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Vinschgerwind ausgabe 21-15 Vinschgau Südtirol

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Nr. 21 (262) 22.10.15 I.P. 11 Jg.

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Will Bozen „Vinschgau Marketing“ einschmelzen?

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22.10.15

Inhalt

Vinschgerwind 21-15

/inhalt/ 3

Heißt es im Tourismus in Zukunft „Vinschgau bei Meran“? Seite 6

Foto: Erwin Bernhart

Kommentar Marmortransport: Erneut Schlappe für die Landesregierung Seite 4

Schlanders: Die Bio-Fläche wird vergrößert

Seite

4

Schlanders/Vinschgau: Der Vinschgau protestiert

Seite

5

Stilfs: Biokräuter bei Stilfs mit Pestiziden kontaminiert?

Seite

5

Schluderns: 30 Jahre Churburger Wirtschaftsgespräche

Seite

8

Planeil: 20 Jahre Seniorenvereinigung im SSB

Seite

9

St. Valentin: Haider AG-Präsident Roman Hohenegger im Gespräch

Seite 10

Valchava/Val Müstair: Festa de racolta - Erntedank

Seite 11

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Menschen: Florian Gander am Blasegghof, Lichtenbergerberg

Seite 17

Burgeis: Die FF-Kommandantin besteht Feuerprobe

Seite 20

Sonderthema: Landwirtschaft

ab Seite 29

Sonderthema: Spezial - Auto

ab Seite 38

Nationalpark Stilfserjoch: Wasserfall oder Wasserkraft? Iaz hott man gmoant, dr Sagmeister Kurt hott in Tourismus in Griff unt iaz weart ollz ondersch.

Wiea hoast’s: Di Goas krahlt sou long, bis si letz ligg.

Seite 42

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Protest Im Vinschgau wird selten protestiert. Im Gasthaus in allen Varianten, das schon. Untereinander streiten die Vinschger gern. Da gehen Argumente und Gegenargumente selten aus. Aber öffentlicher Protest? Öffentlicher Protest gegen Bozen? Und Protest auf breiter Ebene? Das ist selten. Nun rufen viele Organisationen, darunter der KVW, die Sportvereine, der katholische Familienverband, die Freunde des Krankenhauses Schlanders, die Kaufleute, die Wirtschaft, der HGV, die Bäuerinnen und einige mehr die Bevölkerung auf, zum Protest nach Schlanders zu kommen. Am 28. Oktober 2015 um 20 Uhr soll am Krankenhaus Schlanders in friedlicher Manier in Form einer schweigenden Mahnwache protestiert werden - und zwar gegen eine Schließung oder gegen eine Aushöhlung des Schlanderser Spitals. Jedenfalls will man für den Erhalt des Krankenhauses, für den Erhalt der Primariate und aller Dienste ein Zeichen nach Bozen senden - in die Landesregierung, in die Zentrale der Südtiroler Volkspartei. Bekanntlich will die Landesrätin Martha Stocker das Krankenhaus in eine Tagesklinik umwandeln. „Nicht mit uns Vinschgern“ rufen die Organisatoren zum Protest dagegen auf. Zurecht. Warum sollte ein an sich gut funktionierendes Krankenhaus derart radikal zusammengeschrumpft werden? Die rund 25 Millionen Euro pro Jahr, die für das Krankenhaus Schlanders ausgegeben werden, das sind sage und schreibe 2,5 Prozent des gesamten Sanitätshaushaltes, können als Argument wohl nicht dienen. Der Vinschgau fordert die Landesregierung also auf, mit Bedacht und mit Behutsamkeit vorzugehen. Sinnvollen Argumenten hat sich der Vinschgau noch nie verschlossen. Diese sind bisher nicht gekommen, deshalb Protest.

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4 /politik/

Vinschgerwind 21-15

Zeitumstellung

Schlanders/Vinschgau

Bio-Boom

B

io boomt im Vinschgau. Über 80 Hektar konventionelle Obstanlagen werden im kommenden Jahr im Tal auf Bio umgestellt werden. Die Hälfte davon, über 40 Hektar, liegen allein im Einzugsgebiet der GEOS in Schlanders. Signalwirkung dürfte diese Entwicklung haben. Dass so viele Bauern Abstand vom konventionellen Obstbau und Kurs auf Bio nehmen, hat es noch nie gegeben. Die Vi.P Verantwortlichen dürfte der BioBoom vor eine neue Herausforderung in der Vermarktung stellen. Beseelt davon, dass die Bio-Branche nur einen Nischenmarkt besetze, räumte man dieser bislang nur einen stiefmütterlichen Platz ein. Das wird sich nun ändern müssen. Der Obmann vom Verein Bio Vinschgau Leonhard Wellenzohn sagt auf Nachfrage dem Vinschgerwind: „Ich bin überzeugt, dass Bio längst kein Nischenmarkt mehr ist, sondern auf dem Weg ein wichtiges Segment zu werden.“ Vor allem den skandinavischen und deutschen Markt gilt es zu beackern, ein zahlungskräftiger Markt, von dem man sich – in einem zweiten Moment - auch anständige Auszahlungspreise erwarten darf. Letztere – die Auszahlungspreise – dürften mit ein Grund für die anrollende Bio-Welle sein. Immerhin brachte es der BioGolden Delicious heuer fast auf den doppelten Auszahlungspreis als der konventionelle Golden. (ap)

Wind - online

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

70,4 %

Sind Sie mit den Angeboten und Dienstleistungen im Krankenhaus Schlanders zufrieden? Neue Umfrage: Sollen alle bisherigen Dienste und Primariate am Krankenhaus Schlanders erhalten bleiben?

29,6 %

JA

NEIN

Annullato Göflan/Laas - Beim Marmor haben zum wiederholten Male die Gerichte gesprochen: Das Verwaltungsgericht Bozen hat jüngst - und zwar heuer zum zweien Mal - den Marmortransport mit LKW über Göflan als nicht rechtens erklärt Sicht vom Göflaner Mitterwantlbruch auf die Marmorstraße: Mitterwantl ist Klagewantl

Foto: Erwin Bernhart

Die Südtiroler Freiheit fordert in einem Begehrensantrag die Abschaffung der Sommerzeitumstellung. Für die zweimal jährliche Umstellung gebe es keine vernünftige Begründung.

22.10.15

von Erwin Bernhart

E

s ist wie beim Märchen vom Hasen und vom Igel: Jedes Jahr auf’s Neue stellt die Landesregierung bzw. der Landesrat für Forstwesen eine Sondergenehmigung für den Abtransport für den Marmor vom Göflaner Mitterwantlbruch bis hinunter nach Göflan aus. Und jedesmal wird dagegen vor dem Verwaltungsgericht Rekurs eingelegt. Und jedesmal wird der Rekurs angenommen und die Sondergenehmigung des Landes annulliert. Das Verwaltungsgericht in Bozen ist mittlerweile in seiner Urteilsfassung äußerst fit in der Materie. Heuer ist es diesbezüglich bereits das zweite Urteil. Das erste wurde im Jänner gefasst. Das zweite vor Kurzem. Am 9. Oktober 2015 hat das Verwaltungsgericht die Transportgenehmigung, ausgestellt von Landesrat Arnold Schuler, erneut annulliert. Gegen die Transportgenehmigung rekurriert hat Johann Gurschler

vom Tafratzhof - und Recht bekommen. Gurschler sei, so im Urteil, für die Ausstellung der Sondergenehmigung nicht einmal gefragt worden. Schließlich führe ein Teil der Forststraße durch Gurschlers Grund und Boden. Seit der Zustellung der Akten Mitte Oktober fährt kein LKW mehr. Mit jedem Urteil des Verwaltungsgerichtes wird eine endgültige Lösung über die Straße ein Stück weit unwahrscheinlicher. Auch der jüngste Vorschlag von LH Arno Kompatscher und Landesrat Arnold Schuler, beide Betriebe, die Lasa Marmo und die Göflaner Marmor GmbH könnten doch die Straße benutzen und dafür eine „verpflichtende Umweltgebühr“ im Ausmaße von 10 Euro pro Kilometer im Nationalpark entrichten, erweist sich im Lichte der Urteile des Verwaltungsgerichtes eher als Wunschballon auf Frieden, denn als rechtlich solide und mit den Beteiligten konkret erarbeitete Lösung. Derweil läuft zusätzlich eine Verwaltungsklage von

Seiten der Lasa Marmo und der Lechner Marmor AG wegen wettbewerbsverzerrender Maßnahmen, welche auch der Landesregierung angelastet werden. Man habe durch die Einhaltung von Auflagen durch Land und Park rund 200.000 Euro pro Jahr mehr ausgeben müssen, als die Göflaner Marmor GmbH, welche diese Auflagen nicht erhalten habe, sagt Georg Lechner von der Lechner Marmor AG. In diesen Tagen gibt es eine diesbezügliche Verhandlung. Der BM von Schlanders Dieter Pinggera kündigt dem Vinschgerwind gegenüber Rekurs beim Staatsrat an. Denn bei der Urteilsfindung sei man, so Pinggera, von völlig falscher Rechtslage ausgegangen. Zudem sei mit dem Übergang des Nationalparkes bereits 2016 eine Lösung des Transportes, so wie sie LH Arno Kompatscher und Arnold Schuler vorgeschlagen haben, ins Auge gefasst. Geht Hase und Igel also weiter?


22.10.15

Vinschgerwind 21-15

/politik/ 5

Vinschgau/Schlanders

Der Vinschgau protestiert A

Foto: Erwin Bernhart

m Mittwoch, den 28. Oktober wird es ab 20.00 Uhr vor dem Krankenhaus Schlanders eine Mahnwache mit Fackeln und Kerzen geben. Eine Mahnwache, die für den Erhalt aller Dienste und Primariate im Krankenhaus Schlanders steht. Zeitgleich werden Mahnwachen in Sterzing und in Innichen abgehalten. Seit Gesundheitslandesrätin Martah Stocker vor einem Jahr ihre Reformidee in den Krankanehäusern des Landes, auch in Schlanders, vorgestellt hat, hat sich die Unsicherheit bei den Angestellten in den Krankenhäusern ins Unerträgliche gesteigert. Man ist gelähmt in der Gegenwart, von Zukunfsperspektiven in Richtung Jungärzte bzw. Jungpesonal ganz zu schweigen. Auch die Bevölkerung ist verunsichert. Bleibt das Krankenhaus? Wenn ja, wieviel davon? Diese unerträgliche Frustration will sich Bahn brechen. Die Freunde des Krankenhauses Schlanders haben jüngst zu einem Stammtisch

Der Ruf nach geeignetem Protest wurde im Kreis der Freunde des Krankenhauses Schlanders laut: eine schweigende Mahnwache mit Fackeln, Kerzen und Lichtern am 28. Oktober 2015 um 20 Uhr nach Schlanders geladen. Gekommen sind Vertreter, Obmänner und Obfrauen sehr vieler Vereine und Verbände. Wirtschaftsvertreter, Verteterinnen der Bäuerinnen, des KVW, der Kindergärten, des Familienverbandes, der Feuerwehren, der Schützen, der Tourismusvereine, des HGV, Vertreter des Krankenhauses. Über den Erhalt des Krankenhauses Schlanders mit all seinen Funktionen, Diensten und Primariaten war man sich einig. Die kurzen Stellungnahmen der einzelnen Vertreter waren eindeutig, von Sorge getragen und einige mit

Vehemenz vorgebracht, bis hin zur Forderung des Rücktrittes der Gesundheitslandesrätin Martha Stocker. „Und den Schael kann sie auch gleich mitnehmen“, sagte etwa Trude Staffler, Kämpferin im Kreis der Freunde des Krankenhauses der ersten Stunde. Mit einer Mahnwache, an der sich möglichst viele Vinschgerinnen und Vinschger beteiligen sollten, will man ein sichtbares und stummes Zeichen setzen. Ein Zeichen, gemeinsam mit Sterzing und Innichen, aus der in Bozen viel beschworenen Peripherie.

Denn im Vinschgau kann man nicht verstehen, wie und wo Einsparungen am Krankenhaus notwendig sein sollen. Jene 25 Millionen Euro für das Krankenhaus Schlanders entsprechen gerade mal 2,5 Prozent des Gesamthaushaltes im Südtiroler Sanitätsbereich, welcher rund 1200 Millionen Euro beträgt. „Bei einer Abdeckung von 20 Prozent der Landesfläche und einer medizinischen Versorgung von 7,6 Prozent der Südtiroler Bevölkerung“, heißt es in einem Flyer der Freunde des Krankenhauses. (eb)

Stilfs/Vinschgau

Schock bei Biokräutern - das kann’s nicht sein I

Foto: Renate Eberhöfer

n Stilfs wachsen keine Äpfel, ergo werden dort auch keine Pestizide gespritzt. In Stilfs baut auf den malerischen Terrassen unterhalb des Dorfes Siegi Platzer Kräuter an. Aus diesen Kräutern wird eine prächtige Palette an Produkten hergestellt, von Kräutertees über duftendes Bergwiesenheu in Säckchen bis

„Das wird einen Riesenwirbel geben“: Traude und Siegi Platzer

zu Küchenkräutern, Kräutersalze und viele mehr. Platzer ist Mitglied beim Bund Alternativer Anbauer und biozertifiziert und er vermarktet seine Kräutermischungen höchst erfolgreich und auch international unter dem Gütesiegel „Stilfser Bergkräuter“. „Unsere Bio-Bergkräuter werden auf 1.300 m angebaut oder durch Wildsammlung bis auf eine Höhe von 2.500 m geerntet. Aussehen, Farbe, Duft und Inhaltsstoffe sind von herausragender Qualität“, auch damit wirbt Siegi Platzer für seine hervorragenden Produkte. Kürzlich gab es allerdings einen Dämpfer bei Platzers Kräutern, der für internationalen Wirbel sorgen könnte und der den Ruf des Apfelgartens Vinschgau nachhaltig beschädigen könnte. Und dies kurz vor der Eröffnung

eines Teesalons in Glurns, welchen Siegi und Traude Platzer als „Flagshipstore“ ihres Bergkräuterprojektes geplant haben. Eine erste Probe hat bei den labortechnischen Untersuchungen einen erhöhten Wert des im Apfelanabau eingesetzten Pestizides „Captan“ ergeben. „Das wird einen Riesenwirbel geben“, prophezeit Platzer, der um mediale Zurückhaltung bemüht ist. Noch seien die Ergebnisse der B-Probe ausständig und diese werden in diesen Tagen erwartet. Platzer sagt, Sicherheit herrsche erst dann, wenn auch die zweite Probe die Ergebnisse der ersten bestätige. Im Bioanbau sei der Grenzwert von 0,01 Milligramm pro Kilogramm vorgeschrieben. Und der im Jahr 1987 gegründete Bund Alternativer Anbauer hat einen

sehr hohen Anspruch an seine Mitglieder bzw. an seine Produkte. Alles was darüber liege, dürfe nicht mehr als „bio“ verkauft werden. Platzer darf seine Kräuter derzeit nicht als „bio“ verkaufen, denn in der ersten Probe ist ein Wert von 0,04 mg/ kg Captan gemessen worden, also das Vierfache des Zulässigen. Die Frage, ob in Stilfs jemand „Captan“ spritze, kann Platzer nicht beantworten. Einen Sabotageakt kann sich Platzer auch nicht vorstellen. Bleibt als mögliche erste Erklärung die Luftverfrachtung von Obstanbaugebieten in die Stilfser Höhen. Wenn dem so sein würde, würde das Thema „Abdrift“ eine völlig neue und eine viel weitreichendere Dimension bekommen. (eb)


6 /Titel/

Vinschgerwind 21-15

22.10.15

Chaos mit Methode? Der Vorschlag, aus heute 10 Tourismusverbänden im Lande vier zu machen, und der Vorschlag aus heute 77 Tourismusvereinen 50 zu machen, hat in den letzen Wochen hohe Wellen schlagen lassen und zu Verunsicherungen bei den Touristikern geführt. Nun soll eine Arbeitsgruppe die Details zur Reorganisation festlegen. Bleibt der Vinschgau verschont? Kurt Sagmeister, Direktor von „Vinschgau Marketing“: „Der Sitz in Glurns, das Personal und die Entscheidungsbefugnisse müssen bleiben!“

von Erwin Bernhart

G

ut möglich, dass das Thema Raum bei der 4. Tourismusrunde am Donnerstag, den 5. November 2015 im Schlanderser Kulturhaus beanspruchen wird. Bis dahin werden wohl einige Wolken vom Gespenst „Tourismusreorganisation“ vertrieben sein. Denn Spötter sagen, wenn die Art, wie die Tourismustreibenden intern diskutieren dieselbe Art ist, wie sie Südtirol nach außen bewerben, dann gute Nacht. Gemeint ist die jüngste Diskussion über die Zusammenlegung von Tourismusverbänden. Schwung in die Diskussion hat letztlich der Hoteliers- und Gastwirteverband HGV bzw. dessen Präsident Manfred Pinzger gebracht. Der HGV ist, auch aufgrund der derzeit schwach aufgestellten Südtiroler Marketinggesellschaft SMG, wohl die treibende Kraft hinter dem Tourismuslandesrat Arno Kompatscher. Pinzger ließ verlauten, ohne sich mit den Tourismusverbänden abzusprechen, dass er eine Reduzierung der Tourismusverbände begrüße und einer dahingehenden Reorganisation positiv gegenüberstehe. Pinzgers Vorstoß hat die Lawine gelöst, der Landesverband der Tou-


22.10.15

rismusvereine LTS musste Stellung beziehen, Verbände und Vereine begannen sich öffentlich in die Diskussion einzumischen. Gröden hat sich quergestellt, Hochpustertal auch, auch der Vinschgau. Dabei ist in Tourismuskreisen die Studie des Münchner „Institute of Brand Logic“ über „die Neuordnung und Aufgabenverteilung der Tourismusorganisationen“ seit Frühjahr 2015 bekannt. Die Touristiker wussten demnach grundsätzlich Bescheid. Aber was ist diese Studie wert? Die Studie endet mit zwei Optionen: Option 1 besagt im Wesentlichen, dass es unter der bisherigen SMG mehrere kleinere Tourismusverbände geben könne. Jedenfalls mehr als die bisher 10. Regionales Destinationsmanagement (RDM) heißen diese Einheiten. Diese Option war in den vergange-

und Nachteilen, an Sparpotenzialen, an Personalentscheidungen, an Zielsetzungen usw. Erst als möglichst viele Details ausgearbeitet und beleuchtet waren, sei man in die Entscheidungsgremien gegangen. Mit dieser Studie der Tourismusreorganisation und mit der Diskussion darüber habe man das Pferd von hinten aufgezäumt. Denn es sei schwierig, sich aufgrund der derzeit mageren Informationen ein Bild zu verschaffen, um eine Einschätzung abgeben zu können. Sagmeister sagt in einer ersten Reaktion: „Der Vinschgau hat akut keinen Reformbedarf.“ Das war in der Phase, als so ziemlich alles unklar war, die Gerüchte darüber, dass Geld aus der frisch eingeführten Aufenthaltssteuer nach Bozen in die Nachfolgeorganisation der SMG fließen könnte,

Vinschgerwind 21-15

/Titel/ 7

sind es 6 MitarbeiterInnen, die von Glurns aus auch Webseiten der einzelnen Tourismusvereine betreuen, denen es unter der Koordination von Direktor Kurt Sagmeister gelungen ist, einheitliche Drucksorten zu generieren, einheitliche Webseiten, einheitliche Kommunikationskanäle usw. Der Vinschgerwind hat im März dem Tun von Vinschgau Marketing eine Titelgeschichte gewidmet, mit der Forderung aus Tourismuskreisen, Sagmeister müsse liefern, die Schonfrist sei vorbei. Tatsächlich ist einiges auf Schiene, vor allem das Gefühl, dass die Tourismusvereine an einem Strang zu ziehen beginnen, dass größere Events gelingen, dass der Vinschgau in der Gästewahrnehmung zulegt. Auf der anderen Seite liegen noch viele Bereiche brach oder sie werden erste lang-

Vinschgau Kulturregion in Südtirol nen Diskussionen nicht Inhalt und scheint von vornherein papierkorbverdächtig. Vielmehr wurde und wird die Option 2 heiß diskutiert: Unter der SMG könne es vier „Regionale Management Einheiten“ (RME) geben - Südtirol West, Südtirol Ost, Südtirol Mitte und Südtirol Süden. Die bisherigen Verbände, etwa „Vinschgau Marketing“ oder „Meraner Marketing Gesellschaft“ (MGM) gäb’s in dieser Logik nicht mehr. Südtirol West wäre ein einziger Verband. Diese an sich unausgegorene Idee öffentlich diskutieren zu lassen, gleicht einem Harakiri, einer völligen Verunsicherung in den Vereinen und Verbänden, einer völligen Verunsicherung vor allem bei den MitarbeiterInnen in den Verbänden und Vereinen. Einer Verunsicherung gleich, wie sie seit gut einem Jahr in den peripheren Krankenhäusern herrscht. Es hat den Anschein, als hätt’ dieser Wahnsinn Methode. Unmut wurde kundgetan. Kurt Sagmeister, der Direktor von „Vinschgau Marketing“ sagt, er sei aufgrund seiner Arbeitserfahrungen in der Schweiz, anderes gewohnt. Er habe dort Fusionen betreuen können und im Vorfeld von Fusionen sei an sämtlichen Details gefeilt worden, an Vor-

kursierten, von Einsparungen durch Personalabbau die Rede war. Erst nachdem LH Arno Kompatscher versuchte die Wogen zu glätten, wurde Sagmeister pragmatischer. Es gebe kein Problem mit einer möglichen Zusammenarbeit mit dem Burggrafenamt. Unter bestimmten Bedingungen: Das Büro in Glurns müsse samt Personal erhalten und eine gewisse Entscheidungsfreiheit müssen im Vinschgau bleiben. Tatsächlich wurde die gesamte Tourismusreorganisation vor einer Woche in einer Steuerungsgruppe, in der unter der Federführung von LH Kompatscher HGV, LTS, SMG und Vertreter der zuständigen Landesämter vertreten sind, abgeschwächt. Nach dieser Sitzung sprach man davon, dass die Anzahl der RME, der regionalen Management Einheiten, noch zu definieren sei, dass die Tourismusvereine zu stärken seien und dass die Details nun eine Arbeitsgruppe ausarbeiten solle. Das Pferd wird also weiter aufgezäumt, von wo auch immer. Was den Vinschgau betrifft, so ist der hiesige Verband „Vinschgau Marketing“ in seiner heutigen Form ein junges Kind in der Tourismusverbandsfamilie. Mittlerweile

sam wachgeküsst - die Bewerbung des Winterangebotes etwa, der Nationalpark Stilfserjoch, die Stilfserjochstraße, die Synergien mit der einheimischen Wirtschaft, die Almen, der Marmor... Sagmeister und sein Team haben einen Vorteil: Sie können aus dem Vollen schöpfen im Vinschgau der „Kulturregion in Südtirol“. Auch ist es so, dass verbandsübergreifende Dinge angegangen werden - etwa das Mountainbiken am Nördersberg zwischen Töll und Latsch. Da habe man, sagt Sagmeister, überhaupt keine Berührungsängste mit der Marketinggesellschaft Meran, oder mit Tourismusvereinen aus dem Burggrafenamt. Für Sagmeister wäre es eine Logik, dass Zusammenarbeit zwischen den Tourismusverbänden von der Basis heraus wachsen solle. Es gebe Schnittmengen, die man durchaus gemeinsam bearbeiten könne. Eine Verordnung von oben herab sei, bei guter Arbeit der Verbände, gar nicht nötig. Seit Arno Kompatscher, die Anzahl der möglichen sogenannten Regionalen Management Einheiten offen gelassen hat, besteht im Vinschgau gar die berechtigte Hoffnung, dass „Vinschgau Marketing“ allein bestehen bleiben könnte.


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 21-15

Rom-Infos ins Tal Die zweite Lesung der Verfassungsreform ist unter Dach und Fach. Persönlich bin ich vom Ergebnis überrascht. Neben dem „Einvernehmen“ bei der Revision des Autonomiestatutes, gibt es nun auch die Möglichkeit, neue Zuständigkeiten mit einer weniger aufwendigen Prozedur als mit einem Verfassungsgesetz mit doppelter Lesung zu erhalten. Versprochen ist vom Ministerpräsident der Bereich Umwelt und Ökosystem. Diese Möglichkeiten um neue Zuständigkeiten zu bekommen hatten die Regionen mit Normalstatut seit dem fernen 2001. Ausgenutzt wurden diese nicht. Nun darf wohl das Land Südtirol den ersten Versuch machen. Die neue Verfassung könnte nach der Volksabstimmung nächstes Jahr im Sommer oder Herbst in Kraft treten. Dann bleiben uns für die Prozedur ca. 1,5 Jahre, auch um den Ministerpräsidenten zu bearbeiten, sein Versprechen bzgl. Umwelt einzuhalten. Südtirol ist für diese Kompetenzübernahme sicherlich reif, wird aber angehalten sein, noch mehr Eigenverantwortung zu zeigen und im Land einen breiten Konsens zu Umweltfragen anstreben müssen. Am 15. Oktober war der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki Moon bei uns in der Abgeordnetenkammer. Vor dem Parlament haben die italienischen Förster gegen ihre Eingliederung in die militärische Einheit der Carabinieri lautstark protestiert. Unsere werden – wegen unserer autonomen Zuständigkeiten – nicht angetastet und können ganz normal ihrer wichtigen Aufgabe in „Wald und auf der Haide“ nachgehen. Zum Glück haben wir unser Autonomiestatut und brauchen nicht jede irrsinnige Maßnahme des Staates übernehmen. Ministerpräsident Renzi hält „gänzlich frei“ eine sehr gute Rede, lobt die Arbeit der italienischen UNO Soldaten- und die vielen freiwilligen Entwicklungshelfer in der Welt. Er versichert das Engagement Italiens bei allen Friedensmissionen oder bei der Rettung der Bootsflüchtlinge. Italien werde sich gegen Todesstrafe und Zwangsheirat entsetzen und gegen den Hunger auf der Welt. Es sei gelungen mit der EXPO in Mailand diese Problematik wieder voll in den Vordergrund zu stellen. Renzi mahnt auch mutigeres Engagement in Syrien und Libyen an, es dürfe nie wieder ein „Massaker von Sebrenica“ (vor 20 Jahren im Jugoslawienkrieg zwischen Serbien und Kroatien) geben, wo die UNO nur Zuschauer geblieben sei.

30 Jahre Wirtschaftsgespräche Schluderns/Churburg - Seit 30 Jahren treffen sich Wirtschaftsvertreter, Politiker und Wissenschaftler aus Süd- und Nordtirol am zweiten Wochenende im Oktober in Schludern zu den Churburger Wirtschaftsgesprächen. Im Mittelpunkt der heurigen Wirtschaftsgespräche stand die Festrede von Landeshauptmann Arno Kompatscher. Der Landeshauptmann skizzierte kurz und klar die Hauptlinien seiner Politik.

Johannes Graf Trapp lädt seit 30 Jahren zu den Churburger Wirtschaftsgesprächen. 159 Referenten lieferten in dieser Zeit nicht nur viele Informationen, sondern gaben auch wertvolle Impulse für das Tal und das Land. Weitere Bilder auf der Fotogalerie unserer Homepage www.vinschgerwind.it

von Heinrich Zoderer

S

üdtirol muss die Vorteile als Grenzregion nutzen, autonome Befugnisse ausbauen und sich verstärkt europäisch ausrichten. Zentrale Aufgabe der Landespolitik ist die Sicherung der Arbeitsplätze. Sie sind die Grundlage für den sozialen Frieden und für die Sicherung des Wohlstands. Durch die Senkung des Steuerdrucks soll die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gestärkt werden. Ziel der Landespolitik ist es nach Kompatscher, das Einkommen zu sichern und die Eigenverantwortung zu fördern. Um die Arbeitslosenzahlen auch in Zukunft möglichst niedrig zu halten, soll noch stärker auf eine gute Ausbildung gesetzt werden. Die Lehrerausbildung soll in Zukunft autonom geregelt werden und bisherige Hürden bei der Lehrlingsausbildung sollten beseitigt werden. Damit der Export von Südtiroler Produkten noch gesteigert werden kann, soll die Marke Südtirol verstärkt bei der Werbung eingesetzt werden. Klare Aussagen machte Kompatscher zum Thema Mobilität und Erreichbarkeit. Er lobte die Vinschgerbahn als Erfolgsmodell und stellte klar, dass die Eisenbahn das Verkehrsmittel der Zukunft sein wird. Daher braucht es nicht neue Straßen, sondern neue

Bahnverbindungen. Neben einem gut funktionierenden öffentlichen Verkehrsnetz im Lande, braucht es neue Anbindungen nach außen. Der LH nannte dabei den Brennerbasistunnel auf der Hauptachse zwischen Norden und Süden, eine Bahnverbindung vom Obervinschgau in die Schweiz als kürzeste Verbindung zwischen Bozen und Zürich und im Pustertal eine Bahnverbindung nach Venedig. Die Bahnverbindung in die Schweiz bezeichnete Kompatscher als europäisches Projekt, welches auch über den Junckerplan finanziert werden soll. Entsprechende Anträge werden demnächst eingereicht. Neben guten Bahnverbindungen ist auch ein gut funktionierender Regionalflughafen nach Kompatscher für die Erreichbarkeit wichtig. Die Südtiroler Wirtschaft muss sich stärker an den Kosten des Flughafens beteiligen, meinte Kompatscher. Forschung und Entwicklung sind weitere wichtige Felder, die es auszubauen gilt. Südtirol als Klimaland, das bis 2020 insgesamt 75% der Energie aus erneuerbarer Energie erzeugt, nannte der LH als weiteres Ziel seiner Politik. Zum Schluss seiner Ausführungen betonte der Landeshauptmann den Ausbau der Autonomie und die Europaregion Tirol als Länder übergreifende Vorzeigeregion in Europa, die es mit Leben zu erfüllen gilt.

Foto: Heinrich Zoderer

von Albrecht Plangger

22.10.15


22.10.15

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/Wirtschaft/ 9

Planeil

Ortsgruppe Planeil feiert runden Geburtstag S

Die Mitglieder des Ausschusses der Ortsgruppe Planeil der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund mit ihrer Präsidentin Mathilde Blaas Winkler (6.v.l.), dem Landespräsidenten-Stellvertreter Johann Weissensteiner (3.v.l.), der Geehrten Katharina Gunsch Höchenberger (5.v.l.) und

Foto: „Wind“-Archiv

eit 20 Jahren gibt es in Planeil eine Ortsgruppe der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund. Anlässlich dieses Jubiläums trafen sich die Planeiler Senioren kürzlich zu einer gemeinsamen Feier. Die Mitglieder des Ausschusses der Ortsgruppe konnten dazu rund 50 Anwesende begrüßen. Sie freuten sich vor allem über die Anwesenheit der zahlreichen Senioren und bedankten sich bei diesen für die rege Teilnahme an den Veranstaltungen der Gruppe das ganze Jahr über. Weiters freuten sie sich über die Anwesenheit der Ehrengäste, darunter das Ehrenmitglied der Seniorenvereinigung, Bruno Kurz, der LandespräsidentStellvertreter der Seniorenvereinigung, Johann Weissensteiner, und der Bezirkspräsident Vinschgau der Seniorenvereinigung, Georg Stillebacher, die der Einladung zur Jubiläumsfeier im Gasthaus „Gemse“ in Planeil gefolgt waren. Im Rahmen der Feier blickte die Ortspräsidentin Mathilde Blaas Winkler, die der Ortsgruppe seit ihrer Gründung vorsteht, auf die vielen Angebote der vergangenen zwei Jahrzehnte, wie zum Beispiel Feste

und Feiern sowie Ausflüge und Wanderungen, zurück.

der Ortsgruppe zu ihrem runden Geburtstag und der geehrten Funktionärin zu ihrer Auszeichnung und lobten die vielfältige und umfangreiche Tätigkeit der Planeiler Senioren. Sie würdigten vor allem deren Gemeinschaft und betonten, dass man an ihrem Beispiel sehe, dass man auch in einem kleinen Dorf sehr viel erreichen könne, wenn man zusammenhält und zusammenarbeitet. Mit einem gemeinsamen Mittagessen und Kaffee und Kuchen sowie Musik und Tanz klang der Tag in geselliger Runde aus.

Ehrung von Katharina Gunsch Höchenberger Weiters wurde die Feier zum Anlass genommen, um Katharina Gunsch Höchenberger zu ehren. Die langjährige Funktionärin wurde für ihre Mitarbeit im Ortsausschuss und für ihren großen Einsatz für die älteren Menschen im Dorf mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Abschließend gratulierten die Ehrengäste

Schlanders/Maxim Gorki Theater Berlin

… das sogenannte Draußen feldmilla. designhotel

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ier junge Frauen auf einer leeren Bühne tragen im Sprechchor ihre Lebenswelt vor. Sie singen, stampfen und wirbeln auf der Bühne herum, tragen Schlabberklamotten, Pünktchen-Kleider unter überlangen Trainingsjacken und dicke Brillen. „Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“, mit diesem Theaterstück von Sibylle Berg, aufgeführt vom Maxim Gorki Theater Berlin, begann die heurige Theatersaison des Südtiroler Kulturinstituts. Es sind Monologe und Werbeslogans, mit denen die vier Frauen ihre Liebessehnsüchte und Träume, aber auch ihre Einsamkeit und Ausweglosigkeit zum Ausdruck bringen. Per SMS und Telefon dringt die Außenwelt in ihre Welt: einem leeren Raum vor einer großen schwarzen Wand, gegen die sie springen. Sie wohnen zusammen, verkaufen über das Internet Drogen, finanzieren mit den Einnahmen ihr Leben zwischen BWL Studi-

um und Shoppingtouren. Gegen was sollen sie protestieren, in einer Welt, wo Geld alles zählt und shoppen als Bürgerpflicht gilt? Es ist ein lebendiges, aber sarkastisches Stück über eine Jugend, die in der Falle sitzt und keinen Zugang findet zum sogenannten Draußen, der Welt außerhalb ihrer Wohnung. Die Zukunft ist unsicher und sie wollen nicht so sein, wie alle erhoffen: schlank, erfolgreich und fröhlich. Und doch wollen sie, dass es anders wird und sie endlich richtig erwachsen werden. (hzg)

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10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 21-15

22.10.15

St. Valentin auf der Haide/Graun/Reschen

„Ich bin von einem Zusammenschluss überzeugt“

Foto: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Kürzlich waren bei der Haider AG Neuwahlen des Verwaltungsrates. Sie sind mit breiter Mehrheit auch als Präsident wieder gewählt worden. Hat das Vertrauen der Aktionäre auch damit zu tun, dass die Bilanzen, vor allem jene der vergangenen Saison, relativ gut ausgefallen sind? Roman Hohenegger: Das kann schon sein. Die relativ gute Bilanz muss ich korrigieren: Durch den von Schlechtwetter geprägten Sommer 2014 und durch den Schneemangel zu Weihnachten 2014 ist die Bilanz natürlich negativ ausgefallen. Bei normalen Verhältnissen wär’s anders ausgegangen. Vinschgerwind: Tiefrote Zahlen hat die Haider AG nicht geschrieben oder? Hohenegger: Etwas mehr als 100.000 Euro im Minus sind dann doch geworden. Allein in der schneefreien Weihnachtszeit 2014 haben wir knapp 100.000 Euro an möglichen Einnahmen verloren, weil wir erst 14 Tage später als geplant eröffnen konnten. Wie gesagt, bei normalen Verhältnissen hätten wir eine positive Bilanz erwirtschaften können. Das Vertrauen der Aktionäre ist da. Ich habe die meisten Stimmen bekommen. Christian Schöpf ist Vizepräsident. In den Ausschuss gewählt ist auch Martina Stocker. Für die Fraktion St. Valentin ist Elmar Prenner und für die Gemeinde Graun Franz Prieth im Verwaltungsrat. Ich glaube, dass wir die Haideralm ziemlich gut in den Griff bekommen haben. Wir haben in der Gastronomie

Roman Hohenegger, wieder bestätigter Präsident der Haider AG: „Derzeit gehen die Meinungen wegen des Zusammenschlusses mit Schöneben noch hin und her.“ auf der Bergstation großen Zuspruch und deshalb große Zuwächse verzeichnen können. Im heurigen Sommer haben wir gegenüber dem vergleichbaren Sommer 2013 um die 50 Prozent Zuwachs. Vinschgerwind: Die Zukunftsperspektiven sind laut Ihren Aussagen positiv. Als Präsident des Verwaltungsrates kenne Sie die Meinungen in den Kreisen der Aktionäre. Ist in der Ära Roman Hohenegger eine Fusion mit Schöneben angedacht und möglich?

Hohenegger: Natürlich ist die angedacht und wir hoffen auch diese zu realisieren. Wir sind auf einem guten Punkt. Der Ingenieur Gasser ist dabei, die Machbarkeitsstudie für den lifttechnischen Zusammenschluss zu erstellen. Da hat es aber leider immer wieder Verzögerungen gegeben. Eigentlich sollte die Machbarkeitsstudie bereits im Juni vorliegen. Die letzte Information ist, dass es im Dezember 2015 soweit sein wird. Diese Verzögerung ist etwas problematisch. Auch weil die Studie grundsätzlich von der Gemeinde gut geheißen werden muss, dann erst kommt die Genehmigunsphase in den Landesämtern und in der Landesregierung. Vinschgerwind: Werden Fusionsgespräche, die Gesellschaften zu vereinen, erst in dem Moment konkret, wenn die Machbarkeitsstudie für den skitechnischen Zusammenschluss positiv begutachtet worden ist? Hohenegger: Ja, erst dann werden Fusionsgespräche konkret. Die positiven Begutachtungen enden letztlich auch in der Frage der Beiträge. Denn ohne Beiträge funktioniert das nicht. Dann erst wird intensiv an der Realisierung gearbeitet. Was die Stimmung im Dorf betrifft, so ist die gespalten. Manche sind dafür, manche gegen einen solchen Zusammenschluss mit Schöneben. Manche glauben, dass der Zusammenschluss nicht zustande kommen wird, obwohl sie nicht dagegen sind. Kommt der Zusammenschluss tatsächlich nicht, dann werden

wir einen Plan B ausarbeiten müssen. Vinschgerwind: In den Aktionärskreisen gibt es also eine Mehrheit, die dafür ist, dass diese Verbindung tatsächlich gebaut werden soll? Hohenegger: Sicher ist da nochmals ein Beschluss zu fassen. Wenn die Zahlen und die Fakten einmal konkret auf dem Tisch liegen werden, glaube ich schon, dass die Mehrheit sicher dafür ist. Derzeit gehen die Meinungen noch hin und her, weil viele glauben, dass dieser Zusammenschluss nicht kommen wird. Vinschgerwind: Sie sprechen einen Plan B an. Das deutet darauf hin, dass Sie selbst nicht ganz an einen Zusammenschluss mit Schöneben glauben. Hohenegger: Ich bin von einem Zusammenschluss überzeugt. Wir gehen von einer positven Begutachtung der Machbarkeitsstudie aus. Sollte dem nicht so sein, so wird es trotzdem irgendwie weitergehen müssen. Das habe ich gemeint. Dann werden wir die Ärmel weit zurückkrempeln und einen Weg finden müssen. Vinschgerwind: Die Wintersaison steht vor der Tür. Ist die Haider AG pronto? Hohenegger: Wir machen derzeit die 20-Jahresrevision der Umlaufbahn und sind mit den Vorbereitungen für die Wintersaison voll beschäftigt. Wir werden am 18. Dezember 2015 eröffnen, ohne Wenn und Aber. Interview: Erwin Bernhart

Auszug aus der SVP-Pressemitteilung

Gesundheitsleistungen in kleinen Krankenhäusern sichern

Foto: Angelika Ploner

A

us der Sitzung der SVP-Leitung am 12. Oktober heißt es in einer Pressemitteilung unter anderem: „Die medizinische Grundversorgung der Menschen ist in ihrer Wohnortnähe zu stärken, die sieben Krankenhäuser sind in einer

engen Vernetzung miteinander zu sichern, die landesweite Führungs- und Verwaltungsstruktur des Sanitätsbetriebes ist neu zu ordnen – und die betriebliche Organisation sowie die Abläufe in der Leistungserbringung sind zu optimieren“,

betonte Martha Stocker. Und Philipp Achammer (Bild) ergänzte: „Dabei müssen die Gesundheitsleistungen in den kleineren Krankenhäusern gesichert werden – immer in Abstimmung mit den nächstgrößerem Krankenhaus.“


22.10.15

Vinschgerwind 21-15

/Wirtschaft/ 11

Valchava/Val Müstair

Festa da racolta - Erntedankfest A

Fotos: Heinrich Zoderer

m ersten Sonntag im Oktober wird im Münstertal mit einem großen Volksfest und einem Umzug das Erntedankfest gefeiert. Das Fest begann am 4. Oktober mit einem ökumenischen Gottesdienst. Darauf folgte ein farbenprächtiger Umzug. Schafe, Ziegen, Kühe, Lamas und Esel wurden durch das Dorf getrieben. Musikkapellen, Trachtengruppen und Schulkinder boten ein buntes Bild. Mit alten Traktoren und geschmückten Wagen traten sie auf, auf Pferden ritten einige durch das Dorf. Eine Männergruppe mit blauen Kitteln und großen Kuh- Bunt, lebendig und laut ist es beim Erntedankfest, das seit 10 Jahren am ersten Oktober in Valchava im glocken zog durch die Dorfstra- Münstertal gefeiert wird. Es gibt einen farbenprächtigen Umzug, verschiedene kulinarische Genüsse und ße. Das Schellen der Glocken musikalische Unterhaltung war schon von weitem zu hören. terengadin, kamen wiederum nach ValKartoffelernte-Wettkampf. Acht Familien, Auch der Fanclub der beiden Skilangläufer chava. Und auf dem „Festa e marchá da la bestehend aus drei Generationen, mussDario und Gianluca Cologna war Teil des racolta Val Müstair“ waren wieder rund 70 ten unter Zeitdruck auf einem Kartoffelfeld Umzuges. Genauso wie die Alphornbläser Verkaufsstände, die ihre verschiedenen WaKartoffeln ausgraben. (hzg) und die Jägerschaft. Die Dorfbrunnen waWeitere Bilder auf der Fotogalerie unserer ren anboten und für kulinarische Genüsse ren schön geschmückt. Mehrere Tausend Homepage www.vinschgerwind.it sorgten. Am Nachmittag gab es heuer einen Menschen, auch aus dem Ober- und Un-

Leserbrief

Mals im Fokus

Vom Bürgermeister enttäuscht

Foto: „Wind“-Archiv

Mals/Zürich/Bozen/Ferrara

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as Interesse an der Malser Pestizidgeschichte ist riesengroß. Gruppen und Einzelpersonen kommen nach Mals, um sich vor Ort zu informieren, Gemeindevertreter und Vertreter des Promotorenkomitees für eine pestizidfreie Gemeinde werden zu Vorträgen und Tagungen eingeladen, Zeitungen und Zeitschriften schreiben über Mals. Am 2. Oktober konnte man in der renommierten Neuen Züricher Zeitung (NZZ) einen ausführlichen Artikel über Mals lesen. Unter dem Titel „Biolandwirtschaft in Südtirol. Ein Dorf kämpft gegen die Agrochemie“, wird ausführlich über die Volkabstimmung und die vielen Bemühungen um

Günther Wallnöfer, Biobauer und Gemeindereferent in Mals und Evelyne Piergentili von den Hollawint-Frauen bei einer Podiumsdiskussion in Ferrara. Das Motto der Tagung: „(Biologische) Landwirtschaft, die die Welt verändert“.

eine pestizidfeie Landwirtschaft berichtet. Beim Tag der Entwicklungszusammenarbeit in der Eurac in Bozen lobte Vandana Shiva, Wissenschaftlerin und engagierte Umweltschützerin aus Indien, die 1993 den alternativen Nobelpreis erhielt, die Initiative der Gemeinde Mals. Am 3. Oktober beteiligten sich Günther Wallnöfer und Evelyne Piergentili aus Mals an einer Podiumsdiskussion in Ferrara. Beide waren eingeladen von den biologischen Lebensmittelproduzenten Alce Nero im Rahmen des Festivals „Internazionale a Ferrara 2015“ über den Weg der Landwirtschaft in Mals zu berichten. (hzg)

Wenn man den Aussagen des Glurnser Bürgermeisters Alois Frank noch glauben kann, dann besteht für die Obere Glurnser Au nach wie vor die Gefahr, durch einen Golfplatz zweckentfremdet zu werden. Anfangs hatte er nämlich immer wieder öffentlich betont, man wolle sich dem Ausgang eines amtlichen Gutachtens anschließen. Nachdem diese Studie nun vorliegt und darin die naturkundliche Bedeutung dieses besonderen Naturlebensraumes bestätigt wird, macht Bürgermeister Frank wiederum einen Bogen und versucht, neue Wege für einen angeblichen ökologischen Golfplatz in der Au zu finden. Mittlerweile haben die meisten Glurnser Bürger, aber leider nicht unser Bürgermeister, verstanden, dass die Obere Glurnser Au der falsche Standort für einen Golfplatz ist. Diese Tatsache wurde auch von kompetenten Fachleuten untermauert. Anstatt sich über den Ausgang der Studie zu freuen und sich auf den Weg zu machen, dieses Naturjuwel zu schützen und aufzuwerten, zeigt sich Bürgermeister Frank enttäuscht. Auch wir sind enttäuscht, aber vom Bürgermeister. Karl Sagmeister – Obmann des Heimatpflegevereins Glurns


12 /Leserbriefe/ Wind - Klick-Tipps

Datensicherung

von Roland Sprenger, Online-Berater

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otos, Kindervideos und sonstige Daten werden heute hauptsächlich in digitaler Form aufgenommen und auf dem PC abgespeichert. Einige sichern die Daten nochmal auf einer externen Festplatte, USB-Stick, auf einer CD oder DVD. Jeder sollte sich aber bewusst sein, dass dieser Medien begrenzt ist. Die Herstellergarantie sagt zwar, dass eine CD oder DVD eine Lebensdauer von 80-100 Jahren hat, aber man muss sich bewusst sein, dass diese Lebensdauer nur unter optimalen Lagerbedingungen erreicht werden kann, so müssen Temperatur, Helligkeit und Luftfeuchtigkeit optimal für die Lagerung sein. Einige denken sich nun: Aber meine 50 Jahre alte CD funktioniert auch heute noch! Richtig, der Unterschied hier aber ist, dass die gekaufte CD gepresst wurde (vergleichbar mit Hammer und Meißel Zeichen in einen Stein schlagen) oder “nur” gebrannt wurde (Bearbeiten der hauchdünnen Oberfläche des CD Rohlings). Bei Festplatten sind es Zyklen, welche die Lebensdauer bestimmen, hier liegt die Lebensdauer bei ca. 50.000 Zyklen, wobei ein Zyklus mit dem Einschalten der Festplatte beginnt und mit dem Ausschalten dieser endet. Aber auch hier kommt es auf die Pflege an und diese Werte werden nur bei optimalen Bedingungen erreicht. Daher empfehle ich, kaufen Sie sich keine Speichermedien von “No-Name” Herstellern und sichern Sie Ihre Daten kontinuierlich, um einen Datenverlust auszuschließen!

Vinschgerwind 21-15

22.10.15

Das Mountainbiking Zum Leserbrief von Kurt Hofer „der vinschger Wind“ Nr. 20 vom 08.10.15 Danke dem Herrn Hofer für seinen Leserbrief, er hat dabei vielen aus dem Herzen gesprochen, auch viele Bewohner am Reschen sehen es genauso. Eigene Loipen für dies „Mountainbiking“ wurden durch die Wälder geschlagen. Die Wanderer sind des Weges nicht mehr sicher, da ja viele lieber dem bequemen Weg nach radeln. Außerdem fahren Sie nicht nur durch die vorgesehenen Pisten, sondern auch kreuz und quer durch die Wälder und Wiesen. Die Bevölkerung, ja sogar die Jäger meutern über diese neue Welle der Radfahrer, aber oft nur im stillen Kämmerlein. Die letzten Vorkommnisse in Innsbruck haben gezeigt, wer hier das Sagen hat, es braucht nur einen kleinen Protest einiger Wanderer und sie werden krankenhausreif geprügelt. Ist dies die neue Werbung für unseren Fremdenverkehr? Der letzte schwere Unfall auf dem Plamortberg hat gezeigt, was dabei passieren kann und dies wird sicher nicht der Letzte sein! Ludwig Wilhalm, GraunReschen

Wenn nicht jetzt - wann dann? Man (n) lernt tanzen Die ganze Welt spricht immer mehr davon, wie gesund das Tanzen ist. Und zwar für Geist, Körper und Seele. Ganz besonders betont wird in letzter Zeit in den Medien die vorbeugende Wirkung gegen Demenz. Und das ist ja auch ganz logisch, ein trainiertes Gehirn wird selbstverständlich viel später erst müde. Aber was nützt das ganze Wissen darum, man muss es auch

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tun! Deshalb bemüht sich ein Verein in unserem Tale ganz besonders darum, möglichst vielen das Tanzen auf ganz leichte und angenehme Weise beizubringen. Es handelt sich um den Tanzverein „50 plus“, welcher im Saal der Feuerwehrhalle Goldrain ganzjährig wöchentliche Tanzabende veranstaltet. Demnächst beginnen auch wieder die wöchentlichen Lernabende, welche jedoch etwas anders ablaufen, als ein regulärer Tanzkurs mit üblichem Tarif. Durch den ehrenamtlichen Einsatz wird kostenlos aber ganz gezielt auf absolute Anfänger eingegangen, um ihnen den Einstieg so leicht wie möglich zu machen. Dabei sind besonders die Männer angesprochen, denn sie tun sich ja besonders schwer mit dem Tanzenlernen. Das ist verständlich, denn er soll schließlich dann auch führen, er muss also mehr können, als sie. Am Ende eines regulären Tanzkurses wagen sich viele Paare dann noch immer nicht auf eine öffentliche Tanzfläche. Um dem vorzubeugen, kombinieren die Goldrainer unter der Führung von Adolf Josef Steinkeller von Anfang an Lern- und Tanzabend. Niemand ist bisher gescheitert! Die wöchentlichen Tanzabende finden stets am Wochenende statt, für den Rest des heurigen Jahres ist es der Freitag, 16. Und 23. Oktober und dann sämtliche Samstage. Die wöchentlichen Lernabende beginnen mit Dienstag, 27. Oktober mit drei Blöcken: 19,00 - 20,00 Uhr absolute Anfänger, 20,00 – 21,00 Uhr die bisherigen Tänzer/Tänzerinnen, also solche, die schon ein wenig tanzen können, 21,00 – 22,00 Uhr etwas Fortgeschrittenere. Jeder kann beliebig kommen oder

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Krankenhaus Schlanders sichern und stärken Die Zukunft der kleinen Spitäler war zentrales Thema bei dem jüngsten Treffen von Landeshauptmann Arno Kompatscher mit den Vertretern der Bezirksgemeinschaft Vinschgau. „Die Erhaltung der sieben Krankenhausstandorte ist nach wie vor das klare Ziel“, sagte der Landeshauptmann. An der Aussprache in Schlanders nahmen neben Landeshauptmann Kompatscher die Bürgermeister der Bezirksgemeinschaft Vinschgau und der SVP-Kammerabgeordnete Albrecht Plangger Teil. Die weiteren Schritte der Gesundheitsreform und besonders die Zukunft der Krankenhäuser standen dabei zur Diskussion. Dass die Erhaltung der sieben Südtiroler Krankenhäuser weiter erklärtes Ziel der Landesregierung sei, wie es auch im Koalitionsprogramm vorgesehen sei, versicherte Landeshauptmann Kompatscher. Genauso wie man auch weiterhin an der Gewährleistung der medizinischen Grundversorgung in der Peripherie festhalte. „Es geht nun darum, einen verpflichtenden Leistungskatalog für die einzelnen Krankenhäuser, insbesondere auf Bezirksebene zu erarbeiten“, so Kompatscher. Zur Sprache kam dabei das Organisationsmodell, ein Krankenhaus – zwei Standorte, etwa Bruneck-Brixen oder SchlandersMeran. Bei einem auf zwei Standorte aufgeteilten Primariat könne dabei in Schlanders die Leitung sowohl für den Vinschgauer Standort als auch für Meran liegen oder umgekehrt, erklärte der Landeshauptmann. Auch das Thema Exzellenzzentren wurde angeschnitten: Jeder Standort solle als Exzellenzzentrum auf einen oder bei größeren Krankenhäusern auch auf mehrere Fachbereiche spezialisiert sein. Kompatscher wies zudem darauf hin, dass die Verhandlungen mit Rom weiterlaufen, um für Südtirol Ausnahmeregelungen in Bezug auf die Geburtenstationen zu erwirken. für die Marktgemeinde Schlanders, Gudrun Warger


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Begegnung im Maneidtal (Camnaidtal). Das Eichhörnchen ist noch nicht auf der Abschussliste und kann ungehindert Wintervorräte anlegen. Es ist ein Glück, im „richtigen Pelz“ geboren zu sein.

22.10.15

Vinschgerwind 21-15

/Impressionen/ 13


14 /Lokales/

Vinschgerwind 21-15

22.10.15

Herbststimmungen

Buchvorstellung in Schlanders

Am 30. Oktober 2015 zeigen die Filmfreunde von Prad Filme von Ritsch Markus und Grutsch Peter in der Mittelschule von Prad mit Beginn um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, den 29. Oktober um 20 Uhr: Buchvorstellung in der Bibliothek Schlandersburg. Thomas Casagrande wird die Biografie über seinen Vater Otto Casagrande vorstellen: „Südtiroler in der Waffen-SS“. Otto Casagrande, geboren 1919, war politischer Aktivist der illegalen deutschen Jugendbewegung Südtirols, meldete sich 1939 freiwillig, durchlief seine Ausbildung beim SS-Regiment „Deutschland“, kam an die Ostfront und wurde mehrmals verwundet. Thomas Casagrande hat nach langjährigen Recherchen mit seinem historischen Werk ein dunkles Kapitel der Südtiroler Geschichte aufgearbeitet. (hzg)

Gedenkfeier 1. Weltkrieg vor der Haustür - Gedenkfeier für Gefallene

Foto: „Wind“-Archiv

1915, vor 100 Jahren, kam der große Krieg auch nach Tirol; zu uns nach Hause. Not und Elend hielten Einzug im Land. Die drei großen Geschütze am Cevedale waren als unheimliches donnern bis weit in den Vinschgau hinaus zu hören. Die Vinschger Schützen halten am Sonntag, den 08. November bei der Kapelle „Maria Schmelz“ in Martell eine Gedenkfeier ab. Dabei wird der Soldaten des 1. Weltkrieges gedacht, besonders jener, welche an der CevedaleFront kämpften und starben. Um 10:15 Uhr ist Aufstellung beim Gasthaus „Waldheim“ und anschließend findet die Gedenkfeier bei der Kapelle „Maria Schmelz“ statt. Die Gedenkrede hält Manfred Haringer. Die Ehrenformation wird von den Schützenkompanien Goldrain, Latsch und Morter gestellt. Die gesamte Bevölkerung ist dazu eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen, im Gedenken an die eigenen Vorfahren. Arno Rainer, Hauptmann Schützenkompanie Goldrain

Tag der Romanik Latsch/Vinschgau - Am 10. Oktober haben zum „Tag der Romanik“ die romanischen Kulturstätten auch im Vinschgau ihre Türen und Tore geöffnet. Das Eintauchen in mittelalterliche Bauformen und Malerei ist ein besonderes Erlebnis.

Die Burgkapelle St. Stephan bei Obermontani in Morter zählt mit den vielen Fresken zu den schönsten Kapellen im Lande und hat deshalb auch den Beinamen „Sixtinische Kapelle Südtirols“

von Heinrich Zoderer

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tiegen zum Himmel – Alpine Straße der Romanik“, so hieß eine Veranstaltungsreihe zwischen dem 4. und 10. Oktober. Ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Wanderungen und Besichtigungen führte die Besucher zu den vielen romanischen Kulturstätten besonders im Vinschgau. Am 10. Oktober, dem Tag der Romanik, gab es einen Tag der offenen Tür. Viele Kapellen, Kirchen und Klöster wie St. Johann in Müstair und Kloster Marienberg zeigten ihre Schätze. In der Gemeinde Latsch führte ein Kleinbus alle Interessierten am Vormittag und am Nachmittag zu mehreren romanischen Kirchen. Von 10 bis 13 Uhr

und am Nachmittag von 14 bis 17 Uhr führte Martina Plörer die Besucher zu fünf Kirchen in Latsch, Morter und Tarsch. Die interessierten Besucher aus nah und fern erfuhren vieles über die Baugeschichte, konnten die Baustile vergleichen und die interessanten Malereien bewundern. Gestartet wurde bei der Nikolauskirche im Zentrum von Latsch. Sehr beeindruckt waren alle von den großartigen Malereien der Burgkapelle St. Stephan bei Obermontani in Morter. Wegen der wunderbaren Fresken aus dem 15. Jahrhundert wird die Kapelle auch die „Sixtinische Kapelle Südtirols“ genannt. Die Fresken stammen von der lombardischen und einer süddeutschen Schule. Die Geschichte des hl. Stephan und

der hl. Ursula wird in den Bildern erzählt. Im Altarraum sind die vier Evangelisten und die 12 Apostel dargestellt, an der Westseite das Jüngste Gericht. Die Vigilius- bzw. Blasiuskirche in Morter zählt zu den ältesten Sakralbauten im Vinschgau. Besonders auffällig sind die drei in Kleeblattform angeordnete Apsiden. Der schöne, romanische Turm mit der vollkommen sanierten Karpophoruskirche in Tarsch war die nächste Station. Den Abschluss fand der Kulturrundgang bei der Kirche Unsere Liebe Frau am Bühel in Latsch. Neben der Kirche wurde dort auch der Figurenmenhir aus Marmor besichtigt. Er stammt aus 3.300 bis 2.200 vor Chr. und wurde 1992 bei Restaurierungsarbeiten gefunden.

Foto: Heinrich Zoderer

Martell


22.10.15

Vinschgerwind 21-15

/Lokales/ 15

Schlanders/Göflan

Jubiläum: 50 Jahre Volkstanz in Schlanders 0 Jahre sind vergangen, seit Toni Prantner mit einigen tanzbegeisterten Jugendlichen aus Schlanders und Göflan eine Volkstanzgruppe ins Leben geru-fen hat. Seither hat sich die Gruppe zu einem kulturellen Aushängeschild entwickelt. In der ersten Zeit kam es zu sporadischen Treffen im Widum in Schlanders, bald wurden daraus regelmäßige Proben. Heute zählt die Volkstanz-gruppe zwölf Tanzpaare und einen Spieler. Seit Bestehen der Gruppe kamen und gingen 138 Mitglieder. In Laufe der Jahre erweiterten die Tanzpfleger ihr Tanzrepertoire auf 65 alpenländische und 123 internationale Tänze. So wuchsen sie im Laufe der Jahre zu einer erfahrenen, selbstsicheren und gesuchten Gruppe heran. Grund genug, um am Sonntag (06.09.) mit zahlreichen Ehrengästen, Altmitgliedern und weiteren 250 geladenen Gästen

Fotos: Foto Wieser, Schlanders

5

Seit 50 Jahren pflegt und erweitert die Volkstanzgruppe Schlanders alpenländische und internationale Tänze; rechts bei der Präsentation von Bildern aus 50-jähriger Vereinsgeschichte am Plawennplatz den runden Geburtstag zu feiern. Obmann Manfred Ratschiller bedankte sich bei den aktiven Mitgliedern und vor allem bei jenen, die von Anfang an dabei waren und die Geschicke der Volkstanzgruppe über Jahrzehnte leiteten: Helga Unterholzer und Hubert Kuppelwieser. Beide anerkannte Koryphäen der Südtiroler Volkskultur.

pr-info Krautwochen Laas

Die Krautwochen in Laas Lustige Krautgestalten - die Laaser Krautmander und Krautweiblein - heißen alle willkommen, wenn in Laas die Krautwochen gefeiert werden. Ein tollles Programm steht vom 24. Oktober bis zum 8. November bereit, in denen die Laaser Gastbetriebe zudem mit Kraut-Spezialitäten zu Tisch bitten. Ab Mittwoch, 21.10.2015 Ausstellung bei Blumen Lechner am Laaser Hauptplatz Samstag, 24.10.2015 Traditioneller Oktobermarkt mit Ziachorgelmusik, verschiedenste Sauerkrautgerichte in den Gasthäusern und ab 18 Uhr After-KrautParty im Zonetreff mit DJ Floky Mittwoch, 28.10.2015 Marmor- und Krautführung: Erfahren Sie Wissenswertes über diese zwei Laaser Besonderheiten, 14 Uhr beim Bahnhof, 347 4095404 Donnerstag, 29.10.2015 Vortrag zum Thema Kraut: Wie gesund ist gesund wirklich? mit Komplementärmediziner Christian Thuile. 20 Uhr im Josefshaus Samstag, 31.10.2015 3. Kulinarisches-Kraut-Kuintett. 5 Laaser Gastbetriebe bieten ein 5-gängiges Menü mit erfrischendem Wechsel von Ambiente und Küche. Anmeldung bis 30.10. (17 Uhr), Tel 626523 oder 730155. Preis: 70 Euro pro Menü. Donnerstag, 5.11.2015 Pflegeberatung für empfindliche Haut von 8 - 12 und von 15 - 18:30 Uhr in der Apotheke Laas, Tel. 626398 Sonntag, 8.11.2015 Törggelen in der Krone ab 17 Uhr, Tel. 626117

Die Feier wurde um 15.00 Uhr bei herrlichem Wetter mit einer Messe, gelesen von Dekan Josef Mair, eröffnet. Anschließend wurde bis zum Abend getanzt. Die Kindertanzgruppe aus Eyrs verschönte mit gut eingeübten Tanzeinlagen das Fest. Im neuen Probelokal unter dem Plawennplatz lief eine gelungene, gut besuchte Präsentation mit Bildern aus der 50-jährigen Vereinsge-

schichte. Auch in der Jubiläumsbroschüre erkennt sich der eine und andere auf historischen Bildern leise wehmütig wieder. Die Volkstanzgruppe Schlanders ist heute eine der fünf aktiven Gruppen im Vinschgau. Getanzt wird immer am Mittwoch um 20.30 Uhr im Probelokal unterm Plawennplatz. Jeder ist herzlich und unverbindlich willkommen. (aw)


Vinschgerwind 21-15

Laas

Rüstige Laaser feiern

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u ihrem traditionellen Jahrgangtreffen wurden Mitte September die 1930er aus der Gemeinde Laas in den Gasthof Sonne geladen, um dort einen geselligen Nachmittag zu verbringen. 13 rüstige 85-Jährige ließen es sich nicht nehmen, der Einladung zu folgen und nach einigen Stunden Unterhaltung, gutem Essen und Erinnerungs-Austausch waren sich alle einig, dass das Ganze ein gelungener Nachmittag war und unbedingt wiederholt werden muss.

22.10.15

§ Der Europäische Erbschein Aus dem Gerichtssaal

Seit 17. August 2015 ist die Europäische Erbrechtsverordnung in Kraft. Sie gilt in allen Mitgliedsstaaten mit Ausnahme von Großbritannien, Irland und Dänemark. Bisher fand bei Erbschaften mit Auslandsbezug das Heimatrecht, d.h. das Recht des Staates Anwendung, dessen Staatsangehöriger der Erblasser war. Künftig gilt nach der EU-Erbrechtsverordnung das Recht des Staates, in welchem der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Wenn also ein italienischer Staatsbürger seinen Lebensmittelpunkt in familiärer oder sozialer Hinsicht in Deutschland hatte, gilt deutsches Erbrecht. Wenn ein Deutscher auf seinem Weingut in der Toskana lebt und dort verstirbt, dann gilt für den gesamten Nachlass italienisches Recht. Grundsätzlich soll also in Zukunft nur mehr das Gericht eines EU-Mitgliedstaates für den gesamten Nachlass zuständig sein, und zwar alles nach dem Konzept: ein Erbfall, ein Gericht,

ein Recht und ein Europäisches Nachlasszeugnis. Darunter versteht man eine Art Europäischen Erbschein, welcher in allen Mitgliedsstaaten als Nachweis der Erbenstellung dient und den Erben die Nachlassabwicklung im Ausland erleichtert. Nicht von der EU-Erbrechtverordnung berührt wird das Erbschaftssteuerrecht in den einzelnen Mitgliedstaaten. Wieviel Erbschaftssteuer also die Nachkommen des deutschen Winzers in der Toskana dem italienischen Fiskus abzuführen haben bestimmt ausschließlich der italienische Staat. Daneben lässt die EU-Verordnung jedoch noch einigen Spielraum bei der Gestaltung der Nachlassregelung. Wer den gewöhnlichen Aufenthalt nicht in dem Staat hat, dem er angehört, aber dennoch will, dass im Erbfall sein Heimatrecht angewendet wird, hat die Möglichkeit, eine sog. Rechtswahl zu treffen. Diese muss ausdrücklich in einer sog. Verfügung von Todes wegen

(Testament oder Erbvertrag) erfolgen. Damit können z.B. in Italien beheimatete deutsche Staatsbürger auch weiterhin über ihr Vermögen in der Form eines Erbvertrages unter Lebenden verfügen, während für Italiener ein solcher Vertrag (Ausnahme geschlossener Hof und Familienvereinbarung) Tabu ist. Die neue Erbrechtsordnung wurde in der Form einer Verordnung erlassen, d.h. sie gilt unmittelbar in allen Staaten der Gemeinschaft. Neben dem Europäischen Zahlungsbefehl also ein weiteres Beispiel für das langsame Zusammenwachsen Europas unter Aufweichung bestehender Grenzen, möglicherweise zum Leidwesen unserer heimischen Selbstbestimmungsund Grenzverschiebungstheoretiker, welche sich an schottischen Abspaltungstendenzen aufgeilen und bei katalanischen Unabhängigkeitskundgebungen einen Dauerorgasmus erleben! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

pr-info Dienststelle Adoption

Adoption Voraussetzungen Adoptivbewerber: Das Paar ist seit mindestens drei Jahren verheiratet oder verheiratet und seit mindestens drei Jahren nachweisbar in einer stabilen Partnerschaft zusammenlebend. Der Mindestaltersunterschied zwischen Adoptiveltern und Adoptivkind beträgt 18 Jahre; der maximale Altersunterschied liegt bei 45 Jahren für ein Elternteil und bei 55 Jahren für den anderen, wobei dies ausgeweitet werden kann, sollte das Paar zwei oder mehrere Geschwister adoptieren oder falls sie bereits ein leibliches Kind oder Adoptivkind haben (hängt jedoch stark von den Anforderungen des Herkunftslandes des Adoptivkindes ab).

Foto: Daniel Rabanser

16 /Lokales/

„Es gibt keinen zeitlichen Richtwert für ’wartende’ Adoptiveltern“, sagt Petra Frei, Direktorin des Landesamts für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion

Info: Dienststelle Adoption Südtirol, Vittorio-Veneto-Straße 5, Bozen, Tel. 0471 469684/0471 401929, e-Mail: adoption@sozialbetrieb.bz.it Landesamt für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion, Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, Bozen, Tel. 0471/418230, E-Mail: kinderjugendinklusion@provinz.bz.it


22.10.15

Vinschgerwind 21-15

/Menschen/ 17

„Amearsch isch olm kupplt gwortn“ Seit zwei Jahren lebt der 90-jährige Florian Gander, genannt Tschigain Fliri, in seinen kleinen vier Wänden in der Wohngemeinschaft St. Antonius in Prad. Die Altbauer vom Lichtenberger Berg fühlt sich wohl, nicht zuletzt weil er mit der 83-jährigen Burgl Moriggl, die ebenfalls aus Lichtenberg stammt, eine liebe Freundin gefunden hat, mit der er Erinnerungen austauschen kann und die für ihn kocht. von Magdalena Dietl Sapelza

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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en täglichen Einkauf übernimmt Fliri. Die Burgl sagt ihm, was sie braucht und gibt ihm Geld mit. „Wenn nit, norr zohl holt i, denn i iss jo pa ihr“, lacht er. Fliri genießt seinen Ruhestand. Der Stall- und Feldarbeit trauert er nicht nach. Er liebt es unter die Leute zu gehen und kehrt gerne in einem der Gasthäuser im Ortskern ein. Prad war für ihn seit jeher ein Anziehungspunkt. In seinen Jugendjahren vergnügte er sich dort gerne mit Freunden. „Scheane Madlan sein schun a drbei gweesn“, scherzt er. Auch als Bauer am Lichtenberger Berg zog es ihn oft nach Prad. Fliri war der älteste Bub von sechs Kindern. Harte Arbeit bestimmte sein Leben von klein auf. Der Schulbesuch in der Bergschule, wo er in Italienisch unterrichtet wurde, und die Kirchgänge ins Dorf zählten gewissermaßen zu seinen Auszeiten, auch wenn er lange Fußmärsche zurücklegen musste. Pflichttermine waren die täglichen „Rorate“ um fünf Uhr in der Früh. „S’ Aufstean isch selm zach gweesn“, meint er. Nach dem Pflichtschulabschluss wurde er in „den Dienst“ geschickt. Er arbeitete bei Bauern in Glurns, in Vetzan, in Partschins und Lana. Als guter Fütterer war er bei seinen Dienstherren beliebt. Den Lohn gab er dem Vater. Dieser holte Fliri schließlich nach Hause, weil er dessen Arbeitskraft brauchte. Dann brach der Krieg aus und für Fliri war klar, dass er als Optantensohn mit der Einberufung zum deutschen Heer rechnen musste. 1944 war es soweit. Er wurde der „SS-Polizei-Wehr-und WachdienstRegiment Schlanders“ zugeteilt. Nach der Ausbildung kam er nach Belluno, wo er die Partisanen bekämpfen sollte. „Tog unt Nocht hoobmer gwocht, um nit überrennt z wearn“, sagt er und stellt klar: „I hon obr nia an Mensch drschossn.“ Bei Kriegsende im Mai 1945 lösten sich die Einheiten auf. Fliri ergriff mit zwei Kameraden die Flucht. Sie hatten die Partisanen im Nacken. Schutz fanden sie auf einem Bauernhof, wo sie Zivilkleider erhielten. Acht Tage lang war

Florian Gander, der humorvolle Altbauer vom Blasegghof am Lichtenberger Berg, Jahrgang 1925:„Iatz hon i´s nimmer asou weit in Goschthaus wia friaer “. Das hölzerne Kästchen erinnert ihn an daheim. Darin bewahrt er seine Schlüssel auf. er zufuß unterwegs bis er Lichtenberg erreichte. Nach aufreibenden bürokratischen Rennereien erhielt er schließlich den Entlassungsschein. Und schon kurz darauf flatterte die Einberufung zum italienischen Militär für ihn und seinen Bruder ins Haus. Beide bemühten sich um die Befreiung. Sein Bruder musste einrücken. Fliri erhielt den „Concedo“. Er genoss die neue Freiheit in Frieden, die bäuerlichen Feste und das

Kokettieren mit den Mädchen. „Miar sein mea afn Lond gongan unt zfuaß af Prod“, erzählt er. Als 27-Jähriger lebenslustiger Jungeselle übernahm er den Hof. Schon bald darauf schaute er sich nach einer Frau um. Dabei sprach der Vater ein gewichtiges Wort mit. Maria Telser aus Tanas erwies sich für Fliri und seinen Vater als die Richtige. „Amearsch isch olm kupplt gwortn. Dr Voter hot di Frau ausgsuacht unt i hon si norr meign gmiaßt“, scherzt er. Die Hochzeit wurde groß gefeiert, mit einem Festessen in Prad. Maria schenkte ihm sieben Töchter und unterstützte ihn wo sie konnte. „Di Liab isch schun do gweesn. Mit mai Frau hon i olm guat gschoffn“, betont er. Um ein Zubrot zu verdienen, schmuggelte Fliri in langen nächtlichen Fußmärschen Zigaretten von Müstair nach Lichtenberg. Auftraggeber waren Händler aus Norditalien. Das eine und andere Päckchen verkaufte er selbst. Einmal kam es zu einer Razzia auf dem Hof, die aber ohne Ergebnis blieb. „Di Finanzer hoobm nix gfundn. S Zuig isch in Wold gweesn“, erklärt er. Fliris Freizeit war eng bemessen. Nur Sonntags gönnte er sich ein Kartenspiel beim „Wirt“. Die Jahre vergingen, die Töchter heiratete, und zogen aus. Ein Enkel zeigte Interesse am Hof und Fliri überschrieb ihm seinen Besitz. „Norr ischas los gongan ...deis sein schun Sochn geweesn...“, meint er leicht verschämt. Dem Enkel wurde die Arbeit zuviel und er schickte sich an, den Hof zuverkaufen. Um 15 Millionen Lire kaufte Fliri „seinen Hof“ wieder zurück. Er übergab den Hof schließlich einer Tochter. Heute bewirtschaftet ihn ein Schiegersohn. Schwer traf Fliri der Tod seiner Frau und noch schwerer der Freitod seiner zwei Töchter. „Deis tuat fescht wea. Selm hon i lei mea greart“, sagt er und Tränen schimmern in seinen Augen. Nach seelischen Tiefs ist Fliri immer wieder aufgestanden. Sein lebensbejahender Humor hat ihm dabei geholfen. Und geholfen hat ihm auch die Burgl. Sie in ihrer Wohnung zu besuchen, mit ihr dort zu essen, zu „ratschen“, in die Kirche zu gehen..., das alles baut ihn auf, wirkt wie ein Jungbrunnen.


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ALLES WILD! Latscher Waldele & Modeschau Samstag, 26. September, 20 Uhr. Der Lacusplatz in Latsch war voll besetzt mit Zuschauern, als die Scheinwerfer angingen und die Models auf den Laufsteg traten. Modische Hingucker gab’s von Hildegard’s Textilshop, Mode Galerie Leo, Modetreff, Marions Fashion und Maxx Bike Eldorado. Showeinlagen fehlten nicht: Raps und Gesangseinlagen begeisterten. Applaus gab es für die Models, und: die Organisatoren. Kompliment!

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20 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 21-15

22.10.15

Vinschgau

Burgeis

Kolping im Vinschgau

FF- Kommandantin besteht Feuerprobe

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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E

vi Thöni Fabi aus Burgeis ist Südtirols erste Feuerwehr-Kommandantin. Die FFMänner von Burgeis haben die einzige Frau in ihren Reihen am 6. Februar 2015 zu Chefin gekürt. Nun steht sie 32 Feuerwehr-Männern und elf Burschen der FF-Jugendgruppe vor. Nach reiflicher Überlegung hat sich Evi bereit erklärt, die Verantwortung in der MännerDomäne zu übernehmen, auch weil sie mit dem FF-Geschehen bestens vertraut ist. Mann wollte sich keiner der Wahl stel-

len. Rückhalt für ihre Entscheidung erhielt sie von den Kompanie-Mitgliedern, von ihrem Mann Florian, den drei Söhne Dietmar, Julian und Adrian, die alle Wehrmänner sind und von ihrem 97-jährigen Schwiegervater als Ehrenmitglied der FF Burgeis. „Die Rückmeldungen nach der Wahl und nach dem für sie ungewohnt großen Medien-Echo waren alle positiv, von Männern und Frauen.“, sagt Evi. Sie trägt nun rund um die Uhr den „Piepser“, bei sich, um im Notfall schnell reagieren

zu können. Mittlerweile hat sie als Kommandantin die ersten Feuerproben erfolgreich gemeistert. Ein Monat nach der Wahl leitete sie unter großer Anspannung den ersten Einsatz bei einem Dachstuhlbrand im Ortskern. Danach koordinierte sie die technische Nothilfe bei einem Lastwagen-Unfall nördlich von Mals. Dieser Einsatz wirkte lange nach, denn der Tod des jungen Fahrers berührte sie als Mutter. Beim Großbrand in Taufers leitete sie den „Nachallarm“ mit dem Einsatz von Atemschutz-Geräten. Mit Arbeit ist sie gut eingedeckt. Sie erledigt Schreibarbeiten, koordiniert die FF-Proben, die Weiterbildungskurse, sie betreut Neuzugänge, organisiert FF-Veranstaltungen und vieles mehr. Evi, die am 25. Oktober 50 Jahre alt wird, fühlt sich an der FF-Spitze wohl und blickt motiviert in die Zukunft. (mds)

Schlanders/Ausstellung

Alessio Nalesini, der Kulissenmaler B

egegnung mit der Heimat nennt sich die Ausstellung von Alessio Nalesini in der Bibliothek Schlandersburg. In Rom geboren, aber aufgewachsen in Schlanders, lebte er lange in Deutschland und ist heute international unterwegs. Nalesini ist ein besonderer Kunstmaler. Er ist ein Perfektionist, der sehr genau, ausdrucksstark und großflächig die Bilder in Szene setzt. Zur Eröffnung Ausdrucksstark und großflächig setzt der seiner Ausstellung Kulissenmaler Alessio Nalesini seine Bilder wurde im Innenhof in Szene der Schlandersburg sind seine Bilder zu sehen. Naein 18 m² großes Bild eines Tilesini ist Kulissen- und Filmmagers aufgehängt. Im Eingangsler. Das letzte Filmprojekt war bereich, in der Kapelle und im „König Laurin“ unter der Regie Stiegenaufgang der Bibliothek Foto: Heinrich Zoderer

nternationaler Weltgebetstag Seit dem Jahre 1985 feiert in der letzten Oktoberwoche das Internationale Kolpingwerk seinen Weltgebetstag. Zu den bedeutendsten Vermächtnissen die der selige Adolph Kolping hinterlassen hat gehört sein beständiges Gebetsleben. Sein großes soziales Engagement wurde vom täglichen Gebet begleitet, das seinen Glauben stärkte. Im Jahre 1985 hat erstmals die Feier des Weltgebetstages aufgrund von drei wichtigen Zielen ihren Anfang genommen. Die Kolpinger wollen eine weltweite Gebetskette bilden, um so Gott die Anliegen für den Verband und für die gute Entwicklung desselben vorzutragen. Ein weiterer wichtiger Beweggrund des Weltgebetstages besteht in der Gelegenheit die Herzen aller Kolpingfrauen und Kolpingmänner sensibler werden zu lassen, was angesichts der aktuellen Weltsituation in der wir leben, dringend notwendig ist. Ein dritter Punkt ist das Land für das jedes Jahr abwechselnd gebetet wird, besser kennen zu lernen. Man erfährt wie es im Kolpingland, für welches der Einsatz gilt, politisch, wirtschaftlich und kulturell weitergeht. Man erfährt Näheres über das angesprochene Land, aber darüber hinaus auch Neuigkeiten über die Kolpingarbeit. All dies bildet eine Bande zwischen den einzelnen Kolpingverbänden. 1985 hat es mit Deutschland begonnen, 2015 ist es wiederum Deutschland. Heuer ist ein Wort Adolph Kolpings als Leitmotto gewählt worden: „Wer Mut zeigt, macht Mut“. Mut prägt das Leben von Adolph Kolping. Er hat selber mutig gehandelt, seine Gesellen immer wieder ermutigt und sie motiviert ebenfalls mutig zu sein. Seine Worte und sein Handeln ermutigen auch heute Menschen

des jungen Bozners Matthias Lang. Im nächsten Jahr kommt der Abenteuerfilm in die Kinos. Nalesini hat nicht nur mehrere Filmkulissen gemalt, sondern auch Dokumente, Schilder und Räume entsprechend gestaltet, so dass sie in den zeitlichen Rahmen passen. „Mein Führer“, „Jesus liebt mich“ oder „Elser“ waren weitere Kinofilme, zu denen Nalesini die Filmkulissen gemalt hat. Die Ausstellung wurde vom Bildungsausschuss Schlanders organisiert. Zur Eröffnung am 3. Oktober sprachen Matthias Lang, der Regisseur des Konofilms „König Laurin“, sowie die Gemeindereferentin Dunja Tassiello. Musikalisch umrahmt wurde die gut besuchte Ausstellungseröffnung von Helmut Neerfeld (Akkordeon) und Alena Savina (Geige). Die Ausstellung kann in den Öffnungszeiten der Bibliothek bis am 30. Oktober besichtigt werden. (hzg)


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Vinschgerwind 21-15

/Gesellschaft/ 21

Mals

Gesunder Mischwald ist das Kapital für die Zukunft unserer Wälder um dritten Mal koordinierte Armin Plagg eine Waldbegehung mit Förstern und Fraktionsverwaltern im Gemeindegebiet Mals. Das Thema der Veranstaltung war im wahrsten Sinne des Wortes „heiß“, denn nach dem extrem warmen und trockenen Sommer stellt der Borkenkäfer und der Hitzestress der Bäume an Schlagrändern Forstleute und Waldbesitzer vor große Herausforderungen. Das umfangreiche Programm begann mit einer Begrüßung durch Alois Pobitzer, Fraktionsvorsteher von Schleis. „Es brennt uns allen unter den Fingernägeln. Wir wissen ja, wie es mit unseren Wäldern steht. Unsere Wälder sind, einfach gesagt, unser Kapital. Das wird heute noch mehrmals zur Sprache kommen.“ Anschließend dankte der Leiter der Forststation Mals, Stefan Peer, für die Organisation und begleitete die Teilnehmer hinauf unter Prämajur zur Kehre „Hoachbrugg“. Dort sah man genau den Hang mit den Örtlichkeiten im Kloster- und Schleisergebiet, die anschließend begangen wurden. Andreas Platter, der Förs-

ter des Klosterwaldes, referierte über die Vorgangsweise bei verschiedenen Holzschlägen und der e n t s p re c h e n d e n Bringung. Im konkreten Beispiel wurden Bäume mit Stammschäden ausgezeigt. Es wurEbenso wie die Menschen litten heuer auch Bäume unter langanhaltend de versucht, die heißen Temperaturen und Trockenheit. Von Fachleuten als „Trockenstress“ Seillinie so schmal bezeichnet, bedeutet das für Bäume eine höhere Anfälligkeit für Krankals möglich zu maheiten, Sturmschäden und Schädlinge. Förster Gentilini zeigt den Teilnehchen, weil sie über mern hier oben in der Lichtung „Kaket“ konkrete Beispiele Jahre noch sichtbar ist. Trotzdem wurden kurzbeAuf dem „Unteren Medri-Bokronte Bäume am orografisch ten. den“ wurde 1997 eine ehemalinken Bestandsinnenrand Giordano Gentilini, der Förslige Weidefläche eingezäunt durch Sonneneinstrahlung geter des Schleiser Waldes, stellt und mit Mischwald aufgeforstresst, geschwächt und vom gelungene Beispiele im Kampf stet. Laut Stationsleiter Peer Käfer befallen. Sie stehen nun gegen den Borkenkäfer vor und ein Beispiel für Stabilität und da als Dürrlinge, haben aber gibt einige Eckdaten bekannt. Nachhaltigkeit für zukünftige aufgehört, für den Wald schädVom 1.200 ha großen FraktionsAufforstungen im Obervinschlich zu sein. grund sind 490 ha bewaldet. gau. Nach dem Mittagessen unForstamtsdirektor Broll legte Schleis hat einen Hiebsatz von ter stahlblauem Himmel wurde nahe, bei Holzschlägerungen jährlich 1.200 Kubikmetern. noch lange, tiefgehend und und Bringung darauf zu achObwohl im Kaket-Holzschlag sachlich über die Borkenkäfer, ten, den Restbestand so wenig mustergültiger Jungwuchs Neophyten und andere Forstwie möglich zu beschädigen. kommt, mussten 2014 im Beschädlinge im Allgemeinen und Deshalb empfahl er, nur qualistandsinnenrand 180 Kubikmeüber den Buchdrucker im Befizierte Bringungsunternehmen ter hitzegeschwächte Borkensonderen diskutiert. (aw) über längere Zeit zu verpflichkäferbäume entfernt werden. Foto: Andreas Waldner

Z

Vinschgau/Schenna

Südtiroler Chorverband: Sängerwanderung des Bezirks

R

Die SängerInnen des Bezirks freuten sich über den schönen Wandertag in Schenna

Foto: „Wind“-Archiv

und 150 Sänger und Sängerinnen aus dem Burggrafenamt, dem Vinschgau und dem Bezirk Landeck trafen sich am letzten Sonntag im September zur traditionellen Sängerwanderung, die heuer nach Schenna führte. Beim Gottesdienst in der Pfarrkirche von Schenna sangen die Chormitglieder gemeinsam mit der Bevölkerung und unter der Leitung von Bezirkschorleiterin Julia Perkmann und Josef Sagmeister vom Verband der Kirchenchöre Südtirols Lieder aus dem neuen Gotteslob. Anschließend hieß Bürgermei-

ster Luis Kröll die Sängerschar willkommen und stellte die Gemeinde Schenna vor. „Die Bezirkswanderung hat nämlich auch das Ziel, dass unsere Sän-

ger und Sängerinnen die Heimat kennen lernen, Kultur und Gemeinschaft erleben“, betonte Robert Wiest, der Obmann des Bezirks Burggrafenamt-Vinsch-

gau im Südtiroler Chorverband. So wurde auch das Mausoleum von Erzherzog Johann besichtigt und nach dem Mittagessen wanderte man gemeinsam bei strahlendem Herbstwetter nach St. Georgen. Robert Wiest freute sich besonders über die Teilnahme von 32 Sängern des Bezirks Landeck im Tiroler Sängerbund, mit dem den Bezirk eine lange Freundschaft verbindet. Der Bezirksausschuss wurde bei der Organisation der Sängerwanderung vom Kirchenchor Schenna unterstützt, der heuer sein 200-jähriges Bestehen feiert.


Bildungsausschuss Mals

BILDUNGS

Malettes

HERBST

Jagerisch gsungen und gspielt Unter diesem Motto laden der Männerchor Mals und die Jagdhornbläsergruppe St. Eustachius Mals zum Konzert ein.

Termin: Samstag, 24. Oktober 2015 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Aula Magna im Oberschulzentrum Mals Männerchor Mals und die JagdhornbläVeranstalter: sergruppe St. Eustachius Mals

Ziachorgl- & Musikantentreffen

Im Anschluss an die Erntedankmesse um 9.00 Uhr Frühschoppen im Kulturhaus von Mals. Ab 13.00 Uhr sind dann Ziachorglspieler und Musikanten aus nah und fern an der Reihe und werden mit ihren originellen, experimentellen sowie mit traditionellen Klängen die Zuhörer begeistern!

Termin: Anmeldung Ort: Leserunde

Sonntag, 25. Oktober 2015 Tel: +39 349 15 87 550 Kulturhaus Mals

„Lebensbaum - Arbeitstraum“ Die KVW Frauen organisieren zum Jahresthema: „Lebensbaum – Arbeitstraum!“ in den Bezirken-Leserunden in Mundartdichtung. Die Texte auf humorvolle und ironischer Art von den Mundartdichertinnen Klothilde Oberarzbacher Egger, Blaas Telser Genoveva, Helene Dietl Laganda zusammengestellt. In ihrer Heimatgemeinde Mals wird zudem auch ein Text von Mina Habicher vorgetragen.

Termin: Beginn: Ort: Veranstalter: TheaterKabarett

Mittwoch, 28. Oktober 2015 19.30 Uhr Michlwirt Tartsch KVW-Frauen Bezirk Vinschgau

Milch-Buechli-Rächnig Die zwei alten Freunde sind umgezogen, von Daheim ins Heim. Sie rechnen nicht mehr mit viel und damit rechnen sie lustvoll ab, nicht nur mit dem Dschungel des Gesundheitssystems und den eigenen Gebrechen. «Milchbüechlirächnig» ist eine aberwitzige Melange aus griesgrämigem Humor und frohgemutem Ernst.

Termin: Freitag, 30. Oktober 2015 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Kulturhaus Mals Karten: Tourismusbüro Mals Tel. 0473 831 190 mals@rolmail.net Veranstalter: Bildungsausschuss Mals Vortrag

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars

2OI5

Konzert

Prad

22.10.15

Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

Vinschgerwind 21-15

Schluderns

22 /Bildungszug/

Ensembleschutz und Kleinbaudenkmäler in der Gemeinde Mals Referentin: Dr. Arch. Irmgard Mitterer, Ensembleschutzbeauftragte der Gemeinde Mals Termin: Mittwoch, 04. November 2015 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Mehrzwecksaal im Martinsheim Mals Veranstalter: Heimatpflegeverein Gemeinde Mals

Englisch für leicht Fortgeschrittene Start: Montag, 26. Oktober 2015 8 Abende Beginn: 19.30 Uhr – 21.30 Uhr Ort: Grundschule Kastelbell Kosten: 80 € Anmeldungen: bis 22.10.2015 bei Emilia Tappeiner: Tel: 0473 624546 - Handy 3351685125 Platzgummer Annemarie: 0473/727257 - Handy 33556822457

Südtirol unter Strom Buchvorstellung von Christoph Gufler Freitag, 23. Oktober 2015,

um 19.30 Uhr in der Bibliothek Kastelbell Der Ausbau der Wasserkraft in Südtirol von der k.u.k. Zeit bis heute. Dabei wird besonders auf die Geschichte der Kraftwerke im Vinschgau eingegangen. Wir freuen uns auf rege Beteiligung! Bildungsausschuss Laas Im Rahmen der Laaser Krautwochen laden wir Sie am Donnerstag, 29. Oktober 2015 um 20.00 Uhr im Josefshaus in Laas ganz herzlich zu einem Interessanten Vortag ein:

Wie gesund ist gesund wirklich? mit Komplementärmediziner Dr. Christian Thuile Wir leben in einer Zeit, wo Gesundheit immer wichtiger wird. Was ist heute wirklich noch gesund? Wie gesund leben wir tatsächlich? Ernähren wir uns gesund, kann man den Nahrungsmitteln überhaupt noch trauen? Wie beeinflusst unsere Umwelt unser Wohlbefinden und was gehört dringend hinterfragt....Themen die uns alle bewegen. Wie gestalten wir unseren Alltag, schaffen wir es Lebensqualität in den Mittelpunkt zu stellen, oder scheitern wir am Stress unserer Zeit . Wir freuen auf Ihr Kommen! Bildungsausschuss, die Kaufleute und Gastwirte von Laas und Fam. Herbert Lechner, Vinschger Bauern Sauerkraut Bildungsausschuss Glurns Dein Leben fand ein unerwartet schnelles Ende. Doch die Spuren deines Lebens, in Gedanken, Bildern, Augenblicken, werden uns immer an dich erinnern. Du warst Gründungsmitglied in unserem Bildungsausschuss, Schriftführerin und „positive“ Aktivistin. Du hast uns geholfen, Bildungsinitiativen anzuregen und umzusetzen, nicht zuletzt die Vinschger Palabiratage. Wir erinnern uns gerne an eine engagierte, verlässliche und selbstlose Mitarbeiterin für die Bildung in unserem Stadtl.

Danke Christl!

Bildungsausschuss Glurns


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Bildungsausschuss Graun

15

Jahre

Aktionstage 2015

Vortrag

Der grüne Papst Franziskus und seine Umwelt- Enzyklika In der Enzyklika „Laudato si“ gibt der Papst einen Überblick über die aktuelle ökologische Krise. Franziskus benennt die Schäden, die der Mensch der Natur zufügt.Don Klaus Rohrer, seit 1. September Pfarradministrator und Leiter der Seelsorgeeinheit Graun im Vinschgau, wird auf seine unterhaltsame Art aus der neuen Enzyklika berichten.

Leitung: Don Klaus Rohrer Termin: Montag, 26.10.2015 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graun – Vereinshaus Organisation: Bildungsausschuss Vortrag

Chatten, twittern, surfen… Verantwortung tragen im Umgang mit neuen Medien Ein amüsant-nachdenklicher Vortragsabend zum bewussten Umgang mit der Handy- und Internetkommunikation mit dem Tiroler Medienpädagogen Dr.Mag. Helmar Oberlechner Vortragsinhalt: Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke: Chancen und Gefahren: Vom Datensupermarkt bis Cybermobbing und Internetsucht Was tun Kinder und Jugendliche mit Internet und Handy? Auswirkungen auf Elternhaus und Schule Dauer: ca. 80 Minuten Referat, anschließend Diskussionsmöglichkeit, open end Wichtig: Dieser Vortrag will nicht „verteufeln“, sondern Problematiken, aber auch positive Möglichkeiten aufzeigen und Tipps aus der Praxis vermitteln. Leitung: Univ. Lekt. Mag. Dr. Helmar Oberlechner,

Medienpädagoge, Innsbruck Termin: Mittwoch, 28.10.2015 Dauer: 20.00 Uhr Ort: St. Valentin – Vereinshaus Organisation: Kath. Familienverband, Zweigstelle St. Valentin Vortrag

Gesundheitsvorsorge mit den Kräften der Natur In dem Vortrag geht es um die eigenständige Gesundheitsvorsorge im Alltag. Vieles was in der Natur wächst, brauchen wir um seelisch und körperlich gesund zu bleiben. Scheinbar banale Lebensmittel wie Beeren, Früchte, Gewürze oder Heilkräuter enthalten hochwirksame Stoffe, die am Ursprung der Krankheit ansetzen können. Sylvia Parth Leitung: Termin: Freitag, 30.10.2015 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graun – Vereinssaal Organisation: Bildungsausschuss

/Bildungszug/ 23

Bildungsausschuss Prad

Oberländer

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Vinschgerwind 21-15

Prader Bildungstage

· Oktober – November 2015 · Basteln mit Kindern

Datum: Do., 22.10.2015 (Kinder bis 8 J.) Do., 29.10.2015 (Kinder ab 9 J.) Zeit: 17.00 – 18.00 Uhr Ort: Bibliothek Lichtenberg Referentin: Katarzyna Radwanska Veranstalter: Bibliothek Lichtenberg

Historische Dorfpunkte: Führung mit Ludwig Veith

Datum: Samstag, 24.10.2015 Beginn: 14.00 Uhr Treffpunkt: Hauptplatz Veranstalter: Bildungsausschuss Anmeldung: in der Bibliothek bis Freitag, 23.10.2015 erforderlich.

Ausstellung - Gebrauchsund Ausrüstungsgegenstände der italienischen und österreich-ungarischen Soldaten im Ersten Weltkrieg

Zeitraum: 26.10.2015 bis 22.11.2015; immer zugänglich während der Öffnungszeiten der Bibliothek Ort: Bibliothek Prad Referent: Ortler Sammlerverein

Meditation - Klangreise

Datum: Mittwoch, 28.10.2015 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Musiksaal im Grundschulgebäude Referentin: Rabensteiner Christine Veranstalter: Bildungsausschuss Anmeldung: in der Bibliothek bis Dienstag, 27.10.2015 erforderlich. Mitzubringen sind: Eine Unterlage, warme Socken, eventuell eine Decke und ein Kopfkissen

Filmabend - Auf den Spuren des Ersten Weltkrieges im Martelltal und Cevedalegebiet (Teil 1 und 2)

Datum: Donnerstag, 29.10.2015 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Bibliothek Prad Referent: Ortler Sammlerverein Veranstalter: Bibliothek Anschließend findet ein Umtrunk statt.

Filmabend der Filmfreunde Prad

„Herbststimmungen“ von Markus Ritsch

„Bäuerliches Leben in Prad und Stilfs“ von Peter Grutsch, u.a. Datum: Freitag, 30.10.2015 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Mittelschule

Bildungsausschuss Schlanders

Finissage

der Ausstellung:

LITERATURRUNDE Wir sprechen über den Roman:

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von Umberto Eco Bibliothek Schlandersburg Montag, 26.10.2015 Beginn: 19.30 Uhr

„Begegnung mit der Heimat“ Von Alessio Nalesini Bibliothek Schlandersburg

Freitag, 30.10.2015 Beginn: 18.00 Uhr Alle sind herzlich eingeladen

Schlanderser Choralschola konzertiert in der Krypta Das Leben und Wirken Jesu Christi bilden das Thema, das den Inhalt bildet für eine geistliche Stunde, die von der Schlanderser Choralschola gestaltet wird. Die Gesänge im Stil des Gregorianischen Chorals stammen aus dem ersten christlichen Jahrtausend. Einen zweiten Klangeindruck des musikalischen Abends bilden die Instrumentaltöne des bayerischen Musikprofessors Johannes Schmidt, die er auf Saxophon, Posaune und Flöte von sich gibt.

Allerseelentag, 2. November 2015, um 19.30 Uhr.

Der Eintritt ist frei, wogegen Spenden gerne entgegengenommen werden. Die Kirchenmusik Schlanders lädt zum Besuch der geistlichen Stunde herzlich ein.

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


24 /Kultur/

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Mantua

zweimal Andreas

Oben und rechts: Mantegna Andrea(1431-1506) Ein Hauptwerk aus seiner Zeit ist die Ausmalung der Camera degli Sposi im herzoglichen Palast zu Mantua (Castello di San Giorgio): Erste illusionistische Raumdekoration mit einem Deckenbild, das einen Durchblick in einen freien Raum vortäuscht. Auch schuf Mantegna hier das erste Gruppenporträt mit der Darstellung der Großfamilie von Luigi III. Gonzaga. Darin geht es um familiären Zusammenhalt, aber auch um politische Verlässlichkeit. Die auffallend großen Hunde stehen für Treue zum Herren.

Zwei Männer mit Namen Andreas, die beide etwas mit der Stadt Mantua zu tun haben. Der eine, Andrea Mantegna, ist ein berühmter Künstler aus der Renaissance, der andere, Andreas Hofer, ist ein Tiroler Freiheitsheld, der in Mantua am 20. Februar 1809 auf Befehl Napoleons erschossen wurde. Während Mantegna als wichtiger Erneuerer der Kunst gilt, wobei wir seinen Realismus in der Darstellung der Menschen und seine virtuose Beherrschung der Perspektive bewundern, wird der Freiheitskämpfer Hofer wegen seiner sehr konservativen religiösen Ansichten belächelt und für einen Reaktionär gehalten; heute würde er als Fundamentalist bezeichnet. Wogegen allerhand einzuwenden ist. Als Andreas Hofer, der Sandwirt aus Passeier, nach mehreren siegreichen Gefechten am Berg Isel und der Vertreibung der Bayern und Franzosen aus Tirol das Regiment über das Land und die Stadt Innsbruck übernehmen musste mit rauflustigen und übermütigen Psairern und anderen Schützen -, da sah er sich gezwungen, auch in die Praxis der Kleiderordnung einzugreifen. Er verbot den Frauen frivole Kleider, die seine Männer verrückt machten. Man muss sich vitale Hirten vorstellen, die zum ersten Mal leicht bekleidete Weiblein erblickten, die zum Greifen nahe vor den siegreichen Männern tänzelten... die haben natürlich zugegriffen! Aber das war nicht im Sinne der Tiroler Freiheit. Hofer musste eingreifen, gemahnt auch durch die Geistlichkeit, vor allem in der Person des Fanatikers Haspinger. Hofer selbst war natürlich ein frommer Mann, aber keineswegs weltfern und vor allem nicht prüde. Neuere Darstellungen der menschlichen Seiten Hofers zeigen uns einen ganz realistischen Rebellen, dessen Auflehnung sich gegen die Missachtung alter Rechte wandte. In diesen Untersuchungen, z.B. vom linksintellektuellen Günther Nenning (1921 -2006) wird Hofer geradezu als ökopolitischer Vordenker gedeutet und zwar mit recht überzeugenden Ansätzen; Nenning wollte einen „Grünen“ Andreas Hofer entdeckt haben. Von der Tiroler Erhebung im Jahr 1809 ist vorerst zu sagen, dass die Revolte gut vorbereitet war und auch gut verlief, solange die Habsburger, also Österreich, mit dabei war. Ganz Deutschland empfand diesen Freiheitskrieg als ein Fanal und als Hoffnung für die allgemeine Befreiung von Napoleon. Aber Österreich wurde besiegt und der Kaiser musste neuerlich auf Tirol verzichten. Außerdem gab es neue politische Interessen. Metternich, der reaktionär regierende Kanzler des Habsburgerreiches, wollte keine „Alpenrepublik“, auch keine „Alpenmonarchie“, wofür es allerhand Pläne gab. Treibende Kraft war der Erzherzog Johann, der Bruder des Kaiser, der Tirol über alles liebte... seine allzugroße Liebe und seine Tüchtigkeit


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/Kultur/ 25

machten mißtrauisch. Weil Metternich separatistische Machenschaften befürchtete, durfte der Erzherzog nach der mißglückten Erhebung für Jahrzehnte das Land nicht betreten; erst begraben konnte er hier werden, in einem eigenen Mausoleum in Schenna. Seine ökopolitischen Pläne aber verwirklichte er in der Steiermark; dort wird er als der große Erneuerer und Erfinder tätig, von der technischen Forschung bis zum kleinen Selbstversorgungshof für Industriearbeiter. Dieses Modell hat er in England kennen gelernt; es wurde oft kopiert und hat sich bestens bewährt. Das freie Tirol, es hätte sich durchaus selbst regieren können. Das war die Befürchtung der Habsburger. Die Nähe der Schweiz war beispielgebend und verlockend, zudem wären die Tiroler mit dem habsburgischen Erzherzog Johann als Regent sehr zufrieden gewesen. Solche Pläne hat es gegeben, noch vor der Erhebung und Andreas Hofer war dabei bei den Verhandlungen in Kärnten. Aber die Geschichte ist ander verlaufen. Der von Sieg zu Sieg eilende Kaiser Napoleon machte eine katastrophale Handelspolitik: England sollte ausgeschaltet werden. Das führte zu Aufständen, so auch in Tirol. Dem Handels- und Durchzugsland Tirol wurde der ökonomische Nerv gezogen. Hofer war nicht nur Wirt, er war ein Weingroßhändler und Transportunternehmer. Das ganze Land, auch das Trentino, litt unter der Kontinentalsperre, also unter der französisch beeinflussten Wirtschaftspolitik. Die erfolgreiche Erhebung und die große Beteiligung so vieler ist nur dadurch zu erklären, dass massive Wirtschaftsinteressen verletzt wurden... das eigentlich Reaktionäre war die französische Zentralpolitik, die über die Bayern auch den Tirolern aufgezwungen wurde. Was mag sich Andreas Hofer in seinen letzten Stunden in Mantua gedacht haben? War eine Begnadigung noch denkbar? Und dann, vor dem Erschießungskommando, hat er an sein Land gedacht, an die Familie, an seine Kinder? Die Stadt Mantua - damals auch in politischem Gegensatz zu Napoleon stehend - hat das Grab des Tiroler Freiheitskämpfers stets geachtet; am Ort der Erschießung wurden mehrere informative Denkmäler errichtet, die liebevoll gepflegt werden. Hans Wielander

Oben rechts: Denkmal für Andreas Hofer in der Citadella von Mantua. Hier befand sich einst ein Friedhof, der aber aufgelassen wurde. Hier wurde der Freiheitsheld erschossen und hier befand sich lange Zeit auch sein Grab. Es wurde kaum beachtet, zumal Metternich keine Kultstätte des unbequemen Helden duldete. Andreas Hofers Gebeine wurden 1823 von Offizieren der Schützen exhumiert, anschließend nach Innsbruck gebracht und in der Hofkirche beigesetzt. Im Auftrag von Kaiser Franz I. schuf der Wiener Bildhauer Johann Nepomuk Schaller die Statue Hofers, die seit 1834 das Grabdenkmal schmückt. Unten links: Eine schlichte Marmorsäule steht inmitten des nach Andreas Hofer benannten Parkes, am Stadtrand von Mantua; ganz bescheiden und fast unsichtbar eine brennende Kerze für den Freiheitskämpfer, der nicht vergessen ist.


26 /Jugend/

Vinschgerwind 21-15

Jugendtreff Reschen Ö Fr. 23.10.2015 ab 19.00 Uhr Halloweenparty Ö Fr. 30.10.2015 ab 15.30 Uhr Schokofondue Jugendtreff JuZe Hoad Ö Fr. 30.10.2015 ab 19.00 Uhr Halloween – Party (3 €) verkleidet = Knicklicht gratis! Ö Di. 03.11.15 ab 18.00Uhr Mädelsabend: Gesichtsmasken selbst gemacht + Snack (3€) Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 16. 10.15 Keschtn brotn Ö Di. 20.10.15 Freundschaftsbänder knüpfen Citytreff Glurns Ö Fr. 23.10.2015 ab 19.00 Uhr Halloweenparty Ö Fr. 30.10.2015 ab 15.30 Uhr Schokofondue Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Sa. 24.10.2015 ab 18.00 Uhr Törggelen Jugendtreff La:Ma Laas Ö Fr. 23.10.2015 ab 17.00 Uhr Happy Challenge mit Kesten braten La:ma trifft Freiraum JuZe Freiraum Schlanders Ö Fr. 23.10.2015 ab 17.00 Uhr Happy Challenge mit Kesten braten La:ma trifft Freiraum Ö Sa. 31.11.2015 ab 20.00 Uhr Halloweenparty Gratisgetränk für alle die verkleidet kommen. Jugendtreff All In Kastelbell/ Tschars Ö Fr. 23.10.15 ab 17.00 Uhr Pizza backen Ö Fr. 30.10.15 ab 18.00 Uhr Halloween Fete Jugendtreff Time Out Schnals Ö Sa. 24.10.2015 Wir kochen was leckeres Ö Sa. 31.10.2015 Halloween Fete

22.10.15

Tag der offene Jugendarbeit

2. Oktober: OJA on the road – YOUNG JAM SESSION @ Dorfplatz Schlanders mit JuZe Freiraum Unter dem Motto „Alle Musiker, Künstler und Duschsänger sind herzlich eingeladen einen kreativen Nachmittag mit uns zu verbringen“ stand der diesjährige „Tag der OJA“ in Schlanders. Die Jugendarbeiter des Jugendzentrums verbrachte gemeinsam mit den Jugendlichen einen kreativen, musikalischen und köstlichen Nachmittag im Dorf, mit dem Ziel aus dem Alltag auszubrechen und einen schönen gemeinsamen Nachmittag außerhalb des Jugendzentrums und somit mitten im Dorf zu verbringen. Die Jugendlichen organisierten Kastanien und Apfelmost, so dass für gemütliche Herbststimmung gesorgt

war. Dies war jedoch etwas zu langweilig für unsere Jugendlichen, Musik und kreative Darbietungen durften an diesem Nachmittag natürlich nicht fehlen. Jeder der interessiert war, hatte die Möglichkeit den Nachmittag mitzugestalten und mitzuwirken. Für alle ein abwechslungsreiches Erlebnis und schön zu sehen, dass auch das „mal etwas ungewohnte“ gut von allen angenommen wurde und schöne gemeinsame Gespräch zwischen allen Altersstufen stattfinden konnten. Im diesen Sinne ein Dankeschön an alle die uns unterstütz haben und mit uns den „Tag der OJA“ verbracht haben.

Championsleague

der Jugendtreffs „Freiraum“ Schlanders, „JuZe“ Naturns und „All In“ KastelbellTschars

Die Semesterferien stehen ganz im Zeichen des Austausches unter den Jugendtreffs, dem Fair Play und Teamgeist. Drei Tage lang werden sich Mannschaften aus den Jugendtreffs „Freiraum“ Schlanders, „JuZe“ Naturns sowie „All In“ KastelbellTschars sich messen und kicken, werfen ebenso wie miteifern was das Zeug hält. Angefangen beim Billardturnier in Naturns, geht es weiter nach Schlanders zum Calcettoturnier und abschließend nach Tschars zum Dartswettkampf. Mitmachen können Jugendliche in 2er Teams bis 15Jahren, Anmeldeschluss ist der 30.Oktober in deinem Jugendtreff. Für das Gewinnerteam gibt es tolle Einkaufsgutscheine beim Fakieshop in Schlanders - Interessiert? Dann meld dich an! Achtung!! Begrenzte Teilnehmerzahl pro Treff!!!

Jugendtreff „All In“ Kastelbell-Tschars JuMa on Tour Nachdem wir uns den ersten Teil gemeinsam im JuMa angeschaut haben, und sich über 30 Kids angemeldet haben nach Bozen ins Kino zu fahren, wurde die Gruppe aufgeteilt und an zwei Samstagen hieß es – auf nach Bozen! Mit der dazugehörigen Snack-Box wurde gelacht und gespannt auf das Ende gewartet – super wars!

Der Jugendtreff „All In“ hat in der Gemeinde Kastelbell-Tschars zwei Standorte: Das Jugendhaus in Tschars, direkt unterm Dorfplatz und den Jugendraum in Kastelbell, unterm Kindergarten. Das Jugendhaus in Tschars gibt es mittlerweile bereits seit 9 Jahren, den Jugendraum in Kastelbell seit rund 7 Jahren. Geführt wird der Treff von der hauptamtlichen Mitarbeiterin Magdalena. Neben einem tollen Soundsystem bietet der Jugendtreff allen Jugendlichen (10+) ein tolles und abwechslungsreiches Programm: Vom Grillen am Freitag, über Billard- und Calcettoturniere, bis hin zu künstlerische Tätigkeit und Aktion außerhalb des Treffs; Bei uns kommt keiner zu kurz. Alex: „I gea gearn do her, weil men do kuan fixen Zeitplan hot sondern olls flexibel tian konn!“ Mati: „I fühl mi im Treff uanfoch wohl, deswegen kimm i gern do her! Do ischs gonz flott, do gibs Billard, Calcetto, Darts, Kletterwond, PS3 und di“


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Vinschgerwind 21-15

/Jugend/ 27

Stilfserjoch

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die Hydrologie. Die Ingenieurin Silvia Simoni erklärte die Geschiebemessstelle an der Stilfser Brücke und ging bei einem Referat genauer auf die Flussmorphologie ein. Mit Mitarbeitern des hydrographischen Amtes lernten die Schüler und Schülerinnen wissenschaftliche Messmethoden kennen. Sie konnten selbst Durchflussmessungen mit verschiedenen Methoden am Trafoier Bach durchführen, welche im Anschluss daran ausgewertet wurden. Das Schülerprojekt ist aus dem OrtlerForschungsprojekt hervorgegangen, bei dem im Jahre 2011 ein Team der Ohio State University Gletscherbohrkerne am Ortler entnahm. In einer Videokonferenz wurde mit Forscherinnen der Universität in Ohio Kontakt aufgenommen und die Schüler und Schülerinnen konnten Fragen stellen und erhielten Informationen über laufende Forschungsprojekte. Bei einer geführten Gletscherwanderung auf die Suldenspitze konnten die Schülerinnen und Schüler den Gletscher hautnah erleben, ein sehr eindrückliches Erlebnis, da sich der Berg nicht von seiner freundlichsten Seite zeigte. Wind und Regen

-sprachiges Glaziologiecamp für Maturanten und Maturantinnen am Stilfser Joch fand zum 5. Mal statt Ziel des Camps ist es, den jungen Leuten Einblick in verschiedene naturwissenschaftliche Disziplinen zu ermöglichen, um ihnen Anregungen für ihren weiteren Berufs- bzw. Studienweg zu geben. Rund 20 naturbegeisterte Schüler und Schülerinnen aus italienisch- und deutschsprachigen Oberschulen haben sich zum diesjährigen Glaziologiecamp am Stilfser Joch gemeldet, der vom 15. bis zum 19. September stattfand. Im Gepäck hatten sie keine Schulbücher und Hefte, sondern Bergschuhe, Steigeisen und Pickel, denn Lernen in und mit der Natur war angesagt. Untergebracht war das Camp wie immer im Hotel Franzenshöhe. Auf dem Programm standen geologische Exkursionen mit dem Geologen und Lehrer Christian Aspmair sowie ein Workshop zum Thema Fernerkundung mit Francesca Taponecco (EURAC). Das Referat von Nationalparkdirektor Wolfgang Platter handelte von Biodiversität im Nationalpark sowie vom Monitoring wiedereingeführter Tierarten. Ein Schwerpunkt des Camps war heuer

Foto: „Wind“-Archiv

Eine Woche Unterricht im Hochgebirge

Messung am Trafoier Bach zwang die fünf Seilschaften zur Umkehr. Ein Erlebnis, das den jungen Leuten sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Das Glaziologiecamp wird vom deutschen und vom italienischen Bildungsressort, Bereich Innovation und Beratung sowie Area pedagogica organisiert.

Laas

Israeli auf EACD-Station in Laas ast unweigerlich kommt Jürgen Prigl auf die Ursprünge der EACD (European Association of Crafts and Design) zu sprechen, wenn er über deren Bildungstournee berichtet – Ursprünge, die in der mittelalterlichen, hauptsächlich von Steinmetzen getragenen Handwerkskunst der Dombauhütten zu suchen sind, einer Kunst, die für herrliche Prachtbauten verantwortlich zeichnet und in einem bestens organisiertem Netzwerk gepflegt wurde. Jürgen Prigl; Dombaumeister von Soest, ist Präsident der EACD, der Europäischen Vereinigung für das gestaltende Handwerk, die das Ziel verfolgt, dem europäischen Prozess der Integration folgend, auch im außerakademischen Bildungsbereich eine geltende Zertifizierung zu schaffen und dem Master of science einen Master of craft entgegenzustellen. Die Vereinigung umfasst 12 Mitgliedsländer, freundschaftliche Kontakte unterhält man zur Dombauhütte des Vatikans. Für hohe Aus- und Weiterbildungsstandards sorgen Dombauhütten und Bildungseinrichtungen, wie die Dombauhütten zu Köln und Soest, die Basler Münsterbauhütte, der Nidarosdom in Trondheim, die Kathedralen in Canterbury und

Foto: „Wind“-Archiv

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v. l.: Fachlehrer Andreas Wieser, EACDPräsident Jürgen Prigl, EACD-Teilnehmer Ohad Cohen Lincoln, die Fachschulen in Laas, Hallein und Brac oder das Bilding Crafts College in London. International renommierte Unternehmen kommen noch dazu. Sieben bis acht dieser Stationen durchlaufen Steinmetze oder Bildhauer mit Meistertitel oder einer entsprechenden Ausbildung während der 3-jährigen Bildungstournee, Stationen, auf denen sie sich fachlich weiterbilden,

Erfahrungen sammeln und das Privileg genießen, beim Gastgeber untergebracht zu werden. Am Ende leisten sie einen Beitrag für eine Publikation, die vom EACD herausgegeben wird. „Nichts bildet so sehr wie das Reisen, Internationalität macht Spaß. Wir leben von Persönlichkeiten mit Strahlkraft, wir fördern Menschen, die etwas daraus machen“, so Jürgen Prigl. Außerdem befürwortet der EACD-Präsident eine gesetzliche Reglementierung der Ausbildung, vor allem in Hinblick auf die Jugendarbeitslosigkeit in einigen Ländern und vor dem Hintergrund der zunehmenden Migration. Zurzeit absolviert Ohad Cohen, sehr gut deutschsprechender, israelischer Staatsangehöriger nach der Erstausbildung an der Xantener Dombauhütte und einem ersten Ausbildungsblock am Basler Münster einen zweiten an der Fachschule Laas. „Momentan bin im am Punktieren, will auch das Modellieren und das Freihandzeichnen üben, das genaue Arbeiten“, verrät Ohad Cohen. Sein Ziel: in seiner Heimat eine Werkstatt zu eröffnen, mit Naturstein zu arbeiten. Und: Erstmals wird ein Teilnehmer eines außereuropäischen Landes den Titel European Master of craft führen.


28 /Gesellschaft/

Vinschgerwind 21-15

Bibliothek Latsch

22.10.15

Schlanders/Rimpfhöfe

„All you need ist cheese“ Musiktheater entsteht auf Rimpfhöfen

Buchvorstellung Worum geht es in diesem Buch? Der Apotheker Arnold Achmüller hat das Heilwissen und die Ratschläge von Bauerndoktoren aus dem Alpenraum gesammelt, geprüft und sie an die moderne Forschung angepasst. In seinem Buch findet man viele Hausmittel zum Selbermachen und einen Überblick über die wichtigsten Kräuter. Die Gliederung nach Beschwerden erleichtert die Suche nach dem richtigen Kraut: Atemwegserkrankungen, G e l e n k sb e schwerden, Hauterkrankungen und Verdauungsstörungen werden genauso angeführt wie Herzund Kreislauferkrankungen oder Tipps aus der Frauen- und Kinderheilkunde.

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Buchvorstellung am Freitag, den 23. Oktober 2015, 20 Uhr in der Bibliothek Latsch.

Der Kampf um den singenden Mann – eine großartige pantomimische Performance

Foto: Angelika Ploner

ünf Frauen und ein Mann verzauberten das Publikum kürzlich im voll besetzten Kulturhaus von Schlanders mit dem Musiktheater „All you need is cheese“. Ohrwürmer aus den 1950er Jahren wie Lollipopp, Schöner fremder Mann, Rote Lippen soll man küssen und viele andere mehr, gespickt mit einem Repertoire aus Elvis Presleys Welthits entführten die Besucher in die Welt der Nachkriegszeit und in eine Bar, die mit singender Bedienung Gäste anlocken will. Die beschwingte, auf das wesentlich reduzierte Chorographie, die unterhaltsamen Schauspielszenen in Pantomime-Manie unter dem Motto „Kampf der Frauen um den Mann“ sorgten für Heiterkeit. Die Verfasserin und Regisseurin Bettina Montazem, eine Vinschgau-Liebhaberin, hatte das Stück auf den Rimpfhöfen für das von ihr 2006 gegründete „Theater die Baustelle Köln“

geschrieben. Dieses Theater finanziert sich selbst und erhält hie und da Projekt bezogene Förderungen. Nachdem ein Projekt rund um ein Stück in Anlehnung an Shakespeares „Sommernachtstraum“ keine Förderung zugesprochen bekommen hatte, trafen sich die Schauspielerinnen zu einem „Frust-Früh-

stück“ mit Käse und Sekt. Dabei entstand die Idee für „All you need is Cheese“. Der große Erfolg in Köln und bei den Gastspielen überraschte. Das Stück bekam sogar die Auszeichnung des renommierten Theater-Interessenverbandes Inthega. Montazem hat nun einen weiteren RimpfhofAufenthalt geplant, wo sie ein neues „Musical“ mit dem Titel „Zur alten Liebe“ mit ebenfalls bekannten Evergreens schreiben will. Einer Uraufführung im Vinschgau wäre sie nicht abgeneigt. (mds)

Naturns

„Vielfalt erleben“ V

Eine blaugelbe Wolke aus Luftballons wurde von den Kindern gen Himmel entsandt Foto: Klaus Huber

ielfalt erleben“ war das Motto der Geburtstagsfeier, die die Bibliothek Naturns am Freitag, 18. September gebührend begangen hat. Sie hat nämlich vor fünfzehn Jahren im ehemaligen Feuerwehrhaus an der Bahnhofstraße ihre Heimstatt gefunden. Eine sinnvolle Plakataktion hatte bereits in vorangegangenen Tagen auf das Ereignis hingewiesen. Schon am Vormittag vergnügten sich Grund-und Mittelschüler bei Luftballonpost, Biblioquiz und Bibliothekssongs. Bei der Abendveranstaltung konnte man die Vielfalt so richtig erleben. Die Bibliothekarin Gabi Hofer begrüßte die zahlreichen Teilnehmer und führte durch den Abend. Der literarische Teil wurde von Donatella Gigli und Daniel Mascher gestaltet und musikalisch von

Martin Kristanell auf dem Piano begleitet. Dem Thema der Lesung „auf den Geschmack kommen“ wurde in eindrucksvoller Weise Rechnung getragen. Und Spannung lag in der Luft, als die Vorleser aus verschiedenen Büchern einzelne Abschnitte zu Gehör brachten. Dabei ging es um verschiedene Methoden, wie man Kinder erfolgreich zum Lesen bringen kann und unter anderem auch um Lust

und Frust einer Vorleserin. Die Filmpräsentation „Bibliothek Naturns – Vielfalt erleben“ von Ingrid Hohenegger und Klaus Huber zog die Aufmerksamkeit aller auf sich. Das Kommen und Gehen von Lesern aller Altersstufen und die rege Betriebsamkeit im Umgang mit den verschiedensten Medien waren dargestellt. Auch viele Besucher kamen zu Wort. Nachher wurde den Besu-

chern das Ergebnis eines Kunstsymposiums, unter der Leitung von Heike Haller, präsentiert. Kreative Naturnser haben sich daran beteiligt und für die alle Anwesenden eine bleibende Erinnerung zum Mitnehmen geschaffen. Bis spät in die Nachtstunden konnte sich jeder kulinarisch verwöhnen lassen. Christof Pichler, Franco Frenademez, Christina Monsorno und Roger Gamper sorgten für Grillspezialitäten, Bruschettas und Brötchen. Die Lifemusik „The Sorrys“ aus Naturns begleitete die angeregten Gespräche um die vielfältigen Aktionen in der Bibliothek. Der Leiterin und den Mitarbeitern wurde viel Anerkennung und Dank für die tollen Ideen und das Gelingen dieser Feierlichkeit entgegengebracht. (ria)


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Foto: Magdalena Dietl Sapelza

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Bäuerinnen im Jahreskreis von Magdalena Dietl Sapelza

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erzeit arbeiten die Vorstandsmitglieder der Lichtenberger Bäuerinnen–Organisation an der Gestaltung des Erntedankfestes am Sonntag, den 25. Oktober. Sie schmücken den Erntedankwagen und die Zierkrone nach alter Tradition. Beides bringen sie dann in ihrer schmucken Vinschger Tracht zur Kirche. Anschließend laden sie die Dorfbevölkerung zu einem geselligen Treffen mit Umtrunk und Volkstanzgruppe auf dem Dorfplatz. Die Bäuerinnen begleiten seit rund dreißig Jahren kirchliche und weltliche Festtage im Ort und arbeiten eng mit allen Vereinen und Verbänden zusammen. Die Vorstandsmitglieder Erika Wallnöfer (Ortsbäuerin), Heidelinde Riedl (Stellvertreterin), Manuela Wallnöfer, Birgit Wallnöfer, Gudrun Schöpf und Anita Zoderer arbeiten im Sinne der über 70 Mitglieder (Aktive und Passive) aus dem Dorf und vom Lichtenberger Berg. „Wir nehmen Anre-

gungen auf und lassen uns immer wieder etwas einfallen. Oft planen wir kurzfristig“, sagt Erika Wallnöfer. Neben dem Erntedankfest leisten die Bäuerinnen ihren Beitrag zur Gestaltung des jährlichen Christopherus- Sonntags und zum Pineter Kirchtag am St. Christina Kirchl zu Martini, wo sie Tee, Glühwein, Kiachl und Krapfen servieren. Auch beim jährlichen Almabtrieb sind sie rührig und beim StilfserjochRadtag. Auf der Passhöhe verkaufen sie jährlich Säfte und Kuchen für einen guten Zweck. Heuer wurde an die Brandopfer von Taufers i. M. gedacht. Den Reinerlös vom Joch stockten die Bäuerinnen aus ihrer Ortskasse auf. 1.500 Euro konnten gespendet werden. Die Bäuerinnen zeigen immer wieder ein großes Herz. In Vergangenheit spendeten sie zum Beispiel für die Restaurierung der St. Christian Kirche und für die Brandopfer vom Sprenghof bei Prad. Das Bäuerinnen-Team trifft sich regelmäßig und plant unterschiedliche Aktivitäten im Jahreskreis. Diese

umfassen die Organisation von Kursen (Patsch Work- Näh-, Flecht-, Einweck-, Filz, Bastel-, Krippenbaukurse….). Die Bäuerinnen begleiten die Gesund-

Dass rührige Bäuerinnen-Team von Lichtenberg: v.l. Manuela Wallnöfer, Birgit Wallnöfer, Gudrun Schöpf, Erika Wallnöfer und Heidelinde Riedl heitstage mit, für die sie je nach Bedarf auch Referenten bezahlen. Fixe Termine sind die Besuche der Mitglieder zu deren runden Geburtstagen.

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30 /spezial-landwirtschaft/

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fasui von Barbara Wopfner

Fotos: Hansjörg Oberdörfer

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eugierig? Ein Name der eindeutig an den Vinschgau erinnert, jedoch nicht gleich verrät, um was es sich handelt. Der Bauer der hinter diesem Namen steht ist Hansjörg Oberdörfer, Biobauer, Querdenker und Idealist. Als mir Hansjörg Oberdörfer einen Blick hinter die Kulissen seines Betriebes erlaubt, war dies eine wahre Geruchsexplosion. Als er das Tor zu seinem Lager öffnete, stieg mir ein bekannter Geruch in die Nase, etwas Feuchtes, leicht Erdiges, etwas Grünes, und da war die Erinnerung: Brennnessel, der in der Trockenanlage langsam die Feuchtigkeit entzogen wird. Hinter der zweiten Tür eröffnete sich mir eine wahre Sammlung von getrockneten Kräutern und Blüten. Die ätherischen Öle der Pfefferminze stiegen nicht nur in die Nase, sogar in den Augen war sie zu spüren. Sein Lager ist eine Verzauberung für Nase und Auge. Hansjörg erzählt mir, dass er nun seit 3 Jahren, neben seinem Hof, den er heuer auf „Bio“ umgestellt hat, auch BioKräuterbauer ist und darin eine neue Passion für sich entdeckt hat. Auf meine Frage wie er dazu kam, musste er etwas ausholen und es wurde mir klar, dass er ein

Bauer mit einem inneren Drang nach Neuem und Veränderung ist. Bevor er den elterlichen Hof mit Apfelanbau übernahm, arbeitete er in einer Obstagentur mit und war als Anbauberater der Firma Nestlè im Bereich Kindernahrung, im Gebiet Ferrara und Verona tätig. Es wurde ihm bald klar, dass der Apfelanbau kreative Grenzen hat. „Ein Querdenker hat es schwer in der großen Masse“, daher suchte er nach neuen Wegen. Vor 3 Jahren ermöglichte sich der Eintritt in die MEG Martell, da sie Bauern suchte, die sie mit Kräuter belieferten. Leider war dies ein kurzer Weg, die MEG stellte ihre Kräutertrocknung und Verarbeitung im Frühjahr 2014 ein und Hansjörg stand vor der Entscheidung aufzugeben oder weiter zu machen. Als Querdenker nutzte er die Herausforderung, überwand

so mache Hürde und stellte sich auf eigene Füße. Auch dank seines Freundes Martin Stürz, der ihn tatkräftig unterstützt, hat er nicht aufgegeben und kaufte eine eigene Trocknungsanlage, pachtete Wiesen, setzte wieder neu an und erweiterte sein Sortiment. Er suchte und fand interessierte, kleine und große Kunden, die seine Bio-Qualität schätzen. Einheimische Firmen kaufen inzwischen seine Bio-Kräuter, aber auch größere Kunden im Ausland ordern bei ihm, Minze, Melisse, Edelweiß und Co. Als ich mich mit Hansjörg traf, war ich überrascht ihn in Latsch anzutreffen, da seine Kräuterfelder in St. Martin am Kofel, oder im oberen Vinschgau anzutreffen sind. Dies hat eine einfache Erklärung, er kennt die Schwierigkeiten im Tal zwischen Kon-

ventionell und Bio, Pufferzonen zwischen den Felder sind zu wenig um die optimale Bioqualität bei Kräutern zu erhalten. Z.B. hat das Minzeblatt eine relativ große Oberfläche wo Pestizide sich ablagern können. Entzieht man dem Blatt bei der Trocknung die Feuchtigkeit, verringert sich die Masse und der Anteil unbeliebter Zusatzstoffe erhöht sich im Verhältnis. Doch spielt ein weiterer Grund eine wichtige Rolle in der Höhe anzubauen. Er nutzt einen Trick der Natur: In der Höhe sind die Sommer kürzer, die Pflanze versucht diese kurze Zeit durch intensivere Farben zu nutzen, um Insekten zur Fortpflanzung anzuziehen. Zudem wächst die Pflanze durch die niedrigeren Temperaturen langsamer und entwickelt somit stärkere Aromen, die wiederum das Produkt wertvoller gestalten.


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Mein Ziel: „Die beste Qualität am Markt zu haben“ Für Hansjörg steht die Qualität an erster Stelle, sein Ziel ist es die beste Qualität zu erzielen. Anbau und Ernte sind dabei nur die ersten Schritte, die Verarbeitung ist ebenso wichtig, damit die Inhaltsstoffe nicht verloren gehen. Bei der Trocknung kann vieles verpuffen, durch Hitze oder Bruchstelle. Diese Probleme versuchte er zu lösen, indem er seine Kräuter auf niedrigen Temperaturen zwischen 22 und 32C° trocknet und dies über 2-3 Trage. Beispielsweise erntet er seine Minze mit einer Höhe von 10cm, zerkleinert sie kaum und trocknet sie samt Stielen. Das Blatt wird nicht beschädigt und verliert weniger Aromen. Wenn der Bauer ins Erzählen kommt, hört man gerne zu, denn er hat sich ein großes Wissen über Kräuter, Wirkungen, Einsatzmöglichkeiten angeeignet. Er zeigt mir eine Kiste mit Edelweiß, die eine besondere Wirkung besitzt. Die Abteilung Pharmazie der Uni Innsbruck, hat in einigen Studien die positive Wirkung der Pflanze bei Gefäßerkrankungen entdeckt. Er hat die Möglichkeiten das Edelweiß in seiner natürlichen Umgebung anzubauen und zu ernten, ein großer Qualitätssprung. Seine Kräuter teilt er in Grünkräuter und Blüten ein. All seine Blüten erntet er in St. Martin, darunter sind Ringelblume, Korn-

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blume, Edelweiß, Goldmelisse, und Edelraute die wichtigsten. Unterschiedliche Minzesorten (Annanas-, Orangen-, Apfelminze), Zitronenmelisse, Brennnessel, Zitronenverben, Zitronenthymian, Annanassalbei, Ysop, Salbei und Frauenmantel, erntet er auf seinen Feldern zwischen Burgeis und St. Valentin. Sein Sortiment erweitert er mit Holunderblüten und Lindenblüten, die er an geeigneten Standorten sammelt. Abschließend werden eigene Kräutermischungen zusammengestellt, die in kleine Pyramidenbeutel verpackt werden und in den Verkauf gelangen. Neben diesen Kräutern pflanzt, erntet und verarbeitet er auch einige Küchenkräuter wie Basilikum, Fenchel, Estragon, Origano, Majoran, Lorbeer, Rosmarin und Salbei zu Kräutersalzen. Das obere Vinschgau lässt den Querdenker ins Grübeln kommen, viele Ideen und Möglichkeiten schwirren in seinen

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Gedanken. Für ihn als Bio-Kräuterbauer sind die Felder im oberen Vinschgau ideal, denn die Problematik des Abdriftens von Pestiziden gibt es so gut wie nicht. „So mancher Bauer könnte sich damit einen Nebenerwerb zu

seinem Hofbetrieb aufbauen“, wenn man gemeinsam produzieren würde, würden sich viele Streitfragen um den Obstbau im Obervinschgau in dieser Form nicht stellen, so Hansjörg Oberdörfer.

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Bildnachweis Roter Hahn/Frieder Blickle

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Generationenbetrieb Kirchhof

von Barbara Wopfner

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ährt man am Vinschger Sonnenberg von Laas nach Alitz in Richtung Tanas, erreicht man auf 1.250 Meter Meereshöhe den Kirchhof der Familie Telser. Eine kleine Kirche, die so manche 100Jahre miterlebt hat, säumt den Blick auf den Hof. Somit ergibt sich der Hofname von selbst. Die letzten 10 Jahre haben dem Kirchhof so manche Veränderung gebracht und rückblickend auf die Hofgeschichte waren es rasante Neuerungen, die mit den Jungbauern Einzug gehalten haben. Auf dem Hof leben derzeit 4 Generationen unter einem Dach, der Großonkel Peter, die Altbauern Franz und Notburga Telser, Jungbauer Christian mit seiner Frau Maria und deren Kinder Sarah und Patrick. Eine Bereicherung, Herausforderung, Kraft und Vielfalt zugleich. 2007 hat Christian Telser den Hof von seiner Mutter Notburga übernommen. Damals war es noch ein reiner Milchbetrieb. Heute baut der Betrieb auf mehreren Säulen, die Milchproduktion ist dabei in den Hintergrund gerückt. Fleisch, Brot und Obst sind die wichtigsten Produkte der Familie. Als Christian Telser in den Familienbetrieb offiziell eingestiegen ist, stellten sich mehrere

richtungsweisende Fragen über die Zukunft des Hofes. Mit einigen Ideen und Visionen setzte er Schritt für Schritt innovative Akzente und hat den Hof nach und nach neu strukturiert. Der Kornanbau hatte auf dem Hof schon jahrelange Tradition, da die Familie seit Generationen selber Brot backt. Mit dem Jahr 2009 trat er dem Projekt „Regiokorn“ bei und produziert seit dem seinen Roggen unter diesem Siegel. 2010 kam der Umstieg von Milch auf Rindfleischproduktion dazu, weiteres sind Speck, Äpfel und Kirschen zusätzliche Produkte des Hofes.

Fleisch Milch oder Fleisch war für Christian Telser vor einigen Jahren die Frage. Er stiegt von der Milchproduktion auf die Herstellung von Kalbfleisch um. Auf dem Hof hält er eine eigene Rasse, eine Kreuzung zwischen Simmentaler und Charolais, die sich besonders gut für die Fleischproduktion eignet. Einige Kälber kauft er an, bringt sie auf den Hof, wo sie einen Laufstall und Auslauf auf die umliegenden Wiesen vorfinden. In den Sommermonaten geht es natürlich auf die Alm. Geschlachtet wird in der Nachbargemeinde Laas, bei einem zertifizierten Metzger. Die Tiere sind keiner langen Fahrt ausgesetzt, dadurch erleben sie

Fotos: Barbara Wopfner

… ein Bauernhof im Wandel

weniger Stress und das Fleisch hat keine langen Transportwege hinter sich. Regionalität, Nachhaltigkeit und Frische werden hier in der Haltung und Schlachtung deutlich. Der Kunde erhält Fleisch nur auf Bestellung, denn geschlachtet wird erst, wenn ein gesamtes Tier „per Vorverkauf“ aufgeteilt werden kann; erst dann können gemischte Fleischpakte erworben werden. Für den Endverbraucher ist es ein anderes Einkaufen, man geht nicht zum Metzger und erwirbt kleine Mengen für das tägliche Kochen. Man kauft auf Vorrat ein, mit dem guten Gewissen einen regionalen Kreislauf zu schließen und dessen Vorteile zu nutzen. Es wird nicht nur der Bauer unterstützt und seine Arbeit Wert geschätzt, die Umwelt profitiert, die Frische liegt auf den Hand und die Qualität steht im Vordergrund. Denn einige Bauern in

der Umgebung, haben die Möglichkeit für den einheimischen Kunden zu produzieren. Neben Rindfleisch hält die Familie Telser auch einige Schweine, aus denen ein echter einheimischer Speck und verschiedenen Wurstwaren gemacht werden. Bauernspeck, selbst gewürzt und geräuchert, für den Kenner ein guter, gereifter, abgehangener Speck.

Bauernbrot Bereits der Ur-Großvater hatte selber Brot gebacken, meist zwei bis drei Mal im Jahr eine größere Menge, die für mehrere Monate reichen musste. Sein Wissen gab er an die Kinder weiter und so wurde dieses Gut von Generation zu Genartion vererbt. Einige der Brottücher die Franz Telser benutzt, sind aus dieser Zeit und sicher über 100Jahre alt. „Moderne Baumwolle kann da nicht mithalten, auf dem alten,


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groben Leinen verklebt der Teig nicht so stark“, erklärt er mir, als er die Brotleibe vorsichtig herunterhebt. Mit der Brotproduktion hat sich die Familie ein wichtiges Standbein aufgebaut, das mit viel Leidenschaft verbunden ist. Das Brot Backen als fixes Standbein zu pflegen war und ist eine Entscheidung, die die gesamte Familie trägt. Seitdem wird zwei Mal in der Woche, Donnerstag und Freitag gebacken. An diesen Tagen klingelt der Wecker um vier Uhr morgens, doch die Vorbereitungen zum Backen laufen dann bereits seit Dienstag. Wer einen Elektroofen sucht, wird nicht fündig werden, Franz Telser backt in

einem typischen Holzofen, der zwei Tage vor Backbeginn nach und nach angewärmt werden muss. Dazu verwendet er eigenes Lärchenholz. Es sind zwei intensive Wochentage, an denen alle mithelfen. Der Holzofen wärmt die Backstube, auf den „Flecken“ ziehen die Brotkugeln und nach und nach werden die geruhten Leibe in den Ofen geschoben. Damit der „Bäcker“ im Ofen erkennt, welche Brote ausgebacken sind, macht er sich im Eck des Ofens ein sogenanntes „Lichtfeuer“. Das zündet er mit trockener Buche oder Erle an, das kaum raucht und vor allem nicht gespritzt ist. Auf diese Weise veredelt die Familie Telser das

eigene Korn zu traditionellem Vinschger Ur-paarl. Sie garantiert eine hohe Qualität des Bauernbrotes, die Frische und kurze Wege. Dafür steht auch der „Rote Hahn“, unter dessen Zeichen produziert wird.

Früchte Drittes Standbein wurde in den letzten Jahren der Anbau von Äpfeln und neuerdings auch Kirschen. Die Lage am Sonnenhang ermöglichen den Anbau der Früchte auf dieser Meereshöhe. Die Früchte wachsen und reifen etwas langsamer als in der Talsohle, was den Geschmack nicht schmälert. Im Gegenteil, die Höhe verleiht den Früchten

intensive Aromen und besonderen Biss. Die geernteten Früchte werden in die Laaser Obstgenossenschaft zur weiteren Verarbeitung geliefert.

Info Die Hofprodukte können ab Hof bestellt und erworben werden: www.kirchhof.bz.it | 3386323654 kirchhof@alice.it Plauser Speckladele Mosers Speckalm Bauernladen Latscher Weltladen Konsum Laas Am Markt bei Marktstandl Südtirol Delux

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Vinschger Äpfel sind heuer auch in Indien konsumiert worden Der Vinschgerwind sprach mit ALPE-Geschäftsführer Reinhard Ladurner über die heurigen Auszahlungspreise, über Schwierigkeiten in der Vermarktung, über VI.P 3 und die Herausforderungen für die Zukunft... Interview: Angelika Ploner

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Vinschgerwind: Die Stimmung unter den Bauern ist schlecht. 28 Cent zahlte die ALPE heuer für den konventionellen Golden aus. Reinhard Ladurner: Wo haben Sie denn die 28 €-Cent her? Die stimmen nicht. Was stimmt dann? Man muss differenzieren zwischen roten Sorten und Golden Delicous, aber auch zwischen den Qualitäten, welche von den Produzenten angeliefert worden sind. Ich spreche vom Golden Delicious... Auch beim Golden liegen Sie daneben, denn wie im restlichen Vinschgau liegen die Preise in der ALPE trotz Hagel um die 30 €-Cent. Dazu muss man wissen, dass einige Genossenschaften im Vinschgau von relativ starkem Hagelschlag betroffen waren, in der ALPE hatten wir 2014 insgesamt 40 Prozent Hagelware. Hagelware hat einen niedrigeren Durchschnittspreis, allerdings erhält der Produzent, sofern er seine Produktionsmengen versichert hat, von der Versicherung einen entsprechenden Ausgleich. Im Nichthagel-Bereich liegen die Durchschnittspreise bei knapp 32 €-Cent. Der Preis hängt stark von der jeweiligen Klassifizierung unserer Produzenten ab. Qualitätsware liegt über dem

Schnitt, bis über 38 €-Cent. Aber nur über Ziffern reden macht keinen Sinn. Wir haben alle miteinander von Anfang an die ganze Saison über versucht, für unsere Mitglieder unter den sehr widrigen und negativen Rahmenbedingungen die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und wir haben bei unseren Informationsveranstaltungen auch immer wieder darüber informiert, dass es beim Golden in dieser Saison die 30 €-Centmarke zu erreichen gilt. Mit welchen Schwierigkeiten hatte man in der Vermarktung zu kämpfen? Mehrere wichtige Faktoren haben die Vermarktung beeinflusst. Erstens die Europäische Rekordernte 2014. Zweitens: Der russische Importstopp für Obst und Gemüse aus den EU-Ländern. Vor allem Polen drückte zu Beginn der Saison verstärkt auf den europäischen Markt, nachdem Russland die 70.000 Waggon der letzten Jahre nicht mehr aufnehmen wollte. Und drittens: Die stark gestiegenen italienischen Produktionsmengen, wobei der wichtigste Mitbewerber im Goldensegment - Melinda - eine Rekordernte erzielt hat. Melinda produziert normalerweise rund 36.000 Waggon und brachte letztes Jahr 42.000 Waggon auf

den Markt. Melinda ist Marktleader auf dem italienischen Markt. Aufgrund der großen Produktionsmengen war Melinda die ganze Saison über mit sehr aggressiven Preisen am Markt präsent. Zurück zu den Auszahlungspreisen. 35 Jahre Alpe - herzlichen Glückwunsch übrigens - eine sehr gute Ernte 2014 und trotzdem Katerstimmung. Wie gestalten sich die Preise bei den roten Sorten? Es gibt keinen Grund zum Feiern, wir haben 25 Jahre gefeiert und werden dann vielleicht wieder die 50 Jahre feiern. Sie sprechen von Katerstimmung. Ich bin der Meinung, dass ein Großteil unserer Mitglieder sich ihrer Rolle als Unternehmer bewusst sind. Dass nicht lediglich ein Jahr für die Entwicklung ihres Betriebes entscheidend ist, sondern dass auch sie - wie jeder andere Unternehmer eine mittelfristige Planung über Kosten und Erlöse machen, d.h. bei den Erlösen einen mehrjährigen Schnitt anwenden müssen. Und wir hoffen ja alle, dass die Preise wieder ansteigen. Das Preisniveau war dieses Jahr bei den roten Sorten höher als beim Golden. Aufgrund der guten Voraussetzungen in den hohen Lagen einen qualitativ hochwertigen Golden zu pro-


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Die Auszahlungspreise für die Biobauern sind doppelt so hoch... Die Preisschere der Bio-Produktion geht dieses Jahr im Verhältnis zur Integrierten Produktion sicherlich weiter auseinander und die Auszahlungspreise sind entsprechend höher. Allerdings muss in diesem Zusammenhang festgehalten werden, dass wir beim Bio-Markt immer noch von einem Nischenmarkt sprechen. Bei europaweit steigenden Produktionsmengen werden sich die Preise nach den allgemein gültigen Markt-

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Reinhard Ladurner, Marling, seit 1996 Geschäftsführer der ALPE, Nachfolger von Thomas Oberhofer, Obmann der Vi.P

Foto: Erwin Bernhart

duzieren und in Ermangelung neuer roter Sorten, mit denen die Goldenmengen kompensiert werden können, hat die Sorte Golden im Einzugsgebiet der ALPE auch weiterhin positive Perspektiven. Allerdings müssen wir uns den Herausforderungen der Zukunft stellen und unser Sortiment weiter mit roten Sorten ergänzen. Welche rote Sorte wurde am besten verkauft? Bei den Sorten Gala und Red Delicious konnten verhältnismäßig gute Preise erzielt werden, so wie auch bei der Sorte Pinova. Gerade Pinova ist eine interessante Sorte für hohe Lagen, da sie auch hier sehr gute Erträge bringt. Der Auszahlungspreis liegt über 45 €-Cent. Viel versprechen wir uns von der Clubsorte Kanzi und auch von der Sorte Ambrosia, ebenfalls eine Clubsorte, für die die VI.P gemeinsam mit dem privaten Partner Rivoira aus dem Piemont die Exklusivität für Europa hat.

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regeln entsprechend an das Angebot anpassen, das heißt im Regelfall tendenziell sinken. Welche neuen Märkte will man sich in Zukunft erschließen? Aufgrund des hohen Angebotsdrucks auf den europäischen Märkten wird die Erschließung neuer Märkte immer wichtiger. Vor allem im nordafrikanischen und arabischen Raum konnten in den letzten Jahren Marktanteile aufgebaut werden, mittlerweile werden bereits rund 16 Prozent der Vinschger Äpfel in Nordafrika verkauft. Ein weiterer Markt mit großem Potential ist Indien. Indien wird wie Russland über From, der gemeinsamen Exportorganisation von VOG, Melinda, La Trentina und VI.P bearbeitet. Vinschger Äpfel sind heuer auch in Indien konsumiert worden. Das ist natürlich mit neuen Herausforderungen verbunden: Die Äpfel müssen eine sehr gute Haltbar-

keit aufweisen und dürfen nicht zu reif geerntet werden, weil es immer längere Transportwege zu berücksichtigen gilt. Die Zukunft der Vinschger Äpfel liegt in krisengeschüttelten Gebieten? Vinschger Äpfel werden in über 40 Ländern der Welt verkauft, wobei Europa noch immer den Hauptanteil ausmacht. Es müssen aber verstärkt Märkte mit Potential außerhalb Europas aufgebaut werden und das sind Märkte, in denen auch ein bestimmtes politisches Risiko besteht. Lybien befindet sich im Bürgerkrieg und in Ägypten ist nicht sicher, wie lange die derzeitige Stabilität durch das Militär aufrecht erhalten werden kann. Und es kommen neue Anforderungen auf die Produzenten zu? Ja, durch diese neuen Märkte und durch die immer längeren Transportwege werden mit Sicherheit neue Anforderun-

gen auf die Produzenten zukommen. Vor allem auch die Sortenthematik wird dadurch aktueller denn je, da in diesen neuen Märkten vorwiegend rote Sorten gefragt sind. Wird eine Systemanalyse notwendig? Das ist ein sehr hochgegriffener Begriff. Systemanalyse würde ich dahingehend interpretieren, dass wir unsere Systeme laufend analysieren. Wir hinterfragen uns laufend als Genossenschaft und versuchen, uns an die sich immer schneller ändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Dies gilt auch für die Erzeugerorganisation VI.P, wobei für diese Ebene der Ansprechpartner die VI.PFührung ist. Aber meiner persönlichen Meinung nach sind wir in diesen turbulenten Zeiten gut aufgestellt, dies zeigen auch die Ergebnisse in anderen Anbaugebieten national und international.


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Das VI.P 3 Konzept wurde 2007 eingeführt. Alle Genossenschaften haben das Vermarktungskonzept bedingungslos gut geheißen. Nur eine mit Vorbehalt : Die ALPE mit der OVEG im Schlepptau. Welche Bedenken hatte man damals? Der Vorbehalt kam vom Vorstand und von den Mitgliedern. Die Bedenken waren, dass der Golden Delicious aus den hohen Lagen benachteiligt werden könnte und dass die Befugnisse der Genossenschaft an die Zentrale delegiert werden müssen. Der Golden in den hohen Lagen ist der Qualitätsgolden mit den roten Backen und man hatte einfach die Sorge, dass das Image und die guten Erlöse neutralisiert werden könnten. Damals hat man vielleicht noch nicht die gravierenden Veränderungen der Märkte und den Druck, der sich auf den traditionellen Märkten immer stärker aufgebaut hat, gesehen. Was sagen die Mitglieder heute? Es gibt zwar auch heute noch einzelne Mitglieder, die das VI.P 3-Konzept in Frage stellen. Aber eine überwiegende Mehrheit sagt: Es war der richtige Weg. Man kann als einzelne Genossenschaft am Markt nicht bestehen. Wie hat sich die Rolle des Geschäftsführers seit VI.P 3 verändert? Der Geschäftsführer heute steht täglich im engen Kontakt zu den Mitgliedern und ist als Geschäftsfeldleiter auch für den Verkauf verantwortlich. Ich bin zum Beispiel für das Geschäftsfeld Grossisten Italien Nord/ Mitte verantwortlich, darüber hinaus für das Geschäftsfeld Gemüse und das Geschäftsfeld Kirschen. Jeder meiner Geschäftsführerkollegen hat sein klar definiertes Geschäftsfeld zu verantworten. Wir haben seit VI.P 3 also ein Mischsystem zwischen Geschäftsführer und Geschäftsfeldleiter. Wir haben einerseits die Aufgabe, den Betrieb, die eigene Genossenschaft zu führen und sind gleichzeitig auch verantwortlich für den Verkauf für die Gemeinschaft. In das Produkt Kirsche setzt

man große Hoffnungen. Die Kirsche hat ein sehr großes Zukunftspotential. Der größte Kirschenproduzent in Europa ist neben Italien und Deutschland die Türkei. Wir produzieren unsere Kirschen in einem interessanten Zeitfenster, wir sind nämlich von Mitte Juli bis Mitte August auf dem Markt präsent und besetzen damit eine Nische. Die türkische bzw. die Konkurrenz aus den anderen europäischen Ländern haben ein niedrigeres Preisniveau,

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sigfliege. Der beste Schutz gegen dieses existenzbedrohende Insekt ist die Einhausung der Anlagen mit einem feinmaschigen Netz. Die Investitionskosten für einen Hektar liegen um die 80.000 Euro. Wie bei allen Produkten braucht es auch Know How und Fleiß der Produzenten, entsprechende produktionstechnische Ausbildung und Kenntnisse, aber auch viel Mühe und Fleiß. Wo liegen die Erntemengen? Wir liegen momentan bei 400

...ich sehe im Anbau von Blumenkohl gute Möglichkeiten, die Betriebe im oberen Vinschgau mit einem tragbaren finanziellen Risiko in Richtung Obstbau zu entwickeln. Reinhard Ladurner

aber unsere italienischen Handelspartner bevorzugen das nationale Produkt und davon profitieren wir erheblich. Was bekommt ein Produzent für einen Kilogramm Kirschen? Da gibt es keinen fixen Preis. Im Schnitt liegen wir zwischen 3,80 und 4,80 Euro für gute Ware. Das ist wie bei den Äpfeln. Für die gute Ware bekommt der Produzent mehr, für schlechtere Qualitäten bekommt er weniger. Wieviel Hektar Kirschenanlagen gibt es momentan im Vinschgau? Die Produktionsfläche liegt derzeit bei rund 45 Hektar. Das Anbaugebiet erstreckt sich mittlerweile über den gesamten Vinschgau, die Hauptanbaugebiete sind im Martelltal, auf den Sonnenhängen von Tanas, in Tschengls und im oberen Vinschgau. In den hohen Lagen ist der Kirschenanbau ein zweites Standbein zur traditionellen Viehhaltung. Kirschenanbau ist ein sehr interessanter Bereich und weiter im Aufbau begriffen, allerdings gilt es zu bedenken, dass eine Kirschenanlage sehr kostenintensiv ist. Die Anlagen müssen zum Schutz gegen Hagel und gegen Regen abgedeckt werden. Zusätzlich haben auch wir das Problem der Kirsches-

Tonnen und gehen im nächsten Jahr in Richtung 600 Tonnen. Die mittelfristige Planung liegt bei 1.000 Tonnen. Die ALPE – ein Steckbrief. Mitglieder, Hektar, Ernte... 1980 gegründet, 178 Mitglieder, 70 Mitarbeiter. 17 Jahre Kooperation mit der OVEG bis zum 31.07.2014. Wir haben einen kleinen Beitrag geleistet, dass sich der Obstbau im Einzugsgebiet der OVEG entwickelt hat. In den 17 Jahren hat sich sehr viel getan, sei es bei den Konsumenten, als auch bei den Genossenschaften. Seit dem 1. August 2014 arbeitet die OVEG selbständig. Aufgrund der Reduktion der Verarbeitungsmengen mussten wir uns an die neuen Rahmenbedingungen anpassen. Wir haben ein Organisationsentwicklungsprojekt erarbeitet und umgesetzt. Natürlich haben wir auch Personal abbauen müssen, in Zusammenarbeit mit der OVEG konnte aber eine Lösung gefunden werden, dass niemand ohne Arbeitsplatz geblieben ist. Das war uns wichtig, denn wir sind uns unserer sozialen Verantwortung sehr wohl bewusst. Und was die Ernte betrifft? Wir als ALPE rechnen heuer mit knapp 4.000 Waggon Obst und

Gemüse. Das Gemüse ist mengenmäßig im Rückgang begriffen. Der Vinschgau ist der größte Produzent von Sommerblumenkohl in Italien. Unsere Zielsetzung ist es, auch weiterhin Marktführer zu bleiben. Hierfür müssen wir die derzeitigen Mengen halten bzw. wieder ausbauen. Ein Auszahlungspreis von 45 -50 €-Cent pro Kilo Blumenkohl ist ein Preis, der verhältnismäßig gute Erträge gewährleistet, zumal die Investitionskosten bei Gemüse relativ niedrig sind. Die heutigen Obstproduzenten von Schlanders aufwärts haben sich den Obstbau zu einem guten Teil mit den Erlösen aus dem Blumenkohl finanziert. Deswegen wundere ich mich, dass im Obervinschgau nicht größeres Interesse für den Anbau von Blumenkohl vorhanden ist. Sind die Obervinschger Bauern beratungsresistent? Das kann ich nicht beurteilen, aber ich sehe im Anbau von Blumenkohl gute Möglichkeiten, die Betriebe im oberen Vinschgau mit einem tragbaren finanziellen Risiko in Richtung Obstbau zu entwickeln. Auch für uns als Vermarkter wäre es wichtig, die derzeitigen Mengen zu halten bzw. weiter auszubauen. Je niedriger die Erntemengen sind, desto weniger Kontinuität haben wir und das kann ein großer Wettbewerbsnachteil werden. Positiv sehe ich hingegen die Entwicklung in Martell, der Blumenkohl-Zuwachs kompensiert uns zum Teil den Mengenrückgang in den anderen Anbaugebieten. Ein Blick in die Zukunft: Welche Investitionen stehen an? Die nächsten Schritte werden die Erneuerung der Sortiermaschine, die Weiterentwicklung der Verpackungsanlagen und die weitere Aufstockung der Lagerkapazitäten sein. Ein Hochregallager? Wir haben bereits seit zwei Jahren ein vollautomatisches Hochregallager, in dem wir die für den Versand abgepackte Ware lagern. Wenn Sie die Hochregallager für sortierte Ware ansprechen, so ist dies derzeit für die ALPE kein Thema, da die obengenannten Investitionen Priorität haben.


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pr-info Betriebsheftservice

Betriebsheftservice: Bewährtes hält länger Kunden dürfen sich zurücklehnen: Bereits seit sechs Jahren ist Dr. Stefan Gritsch vom Betriebsheftservice marktführend im Angebot des Digitalisierens des landwirtschaftlichen Betriebsheftes. Und auch was die Kundenzufriedenheit anbelangt, liegt das Konzept „Betriebsheftservice powered by WinFarmer“ im Spitzenbereich. Doch nun der Reihe nach. Seit dem vergangenen Jahr ist das Digitalisieren des landwirtschaftlichen Betriebsheftes im Einzugsbereich der ViP. Pflicht. Jeder Landwirt muss seine Aufzeichnungen in digitaler Form abwickeln und diese auch vorweisen können. Stefan Gritsch ist als einer der ersten Anbieter dieser Digitalisierungs-Dienstleistung – dem Original-Betriebsheftservice – Pionier auf diesem Gebiet. Schon viele Jahre befasst er sich mit dem Thema der digitalen Aufzeichnung von landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Vor

sechs Jahren baute Gritsch dann den ersten Digitalisierungsdienst auf und erkannte im Winfarmer-Konzept jene Software, die seinen Vorstellungen eines idealen und starken Software-Anbieters gerecht werden konnte. Gritsch eignete sich Winfarmer kurzerhand an und man wuchs zum Team zusammen. Zur Info: Hinter Winfarmer steht die Firma Novasys aus Salurn. Das Konzept Winfarmer ist nach Jahren der Optimierung und Weiterentwicklung ein sehr mächtiges, einfach zu bedienendes und kompetentes Programm auf dem Gebiet des digitalen Betriebsheftes. Die Vorteile des Programms liegen auf der Hand: Es ist klar und übersichtlich aufgebaut, die Daten können fortlaufend und schnell eingegeben und unkompliziert ausgewertet werden. Wer ohne PC ist oder die digitalen Aufzeichnungen nicht selbst erledigen will, der gibt die Aufzeichnungen einfach in die

Hände von Stefan Gritsch und Winfarmer. Auf beide ist Verlass. Die Aufzeichnungen können in Papierform, also schriftlich, per Brief oder auch per E-Mail gemacht werden, mit dem OriginalBetriebsheftservice werden alle Daten dann seriös und schnell verarbeitet. Zahlreiche Kunden vertrauen bereits seit sechs

Jahren Stefan Gritsch und Winfarmer. Stamm- und Neukunden sind gleichermaßen überaus zufrieden mit der DigitalisierungsDienstleistung: dem Betriebsheftservice Gritsch. Das hat zwei Gründe: Stefan Gritsch kann als Pionier auf dem Gebiet der digitalen Aufzeichnungen auf einen unvergleichlichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Zum Zweiten ist er selbst Landwirt und mit der Praxis eines landwirtschaftlichen Betriebs bestens vertraut. Natürlich drängen durch die Pflicht der Digitalisierung Konkurrenzprodukte und Konkurrenzdienstleister - auch billige Nachahmer – auf den Markt. Doch zu guter Letzt zählen langjährige Erfahrung und nicht billiges Kopieren. Stefan Gritsch zählt jedenfalls auf einen zufriedenen Kundenstock: Von Junglandwirten bis hin zu älteren Landwirten. Denn Original bleibt Original und Bewährtes hält eben länger... (ap)


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Spezial Auto

Die Berge sind schon angezuckert: Der Winter steht vor der Tür. Angebote, Neuerungen und Informatives haben wir hier in diesem Sonderthema für Sie zusammengestellt. von Angelika Ploner

Neuerungen

bei Führerscheinverlängerung geben werden. Der Grund dafür ist, dass alle Daten noch vor der ärztlichen Visite kontrolliert werden müssen, u. z. ob sie im System richtig erfasst sind. Das gilt für die Kategorie B... Richtig. Für die Kategorien C, D, E und BCAP muss zusätzlich vorab vom Hausarzt ein Anamnese-Zeugnis erstellt werden. Herr Trojer, was müssen Autolenker, die den Führerschein verlängern wollen, wissen? Manuel Trojer: Jeden Donnerstag von 18 bis 20 Uhr finden hier im Sitz der ServiceAgentur bei der Bushaltestelle in Schlanders die ärztlichen Visiten statt. Die Terminvereinbarung kann telefonisch gemacht werden. Die dafür nötigten Dokumente sind Ausweis, Steuernummer (Sanitätskarte), Führerschein und ein Passfoto. Aber ! Achtung diese müssen vorab – mindestens einen Tag – persönlich, per Fax oder per E-Mail bei mir hier in der Agentur abge-

Abseits der Führerscheinverlängerungen, welche Dienste bietet die Service-Agentur noch an? Die Service-Agentur ist ein Sammeldienst für Autoangelegenheiten jeder Art. Zudem bieten wir arbeitstechnische Untersuchungen für Betriebe, Arbeitsund Rechtsmedizin, Arbeitsschutz- und Risikobewertungen und natürlich Führerscheinverlängerungen der verschiedenen Kategorien an. Nur die Autosteuer kann nicht mehr hier in der Agentur einbezahlt werden.

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Die Öffnungszeiten der Service-Agentur: Mo - Fr von 9 – 12-30 Uhr, Mo, Mi, Do von 14:30 – 17:30 Uhr. Sitz: Andreas-Hofer-Straße 6A, Tel. 0473 62 15 38 Mobil 366 36 37 271


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1a autoservice Garage Rinner ist jetzt auch in Latsch. Dieser inhabergeführte KFZ-Betrieb mit 7 Mitarbeitern, 7 Hebebühnen, Revisionszentrum für Auto, Motorrad, Scooter, Dreirad und Quad bietet Autofahrern aller Marken einen perfekten und reibungslosen Rundumservice. Vor allem wenn der Neuwagen die Hersteller-Garantie hinter sich hat, nutzen immer mehr Autobesitzer Serviceleistungen von Meisterbetrieben wie dem 1a autoservice Garage Rinner in Latsch. Hier werden alle Marken und Fabrikate repariert und gewartet. Das Ziel ist klar: Jeder Autobesitzer hat ein Interesse, dass sein Automobil von professioneller Hand betreut wird – und das zu einem fairen Preis. Zeitwertgerechte Instandsetzung ist das Stichwort! 1a autoservice Meisterwerkstätten bieten professionelle Reparaturen, Wartungsarbeiten (bei uns mit Mobilitätsservice), Auf-, Um- und Nachrüstungen für alle Hersteller und Typen. 1a autoservice Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Schulungen teil und bilden sich kontinuierlich weiter. Dank moderner Werkstattausrüstung und Diagnosegeräten werden auch Fahrzeuge der neuesten Generation 1a repariert und gewartet. Machbar ist dies durch das 1a autoservice Mehrmarken-Systemkonzept, das den angeschlossenen Betrieben das erforderliche Know-how der Hersteller und Erstausrüster, die optimale Werkstattausstattung sowie eine erstklassige Teileversorgung rund um die Uhr (Nachtversand und Samstagvormittag) sichert. Diese erfolgt direkt aus den modernen Logistik-Zentren der Bosch-Vertragsgroßhändler. Über 1.500 Betriebe umfasst das 1a autoservice Netz in Südtirol, Österreich und Deutschland. w.go1a.com

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Der Wintercheck

kstelle, n Harry’s Tan Servicetipp vo aatstraße in Latsch. St direkt an der

steht an ....

Der Winter hat sich bereits angekündigt in den vergangenen Tagen und einen Vorgeschmack darauf geboten, was Autofahrerinnen und Autofahrer erwartet. Eisige Temperaturen, Streu- oder Flüssigsalz, Frost: „Natürlich steht Winterreifen aufziehen an erster Stelle“, sagt Harald Trafoier von Harry’s Tankstelle in Latsch. Die richtige Adresse ist Harry’s Tankstelle - direkt an der Vinschger Staatsstraße gelegen - auch für jene, die ihre vorhandenen Autoreifen professionell montiert wissen wollen. Zu einem ordentlichen

Wintercheck gehören aber noch eine Reihe von weiteren Vorkehrungen: Ob das nun die Vorbereitung der Kühl- und Scheibenwaschanlage auf den bevorstehenden Winter ist oder die Kontrolle der Bremsen und der Batterie. Mit attraktiven Angeboten sind Kundinnen und Kunden bei Harry’s Tankstelle gut bedient: Eine kurze Terminvereinbarung genügt. Und: In der Waschanlage von Harry’s Tankstelle kann zudem – auf Wunsch – ein Schutzwachs aufgetragen werden.

Pflicht für Neuwagen: Das Reifendruck-Kontrollsystem

Autos ab 1. , die für neue kkontrollDie Regelung uc dr 14 Reifen November 20 reibt, geht auf eine ch systeme vors zurück. Laut Statistik g EU-Verordnun os mit zu niedrigem ut A e el vi emswege fahren verlängert Br Luftdruck. Das t die Verkehrssicherhtig n Schadund beinträc m erhöht es de heit. Außerde . stoffausstoß

Zu tiefer Reifendruck schadet. Einmal führt das zu einem Mehrverbrauch an Kraftstoff, zum anderen auch zu erhöhtem Reifenverschleiß und einer schwammigen Straßenlage. Um reifenbedingte Unfälle zu vermeiden, beschloss die EU das Reifendruck-Kontrollsystem, kurz RDKS als Pflicht einzuführen. Seit einem Jahr, also seit November 2014 gilt dies nun für alle neu zugelassenen Autos. Wenn das Fahrzeug älter ist, besteht keine Nachrüst-Pflicht. Man unterscheidet zwischen direkten und indirekten Systemen. Beim direkten Reifendruckkontrollsystem (RDKS) werden die Sensoren direkt in den

Felgen verbaut und ermitteln permanent den Druck und die Temperatur. Dies hat zur Folge, dass bei Felgenwechsel oder Neukauf, auch die Sensoren mit eingebaut werden müssen, da sich das System nicht mehr abschalten lässt. Welches System konkret verbaut wurde, ist nicht immer leicht herauszufinden.

TIPP: Neben einer großen Auswahl an Reifen und Felgen beraten wir Sie auch zu den beiden RDKS - Systemen gerne. Servicetipp von Transalbert in Schluderns.


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Unterbodenschutz

und Hohlraumversiegelung

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Die Investition lohnt sich in jedem Fall und „wird immer mehr angenommen“, sagt Manuel Thaler, Junior-Chef der Karosserie Wetha. Die Rede ist von der sogenannten Hohlraum- und Unterbodenversiegelung bei Neuwagen. Zu allen Jahreszeiten ist das Auto Schmutz und Nässe ausgesetzt, die von unten in die Karosserie eindringen. Doch besonders vor dem Winter ist Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung ein Thema. Denn in den Hohlräumen halten sich schädliche Feuchtigkeit, Straßenschmutz und Streusalz lange und sorgen mit der Zeit für Durchrostungen. „Vor allem das Flüssigsalz, das auf der Straße im Winter immer mehr zum Einsatz kommt, richtet großen Schaden an“, erklärt Manuel Thaler, „das Flüssigsalz ist sehr aggressiv.“ Fahrzeuge rosten demnach von innen nach außen. In den Hohlräumen und unter dickem Unterbodenschutz herrschen die besten Voraussetzungen für Korrosion und Rost. „Mit einer Hohlraumversiegelung beugt man genau diesen Schäden und einer gefährlichen Korrosion vor.“ Durch gut kriechfähige Hemmstoffe entsteht eine haltbare wasserdichte Oberfläche. Sie versiegelt die Hohlräume so, dass kein Straßenschmutz und Salz an das Blech gelangen und ihr Unheil anrichten können. „Wir arbeiten da sogar mit Sonden“, sagt Manuel Thaler, „und versiegeln sämtliche mechanische Anbauteile, wie Achsen, Federn und Stoßdämpfer“. Weil von Seiten der Hersteller immer mehr gespart wird, verliert der aufgetragene Schutz schon nach wenigen Jahren seine Funktion. Ein Unterbodenschutz und eine Hohlraumversiegelung ist deshalb etha Karosserie W eine Werterhaltung Gesehen bei hlanders und eine langfristig in Vetzan, Sc gedachte Investition.

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Nationalpark Stilfserjoch

Wasserfall oder Wasserkraft? Fotos: Wolfgang Platter

Der Ressourcenverbrauch und seine Eindämmung

Die Umbalfälle im Osttiroler Anteil des Nationalparks Hohe Tauern. Unter Landeshauptmann Eduard Wallnöfer wurde in den 1970er-Jahren entschieden, die Wasserfälle nicht hydroelektrisch zu nutzen, sondern als Teil des Nationalparks Hohe Tauern unter Naturschutz zu stellen.

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Johannes Paul II, 22. Oktober 2015

D

ie Nutzung des Gefälles ist eine einfache und naheliegende Form der Energiegewinnung aus Wasserkraft. Der Energieverbrauch von heute 7,5 Milliarden Menschen auf unserem Planeten Erde steigt kontinuierlich. Der Druck auf die erneuerbaren Energien steigt auch in den Schutzgebieten. Steigend ist auch der

Die Plimaschlucht in Hintermartell mit der neuen Hängebrücke von Arch. Heike und Ing. Siegfried Pohl. Landschaft und Natur sind unser Kapital mit Alleinstellungswert, welches wir unseren Nachfahren erhalten sollen.

Gesamtverbrauch der Ressourcen von uns Menschen. Ein Maßstab für den weltweiten Ressourcenverbrauch ist der sogenannte Welterschöpfungstag. Als Welterschöpfungstag ist jener Tag im Kalender definiert, an welchem die Menschheit die jährlich zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht hat. Im Jahr 2014 war dies der 19. August, d.h. in den nachfolgenden Tagen und Monaten lebte die Weltbevölkerung für den Rest des Jahres auf Kredit auf unserem

Planeten. Der Welterschöpfungstag rückt in den letzten Jahren in seinem Kalenderdatum immer weiter nach vorne. Ein anderes Maß für die Umweltbelastung ist der sogenannte „ökologische Fußabdruck“, ein statistischer Index für den Lebensstandard und Ressourcenverbrauch eines jeden einzelnen Menschen in den verschiedenen Ländern der Erde. Zurück zum Welterschöpfungstag: Im Jahre 1961 hat die Menschheit etwa 74% der Kapazität genutzt und verbraucht, über die


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die Erde verfügt. Oder anders ausgedrückt: Im Jahre 1961 waren zum Jahresende am 31. Dezember nur ¾ der Kapazität verbraucht, ¼ blieb als „Reserve“ für das nächste Jahr übrig; wir lebten damals nicht auf Pump. Wenn unser Raubbau so weiter geht, werden wir noch vor dem Jahr 2050 die Ressourcen von drei Planeten Erde verbrauchen. Die Statistiker für die Bevölkerungsentwicklung sagen uns voraus, dass im Jahre 2050 10 Milliarden Menschen die Erde bewohnen werden. Deren Ernährung durch die Erzeugung von genügend Lebensmitteln wird nicht das Problem sein. Der Hunger in der Welt von heute ist kein Problem der Mengenerzeugung. Vielmehr ist er ein Verteilungs- und Finanzierungsproblem. Es muss uns unbedingt gelingen, die Vernichtung von Lebensmitteln zu verringern. Es gibt Schätzungen, die von einer Vernichtung von bis zu 50% (!!) der weltweiten Lebensmittelproduktion oder in Gewichten von bis zu 2 Milliarden Tonnen pro Jahr ausgehen. Das ist fast ein Kilogramm Nahrung pro Kopf und Tag. Nach neuesten Untersuchungen beanspruchen die produzierten aber nicht verzehrten Lebensmittel rund ein Drittel der weltweiten Agrarfläche. Der Fleischkonsum in den Ländern der „reichen“ Welt ist eine weitere Ursache für den Hunger in den Ländern der sogenannten „Dritten“ Welt. Es gibt einen Teufelskreis zwischen „Teller“ und „Trog“. Auf den Agrarflächen der Entwicklungsländer wird das Getreide angebaut , das wir in der „reichen“ Welt als Viehfutter für unseren hohen Fleischkonsum verfüttern. Der globale Fleischkonsum hat sich in den letzten sechs Jahrzehnten von rund 44 Milliarden Tonnen (1950) auf rund 300 Milliarden Tonnen (2011) knapp versiebenfacht. Bis 2050 soll er nochmals auf über 460 Milliarden Tonnen ansteigen. Jede Sekunde werden auf unserem Globus 1.900 Tiere geschlachtet, um den Fleischkonsum jener zu befriedigen, welche es sich finanziell leisten können. Der Verbrauch an Landflächen, an Energie und an Wasser zur Umwandlung von pflanzlichen in tierische Lebensmittel ist enorm. Nach Berechnungen der Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) könnten mit diesen Umwandlungskalorien von pflanzlichen in tierische Lebensmittel theoretisch 3,5 Milliarden Menschen ernährt werden. Es gibt noch einen weiteren Teufelskreis zwischen „Teller“ und „Tank“. Die Pro-

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duktion von Agrartreibstoffen für unsere motorbetriebenen Fahrzeuge verbraucht wertvolle Agrarflächen und entzieht diese der Erzeugung von Nahrungsmitteln. Die Erzeugung von Biotreibstoffen verstärkt die Rodung von tropischen Regenwäldern, führt zu Land Grabbing (Landraub) als Neuauflage überwunden geglaubter Praktiken des Kolonialismus von Konzernen aus den wohlhabenden Ländern in den Entwicklungsländern. Einmal einen Groß-PKW (SUV) volltanken, verbraucht ungefähr so viel Getreide wie ein Mensch in einem Jahr zum Sattessen (sic!) verbraucht. Hunger hat heute auch mehrere politökonomische Ursachen. Eine dieser Ursachen sind die Agrarsubventionen. Nach Angaben von Jan Ziegler haben die Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahre 2010 ihre Agrarbetriebe mit 349 Milliarden US-Dollar finanziert. Diese Unterstützung hat enorme Auswirkungen auf die Bäuerinnen und Bauern weltweit, vor allem auf die kleinen Selbtsversorgerbetriebe in armen Ländern. Das gesamte Preis- und Produktionsgefüge wird enorm beeinflusst. Eine Einordnung in Zahlen: Das Welternährungsprogramm hatte 2012 ein Budget von rund 2,8 Milliarden Dollar zur Verfügung, also nicht einmal ein Hundertstel (!!) der OECD-Subventionen.

Der weltweite Energieverbrauch nach Ressourcen Weltweit wurde Energie im Jahre 2011 erzeugt zu • 31,4% aus Erdöl • 28,9% aus Kohle • 21,3% aus Erdgas • 9,9% aus Biomasse • 5,2% aus radioaktiven Energieträgern • 2,3% aus Wasserkraft • 1,0% aus der Nutzung von Wind, Sonnenlicht und Erdwärme.

Die Zunahme von Kohlendioxyd in der Erdatmosphäre Durch unseren steigenden Lebensstandard und Energieverbrauch ist das Treibhausgas Kohlendioxyd in der Erdatmosphäre seit der Industriellen Revolution und der Einführung der Verbrennungsmotoren von 290 Teilchen pro Million (ppm) auf heute 389 ppm angestiegen. Die Erde schwitzt. Das Klima verändert sich. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die bodennahe Luft im weltweiten

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Durchschnitt um 0,8 Grad Celsius erhöht. Im Alpenbogen ist die Erwärmung gegenüber dem globalen Trend sogar noch deutlich verstärkt: Die Jahresdurchschnittstemperatur ist im Vergleichszeitraum um +2° C angestiegen. Bei „Weiter-so-Szenarien“ könnte die kontinuierlich steigenden Emissionen die Treibhauskonzentration in der Atmosphäre bis im Jahre 2050 auf 685 ppm in die Höhe steigen, mit der Wahrscheinlichkeit einer daraus folgenden Erwärmung um 3 bis 6°C. Es lässt sich berechnen, wie groß der bisherige Beitrag einzelner Länder zur Erderwärmung war. Ja es werden sogar schon Ranglisten erstellt, die zeigen, wie stark einzelne Länder in den vergangenen 200 Jahren zur Erderwärmung beigetragen haben. Sieben Staaten (USA, China, Russland, Brasilien, Indien, Deutschland und Großbritannien) haben demnach historisch mehr als 60% der CO2-Emmissionen zu verantworten.

Weltweite Solidarität gefragt Um in der Klimapolitik als einer der größten Herausforderungen der gegenwärtigen und zukünftigen Politik, Erfolg haben zu können, müssten wir uns von der bisherigen Art des Wirtschaftens, bis hin zum Ernährungssystem, über weite Strecken verabschieden. Im Dezember 2015 soll es in Paris einen neuen Versuch geben, durch ein neues Klimaabkommen Wege zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft einzuschlagen. Es wäre zu hoffen, dass dem „homo sapiens“, als den wir uns Menschen selbst benennen, dies gelingt. Oder bleibt im homo sapiens der Zug des „homo oeconomicus“ zu dominant?

INFO

Wer vertiefend weiterlesen möchte, dem sei das hervorragende Buch der Innsbrucker Statistiker und Universitätslehrer Josef Nussbaumer, Andreas Exenberger und Stefan Neuner empfohlen: „Leidenswege der Ökonomie“, 2015 im STUDIA Universitätsverlag erschienen. Diesem Buch habe ich die im obigen Text wiedergegebenen statistischen Daten entnommen


44 /Sport/

Vinschgerwind 21-15

22.10.15

Berglauf: Streckenrekord bleibt bestehen Foto: Sarah Mitterer

Die heurige Siegerzeit von 47.33 Minuten liegt vier Minuten und 20 Sekunden über dem Streckenrekord. Aufgestellt wurde dieser im vergangenen Jahr von Thomas Niederegger. Der Stilfser überquerte damals die Ziellinie in einer Fabelzeit von 43.14 Minuten. (sam)

Der Berg rief…

Fotos: Sarah Mitterer

… und 68 passionierte Bergläufer aus allen Ecken des Landes folgten diesem Ruf im den Kampf um die St. Martiner Bergkrone. Zum bereits 24. Mal wurde der Berglauf von Latsch nach St. Martin im Kofel ausgetragen. Bei den Herren ging der Gesamtsieg an den Vinschger Oswald Weisenhorn. Edeltraud Thaler erreichte als schnellste Frau das Ziel, das sich auf einer Höhe von 1.740 Metern befand.

Oswald Weisenhorn überquerte als Erster die Ziellinie

Von Sarah Mitterer

D

ie Geschichte des St. Martiner Berglaufs, der sich zu einem Klassiker in der Südtiroler Berglaufszene entwickelte und zu den ältesten im Lande zählt, reicht bis in die 50er Jahre zurück. Seit 1991 wird das Event, das gemeinsam vom ASV Latsch und dem LAC Vinschgau organisiert wird, jedes Jahr ausgetragen. Um 9.45 Uhr fiel auf dem Lacusplatz der Startschuss zur 24. Auflage, knapp 47 Minuten später überquerte der erste Läufer die

Ziellinie bei der St. Martiner Bergstation. Die abwechslungsreiche Strecke, auf der man anspruchsvolle Anstiege zu bewältigen hatte, verlangte den Teilnehmern alles ab. Sie führte durchs „Zelim“, über die Annenberger Böden, Ratschill und schließlich zur Bergstation von St. Martin. 6,2 Kilometer und 1100 Höhenmeter galt es hinter sich zu lassen. Gleich 33 Läuferinnen und Läufern gelang es, unter der magischen Schallmauer von 1 Stunde zu bleiben. Und das

trotz schwerer Bedingungen. Der Regen in der Nacht hatte seine Spuren hinterlassen: der Weg war teils rutschig und matschig, weshalb besondere Vorsicht an einigen Passagen galt. Aufkommender Nebel erschwerte den Bergläufern zudem den Aufstieg. Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein Kampf nicht nur gegen die Uhr, die Konkurrenz und sich selbst, sondern auch gegen die Natur und ihre Launen. Als der Führende, der Lokalmatador Oswald Weisenhorn, nach 47.33 Minuten die

Ziellinie überquerte, ließ sich endlich die Sonne blicken. Für den 45-jährign war es der zweite Sieg am Sonnenberg, knapp elf Jahre zuvor eroberte er zum ersten Mal die Bergkrone. Mit fast einer Minute Rückstand kam Roland Osele ins Ziel, den dritten Rang sicherte sich Thomas Holzer. Bei den Frauen war es wie im Vorjahr wieder ein Zweikampf zwischen der Vinschger Titelverteidigerin Anna Pircher und Edeltraud Thaler. In diesem Jahr setzte sich Thaler durch: nach 55.33 Minuten überquerte die 49-Jährige als schnellste Frau die Ziellinie. Pircher musste sich mit Platz zwei begnügen. Eine beachtliche Leistung zeigten die beiden ältesten Läufer im Teilnehmerfeld: der Latscher Josef Marsoner (Jahrgang 1942) erreichte nach 1:36.26 Stunden das Ziel, der um ein Jahr ältere Lino Zanet konnte sich nach 1:47.32 Stunden feiern lassen.

Edeltraud Thaler, die schnellste Dame im Teilnehmerfeld


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Vinschgerwind 21-15

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Spinnkurs im Kloster Marienberg Erleben und erlernen Sie selbst die alte Tradition des Spinnens. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Referentin: Eller Maria Wann: Fr/Sa, 6./.7.11.15 – 13./14.11.15 – 20./21.11.15 je 14.00 – 18.00 Uhr Anmeldung: Tel. 0473 843989, info@marienberg.it Anmeldeschluss: 3 0.Oktober 2015

Weiterbildung Info unter Tel. 0473 73 79 05 – www.schlanders.berufsschule.it

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Referenten: Fachreferenten Zeitraum: Mo, 09.11.2015 – Mo, 21.12.2015 Dauer: 40 Stunden, montags und mittwochs 19 – 22 Uhr

Schweißen – Grundkurs

Elektro-MAG und WIG-Schweißen Referent: Fachreferent Zeitraum: Fr, 20.11.2015 – Sa, 05.12.2015 Dauer: 33 Stunden, freitags 16 – 20 Uhr und samstags 8 – 16 Uhr

Sicherheitskurs für Arbeitgeber (niedriges, mittleres, hohes Risiko) Referent: versch. Fachreferenten Zeitraum: 11.01.2016, 12.01.2016, 19.01.2016, 20.01.2016, 28.01.2016, 29.01.2016, jeweils 8.30 – 17.30 Uhr Dauer: n iedriges Risiko: 16 Stunden, mittleres Risiko: 32 Stunden, hohes Risiko: 48 Stunden

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Anmeldung: Landesberufsschule Schlanders, Protzenweg 8/a, 39028 Schlanders Fax: 0473/737949, E-mail: lbs.schlanders@schule.suedtirol.it


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Vinschgerwind 21-15

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unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

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Vinschgerwind 21-15

22.10.15

Jahrestag/Danksagungen

Stellenmarkt

Vor 24 Jahren hat dich Gott gerufen. Oft stehen wir an deinem Grab.

24. Jahrestag

Osmund Zischg *05.12.1972 † 09.10.1991 Stilfs

Osmund, dankbar für die schöne Zeit, die wir mit Dir verbringen durften. In Liebe denken wir an Dich bei der hl. Messe am 26. Okt. um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche Stilfs. Danke allen, die daran teilnehmen. Deine Eltern Oswald und Serafina, deine Brüder Reinald und Harry mit Fam.

140 Jahre Freude am Bauen! Als traditionelle und angestammte Unternehmung suchen wir als Verstärkung unseres Teams ab sofort oder nach Vereinbarung einen:

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mit mehrjähriger Erfahrung.

Die Trauerfamilie

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Christl Niederholzer Valentin * 27.03.1949 † 05.10.2015 Glurns Wir möchten uns für all die tröstenden Worte und Beileidsbekundungen bedanken. Uns ist es ein großer Trost zu wissen, wie geschätzt meine geliebte Ehefrau, unsere Mutter und Nana war. Dankbar schauen wir auf die vergangenen Jahre zurück, die von Liebe, Zuneigung und Harmonie geprägt waren. Wir hatten das Glück sie zu kennen, von ihr zu lernen und mit ihr lachen zu können. In unseren Herzen lebt sie weiter. Die Trauerfamilie Hartmann, Sabine, Georg und Ulrike

Jahrestag/Danksagungen Lieber Tata, zusammen beten wir für Dich am Sonntag, 25. Oktober um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mals. Danke allen, die das Grab besuchen, am Jahrtag mit uns beten und dich auch weiterhin in lieber Erinnerung behalten. In Liebe und Dankbarkeit Deine Familie

3. Jahrestag

Kurt Waldner

* 24.12.1936 † 22.10.2012 Mals Du bist nicht mehr da, wo Du warst, aber Du bist überall, wo wir sind.


22.10.15

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Vinschgerwind 21-15

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22.10.15

Jahrestag/Danksagungen Jeder Abschied ist ein Sonnenuntergang. Tröstende Worte sind wie Sonnenstrahlen, die den Weg in unsere Traurigkeit finden und Licht und Wärme ins Herz tragen.

Max Wieser Schmied-Max Schmiedemeister i.R.

* 14.8.1927 † 13.09.2015 Schlanders Es ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren, aber es gibt Kraft zu erfahren, wie viel Liebe, Freundschaft und Achtung ihm entgegen gebracht wurde. Danke für die vielen Beileidsbekundungen, gesprochen oder geschrieben, für die vielen Kerzen, Blumen und Spenden, für jeden Händedruck sowie jede Umarmung mit tröstenden Worten. Ein besonderer Dank gilt dem Notfallteam, Dr. Kurt Habicher und den Sprengelschwestern. Die Trauerfamilie

† 13.10.2005 † 26.10.2009 Liebe Eltern, in Dankbarkeit und Liebe denken wir zurück und danken Gott für die schöne Zeit mit euch! Besonders denken wir am Sa. 24. Okt. um 19.00 Uhr bei der Hl. Messe in der Pfarrkirche von Latsch an euch. Die vier Töchter mit Fam.

Manchmal bist du in unseren Gedanken immer in unserer Mitte für ewig in unseren Herzen. 1. Jahrestag

Ludwig Obwegeser * 15.04.1927 † 30.10.2014 Schluderns

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich, bei der hl. Messe am Samstag, den 31. Oktober um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns. Danke an allen, die daran teilnehmen und unseren Tata in lieber Erinnerung behalten. Deine Kinder mit Familien

2. Jahrestag

David Astner Cino

*05.05.1986 † 0 1.11.2013 Schluderns

2. Jahrestag

Sebastian Conrad *13.08.1929 † 18.10.2013 Müstair

Brief aus dem Himmel An meine geliebte Familie, etwas, das ich euch sagen möchte. Als erstes sollt ihr wissen, ich bin gut angekommen. Ich schreibe euch vom Himmel, wo ich bei Gott wohne. Wo es keine Tränen der Trauer mehr gibt, nur ewige Liebe. Bitte seid nicht unglücklich, nur weil ich nicht mehr da bin. Denkt daran, dass ich jeden Tag bei euch bin und mich um euch sorgen werde. Und wenn ihr die sanfte Brise oder Wind auf eurem Gesicht fühlt, das bin ich , der euch fest drückt und sanft umarmt! In Gedenken an unseren geliebten Vater. Fam. Barbara Conrad Ruinatscha

Viele gingen viel zu früh... Oder sie gingen einfach so... Wenn wir den Himmel anschauen gefällt uns der Gedanke, dass sie uns ansehen... Oft erinnern wir uns an sie... Am Morgen... In der Nacht, wenn wir die Sterne ansehen... Ein Datum... Ein Lied... Ein Ort... Ein Geruch... Lieber David, du bist da und doch so weit, weit weg…. Hoi Cino, du fahlsch ins. Wir denken ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Samstag, den 31. Oktober um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns. Danke allen, die daran teilnehmen und unseren David in lieber Erinnerung behalten Deine Lieben


22.10.15

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Hansjörg Elsler TERMINE Fr, 13.11.2015 UHRZEIT 08.30 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT GWR Spondinig Kursbeitrag 100 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 09.11.2015

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Erwin Folie Mo, 09.11., Di, 10.11., Do, 12.11.2015 19.30 Uhr – 23.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen OSZ Mals 80 Euro Do, 05.11.2015

Erste Hilfe im Rahmen der Arbeitssicherheit

Alles Holz. Die Holzwerkstatt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. REFERENT/IN

Erich Wallnöfer und Martina Thanei TERMINE Fr, 20.11. – Fr, 11.12.2015 (jeweils Fr) UHRZEIT 16.00 Uhr – 19.30 Uhr, insgesamt 4 Treffen ORT Laas, Mittelschule Kursbeitrag 76 Euro (mit Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Di, 17.11.2015

Freizeit

Desserts aus regionalen Zutaten REFERENT/IN

TERMINE UHRZEIT ORT Kursbeitrag ANMELDESCHLUSS

Beruf

Erwin Folie Di, 24.11. – Fr, 27.11.2015 19.30 Uhr – 23.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen OSZ Mals 80 Euro Do, 19.11.2015

Auffrischungskurs Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer (D.LGS. NR. 81 VOM 09.04.2008) REFERENT/IN

Johann Unterthurner TERMINE Mi, 25.11.2015 UHRZEIT 08.30 Uhr – 15.30 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT GWR Spondinig Kursbeitrag 75 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 19.11.2015

Info – Anmeldung:

Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it REFERENT/IN Ausbilder unter Aufsicht eines Arztes – WK Bozen Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

(Betriebe gemäß Klassifizierung A)

TERMINE Fr, 20.11. + Sa, 21.11.2015 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT Fr, 08.00 Uhr – 17.00 Uhr, Sa, 08.00 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Feuerwehrhalle Prad am Stilfserjoch Kursbeitrag 195 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 09.11.2015

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