastrophe im Sommer waren Mitglieder des Vereins mehrere Wochen im Einsatz, und wurden dabei fünf Tage lang auch von den Südtiroler Mitgliedern Felix Niederwanger, Manuel Mitterer
und Lukas Tinkhauser tatkräftig unterstützt.
Vinschgerwind: Wie kann man sich den Ablauf eines Katastropheneinsatzes vorstellen? Lukas Tinkhauser: Grundsätzlich wird vor jedem Einsatz von @fire an das betroffene Land ein Hilfsansuchen gestellt, um festzustellen ob und in welcher Form Hilfe benötigt wird. Falls es dann zum Einsatz kommt, wird entweder zuerst ein Vorausteam mit Spezialisten zur Lagenerkundung geschickt, oder es rollt gleich der gesamte Hilfszug los. Dieser Einsatz in Deutschland war insofern ein Sonderfall, da Einsätze innerhalb Deutschland bis dato kein Thema waren. Dies vor allem weil Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW), Rettungsdienst usw. optimal organisiert sind und im Normalfall auch im Stande sind, solche Ausnahmesituationen selbst zu meistern.
Foto: Erwin Bernhart
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Martell
Gehen Sie nicht hungrig einkaufen
Ausstellung
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achen Sie eine Einkaufsliste. Prüfen Sie Sonderangebote im Supermarket genau. Teure Lebensmittel sind übrigens auf Augenhöhe und rechts eingeräumt. Gehen Sie nicht hungrig einkaufen. Und: Legen Sie sich das gute alte Haushaltsbuch an. Die Spartipps, die Walther Andreaus, Geschäftsführer der Südtiroler Verbraucherzentrale, in seinem jüngst erschienenen 125-seitigen Buch zusammengetragen hat, sind das Ergebnis von 20 Jahren Erfahrung im Verbraucherschutz. „Wir haben über 40.000 Verbraucherkontakte im Jahr“, sagte Andreaus bei seiner Buchvorstellung in Schlanders, „die meisten hängen mit Geld und dem Umgang mit Geld zusammen.“ Rund 3.000 Euro gibt eine Familie in Südtirol durchschnittlich pro Monat aus. Aufhorchen lassen vor allem jene Zahlen, die das Glücksspiel be-
Foto: Angelika Ploner
Schlanders/Vinschgau
Walther Andreaus: „Man muss sich vor Geldvampiren schützen.“ treffen. Im Jahr 2011 sind in Südtirol 666 Millionen Euro in das legale Glücksspiel geflossen: umgerechnet rund 1.300 Euro pro Kopf. „Das ist verbranntes Geld“, so Andreaus in der Mittelpunktsbibliothek Schlandersburg. Der Titel „Turbokonsum ade – 5.000 Euro im Jahr sparen“, ein provokanter, basiert
auf Durchschnittszahlen, die der Südtiroler Verbraucherzentrale vorliegen. Gleich mehrere Seiten im Buch sind dem Strom gewidmet: 90 Prozent der Südtiroler befinden sich noch immer im geschützten Strommarkt mit hohen Strompreisen. Sparen aber kann man auf dem freien Markt. Die Südtiroler Verbraucherzentrale hat deshalb eine Initiative gestartet, die sich Einkaufsgemeinschaft Energie Südtirol-Trentino nennt, mit dem Ziel, den Konsumenten günstigere Strom- und Gaspreise zu verschaffen. (Informationen s. Homepage Verbraucherzentrale Südtirol) Großes Sparpotential sieht Andreaus auch bei Banken und Versicherungen: „Mit Angeboten hat man hier oft großen Verhandlungsspielraum.“ (ap) Tipp: Das Buch ist in der edition ma.ma erschienen und zum Preis von 10 Euro erhältlich.
ach drei Jahren stellt die Schlanderserin Christine Wielander Schuster wieder im Cafè Hölderle in Martell aus: Vom 7. Dezember bis Ende Februar (Montag Ruhetag) können die Bilder dort betrachtet und auch erworben werden. Christine Wielander Schuster malt aus ihrer Erinnerung heraus, aquarelliert mit Vorliebe bäuerliche Kleinode, alte Gehöfte, malerische Landschaften. Die Bindung zu diesen, zur Natur überhaupt ist eine ausgeprägte. Zarte Aquarellfarben fließen wie zufällig ineinander, die Motive hingegen bestimmen wenige, markante K o h l e striche.Die Malerei ist ihr Hobby, das sie sich größtenteils autodidaktisch angeeignet hat. (ap)
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§ Zwei Herzen unter einem Dach
St. Valentin
Aus dem Gerichtssaal
Haideralm öffnet wieder
D
as Skigebiet Haideralm wird kurz vor Weihnachten, am 20. Dezember 2013, eröffnet. Dies teilt der neue Präsident der Haider AG Roman Hohenegger (Bild) mit. Hohenegger wird von den Vorstandsmitgliedern Gabriel Sprenger, Alfred Waldner, Konstantin Punt und Martin Mall unterstützt. Mit der Eröffnungsankündigung w e r d e n alle Vermutungen, alle Unkenrufe, die behaupten, dass die Haideralm heuer geschlossen bleibt, vom Tisch gefegt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, damit einer erfolgreichen Öffnung nichts im Wege steht.
Die nationale Vereinigung der Notare hat, für die Zunft recht werbewirksam, den 30. November zum Tag der „ungetrauten Herzen“ erklärt und gleichzeitig Initiativen angekündigt, um Paaren ohne Trauschein juristische Hilfe angedeihen zu lassen. Im Angebot befinden sich Verträge, mit deren Hilfe ungetraute Paare ihre vermögensrechtlichen und anderen Angelegenheiten regeln können. Der Bedarf nach rechtlicher Regelung besteht nicht erst seit heute. Denn nach den Daten des staatlichen Amtes für Statistik (ISTAT) betrug in Italien die Zahl der in Partnerschaft lebenden Paare im Jahre 2007 noch 500.000; im Jahre 2011 waren es schon 972.000! Nun leben diese Paare bei Gott nicht im gesetzesfreien Raum. Denn die Rechtsprechung wendet schon seit langem auf die de-facto-Familien analog
die Bestimmungen an, welche für „normale“ Beziehungen gelten. Auch hinsichtlich Unterhaltspflicht und Sorgerecht für Kinder aus nichtehelichen Gemeinschaften gelten die gleichen Regeln wie für eheliche. Und erst vor ungefähr einem Jahr ist auch die letzte Ungleichbehandlung zwischen Kindern ehelicher und nicht ehelicher Abstammung gefallen, denn es gibt nur mehr Kinder, egal ob aus obrigkeitlich „abgesegneten“ oder so genannten „freien“ Beziehungen stammend. Was also kann mit den so genannten Partnerschaftsverträgen geregelt werden? Auch in „wilder Ehe“ lebende Personen müssen sich an zwingendes Recht halten. So wäre eine Vertragsklausel nichtig, mit welcher sie sich dazu verpflichten, für einen bestimmten Zeitraum zusammenzuleben
oder eine Vertragsstrafe für den Fall eines „Fremdganges“ vorsehen würden. Rechtlicher Spielraum besteht hingegen bei vermögensrechtlichen Fragen wie beim Beitrag für den Unterhalt, Eigentum der Wohnung, Güterordnung auch für die Zeit nach Beendigung der Beziehung, gegenseitige Versorgungsansprüche usw. Allen diesen Vereinbarungen gemeinsam ist, dass sie ziemlich formlos abgeschlossen und jederzeit wieder abgeändert werden können, und alles auch ohne notariellen Beistand, allerdings in schriftlicher Form. Peter Tappeiner, Rechtsanwalt
pr-info Krampus Burgeis
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Am 6. Dezember findet heuer zum 10. Mal der geordnete Krampusumzug in Burgeis statt. Unter der Schirmherrschaft der Jugendgruppe Burgeis und mit dem Zugpferd Günther Ziernheld beteiligen sich rund 40 Personen an dem von Lärm und Feuer, Kettengerassel und Gebrüll begleiteten Spektakel mit den einmaligen traditionellen hohen Krampuslarven. Auch die jungen Buben werden miteinbezogen, denn bereits ab 14 Jahren können die Jungs in Burgeis bei einem eigenen Krampusumzug teilnehmen. Die Großen starten um 19.30 Uhr bei der St. Michaelskirche, hinauf zur oberen Etschbrücke und nach 11 Stationen gelangen die Krampusse zum Dorfplatz. Dort gibt es heuer eine Überraschung: Das Team wird die Nikolausgeschichte in Form eines Theaterstücks einmal ganz anders erzählen, mit dem hl. Nikolaus, dem Knecht Ruprecht und einer Hexe... Ein Stand am Dorfplatz sorgt für warme Getränke und für das Essen. Mit einem DJ geht der Krampusumzug in eine gemütliche After-Show Party über. Alle willkommen.
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„I honn gwisst, naa sogn dorf i nit“ Matthias Breitenberger besuchte die Gottesmutter in Maria Weißenstein kurz bevor er 1943 in den Krieg zog. In der kleinen Kapelle machte ihm ein junger Mann Platz. Der Zufall wollte es, dass er denselben Mann kurz nach dem Krieg erneut in der Kapelle traf. Es blieb eine stumme Begegnung. „I bin foscht sichr, miar hoobm boade donkt, dass miar in Kriag überleb hoobm“, sagt Breitenberger. Matthias Breitenberger, genannt Hias, kam 1924 in Latsch zu Welt, wuchs in Partschins auf und lebt in Kastelbell/Marein. Er ist der älteste Jäger im Bezirk: „I glab an Heargott,obr nit an di Lait“
von Magdalena Dietl Spaleza
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atthias sollte an der finnischen Front sterben. Sein Todesurteil hatte sein Vorgesetzter in dem Augenblick gefällt, als er sich 1943 als Einziger weigerte, aus der Kirche auszutreten. Das erfuhr Matthias Breitenberger erst 60 Jahre nach dem Krieg bei einem Kameradentreffen in Südtirol. Erst dann wurde ihm bewusst, warum ihm damals befohlen wurde, in das Sperrfeuer der Russen zu laufen. „Selm hon i nichts begriffen“, sagt er sichtlich bewegt. Zwei Kugeln trafen ihn an der Leiste, er fiel zu Boden. Sanitäter bargen ihn und brachten ihn in ein Lazarett. Er überlebte und kehrte einige Monate später wieder zur Frontlinie zurück. „Norr hot er miar af a ondre Weis umbrengan gwellt“, erzählt er. Matthias erhielt den Befehl, einen Granaten-Blindgänger wegzubringen. Als er merkte, dass damit etwas nicht stimmte, warf er ihn nach vorne und schon knallte es. Wieder hatte er Glück. Aus den Fängen des Vorgesetzten rettete ihn ein Arzt, der ihn als Sanitäter zu sich holte. Auch das erfuhr er beim Treffen nach sechs Jahrzehnten. Mit 19 Jahren erreicht Matthias auf Befehl von Gauleiter Franz Hofer im März 1943 die Einberufung. Rund 700 Jugendliche hat dieser offiziell als Freiwillige rekrutiert und nach Innsbruck beordert. „Dr Hofer hot glougn, lai viere fa di 700 sain Freiwillige gwesn“, stellt er klar. Bei der zweiten Musterung wird er wegen seiner stattlichen Größe, seiner blonden Haare und seiner blauen Augen als „ arisch-germanische Figur“ eingestuft. „Wollen Sie den Führer bewachen?“, wird er gefragt. Es schnürt ihm die Kehle zu. „I honn gwisst, naa sogn dorf i nit, suscht bin i hin“, betont er. Und so wird er der SS Leibstandarte des Führers, den TotenkopfVerbänden zugeteilt. In Berlin erlebt er drei Monate lang eine „wilde Ausbildung“, wie er es formuliert. Anschließend bewacht er die Reichskanzlei. Einige Male geht Hitler mit strenger Miene an ihm vorbei. Die eiserne Disziplin und der preußische Stechschritt setzen Matthias so zu, dass er nach 15 Tagen zusammenbricht. Er wird an die finnische Front geschickt, wo er dann nur mit Glück das bereits geschilderte Todesurteil überlebt.
Als Sanitäter wird er mit grausamen Verletzungen konfrontiert. „Es hobs koa Ohnung, wos do olz passiert isch“, meint er. Oft baut er „Knüppeldämme“ über das sumpfige Gelände, um die Verwundeten zu versorgen. Einem Kameraden aus Naturns rettet er das Leben, indem er ihn fünf Tage lang mit der Butterration eines Gefallenen ernährt. Über Oslo und Dänemark kommt er 1944 in der Normandie. Dort soll er die Invasion der Amerikaner abwehren. „Sell isch a schiacher Kriag gweesn, es hobs koan Begriff“, sagt er. Er wird am Bein und am Arm schwer verwundet und kommt in ein Lazarett nach Heidelberg und kurz darauf in eine Klinik nach Pirmasens. Dort erlebt er eine scherckliche Bombennacht. Von den 245 Insassen überleben nur sieben. Und einer davon ist er. Sein Zustand
ist lebensbedrohend, sodass ein Geistlicher geholt wird. „I hon nit gwisst, wos i beichtn soll“, betont Matthias. nach und nach erholt er sich und wird im Krankenhaus von den Amerikanern verhaftet. Nach zweijähriger Gefangenschaft kehrt er am Tag vor dem Heiligen Abend 1946 nach Hause zurück. Der Krieg hat ihm seine Jugend geraubt. Er hat keine Berufsausbildung genossen. Als Hirte auf der „Dickeralm“ bringt er sich selbst Italienisch bei. „I honn koan Beruf kopp, obr norr oan kriag“, meint er. Im E-Werk der „Montecatini“ in Kastelbell wird er Schriftführer. Er muss laufend die Daten notieren und nach Bozen übermitteln. 1950 heiratet er Maria Margesin aus Marling, mit der er sich eine Wohnung in Kastelbell einrichtet. Sie schenkt ihm zwei Kinder. Das Leben nimmt seinen Lauf. Wenn Erinnerungen an Kriegsereignisse auftauchen, verdrängt Matthias sie meistens. Mit der Arbeit und der „Jagerei“ lenkt er sich ab. Zielgenau trifft er das Wild, denn Schießen hat er gelernt. Seit 1969 ist er Jäger im Schludernser Revier. Bis zur Pensionierung 1978 arbeitet er im Kastelbeller Werk. Die Krankheit und der Tod seiner Frau im Jahre 2007 treffen ihn schwer. Mittlerweile lebt er zurückgezogen in seinem Haus. Auf die Jagd zu gehen, ist ihm zu beschwerlich geworden. Umso mehr freut er sich, wenn die Jägerkollegen bei ihm vorbeischauen und ihm das erlegte Wild zeigen. Und immer öfter beschäftigen ihn die Kriegsjahre und die Gedanken daran, dass er damals eigentlich hätte sterben sollen.
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05.12.13
Richtiggestellt
Weihnachtsverkauf in Müstair
Die Tochter von Kuppelwieser Richard, Hausbrennerei Tarsch, wurde in unserer Reihe Menschen Wind 24-13 aus Versehen der Redaktion nicht erwähnt. Wir entschuldigen uns.
Samstag, 14. Dezember ist es wieder soweit. Von 9 bis 17 Uhr findet der traditionelle Weihnachtsverkauf in Müstair statt. Alle Geschäfte gewähren einen Weihnachtsrabatt von 10% auf ihr Sortiment. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Bläsergruppe der Musica Concordia Müstair und der Mädchenchor “Cor da mattas Val Müstair”. Die Einkaufsstraße reicht vom Klosterladen bis zum Eisenwarengeschäft Grond. Das Kloster St. Johann bietet um 13.30 Uhr eine besinnliche Adventsstunde mit Priorin Domenica Dethomas.
Kalendermacher
Marienberg
Besondere Krippenausstellung
geben Träumen ein Gesicht
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Foto: Erwin Bernhart
von Architekt Werner Tscholl, umgesetzt von Edwin Lechner und Lorenz Bertagnolli, mit von der Firma MAG installierten Beleuchtung präsentieren sich verschiedenste Krippen, in deren Details sich zu vertiefen einer vorweihnachtlichen Meditation gleichkommt. Bis zum 12. Jänner 2014 ist die Ausstellung von 13.30 bis 16.00 Uhr täglich zugänglich.
Prad - „Der Traum bin ich“. Unter diesem Motto ist in der Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen in Prad ein anmutiger Kalender für das Jahr 2014 entstanden. Ein gelungener Kalender: die vier Fotografen Christine Lanbacher, Martin Tschöll, Elmar Rufinatscha und Helmut Habicher; hinten Strukturleiterin Burnhilde Lechthaler und Fotografin Paola Marcello
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
ine bemerkenswerte Krippenausstellung ist derzeit im Kloster Marienberg, im großen Saal des Klostermuseums, zu sehen. Abt Markus Spanier sagte bei der Eröffnung am vergangenen Sonntag: „Krippenbauer sind Botschafter der guten Nachricht.“ Abt Markus hat Ölbilder und Stiche und Krippen aus dem Kloster zum Thema Weihnachten zusammengetragen, darunter den (wahrscheinlichen) Vorhang der Prati-Orgel. Bereichert wird die Ausstellung durch Leihgaben des Tiroler Volkskunstmuseums und des Diözesanmuseums von Brixen. Deren Direktoren Herlinde Meinardi (Innsbruck) und Johann Kronbichler (Brixen) sprachen bei der Eröffnung einführende Worte zur Krippengeschichte. In ansehnlichen Vitrinen, geplant
von Magdalena Dietl Sapelza
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del gekleidet, anmutig und fröhlich zeigen sich 22 Personen in außergewöhnlicher Erscheinungsform auf den zwölf Kalenderblättern. „Wir alle lachen, bewegen uns unverkennbar anders. Wir alle sollten ganz einfach die Möglichkeit haben, durch unsere Einzigartigkeit zur bunten Vielfalt unserer Gesellschaft beizutragen“, so steht es im Begleittext des Kalenders. Und die Menschen mit Behinderungen haben diese Möglichkeit erhalten und kreativ genutzt. Stolz zeigten die Kalendermacher der Werkstatt in Prad kürzlich ihr gelungenes Werk. Es entstand im Rahmen eines Fotoworkshops. Da mehrere betreute Menschen eine Fotokamera besitzen und gerne Bilder knipsen, organisierten die Verantwortlichen der Werkstatt einen Kurs. Unter Anleitung der Fotografin Paola Marcello aus
Meran konnten die Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen den fachgerechten Umgang mit den Fotoapparaten lernen. Die Foto-Schüler schärften ihre Blicke. Motive in ihrer Umgebung interessierten sie und speziell auch ihre Kolleginnen und Kollegen in der Werkstatt. Es entwickelte sich die Idee, diese sowie sich selbst fotographisch festzuhalten und zwar in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen, entsprechend ihrer Vorstellungen, ihrer Wünsche und Träume. Und aus der Idee entstand der Kalender mit Portraits und dem treffenden Titel: „Der Traum bin ich“. Die passenden Kleider hatten die Verantwortlichen des Stadttheaters Meran kostenlos zur Verfügung gestellt. In der Prader Werkstatt wurden Garderoben, Schminkraum und ein Fotostudio eingerichtet. Das gesamte Team half tatkräftig mit. Fotographisches und schauspielerisches Gestalten vermi-
schten sich zu einer abwechslungsreichen und aufregenden Beschäftigung, an der alle viel Spaß hatten. Einige Schnappschüsse vom Arbeiten hinter den Kulissen sind auf der letzten Kalenderseite abgedruckt. „Es war uns wichtig, die Projektwoche mit einem handfesten Ergebnis zu beenden“, betont die Strukturleiterin Brunhilde Lechthaler. Die Werkstatt ist eine Tagesstätte für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung. Sie bietet ihnen ihren Fähigkeiten entsprechend Beschäftigungen im geschützten Rahmen. Die Struktur der Bezirksgemeinschaft ist den Sozialdiensten unterstellt. „Mit dem Kalender ist etwas ganz Besonderes entstanden“, freut sich die Direktorin Karin Tschutschenthaler. Erhältlich ist der Kalender für 12 Euro in einzelnen Geschäften und in der Prader Werkstatt. Telefon: 0473 616 322
Foto: Erwin Bernhart
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Geschenktipp
Naturns
Geschichten schenken
Cäcilienfeier der MK Naturns en 24. November 2013 widmete die Musikkapelle Naturns ganz traditionell ihrer Schutzpatronin, der heiligen Cäcilia. Um 10 Uhr umrahmte die Kapelle mit Stücken von Caccini, Bach und Händel den Festgottesdienst . Anschließend fand nach einem Umtrunk in den Räumen des Die Geehrten mit Partner und Obmänner und Kapellmeister Bürger- und Rathaus hielten für ihre langjährige Tä- Zöschg Karl, 50 Jahre -Schweitdie Cäcilienfeier statt. Auch die tigkeit in den Reihen der Mu- zer Johann und erstaunliche 60 Partner der Musikanten waren sikkapelle von Obmann Huber Jahre -Christanell Josef. Herzu einem hervorragenden FünfPaul und Bezirksobmann des mann Wenter, der seit dem verGänge-Menü eingeladen und so Bezirkes Meran Albert Klotzner gangenen Jahr nicht mehr auf konnte gemeinsam mit diesen ihre wohlverdienten Abzeichen: der Bühne (aber immer wieder auf ein erfolgreiches musika15 Jahre- Baur Monika und Gor- sehr aktiv hinter der Bühne) zu lisches Jahr zurückgeschaut fer Martin; 25 Jahre -Hanny sehen ist, darf sich von nun an werden. Der Höhepunkt der Michael und Schwienbacher Ehrenmitglied der Musikkapelheurigen Cäcilienfeier waren Lukas; 40 Jahre - Alber Hans- le Naturns nennen. sicherlich die vielen Ehrungen. jörg, Spornberger Gregor und Zehn fleißige Musikanten erSteffi Pföstl
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Katharinaberg
Cäcilienfier mit zwei Ehrungen A
Foto: „Wind“-Archiv
zum allgemeinen Leseschatz gehören. Gern verzahnt Lindgren Schicksal und Wunder, mit der Absicht, das wahre Leben zu gewinnen. Dämmerung als Thema trifft gerade in den Weihnachtsgeschichten die Stimmung dieser besonderen Zeit, Dämmerung führt hin zu Mystischem und Magischem, dem seltsamen Glanz auf dem See, dem Stern in der Ferne, dem Erschauern vor Aufregung. Astrid Lindgren (1907-2002) hat auf dem Land in Südschweden gelebt, wo sie in der bäuerlichen Gemeinschaft kräftig verankert war. Nicht von ungefähr kommt ihre Gabe, die Natur zu nutzen, um Gefühle zu vermitteln. Und dabei Verzauberung spüren zu lassen und eine lebensbejahende Einstellung. Claudia Theiner
m Sonntag, 17. November 2013 feierte die Musikkapelle Katharinaberg die diesjährige Cäcilienfeier und schloss damit das musikalische Jahr 2014 ab. Mit einer emotionalen Bläsermesse eröffnete die Musikkapelle diesen Feiertag und ließ auch die Dorfbevölkerung daran teilhaben. Hochwürden Franz Messner würdigte dabei das ehrenamtliche Engagement, welches die Musikantinnen und Musikanten während des ganzen Jahres an den Tag legten und sprach der Musikkapelle stellvertretend für die ganze Dorfbevölkerung ein großes Dankeschön dafür aus.
Im Anschluss an die gelungene Messfeier zog die Musikkapelle weiter in das Gasthaus Schnalsburg, wo sie sich zu einer gemeinsamen Feier traf. Nach einer Schweigeminute im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder und Förderer der Musikkapelle wurde zu einem reichlichen Mittagessen aufgetischt. Nach Speis und Trank folgte der offizielle Teil des Tages. Obmann Florian Müller hielt eine kurze Rückschau auf das vergangene Musikjahr. Da die Musikkapelle Katharinaberg seit Jahren die langen Tätigkeitsberichte und Kassenberichte bei der Vollversammv.l.: Kapellmeister Martin Punter, Bezirksobmann Manfred Horrer, Albin Nischler, Verbandsobmann Pepi Fauster, Obmann Florian Müller
lung des Vereines vornimmt, konzentrierte er sich auf die zwei wichtigsten Punkte des Jahres. Zum einen dankte er noch einmal allen Beteiligten, die die Neuanschaffung der Trachten für die Musikkapelle tatkräftig durch ehrenamtliche Arbeit oder auch finanziell unterstützten. Zum anderen gratulierte der Obmann erneut dem Gründungsmitglied Albin Nischler vom Oberperflhof, welcher bereits beim Frühjahrskonzert im Mai für 60 Jahre Mitgliedschaft vom Verbandsobmann Pepi Fauster und Bezirksobmann Manfred Horrer persönlich geehrt worden war. Der Obmann dankte Albin für seine vorbildliche Leistung in all diesen Jahren. Im Anschluss daran nutzte Kapellmeister Martin Punter die Möglichkeit, die positive musikalische Entwicklung des Jahres zu betonen und einen kurzen Rückblick zu halten.
Foto: „Wind“-Archiv
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ippi Langstrumpf ist in Weihnachtslaune, Pelle hingegen ist sauer und will das Fest allein feiern und Tomte Tummetott wünscht für Mensch und Tier den Sommer herbei. Astrid Lindgren, wir wissen es, packt das ganze Leben in ihre Bücher, und sie erreicht nicht nur die Herzen der Kinder. Auch die Erwachsenen lieben die schwedische Erzählerin. “Weihnachten mit Astrid Lindgren“ ist denn auch ein Buch für die ganze Familie, schön und großzügig illustriert mit Schneelandschaften, Kutschenfahrt und fröhlicher Bescherung. (Oetinger, 2013, 256 S.). Es versammelt Auszüge aus Lindgrens Romanen, die längst
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Vinschgau/Schloss Goldrain
Vinschgau
Europa so fern - so nah
Wir hinterfragen kritischer
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v.l.: Kathia Depian (Brixen), Eva Aurich (Juval), Sabrina Eberhöfer (Laas) und Ruth Dietl (Latsch) Foto: Magdalena Dietl Sapelza
Landwirtschaftspolitik der EU, die 40% des Haushalts immer noch diesem Bereich zuspricht. Wichtig für die Alpenregion war vor allem die Einladung von EUAbgeordneten nach Südtirol und Osttirol, damit sie sich ein Bild über unsere Berglandwirtschaft machen konnten. Der Abend mit Herbert Dorfmann und drei seiner Mitarbeiter und mit der Grünen Tiroler Abgeordneten Eva Lichtenberger war bei einem Essen äußerst spannend. Mit dabei war auch sein Pressesprecher, der Latscher Stefan von Marsoner. Am selben Tag trafen wir Markus Warasin, der auch in der Kulturnacht im Stadttheater in Bozen über die Europäische Union als Friedensprojekt gesprochen hat. Warasin, der ein Unterlandler ist, hat uns mit seinem neuesten Projekt bekannt gemacht, nämlich der Werbung für die Wahlen zum Europäischen Parlament, die in Italien am 25. Mai 2014 abgehalten werden. Die fünftägige Reise nach Brüssel ist Teil des ESF- Lehrgangs „Mit Engagement das öffentliche und politische Geschehen mitgestalten. Weiterbildung für tatkräftige und motivierte Frauen“, der im Bildungshaus Schloss Goldrain nun schon das achte Mal angeDie Frauen im „Außenamt“ der Europaregion boten wird. mit Vesna Caminades (knieend links) Christine Holzer Foto: „Wind“-Archiv
in riesengroßes Gebäude, in dem ca. 6000 Personen arbeiten. Das ist das Europäische Parlament in Brüssel. Auf unserem Weg durch einige europäische Institutionen trafen wir dort hoch motivierte und sehr gut ausgebildete und vor allem begeisterte Europäer und Europäerinnen. Die wir trafen, waren zum größten Teil aus Südtirol wie die Burggräflerin Marlene Holzner, die Pressesprecherin des EU-Kommissars Günther Öttinger, und die Ladinerin Vesna Caminades, die Amtsdirektorin der Europaregion Tirol-Südtirol/ Alto Adige-Trentino, die sehr zuvorkommend viele Fragen beantwortet hat. Herbert Dorfmann, den Südtiroler Abgeordneten im Europäischen Parlament, trafen wir zwischen einer Kommissionssitzung und der nächsten. Er nahm sich Zeit, uns Rede und Antwort zu stehen zusammen mit seiner Kärntner Kollegin Elisabeth Köstinger. Das Gespräch drehte sich vorwiegend um die
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ir hinterfragen unsere Überflussgesellschaft kritischer“, sagt Sabrina Eberhöfer aus Laas. „Unser Ziel ist es, mit den Menschen zu leben, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und ihnen Unterstützung zukommen zu lassen“. Bereits viermal hat sie im Rahmen des Projektes „Vida y Esperanza“ (Leben und Hoffnung) freiwillig mehrere Monate in der bolivianischen Stadt Cochabambas gelebt. 80 Prozent der Menschen kämpfen dort um das tägliche Brot. Besonders die Kinder leiden. Deshalb stehen diese und speziell behinderte Kinder in zwei Heimen im Mittelpunkt des Einsatzes. „Behindert sein ist dort mit großer Scham verbunden. Diese Kinder werden meist versteckt und oft sogar ausgesetzt“, sagt Eberhöfer. Das Projekt betreut die „Organisation für eine solidarische
Welt OEW“ in Brixen. Vor ihrem ersten Besuch absolvierte Eberhöfer ein Vorbereitungsseminar. Sie hat dann zum Beispiel beim Aufbau eines Zentrums für Kinder mitgeholfen, in dem Schulbildung gefördert wird. Wie Eberhöfer setzen sich auch andere Südtirolerinnen und Südtiroler freiwillig für das Projekt „Vida y Esperanza“ ein. „Nach unserer Rückkehr halten wir den Kontakt zu den Ansprechpartnern vor Ort und sammeln Geld“, so Eberhöfer. Die Gruppe trifft sich monatlich und organisiert Hilfe für die Einrichtungen in Bolivien. „Durch unsere Arbeit haben wir gelernt, bewusster zu leben. Beim Vortrag „Trompos Y amigos“ von Ruth Dietl stehen am Samstag, den 7. Dezember um 20 Uhr im Kulturforum in Latsch auch die anderen Gruppenmitglieder Rede und Antwort. (mds)
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Schlanders/Bozen/Museion
Schlanders
Riesenfiguren
Lehrlingswettbewerb als Motivation
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Die Preisträger und im Hintergrund die Wettbewerbsarbeit; v.l.: Beatrix Engl aus Terenten: 2. Preis, Julian Geier aus Kurtatsch: 1. Preis und Alex Obertimpfler aus Sarnthein: 3. Preis
Foto: Heinrich Zoderer
nde November haben die zehn Malerlehrlinge (neun Burschen und ein Mädchen) der zweiten Klasse der Berufsschule Schlanders ihren Blockunterricht abgeschlossen und sind wieder zu ihren Betrieben im ganzen Land zurückgekehrt. Heuer wurde unter den Lehrlingen zum ersten Mal am Ende ihres Blockunterrichts ein Wettbewerb veranstaltet. Von 8 bis 14:30 Uhr (mit einer Mittagspause) mussten sie eine Tür lackieren und in genau vorgegebenen Maßen ein Bild mit einer Schrift an eine Wand malen. Eine Fachjury, bestehend aus dem Obmann der Maler im LVH, Rudolf Dantone aus St. Lorenzen, Walter Roschon und dem Fachlehrer
der Berufsschule Schlanders, Gabriel Karnutsch, überprüfte jede Arbeit. Die Sauberkeit, die Genauigkeit, die Deckkraft und die Farbharmonie wurden bewertet. Wie Bruno Giongo, der Koordinator dieses Projektes berichtete, soll dieser Wettbewerb für die jungen Lehrlinge eine Heraus-
forderung sein, um zu zeigen, was sie gelernt haben und eine Motivation, nächstes Jahr bei der Landesmeisterschaft mitzumachen. Der Sieger gilt dann als Favorit für die Berufsweltmeisterschaft. Beim heurigen Wettbewerb erhielten die Sieger schöne Geldpreise. (hzg)
Schluderns
Leben der Frauen in früheren Zeiten as Jahr 2013 stand in Schluderns im Zeichen der 850-Jahrfeier des Ortes. Fast alle Vereine leisteten durch Veranstaltungen ihren Beitrag. Die Verantwortlichen der katholischen Frauenbewegung um Vorsitzende Petra Rainalter luden kürzlich zur Ausstellung „Leben der Frauen in früheren Zeiten“. Im ehemaligen Geschäftslokal „Ideenbandl“ zeigten sie Fotos aus vergangenen Jahren und Gebrauchsgegenstände aus alter
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Zeit, die vorwiegend von Frauen benutzt worden waren. Zu betrachten waren zum Beispiel ein hölzerner Waschbottich, Geräte zum Flachs-brechen, ein Butterkübel, Haarnadeln, alte Modehefte und vieles mehr. Ältere Besucherinnen und Besucher schwelgten in Nostalgie. Kinder und Jugendliche staunten über Dinge, die sie noch nie gesehen hatten. (mds)
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
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Im Bild: Jan und Severin Walter aus Schluderns
Weihnachtsgeld
2013
Grafik: FRITZ Schlanders
Foto: Heinrich Zoderer
laus Pobitzer ist ein besonderer Künstler. Aufgewachsen in Schlanders, lebt und arbeitet er in Wien. Seine Kunstwerke sind groß und unübersehbar, so groß, dass viele Räume zu klein sind. Er macht Porträts von lebenden Menschen, von Freunden, Bekannten oder einfach von Leuten auf der Straße. Aus den Porträts werden großformatige Computerzeichnungen. Die Personen stehen von der Umgebung isoliert, mit klaren Farben, Formen und Linien. Seine buntgrellen Portraits stehen in der Nähe zur Pop Art und erscheinen wie Comicfiguren, sind aber doch etwas Eigenes. Porträts, 4 Es sind InstalMeter hoch lationen im im Museion öffentlichen in Bozen bis Raum, die Um2. Februar zu risse sind kräfbesichtigen tig gezogen und gleichmäßig mit Farbe ausgefüllt. Es sind lebendige Momentaufnahmen von verschiedenen Menschen mit individuellen Zügen. Die acht Figuren, ausgestellt im Museum für moderne Kunst in Bozen, sind vier Meter hoch, zwei Meter breit und können bis am 2. Februar 2014 besichtigt werden. (hzg)
er Vinschg
...einlösbar nur in den teilnehmenden Betrieben;
Schluderns KOFLER Böden + Heimtextilien Schlanders - Kortsch AURUM Goldschmiede Prad am Stilfserjoch Reschen BIKEMAN 2 RAD ORTLER Sport FOLIE Intersport Boutique EXON Kaufhaus PINGGERA Sport TENNE Druck & Papier FRITZ Sport FAHRNER FLEISCHMANN I Raumausstattung Mals - Burgeis - Laatsch MAXI TEAM MATSCHER Bekleidung Bäckerei SCHUSTER Mode FORMER Laas-Eyrs Das kleine WARENHAUS Mode & Sportmode GLUDERER Blumen LECHNER Sport TENNE MODETREND am Platzl Eisenwaren TELSER Peter Sport Mode ZIERNHELD LIVE JEANS WEAR Möbel REISINGER Schuhe OBERHOFER Glurns Konfektion STECHER LORE Schuhwaren TUMLER TEAM 2000 I Glurns Schuhe SPECHTENHAUSER
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Schlanders/Albiano
Fotos: Angelika Ploner
Schüler tauschen sich aus
Schüleraustausch zwischen Schülerinnen und Schülern der Mittelschule Schlanders und der Mittelschule Albiano (Trentino)
D
ie Resümees reichten von „es ist wichtig viele Sprachen zu lernen“ bis „man verlor die Angst in einer fremden Sprache zu sprechen und Fehler zu machen“. Hinter der 3. Klasse D der Mittelschule Schlanders liegt ein einwöchiger Schüleraustausch mit den Drittklässlern der Mittelschule Albiano (Trentino). In zwei Gruppen aufgeteilt, erlebte man wechselweise den italienischen und deutschen Schul-
alltag. Doch damit nicht genug: Neben dem Schulbesuch zielte auch das Freizeitprogramm auf den Austausch der Kulturen und das Vertiefen der Sprachkenntnisse ab. Untergebracht in Gastfamilien, war das Projekt zweifelsohne mehr als ein Schüleraustausch: Es war auch die Herausforderung, sich außerhalb des Elternhauses zu bewegen und „auf sich alleine gestellt sein“, wie Direktor
Reinhard Zangerle betonte. In Erinnerung behalten haben die Schüler vor allem zweierlei: die Wichtigkeit von Sprachen und die Herzlichkeit der Gastfamilien. Denn die Schülerinnen und Schüler gewannen nicht nur an sprachlichem Wissen, sondern knüpften zudem Freundschaften. Organisiert und vorangetrieben hat das Projekt „Schüleraustausch“ Italienischprofessorin Alessandra Martello. (ap)
Latsch
Patchwork für den guten Zweck I
v.r.: Claudia Baur Staffler, Meran, Herta Prünster, Latsch, Christine Schmid, Kastelbell und Regola Addelio Berikon Foto: Sylvia Ilmer Wieser
m Winter 2010/11 haben Monika Ratschiller und ihre Schwester Claudia Baur Staffler mit ein paar interessierten Seniorinnen begonnen, Patchworks herzustellen. Vorerst entstanden lustige Hühner und bunte Kissen. Schon im Mai 2011wurde an der Freizeit-Ausstellung im Rahmen der Kulturtage Latsch teilgenommen. Bald darauf stieß Frau Christine Schmid aus Kastelbell dazu und fortan traf sich die Gruppe regelmäßig im CulturForum Latsch zum gemeinsamen Nähen. Im Sinne von Monika Ratschiller und mit fachlicher Unterstützung durch Frau Claudia Baur, hat Christine Schmid im letzten Jahr die Leitung der KVW-Seniorengruppe übernommen. Die kleine, aber sehr aktive Gruppe hat sich schon verschiedentlich sozial engagiert. Für die internationale Aktion „Herzen für Mammokarzinom operierte Frauen“ wurden 48 Herzen hergestellt, die dem Krankenhaus
in Schlanders übergeben wurden. Die FF Latsch wurde bei ihrem Fest im Mai 2012 mit der Verlosung einer großen Bettdecke unterstützt. Anlässlich des Vortrages von Frau Petra Theiner im Rahmen der KVW-Seniorenversammlung im Herbst letzten Jahres, wurden zur Unterstützung ihres Wirkens in Kalkutta Mäuse, Freundschaftskissen und Lavendelsäcklein zum Kauf angeboten. Im Rahmen einer kleinen „Werkschau“ zeigten die Frauen am 9. und 10. November im CulturForum Latsch, was sie
mit den verschiedensten Stoffen hergestellt haben. Es sind kleine Kunstwerke entstanden. Schönes zeigen und Gutes tun, lässt sich wunderbar verbinden. Zur Ausstellung kam auch Frau Lisa Mauroner, Hauptleiterin der KVW-Seniorengruppe in Bozen, welche auch um Starthilfe für andere Gemeinden gebeten hat. „Worauf wir besonders stolz waren“, sagt Christine Schmid. Außerdem bedankt sich die Gruppe herzlich bei all jenen, die sie immer wieder unterstützen und mit Stoffen versorgen. (sil)
Bildungsausschuss Graun
Kastelbell/ Tschars
TarscH
LatscH
Martell
Goldrain
Schlanders
Kortsch
Laas
Stilfs
Prad
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Glurns
Mals
Bildungsausschüsse Vinschgau
Graun
Vinschgerwind 25-13
Schluderns
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Bildungsausschuss Stilfs
Einstimmung in die stille Zeit „Toulr Kapella-Liachtr“ 01.12.2013 – 06.01.2014 Wie schon in den vergangenen Jahren, werden auch heuer während der Advents- und Weihnachtszeit in Langtaufers acht Kapellen angeleuchtet. Von Raffein bis Melag erinnern die angeleuchteten Kapellen an die Verkündigung und Geburt Christi. Am zweiten Advent- Sonntag (08.12.2013) wird wiederum die Lichterwanderung von Patzin bis Perwarg durchgeführt. Der Bildungsausschuss bedankt sich bei allen Besitzern der Kapellen für die Zusammenarbeit.
Sonntag, 08.12.13 (2. Advent) 16.00 Uhr – Lichterwanderung von Patzin bis Perwarg •M ännergesang und besinnliche Texte in der Kapelle in Patzin. Anschließend Wanderung von Patzin bis Perwarg auf dem Forstweg. Wir bitten die Teilnehmenden die Laternen mitzubringen. • In Perwarg spielen die Weisenbläser der MK Reschen. Genießen Sie ein heißes Getränk und eine wärmende Suppe. • Busdienst: Ab St. Valentin 15.20 Uhr – Reschen 15.30 Uhr – Graun 15.40 Uhr – Melag 15.50 Uhr. Der Bus hält an allen Bushaltestellen. Rückfahrtmöglichkeit von Kapron Richtung Melag um 19.00 Uhr, von Kapron Richtung Graun um 19.15 Uhr. Organisation: Bildungsausschuss, KVW Ortsgruppe Langtaufers, Freiwillige Feuerwehr Langtaufers
„Graunr Wegkrippe“ 15.12.2013 – 06.01.2014
Sonntag, 15.12.2013 (3. Advent) 17.00 Uhr – Einzug von der Grundschule zum Kirchplatz • Adventfeier mit besinnlichen Texten und musikalischer Umrahmung der Jugendkapelle Reschen, der Grundschule Graun und des Kirchenchores Graun • Anleuchtung der Wegkrippe • Weihnachtsgebäck und Getränke Organisation: Bildungsausschuss, Grundschule Graun, Pfarrgemeinderat Graun
oben: Roland Angerer begrüßte im Namen des Bildungsausschuss unten: Markus, Verena, Roswitha, Elvira, Christina, Chilhouse, Karlheinz, Gerlinde, Ernst, Mary und der Kindergarten Stilfs kreierten die Lichtobjekte in den Gassen von Stilfs Es war wieder diese besondere mystische Atmosphäre des Dorfes Stilfs, die bei der Aktion „Dunkelheit-Stille-Nacht“ aufkam und sich auf die TeilnehmerInnen übertrug. Dass dabei die „Dorfbeleuchtungslichter“ ausgingen, störte nicht im Geringsten, sondern war die gewollte Voraussetzung dafür, die mit natürlichen Licht ausgestatteten Lichtobjekte in den Stilfser Straßen richtig in Szene zu setzen. Am Nachmittag stimmte Frau Antara Hotz aus der Schweiz auf das Erfahren von Stille und Dunkelheit ein, ehe bei leichtem Schneetreiben ein Rundgang in Dunkelheit und Stille zu den einzelnen Lichtobjekten erfolgte. Besinnliche Texte, vorgetragen von Christina Angerer und Martina Wienchol begleiteten den Zug zur Pfarrkirche, wo das Ensemble Suvendes für den musikalischen Ausklang sorgte. Trommeln, Toncollagen und die wunderbaren Stimmen der SängerInnen aus dem Obervinschgau sorgten für meditatives Abschalten vom Alltag. Die Lichtobjekte werden wohl an anderen Orten weiter leuchten und die stille Zeit des Advents erhellen. Der Bildungsausschuss Stilfs unterstützte diese Aktion und die Stilfser Weberinnen versorgten die TeilnehmerInnen kulinarisch. (lu)
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Bildungsausschuss Mals
2OI3
Malettes BILDUNGS HERBST
Information, Unterhaltung und Kultur in der Gemeinde Mals
MUSIK-ART-POESIE
SYN-music&art Projektvorstellung und CD-Präsentation Das neueste Projekt vom Laatscher Franz Josef Paulmichl, dessen Einnahmen für einen guten Zweck bestimmt sind, ist eine Symbiose von Musik und Kunst. Es werden Bilder verschiedener Künstler ausgestellt und einzelne Titel aus der Musik-CD vorgetragen. Zwei Moderatorinnen führen durch die Vorstellung, tragen die Gedichte vor und berichten kurz über das „NomaHilfsprojekt“.
Termin: Sonntag, 08. Dezember 2013 Beginn: 19.00 Uhr Ort: Laatsch, Mehrzweckgebäude Organisation: Eine-Welt-Gruppe Laatsch und Bildungsausschuss Mals
Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars
Einfach xund essen
Weihnacht im Dorf 2013
kostung servierte es Polentaschaum mit GorgonÜber die regionale Küche und deren Vorteile zolaeis und Kaffee, Almkäse mit Blauburgunderreferierte Chefkoch Jörg Trafoier auf Einladung grappa und Mostarda von der Palabirne, Tortellini des Bildungsausschusses Kastelbell/Tschars gefüllt mit Biogeflügel vom Moleshof, Wildragout im Rahmen des Projektes „einfach xund“. Ein mit blauen Kartoffelchips. Alpenrosensorbet, ganzes Jahr setzte sich der Bildungsausschuss in Marillen Sorbet, Pralinen mit Erdbeerfüllung, mit Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen Birnenquitte und Vollkornspitzbuam. So konnten mit dem Thema „Gesundheit“ auseinander. Der die TeilnehmerInnen mit vielen neuen Ideen für vorläufige Projektabschluss war dem gesunden die gesunde Küche nach Hause gehen. Umrahmt Essen gewidmet, wobei einige Aktionen sicher wurde diese Veranstaltung musikalisch von der noch weitergeführt werden. Jörg Trafoier, in Gruppe „Zielergluat“, welche Volksmusik modern Begleitung seiner Kinder Kevin und Nathalie, interpretierten.. (lu) ging in seinen Ausführungen auf die Vorteile der Vinschger Küche ein. Sie vermag mit einfachen Lebensmitteln, auf die wir alle zurückgreifen können, zu punkten, wenn sie mit kreativen Ideen ergänzt wird. Und davon hat das preisgekrönte Küchenteam vom Restaurant Kuppelrain eine Menge Kevin, Nathalie und Jörg Trafoier präsentierten gesunde vorzuweisen. Im Rahmen einer Verund kreative Vinschger Köstlichkeiten
Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi
„Oh Pannenbaum“ Unerhörte Texte und Lieder zum Fest Eine literarische Adventsstunde mit Selma Mahlknecht und Kurt Gritsch Alle Jahre wieder laden Selma Mahlknecht (Schriftstellerin und Dramatikerin) und ihr Mann Kurt Gritsch (Gitarre) zum Adventskränzchen: freche, besinnliche, liebe, traurige und lustige Gedichte und Geschichten aus fremder und (hauptsächlich) eigener Feder werden aufgetischt.
Sonntag, 15.12.2013 18.00 Uhr Öffentliche Bibliothek Kastelbell Die Bibliotheken und der Bildungsausschuss freuen sich auf Euer Kommen!
Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf
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JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 13.12.13 ab 20.00 Uhr Art: Café mit Harald Punter Music: Pierluigo Colangelo (acoustic) Jugendtreff Time Out Schnals Ö Fr. 13.12.13 von 16.00 – 20.00 Uhr Kekse backen Ö Sa. 21.12.13 von 16.00 – 20.00 Uhr Taschenworkshop aus recyclingmaterial für Gitschen. Kosten: 10 Euro Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 07.12.13 ab 18.00 Uhr Kochabend Ö Mi. 11.12.13 ab 14.30 Filzen Jugendzentrum JuMa Mals Ö Sa. 07.12.13 ab 15.00 Uhr Gesunde Weihnachtsbäckerei Ö Sa. 14.12.13 ab 11.00 Uhr Go Kart Ötztal Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Fr. 06.12.13 ab 15.00 Uhr Warm Up – Kekslbäckerei Jugendtreff Tschengls Ö Do. 05.12.13 ab 18.30 Uhr Goaßplotz – Nikolausfeier & Tuiflinzug Jugendtreff Martell Ö Sa. 07.12.13 ab 15.00 Uhr Workshop: Taschen selber machen Kosten: 5,00 Euro Info & Anmeldung: Myri Jugendtreff Tarsch Ö Fr. 13. – Sa. 14.12.13 ab 21.00 Uhr – 9.00 Uhr (14.12.13) Filmnacht Info & Anmeldung bei Myri JuZe Naturns Ö Mi. 11.12.13 ab 15.00 Uhr U16: Calcettoturnier Ö Sa. 14.12.13 ab 20.00 Uhr Konzert: BIZARRO WELT ALBUM RELEASE Line Up: Bizarro Welt – Punk Cakes – Skandal Kosmo Plaus Ö Mi. 11.12.13 ab 15.00 Uhr Filmnachmittag Ö Mo. 16.12.13 ab 15.00 Uhr Wir backen Kekse Jugendtreff LA:MA Laas Ö Sa.14.12.13 Kino Cineplexx Bozen Hobbit 2 (Anmeldung bei Andy) Ö So.15.12.13 von 11.00 – 12.00 Uhr Kekse Verkauf Raiffeisenplatz Laas Jugendtreff Reschen: Ö Sa. 07.12.13 ab 19.00 Uhr „leckere Lebkuchen backen“ (werden am 14.12. beim Filmabend „vernascht“) Ö Sa. 14.12.13 19 Uhr ab 19 Uhr „Weihnachtsfilm“ (Filmwahl aus 3 Filmen ab dem 07.12. auf www. jugendtreff.bz/oberland oder e-mail an: oberland@jugendtreff.bz) Jugendtreff „Juze“ St. Valentin: Ö Sa. 07.12.13 ab 19 Uhr Treff offen!!! Citytreff Glurns Ö Fr. 06. + Sa. 07.12.13 geschlossen Ö Fr. 13.12.13 ab 15.00 Uhr Weihnachtsgeschenk basteln Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Do. 05.12.13 geschlossen Ö Mi. 11.12.13 ab 15.00 Uhr Weihnachtskekse backen Jugendtreff Chill House Stilfs Ö Fr. 06.12.13 ab 15.00 Uhr Vorbereitungen KLOSN Ö Sa. 07.12.13 KLOSN – Treff offen! Jugendtreff Revoluzzer, Taufers Ö Do. 12.12.13 ab 17.30 Uhr Weihnachtsdeko basteln Jugendtreff Ju!p Prad Ö Mo. 09.12.13 ab 15.00 Uhr Tischtennisturnier Ö Sa. 14.12.13 ab 17.00 Uhr Tag der offenen Tür
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Pimp your neighbour Die Wünsche der Jugendlichen gingen in den letzten Jahren immer mehr in Richtung kreativer Gestaltung, es sollte etwas sein, das auch Wirkung hat, nicht nur für sich selbst, sondern für Andere. Einmal eine Wand besprayen, so die Idee der Jugendlichen. Die Wünsche aufgegriffen motivierte die JugendarbeiterInnen des Jugendzentrum JuMa Mals dieses Bildungsprojekt zu entwickeln. Sechs weitere ProjektpartnerInnen entlang des Vinschgaus stiegen beim Projekt „Pimp your neighbour“ mit ein das Taifun im Martelltall, die Garage neben dem JuZe Freiraum in Schlanders, der Jugendtreff Submarine in Laas, das Phönix Schluderns, das Ju!P Prad und der Jugendtreff Revoluzzer in Taufers wurde gemeinsam mit den Jugendlichen verschönert. Bei dieser Projektarbeit lag die Chance, dass die Jugendlichen ihre Bedürfnisse kennen lernen, diese ausdrücken und umsetzen können. Durch die kreative Arbeit lernten sie sich selber besser kennen und entdeckten neue Fähigkeiten und Interessen. In jedem Treff wurde ein Projekttag verbracht- gemeinsam mit den Profisprayern Pipo und Tobe wurde an den Plänen getüftelt, Motive ausgewählt, auf die Wand übertragen und angesprayt. Bei solchen Projekten kann jeder vom Anderen etwas lernen und profitieren. Lernen, eigene Bedürfnisse zu benennen oder zurückzuhalten, Rücksicht zu nehmen, Stärken und Schwächen zu zeigen, Hilfe und Unterstützung anzubieten, eigene und andere Ideen annehmen und aushalten
Nativ Spirit
Auf den Spuren der Natur Ein Interreg IV Projekt Die schulfreie Woche im Oktober war für einige Jugendliche ein ganz besonders tolles Erlebnis. Drei Tage lang verbrachten wir in der Natur,-Wildnis- und Lebensschule in Pfunds in Österreich. Aufgrund des großen Interesses und der vielen Nachfragen, konnte das Projekt durch die finanzielle Unterstützung von Interreg IV bereits zum zweiten Mal angeboten werden. Bereits gleich nach der Ankunft konnten die Jugendlichen ihr Tipizelt beziehen und vor allem beheizen. Das Holzhacken und das Feuermachen blieb in den kommenden Tagen eine beliebte Beschäftigung für die Tipi Bewohner. In den kommenden Tagen erhielten wir einen Einblick ins Überleben in der freien Wildnis. Wir lernten einen Schlafsack zu bauen, aus lauter Dingen, die wir in der Natur finden konnten. Wir entzündeten Feuer mit dem Bogendrill, wir schossen mit Pfeil und Bogen und machten uns unsere eigenen Schalen aus Holz, um daraus heißen Tee zu trinken. Neben dem tollen Programm hatten wir auch reichlich Zeit, uns besser kennen zu lernen. Abends saßen wir alle gemeinsam beim Lagerfeuer und grillten Stockbrot, Würstchen, Gemüse und Bananen und unterhielten uns bei Lagerfeuergeschichten, Gitarrenklängen und Trommelwirbel. Am Ende erhielten alle Teilnehmer noch eine Urkunde über den Grundkurs „Überleben in der Wildnis“. Es waren drei Tage voller nicht alltäglicher Erlebnisse, die das Projekt zu einer schönen Erinnerung für uns alle machten!
zu können uvm. Kommunikation wird gefördert und Teamarbeit muss gelernt werden, beim Graffiti sprayen muss man Geduld haben und exakt arbeiten- wichtige Fähigkeiten, die viele Jugendliche nicht mehr aushalten. Es braucht Kreativität, Vorstellungsvermögen, Ausdauer und eine Portion Durchhaltewillen. Beim Graffitisprayen lernt man dies auf eine spielerische Art und Weise und vielleicht kann der Eine oder Andere das Gelernte im Leben umsetzen. Es ist wichtig, mit den jungen Sprayern über die Thematik des illegalen Sprayens offen zu sprechen und ihnen die negativen Konsequenzen aufzuzeigen. Im Gegenzug werden den Jugendlichen aber öffentliche Flächen geboten, um ihr Talent zu unterstützen. Den Abschluss des gemeinsamen Projektes bildet eine Wanderausstellung, welche zwei Wochen im Jugendtreff/ Jugendzentrum vor Ort zu den Öffnungszeiten ausgestellt ist, dann persönlich von Jugendlichen in den nächsten Treff weitergegeben wird. IntereggIV Projekt
Musik kennt keine Grenzen Der Workshop wurde mit einer Vorstellungsrunde und einem Improvisationsspiel eingeleitet. Die 5 Teilnehmer hatten ihre Instrumente (Gitarren, Perkussionsinstrumente, Keyboard) selbst mitgebracht. Danach wurden Ideen für das Thema des Songwritings gesammelt. Die Gruppe entschied sich eine Hymne für das Jugendzentrum Freiraum zu schreiben. Nachdem der Text auf Papier gebracht wurde, hat Alex Giovanelli, ein Dichter und Liederschreiber, einige Erfahrungen und Eindrücke aus seiner Arbeit preisgegeben. In der zweiten Einheit überarbeiteten wir Text und Songstruktur der Freiraum Hymne. Danach begaben wir uns in das hauseigene Tonstudio des Jugendzentrums. Zuerst wurde der Aufbau und die Mikrofonierungstechnik des Studios erklärt. Jedes Kind konnte sein Instrument selber mikrofonieren und testen. Bereit für die Aufnahme wurden Instrument für Instrument eingespielt. Für die Kinder war dieser erste Tag im Tonstudio sehr aufregend. Die letzte Einheit wurde mit einem Rhythmus Spiel eröffnet, um dann gut gelaunt in das Tonstudio zurückzukehren. Alle Instrumente waren schon eingespielt. Es fehlten nur noch die Lead-Vokal und Choraufnahmen. Nach einigen ersten schüchternen Takes fühlten sich die Kinder pudelwohl und sangen lauthals in die Mikrofone. Die Juze Freiraum Hymne war somit im Kasten, die Freude war groß, die Kinder waren stolz auf das Ergebnis. Ein Workshop mit viel Musik und gleich viel Spaß.
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Schlanders/Laas
Liedermacher und Straßenmusiker ei 10 Auftritten in Südtirol hat der Stilfser Liedermacher Dominik Plangger auf seiner Südtiroltour die neue CD „hoffnungsstur“ vorgestellt und seine alten und neuen Fans begeistert. Während Plangger letztes Jahr die Südtiroltour alleine bestritt, trat er dieses Jahr zusammen mit der Bonner Liedermacherin Cynthia Nickschas auf. „Ich kann das nicht länger mit ansehen, wie die Mauern zerfal- Dominik Plangger spielt und singt auf dem Markt len, diese Welt zusammenbricht. in Laatsch Ich will was bewegen, ich seh´s heißt der Titel des ersten Liedes und so wie als meine Pflicht.“ Mit diesem Text beginnt in diesem Lied singt er auch in anderen Lieder Stilfser Liedermacher und Straßenmudern über Themen, die ihn beschäftigen, die siker Dominik Plangger den Konzertabend er auf seinen Wegen durch Europa aufgreift. im Kulturhaus Schlanders. Über 200 VinEs sind Texte gegen den Faschismus, gegen schger sind gekommen, es herrscht eine Rassismus und Krieg. Dominik singt von der gute Stimmung, viele Fans haben Dominik Freiheit und Revolution, aber auch von der bereits letztes Jahr auf seiner Südtiroltour Alm, wo es ihn immer wieder zurückzieht. Er gehört. Die meisten Liedtexte hat er selbst sagt, dass er almsüchtig ist. Als Hirte auf der in den Wintermonaten geschrieben. Es sind Oberdörfer Alm bei Burgeis, bei den Tieren, sozialkritische Texte und Protestlieder. Als in der Bergwelt, da fühlt er sich wohl. Im Vinpolitischer Liedermacher will er aber nicht schger Dialekt erzählt er über seine Gefühle, gesehen werden. „Es rührt sich was in mir“
Foto: Heinrich Zoderer
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wieder zu Hause zu sein, obwohl bei ihm das Fernweh immer größer war. Er war drei Monate in Kanada, 2009 war er neun Monate als Straßenmusiker in Irland. Vier Jahre hat er in Wien gelebt, jetzt lebt er in Innsbruck. Seit 2009 spielt Dominik Plangger beim Musikfestival „Songs an einem Sommerabend“ in Bayern. Bei diesem bekannten Festival hat er den Nachwuchsförderpreis gewonnen, Konstantin Wecker, Hannes Wader und Reinhard May kennen gelernt. Besonders mit Konstantin Wecker verbindet ihn seitdem eine enge Freundschaft und eine fruchtbare Zusammenarbeit. „Was für ein Gefühl, tiefer als das Meer, doch wie tief ist das Meer“, singt er mit seiner starken, unverwechselbaren Stimme und spielt dazu auf seiner Akustikgitarre. Am Ende des zweistündigen Konzertes kommen starke Gefühle auf, wenn er zusammen mit Cynthia Nickschas „Buonanotte Fiorellino“ des italienischen Liedermachers Francesco de Gregori singt und beim Abschiedslied „Mai Maadale, mai Tschuurale“ singen alle mit. Am Ende gibt es einen großen Applaus für den bekanntesten Liedermacher aus dem Vinschgau. Am nächsten Tag gibt er das Abschlusskonzert in Laas. (zhg)
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das Mädchen und sie merkt, dass die Schreckgestalten nicht nur faszinierend ausschauen, sondern gar nicht so schlimm sind. Zuletzt reicht auch ihr kleiner Bruder einem Krampus die Hand. Die Angst ist gebrochen. Nach dem Schaulaufen geht das Fest bis nach Mitternacht weiter, es wird gegessen und natürlich auch viel getrunken. In den meisten Dörfern gibt es eine lange Nikolaustradition. In Schlanders gibt es seit 1960 einen Nikolausumzug. Ursprünglich vom KVW organisiert, wurden die wenigen Einnahmen für eine Weihnachtsfeier für ältere Menschen verwendet. Später wurde ein Nikolauskomitee gegründet und seit 1985 ist Markus Tumler der Obmann dieses Komitees. Die Gruppen aus Schlanders und auch aus Stilfs machen bei den Schauläufen, die seit einigen Jahren stattfinden, nicht mit. Es gab auch in Schlanders Diskussionen an den Schauläufen mitzumachen und vor 20 Jahren wollte der Geschäftsführer des Tourismusvereins mit den Schlanderser Krampussen sogar in München auftreten. Das Nikolauskomitee organisiert in Schlanders den Umzug am 5. Dezember und nachher machen sechs Nikoläuse mit einigen Krampussen Hausbesuche. 100 erwachsene Krampusse und 20 kleine Krampusse mit langen Birkenruten ziehen beim Umzug mit und verfolgen die
Faszination oben: 400 Krampusse aus Südtirol, Österreich und Bayern beim Schaulauf in Tartsch am 16. November
von Heinrich Zoderer
T
artsch, Samstag, 16. November, 18 Uhr. Die Zufahrt zum Dorf ist gesperrt, die Feuerwehr hat die Schläuche entrollt, Männer vom Weißen Kreuz sind präsent, der Weg zum Tartscher Bichl ist abgezäunt, damit es eine klare Trennung gibt. Der Weg gehört den Krampussen, die nach Einbruch der Dunkelheit losziehen. Zuerst kommen die „Tartscher Bichl Tuifl“, dann die anderen Gruppen. Insgesamt dauert der Schaulauf zwei Stunden. Die vielen Zuschauer aus nah und fern stehen am Straßenrand, hinter dem Zaun, in der Menschenwelt und verfolgen die Krampuswelt. Der Zaun bildet die Grenze. In der Sicherheitszone hinter dem Zaun können die Zuschauer die Schreckgestalten und ihr wildes Treiben beobachten. Die Krampusse machen einen Höllenlärm, sie schlagen mit den Ruten gegen den Zaun, einige springen auf den Zaun und greifen auch nach den Zuschauern. Neben mir steht ein Vater mit seinem Sohn auf den Schultern, daneben seine Frau und seine Tochter. Der kleine Sohn hat große Angst, auch die Tochter. Aber die Tochter ist neugierig und mutig und trotz der Angst seltsam fasziniert. Nachdem mehrere Zuschauer den Krampussen die Hand gereicht haben, probiert es auch
Krampustratzer. Über 20 Kinder, als Engel verkleidet, gehen mit ihren Laternen vor dem Nikolaus, der mit einer Kutsche durch das Dorf zieht und am Plawennpark seine Botschaft verkündet. Ein Wagen mit einer Bläsergruppe der Musikkapelle und einem Schmied mit einem Höllenfeuer begleiten den Zug. Einige Krampusse sind schon 20 Jahre dabei. Christian Tumler, der Sohn von Markus schnitzt die Masken für die Krampusse, die Kleider machen alle selber. Viele Zuschauer kommen nicht nur aus Schlanders und den umliegenden Dörfern, sondern auch aus dem oberitalienischen Raum. Früher war dieser Umzug der größte Nikolausumzug im Tal, über 1.000 Geschenkspakete wurden verkauft, jetzt sind es nur mehr 500. Den Erlös bekommt der Vinzenzverein. Von den Krampusschauläufen hält Markus Tumler nicht viel. Die machen alle närrisch, wenn das schon Mitte November beginnt und bis vor Weihnachten geht. Neben den Nikolausumzügen gibt es in Bayern und Österreich die Perchtenläufe. In den Rauhnächten nach Weihnachten bis Dreikönig ziehen Männer, als Dämonen oder Werwölfe verkleidet, durch das Dorf und verbreiten Angst und Schrecken. In den letzten Jahren entstand neben diesen alten Bräuchen im ganzen Alpenraum ein neues Phänomen:
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die Krampusschauläufe. Viele Krampusgruppen und Tuiflvereine wurden gegründet. 2010 entstand in Kastelbell der „Pfoffagonder Tuiflverein“. Heute hat der Verein 80 Mitglieder. Am 9. November organisierte der Verein eine Maskenausstellung im Schloss Kastelbell und am Abend eine Aftershowfete. Bei den Schauläufen, die zwischen Mitte November und Mitte Dezember stattfinden, ziehen mehrere Huntert Krampusse in der finsteren Nacht durch das Dorf, mit furchterregenden Masken und in Tierfellen. Sie tragen Ruten, einige auch Ketten und Totenköpfe, ziehen ein Höllenfeuer mit, machen Lärm und Rauch. Und Tausende Zuschauer säumen die Straßen, fasziniert von den Schreckgestalten. Letztes Jahr gab es ein großes Schaulaufen in Latsch, dieses Jahr bereits zum dritten Mal in Tartsch. Insgesamt 30 Gruppen aus Südtirol, Österreich, Bayern und der Schweiz mit 400 Krampussen kamen nach Tartsch. Und Alexander Gentilini, der Obmann der „Tartscher Bichl Tuifl“ erzählt, dass er 50 weiteren Gruppen absagen musste, weil es sonst zu viele geworden wären. Allein 14 Gruppen kamen aus dem Vinschgau von Reschen bis Naturns. In Österreich gibt es diese Krampusschauläufe bereits seit 20 Jahren, in Südtirol seit rund 10 Jahren. Den ältesten Umzug gibt es seit über 15
des Bösen Jahren in Toblach. Die „Tartscher Bichl Tiufl“ werden dieses Jahr am 7. Dezember auch in Kastelruth dabei sein, zusammen mit 50 Gruppen und 800 Krampussen und am 8. Dezember in München. Alexander Gentilini ist froh, dass in Tartsch alles gut geklappt hat, dass es keine Verletzungen und Unfälle gegeben hat. Viele Gruppen bei uns und in Österreich haben eine eigene Homepage, ein eigenes T-Shirt und Jacken mit aufgesticktem Logo. Die meisten Südtiroler Gruppen lassen ihre Holzmasken in Österreich schnitzen und kaufen auch die Kleidung dort ein. 500 bis 600 Euro kostet eine Maske und 700 bis 2.500 Euro die entsprechende Kostümierung, meistens aus Ziegen- oder Gamsfell. Ob dieses Treiben wirklich Brauchtumspflege ist oder einfach nur eine Show mit lauter Musik, vielen Krampussen mit unterschiedlichen Masken, diese Diskussion ist mühsam und will Gentilini gar nicht führen. Vor 10 Jahren waren in Tartsch nur mehr drei Krampusse, heute sind es 40, auch drei Mädchen sind dabei, was früher undenkbar gewesen wäre. Die Mitglieder der „Tartscher Tuifl“ sind 15 bis 35 Jahre alt. Beim Schaulauf dürfen nur Volljährige mitmachen, sie müssen sich registrieren und eine Nummer tragen, damit jeder identifiziert werden kann. Die „Tartscher Tuifl“ machen auch mal eine gemeinsame Bergtour oder sonstige Freizeitaktivitäten. Es ist ein schönes Gefühl
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/Kultur/ 29
in der Gruppe aufzutreten und natürlich wollen sie als Krampusse sehen und gesehen werden. Vielleicht ist in 10 Jahren diese Begeisterung für das Krampusrennen auch wieder vorbei, meint Gentilini, vielleicht auch nicht. Wahrscheinlich sind die Krampusläufe, sowie die Perchtenläufe alte heidnische Bräuche. Durch furchterregenden Masken und das laute Schellen der Glocken sollen die bösen Geister vertrieben werden, andere Quellen meinen, dass damit der Winter ausgetrieben oder das alte Jahr ausgeläutet wird. Die Bräuche sind immer wieder verboten worden und nachdem auch die Kirche nicht imstande war, diese Bräuche zu verbieten, hat man den Nikolaus eingebaut. Der Krampus als Symbol des Bösen, des Schreckens, der Finsternis wird zum Begleiter des Nikolaus und soll böse Kinder bestrafen. Der Nikolaus beschenkt die braven Kinder und symbolisiert das Licht und das Gute. In den modernen Krampusläufen kommt der Nikolaus nicht vor, die Teufel beherrschen die Straße und die Zuschauer können ihr Treiben, ihr Spiel mit dem Feuer und den Masken beobachten. Und viele sind fasziniert. Auch wenn es nicht dem alten Brauchtum entspricht, aber auch das Brauchtum muss sich der Zeit anpassen. Wie schnell das gehen soll und wie weit es gehen kann, diese Frage bleibt offen.
unten: Engel mit Laternen begleiten den Nikolaus in Schlanders am 5. Dezember
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I winsch miar ... „I wünsch mir a Gitarre und an Koffer von der Biene Maia.“ Leonie Müller, 3 ½ Jahre, Tschars „Vun Christkindl wünsc h i mir ’s Ferienhaus von Playmobil.“ Julia Mair, 6 Jahre, Morter „An Stapler zun Strohstaplen für die Tiere zu fiatern.“ Samuel Leiter, 6 Jahre, Naturns
WEIHNACHTEN in aller Welt
„I wünsch mr a Poppaw agele und a Bärele drin wo s i verlourn hon.“ Mirja Linser, 2 Jahre, Latsch
MARA PACI, Sopran
PAOLO LAZZARINI, Klavier
Mara Paci singt bekannte Weihnachtslieder FREITAG, 13. DEZEMBER 2013 UM 20 UHR
IM KULTURHAUS KARL SCHÖNHERR IN SCHLANDERS 3. Jänner 2014 - 20 Uhr
23. Jänner 2014 - 20 Uhr
Neujahr in Wien
Die Harry Belafonte Story
2. Februar 2014 - 20 Uhr
Achim Zeppenfeld
Neujahrskonzert mit der Jungen Philharmonie Wien
Schauspiel mit Musik
Liebesg‘schichtn und Heiratssachn Rotierendes Theater Vahrn
Kartenvorverkauf im Tourismusverein Schlanders-Laas in der Kapuzinerstraße in Schlanders oder an der Abendkasse ab 19 Uhr Ein Abo für alle vier Veranstaltungen ist zum Preis von €50 im Büro des Tourismusvereins Schlanders Laas in der Kapuzinerstraße erhältlich.
„I wünsch mir an Nintendo, mit Mario Card 7 und mitn Gespensterhaus, wou man die Maus fongen muaß.“ Marius Ratschiller, 6 Jahre, Kastelbell
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Maxi Veith, 5 Ja hre, Eyrs „... di löwenritterbu rg fan playmobile, a kranauto un d an lodewogn, wou i konn in bagg er aufleign und a Polizei-Legowelt. “ Selina Veith, 9 Ja hre, Eyrs „ ... a Nintendo-S piel, do wou man kochn konn un d a hotel fan playmobile.“
„I wünsch mir a Lullele fir meine Spielpoppa“ Lea Müller, 3 Jahre, Kastelbell
„A Diddlmaus zun Spieln.“ Anne Nischler, 4 Jahre, Naturns
„I mecht vun Christkindl a richtigs Handy zun spieln, nor muaß i nit olm des vun dr Mama nemmen.“
„I wünsch mir a grians ferngstuierte s Auto von Christkindl.“
Adia Pircher, 6 Jahre aus Schluderns
Robbin Hellrigl, 5 Jahre, Kastelb ell
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„Vun Christkindl hat i gearn an Fendt Vario mit a Baggerschaufl und an kluan Krampus.“ Julian Tragust, 2 Jahre, Latsch
„A Auto mit a Barbie drin, an Hund und a Katzl und a Ross.“ Laura Tribus, 3 Jahre, Naturns
nsch i „Von Christkindl wi mit an mir an Schreibtisch .“ al richtign Bürostu , 5 Jahre, Nadine Nischler Kastelbell
„I wünsch mir a Geschenk, wou a Buchele drin isch, von Nikolaus.“
„I wünsch mir des Buach wou man mit an Stift drufdruckt und nor tuats reidn.“
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Dezember 2013
Adventmarkt · Adventsingen Musik · Krippenausstellung
Freitag, 06. von 14 Uhr bis 21 Uhr Samstag, 07. von 11 Uhr bis 21 Uhr Sonntag, 08. von 11 Uhr bis 21 Uhr Wir danken für die Unterstützung!
Laubenkomitee - OK Glurnser Advent Stadt Glurns
Autonome Region Trentino-Südtirol Regione Autonoma Trentino-Alto Adige
Fritz, Schlanders
AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL Abteilung 35 - Handwerk, Industrie und Handel
PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE Ripartizione 35 - Artigianato Industria e Commercio
Unter dem bewährten Motto „Licht, Düfte, Klänge” veranstalten wir, das „Laubenkomitee - OK Glurnser Advent”, vom 6. bis 8. Dezember 2013 bereits zum 13. Mal den beliebten Glurnser Advent und laden Sie ein, die Adventszeit in unserem kleinen Städtchen zu genießen. So dürfen wir Sie - abseits von Hektik und Trubel - in ein natürliches, ruhiges und unverfälschtes Ambiente vorweihnachtlicher Stimmung verführen. Umgeben von der mächtigen schützenden Ringmauer, eignet sich unser Städtchen in vorzüglicher Weise dazu, den entsprechenden feierlichen Rahmen zu bieten. Die alten Gemäuer am Stadtplatz und in der Laubengasse werden zur Naturkulisse für die einheimischen und geladenen Chöre und Bläsergruppen, die hier den Advent mit alten und neuen Liedweisen musikalisch untermalen. Ort der Besinnung, des Gebets und musikalischer Darbietungen ist die Pfarrkirche zum hl. Pankratius. Kinder können sich beim Weihnachtsbasteln und bei Spiele im Jungscharraum beteiligen oder dem spannenden vorweihnachtlichen Kasperltheater im Stadtsaal beiwohnen. Besonderes Augenmerk darf auch auf die Krippenausstellung gerichtet werden. Die einfach gestalteten Ständchen mit ausgewählten, kunsthandwerklichen Arbeiten und Produkten zeichnen den Glurnser Advent als besonderes Kleinod aus. All dies eingebettet in ein mittelalterliches Ambiente der kleinsten Stadt Südtirols, wo „weniger mehr ist”. Besuchen Sie den Glurnser Advent und genießen Sie ein paar Tage Ruhe und besinnliche Adventstimmung. Erleben Sie vorweihnachtliche Kultur ohne Kitsch und Schnörkel in unserer Stadt: einfach und authentisch!
05.12.13
Vinschgerwind 25-13
/Sonderthema/ 33 „I wünsch mir a WII Spiel, dass i sell norr mit meine Freunde spieln konn. I wünsch mir a, dass mir olm Freunde bleiben, wenn mir a Schual gian miaßn, und dass meine Kotz der Maxy nou gonz long leb und mi zmorget weckn kimmp, sell wünsch i mir vom Christkindl.“ Alex Oberhofer, 5 Jahre, Naturns
„I wünsch mir von Christkindl a gonz a liabe Spielzeugkatze.“ „Weihnochten mog i gearn, weil i mein Zimmer schian schmückn derft hon und weil i sem zu meiner Oma Inge an die Ostsee fohr. I wünsch mir an Fotoapparat, Rollschuach und a schiane Überrraschung.“
Alena Schwarz, 7 Jahre, Schlanders
Florin May Stecher, 6 Jahre, Kortsch
„An groaßn Teddybär zun Schlofn und a Poppawagele.“
„Zu Weihnochtn wünsch i mir an groaßn, gelbm Bagger mit a longr Schaufl und Raupen. Nor muaß i nou a bissl ibrlegn.“
Tamina Marsoner, 3 Jahre, Naturns
Jonathan Graiss, 6 Jahre, Morter
34 /Sonderthema/
Vinschgerwind 25-13
„I wünsch mir a Lego und Tiere, dass man bauen konn und a Biachl zun Vorlesn.“ Raphael Rechenmacher, 2 ½ Jahre, Kastelbell
„A Meerjungfraugwond für Fosching, und i wünsch mir nou, dass i a Schminkzuig kriag.“
05.12.13
„I wünsch mir von Christkindl a Seilbahn und Lego, dass mir bauen kennen.“ Nikolaj Rechenmacher, 5 Jahre, Kastelbell
„A Rossele.“ Josefine Rinner, 2 Jahre, Goldrain
Greta Huber, 4 Jahre, Naturns
pr-info Schupferwirt
Schupfers Silvesternacht Der Schupferkeller wird heuer nicht geöffnet. Dafür haben sich Monika und Markus Wieser für die bevorstehende Silvesterfeier etwas anderes einfallen lassen: Am 31. Dezember verwandelt sich die Straße vor dem Schupferwirt in Schlanders nämlich in eine Silvestermeile, wo ordentlich was los ist. Mehrere Partyzelte unter freiem Himmel werden aufgebaut und wo und wie lässt es sich wohl besser feiern, als bei guten Getränken und feiner ≠Musik. Die Live-Musik von den „Dirty Lovers“ sorgt nämlich für gute Laune und Unterhaltung. Dazu kann durch die Silvesternacht bis ins neue Jahr getanzt werden. Gefeiert wird aber auch drinnen: im Restaurant des Schupferwirt. Genuss zum Jahreswechsel steht an. Ein exklusives kaltes Buffet wird angerichtet und bietet kulinarischen Genuss. Doch nicht nur: Die Gäste dürfen auch aus der Speisekarte mit Pizza und den bewährten und bekannten Spezialitäten auswählen. Und zu Mitternacht wird Deftiges serviert: Gulaschsuppe und Weißwürste sollen die Partygäste bis in die frühen Morgenstunden stärken. (ap)
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Vinschgerwind 25-13
/Sonderthema/ 35 Kinderbekleidung von VAUDE
„A Tofl mit Kreidn und a Auto.“ Damian Nischler, 6 Jahre, Naturns
„I wünsch mir von Christkindl an Pygiama von der Hello Kitty und an Pallouber.“
„S Christkindl fliag bun Fenstr innr zun schianen Christbam und leg sem di Paktlen drunter inni. I wünschet mir an grianen, ferngstuiertn Monstertruck.“
GPS Uhren von GARMIN und POLAR
Gaia Marson, 3 Jahre, Schlanders
Felix Preiss, 6 Jahre, Morter/Vorhöfe
elastische Winterhosen von VAUDE
„I wünsch mir an Weihnochtsbam und eppes zan Spielen.“ Nora Sophie Hofer, 4 Jahre, Kastelbell
„Von Christkindl wünsch i mir a Ballena Spielzuig und a chinesische Ritterburg wou man inni gian konn.“ Elija Schwarz, 5 Jahre, Schlanders
Brillen von OAKLEY und ADIDAS PrimaloftJacken ab 160,00€
„Weihnochtn isch schian, und sem duftets olm so guat. Man konn in Christbam schmückn und mitanondr feiern. I wünsch mir, dass es sem olle guat geat und a Lego Technik. Tobias Rinner, fast 7 Jahre, Morter
www.bikeman.it Dr. H.-Vögelestr. / Schlanders
36 /Nationalpark/
05.12.13
Foto: Georg Kantioler
Vinschgerwind 25-13
Der Nationalpark-Kalender 2014 Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Barbara, 4. Dezember 2013
K
eine Tiergruppe bevölkert die Erde in so großer Anzahl und Artenvielfalt wie jene der Insekten. Mit mehr als einer dreiviertelmillion Arten machen die Insekten über 70% der heute bekannten und beschriebenen Tierarten aus. Allein für Europa sind ca. 100.000 Insekten-Arten bekannt Die Kerbtiere oder Insekten verdanken ihren Namen den zwei Körpereinschnürungen. Das lateinische Wort „insectum“ bedeutet „das Eingeschnittene“: Der Körper der Insekten ist durch die zwei Einschnitte morphologisch in die drei Teile Kopf, Brust und Hinterleib gegliedert. In der Evolutionsgeschichte haben sich die Insekten als erste Tiere den Luftraum erobert und lange vor den Vögeln für einen langen Zeitraum auch alleine bewohnt. Geflügelte Insekten gibt es seit dem Karbon (Steinkohlezeit vor etwa 350 – 280 Millionen Jahren). Beeindruckend ist die Schlag-
frequenz der Insektenflügel. Sie bewegt sich bei den verschiedenen Arten in weiten Grenzen von über 1.000 Schlägen pro Sekunde (!) bei einigen Mückenarten bis zu etwa 6 Schlägen bei einigen Tagfaltern.
Zoologische Einordnung Die Insekten sind in der wissenschaftlichen Systematik in einer eigenen Klasse zusammengefasst. Innerhalb dieser Klasse kann man 33 große Ordnungen unterscheiden, die weiter in eine Vielzahl von Familien untergliedert werden. Bekannte Ordnungen der Insekten sind beispielsweise die Libellen, Käfer, Wanzen, Zikaden, Heuschrecken, Grillen, Bienen, Hummeln, Wespen, Ameisen und Schmetterlinge.
Umweltzeiger Die Insekten sind sensible und wichtige Bio-indikatoren, die auf Umwelteinflüsse rasch reagieren. Sie erlauben daher eine Einschätzung der Qualität ihrer jeweiligen Lebensräume. Auch im Nationalpark Stilfserjoch benutzen wir sie als Umweltzei-
ger. Im Rahmen des wissenschaftlichen Projektes „Monitoring der Biodiversität in alpinen Lebensräumen“ erheben wir auf ausgewählten Probeflächen Arten- und Individuen-Anzahl von verschiedenen Insektengruppen als Zeigerarten für die Intaktheit oder Störung dieser Gebirgslebensräume. Unter anderem deswegen ist unser Kalender 2014 ausgewählten Arten der übergroßen Fülle von Insektenarten unserer Erde gewidmet. Die 13 abgedruckten Bilder stammen aus den Einsendungen von Naturfotografen für die Kategorie Makrofotos im Rahmen des Fotowettbewerbes Swarovski Optik Italien – Konsortium Nationalpark Stilfserjoch der letzten Jahre 2010 – 2012. Die Grafik für den Kalender hat Hermann Battisti in seinem Grafik-Studio in Bozen für uns entworfen. Auf der Rückseite jeden Kalenderblattes findet sich eine Kurzbeschreibung der abgebildeten Arten. Ab Ende November ist der Kalender im Nationalparkhaus aquaprad und im Südtiroler Außenamt des Nationalparks im Rathaus von Glurns erhältlich.
Foto: Vittoria Lucchini Foto: Lorenzo Shoubridge
Foto: Pietro Veivolo
Foto: Roberto Palmieri
Apollo Apollo Parnassius apollo
Prachtlibellen Damigella – famiglia Calopterigidi Calopterygidae
Zweipunkt-Marienkäfer Coccinella adalia Adalia bipunctata
Foto: Franco Benetti
Foto: Pietro Veivolo
Faltenwespe Famiglia Vespidi Vespidae
Foto: Alessandro Cantamessa
Gottesanbeterin Mantide religiosa Mantis religiosa
Bienenwolf oder Immenkäfer Lupo degli alveari Trichodes apiarius
Rote Waldameise Formica rossa Formica rufa
Feldheuschrecken Cavalletta – famiglia Acrididi Acrididae
Foto: Renato Moggi
Schwalbenschwanz Macaone Papilio machaon
/Nationalpark/ 37
Foto: Angelina Iannarelli
Kleiner Fuchs oder Nesselfalter Vanessa dell’ortica Aglais urticae
Foto: Francesco Fazzari
Zitronenfalter Cedronella Gonepterix rhamni
Vinschgerwind 25-13
Foto: Lorenzo Shoubridge
Foto: Lorenzo Lo Torto
05.12.13
Großes Nachtpfauenauge Saturnia del pero Saturnia pyri
Vinschgerwind 25-13
05.12.13
Gutes Omen?
Sport und Prominente
In der sicher nicht leichten Oberliga-Meisterschaft hat Naturns ein Spiel vor Ende der Hinrunde die (am Ende nicht genügenden) 16 Punkte vom Vorjahr schon erreicht.
Am Samstag, 16. November spielten die Schlanderser Junioren gegen Stella Azzurra. Schiedsrichter war Massimo Minniti (rechts im Bild), noch nicht 18 Jahre alt, Sohn des ehemaligen Landtags-Präsidenten Mauro Minniti, auch anwesend auf der Schlanderser Tribüne. Bei dem Endergebnis 2:2 klagten die Einheimischen, dass die 2 Tore der Bozner im Offside waren. Die Schlanderser hatten andererseits mindestens 5 große, ungenützte Torchancen. (lp)
Fußball - Oberliga
Kleine Puckjäger im Einsatz
M
Fotos: Leonardo Pellissetti
it dem Sieg über den Tabellenersten Salurn hat die Naturnser Mannschaft nicht nur ihre bekannte Fähigkeit, sich gegen starke Mannschaften zu behaupten, bestätigt, sondern auch Klassenerhalts-Hoffnungen wieder geweckt. Das Tor in der 2. Minute (Bild unten) durch Kombination Ramiro Lago-Elias Tappeiner betonte die Schwäche der etwas schockierten Salurner auf ihrer rechten Seite. In der Tat wiederholten sich auf dieser Seite einige ähnliche Chancen. In der ersten Halbzeit war die Heimmannschaft stärker. In der zweiten Hälfte, obwohl seit der 38. Minute zu 10., waren die Gäste gefährlicher, weil aggressiver. In den letzten Minuten waren die Naturnser durch gefährliche Konter der Verdoppelung nahe. Zu betonen ist, dass in der Naturnser Mannschaft 5 Spieler fehlten: die verletzten Philipp Ausserer, Jakob Moriggl (links im Bild) und Felix Rungg sowie die disqualifizierten Matthias Bacher und Gregor Hofer. (lp)
Das Eishockey U10 Turnier in Latsch hat die neue Saison eröffnet. Die Spiele wurden von 4 gegen 4 Mannschaften bestritten. Wegen Unentschieden gab es keine Sieger. Weitere Spiele in Prad, Meran und Lana.
Fotos: Sarah Mitterer
Neue Hoffnungen
Foto: Leonardo Pellissetti
38 /Sport/
Turnier
von Sarah Mitterer
D
ie jüngsten Eishockeyspieler erobern endlich wieder das Eis. So traf sich der Eishockeynachwuchs beim Turnier im IceForum von Latsch und eröffnete dort die neue Saison. Am Eröffnungsturnier nahmen neben den Vinschger Teams, dem AHC Vinschgau und dem ASV Prad auch der SV Lana, der HC Meran Junior und der HC Future Bozen teil. Aus den vielen Spielerinnen und Spielern wurden vier Mannschaften zusammengelost, um gleich starke Teams stellen zu können, die anschließend gegeneinander antraten. Es wurden immer zwei Partien gleichzeitig gespielt. Wie das geht? Die Mannschaften spielten vier gegen vier auf dem Kleinfeld, was einem Spieldrittel der ganzen Eisfläche entspricht. So wurde in
den beiden Außendritteln gleichzeitig gespielt, die fehlende vierte Band wurde durch einen Holzbalken ersetzt. Dahinter lauerten die Mannschaftskameraden auf ihre Einwechslung, die alle 60 Sekunden erfolgen musste. Tore, Strafen oder ein Endresultat gab es nicht. Auch keinen Erfolgsdruck. Denn im Vordergrund standen nicht die Leistung und der Sieg, sondern die Turniererfahrung sowie das Sammeln von Spielpraxis. Die Kinder hatten sichtlich Freude und konnten ihr spielerisches Können, das sie sich in den letzten Wochen angeeignet haben, umsetzen. Unter den Anfeuerungen und Jubel der zahlreich erschienenen Eltern kämpften die MiniHockeycracks um
jeden Puck und zeigten vollen Einsatz. Am Ende verließen alle den Eisplatz als Gewinner. Für die U10-Teams, die auch das zweite Turnier in Bozen bereits bestritten haben, stehen noch weitere Spiele in Prad, Meran und Lana auf dem Programm, an denen sie wieder den Puck übers Eis jagen werden und weiter Turnierluft schnuppern können. Während bei der U10 fünf Turniere in der Saison 2013/14 ausgetragen werden, bestreiten die allerjüngsten Puckjäger, die U8-Spieler, deren vier. Im Jänner und Februar werden sie in Latsch, Prad, Meran und Lana aufs Eis gehen und ihre ersten Schritte in Sachen Hockeykarriere machen. (sam)
05.12.13
Vinschgerwind 25-13
/Sport/ 39
Schluderns/Vinschgau
Badminton-Day weckt großes Interesse N
Italienmeistertitel im Doppel in der allgemeinen Klasse geholt. Besonders erfolgreich unterwegs ist seit Jahren Hannah Strobel. Sie kann bereits auf eine lange Reihe an Spitzenergebnissen zurückblicken. 2012 wurde sie in Mailand dreimal zur Italienmeisterin gekürt und zwar im Einzel, im Doppel (mit Punter) und im Mixed (zusam-
Martell
Vinschger Schüler top - zwei Siege
Ehrungen
B
A
Windegger und Sophie Abler über 4x50 m Freistil den Vizemeistertitel. Bei den Oberschülern sicherte sich der Laaser Simon Jungdolf über 50 m Rücken in 30,77 Sekunden souverän den Titel. Sehr gute Leistungen zeigten weiters Karoline Wielander und Martin Karnutsch. Auch die restlichen Vinschger Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberschulen aus Latsch, Schlanders und Naturns zeigten einen tollen Einsatz und konnten mit ihrem Ergebnis zufrieden sein. (sam) v.l.: Sophie Abler, Sonja Profaizer, Miriam Innerhofer und Nadja Windegger
m 31.10.2013 wurden unsere 6 Biathlon Italienmeister Felix Marx, Anne Gufler (beide Schlanders), Hannes und Jan Kuppelwieser (Latsch), Peter Tumler (Martell) und Paul Traut (Goldrain) der Saison 2012-2013 geehrt. Der Fisi Präsident Flavio Roda überreichte ihnen im Rahmen der Skipass-Messe Modena eine Urkunde für die hervorragenden Leistungen, welche sie erbracht haben. Gemeinsam mit den anderen Mannschaftsathleten des ASV Martell Raiffeisen haben sie insgesamt 8 Gold-, 8 Silber -und 2 Bronzemedaillen bei den Biathlon Italienmeisterschaften erkämpft. Der ASV Martell Raiffeisen wurde zum zweiten Mal bester Biathlon-
men mit Julian Paulmichl). Mit Spannung verfolgten die große „ Badminton-Schnupper-Gruppe“ den von Strobl und Punter vorgeführten Schaukampf. Die eindrucksvolle Darbietung begeisterte die kleinen Zuschauerinnen und Zuschauer und einige davon bekundeten den Wunsch, auch einmal so gut spielen zu können. (mds)
Foto: „Wind“-Archiv
die Sektionsleiterin Badminton im dortigen ASV Vanessa Orzi. Animiert wurden die Badminton-Interessierten von den Spitzenathletinnen, Hannah Strobl (17) aus Schluderns und Marah Punter (16) aus Mals. Beide sind Mitglieder der italienischen Badminton Nationalmannschaft. Sie hatten für den ASV Mals im vorigen Jahr den
Schwimmen - Schulmeisterschaften
ei den Schulmeisterschaften der Mittel- und Oberschulen zeigten die Vinschger Schwimmerinnen und Schwimmer eine starke Leistung. Allen voran der Schulsprengel Naturns, der mit drei Medaillen aus Bozen zurückkehrte. Die Naturnserin Miriam Innerhofer kürte sich bei den Mittelschülern über 50 m Freistil zur Landesmeisterin. Sonja Profaizer belegte über 50 m Rücken Platz zwei. Zudem sicherte sich die Mädchenstaffel vom Schulsprengel Naturns mit Innerhofer, Profaizer, Nadja
Foto: Schulsprengel Naturns
Die Badminton Schnuppergruppe in der Sporthalle von Schluderns. Links hinten die Spitzensportlerinnen Hannah Strobl aus Schluderns und Marah Punter aus Mals; hinten rechts: die Sektionsleiterin Vanessa Orzi
Foto: Magdalena Dietl Sapelza
eun Südtiroler BadmintonVereine luden am 16. November 2013 zum „Badminton Day“ und öffneten ihre Hallen. Darunter waren auch die Vinschger Vereine. Mit dem „Tag der offenen Tür“ versuchte die Abteilung Badminton im Verband Südtiroler Sportvereine VSS Kinder und Familien vom Spiel rund um den schnellsten Ball der Welt zu begeistern. In der Schludernser Sporthalle nutzen rund zwei Dutzend Kinder in Begleitung ihrer Eltern die Gelegenheit, die Sportart kennenzulernen. Im Volksmund wird Badminton oft fälschlicherweise dem Freizeitspiel Federball gleichgesetzt. Aufklärung gab es auch, was diese Unterschiede betraf. Beim Badminton läuft das Spiel im Gegensatz zum Federball innerhalb eines vorgezeichneten Feldes statt. Gastgeberin in der Schludernser Halle war
Nachwuchsverein Italiens. Der ASV Martell Raiffeisen möchte allen Athleten zu den hervorragenden Leistungen gratulieren! Macht weiter so und viel Erfolg für die kommende Saison! Wenn auch du Lust hast einmal den Biathlon-Sport kennenzulernen dann kannst du dich gerne bei Verena 335-7724607 melden. Vom 26.12.-30.12.2013 organisieren wir wieder einen Langlaufkurs mit Biathlonschießen für Kinder!
40 /Sport/
Vinschgerwind 25-13
05.12.13
Fußball: ASV Partschins
Ständig in Pool Position I
Vinschgerwind: Wie erklären Sie den Umstand, dass Partschins heuer so viele gute Ergebnisse einfährt? Frank Volker: Es gibt viel Neues. Trainerwechsel, einen erfahrenen Spieler/Stürmer Alessandro Finanzi, eine hungrige junge Mannschaft, gut ausgebildete junge Spieler. In der Spielgemeinschaft wird eine gute Ausbildung der Jungen
Der Weg zur Meisterschaft ist noch weit und nach der langen Winterpause wird man sehen, welche Mannschaft am besten in die Rückrunde startet.“ Das Spiel Partschins gegen Schlanders gilt schon immer als rassiges, unterhaltsames Derby. Dieses Jahr kam noch dazu, dass der heurige Schlanderser Trainer Gustav Grünfelder vor 4 Jahren Trainer von Partschins war und vor 2 Jahren Trainer der Junioren der Spielgemeinschaft Untervinschgau. Die wegen Abwesenheiten benachteiligten Schlanderser kämpften tapfer, aber die Partschinser hatten mit Alessandro Finanzi den Tor-Trumpf, der alle drei Tore erzielte (3:0). Der von seinen Eltern begleitete 36-jährige Stürmer ist noch konkurrenzfähig. Er erinnert etwas an den Kastelbeller Max Nanni, für den die Jahre auch nicht zu zählen scheinen. (lp) Foto: „Wind“-Archiv
n der Hinrunde der 1. Liga – Gruppe A war heuer Partschins die dominierende Mannschaft und absolut das beste Team. Mit 11 Siegen in 13 Spielen und nur 9 kassierten Toren stellt sich die Mannschaft von Trainer Köllemann ganz interessant vor. Der Vinschgerwind stellt einige Fragen an den neuen Sektionsleiter, den 42-jährigen Frank Volker (Mitlere Reihe 1. von r.), Nachfolger von Andreas Gögele.
durchgeführt. Die Mannschaft wird von Spielertrainer Hannes Köllemann und Alessandro Finanzi verstärkt. Alle anderen Spieler sind Spieler, die in der Spielgemeinschaft mit Naturns, Plaus und Schnals ausgebildet worden sind. Wie beurteilen Sie die heurige 1. Liga? „Im Vorjahr war die Meisterschaft ausgeglichener, 5-6 Mannschaften spielten um den
Gewinn der Meisterschaft und der Rest gegen den Abstieg. Das Niveau ist etwas gesunken, die neu dazugekommenen Mannschaften wie Albeins, Barbian, Sarntal, Vöran und Leifers befinden sich alle auf den hinteren Tabellenplätzen. An der Tabellenspitze bahnt sich ein Zweikampf zwischen Partschins und Lana an. Aber auch Terlan, Frangart und Kastelbell können mit einer guten Rückrunde noch um die Meisterschaft spielen.
pr-info AquaForum Latsch
Wieder ein tolles Programm Die Events in der Sauna von Latsch sind bereits weit umher bekannt. So dürfen diese natürlich auch heuer nicht fehlen. Schon in den Sommermonaten wurde daran gearbeitet und versucht, wieder neue Highlights und Aktionen zu organisieren. Um weiterhin abwechslungsreiche Aufgüsse bieten zu können, wurde das Sauna-Team erweitert. Um den Qualitätsstandard zu halten bzw. zu verbessern, wurde hierfür ein „Lehrgang für Aufgussmeister“ im AquaForum organisiert. An 7 Treffen werden 6 Module rund um das gesunde Saunieren, den Aufguss, gesundheitliche Aspekte beim Saunieren, Wirkung und Anwendung äthe-
rischer Öle, Erste Hilfe und das Kneippen durchgearbeitet. Die Teilnehmer sollen nach diesem Kurs in der Lage sein, richtig durchgeführte Aufgüsse, aber auch eine gute Beratung an Saunagäste, Saunaanfänger und Interessierte zu geben. Für den Kurs konnten namhafte Referenten gewonnen werden. Anfang November haben sich die Saunawarte mit tollen Aufgüssen dem Publikum vorgestellt. Als erstes großes Event dieser Saison möchten wir das „1. Internationale Sauna Event @ AquaForum“ ankündigen. Am 23. November 2013 werden wir die Öffnungszeiten für unsere Saunagäste bis 01:00 Uhr ver-
längern. Bis Mitternacht wird es exklusive Show-Aufgüsse geben, und wie bereits bei der letzten Sauna-Nacht im Januar kann ab 22:00 Uhr das Schwimmbad kostenlos zum „Nackt-Schwimmen“ genutzt werden. Die Aufgüsse werden von internationalen Aufgießern durchgeführt. So werden Lay Pang Ong aus Malaysia, Steve Daw aus England, Lone Ussing Elstrom aus Dänemark (Vize Weltmeisterin im Single-ShowAufguss 2013) und Lisa Pobre Christensen aus den USA (Vize Weltmeisterin im Team-ShowAufguss 2013) in Latsch zu Besuch sein und uns unvergessliche Shows bieten. Dass alle Sauna-Gäste, welche diesem
einzigartigem Event beiwohnen wollen, auch in Genuss dieser exklusiven Aufgüsse kommen, kann sich jeder beim Eintritt bereits 2 Aufgüsse aussuchen und den Platz reservieren. Wer sich zwischen den Aufgüssen etwas Entspannung gönnen möchte, sollte sich rechtzeitig eine wohltuende Massage buchen und sich von unserem Massage-Team verwöhnen lassen (die Termine sind begrenzt). Alle weiteren Details zum Event finden Sie rechtzeitig online auf unserer Website www. aquaforum.it oder auf unserer Facebook-Seite www.facebook. com/Sauna.Aquaforum
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Vinschgerwind 25-13
/Sport/ 41
Langtaufers
Huskyfieber auch im Vinschgau D
ie Geschichte beginnt fast immer gleich. Es ist die Liebe zur Natur, die Freude an schönen, kalten Wintertagen, die Sehnsucht nach dem ersten Schnee und die Faszination Husky. Der erste Hund wird gekauft, es wird ein kleines Gehege gebaut und ein erstes, meistens viel zu großes Zuggeschirr organisiert. Nur bleibt es meistens nicht bei diesem einen Hund, ein zweiter Husky muss her. Spätestens jetzt ist es passiert, dass Huskyfieber ist ausgebrochen. So oder so ähnlich war es auch bei dem Musher Christoph Brunner aus Reischach im Pustertal. Musher so nennt man einen Hundeschlittenführer, egal ob mit einen, zwei oder zwölf Hunden im Gespann. Christoph Brunner hat mittlerweile acht Siberian Huskys und kann sich ein Leben ohne diesen faszinierenden, aber auch zeitaufwendigen Sport nicht
Christoph Brunner in Langtaufers: Am 21. und 22. Dezember findet in Langtaufers das erste Europa-Cup-Rennen der Saison statt mehr vorstellen. Seine Leithündin Smilla hat Christoph aus dem Vinschgau, sie hat das Laufen im Blut und lässt ihn nie im Stich. Nicht nur die Kommandos Gee (rechts) und Haw (links) kann sie perfekt, sie hat auch das gesamte Gespann unter Kontrolle. Letztes Jahr hat Christoph Brunner mit einigen anderen Mushern den „Lucky Sleddog Club South Tyrol“ gegründet. Der Club zählt mittlerweile ca. 45 Mitglieder aus verschiedenen Regionen Norditaliens.
Das nächste Mal, dass man Christoph und sein Team bei einem Rennen sehen kann, ist am 21. und 22. Dezember 2013 in Langtaufers. Dort findet seit einigen Jahren das erste Europa Cup Rennen der Saison statt. Es werden wieder mindestens 50 Teams aus ganz Europa erwartet. In dem Rennen laufen die Teams in verschiedenen Kategorien. Es gibt Gespanne ab zwei Hunden, eine Sprint-Strecke und die längere Mitteldistanz-Strecke, sowie Skijöring.
Vor dem Start muss alles schnell gehen, die Hunde sind aufgeregt, der Musher hochkonzentriert. Nach dem Rennen kann man die Musher mit ihren Huskys am Stakeout treffen, das ist der Platz, an dem die Hunde festgemacht sind, gefüttert werden und die Zeit vor und nach dem Rennen verbringen. Hier erfährt man allerhand über die Faszination Schlittenhund und man kann den Hunden einmal ganz nah sein.
U14 Red Lions
Titelsammlung der Löwinnen wächst weiter erbstmeister 2013! Die U14Mädchen der Red Lions sind nicht zu bremsen, und reihen einen Titel nach dem anderen aneinander. Nachdem sie sich in der vergangenen Saison nicht nur den Meisterschaftssieg, sondern auch den Pokalgewinn sicherten, schwimmen die
Löwinnen weiterhin auf der Erfolgswelle und zeigen, dass sie das Team sind, das es zu schlagen gilt. Mit einem 1:1 im letzten Hinrundenspiel gegen Sterzing sicherten sich die jungen Fußballerinnen den Herbstmeistertitel mit einem Punkt Vorsprung auf die Südtiroler Damen. Der Ti-
tel war mehr als verdient: in den bisher sechs Meisterschaftsspielen blieben die Mädchen als einzige Mannschaft ohne Niederlage, von möglichen 18 Punkten sicherten sich die Spielerinnen von Trainerin Karin Pohl deren 16. Die Mannschaft stellt zudem den stärksten Angriff und die beste Verteidigung der Liga, wie die unglaubliche Torstatistik zeigt: In sechs
Fotos: Sarah Mitterer
H
Partien schossen die jungen Löwinnen unfassbare 50 Tore und kassierten lediglich drei Gegentreffer. Nun gehen die Mädchen in die wohlverdiente Winterpause, doch all zu lange werden sie sich nicht ausruhen. Denn sie wollen den Titel aus der vergangenen Saison verteidigen und ihrer Erfolgsgeschichte ein weiteres schönes Kapitel hinzufügen. (sam)
42 /Sport/
Vinschgerwind 25-13
05.12.13
Vinschgau
Sportmedizinischer Dienst: Die Neuerungen mit 2014
E
s treten immer wieder Fragen und Unsicherheiten in Bezug auf die sportärztlichen Untersuchungen – die Neuerungen ab 2014 und die Kosten – auf. Der Vinschgerwind hat deshalb bei Stefan Resnyak, dem geschäftsführenden Primar der Sportmedizin Bozen und für den Vinschgau Zuständigen nachgefragt.
Vinschgerwind: Herr Resnyak,
welche Neuerungen gibt es ab dem 1. Jänner 2014, was den sportmedizinischen Dienst im Bezirk Vinschgau betrifft? Stefan Resnyak: Mit dem 31. Dezember 2013 geht Dr. Max Regele, der bisher die sportmedizinischen Visiten im Bezirk Meran abdeckte, altersbedingt in Pension. Mit dem 1. Jänner wird der sportmedizinische Dienst von Bozen diese Aufgabe übernehmen und zwar an drei Tagen, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in Meran (KH, in den Ambulatorien der Funktionsproben Medizin und Kardiologie) und einen Tag, am Montag in Schlanders (KH, in
Foto: „Wind“-Archiv
Bei Verhinderung muss rechtzeitig abgemeldet werden. Dadurch verringern sich die Wartezeiten und Kapazitäten für andere Sportler werden frei.
den Poliambulatorien). Bezüglich der Kosten ändert sich nichts: Minderjährige sind ticketbefreit, Erwachsene zahlen ein Ticket, sofern sie die entsprechende Anfrage vom Verein haben und in die Altersgrenzen des jeweiligen Sports, die vom nationalen Verband festgelegt werden, fallen. Was bedeutet das für die Vereine und die Athleten? Die Athleten melden sich über das Sekretariat der Sportmedizin Bozen an. (siehe Infokasten, Anm. der Redaktion) Zur Visite ist die Anfrage des Vereins mitzubringen, ein ausgefülltes Anamneseblatt und eine Urinprobe.
Vinschgau/Valencia
Valencia Marathon
S
elten setzt sich ein Südtiroler diesen mit fast 12.000 Startern besetzten Marathon zum Ziel. Vielleicht weil es etwas umständlich ist für ein Wochenende nach Valencia zu gelangen. Doch sowohl die saubere, liebliche Stadt am Meer als auch der sehr gut organisierte Wettbewerb sind die Strapazen wert. Der Vinschger Helmut Zischg hat sie auf sich
genommen und erzählt: „Die flache Strecke verläuft durchwegs im Stadtgebiet und kreuzt mehrmals das Zentrum; dort unterstützte ein lebhaftes Publikum und mehrere Trommlergruppen den Laufrhythmus, den ich bei angenehmen 9 bis 16 Grad konstant halten, auf der zweiten Streckenhälfte sogar steigern konnte. Im architektonisch sehr beeindruckenden Start- und Zielbereich gelang es mir noch einmal zuzulegen. Mit einer Schlusszeit von 3:42:51 und Rang 5 in meiner Altersklasse bin ich sehr zufrieden. Und nach drei Marathons innerhalb von 11 Monaten genieße ich nun das Rasten“.
Sie haben die Altersgrenze im Wettkampfsport angesprochen. Wo liegt diese beim Fußball, beim Volleyball, beim Badminton, beim Yoseikan Budo, beim Handball und beim Schwimmsport? Die Altersgrenzen für den Wettkampfsport werden von den jeweiligen nationalen Verbänden festgelegt und laufend geändert. Aktuell gelten für die von Ihnen angesprochenen Sportarten folgende Altersgrenzen: Fussball: 12 Jahre Volleyball: 10 Jahre Badminton: 10 Jahre Yoseikan Budo: 12 Jahre Handball: 8 Jahre Schwimmen: 8 Jahre Was bedeutet das für das sportmedizinische Attest? Was benötigen Athleten, die unter dieser Altersgrenze liegen und welches Attest, wenn sie darüber liegen? Athleten, die unter der jeweiligen Altersgrenze liegen, benötigen das allgemeine Gesundheitszeugnis, das sogenannte „Certificato per sport non agonistico“, das der Basis-Kinderarzt bzw. der Hausarzt ausstellt. Für minderjährige Eingeschriebene ist dieses Zeugnis und die Untersuchung kostenlos, Erwachsene bezahlen das Zeugnis laut den Tarifen der Hausärzte, die unterschiedlich sind. Sportler, die diese Altersgrenze erreicht haben, müssen das sogenannte Wettkampfzeugnis in der Sportmedizin machen und vorweisen können. In welchen Fällen entstehen Kosten für Minderjährige, die von den Eltern zu bezahlen sind? Kosten für Eltern und ihre minderjährigen Kinder entstehen nur dann, wenn keine Anfrage vom Verein vorliegt, in diesem Falle ist der volle Betrag von ca. 50 Euro zu bezahlen. Das ist aber
nur eine theoretische Option, weil alle Wettkampfsportler eine Anfrage vom Verein vorweisen müssen. Der zweite – rein theoretische Fall – wäre jener, wenn unter dem vorgesehenen Wettkampfalter ein Wettkampfzeugnis verlangt würde. Das macht aber absolut keinen Sinn, da das Nicht-Wettkampfzeugnis des Kinder- oder Hausarztes ausreicht und wie erwähnt kostenlos ist. Interview Angelika Ploner
INFO Ab dem 1. Jänner 2014 werden die sportmedizinischen Eignungs-Untersuchungen für den Wettkampfsport für alle Wettkampfsportler des Gesundheitsbezirks Meran vom Dienst für Sportmedizin Bozen übernommen und werden nicht mehr über den Sportmediziner Max Regele abgewickelt. Die Fachärzte von Bozen werden die entsprechenden Untersuchungen im Krankenhaus Meran und im Krankenhaus Schlanders durchführen. Die Vormerkung erfolgt über das Sekretariat des Dienstes für Sportmedizin in Bozen persönlich oder unter 0471/932522 von Montag bis Donnerstag von 8 – 12 und von 13:30 bis 16 Uhr, am Freitag von 8 – 13 Uhr, Fax 0471/915785, E-Mail: medsport@sbbz.it. Der Zugang zum Dienst erfolgt mit einem gültigen Ausweis, mit der Anfrage des jeweiligen Sportvereins auf dem entsprechenden Formular, mit dem ausgefüllten Anamneseblatt. Im Falle von Minderjährigen ist die Unterschrift eines Elternteils notwendig. Und: Mitzubringen ist außerdem eine Urinprobe. Weitere Infos unter http:// www.sabes.it/de/krankenhaeuser/bozen/sportmedizin-bz.asp
05.12.13
Vinschgerwind 25-13
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pr-info Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders
Kultur für kalte Winterabende Vier Veranstaltungen - ein Abonnement
Freilich sind kalte Winterabende zu Hause am Kachelofen oder im warmen Wohnzimmer unglaublich gemütlich. Die folgenden vier Kulturangebote locken Sie aber vielleicht doch ins Kulturhaus Karl Schönherr nach Schlanders.
1. WEIHNACHTEN IN ALLER WELT am Freitag, 13. Dezember 2013 um 20 Uhr
Mara Paci, eine Sopranistin aus Ferrara, singt Weihnachtslieder aus aller Welt, u.a. Lieder von Franz Schubert („Ave Maria“), Giuseppe Verdi („Ave Maria“, „La vergine degli angeli“, …), Johann Sebastian Bach („Wachet auf“), Johannes Brahms („Wiegenlied“) und anderen bekannten Komponisten sowie Tr a d i t i o n a l s und Spirituals wie z. B. „Amazing Grace“ oder „The Lord’s Prayer“. Am Klavier wird sie von Paolo Lazzarini aus Rovigo begleitet.
2. NEUJAHR IN WIEN: NEUJAHRSKONZERT 2014 am Freitag, 3. Jänner 2014 um 20 Uhr
Zum Neujahrskonzert 2014 kommt die Junge Philharmonie Wien mit ihrem Dirigenten Michael Lessky nach Schlanders. In diesem Orchester spielen die besten österreichischen Nachwuchsmusiker/innen im Alter von 17 bis 27 Jahren. Beim Neujahrskonzert in Schlanders spielen sie nach der Neujahrsansprache des Präsidenten Walzerfolgen aus dem „Rosenkavalier“, dem Meisterwerk von Richard Strauss, dessen Geburtstag sich 2014 zum 150. Mal jährt. Die Sopranistin Ute Döring wird einige Arien aus dem Rosenkavalier singen. Außerdem zu hören und zu genießen: Walzer und Polkaklänge von Johann Strauß, Josef Strauß, Franz Schubert, die „Schlittenfahrt“ von Wolfgang A. Mozart und eine Uraufführung von Judit Varga. Das Abonnement für diese vier Veranstaltungen ist zum Sonderpreis von €50 beim Tourismusverein Schlanders-Laas im neuen Sitz in der Kapuzinerstraße 10 in Schlanders erhältlich. Die Veranstaltungen des Kulturhauses Karl Schönherr werden u. a. unterstützt von der Marktgemeinde Schlanders, dem Amt für Kultur der Autonomen Provinz Südtirol, der Raiffeisenkasse Schlanders, der SEL und der Stiftung Südtiroler Sparkasse.
4. LIEBESG’SCHICHTEN UND HEIRATSSACHEN am Sonntag, 2. Februar 2014 um 20 Uhr
Ob Hermine, 80, mit einem gesteigerten Hormonspiegel, Richard, 60, der ungeschliffene Rohdiamant, der ruppige Pepi – sie haben alle etwas gemeinsam: ihre Einsamkeit und ihre Sehnsucht nach Liebe. Elizabeth T. Spira lässt in ihrem Stück, das aus ihrer gleichnamigen Serie entstanden ist, Menschen zu Wort kommen, die auf authentische Art und Weise ihre Wünsche und Träume äußern. Die jungen Schauspieler/innen des Rotierenden Theaters Vahrn erwecken Spiras Charaktere zum Leben und sorgen für einen unterhaltsamen Theaterabend.
Außerdem auf dem Winterprogramm des Kulturhauses Karl Schönherr in Schlanders: die Ausstellung „Unser Karl Grasser“ am 21. und 22. Dezember 2013, bei der Holzschnitte, Aquarelle und Plastiken des bekannten Kortscher Künstlers gezeigt werden, der im Dezember seinen 90. Geburtstag feiert. Freunde der innovativen VolXmusik können sich am 10. Jänner 2014 auf ein Konzert mit der bayrischen Kultband „Kofelgschroa“
3. DIE HARRY BELAFONTE STORY am Donnerstag, 23. Jänner 2014 um 20 Uhr
Dieses Schauspiel mit Musik der Theatergastspiele Kempf erzählt das bewegende Leben des schwarzen Sängers, Schauspielers und Bürgerrechtsaktivisten Harry Belafonte. Die mitreißende Inszenierung mit Ron Williams in der Titelrolle ist tiefgründig und unterhaltsam zugleich und vermittelt neben packender Musik auch noch eine Botschaft der Menschlichkeit und Toleranz.
freuen; und für Theaterliebhaber stehen zwei interessante Inszenierungen auf dem Spielplan des Kulturhauses. Am 18. Dezember zeigen die Vereinigten Bühnen Bozen eine Theaterfassung des „Werther“ (nach Johann Wolfgang von Goethe), und am 30. Jänner gastiert auf Vermittlung des Südtiroler Kulturinstituts das Staatsschauspiel Dresden mit der beeindruckenden Theaterfassung von Christa Wolfs Erzählung „Der geteilte Himmel“.
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† 25.10.2013
im Leben mit Liebe und Freundschaft begegnet sind. Unser besonderer Dank gilt: - dem Pflegepersonal des Bürgerheimes St.-Nikolaus von der Flüe Schlanders, Aussenstelle Mals, für die liebevolle Pflege - den Nachbarn, Freunden und Bekannten, die unserer lieben Hilde die letzte Ehre erwiesen haben - für die Teilnahme am Rosenkranzgebet, für die Blumen, Spenden und die liebevollen Zeichen der Anteilnahme. Diese Verbundenheit zu spüren war uns Hilfe und Trost. Vetzan, im Dezember 2013 Bestattungen
Die Trauerfamilien
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Wenn wir an mich denkt, seid nicht traurig.
Erzählt lieber von mir und traut euch ruhig zu lachen. Lasst mir einen Platz zwischen Euch, so wie ich ihn im Leben hatte. Die vielen Zeichen der Anteilnahme in den schweren Stunden des Abschieds unseres lieben
Diego Brighenti *24.04.1968 † 28.11.2013 Taufers im Münstertal
haben uns tief bewegt und waren uns ein großer Trost.
Jahrestag/Danksagungen Oft stehen wir an deinem Grab, mit dem Herzen schwer, Noch vieles möchten wir dir sagen, doch Antworten gibst du keine mehr. Der Tag, an dem du uns verlassen musstest, kam viel zu früh, doch eines sollst du wissen, vergessen werden wir dich nie!
1. Jahrestag
Elisabeth Kaserer geb. Preiss
* 16.01.1941 † 02.12.2012 Schlanders Ein großes Vergelt’s Gott allen, die unsere Elisabeth immer wieder am Grab besuchen, die so zahlreich an den Gedächntinsmessen teilnehmen, die ihr Blumen und Kerzen bringen, die für sie beten. Die herzliche Anteilnahme aller und die vielen tröstenden Zeichen und Worte haben uns tief bewegt. Sie zeigt uns, dass Elisabeth in so vielen Herzen weiterlebt. In Liebe deine Familie
Danken möchten wir allen für ihre tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben, für einen Händedruck, für alle Zeichen der Freundschaft, für die zahlreiche Beteiligung an den Seelenrosenkränzen und an der Beerdigung und die vielen Gedächtnisspenden für einen guten Zweck. Danken möchten wir der hochw. Geistlichkeit, dem Kirchenchor, dem Organist, der Vorbeterin, dem Mesner, dem Jahrgang 1968 und allen Personen, die zur würdevollen Abschiedsfeier beigetragen haben und einen Dienst dafür übernommen haben. Ein großer Dank geht auch an das Weiße Kreuz, dem gesamten Pflegeteam des Sozialsprengels Obervinschgau, der Krebshilfe und dem Ärzteteam für die liebevolle Betreuung. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ gilt allen, die unseren lieben Verstorbenen in Erinnerung behalten und seiner im Gebet weiterhin gedenken. Die Trauerfamilie
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