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Vinschgerwind ausgabe 20-15 Vinschgau Südtirol

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE BOLZANO Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, NE BOZEN

Nr. 20 (261) 08.10.15 I.P. 11 Jg.

www.vinschgerwind.it

„Wir Bürgermeister sind die Stützen der SVP“

Bezirkspräsident Andreas Tappeiner im „Wind“-Gespräch

i


Betriebsjubiläum

Invest GmbH

seit 1975

40 Jahre Alber Eyrs

Die Belegschaft der Alber Invest GmbH bei der 40-Jahr-Feier; rechts oben: v.r. Felix, Friederike, Alfred und Andreas Alber;

Ganz im Sinne der Firmentradition feierte kürzlich die Baufirma Alber in Eyrs ihr 40 jähriges Bestehen. Gemeinsam mit den MitarbeiterInnen wurde bei einer Grillfeier im familiären Rahmen auf 40 Jahre angestoßen. Die Alber Invest GmbH - so der offizielle Name - beschäftigt über zwanzig Mitarbeiter und hat sich als lokaler und verlässlicher Arbeitgeber in der Baubranche und mit qualitativer Bauausführung bei den Bauträgern im ganzen Tal einen Namen gemacht. Firmengründer Alfred Alber zeigte sich bei der Feier erfreut darüber, dass so viele MitarbeiterInnen und Kunden in all den Jahren der Baufirma Alber treu geblieben sind. Die Entscheidung zur Selbstständigkeit im Jahre 1975 war ihm nicht ganz leicht gefallen und dennoch wagte er mit Unterstützung seiner Frau Friederike diesen Schritt. Es folgten einige schwierige Zeiten mit vielen Höhen und Tiefen. Mit der Zeit konsolidierte sich die Firma und

er konnte vor wenigen Jahren eine gesunde und angesehene Firma seinen Söhnen Andreas und Felix übergeben. Neben der Realisierung vieler Bauprojekte (einige Beispiele sind unten angeführt) gab es für Firmengründer Alfred noch zwei ganz besondere Aufträge: ein Privathaus in Griechenland und eine Beratungstätigkeit für ein Hilfsprojekt in Rumänien. Das Projekt in Griechenland/Südpeloponnes hat es Alfred so angetan, dass er sich dort mit Freunden und Familien alljährlich trifft und seine wohlverdiente Pensionszeit genießt. Mit der Firmentätigkeit eng verbunden war auch seine Frau Friederike, die mit Büroarbeiten, Lohnauszahlungen und Essenzubereitungen zur Seite stand. Die Tradition des familiären Zusammenhaltes wollen auch die Söhne Andreas und Felix weiterführen, um den gewachsenen Anforderungen und Preisdruck gerade in der Baubranche in Zukunft zu begegnen.

Bauunternehmen Alber Invest GmbH , 39020 Eyrs, Vinschgauerstrasse 29, Tel 0473 739958, Fax 0473 747284 Meisterbetrieb - Klimahaus-Fachbetrieb - ISO 9001:2000 zertifiziert Öffentlich

Privat

Hotelbau


08.10.15

Inhalt

Vinschgerwind 20-15

/INHALT/ 3

Kommentar Bezirkspräsident Andreas Tappeiner im „Wind“Gespräch

Schludernser Sorgen in den Kreisen der SVP

Seite 6

Seite 4

Vinschgau: Es brennt im Revier - das Problem der Waffenpassverlängerung

Seite

4

Nauders/Latsch: Nauders bekommt einen neuen Betrieb

Seite

5

Mals: BM Ulrich Veith lässt heiraten - ohne Benutzungsgenehmigung

Seite

5

Vinschgau: „Unser schönster Tag“ - die Sieger

Seite

5

Schluderns: Vinschgau - die alte Kornkammer Tirols

Seite

8

Partschins: Das erste Partschinser „GuN-Event“

Seite 10

Schlinig: Neues Leben in der alten Pforzheimer-Hütte

Seite 11

Leserbriefe und Stellungnahmen

Seite 12

Menschen: Die Schwestern Luisa und Moidl Witt am Naturnser Sonnenberg

Seite 17

Sonderthemen: Bauen und Einrichten

ab Seite 26

Nationalpark Stilfserjoch: Wiederansiedlung von Steinwild

Di Paurn kriagn huir fir di Epfl, dia si feart klaupet hobm, it viel. Ma sogg, 28 Cent in dr Geos unt in dr Alpe unt 30 Cent in dr Mivor.

Seite 40

Dr Putin in Russlond isch di Schuld. Der hott di polnischn Epfl nimmr inniglott. Nor sain dia holt taiflisch billig afn EuropaMorkt kemman.

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Wenn, dann aus Holz Der Malser BM Ulrich Veith hat in der Vergangenheit in der Causa Sozialabgaben öffentlich dermaßen seine Unschuld beteuert, dass ein Freispruch vor Gericht nur einem Fingerschnippen gleichen konnte. Dass er sich aber die Finger vor Gericht saftig verbrennen könnte, hat Veith bald erkannt. Und deshalb eine Kehrtwende gemacht, die nicht weit von einem Schuldeingeständnis entfernt ist: Veith hat unter dem Druck der Anklage, er habe die „Gemeinde in die Irre geführt“, 112.000 Euro plus 12.000 Euro Zinsen an die Gemeinde Mals zurückgezahlt. Dies entspricht der Summe, die die Gemeinde Mals bisher an Sozialabgaben für Veiths Anstellung bei seinem Bruder gezahlt hat. Der Rechnungshof, der die Ausgaben von Gemeinden auf ihre Rechtmäßigkeit hin überprüft, hat sein Verfahren daraufhin zurückgezogen. Bleibt noch das Landesgericht. Dort steht - um einem politische Karriere zerstörenden Hauptverfahren zu entgehen - ein Antrag auf Ableistung von Sozialdienst zur Debatte. Fazit: Veith hat alle rechtlich zur Verfügung stehenden Waschmittel benutzt, um mit -rechtlich- reiner Weste aus der Sache auszusteigen. Ist ihm das zu verübeln? Wohl kaum. Zu verübeln ist ihm, dass er’s einfach probiert hat - sich bei seinem Bruder nach der Gemeinderatswahl 2009 anstellen zu lassen, in den Wartestand zu gehen und dafür die einem Angestellten zustehenden Sozialabgaben von der Gemeinde zahlen zu lassen. Auf ein umgerechnetes Nettogehalt von rund 3.200 Euro. Ohne oppositionelle Kontrolle wär’ er damit glatt durchgekommen. Ein vorbildliches Verhalten ist das nicht, schon gar nicht für die Jugend. Aber - das Volk hat immer Recht. 2051 Wählerstimmen hat Veith 2015 als BM-Kandidat erhalten. Respekt. Einen Heiligenschein für Veith - wenn, dann aus Holz.

Paradiso

2 Hauben | 16 Punkte | Bester Neueinsteiger des Jahres 2015 in Südtirol

Restaurant Paradiso – Öffnungszeiten: À la Carte: Täglich von 12.00-14.00 Uhr Gourmet Dinner: Mittwoch bis Sonntag von 19.00 - 21.00 Uhr (nur auf Reservierung) Reservierungen unter: 0473 622225 oder info@hotelparadies.com Hotel das Paradies | Quellenweg 12 | Latsch


4 /POLITIK/

Vinschgerwind 20-15

Wind - online

Die Daten

Mals/Vinschgau/Südtirol

„Es brennt im Revier“

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Foto: Erwin Bernhart

s brennt im Revier“, sagt der Malser Rechtswanwalt Giovanni Egua. Gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Ludwig Thoma hat er sich in eine Sache eingearbeitet, die an der Rechtssicherheit rüttelt. Es geht um die Verlängerung des Waffenpasses für die Jäger. Weil im Staatsrat die gesetzlichen Grundlagen aus dem Jahr 1931 unterschiedlich interpretiert wurden, hat das Innenministerium ein Gutachten beim Staatsrat bestellt. In diesem Gutachten kam der Staatsrat zum Schluss, dass die wörtliche Auslegung die einzig richtige sei. Was heißt das? Jäger, die in der Vergangenheit vorbestraft wurden, wird der Waffenpass von der Quästur nicht mehr verlängert. Das Absurde daran ist, dass die betroffenen Jäger, die voll rehabilitiert sind und

Giovanni Egua und Ludwig Thoma: paradoxe Situation somit laut Verfassung als unbescholten gelten, ihren Waffenpass die letzten Jahrzehnte immer wieder verlängert bekamen. Im oberen Vinschgau kann diese Auslegung des Gesetzes vielen derzeit legalen Jägern den Waffenpass kosten, besonders in Matsch dürfte es einige treffen. Auf politischer Ebene wird vor allem von Albrecht Plangger antichambriert, was das Zeug hält. Egua will mit Rekurse für eine Klärung starten. (eb)

Umfrage auf www.vinschgerwind.it

Würden Sie einen Flüchtling bei sich zu Hause für einige Monate aufnehmen? Neue Umfrage: Sind Sie mit den Angeboten und Dienstleistungen im Krankenhaus Schlanders zufrieden?

67,4 % NEIN 32,6 % JA

Nix geat mitnond Schluderns - Nach dem Rücktritt der VizeBM Astrid Reinstadler von der Liste Mitnond kündigt auch Referent Martin Rainalter von der SVP seinen Rücktritt an. Die Viererkonstellation im Ausschuss mit Bürgerliste, Mitnond, SVP und Freiheitliche ist nach einhalb Jahren gescheitert. Das war ein Thema beim der Versammlung der SVP-Ortsgruppe am 2. Oktober 2015.

Angespannte Stimmung im Gemeindesaal

von Magdalena Dietl Sapelza

N

ach dem Rücktritt von VizeBM Astrid Reinstadler (Liste Mitnond) zeichnet sich ein zweiter Austritt aus dem Schludernser GemeindeAusschuss ab. SVP-Ortsobmann Martin Rainalter kündigte bei der SVP Ortsversammlung seinen Rücktritt an. Rainalters Gründe decken sich mit denen von Reinstadler. Beide werfen BM Erwin Wegmann Alleingänge, Fehlinformationen, nicht eingehaltene Vereinbarungen, Hinhaltetaktik vor. Die unendliche Geschichte rund um die Planung von Gr0ßprojekten, wie zum Beispiel dem Kindergarten, spielen mit hinein. Ähnliche Gründe haben bereits 2013 zum Rücktritt von acht Gemeinderäten geführt. Einen Plan B gab es damals nicht. Und Wegmann hat den Bürgermeistersessel mit Hilfe seiner Bürgerliste im Mai 2014 wieder erobert. Inzwischen ist die politische Lage erneut angespannt. Misstrauen bestimmt die Arbeit im Gemeinderat. Auf politischer Bühne steht vieles still. Allgemei-

ne Ohnmacht, Resignation und immer mehr Politik-Verdrossenheit in der Bevölkerung machen sich breit. Wegmann muss nun einen Vorschlag für einen neuen Ausschuss machen und dafür eine Mehrheit finden. Vieles ist offen. Die SVP-Räte sind gesprächsbereit, wollen aber klare Bedingungen stellen. Wegmann muss sich an verbindlich definierte Vereinbarungen und Spielregeln halten. Die SVP-Mitglieder gaben ihre Zustimmung. Mit betretenen Gesichtern mahnten die SVP-Größen Albrecht Plangger, Richard Theiner und Josef Noggler zur Besonnenheit, um Schaden von der Partei abzuwenden. Man müsse daraufhin arbeiten, dass der nächste BM wieder aus den Reihen der SVP kommt, so Theiner. Ein zentrales Thema der Versammung war die Jagd im Ellerwald. Schludernser Bürger haben den Wald vom Grafen Trapp gekauft. Das Jagdrecht ist bei den Matschern geblieben. Revierleiter Franz Kofler kämpft verbissen um das Jagdrecht. Bisher ohne Erfolg. Den SVP-

Landespolitikern am Podium, sowie dem SVP-Parteiobmann Philipp Achammer und dem LR Arnold Schuler warf Kofler vor, die Schludernser Jäger nicht ernst zu nehmen. „Weil der AltLandeshauptmann Durnwalder das Gast-Jagdrecht in Matsch hat, traut ihr euch nicht“, wetterte Kofler. Plangger erklärte, dass die rechtliche Gesetzeslage gegen die Schludernser Jäger spreche. Einzige Lösung sei ein Kompromiss mit den Matschern. Ein weiteres Thema war der Flugplatz. Mirko Stocker forderte die SVP-Landespolitiker auf, bei künftiger Weichenstellung, bei neuen Pachtverträgen, bei Verkaufs- und Tausch-Absichten daran zu denken, dass die noch verbliebene Grünland-Fläche im Hinblick auf Großveranstaltungen, wie zum Beispiel die Ritterspiele, einen großen wirtschaftlichen Mehrwert darstellt - nicht nur für Schluderns sondern für den ganzen Vinschgau. Plangger gab den Rat, sich als Gemeinde um die Konzession für das Areal zu bemühen, um die Hand drauf zu haben.

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Die mittleren täglichen ProKopf-Ausgaben von Touristen in Südtirol betragen 117 Euro, davon bleibt ca. die Hälfte in den Beherbergungsbetrieben. (aus der Astat-Befragung 2012/13)

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Vinschgerwind 20-15

/POLITIK/ 5

Nauders/Kastelbell

Das Müsli aus Nauders er Nauderer BM Robert Mair freut sich. Noch im Oktober werden in der Gewerbezone von Nauders die Bagger auffahren und der Grundstein für einen neuen Betrieb wird gelegt werden. Unterhalb des ehemaligen Storo-Gebäudes, welches von den Nauderer Bergbahnen angekauft worden ist, wird sich die „Cerealps GmbH“ ansiedeln, mit einem Ausmaß von rund 60 mal 30 Meter. Die Baugenehmigungen sind ausgestellt, die Verfahren abgeschlossen. Die „Cerealps GmbH“ ist in Nauders seit 14. April 2015 als Firma eingetragen und hat ihre Tätigkeit mit der Herstellung von „Frühstückscerealien, Müsli und Natural-Food“ angegeben. Eingetragen sind bislang drei Mitarbeiter und zwar drei Geschäftsführer: Helmut, Simon und David Fuchs. Helmut Fuchs, der bis vor nicht allzu langer Zeit gemeinsam mit Bruder Josef Fuchs die „Fuchs J. OHG“ in Kastelbell mit erfolgreicher Müsliproduktion mitgeführt hat, hat sich von

Foto: Andreas Waldner

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Rechts neben dem Storogebäude steht ein kleines weißes Gebäude, die Karosseriewerkstatt Hutter. Für die „Cerealps GmbH“ ist die Fläche unter der Werkstatt bis zur Staatsstraße hinunter ausgewiesen der Stammfirma verabschiedet und zieht mit seinen Söhnen für einen Neustart nach Nauders - und wird dort wohl seinem Bruder in Kastelbell Konkurrenz machen. Der Betrieb in Kastelbell beliefert und exportiert mit seinen zwei Linien „Venosta“ und „Fuchs Naturkost“ in internationale Märkte: Deutschland, Österreich, Kroatien, Slowenien, Tschechien, Griechenland, Spanien, Rumänien, Libyen, Saudi

Arabien, Arabische Emirate, Russland, China, Vietnam, SüdKorea, Philippinen, Australien und Island. BM Robert Mair jedenfalls freut sich über den Zuzug aus Südtirol und spricht davon, dass der Betrieb wohl schon im kommenden Jahr aufgenommen werden kann. Vorerst mit 20 Mitarbeiter. „Super“, sagt Mair. Mair war damals schon Befürworter für die Storo-Pro-

Mals

Unser schönster Tag

Auf vielen Hochzeiten tanzen

Die Gewinner

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Foto: Erwin Bernhart

ie Gemeinde Mals hat beim „Pflanzgarten“, am oberen Malser Waalweg, ein Gebäude nach den Plänen vom Architekten Jürgen Wallnöfer errichten lassen. Dieses soll, so der Plan, von einer Sozialgenossenschaft mit dem Verkauf von biologischen und einheimischen Produkten betrieben werden. Weil die dazu notwendige Einrichtung laut einer ersten Ausschreibung vom Ausschreibungsgewinner hätte selbst bezahlt werden sollen, ist die Ausschreibung zur Führung des Gebäudes am Waalweg leer ausgegangen. Die Sozialgenossenschaft hat sich nicht an der Ausschreibung beteiligt.

Es gab vorerst also keinen Interessenten. Andere Interessenten mit anderer Nutzung hingegen schon: Kürzlich wurde beim Gebäude eine Hochzeit gefeiert. Dies hat den Gemeinderat Peppi Stecher von der Offenen Gemeindeliste Mals zu einer Anfrage an BM Ulrich Veith bewogen. Veith habe selbst die Genehmigung zur Benutzung erteilt, obwohl es noch keine Benutzungsgenehmigung gebe. Auch zwei Fahrerlaubnisse hat Veith ausgestellt und für die Benutzung wurde nichts bezahlt, auch weil es keine spezielle Gemeindeverordnung gebe, die die Miete dieser Anlage regele. (eb)

duktion. Leider sei die daneben gegangen, sagt Mair. „Ich bin der Meinung“, sagt Mair, „dass Tourismus allein eine sterbende Gemeinde bedeutet. Es braucht auch Gewerbe. Ich bin mit der Familie Fuchs sehr glücklich.“ Und was Mair noch freut: Die Herstellung von Müsli sei umweltschonend und von einem herkömmlichen, Lärm und Abgas erzeugenden Industriebetrieb weit entfernt. Laut der Wochenzeitung „Rundschau“, Ausgabe Landeck, peilt Helmut Fuchs eine Jahresproduktion von 9.000 Tonnen Müsli, Cornflakes u.ä. an , bei einem Umsatz von 20 Millionen Euro. Bei Vollast, in rund 5 Jahren, sollen bis zu 80 Arbeiter Beschäftigung in der Nauderer Müslifabrik finden. Mair sagt auch, dass in der Gewerbezone noch genügend Platz für weitere Betriebe sei. Auch wenn die Gründe dort derzeit in privater Hand seien, würden sich die Grundbesitzer sicher nicht gegen eine Zonenerweiterung stemmen. (eb)

ie Wahl des des schönsten Hochzeitspaares wird jedes Jahr spannender. Gewonnen haben heuer Stefanie Müller und Adrian Adam (1454 Stimmen). Das Siegerpaar kann sich über einen exklusiven Preis freuen: Ein Galaabend mit mehrgängigem Gourmet-Dinner im Restaurant „Paradiso“ im Hotel Paradies von Georg Pirhofer in Latsch. Chefkoch Peter Oberrauch wurde dort mit 2 Gault&Millau Hauben und 16 Punkten ausgezeichnet. Das zweitplatzierte Paar Tanja Habicher und Matthias Wagner und die Drittplatzierten Sandra Angerer und Hansjörg Alber gewinnen wertvolle Buchpreise.


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Vinschgerwind 20-15

08.10.15

„Wenn die Landesrätin stur bleibt, dann...“ Kürzlich wurde Andreas Tappeiner als Präsident der Bezirksgemeinschaft Vinschgau bestätigt. Tappeiner über den Kampf ums Krankenhaus, über die Zugverbindung in die Schweiz, über Verkehrslösungen im Obervinschgau, über den Vinschger Strom und über die Vorhaben der kommenden 5 Jahre. Interview: Erwin Bernhart

Vinschgerwind: Sie haben vor Ihrer Wahl zum Präsidenten der Bezirksgemeinschaft den Bürgermeistern bzw. dem Bezirksrat eine Programmschrift vorgelegt. Darin heißt es zum Thema Krankenhaus unter anderem: „Es sind alle Bemühungen darauf zu verwenden, in geeigneter Weise gegen eine allfällige Aushöhlung des Betriebes im Rahmen der anstehenden Sanitätsreform zu wirken.“ Fordern Sie den Rücktritt von Sanitätslandesrätin Martha Stocker? Andreas Tappeiner: Diese Forderung ist nicht gegen die Landesrätin gerichtet, sondern sie ist generell ein Appell an die Landespolitik. Diese lautet: Wenn man schon ein Bekenntnis zur Peripherie macht, dann muss man dies auch umsetzen. Wir vertrauen da ganz stark auf den Landeshauptmann und auch auf weitere Mitglieder der Landesregierung. Die Landesrätin will meiner Meinung nach einen Sparkurs, der nicht das bringt, was ihr von bestimmten Leuten zugesichert wird. Wir sind der Überzeugung, dass in der Peripherie wenig Sparpotenzial ist. Wir haben unsere Sparvorschläge bei der Landesrätin deponiert. Aber da gibt es bis jetzt keine Reaktion. Vinschgerwind: Die Landesrätin Martha Stocker scheint stur zu sein. Im Wipptal haben Bürgermeister und Gemeinderäte für den Erhalt des Sterzinger Krankenhauses eine Resolution verfasst. Im Vinschgau bringen die Vertreter der Südtiroler Freiheit Beschlussanträge für den Erhalt des Krankenhauses in die Gemeinderäte wie in Kastelbell oder in Latsch. Die Bezirksgemeinschaft Vinschgau scheint nicht gerade das „Sprachrohr der Bevölkerung des Tales“ (Zitat aus Ihrer Programmschrift) zu sein. Tappeiner: Das sind wir sicher. Wir versuchen nur einen anderen Weg einzuschlagen. Wir halten uns medial zurück, sind aber in direkten Gesprächen und Verhandlungen

mit der Landesrätin und dem Landeshauptmann sehr hart. Auch mit anderen Mitgliedern der Landesregierung und auch mit SVP-Parteiobmann Philipp Achammer. In Bozen weiß man genau, was passiert, wenn unsere Bemühungen nicht ernst genommen werden. Vinschgerwind: Was würde denn passieren? Tappeiner: Dass die Wählerschaft langsam bröckeln wird. In Bozen weiß man, dass wir, und zwar die Bürgermeister des Tales, die Stützen der Südtiroler Volkspartei sind. Vinschgerwind: Die Bürgermeister des Vinschgaus gehen jedenfalls zum Schmied und nicht zum Schmiedl. Kürzlich fand eine Aussprache mit LH Arno Kompatscher statt – zum Thema Krankenhaus. Was ist jetzt Sache? Tappeiner: Es bestätigt sich, dass es wichtig ist mit dem Schmied zu reden, weil zum Beispiel das Thema Geburtenabteilung - das ja im vergangenen Winter emotional diskutiert worden ist - durch harte Verhandlungen Früchte zu tragen scheint. Der Vinschgau punktet da mit der Entfernung zum Krankenhaus. Vinschgerwind: Sie meinen die Verhandlungsgespräche in Rom? Tappeiner: Das ist die Folge unserer Bemühungen. Der erste Anlauf war Überzeugungsarbeit auf Provinzebene. Vorerst muss man vor Ort die Sinnhaftigkeit unserer Bemühungen erkennen. Dies hat ein klares Gespräch mit dem Landeshauptmann und mit dem Parteiobmann noch vor den Gemeinderatswahlen ergeben. Wir haben gesagt, dass es bei einer Schließung der Geburtenabteilung nicht mehr viele SVP-Bürgermeister geben wird, meine Person nicht

ausgenommen. Bei den Verhandlungen in Rom steht uns Albrecht Plangger zur Seite, der sich gegen zentralistische Bemühungen stemmt. Vinschgerwind: Die Bürgermeister sind also auf zwei Ebenen vorgegangen: auf technischer Ebene und auf parteipolitischer Ebene. Tappeiner: Die technische Ebene, die Entfernung, kommt uns für die Geburtenabteilung argumentativ zugute. Das andere ist das Verständnis der Politik: Wenn die Landesrätin da stur bleibt, wird ein großer Teil der Wählerschaft abhanden kommen.


Foto: Erwin Bernhart

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Und auch LH Arno Kompatscher wird sein Versprechen von 2013 nicht halten können. Vinschgerwind: Kompatscher hat versprochen, dass alle 7 Krankenhäuser erhalten bleiben... Tappeiner: ...und er tritt für die peripheren Räume ein. Ich glaube schon, dass Arno Kompatscher unser Anliegen ernst nimmt. Vinschgerwind: Wenn die Bürgermeister schon direkt mit Kompatscher verhandeln, ist eine Rücktrittsforderung für Martha Stocker nicht mehr weit. Tappeiner: Wir werden sicher nicht den Kopf der Landesrätin fordern, solange wir unser Ziel des Erhaltes des Krankenhauses erreichen. Vinschgerwind: Die Verwirrung bei einem anderen Thema nimmt von Monat zu Monat zu und zwar mögliche Zugverbindungen. Nach Bormio? In die Schweiz nach Scuol? Oder über den Reschenpass? Was sagen die Bürgermeister des Tales dazu? Tappeiner: Wir stehen zu einer schienengestützten Anbindung in die Nachbarprovinzen. Es wird sicher nicht drei geben, es wird eine geben. Aus meiner Sicht ist die naheliegendste die Anbindung in die Schweiz. Vinschgerwind: Ist das Ihre Sicht oder Konsens in der Bürgermeisterrunde? Tappeiner: Wir haben zwar keine Abstimmung darüber gemacht, aber die Mehrheit der Bürgermeister ist dieser Meinung. Auch die hohe Landespolitik favorisiert eine Anbindung in die Schweiz. Es gibt zwar die Forderung von lombardischer Seite für einen Durchstich Bormio-Vinschgau. Das ist eine Vision und da soll eine Machbarkeit durchgeführt werden. Aber bei einer Anbindung in die Schweiz sind wir schon wesentlich weiter: Da kennen wir die Trassen, da kennen wir die Geologie, da ist eine Machbarkeitsstudie vorhanden. Mein Ziel ist es, innerhalb der laufenden Interreg-Periode ein Vorprojekt auf die Beine zu stellen. Und wenn man dem Glauben schenken kann, dass der Landeshauptmann auf europäischer Ebene schon sehr weit gekommen ist, dann gehen wir die gleiche Richtung. Vinschgerwind: Man spricht von Kosten von rund 900 Millionen Schweizer Franken. Dem Landeshauptmann schwebt eine Finanzierung von 300 Millionen über die EU, 300 Millionen aus der Schweiz und 300 Millionen aus der Provinz bzw. Italien vor. Tappeiner: Wir sind über die genaue Aufteilung nicht in Kenntnis. Wir sind in Kenntnis von der Bereitschaft, dass erhebliche Geldmittel von der EU kommen sollen. Und wir sind in Kennt-

nis, dass LH Arno Kompatscher unsere Ansicht teilt, dass die Anbindung in die Schweiz als erste Wahl gesehen wird. Vinschgerwind: Zum Thema Verkehr: In Ihrer Programmschrift schreiben Sie zum Thema Verkehr unter anderem: „Sollte eine Gesamtlösung im Abschnitt Spondinig-Mals in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden Schluderns, Mals, Glurns und Prad realisierbar sein, ist dies anzugehen, ansonsten muss die Verkehrsberuhigung von Tartsch in Angriff genommen werden.“ Der Prader BM Karl Bernhart hat bereits Widerstand angekündigt. Es hat den Anschein, dass sich niemand an dieses Thema heranwagt. Wie mutig wollen Sie in Ihrer letzten Periode als Präsident der Bezirksgemeinschaft in dieser Sache sein? Tappeiner: Die Sache hängt von den Hauptakteuren ab und die sind die Gemeinden Schluderns und Mals, weil eine Umfahrung im Wesentlichen Schluderns betrifft und die Gemeinde Mals mit Tartsch. Deshalb hat diesen spezifischen Bereich der Malser Bürgermeister im Bezirksausschuss erhalten. Gegen den Willen von Glurns und Prad eine große Umfahrung anzugehen ist sicher eine Utopie. Vinschgerwind: Eine mittelgroße Umfahrung wäre auch ohne Prad möglich. Tappeiner: Man muss eines sagen: Die große Verkehrsbelastung spürt die Bevölkerung von Schluderns. Verkehrstechnisch und Zeitersparnis bringt uns eine große Umfahrung im Obervinschgau allerdings wenig. Die größten Verzögerungen und Zeitverluste hat man auf der Vinschgauerstraße im Abschnitt Töll - Laas und nicht im Bereich SpondinigMals. Vinschgerwind: Es kommt wohl weniger auf Zeitersparnis als auf das Wohlbefinden bzw. auf die Entlastung der Bevölkerung in Schluderns, Glurns, Tartsch und Mals an. Tappeiner: Eines ist die Belastung für die Bevölkerung und das Zweite ist das Flüssighalten des Verkehrs. Glurns ist nicht direkt von der SS 40 betroffen und hat damit ein indirektes Verkehrsproblem. Also nochmals: Es wird sicher nichts passieren ohne die Gemeinden Schluderns und Mals. Vinschgerwind: Dieser Wille scheint derzeit nicht vorhanden zu sein. Tappeiner: Das will ich so nicht sagen. Ich werde als Präsident der Bezirksgemeinschaft Vinschgau sicher keine Zwangsschrauben ansetzen. Ich werde die Gemeinden anmahnen, unter der Leitung des Malser Bürgermeisters Gespräche zu führen. Wenn der Prader BM sagt, nur über meine Leiche, dann gibt es sicher Varianten, die über Schluderns führen könnten. Vinschgerwind: Ein anderes Thema: Der Stromkrieg der Vinschger Gemeinden gegen Bozen ist Legende. Wie stellen sich die Bürgermeister den neuen Herausforderungen, etwa der möglichen Übernahme der Edison-Anteile am Reschenstausee? Oder den bislang ungelösten Wasserablei-

Vinschgerwind 20-15

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tungen in den Reschenstausee? Tappeiner: Das ist sicher ein großer Brocken, der vom Stromstreit noch übrig ist. Neu hinzugekommen ist, dass die Möglichkeit besteht, jene 42 Prozent Anteile der Edison am Reschenstausee zu übernehmen. Wir fordern eine anteilsmäßige Beteiligung am EdisonAnteil. Vinschgerwind: Was ist das in konkreten Zahlen? Tappeiner: Wir halten 8 Prozent am Reschenstausee. Wir fordern anteilsmäßig also zusätzliche 3,36 Prozent. Vinschgerwind: Sind diese Forderungen schon schriftlich in Bozen deponiert? Tappeiner: Wir werden zuerst den Weg des Gespräches wählen. Wir haben einen guten Draht zur neuen Landesführung gefunden und glauben durch harte Verhandlungen im direkten Gespräch mehr zu erreichen. Als historischer Wissensträger in Stromsachen wird uns Albrecht Plangger begleiten. Vinschgerwind: Sind die noch nicht gelösten Wasserableitungen auch in diesen Verhandlungen dabei? Tappeiner: Dies wurde schon bei der außergerichtlichen Einigung für den Marteller Stausee 2013 deponiert. Ich bin da optimistisch, dass das demnächst gelöst sein wird. Vinschgerwind: Sie sind als Bezirkspräsident bis zum Jahr 2020 gewählt. Was wollen Sie bis dahin realisiert haben? Tappeiner: Wie gesagt, ein Vorprojekt für die Zuganbindung in die Schweiz. Dann praktikable Projekte für die anstehende Interreg und Leader Periode . Ich möchte ein gut bestelltes Feld im sozialen Bereich überlassen. Da gibt es einige Herausforderungen anzugehen, die mit einer Zusammenschau der Dienste zwischen Sanität und Sozialdienste zu tun haben. Da erwarte ich mir in den kommenden 5 Jahren einen Durchbruch, damit Doppelgleisigkeiten abgebaut werden können. Die Aufgabenbereiche müssen zusammengeführt werden. Beim Thema Energie schwebt mir vor, dass wir uns autonom versorgen werden können: Durch eigene Produktion und durch eigene Verteilung. Dazu haben wir letzthin einen Riesenschritt dahin gemacht. Wir haben die Knochenarbeit vor uns, die Visionen unserer Vorgänger umzusetzen. Ich bin da Praktiker. Ich sage Visionen zu haben ist wichtig, wichtiger ist, das Futter im Stadel zu haben. Ich meine damit, dass wir in der Umsetzungsphase sind. Zum Verkehr: In Kastelbell müssen in den kommenden Jahren die Bagger für die Umfahrung auffahren. Die Gewerbeoberschule ist derzeit im Bau, auch das Heim bei der Fürstenburg ist in Umsetzung. Ich würde noch gerne als Präsident der Bezirksgemeinschaft den Spatenstich für das Schülerheim in Mals erleben. Der Bau des Hauptsammlers von Sulden in die Kläranlage Prad wird angegangen. Und im wirtschaftlichen Bereich werden wir darauf hinarbeiten, dass es uns gelingt, die Wertschöpfung verstärkt im Tal zu halten.


8 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 20-15

Am 28.10.2015 um 20.00 Uhr findet in der Bezirksgemeinschaft, Hauptstr. 134 in Schlanders ein Vortrag über die „Patchworkfamilie“ statt. Der Vortrag wird organisiert von der Südtiroler Plattform für Alleinerziehende und dem Verein „väter aktiv“. Eintritt ist frei.

von Albrecht Plangger

Rom-Infos ins Tal Bei der Verfassungsreform hat der Ministerpräsident die notwendigen Stimmen zur Überwindung dieser Hürde. Auf die zusätzlichen Forderungen der verschiedensten Senatoren für das „richtige“ Stimmverhalten bei der 2. Lesung wird er daher nicht eingehen und sie werden „verpaffen“ – auch unsere. Die Sonderautonomien haben sich das „Einvernehmen“ (intesa) zwischen Staat und Autonome Region bei der Anpassung der geltenden Autonomiestatute an die Verfassungsreform gesichert. Dies ist die „Garantie“, daß wir die Reform „überleben“ werden. In den nächsten Tagen werden die ersten Entwürfe des Stabilitätsgesetzes 2016 im Umlauf sein. Dies wird wieder eine große Herausforderung. Die Wunschliste - wie im Kleinen auch bei jeder Gemeinde beim jährlichen Haushaltsgesetz – ist unendlich. Für viele wichtige Anliegen braucht es aber Finanzierungen und die sind schwer zu finden. Zur Zeit eigentlich nur über die Kapitalrückführung aus der Schweiz (voluntary disclosure). Die Prozedur um dieses Gesetz hat unseren Grenzpendlern und den Steuerberatern im Vinschgau in den vergangenen Wochen den letzten Nerv gekostet. Eine Terminverlängerung wurde erst in der allerletzten Sekunde gemacht. Auch um die Position der Grenzgänger und die Unsicherheiten zu den in der Schweiz belassenen Pensionsfonds hat man sich erst in letzter Minute gekümmert. Das Ergebnis ist aber nicht gut. Wir hoffen aber über das Stabilitätsgesetz einiges wieder „gerade zu biegen“. Die Durchführungsbestimmungen (Nationalpark, Verwaltungspersonal der Gerichte an die Region, Jagd) sind zur Zeit in der „Warteschleife“ bis die Verfassungsreform in der 2. Lesung durch den Senat ist… damit sich unsere Senatoren ja nicht in den Kopf setzen, gegen die Verfassungsreform zu stimmen oder sich der Stimmabgabe zu enthalten, was im Senat sowieso einer Gegenstimme entspricht.

Vinschgau, die alte Kornkammer Tirols Schluderns - Das Vinschger Museum, der Verein Adam & Epfl und der Tourismusverein Obervinschgau wollen den Vinschgau als Kornkammer wiederbeleben. Am 19. September wurde deshalb im Vinschger Museum eine Getreideausstellung eröffnet und eine Podiumsdiskussion durchgeführt.

Foto: Heinrich Zoderer

„Patchworkfamilie“

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Am Podium v.l. Armin Bernhard, Florin Pichler, Michael Böttner (Moderator und Präsident vom Vinschger Museum), Manuel Pramsohler, Sebastian Marseiler, Rudolf von Berg. Auf Tafeln werden die verschiedenen Getreidesorten, gesammelt von Edith und Robert Bernhard, präsentiert.

von Heinrich Zoderer

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ie Kornhöcker sind nicht mehr das prägende Landschaftsbild. Dabei war der Vinschgau im 16. und 17. Jahrhundert die Kornkammer Tirols. Der regenarme und windreiche Vinschgau hat ideale Voraussetzungen für den Getreideanbau. Im vergangenen Jahrhundert wurde der Getreideanbau von der Milchwirtschaft und vom Obstbau abgelöst. In den letzten Jahren gab es mit der Gründung der Interessensgemeinschaft Kornkammer Vinschgau und dem Projekt „Regiokorn“ eine Rückbesinnung auf diese wertvolle regionale Ressource. Es gibt wieder 30 Bauern im Vinschgau, die auf rund 50 ha Getreide anbauen. Dabei geht es auch um die Wiederbelebung regionaler Kreisläufe, die Sortenvielfalt und die Abkehr von einer industriell geprägten Landwirtschaft. Wenn das Getreide so viel Wert wäre wie ein Liter Wein oder ein Kilo Äpfel, dann gäbe es sicher wieder mehr Getreide im Vinschgau. Dies war die Bandbreite einer Podiumsdiskussion zum Thema „Kornkammer Vinschgau gestern – heute – morgen“. Zu Beginn dieser Veranstaltung wurde die Getreideausstellung „Korn des Lebens“ eröffnet. Edith und Robert Bernhard aus Burgeis haben in Eigeninitiative eine Sammlung von über 100 Getreidesorten zusammengestellt. Einen Teil dieser Sammlung, ergänzt mit verschiedenen Texten von Helene Dietl Laganda, stellen

Getreide wird ein Nischenprodukt bleiben. von Rudolf von Berg, Meraner Mühle

sie dem Vinschger Museum zur Verfügung. Damit bildet diese Getreideausstellung eine sinnvolle Ergänzung zur bereits bestehenden Ausstellung „WasserWosser“, konzipiert von Sebastian Marseiler. In der Podiumsdiskussion erzählte Marseiler vom Bewässern, dem Korn schneiden, der Nachbarschaftshilfe, dem Dreschen, vom Brotgeist und verschiedenen Bräuchen rund um das Korn. Manuel Pramsohler vom Versuchszentrum Laimburg informierte über die Ergebnisse des Projektes zur Charakterisierung der Vinschger WinterroggenLandsorten. Florin Pichler, Bio-Landwirt in Tarsch und Vorsitzender der Kornkammer berichtete, dass die Kornkammer die Getreidekultur wiederbeleben will. Aber der Konsument muss das Produkt annehmen und einen fairen Preis bezahlen. Rudolf von Berg von der Meraner Mühle meinte, dass Getreide ein Nischenprodukt bleiben wird. Doch es gibt eine steigende Nachfrage, besonders von Biogetreide. Armin Bernhard vom Verein Adam & Epfl meinte, dass die Gesellschaft sich fragen muss: wie wollen wir leben, was für eine Landschaft und was für eine Wirtschaft wollen wir?


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pr-info Firma Pedross

Fördern und Fordern Die Firma Pedross in Latsch fördert als einer der Haupt-Arbeitgeber im Vinschgau seit jeher die Weiterentwicklung und die Integration der Jugendlichen in die

Arbeitswelt, weshalb gerne Praktika in verschiedenen Bereichen des Unternehmens unterstützt und angeboten werden. Auch diesen Sommer gab der Betrieb

Der angehende Wirtschaftsingenieur Lukas Vent aus Latsch ist einer der beiden, die ihr Praktikum in der Technikabteilung absolvierten und war ebenfalls in der Logistik und im Warenausgang tätig. Er beschloss, sich aufgrund des Zusammenhangs mit seinem Studium bei Pedross zu bewerben, denn er findet Praktika sind wichtig, um zuzüglich zum Abschluss schon Berufserfahrung aufweisen zu können. „Viele Betriebe achten bei einem Lebenslauf nicht mehr nur auf das Studium sondern vor allem auch auf die Job-Referenzen, die ein Bewerber hat. Diese konnte ich mir u.a. bei Pedross holen.“ In der IT-Abteilung bekam der Informatikstudent Dominik Schwarz aus Burgeis die Chance wertvolle Erfahrungen, Tipps & Tricks auf seinem Gebiet zu sammeln. Er kümmerte sich um die technischen Probleme der Mitarbeiter und um die Weiterentwicklung der Betriebsprogramme und war so täglich neuen Herausforderungen gestellt. „Für mich war es wichtig einen Einblick in eine größere Firma zu bekommen, da es sich im IT-Bereich für mich mehr lohnt.“ „Ich habe während meiner Zeit hier viel mitgenommen, vor allem habe ich gelernt verschiedene Herangehensweisen an Probleme zu finden.“ Es werden aber nicht nur im Sommer Praktikanten aufgenommen, sondern auch die restliche Zeit des Jahres bekommen die bewährten Mitarbeiter immer wieder Besuch von Schülern und Studenten, die Pflichtpraktika oder freiwillige Praktika absolvieren. So war im März 2015 Amal El Arrach, ebenfalls eine Schülerin der TFO, bei Pedross zugegen und verbrachte ihr zweiwöchiges Schulpraktikum in der Technik-Abteilung, wo sie sich im technischen Zeichnen üben konnte und sowohl bei der Instandhaltung der Maschinen als auch bei Schweißarbeiten in der Schlosserwerkstatt zur Hand ging.

wieder vier Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Chance einen Einblick in die Produktion, Entwicklung und Vermarktung von Sockelleisten und jeglichem

weiteren Bodenzubehör zu bekommen. Sehr gefragt waren die Praktika in den Bereichen Marketing & Verkauf, Technik, Forschung & Entwicklung sowie IT.

Fabian Tappeiner (Göflan) war ebenfalls in der TechnikAbteilung zugegen, kümmerte sich allerdings vermehrt um die Instandhaltung der Maschinen und wurde in diesen Bereich eingeführt. Er besucht die TFO in Schlanders und wollte ein Praktikum mit Bezug zu seiner Schule, sodass er die Theorie, die er unter dem Schuljahr kennenlernt mit der Praxis verbinden kann. „In der Schule gibt es weniger Möglichkeiten die Theorie umzusetzen, deshalb leistet ein Praktikum einen wichtigen Beitrag zur rundum Ausbildung.“, meint Fabian Tappeiner.

Sarah Platzgummer wurde dieses Jahr (Goldrain) während der Sommermonate die Gelegenheit geboten als Praktikantin in die Marketing- & Verkaufsabteilung hineinzuschnuppern. „Pedross ist ein internationales Unternehmen und stellte für mich als Schülerin des Sprachengymnasiums Schlanders die perfekte Möglichkeit dar, um unter anderem meine Sprachkenntnisse und Kommunikationsfähigkeiten in der realen Arbeitswelt auszutesten und unter Beweis zu stellen.“

Für Herrn Pedross persönlich ist es wichtig, dass die Jugendlichen genügend Möglichkeiten bekommen ihren Horizont zu erweitern und neue Erfahrungen zu sammeln, um sich im breiten Spektrum von verschiedenen Karrieremöglichkeiten orientieren und in der Arbeitswelt Fuß fassen zu können, denn wie Herr Pedross findet: „Jungen Leuten muss man eine Chance geben!“. Im Unternehmen mit Sitz in Latsch werden die Praktikanten bestmöglich integriert, gefördert und gefordert. Fleiß, Lernbe-

reitschaft und Interesse an der Sache werden vorausgesetzt und waren auch bei den heurigen Praktikanten zur Genüge vorhanden. So waren alle begeistert von ihren Erfahrungen und vom Arbeitsumfeld und würden bei Gelegenheit erneut ein Praktikum bei Pedross machen. Für alle, die Interesse an diversen Praktika haben, geben sie den Tipp Eigeninitiative zu zeigen, nicht aufzugeben und nachzufragen, denn um es mit Lukas Vents Worten zu sagen: „Fa nix kimp nix!“ („Von nichts kommt nichts!“)


10 /Wirtschaft/

Vinschgerwind 20-15

08.10.15

Rabland/Partschins

1. Partschinser GuN-Event 2015

Fotos: „Wind“-Archiv

links: Bunkerführung mit Matthias Schönweger oben: reichhaltiges Südtiroler Frühstück von Sponsoren zur Verfügung gestellt

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ussten Sie schon, dass es in der Gemeinde Partschins einen reichen, chinesischen Reisbauern gibt? Nein? Dann haben Sie wohl eines der Highlights des Ersten Partschinser GuN-Events verpasst! Am Freitag, den 24.07.2015 war es dann so weit: Die ersten Event-Teilnehmer trafen an der Rablander Lock ein und nach einer netten Begrüßung wurden auch schon tatkräftig die ersten Zelte aufgebaut. Nach und nach füllte sich der Event-Platz und immer mehr Cacher fanden ihren Weg zu uns. Für die Kinder gab es einen Erlebnisnachmittag

mit den Naturpark Rangers, so dass auch die Eltern die Möglichkeit hatten, in Ruhe ihre (Cacher-)Erfahrungen auszutauschen. Am Abend wurde dann ausgiebig gegrillt. Danach hat der Dorfchronist Ewald Lassnig im Rahmen einer Sagenstunde interessante Geschichte rund um Partschins zum Besten gegeben, bis es dunkel genug war, sich zu einem weiteren der Highlights des Events aufzumachen: Dem Nachtcache. Ausgerüstet mit Taschenlampen und GPS-Geräten machten sich die Teilnehmer auf den Weg Richtung Niedereben und

gemeinsam wurde der Nachtcache erwandert und errätselt. Ein Riesenspaß! Am nächsten Morgen konnte dann dank der zahlreichen Sponsoren ein reichhaltiges Südtiroler Frühstück am Zeltlagerplatz mit regionalen Produkten angeboten werden, was auf viel Zustimmung und Begeisterung stieß. Danach gab es einen gut geplanten Überraschungs-Eventtag inkl. Bunkerbesuch in einem der Bunker des Schönweger Matthias, der selbst durch den Bunker führte. Danach wurde noch mal gemeinsam an der Lock gegrillt, es gab eine Travelbug-Tauschstunde und einen eigens für das Event geplanten Kindercache mit Überraschungsgeschenken. Bei diesem trafen die Kinder auf den oben bereits erwähnten reichen, chinesischen Reisbauern, den es zu finden galt. Dank Schatzkarte war das für die Cache-erprobten Kinder aber kein Problem. Zum Schluss gab es auch noch eine große Verlosung, bei der jeder der anwesenden Teilnehmer mehr oder weniger große Präsente und Erinnerungen an das Wochenende mitnehmen konnte. Dies war wiederum auch möglich durch die großzügige Unterstützung der Sponsoren.

Vinschgau/Niederösterreich

Umweltschutzgruppe unterstützt Bahnprojekt ach der erfolgreichen Wiederinbetriebnahme der Vinschger Bahn wird nicht nur der Verein Freunde der Eisenbahn häufig ins Ausland eingeladen, um über die Erfolgsgeschichte der neuen Vinschger Bahn zu berichten. Rudi Maurer, langjähriges Vorstandsmitglied der Umweltschutzgruppe Vinschgau, wurde vor kurzem nach Niederösterreich in die Naturparkregion Leiser Berge eingeladen, um über die Geschichte, den Kampf und die vielen Aktionen um die Wiederinbetriebnahme der Vinschger Bahn zu berichten. Wie die Umweltschutzgruppe in einer Presseaussendung mitteilte, kamen rund 70 interessierte Personen zum diesem Vortragsabend. Dabei stellte man fest, dass es sehr viele Ähnlichkeiten zwischen der Vinschger Bahn und der Regionalbahn Leiser Berge in Niederösterreich gibt. Die 30 km lange Bahnstrecke von Korneuburg nach Ernstbrunn wurde 1904 eröffnet und im Jahre 1988 wurde der Personenverkehr eingestellt. Derzeit gibt es noch regelmäßig Nostalgiefahrten und Sonderfahrten in die Leiser Berge. Ein Initiativkomitee setzt sich dafür ein, dass die Bahnstrecke modernisiert und wieder in Betrieb genommen wird, um den starken Pendlerverkehr mit

Foto: Umweltschutzgruppe Vinschgau/Rudi Maurer

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Rudi Maurer (dritter von links) von der Umweltschutzgruppe Vinschgau mit Vertretern der Region Leiser Berge bei seinem Vortrag in Ernstbrunn in Niederösterreich einer modernen Bahn bis nach Korneuburg zu bringen und von dort bestehende Anbindungen nach Wien und St. Pölten zu nutzen. Rudi Maurer berichtete Ernstbrunn wie mit jahrelangem Einsatz die politischen Entscheidungsträger für die Modernisierung der Vinschger Bahn überzeugt werden konnten. Nach Einschätzung der Umwelt-

schutzgruppe wäre es durchaus möglich, dass nach der Elektrifizierung der Vinschger Bahn einige Zuggarnituren an die Regionalbahn Leiser Berge verkauft und dort eingesetzt werden könnten. Rudi Maurer hat die Initiativgruppe aus Niederösterreich bereits zu einem Gegenbesuch in den Vinschgau eingeladen. (hzg)


08.10.15

Vinschgerwind 20-15

/Wirtschaft/ 11

Schlinig

Das neue Leben in der alten Pforzheimerhütte D

men: Im Jahre 1998 wurde die Hütte zusammen mit vielen anderen Staatsimmobilien, dem Land Südtirol übertragen. Der Förderverein „CUNFIN - Verein zur Instandsetzung und Revitalisierung der alten Pforzheimer Hütte“ hatte folglich die Hütte mit der Absicht gepachtet, das - mittlerweile unter Denkmalschutz gestellte Gebäude - zu restaurieren und es einem kulturellen Zweck zuzuführen. Die Ausstellung ZOLLFREIE ZONE!? bildet den Auftakt für die zukünftige Nutzung der Hütte als Ort für Kunst, Kultur und Wis-

senschaft. Die Themenbereiche, die sich die Kuratorinnen Marion Veith und Katharina Hohenstein für diese Ausstellung aussuchten, greifen die Verklärung des Schmugglers als Volkshelden, Tier- und Warentransfer, die Rolle der Frauen, sowie den Schmuggel über den Schlinig-Pass in der Zeit zwischen dem zweiten Weltkrieg und Anfang der 70er Jahre auf. Sowohl die Ausstellung als auch die Sanierung wurden mit Unterstützung des grenzüberschreitenden Interreg-IV-Projektes VETTA, der Gemeinde Mals und der Autonomen Provinz Bozen ermöglicht. ZOLLFREIE ZONE!? wird noch bis 25. Oktober gezeigt und im nächsten Jahr weitergeführt.

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Architekt Jürgen Wallnöfer, Mitglied des Fördervereines CUNFIN, hat die Hütte für acht Jahre gepachtet. Er hat die Sanierung geplant und geleitet

Foto: Andreas Waldner

ie Hütte liegt auf dem Schlinigpass, auf 2250 m und wurde von der Sektion des DAV Pforzheim im Jahre 1900 erbaut und am 16. Juni 1901 eröffnet. Baumeister war Lorenz Wallnöfer aus Mals. Die Schutzhütte war bis 1918 bewirtschaftet und verfügte über 17 Lager. Dadurch waren die Gipfel im Dreieck zwischen dem Inn, der Furche des Reschenscheidecks, dem Münster- und Spöltal touristisch erschlossen. Schon damals wurden die weiten Alpenmatten und Hochflächen für den Skilauf benutzt. Der Zugang von Mals dauerte 4 Stunden, von Sur En 5, die Übergänge nach Scarl oder St.Valentin 3,50 und nach Reschen oder Graun 5,50 Stunden. 1918 - nach dem ersten Weltkrieg - kommt Südtirol zu Italien und damit geht auch die Pforzheimer Hütte in Staatsbesitz über. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Hütte bis zu ihrem Brand in den 60iger Jahren hauptsächlich als Stützpunkt für die italienische Finanzwache genutzt, um dem regen Schmuggler- und Wildereraufkommen Einhalt zu gebieten. Das nach dem Brand unbewohnbar gewordenen Bauwerk wurde von nun an dem Verfall preisgegeben. Es sollte anders kom-


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Vinschgerwind 20-15

08.10.15

Wind - Klick-Tipps

Nationalpark Stilfserjoch WOHIN des WEGES?

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Wandergast zwischen Mountainbiking und kultureller Ignoranz. Vorweg gesagt: Ich bin weder ein Grüner noch bin ich ein Fremdenfeind, auch missgönne ich den Touristikern ihre Existenz in keiner Weise. Es geht mir vorrangig um die Identität einer Kultur, die zu unserer Geschichte gehört und darum, wie wir mit dieser Kultur umgehen. Das Naturgebiet, das wir bewohnen, ist unser Kapital und jeder hat das Recht, davon zu profitieren – ob sozial, wirtschaftlich oder kulturell. Doch es gibt auch Grenzen, denn es geht hier um ein unwiederbringliches Erbgut: unsere Wanderwege, unsere Traditions- und Verbindungssteige im Abseits. Sie sind seit jeher ein wichtiger existentieller und kultureller Bestandteil unserer Bergwelt! Viele dieser Steige und Wege führen über natürliche Linien, entlang denen einst Mensch und Tier ihr Ziel erreicht haben, und wurden somit durch ständige Nutzung in die Landschaft geprägt. Und damit sie uns erhalten bleiben, werden sie regelmäßig von Forstarbeitern gepflegt. Was hier geleistet wird, ist kulturell und auch wirtschaftlich wichtige und sinnvolle Arbeit, denn es leben davon einige Familien – und nicht zuletzt auch jene Gastbetriebe, die auf den schonenden Wandertourismus setzen. Mittlerweile hat sich jedoch Manches geändert. Das Mountainbiking hat sich zu einem weit verbreiteten Massensport entwickelt und ist auch bis in unser Wandergebiet rund um das Stilfser Joch vorgedrungen. Es kommt vor, dass an manchen Tagen hunderte Mountainbiker in Shuttlebussen aufs Joch gebracht werden, um von dort über alle möglichen Steige ins Tal abzufahren - in einigen Fällen sogar mehrmals. Und auf den Steigen, die am stärksten belastet werden, passiert dadurch folgendes: In jenen Abschnitten, wo ständig gebremst werden muss, bilden sich immer tiefer werdende schnurgerade Furchen, die bei Niederschlägen vom Regenwasser ausgespült werden und

von Roland Sprenger, Online-Berater

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er kennt das nicht, ein spontaner Urlaub oder eine kurzfristige Geschäftsreise steht an, aber für eine Buchung direkt im Hotel ist es zu spät oder die Leitungen sind belegt. Ideal also, wenn die Unterkunft online gebucht werden kann. Viele Hotels verfügen über ein eigenes OnlineBuchungssystem oder können über Portale gebucht werden. Einige Klicks und schon erhält man die Buchungsbestätigung, doch achten Sie auf Folgendes: 1. Überprüfen Sie vor Abschluss der Buchung die Reisedaten (Zeitraum, Personenanzahl, Zimmerkategorie, Preis, Verpflegung) 2. Lesen Sie die Texte, inkl. Geschäftsbedingungen, genau durch, bevor Sie auf ein Ja oder Nein klicken 3. Checken Sie Ihre angegebene E-Mail Adresse und Namen auf Korrektheit 4. Daten wie eine Bankverbindung oder Kreditkartendetails, sollten nur verschlüsselt versandt werden, um nicht für kriminelle Zwecke missbraucht zu werden. Ob die Datenübertragung verschlüsselt ist, erkennen Sie am Schloss- o. Schlüssel-Symbol im Rahmen des Internet-Browsers (geschlossen: Seite wird geschützt übertragen - offen: Seite wird ungeschützt übertragen). Gesicherte Seiten beginnen mit „https“, nicht mit “http” 5. Bei Buchungen mit Kreditkarte ist es wichtig, dass der Kreditkartenrahmen ausreicht, um die Leistungen zu bezahlen und diese zu garantieren 6. Hinterlegen Sie eine Handynummer, um für evt. Rückfragen erreichbar zu sein. Viel Spaß beim Buchen!

dann zu fortschreitender Erosion führen. So entstehen unabsehbare und nicht wieder gut zu machende Folgeschäden in unserer äußerst empfindlichen und kostbaren Natur- und Kulturlandschaft. Außerdem ist zu beobachten, dass seit vorigem Sommer verschiedene Bikergruppen auch auf Steige abweichen, die durch beliebte Naherholungszonen verlaufen. Zwei Beispiele: Der Bärensteig zu den Drei Brunnen und der Steig von der Platzer Mühle zur Prader Alm sind schmale Wandersteige, die offensichtlich als Hauptabfahrtsrouten verwendet und so stark befahren werden, dass eine ordentliche Pflege nicht mehr möglich ist. Das Ergebnis sind Verunstaltungen, die man nicht weiter zu beschreiben braucht. Was sich hier sichtbar äußert, ist eine fraglose Verwerfung unserer Ordnung und unserer Gastkultur! Und das Bild, das wir abgeben, ist jenes des harmlosen Berglers, der alles mit sich geschehen lässt. Der Steig an der Platzer Mühle, der Bärensteig und alle übrigen Steige, die nur mehr dem Spaß dienen, sie werden – wie unser Berg – ihre Ursprache und somit ihre Ausstrahlung verlieren. Unser Wandergast, der sensible, aufmerksame Qualitätsgast, wird unterscheiden zwischen dem, wie es früher war – und dem, was sich heute zeigt. Was geschehen wird: Er wird sich woanders umsehen und… „abwandern“. Beginnt hier ein neuer Zukunftstourismus? Ist wirklich dies der Weg, den wir gehen wollen? Wer kann den Anspruch erheben, öffentlichen Kulturbestand für eigene Interessen zu missbrauchen und anderen, die schonend und ehrlich damit umgehen, gleichzeitig zu schaden? Und übrigens: Wessen Gäste sind eigentlich all die Mountainbiker, die man uns – Shuttlebus nach Shuttlebus - zuliefert? Liebe Gemeinde Stilfs: Hätte man da nicht schon längst ein kategorisches Zeichen setzen müssen? Kurt Hofer

Bürgermeister, Liste Prad und SVP blockieren Beschlussantrag zur offenen Fragestunde Die 4. Gemeinderatssitzung in der neuen Legislaturperiode wurde von der Süd-Tiroler Freiheit mit großer Spannung erwartet, denn die Bewegung hatte zwei Beschlussanträge und eine schriftliche Anfrage eingebracht. Der Beschlussantrag der SüdTiroler Freiheit zu einer offenen Fragestunde für alle Bürger im Rahmen einer Gemeinderatssitzung: Dazu sollten die Bürger die Möglichkeit erhalten, schriftlich im Vorfeld einer Sitzung Fragen zu stellen, die dann vor oder nach der Gemeinderatssitzung von den angesprochenen politischen Vertretern beantwortet werden. Rechtlich wäre dieser Beschlussantrag unbürokratisch und sofort umsetzbar gewesen. Erstaunlicherweise spielte das für den Bürgermeister aber keine Rolle und der Beschlussantrag der Opposition wurde nach alter Manier verhindert. Damit wurden aber auch eigene demokratische Prinzipien über Bord geworfen. Lapidare Begründung: man wolle zuerst die Gemeindesatzung überarbeiten und schauen, wie man die Fragestunde einbauen könne. Auch der Kompromissvorschlag der Süd-Tiroler Freiheit, jetzt keine Zeit zu verlieren und den Beschlussantrag als Übergangslosung anzunehmen, bis die Satzungen überarbeitet sind, wurde total ignoriert und blockiert. Auch der zweite Beschlussantrag zum wilden Campieren auf Gemeindeparkplätzen wurde rege diskutiert. Allerdings fehlte für diesen Beschlussantrag die rechtliche Grundlage zur Anbringung von Parkstangen mit einer Höhe von 2,2 Metern, um Wohnwagen von gewissen Parkplätzen auszuschließen. Zuletzt brachte die schriftliche Anfrage zur Kita die erfreuliche Meldung, dass nun doch alle Kleinkinder, deren beide Elternteile berufstätig sind, einen Platz bekommen haben. Süd-Tiroler Freiheit Prad Alfred Theiner Ronald Veith


Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

Wasserfall in Hintermartell. Wasserf채lle sind Naturph채nomene, die faszinieren. Mich stimmen sie ein wenig traurig, weil ich sie als Tr채nen der Gletscher, die Abschied nehmen, sehe.

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Vinschgerwind 20-15

/Impressionen/ 13


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Vinschgerwind 20-15

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Spendenübergabe

Die Bedeutung der Wolle und des Spinnens

Die Spende ist kürzlich still und leise überwiesen worden: 2.000 Euro spendete der Nikolausverein Schlanders an die Familie Cornelia Wilhalm Lechner.

Am Mittwoch, den 14. Oktober 2015 wird Waltraud Schwienbacher um 19.00 im Kloster Mareinberg einen Vortrag zur Bedeutung der Wolle und des Spinnens“ halten. Der Vortrag ist frei zugägnglich eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Schwienbacher, die Gründerin und Leiterin der Winterschule in Ulten, erzählt in dem Vortragsabend über den Werdegang der Wolle, vom Waschen und Kardieren bis zum Spinnen, über die Kulturgeschichte des Spinnens und über den gesundheitlichen Wert der Schafwolle. Dieser Vortrag kann auch als Einführung zum Spinnkurs im November genutzt werden.

Der Tag der Sprachen

Sulden/Prad

Wichtige Partner

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ls wichtige Partner haben die Ferienregion Ortlergebiet und die Raiffeisenkasse Prad-Taufers am 18. September 2015 den Sponsorvertrag erneuert. Mit rund 350.000 Nächtigungen ist die Ferienregion Ortlergebiet ein starker Wertschöpfungs-Faktor im Wirtschaftsgeschehen im Einzugsgebiet der Raika Prad-Taufers. Der Präsident der Ferienregion Lukas Wallnöfer ist bestrebt, dass das Angebot in der Ferienregion gepflegt und auch ausgebaut wird. Mit Unterstützung des Prader Sporvereines soll etwa die Langlaufloipe bereits im Vorwinter aufgemacht werden. Demnächst werde auch das Projekt Minigolf angegangen. Man will die Anlage in Schuss halten und attraktiver gestalten. In Trafoi soll ein Kletterparcours entstehen. Die neue Beschilderung soll angegangen und die Verbindungsstücke für die Stelvioronda im Talkessel fertiggestellt werden.

Am 25. September – einen Tag vorgezogen – feierte man am Sprachen- und Realgymnasium Schlanders den Tag der Sprachen. Die Sprachenvielfalt stand einmal mehr in Liedern, Theatereinlagen oder Ratespielen – im Mittelpunkt. von Angelika Ploner

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Schülerinnen und Schüler am Sprachen- und Realgymnasium Schlanders sprechen vier Sprachen: Deutsch, Italienisch, Englisch und Latein.

Schülerinnen und Schüler lernen zusätzlich Französisch.

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Schülerinnen und Schüler belegen im heurigen Schuljahr einen RussischKurs

Programmpunkte durchliefen die Schülerinnen und Schüler am 25. September, dem Vortag des Sprachentags am Sprachen- und Realgymnasium in Schlanders.

Foto: Erwin Bernhart

v.l: der Raika-Filialleiter von Sulden Albrecht Veith, Christoph Platzer, RaikaVerwaltungsrat als Vertreter für Stilfs, der Präsident der Ferienregion Ortlergebiet Lukas Wallnöfer und RaikaDirektor Werner Platzer

48 Schülerinnen und Schüler lernen heuer Spanisch in einem Kurs. Einige Schülerinnen und Schüler sprechen eine zusätzliche Sprache: slowakisch, albanisch, polnisch, dänisch, portugiesisch.

Foto: Angelika Ploner

Schulstellenleiter Martin Trafoier führte durchs Programm

Am 26. September findet alljährlich der Tag der Sprachen statt. Was es damit auf sich hat? Der Tag der Sprachen hat seinen Ursprung im Jahr 2001 und wurde vom Europarat in Straßburg ins Leben gerufen. Seit 2001 wird jedes Jahr am 26. September der Europäische Tag der Sprachen gefeiert, weil der Europarat die Meinung vertritt, dass Mehrsprachigkeit zu einem besseren Verständnis zwischen den Kulturen beitragen kann.


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Vinschgerwind 20-15

/Lokales/ 15

Langtaufers/Pedross

Übergabe der neuen Räume für Schule und Kindergarten m 18. Mai ist mit den umfangreichen Zu- und Umbauarbeiten für die Grundschule und den Kindergarten in Pedross begonnen worden. Nach einer Rekordzeit von knapp 4 Monaten intensivster Bautätigkeit hat am Montag (14.09) die Übergabe der neuen, hellen und funktionellen Schulräume durch Bürgermeister Heinrich Noggler an die Grundschuldirektion stattgefunden. Damit der Tag der Übergabe nicht vergessen werde, hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium eine wohltuend schlichte Feier vorbereitet. Der Bürgermeister begrüßte in den neuen Räumen den neuen Pfarrer Don Klaus, den neuen Direktor Udo Ortler, Architekt Roland Seidl, Geometer Peter Oberhofer, die Kinder, einige Eltern und die Lehrer. Die neuen, zukunftsorientierten Räume haben ungefähr eine Million gekostet. Die ent-

Fotos: Andreas Waldner

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sprechende Einrichtung nach den Plänen von Geom. Oberhofer aus Graun kam auf 330.000 € zu stehen. Die Idee zu diesem Projekt stamme von Peter Eller, ließ Bürgermeister Noggler wissen. Dieser hätte sich dafür seit Jahren eingesetzt und es zu Ende geführt. Das erste Baulos betraf damals den Umbau des Kulturhauses, das zweite seit jeher die Erweiterung der Grundschule. „Es ist sein Verdienst, dass wir heute so dastehen“ betonte Noggler. Er bedankte sich auch bei Ferdinand Fritz, der die Bauarbeiten beglei-

pr-info Stallbau-Schlanders

Vortrag mit Stallbesichtigung

Foto: Magdalena Dietl Sapelza

Schon ein Milchzellengehalt von 200.000 verursacht einen Milchverlust von 1 kg pro Kuh und Tag. Hat also eine 50-köpfige Kuhherde diesen Zellgehalt im Jahresmittel gehen, je nach Milchpreis, leicht mehr als 6.000 Euro verloren. Euterentzündungen, Tierarztkosten, Remontierung usw. sind dabei noch nicht berücksichtigt. Der Vortrag - „Zellgehalt senken - Mastitiden vermeiden“ - zeigt Ursachen und Maßnahmen, um Euter gesund und die Verluste in Grenzen zu halten. Der Vortrag „Zellgehalt senken - Mastitiden vermeiden“ findet am Donnerstag, den 22. Oktober 2015 ab 9.30 Uhr im Hotel Edelweiss in Schlinig statt. Gemeinsames Mittagessen anschließend Stallbesichtigung. Der Referent Gunther Schwarz hat den Beruf des Tierwirtes, Fachrichtung Rinderhaltung erlernt. Er war über 20 Jahre im In- und Ausland als Klauenpfleger tätig und beschäftigt sich intensiv mit Fragen der Klauen- und Eutergesundheit beim Hausrind. Wir würden uns freuen, wenn Sie an dieser Veranstaltung teilnehmen könnten, hoffen auf einen spannenden Vortrag mit konstruktiver Diskussion und regem Erfahrungsaustausch. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung bis einschließlich 19. Oktober 2015 erforderlich. Kostenbeitrag pro Person: 15 Euro Anmeldung und Infos: 347 1758725 oder 0473 730319

tete und die Handwerker unterstützte. Das Gebäude sei nun ein Mehrzweckhaus für Langtaufers, das wirklich gut gelungen ist und Schule, Kindergarten, Bibliothek, Kulturhaus, Turnhalle und ganz unten die Feuerwehrhalle beherbergt. Ein schweres Unwetter im Sommer verursachte große Wasserschäden im darunterliegenden Kindergarten. Das war dann der Auslöser, dass man auch dort eine Generalsanierung durchzog. Gleichzeitig wurde die Heizanlage erneuert, eine Bodenheizung eingebaut und Bö-

Das Konzept der Grundschule und des Kindergartens von Pedross entstand im Teamwork den und Fenster ausgetauscht. „Ich hoffe, dass ihr euch hier wirklich wohl fühlt“ sagte Architekt Seidl zu den Schülern und Lehrern gerichtet. „Die ganze Schule ist so und auch flott entstanden, weil nicht alles meine Idee war. Sehr viele Ideen haben die Lehrerinnen eingebracht. Das ganze Konzept ist im Teamwork aufgebaut worden und das war toll.“ Anschließend wurden die Schulräume von Don Klaus gesegnet und der Bürgermeister lud zur Besichtigung und zu einem Imbiss ein. (aw)


16 /Lokales/

Vinschgerwind 20-15

08.10.15

§ Keiner Schuld am Zugunglück? Aus dem Gerichtssaal

Diese Schlussfolgerung des Gerichtsgutachters wäre ein gefundenes Fressen für die Verteidiger der Angeklagten, welche allesamt – so die Auffassung der Staatsanwaltschaft – für ein defektes Ventil der Hochdruckleitung des Beregnungssystems verantwortlich gemacht werden sollten. Bekanntlich war das fragliche Ventil nach einem Frostschaden repariert worden,

und zwar auf stümperhafte Art und Weise, so zumindest die Auffassung eines Gutachters der Anklage. Die von Prof. Molinari vertretene gegenteilige Ansicht würde auf jeden Fall dazu ausreichen, starke Zweifel an der von der Staatsanwaltschaft vertretenen Rekonstruktion der Ereignisse aufkommen zu lassen, was letztlich zumindest einen Freispruch auf Grund der widersprüchlichen Beweislage zur Folge haben könnte. Im italienischen Strafrecht gilt man als fahrlässig und somit schuldig, wenn man bei Missachtung von Vorschriften ein Ereignis herbeiführt, welches als solches vorhersehbar war. Die Handlung (oder Unterlassung) muss darüber hinaus noch in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem ausgelösten Ereignis stehen. Im konkreten Fall hätte die angeblich unfachmännische Repa-

ratur des Ventils den Austritt einer beachtlichen Menge von Wasser herbeigeführt, welche wiederum die Mure und sodann das Zugunglück verursacht haben soll. Den bisherigen Medienberichten ist allerdings nicht zu entnehmen, ob nun der Bruch des reparierten Ventils und somit die Unzulänglichkeit der Reparatur nicht vorhersehbar war, oder aber der Bruch auf Grund eines nicht vorhersehbaren Zufallsereignisses überhaupt erst erfolgte, was wiederum heißen würde, dass das Verhalten der Beschuldigten, insbesondere die angeblich mangelhafte Wartung der Beregnungsanlage, in keinem ursächlichen Zusammenhang mit dem fatalen Ereignis stehen würde. Es bleibt also einstweilen spannend. Christoph Tappeiner, Rechtsanwalt

Burgeis/Kaunertal

Burgeiser Seniorenausflug

Foto: „Wind“-Archiv

Dieser Tage häufen sich die Pressemeldungen zum Latschanderer Zugunglück von 2010. Wollte man den Medien Glauben schenken, dann wird am kommenden neunten Oktober der vom Landesgericht Bozen bestellte Gutachter Professor Molinari erklären, dass der Murenabgang durch ein unvorhersehbares, zufälliges Ereignis ausgelöst worden ist.

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er Herbstausflug der Burgeiser Seniorengemeinschaft ging heuer Mitte September ins Kaunertal. Organisiert wurde die Fahrt von Heinrich Thöni und Marlene Zagler. Bei schönem Wetter starteten wir in Burgeis mit 33 Personen, darunter auch Diakon Norbert Punter. Dieser hat während der Fahrt einige religiöse Gedanken vorgebracht. Dazwischen wurde auch ein Lied angestimmt. Im Wallfahrtsort Kaltenbrunn angekommen, hielt der Diakon Norbert noch eine Andacht mit einem Marienlied. Dann ging es

einige 100 m weiter zum Anton, der ist bekannt als Witzeerzähler und Musiker. Er unterhielt uns ca. 1 Stunde mit Witzen und Musik, es gab viel zum Lachen. Nachher ging die Fahrt ca. 4 km weiter bis Feichten zum Kirchenwirt. Dort wurden wir vom Wirt freundlich empfangen. Zuerst machte er von uns ein Gruppenfoto und jeder Teilnehmer bekam eines ausgehändigt. Anschließend gab es eine gute Marende und der Wirt Martin sorgte für gute Stimmung. Dann fuhren wir alle zufrieden nach Hause.


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/Menschen/ 17

„Dia honn i nit gearn gian gsechn“

von Maria Gerstgrasser

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er Hof, den beide zeitlebens nie verlassen haben, ist Plattatsch am Naturnser Sonnenberg. Laut einer Urkunde von 1324 gehörte dieser Hof der Pfarre Naturns und trug daher mit seinen Einkünften auch zum Unterhalt der Karthäuser bei, solange diese das Patronatsrecht über die Pfarre ausübten. Davon wissen die beiden Schwestern und berichten auch, dass der Familienname Witt von einem französischen Soldaten stammt, der vor gut zweihundert Jahren am Hof eingeheiratet hatte und dass es in Südtirol, außerhalb ihrer engsten Verwandtschaft, nur noch einen Träger dieses Namens gibt. Bereits in den Jugendjahren war für beide der gemeinsame Lebensweg vorgezeichnet, und zeitlebens verband das gleiche Schicksal die beiden Schwestern. Gemeinsam besuchten sie drei Jahre lang die einklassige Volksschule auf Außergrub und die restlichen auf dem Hof „Unterrain“. Gar manchmal ging ihnen der Bauer entgegen, um sie auf dem Rücken durch den tiefen Schnee zur Schule zu tragen. Gern erzählen sie von ihrem Alltag auf dem Hof und von einstiger harter Arbeit, die sie nach dem Tod der Eltern und der Heirat ihrer Schwester Seffa allein bewältigten. Wenn sie das Vieh auf die „Moaralm“ hinauf trieben, brauchten sie zwei Tage, wobei sie auf Patleid oder Lint übernachteten. Nächtelang war es oft notwendig, „Facklsauen“ oder „Kälberkühe“ zu betreuen. Durch Missernten und Rückschläge ließen sie sich nicht entmutigen, schimpfen aber heute noch über den Marder, der ihnen die Maiskolben abfraß. Im Zuge er-

ster Mechanisierung kamen auf Plattatsch auch Seilwinde und Seilzug zum Einsatz, wobei eine der Schwestern den Motor betätigte und die andere den Pflug schob. So wurde das Anbauen für sie und die Zugtiere eine große Entlastung. Bis Mitte der 60er Jahre trugen sie Säcke mit Getreide zur Mühle und dann das Mehl wieder zurück. Die hofeigene Mühle war ein halbe Stunde Gehzeit entfernt und nur über einen schmalen Steig zu erreichen. Wie auf allen anderen Höfen entschlossen sich Luisa und Moidl den Getreideanbau zu Gunsten der Milchwirtschaft aufzugeben, und Moidl brauchte nun nicht mehr kontrollieren, ob Luisa die Samenkörner auch gleichmäßig ausstreut. Sie verwandelten die Felder in Grünflächen und hatten sich schon vorher drei Feldbahnlen errichten lassen. Heute ist noch das „Milchbahndl“ mit Umlaufzugseil in Betrieb, das täglich die Milch zur Straße bringt. Das Tragen der Milchkannen ist nun allerdings beschwerlicher geworden. Bei der Heuernte mit Mähmaschine und Ladewagen lassen sich die beiden heute von Kindern und Enkelkindern gerne helfen, denn sie und die Schwester Seffa hatten insgesamt vier uneheliche Kinder. Die Schwierigkeiten, denen sie dadurch begegneten, waren vielfältig. Schmach und Schande mussten sie ertragen, denn in der damaligen Zeit ließen sich Ehelosigkeit und Mutterschaft schwer vereinbaren. Das dörfliche Gerede ist ihnen tief im Gedächtnis geblieben. Wenn sie heute davon erzählen, berichten sie vorwiegend über Frauen, die ebenso vom damaligen Makel der Unehre betroffen waren. Sie wissen um das harte Los dieser Kinder

Foto: Maria Gerstgrasser

„Dia honn i nit gearn gian gsechn“, meint Luisa Witt, nachdem sie sich kürzlich von zweien ihrer vier Kühe verabschiedet hatte, um sich die Arbeit etwas zu erleichtern, die sie gemeinsam mit ihrer Schwester Moidl bewältigt. Durch das Fehlen männlicher Arbeitskräfte am Hof wurden beide in eine Selbständigkeit gezwungen, an die sie sich gewöhnt haben. So verbindet die beiden ein vielfältiger Arbeitskreis und Auftrag und Berufung den heimatlichen Hof zu bewirtschaften und zu erhalten.

Die Schwestern Luisa (85 jahre) und Moidl (86 Jahre) sind zusammen mit Hund Luna sind ein eigespieltes Team. Sie erzählen gerne von früher, wobei sie betonen, dass nicht alles gut und nicht alles schlecht war. in der Nachbarschaft und im Dorf. Aber alle ihre vier Kinder hatten das Glück miteinander am Hof auf zu wachsen wie in einer normalen Bauernfamilie, und Erfahrungen der Ausgrenzung blieben ihnen erspart. In der Schule und anderswo wurden sie oft für richtige Geschwister gehalten. Sie haben dann ihren eigenen Lebensweg gefunden, kommen aber immer wieder mit den Enkelkindern zu Besuch und Hilfe. Luisa und Moidl teilen sich die Freude darüber und auch das Leid, das ihnen der Tod eines Enkels und eines Urenkels verursacht hat. Nicht immer einig sind sich die beiden Schwestern, wenn es um den Speiseplan geht. Während Moidl sich ausschließlich alte traditionelle Bauernkost, wie „a guats Muas und an Milchreis“ wünscht, verschmäht Luisa keineswegs Gerichte aus der modernen Küche, die ihr die Tochter manchmal mitbringt. Aber beide verschenken ihre Liebe zu Pflanzen und Blumen und pflegen als eingespieltes Team mit Sorgfalt und Fachkenntnissen den Gemüse- und Blu-

mengarten. Verwundert bleibt wohl jeder stehen, um die Blütenpracht der vielen Dahlien, des Phlox und der Rosen zu betrachten. Vierzigjahre alte Fuchsienstämmchen stehen neben alten Heil- und Duftkräutern, wie „Hochgemuth“, „Wohlgemuth“ und „Stubenhocker“, die nur noch in wenigen Bauerngärten zu finden sind. Wenn man das Haus betritt glaubt man vorerst einmal, die Zeit wäre hier wohl stehen geblieben. Der Boden am Eingang ist noch mit Steinplatten ausgelegt, und ausgetretene Steinstufen führen hinauf in die Wohnräume. Für die Körperwäsche steht ein Schaff bereit, und so sind die beiden wohl nie in einer Badewanne gesessen. Das warme Wasser wird wie ehedem aus dem „Wanndl“ am Herd geschöpft. Bis heute haben die beiden auch auf das Fernsehen verzichtet, denn ihre „kleine Welt“, die sie sich erhalten haben, reicht ihnen vollkommen. So beweisen uns die beiden, dass ein Leben in heute unfassbarer Genügsamkeit glücklich und zufrieden machen kann.


18 /Gesellschaft/

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Vinschgau

Das Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders in Zahlen

Kolping im Vinschgau

Die Auslastung und die Besucherzahlen des Kulturhauses Karl Schönherr in Schlanders sind beeindruckend: An 268 Tagen fanden 2014 insgesamt 408 Veranstaltungen statt. Diese reichten von Kinoaufführungen über Konzerte, Theater, Bälle, Ausstellungen und, und, und. Die 77 Kinovorführungen im Jahr 2014 waren von insgesamt 8.424 Personen besucht worden, die Eigenveranstaltungen kamen im selben Zeitraum auf 5.958 Besucher, während bei anderen Veranstaltungen rund 33.500 Interessierte im Kulturhaus ein- und ausgingen. Macht in Summe: 47.880 Besucherinnen und Besucher im Jahr 2014.

Genuss für Auge und Ohr Schlanders - Das Sorbische Nationalensemble gastierte kürzlich im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders. Im Zauber der Farben landestypischer Trachen standen die Zuhörer und wandelten musikalisch auf den Spuren des Musikers Ludvìk Kuba. Es war dies die dritte Veranstaltung, die zum Herbstabonnement des Kulturhauses Schlanders gehört.

Foto: Angelika Ploner

Mut tut gut! Unter diesem einprägsamen Slogan trafen sich vom 18.-20. September Kolpinger, auch aus Südtirol, in Köln zum Kolpingtag. Als inhaltliche Basis diente das wohlbekannte Zitat Adolph Kolpings „Wer Mut macht, zeigt Mut.“ Welche verschiedenen Arten von Mut gibt es überhaupt? Zunächst ist die Abgrenzung zum Übermut zu setzen. Übermut bedeutet Leichtfertigkeit oder gar Mutwilligkeit. Mut dagegen ist eine Charaktereigenschaft, die Menschen dazu befähigt, Handlungen zu vollziehen, die sie als notwendig erachten, unabhängig von den Schwierigkeiten der spezifischen Situation. Mut zu zeigen durch Tätigkeiten ohne eigenen Vorteil, wie z.B. anderen Menschen in Gefahr oder schwierigen Situationen zu helfen. Aber leider wird dieses Gebot der Nächstenliebe durch egoistisches und konsumorientiertes Vorteilsdenken in unserer Gesellschaft immer mehr vernachlässigt. Mut ist also sehr vielschichtig! Adolph Kolping hatte viel davon! Zum einen zeigte er die Bereitschaft aktiv zu handeln. Zum anderen den Mut, eigenständig zu denken und Werte zu erkennen. Des Weiteren nahm Adolph Kolping auch die soziale Verantwortung an, diese Werte gegen Widerstände und Bedrohungen zu vertreten. Tun wir das in verschiedenen Situationen? Bei verschiedenen Gelegenheiten? Variantenreich und vielschichtig sind unsere Kolpingsfamilien unterwegs und möchten gemeinsam Gesellschaft aktiv mitwirken. Auch wenn es oft schwierig ist, wie beispielsweise jetzt in der Flüchtlingsfrage!

von Angelika Ploner

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ie Bühne im Kulturhaus in Schlanders glich einem leuchtenden Farbenmeer. In bunten landesspezifischen Trachten tanzte und sang das Sorbische Nationalensemble und lud die Zuschauer zum Eintauchen in die Vielfalt der slawischen Lied- und Tanzkunst. Die Lausitz, Polen, Tschechien, Ukraine, Slowakei, Bosnien, Serbien und Bulgarien bereisten jene, die im Kulturhaus am vergangenen 24. September Platz genommen hatten, zogen von Land zu Land, erlebten eine atemberaubende Farbenpracht und hörten unverfälschte Liedtexte.

Es waren die Spuren vom tschechischen Maler, Musiker, Schriftsteller und Sammler Ludvík Kuba, auf die sich das Sorbische Nationalensemble mit Ballett und Gesang begab. Dieser war Zeit seines Lebens den Sorben zugetan. Es war das erste Mal, dass das Sorbische Nationalensemble einen Ausschnitt aus Kubas WanderAufzeichnungen präsentierte. Das Programmheft verriet den Hintergrund der „Slawen Seele“: „Mit viel Achtsamkeit wurde authentisches Liedgut wie auch Tanzmelodien des Komponisten Erik Kross zu einer spritzigen musikalischen Tanzund Gesangreise durch die slawischen Länder erarbeitet und

vom Choreographen Joachim Lauenroth gestaltet.“ Die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten haben Komponist und Choreograph herausgearbeitet und Kuba damit wohl auch ein Denkmal gesetzt. Das Sorbische Nationalensemble – das nur am Rande erwähnt – wird gefördert und trat bisher in mehr als 40 Ländern verteilt auf vier Kontinente auf die Bühne. Der Gastauftritt des Sorbischen Nationalensembles war die dritte Veranstaltung im Reigen des Herbstabonnements des Kulturhauses Karl Schönherr. Das Theater „Die Baustelle“ aus Köln schloss dieses mit ihrem Musik-Theater „All you need is cheese“ (Bericht folgt).


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Trafoi/Vinschgau/Marienberg

Wandern zu den hl. drei Brunnen ie Burgeiser Veit Fabi und Peter Spechtenhauser, der Lananer Ivo Maier und der Matscher Martin Thanei haben mit anderen vor 50 Jahren das erste Mal Marienberger Schulboden betreten. Sie sind der Einladung des Freundeskreises Marienberg gefolgt und wurden im Hotel „Schöne Aussicht“ in Trafoi am 26. September 2015 mit herlicher Begrüßung und mit der Festschrift, die anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Freundeskreises herausgebracht wurde, von Freundeskreis-Präsidetn Andreas Folie belohnt. Der Freundeskreischor unter der Leitung von Meinrad Warger trug nach einem ergiebigen Buffet Lieder vor und wurde mit reichlich Applaus bedacht. Zuvor wurde gewandert von Trafoi zum Gnadenbild bei den Heiligen drei Brunnen. Eine stattliche Anzahl von Ver-

Fotos: Erwin Bernhart

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Wiedersehen nach 50 Jahren v.l.: Andreas Folie, Veit Fabi, Martin Thanei, Ivo Meier und Peter Spechtenhauser; rechts: die Leiterin des Nationalprakhauses „naturatrafoi“ Ilona Ortler findet aufmerksame Zuhörer einsmitglieder ist der Einladung des Vorstandes zur heurigen und traditionellen Herbstwanderung gefolgt, so dass Wiedersehensfreude und angeregter Plausch nicht ausblieben. Abt Markus Spanier, begleitet von Pater Pius Rabensteiner, Pater Ulrich Faust und Frater Aemilian hielt in der kleinen Kirche eine vom Chor umrahmte Andacht. Die Wanderung und

der Aufenthalt am Fuße der Gletscher inmitten von Moränen, Murkegel und Latschenkiefer wurden von herrlichem Herbstwetter mit Fernsicht und angenehmen Temperaturen begleitet. Auf der Rückkehr machten die Freunde Marienbergs Einkehr ins Nationalparkhaus „naturatrafoi“ und ließen sich von der dortigen Leiterin Ilona Ortler durch die Ausstel-

lung „Leben an der Grenze“ fachkundig führen. Im „Bella Vista“ von Gustav Thöni, der der Gesellschaft einen kurzen Begrüßungsbesuch abstattete, ließ Andreas Folie mit der Feststellung aufhorchen, dass der Verein durch Neuzugänge im Wachsen begriffen sei. Abt Markus bat darum, bei Informationsbedarf den direkten Draht ins Kloster zu wählen. (eb)

Naturns

Sommernachtskonzert – ein polarisierender Musikmix n der zweiten Ausgabe des Sommernachtkonzerts am Abend des 20. Augusts 2015 führte die Musikapelle Naturns das Publikum auf eine einstündige Reise quer durch die vielfältige Welt moderner Blasmusik, aber auch in jene der klassischen Musik, die in modernen Arrangements unter dem Dirigat von Kapellmeister Dietmar Rainer eine Renaissance erlebte. So erklangen an diesem Abend diverse Solostücke, gespielt von Paul Huber am Alt-Saxophon in „Serenade für Alt-Saxophon“, Stefan Gritsch in „Romantic Mood“ am Waldhorn, Manuel Tumler in „James“ am Flügelhorn und Phi-

lipp Götsch in „When I walk alone“ an der Posaune. Kraftvolle, talentierte Stimmen gepaart mit gefühlsvollen Melodiefolgen, beschreibt wohl die musikalische Leistung der Musikkapelle sowie die Gesangssoli von Anna Platzgummer und Daniel Götsch, die mit „Gold von den Sternen“ und „Wie wird man seinen Schatten los“ das Leben des historischen Weltmusikers Mozart beleuchteten. Das elektrisierende Finale, zu dem sich ein Medley vom weltbekannten Entertainer Udo Jürgens gesellte und dessen Gesangssoli Thomas Moriggl präsentierte, schloss mit den beschwingten Rhythmen „New York, New York“ ‘s von Frank Sinatra, gesangssolistisch versüßt durch Veronika Schnitzer, und „Merci Chérie“, dem offiziellen Verabschiedungssong des diesjährigen Sommernachtskonzerts. Mit „Mambo No.5“ servierte Foto: Klaus Huber

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die Musikapelle Naturns das musikalische Dessert und mag somit wohl Auslöser für das eine oder andere mitschwingende Tanzbein in den bis zum letzten Platz ausgefüllten Reihen des Freilichtareals des Bürger-und Rathauses von Naturns gewesen sein. Vom E-Piano, E-Bass bis hin

zum Gesang, kam jede Leistung aus den eigenen Reihen. Mit einer ordentlichen Brise Charme, Esprit und Witz leiteten die Moderatoren Daniel Götsch und Judith Leiter auf gekonnte Art durch den verzaubernden musikalischen Streifzug. Fabian Fleischmann


Bildungsausschuss Latsch - Goldrain - Tarsch

Bildungsfahrt Samstag, 24. Oktober 2015

Der Heimatpflegeverein lädt in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen der Gemeinde alle Mitglieder, deren Familienangehörigen und Freunde und alle Kulturinteressierten zur Fahrt am 24. Oktober nach Dietenheim ins Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde zur Sonderausstellung „Höfe ohne Männer. Frauenalltag im 1. Weltkrieg“ ein. Das Volkskundemuseum in Dietenheim bei Bruneck zeigt die Lebenswelt der ländlichen Bevölkerung von einst. Das Freigelände mit alten originalen Bauernhäusern, Handwerksstätten und Bauerngärten erzählt vom Alltag in früheren Tagen. Die Sonderausstellung arbeitet ein bisher wenig erforschtes Gebiet des 1. Weltkrieges auf. In den Jahren zwischen 1914 und 1918 waren viele Frauen auf Tirols Bauernhöfen auf sich gestellt. Auf ihren Schultern lastete die Verantwortung für das Überleben der Familie und des bäuerlichen Betriebes.

Kastelbell/ Tschars

TarscH

LatscH

Martell

Goldrain

Schlanders

Kortsch

Laas

Stilfs

Prad

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Glurns

Mals

Bildungsausschüsse Vinschgau

Graun

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Schluderns

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Bildungsausschuss Schlanders

Schlanderser Musikfreunde gründen Förderverein für Kirchenmusik Der Chorleiter des Chores der Schlanderser Pfarrkirche lädt alle Freunde und Interessenten vokaler und instrumentaler Kirchenmusik für den 20. Oktober 2015 ein, mit ihm einen „Förderverein der Schlanderser Kirchenmusik“ zu gründen. Diese Gründungsversammlung findet im Pfarrsaal des Widums statt und beginnt um 20 Uhr. Karl H. Vater, der einen derartigen Verein zum dritten Mal gründet (nach Bad Reichenhall und München) erläutert dabei seine Ideen und Erfahrungen und stellt auch die Satzung vor. Sinn des Vereins soll unter anderem sein, jungen Menschen die Freude am Musizieren in Gottesdienst und Konzert zu ermöglichen. Allen Vinschgern, die diese und auch andere Kirchenmusikideen unterstützen möchten, sind zur Vereinsgründung herzlich gebeten.

Abfahrt: in Goldrain, Bushaltestelle 07.45 Uhr; in Tarsch, Bushaltestelle St. Johannweg 07.55 Uhr, in Latsch, Kirchplatz 08.00 Uhr; Rückkehr: ca. 19.00 Uhr Mittagessen: Es besteht die Möglichkeit im Museumsgasthaus zu essen oder in einem eigens dafür vorgesehenen Bereich selbst mitgebrachte Speisen zu verzehren. Information und Anmeldung: Joachim Schwarz 333 6041009 Sandra Kuppelwieser 338 8713279, Hannes Gamper 0473 623288 Martina Oberhofer 333 6166098 Der Preis für die Busfahrt und die Führung beträgt 15,- Euro. Anmeldeschluss: 17. Oktober 2015

Bildungsausschuss Mals

2OI5

Malettes BILDUNGS HERBST Ausstellung

20 Jahre gegen Gewalt, für Frauen Ausstellungseröffnung: Freitag, 16. Oktober 2015 Beginn: 11.00 Uhr Ort: Gemeindebibliothek Mals Ausstellungsdauer: Fr. 16. Oktober bis Mo. 23. November 2015 KVW-Frauen Veranstalter:

Männerkochkurs Kochen ist schon längst keine reine Frauensache mehr. Immer mehr Männer schwingen den Kochlöffel. Mit diesem Kurs werden die Grundlagen geschaffen, sowohl für Vorspeisen, Suppen, Nudelgerichte, Fleischspeisen als auch für Desserts.

Leitung: Erwin Folie Termin: Mo. 19.10., Di. 20.10., Do. 22.10.15 Beginn: 19.30 Uhr Ort: Lehrküche Oberschulzentrum Mals Anmeldung & Info: GWR Spondinig, Tel. 0473 618 166

Herstellung von Fruchtsäften, Sirupe und Aufstriche Hygienebestimmungen und Etiketierung Praxis – wir kochen einen Fruchtaufstrich

Termin: Mittwoch, 21. Oktober 2015 Beginn: 16.00 Uhr Rudi Maier, Ausserperskolerhof Völs Referent: am Schlern Ort: Seniorenraum KVW (Alter Kindergarten bei Ferrarihaus Mals) Anmeldung: Keine Anmeldung notwendig Kostenbeitrag: für Material KVW Ortsgruppe Mals Veranstalter:


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Bildungsausschuss Graun

Oberländer

15

Jahre

Aktionstage 2015

Vortrag

Osteoporose - wenn Knochen brüchig werden Immer mehr Menschen machen sich Gedanken darüber, ob ihre Knochen noch kräftig genug sind. Sie befürchten zu der ständig wachsenden Menge derer zu gehören, die von der berüchtigten Osteoporose betroffen sind. Doch was ist eigentlich Osteoporose? Erfahren Sie mehr im Vortrag von Doris Ziernhöld aus Reschen. Leitung: Doris Ziernhöld Termin: Dienstag, 13.10.2015 Beginn: 14.45 Uhr Ort: Graun – Vereinshaus Organisation: Seniorenclub

Zielgruppe: Kinder ab 8 Jahren Anmeldung: innerhalb 12. Oktober Organisation:

bei Wolfgang Thöni 348 0609560 (begrenzte Teilnehmerzahl!) Bildungsausschuss

Autorenlesung

Lesung mit Angelika Overath Die Reporterin und Romanautorin Angelika Overath ist zusammen mit ihrem Mann und dem jüngsten Sohn von Tübingen nach Sent ins Unterengadin gezogen. In ihrem Buch „Alle Farben des Schnees“ erzählt sie, wie sich Wahrnehmungen und Lebensweise ändern, wenn das Feriendorf in den Bergen zum festen Wohnort wird. Die hohen Berge, hinter denen schon Italien liegt, sind nun Alltag, genauso wie die Juniwiesen, sechs Monate im Jahr Schnee, … Auch wir leben in einer ähnlichen Landschaft. Wie sehr prägt uns diese? Angelika Overath wird aus ihrem Buch lesen und unsere Fragen beantworten. Leitung: Angelika Overath Termin: Dienstag, 20.10.2015 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graun – Vereinshaus Organisation: Gemeindebibliothek Graun Vortrag, Buchvorstellung und Verkostung

Bei diesem Kurs können die Kinder aus Wolle eine Blume, ein Tier, eine Kette, … und aus Schwemmhölzern und anderen Materialien etwas Fantasievolles basteln. Die Kinder werden ermutigt, eigene Ideen zu entwickeln und sie mit Hilfe von Maria und Ludwig in die Tat umzusetzen. Leitung: Maria Eller und Ludwig Schöpf Termine: Freitag, 16.10.2015 von 15.00 bis 18.00 Uhr und Samstag, 17.10.2015 von 09.00 bis 12.00 Uhr Ort: Erlebnisschule Langtaufers in Grub Kosten: 10 Euro

Die Palabirne Walter Tschenett liegt die Palabirne sehr am Herzen. Er produziert auf dem Tälerhof in Schluderns in liebevoller Handarbeit regionale und authentische Produkte von hoher Qualität. In diesem Vortrag wird er uns über die gesundheitlichen Aspekte der PalabDie Palabirne irne berichten. Küchenchef Manfred Ziernheld wird aus seinem kürzlich erschienenen Leseund Kochbuch – „Die Palabirne“ vorlesen und kleine Köstlichkeiten darbieten. Leitung: Walter Tschenett und Manfred Ziernheld Termin: Donnerstag, 22.10.2015 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graun – Vereinshaus Organisation: Bildungsausschuss Manfred Ziernheld

Filzen und Gestalten für Kinder

Kreative Rezepte rund um eine uralte Kultursorte

Eine besondere Frucht ist untrennbar mit der Kulturlandschaft rund um das Städtchen Glurns in Südtirol verbunden:

die Palabirne. Die Birne mit ihrer ledrigen Schale, ihrem

intensiven Aroma und dem süßlichen Fruchtfleisch schmeckt nach Karamell und Zimt und eignet sich vorzüglich für die

Küche und als Tafelobst. Küchenchef Manfred Ziernheld hat

51 Rezepte mit dieser herbstlichen Delikatesse kreiert und setzt die Birne als Vor- und Hauptspeise sowie als Dessert in Szene. Mit einleitenden Beiträgen zur Geschichte, Verbreitung,

Die Palabirne

Kurs

Manfred Ziernheld

Ein Lese- und Kochbuch

Verwendung und Pflege der Palabirne.

www.folioverlag.com

ISBN 978-3-85256-675-7

€ [D/A] 15,40 / € [I] 14,90

Folio Verlag

Oberländer Aktionstage 15 Jahre erfolgreich

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Foto: Bildarchiv Wind

er Grauner Bildungsausschuss ist einer der aktivsten und ältesten im Vinschgau. Zwanzig Jahre lang leitete ihn Prenner Maas Rosa (Reschen), ehe 2006 Edeltraud Lugnan (St. Valentin a.d.H.) und ab 2010 Franz Prieth Vorsitzender war. Seit 2015 ist Wolfgang Thöni (Langtaufers) neuer Vorsitzender. So hat zwar der Vorsitz in der nunmehr vierzigjährigen Geschichte des Bildungsausschuss in fast in alle Fraktion der Gemeinde Graun gewechselt, was Wolfgang Thöni – Der neue Vorsitzende des Bildungsausschuss Graun

Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi

aber im positiven Sinne für frischen Wind im Bildungsausschuss sorgte. So wurden alle Fraktionen aktiv in die Programmgestaltung und Abhaltung der Oberländer Aktionstage eingebunden, die heuer bereits zum 15ten Mal durchgeführt werden. Abwechslungsreich, Generations- und Vereinsübergreifend sind die Bildungsangebote, welche traditionell in den letzten zwei Oktoberwochen stattfinden. In den vergangenen fünfzehn Jahren wurden über 100 Angebote erstellt, welche von der Oberländer Bevölkerung immer gut angenommen werden. Und das ganz im Sinne und Auftrages der Bildungsausschüsse, nämlich Bildung und Kultur im Dorf zu ermöglichen sind. (lu)

Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf


22 /Jugend/

Vinschgerwind 20-15

Jugendtreff Reschen Fr. 09.10.15 ab 18.00 Uhr Mädelsabend: Logo + Nail Design + Waffeln (1€) Ö Sa. 17.10.15 ab 15 Uhr Aktionstag Treffgestaltung (Theke, Wanddeko…) Jugendtreff „Juze“ Hoad Ö Sa. 10.10.15 ab 19 Uhr Tortilla Chips – mal anders (2€) Ö Fr. 16.10.15 ab 18.00 Uhr 1.Klasse Mittelschultreff: Drachen + Baguette machen (5€) Jugendzentrum JuMa Mals Ö Do. 08.10.15 Kochtreff um 18 h Ö Sa. 17.10.15 Fahrt nach Imst zum Go Kart Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Sa. 10.10.15 Fahrt nach Imst Ö Fr. 16.10.15 Keschtn brotn Citytreff Glurns Ö Fr. 16.10.2015 ab 15:30 Uhr Halloween Deko basteln Ö Sa.17.10.2015 ab 19:00 Uhr Törggelen Jugendtreff Phönix Schluderns Ö Sa. 10.10.2015 von 15:00 – 18:00 Uhr Tag der offenen Tür für Eltern und Interessierte Ö Mi. 21.10.2015 ab 15:00 Uhr Kürbis schnitzen JuZe Freiraum Schlanders Ö Sa. 09.10.15 ab 18.00 Uhr Kochen im Treff mit Kathi&Ugo Ö Mi. 14.10.15 von 15.00 bis 17.00 Uhr JuZe Nachmittag für Mittelschüler Jugendzentrum JuZe Naturns Ö Fr. 09.10.15 von 18.00 -20.00 Uhr Workshop zum Thema Drogen „Alles im Griff?!“ für Jugendliche ab 15 Jahren Ö Mi.14.10.15 ab 15.00 Uhr Kuchen backen für U-16 Jugendtreff Kosmo Plaus Ö Mi.14.10.15 ab 16.00 Uhr Second online PC-Turnier Ö Fr. 16.10.15 ab 17.00 Uhr Keschtn broten

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Ein wahrer

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Action- Sommer 2015 In den Öffnungszeiten wurde fleißig für die kulinarische Verköstigungen der langen Freitagen geprobt- Crepes&Zuckerwatte&Popcorn gemixt, 2 Mal ging es mit insgesamt 24 kids ans Meereine Woche im Juli nach Bibione und eine Woche im August nach Rosolina mare,drei Tage Buabm- und Madlcamp wurden bei strahlendem Wetter auf dem Watles genossen, das Hüttnlogr mitn AVS Mals fand in Planeil in der Knottberghütte statt- trotz Nieselregen wurde ein kleines Gipfelkreuz aufgestellt & gewandert, Anfang September- noch vor die Schule begann hieß es ab in den Europapark mit Jugendtreffs Reschen & „Juze“ Hoad, Jugendraum „Enjoy“ in Graun. Seien wir nun gespannt auf das neue Schuljahr! Die stehen auch die Öffnungszeiten fest (Mi-Do:16-21 h/Fr 15-17:30 h/ Sa 18-22:30h)!!

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Jugendzentrum Revoluzze

Jugendarbeiterin @ Revoluzer Mein Name ist Veronika Thaler und ich bin seit September 2015 neue Jugendarbeiterin im Jugendtreff Revoluzer Taufers. Nach dem pädagogischen Gymnasium habe ich mich dem Psychologiestudium in Innsbruck zugewandt. Noch während dem Studium begann ich in Mals als Jugendarbeiterin, wo ich noch heute arbeite. Mir gefällt die Arbeit mit den Jugendlichen, ich freu mich gemeinsam mit dem Ausschuss den Jugendtreff zu betreuen & zu begleiten. Wer Lust hat mich kennenzulernen, schaut einfach Mal zu den Öffnungszeiten vorbei!

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Juma Juge

Mals

ls Jugendzentrum „JuMa“ Ma

sich Das Jugendzentrum „JuMa“ befindet Das in Mals gleich oberhalb vom Bahnhof. Jahren. Jugendzentrum in Mals gibt es seit 6 tberufGeführt wird das Zentrum von der haup die pädagogische Leimaria (Jugendtreff Burgeis), welche Anna und nika Vero rin beite ndar amtlichen Vorstand, lichen Juge ehren dem und …), eiten itungd er Öffnungsz tung innehaben (Programme, Begle , Verleih…). welcher das JuMa verwaltet (Finanzen bis Freitag, ab Herbst Dienstag bis Während der Öffnungszeiten (Dienstag ) Beschäftigungsmöglichkeiten- vom (11+ hen ndlic Samstag) gibt’s für alle Juge tto, bis hin zu Brettspielen, oder Calce und dgemeinsamen Kochen, über Billar eben einfach mal Nix Tun; ps, ndlichen laufend Programme (Worksho Außerdem werden mit und für die Juge ) organisiert. erte… Konz , (Kino üge Ausfl und …) Filmabend, Calcettoturnier

Jugendtreffs Oberland

Vom 02. bis 03. September 2015 besuchten wir den Europapark in Rust. Wir starteten noch etwas verschlafen um 04:00 Uhr früh. Elmar vom Taxi Prenner fuhr uns schnell und sicher zu unserem Ausflugsziel und wir betraten den Europapark bereits vor 11:00 Uhr. Es erfolgte eine kurze Einteilung in kleine Gruppen und dann konnten wir uns den ganzen Tag nach Herzenslust im Park vergnügen. Auch die Übernachtung in den Blockhütten und Planwagen klappte reibungslos und wir hatten eine Menge Spaß. Am nächsten Morgen bedienten wir uns alle beim Frühstücksbuffet im angrenzenden Western Saloon. Gut gestärkt verbrachten wir einen weiteren aufregenden Tag im Europapark und versuchten, mit so vielen Attraktionen wie möglich zu fahren. Am besten gefielen uns die Achterbahnen Silver Star, Blue Fire, Euromir und die aus Holz erbaute Wodan. Unser Mittagessen nahmen wir im Food Loop ein- einem Restaurant,bei dem das Essen mittels Schienensystem an den Tisch saust. Als wir gegen 17:00 Uhr die Heimfahrt antraten, waren wir uns einig, dass wir gerne noch ein paar Tage geblieben wären. Es war auf jeden Fall ein toller Abschluss der Sommerferien! Lea und Elias Patscheider


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Naturns

Stammeslager der Naturnser Pfadfinder euer verbrachten wir, die Pfadfinder vom Stamm Naturns, unser Sommerlager vom 15. -25. August in Deutschnofen. Das Lager stand unter dem indianischen Motto „Mani wastete yo“, was so viel wie „viel Glück auf deinem Weg“ bedeutet. Aus diesem Grund hatten wir neben den üblichen Rundzelten und den Jurten noch ein Tipi (großes Indianerzelt) aufgebaut. Zu Beginn mussten die Kinder und Jugendlichen ihre „Sippenkuchln“ (Lagerküche) aufbauen, was bei den meisten durch die viele Erfahrung, recht schnell geht. Leider hatten wir zu Beginn unseres Lagers ein bisschen Pech mit dem Wetter, jedoch störten wir uns nicht weiter dabei, ganz nach dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Aus-

Foto: „Wind“-Archiv

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rüstung“. So konnten sich bei einem Stationenspiel die einzelnen Sippen verschiedene Materialien verdienen, aus denen sie anschließend einen Traumfänger bastelten. Wie jedes Jahr sind die Sippen (Kleingruppen) auch an einem Tag schon sehr früh zum „Haik“ aufgebrochen. An ihren jeweiligen Zielorten mussten sie verschieden Aufga-

ben erfüllen, sich einen Unterstand zum Schlafen bauen und am nächsten Tag wieder zum Lagerplatz zurückkehren. Am Gammeltag konnten sich die Kinder zwischen Schwimmen in Neumarkt, verschiedenen Aktivitäten im Sportzentrum von Deutschnofen oder gammeln entscheiden. Zwei von unseren Lagerteilnehmern (Anna und

Moritz) schafften es sogar im Lido von Neumarkt den ersten Platz beim Badewannenrennen zu belegen und dürfen nun im November an der Weltmeisterschaft in Deutschland teilnehmen. Im Laufe der nächsten Tage fanden der Thementag, das Geländespiel, Schlag den Leiter und das Lagerfest statt. Die jungen Pfadfinder konnten verschiedenes ausprobieren, wie Bogen bauen und schießen, Blasrohr schießen, Floßbauen, Töpfern, slaklinen, Fallen bauen und Lagersongs schreiben. Ein Highlight für viele Kinder ist sicherlich das Lagerfest wo alle einen schönen Tag mit ihren Familien auf dem Lager verbringen. Alles in allem hatten wir eine tolle, aufregende und spaßige Zeit auf unserem Lager in Deutschnofen.

Matsch

Mals/Vermont

Kalt-kälter-Kaltwasserschwimmer

Vermont lässt grüßen

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Foto: „Wind“-Archiv

raums, zum Matscher Jochsee. Alle vier sind Mitglieder des Kaltwasserclubs von Prag, den es schon seit achtzig Jahren gibt. Thomas Kofler hat unter anderem den Ärmelkanal durchschwommen und nimmt regelmäßig an Kaltwassermeisterschaften teil. Natürlich hauptsächlich für die „Hetz“, wie er erzählt, Kaltwasserschwimmen sei ein absoluter Nischensport. Die Kaltwasserresistenz muss langsam ausgebaut werden, im Moment liegt der Rekord bei 2400 m, dabei sind Frauen in dieSchwimmen im Matscher Jochsee sem Sport meist ausdauernder. Trotz des nicht sehr einladenden Wetters kamen alle vier nach ihrem Bad äußerst entspannt und glücklich zurück. Kaltwasserschwimmen, so Thomas, setzte sehr viel Adrenalin frei, das Gefühl danach sei unvergleichlich. (klf)

chüler, Trainer und Lehrer der Partnerschule Vermont besuchten zwei Wochen die Sportschule Mals. Zum jährlichen Schüleraustausch gibt es heuer ein Novum: Lisa Ratschiller von der 5. Klasse Sportschule fährt Andreas Kuppelwieser (rechts) verkostet für einen Monat mit mit den Sportlern aus Vermont heimische nach Vermont. Die Zwergtomaten und macht ihnen zugleich Sportlerinnen und das Training schmackhaft Sportler aus den USA krieges und staunten zugleich absolvierten mit Andreas Kupüber das atemberaubende Bergpelwieser, Trainer für Biathlon panorama des Ortlermassivs. am OSZ Mals, verschiedene EinLisa Ratschiller: „Ich habe heiten und nahmen bei Marilyn den Besuch der Sportkollegen Egger am Englischunterricht teil. aus Vermont bei uns sehr genosAuf dem Programm standen sen. Wir haben uns näher kenauch Ausflüge zu verschiedenen nengelernt, gemeinsam Spaß Sehenswürdigkeiten des Vingehabt, trainiert, gelernt und schgaus und seiner Umgebung, uns über vieles ausgetauscht. u. a. zum Paddeln um den alten Ich nehme das Angebot meiner Kirchturm in Graun und auf das Sportschule, einen Monat nach Stilfser Joch. Dort besichtigten Vermont zu fahren, gerne an und die Gäste die Stellungen der ösfreue mich darauf, viel Neues zu terreichischen Truppen an der sehen und zu erfahren.“ Gebirgsfront des Ersten WeltFoto: „Wind“-Archiv

er heurige Sommer mag zwar einer der wärmsten der letzten Jahre gewesen sein, trotzdem überschritten die Wassertemperaturen am Matscher Jochsee auf 3191m Meereshöhe am 1. August nicht die 4,5 GradGrenze. Bei Nieselregen, Nebel und Lufttemperaturen um die 6 Grad machten sich Thomas Kofler aus Meran, Paolo Chiarino aus Italien, Jack Bright aus Großbritannien und Iven Petruzèla aus Tschechien auf zum Schwimmen zum höchstgelegenen Bergsee des Alpen-


24 /Kultur/

Vinschgerwind 20-15

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Christian Stecher

PANORAMA Malereien-Collagen-Zeichnungen-Bilderzyklen

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ie Kunst ist wie die Religion ein tiefes Geheimnis, mit dem Verstand nur schwer erfassbar. Beide laden ein zum Nachdenken, zum Innehalten, Suchen und Begreifen, zum Staunen und Rätseln. Die Innenwelt, das Wesen des Menschseins und des Lebens sollen sie erschließen. Manchen geben sie Erfüllung und Antwort auf viele Fragen. Und manchen bleibt der Zugang zur Kunst und zur Religion verschlossen. Die Kunstwerke von Christian Stecher, ausgestellt in den sechs Räumen von Schloss Kastelbell bei der heurigen Herbstausstellung, sind nicht einfach zu deuten für jene, die den Künstler nicht kennen. Sie bieten aber viel Raum für Interpretationen und Spekulationen. Auf den ersten Blick sieht man nur einfache Pinselstriche auf der Leinwand, gemischt mit Zeichnungen, schwarzen Kreisen, Farbkleksen und Körperfiguren. Es sind ausdrucksstarke Bilder mit kräftigen Farben. Einige wirken harmonisch, fröhlich, lebendig, die meisten Bilder genau das Gegenteil. Bewegung, Disharmonie, Zerrissenheit, Ausgeliefertsein, die ganze Schwermut des Daseins. Schwarz ist der beherrschende Farbton bei vielen Bildern. Bei der Ausstellungseröffnung am 26. September las Brigitte Matthias vom Kunstforum Unterland einige Abschnitte aus dem Buch „Gespräche mit Francis Bacon“ von David Sylvester. Bacon, der 1992 verstorbene englische Künstler, gehört zu den bedeutendsten gegenständlichen Malern des 20. Jahrhunderts. Der Mensch mit seinen Ängsten, Leidenschaften

und Deformationen, ausgeliefert der Gewalt, Zerstörung und dem Verfall, das sind seine Themen. Die menschliche Existenz, ein Dasein zum Tode, darum geht es Bacon. Um die Existenz des Menschen, das Wesen des Menschen, geht es auch Christian Stecher. Seine Bilder sind nicht schöne Landschaftsbilder, klare Porträts, es sind die Bilder seiner Innenwelt, es ist seine Bildersprache, mit welcher er auf seine Alltagerfahrung reagiert. Spontan und intuitiv, unverwechselbar. In einem Raum sind Tagebuchnotizen und Bilder dazu, Bildzyklen zu verschiedenen Ereignissen, die der Künstler in seiner Sprache verarbeitet. Oft sind es Zeitungsbilder z.B. eine Schlägerei, die ihn fesseln und eine Zeitlang beschäftigen, oft ist es ein Buch, ein Thema, eine Geschichte, die ihn interessiert und zum Malen anregt. Sehr aufwendig gestaltet ist das Buchprojekt „Zeichnungen zu Sibirien“. Stecher hat das Buch „Sibirien“ von Felix Mitterer mit seinen Bildern kommentiert. Die Bilder zur griechischen Mythologie mit ihren Göttern und Helden beherrschen einen anderen Raum. Gaia, die Mutter Erde, Odysseus, Uranus und der Tartaros, die Unterwelt, sind einige der bearbeiteten Figuren aus der Welt der alten Griechen. Auch hier geht es wieder um die Existenz des Menschen, um seine Hoffnungen und Ängste. Jeder Raum ist mit groß- und kleinformatigen Bildern, Collagen und Zeichnungen zu einem bestimmten Thema ausgestattet. Neben den Tagebuchnotizen und den Bildern dazu, sowie den Werken zur griechischen Mythologie, gibt es weitere


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Fotos: Heinrich Zoderer

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Zweimal im Jahr, im Frühjahr und Herbst ladet das Kuratorium Schloss Kastelbell zu einer Ausstellung, v.l.: die Kulturreferentin Monika Pichler Rechenmacher, Bürgermeister Gustav Tappeiner, Brigitte Matthias vom Kuratorium Unterland und der Künstler Christian Stecher aus St. Valentin auf der Haide Themenräume: Mexiko, Geist und Fleisch, Landschaften und die satten Farben der Blumen. Katharina Hohenstein hat zu den Bildern eines jeden Raumes einen kurzen, einfühlsamen, meditativen Text verfasst.

Alles Leben strebt nach Entfaltung. Und dann kommt der Tod oder ein neues Leben. Christian Stecher ist bereits der dritte Künstler aus dem Vinschgau mit dem Namen Stecher, welcher einen Querschnitt seiner Werke der Öffentlichkeit im Schloss Kastelbell präsentiert. Mexiko ist die zweite Heimat von Christian Stecher. 2007 hat Luis Stefan Stecher, der Malerpoet aus Laas, 1958 geboren, aufgewachsen in St. Valentin, lebt und der heute in Marling lebt, zu seinem 70. Geburtstag seiarbeitet er auch heute noch dort. ne Werke im Schloss Nach dem Studium an der Accaausgestellt. Und 2011 demia delle Belle Arti in Florenz, war es Erich Stecher hatte er mehrere Arbeitsaufent- Ein Gedanke, ein Gefühl, ein Bedürfnis. aus Mals, der in der halte in Südamerika, Mexiko, Alles führt sicher zum Ziel, denn DAS Herbstausstellung Spanien und Irland. Seit über HAUS DES KÖRPERS HAT VIELE TÜREN. seine Werke zeigte. 10 Jahren arbeitet er das halbe Georg Wielander, der Hier die Verzweiflung oder die Hoffnung. Jahr in den Ateliers in Mexiko Obmann des KuratoCity und Mérida auf Yukatan Dort die Freude oder der Wahn. So sitzen riums Schloss Kastund die andere Hälfte des Jah- und laufen, gestikulieren und liegen wir. elbell, meinte bei der res in St. Valentin. Es sind zwei Jeden Tag. Eröffnung, dass der ganz verschiedene Welten, zwei Name Christian Stevon K. Hohenstein Gegenwelten, meint er. In Mexicher seit langem auf ko ist es warm, laut, farbig und der Wunschliste des gefährlich. Auf einem großformatigen Bild ist eine AnKuratoriums stand. Dieses Jahr ist es endlich gelungen, sammlung von Menschen zu sehen. Eine Person ragt aus im Schloss eine Auswahl seiner vielen Werke zu zeigen. der Menge heraus. Das ist Mexiko, vielleicht ganz SüdaDie Ausstellung ist noch bis am 31. Oktober zu besichtimerika: ein großer, starker Mann beherrscht das Volk. gen. Öffnungszeiten: von Dienstag bis Samstag von 14 Im letzten Raum sind die Blumenbilder. Die Blume als bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Symbol des Lebens, der Schönheit, der Erotik. Die satten Farben sollen auf den Höhepunkt des Lebens hinweisen. Heinrich Zoderer

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Spezial

Einrichten & Bauen

Die neuen Einrichtungstrends, Frisches, Exklusives und Traumhaftes haben hier in diesem Sonderthema ihren Auftritt. Design und Handwerksqualität gehen dabei Hand in Hand.... von Angelika Ploner

BOXSPRING – Das Bett ein Traum. Im Schlaf erholt man sich von den Strapazen des Tages und tankt Energie für den nächsten Morgen. Deshalb ist die Wahl des richtigen Bettes mit einer perfekt auf die Bedürfnisse abgestimmten Matratze entscheidend. Unabhängig vom Design spielt die Funktionalität mit einer abgestimmten Matratze eine tragende Rolle. Denn die Matratze unterstützt mit unterschiedlichen Zonen die Wirbelsäule und sorgt dank intelligenter Materialien für ein buchstäblich traumhaftes Schlafklima. Sie leben nur einmal und schlafen täglich. Das ist Grund genug, um sich ein besonderes Schlafsystem zu gönnen. Die komfortable Liegehöhe von 60 Zentimeter und mehr macht einen besonders leichten Ein- und Ausstieg möglich. Durch den besonderen Aufbau mit der Springbox und der darüber liegenden Tonnentaschen-Federkernmatratze, die noch durch eine Auflage erhöht werden kann, passt sich das Boxspringsystem perfekt an den Körper an und bietet selbst bei unterschiedlichen Körpergewichten perfekte Stützkraft und optimalen Schlafkomfort.

Gesehen im Einrichtungshaus De Stefani in Mals.

Design aus Zirbenholz. Zirbenholz hat eine besondere gesundheitsfördernde Wirkung. In Verbindung mit Licht in allen farblichen Nuancen ist die sogenannte Königin der Alpen, wie die Zirbe auch genannt wird, ein Blickfang aber auch eine Einladung zur Entspannung für Körper, Seele und Geist. Vom Zirbenholzbett über Möbel bis hin zu dekorativen Accessoires reicht das Angebot aus Zirbenholz bei der Tischlerei Johann Kaserer in Plaus, Naturns.


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Das Zimmer im Freien. Das patentierte System von Cover zeichnet sich durch die filigrane und doch extrem robuste Konstruktion aus. COVER wird dank patentierte Horizontal-Gleitrollen zur flexiblen Verglasung, die sich mit wenigen Handgriffen komplett öffnen und als kompaktes Paket an die Wand schieben lässt. So kann jederzeit rasch auf Klimaveränderungen reagiert werden - mit perfektem Schutz vor Kälte, vor Schnee, Wind oder Lärm. Die untere Führungsschiene wird bodeneben eingebaut. Und das Beste: Das System kommt vollständig ohne Streben aus. COVER ist das führende System auf dem Schweizer Markt und steht für hohe Produktqualität. Beratung, Verkauf und

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Sich in der Küche treffen. Küchen herstellen hat in Trient Tradition. Kultur und Techniken werden immer wieder neu entdeckt. COVA- Küchen sind die Antwort für alle, die der Kunst des Kochens mit Enthusiasmus und Leidenschaft begegnen. COVA - Qualität überzeugt seit 50 Jahren. Gesehen im Einrichtungshaus Stecher in Schluderns, Telefon: 0473 615 237

Exklusives aus Holz. Wenn man den Rohstoff Holz zu exklusiven, einmaligen Produkten veredelt, dann kann das Ergebnis mitunter das sein, was ein multifunktioneller Lattenrost zu bieten haben sollte. Ein massiver Holurahmen mit beweglichen Zirbenholz-Teller, dadurch sehr punktelastisch und einen aktiven Blasbalg, der die Zirbenluft nach außen transportiert und sich dadurch auch eine zusätzliche Matratzenbelüftung ergibt. Das Zirbenholz verbessert den Schlaf, wirkt entspannend und schont das Herz, laut der Forschungsgesellschaft Joanneum Research in Graz. Alle Körperteile werden optimal gelagert und dürfen ohne Druck über Nacht neue Kraft und Energie tanken. Auch die passende Naturlatex Matratze ist sehr wichtig und hat seine positive Wirkung, wie hier im Bild die Stroh-Matratze oder – auch im Sortiment – Naturlatex mit Weiden- oder Torfauflagen, die Sie im Möbelhaus Fleischmann in Goldrain beim Probeliegen erkunden können.


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Frisch im Design, frisch in Form und Farbe. Diese Polstergruppe überzeugt in jeder Variante durch ihren legeren Charme. Aber nicht nur äußerlich ist die Polstergruppe beeindruckend, die vielen Einstellmöglichkeiten lassen versteckte innere Werte ans Tageslicht treten. So sind sowohl die Armteile als auch die Rückenlehne stufenlos verstellbar und die Neigung der Seitenteile lässt sich über einen Rasterbeschlag variieren. So bequem und so schick, eine einmalige Kombination…

Ohrensessel mal anders. Übergroße Armlehnen und geschwungene Lehnen-Ohren geben
dem Supersonic etwas Spielerisches, in jedem Fall aber einen extravaganten, unverwechselbaren Charakter. Die üppigen Proportionen laden zum Verweilen und
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Jeder Raum ist so individuell, wie jene, die darin wohnen. Ob Tisch, Bänke, Stühle oder Beimöbel, alle Esszimmermöbel sind aus reinem Naturholz und in echter Handwerksqualität gefertigt. Wünsche nach Maß werden Wirklichkeit mit Konzepten nach Kundenwunsch. Design und Handwerk seit 80 Jahren in Meran – bei Comploj in Tscherms.

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Das neue Bausparmodell Das Südtiroler Bausparmodell steht noch am Anfang. Und doch: Die Aussichten sind vielversprechend. Nachdem das Modell nun ausgestaltet ist und die Durchführungsbestimmungen stehen, soll eine Informationsoffensive das Ganze bekannt machen. von Angelika Ploner

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er Hintergrund ist schnell erklärt: Mit dem neuen Bausparmodell soll der Traum eines Eigenheims auch

in Zukunft realisier- und finanzierbar sein. Ohne Sparstrumpf von Eltern oder Großeltern. Das zum einen. Zum anderen soll der Bausektor nicht ins Stocken kommen. Denn auch die Wirtschaft braucht Perspektiven.

Vor diesem Hintergrund hat die Südtiroler Landesregierung das sogenannte Bausparmodell ins Leben gerufen. „Das Bausparmodell hilft Sparerinnen und Sparern, die in einem Rentenfonds eingeschrieben sind,


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fixer Zinssatz: 1,5 %

Vertragsdauer: 18 Monate bis 20 Jahre

Darlehenshöhe: zwischen 15.000 und 200.000 €

für Verheirate oder Paare in eheähnlicher Beziehung 30.000 bis 300.000 € Infos: www.bausparen.bz.it oder bei den vertragsgebundenen Banken

Zugang zu einer günstigen Finanzierung des Baus, des Kaufs oder der Wiedergewinnung der Erstwohnung zu erhalten“, so lautet die Definition. Demnach ist das neue Modell für den Bau, für den Erwerb als auch für eine Renovierung der Erstwohnung anwendbar. Um ein Bauspardarlehen angesucht werden kann nur bei einer vertragsgebundenen Bank, sprich bei jenen Banken, die ein Abkommen mit dem Land unterzeichnet haben. Das sind derzeit genau vier: die Volksbank, die Raiffeisen, die Sparkasse und die Südtirol Bank. Unnötige Behördengänge fallen damit weg, völlig unbürokratisch kann sozusagen vor der Haustüre um ein Bauspardarlehen angesucht werden. Das Eigenheim ist mitunter die wichtigste Altervorsorge. Demnach trifft es sich gut, dass mit dem neuen Bausparmodell das im Rentenfonds angesparte Geld eingesetzt werden kann. Fünf Rentenfonds nehmen am Bausparmodell teil: Laborfonds, Pensplan Plu-

rifonds, Raiffeisen – offener Pensionsfonds, Pensplan Profi und Arca Vorsorge – offener Pensionsfonds. Das Darlehen, das beansprucht werden darf, kann zu einem relativ günstigen fixen Zinssatz von 1,5 Prozent aufgenommen werden. Der finanzielle Spielraum ist genau abgesteckt. „Die Höhe des Bauspardarlehens darf nicht höher, als die doppelte persönliche Zusatzrentenposition sein und muss auf jeden Fall zwischen der Summe von 15.000 Euro und 200.000 Euro liegen“, heißt es auf der Informationsseite von Pensplan. Der Spielraum für Verheiratete oder Paare in einer eheähnlichen Beziehung liegt zwischen 30.000 Euro und 300.000 Euro. Ausgeschöpft werden kann der ganze Rahmen: Es gibt Wohneigentum auf Kredit sozusagen. Die mögliche Vertragsdauer variiert zwischen 18 Monaten und maximal 20 Jahren. Natürlich ist das Ganze an eine Reihe von Bedingungen geknüpft: Selbstredend ist eine Mitgliedschaft in einem Rentenfonds die

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Informationen zum Bausparen Vom 12. bis zum 16. Oktober liegt in der sogenannten Bausparwoche der Fokus auf dem neuen Bausparmodell. Auch bei Vortragsreihen, bei der Wohnbau- und Herbstmesse im Oktober und November wird das neue Bausparmodell im Mittelpunkt stehen.

wichtigste Voraussetzung. Diese muss seit mindestens 8 Jahren bestehen. Doch auch das Alter spielt eine Rolle: Der Bauspardarlehensnehmer darf das Alter von 55 Jahren nicht überschritten haben und muss seit mindestens 5 Jahren in der Provinz Bozen ansässig sein. Außerdem muss er oder sie den Nachweis erbringen, wie die Finanzierung der Erstwohnung bestritten werden will. Und: Das Bauspardarlehen darf nicht an die Stelle eines bereits abgeschlossenen Darlehens treten. Der Staat und das Land kommen Rentensparern in jedem Fall entgegen: Das Bausparen ist steuerbegünstigt. Eingezahlte Beträge in einen Zusatzrentenfonds können nämlich bis zu einem jährlichen Höchstbetrag vollständig vom Gesamteinkommen abgezogen werden. Informationen zum neuen Modell bieten die Banken und Veranstaltungsreihen, die nun im Oktober und November starten.


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„Es gibt die BroschürenArchitektur und die stille, einfache Architektur“ Zurückhaltend und einfach. Wie ihre Architektur. Die beiden Prader Architekten Martin und Kurt Stecher, Sohn und Vater, sprechen im Interview mit dem Vinschgerwind über Architektur, über Herausforderungen und was Architekten heute leisten müssen. Interview: Angelika Ploner

niger Wochen und Monate ein Lebenstraum entsteht und dass dies eine bestimmte Vorlaufzeit in Anspruch nimmt. Je länger die Planungsphase, desto weniger an Nachkorrekturen braucht es. Martin Stecher: Ja genau. Die Planungsphase ist entscheidend. Das hat sich in den letzten Jahren massiv geändert. Die Leute wollen am liebsten alles und gleich. Ein Bau selber wird heute in rund einem Jahr durchgezogen, zwischen Planung, Start und Ausführung braucht man plus minus ein Jahr. Und früher? Kurt Stecher: Früher waren die Bauherren etwas geduldiger. Heute zählen Geld und Zeit. Als erstes zählt das Geld. Das billigste ist das Beste, lautet die weit verbreitete Meinung. Die Bauherren suchen sich ihren Planer danach aus, wer der billigste ist. Das hat sich in letzter

Zeit herauskristallisiert und ist für die Qualität vom Bau sehr negativ. Martin Stecher: Früher hat man in ein Einfamilienhaus zwei Jahre investiert. Das Haus hat mindestens einen Winter lang Trocknungszeit genossen. Auf welchen Ihrer Bauten sind Sie besonders stolz? Welches ihrer Projekte mögen Sie am liebsten? Martin Stecher: Wenn man heute einen Bau gut über die Bühne bekommt, in der Planungsphase eine Harmonie zwischen Planer und Bauherren herrscht, der Planer seine Ideen einbringen kann und der Bauherr ein bestimmtes Vertrauen zum Planer hat, dann kann man auf jedes Projekt stolz sein. Bauherren und Planer müssen sich einfach gut verstehen. Ist der Architekt manchmal auch Psychologe?

Foto: Angelika Ploner

Vinschgerwind: Vorab eine persönliche Frage: Wieviel Zeit investieren Sie in ein Bauprojekt? Kurt Stecher: Das kommt auf das Projekt an. Ob es sich um ein privates Projekt oder ein öffentliches handelt. Da gibt es riesige Unterschiede. Diese Frage kann man nicht generell beantworten. Je größter das Projekt, desto länger dauert der Bau und desto mehr investiert man an Zeit. Wenn wir beispielsweise ein Einfamilienhaus hernehmen? Martin Stecher: Es braucht eine bestimmte Vorbereitungszeit, eine Planungsphase, die heute leider viel zu kurz kommt. Wenn die Bauherren heute zu einem Architekten ins Büro kommen, hätten sie am liebsten bereits den fertigen Plan in ihren Händen. Wenige sind sich bewusst, dass da innerhalb we-

Martin Stecher: Es ist so, dass zwischen Mann und Frau einfach oft unterschiedliche Vorstellungen da sind. Auch andere Prioritäten. Was für den anderen wichtig ist, ist für den anderen nicht wichtig. Und dann muss man vermitteln? Martin Stecher: Das kommt vor. Kommen die meisten Bauherren ohne Vorstellungen zu


Ihnen? Martin Stecher: Nein, das stimmt nicht. Es gibt Leute, die ganz genaue Vorstellungen haben und wieder andere, die überhaupt keine haben. Das ist ganz unterschiedlich. Kurt Stecher: ...weil es einfach ganz verschiedene Leute gibt. Wie ist das beim öffentlichen Bau? Kurt Stecher: Bei den öffentlichen Bauten gibt es das Dreieck

Planer, Nutzer und dem, der den Bau finanziert. Wir haben drei Figuren. Zwischen diesen muss die Harmonie stimmen. Ich habe immer die Meinung vertreten, dass der, der den Bau nutzt am meisten Mitspracherecht hat. Der Zahler, also die Gemeinde, oder das Land haben meistens weniger Vorstellungen darüber, was die Nutzer brauchen. In der Planungsphase muss man deshalb die Nut-

zer demokratisch miteinbeziehen, damit das, was sie sich vorstellen, geplant und ausgeführt wird. Merkt man auf Anhieb, ob eine Harmonie da ist oder nicht? Kurt Stecher: Der Architekt muss sehr kompromissbereit sein und auf jeden Menschen zugehen. Es gibt immer mehr Sympathie und weniger Sympathie. Man muss immer versu-

chen auf die Wünsche einzugehen. Was muss ein Architekt mitbringen? Kompromissbereitschaft und ... Meine Meinung ist, dass wir für die Bauherren bauen, damit sie am Ende ihren Traum und ihre Vorstellungen erfüllt wissen. Natürlich tragen wir auch für die Umgebung Verantwortung, dass der Bau auch in seine Umgebung passt.

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Das heißt Kompromissbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und ... Martin Stecher: Kreativität. Das klingt jetzt künstlerisch. Aber das ist so, der Bauherr hat ein begrenztes Wissen. Die Mischung zwischen Kreativität und technische Umsetzbarkeit muss man erkennen, und diese Eigenschaft braucht es sicher als Architekt. Stichwort Kreativität: Woher kommen Ihre Ideen? Kurt Stecher: Woher kommen Ihre Ideen? Sie fragen sich das selbst? Kurt Stecher: Ich glaube man wird Architekt, weil man Ideen hat. Weil man eine Freude hat und weil ein Architekt immer nach neuen Ideen und Lösungen sucht. Martin Stecher: Der Zeitfaktor ist ganz ausschlaggebend. Wenn man für ein Projekt mehr Zeit hat, dann schaut unterm Strich einfach mehr heraus. Auch die Forderungen der Bauherren spielen eine Rolle bei der Ideen-

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findung und der finanziell abgesteckte Rahmen. Aber hat ein Architekt anhand seiner Ideen nicht eine eigene Handschrift im Laufe der Jahre entwickelt? Woran erkennt man einen Stecher-Bau? Kurt Stecher: Nein, wenn das wäre, dann würde man ja stehen bleiben. Ich glaube es gibt immer mehr einen Einheitsstil, der in Südtirol, in Deutschland oder in der Schweiz gültig ist. Martin Stecher: Klare Formen, die Einfachheit, ein klares Konzept. Ich glaube abseits davon, ist Architektur sehr flexibel. Vom modernen Bau bis zum traditionellen Bauernhaus bauen wir und baut man im Vinschgau eigentlich alles. Ich glaube hier bei uns wird überhaupt mehr akzeptiert als im Rest von Südtirol, als zum Beispiel im Pustertal, da ist man architektonisch viel traditioneller unterwegs. Wohin geht der Trend beim Bauen? Kurt Stecher: Man muss viele

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Ja, es gibt heute die Broschüren-Architektur und die stille einfache Architektur, die weniger auffällig ist, aber mindestens genauso wichtig ist, wie jene Architektur, die nur in den Architekturzeitschriften veröffentlicht wird. Das ist nicht die Architektur für die Allgemeinheit.

Kurt Stecher

Kriterien berücksichtigen. Architektonische Kriterien, Wirtschafliche-, energietechnische, Instandhaltungs- und Kostenfaktoren. Wenn wir bei der Architektursprache bleiben. Kurt Stecher: Es geht in Richtung klare, einfache Formen. Martin Stecher: Ich glaube, der Trend ist die breite Masse. Interesse für die Baubiologie kann man zumindest ausmachen. Gesund Wohnen, gesund leben sind die Trends von morgen. Kurt Stecher: Ja, der Trend geht in Richtung gesund leben, gesund bauen, hauptsächlich im privaten Bereich. Themenwechsel. Was raten Sie

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Bauherren: Wie sollen sie ihren Architekten auswählen? Kurt Stecher: Die Harmonie, das Feeling muss als allererstes stimmen. Martin Stecher: ...weil man einfach viel Zeit zusammen verbringt. Der Architekt ist in der Ausführungsphase der beste Freund der Bauherren. Da muss einfach ganz, ganz viel Vertrauen da sein. Kenntnisse natürlich auch, die Kompetenz eines Architekten, die Erfahrung, weil dann einfach weniger Fehler passieren. Welches ist die größte Herausforderung bei einem Bauprojekt? Ihre Meinung. Martin Stecher: Die Funktiona-

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lität, die Nutzbarkeit, die Ästhetik: Das alles unter einen Hut zu bringen ist die größte Herausforderung. Kurt Stecher: Und alles im Budget unterzubringen. Die Kosten darf man nie aus dem Blick verlieren. Martin Stecher: Eine große Herausforderung ist auch die Standortwahl. Das heißt oft wird ein Gebäude geplant, ohne sein Umfeld mit zu berücksichtigen. Ein Gebäude muss auf sein Umfeld reagieren und darf nicht einfach als Solitärkörper gesehen werden, weil sich da jemand verwirklichen will. Kurt Stecher: Ja, es gibt heute die Broschüren-Architektur und die stille einfache Architektur, die weniger auffällig ist, aber mindestens genauso wichtig ist, wie jene Architektur, die nur in den Architekturzeitschriften veröffentlicht wird. Das ist nicht die Architektur für die Allgemeinheit. Martin Stecher: Wie gesagt, sich mit der Umgebung, mit dem Milieu, mit der Geschichte auseinander zu setzen, das ist eine weitere große Herausforderung. Darauf muss man reagieren mit Materialien, mit Proportionen... Kurt Stecher: ... damit es nicht störend wirkt. Da braucht es Feinfühligkeit. Eine weitere Eigenschaft, die ein Architekt mitbringen muss. Feinfühligkeit? Kurt Stecher: Ja, Feinfühligkeit ist sehr wichtig. Mangelnder Realitätssinn wird Architekten immer wieder – auch – von Handwerkern vorgeworfen. Was entgegnen sich dem? Kurt Stecher: Wir sind beide Architekten, die versuchen mit den Handwerkern zusammenzuarbeiten und eine Zusammenarbeit heißt, dass man auch die Handerker fragt: Was ist da oder dort die beste Lösung? Dem Handwerker auf der gleichen Ebene begegnen, ist sehr wichtig, wobei es auch bei den Handwerkern solche und andere gibt. Welchen Baustoff bevorzugen Sie? Herr Stecher, Sie haben beispielsweise den Marmor beim Krankenhaus Schanders geadelt. Kurt Stecher: Ich bevorzuge die

natürlichen Baustoffe. Ja, ich habe den Marmor beim Krankenhaus Schlanders eingesetzt, was im Nachhinein wiederum von einigen Politikern kritisiert wurde, weil es zu teuer war. Aber ich bin der Meinung, dass man im Vinschgau schon bei einem öffentlichen Bau Marmor verwenden kann. Der Marmor ist eine natürlich Ressource, die bei einem öffentlichen Bau den richtigen Platz hat, weil er auf viele Jahre geplant ist. Martin Stecher: Ich bevorzuge natürliche Materialien mit der Baubiologie im Hinterkopf. Wenn Sie sich einen Traum erfüllen dürften, was würden Sie bauen wollen? Kurt Stecher (lacht): Ein Traum von einem guten Architekt ist für den Bauherren das Projekt zu bauen, wo er sich dann wohlfühlt und man das Gefühl hat, das Richtige für ihn gebaut zu haben. Martin Stecher: Traum? Das klingt wie in einer Märchenwelt. Kurt Stecher: Man hat angefangen mit einer Garage, das war genauso wichtig, wie die Aufträge später – als man bekannter war. Jedes Projekt hat seinen Reiz. Welche Bauaufgabe würde Sie besonders reizen? Martin Stecher: Ich glaube, es tun sich immer wieder neue Bauaufgaben auf, die reizen und die neue Herausforderungen mit sich bringen. Wir begleiten derzeit zum Beispiel ein Hanfhaus in Tschengls, das ist eine sehr reizvolle Herausforderung, wo man auf keinerlei Erfahrungswerte zurückgreifen kann. Welchen Bau im Vinschgau würden Sie abreißen? Martin und Kurt Stecher (lachen): Da wollen wir niemandem auf die Zehen treten.

INFO

Seminare 2015 des Energieforum Südtirol. Gebäudesanierungsseminar: 31. Oktober, 7. u. 14. November, und 5. Dezember. Hausbauseminar für den Neubau: 31. Oktober, 21. u.28. November (1/2 Tag)und 5. Dezember. Anmeldung und weitere Infos: Energieforum Südtirol, Tel. 0471-254199, info@afb.bz; info@energieforum.bz


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Die neue Sportanlage in Morter Im nächsten Jahr wird Geburtstag gefeiert: Der ASV Morter/Raiffeisen wird 50 Jahre alt. Mit der neuen Sportanlage hat man sich sozusagen selbst ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk gemacht. Durch die Zusammenschau aller am Projekt Beteiligten ist ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt entstanden... von Angelika Ploner

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emerkenswertes ist da geleistet worden: Das sei vorausgeschickt. Die neue Sportanlage in Morter ist kein reines Bauprojekt, das wäre zu kurz gegriffen. Das

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neue Sportstadion ist ein Gemeinschaftsprojekt, das Vorzeigecharakter besitzt. Zehn Jahre lang wurde diskutiert, hin- und herverhandelt bis das Projekt spruchreif und die Finanzierung gesichert war: Seit einigen Monaten ist der Bau nun beendet,

Ich möchte mich bei allen, die uns unterstützt haben, bedanken. Bei der jetzigen und der Vorgänger-Gemeindeverwaltung für das Vertrauen, das sie uns als Bauherr geschenkt haben. Ein Dank geht auch an das Land, das fast die Hälfte der Kosten übernommen hat, an Tamara Tozzi von der Gemeinde Latsch, die uns bei allen bürokratischen Aufgaben zur Seite stand, an die Eigenverwaltung Morter, an meinen Ausschuss, besonders an den Kassier Manuel Spada, an Christian Stricker und Andrè Gluderer, die Mitglieder des Sportvereins ASV Morter/Raiffeisen, an die ganze Dorfbevölkerung Morter, an den Sonderbetrieb Gemeindewerke Latsch, an die Raika Latsch, die uns bei den Umkleidekabinen finanziell unterstützte, an die beteiligten Firmen, an die Planer und allen die mitgewirkt haben. Auch bei unseren Sponsoren, die uns seit Jahren unterstützen und keinen Auftrag bekamen, möchte ich mich bedanken. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Jugend mit Freude die neue Anlage nutzt. Steve Trenkwalder, Präsident

das Stadion neu gebaut und der Sportplatz selbst um einige Meter erweitert worden. Insgesamt nehmen Fußballplatz und Stadion die Fläche von 9.900 Quadratmeter in einer prominenten Lage ein: Unterhalb der Burg Obermontani - auf Augenhöhe mit der Ruine Untermontani.

Die neue Morterer Sportanlage. Man hat gekämpft für das Projekt, mit Hartnäckigkeit und viel Engagement. Für den Präsidenten des ASV Morter/Raiffeisen Steve Trenkwalder wurde es zur Herzensangelegenheit. Zusammen mit seinen Mitgliedern hat er viel Freizeit geopfert, unzählige Arbeitsstunden auf dem Bau geleistet, Wochenenden dort verbracht und halbe Nächte geschuftet. Nein, es war kein einfaches Projekt. Und doch: Die Mühen haben sich gelohnt, das Projekt - bei dem der ASV Morter/ Raiffeisen als Bauherr auftrat - ist ein Vorzeigebau. Dass man auf

Eigenleistung setzte, hatte einen guten Grund: Der Kostenrahmen von 520.000 Euro reinen Baukosten musste strikt eingehalten werden, daran gab es nichts zu rütteln. „Damit mussten wir haushalten“, sagt der Planer Gerhard Götsch. Selbst hat man deshalb die neue Zufahrt errichtet, Bagger- und Auffüllarbeiten verrichtet, gemauert und Leitungen verlegt, Abdichtungen oder Dämmarbeiten ausgeführt, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Das zum einen. Zum anderen wurde das Projekt abgespeckt, Einrichtungen recycelt oder günstigere Lösungen gefunden. Beispiel: Anstelle der üblichen Be- und Entlüftungen trat ein viel billigerer Luftschacht, der nun sämtliche Funktionen übernimmt und die Richtlinien berücksichtigt. Oder aber: Die alte Theke des ehemaligen Gasthofes Edelweiß in Goldrain, die in der Garage vor sich hin dümpelte, recycelte man, richtete sie auf und passte sie dem Interieur


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Fotos: Angelika Ploner

Der Bau war ein riesiger bürokratischer Aufwand. Wir haben die gesamten Arbeiten in Gewerke aufgeteilt, damit heimische Firmen zum Zuge kommen. Dass wir mit den veranschlagten 520.000 Euro durchkommen, hat uns zu Beginn der Arbeiten kein Mensch geglaubt. Möglich war dies, weil alle beteiligten Techniker und Unternehmen gut, kostengünstig und fristgerecht gearbeitet haben und der Verein viel Eigenleistung eingebracht hat. Gerhard Götsch, Planer der neuen Sportbar an. Die reinen Baukosten drückte man damit von 355 Euro pro Kubikmeter (Landesrichtpreis) auf 247 Euro pro Kubikmeter. Damit heimische Firmen zum Zug kommen, hat Planer Gerhard Götsch alle Arbeiten in Gewerke aufgeteilt oder auf dem Direktwege vergeben, mit 29 Firmen und Technikern hat man verhandelt, 29 Ausschreibungen, 29 Werkverträge und 29 Abrechnungen getätigt. Der bürokratische Aufwand war en-

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orm. Trotzdem oder gerade wegen des geringen Budgets hat man dennoch qualitativ hochwertig gebaut. „Wir haben den Klimahaus-Standard B erreicht. Kein Mensch hat uns geglaubt, dass wir mit den veranschlagten 520.000 Euro durchkommen werden,“ sagt Götsch. Steve Trenkwalder: „Wir müssen uns bei den Firmen bedanken, die verhandlungsbereit waren und die Eigenleistungen zugelassen haben.“ Heute blickt man nicht ohne Stolz auf die neue Anlage. Glas und Holz dominieren als Baustoffe. Glas tritt in großflächigen Fenstern im Barbereich und im Geländer zum Sportplatz hin auf. Die Funktionalität steht im Vordergrund: Garage, Lagerraum, Heizraum, die Waschküche, die drei Umkleidekabinen und zwei Nasszellen befinden sich im Erdgeschoss. Im Obergeschoss hingegen sind die Bar samt Kühlraum, die Küche und das Büro untergebracht. Außerhalb des Stadions liegen auf dieser Ebene auch die Zuschauertribünen. Aus dem Jahr 1981 - 1982 stammt – ganz nebenbei bemerkt – die alte Sportanlage, die über 30 Jahre auf dem Buckel hatte. Ausschließlich in Eigenleistung wurde diese damals realisiert.

Technische Daten: 9.900 Quadratmeter misst die Sportanlage Morter 29 beteiligte Firmen und Techniker 342 Quadratmeter verbaute Fläche 2.100 verbaute Kubatur Rund 1 Jahr Bauzeit

d.Gluderer André

EE LL EE KK TT RR O O MORTER

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38 /Bauplatz/

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Modernes Wohnen im historischen Ortskern Fotos: Günther Fritz

Schluderns - Das Haus der Familie Oskar Lingg im historischen Ortskern von Schluderns ist mustergültig saniert worden. Aus dem ehemaligen Einfamilienhaus aus den 80er Jahren sind drei moderne Wohnungen geworden. Die alten Strukturen des angrenzenden Stadels und das moderne Design der Wohneinheiten stehen in harmonischer Verbindung zueinander und werden dem Ensemble- und Denkmalschutz gerecht.

von Magdalena Dietl Sapelza

„Um der Zersiedelung unserer Dörfer- und Stadtzentren entgegen zu wirken, wird es in Zukunft wichtig sein, den Bewohnern die Möglichkeiten aufzuzeigen und die Grundlagen zu schaffen, damit sie vermehrt in Ortszentren bauen, um deren Aussterben entgegen zu wirken“, sagt der Architekt Günther Fritz aus Glurns. Er hat drei Wohneinheiten für die Familie Lingg geplant und die Bauarbeiten aktiv begleitet. Entstanden sind eine Parterre-Wohnung für das Ehepaar Oskar und Roswitha Lingg, eine darüber liegende Wohnung für Sohn Stefan und eine etwas größere Dachwohnung für Sohn Martin und seine Familie. Die oberen Wohnungen haben den Zugang über das Treppenhaus an der Nordseite. Das Dachgeschoss wurde leicht angehoben und teilweise in die angrenzende Scheune hinein gebaut. So entstand für

Höchster Wohnkomfort durch harmonische Raumgestaltung; oben links: die Ostseite des Hauses; mitte: geräumiges Bad, rechts: Treppehaus mit Flair

die Dachwohnung zusätzlicher Raum. „Von außen lässt sich dieser Kniff nur anhand der unterschiedlichen Materialien und Typologien ablesen“, erklärt

Fritz. Er hat sich von Anfang an bemüht, die Vorstellungen der Bauherren mit seinen Vorstellungen als Architekt und jenen des Denkmalamtes in Einklang

zu bringen. „Die Wünsche der Bauherren sind immer vorrangig. Ich bemühe mich, diesen bestmöglich gerecht zu werden. Bis zum Schluss müssen


„

08.10.15

Bis zum Schluss müssen Gesamtkonzept und Design für alle Beteiligten passen von Günther Fritz

Gesamtkonzept und Design für alle Beteiligten passen“, betont Fritz. Architekt und Bauherren haben sich regelmäßig ausgetauscht und nach individuellen Lösungen gesucht. Und es ist bestens gelungen, moderne Wohneinheiten zu schaffen, die den Bedürfnissen der drei Familien etsprechen und die gleichzeitig dem Ensembleund Denkmalschutz gerecht werden. Markant ist das naturbelassene Lärchenholz, das für Dachgeschoss, Brüstungen und für die Balkone Verwendung fand. Lärchenholz ist typisch für die Gebäude der Umgebung und passt gut in das allgemeine Erscheinungsbild. Lärchenholz prägt

auch Teile der Innenausstattung, wie zum Beispiel die Böden im Dachgeschoss. Für die zwei unteren Wohnungen wurden hochwertige LICO-Böden gewählt. Ein besonderes Flair vermitteln Eingang und Treppenhaus Die harmonische Verbindung zwischen Lärchenholz, Metall und alten Mauersteinen schafft eine wohlige Atmosphäre. Die alte Bausubstanz wurde in Szene gesetzt, wo es möglich war. Da und dort entstanden kleine aber fein ausgearbeitete Detaillösungen, den baulichen Gegebenheiten angepasst. Bei der Gestaltung der Innenräume wurde der Schwerpunkt auf maximalen Wohnkomfort gelegt. Die Räume sind großzügig angelegt und Licht durchflutet, wobei Glasfronten unterstützend wirken. Die Einrichtung haben die drei Parteien individuell gewählt. In der Dachwohnung besticht das große luxuriöse Bad. Martin Lingg hat sich als gelernter Hydrauliker damit einen Traum erfüllt.

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Technische Daten: Energetische Sanierung mit Ausbau Dachgeschoss Lage in der A-Zone mit Ensembleschutz Baubeginn: Frühjahr 2014 Fertigstellung: Sommer 2015 bebauter Raum: ca. 950m3 Bestand: wärmegedämmtes Mauerwerk, gesamtes Dachgeschoss in Holzbauweise 3 Wohneinheiten von 55m2 bis 110m2


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Nationalpark Stilfserjoch

Wiederansiedlung von Steinwild Foto: Mauro Pietroboni

Tourismusmagnet, Nahrungskonkurrent, Jagdtrophäe? Junge Steingeißen äsend

Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Franziskus von Assisi, 4. Oktober 2015

D

er majestätische Steinbock ist ein Symbol für ein Alpentier. In Graubünden hat er es zum Wappentier im Kantonswappen gebracht. Das Steinwild gehört zum historischen Inventar der Alpenfauna. Schon die Ureinwohner in unseren Bergtälern haben vor 30.000 Jahren den Steinbock in der Höhle Chauvet in Südfrankreich auf den Felsen gemalt. Dies ist nur eine von bisher über 300 entdeckten prähistorischen Darstellungen des Steinwildes. Durch menschliche Bejagung war der Alpen-Steinbock bis auf weniger als 100 Exemplare geschrumpft. Nur diese kleine Restpopulation war anfangs des 20. Jahrhunderts in den Jagdgebieten der italie-

nischen Savoyer-Könige in Piemont und in Aosta erhalten geblieben. Auf Anfrage der Schweizer Nachbarn hat der König keine Tiere verkauft. Die Schweizer haben daraufhin einige Tiere ungesetzlich aus den königlichen Jagdreservaten entwendet, um ab 1906 in zwei zoologischen Gärten der Schweiz die Nachzucht zu betreiben. Ab 1911 sind dann die ersten Freilassungen von im Zoo geborenen Jungtieren am Piz Albris bei Pontresina und St. Moritz erfolgt. Ausgehend von dieser Gründerkolonie sind weitere Täler der Zentralalpen wieder mit Steinwild besiedelt worden. Die genetische Vielfalt blieb dabei aber schmal, weil alle Kolonien auf die Piz Albris-Kolonie zurückgingen. Ein schmaler genetischer Flaschenhals erhöht das Auftreten von Inzucht und die Krankheitsanfälligkeit der Tiere.

Bestandeszahlen Heute gibt es im gesamten Alpenbogen ca. 47.000 Stück Steinwild, davon in Italien 16.000 und davon wieder 1.200 im Nationalpark Stilfserjoch. In Südtirol gibt es außerhalb des Nationalparkgebietes in den Ötztaler Alpen an der Nordseite des Vinschgaues, in der Sevenna-Gruppe und in den Stubaier Alpen um den Brennerpass nochmals ca. 1.100 Individuen.

Fragmentiertes Vorkommen Das Vorkommen des Steinwildes bleibt fragmentiert und seine Ausbreitungstendenz ist im Vergleich z.B. zum Rotwild stark verlangsamt. Nicht alle potentiell Steinwild tauglichen Lebensräume sind im Nationalpark Stilfserjoch derzeit besiedelt. Der übergroße Teil des Steinwildes im Nationalpark


Das Steinwild-Observatorium des Nationalparks Hohe Tauern, als Holz-Glas-Turm der hexagonalen Säulenform eines Bergkristalls nachgebildet, welches sich auf der Franz-Josefs-Höhe an der GroßglocknerHochalpenstraße oberhalb von Heiligenblut in Kärnten befindet, besuchen jährlich 55.000-65.000 Menschen. Auch Vinschgauer Touristiker wünschen sich für den Südtiroler Anteil des Nationalparks das Steinwild als Beobachtungsobjekt. Die WildziegenArt mit den imposanten Hörnern der Böcke hat eine relativ geringe Fluchtdistanz und ist daher bei etwas Glück auch der Nähe zu beobachten. Die behebigen Böcke sind dabei weniger scheu als die misstrauischen Geißen, welche sich zum Schutz ihrer Kitze bei Störung oder Bedrohung schneller in die Felsen zurückziehen. Dort sind sie als perfekte Kletterer jedem Fraßfeind überlegen. Auf dem verschneitem Untergrund der alpinen Rasen und Geröllhalden sind hingegen die Gämsen dem Steinwild überlegen. Dies liegt im anatomischen Aufbau und in der Anpassung der Läufe und Hufe der beiden Huftierarten an den jeweiligen Lebensraum.

Wiedereinsetzung Wegen der im Vergleich etwa zum Rotwild stark verlangsamten Ausbreitungstendenz des Steinwildes ist es von der Biologie und Lebensweise her betrachtet, nicht sinnvoll, zur Neugründung von Kolonien einzelne Exemplare von Steinwild irgendwo verinselt zu entlassen. Die Erfahrung der Wildbiologen lehrt, dass es hingegen angezeigt ist, kleine bestehende Kolonien an ihren Außenrändern durch andernorts gefangene Tiere aufzustocken. Bei solchem Vorgehen kann die Vitalität der Kleinpopulation steigen und deren genetische Variabilität erhöht werden.

unsachlicher Information, aber auch SkepHintergrund ist nach meinem Dafürhalten sis. Dies lehrt das Wiederansiedlungsproauch die Wiederansiedlung des Steinwildes jekt des Braunbären im Trentino. Der Allesim Südtiroler Anteil des Nationalparks Stilfresser Braunbär ist dabei sicher nicht mit fserjoch zu handhaben. Dann vielleicht dem Pflanzenfresser Steinwild zu vergleigelingt ein tragfähiger Kompromiss zwichen. Trotzdem müssen die Skepsis und die schen Schützern der Tiere und Nutzern des Bedenken ernst genommen werden. Bodens. Und der Steinbock könnte mehrere Während Touristiker, Touristen, Naturseiner Vorzüge anbieten: Ein Element der schützer, Jäger und andere Zielgruppen die Biodiversität, ein stolzes, rückkehrendes Wiederansiedlung des Steinwildes begrüAlpentier, ein Tourismusmagnet, ein Beoßen, sind manche viehhaltende Bauern, bachtungsmoment mit Freudengefühlen, welche ihre Nutztiere im Sommer auf den ein Indikator für Lebensraumqualität und Almen sömmern, auch skeptisch: In ihrer ein friedlicher Kommensale mit den HausArgumentation könnte das Steinwild auch tieren zu sein. zum Nahrungskonkurrenten für die Weidetiere werden. Laut italienischem Staatsgesetz geDie Brunft des Steinwildes findet hört das Steinwild zu den nicht im Dezember/Jänner statt jagdbaren Tierarten. Landnutzer äußern daher auch Bedenken, dass eine Regulierung des Bestandes bei Anwachsen des Steinwildes auf große Dichten rechtlich nicht zulässig würde. Arten- und Lebensraumschutz in Schutzgebieten ist meines Erachtens mittel- und langfristig nur von Erfolg gekrönt und mit Akzeptanz begleitet, wenn der Schutz von den verschiedenen Interessensgruppen auch mitgetragen wird. DieDas Alter eines ser Überzeugungsprozess muss Steinbockes die Naturschutzorganisationen zählt man an den ebenso einschließen, wie die Zuwächsen an der Wohnbevölkerung, die LandInnenseite des nutzer und die Vertreter weiHornes terer Interessengruppen. Dabei müssen z.B. die Bedürfnisse der Almbewirtschafter vernunftbetont und mit Augenmaß einbezogen werden. Dieser Ansatz beinhaltet auch den Respekt der Naturschützer vor dem Privateigentum und dem Gemeinschaftsbesitz. Vor diesem

Außer Touristenmagnet auch Nahrungskonkurrent? Zur Wiederansiedlung derzeit in einem Gebiet ausgestorbener, aber vormals in diesem Gebiet präsenter und heimischer Wildtierarten gibt es heute auch Ängste, manchmal vorgefasste Meinungen aus fehlender oder

Foto: Patrick Devynck

Steinwild als Touristenattraktion?

/Nationalpark/ 41

Foto: Damiano Benedetto

lebt heute in den lombardischen Tälern west- und südseits des Stilfserjoches. Im trentiner Anteil des Nationalparks gibt es eine kleine Kolonie im Talschluss des Pejotales zu Füßen des Monte Vioz. Im Südtiroler Parkanteil lebt seit Jahren eine Kolonie in Hinterulten, welche derzeit auf ca. 30 Tiere geschätzt wird. Einzelne Exemplare dieses Ultner Steinwildes wechseln letzthin ab und an in das hintere Martelltal herüber.

Vinschgerwind 20-15

Foto: Patrick Devynck

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Außerhalb der Brunft lebt das Steinwild in Rudeln, welche sich nach Geschlechtern getrennt formieren


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Kastelbell ist ein Dorf der Sport-Legenden. Nach dem 31 Jahre lang amtierenden Präsident Paul Tappeiner ist die Legende Harald Kiem als Trainer ans Steuer der Kampfmannschaft von Kastelbell-Tschars gekommen. In seiner großartigen Fußball-Laufbahn hat Harald 28 Spielsaisonen in

8 Vereinen, die erste in Kastelbell, gespielt. Auf der Trainerbank, wo er ganz wenig sitzt, zeigt Harald viel Temperament. Er ist nicht der einzige, auch Engl Grünfelder und Alfred Lingg, um einige berühmte Beispiele zu zitieren, feuern ihre Mannschaften in sehr lebhafter Art und Weise an. (lp)

Foto: Leonardo Pellissetti

Der temperamentvolle Trainer Harald Kiem

Harald Kiem in Aktion

Fußball-Tradition geht weiter

Strafschuss der Gäste aus Auer

Von Leonardo Pellissetti

K

astelbell-Tschars ist ein Verein mit Tradition, besonders im Fußball. Im Jahr 2009 hat Remo Mengon eine wichtige Erbschaft übernommen, insbesonders nach der von Paul Tappeiner im Bereich Fußball hinterlassenen goldenen Zeit. Sektionsleiter Mengon hat mit wenig Erfahrung angefangen. Dank seines Einsatzes, seiner Arbeit und der Anwesenheit am Sportplatz hat er viel dazugelernt. Nach dem Abstieg in 2. Liga unter seiner Führung ist die Mannschaft somit wieder in die 1. Liga aufgestiegen. Dass zwei seiner Söhne in der ersten Mannschaf spielen, hat seine Motivation sicher noch verstärkt. Die Ergebisse in den letzten

sonntags von Fußball beherrscht ist. Seit 2 Monaten hat Mengon eine neue Arbeit und zwar ein Lebensmittelgeschäft in Moos übernommen, das beschränkt

seine Freizeit. Dank der von ihm geschätzten Mitarbeiter, Trainer Harald Kiem, Anton Telfser und Martin Kaserer, werden manche Abwesenheiten kompensiert.

und Schluderns werden leider ein schweres Leben haben und werden kämpfen müssen, um in „Nach verschiedenen der 1. Liga zu bleiben. gesehenen Spielen Schlanders wird im scheint mir klar zu Gegenteil die notwensein, dass, obwohl Terdigen Punkte machen lan tatsächlich sehr und wird eine ziemlich stark ist, heuer keine ruhige Meisterschaft beMannschaft eine einstreiten. same Flucht durchfühUnsere Kastelbeller ren kann, wie im vori- Remo Mengon Mannschaft hat heugen Jahr Latsch. Stark er zwei große Kaliber sind auch Nals und Moos. Ohne wie Ewald Kiem und Christian eingebildet zu sein, glaube ich, Holzknecht verloren. Es ist uns dass wir auch dabei sind. Mals gelungen, wichtige Leute in die

Mannschaft einzubauen, wie Vincenzo Folino, der seit einem Jahr in Kastelbell wohnt, und Domenico Narda, der für diese Fußballkategorie über überdurchschnittliche Eigenschaften verfügt. Wir haben zwei vielversprechende Jungs des Jg. 1998 hineingebracht: Hannes Mengon und Jonas Wilhalm. An der Stelle von Max Greis, der nach Latsch emigriert ist, spielt Andreas Paulmichl, der von Latsch gekommen ist und der uns mit seinem Doppeltor gegen Auer zum Sieg gebracht hat.“

drei Jahren waren mittelmäßig, aber der Klassenerhalt ist gelungen. Er dankt seiner Frau für ihr Verständnis seiner Tätigkeit gegenüber, die samstags und

Die Meinung von Mengon über die Meisterschaft 2015/16.

Fotos: Leonardo Pellissetti

In der Sektion Fußball des Sportvereins Kastelbell/Tschars Raiffeisen spielt Remo Mengon eine wichtige Rolle, der heuer im 7. Jahr die Sektion Fußball führt. Seine Meinung über die Lage der Mannschaft von Kastelbell-Tschars und über den Vinschger Fußball in der 1. Liga, bei der mit Mals, Schlanders und Schluderns insgesamt 4 Mannschaften beteiligt sind.


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/Sport/ 43

Latsch - Eishockey Serie B

Heißer Tanz auf dem Eis ie heurige Meisterschaft der Serie B, an der auch der AHC Vinschgau wieder teilnimmt, verspricht Spannung vom Anfang an. Gleich 16 Teams kämpfen um den Titel, vier Mannschaften sind freiwillig von der ersten in die zweite Liga abgestiegen und der Kampf um die Playoff-Qualifikation, das erklärte Saisonziel der Vinschger, gestaltet sich heuer so hart wie noch nie. Ausrutscher darf man sich aufgrund der vielen starken Teams nicht erlauben. Der Start in die neue Saison verlief etwas holprig: gleich zu Beginn trafen die Eisfix auf einen der Favoriten, den HC Eppan, und kassierten eine klare Niederlage. Eine Woche später feierten die Vinschger gegen Como einen überzeugenden 9:2 Sieg. Wichtige Punkte im Hinblick um die Playoff-Tickets.

Foto: Sarah Mitterer

D

Manuel Lo Presti und Simon Rinner im Zweikampf Das mit Spannung erwartete Derby gegen den HC Meran, bei dem mit Daniel Rizzi, Stefan

Kobler, Thomas Mitterer und Manuel Lo Presti gleich vier Vinschger im Kader stehen, ver-

lief dann wiederum alles andere als nach Wunsch. Nach fünf Minuten lagen die Eisfix mit 2:0 im Hintertreffen. Zwar hatten die Vinschger Cracks, die in diesem Jahr vom Kanadier Jeffrey Job trainiert werden, einige Chancen zum Anschlusstreffer, doch sie scheiterten immer am Meraner Goalie. Am Ende ging der Derbysieg mit 5:0 an die Passerstädter, wobei zwei Treffer durch Manuel Lo Presti ausgerechnet ein Latscher erzielte. Für die Eisfix ist dies dennoch kein Grund, die Köpfe in den Sand zu setzen. Die Saison ist noch lang, es gilt in jedem Spiel höchste Konzentration zu bewahren und vollen Einsatz zu zeigen. Denn mit Einsatz, Zusammenhalt, Kampfgeist und dem nötigen Quäntchen Glück ist in jedem Spiel alles möglich! (sam)

Laufsport

2015 – Höhepunkt in Rom

Der Wildsau-Dirt-Run

E

A

Sekunden) ihre Bestleistungen deutlich. Miriam schwamm als Schlussschwimmerin der Lagenstaffel zum ersten Mal unter 62 Sekunden über 100m Freistil auf der 50m Bahn. Nur zu Zeiten der Ganzkörpergummianzüge, in der Saison 2008/2009, waren Südtiroler Staffeln in dieser Altersklasse jeweils um 2 Sekunden schneller als die jetzigen SCM-Staffeln. Somit haben die geschwommenen Zeiten 4:06,07 und 4:32,74 zu diesem Saisonhöhepunkt in den beiden Staffeln Freistil und Lagen einen besonderen Stellenwert. Volker Müller, SCM

Foto:SC Meran

s ist ihnen gelungen. Zum Saisonhöhepunkt 2015/2016, zu den Jahrgangsitalienmeisterschaften im August in Rom, steigerten sich Sonja Profaizer und Miriam Innerhofer (Bild) noch einmal zu persönlichen Bestleistungen. Beide Naturnserinnen nutzten ihre Mehrfachstarts optimal. Miriam verbesserte sich über 50 m Freistil auf 28,33 Sekunden und stellte damit gleichzeitig einen neuen persönlichen und neuen SCM Rekord in der Altersklasse Jugend/ weiblich auf. Über 4x100m Freistil und 4x100m Lagen gingen beide Sportlerinnen sehr erfolgreich an den Start. In beiden Staffeln sprang Sonja als Startschwimmerin ins Wasser und verbesserte in Freistil(1:00,47 Minuten) als auch über Rücken (1:09,74 erstmalig unter 70

m 19.09. machten sich 7 Läufer/innen aus dem Vinschgau auf den Weg nach Vorarlberg zum „Wildsau Dirt Run“ und mischten sich unter die rund 300 Starter. Einen Teil der Strecke konnten sie vorher besichtigen, der Rest war eine Überraschung. Verschont blieben sie von gar nichts. Vom „unter Strom setzen“, unter einem Netz durchkriechen, einen Fluss durchqueren und einen steilen, rutschigen Erdhang hinaufklettern, zum Runterrutschen über eine Plane in ein dreckiges Wasserloch, Slackline-Parcour bis zum Trailrun war alles dabei. Schmutz, Nässe und kleinere Blessuren waren vorprogrammiert, aber vor allem stand der Spass im Vorder¬grund! Da Simone Tragust auf Grund einer Trainings-

Foto: Simone Tragust

Schwimmen

verletzung nicht mehr teilnehmen konnte, ließ sie es sich aber trotzdem nicht nehmen das Team zu begleiten. Die restlichen 6 Läufer/innen brachten hervorragende Leistungen! Manuela Wieser bestritt die 7 km in 1.21.23 und schaffteRang 6! Die 14 km bestritten: Martin Kobler in 1.32.15 und Rang 3, Claudia Tscholl in 2.03.19, Rang 2, Romina Oswald in 2.04.45, Rang 3, Tamara Verdross in 2.20.42, Rang 7 und Heike Niederholzer in 2.25.31, Rang 8! Simone Tragust


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Naturns

Fotos: „Wind“-Archiv

Zusammentreffen der Einradfahrer

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m letzten Sonntag ging in Naturns der bereits 7. Naturnser Einradtag über die Bühne. Die dunklen Wolken, die über dem ganzen Land verteilt waren, hielten die Einrad-Fans nicht davon ab, in diesem Jahr der Einladung der neuen Sektion Einrad des SSV Naturns Raiffeisen zu folgen. So tummelten sich an die 150 Einradfahrer und zahlreiche Zuschauer rund um den Sportplatz. Natürlich konnte auch der SSV Naturns bei der Abhaltung des Einradtages auf die Unterstützung von

Marmsoler Sepp zählen, der wieder gekonnt durch den Tag führte. Alle Einradfahrer kamen in Naturns auf Ihren Geschmack. So konnten 2 Parcours mit zahlreichen Hindernissen und verschiedenen Schwierigkeitsstufen befahren werden. Auch der IUF-Slalom und die Disziplin Slow forward (langsames Fahren) auf einem breiten und schmalen Holzbalken wurden geboten. Zudem öffnete das Ötzi-Bike-Team sein Areal oberhalb des Sportplatzes. So

kamen auch die Einradfans der Muni-Disziplinen auf ihre Kosten. Am frühen Nachmittag zeigten Fabian, Ivan und Johanna aus Latzfons, Lajen und Rodeneck spektakuläre Tricks und Stunts auf dem Einrad in der Disziplin Trial. Auch für die Liebhaber des Freestyle hatte die Einradgruppe etwas parat. So zeigten die Gastgeber der Einradgruppe des SSV Naturns Raiffeisen eine Kostprobe ihres Könnens. In einer rund einstündigen Show wurden unter anderem

die Choreografien der Landesmeisterschaften dem zahlreich erschienenen Publikum präsentiert. Fulminanter Abschluss der Aufführungen bildete die Gruppenchoreografie der Piraten zu den Klängen aus „Fluch der Karibik“. Nach den Preisverteilungen und dem traditionellen Gruppenfahren am großen Ring fand die rundum gelungene Veranstaltung sein Ende. Dem 8. Naturnser Einradtag 2016 steht also nichts im Wege. Einradgruppe SSV Naturns Raiffeisen Tanja Saurer

Latsch

Laufsport

Trainingscamp

Internationaler Drei-Zinnen-Lauf

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ach einer einjährigen Pause wurde heuer wieder ein Trainingscamp für die jüngsten Leichtathleten veranstaltet. Drei Tage lang gab es Tipps, Übungen und Hinweise von geschulten Trainern des Lac Vinschgau Raiffeisen und Amateur Sportverein Latsch. Die 48 Kinder wurden in drei Gruppen eingeteilt und konnten sich in den Disziplinen aus Lauf, Sprung und Wurf auf den wunderschö-

E

s herrschte Kaiserwetter nen-Lauf zu einem der schönsbeim 18. internationalen ten Bergläufe der Welt. Drei-Zinnen-Berglauf am 12. Ein Platz auf dem Stockerl September. Rund 1000 Läufer erreichten in der jeweiligen Alund Läuferinnen gingen auf tersklasse: 1. Verena Pratzner die anspruchsvolle Strecke von und 3. Anna Pircher; als MannSexten zu den Drei Zinnen. Zu schaft erreichte der Rennerclub bewältigen waren 17,5 Km und Vinschgau den 3. Platz. (r) 1.350 Höhenmeter. Doch für all jene, die auf der DreiZinnen-Hütte ankamen, lohnte sich die Mühe. Bei schönem Wetter und umgeben von einer traumhaften Bergkulisse und das mitten im Unesco-Welt-Kulturerbe Dolomiten, war das Läuferglück perfekt! Nicht umsonst Die Gruppe vom Rennerclub Vinschgau im zählt der Drei-Zin- Ziel vor den Drei Zinnen Foto: „Wind“-Archiv

Foto: Michael Traut

nen Anlagen der Viva Latsch üben. Am letzten Tag gab es noch einen Wettkampf in Form eines Mehrkampfes. Das eine oder andere Talent konnte dabei auch gesichtet werden. Dolly Stecher, die Präsidentin des Latscher Amateur Sportvereins, möchte auch im nächsten Jahr wieder ein Camp abhalten. Die Kinder haben dazu noch die Möglichkeit am Samstagvormittag zum Training nach Latsch zu kommen. Am 12. Dezember findet in Schlanders der Fakie- Cup statt, eine weitere Gelegenheit für die Schüler in die Welt des Mehrkampfs spielerisch hineinzuschnuppern. (ah)


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Sportverein Mals

Vielseitiger und offener Sportverein er Sportverein Mals ist sicher von Vielseitigkeit geprägt. Es genügt neben den durchgeführten normalen Sporttätigkeiten die vielen Sommermeetings und die vielen Wintertriathlons als Beispiele zu zitieren. Jetzt fügt sich Neues hinzu und zwar Sport für die Flüchtlinge. Es handelt sich um eine neue Aufgabe für Helmut Thurner, seit Dezember 2013 Nachfolger von Alfred Lingg als Präsident. Über Helmut Thurner ist zu erwähnen dass er langjähriger Spieler des ASV Mals, Trainer und Spielertrainer in Mals, Laas, Kastelbell und Eyrs war. Er ist verheiratet, Familienvater, nämlich Vater von 3 Töchtern. Wie sieht Thurner zur Zeit die Lage im Sportverein Mals? Der Sportverein Mals funktionierte gut, sagt Thurner. Alle 7

Foto: Leonardo Pellissetti

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Helmut Thurner bei der 50-Jahr-Feier Sektionen arbeiten zwar autonom aber immer wieder werden gemeinsame Aktivitäten veranstaltet wie z. B. die 50-Jahr-Feier, Kirchtag, Sportmeile usw.. Präsident Thurner ist der Meinung, dass im Bereich Fußball derzeit ein schwieriger Moment durchlebt wird. Es wird nämlich um den Klassenerhalt gekämpft. In einigen Jahren sollte die langjährige Jugendarbeit wieder Früchte tragen und das lässt wieder auf bessere Zeiten hoffen. Der Sportverein arbeite eng

mit der Sportschule zusammen, sagt Thurner. In der Sportschule wird mittlerweile Badminton, Fußball und Tennis angeboten – begleitend zum Studium. Eine im Vinschgau neue Thematik, nämlich jene von Sport mit Flüchtlingen, hat sich hinzugefügt. Die Flüchtlinge, die seit Ende September in Mals untergebracht sind, haben nämlich den Wunsch geäußert, Sport betreiben zu wollen. Der Sportverein, erklärt Thurner, wird den Flüchtlingen ermöglichen, die einzelnen Sportarten

der Sektionen kennenzulernen. Die Sektion Badminton und Yosekan Budo haben bereits Interesse bekundet, den Flüchtlingen ihre Sportart näherzubringen. Es wird ihnen die Möglichkeit geboten, Fußball zu spielen und vielleicht können auch manche Freundschaftsspiele möglich sein. Es muss allerdings gesagt werden, dass die Flüchtlinge in den Malser Mannschaften nicht eingesetzt werden können, weil sie in der aktuelle Lage nicht tesserierierbar sind. Präsident Thurner sagt, dass der Sportverein ab Oktober das Fitness- und Trainingszentrum in der Sportzone Mals führen wird. Als Fitnesstrainerin wird Michaela Abart professionelle Beratungen anbieten und die Sportler betreuen. Sie erstellt individuelle Aufbau- und Trainingsprogramme. (lp)

Mals/Vinschgau

Informationen aus erster Hand nowboarder Omar Visintin und Biathlet Dominik Windisch, Absolventen der Sportschule Mals, geben ihre Erfahrungen aus dem Spitzensport an den Nachwuchs weiter. Die beiden Maturanten der Sportschule 2008 sind inzwischen erfolgreiche Leistungssportler, Visintin Weltcupgesamtsieger im Boardercross 2014, Windisch Bronzemedaillengewinner bei der WM im Biathlon 2014. Sie folgten kürzlich der Einladung des Oberschulzentrums Mals und gaben den Sportschülerinnen und Sportschülern wertvolle Tipps für den sportlichen und schulischen Erfolg. „Die Sportschule war das Sprungbrett für meine Karriere“, so Visintin, „die ausgewogene Kombination von Schule und Sport kam mir entgegen, ebenso die professionelle Arbeit der Trainer. Ich wurde gezielt gefördert und gefordert

und gut auf die Wettkämpfe vorbereitet. Ich durfte Schritt für Schritt an meiner Erfolgsleiter arbeiten.“ Beide Sportler gehen offen und gekonnt auf die vielen Fragen des Nachwuchses ein. Biathlet Windisch auf die Frage, was ihn stark mache: „Ich habe gelernt mit Niederlagen umzugehen, das Positive an ihnen zu sehen. Um stark zu werden, braucht es neben den Niederlagen aber auch Siege. Es kommt darauf an, aus beidem das Beste zu machen. Ich bin zielstrebig, glaube an mich und mein Können, freue mich auch über 3. und 4. Plätze, habe Spaß am Sport. Ich habe Freunde und Familie.“ Die Bedeutung harten Trainings, der Rennvorbereitung, des Mentaltrainings, der Motivation, persönliche Rituale unmittelbar vor dem Wettkampf, der Umgang mit Leistungsdruck - die Sportschülerinnen

v.l.: Valentin Piffrader (Mentalcoach der Sportschule Mals), Omar Visintin (Weltcupgesamtsieger Boardercross 2014), Dominik Windisch (Bronzemedaillengewinner WM Biathlon 2014) und Roland Brenner (Spartenleiter Ski Alpin) stemmten schon so manche Herausforderung. Die Spitzensportler Visintin und Windisch nahmen sich Zeit für die vielen Fragen des Nachwuchses und erzählten aus ihrer Trickkiste.

Foto: „Wind“-Archiv

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und Sportler hatten einen Katalog an Fragen vorbereitet und durften sich neben lustigen Anekdoten über jede Menge Information aus erster Hand freuen. Die wichtigsten Tipps fassten beide Spitzensportler gemeinsam zusammen: Jeder Sportler, jede Sportlerin muss den eigenen Weg finden. Wenn der Weg gefunden ist, diesen Weg selbstbewusst und mutig gehen, im Erfolg wie in der Nie-

derlage. Mit persönlichen Ritualen in der Vorbereitung auf das Rennen nicht übertreiben, flexibel sein und nie aufgeben. Sport hilft nicht nur im Sport, sondern auch im Leben.“ Direktor Gustav Tschenett und der Organisator der Veranstaltung, Valentin Piffrader, schlossen die Veranstaltung mit dem Wunsch, so einen lebendigen Austausch in Zukunft öfter zu erleben.


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Vinschgerwind 20-15

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Fußball Landesliga

Naturns

Anfang mit Überraschungen „Von einer Vision zur Institution“ che Mannschaft herrschte zu viele Nervosität und das war die H au p t u r s a c h e der knappen Niederlage. Für den schwierigen Start sind viele Gründe verantwortlich. Die vielen Änderungen in der Mannschaft mit verschiedenen Spielern etwa. Mattia Lo Presti muss wegen einer Verletzung pausieren, andere haben sich aus dem aktiven Sport zurückgezogen, wieder andere haben Verein gewechselt. Kein Zufall ist es, dass im siegreichen Spiel gegen Passeier der zurückgekommene Stürmer Lukas Schuler (im Bild) 2 Tore und die Flanke für das Tor von Medda auf seinem Konto hat. Die vielen Änderungen haben Spuren hinterlassen, weil eine Mannschaft nicht einfach nur eine Summe von Talenten ist, sondern auch Kombinationen und Zusammenspiel erfordert, wofür eine gewisse Zeit notwendig ist. Das scheint für Latsch noch nicht passiert zu sein. (lp)

D

as Naturnser Tenniscamp mit 4 Hallen- und 5 Außenplätzen wurde im November 1989 seiner Bestimmung übergeben und entwickelte sich zu einer Institution für den Tennissport. 10 Jahre später ging die Anlage in das Eigentum der Gemeinde über. Vor drei Jahren wurde das Dach der Anlage komplett saniert und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, der Hallenbereich im Naturnser Tenniscamp und die Beleuchtung der Außenplätze wurden in diesem Sommer neu gestaltet, eine hochqualitative Aufwertung dieser tollen Sportanlage mit ihrer großen Bedeutung für den Tennissport in der Gemeinde, dem gesamten Bezirk und darüber hinaus. Die Gemeindeverwaltung, der

Südtiroler Sportverein Naturns Raiffeisen – Sektion Tennis und die Pro Tennisschool Naturns haben kürzlich mit einem Tag der Offenen Tür die Neugestaltung des Tenniscamps gefeiert. „Die Begeisterung für den Tennissport hat ihre Höhen und Tiefen erlebt. Naturns kann heute stolz sein, dass die sehr engagierte Sektion Tennis im SSV Naturns Raiffeisen gemeinsam mit der Pro Tennisschool es schafft, mit einem breiten Angebot über 100 Mitglieder und daneben viele Kinder und Jugendliche für diesen tollen Sport zu begeistern und Herrenund Damenmannschaften erfolgreich in den verschiedenen Meisterschaften zu stellen,“ unterstreicht Sportreferentin Astrid Pichler.

Foto: Matthias Gögele

as die zwei Vinschger Mannschaften Latsch und Partschins betrifft, hat die neue Saison der Landesliga manche Überraschungen geboten. Die erste Überraschung, eigentlich sehr angenehm, betrifft die Mannschaft von Partschins, welche als Neuling in der Landesliga einen erfolgreichen Start hingelegt hat. In 6 Spielen vier Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage und damit derzeit auf dem 3. Platz. Mit 15 erzielten Toren (Michael Tscholl und Alex Pezzei schossen bis jetzt je 5 Tore) stellt sich der Sturm sehr positiv vor. Eine Überraschung von anderer Art kommt vom anderen Neuling Latsch. Die Mannschaft, die im Vorjahr Meisterschaft und Pokal gewonnen hat, hat heuer einen schwierigen Anfang erlebt: 3 Niederlagen, 2 Unentschieden. Mit einem explosiven Sieg von 6:0 gegen Passeier haben die Latscher das Selbsvetrauen wiedergefunden. Im letzten Spiel gegen Schlern ging es aber wieder schief: Gegen eine punktenglei-

Foto: Sarah Mitterer

W

v.l.: Sektionsleiter Georg Ennemoser, der langjährige Sportreferent Zeno Christanell, die Tennispioniere Traudl und Helmuth Ortler mit ihren Töchtern Petra und Carmen, Bürgermeister Andreas Heidegger und Sportreferentin Astrid Pichler

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Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732 196 Richard Spechtenhauser: 0473 732 196 Gerti Alber: 0473 732 196 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Heinrich Zoderer (hzg) Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 165 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die damit zusammenhängenden Werbebotschaften übernimmt „Der Vinschgerwind“ keine Verantwortung. Druckreif übermittelte Unterlagen (Papierkontakte, Filme und digitale Daten) können seitens der Anzeigenabteilung nicht korrigiert werden. Für die Richtigkeit, sei es in grammatikalischer, stilistischer, inhaltlicher und grafischer Form haftet ausschließlich der Auftraggeber bzw. die beauftragte Agentur. Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215 Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005 Bankverbindung: Raiffeisenkasse Schlanders IT 29W 08244 58920 000 3000 05151 „Der Vinschger Wind“ erscheint alle zwei Wochen Eingetragen im ROC: Nr. 12485

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Danke für die Unterstützung,

die uns nach dem Brand am 05.08.2015 in Vetzan zuteil wurde. Wir möchten uns bedanken bei der Freiwilligen Feuerwehr Vetzan, Schlanders, Kortsch, Göflan Sonnenberg, Goldrain, der Berufsfeuerwehr Bozen, den Carabinieri von Schlanders, der Ersten Hilfe Schlanders, dem Bürgermeister Dieter Pinggera, der Referentin Monika Habicher, der Südtiroler Vinzenzgemeinschaft, Monika Pinzger, Herbert Habicher, den Spendern und Spenderinnen, der KVW Ortsgruppe von Vetzan, der Firma Bayer für die notwendigen Abbrucharbeiten. Recht herzlich danken möchten wir unseren Nachbarn, Freunden und Bekannten, die uns geholfen haben und es immer noch tun und in irgendeiner Form beigestanden sind. Die Brandopfer aus Vetzan

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Jahrestag/Danksagungen

Wir feiern die Hl. Messe am Samstag, den 10. Oktober, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche in von Schluderns. In Liebe deine Eltern Esther und Peter und dein Bruder Jonas.

Wenn ihr mich sucht, sucht mich in eurem Herzen, habe dort meinen Platz gefunden, werde immer bei euch sein.

Draußen am Ende des Regenbogens werde ich auf euch warten.

10. Jahrestag

Adolf Biedermann *06.03.1961 † 12.10.2005

5. Jahrestag

Janine Kaserer

In lieber Erinnerung gedenken wir deiner am Sonntag, 11. Oktober um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Eyrs. Die Angehörigen

* 05.10.1992 † 16.10.2010 Schluderns

In Liebe gedenken wir Deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sa. 10.10.2015 um 19.30 Uhr, in der Pfarrkirche von Schluderns. Allen, die daran teilnehmen und für unsere Janine beten, danken wir von Herzen. Deine Familie

Du hast gesorgt, du hast geschafft, bis dir die Krankheit nahm die Kraft. Schlicht und einfach war dein Leben, treu und fleißig deine Hand, immer helfend für die Deinen, ruhe sanft und habe Dank. In unserem Herzen wirst du immer weiterleben und wir werden dich niemals vergessen.

Dein Bild sieht uns an unser Herz wird schwer wir verdrängen die Tränen Lieber Tati du fehlst uns sehr 8. Jahrestag

Fredy Schöpf *20.10.1966 † 17.10.2007 Prad

Wir gedenken deiner, bei der heiligen Messe am Sa., 17.10.2015 um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche von Prad. Danke allen, die daran teilnehmen. Anita, Dominik & Julia

1. Jahrtag

Benedikt Höller Laatsch In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir deiner besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 18. Oktober um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche von Laatsch. Wir danken allen, die gemeinsam mit uns an dich denken.

Deine Familie

Der Mensch, den wir liebten ist nicht mehr da, doch bleibt er an so vielen Orten bei uns: in unseren Erinnerungen in unseren Gedanken und in unseren Herzen.

1. Jahrtag

Hermann Tappeiner * 17.08.1929 † 17.10.2014 Goldrain

In Dankbarkeit und Liebe gedenken wir deiner, ganz besonders am Samstag 17/10/2015 um 19:30 Uhr in der St. Maria-Kapelle in Goldrain. Deine Familie


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Patrik Tschenett TERMINE Fr, 23.10. – Sa, 21.11.2015 (jeweils Fr und Sa) UHRZEIT 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT OSZ Mals KURSBEITRAG 115 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 19.10.2015

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Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

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Erwin Folie Mo, 19.10., Di, 20.10., Do, 22.10.2015 19.30 Uhr – 23.00 Uhr, insgesamt 3 Treffen OSZ Mals 80 Euro Do, 15.10.2015

Keine Angst vor PC und Internet! Marion Stecher TERMINE Mi, 28.10. – Mi, 16.12.2015 (jeweils Mi) UHRZEIT 17.30 Uhr – 19.00 Uhr, insgesamt 7 Treffen ORT WFO Schlanders KURSBEITRAG 42 Euro ANMELDESCHLUSS Do, 22.10.2015

Sigrid Schwarzer TERMINE Sa, 17.10., – Sa, 28.11.2015 (jeweils Sa) UHRZEIT 09.00 Uhr – 17.30 Uhr, 4 Treffen ORT Malserhof Mals KURSBEITRAG 48 Euro ANMELDESCHLUSS Di, 13.10.2015

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