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Zeitung Vinschgerwind 20-19 vom 03.10.2019 Bezirk Vinschgau Südtirol

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Nr. 20 (360) 03.10.19 I.P. 15 Jg.

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - periodicitá quattordicinale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE BOLZANO Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - erscheint 14-tägig - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, NE BOZEN IN CASO DI MANCATO RECAPITO INVIARE A BOLZANO CDM PER RESITUZIONE AL MITTENTE PREVIO PAGAMENTO SERVIZIO RESI

2019

seit 1882

Foto: Bernhard Tscholl

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20 Minuten Personal Training pro Woche Herr Haller, Sie stehen hinter "Body's Best Form". Auf welche Erfahrungswerte können Sie verweisen? Stefan Haller: Ich bin seit 12 Jahren im Fitnessbereich tätig und habe diverse Ausbildungen zum Fitness-, zum Personal- und zum EMS-Trainer absolviert. Seit 2014 führe ich zusammen mit meinem Bruder „Body’s Best Form“. Was ist EMS-Training? Stefan Haller: EMS-Training hat nichts mit Strom zu tun, das möchte ich vorausschicken. Es ist ein Personal-Training, das aus dem Reha-Bereich kommt und sich über den Profisport zu einem Ganzkörper-Training entwickelt hat. Als Trainer stimme ich das Personal-Training genau auf die körperliche Verfassung und das individuelle Trainingsziel ab. Während der 20 Minuten Trainingszeit werden verschiedene Übungen durchgeführt, die gezielt angeleitet werden und in Kombination mit den elektrischen Impulsen sehr effektiv sind. Warum nur 20 Minuten? Stefan Haller: Da in den 20 Minuten der ganze Körper und somit

die gesamte Muskulatur gleichzeitig und intensiv trainiert wird. Deshalb ist eine Trainingseinheit zu 20 Minuten vergleichbar mit 2 bis 3 Stunden herkömmlichen Krafttrainings. Man muss wissen, dass Krafttraining die Basis für jeden Sport ist. Damit werden muskuläre Disbalancen behoben bzw. vermieden. Diese sind verantwortlich für Knie-, Rückenoder Schulterprobleme, die sich in einem zweiten Moment durch Schmerzen bemerkbar machen. Der Personal-Trainer begleitet die Trainingseinheiten, wählt individuelle Übungen aus und arbeitet gezielt in Richtung Gesundheit, Fitness und persönlich gestrecktes Trainingsziel. Der Personal-Trainer achtet in diesen 20 Minuten auf die korrekte Durchführung der Übungen. Und das Wichtigste: Er spornt zu Höchstleistungen an. Inwiefern ist EMS hilfreich bei Rückenschmerzen? Stefan Haller: Das EMS-Training kräftigt effizient und in kürzester Zeit eine schwache Rücken- und Bauchmuskulatur, die häufig für Rückenschmerzen verantwortlich ist. Zudem gleicht EMS-Training Fehlhaltungen und ein mus-

kuläres Ungleichgewicht gezielt aus. Die Haltemuskulatur wird ausreichend gestärkt, sodass sich die Körperhaltung und Beweglichkeit deutlich verbessern. EMS-Training reduziert wirksam Rückenbeschwerden, dies ist wissenschaftlich untersucht. Was bedeutet gezielter Muskelaufbau? Stefan Haller: Durch gezielten Muskelaufbau verändert sich nicht nur der Körperumfang, sondern auch die Form und die Silhouette. Die Oberschenkel werden fester, der Hintern runder, Zellulite wird reduziert, die Trizeps werden straffer usw. Sprechen auf das EMS-Training auch Personen mit Gewichtsproblemen gut an? Stefan Haller: Auf jeden Fall. Das Körpergewicht und das Körperfett werden reduziert, ohne dabei die Gelenke zu belasten. Zudem wird auf Wunsch ein Ernährungsplan angepasst. Ein Vorteil ist auch, dass jede und jeder in familiärer Atmosphäre trainieren kann.

eine perfekte Ergänzung zum Sporttraining. Das EMS-Training lässt sich bei allen Sportarten als Zusatztraining erfolgreich nutzen. Insbesondere ist EMS hilfreich, um die Schnellkraft, die Kraftfähigkeit und die KraftAusdauerleistung zu steigern. Der Personal-Trainer stimmt das EMS-Training und die Übungen gezielt auf die jeweilige Sportart ab, so werden die besten Effekte erzielt. Für wen ist das EMS-Training geeignet? Stefan Haller: Von der Altersstufe her für jede und jeden. Das Training wird individuell angepasst: an die persönlich gesteckten Gesundheits- bzw. Trainingsziele und die körperlichen Voraussetzungen.

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03.10.19

Inhalt

Vinschgerwind 20-19

/INHALT/ 3

Kommentar Alpenverein: 135 Jahre Sektion Vin(t)schgau

Die Golden im Sinkflug: Schwieriger Markt - schwierige Qualität

Seite 6

Seite 5

Burgeis/Mals: Burgeiser Petition als Direkte Demokratie

Seite

4

Schlanders/Bozen: Berufliche Weiterbildung ist gesichert

Seite

5

Laas: Angela Lehner erhält den 7. Franz-Tumler-Literaturpreis

Seite 20

Sonderthemen: Spezial Bauen

ab Seite 38

Sonderthema: Spezial Einrichten

ab Seite 44

Nationalpark Stilfserjoch: Die Zwergstrauchheide

Seite 54

Augmented Reality im Vinschgerwind Ein Artikel ist in dieser Ausgabe mit „augemented reality“, mit einer erweiterten Wirklichkeit, versehen. Auf Seite 20 sind wir life bei der Feier für die Übergabe des 7. Franz-Tumler-Literaturpreises in der Marx-Kirche in Laas dabei. Ein Einblick in den feierlichen Ablauf. Und so geht’s: Wir verbinden den Vinschgerwind direkt mit deinem Handy. Lade die App Xtend herunter und scanne die gekennzeichneten Bilder. Ein zusätzlicher Zeitungsgenuss.

Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it grafik@vinschgerwind.it

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Elena Kaserer Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Sarah Mitterer (sam), Leonardo Pellissetti (lp) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Andreas Waldner (aw), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg), Cornelia Knoll (ck), Anna Alber (ana), Claudia Gerstl (cg), Emanuel Abertegger (ea) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern

Preise: Einzelnummer Euro 1,50; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 30; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 170 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbe-

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von Chefredakteur Erwin Bernhart

Felix Austria, felix Kurz Weil wir die Nationalratswahlen in Österreich mit einer gewissen Spannung mitverfolgt haben einige Worte darüber: Sebastian Kurz, der junge Alt-Kanzler im Vaterland, hat die Nationalratswahlen in Österreich ad personam gewonnen. Mitverdient hat die in türkis umgewandelte ÖVP. Kurz felix - also Kurz, der Glückliche. Viele Stimmen, die bisher die unsägliche und skandalträchtige und funktionärsegoistische FPÖ gewählt haben, hat Kurz aufgesaugt wie ein Vampir - sein bisheriger Koalitionspartner FPÖ ist also für eine Regierungsbeteiligung offensichtlich blutleer. Nun ist Kurz in der glücklichen (oder unglücklichen?) Lage, unter mehreren Koalitionspartnern wählen zu können. Mit den Grünen ginge sich eine Mehrheit im Parlament aus. Mit den Sozialdemokraten auch. Aber auch eben mit der FPÖ. Kurz felix, der Wahlsieger, hat also eine große Auswahl - er selbst kann dabei allerdings nur verlieren. Eine Koalition ÖVP-Grün ist bereits erprobt, auf Bundeslandebene - bei unseren Nachbarn in Tirol etwa. Das ist aber gewiss eine andere Sache als auf Bundeebene. Dort hat Kurz etwa in der Migrationsfrage eine harte Linie mit der FPÖ gefahren. Die österreichischen Grünen mögen diese Linie nicht. Auch in der Umweltschutzfrage und in vielen anderen Dingen sind die Grünen auf einem anderen Planeten als Kurz. Eine Koalition ÖVP-Grüne wäre inhaltlich reizvoll - ist aber höchst ungewiss. Und eine Koalition mit den Sozialdemokraten, mit der SPÖ? Kurz wird sich wohl davor hüten. Der Gesichtsverlust wäre wohl viel zu groß. Wird Kurz also Sondierungsgespräche mit Grünen und SPÖ als dermaßen gescheitert verkaufen müssen, dass nur mehr ein Weg übrig bleibt: eine Koalition mit der FPÖ? Kurz der Unglückliche.


4 /POLITIK/

Vinschgerwind 20-19

03.10.19

Almkäseolympiade in Galtür 2019: Für ihren Vinschgauer Alpkäse und ihren Kräuterkäse erhielt Valeria Steck von der Planeiler Alm 2 x die höchste Auszeichnung. Hervorragend abgeschlossen hat auch Florian Plattner von der Kortscher Bio Alm: Gold für seinen Vinschgauer Alpkäse Bio und Silber für den Ziegenweichkäse. Gleich 4 (2xSilber und 2x Bronze) Auszeichnungen erhielt Elisabeth Haid

„Saumoarhof“

Burgeis - Eine Petition ist die niederschwelligste Form der direkten Demokratie. Eine Petition ist eine Bittschrift, ein Ersuchen, eine Beschwerde, die von einem einzelnen Bürger oder von einer Gruppe an eine Behörde oder an eine Volksvertretung gestellt werden kann. In Burgeis haben 235 BürgerInnen eine Petition an die Gemeindevertreter unterzeichnet.

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Foto: Erwin Bernhart

ans Pöll hat ein Problem mit der Verwaltung. Deshalb ist er der Gemeinderatssitzung ferngeblieben. Auskunft erteilt der Gemeindesekretär Urban Rinner den verdutzten Gemeinderäten am 16. September zu Beginn der Sitzung. Pöll, präzisiert BM Andreas Heidegger habe das Vertrauen wegen des „Saumoarhofes“ verloren. Der Bruch wird dann klar, als BM Heidegger sagt, dass er die Abbruchverfügung für den Saumoarhof erlassen habe. Die letzte Baukonzession für den Abbruch, die Verlegung und den Wiederaufbau der Hofstelle sei vor drei Jahren ausgestellt worden und diese verfalle mit 14. September 2019. Der Hofbesitzer hat nun um Benutzungsgenehmigung für die neue Hofstelle angesucht. Das Gesetz sage klar, sagte Heidegger, dass eine Benutzungsgenehmigung erst nach erfolgten Abbruch erteilt werden könne. „Es tut mir leid“, sagte Heidegger wörtlich, „ich kann nicht die Verantwortung für eine Amtsunterlassung tragen.“ Ruatti habe LH Kompatscher und Rechtsanwälte eingeschaltet. Viele Schreiben von Hans Pöll, von Luise Ruatti, von deren Mutter und auch von Florian Ruatti habe er erhalten. Trotzdem: Die Abbruchverfügung ist unterzeichnet. (eb)

v.l.: Florian Punt und Hansjörg Bernhart übergeben die Burgeiser Petition mit 235 Unterschriften an BM Ulrich Veith von Erwin Bernhart

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Foto: Erwin Bernhart

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BM Andreas Heidegger

von der Kaproner Alm. 3 Medaillen holte sich Stefan Ilmer von der Rableid Alm. Über eine Auszeichnung konnten sich auch Karin Lösch von der Höfer Alm in Burgeis (Silber), Josef Ladurner von der Schliniger Alm (Bronze), Erich Schaffler von der Eishof Alm im Pfossental (Bronze) freuen.

Direkte Demokratie

Naturns

Ich musste über diese Klippe springen

Foto: „Wind“-Archiv

Vinschger Almen für Almkäse ausgezeichnet

ie Einbahnregelung durch das Oberdorf in Burgeis soll aufgehoben werden, die Waschbetontröge in der Bruggergasse sollen entfernt werden und die Bevölkerung soll grundsätzlich besser über Verkehrs- und Gestaltungsangelegenheiten informiert werden. Diese drei Forderungen haben 235 BurgeiserInnen in Form einer Petition mitunterzeichnet. Die Petition samt den Unterschriften wurde am 23. September von Hansjörg Bernhart und Florian Punt dem Malser BM Ulrich Veith kurz vor der Gemeindeausschusssitzung übergeben. Die Petition ist von Hansjörg Bernhart ausgegangen und hat mit der Fraktion Burgeis nichts zu tun. Das betont Bernhart auf Anfrage des Vinschgerwind. Dass die Petition direkt an BM Veith übergeben worden ist, hat sei-

nen Grund. Denn im Zuge der Übergabe hat sich eine lebhafte Diskussion darüber gebildet, warum die Eingabe nicht den oppositionellen Gemeinderäten von Burgeis, Johann Ziernheld und Ruth Kofler übergeben worden sei. Veith kritisierte das Verhalten von Johann Ziernheld, dem in der Baukommission das Projekt in der Bruggergasse detailliert vorgestellt worden sei. Deshalb könne Ziernheld nicht sagen, dass er nichts gewusst habe (sh. Vinschgerwind Nr. 19). Veith sagte, dass ihn störe, dass im Vorfeld nichts gesagt worden sei: „Es hat kein Mensch Piep gesagt.“ Wenn wir etwas sagen, dann werde das nicht berücksichtigt, entgegnete Florian Punt. Hansjörg Bernhart wies darauf hin, dass er über WhatsApp im Vorfeld sehr wohl auf den Unmut und auf die Misstände hingewiesen habe. Dei Kommunikation ging sowohl an den BM wie an den für Burgeis

zuständigen Referenten und auch an den Gemeinderat der „Offenen Gemeindeliste Mals“ Johann Ziernheld Das sei von keiner Seite ernst genommen worden und deshalb habe er diese Petition gestartet. Nach diesen gegenseitigen Vorwürfen sagte Veith: „Wenn etwas nicht funktioniert, kann es auch rückgängig gemacht werden.“ Gerade im Hinblick auf die Waschbetontröge in der Bruggergasse ein Hoffnungszeichen für die Burgeiser. Indirekt ging Veith auch auf die dritte Forderung ein, dass die Burgeiser durchaus Bürgerversammlungen, Informationsabende oder Posiumsdisussionen für sinnvoll erachten. Denn Veith sagte, dass man in Zukunft eben Bürgerversammlungen machen und die Fraktion Burgeis außen vor lassen werde. Jedenfalls werde sich Veith die Forderungen anschauen, das war das Versprechen.


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Vinschgerwind 20-19

/POLITIK/ 5

Schlanders/Bozen

Berufliche Weiterbildung ist gesichert D

SWR-Bezirkspräsident Karl Pfitscher ist erleichtert, dass die berufliche Weiterbildung an der Landesberufsschule Schlanders gesichert ist. Zumindest für ein Jahr hat LR Philipp Achammer, auf massiven Druck der Vinschger Wirtschaftsvertreter eine Lösung in Aussicht gestellt.

Fotos: „Wind“-Archiv

as Weiterbildungsangebot in der Landesberufsschule Schlanders stand auf der Kippe. Der Vinschgerwind hat in der Titelgeschichte Nr. 18 am 5. September 2019 diese Problematik aufgeworfen. Nun kommt in einer Pressemitteilung des Südtiroler Wirtschatsringes Bezirk Vinschgau Entwarnung. Bezirkspräsident Karl Pfitscher: „Wir haben mit Landesrat Philipp Achammer nun eine Lösung gefunden.“ Die Landesberufsschule ist seit jeher ein wichtiger Anlaufpunkt für viele Betriebe, wenn es um die berufliche Weiterbildung geht. Letztens stand dieses Angebot auf der Kippe, weil eine Verwaltungskraft fehlt und demnach auch Kurse nicht mehr angeboten werden können. Ohne diese Verstärkung sah die Landesberufsschule die ständig steigende Bürokratie rund um die Abwicklung der Kurse nicht mehr bewältigbar. Nun konnte auf Druck der Vinschger Wirtschaftsvertreter gemeinsam mit Landesrat Phi-

lipp Achammer eine Lösung gefunden werden. Über die Landesberufsschule Schlanders konnten in den vergangenen Jahren viele – unter anderem vom Gesetz geforderte – Weiterbildungskurse vor Ort im Tal abgehalten werden. Darunter Kurse in den Bereichen Arbeitssicherheit, Sicherheitskurse im Schweißen, Fräsen, Staplerfahren, im Umgang mit Metall, Stein und Holz. Nachdem in der Landesberufsschule eine dafür dringend benötigte Verwal-

tungsstelle nicht nachbesetzt werden konnte, standen auch die Kurse auf der Kippe. „Dies hat die Betriebe im Vinschgau in enorme Schwierigkeiten gebracht, denn die Landesberufsschule war eine zentrale und kompetente Anlaufstelle für das ganze Tal“, unterstreicht SWR-EA Bezirkspräsident Karl Pfitscher, der auch auf das erfolgreiche Weiterbildungsangebot verweist, das mit rund 12.000 Kursteilnehmern bei 764 Kursen in acht Jahren das hohe Interesse klar belegt. Landesrat Philipp Achammer

Vinschgau

Vom wind gefunden

Frust bei den Golden Delicious

Lia Rumantscha

net, dass für die Herstellungskosten rund 40 Cent pro Kilo nötig wären. VI.P-Direktor Martin Pinzger (Bild) begründet den Preisdruck mit einer Rekordernte 2018 in Europa, mit extremem Preisdruck aus Polen. Mit großen Ernten werde der Markt auch mit großen Mengen an erster Qualität beliefert. Dadurch sind Äpfel 2. Qualität kaum verkäuflich. Zudem hat der Vinschgau 2018 „nur“ rund 60% 1. Qualität produzieren können, in normalen Jahren sind 70% der Ernte erste Qualität. „Extrem schwieriges Jahr mit schwieriger Qualität“, fasst Pinzger die Misere zusammen. (eb) Foto: Erwin Bernhart

D

ie Obstbauern, die voriges Jahr Golden Delicious geliefert haben, sind frustriert. Denn der durchschnittliche Auszahlungspreis für integriert produzierte Golden liegt bei rund 31 Cent für die Ernte 2018, zumindest im Untervinschgau. Mit der hochgerüsteten Technik in den Sortieranlagen wird kein auch noch so kleiner Fehler verziehen. Was nicht zu 100% erste Qualität ist, ist quasi Ramschware. Bauern, die ihre Anlagen hegen und pflegen und im Herbst vermeintlich Top-Ware abgeliefert haben, können mit dem Auszahlungspreis kaum die Spesen decken. Der Beratungsring hat errech-

kennt das Problem und hat sich, auch auf massiven Druck der Vinschger Wirtschaftsvertreter, für eine möglichst schnelle Lösung eingesetzt. „Wir sind froh eine Lösung für das Vinschgau gefunden zu haben, und somit ist die berufliche Weiterbildung für dieses Jahr im Vinschgau gesichert.“, erklärt Philipp Achammer. Die Wirtschaftsvertreter im Vinschgau reagieren mit Erleichterung auf diese positive Nachricht. „Das löst viele Probleme“, so Karl Pfitscher.

Am 26. Oktober 1919, also vor 100 Jahren, wurde die Lia Rumantscha in Chur als Dachorganisation aller romanischen Sprach- und Kulturvereine Graubündens gegründet. Vom 1. bis 18. August wurde deshalb in Zuoz gefeiert. Mit der eidgenössischen Volksabstimmung vom 20. Februar 1938 wurde das Romanische als vierte Landessprache der Schweiz anerkannt. Heute steht die romanische Sprachgemeinschaft vor großen Herausforderungen. Ein Drittel der Romaninnen und Romanen lebt nicht mehr in den Stammgebieten, sondern verstreut in der ganzen Schweiz. Auf Initiative der Lia Rumantscha ist 1982 von Heinrich Schmid aus Zürich das „Rumantsch Grischun“ als gemeinsame Schriftsprache der Rätoromanen Graubündens entwickelt worden, die seit 2001 auf Kantonsebene als romanische Amtssprache dient. Es gibt in Graubünden fünf Mundartgruppen, die alle eine eigene Schriftsprache (Idiom) entwickelt haben. Die im Unterengadin und Münstertal geschriebene Schriftsprache heißt Vallader, die Mundart im Münstertal heißt Jauer. Die überregionale Schriftsprache Rumantsch Grischun sollte zu einer einheitlichen Schriftsprache führen. Laut einer Studie im Auftrag des Bundes ist dieser Versuch gescheitert. Für die Dolomitenladiner mit den fünf Mundarten hat Heinrich Schmid 1998 ebenfalls eine einheitliche Standardsprache, das „Ladin Dolomitan“ („Dolomitenladinisch“) entwickelt. Auch die Akzeptanz des Ladin Dolomitan ist unterschiedlich, insbesondere in Gröden gibt es großen Widerstand. (hzg)


Der Alpenverein 150 Jahre Alpenverein Südtirol 135 Jahre Alpenverein Vin(t)schgau

Der Südtiroler Alpenverein feiert heuer 150 Jahre. Was die wenigsten wissen: Auch im Vinschgau gibt es ein (kleines) Jubiläum zu feiern. Vor 135 Jahren, 1884, wurde nämlich die „Sektion Vintschgau“ gegründet. Aus der einstigen Sektion sind heute acht AVS-Sektionen mit verschiedenen Ortsstellen geworden. Text & Foto: Angelika Ploner I Titelbild: Bernhard Tscholl

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reffender wie Albert Platter könnte man die Seele des Alpenvereins wohl nicht beschreiben. „Das gemeinsame aktive Erleben der Bergwelt, das bewusste Wahrnehmen der wunderbaren

Natur, Gemeinschaft erleben genauso wie die Bewahrung von Natur und Umwelt. Und, nicht zuletzt auch das Hinführen der Jugend zum Bergerlebnis. Genau das sind die Ziele des AVS.“ Platter vertritt die Vinschger Sektionen in Bozen, ist ihr Sprachrohr in der Landesleitung des Süd-

tiroler Alpenvereins. Dieser feiert heuer 150 Jahre. Was die wenigsten wissen: Auch im Vinschgau gibt es ein (kleines) Jubiläum zu feiern. Vor 135 Jahren, 1884, wurde nämlich die "Sektion Vintschgau" von Dr. Heinrich Flora in Mals gegründet. Doch der Reihe nach.

Aus der einstigen Sektion Vinschgau sind in 135 Jahren wechselvoller Geschichte acht AVS-Sektionen mit verschiedenen Ortsstellen entstanden. Ein kurzer Überblick über die AVS-Sektionen im Vinschgau.

SEKTION SCHLANDERS

Erster Vorsitzender: Christian Gamper Gründung: 1996 Mitglieder: 999 Kurzportrait: Von 1947 bis 1996 gehört Schlanders zur Sektion Vinschgau, 1996 wird der Hauptort eine eigene AVS-Sektion. Pro Jahr werden vom AVS Schlanders rund 40 Veranstaltungen organisiert, quer durch die Bank, für alle Altersgruppen. Vor allem im Referat Wege – Wegenetz ist man im AVS Schlanders vorbildlich organisiert. Für die Jugend gibt es ein Kletter- und Boulderangebot. Christian Gamper, der Erste Vorsitzende: „Die Jugend ist die Herausforderung für die Zukunft. Diese hat es in Schlanders als eigenes Referat nie gegeben, genau das wäre unser Ziel.“ Geschichtliches: Giuseppe Sonzogno von der „Lasa Marmo Spa“ wollte 1975 ein Schutzhaus auf dem Göflaner Berg eröffnen. Dazu kommt es aufgrund eines negativen Urteils nicht.

SEKTION LAAS

Erster Vorsitzender: Markus Tröger Gründung: 1996 Mitglieder: 827 Kurzportrait: Laas war von 1947 bis 1996 in der Sektion Vinschgau beheimatet, 1996 wird Laas eine eigene AVS-Sektion. Was den AVS Laas besonders auszeichnet ist die Jugendarbeit. Keine Sektion hat so viele Jugendführer und so zahlreiche Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Abseits davon gliedern sich die Veranstaltungsangebote in Wander-, Hoch- und Gletschertouren. Das Programm hält für jeden etwas bereit. Der AVS Laas war die erste Sektion in Südtirol mit dem Projekt „Wegepaten“. Bis heute werden die Wege von Freiwilligen instand gesetzt und gehalten. Interessantes: „Herz-Jesu-Feuern“ auf der Taitschroi wird seit über 40 Jahren nur durch die AVS Jugend befeuert und von den Altherren mit Holztragen unterstützt.

SEKTION LATSCH

Erster Vorsitzender: Alexander Mair Gründungsjahr 1997 Mitglieder: 657 Mitglieder Kurzportrait: Latsch war von 1947 bis 1997 in der Sektion Vinschgau beheimatet, im Jänner 1997 wird Latsch eine eigene AVS-Sektion. Pro Jahr werden vom AVS Latsch ganz unterschiedliche Veranstaltungen organisiert, quer durch die Bank, für alle Altersgruppen: von Wander-, Hoch- und Gletschertouren bis hin zu Kletterangeboten. Weil sich die Wege in Latsch Wanderer und Montainbiker teilen, hat man für die Instandhaltung eine eigene Regelung gefunden: Bis zu den Almen hinauf sorgt der Tourismusverein für die Wegeerhaltung, für das restliche Wegenetz sorgt der AVS Latsch bei sogenannten Wegetagen. Tipp: Der Tisser Klettersteig beim Poppeleknott wird gerne als Einsteiger- und Kinderklettersteig genutzt.


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03.10.19

Im Alpenverein sind wir eine Bergsteigergemeinschaft und kein Dienstleister.

Fotos: Angelika Ploner

von Josef Auer

Der Alpenverein Vinschgau

Man schrieb das Jahr 1869, als in Bozen und in Niederdorf die ersten beiden Sektionen im Deutschen Alpenverein in Südtirol entstanden. Zweck des Vereins war „die Kenntnis von den Alpen zu verbreiten, die Liebe zu ihnen zu fördern und ihre Bereisung zu erleichtern“. 15 Jahre danach, am 17. Februar 1884, wurde in Mals durch den Gemeindearzt Dr. Heinrich Flora die „Sektion Vintschgau“ gegründet – es war die achte von 21 Sektionen in Südtirol. Detail am Rande: Für die

Aufnahme in den Verein brauchte es unter anderem zwei Bürgen, die die moralische und bürgerliche Integrität bestätigen mussten. Wichtige Tätigkeiten waren die Verbesserung und Markierung von Wegen und die Anlage neuer Wege, so zum Beispiel von Mals nach Matsch oder von Schlanders über das Tascheljöchl nach Schnals. Auch dem Hüttenbau galt besondere Aufmerksamkeit. Geplant war z.B. der Bau einer Hütte auf dem Chavalatsch sowie unterm Hasenöhrl, die bis heute nie in die Tat umgesetzt wurden. 1910 wurde die Sektion Vintschgau in „Sektion Mals“ umbenannt.

Der Grund: Schon damals gab es in Mals Spannungen, vor allem zwischen Malsern und Nicht-Malsern. In der Zeit des Faschismus wurden alle deutschsprachigen Vereine verboten. Die Sektion Vintschgau bzw. Mals wurde daraufhin aufgelöst, alle Vereinstätigkeiten wurden mit Ende des 2. Weltkrieges eingestellt.

Vinschgerwind 20-19

/TITEL/ 7

1910

Die Sektion Vinschgau wird in Sektion Mals umbenannt

1943 – 1945

war der Vinschgau Teil der Sektion Meran des nationalsozialistisch gelenkten Deutschen Alpenvereins. Mit Ende des 2. Weltkrieges 1945 wurden alle Vereinstätigkeiten eingestellt

1958

wird die Sektion Untervinschgau gegründet

1981

Eröffnung Sesvennahütte und Martellerhütte

1995

SEKTION OBERVINSCHGAU

mit den Ortstellen Oberland, Mals und Matsch

Erster Vorsitzender: Georg Piffrader Ortsstellenleiter Oberland: Georg Piffrader Ortsstellenleiter Matsch: Dominik Riedl Ortsstellenleiter Mals: Anja Noggler Mitglieder: 1.075 Mitglieder Kurzportrait: Die Geschichte der Sektion Obervinschgau ist nicht von jener von Mals zu trennen. 1884 gründete Dr. Heinrich Flora in Mals die "Sektion Vintschgau", deren Tätigkeit unter dem Faschismus wieder eingestellt wurde. Erst 1964 traten die Malser als Außenstelle der 1947 wiedergegründeten Sektion Vinschgau bei. 1965 wurde man eine eigenständige Sektion, die erst 2014 in die Sektion Obervinschgau mit den Ortsstellen Oberland, Matsch und Mals umgetauft wird. Die Veranstaltungen finden sporadisch statt und richten sich an alle Altersgruppen.

SEKTION UNTERVINSCHGAU

Erster Vorsitzender: Josef Auer Ortsstellenleiter Schnals: Hannes Oberhofer Gründungsjahr: 1958 Mitglieder: 1.775 Mitglieder, davon 270 Mitglieder Ortsstelle Schnals. Kurzportrait: „Wir haben einen sehr großen Zuspruch bei den Seniorenaktivitäten“, sagt Sepp Auer. Die Jugend und Kinder begeistern sich hingegen für das Angebot Sportklettern, dafür wird im Gemeinschaftshaus in Naturns eine freie Hallenbetreuung organisiert. Im heurigen Jahr startete man das Projekt „Wegepate“. 24 Wegepaten betreuen seitdem die Wege – neben dem Wegewart und Markierungswart. Insgesamt wird jedes Jahr ein intensives Programm und vielfältiges Angebot zusammengestellt. Das Jugend- und Familienreferat bleibt eine Herausforderung. Anliegen ist es, vor allem jungen Leuten das Berg-steigen und die Natur näherzubringen.

wird in der Freizeitanlage Trattla im Martelltal die erste Kletterhalle eröffnet

1884

In Mals wird von Dr. Heinrich Flora die Sektion Vin(t)schgau gegründet

1923

Unter dem Faschismus werden die Alpenvereine verboten und die Schutzhütten enteignet

1947

wird die Sektion Vinschgau des Alpenvereins Südtirol gegründet

1962

wird die Sektion Martell gegründet

1984

Baubeginn Oberetteshütte, 1988 Einweihung

1996

wird die Sektion Vinschgau aufgelöst. Die Ortsstellen Latsch (1997), Schlanders, Laas und Prad werden eigenständige Sektionen

2013 2014

Die Ortsstelle Schluderns trennt sich von der AVS-Sektion Mals und wird eine eigenständige Sektion

Aus der Sektion Mals wird die Sektion Obervinschgau mit den Ortsstellen Mals, Oberland und Matsch


8 /TITEL/

Vinschgerwind 20-19

Erst zwei Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges, 1947, erwachte die „Sektion Vinschgau“ des Alpenvereins zu neuem Leben. In Prad im Zentral Hotel Karner wurde genau am 11. Mai die Sektion Vinschgau neu gegründet. In der Gründungsurkunde ist unter anderem zu lesen: „...die Vertreter der Hauptleitung und die Obmänner der Sektion empfahlen vom ursprünglichen Plan, die Sektion Vinschgau als Untersektion von Meran zu errichten, abzusehen und eine selbständige Sektion zu gründen. Der Vertreter der Hauptleitung betonte,

dass „ein so hochwertiges und weltbekanntes Gebiet am zweckmäßigsten aus unmittelbarer Nähe betreut werden soll.“ Einstimmig wurde Laas als Sitz der Sektion gewählt. Die erste Liste des Jahres 1947 verzeichnete 168 Mitglieder von Reschen bis Tschars, den Hauptanteil an Mitgliedern stellte Laas mit 50, die Malser waren mit 14 Namen eher bescheiden vertreten. Hintergrund dafür war der gescheiterte Versuch der Malser, im gleichen Jahr eine eigenständige Sektion zu gründen. Zu den Anfangsschwierigkeiten zählten chronischer Geldmangel und geeignete Leute mit Führungsqualitäten, kurzum: Zeit, Geld und Mut fehlten.Bis 1958 umfasste die Sektion Vinschgau das ganze Tal, die Mitgliederzahl stieg rasant an: 1957 waren es stolze 412. Ein Jahr später gab es die erste Herauslösung, der noch einige weitere in den kommenden Jahren folgen sollten. Robert Kaserer gründete 1958 die AVS-Sektion Untervinschgau

SEKTION MARTELL

Erster Vorsitzender: Peter Altstätter Gründungsjahr 1962 Mitglieder: 554 Kurzportrait: Martell wurde 1962 als eigenständige Sektion gegründet. Der 16-jährige Erwin Altstätter hatte die Idee dazu bei einer Bergtour auf die Orgelspitze. Er wurde Erster Vorsitzender und blieb es 47 Jahre lang. Stolze 90 Mitglieder verzeichnete die Sektion Martell bei der Gründungsversammlung 1962. 1964 wurde die erste Jugendgruppe gegründet. 1981 wurde - nach 6 Jahren Bauzeit - die Marteller Hütte eingeweiht. Vorreiter war man im Bereich Klettern. 1995 wurde die Kletterhalle im Freizeitzentrum Trattla eingeweiht. 2018 kamen ein neuer Kletterturm und ein neuer Boulderraum hinzu. Mit einem reichhaltigen alpinen Programm erreicht man alle Altersgruppen. Einzigartig: Die Kletterwand an der Alperia Staumauer.

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mit der Ortsstelle Schnals, in der fortan die Gemeinden von Plaus bis Kastelbell versammelt waren. 1962 folgte die Gründung der Sektion Martell. Der erst 16 Jahre alte Sektionsgründer Erwin Altstätter wurde zum Vorsitzenden gewählt und baute u. a. 1975 mit Hilfe anderer Sektionen die Marteller Hütte, die zusammen mit der Sesvenna- und Oberetteshütte zu den Schutzhütten in AVSBesitz zählt. Die AVS-Sektion Martell war vielfach landesweit Vorreiter. „Zu einer Zeit, als der AVS anfing sich mit dem Thema Klettern zu beschäftigen, fand bei uns bereits die Einweihung der Kletterhalle im Freizeitzentrum Trattla statt“, sagt Peter Altstätter, der Erste Vorsitzende, zum Vinschgerwind. Das war 1995. Heute ist die Halle das Zentrum der Vinschger Sportkletterer. Parallel zu den AVS-Sektionen wurde ein funktionierender Bergrettungsdienst eingerichtet. 1965 wurde die Sektion Mals gegründet. Der zweite Versuch, sich eigenständig zu organisieren, war von Erfolg gekrönt und vor allem dem Wunsch des Wiederaufbaus der Höllerhütte im inneren Matscher Tal geschuldet. Der Wunsch blieb Wunsch. Der Staat, auf dessen Grund die Hütte stand, trat - wegen der Attentate in den 1960er Jahren - den Grund nicht ab. Vom Hüttenbau rückte man dennoch nicht ab und baute 1975 die Sesvennahütte und 1984 dann die Oberetteshütte - die ehemalige Höllerhütte. Zählten zur Sektion Mals erst die Ortsstellen Schluderns und St. Valentin, später Oberland und Matsch, so sieht es heute anders aus. Schluderns trennte sich 2013 von der Sektion Mals ab und bildet seitdem eine eigene Sektion. 2014 wurde die Sektion Mals in Sektion Obervinschgau mit den Ortsstellen Oberland, Mals und Matsch umbenannt.

SEKTION PRAD

Erster Vorsitzender: Stefan Wallnöfer Gründungsjahr: 1996 Mitglieder: 638 Kurzportrait: Von 1947 bis 1996 gehört Prad zur Sektion Vinschgau, 1965 wird Prad eine eigene Ortsstelle und 1996 eine eigene AVS-Sektion. Es wird versucht die Jugend wieder mehr einzubinden. Eine Besonderheit des AVS Prad ist das Prader AVS-Blattl einmal im Monat, das im Schaukasten hängt und an die Mitglieder verteilt und verschickt wird. Organisiert werden Hoch-, Gletscher- und Wandertouren mit unterschiedlichen Zielen in und außerhalb Südtirols. Von Kindern über Jugendliche bis hin zu Familien und Senioren: Für jeden ist etwas dabei. Für die Jugend werden z.B. Zeltlager oder Höhlenexkurisonen geboten. Interessantes: Die Neugründung der Sektion Vinschgau geht auch auf die Anregung von Dr. Obojes, damals Arzt in Prad, zurück.

In 15o Jahren ist der Südtiroler Alpenverein zu einer Gemeinschaft zusammenge-

wachsen. Mehr noch: „Man kann den Alpenverein als Alpenvereinsfamilie bezeichnen“, sagt Josef Auer, der Erste Vorsitzende der AVS-Sektion Untervinschgau. Denn im Alpenverein haben alle ihren Platz: von den Kindern bis zu den Senioren. Mitgliedersorgen hat man beim Alpenverein keine. Alpinismus, Schutzhütten, Wege, Naturschutz und vieles mehr sind die Themen des Alpenvereins. Vielfältige Themen, auch weil die Aktivitäten am Berg vielfältiger geworden sind. Stand früher der Alpenverein vor allem fürs Bergsteigen und trug den Natur- und Umweltgedanken nach außen, so sind heute im Verein ganz vielfältige Aktivitäten zuhause: Sport- und Eisklettern, Mountainbiken, Skitouren, um nur einige wenige zu nennen. „Vom AVS werden alle typischen alpinen Bewegungsformen abgedeckt“, bringt es Christian Gamper, der Vorsitzende des AVSSchlanders auf den Punkt. „Berge erleben - 360 Grad.“ „Der Alpenverein“, sagt Josef Auer, „vermittelt Natur und Abenteuer und ist offen für sämtliche Bergaktivitäten.“ Aber: „Im Alpenverein sind wir eine Bergsteigergemeinschaft und kein Dienstleister“, warnt Auer. Vor allem bei den Wegen müsse man schauen, dass man saubere Lösungen zwischen Mountainbikern und Wanderern fände. 6.500 Kilometer Wanderwege betreut man landesweit, führt über 40 Kletteranlagen, besitzt 11 Schutzhütten und zählt über 70.000 Mitglieder in 35 Sektionen. Stolze Zahlen, hinter denen vor allem viele Ehrenamtliche und - eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Bergrettungsdiensten stehen. (Quellen: 50 Jahre AVS-Sektion Obervinschgau, 50

Jahre Sektion Vinschgau)

SEKTION SCHLUDERNS

Erster Vorsitzender: Edelbert Klotz Gründungsjahr: 2013 Mitglieder: 312 Kurzportrait: Als Ortsstelle gibt es Schluderns seit 1973. Genau zum 40-jährigen Bestehen wurde aus der Ortsstelle eine eigene Sektion. Meilenstein in der Geschichte der AVS-Sektion Schluderns war 2009 die Errichtung der Kletterhalle, die von Jugendlichen und Erwachsenen viel genutzt wird und deshalb nicht nur ausge- sondern zum Teil auch überlastet ist. „Wir müssen die Kletterhalle unbedingt erweitern“, sagt deshalb der Vorsitzende Edelbert Klotz. Der AVS-Schluderns bietet weiter ganzjährig ein breitgefächertes Angebot an verschiedenen Wanderungen, Hoch- und Bergtouren an. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beschilderung und Instandhaltung der Wege, durch die Wegewarte im AVS.


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/WIRTSCHAFT/ 9

Vinschgau

Wirtschaft: Vinschgau hat noch Entwicklungspotenzial ie Vorwürfe, denen derzeit einzelne Wirtschaftssektoren wie etwa der Tourismus ausgesetzt sind, sind für den SWREA Bezirksausschuss Vinschgau völlig unverständlich. Im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung haben die Wirtschaftsvertreter über dieses Thema eingehend diskutiert. Für sie ist klar: Die ausgewogene Wirtschaftsstruktur ist Südtirols größte Stärke und auch Garant für einen lebendigen ländlichen Raum. Der Tourismus ist ein wichtiges Zugpferd, der im Zusammenspiel mit den anderen Wirtschaftssektoren einen starken Wirtschaftsstandort garantiert und damit auch Lebensqualität und einen Aufschwung ins ganze Tal bringt. Insbesondere der mittlere und obere Vinschgau gilt als strukturschwach. Deshalb gelte es, die Familienbetriebe zu stützen und Entwicklungspotenzial dort zuzulassen, wo es Sinn macht. „Wenn es beispielsweise um Aufstiegsanlagen geht, gilt es auch den wirtschaftlichen Aufbau im Umfeld zu unterstützen“, unterstreicht Karl Pfitscher, Bezirkspräsident des SWR-EA Bezirk Vinschgau.

Foto: „Wind“-Archiv

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Die Bezirksausschussmitglieder vom Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige Bezirk Vinschgau: Familienbetriebe gilt es zu stützen und Entwicklungspotenzial dort zuzulassen, wo es Sinn macht.

Gemeinsam an einer Vision arbeiten „Wir sind bereit zu diskutieren und gemeinsam an einer Vision fürs Tal zu arbeiten. Jemanden für alles den schwarzen Peter zuzuschieben und für alles verantwortlich zu machen was einem in seinem persönlichen Umfeld stört, ist nicht fair und bringt nie-

manden weiter, sind sich die Wirtschaftsvertreter einig. Vielmehr gilt es, neue Projekte, ganz egal welcher Art von Fall zu Fall zu bewerten und in einem Gesamtkontext zu setzen. „Dann sind wir auf dem richtigen Weg und arbeiten auch alle gemeinsam an einer guten Zukunft“, so Pfitscher

8. Südtiroler Alpkäseverkostung SAMSTAG 05. OKTOBER 2019 PUBLIKUMSVERKOSTUNG IN DER FÜRSTENBURG

14.00 bis 16.00 Uhr Alpkäse aus Südtirol und dem raetischen Dreieck können verkostet werden. Es besteht die Möglichkeit, Alpkäse zu kaufen. PRÄMIERUNG DER ALPKÄSE IN DER FÜRSTENBURG (Aula Neubau)

FACHSCHULE FÜR LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT FÜRSTENBURG, BURGEIS Autonome Provinz Bozen - Südtirol Deutsches Bildungsressort Bereich deutsche Berufsbildung

ProvinciA AutonomA di BolzAno - Alto Adige Dipartimento istruzione e formazione tedesca Area formazione professionale tedesca


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Vinschgau/Südtirol

Jetzt ansuchen: Steuerbonus auf Werbeausgaben er mehr Werbung macht, bekommt Geld. Seit 2017 belohnt der Staat zusätzliche Werbeausgaben. Zusätzlich heißt: Den Steuerbonus gibt es nur auf den Zuwachs an Werbeausgaben, sprich: auf die Mehrausgaben im Vergleich zum Vorjahr. Hat ein Unternehmen 2018 insgesamt 5.000 Euro Werbeausgaben getätigt und im Jahr 2019 6.000 Euro, dann wird auf den Zuwachs von 1.000 Euro ein Steuerbonus von – im besten Falle – 75 Prozent gewährt. Die Erhöhung des Werbebudgets wird demnach belohnt. Ob am Ende tatsächlich 75 Prozent gefördert werden, hängt von der Summe, die von der Regierung bereit gestellt wird und von der Anzahl der Ansuchen, die gestellt werden. Die Infos auf einen Blick zusammengefasst: • Unternehmer und Freiberufler müssen den Antrag für das Steuerguthaben für das Jahr 2019 vom 1. Oktober bis zum 31. Oktober 2019 einreichen. Entscheidend ist

Foto: Angelika Ploner

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nicht das Rechnungs- oder Zahlungsdatum, sondern der Erscheinungstermin der Werbung. • Gefördert werden die reinen Werbekosten, sprich die Kosten der Flächen ohne Vermittlungskosten oder anderes. • Der Unternehmer oder Freiberufler muss einen Antrag zur „Vormerkung des Steuerguthabens“ auf elektronischem Weg an die Abteilung Information und Presse des Präsidiums des Ministerrates (dipartimento per l’informazione e l’editoria

della presidenza del consiglio die ministeri) richten – und zwar zum Beispiel über SPID, CNS, Entratel oder Fisconline. Das ist gleichzeitig eine Meldung über die voraussichtlichen Werbekosten bis Ende 2019. Zu übermitteln sind die tatsächlich getätigten Werbespesen und die geplanten Werbekosten in Zahlen und Prozenten. • Es können nicht verschiedene Werbemittel gemischt werden. Printwerbung und Radiowerbung oder TV-Werbung sind differenziert zu betrachten und auch differenziert zu beantragen. • Die Mittel für die Förderung sind aber begrenzt: wenn die zur Verfügung gestellten Mittel nicht ausreichen, um alle Ansuchen zu befriedigen, dann wird der Bonus anteilsmäßig reduziert. • Wurden 2018 keine Ausgaben getätigt, kann kein Steuerbonus in Anspruch genommen werden. (ap) Nähere Informationen zu den Anträgen unbedingt beim Steuerberater des Vertrauens einholen.

Müstair

Nationalratskandidatin macht EMSORAMA mobil M

EMSORAMAEröffnung in der Schulturnhalle in Müstair

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

agdalena Martullo Blocher, Chefin der EMS-Chemie und Kandidatin der Schweizer Volkspartei SVP für den am 20. Oktober 2019 zu wählenden Schweizer Nationalrat, tourte kürzlich mit dem Bündner Science Center Emsorama durch Graubünden. Von Bergün ging’s nach Müstair und weiter nach Zernez. „Ich bin Unternehmerin und mit 1.000 Arbeitsplätzen größte Arbeitgeberin in Graubünden. Und ich bin auch Nationalrätin in Bern.“ So stellte sich die Tochter des langjährigen SVP-Politikers Christoph Blocher, Magdalena Martullo, in der Schulturnhalle in Val Müstair vor. Und sie möchte bei den Wahlen für den Schweizer Nationalrat am 20. Oktober 2019 wiederum ihren Sitz erobern. Für ihre Wahlkampftour durch Graubünden machte die Unternehmerin das Bündner Science Center Emsoram mobil und brachte es für zwei Tage ins Münstertal. Emsorama wurde von drei Jahren von der Ems-Chemie Holding in Domat/Ems gegründet und begeisterte bisher über 15 000

Besucher. Es handelt sich um ein modernes Wissenszentrum ihres Unternehmens, das Groß und Klein ein selbstbestimmtes, spannendes Entdecken von naturwissenschaftlichen Vorgängen und Gesetzen aus Physik, Chemie, Biologie, Mathematik, naturwissenschaftlichen Vorgängen und Technik ermöglicht. «Berühren, Erleben, Staunen», unter diesem Motto bewirken 18 gut ausgeklügelte Experimente auf spielerische Weise einen „Aha-Effekt“. Die Angebote drehen sich um Hand-Experimente, Spiegelzeichnen, Brückenbau, Galileibahn, Plasmakugel, Kugelwettbewerb und vieles

mehr. „Es geht unserem Unternehmen um die Förderung des MINT-Nachwuchses in den Gemeinden. Und es geht darum, vor allem junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik zu begeistert“, so Martullo. Ihren Besuch zur Eröffnung der EMSORAMA in Müstair flankierten Gemeindevizepräsidentin Gabriella Binkert-Becchetti, Vertreter der Schule, des Gewerbes sowie Schülerinnen und Schüler. Diese experimentierten begeistert. Am zweiten Tag kamen auch die Erwachsenen zum Zuge, sowie auch kleine und große Besucher/innen aus dem Vinschgau. (mds)


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/WIRTSCHAFT/ 11

Eyrs

Nachhaltige Baustoffe im Mittelpunkt des Wnet-Sommertreffens D

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

ie Wnet-Frauen kamen aus hatte alles begonnen, laufend ganz Süd- und Nordtirol und kamen andere Betonfertigteile wurden kürzlich auf dem Geund verschiedene Baumaterilände der Schönthaler Baustoff alien, sowie der Baustoffhandel GmbH in Eyrs von Firmenchefin dazu. Neuerdings werden dort Brigitte Schönthaler und Wnetmit einer speziellen Maschine Präsidentin Marlene Rinner (die einzige ihrer Art im Vinschherzlich empfangen. Bei Wnet gau) Ziegel aus Hanfmaterial handelt es sich um ein Südtirohergestellt. Der Rohstoff sind ler Netzwerk von mittlerweile Abfallprodukte, die bei der Hanfrund 70 Frauen aus Wirtschaft, gewinnung anfallen. „Die Ziegel Management und Dienstleistung sind zu 100 Prozent natürlich mit dem Ziel, sich für Frauenund die Nachfrage ist da“, so Briförderung im Berufsleben und gitte Schönthaler. Ideen-Geber speziell für Frauen in Führungs- Die Wnet-Frauen bei ihrem Rundgang durch das Gelände der Firma für die Hanf-Ziegel-Produktion positionen einzusetzen. Das Leit- Schönthaler Baustoff GmbH in Eyrs war ihr Bruder Werner Schönthamotiv lautet: „Karriere möglich ler. Dieser hatte sich mit Hanftinnen-Treffen und Stammtische sowie Sommachen“ mit Fokus auf Chancengleichheit. ziegeln und Kalk den Hof Castelatsch bei mertreffen. Das diesjährige Treffen führte Wnet bietet Mentoring und Coaching bei OriTschengls wohnlich gemacht, um in natürnach Eyrs und stellte die „Nachhaltigkeit im entierung und Karriere-Planung. Ein Thema lichen vier Wänden leben zu können. Dort Bausektor“ in den Mittelpunkt. 2019 dreht sich um „Frauen und Medien“. beschäftigten sich die Wnet-Frauen nach Brigitte Schönthaler beschrieb einleitend Denn medial wird vorwiegend noch aus der der Betriebsbesichtigung mit dem Thema den Betrieb, den ihr Vater vor über fünf JahrWahrnehmung der Männer berichtet. Von „Nachhaltige Baustoffe und Kreislaufwirtzehnten gegründet hatte. Mit Betonsteinen Wnet organisiert werden regelmäßig Experschaft“. (mds)


12 /LESERBRIEFE/

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WIRTSCHAFTSINFO

Lorin Wallnöfer kanzlei lanthaler+berger+ bordato+partner

Ökobeiträge und Ökosteuern für den Ankauf von neuen PKWs Ab dem 1. März 2019 bis (voraussichtlich) 31. Dezember 2021 gibt es auf staatlicher Ebene eine Art Steuer-Bonus-Malus System bei der Anschaffung von PKWs. Fahrzeuge mit hohem CO2 - Ausstoß werden mit einer Ökosteuer (ital. ecotassa) belegt, während Fahrzeuge mit geringem Ausstoß steuerlich bezuschusst werden (ital. ecoincentivo). Bei Kauf (auch mittels Leasing) bzw. Zulassung eines Neufahrzeuges der Kategorie M1 (inklusive Kleinbusse mit bis zu 9 Sitzen) wird eine Umweltsteuer (Ökosteuer) fällig, wenn das Fahrzeug einen Emissionswert von 160 g/ km an CO2 überschreitet. Je nach Emissionswert sind damit vom Käufer noch vor Zulassung des Fahrzeuges zwischen Euro 1.000 und Euro 2.500 mittels F24 (Kodex 3500) zu entrichten. Für den Kauf eines umweltfreundlichen Neufahrzeuges der Kategorie M1 ist hingegen ein Zuschuss vorgesehen, wenn das Fahrzeug einen Emissionswert von bis zu 70 g/km CO2 aufweist, zwischen dem 1. März 2019 und dem 31. Dezember 2021 gekauft und zugelassen wurde und der Listenpreis (ohne Zubehör und „Optionals“) unter Euro 50.000,00 exklusive Mehrwertsteuer beträgt. Die Höhe des Beitrages variiert, je nach Emissionswert wie folgt: - 0-20 CO2 (g/km) Euro 4.000 - 21-70 CO2 (g/km) Euro 1.500 Falls zugleich ein Gebrauchtwagen der Euroklassen 1, 2, 3 oder 4 des Käufers oder eines Familienmitgliedes verschrottet wird, erhöhen sich die vorgenannten Beiträge auf Euro 6.000 bzw. Euro 2.500. Der gewährte Zuschuss wird vom Händler über ein eigenes Portal beantragt und nach erfolgter Zuteilung dem Autokäufer in der Rechnung als Rabatt auf den Nettopreis gutgeschrieben. Somit verringert sich der Kaufpreis des Endverbrauchers um die Höhe des Beitrages und der anteiligen Mehrwertsteuer. Der Händler selbst erhält den gewährten Beitrag vom Hersteller bzw. Importeur gegen Vorlage der entsprechenden Dokumentation zurück. Die vom Staat für den Ökobeitrag vorgesehen Geldmittel belaufen sich auf Euro 60 Mio. für 2019 und jeweils 70 Mio. für 2020 und 2021. Für 2019 sind noch ca. 32 Mio. verfügbar.

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„Aussage muss relativiert werden“ „Wind“-Gespräch mit LH. Kompatscher (Nr. 17 vom 22.08.2019) Der Landeshauptmann hat im Vinschgerwind–Interview erklärt, dass es ein Erfolg war, alte Bausubstanzen wiederzuverwerten; zudem sei es seine Idee gewesen, bestehende Kubaturen für den geförderten Wohnbau wiederzugewinnen. Diese Aussage muss jedoch relativiert werden: ja! es war eine wichtige Maßnahme um dem Aussterben der alten Dorfkerne entgegen zu wirken und gleichzeitig kostbaren Kulturgrund zu sparen und ja es war ein großer Erfolg!! Jedoch war dies nicht deine Idee als ehemaliger Präsident des Gemeindenverbandes, geschätzter Landeshauptmann, sondern jene der Obervinschgauer Bürgermeister. Im Jahre 2005 als ich zum ersten Mal als Bürgermeister von Schluderns kandidierte habe, war es einer meiner Hauptprogrammpunkte und einer meiner größten Motivationsfaktoren für das allseits bekannte Phänomen der alten, leer stehenden und ungenutzten Bausubstanzen in den alten historischen Ortskernen der Gemeinden eine Lösung zu finden. Ein Ziel das ich dann auch konsequent verfolgt habe. Um auf landespolitischer Ebene etwas zu erreichen, habe ich alle Obervinschgauer Bürgermeister ins Boot geholt und für das Projekt gewonnen. Um auf die enorme Problematik hinzuweisen, wurde dann 2006 gemeinsam mit den Gemeinden im Obervinschgau eine Erhebung der bestehenden Bausubstanz in den Ortskernen gemacht. Demnach standen über 200.000m3, das entspricht einer Fläche von ca.5oo Wohnungen, ungenutzt in den Ortszentren des Obervinschgaues. Bestärkt durch den Auftrag der Obervinschgauer Bürgermeisterkollegen, die mir den Auftrag erteilt hatten, sie bei allen diesbezüglichen Belangen zu vertreten, suchte ich als Bürgermeister von Schluderns mit den zuständigen Landesabteilungen nach rechtlichen Möglichkeiten diese leerstehenden Gebäude nutzen zu können. Auch auf landespolitischer Ebene wurde ich aktiv: 2008 begannen erste Anstrengungen einen Artikel in das Wohnbauförderungsgesetz einzufügen, der die Nutzung historischer Gebäude und alter, ungenutzter Bausubstanzen in den Ortskernen für den geförderten Wohnbau ermöglichen sollte. Die Landesregierung hat auf Initiative des Alt-Landeshauptmannes Durnwalder meinen Vorschlag als Gesetzesänderung zu den Bestimmungen auf dem Sachgebiet Wohnbauförderung auf den Weg gebracht, der im Landtag behandelt werden sollte. Dieser Gesetzentwurf sah die Neuformulierung des Artikels 87 Absatz 11 des Landesgesetzes vom 17.12.1998, Nr. 13 vor. Und es gelang tatsächlich: 2010 wurde das

Wohnbauförderungsgesetz entsprechend abgeändert. Hervorheben möchte ich die Unterstützung des damaligen Direktors der Abteilung Wohnungsbau Dr. Adolf Spitaler, dessen seine Erfahrung sehr hilfreich war und welcher die rechtliche Formulierung des Gesetzentwurfes übernahm. Der damalige Landeshauptmann Luis Durnwalder hat den Einsatz der Obervinschgauer Bürgermeister für dieses Projekt vom Anfang an mit seiner Erfahrung, seinem Einsatz und den erforderlichen Finanzen unterstützt. Als Präsident des Gemeindenverbandes hattest du damals, lieber Landeshauptmann, mehrmals eine Verbesserung der Regelung über die Sanierung alter Bausubstanz in den Dorfkernen gefordert und das Projekt aktiv mitgetragen. Vielen Dank dafür! Wegmann Erwin, Bürgermeister a.D., Schluderns

Macho-Gehabe nicht zeitgemäß Ein wunderschönes, erhabenes und traditionsreiches Kirchenfest zu Ehren der Mutter Gottes - und Sie hat das Dorf und seine Menschen auch an diesem schönen Herbsttag wieder mit herrlichem Sonnenschein bedacht! Ob es aber notwendig ist, die Mutter Gottes 24 Stunden lang mit ohrenbetäubenden Böllerschüssen auf Ihren Ehrentag aufmerksam zu machen?? Oder würde auch Sie ruhigere Töne vorziehen?? Dieses Macho-Gehabe ist doch nicht mehr zeitgemäß!!! Da ist es sogar verständlich, dass sich bei der Knallerei im Franzikusviertel die Felsbrocken lösen! Und haben die Akteure - von denen es einige mit den Kirchenbesuchen vielleicht gar nicht so genau nehmen - denn einmal: - an die Tiere, die sich vor Angst in die hintersten Ecken verkriechen, - an die Senioren im Bürgerheim und an die Kranken und Leidenden im Krankenhaus gedacht, wenn sie über deren Köpfe Geld und Energie verpulvern??? - .......und wie viele Menschen werden an die schlimmsten Stunden ihres Lebens wie Krieg, Terror, Verbrechen, Unterdrückung, Angst erinnert?????? Als am Vorabend um 19:30 Uhr das Geknalle begann, haben in der Wielanderkurve und am Bahnhof-Kreisverkehr mehrere Fahrzeuge angehalten und die Fahrer verschreckt die Reifen ihrer Autos nach Platzern untersucht!!!! DAS MUSS DOCH NICHT SEIN!!!! Franz G. Angerer, Kortsch


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/IMPRESSIONEN/ 13

Goldener Herbst. Kein Photoshop, keine Korrekturen. Hier in Prad ist auch das Licht goldig gewesen. Da habe ich für einige Minuten ein Goldbad nehmen können. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it


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MÄNNERSACHE Jeder zweite Mann über 50 ist auf Grund der hormonellen Veränderung mit einer gutartigen Prostatavergrösserung konfrontiert. Dies kann zu Beschwerden beim Wasserlassen führen, da die Harnröhre zunehmend eingeengt wird. Dazu gehören häufiger Harndrang, zunehmend auch nachts, sowie ein verzögert einsetzender und abgeschwächter Harnstrahl mit Nachtröpfeln. Nur durch Pressen kann die Blase ganz entleert werden. Je nach Beschwerdebild werden Präparate aus Sägepalmfruchtextrakt allein oder oft in Kombination mit Brennesselwurzelextrakt angewendet. Sie wirken entzündungshemmend, abschwellend und reduzieren somit den Harndrang. Bei beginnenden Prostatabeschwerden nutzt man meist Einzelpräparate aus Sägepalmfruchtextrakt. Treten bereits Harnentleerungsstörungen auf greift man auf die Kombination mit Brennesselwurzelextrakt zurück. Hervorzuheben ist die gute Verträglichkeit. So gibt es keine Einbußen in der Sexualität, keine Erektionsstörungen und keinen Haarausfall. Sie können auch problemlos in Kombination mit anderen Medikamenten genommen werden.

Alexander Horrer Apotheker in der Drogerie Conrad - Müstair

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An der Schweizer Grenze 7537 Val Müstair Tel. 081 858 56 80 drogerie@conradsa.ch www.conradsa.ch

Tantris-Sternekoch Hans Haas in Sulden Hans Haas verbrachte im September mit seiner Frau Ina und Tochter Lisa den Urlaub im Hotel Marlet in Sulden. Er zählt zu den besten Köchen Europas und leitet seit 1991 leitet das Gourmetrestaurant Tantris in München. Seine Küche im Tantris ist mit zwei MichelinSternen und 18 Punkten im Gault-Millau ausgezeichnet, die Gourmetzeitschrift „Der Feinschmecker“ verleiht ihm fünf von fünf möglichen „F“s. Der Schlemmer Atlas bewertet ihn seit mindestens 2013 mit der Bestnote von fünf Kochlöffeln.

Zukunftsprofil Prad 2030 Prad/Bürgerversammlung - Alle 10 bis 15 Jahre soll eine Gemeinde unter Beteiligung der Bevölkerung eine Zukunftsvision entwickeln bzw. ein Leitbild erarbeiten, um dann längerfristige Projekte in Angriff nehmen zu können. Foto: Heinrich Zoderer

Kompetenzzentrum Drogerie Conrad

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Foto: „Wind“-Archiv

14 /LOKALES/

Seit Jänner dieses Jahres wird in Prad ein Dorfentwicklungsprozess zur Erarbeitung eines „Zukunftsprofils Prad 2030“ unter der Koordination von Stefan Lettner durchgeführt. Am 26. September wurden die Ergebnisse bei einer Bürgerversammlung präsentiert. Moderiert wurde die Versammlung von Michaela Platzer. von Heinrich Zoderer

D

as meinte Stefan Lettner von der oberösterreichischen Beraterfirma CIMA bei einer Bürgerversammlung am 26. September in Prad. Seit Jänner dieses Jahres begleitet und koordiniert Lettner einen Dorfentwicklungsprozess, um mit den Bürgern, den Vereinen, der Gemeindeverwaltung und den Betrieben ein Zukunftsprofil mit einem konkreten Maßnahmenkatalog zu erarbeiten. Zu Jahresbeginn wurde eine Datenanalyse, sowie die Stärken und Schwächen des Ortes erhoben, es gab mehrere Einzelgespräche und Ortsbegehungen. Im März wurde eine Zukunftswerkstatt initiiert und anschließend wurden drei Workshops und mehrere Sitzungen der Steuergruppe durchgeführt. Im Juli wurde ein Leitbild mit konkreten Zielen und Projekten erarbeitet. Die Ergebnisse des

ganzen Prozessen, an dem rund 90 Personen beteiligt waren, wurden im Nationalparkhaus Aquaprad präsentiert. Das erarbeitete „Zukunftsprofil Prad 2030“ enthält verschiedene Leitgedanken und insgesamt 12 Projekte zu den sieben Themenbereichen: Image und Ortsmarketing, Gemeinschaft und Zusammenhalt, Ortskerngestaltung und Verkehr, Wirtschaft und Landwirtschaft, Soziales und Kultur, Wohnen und Bauleitplanung, Ökologie und Umwelt. Stefan Lettner und Tobias Stecher von der Steuergruppe präsentierten die Leitgedanken und Projekte. Betont wurde die Öffentlichkeitsarbeit nach innen und nach außen durch stärkere Bürgerbeteiligung und den Aufbau eines Ortsmarketings. Die Entschleunigung des Durchzugsverkehrs, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Radinfrastruktur sind weitere Ziele. Als konkrete Projekte wurden eine bessere

Anbindung an den Bahnhof Spondinig und ein Quartiersund Leerflächenmanagement genannt. Weitere Ziele sind die Erhaltung des Nahversorgungsangebots, die Errichtung von neuen Wohnmodelle für Senioren, die Schaffung von leistbaren Wohnraum, der nachhaltige Schutz von ökologisch wertvollen Gebieten und gute Rahmenbedingungen für Gewerbe- und Handwerksbetriebe. In der anschließenden Diskussion sprachen einige der rund 80 Zuhörer vor allem die Themen Verkehr, Parkplatzregelung, Seniorenwohnheim, Shuttlebus, Ortskerngestaltung und die Situation der jungen Familien an. BM Karl Bernhart bedankte sich bei allen Bürgern und Bürgerinnen und bei der Steuergruppe für die Mitarbeit beim Dorfentwicklungsprozess und forderte die Bürger auf sich auch bei der Umsetzung der erarbeiteten Projekte zu beteiligen.


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/LOKALES/ 15

Beim „Wilden Mann“ in Tösens

Rummel um Reschenbahn is auf den letzten Platz gefüllt war am Donnerstag (05.09) der Gasthof „Wilder Mann“ in Tösens, als Fabian Walch von der Tiroler FPÖ und Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit historische Pläne aus dem 19. und 20. Jahrhundert erläuterten. Anhand von Schweizer Verkehrsstudien und Beispielen innovativer Lokalbahnen zeigten die Promotoren, welche Chancen und Vorteile eine Bahnverbindung von Landeck über den Reschen nach Mals hätte. Entlang der Strecke könnten die Skigebiete direkt an die Eisenbahn angebunden werden. Der Rad- und Wandertourismus ließe sich optimal mit der Bahn verbinden. Für Pendler wäre die Bahn eine echte und schnelle Alternative zur Straße. Mit den internationalen Anschlüssen in Landeck und den Anbindungsmöglichkeiten in die Schweiz würde ein

Fotos: Andreas Waldner

B

Fabian Walch von der Tiroler FPÖ und Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit: Wilde Pläne im „Wilden Mann“ Eisenbahnnetz geschaffen und die Orte im Rhätischen Dreieck wären autofrei erreichbar. Sie lobten die Initiativgruppe aus Nauders und Graun, die sich unlängst getroffen hat, um konkrete Reschenbahnpläne auszuarbeiten. Auch Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer hat bereits sein Interesse an der Reschenbahn bekundet, da innovative Lokalbahnen eine sinnvolle Investiti-

on in die Zukunft seien. Indirekt unterstützt wird das Projekt Reschenbahn mit einer Forderung der Grünen im Bezirk. Sabine Kertess und Wolfgang Egg fordern eine Eisenbahn EhrwaldImst und einen zweigleisigen Bahnausbau bis Landeck. „Die Geschichte der Reschenbahn ist eine Geschichte, die uns seit 180 Jahren begleitet. Eine der Ideen war, eine Bahn von Verona nach

Bregenz über den Reschen zu bauen. Wenn wir von Verkehrswegen über die Alpen reden, dann haben wir den Brenner vor uns. Die meisten Leute vergessen, dass die wichtigste Nord Süd-Verbindung über Jahrhunderte im Westen über den Reschen verlief. Schon vor der Via Claudia Augusta führten Saumwege über den Reschen“ so das Schlusswort von Knoll. (aw)

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Dreht richtig auf! Dreht sich um Geschmack. Hält, was es verspricht. Natürlicher und unverfälschter Geschmack: Darum dreht sich bei Zipperle alles. Ganz besonders unsere Mehrwegflaschen aus Glas. Denn sie halten unseren wertvollen Saft frisch und bringen ihn genau dahin, wohin er gehört – zu durstigen Genussfans. Und das schon seit gut 70 Jahren. www.zipperle.it


16 /LOKALES/

Vinschgerwind 20-19

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von Albrecht Plangger

Rom Info ins Tal Ex Ministerpräsident Renzi ist zurück. „Generalstabsmäßig“ hat er sich und seine Truppe nicht durch Neuwahlen nach Hause schicken lassen und jetzt hat er eine kleine, schlagfertige, erfahrene und kohärente Parlamentariergruppe um sich versammelt. Wenn zwei sich streiten (M5S und PD), freut sich meist der Dritte (Italia Viva). Somit kriegt Renzi wieder seinen Gestaltungsfreiraum. Das kann generell für das Land ein Vorteil sein. Die 5 Sterne Bewegung und der intern immer zerstrittene Partito Democratico werden sich mehr bemühen und intern mehr zusammenhalten müssen, sonst wird Renzi jede Schwäche schonungslos ausnutzen. Seine Leute sind eine „eingeschworene Truppe“, wie in der letzten Legislatur die 20 Lega Abgeordneten, die sehr viel bewegen konnten. Gerade heute wurde auch unser Arbeitsprogramm bis Jahresende beschlossen. Neben dem Haushaltsgesetz und dem DEF (documento economico e finanziario – mehrjähriges Wirtschaftsund Finanzierungsprogramm) steht

jetzt noch die letzte Abstimmung der Verfassungsreform zur Reduzierung der Parlamentarier (minus 345 - Einsparungen von ca. € 500 Mio. in 5 Jahres Legislatur) an. Die Reform geht im Parlament durch, beim Referendum im nächsten Jahr habe ich meine

Zweifel. Mindestens 315 Bezirke werden dann ohne politische Vertretung vor Ort da stehen und entscheiden müssen, ob ihnen wichtiger € 100 Mio. Staatschulden weniger pro Jahr sind oder der politische Ansprechpartner vor Ort die politische Vertretung. Vom Parlamentarier hat man etwas, von den einiges eingesparten € 100 Mio. spürt niemand etwas in den 315 „verwaisten“ Wahlbezirken. Sehen wir wie es ausgeht und wie das Wahlvolk nächstes Jahr entscheidet. Ansonsten kommen Gesetzesinitiativen zum Arbeitsschutz in krisengeschüttelten Betrieben, eine steuerrechtliche Neuregelung der zu Lasten lebenden Kinder, die Ent-Privatisierung des Trinkwassers, der Interessenskonflikt, Abänderung des Straßenkodex, Neuordnung Ladenöffnungszeiten, Wiedererrichtung des eigenständigen Forstkorps (ist derzeit außer in unserer Region bei den Carabinieri angesiedelt) und Maßnahmen zur Arbeitssicherheit. Gerade diesbezüglich hat Südtirol einige gute Vorschläge und Forderungen.

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Las Vegas-Flair FILAMENT – The Circus Club Zirkusshow mit Broadwayund Las Vegas-Flair Mit jugendlichem Charme und unbändiger Ausdrucksfreude wird „FILAMENT – The Circus Club“ (Idee und Regie: Joseph Pinzon) zu einem aufregenden, inspirierenden und sehr unterhaltsamen Theater-ZirkusErlebnis für die ganze Familie. Diese Show lässt akrobatisches Theater in neuem und doch vertrautem Glanz erstrahlen. Inspiriert von (High-School-) Filmen der 1980er erzählt diese Zirkusshow von acht Jugendlichen und ihren Geschichten um Selbstfindung, Akzeptanz, Liebe und Verrat. Wir treffen typische Teenager auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz in der Welt. Die verschiedenen Handlungsstränge verbinden sich dabei mit einem energiegeladenen Soundtrack

und umwerfendem Lichtdesign zu einer Show voll atemberaubender Akrobatik. Karten sind im Büro des Kulturhauses und an der Theaterkasse vor der Aufführung erhältlich. Vormerkungen: Telefon 0473 732052 oder kulturhaus@schlanders.it Unterstützt vom Amt für deutsche Kultur, der Marktgemeinde Schlanders, der Raiffeisenkasse Schlanders, der Stiftung Südtiroler Sparkasse, Parkhotel Zur Linde und Metzgerei & Catering Leggeri.


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Daheim in Sulden Herbstlich kühl ist es geworden in Sulden und manch Alteingesessener könnte bereits jetzt den Schnee spüren, der das Bergdorf bald ins winterliche Weiß tauchen wird. So auch Franz Volgger, der langsam und bedächtig seine Spazierrunden vor seinem Haus „Waldheim“ absolviert um sich nach Hüft und Knieoperationen fit zu halten. von Cornelia Knoll

Foto: Cornelia Knoll

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rinnen dann in der warmen Stube seines Eigenheimes treffen wir auch Frau Josefa und Franz erzählt mir seine Lebensgeschichte. „Hier in Sulden fühle ich mich wirklich daheim; bin am liebsten Zuhause und genieße mein Seniorenleben mit meiner Frau Josefa, den Söhnen mit Familie und den Enkelkindern, Niko, Noah und Lena“, erzählt der ehemalige Tischler. Doch so gemütlich und fein war sein Leben nicht immer. Franz Volgger, geboren 1939, wuchs in einfachen Verhältnissen mit den Eltern und seinen 5 Geschwistern auf einem Bauernhof in Ratschings(Stange) auf. Dort besuchte er die Schule und verdiente sich bereits in sehr jungen Jahren nebenbei auf der Teplitzer Hütte als Hirte. Später entschied er sich für eine Tischlerlehre, welche ihn nach bestandener Gesellenlehre schlussendlich nach Neumarkt führte. Groß war seine Freude, als er sich mit dem ersten Verdienst als Tischler endlich das erste Motorrad (eine Morini) kaufen konnte. “Do honn i a mortz Stolz kopp“, freut sich der Suldner In Neumarkt hat er auch seine zukünftige Frau Josefa aus Stilfs kennengelernt, welche dort bei der Familie Walch als Haushälterin arbeitete. Doch damals wussten beide noch nicht, dass sie sich irgendwann einmal später in Sulden wieder treffen, heiraten und eine Familie gründen würden. Nach Sulden kam Franz das erste Mal im Winter mit einigen Freunden zum Skifahren, quartierte sich dort im Suldenhotel ein und lernte so den Besitzer Hermann Schmidt kennen und schätzen. Schmidt war sofort sehr angetan von dem jungen Ratschingser. Von dessen ruhiger, besonnener und anpackender Art und davon, dass er als Tischler genau in seinen Betrieb in Sulden zu passen schien. Er fragte den Franz, ob er es sich nicht vorstellen könne, hier in Sulden in seinem Hotel als Tischler und Hausmeister zu arbeiten und ihm auch bei der Organisation des anstehenden Seilbahnbaues zur Hand zu gehen.

„Hier in Sulden fühle ich mich wirklich daheim“, sagt der 80-jährige Franz Volgger Gesagt, getan. Einige Monate später kam Franz nach Sulden. Zuerst nur zum Aushelfen. Doch dann verstand er sich so gut mit Hermann Schmidt, für den er fast wie ein eigener Sohn wurde, und entschied sich so, bald ganz herzuziehen. Viele arbeitsreiche Jahre folgten nun als Tischler, Hausmeister, Handwerker und Personalverantwortlicher in dem wohlbekannten Hotel unterm Ortler. Ein Hotel, welches jahrelang als erstes und bestes Haus im Vinschgau galt und viele berühmte Persönlichkeiten als seine Gäste begrüßen durfte. Als der Besitzer Herr Schmidt starb, wurde das Hotel verkauft. Franz Volgger für den dieser Ort bereits eine zweite Heimat geworden war und der inzwischen zum festen Inventar gehörte, betreute den 3-jährigen Umbau des neuen Suldenhotels und versorgte in der Küche oft bis zu 110 Arbeiter.

Goldene Jahre des Aufschwungs folgten, das Suldenhotel konnte weiter an seine besten Jahre anschließen. Bis eines Tages dann ein weiterer, neuer Besitzer ins Land kam und den langsamen Untergang des Luxushotels einläutete. Jahr für Jahr wechselten die Hoteldirektoren. Jahr für Jahr verschwand immer mehr etwas vom ehemaligen Glanz des GrandHotels und führte schlussendlich dazu, dass es 2008 ganz geschlossen wurde. Dem Franz, der inzwischen eine eigene kleine Hotel-Tischlerwerkstatt aufgebaut hatte, tat das Herz im Leibe weh. Diesen langsamen Verfall mitansehen zu müssen, war schlimm für den tüchtigen Hotelmitarbeiter und so entschloss er sich das Hotel endgültig zu verlassen. Doch wäre er nicht der Volgger Franz, wenn er nicht schon bald danach tatkräftig eine neue Tätigkeit begonnen hätte. Mit neu erstandener Taxi-Lizenz in der Tasche, kaufte er sich seinen ersten KleinBus und stellte sich der großen Taxifahrerkonkurrenz in Sulden. Zuerst darauf angewiesen, dass seine Berufskollegen den einen oder anderen Gast gegen Bezahlung abgaben, konnte Franz schon bald mit seinem neuen Bus mit Klimaanlage und schönen Sitzen punkten und sich ein solides und bis heute erfolgreiches Unternehmen aufbauen. Nebenbei musste auch das eigene Eigenheim, nahe des Suldenhotels, aufgebaut werden, welches Franz heute mit Familie bewohnt. Ein schönes Haus, dessen Aufbau damals viel Schweiß, Arbeit und Entbehrungen bedeutet hatte. Doch Familie Volgger hielt durch; trotz so manch zweifelnder Kommentare von außen. „Jo,jo..“, lächelt der 80-jährige Suldener: “So schnell geat a Volgger nit zugrunde und inzwischen haben mich auch alle akzeptiert.“ Ob als ehemaliger Obmann der Handwerker oder als Skibus-Organisator… Ob als „Weiß-Kreuzfahrer“ oder als tüchtiger Feuerwehrman. Überall war Franz Volgger tatkräftig mit dabei und genießt nun wohlverdient seine Rentezeit. Macht mit Ehefrau Josefa kleinere Fahrten ins Tal, besucht seine Geschwister in Ratschings und am Tegernsee und genießt sein Heim mit dem wunderschönen Ausblick auf den Ortler.


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Briefmarken sammeln?! Lohnt es sich heute noch Briefmarken zu sammeln? Ja, mit Kolping schon! Die Briefmarkenaktion ist für die Eine- WeltArbeit eine wichtige Säule der Finanzierung berufsbildender Maßnahmen und gibt so jungen Menschen die Chance auf ein Leben in Würde. Mit dem Verkauf von Briefmarken erhalten Jugendliche in Afrika, Lateinamerika und Asien die Aussicht auf eine bessere Zukunft. Der Verkaufserlös von einem Kilogramm gestempelter und auch neuer Briefmarken liegt zwischen 8 und 20 Euro. Eine berufliche Ausbildung kostet durchschnittlich 250 Euro pro Jugendlichen im Jahr. Wie kann geholfen werden? Jeder kann Briefmarken aus seiner täglichen Post sammeln: im Büro, im Freundes- und Bekanntenkreis. Einfach mit genügend umgebenden Rand ausschneiden, nicht ablösen. Oder jemand hat früher Briefmarken gesammelt und Alben angelegt, betreibt dieses Hobby nun nicht mehr: Kolping freut sich über diese Alben. Auch diese werden gerne angenommen. Bereits vor einiger Zeit habe ich davon schon einmal berichtet. Vielleicht können neue Personen angesprochen werden. Wo können die Marken bzw. Alben abgegeben werden? Im Gamperheim Dr. Karl Tinzl in Schlanders, oder in den Kolpinghäusern von Meran und Bozen. JEDER kann mit Briefmarken helfen! Schenken Sie/Du jungen Menschen die Chance auf eine Ausbildung. Kolping hilft dabei. Otto von Dellemann

Unternehmer-Hochtour Der 3.703 m hohe Palòn de la Mare im nördlichen Teil des Cevedale-Vioz-Kamms war das Ziel der mittlerweile traditionellen Hochtour, die der Bezirk Vinschgau im Unternehmerverband einmal jährlich organisiert. 13 Bergbegeisterte aus den Reihen der Mitgliedsunternehmen erreichten in Begleitung von Bergführer der Alpinschule Ortler am 16. September bei idealen Verhältnissen den aussichtsreichen Gipfel. Der Aufstieg erfolgte von der C. Branca-Hütte aus.

Leuchtkraft der Farben Schloss Kastebell - Bei der diesjährigen Herbstausstellung im Schloss Kastelbell wird bis Ende Oktober ein Querschnitt der Arbeiten der Nordtiroler Künstlerin Gerhild Diesner (1915 – 1995) gezeigt.

Die Nordtiroler Künstlerin Gerhild Diesner (1915 – 1995) hat neben Max Weiler, Walter Honeder und Werner Scholz die Malerei der 1950er Jahre in Tirol wesentlich mitbestimmt. Bei der Herbstausstellung im Schloss Kastelbell können viele ihrer Werke besichtigt werden, z.B. ein Porträt von Paul Flora aus dem Jahre 1946 und die „Gelben Boote am Gardasee“ (unten). von Heinrich Zoderer

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ährend Diesner in Südtirol wenig bekannt ist, zählt sie in Nordtirol und in ganz Österreich zu den herausragenden Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Gerold Tappeiner, der Präsident des Kuratoriums Schloss Kastelbell, betonte bei der Ausstellungseröffnung am 14. September den eindrucksvollen Lebenslauf mit den vielen Umwegen der Künstlerin. Er bedankte sich bei der Galerie Maier aus Innsbruck und bei der Raiffeisen Landesbank für die Bereitstellung der 42 Bilder. Die Nordtiroler Kunsthistorikerin Elisabeth Maireth und die Kuratorin der Ausstellung, Stefanie Moser-Maier von der Galerie Maier, beleuchteten den Lebenslauf und führten in das Werk der Künstlerin ein. Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es für Frauen keine Möglichkeit eine Kunstschule zu besuchen. So zog Diesner in den Dreißigerjahren nach London zu ihrer Schwester und besuchte dort die Chelsea Art School und später die School

oft Art in Brighton. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in München fort. Während des Zweiten Weltkrieges war sie als Hotelsekretärin tätig, sie besuchte Aktkurse und war im Tiroler Volkskunstmuseum mit der Trachtenbild-Bemalungen beschäftigt. Entscheidend für ihr künstlerisches Schaffen waren die Studienaufenthalte in Paris und später die vielen Auslandsreisen. Besonders die Werke von Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Henri Matisse beeinflussten ihren künstlerischen Lebensweg. Ihre Landschaftsbilder und Stillleben sind gekennzeichnet durch kräftige, klare Farben. In mehreren Bildern dominiert

die Farbe Gelb, ein leuchtendes Zitronengelb, aber auch die Farben Rot, Orange, Blau und Grün setzt Diesner gekonnt ein. Neben Ölbildern, Gouachen und Kohlezeichnungen schuf Gerhild Diesner auch Mosaike, Wandbilder, Wandteppiche und Porträts. So sind ein Selbstbildnis und Porträts ihrer Kinder, sowie von Paul Flora zu sehen. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von Christian Prister, Benjamin Blaas und Josef Kofler. Die Ausstellung kann bis am 31. Oktober besichtigt werden. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag: 14 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr.

Fotos: Heinrich Zoderer

Kolping im Vinschgau

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Foto: „Wind“-Archiv

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Schlanders/Vicenza

Schlanders erhält besondere Anerkennung beim „Dedalo-Minosse-Award“ in Vicenza ürgermeister Dieter Pinggera konnte am 21. September 2019 im Teatro Olimpico in Vicenza eine besondere Anerkennung für das Projekt „Steinschlag-Schutzdämme St.Franziskus-Viertel“ entgegennehmen. Begleitet wurde er vom Projektanten Siegfried Pohl vom Ingenieurbüro Pohl + Partner GmbH aus Latsch, von der Direktorin der Landesabteilung Hochbau und technischer Dienst, Marina Albertoni, und vom Landesgeologen Volkmar Mair. Es ist eine Besonderheit, dass ein Zivilschutzprojekt, wie es die SteinschlagSchutzdämme sind, überhaupt Anerkennung beim „Dedalo-Minosse-Award“ findet. Das spricht schon sehr für das Projekt, das von der Marktgemeinde Schlanders in Auftrag gegebenen wurde. Schlanders wurde zwar nicht mit einem Hauptpreis bedacht, aber das Projekt wurde von der Jury in Anbetracht der hohen Qualität als „anerkennenswert“ eingestuft. Es wurde neben den Projekten, die mit Preisen bedacht wurden, in einer Übersicht über „anerkennenswerte Arbeiten“ ausgestellt und wird im Ausstel-

Foto: „Wind“-Archiv

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lungskatalog oder auf der offiziellen Website www.dedalominosse.org mitveröffentlicht. Für diese Anerkennung kamen nur etwa zehn Projekte in Frage. Der renommierte, internationale DedaloMinosse-Preis für Architekturaufträge wurde 1997 gegründet und findet alle zwei Jahre statt. Die Besonderheit des Preises ist, dass er die einzige internationale Anerkennung ist, die dem Architekturkunden – also dem Auftraggeber - und nicht dem Architekten

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„kleinDORFgeflüster“ im Bergsteigerdorf Matsch Matsch ist ein kleines Dorf, ein stilles Tal. Mit Pomp und Trara können und wollen die Matscher bei diesem Kulturfest der anderen Art nicht aufwarten. Aber mit leisen Tönen, gutem Essen, einer langen Kulturgeschichte, traditioneller Landwirtschaft und freundlichen, entspannten Dorfbewohnern inmitten einer grandiosen Bergwelt. Unter dem Motto „schaugn- lousnkoschtn“ lädt das Bergsteigerdorf Matsch mit all seinen Vereinen am Samstag, 19. Oktober zum Genießen und Verweilen in den Stadeln und Gassen des Oberdorfs ein. Beim Fest „kleinDORFgeflüster“ anlässlich 150 Jahre Alpenverein in Südtirol lassen sich in den Stadeln Besonderheiten des Dorfes wie Filzen, Larven schnitzen, Heu hüpfen und noch einiges mehr erleben. Die Gerichte stammen zu 100% aus Matscher Bauernprodukten: Gemüse, Fleisch, Fisch, Säfte, Brot, Käse… Wanderungen mit der EURAC zu einer Messstation, eine Waalbegehung mit Palaga Sepp, Matscher Musikanten und Theaterspieler runden das Festprogramm ab. Den „Schmäh“ der Matscher gibt es obendrauf! Mit dem Citybus ist Matsch ab Mals im Stundentakt erreichbar. Das erste Südtiroler Bergsteigerdorf setzt hier ein deutliches Zeichen für Regionalität und Nachhaltigkeit und spricht nicht nur darüber!

oder dem Werk zugesprochen wird. Die Preise bzw. Anerkennungen werden von der internationalen Jury an öffentliche und private Auftraggeber vergeben, die im Einklang mit ihrem Architekten dazu beigetragen haben, den Bau von Werken mit besonderem architektonischen, städtebaulichen, sozialen, ökologischen und landschaftlichen Wert zu bestimmen. Es werden vier institutionelle Preise vergeben und es können – nach Ermessen der Jury – auch Sonderpreise oder Anerkennungen verliehen werden. Vier Projekte von Südtiroler Auftraggebern sind mit Sonderpreisen bedacht worden und zwei wurden als „anerkennenswerte Projekte“ eingestuft, darunter auch jenes von Schlanders. Zu erwähnen gilt noch, dass für den Dedalo-Minosse-Award heuer über 5.000 Projekte aus 66 Ländern eingereicht wurden.


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Laas/Franz-Tumler-Literaturpreis

„Vater unser“ und „Der Große Garten“ Am 20. September wurde in Laas der 7. Franz-Tumler-Literaturpreis vergeben. Angela Lehner erhielt mit ihrem Roman „Vater unser“ den Preis. Den Publikumspreis bekam Lola Randl mit ihrem Roman „Der Große Garten“.

Foto: Erwin Bernhart

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BM Andreas Tappeiner und die Kulturreferentin Verena Tröger überreichen die Marmortafel an die Gewinnerin des 7. Franz Tumler Literaturpreises an Angela Lehner Emanuel Maeß. Um Angst, Scham, Schuldgefühle und wilde Träume geht es im Buch „Dort“ des Schweizers Niko Stoifberg. Das Leserpublikum entschied sich für den Roman „Der Große Garten“ von Lola Randl. Geschrieben wie ein Nachschlagewerk mit vielen Kapiteln über das Zusammenleben von Menschen, Pflanzen und Tieren im „Großen Garten“, wird über die Dorfbewohner, die verschiedenen Typen und die Geschichte des Dorfes erzählt. Es geht um Städter, die aufs Land ziehen und dort nach dem Lebenssinn und dem Glück suchen. Erzählt wird auch von Regenwürmern, Schnecken und Bienen, von Blüten und einem Liebespaar, einer Heilerin, einem Analytiker, von großen und kleinen Gefühlen, von

Lust und Midlife-Crisis. Das preisgekrönte Werk „Vater unser“ der Österreicherin Angela Lehner ist ein Psychiatrieroman über eine starke Frauenfigur, die alle verunsichert und immer wieder auf falsche Fährten führt. Eva Gruber, die Hauptfigur, erzählt den Irrweg einer Familie. Geprägt durch ihr eigenes Trauma und durch ein katholisches Umfeld, landet sie in einer Wiener Irrenanstalt, um in der Nähe ihres Bruders zu sein. Ihren Vater möchte sie am liebsten umbringen und mit Gott Vater hat sie auch ihre Probleme. Es ist ein vielstimmiger Roman, frech, dynamisch und komplex, wie die Jury in ihrer Begründung anführt, aber auch unterhaltsam, spannend und von hohem literarischem Niveau. (hzg) Foto: Heinrich Zoderer

ie Spannung blieb bis zuletzt. Die 5-köpfige Jury, bestehend aus namhaften Literaturkritikern, Literaturwissenschaftlern, Autoren, Journalisten, Lehrbeauftragten und Lektoren aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, nominierte 3 junge Schriftsteller und 2 Schriftstellerinnen aus dem deutschen Sprachraum mit ihrem Erstlingsroman. Am 20. September lasen die Autoren am Vormittag und am Nachmittag im Josefshaus rund eine halbe Stunde aus ihrem Werk. Anschließend gaben die Jurymitglieder ihre Statements ab und diskutierten über die vorgestellten Werke. Sehr groß war auch die Beteiligung des Publikums. Viele Oberschüler und Erwachsene verfolgten aufmerksam die Lesungen und Diskussionen. Sehr viele haben bereits in den Sommermonaten die Bücher gelesen und sich für ihren Lieblingsroman entschieden. Ferruccio delle Cave, Vizepräsident des Südtiroler Künstlerbundes, Kurator des Preises und Mitglied des Organisationsteams, betonte vor der Preisverleihung in der Markuskirche das hohe Niveau der fünf Romane. Die fünf Autoren behandeln fünf unterschiedliche Themen und Motivkreise. Marco Dinic schreibt in „Die guten Tage“ über die Traumata des Krieges, die Flucht aus Belgrad und den Neubeginn in Wien. Ein Kunstroman auf mehreren Ebenen ist das Werk „Gelenke des Lichts“ von

Das Organisationsteam, bestehend aus Vertretern der Gemeinde Laas, vom Bildungsausschuss, Südtiroler Künstlerbund und dem Verein der Vinschger Bibliotheken, hat alles bestens organisiert. Die Preisverleihung wurde von Maria Raffeiner, ebenfalls Mitglied des Organisationsteams, moderiert. Gestiftet wurde der Literaturpreis von 8.000 Euro von der Südtiroler Landesregierung. Finanziell unterstützt wurde der internationale Literaturpreis außerdem von der Gemeinde Laas, der Raiffeisenkasse, der Region, der Eigenverwaltung Laas und von Lasa Marmo. Der Publikumspreis umfasst einen dreiwöchigen Schreibaufenthalt in der Künstlerwohnung auf dem Rimpfhof. Die Jury bestand aus folgenden Personen: Manfred Papst (Greifensee-Kanton Zürich), Daniela Strigl (Wien), Gabriele Wild (Innsbruck), Hans-Peter Kunisch (Berlin) und Gerhard Ruiss (Wien). Moderiert wurden die Lesungen von Christoph Pichler.


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Laatsch

Unter den Sternen Wandern, biken & genießen

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unten: das AlmPersonal der Mitteralm: v. l. Matthias Ziernhöld, Martina Schäfer, Ann Sophie Otto und Hubert Stocker bisherigen Beruf auszusteigen und neue Aufgaben in den Bergen zu finden. Sie wählte das Almleben und absolvierte einen Sennkurs. Nach einem Jahr in Langtaufers wechselte sie auf die Mitteralm. Dort unterstützten sie Matthias Ziernhöld, Ann Sophie Otto und Hubert Stocker. Beim Almabtrieb-Fest konnten die Gäste dann Martinas Alpkäse probieren. Es gab durchwegs Lob und sie wurde gefragt, ob sie im Almsommer 2020 wiederkommen will. Ihre Antwort steht noch aus. (mds) Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

ei Bilderbuchwetter trotteten die Kühe am späten Vormittag über die Almweiden im Avingatal bei Taufers i. M., begleitet vom Almpersonal. An einem Zaun, der als Wegsperre dient, machten sie Halt. Vor dem Zaun im Gras lagen große Kuhschellen und aufwändig gestalteter Kopfschmuck für jene Kühe, die den Sommer über die besten Milchleistungen erbracht hatten. Es war dann kein leichtes Unterfangen, und er brauchte tatkräftige Unterstützung mehrerer Bauern, die ausgewählten Kühe der Reihe nach damit zu schmücken, zumal die Blumengewinde ihnen teilweise die Augen verdeckten. Doch schließlich konnte der Abmarsch beginnen und der Zug der Kühe erreichte den Festplatz, wo er von zahlreichen Schaulustigen erwartet wurde. Den Abschluss bildete die traditionelle Kuh aus Heu, kreiert von Rudi Spiess. 85 Kühe verbrachten den Almsommer auf der Mitteralm im hinteren

Avingatal auf 2024 Metern Meereshöhe. Für einwandfreie Almprodukte wie Käse und Butter sorgte die Sennin Martina Schäfer. Die junge Frau aus Deutschland ist Akademikerin und war Immobilienmaklerin bevor sie sich dazu entschied, aus ihrem

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Almabtrieb von der Mitteralm

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Taufers i. M.

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Fotos: „Wind“-Archiv

ürzlich lud der Pfarrgemeinderat von Laatsch seine Mitglieder und die neu entstandene Mesnergruppe zu einem Ausflug in die Bergwelt von Langtaufers ein. Ziel war die in den Sommermonaten in Betrieb genommene Sternwarte auf Ma- Auf den Laatscher PGR-Präsident Robert Wolf, Träger der Verdienstmedaille, seben. Nach einer wurde von den Mitglieder des PGR Laatsch und der Messnergruppe angestoßen kräftigen Stärkung verschiedenen Sternbilder, die le für seinen unermüdlichen, durch ein köstliches NudelgeMilchstraße und die der Erde ehrenamtlichen Einsatz für die richt, war die Gruppe bereit, am nächsten liegende Andro- Pfarrgemeinde und die gesamte sich von Wolfgang Thöni in meda-Galaxie auszumachen Dorfbevölkerung erhielt. Dekan den extraterrestrischen Raum und zu bestaunen. Der Ausflug Stefan Hainz, der die Gruppe entführen zu lassen. Nach seibot auch die Gelegenheit, mit ebenfalls begleitete, dankte nem interessanten und auch einem guten Tropfen auf PGR- auch den neuen Mesnern für ihfür Laien nachvollziehbaren Präsident Robert Wolf anzusto- ren übernommenen Dienst am und verständlichen Vortrag ßen, der am Hohen Frauentag in Herrn und an der Pfarrkirche im Bergrestaurant, wagte sich Innsbruck die Verdienstmedail- von Laatsch. die Gruppe ins Freie, um die

© IDM - Kirsten J.-Sörries

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bergbahnen-latsch.com


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Vinschgau/Landeck

Grenzüberschreitender Austausch u einem besonderen Treffen kam es kürzlich in Landeck: Auf Einladung der Frauen in der Wirtschaft Tirol und der Jungen Wirtschaft Tirol besuchten die Frauen im lvh und die Junge Wirtschaft Südtirol die Bezirkshauptstadt. Vor der Kulisse des wunderschönen Bergpanoramas des Venet begegneten sich Südtiroler und Tiroler Unternehmerinnen und Jungunternehmer. Zum Treffen eingeladen hatten die Bezirksvorsitzenden der Frauen in der Wirtschaft in Tirol Petra Erhart-Ruffer und Marina Bunte sowie die Vertreter der Jungen Wirtschaft Tirol Patrick Schwarz und Benedikt Kapferer. Bereits zum vierten Mal fand das Netzwerktreffen statt mit dem Ziel, Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus auch branchenübergreifend zu verstärken.

Foto: „Wind“-Archiv

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Die Jungunternehmer und Unternehmerinnen begannen den Tag auf 2.212 Meter Meereshöhe auf der Venet Gipfelhütte. Nach einer kleinen Stärkung mit interessantem Gesprächsaustausch folgte die rasante Abfahrt mit der 806 Meter langen Bobbahn. Anschließend informierte Andre-

Die Jungunternehmer aus Südtirol und die Unternehmerinnen aus Südtirol und Bayern stellten anschließend ihre Organisation, deren Strukturen und ihre Jahresprogramme und Schwerpunkte vor. Den Abschluss bildete eine Erfahrungs- und Ideenaustausch. as Penz in einem spannenden Vortrag zum Thema „Wer auf ein breites Netzwerk zurückgreifen kann, dem öffnen sich Türen und Tore“. Gerade im Wirtschaftsleben komme es immer wieder auf die richtigen Kontakte an – sie verschaffen Aufmerksamkeit und es bieten sich viele tolle,

neue Möglichkeiten. Doch nicht jedem falle es leicht, sich mit neuen Menschen bekannt zu machen. Tipps und Tricks, diese Anfangshürden zu überwinden, auf neue Menschen zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, gab es für die zahlreich erschienenen Besucherinnen.

enkirche zu einem besinnlichen Einstieg mit Harfenmusik und einem Text über die Sehnsucht und die Zuversicht. Die nächsten Stationen des Rundgangs waren unter den Lauben und anschließend bei der Stadtmühle. Dort las Christof Anstein Texte von Theodor Fontane (Unterm Birnbaum) und von Andre-

as Gryphius (Es ist alles eitel) über die Schrecken des Krieges. Bei der nächsten Station unter den Lauben gab es einen Text über den Schöpfungsmythos aus China. Die letzten Stationen waren beim Schludernser Torturm und beim Rondell am Ende des Wehrgangs entlang der mittelalterlichen Stadtmauer. Dort erzählte Anstein die „Sage vom armen Grafen“ und las einen Reisebericht aus Glurns vor. Zum Abschluss des Stadtrundgangs präsentierte Anstein im Torturm den Text „Die dralle Fremde“, eine Hymne an die „Palabir“. „Eine Ausländerin ist sie. Sie ist keine Dame, mehr ein Mädchen vom Lande, etwas plump und unförmig…Vielleicht ist sie gerade deshalb geblieben und eine Vinschgerin geworden.“ Nach dem musikalisch-literarischen Stadtrundgang gab es im Stadtsaal ein üppiges Frühstück, zubereitet vom Organisationskomitee „Palabir“. (hzg)

Glurns/Palabira Tage

Morgenerwachen B

Musiker engagiert. Wegen der schlechten Witterung wurde aus der geplanten Wanderung über Söles ein Stadtrundgang mit verschiedenen Stationen. Dort gab es stimmungsvolle Musik von Gernot Niederfriniger und nachdenkliche Texte, ausgewählt von Christof Anstein. Die Gruppe traf sich um sieben Uhr in der Frau-

Foto: Heinrich Zoderer

wereits zum 10. Mal gab es im Rahmen der „Palabira Tage“ in Glurns das „Morgenerwachen“, eine musikalisch-literarische Wanderung bei Sonnenaufgang. Zum 10. Mal hat Christof Anstein eine Wanderroute ausgesucht, Texte aus der Sammlung der bisherigen Wanderungen ausgewählt und einen

15 Personen trafen sich um 7 Uhr in der Frauenkirche in Glurns, um gemeinsam mit Gernot Niederfriniger und Christof Anstein einen musikalisch-literarischen Stadtrundgang zu unternehmen. Abgeschlossen wurde das „Morgenerwachen“ mit einem reichhaltigen Frühstück im Stadtsaal.


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Glurns/Gemeinschaftsgarten

Paul-Flora-Preis an Sven Sachsalber Z

Den Paul-Flora-Preis in der Höhe von 10.000 Euro erhielt dieses Jahr der aus Laatsch stammende Künstler Sven Sachsalber. Der Glurnser BM Luis Frank konnte die Nordtiroler Kulturlandesrätin Beate Palfrader, den Südtiroler Kulturlandesrat Philipp Achammer, die Kuratorin Sabine Gamper und viele Kunstfreunde im Gemeinschaftsgarten begrüßen. V.l.: Achammer, Frank, Sachsalber, Gamper, Palfrader

Foto: Heinrich Zoderer

um 80. Geburtstag von Paul Flora wurde im Jahre 2002 vom Land Tirol ein Kunstpreis zur Förderung von jungen Tiroler Künstlern geschaffen. Die erste Preisträgerin war neben einem Nordtiroler Künstler die aus Laatsch stammende Esther Stocker. 2005 erhielt ein weiterer Vinschger, nämlich Tomas Eller aus Langtaufers den Preis. Nach dem Tod von Paul Flora im Jahr 2009 wurde der Förderpreis ab 2010 gemeinsam von der Landesregierung Tirols und Südtirols ausgerichtet und abwechselnd in Innsbruck und Glurns vergeben. Zur 10. Gesamttiroler Preisverleihung konnte der Glurnser BM Luis Frank am 14. September bei strahlendem Wetter im Gemeinschaftsgarten von Glurns die beiden Kulturlandesräte Beate Palfrader und Philipp Achammer, sowie viele Kunstfreunde, Bekannte und Verwandte des diesjährigen Preisträgers Sven Sachsalber aus Laatsch begrüßen. Sowohl die beiden Landesräte als auch Sabine Gamper, Kuratorin und Mitglied der Jury, betonten den konsequenten und nicht konformen Weg von Sven Sachsalber, der nach der Sportoberschule in Mals, Kunst in London studierte und derzeit in New York lebt. Sven Sachsalber macht

Zeichnungen, Videos und Performances. So hat der Künstler 2014 in Paris 30 Stunden die Nadel im Heuhaufen gesucht und 2013 zwei Tage lang alleine mit einer Kuh mitten in der Scheiße in einem Kuhstall verbracht. Seine Kunst ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, mit den Machtstrukturen und den Rahmenbedingungen der Kultur. Er will mit seiner Kunst vor allem das Bauchgefühl und die Emotionen der Menschen erreichen. So wie Paul Flora arbeitet Sachsalber mit spitzer Feder, mit Humor

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und Ironie. In seinen Zeichnungen bringt er ganz unterschiedliche Figuren zu Papier: Totenköpfe, Dämonen, Leid, Verderben, Max und Moritz, verschiedene Comicfiguren wie Pumuckl, aber auch das Faschingstreiben in seinem Heimatdorf Laatsch oder den gekreuzigten Christus. Am Ende der Festreden erhielt Sven Sachsalber das Preisgeld von 10.000 Euro, die Stadtkapelle spielte den Paul-Flora-Marsch und die Bürgergenossenschaft „da“ präsentierte regionale Speisen und Getränke. (hzg)

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Glurns/Palabira Tage

Lesung im Flurinsturm F

Literatur & Musik unter dem Titel „Du bist min, ich bin din“ gab es im Rahmen der Palabira Tage im Flurinsturm in Glurns. Noah Thanei präsentierte moderne Love-Songs, Christoph Anstein und Maria Raffeiner interpretierten in einer szenischen Lesung Texte aus dem Mittelalter zum Thema Liebe. Das zahlreiche Publikum war begeistert: vom Raum, der Musik und der Lesung.

Foto: Heinrich Zoderer

rüher war im Flurinsturm das Gefängnis, das „Glurnser Loch“, heute ist „Flurin“ ein modernes Restaurant mit einer Bar in einem 800 Jahre alten Gebäude. Ganz oben, im dritten Stock, im Flurinsturm, wurde durch die Restaurierung Platz gemacht für verschiedene Events. Im Rahmen der Palabira Tage organisierte der Bildungsausschuss Glurns am 10. September eine szenische Lesung mit Musik. Die Germanistin Maria Raffeiner und der Historiker Christof Anstein haben Texte aus dem Mittelalter und der Renaissance zum Thema Liebe zusammengetragen und in einer szenischen Lesung den vielen Besuchern im großen Turmraum dargeboten. Auf den Spuren der Liebe wurden Gedichte, Lieder und Erzählungen in früh- und neuhochdeutscher Sprache präsentiert. Erzählt wurden alte Legenden, vom Liebestrank, der Tristian und Isolde verzauberte, vom Minnegesang und den vielen Helden, die große Gefahren auf sich nahmen, um die heiß Geliebte zu erobern. Gesprochen wurde von der hohen Minne, dem Minnedienst, der ebenen und der niederen Minne, vom Begehren, Verlieben und der erotischen Liebe. Texte von

Walther von der Vogelweide, Hartmann von Aue, Oswald von Wolkenstein und Vigil Raber wurden rezitiert, aber auch die moderne Interpretation der Nibelungen von Michael Köhlmeier. Erzählt wurde über die verschiedenen Formen der Liebe, von der schwärmerischen Liebe, von Liebeseroberungen und der Liebe, die in den Tod führt, vom Begehren junger Frauen und einem alten Mann, der seine vier Töchter verheiraten wollte. Neben den mittelalterlichen Texten, die zum

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Schmunzeln und zum Lachen verführten, passten im Gegensatz dazu die englischen Lieder und modernen Love Songs. Der junge Musiker Noah Thanei

aus Schlanders spielte auf seiner Gitarre und trug die Lieder mit einer klaren und kräftigen Stimme vor. (hzg)

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chen, die das Grab des lieben Verstorbenen zu einem besonderen Ort des Gedenkens machen. Damit die Erinnerung lebendig bleibt, werden Schriftergänzungen gemacht, genauso wie Gräber restauriert und Urnen und Gedenktafeln handwerklich gefertigt. Auch Keramikfotos sind erhältlich. (ap)

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Partschins

Kunst macht keine Pausen um 70 Geburtstag von Matthias Schönweger hat der Bildungsausschuss Partschins eine Leseperformance veranstaltet. Schönweger hat mit musikalischer Begleitung vom befreundeten und Literatur-Doktor Karl Erlacher im Ansitz Gaudententurm Aphorismen, Bonmots, Wort- und Sprachwirbel vorgetagen. Walli Nardelli, die Präsidentin des Bildungsausschusses konnte Freunde und Bekannte des umtriebigen und aus Partschins stammenden Künstlers in der bemerkenswerten Umgebung des Gaudentetumgartens willkommen heißen. Schönweger, der einige Bücher veröffentlicht hat und mit einem neuen aufwartet, erklärt Partschins, den Ort seiner Geburt und Jugend, kurzerhand zum Weltkulturerbe und kündigt einen eklektischen Abend mit Auszügen aus seinem neuen Buch „Spu-

Foto: Erwin Bernhart

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Karl Erlacher mit der Quetschkommode und „Randkünstler“ Matthias Schönweger im Garten des Gaudententurms in Partschins: Blickwinkelsprünge ohne Pausen ren im Schnee von gestern“ an. Das „Tagwerk“ mutiert auf einer Flipchart zum „Werktag“ und in ähnlicher Weise löst „Hiasi“ zusammengesetzte Wörter in seine Bestandteile auf und lässt eine Neufassung, neue Bedeutungen erst in den Köpfen der Zuhörer entstehen. Pausen sind nicht vorgesehen, so dass ein ständiges Neuinterpretieren von

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Gesund und munter durch den Winter Es kratzt im Hals, es dröhnt der Kopf, die Nase läuft –wer kennt das nicht? Doch Erkältungen und dergleichen müssen nicht sein. Linde, Thymian, Königskerze und viele andere Kräuter sind schützende, stärkende und heilsame Wegbegleiter durch die kalte Jahreszeit und steigern zudem Vitalität und Leistungsfähigkeit. Eine Kursreihe, organisiert von der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung in Spondinig, Samstag, 09.11. und 16.11.2019 jeweils von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr eine gute Gelegenheit, Portraits der bewährtesten Kräuter zu erfahren, die das Immunsystem stärken und bietet viele weitere hilfreiche Tipps und Rezepte aus der Volksmedizin, welche gemeinsam zubereitet werden. Am Samstag, 23.11. 2019 wird noch eine Einheit zum TheDie Kräuterpädagogin Dora Somvi ma: „Heilkräuter für ein gankommt wieder an drei Samstagen zes Frauenleben“ angeboten, vom 09.11. bis 23.11.2019 nach bei welchen Frauenkräuter Sponding kennengelernt, Anregungen und bewährte Rezepte aus der Frauenheilkunde vorgestellt und gemeinsam ein harmonisierender Balsam für Körper und Seele zubereitet wird. (lu)

Wörtern, ein Umbauen, eine Blickwinkeländerung, entzückende und erschreckende Erkenntnisse vonnöten sind, um Schönweger in seinen Schneeund Sprachspuren folgen zu können. Unter den Literaten in Südtirol, dozierte Karl Erlacher, sei Schönweger ein Sonderfall, ein eigenartiger zudem. Schönweger sagt selbst von sich, er

SAMSTAG SAMSTAG

TAG DER ROMANIK Erleben Sie die mystische Romanik von Burgeis bis nach Tramin bei kostenlosen Führungen in 25 Kulturstätten oder bei einer Kulturtour mit dem Bus. Der Bus erkundet mit Ihnen die Kulturstätten rund um Latsch sowie Eppan und Tramin. Tipp: Erleben Sie außerdem die Sonderführung „Romanik & Marmor“ in Laas.

SAMSTAG,

12.10.2019 Weitere Informationen:

Informationen und Anmeldung unter www.gwr.it oder 0473 616166

sei „ein Randkünstler, obwohl die Kunst bei mir zentral ist.“ „Miar kennen hoam gian, Migranten nit“, sagt Schönweger unter anderem und lässt den Satz ohne Zusatz einfach wirken. Bis zum Ende seiner Performance sind die Seiten des Flipcharts, deren Inhalte in ähnlicher Weise auch im Buch auftauchen, vollgeschrieben, Karl Erlacher hat auf dem Klavier und mit unbeantwortet gebliebenen Fragen an Schönweger - etwa warum Schönweger denn aus Partschins weggezogen sei - inspirierend begleitet. Erlacher sagt, er habe das neue Buch gewogen, es wiege mehr als einen Kilogramm, es sei also ein schweres Buch. Eine Pause wurde dem Publikum erst zum Schluss gegönnt, bei Wein und Imbiss, kredenzt von der Hausherrin im Garten des Gaudententurms Christine Schönweger. (eb)

www.stiegenzumhimmel.it


Bildungsausschuss Martell

KASTELBELL/ TSCHARS

TARSCH

LATSCH

MARTELL

GOLDRAIN

SCHLANDERS

KORTSCH

LAAS

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PRAD

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GLURNS

MALS

BILDUNGSAUSSCHÜSSE VINSCHGAU

GRAUN

Vinschgerwind 20-19

SCHLUDERNS

26 /BILDUNGSZUG/

Bildungsausschuss Kastelbell/Tschars

Autorenlesung Kaltes Weiss mit Simone Dark Martell – Bibliothek Mo. 21.10.2019 – 19:00 Uhr Bildungsausschuss Schluderns

Herbstfahrt nach Bregenz

20 Jahre Bildungsausschuss Kastelbell-Tschars

EVVIVA Stil ändern

Auf dem Weg in ein gesundes und aktives Leben Vortrag mit geschultem Sanitätspersonal am Mittwoch, 16.10.2019

am Sonntag, 27.10.2019

um 19:30 Uhr im Ratssaal in Kastelbell

Abfahrt in Schluderns: 7:30 Uhr Voraussichtliche Ankunft in Bregenz: 11:30 Uhr

Im Anschluss an den Vortrag können sich Interessierte zum 6-teiligen kostenlosen Kurs des Sanitätsbetriebes anmelden.

Besuch des Vorarlberg Museums mit Führung Freier Aufenthalt in Bregenz mit der Möglichkeit die Uferpromenade des Bodensees zu genießen

• Die Kursteilnehmer werden sensibilisiert, ein aktives und erfülltes Leben zu führen; • Sie lernen, bewusst mit ihrer Gesundheit oder Krankheit umzugehen, um selbstbestimmt im Leben zu stehen; • Sie werden darin unterstützt, ihren Lebensalltag aktiv zu gestalten

Das Vorarlberg Museum ist das Landesmuseum des Bundeslandes Vorarlberg, liegt in unmittelbarer Nähe des Bodensees und besticht durch die Architektur und die Gestaltung der unterschiedlichen Ausstellungen. Es verfügt über Dauerausstellungen und Sonderausstellungen, die im regelmäßigen Wechsel geboten werden. Für Interessierte besteht die Möglichkeit das Kunsthaus zu besuchen, das architektonisch eine Besonderheit darstellt und als innovativer Kunstraum sich vorwiegend mit moderner Kunst beschäftigt.

Termine der Kurse: • Montags 21.10 /28.10/04.11/11.11/18.11/ 25.11 – jeweils von 8:30 bis 11:00 Uhr, im Raiffeisensaal in Kastelbell Der Bildungsausschuss freut sich auf rege Beteiligung!

Schnitzkurs mit Josef Stricker, Martell

Start: Samstag, 19. Oktober 2019 von 14:30 – 17:30 Uhr

Ort: Grundschule Kastelbell Rückfahrt ca. 16:00 Uhr Ankunft in Schluderns ca. 22:00 Uhr Museumseintritt mit Führung und Fahrtspesen: € 25.ACHTUNG: Da um 11:30 Uhr die Führung im Museum stattfinden wird, empfehlen wir, dass sich jeder etwas Proviant mitnimmt. Erst nach dem Museumsbesuch besteht die Möglichkeit zu einem individuellen Kaffee- oder Restaurantbesuch. Anmeldung innerhalb 18.10.2019 im Vintschger Museum: vintschgermuseum@rolmail.net

Weitere Termine: 26. Oktober, 02.-09.-16.-23. – 30. November Kursgebühr: 80 € für Erwachsene 50 € für Jugendliche (Mindestalter 14 Jahre) Teilnehmerzahl begrenzt! Anmeldung bis Montag, 14. Oktober 2019 bei Pircher Helga 3889369048

Bildungsausschuss Tarsch

Beckenbodentraining mit Karin Bedrotti Do. 07.11.2019 bis Do. 12.12.2019 6 Abende von 17:30 bis 19:00 Uhr

Anmeldung und Info: 320 0979807


03.10.19

Vinschgerwind 20-19

/BILDUNGSZUG/ 27 Bildungsausschuss Schlanders

Bildungsausschuss Graun

Yogakurs mit Heidi Hanssen

Mo, 07.10.2019 - Mo, 09.12.2019 (jeweils Mo)

Gruppe 1: 18:30 Uhr – 19:45 Uhr, insgesamt 10 Treffen Gruppe 2: 20:00 Uhr – 21:15 Uhr, insgesamt 10 Treffen Mittelschule Schlanders 80 Euro Anmeldung bis Do, 03.10.2019 über Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung Tel. 0473618166 oder E-Mail: info@gwr.it

Einladung an alle Sangesfreudigen zum

Offenen Singen

Bildungsausschuss Schlanders

Fit in den Morgen mit Erna Dietl Immer Dienstag a

b dem 05.11.2019 bis 11.02.2020 jeweils von 09:00 bis 10:00 Uhr (12 Treffen) Ort: Schlanders – Bürgerheim/Nikolaussaal Kosten: 60,00 Euro (Für alle Treffen) Anmeldung innerhalb 21.10.2019 unter Tel. 0473 618166 oder info@gwr.it

Bezirksservice Vinschgau

Ludwig Fabi

mit Christina Mayer Plieger Immer Montags ab dem 04.11.2019 (außer schulfreie Zeit) jeweils von 19:50 bis 20:50 Uhr (25 Treffen) Ort: Schlanders - Mittelschule Kosten: 50,00 Euro (für alle Treffen) Anmeldung innerhalb 25.10.2019 unter Tel. 0473 618166 oder info@gwr.it

Bahnhof Spondinig 1 | 39026 Prad a. Stj. | Tel: 0473 618166 | Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it | www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf

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28 /GESELLSCHAFT/

Vinschgerwind 20-19

03.10.19

Matsch

Fotos: Andreas Waldner

Waldwirtschaft und Klimawandel

Links: Amtsdirektor Georg Pircher resümiert über Klimawandel, Prozessionsspinner, Windwurfkatastrophe VAIA, Waldtypisierung und anderes mehr. Mitte: Das Operationsgebiet der Wald-Weidetrennung. Im Hintergrund rechts fast schon im Nebel die neue Matscheralm. In der Mitte Alte Alm, Herrensteig und neuer Wirtschaftsweg. rechts: Der Präsidenten der Gesellschaft „Saldur Konsortial GmbH“ Edwin Heinisch stellt vor der Besichtigung des Krafthauses das E-Werk vor.

B

ereits zum sechsten Mal luden Armin Plagg und Friedl Noggler von der Eigenverwaltung B.N.R. Mals, heuer in Zusammenarbeit mit der Separatverwaltung B.N.R. Matsch, zu einer Waldbegehung oberhalb von Tartsch und ins Matschertal. Gekommen sind Amtsdirektor Georg Pircher und sein Vize Andreas Platter vom Forstinspektorat Schlanders, der neue Stationsleiter von Mals, Andreas Klotz, mit seinen Mitarbeitern David Fleischmann, Martin Gorfer, Karl Anton Pegoraro, Giordano Gentilini und Albert Pritzi. Die Fraktionen waren durch ihre Präsidenten und Ausschussmitglieder vertreten. Sogar Bür-

germeister Ulrich Veith kam zum Treffpunkt in Tartsch kurz vorbei, sprach den Förstern und den Fraktionsverantwortlichen seinen Dank aus. „Der Wald ist in guten Händen“. Anschließend ging es nach „Plantavillas“ in den Tartscher Leiten. Dort zeigte Förster Martin Gorfer eine kleinflächige Verjüngungseinleitung in Altbeständen mit Aufforstung von Mischbaumarten. Die Naturverjüngung und das Säen von Bäumen sei besser, als zu pflanzen, weil die Bäume besser mit dem Standort und dem Klimawandel zurechtkämen. Dann ging es hinauf zur Fraktionsgrenze Tartsch-Matsch zu einem steilen Windbruch. Besonders

die Windwurfkatastrophe „VAIA“ zeigt auf, wie sehr der Schutzwald von Wetterextremen betroffen sein kann und wie wichtig es ist, möglichst stabile Bestände zu begründen und zu erhalten. In erstaunlichen Zahlen fasste Platter das Wüten des Sturmes „Vaia“ und seine Auswirkungen auf betroffene Vinschger Gemeinden zusammen. Pritzi empfahl, Astwerk und Schlägerungsabfälle wegen der Nährstoffe im Gelände liegen zu lassen. Nach einer Führung durch das Krafthaus des E-Werkes durch Präsidenten der Gesellschaft Saldur Konsortial GmbH Edwin Heinisch trafen sich die Teilnehmer auf der alten Matscher Alm. Sie

gilt als Musterbeispiel von gelungener Wald-Weidetrennung. Ein neuer Wirtschaftsweg trennt nun das Grasland vom Schutzwald und erleichtert die Weide- und Waldbewirtschaftung. Mit Hilfe von interessanten Schautafeln ließ Gorfer die Umwidmungsarbeiten Revue passieren. 12 ha wurden entsteint, 3,8 ha entstraucht, 1 ha gemulcht, 200 m³ Bäume geschlagen und 1.000 m Wasserleitung verlegt. Insgesamt wurden für dieses Weideverbesserungsprojekt 195.000 Euro in die Hand genommen. Die Waldbegehung klang mit einem gemütlichen Umtrunk in der frisch renovierten Matscher Alm aus. (aw)

Vinschgau/Südtirol

Glücksspiel-Behandlung-Prävention I

n Südtirol gibt es seit vielen Jahren das Netzwerk Spielsucht, das sich aus verschiedenen öffentlichen und privaten Einrichtungen zusammensetzt. Dazu gehören die Dienste für Abhängigkeitserkrankungen des Sanitätsbetriebs, das Forum Prävention, das therapeutisches Zentrum Bad Bachgart, der Verein Hands, die Psychosoziale Beratungstelle und die Schuldnerberatungstelle der Caritas. Diese Strukturen befassen sich mit Prävention, Therapie und Beratung zum Thema Glücksspiel. Auch wurde eine kostenlose und anonyme gebührenfreie Nummer 800 720 762 für Infor-

mation und Erstberatung für Spieler/innen, Familien und Verwandte aktiviert. Zwei Websites wurden in den letzten Jahren eingerichtet: www. re-start.it und http://www.aktion-spielsucht.it/de/home/1-0. html. Auf diesen kann man sich über das Thema und die Hilfseinrichtungen, an die man sich wenden kann, informieren. Das Netzwerk Spielsucht bemüht sich kontinuierlich, die unterschiedlichen Zielgruppen in der Bevölkerung über die Risiken des Glücksspiels zu informieren und zu sensibilisieren. Dazu wurden Informationsund Präventionskampagnen ge-

startet. Diese wurden begleitet von Tagungen, interaktiven Ausstellungen für Schüler, Eltern und Interessierte, Informationsabenden für Interessierte, Informationsflyern in verschiedenen Sprachen, Gadgets für Freizeitinitiativen, Lesezeichen und Handtaschen für Bibliotheken mit speziellen Slogans. Über Radiospots wurden Botschaften und Slogans lanciert, um das Bewusstsein für das Thema zu schärfen. Außerdem wurden verschiedene OnlineKampagnen aktiviert. Auch in diesem Jahr werden Präventionsinitiativen entwickelt, wie z.B. die Verbreitung

eines Videos über die tatsächlichen Gewinnchancen und die Verteilung einer Informationsbroschüre. Auch auf gesetzgeberischer Ebene wurden Verordnungen erlassen, um dem Phänomen entgegenzuwirken. Dabei sei die Anwendung des Gesetzes erwähnt, das die Entfernung von Spielsälen zu „sensiblen Orten“ auf 300 Meter festlegt, um den Kontakt und die unmittelbare Nähe von Glücksspielen zu „sensiblen“ Bevölkerungsgruppen, einschließlich der problematischen Spieler selbst, zu verhindern. Forum Prävention


Weltklasse: Hannes Pircher holt Bronze

Der Handwerker-Ausschuss der Gemeinde Schlanders empfing den frisch gebackenen Bronzemedaillengewinner Hannes Pircher im Plawennpark in Schlanders und feierte mit ihm bei Weißwurst und Brezeln

Mit einer Uschanka, einer russischen Kosakenmütze kam Hannes Pircher zum Empfang in Schlanders. Der Ausschuss der Schlanderser Handwerker bereitete dem frisch gebackenen Bronzemedaillen-Gewinner der Berufs-WM in Russland am letzen Augusttag ein Willkommensfest im Plawennpark. Versammelt hatten sich dort viele Vertreter aus Wirtschaft und Politik, alle, die stolz auf die hervorragende Leistung des jungen Maurers sind: die Eltern, der Tutor und Fachlehrer an der Landesberufsschule Schlanders Josef Telser, die Direktorin derselben Virginia Tanzer, der Landtagsabgeordnete Sepp Noggler, der HandwerkerAusschuss um Obmann Norbert Ratschiller,

der Wirtschaftsring-Präsident Karl Pfitscher, der Vize-BM Reinhard Schwalt. Die Freude über die Bronze-Medaille stand Hannes Pircher noch im Gesicht geschrieben, genauso wie Josef Telser, der ihn auf den Wettkampf vorbereitet hatte und der seinem Schützling ermutigend zur Seite stand. Denn bei den WorldSkills geht es um viele Herausforderungen: Konkurrenzdruck, mentale Stärke, Zeitdruck und praktischer Talentecheck. Und: vor allem Nerven bewahren. Und die hat Hannes Pircher bewahrt. Zusätzlich zur Bronzemedaille wurde der junge Maurer für seine Spitzenleistungen mit einem Exzellenzdiplom ausgezeichnet. Gratulation!

INFOS zur WM: Vom 22. bis 27. August kämpften die 15 Teilnehmer aus Italien – von denen ganze 13 aus Südtirol und zwei aus dem Piemont kommen – mit der Weltelite um Medaillen. Es war die 45. Ausgabe der WorldSkills Competitions, die erste ihrer Art in Russland. Über 1.500 Kandidaten gingen in Meisterschaften in 56 verschiedenen Berufen an den Start. Italien belegte den 6. Platz in der Nationenwertung: 63 Länder nahmen am Wettbewerb teil. 250.000 Besucher waren in Kazan live mit dabei.

Der Ausschuss der Handwerker Schlanders ist stolz auf unseren Bronzemedaillen-Gewinner bei den World Skills 2019 in Russland:

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30/JUGEND/

Vinschgerwind 20-19

Jugendtreff „fResch“ Reschen Fr. 04.10.19 ab 19.00 Uhr Bubble Tea – selbst gemacht Do. 10.10.19 ab 17.30 Uhr Waffeln am Stiel Jugendtreff „Juze“ St.Valentin Sa. 12.10.19 ab 19.00 Uhr Mach deine eigene Schokolade Mi. 16.10.19 ab 16.30 Uhr Baguette Jugendtreff Burgeis Sa. 12.19.19 GESCHLOSSEN Mi. 16.10.19 von 14.30 bis 16.30Uhr DIY Slime Anmeldung erforderlich Jugendraum Check In Goldrain Öffnungszeiten: Fr. 04.10.19 von 16:00 - 20:00 Uhr Mi. 16.10.19 von 18.00 - 21:00 Uhr Jugendtreff Tarsch Mi. 9.10.2019 ab 15.00 Uhr Filmnachmittag Jugendtreff „All In“ KastelbellTschars Do. 3.10.19 Auf zum Boltsplatz Fr. 11.10.19 geöffnet Jugendtreff „Time Out“ Schnals Sa. 05.10.19 Kastanienbraten (Kastanien bitte selbst mitbringen) JuZe Naturns So. 13.10.19 von 16.00 bis 20.00 Uhr JuZe Sunntig Do. 10.10.19 Beginn: 19.30 Uhr Vortrag „Was brauchen Jugendliche? Grundlagen einer gesunden Entwicklung“ mit Dr. Hartmann Raffeiner, Psychologe und Sexualtherapeut Sa. 12.10.19 von 09.00 bis 12.00 Uhr mit anschließendem Mittagessen Workshop „Ich steh zu mir!“ für Jugendliche zw. 12 und 15 Jahren Anmeldung bis 07.10.19 im JuZe Jugendclub Taifun Martell Sa. 05.10.19 von 14.00 bis 20.00 Uhr Geöffnet Nachmittags: Fischen (Anmeldung im Treff) Sa. 12.10.19 von 14.00 bis 20.00 Uhr Geöffnet

03.10.19

Schools opening Filmnacht im Jugendtreff Check In Am Samstag den 31. September trafen wir uns im Check In Goldrain um gemeinsam im Treff zu übernachten, es sollte eine lange Nacht voller Spaß und Action werden. Um 17:00 Uhr standen die ersten Jugendlichen schon mit Schlafsack und Bettzeug vor der Tür des Check In. Es war seit dem Bestehen des Check In schon das zweite Mal, dass Jugendliche gemeinsam mit dem Jugendarbeiter im Check In übernachteten. Zum Abendessen aßen wir Pizza und bereiteten dann zusammen Waffeln für den Nachtisch vor. Danach spielten wir

zusammen verschiedene Gesellschaftsspiele und begannen die Filmnacht. Während der Filmvorführung schliefen bereits einige Jugendliche ein, andere versuchten die ganze Nacht wach zu bleiben. Nach einer aufregenden Nacht und wenig Schlaf, wurde um 8:30 das gemeinsame Frühstück zubereitet und gegessen. Um 10 Uhr morgens endete die Film- und Spielenacht und alle gingen etwas müde aber voller Freude über die gemeinsam verbrachte Zeit nach Hause.

JUGENDTREFF "TIME OUT" SCHNALS FEIERT ERFOLGREICH UMZUG Vor kurzem zog der Jugendtreff "Time Out" Schnals von Unser Frau nach Karthaus. Anlässlich des 10jährigen Bestehens wurde der Umzug und das Jubiläum gebührend gefeiert. Bei Kaffee und Kuchen und leckeren Häppchen wurde der neue Raum besichtigt und Spiele sowie Spielekonsolen ausprobiert. Nach einer ausgelassenen Feier am Nachmittag ließen die Jugendlichen den Abend gemütlich ausklingen. In naher Zukunft ist bereits eine erste große Aktion geplant- ein Graffiti Workshop mit Paul steht im Oktober auf dem Programm. Für alle Interessierten: Meldet euch rechtzeitig im Treff bei Magdalena oder Christiane.

Freilichtkino im JuZe Naturns Jugendtreff "All In" Kastelbell -Tschars on Tour zum Cineplexx Bozen Vor kurzem machte sich eine ganze Truppe Jugendlicher auf den Weg von Kastelbell-Tschars nach Bozen ins Cineplexx. Mit dem Zug ging es in die Landeshauptstadt von wo aus das Cineplexx nach kurzem Fußmarsch erreicht wurde. Mit Popkorn und Getränken wurde der Kinofilm "Angry Birds 2" zu einem ganz besonderen Erlebnis. Es wurde viel gelacht und der Film verging wie im Nu. Dann hieß es wieder ab nach Hause. Es war ein sehr schöner Tag.

Bevor es das Wetter nicht mehr zulassen würde, gab es im JuZe einen Kinoabend der anderen Art, nämlich unter freiem Himmel im JuZe-Garten. Die Filmbegeisterten konnten es sich auf Liegestühlen, Sofas oder einfach im Gras gemütlich machen und bei noch angenehmen Temperaturen einen Film abseits des Mainstreams genießen. Die gezeigte Dokumentation „Wildes Herz“ über den Sänger Jan „Monchi“ Gorkow der Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ kam bei den Besuchern sehr gut an und die im Film behandelten Themen sorgten noch im Anschluss für genügend Gesprächsstoff.


03.10.19

Vinschgerwind 20-19

/GESELLSCHAFT/ 31

Schlanders/Bozen

Schlanders

Zusätzliche Anerkennung für drei Vinschger Maturanten

Erinnerungen

L

Foto: „Wind“-Archiv

zusätzlich belohnt werden. Von diesen dreißig haben zwanzig eine deutschsprachige, zehn eine italienischsprachige oder lateinische Oberschule besucht. Bei der feierlichen Preisverleihung auf Schloss Maretsch wurden heuer auch drei Maturantinnen und Maturanten aus dem Vinschgau ausgezeichnet: Isabel Salutt aus Mals, die am Sprachengymnasium Schlanders mit Auszeichnung maturiert hat, sowie Clara von Scarpatetti aus Glurns und Lukas Oberdörfer aus Latsch, die beide am Realgymnasium Schlanders brilliert haben. Landeshauptmann Arno Kompatscher, die Präsidenten des Unternehmerverbands Federico Giudiceandrea und der Stiftung Südtiroler Sparkasse Konrad Bergmeister überreichten ihnen die begehrten Gutscheine und drückten ihre Hoffnung aus, v.l.: Verena Rinner, Direktorin des OSZ Schlanders, Clara dass sie nach ihrem Studium ihre von Scarpatetti, Lukas Oberdörfer, Isabel Salutt, Martin Begabungen und Talente auch in Trafoier (Englischlehrer der drei) Südtirol einsetzen werden. (mt) Foto: „Wind“-Archiv

eistung sichtbar machen und belohnen: Ausgehend von diesem Leitsatz wählen die Stiftung Südtiroler Sparkasse und der Unternehmerverband Südtirol Jahr für Jahr unter den besten Maturanten Südtirols 30 aus, die mit einem Bildungsgutschein von €1.000 für ihre ausgezeichneten Leistungen

D

er Jahrgang 1934 aus Schlanders hat sich kürzlich getroffen, um bei einer hl. Messe der 38 Jahrgangskollegen, die bereits verstorben sind, zu gedenken und ein Gebet zur Genesung der 10 krankheitsbedingten Abwesenden zu sprechen. Danach haben sich die 11 rüstigen 85-Jährigen zu einen gemeinsamen Mittagessen eingefunden und bei Speis und Trank die verflossenen, gesammelten Erinnerungen Revue passieren lassen.

Vinschgau/Südtirol

Die Rückkehr der „Weißen Wochen“ o Snow“ an Südtirols Mittelschulen - 100 Euro für 4 Tage Skifahren all inclusive Mit der Gemeinschaftsaktion „Go Snow“ wollen die deutsche und ladinische Schule und die Tourismuswirtschaft Südtirols Mittelschüler für den Wintersport begeistern. Nach erfolgreichen Pilotprojekten in den letzten Jahren („Mit der Schule auf die Piste“) steht die Rückkehr der in den 1980er Jahren überaus beliebten „Weißen Wochen“ für Schülerinnen und Schüler unmittelbar bevor. Im Jänner 2020 ist es soweit. Das Angebot richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der 2. Klassen der deutschen und ladinischen Mittelschulen. Im September und Oktober können sie zu sehr vorteilhaften Bedingungen eine „Weiße Woche“ im Paket buchen und im Jänner 2020 erleben. Das Standartprogramm sieht für Montagfrüh die Abfahrt ins Skigebiet vor, bereits am Nachmittag, den

Foto: „Wind“-Archiv

G

Über die Homepage „GoSnow.it“ können ab sofort alle Informationen abgerufen und auch Buchungen vorgenommen werden. ganzen Dienstag und Mittwoch sowie am Donnerstagvormittag steht ausgiebig Wintersport an, am Nachmittag des vierten Tages geht es wieder retour. Das „Go-Snow“-Paket enthält die An- und Abreise per Bus, 3 Übernachtungen mit Halbpension im Hotel, die Mittagessen auf der Skihütte, Begleitung und Unterricht durch Skilehrer, die Tageskarten für die Aufstiegsan-

lagen und bei Bedarf auch die Skiausrüstung. Kostenpunkt für die Eltern: 100 Euro. Den Differenzbetrag von 500 Euro je Schüler übernimmt die Tourismuswirtschaft zusammen mit der deutschen und ladinischen Bildungsdirektion. „Die ,Go-Snow‘-Woche an den Mittelschulen ist ein großartiges Gemeinschaftsprojekt, das es auch Schülerinnen und

Schülern aus Familien mit niedrigeren Einkommen ermöglicht, mit von der Partie zu sein“, sagt Landesrat Philipp Achammer. „Wir wollen wieder mehr Jugendliche für den Wintersport begeistern, und das gilt auch in den ladinischen Talschaften“, ergänzt Landesrat Daniel Alfreider. Partner der nach Schweizer Vorbild gegründeten Plattform „Go Snow“ sind die deutsche und ladinische Bildungsdirektion (Schulen), die IDM (Koordinierung), der HGV (Hotels und Ski-Hütten), der Verband Südtiroler Seilbahnunternehmer (Skigebiete), die Landesberufskammer der Skilehrer und die Skiverleihe. Die Schulen können das Paket innerhalb der ersten Oktober-Tage als Ganzes buchen und haben daher so gut wie keinen Verwaltungsaufwand. Sie können zwischen einem Dutzend Südtiroler Skigebiete und 25 Hotels auswählen.


Riss in der Fassade Dem aufstrebenden New Yorker Anwalt Amir Kapoor geht es bestens: DemMittwoch, 23. Oktober 2019 nächst soll er zum Partner der jüdischen Schlanders, Kulturhaus „Karl Kanzlei werden, in der er arbeitet, er ist Schönherr“ verheiratet mit der erfolgreichen und Beginn: 20 Uhr – Einführung: attraktiven Künstlerin Emily, und von sei- 19.15 Uhr – Dauer: ca. 1 Stunde nen pakistanischen Wurzeln hat er sich 30 Minuten, keine Pause so weit distanziert, dass er ein Vorbild an Integration darstellt. Doch als Emilys Galerist Isaac und Amirs Kollegin Jory zu einem Abendessen eingeladen werden, zeigt die Fassade mit zunehmendem Alkoholkonsum schnell ihre Risse. Unterdrückte Vorurteile und rassistische Klischees werden auf den Tisch gepackt, Anschuldigungen erhoben und Affären aufgedeckt. Wie unter einem Brennglas lässt Ayad Akhtar in einer Gruppe wohl­situierter und bestens angekommener Bürger die schwelenden Konflikte um religiöse Ignoranz, falsch verstandene Assimilation, ethnische Vorurteile und alltäglichen Rassismus Feuer fangen, bis die Katastrophe unausweichlich ist. Die Komödie wurde 2013 mit dem Pulitzer-Preis und 2017 mit dem NestroyPreis ausgezeichnet, die Zeitschrift „Theater heute“ kürte sie 2016 zum besten ausländischen Stück.

Sichtweisen Spielzeit 2019/20

„Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge.“ (Kurt Marti) In der Spielzeit 2019/2020 lädt das Südtiroler Kulturinstitut ein, zu schauen, wohin man denn kommt, wenn man geht, um die Welt einmal in verschiedenen SICHTWEISEN zu betrachten. Mit fünf hochkarätigen und sehenswerten Produktionen kommt man in das Kulturhaus Schlanders.

Infos und Karten: Südtiroler Kulturinstitut, Tel. 0471 313800, www.kulturinstitut.org; Karten auch bei Athesia-Ticket.

Hotel Paradiso Eine Produktion von Familie Flöz, Theaterhaus Stuttgart, Theater Duisburg Uraufführungs-Produktion

Foto: © Marianne Menke

Kostenloser „Kulturbus Obervinschgau“ vom Reschen nach Schlanders und zurück: Infos und Anmeldung im Tourismusbüro Mals, Tel. 0473 831190

Wortlos, aber umso humorvoller Bizarres geschieht im Hotel Paradiso, Freitag, 7. Februar 2020 einem Familienbetrieb in den Bergen, Schlanders, Kulturhaus „Karl den die Seniorchefin mühsam zusamSchönherr“ menhält. Die Kurpension hat ihre besten Beginn: 20 Uhr – Einführung: Zeiten hinter sich – so wie die Gäste. 19.15 Uhr – Dauer: 1 Stunde 25 Über der Eingangstür glänzen (noch) Minuten, keine Pause vier Sterne. Doch am Himmel braut sich was zusammen. Der Sohn des Hauses träumt von der großen Liebe, während er sich mit seiner Schwester nicht einmal über die Gardinen einig wird. Das Dienstmädchen klaut aus Leidenschaft, und der Koch zersägt nicht nur Schweinehälften. Als der erste Tote auftaucht, geraten alle in einen Strudel bitterböser Ereignisse. Ist das Hotel noch zu retten? Ein Alpen-Traum voll von schwarzem Humor, stürmischen Gefühlen und einem Hauch Melancholie. „Hotel Paradiso“ wurde an Silvester 2016 im Bozner Waltherhaus gezeigt. Wegen der großen Nachfrage steht es nun erneut auf dem Programm. In den Stücken der international erfolgreichen Familie Flöz tragen alle Schauspieler Masken und kommen ganz ohne Worte aus, jedoch: „Am Ende könnte man schwören, die Darsteller hätten gesprochen, gelacht und geweint.“ (Süddeutsche Zeitung)

Foto: © Jean-Marc Turmes

von Joachim Meyerhoff, Bühnenfassung von Gil Mehmert. Ein Gastspiel des Metropoltheaters, München. Die Inszenierung wurde u. a. mit dem MonicaBleibtreu-Preis 2019 ausgezeichnet.

Freitag, 29. November 2019 Schlanders, Kulturhaus „Karl Die Leiden des jungen Joachim. Schönherr“ Von einem, der auszog, Schauspieler Beginn: 20 Uhr – Einführung: zu werden – und bei den Großeltern 19.15 Uhr – Dauer: ca. 2 Stuneinzieht. Wenn einer weiß, dass man so den 30 Minuten, eine Pause etwas mit Humor nehmen muss, dann der Schauspieler und Autor Joachim Meyerhoff: Zu seiner großen Überraschung besteht er mit Anfang zwanzig die Aufnahmeprüfung an der Otto-Falckenberg-Schule in München und zieht, mangels bezahlbarer Alternativen, zu seinen Großeltern, die in einer alten Villa am Nymphenburger Schlosspark residieren. Während er an der Schauspielschule physisch wie psychisch nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen und nur spärlich wieder zusammengesetzt wird, erwartet ihn bei den Großeltern deren fabelhaft bizarrer wie alkoholdurchtränkter Alltag: Die Oma einst selbst Schauspielerin und auch privat schillernde Grande Dame der Schauspielkunst, der Opa Philosophieprofessor und durch und durch ehrwürdige Erscheinung. Die skurrilen Ereignisse lassen den jungen Mann staunend, aber auch überfordert zurück.

Erwin Steinhauer Jingle Bells reloaded Die unheiligen drei Könige: Sprecher: Erwin Steinhauer Blasinstrumente: Georg Graf Schlagzeug, Hang: Peter Rosmanith Programm: Texte von Daniel Glattauer, Friedrich Torberg, Groucho Marx, Gerhard Polt und Helmut Qualtinger gepaart mit Musik aus aller Welt.

Foto: © Peter Rosmanith

Ein Gastspiel des Staatsschauspiels Dresden

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Dienstag, 10. Dezember 2019 Schlanders, Kulturhaus „Karl Schönherr“ Beginn: 20 Uhr – Keine Einführung! – Dauer: ca. 2 Stunden, eine Pause

Schrille Nacht, heitere Nacht, keiner schläft, alles lacht. Welchen Beruf hatte Jesus? Wo liegen die Gebeine der Hl. Drei Könige? Fragen wie diese beantworten der hl. Peter, der hl. Schur und der hl. Erwin an diesem Abend nicht. Aber wenn Sie Weihnachtsmuffel sind, wenn Sie allergisch auf Christkindlmärkte reagieren, Punschstandeln Ihren Brechreiz fördern, wenn Sie spätestens Mitte Dezember von unglaublichem Fernweh erfüllt werden, dann besuchen Sie diese Vorstellung. „Wir lindern den Schmerz, wir schenken euch uns, wir singen nicht“, versprechen die „unheiligen drei Könige“. Der Schauspieler Erwin Steinhauer liest Texte von Daniel Glattauer, Friedrich Torberg, Groucho Marx, Gerhard Polt, Helmut Qualtinger und anderen. Georg Graf und Peter Rosmanith schmücken die Geschichten mit musikalischem Tand aus aller Welt. Und sollten bei diesem besinnungsloshumorvoll-literarisch-musikalischen Abend auch ein paar Weihnachtsfanatiker auftauchen, nehmen die unheiligen drei Könige auch das mit Humor. Nur einen Tipp: „Ihr Kinderlein kommet ... nicht, schickt nur die Eltern!“

Kunst

von Yasmina Reza

Ein Gastspiel des St. Pauli Theaters, Hamburg. Deutsch von Eugen Helmlé

Foto © Engerfoto

Foto © Sebastian Hoppe

Geächtet von Ayad Akhtar

Auch Männerfreundschaft ist eine Kunst Mittwoch, 22. April 2020 Serge hat sich ein Bild gekauft und ein Schlanders, Kulturhaus „Karl kleines Vermögen dafür ausgegeben: Schönherr“ Auf ein Meter sechzig mal ein Meter Beginn: 20 Uhr – Einführung: zwanzig sieht man ein Weiß mit kleinen 19.15 Uhr – Dauer: ca. 1 Stunde weißen Streifen. Sein Kumpel Marc 30 Minuten, keine Pause ist entsetzt, wie man für diese „weiße Scheiße“, wie er es nennt, so viel Geld ausgeben kann. Der dritte im Bunde, Yvan, ist unschlüssig und versucht zu vermitteln. Denn natürlich ist Serge, der sich unverstanden fühlt, nun beleidigt. Der Streit ums weiße Bild bringt schnell überraschende Farben ins Beziehungsgeflecht der drei Freunde. Längst geht es nicht mehr um Kunst, sondern um eine Welt aus Freundschaft, Liebe und Vertrauen, die ins Chaos stürzt. Mit „Kunst“ wurde Yasmina Reza zur meistgespielten Gegenwartsautorin. Über Erfolg oder Misserfolg jeder Inszenierung entscheidet vor allem das Schauspielertrio auf der Bühne. Mit Stephan Schad, Peter Jordan und Hans Löw hat das St. Pauli Theater drei perfekt aufeinander abgestimmte Charakterkomödianten gefunden.


03.10.19

Vinschgerwind 20-19

/KULTUR/ 33

ZUR PERSON: Direktor des Südtiroler Kulturinstituts

Peter Silbernagl

ZUR PERSON: Präsidentin des Kulturhauses Karl Schönherr

Die Familie Flöz ist für mich ein einzigartiges Theaterprojekt, das ganz ohne Worte auskommt und nur mit der Ausdruckskraft des Körpers, großem Einfallsreichtum und blitzschnellen Verwandlungen begeistert. So entsteht ein besonderer Zauber.

In der neuen Spielzeit freue ich mich besonders... auf ein Wiedersehen mit herausragenden Regisseurinnen und Regisseuren, mit außergewöhnlichen Darstellerinnen und Darstellern, mit lieben Freunden aus der Welt des Theaters.

In der neuen Spielzeit freue ich mich besonders auf die Familie Flöz mit dem humorvollen Stück „Hotel Paradiso“.

Zum Südtiroler Kulturinstitut kam ich... aus Überzeugung und Begeisterung, die bis heute anhalten; es bietet mir eine Plattform für all meine kulturellen Interessen. Wo kämen wir hin, wenn... im Vinschgau nicht mehr der unverkennbare Wind bliese…

ZUR PERSON: Vorsitzender des Südtiroler Kulturinstituts

Monika Hans-Christoph Holzner Wunderer von Hohenbühel

Sichtweisen sind... ein Synonym für „Perspektiven“, „Betrachtungswinkel“. Die Theaterproduktionen, die wir in die Programmauswahl der kommenden Spielzeit genommen haben, zeigen, wie sehr die Antworten auf die großen Fragen des Lebens von Sichtweisen abhängen.

Geächtet ist... eines der besten Theaterstücke, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Die Komödie aus der Feder des amerikanischen Autor Ayad Akhtar wurde 2017 mit dem Theaterpreis „Nestroy“ ausgezeichnet.

Fotos: Angelika Ploner

GT KURZ NACHGEFRA

Im Theater gelangweilt habe ich mich das letzte Mal... höchstens nur kurz, denn jede Aufführung hält Überraschungen bereit. Der Kulturbus Obervinschgau ist... sozusagen eine große Fahrgemeinschaft, ganz im Sinne der Umweltfreundlichkeit und der Verkehrsberuhigung.

Kunst ist... die kreativste Art, auf die ein Mensch in dieser Welt Zeichen setzen kann. Theater muss... unserer Gesellschaft einen Spiegel vorsetzen, der die Tragik und Komik des Lebens gleichermaßen widerspiegelt und der sichtbar macht, was der Mensch gerne verborgen hält: unsere Gedanken, unsere Gefühle. Erwin Steinhauer ist für mich... ein großartiger Schauspieler, der allen Widerständen des Lebens mit Verschmitztheit trotzt. Im Theater keinen Platz... haben Hetze, Hassparolen und langweilige Plattitüden. Kinder- und Jugendtheater sind... hoffentlich der erste Funke für eine lebenslange Begeisterung für die Welt des Theaters.

Das Kulturhaus Schlanders hat die Aufgabe... ein vielfältiges und qualitätsvolles Programm zu bieten, das alle Bevölkerungsschichten anspricht. Dies gelingt, indem es mit vielen Partnern zusammenarbeitet.

von Angelika Ploner


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03.10.19

Vinschgerwind 20-19

/GESELLSCHAFT/ 37

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heute. Die Familie Punt von Appartments Punt und die Familie Moriggl von Appartments Christophorus, bei denen seit Jahren Logis bezogen worden ist, ließen ihre treuen und ans Herz gewachsene Gäste hochleben.

Schlanders/Vinschgau

Startschuss

K

urzweilig war die Vorstellung, jugendfrisch, wie der Verein selbst: das Jugendtheater Vinschgau,kurz Juvi. Gegründet wurde das Juvi, das Jugendtheater Vinschgau am 19. Mai 2019, der offizielle Startschuss fiel aber erst am vergangenen 2. September. Vorgestellt wurden Programm, Ziele und der Verein selbst, der „keinem anderen Verein etwas wegnehmen, sondern einer Bereicherung“ sein will. Ein Kurzfilm von Julian Gurschler zeigte das Juvi so, wie es ist: jugendlich, vielseitig und vor allem mit viel Herz. Randvoll mit Theater sind die

Ruth Urech Anmeldung: info@ruthurech.ch Natel 0041 79 275 95 43 auch per WhatsApp möglich Datum: 7. Bis 10. Oktober 8.Oktober bereits ausgebucht. Ort: Goldrainerhof

Monate Dezember und Mai: Im Dezember werden die Juvis die Vorweihnachtszeit vielfältig zu füllen wissen, im Mai folgt dann die Premiere und sieben Vorstellungen des Musicals „Barfuss im Regen“ von Regisseur Daniel Trafoier. Trafoier ist auch der künstlerische Leiter des Juvi, Obfrau hingegen Nadja Senoner. Gestartet ist bereits die Schreibwerkstatt des Juvi. Das zweite Projekt im September und Oktober: ein Theaterprojekt an der Grundschule Laas. Das Stück stammt aus der Feder von Annalena Gurschler, einem Ausschussmitglied des Juvi. (ap)

Foto: Angelika Ploner

Die Sprache der Seele Das Legen der Karten ist eine besondere Kunst, welche schon seit dem Altertum praktiziert wird. Bei den Sitzungen lege ich Ihnen die Karten, und dabei entstehen Bilder, die das Unterbewusstsein symbolisieren. Es kommen Dinge ans Licht, die mit dem Verstand so manches Mal verdrängt werden. Ich kann offene Fragen oder Probleme in der Beziehung, in Familie und Beruf oder auch Verletzungen aus der Kindheit erkennen. Ich erforsche an Hand der Karten die Seele des Klienten. Je nachdem, was mir die Karten zeigen, kann ich bei gewissen Themen auch in die Tiefe gehen, Ihnen neue Aspekte aufzeigen und Ihnen dadurch helfen. Nicht umsonst nennen mich diejenigen, die mich kennen, die „Seelenberaterin“

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Treue Gäste


38 /SPEZIAL-BAUEN/

Vinschgerwind 20-19

03.10.19

SPEZIAL-BAUEN von Angelika Ploner

Architekturgespräch

mit der Architekturgemeinschaft 15 Es ist lieb gewordene Tradition beim Vinschgerwind im Rahmen es Sonderthemas „BAUEN“ Architekturgespräche zu führen und Vinschger Architekten zu Wort kommen zu lassen. Die Reihe dieser Gespräche führen wir in dieser Ausgabe mit der Architekturgemeinschaft 15 fort.

„

Im Jahr 2015 entstand die Idee der Architektengemeinschaft. Daher der Name Architekturgemeinschaft 15. von Leo Gurschler

Vinschgerwind: Was ist die Architekturgemeinschaft 15? Daniele Capra: Wir sind eine Architektengemeinschaft, bestehend aus vier freiberuflichen Architekten. Üblicherweise bekommt einer von uns den Projektauftrag und trägt die Hauptverantwortung dafür. Wir schließen uns dann zusammen und arbeiten je nach Projektanforderung in unterschiedlichen Konstellationen an der Entwicklung und Umsetzung von Ideen. Dies hat den großen Vorteil, dass jeder seine Stärken gut ausspielen kann und wir insgesamt eine vielfältige Herangehensweise, Ideenentwicklung und Problemlösung anbieten können. Uns gefällt die gemeinsame Arbeitsweise. Niemand von uns will alleine im stillen Kämmerlein arbeiten. Vinschgerwind: Und es kommt nie zu Meinungsverschiedenheiten? Paolo Capra: Gerade verschiedene Meinungen sind Grundlage einer bereichernden Diskussion. Es wird teilweise rege diskutiert, wir kommen jedoch nicht zum Streiten. Leo Gurschler: Es sind auch nicht bei jedem Projekt alle vier involviert, manchmal zwei, manchmal drei. Das ergibt sich aus dem jeweiligen Projekt. Die Zusammenarbeit ist sehr flexibel und unterschiedlich. Michael Reichegger: Manchmal ist man auch auf eine Idee fixiert und kommt nicht weiter. Ein anderer Blick auf das Projekt ermöglicht andere Lösungsansätze. Leo Gurschler: Mehrere Köpfe bringen am Ende einfach das bessere Resultat. Vinschgerwind: Ganz anders als in der Politik also, da haben nicht viele Köpfe Platz. Paolo Capra: Bei einem kreativen Beruf ist das anders.

Wir nutzen sehr gerne die Möglichkeit, zusammen zu arbeiten. Michael Reichegger: Teilweise geht es auch um die Erfüllung banaler Anforderungen, welche zum Beispiel bürokratischer Natur sind. Da ist es einfach von Vorteil, wenn die Kollegen Ansprechpartner sind, da sie teilweise solche oder ähnliche Projekte bereits durchgeführt haben. Leo Gurschler: Ich bin der Älteste in dieser Gemeinschaft und bringe deshalb viel Erfahrung ein.....und die jungen Architekten bringen sehr viele neue Ideen und wir ergänzen uns gut. Aber wie ist eigentliche unsere Zusammenarbeit entstanden? Michael Reichegger (lacht): Du hattest damals sehr viel Arbeit und hast Mitarbeiter gesucht. Ich hatte damals -2012- gerade das Studium abgeschlossen und bin durch Zufall über einen Kollegen zum Architekturbüro Gurschler gekommen. Und dann hat sich das weiterentwickelt. Nun sind wir bereits vier Architekten. Vinschgerwind: Sind weitere neue Architekten willkommen? Paolo Capra: Ja, eigentlich schon. Wir verstehen uns als flexible Arbeitsgemeinschaft, welche wachsen und schrumpfen kann. Es ist uns natürlich wichtig, dass neue Mitarbeiter ins Team passen. Vinschgerwind: Warum sollte nun ein Bauherr euch als Architekturgemeinschaft auswählen? Daniele Capra: Uns unterscheidet zu anderen Architekturbüros hauptsächlich unsere Bürostruktur, die - wie bereits vorhin erklärt - verschiedene Vorteile mit sich bringt.

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07.02.19

Die Architekturgemeinschaft 15 vor dem Eingang in Schlanders: v.l. Michael Reichegger, Daniele Capra, Paolo Capra und Leo Gurschler

Paolo Capra: Zum Beispiel sind wir sehr flexibel. Wenn einer unter Zeitdruck steht, dann kann ein anderer etwas übernehmen und unterstützend mitarbeiten. Daniele Capra: Grundsätzlich muss man aber so ehrlich sein und sagen, dass wir nicht automatisch der richtige Planer für jeden Bauherren sind. Leo Gurschler: Es hängt einmal vom menschlichen Aspekt ab, aber auch von den eigenen Ansichten und Überzeugungen, welche nicht völlig denen der Bauherren wiedersprechen sollten. Vinschgerwind: Gab es schon einmal einen Bauauftrag, der nicht zustande kam? Leo Gurschler: Ja, wir mussten schon einmal ein Projekt in der Entwurfsphase abbrechen. Wir vertraten besonders was die Einfügung in den Kontext bzw. das urbane Umfeld betrifft, sehr unterschiedliche Ansichten. Es nutzt nichts, wenn dann alle unzufrieden sind, da muss man auch die Courage haben, diesen Schritt zu gehen.

Vinschgerwind 3-19

/SPEZIAL/ 37

Daniele Capra: Das ist ehrlicher und für alle Beteiligten besser. Deshalb ist es wichtig, besonders zu Beginn einen intensiven Austausch mit den Bauherren zu pflegen, damit man während des oft langen Prozesses der Planung bis zur Umsetzung gut zusammenarbeiten kann. Vinschgerwind: Woran arbeitet ihr gerade? Paolo Capra: Wir bearbeiten zur Zeit recht unterschiedliche Projekte: private Wohnhäuser, einen Hotelbau, einen Neubau eines öffentlichen Gebäudes, die Sanierung eines historischen Wohnhauses und Architekturwettbewerbe. Leo Gurschler: Ich arbeite auch viel an urbanistischen Planungen. Michael Reichegger: Zudem haben wir kürzlich als Architekturgemeinschaft 15 eine neue Webseite und ein neues Logo entwickelt. Demnächst wollen wir unsere Büroräumlichkeiten mit einem kleinen Umtrunk neu eröffnen.


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Vinschgerwind 20-19

Museum Brückenkopf in Algund - eines der realisierten Projekte aus der Referenzliste der Architekturgemeinschaft 15

03.10.19

Vinschgerwind: Was ist die Aufgabe von Architektur? Daniele Capra: Wir sehen Architektur als etwas sehr Vielschichtiges. Architektur hat zunächst eine unmittelbare und große Bedeutung für seine Bewohner und Nutzer. Hier geht es um funktionale Aspekte und darum für die Menschen Räume zu schaffen in denen sie sich wohlfühlen. Architektur setzt sich darüber hinaus mit dem gebauten, dem kulturellen und dem sozialen Umfeld auseinander und soll Ausdruck einer feinfühligen und respektvollen Auseinandersetzung sein. Schön ist es, wenn es gelingt die Bedürfnisse der Nutzer nicht nur auf ganz banale Art und Weise zu erfüllen, sondern den „Geist“ eines Ortes einzufangen, und mit individuellen Antworten zu überraschen. Vinschgerwind: Eine große Aufgabe von Architektur ist es öffentlichen Raum zu bespielen. Jeder sieht Architektur und fühlt Architektur. Daniele Capra: Man kann sagen, dass Architektur jeden betrifft. Unser Leben vollzieht sich in gebauter und gestalteter Umgebung. Sie ist für jeden greifbar und jeder wird von seinem gebauten Umfeld beeinflusst. Michael Reichegger: Deshalb ist Architektur auch ein Allgemeingut. Sie schafft Werte, die über das reine Wohnen hinausgehen. Leo Gurschler: Architektur hat mit vielen Aspekten menschlichen Lebens zu tun. Deshalb kann jeder mitreden und jeder hat seine Sichtweise. Verständlicherweise gehen die Meinungen dazu häufig auseinander.

Vinschgerwind: Was ist die größte Herausforderung eines Architekten? Daniele Capra: Dass die Idee, die einem Projekt zu Grunde liegt bis zum Ende gut ablesbar bleibt. Das ist gleichzeitig etwas vom Wichtigsten, weil es dem Gebäude eine Identität gibt. Dann natürlich den vielfachen Anforderungen gerecht zu werden, die sich anfangs manchmal auch zu wiedersprechen scheinen. Paolo Capra: Ja, manchmal hat man am Anfang eine starke Idee und dann muss man während der Planung oder Bauphase aus verschiedenen Gründen immer wieder Kompromisse eingehen und bis zum Schluss bleibt von der ursprünglichen Idee nicht mehr viel übrig. Und das ist schade. Leo Gurschler: Die besten Bauten entstehen, wenn man mit den Bauherren gut harmoniert, wenn diese sich gerne einbringen und es gelingt Ideen gemeinsam zu entwickeln. In der Auseinandersetzung mit den Bauherren muss man mitunter sehr feinfühlig umgehen, manchmal fühlt man sich ein bisschen wie ein Psychologe. Michael Reichegger: Eine weitere Herausforderung, und oft auch ein Ärgernis, ist es gerade bei öffentlichen Aufträgen sich durch den Bürokratiedschungel zu kämpfen. Vinschgerwind: Was ist das Schönste an Architektur? Paolo Capra: Es gibt immer wieder neue Aufgaben und neue Herausforderungen, weil jedes Projekt auf seine Art und Weise anders ist. Vinschgerwind: Also wird es nie langweilig. Paolo Capra: Nein, besonders die Vielfältigkeit unseres Aufgabenbereichs finde ich sehr interessant. Michael Reichegger: Also mir gefällt am besten, dass man jedes Mal von Null starten darf. Neue Ideen sammeln und dann konkret umsetzen zu dürfen, ist ein Privileg unseres Berufs. Leo Gurschler: Etwas, das zuerst nur in deinem Kopf entwickelt wird und zu existieren beginnt, wird bei der Umsetzung eines Bauwerks zur Realität. Michael Reichegger: Genau, das ist sehr spannend. Bei jedem Projekt hat man die Chance, andere Lösungen zu suchen und neue Ideen zu entwickeln. Daniele Capra: Das Schöne an unserem Beruf ist auch seine Vielseitigkeit: Wir arbeiten an der Schnittstelle zwischen einem technischem, einem sozialen, einem kreativen und künstlerischen Arbeitsfeld, wo man sich mit sehr vielen verschiedenen Menschen auseinandersetzen kann.


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um ein Gespür für Raumgrößen zu bekommen. Danach wird in gemeinsamen Gesprächen ermittelt, ob die Raumgrößen so ausreichend sind, bzw. wie sie optimal an die Bedürfnisse angepasst werden können. Das dadurch entstehende Raumprogramm hat bisher auch während der Bauphase dafür gesorgt, dass es diesbezüglich keine Überraschungen gab. Paolo Capra: Besonders wichtig sind natürlich auch die ausführenden Handwerker. Gute Handwerker sind ausschlaggebend für eine hochwertige Bauausführung.

Innendesign der Bar Loki in Schluderns - eines der Projekte aus der Referenzliste der Architekturgemeinschaft 15

Vinschgerwind: Es gibt Architekten, die brauchen nach Bauende eine gewisse Distanz zu ihren Projekten. Wie ist es bei euch? Micheal Reichegger: (lacht) Ich würde am liebsten in das soeben fertiggestellte Wohnhaus selber einziehen. Vinschgerwind: Was muss man tun, um Fehler beim Bauen zu vermeiden? Leo Gurschler: Man sollte beim Planen nicht unter zu großem Zeitdruck stehen, um Missverständnisse und Planänderungen in Nachhinein zu vermeiden. Daniele Capra: Man muss vor dem Bauen die Grundlagen klären. Die meisten Fehler geschehen bereits vor dem Bauen. Michael Reichegger: Ein Beispiel: Manche Bauherren tun sich schwer, Raumgrößen einzuschätzen, da sag ich oft: Messt eure Wohnräume, in denen ihr lebt, aus,

Vinschgerwind: Was baut ihr lieber: öffentliche oder private Gebäude? Leo Gurschler: Privat ist angenehmer, weil es einfach unbürokratischer ist. Früher war öffentliches Bauen unkomplizierter. Für die wesentlichen Aufgaben des Architekten bleibt heute leider weniger Zeit. Vinschgerwind: Wie wichtig ist Architektur im Inneren eines Hauses? Daniele Capra: Man kann außen und innen nicht strikt trennen. Bei einer gelungenen Umsetzung stehen Außenhülle und Innenraum in Einklang. So kann der Entwurf eines Gebäudes auch mit der Entwicklung der Innenräume beginnen. Menschen verbringen immer mehr Zeit in Gebäuden: Sei es bei der Arbeit, in der Freizeit und beim Ausruhen, die meisten Aktivitäten finden im Inneren von Gebäuden statt. Der physiologische sowie psychologische Einfluss der gebauten Umgebung trägt somit fast permanent zu unserem Befinden bei.

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Deshalb ist für uns ein bewusster Umgang mit der Materialität und die Wirkung des Innenraums auf den Bewohner sehr wichtig. Michael und ich haben die Ausbildung zum Baubiologen gemacht und versuchen das Thema gesundes und nachhaltiges Bauen und Wohnen auch unseren Bauherren näher zu bringen. Vinschgerwind: Woran erkennt man einen Bau, der aus eurer architektonischen Feder stammt? Leo Gurschler: Jeder Bau ist eine neue Entwicklung und es ist nicht so, dass alle Gebäude gemeinsame äußere Merkmale haben. Daniele Capra: Formale, ästhetische Merkmale allein machen nicht gute Architektur aus. Jeder Bau ist auch in seinem Kontext zu sehen, deshalb ist ein gleichbleibender Stil aus meiner Sicht nicht zielführend. Unser Ziel ist es, bestmöglich auf jede Bauaufgabe zu reagieren. In unseren Bauten findet man eher inhaltliche Werte wieder. Vinschgerwind: Ein Vorzeige-Bau im Vinschgau ist... Michael Reichegger: Das ist eine gute Frage. Ich finde das Strohballenhaus von Richard Fliri in Langtaufers ist ein sehr interessantes Gebäude. Besonders die radikale Umsetzung nachhaltiger Architektur ist an diesem Bau aufgrund seiner Konstruktionsweise und der Materialwahl faszinierend. Daniele Capra: Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie harmonisch viele unserer Bergbauernhöfe in die Landschaft gesetzt sind und so Teil unserer einzigartigen Kulturlandschaft werden. Ich glaube, dass man sich davon inspirieren lassen kann.

Vinschgerwind: Welcher Bau würde Sie reizen? Was würden Sie gerne einmal bauen? Michael Reichegger: Ich habe bereits ein Strohballenhaus geplant. Dieses würde ich sehr gerne umsetzen. Paolo Capra: Mich würde ein Projekt im hochalpinen Raum reizen. Daniele Capra: Ein historisches Gebäude umzubauen und einer neuen Funktion zuführen, weil ich das Wechselspiel zwischen Alt und Neu sehr spannend finde. Leo Gurschler: Mich würde es interessieren in einem bestehenden Stadel eine Wohnnutzung zu integrieren, mit Beibehaltung der historischen Hülle. Interview: Angelika Ploner

Wohnhaus in Riffian - eines der Projekte aus der Referenzliste der Architekturgemeinschaft 15


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SPEZIAL-EINRICHTEN EINRICHTUNGSTRENDS //// WOHN-IDEEN //// Seite 44 – 53 von Angelika Ploner

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Vinschgerwind 20-19

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03.10.19

Inspiration

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Vinschgerwind 20-19

03.10.19

Wellness

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Rottensteiner Bodenträume werden wahr Florian Rottensteiner, 2-maliger Europameister der Bodenleger, ist ihr Fachmann der Bodenwünsche für innen und außen. Das kann nicht jeder von sich behaupten und spricht für den Einsatz und vor allem für die Kompetenz des Fachbetriebes. Der Betrieb Bodenverlegung Rottensteiner, welcher bereits seit 1962 tätig ist und nun in 2. Generation geführt wird, kann auf einen großen zufriedenen Kundenstock zurückgreifen, da die Zufriedenheit des Kunden an 1. Stelle steht. Für den Betrieb sind außerdem erstklassige Verle-

gearbeiten mit sehr hochwertigen Qualitätsprodukten durch qualifizierte Mitarbeiter ein Garant für diese Zufriedenheit. Als Partner stehen dem Betrieb die Firmen Weitzer Parkett, Wineo Bioböden, Aspecta Vinilböden, Balsan Teppichböden und Tarkett Linoleumböden tatkräftig zur Seite. Die Auswahl an Böden ist schier unendlich und nur mit entsprechendem Fachwissen verständlich an den Kunden weiterzugeben. Sehr gute Referenzen hat sich der Fachmann für Böden bei privaten Bauprojekten, in der Hotellerie und Gastronomie sowie auch bei öffentlichen Aufträgen

erworben. Das handwerkliche Können und der hohe Ausbildungsstand bewegen sich auf einem meisterlichen Niveau. Die Kundschaft schätzt vor allem die kompetente Beratung und natürlich ein ehrliches Angebot. Die professionelle Ausführung ist selbstverständlich und auch für die Pflege danach findet sich immer ein offenes Ohr. Denn erst ein wahrer Traum-Boden vom Fachmann gibt einem Raum das gewisse ETWAS und schafft Wohlbefinden. DAS SIEHT MAN. DAS SPÜRT MAN.


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Vinschgerwind 20-19

RELAXEN

Entspanntes Liegen mit Relaxfunktion

Die Polstergruppe kommt lässig und leicht daher. Einfach mal die Füße hochlegen und die Gedanken schweifen lassen. Die klare Form des Möbels in Verbindung mit den ausgesuchten attraktiven und aktuellen Bezügen in Stoff und Leder macht sie zu einem echten Hingucker. Super pflegeleicht sind die verwendeten Hightech-Garne – sie sind Schmutz abweisend, extrem strapazierfähig und super weich. Passend zum Sofa gibt es den Relaxsessel, stufenlos verstellbar, betrieben mit aufladbarem Akku, somit gibt es keine störenden Kabel am Boden. Gesehen bei Alber Möbel in Schlanders.

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Vinschgerwind 20-19

03.10.19

Feel Green!

...wie Pflanzen unser Wohlbefinden zu Hause und am Arbeitsplatz positiv beeinflussen können Dass unsere Wälder die Lebensadern der Natur sind oder Grünflächen in Städten aus keiner Planung mehr wegzudenken sind, wissen wir seit geraumer Zeit. Sie sind Begegnungsräume für Mensch und Tier und unsere natürlichen Helfer gegen Luftverschmutzung, die der Mensch produziert. Kann sich nun dieser positive Effekt von Pflanzen auch auf unsere Wohn- und Arbeitsräume auswirken? „JA, eindeutig, das können sie”, formuliert Hans Peter Schöpf, von der Gärtnerei Schöpf in Vetzan. “Da Pflanzen nachweißlich unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden unterstützen, fnden sie seit geraumer Zeit immer mehr Einzug in Wohn- und Arbeitsplatz.“ In den vergangenen Wochen widmete sich das Team der Gärtnerei intensiv diesem Thema. Es wurde geplant, kombiniert, getüftelt, gehämmert und gepflanzt. In der neuen Ausstellungsfläche zeigt die Gärtnerei nun Einsatzmöglichkeiten bestimmter Pflanzen in den unterschiedlichsten Räumen wie, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Büro. Für jedes Raumklima gibt es geeignete Helfer, die der Gesundheit wohltun. Schadstoffe von Druckergeräten, von Lacken und Klebstoffen, feiner Staub, Zigarettenrauch und Kohlendioxyd werden aus der Luft gefilter. Die Fotosynthese, ein komplexer natürlicher Vorgang, verwandelt Kohlendioxyd in Sauerstoff,

also verarbeitet verbrauchte Luft und reichert sie wiederum neu mit Sauerstoff an. Gerade diesen Verwandlungsprozess können wir in unsere Zimmer, Wohn- und Arbeitsräume holen. Die Heizsaison steht vor der Tür, und die Auswirkung auf unsere Schleimhäute erleben wir jedes Jahr aufs Neue. Pflanzen treten ca. 90% des Gieswassers an die Raumluft ab und können je nach Pflanzenart und Menge die Luftfeuchtigkeit um bis zu 30% steigern. Zimmerpflanzen sind somit im Gegensatz zu vielen technischen Geräten eine keimfreie Alternative der Luftbefeuchtung, sie sind im Winter eine Wohltat für die Nasenschleimhäute. Die grüne Farbe erinnert an saftige Wiesen und üppige Wälder, dies hebt die Stimmung und hat somit eine positive Wikung auf unser Gemüt, es beruhigt den Geist – sozusagen ein bisschen Yoga fürs Gehirn! Wer Lust auf mehr Grün in seinem Wohn- und Arbeitsalltag bekommen hat, kann sich in der neu gestalteten Pflanzengalerie der Gärtnerei Schöpf professionell beraten lassen. Dort kann entdeckt werden, welche Pflanzen zum eigenen Lebensstil passen, durch welches Grün der eigene Wohnraum sich zum Wohlfühlraum verwandeln lässt und welcher Blickfang so manchen grauen Arbeitsalltag bunter gestalten lässt. (bw)

Die neu gestaltete Ausstellungsfläche entstand in Zusammenarbeit mit der Firma Fleischmann (Raumausstattung Schlanders)


03.10.19

DIE BIRKENFEIGE

Sie baut neben Formaldehyd auch Phenol und Ammoniak ab. Interessant ist, dass sie diese Stoffe für ihren eigenen Stoffwechsel nutzen kann.

Vinschgerwind 20-19

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DIE GRÜNLILIE

Sie ist die ideale Zimmerpflanze, pflegeleicht und robust zugleich. Sie ist ein grünes Multitalent, sie reinigt die Raumluft besonders gut, vor allem vom schädlichen Formaldehyd. Dieser Stoff ist in Spanplatten, Farben und Lacken, Klebemittel, sowie im Tabakrauch enthalten.

KENTIA PALME

Sie bringt frischen Wind in ihre vier Wände und zeichnet sich durch ihre überdurchschnittliche Sauerstoffproduktion aus.

DIE EFEUTUTE

Diese schnell wachsende Pflanze filtert unter anderem auch Nikotin und Benzol aus der Luft.

DAS EINBLATT

Diese Grünpflanze ist ein echter Allrounder. Sie filtert Ammoniak, Benzol und Formaldehyd aus der Luft. Ihre Fotosynthese funktioniert auch bei geringem Lichteinfluss (nachts) und eignet sich somit sehr gut für`s Schlafzimmer.

DER EFEU

Laut NASA-Studie filtert der Efeu 94% der Schadstoffe aus der Luft. Vor allem bei Schimmel zeigt er große Wirkung. Er reguliert die Luftfeuchtigkeit für ein rundum angenehmes Raumklima.

Mit Fachreferat zu diesem Thema am 12.10.2019 um 19:00 Uhr in der Gärtnerei Schö pf Vetzan mit dem Gärtnermeister Christian Reichert

DIE MONSTERA

Ihre großen Blätter sind nicht nur ein Blickfang, sie ermöglichen der Pflanze eine hohe Sauerstoffproduktion. Zudem reinigt sie die Luft von Formaldehyd und Benzol.


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Vinschgerwind 20-19

03.10.19

Nationalpark Stilfserjoch

Die Zwergstrauchheide Die Alpen-Bärentraube ist sommergrün und damit blattwerfend. Sie ist ein Kalkanzeiger

Wolfgang Platter, am Tag der Hlg. Kosmas und Damian, 26. September 2019

J

etzt, zur Zeit der Reife der Preiselbeeren (dialektal Glanen, Granten) ist eine gute Gelegenheit, die Zwergstrauchheide vorzustellen. Der Zwergstrauchgürtel ist eine markante Ausformung der Gebirgsvegetation: Ab ca. 2.000 Höhenmetern an und oberhalb der Waldgrenze bis hinauf zu den alpinen Rasengesellschaften bilden niedrig bleibende und verholzende Sträucher verschiedener Arten eine mehr oder weniger ausgeprägte und abgegrenzte Vegetationsgesellschaft. Diese bandförmig ausgebildete Vegetationsstufe bezeichnet die Botanik als Zwergstrauchgürtel. Jetzt im Herbst, der wie ein Maler in den ersten Frostnächten die Landschaft von den Bergen ins Tal

umfärbt, wird auch der Zwergstrauchgürtel eine, schon von weitem farbauffällige, Höhenstufe der Vegetation.

Kalk- und Silikatböden Je nach Substratuntergrund und Boden setzt sich der Zwergstrauchgürtel auf silikatisch sauren oder kalkig basischen Böden aus unterschiedlichen Arten verholzender Zwergsträucher zusammen. Von der Gattung Almrose (Rhododendron) gibt es zwei einheimische Arten: Auf den silikatischen Böden dominiert die Rostrote Almrose (Rhododendron ferrugineum), auf Kalksubstrat die Bewimperte Almrose (Rhododendron hirsutum). Die Blätter der Rostroten Almrose sind unterseits rostrot, jene der Bewimperten Almrose hingegen hellgrün und am Außenrand von einem lockeren Kranz von weißen Härchen umsäumt.

Die meisten Zwergsträucher sind sommergrün und laubwerfend, manche aber auch immergrün wie etwa die Immergrüne Bärentraube (Arctostphylos uva ursi). Auch von der Gattung Bärentraube gibt es in der heimischen Flora zwei Arten: Neben der bereits genannten Immergrünen Bärentraube mit roten, mehligen Herbstbeeren (daher der volkskundliche Name „Mehlbeere“) kommt die sommergrüne Alpen-Bärentraube (Arctostaphylos alpina) vor. Letztere verfärbt sich jetzt im Herbst vor dem Blattabwurf in ein leuchtendes Orange bis Rot. Ihre Beeren sind schwarz und die Pflanze ist ein Kalkanzeiger.

Schnee als Isolator Die Zwergsträucher verschwinden in „normalen“ Wintern unter der Schneedecke. Die Schneebedeckung ist als Kälte- und als Ver-

Fotos: Wolfgang Platter

Markante Vegetationsform über der Waldgrenze


03.10.19

dunstungsschutz wichtig für das Überleben dieser Pflanzenarten im Winter als der auslesenden Jahreszeit. Besonders austrocknungsempfindlich ist etwa die Alpenrose. Eingehüllt in die schützende Schneedecke übersteht sie den Winter weit besser als in aperen Jahren. Zwergsträucher verholzen in ihren Trieben. Als ökologische Anpassung an das Hochgebirge bilden sie keinen bruchgefährdeten Hochstamm aus wie die Bäume, sondern vielfach verzweigte, bruchunempfindliche Kurztriebe und Kriechsprosse, die sie Bodenfliesen und Lawinenabgänge überstehen lassen. Der Säbelwuchs richtet ihre Triebe nach dem Ausapern immer wieder auf, auch wenn sie im Winter in Steilhängen von abgehenden Schneemassen überschüttet worden waren.

Der Holzwuchs steigt nach oben Mit der zunehmenden Erderwärmung und dem Klimawandel steigen die Pflanzen mit Holzwuchs im Gebirge in immer größere Höhen auf. Die Baumgrenze wandert nach oben. Aber auch die Zwergsträucher. Sie dringen in den letzten Jahrzehnten in immer größere Höhen vor und schränken den Lebensraum der alpinen Rasengesellschaften ein. In der natürlichen Abfolge der Vegetation bilden die alpinen Rasen nach oben die auf die Zwergstrauchheide folgende nächste Vegetationsgesellschaft. Eine Verdrängung der krautigen Rasengesellschaften durch die verholzenden Zwergsträucher erfolgt aber nicht nur wegen des Klimawandels. Auch die Auflassung der Sommerweide auf den Almen, dort wo der Obst- und Gemüsebau in der Talsohle die Grünlandwirtschaft mit Milchviehhaltung abgelöst hat, führt zur Verbuschung der Weideflächen. Ganze Hangflächen mit vormaligen Rasengesellschaften verbuschen mit Alpenrose, Zwergwacholder und verschiedenen Zwergsträuchern bei unterbleibender sommerlicher Almbestoßung.

Ein paar Kurzporträts Jetzt im Herbst schätzen wir ob ihrer Früchte vor allem die Preiselbeere (Vaccinium vitis idea): Die Glanenmarmelade geniest in der Tiroler Küche fast Kultstatus und schmeckt

Vinschgerwind 20-19

besonders bekömmlich zu Wildfleisch. Zu ihrem kulinarischen Wert werden der Preiselbeere auch pharmazeutische Wirkungen zugeschrieben. Auf sauren Böden und bereits weiter herunten im Fichtenwald wächst die Schwarzoder Heidelbeere (Vaccinium mirtillus) mit ihren grünen, vierkantigen Rutentrieben und tiefblauen Früchten. Wenn das Lichtangebot am Waldboden wegen der Abschirmung durch die Bäume zu gering wird, blüht und fruchtet die Schwarzbeere nicht mehr. Die Rausch- oder Moosbeere (Vaccinium uliginosum) hat ledrige Blätter ähnlich der Preiselbeere, aber ihre Früchte sind nicht korallenrot, sondern dunkelblau wie jene der Schwarzbeere. In Italienisch heißt die Rauschbeere Mirtillo falso. Diese Benennung deute auf die Verwechselbarkeit mit der Schwarzbeere hin. Nach den ersten Frostnächten verwandeln sich die Fruchtzucker der Rauschbeere in Alkohol um. In den skandinavischen Zwergstrauchheiden bildet die Rauschbeere großflächige Bestände. Die Rauschbeere gehört zum Nahrungsspektrum der Rentiere. Wenn Rene große Mengen von bereits gefrosteten Rauschbeeren aufnehmen, kommen sie in einen Rauschzustand, der sie torkeln lässt. Die Rauschwirkung der Beere ist daher namensgebend in der deutschen Sprache. Im Volksmund eher unbekannt und meines Wissens ohne dialektalen Namen, weil auch nicht menschlich genutzt, ist die Krähenbeere (Empetrum), ein weiterer Vertreter der einheimischen Zwergsträucher. Die Blätter der Krähenbeere sind nadelförmig und können zur Verringerung der Wasserverluste durch Verdunstung am Rande auch noch eingerollt werden. Die Früchte der Krähenbeere sind schwarze, glänzende und kugelige Beeren. Auch von der Gattung Krähenbeere gibt es in der heimischen Flora zwei Arten: Bei der Zweihäusigen Krähenbeere (Empetrum nigrum) sind fast alle Blüten eingeschlechtig, das heißt männliche und weibliche Blüten sind auf zwei Pflanzen („Häuser“) verteilt. Bei der Zwitter-Krähenbeere (Empetrum hermaphroditum) sind weibliche und männliche Blütenelemente in einer Blüte vereint.

Immergrüne Bärentraube (Arctostaphylos uva ursi)

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Preisselbeere (Vaccinium vitis idea)

Schwarzbeere (Vaccinium mirtillus)

Krähenbeere (Empetrum spec.)

Alpen-Bärentraube (Arctostaphylos alpina)


Vinschgerwind 20-19

03.10.19

Im Gleichschritt

Überraschende Niederlage

Landesliga - Latsch und Partschins bewegen sich aktuell im Gleichschritt. Beide Teams haben nach fünf Spieltagen sieben Punkte auf dem Konto. Das direkte Aufeinandertreffen findet am 19. Oktober statt, das Match wird um 15.30 Uhr in Partschins angepfiffen. (sam)

Landesliga - Einen kleinen Rückschlag im Kampf um den Titel und den Wiederaufstieg gab es für den SSV Naturns. Die Blau-Gelben mussten sich Schenna mit 2:3 geschlagen geben und gaben nach dem 5. Spieltag die Tabellenführung ab. (sam)

Foto: Sarah Mitterer

56 /SPORT/

Eishockey Goldrain (blau-weiß) besiegte Mals

Vier Vinschger im Favoritenteam

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Foto: Sarah Mitterer

ür vier Eishockeyspieler aus dem Vinschgau hat vor kurzem mit dem HC Meran die Saison der IHL (Italian Hockey League) begonnen. Manuel Lo Presti, Thomas Mitterer und Stefan Kobler gehören schon seit Jahren dem Kader des HC Merans an und mussten in den vergangenen zwei Jahren immer im Endspiel ihre Titelträume begraben. In dieser Saison ist der HC Meran der große Favorit der Liga und die drei könnten nach der Saison 2015/16 erneut die Meisterschaft der IHL gewinnen. Der vierte Vinschger im Bunde ist Thomas Tragust. Der 33-jährige Torhüter absolvierte einige Jugendjahre im Kader des HC Merans und war auch Goalie in der ersten Mannschaft. Nach verschiedenen Engagements im In- und Ausland (darunter auch in Nordamerika) kehrte Tragust in diesem Sommer nach 13 Jahren wieder nach Meran zurück und übernimmt dort die Position des 1. Goalies. (sam)

Vinschger Vorherrschaft zum Auftakt Die fünf Vinschger Mannschaften der 2. Amateurliga legten einen guten Start in die neue Spielzeit hin. So befinden sich alle Teams des Tals auf den ersten sieben Plätzen. Angeführt wird die Tabelle von Kastelbell-Tschars, das nach vier Spieltagen als einzige Mannschaft der Gruppe A die volle Punktezahl holte und auch in der Torstatistik deutlich vorne liegt. Von Sarah Mitterer

Foto: Sarah Mitterer

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Nach 13 Jahren streift sich Thomas Tragust wieder das Meraner Trikot über.

m besten aus den Startlöchern gekommen ist Kastelbell-Tschars, das sich mit seinem perfekten Start in eine der Favoritenrollen geschossen hat. In den ersten vier Partien gelangen den Kastelbellern 17 Treffer, nur drei Gegentore musste man hinnehmen. In den Reihen des Teams befinden sich mit Patrik Magitteri und Jonas Wilhalm auch die derzeitigen Toptorjäger der Liga (je vier Treffer). Auf das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen gegen den großen Favoriten Plaus müssen die Fußballfans noch einige Zeit warten: Das Duell ist das letzte Spiel der Hinrunde und wird erst am 9.

November ausgetragen. Für eine Überraschung sorgte Goldrain, das sich nach vier Spieltagen Platz zwei mit Girlan teilt und bisher neun Punkte auf dem Konto hat. Lukas Schuler, der bis dato vier Tore erzielte, führt die Skorer-Statistik gemeinsam mit den beiden Kastelbeller Spielern an. Plaus, das im letzten Jahr knapp am Titel und den Aufstieg vorbeischrammte, ist als der große Favorit in der Gruppe A der 2. Amateurliga in die neue Saison gestartet. Doch am vierten Spieltag gab es den ersten Dämpfer. Das Team kassierte eine 1:2 Heimniederlage gegen Girlan, das zum erweiterten Favoritenkreis gehört. Bisher haben die Plauser wie

Goldrain und Girlan je 9 Punkte gesammelt, aufgrund der besseren Torstatistik liegen die beiden anderen Teams jedoch vor Plaus, das aktuell Platz 4 belegt. Der FC Oberland und der ASV Mals konnten bisher je zwei Partien für sich entscheiden und liegen mit jeweils 6 Zählern auf dem sechsten und siebten Tabellenplatz. Die Fans dürfen sich auf weitere spannende Matches in der Hinrunde freuen, in der momentan Kastelbell-Tschars der Gejagte ist. Doch noch ist die Saison jung und alles ist weiterhin möglich. Denn nur ein, zwei Ausrutscher und dann sieht die (Fußball)-Welt in der Tabelle wieder ganz anders aus.


03.10.19

Vinschgerwind 20-19

/SPORT/ 57

Glurns/Vinschgau

Vinschger Laufvereine trumpfen groß auf N

v.l. NachwuchsläuferInnen des ASV Schluderns, des ASC Laas und der LF Laatsch/ Taufers

Vinschger Gesamt Sieger 2019 GUFLER Jessica ASV SCHLUDERNS STECHER Karim ASC LAAS RAIFFEISEN CHRISTANDL Selina L.F.LAATSCH/TAUFERS M LORENZANI Mirka 1966 ASC LAAS RAIFFEISEN SCHWALT Konrad 1968 L.F.LAATSCH/TAUFERS M.

Fotos: running.bz

ach insgesamt neun Rennen im Rahmen der VSSStadt- und Dorfläufe trumpften die Vinschger Laufvereine aus Laatsch/Taufers, Laas und Schluderns beim großen Finale am 21. September in Glurns nochmal groß auf. Insgesamt 310 Läuferinnen und Läufer waren am Start und genossen sichtlich das an diesem Vormittag verkehrsfreie Städtchen. Bei angenehmen Temperaturen sorgte der SSV Glurns für die optimale Organisation. 28 Kategorien gingen an den Start und bei der Prämierung der Einzel- und Gesamtsieger wurde das Ende der heurigen Laufsaison noch gebührend im Stadtsaal gefeiert. Die LG Laatsch/Taufers ließ sich dabei bei ihrem „Heimrennen“ als beste Mannschaft feiern und die Laaser als Zweite und die Schludernser als Dritte in der Wertung vervollständigten den Vinschger Triumph. Als mit Abstand beste Mannschaft nach allen neun Läufen konnten sich hingegen der ASC Laas feiern

lassen, gefolgt von der LG Laatsch/Taufers, knapp vor den Lauffreunden aus dem Sarntal. Aus Vinschger Sicht erzielten Jessica Gufler (Jg. 2008) aus Schluderns, Mirka Lorenzani (Jg. 1966) aus Laas und Konrad Schwalt (Jg. 1968) mit dem Gewinn der Gesamtwertung durch 9 Siege in 9 Rennen ein weiteres hervorragendes Ergebnis. (lu)

Mannschaftswertung 2019 1. ASC LAAS RAIFFEISEN 2. L.F.LAATSCH/TAUFERS M. 3. LF SARNTAL/RAIFFEISEN 4. SG EISACKTAL RAIFFEISEN 5. ASV SCHLUDERNS

15060 10692 10499 8803 7849

Eishockey

Eishockey

Nachwuchs-Kurse in Prad

Das Eisfieber ist wieder da!

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Weitere Infos zu den Kursen erhält man unter hockeyprad@gmail.com oder der angegebenen Telefonnummer (siehe Flyer).

m letzten September Wochenende starteten die Eishockeycracks des AHC Vinschgau Eisfix in die neue Saison der IHL Division I. Wie in den Jahren zuvor ist auch heuer wieder diese Liga in zwei Kreise geteilt. Die Vinschger befinden sich im Kreis Ost und treffen neben alten Bekannten auch auf einen neuen Gegner, nämlich den HCB Foxes Academy. Zudem treten noch der AHC Toblach, HC Pinè, HC Feltreghiaccio und der HC Pieve di Cadore in dieser Gruppe an. Nach dem Grunddurchgang (20 Spiele) qualifizieren sich die besten vier Teams dieses Kreises sowie die Top 4 vom Kreis West für die Play Offs, die am 22. Februar beginnen. Zur VorbereiFoto: Sarah Mitterer

er ASV Prad veranstaltet auch heuer wieder Kurse für den Eishockeynachwuchs der Jahrgänge 2008 - 2015. Egal ob man schon Eislaufen kann oder Neuling. Für jeden ist etwas dabei. Kinder, die bereits mit den Schlittschuhen über das Eis gleiten können, haben die Möglichkeit sich in einer der Trainingsgruppen einzuschreiben. Für jene Kinder, die erst noch das Eislaufen erlernen müssen, bietet der Verein die Hockey StartUp Gruppe an, bei der die Kids zunächst einmal das Laufen mit Schlittschuhen erlernen ehe sie den Puck übers Eis jagen. (sam)

tung auf die Saison wurde Mitte September der 2. Internationale Eisfix-Cup ausgetragen, an dem neben den Vinschgern auch der HC Meran, der HCB Foxes Academy und der HC Engiadina teilnahmen. Die Eisfix mussten sich im Spiel um Platz 3 im Penaltyschießen den HCB Foxes mit 2:3 geschlagen, den Turniersieg sicherte sich Meran. Die nächsten Heimspiele der Eisfix finden am 5. Oktober (gegen Pieve) und am 19. Oktober (gegen Piné) jeweils um 19 Uhr statt (sam) Der AHC Vinschgau (schwarzorange) hat bereits das erste Saisonmatch bestritten.


52 /SPORT/

Vinschgerwind 3-19

07.02.19

Latsch/Forst

PEDROSS on Tour

13. September 2019

Kürzlich wurde die komplette Karl Pedross AG vom ForstFieber gepackt, denn Inhaber Martin Pedross hatte ein ganz besonderes Highlight für seine Mitarbeiter in petto: Er lud zum Team Event des Jahres in die Brauerei Forst. Mit viel Sonne und guter Laune im Gepäck machte sich der Trupp von Latsch aus auf den Weg Richtung Meran. Dort wurden sie bereits von den bestens auf den Ansturm vorbereiteten Mitarbeitern der Traditionsbrauerei erwartet. In mehrere Gruppen aufgeteilt, konnte das gesamte Areal vom Sudhaus bis zum Braukeller besichtigt, die unterschiedlichen Zutaten verkostet und den Verantwortlichen Löcher in den Bauch gefragt werden. Im Anschluss ging es bei bestem Wetter in den Braugarten auf der anderen Straßenseite. Zur Stärkung wurde dort typisch herzhaftes Essen und das ein oder andere Bier aufgetischt, das durch die neugewonnenen Einblicke sogar noch ein bisschen besser schmeckte. Bis in die Nacht hinein saß das gesamte Team zusammen unter freiem Himmel und ließ den rundum gelungenen Tag in geselliger Runde ausklingen, bevor die Heimreise in den Vinschgau angetreten wurde. „Sommerfeste und Betriebsausflüge haben bei uns Tradition und werden von den Mitarbeitern sehr geschätzt, das sieht man nicht nur an der konstant hohen Teilnehmerzahl, sondern auch an den vielen Anekdoten, die immer wieder gerne erzählt werden. Sie schweißen das Team zusammen und geben mir zudem die Möglichkeit, mich bei meiner Mannschaft für die geleistete Arbeit zu bedanken,“ erklärt Martin Pedross.


03.10.19

Die LASA Marmo GmbH ist ein Traditionsunternehmen mit Sitz in Laas (BZ). Unser Unternehmen setzt moderne Maßstäbe im Abbau, der Verarbeitung und dem weltweiten Vertrieb des berühmten und wegen seiner besonderen Eigenschaften geschätzten Laaser Marmors. Laaser Marmor schreibt durch seine Projekte seit Jahrhunderten Geschichte. Eine Auswahl davon unter www.lasamarmo.it/referenzen Lust dazu bei zu tragen? Gesucht sind Handwerker, gern auch Quereinsteiger. Tischler, Maurer, Bauarbeiter, Schlosser bringen gute Voraussetzungen mit. Folgende künftige Kollegen in unserem Team sind gesucht:

Vinschgerwind 20-19

/KLEINANZEIGER/ 59 Stellenmarkt Wir suchen zur Erweiterung unseres Teams ortsansässige, selbstständige

Melager Alm (Tagesbetrieb) in Langtaufers sucht für die kommende Wintersaison

Reinigungskraft

Mitarbeiter für die Küche

in Vollzeit und Teilzeit. Waldcamping Naturns Tel. 331 24 96 407 oder Tel. 335 61 30 099 info@waldcamping.com

gute Entlohnung, 5 Tage, 40-StundenWoche, Sa und So frei. Bewerbung per E-Mail:

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für den Außen- und Innenbereich Ihre Aufgaben: • Verpackung sowie Arbeiten in verschiedenen Bereichen der Produktion wie z.B. Zuschnitt von Blöcken und Platten • Verarbeitung des Rohstoffes Laaser Marmor Ihr Profil: • Handwerksausbildung oder handwerkliche Fähigkeiten von Vorteil • Selbständige und gewissenhafte Arbeitsweise • Teamfähig und leistungsorientiert

TECHNISCHER MITARBEITER IN DER PRODUKTION (M/W) Ihre Aufgaben: • Programmierung und Bedienung einer CNC gesteuerten Verarbeitungsmaschine • Abwechslungsreiche CNC Maßanfertigungen (Design- und Kunstobjekte, Einzelstücke) Ihr Profil: • Technische Ausbildung (Absolventen von Handwerksfachschulen oder technischen Oberschulen) • Selbständige und gewissenhafte Arbeitsweise • Teamfähig und leistungsorientiert

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Ihre Aufgabe: • Gewinnung des Rohstoffes Laaser Marmor • Stollenvortrieb und Abbau mit modernen Maschinen Ihr Profil: • Handwerksausbildung oder handwerkliche Fähigkeiten von Vorteil • Freude an körperlicher Arbeit • Teamfähig und leistungsorientiert

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Vinschgerwind 20-19

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Für die Wintersaison suchen wir freundliche, flexible

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Fleischmanufaktur Saxer Hauptstrasse 24 7536 Sta.Maria Val Müstair

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Für die kommende Wintersaison suchen wir zur Verstärkung unseres Teams:

nur Hausgäste

· Zugehfrau

zur Mithilfe in der Küche Für unsere Klosterküche mit Gästebetrieb suchen wir ab Dezember 2019:

Hotel Eden am Reschensee Tel. 0473 633 137 info@eden-reschensee.com

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Anstellung: 60-80 %, hauptsächlich nachmittags, zeitgemässe Anstellungsbedingungen. Bewerbungen sind schriftlich via Post oder per Mail zu richten an: Kloster St. Johann, Verwaltung, Via Maistra 18, CH-7537 Müstair Tel. +41 (0) 81 851 62 20 oder verwaltung@kloster-muestair.ch Auf Ihre Bewerbung freuen wir uns.

Samnaun Sot Punt Wir suchen für die Wintersaison eine engagierte

Verkäuferin

für Sportbekleidung und Zollfreishop, geregelte Arbeitszeit, 70% bis 100% Arbeitspensum, Verpflegung und Unterbringung möglich. Bewerbung an: Sot Punt,CH-7563 Samnaun Dorf Tel. 0041 79 611 05 25 oder info@sotpunt.ch

Unser Team braucht dringend Verstärkung für die kommende Wintersaison! Wir suchen deshalb

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für den Skiverleih in Vollzeit (Möglichkeit auf Jahresstelle)

· Mitarbeiter/in

für unseren Sportshop/ Verkauf in Vollzeit (Möglichkeit auf Jahresstelle) · Skilehrer/in in Vollzeit

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Fühlen Sie sich angesprochen? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Skischule - Skirent Nauders Interski Kontakt: 0 043 699 1888 90 40 0043 699 1888 90 41 info@skischule-nauders.at


Wind-Termine Familientag

EUREGIO-SONNTAG

03.10.19

Vinschgerwind 20-19

/KLEINANZEIGER/ 61

Kaufen/Verkaufen/Allfälliges

DANKE Wir möchten uns auf diesem Wege bei

Südtiroler Familien, die den EuregioFamilyPass mitbringen, besuchen den ArcheoParc am ersten Sonntag im Monat um 1 Euro/Kopf. Wann: So. 6. Oktober 2019, 10.00 – 17.00 Uhr Wo: ArcheoParc Schnalstal Info: www.archeoparc.it

der Freiwilligen Feuerwehr von Schlanders und dem Weißen Kreuz herzlich bedanken. Durch das schnelle Eingreifen und die rasche Hilfe konnte beim Brand am Sonntag, den 15. September Schlimmeres verhindert werden. Auch der Gemeinde Schlanders gilt unser Dank. Familie Wielander, Rosenwirt, Schlanders

Vortrag

ARCHÄOLOGIE SCHNALSTAL

Vortrag von Andreas Putzer und Hubert Steiner zu aktuellen prähistorischen Funden im Schnalstal. Wann: Do. 10. Oktober 2019 Wo: ArcheoParc Schnalstal Info: www.schnalstal.it Maturaball der 5B Sozialwissenschaftliches Gymnasium

DIAMOND NIGHT

außerschulische Veranstaltung

Bereit für den letzten Feinschliff Wann: Samstag, 12. Oktober 2019 Einlass: 21.00 Uhr ab 16 Jahre Wo: CulturForum in Latsch Music: DJ Pat und The Snoops Eintritt: 15 Euro + Freigetränk bis 22.00 Uhr

STILFS: 4-Zi-Wohnung in freistehendem Haus mit Grünanlage (200 m²) zu vermieten. Teilmöbliert, Autoabstellplätze, Depot vorhanden. Tel. 335 61 96 465

Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders

FILAMENT – The Circus Club

Wo Wohlfühlen an erster Stelle steht ...

Zirkusshow mit Broadway- und Las Vegas-Flair Termin: Sonntag, 13. Oktober 2019 – 19.00 Uhr Ort: Kulturhaus Karl Schönherr, Schlanders Karten sind im Büro des Kulturhauses erhältlich Vormerkungen: Tel. 0473 732 052 oder kulturhaus@schlanders.it – www.kulturhaus.it

www.wohntraeume.it

Der Fantasiefresser

Theateraufführung

der Kindertheatergruppe Spumpernudl Premiere: Sonntag, 13. Oktober 2019 Aufführungen: Sonntag, 20. Oktober, Samstag, 26. Oktober und Sonntag, 27. Oktober Uhrzeit: Aufführungsbeginn immer 16.30 Uhr Ort: Nationalparkhaus Naturatrafoi in Tafoi Bildungsauschuss Schlanders – Informationsabend

ORGANSPENDE

kann Leben retten

Termin: Freitag, 18. Oktober 2019 – 19.00 Uhr Ort: Aula Magna Mittelschule Schlanders Ehrengäste: Dr. Florian Zerzer, Primar Dr. Robert Rainer und Sabine Gruber

Südtiroler EVENT MARKT SelberGMOCHT in LANA am 19.10.2019 ab 9.00 bis 16.30 Uhr am Gries SelberGMOCHT ist der Online-Marktplatz für kreative Südtiroler. Von 09.45 Uhr bis 15.00 Uhr spielt für Sie die St. Pauls Tschäss Band.

TÖRGGELEN

mit Vinschger Luisl Die Tränen in der Wand Wann: am Samstag, 19. Oktober 2019 ab 17.00 Uhr Wo: Hoslhof Schlonderser Nördersberg Voranmeldung: unter Tel. 338 92 33 767

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62 /KLEINANZEIGER/

Vinschgerwind 20-19

03.10.19

Jahrestag/Danksagungen Und immer, wenn wir von dir sprechen, fallen Sonnenstrahlen in unsre Herzen und halten dich fest umfangen so als wärst du nie gegangen.

Wir können Dich zwar nicht berühren, doch wir können dich spüren und das tun wir jeden einzelnen Tag! 10. Jahrestag

Rafael Kofler

1. Jahrestag

Anna Wwe. Matscher

* 14.10.1993 † 12.10.2009

geb. Mair

*20.6.1930 † 8.10.2018 Schlanders

In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 13. Oktober 2019 um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Schlanders. In Liebe deine Familie Und auf einmal warst du nicht mehr da, und nichts war mehr so, wie es vorher war. Fassungslosigkeit, Trauer, unsagbarer Schmerz. Was bleibt, sind Erinnerungen, Bilder, Geschichten – und Liebe in unseren Herzen.

Reto Wiesler * 05.01.1955 † 17.10.2018 Wir gedenken deiner beim Gedächtnisgottesdienst zum 1. Jahrestag deines Todes am Sonntag, 20. Oktober 2019 um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche von Taufers i. M. In Liebe und großer Dankbarkeit deine Familie

Wir denken ganz besonders an dich bei der HL. Messe am Samstag, 12. Oktober um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns. In Liebe deine Eltern Esther und Peter und dein Bruder Jonas


03.10.19

Vinschgerwind 20-19

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Geliebt und unvergessen 3. Jahrestag

Alfons Federspiel * 21.10.1927 † 30.9.2016 Malsau Langtaufers

In Liebe und Dankbarkeit beten wir besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 6. Oktober um 10.15 Uhr für unseren lieben Vater, Opa und Uropa in Pedross. Allen, die für ihn beten Vergelt’s Gott. Familie Federspiel Und immer, wenn wir von dir sprechen fallen Sonnenstrahlen in unsere Herzen und halten dich fest umfangen, als wärst du nie gegangen.

1. Jahrestag

Theresia Wwe. Gorfer geb. Tumler

*23.2.1926 † 7.10.2018 Katharinaberg/Schnals Ganz besonders denken wir an unsere liebe Mama bei der hl. Messe am Sonntag, 6. Oktober um 10.15 Uhr in der Pfarrkirche von Katharinaberg/Schnals. Wir danken allen, die daran teilnehmen. Die Familie Überall, wo wir sind, sind Spuren deines Lebens. Gedanken, Augenblicke, sie erinnern uns an dich.

4. Jahrestag

Franz Kuppelwieser * 26.11.1939 † 16.10.2015 Tarsch

Wir gedenken deiner bei der hl. Messe am Sonntag, 20. Oktober um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Tarsch. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die am Jahresgedenken teilnehmen. Deine Familie Mit dem Tod verliert man einen lieben Menschen, aber niemals die Erinnerung an ihn.

Es ist schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren, aber es ist tröstend zu erfahren, wie viel Liebe, Freundschaft und Achtung unserem lieben Tani entgegen gebracht wurde. Danke allen, die sich mit uns verbunden fühlen und ihre Anteilnahme auf so vielfältige Weise zum Ausdruck brachten.

Anton Bachmann Gsoler-Tani (Busfahrer i.R.) *20.7.1945 †7.9.2019 Tanas

Ein herzliches Vergelt’s Gott

...für die Teilnahme an den Seelenrosenkränzen und an der Beerdigung ...den Pfarrern, Mesnern, Ministranten und dem Vorbeter ...für Gedächtnis- und Blumenspenden, Kerzen und Beileidsbekundungen ...der Mesnergemeinschaft der Diözese Bozen Brixen, dem Imkerverein Schluderns sowie der Freiwilligen Feuerwehr Tanas für die wertvolle Hilfeleistung bei der Trauerfeier. Des Weiteren bedanken wir uns bei allen, die unseren lieben Tani im Leben einen wertvollen Dienst erwiesen haben, für ihn beten und ihn in lieber Erinnerung behalten. Die Trauerfamilie

10. Jahrestag

Giuseppe Bonora Peppino * 13.2.1947 † 8.10.2009 Laas

Wir denken ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Freitag, 11. Oktober 2019 um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Laas. Deine Familie

www.vinschgerwind.it Die Todesanzeigen von der Töll bis zum Reschen sind auf

www.vinschgerwind.it abrufbar. Zur Verfügung gestellt von www.trauerhilfe.it


64 /KLEINANZEIGER/

Vinschgerwind 20-19

03.10.19

Jahrestag/Danksagungen Und immer sind da Spuren deines Lebens: Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle. Sie werden uns immer an dich erinnern und dich dadurch nicht vergessen lassen.

2. Jahrestag

Hermann Mayr *2.11.1943 † 5.10.2017 Naturns

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir deiner bei der hl. Messe am Sonntag, 6. Oktober 2019 um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Naturns. Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen und allen, die unseren Hermann in lieber Erinnerung behalten. In Liebe deine Familie Denkt an mich nicht in Trauer, sondern so wie ich im Leben war, erzählt von mir und denkt an mich, denn so bleibe ich bei euch.

3. Jahrestag

David Pirhofer *13.01.1985 †01.10.2016 Ganz besonders denken wir an unseren lieben David bei der hl. Messe am Sonntag, 6. Oktober um 10.15 Uhr in der Pfarrkirche von Tschars. Deine Lieben

Stellenmarkt

Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams eine/n MitarbeiterIn in Voll- oder Teilzeit, im Bereich

Qualitätsmanagement Aufgaben: · Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des bestehenden Qualitätsmanagementsystems gemäß IFS, QS, Bio, GlobalG.A.P · Prüfung und Pflege von Lieferantendokumenten · Bearbeitung von Kundenanfragen und -dokumenten · Produktkontrollen, Produktanalysen · Ausarbeitung von Produktspezifikationen und Kennzeichnungsprüfungen Profil: · Oberschul- bzw. Hochschulabschluss im Bereich Landwirtschaft oder anderes vergleichbares Studium bzw. entsprechende Berufserfahrung im Lebensmittelbereich · Verlässlichkeit, Lernbereitschaft, Teamfähigkeit und Flexibilität, selbständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise · Sehr gute MS-Office Kenntnisse (v.a. Excel) · Sehr gute Sprachkenntnisse (Deutsch/Italienisch/Englisch) · Freude und Begeisterung bei der Arbeit Wir bieten: · Angenehmes Betriebsklima · Abwechslungsreiches und verantwortungsvolles Arbeiten im Team · Weiterbildung und leistungsgerechte Entlohnung Ihre schriftlichen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an simone.rizzi@rizzi-group.com oder melden Sie sich unter der Mobil-Nr. 335 81 85 510. Rizzi Group, Hauptstr. 107, I-39021 Latsch

Fünf Jahre sind vergangen, seit du uns verlassen hast. In unseren Herzen lebst du weiter und bist so immer in unserer Mitte.

5. Jahrestag

Hermann Tappeiner Gastwirt in Goldrain *17.8.1929 +17.10.2014 Wir denken ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Donnerstag, 17. Oktober 2019 um 19.30 Uhr in der St.Anna Kapelle in Goldrain. deine Familie

· L KW-FAHRER FÜR BETONPUMPE · L EHRLINGE FÜR TIEFBAU gesucht

Kontakt unter: Tel. 0473 742 172 oder Tel. 348 08 49 253

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Assistenz der Projektleiter (m/w) Sie sind Ansprechpartner für unsere technischen Mitarbeiter und erledigen in unserem Hause den administrativen Teil des Projektmanagements, dazu gehören beispielsweise die Erstellung von Werkverträgen, technischen Protokollen, Behördenmeldungen sowie die Vorbereitung der Unterlagen für öffentliche Ausschreibungen. Vorausgesetzt werden Neugier, Lernbereitschaft, Abschluss einer Oberschule bzw. Studium der Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften sowie gute Kenntnisse beider Landessprachen in Wort und Schrift. Bei entsprechenden Voraussetzungen bieten wir eine fachspezifische Ausbildung. Bitte schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an: valeria.pohl@pohl-partner.it


03.10.19

Vinschgerwind 20-19

/KLEINANZEIGER/ 65

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Vinschgerwind 20-19

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Naturns: 335 5258757

DREI DIMENSIONEN, drei Talente: Wort, Malerei, Plastik vereint im Werk einer Familienausstellung. Die Brigitte Dietl beschäftigt sich mit Theaterdesign, der Architekt Walter Dietl entwirft vertraute Gegenstände, die er um Weihnachten an seine Mitarbeiter verschenkt und mit dem Wolfgang Dietl, der uns Südtirolern viel über Irland erzählen könnte, möchte ich gerne politisieren. Werkschau Galerie am Pfarrplatz 12.10.-25.10.2019 Pfarrplatz/Piazza Duomo, 9 Meran/o ffnungszeiten / orari di apertura: Mo/Lu-Fr/Ve: 10-12.00 I 15-18.00 Sa: 10-13.00 Vernissage: 12.10.2019 I 11-17.00

Der Anspruch des Bauhauses ist die Vereinigung aller werkkünstlerischen Disziplinen zu einer neuen Baukunst. Dieses Ziel wird im Rahmen einer Familienausstellung in Meran angestrebt.

Hans Wielander


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Unterthurner Johann Fr, 11.10.2019 Fr, 06.12.2019 08.30 Uhr – 15.30 Uhr Kursraum GWR Spondinig 75 Euro Mo, 07.10.2019

Spüre deinen Körper! Tanzschritte, die Spaß machen REFERENT/IN TREFFEN UHRZEIT ORT KURSBEITRAG ANMELDESCHLUSS

Yoga mit Heidi Hanssen REFERENT/IN TREFFEN UHRZEIT GRUPPE I UHRZEIT GRUPPE I ORT KURSBEITRAG ANMELDESCHLUSS

EDV

IVHS

Auffrischungskurs Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer (D.LGS. NR. 81 VOM 09.04.2008) REFERENT/IN TREFFEN I TREFFEN II UHRZEIT ORT KURSBEITRAG ANMELDESCHLUSS

Gesundheit

Elsler Hansjörg Fr, 11.10.2019 08.30 Uhr – 17.30 Uhr Kursraum GWR Spondinig 110 Euro Mo, 07.10.2019

IVHS – Integrierte Volkshochschule Vinschgau Weiterbildung für Menschen mit und ohne Behinderung

REFERENT/IN TREFFEN UHRZEIT ORT KURSBEITRAG ANMELDESCHLUSS REFERENT/IN TREFFEN UHRZEIT ORT KURSBEITRAG ANMELDESCHLUSS

Thanei Martina Mo, 14.10. – Mo, 25.11.2019 (jeweils Mo) 19.00 Uhr – 21.30 Uhr, insgesamt 7 Treffen Alten- und Pflegeheim Schluderns 50 Euro (inkl. Material) Mo, 07.10.2019 Raich Andrea Sa, 19.10. – Sa, 14.12.2019 (jeweils Sa) 17.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 6 Treffen OSZ Mals 86 Euro (inkl. Material) Mo, 14.10.2019

INFO – ANMELDUNG:

www

gwr.. it

Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-Mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr 08.00 Uhr – 12.00 Uhr Details zu den Kursangeboten finden Sie auf www.gwr.it


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