Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n째 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abge채ndert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen
Nr. 2 (219) 23.01.14 I.P. 10 Jg.
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2 /Wandern/
Vinschgerwind 2-14
Winterwanderungen
Höhentouren
Fotos: Erwin Bernhart
Schneeschuhtouren
23.01.14
Info und Tipp: Die Wanderung vom Dorf Schlinig bis zur Schliniger Alm ist eine leichte Wanderung. Die Schliniger Alm lockt mit guter Küche und bodenständigen Gerichten. Start: Dorf Schlinig, Dauer: rund 45 Minuten, Tipp: perfekte Familien wanderung
Der „Prälatenstein“ unterhalb der Schliniger Alm
Winterwanderung zur Schliniger Alm: eine Genusswanderung in vielerlei Hinsicht Sommer wie Winter lockt die bewirtschaftete Schliniger Alm - die Alp Planbell –als ideales Ausflugsziel. Winterwanderer und Langläufer kommen gleichermaßen auf ihre Kosten und genießen die tief verschneite Winterlandschaft, die sich vor ihnen ausbreitet. Oben verschneite Berggipfel, im Tal hingegen traumhafte, unberührte Natur und die Schneedecken, die sich übereinander stapeln: Wintergenuss vom Feinsten ist hier garantiert, paradiesische Voraussetzungen sind gegeben. Toureninfo: Die Schliniger Alm - Alp Planbell - liegt nur rund 2 km vom Dörfchen Schlinig entfernt. Schlinig liegt auf 1.726 Höhenmetern und ist ein 180 Seelendorf. Die Wanderung beginnt am Parkplatz, der links am Eingang von Schlinig mehreren Autos als Abstellplatz dient. Von hier aus geht’s auf Asphalt durch das Dorf Schlinig, vorbei an der Kirche, die dem Heiligen Antonius Abbas geweiht ist bis zum Nordischen Skizentrum, das sich ganz in Holz gehalten, wunderbar in die Landschaft hier einfügt. Das nordische Skizentrum Schlinig – ganz nebenbei erwähnt – war 2008 Austragungsort der Junioren-WM und 2009 der Italienmeisterschaften im Langlauf. Am Nordischen Skizentrum vorbei führt der breite und gut sichtbare Winterwanderweg - erst kurz ansteigend, dann nahezu eben verlaufend - in rund 45 Minuten ohne Mühen bis zur Schliniger Alm auf 1.868 Höhenmeter. Die 15 Loipenkilometer mäandern durchs Schlinigertal, gut sichtbar für die Winterwanderer, die mitunter auch eine Rodel mitführen, um auf dem Rückweg einige Meter rodeln zu können. Die urige Schliniger Alm ist liebevoll geführt und eine lohnende Einkehr mit einer Küche, die dem Motto folgt: einfach, ehrlich und gut. Das gilt für die Hirtenmaccheroni genauso wie für die schmackhafte Knödelsuppe. Gekrönt von besonderer Gastfreundschaft ist die Schliniger Alm auch bekannt für seine selbst gebackenen Kuchen, die für die Rückkehr stärken und als runder Abschluss nicht fehlen dürfen. (ap)
23.01.14
Inhalt
Vinschgerwind 2-14
/inhalt/ 3
Kommentar Wer wird in Latsch das Wappen zur Blüte bringen?
Kauft die Athesia mit Schröcksnadel die Schnalstaler Gletscherbahnen?
Seite 6
Seite 4
Vinschgau: Der SVP-Bezirk stellt sich neu auf
Seite
4
Vinschgau/Pustertal: Wie die Pleite der ZH-Gruppe den Vinschgau betrifft
Seite
4
Vinschgau/Bozen: Was nun, Herr Kompatscher?
Seite
5
Mals: Hauptverfahren gegen BM Ulrich Veith beantragt
Seite
5
Vinschgau/Schweiz: Nichts ist klar bei den Grenzpendlern
Seite
8
Goldrain: Klo und Warteraum sind im Bahnhof installiert
Seite
9
Schlanders: Komplementärmedizin in Schlanders
Seite 10
Mals: Neue Lernformen im Oberschulzentrum
Seite 10
Vinschgau: SWR unterstützt Transportunternehmen
Seite 11
Schloss Goldrain: Regionalgeld kommt im Herbst
Seite 14
Menschen: Franz Abart und Anna Schwarz, Schleis
Seite 17
Nationalpark Stilfserjoch: Wintersport und Wildtiere
Seite 36
Sport: Europa-Cup Naturbahnrodeln in Laas
Seite 38
Vinschgerwind Impressum info@vinschgerwind.it | redaktion@vinschgerwind.it | grafik@vinschgerwind.it | sport@vinschgerwind.it
Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451 Bürozeiten: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 12.30 und von 14.30 bis 17.00 Uhr Anzeigen, Sekretariat, Werbung: Edwina Oberthaler: 0473 732196 Esther Stricker: 339 78 90 036 Gerti Alber: 0473 73 21 96 Chefredakteur: Erwin Bernhart (eb) Stellvertreterin: Magdalena Dietl Sapelza (mds) Grafik: Hartwig Spechtenhauser, Marion Fritz Kultur: Hans Wielander; Gianni Bodini Sport: Leonardo Pellissetti (lp), Sarah Mitterer (sam) Redaktion: Ludwig Fabi (lu), Klaus Abler (klab), Angelika Ploner (ap), Brigitte Thoma (bbt), Monika Feierabend (mo), Karin Thöni (klf), Philipp Trafojer (jan), Maria Gerstgrasser (ria), Elke Wasmund (ew), Brigitte Maria Pircher (bmp), Julia Tapfer (ju), Beat Grond (bg), Bruno Telser (uno), Andreas Waldner (aw), Sylvia Ilmer Wieser (sil), Barbara Wopfner (bw), Peter Pfeifer (pp), Heinrich Zoderer (hzg)
Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57 Zustelldienst: EMT Transporte, Kaltern Preise: Einzelnummer Euro 1,00; Jahresabonnement im Vinschgau: Euro 25; außerhalb des geografischen Bezirkes Vinschgau Euro 50; restl. Italien: Euro 100; Auslandsabonnement: Euro 150 (Inkl. Porto); Schweiz: Sfr 95.Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Zeitung wieder. Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sich sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Leserbriefe unter Umständen zurückzuweisen. Für die Inhalte der Werbeinserate und die
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von Chefredakteur Erwin Bernhart
Charmeoffensive Unsere Autonomie ist ein Vorzeigemodell. LH Luis Durnwalder war es, der mit dieser Autonomie außenpolitisch durchaus zu glänzen gewusst hat. Die Autonomie ist nicht nur eine Frage des Geldes, sondern vor allem eine Frage des Bewusstseins der drei Sprachgruppen in unserem Lande. Ein fragiles Bewusstsein, welches in Südtirol ständiger Pflege und ständiger Zuwendung bedarf, wenn man ein ungutes Kippen auf die eine oder auf die andere Seite vermeiden will. Dieses Austarieren scheint - in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwunges - immer besser gelingen zu können. „Die spezielle Autonomie Südtirols ist ein Wert unserer Verfassung, sowohl historisch, als auch heute. Die Form des Zusammenlebens in Südtirol ist ein großer Erfolg, den Österreich und Italien gemeinsam erreicht haben. Darauf können wir stolz sein, das können wir auf der ganzen Welt erzählen.“ Dies hat Ministerpräsident Enrico Letta im Interview mit der österreichischen Zeitung „Kurier“ im August letzten Jahres gesagt. Nun, es gibt weltweit eine wichtige Nation, der die Südtiroler Autonomie wohl noch lange nicht hinreichend erklärt worden ist: Italien. Da genügt doch tatsächlich eine Sendung wie „Porta a Porta“, um einen Aufschrei in unserem Land hervorzurufen, der einer Mobilmachung, einem Säbelrasseln gleichkommt. Das neidvolle Italien auf der einen Seite und auf der anderen unsere Vorzeige-Autonomie. Ist da Nachholbedarf? Ist das Erklärungsbedarf? Wir werden uns hüten müssen, über die Grenzen hinauszugehen und dort zu erzählen, was wir dem italienischen Zentralstaat alles aus der Hüfte gerissen haben. Den Italienern im Zentralstaat werden wir das künftig erklären müssen. Eine AutonomieCharmeoffensive ist gefragt.
4 /politik/
Vinschgerwind 2-14
Referendum am 9.2.
Vinschgau
Umschwung
S
Foto: Angelika Ploner
VP-Bezirkswahlen sind Zeichen für Zementierung oder für Neuausrichtung. Ab dem 31. Jänner 2014 wird es in der Bezirks-SVP des Vinschgaus eine Neuausrichtung geben. Die bisherige Obfrau Roselinde Gunsch Koch und ihr Vize Manfred Pinzger treten nicht mehr an. Als einziger Kandidat als SVP-Bezirksobmann steht Albrecht Plangger (Bild) zur Verfügung. Für die Funktion seines Stellvertreters soll der Latscher SVP-Ortsobmann Helmuth Fischer kommen. „Die nominierten Frauen haben bereits zurückgezogen“, sagt Pinzger. Auch der Schlanderser Dieter Pinggera steht als Bezirksobmann nicht zur Verfügung. „Der Mann der Stunde ist Albrecht Plangger“, sagt Pinggera. Gemeinsam mit dem Malser BM Ulrich Veith, der Martellerin Heidi Gamper und dem Tarscher SVPOrtsobmann Harald Stampfer tritt Pinggera für die Wahl der drei Mitglieder für den SVParteiausschuss in Bozen an. Bisher hatte der Vinschgau vier Mandatare zu wählen. Aufgrund des leichten Mitgliederschwundes sind es heuer nur noch drei. Gewählt werden auch 5 Vertreter für die SVP-Bezirksleitung. Dafür stehen mit Alois Lechner (Prad), Gerhard Dietl (Kortsch), Renate Laimer (Schlanders), Egon Raffeiner und Alexander Rainer (beide Schnals), Sonja Platzer (Morter), Ralph Muther (Laas) und Kurt Ziernhöld (Reschen) 8 Nominierte für die Wahl parat. (eb)
Wind - online
Umfrage auf www.vinschgerwind.it
Steht die neue Landesregierung für einen politischen Neustart? (36 abgegebene Stimmen) Neue Umfrage: Sind Investoren von auswärts im Vinschgau grundsätzlich willkommen?
33,3 % (12 Stimmen)
30,6 % (11 Stimmen)
25 % (9 Stimmen)
EHER SCHON JA
EHER NICHT
NEIN
11,1 % (4 Stimmen)
Schröcksnadels Schnals Schnals - Seit vergangenem Sommer ist bekannt, dass die Familie Pohl und ihr nahestehende Aktionäre ein Mehrheitspaket an den Schnalstaler Gletscherbahnen auf dem Markt anbieten. Um rund 5 Millionen Euro. Es gibt Interessenten. Das sind potente Investoren. Die „Neue Südtiroler Tageszeitung“ hat am vergangenen Samstag erstmals über den „Gletscher-Deal“ berichtet.
Foto: „Wind“-Archiv
Die SVP gibt schon mal ihre Marschrichtung vor: Beim Referendum „Bürgerbeteiligung“ ruft die große Partei zu einem „Ja“ auf. Schließlich geht es um ihr eigenes Gesetz.
23.01.14
von Erwin Bernhart
E
s sind mehrere Interessenten, die uns Kaufinteresse signalisieren“, sagt der Ingenieur Ulrich Innerhofer, der das Ingenieurbüro von Dietmar Pohl in Schlanders übernommen hat. Unter diesen Interessenten befindet sich ein äußerst potenter Investor: die Schröcksnadel-Gruppe aus Tirol. Die vom ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel aufgebaute Gruppe besitzt mehrere Skigebiete und Tourismusunternehmen in Tirol, welche in den Vereinigten Bergbahnen zusammengeschlossen sind. Es ist ein großes Firmengeflecht auch in den Bereichen touristischer Informationssysteme, die die Schröcksnadel-Gruppe im österreichischen Tourismus und vor allem im Ausrichten von Großveranstaltungen verankert. Geschäftsführer und Nachfolger von Peter Schröcksnadel, der 2011 das Große Eh-
renzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten hat, ist sein Sohn Markus. Mehrere Gespräche hat Markus Schröcksnadel mit Innerhofer und Gletscherbahnen-Präsident Florian Kiem bereits geführt. Einen unterschriftsreifen Kaufvertrag gibt es bislang nicht. Peter Schröcksnadel selbst wurde bereits im Dezember 2013 auf dem Schnalser Gletscher gesichtet, bei einer Besichtigungstour des möglichen Einkaufsobjektes. Ein Gletscherskigebiet in Südtirol würde die Aktivitäten der Schröcksnadel-Gruppe wohl abrunden und krönen. Es gibt aber noch mindestens einen weiteren, auch potenten Interessenten: die Athesia in Bozen. Innerhofer will dies nicht kommentieren. Auch nicht dementieren. In Schnals treiben derweil wildeste Gerüchte ihre Blüten. Eine von diesen: Markus Schröcksnadel signalisiert gemeinsam mit der Athesia Kauf-
interesse. Auch dies will Innerhofer nicht kommentieren. Nur eines: Aufrecht bleibt vorerst das Angebot der Explorer-Gruppe, ein Hotel in Kurzras bauen zu wollen. Allerdings wurde dies vorerst auf Eis gelegt. Weil die Bereitstellung der urbanistischen Voraussetzungen länger gedauert hat, hat die Explorer-Gruppe derweil anderweitig Investitionen getätigt. Auch mit dem Argument des Vorstandes der Gletscherbahnen, dass man eben zuerst den Verkauf der Aktienmehrheit über die Bühne bringen möchte und sich dann der neue Mehrheitseigner mit der Explorer-Gruppe auseinandersetzen solle. Nichts sagen will Innerhofer über jene Bedenken der Schröcksnadel-Gruppe, dass nämlich die Bettenanzahl, die Bettenqualität und die Infrastrukturqualität in Schnals rund um die Gletscherbahnen durchaus zu wünschen übrig lasse.
Vinschgerwind 2-14
/politik/ 5
Vinschgau
Mals
Die Vinschger ZH-Gläubiger
Unschuldig?
D
S
ten in Bozen, Meran und St. Valentin a.d.H. ausgeführt. Bis vor vier bis fünf Monaten gab es nie größere Verzögerungen bei den Zahlungen. „Existenz gefährdend ist das Ganze aber nicht für uns“, fügt Wegmann hinzu. Peter Ebensperger von der Ebensperger KG in Prad, dem die ZH 48.272 Euro schuldet, erklärt: „Da hilft jetzt nix, wir müssen schauen, dass wir das halt irgendwie abbezahlen.“ Nach vorne schauen laute die Devise. Johann Ziernheld, Spengler in Burgeis, beklagt eine Summe von 12.751 Euro. „Das ist für uns ein Haufen Geld. Das sind Arbeiten bei 20 Privathäusern“, vergleicht Ziern-
Habicher Holzbau – St.Valentin a.d.H., 12.215 €
Ziernheld Johann – Mals, 12.751 €
Ortler Beton GmbH – Prad, 23.809 €
Gritsch Metall – Prad a. Stilfserjoch, 72.245 €
Ebensperger KG des Ebensperger Peter – Prad, 48.272 €
Die Vinschger Gläubiger, denen die ZH über 10.000 Euro schuldet
Zwick GmbH Schlanders, 101.991 €
er Grundtenor jener, die von der Pleite betroffen sind, ist einhellig: „Es tut weh und ist ein Haufen Geld.“ Die Rede ist von den Vinschger Gläubigern, die ob der Insolvenz der „Zimmerhofer-General-ConstructionCompany AG“, kurz ZH, durch die Finger schauen. Anfang dieses Jahres eröffnete das Gericht das Konkursverfahren über den Pusterer Bauriesen. Unter den rund 1.500 Gläubigern - die Südtiroler Tageszeitung berichtete exklusiv - finden sich sechs Vinschger Unternehmen, denen die ZH immerhin über 10.000 Euro schuldet. (s. Grafik) Den größten Betrag hat das Schlanderser Unternehmen Zwick GmbH mit 101.991 Euro zu beklagen. „Diese Summe tut natürlich weh, immerhin ist das bares Geld“, erklärt Patrik Wegmann, einer der Gesellschafter dem Vinschgerwind. Geld, das man mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mehr sieht. Seit vielen Jahren arbeite die Zwick GmbH mit der ZH zusammen, habe größere Arbeiten bei Bau-
held den Ausfall. Die Arbeiten, die Ziernheld im Auftrag der ZH ausgeführt hat, sind jene bei der Mittelschule in St. Valentin a.d.H., ein öffentliches Bauprojekt. „Vor allem das ist ärgerlich, das es sich noch dazu um ein öffentliches Bauprojekt handelt“, sagt Ziernheld. Max Gritsch ist der Meinung: „Das mediale Geschrei nützt nichts, davon kann die ZH auch nicht zahlen.“ 72.245 Euro schuldet die ZH der Firma Gritsch Metall. Insgesamt beläuft sich der Schuldenberg, den das Unternehmen angehäuft hat, auf rund 120 Millionen Euro, 14 Millionen davon bei Südtiroler Unternehmen. (ap)
Bozen/Trient/Vinschgau
Wind-Leser Foto
Was nun, Herr Kompatscher?
Eingefroren
or lauter Versprechen hat sich die Landes-SVP und Neo-LH Arno Kompatscher selbst in die Nesseln gesetzt. Es geht um die Nominierungen für die Regionalregierung. Weil die SVP-Delegation bei den Koalitionsverhandlungen mit dem Partito Democratico dem Roberto Bizzo einen Posten in der Regionalregierung versprochen hat, kommt die ganze Sache in Schieflage. Nominiert werden muss Bizzo de facto vom PD von Trientner Seite. Man weiß, dass eine Nominierung von Bizzo in Trient nicht auf Zustimmung stößt. Weil die Regionalregierung mindestens eine Frau haben muss, spielt Kompatscher mit dem
Gedanken, Martha Stocker an seiner Stelle wählen zu lassen. Eine Regionalregierung ohne LH würde diese aber abwerten. Versprochen wurde ein Regionalassessorat auch dem Vinschger gut gewählten Landtagsabgordneten Sepp Noggler (Bild). Anfang Februar steht nun die Bestückung der Regionalregierung wieder auf der Tagesordnung. Damit endlich auch die Region operativ werden kann. Ob Noggler vor lauter Versprechungen und vor lauter SVPTaktieren mit dem PD auf der Strecke bleiben muss? Noggler sieht’s gelassen: „Wenn eins und eins nicht mehr zwei sind, dann muss ich das zur Kenntnis nehmen.“ (eb) Foto: Erwin Bernhart
V
taatsanwalt Lorenzo Puccetti hat das Hauptverfahren gegen den Malser BM Ulrich Veith (Bild) beantragt. Der schwerwiegende Vorwurf gegen Veith: Er habe die Gemeinde Mals in die Irre geführt und, laut Puccetti, er habe die Gemeinde Mals betrogen. Puccetti geht von der Annahme aus, dass Ulrich Veith und sein Bruder Gerd ein Arbeitsverhältnis nur vorgetäuscht hätten, damit Veith die Sozialabgaben von der Gemeinde bezahlt würden. Veith hingegen verweist darauf, dass er in allen Belangen transparent gehandelt habe und er schon vor der BM-Wahl im Schuhgeschäft seines Bruder mitgearbeitet habe. Bis zur BM-Wahl war Veith Angestellter bei der Firma HOPPE in Müstair, hat dann gekündigt und sich bei seinem Bruder anstellen lassen. (eb)
Eingefrorener Samen einer Fichte Aufgenommen am 11.01.2013 von Renè Holzknecht aus Martell Haben auch Sie einen interessanten Schnappschuss gemacht? Schicken Sie ihn an redaktion@vinschgerwind.it. Wir veröffentlichen das Foto bei Gelegenheit.
Foto: Erwin Bernhart
23.01.14
6 /Titel/
Vinschgerwind 2-14
23.01.14
Neuwahlen lösen
Handbremse
Stellen sich als BM-Kandidaten den Vorwahlen am kommenden Samstag: Christian Stricker, Verena Rinner und Helmuth Fischer
von Erwin Bernhart
A
m kommenden Samstag werden die BürgerInnen der Marktgemeinde Latsch zu Vorwahlen gerufen. Alle BürgerInnen. Die Gremien der Südtiroler Volkspartei, der SVP-Koordinierungsausschuss mit der Obfrau Sonja Platzer, haben sich zu diesem Schritt entschlossen. Bei den Vorwahlen soll darüber abgestimmt werden, mit welchen zwei Bürgermeister-Kandidaten die SVP in die eigentlichen Wahlen im März gehen soll. Bei den Vorwahlen zur Auswahl stehen zwei Kandidaten und eine Kandidatin. Drei veritable Persönlichkeiten haben sich also für die Wahlschlacht gemeldet. Freiwillig, ohne Zwang. Da ist zum einen Verena Rinner, Arbeitnehmerin mit wirtschaftlichen Wurzeln elterlicherseits. Rinners Eltern betreiben das Autohaus Rinner samt Autowerkstätte an der Hauptstraße. Die 42-jährige Rinner selbst ist seit 2008 Direktorin des Schulsprengels
Prad und sitzt seit 2005 im Gemeinderat. „Ich habe Lust, etwas zu bewegen“, sagt Rinner dem Vinschgerwind. Rinner probiert einen Spagat zwischen Arbeitnehmern und junger Wirtschaft. Sie hat bereits Gespräche mit Wirtschaftsverbänden aufgenommen und sondiert, wo den Latschern der Fuß drückt. Rinner sagt, dass sie in der jungen Wirtschaft von Latsch spürt, dass Lust da ist, etwas zu tun. Es gehe darum, den Standort Latsch attraktiver zu machen. Eine Art Ortsentwicklung schwebt Rinner vor. Es könne doch nicht sein, dass das „Apfelsportdorf“ Latsch kein einziges Sportgeschäft mehr habe. Dass Restaurants und Cafés schließen. Tatsächlich ist das Gasthaus Lamm mitten am Dorfplatz zu, das Rathauscafé schließt ebenfalls seine Tore. Der Radweg sei wichtig für die Belebung im Dorf, sagt Rinner. Der Radweg ist bereits außerhalb des Dorfes, in Etschnähe, geplant. Aber über den Tisserweg, so Rinner, könne man die Radfahrer ins Dorf locken. Bei der Anbindung mit Glasfaser bestehe akuter Handlungsbedarf. „Wir haben noch nicht
einmal einen Masterplan“, sagt Rinner. Rinner sprudelt vor Ideen. Seit 9 Jahren ist sie als „beauftragtes Gemeinderatsmitglied“ mit den Themen „Familien und Kinderspielplätze“ betraut. Rinner rechnet sich durchaus Chancen aus, die Vorwahlen zu überstehen. Dann sehe man weiter. Ein erstes Polit-„Opfer“ hat es in Latsch bereits gegeben: Sonja Platzer war eine Woche lang Obfrau des Sozialausschusses in Latsch und hat in dieser Funktion Verena Rinner unterstützt. Weil Platzer auch SVP-Ortsobfrau von Morter ist, ist ihr diese Unterstützung wohl unheimlich geworden. Denn am vergangenen Dienstag ist mit Christine Sachsalber, nachdem Platzer zurückgetreten war, eine neue Obfrau für den Sozialausschuss gewählt worden. Chancen rechnet sich auch Christian „Diddi“ Stricker aus Morter aus. Seit 2000 ist Stricker im Gemeinderat von Latsch. Von 2005 bis 2010 war er sogar tüchtiger Vizebürgermeister und hat in dieser Funktion unter anderem die Stellung von Schloss Goldrain aus
Fotos: Erwin Bernhart/“Wind“-Archiv
Die Marktgemeinde Latsch steht mit angezogener Handbremse da: Die Lifte auf der Tarscher Alm stehen seit Jahren still, im Hauptort Latsch schließen Gasthöfe und Geschäfte. Dabei hat Latsch mit dem Eisstadion, dem Hallenbad, den Sportanlagen... viele, teilweise einmalige Infrastrukturen. Am kommenden Samstag gibt es Vorwahlen. Es ist eine Vorentscheidung, mit welchen BM-Kandidaten die Marktgemeinde in die eigentlichen Wahlen im März gehen soll. Wird die Handbremse in Latsch gelöst?
23.01.14
Als Dritter im Bunde stellt sich Helmuth Fischer den BM-Vorwahlen. Fischer hat 2010 die BM-Wahl gegen Karl Weiss verloren, hat sich in der vergangenen Legislatur auffallend ruhig im Gemeinderat verhalten. Nur gegen den Raumordnungsvertrag mit dem Herilu hat Fischer ordentlich gewettert. Der wortgewaltige Fischer ist ein klassisch gebildeter Bauer und hat 35 Jahre lang beim Weißen Kreuz als Freiwilliger gearbeitet, 16 Jahre lang davon als Sektionsleiter von Schlanders, 8 Jahre lang im Landesvorstand. Als SVPOrtsobmann kennt er parteiinterne Abläufe in- und auswendig. In diesem Zusammenhang kommt Fischer auch zupass, dass er als Busenfreund von SVP-Parteiobmann Richard Theiner gilt. Der Vorwurf in Latsch, er habe relevante Parteigremien „verfallen“ lassen, perlt an Fischer ab. Jedes Gremium, so auch der SVP-Sozialausschuss, die SVP-Ortsjugend und der SVP-Wirtschaftsausschuss, sei souverän und innerhalb eines Jahres nach Verfall der Gremien neu zu wählen. Kürzlich haben Neuwahlen stattgefunden, man sei demnach also innerhalb der Fristen. In der Wahlwerbung, die in der Gemeinde Latsch kursiert, hat Fischer als einziger der drei Kandidaten beim „Ich stehe für...“ „Unterstützung Sessellift Tarscher Alm“ angeführt. Was auch immer das heißen mag, es dürfte kein Zufall sein. Denn gerade derzeit wird in Latsch das Thema Tarscher Alm wieder heiß diskutiert. Am heutigen Donnerstag, 23. Jänner 2014, wird die Konkursmasse der Tarscher Alm
wieder zur Versteigerung angeboten. Veranschlagter Ausrufepreis sind 1.280.000 Euro. Der geschätzte Wert ist mit 2.575.000 Euro fast doppelt so hoch. Einer, der mit Sicherheit wieder in Bozen vor der Konkursrichterin Francesca Bortolotti sitzen wird, ist Franz Rinner, der auch die vergangenen vier Versteigerungstermine als Zaungast wahrgenommen hat. Rinner war einer der ursprünglichen Begleiter des Spaniers Jaime Lorenzo Blanco, der die Tarscher Alm als „Pure Nature GmbH“ wieder flott machen wollte und dann 2010 Konkurs angemeldet hat. Tatsächlich gehen in Latsch wildeste Gerüchte um, wer alles am Skigebiet oder an einem Sommerbetrieb interessiert sein könnte. Der Vinschger Schotter- und Betonkönig Franz Marx etwa wurde von Latscher Seite aufgefordert, sich zu engagieren. Marx sagt dem Vinschgerwind trocken: „Kein Interesse.“ Der Latscher Raika-Obmann und Multimillionär Walter Rizzi, kürzlich als Käufer der Ruine Obermontani (5 Millionen Euro) in die Schlagzeilen geraten, erklärt, dass sein Familienrat beschlossen habe, die Finger von der Tarscher Alm zu lassen. Rizzi sagt, dass eine solche Anlage besser in einem Gremium aufgehoben sei, welches sich mit touristischen Belangen beschäftige. Rizzi meint die Ferienregion Latsch-Martell. Denn damit wären Unterstützungen von öffentlicher Hand, welcher Art auch immer, leichter zu rechtfertigen. Der Präsident der Ferienregion Günther Pircher hüllt sich in Schweigen: „Bevor nicht Tatsachen geschaffen sind, kann ich öffentlich nichts sagen.“ Werner Kiem vom Latscherhof sagt, dass man jetzt handeln müsse. Und zwar alle Touristiker in Latsch gemeinsam. In welcher Form man Kauf und Betrieb abwickeln könnte, sei noch zu klären. Tatsächlich hat man die Absicht, die Tarscher Alm kaufen zu wollen, bereits dem amtierenden Gemeindeausschuss und auch einzelnen BM-Kandidaten mitgeteilt. Man habe die Rückmeldung seitens der Kandidaten bekommen, sagt Kiem, dass die Aufstiegsanlagen für die Entwicklung von Latsch und für die Bevölkerung, für die Jugend vor allem, von Bedeutung seien. Eine Art Führungsbeitrag von Seiten der Gemeinde erwarten sich die Initiatoren. Kürzlich wurde die Finanzierungsmarschrichtung in der Ferienregion beschlossen: Die Mitgliedsbetriebe sollen 7 Jahresraten der freiwilligen Mitgliedsbeiträge im Voraus zahlen. Dieses Geld soll in eine Gesellschaft fließen, welche die Konkursmasse der Tarscher Alm kaufen und dann auch betreiben soll. Die Tarscher Alm ist eine Linie, die sich zufällig mit den BM-Vorwahlen und dann mit den Gemeinderatswahlen kreuzt. Eine andere Linie ist das Verhalten der Bauern in Latsch. Im Apfeldorf Latsch regieren die Bauern immer mit. Seit zwei Monaten ist Joachim Weiss Latscher Ortsobmann des Bauernbundes. In Latsch wird gesagt, dass Weiss
/Titel/ 7
nicht den Latscher Bauer Fischer, sondern den Morterer Bauer Stricker unterstützt. Mit dieser Behauptung konfrontiert, lacht Weiss ausgiebig. Weiss sagt dann: „Wir werden uns in Anbetracht von zwei Bauernkandidaten bei den Vorwahlen wohl neutral verhalten. Erst in der zweiten Runde, also bei den eigentlichen BM-Wahlen werden wir einen Forderungskatalog präsentieren. Welcher Kandidat damit einverstanden sein wird, den werden wir unterstützen.“ Das Verhalten der Bauern, das Verhalten der Fraktionen, der Kauf des Skigebietes, das Verhalten der Wirtschaft, die Hoffnungen im Latscher Dorfzentrum, die Forderungen auch, dass in Latsch das Recht jedes Einzelnen zu schützen sei, dass keine Zweiklassen-Freunderlwirtschaft herrschen dürfe: Die Vorwahlen am kommenden Samstag dürften spannend werden. Denn die Vielfalt der Themen, die Vielfalt auch des Latscher Beziehungsgeflechtes lassen einen zwingend-logischen Kandidaten im Vorfeld nicht erkennen.
Was sind die Anlagen auf der Tarscher Alm wert? Schätzpreise der Konkursmasse der „Pure Nature GmbH“ das Gebäude an der Talstation
400.438,50 Euro das Gasthaus an der Bergstation
1.596.522,50 Euro unproduktive Parzelle
3.000,00 Euro Latsch 1 (Zweiersessellift)
283.915,05 Euro Latsch 2 (Zweiersessellift)
197.275,05 Euro „Kaserer“-Lift
57.064,56 Euro „Gampen“-Lift
36.808,06 Euro Gesamt:
2.575.024,17 Euro Am 23. Jänner 2014 wird die Konkursmasse in einem einzigen Los auf der Versteigerung um den Ausrufepreis von 1.280.000 Euro angeboten.
Quelle: Technischer Bericht: Arch. Gianfranco Zorzi
Sicht der Gemeinde Latsch zurechtgerückt. Diese Funktion wurde ihm ab 2010 verwehrt, trotz bestgewähltem Gemeinderat. Der BM Karl Weiss kürte damals den Latscher Hans Mitterer zu seinem Stellvertreter. In Latsch wollte man den Morterer Bauer Stricker wohl nicht zu stark werden lassen. Stricker hat sich kürzlich - gegen die Latscher Politriege - in Szene gesetzt: Er hat sich vehement und letztlich erfolgreich gegen eine Änderung der Gemeindesatzung zur Wehr gesetzt. Laut neuem Regionalgesetz wird der Latscher Gemeinderat künftig aus 18 Räten und dann aus 5 Ausschussmitgliedern bestehen. In der bisherigen Latscher Gemeinde-Satzung steht geschrieben, dass der Ausschuss aus „bis zu“ 7 Mitgliedern bestehen soll und dass die Fraktionen im Ausschuss angemessen vertreten sein müssen. Letzteren Passus wollte man in Latsch streichen. Denn bei nur mehr 5 Ausschussmitgliedern (Bürgermeister plus 4 Referenten) könnte der Latscher Hauptort ins Hintertreffen geraten: Wenn nämlich drei Vertreter aus den Fraktionen (je einer aus Goldrain, Tarsch und Morter) zwei Vertretern aus Latsch im Ausschuss gegenüberstehen, könnten, so die Befürchtung im Hauptort, die Fraktionen gemeinsam mehrheitlich durchmarschieren. Weil nun keine Satzungsänderung zustande gekommen ist, kann dieser Casus durchaus eintreten.
Vinschgerwind 2-14
Vinschgerwind 2-14
23.01.14
Turbokonsum ade
Noggler in zwei Kommissionen
Walter Andreaus, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Südtirol, stellt sein Buch vor und beantwortet anschließend Fragen zum Thema Sparen.
Der Vinschger SVP-Landtagsabgeordnete Sepp Noggler ist in zwei Kommissionen vertreten: I. Gesetzgebungsausschuss (institutionelle Angelegenheiten, Unterricht, Kultur, Sport, Entwicklungszusammenarbeit, internationale Beziehungen, Kommunikationswesen): Amhof, Foppa, Klotz, Mair, Noggler, Steger, Stirner Brantsch, Tschurtschenthaler, Urzì. II. Gesetzgebungsausschuss (Landwirtschaft, Umwelt, Raumordnung, Gewässer, Energie): Dello Sbarba, Hochgruber Kuenzer, Noggler, Schiefer, Sigmar Stocker, Wurzer, Zimmerhofer.
von Albrecht Plangger
Rom-Info ins Tal Die heurige Neujahrsbotschaft des Staatspräsidenten war klar und deutlich. Man habe ihn gedrängt, sich noch einmal für eine Übergangszeit zur Verfügung zu stellen und er habe - im Interesse des Staates und der Italiener zugesagt, unter der Bedingung, dass die für Italien bitter notwendigen Reformen auch umgehend umgesetzt würden. Die Parteien müssen also handeln und das Jahr 2014 soll/ muss das Jahr der großen Reformen werden. Was wird dies für Südtirol bedeuten? Im heurigen Haushalts- oder Stabilitätsgesetz ist das „ Knochengerüst“ für einen Autonomieschub mittlerweile gegeben: primäre Kompetenzen im Bereich der Lokalsteuern IMU, IRAP, Müllsteuer und Übernahme von Kompetenzen in Richtung Finanzautonomie (u.a. Übernahme des Personals bei der Agentur für Einnahmen und Zollverwaltung). Die 6er und 12er Kommission ist mittlerweile auch arbeitsfähig und der sog. „ Autonomiekonvent“ ist im Koalitionsabkommen der Landesregierung festgeschrieben. Dazu kommt noch die eigenständige Verwaltung des Nationalparkes Stilfser Joch und autonome Möglichkeiten bei der Führung dezentraler Dienste der Gerichtsämter und Übernahme von Kompetenzen. In Südtirol ist die Tür für die großen Autonomie-Reformen offen. Packen wir es an und nutzen die günstige Gelegenheit. Wie aber schaut es in Italien aus? Wollen die Parteien ihre Versprechen dem Staatspräsidenten gegenüber einlösen und die Reformen endlich durchführen? Da habe ich meine Zweifel. Die Verfassungsreform ist gut gestartet. Die sog. 42er Kommission - in welcher gar 2 Südtiroler Platz gehabt hätten, ist schon wieder gescheitert, da mit dem Ausscheiden von Berlusconi und seiner „Forza Italia“ aus der Mehrheit keine 2/3 Mehrheit mehr möglich ist und der Reformprozess somit nach dem langwierigen Procedere gemäß Art. 148 der Verfassung nun neu gestartet werden muss.
Nichts ist klar Die große Unsicherheit im Zusammenhang mit steuerrechtlichen und finanztechnischen Angelegenheiten war bei der 42.Grenzpendlertagung am 4. Januar 2014 deutlich spürbar. Klar ist, dass nichts klar ist.
Fotos: Magdalena Dietl Sapelza
Donnerstag, 30. Januar 2014-um 20.00 Uhr im Kulturhaus von Schluderns
Foto: Angelika Ploner
8 /Wirtschaft/
v.l.: Albrecht Plangger, Kammerabgeordneter in Rom; Roland Pircher, KVW-Patronat in Mals und Josef Trafoier, Sprecher der Grenzpendler
von Magdalena Dietl Sapelza
N
ach der Grenzpendlertagung kann Roland Pircher jährlich mit größerem Parteienverkehr im Malser KVWPatronat rechnen. Das war auch nach der Tagung am 4. Jänner in Schluderns so. Denn die Referate rund um das Arbeitslosengeld, um Voraussetzungen und Konsequenzen einer Wohnsitzverlegung, um Geldtransfers, um Steuerfreibeträge und vieles mehr warfen Fragen auf, die unbefriedigend oder gar nicht beantwortet werden konnten. Gründe für die Unsicherheit sind die sich ständig ändernden Gesetzesbestimmungen in Italien und in der Schweiz einerseits, und in der Unfähigkeit, verbindliche Informationen zu geben, andererseits. Unklarheit herrscht, was den Status Grenzpendler betrifft. Noch 2013 wurde erklärt, ein Grenzpendler sei jener, der innerhalb 20 Kilometer von der Grenze entfernt in Italien wohnt und innerhalb von 20 Kilometern in der Schweiz arbeitet. Mittlerweile gibt es neue Auslegungen. Aus Schweizer Sicht sind zum Beispiel all jene, die über Österreich in die Schweiz einreisen, keine Grenzpendler mehr. Das bedeutete für die Gemeinde Graun 150.000 Euro weniger Steuerausgleichszahlungen für das Jahr 2011. (Insgesamt gab es 2011 für die Vinschger Gemeinden, auf-
geschlüsselt nach Grenzpendlern, 338.968 Euro). Die unterschiedlichen Sichtweisen diesseits und jenseits der Grenze erwecken den Anschein, als sei es unmöglich, auf beiden Seiten in Ordnung zu sein. In jüngster Zeit erwägen Grenzpendler eine Wohnsitzverlegung in die Schweiz, um sich Reibereien zu ersparen. Der Sprecher der Grenzpendler Josef Trafoier rief dazu auf, sich die Sache gut zu überlegen, denn die Nachteile könnten weit größer sein als die Vorteile. Wer den Wohnsitz in der Schweiz hat, muss dort zum Beispiel eine Krankenversicherung abschließen und jeden Arztbesuch in Italien selbst bezahlen. Was die Klärung vieler Fragen in Rom betrifft, hoffen die Grenzpendler auf den Abgeordneten Albrecht Plangger. Er fand in der PD Abgeordneten Chiara Braga aus Como und in Francesco Palermo engagierte Verbündete. Um beispielsweise Unklarheiten bei den Steuerfreibeträgen auszumerzen, brauche es, laut Plangger, endlich eine klare Definition des Grenzpendlerstatus. Vieles muss jeder allerdings für sich individuell klären. Tatsache ist, der Spielraum wird immer enger, denn immer mehr Daten werden über die Grenze übertragen. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Diese könnte unter Umständen empfindlich ausfallen. Und die Angst davor beschert Pircher viel Arbeit.
23.01.14
Vinschgerwind 2-14
/Wirtschaft/ 9
Goldrain
Bahnhof Goldrain mit WC und Warteraum uis Perfler war von 1983 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1989 Bahnhofsvorstand in Goldrain. In den letzten Jahren und Jahrzehnten musste er zusehen, wie sein Bahnhof verlotterte, verdreckte und verschiedenen Vandalenakten zum Opfer fiel. Er hat bei der Landesverwaltung, bei der Gemeindeverwaltung und regelmäßig in den letzten Jahren auch bei der Jahresversammlung der Freunde der Eisenbahn sein Anliegen vorgebracht. Von allen Seiten wurde ihm versprochen, endlich den Bahnhof Goldrain aufzuräumen, ein Klo und einen Warteraum einzurichten. Die Freunde der Eisenbahn wollten letztes Jahr ihr jährliches Bahnfest in Goldrain abhalten. Luis Perfler hoffte, dass sich etwas ändern würde, ansonsten sollte man den Bahnhof von Goldrain zum „schiachsten Bahnhof“ auserwählen. Trotz der Zusagen durch den Landesrat ist nichts passiert und das Bahnfest wurde in Niederdorf im Pustertal gemacht. Wie der Gemeindereferent Roland Riedl aus Goldrain mitteilte, hat letztes Jahr im Sommer die Gemeindeverwaltung Latsch selbst die Initiative ergriffen und aus eigenen Mitteln das WC saniert,
Luis Perfler ist froh, dass nun endlich auch „sein“ Bahnhof ein sauberes Klo und einen Wartesaal hat
Foto: Heinrich Zoderer
L
einen Warteraum eingerichtet, das ganze Bahnhofsgebäude außen saniert und neu gemalt, einen Fahrkartenautomaten aufgestellt und sogar eine Person beauftragt, um das WC regelmäßig zu putzen und rund um den Bahnhof alles sauber zu halten. Die Bahnhofswohnung ist noch nicht saniert. Roland Riedl berichtet, dass die Gemeinde Latsch die Wohnung gratis vermieten würde, wenn der Mieter die Wohnung herrichten und den Bahnhof sauber halten würde. Bisher hat sich noch niemand gemeldet. Luis Perfler erzählt,
dass früher entlang der Vinschger Bahnlinie 19 Familien in den Bahnhofsgebäuden und den Bahnwärterhäuschen gelebt haben. In den Gärten haben diese Gemüse angebaut und alle Bahnhöfe mit Blumen geschmückt. Er ist froh, dass nun endlich auch sein Bahnhof ein sauberes Klo und einen Wartesaal hat. So muss er sein Anliegen dieses Jahr bei der Jahresversammlung der Freunde der Eisenbahn am Donnerstag, den 23. Februar nicht mehr vortragen. Zur Jahresversammlung wird er trotzdem hingehen. (hzg)
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10 /Wirtschaft/
Vinschgerwind 2-14
23.01.14
Schlanders/Vinschgau/Meran
Komplementärmedizin in Schlanders Foto: Erwin Bernhart
v.l.: der ärztliche Direktor am KH Schlanders Anton Theiner, der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Andreas Fabi, der Leiter der Komplementärmedizin Christian Thuile und der Pflegedienstleiter Christoph Alber
S
eit vergangenem Montag ist das Krankenhaus Schlanders um einen Dienst reicher: Der Dienst für Komplementärmedizin unter der Leitung von Christian Thuile wird nämlich in Schlanders direkt angeboten. Vorerst für Tumorpatienten. Diese Leistungen sind ticketbefreit. Die Erstvisite ist noch am Krankenhaus Meran notwendig, alle Folgebehandlungen können in Schlanders gemacht werden. Dafür hat das Pflegepersonal der Tagesklinik Schulungen am KH Meran erhalten, so dass individuelle Infusionen, welche eine Tumorthearpie begleiten und mildern können, im Day Hospital von Schlanders verabreicht werden können. Rund 40 Prozent der bislang im Dienst der Komplementärmedizin in Meran behandelten PatientInnen kommen aus dem Vinschgau.
Davon sind etwa die Hälfte Tumorpatienten. Mit dem Schritt, den Dienst auf Schlanders auszudehnen, kommt der Sanitätsbetrieb den Vinschger Tumorpatienten entgegen, so dass oft weite und in Anbetracht der individuellen Situation oft beschwerliche Wege nach Meran entfallen können. Die Komplementärmedizin ist mittlerweile etabliert und institutionalisiert. Generaldirektor Andreas Fabi ließ es sich nicht nehmen, bei der Vorstellung des Dienstes vor einer Woche nach Schlanders zu kommen, blickte kurz auf die Schwierigkeiten bei der Einführung des neuen Dienstes zurück, blickte aber auch aufgrund der von der Charite´Berlin durchgeführten und positiv bewerteten Evaluierung zuversichtlich in die Zukunft. Christian Thuile, der Leiter der Komplementärmedizin in Meran, freute sich über
den Meilenstein und verwies darauf, dass die integrativ-medizinische Betreuung in großen klinischen Zentren bereits Standard sei. Die Komplementärmedizin könne vor allem die Nebenwirkungen in der Chemotherapie reduzieren. Nach dem Motto „Gemeinsam zum Wohle des Patienten“ freuen sich auch der ärztliche Leiter des KH Schlanders Anton Theiner und der Pflegedienstleiter Christoph Alber auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Dienst der Komplementärmedizin. Theiner verwies darauf, dass mit der Fußzonenreflexmassage und der Aromatherapie bereits komplementäre Ansätze in Schlanders angeboten würden. Anmeldung: 0473 251400; E-Mail: komed@asbmeran-o.it
Mals
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ie 17 Schüler der IV. Klasse der Fachoberschule Wirtschaft (FOWI) vom Oberschulzentrum Mals werden im zweiten Semester insgesamt fünf Projekte durchführen: „Schule und Region – neue Zeiten, neue Lernformen“. Das Oberschulzentrum Mals macht bereits seit 10 Jahren Projekte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Betrieben aus der Region. Dieses Jahr will man, wie Direktor Gustav Tschenett bei der Pressekonferenz ausführte, dass eine Klasse gleich fünf Projekte plant, durchführt und dann die Ergebnisse präsentiert. Die Schüler sollen eintauchen in die reale Welt, sie sollen selber planen und in enger Zusammenarbeit mit Betrieben und Vereinen sich mit konkreten Problemen auseinandersetzen und im Team nach Lösungsstrategien suchen. Die beiden Schülerinnen Anna Mall und Lisa Stocker, welche diese Projektvorstellung moderierten, betonten gleich zu Beginn, dass die Schüler bereit sind für neue Herausforderungen, um fit für die Zukunft zu werden. Die erste Gruppe will sich mit dem Problem der Abwanderung in der Gemeinde Stilfs befassen. In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Stilfs
und der Raiffeisenkasse Prad will man die Ursachen für diese Entwicklung und die gesellschaftlichen Auswirkungen herausarbeiten, aber auch nach Zukunftsperspektiven für das Dorf suchen. Eine andere Gruppe wird eine Konkurrenzanalyse in Zusammenarbeit mit der Firma Hoppe durchführen. Eine Homepage für den Amateursportverein Schluderns will eine dritte Gruppe erstellen. Die Kornkammer Vinschgau und die Unterschiede zwischen der konventionellen und der biologischen Landwirtschaft sind das Thema einer weiteren Projektgruppe. Die fünfte Gruppe wird in Zusammenarbeit mit dem Verein Südtiroler Ritterspiele das Thema Eventmanagement bearbeiten und der bereits bestehenden Homepage englische Seiten hinzufügen. Wie der Projektkoordinator Klaus Wallnöfer ausführte, wird durch diese Projekte das Konzept der Übungsfirma weiterentwickelt, fächerübergreifender und praxisnäher gemacht. Die Schüler werden in 60 Wochenstunden von acht Lehrpersonen betreut. Um auch die Sprachkompetenz zu fördern, arbeiten in den Projektgruppen auch eine Italienisch- und eine Englischlehrerin mit. Oskar Wegmann von der Raiffeisenkas-
Foto: Heinrich Zoderer
Neue Lernformen im Oberschulzentrum Mals
v.l.: Oskar Wegmann, Christoph Schütz, Marylin Egger, Klaus Wallnöfer, Gustav Tschenett, Eva Maria Brunnbauer, Lisa Stocker se Prad/Taufers und Christoph Schütz von der Firma Hoppe, zwei Betriebe, mit denen das Oberschulzentrum Mals bereits seit Jahren zusammenarbeitet, betonten vor allem das lebenslange Lernen und den Bezug zur Praxis. Auch die anwesende Inspektorin Eva Maria Brunnbauer lobte diese Initiative und betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen der Schule und der Wirtschaft, um Netzwerke für die Zukunft zu schmieden. (hzg)
23.01.14
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/Wirtschaft/ 11
Vinschgau
Stellungnahmen
SWR-Vinschgau unterstützt Transportunternehmer
Zu „Porta a Porta“
er SWR-Bezirk Vinschgau hat sich bei seiner jüngsten Sitzung solidarisch mit den Transportunternehmern im Vinschgau gezeigt. Seit 2010 gilt am Fernpass für den Schwerverkehr ein Fahrverbot. Genau so lange bemühen sich die Vinschger Frächter um eine Ausnahmeregelung. Volle Solidarität spricht der SWR-Bezirk Vinschgau den insgesamt 18 Vinschger Transportunternehmen aus. Diese leiden nun seit mehr als vier Jahren unter dem Fahrverbot für Schwerverkehr über den Fernpass. Alle bisherigen Interventionen blieben ohne Erfolg. „Die Vinschger Frächter sind auf Grund der peripheren Lage des Bezirks ohnehin bereits benachteiligt. Trotzdem haben sie laufend in ihre Betriebsstandorte und den Fuhrpark investiert und geben nach wie vor rund 300 Menschen eine Arbeit. Angesichts der ständig steigenden Kosten, sind für die Frächter zusätzliche Umwege, wie sie durch das Fahrverbot verursacht werden, nicht mehr zu akzeptieren“, so SWR-Bezirkspräsident Johann Wallnöfer. Er kündigt an, beim nächsten Treffen mit Vertretern der Be-
Foto: „Wind“-Archiv
D
Dass die Sendung „Porta a Porta“ eine Schweinerei ist, weiß jeder. Aber es ist naiv, von Moderator Bruno Vespa eine ausgewogene und fundierte Berichterstattung über die autonomen Regionen zu erwarten. Ein Vergleich: Keiner erwartet sich vom „Luis von Ulten“ ein Referat über Moraltheologie. Also ist diese Aufregung im Grunde umsonst, wenn man die Sendung von Vespa und „Luis von Ulten“ kennt. Dass unser Landeshauptmann mehr verdienen soll als Barak Obama (wie es als Hintergrundbild in der Sendung zu sehen war), ist nicht unbedingt in Ordnung. Aber dass Bruno Vespa selbst angeblich 1,2 Millionen Euro im Jahr verdient, ist ein Skandal. Gianni Bodini, Schlanders
Präzisierung SWR-Bezirkspräsident Johann Wallnöfer: „Fahrverbot für Schwerverkehr muss fallen.“ zirksstelle Landeck der Wirtschaftskammer Tirol das Thema nochmals auf den Tisch zu bringen, um gemeinsam bei den neuen politischen Vertretern in Österreich und Südtirol zu intervenieren.
Zu meiner Aussage im Interview – Peter Oberhofer vom VinschgerWind Nr. 26/2013 vom 19.12.2013 „...ich habe den Eindruck, dass zum Teil Privatinteressen von Seiten der Gemeindeverwaltung vertreten werden“, möchte ich präzisieren, dass dabei sicherlich nicht die persönlichen Privatinteressen der einzelnen Gemeindeausschussmitglieder gemeint waren. Geom. Peter Oberhofer
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Vinschgerwind 2-14
Nachruf zum Wind Spezial Energie vom Oktober In der Vergangenheit konnten sich die Vinschger in Sachen Strompolitik bei der Landesregierung nicht durchsetzen, als Hauptursache nenne ich Herrn Durnwalder, der die Stromsache zur Chefsache erklärt hat, und dann anscheinend von den Machenschaften des Laimer nichts gewusst hat. Es ist schon eine Verarschung, wenn der Luis behauptet, davon nichts gewusst zu haben, wo doch jeder weiß, dass er die Unterlagen sehr genau studiert, speziell, wenn diese Chefsache sind, könnte es da nicht sein, dass er Schaden abwenden wollte, der sonst durch die von ihm ausgehandelten geheimen Verträge zwischen den Stromgiganten und dem Land entstanden wäre? Hier ist es wichtig, dass die Stromverteilung öffentlich lokal organisiert wird, auch durch Zusammenschlüsse der Verbraucher in Genossenschaften - der Strom sollte dadurch billiger werden bei gleichzeitiger Verbesserung der Dienstleistung: Anhebung der Anschlussleistung auf mindestens 6 kW, alles andere ist nicht mehr zeitgemäß. Hubert Tscholl
Hitze oder Kälte So sieht es manchmal im Vinschgerzug aus, besonders im Sommer. Aber immer noch weigert sich die zuständige Lan-
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desstelle, etwas gegen diese unhaltbaren Zustände zu unternehmen. Unhaltbar sind oft auch die Heizungsarten. Entweder man kommt vor Hitze oder Kälte um. Neulich fuhr ich nach Meran. Dabei habe ich mich verkühlt und mir einen Schnupfen geholt und fast eine Lungenentzündung geholt, weil ich nicht das Abteil wechseln wollte. Und das im so hochgepriesenen Vinschgerzug, Stadler (CH) Fabrikat! Robert Ruepp, Schluderns
Gefahren durch Wildbäche Aus dem „Jahrbüchlein von Partschins“ (1806), verfasst vom Priester und Chronisten Josef Ladurner (1770-1832), geht eindrucksvoll hervor, dass die Dörfer Rabland und Partschins in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder von Verwüstungen durch die Wildbäche Zielbach, Schindelbach und Greiter Langahr heimgesucht wurden; dabei gab es auch Tote zu beklagen. Schwerste Verwüstungen durch den Zielbach mit Holer - und Höllentalbach gab es in neuester Zeit in den Jahren 2008 und 2009, wobei 5 Brücken zerstört und beträchtliche Flurschäden entstanden. Es ist lobend hervorzuheben, dass damals die Verantwortlichen vom Amt für Wildbachverbauung West sofort reagiert und alle notwendigen Maßnahmen ergriffen haben. Es wurden zusätzliche Schutzdämme errichtet, Hangstützwerke
erneuert und Brücken gebaut, wobei beträchtliche Geldmittel aufgewendet wurden. Allerdings müssten noch Schwachstellen behoben werden. 1) Errichtung eines Dammes oberhalb vom „Winkler-Hof“, zum Schutz des Hofes und des Dorfes Rabland, ein weiterer, um den „Trojer-Hof“ und den Friedhof zu schützen. 2) Da sich bei den besagten Unwettern - insbesondere im Höllentalbach im Bereich Tablander Almberg - bis zu 30 m tiefe und 50 m breite Gräben gebildet haben, wäre dort eine Verbauung unbedingt notwendig. Denn gerade vom Oberlauf des gefürchteten Wildbachs donnerten damals zahlreiche Steinblöcke mit einem Volumen von 10 bis 30 m³ ins Tal, welche Hangstützwerke und Brücken zerstörten. Um eine Verbauung des Höllentalbachs zu ermöglichen, müsste der Forstweg von „Voltewies“ zur Tablander Alm verlängert werden (ca. 230 Höhenmeter). Die besorgte Bevölkerung erhofft sich, dass vom Amt für Wildbachverbauung entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Ewald Lassnig, Rabland
Im Münstertal entbrennt ein Kulturstreit. Als Münstertaler und Einheimischer frage ich mich, ist die Chasa Jaura ein Heimatmuseum oder ist das ein Haus für Kunstschaffende geworden? Die Chasa Jaura ist mehr als nur ein Heimatmuseum; ich persönlich finde, wenn man auch ein wenig Kultur, also Kunst, Literatur und Musik hineinbringt, kann es sicherlich nicht schaden, nur darf die „Kultur von der Kuratorin Inge Blaschke“ nicht überborden, quasi die Chasa Jaura darf nicht in dem Sinne vernachlässigt werden, so wie das Haus jetzt vorzufinden ist! So wie sich die Chasa Jaura, als Talmuseum präsentiert, ist schlicht gesagt eine Zumutung. Von einem Museum habe ich eine ganz andere Vorstellung. Das sollte eine Institution sein, die eine Sammlung bedeutsamer und exemplarischer Gegenstände aus dem Tal zeigt und für die Öffentlichkeit aufbewahrt, kategorisiert, erforscht und Teile
davon ausstellt. Nichts von alledem ist in der Chasa Jaura der Fall! Keine Dokumentation der ausgestellten Ware und somit auch keine Information. Die Kuratoren sind eigentlich die Verantwortlichen einer Sammlung oder einer Ausstellung eines Museums. Ziel eines Museums ist es, Gegenstände, Musealien aus vergangenen Zeiten fachgerecht zu restaurieren und auszustellen und den Besuchern zugänglich zu machen und dient außerdem als Ort der Diskussion und des thematischen Austausches. Eigentlich schade, wenn man bedenkt, dass das Haus aus dem 17.Jahrhundert stammt und auch als Gemeindehaus diente und somit viele Erinnerungen in sich birgt. In der Zwischenzeit wurde vieles meiner Meinung nach bei der Renovation verhunzt. So ein Haus darf und sollte man nicht modernisieren, das passt doch überhaupt nicht. Sinn und Zweck eines Talmuseums sollte doch in erster Linie die frühere bäuerliche und handwerkliche Lebensweise der Münstertaler zeigen, aber es darf auch aus dem benachbarten Vinschgau beinhalten. Wenn man schon eine Brücke von der alten zu unserer Zeit bauen will, dann bitte mit mehr Sorgfalt! Im landläufigen Verständnis ist das Museum ein Ort, in dem Dinge aus vergangener Zeit ausgestellt sind, die man häufig in unserem Alltag nicht mehr antrifft und deren Funktion, Sinn oder Zusammenhang dem Betrachter wieder in irgendeiner Weise näher beibringen will. Daher begrüße ich den neuen Vorsitz der Chasa Jaura. Ich bin überzeugt, dass man mit Marco Gilly, mit seiner geschätzten Sachkenntnis und seinem Engagement eine gute Wahl getroffen hat und der ganzen Talschaft zugute kommt. Die Schwierigkeiten, mit der die Chasa Jaura schon seit Jahren kämpft, lassen sich nur mit qualifizierten Leuten beheben. Durch die Wahl von Marco Willy ist der erste Schritt getan. Wir Münstertaler werden mit großen Erwartungen auf seine Arbeit blicken. Dafür danke ich ihm schon im Voraus! Ich bewundere den Mut, mit dem er sich der drängenden Problemen annimmt und hoffe auf seinen Erfolg! Giacumin Bass, Müstair
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Vinschgerwind 2-14
/Impressionen/ 13
Kurzras: Denkmal für Leo Gurschler. Pioniere = Wegbereiter - Bahnbrecher - Neuerer. Demnächst erscheint eine ARUNDA über Pioniere in Tirol. Über weitere Pionier- bzw. Kandidatenvorschläge und Sponsoren freut sich die ARUNDA-Redaktion. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it
Vinschgerwind 2-14
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Romanvorstellung
Sportoberschule Mals lebt die Europaregion
Birgit Unterholzner stellt ihren neuen Roman vor: „Für euch, die ihr träumt“. Bibliothek Laas:
Das gemeinsame Büro der Europaregion (unter dem Südtiroler Vorsitz des designierten Landeshauptmannes Arno Kompatscher) stellt auf seiner Homepage www.europaregion.info jeden Monat neu per Video einen interessanten Ort/Institution mit grenzüberschreitendem Charakter vor. Kurz vor Weihnachten ist ein Videobericht über die Sportoberschule Mals online gestellt worden.
Mittwoch, am 05. Februar 2014, 20.00 Uhr. Alle sind herzlich eingeladen.
Foto: OSZ Mals
14 /Lokales/
http://www.europaregion.info/de/sportoberschule-mals.asp.
Regionalgeld im Herbst Schloss Goldrain/Vinschgau - Im März des letzten Jahres wurde das Pilotprojekt „Gemeinwohlregion Vinschgau“ gestartet und in den vier Gemeinden Latsch, Schlanders, Laas und Mals eine Gemeinwohlbilanz erarbeitet. Am 17. Jänner wurde im Bildungshaus Schloss Goldrain unter großer Beteiligung, auch in Anwesenheit des neuen LH Arno Kompatscher, eine Zwischenbilanz gezogen und das weitere Vorgehen festgelegt. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die Gemeinwohl-Ökonomie als alternative Wirtschaftsform für Betriebe und Institutionen.
v.l.: LH Arno Kompatscher und Bezirkspräsident Andreas Tappeiner; die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie findet Interesse weit über die Grenzen des Vinschgaus hinaus
von Heinrich Zoderer
I
n Südtirol gibt es bereits 40 Betriebe, die eine Gemeinwohlbilanz erstellen, aber erstmals will mit diesem ESF-Projekt eine ganze Region eine neue Idee umsetzen, wie Günther Reifer vom Terra Institut und Andreas Tappeiner, der Präsident der Bezirksgemeinschaft berichteten. Im Vinschgau erstellten bisher vier Gemeinden und 10 Betriebe eine Gemeinwohlbilanz, in Zukunft sollen weitere Gemeinden und Betriebe, die Schulen und insgesamt die ganze Bevölkerung in dieses Projekt eingebunden werden. Georg Schuster, Gemeindesekretär von Latsch, Gudrun Warger, Gemeindebeamte in Schlanders, Verena Tröger, Gemeindereferentin
in Laas und Sibille Tschenett, Vizebürgermeisterin in Mals berichteten über ihre Erfahrungen in den jeweiligen Arbeitsgruppen. Zur Erstellung der Gemeinwohlbilanz musste die Verwaltungstätigkeit nach 17 Kriterien untersucht werden. Dabei wurden Fragen aufgeworfen, die man bisher nicht beachtet hat. Ein anderer Blick auf die Arbeit der Gemeindeverwaltung und das Bewusstmachen von bestimmten Abläufen war auch der Hauptgewinn, so die vier Referenten. Es wurden auch Ideen zur Verbesserung der innerbetrieblichen Demokratie und zur Steigerung der ökologischen Nachhaltigkeit entwickelt. Im zweiten Teil dieser Nachmittagsveranstaltung stellte Armin Bernhard das Projekt Re-
gionalwährung vor. Entstanden ist die Idee einer regionalen Währung in den 30er Jahren, um die lokale Wirtschaft anzukurbeln und der Weltwirtschaftskrise entgegenzuwirken. Heute gibt es in Deutschland mehrere Regionen mit einer regionalen Währung. Am bekanntesten ist der „Chiemgauer“, der 2003 entstanden ist und heute 3.300 Mitglieder hat und von 600 Unternehmen und 250 gemeinnützigen Vereinen aus der Region getragen und anerkannt wird. Das Ziel ist die Region zu stärken und regionale Kreisläufe zu fördern. Im Vinschgau wurde bereits mit den Bankinstituten gesprochen und sobald 50 Unternehmen aus dem Vinschgau dieses Projekt unterstützen, will man eine Genossenschaft gründen und das Projekt star-
ten. Nach Armin Bernhard soll es im Herbst soweit sein. Diese regionale Währung ist eine Komplementärwährung, d.h. neben dem Euro gibt es die regionale Währung, welche auch den gleichen Wert hat. Einheimische wie Gäste können bei einer Bank z.B. für 1.000 Euro 1.000 Gutscheine der regionalen Währung kaufen und mit diesen Gutscheinen in allen Betrieben der Region, welche Mitglieder der Genossenschaft sind, bezahlen. Damit soll ein stärkeres Bewusstsein für die Region entwickelt und insgesamt der Umgang mit dem Geld verbessert werden. In Zukunft sollen Gemeinwohlmoderatoren ausgebildet und die Gemeinwohlregion Vinschgau mit anderen Gemeinwohlregionen vernetzt werden.
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Heimatbühne Tschengls
Marienberg
Viel gelacht
1. Kurs
Foto: Heinrich Zoderer
U
nter der Regie von Cilli Trafoier hat die Heimatbühne Tschengls das Lustspiel „Kann denn Liebe Sünde sein?“ sieben Mal sehr erfolgreich aufgeführt. Der Kultursaal in Tschengls war, mit Ausnahme der zweiten Aufführung, bis auf den letzten Platz gefüllt und bei den drei Akten wurde viel gelacht. Im Mittelpunkt der Komödie steht Traudl, gespielt von Roswitha Schwalt, die vorgibt, ein anständiges Leben zu führen und alles tun will, um Pfarrhaushälterin beim neuen Dorfpfarrer zu werden. Die Spannung wird gesteigert, weil auch Maria, gespielt von Gabi Tscholl, sich um die Stelle bewirbt. Sie achtet nicht nur darauf, nach außen als makellos und jungfräulich zu erscheinen, sondern führt auch ein Sittenbuch, in dem sie alle Sünden der Dorfbewohner aufschreibt. Um ihren tadellosen Lebenswandel zu betonen, haben die beiden
/Lokales/ 15
v.l. Maria (Gabi Tscholl), Traudl (Roswitha Schwalt) und der neue Pfarrer (Peter Schrögmeier) Frauen den Club der „enthaltsamen Jungfrauen“ gegründet. Im Laufe des Theaters erfährt der Zuhörer, dass bei den beiden Frauen alles nur Schein ist und sie sich eigentlich aber nichts anderes wünschen, als ein tolles Liebesleben mit einem richtigen Weiberhelden. Aber nicht nur Traudl und Maria verbergen ihre wahren Sehnsüchte, auch Rosa, gespielt von Greti Ladurner, ver-
Heimatbühne Prad
Uraufführung: „Rita“ „Rita“ ist ein Theaterstück im Prader Dialekt, das der bekannte Prader Autor Toni Bernhart eigens für die Heimatbühne Prad geschrieben hat. Ein ganzes Dorf wartet mit Spannung auf Rita, die als Kind das Dorf verlassen hat. Nachdem nun ihre Großmutter ge- Special Guests: Kravatte & Kravalle storben ist, denken alle, dass Rita wieder zurückkommt, um ihre große Erbschaft anzutreten. Die schöne, junge und reiche Frau wird dadurch ein Objekt der Begierde, vor allem für die jungen Dorfbewohner. Man bereitet ein rauschendes Willkommensfest für Rita vor, doch in dem Moment, wo Rita kommen soll, kommt alles anders als erwartet. Als Gastregisseur konnte die Heimatbühne Prad Dietmar Gamper gewinnen. Dem Südtiroler Theaterpublikum ist Gamper vor allem durch seine Soloprogramme und Kabaretts bekannt. Als Gäste wirken die beiden jungen Prader Rapper Valentin Wallnöfer und Daniel Angerer mit, die als Hip-Hop-Formation „Kravatte & Kravalle“ mit ihrem Musikvideo „SEL wars“ landesweit bekannt geworden sind. Die Regie führt Dietmar Gamper. Die Uraufführung findet am Samstag, 1. Februar 2014 um 20.00 Uhr im Raiffeisensaal im Aqua Prad statt. Weitere Termine und Reservierungen sh. Theaterwind.
schweigt ihrem Verlobten Günther (gespielt von Peter Thurner), dass sie eigentlich noch mit dem Frauenheld Joe (gespielt von Sepp Kiem) verheiratet ist. Franzl, gespielt von Martin Spechtenhauser, spielt den einfältigen Dorfbewohner, der gerne ein großer Frauenaufreißer wäre und alles versucht, um die Zuneigung von Traudl zu gewinnen. Zum Höhepunkt kommt es im dritten Akt beim Auftritt des neuen Pfarrers, (gespielt von Peter Schrögmeier), der aber von Traudl und Maria für den angekündigten Stripper gehalten wird. Die beiden Frauen zeigen sich von ihrer wahren Seite und versuchen dem Pfarrer Hemd und Hose auszuziehen und mit ihm ein Liebesspiel zu machen. Als sie erfahren, dass vor ihnen der neue Dorfpfarrer steht, erstarren sie für einen Moment und versuchen zuletzt sich als Opfer darzustellen, um ihren Schein zu wahren. (hzg)
Kurs: Mit Sinn und Führungsstärke den wachsenden Herausforderungen trotzen Referentin: Prof. Dr. Anna Maria Pircher-Friedrich, International Business School Zürich Termin: Do, 30.01.2014 und Fr, 31.01.2014 jeweils von 09.00 bis 17.00 Uhr Ort: Kloster Marienberg Kursbeitrag: € 275,00 inkl. Seminarunterlagen Unterkunft u. im Kloster möglich Verpflegung: rechtzeitige Anmeldung notwendig Anmeldung: Kloster Marienberg, Schlinig 1, I-39024 Mals Tel. 0473 843989, info@marienberg.it Anmeldeschluss: 23. Jänner 2014 Veranstalter: Kloster Marienberg und Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung – www.gwr.it
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Zwei Treffen
§ Ein lohnender Kirchturm Aus dem Gerichtssaal
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ie trafen sich am ersten Tag des Jahres 2013 und am letzten. Die Rede ist von Raimund Pali aus Schluderns (links) und dem Schweizer Bundespräsidenten Ueli Maurer (Bildmitte). Der Anlass war jedes Mal die Tour de Ski, zu Neujahr im Val Müstair und zu Silvester auf der Lenzerheide. Pali hatte also die Ehre, mit Maurer dessen Amtsantritt und dessen Verabschiedung zu feiern. Denn in der Schweiz ist der Bundespräsident nur ein Jahr im Amt. Dritter im Bunde war der Tour de Ski-Koordinator Val Müstair Alfred Lingg. (mds)
irchtürme haben gewöhnlich etwas HeimatlichVertrautes an sich, sie sind für das Gemüt. Dies ist wohl auch der Grund, warum die Menschen sich dafür so erwärmen und darüber streiten können. Auch die Politik bedient nicht ungern das damit verbundene Gefühl. Kirchturmdenken muss nicht unbedingt negativ sein. Veranschaulichen wir uns doch, was in diesem Geiste alles an Großartigem geschaffen wurde. Denken wir an so kleinstädtische Kleinode wie San Giminiano in der Toscana, an Rothenburg o.d. Tauber in Deutschland oder Krems an d. Donau in Niederösterreich. Wir hätten in unserer näheren Heimat nicht nur Glurns, um dessen Erhalt sich zu bemühen lohnend ist, sondern auch eine Einrichtung, die wir dabei sind zu verlieren. Ich denke an die Außenstelle Schlanders
des Landesgerichts Bozen und die übrigen örtlichen Ableger, die seit dem 13. September geschlossen und mit Mann und Maus nach Bozen übersiedelt wurden. Das Justizministerium hat deren Auflassung mit erheblichen Einsparungen begründet, welche sich dadurch erzielen ließen. Dabei hat uns bis heute kein Mensch erklären können, wie viel damit tatsächlich gespart werden kann. Denn ein Großteil der Kosten, die bei der Justiz anfallen, sind Personalkosten, und die reifen unabhängig davon an, ob der Richter und das Kanzleipersonal in Bozen oder in Schlanders residieren. Bleiben also lediglich Einsparungen bei den Gebäude- und sonstigen Betriebskosten. Und diese hätten sich leicht errechnen lassen, worauf das Land und die Bezirksgemeinschaften die – meines Wissens ungenützte
– Möglichkeit gehabt hätten, dem Ministerium ein konkretes Angebot zu unterbreiten, sich an den Sparmaßnahmen zu beteiligen. Also: Erhaltung der Gerichtsstandorte gegen Übernahme eines Teiles der Betriebskosten. Die Gerichte sind immerhin ein Dienst am Volke, in dessen Namen schließlich auch Recht gesprochen wird. In der Sanität ließe sich sicher auch viel einsparen, wenn in Bozen ein einziges großes Spital errichtet würde! Aber die damit erzielten Einsparungen würden nur, wie bei der Justiz, in anderer Form auf den Bürger verlagert. Also, manchmal wäre ein Kampf um den Kirchturm lohnend! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt
wollust neid zorn hochmut geiz trägheit maß Volksbühne Latsch 25 Jahre Franz Kranewitter losigkeit wollust neid zorn hochmut heit maßlosigkeit wollust neid zorn hochmut Wenn Sünde tödlich ist... geiz trägheit maßlosigkeit wollust neid zornorn, Neid, Geiz, UnVolksbühne Z mäßigkeit, Wollhochmut geiz trägheit maßlosigkeit Latsch wollust lust, Stolz, Trägheit. Das sind die sieben neid zorn hochmut geiz trägheit Todsünden - besonwollust neid zorn hochmut geiz ders schwere Vergehen, durch die sich der losigkeit wollust neid zorn hochmut Mensch bewusst von Gott abwendet, wenn heit maßlosigkeit wollust neid zorn hochmut er sie begeht. Zum 25geiz trägheit maßlosigkeit wollust neid zorn jährigen Bühnenjubi- Szene aus dem Akt Joch, mit Petra Pedross Regie: Pedross Petra läum zeigt die Volks- und Andreas Pedross hochmut geiz trägheit maßlosigkeit wollust bühne Latsch unter der Regie von Petra Pedross drei Einakter aus dem Dramenzyklus „Die neid zorn hochmut geiz trägheit maßlosigkeit sieben Todsünden“ von Franz Kranewitter. Gleich 15 verschiedene Rollen, jede wurde nur ein Mal besetzt, wirken im Stück mit. wollust neid zorn hochmut geiz trägheit maß Gespielt werden die Sünden Geiz, Unmäßigkeit und Zorn, die in Im CulturForum Latsch losigkeit wollust neid zorn hochmut geiz träg (Raiffeisensaal) Gestalt der Bauern Naz (Geiz), Joch (Unmäßigkeit) und Seastaller
Die 7 TOD SÜNDEN
Premiere, Samstag 25. Jänner 20.00 Uhr 2. Aufführung, 3. Aufführung, 4. Aufführung, 5. Aufführung,
Samstag Sonntag Samstag Sonntag
1. Februar 2. Februar 8. Februar 9. Februar
20.00 Uhr 17.00 Uhr 20.00 Uhr 17.00 Uhr
KARTENRESERVIERUNG: von 13.00 bis 18.00 Uhr
unter der Nummer 334 244 9120
IDea - werbetechnik
(Zorn) dargestellt werden. Alle zerstören durch ihre persönliche Todsünde sich selbst und ihre Familien. Die Einakter sind eine Achterbahnfahrt der Gefühle; von Mitleid und Trauer bis hin zu Verachtung erlebt der Zuschauer einen emotionalen Theaterabend. Vor und nach den Aufführungen findet zusätzlich im CulturForum eine Fotoausstellung zum Jubiläum statt. (sam) Premiere am Samstag, 25. Jänner um 20 Uhr. Weitere Vorstellungen sh. Theaterwind; Kartenreservierung unter: 334/2449120 (13-18 Uhr)
Foto: Sarah Mitterer
Vinschgau/Lenzerheide
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/Menschen/ 17
„Di Musi bedeitet inz viel“ Im November 1952 begegnen sich Franz Abart aus Schleis und Anna Schwarz aus St. Leonhard in Passeier auf einem Hof in Davos. Sie arbeitet dort als Magd und er als Knecht. „Pan an Heistock zui hon i si gfundn“, scherzt er. „Na na…, in dr Kuch ischas gweesn“, verbessert sie. Für Anna ist es Liebe auf den ersten Blick. Bei Franz funkt es erst einen Monat später. von Magdalena Dietl Sapelza
I
hre Hochzeit feiern Anna und Franz im November 1955 in Schleis. Nach dem Festmahl greift ein ZiehharmonikaSpieler in die Tasten. Noch ehe das junge Paar den Tanz eröffnen kann, verbietet der anwesende Pfarrer das Tanzen. Erst als sich dieser zur Vesper verabschiedet hat, wird’s lustig. „Miar hoobms nit drwortat, dass er geat, denn di Musi bedeitet inz viel. Sie hot inz oft weiter gholfn “, betont Anna. „Denn miar hoobn nit viel kopp unt long orm glepp. Bsunders dr Franz hot viel mitgmocht.“ Fünf Jahre hat er in russischer Gefangenschaft verbracht. Im Herbst 1944 wird Franz einberufen und im Polizeiregiment Brixen ausgebildet. Er verweigert den Schwur auf den Führer und landet im Strafregiment an der tschechischen Front. Dort wird Franz kurz darauf gefangen genommen. Auf dem Marsch nach Polen rechnen die Tschechen mit den deutschen Soldaten erbarmungslos ab. Todesangst geht um. Jene, die geschwächt sind, werden exekutiert. Tagtäglich wird jeder Zehnte in der Reihe an den Galgen gehängt. „I bin amol dr Neinte gweesn“, sagt Franz. Entsetzt muss er die Erschießung einer älteren Frau miterleben, die den Gefangenen etwas zum Essen gereicht hat. Erst nachdem russische Soldaten den Gefangenentross übernehmen, fühlt sich Franz sicherer. „Di Russn sain viel besser gweesn“, betont er. Er kommt in ein Arbeitslager nach Kursk, und es heißt „rabòtats“ (arbeiten) von früh morgens bis spät abends in einem Sägewerk. Die Hoffnung auf die Heimkehr gibt ihm Kraft. Hunger ist sein ständiger Begleiter. Die tägliche Krautsuppe sättigt nur für kurze Zeit. „Di Lait hoobm selbr weanig kopp“, erklärt er. „Obr es hot aa guate Lait geebm.“ Bei seinen Bettelgängen, die ihm gelegentlich erlaubt werden, teilen hilfsbereite Menschen ihr Essen mit ihm. In gebrochenem Russisch verständigt er sich. Franz lernt weitere Lager kennen. Er wird in Fabriken, in Bergwerken, in Steinbrüchen, beim Bau von Brücken, als Maurer, als Landarbeiter….eingesetzt. Oft ist er tiefen Minusgraden ausgesetzt, holt sich Erfrierungen und Krankheiten. Eine Angina setzt ihm einmal so zu, dass ihm der Lagerarzt
Franz Abart, geb 1926 und Anna Schwarz, geb. 1932, Schleis. Oft betrachten sie das Foto aus der Zeitung „Il Tempo“, das Franz bei seiner Heimkehr aus Russland im Zug bei Treviso zeigt prophezeit, er sehe seine Heimat nie wieder. Schließlich heilt sich Franz, indem er den Urin eines gesunden Kameraden gurgelt. Im fünften Jahr kommt er zuerst in ein Lager am Schwarzen Meer und dann am Kaspischen Meer. Dann geht’s endlich heimwärts. „In 21. Februar 1945 bin i übrn Brenner ausi unt in 21.Februar 1950 über Treviso obr inni“, sagt Franz. Am Bahnhof von Mals begrüßen ihn die Musikkapelle und viele Menschen. Er erfährt, dass seine Mutter nicht mehr lebt und sein Vater wieder geheiratet hat. Franz fühlt sich daheim fremd und im Dorf ausgegrenzt. Verzweifelt sucht er nach Arbeit und findet keine. Schließlich schlägt er sich mit Betteln durch. „I bin pan Bettlan bis Bozn kemman“, verrät er. Schließlich findet er eine Anstellung auf einer Alm im Münstertal und kommt dann als Knecht nach Davos, wo er seine Anna trifft. „Deis isch a scheane Zeit gweesn, miar hoobm viel glocht unt tonzt“, schwärmt sie. Mit Anna an seiner Seite findet Franz ins Leben zurück. Nach der Hochzeit ziehen sie in sein Elternhaus, das sie schon kurz darauf wieder in Richtung Schweiz verlassen, um Geld für
den Bau eines eigenen Heimes zu verdienen. Er ist Hausmeister und sie Saisonkraft im Gastgewerbe. Bis vor der Geburt des dritten Kindes arbeitet Anna in der Schweiz, während die Kinder bei der Oma in Passeier gut aufgehoben sind. Dann bleibt sie daheim. Später findet auch Franz als Maurer im Vinschgau eine Stelle. Die Familie wächst, schon bald sitzen fünf Mädchen und zwei Buben am Tisch. „Ersch pan sechstn Kind hon i a Waschmaschin kriag“, sagt sie. „Vorher hon i di Windlan pan Boch gschwänzt unt oft isch miar oans af Lootsch oi“. In das neue Haus zog die Familie erst 1975 ein. Das Schönste für die beiden ist, wenn sich die sieben Kinder, die 16 Enkel und die 6 Urenkel in der Stube versammeln, wenn gesungen und musiziert wird. Franz an der Zither gibt dann meist den Ton an „Mit Gottvertrauen, Humor unt a pissl a Musi isch olm olz gongan“, meint Anna und schaut ihren Franz liebevoll an: „Bis zur Diamantenen miaßn miar nou durchholt“. Das Tanzen wollen sie sich dann nicht verbieten lassen und das Fest genießen - 60 Jahre nach der grünen Hochzeit.
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Betriebsdirektor
aquaprad - Fischerprüfung 2014
Führungswechsel bei der Vinschgerbahn: Marco Stabile ist der neue Betriebsdirektor. Er folgt damit auf Giancarlo Bonani, der diese Funktion in den vergangenen drei Jahren innehatte.
Wer sich in Zukunft zu den Petrijüngern zählen möchte, der sollte sich noch bis 31.1. für die Fischerprüfung anmelden! Einen Vorbereitungskurs und Führungen bei den Aquarien gibt es im Nationalparkhaus aquaprad.
Südtirol/Vinschgau
Der Friedensbotschafter
Südtirol ist als die Region mit den besten Campingplätzen Europas ausgezeichnet. Der Camping.Info Award zählt inzwischen zu den begehrtesten Auszeichnungen der Branche. Der online Campingführer www.camping.info – mit mehr als 10 Millionen Besucher pro Jahr Marktführer im deutschen Sprachraum – vergibt die Auszeichnung jährlich nach einem strengen Reglement. Mit dem bereits zum dritten Mal vergebenen Camping.Info Award werden europaweit die Betriebe mit der höchsten Kundenzufriedenheit ausgezeichnet. Grundlage des Camping. Info Awards 2014 bilden mehr als 70.000 Gäste-Bewertungen von 37.000 unterschiedlichen Campinggästen. Südtirol nimmt dabei einen herausragenden Stellenwert ein. 3 Südtiroler Betriebe finden sich in den Top 10 Campingplätzen Europas und 7 Betriebe, darunter zwei aus dem Vinschgau, unter den besten 100. In keiner Region Europas finden sich Campingplätze dieser Qualität und Zahl auf so engem Raum. Die Preisträger aus Südtirol: Platz 1: Caravan Park Sexten, Sexten Platz 2: Camping Seiser Alm, Völs am Schlern Platz 5: Genießer- & Komfortcamping Schlosshof, Lana Platz 22: Waldcamping Naturns, Naturns Platz 33: Camping Residence Sägemühle, Prad am Stilfserjoch
„Die Schuldigen am Krieg sind die Politiker“, sagt Jürgen Todenhöfer. Todenhöfer war Bundestagsabgeordneter der CDU, ist promovierter Jurist und bereist seit Jahren die Kriegsgebiete der Welt. Todenhöfer war kürzlich Gast in Schlanders: Der Kiwanis Club Vinschgau lud den 72-Jährigen zu einer Lesung.
Foto: Angelika Ploner
Beste Campingplätze
Infos und Anmeldungen auf www.aquaprad.com oder telefonisch unter 0473/618212.
von Angelika Ploner
G
änsehaut. Wenn Jürgen Todenhöfer erzählt, der ehemalige CDU-Politiker Unvorstellbares, Grauenvolles schildert, dann packt Schauder die Zuhörer. Manchmal wirkt er nachdenklich, macht Pausen, dann etwa, wenn er vom Bombenangriff in der libyschen Wüste spricht. Der Todesfalle, aufgerichtet von Gaddafi-Kämpfern, entrinnen er und seine zwei Begleiter wie durch ein Wunder. Ein Vierter, ein libyscher Freund Todenhöfers verliert sein Leben. Wenig später wechselt der 72-Jährige Schauplatz, beschreibt „sein“ Afghanistan, malt die Eigenheiten des Landes fast schon liebevoll aus. Man muss Afghanistan kennen, um bestimmte Dinge zu verstehen, sagt er. Brücken gibt es dort wenige. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass man den Weg durch Flüsse sucht. Wenn Fahrzeuge in Flüssen stecken bleiben, bedeutet das
kostenloser Treibstoff, manchmal auch Lebensmittel für jene, die sich das schon lange nicht mehr leisten können. Als zwei entführte Fahrzeuge im Fluss Kunduz nicht mehr weiterkommen, weiß der deutsche Oberst Klein nicht, dass jene hundert Zivilisten, die sich um die Fahrzeuge tummeln, nur Treibstoff oder Lebensmittel holen wollen und keine Gefahr für das rund 30 Kilometer entfernte deutsche Wiederaufbaulager darstellen. Wenig später gibt Klein amerikanischen Einsatzkräften das Kommando zu bombardieren und tötet damit unschuldige Kinder, Frauen und Männer. Ein Vater holt am Morgen des nächsten Tages die Rümpfe seiner 8 und 12-jährigen Söhne nach Hause. Ein Schicksal, das für unzählige andere steht. Libyen, Syrien, Iran, Irak, Afghanistan oder Ägypten: Todenhöfer kennt die Kriegsschauplätze dieser Welt, verhandelt mit Diktatoren und ist zum Bot-
schafter der wahren Opfer des Krieges geworden: zerfetzter Kinder, vergewaltigter Frauen und zerbombter Männer. Er gibt dem Krieg Gesichter und träumt gleichzeitig vom Frieden. Diesen Titel hat er auch seinem jüngsten Buch gegeben: Du sollst nicht töten – Mein Traum vom Frieden. Daraus hat Todenhöfer am 7. Jänner vorgelesen, der Kiwanis Club Vinschgau hatte Todenhöfer zu einer Lesung ins Kulturhaus Schlanders geladen. Eingefädelt hat den hochkarätigen Besuch der Suldner Paul Hanni. Die Zuhörer blieben tief berührt, stellten Fragen: Wie schaffen Sie das emotional in diese Gebiete zu gehen? Ist es reiner Zufall, dass sich ein Land nach dem anderen erhebt im sogenannten arabischen Frühling? Ja, es ist Zufall. Und ja, er, Todenhöfer schaffe das, weil er es als seine Aufgabe sähe, aus Kriegsgebieten zu berichten. Jeder habe schließlich irgendeinen Platz, eine Aufgabe auf dieser Welt. Diese sei eben seine.
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/Gesellschaft/ 19
Marienberg/Vinschgau
Veranstaltungsreihe im Kloster Marienberg mpulse geben und wirken wie Kieselsteine, die ins Wasser geworfen, unaufhörlich ihre Kreise ziehen.“ Mit diesem Motto starten wir unsere erste Veranstaltungsreihe in Marienberg. Noch nie waren so viele Menschen auf der Suche nach Sinn und Werten. Werte, als Grundlage unserer Entscheidungen und Handlungen, geben Halt und Sicherheit. Sie lassen uns nicht orientierungslos, wie ein Fähnchen im Wind, sondern verwurzelt und einschätzbar auf unsere Mitmenschen wirken. Ob in der Familie, im Unternehmen, in der Gemeinde oder in jedem anderen Wirkungsfeld sind Werte eine gute Basis, auf der Vertrauen, Respekt und Liebe wachsen können. Unsere Gesellschaft ist wieder auf der Suche nach Werten, weil viele Menschen bereits an der Sinn- und Wertelosigkeit erkranken.
Gerade auch eine wertebasierte Unternehmensführung, die wir in unserem ersten Seminar für Führungskräfte und Betriebsleiter anbieten, kann Sinn und Werte über das Unternehmen hinaus wirksam werden lassen und damit weite Kreise ziehen. Dass eine solche Führung das Unternehmen auch noch erfolgreich macht, wird in diesem Seminar klar aufgezeigt. Werte sind nicht Normen, die von außen unser Leben reglementieren, sondern Werte sind im Menschen und beeinflussen sein Verhalten. Sie sind nicht Regeln, die unser Leben einschränken, sondern sie stillen das urmenschliche Bedürfnis nach Sinn und Wert und bereichern unser Leben und unsere Gesellschaft ungemein. Das Kloster Marienberg, eine Stätte der Ruhe und Stille, und seid jeher eine Bildungsstätte für den Vinschgau und
pr-info Salon The LOOCK - Prad am Stilfserjoch
Mondän und stilvoll Nach dem Eintritt in den neu eröffnete Salon “The Loock 2” könnte man gut und gerne meinen, man befinde sich in einem Friseursalon einer europäischen Modemetropole…. wenn man sich nicht im Zentrum von Prad wüsste. Mondän und stilvoll hat Volkmar Thaler den Raum eingerichtet. Ins Auge stechen die Leder-Sitzecke, die Kristallund Kugellampen, die Spiegel, die fünf Frisierstühle… Die zwei Waschbecken-Sessel haben Massagefunktionen und aus den Wasserhähnen fließt belebtes Wasser nach Grander. Kurzum bei der Eröffnung, der einem noblen Empfang gleich kam, gab´s vieles zu bestaunen. Volkmar und sein Team konnten stundenlang die Glückwünsche unzähliger Gästen entgegen nehmen. Salon THE LOOCK Prad am Stilfserjoch, Hauptstraße 44, Telefon 0473 521154
v.l.: Josef Hofer (Obmann der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung GWR), Annemarie Schwarz (Museumsleiterin und Verantwortliche für Planung und Durchführung der Veranstaltungen), Ludwig Fabi (Bezirksservice Weiterbildung) und Abt Markus Spanier
darüber hinaus, ist ein idealer Ort, um diesem Bedürfnis der Menschen nachzuspüren, Impulse zu setzen und zu wirken wie Kieselsteine, die einmal ins Wasser geworfen, unaufhörlich ihre Kreise ziehen. Kompetente Unterstützung für unser Angebot haben wir in der Genossenschaft für Regionalentwicklung Vinschgau und im Bildungsausschuss Mals gefunden, mit denen es seit jeher eine gute Zusammenarbeit gab.
Foto: „Wind“-Archiv
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Information und Kontakt: Annemarie Schwarz, Verantwortliche für Planung und Durchführung der Veranstaltungen verwaltung@marienberg.it, Tel. 0473 843989
Rotierendes Theater Vahrn
Liebesg‘schichten und Heiratssachen von Elizabeth T. Spira
Sonntag, 2. Feburar 2014 um 20.00 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr Schlanders
Kartenvorverkauf im Tourismusverein Schlanders-Laas in der Kapuzinerstraße 10 in Schlanders oder an der Abendkasse ab 19 Uhr
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Naturns/Martell
Goldrain/Vinschgau
Gelungenes Weihnachtskonzert
Der erste Vinschger Wertetag
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as durch die Zusammenarbeit von Daniel Götsch, Lisa Lantschner und Fabian Fleischmann hervorgerufene kleine Weihnachtskonzert, welches am 21. Dezember 2013 in der Kirche von Naturns und am 22. Dezember in der Kirche von Martell aufgeführt wurde, darf man gerne als gelungen beschreiben. Nachdem die Kinder und Jugendlichen der Jugendkapelle Naturns gemeinsam mit der Kinder- und Jugendsinggruppe Naturns, sowie dem Kinderchor Martell um 17 Uhr in einer besinnlichen Stimmung die Kirche mit Teelichtern betreten hatten, lieferten sie ein buntes musikalisches Programm
mit traditionellen und modernen Weihnachtsklängen. Die beiden Höhepunkte des Konzertes waren „Das junge Weihnachtskonzert“ von Alfred Bösendorfer und „Die kleine Weihnachtsfantasie“ von Thomas Bergoff. Bei diesen Stücken musizierten die Jugendkapelle und die Kinderchöre nämlich zusammen auf der „Bühne“. Der Abend in Naturns klang mit einem leckeren von Eltern organisierten Buffet und warmen Weihnachtsgetränken in der Musikschule aus, während „Dorf Aktiv“ nach dem Konzert in Martell zu Suppen und Krapfen im Bürgerhaus einlud. Hiermit möchten wir uns für die Organisation und Mithilfe der Eltern und bei „Dorf Aktiv“ bedanken. Ein besonderer Dank geht an das zahlreich erschienene Publikum, welches auch dazu beigetragen hat, dass die großzügige freiwillige Spende von 1.009 Euro zugunsten von „Südtirol hilft“ gespendet werden konnte. Ein weiterer großer Dank geht auch an unsere Kollegen der Musikkapelle Naturns, die die Jugendkapelle immer wieder bei ihren Auftritten tatkräftig unterstützen. Steffi Pföstl
elche Bedeutung haben abendländische, christliche Werte noch in unserer Gesellschaft? Sind diese Werte überhaupt noch der Rede wert? Gelingt es, aus dem „Schnee von gestern“ Erfrischendes zu gewinnen, das den Durst der Menschen nach einer sicheren Zukunft und Zufriedenheit stillen kann? Antworten auf diese Fragen suchen nicht weniger als acht Referenten beim 1. Vinschger Wertetag, der am 1. Februar im Bildungshaus Schloss Goldrain stattfindet. Die Idee, die dahinter steht, ist schnell erklärt: Es geht um die Auseinandersetzung mit christlichen Grundwerten und welche Rolle diesen in den verschiedenen Lebensbereichen - in der Familie, im Unternehmen, in der Wirtschaft überhaupt - zugestanden wird. Dieser erste Vinschger Wertetag
INFO
Der Ablauf (in gekürzter Form): 09:00 Uhr Werte: Schnee von gestern? Wasser für morgen! - Johannes und David Hüger 10:20 Uhr Werte: die ethische Säule der Wirtschaft - Don Paolo Renner 11:30 Uhr Wertvoll(e) Menschen führen – Marianne Bauer 14:30 Uhr verschiedene Workshops mit Johannes Hüger, Manfred Schweigkofler, Jacqueline Walcher-Schneider und David und Stephan Hüger 16:00 Uhr Werte und Banken: Wertvolle oder wertlose Ökonomie - Heiner Nicolussi-Leck Anmeldung bis am 30. Jänner im Bildungshaus Schloss Goldrain (Seminargebühren 25 Euro für Erwachsene, 10 Euro Jugendliche) soll alljährlich eine Fortsetzung finden und ein Anstoß sein. XPand Südtirol, ein Ableger von XPand Europa, ein Organisati-
onsteam hier im Vinschgau und Schloss Goldrain stehen hinter diesem ersten Vinschger Wertetag. (ap)
Martell/Kastelbell/Latsch
Lawinengefahr? - Ausrüstung rettet Leben Jugendfeuerwehren üben richtiges Eingreifen im Falle eines Lawinenabganges
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usammen mit dem CNSAS Martell (Bergrettung des italienischen Alpenvereins) lernten die Jugendfeuerwehren von Kastelbell und Latsch die richtige Ausrüstung kennen, die für eine Bergtour im Winter angebracht ist und wie diese richtig angewandt wird. Vor der praktischen Übung erklärte Gotti Ratschiller, der Rettungsstellenleiter des CNSAS Martell, die komplette notwendige Ausrüstung: Lawinenpieps, Sonde, Schaufel, Erste Hilfe Tasche und richtige Kleidung. Auch der Helm ist ein
wichtiger Bestandteil dessen. Anschließend übten die Jugendfeuerwehren in drei verschiedenen Stationen das richtige Eingreifen im Falle eines Lawinenabgangs. In der ersten Station übten sie mit den Bergrettern Paul und Hansjörg das Absuchen mit Lawinenpieps, wobei auch die Absuche mit dem Recco-System und der genaue Einsatzvorgang mit Hubschrauber und Lawinenhunden erklärt wurde. In der zweiten Station wurde die Verwendung der Sonden geübt, bei der die Bergretter Josef
und Markus erklärten, dass die Konzentration und das genaue senkrechte Einstechen das Um und Auf einer Lawinensuche ist. Zudem ist das Tragen von Handschuhen wichtig, da ansonsten die Sonden im Schnee vereisen. Ziel war es, ein Paar Ski und einen Rucksack zu lokalisieren und richtig auszugraben. In der dritten Station zeigten die Bergretter Dietmar und Gotti die richtige Bergung des Verletzten. Von einer Seite wurde Kameradenbergung gezeigt, wobei es wichtig ist, Wärmeerhaltung des Patienten zu sichern, die Atemwege frei zu schaffen und falls es notwendig ist wiederzubeleben, wobei dabei das Risiko des Bergetodes zu beachten ist. Anschließend wurde das Vorgehen von der Bergrettung mit Hilfe von Halskrause, Vakuummatratze und das Abtransportieren vorgeführt. Nach diesem interessanten und lehrreichen Tag ließen sie ihn angenehm auf der Groggalm ausklingen.
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/gesellschaft/ 21
Naturns
Laatsch
20 C+M+B 14
Wolfgang Schöpf vor Publikum
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ährend des Vietnamkrieges (1955- 1975) benutzten die Amerikaner 1965 das Entlaubungsmittel „Agent Orange“, sodass sich die Vietcongs nicht mehr im Dschungel verstecken konnten. Der Vietnamkrieg ist nun seit fast 40 Jahren beendet. Geblieben sind aber die Spätfolgen des Kriegseinsatzes. Wer mit dem Entlaubungsmittel in Berührung kam, blieb nicht nur bis an sein Lebensende verseucht, sondern trug den Fluch in die nächsten Generationen weiter: Kinder und Kindeskinder der Soldaten und Zivilbevölkerung sind bis heute geprägt von Missbildungen, Behinderungen, Krebs, starken Gelenkschmerzen und Blindheit. Die heurige Sternsingeraktion soll neben vielen anderen Projekten auch ein Blindenheim mit Blindenschule in Vietnam unterstützen. In Südtirol, auch in Na-
Sternsinger mit Bischof Ivo Muser
turns waren die Sternsinger an insgesamt zwei Tagen unterwegs und konnten ca. 15.000€ sammeln. Eine Gruppe wurde dabei mit einem Schrittzähler ausgestattet. Berechnet man jeden zurückgelegten Schritt mit je einem halben Meter, so wurden mit den über 10.000 Schritten immerhin fünf Kilometer zurückgelegt. Insgesamt sind in Südtirol an die 6.000 Kinder und Jugendliche als Sternsinger unterwegs. Einige haben sich beim Sternsinger-
treffen in Bozen getroffen. Beim Treffen, welches alle zwei Jahre stattfindet, wurden die Kinder und Jugendlichen von Landeshauptmann Kompatscher und Bischof Muser empfangen. Bischof Muser bedankte sich bei allen Sternsingern und forderte sie auf: Auch wenn die königlichen Gewänder der Sternsinger wieder für ein Jahr verräumt werden, so sollte doch jeder in seinem Herzen weiterhin ein Sternsinger bleiben. (klab)
Schlanders
Nacht der Naturfilme
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ie Umweltschutzgruppe Vinschgau, das Nationalparkhaus aquaprad und das Kulturhaus Karl Schönherr laden zur Nacht der Naturfilme. Vier Jahre dauerten die Dreharbeiten für den Film „Auenlandschaften in Südtirol“. Über hundert ehrenamtliche Helfer rund um den „Naturtreff Eisvogel“ beteiligten sich an dem aufwändigen Projekt. Er stellt die einzigartige Naturlandschaft in den Ahrauen bei Sand in Taufers dar. Gedreht wurde zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Dem
Regisseur Hubert Schönegger ist es gelungen, durch ausgezeichnete Nahaufnahmen, Unterwassermomente sowie integrierte Zeitrafferaufnahmen einen spannenden Eindruck nach dem anderen zu vermitteln. Das Tollste dabei ist die Tatsache, dass sich diese Tier- und Pflanzenwelt vor unserer Haustür noch entfalten kann. Auch der brandneue Film „Das Geheimnis der Bäume“ fasziniert. Die atemberaubenden Bilder und die Erzählerstimme von Bruno Ganz lassen den Zu-
schauer noch tiefer eintauchen in die scheinbare Unendlichkeit des Regenwaldes. Doch nichts ist unendlich, die Gefahr der Zerstörung nimmt zu. Hiervor warnen Hallé und Jacquet eindringlich und zeigen uns den Regenwald als von der Natur stimmig durchkomponiertes System, welches der Mensch nach und nach kaputt macht. Beide Filme werden am 1. Februar im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders gezeigt, Beginn um 19.30 Uhr.
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ergsteigen ist eine seiner Leidenschaften. Erreicht er den Gipfel, drückt er singend seine Freude aus... Seit Jahren hält der Laatscher Wolfgang Schöpf Gedanken und Beobachtungen in Liedern und Gedichten fest. Wer Glück hat, darf ein spontanes Ständchen genießen, wenn er dem Sänger und leidenschaftlichen Raper begegnet. Es scheint, als könne
Wolfgang Schöpf er seine Lieder aus dem Ärmel schütteln, zum Zuhören allemal unterhaltsam und spaßvoll. Im letzten Sommer hatte ich das Glück, Wolfgang, den passionierten Bergsteiger, auf der Tschenglser Hochwand zu begegnen und viele kennen ihn vom Laatscher Fasnachtsumzug. Einer, der an Träume glaubt, ist Wolfgang auch: Bald wird er seine eigene Kapelle fertig bauen. Als treuer Ehemann erhält er bei all seinem Tun Unterstützung von seiner Frau Slavica. Ende Dezember sang Wolfgang seine Lieder vor Publikum. Der Sparkassensaal in Laatsch war voll und der eingefleischte Tiroler in Lederhose und „Sarner“ begeisterte die Zuhörer und Zuhörerinnen. (ba)
BILDER & RAHMEN
Mannsbilder
TISCHLEREI + RAHMENWERKSTATT KARL FLEISCHMANN Lafermweg 2 39028 Schlanders (BZ) Tel. 0473 621204 mobil 340 5014320
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Kastelbell/ Tschars
TarscH
LatscH
Martell
Goldrain
Schlanders
Kortsch
Laas
Stilfs
Prad
Schluderns
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Glurns
Mals
Bildungsausschüsse Vinschgau
Graun
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Bildungsausschuss Schlanders
Wie strickt man Fersen? Socken-Strickkurs mit Mimi LITERATURRUNDE Autorenlesung und Diskussion über das Buch:
Kämpfen für das Heiligste: Tiroler Stimmen zum Ersten Weltkrieg mit dem Autor Josef Feichtinger
Montag, 27.01.2014 19.30 Uhr – Bibliothek Schlandersburg
Datum:
Do. 30.01.2014 bis Do. 06.03.2014 jeweils donnerstags von 19.00 bis 21.00 Uhr
Ort:
StrickArt – Hauptstraße 111 in Schlanders
Anmeldung: StrickArt – Tel. 0473 730268 Bildungsausschuss Schlanders Tel. 333 3203093
Bezirksservice Bildungsausschüsse
Die Finanzierung und Unterstützung der Bildungsausschüsse im Überblick Pro-Kopf-Quote (auch Basisförderung genannt) Die Bildungsausschüsse werden vom Land in Form einer Quote pro EinwohnerIn finanziert, sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen (z.B. Mitfinanzierung durch die Gemeinde, Koordinierung Veranstaltungen vor Ort, Ausmaß der Bildungsstunden). Einreichdatum: 31. Jänner Investitionen
Die Bildungsausschüsse können auch um Beiträge für Investitionen ansuchen. Das Land gewährt im Rahmen der verfügbaren Mittel einen Beitrag von 50% der anerkannten Kosten. Vorrangig werden solche Investitionen genehmigt, die direkt mit der Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen zusammenhängen. Einreichdatum: 31. Jänner (in begründeten Fällen und bis zur Ausschöpfung der Mittel laufend)
MitarbeiterInnenausbildung
Für die Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bildungsausschuss (Vorstand) kann ebenfalls um Finanzierung angesucht werden (Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen im Zusammenhang mit Tätigkeiten des Bildungsausschusses. Einreichdatum: laufend (bis spätestens September)
Projektförderung (Neu – ab 2014) Diese Förderung ersetzt die bisherige Qualitätsförderung. Sie ermöglicht eine Berücksichtigung der reellen Projektkosten und auch der ehrenamtlich getätigten Arbeit. Einreichdatum: 30. November des Vorjahres und 31. Jänner (bis zur Ausschöpfung der Mittel laufend) Die Bezirksservicestelle
Die Bezirksservicestelle für die Bildungsausschüsse versteht sich als Impulsgeber und Schnittstelle für die Tätigkeiten der vierzehn Bildungsausschüsse des Vinschgaues im Auftrag des Landesamtes für Weiterbildung. Sie unterstützt Menschen vor Ort, durch innovative Lösungen aktuelle weiterbildungs- und kulturpolitische Themen sowie identitätsstiftende Veranstaltungen in den einzelnen Dörfern zu fördern und erfolgreich umzusetzen. Auch in organisatorischen und steuerrechtlichen Fragen steht sie den Bildungsausschüssen zur Verfügung. Dabei stehen die Ehrenamtlichen in den Bildungsausschüssen im Mittelpunkt, denn ohne sie können keine Schritte vor Ort gesetzt werden.
...ES LOHNT SICH!
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Bildungsausschuss Goldrain
25. Goldrainer Dorftage Mo. 27.01.2014 bis Sa.15.02.2014 Räuchern mit heimischen Kräutern
Bilder vom Dorf
Häuser und Wohnungen haben eine Geschichte und könnten viel erzählen… Erlebnisse und Emotionen der Vergangenheit hinterlassen energetische Spuren in der Atmosphäre eines Hauses. Um Gebäude von dieser menschlichen Altlast zu reinigen haben unsere Vorfahren die heilende Kraft der heimischen Räucherpflanzen genützt. Im Vortrag werden die wichtigsten heimischen Räucherpflanzen gezeigt und ihre Wirkung beim Räuchern erläutert.
Bei vielen Anlässen der Dorfgemeinschaft filmte oder fotografierte Herr Steinkeller. An diesem Abend öffnet er für uns seine Schatzkiste und führt uns mit Bildern und einem Kurzfilm in das Dorfgeschehen vergangener Zeiten und auf die Soyalm.
Datum: Montag, 27.01.2014 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graf Hendl Saal auf Schloss Goldrain Referentin: Marlis Bader - Expertin für abendländische Räucherkunde und freie Mit- arbeiterin der Kräutergärtnerei Blumenschule Schongau (Bayern) Organisation: Bildungsausschuss Goldrain
Von guten Mächten treu und still umgeben Zeugnis eines sinnerfüllten Lebens Wie oft verläuft ein Leben anders als man es sich wünscht, erhofft, erträumt. Rasch stößt man an Grenzen, umgehend muss man Entscheidungen treffen oder es ist konkretes Handeln angesagt. Rückblickend erweisen sich meist jene Situationen, die wir uns nicht aussuchen, die uns aber herausfordern, die unser Leben auf den Kopf stellen, als gewinnbringend, sinnvoll und geführt …. Datum: Mittwoch, 29.01.2014 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graf Hendl Saal auf Schloss Goldrain Referentin: Gräfin Sophie von Brandis Organisation: KFB Goldrain
Datum: Beginn: Ort: Organisation:
Dienstag, 04.02.2014 20.00 Uhr Graf Hendl Saal auf Schloss Goldrain Filmvorführung mit Adolf Josef Steinkeller Bildungsausschuss Goldrain
Orts- und Flurnamen/Spurensuche zur Toponomastik Inhalte: Was ist Toponomastik? Sprache, Worte, Namen - Woher kommen unsere Orts- und Flurnamen und was bedeuten sie? Von Ötzi bis DJ Ötzi - Sprachschichten und Sprachgeschichten in Tirol von der Steinzeit bis heute. Colruna, Goldern oder Goldrain? Die Veränderung der Ortsnamen im Laufe der Zeit. Restituire, sostituire, creare - Goldrain und/oder Coldrano - Tolomeis und der Prontuario dei nomi locali dell‘ Alto Adige. Alles was Recht ist - Ortsnamen und Gesetz. Was müssen wir? Was dürfen wir? Ein Blick über den Tellerrand - Der Umgang mit Ortsnamen in Italien und Europa im Vergleich. • Vorstellung der Karte der Flurnamen von Goldrain, Latsch und St.Martin im Kofl Datum: Freitag, 07.02.2014 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graf Hendl Saal auf Schloss Goldrain Referent: Arno Rainer Organisation: Bildungsausschuss und Schützenkompanie Goldrain
Tattoo - Kultur oder Mode
Jahres-Chronik Goldrain Wie und warum Chroniken wichtig sind, für wen sie verfasst werden, was alles aufgeschrieben und vermerkt werden soll. • Vorstellung einiger Jahreschroniken von Goldrain
Im Gespräch mit einem Tätowierer werden historische Aspekte von der ersten Tätowierung bis zum Ganzkörpertattoo, Techniken im Laufe der Zeit, Geräte und Hygiene, Symbole und deren Bedeutung sowie Trends vorgestellt.
Datum: Freitag, 31.01.2014 Beginn: 20.00 Uhr Ort: Graf Hendl Saal auf Schloss Goldrain Referenten: Martina Oberhofer und Erwin Altstätter Organisation: Bildungsausschuss und Bibliothek Goldrain
Datum: Samstag, 08.02.2014 Beginn: 20.15 Uhr Ort: Sportheim (Sportplatz) Goldrain Referent: Vincenzo De Cristofaro Organisation: Bildungsausschuss Goldrain
Bezirksservice Vinschgau/Ludwig Fabi
Bahnhof Spondinig 1 39026 Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 Fax +39 0473 618116 bezirksservice.vinschgau@gwr.it www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf
24 /Jugend/
Vinschgerwind 2-14
Juze Freiraum Schlanders Ö Fr. 24.01.14 ab 20.00 Uhr Art Café – Urban Art: Sanue (Graffiti) Music: (Dj Neos) Ö Fr. 31.01.14 ab 20.00 Uhr „Das Jugendzentrum Freiraum präsentiert sich“ Die Vorführung findet in der Aula Magna (HOB) statt Jugendtreff Revoluzer Taufers Ö Fr. 31.01.14 ab 16.00 Uhr mir gean schliitn Jugendtreff JuP Prad Ö Mo. 27.01.14 ab 15.00 Uhr Umsetzung Filmraumgestaltung Ö Sa. 01.02.14 ab 19.00 Uhr Essen wie die Amerikaner Jugendzentrum JuMa Mals Ö Fr. 24.01.14 um 17.00 Uhr Nachtrodeln Reschen Ö Sa. 25.01.14 um 13.00 Uhr Go Kart Ötztal Jugendcafé „Chillout“ Latsch Ö Sa. 25.01.2014 Calcettoturnier Info & Anmeldung bei Myri Ö Fr. 31.01.2014 ab 17.00 Uhr Slow Food Cooking Jugendtreff Tschengls Ö Di. 28.01.2014 ab 17.00 Uhr Filmnachmittag mit Chips Jugendtreff „Taifun“ Martell Ö So. 26.01.2014 ab 10.00 Uhr Vollversammlung mit Neuwahlen & Frühshoppen Jugendtreff Tarsch Ö Sa. 25.01.2014 ab 18.00 Uhr Öffnungszeiten Ö So. 02.02.2014 ab 17.15 Uhr Lichterprozession zur Kapelle Jugendtreff „La:Ma“ Laas Ö Fr. 24.01.2014 ab 19.00 Uhr Spieleabend Ö Sa.01.02.14 um 19.00 Uhr Eishockey Eis Platz Laas Jugendtreff Burgeis Ö Fr. 24.01.14 ab 18.00 Uhr Rodeln in Reschen Anmeldung erforderlich Ö Mi. 29.01.14 ab 14.30 Uhr Mütze häkeln Jugendtreff Reschen Ö Fr. 24.01.14 ab 18.00 Uhr Rodelabend („Pofel“, „Valierteck“), danach gibt es Chili con Carne im Treff (Rodel/Bob + angemessene Kleidung nicht vergessen!) Phönix Schluderns Ö Sa. 25.01.14 um 20.00 Uhr Goggos Reise, Fotos von Florida nach Mexiko Ö Sa. 01.02.14 ab 14.00 Uhr Punktejassen: Jung gegen Alt Anmeldung bis 30.01.14 Citytreff Glurns Ö Fr. 31.01.14 ab 19.00 Uhr American night mit Burger Chill House Stilfs Ö Fr. 24.01.14 ab 17.00 Uhr Nachtrodeln in Reschen mit den Obervinschger Jugendtreffs Ö Fr. 31.01.14 ab 17.00 Uhr „Miteinander” – Treffen mit der Weiß-Kreuz-Jugend
23.01.14
Vom 2. – 4. Jänner fand das Winterlager des Jugendzentrum „All In“ Kastelbell Tschars in Schnals statt. Es wurde gekocht, gelacht, Film gesehen, gesnowboardet, relaxt und wenig geschlafen! Am ersten Tag, am Donnerstag, 2. Jänner wurde erstmals der Schlafplatz im Jugendtreff in Unser Frau eingerichtet. Anschließend kochten die Jugendlichen zusammen und ließen den ersten Tag mit einem gemütlichen Filmabend ausklingen. Am Freitag, 3. Jänner starteten die Jugendlichen dann zum Snowboarden auf den Schnalser Gletscher. Herr-
lichster Sonnenschein machte den Wintertag perfekt. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf und einem Tag mit viel Action kamen Sauna und Pool auf der knapp 3.000 m gelegenen Schutzhütte „Schöne Aussicht“ gerade recht. Zum Abschluss des zweiten Tages gab es noch ein 4-Gänge Abendmenü und anschließend krochen die Jugendlichen in die Betten im Schlafraum. Entspannt, aber übermüdet traten die Teilnehmer am Samstag, 4. Jänner die Heimreise an.
In den Weihnachtsferien fand im Skigebiet Schöneben ein FreeridingWorkshop für Jugendliche statt, welcher vom Amt für Jugendarbeit, dem JUMA Mals und dem Jugendtreff Burgeis organisiert wurde. Freeriding ist Skifahren und Snowboarden außerhalb der Piste und im freien Gelände. Alle Jugendlichen wurden vorab vom AVS-Bergführer Matthias eingewiesen und mit Lawinenpiepser, Lawinensonde und Schaufel ausgestattet, anschließend wurden verschiedene Pisten und auch freies Gelände abgefahren, um die Praxis zu erleben. Der Workshop war sehr interessant und auch wenn wir alle hoffen, dass wir nie in die Situation kommen, wo wir das Gelernte umsetzen müssen, haben wir doch viele Informationen erhalten und könnten das Erlernte im Ernstfall auch anwenden.
Viele Bürger setzen sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen ein. Oft wird dieses Engagement als selbstverständlich wahrgenommen. Am 13. Dezember wollten Partschinser Jugendliche DANKE sagen und luden die freiwilligen Mitarbeiter von „Essen auf Rädern“ in den Jugendtreff ein. Die Mittelschüler standen nachmittags in der Küche des Treffs und backten vier verschiedene Variationen von Weihnachtsplätzchen. Anschließend bastelten sie noch ein Plakat, welches sie den ehrenamtlichen Mitarbeitern von „Essen auf Rädern“ am Abend überreichten. Bei Keksen und Tee bedankten sich die Jugendlichen bei den Freiwilligen für deren Einsatz und sie verbrachten zusammen einen gemütlichen Abend.
Viel Fingerspitzengefühl, gute Ideen und ein kreatives Köpfchen bewiesen die Mädls, die am Samstag, den 4. Jänner 2014 im „Chillout“ in Latsch am Taschenworkshop teilgenommen haben. Angeboten wurde der Workshop vom Kulturprogramm des Amtes für Jugendarbeit in Bozen und vom Jugendclub „Taifun“ Martell und dem Jugendcafe´ „Chillout“ in Latsch organisiert. Geleitet wurde der Nachmittag von der sehr begabten Referentin Heidi, die uns ermöglichte in 4 Stunden eine tolle und individuelle Tasche mit nach Hause zu nehmen und den „Schlauch zum Leben zu erwecken“. Wir bedanken uns bei Heidi und den Mädls, dass sie dabei waren. Wir freuen uns schon auf den nächsten Workshop mit euch…
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/Jugend/ 25
Schlanders
Malser Geschwister in der Schweiz erfolgreich
Der Mathekalender
v.l.: Doreen Donchi, Jeremias Donchi, Myriam Tschenett (die Korrepetitorin), Anton Stecher
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991 wurde der Bündner Solo- und Ensemblewettbewerb für Kammermusik ins Leben gerufen. Die Geschwister Doreen, Jeremias und Lara Donchi aus Mals nahmen im vergangenen Jahr die Gelegenheit wahr, sich an diesem anspruchsvollen Wettbewerb mit
Bündner Musikanten und Musikantinnen zu messen. Und das mit hervorragendem Erfolg. Dank einer gewissenhaften Vorbereitung erreichte Doreen Donchi (Musikschule Mals) mit ihrem Lehrer Anton Stecher (MS Oberer Vinschgau) auf dem Euphonium in der Kategorie Solo Aspiranten den ersten Rang (96/100 Punkten). Ihr Bruder Jeremias Donchi (Musikschule Mals) belegte auf dem Instrument Cornett, in der Kategorie Solo Mini, ebenfalls den erster Rang (88/100 Punkten) mit dem Lehrer Anton Stecher. Auf der Perkussion erreichte er den vierten Rang (90/100 Punkten), dieses Instrument lernt Jeremias an der Musikschule Unterengadin/Münstertal. Lara Donchi (Musikschule Mals) gelang zudem auf dem Instrument Querflöte in der Kategorie Solo Aspiranten ein sechster Rang (88/100 Punkten) mit der Lehrerin Andrea Tschenett Sagmeister (MS Oberer Vinschgau). Alle drei MusikschülerInnen wurden von Myriam Tschenett am Klavier begleitet. (lu)
Schlanders/Marienberg
Zu Besuch im Kloster
Foto: „Wind“-Archiv
Benjamin Santer und Pater Philipp Kuschmann erläutern den Schülern Pretiosen aus der Bibliothek
K
ürzlich waren die Schüler der 3. Klasse Metallfachschule Schlanders zu Besuch im Kloster Marienberg. Pater Philipp führte die Schüler durch das Klostermuseum, wo verschiedene Kunstwerke, Sammlerstücke und Dokumente ausgestellt sind. Durch einen Film und die Erläuterungen von Pater Philipp bekamen die Schüler einen Einblick in den Alltag hinter den Klostermauern und in die Geschichte der Benediktinerabtei Marienberg. Die Metallfachschüler interessierten beim Rundgang besonders auch die Metallkonstruktionen und baulichen Veränderungen, die im ehemaligen Wirtschaftstrakt beim Museumsbau durchgeführt worden sind. Anschließend erzählten zwei Bibliothekare über die Klosterbibliothek und zeigten
eine kurze Dia-Reihe. Sie informierten die Schüler über das Projekt „Erschließung historischer Bibliotheken in Südtirol (EHB)“, das die wichtigsten Buchbestände des Landes erfasst, seit 2011 auch die Bibliothek Marienberg mit über 90.000 Werken. Sie hatten einige Exemplare zu den Themen Recht, Medizin, Geschichte, Landwirtschaft und Kunst mitgebracht, in die die Schüler Einsicht nehmen konnten. Alte Werke mit mehrfarbigen Drucken waren ebenso dabei wie Bücher in arabischer, syrischer und hebräischer Schrift mit Kupferstichen, kunstvollen Initialen und Einbänden. Die Schüler erfuhren auch von den Plänen zur Neugestaltung der Bibliothek, die sich zurzeit im Klausurbereich in mehreren Räumen befindet und in Zukunft öffentlich zugänglich sein soll.
D
as Kalenderblatt vom Monat Jänner ziert die „Kochsche Schneeflockenkurve“. Vom schwedischen Mathematiker Helge von Koch konstruiert, dient die Koch-Kurve als Beispiel für eine unendliche Kurve. Dem Monat Februar hingegen widmeten die Schüler der 4. Klasse A der Technischen Fachoberschule Schlanders den Baum des Pythagoras. Die Primzahlen-
Foto: Angelika Ploner
Foto: Ludwig Fabi
Vinschgau/Engadin
Direktor Herbert Raffeiner vor den Schülern der 4 A der Fachoberschule für den technologischen Bereich, vormals GOB in der Bibliothek Schlandersburg Spirale von ULAM oder die Fibonacci-Zahlen, die Wurzelschnecke, die Zahl Pi oder das regelmäßige Pentagon und das Pentagramm finden sich auf weiteren Kalenderblättern, die in Summe den „MathematikKalender 2014“ ergeben. Entstanden ist dieser in einer Projektwoche, deren Ziel lautete: Ein mathematischer Bereich soll in Text und Bild gekleidet werden. Dazu wurden die Fächer Mathematik, Deutsch, Geschichte und Informatik vernetzt, „ein Paradebeispiel dafür, wie Vernetzung an der Schule gelingen kann und was man aus Mathematik alles herausholen kann“, resümiert Direktor Herbert Raffeiner. Und: Der Kalender sei ein Nischenprodukt schulischer Fantasie. Mit den Programmen GeoGebra oder EXCEL behalfen sich die Schüler technisch. Und weil das Ganze nicht in der Schublade verschwinden sollte, bemühte man sich um Sponsoren, die das Projekt finanziell unterstützten. Einige gedruckte Exemplare gab es noch bei der Ausstellungseröffnung in der Bibliothek Schlandersburg am 10. Jänner zu ergattern. Die Ausstellung der zwölf Kalenderblätter des „Mathematik-Kalenders 2014“ samt Titelbild dauert noch bis zum morgigen 24. Jänner und ist heute (Donnerstag, Anmerkung der Redaktion) und am morgigen Freitag von 9 - 12 und von 14 - 18 Uhr in der Bibliothek Schlandersburg zugänglich. (ap)
26 /Kultur/
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23.01.14
Kunst & Kaffee Nach drei Legislaturperioden hat sich Frau Sabina Kasslatter Mur aus der Landespolitik zurückgezogen und wird sich in Zukunft - so berichtet die Zeitung - mehr privaten Interessen widmen; auch will sie einen Kurs für Buschenschänke besuchen. Ihre Familie verfügt über ein sehr schön gelegenes Anwesen auf der rechten Talseite im unteren Eissacktal; eine großzügige Küche ist bereits eingerichtet. Damit entsteht also ein neues und schönes Ausflugsziel, vor allem auch für Künstler und Kulturleute, zu denen die Sabine stets beste Beziehungen pflegte. Hier im Vinschgau haben wir nur wenige derartige Lokale und müssen immer wieder zur Kenntnis nehmen, dass schon wieder ein altvertrautes Gasthaus die Tore schließt, so wie das Café Widmann in Schlanders, das nur noch einen Monat geöffnet hat. Der beliebte Familienbetrieb findet keinen Nachfolger; Annamaria und Gottfried Widmann gehen in Pension.
Frau Dr. Sabina Kasslatter Mur, Landesrätin für Kultur und Familie bei der Eröffnung der Ausstellung „Ophelia“ am 19. Jänner 2007 in der Museumgalerie in Bozen. Nach ihrem Ausscheiden aus der Landespolitik: Wirtin eines Buschenschankes im Eissacktal, eine beneidenswerte Karriere, die es ihr erlaubt - in anderer Form - weiterhin Politik zu betreiben.
Aber zurück zur Sabina, der eifrigen Förderin der Künstler und Künstlerinnen! Eine Ausstellung aus dem Jahr 2007 in der Museumsgalerie von Bozen widmete sich dem Thema Ophelia, der Frauenfigur aus Shakespeares Hamlet, mit Arbeiten von neun Frauen. Die großgewachsene Sabine steht vor den noch größeren „Überfrauen“, deren Körper über und über mit Zeichen, mit Tatoos, bedeckt wurden. In diesen extra für diese Ausstellung angefertigten und nachher wieder übermalten Darstellungen wurde die Frau mit all jenen Eigenschaften verbunden, die der zivilisierte Mensch diesem Geschlecht zuordnet: Einerseits das vollkommen Gute, Reine und Hilflose, anderseits das absolut Gefährliche, Chaotische und Verführerische. Diese Motive wurden mit einem frechen Mix an Techniken zu einer Gesamtkomposition zusammengefügt. So ungefähr steht es im einführenden Text dieser Frauenausstellung, die von der Landesrätin eröffnet und eingeleitet wurde. Was wird in Sabinas Buschenschank geboten werden neben Knödel, Köschten, Speck und Silvaner? Wird sie Künstler - Musiker, Schreiber, Schauspieler - um sich scharen, wie einst die Rittergesellschaft in der nahe gelegenen Trostburg? Wird sie Hof halten, wie der frühere Landeshauptmann im Pustertaler Pfalzen? Wird sie Politiker einladen, um Verhaltensforschung außerhalb des Landtages zu betreiben, bei ungezwungenen Treffen? Verhaltensforschung konnte auch im Café Widmann gemacht werden, bei den vielen Spielern, die sich hier einfinden. Langsam einen Platz und Partner auswählend und wachsam den Gegner musternd entsteht Stimmung fast wie im Wilden Westen, im Saloon mit den rauflustigen Cowboys. Hier wird aber nur selten zusammengeschlagen, auch gibt es keine Revolver. Die Munition besteht aus Symbolen: Der Herzober, der sein Schwert aus der Scheide zieht, oder die Karte mit den vielen Tieren. Kartendeutend schreibt die Astrologin Lisl Saltuari zur Laub Ass:
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Gesittet werden die Karten gemischt und mit Ernst und Erwartung hingenommen wie das Schicksal, dem man ausgeliefert ist. Meist sitzen sich vier Männer gegenüber am Tisch, zwei bilden ein Paar, die erwartungsvoll dreinschauen, fragen, sich je nachdem auch beschimpfen, wenn falsch gefolgert wird. Wütendes Zurechtweisen der Mitspieler, mit einem vernichtenden Kopfschütteln oder auch belobt … der aufhellende, heitere Gesichtsausdruck verkündet den Erfolg. Das Strahlen dauert an, wächst und erlöscht wieder beim nächsten Fehler. Das Spiel wird zum Glücksmesser, zum Spiegel der Persönlichkeit und lässt die Fähigkeit zur sozialen Einordnung erkennen. Der Gottfried - der Wirt also - ist natürlich auch Kartenspieler, würfelt und spielt Schach. Dieses Ritterspiel mit der Anordnung und dem Verlauf einer altertümlichen Schlacht passt zum Widmann, zumal er aus Rodeneck stammt. In diesem schönen Ort am Anfang des Pustertales befindet sich die Burg Rodenegg mit sehr bedeutenden Fresken aus dem 13. Jahrhundert, das Ritterepos Iwein mit viel Kampfszenen darstellend. Damit sind wir wieder bei der Kunst, diesmal bei der Wirtin Annamaria; sie stammt vom Hof Saltaus in Martell, ist aber in Morter aufgewachsen. Auch dort befinden sich Burgen mit bedeutenden Kunstwerken; so spielt die Kunst auch in ihrem Leben eine wichtige Rolle, was in der Ausstattung des Gastlokals deutlich wird. Hier hängen immer Werke von befreundeten Künstlern, vor allem Landschaften und historische Bauten. Die Widmanns werden den Ruhestand in ihrer schönen Meraner Wohnung nahe beim Schloss Winkel genießen und werden endlich viel Zeit finden für all die schönen Dinge des Lebens. Und ich als Nachbar und gelegentlicher Schachpartner werde sie in Meran besuchen und mit ihnen ins Eissacktal fahren, zum Buschenschank der Sabina. Hans Wielander
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/Kultur/ 27
Das Ehepaar Annamaria Gamper und Gottfried Widmann hinter dem Pudel des Café Widmann in Schlanders, das wegen mangelnder Nachfolge demnächst geschlossen wird. Die beiden Widmanns gehen nach über 50 Arbeitsjahren in den verdienten Ruhestand. Nach Schlanders kamen sie 1971 und führten bis 1978 zuerst das Gasthaus Hasenwirt. Das jetzige Lokal war ursprünglich eine Bäckerei und wurde 1975 ersteigert und zum Restaurant umgebaut. Die beiden beliebten Wirtsleute freuen sich auf die neue Freiheit und haben viele Pläne.
Unten: Der „Kiebitz“ mit der blauen Schürze ist der Waaler Rudl; es wird „gewattet“ oder auch „gejasst“. Im Hintergrund das Landschaftsbild eines befreundeten Künstlers. Die Annemarie liebt und fördert die Kunst; das verbindet sie mit der Sabina.
28 /Gesellschaft/
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23.01.14
Laas
Graun
Glühweinstandl für „Regenbogen“
Alphakurs in der Seelsorgeeinheit
D
as „Glühweinstandl“ für die Kinderkrebshilfe Südtirol Regenbogen“ war eine spontane Aktion der Gastwirte und Kaufleute im Rahmen des Laaser Advents“, erklärt Frau Christine Platter. „Das Ganze hat dann eine Eigendynamik entwickelt, und immer wieder hat jemand Getränke und Gebäck für den guten Zweck bereitgestellt.“ Die Gastwirte und Kaufleute in Laas sind nicht nur für ihre vielen Aktionen im Laufe des Jahres bekannt, sondern zeigen auch immer wieder ein großes Herz. In der vergangenen Woche konnte der Obmann der „Kinderkrebshilfe Südtirol Regenbogen“ Pepi Larcher den Erlös von 2.500 Euro in Empfang nehmen. Die Organisation unterstützt Betroffene indem sie beispielsweise unbürokratisch die Unterkunft der Eltern nahe der Uniklinik Innsbruck bezahlt.
I
m Zeitraum Oktober bis Anfang Dezember fand in der Seelsorgeeinheit Graun im Obervinschgau ein Alphakurs mit 9 Treffen statt. Alphakurs ist eine Erneuerung und Vertiefung im Glauben. Beginnend mit einer kleinen Mahlzeit, dem Alphawitz, Lobpreis, einem kurzen Referat ,mit abschließendem Kleingruppengespräch und einem süßen Dessert wuchs eine nette Gemeinschaft. Ca. 30 Personen trafen sich wöchentlich und waren mit Begeisterung dabei. Namhafte Referenten wie P. Andreas Hinsen,
Don Paolo Crescini, Daniel Hollwerth, Josef Augsten und andere mehr konnten zu interessanten Themen wie „Wer ist Jesus“, „Wie kann ich beten“ oder „Wie führt uns Gott“, gewonnen werden. Höhepunkt des Kurses war sicherlich das Hl.-Geist-Wochenende bei den Pallottinern in Obermais unter der Leitung von Ludwig Patscheider. Zum Abschluss des Kurses fand das Alphafest statt, wo ca. 50 Personen anwesend waren. Alle Teilnehmer durften Angehörige und Freunde mitbringen, sodass auch sie in lockerer Atmosphäre das Schöne und die Freude am Glauben schnuppern konnten. Besonders möchten wir aber noch an den netten und von Herzen kommenden Worten unseres Ortspfarrers Siegfried Pfitscher festhalten, welcher das Wachsen im Glauben mit den Barbarazweigen verglich und solche an alle Teilnehmer verteilte, auch als Dank für die Zusammenarbeit in der Seelsorgeeinheit. Danken möchten wir allen, die zum guten Gelingen des Alphakurses finanziell, mit Gebet und selbstloser Hilfe beigetragen haben. Das Alphateam
Mals
Eisbären-Schützer ziehen Bilanz Laaser Gastwirte und Kaufleute bei der Übergabe der Spenden-Box Nach der Diagnose Krebs gerät das Leben der Familie aus den Fugen. Und neben dem seelischen Tief belasten oft auch die finanziellen Ausgaben, z.B. die Fahrtspesen. „Regenbogen“ hilft in Notlagen. Müssen Eltern infolge der Krankheit des Kindes mit ihrer Arbeit aussetzen, so hilft die Kinderkrebshilfe den Lohnausfall zu überbrücken. Es werden Therapien ermöglicht, die die Krankenkasse nicht bezahlt. Organisiert werden auch Meeraufenthalte und Treffen betroffener Eltern und Kinder. Larcher und sein Vorstand arbeiten ehrenamtlich. „Regenbogen“ lebt ausschließlich von Spenden. In der Vorweihnachtszeit stehen jährlich vielerorts die Spendenboxen bereit. Larcher bedankt sich bei allen HelferInnen - bei jenen, die die Boxen verteilen, bei den Kaufleuten, Gastwirten und Banken, die diese aufstellen lassen und bei den vielen Spenderinnen und Spendern. „Es ist immer wieder bewegend zu erfahren, wie viele uns helfen, dass wir helfen können“, so Larcher. (mds) Infos: www.kinderkrebshilfe.it
H
eftiger Schneefall bildete kürzlich den würdigen Rahmen für die traditionelle Jahresvollversammlung der Vinschger Eisbären-Schützer in Mals. 14 Jahre nach der Gründung der Vinschger Außenstelle der „Königlichen altehrwürdigen Eisbärengesellschaft“ durch zwei Mitglieder in Burgeis, ist deren Zahl im Vinschgau auf insgesamt Die Mitglieder und Sympathisanten der königlichen 46 gestiegen. Mitglied zu werden Eisbärengesellschaft im Malser Schneetreiben ist alles andere als einfach. Denn worden. Als Präsident von rund 250.000 Mitdie Mitgliedschaft kann nur im Rathaus von gliedern überall auf der Welt, darunter König Hammerfest in Norwegen erworben werden. Harald von Schweden und Prinzessin CaroliEine zehnköpfige Vinschger Delegation hatte ne von Monaco, kann er nun seine bereits gesich zu Jahresbeginn 2013 dort adeln lassen. knüpften Kontakte mit den Großen der Welt, Zeremonienmeister war kein Geringerer als wie Barak Obama, Vladimir Putin intensivieder rührige Vinschger Präsident Martin Traren und die Anstrengungen zum Klima- befoier, der den Ableger im Tal gegründet hat ziehungsweise Eisbärenschutz auf eine neue und als königliches Oberhaupt fest im Sattel Dimension heben. Demnächst will er den sitzt. Der stetige Zuwachs freut ihn ganz beKontakt mit Papst Franziskus aufnehmen. sonders, bedeutet aber auch eine HerausforDie Wahl des neuen Papstes hatte Trafoier im derung, angesichts Einzelner, die an seinem vergangenen März während seines UNO-BeStuhl sägen wollen. Bei der Vollversammlung suches in New York miterlebt und begeistert der Muttergesellschaft im hohen Norden ist mit „enjoy...enjoy“ kommentiert. Der Name Trafoier im Jänner 2013 – auch dank der StimFranziskus garantiere auch dessen Einsatz men der oben genannten Delegation- endlich für die Eisbären, so Trafoier. (mds) offiziell zum weltweiten Präsidenten gewählt
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/Sonderthema/ 29
Vinschgerwind von Angelika Ploner
Gesundheit - Spezial: Zahngesundheit
Gesunde Zähne Vorsorge ist A und O
Die Zähne in Zahlen. Sind alle Weisheitszähne vorhanden,
umfasst das Gebiss des Erwachsenen insgesamt 32 Zähne. Schwerstarbeit müssen diese täglich leisten: Berge von Nahrungsmitteln zerkleinern, Säuren standhalten und Attacken von Krankheitserregern abwehren. Die Kräfte, die ein Zahn aushalten muss, liegen zwisch≠en 150 und 800 Newton, das entspricht einem Gewicht von 15 bis 80 Kilogramm. Speicheldrüsen geben ihren Saft dazu - im Lauf eines Tages bilden die Drüsen durchschnittlich etwa einen Liter Speichel. Und ganz nebenbei sind die Zähne umgeben von rund 50 Milliarden Bakterien, die in der Mundhöhle des Menschen wohnen.
Zahn ist nicht gleich Zahn. Zähne haben unterschiedliche Aufgaben: Zahn ist nicht gleich Zahn. Jeder hat eine spezielle Funktion und eine entsprechende Form. Schneidezähne ähneln einer Schere und trennen die Nahrung ab. Die spitzen Eckzähne halten einen Bissen fest und helfen beim Abbeißen zäher Speisen; sie haben extra lange, starke Wurzeln. Die vorderen kleinen Backenzähne halten die Nahrung fest und zerkleinern sie grob; die hinteren großen Backenzähne hingegen zermahlen die Nahrung vollständig. Sie haben den größten Druck auszuhalten und sind durch mehrere Wurzeläste verankert. Diese Zähne haben deshalb große Kauflächen mit mehreren Höckern. Am Ende der Zahnreihen liegen normalerweise die Weisheitszähne.
Wussten Sie, dass ... Zähne putzen bis zum 19. Jahrhundert reine Frauensache war? Im Mittelalter wurde der Zahnschmerz als gottgewollte Prüfung angesehen. Wenn Männer zur Zahnbürste griffen, galt das im 18. Jahrhundert als dekadent. Erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts fand die Zahnhygiene ihren festen Platz in der Körperpflege.
Zähne das Härteste sind, was unser Körper zu bieten hat? Wenn Archäologen graben, dann stoßen sie oft auf Zähne. Selbst, wenn die meisten Skelettteile bereits zu Staub zerfallen sind, finden sich häufig noch Teile der Zähne. Das liegt daran, dass sie aus besonderem „Holz“ geschnitzt sind. Es ist der harte Zahnschmelz, der den innen liegenden weichen Zahnteil schützt. Dieser Schutz ist allerdings endlich. Denn gehen zu viele Fluoride verloren, werden sie durch Säuren ausgespült und durch Zucker attackiert, tun sich Löcher im Schmelz auf, an denen Kariesbakterien dann leicht andocken können, um ihr Werk zu verrichten. (Quelle: RP-Online)
30 /Sonderthema/
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Die Ernährung. Hier ein Überblick über Nahrungsmittel,
die Zähne stärken und schützen, und über Essen, das sie krank macht.
Gemüse wie Karotten oder Sellerie muss gründlich gekaut werden. Dadurch wird das Zahnfleisch massiert. Außerdem reinigt der vermehrte Speichelfluss die Zähne sowie die Zahnzwischenräume und neutralisiert große Mengen an Säuren. Zahlreiche Vitamine beeinflussen unsere Zahngesundheit positiv. So fördert das Vitamin A Wachstums- und Erneuerungsprozesse der Mundschleimhaut. Es ist reichlich in gelbem Gemüse, in grünem Blattgemüse oder in Früchten vorhanden. Vitamin C gibt Power für das Immunsystem und ist die Ausgangssubstanz des Dentins. Da es auch für die Kollagenbildung des Zahnfleisches benötigt wird, unterstützt es die Festigkeit der Zähne. Vitamin C ist besonders reichlich in frischen Beeren sowie Gemüse vorhanden. Vitamin D, das „Sonnenvitamin“, ist für die Einlagerung von Kalzium und Phosphat in den Knochen mitverantwortlich. Es wirkt sich günstig auf das Zahnwachstum und die Zahnhärtung aus. Fluoride beeinflussen die Mineralisation und Säureresistenz der Zähne positiv. Außerdem verringern sie die Plaquebildung und hemmen den Stoffwechsel der Bakterien. Sie sind in Speisesalz, Hülsen-
früchten und Fisch vorhanden. Verwenden Sie fluoridiertes Speisesalz. Fluoride härten den Zahnschmelz und schützen ihn vor Säureangriffen. Käse. Die Kombination des Proteins Kasein und der Mineralstoffe Kalzium und Phospat ersetzt nach neuen Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft die Minerale des Zahnschmelzes genauso schnell, wie sie zuvor aufgelöst wurden. Ein saurer pH-Wert im Mund wird durch Käse neutralisiert. Schwarzer und grüner Tee. Experten empfehlen den reichlichen Genuss von Tee beispielsweise zur Bekämpfung von Mundgeruch. Die antibakterielle Wirkung – besonders des grünen Tees – deaktiviert die in der Mundhöhle angesiedelten Bakterien, die den Mundgeruch verursachen.
lösen, diese dadurch verändern und zum Verlust von Zahnhartsubstanz führen. In den Mund gelangen solche Säuren entweder auf direktem Wege durch saure Lebensmittel oder Getränke, zum Beispiel in Form von Zitrusfrüchten, Fruchtsäften, Cola oder Essig. Klebrige & saure Lebensmittel. Besonders ungünstig für die Zähne sind klebrige Lebensmittel, die längere Zeit in der Mundhöhle verweilen, wie trockene Kekse, Kuchen oder auch Salzstangen. Die Speisen legen sich förmlich um den Zahn und bieten so ein Eldorado für Bakterien. Die starke Säure des Essigs greift die Zähne an.
Zucker ist der Zahnfeind Nummer eins. Er bietet ideale Nahrung für kariesfördernde Bakterien. Diese Bakterien produzieren Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Zucker ist in vielen Nahrungsmitteln vorhanden, in denen man ihn nicht vermutet, z.B. in Ketchup oder Fruchtjoghurt.
Der Einfluss des Rauchens. Die grundsätzlichen Gesundheitsrisiken des Rauchens sind weithin bekannt, doch dass Rauchen direkte Auswirkungen auf die Zähne hat, ist weitestgehend unbekannt. Einmal ist das die Zahnfarbe: Rauchen trägt direkt zur unschönen Verfärbung der Zähne bei. Zum Zweiten kamen mehrere Studien zum Ergebnis, dass Parodontose und Parodontitis viel häufiger bei Rauchern vorkommen.
Säurehaltige Getränke und Nahrungsmittel. Der größte Feind der Zähne sind Säuren, die Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche
Das Essen sollte sorgfältig gekaut werden. Durch das Kauen entsteht Speichel, der die Zähne reinigt.
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Karies & Parodontose. Natürliche Zähne sind entsprechend gut gebaut. Und doch sind sie verletzlich. „Wir sind am meisten mit Karies und mit Parodontose konfrontiert“, erklärt Zahnarzt Artur Defatsch von der gleichnamigen Zahnarztpraxis in Naturns. Für Karies verantwortlich sind Bakterien, die Säuren im Mund bilden. Diese Säuren wiederum zerbröckeln den Zahnschmelz, indem sie Mineralien herauslösen. Der Zahn bekommt ein Loch. „Dass allein Bakterien verantwortlich sind, stimmt so nicht“, entgegnet Defatsch. In einer Mundhöhle wohnen Millionen von Bakterien. „Man hat noch nie herausgefunden, welche Bakterienart genau für Karies verantwortlich ist. Karies ist vielmehr multifaktoriell“, ist Defatsch überzeugt. Einer dieser Multifaktoren ist die Ernährung. Eine gesunde Ernährung ist wesentlich für den Zustand der Zähne. Herbert Müller, Zahnarzt in Schlanders meint: „Gesunde Ernährung, konsistente Kost mit Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist für gesunde Zähne enorm wichtig“. Genau diese festen Lebensmittel wie Vollkornbrot, Obst oder rohes Gemüse sind – ganz nebenbei - durch das intensive Kauen, die sie beim Verzehr erfordern, Gymnastik für das Zahnbett. Zum Zweiten sollte Zucker vermieden und Süßes maßvoll genascht werden. Das ist hinlänglich bekannt. Florian Spitzer, Zahnarzt auf St. Valentin a.d.H. appelliert an Mütter und werdende Mütter: „Ein Säugling Säurehaltige Speisen kennt keinen Zucker, demnach wie etwa Salat mit hat er auch kein Verlangen Essigdressing oder nach zuckerhaltigen Speisen Fruchtsäuren fördern und Getränken. Ist er allerdings genauso die Entstehung mit Zucker verwöhnt worden, von Karies wird er immer wieder danach von Artur Defatsch verlangen.“ Nur Wasser zum Trinken geben und keinen Zucker oder Honig ins Essen mischen, lautet Spitzers Rat. „Herbert Müller: „Vor allem sollte auf süße Zwischenmahlzeiten verzichtet werden. Das richtet sich in erster Linie an Jugendliche.“ Gefährlich sind aber auch versteckte Zucker in Lebensmitteln, bei denen man zuerst nicht an einen möglichen Zuckergehalt denkt. Dazu gehören etwa Ketchup oder Senf. Doch nicht nur Zucker, auch Säure gilt es zu vermeiden. „Säurehaltige Speisen wie etwa Essigdressings oder Fruchtsäuren fördern genauso die Entstehung von Karies“, informiert Artur Defatsch. Die halbjährliche Vorsorge-Untersuchung beim Zahnarzt hilft, Karies frühzeitig zu erkennen. Überhaupt, und darin sind sich die Zahnärzte im Vinschgau einig, muss viel mehr in die Prophylaxe, sprich in die Vorsorge, investiert werden. „Frühzeitig kann man vieles einfach beheben“, betont Massimiliano Sauto von der Zahnarztpraxis in Latsch. Unterschätzt wird noch immer die Rolle der Zähne in Zusammenhang mit anderen Krankheiten.
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35 Jahre Präzision, Kompetenz und Ästhetik in der Vinschgauer Zahnheilkunde
Eigenes Techniklabor und volldigitale Röntgensysteme
Dott. Sauto Vincenzo Dott. Massimiliano Sauto Dott.ssa Lina Azzini Dott. Bobbio Adriano Eigenes Labor Öffnungszeiten: Mo. bis Fr.: 8.00 bis 12.00 & 14.00 bis 18.00 Uhr
Zahnärztliche Visite gratis Wir bieten folgende Behandlungen an: Zahnbehandlungen, Zahnreinigung und Zahnbleaching, Okklusionsstörungen – Schienen, Chirurgie und Zahnimplantate, Prothesen und Reparaturen, Zirkon- und Porzellan-Kronen, Facharzt für Kieferorthopädie 39021 Latsch Hauptstr. 65/B Tel. 0473 623 680
39012 Meran Europaallee 2 Tel. 0473 449 787
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Vinschgerwind 2-14
23.01.14
Interview mit Zahnärztin Kordula Weifner
„Regelmäßige Kontrolle ab dem Alter von 2 Jahren“
Foto: Angelika Ploner
Vinschgerwind: Die Vorsorge für gesunde Zähne muss im Kindesalter beginnen. Kordula Weifner: Unbedingt. Mir persönlich ist die Prophylaxe, also die Vorsorge ein wichtiges Anliegen, besonders bei Kindern. Ich hatte in letzter Zeit wieder einige Fälle, wo bereits zwischen 10 und 12 Jahren die 1. Molaren, also die ersten großen Backenzähne sehr stark „faul“, also durch Karies geschädigt waren. In einem Fall musste man sie sogar extrahieren. Wichtig ist, dass Zähne putzen bereits mit dem ersten Zahn, der im Mund auftaucht, beginnt. Was ist der Grund dafür? Manchmal ist dies die Folge davon, dass Eltern die ersten bleibenden Molaren, die mit etwa 6 Jahren durchbrechen, für Milchzähne halten, da sie nicht an deren Stelle, sondern dahinter zum Vorschein kommen. Mit welchem Alter sollte man das erste Mal zum Zahnarzt gehen? Es ist sehr wichtig, dass man bereits bei
Kleinkindern, am besten bereits ab einem Alter von 2 Jahren eine Visite beim Zahnarzt vorsieht. In diesem Alter fehlt meist noch wenig und so kann der erste Kontakt mit dem Zahnarzt ruhig, ohne Probleme oder Schmerzen verlaufen. Eine gute Methode ist das kleinere Kind bei der Behandlung der größeren Geschwister oder der eigenen Zahnvisite mitzunehmen, vorausgesetzt diese geht problemlos über die Bühne. So kann man auf alle Fälle eine entspannte Haltung zu Zahnarzt und Zahnarztbesuch fördern, denn die „Beziehung“ zum Zahnarzt sollte ja lebenslang sein, dahingehend, dass man alle 6 Monate eine Kontrollvisite vornimmt, um größere Behandlungen und Kosten zu vermeiden. Auf was sollten Eltern bei Kleinkindern besonders achten? Gezuckerte Getränke in Babyflaschen sollten vermieden werden. Ganz schlecht ist es, wenn die Kinder ständig an der Flasche saugen und folglich das gezuckerte Getränk permanent mit den Zähnen in Kontakt kommt. Dieses Phänomen nennt sich Babyflaschensyndrom, die Folge davon ist, dass die Milchfrontzähne
bis zur Wurzel „runterfaulen“. Regelmäßige Zahnarztbesuche sind das A und O in der Vorsorge. Entgegen der Meinung, dass Zahnarztbesuche immer teuer sind, muss gesagt werden, dass Patienten, die regelmäßig ihre Zähne kontrollieren lassen, häufig nur Zahnstein zu entfernen haben oder eine Füllung brauchen. Vielen ist nicht bewusst, dass Zahnstein, also mineralisierter Zahnbelag über kurz oder lang zu Zahnfleischentzündungen führt und in weiterer Folge zu Parodontose, die letztlich den Verlust der Zähne bedeuten kann. Was ist bei Kindern besonders wichtig? Bei Kindern ist es besonders wichtig, dass die Milchzähne möglichst lange erhalten bleiben, da sie u.a. eine wichtige Platzhaltefunktion für die bleibenden Zähne haben. Bei frühem Verlust der Milchzähne hat dies Fehlstellungen der bleibenden Zähne zur Folge, die wir jedoch mit wesentlich mehr Aufwand - auch finanziell - durch orthodontische Maßnahmen, also kieferorthopädische Regulierungen korrigieren müssen.
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Thomas Peter, Zahnarzt in Schluderns ist überzeugt: „Gesundheit beginnt im Mund. Wir wissen heute, dass viele Erkrankungen wie Allergien und Hautleiden, Gelenkbeschwerden und Migräne bis hin zu Herz-, Kreislauferkrankungen oder Rheuma von Zähnen, die erkrankt oder mit schädlich wirkenden Materialien versorgt sind, ausgehen können.“ Auch Artur Defatsch erklärt: „Chronische Erkrankungen wie Rheuma, Gelenkserkrankungen oder Stoffwechselstörungen können durchaus ihre Ursache in kranken Zähnen haben. Manchmal lohnt es sich die Zähne dahingehend kontrollieren zu lassen.“
Mangelnde Zahn- und Mundhygiene. Neben der Ernährung ist die Hauptursache für Zahnprobleme – auch im Vinschgau – mangelnde bis fehlende Mund- und Zahnhygiene. Das bestätigt Tamara Kofler von der Zahnarztpraxis Dr. Rudolf Metz in Mals: „Oft wird einfach nicht richtig geputzt.“ Mit leicht kreisenden Bewegungen sollten die Zähne geputzt werden. Nicht zu fest, sondern mit leichtem Druck, sagt Massimiliano Sauto. Sofort nach dem Essen. Drei Mal am Tag. Ob es besser ist mit einer Handzahnbürste oder auf eine elektrische Zahnbürste zuOft wird einfach rückzugreifen, darüber scheiden sich die Geister. Und die Zahnärzte. Jeder Zahnarzt nicht richtig hat dazu seine eigene Meinung. Jedenfalls geputzt. gehört zu einer gediegenen Mundhygiene von Tamara Kofler, Zahnauch das Benutzen eines Mundwassers, arztpraxis Dr. Rudolf Metz sagt Massimiliano Sauto. Und wenn keine Möglichkeit zum Zähne putzen besteht, dann kann ein Xylitol-Kaugummi aushelfen. Zwei Mal im Jahr ist zudem eine professionelle Zahnreinigung ratsam. „Denn auch die beste Pflege hat ihre Grenzen“ sagt Zahnarzt Robert Jokisch von der Dental Clinic in Latsch. „Sie entfernt Zahnstein, Konkremente und Plaque, die rauhen Zahnoberflächen und überstehende Füllungsränder.“ .
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Erkrankte Zähne & Zahnfehlstellungen. Zahnfehlstellungen im Kindes- und Jugendalter rechtzeitig zu korrigieren, ist auch eine Vorbeugung gegen Karies und Parodontal-Erkrankungen. Hinzu kommt die Ästhetik. „Bei Kiefer- und Zahnfehlstellungen auch im Milchzahnbereich kann man nicht früh genug anfangen mit einem einfachen, abnehmbaren Zahnregulierungsapparat, z.B. den Gaumen zu dehnen oder bei Kreuzbiss zu regulieren. Damit wird verhindert, dass später eine aufwändige fixe Regulierung notwendig ist“, sagt Doktor Kallos, Zahnärztin und Kieferorthopädin bei Dentalmed. Fehlen hingegen Zähne, so Herbert Müller, müssen Zahnlücken schnell geschlossen werden, ansonsten wandern oder bewegen sich die Zähne. Einen Zahnersatz bieten Kronen, Brücken oder auch Implantate. Müller: „Zahnlose Kiefer können auch mittels Implantate und fixe Brücken versorgt werden. Auch die Vollprothese ist nach wie vor im Prothetikbereich üblich, wenn Implantate etwa zu aufwändig erscheinen.“
Zahnarzttourismus nach Ungarn und Kroatien Am Zahnarzttourismus nach Ungarn und Kroatien üben die Zahnärzte scharfe Kritik. „Die Qualität der Behandlungen und Materialien in den ehemaligen Ostblockländern sind zumeist mangelhaft, Entzündungen, Abszesse und Kranulome und andere Komplikationen sind oft die Folge“, sagt etwa Herbert Müller. Das geht manchmal so weit, dass die Arbeiten hier wiederholt werden müssen und dementsprechende Kosten wieder anfallen. Die Nebenschauplätze: Arbeitsplätze in Südtirol sind gefährdet und Steuergelder fehlen.
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Vinschgerwind 2-14
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Vinschgerwind: Herr Angerer, vorab eine persönliche Frage: Was tun Sie selbst für Ihre Gesundheit? Alexander Angerer: Primär versuche ich mich ausgewogen zu ernähren. Gesunde Ernährung heißt für mich auch nicht „zuviel“ zu essen. Ich versuche immer mit ein wenig Hunger vom Tisch zu gehen. Vor allem am Abend esse ich fast ausschließlich Eiweiß in geringen Mengen, weil ich möchte, dass sich mein Körper nachts gut regenerieren kann. Das ist nicht möglich, wenn die Verdauung auf Hochtouren laufen muss. Sehr wichtig finde ich auch langsam zu essen, gut zu kauen und genügend zu trinken. Weiters achte ich auf genügend Bewegung: Was mir leider aus zeitlichen Gründen nicht immer gelingt. Zur Stärkung des Abwehrsystems gehe ich regelmäßig in die Sauna.
Allgemein.
Was gehört zu einem gesunden Lebensstil? Bewusste Ernährung, ausreichend Bewegung und Stressmanagement. Gesund alt werden: Der Weg führt – das ist bekannt – über richtige Ernährung. Was heißt richtige Ernährung konkret? Wie kann ein Wochenplan aussehen?
Foto: Fotostudio 2000
„Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ Zur Person Alexander Angerer, Medizinstudium in Innsbruck, Staatsprüfung medico/chirurgo in Bologna, Notarztausbildung in Innsbruck, 4 Jährige Homöopathieausbildung in Wien, 1 Jährige Akupunkturausbildung im „Kaiserin Elisabeth-Krankenhaus“ in Wien, weitere fundierte Ausbildungen in Phythotherapie (Kräuterheilkunde), Orthomolekulare Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin, spezielle Schädelakupuktur nach Yamatono usw. Seit 2004 Privatordination in Naturns und leitender Arzt der Medical Wellnessabteilung im Hotel Preidlhof in Naturns und Arzt der komplementärmedizinischen Abteilung im KH Meran
Ich bin überzeugt, dass sich eine individuell abgestimmte Ernährung positiv auf den ganzen Organismus auswirkt. Einen standardisierten Ernährungsplan für jedermann gibt es nicht. Jeder ist anders und jeder isst anders. Was für mich gut ist, kann für den Nächsten belastend sein. Deshalb find ich eine Nahrungsmitteldiagnostik sinnvoll. Oft verstecken sich hinter chronischen Erkrankungen ganz alltägliche Nahrungsmittel, die der Körper nicht vertragen kann. Essgewohnheiten, die wir ohne es zu wissen über Jahre hinweg pflegen, schädigen unsere Gesundheit und somit unser gesamtes Immunsystem.
Dass Obst und Gemüse gesund sind, wissen die meisten. Und doch bleibt es meist beim guten Vorsatz sich gesund zu ernähren. Was glauben Sie, warum? So sehe ich das eigentlich nicht. Ich erkenne bei meiner täglichen Arbeit, dass immer mehr Menschen auf eine gesunde, ausgewogene Kost achten oder achten möchten. Der Alltag macht es einem oft schwer sich gesund zu ernähren. Jeder hat Stress – viele finden kaum Zeit in Ruhe zu essen. Wenn man nicht selbst einen Garten hat, ist es auch schwierig sich unbelastete Lebensmittel zu besorgen.
Was steht bei Ihnen täglich auf dem Speiseplan. Auf was verzichten Sie nicht. Von allem ein bisschen und von nichts zuviel. Ich persönlich bin ein Gegner von extrem einseitigen Ernährungsplänen. Lebensmittel sollen zum Leben verwendet werden und Genussmittel zum Genießen! Das wird oft verwechselt…
Bewegung und Gesundheit.
Wie lautet Ihre Bewegungsempfehlung für Erwachsene pro Tag und Woche. Meine Empfehlung ist: 4 Mal 40 Minuten Sport pro Woche für den gesunden erwachsenen Menschen. Vor allem die Regel-
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mäßigkeit macht’s aus - nicht unbedingt die Dauer - wobei 40 Minuten das untere Limit ist. Die alltägliche Bewegung im Haushalt oder bei der Arbeit ist in jedem Fall zuwenig! Es kommt nämlich auf die konstant erhöhte Pulsfrequenz drauf an. Und für Kinder? Für Kinder gibt es meines Erachtens keine Richtlinien. Den Kindern soll der Sport oder die Bewegung Spaß machen. Ich finde es nicht gut wenn Kinder beim Sport gedrillt werden. Rauchen, Alkohol sind gemeinhin als ungesund bekannt. Die weiteren Risikofaktoren sind? Emotionaler Stress, Elektrosmog, Übergewicht, anhaltende Schlafstörungen um nur einige zu nennen. Welchen Einfluss nimmt die Psyche auf die Gesundheit? Im Erfassen der Kausalität des somatischen Symptomkomplexes wird die Psychsomatik unter uns Ärzten immer bedeutsamer. Deshalb ist die Erfassung des Menschen als Ganzes von großer Bedeutung. Fazit: „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.“
Das Prinzip der Vorsorge.
Gibt es mittlerweile einen Vorsorgewahn? Soweit ich es aus meinem Praxisalltag beurteilen kann muss ich klar NEIN sagen. Jeder von uns weiß, dass die Vorsorge
Leben retten kann. Die Früherkennung einer Krankheit ist maßgebend für die Prognose. Alles was man präventiv machen kann soll man machen. Der zeitliche Ablauf bezüglich der Durchführungen von Vorsorgeuntersuchungen sollte anhand des Gesundheitszustands und der familiären Disposition mit dem Vertrauensarzt besprochen werden.
Eine Beobachtung.
Welche Krankheitsbilder treten vermehrt auf. Und warum? Ein Erklärungsversuch. Eindeutig das metabolische Syndrom: erhöhter Blutdruck, Übergewicht, erhöhter Blutzucker usw. Diese Symptome sind leider auf den Lebensstil unserer Zeit zurückzuführen. Leider muss ich auch täglich feststellen, dass die Tumorerkrankungen sehr zunehmen. Die Ursache ist umstritten. Man spricht von Elektrosmogbelastung, von falscher Ernährung, von zu hoher Stressbelastung, von genetischer Disposition usw.
› Kieferorthopädie › 2D & 3D Röntgen › Laser-Bleaching › Ästhetische Zahnheilkunde › Implantologie › Parodontose-Behandlung › Zahnärztlicher Notdienst auch Samstags
Ihre Philosophie ist den Menschen ganzheitlich zu erfassen: Ist diese Kombination aus Schulmedizin und Komplementärmedizin die Zukunft? Davon bin ich überzeugt! So wie die Schulmedizin unverzichtbar bleibt, vermag die Komplementärmedizin Symptome zu lindern und ursächlich zu heilen.
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Nationalpark Stilfserjoch
Wintersport und Wildtiere Foto Wolfgang Platter
Energieverluste bei Tieren durch Flucht nach Störungen
Verschneiter Spirken-Wald am Ofenpass (Pinus uncinata)
Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Antonius d. Großen, Fackeltöni, 17. Jänner 2014
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s ist grundsätzlich begrüßenswert, dass immer mehr Menschen sich in ihrer Freizeit bewegen und einen Großteil dieser Zeit in der Natur verbringen. Altbekanntes und durch zahlreiche Studien abgesichertes Allgemeinwissen ist, dass körperlich aktive Personen gesünder und leistungsfähiger sind als bewegungsarme Menschen. Räumlich frei ausgeübte Freizeitaktivitäten der Menschen, ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft können die Wildtiere allerdings auch sehr stark belasten. Für viele Tierarten bedeutet der Freizeitbetrieb der Menschen Lebensraumverlust, Beeinträchtigung der körperlichen Verfassung, verminderte Überlebensfähigkeit, Verminderung des Fortpflanzungser-
folges und damit längerfristig immer auch einen Rückgang ihres Bestandes.
Aktive und passive Überwinterer Für die im Winter aktiven Tiere des Hochgebirges sind die Nahrungsknappheit und die Kälte zwei einschneidende Faktoren, welche in schneereichen Bergwintern über Sterben oder Überleben bestimmen. Die verschiedenen Tierarten haben in den kontinentalen und polaren Klimazonen unserer Erde im Laufe der Evolution verschiedenste Überlebensstrategien entwickelt, den Winter als lebensfeindliche Jahreszeit zu überstehen. Es lassen sich aktive und passive Überwinterer unterscheiden. Beispiele für passives Überwintern sind etwa der Winterschlaf der Murmeltiere, die Winterstarre der Fledermäuse oder der Lurche, die Winterruhe der Braunbären oder der Eichhörnchen.
Eine Form des aktiven Überwinterns etwa bei den Vögeln ist der Vogelzug, wenn insektenfressende Vogelarten dem europäischen Winter ausweichen und in wärmere Südländer abfliegen, um sich dort mit Insekten zu versorgen. Die Kohlmeise ist ebenfalls ein Insektenfresser, aber sie ist kein Zugvogel. Ihre Überwinterungsstrategie heißt Umstellung der Nahrung von Insekten im Sommer auf ölhaltige Samen wie Sonnenblumenkerne im Winter.
Zwei unterschiedliche Speisekarten Auch Huftiere und Nager wechseln vom Sommer zum Winter ihre Nahrungsquellen. In der Nr. 2/2012 des Mitteilungsblattes „Cratschla“ vom Schweizer Nationalpark stellen die Forscher M. Schütz, F. Fliri, und A.C. Risch die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zur Nahrungsaufnahme von
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Schneehase und Hermelin. Beide Arten sind aktive Überwinterer, der Hase über und das Hermelin unter der Schneedecke. In ihrem Haarwechsel in das Winterkleid sind die beiden Säuger auf dem Foto unterschiedlich weit fortgeschritten. Bildernachweis: Andrea Roverselli
Alle vier einheimischen Huftierarten unter den Wildtieren (Reh, Rotwild, Gämse und Steinwild) sind aktive Überwinterer. Das Verhalten auch dieser alpinen Tierarten unter den Säugern wird unter anderem vom Faktor Licht gesteuert. Licht ist also ein Regelmechanismus für die Tag- und Nachtaktivität der Wildtiere, ihren Stoffwechsel und ihren Hormonhaushalt. In unseren Klimazonen bestimmt der Wechsel der Jahreszeiten den Rhythmus der Aktivitäten der Wildtiere. So reduzieren viele Tierarten ihren Stoffwechsel und ihre Bewegungsaktivität stark, um dadurch ihren Energieverbrauch zu verringern. In der nahrungsknappen Winterzeit kann Energie ja nicht durch erhöhte Nahrungsaufnahme beliebig wieder ergänzt werden, sondern die Wildtiere müssen von ihren angelegten Fettreserven zehren. Häufiges Flüchten bei Störungen etwa durch Wintersportler im freien Gelände oder beispielsweise auch durch tief fliegende Luftfahrzeuge setzt die Tiere nicht nur starkem Stress, sondern auch großen Energieverlusten aus.
Schneehühner hinter einem schützenden Stein auf einem windaperen Grat. Bildernachweis: Bernard Schouwey
Huftiere im Hochgebirgswinter
Fotonachweis: Emilio Ricci
Rothirsch, Gämse, Steinbock und Schneehase vor. Diese Tierarten wechseln ihren Speisezettel von der Sommer- in die Wintersaison. Beispielsweise ernährt sich das Rotwild im Sommer zu 80% aus Gräsern. Im Winter geht der Anteil der Gräser an der Nahrung auf 50% zurück und die Untersuchungen im Verdauungstrakt und im Kot ergaben einen Anteil der Nadelbäume von 43% an der Winternahrung des Rotwildes. Der Anteil der Nadelbäume an der Nahrung des Schneehasen steigt vom Sommer zum Winter von 40 auf 75%, während der GrasAnteil an der Hasennahrung von 55 auf 25% sinkt.
Respektvolles Skitourengehen Alle Wintersportarten abseits von Wegen, Routen und Pisten sind für die Wildtiere ausgesprochen belastend. Die dabei unter den Tieren ausgelösten Fluchten führen zu hohen Energieverlusten mit negativen Folgen für deren körperliche Verfassung bis hin zur Überlebensgrenze im Winter. Ein respektvoller, naturliebender und umweltbewusster Skitourengeher wird daher eine verantwortungsbewusste Tourenwahl treffen und die Wintereinstände von Wildtieren meiden, um die Tiere nicht zu gefährden.
Luftfahrzeuge Nicht unerwähnt bleiben sollen die negativen Folgen für die Wildtiere in touristisch stark genutzten Gebieten, aber auch die panikartigen Fluchten von Wildtieren im verschneiten Hochgebirge als Reaktion auf Luftfahrzeuge. Zu diesen Reaktionen der Wildtiere gibt es inzwischen neben vielen Beobachtungen auch eine verdichtete Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen so unter anderem aus dem schweizerischen
Flüchten nach Störung kostet Körperenergie, die im Winter schwer wieder aufgestockt werden kann. Teil des Alpenbogens. Bekannt ist etwa das Fehlen der Gämsen im touristisch stark genutzten Parsenngebiet bei Davos in Graubünden. Auf das Auftauchen von Hängegleitern und Hubschraubern reagieren Gämsen und Steinböcke heftig: Sie versuchen über
große Fluchtstrecken vom offenen Gelände in den Wald zu flüchten, was im Winter mit gravierenden Energieverlusten einhergeht. Müßig zu sagen, dass wiederholtes Flüchten letale Folgen für Tiere mit schwacher Köperkonstitution haben kann.
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Cup: Laaser Rodler
Schönes beim Rodeln
Mädchen: Angerer Katja, Kuntner Andrea, Singer Camilla, Staffler Nadine; Buben: De Martin Patrick, Ritsch Julian, Schönthaler Hannes und Lukas, Staffler Patrick
Auf die Frage „Was gibt’s besonders Schönes am Rodelsport?“ antwortet Katja Angerer (rechts im Bild), welche zwei Jahre lang pausiert hat und jetzt wieder angefangen hat: „Leidenschaft für Geschwindigkeit und Adrenalin-Kick!“ Ihre Mutter, die berühmte Läuferin Petra Pircher, fügt hinzu: „Sport ist ein Ausgleich zur Arbeit und macht den Kopf frei“. (lp)
Foto: Leonardo Pellissetti
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Jugend ist Stärke des Vinschgaus
Fotos: Leonardo Pellissetti
Südtiroler und Vinschger sind beim Europa-Cup Rennen der Rodel auf Naturbahn in Laas stark gefahren. Besonders bedeutsam sind die Leistungen der jungen Rodel-AthletInnen des Vinschgaus, als Bestätigung der guten und kontinuierlichen Betreuung dieser traditionellen Sportart.
Podium der Jugend I; Sieger Daniel Gruber (Arunda Schleis), 2. Maximilian Grunser (Feldthurns), 3. Hannes Schönthaler (ASC Laas)
von Leonardo Pellissetti
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er Europa-Cup in Laas verlief reibungslos. Südtirol hat offenbar im Rodelsport eine bessere Zukunft als alle anderen Nationen. Bei 73 Teilnehmern insgesamt kamen 38 aus Südtirol (15 davon aus dem Vinschgau), 5 aus Aosta, 4 aus dem Trentino, 14 aus Österreich, 4 aus Bayern, 6 aus Russland, 2 aus der Schweiz. Bei den Jungen holten Annalena Waldboth und Sara Bachmann vom ASV Latsch Gold, sowie Andrea Kuntner vom ASV Laas und Daniel Gruber vom ASV Arunda. Nadine Staffler und Hannes Schönthaler vom ASV Laas holten Bronze und es gab auch andere gute Platzierungen. Die von Sprecher Josef Platter ständig begleitete Veranstaltung war von bester Stim-
mung geprägt. Bei der Siegerehrung bekamen alle Athleten die vom Steinmetz Josef Mayr geschaffenen Marmor-Erinnerungen. Beim Fest am Samstag nach der Messe wurden die Gäste von BM Andreas Tappeiner und von Vereinspräsident Sepp Klotz begrüßt und besonders den fast 100 kostbaren freiwilligen Helfern gedankt. Erich Trenkwalder, seit 20 Jahren für die Piste verantwortlich, bekam als Zeichen der Dankbarkeit ein Geschenk. Klotz lobte die von Skl. Günther Staffler geleitete große Rodelfamilie und unterstrich die Wichtigkeit des Sports für alle und besonders für die Jungen. Gedankt wurde den Sponsoren mit der Raiffeisenkasse an erster Stelle. Mit viel Humor und realistischem Sinn erklärte der LA Josef Noggler „bei solchen Ansprachen soll man stehen,
dann wird man gesehen, man soll laut sprechen, dann wird man gehört, man soll kurz reden, dann wird man geliebt.“ Mit diesem Satz beendete der Politiker die Ansprachen. Der Rodelsport scheint etwas in Krise zu sein, weil der Nachwuchs fehlt. Der WM-Landestrainer Hannes Pichler aus Tarsch/ Latsch (jetzt Göflan) kennt die Lage gut und sagt, dass man für den Rodelsport kämpfe. Im Vinschgau wird hingegen reagiert und in den 3 Rodelzentren Laas, Latsch und Schleis gibt es Personen, die an die Rodeltradition fest glauben. Ein gutes Zeichen: Bei den
Latscher Begleitern war Paul Stürz (kl. Bild oben), Geburtsjahr 2007, noch als Zuschauer dabei, im Februar wird er schon beim Rennen sein. Ein weiteres gutes Zeichen für die Zukunft ist eine Trainings-Gemeinschaft: Die ehemalige aktive und erfolgreiche Rodlerin Renate Kasslatter (kl. Bild unten), Mutter von 3 Kindern, hat die Aufgabe als Rodeltrainerin für die Kinder im ganzen Vinschgau übernommen. Unter ihrer technischen Leitung operiert eine „Laas, Latsch und Schleis“ - Trainingsgemeinschaft, wo sich alle Kinder zusammen auf einer Piste treffen und trainieren können.
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ASV Laatsch Raiffeisen
Eishockey
Laas
Gute Bilanz
„Obis“ Tor Gold wert
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Sport und Kalender
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s wurde schon bemerkt, dass viele Bankangestellte leidenschaftlich Sport praktizieren. Bei der Vorstellung des Kalenders der Raiffeisenkasse von Laas gab es einige bedeutende Beispiele. Wie im Bild v. l. Christian Capitani, Roland Stark und David Jennewein, alle drei Bankangestellte in Laas. Christian, Sohn des berühmten Triathleten Bernhard, ist Reserve-Tormann in der 1. Liga Mannschaft von Mals. Roland ist Fußball-JugendTrainer in Laas. David, Sohn des bekannten ehemaligen Verteidiger-Stürmers Martin, ist Stammspieler in der 1. Liga Mannschaft von Kastelbell/ Tschars. (lp)
Stammplatz in der Abwehr der Füchse mehr als verdient. Der Grunddurchgang in der EBEL ist vorbei, nun findet die Zwischenrunde statt. Im Februar geht es für Oberdörfer, den Prader Peter Wunderer und den HC Bozen aufgrund der Olympischen Winterspiele in eine längere Pause. Die Play Offs beginnen am 7. März. Wer der Gegner des Südtiroler Teams ist, steht noch nicht fest. (sam)
Foto: Leonardo Pellissetti
4. Stelle erreicht. Nach der Entscheidung von Rainer Dengg, Malser Trainer zu werden, ist Heinrich Pirhofer aus Tarsch bei Latsch neuer Trainer des SV Laatsch. Er hat auch als neuen Betreuer Roman Stricker mitgenommen. (lp)
er 3. Jänner 2014 wird Hannes Oberdörfer sicher ewig in Erinnerung bleiben. Es war nicht nur ein denkwürdiger Tag für den Vinschger Verteidiger, sondern auch für das italienische Eishockey. Nicht nur, dass er sich mit dem HC Bozen in der Premierensaison in der Ersten Bank Eishockey Liga (EBEL) für die Play Offs qualifizierte, der 24-jährige Goldrainer trug auch wesentlich zur vorzeitigen Sicherung des Play Off-Tickets bei. Beim Heimspiel gegen den Villacher SV, das die Bozner mit 2:1 gewannen, gelang „Obi“ mit einem Traumtor das zwischenzeitliche 1:0. Oberdörfer kehrte von der Strafbank aufs Eis zurück, stürmte auf das gegnerische Tor zu, zog aus spitzem Winkel ab und der Puck zappelte im Villacher Gehäuse. Es war der zweite Saisontreffer für den Vinschger, der eine hervorragende Saison spielt: 2 Treffer und 6 Assist konnte er bisher auf seinem Punktekonto verbuchen und hat sich den
Foto: Sarah Mitterer
Foto: Leonardo Pellissetti
er unter Präsident Joachim Reinstadler mit großer Mühe geführte Sportverein stellt in der Zeit der Jahresbilanz die von vier Sektionen durchgeführte Tätigkeit vor. Der Fußball spielt natürlich die Hauptrolle. Der Präsident (im Bild) freut sich nicht wenig über die erfolgreiche Hinrunde der Kampfmannschaft in der 2. Liga: Mit 19 Punkten hat Laatsch zusammen mit Plaus die prominente
Mals: 13. Jänner 2014
Mitgliederversammlung der Sektion Badminton m Samstag, gleich anschließend zum Serie A Spiel gegen Lazio, um 18.00 Uhr fand die jährliche Vollversammlung der Sektion Badminton statt, und dieses Jahr fand sie sogar am Ort des Wirkens, nämlich in der Mittelschulturnhalle statt. Ein wenig kleiner und bescheidener als in den vergangenen Jahren, aber genauso wichtig und informativ, wenn auch ein wenig kürzer, ging die diesjährige Vollversammlung über die Bühne. Beehrt wurde sie von Bürgermeister Veith Ulrich, der voll des Lobes und des Dankes war, und zur Feuertaufe hatte der neue Sportvereinspräsident Thurner Helmuth seine erste Rede in seinem neuen Amt bei der Vollversammlung. Sektionsleiter De March Stefan und Nista Claudia (Verantwortliche für Kinder und
Foto: „Wind“-Archiv
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Jugendarbeit) und der Kassier Mair Hannes führten mit ihren Berichten durch den Abend. Geehrt wurden die Juniorenitalienmeister ihrer Klassen: Paulmichl Julian, Strobl Hannah, Osele Lukas, Strobl Kevin, Punter Marah, Köllemann Simon und Sagmeister Lisa, die sich in der vergangenen Saison
in Mailand zur Italienmeisterschaft gekürt hatten. Viel Lob und Dank erhielt auch unser Head-Coach, der Däne Nikolai Toennesen, der nun schon das 2. Jahr in Mals weilt. De March Stefan bedankte sich bei seiner Truppe für die gute Team-Arbeit und lobte das Ehrenamt, denn außer dem Cheftrainer bekommt in Mals
kein Trainer und Betreuer für seine Arbeit eine Entlohnung. Das ganze Jahr über waren es über 50 Events, die die Sektion Badminton koordiniert, organisiert und veranstaltet hat, ein gewaltiges Pensum, das viel Arbeit und Bereitschaft erfordert. Und nicht nur der Leistungssport wird gefördert, sondern vor allem der Breitensport mit seinen Events: Sommercamp am Meer, Faschingsfeier, Törggelen, Teilnahme an Events im Dorfleben werden bei der Sektion Badminton großgeschrieben. Die Hauptakteure, nämlich die Kinder, waren in ihrem Element, und anschließend zum informativen Teil gab’s geselliges Beisammensein bei Gulaschsuppe und Buffet, und natürlich beim Herumtollen in der Halle und als Abschluss gab’s eine Tombola für alle. (r)
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Latsch - Fußballturnier Budenzauber
Fußballvolk in der Halle
Fotos: Leonardo Pellissetti
links: In Gelb die Mannschaft von Plaus; oben: die riesige Publikumsteilnahme; die Schiedsrichter
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as Turnier wird seit sehr vielen Jahren zum Jahreswechsel in Latsch ausgetragen. Gespielt wird um den sogenannten „Vinschgaucup“. Dabei beteiligten sich 24 Mannschaften, 1 Mannschaft (Terlan) hat kurzfristig abgesagt, somit spielten die restlichen 23 Mannschaften am Samstag, 11.01.2014 ab 09.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr am Abend um die Trophäe „Vinschgaucup“. Bis auf die Mannschaft aus Plars, welche seit über 10 Jahren dabei ist und die Mannschaft aus Riffian waren alle teilnehmenden Teams aus dem Vinschgau. Nach den Vorrundenspielen ging es mit den Achtelfinalspielen wei-
ter. Das Turnier, welches heuer auf einem sehr guten Niveau stand, wurde in dieser Phase sehr spannend, die Achtelfinalspiele wurden allesamt mit max. 1 Tor Unterschied bzw. im Elfmeterschießen entschieden. (Alle Mannschaften, die auf dem obengennannten Platz 9 aufscheinen, sind im Achtelfinale ausgeschieden). Bei den Viertelfinalspielen ging es in der gleichen Tonart weiter, die Spiele blieben äußerst knapp und ausgeglichen (Alle Mannschaften, die im Viertelfinale ausgeschieden sind, scheinen in der Tabelle auf Platz 5 auf). Schlussendlich zogen die Teams „Silandro“,
(über 60 Spiele) wurden von den beiden Schiedsrichtern Walter Holzknecht und Sandro Gaio (v.l. im Bild oben) geleitet. Ein Teil der Einnahmen aus dem Turnier wurden wie jedes Jahr für einen wohltätigen Zweck gespendet. Von allen Seiten gab es Lob für den Turnierveranstalter: Die 1. Mannschaft des ASV Latsch Raiffeisen sowie der Ausschuss der Sektion Fußball im ASV Latsch. Man möchte sich gleichzeitig bei allen Sponsoren bedanken, denn ohne diese wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich. Sandro Gaio
„Tiss“, „Schluderns“ und „Plaus“ in das Halbfinale ein. Nach hart umkämpften Spielen spielte nun das Team aus „Tiss“ gegen jenes aus „Silandro“ um den 3. Platz, wobei sich das Team aus Tiss durchsetzte. In einem an Spannung nicht zu übertreffenden Finale setzte sich die Mannschaft aus Plaus knapp gegen jene aus Schluderns durch. Jene 8 Mannschaften, welche in der Vorrunde ausgeschieden sind, spielten eine sogenannte „Patzerrunde“. In dieser Patzerrunde setzte sich die Mannschaft aus „Goldrain“ gegen das Team „St. Martin“ durch. Sämtliche Partien
Schnals
Eiszeit in Schnals ie Sektion Eishockey des ASV Schnals ist auch in der Saison 2013-2014 voller Tatendrang. Die Ice Bears Schnals nehmen in der aktuellen Saison am Pro Hockey Cup teil, der in vollem Gange ist. Als Zielsetzung für die neue Eiszeit in Schnals wird in erster Linie auf Schnalser Spieler gesetzt, die der Mannschaft in diesem Jahr ein jüngeres Gesicht verleihen. Nicht nur in der ersten Mannschaft hat es Veränderungen gegeben. Um auch in den kommenden Jahren vom Eishockeysport profitieren zu können und die Anlagen in der Sportzone Texel in Unser Frau in
Foto: „Wind“-Archiv
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Die Sektion Eishockey des ASV Schnals setzt neue Projekte um Schnals nutzen zu können, wurden verschiedene Projekte ins Leben gerufen. Angefangen bei den Kleinsten findet jeden Sams-
tag Nachmittag der „family day“ statt, wo sich Kinder ab dem Kindergartenalter gemeinsam mit ihren Eltern unter Betreuung
der Ice Bears aufs Eis wagen, um das Eislaufen spielerisch zu erlernen. Im neu strukturierten Jugendbereich des Schnalser Eishockeys „next generation“ wird zwei Mal pro Woche in unterschiedlichen Trainingsgruppen, Ice Bears Kids und Ice Bears Junior, trainiert. Der große Zuspruch und Erfolg des letzten Jahres hat die Verantwortlichen der Sektion Eishockey motiviert, die neuen Projekte umzusetzen. Als Neuerung gilt auch die enge Zusammenarbeit mit dem Jugendraum „time out“, wo eifrig an gemeinsamen Aktivitäten gearbeitet wird. Christian Gamper
HaiderAlm Malga San Valentino
ASV Kortsch Raiffeisen Sektion Rad
Hoffnungsvolle Talente auf dem Mountainbike unterwegs u großen Ehren kamen die Mountainbiker Mara Rainalter und Klaus Rechenmacher. Die FCI – Federazione Ciclistica Alto Adige – ehrte am 7. Dezember in Nals die für den ASV Kortsch Raiffeisen startenden Athleten für ihre hervorragenden Leistungen in der abgelaufenen Saison. Klaus Rechenmacher, amtierender Landesmeister, holte sich den zweiten Platz in der Gesamtwertung „Südtirolcup“ sowie die Bronzemedaille bei den Italienmeisterschaften Team Relay CCRR / XCO 2013. Mara Rainalter überzeugte unter anderem mit sehr starken Leistungen bei den 10 Südtirolcuprennen und konnte schlussendlich den dritten Platz in der Gesamtwertung „Südtirolcup“ für sich verbuchen. Bei der italienweiten Gesamtwertung der Top Class -
Foto: „Wind“-Archiv
Z
tische FantasneeSch nisse verhältder auf al m H aider
v.l.: Mara Rainalter, Gerhard Kerschbaumer und Klaus Rechenmacher Cross Country XCO erreichten die beiden Athleten Spitzenplätze; Mara wurde bei den Schülerinnen siebte und Klaus bei der Jugend fünfter. Ein solch umfangreiches Programm, welches der ASV Kortsch Raiffeisen Sektion Rad mit all seinen Athleten durchführt, ist nur durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Sponsoren machbar – ein großes Dankeschön an alle Sponsoren.
g i BBag Air
Latsch - Eishockey U10
Fotos: Sarah Mitterer
Start der Landesmeisterschaft
Einige U 10 Spieler
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achdem die U10-Mannschaft des AHC Vinschgau im Vorfeld fünf Turniere bestritten hat, wird es nun ernst für die jungen Eisfix, denn für sie hat die Landesmeisterschaft in ihrer Kategorie begonnen. Aufgrund der dünnen Spielerdecke bilden die Vinschger mit den Young Lions aus Lana eine Mannschaft, um
an der Meisterschaft teilnehmen zu können. Durch diese Zusammenarbeit ermöglichen die beiden Vereine den Nachwuchscracks, Spielpraxis zu sammeln und sich weiterzuentwickeln. Die ersten Spiele haben die Kinder bereits bestritten und dabei tollen Kampfgeist und viel Einsatz gezeigt. (sam)
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Maseben, Trafoi: DYNAFIT Vinschgau-Cup 2014
Tennisjahr
Heiße Spuren im Schnee
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uf ein äußerst erfolgreiches Tennisjahr zurückblicken kann die D2-Herren-Mannschaft vom SSV Naturns/Raiffeisen Sektion Tennis. Dem Team um Daniel Huber, Gabriel Frei, Oliver Moser, Dietmar Gurschler und Klaus Huber gelang es in der heurigen D2Mannschaftsmeisterschaft sich mit tollen Siegen ins Halbfinale zu spielen. Dort unterlag man nur dem späteren Landesmeister TC St. Georgen. Nun folgte im Herbst/Winter der Einzug ins Finale beim Süd-
v.l.: Klaus Huber, Oliver Moser, Gabriel Frei, Daniel Huber, Dietmar Gurschler tiroler Indoor-Cup. Die Spieler der 4. Kategorie Oliver Moser, Dietmar Gurschler, KIaus Huber und die Dame Sabine Stürz mussten sich nur dem übermächtigen TC Bozen geschlagen geben. Zu erwähnen sind auch die glänzenden Einzelleistungen der heurigen Spielsaison: Gabriel Frei stieg bereits zu Jahresmitte zum 3.4-Spieler auf; Dietmar Gurschler spielte sich ins Finale der Over-35 Landesmeisterschaft, und nicht zuletzt heimste sich Oliver Moser den ersten FIT-Turniersieg, und diesen gerade beim Masters, der 4. Kategorie ein. Dietmar verbesserte sich so zu Saisonschluss zum 4.1-Spieler und Oliver steigt in die 3-erKategorie [3.5] auf. Zahlreiche Mannschaftsund Einzelturniere stehen bereits für das Jahr 2014 wieder auf dem Programm. Auf der Vereinshomepage www.tennis.naturns.org können sie sich über die Aktivitäten der gesamten Sektion Tennis im SSV Naturns auf dem Laufenden halten.
http://www.ski-running.com
Naturns
er Dynafit Vinschgaucup sorgt in seiner zweiten Auflage für heiße Spuren im Schnee – Den Anfang machten die Rennen in Maseben und Trafoi.
Erstes Rennen in Maseben 206 Teilnehmer waren beim ersten Rennen in Langtaufers am Start. 3,7 km und 570 Höhenmeter galt es zu bewältigen. Die Pistenverhältnisse waren ideal und die Temperatur mit -7 Grad kalt genug, um sich auf den Start zu freuen und dem Körper die Kälte auszutreiben. Schnellster bei den Skitourengehern war an diesem Abend mit 26.59 Philip Götsch. Thomas Arquin wurde mit 29.05 Zweiter und Roland Osele belegte mit 29.52 den dritten Platz. Bei den Damen siegte Annemarie Gross mit 36.34, vor Anna Pircher mit 40.07 und Petra Waldner mit 43.31.In der Kategorie Schneeschuh hieß der Sieger mit 30.38 Günther Angerer. Auf zweitem und drittem Platz folgten Hubert Theiner mit 33.40 und Urbano Ferrazzi mit 34.45. Petra Pircher gewann die Kategorie Schneeschuh bei den
Start in Langtaufers Damen mit 36.23. Zweite wurde Katja Angerer mit 43.03 vor der drittplatzierten Margareta Gruber mit 45.25. Am nächsten an die Richtzeit kam bei den Herren Robert Breitenberger und bei den Damen Karin Muntetschiniger.
Zweites Rennen im Skiegebiet Trafoi Auch beim zweiten Rennen zur Furkelhütte in Trafoi wurde die 200er-Marke übertroffen und so trafen sich 206 Teilnehmer um 19.30 Uhr, um die 3km lange und mit 650 Höhenmetern etwas steilere Piste als jene in Maseben in Angriff zu nehmen. Bei den Skitourengehern siegte der letztmals zweitplatzierte Thomas Arquin mit 26.20, vor Oswald Weissenhorn mit 27.13. Dritter wurde Vinschgau-
cup-Mitorganisator Alexander Erhard mit 28.21. Auch bei den Damen schob sich die Zweitplatzierte von Langtaufers nach vorne. Anna Pircher siegte in 36.13 und verwies Petra Waldner mit 38.54 und Claudia Aufderklamm mit 40.32 auf die Plätze. Tolle Leistung von Günther Angerer bei den Schneeschuhläufern. Er kam noch vor den Skitourengehern als Gesamterster in 26.17 zur Furkelhütte und ließ Hubert Theiner mit 30.09 und Helmut Platzgummer mit 31.21 hinter sich. Bei den Damen holte sich Petra Pircher mit 34.55 erneut den Sieg. Katja Angerer wurde, wie in Langtaufers, in 39.56 Zweite. Daniela Felderer schnappte sich mit 41.58 den dritten Platz. In der Kategorie Hobbyläufer siegte Peter Zischg bei den Herren und Hildegard Felderer bei den Damen. Die Organisatoren vom skirunning-Team sowie die Teilnehmer zeigten sich vom Erfolg und tadellosen Ablauf der ersten beiden Rennen begeistert und freuen sich auf die nächste Etappe am 31.01.14 um 19.30 Uhr am Watles. (pp)
Indoor Turnier in Prad
Bewegte Nacht S
eit einigen Jahren findet das traditionelle Hallenturnier „INDOOR“ in der Sporthalle von Prad statt. Da die Teilnehmerzahl in den letzten Jahren zu wünschen übrig ließ, musste sich die Sektion Fußball etwas einfallen lassen und beschloss daher, heuer erstmals ein Nacht- Hallenturnier zu organisieren. Dies war ein voller Erfolg, es meldeten sich 18 Mannschaften, die größtenteils auf einem sehr guten Niveau spielten und aus dem ganzen Vinschgau sowie aus dem Burggrafenamt anreisten. Nach spannenden Gruppenspielen schafften es die 8 stärksten Mannschaften in die
Siegerrunde, die restlichen Teams mussten in die so genannte „Potzerrunde“. Als um drei Uhr morgens das Finale angepfiffen wurde, standen sich die Gummibärenbande (Riffian) und die Hellas Corona (Prad) gegenüber. Schlussendlich schaffte die Gummibärenbande nach
einem spannenden Finale den Wanderpokal für sich zu gewinnen. Den dritten Platz sicherten sich die Oachkatzlschwäaf gegen die Eleven Boys One Cup. Das Finale der „Potzerrunde“ konnte WC Rutschinni (im Bild) gegen Koa Monnschoft für sich entscheiden. Auch das Drumherum des Turniers verlief erfolgreich. Die Gruppenspiele am Abend lockten zahlreiche Zuschauer auf die Tribüne der völlig überfüllten Prader Sporthalle. Gefeiert wurde anschließend bis in die frühen Morgenstunden im neu gestalteten Partybereich. Die zahlreichen Zuschauer hatten zudem die Möglichkeit, bei einem Würfelspiel tolle Preise zu ergattern. Alber Rafael
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* 28.12.1940 † 01.01.2014 Schlinig
DANKE, • für das stille Gebet • allen, die an den Rosenkränzen und an der Beerdigung teilgenommen haben • den Vorbetern Toni und Klara und allen, die einen Dienst übernommen haben • den Geistlichen für die würdevolle Gestaltung der Messfeier • der FF Schlinig/Amberg, die ihrem Kameraden die letzte Ehre erwiesen haben • den behandelnden Ärzten und dem Pflegepersonal der Abteilung Day Hospital und Medizin Männer im Krankenhaus Schlanders für die liebevolle Betreuung • für jeden Händedruck und jede Umarmung • für die tröstenden Worte, gesprochen oder geschrieben • für Blumen, Kerzen und Geldspenden. Die Trauerfamilie
Volksbühne Latsch
„Sieben Todsünden“
Aus den „Sieben Todsünden“ von Franz Kranewitter Naz – Geiz, Seastaller –Zorn, Joch – Unmässigkeit Regie: Petra Pedross Ort: Culturforum, Latsch Aufführungstermin: Premiere: Sa. 25.01.14, 20.00 Uhr; Sa. 01.02.14, 20.00 Uhr; So. 02.02.14, 17.00 Uhr; Sa. 08.02.14, 20.00 Uhr; So. 09.02.14, 17.00 Uhr; Reservierung: Tel. 334 24 49 120 (ab 13.01.2014) von 13 – 18 Uhr
Heimatbühne Prad „Rita“
von Toni Bernhart; Special Guests: Kravatte & Kravalle Regie: Dietmar Gamper Ort: Raiffeisensaal „aquaprad“ in Prad Aufführungstermin: Premiere: Sa. 01.02.14, 20.00 Uhr; So. 02.02.14, 17.00 Uhr; Sa. 08.02.14, 20.00 Uhr; So. 09.02.14, 17.00 Uhr; Sa. 15.02.14, 20.00 Uhr; So. 16.02.14, 17.00 Uhr; Reservierung: Tel. 346 60 37 889
Theater Gruppe Kortsch „Das Sparschwein“
Walburga Breitenberger
Komödie von Eugène Labiche; Neufassung: Christoph Brück; Regie: Konrad Lechthaler Ort: Haus der Dorfgemeinschaft in Kortsch Aufführungstermin: Premiere: Do. 06.02.14, 20.00 Uhr; So. 09.02.14, 17.00 Uhr; Fr. 14.02.14, 20.00 Uhr; Sa. 15.02.14, 20.00 Uhr; So. 16.02.14, 17.00 Uhr; So. 23.02.14, 17.00 Uhr; Mi. 26.02.14, 20.00 Uhr; Reservierung: Tel. 346 40 66 069 (tägl. von 10.30 – 13.30 & 17.30 – 19.30 Uhr)
* 28.12.1939 † 24.01.2013 Göflan
Jahrestag/Danksagungen
Die Mutter war’s, was braucht’s der Worte mehr
1. Jahrestag
geb. Steiner
Liebe Mama, wir gedenken deiner, ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 26.01.2014 um 8.15 Uhr in der St. Martins Kirche in Göflan. Die Familie Begrenzt ist die Zeit des Lebens, doch unendlich die Erinnerungen, denn sie bleiben ein ganzes Leben hindurch.
2. Jahrestag
Peter Platzer Nisi-Peatr – Morter *19.02.1933 †22.01.2012 Zum zweiten Mal jährt sich der traurige Tag, an dem wir von dir Abschied nehmen mussten. Doch in unseren Gedanken bist du immer bei uns, besonders bei der hl. Messe am Sonntag, 26. Jänner um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche Morter. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen.
In Liebe deine Familie
Unsere Herzen wollten dich halten, unsere Liebe dich umfangen, unser Verstand musste dich gehen lassen, denn deine Kraft war zu Ende. Deinen Rat und Zuspruch nie mehr zu hören tut weh.
1. Jahrestag
Florin Frank „Rainolter Florl“ *22.09.1940 †16.01.2013 Montetschinig
Wir danken allen, die unseren Neina in guter Erinnerung behalten. Deine Familie
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gwr.. it
Eltern-Kind-Musizieren
Singen – trommeln – tanzen für Eltern mit ihrem Kind im ersten Lebensjahr
REFERENT/IN Martina Wienchol TERMINE Mi, 05.02. – Mi, 02.04.2014 (jeweils Mi) UHRZEIT 10.00 Uhr – 10.45 Uhr, insgesamt 8 Treffen ORT Musikschule Schlanders Kursbeitrag 50 Euro (pro Erwachsenen-Kind-Paar) ANMELDESCHLUSS Mo, 03.02.2014 Beruf
Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer niedriges bis hohes Risiko (D.LGS. NR. 81 VOM 09.04.2008)
REFERENT/IN Egon Pattis TERMINE Do, 06.02. + Do, 13.02.2014 UHRZEIT 08.30 Uhr – 17.30 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT GWR Spondinig Kursbeitrag 150 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 03.02.2014 Gesundheit
Yoga für Männer und Frauen
REFERENT/IN Johanna Wassermann TERMINE Do, 06.02. – Do, 17.04.2014 (jeweils Do) UHRZEIT VORMITTAG 09.00 Uhr – 11.00 Uhr, insgesamt 9 Treffen UHRZEIT ABEND 18.30 Uhr – 20.30 Uhr, insgesamt 9 Treffen ORT VORMITTAG Sozialsprengel Mals ORT ABEND OSZ Mals Kursbeitrag 90 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 03.02.2014
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