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Vinschgerwind ausgabe 21-13

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

„Unerschrocken für Steuer-

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17.10.13

Inhalt

Vinschgerwind 21-13

/inhalt/ 3

Kommentar Kommt es zu einer Streitbeilegung beim Strom?

Alkohol-Schaufenster beim M-Preis in Schlanders

Seite 6

Seite 5

Schlanders: Bauern sind wütend

Seite

4

Schlanders/Göflan: Staatsrat entscheidet - nix Gemeindestraße

Seite

4

Schnals: Hohe Investitionen

Seite

5

Rom/Vinschgau: Unverbesserliches Italien

Seite

8

Vinschgau: Die schönsten Hochzeitsbilder - Sieger stehen fest

Seite

9

Kortsch/Vetzan: Die kleinen Gärnter der Grundschule Kortsch

Seite 10

Stellungnahmen und Leserbriefe

ab Seite 11

Vinschgau/Schlanders: So klingt die Welt

Seite 14

Naturns: Ein Blick zurück - Buch von Helmuth Rechenmacher

Seite 14

Aus dem Gerichtssaal: Marmor - eine unendliche Leidensgeschichte

Seite 16

Menschen: Das Velomobil von Alexander Wallnöfer aus Prad

Seite 17

Vinschgau: Frisch gebackene SozialbetreuerInnen

Seite 18

Reschen/Graun/Marienberg: Besuch im Bunker

Seite 22

Laatsch: Einzigartiger Schatz im Pfarrarchiv

Seite 22

Sonderthema: Auto, Technik und Haushalt

ab Seite 30

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Wahlfieber Wer ist denn im Wahlfieber? Wenn überhaupt, dann sind es jene, die sich in den Landtag wählen lassen wollen. Die Landtagskandidaten und -kandidatinnen also. Und von denen auch längst nicht alle. Bei den Bürgern, bei den Wählern, spüre ich jedenfalls kein Wahlfieber. Bei mir auch nicht. Politische Umfragen sollen das Wahlfieber ankurbeln, sollen die Befindlichkeit in der Bevölkerung darstellen. Die ff hat eine solche Umfrage machen lassen, der Sender Bozen auch. Und das Ergebnis? Die SVP verliert möglicherweise die absolute Mehrheit, die Freiheitlichen stagnieren, die Grünen und die Süd-Tiroler Freiheit könnten mehr Stimmen als beim letzen Mal erhalten. Dabei steht tatsächlich ein gravierender Polit-Wechsel bevor. Von einem solchen ist auch in den Umfragen nicht wirklich etwas herauszulesen. Im Gegenteil. Allem Anschein nach geht es der Südtiroler Bevölkerung dermaßen gut, dass ein Wechsel, in welcher Form auch immer, nicht in Frage kommt. Kühler Kopf statt Wahlfieber?

Nr.

1

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Nr.

18

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Auftraggeber: Die Freiheitlichen (Freiheitliche Partei Südtirol) vertreten durch Obfrau L. Abg. Ulli Mair

System brechen. Freiheitlich wählen! Nr.

2

ULLI MAIR


4 /politik/

Vinschgerwind 21-13

Tür zu

Schlanders

Wütende Bauern

D

ieter Pinggera ist vorsichtig: „Miar liegt nichts daran, Öl in die Sache zu gießen.“ Die Sache, die der Schlanderser Bürgermeister meint, ist die Anbindung der Fraktion Vetzan an den Hauptort Schlanders. Geplant ist ein Fuß- und Radweg, dessen umstrittene Trasse vom Sportplatz Schlanders die Staatsstraße entlang bis nach Vetzan führen würde (um die Tankstelle herum). Seit über 15 Jahren ist die Anbindung geplant. Aus dem Ansinnen, bereits 2004 unter Johann Wallnöfer in den Bauleitplan eingetragen, ist bislang nichts geworden. Nun soll unter die ewige Diskussion ein Ende gesetzt werden. Trotz massivem Widerstand. Denn der Kulturgrund von neun Schlanderser Bauern müsste der Trasse weichen. Diese wollen von einer Doppelnutzung – Traktorweg und Rad- und Fußgängerweg – nichts wissen. Wenn künftig Radfahrer den Weg entlang brettern, wenn gedüngt, beregnet oder geerntet wird, bringe das nur Probleme. Auch sicherheitstechnische. Und man verliert an Fläche. Fakt ist, dass es in den vergangenen Wochen und Monaten und vor allem bei den jüngsten Sitzungen zu harten Konfrontationen kam. Nun arbeitet der Bauernbund an einem Kompromiss. Was passiert, wenn dieser nicht gefunden wird, darüber schweigt sich Pinggera aus. Er hofft auf eine Einigung. Denn zu einer Zerreißprobe zwischen Arbeitnehmern und Bauern soll es nicht kommen. Vor allem nicht im Hinblick auf die nächsten Gemeinderatswahlen. (ap)

Wind - online

75,6 % (68 Stimmen)

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Wie werden Sie sich bei den Landtagswahlen verhalten? (90 abgegebene Stimmen)

Neue Umfrage: Wäre es gut, wenn LH Luis Durnwalder noch den Stromstreit mit dem Vinschgau lösen könnte?

Ich weiß, welche Partei ich wählen werde.

Ich weiß noch nicht.

16,7 % (15 Stimmen)

Ich gehe nicht zur Wahl.

5,6 % (5 Stimmen)

Ich gebe den Stimmzettel weiß ab.

2,2 % (2 Stimmen)

Steuergeld sitzt locker Schlanders - Während in der vergangenen Woche - trotz Verbotes - vom Göflaner Wantl eifrig Marmorblöcke per LKW zu Tal gebracht worden sind, ist ein erstes - für die Gemeinde Schlanders vernichtendes - Urteil von Seiten des Staatsrates eingetroffen (sh. aus dem Gerichtsaal Seite 16).

9. Oktober 2013: Fahrverbot? Kein Problem - wir fahren trotzdem.

von Erwin Bernhart

T

rotz mehrmals schriftlich ausgesprochenem Fahrverbot vom zuständigen Landesrat für Forstwesen LH Luis Durnwalder, sind in der vorigen Woche Marmorblöcke vom Göflaner Wantl ins Tal gebracht worden. Der Schlanderser BM Dieter Pinggera sagt dazu: „Wir haben diese Transporte nicht angeordnet.“ Er fügt hinzu: „Wer die Transporte bezahlen wird, ist noch nicht ausgemacht.“ Die Marmorsaison am Göflaner Wantl neigt sich dem Ende zu und die Diskussionen darüber gehen wohl alles eher als in den Winterschlaf. Denn vorige Woche sind den Schlandersern zwei Urteilssprüche vom Staatsrat in Rom ins Haus geflattert - mit doppelter Niederlage für die Gemeinde Schlanders: Nicht rechtens, so der Staatsrat sinngemäß, sei das Enteignungsdekret

der Gemeinde, in dem sie dem „Tafratzer“ Johann Gurschler mehrere Grundparzellen enteignen wollte. Und nicht rechtens sei die Umwidmung der Forststraße zum Wantlbruch in eine Gemeindestraße. Alles bleibt also wie gehabt. Die Gemeinde Schlanders hat die Prozessspesen (mind. 5000 Euro) zu zahlen. Pinggera lassen diese Urteilssprüche völlig kalt. Aufgeben wolle man nicht. Denn es gebe ein Schlupfloch, und zwar sei im Urteil drinnen, dass die Umwidmung nicht rechtens war, weil nicht der gesamte Straßenabschnitt im Besitz öffentlicher Körperschaften sei. Es sind dies mehrere Grundparzellen, die dem „Tafratzer“ gehören und der sich einer Enteignung erfolgreich in den Weg gestellt hat. Nun will man auf einem anderen Weg an diese Grundparzellen kommen. Wohl mit Geld. Außer die neue Landesverwaltung lenkt ein und

lässt den Marmor über das 10er Gesetz über den Forstweg transportieren. In Erklärungsnot gerät Pinggera allerdings andernorts. Der Vinschgerwind hat der Gemeindeverwaltung allerhand Versäumnisse vorgeworfen, so auch jenes, dass die vertragliche festgesetzte Aufwertung für den Pachtschilling (140 Euro) und für den Abtransport (60 Euro) bisher nicht gemacht worden sei. Pinggera hat sich gewehrt (Vinschgerwind 20/13), konnte aber die Vorwürfe nicht wirklich entkräften. Denn, wenn der Schlanderser Generalsekretär Georg Sagmeister, der es wissen muss, als Göflaner Fraktionssekretär am 14. März 2013 in einem Beschluss der Eigenverwaltung Göflan festhält, dass „zur Zeit ein Pachtschilling einschließlich Transportgeld von Euro 200 pro m3 Marmor“ gilt, wer hat dann wohl nicht die Wahrheit berichtet?

Foto: Erwin Bernhart

In Verwaltungsräten von privaten, aber öffentlich kontrollierten Körperschaften dürfen künftig keine Politiker mehr sitzen. Dies hat die Landesregierung beschlossen.

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Vinschgerwind 21-13

/politik/ 5

Schlanders

Alkohol-Schaufenster ist vielen Dorn im Auge D

liche ziehen täglich mehrere Male am Alkoholschaufenster in Schlanders vorbei. Im Umkreis von 300 Metern befinden sich Kindergarten und mehrere Schulen. „Wenn es schon Bannzonen für Glücksspielhallen gibt, warum soll man nicht auch ein Lebensmittelgeschäft in die Pflicht nehmen“, fragt Hofer. Die Alkoholsucht ist in Südtirol sehr ausgeprägt und alle haben Verantwortung.

Wenn Jugendliche zur Flasche greifen sind Elternhaus und Schule am machtlosesten. Das zur Schaustellen an alkoholischen Getränken finden längst auch andere Bürgerinnen und Bürger bedenklich. Die Gruppe „Gemeindeorientierte Prävention“ der Gemeinde Schlanders, die im Rahmen des Bildungsausschusses arbeitet, hat sich in Anwesenheit von Vizebürgermeisterin

Monika Wunderer kürzlich mit der Thematik beschäftigt und will nun ebenfalls aktiv werden. „Wir stehen voll und ganz hinter Frau Hofer“, sagt BAVorsitzende Christine Holzer. „Wir arbeiten schon seit einiger Zeit daran, dass Alkoholwerbung aus sämtlichen Schaufenstern und von sämtlichen Werbeflächen verschwindet“. Demnächst werde auch MPreis Verantwortlichen einen entsprechenden Brief erhalten. Auf Anfrage des Vinschgerwind erklärte M-Preis Folgendes: „Wir versichern Ihnen, dass wir aufgrund Ihrer erneuten Anfrage diese Thematik noch einmal besprechen und abklären werden.“ Mit etwas guten Willen müsste es doch möglich sein, die alkoholischen Getränke im Schaufenster mit Nudeln auszutauschen. (mds)

Schnals

Wind-Leserfoto

Hohe Investitionen

„Nur mit Brille lesbar...“

I

n der Gemeinderatssitzung am 30. September stellte Ulrich Innerhofer den Masterplan für das Glasfasernetz Schnals vor. Insgesamt 2 Mio. wird die Anbindung an die 4 Verteiler (POP) kosten, wobei etwa die Hälfte davon auf die Anbindung entlegener Höfe entfallen wird. Weitere 2 Mio. wird das Ausführungsprojekt für die primären Infrastrukturen für das Gewerbegebiet „Hof am

Foto: Elke Wasmund

Das Alkoholschaufenster der MPreis-Filiale in Schlanders sorgt für Aufregung

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

ie Spirituosen mit Nudel zu tauschen ist nicht möglich, da dies das Konzept der Sortiment-Bildung durchbricht“, oder: „Eine Regalumstellung der Spirituosen im Markt erscheint derzeit als nicht umsetzbar. Wir appellieren deshalb mehr auf Aufklärung von Kindern und Jugendlichen durch Schulen, Eltern und Erziehungsberechtigten.“ Das sind nur zwei Aussagen vom M-Preis Kundenservice in Völs bei Innsbruck aus dem E-MailVerkehr mit Frau Erika Hofer. Hofer sind die Schaufenster mit den Spirituosen in der MPreis-Filiale in der Schlanderser Gerichtsstraße ein Dorn im Auge. Und nicht nur ihr. Seit einem Jahr appelliert sie an das soziale Gewissen der M-PreisVerantwortlichen. Sie ist der Meinung, Alkoholprävention geht alle etwas an- auch die M-Preis-Lebensmittelkette, die sich gerne mit den Fähnchen des familienfreundlichen Nahversorgers schmückt. Denn hunderte Kinder und Jugend-

Wasser” kosten. Etwa 1,2 Mio. hiervon entfallen auf Arbeiten innerhalb der Gewerbezone. „Wahnsinnige Zahlen“ warf Patrizia Grüner ein. BM Karl Josef Rainer hofft, dass die immerhin 11.000 qm große Zone „nicht 20 Jahre leer ist“, damit sich die Kosten amortisieren. Um die geplante Zusammenlegung der Wasserkonsortien in der Hand der Gemeinde einvernehmlich und ordentlich abzuwickeln, wird ein unabhängiges Gutachten für 13.000 € erstellt, dass die derzeitige Situation beurteilt. Für die geplanten Wasseruhren sind mit weiteren 30.000 € zu rechnen. (ew)

Dass in Kastelbell zurzeit Hangsicherungsarbeiten durchgeführt werden, ist uns Vinschgern bekannt. Auch dass die Hauptstraße öfters für den Verkehr gesperrt wird. Aber die Verkehrsschilder sind so klein geschrieben, wo die Straßensperre vermerkt ist, dass man sogar auf 2 Meter Entfernung eine Brille braucht... nicht zu Denken an Autofahrer, die sich eigentlich ganz auf den Verkehr und auf die Sicherheit der Fußgänger in Kastelbell zu richten haben! Text und Bild: Michael Kobald, Goldrain


6 /Titel/

Vinschgerwind 21-13

17.10.13

Energieherbst Mit Sicherheit kann man noch nicht sagen, dass der heurige Herbst als „Vinschger Energieherbst“ in die Annalen der Geschichte eingehen wird. Der Herbst ist bekanntlich die Zeit der Ernte. Die Vinschger Stromkämpfer um Albrecht Plangger und Sepp Noggler, um Georg Wunderer, Siegfried Stocker und Hubert Variola, sekundiert von Andreas Tappeiner, Georg Altstätter und bis vor kurzem Karl Weiss sind gewillt, diese EnergieErnte einzufahren. Der Erfolg für einen Energieherbst 2013 hängt einzig von LH Luis Durnwalder ab. Schritte in die Wege zu leiten“, so der Landeshauptmann. eht LH Luis Durnwalder aus seinem Noch nicht ganz so weit ist man indes in SaAmt, ohne sich mit dem Vinschgau in chen E-Werk Graun, rund um das bereits seit Sachen Stromstreit ausgesöhnt zu haJahren ein Rechtsstreit tobt. „Wir verhandeln ben? Bringt er noch die politische Kraft auf, mit allen Beteiligten und sind einer Lösung diesen unseligen Stromstreit zu beenden, nahe“, so Durnwalder, der damit rechnet, bevor möglicherweise Arno Kompatscher bereits in eine der nächsten Sitzungen der das Ruder im Land übernehmen wird? Oder Landesregierung den Entwurf einer Einiumgekehrt gefragt: Welche Erbschaft will LH gung einbringen zu können. „Diese SaLuis Durnwalder seinem Nachfolger in dieche betrifft uns als Landesregierung ser Causa überlassen? direkt, weil es um Konzessionen Die Zeichen stehen nicht schlecht, dass geht“, stellte Landeshauptmann Durnwalder dieses komplexe Problem einer Durnwalder klar. Lösung zuführen will. Im Vinschgau macht Energie-Schiene Nummer drei, auf sich jedenfalls das Gefühl breit, dass Durnder man unterwegs war, war die walder den Vinschgern entgegenkommen Übernahme des Stromnetzes. „Wir will. Ein erstes, ernsthaftes Zeichen ist ein haben heute noch einmal unsere Beschluss der Landesregierung vom vorletzLeitlinien für eine Übernahme des ten Montag. Der Pressetext dazu: Netzes durch die interessierten Gemeinden definiert“, so „Schritt für Schritt versucht Durnwalder nach man, der verfahrenen Situader Sitzung der Lantion rund um verschiedene desregierung, bei der Wir sind auf der E-Werke im Land zu Leibe man sich auch dafür Zielgeraden zu rücken. Die Landesregieausgesprochen hat, Bezirkspräsident Andreas Tappeiner rung hat eine Einigung abdass das Netz von gesegnet, mit der der Streitden Gemeinden an fall rund um das Laaser entsprechende KonKraftwerk vom Tisch geschafft werden soll. sortien weitergegeben werden könnte.“ Die Einigung sehe, wie Landeshauptmann Luis Durnwalder betonte, eine 25-prozentige Tatsächlich sind das jene drei Punkte, um Beteiligung der drei Standortgemeinden die es den Vinschger Stromkämpfern im WeLaas, Latsch und Martell sowie des VEK am sentlichen geht: das E-Werk Laas (Stausee E-Werk ebenso vor, wie die Auszahlung der Martell), das E-Werk Graun, vom Karlinbach den Gemeinden zustehenden Umweltgelder gespeist - zudem die Ableitungen aus dem sowie angereifter Forderungen in Höhe von Metz- und aus dem Arundabach; und das 1,8 Millionen Euro. „Wir haben heute den zuStromnetz. Der Beschluss ist ein Zeichen des ständigen Landesrat damit beauftragt, diese Good-wills in die richtige Richtung. Eine deEinigung in der Vollversammlung der SEL finitive Einigung ist dies nicht. „Man ist auf voranzubringen und die entsprechenden der Zielgeraden“, sagt Bezirkspräsident Anvon Erwin Bernhart

G

dreas Tappeiner. Noch sei allerdings nicht klar, ob diese Zielgerade 100 Meter, 500 Meter oder länger sein wird. In der vergangenen Woche sind bei informellen Sitzungen die Gemeinderäte von Martell über den Stand der Verhandlungen aufgeklärt worden. Am vergangenen Montag war der Gemeinderat von Laas an der Reihe, am vergangenen Dienstag jener von Latsch. Der Obmann des Vinschgauer Energiekonsortiums (VEK) Albrecht Plangger hat die Gemeinderäte mit Fakten, Zahlen, Hintergründen, Tricksereien, Euros, Zukunftsperspektiven, Verhandlungspositionen usw. auf den neuesten Stand gebracht. Man will nichts überstürzen. Das Angebot einer 25-prozentigen Beteiligung an der Stromproduktion klingt vorder-


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gründig verlockend. Hat aber einige Haken. Bevor dieses Angebot nicht in trockenste Tücher gelegt ist, wird nicht unterschrieben. Es muss also juridisch einwandfrei geklärt werden, dass eine solche Beteiligung, in welcher Höhe das auch immer sein wird, allen staatsanwaltschaftlichen und richterlichen Windböen standhalten wird. Kein leichtes Unterfangen. Denn es stehen zwei Verfahren rund um die Konzessionsvergabe am Martel-

Bild aus DER SPIEGEL Titel 36/13

ler Stausee im Raum. Das VEK hat Rekurs gegen die Konzessionsvergabe beim obersten Wassermagistrat in Rom eingereicht. Mit der Begründung, dass das VEK gemeinsam mit den Gemeinden Martell, Laas und Latsch das bessere Angebot unterbreitet habe. Und da sind zum anderen die Ermittlungen von Oberstaatsanwalt Guido Rispoli gegen den damaligen Energie-Landesrat Michl Laimer und den damaligen SEL-Direktor Maximilian Rainer. Der Vorwurf Rispolis an die beiden mittlerweile Zurückgetretenen: Bei der Abgabe der Unterlagen wurde getrickst, die SEL-Unterlagen wurden nachträglich nachgebessert. Mit dem Ergebnis, dass die Konzession der Hydros (60 Prozent SEL und 40 Prozent Edison) zugesprochen worden ist. Die juridische Auffassung im Vinschgau ist schlicht: Es gibt lediglich zwei Bewerber, die um die Konzession am Marteller Stau-

Vinschgerwind 21-13

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see angesucht haben: die Hydros und das zehnten nur eine provisorische GenehmiVEK. Wenn die Hydros, die offensichtlich gung und die Erlöse aus diesem Kraftwerk geschwindelt hat, vom Gericht ausgeschloshaben weder Berücksichtigung bei Uferzins sen wird, bleibt das VEK übrig und soll die noch bei Umweltgeldern gefunden. Konzession erhalten. Die Materie ist demnach komplex, die VerAuch beim Wassermagistrat stehen die Chanhandlungen sind es auch. cen für die Vinschger nicht schlecht. Der ReUnd dann kommt noch die Übernahme der kurs gegen die Konzessionsvergabe wird mit Stromleitungen. Den Gemeinden, die sich den Ermittlungen gegen Laimer und Rainer dafür interessieren, steht es zu, das Stromnoch um einiges schwerer. Und sollte es am netz von der SELnet übernehmen zu kön4. November 2013 zu einer Verurteilung der nen. Die SELnet bockt, wo sie nur kann, beiden kommen, werden die Vinschger dies stellt teilweise abstruse Bedingungen und in ihrem Rekurs einzubauen wissen. Die treibt die Übernahmekosten in absurde HöVinschger - das Vinschgauhen. Auch diese er Energiekonsortium Materie ist komplex und die Gemeinden und nur Fachleuten Martell, Laas und zugänglich. Über Bei der Netzübernahme Latsch - haben die teilweise haargibt es haarsträubende demnach besträubenden BedinBedinungen durch die ste Karten im gungen, die die SELSELnet Stromstreit net an die Vinschger um die MarGemeinden stellt, teller Konzessei ein Beispiel ansion. geführt: Beim Stromnetz in Lichtenberg hat Nun lockt LH Luis Durndie SELnet einen möglichen Gewinn von 370 walder mit dieser 25 ProEuro im Jahr errechnet. Diesen Betrag will zent-Beteiligung. Im Geman bei der Netzübernahme in Rechnung genzug sollen die Vinschger stellen und hat ihn auf 100 Jahre hochgeden Rekurs beim obersten rechnet. Also soll die Gemeinde Prad, allein Wassermagistrat zurückziehen. für mögliche Gewinne auf 100 Jahre, 37.000 Die Vinschger wollen keinen Euro zusätzlich zahlen. Krieg, aber ihr Recht einZudem gehen die interessierten Vinschger fordern, das wollen sie Gemeinden und die SELnet von ganz unschon. terschiedlichen Vorstellungen aus: Die VinDass bei weitem schger rechnen mit einem Betrag von rund nicht alle mit die900 Euro pro Anschluss als Grundwert der sem 25-Prozent Netzübernahme. Die SELnet will von bis zu Angebot zufrie1400 Euro pro Anschluss ausgehen. Je nach den sind, lässt Gemeinde. Zudem ist die Vorstellung der der Laaser BM SELnet, dass alle bisherigen Investitionen Andreas Tappbezahlt werden sollen. Eine in den Augen einer wissen. der Vinschger irrige Vorstellung: Denn die In seinem GePrimärinvestitionen, bei Erschließungen meinderat gebe etwa, haben die Abnehmer selbst bezahlt. es Stimmen, die Und dies sollen die Gemeinden nun noch30 Prozent fordern. mals bezahlen müssen? Oder ein anderes Wenn die landeseigene Beispiel: Die Gemeinden waren in der VerSEL-AG mit 60 Prozent beteigangenheit verpflichtet, Mittelspannungskaligt ist, dann soll man diese 60 binen zu bauen und dem ENEL unentgeltlich Prozent mit den Vinschgern teilen. zur Verfügung zu stellen. Die SELnet will diDas wäre die geforderte Augenhöhe. Sprich: ese Investitionen den Gemeinden nochmals Das wären dann die 30 Prozent an der Proin Rechnung stellen. duktion am Laaser Kraftwerk, welches vom Die Netzübernahme kann angesichts einer Marteller Stausee gespeist wird. solchen Gemengelage wohl nur durch einen politischen Ukas gelingen. Und anderes steht am Verhandlungstisch. Darauf hoffen jedenfalls die Vinschger GeAm Reschenstausee haben sich die Vinschmeinden. Und das eine geht ohne das andeger Gemeinden eine 8-prozentige Beteiligung re ohnehin nicht: Die Vinschger Gemeinden erstritten. Aber einiges ist am Reschenstaubrauchen eine gediegene Stromproduktion see noch nicht geklärt. Das sind vor allem - die mit einem guten Anteil an der Marteller die Zuleitungen aus dem Metz- und aus dem Konzession erreicht werden kann, damit sie Arundabach. Diese Zuleitungen sind ein ein Stromnetz vernünftig betreiben können. Provisorium, welches in der Beteiligung der Wie hat es in der Pressemitteilung geheißen? Vinschger bisher nicht berücksichtigt wurde. „Eine verfahrene Situation“. Gelöst werden Auch nicht, was Uferzins und Umweltgelder kann diese durch LH Luis Durnwalder. Wenn betreffen. er will. Denn die Stromgeschichte war immer Und jenes Kraftwerk in Graun, welches schon Chefsache. Ein Abschied wäre das mit vom Karlinbach gespeist wird, hat seit Jahrerhobenem Haupt. Beidseitig.


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 21-13

17.10.13

Referendum im Jänner

Komplementärmedizin in Schlanders

Voraussichtlich im Jänner wird das Referendum zum Landesgesetz zur Direkten Demokratie stattfinden. In der Zwischenzeit hat man die notwendigen finanziellen Mittel zur Abhaltung des Referendums zur Verfügung gestellt.

Die Landesregierung hat beschlossen, das komplementärmedizinische Angebot (bisher nur in Meran) auszuweiten, mit der Umsetzung des Beschlusses geht es nun Schlag auf Schlag. „Wir versuchen, schon im November in Schlanders mit dem neuen Angebot zu starten“, so Gesundheitslandesrat Richard Theiner, der zudem als persönliches Anliegen betont, dass Krebspatienten die Behandlungen künftig kostenlos in Anspruch nehmen können.

Unverbesserlich, dieses Land! 9. Oktober 1963 - die Katastrophe von Vajont - 22.19 Uhr. Ein ganzer Bergrücken stürzt in einen Stausee - 4 Minuten später - 2.000 unschuldige Tote wegen menschlichem Versagen und privater und staatlicher Gewinnsucht, die über die Sicherheit der Bürger gestellt wurde. 9.Oktober 2013 - 50 Jahr Gedenkfeier im Parlament. WELCHE Lehren wurden aus dieser Katastrophe gezogen? Hier ein Kurzbericht, der dem Staat und seinen höchsten Repräsentanten leider kein gutes Zeugnis ausstellt. Die Parlamentspräsidentin Boldrini eröffnet die Sitzung. Der Plenarsaal ist noch halb voll. Alle Abgeordneten stehen auf. Die Präsidentin erinnert an die Tragödie und die vielen Toten. Es war keine Naturkatastrophe, sondern die Katastrophe war vorhersehbar und die vielen Toten hätte es nicht geben müssen. Auch der Staat habe seine Schuld und man erkenne diese in Gedenken an die vielen Toten an. Eine Schweigeminute. Ich denke an die Toten und ob der Staat aus dieser Katastrophe auch etwas gelernt hat. Mir fällt Stava im Trentino ein, die Überschwemmung von Martell vor 25 Jahren.... Wir im Vinschgau hatten wohl mehr Glück? Auch bei uns wurden bei der Reschenseestaumauer geologische Bedenken über Bord geworfen und die geologischen Untersuchungen und Bohrungen - mit Staatshilfe- gefälscht. Felsen wurde vorgegeben, Schotter oder fauler Fels war vorhanden. Der amerikanische Ingenieur war aber aus unserer Sicht ein Genie. Der hat zwar vorgegeben, eine auf felsgegründete Staumauer (diga propria) zu errichten, in Wirklichkeit wurde aber eine »diga impropria« geplant, die dem Wasserdruck nur mit dem eigenen Gewicht (550.000 m3) standhält. Es war die erste Staumauer dieser Art in Europa und die zweite weltweit. Wir im Vinschgau hatten im Gegensatz zu den Bewohnern von «Longarone, Casso, Erto catellavazze« wohl mehr Glück, aber auch bei uns hatte

Foto: Angelika Ploner

von Albrecht Plangger, Kammerabgeordneter

der Staat verantwortungslos seinen Bürgern gegenüber weggeschaut und eine Katastrophe zumindest riskiert. Mittlerweile wissen wir aber, dass unser Staudamm absolut sicher ist - auch aus Erdbebensicht besser als jeder in Fels gegründete Staudamm. Dies haben mir Schweizer Ingenieure und die Ingenieure im Staatsbauamt in Rom -als die Sicherheit des Staudamms vor Jahren ein Thema war- versichert. Seit »Vajont» sind die Staudammkontrollen in Italien schärfer als in allen anderen Ländern . Bei den Stauseen ja, so die Schweizer Ingenieure, aber bei den Druckleitungen und Wasserstollen ist sicher noch nicht alles getan. Man sollte also nicht ein weiteres Vajont abwarten, sondern endlich die Hausaufgaben machen. Die Gedenkminute ist vorbei, man geht halt schon wieder zur Tagesordnung über. Die Präsidentin spricht noch von einem einstimmigen Beschluss der Umweltkommission, den auch wir Südtiroler Abgeordnete mitgetragen haben, welche den Staat auffordert , das Territorium hydrogeologisch besser zu schützen und der rücksichtslosen Bodenversiegelung und Verwahrlosung bestimmter Gegenden entgegenzuwirken. Ein

guter Ansatz, aber höchstwahrscheinlich wird er ohne Folgen bleiben, wenn die großen Winter und Frühjahrs-Regenmengen Italien wieder treffen werden. Wir können auf etwas gefasst sein. 10 Redner sind noch eingeschrieben. Niemand hört aber zu, auch nicht den Worten eines ehemaligen Bürgermeisters der Gegend um Vajont, der uns alle darauf hinweist, dass wir Parlamentskollegen und die Mitglieder auf der Regierungsbank (als Vertreter des Staates) unsere Hausaufgaben leider noch nicht gemacht haben, dass wir der Toten mit »gesenktem Haupt« zu gedenken hätten, gerade weil wir unsere Hausaufgaben auch bei Druckleitungen und Stollen bei Weitem noch nicht gemacht hätten. Während dieser wirklich eindrucksvollen Rede muss die Präsidentin einige Male um Ruhe bitten, bevor sie selbst ihm - als direkt Betroffenen - das Wort entzieht, weil er einige Sekunden bei der Redezeit überzogen hat. Auch dies eine Respektlosigkeit. Als der letzte Redner über Vajont und über die Lehren , die daraus zu ziehen wären, spricht ist der Saal halbleer. Wen interessiert’s? Unverbesserlich dieses Land!


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/Wirtschaft/ 9

Vinschgau

St. Valentin a.d.H./Wien

Die Gewinner stehen fest

Leader-Ship Studie

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B

ill Clinton war der 42. Präsident der USA und führte die Nation von 1993 bis 2001. Seine Amtszeit war eine der wirtschaftlich erfolgreichsten und friedlichsten in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Skandale während seines Aufstiegs und seiner Präsidentenzeit verhindern jedoch bis heute eine unvoreingenommene Rezeption seiner Präsidentschaft. In dieser detailreichen und überzeugenden LeadershipStudie zeigt der Wiener Politologe und Volkswirt Georg Waldner mit Dörfler Wurzeln, wie Bill Clinton den Handlungsspielraum als US-Präsident zu nutzen verstand. Dieses Buch erweitert das Verständnis für politische Führungsfragen und sollte in keiner politischen Bibliothek fehlen.

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Einen regelrechten Stimmen-Sturm gab es beim Ermitteln des schönsten Brautpaares auf unserer Webseite. Die vier Siegerpaare dürfen sich über je ein Buchgeschenk aus der „ArundaReihe“ freuen. Hereinspaziert in unserer Redaktion, in die Dantestraße 4 in Schlanders.

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10 /Wirtschaft/

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Kortsch/Vinschgau/Burggrafenamt

Kortscher Grundschüler siegen in Vetzan und gossen ihre Eindrücke in ein Bild, nämlich das Siegerbild des Bezirks Vinschgau und Burggrafenamt. Jüngst, am 1. Oktober übergaben Reichert und Schöpf den Preis, den die Kinder im Vorfeld selbst aussuchen durften. Die Wahl fiel auf einen herbstlichen Topf und Zwiebelpflanzen, die den Eingangsbereich zur Grundschule Kortsch verschönern sollen. Der Wert: die ansehnliche Summe von 300 Euro. Für das Bild gab es Lob von mehreren Seiten. Christian Reichert: „Eine Gärtnerei ist vielfältig, ihr habt gut beobachtet und das Motto sehr gut wiedergegeben.“ Direktor Reinhard Zangerle: „Ihr habt mit Fleiß gearbeitet und ein Bild gemacht, wo man neugierig wird.“ Monika Wunderer, Referentin für Schule und Kultur in der Gemeinde Schlanders: „Es ist das zweite Mal, dass wir hier in Kortsch feiern, die Kortscher Kinder scheinen besonders kreativ und naturverbunden zu sein.“ Kreativ scheinen aber nicht nur die Kortscher, sondern die Vinschger Kinder überhaupt zu sein: Zum zweiten Mal hintereinander geht der Preis in den Vinschgau, im vergangenen Jahr gewann die Grundschule Goldrain einen Spitzahorn beim Ideenwettbewerb der Gärtnervereinigung. (ap)

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espannt lauschten die Viertklässler der Grundschule Kortsch den Worten von Hanspeter Schöpf: „Ganz unten in den Topf geben wir Vulkanerde, Lava, damit legen wir eine Drainage und es kann kein Wasser im Topf stauen.“ Als auch das Gartenvlies und der Torf ihren Platz im Topf gefunden hatten, war Kreativität gefragt. Verschiedene Pflanzen, Sträucher und Blumen standen bereit, um farblich abgestimmt im Topf eingepflanzt zu werden. Asymmetrisch oder symmetrisch können Pflanzen angeordnet werden, erklärte Hanspeter Schöpf von der

gleichnamigen Gärtnerei den kleinen Gärtnern, die als Sieger aus dem Ideenwettbewerb „Gesund wachsen“ hervorgegangen waren. Rund 2.000 Schüler in ganz Südtirol machten bei dem Wettbewerb der Südtiroler Gärtnervereinigung im Frühjahr mit, besuchten Gärtnereien und „bekamen einen Eindruck davon, was in einer Gärtnerei alles wächst“, erläuterte Christian Reichert von der Südtiroler Gärtnervereinigung. Die Viertklässler, die da noch die 3. Klasse der GS Kortsch besuchten, erkundeten die Gärtnerei Schöpf

Kaunertal-Langtaufers

Partschins

Leuchtturmprojekt

Wertvolles Geschenk

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W

ie Wirtschaftskammer Tirol und die Handelskammer Bozen fordern und unterstützen in einer Presseaussendung den Zusammenschluss zum ersten grenzüberschreitenden Gletscherskigebiet Europas. Durch den Zusammenschluss Kaunertal-Langtaufers könnte das erste grenzüberschreitende Gletscherskigebiet Europas entstehen. „Die Chancen dafür stehen sehr gut, es gibt einen Investor mit sehr viel Erfahrung und Weitblick und die Bevölkerung in Nord- und Südtirol steht hinter dem Projekt“, fassen die Präsidenten der Wirtschaftskammer Tirol, Jürgen Bodenseer, und der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, den aktuellen Stand zusammen. „Der Zusammenschluss wäre eine win-win Situation für beide Seiten“, fügt Ebner hinzu. Zum Beispiel für die Hotellerie und Gastronomie im Vinschgau, die sich ebenfalls hinter das Projekt gestellt hat. Selbiges gilt für das Tourismuszentrum Nauders, wo man mit einer wesentlich besseren und langfristigeren Positionierung auf dem Skimarkt rechnet.

ertvolles Geschenk an das Schreibmaschinenmuseum: Über einen ganz besonderen Neuzugang freut sich seit Montag dieser Woche das Schreibmaschinenmuseum in Partschins. Peter Turra und seine Frau Annelies aus Ismaning bei München, die seit Jahren ihren Urlaub in Partschins verbringen, haben dem Museum eine sehr seltene und zugleich wertvolle Schreibmaschine mitgebracht: eine komplett vergoldete Reiseschreibmaschine „Princess 300“ aus den frühen Annelies und Peter Turra schenken dem Schreibmasechziger Jahren. Mit 14 Karat schinenmuseum „Peter Mitterhofer“ in Partschins eine vergoldet, kostete die Schreib- vergoldete „Princess 300“ maschine damals 900 DM und maschinen begonnen. Dies ist übrigens war unter anderem ein Geschenk der Hernicht die erste Schreibmaschine, die das stellerfirma an besonders verdienstvolle Ehepaar Turra dem Museum schenkt. ImSchreibmaschinenvertreter. Kurios: Der mer wieder haben es die beiden Freunde Hersteller, die Augsburger Firma Keller des Schreibmaschinenmuseums geschafft, & Knappich war in der Vorkriegszeit eiauch im Bekanntenkreis nach besonderen ner der größten Müllwagenproduzenten Modellen Ausschau zu halten und diese Deutschlands und hat erst nach dem 2. nach Partschins zu bringen. Weltkrieg mit der Produktion von Schreib-

Foto: Maria Mayr

Die 4. Klasse der GS Kortsch mit v.l. Christian Reichert, Hanspeter Schöpf, Herbert Habicher, Verena Marseiler,Nadya Fleischmann, Manuela Gurndin, Monika Wunderer und Reinhard Zangerle


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Unverfrorenheit kennt keine Grenzen! Die SVP benutzt auf unverschämte Art und Weise das Vinschgauer Energie Konsortium (VEK), um in einer 24-seitigen Hochglanzbroschüre die Bezirkskandidaten auf Kosten der Steuerzahler (VEK ist in öffentlicher Hand!) in Pose zu bringen. Dabei gelingt das Kunststück, mit der SVP-Bezirksobfrau eine Landtagskandidatin zu Wort kommen zu lassen, die im VEK überhaupt keine Rolle spielt. Einer von vielen Fußtritten, die die SVP den demokratischen Spielregeln zuteil kommen lässt. Da hilft nur eins: Machtarroganz abwählen! Martin Daniel, Landtagskandidat der Grünen

Bezirksgerichte müssen offen bleiben! oder Schläft die SVP in Rom? „Für Schlanders und Brixen ist nichts zu machen“ SVP-Senator Karl Zeller stellt klar, dass in Südtirol alle vier Außenstellen der Landesgerichte am 13. September abgeschafft werden. Daran führe kein Weg vorbei. Während sich die SVP-Senatoren in Resignation wiegen, haben 9 (sic) italienische Regionen (Marken, Apulien, Kalabrien,

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Abruzzen, Basilikata, Ligurien, Piemont, Friaul-Julisch Venetien und Kampanien) den Weg freigemacht für ein abschaffendes Referendum der umstrittenen Justizreform. Diesem Protest angeschlossen hat sich auch die OUA (Vereinigung der ital. Advokaten) welche gar den Rücktritt von Justizministerin Anna Maria Cancellieri fordert! Die Schließung von Bezirksgerichten ist in Italien ein großes Thema. In Südtirol ist man hingegen zufrieden, wenn „nur“ die Außenstellen Brixen und Schlanders geschlossen werden müssen, während Meran und Bruneck für 2 Jahre provisorisch geöffnet bleiben dürfen. Der Umstand, dass ein Großteil der SVP Abgeordneten und Senatoren Rechtskundler sind (Zeller, Gebhard, Plangger, Schullian) lässt an der Effizienz der Südtiroler Vertretung in Rom stark zweifeln! Stecher Peppi Vinschger Bezirksobmann und Landtagskandidat der Freiheitlichen

Hallo Südtirol Als langjähriger deutscher Urlauber in Südtirol, habe ich so einiges über dieses Land mit seinen überaus liebenswerten Menschen hier erfahren. Da ich zurzeit auch wieder hier bin, habe

/Leserbriefe/ 11

ich gehört, dass hier in Kürze wieder Landtagswahlen stattfinden. Dazu möchte ich aus meiner Sicht Folgendes erklären: Südtirol wäre sehr wohl in der Lage die Voraussetzungen in Europa und in der EU zu erfüllen, um als selbstständiger Staat zu existieren. Deshalb kann ich den Bürgern nur empfehlen, durch ihre richtige Wahl die Selbstbestimmung zu erlangen, um als eigenständiger Staat mit all seinen Rechten und Pflichten zu bestehen. Zitat Michael Gorbatschow: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Kilian Mantel, Theres, Unterfranken

Stärke Es gibt einige notorische Leserbriefschreiber, die in der Politik unserer SVP immer nur Negatives sehen, obwohl sie, wenn sie etwas ehrlich wären, auch Positives feststellen müssten. Ja in irgend einer Form sind sie auch Nutznießer des jahrelangen Kampfes für eine Besserstellung besonders für Deutsche und Ladiner. Jeder muss zugeben, dass sich in Südtirol durch den Zusammenhalt der Südtiroler in der SVP gegenüber früher sehr viel gebessert hat. Mit der SVP müssen wir realistisch weiter kämpfen. Robert Kaserer, Tschars

Wahlwerbung - Auftraggeber: Arnold Schuler

Nr. 28

offen, geradlinig, konsequent

DIE ZEIT IST REIF

ARNOLD SCHULER


12 /Leserbriefe/

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Fortschrittlicher Rückschritt Im Bezug auf den Leserbrief, der leider nicht namentlich genannten Frauen aus Langtaufers möchte ich Folgendes hinzufügen: Wie ein billiger kitschiger 50 Cent Heimatroman liest sich der unendlich lange Leserbrief, von einer heilen Welt, wo jeder nicht mehr als sein täglich Brot braucht, seine Arbeit am eigenen Hof findet, und sich in seinem erholsamen und all zu schönen Mittagsschläfchen seinen Träumen hingibt, fern von jeglicher Realität und Ist Situation. Poesie hatte noch nie Grenzen und ist natürlich frei erlaubt. Da aber vom Langtauferertal die Rede ist und nicht vom Neandertal, hier weichen Sie leider von der Wahrheit ab. Die beiden Autorinnen haben eindeutig in ihrer Kindheit zu viele Heidi Filme genossen . Langtaufers bietet kaum 30 Arbeitsplätze, davon weniger als 3 Ausbildungsplätze, diese allerdings noch dazu in der freien Wirtschaft, bei einer Bevölkerungsanzahl von ungefähr 500 Leuten. So können wir uns ausrechnen, wo die Bevölkerung täglich morgens hin muss, um sich seine Brötchen zu verdienen, und abends natürlich zurück. Dieses tägliche Verkehrsaufkommen sehen die „Heidi`s“ natürlich nicht , auch nicht den durch die Langtauferer Bevölkerung gezwungenermaßen außerhalb Langtaufers produzierten Verkehr, denn der ist ja nicht vor der eigenen Haustür. Ziegenpeter und Almöhi Zeiten sind halt mal vorbei und existieren nur mehr in Romanen. Wäre es nicht besser eine funktionierende Wirtschaft im eigenen Ort zu haben, wo unsere Jugend und Nachkommen Ausbildungsplätze findeen, und ein großer Teil der Bevölkerung weitsichtig Arbeit finden würde, auch im Einklang mit der Natur, jedoch mit zeitgemäßem Fortschritt, damit unsere Nachkommen im Tal bleiben können. Ich will es nicht unerwähnt lassen, wie viele unserer Bevölkerung in den 50ger und 60ger Jahren aus Arbeitsmangel die Heimat verlassen mussten. Ich denke die Romanschreiberinnen sind kinderlos geblieben, denn wo würden sie für ihre Kinder einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz in Langtaufers fin-

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den, und aus dem Tal zu fahren wäre ja Umwelt unverträglich, ja und hinein sollten sie ja auch wieder kommen…oje welch ein Lärm und welch verpestete Luft, wo bleibt denn nur die Idylle, wer weckt uns schon wieder vom Dornröschenschlaf? Auf den sehr niederträchtig und niveaulos von Ihnen kommentierten Investor, möchte ich nur Folgendes erwähnen: Neid ist ein großes Obervinschger Laster, nur um Erfolg wird man beneidet, und Neid kriegt man niemals umsonst, er muss hart erarbeitet und verdient werden. In diesem Sinne: Zusammenkommen ist Beginn; Zusammenbleiben ist ein Fortschritt; Zusammenarbeiten ist ein Erfolg. Wolfgang Egger St. Valentin a.d.H.

unsichern und zu demotivieren. Es gibt Trainer – Gott sei Dank sind es schwarze Schafe – denen es nicht nur verboten werden sollte den Mund aufzumachen, sondern welche regelrecht vom Fußballfeld verwiesen werden sollten. Es werden Kraftausdrücke gebraucht, welche auf keinem Fußballfeld etwas zu suchen haben und den Kindern wird jegliche Freude am Fußballspielen genommen. Bedanken möchte ich mich auf diesem Weg im Namen vieler Eltern bei jenen Trainern, die es schaffen, unsere Kinder zu motivieren – ihnen Spaß und Freude am Fußballspielen zu vermitteln und denen es gelingt, dass diese mit guter Laune zum Training kommen und mit Begeisterung und Ehrgeiz die Spiele bestreiten. Margit Scherer

Zum Artikel „Eltern sollen dabei sein, aber gemäßigt reagieren.“

Umfahrung und Wahlen

Eines sei vorausgeschickt, ich stimme Herrn Karl Schuster zu seinen Aussagen im Artikel „Eltern sollen dabei sein, aber gemäßigt reagieren“ zu. Ich möchte nur etwas hinzufügen. Ich bin selbst eine „stille Spielermama“ – ich begleite meinen Sohn zu den Spielen – rufe und schreie aber nicht ins Spielfeld. Ich bin aber der Meinung, dass Emotionen zum Fußball gehören und ich weiß, dass sich unsere Kinder eine „positive Anfeuerung“ wünschen. Ich stimme Herrn Schuster zu, dass Zurückhaltung wichtig ist und ich bin auch der Ansicht, dass manche Eltern selbst aufs Spielfeld geschickt werden müssten, um diese Leistung, welche unsere Kinder erbringen – erst einmal selbst zu vollbringen. Fußball soll Spaß und Freude machen, wird immer wieder hervorgehoben. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass nicht die Kinder ein Problem mit einer Niederlage haben, sondern vielmehr sind es die Eltern, Betreuer und Trainer, welche diesen Leistungsdruck ausüben. Und wo bleibt die von den Eltern gewünschte Zurückhaltung bei manchen Trainern? Im Artikel des Herrn Schuster sind jene Trainer vergessen worden, welche es schaffen, gestikulierend die jungen Kicker zu ver-

Zwischen Schluderns, Mals, Glurns und Prad muss eine Lösung gefunden werden, bei der alle Beteiligten, sprich die Bürgermeister der genannten Orte an einem Strang ziehen. Diese sollten ein gemeinsames Projekt starten und nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen. Ich kann den Prader BM verstehen. Der will nicht so ohne weiteres Grund neben der Etsch hergeben. Der Glurnser BM denkt genauso. Vom Malser BM bin ich enttäuscht, wenn er nur auf die Umfahrung von Tartsch baut. Diese wird nie und nimmer realisiert werden (zu kostspielig und bringt gar nichts). Wie ich im Wind Nr. 19 lesen konnte, haben die Handvoll Herren über eine echte Alternative gar nicht diskutiert. Oder dürfen sie das nicht? Ich weiß aus einer guten Quelle, dass Maturanten der Geometerschule Peter Anich in Bozen herausgefunden haben, dass der Vinschgau verkehrstechnisch unterentwickelt ist. Es ist höchste Zeit, dass etwas geschieht. Die beste Lösung ist eine Umfahrung durch einen Tunnel , so wie in Naturns (und hoffentlich kommt man auch in Kastelbell so schnell wie möglich weiter). Ein Tunnel bringt Vorteile – kein Lärm, kein Gestank, kein Stau … und mehr Lebensqualität für die umfahrenen Orte. Den Touristikern, die Angst haben, dass die Gäste vorbeifahren, kann ich beruhigen. Die Gäste

bleiben nicht aus, im Gegenteil, es kommen mehr dazu (so wie zum Beispiel in Naturns und Laas). In den umfahrenen Orten lässt es sich besser leben. Die Abgas-Partikel sinken, man lebt gesünder. In Kürze sind Landtagswahlen und es wäre der richtige Zeitpunkt, die Kandidatinnen und Kandidaten in die Pflicht zu nehmen und Plakate anzubringen mit den Worten: „Keine Umfahrung – keine Stimmen“, so wie es damals im Zusammenhang mit dem Zug geschehen ist. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Schluderns, Mals, Glurns und Prad, die eine große Umfahrung befürworten, sollten Unterschriftenaktionen starten, Protestmärsche organisieren. Kurzum, sie sollten sich bemerkbar machen. Alle, die sagen, ein Umfahrungstunnel sei zu teuer, sage ich: In Südtirol braucht es nur mehr Steuergerechtigkeit, dann lässt sich das leicht finanzieren. Es kann nicht sein, dass Obst- und Weinbauern nur 20.000 bis 25.000 Euro Einkommen erklären und in Wirklichkeit jedes Jahr 200.000, 300.000 oder 800.000 Euro einstreichen. Was da passiert, hat wenig mit Gerechtigkeit zu tun. Wenn Steuergerechtigkeit in unserem Land herrschen würde, könnten wir sogar das „Los von Rom“ erreichen und müssten nicht auf dem sinkenden Schiff Italien untergehen. Wer auch immer Landeshauptmann wird, dem kann ich nur Folgendes raten: Ändere die Politik und lass dir von den alteingefleischten Edelweiß-Genossen nicht den Mund verbieten. Halbiere die Gehälter der Landespolitiker. Verabschiede dich von den Bauernlobbys. Diese Zeit muss endlich vorbei sein. Es kann nicht sein, dass der Sohn eines Obst- und Wein-BauernBarons Studienbeihilfen und Schulbücher bekommt, weil die Steuererklärung des Vaters nicht korrekt ist. Wenn der neue LH in diesem Zusammenhang für Gerechtigkeit sorgt, wird er lange LH bleiben. Wenn nicht, muss er sich auf stürmische Zeiten gefasst machen. Also liebe Wählerinnen und Wähler, denkt in der Wahlkabine daran, bei denen das Kreuz zu machen, die etwas weiter bringen. Es muss ja nicht immer das schöne Blümchen sein. Herbert Marseiler, Prad


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/Impressionen/ 13

Ich fotografie, was ich sehe. Das Bild habe ich vor einigen Wochen am Reschensee aufgenommen. Der Wind zieht den Kitesurfer und trocknet das Heu. Sichtbar ist der Wind aber nicht! Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


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Gesundheitsbericht

Im Reich der wilden Tiere

Südtirols Bevölkerung ist mit einem Durchschnittsalter von 41,7 Jahren jung, die Lebenserwartung liegt bei Frauen und Männern höher als im übrigen Europa. (Gesundheitsbericht 2012)

Am Freitag, den 25. Oktober 2013 findet der nächste Filmabend der „Filmfreunde Prad“ statt. Diesmal zeigt Dietmar Gander aus Prad (Agums) Tierfilme mit dem Titel: „Im Reich der wilden Tiere des Nationalpark Stilfserjoch“. Die Veranstaltung findet in der Mittelschule von Prad mit Beginn um 19.30 Uhr statt. Der Eintritt ist wie immer frei!

Ein Blick zurück

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Foto: Maria Gerstgrasser

elebte Veränderungen“ ist der Untertitel des Buches „Ein Blick zurück“, das am 4. Oktober in der Bibliothek vorgestellt wurde. Weisenbläser in Tracht empfingen die Interessierten und sorgten schon von Beginn an für die passende Atmosphäre. Sie spielten wohl auch zu Ehre des Autors Helmuth Rechenmacher (Bild), war er doch vierzig Jahre lang Mitglied der Musikkapelle und dreizehn Jahre deren Obmann. Er wandte seinen Blick zurück auf eine unglaublich rege Vereinstätigkeit und dadurch wurde sein Leben vom Terminkalender bestimmt. Im Anhang des Büchleins sind hohe Ehrungen und achtundzwanzig Vereine und Organisationen aufgelistet, denen er angehörte. Ein besonderes Augenmerk legte Helmuth Rechenmacher in seinem Buch auf die Veränderungen in seinem Heimatort Tschirland, über die bisher kaum berichtet wurde. Ku l t u r r e f e rent Valentin Stocker moderierte und entlockte durch gezielte Fragen Näheres zu den einzelnen Begebenheiten. Diese Rückschau, auch auf seine Kindheit und sein Almleben, lieferte ausreichend Gesprächsstoff beim abschließenden Imbiss. Den nächsten „Imbiss“ in der Bibliothek Naturns gibt es beim ShowKochen am 18. Oktober um 20 Uhr, bei dem Manfred Ziernheld Rezepte rund um die Kastanie vorstellt und zum Vorkosten einlädt. (ria)

So klingt die Welt Vinschgau/Schlanders. Der 26. September ist der Europäische Tag der Sprachen. Initiativen und Aktionen werfen ihren Blick auf die Mehr- und Vielsprachigkeit. Naturgemäß findet dieser Tag auch am Sprachen- und Realgymnasium Beachtung und wird - auf ebenso vielfältige Art und Weise begangen.

Auch Mittelschüler von Schlanders und Laas waren Gäste bei der Veranstaltung

von Angelika Ploner

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ie sprachliche Vielfalt, die bei der „Fremdsprache Hochdeutsch“ anfing und über Italienisch, Englisch, Norwegisch, Arabisch, Russisch, Albanisch, Portugiesisch, Latein oder Französisch weiterführte, spannten die Schüler in einem zweistündigen Marathon zusammen: Nicht weniger als 15 Punkte führte das Programm. Naturgemäß beging man den „Europäischen Tag der Sprachen“ am Sprachen- und Realgymnasium in Schlanders gebührend. Auf den 26. September legte der Europarat diesen im Jahre 2001 fest. Seitdem hält man daran

fest. Den Grund dafür erklärte Vizedirektor Martin Trafoier (Bild u. r.) zu Beginn der Veranstaltung im Hof der beiden Gymnasien: „Der Europäische Tag der Sprachen geht auf eine Initiative des Europarates zurück und soll die Mehrsprachigkeit in Europa fördern und vor Augen führen.“ Letzteres ist den Schülerinnen und Schülern wahrlich gelungen: In Spielen, Tänzen, Sketchen und Liedern fand die Sprachvielfalt ihren Ausdruck.

Als Gäste zu der Veranstaltung gekommen waren auch Mittelschüler von Schlanders und Laas, die ganz nebenbei einen ersten Eindruck des bunten Angebots am Sprachen- und Realgymnasium Schlanders erhielten. Die Veranstaltung zum Anlass nahm Direktor Herbert Raffeiner (Bild u. l.) auch um Diplome zu überreichen, um zu gratulieren und - um über die Mehr- und Vielsprachigkeit zu reflektieren. (ap)

Fotos: Angelika Ploner

Naturns


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/Lokales/ 15

Schlanders/Vinschgau

Schlanders/Vinschgau

Die Ein-Mann-Show

20 Jahre Notarztdienst Vinschgau

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Bekamen keine Antwort auf die Frage: „Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft in Südtirol?“

eute hat der Vinschgau ein gut funktionierendes Notarztsystem, das in ein landesweites notfallmedizinisches Konzept eingebettet ist. Doch gerade im Vinschgau mit seinem großen Einzugsgebiet und den teils schwierigen geographischen Bedingungen war es nicht immer selbstverständlich, dass bei Unfällen oder schweren Erkrankungen ein Arzt unmittelbar für kompetente medizinische Hilfe zur Verfügung stand. Bei der 20-Jahr-Feier

koordinator im Vinschgau ist. Einzige Lichtblicke am Podium: Josef Stricker, Kirchenmann, Georg Vallazza, der Koordinator des psychiatrischen Dienstes im Vinschgau und Herbert Raffeiner, Direktor des Oberschulzentrums Schlanders. Letzterer mit einer klaren Forderung im Gepäck: Der Bau der Gewerbeoberschule, der „skandalös auf sich warten

am 20.10.2013 ab 10.00 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders soll den Einsatzkräften gedankt werden.

Foto: Angelika Ploner

lässt“. Verständnis dafür kam nur von Rosalinde Koch Gunsch, der Tauferer Vize-Bürgermeisterin. Ein Blick durchs Publikum, das sich – zugegeben - durchaus rege zu Wort meldete, zeigte: Der Veranstalter, der Bezirkssozialausschuss und die jeweiligen Gemeindesozialausschüsse blieben mehr oder weniger unter sich. (ap)

LANDTAGSWAHLEN 2013

HORAND MEIER CORNELIA BRUGGER

Verantwortichlen Auftraggeber Carmelo Salvo

s sollte eine spannende Podiumsdiskussion werden, so wurde sie zumindest im Vorfeld angekündigt. Das Thema: Wohin entwickelt sich die Gesellschaft in Südtirol? Antworten auf die Frage gab es am Abend des 7. Oktober im Gamperheim aber keine, vielmehr glich das Ganze dem Showdown zum Finale eines Einzigen: nämlich Richard Theiner. Eine Ein-MannShow, nur ohne Star. Für den Unterhaltungswert sorgten viele zustimmungspflichtige Sätze, nette Geschichten, denkwürdige Pausen. Sogar der Beifall ermüdeter Zuhörer kam verlässlich. Anstelle klarer politischer Analysen, gab’s Klagen über das Defizit an Eigenverantwortung. Anstelle kritisch entworfener Zukunftsszenarien, gab’s Selbstdarstellungen. Der Moderator des Abends: des Hauptorts Bürgermeister, Dieter Pinggera, der ganz nebenbei auch der Wahl-

RENATE PRADER

THOMAS DEMETZ

Unser Weg für Südtirol

ARBEIT, MEHRSPRACHIGKEIT, SOZIALES


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Aus dem Gerichtssaal

Göflaner Marmorabbau - eine unendliche Leidensgeschichte

Eigentlich sollte nicht schon wieder über die leidige Marmorgeschichte geschrieben werden. Doch dann ergaben sich gewisse Zwänge, welche dem Thema neue Aktualität verleihen und es quasi zum Dauerbrenner werden lassen. Da war zum einen der Vorwurf des Bürgermeisters von Schlanders in seiner Gegendarstellung (Wind vom 03.10.2013), die Gemeinde würde sehr wohl den aufgewerteten Pachtschilling und die Transportkosten im Betrag von Euro 249 pro m³ kassieren. Nun, wir haben recherchiert und sind dabei auf verlässliche und unverdächtige Quellen gestoßen: Am 14.03.2013 hat die Eigenverwaltung Göflan (Vorsteher Alber Erhard, Sekretär Dr. Georg Sagmeister) einen Beschluss gefasst, in welchem die „Einnahmen an Pachtschilling einschließlich Transportgeld zur Zeit“ (März 2013) mit Euro 200,00 (140,00 + 60,00) pro m³ Mar-

mor angegeben werden, also im gleichen Betrag, wie er mit dem Konzessionsvertrag vom Jahre 2003 vereinbart worden war. Wo bleibt da die Angleichung? Die Gemeinde wird doch nicht die aufgewerteten Beträge den Göflanern vorenthalten? Nur am Rande und eher oberflächlich streift der Bürgermeister dann den weiteren Kernpunkt des Konzessionsvertrages, nämlich die Pflicht für den Konzessionär Pohl, 95% des in Göflan abgebauten Marmors auch vor Ort zu verarbeiten. Dabei gibt er sich offensichtlich mit den vom Vertragspartner gelieferten Informationen zufrieden! Stattdessen würde es wahrscheinlich nicht schaden, von der Göflaner Marmorwerke G.m.b.H. einmal eine gesicherte Bilanz anzufordern und diese zu analysieren. Bei der Handelskammer dürfte er allerdings vergeblich nach einer solchen fragen, denn dort wurde bisher keine hinterlegt. Doch

10 Gründe, Veronika zu wählen

Wahlwerbung: Auftraggeber Dr. Veronika Stirner Brantsch - Grafik: JUNG & C GmbH, Bozen

>> www.stirner-brantsch.it

In meiner politischen Arbeit ist mir besonders wichtig, Menschlichkeit zu vermitteln und zu leben. Ich stehe für eine Politik des Zuhörens und des Mitfühlens, aber auch

des konkreten Handelns

und nicht Lockerlassens.

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Dr. Veronika Stirner Brantsch | Nr.

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um die Bescheidenheit der Zahl der angeblich Beschäftigten zu unterstreichen: die Lasa Marmo war unter der Leitung Sonzogno bei Gott kein Musterbetrieb. Aber selbst in den schlechtesten Zeiten, als sie nur ca. 2.000 m³ Marmor im Jahr abbauten – also die geringere Menge als derzeit aus dem Göflaner Bruch kommen (ca. 2.250 m³) –, hatte sie immerhin noch 36 (!) Beschäftigte! Schlanders kann es sich offenbar leisten, in Zeiten wie diesen auf gut 20 Arbeitsplätze und die damit verbundene Wertschöpfung zu verzichten, und das nun schon seit über 7 Jahren! Statt jedoch auf Einhaltung des Konzessionsvertrages zu pochen verrennen sich die Gemeinde Schlanders und in ihrem Schlepptau die Eigenverwaltung Göflan in der Sackgasse der Abtransporttrasse. In diesem Zusammenhang kam jetzt eine weitere Hiobsbotschaft aus Rom.

Am 08.10.2013 hat nämlich der Staatsrat, also das Oberste Verwaltungsgericht, eine Berufung der Gemeinde gegen den Tafratzhofbauern Gurschler Johann abgewiesen. Dem „Tafratzer“ war im Jahre 2012 entschädigungslos (!) ein Grund besetzt und enteignet worden, welcher für die Verbindung der „Marmorstraße“ mit dem Gemeindeweg benötigt wurde. Dagegen hatte der Grundbesitzer erfolgreich zuerst vor dem Verwaltungsgericht in Bozen und dann vor dem Staatsrat gestritten. Nun dürfte sich in der Gemeindestube ein größerer Katzenjammer einstellen. Denn ohne den Grund des „Tafratzers“ hängt die ganze Verbindung mit dem Göflaner Bruch buchstäblich in der Luft. Inzwischen gilt jedoch der am Ende des Urteils angemerkte Befehl: „Allen Verwaltungsbehörden obliegt es, diese Entscheidung auszuführen“. Tappeiner Peter, Rechtsanwalt


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/Menschen/ 17

„…wos willsch denn mit a setta Banane“ Alexander Wallnöfer aus Prad ist seit September stolzer Besitzer des italienweit ersten Velomobils, Modell Milan SL. Das Liege-Rad mit Schutzhaube auf drei Rädern bewegt er mit seiner Muskelkraft. Er hat es in einer Manufaktur nahe Hannover anfertigen lassen und die erste lange Probefahrt hinter sich. Alexander Wallnöfer, geboren 1968, ist gebürtiger Prader, wohnt in Meran und arbeitet in Bozen: „Deis Velomobil koschtet gleich viel wia a a Kloanwogn isch obr umweltfreundlicher.“

von Magdalena Dietl Sapelza

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ie Betrachter waren erstaunt, als am Abend des 26. September ein ungewöhnliches Gefährt durch Prad rollte. Am Steuer saß Alexander Wallnöfer. Einige dachten an einen Mini-Ferrari. Doch sie wunderten sich, dass der gelbe Flitzer so leise unterwegs war. Aufgeregt erwarteten die Eltern Sieglinde und Bruno ihren Sohn, der sich angekündigt hatte. Obwohl sie bereits einiges über das Fahrrad wussten, waren sie von der futuristischen Form überrascht. Auf dem Weg zu seinem Wohnort Meran hatte Alexander Halt in seinem Elternhaus gemacht. Am 17. September war er mit dem Velomobil in der Manufaktur bei Hannover gestartet. Im Februar 2013 hatte er dort dessen Anfertigung in Auftrag gegeben. Dazu entschieden hatte er sich auf einer Biker-Messe

in Basl, wo einige der in den Nordländern gängigen Velomobile ausgestellt waren. „Viele hoobm mi für verruckt erklärt unt gsogg, wos willsch denn mit a setta Banane“, erklärt er. Doch er ließ sich nicht beirren. Die Reiseroute über Radfernwege hatte Alexander mit Hilfe des Internets geplant und dann etappenweise die Details studiert. Sein Ziel war es, die 1.200 Kilometer von Hannover bis Prad in zwölf Tagen zurückzulegen. Doch er war schneller. Er erreichte eine Geschwindigkeit von 45 bis 50 Kilometern in der Stunde und schaffte es in zehn Tagen, unterbrochen von einem Ruhetag. Vorbereitet hatte er sich daheim auf seinem Tourenrad. „I bin nit super trainiert gwesn, obr iatz bin i fit“, meint er lachend. Etwas problematisch beschreibt er das Fahren auf Pflastersteinen und Schotterwegen. „Ma woaß nit olm, wos kimmp“, sagt er. Onamol hon i s Radl

drei Kilometer weit gschoubn“. Bei jedem Halt scharten sich sofort interessierte Betrachter um den gelben Flitzer, den er mittlerweile liebevoll „meine gelbe Banane“ nennt. Alexander schmunzelte jedes Mal, wenn ihm die Frage nach dem Motor gestellt wurde. Spontan öffnete er dann die Haube und gewährte den Interessierten einen Blick ins Innere des Liegerades. Geduldig erklärte er die Mechanik der Pedale, die mit einer Speziallenkung verbunden sind, die von einem Akku gespeisten Lichter und vieles mehr. Das schützende Gehäuse besteht aus Carbon, es ist leicht und dennoch stabil. Der Regen konnte ihm auf seiner Fahrt vom Norden in den Süden nichts anhaben. Er fuhr durch historische Städte, in denen er meist übernachtete, und er traf viele interessante Menschen. Einer davon war der bekannte Weltenbummler Andreas El-

ler, der mit seinem Ziehkarren in entgegengesetzter Richtung unterwegs war. In einem verlassenen Nest bei Fulda waren sie sich begegnet. Einen Abend lang philosophierten sie, tauschten Erfahrungen aus und entdeckten viele Gemeinsamkeiten, ihre Naturverbundenheit, ihre Abenteuerlust, das Wandern, das Radfahren. Während Eller durch Kontinente zog, erkundete Alexander begleitet von seiner Frau Klaudia Resch mit dem Rad Korsika, Dänemark, Apulien, Südfrankreich… Kurz nach dem Fall der Mauer radelte er mit einem Freund nach Berlin, um hautnah Geschichte zu erleben. „S Radl sogg miar mea als s Auto “, sagt er. „Fir an Auto ruit miar s`Gelt“ Das Rad war stets auch sein Begleiter in Wien, wo er Nachrichtentechnik studierte. 1997 kehrte er nach Südtirol zurück und trat in den Dienst des Südtiroler Raiffeisenverbandes in Bozen. 2000 gründete er im Rahmen von New Economy eine Internet Start-up-Firma, mit der er Börsengänge planen wollte. Doch die Internetblase platzte und Alexander kehrte zu Raiffeisen zurück, wo er Verantwortung in der Online-Zentrale übernahm. Heute ist er dort Vizedirektor. Privat lebt er mit seiner Frau in Meran. Er pendelt täglich nach Bozen. Inzwischen setzt er sich nur noch ins Auto, wenn er aus Repräsentationsgründen einen Anzug tragen muss. Lieber steigt er in seine schnittige gelbe Banane und tritt in die Pedale. Dadurch hält er sich körperlich fit, braucht keinen Treibstoff und dank Gehäuse ist er vor Wind und Wetter geschützt. Und überall wo er auftaucht, staunen die Betrachter.


Vinschgerwind 21-13

17.10.13

Zum 500. Urlaubstag Sage und schreibe ihren 500sten Urlaubstag verbrachten Barbara und Joachim Schott aus Wiesbaden im September in der Pension Sachsalber in Tarsch. Familie Schott kommt seit 25 Jahren mit einer gesundheitsbedingten Unterbrechung, jährlich für 3 Wochen in die Pension Sachsalber nach Tarsch. Zu diesem Jubiläum gratulierten Gastgeber Familie Schwienbacher und weitere Gäste bei einer Grillfeier. Unter kräftigem Applaus wurde Bärbel und Jochen eine Urkunde vom Tourismusverein und 2 Geschenkkörbe mit Vinschgauer Produkten überreicht.

KURSE

IM HERBST 2013 QUALIFIZIERUNG/BERUF

Buchhaltung für NeueinsteigerInnen 4. – 25.11.13, 7 Abende

Foto: „Wind“-Archiv

18 /Gesellschaft/

„Eine großartige Leistung“ Vinschgau – Vier Jahre lang drückten sie die Schulbank und paukten knapp ein Dutzend Fächer: Nun haben die 15 Teilnehmer - 14 Frauen und ein Mann - die Ausbildung zur Sozialbetreuerin und zum Sozialbetreuer abgeschlossen.

Professionelles Konflikttraining 15.11.2013, ganztägig EDV

50+ EDV: Grundkurs 4.11. – 25.11.12, 7 Abende Serienbriefe und Seriendruck 27.11. – 4.12.13, 3 Abende MENSCH/GESELLSCHAFT

Die Patientenverfügung 28.11.13, 19.30 Uhr – 21.00 Uhr Richtig schminken leicht gemacht 30.10.2013, 13.00 Uhr – 17.00 Uhr GESUNDHEIT/ WOHLBEFINDEN

Massage für zu Hause 19.11. – 3.12.13, 3 Abende INFOS: Tel. 0473 746 721 bildung.vinschgau@kvw.org

Fotos: Angelika Ploner

Mein Kind zwischen 3 und 6 Jahren 29.10. – 12.11.13, 2 Abende

Sie haben es geschafft: Die 15 Teilnehmer des Ausbildungslehrgangs zum Sozialbetreuer. Nach vier Jahren erhielten sie bei einer kleinen und herzlichen Feier ihr Diplom. Die ehemaligen Schülerinnen und ein Schüler verabschiedeten sich ebenso herzlich von ihren Lehrkräften (Bild u. Mitte) von Angelika Ploner

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en Teilnehmern - jedem Einzelnen und jeder Einzelnen - gebührt Respekt und Bewunderung. Insgesamt 3.000 Stunden, 1.300 Praktikumsstunden und 1.700 Theoriestunden haben die 15 - ein Mann und 14 Frauen - in ihre Ausbildung als Sozialbetreuer und Sozialbetreuerin investiert. Nebst Beruf, Familie und Haushalt. Vier Jahre lang drückten die Absolventen am Freitag Nachmittag und samstags ganztägig die Schulbank, paukten Gemeinschaftskunde, Psychologie, Pädagogik, Krankenpflege, Medizin oder etwa Sozialgesetzgebung und Ernährungskunde.

Die gediegene Ausbildung, die vom KVW Bildungsflügel organisiert und der Landesfachschule für soziale Berufe „Hannah Arendt“ mitgetragen wurde, ist mit einem Diplom anerkannt und bietet Arbeitsmöglichkeiten sowohl als Sozialbetreuer, als auch als Pflegehelfer im Krankenhaus. Dass man Stolz auf sich ist und untereinander Freundschaften geschlossen hat, davon zeugte jüngst die Diplomfeier in Schlanders: Herzlich, humorvoll und vertraut verabschiedete man sich von den Lehrkräften, die meisten aus dem Vinschgau und den Organisatoren des Lehrgangs. Der Dank der frisch diplomierten SozialbetreuerInnen galt den Fa-

milien, Freunden, aber auch den Betrieben, in denen die Praktikas absolviert werden durften. Es ist dies der dritte Lehrgang, der seinen Abschluss findet. Der erste Lehrgang startete im Jahr 2001. Ob es eine neue Auflage geben wird, hängt maßgeblich von den finanziellen Mitteln ab. Die diplomierten SozialbetreuerInnen sind: Hansjörg Mahlknecht, Rita Carbogno, Christine Egger, Andrea Inge Heel, Enikò Kovacs Bessenyei, Bernadette Lamprecht, Nadia Lazzeri Schönthaler, Heidi Prieth, Irene Prister, Maria Rabensteiner, Claudia Stricker, Christina Agnes Taraboi, Ingeburg Wegmann, Margit Zanol und Heike Zwick.


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Vinschgerwind 21-13

/Gesellschaft/ 19

Prad - 10 Jahre Nationalparkhaus Aquaprad

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ie Unterwasserwelt ist eine eigene, oft befremdliche Welt. Die heimischen Seen und Bäche verbergen unter ihrer Oberfläche viel Unbekanntes. Einen Einblick in diesen Lebensraum bietet seit nunmehr 10 Jahren das Nationalparkhaus Aquaprad. Im Jahr 2003, passend zum Jahr des Wassers eröffnet, galt es am letzten Samstag dieses Septembers den runden Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür zu feiern. So wurde zu diesem Jubiläum nicht nur über die Vielfalt der heimischen Fischwelt in den 12 ausgestellten Aquarien mit ihren 35 heimischen Fischarten gestaunt, sondern auch gespielt, gemalt, gebastelt und Geschichten erzählt. Alles rund um das Wasser und ihre Bewohner. Nach der offiziellen Begrüßung durch den Prader BM Hubert Pinggera und Nationalparkdirektor Wolfgang Platter konnten zudem Gratisführungen in Anspruch genommen werden für die sich auch Platter selbst zur Verfügung stellte. Musikalisches Highlight boten die Musikschüler der Musikschule Prad, die mit ihren Marimbaklängen das Ambiente der Aquarienwelt mit angenehm ruhiger „Aquamusik“

Offizielle Begrüßung 10 Jahre Aquaprad u.a. mit Initiator Herbert Gapp

berauschten. „Ein finanziell nicht immer einfaches Projekt, doch die Initiatoren, der frühere Prader Bürgermeister Herbert Gapp und Wolfgang Platter, haben das Projekt Aquaprad schlussendlich im Rahmen verschiedener Programme und mit Hilfe von diversen Fördermitteln gestemmt“, so Renate Malleier, Leiterin des Nationalparkhauses in Prad. Nun, 10 Jahre nach der Eröffnung ist die Einrichtung gereift und hat mittlerweile an die 190.000 Besucher angelockt. Ihren Stellenwert für Natur, Mensch und Tourismus hat man dabei schon vielfach unter Beweis stellen können. Malleier betont die Wichtigkeit des Ökosystems Wasser: „Zum einen wird versucht, die Bevölkerung für die Vielfalt der heimischen Unterwasserwelt zu sensibilisieren. Zum anderen wird auch aktiv am Erhalt und dem Schutz bedrohter Arten gearbeitet. Der Fisch als Bioindikator, dessen Gesundheit als Messlatte für die Wasserqualität steht, ist unerlässlich.“ Doch im Aquaprad streckt man den Kopf auch über das Wasser hinaus. Zahlreiche Sonderausstellungen, wie

zum Beispiel jene über das Reich des Königs Ortler, den Steinbock oder zurzeit über die „großen Drei“, den Bären, den Wolf und den Luchs, berichten auch über die Besonderheiten unserer Umgebung an Land. Auch für die Ferienregion Vinschgau ist das Aquaprad von

Bedeutung, kam doch der Großteil der bisherigen Besucher von außerhalb der Landesgrenzen. Positiv anzumerken ist auch der große Anklang bei den Schulklassen, die das Ausstellungshaus oftmals als Ausflugsziel wählen. Peter Pfeifer

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... weil es uns alle angeht

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Fremde Welten hautnah erleben


Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

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Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Schluderns

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Bildungsausschuss Mals

Malettes

BILDUNGS HERBST

Information, Unterhaltung und Kultur in der Gemeinde Mals

Kulturregion Obervinschgau entdecken Wir treffen uns vor der Kirche St. Benedikt, fahren nach Burgeis und hören die Erklärungen zu den romanischen Fresken der Marienberger Malschule in der St. Nikolaus Kirche. Darauf begeben wir uns auf den Tartscher Bühel und betrachten dort in der St. Veithskirche ein Portrait eines Musikers aus romanischer Zeit. Nach der Führung in der Kirche machen wir einen Abstecher zur Ausgrabungsstätte eines rätischen Hauses, ehe wir weiter nach Laatsch fahren. In der St. Leonhardskirche in Laatsch erwartet uns eine sehr qualitätsvolle Ausstattung (Fresken und Altar) der Gotik. Zum Schluss besichtigen wir die St. Benedikts Kirche. Termin: Freitag, 18. Oktober 2013 Beginn: 14.00 Uhr Treffpunkt: Mals – St. Benedikts Kirche Dauer: ca. 3 Stunden Kosten: 7,50 Euro pro Person Anmeldung: bis 17.00 am Vortag im Tourismusbüro Mals oder Tel. +39 0473 831190 Organisation: Ferienregion Obervinschgau

2OI3

Landschaft der Argonatuen

Theater-Gastspiel des freien Theaters Bozen Iason, Christoph Columbus oder Neil Armstrong. Vom Argonauten bis hin zum Astronauten, zogen sie alle aus, neue Welten zu erkunden und sie der Zivilisation untertan zu machen. Ebenso ziehen in LANDSCHAFT MIT ARGONAUTEN drei Männer los, den Raum zu erobern. Nach der Ankunft im unbekannten Terrain, wird bald klar, dass die alten Strategien der Unterwerfung nicht mehr funktionieren. Die „Barbaren“, die Frauen und das verwüstete Land, die es zu bezwingen gilt, leisten Widerstand. Für den Heros, den Intellektuellen und den Schönling bahnt sich der eigene Untergang an. Der Raubbau an Land und Leuten bedeutet nur eines, das 4000 Jahre alte Modell der männlichen Weltaneignung ist gescheitert. Der Kampf der Geschlechter ist auch ein Kampf der Ideologien. Auf welcher Seite stehst Du? Darsteller: Suzanne Fabian, Gabriele Langes, Undine Schmiedl, Alexander Flache, Thomas Giegerich, Peter Schulz-Sandow Regie: Reinhard Auer Termin: Samstag, 19. Oktober 2013 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Mals – Kulturhaus Organisation: Freies Theater Bozen, Bildungsausschuss Mals

Nachlass Emilie Schindler

Nationalsozialistischer Kontext und Folgezeit

Bildungsausschuss Schlanders

Kurs: Gesundheitsgymnastik „Fit in den Morgen“ mit Erna Dietl Ab Do. 24.10.2013 von 09.00 – 10.00 Uhr im Gamperheim Schlanders Anmeldung bis 23.10.2013 unter 333 3203093 oder ba.schlanders@rolmail.net

Informationsabend: CHRIS-Studie „Medizinische Forschung – Wozu? Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Sicht der EURAC und des Hausarztes Referenten: Dr. Peter Paul Pramstaller und Dr. Robert Kaserer Freitag, 25.10.2013 um 20.00 Uhr in der Wirtschafts Oberschule – Plawennpark Schlanders Organisation: Zentrum für Medizin EURAC – Bildungsausschuss Schlanders

Oskar und Emilie Schindler hatten von 1940 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in ihren Fabriken jüdische Häftlinge beschäftigt und damit rund 1200 Menschen während des Nationalsozialismus das Leben gerettet. Die Namen der Arbeiter wurden in Listen eingetragen, die Oskar Schindler erstellen ließ. Die in Argentinien lebende Biografin von Oskar und Emilie Schindler, Prof. Erika Rosenberg macht eine Einführung und eine anschließende Führung durch die Ausstellung.

Termin: Mittwoch, 23. Oktober 2013 Beginn: 18.00 Uhr Ort: Mals – Oberschulzentrum Organisation: 4. Klasse der Fachoberschule für Wirtschaft im OSZ Mals

Tag der Bibliotheken

Gruselgeschichten im Bunker und Kastanienfest Die Gemeindebibliothek Mals hält zum heurigen „Tag der Bibliotheken“ das „Sommerleseabschlussfest“ ab. Zudem werden im Bunker bei Malettes Gruselgeschichten vorgetragen und anschließend Kastanien beim Schießstand gebraten. Termin: Freitag, 25.10.2013 Beginn: 14.00 Uhr Treffpunkt: Mals – Bibliothek Organisation: Gemeindebibliothek

Ziachorgl-Treffen Die Volkstanzgruppe Mals veranstaltet für junge und junggebliebene, routinierte und frischgebackene, vielspielende und selten spielende, große und kleine „Ziachorgelspieler/innen“ aus nah und fern das 2. Malser Ziachorgeltreffen. Im Mittelpunkt stehen die Musikanten mit ihren Darbietungen. Für Speis und Trank, Spaß und Tanz ist gesorgt. Termin: Samstag, 26.10.2013 Dauer: 10.00 bis 20.00 Uhr Ort: Mals – Kulturhaus Organisation: Volkstanzgruppe Mals


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Bildungsausschuss Graun Tag der offenen Tür

Historische Grenzbefestigungen am Reschenpass

Oberländer

Aktionstage 2013

Vortrag

In der Ruhe liegt die Kraft Wir leben in bewegenden Zeiten, in denen die Körper der Menschen durch Stress und Überforderung immer stärker belastet werden, gar „ausbrennen“. Sich ausruhen, entspannen, runterkommen, Vergangenes loslassen, Visionen finden, so könnte man meinen Vortrag umschreiben. Referentin: Birgit Weissenegger Termin: Freitag, 18. Okt. 2013 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Wargerstube im Museum Vinschger Oberland, Graun Organisation: Bildungsausschuss Graun Feier

Endlich 18 Volljährigkeitsfeier für die Jahrgänge ’94 und ’95 in der Gemeinde Graun. Ein Abend mit Besinnung, Information und Unterhaltung. Mitwirkende: Pfarrer Siegfried Pfitscher, Hubert Joos/Polizeihauptinspektor, Gemeindeverwaltung, Pensplan Termin: Samstag, 19. Okt. 2013 Beginn: 19.00 Uhr Treffpunkt: Pfarrkirche, Graun Zielgruppe: Jahrgänge ’94 und ’95 Organisation: Bildungsausschuss Graun und Gemeinde Graun

Mit neuen Informationen, kostenlosen Führungen und musikalischer Begleitung öffnet der Bunker an diesem Sonntag. Mittagessen möglich. Termin: Sonntag, 20. Okt. 2013 Beginn: 11.00 Uhr Ort: Bunker Nr. 20, Reschen Organisation: Kultur- und Förderverein Oculus Vortrag

Fit in jedem Alter Schmerzpunkte Rücken und Gelenke Insbesondere ältere Menschen können mit mehr Bewegung ihre Selbstständigkeit im Alltag erhalten oder verbessern. Ohnehin ist nicht so sehr das Alter, sondern die Lebensweise das Hauptproblem. Wenn wir unsere Knochen und Gelenke schmerzfrei erhalten wollen, müssen wir unsere Muskeln in Bewegung setzen. Halten wir unseren Bewegungsapparat gesund, so wird es auch gelingen, Schmerzpunkte zu reduzieren. Referentin: Doris Ziernhöld Termin: Dienstag, 22. Okt. 2013 Beginn: 15.00 Uhr Ort: Vereinssaal, Graun Organisation: Seniorenclub Oberland Gedenkfeier

Josef Duile Zum 150. Todesjahr von Ingenieur Josef Duile, 19.02.1776 – 03.02.1863 Josef Duile, gebürtig aus Graun im Vinschgau, schwang sich aus ärmlichen Verhältnissen zum Baudirektionsadjunkten in Innsbruck auf. Er wurde vor allem als Pionier der Wildbachverbauung bekannt und war auch der Lehrer des berühmten Planers des Suezkanales, Alois Negrelli. Seinem Geburtsort Graun hat er sich laut seinem Testament als großer Wohltäter erwiesen.

Bezirksservice Bildungsausschüsse Finanzielle Unterstützung von/con il sostegno di:

Gemeinden, Schulen und Kindergärten des Vinschgaus

Deutschkurse für MigrantInnen im Vinschgau Corsi di lingua per immigranti in Val Venosta

Astrid Kofler, geboren 1965 in Bozen, Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft in Wien, Journalistenausbildung in München, Berlin und London. Freischaffende Journalistin, Filmemacherin und Autorin. Bei Haymon erschienen u.a. das Sachbuch „Bauernleben in Südtirol“ und der Roman „Lebenskörner“. Trägerin des Förderpreises Walther-von-derVogelweide 2011. Termin: Freitag, 25. Okt. 2013 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Wargerstube im Museum Vinschger Oberland, Graun Organisation: Gemeindebibliothek Kurs

Wurzelkrippen selber bauen für Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Selber zu sammeln sind: Wurzeln, Rinden, passende Hölzer und Naturmaterialien. Termin: Samstag, 26. Okt. 2013 Beginn: 14.00 Uhr (6 Treffen) Ort: Alte Bibliothek, St. Valentin a.d.H. Kostenbeitrag: 30,00 Euro Anmeldung: bei Urban Plagg unter Tel. 328 57 15 036 (17.30 – 20.00 Uhr) Organisation: Kfs St. Valentin a.d.H. und Bildungsausschuss Graun

Prader Bildungstage Oktober – November 2013 ·

Information und Anmeldung / Informazioni e iscrizioni KVW Außenstelle Mals KVW Bildung Vinschgau Hauptstraße 131 - Widum Sozialfürsorge Patronato ACLI Malles Via Principale 131 Marktgasse-Via mercato 4 39028 Schlanders/Silandro 39024 Mals/Malles Tel. 0473 746 721 Tel. 0473 830645 bildung.vinschgau@kvw.org patronat.mals@kvw.org Öffnungszeiten / orario di apertura: Dienstag - Freitag / von 8.00 Uhr - 12.00 Uhr martedì - venerdì dalle ore 8.00 alle ore 12.00

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

Astrid Kofler

Bildungsausschuss Prad

2013

In Zusammenarbeit mit/ in collaborazione con:

Leitung: Peter Pircher Termin: Donnerstag, 24. Okt. 2013 Beginn: 19.00 Uhr Ort: Grundschule „Josef Duile“, Graun Musikalische Begleitung: Prof. Pasquale Bonfitto und Grundschüler Graun Organisation: Museumsverein Vinschger Oberland Autorenlesung

Jazz Konzert

Filmabend der Filmfreunde Prad

mit Klaus Telfser – WTH Trio Datum: Beginn: Ort: Veranstalter:

Samstag, 19. Oktober 2013 20.00 Uhr Saal der Musikschule Bildungsausschuss Prad

„Im Reich der Wilden Tiere im Nationalpark“ von Dietmar Gander Datum: Beginn: Ort:

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf

Freitag, 25. Oktober 2013 19.30 Uhr Mittelschule


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17.10.13

Marienberg/Vinschgau

Freundeskreis besucht Bunkeranlage er Einladung zum Klassentreffen jener Schüler, die vor 50 Jahren in die erste Klasse der Klosterschule von Marienberg eingetreten sind, sind heuer - von damals 17 Schülern - Andreas Fabi, Franz Stimpfl, Josef Platter, Roland Peer, Franz Josef Tedoldi, Anton Josef Moriggl und Andreas Waldner gefolgt. Ihnen wurde vom Präsidenten des Freundeskreises Marienberg Andreas Folie eine Sammlung heimischer Köstlichkeiten aus dem Langtauferertal überreicht. Diesen Schülern ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, ist lieb gewordene Tradition beim jährlichen Herbstausflug des Freundeskreises. Mit einer Wanderung - dem Seeufer entlang - von Graun nach Reschen steuerte heuer eine rund 40-köpfige Freundeskreisgruppe die Bunkeranlage an der Etsch-

Foto: Erwin Bernhart

D

v.l.: Freundeskreis-Präsident Andreas Folie, Andreas Fabi, Franz Stimpfl, Josef Platter, Roland Peer, Franz Josef Tedoldi, Anton Josef Moriggl und Andreas Waldner quelle oberhalb von Reschen an. Florian Eller und Hubert Folie führten in die Geschichte der Grenzbefestigungen ein, nicht ohne auf die eigentliche und immer noch stark gefühlte Wunde

im Oberland, die Seestauung, eingegangen zu sein. Beim Rundgang um und in die Bunkeranlage 20 wurden Bauund Betriebsweise der Anlage, die immerhin bis 1992 operativ

war, deutlich gemacht. Erst mit der Entmilitarisierung der Bunkeranlagen und deren Übergang in das Vermögensgut der Autonomen Provinz Bozen wurde die Quellstube der Etsch im Inneren des Bunkers entdeckt. Die Sanierung, die museale Ausstattung und kompetente Bunker-Führer ermöglichen seit kurzem Einblicke in eine zuweilen höchst absurde Welt militärischen Treibens. Die Rückkehr nach Graun erfolgte über den Vinschger Höhenweg und führte ins Gasthaus Traube Post. Eine junge KochTruppe hatte dort ein herrlich anzusehendes und ebenso köstlich schmeckendes Buffet aufgebaut. Abt Markus Spanier schickte mit Pater Peter Perkmann, Pater Ulrich Faust, Pater Urs Maria Stadelmann, Pater Anselm und Frater Ralph eine starke Vertretung, über die sich der Freundeskreis besonders gefreut hat. (eb)

Laatsch

Der einzigartige Schatz im Pfarrarchiv S

Gemeindearchivs von Laatsch gebracht hat und nun mit der Inventarisierung und Ordnung des einzigartigen Schriftgutes der Pfarre St. Lucius im Widum von Laatsch beauftragt wurde. Kürzlich berichtete die seit 2006 selbständig in diesem Bereich tätige Archivarin von ihrer spannenden Arbeit inmitten von Papier und Pergament. Das gesamte Schriftgut beinhaltet Kirchenrechnungen, Korrespondenz mit der kirchlichen Obrigkeit, Inventarlisten der Kirchen, Urbare, VisitationsbeFoto: Andreas Paulmichl

ie ist in Laatsch und im übrigen Land keine Unbekannte. Ihre Arbeit führt sie immer in eine fast vergessene Welt voller Dokumente, Urkunden, Urbare, Schriften und vieles mehr, die in der Weltgeschichte keine bzw. eine eher unbedeutende Rolle spielen, für ein kleines Dorf aber sehr interessante und wissenswerte Informationen zu Tage liefern können. Die Rede ist von der Historikerin Dr. Ingrid Facchinelli, die bereits vor drei Jahren Licht ins Dunkel des ehemaligen

v.l: Dekan Stefan Hainz, Archivarin Ingrid Facchinelli, PGR-Präsident Robert Wolf und Isabella Erhard vom Vermögensverwaltungsrat

richte und einen riesigen Bestand von Predigten zwischen 1620 und dem 20. Jahrhundert. „Es ist nicht immer leicht, bei euch den Überblick zu halten“, meinte sie in Anspielung auf die zahlreichen Gotteshäuser in dem kleinen Ort. Auch auf Kuriositäten sei sie gestoßen. So findet sich im Bestand eine Weisung des Bischofs von 1639 an den Pfarrer von Laatsch, indem einige Laatscher mit der Exkommunikation abgeurteilt wurden, da sie bei der Palmprozession einen Esel mitgeführt hatten. Außerdem berichtete Ingrid Facchinelli, dass sie als Technikerin ans Werk geht und ganz bewusst nicht als Forscherin, denn da würde sie Monate, wenn nicht Jahre versorgt sein. Jedes Schriftstück wird mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms erfasst und kurz mit einigen Worten dessen Beschaffenheit, Art und Inhalt beschrieben. Neben dieser

Datei wird das Ergebnis ihrer intensiven Arbeit auch ein so genanntes Findbuch sein, das zukünftig Forschenden einen schnelleren Einstieg in diesen Bereich gewährt und eventuelle weitere historische Arbeiten erleichtert. Das neu geordnete Schriftgut wird in säurefreie Papier- und Kartonumschläge gegeben und in einem eigens für diesen Zweck hergerichteten Raum aufbewahrt. Für den Ankauf der geeigneten Schränke stellte auch die Raiffeisenkasse Prad-Taufers einen Beitrag zur Verfügung. Nach den Ausführungen der Historikerin konnten sich die Interessierten sowie die Verantwortlichen der Pfarre, mit Dekan Stefan Hainz und PGR-Präsident Robert Wolf an der Spitze, ein Bild von den Arbeiten machen und mit einem Glas Laatscher Rotwein vom Weingut „Calvenschlössl“ wurde auf das gelungene Projekt angestoßen.


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/Gesellschaft/ 23

Tschengls

W

omit kann man Herrn Alois Oberhöller, dem pensionierten Pfarrer von Tschengls, zum 80. Geburtstag Freude bereiten? Wer ihn kennt, weiß es. Auf Geschenke materieller Art legt er keinen Wert, aber ein gut besuchter und schön gestalteter Gottesdienst in der Tschenglser Pfarrkirche freut ihn. So umrahmten der Kirchenchor, der Pfarrgemeinderat und die Musikkapelle von Tschengls zu seinem runden Geburtstag am 16. September die Abendmesse. Die Pfarrgemeinde und viele Gläubige von auswärts feierten mit Herrn Alois Gottesdienst und dankten und gratulierten auf diese Weise ihrem Seelsorger, der seit fast zwanzig Jahren in Tschengls tätig ist. Auch in seiner Pension betreut er noch die Pfarren Tschengls und Eyrs und hilft in der Seelsorgeeinheit Laas sowie im Dekanat Schlanders aus.

Anstelle einer Predigt schaute Herr Alois anekdotenhaft auf sein Leben zurück, erzählte von seiner einfachen Kindheit im Sarntal, von den Lern- und Studienjahren, von Engagements als Schauspieler und Sänger, von seiner zurückgezogenen Lebensweise als Einsiedler, vom Theologiestudium und von seiner Entscheidung, Priester zu werden. Er schaute zurück auf seine Zeit als Kooperator in Schlanders und auf seinen Wechsel nach Tschengls und sprach auch humorvoll über seine Eigenheiten. Er fühle sich wohl und frei in Tschengls, könne hier leben, wie ein Bauer, und so, wie es ihm gefalle. Nach der Messe empfingen Vertreter der Vereine und die Kinder des Dorfes Herrn Alois mit Gesang und einer besonderen Geburtstagstorte in Buchform, auf der einer der Lieblingspsalmen von Herrn Alois zu lesen

Sommavilla neu eröffnet

Foto: Angelika Ploner

v.l.: Steffy, Julia, Arianne, Barbara und Thomas

ier drinnen ist die Welt eine große: Internationale Düfte - Gucci, Prada, Dior um nur wenige zu nennen - stehen in den Regalen. Dazu kommen Produkte für Gesicht, Augen und Mund von namhaften Kosmetikherstellern: Biotherm, Lancaster, Artdeco und Maxfaktor. Hier drinnen, das ist die BijouterieParfümerie Sommavilla, jüngst, anfangs Oktober, neu eröffnet. Barbara Dietl und Thomas Strimmer von „body&mind“ knüpfen an die langjährige Tradition der Parfümerie Sommavilla an. Unangetastet bleibt der Auftritt des Geschäftes am Hauptplatz

war: „Der Herr ist mein Hirte“. In diesem Psalm, der gern von Herrn Alois angestimmt wird, heißt es auch „er lässt mich lagern auf grünen Auen, er führt mich zum Ruheplatz am Wasser.“ So einen Ruheplatz am Wasser hat sich Herr Alois in Tschengls geschaffen. Er hat dort einen Teich angelegt, hält neben Enten und Hasen verschiedene andere Tiere und hat das Widum von Tschengls zu einem offenen Haus gemacht, in dem er alle Menschen empfängt, die seinen Rat, sein Gebet und seine Hilfe suchen. So seien Herrn Alois zum 80. Geburtstag noch viele Jahre in Gesundheit und Harmonie gewünscht. Maria Raffeiner

pr-info Immobilienagentur Spiss, Naturns

Schlanders

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Dem pensionierten Pfarrer Alois Oberhöller gratulierten die Tschenglser und die Vereine zum 80.

in Schlanders, attraktiv auch das Konzept mit Modeschmuck, Handtaschen, Tücher, Schals, Parfums, Pflegeprodukten in der oberen Etage. Die untere Etage teilen sich das Solarium Ergoline und – ab dem kommenden Frühjahr – die neue Bademode für Sie und Ihn von Tommy Hilfiger, Charmline und Moschino.Kundinnen und Kunden dürfen sich jedenfalls in den besten Händen wissen: Verkäuferin Steffi ist ausgebildete Kosmetikerin und garantiert mit ihrem Wissen eine ausgezeichnete Beratung. (ap) Tipp: Bis am 31. Oktober 10 % auf alles!

Mit Ausdauer ans Ziel Ein 8 Gipfelmarsch erfordert Kondition und Ausdauer. Ausdauer erfordert oft auch sowohl der Erwerb als auch der Verkauf einer Immobilie. Ich habe die nötige Ausdauer und scheue weder Zeit noch Mühen, um meine geschätzten Kunden zufrieden zu stellen. Mit vollstem persönlichen Einsatz führe ich auch Sie an das oft auch noch so weit entfernte Ziel! Außer der diskreten und seriösen Vermittlung von Wohnungen, Häusern, Grundstücken, Betrieben, usw., biete ich: • kostengünstige Schätzungen • jegliche Art von Verträgen (auch Mietverträge) • persönliche Beratung über Landesbeiträge bei Wohnungskauf • Beratung bei Erbschaftsangelegenheiten und Höfeübergabe • Überprüfung und Beschaffung von Grundbuchs- und Katasterunterlagen Besuchen Sie meine Internetseite www.spiss-immobilien.com Naturns – Hauptstraße 35 – Tel. 0473 667447

Foto: Florian Peer

Festgottesdienst für Herrn Alois


24 /Gesellschaft/

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Goldrain/Meran

Flamenco on tour

Kräuter im Kurhaus

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Foto: Angelika Ploner

tolzer Blick, makellose Haltung, selbstsichere Präsenz. Die Finger sind gespreizt während der rechte Fuß kraftvoll zu Boden schlägt. „Zapateados“ wird diese typische Fußbewegung im Flamenco genannt. Die einen hassen den Flamenco, die anderen lieben ihn. Roberta Rio (i. Bild) gehört zweifelsohne zu letzteren, sie ist vom Flamenco tief berührt. „Flamenco ist nicht mein Hobby, sondern mein Leben“, sagt die promovierte Historikerin, Buchautorin, Tänzerin und Multiinstrumentalistin. Rio brachte jüngst das Weltkulturerbe Flamenco in den Vinschgau: Am 1. Oktober hielt sie einen Vortrag in der Mittelpunktbibliothek Schlandersburg, drei Tage später einen Tanz-Workshop in Schloss Goldrain. Roberta Rio war mit ihrer Kärntner„Rio Flamenco Schule“ on tour und nahm jene, die gekommen waren, mit auf eine Reise: eine Reise bis nach Indien und zurück. Denn der Flamenco ist eine Kultur, die sich über Jahrhunderte durch ganz verschiedene Einflüsse verändert hat. „Der Ursprung des Flamencos liegt in Indien und ist mit der Geschichte der Gitanos eng verbunden“, erklärte die Flamenco-Tänzerin. Es waren dies Zigeuner, die aus Indien über Asien bis nach Andalusien kamen. In Andalusien haben sich, durch die Vermischung mit Juden und Mauren, Tanz, Musik und Gesang weiterentwickelt. Daraus hat sich eine eigene musikalische und tänzerische Form der Sprache entwickelt: der Flamenco. Der Flamenco bespielt die ganze Bandbreite der Gefühle, als Überbegriff vereint er 38 Gattungen unter sich. „Flamenco“, sagte Roberta Rio dem Publikum abschließend, „ist zum einen ein Tanz, zum anderen ein Weg, um eine bessere Körperhaltung und Körperwahrnehmung zu erreichen.“ Und weil Roberta Rio nie nur einmal an einem Ort gastiert, kehrt sie auch wieder in den Vinschgau zurück: am 28.02.2014 mit dem Workshop „Flamenco meets Business“ im Schloss Goldrain, am 01.03.2014 mit einem Flamenco Tanzworkshop in Schloss Goldrain und mit der Seminarreihe „KörperKlang“- Die ansteckende Lust am Trommeln mit den Füßen im Takt am 25.-26.04.|23.24.05.|22.-23.08.|19.-20.09.2014 auf den Rimpfhöfen. (ap) Nähere Infos unter: www.robertario.com

eit Jahrhunderten werden in Südtirol Kräuter gesammelt, rund 120 Heil- und Gewürzpflanzen kommen in unserem Land vor. Auf diesen zunehmend wichtigen Wirtschaftszweig macht das dritte Südtiroler Kräuterfestival am 26. Oktober 2013 im Kurhaus von Meran von 10 bis 17 Uhr aufmerksam. 16 Kräuteranbauer aus dem ganzen Land stellen sich und ihre Bioprodukte vor und bieten sie zum Verkauf an. Eine Apothekerin informiert über die Heilkraft der Kräuter, Kräuterpädagogen erzählen Kräutermärchen, Referate über Pflanzengötter und Pflanzenmythen runden das Festival ab. Der Eintritt ist frei. Die ausstellenden Kräuteranbauer stammen aus Goldrain, Stilfs, Ahrntal, Pfalzen, Vintl, Niederolang, Rodeneck, Brixen, Pfitsch, Barbian, Kastelruth, Tesido/ Monguelfo, Auer, Kaltern, St. Felix, St. Nikolaus/Ulten. Urban Gluderer vom „Kräuterschlössl“ in Goldrain baut mit seiner Frau und den drei Kindern seit neun Jahren im Vollerwerb auf rund 8.000 m² Kräuter an. Auf weiteren rund 10 Hektar sammelt die Familie in freier Natur Wildkräuter. Ein Gespräch. Was sind die besonderen Angebote des „Kräuterschlössls“, Herr Gluderer? Urban Gluderer: Wir haben drei Standbeine: Kräutertee und Kräutersalze, Kräuterkosmetik und Kräuterhonig. Unsere Besonderheiten sind spezielle Rezepturen: Kräutersalz mit Wachholder-Ingwer, Walnussblättern, Lärchenspitze und anderem; Nudeln mit Lärchenspitzen, Holunderbeeren, Birkenblättern und einigen mehr; Honig mit Früchten; Kosmetik mit den Schätzen Südtirols, wie Vinschger Marmor, Lehm vom Vinschger Sonnenberg, Edelweiß, Traube, Apfel, Marille und spezielle Holzverpackungen. Letztere werden von einer sozialen Einrichtung hergestellt. Wie haben Sie Ihr Wissen um Kräuter gesammelt? Ich habe einen Kräuterkurs in der Laimburg belegt und dann durch Versuche und in der Praxis meine Erfahrungen gemacht. Alle Familienmitglieder haben sich entsprechendes Wissen in der Oberschule und bei Kräuterkursen in der Laimburg angeeignet, die zwei Frauen sind außerdem ausgebildete Kräuterpädagoginnen. Wie viel Arbeitskraft wenden Sie für die Kräuter auf? Unser Betrieb und Hofladen ist das ganze Jahr über geöffnet, alle fünf Familienmitglieder arbeiten ganzjährig mit. Im Sommer arbeiten wir durchschnittlich neun Stunden am Tag, im Winter etwas weniger. Am Samstag und Sonntag erledigen wir nur die drin-

Foto: Abt. 22 Land-, forst- und hauswirtschaftliche Berufsbildung

Schlanders/Goldrain/Vinschgau

Urban Gluderer genden Arbeiten, in diese Zeit fallen viele Verkaufsveranstaltungen. Welches Kraut sollte in keinem Haushalt fehlen? Da gehören Küchengewürze wie Salbei, Rosmarin, Bohnenkraut und Basilikum dazu, genauso wie Kräuter für Teeaufguss wie Melisse, Minze oder Brennessel. Leben Menschen gesünder, die sich mit Kräutern beschäftigen? Wer mit Kräutern arbeitet, erhält eine Menge „Gratistherapien“: Bei all den Farben, Düften über viele Stunden täglich bekommt man den Kopf frei, man arbeitet mit den Jahreszeiten und ist viel in der freien Natur. Haben Kräuter in Südtirol den Stellenwert, den sie verdienen? Kräuter haben im Vergleich zum Obst- und Weinbau nur einen sehr geringen Stellenwert. Ich erwarte nicht, dass Kräuter den Stellenwert entsprechend der Höhe des Arbeitseinsatzes erhalten. Jeder Wirtschaftszweig ist wichtig und wertvoll für Südtirol und jeder Bauer entscheidet für sich über die Wirtschaftlichkeit seines Betriebes, wie er welche Produkte in welcher Wirtschaftsweise anbauen will. Wir würden uns allerdings schon mehr Wertschätzung für unsere Arbeit mit den Kräutern wünschen - im Speziellen seitens der Obstbauern: dass sie mehr Rücksicht auf unsere Nischen- und Bioprodukte nehmen. Weitere Infos unter www.kraeutergold.it


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Vinschgerwind 21-13

/Gesellschaft/ 25

Schluderns

„Schwabenkinder“ überraschen Senioren er „Internationale Tag der Senioren“ wird jährlich am 1. Oktober begangen. Der Aktionstag wurde 1990 von den Vereinten Nationen UNO ausgerufen, um auf die Belange der älteren Generation aufmerksam zu machen und deren Leitungen zu würdigen. Überall in Südtirol – und speziell in den Betreuungsstätten für alte Menschen - wurden heuer wiederum Veranstaltungen unterschiedlichster Art organisiert, bei denen die Seniorinnen und Senioren in den Mittelpunkt gestellt wurden. Im Kultursaal von Schluderns feierten die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenheimes von Schluderns zusammen mit Angehörigen, mit Betreuerinnen und Überraschungsgästen. Koordinatorin des Festes war Roswitha Weissensteiner. Zum Auftakt gab es Kaffee und Kuchen. Dann richtete die Präsidentin des „Altenheim-Konsortiumsbetriebs Schluderns Laas“ Rosamunde Patscheider ihre Grußworte an die Anwesenden. Der Film über Schluderns, vorgeführt von Eduard Spiss, und die volkstümlichen Musikeinlagen, dargeboten vom Prader Duo Paul Longhi und Manfred Thoma, weckten viele Erinnerungen. Kurz nach der Marende

Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

D

Begegnungen im Kultursaal am „Internationalen Tag der Senioren“ mit Käse, Trauben und Palabirabrot wurde ein Kurzfilm über die „Schwabenkinder“ gezeigt, denen seit kurzem im Vintschger Museum eine Dauerausstellung gewidmet ist. Im Anschluss zog eine Kindergruppe, als „Schwabenkinder“ gekleidet, mit Säcken und Wanderstöcken auf die Bühne. Zwei Mädchen beschrieben kurz die leidvolle Geschichte der einstigen Kinderarbeiter, die 200 km nach Ravensburg zum Kinder-

markt marschieren mussten. Gabi Obwegeser führte die Gruppe an und schlüpfte dann in die Rolle einer „Mutter“, die mit ihrem „Sohn“, der nicht ins Schwabenland aufbrechen wollte, ein Abschiedsgespräch führte. Dieses hatte Robert Ruepp als Gedicht verfasst. Die darin beschriebene Not konnten viele Anwesende im Saal nachempfinden, denn sie hatten in ihrer Jugend ebenfalls schwere Zeiten erlebt. (mds)

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Leben ohne Spiegel

sie, weswegen sie immer wieder mit der staatlichen Behörde in Konflikt geraten sind. Zuerst in Tirol, dann in Mähren, wo sie sich vorübergehend niedergelassen hatten. Weitere Aufenthalte waren Siebenbürgen in Rumänien, Russland, aber erst in Amerika kamen sie zur Ruhe. Einige Bruderhöfe gibt es auch in England - auch dort wird Foto: Hans Wielander

Zu den auffälligsten Besonderheiten des schlichten Lebensstils der Hutterer gehört das Fehlen von Spiegeln. Was das bedeutet? Anlässlich der Gedenkfeier wurde unter anderem aufgezählt, was geschätzt und was nicht geduldet wird: Keine Tatoos, also keine Tätowierungen auf der Haut mit Drachen, Herzen und erotischen Zeichen. „Eingezeichnet“ wird bei ihnen nur in die Seele, schon von der frühesten Kindheit an und zwar nur Sprüche und Weisheiten aus der Bibel. Vorzugsweise aus dem alten Testament. Vor einem halben Jahrtausend, also um 1517, dem Jahr der beginnenden lutherischen Reformation, brodelte es auch in unserem Land, auch hier im Vinschgau, zumal die neuen Ideen wegen der Nähe der Schweiz rasch Eingang fanden. Etwa 20.000 Wiedertäufer forderten eine Neuordnung der kirchlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse. Vor allem wurde die Übermacht der Kirche kritisiert, ihr Reichtum und ihre Prunksucht … das klingt nicht ganz unbekannt. Die Nachkommen leben heute in Nordamerika, in den USA und Kanada, noch immer ganz abgeschieden und ohne Privatbesitz in großen Bauernhöfen, in Brudergemeinschaften von etwa 100 Personen. Sie beten in einem altertümlichen Tiroler Dialekt, singen viel und fühlen sich immer noch als Tiroler. Auch hier wurden sie grausam verfolgt, wobei der aus Saalen bei Bruneck stammende Hans Pürchner in Kortsch im Etschland gefangen wurde „und von Schergen hingeführt gen Schlanders für den Pfleger, welcher ein grausamer Tyrann war und ihn nur wollt erstechen vor Grimmen“. Das war im Jahr 1555; in einem Hutterischen Lied wird die grausame Folter und Hinrichtung Pürchners besungen und beweint. Aber bei der Veranstaltung in Schlanders wurden ganz praktische Dinge der Gegenwart besprochen, darüber, dass bei den Hutterern sehr früh geheiratet wird. Dadurch, so wird behauptet, gibt es kaum Probleme mit der Sexualität. Priester gibt es keine, nur einen Vorbeter und Lehrer, der auch die Bibel erklärt. Kein Militärdienst, den verweigern

Oben Mitte: Das Bild mit den beiden Mädchen und den selbstgefertigten Kinderwagen diente als Titelbild der ARUNDA Publikation von Gerhard Mumelter: „Die Hutterer - Tiroler Täufergemeinden in Nordamerika“. Südtiroler Fotografen und Journalisten besuchten 1985 die Hutterer in USA und haben dabei zahlreiche Szenen aus dem täglichen Leben festgehalten; seitdem haben sich bis heute lebendige Kontakte erhalten. Immer wieder besuchen Hutterer das Geburtsland ihres Gründers Jakob Huter.


Foto: Gerhard Mumelter

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/Kultur/ 27

Gemeinde und fügt kopfschüttelnd hinzu „mir wiss‘n nit, wia dos goht“. Gearbeitet wird in Gemeinschaft, die Stimme der Bibel wird mit Lautsprecher überall hingeleitet, auch in den Stall. Auf das Wort Gottes wird niemals verzichtet und Jesus ist ausschließlicher Mittelpunkt. Keine Heilige, keine Priester, oder anders herum: Wir alle sind Priester. Die Kinder werden daran von frühester Jugend an gewöhnt. Wer studieren will und in eine Stadt ziehen muss, lebt mehr oder weniger abgeschirmt in eigenen Häusern - fast wie im Kloster. Fragen des Zusammenlebens, auch die Ehe betreffend, werden nur von den Männern beschlossen. Frauen haben kein Stimmrecht, haben aber durchaus Einfluss auf ihre Männer. Technisch sind die Hutterer durchaus mit modernsten Arbeitsgeräten ausgestattet. Es gibt aber kein Fernsehen, keine Computer, kein Radio, kein Handy und all die anderen „Spielereien“. Allerdings auch Kompromisse, zumal diese Gemeinschaften ja auch mit der Wirtschaftswelt verbunden sind und ihre Produkte, Mais, Truthähne und anderes, auf Märkten verkaufen müssen. Die Hutterer sind Wiedertäufer, das heißt, sie lehnen die Kindstaufe ab. Weil der Mensch nur als Erwachsener und in bewusster Entscheidung Christ werden kann. Aber was ist der Mensch? Damit sind wir bei der Grundfrage nach dem eigenen Ich und - indirekt - auch beim Spiegel. Und darum geht es, nur darum: Wir brauchen keine Spiegel, keine Psychologie, keine Selbsterkenntnis, was immer wir in uns suchen und finden, es ist immer nur Gott. Um diese äußerst bedürfnislos lebende Religionsgemeinschaft zu verstehen, muss man sich den Luxus vieler Schlösser vorstellen, zum Beispiel den Sonnenkönig Ludwig XIV. in Versailles, der sich vor riesigen Spiegeln als „Gottmensch“ scheinbar ins Unendliche vervielfacht. Sich aufplusternd wie ein bunter Vogel. Absolut in sich selbst verliebt. Damals, als die reformatorische Bewegung auch unser Land erreichte, gab es überall Sonnenkönige; auch der Papst war in diesem Sinne maßlos eitel, wogegen sich viele einfache Christen aufzulehnen begannen und auch deswegen grausam verfolgt wurden. Damals gab es im Vinschgau etwa 1000 Anhänger, meist arme Leute aus niedrigem Stand. Hans Wielander Foto: Hans Wielander

auf tirolerisch gebetet und gesungen. Trotz einiger Aussteiger nimmt die Zahl der Hutterer ständig zu und nähert sich der 30.000 Grenze. Ihre Geburtenrate ist um ein Vielfaches höher als die der USA oder Kanadas. Geburtenkontrolle kennen sie nicht. „Wia mocht‘s es dos in Europa, dos so wianig Kind‘r hobt‘s?“ erkundigte sich Tim Hofer, der Verwalter der

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Links und rechts: Aus Amerika eingeladen wurde die Hutterergemeinde in unser Land, weil ihr Urvater, der aus dem Pustertal stammende Jakob Huter, im Jahre 1536 in Innsbruck vor dem Goldenen Dachl als Ketzer und Aufwiegler verbrannt wurde. Zahlreich waren seine Anhänger im Vinschgau; auch sie wurden grausam verfolgt. Aufmerksam folgten die zahlreichen Zuhörer, darunter auffallend viel Jugend, dem Vortrag am 13. September 2013 in Schlanders. Viele Fragen wurden zum heutigen Lebensstil dieser altertümlichen Gemeinschaft gestellt und ausführlich beantwortet.


28 /Jugend/

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Juze Freiraum Schlanders Ö Mi. 23.10.13 von 15 bis 17 Uhr Juze Nachmitta für Mittelschüler Kürbis schnitzen Ö Fr. 25.10.13 ab 18.00 Uhr Kochabend Jugendtreff Explosiv Prad Ö Fr. 25.10.13 ab 19.00 Uhr Kochabend Ö Sa. 26.10.13 Go-Kart-Ausflug Anmeldung bis am 16.10.13 Phönix Schluderns Ö Mi. 23.10.13 ab 15.30 Uhr Halloween Deko basteln Citytreff Glurns Ö Fr 18.10. 13 ab 19.00 Uhr Törggelen Ö Mi 25.10.13 ab 15.30 Uhr Halloween Deko basteln „All In“ Kastelbell/Tschars: Ö Öffnungszeiten: Mo + Mi 16.00 – 19.30 Uhr im JuZe Kastelbell Do + Fr 17.00 – 21.00 Uhr im Jugendhaus Tschars Ö Fr. 18.10.13 ab 18.00 Uhr Herbsttörggelen auf dem Dorfplatz mit Live Act“Dirty Lovers“ „Time Out“ Schnals Ö Öffnungszeiten: Sa. 14.30 – 22.00 Uhr Jeden 1. Sonntag im Monat 13.00 – 21.00 Uhr Ö Jeden Samstag von 15 – 18 Uhr Krampusmaske basteln! Informationen bei Petra Tel.: 3397180182 oder Magdalena Tel.: 328-0269605 Chill House Stilfs Ö Treff vom 18. – 25.10. geschlossen Ö Sa. 26.10.13 ab 17.00 Uhr Keschtnbrotnen Treffpunkt: Chill House Jugendtreff Burgeis Ö Sa. 19.10.13 ab 18.00 Uhr Kochabend Ö Mi. 23.10.13 ab 14.30 Uhr Ringe aus Knöpfen basteln Jugendraum Taufers/Revoluzer: Ö Fr. 18.10.13 ab 16.00 Uhr Herbstausflug Ö Sa. 26.10.13 Go-Kart-Ausflug Juze Naturns Ö Mo. 21.10.13 ab 15.00 Uhr U16 Calcettoturnier Ö Fr. 25.10.13 ab 18.00 Uhr Törggelen im JuZe-Garten Ö Sa. 26.10.13 ab 20.00 Uhr Punk Rock Live Konzert Jugendzentrum JUMA Mals Ö Fr. 18.10.13 um 19.30 Uhr Jungbürgerfeier für alle 1995-er im JuMa (Anmeldung im JuMa) Ö Sa. 19.10.13 Graffiti-Finalrunde durch alle Teilnehmenden Jugendtreffs&Zentren (Anmeldung im JuMa) Ö Fr. 25.10.13 ab 19.00 Uhr the early halloweenfete für MittelschülerInnen

Alkoholprävention in Südtirol

17.10.13

20 Stunden, 7 Aktionen – 4 Jugendtreffs

„Tag der offenen Jugendarbeit“ im Vinschgau

Am 04. Oktober fand der zweite landesweite „Tag der offenen Jugendarbeit“ statt. In ganz Südtirol und so auch im Vinschgau präsentierten Jugendtreffs- und Zentren ihr Angebot. Der „Tag der offenen Jugendarbeit“ soll einen Anlass bieten, das breite und vielfältige Angebot der Vereine und Strukturen der offenen Jugendarbeit wieder einmal ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Die Vinschger Jugendtreffs Jugendzentrum Mals (JuMa), Jugendzentrum Schlanders (Freiraum), Jugendcafé Latsch (Chillout) und das Jugendzentrum Naturns (JuZe) boten ein buntes Programm an. Das JuMa und das Juze Freiraum organisierten einen Tag der offenen Tür, Eltern, Jugendliche und Interessierte waren recht herzlich eingeladen die Treffs und deren Alltag kennenzulernen. Ebenso gestaltete das JuMa einen Mädchennachmittag, mit selbstgebastelten Twister und verschiedenen Spielen. Ein nächstes Treffen für einen Mädchennachmittag wurde bereits geplant, dieser findet am 08. November um 15.00 Uhr mit Film und Popcorn

Jugendtreff „Time Out“ Schnals sowie „All In“ Kastelbell/Tschars

Alles neu

macht der Herbst!! Seit dem 2. September stehen die Türen des Jugendtreffs „Time Out“ in Unser Frau sowie jenes des „All In“ in Kastelbell/Tschars wieder offen. Nachdem der Treff in Schnals seit Februar und jener in Kastelbell/Tschars seit Ende Juli geschlossen war, ist mit der neuen hauptamtlichen Mitarbeiterin Magdalena Golser wieder Bewegung in die Dörfer gekommen. Unterstützt wird die neue Jugendarbeiterin vom Jugenddienst Naturns. Hauptaugenmerk liegt in beiden Treffs auf der Integration der Jugendlichen sowie auf die Entfaltung der persönlichen und sozialen Kompetenzen. Im Jugendzentrum haben die Jugendlichen neben diversen Möglichkeiten auch Räumlichkeiten um ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Geplant sind neben der Neugestaltung des Jugendraums auch Kochkurse, Mädelstreff, Filmabende, Übernachtungen im Jugendtreff mit selber gemachtem Frühstück, Austausche zwischen den Treffs und Schneeschuhwandern. Auch größere Projekte wie das Nähen von Taschen aus recycelbaren Material sowie einer Hüttenwanderung sind vorgesehen.

im JuMa statt. Rund ging es auch im Juze Freiraum, die Jugendlichen konnten ihrer Kreativität beim Siebdruck freien Lauf lassen, sie gestaltete Taschen und T-Shirts. Am Abend folgten einige Musikbegeisterte der Einladung zur Jamsession im Juze Freiraum. Rhythmisch ging es mit einem Auftritt einer Tanzgruppe zu Ende. Im Chillout Latsch entstanden derweil tolle Buttons zum Thema „i und mein Treff“. Im JuZe Naturns war der neue Medienraum Ort des Geschehens. Jugendliche organisierten für Jugendliche ein TrackMania LAN-Turnier. Die Besucher nutzten aber auch andere Angebote des JuZe, so wurde auch Calcetto und Billard gespielt oder einfach mit anderen Jugendlichen gequatscht und gefachsimpelt. „Der Tag der Offenen Jugendarbeit“ war ein voller Erfolg und die Vinschger Vereine sind natürlich auch nächstes Jahr wieder mit vielen unterschiedlichen Aktionen dabei.

Treffrunde für die Mittelschüler Vom Phönix, zum Citytreff bis zum Revoluzer Am 27.09. waren alle Erstklässler der Mittelschule aus Schluderns, Glurns und Taufers eingeladen mit uns (Franziska und Annamaria) eine Treffrunde zu machen. Wir starteten im Jugendhaus Phönix in Schluderns, wo wir zu Mittag aßen und den Treff erkundeten. Danach ging es mit dem Citybus nach Glurns in den Citytreff, dort war Action angesagt, denn es warteten viele Spielmöglichkeiten auf uns. Zu Guter letzt starteten wir mit den „Schweizer Bus“ nach Taufers, dort gab es noch Snacks und eine letzte Treffbesichtigung. Unsere 19 TeilnehmerInnen und wir 2 hatten viel Spaß und einen tollen Ausflug.


17.10.13

Schlinig

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/Jugend/ 29

Burgeis

Tragseile am Föllakopf sind erneuert Gästeehrung

Die tatkräftigen Schliniger nach vollbrachter Arbeit hinten v.l.: Philip Habicher, Dietmar Bernhart, Simon Habicher, Martin Peer; vorne v.l.: Joachim Papriani, Daniel Habicher, Florin Moriggl, Martin Bernhart

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or 52 Jahren errichteten einige Jugendliche am Gipfel des Föllakopfes, dem Hausberg des kleinen Bergdorfes Schlinig, ein Kreuz, welches auch heute noch weit über das Tal hinaus sichtbar ist. Im Laufe der Jahre zeigten sich immer mehr Verwitte-

rungsspuren an den Tragseilen des Kreuzes. Daher brachen am 17. August 7 junge Männer aus Schlinig mit dem erfahrenen Bergretter Florin Moriggl Richtung Föllakopf auf, mit dem Ziel, die Drahtseile des Kreuzes zu erneuern. Bis zur Sesvennahütte wurde das Material mit einem Traktor transportiert. Von hier aus mussten die starken Burschen schwer beladen mit den Drahtseilen, dem 50 m langen Blitzableiter, den Verankerungen und dem benötigten Werkzeug zu Fuß zum 2.878 m hohen Gipfel marschieren. Gegen Mittag erreichten sie ihr Ziel. Nach einer Stärkung stieg Florl auf das 10 Meter hohe Kreuz, um die Seile auszutauschen. Erst nach ca. 4 Stunden waren alle Seile ausgewechselt und ein neuer Blitzableiter am Kreuz angebracht. Nach vollendeter Arbeit marschierten die 8 Schliniger zufrieden und stolz zurück zur Sesvennahütte, wo sie in gemütlicher Runde bei einer guten Marende den Tag ausklingen ließen. Ein besonderer Dank geht an alle Sponsoren und Gönner.

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err Klein hat schon seine Jugendferien vor 35 Jahren in Südtirol verbracht. Mittlerweile verbringt er mit seiner Familie schon seit 20 Jahren den Urlaub in Burgeis. Die Gegend im Obervinschgau ist ihnen einfach ans Herz gewachsen. Die Gastgeberfamilie Christine Punt überraschte sie im Kloasterhof mit einer Ehrenurkunde. Altfraktionsvorsteher Toni Punt überbrachte die

Grüße sowie Dankesworte und überreichte ihnen die Ehrenurkunde über 20-jährige Treue zu Burgeis. Passend dazu spielte die Musikkapelle Burgeis den Jubilaren auf. Die Gastgeberfamilie bedankte sich mit einem herzlichen Vergelt’s Gott und wünscht noch viele Urlaubsjahre unter Freunden.

Schlanders

10 Jahre Montessori-Ausrichtung S

eit 10 Jahren gibt es in der Grundschule Schlanders Klassen mit Montessori Ausrichtung. Zurzeit ist für viele Eltern einschulender Kinder die Frage, ob sie ihr Kind in eine Klasse mit Montessori Ausrichtung einschreiben oder nicht, sehr aktuell. Folgender Artikel soll die Entscheidungsfindung erleichtern. Ist die Klasse mit Montessori-Ausrichtung das Richtige für mein Kind? Jedes einschulende Kind hat die Möglichkeit, die Klasse mit Montessori-Ausrichtung in Schlanders zu besuchen. Voraussetzung ist, dass die Eltern die Prinzipien der Montessori-Pädagogik mittragen, insbesondere das Vertrauen in die Entwicklung des Kindes, die Achtung vor der Persönlichkeit des Kindes und seinem individuellen Lernverhalten und die Bereitschaft zur Unterstützung bei seiner Entwicklung zur Selbstständigkeit. Müssen Eltern sich mit Montessori-Pädagogik auskennen? Eltern, die mit der Pädagogik Maria Montessoris vertraut sind, können ihr Kind und die Lehrpersonen bei der Arbeit besser unterstützen. Da die meisten Eltern unserer Schüler/innen Regelschulen besucht haben, fällt es ihnen oft schwer, sich eine Vorstellung vom Schulalltag der Montessori-Klassen zu machen. Daher bie-

ten wir zahlreiche Angebote an, um einen Einblick in unseren Unterricht zu gewährleisten: • Tag der offenen Tür: Am 11. Dezember 2013 von 14.30-16.00 Uhr öffnen die Klassen mit Montessori-Ausrichtung Schlanders (GS und MS) ihre Türen und laden interessierte Kinder und Eltern ein, mit unseren Schülern/Schülerinnen in der vorbereiteten Umgebung zu arbeiten. • Hospitationen: Sie haben die Möglichkeit dem Unterricht in den Klassen mit Montessori Ausrichtung beizuwohnen. Anschließend findet ein Gespräch mit einer Lehrperson statt, die Ihnen alle Fragen beantwortet. Sie können sich im Sekretariat unter der Tel. 0473/730102 anmelden. • Elternabende: Jede Klasse hält regelmäßig Elternabende ab. Bei dieser Veranstaltung geben die Lehrpersonen unter anderem Einblick in die vorbereitete Umgebung und stellen Entwicklungsmaterial vor. • Elternnachmittage: Manche Klassen bieten einen Elternnachmittag an, wobei Eltern gemeinsam mit ihren Kindern in die Klasse kommen können. Dort können die Schüler/Schülerinnen den Eltern Material vorstellen und ihre Entwicklungsfortschritte zeigen. Gibt es Hausaufgaben? Ja, auch in den Klassen mit Montessori-Ausrichtung werden

Hausaufgaben erteilt. Die Hausaufgaben orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten des einzelnen Kindes. Die Kinder wählen den Lerngegenstand, welchen sie zu Hause bearbeiten wollen, selbst aus und halten eine Rücksprache mit der Lehrperson. Diese legt den Umfang der Aufgabe individuell mit dem Kind fest. Wie sieht der Unterricht in den Montessori-Klassen konkret aus? Die Unterrichtszeit besteht aus der Freiarbeit und dem gebundenen Unterricht.Die Freiarbeit ist das Herzstück jeder Montessori-Klasse. In dieser Zeit (2-3 Stunden täglich) arbeiten die Kinder an Themen der Fächer Deutsch, Mathematik, Naturkunde, Geschichte und Geografie (Kosmische Erziehung). Jede Lehrperson schafft in ihrer Klasse eine vorbereitete Umgebung, aus welcher die Schüler/innen ihren Lerngegenstand selbst wählen können. Diese Wahlfreiheit bedeutet jedoch keinesfalls Willkür. Die Lehrperson erstellt mit dem/ der Schüler/in einen individuellen Lernplan und hält diesen in einem Logbuch fest. Mit Hilfe dieses Logbuches kann das Kind sein Lernen ausrichten. In diesen Klassen gibt es auch gebundenen Unterricht, das heißt alle Schüler arbeiten am selben Lerngegenstand. Es werden Themen aus dem Lehrplan eingeführt, vertieft und gesichert.


30 /Sonderthema/

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Vinschgerwind FORD TOURNEO CUSTOM

von Angelika Ploner

Sonderthema Auto, Technik & Haushalt aus Die Kombination logie no ch Te er erstklassig Design em tiv va no in d un Tourneo machen den Ford leiem ein zu om st Cu verzu d un n ge stungsfähi -Van. um ra oß Gr en ig läss

Der Ford Tourneo Custom bietet all das, was man von einem Ford Personentransporter erwarten darf, und glänzt zusätzlich mit zahlreichen Innovationen sowie einem kraftvollen, elegant-dynamischen Design. Der luxuriöse, hochmoderne Großraum-Van bietet höchsten Komfort, innovative Technologien und hohe Effizienz und überzeugt mit PKW-ähnlichen Fahreigenschaften sowie einem hochwertigen Interieur. Er ist wahlweise mit 8 oder 9 Sitzplätzen erhältlich und beeindruckt mit durchdachter Funktionalität flexibler Sitze im Fahrgastraum, die bis zu 30 verschiedene

Konfigurationen ermöglichen. So ist der Ford Tourneo Custom das erste und einzige Fahrzeug in seinem Segment, das beim Euro NCAP-Sicherheitstest die Bestwertung von 5 Sternen1 erzielt hat. Zwei seiner innovativen Sicherheitstechnologien, der Fahrspur-Assistent und Ford SYNC® mit Notruf-Assistent, wurden außerdem mit dem Euro NCAP Advanced Reward1 für Technologie ausgezeichnet. Das Ford kinetic Design, der kraftvolle Motor und treibstoffsparende Technologien wie das Start-Stopp-System machen den Ford Tourneo Custom zu einem der effizientesten Fahrzeuge seiner Klasse.


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17.10.13

Vinschgerwind 21-13

/Sonderthema/ 31

Reifenwechsel ist nicht gleich Reifenwechsel. In der Garage Rinner in Latsch wird dem Service rund um den Reifenwechsel besondere Sorgfalt beigemessen. Damit Sie sicher und komfortabel fahren. Es gibt genau 5 Gründe für einen Reifenwechsel in der Garage Rinner. Erstens: Das Fahrzeug wird für den Reifenwechsel sicher und ohne Beschädigungen angehoben. Zweitens: Ist das Rad auf der Radnabe festgefressen, so ist das ein sicherer Beleg dafür, dass der Reifen unsachgemäß montiert wurde. Ist die Radnabe angerostet, so wird sie einer gründlichen Reinigung unterzogen. Drittens: Die Radnabe wird später mit Radnabenpaste eingerieben, um ein Festfressen zu vermeiden und die Radnabe zu konservieren. Viertens: Bei der Montage des Rades werden die Radschrauben mit dem vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Drehmoment angezogen. Zu fest angezogene Schrauben können die Radnabe verspannen, dass Sechstens: Der n eine Unwucht entstehen kann. Fünftens: Service macht de Der Kunde erhält eine Erinnerung, wann Unterschied: Gara . ch ts La er, nn Ri ge er die Radschrauben nachzuziehen hat.


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Vinschgerwind 21-13

17.10.13

Das Autohaus Motorama ist ein alt eingesessenes. Was nicht alle wissen: Unter der großzügigen Ausstellungsfläche des Autohauses ist – unterirdisch – eine Werkstätte eingerichtet, die alle Art von Reparaturen und Wartungen von Fahrzeugen erledigt. Das Autohaus Motorama ist nicht an einen Fahrzeughersteller gebunden, Kunden mit Fahrzeugen aller Fahrzeugmarken können zu Motorama kommen. Drei Mechaniker sind hier täglich am Werk. „Damit sind wir auch nach dem Verkauf für unsere Kunden da“, erklärt der Inhaber Berthold Marx. Verkauft werden im Autohaus Motorama Neufahrzeuge aller Marken, aber vor allem Gebrauchtwagen, bei denen das Preis-Leistungsgefüge stimmt. Seit 1980 zählen zu den Eckpfeilern und zum Firmenverständnis des Autohauses und Familienbetriebes: technisches Know How, Professionalität und Zuverlässigkeit.

v.l. Berthold Marx, Manuel Trafoier, Markus Kuppelwieser und Helmuth Rechenmacher

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Hier schreibt man SERVICE und SORTIMENT groß.

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36 /Nationalpark/

Vinschgerwind 21-13

17.10.13

Nationalpark Stifserjoch

Entstrauchen

Zwei Spielhähne bei der Bodenbalz.

Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Theresa von Avila, 15. Oktober 2013

Eine abwechslungsreiche , gut strukturierte Landschaft ist wichtig für den Erhalt der Biodiversität auch im Berggebiet. Lebensraumvielfalt sorgt für Artenvielfalt unter Pflanzen und Tieren. Auf Standorten, wo die Almweide aufgegeben wird, kehrt der Wald an die Stelle der Rasen zurück. In Mitteleuropa ist der Wald die Klimax-Gesellschaft. Mit Klimax-Gesellschaft meint man in der Vegetationskunde die Pflanzengesellschaft, die sich im Endstadium einer Pflanzenabfolge im jeweiligen Klima bei den gegebenen Standortbedingungen als natürliche Pflanzengesellschaft einstellt. Die pflanzliche Abfolge von der Graslandschaft zum Wald geht in der alpinen Höhenstufe über das Zwischenstadium der Sträucher. Wo die Almsömmerung von Weidetieren aufgelassen wird, werden große Teile der vormaligen Weideflächen von Sträuchern überwachsen. In den Bergen der Zentralalpen tragen zur Verbuschung die Rostrote Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) und der Zwergwacholder (Juniperus nana) stark bei. In Lawinenstrichen und Bachrunsen bildet die Grünerle (Alnus viridis) einen Laubwaldgürtel und gegen

die Obergrenze des Holzwuchses hin sind es verschiedene Weidenarten (Salix spec.), welche als Spaliersträucher die Gräser der Rasengesellschaften ersetzen.

Verbuschung reduziert Artenvielfalt Eine Folge der Verbuschung besteht darin, dass die optimalen Lebensbedingungen für verschiedene Tierarten reduziert werden. Bei unserer vierjährigen Erhebung der vier Arten von Raufußhühnern auf ausgedehnten Probeflächen im Nationalpark Stilfserjoch in den Jahren 2004-2008 haben wir bestätigt gefunden, dass das Auerhuhn und das Birkhuhn in ihren Beständen zurückgehen, wo das Beerenangebot aus Zwergsträuchern fehlt. Dabei kann der Nahrungsmangel aus Schwarzbeeren und Preiselbeeren als Herbstnahrung der Wildhühner verschiedene Ursachen haben: Auf Flächen mit einer sehr großen Dichte an Rotwild werden die Schwarzbeeren von den Hirschen gefressen und fehlen für andere Glieder der Nahrungskette wie das Auerhuhn. Auf höher gelegenen Flächen oberund unterhalb der Baumgrenze werden die Preiselbeeren von der Almrose überwachsen und verdrängt.

Pilotprojekt Cerena Cerena heißt eine Almfläche auf der orographisch linken Seite des Forni-Tales bei Santa Caterina Valfurva im lombardischen Anteil des Nationalparks Stilfserjoch. Die Weideflächen auf dieser Alm sind in den letzten Jahren stark verbuscht, weil die Almsömmerung von Weidetieren bis auf wenige Pferde von Hobbytierhaltern eingestellt worden ist. Im Veltlintal sind viele Menschen von der Landwirtschaft auf Berufe des Tourismusgewerbes und in den Dienstleistungsbereich umgestiegen. Die Almweiden von Cerena im Wald- und Baumgrenzbereich sind als Habitat von Birkhühnern und zu den windaperen Graten nach oben hin als Lebensraum für Schneehühner bekannt. In Cerena ist in den letzten Jahren großflächig die Grünerle eingezogen, nach oben hin hingegen haben sich ausgedehnte Teppiche von Weiden-Gesellschaften gebildet. Diese Verbuschung mit Laubholz und Spaliersträuchern macht den Raufußhühnern das Leben zunehmend schwerer. Die Hühnervögel brauchen in ihrem Habitat auch offene Landschaftselemente. Aus dieser Erkenntnis haben wir als NationalparkVerwaltung im abgelaufenen Sommer auf einigen öffentlichen Flächen im Eigentum

Foto: Michelangelo Pedergnana

Lebensraumverbesserung für das Birkhuhn


Vinschgerwind 21-13

Foto: Andrea Roverselli

Mechanisches Entstrauchen mit Schreitbagger und Fräskopf in Cerena (Valforni, SO).

Foto: Daniele Bettini, Nationalpark Stilfserjoch

Das Birkhuhn braucht in seinem Lebensraum auch offene, waldfreie Bereiche mit Beerenangebot in der Zwergstrauchschicht.

Ausschnitt aus dem Baumgrenzbereich in Cerena nach dem Entstrauchen.

der Gemeinde Valfurva Entstrauchungsarbeiten durchgeführt. Dieses Ausholzen und Auflichten dient der Verbesserung des Lebensraumes vorrangig für das Birkhuhn. Die Entstrauchung von Grünerlen ist dabei durch Abholzen in Handarbeit erfolgt. Dabei wurden in unregelmäßigen Mustern Freiflächen und Lichtungen angelegt. Gegen das Verbuschen mit niederliegenden Weiden im Spalierwuchs und gegen die teppichartige Verbreitung von Horsten des Zwergwacholders haben wir versuchsweise Maschinen eingesetzt. Ein Schreitbagger mit einem speziellen Arm und Fräskopf war auch im steilen Gelände dank seiner Spinnenfüße unfallsicher und zeitökonomisch einsetzbar. EineTrentiner Firma, die wir über das Forstinspektorat der Autonomen Provinz Trient in Malè im Sulzberg ausfindig gemacht haben, hat sich auf die maschinelle mechanische Entstrauchung von verbuschenden Almweiden spezialisiert. Mit dieser Maschinentechnik waren

hohe Tagesleistungen möglich. Bäume bis zu 20 Zentimeter Stammdurchmesser, aber auch das reichverzweigten Almrosen-Gestrüpp und die flach anliegenden Teppiche des Zwergwacholders wurden in kürzester Zeit bis zur Bodenoberfläche zu einem feinen Hächselgut aufgehächselt. Dieses blieb in einer dünnen Lage zur Bodenverbesserung liegen. Bodenverwundungen entstehen bei diesem Maschineneinsatz nur lokal, wo sich der Schreitbagger mit seinen Armen abstützt und weiterbewegt.

/Nationalpark/ 37 teilung Landwirtschaft der Region Lombardei und lokalen Tierhaltern aus der Valfurva versuchen. Dieses Pilotprojekt ist von der Europäischen Gemeinschaft als sinnstiftend bewertet und zur Finanzierung zugelassen worden. Der Lösungsansatz heißt kontrollierte Weide: Schafe, Ziegen und Pferde sollen in kontrollierter Anzahl flächenbezogen und in definierten Zeiten auf den entstrauchten Flächen weiden. Das Pflanzenspektrum, das diese drei Haustierarten fressen, ist verschieden und dieser selektierende Weidegang sollte die Flächen in Zukunft frei von Holzbewuchs und Verbuschung halten. Zur Verbesserung des Lebensraumes für das Birkhuhn in diesem Falle.

Höhlenbrüter in Not Eine andere Vogelfamilie mit Wohnraumnot sind die Nachtgreifvögel oder Eulen. Mehrere Arten der Eulen sind Höhlenbrüter. Den Bergwald bewohnen der höhlenbrütende Raufußkauz (Aegolius funereus, Civetta capogrosso ) und der ebenfalls höhlenbrütende Sperlingskauz (Glaucidium passerinum, Civetta nana). Beide Kauz-Arten können aber nicht selber Höhlen in die Baumstämme hauen, sondern sie benutzen aufgelassene Specht-Höhlen. Und Specht-Höhlen werden bevorzugt nur in alten Bäumen angelegt und gezimmert. In der forstwirtschaftlichen Nutzung des Waldes wird heute versucht, diesem Wohnraumbedürfnis der Höhlenbrüter Rechnung zu tragen. Sogenannte Spechtbäume werden von ökologisch orientierten Förstern bei der Holzauszeige ausgespart. Um die Wohnraumnot von Bergwald bewohnenden Nachtgreifen zusätzlich zu mildern, können auch Nistkästen in geeigneter Größe als künstliche Nisthilfen aufgehängt werden. Im Bergwald von Valfurva haben wir 50 solcher Nistkästen in verschiedenen Bemaßungen für den Raufußkauz und den Sperlingskauz aufgehängt. Eine Teleskop-Kamera wird uns diskret Einblick in die Nistkästen vermitteln, ohne dass die Vögel mit unsanften Methoden im Brutbetrieb gestört werden. Und es wird sich zeigen, ob und wie viele der Nisthilfen von den beiden dämmerungs- und nachtaktiven Eulenarten angenommen werden. Foto: Armando Maniciati

Foto: Daniele Bettini, Nationalpark Stilfserjoch

17.10.13

Kontrollierte Weide Wenn solche entstrauchten Almflächen auch mittel- und längerfristig strauchfrei bleiben sollen, muss durch Beweidung der Wiederaustrieb der Sprosse aus den Wurzelballen verhindert oder verlangsamt werden. Dies wollen wir im Falle von Cerena in einem Pilotprojekt mit der Generaldirektion der Ab-

Der Sperlingskauz (ital.: Civetta nana) ist der kleinste einheimische Nachtgreifvogel. Er bewohnt den Bergwald und ist ein Höhlenbrüter. Er braucht aufgelassene Spechthöhlen, Astlöcher oder eben künstliche Nisthilfen für die Aufzucht seiner Brut.


38 /Sport/

Vinschgerwind 21-13

Fußball-Liebe

17.10.13

Sport und Schule

Der Marteller BM Georg Altstätter (im Bild mit BM-Trikot) liebt Fußball, somit war er auch beim U8 Turnier in Schlanders dabei.

Der mehrjährige Naturnser Spieler David Perkmann ist seit Ende der Saison 2011/12 im Rahmen der SpG nach Plaus emigriert. Er führt die Ballspielgruppe (für den Jahrgang 2008) von Naturns. Mit Sport hat auch sein Beruf zu tun: Er ist nämlich auch Sportlehrer in der Mittelschule Schlanders. (lp)

U8 Turnier als Familienfest Die VSS-Meisterschaft U8 2013/2014 hat am 29.09. in Schlanders bzw. am 06.10. in Prad begonnen. Von ihren Eltern begleitet füllten die Kinder den Sportplatz mit Begeisterung und Vitalität. Jugendfußball wird von den Eltern als wichtig und nützlich für die Entwicklung erachtet.

Kastelbell (grüne Trikots) - Laas (rote Trikots), rechts Latsch (graue Trikots) - Naturns (orange Trikots) mit Elin Ladurner, Schiedsrichterin

von Leonardo Pellissetti

M

it jener lebhaften Stimmung, die nur die Jungen schaffen können, hat die Meisterschaft 2013/2014 der U8 am Sonntag angefangen. 11 Mannschaften waren beim Start in Schlanders und 10 in Prad vorgesehen. Wegen schlechten Wetters wurden aber die Spiele in Prad um eine Woche verschoben. Wie VSS-Bezirkspräsident Karl Schuster erklärt, werden in der ganzen Saison 6 vom VSS organisierte Turniere abgehalten. Alle Mannschaften werden mit einem Pokal und alle Spieler mit Medaillen prämiert. In diesem Turnier spielte jede Mannschaft 2 Spiele von 15 Minuten.

Einige Meinungen.

LAC Vinschgau Präsident Heiner Pohl verfolgte die Leistungen seines Sohnes Johannes, der 2 Tore erzielte; Leon, Sohn von Gregor Perfler, schon Spieler, Schiedsrichter und Milan Fan, erzielte auch 2 Tore für das endgültige 4 zu 0. „Fußball ist wichtig für die körperliche und die soziale Entwicklung der Jugend/Kinder, bringt Freude am Mannschaftsgeist und Sport, lehrt Regeln und Disziplin zu halten. Da alle Eltern dabei sind, ist es auch für die ganze Familie ein Ereignis.“

Ergebnisse Schlanders:

Ergebnisse Prad:

Schlanders I – Goldrain 1:0 Laas II – Kastelbell 0:4 Latsch – Naturns 1:0 Morter – Schlanders III 2:2 Schlanders II – Martell 2:0 Goldrain – Laas II 2:1 Kastelbell – Schlanders I 1:2 Laas I – Morter 0:2 Latsch – Schlanders II 2:0 Naturns – Martell 5:0 Schlanders III – Laas I 1:2

Prad I - Glurns Eyrs/Tsch. Mals Prad II - Laatsch Burgeis - Schluderns Mals - Prad I Glurns - Eyrs /Tsch. Oberland - Prad II Prad III -Burgeis Laatsch - Oberland Schluderns - Prad III

0:1 0:3 4:2 0:0 2:3 5:0 0:1 1:0 0:0 0:0

Vereinspräsident Christian Kofler: „Im zweiten Jahr organisieren wir dieses Turnier mit Erfolg. Wir sind sehr zufrieden, 30 neue eingeschriebene Spieler zu haben.“ Sektionsleiter Paolo Gambaro: „Es erfüllt uns mit Stolz zu sehen, dass so viele den Fußball lieben und man hofft, dass sie mit dieser Spiellust weiter machen. Für unsere Vereine ist es wichtig, die Möglichkeit zu haben mit den Kindern zu arbeiten, welche die Substanz bilden, damit man auch in Zukunft über eine gute Mannschaft ver-

fügen kann.“ Zwei Mütter aus Morter. Die U8 von Morter wird von Otto Pegger trainiert. Diane Stricker, Mutter von Spielerin Marie: „Die Mini-Mannschaft verfügt über 8 bis 10 Spieler, aber sie ist entschlossen und motiviert!“ Sonja Holzknecht-Della Rocca: „Es wird nur einmal in der Woche trainiert, mit Spaß im Vordergrund: In Schlanders war eine Super-Schiedsrichterin (Elin Ladurner) und die Augen unserer Spieler waren immer auf sie gerichtet!“

Die U 8 von Morter mit Trainer Otto Pegger beim Turnier in Schlanders


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Vinschgerwind 21-13

/Sport/ 39

Eishockey

Leichtathletik - LAC Vinschgau Raiffeisen

Neue Saison, neue Liga

Mirko Lepir

Vinschgau gegen Bozen

Z

wölf Teams kämpfen in der neuen Saison um den Titel in der dritthöchsten italienischen Eishockeyliga (heuer Serie B), unter ihnen der AHC Vinschgau. Der Anpfiff zur neuen Saison ist bereits erfolgt. Beim Meisterschaftsauftakt gegen den HC Bozen Junior, der für die Spieler des AHC Vinschgau nicht nach Wunsch verlief, galten die Eisfix als klarer Außenseiter, doch die Vinschger waren über weite Strecken des Spiels die bessere Mannschaft und zeigten Kämpferherz. Mirko Clemente

gelang in Unterzahl nach einem Traumpass von Rolly Pircher der Treffer zum 1:0. Doch die Vinschger schwächten sich immer wieder mit Strafen und Bozen schaffte den Ausgleich. Zwar schwanden die Kräfte der Eisfix zunehmend, doch sie kämpften weiter verbissen um jeden Puck. Ein Fehler in der Defensive zwei Minuten vor dem Ende führte schließlich die Entscheidung herbei und Bozen gelang das 2:1. Trotz dieser Niederlage konnten die Vinschger das Eis erhobenen Hauptes verlassen.(sam)

N

ach der Sprinterin Barbara Gander kommt ein weiteres sportliches Supertalent aus Prad. Der dreizehn Jahre alte Mirko Lepir stammt aus Bosnien, ist Jahrgang 2000 und hat bereits eine ansehnliche Sammlung von Medaillen. Beim Hallenmeeting in München startete er in einer Kategorie älter und holte sich in einer Bombenzeit den zweiten Platz. In ein und derselben Woche war er zuerst in Innsbruck, bei der Golden Roof Challenge, in Rom bei der Italienmeisterschaft, wo er Bester seines Jahrganges im Weitsprung wurde, und dann noch in Caorle für die Landesauswahl am Start. Beeindruckend ist auch sein dritter Gesamtplatz bei den Mittelstreckenmeetings in Trient, wo er die 1000m in 3, 05 Minuten zurücklegte. Den 40 Jahre alten Südtiroler Weitsprungrekord von 5,61m hat er bei seinen Trainings in Latsch schon öfters überboten. Nach seiner Sommerpause fand er jedoch keinen Wettkampf mehr. Mirko besucht seit dem

Herbst die dritte Klasse der Mittelschule Prad und trainiert zusammen mit seinem Freund Mortiz Graf beim LAC Vinschgau Raiffeisen. (ah)

Mirko Lepir mit seinem jüngeren Trainingsfreund Mortiz Graf

Laufsport - Jungfrau-Marathon

Eishockey: Rolly Pircher

Landauf - Landab

Comeback

D

unja Pitscheider und Manfred Stecher schafften den berühmten Schweizer Bergmarathon, den sogenannten Jungfrau-Marathon. Dunja erzählt: „Manni, ich und natürlich 4.800 weitere Läufer hatten großes Glück mit dem Wetter: nach einer verregneten Woche schien am Samstag die Sonne, die Temperatur war ideal zum Laufen. Manfred legte auf dem ersten steilen Anstieg (nach km 25) nach Wengen einen „Zwischensprint“ ein, büßte dafür allerdings auf dem letzten, sehr steilen Streckenteil wegen anhaltender Krämpfe noch etwas an Zeit ein, erreichte aber trotzdem nach sehr guten 4:15:03 Stunden das Ziel. Ich ging als Marathondebütan-

rigen Körner mobilisiert, blieb aber im Gedränge auf dem schmalen Steig im Schlussanstieg immer wieder hängen und habe die Zeit schlussendlich knapp verfehlt: 5:00:48. Die Freude war trotzdem groß“.

LATSCH-St. MARTIN:

Dunja und Manfred schafften den Jungfrau-Marathon tin das Abenteuer respektvoll im gedrosselten Tempo an, konnte mich auf den 197. Platz (von 950 Frauen) vorarbeiten. Als ich 2-3 km vor dem Ziel realisierte, dass ich vielleicht auch noch die 5-Std.-Marke knacken könnte, habe ich alle noch üb-

Die Läuferinnen und Läufer vom Rennerclub holten sich ganz klar den Mannschaftssieg. Kategoriensiege gab es durch Anna Pircher, Alex Erhard und Sepp Marsoner. Auf Platz 2 finden wir Tamara Schwienbacher und Anton Steiner und auf dem dritten: Verena Pratzner, Walter Schütz, Rudi Schöpf und Christoph Lutz. Aber auch alle anderen haben sich sehr gut geschlagen. Helmuth Zischg

V

or acht Jahren hängte Roland Pircher seine Schlittschuhe an den Nagel, nun erfolgte sein Comeback in Latsch. Der Latscher Verteidiger spielte jahrelang beim HC Meran in der ersten und zweiten Liga und gehört gemeinsam mit Patrick Lochi und Thomas Tragust zu den wohl bekanntesten Vinschger Eishockeyspielern. Pirchers größter Erfolg war der Gewinn der Serie A mit Meran 1998/99. (sam)


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Vinschgerwind 21-13

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Leichtathletik

Mals/Vermont

Vinschgermeister in Rosenheim

Amerikaner trainieren im Vinschgau

ersten Stoß die Referenzweite, an der sich die Konkurrenz vorerst sehr schwer tat. Der stark eingeschätzte Christian Gruber, im Training schon sehr nahe am Vinschger Rekord des Schlanderser SteChristian Gruber, Johannes Kaserer und fan Valorz (13,08m) Fabian Waldner dran, kam nicht richtig in den Wettie Einladung des TSV 1860 kampf hinein. Nach zwei ungülRosenheim zum Herbsttigen Versuchen mußte er auf meeting nutzten die Vinschger Sicherheitswürfe umstellen und Kugelstoßer als internen Versich mit 11,60m zufriedengeben. einswettkampf. Bei leichtem Am Ende war es dann aber der Nieselregen und glitschigem Junior Fabian Waldner, der bei Ring traten die Athleten des seiner Premiere mit der 7,26 kg Lac Vinschgau Raiffeisen geKugel im sechsten und letzten gen die Oberbayern an. In wohl Durchgang die beste Weite hineinstudierter Drehstoßtechlegte. Mit 11,99m konnte er sonik setzte der Vetzaner Jürgen gar noch die Bayern abfangen Fleischmann mit 11,66m beim und sich den Sieg sichern. (ah)

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Das Oberschulzentrum Mals und die Green Mountain Valley School Vermont – seit der Jahrtausendwende ein großartiges Team

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eit über einem Jahrzehnt gibt es einen jährlichen Schüleraustausch des Oberschulzentrums Mals mit der Green Mountain Valley School, einer Privatschule für Wintersportler in Vermont (USA). Zu Schulbeginn waren daher SchülerInnen aus den USA in Mals zu Gast. Vom 11. September bis 24. September 2013 trainierte die Langlaufgruppe mit Trainer Justin Beckwith gemeinsam mit den Langläufern und Biathleten des Oberschulzentrums am Stilfser Joch, in Schlinig, Martell und in den Sporthallen von Mals. Dazu gesellten sich heuer erstmals die Topathleten der US-Langlauf-Nationalmannschaft Noah

Hoffman und Kris Freeman dazu, welche hier im Vinschgau optimale Voraussetzungen für die Vorbereitung auf die kommende Wintersaison vorfanden. Neben den Trainingseinheiten im Freien besuchten die amerikanischen Schüler auch einige Unterrichtsstunden, um den Schulalltag hier in Südtirol hautnah mitzuerleben. Die Schüler im Oberschulzentrum Mals freuen sich jetzt schon auf den Gegenbesuch im kommenden Mai in den USA. Sie werden nichts unversucht lassen, damit sie zu den 15 besten Schülern der 3. und 4. Klassen gehören, welche am Austauschprojekt mit der Partnerschule in Vermont zugelassen sind. (lu)

Laas

Seilziehen und Rodeln

R

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odeln auf Naturbahn ist traditioneller Volkssport. Auch das Seilziehen. In Laas ist die Beziehung zu Traditionen stark. Auch deshalb wird die jährliche Veranstaltung im Zielbereich der Rodelbahn Gafair abgehalten. Heuer, am 19. September unter der Organisation der Sektion Rodeln. Die teilnehmenden Seilziehgruppen: 1. Die 5 Ledigen von Laas (ex Sauriaslfetzer), 2. Lausbuabm Schluderns, 3. Rauscheggzug Tanas, 4. Matsch, 5. Bierkönig Schluderns. Es wurde auch ein Kinderfest mit verschiedenen Spielen veranstaltet. In Laas hofft man, dass Seilziehen in verschiedenen Etappen in Zukunft im Vinschgau abgehalten wird. (lp)

Auch die Kinder entdecken das Seilziehen


Martell

Martell Zentrum des Giro im Vinschgau

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n einem Jahr kommt der Giro d’Italia wieder in den Vinschgau. Das schöne Tal und die imposante Stilfserjoch-Straße spielen eine große Rolle für die Entscheidung. Gleichzeitig bekommt auch das Martelltal die verdiente Entschädigung für die wegen schlechten Wetters schmerzhafte heurige Absage, nachdem so viel Arbeit vorgeleistet und Spesen gemacht worden sind. Die GiroOrganisation hat schnell die Marteller und die Südtiroler Investitionen honoriert. Man hofft, dass das Wetter nicht so ausschlaggebend wie heuer sein wird, die Etappe wird zwei Tage später durch Martell gefahren. In Schlanders wird nicht der Start der Etappe sein, welche sehr hart sein wird. Es werden nämlich drei Pässe befahren: Nach dem Start in

Werbung - Veranstaltung vor Etappenstart in Schlanders

Günstig wie noch nie:

ISCHIA IM HERBST wöchentliche Abfahrten bis 23. November 2013 10.11. – 13.11.2013 Rom – die ewige Stadt, mit Papstaudienz

Ponte di legno wird der Passo Gavia (2.618 m) befahren. Dann geht es bergab bis Bormio (1.193 m) und dann der Aufstieg zum Stilfserjoch (2.758 m). Die 139 km der 16. Etappe verden im Martelltal vollendet: Abfahrt vom Stilfserjoch bis Goldrain (681 m) und dann hinauf bis zum Zufrittsee (1.852 m). Wie Tourismusvereinspräsident Karl Pfitscher erklärt, werden

die Radfahrer durch Schlanders fahren und zwar bei der Kreuzung nach Göflan zum Kulturhaus hinein und dann wieder am Kreisverkehr hinaus. Er bestätigt auch die vom Land für die Veranstaltung zur Verfügung gestellte Finanzierung von 70.000 Euro. Laut Experten werden die finanziellen Vorteile der Giro-Werbung viel mehr betragen. (lp)

12.11. – 15.11.2013 Straßburg – mit Besuch des Europa Parlaments 12.11. – 20.11.2013 Wellness-Aufenthalt in Bad Füssing 15.11. – 17.11.2013 Städtereise nach Wien 16.11. – 17.11.2013 zum Volksfest der Oberkrainer nach Bled – Slovenien 24.11.2013 Fischessen (Tagesfahrt) 29.11. – 03.12.2013 Flusskreuzfahrt zu den schönsten Weihnachtsmärkten an der Donau 29.11. – 03.12.2013 Wellness-Aufenthalt in Bad Füssing

Die Latscher haben viel attackiert

Fußball - Landesliga: Latsch

Latscher Fußballpech B

eim letzten Heimspiel wurden die Latscher wieder vom Pech verfolgt. Viele Torchancen, hauptsächlich für Michael Tscholl und Hannes Stecher, und unglaubliche Geschenke der Gegner. Entscheidend war die Laune des Schiedsrichters, welcher die Mannschaft aus Stegen durch doppeltes Gelb kurz vor der Pause auf 10 reduzierte. In der zweiten Hälfte schien es, dass er mit seiner Entscheidung nicht mehr ein-

verstanden war und dass er sie zu kompensieren versuchte. Aber so verfälschte er das Spiel noch mehr. Tatsächlich kann auch der Schiri Fehler machen, aber diese zu kompensieren, macht die Konsequenzen noch schlimmer. Dazu kommt, dass die Gäste sehr tapfer kämpften und die zahlenmäßige Unterlegenheit nicht zum Tragen kam. In der 64. Minute pfiff der Schiedsrichter einen sehr rätselhaften Elfmeter und so riskierte

Latsch, ein Spiel, das auch ein Rettungsderby war, zu verlieren. Die Latscher gaben nicht auf und nach einigen riesigen Torchancen kamen sie durch Hannes Schwemm zum mehr als verdienten 1:1 Ausgleichstor. Dieses Spiel war ein Charakterbeweis der weißschwarzen Mannschaft, aber trotzdem ein verlorener Versuch, 3 wichtige Punkte gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten zu kassieren. (lp)

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42 /Sport/

Vinschgerwind 21-13

17.10.13

Yoseikan Budo

ASC Schlanders

Neue Unterstützung

Fit durch den Winter

Foto: „Wind“-Archiv

ber 130 Aktive von 5 bis über 50 Jahren haben sich seit Oktober 2013 beim ASC Schlanders-Raiffeisen Sektion Yoseikan Budo eingeschrieben. Nicht nur über die zahlreichen Teilnehmer, auch über einen neuen Sponsor darf sich die Sektion freuen. Zu den langjährigen, treuen Sponsoren Stoff Laden Barbara, Juwelier Gunsch, Gasthaus Schwarzer Adler, Tischlerei Schwienbacher, Mode Gluderer, Druck & Papier Fritz – alle Schlanders sowie dem Hauptsponsor Raiffeisenkasse gesellt sich nun auch die Spedition Mayr Manuela mit Sitz in Taufers i.M.. Im Bild v.l. Manuela Mayr und Helmuth Heinisch mit Yoseikan Budo Sektionsausschussmitglied Raffaele D’Ambra.

Freude am Sport

Manuel Trojer in vollem Einsatz an der Talstation von Schöneben beim letzten Kinderski- und Snowboardkurs

D

ie Wintersportsaison steht vor der Tür. Was bedeutet Wintersport für die Jungen? Die Frage wird Manuel Trojer gestellt, welcher Sport immer intensiv praktiziert hat: als langjähriger erfolgreicher Schwimmer und dann als Skifahrer, seit 2001 Sektionsleiter von Ski & Snowboard des ASC Schlanders. „Skifahren ist eine sehr nützliche Tätigkeit“, antwortet Manuel Trojer ohne zu zögern, „es bedeutet nämlich ein Ausgleich zum alltäglichen Leben, welches heute leider auch bei der Jugend von zu wenig Bewegung und zu vielem Sitzen geprägt ist. Skifahren bedeutet eine Bereicherung für Geist und Seele und insbesondere für die Gesundheit des Körpers. Der Skisport soll der Jugend weiterhelfen, sich vor allem in Gruppen zu etablieren, da es wie z.B. in der Szene der Snowboarder das Gruppendasein fördert und dies soll auch in Zukunft so beibehalten werden.“

Das geplante Programm Die Sektion Ski & Snowboard

Foto: Leonardo Pellissetti

Ü

des ASC Schlanders ist auch heuer wieder bestrebt, ein Programm zu erstellen, das allen zu Gute kommt. Die Informationen kommen von Sektionsleiter Manuel Trojer, welcher seine Funktion ernst nimmt: „Am 05.11.2013 werden wir mit der Gymnastik „Fit durch den Winter“ starten in Zusammenarbeit mit dem AVS (Alpenverein Südtirol) Sektion Schlanders. Jeder ist willkommen von Jung bis Alt, jeder ist eingeladen bei diesen Gymnastikeinheiten mitzumachen. Treffpunkt ist immer am Dienstag in der Turnhalle des Realgymnasiums von 19.30 bis 21.00 Uhr und Freitag in der

Großraumturnhalle von 20.00 bis 21.30 Uhr. Die Anmeldungen werden von Walter Stieger unter den Rufnummer 3355924015 entgegengenommen.“ Ein weiterer Höhepunkt ist heuer der alljährliche Kinderskiund -snowboardkurs auf Schöneben. Dieser wird wieder vom 26.12. - 30.12.2013 ausgetragen. Anmeldung heuer bei Trojer Manuel (Serviceagentur Vinschgau, Andreas Hoferstr. 6/a oder unter serviceagentur@bfree. it vom 05.12.2013 bis 19.12.2013 (für Infos 348 0388564). „Im Januar“, fügt Trojer hinzu, „werden wir nochmals versuchen, ein Gemeinde/Vereinsrennen zu organisieren, vielleicht passt dieser Termin besser, da in den letzten zwei Jahren pro Rennen nicht mehr als 20 Teilnehmer eingeschrieben waren.“ (lp)

Fußballtrainer

Goldrain

Voll engagiert

Florian und Jango zur EM

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Foto: Leonardo Pellissetti

er Weg ist frei zur Europa Meisterschaft für Florian Stampfer und seinem Deutschen Schäferhund „Jango vom Helo“ (Bild rechts). Das Vinschger Team eroberte nämlich den zweiten Platz bei der Auswahl. Die IV. Europäische Meisterschaft für Fährtenhunde wird in Cormons (Friaul) vom 17. bis 20. Oktober abgehalten, mit der Teilnahme von 15 Nationen. Florian Stampfer aus Goldrain, Kunstgeschichte-Professor am Realgymnasium in Schlanders, Foto: „Wind“-Archiv

ach seiner interessanten Erfahrung in Kortsch als Trainer in der vergangenen Saison der Mannschaft in der 3. Liga hat Oliver Di Principe seine sportliche Tätigkeit mit Freude fortgesetzt und ist (abgesehen von seiner berufliche Tätigkeit) total engagiert. Er trainiert nämlich die B-Jugend der SpG Latsch (2. in der Tabelle), Real Kamasutra Schlanders (1. der Tabelle Kleinfeld West) und U8 Schlanders III (Bild). Es gibt noch mehr Engagement: In diesen Wochen macht er den Trainerkurs – Uefa „B“ in Lana. (lp)

widmet sich seit Jahren mit Leidenschaft dem Hundesport. Freundschaft, Vertrauen, Kameradschaft und Hilfeleistung sind die Werte, die unsere vierbeinigen Freunde auszeichnen, so schreiben es die Organisatoren. Zu betonen ist, dass Hunde (wie Katzen und alle Haustiere) keine Spielzeuge sind sondern lebendige Wesen. Sie geben viel, aber sie brauchen auch Aufsicht, Gesellschaft und Kontinuität. (lp)


17.10.13

Vinschgerwind 17-13

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17.10.13

Vinschgerwind 21-13

/Kleinanzeiger/ 45

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46 /Kleinanzeiger/

Vinschgerwind 21-13

17.10.13

Allfälliges/ Weiterbildung

Jahrestag/Danksagungen

Wind-Termine

Danke

Agnes Frank

für ein stilles Gebet; für eine stumme Umarmung; für die tröstenden Worte, gesprochen oder liebevoll geschrieben; für einen Händedruck, für alle Zeichen der Liebe und Freundschaft; für des letzte Geleit; für Blumen und Spenden, für alle Hilfe, die uns in diesen schweren Tagen zuteil wurde.

geb. Telser *23.10.1938 † 02.10.2013 Mals

20 Jahre Notarztdienst Vinschgau Wann: Sonntag, 20. Oktober 2013 · 10.00 Uhr Gottesdienst – Pfarrkirche Schlanders · 1 1.00 Uhr Fahrzeugsegnung und Festakt vor dem Kulturhaus Karl Schönherr von Schlanders · 1 2.00 Uhr Umtrunk und Besichtigung der Fahrzeuge, Reanimationsdemonstration des Weißen Kreuzes im Rahmen der ERC/IRC-Initiative „Viva!“

Jahrestag/Danksagungen Du bist nicht mehr da, aber du bist überall, wo wir sind.

Mals, im Oktober 2013

1. Jahrestag

Die Trauerfamilie

Hans Trenkwalder *02.03.1924 † 09.10.2012 Staben

Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges. Franz von Assisi

Maria Elisabeth Maschler Wwe. Tscholl

Wir gedenken deiner bei der hl. Messe am Sonntag, den 20. Okotber 2013 um 8.00 Uhr in der Kirche von Staben. In Dankbarkeit, deine Familie

Lisa * 18.12.1923 † 12.09.2013 Praderberg/Agums

Danksagung Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die sich mit uns verbunden fühlten und ihre Anteilnahme in so vielfältiger Weise zum Ausdruck brachten. Danke allen, die unsere Mutter, Oma und Uroma auf ihrem letzten Weg begleiteten, und sie weiterhin in lieber Erinnerung behalten. Die Trauerfamilie

Dem Auge so fern, dem Herzen so nah, in der Erinnerung bist du immer da.

Kurt Waldner * 24.12.1936 † 22.10.2012 Mals

Am Sonntag, den 20.10.2013 um 19.00 Uhr gedenken wir unseres lieben Kurt bei der Hl. Messe in der Pfarrkirche von Mals. In Liebe deine Frau Maria und deine Kinder Manfred, Walter, Markus, Jürgen & Anja.

Oft bist du in unseren Träumen, sehr oft in unseren Gedanken und immer in unseren Herzen. Lieber Tati, du fehlst uns.

6. Jahrestag

Fredy Schöpf * 20.10.1966 † 17.10.2007

Prad Wir gedenken deiner bei der heiligen Messe am Samstag, den 19. Oktober um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche von Prad. Danke allen, die daran teilnehmen. Anita, Dominik & Julia

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 339 68 90 036 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Renate Eberhöfer (re), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Martin Platzgummer (map) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.-

Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen

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17.10.13

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